—.—.— — und ö In sieh haltend Den Kern Alter 00— Neuer nd He Urd Anderer Chrißichen chrer und mer Christen. einer Vorrede** Dodonn, Hoch Stesl Sicht Ceuionnluhs 1 ö General⸗Superint, zu Altenburg. * Shttts⸗:60 Oruck und enlag derer Richteniscben Erben, aaꝛ: Syr. 44/ I. 5. daßt uns loben die beruͤhmten Leute, und unsere Vaͤter, nah einander, Sie haben Mulieam gelernet, und geistliche Lieder ge⸗ 97 dichtet. Ephes. 5, 19. Coloss. 3, 16. Sondern werdet voll Geistes, und redet unter einander ron Pfalmen und Lob⸗Gesaͤngen und geistlichen viedern/. spielet dem HErrn in euren Hertzen, und saget Danck alle in fůr alles GOtt und dem Vater im Nahmen JEsu Christi. D. Catl An Gichß. Consltoria Viel Getgen, 0 S ist di 7 Auflage 90 Gesang zuglei hächtig ein Aus Hen allgetneinen! andern Gebethei get ist, welches Jahren durch Fle scht Heren M. Hriedrichs von A Kebordneten Pasto uncti zu Ischerni sirtiget, dermahl enen gewissen (hottlichen Worts anders, nebst de er Autommbeyge 1 Oi nun der aihe Einrichtun Gcbrauch—— Vllobt und beliebt nach der ge⸗ er von jet und Aezeit sicht Herrn M. Dem Vt Eahenden und GOtt lobenden ser Muͤnschet D. Carl Andreas Redel, Hoch⸗Fuͤrstl. Saͤchß. Consistorial-Rath und General-Superintendens zu Altenburg, Viel Seegen, Heyl und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HErrn JEsu Christo ꝛc. S ist diß eine neue Auflage desjenigen Gesang⸗Buchs, dem zugleich wohlbe— daͤchtig ein Auszug von de⸗ nen allgemeinen Kirchen⸗ und andern Gebethen beygefuͤ⸗ get ist, welches vor etlichen Jahren durch Fleiß und Auf⸗ Wolffgang Friedrichs von Roda, wohl⸗ perordneten Pastoris und Ad- juncti zu Zschernitzsch ist ge⸗ fertiget, dermahln aber durch einen gewissen Diener des göttlichen Worts noch ein und anders, nebst dem Register der Autorum beygetragen wor⸗ den. Wie nun der Nutz und die feine Einrichtung zum guten Gebrauch das Wercklein so belobt und beliebt machet, daß es an Abgang desselben nicht gefehlet hat; also wird es auch um so viel destoweniger meiner Vorschrifft beduͤrffen; doch dem Ansuchen eine Gnuͤge zu thun sage nur so viel: Es sind die geistlichen Lieder und schoͤnen Lob⸗Gesaͤnge der Christlichen Kirche ein Reim⸗ Gebet, welches mit lieblichem Thon, und also mit gantzer K rafft des Mundes, fuͤrbracht wird. Sie sind ein Hertz⸗We⸗ cker, dadurch andaͤchtige Saͤn⸗ ger und Saͤngerinnen dem HErrn mit Hertz und Munde spielen. Eph. 5. v. 19. Sie sind ein Mittel, wodurch die Her⸗ tzen im Glaub en gestaͤrcket, im Leben gebessert, vornehmlich auch im Leiden erfreuet und ge⸗ troͤstet werden. Wer wolte zweiffeln, daß der hochwichti⸗ ge Glaubens⸗Articul von dem unschuldigen und verdienstli⸗ chen Leiden und Sterben JE⸗ su CHristi durch das schoͤne Lied: Hertzliebster JEsu, was hast du verbrochen ꝛc. Deß glei⸗ chen von der Gerechtfertigung eines armen Suͤnders vor GO27 durch die geistreichen Lieder: Nun freut euch lieben Christen gemein ꝛc. Es ist das Heil uns kommen her ꝛe. Durch Adams Fall ist gantz verderbt ꝛc. nicht sollten zu Hertzen drin⸗ gen? und welcher andaͤchtiger Saͤnger empfindet nicht eine troͤstende Krafft aus denen be⸗ weglichen Creutz⸗und Trost⸗ Uedern, unter so suͤssen Vor⸗ schmack der zukuͤnfftigen Herr⸗ lichkeit, die an uns soll offen⸗ bahret werden, daß er mit der Kirche bekennen muß: 9 2 Wenn —..—.sss— Vorrede an den Chrisliichen eoser. Wenn ich in Noͤthen beth und sing, So wird mein Hertz recht guter ing. Dein Geist bezeugt/daß solches frey Des ewgen Lebens Vorschmack sey. Singen und seine Stimme zur Eh⸗ re GOttes erhehen, ist ein Werck, das GOtt in die Natur durch die lieblich singende Voͤgelein gebildet hat. Erheben die ihre Stimme zum Lobe ihres Schoͤpffers und Freude der Menschen, warum solten die Kinder GOttes nicht zum Lobe ihres himmlischen Vaters auch mit ihrer Zunge und Stimme ermuntert wer⸗ den? warum solte GOtt dem HErrn, als ihrem Schoͤpffer, nicht ihr ver⸗ nuͤnfftiger Lob⸗Gesang gefallen? ich sage weiter: singen und seine Stim⸗ me zur Ehre GOttes erheben,ist ein Werck, das GOtt besohlen. Singet dem HErrn ein neues Lied, Ps. 33. v. 3. Singet dem HErrn. Jerem. 20., v. 13. Daher die Glaͤubigen Al⸗ tes und Neues Testaments es hoch geacht/ geuͤbt und geliebt. Mose und die Kinder Israel sungen, als der HErr sein Volck erloͤset, und den Pharao mit alle seinem Heer ins Meer gestuͤrtzet hatte, Erod. 15. De⸗ bora und Barack sungen, als der Hrr seinem Volck Gluͤck und Sieg gegeben hatte, Judie. y, v. I. David, ein Mann, versichert von dem Mes⸗ sia des GOttes Jacob, war lieblich mit Psalmen Israel, 2. Sam. 2z/ I. Hißkias,der Koͤnig in Israel, gelob⸗ te einen Freuden⸗Gesang/ wenn ihm Gott von seinem Siech⸗Lager auf⸗ helffen wuͤrde: HErr, hilff mir, so wollen wir meine Lieder singen, so lange wir leben, in dem Hause des HErrn, Jes. 38, 20. Die Christen Neues Testaments hat ten schon in der ersten Kirche ihre Gesaͤnge, wie aus den Vaͤtern Athanasio, Origi- ne und Augustino zu ersehen, und wendete die Kirche an solche nicht geringen Fleiß, Vid. Rittershusium t. 3. Sacr. Lect. c. ai, sahe auch da⸗ him daß nicht Plalmi Idiorici.d. i. Iu/ gepruͤffte Lieder, da man den Ges uurd Iiee ndet 0 ane Voh dnnen wurden, wie davon der Canon Conei- liiLaodiceni in codice Canonum n. ic Beh Hche Verfas besagt. Sie verordneten Cantore Gahaschen und Hll Canonicos, die alles damit in guttr lt, iedoch us Richtigkeit halten musten. So nach und Se loben wir billig den loͤblichen Fleif, Lit. A. welcher auch in diesem Stuͤck noch I P. A. it. E. A, ist E heut zu Tage unter uns angewendet ens, welcher vonͤett wird. Es fehlt zwar an Gesang⸗Bie ntAdenwgenenllett chern nicht, warum solte es abel nicht wohl gethan seyn, daß so math⸗ che liebe Stadt, ja so manches Land die in ihren Kirchen uͤbliche Gesaͤnge in ein vollstaͤndiges Buch zusammen sammletꝛ der guten Absicht, daß man sich dieselben draus bekañt machen, und also GOtt mit einstimmenden Munde in der Versammlung dieneh moͤge. Nun diesen heilsamen Zweil hat es auch mit Ausfertigung un weitern Auflage dieses gegenwaͤrtj gen Wercks, welcher nuͤr nechst durch Verordnung des Hoch⸗Fuͤrft lichen Consistorũ dermassen gescharft fet worden; daß man schwartze Ta⸗ felgen an die Kirch⸗Thuͤren aufhaͤht gen, die Lieder, so beym oͤffentlichen Gottes⸗Dienste gesungen werden sollen, bran schreiben, olche aus den Gothaischen oder hiesigen Gesang⸗ Buche genommen, und die Gemeß⸗ ne sich mit dergleschen Buͤchern versehen, bedeutet werden u Wohlau! genigter Leser, so nim Ochurt warerein Voigtl Hiteunter Luthero zu W Hubdetrfer Eangelisch Staden, inder Wette Uach oachimi, Chur Hhaandenburg,Hof⸗Prei Rr I Rotenburg an d nmauchzu Magdebure Attd endlich Süpekint Mecklenhurg, arb zu Maburg z, den g. Mo Eamahl wegen seiner B. Hetrieben worden, und Welt wohf kennen lerne Ettiget n.3.179 755 Mm ihm guch u 7zꝛ. H. A. ist Renricns Alb Poet und Organist es denn hin mit Danck und zum Ge brauch deiner Andacht. GOtt absy lasse dir dein bruͤnstiges Singen 40 80 nen suͤsn Vorschmack werden de e eet jenigen, welches du deꝛmahleins, auus Um aller Noth und Gefahrerlöset, Ion, zu Ehren in dem himmlischen Ehul ö der Cherubinen und Seraphinen.shse durch ein dreymahl heilig anstimt men, und sur dem Stuhle GOttes und des Laies Ihm ewig Lob, Prass und Danck singen wirst, Amen. A ———— —— tenburg, den 24, Augusti, 1714. Kurtz Register der Autorum. —— .d. i.un Lit. A. D. E. A. it. E. A. ist D. Erasmus berus, welcher von etlichen un⸗ Unccht Albertus genennet wird. Von abel Heburt war er ein Voigtlaͤnder/ stu⸗ 4 dirte unter Luthero zu Wittenberg, lbestun Wurde erster Evangelifcher Prediger ung zu Staden, in der Wetterau, her⸗ aimd nach Jonchimi Churfuͤrstens zu daß man Brandenburg,Hof⸗Prediger. Fer⸗ machen, ner zu Rotenbürg an der Tauber, uenden dann auch zu Magdeburg, Prediger, dlemeh und endlich Superinteudens zu zwech Mecklenburg, starb zu Neu⸗Bran⸗ ang und denburg 1353. den z. May. Ist sie⸗ uwart henmahl wegen seiner Best aͤndigkeit nachs vertrieben worden, und hat also die Welt wohl kennen lernen. Hat ge⸗ 470 rtiget n.34.179 783 etliche schrei⸗ uhe Ta hen ihm auch zu 732. aufha. H. A. ist Henricus Alberti, ein gu⸗ urlichel ter Poet und Organist zu Koͤnigs⸗ werden herg in Preußen, starb 1668. hat ge⸗ zusden fertiget n. 438. 645. 79. Hesang J. A. ist Joh. Arnd, der bekandte Hemeß gottseelige Theglogus, ist nach un⸗ hern z terschiedenen gelstlichen Bedienun⸗ Kurtze Nachricht Von denen AUTORIBOUs derer Lieder. 10 Bey deren Verfassung man die Nachrichten aus dem Gothaischen und Hildburghausischen Gesang⸗Buche zwar adhi⸗ biret, iedoch aüsser dem noch viel andere Anmerckungen und Denckwuͤrdigkeiten beygebracht. ter zu Grossen⸗Soͤmmern Pastor, und endlich zu St. Andreas in Erf⸗ furt Diaconus, starb 1638. sein Bild⸗ niß stehet in der Kirche zu Troͤchtel⸗ born in seinem Vaterlande. Hat gemacht n. 80. 606. Einige schrei⸗ ben ihm vom exsten nuꝛ die Melodey, das Lied aber Tobia Kiel, einem Stu- dioso Theologiæ von Ballstaͤdt, zu. Lit B. A. M. Z. B. ist Albrecht, Marg⸗ graff zu Brandenburg, welcher in seinem Leben grosse Unruhe, Ver⸗ solgung und Drangsal ausgestan⸗ den, und Anno 1558. zu Pfortzheim derstorben. Wird von etlichen un⸗ recht Churfuͤrst zu Brandenburg ge⸗ nennet. Hat gefertiget num. 415. C. B. ist Christian Breme, nicht Bremer, wie ihm etliche unrecht nennen. War nicht nur Churfuͤrstl. Saͤchß. Bibliothecarius und Raths⸗ Herr in Dreßden, sondern wurde auch Chur⸗Saͤchß. Rath, und aͤlte⸗ ster Buͤrgermeister daselbst, starb 1667. den 11. Sept. Hat gefertiget num. I2. 84. sole. gen, General-Superintendens zu Lu⸗ nimu neburg und Zelle gewesen, dessen um Bei Leben in seinen Buͤchern vom wah⸗ Ott abeh ren Christenthum umstaͤndig zu le igen eif fen. Starb 1621. den 11. May, sei⸗ + en deß nes Alters 66. Jahr, hat gefertiget eine au num. 37, set, Ihn J. A. ein anderer: m Chos whinen anstimh GOttei ab Vrei burg, I 7¹4. Kurtzz 337. 940. 1026. 1116. N gelus, ein Poet in Schlesien, hat ge⸗ thero nicht zu zuschreib ertiget num. 361. 311. 312, 479. 536. . A. ist Michael Alten⸗ ein Thuͤringer, erst zu Ilvers Buchholzer, aus dem bekandten Ge⸗ Al hofen, hernach luroͤchtelborn, wei⸗sch E. B. ist Beno, Episcopus Misnen- is, dem einige das alte Lateinische Lied: Dies est laritis, Teutsch: Der Tag der ist so Freudenreich. n. 3u. zuschreiben. Desfen man jedoch nicht sattfam Grund hat. Vid. Tenzels curieuse Bibliothec 1705. p. 40. sedqᷓ. Ist Joh. An-UUbrigens ist diß Lied doch auch Lu⸗ en, als nur etwa ratione einiger Cornectur im Teutschen. A. H. B. ist Andreas Heinrich lecht dexer Buchholtzer, welches 6 3 Mel⸗ Register der Aurorum⸗· Melchior Adami in vitis Theolog. Serm. p. 261. beschreibet. Wurde Superintendens zu Braunschweig. Hat gefertiget n. 141. D. C. B ist D. Cornelius Becker, war erst Collega in der Leipziger Thomas⸗Schule, hernach Diaconus zu Rochlitz, endlich Pastor zu S. Tho⸗ mæ und Profess. Theolog. zu Leip⸗ zig. Starb Anno 1604. Hat den gantzen Psalter Davihs in Teutsche Lieder gesetzet, so 1617. in 8. gedruckt. Von ihm sind hier n. 262. 352. 407. 439 493 730 1103. H. B. ist Buͤrgermeister zu Gotha, starb 1685. Hat gefertiget num. 117. M. H. B. ist M. Hermann Bonnus, ven Geburthein Westphaͤler. Wur⸗ de Hertzog Johannis in Hollstein Informator, und hernach der erste Su⸗ perintendens zu Luͤbeck, war sehr leißig die Lateinischen Gesaͤnge vom Paͤbstlichen Sauer⸗Deige zu sau⸗ bern, starb 1748. den 12. Febr. seines n 44. Jahr. Hat gemacht num. 289. MI. B. ist Martin Boͤhme aus Schlesien, war erst Schul⸗Diener, hernach Disconus, endlich Pastor Pri⸗ marius zu Lauben in der Ober⸗ Lausitz. Starb 1622. den Febr. seines Alters 6y. Jahr. Hat ver⸗ fertiget num. 122. I139. M. F. B. ist M. Theophilus Bal- duinus, hat gefertiget num. 592. S. B. ist Sigism. Betulius, oder von Bircken, Kaͤyserl. Pfaltz⸗Graf und geeroͤnter— n. 37. 792. it. t. C. C. C. ist Christoph Cnoll, von wel⸗ chem unten unter B. K. Meldung geschiehet. M. T. C. ist M. Tobias Clausni⸗ Heinrich Bergmann. M. I C. ist M. Joseph Clauder, Archi Diaconus zu Altenburg, starb 1653. Hat Teutsch gemacht n. 243. J. C. ist Joh. Chiomusus alias Schneesing, von welchem unten un⸗ ter C. H. Conrad Hubert, gemeldet wird. Lit. D. D. B. D. ist D. Bernhard Der⸗ schau, nicht Dirschau, wie ihn etli⸗ che unrecht nennen. Buͤrtig von Königsberg in Preussen, wurde da⸗ selbst Pastor und Theolog. Profess. Starb 1639. den 13. Martii, seines Alters 48. Jahr. Hat gefertiget num. 66 598. J. M. D. ist Johann Michael Dill⸗ herr, war gebohren zu Themar im Hennebergischen 1604. Wurde An⸗ no 1631. zu Jena Profefs. Eloquentiæ, hernach auch 1634. noch Hist.& Poës. Profess. und 1640. Profess. Theol. extraordinar. Kam 1642. nach Nuͤrn⸗ berg als Profess. Theol.& Philos. im Gymnasio, wurde auch Anno 1646. Pastor an der Sebalds⸗Kirche und Bibliothecar. Starb den 8. April. 1669. seines Alters 65. Jahr. Sein Leben siehe in Zeumeri Vitis Profefl. Jenens. Class. I. pag. 9. Hat gefer⸗ tiget num. 682. P. D. ist Petrus Dresdensis, oder von Dreßden, hat zu Prag Johann Hussen Christl. Lehre beliebet. Kam 1409. wieder nach Dreßden, und wurde daselbst, auch zu Chemnitz und Zwickau, alsdehrer in der Schu⸗ le gebrauchet, 1414. aber vertrieben. Da er sich wieder nach Prag gewen⸗ det, und 1434. gestorben. Ihm wer⸗ den zugeschrieben n. 46. und 4. sie⸗ he von ihm Tenzelii Supplem. hist. Gothan. secundum p. 249. S. R. D. ist Sophia Regina Daniæ, Konigs Friederici I. in Dennemarck zer, hernach auch Theolog Licent. War erst Superintendens zu Parg⸗ Kein in der Pfaltz, hernach Pastor und Inspector zu Weyden in der O⸗ ber⸗Pfaltz. Starb 1684, Hat ge⸗ Wittwe, hat gefertiget n. 709 · W. D. ist Wolffgang Dachstein, hat n. 514. An Wasserfluͤssen Baby⸗ lon, gefertiget, welches er auf die Zerstoͤhrung der Stagt Magdeburg, fertiget num. 4 2I. so den 10, Maͤy 1631. geschehen, C. ——.——— —.——.—.—. Paltor und Superint chuldigen Nachric mi Ordnung p den will. Lit. .P. E.is b. Pal war bürtig von Kütt cken, da er Fu. geb nach Wittenherg nachhin auch in die Tacultitrecipiret, Phllosophix, auch Schloß Kitcheendl Logie, Und nach Bug Starb Anno 1569. d Extvgr ein sehr vert Phillippi Melanchtho Philippi Repertoriur Werden, Isauch mit Loquuis 3¹u Worms 6 gehesen. Vie sein ben vondlelch, Adan Germ. paog sq beze llget a. Cz. entweder Helens,oder seinerEt Andencken, n, 97. Dapisten ohne aleme Lassentritten, Decha zleignen. Num. 227 shetther Freund li bom erstlgteinischg num, 5r. L. N.C. P.M. Ch Kurde 157r. astor un Meinungen, und hen Wonn Genere ld Hos⸗ Hat Ku uan P. ein ander IK Fu 5 gefer Med. D03 —.— Register der Autorum. gemacht haben. M.I. Olegrius im kurtzen Entwurff einer nuͤtzlichen Lieder⸗Bibliothec. im Anhang 137. setzet, er sey Pastor in Magdeburg gewesen/ so sich aber unter den Nah⸗ men Cleri Magdeburgensis, in un⸗ schuldigen Nachrichten 1713. der dritten Ordnung p. 373. nicht fin⸗ den will. ö Lit. E. D. P. E. ist D. Paulus Eberus. Er wat buͤrtig von Kuͤttingen ausFran⸗ cken, da er 18rr. gebohren, kommt nach Wittenberg, wo er Nagister. nachhin auch in die philosophische Facultit recipiret, weiter Erofessor Philosophix, auch Præpositus der Schloß ⸗Kirche,endlich Doct Theo- logiæ, und nach Bugenhagens Tode Pastor und Superintendens worden. Starb Anno 1569. den 10. Decemb. Er war ein sehr vertrauter Freund Philippi Melanchthonis,pflegte auch Philippi Reperrorium genennet zu werden. Ist auch mit auf denen Col- loquiis zu Worms und Altenburg gewesen. Wie sein Leben, beschrie⸗ ben vondlelch.Adami in vitis Theol. Germ. p. 204αꝗꝗ·beʒeuget. Hat gefer⸗ tiget n. 63. eutweder seinem Weibe, Helena, oder seiner Tochter/zu guten Andencken, n. 97. welches einige Papisten ohne allem Grund Johann Leisentritten, Dechant zu Bautzen, zueignen. Num 227. welches sein werther Freund Philipp. Melanch- thon, erst lateinisch gemacht. Item num. 5II. Lir. E. M. C. F. ist M. Christoph Fischer, wurde 19571. Pastor und Superint. zu Meinungen, und hernach 1774. Lů⸗ neburgischer General-Superinten- dens und Hof⸗Prediger in Zelle. Hat gefertiget num. 143. . C. F. ein anderer: ist M. Cas⸗ par Fuger, hat gefertiget n. 77. D. P. F. ist D. Paul Flemming/ Med. Doct. und beruͤhmter Poet, aber zu unterscheiden ist von Johann Flittnern, Franco, boet. Laur Cæsar. welcher 1619.Peinen Manipulum Epi- grammatum und andere Schrifften in Franckfurth ediret. Sintemahl er war buͤrtig von Suhla im Henne⸗ dergischen, und war Prediger zu Grimma in Vor⸗Pommern, wie aus seinem himmlischen Lust⸗Gaͤrt⸗ lein, so 1661. zu Greiffswalde in 8. gedruckt, erhellet. Hat auch 1649. den geistlichen Danck⸗undsFriedens⸗ Altar uͤber den 88. Psalm editet: Hier sind von ihm die Lieder num. 247. 371. J. F. ein anderer: Ist Johann Francke, gebohren den 1. Junii 1668. buͤrtig von Guben in der Nieder⸗ Lausitz, da er Buͤrgermeister, und endlich Landes ⸗Eltester desselben Marggrafthums wurde, flarb 1677. den 18. Jun. edirte Anno 1674. zu Gubhen sein geistlich Sion und irdi⸗ schen Helicon. Hat gefertiget num. 81 182. 202. nHehmlich: Dreyeinig⸗ keit der Gottheit wahrer Spiegel. Item n. 288. 271. 364. 367. 434. 578. B. F. ist Basilius Fcrtsch, oder Foͤrtsch, er war bürtig von Roßla aus Thuͤringen, wurde erst Kector zu Cahla, hernach Anno 1613. Pfar⸗ rer zu Gumperda im Orlamuͤndi⸗ schen, wo er Anno 1619, gestorben. Besiehe Christoph Henrici Lœberi Histor. Orlamundan. Inspectionis p. Er edirte 1609. die geistliche Wasser⸗Qvelle, mit M. Joh Fladun- gi, Superintend. zu Orlamuͤnda Vor⸗ rede/so an vielen Orten, auch oͤffters mit Auslassung seines Nahmens, nachgedruckt ist. Hat gefertiget n. 158. welches Lied er seinen Triumph⸗ Wagen genennet. vid. Tengels cu- rieuse Bibliothec 1705. p. 5. daher dieses Lied ohne Grund theils von einigen Joh. Hermann Scheinen, (welcher erst Capellmeister in Wei⸗ mar, und hernach Cantor in Leipgig war/) theils von andern Bartholo⸗ num. 2 92. J. F.ist Johann Flittner/.welcher mœo Gesio, Canterizu Franckfurth 8 4 AIr Register der Autdrum. an der Oder zugeschrieben wird. Es sey denn, daß einer von diesen die Melodeyen gemacht. Er hat auch gefertiget num. 9. welches andre, oͤhne Grund, Valentin Trillern zu eignen. B. F. ein anderer: ist Bartholomæ: us Fröͤlich. War Pfarrer zu Perle⸗ berg in der Marck, ums Jahr 1387. hat gefertiget n. 729. Ein Wuͤrm⸗ Iein bin ich arm und klein. L. J. F. ist Lio. Joach. Feller, hat gefertiget n. 888. . F. ist Melchior Francke, Ca⸗ pell⸗Meister zu Coburg. Hat gefer⸗ tiget n. 24. welches andere Johann Walthern, Chur⸗Fuͤrst Joh Frled⸗ richs zu Sachsen Capell⸗Meistern zu⸗ schreiben. Item n. 124. 177. 1061. M. F. ein anderer: ist Michael Francke, welcher Mann sonderliche Fata gehabt hat. Er war anfaͤnglich ein Buͤrger und Becker in Schleus⸗ singen, nachdem er aber durch den Krieg um alle das Seine kommen war, und sonsten in seiner Jugend sich auf die sogenannten Srudia hu⸗ maniora ziemlich geleget hatte, gieng er Anno 1640. wieder nach Coburg, wo er in der Jugend fre⸗ quentiret hatte. Anno 1644. wurde er Præceptor VI.& VII. Clasũs in der Schule. Johann Rist, als Comes Palatinus, exonete ihn 1659. freywil⸗ lig zum Poeten. Dann wurde er in dem loͤblichen Schwanen⸗Orden Staurophilus henahmet. Starb 1667. seines Alters 53. Jahr, vid. Bericht von denen Auror. derer Lieder 1691. in 12. hat gefertiget n. 300 455. 707. NM. S F ist M. Sebastian Fran⸗ cke, Pastor zu Zell und Weippolds⸗ hausen. Hat gefertiget n. 463. M. J. F. ist M. Johann Frentzel, P. L. C. und Prof zu Leipzig hat ge⸗ fertiget n. 23. 535. A E. ist Ahasverus Eritsch, burtig von Muͤcheln, J. U. Doctor, Com. Pal. Ssar. Erb⸗Herr zu Mellingen und Schwartzau, war erstlich Graͤfl. Schwartzb. Inkormator, hernach Hof⸗ Rath/ ferner Cantzley⸗Director, und endlich Cantzlar in Rudelstadt, wel⸗ che station er Anno 1687. erlangete. Hat viel vortreffliche Schrifften ediret. Starb am Tage Bartholo- mæi, 1701. seines Alters 73. Jahr/ hat gefertiget n. 373. E.F. ist Erasmus Francisci, be⸗ ruͤhmter Polyhistor zu Nuͤrnberg. Hat Mfettieh n. 46 451. dicus zu Groß⸗Glogau, und beruͤhm⸗ ter Poete, hat gefertiget n. 66. B. G. ist Burckhard Großmann, hat gefertiget n. 643. 644. J. G. ist Johann Gobel, war Pfar⸗ rer in dem Schwartzburg. Dorffe Dirnstaͤdt an der Ilm, hat n. 243. Lateinisch gemacht, welches. Jo⸗ seyh Clauder, Arohi-Diaconus in Altenburg, verteutschet. J. G. ein anderer: ist Johann Gi⸗ gas, alias Henne, Magister, buͤrtig von Nordhausen, war erst Schul⸗ meister im Joachims⸗Thal, hernach 1543. erster Rector in der Schul⸗ Pforte, und 1946. Pastor in Schle⸗ sien zu Freystadt und Schweidnitz, starb 1581. Hat gefertiget in. 484. und 717. D. J. G. ist D. Johann Serhard, buͤrtig von Qvedlinb. da er geboh⸗ ren den 17. Oet. 582. Wurde 1606. Theolog. Doctor in Jena, und Su- perintendens zu Heldburg in Fran⸗ ckeu, auch zugleich Protefsor Theo⸗ logiæ im Gymnasio zu Coburg. Her⸗ nach 1615. General-Superintendens in Coburg, und endlich 1616. Profess. Theologiæ zu Jena, auch Fuͤrstli⸗ cher Kirchen⸗Rath. Starb daselbst den 17. Aug. 1637. seines Alters 5. Jahr. Sein Leben und viel treffli⸗ che Schrifften vid. in Zeumeri Vitis Profess. Jenens. Class. I. p. 123. seqq. Hat gefertiget n. 666. Ich danck dir, Vater, daß du hast. L. A. G. ist Ludwig Andreas Got⸗ ter, It. 4 A. G. ist Andreas Gryphius, Syu u Rth und Gchein Mon ihm sind hier: 08.44l. WEMMl iget num. 323. bih KGb.M Geburtheingeipzige Ober⸗Hoff⸗Wrediger Ind Biicht⸗Vakeb licheSchrifften berä Ha gefertigetwu, b.G, ist Paul Ger geistreicher Lehrer,. Iu Mittentvalde, het 40. Iu dt. Nicolai in X weil er etliche Re hicht unterschreiben 1666.removixet, dar conus zu Lbben in! Und endlich Paltor Pr ordelh, glwyer aut 1576. Im 70. Jahr se sorben. Hat iel er Hesettiget, elche 168 mit Herrn Contad z igers haselbft, Vor derüm 1705. zu E. lammen. Davon f hiacht u. 5.42. 99.4 71. N. 96, 104, 10y.I 59. I42. 147. 169. 18 252,/295.29. 295. 29 30. 3. 4. 35. 35 V9. 399. 420. 42I.. 65, 466. 49. 49h. 904. 506. 907.Fiy. 5e 6 60. 6p. G9b. 775. 82 . 92 70. 984. 98, 986, 1077, 1092, 1094.10 Scandal, einem Hatgefertt Lit. K tl/ ik. „eͥͤ ——.—m—.————.———.—.— Register der Autorum. ter/ Fürftl. Sachsen⸗Gothaischer Arien und Lieder. Von ihm ist Rath und Geheimbder Secretarius. num. 41. Von ihm sind hier n. II. 333. 334. B. H. ist Bartholomæus Helder. 488.44.. war erst Schuldiener zu Frimar/ her⸗ N. G. ist Nicol Gerlach/ hat gefer⸗ nach Pfarr zu Remstaͤdt. Hat tiget num. 3az. gesertiget n. 21. 192. 157. 34. 377. B. M. G. ist D. Martin Geier, von C. H. ist Conrad Hubertus. Geburth einLeipziger. Chur⸗Sachß. Hat gefertiget n. 1146. Er war Ober⸗Hoff⸗Prediger, Kirchen⸗Rath Biaconus zu St. Thomas in Straß⸗ und Beicht⸗Vater, durch viele treff⸗ burg, und wird ihm in vielen, theils liche Schrifften beruͤhmt, starb 1680. alten Gesang⸗Buͤchern, wie auch in Hat gefertiget n. Cir. diesem gegenwaͤrtigen geschehen, P. G. ist Paul Gerhaͤrd, ein recht das Lied num 242. Allein zu dir, geistreicher Lehrer. War erst Probst HErr JIEsu Chrlst, zugeschrieben. zu Mittenwalde, hernach Archi-Di-saber ohne Grund; Denn dieses ac. zu St. Nicolai in Berlin, allwo er, Lied hat Johann Schneesing geferti⸗ weil er etliche Religions⸗Edicta get, der seinen Nahmen Griechisch nicht unterschreiben wollen, Anno vertiret/ und sich Chiomusum genen⸗ 1666. removitet, darnach aber Dia-net.(Etliche schreiben ihn mit ei⸗ conus zu Luͤbben in Nieder⸗Lausitz, nem y Chyomusum, aber unrecht.) und endlich Pastor Primarius daselbst Dieser Chiomusus war des letzten worden, allwo er auch den 27. May 1676. im 70. Jahr seines Alters ge⸗ storben. Hat viel erbauliche Lieder gefertiget, welche 1683. in Nuͤrnberg mit Herrn Conrad Feuerleins, Pre⸗ digers daselbst, Vorrede, und wie⸗ derum 170. zu Eißleben heraus kommen. Davon sind hier beyge⸗ bracht n. 15. 42. 45. 49. I. 55. 58. 70. 71. 93. 96. 104. 105. 120. IaI. 131. 136. 139. 142. 147. 169. 186. 193. 199.216. 282. 293. 294. 295. 296. 298. 317. 318. 319. 353. 354. 385. 386.357. 398.388. 389. 399. 420. 42l. 476. 477. 478• 480. 486. 492. 499. 500. 502.§0·. 504. 506. 507. 15. 522.531. 565. 642. 647. 660. 665. 698. 699. 700. 735. 77J. 8aL. 823. 844. 921. 924. 925. 928. 970. 984. 987. 986. 987. 988. 1008. 127½7. 1092. 1094. 1098. 1099. 1100. 1109.II7. I127. I129. 1164. 1202. 1203. S. G. ist Simon Graf, Pfarr zu Schandau, einem Staͤdtgen in Meissen. Hat Eme1. n. 688. 689. t IT.— A. H. ist Andr. Hammerschmidt, Musicus in Zittau/ hat in seinen aus⸗ gelassenen Musicalischen Wercken unterschiedene feine geistliche Papistischen, und ersten Evangel. Pfarrers zu Gotha, Johann Lange⸗ thans erster Evangelischer Vicarius, und wurde hernach Pfarrer zu Frie⸗ mar bey Gotha. Vid. Sagirtar. hist. Gothan. p. 230. Er hat eine Kirchen⸗ Ordnung vor seine Kirche eigen⸗ haͤndig unterschrieben, Anno 1822. in welcher diß Lied unter seiner ei⸗ genen Hand zu sehen. E. H. ist Ehrhard Hegenwald. Welcher, wer er gewesen, bißher noch nicht bekannt worden. Hat gefertiget n. 245. E. C. H. ist Ernst Christoph Hom⸗ burg, ein Naumburger, der von der Poesie viel Erofeson gemacht, und unter dem Nahmen Chrysoph.Hom- burgensis, unterschiedliche weltliche Gedichte, Anno 1638. und 1642. eddi⸗ ret, und Anno 1658. zu Naumburg in Ocavo seine geistlichen Lieder, wozu Wernerus Fabricius, Director Music. Academ, zu Leipzig/ die Me⸗ lodeyen gemacht. Vid. Neumeisters Dissert. de Poetis German. p. 56. hier sind von ihm n. 20. 162. 173 H. H. ist Heinrich Hartmann, Can⸗ tor in Coburg, hat gefertiget n. ara. H. H. „ Register der Autorum. H. H. ein anbrer: Ist H. Held, von dem keine weitere Nachricht be⸗ kannt. Hat gefertiget n. 43. I. A.. ist Saarbrü Adam Haßlo⸗S cher,Nassau⸗Saarbruͤckischer Super⸗ intend. Consistorial Rath und Ober⸗ Hoff⸗Prediger in Weilburg, starb 1726. 81. Jahr alt. Hat gefertiget n. 929. J. H. Sen. ist Johann Hermann, Se nior, Italus. Hat gefertiget n. 65. J. H. ein anderer: Ist Johann Hermann, von Rauten aus Schle⸗ sien buͤrtig b. L Cæs. und erst Dia⸗ conus, hernach Pfarrer zu Koͤben an der Oder in Schlesien. Starb An⸗ no 1647. seines Alters im 61. und Ministerii im 36. Jahr, hat unter⸗ schiedene Schrifften geschrieben, als: Neu umgegossenes und verbes⸗ sertes Schließ⸗Gloͤcklein, Breßlau, in 12. 1632. Præceptorum moral.& sententiar. Lib. III. so in Breßlau in I2. 1644. heraus kommen, item Exer- citium pietatis cum continuatione. Breßlau in 12. 1649. Hauß⸗ und Hertz⸗Musie, Breßlau in 12. 1650. vid. Neumeisters Dissert. de Poëtis German. p. 48. 49. Von ihm sind hier folgende Lieder: n. 99.106.107. 156. 230. 223. 249. 250. 251. 292. 305. 341. 405. 470. 474. 519. 534. 536. 543. 547.)I. 51. 605. 667. 728. M. L. H. ist M. Ludw. Helmbold. Er war gebohren zu Muͤhlhausen, den 13. Jan. 1532. und bekam zur er⸗ sten Befoͤrderung den Schul⸗Dienst zu unsrer lieben Frauen in patria. I550. Von dar gieng er wieder fort, und wurde 1554. Magister in Erf⸗ furt, wo er bald darauf eine Lectu- ram in der Universitaͤt bekam. Anno 1561. wurde er zu Erffurt Profeffor im neuen Pædagogio im Augustiner⸗ Closter. Anno 1566. hat Hayser Maximilianus II. auf dem Reichs⸗ Tage zu Augspurg, ihn selbst zum Poeten creiret. Anno 1970. wurde er als Rector in der Schule wieder nach Muͤhlhausen gezogen, wo er eodem anno Diaconus zu N. L. Gpau⸗ en, und Anno 1586. Superintendens wurde: Da er auch den 13. April. S. in seinem 67 Jahre gestorben. ein Antecessor in der Saperinten. dur, M. Sebastian Starcke, hat ihn unsern Assaph zu nennen gepfleget. vid. LTenzelius, der die ihm gehaltene Leichen⸗Prebigt excerpiret, in der curieusen Bibliothec Anno I705. p. 368. segq. Hier sind von ihm n. 183. 200. 217. 488. 524. 57½. 701. M. V. H. ist M. Valerius Herber⸗ ger, war zu Frauenstadt in Schlesi⸗ en, Auno 1561. gebohren: Woselbst er erst Diaconus, und endlich Pastor wurde, starb Anno 1627. seines Al⸗ ters 65. Jahr. Da ihn der Schlag auf der Cantzel ruͤhretez als die Pest daselbst sehr grassirete, fertigte er das Lied: Valet will ich dir geben, n. 694. uber seinen erwehlten Wahl⸗ spruch: Munde, Maligne, Vale! N. H. ist Nicol Herrman, Cantor in Joachimsthal, zur Zeit M. Joh. Matthesii, Pfarrers daselbst. War ein fromer und andaͤchtiger Mann, starb den 3. May 1581. Seine geisi⸗ lichen Lieder sind meist daher kom⸗ en, daß er des Herrn Marthesu Predigten in Lieder gebracht. Der erste Theil seiner geistlichen Gesaͤn⸗ ge kam heraust 158r. seum Præfat. D. Paul Eberi, der andere Theil aber zu Leipzig in 8.1584. cum Præf Mat- thesü. Ihm werden auch sonst die kurtzen teutschen Reime über die Sonntags⸗Evangelia zugeschrie⸗ ben. Hier sind von ihm n. 32. 90. 153. 384. 404. J4F. 659. 672. 676. 69. NB. Diß letztere ist: Wenn mein Stuͤndlein vorhand en ist. Und ist im vorigen Altenburgischen Ge⸗ sang⸗Buche Johann Hermann ge⸗ eignet, da doch Nieol Herrman un⸗ streitig Autor. In alten Gesang⸗ Buͤchern, auch woͤhl im Nuͤrnbergi⸗ schen de anno 165/7. cum Præfat. Dill- herri, sind noch sechs Verse an die⸗ sem Liede, die der Autor mit gema⸗ chet hat: Fuͤnsse hegreiffen ne e. Tasexiones Uber CIld Alscch, dersechfecher Kuns dlesen Reim 10 Atundwohl bet Oas wahl Launt Din Hobagra ihn ft sufht er/ un Hethlhohldey 20 Odietzt Elins tvo p. H. ist Pettus Hag aud Rectorgn der Se hoven, hat gosettiget 5.EH Sebald He Aorgj dex Schule zu Minnb. orb A. 156l. Hls Mtekd,hat gefert .H. ss Johann Lied n. 57J. Msus“ Hehland, gemacht, Hates verhessett. E Blut Zeuge der Ebangglii, Ex tpar Heh,inem Böhmisch hchret undwunde; Unshbersität zu Prag DaerA 9g Hleg 30 00, heh der K chem genaunt, Pi. dis Königs Wence Bacht⸗Vater wurd hus der Heil. Sch Huebeldes Papstthu Mtreuer Jeuge der dem Coneillo gu Coft Dehs. Jul. senes A herrannt. Vid. En monum, HRuss. it.! )7/. Witenderg. ed Lit.I. Juh. 1 sohr i seiner 5 +. Vck ichen Besaͤn⸗ Piastt. D. Register der Autorum. Reffe ones uher Eld Himmelfahrt in sich, der sechste aber lautet also: Der uns diesen Reim gesungenhat, Ist alt und wohl betaget. Das mahl konnt er nicht von der Statt, Das Podagra ihn plaget: Offt seufftzt er, und bat GOtt im Sinn, Hrr! hohl den krancken Hermann in, Da ietzt Elias wohnet. P. H. ist Petrus Hagius, ein Jurist und Rector an der Schule zu Cneip⸗ hoven, hat gefertiget n. dz. S. H. ist Sebald Heyde, war Re⸗ Aor an der Schule zu St. Sebald in Nuͤrnb. starb A. 156r. im 6. Jahr sei⸗ mes Alters, hat gefertiget n. 128.554. J. H. ist Johann Huß. Hat das Lied n. 977. IEsus Christus unser Heyland, gemacht, und Lutherus Hat es verbessert. Er war ein theu⸗ rer Blut⸗Zeuge der Wahrheit des Evangelii. Er war 1373. zu Huhi⸗ netz, einem Boͤhmischen Dorffe, ge⸗ bohren, und wurde zeitlich auf der Universitaͤt zu Prage sehr beruͤhmt, da er Anno 1395. Magister, und An- no 1400. bey ber Kirche zu Beth⸗ lehem genannt, Prediger und bey des Koͤnigs Wenceslai Gemahlin Beicht⸗Vater wurde. Er lehrete aus der Heil. Schrifft wider die Hreuel des Papstt hums. Wurde als ein treuer Zeuge der Wahrheit auf dem Concilio zu Costnitz Anno 1415. den 6. Jul. seines Alters 42. Jahr, derbrannt. Vid. Æn. Sylv. hist.& monum. Huss. it. Histor. Hussitic. 2537. Wittenberg. edita. Lit. I. D. J. L ist D. Iustus(oder Jodocus) Lonas, der bey dem wieder aufgehen⸗ den Lichte des Evangelii ein trefflich Werckzeug Gottes und Lutheri reuer Mit⸗Arbeiter unb Hertzens⸗ Freund war. Er war zu Nordhau⸗ en den 5. Jun. 1493. gebohren, und urfuhr in seiner zarten Kindheit ein wundersames Exempel der goͤttli⸗ chen Vorsorge an sich. Denn da sein Vater die Pefl hat⸗ te, und man eine Zwiebel so auf der Pest⸗Beule gelegen hatte, auf die Banck legte, hat dieser Knabe die Zwiebel gegessen, ohne im geringsten angestecket zu werden. Er studirte im Anfange der Reformation zu Wittenberg, bekam zeitlich ein Ca⸗ nonicat zu Erffurth, und Anno Lyar. wurde ihm von Churfuͤrst Friederico Sap. welcher eben zu Erffurth war, die Præpobitur in der Stiffts⸗Kir⸗ chen aller Heiligen zu Wittenberg angetragen, welches er auch an⸗ nahm, jedoch mit der Bedingung, daß er nicht das Jus Canonicum le⸗ sen muͤsse/ wie sonst der præpositus thun muͤssen, sondern davor predi⸗ gen und Theologiam lesen wolte. Daher wurde er auch den 1a. Oet. selben Jahres Doct. Theolog. gieng auch selbiges Jahr mit Luthero auf den Reichs⸗Tag nacher Worms, it. 1529. auf das Colloquium nach Mar⸗ burg. War 1530. mit zu Augspurg, als bie Augspurgische Confessionu⸗ bergeben wurde. Anno 1539. hat er in Hertzog Heinrichs zu Sachsen Landen in Thuͤringen und Meisen helffen vilitiren. Wurde endlich nach Halle in Sachsen beruffen, daselbst das Evangelium zu predigen und die Reformation zu befoͤrdern, wo er auch den 14. April 1541. als am Gruͤ⸗ nen Donnerstage, die erste Predigt hielte. Von daraus war er zu Eißle⸗ ben bey Lutheri Tode. endlich als Churf. Mauritii zu Sachsen Troup⸗ pen Halle einnahmen, muste er An⸗ no 1946. fort. Lebte eine Zeitlaug zu Jena, auch am Hofe derer Her⸗ ren Soͤhne Churfuͤrst JohannFried⸗ richs, biß er den 23. Augusti 1553. Pastor und Inspector zu Eiß feld wur⸗ de, da er auch den 9. Oet. Iyy. im 6z. Jahr seines Alters gestorben. Sein Leben siehe bey Melch. Adami, in Vitis Theol, Cerm, p. 125. Secken- dorff Register der Autorum. dorff. hist. Lutheranismi passim.& in Supplem. ad indic. I. num XII. it. Zeun. in vitis Profess. Jen. Class. I. P. 2I. Er hat gefertiget das eied: Wo Gott der HErr nicht bey uns haͤlt/ n. 603. und zu dem Liede: Erhalt uns HErr bey deinem Wort, num. 560. so Lutherus gemacht, hat er die zwey Verse: Ihr Anschlaͤg HErr zu nichte mach, und: So werden sie erkennen doch, beygefuͤget. Als Churfürst Johann Friedrich Anno 1547. den 24. April in dem Treffen bey Muͤhlberg/ gefangen wurde, und biß den u. Julii 1552. im Gefaͤngniß war/ wurdẽ in seinen Landen diesem Liede noch ein Vers beygefuͤget/ nehmlich: Ach! GOtt laß dir besoh⸗ len seyn unsern Lands⸗Herrn, den= Diener dein, im festen Glauben ihn erhalt, und reiß ihn aus der Feinde Gewalt. Vid. Lœber. hist. Orla- mund. Inspect. p. 33. M. J. ist Martin Janus Cantor zu Sorau. Hat gefertiget. n. 331. Lit. K. A. K. ist Andreas Knoph, oder Cnophius, ward gebohren zu Küslrin, docirte anfaͤnglich in der Schule zu Treptau in Pommern, wo er Joh. Bugenhagen zum Colleg en hatte. Muste aber wegen des Evangelii da⸗ selbst fort, und zog nach Riga in Liefland, da er bald zum Predigt⸗ Amt in die Petrus⸗Kirche beruffen wurde, und das Evangelinm fleißig trieb, auch in Liefland die Paͤbstli⸗ chen Mißbraͤuche eyfrig abschaffete, und zwar ums Jahr CHristi 1523. Vid. Adami vit. Theol. German. p.7. Seckendorff. Lutheranism. Lib. I.§. 139. n. 4.&c. Er hat etliche Pfal⸗ men Davids in teut sche Gesaͤnge ge⸗ bracht, und auch sonst etliche Lieder gemach t. Hier sind von ihm n. 447. item n. 319. HErr Christ der einge Gottes Sohn. Zwar etliche schrei⸗ ben diß Lied D. Caspar Creutzigers, Lutheri Collegens zu Wittenberg, 2 Hauß⸗Frauen zu, aber ohne Grund Man findet diß Lied schon 25. ge⸗ druckt,(vid. Seckendorff. in indice Scriptor. Lutheri 1525.) da Crueiger noch nicht verehlicht gewesen. A. K. ein anderer: ist Andreas Krietzelmann, war Cantor in Alten⸗ burg, hat gefertiget n. 494. D. A. K. ist D. Andreas Keßler, gebohren zu Coburg Anno 1595. wurde daselbst aufm Gym nasio vro- feslor 1623. Hernach 1625. Superin- tendens zu Eißleben, dergleichen Amt er auch zu Roͤmhild bedienet, auch in Schweinfurth als Pastor Pri- marius gestanden, und endlich des Fuͤrstenthums Coburg General-Su- erintendens worden, da er 1543. im 48. Jahr seines Alters gestorben, indem ihn der Schlag auf der Can⸗ tzel geruͤhret, als er eben sein Lehren mit diesen Worten beschlossen: O Gott hilff allen rommen Christen zuvor hinaus, und bete wer beten kan! siehe Freher. Theatr. Vir. illustr. p. O8. Hat gefertiget n. 386. nehm⸗ lich: Keinen hat GoOtt verlassen. D. C. K. ist D. Christian Kortholt. Von Geburth ein Hollsteiner, ge⸗ bohren 1632. studirte in Jena, wo er 1657. Adjunctus Philosophiæ wurde, zu Rostock wurde er 1662. Professor Græcæ Linguæ, und als die Christian Albertinische Universitaͤt zu Kiel in Hollstein 1665. inauguri- ret wurde, wurde er Professor Theo- logiæ, allwo er als Professor Theol. Primarius und Universitaͤts⸗Trocan- cellarius den 31. Mart. 1694. seines Alters im 62. Jahr verstorben. Hat gefertiget n. 73. M. C. K. ist M. Christian Klei⸗ mann, ein Boͤhme. P. L. Cæs. und Rector zu Zittau. Starb 1662. den 12. Januar. seines Alters F. Jahr. Hat geschrieben Adel und Trost der Glaͤubigen, aus der Bluts⸗Freund⸗ schafft des im Fleisch geoffenbahr⸗ ten GOttes JEsu Christi, 4. Bau ite —— — — 7).˙⅛' ̃ñ77 stem: fleine! 1652. Hat gef item n. 316, M nicht. Wesche Buchernohne sten zugeschtie hat diß Eied at Georg L. zu e gemacht. Vid de boetis Gern M. J. C. K. stoph Kohlmat sor quf dem e und Alumn. In fessor Grecæ mnasozu Gol Recdor Scholæ, extraordinarius 1677. Hat gest J. K.is J0 welchemmans daß erzu Luth gelischer Pri 555. geforhen. vo er gelehet kandt. Vid. blothec. 150 gefertiget nun uch zugeschrm Ich hanck dir wohl der wa Wai nelchem unte I. K. if Col chem oben m WM Mt — Lohte Gtund, schon ey. ge⸗ dorff. in indice „Da Cweiger gewesen. ist Audreas nnin di 94. Ibreas Kehler, 3 Anno Vyoß. Gymnasio vro⸗ 162J. duperin⸗ „ dergleichen hild bedienet, als astor Pri⸗ ud endlich des 0 General-Su- da er 166, im ers gestorben, gauf der Can⸗ en sein Lehren eschlossn: O umen Ehristen ete wer beten eatt. Vir,illustr. n.. nehm⸗ tt herlasen. Isian Kortholt. Wuleiner, ge. in Jena/ 5 wünhra de 1652. Wundolsdie sche Unibeistat 1665. nauzurt⸗ professor heo- rofetr Th ItaͤtsLrorm e aforben, Register der Autorum. item: kleine Gedaͤchtniß⸗Bibel 8. 1652. Hat gefertiget n. 2g. und 135. item n. 316. Meinen IEsum laß ich nicht. Welches in einigen Gesang⸗ Buͤchern ohne Grund Johann Ri⸗ sten zugeschrieben wird. Kleimann hat diß Lied auf Churfuͤrst Johann Georg I. zu Sachsen Wahlspruch gemacht. Vid. Neumeisters Dislert. de Poetis Germ. p. 59. M. J. C. K. ist M. Johann Chri⸗ stoph Kohlmann: War erst Profes⸗ sor auf dem Gymnasio zu Coburg, und Alumn. Inspector, hernach Pro- fessor Græcæ Linguæ auf dem Gy- mnasio zu Goͤttingen, und endlich Rector Scholæ, Senator und Professor extraordinarius zu Coburg. Starb 1677. Hat gefertiget n. 9y. J. K. ist Johann Kohlroß, von welchem man so viel Nachricht hat, daß er zu Lutheri Zeiten ein Evan⸗ Bononien Doctor Iuris, fam wie⸗ der nach Leipzig, von dar wurde er nach Koͤnigsberg in Preussen be⸗ ruffen als Professor Juris, und Alberti des Ersten, Hertzogs in Preussen, Rath, woselbst er auch Anno 1585. den 27. Novembr. im 71. Jahr seines Alters gestorben. Vid. Melch. Adam. in Vitis ICtor. pag. 121. Er hat die Psalmen Da⸗ vids aus Clementis Marotti und Theod. Bezæ Frantzoͤfischen Ge⸗ saͤngen, verteutscht, welche Arbeit zwar von denen Reformirten sehr hoch gehalten, iedoch ihme, was die Glaubens⸗Lehre betrifft, weil er nicht alles wohl zu pruͤfen ge⸗ wußt, offt mißrathen. Hier ist von ihm num. 437. J. L. ist Johann Lindemann. War Magister, und von Anno 1580. gelischer Priester gewesen, und 1558. gestorben. Doch ist der Ort, wo er gelebet, zur Zeit nicht be⸗ kandt. Vid. Tenzels curieuse Ni- bliothec. 1705. pag. 49. 50. Hat gefertiget num. 618. und wird ihm auch zu geschrieben 636. das Lied: Ich danck dir lieber HErre, wie⸗ wohl der wahre Autor hiervon Hannß Witzstaͤdt seyn mag. Von welchem unten. T. K. ist Tobias Kiel, von wel⸗ chem oben unter dem Nahmen M. M. A. Meldung geschehen. Lit. I. biß 1630. Cantor in Gotha. Hat gefertiget num. 610. auf Hertzog Johann Casimir zu Sachsen Nah⸗ men. Ihm werden von einigen auch die Lieder Basilii Foͤrtschens zugeschrieben, aber mit Ungrund. J. E. ist Johann Leo, Pfarrer zu Woͤlffis in Thuͤringen, von ihm ist n. 184. D. M. L. ist D. Martin Luther. Ward gebohren zu Eisleben 1483. den 10. Novembr. gieng zu Mag⸗ deburg und hernach zu Eisenach in die Schule. Kam 1g0r. auf die Universitaͤt Erffurth, wurde 1503. Magister, und laß uͤber Ari- D. A. L. ist D. Ambrosius Lob⸗ wasser ICtus, ward gebohren zu Schneeberg 15175. den 4. April, studierte zu Leipzig, wo er auch Magister wurde, und anfieng zu dociren. Reisete hernach in die Spanische Nied erlande und Franck⸗ reich„ und wurde bey seiner Ruͤck⸗ kunfft des Burggrafen zu Meis⸗ sen Rath. Nach fuͤnff Jahren reisete er in Italien, wurde zu stot. Ethic.& Physic eod. anno begab er sich daselbst ins Augustiner⸗ Kloster, und wurde ein Moͤnch: Wo er zum ersten mahl die Bibel und zwar Lateinisch gesehen, 1907. Sonntags Cantate wurde er Prie⸗ ster, und hielte die erste Messe. 1508. kam er auf Joh. Sraupicii Re- commendation nach Wittenberg auf die Universitaͤt, und bekam die Dial, und Physie Aristotelis zu profitiren. 1512. 2 Register der Autorum. 1512. den 18. Oet. wurde er da selbst Licentiatus, und folgenden Tages Doctor Theologiæ: 1517. am Aller⸗ heiligen Abend schlug er die Theles wider Johann Tetzeln, den Domini⸗ caner, oder Ablab⸗Kraͤmer, an die S Schloß⸗Kirche zu Wittenberg, wi⸗ d dersetzte sich von dar an denenPaͤbst⸗ lichen Greueln immer mehr und mehr, und wurde von GOtt zum vornehmsten Werckzeug des Christl. Reformations⸗Wercks und Wieder⸗ herstellung der reinenvangelischen Predigt gebrauchet. Starb zu Eiß⸗ leben in seinem Vaterlande Anno 1546. den 18. Febr. seines Alters 63. Jahr. Hat die reine Lehre des Ev⸗H angelii auch durch viele schoͤne Lie⸗ der ausgebreitet. Von ihm sind n. 2.7. 3. 27.28. 29. 30. 76. 77. 148. 149. 155. 159. 187. 188. 189. 192. 201. 204. 205. 210. 213. 24. 279. 342. 346. 558. 559. 560. 567. 568. 573. 776. 777. (Welches eigentlich Johann Huß gemachet, und Lutherus verbessert, 600. 601. 602. 617. 687. M. S. L. ist M. Samuel Lischcophi- us. War P. L. Cæs. Pfarrer zu Ot⸗ terwisch bey Leipzig, lebete noch 1665. vid. Neumeisters dissert. de poetis German. p. 64. Hat geferti⸗ get num. 215. 8 D. V. E. L. ist D. Val. Ernst Loͤ⸗ scher, ietziger General-Superint. zu Dreßden. Hat gefertiget n. 997. Lit. M. D. C. M. ist D. Caspar Melisan- der, war gebohren zu Nuͤrnb. 1940. aus dem Geschlecht der Bieneman⸗ Altenburg, allwo er 1991. seines Al⸗ ters. Jahr verstarb. Gotter. elog. clar. Altenb. p. 3. Hat gefertiget n. 419. als ein taͤglich Gebet Mariaͤ, Printzehin zu Sachsen, welche das mu. erwehlet: HErr, wie wilt. D. H. M. ist D. Heinrich Muͤller, war gebohren zu Hamburg 1530. flu⸗ dirte zu Wittenberg, woselbst er auch endlich Doctor und Profefl. Theol. wurde. Wegen des sogenannten Crypto- Calvinianismi wurde er/nebst andern Wittenb. Theol. An. 1574. arretiret, und hernach gar abgesetzet. Da er sich in sein Vaterland nach amburg begab, als ein privatus lebte, und Anno 1589. starb. Hat ge⸗ fertiget n. 101. Hilff GOtt, daß mirs gelinge. Worvon die Anfangs⸗ Buchstaben jedes Verses seinen Nahmen ausmachen. Im letzten Verse ermahnet er,vor die Obrigkeit zu bitten, wenn man auch unrecht leide. Und die beyden letzten Zei⸗ len in diesem Verse haben sonst ge⸗ lautet: Hat Heinrich Muͤller gesun⸗ gen in dem Gefaͤngniß sein. Im r. Verse, Lueas gar schoͤn thut schrei⸗ ben/ koͤnnen Verstaͤndige noch leicht finden, daß er aus Calvinischen prin⸗ cipiis die Gegenwart der Mensch⸗ heit Christi nach seiner himmelfahrt auf Erden nicht geglaubet. D. H. M. ein anderer: ist D. Hein⸗ rich Muͤller, Theologiæ Professor und Pastor an der Marien⸗Kirche, auch nachhin Superintendens zu Rostock/ein geistreicher und aus vle⸗ ne, stubirte zu Jena und Tuͤbingen, wurde wegen seiner Fertigkeit in der Griechischen Sprache, von Kaͤyser Maximil. II. als ein Dollmetscher mit in Griechen⸗Land geschickt, bey welcher Gelegenheit er seinen Zu⸗ nahmen Griechisch gemacht, kam endlich wieder nach Jena, wurbe Theol. Doct. und bey Printz Fried⸗ rich Willhelm I. Informator. End⸗ lich Anno 1979. Superintendeus ʒj len erbaulichen Schrifften wohl bekannter Theologus, starb daselbst Anno 1675. Hat gefertiget num. 462. 481. D. J. M. ist D. Johann Major, hat zu n. 243. Ach GOtt und HErr/den Anhang: Gleichwie sich fein ꝛc.ge⸗ macht. Er war gebohren zu Nein⸗ staͤdt bey Orlamünda, den as. Sept. 1564. sein Vater war Hauß Große, ein Bauer. Gieng iu me —— Wepmar/St mern, und zu die Schule. Und fludirte! den 17. Aug. und 1605, Pel in Jeng, no Theol, und 1 Starb den. ters 90, Jah Iam. Iusped vit. Prof. Jer J. M. oder Matthesius, litz in Meiß hielte sich in ern auf. Ke berg, udir dessen Colleg Oisch⸗Genof dum Magikri in die Schult auch eine W Altenburg a ndlich patto errichtete di 56. den y. luͤhret, eben Stunden vo aum N Aehmlicht die Auserwe hren Mͤͤtte den und Bif Hegeben werd Mit. Theol. Higet n. 65. lunde,sten M.eing hehurg, hat Rchn 1773. D. Jch. Hegehen. Ei Heln hat! — 99. seines Al⸗ b. Gotter. elog. Hat gesetiget Oebetqxanid, u, welchedas t: HErr, mie inrich Müͤlle, Iburg 1530,flu⸗ tubselbst er auch Profefl. Theol, sogenannten wurde er mebst heol, An. /4. gar abgesehet. aterland nach Hein privxatus slarb. Hat ge⸗ Ott, daß mirs die Ansangs⸗ Berses seinen Im lehten TdieoObeigkeit auch umecht m lehten Zeiz vaben souft ge⸗ Muͤllergesun⸗ fsein. Im u. ynthut schrei⸗ enochleigt sinischen puh⸗ der Mensch⸗ Himmelst 1..1 iüp y gie Prolesar grien⸗Kithe, intenden zu undunal ifften HIbe fertigtt um. ——— AF Register der Autorum. Weymar,/ Stettin, Colberg in Pom⸗ mern, und zu Hoff im Voigt lande in die Schule. Kam 1584. nach Jena, und studirte daselbst. Wurde 1592. den 17. Aug. Diaconus in Weymar, und 1605. Pastor und Superintendens in Jena, noch darzu 1611. Professor TLheol. und 1612. den 23. Jul Doctor, Starb den 4. Januar. 1654. seines Al⸗ ters 90. Jahr. Vid. Lœberi hist. Or- lam. Inspect. p. 290. und Zeumeri vir. Prof. Jenens. Class.I. p. III/. 1126. J. M. oder M. J. M. ist M. Johann Matthesius, war gebohren zu Roch⸗ litz in Meißen, den 14. Jun. 1504. hielte sich in seiner Jugend in Baͤy⸗ ern auf, Ham 1529. nach Witten⸗ berg, studirte unter Luthero und dessen Collegen, wurde auch Lurherl Disch⸗Genosse. Erhielte den Gra- dum Magistri. Kam als Præceptor in die Schule zu Joachimsthal/(soll auch eine Weile in der Schule zu Altenburg dociret haben,) wurde endlich Pastor zu Joachimsthal, und verrichtete diß Amt 30. Jahr. Starb 1565. den 7. Oet. vom Schlag ge⸗ rühret, eben des Sonntags, da er 3. Stunden vorher von der Witben Sohn zu Nain geprediget, und gar annehmlich vorgestellet hatte, wie die Auserwehlten in jenem Leben ihren Muͤttern und andern Freun⸗ den und Bekandten wuͤrden wieder gegeben werden. Vid. Meleh. Adam. vit. Theol. Germ. p. 193. Hat gefer⸗ tiget n. 63v. Aus meines Hertzens Grunde, item n. 347. J. M. ein anderer: JoachimMag⸗ deburg, hat 1872. in Erffurt in 8. Tisch⸗Gesaͤnge drucken Lassen, und 1573. D. Joh. Aepini Vitam heraus gegeben. Er ist Pastor in Hamburg gewesen, hat gemacht n. 383. D. J. F. M. ist D. Johann Fried⸗ rich Mayer, Koͤnigl. Schwedischer Ober⸗Kirchen⸗Rath, in den Teut⸗bohren zu Waldeck. schen Provinzien General-Superin- tendens und Professor Theologiæ zu J. M. M. ist Joh. Matth. Mey⸗ sfarth. Doct. Theol. war +5 Direct. Gymnas. Coburg. und 1632. Profess. II. col zu Erffurth, eben daselbst 1656. Pastor beyn Predigern, und Erofess. August: Confess. starb 1642. Festo Purific, Mariæ. Hat geferti⸗ get num. 457. N. M.ist Martin Moöͤller, auch Doctor Theol Pastor primar. zu Goͤr⸗ litz in der Ober⸗Lausitz, starb 1606. Hat gefertiget num. 368. P. M. ist Phili pus Melanchthon. Welcher das Lieduum, 227. Herr Gott dich loben alle wir, erst latei⸗ nisch gemacht. Er war gebohrn zu Bretta in der Unter⸗Pfaltz, den 16. Febr. 1497. gieng zu Heidelberg in die Schule, wurde auch nachhin 1zrr. daselbst Philos. Baccal. zu Tüͤbingen, aber Anno 1313. Magister, Kam 1518. nach Wittenberg als Profeslor Græ⸗ cæ Lingus, wo er nicht nur Spra⸗ chen und Philosophie, sondern auch Theologie mit groͤsten Applausu do- ciret. Hat bey dem heilsamen Re⸗ formations- Wercke sohr viel gethan, und der Kirche grosse Dienste erwie⸗ sen. D. Lutheri Hertzens⸗Freund und Beystand, starb zu Wittenberg den 19. April. 1560. 63. Jahr alt. Vid. Camerar. in vit. P. Mel,& M. Adami in vitis Philos p. Sy. seqq. W. M. ift Wolffgang Mose, M. von dem sonst keine weitere Nach⸗ richt bekannt. Hatgcfertiget n. ga. It. C. N. ist Caspar Neumann, ein beruͤhmter Theologus, Pastor bey der Evangel. Haupt⸗Kirche zu Breß⸗ lau, wie auch Inspector der Kirchen und Schulen ꝛe. Starb 1715. 66. Jahr alt. Hat gefertiget n. 144. 752. 820. 837. 845. 848. 84, 878. 894. 1787. 1188. D. P. N. ist D. Philip. Nicolai, ge⸗ 1559. wurde er Theol. Doctor, und Paftor an der Catharinen⸗Kirchen zu Hamburg, Grypswalde, starb 712. Hat ge⸗farb 3 1608. Hat gefertichet n. 193. G. N. macht num, 3. Register der Autorum? G. N. ist Georg Neumarckt, bür⸗ tig von Muͤhlhausen, wo er den 16. Mart. 1621. gebohren. In der Fruchtbringenden Gesellschaͤfft der Sprossende, F. S. Weymarischer Geheimbder Archiv-Secretar. starb 1681. den 8. Jul. Hat gefertiget num. 417. 706. M. C. F. N. ist M. Caspar Fried⸗ rich Nachtenhoͤser. Sub⸗Sen in Co⸗ burg. Hat Wun 0 n. 19. 35. 1lr.* D. G. O. ist D. Gottfried Olearius. war erst Diac. zu Wittenb. darnach Ober⸗Pfarr, Superintend. Scho- larcha und des Ministerii Senior zu Halle. Hat gefertiget n. 490. D. J. O. ist D. Joh. Olearius. Des vorstehenden Sohn. Erst Superin⸗ tendens zu Qverfurth, darauf zu Halle, endlich F. S. Ober⸗Hof⸗Pre⸗ diger, Beicht⸗Vater, Kirchen⸗Rath, Consist. Assess. und General-Superint. zu Weissenfels. Starb den 14. Apr. 1684. 72. Jahr alt. Hat gefertiget n. 123. 203. 222. 359. 7O. 749. J. G. O. ist Joh. Gottfried Olea- rius, Superintendens in Arnstadt. Starb Anno 171I. n. 218. Lit. P. J. P. ist Johann Poliander, sonst Gramann genannt. War An. 1519. des Papistischen D. Joh. Eccii Ama- nuensis in der Disputation mit Luthe- 10. Folgte aber nach der Disputar. Luthero nach. Kam hernach nach Koͤnigsberg in Preussen, halff da⸗ selbst die Resormation mit verrich⸗ ten, und das Evangelium reine pre⸗ digen/ biß 1340. da er vom Schlag gerũhret wurde/ etliche Monat dar⸗ nieder lag, und endlich seelig starb. Vid. Seckend. de Lutheranismo L. I. ᷓ§. 62. und 152. it Melch. Adami, in vita Pauli Sperati p. 97. Hat gefer⸗ tiget n. 350. D. J. P. ist D. Joh. Pappus. War gebohren in Lindau, den 16. Jan. 1549. Kam 1964. auf die Universitaͤt Tuͤbingen/ wurde hernach iweyer Grafen von Falckenstein Informator, Anno 1567 gieng er nach Straß⸗ burg, wurde daselbst 70. Profeff. L. L. Orient. bald auch Prof. Theol. 1571. wurde er Magister zu Basel. 1573. Theol. D. zu Tuͤbingen. 1578. wurde er auch zu Straßburg Pastor, 1593. Præses des Kirchen⸗Convents. Starb 1610. den 13. Jul. im 61. Jahr seines Alters. Vid. M. Adami vit, Theol. German. p. 382. Hat gefer⸗ tiget n. 692. M. B. P. ist M. Benjamin Prætori- us, dessen Lieder und Epigrammata unter dem Titul des jauchzenden Libanons, mit Christovh Schul⸗ tzens, Cantoris zu Delitzsch, Melo⸗ deyen heraus kommen Leipzig in 8. 1668. Neumeister in Dissertat, de Poetis German. p. 84. Hat geferti⸗ get n. 265. 39I. 590. M. P. ist Michael Prætorius, ge⸗ bohren zu Creutzberg in Thürin⸗ gen, den 18. Februar. 1571. Braun⸗ schweig⸗Luͤneburgischer Geheimder Secretar hernach Capell⸗Meist. und Prior des Klosters Ringelsheim, starb 1621. Hat gefertiget n. 634. 637. M. G. M. P. ist M. Georg Michael Pfefferkorn, Pfarrer und Superint. zu Tonna. Hat gefertiget num. 436. 458. 697. 1027. 1059. it. RK. A. R. ist Adam Reißner, ein ge⸗ lehrter Buͤrger zu Franckfurth am Mayn, so nur privatiret, soll 1563. gestorben seyn, num. 385. M. A. R. ist M. Andreas Reyher, war Rector zu Gotha, starb 1673. Hat verfertiget n. 1029. B. R, ist Barthol Ringwald, ein Pfarrer zu Langenfeld in der Marck, ums Jahr 1558. ihm werden zuge⸗ schrieben n. 246. 291. 512. 552. 640. 690. 734. item 691. Hertzlich thut mich verlangen; welches aber Chri⸗ stoph Knoll/Diaconus zu Sprottau in Schlesien, Anno 599. zur Pest⸗Zeit gemacht haben soll. Wie dann auch von num. ia. Nimm von uns HErr bu —— hutreuer OO solches ers nisch gemach nnnmn Ilippus Me G. Redel /geboht . Julsi wai 0 Pegau, 16 1707. Consitt Generalis zu A gesertiget n. 1239. 1240. I5 F. R. Frar glfertiget nun. C. VRN. ist e F. G. Consastot Secretar, ju Al get num. lo. I. R.is Joh. berg aus Holh Cal. Zu Wes Mht paltorg Kirchen⸗Rath. genden Gesell Angeber des Dessen Poetis⸗ st Neumeister Gem. p. gg.sin 4., 60, Von is Lieder: n.3.5 16.176.55. 25 633.652. H5. 6 J. KR. ein and thal. War Are Een bey Altenbu 6., Seine d sihren Slter Differatio An zus.und Binte n rtig von Gr mundischen Inso imdugige, nach Straß⸗ o. hrofeff. H Frof. Tdeol. Her zu Basel, Ubingen. wyz. Aburg baltor, chen⸗Conpentz. ul. im 61•J E N. Adami 0 3. HMt gefer⸗ djemin brætori- TPypigrammata Jauchzenden storh Schul⸗ lihsch, Melo⸗ uLeipzig in s. uDissertet, de Ht geserti⸗ Pretorius, ge⸗ gin Thuͤrin⸗ 571. Braun⸗ er Geheimder ell⸗Meifl. und mgelsheimstarb 3. H4. G/. Georg Michael und duperint. tiget num. 436, Lüntr, en ge⸗ anckfurth am uret/ soll 65. 35. Ibreus Reyhet, ha, starb 1673. 0²9. Ningwald, ein dinderRatc, Nwerden züge⸗ 1. 512.2 640. Herhlich thut schesaber Ehti⸗ uEhrottah in PefZeit Wie dann duch nuns 901 — Register der Autorum. du treuer GOtt, zu mercken, daß solches erst Georg. Thymæus latei⸗ nisch gemacht, Aufer immensam, Deus, aufer iram, welches Lateinische Philippus Melanchthon corrigiret. D. C. A. R. ist D. Carl Andreas Redel, gebohren in Halle 1664. den I3. Junii, ward Pestor und Superint. zu Pegau, 1692. item zu Delitzsch 1707. Consist. Rath und Superint, Generalis zu Altenburg 1712. Hat gefertiget n. 889. 923. 967. 1046. 1239. 1240. 1341. 1342. F. R. ist Franciscus Rhodius. Hat gefertiget num 269. C. N/. R. ist Carl WilhelmRedel, F. S. Consistorial. und Regierungs⸗ Secrerar. zu Altenburg, hat geferti⸗ get num. 910. J. R. ist Johann Rist, von Pinne⸗ berg aus Hollstein, Comes Palatin. Cæs. Zu Wesel an der Elbe, 2z. Jahr Pastor, auch Mecklenburgischer Kirchen⸗Rath. In der Fruchtbrin⸗ genden Gesellschafft der Ruͤstige, Angeber des Schwanen⸗Ordens. Dessen Poetische Schrifften recen⸗ sirt Neumeister in Disiert. de Poetis Germ. p. 88. starb 1667. den 13. Aug. æt. 60. Von ihm sind hier folgende Lieder: n. 38. 53. 11f. IIS. 125. 130. 163. 17 6. 255. 284. 304. 454. 580. 581. 622. 652. 65 J. 663. 721. 736. 1225. J. R. ein anderer, ist Joh. Rosen⸗ thal. War Archi. Diac. zu Schmoͤl⸗ Ien bey Altenburg, n. 456. M. R. it. M. M. R. ist Martin Rinckart, Magister. Buͤrtig von Eulenburg. Erst Cantor zu Eißle⸗ ben bey St. Nicolai 1610. hernach 161I. Diac. bey St. Annen. 1613. Pa- stor zu Edenborn. 1617. ArchiDiac. zu Eulenburg in seinem Vaterlan⸗ 64. Seine Poetischen Schrifften de, starb den 8. Decembr. 1649. æt. und endlich Rector zu Berlin. starb 1708. Hat gefertiget n. 16. Was GOtt thut das ist wohl gethan, zu Trost dem krancken Cantori zu Je⸗ na/ Gusta vo Severo, welcher die Me⸗ lodey darzu geben, und es bey sei⸗ nem Begraͤbniß wollen singen las⸗ sen. Aber da er wieder aufkommen, es die Cantorey woͤchentlich vor der Thuͤr singen 1. 78 1 E. J. G. Z. 8. Æmilia Juliana, Graͤfin zu Schwartzburg n. 5ar. B. S. Balthasar Schnorr, P. C. L. und Pfarrer zu Angershagen n. 510. B. S. Benjamin Schmolcke, Past. Prim. in Schweidnitz n.164.762.763. 765.770.771. ½. 776. 782. 785. 8I. 813.816.817 818 821.822.823. 824. 825. 826. 827. 846. 847. 851. 864. 865.866. 868.869.874. 875. 900. 901. 935. 936. 948. 950. 95½2. 97I. 999. 1000. 100f. 100½ 1003.1010. 101I. 1030. 1031. 1032. 1033. 1036. 1043. 1047. 1051. 1060. 1068. 1070. 1071. 1072. 1073½. 1074. 1075.1076. 1093. IIII. III3. III8. I119. 1120.1128. 1I34. 1138. I140, 1142. II44. II65. 1168. 1169. 1189, 1202. 1203. 1205. 1208. 1209. 121⁰0, 121II. 1212. I219. 1214. I215. 1219. 1235. 1248. 1249. C. S. Christoph Solius, n. 175. D. B. S. ist D. Barthol. Schneider IStus in Saalfeld, num. 345. D. I. S. ist D. Josua Stegmann, Superint. und Theol, Prof. zu Rin⸗ teln. Hat gesertiget n. 650. 176. D. J. S. ein anderer: ist D. Joh. Saubertus, burtig von Altorff. Wur⸗ de erst daselbst Biac. und Prof, The⸗ ol. Catechet. Darauf in Nuͤrnberg bey S. Kgid. Diac Ferner Prediger bey S. Mariæ, Laurentii, Sebald, quch Bibliothec. und Minist Prim. Stard 1646½ Nov. æt. 54. Hat gesert. n. 539. D. N. S. ist D. Nicolaus Selneccer. sind recensitt in Neumeisters alle- War gebohren im Nuͤrnberger Ge⸗ girter Dissertation. p. 87. Hat gefer⸗ tiget n. 348. und 349. M. S. R. ist M. Samuel Rodigast. Büͤrtig von Greben aus der Orla⸗ muͤndischen Inspect. Fac. Phil. Ad- junctus. gusJena, hernach Con. Rect. iuh 3 ward er zu Wittenberg biethe zu Hersbruͤck den 6. Dec. 1530. studirte zu Wittenberg, wurde yy. Magister. 1598. wurde er Hof⸗Pre⸗ diger zu Dreßden 1565. Prof. Theol. zu Jena. 1968. Prof. Theol. zu Leip⸗ Do. t.‚—— Register der Autorum. Doctor; eod. anno Hof-Prediger und Superintendens Generalissimus zu Wolffenbuͤttel. 1577. wurde er wie⸗ der nach Leipzig beruffen, wo er 1889. in denen Calvinischen Troubeln re- moviret, und nachdem er sich indeß zu Braunschweig, Helmstaͤdt und Hildesheim aufgehalten, An. 1391. wied er zu Leipzig restituiret wurde, wo er den 24. Maͤy 1592. im 6a. Jahr seines Alters gestorben. Vid. Zeum. vit. Prof. Jenens. Class. I p. 63. Hat gefertiget n. 180. 208. 563. 677. 679. 681. 1064. Zu gedencken ist hierbey, daß ihm auch n. 680. Nun laßt uns Gott dem HErren, zugeschrieben wird. Aber ohne Grund. Der Au⸗ tor hiervon ist Hertzog Joh. Fried⸗ rich der Mittlere zu Sachsen: Wie Selneccer selbst in seinem Gesang⸗ Buche, so 1887. zu Leipzig in 4. her⸗ aus kommen, p. 139. bezeuget. D. P. J. S. ist D. Philip Jacob Spener, war gebohren zu Rapolts⸗ weiler in Ober⸗Elsaß, den 23(13.) Jan. 1635. frequentirte zu Colmar. Studirte zu Straßburg, wohin er sich 1651. begab und daselbst 1658. Magister wurde. 1659. gieng er nach Basel. 1660. nach Genev. 1661 nach Lion. 1662. nach Tuͤbingen. 1663. wurde er Freytags-Prediger in Straßburg, und Doct. Theol. 1666. Pastor, und des Ministerii Senior zu Franckfurt am Mäyn. 1686. Ober⸗ Hoff⸗Prediger in Dreßden. 1691. Probst und Consist. Rath in Berlin. Starb den 5. Febr. 1705. seines Al⸗ ters 70. Jahr. Hat gefertiget n. 165. D. V. S. ist D. Vincent. Schmuck. War gebohren in Schmalkalten, 1965. wurde erst Con-Rector an der Schulen, und bald Diaconus zu St. Nicolai in Leipzia, endlich Pastor und Superint. auch Theol. Professor, starb 1628. I. Febr. æt. 63. ihm wird zuge⸗ schrieben n. 9r. ratione einiger Ver⸗ besserung. Und n. 549. G. C. S. Georg Christ. Schwaͤ̃⸗ lein num. 248. G. W. S. jst Gottsried Willhelm Sacer, bürtig von Naumburg an der Saale, J. U. D. und Cammer Con⸗ sul. in Wolffenbuͤttel, circa 1661. Von ihm sind hier num. 48. 62. 178. 259. 7. 523. J. F. C. Z. S. ist Johann Friedrich Churfuͤrst zu Sachsen n. 424. IJ. F. H. Z S8. Ist Johann Fried⸗ rich Hertzog zu Sachsen, II. hat ge⸗ fertiget num. 680. J. L. S. ist Johann Leonh. Sto⸗ berlein, gewesener Apothecker in Nuͤrnberg. Hat gefertiget n. 938. J. S. ist Johann Sachse, ein Buͤr⸗ ger und Schuster in Nuͤrnberg. Hat sich wegen seines sonderbahr darzu geneigten Naturells sehr auf die teut sche Poesie geleget, sst auch teut⸗ scher Schulmeister worden. Starb Anno 1576. Von ihm ist num. 387. J. S. ein anderer: ist Joh. Steu⸗ erlein, war P. L. Cæs und Schult⸗ heiß zu Meinungen, lebte noch im hohen Alter 1609. Hat gefertiget num. 59. J. S. noch ein anderer: ist Justus Sieber, Theol. Doct. auch P. L. Cæs. und Prediger zu Schanda in Schle⸗ sien. Von ihm sind hier n. 403. 539. J. H. 8. ist Johann Hermann Schein. Buͤrt ig don Gruͤnhayn aus Meissen, erst Copell meister zu Wey⸗ mar, hernach Director Musices in Leipzig. Starb 1631. Ihm werden zugeschrieben n. 9r. iedoch nicht voͤl⸗ lig. Item n. 244. 693. L. E. G. Z. S. ist Ludæmilia] Elisa- beth, Graͤfin zu Schwartzburg, starb zu Rudolstadt als Hoch⸗Graͤfliche Braut den 13. Mart. 1672. Hat ge⸗ fertiget n. 418. 540. Ihr wird auch zugeschrieben n. 697. welches einige auch dem weltbekannten Herrn Veit Ludwig von Seckendorff zueignen, es wird aber nunmehro fuͤr ausge⸗ macht gehalten, daß Herr M. G. N. Pfefferkorn, Superint. in Tonna, Au⸗ tor von diesem Liede sey. L. S. ist Lazarus Spengler, Stadt⸗ Syndicus zu Nuͤrnberg, ein 91 er/ ———.— ter, roffer und got der insonderheit de chde Lichtdes Ebe befoͤrderte.Starb ie hon ihm siehe M. A p.o, Hat gefertte M.S. M Mart in Huperirtendens zu Obek⸗Pfaltz,herna u H. E C. in Nürt M. C. S. I C/ gaß, Pfarxer und lichsroda, bey Got ben az. Octob. hot: 25. 760. 34. H4b. 1148. 190, 152. 1156 N. E. S.is Rl. Er gebohrenzuüktzen de Wuthe zucen auno Peltor zu' Be 1692, Soperintenden harnehst vom Hause! Consitorial-Affeflor —. uburg an der l, er Cammer Con- 44. ann Frie 55 II. hat ge⸗ uLetrb. Stoͤ Apotdecker tiget n. 938. 2 h- Ot 3.99½. Hermaun in Stel⸗ ind Schult“ dor Musices in Ihm werden jedoch nicht vob 7 lem LialElisi- Register d er Autorum. ter, frosner und gottseeliger Mann, der insonderheit das wieder aufge⸗ hende Licht des Evangelit moͤglichst befoͤrderte. Starb 1634. den 7. Sept. von ihm siehe A. Adam. vit. ICtor. p. 30. Hat gefertiget n. 261. M. S. ist Mart in Schalling, war Superintendens zu Amberg in der Ober⸗Pfaltz, hernach auch Prediger zu U. L E. in Nuͤrnberg, n. 314. M. C. S. ist M Cyriacus Schnee⸗ gaß, Pfarrer und Adjunct. zu Fried⸗ richsroda, bey Gotha, starb 1597. den 23. Octobr. hat gefertiget n. 61. 525. 760. 834. 946. III5. I136. 1147. 1148. I150. 115 2. 1156. 1160. 1170. M. E. S. ist M. Ernst Stockmann, gebohren zu kuͤtzen den 18. Apr. 1634. Wurde 1668 zuJena Magister, cod. anno Pastor zu Baͤyr⸗Naumburg, 1682. Superintendens zu Allstaͤdt, darnebst vom Hause aus 1691. F. S. Consistorial-Assessor zu Eisenach, und 1709. F. S. Kirchen⸗Rath zu Weymar. Starb den 28. April. 1712. Hat gefertiget n. 396. 583. NM. H. 8. ist M. Hartmann Schenck, n. 6. NM. M. S. ist M. Michael Schir⸗ mer, buͤrtig von Leipzig, erst Kector zu Freyberg, darnach alt zu Strieg⸗ nitz an der Mulda, endlich Con-Re- cor in Berlin, ließ 1690. Biblische Lieder drucken, nennet sich, wegen ausgestandner grossen Anfechtung, den teutschen Hiob. Starb 1673. den 4. May err. 67. von ihm sind n. 23. 151. 195. 530. M. P. S. ist M. Paul Stockmann, Vater des vorhin gedachten Magist. Stockmanns, gebohren zu Lauch⸗ slaͤbt 1602. Wurde erst Konigs Gu- stavi Adolphi in Schweden Feld⸗ und Schiff⸗Prediger. Hernach erster Pastor der teutschen neu angebau⸗ ten Gemeinde in der See⸗Stadt Nostelle in Uyland. Resignirte aber, weil er die rauhe Nord⸗Lufft nicht vertragen konte, kam 1625. nach Wittenberg mit schoͤnen Testimoni⸗ is, wurde 1630, Pastor guf dem Neu⸗ marckt zu Moͤrseburg, und eod. anns Pastor und Senior zu Luͤtzen. Starb 1636. den 9. Sept. atat. 34. Hat gemachet num. II2. M. J. P. S. ist M. Jacob Peter Schechsius. War Diac. zu St. Lo⸗ rentz in Nuͤrnberg, n. 489. P. S. ist Paulus Speratus, oder ei⸗ gentlich von Spretten, ein Schwa⸗ bischer von Adel, gebohren 1484. den 13. Decembr. studirte in Franckreich und Italien, kam wieder in Teutsch⸗ land, und begab sich auf die reine Predigt des Evangelti, wurde deß⸗ halben in Maͤhren in ein heßlich Ge⸗ faͤngniß geworffen, woraus er aber entkam, und sich nach Wittenberg zuLuthero begab 1524. Die ser schick⸗ te ihn in Preussen, und daselbst wur⸗ de er bald Evangel. Bischoff zu Po⸗ mesan. Starb 1334. den 17. Sept. im 70. Jahr seines Alters.(Von ihm siehe Adam, vit Theol Germ. p. 7.) Ihm wird zugeschrieben das schoͤne Lied n. 280, Es ist das Heyl uns kommen her. Wiewohl es ei⸗ gentlich Adam Mirus, Ertz⸗Prie⸗ ster zu Saalfeld in Preussen ge⸗ macht, Speratus aber soll es in seiner Censur gehabt haben. 8. 8 Sigismund Schererzius, 88. Theol. Prof. und Superint, zu Luͤne⸗ burg n. 102. W. H. Z. S. ist Willhelm Hertzog zu Sachsen, 911 gefertiget n. z. It D. A. T. ist D. Adam Tribbechov, gebohren zu Luͤbeck, den 11. August. 1641 studirte zu Rostock, Helmflaͤdt und Giessen, wurde 1662. Magister in Rostock, hernach Prof. Philos. zu Kiel, wurde F. S. Kirchen⸗Rath zu Gotha 1672. eod. anno zu Kiel D. Theol. und 1677. General-Superin- tendens zu Gotha. Starb 1687. den 17. August. atat. 46.(vid. Sagittar. hist. Geth p. 189. seqq.) Hat gefer⸗ tiget n 114. M. C. T. item C. T. ist M. Chri⸗ stoph Titius, Prediger in Herßbrück, n, 491. 720. 885. ö b 3 J. T. Register der Autorum. J. T.ist Joh Tyomas, Fuͤrstl. S. Cantzlar Hof⸗ und Justitien⸗Rath, wie auch Præs. Consist. zu Altenburg. Hat verfertiget num. 1206. Fleuch mein Seelgen aufzu GOtt. Herr Schammelius im Lieder-Commentar. p. 696. meldet zwar, daß solches ei⸗ ne Kinder⸗Moͤrderin Anna Marig Meisterin ums Jahr 1675. verferti⸗ get. Es ist aber soͤlches bereits 1664. als sich der Herr Cantzlar Thomas zu Regenspurg als Abgesandter be⸗ funden, und ihm daselbst seine Ge⸗ mahlin, Maria Elisabetha, geb. von Bohn, verstorben, der Leichen⸗Pre⸗ digt beygefuͤget worden. M. R. T. ist M. Rom. Teller, n. 237. V. T. ist Valent. Thielo, n. 17. 18. Lät. II. MH. K. U.& B. Maria Koͤnigin in Ungarn und Boͤhmen, Kaͤysers Caro⸗ UV. Schwester, Gemahlin Koͤnig Ludwigs in Ungarn, so sich zur Eo⸗ angelischen Religion gewendet. Hat gemacht n. 485. M. V. ist Melchior Vulpius, Can- nor zu Weymar, starb 1616.n.154.194. Li, W. D. J. C. W. ist O. Joh. Christoph Wentzel, erstlich Direct. Scholæ zu Altenburg, nachgehends Rector zu Zittau. Hat gefertiget num. 91r. 912. 913 914. D. M. W. ist D. Michael Wal⸗ her, Superint. Generalissimus zu Zell, Grubenhagen und Luͤneb. n. 646. D.V. V. ist D. v. Worffram, n. 33. 6 W. ist Georg Werner, n. 185.307. M. J. S. W. ist M Joh. Samuel Wahl, gewesener Sub⸗Con.Rect. zu Altenburg, hat gefertiget num. 906. 907. 908. 909. J019. 1078. 1079. 1096 I105. y. I186. IJ. W. Joh. Weiß,/ hat um die Zeit Lutherizu Qverfurth und Eißleben gelebet, und Anfangs in der Lehre vom Saerament, nach Lurheri Zeug⸗ niß etwas geschwaͤrmet. Hat geser⸗ Liget n. ⁴y. Nun last uns den Leib begraben. J. W, ein and erer: is Josun We⸗ gelein, Pfarrer und Senior der Evan⸗ gelisch. Kirchen zu Preßburg, n. 174. J. V. ein anderer; Joh. Witzstadt genannt, von Wertheim, hat seine Lieder eirca 1520. zuZwickau eintzeln drucken lassen, n. 290. und 636. M. J. W. ist M. Jerem. Weber, Diac. bey der Nicolai Rirche zu Leip⸗ zig, num. 753. M. W. ist Michael Weise, Pre⸗ diger bey seinen aus Boͤhmen ver⸗ triebenen so genannten Bruͤdern in Boͤhmen, n. 14.22. 656. 557. 658. 675. 747. 1050 8. W. ist Sigismund Weingaͤrt⸗ Z. iee ir. 6.Z. GeorgZimmermann, einscu⸗ diosus von Aschersleben, welcher 1620. seine Mutter und Schwester ermordet. Hat, nachdem er seine Suͤnde erkannt und bereuet, das Lied n. 709. aufgesetzt: O Welt ich muß dich lassen. Welches von D. J. Oleario hernach verbessert worden. D. S. Z. ist D. Sam. Zehnerus, Su- perint. zu Schleusing.n.529.60. L. 4. P. V. Z. ist Philippus von Zesen, in der Fruchtbringenden Gesell⸗ schafft der Wohlsetzende. Starb zu Hamburgen680. seines Alters 70. Jahr. Hat gefertiget n. 9. Lieder⸗Register. Uber die gewoͤhnlichen Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Bey Anfang und Ende des Kir⸗ chen⸗Jahrs. Auf meine Seele sey erfreut pag. 4 JEsu deiner Kirchen Glieder 7 Das Kirchen⸗Jahr ist auch Gieb IEsu deinen Seegen Ich dancke dir mein GOtt Adv. I. Epist. Rom XIII. II-14. 834 8³⁷ Nun jauchzet all ihr Frommen 16 Es ist das Heyl uns kommen 297 Wacht auf, ihr Menschen 2³⁸ Wach auf du werthe 941 Register uber d Oott sey Danckdu Auf, auf ihr Rech⸗ OMensch belehte Ermuntte bich ver Evung. Matth Mit Emn,O Mer Wie sallich dich en Nun kommt der Y Warum wilt du di Hofsanna Davids Von Adam her so! Hosianna Daohs! Emmeitert eure Is⸗ Verl. Wer soll Iste Advent,I. Epilt.l Lob seh dem allmͤͤc Komms dunun J. Kommꝛst du, komm. Von Adam her so!l Du sagsich bin ein Hang. Luc.) Oott hat das Eva AchlGott thu dic Dlr Bräutgam wi⸗ Coistgewißlich an! OEwihkeit du Dor GOttes Sohn iste Ott hat das Eoa ie Zeit isnunme Veil. GOtt eiltger Adyent, Il, Er. OHeEtre Gott de Waß frag ichrach! chGOtt vom Hi Shestie Sug Adichhabich geht ein GOtt der du Ott mein Troßß, helig,jaseelig, e Dangehride ei —— Register uͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Gott sey Danck durch alle 35 Auf, auf ihr Reichs⸗Genossen 844 O Mensch bekehre dich 10¹⁷ Ermuntre dich verstockter 101¹9 Evang. Matth. XXI, 1.9. Mit Ernst, O Menschen⸗Kinder 12 Wie soll ich dich empfangen 9 Nun kommt der Heyden 7 Warum wilt du draussen 10 Hosianna Davids Sohne 18 Von Adam her so lange Zeit 15 Hosianna Davids Sohn, komt 840 Erweitert eure Pforten 84² Vers. Wer soll Israel dem 6³⁴ Advent. I. Epist Rom XV, 4·•13. Lob sey dem allmaͤchtigen 7 Kommst du nun JEsu 3 Kommst du, komms du Licht 14 Von Adam her so lange 17 Du sagst ich bin ein Christ 1042 Evang. Luc. XXI, 25.36. Gott hat das Evangelium 8⁴² Ach! GoOtt thu dich erbarmen 820 Der Braͤutgam wird bald 17 Es ist gewißlich an der Zeit 8²3 O Ewigkeit du Donner⸗Wort 826 GOttes Sohn ist kommen 83⁸ GOtt hat das Evangelium 8²² Die Zeit ist nunmehr nah 8²4 Vers. GOtt eilt gewiß zum 8³⁰ Advent. III. Epist. I. Cor. IV, I-5 O Hrre GOtt dein 634 Was frag ich nach der Welt 14 Ach GOtt vom Himmel 6³⁰ Eine feste Burg ist unser 68² Ju dich hab ich gehoffet 4³⁴⁷ Mein GOtt der du zu Zion 1257 GOtt mein Trost, wer fragt 1197/ Seelig, ja seelig, wer willig 187 Evang. Matth. XI, 2-10. Hrr Christ der einig 344 Von Adam her so lange 15 Wo Gott der HErr nicht 683 Ist GOtt fuͤr mich 44⁵ Wenn dich Unglůck thut 97⁸ Von Gott will ich nicht 4²⁶ Ach GOtt wie geht es deinen 686 Ach GOtt wie manches 4⁰⁹ Vers. Hilff mir, daß ich nicht 775 Laß mich kein Lust noch 33 Advent. IV.Epist. Phil, IV, 4-7. IEsu meine Freude 40 Ich freue mich in dir 36 Befiehl du deine Wege 43¹ Du bist ein Mensch 43³ Nun sreut euch lieben 295 Meines Lebens beste Freube m2z Es traure wer da trauren I127 Entweicht, entweicht ihr 1130 HErr dir trau ich all mein IIgr Gott sorgt fuͤr mich 1336 O Vater unser GOtt 1087 Evang. IJoh, I. 19.28. Mit Ernst OMenschen⸗Kinder 12 Christ unser HErr zum 65⁰0 Es spricht. der Unwelsen 68 Nun jauchtzet all ihr 16 Begluͤckter Freuden⸗Tag 977 Vers. Dein Wort laß mich 7¹⁹ Fer. I. Nat. J. C. Epist. Tit. II, II· IA. Lob sey dem allmaͤchtigen 7 Von Adam her so lange 1 HErr Christ der einge GOttes 344 Wie kuͤndlich groß sind doch 50 Diß ist die Nacht 26 Eroͤffnet die Thuͤren 31 Weich/ welch verhaßte 84⁷ Du sagst ich bin ein Christ 1042 Die Liebe leidet nicht 118⁰ Evang. Luc. II, IIA. Gelobet seyst du, JEsu 2⁴ Christ um wir sollen loben 23 Der Tag der ist so freudenreich 24 Lobt GOtt ihr Christen 24 Dancksagen wir alle 26 Ein Kind ist uns gebohren heut 28 Ich steh an deiner Krippen 37 Wir Christen Leut 72 O JIEsu Christ dein Ktixplein 43 Hochgeboͤhrner GOttes Sohn 392 Uns ist ein Kind gebohren 873 Jacobs Stern, du Licht der 856 Ders. Lob Ehr sey GOtt im 21 Alleluja:/ gelobt sey GOtt a Ach mein hertzliebes 21 Heut schleust er wieder auf a Fer. II. Nat. J. C. Epist. Act. VI, 8. fin.&c. VII, 54·60. Ist GOtt für mich 44⁹ IEsus, IEsus, nichts als 466 b 4 Mei⸗ Register ůͤber die Sonn⸗und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Meinen JIEsum laß ich nicht 344 Ach GOlt wie geht es deinen 686 Meinen J. laß ich n. alle Sin. 1063 HErr JEsu du bist mein 11759 Ade du suͤsse Welt 1179 Evang. Matth. XXIII, 34-39. Jerusalem nimm doch einmahl 287 Ach lieben Christen seyd getrost o/ Froͤlich soll mein Hertze 34 GoOtt ist mein Hehl 784 Mein Seeligen schwing dich 41 Eine seste Burg ist unser 68² Vers. In deine Haͤnd uns geben y/ Was ich gethan hab und 297 Fer. III. Nat. J. C. Epist. I. Joh. I. gantz. Wir singen dir Immanuel Last uns mit Ernst betrachten 79 O hoͤchstes Werck der Gnaben 46 Wie wohl ist doch ein Mensch 971 Wachet auf ihr faulen Christ. 1030 IJEsus nimmt die Suͤnder an 1013 Evang. Joh. I, I- I4 oder Joh. XXI, 20N24. 3— Du wesentliches Wort 27 In dulei Jubilo 39 O JEsulein suß 45 Ewig sey dir Lob gesungen 32 Ermuntre dich mein schwacher 29 Meinen JEsum laß ich nicht 344 IEsus, JEsus, nichts als 466 Mein Hertzens⸗JEsu, meine 407 JEsu, JEsu du mein Leben 351 Ich dancke dir mein Gott 33 Nuf Toͤchter Zion schauet hier 846 Weich, weich verhaßte Suͤnden 847 Auf freuet euch von Hertzen 849 Vers. IEsum laß ich nicht von 345 Am Sonntage nach dem Christ⸗ tag. Epist. Gal. IV, 1.7. Es ist das Heyl uns 28297 Nun freut euch lieben Christen 295 Christ unser HErr zum Jordan 650 HErr Christ der einig GOttes 344 Mun ist die Zeit erfuͤllt 849 Es stelle heut sein Trauren ein 848 Evang. Luc. II, 33-40. OFuͤrsten Kind aus Davids Lobt GOtt, ihr Christen Lobt GOtt den HEryn ihr 43 24 383 Schaut! Schautl was ist vor 48 Helfft mir GOttes Guͤte ² Christum wir sollen loben schon 23 Liebster JEsu sey willkommen 80 Ergoͤtz t euch nur ihr eitlen 1174 Vers. O HErr Christ nimm 62½ Du bist der grosse Wunder⸗M. 406 Am Neuen⸗Jahrs⸗Tage, Epist. Galat. III, 23·29. Es ist das Heyl uns kommen 297 Das neugebohrne Kindelein 56 Helfft mir GOttes Guͤte preisen 58 Hilff, HErr IEsu, laß 58 Das alte Jahr vergangen ist 34 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 O!JEsu Christ ich preise dich 1236 Evang. Luc. II, 2I. IJEsu Vorhaut wird beschnitten 60 Nun last uns gehn und treten 64 Wer sich im Geist beschneidet 66 Wie kan und mag ich immermehr 6ꝰ IEsu nun sey gepreiset 79 IEsus, JEsus, nichts als 466 Mein IEsus A und O 86² Wir gehn in JEsu Nahmen 867 Mein JEsus liebet mich 1068 Ein Wort ist mir ins Hertz 1066 Vers. Es dancke GOtt und 636 All solch dein Guͤt wir preisen 8 Am Sonntage nach dem N. Jahr. Epist. I. Petr. IV, 12.19. oder 1. Petr. III, 2022. oder Tit. III. 4·8. Meinen J. laß ich n. alle Sin. 1065 Dich HErr JEsu Christ mein 106r Sey wohl gemuth o Christen⸗S. 1i8 Was soll Ungluͤck mich 1189 Von Adam her so lange Zeit 15 Warnm wilt du draussen stehen 10 Wach auf du werthe 19 Du Volck das du getaufet bist 1239 Mein Gott hats mit mir 1025 Durch Adams Fall ist gantz 299 Evang. Matth. III, 13-17. oder Matth. II, 13-15. Was fuͤrchst du Feind Herodes 7² Eine feste Burg ist unser 6³⁶ Waͤr Gott nicht mit uns 684 Von Gott will ich nicht lassen 426 Ich heb mein Augen sehnlich 56/ Was alle Weißheit in der Chrit Register über die —.—.— Gnsfunser Herr! Was soll ungluck u HufHelffer hilf,, Verf. Eob Ehr sey g Wies Gott geftl Auss Fes Exiph. E. Gelobetseyß du, Es tbolluns GOtt; O Kohig aller Ehre Mobs Stern, du Weich, weich verhas Gott der Juden, E Evang Matth Hluͤck zu der sromt Uns ist gebohrn ein Was fürchs du Feir Werde Licht du St Ach wie erschrickt di Was soll ich dir ver. Verl. Hilff HErre! Epiphan.I. Epist. Ichruffzu bir, e Don Gott willich! Ott du fromme Dufagftich bimein“ Was giebsiou denn Hler ist mein Hert, Vuͤdlefort sür for Register uͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln undEvangelien. Christ unser HErr zum 65%⁰Wohl uns, wenn JEsus 7⁰¹ Was soll Ungluͤck mich 1189 Alles ist an GOttes Seegen 439 Hilff Helffer hilff, ichmuß u199 Ein Weib das GOtt den 1461 Vers. Lob Ehr sey GOtt im 21 GOOtt du bist selbst die Liebe 1263 Wies GOtt gefaͤllt, so nehm 473 Vers. O Vater aller Frommen 37 Aufs Fest Epiph. Epist. Es. LX, I6. Ob sichs anließ als wolt 298 Gelobet seyst du, IEsu Christ 22 W2 III. Epist. Rom. XII, 17.21. V Es woll uns GOtt genaͤbĩg 636 Wer Gott vertraut, hat 4²⁶ O Koͤnig aller Ehren 70 Wer nur den lieben GOtt laͤst 465 Jacobs Stern, du Licht der 36 O GOtt du frommer Gott 216 Weich⸗weich verhaßte 847 Ich weiß mein GOtt 318 Gott der Juͤden, GOtt der 874 Wer Demuth liebt, liebt eine 1045 Evang. Matth. II, II2. Je hoͤher du o Mensche bist 1032 Gluͤck zu der frommen 68 Evang. Matth. VIII, LIg. Uns ist gebohrn ein Kindelein 71 Treuer GStt ich muß dir 3 Was fuͤrchst du Feind 72 Barmhertzger Vater 570 Werde Licht du Stadt 72 Durch Adams Fall ist gantz 299 Ach wie erschrickt die bose 871 Ich hab in GOttes Hertz 47 Was soll ich dir verehren 87½ Allein zu dir HErr JIEsu Chr. 250 Vers. Hilff HErre GOtt in 63y Aus tleffer Noth schrey 249 Epiphan. I. Epist. Rom. XII, 16. Vater unser im Himmelreich 372 Ich ruff zu dir, HErr JEsu 53²2 Von Gott will ich nicht 4²⁶ Von GStt will ich nicht 4³6 Wohl dem, der den HErren sch. 1031 OGytt du frommer GOtt 316 Bittet, betet, rufft und 1092 Du sagst ich bin ein Christ 1042 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 Was giebsi du denn o!l meine 106 Wer Demuth liebt, liebt 1045 Hier ist mein Hertz, HErr 5½1 Vers. Fuͤhr auch mein Hertz 257 Evang. Luc. II, 42:52. HErr JEsu Christ einiger 561 Wo GOtt zum Hauß nicht 697 Epiph. IV. Epist. Rom. XIll, 8.10. Zion klagt mit Angst und 54⁷JEsu, JEsu du bist mein 350 Kommt her ihr Christen 247 IEsu meines Hertzens 41 Wenn dich Ungluͤck 778 Allein zu dir HErr IEsu 250⁰ Wer nur den lieben GOtt laͤst 465 Diß sind die heil. zehn Gebot 643 HErr GOtt, das ist mein 24½ Es ist das Heyl uns kommen 297 Richte GOtt mir meinen 1159 Wenn ich die heilgen Zehn 1233 Seele sey vergnuͤget 1758 Evang. Matth. VIIl, az.a/. Vers. Laß uns in deiner Liebe 344 Wo GOtt der HErr nicht 683 Epiph. I. Epist. Rom. XII,.1é. Zion klagt mit Angst und 54L O GoOtt du frommer GOtt 316 Verzage nicht du Haͤuflein 685⁹ Wohl dem, der ohne Wandel 336 Ach GOtt erhoͤr mein 764 Wohl dem, der in GOttes 697 Solt ich meinem GOtt nicht 383 Ich ruff zu dir, HErr JEsu 53²2 Ach GOtt soll denn nur 142½ Kommt laßt euch den HErren 331 Dem HErrn der mich 1145 Mein GOtt! der du bist treu 1033 Nur unvertagt betruͤbtes 139 Wandle fort fuͤr fort mein 1048 Vers. Dein troͤst ich mich 4³⁴⁶ Evang. Joh. II 1·II. Epiph. V. Epist. Colloss. III, 12.17. Wie schoͤn leuchtet der 49½ Sey GOtt getreu 3²⁸ Wer den Ch stand will erwehlen 698 Mein Werck will ich mit GOtt 341 Wie schoͤn ist doch HErx JEsu 698 Ach hoͤch ster GOtt verleihe 33² GOft, der du alles wohl 700 Wohl dem, der ohne Wandel 336 b5 Gieb Register uͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Gieb JEsu deinen Seegen 634 Umsonst mein Hertz betruͤbst ny/ Kommt laßt euch den HErren 351Richte GOtt mir meinen 1459 Wie gluͤcklich lebt die 1064 Was soll Ungluͤck mich 1189 Wenn einer alle Kunst 1083 Evang. Luc. VIII, 4·15 Evang. Matth. XIll, 24.30. O HErre Gtt dein 6²⁴ Ach GOtt vom Himmel sieh 680 Vater Unser im Himmelreich 372 OHErre GOtt, dein 634 Der HErr ist mein getreuer 637 Vater unser im Himmelreich 372 Wir Menschen sind zu dem 68/ Es spricht der Unweisen 68½1O JEsu Christe wahres Licht 686 Hilff mein GOtt, wie muß sich 1232 Hilff mein GOtt/wie muß sich 1232 Erhalt uns HErr dein reines 1ꝛza Erhalt uns HErr dein reines 1232 S Ewigkeit du Freuden⸗Wort ns O Seele welche Seeligkeit 1235 Vers. Ach bleib bey uns 638 Verl Meinen Fuͤssen ist dein 300 Schreib meinen Nahmen 778 Quinꝗ. I Esto mihiEp. I. Cor. I3. tot. c. Epiph. VI. Epist Col. III, 18. biß c.4·8. Allein zu dir HErr J. C. 25⁰ Durch Adams Fall ist gantz 299 Ein Lammlein geht und traͤhgt 90 Kommt her ihr Christen voller 247 Nun freut euch lieben 295 Wir dancken dir GOtt fuͤr 6³94 JEsu meine Liebe 349 OGott du frommer Gott 316 Wenn einer alle Kunst 1083 Mensch du hast von GOott 1048 Auff, last uns alle lieben 1075 Wandle fort fuͤr fort 1048 Die Liebe leidet nicht 1180 Evang. Matth. XVII, I.9. Evang. Luc. XVIII, 31-43. JEsus soll mir alles seyn 3534 So gehst du nun mein JEsu 155 Wer JEsum bey sich hat 396 Erbarm dich mein O HErre 233 O JEsu Christ, meins Leben 131 HErr JEsu Christ wahr 9 Warum solt ich mich denn 546 Hertzliebster JEsu, was hast 97 O JEsu suͤß wer dein gedenckt 412 Was soll Ungluͤck mich 1189 Hertzlich lieb hab ich dich 343 JEsus geht zu seinem Leiden 9r Es wehle wer da will Ias Vers. O hilff Christe GOttes 85 Michts kan mich ergoͤtzen 1129 Wer Gottes Marter in 89 Meines Lebens besie Freude 1123 Invocavit. Epist. 2. Cor. VI. I 10 Vers. Wie bin ich doch so 493 Ist GOtt fuͤr mich, so trete 44 Septuag. Epift. I. Cor. IX, 24. c. X. F. Ach GOtt wie manches 405 Es spricht der Unweisen 681 Angenehme Fasten⸗Zeit 9⁰09 Frisch auf mein Seel verzage 561 Leide, meide liebstes Hertz 1201 Einen guten Kampff hab ich 806 Mein GOtt, wenn wird die 1203 Ich ruff zu dir HErr 532Wenn wird doch mein 1205 Esu hilff siegen 839 Evang. Matth. IV, VI. Evang. Matth. XX. II6. Aus tieffer Noth schrey ich 249 Nun freut euch lieben Christen 295 GOtt der Vater wohn un al Ach bleib mit deiner Gnade 3Treuer GOtt ich muß dir 833 Du Oschoͤnes Welt⸗Gebaͤude 482 Wer in dem Schutz des 6³⁰ Es spricht der Unweisen 681 Solt es gleich bißweilen 34 Es ist das Heyl uns kommen 297 HErr Ott dich loben alle 234 Du sagst ich bin ein Chrifst 1042 Ach GOtt soll denn nur 122½ Vers. Sing/ beth und geh 466 Hilff Helffer hilff, ichmuß u95 Gieb daß ich thu mit Fleiß 316 Ich will durch mein gantzes 11592 Sexages. Epist. 2 Cor. XI, 19. XII 9. Vers. Führ uns, HErr, in 37³ Kommt her zu mir, spricht 311 Reminiso. Epist. I. Thess. IV, I7. 73² U0 euff zu dir HErr J. C. ch GOtt wie manches 45 Mas giebst du denn o meine 1055 Mensch Megister ubet d EI Wohl dem, derden Wachet auftshr fan Wandle fuxtfür sor Evang Matth Aus derTfeffen ruf Von Gott will ich Vesus,IEsus nich Heir Nes Ehn, Zon flagt wit Ant Beflehl du deine A GSchwing dich au Guch wer da wil Hertz sey getreu Bittet/ bethet, ruf Wer Demuth liebt, Herrsch will gar ge Vers. Hilff nur, daß Ich liea im Strei Oculi Epifl. Ep Ichruffiu di, HE Wer nuͤrden lieden Wenn muiine Sund ö Herhliehter Jes, Treuer IEsliebfie O iebeüberale i Ifu du mein lieb Wae mein G vang. Luc.) Eine sest Bug ist Tgeuer Hottich mu Wosollichflehenh GOtt vertraut R den alt unahn ö Wieselgißengut —————————— Register uͤber die Sonn⸗und Festtags⸗Episteln undEvangelien. Mensch du hast von GOtt 1048 Gott der wirds wohl 44¹ Wohl dem, der den HErren sch. 1031 Ich verlasse mich in allen 1146 Wachet auf ihr fanlen 1030 Was sorgt ihr viel betruͤbte 1144 Wandle fort fuͤr sort mein 1048 Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr 1138 Evang. Matth. XV, 2I-28. Entweicht, entweicht, ihr 1130 Aus der Tieffen ruffe ich 255% Vers. Auf ihn will ich vertrauen 426 Von GOtt will ich nicht 426O Vater aller Frommen 373 IEsus, IEsus nichts als 466 Judica. Epist. Hebr IX, II. I6. HErr JEsu Christ, ich 559 O Lamm Gottes unschuldig 138 Zion klagt mit Angst und 541 O Welt/ sieh hier dein Leben 146 Befiehl du deine Wege 431 O JEsu, wie ist dein Gestalt 134 Schwing dich auf zu deinem 44Wo soll ich fliehen hin 256 Such wer da will ein ander 842 Mein JEsus hat sein Blut 9³¹ Hertz sey getreu in deinem 1079 Ach mein Hertz was soll ich 9¹7 Bittet/ bethet, rufft und 109½ Dein Blut komme uͤber mich 899 Wer Demuth liebt, liebt Hrr ich will gar gerne Vers. Hilff nur, daß ich nicht Ich lieg im Streit und Oculi Epist. Ephes. V, I.9. Ich ruff zu dir, HErr J. C. Wer nur den lieben GOtt Wenn meine Suͤnd mich Hertzliebster JIEsu, was Treuer JIEsu liebstes Leben 391 O Liebe uͤber alle Liebe 9²⁰ JEsu du mein liebstes Leben 1056 Mache dich mein Geist bereit 1028 Evang. Luc. XI, 14-28. 10⁴4 2⁷⁰ 77⁵ 833 33² 46 177 97 Eine feste Burg ist unser 69²2 Treuer GOtt ich muß dir 533 Wo soll ich fliehen hin 256 Wer GOtt vertraut 4²⁶ OHErre Gott, dein goͤttlich 634 Betruͤbter Geist sey wohlgem. 1204 Halte mein Christ fest im 1147 Wie seelig ist ein gut 105½ Ich fuͤrchte GOtt und mein 1044 Vers. Noch eins, HErr, will 464 Lætare Epist. Gal. IV, 231. Es spricht der Unweisen 68¹ Wo GOtt der HErr nicht 683 Diß sind die heil. zehn 643 Es ist das Heyl uns kommen 297 Evang. Joh. VI, IIy. Allzeit will GOtt sorgen 4⁴⁰ Alles ist an GOttes Seegen 439 Warum betruͤbst du dich 4³²⁷ Du bist ein Mensch/ das 4³³ Verzage nicht O frommer 4³¹ Evang. Joh. VIII, 46. usque ad fin. Ach GOtt vom Himmel sieh 680 Wo Gott der HErr nicht bey 68 HErr JEsu Christ 93 Ist GOtt mein Schild und ze3 Wie seelig ist ein gut 1052 IEsu meiner Seelen Leben 1062 Glaͤubt doch ihr Menschen 1677 Hilff mein GOtt, wie muß 123⁴ Vers. Wer hofft in GOtt 30⁰ Du solt kein falscher Zeuge 643 Palmarum. Epist. Phil. II, 5.II. Wer Gedult und Demuth 33⁰ Kommt, laßt euch den HErren 331 JEsum will ich lieben 36 Gedultigs Laͤmmlein JEsu 9³ Wer Demuth liebt, liebt 1045 Ein Wort ist mir ins Hertz 1066 Evang. Matth. XXI, 1.9. So gehst du nun mein JEsu 155. IEsu Leiden, Pein und Tod 112 Hertzliebster JEsu, was 97 Nun freut euch lieben 295 Hoslanna Davids Sohne 840 JEsus geht zu seinem Leiben vrr Angenehmste Fasten⸗Zeit 09 Vers. O hilff Christe Gottes 39 Am Gruͤnen Donnerstage, Epist. 1. Cor. XI, 23·32. Kommt ihr Ehristen 663 IEsus Christus unser 694 Guter Hirte JEsu Christ 6⁶4 Hrr JEsu meine Liebe 1249 Hier ist dos HErren Mahl 1240 EV- Register uber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Ragister iber x. Evang. Joh. XIIl, 1.15. Wer Gedult und Demuth 33⁰ Wie ist es moͤglich 3¹7 Hilff GOtt, daß mirs gelinge 58 Ach hoͤch ster GOtt verleihe 332 Mein JEsus liebet mich 1068 Wer Demuth liebt, liebt 104⁹ Wer Hochmuͤth liebt, liebt 1049 Mensch du hast von GOtt 1048 Vers. HErr Christ dir Lob 7¹⁶ Gein Wort, seine Tauffe 7⁰3 Char⸗Freytag, vom Begraͤbniß Christi. Epist. Jes. LIll, gantz. Siehe mein getreuer Knecht 897 Nun ist es alles wohl 894 Wohl mir,/ JEsu du bist 158 O Welt sieh hier dein Leben O du Liebe meiner Liebe Nun giebt mein JEsus 118 Ach slirbt denn so 82 OTraurigkeit, O Hertzeleid 146 Meine Liebe haͤngt am Creutz 1138 Ogrosser Schmertzens⸗Mann 12 Huͤllo! schoͤne Sonne 9²⁷7 Laß mir alle Wochen seyn 9² Auf mein Hertz geh mit 933 Mein JEsus stirbt 9¹⁵ Vers. Christe du Lamm 83 Ostern Fer. I Epist. 1 Cor. V,. Ihr Christen seht, daß ihr 17¹ Christ lag in Todes⸗Banden 162 Wach auf mein Hertz 181 Evang. Marc. XVI, I.8. Also heilig ist der Tag 16⁰ Fruͤh Morgens da die Sonn 168 Am Sabbath fruͤh Marien 160 Christ ist erstanden 16² Lebt Christus, was bin ich 174 Erstanden ist der Heil. Christ 166 Nun freut euch hier und 94⁰ HErr des Todes, Fuͤrst des 946 Nuf mein Hertz, des HErren 945 Der Tod hat zwar verschlungen 940 Vers. Dafuͤr dancken wir alle 171 Ostern. Fer. II. Epist. Act. X, 3441. Auf, auf mein Hertz 161 Der Hoͤllen Pforten sind 164 Ich habe gnug mein JEsus 17⁴ D Tod wo ist dein Stachel 178 Auf Seele, JEsus ist erstanden 939 Auf mein Hertz des HErren 945 Nun freut euch hier und 94⁴⁰ Evang. Luc. XXIV, 13.35. Ach bleib bey uns HErr 6³⁸ Wo wilst du hin, weils Abend Last uns jauchtzen 17³ Mein JEsus lebt 175 Nun ist aufferstanden 176 JEsu der du Thor und Riegel 949 Vers. Hilff daß ich rede stets 316 Ostern Fer. IIl. Epist. Acl. XIll, 26·33. Sey froͤlich alles weit und breit 180 Christ lag in Todes⸗Banden 162 O heiliger GOtt, allmaͤchtiger 178 Oaußferstandner Sieges⸗Fuͤrst 934 Willkommen Held im Streite 948 Evang. Luc. XXIV. 36-47. GOtt sey gedancket durch 17⁰ Du starcker Held ö 164 Auf,/auf mein Hertz 161 Nun seyd froͤlich lieben Leut 177 IEsu der du Thor und Riegel 949 Vers. GOtt dem Vater im 17¹ Drum wir auch billig froͤlich 166 Quasunod. Epist. I. Joh. V, 4N10. In dich hab ich gehoffet HErr 43/ Ich ruff zu dir, HErr JEösu 332 Dreyeinigkeitider Gottheit 210 Was alle Weißheit in der 2²3 Seelen⸗Braͤutigam 105⁴4 Wie gluͤcklich lebt die 1064 Evang. Joh. XX, 19.31. Was frag ich nach der Welt 314 Schwing dich auf zu deinem 344 Ich weiß mein GOtt 318 So wahr ich lebe 283 JE su der du Thor und 9⁴4 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 Vers. Bin ich gleich von dir 746 Miseric. Dom. Epist. I. Petr. IIr, 21.25. Kommt her zu mir spricht 31 JEsus Christus unser 171 Ich ruff zu dir, HErr JEsu 332 Was soll ein Christ sich 1188 Hertze kanst du nicht der 1194 Leide, meide liebes Hertz 3201 Sey mir tausendmahl 1 V. 183 Evang. Jch. Der HErr ist eln VDon GOtt willich Warum solt ich mi Wohl dem der sich⸗ IEsu srommer Me Ich bin ein Schaft Vers. Amen zu aller Jubilate, Epit.I All Obugkeit Gol Hilff mir mein EOs Das Elend weis du HOErr Chris dereint Evang. soh.* Ach GOlt om Him Wenn dich llngluck Ach Gott erhor mei Ist Gott vor mich si Zlon klagt mit Angf Treuer Hott ich mu Fort/ o Wůtwit dei Seuy wohlgemuth o: ö Betruͤhler Heist sey Vers. Duhist mir fiet Im Hunnel wird ö Cantite Epist. Jac Sodnuftimn ö Hiff mrnein Got Ich rufftudir, HEr Mensch duhaß von Wandlesrt für fort ö Wieauclihlätd ö Aang. Job. X Nunfned lieb. dualetschonße Fr Lucheinzu deinen Solt ichmeinem Ge Ein Länmlemgeht; ö Ing. Joh. x. Vater anser im Himn Ich bin ein Schaͤflein deiner [ E/ nr˙᷑¹wouooꝛ5. Register uͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Evang. Joh. X, I2-16. Der HErr ist mein getreuer 67j 426Ach GOtt erhoͤr mein 96² 546Bittet, bethet, rufft und 46½2 Wohl auf mein Hertz zu Von GoOtt will ich nicht Warum solt ich mich denn Wohl dem der sich auf seinen IEsu frommer Menschen 1057 1076 Vers. Amen zu aller Stund 4²⁹ Iubilate. Epist. I. Eer. II, 1120. All Obrigkeit GOtt setzet 695 Hilff mir mein GOtt 334 Das Elend weist du GOtt 292 HErr Christ der einig GOttes 344 Evang. Joh. XVI, 16-23. Ach GOtt vom Himmel sieh 680 Wenn dich Unglůck thut 998 Ach GOtt erhor mein 762 Ist GOtt vor mich so trete 445 Zion klagt mit Angst und 74¹ Treuer GOtt ich muß dir 33 Fort, o Welt mit deinen 177 Sey wohlgemutho Christen⸗ 1185 Betrůͤbter Geist sey 1204 Vers. Du bist mir stets 94² Im Himmel wird das 484 Cantate Epist. Jacob. I, I7.2l. O GoOtt du frommer GOtt 316 Hilff mir mein GOtt hilff 334 Ich ruff zu dir, HErr IEsu 73² Mensch du hast von GOtt 104 Wandle fort fuͤr fort mein 1048 Wie gluͤcklich lebt die 1064 Evang. Joh. XVI„, II. Nun freut euch lieben 295 O du allerschoͤnste Freude 20¹ Zeuch ein zu deinen Thoren 207 Solt ich meinem GOtt nicht 383 Ein Laͤmmlein geht und 9⁰0 GOtt gieb einen milden 96² Dreuer GOtt, ich bin dein 97⁰ Vers. HErr IEsu deine Angst 96 Rogate vel Voc. Jucundit. Epist. Jac. I. 22·27. Mensch wilt du leben seeliglich 644 Wir Menschen sind zu 6⁸⁷ Was frag ich nach der Welt 514 O Seele welche Seeligkeit 1235 Hertz sey getreu in deinem 1079 Evang. Joh. XVI 23·30. Vat er unser im Himmelreich 37⁴ Wies GOrtt gefaͤllt, so gefaͤlt 4/4 Treuer GOtt ich muß dir 933³ 1092 1095 Sey wohlgemutho Christen⸗ 1185 GOtt mein Trost wer fragt 1197 Vers. O du grosser GOtt erhoͤre 747 Himmelfahrt JEsu Christi. Epist. Act. I, I.II.& Ev. Mare, XVI, 1420. Christ fuhr gen Himmel 185 Ach wunder grosser Sieges⸗ 184 Nun sreut euch GOttes 189 Wir dancken dir HErr IEsu 191 GOtt faͤhret auf gen Himmel 188 Du Lebens⸗Fuͤrst HErr 1859 Gen Hisnel aufgefahren ist, Hall. 188 Siehe von der Himelfahrt Chr. 951 Verf. Ach HErr laß diese v. 3. 185 Amen singen wir noch v. 13. 192 Weil du vom Tod erstanden 778 Exaudi Epist. I. Petr. IV, S.-II. O Gott du frommer GOtt 31¹6 Ich ruff zu dir HErr JEsu 53⁴ Vater Unser im Himmelreich 372 Allein zu dir HErr JEsu 25⁰0 Wenn einer alle Kunst 1083 Mein frommer GOtt du hast 1034 Ev. Joh. XV, 26.4. des folgen⸗ den Capitels. Ach G Ott erhoͤr mein 564 GOtt du bleibest doch 357 Frisch auf mein Seel in Noth 438 Ist GOtt mein Schild und 563 GOtt Vater sende deinen 196 Wenn dich Ungluͤck thut 8 Ach GOtt wie geht es deinen 686 Komm, komm, o Himmels⸗ 960 Seelig, ja seelig, wer 1187 Sey wohlgemuth o Christen⸗ II85 Vers. HErr J. C.einiger v. 12 gor Was Gott thut das ist v. 6. 465 Pfingsten. Fer. I. Epist. Ack. II, 1.13. Der Heil. Geist vom Himmel 194 Des Heil. Geistes reiche Gnad 195 O Heil. Geist kehr bey uns 203 Sey tausendmahl willkommen 963 GOtt Heilger Geist, du hoͤchstes är. V· —1 Register uͤber die Sonn⸗und Festtags⸗Episteln und Evangelien. Evang.Hoh. XIV, 2331. Komm GOtt Schoͤpffer Komm Heil. Geist, HErre Nun biten wir den Heiligen Ursprung wahrer Freuden Freuet euch ihr Christen alle Des Geistes Frucht ist reine Schmückt das Fest mit gruͤnen Vers· Nun lobet all den v. 5. Du hoͤchster Troͤster in v. a. 198 199 20¹ 205 1957 964 966 195 201 Pfingsten Fer. II. Ep. Act. X. 42·48. Brunnavell aller Guͤter GOtt Vater sende deinen Komm o komm du Geist GOtt gieb einen milden Evang. Joh. III, 16·-21. Also hat G Ott von Ewigkeit Also hat GOtt die Welt GOtt Lob mein JEsus macht Ach ein Wort von grosser Lob sey dem allmaͤchtigen GOtt ist die Liebe selbst Ach wer giebt mir Worte her Wie gluͤcklich lebt die Vers. Fuͤhr auch mein Hertz 193 196 200 96² 192 30⁰ 303 3¹⁰ 2 96 96⁷ 1064 257 Pfingst. Eer. III. Ep. Ad. VIII, 14-17. O Heil. Geist du goͤttlichs Willkommen/ o du hochstes Zeuch ein zu deinen Thoren Treuer GOtt ich bin dein Komm Troͤster, komm Evang. Joh. X, LII. Der HErr ist mein getreuer Nun freut euch lieben Mein Hertzens⸗JEsu, meine Es woll uns GOtt genaͤdig O Heiliger Geist, o heiliger Weg, Welt⸗Getuͤmmel Ich bin ein Schaͤflein deiner IEsu frommer Menschen Ders. Wer soll Israel den 203 206 207 97⁰ 978 6³⁷7 295 4⁰⁷ 636 205 968 1076 105⁷ 6³² Wer JIE sum liebt und v. 6. 436 Festo Trin.Epist. Rom.XI, 33. usꝗ.fin. Esaia dem Propheten O meine Seel Was alle Weiß heit in der Wie heilig ist der Ort Du grosser GOtt, du wahres Evang. Joh. IIl, 115. GoOtt der Vater wohn uns 2¹9 21¹5 223½ 97³ 108⁰ 2⁴ Hrr Gott dich loben wir 2¹² Der du bist drey in Einigkeit 210 Dreyeinigkeit der Gottheit 210 Gelobet sey der HErr mein au Aufauf! zu GOttes Lob 218 Mir ist ein geistlich Kirchelein 220 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 Wie wohl ist doch ein 97¹ O heilige Dreyfaltigkeit 97⁰ Vers. Sey Lob und Preiß mit 382 Amen GOtt Vater und 209 Trin. I. Fpist. T. Joh. IV, 16.21. Was wilt dü dich betruͤben 453 Solt ich meinem GOtt 303 Nun freut euch lieben 295 GOtt ist die Liebe selbst 965 Auf laßt uns alle lieben 1075 Evang. Luc. XVI, 19-31. Du o schoͤnes Welt⸗Gebaͤube 482 Wer weiß wie nahe mir 7³⁰⁰ Weltlich Ehr und zeitlich 1173 Hertzlich lieb hab ich dich 343 Bedencke Mensch das Ende 1365 Ach sagt mir nichts von Golb 1081 Ergoͤtzt euch nur ihr eiteln 1174 Wer Hochmuth liebt, liebt 1049 Was wilt du dich mein Hertze ua3 Freu dich sehr o meine 77⁰ Vers. HErr lehr mich stets 780 Ach HErr laß deine lieben 343 Trin. II. Epist. I. Joh. III, 13-18. In dich hab ich gehoffet 4⁴⁷ Rommt, labt euch den HErren zzr Hilff mir mein GOtt, hilff 334 Was wilst du Mensch viel 1215 Du sagst ich bin ein Christ ꝛ042 Wohl dem, der den HErren 1031 Evang. Luc. XIV, 16-24. Kommt her zu mir, spricht 211 Ach GOtt vom Himmel 6³⁰ Es spricht der Unweisen 681 IEsu meine Freude 4⁰⁹ Die Liebe leidet nicht Gesellen 1180 Ade, du sůsse Welt 1179 Haͤngst du noch fest an der 1178 Vers. Wir dancken sebr und 764 Trin. III. Epist. I. Petr. V, G-II. Besiehl du deine Wege 42¹ Du bist ein Mensch/ das 933 Allzeit will GOtt sorgen 11 ister Aadies Waister ide: Wer Demusslebt. Mache dichas Ge Ciy wohlgtdos EVlg Luc. Ach was slich Sü Ach Vathalh nicht Ich arm Mensch/ VErr/ schhabe mißg rbarmhich wein, IEsushimmt die e Du hochgepriehner Wohin mein Heiß n Vers. Wenn meles Oh bey uno Is der Trim. I. Epit. Ro Von Golt ylllich n GOtt lahen Schri Du, o schynts Welt⸗ Die Zeit s nunmeh Ich haboftbey mir Mein Gbit wenn w Sey geinubiß an da Eyag. Luc. V Befiehlhuheine We ö Ich hebsun Augen Wohl duhder GOtt Ich tussiudir, HErr Diß siadeheilgens Goftuftummer Wandlest für fort Menschiuhaft von Dusagsshbin en E Vert. Hnfin Ausgan⸗ Huffhgich rede! 0 Trin, Vppif. I. Pe Ichruffuhr, Herr E Frisch R 27 Mein Schoͤ Lommt Huchden öchtte Hott v Wer Demuth liebt/ liebt 1045 O Gott mein Schoͤpffer, edler 320 Kommt laßt euch den HErren 331 Ach hoͤchster GOtt verleihe 332 ö Evang. Luc. V., II·II, Allzeit will GOtt sorgen 44⁰ Alles ist an GOttes Seegen 439 Solt ich meinem GOtt nicht 383 Warum betruͤbst du dich mein 429 Trin. VI Epist. Rom, VI, 34I. E Mache dich mein Geist 10½28 Christ unser HErr zum 65½ Sey wohlgemutho Christen⸗H.1185 Henr Christ der einig 344 Evang Luc. XV, 1. 10. O GOtt du frommer GOtt 316 Ach was soll ich Suͤnder 25% Du Volck das du getauffet 1239 Ach Vat er geh nicht ins H Erang, Matth. V, 20.26. Ich armer Mensch, ich armer 261 Es ist das Heyl uns kommen 297 HVErt, ich habe miß gehandelt 268 Kommt laßt euch den 33¹ rbarm dich mein, oHErre 2533 Durch Adams Fall ist gantz 299 JEsus nimmt die Suͤnder an 10rz Also hat GOtt von Ewigkeit 192 Du hochgeprießner Gnaden 1023 Vater unser im Himmelreich 374 Wohin mein Hertz/ wohin 1009 Es spricht der Unweisen 681 Vers. Wenn meine Sund 5/ Du sagst ich bin ein Christ 1042 Ob bey uns ist der Suͤnden 20 Mensch du hast von GOtt 1048 Trin. IV. Epist. Rom IIX, 18.23. Wandle fort für sort mein 1043 Von GOtt will ich nicht lasfen 426 Vers. Laß mich mit iedermann 316 Sott Lob ein Schritt zur 796 Trin, VII. Epist. Rom. VL.19.23. Du,/ o schoͤnes Welt⸗Gebaͤude 482 Ich weiß mein GOtt 3¹⁸ Die Zeit it nunmehr nah 24 Kommt laßt euch den HErren 3zr Ich hab offt bey mir selbst. 1040 Ach hochster GOtt verleihe 332 Mein GOtt wenn wird die 1203 Durch Adams Fall ist gantz 299 Sey getreu biß an das Eude 796 Was giebst du denn o meine 1055 Evang. Luc. VI, 36.42. Hier ist mein Hertz, HErr 721 Befiehl du deine Wege. 431 Ergoͤtzt euch nur ihr eiteln 1174 Ich heb mein Augen sehnlich vE/ Evang. Marc. VIII, I.9. Wohl dem, der SOtt zum 462 Warum betruͤbst du dich 4² Ich tuff zu dir, HErr JEsu g3² Von Gott will ich nicht 4³⁴⁶ Diß sind die heilgen Zehn Gebot 43 Solt es gleich bißweilen 564 OGott du frommer SOtt 316 Ich hab in GOttes Hertz 467 Wandle fort fuͤr fort mein 1048 Verzage nicht o frommer 47¹ Mensch du hast von GOtt 1048 Ich verlasse mich in allen n4s Du sagst ich bin ein Christ ro4e Was wilt du dich mein 1143 verl. Unsern Ausgang seegne z Entweicht, entweicht ihr blasse 1130 Hilff, daß ich rede stets 316 Vers. Sing, beth und geh auf 466 Trin. V. Epist. I. Petr. III, 8.15. Trin. IIX. Epist, I. Cor. IIX, 12.17. Ich ruff zu dir, HErr 33½ Ist GOtt fuͤr mich 4⁴4⁹ Is GOtt fuͤr mich 44%Ach GOtt wie manches 05 Eine feste Burg ist unser GOtt 6de GPtt ist mein Licht, der 1033 Frisch auf mein Seel in 438 Edler Geist steig Himmel an 166 Evang. Matth. VII, 123. Oewagt in JEsus Nahmen 1269 Was giebst du denn o meine 1095 Vert. O Vater aller Frommen 373 Ach GOtt vom Himmel 68⁰ Es spricht der Unweisen 691 GOtt hat das Evangelium 8²⁴ Eine feste Burg ist unser 6³² Komm Heiliger Geist 199 Ach koͤnt ich mich von hier 4³9 Waͤr GOtt nicht mit uns 684 Wandle fort fuͤr fort mein 1048 GErr aller Weihheit Qvell 1035 Vers. Du heiliges Licht v.2. 199 Ach Register ͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln undEvangelien. Register iberdie Ach bleib mit deiner Snade v. 2.3. Trin. IX. Epist. 1. Cor. X, 6-1g. Was wilt du dich betruͤben 453 Keuscher JEsu, hoch von 3²⁴ Vater Unser im Himmelreich 37² Halte mein Christ fest im Ach hoͤchster GOtt verleihe 33² Evang. Luc. XVI, 1-9. Weltlich Ehr und zeitlich Gut 1173 Ach was soll ich Suͤnder 257 Wo soll ich fliehen hin 256 Kommt her zu mir spricht 311 Befiehl du deine Wege 43¹ Durch Adams Fall ist gantz 299 Ich soll offenbahr vor dir 107⁴ Grosser Koͤnig, ich dein 1073 Vers. Darauf so sprech ich 7¹5 Trin. X. Epist. I. Cor. XII, ILZII. Komm GOtt Schoͤpffer Heil. 198 O Heilger Geist kehr bey uns 203 Solt ich meinem GOtt nicht 383 OErr aller Weißheit Qvell 1035 GOtt gieb einen milden 96² Evang. Luc. XIX, 47-49. Ach Gott thu dich erbarmen 820 An Wasserfluͤssen Babylon 58⁸ Nimm von uns HErr du 787 O grosser GOtt von Macht 385 Jerusalem uimm doch 287 Du Friede⸗Fuͤrst HErr IEsu 602 Weh mir, daß ich so offt und 257 Ich dancke dir mein GOtt Ermuntre dich, verstockter 837 10¹9 HErr GOtt das ist mein 245 Vers. Wacht auf ihr v. 1. 28 Von allem Ubel uns erloͤß 373 Trin. XI. Epist. I. Cor. XV,. I.10. In allen meinen Thaten 43/ OHSErre Gott dein goͤttlich 624 Nun freut euch lieben Christen 295 Du grosser GOtt, du wahres 1080 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 Auf mein Hertz des HErren 94 Evang. Luc. XVIII, 9-14. Aus der Tieffen ruffe ich 255 Ach GoOtt erhoͤr mein 55² Ach HErr mich armen Suͤnder 252 Ach GOtt und HErr 27¹ Ach was hab ich ausgerichtet 269 Allein zu dir HErr JEsu 25⁰ 1147 Wohin mein Hertz wohin Wer Demuth liebt, liebt Wer Hochmuth liebt 1049 Vers. Ich lieg im Streit und 33 Trin. XII. Epist. 2. Cor. III, g·9. 1045 Es ist das Heyl uns kommen 297 Ich ruff zu dir HErr JEsu 53 Nun freut euch lieben 295 Der HErr ist mein getreuer 637 O Seele! welche Seeligkeit 1a35 Evang. Marc. VII, 3137. Durch Adams Fall ist gantz 299 Wenn wir in hoͤchsten 586 Befiehl du deine Wege 43¹ Wohl dem, der GOtt zum 462 Nun lob mein Seel den 38⁰ In allen meinen Thaten 43⁷ GOtt der wirds wohl machen 441 Kommt ihr traurigen 120 Was wilst du Mensch viel 1215 Wir Menschen sind zu dem 6⁸⁷ Vers. Wie sich ein Vater 38² Trin. XIII. Epist. Gal. III, 5.·22. 10⁰½Hein HHen Treuer Gottichmuf Weg mein Heßmitk Wuun dich Undluͤct Iles was mi GOtt Ich GOtt erhoͤr mein gommmt Menschen⸗ Vers. Ich willalle me Nun solt ich mich⸗ Trin. XV, Ep. Gal. V, Ich tuff zu dir HErt dom̃t her zu mie, prie Wer Demuth llebt/ l Du sagst ich bin ein Cl Hangft du noch fest an Die Liebe lahhet nicht! Eyang, Matth.VI Hllzeit willszott sorg Ver Gott vertraut Obal dein Hert nicht st Varum betruͤhst du die Later Unser im Himm O Gott, du frommer GOtt 316 Wie schön leuchtet der 494 Bfehwane buf Ee woll uns GOtt genddi 536 Naucufgot Vege Es ist das Heyl uns kommen 297 de Licbeleh 0 GOtt Lob mein JIEsus 3⁰½ fn sunt 3— 6 Evang. Luc. X, 23.37. 908 wird I 1. Erbarm dich mein, HErre 233 hin Sch sch mein Auf meinen lieben Gott 42½ JMis S Hilff mir mein GOtt, hilf, 334 Weildi eegen mich! Meinen IEsum laß ich nicht 344 enuemn SOtt HErr JEsu Christ, ich schrey 7 Trin. XWI Ep. Pph. Betrüptes Hertz sey wohl ses li Gottmiewanches Kommt laßt euch den 331 Icteruntrim Himn Auf! laßt uns alle lieben 1075 Herr Chlis deremia Wohl dem der den HErren rozi Iumerfrölchnicht Vers. Da jammert GOtt in 296 Herraller Wrüdel t Die Hoffnung mir auch uz dswie wichtih owi Trin. XIV. Epist. Gal. V, 16.24. EI wie r Erbarm dich mein, o HErre a83 0 ins Luc. VIl. Ich ruff zu dir, HErr JEsu 332 II M Hilff mir mein GOit, hilff, 334 f Feuschen maͤfsnt Bater Unser im Himmelreich 37½2 d weif wie nahe mi Wohl dem, der den HErren 1031 Eirdebift ale W. Du sagst ich bin ein Christ 104½ 0 11 Jesh Christ 00 Treuer Vater deine Liebe 936 1 ch, Gott l Evang. 960 1 930 clhendt Duych Adams Fall jst gan 2990 dersetgan Alein Wbamsthe nundEvangel glie herz nhmn 1047 297 V H 27 Fol n aane dn gag 20 csten qf— 3 Sott zum 45 Seel den 30 1 Taten 6/ wehl machen 44 Mipen 120 Reusch viel 125 dem 6⁰² ler 30³ 5 522. irSdtt 1716 kt der 49½ Ott genddig 658 ommen 297 905 Herte 98 4⁴⁷ fFf. V ich nicht 344 lich schrey 59 5⁰8 3⁴ 1075 Erten 103 tt in 255 7¹⁹ 24. uemm Hetre n 5 „hulff 5 leich V² Ien Iozn 10⁴4⁷ 5 VVII. ua9. 90 HI Weg mein Hertz mit den Ged. 4/ —— Reggister uͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln undEvangelien. Dreuer GOtt ich muß dir klag. 533 Wenn dich Unaluͤckthut 375 Alles was mir GOtt gegeben 393 Ach Gott erhoͤr mein Seuffzen 862 Kommt Menschen⸗Kinder 1122 Vers. Ich will alle meine Tage 335 Nun solt ich mich erzeigen 429 Trin. XV, Ep. Gal. V. 25. C. VI, I.10. Ich ruff zu dir HErr JEsu 53² Rom̃t her zu mir, spricht 31¹⁷ Wer Demuth liebt, liebt eine Loa/ Du sagst ich bin ein Christ 1042 Hangst du noch fest an derErd. 1178 Die Liebe leidet nicht Gesellen 1180 Evang. Matth.VI, 24-34. Allzeit will GOtt sorgen 4⁴⁰ Wer GOtt vertraut 4³⁰⁶ Ovaͤl dein Hertz nicht selber 44/ Warum betruͤbst du dich mein 429 Vater Unser im Himmelreich 372 Wohl dem der sich auf seinen 462 Befiehl du deine Wege 4³¹ Trau auf GOtt 47⁰ Die Liebe leidet nicht Gesellen 180 Was sorgt ihr viel, betruͤbte 1144 Was wilt du dich mein Hertze 1143 Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich 138 JVers Mit Seegen mich beschuͤtte 7er Weil du mein GOtt und 430 Trin. XVI. Ep. Eph. III, 13-21. Ach GoOtt wie manches Hertzel. 40⁰5 Bater Unser im Himmelreich 37² rr Christ der einig 34⁴ Immer froͤl ich nicht betruͤbt 1124 Evang. Luc. VII, II-IY. alch wie nichtig, ach wle fluͤchtig in Alle Menschen muͤssen sterben 779 Wer weiß wie nahe mir mein 78⁰ Sag, was hilfft alle Welt 97 HErr JIEsu Christ ich weiß gar 772 Weine nicht, GOtt lebet noch mar Nur unverzagt, bet ruͤbtes 139 Wohl dem, der stets ans Ende 338 199Allein zu dir HErr SEsu Chr. 2590 Vers. HErr lehr mich ets mein 78 Amen mein lieber frommer 777 Trin. XVII. Epist. Ephes. IV, I.6. Allein zu dir HErr JEsu Christ 250 Zeuch ein zu deinen Thoren 207 O du allerschoͤnste Freude 301 Wer Gedult und Demuth liebet 330 Wer Demuth liebt, liebt eine 1045 Wandle fort fuͤr fort mein 1048 Evang. Luc. XIV, I.II. Ach GoOtt erhoͤr mein Seuffzen v62 Solt es gleich bißweilen schein. 64 In dich hab ich gehoffet HErr 427 Straff mich nicht in deinem 992 Diß sind die heil. Zehn Gebot 643 Wo GOtt der Hrr nicht 6⁸³ Wer Demuth liebt 1045 Wer Hochmuth liebt 1049 Je höͤher dus Mensche bist 1032 Vers. Erhalt in der 7⁰2 Trin XIIX Epist. I. Cor. I, 4.9. Ich ruff zu dir HErr JEsu 53² Nun lob meine Seel den 381 Von GoOtt will ich nicht lassen 426 Ach GOtt wie manches 4⁰ O wie wichtig! O wie richtig 10²⁶ Hrr aller Weißheit Quell 1035 Mein GOtt, der du bist treu 1033 Wie gluͤcklich lebt die Christ. 1064 Evang. Matth. XXII, 3446 Ach koͤnt ich mich von hier 4⁹ Waͤr GOtt nicht mit uns 684 Hertzlich lieb hab ich dich 343 Warum solt ich mich denn 546 Allein zu dir HErr JEsu 290 Hilff mein GOtt, wie muß sich 1232 Es spricht der Unweisen Mund 68r Vers. Glori, Lob, Ehr uud 4²⁸ Festo Michael.EpApoc. XII,.II. Evang. Matth. XIIX, I. I2. HErr GOtt dich loben alle wir 234 Ich habe Lun zu scheiden 339 Es stehn fuͤr GOttes Throne 235 Lobet und ehret GOtt 243 OGoOtt, ber du aus Hertzens 241 Aus lieb laͤst GOtt 236 Fuͤrst und HErr der slarcken 237 GOtt dir sey Danck gegeben 238 Heut singt die liebke 239 Ssehe: Auf has Felt⸗Michgelis 96r 6 Vaber Regisler üͤber die Sonn⸗ und Festtaas⸗Episteln und Evangelien. Ttin. XIX. Epist. Ephes. V, 22·½8HErt ich habe mißgehandelt 268 Durch Adams Fall ist ganzz 299 Hertz sey getreu in deinen 1079 Vater Unser im Himmelreich 372 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 Hilff mir mein GOtt 34 Was giebst du denn o meine 1085 HErr Christ der einig GOttes 344 Vers. Ertoͤdt uns durch deine 344 Du sagst ich bin ein Christ 194aTrin XXII, Ep. Phil. I. 3•I1 ur fort 1048 e 2 Es woll uns Gott genaͤdig 936 Eyang. Matth. IX. 1-8. Ich ruff zu dir HErr Sem euuchßes 883 Pirernerin Hindelleich 7. Treuer GOtt ich muß dir 33 O Vater sieh, wie mich i 2 Ach GOtt wie manches Hertzel. 405 Hertzallerliebñter SOtt 33 i ö 220— 34⁰ Derdeoiae mne 5 HErr aller Weißheit Qvell 1035 OCsu Christ meins Lebens n1 Wo soll ich fliehen hin 256 vang NMatth. XIIx. 2335 Hertz sey getreu in deinem 1079 Treuer GOtt, ich muß dir 533 Glaͤubet doch ihr Menschen 1077 Ach was hab ich ausgerichtet 269 Grosser Koͤniglich dein Kllecht 1073 Ach HErr mich armen Sünder 252 Verl. Dein ist allein die Ehre 716 Weh mir, daß ich so offt 257 Mein Sůnd sind schwer 250 Aus tieffer Noth schrey ich zu 249 Trin. XX. Ep. Ephes. V. 15.21. Ich soll offenbahr für dir 107³⁴ Es syrlcht der Unweisen Mund 681 Du hachgeprießner Guaden 1oaz Sey GOtt getreu halt seinen 32²8 Verl. Verleih, daß ich aus 533 S Gott du frommer Gott 316 Trinit. XXIII. Ep. Phil. III, 17.21. HErr aller Weißheit Zvell 1037 Kommt her zu mir spricht Wos giebst du denn, Omeine 1055 Warum solt ich mich denn 446 Ich will zu aller Stunde nol Ach GOtt vom Himmel sieh 680 ELang. Matth.XXII, 114. Cort, o Welt, mit deinen m7/ Es ist das Heyl uns komen her 277 51 Ewigkeit, du Freuden⸗ u68 Kommt her zu mir/ spricht 3•r Ehler Geist steig Himmel an 1166 Wo GOtt der HErr nichtbey»33; Pvang. Mattb. XXII, 15422 Nun sreut euch lieben Christen 298 8.„15%½ Ach GOtt wie manches 405 Ach koͤnt ich mich von hier 48 Es spricht der Unweisen Mund 631 All Obrigkeit GOtt setzet 69⁹ Sey wohlgemuth!o Christen 118g Eine feste Burg ist unser 6³² Wandle fort fuͤr fort mein 1048 Ist GOtt fuͤr mich, so trete 45 Vers. Man ruͤhmt das Evang. 321 Wo Gott der HErr nicht bey 68z Ich danck dir Christe HUfmen 89 temn.. Tin- XXI. Ep. Eph. VI. 10.17. Jusf Lanoenemuh u.35 Ein feste Bsirg ist unser GOtt 682 Verl. Laß mich kein Lust 33 GVOtt der Bater wohn uns bey 2ra. Ibr Anschlaͤg HErr zuG 63/ Ich ruff zu dir, HErr JEsu 532 Trin. XXIV. Epist. Coloss. I, 9.14. Sott/ mein Trost, wer fragt ½ꝰ HErr Christ der einig GOttes 344 Evang. Joh. IV. 47: 4. 1 nste suͤß, Pheben. 4¹² Barmhertziger Vater yo Nun freut euch lieben Christen 295 6.— sch muß dir 533 Ich ruff zu dir, HErr JEsu 332 Solt es gleich bißmeilen 564½ OEtrr dir trau ich all mein mzr Wag wein SOtnilhns 433HEirader Wesßheit Aoel 1z/ Evan- Alles was mir GOtt gegeben nzar Register ib — Frn Durch Aban Warum solt Ach wie elen Herr wie du Ach wie bett Ich habmein Gott dem di Nur unverza Mein GOtt Vetl. Es iste Trin. XXV. Alle Mehsch Wenn mein Herhlichlie GOtt Lobei Ach Gotttl Ott hat da Csistgetrißl Jhs lebt, Eyang. N Venn dich h Dupschöne Du Friede⸗z Ach Gotrth Odit hat d⸗ Die Zeit it Vachetauf, OMench! Achexschreck Vet.Ach 90 Tiin. XXVI ehandelt 268 deinen 1059 enschen w7/ omeine iopy ich deine 3i Ahil. I, 3. Aidig 36 Nsu 52 mmeleich 72 nich 57 Ott 10 tQbel wzy XIIX, 2335 Aßbir, 333 kgerlchtet 269 in Suͤndie 252 offt 357 hrey ich u a4ꝰ dir 107⁴ Onaden 102z chaus 333 Phil. III, Var. spricht 11I hdenn 445 umel seh Go deinen 177 Rüden⸗ 168 Ammel an 166 XXII, 15˙½¹ hier 489 tsetzet 49 uuser 68 so ttete 445 Tnicht biy 6⸗ mmel sieh 680 enuh 3, Lust 67 Ert iu 7 Coloss.„9•4. 44 Agedenct 442 Iingedenee 05 = IIN — —½—. Register uͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln undEvangelien. Evang. Matth. IX, 18-26. Durch Adams Fall ist gantz 299 War um solt ich mich denn 546 Ach wie elend ist unsre Zeit 80⁰4 Hrr wie du wilt so schicks 467 Ach wie betruͤbt sind fromme 484 Ich hab mein Sach GOtt 77⁵ GOtt dem die gantze Welt 1140 Nur unverzagt betruͤbtes 1139 Mein GOttsich wart auf deine 1135 Vers. Es ist allhier ein Jam̃erth. 77 Trin. XXV. Epist. I. Thess IV, Ig·18. Alle Menschen muͤssen sterben 779 Wenn mein Stuͤndlein 77⁸ Hertzlich lieb hab ich dich 3⁴3 GOtt Lob ein Schritt zur 776 Ach Gott thu dich erbarmen 320 Gtt hat das Evangelium 8322 Es ist gewißlich an der Zeit 23 JIEsus lebt, so leb ich auch 1352 Evang. Matth. XXIV, I528. Wenn dich Ungluͤck thut 35⁰ Du o schoͤnes Welt⸗Gebaͤube 452 Du Friede⸗Fuͤrst HErr IEsu so2 Ach GOtt thu dich erbarmen 320 GOtt hat das Evangelium 8²2³ Die Zeit ist nunmehr nah 3²4 Wachet auf, rufft uns die 1397 O Mensch! wer du guch immer 3358 Ach erschreckt ihr Menschen 1359 Vers. Ach HErt vergieb all unser 96 Trin. XXVI. Epist. 2. Petr. III,3-18. Kommt her zu mir spricht 311 Wacht auf ihr Menschen 28⁸ Es ist gewißlich an der Zeit zaz Du sagst, ich bin ein Christ 1042 Bedencke Mensch das Ende 365 Erschroͤcklich ist es, daß man 1350 Kommt her ihr Menschen 362 Evang. Matth. XXV, 31. 46. Ach GOtt vom Himmel sieh 68⁰0 Wenn mein Stündlein vorh. 778 O Ewigkeit du Donner⸗Wort O Ewigkeit du Freuden⸗Wort 306 Siehe Lieder vom Juͤngsten Tage 320 und 1357⁷ Vers. Mach End/o HErr mach 431 Trin XXVII. Epist. RKom. III,2128. Das Kirchen⸗Jahr ist auch 6 Es ist das Heyl uns kommen 297 Nun sreut euch lieben Christen 295 Evang. Matth. XXV, I·Iz. Die Zeit ist nunmehr nah 8²4 Der Braͤutgam wird bald ruffen 17 O Ewigkeit du Donner⸗Wort 326 Ach GOtt thu dich erbarmen 320 Llebster JEsu du wirs kommen 1164 Gleichwie mit Durst umfang. 162 Vers. Darum komm lieber H. C. 823 O JEsu C.du machst es lang 824 Auf die Fest⸗Tage. Licht⸗Messe oder Mariaͤ Reinigung. Epist. Malach III, LI4. GOtt Lob mein JIEsus 30½ HOErr GOtt, nun schleuß den 76 Die ihr mit Suͤnden gantz 876 Evang. Luc. II, 2232. Ach daß ein ieder naͤhm 74 HErr JEsu Licht der Heyden 76 SErr nun laͤssest du deinen 77 Mit Fried und Frend ich sahr 74 Siehe auf das Fest Maria Reini⸗ gung 97⁵ Vers. Was wollen wir denn fuͤrch⸗ ten 55² Fest Maraͤ Verkuͤndi⸗ gung. Epist. Es. VII, 1036. 26 Freu dich du werthe Christenh. 78 Kommt vom Himmel hoch Siehe,/ liebe Seele, siehe Evang Luc. I, 2638. 78 87⁸ Last uns mit Ernst betrachten 73 “ 2 So Auf das Fest Johannis des Taͤuffers. Epist. Ese. XL, IZy. Troͤster, troͤstet meine 229 Regisfer üͤber die Sonn⸗ und Festtags⸗Episteln und Evangelien. So bleibt nun mein Verlangen 81 Nun komm der Heyden Heyland 7 O grosser Koͤnig JEsu Christ 879 Vers. Sey Lob und Ehr mit 299 HErr Christ der einige GOttes 344 Evang. Luc, I, yo-So. Der Zacharias gantz verstumt 224 Es war die gantze Welt 225 Gelobt sey Israelis GOtt 227 Ich will den HErren ewig 228 iehe Fest Johannis des Taͤuffers 97⁴ Vers. Es dancke GOtt und lobe 636 Fest MariaͤHeim⸗ suchung. Epist. Rom. XII, 9-16. Lobt GOtt ihr Christen 24 Christum wir sollen loben 23 dun freut euch lieben Christen 295 Du sagst ich bin ein Christ 1042 Wandle sort fuͤr fort mein 1048 Eyang Luc. I. 39-45. Den HErren meine Seel erhebt 230 Meine Seel erhebt den HErrn 231 Meine Seel o HErr muß loben 232 Nun meine Seel erhebt den 233 Auf der Apostel Tage. Ich lieben Christen seyd getrost z Treu er Waͤchter Itael 37 Ach GOtt vom Himmel sieh 680 Eine feste Burg ist unser GOtt 682 Wo GOtt der HErr nicht bey 683 O HErre Gott dein Goͤttlich 634 O JEsu Christe wahres 6⁸⁶ Auf die Kirchweyh. HErr Gott das ist mein W. 245 IEsu werther Seelen⸗Gast 246 Kommt her ihr Christen 247 Nun singt und lobet allzumahl 248 Beschwertes Hertz leg ab dein 836 Bey dem Reforma⸗ tions⸗Feste. An Wasserfluͤssen Babylon 388 Ach GOtt wie geht es 686 Waͤr GOtt nicht mit uns diese 684 Bey Braut ⸗ Mesi sen. Ea woll uns GOtt genaͤdig seyn 636 Gott der Vater wohn uns bey 212 Wohl dem, der in GOttes 697 Wie schoͤn ists doch HErr 698 Wo GOtt zum Hauß nicht 697 er den Ehstand will 698⁸ Ott der du alles wohl bed. 7⁰⁰ Siehe FestMariaͤHeimsuchung 978 Vers. Lob, Ehr und Danck sey dir 23 * Wohl uns, wenn JEsus Christ 701 * *+ Das 230 Verzage nicht o Haͤufflein klein 6s Wie schoͤn leuchtet der Morg. 492 ů II öffen Andenen Bay der on, Igewi NMot Gchruct 74. , Das posl „Geistliche Kltenburg, In seinem Beten. ug. Das ist: ö 4 Meu- Brrsertigtes Altenburgisches weyh. * u 2 zumahl 238 b dein 835 Darinnen 45 Die noͤthigsten Gebete Morgens und Abends/ i In offentlichen Gottes⸗Dienste, 900 An denen Haupt⸗Festen, Bey der Beichte und Commu⸗ gnin, 2 In gewissen Anliegen, n 10½In Roth und Tod, Behi zu finden. ALTERBuRG, Gedruckt und verlegt von denen Richterischen Dab D. Chrilicher An alle Beter, sie moͤgen seyn wes Stan ⸗ Vorbericht. des, Ehren, Ansehen, Geschlechts, Vermoͤgens, u. s. f. MsEil beten und zwar hertz⸗ edes Nannt⸗e ten, das Haupt⸗Werck, ia gleichsam die Seele eines wahren Christen ist; so kan ein jeder hieraus leichtlich schliessen, daß unter allen Verrichtungen des Menschlichen Lebens keine höher, keine noͤthiger, keine heilsamer zu achten/als wie er recht schaffen beten moͤge. Das weiß auch der Satan sehr wohl, deßwegen er fast zu keiner Zeit den Menschen mehr versuchet, mehr nachstellet, mehr hindert, als wenn er beten will und soll. So ist auch das menschliche Hertz durch die GSuͤnde so verderbet, daß ihm nichts verdrießlichers und schwerers ist, als an GOtt zu gedencken, und ihn im Glauten und Vertrauen anzuruf⸗ sen⸗ Alle in dessen ungeachtet muß er mit Beystand und Vermoͤgen des Heiligen Geistes durch alle Hinder⸗ nisse des Teufels und des alten A⸗ dams sich durchreissen, und dasjeni⸗ ge nicht unterlassen, woran seine zeitliche und ewige Wohlfahrt han⸗ get. Laß dir demnach, lieber Christ, nicht entgegen seyn, wenn dir zu die⸗ sen bethlosen und sehr boͤsenZeiten, nachsolgende gute Erinnerungen nach der Wahrheit goͤttlichen Worts mit getheilet werden. Schreibe sie in das Gedaͤchtniß deines Hertzens, und ver giß sie nicht. I.) Wisse,/daß die Unterlassung des Gebets eine schwere Suͤnde sey. Ein soleher Mensch ist dem Satan und allen seinen Wercken unterworffen, er ist der Allerungluͤckseeligste imee⸗ ben und im Tode. Gage mir ein ei⸗ demienigen zeitlich und ewig wohl gangen, der das Gebet verab saͤumet⸗ ne fleißia nach, du wirst keines fin⸗ den. Darum so hast du noͤthig, bes⸗ ser zu bedencken, was zu deiner See⸗ ligkeit dienet. Willkuͤhr, sondern es ist Gottes aus⸗ drücklicher Wille und Befehl. Welis Gott nicht befohlen haͤlte(spricht der geistreiche Arnd,) wer dürffte ihn anruffen ꝛ weil ers aber besohlen hat, so staͤrckts den Glauben, und macht ein getrostes Hertz zu GOtt. 3.) Beten bestehet nicht in blossen Worten und praͤchtigen Reden/oder daß man nur aus einem Gebet⸗Bu⸗ che nach der Larve lieset, sondern im Geiste und in der Wahrheit will ge⸗ betet seyn. 4.) Huͤte dich aber, daß du nicht bey deinem Beten moͤgest in wissent⸗ lichen Suͤnden leben. Denn eine eintzige vorsetzliche Suͤnde verder⸗ bet alles Gebet, wie ein weniges von einem stiuckenden Aos alle Krafft ei⸗ nes wohl⸗riechenden Wassers ver⸗ derben kan. Denn Gott hoͤret die Suͤnder(das ist, wissentliche und borsetzliche) nicht. 5.) Laß aber in deinem Gebet, Glauben, Andacht, Demuth/ Zucht und Schamhafftigkeit verspuͤhren, denn du must wissen, daß du nicht bloß vor Menschen, sondern vor Gottes Angesicht stehest. 6. Werde auch nicht muͤde oder verdrießlich zum Gebet. Sprich naicht, ich habe keine Zeit zu beten. Lieber nimm dir Zeit zum Gebet. niges Exempel aus der HefligenDu bostnoch lange nicht so viel zu Schrifft/ welches beeugete ö Eeslthund der Koͤnig David, wolcher lessen INn ——— E in meht als tauset tung,egen sint Nacher oviel ug lftien Negien Vunah baßerdes hetete. 7) Uberlegewiet der GOttes Altes aments eihtg, berspottet und hindan gesetzet? sin⸗ 2) Beten stehet nicht in deiner sgund mit aler! gebetet, Nimum empelaller Exewpe sum, welcher xege Gewalt und Auma im Himmel und au llcht nothiggehabt hoch in ben Tagen st Ungufhotlich, wit; Ind Chrahen, vor d hen Welt Heyl und Hethet, ja der mit schlleffer bichend ei ahige Sohn Gotte dederErnledrigung Oebethgehalten, u duts nöthg; Odu diher Mensch! 9) Bedencke dei Rosse Noth,welche LEnnflichtrehen ell Welt wagniefe Ollibethaben, dad metund lender bis Betler solg seyn,v ohagerguch habe Vacnnth dero un * 3 Christlicher Vorbericht. n mehr als rausenderley Verrich⸗ tung, wegen seiner grossen und weit⸗ „läufftigen Regierung war, doch brach er so viel von seinen Geschaͤss⸗ en ab, daß er des Tages siebenmahl betete. 7. Uberlege, wie die heiligen Kin⸗ ber GOttes Altes und Neues Te⸗ staments fleißig, hertzlich, inbruͤn⸗ Hig und mit aller Lust und Freude gebetet. Nimm zu Hertzen das Ex⸗ empel aller Exempel, Christum IE⸗ sum, welcher wegen seiner grossen Gewalt und Allmacht, die er hatte im Himmel und auf Erden, eben nicht noͤthig gehabt zu bethen, den⸗ noch in den Tagen seines Fleisches, unaufhoͤrlich, mit vielen Seuffzen und Thraͤnen, vor dein und der gan⸗ tzen Welt Heyl und Seeligkeit ge⸗ hethet, ja, da er mit dem Tode rang, schlieff er bethend ein. Hat nun der ewige Sohn GOttes in dem Stan⸗ de der Erniedrigung so viel auf das Leibes und der Seelen gerathen; sondern lerne fein zuvor bethen, ehe die Noth kommt, damit schon mit deinem Gebeth manche Angst und Trübsal moͤge ab⸗ und mancher Trost, Huͤlffe und Linderung dir zu⸗ gewendet seyn. 10) Werde auch nicht verzagt und kleinmuͤthig, wenn du nicht au⸗ genblickliche Huͤlffe deines GOttes in deinem Gebeth spuͤhrest und em⸗ pfindest. Halte nur an mit Glau⸗ den und Vertrauen zu deinem himmlischen Vater, es wird schon das Echo vom Himmel erschallen: Sey getrost mein Gohn!(meine Tochter/) dir geschehe, wie du ge⸗ glaubet hast. 11.) Da wirst du auch den Nutzen eines glaͤubigen Gebethes erfahren, welcher unbeschreiblich und unaus⸗ sprechlich. Das grosse Sonnen⸗Licht der Welt kan nicht so viel wuͤrcken, daß nicht weit mehr ein andaͤchtiges Sebeth gehalten, wie vielmehr hast Gebeth wurcken solte. Sage mir du es nöͤthig? O du eitler und sün⸗eine Anfechtung, sie sey so schwer diger Mensch! als sie wolle, welche nicht durch ein 8.) Bedencke deine selbst eigene ernstliches Gebeth koͤnte gehoben grosse Noth/welche dich zum ebeth swerden. Teufel, Suͤnde und Tod ernstlich treiben soll. Kein Bettler in werden im Gebet schwach gemacht. der Welt mag nie so arm und elend Mit Bethen daͤmpffet man viel Lͤͤ⸗ gelebet haben, da du nicht weit aͤr⸗ gen⸗und Laͤster⸗Mauler, man Uin⸗ mer und elender bist. Will nun ein dert das Creutz, und erqvicket sich Bett ler stoltz seyn/und nicht bitten, damit in aller Traurigkeit. Glau⸗ mag er guch haben, daß ihm sein be/Liebe, Hoffnung, Gedult, Sansft⸗ Hochmuth desto tieffer in Hunger muth, Friede im Hertzen, Ruhe im und Kummer, ja in die aͤusserste Le⸗Gewissen, Seegen in der Haußhal⸗ 2 beus⸗Gefahr, setzen moͤgen. Nun ist tung, sind lauter Fruͤchte eines uber deines Elendes so viel, deine rechtschaffnen Gebeths. Ach! solte Noth so groß, daß keine Creatur in man doch wuͤnschen, daß alle Bluts⸗ er gantzen und breiten Welt dir Tropffen im Leibe lauter Zungen belffen kan, wilt du nun stoltz seyn waͤren, die da bethen mochten, daß gegen deinen GOtt, der doch allein solche herrliche Glückseeligkeit les vermag, und wilst ihm nicht moͤcht erlanget werden. hie Ehre der Anruffung geben, so Nun HErr JIEsu, mache alle Be⸗ ast du nichts mehr davon, als die ther tůchtig nach deinem Wort und Befoͤrderung deines zeitlichen und Befehl also zu bethen, daß sie des audern vor müͤde oder „e igen Berderbens. Gebeths Krafft und Trost hie reich⸗ e TI. 20 Spahre auch dein Gebeth lich und dort ewig empfinden m⸗ icht, biß du in allerhand nglück gen, Amen. Ilchtt /W 1 a a Kurtze Morgen⸗Seegen am Sonntage. Kurtze Seuffzer. Bey Anfang des Gebeths: HEnR! hoͤre mein Wort, merck auf meine Rede, ver⸗ nimm mein Schreyen, mein Koͤnig und mein GOtt! denn ich will fuͤr dir beten. HErr GOtt Vater im Him⸗ mel, erbarme dich uͤber mich. Christe, du Sohn GOttes, der Welt Heyland, erbarme dich uͤber mich. HErr GOtt Heil. Geist, erbarme dich uͤber mich/ und sey mir armen Suͤnder gnaͤdig! ö Bey Schliessungdes Gebeths: Vater Unser ꝛc. +* O du grosser GOtt! erhoͤre, was dein Kind gebethen hat, JIEsu, den ich stets verehre, blei⸗ be ja mein Schutz und Rath; und mein Hort, du werther Geist! der du Freund und Troͤ⸗ ster heist, hoͤre doch mein sehn⸗ lichs Flehen, Amen ja, es soll geschehen. Morgen⸗Seegen am Sonntage. Err, himmlischer Vater, ewiger GOtt, gebenedeyet sey deine goͤttliche Krafft und Allmacht, gelobet sey deine grundlose Guͤte und Barmher⸗ gigkeit, gepreiset sey deine ewi⸗ ge Weißheit und Wahrheit, daß du mich in dieser gefaͤhr⸗ * lichen Nacht mit deiner Hand bedecket, und unter dem Schat⸗ ten deiner Fluͤgel hast sicher ruhen und schlaffen lassen, auch ö füͤr dem boͤsen Feind, und allen vaͤterlich beschirmet. Darum lobe ich dich um deine Guͤte⸗ und um deine Wunder, die du an den Menschen⸗Kindern meine preisen, dein Lob soll alle⸗ meinen HErren ruͤhmen, und, was in mir ist, deinen heiligen Nahmen preisen, und will nim⸗ mermehr vergessen alles, was du mir Gutes gethan hast. So laß nun dir gefallen das Lob⸗ welches ich dir des Morgens fruͤhe, in Einfaͤltigkeit meines Hertzens bringe. Ich ruffe zu dir von gantzem Gemuͤthe, du wollest mich heut auch behuͤten fuͤr aller Gefahr deibes und der Seelen, und deinen lieben En⸗ gelein uͤber mir Befehl thun, daß sie mich behuͤten auf allen 6 thust, und will dich bey der Ge⸗ wege in meinem Muͤnde seyn, meine Seele soll allezeit dich Opffer aus meinem Munde, Tücken bewahret, und gantz — meinen Wegen: Umgieb mich zuringst mit deinem Schild, und fuͤhre mich anf den Steig deiner Gebothe, daß ich un⸗ straͤfflich wandele, wie die Kin⸗ der des Tages zu deinemWohl⸗ gefallen. Wehre dem boͤsen Feind, und allen Aergernissen dieser Welt, darzu steure mei⸗ nem Fleisch und Blut, daß ich von ihnen nicht uͤberwaͤltiget/ etwan groͤblichen wider dich handele, und dich mit meinen Suͤnden erzuͤrne. Regiere du mich mit deinem Heiligen Geist, daß ich nichts fuͤr⸗ seinen heimlichen Luͤsten und nehme, thue, rede, oder ge⸗ — Hist lichen Ab . Iue dumcder undzukbten Mofaftat ger einSOttch ga lpffere mich tit in beinen Wi undSel und aller Uundätäften inner sellih mache dun hem Opffer, das! heilig und dir woh bamit ich dir einen gen und angenehn DdienstKiste.Darur Vatet, allmaͤchtig michdein Eigenthi giere mein Hertze muth, daß ich nich Wisse und verstehe. Wollest du meine ren, fruh wil ich schicken und dar ftüͤh will ich dichl Ahends nicht auf! Jesum Christum Abend⸗See Sonnt VWiger GOtt „ger Vater, Hande auf zu d Wend Opffer un Hettzen dod und du mich diesen Hhauthe Zeit meine alem Ubel und de Schuß dein Ratn den Mͤbiglich bescht bilabich, um Reben alle woin sichunrcht geh nic hunt Reß — undraͤfften innerlich und aͤus⸗ serlich, mache un nem Opffer, Morgens keit meined den Steiz 15 ich Un⸗ ie die Kin⸗ nem Dohl⸗ em böse rgernissa Heure mei⸗ daß ich waltiget der dih zut meinen Regiert Heiligen Ichts fil⸗ oder g ů gen und angenehmen Gottes⸗Nachts, darzu mit meinem dienst ů Abend⸗Seegen am Sonntage. 8 sencke, denn allein, was dir ge⸗mit deinen heiligen Engeln allig und zu Ehren deiner goͤtt ⸗ umgeben, daß sie sich zu ringst lichen Mafestaͤt gereichet. Sie⸗ um mich lagern, und eine Wa⸗ se/mein SOttlich üͤbergebe und genburg um mich schlagen, auf pffere mich dir gantz und gardaß ich des boͤsen Feindes Fall⸗ igen in deinen Willen mit Leibsstrick und arge List moͤge ent⸗ und Seel und allem Vermoͤgen fliehen. Laß mich, dein armes Geschoͤpff, deiner Guͤte und du mich dir zu ei⸗ Barmhertzigkeit befohlen seyn. „das da lebendigSchuͤtbe mich mit deinem aus⸗ heilig und dir wohlgefaͤllig sey, gestreckten Arm, denn von bamit ich dir einen vernuͤnffti⸗Hertzen begehr ich dein des leiste. Darum, du heiliger Geist in mir wache ich allezeit Bater, allmaͤchtiger GOtt laß zu dir. Ich harre deiner Guͤte, mich dein Eigenthum seyn, re⸗und meine Seele hoffet auf giere mein Hertz, Seel und Ge⸗dich lebendigen GOtt, denn du muͤth, daß ich nichts, denn dichsdist meine Zuflucht und treuer wisse und verstehe. OErr/ fruͤhe Heyland. Siehe, HErr! wir wollest du meine Stimme hoͤ⸗ schlaffen oder wachen, so sind ren, fruͤh will ich mich zu dir wir dein wir leben oder ster⸗ schicken und darauf mercken, ben, so bist du je unser GOtt, der frůh will ich dich loben, und des Abends nicht auf hoͤren, durch JEsum Christum, Amen. Abend⸗Seegen am Sonntage. Ebane GOtt! barmhertzi⸗ ger Vater, ich hebe meine Hände auf zu dir, wie ein Abend Opffer und sage dir von Hertzen Lob und Danck, daß du mich diesen Tag und die gantze Zeit meines Lebens, füͤr allem Ubel und Unfall, durch den Schutz deiner lieben En⸗ gel, wider den boͤsen Feind gnaͤdiglich beschirmet hast, ich bist bey bitte dich, du wollest mir ver⸗ geben alle meine Suͤnde, wo ich unrecht gethan habe, und mich heunt diese Nacht ferner uns geschaffen hat. Darum schreye ich zu dir, laß deine Gnade nicht ferne von mir seyn. Beschirme mich mit deie nem Schild, erhalte mich, daß und gesund wieder erwache. Decke mich in deiner Huͤtten zur boͤsen Zeit, verbirge mich heimlich in deinem Gezelt und erhoͤhe mich auf einen Felsen, so werde ich mir nicht grashen lassen; und ob ich schon wan⸗ dere im finstern Thal, werde ich kein Ungluͤck fuͤrchten, denn du mir, dein Stecken und Stab troͤsten mich. So verlei⸗ he mir nun deine Gnade daß mein veib schlaffe, die Seele aber allezeit zu dir wache, daß ich ich ruhig liege sanfft einschlaffe 9 Morgen⸗Seegen am Montage. — 10 ich dich stets in meinem Her⸗ tzen habe, und du nimmermehr aus meinem Gemuͤth kommest, auf daß mich die Nacht der Suͤnden nicht uͤberfalle. Be⸗ wahre mich fuͤr boͤsen schaͤndli⸗ chen Traͤumen, fuͤr unruhigen Wachen und fuͤr aller Qvaal. Siehe, mein GOtt! in deinen gnaͤdigen Schutz befehle ich dir mein Leib und Seele, mein lie⸗ bes Geschwistet, und alle die mir mit Bluts⸗Freundschafft, oder sonst, verwand seyn. La es dir gefallen, HErr! daß du uns errettest. Wende deine Barmhertzigkeit nicht von uns, laß deine Guͤte und Treu uns allewege behuͤten, darum bedecke uns in dieser Nacht mit deiner Guͤte, umfahe uns mit deiner Gnade auf allen Seiten, unterlege uns mit dei⸗ ner Barmhertzigkeit, daß wir an Seel und Leib behuͤtet wer⸗ den, Amen. Morgen⸗Seegen am Montage. O Du wahrer unsterblicher GOtt, weil du deinem Volck im Gesetz geboten, dir al⸗ le Morgen ein Brand⸗Opffer zu thun, dich damit zu loben und dir zu dancken, fuͤr deinen gnaͤdigen Schutz. So bring ich dir ietzt auch das Lob⸗Opf⸗ und Seel behuͤtet, und wider meinen Widersacher, den boͤ⸗ sen Feind, gantz vaͤterlich erhal⸗ ten hast. Denn, wo du nicht mein Schild und Beystand waͤrest gewesen, so haͤtten mich unzehliche Ungluͤck verderbet, daß ich nicht gesund haͤtte moͤ⸗ gen auffstehen. Darum dan⸗ cke ich dir ie billig fuͤr deine gnaͤdige Beschuͤtzung. Weiter schrey ich zu dir aus Grund meines Hertzens, und mein 5Gebeth kommt fruͤh fuͤr dich, fruͤh such ich dich, und bitte du wollest mich mit allem, was mir zustaͤndig ist, heut ferner behuͤten fuͤr der List und Ge⸗ walt des Teufels, für Suͤnden, fuͤr Schanden und allem Ubel. Komme du mir zuvor in dieser Fruͤh⸗Stunde mit deiner Gna⸗ de, sintemahl ich ohne dich nichts vermag, und hilff, daß ich an diesem Tage alle meine Wercke in deinem Nahmen Christlich anfahe und seliglich vollfuͤhre, zu Ehren deiner goͤttlichen Majestaͤt, und zu Nutz meines Naͤchsten; bewah⸗ re meine Seele, Verstand, Ver⸗ nunfft, Sinn und Gedancken, all mein Thun und Lassen, daß der leidige Teufel mir nicht koͤnne schaden. Beschuͤce mich fuͤr der Seuche, die im Mittage verderbet. Behuͤte fer, das ist, die Frucht meiner Lippen, und preise deinen hei⸗ ligen Nahmen, daß du mich durch deine große Barmher⸗ tzigkeit diese Nacht suͤr allem mich fuͤr allen meinen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie mich mit ihren Listen und Tuͤcken, mit Bezaubern Ubel und Schaden, am Leib! und Vergifftungen, mit all ih⸗ rer II ö alt und Bo sch ö Herr memnes ved nch duc für Gesschte, und wi alle böse kuͤte. in Schlemmen u hliit gerathen MI und oͤsertlic berleben nof . Hen So mich sür unbersch ben. Hiffduß! Guade, das Auge gern wil ausre mir werffe durch ser und unreiner Hettzens. Nimm weg alles wos d und mir schadlich! wos dir wohlgefa nuͤtlichist, auf d wahrem Glauden hek mich an, du Welt! mit den! Bormhertzigkeit temein Hertz und ich wandele im Onaden, so uͤber! auf daß ich dich Ucht, nimmerm MNuen. Abend⸗/Se Mont Du starch 69HH Mettn JEsu Ch cedir, daß dum in FauproRot 11 Abend⸗Seegen am Montage. 12 ser Gewalt und Boßheit, heim⸗ lich und oͤffentlich, nicht koͤn⸗ nen verletzen noch beschadi⸗ gen. HErr GOtt Vater und Err meines vebens! behute mich auch fuͤr unzuͤchtigem Gesichte, und wende von mir alle boͤse Luͤste. Laß mich nicht in Schlegimen und Unkeusch⸗ heit gerathen, und behuͤte mich fuͤr unverschaͤmten Her⸗ tzen. Hilff daß ich durch deine Gnade, das Auge, so mich ar gern will ausreisse und von mir werffe durch Ablegung boͤ⸗ Wasser⸗Fluthen nicht ersaͤuffet haden, daß mich wilde Thiere nicht zerrissen haben, daß ich nicht bin gefallen in die Schaͤrffe des Schwerdts, daß mich die Feinde nicht ermordet und boͤse Leute nicht verwun⸗ det haben, daß ich von Die⸗ ben und Raͤubern nicht er⸗ schlagen noch beschaͤdiget bin worden darzu auch, daß ich mich nicht habe zu tode gefal⸗ len, oder sonst unvorsichtiglich zerstossen, oder in andere We⸗ ge verletzet worden bin. In ser und unreiner Begierde des Summa, daß ich nicht bin Hertzens. Nimm von mir hin⸗ weg alles was dir miß faͤllet und mir sche dlich ist; Gieb mir, was dir wohlgefaͤllet und mir nuͤtzlich ist, auf daß ich dir in wahrem Glauben diene. Sie⸗ he mich an du Heyland aller Welt! mit den Augen deiner Barmhertzigkeit und erleuch⸗ te mein Hertz und Augen, daß ich wandele im Glantz deiner Gnaden, so uͤber mir aufgehet, auf daß ich dich, das ewige Licht, nimmermehr verliehre, Amen. Abend⸗Seegen am Montage. Du starcker lebendiger GOST! Vater unsers HErrn JEsu Christi, ich dan⸗ cke dir, daß du mich heut diesen Tag durch deinen goͤttlichen Schutz, fur allen Schaden und Gefahr gnaͤdiglich behuͤtet hast, daß ich nicht bin kommen in Feuers/Noth, daß kommen in Gefaͤhrlichkeit Lei⸗ bes und Lebens; das alles ha⸗ be ich deiner Barmhertzigkeit zu dancken, der du mich auf al⸗ len meinen Wegen und Stegen behuͤtet. Ich bitte nun ferner, du wollest mir vergeben alle meine Suͤnden, die ich wider dich gethan habe, und mich sammt allen, so mir verwandt seyn und zugehoͤren, heunt diese Nacht und die gantze Zeit unsers Lebens auch gnaͤdiglich bewahren fuͤr aller Angst und Beschwerniß, fuͤr des Teufels List und Ge⸗ schwindigkeit, damit er uns Tag und Nacht gedencket zu bestricken. Behuͤte uns auch fuͤr der schaͤdlichen Pestilentz, die im finstern schleichet, be⸗ wahre uns für den Stricken des Feindes, errette uns, daß mich wir nicht kommen in das Netz des Jaͤgers, so unserer Seelen nachsi ellet. Beschůtze uns fuͤr schwe — SPSPIPIPISISPSPSPSSIII...—t— 13 Morgen⸗Seegen am Dienstage. 14 schweren Sichtungen und Schrecken des Satans, fuͤr al⸗ lem Übel Leibes und der See⸗ len, denn du bist unsere feste Burg, Wehr und Waffen/in dir stehet all unser Hoffnung und Zuversicht, darum, du getreuer GOtt! laß deine Augen uͤber uns offen seyn, und schuͤtze uns in dieser Nacht fuͤr aller Ge⸗ walt und Anfechtungen des boͤ⸗ sen Feindes,/sey unser Waͤchter und Huͤter, umgieb uns mit deinemSchutz auf daß der Teu⸗ fel uns nicht koͤnne beschaͤdi⸗ gen, denn bey dir allein stehet unser Heyl, zu dir allein hebe ich meine Augen auf, daher mir Hülffe koͤmmt, meine Huͤlffe koͤmmt vom HErrn, der Him⸗ nel und Erden gemacht hat. Siehe, wie die Augen der Knech⸗ te auf die Haͤnde ihrer Herren sehen, wie die Augen der Maͤgde auf die Haͤnde ihrer Frauen: also sehen unsere Augen auf den HErrn unsern GOtt, biß er uns gnaͤdig werde. Sey uns gnaͤdig, HErr! sey uns gnaͤdig, denn wir sind elend und arm. Erhebe uͤber mich das Licht deines Antlitzes, und er⸗ leuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlasse, der du lebest und regierest in Ewig⸗ keit, Amen. Morgen⸗Seegen am Dienstage. Gebe sey GOTZ der Schoͤpffer Himmels und der Erden gelobet sey der Herr der allein Wunder thut und ge⸗ lobet sey sein heil. Nahme ewig⸗ lich der den Zag und die Nacht durch seine goͤttliche Weiß heit geschaffen und unterschieden hat, darzu verordnet, daß, so lange die Erde stehet, sie nicht sollen auffhoͤren, auf daß der Mensch des Nachts moͤge seine Ruhe haben/ und am Tage wie⸗ der an seine Arbeit gehen. Hrrl wie sind deine Wercke so groß und viel, du hast sie alle weißlich geordnet, und die Erde ist voll deiner Guͤte, fuͤr solche dir dancken, ehe die Sonne auf⸗ gehet, und fuͤr dich treten wann das dicht herfuͤr bricht. Dar⸗ um preise ich dich ietzund auch, daß du mich in dieser Nacht hast sicher ruhen und schlaffen lassen, auch wiederum froͤlich und gesund erwachen, darzu fuͤr aller des Feindes Gewalt und Boßheit vaͤterlich beschirmet. Ich bitte dich, du wollest meine Seele in deine Hand einschlies⸗ sen, meinen Leib nach deinem Wohlgefallen gesund erhalten, und mich fuͤr allem Ubel und Schaden behuͤten. Sey du mein gewaltiger Schutz, meine Staͤrcke, mein Schirm wider heissen Mittag, meine Hut wi⸗ der das Straucheln, meine Huͤlffe wider den Fall, auff das mich kein Ubel treffe. O guͤ⸗ tiger GOtt! weil die Stunde auch da ist auffzustehen vom Schlaff der Suͤnden und aller Ungerechtigkeit, sintemahl un⸗ K. deine Wohlthaten sollen wir die Hitze meine Huͤtte wider den Fet Hehl ietzt ga die Macht it) der 1910 f, daß wir al 05 Finster gen die Waffen daß wir ebarl Guffen nic Urzucht, nich Neid, sondern hen JEsum L vem Glauben,u Wandel, D mich alle Mor ö das Oht, daß gen Hethen dei hore, daseelbe daͤchtniß beha meine Ohren Schreyen und men und Elen ihrer Noth ni⸗ wann ich wi Augst zu ir auch die Stin hens, und vr Seusstzen in Noth laß mei dich kommen. ren zu meiner fuͤl uns fruͤ de, so wolle srolich seyn! lang,Amen. . 14 — ne ewig Rach Weiphei shiede sie niht daß der ge seine daß s age wie⸗ gehen. Dercke f. st siealle die Ede ir solche len wir ne auf⸗ nwann Dar⸗ d auch, Noch Glaffen ftoͤlich Ru fuͤr ult und hirmet. meine schliis⸗ deinen halten/ vel und Sey du meine wider del den ut wi⸗ meine fdas O guͤ⸗ tunde om daller hlun⸗ + schreye ich zu dir mit meiner 15 Abend⸗Seegen am Dienstage. 16 ser Heyl ietzt gar nahe ist, denn die Nacht ist vergangen und der Tag herbey lommen, so hilff, daß wir ablegen die Wer⸗ cke der Finsterniß, und anle⸗ gen die Waffen des Lichts, auf daß wir erbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Sauffen, nicht in Geilheit und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern daß wir anzie⸗ hen IEsum Christum in wah⸗ rem Glauben, und Christlichen Wandel. Derohalben wecke mich alle Morgen, wecke mir das Ohr, daß ich mit glaͤubi⸗ gen Hertzen dein heiliges Wort hoͤre, dasselbe in meinem Ge⸗ daͤchtniß behalte, auf daß ich meine Ohren neige zu dem Schreyen und Flehen der Ar⸗ men und Elenden, dieselbe in ihrer Noth nicht verlasse, und wann ich wieder in meiner Angst zu dir ruffe, so erhoͤre auch die Stimme meines Fle⸗ hens, und verachte nicht das Seufftzen in meiner letzten Noth laß mein Gebeth fruͤh fuͤr dich kommen. Neige deine Oh⸗ ren zu meinem Schreyen. Er⸗ fuͤll uns fruͤh mit deiner Gna⸗ de, so wollen wir ruͤhmen und froͤlich seyn in dir unser Leben⸗ lang, Amen. Abend⸗Seegen am Dienstage. Err! guͤtiger GOtt, heili⸗ ger Vater, des Tages so ruffe ich zu dir, und des A⸗ bends gedencke ich an deine Guͤte und Treu, die du mir er⸗ zeiget hast; und sonderlich prei⸗ se ich dich ietzund, daß du mich aus lauter Gnad und Barm⸗ hertzigkeit, ohn alle mein Ver⸗ dienst und Wuͤrdigkeit, heut diesen verschiedenen Tag fuͤr unzehlichen Schaden und Ge⸗ fahr, die mich haͤtten koͤnnen treffen, so gantz vaterlich behü⸗ tet hast, daß mich der Satan nicht mit einem boͤsen jaͤhen Tod umgebracht hat, daß ich vom Ungewitter, Hagel und Blitz nicht bin versehret wor⸗ den, daß mich grosse S turm⸗ Winde nicht beschaͤdiget ha⸗ ben, und dast mich der boͤse Feind im Essen und Trincken mit Gifft und andern seinen tausendkuͤnstigen Listen nicht verderbet hat; daß ich auch keinen Arm oder Bein entzwey gefallen habe. Dafuͤr sag ich dir ietzt und allezeit Lob und Danck, und bitte dich um das bittere Leiden und Sterben JEsu Christi willen, du wollest mir verzeihen alle Mißhand⸗ lung, so ich heut wider dich ge⸗ than habe, auch mich diese zu⸗ kuͤnfftige Nacht und forthin gnaͤdiglich bewahren, fuͤr mei⸗ nem Wider sacher dem leidigen Teuffel/fuͤr Schrecken undEnt⸗ setzen des Nachts daß mich kein Ungethuͤm noch Phantasey be⸗ thöͤre noch beschaͤdige. Behuͤte mich mit allem, was ich habe, Stimme, wann mir Angst ist, fuͤr Feuer⸗ und Wassers⸗Noͤ⸗ 9 3 then,* 17 Morgen⸗Seegen am Mittwochen. 18 then, fuͤr allem Ubel Leibes und der Seelen Laß mich ruhig ohn alle Sorg und Bekuͤmmerniß einschlaffen, daß ich auch in Finsterniß das Licht deines goͤttlichen Glaͤntzes uͤber mich scheinend moͤge sehen mit den Augen meines Hertzens, denn du bist ein helles und wahrhaff⸗ tiges Licht, welches da erleuch⸗ tet alle Dunckelheit, die uns umfangen hat: Du, HERR GOtt ldu bist bey mir, du bist mein Felß, meine Burg, mein Erretter, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz. HErr, mein GOtt zu dir breite ich des Nachts mei⸗ ne Haͤnde aus, komme zu mir, wie ein Spat⸗Regen, der das Land befeuchtet. Bleib bey uns, HErr! denn der Tag hat sich geneiget, und ist niemand, der uns in dieser Finsterniß schuͤtze, denn du allein unser GOtt. Ei⸗ le mir zu helffen, und schuͤtze mich in dieser Nacht, daß mein Geist in Suͤnden nicht ent⸗ schlaffe, und meinem veib kein Ubel widerfahre. Wecke mich zu rechter Zeit, und laß mich hoͤxren Freud und Wonne, denn ich habe Lust zu deinem Wort und Zeugnissen, die sind meines Hertzens Trost. Gieb, daß vor meine Ohren nicht komme eine traurige Botschafft, und wende die Angst meiner Seelen; denn du kanst allein mein veben fri⸗ sten, und mich mit allerley JESU, unserm HEdiRN, Amen. Morgen⸗Seegen am Mittwochen. Acwachtiger barmherziger GOtt! nachdem alle Crea⸗ turen dich ohn Unterlaß loben und preisen sollen, welches auch thun die Voͤgelein unter dem Himmel, die fruͤh gegen dem Lag mit ihren Zuůnglein und Stimmlein aufs lieblich⸗ ste dich ewigen GOtt, als ih⸗ ren HErrn und Schoͤpffer ruͤh⸗ inen, so dancke ich dir ietzt auch von Hertzen, daß du mich die vergangene Nacht und alle vo⸗ rige Zeit meines Lebens, unter deinem Schutz und Schirm biß auf diese gegenwaͤrtige Stunde erhalten hast, und mich aus dem Schlaff und Finsterniß dieser Nacht erwe⸗ cket, froͤlich und gesund hast lassen aufstehen. Ich bitte dich durch die heilwaͤrtige Auferste⸗ hung JEsu Christi von den Todten, du wollest mich fuͤh⸗ rohin auch behuͤten fuͤr al⸗ lem Ungluͤck und Ubel, sammt allen, die mir mit Blutsfreund⸗ schafft und sonst verwand seyn. O HErr! hilff deinem Volck u. seegne dein Erbe, weyde sie, und erhoͤhe sie ewiglich. Du wollest mich auch in dieser Fruͤhestund mit deiner Barmhertzigkeit er⸗ fuͤllen, daß ich heute mit Freu⸗ den diesen gantzen Tag in dei⸗ nen Geboten ohn alle Todsuͤn⸗ Seegen erfuͤllen, in Christo de zubringe. Erzeige mir deine Gna⸗ — öube s beb Magelt, buchtbaterhe scchausbrettet, feüchtet Mow kelber nich gu trages Gemuͤt ihh wacker un Wileen thue.2 deinem)Heilige dir mit veinem. hen in rechtsch tigkeit undheit falligiif. Beh heut nicht wid und etwan me flecke mit flei welche wider d Bewahre auc für Bosem/ u daß sie nicht truͤgen, schan Narrentheidu Christen nicht ferne von mir ich mit meir mandargere, Urtheile oder Hiemand laste Oldaß ichkel meinen Mun fest Siegel drücken, daf IFallkäme, mich nicht ve Ohnade, daß meinen Ge urdstraffe, Den gateng mü sale mitewiger o stüm demen erbiget Crea⸗ loben Velches unter gegen inglein eölich⸗ uls ih⸗ r ruͤh⸗ t auch lich die lle vo⸗ unter chirm dattige und f und erwe⸗ hast te dich ferste⸗ Nden fuh⸗ r al⸗ aumt kund⸗ seyn. lcku. „und ollest sund it er⸗ hreu⸗ dei⸗ dsün⸗ deine Ina⸗ 10 Abend⸗Seegen a m Mittwochen. 20 Gnade, wie eine Thauwolcke des Morgens, und wie ein fruchtbarer Thau des Morgens sich ausbreitet, und dasdandbe⸗ feuchtet: Also wollestu deine Guͤ te uber mich ausstrecken, mein traͤges Gemuͤth erfrischen, daß ich wacker und froͤlich deinen Willen thue. Regiere mich mit deinemHeiligen Geist, daß ich dir mit reinem Hertzen moͤg die⸗ nen in rechtschaffener Gerech⸗ tigkeit und Heiligkeit die dir ge⸗ faͤllig ist. Behute mich, daß ich heut nicht wider dich suͤndige, und etwan mein Gewissen be⸗ flecke mit fleischlichen kuͤsten, welche wider die Seele streiten. ö Bewahre auch meine Zunge fuͤr Boͤsem, und meine Lippen, daß sie nicht falsch reden oder truͤgen, schandbare Worte und Narrentheidungen, die den Christen nicht geziemen, lasse ferne von mir seyn. Hilff, daß ich mit meinen Lippen nie⸗ mand aͤrgere, noch affterrede, urtheile oder verdamme, auch niemand laͤstere oder schmaͤhe. O daß ich koͤnte ein Schloß an meinen Mund legen, uud ein fest Siegel auf mein Maul druͤcken, daß ich dadurch nicht zu Fall kaͤme, und meine Zunge mich nicht verderbete. Gieb Gnade, daß ich mich selbst in meinen Gebrechen erkenne und straffe, damit ich nicht in dein gestreng Urtheil und Ge⸗ richt falle. Solches verleihe mir/ewiger GOtt! durch Chri⸗ Abend⸗Seegen am Mittwochen. O Idu heilige Dreyfaltigkeit, in einem goͤttlichen We⸗ sen, die du bist mein Leben, Heyl und ewiger Trost, dir sa⸗ ge ich mit Mund und Hertzen Lob und Danck, daß du mich diesen Tag über gnaͤdiglich be⸗ huͤtet hast. Ich bitte deine goͤtt⸗ liche Guͤte, du wollest alle mei⸗ ne Missethat bedecken, aller⸗ meist aber, was ich heut wi⸗ der dich und deine heilige Ge⸗ bot, mit meiner Zungen, mit unnuͤtzen vergeblichen Wor⸗ ten, mit Affterreden, und son⸗ sten, gesundiget habe, und wol⸗ lest mich diese zukuͤnfftige Nacht auch bewahren fuͤr al⸗ lem Schaden und Gefahr, denn zu dir allein hab ich mein Vertrauen. GOtt! wie dein Nahme ist, so ist auch dein Ruhm biß an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtig⸗ keit, darum befehle ich nun mein Leib und Seele in deine Haͤnde. So gebenedeye mich nun die goͤttliche Majestaͤt, und beschirme mich die heilige Dreyfaltigkeit, und erhalte mich die ewige Einigkeit. Es be⸗ schuͤtze mich die unaussprechli⸗ che Mildigkeit; es erfreue mich die unendliche Suͤßigkeit; mich bedecke die hoͤchste Wahrheit GOttes; mich staͤrcke die tief⸗ feste Erkaͤntniß Christi; mich bewahre die grundlose Guͤtig⸗ stum deinen Sohn, Amen. keit des HErru; die Gnade des Va⸗ 2¹ leuchte mich. Mein Schoͤpf⸗ Al Morgen⸗Seegen am Donnerstage. 22 WII. Vaters regiere mich; die Weiß⸗ Morgen⸗Seegen am Hich le jed heit des Sohnes erqvicke mich; Donnerstage aht, bu die Krafft des Heil. Geistes er⸗ Hn IEsu Christe! der du 6 der Früh R. fer stehe mir bey; mein Erloͤser helffe mir; mein Troͤster bey⸗ wohne mir; der HErr seegne mich, und behuͤte mich; der HErr erleuchte sein Angesicht uͤber mich, und sey mir gnaͤdig: der HErr erhebe sein Angesicht auf mich und gebe mir Friede, Dieser Schutz und Seegen der einigen und ewigen Gottheit sey heut und allezeit zwischen mir und allen meinen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie sich zu mir nicht koͤnnen nahen, noch mich beschaͤdigen. Gleichwie die Wolcken⸗Saͤule in der Wuͤsten sich machte zwi⸗ schen das Heer der Egyptier und das Heer Israel, daß die⸗ se und jene nicht konten zusam⸗ men kommen, damit den Kin⸗ dern Israel kein Leid widerfuͤh⸗ re: Also wollest du zwischen mir und allen meinen Feinden eine feurige Mauer und Unter⸗ schied seyn, daß sie mich nicht beruͤhren. Erhalte mich auch an meinem letzten Stuͤndlein, wenn meine Augen nimmer se⸗ hen, meine Ohren nicht mehr hoͤren, und wann meine Zun⸗ ge nimmer redet, wann meine Haͤnde nimmer greiffen, und die Fuͤsse nimmer gehen moͤ⸗ gen, so stehe mir bey du hoch⸗ gelobte Dreyfaltigkeit, daß der boͤse Feind keine Macht an mir bist das ewige wahre dicht, welches da vertreibet die Fin⸗ sterniß des Nachts, und den Schatten des Todes, deinem Nahmen will ich lobsingen und dancken, daß du mich in die ser Nacht so gnaͤdiglich behuͤtet und aus der Finsterniß an das eicht bracht hast, mich hast du bewahret fuͤr dem Grauen des Nachts,/ fuͤr des Teufels Schre⸗ cken und Gespensten, fuͤr der schaͤdlichenPestilentz, die im fin⸗ stern schleichet, fuͤr mancherley Seuchen und Kranckheiten, die mir haͤtten koͤnnen wiederfah⸗ ren. Auch hast du meine See⸗ le mit deinem Schild umrin⸗ get und bewachet, wie ein Hirt seine Heerde bewacht, darzu alles, was ich habe, ist durch deine grosse Barmhertzigkeit unversehrt behuͤtet worden. Fuͤr solchen gnaͤdigen Schutz und alle deine Wohlthaten sey dir Lob und Preiß gesagt; von deiner Macht will ich reden und des Morgens deine Guͤte ruͤh⸗ menz denn du bist meine hoͤchste Zuversicht, meine feste Burg/ meine starcke Huͤlffe, mein treu⸗ er GOtt auf den ich traue. Du erfreuest mein Hertz und ma⸗ chest mir froͤlich das Angesicht. Ich bitte dich durch deine heili⸗ ge Geburth und Menschwer⸗ dung, du wollest an diesem Za⸗ finde, Amen. ge deine Barmhertzigkeit uͤber ö mich gaine Hinde N unckelt Hertz Glaht auf daß Hethen aufgeh Nr techte Mo daß wahrhaffti dleuchtet die? hwigen deben,h Heut füͤr alem! Radig, Herr harre jch, meit auf dich von Bache biß zur e nein Mm fru Heyl zur Zeit d schirme mich an daß mir kein Ub leine Plage zu! serner von mi ster, stehe mii Boßhafftigen, der die Ubeltha emichdaß die losen mich nich Herr unser G Wercunserer I8 das Werck nollestdu förd Ame sfäͤrcken ger lehren hal ö daß wir heut sinbigen. S unsum deiner vilen welchef KWlin Ewigkeit Mend⸗. 13 23 Abend⸗Seegen am Donnerstage. 24 mich lassen aufgehen und her⸗ für brechen, wie die schoͤne Mor⸗ genroͤthe, und zu mir kommen/ wie der Fruͤh⸗Regen: erleuchte meine blinde Natur und ver⸗ dunckelt Hertz mit deinem Glantz auf daß du in meinem Hertzen aufgehest, der du bist der rechte Morgenstern, und das wahrhafftigedicht, welches erleuchtet die Menschen zum ewigen deben, behuͤte mich auch heut fuͤr allem Ubel. Sey mir gnaͤdig, HErr! denn auf dich harre ich, meine Seele wartet auf dich von einer Morgen⸗ Wache biß zur andern. Sey du mein Arm fruͤh, darzu mein Heyl zur Zeit der Truͤbsal. Be⸗ schirme mich an Leib und Seel, daß mir kein Ubels begegne und keine Plage zu mir nahe; treib ferner von mir alle boͤse Gei⸗ ster, stehe mir bey wider die Boßhafftigen, tritt zu mir wi⸗ der die Ubelthater, und beschü⸗ tze mich/daß die Hand der Gott⸗ losen mich nicht beruͤhre. O! HErr unser GOtt, foͤrdre das Werck unserer Haͤnde bey uns, ja das Werck unserer Haͤnde wollest du foͤrdern, und unsere Arme staͤrcken, auch unsere Fin⸗ ger lehren halten deine Gebot, daß wir heut nicht wider dich suͤndigen. Solches verleihe uns um deiner Barmhertzigkeit willen, welche fuͤr und fuͤr waͤh⸗ ret in Ewigkeit, Amen. Abend⸗Seegen am Donnerstage. 6 sey GOtt der Va⸗ ter, durch IEsum CHristum im Heiligen Geist, ein einiger, ewiger GOCH, der durch sei⸗ ne mannigfaltige Guͤte mich armen Suͤnder und elenden Menschen heut diesen Tag be⸗ wahret hat, fuͤr allen feurigen Pfeilen des Satans, die des Tages fliegen, fuͤr der Seuche, die im Mittag verderbet, dar⸗ zu fuͤr dem jaͤhen schnellen Tod, und fuͤr allem Schaden. HErr! deine Guͤte reichet so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolcken gehen. Du bist gnaͤdig und barmhertzig, alle deine Wercke sind loͤblich. Ich bitte dich, mildreicher GOtt!] du wollest mir aus Gnaden verzeihen al⸗ les, was ich heute wider dich gethan habe, es sey mit Wer⸗ cken, Worten oder Gedancken. Wollest auch deine Barmher⸗ tzigkeit zu mir richten, und mich diese zukuͤnfftige Nacht lassen einschlaffen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ru⸗ he, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben, und unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der boͤse Feind nicht duͤrffe zu mir nahen, und mir keinen Schaden koͤnne zu⸗ fuͤgen. HErr! du bist mein Licht und mein Heyl, fuͤr wem solt ich mich fuͤrchten? Du bist me ines Lebens Krafft, fuͤr wem solte mir grauen? auf dich verlaͤsset sich mein Hertz, und mir ist geholffen, du bist mein Trost lebet und regieret in Ewigkeit, AUlen. ö 27 Morgen⸗Seegen am Freytage. Trost und gewaltiger Schutz, deine rechte Hand staͤrcket mich/ Morgen⸗Seegen am deine Rechte troͤstet mich, und unter dem Schirm deiner Ar⸗ me hab ich Zuflucht. Siehe, mein GOtt des Tages ruffe ich/ so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht und du erhoͤrest mich. Wann ich mich zu Bette lege, so geden⸗ cke ich an dich, wann ich erwa⸗ che, so rede ich von dir, denn du bist mein Helffer, und unter dem Schatten deiner Fluͤgel ruhe ich. Meine Seele hanget dir an,deine rechte Hand erhaͤlt mich. Wann ich im Finstern sitze, so ist doch der HErr mein Licht und mein Heyl. O guͤti⸗ ger GOtt! verleihe mir nade, daß, wann inein Sterb⸗Stuͤnd⸗ lein herzu nahet und ich ins Tod⸗Bette zur ewigen Ruhe mich soll niederlegen, ich durch deine Huͤlffe im rechten festen Glauben getrost unb unver⸗ zagt moͤge seelig zum ewigen Leben einschlaffen. Indeß ent⸗ halte mich dir, daß ich alle⸗ zeit wache,/nuͤchtern und maͤßig lebe, und in Christlicher Bereit⸗ schafft erfunden werde, sinte⸗ mahlen ich nicht wissen kan, zu welcher Stunde du, unser GOTT, kommen wirst, und mich von hinnen abfordern, auf daß ich wuͤrdig werde, zu stehen fuͤrdes Menschen Sohn, und nicht zuschanden werde in seinem Gericht/ der mit dir §reytage. mein Schoͤpffer, gebene⸗ deyet sey GOtt mein Heyland, gebenedeyet sey GOtt mein hoͤchster Trost, der mir giebt Gesundheit Leben und Seegen; der mein Schutz und Huͤlffe ist, und mich an Leib und Seel nach seiner grossen und hochbe⸗ ruͤhmten Barmhertzigkeit in dieser vergangenen Nacht fuͤr mancherley des Satans Be⸗ schaͤbigung behuͤtet und ge⸗ sund an diesen Tag hat kommen lassen. Ich bitte dich, himmli⸗ scher Vater, durch den bluti⸗ gen Schweiß JEsu Christi, dei⸗ nes lieben Sohnes, du wollest mich heut diesen Tag auch in deinen goͤttlichen Schutz neh⸗ men, mich beschirmen und handhaben innerlich und aͤus⸗ serlich, daß mir kein Arges wi⸗ derfahre. Denn in deine Haͤnde befehle ich heut und alle Tage meine arme Seele, meinen elenden Leib, mein dürfftiges Leben, meine Sinne, Ver⸗ nunfft, Verstand und Anschlaͤ⸗ ge: alle meine Gedancken, Wort und Wercke, mein Thun und Lassen, meinen Eingang und Ausgang, mein Gehen und Stehen, mein Sitzen und Lie⸗ gen, meinen Willen und Rath⸗ schlag, mein Dichten und Trachten, meinen Glauben und Bekaͤntniß, und alles was ich auswendig und inwendig 260 Goebenedevet sey GOTT 1 sch debens, de Slunde meines Sterben uud A HErr 60tt! m wedv wil deinerEhrer 1 das Bef lich in dein wahter Erka nich für den X gerechtiokei, wan wider did lichkeit wurdef ich dichdu wol hertigit nich men, deine E mir wenden, hicht entzieher sonstkein ande Helffer, vor! Ler gemacht,! dit keiner seyn steund der detz sstkein GOtt. zu dir allein, ber mich wal hehörendeine hoffe auf die Suß auf lecht ichnicht wand Gattlosen, n Veg der Si dadie Spotte duß ich ale Lust und kieb Vott und 6 denselben mi Nuhtdurche dermit dir u Gest lebet u wigkzit, we mmen mliz luti⸗ sti dei⸗ ollest uch in neh⸗ und dauß⸗ ks Wi⸗ Hande Zage leinen sliges Ver⸗ schla⸗ ncken, Thun gang und Hie⸗ lath⸗ und iben wos Müig I 27 Ahend⸗Seegen am Freytage. 28 hin und vermag/ das Ende mei⸗ nes Lebens, den Tag und die Stunde meines Todes, mein Sterben und Auferstehen. O HErr GOtt! schaffe es mit mir/ wie du wilt und weist, was zu deinerEhre und meiner See⸗ ligkeit das Beste ist. Erhalte mich in deiner Furcht und wahrer Erkaͤntniß, behuͤte mich fuͤr den Wercken der Un⸗ gerechtigkeit, und so ich et⸗ wan wider dich aus Gebrech⸗ lichkeit wuͤrde suͤndigen, so bitte ich dich/du wollest deine Barm⸗ hertzigkeit nicht von mir neh⸗ men, deine Gnade nicht von mir wenden, deine Huͤlffe mir nicht entziehen. Denn es ist sonst kein anderer GO T T noch Helffer, vor dir ist kein ande⸗ rer gemacht, so wird auch nach dir keiner seyn. Du bist der Er⸗ ste und der vetzte, und ausser dir ist kein GOtt. Darum ruffe ich zu dir allein, laß deine Guͤte über mich walten, laß mich fruͤ⸗ he hoͤren deine Gnade, denn ich hoffe auf dich; leite meinen Fuß auf rechter Strassen,/ daß ich nicht wandele im Rath der Gottlosen, noch trete auf den Weg der Sünder, noch site, da die Spoͤtter sitzen, sondern, daß ich alle meines Hertzens Lust und Liebe habe an deinem Wort und Geboten, und in denselben mich uͤbe Tag und Nacht, durch JEsum Christum, der mit dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret in E⸗ wigkeit, Amen. Abend⸗Seegen am Freytage. Elobet sey der HErr, der allein Wunder thut, und gelobet sey sein heiliger Nahme ewiglich, und alle Lande muͤssen seiner Ehre voll werden. Ich will taͤglich ruͤhmen von GOtt, und des Abends soll ihm mein Mund dancken fuͤr und für⸗ Denn wann ich schreye/ so erhoͤ⸗ ret er mich, und wann ich flehe, so neiget er seine Ohren zu mir, wann ich bete, so mercket er auf meine Stimme. Der HErr ist meine Zuversicht und Staͤrcke, eine Huͤlffe in den grossen Noͤ⸗ then, die uns troffen haben. Darum sage ich dir, ewigen GOtt, Lob und Preiß, daß du mich heut diesen Tag vaͤterlich behuͤtet hast fuͤr allem Unfall und Schaden, so mir haͤtte koͤnnen begegnen. Mein Hertz ist froͤlich, und meine Seele preiset dich um alle deine Guͤte und Barmhertzigkeit; meine Zunge soll ihr Gespraͤch von dir haben, und immer sagen; Hochgelobet sey GOtt! geseeg⸗ net sey sein heiliger Nahme. Ich bitte dich, du wollest mir aus Gnaden nachlassen alles, was ich heut wider dich gesuͤn⸗ diget habe, und mich diese zu⸗ kunfftige Nacht samt allem, was mir zustehet, auch beschuͤ⸗ gzen. Sey du mein Schild und Schatten uͤber meiner rechten Hand. O HErrlbehüte mich fuͤr allem Ubel, behůte meine Seele, sey 29 Morgen⸗Seegen am Sonnabend. 3⁰ sey mir gnaͤdig, deñ auf dich al⸗ lein traue ich. Ich hoffe auf den HErrn und ruffe zu GOtt/dem Allerhoͤchsten, zu GOtt, der meines Jammers ein Ende machet. Siehe! der mich behuͤ⸗ tet/schlaͤffet nicht, siehe, der Huͤ⸗ ter Israel schlaͤffet noch schlum⸗ mert nicht, er wird meinen Gang erhalten auf rechter Bahn, daß ich nicht strauchle, und meine Tritte nicht wan⸗ cken. Er wird meinen Fuß nicht gleiten lassen, denn sein Wort ist ein Licht auf meinem Wege. Darum, wann ich mich lege, so werde ich mich nicht fuͤrchten, sonbern suͤsse schlaffen und wer⸗ de mich nicht furchten fuͤr ploͤtz⸗ lichen Schrecken, noch fuͤr dem Sturm der Gottlosen, wann er kommt. Denn du behuͤtest mei⸗ nen Fuß, daß er nicht gefangen werde, und errettest mich von den Stricken des Todes. OHErꝛ GOtt! erhebe uͤber mich das Licht deines Antlitzes, auf daß ich mich lege und schlaffe gantz mit Frieden, und sicher wohne unter deinem Schirmz denn du HErr lallein hilffest mir. Auf deinen Nahmen will ich mich zur Ruhe nieder legen und mei⸗ ne Augenlieder lassen schlum⸗ mern, du HErr GOtt wirst Morgen⸗„Seegen am Sonnabend. O Du wahrer unsterblicher GOT! Vater unsers HErrnIIJEsu Christi, zu dir er⸗ hebe ich mein Gemuͤth, mit schuldiger Danckbarkeit, deine Gerechtigkeit will ich nicht veꝛ⸗ bergen in meinem Hertzen, von deiner Wahrheit und von dei⸗ nem Heyl will ich reden. Ich will nicht verhelen deine Guͤte und Treue fuͤr der grossen Ge⸗ meine, und alles, was du mir Gutes gethan hast, will ich nicht verschweigen. Denn es ist ein koͤstlich Ding, dem HErrn dan⸗ cken, und lobsingen deinem Rah⸗ men, Du Hoͤchster! des Mor⸗ gens deine Gnade, und des A⸗ bends deine Wahrheit verkuͤn⸗ digen. Darum preiset dich mei⸗ ne Seele, daß du mich in dieser che Barmhertzigkeit beschuͤtzet hast. Geseegnet bist du, HErr dig erzeigest, allen, die nach dir fragen und dein Heyl lieben. Gesegnet ist dein grosserRahme in allen anden, der unser Schutz und Huͤlffe ist. Gesegnet sind alle deine Wercke, die du an den Menschen⸗Kindern thust. Ich bitte dich, du wollest mich mich froͤlich wieder erwecken, zu Lob und Ehr deiner goͤtelichen Majestaͤt, durch JEsum Chri⸗ stum deinen lieben Sohn, un⸗ sern HErrn, der mit dir lebet und regieret, in Einigkeit des Heiligen Geistes, von Ewigkeit he ruff ich zu dir/hilff daß ich die heut diesen Tag auch behuͤten, daß mir der hoͤse Feind keinen Schaden zufuͤge und die Hand der Gottlosen mich nicht be⸗ ruͤhre. HErr GOtt i mein Hey⸗ and, fruͤh wache ich zu dir, fruͤ⸗ Wer⸗ Nacht durch deine unermaͤßli⸗ GOtt Zebaoth, der du dich gna⸗ sey dir .. Wercke memn waß mir befoh lheulich aust. Lob und meine serung damit seh Tages hen nicht miß deoder Eitelt leidige mit m. Lassen, und heiligen Tauf Verleihe mir⸗ ih nih hut Stuücken, died „deim siebenden Greuel hast,“ Mgen falc de, die unschul sen; ein Hert TIuckenumgeh hende sind,& falscher Zeug kebet, undde Bruͤdern anr chen und de bewahre mie daß ich nim Rerathe nochl lahte mich thr „enn du bist Err, den. mich auf ehen bir diene it Wandel, dar und assen di ONhu, A. . ö Wend⸗ Son unsterblig dan he unsers udir th, Mit 1, dum icht ver gen, von von dei⸗ es ist ein rrndan⸗ emNah⸗ 5 Mor⸗ ddes A⸗ verkuͤn⸗ ich mei⸗ in dieser rmabli⸗ eschüet . HErr ich gna⸗ nach dir lieben. Mahme Schus net sind du an hust nich chuten, tt:t.tt,sÄdse 31 Abend⸗Seegen am Sonnabend. 32 Wercke meines Beruffs und was mir befohlen ist,fleißig und lreulich ausrichte, zu deinem Lob und meines Naͤchsten Bes⸗ serung, damit ich das bicht die⸗ ses Tages, uud deiner Creatu⸗ ven nicht mißbrauche zurSuͤn⸗ de oder Eitelkeit, dich nicht be⸗ leidige mit meinem Thun und Lassen, und den Bund meiner heiligen Tauffe nicht uͤbertrete. Verleihe mir auch Gnade, daß ich mich huͤte fur den sechs Stuͤcken, die du hassest, und fuͤr dem siebenden, daran du einen Greuel hast, als da sind: hohe Augen; falsche Zungen; Haͤn⸗ de, die unschuldig Blut vergies⸗ sen; ein Hertz, das mit boͤsen Tuͤcken umgehet; Fuͤsse, die be⸗ hende sind, Schaden zu thun; falscher Zeuge, der frech Luͤgen redet, und der Hader zwischen Bruͤdern anrichtet. Fuͤr sol⸗ chen und dergleichen Lastern bewahre mich, mein GOtt daß ich nimmermehr darein gerathe noch bewillige, sondern lehre mich thun deinen Willen, denn du bist mein GOtt und HErr, dein guter Geist fuͤhre mich auf ebener Bahn, daß ich dir diene in unstrafflichem Wandel, darzu all mein Thun und Lassen dir gefalle, in Chri⸗ sto JEsu, Amen. Abend⸗Seegen am Sonnabend. deiner milden Suͤte und Barm⸗ hertzigkeit, Lob sey deiner ewi⸗ gen Weißheit und Wahrheit, der du mich diesen Tag vor al⸗ lem Ubel und Schaden behuͤtet hast. Ich bitte dich, du wollest deine Guͤte, so du an mir ange⸗ fangen hast, gnaͤdiglich vollen⸗ den, und in ich heut diese Nacht auch lassen ruhen unter deinem hoͤchsten Schirm, und mich mit deinen Fittigen bedeeken. Laß meine Zuversicht seyn unter dem Schatten deiner Arme, daß ich kein Ungluͤck fuͤrchte. Be⸗ huͤte mich mein GOtt! wie ei⸗ nen Aug Apffel, beschirme mich unter dem Schatten deiner Fluͤgel. OErr! du bist mein Guth und mein Erbtheil, mein Heyl stehet in deinen Haͤnden. Hilff mir durch deine Guͤte daß nicht Furcht und Zittern uͤber mich komme, und mmich Grauen des Nachts nicht uͤberfalle. Sey mir gnaͤdig, denn auf dich trauet meine Seele, und unter dem Schatten deiner Fluͤgel habe ich Zuflucht. Ich suche den HErrn in meiner Noth, meine Hand ist des Nachts ausgestrecket und laͤsset nicht ab, denn meine Seele hat sonst keinen Trost, so weiß ich auch von keinem Helffer, weder im Himmel noch auf Erden, denn von dir allein. Zu Mitter⸗ nacht, wenn ich erwache, so gedencke ich an deinen Nah⸗ * sey dir, du hoͤchster und men, daß er so lieblich ist, und unsterblicher GOtt! Lob sey an 2306 Guͤte und Treue, die du 33 Anhaͤnge⸗ Seuffzer. 34 du an mir erzeiget hast, und dancke dir fuͤr die Rechte dei⸗ ner Gerechtigkeit. Wann ich betruͤbt bin„ so dencke ich an GOtt; Wann mein Hertz in Aengsten ist, so vede ich von meinem Heyland: denn er fuͤh⸗ ret meine Seele aus dem Ver⸗ derben, und errettet mich von den Banden des Todes. HErr GOTS, mein Heyland! ich schreye Tag und Nacht fuͤr dir, daß du mir vergeben wollesi alle meine Mißhandlungen damit ich diese Woche und heute wider dich gethan habe. O HErr! errette meine Seele,A um deiner Barmhertzigkeit willen. Du bist gnaͤdig und gerecht, und unser GOtt ist barmhertzig. Der HErr behüͤ⸗ tet die Einfaͤltigen; wenn ich nieder liege, so hilfft er mir wieder auf, darum will ich froͤ⸗ lich seyn und dich preisen und rühmmen auf meinem kager. Denn die Zeit meines Lebens wird aufgehen, wie der Mit⸗ tag/ und das finstere woird mir ein lichter Morgen seyn, und werde mich des troͤsten, daß du, GOtt! meine Hoffnung und Ruhe bist im Leben und Zod. Ich werde mich legen, und niemand wird mich auf⸗ wecken. So befehle ich nun meinen Lveib und Seel in deine Haͤnde, du getreuer GOtt, du hast mich erloͤset durch JEsum CHristum unsern ERNRN, Bey gewisser Personen Beruff Stand und Fuͤrnehmen. l. Eines Beichtenden des Morgens. VWiger GoOtt und Vater! Heiligen Geistes Trieb fuͤrge⸗ setzt, heute vor dir zu erschei⸗ nen, mit dem Zoͤllner an die Brust zu schlagen, meine Suͤn⸗ de zu beichten und um eine troͤstliche Absolution zu bitten. Ach! so verleihe mir doch mein Vater! deinen kraͤfftigen Bey⸗ stand zu diesem heiligen Werck. Gieb mu Gnade zur wahren Bekehrung. Laß mich nicht durch eine Heuchel⸗Busse mei⸗ ne Seele betruͤgen, sondern be⸗ kehre du mich recht, hilff du mir HErr, so ist mir geholffen. Ach! fuͤhre doch mein Hertz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich moͤg alles mei⸗ den, was mich und dich kan scheiden, und ich an deinem Lei⸗ be ein Gliedmaß ewig bleibe, Amen. Des Abends. Hunel Vater in dem Himmel! ich sage dir hertz⸗ lich vob und Danck fuͤr das troͤstliche Werck deiner Gna⸗ de, daß du mir heute durch dei⸗ nen Diener verkuͤndigen und Amen. mich von meinen Suͤnden loß⸗ Anhaͤnge Seuffzer. zeh⸗ ich habe mir durch deines 30 An .—.— ehlenlossen mein GOtt! Ins armen 2 Ach versiegl meinem Her ollegeit seine wenn Mpgst feinen Helf inzwischen n Bitrachtun Weißheit e higkeit. 50 gen gesunde Freuden das mahlempfal hilff mir Ge und Hellger I. Enes⸗ ten des Ein Ge an di. gen dessen, dab ich mit Christen sol hen und dei niessen. Wie Lochfristhen meine Seele: duin mir art Menschen ar gute Derck, auch weter Mnadiglich d —1— Eh en Geelj gle aan Walgon 1. i9 und Whchhe EN — IRzer. sonen und tenden 8 . Vater! deines furge⸗ erschei⸗ an dit + Suͤn⸗ m eine Tbitten.“ och mein en Bey⸗ Werck. wahren ch nicht usse Wei⸗ dern be⸗ hilff du holffen. uHett NGeist les mei⸗ dich kan nem kei⸗ bleibe, . in dem it herh⸗ für das ¶ Gna⸗ ben 7 den loß⸗ 10 35 Anhaͤnge⸗Seuffzer eines Communicanten. 36 zehlen lassen. Nun erkenne ich mein GOtt! wie gut du es mit uns armen Menschen meinest. Ach versiegle diesen Trost in meinem Hertzen, und laß mich allezeit seine Krafft empfinden wenn Angst nahe ist, und ich keinen Helffer sehe. Erhalte inzwischen mein Hertz in steter Betrachtung deiner Wahrheit, Weißheit, kiebe und Barmher⸗ tzigkeit. Hilff, daß ich Mor⸗ gen gesund erwache, und mit Freuden das Heilige Abend⸗ mahl empfahen moͤge. Darzu hilff mir GOtt Vater, Sohn und Heiliger Geist, Amen. II. Eines Communican⸗ ten des Morgens. Ein GOtt! ich freue mich an diesem lieben Mor⸗ gen dessen, was mir geredt ist, daß ich mit andern frommen Christen soll in dein Hauß ge⸗ hen und dein Abendmahl ge⸗ niessen. Wie der Hirsch schreyet nach frischen Wasser, so schreyet meine Seele GOtt zu dir. Wie bu in mir armen, suͤndhafften Menschen angefangen hast das gute Werck, ach! so fuͤhre es auch weiter, und vollende es gnaͤdiglich durch deine Krafft, zu deiner Ehr und meiner See⸗ len Seeligkeit. Ich bin zwar nicht werth, daß du unter mein Dach gehest, aber deine Gnade, die alles vermag, machet mich wuͤrdig und geschickt, damit die kostbahre Speise des Leibes und Blutes JEsu Christi mich erqvicken moͤge. Deine Gna⸗ den⸗Hand verlethe und gewaͤh⸗ re mir alles, was mir ist noth, du getreuer GOtt, in diesem und jenem Leben, Amen. Des Abends. Jebreicher Vater in dem Himmell dich preiset meine Seele fuͤr alles Gute so du heu⸗ te an mir gethan hast. Heute hast du mich wieder aller mei⸗ ner Suͤnden entbunden, und zur Versicherung der erlangten Vergebung mit dem Leib und Blut deines lieben Sohnes IEsu Christi gespeiset und ge⸗ traͤncket. HErr deine Liebe und Wohlthat ist so groß, daß ich dir dafuͤr nicht gnugsam dan⸗ cken kan. Hilff aber, daß ich sol⸗ che in stetem Andencken behalte, und nimmermehr vergesse, was du mir Guts gethan hast. Hilff, daß ich hinfort dir zuEhren ein heiliges und gottseeliges Leben nach der Fuͤrschrifft deines Worts fuͤhre, und meinen Glauben durch die Liebe thaͤtig erweise, damit ich mich deiner Gnade, deiner Huͤlffe und dei⸗ nes Beystands in Noth und Tod troͤsten koͤnne, Amen. III. Eines Rrancken des Worgens. Metuench Heyland JEsu Christelich sage dir Lob und Danck, daß du mich krancken Menschen die Nacht uͤber so b 2 gna⸗ 37 Gebeth eines Krancken. 38 gnaͤdig erhalten, geschuͤtzet und gestaͤrcket hast. Ich bitte dich von Hertzen, du wollest auch diesen Tag und die gantze Zeit meines Lebens mir mit Huͤlffe, Gnade und Trost beystehen, damit ich nach deinem heiligen Willen leben und leiden moͤge. Ich befehle diesen meinen kran⸗ cken Leib und meine liebe Seele in deine heilige Haͤnde. Dein heiliger Engel sey mit mir, daß der boͤse Feind keine Macht an mir finde, Amen. Des Abends. ESu, mein Himmlischer I nes Hertzens ruffe ich bey an⸗ brechender Nacht zu dir: Er⸗ barme dich uͤber mich armen Menschen! Du hast allbereit meine Schmertzen auf dich ge⸗ laden. Ach siehe auch ietzund an meinen Jammer und Elend, und vergieb mir alle meine Sünden. Ich bitte dich von Hertzen, siehe mich auch diese mich duͤncken lassen, daß ich Racht mit Gnaden an, lindere dir selbst, mein JEsu! diene, meine Schmertzen, und pflantze in mir mehrere Liebe und Ge⸗ dult! Hilff, daß ich div in aller meiner Noth still halte, auch mitten im Creutz dich liebe und lobe. Solte etwan mein Ster⸗ bestuͤn dlein vorhanden seyn, so beschehre mir ein seeliges En⸗ de. Dein letztes Wort am Creutz sey auch mein letztes ve⸗ bens⸗Wort; Vater, in deine Haͤnde befehle ich meinen Geist/ Amen, liebster JEsu! Artzt! aus der Tieffe mei⸗ IV. Eines thens des Morgens. A6 JESu! ewiger Sohn Gottes, der du der gan⸗ 6zen Welt redlich und treulich gedienet, auch dich nicht ge⸗ schaͤmet hast hier auf dieser Welt Knechts⸗Gestalt an dich zu nehmen, dadurch denn der Dienst⸗Stand geheiliget und geseegnet worden. Achlgieb mir ein getreues, dienstfertiges Hertz, daß ich meinen Beruff recht ausrichte, und diejenigen, so mich zu ihrem Dienst ange⸗ nommen, liebe, ehre, fuͤrchte, und in allen rechtmaͤßigen Dingen ihnen gehorsam sey, nicht mit Dienst allein fuͤr Au⸗ gen, als den Menschen zu ge⸗ fallen, sondern mit Einfaͤltig⸗ Gottesfurcht, als ein Diener (Dienerin) Christi. Was ich thue, laß mich von Hertzen mit guten Willen thun, und keit des Hertzens, und mit und dermahleinst Gutes von dir empfangen werde. Behuͤte mich, mein JEsu! vor Untreu, Faulheit, Betrug, Eigennutz, Falschheit und Widerspenstig⸗ keit wider meine Herrschafft. Seegne auch meine Arbeit, da⸗ mit das Hauß, darinne ich die⸗ ne, moͤge geseegnet seyn. Be⸗ hüte mich auch diesen Tag fuͤr allen Ungluͤcks⸗Faͤllen, vor Verfuͤhrung der boͤsen Welt !und allem Hertzeleid, um dei⸗ ner Dienstbo⸗ —.—.— nir grossen Des Ertlieb trenlic meiner ange tellich hast Ach wenn id dienen kön Wort und! mir gethank wissen uͤbet Guüͤndeunda mit solches a wonmit ich bie Himmel und hier auf Erde Straffe mich Zurn, und z i deinem G Mix auch dies te Ruhe, und nem heilige Und frisch homit ich me deinem heil Pohlgefller Behüte mein allemihrem lemUnglüc, keichlich dure hns sie ahen haben. Sof Maht mein —— nstbo⸗ dehs. r Sohn Seraen der gan⸗ treulich nicht ge⸗ f dieser t an dich denn der 2 und aled mir tfertiges Beruff senigen, ust ange⸗ fuͤrchte, maͤßigen am sey/ für Au⸗ en zu ge⸗ einfaͤltig⸗ und mit Diener Was ich Hertzen un, und daß ich diene, utes von Behuüte Untreu, igennuh, shenstig⸗ c beit, da⸗ 0 die⸗ U. Be⸗ Tag für en, vor n Welt um dei⸗ + 39 Taͤgliches Gebeth. 4⁰ ner grossen kLiebe willen, Amen. Des Abends. H Ertzliebster IESu, wie treulich hast du dich heute meiner angenommen, wie vaͤ⸗ terlich hast du mir gedienet! Ach wenn ich dir auch so haͤtte dienen koͤnnen nach deinem Wort und Willen, wie du an mir gethan hast. Ach! mein Ge⸗ V. Taͤglich Gcherh. Al ieber GOtt und HErr! ich lebe, aber ich weiß nicht wie lange, ich muß ster⸗ ben, und weiß nicht wann: Du, mein himmlischer Vater! weist es. Wohlan! soll dieses Stuͤndlein, dieser Fag,(Nacht) das letzte, der letzte Tag, (Nacht) meines Lebens seyn, wissen uͤberzeugt mich vieler HErr dein Wille geschehe, der Suͤnde und Missethat, vergieb mir solches alles aus Gnaden, womit ich dich, mein GOttl im ist allein der beste, nach dem⸗ selben bin ich bereit, in wahren Glauben an Christum, meinen Himmel, und meine Herrschafft Erloͤser, zu leben und zu ster⸗ hier auf Erden beleidiget habe. ben: Allein, lieber GOtt, ge⸗ Straffe mich nicht in deinem waͤhre mich nur dieser Bitte, Zorn, und zuͤchtige mich nicht daß ich nicht moͤge ploͤtzlich in in deinem Grimm. Verleihe mir auch diese Nacht eine sanff⸗ te Ruhe, und laß mich nach dei⸗ nem heiligen Willen gesund und frisch wieder aufstehen, damit ich meinen Dienst nach deinem heiligen Wort und Wohlgefallen fuͤhren koͤnne. Behuͤte meine Herrschafft mit allem ihrem Vermoͤgen fuͤr al⸗ lem Ungluͤck, und ersetze alles reichlich durch deinen Seegen, was sie an mir Gutes gethan haben. Solt ich etwan diese Nacht meinen Dienst durch den zeitlichen Tod aufgeben mussen, so verleihe mir eine seelige Hinfahrt zu dir, o JE⸗ Suals meinem obersten HErrn im Himmel. Da will ich dir mit allen heiligen En⸗ geln ewig dienen, Amen. meinen Suͤnden sterben und verderben. Gieb mir recht⸗ schaffene Erkaͤntniß, Reu und Leid uͤber meine begangene Suͤnde, und stelle sie mir noch in diesem Leben unter Augen, damit sie mir nicht am Juͤng⸗ sten Tage unter Augen gestel⸗ let, und ich dadurch fuͤr Engeln und Menschen zu schanden werden moͤge: Sondern ver⸗ leihe mir so viel Zeit und Raum zur Busse, daß ich meine Uber⸗ tretung von Hertzen erken⸗ nen, bekennen, und derselben Vergebung und Trost aus dei⸗ nem seeligmachenden Worte erlangen moͤge. Ach! barm⸗ hertziger Vater! verlaß mich nicht, und nimm deinen Hei⸗ ligen Geist nicht von mir; mein Hertz und meines Rens b 3 tzens Kirchen⸗Gebethe. —— 42 mich sehr und sind mir leid. und nen Weyde deines heiligen — al⸗ 4¹ ö 3 tzens⸗Zuversicht ist di ö mr. bnhundiger/ uahl bchende 6578 unsereleben Uphi a in derselben erhalte mich zum Sohn JEsum Chri ln ewigen Leden Laß mich ster⸗ bitte, daß er mir se WenBelien I uundeen ben, wenn du wilt, nur verleihe Geist ir seinenHeiligen mentir n/w wilt, zur Besserung meines de⸗ daburch mir ein ver iges, itthei ä undseeith 3ende, ö a wolle, Amen. Du gelärckt HErr JEsu Christ du hoͤch⸗ Rirchen⸗Beichte im gen alle Met stes Gut! Churfůrstlichen. purm Ich bitte Rut theures irn. barm⸗ dem Noussh Mach mir mein letztes Ende Gender. hiudiger eehschr be..r gut, Amen. kenne dir alle meine Sünde Uawand ö II. 20 b18 Krsben damit ich dich des⸗Zürstenv Kirchen Gebethe. Erase vah rh Die öffentliche BirchenPerdienel fabe. Ste ind ni⸗ W Beichte. aen wh eablich leid, und Pishuh, Iun armer Suͤnder bekenne dich dunch bene Orm——„ͤlh Inich Sott wenem hinm. Barmherhigkeitund undlose nahlnEid⸗ lischen Vater, daß ich leider! heili Rettund diechas Owerlich und mannigfaltig heilige, unschuldige, bittere dei⸗ Bruͤdern un gelündiger hade, nicht a Häin Cohnes Wesue deines lieben sern espegi mit aͤusserlichen Suͤnden, son⸗ let mütr armen nal wole nrac he dern auch und vielmehr mit in⸗ Menͤch. armen sündhafftigen chascherund nerlicher angebohrner Blind⸗her en en tenld heit., Unglauben/ Zweiffe, hertbig seyn Amen. För. Kleinmuͤthigkeit, Ungedult, Auf die Sonntage nach udalnboh Ungehorsam, Hoffart bösen Lu⸗ der Vormittags⸗ dGesteunt Luhund heimlichen Neid, Predigt. Labtiberte dern Sinden. dat 0 119 auf Alnnechegg, ewiger, barm⸗ Eennen mancherley Weise mit Ged 1. 4. 1Oir e Hrultt 11 cken, Worten und Wercken die em 96n n amele und der W allerheiligsten Gebothe 651. Eidenweirt Himmels und der un N tes ůͤbertreten habe wie dasfel⸗ du Wollhtdeine briltge Ehri e 10 be memlicber HErrund GPttsiche Kuchemitih ee s an mir erkennet, und ich leider Waͤchtern 1 Uurten, druch mhtval Dietehinen nicht erkennen deinen Heiligen Geis renierer sinr d an. Dieselbigen Suͤnden reuen auf daß sie bey der rechtschaffe⸗„t Peßhe und naule d — nade von nlieben m, und Heiligen eines ke⸗ Amen. eim N. ttbarm⸗ Harmwer, usch, be⸗ Süͤnde lich dich ud deine ewiglich sind mir d, und ich bitte rundlose ch das hafftigen d barm⸗ ze nach 385⁵⸗ er/ barm⸗ nd Vatel Christil und der hertzlich⸗ je Christ⸗ Dienern, u, durch regieren/ ctschaffe⸗ Ligenund U 43³ Kirchen⸗Gebethe. 44 allein seeligmachenden Worts chen und Schulen Wohlstandes wider alle irrige und falsche mit Ernst sich annehmen, und Lehre der Papisten und Sacra⸗also uͤberall die Gerechtigkeit mentirer erhalten werden moͤ⸗ befoͤrdert die Boßheit aber ver⸗ ge, dadurch der Glaube gegen hindert und gestrafft werde, und dir gestaͤrcket, und die viebe ge⸗ wir in stiller Ruhe und gutem gen alle Menschen in uns er⸗Friede, als Christen gebuͤhret, wachse und zunehme; wollest auch der weltlichen Obrigkeit, dem Roͤͤmischen Kaͤyser allen Christlichen Koͤnigen, Fuͤrsten und Herren, insonderheit aber unserm gnaͤdigsten lieben Lan⸗ des⸗Fuͤrsten und Herrn, Herrn FRIJEDRICHEN, Hertzo gen zu Sachsen, Juͤlich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen, sammt Dero freundlich⸗geliebten Frau Ge⸗ mnahlin, Erb⸗Printzen, Hochge⸗ ehrtesten Frau Mutter Herren Bruͤdern und Frauen Schwe⸗ stern respective Koͤnigl. Hoheit, wie auch Herren Vettern, Go⸗ thaischer und Weymarischer Li⸗ unser Leben vollstrecken moͤgen; daß auch unsre Feinde und Wi⸗ dersacher ablassen, und sich mit uns friedlich und sanfftmuͤthig zu leben begeben wollen. Alle die, so in Druͤbsal, Armuth, Kranckheit, Kindesbanden und andern Anfechtungen sind auch die, so um deines heiligen Nah⸗ mens und der Wahrheit willen angefochten, gefangen, oder sonst Verfolgung leiden, troͤste sie o GOttlmit deinemHeiligen Geiste, daß sie solches fuͤr dei⸗ nen vaͤterlichen Willen auff⸗ nehmen und erkennen, auch nach demselben endlich errettet werden. Du wollest uns auch nie, nebenst dem gantzen Chur⸗alle Fruͤchte der Erden zur leib⸗ und Fuͤrstl. Hause zu Sachsen lichen Nothdurfft gehoͤrig, mit und allen hohen Anverwandten fruchtbarer Erwachsung gera⸗ und Gefreundten, so wohl Erb⸗ then und gedeyen lassen: In⸗ Verbruͤderten, und Erb⸗Verei⸗ gleichen wollest du, o grundguͤ⸗ nigten,langes Leben, bestaͤndige Gesundheit, sammt aller zeitli⸗ chen und ewigen Wohlfahrt, desgleichen allen ihren Raͤthen und Amtleuten, auch Buͤrger⸗ meister und Rath dieser Stadt, gutes Gedeyen, Gnade und Ei⸗ nigkeit verleihen, und sie aller⸗ seits mit Krafft und Staͤrcke/ mit Weißheit und Verstand ausruͤsten, damit sie das Regi⸗ ment weißlich fuͤhren, der Hir⸗ 2 tiger GOtt! die Berg⸗ und Saltz Wercke dieser kande mil⸗ diglich seegnen, fuͤndige Gaͤnge und Kluͤffte, auch bestaͤndige Saltz⸗Qvellen auffthun und erhalten, und die, so daran ar⸗ beiten, fuͤr allen Unfall gnaͤ⸗ digst behuͤten und bewahren. Auch bitten wir dich um alles, darum du,/ ewiger GOtt, gebe⸗ ten seyn wilst, daß du uns sol⸗ ches gnaͤdiglich verleihest. 5 W — S........ 45 Kirchen⸗Gebeth. 46 das bittere Leiden und Sterben JEsu Christi deines einigen Sohnes, unsers geliebten HErrn und Heylandes, wel⸗ cher mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret, glei⸗ cher G O T T hochgelobet in Ewigkeit, Amen. Nach der Nachmit⸗ tags⸗Predigt. Du starcker, gewaltiger, ewiger und wahrhaffti⸗ ger GOtt, du Vater unsers HErrn und Heylandes JEsu CHristi! Dieweil du deine Kirche mancherley Creutz und Anfechtung, ihr zum Besten un⸗ terwirffest, und wir mit un⸗ sern Suͤnden leider! verdienet, daß wir von unsern Feinden betruͤbet und geaͤngstiget wer⸗ den: so bitten wir dich hertzlich, du wollest uns unsere Suͤnde gnaͤdig vergeben, und die wohl⸗ verdiente Straffe durch deine Barmhertzigkeit abwenden, auf uns arme sundhaffte Menschen und die gantze Christenheit fuͤr allen unsern geistlichen und leiblichen Feinden insonderheit aber fuͤr der grausamen Macht und Tyranney der Tuͤrcken, und andern Feinden deines hei⸗ ligen Worts. Treibe ferne von gen, und mache zu nichte alle ihr Fuͤrnehmen und listige Pra⸗ ctiquen, so ste wider dein Wort und Kirche führen, sey du aber unser Schutz und Beystand, und Sieg: wider deine und un⸗ sere Feinde. Befestige und be⸗ staͤtige unter uns und anderer Orten den lieben edlen Reichs⸗ Frieden, und seegne alle gute Gedancken und Rathschlaͤge hoher Potentaten, so zu dessen Befoͤrderung, und insgemein zu deines Nahmens Ehre, und deiner bedraͤngten Evangeli⸗ schen Kirchen Wohlfarth und daß bey uns die Kirche in rei⸗Aufnehmen anzielen. Erzeige ner dehre und gutem Leben, das weltliche Regiment im Friede, und alle Haußhaltung in aller Zucht und Erbarkeit erhalten werde, und wir dich in rechten Glauben anruffen, dir dancken, und dich allezeit loben und eh⸗ ren, durch JEsum Christum, deinen lieben Sohn, unsern HErrn, Amen. Wider den Tuͤrcken und andere Noth. Guͤtiger treuer GOtt] sey uns gnaͤdig, und behute uns auch sonst alles Gutes an Seel und Leib. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, auff daß wir unter unser lieben O⸗ brigkeit ein geruhiges und stil⸗ les beben fuͤhren moͤgen, in aller Gottseeligkeit und Erbarkeit, und verleihe uns allezeit eine seelige Stunde zu leben und zu sterben, um unsers Heylandes JEsu Christi willen, Amen. Das grosse Buß⸗Ge⸗ beth Heiliger und gerechter GOSS, uns die Voͤlcker, die gerne kries und gieb deinem Volck Staͤrcke 4 barmherhige elende Suͤnd hier für dein Angesichtem gzen und zer dir unsere N klagen„ un Gnade, Sch zuruffen: A schaͤmen un Augen auff GOtt! denn ist uber unse sen, und unse biß in Himme vielen Wohlt o gütiger G Leiblichen üb hast uns ja! Ebvangeli ge ro unter uns ten Gebrau ten erhalten ne Gnade re ren lassen, und Langmu und nit biel gieret. Du Landen bißh Macht, V eerungabg Uber diß v Hungerd⸗I bewahret. alle das Gu uns aus lat getreuer und leit egziget leider! diesed chaten weni schlecht daf dunch den Gile, Ged 42 48 barmhertziger Vater wir arme uns zur wahren Buße leiten elende Suͤnder erscheinen all⸗lassen, wie uns dessen unser hier fuͤr deinem allerheiligsten Hertz und Gewissen uͤberzeuget. Angesichte mit betruͤbtem Her⸗Wir muͤssen ja bekennen, daß tzen und zerschlagenem Geiste, die Wenigsten unter uns dein ir unsere Noth und Elend zu klagen, und dich um deine Gnade, Schutz und Huͤlffe an⸗ zuruffen: Aber wir muͤssen uns schaͤmen und scheuen unsere Augen auffzuheben zu dir, o GOtt! denn unsere Missethat ist uͤber unser Haupt gewach⸗ sen, und unsere Schuld ist groß biß in Himmel. Ach! mit wie vielen Wohlthaten hast du uns, o guͤtiger GOtt, im Geist⸗ und Leiblichen uͤberschuͤttet! Du hast uns ja das helle Licht des Evangelii gegeben, und bißhe⸗ ro unter uns, sammt dem rech⸗ ten Gebrauch der Sacramen⸗ ten erhalten. Du hast uns dei⸗ ne Gnade reichlich wiederfah⸗ ren lassen, mit grosser Gedult und Langmuth uns getragen, und mit vielem Verschonen re⸗ gieret. Du hast von unsern Landen bißhero der Feinde Macht, Verwuͤst⸗ und Ver⸗ heerung abgewendet. Du hast über diß vor Pestilentz und Hungers-Noth uns bißhero bewahret. Und wie koͤnnen wir alle das Gute erzehlen, so du uns aus lauter Barmhertzig⸗ keit erzeiget? Wir aber haben leider! diese deine theure Wohl⸗ thaten wenig erkannt und dir schlecht dafuͤr gedancket, noch durch den Reichthum deiner Guͤte, Gedult und Langmuth Wort auffgenommen als GOt⸗ tes Wort, und dasselbe ihrer Fuͤsse Leuchte und ein Licht auf ihren Wegen seyn lassen, daß vielmehr die meisten bey so hel⸗ lem dicht des Evangelii in der Finsternih des Unglaubens, Gottlosigkeit und Sicherheit gewandelt, und die Wercke der Finsterniß freventlich voll⸗ bracht. Wir haben uns zwar deiner heiligen Sacramenten gebrauchet, aber mehr aus Ge⸗ wohnheit, als in rechtschaffe⸗ ner Vorbereitung und Busse. Dahero denn auch wenige der innern Krafft solcher theuren Gnaden⸗Mittel durch ihre selbst⸗eigene Schuld theilhaff⸗ tig geworden. Wir ruͤhmen uns wohl des allein seeligma⸗ chenden Glaubens, und getroͤ⸗ sten uns darbey deiner Gnade, aber die meisten verleugnen die Krafft derselben, sintemahl sie nicht nach dem Trieb deines Geistes, noch nach der Regel deines Worts, sondern nach dem Willen ihres verderbten Fleisches, und nach dem Wohl⸗ gefallen der Welt, in Augen⸗ Lust, Fleisches⸗Lust und hoffaͤr⸗ tigem Leben gewandelt. Wir haben uns wohl zu dir mit dem eunde genahet, und dich mit unsern Lippen geehret, aber mit unsern Hertzen, Leben und Wer⸗ — 4⁰ Grosse Buß⸗Gebeth. 50 Wercken sind wir von dir abge⸗ wichen. Das alles, o allwis⸗ sender Hertzenskuͤndiger! ist dir am besten bekandt. Ja, wenn du deine Augen auff uns richtest, so findest du nichts, als Suͤnden Greuel, die unter uns im Schwange gangen sind die Heucheley Boßheit und schreck⸗ liche Sicherheit, und wie in allen Standen nicht nur aus Schwachheit, sondern auch wissentlich und vorsetzlich wi⸗ der dich, den Heiligen in Israel, gesundiget worden. Ja, wir haben gesuͤndiget, unrecht ge⸗ than, sind gottloß gewesen und abtruůnnig worden, wir sind von deinen Gebothen undRech⸗ ten gewichen. Daher sagt uns auch unser Hertz und Ge⸗ wissen, daß wir mit unsern vie⸗ len und schweren Suͤnden dei⸗ nen Feuer⸗brennenden Zorn und Ungnade wider uns gerei⸗ tzet und wohl verdienet, daß du ein Adama aus uns machtest und wie Zeboim zurichtest. Was sollen wir aber thun? wir selber koͤnnen uns ja von uns selber zu dir nicht nahen. Ach so thue du doch selbst, getreuer Vater! das Beste an uns, und bekehre uns, so werden wir be⸗ kehret. Du erkennest das in⸗ nerste Verderbniß unserer Her⸗ tzen, du stehest die Unreinigkeit unserer Wercke: Achl so erzeige uns deine Gnade, und laß uns nicht in unsern Suͤnden sterben noch verderben. Gedencke doch an deinen Gnaden⸗Bund, den du in Christo JEsu mit uns ge⸗ macht, nach welchen du unser Vater bist. und wir heissen nach deinem Rahmen, verlaß uns nicht. Ach! wuͤrcke doch in uns allen durch die Krafft deines Heiligen Geistes eine auffrich⸗ tige gruͤndliche Hertzens⸗Busse, ohne welche wir deiner Gnade und Wohlthaten nicht theil⸗ hafftig werden und bleiben koͤnnen. Ach lerwecke du in unsern Hertzen eine goͤttliche Traurigkeit, die in uns allen wuͤrcke eine Reue zur Seelig⸗ keit, die niemand gereuet. Zuͤn⸗ de aber auch, liebreicher Vater, in unsern zerschlagenen Her⸗ tzen einen wahren lebendigen Glauben an/daß wir alles Ver⸗ trauen und Zuversicht setzen auff das theure Verdienst dei⸗ nes lieben Sohnes unsers Hey⸗ landes, und laß uns durch denselben Gnade und Barm⸗ hertzigkeit erlangen. Reinige unsere Hertzen von allem un⸗ goͤttlichen Wesen und weltli⸗ chen Luͤsten, auff daß wir zuͤch⸗ tig, gerecht und gottseelig leben in dieser Welt. Beschuͤtze dein Reich unter uns, und erhalte uns, HERR, dein Wort fer⸗ ner sammt dem rechten Ge⸗ brauch dey heiligen Sacramen⸗ ten. Laß deine goͤttliche Wahr⸗ heit unter uns in grosser Krafft verkuͤndiget werden, und ver⸗ siegele sie in unsern Seelen, befestige unsern Verstand, daß wir uns keine irrige Lehre bey⸗ bringen, noch durch Hoffnung, urch r Furcht, Aul Melt, zur Ve Vahrheit ber dern dich und bekennen un gen, auch m bersiegeln. L ten mit dei Hochachen schen Guͤthe ser willen al Welt hochge verschmaͤhen. (Daͤmoße,e des! das hitt allgemesen V Natson vonen KriegesFeuer Erhalteoe unnd in die Fouͤrstenthuͤn Frieden. I Macht alle! Frieden hasf nuhe anstiff nichte gllen ö Alschlaͤgede dich und de Mende auch alle andere Straffen ol serm liehen X den ab, oder, Verdienst,! Hettz saget, uns kommen doch diesebb Armen, U Uen uud erden. Ir deine an ber unsere Rndrü Her 8 zuffrich⸗ .Busse, Gnade 51 Grosse Buß⸗Gebeth. 652 Furcht, Angst und Liebe der Welt, zur Verlaͤugnung deiner Wahrheit bewegen lassen, son⸗ dern dich und dein Wort willig bekennen und bereit seyn moͤ⸗ gen, auch mit unsern Blut zu versiegeln. Erfuͤlle unsere Her⸗ tzen mit deiner Liebe und der Hochachtung aller himmli⸗ schen Guͤther, daß wir um die⸗ ser willen alles, was in der Welt hochgeachtet wird, gerne verschmaͤhen. (Daͤmpffe, o du GOtt des Frie⸗ des! das hin und wieder in unserm allgemeinen Vaterlande teutscher Nation von neuen auffgegangene Krieges⸗Feuer.) Erhalte(dargegen) unter uns sie in deiner heiligen Obhut ge⸗ seegne Dero Fuͤrstliches Regi⸗ ment, und croͤne Sie mit allem Heyl zu Seel und Leib, damit wir unter Ihnen ein geruhiges und stillesreben fuͤhren moͤgen, in aller Gottseeligkeit und Er⸗ barkeit. Nun, lieber Vater! eroͤffne doch uͤber uns deinen Gnaden⸗Himmel, und zeige uns dein Heyl. Ach HERR, HErr! wende dich zu uns, und sey gnaͤdig den Kindern des To⸗ des! Siehe, unser aller Knie sind fuͤr dir gebeuget, und wir liegen fuͤr dir mit unserm Ge⸗ beth, nicht auf unsere Gerech⸗ tigkeit, sondern auf deine grosse und in diesen Landen und Barmhertzigkeit, bitten und fle⸗ Fuͤrstenthuͤmern den edlen Frieden Tilge durch deine Macht alle diejenigen, so den Frieden hassen, Krieg und Un⸗ ruhe anstifften. Mache zu nichte allen boͤsen Rath und Anschlaͤge derer, die sich wider dich und dein Wort setzen. Wende auch getreuer Vater! alle andere Land⸗Plagen und Straffen von uns und un⸗ serm lieben Vaterland in Gna⸗ den ab, oder, so ja nach unsern Verdienst, wie uns fast unser Hertz saget, dergleichen uͤber uns kommen solten, so mildere doch dieselben mit vielen Er⸗ barmen, und laß uns nicht gantz und gar auffgerieben werden. Insonderheit breite deine Gnaden⸗Fluͤgel aus über unsere theure Fuͤrstliche Landes⸗Herrschafft, erhalte hen schreyen und ruffen nur um diß einige,daß du uns umChri⸗ sti deines Sohnes willen unse⸗ re Suͤnde aus Gnaden erlassen wollest. So laß denn HErr unser GOtt deine Ohren offen stehen auf das Gebeth deiner armen Knechte und Maͤgde. Ach HErr erhoͤre! Ach HErr sey gnaͤdig! Ach HErr thue es, und verzeuch nicht! Laß uns alle durch deine Krafft im Glaͤuben zur Seeligkeit erhal⸗ ten, und deines Reichs Erben werden in CHristo JESu un⸗ serm HErrn, Amen. In monatlichen Buß⸗ Predigten, auch woͤ⸗ chentl. Beth⸗Stunden. Heiliger und gerechter G O T, barmhertziger Vater! der du bist ein einiger waß⸗ —————————.. *.——ei‚rSs“E“Eee 53 —.—— Monatlich Buß⸗Gebet ᷣbä‚ 34⁴ wahrer GOtt in dreyen unter⸗ schiedlichen Personen, GOtt Vater, Sohn und Heil. Geist, wir bekennen und klagen dir vonsgrund unserer Hertzen, daß wir in Sünden empfangene und gebohrne Menschen von unserer Kindheit an biß auff diese gegenwaͤrtige Stunde taͤglich und mannigfaltig wi⸗ der dich gesuͤndiget, wissendlich und unwissendlich, innerlich und aͤusserlich, mit Gedancken, Worten und Wercken, beydes wider die erste und andere Ta⸗ fel deiner heiligen Zehen Ge⸗ both, deren wir nie keines recht und vollkoͤmmlich gehalten, sondern in allen darwider ge⸗ suͤndiget: Daß auch darneben wir offtmahls uns frembder Suͤnden durch Beyfall, boͤsen Rath, Vorscͤhub und derglei⸗ chen, theilhafftig gemacht. Daher alle Creaturen uns fuͤr deinem Gerichte anklagen, auch unser eigen Hertz und Gewissen uns aͤngsten, daß wir deiner vielfaͤltigen grossen Wohlthaten durch Suͤnde so schaͤndlich gemißbrauchet, und deinen gerechten Zorn wider uns erreget. Das alles ist uns von Hertzen leid, und bitten dich, o guͤtiger GOTTT und Zahlung willen, aus Gnaden verzeihen und vergeben. Darneben dancken wir dir o guͤtiger und getreuer GOtt! fuͤr alle deine Wohlthaten, die du uns so reichlich und vielfaͤl⸗ tig erzeiget hast: Daß du uns im Mutterleibe wunderbarlich gebildet, und lebendig in diese Welt hast lassen gebohren wer⸗ den: Daß du uns biß auff diese Stunde gnaͤdiglich erhal⸗ ten und mit aller Nothdurfft Leibes und Lebens vaͤterlich versorget: daß du uns zu gut, deinen eingebohrnen Sohnlas⸗ sen Mensch werden, und ihn fuͤr uns in den Tod, ja in den Tod des Creutzes, dahin gege⸗ ben und uns hierdurch von Suͤnden, Tod, Teuffel und Hoͤlle erloͤset: Daß du durch dein heilges Wort zur Gemein⸗ schafft deines Gnaden⸗Reichs uns beruffen, mit grosser Ge⸗ dult auf unsere Bekehrung ge⸗ wartet, in unsern Hertzen zur Bekehrung durch deinen heili⸗ gen Geist kraͤfftig gewest, und aus Gnaden alle unsere Suͤnde vergeben, uns in gutem Vor⸗ satz erhalten, und mit allerley Guͤtern an Leib und Seel reich⸗ lich begnadet: Daß du uns in der heiligen Tauffe zij deinen HErr won Grund unserer Her⸗lieben Kindern und in deinen tzen, du wollest uns dieses al⸗ les um deines lieben Sohnes unsers treuen Heylandes JE⸗ su Christi, und seines theuren Verdienstes und vollgültigen Gnaden⸗Bund auffzenom⸗ men, und in dem heiligen Abendmahl mit dem mahren Leib und Blut JEsu CPristi uns gespeiset und getraͤbcket: ö daß — dkeuer O2 ö 0 List bewa Aum ewigen! Mogen, ..—.— Daß du für ger Gefaht hiß anhero wahret, den scheret undd sung deßewie sto Ws, uns aus Gn Ferner bit machtiger wollest dengl alle böse A fen undtodte Hoffnung 2 Sonfftmuth, sgkeit, Geni Hlit, Gerecht ereChristli us gehen unt Veschmäͤh⸗ deb Zeitlich Velangen n I unsern F6 Heiligen Gei deine Gnad doß wir uns luhnenund len brechen, nd das sünd sehen, best Geutz, und Geelen ieder tllen Anfed den/ für de Ruied und g Lcben endl. an Nagsten Eudlich be Monatliches Buß⸗Gebeth. 56 daß du fuͤr vielerley unzehli⸗ ger Gefahr und Ungluͤck uns biß anhero allergnaͤdigst be⸗ wahret, den lieben Frieden be⸗ scheret, und die gewisse Verheis⸗ sung des ewigen Lebens inChri⸗ sto IEsu, unserm Heylande, uns aus Gnaden gegeben. Fer ner bitten wir dich, all⸗ maͤchtiger GOtt und Vaterldu wollest den alten Menschen und alle boͤse uuͤste in uns daͤmpf fen und töͤdten, Glauben, Liebe/ Hoffnung, Demuth, Gedult, Sanfftmuth,Keuschheit, Maͤs⸗ sigkeit, Genuͤgsamkeit, Wahr⸗ heit, Gerechtigkeit und alle an⸗ dere Christliche Dugenden, in uns geben und vermehren, die Verschmaͤh⸗ und Verachtung des Zeitlichen und wahres Verlangen nach dem Ewigen in unsern Hertzen durch den Heiligen Geist pflantzen: Auch deine Gnaͤde uns verleihen, daß wir uns selbst moͤgen ver⸗ leugnen, und unsern boͤsen Wil len brechen, wider die Welt, und das suͤndliche Fleisch ob⸗ siegen, bestaͤndigen Trost im Creutz, und wahre Ruhe der Seelen iederzeit empfinden, in allen Anfechtungen uͤberwin⸗ den, fuͤr des Teufels Macht und vist bewahret werden, mit Fried und Freud aus diesem Leben endlich abscheiden, und zum ewigen deben dermahleins am Juͤngsten Tage auferstehen moͤgen. Christliche Kirche, dieselbe wol⸗ lest du gnaͤdiglich erhalten, er⸗ weitern und regieren, treueveh⸗ rer und Prediger in Kirchen und Schulen geben, fuͤr Ver⸗ faͤlschung der reinen Lehre und aller Abgoͤtterey uns behuͤten, aller hohen Potentaten, Fuͤr⸗ sten und Staͤnde Gemuͤther, zu FoͤrderungGoͤttlicher Ehr und Lehr, so wohl auch Fortsetzung Christlicher Zucht und Erbar⸗ keit, durch nuͤtzliche Anstalten lencken, und bestaͤndig dabey er⸗ hal uch aller Zuhoͤrer und Unterthanen Hertzen eroͤffnen und leiten, deinem Wort, so wohl auch der Christlichen ho⸗ hen Obrigkeit nuͤtzlichen Ver⸗ ordnungen, in schuldigem Ge⸗ horsam zu folgen. Wollest auch den beschehrten Frieden in unserm gantzen Vaterlande, Teutscher Nation, hinfuͤhro nach deinem Wohlgefallen gnaͤdiglich erhalten, unserm Kaͤyser, allen Christlichen Koͤ⸗ nigen, Fuͤrsten und Staͤnden des HeiligenRoͤmischenReichs, friedsame Gemüther verleihen, und ihre hierzu gereichende Rathschlaͤge gebenedeyen: In⸗ sonderheit aber unsern gnaͤdig⸗ sten lieben Landes⸗Fuͤrsten und Herrn, Herrn FRIJEDRJ⸗ CHEgN, Hertzogen zu Sachsen, Juͤlich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen ꝛe. sommt Dero freundlich gelieb⸗ ten Frau Bemahlin/Erb⸗Prin⸗ 15 ten, a Endlich befehlen wir dir, ostzen, Hochgeehrtesten Frau treuer GOTS! deine heilige Mutter, Herren Brüͤde ‚ n und Frau⸗ Um naleenmndet wahren seltgnmnhenden Religion. 38 Frauen Schwestern, relpective Koͤniglicher Hoheit, wie auch Herren Vettern Gothaischer und Weimarischer Linie, nebst dem gantzen Chur/ und Fuͤrstli⸗ chen Hause zu Sachsen, bene⸗ benst allen hohen Anverwand⸗ ten und Befreundten, so wohl Erb⸗Verbruͤderten und Erb⸗ Vereinigten, langes reben, be⸗ staͤndige Gesundheit, und alle ersprießliche Wohlfahrt andeib und Seele verleihen. Wollestsse auch Gnade geben, daß alle Hauß⸗Vaͤter und Hauß⸗Muͤt⸗ ter, Kinder und Gesinde, Knech⸗ te und Maͤgde ihre Amts⸗ Pflicht nach deinem Willen vollbringen. Auch bitten wir dich fuͤr alle Nothleidende Ge⸗ aͤngstete und Betruͤbte, beson⸗ ders, die um deines heiligen Nahmens und Worts willen verfolget werden, denen wollest duRath/ Trost, Gedult Bestaͤn⸗ digkeit, und nach deinem heili⸗ gen Wohlgefallen, zu rechter Zeit erwuͤnschte Huͤlffe gnaͤdig⸗ lich verleihen, und insgemein aller Menschen dich erbarmen Diß Gebeth wollest du ge⸗ treuer GOtt und Vater! aus Gnaden erhoören, und krafft dei⸗ ner unfehlbaren Verheissung, was uns an Leib und Seele nuͤtzlich ist, geben, um JEsu Christi, deines lieben Sohnes, unsers Heylandes willen, Amẽ. OErr GOtt Vater i im Himmel, Erbarme dich uͤber uns! HErr GOtt Sohn, der Welt Erbar ne dich uͤber uns! HErr GoOtt Heiliger Geist, Erbarme dich uͤber uns! Amen. Gebeth um Erhaltung der wahren seligma⸗ chenden Religion. AS27„gerechter GO2, getreuer Vater! wir muͤssen vor deinem Ange⸗ hn bekennen, daß wir mit un⸗ rn übermachten Suͤnden und Undanck gegen dein heiliges Evangelium so viel verschul⸗ det haben, daß du Ursach haͤt⸗ test, wie mit andern Straffen uns heimzusuchen, so auch dei⸗ nen Feinden zu gestatten, daß sie deine Wahrheit, dero wir nicht wuͤrdig gewandelt ha⸗ ben, uns allerdings entziehen moͤchten. Wie du denn auch aus gerechten Gerichte bereits an vielen Orten, wo vorhin das Licht deines Evangelii helle geleuchtet, die Finsterniß wiederum uͤberhand hast neh⸗ men lassen, welche auch immer weiter sich ausbreitet. Und ob du wohl nach dei⸗ Barmhertzigkeit dein Wort biß hieher unter uns hast reich⸗ lich wohnen lassen, und wir dich deßhalber hoͤchlich zu prei⸗ sen und deinen Nahmen zu ruͤh⸗ men haben; So will doch der Undanck gegen das Kleinod der wahren seeligmachenden Reli⸗ gion noch leider! sich nicht ver⸗ Heyland, liehren, sondern es herrschet die ner unendlichen Guͤte und Ruch⸗ Unnd unsere enigen, soun 92.—.— Huchosof lichgesiunt immerzu in 9000 die wahre E sete Hertzen nehmen w ernstlicher dir, und b zufoͤrderst von der De Gleisches l Leben. Git abmen Chr llenthalben allen denen, Weinberge Küͤche Verd odet sonst de stand stöhrer kehngegend ner hetgehr nigkeit des v gen Gottesd denen bösen lob h bring Cvangelil Funsterniß d hast neh⸗ 4⁴ uuch immer nuch dei⸗ lte und dein Wort Vhirich und wir Alich! lu prei⸗ ** 2 doch der +18 der Aenden Reli⸗ vnicht ver⸗ x schet die ö huch⸗ Ruchlosigkeit und das fleisch⸗ 39 Auf die Wochen⸗Predigten. 6⁰ lich⸗gesinnte Weltwesen noch immerzu in unsern Gliedern. Ach HErr! du kanst allein die wahre Gottseeligkeit in un⸗ sere Hertzen pflantzen. Darum nehmen wir auch um desto ernstlicher unsere Zuflucht zu dir, und bitten: Wende doch zuförderst unsere Hertzen ab von der Welt, der Augen⸗Lust, Fleisches /Lust, und hoffaͤrtigen ist. Laß uns nicht nur deines Wortes Hoͤrer, sondern auch Thaͤter werden, ja, gieb du dein Gesetz in unser Hertz, und schreibe es in unsern Sinn, daß wir nunmehro gantz andere Menschen, unser gantzes deben in der Wiedergeburt fuͤhren, wuͤrdiglich demjenigen Beruff, dazu du uns gesetzet hast. So mache du uns fertig in allem guten Wercke zu thun deinen Leben. Gieb hiernaͤchst deiner Willen, und schaffe in uns, armen Christenheit hier und swas vor dir gefaͤllig ist, durch allenthalben Friede, und steure JEsum CHristum, welchem allen denen, welche in deinem mit dir sey Ehre von Ewigkeit Weinberge der Christlichen Kivche Verderbniß anrichten, oder sonst den gemeinen Ruhe⸗ stand stoͤhren wollen. Erhal⸗ te hingegen das Reich bey sei⸗ ner hergebrachten Freyheit, und unsere Kirche bey der Rei⸗ nigkeit des Worts, und heili⸗ gen Gottesdienst. Wehre al so denen boͤsen Anschlaͤgen derer⸗ jenigen, so uns um solches Klei⸗ nod zu bringen sich unterste⸗ hen, und rette deines Nahmens Ehre gegen alle Feinde deines Evangelii, derer Hochmuth du zu rechter Zeit daͤmpffen und leß. Fall erfolgen lassen wol⸗ est. Uns aber verleihe wahre Busse, damit wir die Feuͤchte deiner Wahrheit ins kuͤnfftige treulicher bringen, und erret⸗ tet von der Hand unserer— de dir dienen ohne Frucht un⸗ ser Lebenlang, in Helligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefaͤllig zu Ewigkeit, Amen. Gebeth bey Wochen⸗ Predigten. Aud barmhertziger und getreuer GOtt, Va⸗ ter unsers HErrn IJEsu Chri⸗ sti! wir arme Suͤnder treten fuͤr den Thron deiner heiligen Majestaͤt, und bekennen mit reuigen und zerschlagenen Her⸗ tzen, daß wir mit unsern viel⸗ faͤltigen, schweren Suͤnden nicht allein allerhand Land⸗ Plagen u. Straffen, als Krieg, Hungers⸗Noth, Pestilentz und dergleichen, sondern auch die ewige Verdammniß in Ab⸗ grund der Hoͤllen wohl verdie⸗ net haben. Wir bitten aber dei⸗ ne grundlose Barmhertzgkeit, du wollest uns arme Suͤnder in deinem Grimm und Zorn nicht gantz und gar verslossen, son⸗ dern um des theuren e .. 2e— 61 Danck⸗Gebeth vor das W. G. und heil. Sacramenta. 62 stes deines lieben Sohnes JE⸗ su Christi willen, unsere Suͤn⸗ de vergeben, und in die Tieffe des Meers werffen: Auch dei⸗ nen Heiligen guten Geist in un⸗ sere Hertzen geben, damit wir in wahrer Busse und Bekeh⸗ vung, an unsern Heyland JE⸗ sum CHristum, mit rechtem Vertrauen uns halten, und auf dem Steige deiner Gebot mit ungefaͤrbter Liebe gegen dir und unserm Naͤchsten un⸗ verruͤckt einher gehen moͤgen Wollest auch deiner armen durch unsern hochgelobten Heyland und Friede⸗Fuͤrsten, IEsum CHristum, Amen. Danck⸗Gebeth vor das Wort GOttes und Heil. Sacramenta. Aed du getreuer GOtt ich dancke dir fuͤr die gros⸗ se Gnade, die du uns armen elenden Menschen erzeiget hast, durch die Offenbahrung deines heiligen goͤttlichen Worts, und die Einsetzung deiner hoch⸗ wuͤrdigen Gacramenten; Der Christenheit mit Gnade Trost, Geist des HErrn hat durch die Schutz und Huͤlffe beystehen, dein heiliges Wort und den rechten Gebrauch der heiligen Sacramenten, wie auch den verliehenen Friede, unter uns und unsern Nachkommen er⸗ halten, und sonsten fuͤr allen Schaden und Unheil uns be⸗ huͤten: unsere gnaͤdigste Lan⸗ des⸗Fuͤrstliche Herrschafft, samt allen Dero Raͤthen und Amt⸗ Leuten auch Buͤrgermeister und Rath dieser Stadt, durch dei⸗ nen Heiligen Geist regieren, und mit deinem kraͤfftigen Arm handhaben und schuͤtzen, damit in unserm Lande Ehre wohne, Guͤte und Treue einander be⸗ gegnen, Gerechtigkeit und Friede sich kuͤssen und im Schwange gehen, und wir al⸗ so deinen heiligen Nahmen hier zeitlich und dort ewiglich, fuͤr Propheten geredt, und seine Rede ist durch ihren Mund ge⸗ schehen, dadurch hast du dich uns zu erkennen geben, in wel⸗ chem deinem Erkaͤntniß stehet das ewige Leben: Dadurch hast du uns beruffen zur Gemein⸗ schafft deiner heiligen Christli⸗ chen Kirchen: Dein heiliges Evangelium ist auch eine Krafft GOttes seelig zu ma⸗ chen alle, die daran glaͤuben. Dadurch erweckest du in uns den Glauben, giedst uns den Heiligen Geist, laͤssest uns Ver⸗ gebung der Suͤnden verkuͤndi⸗ gen: Dadurch empfahen wir wahehafftigen, lebendigen Trost in allem Creutz und Todes⸗ Noth. Dadurch stillest du un⸗ ser unruhiges Gewissen, da⸗ durch erfreuest du unser trauri⸗ ges Hertz, dadurch speisest du alle deine herrliche Wunder⸗ Werck und Wohlthaten dan⸗ cken und dich preisen moͤgen, unsere Seelen, als mit dem rechten Himmel⸗Brod, dadurch machest du uns zu neuen Crea⸗ tu⸗ „Hlh die Seele IX , dadur s und ma uns; dad Nunsre Todes⸗ Zod nicht lch; dadurc AUunsere Seelez Vuind eitest Rruff und i Vders gantzen! Vahler Leuchte: geul, und als auf unsern unsere Lritter HErr! wenn! väre mein T wuie ich verga Elende: Dent hettens Freu ODulch GIttes Helligen Sacr wuit geheiliget ö Seele geseegn Vort,o GOtt deue heilige hat dich lh and allen zei Vhen Seegenn nden Seeger ö Muigen. At, ich dan ahle und then aftelen das: - Mgen, U2 menta. 62 oqaelodten de Jurssen, Auen. vor das c5õ und nenta. vSSON SON Danck⸗Gebeth vor das deiden Christi. 6⁴ nuten, dadurch kommst du zu uns und machest Wohnung bey uns; dadurch linderst du unsere Todes⸗Noth, daß wir den Tod nicht schmecken ewig⸗ lich; dadurch erleuchtest du unsere Seele; dadurch regierest du und leitest uns in unserm Beruff und in dem Lauff un⸗ sers gantzen Lebens, als mit einer Leuchte auf unsern We⸗ gen, und als mit einem Licht auf unsern Fußsteigen, daß unsere Tritte nicht gleiten. Ach HErr! wenn dein Wort nicht waͤre mein Trost gewest, so waͤre ich vergangen in meinem Elende: Denn es ist unsers Hertzens Freude und Trost. Durch GOttes Wort und die heiligen Sacramenta werden wir geheiliget und an Leib und Seele geseegnet. Wer dein Wort, o GOtt! verwirfft, und deine heilige Sacramenta, der hat dich selbsten verworffen und allen zeitlichen und ewi⸗ gen Seegen, und kan mit nich⸗ ten den Seegen haben, sondern den ewigen Fluch. Ach!mein GOtt, ich dancke dir vor diese edle und theure Schaͤtze, diese erfreuen das Hertz, erleuchten die Augen, saͤttigen und erhal⸗ ten die Seele zum ewigen Le⸗ ben. Ach! mit solcher Gnade sie⸗ he mich doch auch an in meiner letzten Todes⸗Stunde, Amen. Danck⸗Gebeth vor das Leiden Christi. Mh dancke dir, HErr JE⸗ 10 su CHriste, wahrer GOtt ̃E.i und Mensch/daß du mich armen Suͤnder und verdammten Men⸗ schen ohn alle meine Wercke, Verdienst und Wuͤrdigkeit, durch dein heilig Leiden, Ster⸗ ben und Blutvergiessen erloͤset hast. O HErr IEsu CHriste! wie groß ist dein Leiden? wie schwer ist deine Pein? wie viel ist deiner Marter? wie tieff sind deine Wunden, wie bitter und schmertzlich ist dein Tod? wie unaussprechlich ist deine Liebe, damit du mich bey deinem lie⸗ ben Vater versoͤhnet hast, da du am Oelberg blutigen Schweiß fuͤr grosser Todes⸗Angst ge⸗ schwitzet, daß die Blutstropf⸗ fen auf die Erde gefallen, und daselbst von allen deinen Juͤn⸗ gern verlassen, in die Haͤnde der schnoͤden Juͤden und gottlosen Schaar dich willig fuͤr mich ge⸗ geben, welche dich hart gebun⸗ den von einem ungerechten Richter zu dem andern un⸗ barmhertzig gefuͤhret. Daselbst bist du faͤlschlich verklagt, ver⸗ urtheilet und verspeyet, verhoͤ⸗ net und mit Faͤusten in das Angesicht geschlagen worden. Du bist um unser Missethat willen verwundet und um un⸗ ser Suͤnde willen zerschlagen, gegeisselt und mit Dornen ge⸗ kroͤnet und jaͤmmerlich zuge⸗ vichtet, wie ein arner Wurm, der nicht einem Menschen aͤhn⸗ lich gewesen. Denn du warest der aller Verach teste und Un⸗ wertheste, voller Schmertzen und Kranckheit, also, daß es G gu 6³ Danck⸗Gebet nach verrichteter Erndte. 66 auch ein heydnisch Hertz erbar⸗ met hat, und gesagt: Sehet, welch ein Mensch ist das! Du bist von wegen meiner Miß⸗ handlung mitten unter zweyen Ubelthaͤtern gerechnet, und als ein Fluch aufgehenckt, an Haͤn⸗ den und Fuͤssen mit Naͤgeln durchgraben, darzu in deinem hoͤchsten Durst mit Eßig und Gallen getraͤncket, und mit grossen Schmertzen hast du dei nen Geist aufgeben, auf daß du unsere Schuld bezahlest, und wir durch deine Wunden gehei⸗ let wuͤrden. O HErr IEsu CHriste! fuͤr diese und andere deine Marter und Pein sag ich dir Lob und Danck, und bitte Guͤte und Wahrheit bleibet vom Himmel, denn seine Guͤ⸗ te waͤhret ewiglich. Es sage nun Israel, seine Guͤte waͤhret ewiglich. Es sage nun das Hauß Aaron, seine Guͤte waͤh⸗ ret ewgilich. Es sagen alle, die den HErrn fuͤrchten, seine Guͤ⸗ te waͤhret ewiglich. Ach! wie haben wir uns zu fuͤrchten ge⸗ habt fuͤr Verheerung der lieden Fruͤchte auf dem Lande! Ach! wir haben uns besorgt und Brod, welches uns G in diesen kuͤmmerlichen Zei⸗ ten noch bescheret hat, moͤch⸗ te uns fuͤr unsern Augen bekuͤmmert, daß diß Bißlein ewiglich. Dancket dem Ott 6 Dar II sh deinen O holchen die We In, auf daß au deinen Ge Ind wir unsere en Schutz til den Feinden lel Ium Christun Sahn unsen men. 90 602² Wckern, die Ach GOttletb hald, denn wir worden! Nun VWix erkennen luit danckbare Hast uns Fruͤ dich, laß dein heiliges bittresl und aus unsern Haͤnden hin⸗ an ud Leiden Und Sterben an mirssweg gerissen werden! Aber, rn udie nicht verlohren seyn, sondern, die Guͤte des HErrn ist es, daß H ichunds daß ich mich desselben zu ieder wir nicht gar aus sind, und sei. Ouhastgethi Zeit von Hertzen troͤste und ne Barmhertzigkeit hat noch del und gefen kuͤhme auch dasselbe also bege⸗kein Ende, sondern sie ist alle me mit he und betrachte, daß alle boͤse Morgen nu. Wieweichun Lust in mir ausgeloͤschet und Nun dancket alle GOtt, der audes Gen gedaͤmpffet, dagegen aber alle grosse Dinge thut an allen i Tugenden eingepflantzet und Enden, der uns von Mutter⸗ lssn, und ha gemehret werden, auf daß ich leib an lebendig erhaͤlt und llen drtenf der Suͤnden abgestorben, der thut uns alles Gutes, er gebe aen Krieg Gerechtigkeit lebe und deinem uns ein frolich Herö, und ver⸗ shne Mah mir gelassenen Fuͤrbild nach⸗leihe immerdar Friede zu un⸗ Hlben müst folge, in deine Fußstapffen tre⸗sern Zeiten in Israel, auf daß; dnbrigend. ö te/ das Ubel mit Gedult vertra⸗ seine Gnade stets bey uns blei⸗ 1,Ehre gJe und das Unrecht mit gutem be und erloͤse uns so lange Dir Ott der Gäewissen leide, Amen. leben. Ach GOtt! gieb Frie⸗ usdhalgen in Mpfang iet IbvonEmig Mhten. ö Muditten ..— GItt Nhd Ahser de in deinem Lande, Gluͤck und Heyl zu allem Stande! HErr ö GOtt, himmlischer Vater! der du heiligen Muth, guten Rath und rechte Wercke spae gi Danck⸗Gebeth nach verrichteter Erndte. Denckerdem Herrn, denn 60 er ist freundlich, und seine dte. ge nun das Güte wah⸗ Ngen alle di Iten, seine Guͤ⸗ lich. Ach! wis 3u furchten g. crung der lieden nkande! Achl 6⁰ habrhe 1110 bleibe icket dem GO denn seine Gy⸗ Aich Es sugt Güte wahret Seund unserer Hertzen, du b7 gieb deinen Dienern Friede, velchen die Welt nicht kan ge⸗ ben, auf daß unsere Hertzen an deinen Geboten hangen, und wir unsere Zeit durch dei⸗ nen Schutz stille und sicher fuͤr den Feinden leben, durch IE⸗ sum CHristum deinen lieben Sohn unsern HERR N, Amen. Ach GOT] steure denen Voͤlckern, die gerne kriegen! Ach GOtt! erbarme dich unser hald, denn wir sind fast duͤnne worden! Nun, o lieber GOtt! wir erkennen und bekennen es mit danckbaren Hertzen, du hast uns Fruͤhe⸗Regen und Spat⸗Regen zu rechter Zeit geben, und uns die Erndte treulich und jaͤhrlich behuͤtet: Du hast getraͤncket unsere Fur⸗ chen und gefeuchtet unser Ge⸗ pfluͤgtes, mit Regen machst du es weich und seegnest unser Landes⸗Gewaͤchse; Du hast unser Getreydig wohl gerathen lassen, und hast, ob wohl an vielen Orten wegen des grau⸗ samen Kriegs ⸗Wesens viel schoͤne Aecker wuͤste liegen bleiben muͤssen, dennoch in den uͤbrigen das Land gebauet. Lob, Ehre, Preiß und Danck sey GOtt dem Vater, Sohn und Heiligen Geist, wie es war im Anfang ietzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Wir bitten dich auch, hertz⸗ lieber GOtt und Vater! von dasjenige, was du uns besche⸗ ret, mit Dancksagung anneh⸗ men und es durchs Wort GOt⸗ tes und Gebeth bey uns gehei⸗ liget seyn, auch zu deinen Eh⸗ ren und unsern zeitlichen Un⸗ terhalt, Kirchen und Schulen, auch dem duͤrfftigen Naͤchsten zu Nutz angewendet und ge⸗ braucht, und darbey der schaͤndliche und schaͤdliche Mammon und Bauch⸗Sorge mit hoͤchsten Fleiß vermieden werden moͤge. Behuͤte diesen Ort und auch das gantze Fuͤr⸗ stenthum fuͤr Kriegs⸗Noth und Gefahr, fuͤr gefaͤhrlichen feindlichen Einfall, Einlage⸗ rung, Pluͤnderung und Ver⸗ heerung, gieb unserer Christli⸗ chen, lieben, hohen Obrigkeit, samt dem gantzen Hoch⸗Fuͤrst⸗ lichen Hause, und allen Chur⸗ und Fuͤrstlichen hohen Anver⸗ wandten, den Geist der Weiß⸗ heit, des Raths, der Krafft und Staͤrcke: Bestatige und erhal⸗ te unter uns den lieben Frie⸗ den: Laß uns die Zeit unsers irdischen Lebens in wahrer Er⸗ kaͤntniß deines heiligen Nah⸗ mens und Gottesfurcht, auch in Gesundheit, Fried und Ei⸗ nigkeit hinbringen, auch schen⸗ cke uns allen endlich die ewige Seeligkeit, um JE S U CHRSFSTJ unsers HErrn und Heylandes willen, A⸗ men. Und in desselben Nah⸗ men wollen wir nach geendig⸗ 6 2 6el 69 Auf Weyhnachten. 7⁰ ter Predigt einmüthiglich GOtt den HErrn preisen, und mit einander singen: HErr GOtt dich loben wir, SErr GOtt wir dancken dir. III. Fest/Gebethe. Auf Weyhnachten. Almächaizer ewiger, barm⸗ hertziger GOtt und Vater unsers HErrn und Heylandes IEsu CHristi] wir sagen dir kob und Danck von gantzem Grund unsers Hertzens, daß du deinen eingebohrnen Sohn, unsern HErrn JIEsum CHri⸗ stum, von der Jungfrauen Maria hast Fleisch annehmen und wahren Menschen, um uns Menschen und unserer Seeligkeit willen, lassen geboh⸗ ren werden, und in demselben deine unaussprechliche Liebe gegen das gantze verdammte und verlohrne menschliche Ge⸗ schlecht erwiesen, die du hoͤher und mehr gegen demselben nicht haͤttest erweisen koͤnnen. Was sind wir doch arme Kin⸗ der und Wuͤrmlein, daß du uns mit solcher unaussprechli⸗ chen Liebe hast angesehen? und da wir von wegen der Suͤnde, in welche wir durch Adams Fall gerathen, anders nichts, denn den zeitlichen Dod, neben der ewigen Verdammniß ver⸗ dienet, und nicht wuͤrdig wa⸗ gen dir aufhuͤben, gleichwohl so viel an uns gewendet, und um unser Seeligkeit willen ge⸗ than? Aber was sollen wir sagen? Du hast nicht unsere Unwuͤr⸗ digkeit und Missethat, sondern deine unermaͤßliche Barmher⸗ tzigkeit bedacht, und Gnade für Recht gehen lassen. Dero⸗ wegen wir dir unsterblichen ewigen Danck zu sagen schul⸗ ren, daß wir unsere Augen ge⸗ dig sind und deine Guͤte nim⸗ mermehr verdancken und ver⸗ loben koͤnnen. Wir erkennen unsere Unwuͤrdigkeit, Misse⸗ that, Suͤnde und grosse Schuld: Preisen aber her⸗ gegen deine unaussprechliche Barmhertzigkeit, und bitten durch deinen eingebohrnen Sohn, unsern einigen Hey⸗ land und Seeligmacher, von der Jungfrau Maria geboh⸗ ren, du wollest uns um dessel⸗ ben deines allerliebsten Soh⸗ nes, des neugebohrnen JEsu⸗ leins willen, gnaͤdig seyn, un⸗ ser verschonen, und deinen ge⸗ rechten Zorn nicht wider uns gehen und anbrennen, sondern um desselben willen sincken und fallen lassen. Wollest dir auch hinfort, wie du bißher ge⸗ than, eine ewige Kirche aus dem Menschlichen Geschlech⸗ te, und also auch aus unserm Mittel allhier in diesen Landen und Fuͤrstenthuͤmern, sammlen, derselbigen beywohnen, und wider alles Ungluͤck in diesen gefaͤhrlichen Laͤufften haen un il Indbeschimel Hefelbigen ent chadigstabtoe Helte in diese dem Jungster hen, wesche di herdung und lihen Sohne allgeit verküf se. Wollest falt die weltl Kn, insonder Rͤdigsten lit sten und Hexrr MICHeR Sachsen, Ju Berg auch Ei Phalen sammt gelichten Frau Ppigtzen hoch Mutter, Hel Frauen Schy Koͤnigl. Hohe run Vettern, Memarische gaohtzen Chur Hause zu Sa hohhen Anvert sündten so n hekten und Er lassen befohle Regiment&. bekleihen, da siller Ruhe ͤft a iegliherf worten und di gefäligif dichen möͤger ingemein di ühun und aeburth deir NIu Wrist 7⁰ endet, und Reit wilen ge a wir sagen? ausere Unwuͤr⸗ Nehat, sondern de Barmher⸗ und Gnade lassen. Dero⸗ unsterblichen V sagen schul⸗ ne Güte nim⸗ en und ver⸗ Vir erkennen Ukeit, Misse⸗ und grosce n aber her⸗ assprechliche und bitten um desseb östen Soh⸗ Reichwohl é und deinen ges It wider und nen sondern wilen sincen Wollest di 2du bihber ge —. Kirche aub en Geschl⸗ aus unsetu * diesen Landen aern sammͤel, rebnen, 1nd Aück in diesen schubel Asste so 1 7 NNT Auf Weyhnachten. 72 und beschirmen/auch alles, was derselbigen entgegen ist, aller⸗ gnaͤdigst abwenden: Auf daß Leute in diesen Zeiten und fuͤr dem Juͤngsten Tage uͤberblei⸗ ben, welche die seelige Mensch⸗ werdung und Geburth deines lieben Sohnes JEsu CHristi allezeit verkuͤndigen und prei⸗ sen. Wollest auch gleicher ge⸗ stalt die weltlichen Herrschaff⸗ ten, insonderheit aber unsern gnaͤdigsten lieben Landes⸗Fuͤr⸗ sten und Herrn, Herrn IR JE⸗ DRICHEN, Hertzogen zu Sachsen, Juͤlich, Cleve und Berg/ auch Engern und West⸗ phalen, sammt Dero freundlich geliebten Frau Gemahlin/ Erb⸗ Printzen hochgeehrtesten Frau Mutter, Herren Bruͤdern und Frauen Schwestern, respecti ve Koͤnigl. Hoheit, wie auch Her⸗ ren Vettern, Gothaischer und Weimarischer Linie, nebst dem gantzen Chur⸗ und Fuͤrstlichen Hause zu Sachsen, und allen hohen Anverwandten und Ge⸗ freundten so wohl Erb⸗verbruͤ⸗ derten und Erbvereinigten,dir lassen befohlen seyn, zu ihrem Regiment Gnade und Seegen verleihen, daß wir darunter in stiller Ruhe friedlich leben, und ein ieglicher seines Beruffs ab⸗ warten und dir in Heiligkeit, so dir gefaͤllig ist, sein Lebenlang dienen moͤgen. Wollest auch insgemein dich unser aller er⸗ barmen, und uns der froͤlichen chen, durch deinen Gnaden⸗ Geist regieren, damit wir im Glauben und Erkaͤntniß deines lieben Sohnes unsers Heylan⸗ des JEsu Christi, taͤglich wach⸗ sen und zunehmen, in allen Noͤ⸗ then und Ansechtung uns des⸗ selben troͤsten, und endlich in seiner Gnade seeliglich ent⸗ schlaffen, und also das Ende des Glaubens, das ist der Seelen Heyl und Seeligkeit erreichen, durch JIEsum Christum deinen lieben Sohn, welcher mit dir und dem Heil. Geist herrschet und regieret, wahrer GOtt, in alle Ewigkeit, Amen. Auf das Neur Jahr. ERR IEsu Christe! ich dancke dir von Grund meines Hertzens fuͤr deinen allersuͤssesten Nahmen, JEsus, damit du dich in deiner Be⸗ schneidung hast nennen lassen; o mein HErr JEsu! du heist ja wohl billig JEsus, das ist ein Helffer und Seeligma⸗ cher, und fuͤhrest den Nah⸗ men mit der That; Denn du hast uns ja redlich geholffen und Hilst noch taͤglich mit Rath und That, und machest dein glaͤubiges Volck seelig von allen ihren Suͤnden. Ja, HErr JEsu!] es ist in keinem andern Heyl, und ist auch kein ander Nahme gegeben, da⸗ rinnen wir sollen seelig wer⸗ den: Ich habe keinen andern/ Geburth deines lieben Sohns ich weiß keinen andern, ich will JEsu Christi theilhafftig ma⸗ kein keinen andern, es ist auch 63 an⸗ 73 Auf das Neue Jahr. 74 anderer/der mich seelig machen kan, denn du mein Heyland al⸗ leine. Denn von dir zeugen al⸗ le Propheten, daß durch deinen Nah men alle, die an dich glaͤu⸗ ben, Vergebung der Suͤnden empfahen sollen. Und wenn ich ansehe die Exempel der Al⸗ ten und mercke sie, so finde ich/ daß nie keiner verlassen worden ist, der auf dich getrauet hat. Derohalben komme ich auch zu dir, HErr mein Heyland! Ja, ich komme zum Neuen Jahr zu dir, bringe und bekenne dir in rechter ernster Reu und beid al⸗ le meine Suͤnde darinne ich em⸗ hfangen und gebohren bin, und damit ich diß vergangene Jahr und von Jugend auf gesuͤndi⸗ get und deinen Vater erzoͤrnet Habe. O JEsu! du ewiger See⸗ ligmacher, wie bin ich von Na⸗ tur so ein unseeliger Mensch! und wie groß und ungeheuer ist meine Guͤnde fuͤr deinem Va⸗ ter] welches daraus erscheinet, daß mir sonst niemand hat helf⸗ fen koͤnnen, denn du, ewiger Sohn GOttes, alleine. Odu ewiger Helffer, wie gar groß ist deine Huͤlffe? Ach mein HErr IEsu! wie viel hat es gekostet, meine Seele zu erloͤsen? O freundlicher, o lieber, o guͤtiger, o sůsser HErr JEsu voller Guͤ⸗ te und Gabe, voller Gnade und Wahrheit ich bitte dich um dei⸗ nes suͤssen Nahmens willen, er⸗ barme dich mein, und nimm von mir, was mein ist, nehmlich die Sůͤnde, und gieh mir zum Neuen Jahr was dein ist,/ nehmlich deinen grossen und neuen Himmels⸗Trost, Verge⸗ bung meiner Suͤnden, deinen Heiligen Geist und das ewige Leben! O guͤtiger HErr JEsu! sey guͤtig und gnaͤdig mir ar⸗ men Suͤnder! O barmhertziger HErr JEsul erbarme dich uber mich elenden Missethaͤter! O suͤsser GErr IEsu! troͤste mich durch die Suͤßigkeit deines Nahmenslo freundlicher HErr JEsu! thue mit mir nach der Freundligkeit deines holdseeli⸗ gen Nahmens! O JEsu, du ei⸗ niger Heyland! sey auch mein Heyland! O JEsu! du einiger Drost der Seelen, troͤste und er⸗ quicke auch mein Hertz, und laß mich in dir allezeit Trost unde⸗ ben, Friede und Freude empfin⸗ den. HErr JEsu! du Schoͤpf⸗ fer aller Dinge, schaffe auch in mir zum lieben Neuen Jahre ein neues Hertz, und gieb mir einen neuen gewissen Geist, daß ich keine alte Suͤnde, ja keinen Vorsatz ferner zu sůndigen, ins neue Jahr bringe. Gieb, daß ich stets vor Augen habe die grosse Treue, die du an mir ge⸗ than hast, und aus viebe gegen dir mit dem Neuen Jahre ein neues Leben anhebe. O du frommer HErr JEsu! Dir ergeb ich mich gantz und gar mit deib und Seele, und mit al⸗ lem, was ich habe: Du solt diß kuͤnfftige Jahr und allezeit mei⸗ ne einige Zuflucht, mein einiger Schutz und Schirm seyn. Be⸗ huͤte I Mrachtungd der hel. S wahre mich schiblchenS und Wossers Ind auffuh Mud fr S den, füͤr Fei Clend. Es Schulen, se Herrshafte aber unsen Landed⸗uͤr Hertn FR Hethogen zu Cleveund Be Ind Westpha steundlich:g. Mahlin, Erd ehttesten Fr Bruͤdern un stern respect hMe auch He thasscher un nie, nebenst' und Füͤrstl Uldallen hol und Gesreut Veibrüderte Rigten. S Und Rahrur schwerung Mein HErt lehre mich deinem Wol Muter Geistf tit Bahn. mich allezei Igen Geist, Gauben u Micfrig ol, Verge⸗ Aden, deinen nd das ewige HErr JEs! dig mir ar⸗ dermbertziget are dich uͤber issethater! O troͤstemich Ligkeit deines su du einiget röͤste und er⸗ Hertz und laß * rost undke⸗ Freude empfin⸗ du Schoͤpf⸗ schaffe auch in Neuen Jahre d gieb mit und mit al. Di solt diß Dalle eit nes stbaß 2 Auf das Neue Jahr. 76 hůte mich fuͤr Abgoͤtterey und Verachtung deines Worts und der heil. Sacramenten. wahre mich fuͤr Pestilentz und schaͤdlichen Seuchen, fuͤr Feuer und Wassers⸗Noth, fuͤr Krieg und Auffruhr, fuͤr Hader und Mord/ fuͤr Suͤnden und Schan⸗ den, fuͤr Feindschafft und allen Elend. Seegne Kirchen und Schulen, seegne die weltlichen Herrschafften, Insonderheit aber unsern gnaͤdigsten lieben Landes⸗Fuͤrsten und Herrn, Herrn FRIEDRICHEN, Hertzogen zu Sachsen, Jͤͤlich/ Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen, sammt Dero keit und Erbarkeit, in Gedult und Hoffnung, in Sanfftmuth Be⸗und Demuth. Wenn ich suͤn⸗ dige, so züͤchtige mich vaͤterlich; Wenn mich meine Suͤnden aͤngsten so erqvicke mich: Wenn mich der Satan anficht, so troͤ⸗ ste mich: Wenn mich die Welt verfolget/ so nimm du mich auf: Wenn mich mein Fleisch und Blut uͤberwaͤltigen will, so starcke mich: Wenn ich gehe, so leite mich: Wenn ich stehe, so halte mich: Wenn ich unwis⸗ send bin, so lehre mich: Wenn ich irre, so bringe mich wieder zurechte: Wenn ich falle so richte mich wieder auf Wenn freundlich⸗geliebten Frau Ge⸗sich betruͤbt bin, so erfreue mich: mahlin, Erb⸗Printzen, Hochge⸗Wenn ich in Noͤthen bin, so er⸗ ehrtesten Frau Mutter,Herrensrette mich: Wenn ich kranck Bruͤdern und Frauen Schwe⸗ bin, so sey mein Artzt: stern respective Koͤnigl. Hoheit, wie auch Herren Vettern, Wenn ich matt und muͤde werde, so Go⸗ labe und erquicke mich: Wenn thaischer und Weymarischer vi⸗ich alt und schwach werde, so nie, nebenst dem gantzen Chur⸗ und Fuͤrstl. Hause zu Sachsen und allen hohen Anverwandten und Gefreundten, auch Erb⸗ Verbruͤderten, und Erb⸗Verei⸗ nigten. Seegne unser Land und Nahrung/ lindere alle Be⸗ schwerung und Theurung. Mein HErr und mein Helffer! lehre mich allezeit thun nach deinem Wohlgefallen, und dein guter Geist fuͤhre mich auf rech⸗ ter Bahn. Fuͤhre und leite mich allezeit durch deinen hei⸗ ligen Geist, daß ich wandele im Glauben und in der Liebe, in hebe und trage mich Wenn ich hungrig werde, so speise mich: Wenn ich durstig bin, so traͤn⸗ cke mich: Wenn ich nackend und bloß bin, so kleide mich: Wenn ich verachtet und ver⸗ lassen werde, so nimm du dich meiner an: Wenn ich von hin⸗ nen scheiden soll, so verleihe mir ein seeliges Stuͤndelein, und laß dir meine Seele befoh⸗ len seyn, Amen, o du sũsser HErr JEsu! Amen. Auf das Heil. Oster⸗Fest. Friedfertigkeit/ in Gottseelig⸗ 9 Amaͤchtiger, ewiger, barm⸗ ö 64 hey⸗ 77 Auf das heilige Osier⸗Fest. 78 hertziger GOtt, und Vater un⸗Erndte senden„und aller fal⸗ 1 0 sers getreuen HErrn und Hey⸗ schen dehre und Irrthum steu⸗ Henet landes IEsuChristi! der du einsren und wehren.AlleEhristliche WEwiokel, unerschoͤpfflicher Bruñqvell al⸗Herrschafften undObrigkeiten, f die les Guten bist: Wir arme elende insonderheit aber unsern gnaͤ⸗ C Kinder dancken dir von Grund digsten lieben Landes⸗Fuͤrsten unsers Hertzens, daß du deines und Herrn,Orn. FRJEORJ. Ob eingebohrnen Sohnes nicht CHERN, Hertzogen zu Sachsen, ewige verschonet hast sondern um un⸗ Juͤlich, Cleve und Berg, auch Heyland al ser Suͤnde willen dahin gegeben Engern und Westphalen ꝛc. Himmels u und am dritten Tage von den sammt Dero freundlich gelieb⸗ maͤchtiger e Todten um unser Gerechtig⸗ ten Frau Gemahlin, Erb⸗Prin⸗ lberwinder: keit willen erwecket hast. Wir 3zen, Hochgeehrtesten Frau de! der du dancken dir auch, allergetreue⸗Mutter, Herren Bruͤdern und Werck der ster HErr und Heyland JEsu Frauen Schwestern, respective Sodten erst Christe! daß du dich selber in Koͤnigl. Hoheit, wie auch Her⸗ diertzig Zug unser Elend gestecket, unsere ren Vettern Gothaischer und cgerley Erm Schuld und Missethat auf dich Weymarischer Linien, nebst aget deiner gezogen durch dein Blut und dem gantzen Chur⸗und Fuͤrstl. sich verhalte Tod dafuͤr gebuͤsset, durch dei⸗Hause zu Sachsen, und allen than, diestl ne froͤliche Auferstehung dem. hohen Anverwandten und Ge⸗ alo in ihes Tod seine Macht genommen, freundten, so wohl Erbverbruͤ⸗ saͤches mit Gerechtigkeit, Leben und See⸗ derten und Erb⸗vereinigten, dir gesehen, g ligkeit wiederbracht hast, und lassen befohlen seyn, in deinem ten: Du! bitten deine Grundlose Barm⸗gnaͤdigen Schutz erhalten und gesangen e hertzigkeit, du wollest solche fuͤr allem Ubel behuͤten. Auch Menschen deine himmlische und unaus⸗wollest du dich über den Hauß⸗ Du hast ar sprechliche Schaͤtze und Wohl⸗ Stand, Vater, Mutter Kinder, senthumu thaten an uns armen Wuͤrm⸗Gesinde und maͤnniglichen un⸗ sse Schau lein nicht verlohren seyn, son⸗ter uns erbarmen, mit deiner Ind einen dern durch festen Glauben in himml Gnade uns beywohnen, gemacht,d zerknirschten und zerschlagenen fuͤrs Teufels Trug und List, für sst alle G Hertzen uns derselben theil⸗Suͤnden und Schanden behuͤ⸗ Himmel u hafftig werden, seyn und blei⸗ten die Fruͤchte auf dem Lande hst geseht ben lassen. Wollest dir auch, gnaͤdiglich wachsen lassen, das wigen Va vermoͤge deiner unfehlbahren kaͤgliche Brod bescheren, und ber alles Zusage, fuͤr und fuͤr aus dem Gnade verleihen, daß wir durch wetden n menschlichen Geschlechte, und deinen Tod und Auferstehung Vlt, sn also auch in diesen Landen und endlich das Ende unsers Glau⸗ fünssigen Gemeinen allhier, eine ewige bens, das ist, der Seelen Heyl ne Hisseg Kirche sammlen und erhalten; und Seel igkeit, davon bringen, Huptdet Wollest treue Arbeiter in deine der du mit dem Vater und Hei⸗ Nu ift d ligen 78 daller fal⸗ A, und NG. tahrtesten Frau Brudern und Sestern, respeckwe Die auch Her⸗ Gothaischer und hringen/ Naren 4daber uler und Hei⸗ * ligen 79 Auf die Himmelfahrt Christi. ————— U FFFF 80 ligen Geist lebest und vegierest, wahrer GOtt, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Auf die Himmelfahrt Christi. O HErr JESu Christe! ewiger Sohn GOttes Heyland aller Welt, Koͤnig Himmels und der Erden, groß⸗ maͤchtiger Sieges⸗HErr und Uberwinder aller unserer Fein⸗ de! der du nach vollbrachten Werck der Erloͤsung von den getilget, so wider uns war, das Urtheil der Verdammniß auf⸗ gehaben, und alle un sere Schuld mit deinem Blut ausgeloͤschet, die grausamen Feinde, Teufel und Tod, sind gebunden und überwunden. Solchen deinen herrlichen, großmaͤchtigen Sieg und Uber⸗ windung ruͤhmen und preisen wir billig, sagen dir auch fuͤr alle deine hohe unaussprechli⸗ che Wohlthaten von Grund unsers Hertzens dob und Danck, Todten erstanden, dich gantzer und bitten demuͤthiglich, du viertzig Tage lang durch man⸗ wollest als unser ewiger Hoher⸗ cherley Erweisung lebendig er⸗ priester, wie sie schen Vater uns arme suͤnd⸗ zeiget, deinen Juͤngern, bey deinem himmli⸗ sich verhalten sollen, Befehl ge⸗haffte Menschen fuͤr und fuͤr than, dieselben geseegnet, und also in ihrer Gegenwart, da sie solches mit Verwunderung an⸗ gesehen, genHimmel gefah⸗ ren: Du hast das Gefaͤngniß gefangen gefuͤhret, und den Menschen Gaben gegeben. Du hast ausgezogen die Fuͤr⸗ stenthum und Gewaltigen, und sie Schau getragen oͤffentlich/ und einen Triumph aus ihnen gemacht, durch dich selbst; Dir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden; Du bist gesetzt zur Rechten deines ewigen Vaters, im Himmel, ůber a lles, was genennet mag verbitten, auf daß wir durch dein Blut und Tod, Unschuld und Pein, loßgezehlet, dem ge⸗ rechten Zorn GOttes und dem ewigen Verderben ent⸗ rinnen moͤgen. Wir sind ja dei⸗ nes himmlischen Vaters Kin⸗ der, vermöge deiner selbst eige⸗ nen Worte, welche aus deinem holdseeligen Munde geflossen: Ich fahre auf zu eurem Vater, und zu meinem Vater/ zu eurem GOtt, und zu meinem GOtt. Sende deinen Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, den hochsten Troͤster, in unsere Her⸗ tzen, der uns lehre und fuͤhre, werden/ nicht allein in dieser troͤste und staͤrcke, auf daß wir Welt, sondern auch in der zu⸗ kuͤnfftigen: Alles ist unter dei⸗ ne Fuͤsse gethan, und bist das Haupt der Gemeine uͤber alles: Nun ist die Handschrifft aus⸗ an deinem seeligmachenden Wort fest hangen, und durch Schalckheit und Teuscherey der Menschen uns nicht erschlei⸗ chen noch verfuͤhren lassen. 95 Die 81 Auf die Himmelfahrt Christi. 8² Dieweil du aber allergetreu⸗ ester HErr! nicht abwesend, sondern gegenwaͤrtig, als unser ewiger und himmlischer Koͤnig/ regierest: Als bitten wir dich hertzlich, du wollest dein Volck, welches du gantz herrlich er⸗ loͤset hast als dein schoͤnes Erb⸗ theil, mit deiner allmaͤchtigen Hand wider den Satan und alle Feinde gewaltig schuͤtzen, uns nicht Waͤy sen lassen, bey uns bleiben biß an der Welt Ende, und bey deinem Wort lund dem rechten Gebrauch der heiligen Sacramenten gnaͤ⸗ digst erhalten: Treue Arbeiter in deine Erndte senden, deinem Donner die Krafft, und also zu ihrer Arbeit reichen Seegen geben, auf daß sich die Guůnder zu dir bekehren, und ihrer viel zul deinem ewigen Reich ver⸗ sammlet und gebracht werden. Laß dir, o HErr! in deinen Schutz befohlen seyn das welt⸗ liche Regiment in diesen gantz gefaͤhrlichen Zeiten: Inson⸗ derheit aber unserm gnaͤdigsten lieben Landes⸗Fuͤrsten und Herrn, Herrn FREOR⸗ CHEg, Hertzogen zu Sachsen. Juͤlich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen sammt Dero freundlich⸗geliebten Frau Gemahlin, Erb⸗Printzen, Hochgeehrtesten Frau Mutter, Herren Brüdern und Frauen Schwestern, respective Koͤnigl. Hoheit, wie auch Herren Vet⸗ tern, Gothaischer und Weyma⸗ tzen Chur⸗ und Fuͤrstl. Hause zu Sachsen, und allen hohen Anverwandten und Gefreund⸗ ten, auch Erb⸗Verbruͤderten und Erb⸗Vereinigten. Gieb ihnen ein seeliges Regiment, langes Leben, zeitliche und ewi⸗ ge Wohlfarth. O HErr JEsu Christe Sohn des Allerhoͤchsten Hilff gnaͤdig⸗ lich, daß deine siegreiche Him⸗ melfahrt uns allen eine stetige Anmahnung sey, damit wir Hertzen und Augen vom Irdi⸗ schen und Vergaͤnglichen in die⸗ ser Welt weg wenden, und allei⸗ ne nach dem, was droben ist/ nach dem ewigen und Himmli⸗ schen trachten. Denn du Err, schenckest uns deinen Heiligen Geist, darum daß er unser Un⸗ terpfand und Siegel der Ge⸗ rechtigkeit sey; Und dagegen se⸗ tzest du unser Fleisch und Blut GOtt an die Seiten,/ zu einer ge⸗ wissen Versicherung, daß wir nach diesem Leben zu dir in die himmlische Freude und Seelig⸗ keit kommen sollen, sammt dem Voter und Heiligen Geiste/hoch⸗ gelobet in Ewigkeit, Amen. Auf das 2.—0 Pfingst⸗ Est. Asmachtigertemiger GOtt! barmhertziger Vater un⸗ sers einigen HErrn und Hey⸗ landes JEsu Christi, wir arme Kinderlein dancken diꝛ von gan⸗ 6tzem Grund unsers Hertzens, daßdu auf dieses heil. Pfingst⸗ rischer Linie, nebeust dem gan⸗ Sest vom Himmel herab dich Ii 33 gaferdchr Haffsichth iher die N. Ind hiekantt u ducch Kt⸗ des Heligen WgtU aller einen „ditas der Relohrnen shlechte ei Gemeines Hem erleucht Hihrheilgal chenwilt, Neitzen Heili doß edich⸗ rem und pre ich lieber! hrch JEst einigen So imd Seell lstbeinen heutiges! M unsere Hicselben te ehn gewif chel, Verm Hoh deinem deineneil Ins: Tröl deiner Huͤ sen freud nem Wor allein seel ben bestan und we Rlstern,se Vott und chbrichten nunfft.Ge Rand hol Ryy Hilff gnaͤdig⸗ ssegreiche Him⸗ allen eine fsetige damit wir Augen vom Irdi⸗ ganglichen in die⸗ denden, und allei⸗ as droben ist, gen und Himmli⸗ du HErr, deinen Heiligen n daß er unser Un⸗ Siegel der Ge⸗ . Und dagegen se⸗ Fleisch und Blut Seten zu einer ge⸗ derung/ daß wir lden zu dir in di rade und Seelig⸗ Ien, sammt dem en Geiste,hoch⸗ tit, Amen. 4l ge pfingst⸗ dest V rigtt GOtt! Aer Dater un⸗ 83 Auf das heilige Pfingst⸗Fest. geoffenbahret und den Heiligen Geist sichtbarlich zu Jerusalem uͤber die Aposiel ausgegossen, und hiermit bezeuget hast, daß du durch Krafft und Wuͤrckung des Heiligen Geistes,durch das Predigt⸗Amt der Apostel und aller reinen heilsamen Lehrer, dir aus dem verdammten und verlohrnen menschlichen Ge⸗ schlechte eine ewige Kirche und Gemeine sammlen, unsere Her⸗ tzen erleuchten, bekehren, glau⸗ big, heilig und ewig seelig ma⸗ chen wilt, dieselben auch durch deinen Heiligen Geist regieren, daß sie dich allein erkennen, eh⸗ ren und preisen. Wir bitten dich lieber himmlischer Vater! durch JEsum Christum, deinen einigen Sohn, unsern Heyland und Seeligmacher, du wol⸗ lest deinen Heiligen Geist auch heutiges Tages und hinfuͤhro in unsere Hertzen ausgiessen, dieselben rein schaffen, erneu⸗ ern, gewiß und bestaͤndig ma⸗ chen. Verwirff uns HErr nicht von deinem Angesicht, und nim̃ deinenHeiligen Geist nicht von uns: Troͤste uns wieder mit deiner Huͤlffe, und laß uns dei⸗ nen freudigen Geist bey dei⸗ nem Wort und Mahrheit und allein seeligmachenden Glau⸗ ben bestaͤndig erhalten. Steu⸗ re und wehre auch allen Irr⸗ geistern, so uns von dir, deinem Wort und Wahrheit, auf der thoͤrichten und verderbten Ver⸗ nunfft/ Gedancken und des Sa⸗ hans Holtz⸗Wege ableiten wol⸗ len. Regiere durch denselben Geist alle Christliche Obrigkei⸗ ten, insonderheit aber unsern gnaͤdigsten lieben dandes⸗Fuͤr⸗ sten und Herrn, Herrn FRJE⸗ DRICHEN, Hertzogen zu Sachsen, Juͤlich, Cleve und Berg, auch Engern und West⸗ phalen ꝛc. samt Dero freund⸗ lich⸗geliebten Frau Gemahlin, Erb⸗Printzen, Hochgeehrtesten Frau Mutter, Herren Bruͤdern und Frauen Schwestern, respe⸗ ctive Koͤniglichen Hoheit, wie auch Herren Vettern Gothai⸗ scher und Weymarischerbinien, nebenst dem gantzen Chur⸗ und Fuͤrstlichen Hause zu Sachsen, und allen Hohen Anverwand⸗ ten und Gefreundten, so wohl Erb⸗ verbruͤderten und Erb⸗ vereinigtenz verleihe ihnen lan⸗ ges Leben, Gesundheit, friedli⸗ che und gluͤckseelige Regierung: Leite und fuͤhre auch durch dei⸗ nen Gnaden⸗Geist alle Hauß⸗ Vaͤter, Muͤtter, Kinder und Ge⸗ sinde Hertzen, daß sie dich fuͤr Augen haben, in ihrem Beruff und Stande gottseelig leben, in Gerechtigkeit und Heiligkeit, so dir gefaͤllig ist, durch Hülffe und Beystand des Heiligen Geistes, ihr Lebenlang dir die⸗ nen: Und hilff uns allen mit einander durch deinen Geist, daß wir in deinem Erkaͤntniß, Glauben, Furcht, Liebe, Keusch⸗ heit, Reinigkeit, Nuͤchter⸗ keit, Maͤßigkeit und Wahr⸗ heit zunehmen, und endlich bas Ende unsers* da 85 Auf die Heil. 2d Dreyfaltigkeit. 86 das ist, der Seelen Heyl und Seeligkeit erreichen und davon bringen, durch JEsum Chri⸗ stum, der mit dir und dem Hei⸗ ligen Geiste lebet und herrschet in alle Ewigkeit, Amen. Auf das Fest der Heil. Dreyfaltigkeit. Almachtiger emiger, barm⸗ hertziger GOtt, Vater un⸗ sers OErrn und Heylandes IJESu Christi, der du mit dem Sohne und Heiligen Geiste, Himmel und Erden, Engel und Menschen, und alle Creaturen erschaffen, auch noch erhaͤltest. Und dich aus grosser Guͤte dem menschlichen Geschlechte in dei⸗ nem heiligen Wort geoffenbah⸗ ret hast, daß du ein einiger, ewi⸗ ger GOtt bist, in dreyen Perso⸗ nen gleiches Wesens, gleicher Macht und Ehren, Dich, o GOtt, Vater, Sohn und heili⸗ ger Geist, du heilige und zu al⸗ len Zeiten gebenedeyete Drey⸗ faltigkeit! ruffen wir an, im rechten wahren Glauben] dich erkennen, ruͤhmen und preisen wir, ietzt und allezeit, und thun uns mit unserm glaͤubigen Ge⸗ bet und reinem Bekaͤntniß ab⸗ sondern von Heyden, Juͤden, Turcken und allen Gottlosen, die dich wahren lebendigen GOtt nicht erkennen noch eh⸗ ren, sondern ihnen selbst Goͤt⸗ ter erdichten, und deinen aller⸗ heiligsten Nahmen schaͤnden Sohn gebohren, und durch ihn den Beschluß von unser See⸗ ligkeit eroͤffnet, auch deinen ein⸗ gebohrnen Sohn zum Mittler undErloser des gantzen mensch⸗ lichen Geschlechts verordnet: Wir kommen fuͤr dich mit de⸗ muͤthigen Hertzen, bitten und flehen: Ach HERR! sey uns allen gnaͤdig und barmhertzig, vergieb uns alle unsere Suͤnde HErr GOttZebaoth/laß leuch⸗ du wollest, o HErr! dir fuͤr und fuͤr eine Kirche sammlen, aus dem menschlichen Geschlechte, und also auch aus unserm Mit⸗ tel allhier, dir einen heiligen Saamen uͤbrig behalten. Laß dir ja in Gnaden befoh⸗ len seyn das weltliche Regi⸗ ment in diesen letzten Zeiten: Insonderheit aber unsern gnaͤ⸗ digsten lieben Landes⸗Fuͤrsten und Herrn, Herrn FRE⸗ DRICHERN, Hertzogen zu Sachsen, Juͤlich, Cleve und Berg auch Engern und West⸗ phalen, sammt Dero freund⸗ lich⸗geliebten Frau Gemahlin, Erb⸗Printzen, Hochgeehrtesten Frau Mutter, Herren Bruͤ⸗ dern, und Frauen Schwestern, respective Koͤnigl. Hoheit, wie auch Herren Vettern, Gothai⸗ scher und Weymarischervinien, nebenst dem gantzen Chur⸗ und Fuͤrstlichen Hause zu Sachsen, auch allen hohen Anverwanden und Gefreundten so wohl Erb⸗ und laͤstern. O ewiger Vater der du von Ewigkeit einen verbruͤderten und Erb⸗verei⸗ nigten. Gieb friedsame Regie⸗ ten dein Antlitz, so genesen wir! rung, E Fng/ best und alle q auf daß wir slibes veben aller Gottse .,. Ohlebig deines hin wesentlich Glantsein du aus ung menschliche nommen, alle unsere Wit sagen für ale dei underkenne mermehr g Cen koͤnn HEMN u Christel. beinige ur Len Blute ö uͤnden! necm heili⸗ tem Braue Sacramen für Irrthu 4et Wehre nes Wort hebrangen, Uber uns l bn * jum Mittler auten mensch⸗ ur dich mit de⸗ een bitten und ENN sey uns und daruhertzig. Aeunsere Sünde aoth laß leuch⸗ genesen wit! dir für und aumlen, aus den Geschlechte, 18unserm Mit⸗ einen heiligen ehalten. Iden befoh⸗ lir, Cleve und ern und West⸗ Dero freund⸗ Srau Gemahlin, Hecgethrtelen . herren Brüͤ⸗ 0 Schwessern, Lboheit„ wie Gothai⸗ Nywunn * 87 Auf die Heilige Dreyfaltigkeit. 8⁸ rung, bestaͤndige Gesundheit, und alle seelige Wohlfahrt, auf daß wir ein geruhiges und stilles Leben fuͤhren moͤgen, in in Gottseeligkeit und Erbar⸗ eit. Du ewiger Sohn GOttes!“ deines himmlischen Vaters wesentlich Ebenbild, und der Glantz seiner Herrlichkeit, der du aus unaussprechlicher Liebe menschliche Natur an dich ge⸗ nommen, und in derselben fuͤr alle unsere Suͤnde bezahlet: Wir sagen dir Lob und Danck füͤr alle deine Guͤte und Treue, und erkennen, daß wir dir nim⸗ mermehr gnugsam dafuͤr dan⸗ cken koͤnnen. O guͤtigster HERR und Heyland IEsu Christe! erbarm dich unser, reinige uns mit deinem theu⸗ ren Blute von allen unsern Sunden! Erhalte uns bey dei⸗ nem heiligen Wort und rech⸗ tem Brauch der hochwuͤrdigen Sacramenten: Behuͤte uns fuͤr Irrthum und falscher Leh⸗ re: Wehre allen Feinden dei⸗ nes Worts, die uns ietzund bedraͤngen, deß sie nicht Macht uͤber uns bekommen, uns zu verfuͤhren und zu verderben! Schuͤtze und errette deine ar⸗ me Christenheit, gieb auch Glaubes⸗Bestaͤndigkeit, Ge⸗ dult und Trost in aller Wider⸗ waͤrtigkeit, und fuͤhre uns aub diesem Jammerthal in das Reich der Glorie und Herr⸗ lichkeit. O GOtt Heiliger Geist! der du vom Vater und Sohn ge⸗ sandt wirst in unsere Hertzen, dieselben zu erneuern: Erleuch⸗ te uns und zuͤnde an den wah⸗ ren seeligmachenden Glauben: Regiere, fuͤhre und leite uns in deiner Wahrheit, erhalte uns auch dabey wider alle Anfech⸗ tung, Abfall und Aergerniß be⸗ staͤndig biß ans Ende. O barmhertziger, treuer GOtt, Vater Sohn und Heili⸗ ger Geist! heilige hochgelobte Dreyfaltigkeit! verleihe uns allen deine goͤttliche Gnade recht zu glaͤuben, Christlich zu leben, und seeliglich zu sterben, auf daß wir nach diesem elen⸗ den muͤhseeligen Leben, in der seeligen Freuden⸗Gemein⸗ schafft der heiligen Engel und Auserwehlten dich von Ange⸗ sicht zu Angesicht anschauen, und ohne Auf hoͤren lieben, lo⸗ ben und preisen moͤgen Amen. Auf das F§est Michae⸗ lis. Aanscheiger, ewiger Sohn GOttes, HErr JESU Christe! Groß⸗Fuͤrst Michael, der du aus unaussprechlicher Guͤte das himmlische Heer der heiligen Engel hierzu verord⸗ net, daß sie das geringe verach⸗ tete Haͤufflein derer Menschen, so sich zu dir bekehren, dich er⸗ kennen und ehren, bewachen; deine Kirche, das Regiment, Christliche Schulen und unsere Wohnungen auf Erden schuͤ⸗ tzen sollen; Wir sagen dir Lob und erzeigest, nicht gnug Lob und 89 Auf das Fe st Michaelis. lischen Vater und Heiligen Gei⸗ ste, daß du uns bißhero so gnaͤ⸗ dig behuͤtet und gewaltig er⸗ hüͤlten hast, wider die grausame Tyranney und das schreckliche Wuͤten des Teufels, daß er bey uns nicht hat saͤen koͤnnen das Unkraut falscher Lehre unter den reinen Weitzen deines goͤttlichen Worts, welches uns aus grossen Gnaden geprediget wird. Daß er im weltlichen Regiment, wie er stets suchet, nicht Zerruͤttung angerichtet/ Krieg,Blutvergiessen, Aufruhr, Empoͤrung erwecket, daß er nicht ein Feuer angezuͤndet/ un⸗ sere Wohnung umgekehret, uns und denen Unsern Schaden zu⸗ gefuͤget: daß er uns nicht et⸗ was in Weg geworffen, daruͤ⸗ ber wir haͤtten koͤnnen stuͤrtzen, Arm, Beine und den Halß zer⸗ brechen, daß er nicht die Lufft vergifftet, die Fruͤchte auf dem Felde verderbet. O HErr wir erkennen unsere Schwach⸗ heit, daß wir dir fuͤr deine grundlose Guͤte und grosse Wohlthaten, so du uns durch den Schutz der heiligen Engel Danck sagen koͤnnen indem du unsere Seelen, Leiber, Gut, Nahrung, Weih, Kinder und Gesinde allergnaͤdigst behůtest und bewahrest. Die Guͤte des Grrn ists, daß wir nicht gar aus sind. Wir bitten dich aber 0 guͤtigster Err JEsu Chri⸗ rer Hertzen, du wollest auch nen Schutz und Schirm fassen, uns Befehl thun, daß sie uns behuͤten auf allen unsern We⸗ gen, damit der Satan uns und den Unsern keinen Schaden zu⸗ fuͤge, daß er sich nicht ruͤhme, er sey unser machtig worden. Insonderheit aber, o HERR! wollest du dich lagern mit dem Heer⸗Lager deiner heiligen Engel, um unsern gnaͤdigsten lieben Landes⸗Fuͤrsten und Herrn, Herrn FRJEDR.· CHEN, Hertzogen zu Sach⸗ sen, Juͤlich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen, samt Dero freundlich geliebten Frau Gemahlin, Erb⸗Printzen, Hochgeehrtesten Frau Mut⸗ ter, Herren Brüdern und Frauen Schwestern, respective Herren Vettern Gothaischer und Weimarischer Linie, nebst dem gantzen Chur⸗ und Fuͤrstli⸗ chen Hause zu Sachsen, auch allen Hohen Anverwand⸗ ten und Befreundten, so wohl Erb⸗Verbruͤderten und Erb⸗ Vereinigten. Treibe von uns und unsern Wohnungen hin⸗ weg die unsaubern luͤgenhaff⸗ ten, moͤrderlichen, boͤsen Gei⸗ ster,die uns ohn Unterlaß nach⸗ streben und wollen gern alle Menschen in gleiche Gottes⸗ ste! und ruffen dich an mit deinen heiligen Engeln uͤber Koͤniglicher Hoheit, wie auch Laͤsterung ziehen. Steure und wehre —.——“.—————.———..——— 6.- a —.—.——. upsreihrem und Danck/zusammt dem himm⸗ innbrunstigem Seuffzen unse⸗ inden ful ilde binfuͤhro und die ganze Zeit öih han unsers Lebens uns alle in dei⸗ abst Zuͤrd 06 verflg errnfios wberden wie Winde, un benmverf uns HErr, Geist, daß undd gottsel Welt und di Geister mit! dehnnundsünd belruͤbennod oHErtl daf Unter henen Sgchth demn hbebbltet wer lach diefem Her himmlis hen Kirchen kögleichdt Ild Heilige wahren 0 Lobetzlieben sehmögen, Gebeth. schen Ju m J n Armhe al OWhlardeß: ilderiͤlle hhehohene —1 R schgchend Recbgt lundihe Saffen unse⸗ ö wollest auch die gange Zeit ns alle in de⸗ Schirm fassen, Engeln uͤber i nen Schaden gern wit dem ter heiligen wern gnädigsten Fürsten und IEDRI⸗ * undlich geliebten Erd⸗Printzen, 41 Frau Mük⸗ üdern und r und Fuͤrsii⸗ Sachsen, auch 70½ Am Soangel. Jubel⸗heft und jaͤhrl. Reform. Feste. 92 wehre ihrem schrecklichen Wuͤ⸗ ten in den falschen Lehrern, in den Feinden deines Worts, Pabst, Tuͤrcken und andern, die uns verfolgen, der Engel des rrn stosse sie weg/ sie muͤssen werden wie Spreu fuͤr dem Winde, und der Engel des HErrn verfolge sie. Regiere uns HErr, durch deinen Heil. Geist, daß wir zuͤchtig, gerecht und gottseelig leben in dieser Welt und die heiligen keuschen Geister mit unchristlichen Re⸗ den und suͤndlichen Leben nicht betruben noch verjagen: Hilff, o HErr! daß wir fuͤr und fuͤr unter denen seyn, die durch den Schutz deiner heiligen Engel behuͤtet werden, und endlich nach diesem elenden Leben in der himmlischen, triumphiren⸗ den Kirchen den Engeln GOt⸗ tes gleich, dich samt dem Vater und Heiligen Geist, einigem wahren GOtt in alle Ewigkeit, loben, lieben, ruͤhmen und prei⸗ sen moͤgen, Amen. Sebeth am Evangeli, schen Jubel⸗Fest, und am Jaͤhrlichen Re⸗ formations⸗Seste Beunnn Herrn und Vater unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi,der du in der Fůlle der Zeit uns deinen eingebohrnen Sohn gesandt, welcher Anfangs selbst, und h nachgehends durch das heilige Predigt⸗Amt uns alles ver⸗ kuͤndiget, was er in deinem Schooß gehoͤret hat, wir sagen dixr mit Mund und Hertzen Lob und Danck, daß du das kicht dei⸗ nes heil. Worts bey uns wie⸗ derum angezuͤndet, und uns aus der Babylonischen Gefaͤngniß und finsterm Reich des Wider⸗ Christs gnaͤdiglich erloͤset, und das gute Werck/welches du vor zweyhundert u. funffzehn Jah⸗ ren durch deinen treuen Diener und auserwehlten Werck⸗Zeug, Martinumdutherum, unter uns angefangen, biß auf diese Zeit gnaͤdiglich und vaͤterlich erhal⸗ ten, wider alles Wuͤten und Zo⸗ ben des leidigen Teufels in der Kirchen und Schulen zum Don⸗ ner deines Worts Krafft gege⸗ hen, reine und eyfrigedehrer ie⸗ derzeit deinem armen Haͤufflein verliehen hast. Wir bekennen, daß wir dieser deiner so grossen Gutthat unwürdig seyn, und mit unsern manigfaltigen Suͤn⸗ den verdienet haͤtten, daß du, nach deinem gerechten Gericht, wohlUrsach haͤttest den deuchteꝛ deines Worts wieder von uns zu nehmen und einen Hunger nach deinem Wort, um unsers Undancks und vieler vaulichkeit und Heucheley willen zu ver⸗ hengen. Wir bitten aber deine grundlose Barmhertzigkeit, du wollest nicht mit uns handeln nach unsern Suͤnden, noch ver⸗ gelten nach unserer Missethat. Ach! bleibe bey uns lieber Va⸗ ter/denn es will Abend werden/ erhalte uns und unsere Nach⸗ kommen bey dem reinen und seelig⸗ 93 Am Evangel. JubelFest und Jährl Ref. Fest. 9⁴ seeligmachendenEvangelio und bey dem rechten Brauch der heiligen Sacramenten. Laß dei⸗ ne Wohnungen in unsern Lan⸗ den lieblich seyn, daß dein Reich erweitert, dein Nahme geheili⸗ get, der Satan unter unsere Fuͤs⸗ se getreten, und das Kind des Verderbens durch den Geist deines Mundes endlich gar er⸗ wuͤrget werde. Steure ferner allen Rotten, Ketzereyen und Aergernissen, und laß nicht schaͤdliche Woͤlffe, die der Heer⸗ de nicht schonen, in den Schaf⸗ Stall deiner Kirchen, die dein geliebter Sohn so theuer erar⸗ net hat/einreissen, sondern sende uns auch in kuͤnfftigen Zeiten solche Lehrer, die tüchtig sind zu führen das Amt des Reuen Te⸗ staments, und treuer Diener undHauß halter uͤber deine Ge⸗ heimnisse. Insonderheit aber wollest du dir als deinen Aug⸗Apffel lassen befohlen seyn unsere von dir vorgesetzte Christliche Hohe Obrigkeit, fuͤrnehmlich den Durchlauchtigsten Fuͤrsten und Herrn, Herrn FRIEDRI⸗ CHEN Hertzogen zu Sachsen, Jͤͤlich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen ꝛc. samt Dero freundlich⸗geliebten Frau Gemahlin, Erb⸗Printzen, Hochgeehrtester Frau Mutter, Herren Bruͤdern und Frauen Schwestern, resp. Koͤnigl. Ho⸗ heit, wie auch Herren Vettern Gothaischer und Weymarischer Linien, nebenst dem gantzen Chur/ und Fuͤrstlichen Hause zu Sachsen, und allen hohen An⸗ verwandten und Befreundten, auch Erb⸗Verbruͤderten und Erb⸗Vereinigten! Begnade sie allerseits mit langemveben, mit bestaͤndiger Leibes⸗Gesundheit, mit allem ewigem Heyl an der Seelen, mit hochbegluͤckter Re⸗ gierung, mit allem Fuͤrstlichen Wohlstande, mit zeitlicher und zufoͤrderst ewiger Wohlfahrt. Sey du ihr starcker Schutz, be⸗ wahre Sie und Dero Nach⸗ kommen beneben dem gantzen Land bey deinem geheiligten, geoffenbahrten Worte und der reinen Evangelischen Confessi⸗ on bis an das Ende der Welt. Verleyhe Friede und heilsame Einigkeit in diesen letzten be⸗ truͤbtenZeiten. Laß auch Christ⸗ liche Obrigkeiten ihr so theuer von dir anbefohlnes Amt wohl wahrnehmen, uͤber der reinen Lehre, uͤber Kirchen und Schu⸗ len uͤber gute Policey, Gerech⸗ tigkeit, Zucht und Erbarkeit, treulich und mit Ernst halten, zu Ehren deines grossen Nah⸗ mens und Erweiterung deines Reichs, Ubung geistlicher guter Ritterschafft, und Behaltung Glaubens und guten Gewis⸗ sens, biß an jenen Tag. Auch bit⸗ ten wir dich ewigen unsichtba⸗ ven und unsterblichen GOtt, du wollest alle ihre unterthanen in deinem seeligen Erkaͤntniß und Vollbringung deines heiligen Raths ie mehr und mehr staͤr⸗ cken, und ihnen dermaleinst fuͤr deinem V. Wali dinen Thron mit in liebsten Herrst Geelen Heylund! (chrisio Jes gehe hit die stubirend Iusern und and Iit deinem Heili. Rgeren, daß sie dit Hertzen fuͤchten, lin in deinen Ge lln!Hbehüͤte sieot hor falscher hehre Meuerungen, b shafft, Trunckent Nuͤßiggang und sern, und daß st Erempel nicht g den, um deines li Msu Christi wi zir unddem Heil lit und regiertt i staͤt und Ehren Ihin Ewigkeit, I Beicht⸗un munion/& christliche nung an; Ref Fes. 04 Ellichenause zu dallen hohen An⸗ nd Befteundten, dtuderten und Begnode sie Wgemkeben mit e⸗Gesundheit, ehl an der d Dero Nach⸗ den dem gantzen am geheiligten, Ende der Welt. de und heilsame sen letzten be⸗ A auch Christ ten ihr so theuer delmaltll deinem 9 Christliche Vermahnung an die Conßtenten. 96 deinen Thron mit hochgedach⸗ ten liebsten Herrschafften, der Seelen Heyl und Seeligkeit in Christo JIEsu geben; insonder⸗ heit die studirende Jugend in unsern und andern Schulen mit deinem Heiligen Geist re⸗ gieren, daß sie dich von gantzen Hertzen fuͤchten, lieben und al⸗ lein in deinen Gebothen wan⸗ deln! behüte sie o treuer GOtt! vor falscher Lehre, gefaͤhrlichen Neuerungen, boͤser Gesell⸗ er seinen Aposteln und allen treuen Lehrern seiner Kirche be⸗ fiehlet Busse und Vergebung der Suͤnden zu predigen. Es gehöret aber zur wahren Busse vor allen Dingen, daß du dei⸗ ne Suͤnde aus dem Gesetze GOttes erkennest, und wahre Reu und Leid daruͤber in dei⸗ nem Hertzen empfindest. Auf daß nun solche Erkaͤntniß und Reue in dir rechtschaffen sey, so nimm vor dich die heiligen Ze⸗ schafft, Trunckenheit, Unzucht, hen Gebot GOttes: Bedencke Muͤßiggang und andern La⸗ mit allem Fleih,was GOtt der stern, und daß sie durch boͤse HErre in einem ieglichen von Exempel nicht geaͤrgert wer⸗ uns Menschen allen saͤmtlich den, um deines lieben Sohnes erfordert, so wirst du befinden, Psu Christi willen, der mit daß du nicht allein in Suͤnden dir und dem Heiligen Geist le⸗empfangen und gebohren, son⸗ het und regieret, in gleicher Na⸗ dern auch offt und viel wider jestaͤt und Ehren, von nun an die heiligen Gebothe GOttes biß in Ewigkeit, Amen. mit Gedancken, Worten und Wercken gesuͤndiget. Darum VI. demuͤthige dich fur d Beicht⸗ und Com⸗Odehen Maseser widug⸗ munion⸗Gehethe. beter 9D seuffze und 15.0 bete: Ach GOtt sey mir armen Christliche Vermah⸗ Suͤnder gnaͤdig.( Wenn du dich nung an die Cons. nun mit wahrer Busse, hertli⸗ tenten. cher Reu und demuͤthiger Be⸗ e inChri⸗kehrung mit Seuffzen und stol weil du dich zum Thraͤnen zu GOtt gewendet: heiligen Beicht⸗Stuhl nahen Alsdenn troͤste dich der gnaͤdi⸗ wilst, so sey hertzlich erinnert, gen Verheissung, welche er al⸗ baß du mit rechtschaffener Bus⸗len Bußsertigen gethan: So sehinzu treten moͤgest, weil oh⸗wahr ich lebe sich will nicht den ne wahre Busse die Vergebung Tod des Suͤnders, sondern der Sünden bey GOtt keine daß er sich bekehre und lebe. statt hat. Sintemahl CHri⸗Troͤste dich auch der vollen Be⸗ sus Busse und Vergebung der zahlung, welche der HErr JE⸗ Suͤnden zusammen setzet, da sus vor alle unsere e 9 ö reu 92 Christliche Vermahnung an die Contitenten. 9⁸ Creutz gethan hat, da er sein Blut zu Abwaschung deiner Suͤnden mildiglich vergossen. Denn damit du nicht zu zweif⸗ feln, daß auch dir diese Gnade und theure Bezahlung Christi angehe, hat der HErr IEsus das heilige Abendmahl einge⸗ setzet, darinnen er dich mit sei⸗ nem wahren veib und Blut spei⸗ set und traͤncket, zur gewissen Versicherung, daß er alles das⸗ jenige, was er mit Darreichung seines Leibes, und Vergiessung seines Blutes erworben, einem ieden bußfertigen und glaͤubi⸗ gen Hertzen insonderheit aus⸗ theilen wolle. Er hat auch den Predigern befohlen, allen wahren bußfertigen Suͤndern die Vergebung der Suͤnden in seinem Nahmen anzukuͤndi⸗ gen, und die Verheissung hin⸗ zu gethan, was dieselbe auf Er⸗ den vergeben werden, dasselbe soll auch im Himmel fuͤr ihm vergeben seyn und bleiben. Daher kanst du gewiß seyn, wann du die troͤstliche Absolu⸗ tion empfangen, daß wahr⸗ hafftig vor GOtt im Himmel auch deine Suͤnden vergeben seyn. Darauf solst du in wahrer Furcht GOttes leben, und mit allem Fleiß fuͤr aller Suͤn⸗ de wider das Gewissen dich huͤten, damit du nicht GOttes GBnade und deine Seeligkeit verschertzest. Hast du dich nun in wahrer Busse zu GOtt gekehret, so gehe im Nahmen des HErrn in aller Freudigkeit nicht, und hast nicht den ern⸗ sten Fuͤrsatz dich zu bessern, so durch Heucheley, dir selbst zu Haͤuffung des Gerichts, hinzu gehest. GOtt schenck uns al⸗ len seinen Heiligen Geist zut Bekehrung, um JEsu Christi willen, Amen. Um rechtschaffne Busse. Aurag. ewiger GOtt/ barmhertziger Vater! du weist, daß des Menschen Thun nicht stehet in seiner Gewalt/ und in niemands Macht, wie er wandele und seinen Gang rich⸗ te; Wir sind auch nicht tuͤchtig, von uns selber etwas zu geden⸗ cken, sondern was wir tůͤchtig sind, ist von dir, HErr, du ge⸗ treuer GOtt! Insoͤnderheit ist die Busse nicht ein Werck un⸗ sers suͤndigen Fleisches und Blutes, sondern es ist dein Werck, du must uns Busse ge⸗ hen und uns bekehren, wenn wir sollen bekehret werden und Busse thun. Derowegen kom⸗ me ich auch ietzt fuͤr dich mit diesem demuͤthigen Gebeth: O frommer GOtt! den Willen habe ich wohl zur Busse und Bekehrung, das Vermoͤgen a⸗ Nun lieber HErr! hast du mir den Willen gegeben, so gieb mir auch das Vermoͤgen, schaf⸗ fe in mir, GOtt, ein reines ertz, Und gieh mir deinen Hertz, 9¹ Hell⸗ ber will sich nirgends finden. — ——ꝛßi—7 des Hertzens, zur Beichte und Fasshen Gess,! heiligen Abendmahl, wo aber sraͤftiglich würck sine Erkantniß d Ind erleuchtete A siehe wohl zu, daß du nicht Vurstandniß, da nen möge die der Sinden, wie den di draͤuest de Ihertraͤglich, un Regen deine Bort o0 du verheissen Wahre Buse thun Ind ungubsprecht nassen du solches Hen Heiligen Gei u Manasse, Pet Magdaleng, unde det an seine B. Iubsprach: GOlt nen Suͤnder gn ssches bußfertige hir auch, o tter buͤcke in mir wa Adwegen meine Sunden, daß ic Eelro und Marin sikerich wan⸗ Dnasse innigli Wseld. HeR Isirdiger Und er im Tempel: —.——. ——— zur Beichte und Rahl, wo aber Unicht den ern⸗ Yn bessern, so daß du nicht dir selbst zu uchts, hinzu schenck uns al⸗ 2 Geist gur JEsuu Christi 10⁰ * affne Busse. Gcheth: en Willen 5 Busse und 25„„ Vaen a⸗ Bermnbge vends finden. Um Erkaͤntnis und Bereuung seiner Suͤnden. 100 Heiligen Geist, laß ihn in mir kraͤfftiglich wuͤrcken rechtschaf⸗ fene Erkaͤntniß der Sünden, und erleuchtete Augen meines Verstaͤndniß, daß ich erken⸗ nen moͤge die Grausamkeit der Suͤnden, wie dein Zorn, den du draͤuest den Suͤndern, unertraͤglich, und wie dar⸗ gegen deine Barmhertzigkeit, so du verheissen denen, so wahre Busse thun, unmaͤßlich und unaussprechlich; Im⸗ massen du solches durch dei⸗ nen Heiligen Geist gewuͤrcket in Manasse, Petro, Maria Magdalena, und dem Zoͤllner, der an seine Brust schlug, und sprach: GOtt sey mir ar⸗ men Suͤnder gnaͤdig. Ein solches buß fertiges Hertz gieb mir auch, o treuer GODT! würcke in mir wahre Reu und Leid wegen meiner begangenen Suͤnden, daß ich anfahe mit Petro und Maria Magdalena bitterlich zu weinen, und mit Manasse inniglich zu seuff⸗ zen: Ach HERR! ich habe gesuͤndiget. Und mit dem Zoͤll⸗ ner im Tempel: Ach GOtt, sey mir Suͤnder gnaͤdig! Denn du wilt ja nicht den Tod des Suͤnders, sondern daß er sich hekehre und lebe. Um dieser hohen betheuerten Verheissung und Zusage willen erhoͤre die⸗ ses mein Gebeth gnaͤdiglich, ach du treuer barmhertziger GOtt! hoch gelobet in Ewigkeit, A⸗ nen. Um Er kaͤntniß und Be⸗ reuung seiner Suͤn⸗ den. O Heiliger und gerechter GOTT, barmhertziger Vater! Ich bekenne und be⸗ klage dir meine angebohrne Blindheit,daß ich meine Suͤn⸗ de nicht so vollkommentlich er⸗ kenne, noch so hertzlich bereue, als es wohl seyn solte. Ach HERR! du siellest unsere unerkandte Suͤnde ins Licht für deinem Angesicht: Gieb mir die Groͤsse und Mannig⸗ faltigkeit meiner Suͤnden zu iren und stelle sie mir in diesem Leben unter Augen, damit sie nicht am Juͤngsten Tage mir unter Augen gestel⸗ let, und ich dadurch fuͤr En⸗ geln und Menschen zu Schan⸗ den werden moͤchte. Ach HErr! du siehest und weissest meines Hertzens Haͤrtigkeit, so mir angebohren ist, nimm dieselbe von mit hinweg, und erweiche mein Hertz durch dein heiliges Wort, daß ich meine Sunde inniglich bereuen moͤ⸗ ge. O HErr JEsu Christe! der du dein heiliges Blut am Stamm des Creutzes vergossen hast, daß du mein Hertz dadurch erweichen moͤchtest: Laß diß dein heiliges Blut und theu⸗ res vLeiben an mir nicht ver⸗ lohren seyn. Du treuer Leh⸗ rer hast in den Tagen deines Ileicpe geruffen: Thut* 2 9. * 101 Um Ver gebung der Suͤnden. 102 se. Du wollest auch kraͤfftig⸗ lich in mein Hertz ruffen: Thue Busse, und bereue deine Sunde! Du stehest fuͤr der Thuͤr meines Hertzens und klopffest an. Ach! gieb Gnade, daß ich deine Stimme hoͤre, daß ich nicht mein Hertz verschliesse, sondern die Thuͤr aufthue. O Heiliger Geist, der du in Taͤubleins⸗Gestalt uͤber Christum herab gefahren, gieb mir auch eine rechte Taͤub⸗ leins⸗/Art, daß in wahrer Reu und Leid uͤber meine Suͤnde ich moge girren, wie eine Tau⸗ be. O du ewiges himmlisches Licht! erleuchte mein finsteres Hertz, daß ich in deinem Licht die Finsterniß meiner Sün⸗ den erkennen und bereuen moͤ⸗ ge, Amen. um Vergebung der Sůnden. Err IEsu Christe! mein ewiger Hoherpriester, Fuͤrbitter, Mittler und Ver⸗ fůͤhner, wie treulich hast du die verlohrnen Schaafe gesüchet, die Sünder zur Busse geruf⸗ fen, am Creutze fuͤr die Ubel⸗ thaͤter gebethen, und deines Va⸗ ters Herbz dadurch versoͤhnet! vertrittst auch noch alle buß⸗ fertige Suͤnder, und bittest dei⸗ nem himmlischen Vater die Straffe ab. Siehe, ich bin ein Kind des Zorns, alles Tichten merdar: Ich weiß, daß in mir nichts Gutes wohnet. Wollen habe ich wohl; aber vollbringen das Gute finde ich nicht, denn das Gute so ich will, thue ich nicht, sondern das Bose, so ich nicht will, das thue ich: Ach HErr! ich kan nicht mercken, wie offt ich fehle, meine Suͤn⸗ den gehen uͤber mein Haupt, wie eine schwerebast sind sie mir zu schwer worden! Aber HErr IJESu! du hast sie von mir genommen und getragen: Mein Erloͤser, mein Heyland, mein Fuͤrsprecher, mein Bey⸗ stand und Helffer! erbar⸗ me dich mein, zu dir allein habe ich Zuflucht. O du zer⸗ schlagener Felß! verbirg mich fuͤr dem Grimm des Satans und Schrecken der Hoͤllen in den Steinritzen und Felß⸗Ld⸗ chern deiner blutigen Wunden; wende alle Plagen von mir gnaͤdiglich ab, daß ich nicht im Grimm verzehret und aufge⸗ fressen werde; Bleib mein Fuͤr⸗ sprecher am Jüngsten Gerich⸗ te, daß ich nicht darff hoͤven die schreckliche Stimme: Weichet von mir alle, ihr Ubelthaͤter, ich habe euch nie erkandt. Du aber kennest mein Hertz, daß es mit Reue und Traurigkeit zubrochen und zuschlagen ist, nem Blut besprenget, das wirst du nicht verachten: Er⸗ und Trachten meines Hertzens ——————— fuͤle an mir deine Verheis⸗ istnur böse von Zugendauf im⸗ sung, da dusagest es sollen Tamht I 5————88——————— ꝗ=ꝗꝗ— dasselbe opffere ich dir mit dei⸗ I 103 Hehin hr gnn lchren werden s ge Kben huben. glaͤbe, hüff m. ben, laß nichn Suͤnden stetber ben, noch die S iber mich bleiber Uiegt auf dir, di len, auf daß wir und durch deine wir geheilet; O mich verlassen, hoffen, und e Glaubens Ende d ligkeit, Muen. En an Almachtiger rechter undl Bater, deß Güt hettigkeitkein Ei Uangmüthig, gu grosser Guͤte un undwich aus nig Blde erschafen, Hewalt der Hoͤl Bhlt deines eini ö n Fohnes erli Nahmnen zu nenn ifhgosr metth bin. Ultteich dichdem den Fußfal, d Rauschen meine S Inehr erba 1 6. Nagdal 90 hers am 0 har 102 ..— deiß daß in mit wohnet. Wollen adet vollbtingen zich nicht, denn d will thue ich das Böͤse, so ich s thue ich: Ach Anicht mercken, Hle, weine Suͤn; er mein Haupt, rekast sind sie wir den! Aber HErr Hast sie von mir und getragen: wein Heyland/ / mein Bey⸗ Affer! erbar⸗ 103 Um Vergebung der Sünden. 104 le diẽ an ihn glauben, nicht ver⸗ lohren werden, sondern das ewi⸗ ge Leben haben. Ach HErr ich glaͤube, hilff meinem Unglau⸗ ben, laß mich nicht in meinen Suͤnden sterben und verder⸗ ben, noch die Straffe ewiglich über mich bleiben, die Straffe liegt auf dir, du hast sie erlit⸗ ten, auf daß wir Friede haͤtten, und durch deine Wunden sind wir geheilet; Darauf will ich mich verlassen, im Glauben hoffen, und erwarten des Glaubens Ende, die ewige See⸗ ligkeit, Amen. ö Ein anders. Alachriger GOTT ge⸗ rechter und barmhertziger Vater, deß Guͤte und Barm⸗ hertzigkeit kein Ende ist, der du langmüͤthig, gnaͤdig und von grosser Guͤte und Treue bift, und mich aus nichts zu deinem Bilde erschaffen, auch von der Gewalt der Hoͤllen, durch das daufge Blut deines einigen allerlieb⸗ an guͤ⸗ sten Sohnes erloͤset, welches lich⸗Mahmen zu nennen und anzu⸗ nen Hers/ da eit Aschlagen is ich dir nit dei sett Hrenget desprenger(⸗ 41 0 ben. E * deille Babhelß sollen al⸗ sam, 6%0 ruffen ich grosser Suͤnder nicht werth bin. Jedoch flehe und bitte ich dich demuͤthiglich, mit tinem Fußfall, du wollest nicht onsehen meine Suͤnde, sondern dich meiner erbarmen, wie du bich des Cananeischen Weibes, Maria Magdalena, und des Schaͤchers am Creutze erbar⸗ met hast. O guͤtiger, gnaͤdiger barmhertziger Vater! dir be⸗ lenne ich meine Suͤnden, wel⸗ che groß und schwer sind, ich habe mißgehandelt, ich bin gottloß gewesen, verschone mein, lieber HErre GOtt! dei⸗ nen Nahmen habe ich mit An⸗ dacht nicht angeruffen, dein Wort gemißbrauchet, in Hof⸗ farth, Geitz, Voͤllerey, Neid, Haß, Zorn gelebet, und auf mancherley Weise und Wege wider dich gesundiget, und dich, den HERRN aller Herren erzuͤrnet. Darum bitte ich dich um deiner Guͤte willen, sey mir gnaͤdig, der du den ge⸗ fallenen David aufgerichtet, erbarme dich mein, o HERR JEsu Christe! der du Petrum, der dich verlaͤugnet, aus Gna⸗ den wieder aufnahmest, siehe mich an mit den Augen deiner Barmhertzigkeit, du bist meine Hoffnung, Zuflucht und Noth⸗ helffer, verstosse und verwirff din Gemaͤchte nicht in deinem Grimm und Zorn. Dich, o mein GOtt! ruffe ich an, du wollest mir helffen, ob ich gleich boͤse„ unwuͤrdig und ein Suͤn⸗ der bin, so vergiß doch deiner Barmhertzigkeit an mir nicht. Ich sey fromm oder böͤse, so ge⸗ dencke, HErr, daß ich dein sey, u wem solt ich fliehen, wenn ich, o HErr! zu bir nicht gien⸗ ge? So du mich ausstoͤssest, wer will mich aufnehmen? So du mich verwirffest, wer konte mich wieder auf heben? Erkenne,o HErrlwich Unwuͤr⸗ digen, der sich heut aufs neue dir ergiebet und zu dir neiget. d 3 Ob 105 Ob ich schon unrein bin, so Lanst du mich, HErr, rein ma⸗ chen, habe ich geirret, HErr/ du getreuer Hirte, suche mich, gehe mir entgegen, wie dem verlohrnen Sohne. Wenn ich blind bin, kanst du mich er⸗ Leuchten, so ich schwach und kranck bin, kanst du mich ge⸗ sund machen. Erwecke mich Todten und zu allem Guten er⸗ storbenen Menschen, denn dei⸗ ne Barmhertzigkeit ist groͤsser, als meine Boßheit, deine Guͤte ist wichtiger, als meine Misse⸗ that, du kanst mehr verzeihen, als ich gedencken, und mehr verschonen, als ich verdancken Tan. Sprich zu meiner Seelen: Ich bin dein Heyl und Brunn aller Guͤte. Lege ein kleines Roͤhrlein aus deinem Hertzen in mein Hertz, und floͤsse hinein Gnade und Krafft deines Gei⸗ stes, daß ich wie ein Rebe am Weinstock wachse und zuneh⸗ me in allem Guten, mich hin⸗ fort fuͤr Suͤnden huͤte, dich nicht mehr erzuͤrne, sondern in wahrer Busse und Bekehrung, nach deinem Befehl, mich dei⸗ nen Geist regieren und fuͤhren lasse mein lebenlang: dazu hilff mir GOtt Vater, Sohn und du treuer Heiliger Seist, GOtt, du GOtt alles Tro⸗ tt hochgelobet in Ewigkeit, men. Wenn man zum Beicht⸗ stuhl treten will. Me gnaͤdiger GOtt und Vater im Himmel du weist, daß ich ohne dich nichts vermag, und also weder recht beten, noch beichten und glau⸗ ben kan, so zuͤnde du, heiliges Feuer, in mir an eine feurige Andacht und Glauben, daß ich von Hertzens Grund alle meine Suͤnde schmertzlich bereue, mit wahren Glauben die troͤslliche Absolution von deinem Die⸗ ner so annehme, als wenn ich ste aus deinem goͤttlichen Munde mit meinen Ohren ge⸗ hoͤret haͤtte und du selbst in dei⸗ ner Person zu mir gesagt: Sey getrost mein Sohn!(Tochter) dir sind deine Suͤnden verge⸗ ben, und also ich im Geist hertz⸗ lich erfreuet werde, und diese Freude in mir anzuünde eine bittre Feindschafft wider alle und jede Suͤnde, und bruͤnsti⸗ ge Liebe zu dir und meinen Nechsten, Amen. Seufftzer. HErr GOtt Vater! lehte meine Zunge andaͤchtig beich⸗ ten. HErr IEsu CHriste! regiere die Zunge deines Die⸗ hen mich kraͤfftiglich zu troͤ⸗ en. Geist! oͤffne beyde Hertzen und Ohren meinen Beicht⸗Vater, die Beichte mit Sanfftmuth zu vernehmen, und daß mir die Absolution durch den Glauben ins Hertze moͤge dringen. O gelingen, Amen. Nach der Absolution. 106 Wh dancke d dichübermic 5Err GOtt Heiliger HErr hilff! O HErr laß wohl Her GOtt und Vater 910 en V 107 Sunde bergeber chedene Bnade schoeben. HErr GOtt Heylandl du he Gchah wollen e dein bitter deide Ahllaß mich an feiner Sunde ve Herr Golt. du billig ein Lr bist ittzundmein hesen, und hast zum Brunnen hihkeit: Achlle in luntige in a datnit ich durch möge genesen,2 Lin andern saguf Hertzen, m. 10 ** ar wu alse weder recht eichten und glau⸗ dedu, heliges sliche den deinem Die⸗ nue, als wenn ich gůttlichen neinen Ohren ge⸗ nd du selbst in dei⸗ RNir gesagt: Seh AHru Sehn!(CTochter ne Sunden verge⸗ cich in Hest herz⸗ werde, und diese mir amzunde einte dschasst wider allt de, Ind bruͤnsti⸗ dir und meinen — 107 Von der Beichte. 108 hast mir deinem Kinde nun die Suͤnde vergeben: Ach laß sol⸗ che deine Gnade allezeit ob mir schweben. HErr GOtt Sohn, mein Heyland! du hast mir solchen Schatz wollen erwerben durch dein bitter Leiden und Sterben: Achl laß mich auch hinfuͤhro in keiner Suͤnde verderben. HErr GOtt Heiliger Geist, du billig ein Troͤster heist, du bist ietzůnd mein Beystand ge⸗ wesen, und hast mich gefuͤhret zum Brunnen der Barmher⸗ tigkeit: Ach! leite mich auch ins kuͤnfftige in alle Wahrheit, damit ich durch deine Lehre und Trost an Leib und Seele moͤge genesen, Amen. Ein andere Danck⸗ sagung. 55 5 Hertzen, mein GOtt! daß Ch dancke dir von gantzen du dich uber mich armen Suͤn⸗ der treulich erbarmet hast. Hele Ich dancke Hertzen, o Ütt Hertz meines Errn JEsu dir mit demuͤthigen du brüderliches allerliebsten Christi! daß du mich mit deinem lieben Vater durch dein eigen Blut versoͤh⸗ Vnet hast. Ich dancke dir mit frolichen Hertzen, o du trost⸗ Hlauben reiches Hertz des himmlischen 9. Troͤsters! des Heiligen Gei stes, daß du in mir Erkaͤntniß meiner Suͤnden, Reue und Leid, und einen starcken Glau⸗ den, ja meine gantze Bekeh⸗ rung/ in mir gewircket hast. Was soll ich dir dafuͤr geben, o grosser Vater? Was soll ich dir dafuͤr schencken, o starcker Hey⸗ land? Was soll ich dir dafuͤr verehren, o maͤchtiger Troͤster? Ich habe nichts, ich weiß nichts, ich besitze nichts, ich kan nichts von mir selbst. Was du gegeben hast, und noch geben wirst, das soll dir von mir wie⸗ der gegeben werden. Ich win⸗ selte vorhin wie ein Krannich und Schwalbe, und girrte wie eine Taube, meine Augen wol⸗ ten mir brechen fuͤr grosser Hertzens⸗Angst, daß ich kaum feuffzen kunte: HErr! ich lei⸗ de Noth, lindere mirs. O! wie will ich noch reden, daß du mir zugesaget hast Vergebung der Suͤnden, und thust es auch! HErr, davon lebet man, und das Leben meines Geistes ste⸗ het gar in demselbigen. O! wie freudig ist mir ietzo mein Hertze? O wie froͤlich ist nun mein Gewissen! Du hast mich von allem Unflath lauter und rein gewaschen; also, daß nun, weil ich in meinem HErrn Christo bin, nichts verdamm⸗ liches an mir ist. Darum will ich nun mit Freuden wie⸗ der heimgehen, und der Zeit erwarten, biß du mich vollends zum Pfand der Versicherung meiner Seeligkeit, mit dei⸗ nem eigenen Fleisch und Blut speisen und traͤncken wirst; Unterdessen thue meine Lip⸗ pen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkuͤndige, Amen. · 4 Dan 110 tion. O Allmaͤchtiger, gnaͤdiger und barmhertziger GOtt, und Vater! ich fage dir von Grunde meines Hertzens Lob Ehr und Danck, fuͤr diese grosse Gnade und Wohlthat, die du mir ietzt so vaͤterlich hast erzei⸗ get, indem du mich armen Suͤn⸗ der abermahl zu Gnaden hast angenommen, und mir ietzt durch die heil. Absolution alle meine Suͤnde verziehen und vergeben und mir das ewige Leben aufs neue wiederum zu⸗ gesaget und versprochen hast, um dein es lieben Sohnes JIE⸗ su Christi willen. Ich bitte dich hertzlich, du wollest mich in sol⸗ cher Gnade allezeit vaͤterlich erhalten, und mir deinen Heil. Geist verleihen, daß ich diese ietzt empfangene gnadenreiche Vergebung festiglich glaͤube, und mich derselben nicht allein ietzt, sondern auch hinfuͤhro und allezeit in meinem gantzen reben, annehmen, in aller An⸗ fechtung und Widerwaͤrtig⸗ keit troͤsten, und mich also auch daher alles Guten zu dir ver⸗ sehen moͤge. Verleihe auch/daß ich den Sünden hinfuͤhro ie laͤnger ie feinder werde, mich dafuͤr fleißig huͤte, und meinem Fleisch nicht den Willen lasse zu sündigen, sondern daß ich demselben, durch ein starck Ge⸗ gantzes Leben nach deinem Willen anstellen und fuͤhren moͤge, was ich darinnen auch zu schwach bin,(wie ich dir denn meine grosse Schwachheit mit tiefen Seufzen noch im⸗ merdar bekenne,) so wollest du durch dein starckes Wort und Heiligen Geist mir beystehen und uͤberwinden helffen, alles um und durch deinen lieben Sohn, meinen HErrn und Heyland, JIEsum CHristum, Amen. Um wuͤrdigen Ge⸗ brauch des H. Abend⸗ mahls. ö OHalltr JEsu! erwecke in mir heilige Andacht, daß ich wuͤrdig zu deinem Heiligen Abendmahl gehen kan, verleihe mir Gnade von Suͤnden, Un⸗ glauben, boͤsen Gedancken, Worten und Wercken frey zu seyn, dir aber mich gantz und gar zu ergeben, Amen. HErr JEsu Christe] der du allen Schwachen die deiner Staͤrcke begehren, gnaͤdig ge⸗ holffen hast, siehe mich an, sehr wider die innerliche Bloͤ⸗ tel, dadurch ich meinen Glau⸗ ben staͤrcken moͤge; Ich habe die heilige Absolution und Ver⸗ gebung meiner Suͤnden em⸗ pfangen, gehe auch zu deinem heiligen Tische und Abend⸗ bet wider stehen und mein mahl, als zu deinem Labsal der denn ich streite und kaͤmpffe hil digkeit meines Hertzens, brau⸗3 che auch in Demuth alle Mit⸗b 1II um wů hühochbendh bet mein zerd. fühlet keine Kr mich deiner G dens nicht h underfreuen. Arht, ich bin kranckr du reic bin geistlich arn Ind duͤrstet uo rechtigkeit, sit bekuͤmmerte Ge mir an deiner lassen, unden sehn, auch dein Warten, laß nu in mnir Schwe seyn. Siehe de nin Vorsutz an, guten Willen füt du Hertzensküͤnd mein gerschia nicht. daß d Onade in schleuß mich in he mich Elende brochenes Geist ir deinem W Hale nich Sch hinde mich Ver nach deinem Klen und führen id dat mi die ich dir 2 chwachheit Seufzen noch im⸗ C.) sowo llest du larckes Wort und mir beystehen Aen helffen, alles uch deinen lieben Errn und Esum Christum, rdigen Ge⸗ des H. Abend⸗/ athen kan Lurlh ven Sunden Un⸗ desen Ge dancken, ercken frey zu der mich 9 ngund +2 risel der du —* die deiner ren gnab digge⸗ siebe 0 al, 1* ite und tiwyff III Um wuͤrdigen Gebrauch des H. Abendmahls. 112 der hochbetruͤbten Seelen; A⸗ ber mein zerbrochenes Hertz fuͤhlet keine Krafft: Ich kan mich deiner Gnade und Lei⸗ dens nicht hertzlich troͤsten und erfreuen. Du himmlischer Artzt, ich bin von Hertzen kranck: du reicher HErr, ich bin geistlich arm, mich hungert und duͤrstet nach deiner Ge⸗ rechtigkeit/ saͤttige bekaͤmmerte Seele: Ich will mir an deiner Gnade gnuͤgen lassen, und wohl zufrieden seyn, auch deiner Stunde er⸗ warten, laß nur deine Krafft in mir Schwachen machtig seyn. Siehe doch meinen gu⸗ ten Vorsatz an, und nimm den guten Willen fuͤr die That, O du Hertzenskuͤndiger! verachte mein zerschlagenes Hertze nicht. Laß deine Goͤttliche Gnade in mir herrschen, schleuß mich in dein Hertz, sie⸗ he mich Elenden an, der zer⸗ brochenes Geistes ist, und sich fuͤr deinem Worte fuͤrchtet. Heile mich Schwachen, ver⸗ binde mich Verwundeten, er⸗ halte mich Strauchelnden, la⸗ be mich Matten, und laß mich Vehn, von Tag zu Tag im Glau⸗ ben zunehmen und wachsen muth aln, ob gleich mein Glaube ietzt ist wie ein kleines Senffkorn,den⸗ + noch er durch deine Gnade m wachse zu einem grossen star⸗ cken Baum, und Frucht brin⸗ ghe zum ewigen Leben, Amen. Ein Anders. ö Her JESu Christe, mein getreuer Hirte und Bi⸗ schoff meiner Seelen! der du gesaget hast: Ich bin das Brod des Lebens, wer von mir isset, den wird nicht hun⸗ gern und wer an mich glaͤubet, den wird nimmermehr duͤrsten. Ich komme zu dir und bitte dich demuͤthiglich, du wollest mich durch wahren Glauben bereiten und zum würdigen Gast machen dieser himmli⸗ schen Mahlzeit; wollest mich, dein armes Schaͤfflein, heute weiden auff deiner gruͤnen Auen, und zum frischen Was⸗ ser des Lebens fuͤhren, und wollest meine Seele erqvicken, und mich auff rechter Strasse fuͤhren, um deines Nahmens willen, du wollest mich wuͤr⸗ dig machen zu deinem Tisch, und mir voll einschencken den Becher deiner Liebe und Gna⸗ de. Ich armes Schaͤfflein komme zu deiner Weide, zum Brodt des Lebens, zum lebendi⸗ gen Brunnen: Ach! du wah⸗ res süsses Himmels⸗Brod, er⸗ wecke in mir einen geistlichen Hunger und heiligen Durst, daß ich nach dir schreye, wie ein Hirsch schreyet nach fri⸗ schen Wasser. Fuͤr allen Din⸗ gen aber gieb mir wahre hertz⸗ liche Reue und Leid uͤber mei⸗ ne Suͤnde, und lege mir an das vechte Hochzeitliche Kleid des Glaubens, durch welches ich dein heiliges Verdienst er⸗ greiffe, und dasselbige als mein schoͤnstes Kleid fest 905 un I13 Um wuͤrdigen Gebrauch des H. Abendmahls. 114 und bewahre, damit ich nicht ein unwuͤrdiger Gast bin. Gieb mir ein demuͤthiges, ver⸗ soͤhnliches Hertz, daß ich mei⸗ nen Feinden von Hertzens⸗ Grund vergebe; Tilge aus meinem Hertzen die Wurtzel aller Bitterkeit und Feindsee⸗ ligkeit. Pflantze dagegen in meine Seele Liebe und Barm⸗ hertzigkeit, daß ich meinen Nechsten, ja alle Menschen, in dir lieb habe. Ach du wah⸗ res Oster⸗Laͤmmlein] sey du meine Speise, laß mich dich geniesen und essen mit bit⸗ tern Salsen hertzlicher Reue, und mit dem ungefaͤuerten Brod eines heiligen und buß⸗ fertigen debens. Ach! ich kom⸗ me zu dir mit vieler Unsau⸗ berkeit beladen, ich bringe zu dir einen unreinen Leib und Seele, voller Aussatz und Greuel! Ach reinige mich, du hoͤchste Reinigkeit! Dein hei⸗ liger Leib, als er vom Cveutze abgenommen ward, wurde in ein rein Leinwand eingewi⸗ ckelt! Ach wolte GOtt! ich moͤchte dich mit so reinem Her⸗ tzen aufnehmen, als es dir wohlgefaͤllig: Ach! daß ich dich mit heiliger Andacht um⸗ fahen, in meine Liebe einwi⸗ ckeln, und dich mit den Myr⸗ rhen eines reuigen und zerbro⸗ chenen Hertzens und Geisses salben solte; Das Himmels⸗ Brodt muste in einem guͤlde⸗ nen Gesaͤsse aufgehoben wer⸗ den, zum Gedaͤchtniß in der Lade des Bundes; Ach wolte GOtt! ich moͤchte dich in ei⸗ nem gantz reinem Hertzen be⸗ wahren. Ach mein HErr! du hast ja selber gesagt: Die Star⸗ cken beduͤrffen des Artztes nicht, sondern die Krancken: Ach! Ich bin kranck, ich be⸗ darff deiner, als meines himmlischen Seelen⸗Artztes. Du hast gesagt: Kommt her erqvicken; Ach HERR! ich komme mit vielen Suͤnden be⸗ laden, nimm sie von mir, erle⸗ dige mich dieser grossen Buͤrde! Ich komme als ein Blinder, erleuchte mich; Als ein Ar⸗ mer, mache mich an meiner Seelen reich; Als ein Verlohr⸗ ner, suche mich; Als ein Ver⸗ dammter, mache mich seelig. Fuͤhre mich von mir selber ab, und nimm mich auf zu dir, ja in dich. Denn in dir lebe ich, in mir selber sterbe ich; In dir bin ich gerecht, in mir bin ich eitel Suͤnde; In dir bin ich seelig, in mir bin ich eitel Ver⸗ dammniß. Ach du mein himmlischer Braͤutigam! kom⸗ Hertzens, da will ich dich kuͤs⸗ ne: Bringe mir mit die Suͤßig⸗ keit deiner Liebe, den Geruch deines seeligen ewigen Lebens, den Geschmack deiner Gerech⸗ tigkeit, die Schoͤnheit deiner Freundlichkeit, die—ei⸗ EI⸗ zu mir alle, die ihr muͤhseelig und beladen seyd, ich will euch me zu mir, ich will dich fuͤh⸗ ren in die Kammer meines sen, auf daß mich niemand hoͤ⸗ —— damer Guͤte,k Demuth, die Barmherbigke himwlischer A dit einetodte E lebendig/ eine heilesie, ein l von allen wah Zugenden, er ner Gnade, m tuit deiner Hel Ganfftmuth, muth, mit dei du susseß Brot speise mich in daß mich in hungere noch dit hab ich vol hist mir alles, mit, und laß n leiben, wie di Ver mein dl mein Blut tti betin mir/ und ich werde ihn a Nungsten age Kuttze 8 Vinʒu Huchon melle n Ni mich 1— nd Blut zur bit, Herr Has, lehre m 0d andachti Innsene ie dwalls. 4 . N des; Ach wolte ächte nochte nem 201 dich in ei⸗ Hertzen be⸗ ein HErr! du Die Star⸗ n des Arztes die Krancken: hand, ich be⸗ dls meines Seelen⸗Arbtes. Nand gr: K . die Ixr otumt her muͤhseelig d, ich will euch HERR! ich Ren S sie von düͤnden be⸗ mir, erle⸗ rgressn Buͤde! 418 ein Blinder, age An Ar, As ein Al⸗ nich an meiner Als ein Verlohr⸗ R ls ein Ver⸗ nacht nich serlig N ich auf n in d ein ich — sber ab, zu dir, 10 ir lebe ich/ eitel er/ du meln 115 Seufftzer bey der Communion. 116 deiner Guͤte, die Zierde deiner Demuth, die Frucht deiner Barmhertzigkeit! Ach mein himmlischer Artzt lich bringe dir eine todte Seele, mache sie lebendig, eine krancke Seele, heile sie, ein Hertz, das leer ift von allen wahren grüͤndlichen Tugenden, erfuͤlle es mit dei⸗ ner Gnade, mit deinem Geist/ mit deiner Liebe, mit deiner Sanfftmuth, mit deiner De⸗ muth, mit deiner Gedult! ach du suͤsses Brodt des Lebens! speise mich ins ewige beben, daß mich in Ewigkeit nicht hungere noch durste: In dir hab ich volle Gnuͤge, du bist mir alles, bleibe ewig in mir, und laß mich ewig in dir bleiben, wie du gesaget hast: Wer mein Fleisch isset, und mein Blut trincket, der blei⸗ bet in mir, und ich in ihm, und ich werde ihn aufferwecken am Juͤngsten Tage, Amen. Rurtze Seufftzer im Hinzugehen. Henn GOtt Vater im Him⸗ mel! laß mich dein heili⸗ ges Abendmahl wuͤrdiglich ge⸗ niesen. IEsu Christe, speise mich mit deinem heiligen Leib und Blut zur ewigen Seelig⸗ keit; HErr GOtt heiliger Geist, lehre mich meinen Hey⸗ land andaͤchtig zu empfahen, und seine Liebe nimmermehr zu veygessen, Amen. Bey Empfahung des H. Keibes. Ch HErr JEsu! speise mich mit deinem heiligen Leibe, und hilff, daß ich den al⸗ lersuͤssesten Schmack im Geiste nicht verliehre, Amen. Bey Empfahung des H. Blutes. A HErr JEsu! dein theu⸗ res Blut komme mir zu gut, dein Leiden und Sterben mach mich zum Erben in dei⸗ nem Reich, den Engeln gleich, dein heiliges Blut wasche mich daß ich Schneeweiß werde. Amen. Nach Empfahung des H. Abendmahls. Un mein frommer und hei⸗ 4 liger GOtt! du hast ietzo solche Barmhertzigkeit an mir erwiesen, der ich nicht werth bin. Ich bin warlich nicht werth, daß du unter dem Da⸗ che meines Hertzens wohnest, denn ich bin ein suͤndiger Mensch. Aber deine grosse Liebe zu denen buß fertigen Suͤndern hat mein suͤndliches, doch demuͤthiges, Hertz gewuͤr⸗ diget, dasselbe zu deiner Woh⸗ nung und Sitze zu machen. Ach gieb Gnade vom Him⸗ mel! daß ich dich meinen theu⸗ ren und werthen Hertzens⸗ Gast, nimmermehr beleidige, sondern von Tag zu Jag in dei⸗ neimn Nach der Communion. I18 nem Erkaͤntniß, Liebe, Hoff⸗ nung, Gedult, und in allen Christlichen Tugenden mehr und mehr zunehme und wach⸗ se, meine suͤndliche Begierden stetig ereutzige und toͤdte, auch empfinde, daß du in mir lebest. Gieb mir deinen Heil. Geist, daß er mein einiger Fuͤhrer und deiter sey in meinem gan⸗ tzen Leben, ich seinem Leiten auch gerne und willig folge, daß ich auch nichts anders be⸗ gehre zu gedencken, zu wollen, zu meiden, zu reden und zu thun, als was dein Heiliger Geist durch dein Wort in mir wircket. Hilff, HErr JEsu! daß von nun an ich eine hertzli⸗ Y chere Begierde in mir empfinde dir zu dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, und daß mein Hertz immer zu dir gerichtet sey, mich mit sehnlichem und hertzlichem Verlangen nach dir strecke, biß ich endlich, nach ausgestandenen Kummer in dieser betruͤbten Welt, dich moͤ⸗ ge schauen von Angesicht zu Angesicht, und dich moͤge lo⸗ ben und preisen immer und ewiglich, Amen. Ein anders. d b e HErr JEsu! dir sey ewig Lob und Danck vor deine Liebe und Gnade, die du mir durch Ge⸗ niesung deines allerheiligsten Leibes und Blutes in deinem wie du dich ietzo mit meinem Geiste, Hertz und Seele im Glauben vereiniget hast; Also wollest du auch in mir lehen, in mir Dugend und Gottseeligkeit wuͤrcken, in mir Schwachen maͤchtig seyn, alle suͤndliche Begierden daͤmpfen, und durch deinen guten Geist mich also leiten, regieren und fuͤh⸗ ren, daß ich ein Kind und Er⸗ be des ewigen Lebens seyn und bleiben moͤge in Ewigkeit, Anen. Einseegnung nach voll⸗ endeter Com̃union. Er HErr mein GOtt und Vater, der mich in A⸗ bendmahl so vaͤterlich gespeiset und getraͤncket, seegne und be⸗ hůte mich. Der HErr JEsus, mein Heyland, welcher in dem Hei⸗ ligen Abendmahl mit seinem Leib und Blut die Speiß und Tranck gewesen, erleuchte sein Angesicht uͤber mich, und sey mir gnaͤdig. Der HErr mein Trost und Heiliger Geist, der mich darzu geleitet, darinn auffgerichtet, daraus gestaͤrcket, damit ver⸗ siegelt, und dadurch getroͤstet hat, der erhebe sein Angesicht auff mich und gebe mir seinen Friede, Amen. Um goͤttliche Regie⸗ rung. Abendmahl erzeiget hast. Ich bitte dich guͤtigster Heyland .0%½% O HErr SOtt Hei⸗ IIA..— Hellger Geis, bon Hiuumtl Gaaubens le mich, und giebm muͤthe ein, was hism sl. ner Pahrheit, das Verstaͤndni zunehmen den belh, ebe und wohlgefalige Zu 4e in meinem He kantniß des grof forschlichn Geh Unsern lieben HE schreib dosselbe mit lebendigen Vas ich nicht we mich, was ich ni gieb mir, was dad weise wir, das vermehre un Odu GOtt d verhute allen hehüͤte mich, da Gnade ja nicht du Brunn der l u meine Weif Ucht und Wge, uͤklichen 5 Geegen in alem uld Vochaben, ich weͤflich un waldele, wiee Hesen gebäh nre Geele, litkein reineß in Hir alle Aun nem Wilen glei und behhte wit e Duftlz, Msie Steicke 1 ————— eSο mit meinem nd Seele im miget hast; Alo mit leben, in •d Gertseeligkeit wir Schwachen alle suͤndliche Nupfen, und en Geist mich und fuͤh⸗ und Er⸗ zen kedens seyn noge in Ewigkeit, Hein GOtt und der mich in A⸗ uetlich gespeiset tt, seegne und de⸗ Wfus, mein in dem Hei⸗ mit seinem de Speiß und n, erleüchte sein und sey t mich, nein Trost und der wich darzu ien auffgerichte, . *** e Reh⸗ 4 * ung. 6011 2 2 en Hei⸗ + 119. Um Goͤttliche Regierung. I¹α Heiliger Geist, und gieb mir vom Himmel das Licht des Glaubens, lehre und regiere mich, und gieb mir in mein Ge⸗ muͤthe ein, was ich thun und lassen soll. Leite mich in dei⸗ ner Wahrheit, eroͤffne in mir das Verstaͤndniß, laß in mir zunehmen den Glauben, Ge⸗ deth, Liebe und andere GOtt wohlgefaͤllige Dugenden, meh⸗ re in meinem Hertzen das Er⸗ kaͤntniß des grossen und uner⸗ forschlichen Geheimnisses von unsern lieben HErrn CHristo, schreib dasselbe in mein Hertz mit lebendigen Buchstaben: Was ich nicht weiß, das lehre mich, was ich nicht habe, das gieb mir, was ich nicht sehe, das weise mir, was ich habe, das vermehre und erhalte mir. O du GOtt der Wahrheit! verhuͤte allen Irrthum, und behůte mich, daß ich an deiner Gnade ja nicht zweiffele. O du Brunn der Weißheit] sey du meine Weißheit, Rath, Licht und Auge, verleihe mir gluͤcklichen Fortgang und Seegen in allem meinem Thun und Vorhaben, und hilff, daß ich weißlich und gottfuͤrchtig vandele, wie einem frommen Christen gebuͤhret. Heilige meine Seele, und schaffe in niy ein reines Hertz, entzůnde Suͤnde gerathe, und aus der Suͤnde in die Straffe falle, und deinen grimmigen Zorn auf mich lade. Behuͤte mich fuͤr allem Ubel und Gefahr Lei⸗ bes und der Seelen, und fuͤr allen meinen Feinden. Ach Va⸗ terllaß mich nicht fuͤr denselben ein Spott werden, gieb ihnen versoͤhnliche Hertzen, daß sie friedlich mit mir leben muͤs⸗ sen. O du GOtt des Tro⸗ stes! troͤste mich in allen mei⸗ nen Truͤbsalen, gieb meinem Geiste das Zeugniß, daß ich ein Kind GOttes sey. Die⸗ weil ich aber nicht weiß, was, und wie ich bitten soll; so bit⸗ te du fuͤr mich, und dein Geist vertrete mich mit unaus sprech⸗ lichem Seuffzen; Troͤste mich in allen meinem Creutz und Elend, richte mich auf, erhal⸗ te und verlasse mich ja nicht, stehe mir bey im Leben und Tod, erqvicke mich, ehe ich von hinnen fahre, rede mich an in meinem letzten Sterb⸗ Stuͤndlein, und sprich zu mei⸗ ner Seelen: Ich bin dein Heyl; Erfüuͤlle mein Hertz mit Freuden, und mache mich zu deinem Tempel in diesem Le⸗ ben und in alle Ewigkeit. Dei⸗ ne Barmhertzigkeit, die da Himmel und Erden erfuͤllet, die umfange auch mich armen in mir alle Tugenden, die dei⸗Suͤnder, dieselbe schuͤtze und nem Willen gleichfoͤrmig seyn, und behuͤte mich fuͤr der List des Teufels, auf daß ich nicht bewahre mich fuͤr allem Ubel, dieselbe seegne mich und ma⸗ che mich seelig hie zeitlich und in seine Stricke falle, nicht in dort ewiglich, durch* le⸗ I2I Um den rechten Glauben. 122 lieben Erloͤser und Seeligma⸗ cher JEsum Christum, Amen. Um den rechten Glau⸗ ben. Err allmaͤchtiger G0 TT! weil der Glaube nicht ie⸗ dermanns Ding ist, so bitte ich demuͤthiglich, du wollest durch deinen Heiligen Geist recht⸗ schaffene Erkaͤntniß deines Sohnes JEsu Christi in mei⸗ nem Hertzen pflantzen und er⸗ halten, auch von Tage zu Tage mehren, daß ich erfuͤllet werde mit Erkaͤntniß deines Willens, in allerley geistlicher Weißheit und Verstand,/ auf daß ich wuͤr⸗ dig wandele dir zu allem Ge⸗ fallen, und fruchtbar sey in al⸗ len guten Wercken, und wach⸗ sen in denselbigen nach deiner herrlichen Macht in aller Ge⸗ dult und Langmuͤthigkeit mit Freuden. Gieb mir Krafft nach dem Reichthum deiner Herrlichkeit starck zu werden an dem inwendigen Menschen, und Christum zu haben durch den Glauben in meinem Her⸗ tzen. O lieber GOtt! dieweil niemand deinen Sohn kennet, denn nur du, Vater, und nie⸗ mand kennet dich Vater, denn nur derselbige dein Sohn, und wem ers will offenbahren; so bitte ich dich, ziehe du mich zu ihm und fuͤhre mich zu dir. Gieb mir Erkaͤntniß deines ben, blase das Fuͤncklein des mehr in mir auf, daß ich lauter und unanstoͤßig erfunden wer⸗ ů Thron, bu Glaubens immer mehr und Kafst an allen de an dem Tage IEsu CHri⸗ sti. Erhalte, was du in mir gewuͤrcket hast, auf daß in Creutz und Anfechtung mein Glaube nicht abnehme. Ma⸗ Stimme des he den grossn GOtt der Ehren Stimme des hertlich und m Erdebebet und unddie Grund⸗ che mich bestaͤndig in wah⸗ rem Christlichen Bekaͤntniß, damit ich das fuͤrgesteckte Ziel der Seeligkeit erreiche. Be⸗ huͤte mich! mein GOtt, daß ich unter so vielen Irrthuͤmern, Spaltungen und Ketzereyen, dieser Welt nicht verfuͤhret werde. Bewahre mich fuͤr Aberglauben und allem fal⸗ schen Gottesdienste, und daß ich in keinem Articul irre oder zweiffele. Dazu, so gieb auch Gnade, daß derselbe mein Glaube nicht todt, Werck⸗loß oder unkraͤfftig sey, sondern thaͤtig und geschaͤfftig, der durch die kiebe ausbreche, auf daß ich das Ende des Glaubens davon bringe, nehmlich der Seelen Seeligkeit, Amen. V. Wetter⸗Gebeth. Bey grossen Donner. Roßmaͤchtiger GOtt! dei⸗ nem Nahmen sollen alle Gewaltigen auf Erden Ehre bringen, und dich ewigen Heyls, die da ist in Vergebung der Suͤnden. Komm zu Hüͤlk⸗ fe meinem schwachen Glau⸗ bist der HERR im hoͤchsten GOit anbeten, in deinem hei⸗ ligen Schmuck. Denn du hron ge regen sich; auf von deinet vetzehrend Feue Munde, daß es dein Ggeltumdt ster und schwart cken, harinnen bist, undduncke en Fissen. Vo dir her trennen; cen, der HERr Himmel, und lässt seinen Don beingest herfür! heinen berbotg und treibest sien Ott, wenn sie Glögerichet hu 122 du in mir uf daß in ectung mein N ekantniß, gesteckte Ziel terreiche. Be⸗ in GOtt, daß ich Irrthumern, 1d Ketzereyen, richt verfuͤhret Babre mich fuͤr und allem fal⸗ ste, und daß UH irre oder Danm so gich auch derselde mein +/ Verck loß / sondern üfftig der che/ auf Glaubens nehmlich der Kleit Amen. Denn du Hachsen Zhnn . — ů in 133 Wetter⸗Gebeth. 124 Thron, du weissest deine HERR wird sein Volck see⸗ Krafft an allen Orten. Die Stimme des HErren gehet auf den grossen Wassern, der GOtt der Ehren donnert, die Stimme des GErrn gehet herrlich und mit Macht, die Erde bebet und wird beweget/ und die Grund⸗Veste der Ber⸗ ge regen sich; Dampff gehet auf von deiner Nasen, und verzehrend Feuer von deinem Munde, daß es davon blitzet, dein Gezelt um dich her ist fin⸗ ster und schwartze dicke Wol⸗ cken, darinnen du verborgen bist, und dunckel ist unter dei⸗ nen Fuͤssen. Vom Glantz fuͤr dir her trennen sich die Wol⸗ ken, der HERR donnert im Himmel, und der Hoͤchste asset seinen Donner aus. Du bringest herfuͤr die Winde, aus deinen verborgenen koͤchern, und treibest sie wieder an ihren Ort, wenn sie deinen Befehl (USgerichtet haben. Es ist ir alles unterworffen, alle Dinge erkennen dich fuͤr ihren Schoͤpffer, und zittern fuͤr dei⸗ ver Goͤttlichen Majestaͤt. Die ohen Berge und Abgruͤnde her Tieffe erschrecken, wenn du ornig bist, der gantze Erdbo⸗ sen zittert, Meer und Wasser fiehen fuͤr deinem Zorn. Die Stimme des HErrn heuet wie Feuerflammen, die Stimme des HErrn erreget die Wu⸗ sen. Der HErrbleibet Koͤ⸗ gnen mit Frieden. O guͤ⸗ tiger GOtt! Behuͤte uns fuͤr deinem grimmigen Zorn, der unertraͤglich ist, vergieb uns unsere Suͤnde, erleuchte dein Antlitz uͤber uns„ und sey uns gnaͤdig. Verschone un⸗ ser, daß diß vorstehende zornige, ungestuͤme, grausa⸗ me/ schwere Wetter, ohne al⸗ len Schaden ab⸗ und fuͤruͤber gehe. Bewahre unser Leib und Leben, Hauß und Hof, fuͤr Entzuͤndung des Wet⸗ ters, für Schiessung der Strahlen, fuͤr Donnerschlaͤ⸗ gen und allem Verderben. Des⸗ gleichen beschuͤtze die Fruͤchte auf dem Felde fuͤr Schlossen und Hagel, fuͤr grosser Wasser⸗ fluth, und fuͤr allem Schaden. O GOsꝛ behuͤte uns fuͤr einem boͤsen schnellen Tod; GOtt der Vater, der seinen Sohn des Creutzes Pein fuͤr mich hat lassen leiden, erhalte mich. IEsus von Nazareth, ein Koͤnig der Juͤden, fuͤr mich gestorben, bewahre mich. Der Heilige Geist, der mich gezeich⸗ net hat mit der Salbung und mit dem Zeichen des heiligen Creutzes, beschirme mich, daß mir kein Unfall widerfahre, Amen. Ein anders. Enderaedtnen baymhertziger lieber Va⸗ ig in Ewigteit, er wird sei⸗ ter, der du gewaltig, schrecklich sem Volck Krafft geben, der und herrlich bist, wenn du dei⸗ ne 125 Wetter⸗Gebetb ne Macht in den Wolcken hoͤ⸗ ren laͤssest: Wir arme furcht⸗ same und bloͤde Creaturen er⸗ kennen deine Gewalt und gros⸗ se herrliche Macht, du bewe⸗ gest die Erde, daß sie bebet vor deinem Donnere, und die Grundfeste der Berge regen sich, vom Glantz fuͤr dir her trennen sich die Wolcken, denn der HERR donnert im Him⸗ mel, und der Hoͤchste laͤsset seinen Donner aus, deine Bli⸗ tzen leuchten auf dem Erdbo⸗ den, das Erdreich siehets und erschricket; Berge zerschmel⸗ tzen wie Wachs fuͤr dem HErrn, fuͤr dem Herrscher des gan⸗ Gnade, durch deinen lieben Sohn IEsum CHristum. Ach HErr GOTT! der du bist ein Vater der Barmhertzigkeit und GOtt alles Trostes, straffe uns nicht in deinem Zorn, und zuͤchtige uns nicht in dei⸗ nem Grimm, laß uns deine Blitzen, so da schrecklich leuch⸗ ten, nicht beschaͤdigen, unser Haus und Hof nicht anzuͤn⸗ den, noch die harten Donner⸗ schlaͤge zerschmettern: Sey du bey uns in der Noth, und be⸗ huͤte nus fuͤr einem boͤsen schnellen Tod, troͤste, staͤrcke und erhalte uns in wahrem Glauben und hertzlicher/kindli⸗ tzen Erdbodens, HErrl von dei⸗ nem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nasen. HErr wir sehen und hoͤren dei⸗ ne Gewalt, starck ist dein Arm, und hoch ist deine Rechte; wir loben, preisen und fuͤrchten die⸗ selbe, ja wir erschrecken fuͤr deiner Macht, und fuͤr deinem Zorn: Erkennen auch/daß wir mit unsern Suͤnden wohl ver⸗ dienet haͤtten, daß du uns mit deinem Grimm verderbetest und zerschmettertest: Aber, weil wir dein armes Geschoͤpff und Kinder seyn, und sonst nirgend für deinem Zorn hin⸗ fliehen koͤnnen, denn zu deiner grundlosen, holdseeligen, vaͤ⸗ terlichen Gnade und Barm⸗ hertzigkeit. So ruffen wir aus diesem Elend und Jam⸗ merthal zu dir in den Himmel, und bitten um Huͤlffe und cher Zuver sicht und Vertrauen auf deine grosse Gnade und Barmhertzigkeit. Bedecke mit deiner allmaͤchtigen Hand un⸗ ser beib und Leben, Hauß und Hof, Viehe und Fruͤchte auf dem Felde, und alles, was wir haben, beschirme dieselben fuͤr Schlossen, Hagel und Wasserfluthen. Bedecke uns mit deinen Gnaden⸗Fluͤgeln, biß dein Zorn und das schreck⸗ liche Ungewitter fuͤruͤber gehe. Ach HErr! es muß ja Donner und Blitz, Feuer und Wasser, Hagel und Sturmwinde dei⸗ nen Befehl ausrichten: Aber sey uns gnaͤdig, und verschone unser: Ach HErr wer ist dir gleich? der so maͤchtig, heilig und erschrecklich, loͤblich und wunderthaͤtig ist? Beweise Nothhelffer bist, ein Schutz an uns, daß du der rechte 126 12⁷ 2—— zut geit der No dein Vater⸗Hel durch den hell Nahmen JEf welchem wit di ligen Gessi sey keit/ Lob und Ewigkeit, Ame Gebeth be Ungewitte und B Bba l mein! ter im Hi unser Gebeth un hilff unsaus di⸗ heine Creatur he dein liebreiches auns deine Kit und nach dem Hlückö⸗Wetterb deiner Gnaden zur deinen lieben Coristum. Ach der du bist ein nhertigkeit und Trostes, straffe deinem Zorn, nicht in dei⸗ luß uns deine sPrtcklich leuch⸗ geu, unser nicht anzuͤn⸗ harten Donner⸗ lettern: Seyda Noth, und be⸗ einem boͤsen troͤste, staͤrcke 2i in wahrem hertzlicher kindli⸗ und Bertrauen Gnade und chirme dieselben Hagel und Bodecke und Banden⸗Flͤgell, 4nd das schreck⸗ lutt fürüber. 110 0 Donl 1 uruwinde del⸗ Iπ Aber und verschon⸗ dit 2 27 Wetter⸗Gebethe. 128 ur Zeit der Noth, und laß uns hein Vater⸗Hertz wieder sehen, hurch den heiligen und starcken Nahmen IEsum Christum, welchem mit dir und dem Hei⸗ ligen Geiste sey Ehre, Herrlich⸗ seit, Lob und Preiß in alle Ewigkeit, Amen. Gebeth bey schweren Ungewitter, Donner und Blitzen. Bbal mein GOtt und Va⸗ hilff uns aus dieser Noth, da feine Creatur helffen kan. Laß dein liebreiches Hertz uͤber uns deine Kinder brechen, und nach dem truͤben Un⸗ gluͤcks⸗Wetter bald die Sonne deiner Gnaden wieder schei⸗ sen. HErr JEsu! sey uns gnaͤ⸗ tig, und laß deine heilige Wunden und alle theure Bluts⸗Dropffen fuͤr uns bit⸗ ten! Bedecke uns unter dei⸗ vem Schutz und Gnaden⸗Fluͤ⸗ geln, wie eine Henne ihre Ruͤchlein unter ihren Fluͤgeln heschirmet, und gieb, daß die⸗ ses Zorn⸗Wetter bald fuͤruͤber⸗ gehe! O Heiliger Geist! vertritt uns mit unaussprechlichen Seuffzen vor dem Thron dei⸗ ter Goͤttlichen Majestaͤt im Himmel, und troͤste unsere aurige Hertzen, daß sie nicht hor Angst verzagen, sondern ter im Himmel! Erhoͤre unser Gebeth und Flehen, und sich auf GOttes Gnade und Barmhertzigkeit gewiß verlas⸗ sen. Ach HErr! du dreyeini⸗ ger GOtt, sey uns armen Suͤndern gnaͤdig, so wollen wir dich loben und deinem Nahmen dancken, hier zeitlich und dort ewiglich, Amen. Gebeth in grosser Duͤrre. x Ae Hers Hinneld und der Erden! du hast ein Wort im Zorn geredt und ge⸗ sagt: Wenn wir dir nicht ge⸗ horchen wuͤrden, so woltest du den Himmel wie Eisen, und die Erde wie Ertz machen, daß es nicht regnen und die Fruͤchte auf dem Lande nicht gedeyen solten. Nun sehen wir leider! mit Schmertzen, daß die lieben Fruͤchte, die du uns aus deiner milden Hand bescheret hast, von der Sonnen⸗Hitze dermassen aus⸗ trocknen, dast sie fast keinen Safft mehr haben. Es stehet klaͤglich auf dem Lande und ist eine grosse Duͤrre. Die Er⸗ de lechzet, weil es nicht regnet; die Acker⸗veute gehen traurig und verhuͤllen ihre Haͤupter. Das Vieh stehet auf den Huͤ⸗ geln und schnappet nach der vufft, es will verschmachten, weil kein Graß waͤchset. Das ist nun wohl eine Straffe die wirmit unsern uͤbermachten Süͤnden verdienet, als die wir nicht werth seyn, daß du uns ein einig Koͤrnlein liessest e ans 129 WMetter⸗ Gebeth. 13⁰ aus der Erden wachsen. Aber lieber GOST und HERR! wilst du denn unserm Lande Staub und Asche fuͤr Regen geben? du hast ja selber gesagt: Ich will den Himmel erhoͤren, und der Himmel soll die Erde erhoͤren, und die Erde soll dorn, Most und Oel erhoͤren. Ach! so erhoͤre doch auch uns, die wir dich ietzo nm einen gnaͤ⸗ digen Regen und um fruchtba⸗ re Witterung demuͤthiglich bitten. Du bist ja der Trost Israel und ihr Nothhelffer, warum stellest du dich, als waͤrest du ein Gast im Lande, und als ein Frembder, der nur über Nacht bleibet? Warum stellest du dich als ein Held der verzagt ist, und als ein Riese, der nicht helffen kan? Du bist ja allein, der den Himmel mit Wolcken bedecket, der Fruͤh⸗ und Spat⸗Regen zu rechter Zeit giebet, und die Erndte treu⸗ lich und jaͤhrlich behuͤtet. Ach so suche doch auch unser dursti⸗ ges Land heim, und waͤssere es, und mache es sehr reich. Laß unser Getreyde wohl gerathen denn also bauest du das Land, traͤncke seine Furchen, und feuchte sein Gepfluͤgtes, mit Regen, mache es weich, und seegne sein Gewaͤchse; Croͤne das Jahr mit deinem Guth, daß deine Fußstapffen trieffen vom Fett. Nun wir hoffen, du reicher Segens⸗GOtt wer⸗ dest uns gnaͤdig seyn, und uns nicht verlassen mit leiblicher Nahrung, sondern unser Leben erhalten und uns versorgen mit aller Nothdurfft, auf daß wir in allen Dingen deine Goͤtt⸗ liche Krafft und milde Hand mit Dancksagung erkennen und dich preisen hier zeitlich und dort ewiglich, Amen. Gebeth bey grosser Naͤsse und bey vielem Regen. Llmaͤchtiger GOTr und 23¹ det zu uns, dig. vaß n Wetter die scheinen, und annoch die Hruͤchte glue Iind zu deinet Ver Nothburf Hebrauchen! hein Rahme werden hier Hofrt in der En Vater! du bist es eben, der den Himmel mit Wolcken klei⸗ det und die Brunnen der Tief⸗ fen eroͤffnet, daß des Regens keine Masse ist. Daher wir mit betruͤbten Augen sehen, wie ein groß Theil von unsern Feld⸗Fruͤchten durch die uͤbri⸗ ge Naͤsse und Feuchtigkeit um⸗ kommen und verderben muß. Nun muͤssen wir zwar beken⸗ nen, daß wir die ietzige Naͤsse so wohl als die Duͤrre mit un⸗ sern Suͤnden verdienet. Un⸗ sere Sünden sind die gifftigen Nebel, so den Himmel verfin⸗ stern daß er gleichsam ein Trauer⸗Kleid anzeucht, und viel Thraͤnen vergeußt. Dar⸗ um erscheinen wir vor dir mit bußfertigen Hertzen, und bit⸗ ten dich um aller Bluts⸗ Tropffen willen„ die dein Sohn JESu · CHristus fuͤr uns vergossen, du wollest dem n langwierigen Regen wehren und die Fenster des Himmels verstopffen. Kehre dich wie⸗ der. Gebeth ve te des Ett, allr hu König der Eiden, de Aberschwengl Lanben Erdb Pruͤchten zie Davon Menst 41 Nohrun 9 * — dern unser Leden 8 versorgen sst, auf daß gen deine Goͤtt⸗ 1 Milde Hand zung erkennen en hier zeitlich lich Amen. d bey vielem en. 6⁰ und bist es eben/ der Wolcken klei⸗ nen der Tief⸗ daß des Regens I. Daher wir Augen sehen, al von unsern urch die übri⸗ Feuchtigkeit umn⸗ vetderden muß. zwar beken⸗ di iebige Nasse tie giff himmdl vaf 2 gleichsam ll danzeucht, und bergebßt. Dar, 131 Wetter⸗Gebeth. 132 ser zu uns, und sey uns gnaͤ⸗ hig. Laß nach dem truͤben Wetter die Sonne wieder scheinen, und hilff daß wir die ännoch draussen stehende Fruͤchte gluͤcklich einsammlen und zu deiner Ehre und unse⸗ ter Nothdurfft anwenden und gebrauchen moͤgen. So soll dein Nahme dafuͤr gepreiset verden hier in dieser Zeit und hort in der Ewigkeit, Amen. Gebeth vor die Sruͤch⸗ te des Landes. 51„allmaͤchtiger GOtt! du Koͤnig Himmels und er Erden, der du durch deine üÜberschwengliche Guͤte den gantzen Erdboden mit allerley Fruͤchten zierest und erfuͤllest, savon Menschen und Vieh ih⸗ e Nahrung haben: Wir bit⸗ sen dich um deiner Barmher⸗ zigkeit willen, du wollest un⸗ ser band seegnen, daß es seine Fruͤchte und Vermoͤgen gebe, enn wir von uns selber nicht zin Koͤrnlein aus der Er⸗ sen koͤnnen hervor bringen, o du nicht das Gedey⸗ in giebest. Darum verlei⸗ he den lieben Fruͤchten ein gnaͤdiges Gewitter, daß sie wachsen und wohl gerathen. Behuͤte sie vor Hagel und Ungewitter, vor Verhee⸗ zung und Ungezieffer. Er⸗ halte sie in Frost und Hitze, in Winde und Duͤrre, in Re⸗ gen und allen andern Wetter, daß sie nicht beschaͤdiget wer⸗ den. Laß das Land nicht fey⸗ ren in deinem Zorn, daß es nicht wuͤste liege, und un⸗ fruchtbar bleibe. Schließe den Himmel nicht in deinem Grimm um unser Suͤnde wil⸗ len zu, daß er nicht werde wie Eisen, und die Erde wie Ertz; sondern gieb Fruͤh⸗ und Spat⸗ Regen zu rechter Zeit: Suche das Land heim und waͤssere es, und mache es reich: Denn dein Bruͤnnlein hat Wasser die Fuͤlle. O HErr! laß un⸗ ser Getraͤyde wohl gerathen, denn also bauest du das dand. Traͤncke seine Furchen und feuchte sein Gepfluͤgtes, mit Regen mache es weich, und seegne seine Gewaͤchse. Croͤ⸗ ne das Jahr mit deiner Güte, daß deine Fußstapffen trieffen von Fette, so werden unsere Auen dicke stehen mit Korn, daß man jauchzet und singet. Nun wir hoffen, du reicher Seegens /GOtt werdest uns gnaͤdig seyn, und uns nicht verlassen mit leiblicher Nah⸗ rung, sondern unser Leben er⸗ halten, und uns versorgen mit aller Nothdurfft, auf daß wir in allen Dingen deine Goͤttli⸗ che Hand mit Dancksagung er⸗ kennen, und dich preisen hier zeitlich und dort ewiglich, Amen. C2 Ge⸗ 133 Erndten⸗Gebethe. 34 Gebeth zur Zeit der Erndte. Du grosser GOtt der Erndte! der du Arbei⸗ ter in deine Erndte sendest und durch die leibliche Erndte die himmlische Freuden⸗Ernd⸗ de abbildest: Wir dancken dei⸗ ner großen Gnade und Barm⸗ hertzigkeit, daß du uns aber⸗ mahl die Zeit der Erndte hast erleben lassen. Wir haben zwar mit unsern Suͤnden und Undanck den Fluch und allen Unseegen verdienet; Aber du reicher Seegens⸗GO TZ hast den Fluch von uns und unsern Feldern hinweg genommen, und uns dennoch deinen mil⸗ den Seegen spuͤhren lassen. Weil wir denn ietzt in Begriff sind solchen beschehrten Feld⸗ Seegen einzusammlen, worzu wir Leben, Gesundheit, Krafft und Staͤrcke, wie auch gutes beqvemes Erndten⸗Wetter vonnoͤthen haben; Als bitten wir dich getreuer GOtt und Vater in kindlichem Vertrau⸗ en, du wollest uns zu unserer Erndten⸗Arbeit bestaͤndige Ge⸗ sundheit, zulaͤngliche Leibes⸗ Kraͤffte, wie auch beqvemes wenden und gebrauchen moͤ⸗ gen. Du wollest auch, O gnaͤ⸗ diger Erhalter und Versorger, die eingesammleten Fruͤchte in unsern Scheuren woͤhl bewah⸗ ren, uns allen ein vergnuͤgtes Hertz geben, daß wir unsere Unwuͤrdigkeit erkennen, und mit dem, was du einem jedwe⸗ den aus Gnaden zugetheilet, zu frieden seyn. Und da solche Erndte ein Vorspiel ist der himmlischen Freuden⸗Erndte, so wollest du, O frommer GOtt! zu derselben uns wohl bereit machen, in das Buͤnd⸗ lein der Lebendigen uns bin⸗ den, und uns durch deine hei⸗ lige Engel in die Scheuren des ewigen Lebens tragen und ein⸗ fuͤhren lassen, Amen. Das thue doch um aller deiner Guͤ⸗ te und Barmhertzigkeit willen, Amen. VI. In Allerhand An⸗ liegen. Gebet bey einem heim⸗ lichen Anliegen. Ein GOtt und Vater! Der du in den innersten Grund meines Hertzens sie⸗ E Fisse waͤlte Hrng ich me Hertes Herh Ungst und? dir, was ich flagen darff. giger GOtt, gen und laß gehulffe emr Jsu, li⸗ Nie hohnisch Seute Unglio hin ich berstu und muß meif ressen, Wet st alle mein Mein Geuffg herborgen. Hemnach gnaͤ Ammer und uuf mein ang hle meine Ren und ergo die mit so Mer beladen ur geit dei übtgepesen Uldhaft bluri Aasttgechun Hehland n Seelen⸗Angs Grd eh mir j Scult 10 Salt Ei bewah⸗ vergnuͤgtez * wir unsert Erte A, 5·³ Gebeth in heiml ichen Anliegen. 136 Fuͤsse waͤltzen. Siehe, hier ving ich mein armes bekuͤm⸗ nertes Hertz mit aller seiner Angst und Noth, und klage dir, was ich keinem Menschen kagen darff. Ach! barmher⸗ higer GOtt, nimm es zu Her⸗ ten, und laß mich deine gnaͤdi⸗ ge Huͤlffe empfinden. IEsu, liebster JEsu! weil die hoͤhnische Welt anderer geute Ungluͤck nur lachet, so In ich verstummet und still, und muß mein Leiden in mich sessen. Aber vor dir, HErr, it alle mein Begierde, und mein Seufftzen ist dir nicht herborgen. Nun so siehe demnach gnaͤdig an Iubere 6%½ Jammer und Elend, hoͤre einem heim Anliegen. 4 und Valkt erstel II aif mein aͤngstliches Klagen, hle meine heimliche Thraͤ⸗ gen und erqoicke meine See⸗ Uj die mit so schweren Kum⸗ er beladen ist. Du bist ja ur Zeit deines Leidens be⸗ tübt gewesen biß in den Todt Ind hast blutigen Schweiß vor Rigst geschwitzet. Drum, o heyland! um dieser deiner Geelen⸗Angst willen erbarme dch uͤber mich, und wende alle AIrübsal schwer zu meinem Nutz heh, Und deiner Ehr! HErr GOtt Heiliger Geist Huf Gieb mir indessen Trost und Gedult, hat Geele bey ihrem vielen Be⸗ mmer niß mit den suͤßen Troͤ⸗ % ungen deines Worts! Ruf⸗ und ergoͤte meine ge meine aͤngstliche Seufftzer hinauf vor GOttes Thron, und hilff, daß ich in meinem Elend nicht verzage, sondern gewiß glaͤube, der HErr sey groß von Rath, und maͤchtig von That: Er koͤnne und wer⸗ de mich zu rechter Zeit aus al⸗ len meinen Noͤthen erloͤsen, daß mein heimliches Hertze⸗ leid in oͤffentliche Freude ver⸗ kehret werde, Amen! mein 60 T! sprich auch darzu Amen. In geistlicher Anfech⸗ tung. HHeRR GOTT! wie bang ist meinem Her⸗ tzen, und meine Seele will sich gar nicht troͤsten lassen, denn große Seelen⸗Angst hat mich umgeben, meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe bey der Hoͤllen, Ach HErr, wie so lange? Er⸗ barme dich mein, O du Vater aller Barmhertzigkeit! du GOtt alles Trostes, und sey mir gnaͤdig um deiner Guͤte willen. Ich leide Noth, hilff mir. Die Angst meines Her⸗ tzens ist groß, fuͤhre mich aus meinen Noͤthen, siehe an mei⸗ nen Jammer und Elend, und vergieb mir alle meine Suͤnden. Erleuchte mich mit dem Glantz deiner Gnade, erqvicke mich mit dem Labsal deines Tro⸗ stes, ehe denn ich hinfahre, skräfftig in meinem Hertzen⸗ Apba!mein lieber Vater! brin⸗ und nicht mehr sey. Erbar⸗ me dich mein, O JESu du “3 Sohn Gebeth in geistlicher Anfechtung. 13 Sohn GOttes, der du ja alle muͤhselige und beladene Suͤn⸗ der zu dir ruffest, und ihnen Erqvickung und Ruhe fuͤr ih⸗ re Seelen zusagest, ach laß dir nicht mißfallen, daß auch ich armer grosser Suͤnder mit vie⸗ ler Angst und Schrecken, Furcht und Zittern allenthal⸗ ben umgehen zu dir komme; nimm mich auf, HERRI und verstoße mich nicht. Laß mich Ruhe finden fuͤr meine arme Seele in denen Hoͤlen deiner tieffen Wunden. Be⸗ sprenge mein mattes Hertz mit dem edlen Balsam deines theuren Blutes. Hilff mir aus der bittern Hoͤllen⸗Angst, daß ich nicht darinnen verder⸗ be, um deiner ausgestandenen Seelen⸗ und Todtes⸗Angft willen. Erbarme dich mein, O Gott Heiliger Geist! du Beystand der Schwachen, du Troͤster aller Traurigen und Betruͤbten. Ach! stehe auch mir bey in dieser meiner Schwachheit, troͤste mich in dieser meiner grossen Betruͤb⸗ niß und Traurigkeit. Hilff mir, daß ich ja in dem schweren Kampff, da mir der Teuffel, Suͤnde, Tod und Hoͤlle aufs aͤuserste zusetzen und mich zu endlicher Verzweiffelung bringen wollen, nicht unter⸗ liege, noch an GOttes Gnade verzage, sondern in dem Glau⸗ ben an meinen HErrn JE⸗ sum fest beharre, endlich mit Freuden uͤberwinde, und ewigen Lebens davon bringen moͤge, Amen. Um Abwendung der Pest. O HErre, Heiliger GOtt! du Liebhaber des Lebens und Herrscher der gantzen Welt, der du gerecht bist, und die Crone der Herrlichkeit und Gerechtigkeit liebest, du hast gedraͤuet, dein Volck heimzusu⸗ chen mit Schwulst und Fieber. daß ihnen die Ang esichter ver⸗ fallen und die Leiber ver⸗ schmachten sollen, du wollest ihnen die Sterbe⸗Druͤse an⸗ haͤngen, ihrer wenig, und die Strassen wuͤste machen. Ach JErr! wir hoͤrens nicht ohne Entsetzen, und erzehlen uns die, so von benachtbarten Or⸗ ten kommen, wie du ietzo hin und her die Leute heimsu⸗ von deinem Orte, die Boßheit der Einwohner des Landes, und ihren Undanck allenthal⸗ ben zu straffen; Deinem vielen Orten das Rach⸗ Schwerdt auszuziehen, und zu wuͤrgen anbefohlen; Du vergiltest denen Undanckba⸗ ren und Ungehorsamen nach ihren Thaten, der Tod ist zu ihren Fenstern hinein gefallen die Kinder zu wuͤrgen auf der sind in gleicher Verdammniß I schest, wie du ausgegangen bist N Wuͤrge /Engel hast du schon an und in ihre Pallaͤste kommen, 0 Gaße und die Juͤnglinge auf der Strassen; Nun HErr, wir n 1..— unit unsern haben aue And mit unse cherheit, ho. Teit, Geit,A undern Freb Pings deinen het. Friede Graͤnhen k Beit gegoͤnn Pribdens, g underer W. Wir schandl Mun, HErk! Init unserm E Unsete Getech Ruf deine grof Heit, dubstger Ans schamen Vhatdruͤcket u Ieltesthillgu Hetung mit! Heimsuchen. 0 ö errlichkeit und Sdavon bringen ndung der Oeiliger GOtt! et des Lebens der gantzen gerecht bist, und edest d Hast Bolckheimzusii rulst und Fiebet⸗ Angesichter ver⸗ die Leiber ver⸗ Len, du wollel rde⸗Druͤse an⸗ wenig, und dit ie machen. Ach rens nicht ohne Heblen unt „ wie du ietz die Lente bejmfll zSgegangen bist ner des wanck allenthal Gzen; Deinen bast du schon al * das Racht H betung mit harten Straffen icht auch in unsere Graͤntzen guͤtiger Nothhelffer, laß es JIEsu Christi heilige Un⸗ Huld und schmertzlichen Tod en erleuchtete, bußfertige und ine Hertzen, verwirff uns ve sscht von deinem Angesicht, 39 Gebeth in Pest⸗Zeiten. 4⁰ mit unsern Nachbarn, wir haben auch mißgehandelt und mit unserm Undanck, Si⸗ herheit, Hochmuth, Unmaͤßig⸗ seit, Geitz, Ungerechtigkeit, und ndern Frevel haben wir aller⸗ hings deinen Zorn auch gerei⸗ bet! Frieden hast du unsern Graͤntzen bißhero geraume Zeit gegoͤnnet, allein deines Friedens, gesunder Lufft und ünderer Wohlthaten haben wir schaͤndlich gemißbrauchet; Nun, Hrr wir liegen fuͤr dir mit unserm Gebeth, nicht auf insere Gerechtigkeit, sondern guf deine grosse Barmhertzig⸗ leit/ du bist gerecht, wir muͤssen ins schaͤmen, unsere Misse⸗ that druͤcket uns hart, und du soltest hillig unsere harte Uber⸗ heimsuchen. Aber deine Va⸗ tey⸗Huld haͤlt annoch das Rach⸗Schwerdt auf, daß es ngedrungen, und dieses Fuͤr⸗ senthum und Lande von allen fallenden Seuchen annoch lefreyet ist; Dafuͤr wir billig hon Hertzen dir Danck sagen, unnd bitten dich, lieher Vater, hoch deines gehorsamen Soh⸗ As Elenden noch ferner zu⸗ tatten kommen: Schaffe um inet willen ietzund in uns al⸗ und nimm deinen Heiligen Geist nicht von uns: Laß dei⸗ ne Ungnade nicht auch uͤber uns entbrennen, wie unsere übermachten Suͤnden es lei⸗ der! wohl verdienet haͤtten: Verleihe ferner uns Unwuͤr⸗ digen reine dufft, gesunde vei⸗ bey, und zugleich auch danck⸗ bare Hertzen, samt heiligen Gebrauch deiner verliehenen Gaben: Kehre dich doch wieder zu uns„ und sey deinen Knechten gnaͤdig: Be⸗ huͤte uns fuͤr der Pestilentz, die im finstern schleichet, und fuͤr der Seuche, die im Mitta⸗ ge verderbet. Laß den Ver⸗ derber ja nicht, unserm Ver⸗ dienste nach, auch unter uns einbrechen, wuͤrgen und ver⸗ tilgen; Decke uns aber mit deinen Fittigen, und breite dieselbe gnaͤdiglich aus uͤber dieses gesammte Fuͤrstenthum, ja uͤber deine liebe Christenheit aller Orten, und geuß hinge⸗ gen deinen Grimm aus uͤber die, so deinen heiligen Nah⸗ men nicht erkennen noch an⸗ ruffen. Sey eine feurige Mauer um uns alle herum, damit keine Plage zu unsern Huͤtten sich nahe, sondern wir vielmehr leben und deine Wunder⸗Guͤte preisen moͤgen. Nun HErr hoͤre! HErr sey gnaͤdig l HErr mercke auf, und thue es, und verzeuch nicht um dein selbst willen! Denn wir sind nach deinem Nahmen genennet. HERR CQ4 JE⸗ 141 Um den Seegen GOttes. 142 JIEsu, auf dich allein trauen und hoffen wir, hilff uns um deines theuren Nah⸗ mens IESu willen! Amen, im Nahmen JIEsu, Amen. Um den Seegen GOt⸗ tes. H Err GOtt, guͤtiger Va⸗ 9 ter! recht wird gesagt: An deinem Seegen sey alles gelegen. Denn was ist der Mensch, der von dir nicht ge⸗ seegnet ist? Was ist alles, das der Mensch hat und geniesset, wenn du es nicht seegnest? Ach HErr! kehre auch zu mir ein mit deinem Seegen. See⸗ gne mich und alle die Meini⸗ gen an Leib und Seele. Ge⸗ beut dem Seegen, daß er mit mir sey auf dem Felde und A⸗ cker, in der Scheune und auf dem Boden, in der Kuͤche und im Keller. Seegne mein Vieh, mein Getreyde, meine Fruͤchte, und alles, was du mich befinde, welche das Him⸗ melreich ererben werden, A⸗ men, um JEsu willen, Amen. In langwierigem Creutʒe. O Frommer GOttl barmher⸗ tziger Vater, weil es ein koͤstlich Ding ist gedultig seyn, und auf deine Huͤlffe hoffen, ach! so laß doch auch mich in sölcher Gedult! und Hoffnung fest halten und durch deinen 1.— Wächter Ist lischer Num der Weg/ das Leben, i will ich wich machen, ich Grund mein wollest mein⸗ gang seegne pon nun an Du sprich Unterweisen! zeigen, den! Heiligen Geist aus deinen schwüldihn Wort und Zusage die gewisse Zuversicht schoͤpffen, ob du gleich mit deiner Huͤlffe in mei⸗ nem Creutze verziehest und mei⸗ nesdeidens noch keinEnde wer⸗ den will, daß dennoch die freu⸗ dige Erhoͤrung nicht ewiglich aussen bleiben, sondern zu rech⸗ ter Zeit gewißlich kommen und mir zu meiner Seelen Trost und Wonne desto herrlicher er⸗ scheinen werde; Daß du auch mich dermahleinst von allem Ubel Leibes und der Seelen mit beschehrest. Seegne mein Vornehmen und die Mittel meiner Nahrung, die Arbeit meines Beruffs. Seegne mich, wenn ich eingehe, seegne mich, wenn ich ausgehe. Ja, HErr, seegne mich, und behuͤ⸗ te mich: HErr lasse dein Ant⸗ litz leuchten uͤber mich, und sey mir gnaͤdig: HERR, erhebe dein Angesicht uͤber mich, und gieb mir deinen Friede; auf daß ich geseegnet sey hier,/ so lang ich lebe, und dort unter de⸗ nen Geseegneten deines Baters voͤllig erloͤsen, und zu dir heim⸗ holen werdest in dein ewigeß himmlisches Reich, da kein Leid noch Schmertzen mehr zu fin⸗ den, sondern du selbst alle Thraͤ⸗ nen von meinem Angesicht ab⸗ wischen, und hingegen mit immerwaͤhrender Freude und Wonne mich uͤberschuͤtten wirst ewiglich, Amen. ö Gebeth eines Rei⸗ senden. Err JEsu Christe du all⸗ maͤchtiger W und Rc⸗ leiten. Mh!! ich nun wie auf allen mei Stegen, rich hicht wuhmen Heinen“ so 0 Wheisen„im 19 welche das Hin⸗ den werden, A. willen, Amen, gwierigem eutze. SOttlbarnhet⸗ Rer/ weil es ein 1 durch deinen ist aus deinem die gekwisse Huͤlffe in me⸗ Krzichest und meiz Ende wer⸗ Zuch kommenurd r Setlen Trost V6 herrlicher er/ desto der 24 Daß du auch inst von allem Aun dein ewiges 143 Gebeth eines Reisenden. 144 Waͤchter Israel, unser himm⸗ lischer Immanuel, der du bist der Weg, die Wahrheit und das veben, in deinem Nahmen will ich mich ietzt auf den Weg nachen, ich bitte dich von Grund meines Hertzens, du wollest meinen Aus⸗ und Ein⸗ gang seegnen und behuͤten, don nun an biß in Ewigkeit. Du sprichst ja: ich will dich unterweisen und dir den Weg jeigen, den du wandeln solt, ich will dich mit meinen Augen leiten. Ach! HErr, so bewahre mich nun wie einen Augapffel auf allen meinen Wegen und Stegen, richte deinen Weg bor mir her, und leite mich in deiner Gerechtigkeit, um mei⸗ ner Feinde willen. Erhalte Inich durch deinen Heiligen Geist bey reiner Lehr und dei⸗ gem heiligen Wort, daß ich nicht abweiche vom rechten Weg deiner Befehle, behuͤte nich fuͤr falscher Lehre und fihre mich auf rechter Stras⸗ sen, um deines Nahmens Eh⸗ se willen, sey mir gnaͤdig um deiner Wahrheit willen, und bringe mich, nach glucklicher Verrichtung meiner Reise und schtcb Geschaͤffte, wiederum frisch und gesund nach Hause, um Yedeiner Gerechtigkeit willen, so will ich deine Guͤte und Treue luhmen, so lang ich lebe, und deinen Nahmen loben und pheisen, immer und ewiglich, Amen, HERR JIEsu/ Amen. Gebeth eines Kran⸗ cken. Err JEsu Christe! mein einiger Nothhelffer, siehe ich liege hier in grosser Schwachheit, die ich zwar, und noch viel groͤssere, wohl verschuldet habe. Ich bitte dich aber um aller deiner Mar⸗ ter wegen, die du fuͤr uns Menschen gelitten hast; Du wollest eingedenck seyn der Berheissung„ die du dem Pro⸗ pheten Jeremia gethan hast: Ich will ihnen ihre Missethat vergeben, und ihre Suͤnde nicht mehr gedencken. Ach! du wollest alle meine Ubertre⸗ tung hinter dich zuruͤcke werf⸗ fen, in die Tieffe des Meers versencken, und nicht mit mir nach meinem Verdienst han⸗ deln, sondern mir alles zu mei⸗ nem Besten gedeyen lassen. O getreuer Heyland Ist diese meine Kranckheit nicht zum Tode, so hilff mir gnaͤdig⸗ lich, und gieb mir Christliche Gedult, biß du mir mit Linde⸗ rung erscheinest, und laß mich darnach allezeit deine an mir erzeigte Huͤlffe und Guͤte ver⸗ kuͤndigen und preisen, damit andere durch mein Exempel bewegt, desgleichen nach em⸗ pfangener Rettung auch thun. Ist es aber mir nuͤtzlicher, aus die sem Lager in ein ander und besseres Leben abzuscheiden: HErr! so geschehe dein Wille: Verleihe mir nur Gnade, daß —2 ich I45 Gebeth eines Sterbenden. 146 ich mich deinem Wohlgefallen iederzeit gantz und gar ergebe. ö Enhalte mich bey rechtem Glauben, und in getroster An⸗ ruffung deines heiligen Nah⸗ mens biß an mein Ende: Und nimm endlich meine Seele in deine Haͤnde, und laß mich mit allen Auserwehlten dich ewig⸗ lich loben und ruͤhmen, Amen! Amen! Amen! Gebeth eines Ster⸗ benden. Ertzliebster Vater im Him⸗ mel! an dem ich die Zeit meines Lebens geglaubet, den ich geliebet und gedienet habe, ich fuͤhle, daß die Stunde mei⸗ te/ und fuͤhre mich selbst duch das finstre Todes⸗Thal. Mein JEsu! der du dem Tode die Macht genommen hast, stelle mir deine und meine Aufer⸗ stehung im wahren Glauben vor, und laß mich die Freude des ewigen Lebens in meiner ietzigen letzten Noth empfin⸗ den. Ach HErr! fuͤhre mich ins ewige Leben, daß ich bey meinem Erloͤser heute im Pa⸗ radieß seyn moͤge. GOde Vater, der mich erschaffen hat, GOtt Sohn, der mich erloͤset hat, GOtt Heiliger Geist, der mich geheiliget hat⸗ dein bin ich, dir leb ich, dir sterb ich, Amen. nes Eades da ist, daß ich der Welt und denen Meinigen Abschied geben, und in dein himmlisches Reich wandern soll; Ach HErr! eile mir bey⸗ zustehen in dieser letzten Stun⸗ de, errette meine Seele, daß sie nicht verderbe. HERR JEsu! mein JEsu, nimm dich meiner ietzo hertzlich an, tilge alle Suͤnden, die ich Zeit mei⸗ nes Lebens begangen habe, wasche mich mit deinem To⸗ des⸗Schweiß, reinige mich mit deinem theuren Blut, laß mich biß an den letzten Ab⸗ druck Glauben halten und dich fest in meinem sterbenden Hertzen bewahren. Abba lie⸗ ber Vater, loͤse mich auf, ma⸗ che mir die Todes⸗Angst leich⸗ Gerichte. Vblit Immanuel! IEsu Christe, ich weiß und glau⸗ be festiglich, daß du kommen wirst, zu richten die Lebendi⸗ gen und die Todten! wecke mich sündhassten Wenschen auf, und bereite mich durch den Heiligen Geist, daß ich alle Augenblick, wie die fuͤnff klu⸗ gen Jungfrauen, bereit sey, dich mit Freuden zu empfahen, mit dir in deine Herrlichkeit einzugehen, und fuͤr alle mir erzeigte Gnade und Guͤte dich zu loben und zu preisen in E⸗ wigkeit, Amen. Stuͤndliche Vorberei, tung zum Juͤngsten Sannt dl —— histelam l Ments, abhren Glauben H die Freude Iß ich bey heute im Pa⸗ 60 möge. derschaffen hat, der mich erloͤset ger Geist, der hat, dein bin 9/ di sterb ich e Vorberei, m Jüngsten richte. Dauul Ain ch weiß Und glau⸗ aß du kommen tern die Lebendi Todten. wech Acten Menschen Aulte uich durch .deß ihall *f I preisen in Wie solche auf alle Sonn⸗Fest⸗ und Feyer⸗Tage, durchs gantze Jahr, pflegen gelesen zu werden. Epistel am I. Sonntage des Adovents, Röm. 3. v. 1/14. Oehen Bruͤder, weil wir solches wissen, nehmlich die Zeit, daß die Stun⸗ de da ist, aufzustehen vom Schlaff, sinte⸗ hehl unser Heyl ietzt naͤher ist, denn wirs glaͤubten. Die Nacht ist hrgangen, der Tag aber herbey Anmmen. So lasset uns ablegen he Wercke der Finsterniß, und an⸗ gen die Waffen bes Lichts. Las⸗ uns erbarlich wandeln, als am ege, nicht in Fressen und Sauf⸗ s/ nicht in Kammern und Un⸗ ⸗ Acht nicht in Hader und Neld. Londern ziehet an den HErrn JE⸗ sm CHrist, und wartet des Leides, jch also, daß er nicht geil werde. 1. 7 4% Evangelium Matth. 21. d fr alle miu v. 1. fuͤr euch lieget, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden, und ein Fuͤllen bey ihr, loͤset sie auf, und fuͤhret sie zu mir. Und so euch je⸗ mand etwas wird sagen,/ so sprechet: Der HErr bedarff ihr, so bald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, quf daß erfuͤllet werde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Koͤnig koͤmmt zu dirsanfftmuͤthig, und reitet auf einem Esel, und auf einem Füllen der lastbaren Eselin. Die Juͤn⸗ ger giengen hin, und thaͤten/ wie ihnen JEsus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Fuͤllen, und legten ihre Kleider drauf, und satzten ihn drauf. Aber viel Volcks breitet die Kleider guf den Weg, die andern hieben Zweigen von den Baumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volck aber, das vor⸗ gieng, und nachfolgete, schrey und sprach: Hosianna hem Sohne Da⸗ vid, gelobet sey der da koͤmmit in dem Der Hb des HErrn, Hosianna in Epistel der Hoͤhe. A 3 Episteln und Evangelia. Epistel am II. Sonntage des der Dinge, die da kommen follen auf bi 4. Henn auch der Himmel wildans kicht Advents, Roͤm. 15. v. 412. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrie⸗ ben, auf daß wir durch Gedult und Trost der Schrifft Hoffnung haben. GoOlt aber der Geduͤlt und des Tro⸗ stes gebe euch, daß ihr einerley ge⸗ sinnet seyd unter einander, nach IEsu Christ. Auf daß ihr einmuͤ⸗ thiglich mit einem Munde lobet GOtt und den Vater unsers HErrn IEsu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleich wie euch Chriftus hat aufgenommen, zu GOttes Lobe. Ich sage aber, daß IEsus Christus sey ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen GOttes, zu bestaͤ⸗ ligen die Verheissung, die den Vaͤ⸗ tern geschehen. Daß die Heyden aber GOtt loben um der Barmher⸗ higleit willen, wie geschrieben sie⸗ het: Darum will ich dich loben un⸗ ter den Heyden, und deinen Nah⸗ men sngen. Unb abermahl spricht er: Freuet euch ihr Heyden mit sei⸗ nem Volck. Und abermahl: Lobet den HErrn alle Heyden, und prei⸗ set ihn alle Volcker. Und abermahl spricht Esaias: Es wird seyn die Wurtzel Jesse, und der auferstehen wird zu herrschen uͤber die Heyden, auf den werden die Heyden hoffen. GOT aber der Hoffnung erfuͤlle euch mit aller Freude und Friede im Glauben, daß ihr voͤllige Hoffnung habt, durch die Krafft des Heiligen Geistes. Evangelium Luc. am 21. v. 2836. 1 Nd es werden Zeichen gesche⸗ hen an der Sonnen, Mond und Sternen. Und auf Erden wird den Leuten bange seyn, und werden zagen, und das Meer und die Was⸗ ser⸗Wogen werden brausen. Und die Menschen werden verschmach⸗ rden. Kraͤffte sich bewegen werden. Und schen lichkeit. Wenn aber dieses ansoͤ het zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure Haͤupter auf, darum, dah sich eure Erloͤsung nahet. er saget ihnen ein Gleichniß: Se⸗ het an den Feigen⸗Baum, und alle Baͤume, wenn sie ietzt ausschlagen, so sehet ihr an ihnen, und mercket/ daß ietzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr das alles sehet an⸗ diß Geschlecht wird nicht vergehen biß daß es alles geschehe. Himmel und Erden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber huͤ⸗ tet euch, daß eure Hertzen nicht be⸗ schweret werden mit Fressen und Sauffen, und mit Sorgen der Nah⸗ rung, und komme dieser Tag schnell uͤber euch. Denn wie ein Fallstrick wird er kommen uͤber alle, die auf Erden wohnen. So seyd nun wa⸗ cker allezeit, und betet, daß ihr wuͤr⸗ dig werden moͤget zu entfliehen die⸗ sem allen, das da geschehen soll, und zu stehen fuͤr des Menschen Sohn. Epistel am III. Sonntage des Advents, 1. Cor. 4. v. 15. Dalur halte uns iedermann, nehmlich fuͤr Christi Diener und Haußhalter uͤber GOttes Ge⸗ heimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haußhaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist ein geringes, daß ich von euch gerichtet werde, oder von einem menschlichen Tage, auch rich⸗ te ich mich selbst nicht. Ich bin mir wohlnsichts bewust, aber darinn bin ich nicht gerechtfertiget. Der HERR ists aber, der mich richtet. ten fuͤr Furcht, und fuͤr Warten alsbenn werden sie sehen des Men⸗ Sohn kommen in den Wol⸗ cken, mit grosser Krafft und Herr⸗ Und gehen, so wisset, daß das Reich GOt⸗ tes nahe ist. Warlich/ ich sage euch, Daxrum richtet nicht vor der 47 1 hiß de Hen stein verborgt det Hertent wird einem seh wiederfahtt Evangel tel fiehen guf, das Epangelim seelig ist, der geit. Da die Niusd an zut von Phanne: auls gegangen hen? Wollt! das der Wind Oder was seyd 1 sehen? D schin in weic Siehe/die dan sindin der Ke wus sdihr hů hel Wollt sechelr J ich nahr ift,denn ieser iis, vo Het;: Siehe, Yll für dir her dsr heresten f —4.——— Ehstel am! Moents, Frunag O nege, un ziehet euch, kund sehn Hens 4 Dtn sellen a tuc der Himme — 1IR Mafft und Henrt wer dieses ausd schet aus, und t Haurte auf, darum, T Erlifeng nabet. Und Nen cin Bltichniß: Et⸗ Bium, und ale Etcueschlager, nd mercket, Rer naht iñ. Alst das AUes sehet eu⸗ ich SOt⸗ h ich sage euch, teird nicht vergthen Aschehe. Hüumel 7⁴ 4 1 Fressen und udir Nab r Tog schuel Teun a ein Falltick d/ dit auf „ Se sgd nun ma⸗ leltt, das ibt rut⸗ tulliezen dit⸗ eten sell und 24114— 1 149.911 Miuschten Sehl. 5 Episteln und Evangelia. 6 biß der HErr komme, welcher auch dern in allen Dingen lasset eure wird ans Licht bringen, was im Fin⸗ Bitte im Gebeth und Flehen, mit stern verborgen ist, und den Rath Dancksagung für GOtt kund wer⸗ der Hertzen offenbahren. Alsdennden. Und der Frlede GOttes, wel⸗ wird einem ieglichen von GOtt Lob wiederfahren. Evangelium Matth. am 1r. Lv. 210. Aaber Johannes im Gefaͤng niß die Wercke Christi hoͤrete, sandte er seiner Juͤnger zween und ließ ihm sagen: Bist du, der da kom⸗ men soll/oder sollen wir eines andern warten? ISSuS antwortet und sprach zů ihnen: Gehet hin und faget Johanni wieder/ was ihr sehet und hoͤret. Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussaͤtzigen wer⸗ den rein/ die Tauben boͤren, die Tod⸗ ten stehen auf, und den Armen wird das Svangelium geprediget. Und seelig ist, der sich nicht an mir aͤr⸗ gert. Da die hingiengen„ fieng JEsus an zu reden zu dem Volck von Johanne: Was seyd ihr hin⸗ aus gegangen in die Wuͤsten zu se⸗ hen? Wollt ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was seyd ihr hinaus gegangen zu sehen? Wollt ihr einen Men⸗ schen in weichen Kleidern sehen? Pewahret ist 56r alle bEe ewahre euer Hertz und Sinne in Chrlsto IEsu. 5 Evangelium Joh. am r. v. 19 28. Nd das ist das Zeugniß Johan⸗ nis/ da die Juͤden sandlen von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du ꝛ und er bekandte und laͤugnete nicht, und er bekandte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was bist du denn, daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben? Was denn? Bist du Elias? Er sprach: Ich bins nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortet: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was sagest du von dir selbst? Er prach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wuͤslen/richtet den Weg des HErrn, wie der Prophet Esaias gesagt hat. Und die ge⸗ sandt waren, die waren von den Pharisaͤern, und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taͤuffest du denn, so du nicht Christus bift Siehe, die da weiche Kleider tragen, noch Elias, noch ein Prophet? Jo⸗ sind in der Koͤnige Haͤuser. Oder hannes antwortet ihnen, und was seyd ihr hinaus gegangen zu sesprach: Ich tauffe mit Wasser /aber hen? Wollt ihr einen Propheten er ist mit ten unter euch getreten, den sehen Ja ich sage euch, der auch.ihr nicht kennet. Der ists, der nach mehr ist, denn ein Prophet. Denn mir kommen wird, welcher vor mit dieser isis, von dem geschrieben se⸗ gewesen ist, des ich nicht werth bin, het: Siehe, ich sende meinen En⸗ daß ich seine Schuh⸗Riemen aufloͤ⸗ gel fuͤr dir her der deinen Weg fuͤrsse. Diß geschahe zu Bethabara, dir bereiten soll. tauhete Jordans, da Johannes kaͤuffete. Epistel am IV. Sonntage des— ö ö‚ Whnreute, Phil. 4. v. 4%½½.(Epistel am Heil. Christ⸗Tage, zum Tit. ama. v. 11 14. Reuet euch in dem HErrn alle zun 31 Es ist erschienen die heilsame wege, und abermahl sage ich: sceuet euch. Eure Lindigkeit lasset Guade Gottes allen Men⸗ schen, und zuͤchtiget uns, daßz wir kund seyn allen Menschen. Der daß sollen verlaͤngnen das ungoͤt tliche A 2 Wesen Mrr ist nahe, sorget nichts. Son⸗ 7 Episteln und Evangelia. 8 Wesen, und die weltlschen Luͤste,Err/ in der Stadt David. Und ö und zuͤchtig gerecht und gottseelig Das habt zum Zeschen/ ihr werdet leben in dieser Welt. Und warten auf die seelige Hoffnung und Er⸗ scheinung der Herrlich keit des gros⸗ sen GOttes, und unsers Heylandes IEsu Christi, der sich selbst fuͤr uns gegeben hat, auf daß er uns erloͤset von aller Ungerechtigkeit, und rei⸗ niget ihm selbst ein Volck zum Ei⸗ genthum, das fleißig waͤre zu guten Wercken. Evangelium Luc. 2. v. 1⸗14. Es hegab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaͤyser Au⸗ gusto ausgieng, daß alle Welt ge⸗ schaͤtzet wuͤrde. Und diese Scha⸗ zzung war die allererste. Und ge⸗ schach zur Zeit, da Cyrenius Land⸗ pfleger in Syrien war. Und jeder⸗ mann gieng, daß er sich schaͤtzen lies⸗ se/ ein jeglicher in seine Stadt. Da machten sich auch auf Joseph aus Galilaͤa, aus der Stadt Nazareth, in das Juͤdische Land, zu der Stadt David, die da heisset Bethlehem, darum, daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schaͤtzen liesse mit Maria sei⸗ nem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst wa⸗ en, kam die Zeit, daß sie gebaͤhren Ite. Und sie gebahr ihren ersten Sohn, und wickelt ihn in Windeln, und leget ihn in eine Krippen, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in berselbigen Gegend auf dem Felde bey den Huͤrden, die huͤteten des Nachts ihrer Heerde. Und siehe, der Engel des HErrn trat zu ihnen, und die Klarheit des HErrn leuch⸗ tet um siẽ, und furchten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fuͤrchtet euch nicht, siehe ich ver⸗ kuͤndige euch grosse Freude, die al⸗ lem Volck wiederfahren wird. Denn euch ist heute der Heyland ge⸗ hohren/ welcher ist CHriffus, der finden das Kind in Windeln gewi⸗ ckelt, und in einer Krippen liegen. Und alsbald war da bey dem Engel die Menge der himmlischen Heer⸗ schaaren, die lobeten Gott und svrachen: Ehre sey GStt in der Hoͤhe, Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen. Epistel am Tage Sanct Ste⸗ phani, Apost. Gesch. 6, und 7. Cap. v. 5y. ö Sdephanus aber voll Glaubens und Kraͤfften, thaͤt Wunder und grosse Zeichen unter dem Vol⸗ cke. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heisset der Liber⸗ tiner, und der Cyrener und der Alexanderer, und derer, die aus Ci⸗ lieia und Asia waren, und befragten sich mit Steyhano, und sie vermoch⸗ ten nicht widerzustehen der Weiß⸗ heit und dem Geiste, der da redete. Darichteten ste zu etliche Maͤnner, die sprachen: Wir haben ihn gehoͤ⸗ ret Laͤster⸗Worte reden wider Mo⸗ sen, und wider Gott. Und be⸗ wegten das Volck, und die Aelte⸗ sten, und die Schrifftgelehrten, und traten herzu/ und rissen ihn hin, und fuͤhreten ihn vor den Rath/ und stel⸗ leten falsche Zeugen dar, die spra⸗ chen: Dieser Mensch hoͤret nicht auf zu reden Laͤster⸗Worte, wider diese heilige Staͤtte und Gesetze. Denn wir hahen ihn hoͤren sagen: IJesus von Nazareth wird diese Staͤdte zerstoͤhren, und aͤndern die Sitten die uns Moses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rath sassen, und sahen sein Ange⸗ sicht, wie eines Engels Angesicht. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sahe er auf gen Himmel, und sahe die Herrlichkeit GOttes, und Esum stehen zur Rechten GOttes/ und sprach: Siehe, ich 9 1 Sohn zur N. Geschryen d ihle Ohren iu muthiglich u ur Stadt h ihn. Und di ihre Klelder Jungligs de Feimigten St Und hrach: mesen Geist nieder und sch halteihnen als et das ges Evangelum b. Mum! e — tuch Hro und Schrißtge hen werdet ibr ckellyigen, ut geisseln in eure det sie versolge det andern, ar me alle das ger gossen ist auf! ah des gerech Blut Zachar velchen ihr ge dem Tempel! ichsageeuch, lHah alem, Jerus die Ptopheten dir eind snd ne Kindet ver atle Henne v lein unter ihn nichtgewolt Ol euch wü Damich sge mich von ieht UWsprecht: kommmt im Na Ei ander! b. Waadie u Hinmal * .——— R ·nu in der ierden, und den Uehᷣricden. ———— N Zage Santt Ste⸗ Wef. Gesch. 6. und r bell Glaubens I, thaͤt Dunder er unter dem Vol⸗ Eden etliche auf von du da heisset der libet⸗ I Cerener und der ertt, dit aus Ci⸗ en und besragten hen der Weiß⸗ Rer de redete. Bertt ruden mider M-⸗ SOtt. Und be⸗ Bolck, nd dit Aelte. Schufteelehrten, und rihen En din, und x ren Rath, uud fel, 5e br, die Pa, Mersch birtt cht 1 itr Derte, nidtt Eitt and Heseßt. nn an bören suhen, Autrtih nird diest un sie vermoch⸗ 9 10 Himmel oͤffen/ und des Menschen Sohn zur Rechten GOttes stehen. Sie schryen aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und sturmeten ein⸗ muͤthiglich zu ihm ein, stiessen ihn zur Stadt hinaus, und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fuͤssen eines Juͤnglings der hieß Saulus, und fleinigten Stephanum, der anrieff und sprach: HERR JEsu! nimm meinen Geist auf. Er kniet aber nieder und schrey laut: HErr, be⸗ halte ihnen ihre Suͤnde nicht. Und als er das gesaget, entschlieff er. Evangel ium Matth. am 23. v. 34„39. Arum! Siehe, ich sende zu ellch Propheten und Weisen, und Schrifftgelehrten, und dersel⸗ ben werdet ihr etliche toͤdten, und ereutzigen, und etliche werdet ihr geisseln in euren Schulen, und wer⸗ det sie ver folgen von einer Stadt zu der andern, auf daß uͤber euch kom⸗ me alle das gerechte Blut, das ver⸗ gossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels, biß aufs Blut Zacharias Barachid Sohn, welchen ihr getoͤdtet habt zwischen dem Tempel und Altar: Warlich ich sage euch, daß solches alles wird über diß Geschlecht kommen. Jeru⸗ salem, Jerusalem! die du todtest die Propheten, und stein igest, bie zu dir gesand sind, wie offt hab ich dei⸗ ne Kinder versammlen wollen, wie eine Henne versammlet ihre Kuͤch⸗ lein unter ihre Fluͤgel, und ihr habt nicht gewolt? Siehe, euer Hauß soll euch wuͤste gelassen werden! Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von ietzt an nicht sehen, biß ihr sprecht: Gelobet sey, der da koͤmmt im Nahmen des HErrn. Ein ander Evangelium Luc. 2. v. Iy⸗ 20. Nb da die Engel von ihnen gen Himmel suhren, sprachen die Hirten unter einander: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschicht sehen, die da geschehen ist, die uns der HErr kund gethan hat. Und sie kamen eilend, und funden beyde Mariam und Joseph, darzu das Kind in der Krippen liegen. Da sie es aber gesehen hatten, brei⸗ teten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war, und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesaget hatten. Maria aber be⸗ hielt alle diese Worte, und beweget sie in ihrem Hertzen. Und die Hir⸗ ten kehreten wieder um, preiseten und lobeten GOtt um alles, das sie gehoͤret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Epist. am Tage Joh. des Apo⸗ stels und Evangelisten, Hebr. am 1. v. 114. Achdem vor Zeiten G O TE manchmahl und mancherley Weise geredet hat zu den Vaͤtern durch die Propheten, hat er am letz⸗ ten in diesen Tagen zu uns geredt durch den Sohn, welchen er gesetzet hat zum Erben uͤber alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat. Welcher, sintemahl er ist der Glantz seiner Herrlichkeit, und das Ebenbild seines Wesens, und traͤ⸗ get alle Dinge mit seinem kraͤfftigen Wort, und hat gemacht die Reini⸗ gung unsrer Suͤnde, durch sich felbst hat er sich gesetzet zur Rechten der Majestaͤt in der Hoͤhe. So viel besser worden denn die Engel/ so gar viel einen hoͤhern Nahmen er fuͤr ihnen ererbet hat. Denn zu wel⸗ chem Engel hat er jemahls gesagt: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget? Und abermahl: Ich werde sein Vat er seyn, und er wird mein Sohn sey. Und abermahl, da er einfuͤhret den Erstgebobenen in die Weli, spricht er: Und es A 3 sollen 11 Episteln und Evangelia. 12 sollen ihn alle Engel GOttes ande⸗ ten; Von den Engeln spricht er zwar: Er machet seine Engel Gei⸗ ster, und seine Diener Feuer⸗Flam⸗ men. Aber von dem Sohn: GOtt dein Stuhl waͤhret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Scepter deines Reichs ist ein richtiges Scepter. Ou hast geliebet die Gerechtig⸗ keit, und gehasset die Ungerechtig⸗ keit, darum hat dich, 8C gesalbet dein GODE, mit dem Oel der Ereuden, uber deine Genossen. Und du HERR hast vom Anfang hie Erde gegruͤndet, und die Him⸗ W mel find deiner Haͤnde Werck, die⸗ helbigen werden vergehen, du aber wirst bleiben, und sie werden alle veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirst du sie verwandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhoͤren. Zu welchem Engel hat er aber jemahls gesagt: Setze dich zu meiner Rech⸗ ten, biß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fuͤsse? Sind sie nicht allzumahl dienstbare Gei⸗ Har, ausgesandt zum Dienst, um de⸗ VNe willen, die ererben sollen die Seeligkeit. Evangelium Joh. I. v. 1.4. I Anfaug war das Wort, und das Wort war bey GOtt, und GOd war das Wort, dasselbige war im Anfang bey GOTT. Alle Dinge sind durch basselbige ge⸗ macht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Le⸗ ben war das Licht der Menschen, und das Licht scheinet in der Fin⸗ sterniß, und die Finsterniß habens nicht begriffen. Es war ein Mensch von GOtt gesandt, der hieß Johan⸗ nes, derselbige kam zum Zeugniß, Daß er von demeicht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glanbeten. Er war nicht das Licht, sondern dab er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhafftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt/ und die Welt ist durch dassel⸗ bige gemacht, und die Welt kann⸗ te es nicht. Er kam in sein Eigen⸗ thum, und die seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viel ihn aber auff⸗ nahmen, denen gab er Macht GOt⸗ tes Kinder zu werden, die an seinen Nahmen glaͤuben. Welche nicht von dem Gebluͤth noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem illen eines Mannes, sondern von G0T gebohren sind. Und das Wort ward Fleisch, und wohnet un⸗ ter uns, und wir sahen seine Herr⸗ lichkeit, eine Herrlichkeit, als des eingebohrnen Sohnes vom Vater, voller Gnad und Wahrheit. Eine andere Epistel und Ev⸗ angelium auf den dritten Weyh⸗ nachts⸗Feyertag, Sir. am 15. v. I· 18. Wer EO D fuͤrchtet, der wird Gutes thun, und wer anhaͤlt an der Gerechtigkeit, der findet sie. Und sie wird ihm begegnen, wie ei⸗ ue Mutter/ und wird ihn 3Oie tunrd wie eine junge Braut. ihn speisen mit Brodt des Ver⸗ flandes, und wird ihn traͤncken mit Wasser der Welßheit. Dadurch wird er starck werden, daß er fe ste ste⸗ hen kan, und wird sich an sie halten, daß er nicht zu schanden wird: Sie wird ihn erhoͤhen uͤber seinen Nech⸗ sten, und wird ihn seinen Mund aufthun in der Gemeine. Sie wird ihn groͤnen mit Freud und Wonne, und mit ewigen Nahmen begaben, aber die Narren finden sie nicht, und die Gottlosen koͤnnen sie nicht ersehen, denn sie ist ferne von den Hoffaͤrtigen, und die Heuchler wis⸗ sen nichts von ihr. ů Evan⸗ ie wird 3 IE Cpangel.R Aste uun hatten, ů von Pett; hufdu wichl baben. I/ H 11 Sunid de mant Le zumandern w Mhania n lach zu ihm I ich di erzuibmE E Spricht er ͤ Eimon baß er zumdrit. get, has du mi ihm: Hen, 9e, uweisset he. Epricht Y6 de weine Sche lich ich nge dit kest görteß du delst, wo du d aber glt wirt, allostecken, dich guͤzten, nicht hin wvilt iu deuten, n Gott prelsen das gestget, ge mir nach. schum, und gel welchen 3 auch an seiner sen gelegenwo Roweri 10 5 5 Nsu: Her ftrr Wsug Wil, doßerbͤ was gehet es Mir nach. Da uter den Br Kerfirbet nich uun sa vach/ sopich wi ich komme w it t. Dus war icht, welches ale * Heischen, nech von dem ö Auuret, sondern von sind. Und das ud Setnes vem Vater, 2 Dabrheit. ——7 Epistel und Ed⸗ . an j. Schn exrfangen, EI mitd locken mit Daduch Hdiani 20. Cuun⸗ — e U 2 Wlt, dit in diese) utten Biyh⸗ 23 Episteln und Evangelia. 14 Evangel. Joh. 21. v. 1524. Dil sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht IEsus zu Si⸗ mon Petro: Simon Johanna, haft du mich lieber, denn mich diese baben 2 Er spricht zu lihm: Ja HErr, du weissest, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Wei⸗ de meine Laͤmmer. Spricht er zum andern mahl zu ihm: Simon Johanua haft du mich lieb? Er sprach zu ihm: Ja HErr, du weis⸗ sest, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ibm Weide meine Schaafe. Spricht er zum dritten mahl zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lied 2 Petrus ward traurig, dab er zum dritten mahl zu ihm sa⸗ get, hast du mich lieb, und sprach zu ihm: HErr, du weissest alle Din⸗ ge, du weissest, daß ich dich lieb ha⸗ be. Spricht WEsus zum ihm: Wei⸗ de meine Schaafe. Warlich, war⸗ lich ich sage dir: Da du juͤnger wa⸗ rest, guͤrtest du dich selbst, und wan⸗ delsl, wo du hin woltest. Wenn du aber alt wirst, wirst du deine Haͤnde ausstrecken, und ein ander wird dich guͤrten, und fuͤhren, wo du nicht hin wilt. Das saget er aber zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen wuͤrde. Da er aber das gesaget, spricht er zu ihm: Fol⸗ ge mir nach. Petrus aber wandte sich um, und sahe den Juͤnger fol⸗ gen, welchen JEsus lieb hatte, der auch an seiner Brust am Abend⸗Es⸗ sen gelegen war, und gesagt hatte HERR, wer ists, der dich verraͤth? Da Petrus diesen sahe, spricht er zu JIEsu: Herr, was ser? JIEsus spricht zu ihm: So ich will daß er bleibe, bis ich komme/ was gehet es dich an? Folge du mir nach. Da gieng eine Rede aus unter den Bruͤdern: Dieser Juͤn⸗ ger stirbet nicht. Und JEsus sprach nicht zu ihm: Er stirbet nicht; son⸗ dern, so ich will, daß er bleihe/ biß ich komme/ was gehet es dich an i was soll aber die⸗ Diß ist der Juͤnger, der von diesen Dingen zeüͤget, und hatudiß ge⸗ schrieben, und wir wissen, daß sein Zeugniß wahrhafftig ist. Epistel am Sonntage nach dem Christ⸗Tage, Gal. 4. v. 1·7. LJeben Nuüden ich sage euch, s Aange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Kuechte kein Unterscheid„ ob er wohl ein Herr ist aller Guͤter, sondern er ĩst Unter den Vormündern und Pfle⸗ gern, biß auf die bestimmte Zeit vom Vater. Alsd auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aͤusserlichen Hatzungen. Da aber die Zeit erfuͤllet ward, sandte GOtt seinen Sohn, geboh⸗ ren von einem Weibe, und unter das Gesetz gethan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erloͤsete, und wir die Kindschasst empfiengen. Weil ihr denn Kinder seyd, hat Gott gesandt den Geist seines Soh⸗ nes in eure Hertzen /der da schreyet: Abba,/lieber Vater. Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern ei⸗ tel Kinder; sinds aber Kinder, so sinds auch Erben GOttes durch Christum. Evangelium Luc. am 2. v. 3340. U sein Vater und Mutter Aoerwunderten sich deh, das von ihm geredet war. Und Simeon seegnete sie und sprach zu Maria seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Aufferste⸗ hung vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem wiedersprochen wird. Und es wird ein Schwerdt durch deine Seele dringen, auf daß vie⸗ ler Hertzen Gedancken offenbahr werden. Und es war eine Prophe⸗ tin Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Geschlechte Aser, die war wohl hetage, und hatte gelebet sieben A 4 Jahr 15 Episteln und Cvangelia. 16 Jahr mit shrem Manne/ nach ih⸗ rer Jungsrauschafft, und war nun eine Wittbe bey vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tem⸗ pel, dienete GOtt mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu derselbigen Stunde, und preisete den HErrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Erloͤsung zu Jerusalem warte⸗ ten. Und da sie alles vollendet hat⸗ ten, nach dem Gesetz des HErrn, kehreten sie wieder in GalilaͤMam, zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward starck im Geist, voller Weißheit, und GOt⸗ tes Gnade war bey ihm. Epistel am Neuen⸗Jahrs⸗Ta⸗ ge, Gal. am 3. v. 23⸗729. Ede denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben,/der da solte offenbaret wer⸗ den. Also ist das Gesetz unser Zucht⸗ Meister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht wuͤr⸗ den. Nun aber der Glaube kom⸗ men ist, sind wir nicht mehr un⸗ ter dem Zucht Meister. Denn ihr seyd alle GOTTEsS Kinder, durch Epistel am Sonntage nach dem Neuen Jahr, zum Titog. v. 47. Di aber erschien die Freundlich⸗ keit und Leutseeligkeit Eot⸗ tes unsers Heylandes, nicht um der Wercke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten. Sondern nach seiner Barmhertzigkeit macht er uns seelig, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneurung des Heiligen GSeistes, welchen er aus⸗ gegossen hat uͤber uns reichlich durch JEsum Christum unsern Heyland. Auf daß wir durch des⸗ selbigen Gnade gerecht und Erben seyn des ewigen Lebens, nach der Hoffnung, das ist gewiß lich wahr. Eine andere Epistel. 1. Petr. 3. v. 20 22. I der Arche Noc wurden we⸗ nig/ das ist, acht Seelen behal⸗ ten durchs Wasser, welches nun auch uns seelig machet in der Tauf⸗ fe,die durch jenes bedeutet ist. Nicht das Abthun des Unflaths am Flei⸗ sche, sondern der Bund eines guten Gewissens mit GOtt, durch die Auf⸗ den Glauben an CHristo IEsu. Denn wie viel euer getaufft sind, die haben CHristum angezogen. lie ist kein Juͤde noch Grieche, ie ist kein Knecht noch Freyer, hie ist keim Mann noch Weib, denn ihr seyd allzumahl elner in Ehristo JEsu. Seyd ihr aber Chri⸗ sti, so seyd ihr ja Abrahams Saa⸗ men, und nach der Verheissung Erben. Ebpvangelium Luc. 2. v. 21. da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten wuͤrde, da ward sein Nahme genennet JE⸗ sus. Welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er im Mutter⸗ Leibe empfangen ward. erstehung JEsu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Him⸗ mel gefahren, und sind ihm unter⸗ than die Engel, und die Gewalti⸗ gen, und die Kraͤfften. Evangelium, von der Flucht Christi in Egypten, Mntth. am 2. v. 13⸗IF. Di sie aber hinweg gezogen wa⸗ ren, siehe da erschien der En⸗ gel des HERRN dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mut; ter zu dir, und fleuch in Egypten⸗ Land, und bleibe allba, biß ich dir sage, denn es ist fuͤrhanden, daß He⸗ lrodes das Kindlein suche, dasselbe um⸗ — Untubringen. und nahm V Mutter zu fik Altthichiun Eg allda Hiß un af daß ersd HeRg durch suget het herv ten habe ich ruffen. —.— Ehistel an Kohig Tage, Ache die denn de die Heulichle auf ber di. fterniß bedecket Dundel die L bir gehet auf d Hertlichkeit Und die Hede Lichte wandeln Glangrder udt bedeine Auge het, diese ale zu dit. Dein serue kommer zur Seit an er wirft du deine brechen, und undern und sich bie Wenge lehret, unddi des YEnn Changelium Se 10 V dukamen gehlande gen o cheh: Vo is nig dn Jen . . nach * * 5 4n di Irkundlich⸗ eulseeligkeit Eot⸗ utee, nicht um der Barchtigkelt,die Sendernnach Waertirkeit mcht er Turch dul Bad der in Ernturung des „ Helchen er aus⸗ LRer klichlich Kun unsern bas wir durch des⸗ derrcht und Erben Ie Lebens, nach der Rul ii ger if lich raht. Lat &Exissel. I. Petr. z. lcht Ni werden we⸗ tcht Stelen behal⸗ welchte nun Et in der Taus⸗ beheuket iß.Nicht tet Nuflubs am Flei⸗ 40 irnis ligen wa⸗ %½ H trchitu der Et⸗ *. 2.— gicht tuf, und * 135 sint Mut · 44%66 in Eghrten⸗ NV Acrdeden, 10 ase ucht Iun 10 17 Episteln und Evangelia. 18 umzubringen. Und er stund auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bey der Nacht, und ent wich in Egyptenland, und bleib allda, biß nach dem Tode Herodis, auf daß erfuͤllet wuͤrde, das der HERgR durch den Propheten ge⸗ faget hat/der da spricht: Aus Egyp⸗ ten habe ich meinen Sohn ge⸗ ruffen. Epistel an der Heiligen drey Koͤnig Tage, Es. am 60. v. 1726. Ache dich auf, werde Licht, denn dein Licht koͤmmt, und die Herrlichkeit des HErrn gehet auf uͤber dir. Denn siehe, Fin⸗ sterniß bedecket das Erdreich, und sey Dunckel die Voͤlcker: Aber uͤber bir gehet auf der HErr, und seine Herrlichkeit erscheinet uͤber dir. Und die Heyden werden in deinem Lichte wandeln, und die Koͤnige im Glantz/ der uͤber dir aufgehet. He⸗ be deine Augen auf, und siehe um⸗ her/ diese alle versammlet kommen zu dir. Deine Sohne werden von serne kommen, und deine Toͤchter zur Seit en erzogen werden. Denn wirst du deine Lust sehen, und aus⸗ brechen, und dein Hertz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir be⸗ kehret, und die Macht der Heyden zu dir kommt. Denn die Menge der Cameelen wird dich bedecken, die Laͤuffer aus Midian und Epha, sie werden aus Saba alle kommen, Sold und Weyrauch bringen, und des HErrn Lob verkuͤndigen. Evangelium Matth. am 2. v. 1712. Da ISSuS gebohren war zu Bethlehem im Juͤdischen Lan⸗ de/zur Zeit des Koͤniges Heroditz,sie⸗ he, da kamen die Weisen aus Mor⸗ genlande gen Jerusalem/ und spra⸗ chen: Wo ist der neugebohrne Koͤ⸗ nig der Juͤden? Wjr haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind kommen ihn anzubeten. Da das der Koͤnig Herodes hoͤrete, erschrack er, und mit ihm das gantze Jerusalem,/und ließ versammlen al⸗ le Hohepriester und Schrifftge⸗ lehrten unter dem Volck, und er⸗ forschete von ihnen, woChristus sol⸗ te gebohren werden? Und sie sagten zu ihm: Zu Bethlehem im Juͤdi⸗ schen Lande. Denn also stehet ge⸗ schrieben durch den Propheten: Und du Bethlehem im Juͤdischen Lande bist mit lchten die kleineste unter den Fürsten Juda, denn aus dir soll mir kommen der Hertzog, der uͤber mein Volck Israel ein HErre Da berieff Herodes die Weisen heimlich, und erlernet mit Fleiß von ihnen, wenn der Stern erschie⸗ nen waͤre? Und weisete sie gen Bethlehem, und sprach: Ziehet hin, und forschet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihrs findet, so saget mirs wieder,daß ich auch kom⸗ me, und es anbete. Als sie nun den Koͤnig gehoͤret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, gieng vor ihnen hin, biß daß er kam, und siund oben uͤber, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet. Und giengen in das Hauß, und funden das Kindlein mit Ma⸗ ria,/ seiner Mutter, und fielen nieder, und beteten es an, und thaͤten ihre Schaͤtze auf, und schenckten ihm Gold, Weyrauch und Myrrhen. Und GOtt befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lencken, und zogen durch Land anbern Weg wieder in ihr and. Epistel am I. Sonntage nach der Heil. drey Koͤnige, Roͤm. am 12, v. 16. A 3 Ich 10 Episteln und Evangelia. 20 Ch ermahne euch, lieben Brüͤ⸗ Ider, durch die Barmhertzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber bege⸗ bet zum Opffer, das da lebendig, hei⸗ lig und GOS wohlgefaͤllig sey, welcher sey euer vernuͤnfftiger Got⸗ tesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verneu⸗ ert euch durch Verneuerung eures Sinnes auf daß ihr prüfen moͤget, welches da sey der gute, der wohl⸗ gefaͤllige und der vollkommene Got⸗ tes⸗Wille. Denn ich sage durch die Gnade, die mür gegeben is, jedermann unter euch, daß nie⸗ mand weiter von ihm halte, denn sichs gebuͤhret zu halten, sondern daß er von ihm maͤßiglich halte, ein leglicher, nachdem GOtt ausge⸗ theilet hat das Maas des Glaubens Denn gleicher Weise als wir in ei⸗ nem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerleyGeschaͤff⸗ te haben: Also sind wir viele ein Leib in Christo, aber unter einander ist einer des andern Glied, und ha⸗ ben mancherley Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. Evang. Luc. am 2. v. 41⸗52, U seine Eltern giengen alle Jahr gen Jerusalem auf das Oster⸗Fest. Und da IEsus zwoͤff Jahr alt war, giengen sie hinauff gen Jerusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vol⸗ lendet waren, und sie wieder zu Hause giengen, blieb das Kind JE⸗ sus zu Jerusalem, und seine Eltern wustens nicht. Sie meynten aber, er waͤre unter den Gefaͤhrten. Und kamen eine Tagereise, und suchten ihn unter den Gefreundten und Be⸗ kannten: Uud da sie ihn nicht fun⸗ den, giengen sie wiederum gen Je⸗ rusalem, und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreyen Dagen fun⸗ den sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zu⸗ hoͤrete und sie fragete. Und alle die ihm zuhoͤreten verwunderten sich seines Verstandes und seiner Ant⸗ wort. Und da sie ihn sahen, entsatz⸗ ten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn I war⸗ um hast du uns das gethan 7 Siehe dein Vater und ich haben dich mit Schmertzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ists, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verslunden das Wort nicht, das er mit ihnen redet. Und er gieng mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Wort in ihrem Hertzen. Und IEsus nahm zu an Weißheit, Alter und Gnade bey SOtt und den Menschen. Epistel am II. Sonntage nach der Heiligen drey Koͤn. Roͤm. 12. v. 6 16. LIeben Bruͤder, wir haben man⸗ cherley Saben, nach der Gnade die uns gegeben ist. Hat iemand Weissagung, so sey sie dem Glau⸗ ben aͤhnlich. Hat iemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret ie⸗ mand, so warte er der Lehre. Er⸗ mahnet jemand, so warte er des Er⸗ mahnens. Giebet jemand, so ge⸗ be er einifaͤltiglich. Regieret je⸗ mand, so sey er sorgfaͤltig. Ubet iemand Barmhertzigkeit, so thue ers mit Lust. Die Liebe sey nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die bruͤderliche Liebe unter einander sey hertzlich. Einer komme dem andern mit Ehr⸗ erbietung zuvor. Seyd nicht traͤ⸗ ge, was ihr thun sollt. Seyd bruͤn⸗ stig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd froͤlich in Hoffnung, gedultig in Truͤbsal. Haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heili⸗ gen Nothdurfft an. Herberget gerne. Seegnet/die euch verfolgen. Seegnet/und fluchet nicht.* 2 adhnl t mit den Hetlep Sinnu tet nicht nach denn haltet e Medrlgen, Coanotl. I Ulnah rt Hochzeit und die Mutt sus aber und auch aufdie da ed am De Mutter Jest nicht Mein. Weib mas hal sen? Meiel komwen. S zu den Diener get das thut. sechs seinerne hlt/ nach der Reinigung u zwey oder drei sylach zuihner Kruͤge mit N ten sie biß obe ju ihnen: bringets dem siebrachtens. semteister koste ser gewesen von wannene wuflene, die k Hatten, rufftt Bräuligam, v dermann gieh und wenn sien alsbenn den guten Wein! istdas ersle 3. geschehen zue Ifenbahretef siine Jnger ——— Eystel am uuch der h. 5 leet euc duni — e ch seiner Aut⸗ sher, entsaz; 2* 1—. dich mit Eit ihnen redet. 2h„ und haen hinab, ED er ihnen krem Herten. 3en Weifheit, Ott und den nich det Onabe Het iemand st Am Glau⸗ Dein Amt⸗ Lehret ie⸗ Adre. Er⸗ 11 11 E. 6. Raglenet ie⸗ g. Übet ⁰ Liedt ser uicht 1 Urgt, hanget 20 21 Episteln und Evangelia. 2⁴ et euch mit den Froͤlichen, und wei⸗ net mit den Weinenden. Habt ei⸗ nerley Sinn unter einander. Drach⸗ tet nicht nach hohen Dingen, son⸗ dern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangel. Joh. am 2. v. 1⸗II. U am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana in Galilaͤg, und die Mutter JEsu war da. JE⸗ sus aber und seinse Juͤnger wurden auch auf die Hochzest geladen, und da es am Wein gebrach, pricht die Mutter JIEsu zu ihm: Sie haben nicht Wein. JEsus spricht zu ihr: Weib was hab ich mit dir zu schaf⸗ sen? Meine Stunde ist noch nicht komwen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sa⸗ get das thut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasser⸗Kruͤge gese⸗ tzet nach der Weise der Juͤdischen Reinigung, und gieng je in einen zwey oder drey Maaß. JISSuS syrach zu ihnen: Fuͤllet die Wasser⸗ Kruͤge mit Wasser. Und sie fuͤlle⸗ ten sie biß oben an. Und er spricht zu ihnen: Schoͤpffet nun, und bringets dem Speisemeister, und sie brachtens. Als aber der Spei⸗ semeister kostet den Wein, der Was⸗ ser gewesen war, und wuste nicht, von wannen er kam, die Diener aber wustens, die das Wasser geschoͤpffet hatten/ ruffet der Speisemeister den Braͤutigam/ und spricht zu ihm: Je⸗ dermann glebt zu erst guten Wein, und wenn sie truncken worden sind/ alsdenn den geringern, du hast den guten Wein bißher behalten. Das ist das erste Zeichen,das Jsus thaͤt, geschehen zu Cana in Galllaͤg, und offenbahrete seine Herrlichkeit, und seine Junger glaͤubeten an ihn. Epistel am II. Sonntage nach ber H. drey Koͤn. Roͤm. 12. v. 17 21. H euch nicht selbst fur klug Vergeltet niemand Boͤses mit Boͤsen, fleißiget euch der Erbarkeit gegen iedermann. Ists muͤglich, so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Friede. Raͤchet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum den Zorn Gottes, denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der HErr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn, duͤrstet ihn, so traͤncke ihn. Wenn du das thust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammlen. Laß dich nicht das Boͤse uͤberwinden, sondern uͤberwinde das Boͤse mit Guten. Evangelium Matth. 9. v. 13. IJESus vom Berge herab gieng, so solget Ihm viel Volebs nach. Und siehe, ein Aussaͤtziger kam, und betet ihn an und sprach: HERR, so du wilt, kanst du mich wohl reinigen, Und JEsus strecket seine Hand aus, ruͤhret ihn an und syrach: ich wills thun, sey gerei⸗ niget. Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. Und IEsus sprach zu ihm: Siehe zu, sags nie⸗ mand, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester, und opffere die Gabe die Mosetz befohlen hat, zu einem Zeugniß uͤber sie Da aber IEsus eingieng zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach; HErr, mein Knecht liegt zu Hause, und ist gicht⸗ brüchtig und hat grosse Qvaal. JEsus sprach zu ihm: Ich will kommen und shn gesund machen. Der Hauptmann antwortet und sprach? HErr, ich bin nicht werth⸗ daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch/dar zu der Obrig⸗ keit unterthan, und habe unter mir Hriegs⸗Knechte, noch wenn ich sa⸗ ge zu einem: Gehe hin, so gehet er/ und zum andern: Homm har/so koͤmnt 1 23 Episteln und Evangelia. 24 er, und zu meinem Knecht: thue das, so thut ers. Da das JEsus hoͤrete„verwundert er sich, und sprach zu denen, die ihm nachsol ge⸗ ten: War lich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht sunden. Aber ich sage euch: Viel werden kommen von Morgen und vom Abend, und mit Abraham, I⸗ saag und Jacob im Himmelreich si⸗ tzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestossen in das Finster⸗ niß hinaus, da wird seyn Heulen und Zaͤhnklappen. Und JESuS sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaͤubet hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Epistel am IV. Sonntage nach der Heiligen drey Koͤnige, Roͤm. am 13. v. 8⸗10. Eyd niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter ein⸗ ander liebet. Denn wer den andern liebet der hat das Gesetz er⸗ fullet. Denn das da gesagt ist: Du solt nicht ebebrechen. Du solt nicht toͤdten. Du solt nicht stehlen. Du solt nicht falsch Gezeugniß ge⸗ ben. Dich soll nicht gelůsten. Und so einander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du solt deinen Nechsten lieben als dich selbst. Die Liebe thut dem Nech⸗ sten nichts Boͤses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfuͤllung. Evangelium Matth. 8. v. 23/: 27. Dee HErr JESuS trat in das Schiff, und seine Juͤnger fol⸗ geten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groß Ungestuͤm im Meer/ also, daß auch das Schifllein mit Wellen bedecket ward/ und er schlief. Und die Juͤnger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und sprachen: HErr! hilff uns, wir verderben. Da saget er zu ihnen: Ihr Klein⸗ glaͤubigen, warum seyd ihr so furcht⸗ sam? Und stund auf, und bebrohet den Wind und das Meer, da ward es gantz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das vor ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? Epistel am V. Sonnt. nach der Heil. drey Koͤn. Coloss. am z. v. 123 I7. Sso kiehet nun an, als die Aus⸗ erwehlten GOttes, Heiligen und Geliebten, hertzliches Erbar⸗ men, Freundlichkeit, Demuth, Sanfftmuth, Gedult. Und ver⸗ trage einer den andern/und vergebet euch unter einander, so jemand Kla⸗ ge hat wider den andern, gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Hertzen, zu welchen ihr auch beruffen seyd in einem Leibe, und seyd danck⸗ bar. Lasset das Wort Christi un⸗ ter euch reichlich wohnen in aller Weißheit. Lehret und vermahnet euch selber mit Psalmen und Lob⸗ gesaͤngen, und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem HErrn in euren Hertzen. Und alles was ihr thut mit Worten oder mit Wer⸗ cken, das thut alles in dem Nah⸗ men des HErrn JIEsu, und dancket Gott und dem Vat er durch ihm. Evangelium Matth. am 13. v. 24 ⸗330. Der HErr JEsus leget ihnen ein ander Gleichniß fuͤr, und sprach; das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Saa⸗ men auf seinen Acker saͤet. Da aber die Leute schlieffen, kam sein Feind und saͤet Unkraut zwischen dem Weitzen, und gieng davon. Da nun das Krant wuchs, und Huaht ra 2 —7 Richt Nsn flnut, da trate Hauß Boter v Haft du nicht deinen Ackarg denn das Ukt ihnen: Ous Dis sruchen! denh,daß wixk gaten Er sy ihr nicht zugl gustauffet gͤtet, lasst hachsen, Hi, die Erndte⸗ Schnittern f vor das Uakke Bundlen, de aber den Dei meine Scheur Fyssm v har Heil. dt 1 N Bril den kluger wwir euch kun Frafft und Zi Piuu Chrift hen seine He hen, daer en Vater Ehre! Wansng grossen Hr Diaismein ih Wohlgesal Simme habe Humel brag boren guf den aben ein Vort, und i rauf achtet du da schem Oit,diß der e argenftern⸗ en Unddas Wossen, daß ke Wut gesch dung. Den En N, els die Aus⸗ r 8 Vertliches Exkar⸗ Mlichkeit, Oemuth, Wult. Und ver⸗ rn und cergebet REt, se jtmand Kla⸗ Ileichwie ehen hat, also r t Aber iehet an if det Band der seyd uck⸗ 6t dem HEnn in Iind Ales nas ihr 111 der wit Wer⸗ 4n dem Nah⸗ 10/ und dancket ktts, Heiligen 2⁵ Episteln und Evangelia. 26 bracht/ da fand sich auch das Un⸗Willen herfurgebracht, sondern dle kraut, da traten die Knechte zu dem heiligen Menschen GOottes haben Hauß⸗Vater und sprachen: HErr, geredt, getrieben von dem Heiligen hast n eaet Woheoh auf Geist. deinen Acker gesaͤet? Woher hat er E denn das Unkraur? Er sprach aber zu Eder del in mn 96 na 1. W. 0 9 te⸗ Taurdn aut 10 170 atth. Das sprachen die Knechte; Wilt du denn/ daß wir hingehen/ und es aus⸗ I nach lechs Tagen nahm der gätem? Er sprach: Nein, auf daß n Herr Jesus ꝛc sich Petram ihr nicht zugleich den Weitzen mit und Jaeobum, und Jehaunem sei. ausrauffek, so ihr das Unkraut ausnen Bruder, und fuͤhrete sie beyseits gaͤtet, lasset beydes mit einander auf einen hohen Berg, und ward wachsen, biß zur Erndte, und um verkläret für ihnen. Und sein An⸗ die Erndte⸗Zeit will ich zu den gesicht leuchtet wie die Sonne, und Schnittern sagen: Sammlet zu⸗ seine Kleider wurden weiß als ein vor das Unkraut und bindet es in. Licht. Und siehe, da erschiene ⸗ Bündlein„daß man es verbrenne,snen Moses und Ellas, die redeten aber den Weitzen sammlet mir in mit ihm. Petrus aber antwortet, meine Scheuren. und orne wilt du, Hrr, hie ist H 2257 wilt 955 91 ane, Mef ö V Sonntage nachsorey Huͤtten machen, dir eine, Mofi e Hen e Hin Pel 10 eine, und Elias eine. Da er noch also ucht Wolcr, uund ehe, ent Jeben Bruͤder, wir haben nicht Situchte wan e, und siehe, eine L den klugen Fabeln gefolget, da Dintam Wliehe Enn sprach: wir euch kund gethan haben die Diß 100 20 er——00— 99 wel⸗ Krafft und Zukunfft unsers HErrn 2 ich Woh Dadas— 1. den IEsl Chrifti. Sondern, wir ha'solt ihr harka onie Anenger den seine Herrlichkeit selber gese⸗Hoͤreten,fielen siaufihe ngesecht, und erschracken sehr. JEsus aber en Eie ud reit didit din trat zu ihnen, ruͤhrete sie an, und Vater Ehre und Preiß durch eine Stimme/ die zu ihm geschah, von Luchicht. dr 1eaberth Angen der groffen Herrlichkeit, dermassen: Arh 15 au, ahenenienend denn Diß ist mein lieber Sohn, an dem Und da sie vom ich Wo be. Und diese IEsum allelne. Gne Haben wir aehoret 570 Ber ge herab giengen, gebot huen —8 immel bracht, da wir Wit ihm Jolus und sprach Ihr sont die hnrenanisen h.ter Dergt Wir Geichte niemand sagen, biß des haben ein festes Prophetisches Menschen Sohn von den Todten 2 91 ihr n aht,. ist. rauf achtet, als auf ein Licht,— das da scheinet an einem dunckeln Epistel am Sonntage Septua⸗ Ort, biß der Tag anbreche,und der gesima⸗ I Cor. 9. und 10. Cay. Morgenstern aufgehe in euren Her⸗ Wasset nicht, daß die/ s it tzen. Und das sollt ihr für das erste den Schrancken lauffen, die wissen/ daß keine Weissagung in der lauffen alle, aber einer erlanget das Schrifft geschicht aus eigener Aus⸗ Kleinod. Lauffer nun also, daß ihn legung. Denn es ist noch nie kei⸗ es ergreiffet. Ein ieglicher aber/ ne Weisfagung aus menschlichen der da kampffet/ enthält sich Ome I 27 Episteln und Evangelia. 28 Dinges. Jene also, daß sie eine vergaͤngliche Crone enipfahen, mir aber eine unvergaͤngliche. Ich Iauffe aber also, nicht als qufs ungewisse. Ich fechte also, nicht als der in die Lufft streichet, son⸗ dern ich betaͤube meinen Leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht den an⸗ dern predige, und selbst verwerfflich werde. Ich will euch aber, lieben Bruͤ⸗ der, nicht verhalten, daß unsere Vaͤ⸗ ter sind alle unter den Wolcken ge⸗ wesen, und sind alle durchs Meer gegangen, und sind alle unter Mo⸗ sen getaufft mit der Wolcken, und mit dem Meer. Und haben alle ei⸗ nerley geistliche Speisen gessen, und haben alle einerley geifilichen Tranck getruncken. Sie truncken aber von dem geistlichen Felß, der mit folget, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte GOTe keinen Wohlgefallen, denn sie sind niedergeschlagen in der Wuͤsten. Evangelium Matth. am 20. v. 1716. D ⁰⁶ Himmelreich ist gleich ei⸗ nem Hauß⸗Vater, der am Morgen ausgieng, Arbeiter zu mie⸗ then in seinem Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tage⸗Lohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und gieng aus um die dritte Stun⸗ de/ und sahe andere an dem Marckt muͤßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weln⸗ hin in den Weinberg, und was recht seyn wird soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der HErr des Weinberges zu seinem Schaff⸗ ner: Ruffe den Arbeitern und gieb ihnen den Lohn, und hebe an, an dem Letzten, biß zu dem Ersten. Da kamen die, so um die eilffte Stunde gedinget waren, und em⸗ pfieng ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die Ersten kamen,/meineten sie, sie wuͤrden mehr empfahen, und sie empfiengen auch ein ieglicher einen Groschen. Und da sie den empfiengen, murreten sie wider den Hauß⸗Vater und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stun⸗ de gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund ich thue dir nicht Unrecht, bist du nicht mit mir eins worden um einen Gro⸗ schen? Nimm was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesen Letz⸗ ten geben, gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so guͤtig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten seyn. Denn viel sind beruffen/aber wenig sind auserwehlt. Epistel am Sonntage Sexage- simæ, a. Cop. II. und 14. Cap. berg, ich will euch geben was recht ist, und sie giengen hin. Aber⸗ mahl gieng er aus um die sechste und neundte Stunde, und that gleich also. Um die eilfte Stunde aber gieng er aus, und fand andere muͤßig stehen, und sprach zu ihnen: Was slehet ihr hie den gantzen Tag muͤßigꝛ Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach ju ihnen: Geher ihr auch FHr vertraget gern die Narren, 3 dieweil ihr klug seyd. Ihr ver⸗ traget, so euch jemand schindet, so euch iemand nimmet, so euch ie⸗ mand trotzet, so euch jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als waͤren wir schwach worden. Wor⸗ auf nun jemand kuͤhne ist,(ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch kuͤhne. Sie sind Hebraͤer, ich auch, sie sind Israeliten, jch auch/ 93 918 ra⸗ 2.— IIU ODiener Ihichmn wl Uehr gearbehe Schlahe hllitt gesangen oft west: Vun de fünffwahlewpf che, wensger ei mahl gefupet get, dreymahl kllitten, Tag ubracht in de Idhhobe oft Hlhrlichkeitge Fahrlichkestun Hahrlichkett u Hahrlichket un Fahrlichkelt in Fährlichket in Fahrlchkeit al Faͤhtlchet u Muüdern. In 2 Rel Wachen in in viel Faten, Ohn was sich e lich,daß ichtt sen, und trage meinen. Wer; werdenicht sch ltgert undiich mich se ruhmtt Reiner Schwar undher Vater suChst, wei higkelt, weiß Damasco Halgs Neth kadt der Dan lsch greiffen, Mim Korde zun die Mauer nied Wuhn aus seine R in das Rä duch will ich ke Hatudofen Totamaien vor vier eh en Lie an Ischt, ül Lieem Schaf⸗ in Und gieh hebe, a deu Exffen. Aie eilffte Uud em⸗ eu ieglicher e sie den 4½ Nie Leßten lufen sber 149 Episteln und Evangelia. 30 Abrahams Saamen, ich auch. Sie gewesen, so weiß ichs auch nicht, sind Diener Christi, Lich rede thoͤrGOtt weiß ea⸗ derselbige ward ent⸗ lich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet. Ich habe mehr Schlaͤge erlitten: Ich bin oͤffters gefängen, offt in Todes⸗Noͤthen ge⸗ west: Von den Juͤden habe ich fuͤnffmahl empfangen viertzigStrei⸗ che, weniger eins. Ich bin drey⸗ mahl gestaͤupet, einmahl gesteini⸗ get, dreymahl habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zubracht in der Tieffe des Meeres Ich habe offt gereiset. Ich bin in Faͤhrlichkeit gewesen zu Wasser, in Faͤhrlichkeit unter den Moͤrdern, in Faͤhrlichkeit unter den Juͤden, in Faͤhrlichkeit unter den Heyden/ in Faͤhrlichkeit in den Staͤdten, in Faͤhrlichkeit in der Wusten, in Faͤhrlichkeit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter den falschen Brüdern. In Muͤhe und 20 Duth, viel Wachen/ in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Bloösse. Ohn was sich sonst zutraget, nehm⸗ lich/ daß ich taͤglich werde angelauf⸗ fen, und trage Sorge für alle Ge⸗ meinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird ge⸗ argert, und ich brenne nicht? So ich mich ie rüͤhmen soll, will ich mich meiner Schwachheit ruͤhmen. GOtt und der Vater unsers HErrn Ic⸗ su Christi/ welcher sey gelobet in E⸗ wigkeit/ weiß, daß ich nicht luͤge. Zu Damasco der Landpfleger des Koͤnigs Äretha, verwahret die Stadt der Damascener, und wolte mich greiffen, und ich ward in ei⸗ nem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und ent⸗ rann aus seinen Haͤnden. Es ist mir ja das Rühmen nichts nuͤtze/ doch will ich kommen auf die Ge⸗ sicht und Offenbahrung des HErrn. Ich kenne einen Menschen in Chri⸗ sio vor vierzehen Jahren/ List er in dem Leibe gewesen, so weiß ichs nicht„oder ist er gusser dem Leibe ein gut Land/ und es gleng 59 00 zückt biß in den dritten Himmel. Und ich kenne denselben Menschen, (ob er in dem Leibe oder ausser dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht⸗ ch Gott weiß es jer ward entzuͤckt in das Paradieß, und hoͤret unaus⸗ sprechliche Worte, welche kein Mensch fagen kan. Davon will ich mich ruͤhmen, von mir selber aber will ich mich nichts ruͤhmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich ruͤhmen wolt, thaͤt ich dar⸗ um nicht thoͤrlich, denn ich wolte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht iemand mich hoͤher achte, denn er an mir siehet, oder von mir hoͤret; Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbahrung uͤberhebe, ist mir ge⸗ geben ein Pfahl ins Fleisch, nehm⸗ lich des Satans Engel/ der mich mit Faͤusten schlage, guf daß ich mich nicht uͤberhebe, dafůr ich dreymahl den HErrn geflehet habe, daß er von mir wiche/ und er hat zu mir ge⸗ sagt: Laß dir an meiner Gnade gnügen, denn meine Krafft ist in den Schwachen maͤchtig. Darum will ich mich am allerliebsten ruͤh⸗ men meiner Schwachheit, auf daß die Krafft Christi bey mir wohne. Evangelium Luc. 8. v. 4⸗15. A nun viel Volcks bey elnan⸗ der war, und aus den Staͤd⸗ ten zu dem HErrn JEsu eileten, sprach er durch ein Gleichniß: Es gieng ein Saͤemann aus zu saen sei⸗ nen Saamen, und indem er set, fiel etliches auf ben Weg, und ward vertreten, und die Voͤgel unter dem Himmel frassens auf Und etli⸗ ches fiel auf den Felß, und da etz aufgieng/ verdorret es, darum daß es nicht Safft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen⸗ und die Dornen giengen mit auf, und ersticktens. Und etliches fiel auf rug 31 Episteln und Evangelia. 32 trug hundertfaͤltige Frucht. Da er das saget, rieff er: Wer Ohren hat zu hoͤren, der hoͤre. Es fragten ihn aber seine Juͤnger, und sprachen, was dieses Gleichniß waͤre? Er aber sprach: Euch ist gegeben zu wissen das Geheimniß des Reichs Gottes,/ den andern aber in Gleich⸗ nissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hoͤren. Das ist aber dieses Gleichniß: Der Saame ist das Wort SOttes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hoͤren, darnach koͤmmt der Teufel, und ninunt das Wort von ihren Hertzen, auf daß sie nicht glaͤuben, und seelig werden. Die aber auf dem Felß, sind die, wenn sie es hoͤren, nehmen sie das Wort mit Freuden an, und die haben nicht Wurtzel, ei⸗ ne Zeitlang glaͤuben sie, und in der Zeit der Anfechtung fallen sie abe. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hoͤren, und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens, und ersti⸗ cken, und bringen keine Frucht. Das ab er auf dem guten Lande, sind die das Wort hoͤren und hehalten in ei⸗ nem seinem guten Hertzen, und bringen Frucht in Gedult. Epistel am Sonntage Quin- qua gesimæ, I. Cor. 3. v. 1.g. Wenn ich mit Menschen⸗ und mit Engel⸗Zungen redete, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤr ich ein thönend Ertz, oder eine klingen⸗ de Schelle. Und wenn ich weissa⸗ gen koͤnte, und wuͤste alle Geheim⸗ niß, und alle Erkantniß, und haͤtte allen Glauben, also, daß ich Berge versetzte, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤr ich nichts. Und wenn ich alle meine Haabe den Armen gaͤbe, und liesse meinen Leib brennen, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤre mirs nichts nütze. Die Liebe ist 1605 b thig und freundlich, die Lebs eif⸗ fert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blehet sich nicht, sie steller sich nicht ungeberdig, sie suchet nicht das Ihre, nicht erbittern/ sie trachtet nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht wenns unrecht zugehet, sie freuet sich aber, wenns recht zugehet. Sie vertraͤgt alles, sie glaͤubet alles, sie hoffet alles, sie dultet alles. Die Liebe hoͤret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhoͤren werden und die Sprachen aufhoͤren werden, und das Erkantniß aushoͤ⸗ ren wird. Denn unser Wissen ist Stückwerck, und unser Weissagen ist Stückwerck. Wenn aber kom⸗ men wird das Vollkommene, so wird das Stückwerck aufhoͤren. Da ich ein Kind war, da redet ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschlaͤ⸗ ge. Da ich aber ein Mann ward, thaͤt ich ab, was kindisch war. Wir sehen ietzt durch einen Spiegel in einem dunckeln Wort, denn aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ichs Stuͤckweise, denn aber werde ichs erkennen, gleich wie ich erkennet bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drey, aber die Liebe ist die Groͤsseste unter ihnen. Evangel. Luc. 18. v. 31„43. Der Herr JEsus nahm zu sich die Zwoͤlffe, und sprach zu ih⸗ nen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollen⸗ det werden„ das geschrieben ist durch die Propheten von des Men⸗ schen Sohn. Denn er wird über⸗ antwortet werden den Heyden, und er wird verspottet und geschmaͤhet und verspeyet werden, und sie wer⸗ den ihn geisseln und toͤdten, und am dritten Tage wird er wieder aufer⸗ stehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen ver⸗ orgen, und wusten nicht, was das gesager war. Es geschach aber, da sie laͤsset sich E Eruhe u A. Bliader am Docraber hot hucchhin glehg Das wateDade Hevon uind er rief und Gohn Dabd, Die aber forne o ten ihn/ er so aber schtey vie Oubid,erbarme aber und sllle, fuͤhren. Dast Ihm brachten, surach: Wuun Shun soll? Er ich sehenmige, guihm: Schsch hat dir geholf nard er sehend Rach/ und reise Volck, das sol Oott. Ehistel ami i. Fasten, 2. Ir etmah Mitthelf geblich die Gn. het. Denn er s In der angenehn hahe diram Tar fen, Sehet, me Zeit, seßt i Lasset uns aberr Hergerniß geber nͤchtverlaͤertt TinDinganlaf OHener Gottes inrübsaln N InSchlgen, Aulscühren in Iisen,Keuf Inkingnuth, in ö inct jugehet. Sit i, Segleudere „eell, i mene, o Wnerc gushören. nit, da tedet ich N lug mie ein Liccht Anschlez Mann ward, Dert, denn aber It Augesicht. Jeht Hmtist Wir geden Hinauf gen 2 itdallte Bolleh⸗ 3 cir e ber tnahmen rbnen et ras da 426 gber/ ba lh biu 0 Ruckene tmnicht, I ch Er nahe zu Jericho kam, saß ein „Blinder am Wege und bettelte. und gute Gerüchte, als die Verfüh⸗ s Da er aber hoͤrete das Volck, das Rat, Wir Sylegel in Episteln und Evangelia. 34 durchhin gienge, sorschet er was das waͤre? Da verkuͤndigten sie ihm: und Schande, durch boͤse Geruͤchte, rer, und doch wahrhafftig, als die Unbekannten, und doch bekannt, als die Sterbenden, und siehe, wir IEsus von Nazareth gieng fuͤruͤber. leben, als die Gezuͤchtigten, und Die aber forne an giengen, bedraͤue⸗ ten ihn, er solte schweigen. Er aber schrey vielmehr: Du Sohn David,erbarme dich mein! IEsus aber stund stille, und hieß ihn zu sich fuͤhren. Da sie ihn aber nahe bey hm brachten, fragte er ihn und sprach; Was wilt du, daß ich dir thun soll? Er sprach; HErr, daß ch sehen moͤge, und IEsus sprach uihm: Sey sehend, dein Glaube hat dir geholffen. Und alsbald ward er sehend, und folgete ihm nach, und preisete GOtt, und alles Volck, das solches sahe, lobete Gott. Epistel am 1. Sonntage in der Fasten, 2. Cor. 6. v. 1⸗ 16. WoI ermahnen euch aber als Mitthelffer, daß ihr nicht ver⸗ geblich die Gnade GOttes empfa⸗ het. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhoͤret, und habe dir am Tage des Heyls geholf⸗ sen. Sehet, setzt ist die angeneh⸗ ine Zeit, ietzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgend ein Aergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlaͤftert werde/sondern in al⸗ len Dingen last uns beweisen als bie Diener GOttes. In grosser Gedult/ in Trübsal, in Noͤthen, in Aengsten, in Schlaͤgen, in Gefaͤngnissen, in Aufrühren, in Arbeit in Wachen/ in Fasten, in Keuschheit, in Erkaͤntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem Heiligen Geiste, in ungefaͤrb⸗ ter Liebe, in dem Wort der Wahr⸗ heit, in der Krafft GOttes, durch Waffen der Gerechtigkeit,zurRech⸗ ten und zur Lincken, hurch Ehre Und er rieff und sprach: JEsu, du doch nicht ertoͤdtet, als die Trauri⸗ Sohn David, erbarme dich mein! gen, aber allezeit froͤlich, als die Ar⸗ men/gber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evang. Matlh. am 4. v. Lir. D ward JEsus vom Geist in die Wuͤsten geführet, auf daß er vom Teufel versucht wuͤrde. Und da er viertzig Tage und viertzig Nacht gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm, und sprach: Bist du GOttes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod wer⸗ den. Und er antwortet und sprach: Es stehet geschrieben der Mensch lebet nicht vom Brodt allein, son⸗ dern von einem ieglichen Wort, das durch den Mund GOTes gehet Da fuͤhret ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, und stellet ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach zu ihm: Bist du GOes Sohn, so laß dich hinab, denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln uͤber dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Haͤnden tra⸗ gen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoͤssest. Da sprach JEsus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du solt GOTe deinen HERRN nicht versuchen. Wiederum fuͤhret ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg/ und zelget ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und syrach zu ihm: Das alles will ich dir goben, so du niederfeaͤllest und mich anbe⸗ test. Da sprach JESuS zu ihm; Hebe dich weg von mip, Satgnn, benn es stehet geschrieben Du solt anbeten GOtt deinen HErrn, und ihm alleine dienen. Da voylieh ihn VB dey 35 Episteln und Cvangelia⸗ 30 der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. Epistel am II. Sonntage in der Fasten, I. Ohess. A. v. L. Iseael. Sie kam aber/ und fiel vol ihm nieder und sprach: HErr hilff mir! Aber er antwortet und sprach⸗ Es ist nicht fein, daß man den Kin⸗ dern ihr Brod nehme, und werffe es fuͤr die Hunde. Sie sprach: Wushes geschdh ha edett VDolck hebtvn heh unterihg blt die Cehfe büb den Obe Woiter lieben Bruͤder, bitten 9 060 und Wee in em HErrn JEsu, nachdent ihr von uns empfangen habet, wie ihr soller ter Herren Dische fallen. Da ant⸗ wandeln, und GOtt gefallen, daß wortet Jesus und sprach zu ihr: O ihr immer volliger werdet. Denn Weibl dein Glaube ist groß, dir ge⸗ ihr wisset, welche Gebot wir euch schehe, wie du wilt. Und ihre Toch⸗ Ig HErv, aber doch essen die Huͤnd⸗ ie Hünde apdergohe seln von den Brosamten, die vomih⸗ gehuun hileh d 0 Ishel. Es hgkeh/ Eilhigliches sclhft ueitsf geben haben durch den HEren Esum: Denn das ist der Wille GOttes, eure Heiliguüng, daß ihr meider die Huxereg, und ein legli⸗ cher unter euch wisse sein Faß zu be⸗ halten in Heiligung und Ehren, nicht in der LustSeuche, wie die ter ward gesund zu Stunde. Epistel am IIl. Sonntage in derselbigen der Fasten, Ephes. r. v. 1⸗9. O seyd nun GOttes Nachfol⸗ gey als die lieben Hinder, und undein Hooß e, I deht Mit ihtr slok Meichbeseheh Ich tuhsbe dj Bellzeboh, sel hulch B Ind ehden die von GOtt nichts wis⸗ wandelt in der Liebe, gleich wie dsch wan en 0 en zu spest Ehristus uns hat geliebet, und sich aud ůQ⁷' m Duuden im Handel denmde seis Dargegererfür ans zur ahe sa de il Racher uher das alleg ewie ost and.Opffere GOtt in einem güsen rn Keuch endor gesagt und heteuget haPmickeit oder Seß Kosset aiehttdein Wemin el ben. Denn GOtt hat ieh nicht nickeit oder Geit losset niht on angn berußzen zur nreinigkeit, sondern— uhehet. ch Kch airni 273 15 ehet. An alldbare schen/ zuch nicht ziemen, milluihdet Geltgeoebenharineuch. sondern vielmehr Danckfagung. sinn Hm ö Aeh. Denn das sollt ihr wissen, daß kein(lh/ und tf Evaͤngelium Matth. am 15. Hurer oder Unreiner, oder Geitz⸗ Waticht m Eanehrtandendruch hnhn und Pntan NeEr HEgnh JEsus gien bbehat an del ristz und W D E e GOttes. Lasset euch niemand zlbar Gas die Gegend Tyriund Sidon. Und verführen mit bergeblichen Wor⸗ aai slehe, ein Cananaisches Weib gleng.Letk, Benn um dieser willen kommmt itte en auhs derselben Gante, und schrey der Zarn GOtles uber die Kinderr inlht& ihm nach und sprach: Ach HErrl des Unglaubens Darum seyd di ukeh du Sohn Daoid, erbarme dich micht ihre Mitgenossen. Dann ihr aant Mein) meine Tochter wird vom waxet weyland Finsterniß, nun aber War Ceufel bel geplaget. Und er ant⸗ segd ihr ein Licht in dem HErrn. Vsseen geke wovtet ihr kein Woxt. Da kraten Wandelt wie die Kinder des Lichts. Renter zu ihm seine Junger, daten ihn Die Fruicht des Sesßesi allerley dai umdsorachen: Taß sie doch von dir,PGatigkeit und Gerechtigkest und alhsil, denn sie schreget ung nach⸗ Er aut⸗Wahrheit. am nicht eanbt ennuuenden bin Nen 9 Lule. II, v. 14 ⸗28. uanen ö e, denn nur zu den ver⸗deEr HEggt IEsus trieb einen lohrnen Schaafen von dem Jause D Teufel aus) der war umm, Wh and / Uh u, die von ih nicht von den Heiliz Hlemand Wor⸗ 32 Episteln und Evangelia⸗ 38 und es geschah, da der Teufel gus⸗ suhr, da redet der Stumme, und das Volck verwundert sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er trei⸗ bet die Teufel aus durch Beelze⸗ bub,den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und be⸗ gehrten ein Zeichen von ihm vom immel. Er aber vernahm ihre edancken, und sprach zu ihnen: Ein iegliches Reich/ so es mit ihm felbftuneins wird, das wird wuͤste, sprach zu ihm: Seelig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brü⸗ ste die du gesogen hast. Er ader sprach; Ja/ seelig sind, die GOttes Wort hören und bewahren. Epistel am IV. Sonntage in der Fasten, Gal. 4. v. 2r⸗31. Aget mir, die ihr unter dem OGesetz seyn wollt, haht ihr das Oesetz nicht gehoret? Denn es ste⸗ het geschrieben: Daß Abraham und ein Hauß faͤllet über das ande⸗ 1e. Ist denn der Satanas auch mit ihm sel bst uneins„ wie will sein Reich bestehen dieweil ihr saget Ich treibe die Teusel aus durch Beelzebub. So ich aber die Teu⸗ fel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie euxe Rich⸗ ter seyn. So schaber durch GOt⸗ tes Finger die Deufel austreibe, so kommit ie das Reich Ottes zu euch· Wenn ein Starcker gewapneter sei⸗ nen Pallast bewahret/ so bleibet das Seine mit Frieden: wenn aber esn Staͤrckerer über ihn koͤmmet, und uberwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf ey sich ver⸗ ließ, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich/ und wer nicht mit mir samm⸗ let, der zerstreuet. Wenn der un⸗ saubere Geist von dem Menschen ausfaͤhret, so durchwandert er duͤr⸗ re Stadte, suchet Ruhe, und findet ihr nicht. So spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Hauß, daraus ich gegangen bin, Und wenn er koͤmmt/ so findet er eg mit Besemen gekehret und geschmuͤcket. Denn gehet er hin, und nimmt sie⸗ ben Geister zu sich die aͤrger sind. denn er selbst, und wenn sie hinein kommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselben Menschen arger, denn vorhin. Und es begab sich, da er lolches redet, erhub ein Welb im Volck die Stimme/ und zweenll Soͤhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freyen. Aber der von der Magd war/ ist nach dem Fleisch gebohren/ der aber von der Freyen, ist durch die Verheis⸗ sung gebohren. Die Worte bedeu⸗ ten etwas. Denn das sind die zwey Testament, eines von dem Berg Sina, das zur Knechtschafft gebiehret, welches ist die Agar⸗ Denn Agar heißt in Arabiag der Berg Sma,/ und langet biß gen Je⸗ rusalem, das zu dleser Zeit Ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freye, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrie⸗ ben: Sey froͤlich du Unfrucht haxe, die du nicht gebiehrest, und brich herfuͤr, und rusfe, die du nicht schwanger bist, Denn die Einsame hat viel mehr KHinder, denn die den Mann hat: Wir aber, lieben Brü⸗ der/ sind Isaaes, nach der Verheis⸗ sung, Kinder. Aber glelch wie zu der Zeit, der nach dem Fleisch ge⸗ bohren war, verfolget den, der nach dem Geist gebohen war; also gehet er letzt auch,. Aber was spricht bie Schrifft: Stoß die Magd himau mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dein Sohn der Freyen: Go sind wir nun lieben Bruͤder/ nicht der Magd Hiij⸗ ber/ sonbern der Freyen. Evangelium Joh. am 6. v. 1⸗15. Dn fuhr JEsus weg uͤber V Ran 39 Episteln und Evangelia. das Meer an der Stadt Tyberias in Galildͤa, und es zog ihm viel Volcks nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kran⸗ cken thaͤt. IEsus aber gieng hin⸗ auf auf einen Berg, und satzte sich daselbst mit seinen Juͤngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juͤ⸗ den Fest! Da hub IEsus seine Augen auf, und siehet, daß viel Volcks zu ihm kommt, und spricht zu Philippo: Wo kauffen wir Brod, daß diese essen?(Das saget er aber, ihn zu versuchen, denn er wuste wohl, was er thun wolte.) Philip⸗ pus antwortete ihm: Zweyhun⸗ dert Pfennig werth Brodts ist nicht genug unter sie, daß ein ieglicher ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Juͤnger, Andreas ein Bruder Simonis Petri: Es ist ein Knabe hie, der hat fuͤnff Gersten Brodt und zween Fische, aber was ist das unter so viele? JEsus aber sprach: Schaffet,daß sich das Volck lagere. Es war aber viel Graß an dem Ort. Da lagerten sich hey fuͤnff tausend Mann. IEsus aber nahm die Brobt, dancket und gab sie den Juͤngern, die Juͤnger aber denen, die sich gelagert hatten; des⸗ selbigen gleichen auch von den Fi⸗ schen, wie viel er wolte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Juͤn⸗ gern: Sammlet die uͤbrigen Bro⸗ cken, daß nichts umkomme. Da sammleten sie, und fuͤlleten zwoͤlff Koͤrbe mit Brocken von den funff Ger sten⸗Brodten, die uͤberhlieben, denen, die gespeiset worden. Da nun dle Menschen die Zeichen sahen, die JEsus thaͤt, sprachen sie: Das ist warlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da JEsus nun merckte, daß sie kommen wuͤrden und ihn haschen, daß sie ihn zum Koͤnige machten, entweich er aber⸗ rin guf den Berg, er selbst al⸗ me. Epistel am Sonntage in der Fasten, Hebr. 9. v. ⸗w. Cbristus ist kommen, daß er sey ein Hoherpriester der zukuͤnfftigen Guͤter, durch eine grössere und voll⸗ kommenere Huͤtten, die nicht mit ber Hand gemacht ist, die nicht also gebauet ist. Auch nicht durch der Bocke oder Kaͤlber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut einmahl in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erloͤsung erfunden. Denn so der Ochsen und Bocke Blut, und die Asche von der Kuhe gesprenger, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie viel⸗ Fof obn alen Libst ohn allen Wandel durch den Heiligen Geist GOtt geopffert hat, unser Gewissen reinigen von den todten Wercken, zu dienen dem le⸗ bendigen G‚E? Und darum is er auch ein Mittler des Neuen Te⸗ Haments, auf daß durch den Tod, Blut CHristi, der sich 4⁰ icht sehen ewwt Bl Wsdakduden hemiß gefoch teh/ und mein Wort hal nicht scmecker wehr denn un welcher gesoth phtten sud g ches du aus di hokttt: So; so ist meine Eh her mein Vate chenthr soncht und kennet ihn ne ihn. Und! Ichkeune seh Ihn Lügnet, gle aber kenne ibn l so geschehen ist zur Erloͤsung von den Ubertretungen(die unter dem er⸗ sten Testament waren) die, so beruf⸗ fen sind, das verheissene ewige Erbe empfahen. Evangelium Joh, 8. v. 46⸗59. Er HErr IEsus sprach zu den D Juͤden: Welcher unter euch kan mich einer Suͤnden zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaͤubet ihr mir nicht? Wer von GO ist, der hoͤret GOttes . Darum hoͤret ihr nicht, cberoberwohl denn ihr seyd nicht von Gott. Da nn, hielters antworteren die Juͤden, und spra⸗ 60 Wort. chen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist, und hast den Deufel? IEsus antwortet: Ich habe keinen Teufel, sondern ich M ehre meinen Vater, und ihr uneh⸗ ret mich. Ich suche nicht meine Chre, es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Warlich, warlich ich sage euch: So iemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht Ahraham eler daß er weinen sahe ihn, u shtachen die 3 hist goch nicht Und hast Abrah syrach zu ihr lchich fage eu Ham war, bi Steineguf, de Aher IEsus ve zum Tempel h. —— Chistel am Ium Philiy I. egliche Nfus C kt gleich s. sch selbg u altan, ward Hahj der ber a sung von den ͤ dem er⸗ cettadie, so beruf⸗ l derhtißent twige Erbe Joh. S. v. 4650. Esas seruch Iu den Velchet unter euch leihen? Eo helt sage/ licht? Wer der heret GOltes Uiret ihr nicht, Eott. Da 6 4 ch Mensch erfunden. Episteln und Evangelia. 4⁴ nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juͤden zu ihm: Nun erkennen wix⸗daß du den Teufel hast. Abra⸗ ham ist gestorben, und die Prophe⸗ ten, und du sprichst: So jemand mein Wort haͤlt, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Abraham ꝛ welcher gestorben ist, und die Pro⸗ pheten sind gestorben: Was ma⸗ chest du aus dir selbst? JIEsus ant⸗ so ist meine Ehre nichts. Es ist a⸗ ber mein Vater,der mich ehret, wel⸗ chen ihr sprecht: Er sey euer GOtt, und kennet ihn nicht! Ich aber ken⸗ ne ihn. Und so ich wuͤrde sagen: Ich kenne sein nicht, so wuͤrde ich ein Luͤgner, gleich wie ihr seyd, ich aber kenne ihn, und halte sein Wort. Abraham euer Vater ward froh, daß er meinen Tag sehen solte, und er sahe ihn, und freuet sich. Da syrachen die Juͤden zu ihm: Du bist noch nicht funsszig Jahr alt, und hast Abraham gesehen? IEsus sprach zu ihnen: Warlich, war⸗ lich ich sage euch: Ehe denn Abra⸗ ham war/ bin ich. Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn wuͤrffen. Aber JEsus verbarg sich, und gieng zum Tempel hinaus. Epistel am Palm⸗Sonntage zum Philipyern am 2. v. 5 1. EN ieglicher sey gesinnet, wie JEsus Christus guch war, wel⸗ cher vb er wohl in goͤttlicher Gestalt war/ hielt ers nicht für einen Rgub, Gtt gleich seyn, sondern aͤussert sich selbst, und nahm Knechts⸗Ge⸗ stalt an, ward gleich wie ein ander Mensch, und an Geberden als ein Er niedrigte sich selbst, und ward gehorsam biß zum Tode, ja zum Tode am Creutz. Darum hat ihn auch GOtt erhoͤhet/ und hat ihm einen Nahmen gege⸗ ben, der uber alle Nahmen ist/ daß in dem Nahmen JEsu sich beugen sollen alle derer Knie, die im Him⸗ mel und auf Erden, und unter der Erden sind. Und alle Zungen be⸗ kennen sollen, daß JEsus Christus der HErt sey, zur Ehre GOttes des Vaters. Evangelium am Palm ⸗Dage ist gleich mit dem am ersten Sonn⸗ tage des Adv. Mat. 2I. v. 1⸗9. Epistel am Gruͤnen⸗Donner wortet: So ich mich selber ehre, Hist stage, 1. Cor. am 1I. v. 23⸗32. Ch habe es von dem HErrn em⸗ pfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der HErr IEsus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brodt, dancket und brachs/ und sprach: Nehmet/ esset das ist mein Lelb, der fur euch ge⸗ bröchen wird, solches thut zu mei⸗ uem Gedaͤchtnib. Desselbigen gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut. Solches thut, so offt ihrs trincket, zu meinem Ge⸗ dachtniß. Denn so offt ihr von diesem Brod esset, und von diesem Kelch trincket, sollt ihr des HErrn Tod verkundigen, biß daß er koͤmmt. Welcher nun unwuͤrdig von hiesem Brod isset, oder von dem Kelche des HErrn triucket, der ist schüldig an dem Leibe und Blute des HErrn. Der Mensch pruͤfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brod, l⸗ und trincke von diesem Kelch. Denn welcher unwuͤrdig isset und trincket der isset und trincket ihm selber das Gericht, damit, daß er nicht unterscheidet den Leib des HErrn. Darum silid auch so viel Schwache und Krancke unter euch, und ein gut Theil schlaffen. Denn so wir unis selber richteten, so wuͤr⸗ den wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem HErrn gezüchtlget, auf daß wir nicht sammt der Welt verdammet werden. B 5 Eyan⸗ 1 7 3 Episteln und Evangelia. 44 15. auch. So ich nun euer HErr und Evangel. Joh. am 13. v. 15. Meister euch die Füsse gewaschen Vor dem Fest aber der Ostern, habe, so sollet ihr auch euch unter da IEsus erkennet, daß seine einander die Fuͤsse waschen. Ein Zeit konmen war, daß er aus dieser Beyspiel habe ich euch gegeben, daß Welt gienge zum Vater, wie er hat⸗ihr thut, wie ich euch gethan habe. te geliebet die Seinen, rar. 910 er sie biß an 27*7 Euhe und h den le Ee Eisel an Ofter egeaus ve sen(da schon der Teuffel hatte dem ersten Epistel 5 die Cor. am x. Juda Simonis Ischarioth ins Hertz 9.648. gegeben, daß er ihn verriethe,) wu⸗ Feu den alten Sauerteig aus, ste IEsus, daß ihm der Vater hat⸗ auf das ihr ein neuer Teig seyd. te alles in seine Haände gegeben, und Denn wir haben auch ein Oster⸗ daß er von GOtt kommen war, und lamm, das ist Christus, fuͤr uns ge⸗ zu G0tt gieng, siund er vom A⸗opffert. Darum lasset uns Ostern bendmahl auf legte seine Kleider halten, nicht im alten Sauerteig, ab, und nahm einen Schurtz und auch nicht im Sauerteig der Boß⸗ umaürtet sich. Darnach goß er heit und Schalckheit, sondern in Wasser in ein Becken, hub an den dem Süßteig der Lauterkeit und Rocktler die Fuͤsse à Schute, 5 und Wahrheit. ocknet sie mit dem Schurtz, damit ö 6 Ewamctt war Da kam er zu Evangelium Marc. 16. v. 18. Simon Petro, und derselbe sprach da der Sabbath vergangen zu ihm: HErr, soltest du mir die war, kaufften Maria Magda⸗ Fuͤsse waschen? Icksus antwortet lena, und Maria Jgcobi, und Sa⸗ — und(prach zu ihm: Was ich thue, lome Specerey, auf daß sie kaͤmen das weissest du ietzt nicht, du wirsts und salbeten ihn. Und sie kamen, aber hernach erfahren. Da sprach zum Grabe an einen Sabbather sehr Petrus zu ihm: nimmermehr solt fruͤh, da die Sonne aufgieng. Und du mir die Fuͤsse waschen. JEsus sie sprachen unter einander: Wer antworter ihm: Werde ich dich waltzet uns den Stein von des Gra⸗ nicht waschen so hast du kein Thell bes Thuͤr? Und sie sahen dahin, und mit mir. Spricht zu ihm Si⸗ wurden gewahr, daß der Stein ab⸗ mon Petrus: HErr, nicht die Fuͤsse gewaͤltzet war, denn er wahr sehr allein, sondern auch die Hande grof. Und sie giengen hinein in das und das Haupt. Spricht JEsus Grab, und sahen einen Juͤngling zur zu ihm: Wer gewaschen ist, der rechten Hand sitzen, der hatté ein darff nicht denn die Fuͤsse waschen, lang weiß Kleid an; und sie entsatz⸗ sondern er ist gantz rein. Und ihr ten sich. Er aber sprach zu ihnen: seyd rein, aber nicht alle. Denn er Entsetzet euch nicht; ihr suchet JE⸗ wuste seinen Verraͤther wohl, dar⸗ sum von Nazareth den Gecreusig⸗ um sprach er: Ihr seyd nicht alle ten, er i auferstanden, und 0 nicht veln. Do er nun ihre Fuͤsse gewa⸗ hie, siehe da die Staͤtte/da sie ihn hin⸗ schen hatte, nahm er seine Kleider, legten. Gehet aber hin, und sagets und saßzte sich wieder nieder, und seinen Juͤngern und Petro, daß er fuͤr wrach aberinahl zu ihnen: Wisset euch hingehen wird in Galilaͤam, da ihr, was ich euch gethan habe? Ihr werdet ihr ihn sehen, wie er euch ge⸗ hessset mich Meister und HErr, Und saget hat. Und sie giengen schnell laget iecht haan, denn sch hins I heraus, und flohen von denedere YHn H Imnam fn unkomm nand nichts, arrpr Epistelamt inder R U Ettus ch. auf, um ich mit der Palonncht aherley Do lecht ihut, Ihr wsteto Hott iu dei sandt hat un den Frieden! sum(oelcher Ies/) die ducch Land geschehe inGolllaange hanhes edi selben Wsun het hat wiit de Klofft, der hat wohlget macht alle, woltiget wa ut ihm. H Iid, das ergel Lunde und zu hen sie geto gehangen. dusercheckete hh lasen ofß allem Volck, erwohlten de Mt mit ihm haben, nach yh den Todt Cvangel. Iu stehe, Rern gie Nue meinen Iuusclem s vee Rahmen 1 R KenHescht baftsosche zf—f———'— d Evangelia. 46 45 Episteln un denn es twar sie Fittern und Entse⸗ tzen ankommen, und sagten nie⸗ mand nichts, denn sie furchten sich. Epistel am II. Oster⸗Feyertage in der Apost. Gesch. am 10. v. 3441. Pauf, aber thaͤt seinen Mund auf, und sprach: Nun erfahr ich mit der Wahrheit, daß GOtt die Perfon nicht ansiehet. Sondern in allerley Volck, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt/ die Ott zu den Kindern Israel ge⸗ sandt hat und verkündigen lassen den Frieden durch IEsum Cors⸗ stum(welcher ist ein HErr über al⸗ les) die durch das gautze Juͤdische Land geschehen ist, und augangen in Galilda nach der Tauffe, die Jo⸗ hannes predigte. Wie GOtt den⸗ selben JEsum von Nazareth gesal⸗ bet hat mit dem Helligen Geist und Krafft der umher gezogen ist, un hat wohlgethan, und gesund ge⸗ macht alle, die vom Teufel über⸗ waͤltiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen al⸗ les, das er gethan hat im Judischen Lande und zu Jerusalem. Den ha⸗ ben sie getoͤdtet, und an ein Holtz gehangen. Denselbigen hat GOtt auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbahr werden nicht allem Volck, sondern uns den vor erwehlten Zeugen von GOtt, die wir mit ihm gessen und getruncken haben/ nachdem er aufersranden ist von den Dodten. Evangel. Luc. am 24. v. 13⸗35. U* siehe, zween aus den Juͤn⸗ gern giengen an demselbigen Tage in einen Flecken, ber war von Jerusalem sechzig Felbweges weit, des Nahmen heistet Emahus. Und sie rebeten mit elnander von allen dlesen Geschichten. Und es geschah, dg sie so gedeten und befragien sich mit einander, nahete JEsus zu sh⸗ nen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten/daß sie ihn nicht kannten. Er aber sprach zu ihnen: Was sind das fuͤr Reden die ihr zwischen euch handelt unter Wegen, und seyd irgurig? Da ant⸗ wortet einer mit Nahmen Cleophas, uUnd sprach zu ihm: Bist du alleine unter den Fremdlingen zu üdiesen lem, der nicht wisse/ was in diesen Tagen darinnen geschehen ist ꝛ Und er sprach zu ihnen: Welches Sie aber sprachen zu ihm: Das von JEsu von Nazareth, welcher war ein Pro⸗ phet, machtig von Thaten und Worten fuͤr GOtt und allem Volck, wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uͤberantwortet haben zum Verdammniß des Todes, und ge⸗ ereutziget. Wir aber hoffeten, er solte Istael erloͤsen. Und uͤber das alles ist heute der drit te Tag, daß solches geschehen ist. Auch haben d uns erschrecket etliche Weiber der Unsern, die sind fruͤhe bey dem Gra⸗ be gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen: Ste haben ein Gesicht der Engel gese⸗ hen, welche sagen, er lebe. Und et⸗ liche unter uns giengen hin zum Grabe, und fundens also, wie die Weiber sagten: Aber ihn funden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: Olihr Thoren und traͤges Hextzens, zu glaͤuben alle dem, daß die Pro⸗ pheten geredet haben. Mufte nicht Christus solches leiden, und zu sel⸗ ner Herrlichkeit eingehen? Und fienglan von Mose und allen Pyo⸗ pheten, und legte ihnen alle Schrifft alls, bie von ihm gesagt war: Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingiengen. Und er stellet sich, als wollte er foͤrber gehen, und sie no⸗ thigten ihn, und sprachen: Bleib bey uns, denn es will Abelid werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er gieng hinein, bey ihnen zu bleis⸗ hen. Und es geschah/ da er mit ih⸗ V 4 nen 47 Brodt, dancket, ihnen. Da wurden ihre Augen geoͤffnet, und erkenneten ihn, und er verschwand vor ihnen. Und sie sorachen untereinander: Brannte nicht unser Hertz in uns, da er mit uns redet auf dem Wege, als er uns die Schrifft oͤfnet? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem, und sunben die Eilffe versammlet, und die bey ihnen waren, welche spra⸗ chen: Der HErr ist wahrhafftig auf⸗ erstanden, und Simoni erschienen, Und sie erzehlten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt waͤr an dem, da er das Brod brach. Epistel am Oster⸗Dienstage, in der Apostel⸗Geschicht am I3. v. 2633. Iier Maͤnner, lieben Bruͤder, ihr Kinder des Geschlechts A⸗ braham, und die unter euch GOtt fuͤrchten, euch ist das Wort dieses Heyls gesandt. Denn die zu Je⸗ rusalem wohnen, und ihre Obersten dieweil sie diesen nicht kenneten, noch die Stimme der Propheten, welche auf alle Sabbather gelesen werden, haben sie dieselbigen mit ihren Urtheilen erfuͤllet. Und wie⸗ wohl sie keine Ursache des Todes an ihm funden, bathen sie doch Pila⸗ tum ihn zu toͤdten. Und da sie al⸗ les vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem Holtz, und legten ihn in ein Grab. Aber GOtt hat ihn aufer⸗ wecket von den Todten, und er ift erschlenen viel Tage denen, die mit ihm hinauf von Galilaͤa gen Jeru⸗ salem gegangen waren, welche sind seine Zeugen an das Volck. Und wir auch verkuͤndigen euch die Ver⸗ heissung, die zu unsern Vaͤtern ge⸗ schehen ist, daß dieselbe GOtt uns Episteln und Cvangelia. nen zu Tische saß, nahm er das sihren Kindern erfuͤllet, ndem, daß brachs und gabs ser JEsum auferwecket hat. Acg, Wemiderd Welt. un unser Glaube ist der Sieg, der die Evangelium Luc. am 24. v. 367747. redeten, trat er selbst, JEsus, mitten unter sie, und sprach zu ih⸗ nen: Friede sey mit euch. Sie er⸗ schracken aber, und furchten sich, meyneten sie saͤhen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seyd ihr so erschrocken ꝰ und warum kom⸗ men solche Gedancken in eure Her⸗ tzen? Sehet meine Haͤnde und mei⸗ ne Fůsse, ich bins selber, fuͤhlet mich und sehet, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, das ich habe. Und da er das saget, zei⸗ get er ihnen Haͤnde und Fuͤsse. Da sie aber noch nicht glaͤubeten für Freuden, und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: habt ihr hier et⸗ was zu essen? und sie legten ihm fuͤr ein Stuͤck vom gebraten Fisch und Honigseims. Und er nahms und aß fuͤrihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bey euch war. Denn es muß alles er⸗ fuͤllet werden, was von mir geschrie⸗ ben ist im Gesetz Mosi, in den Pro⸗ pheten und in den Psalmen. Da oͤffnet er ihnen das Verstaͤndniß, daß sie die Schrifft verstunden. Und er sprach zu ihnen: Also ists geschrieben, und also muste Chri⸗ stus leiden, und auferstehen von den Todten am dritten Tage, und pre⸗ digen lassen in seinem Nahmen Busse und Vergebung der Sunden, unter allen Voͤlckern, und anheben zu Jerusalem. Epistel am I. Sonntage nach Ostern, 1. Joh. am§. v. 4⸗10. Lles was von Gott gebohren Und Welt Da aber die Junger noch davon Der Geist, und Blut, und einem Sohn. den Sohn OO Zeugniß hey ih slaͤlbet, der r Aer, denn er gla liß„ daß O Sohn. Und: haß uns GOt gegeben, und hem Sohn. tes hat, der wer den Soh her hat auch! Eoang. Jo An Wbend bothe, da let, und die X Fen, aus Fure Vus, und rscht zu ihs buch. Und al hnen die: te. Da u Räfeden he Wnn abern Ymlt euch. Patergesand Ud dg er de Au, und spr In den Hei 6 anger noch dabon , „ Nelus, en und ctum lol Schaucken in rure derten, e: Hier et⸗ und sie legten ihmt vem gebraten Fisch Und er nahms hatd. Er aber sprach die Reden, die noch bey —— Senntage nach 8 5. b. 0. „ott gebohrer Auntit Belt. Uad 8 Eiez/ der die 1* 27 Wllt Belt Aberwunden hat. ppricht zu ihnen: E Wer ist cber, der die Welt uͤberwindet, ohn Eer da glabbet, daß JEsus GOttes Fohn ist? dieser ists/ der da koͤmmt git Wasfer und Blut„IEsus Chri⸗ sus, nicht mit Wasser allein, son⸗ dern mit Wasser und Blut. Und Ler Geist ists„ der da zeuget, daß Heist Wahrheit ist. Denn drey sud, die da zeugen im Himmel, der Bater, das Wort, und der Heilsge Heist, und diese drey sind eins. Und drey sind die da zeugen auf Erden: der Geist, und das Wasser, und das Blut, und diese drey sind beysam⸗ men. So wir der Menschen Zeug⸗ niß annehmen, so ist SOttes Zeug⸗ hiß groͤsser. Denn GOttes Zeug⸗ hiß ist das/daß er gezeuget hatte von einem Sohn. Wer da glaͤubet an den Sohn GOttes, der hat solch geugniß bey ihm. Wer GOtt nicht glaͤubet, der machet ihn zum Luͤg⸗ ler denn er glaͤubet nicht dem Zeug⸗ liß, daß GOtt zeuget von seinem Sohn. Und das ist das Zeugniß, daß uns GOtt das ewige Leben hat gegeben, und solch Leben ist in sei⸗ nem Sohn. Wer den Sohn GOt⸗ tes hat, der hat das ewige Leben, wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat auch das ewige Leben nicht. Evang. Joh. am 20. v. 10⸗23. AM Ab end aber desfelbigen Sab⸗ baths, da die Juͤnger versamm⸗ let, und die Thuͤren verschlossen wa⸗ ten, aus Furcht vor den Juͤden, kam JEsus, und trat mitten ein, und Friede sey mit euch. Und als er das saget, zeiget er ihnen die Haͤnde und seine Sei⸗ te. Da wurden die Juͤnger froh, daß sie den HErrn sahen: Da sprach IEsus abermahl zu ihnen: Friede sey mit euch. Gleich wie mich der Vater gesandt hat/so sonde ich euch Und da er das sagete, blietz er sie an, und sprach zu shuen; Nehmet hin den Heil, Geist, welchen ihr Episteln und Evangelia. 5⁰ die Suͤnde erlasset/denen sind sie er⸗ lassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomgs aber, der Zwolffen einer/der da heis⸗ set Zwilling, war nicht bey ihnen, da IEsus kam. Da sagten die an⸗ dern Juͤnger zu ihm: Wir haben den HErrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sey denn, daß ich in seinen Haͤnden sehe die Naͤgelmahl, und lege meine Finger in die Naͤgel⸗ mahl, und lege meine Hand in sei⸗ ne Seiten, will ichs nicht glaͤuben. Und über acht Tage waren aber⸗ mahl seine Juͤnger drinnen, und Thomas mst ihnen. Kommt JE⸗ sus, da die Thůͤren verschlossen wa⸗ ren, und tritt mitten ein, und spricht: Friede sey mit euch. Dar⸗ nach spricht er zu Thoma: Reiche deine Finger her, und siehe meine Haͤnde, und reiche deine Hand her, und lege sie in meine Seste, und sey nicht unglaͤubig, sondern glaͤu⸗ big. Thomas antwortet und sprach zu ihm: Mein HErr, und mein GoOtt. Spricht JEsus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Tho⸗ ma/ so glaͤubest du, seelig sind, die nicht sehen, und doch glaͤuben. Auch viel andre Zeichen thaͤt JEsus fuͤr seinen Juͤngern, die nicht geschrie⸗ ben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaͤu⸗ bet, JIEsus sey Christ, der Sohn GoOttes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Nahmen. Epistel am II. Sonntage nach Ostern, 1. Petr. am 2. v. 2125. Dannn darzu seyd ihr beruffen, sintemahl auch Christus gelit⸗ ten hat fuͤr uns, und uns ein Fuͤr⸗ bild gelassen, daß wir sollen nach⸗ folgen seinen Fuß stapffen. Walcher keine Suͤnde gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde er⸗ funden. Welcher nicht wieder schalt, da er gescholben warh/ nicht B draͤu⸗ 61 Episteln und Evangelia. 5² draͤuete, da er litte, er stellete es a⸗ ber dem heim/ der da recht richtet. Welcher unsere Suͤnde selbst geopf⸗ fert hat an seinem Leihe auf dem Holtz, auf daß wir der Suͤnden ab⸗ gestorhen, der Gerechtigkeit leben, durch welches Wunden ihr seyd heil worden. Denn ihr waret wie die irrigen Schaafe, aber ihr seyd nun bekehtet zu dem Hirten und Bischoff eurer Seelen. Eoangelium Joh. am 10. v. 12716. cCh bin ein guter Hirte. Ein guter Hirte laͤsset sein Leben fuͤr die Schaafe. Ein Miedling aber, der nicht Hirte ift, deß die Schaafe nicht eigen sind, siehet den Wolff kommen, und verlaͤsset die Schaafe und fleucht, und der Wolff erhaschet und zerstreuet die Schaa⸗ fe. Der Miedling aber fleucht, denn er ist ein Miedling, und achtet der Schaase nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Mei⸗ nen, und bin bekandt den Meinen. Wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater, und ich lasse mein Leben fuͤr die Schagse. Und ich habe noch andere Schaafe, die sind nicht aus diesem Stalle, und dieselben muß ich herfuͤhren, und sie werden meine Stimme hoͤren, und wird eine Heerde und ein Hirte wer⸗ den. Epistel am III. Sonntage ugch Ostern, 1. Petri 2 v. 1½0. DZeben Bruͤder, ich ermahne euch als die Fremdlingen und Pil⸗ grim, enthaltet euch von fleischli⸗ chen Luͤsten, welche wider die See⸗ le streiten. Und fuͤhret einen gu⸗ ten Wandel unter den Heyden, auf daß bie, so von euch affterreden, als von Ubelthaͤtern, eure guͤte Wercke sehen, und GOtt preisen, wenns nun an den Tag kommen wird. Seyd unterthan aller monsch⸗ lichen Ordnung um des HErrn willen, es sey dem Koͤnige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm, zur Rache uͤber die Ubelthaͤter, und zu Lobe denen Frommen. Denn das ist der Wille GOd Tes, daß ihr mit Wohlthun verstopffet die Unwissen⸗ heit der thoͤrichten Menschen, als die Freyen, und nicht, als haͤttet ihr die Freyheit zum Deckel der Boß⸗ heit, sondern als die Knechte GOt⸗ tes. Thut Ehre jedermann. Habt die Bruder lieb. Fürchtet Gott ehret den Koͤnig. 9 Evangelium Joh. am 16. v. 16 ⸗ 23. Uer ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines,/ so werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater. Da spra⸗ chen etliche unter seinen Juͤngern unter einander: Was ist das, daß er zu uns saget: Uber ein kleines so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vat er gehe? Da sprachen sie: Was ist dadꝰ das er saget: Uber ein kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da mercket JEsus, daß sie ihn fragen wolten, und sprach zu ihnen: Da⸗ von fraget ihr unter einander, daß ich gesaget habe: Uber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines so werdet ihr mich sehen. Warlich, warlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, ader die Welt wird sich freuen/ihr aber werdet traurig seyn, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebiehret, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist kommen, wenn sie aber das Kind gebohren hat, dencket sie nicht mehr an die Angst⸗ um der Freude willen, daß der Mensch zuͤr Welt gebohren ist. Und ihr habt auch nun Tün mhnich 3 be soll ni AUund an demselbig iht mich nichts ra Cpistel Jebin Lud koͤmmit v keine V atuten, langsam alle Uuf Machen, he/ so ith willeuch wiedet Hetz sollsich feuer Ostern, Jeol des Lichts und n uns gezeuget nach durch das Wort de daß wir waren Erst ein keglcher Menf hoͤxen/ Hengsam ab Menischen Zyrn thr GOtt lecht t.= kuch. S emand 0 in N.6 Bruͤder alle vol on oben eranderun Darum, zum Zorj düberkeit heit, und nehmet! Saufftmuth,daß ist, welches kan Coangelium.J Denhen de len Nungen he ichhinsudem, hat, und nenund get mich: Wo geh⸗ dern diewell ich s redt habe, rens word bie Pchiheit, e ichhugehe, denn. ist euet en. A 53 ö 33 am des Her Hanige, als n en Hauhtleuten, on ihm, zur lchäter, And u u. Denn dazit daß ihr Kit set die Unwisseh⸗ Nenschen, als chals hattet ihr Deckel der Boß hie Klochte Got⸗ Oermann, Habt Foͤrhtet Oott, uns gezeuget nach seinem Willen, h. am 1. v. 2 ;. so werdet ihr u/ und gber uͤber hr mich sehen Vater. Da sra⸗ Falnen Juͤngern Was ist ha, daß vex ein kleines so icht sehen, und / s therbet iht oß ichtun Vatet sse: Was iß Uber ein kleines? oas erkedet. Da aß sie ihn fragen Uzlihnen: Da⸗ her ein kleinee, hes so werhet ir ich, walich, h widet weinenund Wilt wird edettrautig schhl, Hiitslin Freube Ein Weib, wenn sie Traligkeit, lllell/ m 0 leboh leh it. an reinander, dah licht schen, und. Episteln und Evangelia. ich will euch wieder sehen, und euer Hertz soll sich freuen, und eure Freu⸗ de soll niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Epistel am IV. Sonntage nach Ostern, Jacobi 1. v. 17 al. OSeben Bruͤder, alle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe koͤmmt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bey welchem is keine Veraͤnderung noch Wechsel des Lichts und Finsterniß. Er hat durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waͤren Erstlinge seiner Ere⸗ aturen. Darum, lieben Bruͤder, ein jeglicher Mensch sey schnell zu hoͤren/ langsam aber zu reden, und langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn thut nicht, was vor GOtt recht ist. Darum so leget ab olle Unsauberkeit und alle Boß⸗ heit, und nehmet das Wort an mit Sanfftmuth, daß in euch gepflantzet ist, welches kan eure Seolen seelig machen, Evangelium. Joh. 16. v. 5 ⸗15. Der HErr JEsus sprach zu sei⸗ nen Juͤngern: Nun aber ge⸗ he ich hin zuů dem, der mich gesandt hat, und nlemand unter eüch fra⸗ get mich: Wo gehest du hin? Son⸗ dern dieweil ich solches zu euch ge⸗ redt habe, ist euer Hertz voll Trau⸗ rens worden. Aber ich sage euch die Wahrheit, es ist euch gut, daß ich hingehe, denn so ich nicht hinge⸗ he, so koͤmmt der Troͤster nicht zů euch. So ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden, unb wenn der⸗ selbe koͤmmt, der wird die Welt slraffen um die Suͤnde, um die Ge⸗ rechtigkeit, und um das Gerichte. Um die Suͤnde, daß sie nicht glaͤu⸗ ben an mich. Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr wmich sort nicht sehet · Um das Gerichte, daß der Fuͤrst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr koͤnnets ietzt nicht ertragen. Wenn aber jener der Geist der Wahrheit kommen wird/ der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber reden, sondern was er hoͤren wird, das wird er reden, und was zukuͤnfftig ist, wird er euch ver⸗ kuͤndigen. Derselbe wird mich ver⸗ klaͤren, denn von dem meinen wird ers nehmen, und euch verkuͤndigen. Alles, was der Bater hat, das ist mein, darum hab ich gesagt: Er wirds von dem Meinen nehmen und euch verkuͤndigen. Epistel am V. Sonntage nach Ostern, Ja eobi am 1. v. 227. Lheben Bruüͤder/ seyd Thaͤt er des Worts und nicht Hoͤrer allein, damit ihr euch selbst betruͤget. Denn so iemand ist ein Hoͤrer des Worts, und nicht ein Thaͤt er, der ist gleich einem Manne, der sein leiblich Angesicht im Spiegel be⸗ schauet, denn nachdem er sich be⸗ schauet hat, gehet er von Stund an davon, und vergisset, wie er ge⸗ stalt war. Wer aber durchschauet in das vollkommene Gesetz der Freym⸗ heit, und darinnen beharret, und ist nicht ein vergehlicher Hoͤrer, son⸗ dern ein Thaͤter⸗derselbige wird see⸗ lig seyn in seiner That. So aber sich jemand laͤsset duͤncken/ er diene GoOtt, und haͤlt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfüͤhret sein Hertz, deß Gottesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Got⸗ tesdlenst fuͤr Gott dem Vater ist der/ die Waysen und Wittben in ih⸗ rer Truͤbsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. Evangelium Joh. am 16. v. 23 30. Der HErr JEsus sprach zu sei⸗ nen Juͤngern: Warlich, 300 75 Episteln und Evangelia. 56 lich ich sage euch: So ihr den Va ter etwas bitten werdet in meinem Nahmen, so wird ers euch geben. Bißher habt ihr nichts gebeten in meinem Nahmen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sey. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort gere⸗ det. Es koͤmmt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frey heraus verkuͤndigen von mei⸗ nem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Nah⸗ men. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater fuͤr euch bitten will, denn er selbst der Vater hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaͤubet, daß ich von GOtt ausge⸗ gangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt, wiederum verlasse ich die Welt, und gehe zum Vater. Spre⸗ chen zu ihm seine Juͤnger: Siche nun redest du frey heraus und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weissest, und be⸗ darffst nicht, daß dich jemand frage/ darum glaͤuben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Epistel am Tage der Himmel⸗ farth Christi, in der Apostel⸗ Geschicht am 1. v. 11. Doie erste Rede habe ich zwar ge⸗ than, lieber Theophile, von alle dem, das JEsus anfieng beyde zu thun und zu lehren, biß an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, welche er hatte erwehlet durch den Heiligen dern warteten au die des Vaters, welche ihr (sprach er) von mir. Denn Johan⸗ nes hat mit Wasser getaufft, ihr aber lollt mit dem Heiligen Geist getauf⸗ fet werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammen kommen waren, fragten ihn, und sprachen: HER R, wirst du auff die Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebuhret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat.-Sondern ihr werdet die Krafft des Heiligen Geistes empfa⸗ hen/ welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen seyn zu Jerusalem, und in gantz Juden und und Samaria, und biß añ das Ende der Erden. Und da er solches ge⸗ saget, ward er aufgehaben zusehens, und eine Woleke nahm ihn auf fuͤr ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel sahren, siehe, da stunden bey ihnen zween Maͤnner in weissen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Maͤnner von Galilaͤa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser JEsus, wel⸗ Verheissung cher von euch ist aufgenommen gen Himmel/ wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Evangel. Mare. am 16. v. 14.20. Uletzt, da die Eilffe zu Tische sas⸗ sen, offenbahret sich JEsus und schalt ihren Unglauben/ und ih⸗ res Hertzens Haͤrtigkeit, daß sie nicht geglaͤubet hatten denen, die Geist, Befehl gethan hatte, welchen ihn gesehen hatten aufferstanden, er sich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte, durch mancherley Erweisung, und ließ sich sehen unter ihnen viertzig Tage lang, und redet mit ihnen vom Reiche GOttes. Und als er sie versamm⸗ let hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, son⸗ und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evan⸗ gelium allen Creaturen. Wer da glaͤubet und getaufft wird, der wird seelig werden. Wer aber nicht glaͤubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber die da folgen werden denen, die da glaͤu⸗ habt gehoͤret 7 csansnd de neh her den sie + Iheuen Zungen Hertkeshel. Iͤtliches mucken sscht schaden. A Ilden stedie Hand heser mit ihnen wo HErr, nachdem e det hatte, ward er Himmel, und Omd GOttes e as und predigtet und der HEtr mo Ind belraftigted Mitsolgende Besche Epistelam VI.S Ostern, I. Pet O sehd nun tein zum Ge Dugen aber habt Sue Huünftige Litt heckt auch der e God gulstey unt Nurmeln. Und al ieglicher mit! upfangen hat,al halter der manche to. So semand Edegls GOttes ot Amt hat, daß; Iem Vermögen, d Het, auf haß mall shhiset werde, ahn welchemf alt von Swigk Ahen. R Wangelium Und 16 D HErr J hen Juͤnger IaThfer komme Hel, dennih ͤ sepd Rit gwwesen. 67 he ihr Hayt ehraht gehöt 4. Denn Mhah, getaufft hrahte Hen Geiftgetauf lange nach diath er/ so iusamun sagten 0 A/ wir Ru h uhendasdaf h cher iu hneh 0 nicht iu wise de, welche de acht vorbehalten ihr werdet die en Gesstesenpft ich kommen tutd, Zeugen seyn u gantz Judeaund ehaben zusehent, vahm ihn aufflt Und als sie im Uhr Manler bog lhet ihr und sehet eser YEsus /el⸗ men/ mitiht hn himmel fahren xt. am i6. b. 0, Ilßezn Lischest, hret sich IU glaubetnalhh tihkeit, daß si otten denen/ die debiget das Eban, biß an das Enhe oa er solches=. Ufgenommen gen Episteln und Evangelia. 7IFTFTFTFTF—J— 8 glduden/ sind die: Jumeinem Nah uen wer den sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlan⸗ gen vertreiben. Und so sie etwas koͤdtliches trincken, wirds ihnen nicht schaden. Auf die Krancken werden sie die Haͤnde legen, so wirds besser mit ihnen werden. Und der HErr, nachdem er mit ihnen gere⸗ det hatte, ward er aufgehaben gen Himmel, und sitzet zur rechten Hand GOttes. Sie aber giengen aus und predigten an allen Orten, und der HErr wuͤrcket mit ihnen, Himmel fahrer, bey ihnen ztueen Kleidern,welche! 6 affertanben, n: Gehet hin und bekraͤfftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Epistel am VI. Sonntage nach Ostern, 1. Petr. am 4, 8⸗Ii. S seyd nun maͤßig und nuͤch⸗ tern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brunstige Liebe, denn die Liebe deckt auch der Suͤnden Menge Seyd gastfrey nuter einander ohne Murmeln. Und dienet einander ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Hauß⸗ halter der mancherley Snaden GOt⸗ tes. So jemand redet, daß ers vrede als GOttes Wort. So iemand ein Amt hat, daß ers thue, als aus dem Vermoͤgen, das GOtt darrei⸗ chet, auf daß in allen Dingen Gott gepreiset werde, durch JIEsum Christ, welchem sey Ehre und Ge⸗ walt von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Eyangelium Johann am 15. und 16. Cap. Der HErr JeEsus sprach zu sei⸗ nen Juͤngern: Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen tbon mir, und ihr werdet auch zeu⸗ ö nd 2 gen, denn ihr seyd vom Anfang bey Elamiter, und die wir wohnen in Rir gewesen. Solches habe ich iu Mesopotamia, und in Judska euch geredet/ daß ihr euch nicht aͤr⸗ gert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß/ wer euch toͤdtet, wird meynen, er thue GOtt einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedencket, daß ichs euch gesaget habe. Solches aber habe ich eͤch von Anfang nicht ge⸗ sagt, denn ich war bey euch. Epistel am heiligen Pfingst⸗ Tage, in der Apofsel⸗Geschicht am 2 v. 1⸗I:. Und als der Tag der Pfingsien erfuͤllet war, waren die Juͤn⸗ ger alle einmuͤthiglich bey einander. Und es geschach schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllet das gantze Hauß, da sie sassen. Ind man sahe an ihnen die Zungen zertheilet, als waͤ⸗ ren sie feurig, und er satzte sich auf einen jeglichen unter ihnen, und wurden alle voll des Heiligen Gei⸗ stes, und fiengen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geist ihnen gah auszusprechen. Es wa⸗ ren aber Juͤden zu Jerusalem woh⸗ nend, die waren gottsfuͤrchtige Maͤnner, aus allerley Volck, das unter dem Himmel ist. Da nun die Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden verstuͤrtzt, denn es hoͤret ein ieglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsatzten sich aber alle, verwunder⸗ ten sich, und sprachen unter einan⸗ der: Siehe, sind nicht diese alle, bie da reden, aus Galilaa? Wie hoͤ⸗ ren wir denn ein ieglicher seine Sprache, darinnen wir gebohren sind? Parther und Meder, und und Cap⸗ 39 Episteln und Evangelia. 6⁰ Cappadocia, Ponto und Asia, Phry⸗ gia und Pamphilia, Egypten und an den Enden der Lybien, der Cyre⸗ nen, und Auslaͤndern von Rom, Jůͤden und Juͤden⸗Genossen, Cre⸗ ter und Araber, wir hoͤren sie mit unsern Zungen die grossen Thaten Gottes reden. Sie entsatzten sich aber alle, und wurden irre, und spra⸗ chen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber hatten ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll suͤsses Weins. Evangelium Joh. am 14. νπ⁰⁰,:!ꝶwu V23²— Der HErr JIEsus sprach: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen, und Wohnung bey ihm machen. Wer aber mich nicht lie⸗ bet, der haͤlt mein Wort nicht. Und das Wort, das ihr hoͤret, ist nicht mein, sondern des Baters, der mich gesand hat. Solches habe ich zu euch gerebt, weil ich bey euch gewe⸗ sen bin. Aber der Troster, der Heilige Geist, welchen mein Vat er senden wird in meinem Nahmen, derselbe wird euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das ich euch gesaget habe. Den Frieden lasse ich euch. Meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt giebet. Euer Hertz erschre⸗ cke nicht, und fuͤrchte sich nicht. Ihr habt gehoͤret, daß ich euch gefagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Haͤttet ihr mich lieb, so wůrdet ihr euch freuen, daß ich gesaget habe: Ich gehe zum Va⸗ ter. Denn der Vater ist grösser, denn jch. Und nun habe ichs euch gesaget, ehe denn es geschicht, auf daß/ wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaͤubet. Ich werde fort nicht viel mehr mit euch reden, denn es koͤmmt der Fuͤrst dieser Welt, und hat nichts an iir. Aber auf dab die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also thue, wiẽ mir der Vater geboten hat. Ste⸗ het auf, und lasset uns von hinnen gehen. Epistel am Pfingst⸗Montage, in der Apostel⸗Geschicht am 10. v. 4248. Un er hat uns geboten zu predi⸗ gen dem Volck, und zu zeugen, daß er ist verordnet von GOtt ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Nah⸗ men alle, die an ihn glaͤuben, Ver⸗ gebung der Suͤnden empfahen sol⸗ len. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf al⸗ le, die dem Worte zuhoͤreten. Und die Glaͤubigen aus der Beschnei⸗ dung, die mit Petro kommen wa⸗ en, entsatzten sich, daß auch auf die Heyden die Gabe des Heiligen Gei⸗ stes ausgegossen ward. hoͤreten, daß sie mit neuen Zungen Denn sie redeten, und Gott hoch preiseten. Da antwortet Petrus: Mag auch emand das Wasser wehren, daß diese nicht getauffet werden, die den Heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taͤuffen HErrn. in dem Nahmen des Evangelium Joh. am 3. v. 16/ 2I. Der HErr JEsus sprach zu Ni⸗ codemo: Also hat GOL die Welt geliebet, daß er seinen einge⸗ W' bohrnen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glaͤuben, nicht verlohren wer⸗ den, sondern das ewige Leben haben. Denn GOtt hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt/daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn seelig werde. Wer an ihn glaͤu⸗ bet, der wird nicht gerichtet: wer aber nicht glaͤubet, der ist schon ge⸗ richtet, denn er glaͤubet nicht an den 1.— Tel Nahmen Sohrts OO. us Oerichte⸗ GVelt kommen Rebte die Das Licht/ des ise, Were Nag bicht /d Eicht /aaf da Zestraßt weiz Wahiheit thu licht/ daß se volden, denn han. Epistelam) in der Woft b. Aahtr d Marsale Wort GOttes anbten sie zu Fohannem. lamen, betete den Heiligen Denn er war! len, sondern Rdem Nabm. Oglegten sie sieempfienger Ebangeli Mlich,n W Mer u sehet in den eiget andere Dieh und Mi huͤr hinein er Schaaft. er ThürH. chnase höre ruffet seinen Lenndfüße 6 seine Sche Lhet er für haftselge Eunen sine Hhemdenghen Episteln und Evangelia. 6² ertenn 4„ * Or Ot ein . Epistel am Pfingst⸗Dienstage, in der Apostel⸗Geschicht am 8. 770 v.„Ae 330 A aber die Apostel hoͤreten zu and D Jerusalein, daß Samaria das chle Wort VOttes angenommen hatte, e fandten sie zu ihnen Petrum und enn es war, das er zu ihnen saget. Johannem. Welche, ba sie hinab zumen, beteten sie uͤber sie, daß sie den Heiligen Geist empfiengen. Denn er war noch auf keinen gefal⸗ len, sondern waren allein gekaufft in dem Nahmen des HErrn JEsu. Da legten sie die Haͤnde auf ste, und se empfiengen den Heiligen Geist. Evangelium Joh. am 10. v. III. Arlich/ warlich, ich sage euch: Wer nicht zur Thuͤr hinein gehet in den Schaafftall, sondern N sleiget anderswo hinein/ der ist ein hie Dieb und Moͤr der. Der aber zur naithe⸗ Thur hinein gehet, der ist ein Hirte zlede der Schaase. Demselbigen thut antter, der Thür⸗Hüter aul, und die Schaase hoͤren seine Stimme, und erruffet seinen Schaafen mit Nah⸗ men, und führet sie aus. Und wenn er seine Schaagfe hat ausgelgssen, gehet er fuͤr ihnen hin, und die Schaafe solgen ihm nach, benn sie kennen seine Stimme. Einem sremden aber folgen sie nicht nach/ sondern flliehen von ihm, denn sie kennen des Fremden Stimme nicht. Diesen Spruch saget JEsus zu ih⸗ sie vernahmen nelgagt. Da a sprach JEsus wieder zu ihnen: War⸗ lich, warlich ich sage euch: Ich bin die Thür zu den Schaafen. Alle, die vor mir kommen sind, die sind Diebe und Moͤrder gewesen, aber die Schaafe haben ihnen nicht ge⸗ horchet. Ich bin die Thuͤr, so le⸗ mand durch mich eingehet, der wird seelig werden, und wird ein⸗und aus⸗ gehen, und Weyde finden. Ein Dieb koͤmmtt nicht/ demm daß e steh⸗ le, wuͤrge und umbringe. Ich bin kommen, daß sie das Leben und vol⸗ le Gnüͤge haben sollen. Epistel am Fest der Heil. Drey⸗ faltigkeit, Roͤm. II. v. 33⸗36. Welch eine Tieffe des Reich⸗ thums, beyde der Weißheit und Erkaͤntniß GOttes! Wie gar unbegreifflich sind seine Gerichte, und unersorschlich seine Wegel Denn wer hat des HBErrn Sinn er⸗ kaunt, oder wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde wie⸗ der vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm sind alle Din⸗ ge/ ihm sey Ehre in Ewigkeit, A⸗ men. Evangelium Joh. am 2. v. L15. Es war ein Mensch unter den Pharisaͤern, mit Nahmen Ni⸗ eodemus, ein Oberster unter den Juͤden, der kam zu JESn bey der Nacht/und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von GYtt kommen/ denn niemand kan die Zeschen thun„ die du thust, es soy denn GOtt mit ihm. IEsut antwortet und sprach zu ihm? War⸗ lich warlich ich sage dir: Es soh denn/ daß jemand von neuen geboh⸗ hen weyde, kan er das Resch GOt⸗ 1eh. 63 Episteln und Evangelia. 6405 7 2——————I tes nicht sehen. Nicodemus spricht wir eine Freudigkeit haben am Da⸗ 000 5 uch eine zu ihm: Wie kan ein Mensch geboh⸗ ren werden, wenn er alt ist? Kan er auch wieder in seiner Mutter Leib gehen, und gebohren werden? IE⸗ sus antwortet: Warlich, warlich ich sage dir: Es sey denn, daß je⸗ mand gebohren werde aus dem Wasser und Geist, so kan er nicht in das Reich GOttes kommen. Was vom Fleisch gebohren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboh⸗ ren wird, das ist Gesst. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr muͤsset von neuen geboh⸗ ren werden. Der Wind blaͤset, wo ge des Gerichts. Denn gleich wie er ist, so sind wir auch in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, son⸗ dern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus. Denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fuͤrchtet, der ist nicht voͤllig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. So iemand spricht: Ich liebe GOtt, und hasset seinen Bru⸗ der/ der ist ein Luͤgner. Denn wer siehet, wie kan er GOtt lieben, den er nicht siehet? Und diß Gebot ha⸗ hen wir von ihm, daß, wer GOtt er will, und du hoͤrest sein Gausen liebet, daß er auch seinen Bruder wohl, aber du weist nicht, von wan⸗ nen er koͤmmt/ und wohin er faͤhret; Also ist ein ieglicher, der aus dem Geist gebohren ist. Nicodemus antwortet und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? JEsus ant⸗ wortet und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel, nud weist das nicht? Warlich, warlich ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeu⸗ gen/ das wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugniß nicht an. Glãubet ihr nicht. wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wuͤrdet ihr denn glaͤuben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen wuͤrde? Und niemand faͤhret gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder kommen ist, nehmlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wuͤsten eine Schlange erhoͤhet hat; also muß des Menschen Sohn erhoͤhet werden, auf daß alle, die an ihn glaͤuben, nicht verlohren werden, sondern das ewige Leben haben. Epistel am I. Sonntage nach Ttinit.1 Joh. 4. v. 17. 22. Ott ist die Liebe/ und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und GoOtt in ihm. Daran ist die Liebe voͤllig bey uns, auf daß liebe. Evangelium Luc. 16. v. 19⸗31. Es war ein reicher Mann, der — kleidet sich mit Purpur und koͤstlichen Leinwand, und lebet alle Dage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer mit Nahmen Lazarus/ der lag fuͤr seiner Thuͤr vol⸗ ler Schwaͤren, und begehrete sich zu saͤttigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen. Doch kamen die Hunde, und leckten ihm seine Schwaͤten. Es begab sich a⸗ ber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abra⸗ hams Schooß. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der Hi war, hub er seine Augen auf, und sahe Abraham von ferne, und La⸗ zarum in seinem Schooß, rieff und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein/ und sende Lazarum, daß er das aͤusserste seines Fingers ins Wasser tauche, und kuühle meine Zunge, denn ich leide Pein in dieser Flammen. Abraham aber sprach: Gedencke Sohn, daß du dein Sutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dargegen hat Boͤses empfangen. Nun aber wird er ge⸗ troͤstet/ und du wiyst gepeiniget. Und uͤber seinen Bruder nicht liebet, den et 1 und in der Qvaal Idiedane huen ueuch uchnicht va r fuhren!& ich bich/ Reft in meines hhabenoch Inenbezeuge ymmen an v Ibraham syr En Mosen u se dieselbe he Nein„ Vate henn einer v nen gienge, Rhun. Erab un sie Moser cht, so werd Rn, ob jeman Istuͤnde. Epistel am! Dunit. i Erwunde Brüͤder t. Dir wi 0d in das henn wir lieb Iin Brudern iu Tode. st/ der it ein isset, daße Atbas emig Und. Darn heicbe, da Alassen hat, hus Leben f Benn aberj e hat, und uuben, und u, wie hl vihm 3 U In MAUdigktit hab, baben am — in der Liebe, soh⸗ el Ler fürchtet, de E Uebe. Lassc tuns er + uler Hcht: I seinen Briß . Denn wel hebet, den et Ott lieben, den Aad diß Gebot ha⸗ „daß/ wer GOit zuch seinen Bruder Rltum Luc. 16. b. 10⸗3l. 2 ftlen. 2250% und leckten Ihm 4r. Es begab sich a⸗ gerb/ Und werd Eageln in Ahra⸗ Reiche aber üben. Als din der Obnal — 46 Episteln und Evangelia. ———————————— 66 schren zu euch, koͤnnen nicht, und dteshet de guch nicht von dannen zu uns heruͤ⸗ ldie Furcht he ber fahren! Da sprach er: So bit⸗ tlich dich, Vater, daß du ihn sen⸗ dit in meines Vaters Hauß, denn ich habe noch fuͤnff Bruͤder, daß er ch ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qvaal. Abraham sprach zu ihm: Sie ha⸗ ben Mosen und die Propheten, laß sh dieselbe hoͤren. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Todten zu ih⸗ nen gienge, so würden sie Busse thun. Er aber sprach zu ihm: Hoͤ⸗ zen sie Mosen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glaͤu⸗ hen, ob jemand von den Todten auf⸗ astuͤnde. Epistel am II. Sonntage nach Trinit. I. Joh. 2. v. 318. Erwundert euch nicht meine Bruͤderl ob euch die Welt has⸗ set. Wir wissen, daß wir aus dem Lod in das Leben kommen find, denn wir lieben die Bruͤder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibt im Tode. Wer seinen Bruder has⸗ sel, der ist ein Todtschlaͤger/ und ihr wisset, daß ein Todtschlaͤger nicht hatdas ewige Leben bey ihm blei⸗ bend. Daran haben wir erkandt die Liebe, daß er sein Leben fuͤr ung gelassen hat, und wir sollen auch dos Leben für die Bruͤder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Guͤ⸗ ter hat, und siehet seinen Bruder barben, und schleußt sein Hentz fuͤr ihm zu/ wie bleibet die Liebe GOttes bey ihm? Meine Kindlein lasset uns nicht lieben mit Worten/ noch mit der Zunge, sondern mit der That Iud mit der Wahrheit. Evang. Luc. am 14. v. 16⸗24, war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl/ und lub 8 Dem Iu uler das alles ist zwischen uns und viel darzu. Und sandte seinen Knecht ucmd leich ni euch eine grosse Klufft befestiget, aus zur Stunde des Abendmahls, r Weh, daß, die da wolten von hinnen hinab denn es ist alles bereit. Und sie fien⸗ zu sagen den Geladenen: Kommt, gen an alle nach einander si entschuldigen. 43 Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekaufft, und muß hin⸗ aus gehen/ und ihn besehen, ich bitte ans rerhe babe Und der andere sprach: Ich habe fuͤnff Jo Ochsen gekaufft/ und gehe 2 7 sie zu besehen, ich bitte dich, ent⸗ schuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genonꝛ⸗ men, darum kan ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hauß Herr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Strassen und Gassen der Stadt, und fuͤhre die Armen und Kruͤpel und Lahmen, und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du be⸗ fohlen hast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Gehe aus auf die Land⸗ Strassen und an die Zaͤune, und noͤthige sie herein zu kommen, auf daß mein Hauß voll werde. Ich sage euch aber, daß der Maͤnner kei⸗ ner, die geladen sind, mein Abend⸗ mahl schmecken wird. Epistel am III. Sonntage nach Trinitatis, 1. Petri 3. v. 6II. Ss demuthiget euch nun unter die gewaltige Hand GOttes, daß er euch erhoͤhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werffet auf ihn, denn er sorget fuͤr euch. Seyb nuchtern und wachet, denn euer Widersacher der Deufel gehet um⸗ her, wie ein bruͤllender Loͤwe, und suchet, welchen er verschlinge, demt wiberstehet fest im Glauben, und sisset, daß eben dieselbigen Leiden über euxre Brüder in der Welt ge⸗ hen. 70 GOtt aber aller„ V 67 Episteln und Evangelia⸗ 6860 der uns beruffen hat zu seiner ewi⸗ gen Herrlichkeit in CHristo JEsu, derselde wird euch, die ihr eine klei⸗ ne Zeit leidet, vollbereiten, flarcken, kraͤfftigen, gründen. Demselbigen sey Ehre und Macht, von Ewigkeit zu Swigkeit, Amen. Evangelium Luc. 15. v. 1II. 2—ñ— am Auge ni Hicht den Ba u heuchle en aus hein Tenn daß du Buuders a ——— Eypistelam LIeben Bruͤder/ ich halte es dafn daß dieser Zeit Leiden, der Hermn lichkeit nicht werth sey, die an uns soll offenbahret werden. Denn das ängstliche Harren der Creat ur war⸗ tet guf die Offenbahrung der Kin⸗ der GOttes. Sintemahl die Crea⸗ tur unterworffen ist der Eitelkeit, ohne hren Willen, sondern um des Es naheten aber zu dem HErrn JSSu allerley Zoͤllner und Suͤnder, daß sie ihn hoͤreten. und die Pharisaͤer und Schrifftgelehr⸗ ten murreten und sprachen: Dieser nimmit die Suͤnder an, und isset mit ihnen. Er saget aber zu ihnen diß Gleichniß, und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schaafe hat, und so er der eins ver⸗ leuret, der nicht lasse die neun und neuntzig in der Wüsten, und hinge⸗ he nach dem Verlohrnen, biß daß ers finde. Und wenn ers funden hat, so leget ers auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heim koömmt, ruffet er seinen Freunden und Nachbarn, und spricht zu ih⸗ nen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaaf funden, das verlohren war. Ich sage euch: Al⸗ so wird auch Freude im Himmel seyn uͤher einen Suͤnder, der Buffe thut/fuͤr neun und neuntzig Gerech⸗ ten/ die der Busse nicht bedurffen. Oder welch Weib ist, die zehen Gro⸗ schen hat, so sie der einen verleuret, die nicht ein Licht anzuͤnde, und keh⸗ re das Hauß, und suche mit Fleiß, biß daß fie ihn finde? Und wenn sie ihn funden hat, ruffet sie ihren Freundinnen und Nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groschen fun⸗ den, den ich verlohren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude seyn für den Engeln GOttes, uͤber einen Suͤnder der Busse thut. Epistel am IV. Trinitatis, R Sonntage nach m. Z, v. 18 723. Willen, der sie unterworffen hat auf Hoffnung: Denn auch die Crea⸗ tur frey werden wird von dem Dienst des vergaͤnglichen Wesens zu der herrlichen Freyheit der Kin⸗ der GOttes. Denn wir wissen, daß alle Creatur sehnet sich mit uns und aͤngstet sich noch immerdar: nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bey uns selbst nach der Kindschafft, und war⸗ ten auf unsers Leibes Erloͤsung. Evangel. Luc. am 6. v. 36⸗42. Der HErr JEsus sprach: Seyd barmhertzig, wie auch euer Vater barmhertzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht ge⸗ richtet. Verdammet nicht/ so wer⸗ det ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll gedruckt, geruͤtteit und uͤber⸗ fluͤßig Maas wird man in euren Schoos geben. Denn eben mit dem Maaß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagt ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? werden sie nicht alle beyde in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht uͤber seinen Mei⸗ ster, wenn der Juͤnger ist wie sein Meister/ so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und den Bal⸗ cken in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder, wie kanst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille Bru⸗ der/ ich will den Splitter aus dei⸗ nem Toflit. CE x gleich g berlich/ Vergeltet u oder Schell sonderm dorg set, daßiht v ihr den Serg Leben wilun schweige suin Boses ibe, sie nicht trö vom Bosen ul che Hriede, Denn die Au auf die Gere auf ihr Ge aber des He Voses thun. schaden kon Rachkommet det um der o sehdihr doch aber fr ihre schrecket nich ben hErrn j Evangel. Sbegab Volck drang/ zuh und er fiunt und sohe zz hen, die h luttenundm kinder Sch monls war, aueng vo ersagtessch, aus dem Se Raufgthiz eng der Kin Satemahl dir Cten Eitelkeit a, sendern um det * terworffen hal ̃— auch die Crea⸗ ri un den rei reenglichen Besent e Frerden det Kiu⸗ Aet. Dexn mit wisen, daß tutur schnet sich mit unt II sich noch immerdar: ter sie, sondern auch du ni haben des Geistes / saanen unt auch bey uns lt Vurschaft, und war stt Leibei Erlisung. dl. Au en 6. v.36⸗42 chig, wit auch euer bertis if. Richtet derhet r auch nicht ge⸗ Derdenutt nicht, so wer⸗ 19nicht verdammet. 7 nird euch vergeden. nird tuch gegeben. Cil r, ottllttit und ubet⸗ t eint man in cutel Denn eben mit . d iht dit wesset, wird ntt misen. Und er e en Slaichu: Mah Elmder tinem Blinden etien! nerden sit nicht rrut salen! Oit 0 59 sem Auge ziehen, und siehest selbst Episteln und Evangelia. 7⁰ licht den Balcken in deinem Auge? Du Heuchler, zeuch zuvor den Bal⸗ Fen aus deinem Auge, und besiehe senn, daß du den Splitteꝛ aus deines Bruders Auge ziehest. Epistel am V. Sonntage nach Trinit. 1. Petr. 3. v. 8418. ERlich aber sepd allesammt gleich gesinnet, mit leidig, bru⸗ derlich, barmhertzig, freundlich. Bergeltet uicht Boͤfes mit Boͤsen, üder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dargegen seeguet, und wis⸗ voll, also, daß sie suncken. Simon: Fahre auf die Hoͤhe, und werffet eure Netze aus, daß ihr ei⸗ nen Zug thut. Und Simon ant⸗ wortet und sprach zu ihm: Mei⸗ ster, wir haben die gantze Nacht ge⸗ arbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz aus⸗ werffen. Und da sie das thaͤten, be⸗ schlossen sie eine grosse Menge Fi⸗ sche, und ihr Neßz zerriß. Und sie winckten ihren Gesellen, die im an⸗ dern Schiffe waren, daß sie kaͤmen und huͤlffen ihnen ziehen. Und sie kamen und fuͤlleten beyde Schiffe Da das set, daß ihr darzu beruffen seyd, daß Simon Petrus sahe, fiel er JEsu zu ihr den Seegen ererbet: Denu wer jeben will und gute Tage sehen, schweige seine Zunge, daß sie uichts Nensch. daß Schrecken ankommen, und alle, die Er wende sich mit ihm waren, uͤber diesen Fischtug, Boͤses rede, und seine Lippen, sie nicht truͤgen. den Knien und sprach: HErr, gehe der von mir hinaus, ich bin ein sůndiger Denn es war ihm ein bom Bosen und thue Gutes, er su⸗den sie mit einauder gethen hatten. che Friede, und jage ihm nach. Desselbigen gleichen auch Jacobum Denn die Augen des HErrn sehen und Zohannem, die Söhne Zebe⸗ auf die Gerechten, und seine Ohren dei, Simonis Gesellen. Und JEsus auf ihr Gebet. Das Angesicht aber des HErrn siehet auf die, so da Boͤses thun. Und wer ist der eu schaden koͤnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr euch lei⸗ det um der Gerechtigkeit willen/ so seyd ihr doch seelig. Fuͤrchtet euch aber füͤr ihren Trutzen nicht, und er⸗ schrecket nicht, heil iget aber GOtt den HErrn in euren Hertzen. Evangel. Luc. am 5. v. 1⸗II. Es begab sich aber, da sich das Volck zu dem HErrn JEsu drang/ zu hoͤren das Wort GOt tes, und er stund am See Genezareth/ und sahe zwey Schiffe am See ste⸗ hen, die Fischer aber waren ausge⸗ ireten und wuschen ihre Netze, trat er in der Schiffe eines, welches Si⸗ monis war, und bat ihn, daß erg zin wenig vom Lande fuͤhret. Und er satzte sich, und lehret das Volck aus dem Schiffe. Und als er hat⸗ sprach zu Simon: Fuͤrchte dich nicht, denn von nun an wir st du ch Menschen fahen. Und sie fuͤbreten die Schiffe zu Lande, und verliessen alles und fol geten ihm nach. Epistel am VI. Sonntage nach Trinit. Roͤm. 6. v. 3⸗11. Wuiet ihr nicht, daß alle, die wir in JEsum Christum ge⸗ taufft sind, die sind in seinen Tod getaufft: So sind wir je mit ihm begraben, durch die Tauffe in den Tod, auf daß, gleichwie CHristus ist auferwecket von den Todten, durch die Herrlichkeit des Vaters; also sollen auch wir in einem neuen Leben wandelu. So war aber sammt ihm gepflaͤntzet werden zu gleichem Tod, so werd en wir auch der Aufer⸗ stehung gleich seyn. Dieweil wir wissen,daß unser alter Mensch salnt ihm geereutziget ist, auf daß der te aufgehoͤrel iu reden, sprach er iu 4 Leib aufhoͤre, daß wir Int or 71 Epistein und Evangelia. 7³ sort der Suͤnde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfer⸗ tiget von der Suͤnde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glaͤu⸗ ben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus von den Todten erwecket hinsort nicht stirbet. Der Tod wird hin⸗ fort uͤber ihn nicht herrschen. Denn daß er gestorben ist, das ist er der Suͤnde gestorben, zu einem mahl, daß er aber lebet, das lebet er GOt⸗ te. Also auch ihr, haltet euch da⸗ suͤr, daß ihr der Sunde gestorben seyd, und lebet GOtte, in Christo IEsu unserm HErrn. Evangelium Matth. am 5. v. 2026. Der HErr IEsus sprach zu sei⸗ nen Juͤngern: Ich sage euch, es sey denn eure Gerechtigkeit bes⸗ ser, denn der Schrifftgelehrten und Pharisaͤer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehoͤret, daß zu den Alten gesagt ist: Du solt nicht toͤbten. Wer aber toͤdtet, der soll des Gerichts schul⸗ dig seyn. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zuͤrnet, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder saget: Racha, der ist des Raths schuldig: Wer a⸗ ber saget: du Narr, der ist des hoͤlli⸗ schen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opfferst, und wirst allda eindencken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda fuͤr dem Altar dei⸗ ne Gabe, und gehe zuvor hin, und versoͤhne dich mit deinem Bruder/ und alsdenn komme und opffere dei⸗ ne Gabe. Sey Ideweil deinem Widersacher bald, dieweil du noch bey ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht der⸗ mahleins uͤberantworte dem Rich⸗ ter/ und der Richter uͤberantworte dich dem Diener, und du werdest in den Kercker geworffen. Ich sage dir: Warlich, du wirst nicht von dannen heraus kommen, biß du auch den letzten Heller bezahlest. Epistel am VII. Sonntage nach Drin. Röm. 6. v. 19 23. LNeben Bruͤder, ich muß mensch⸗ lich davon reden, um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienst der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit zu der andern; also begebet auch nun eure Glied er zu Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünden Knechte waret, da waret ihr frey von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fuͤr Frucht? welcher ihr euch ietzt schaͤ⸗ met/ denn das Ende derselben ist der Tod. Nun ihr aber seyd von der Suͤnde frey, und GOttes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Dod ist der Suͤnden Sold, aber die Ga⸗ be GoOttes ist das ewige Leben, in Christo JEsu unserm HErrn. Evangel. Mare. am 8. v. 1⸗9. U der Zeit, da viel Volcks da war/ und hatten nichts zu essen, rieff JEsus seine Jůnger zu sich/ und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volcks, denn sie haben nun drey Tage bey mir verharret, und haben nichts zu essen, und wenn ich sie un⸗ gessen von mir heim liesse gehen, würden sie auf dem Wegé ver⸗ schmachten, denn etliche waren von ferne kommen. Seine Juͤnger ant⸗ worteten ihm: Woher nehmen wir Brodt hie in der Wuͤsten, daß wir sie saͤttigen? Und br ihr 2 fragte sie: Wie viel habt ihr Brodt? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volck, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brodt, und dan⸗ cket/ und brach sie, und gab sie 0n —— MJungern, d sllegten. And sie yünd hattem el lud er dancket un uchfürtragen. 6 üden att, und Ouocken auf, sie huer waren bey vl gesen hatten, u sch. Ehistel am I Trinit. Ron d sind wir nu Schuldner, sche/ daß wir na hen; denn wo ihr lͤbet,, so werdet! Wo ihr aber du Hleisches Beschaf set ihr leben. Hest GOttes trei Kinder. Der shhen knechtischen haß ihr euch al Ulsset, sondern sschen Geist empf. Hen wir ruffen: Daselbige Geif am Geist, daß ssd. Sind wir sih wir auch Erb⸗ 0 Erben und d ah ul lr u luch mit zur F Unden. 1120 Eung. Matt VM̃ HEn I het euch fü Iuniten, die Muweuchkonn ferelfende e lücten sötihr aal guch Craud. —2— mirf nicht uo Inhung hezahlest. —— Sonntage nach 6. v. 19 23. sch muß mensch⸗ Rden, um dir Meuregleisches Olieder begeben der Umreinikei, erechtigkeit zu det bet auch nun eure der Gerechtigkest, kden. Denn da nechte waret, de der Gerechtigkeit, Nru der Zelt sit hreuch jeht schtz ederselben isther ber seyd von det Sottes Knecht eure Frucht, daß das Ende abet Denn der Lud old/, aber die G⸗ ewige Leben,. serm HErrn. .om g. b. Kh. 3 viel Dolcks da en uichts meset, Vünger zu sschun Mich jammert des haben nun deth harret, und habel dwennich sieul⸗ seim liese gehel, dem Wege hel⸗ etliche waten bon eine Jungeran Hoberuehmenwi Wüften,daf ui NEIUS Nul 73³ Episteln und Evangelia. nen Juͤngern, daß! sie dieselbigen fuͤrlegten. Und sie legtendem Volck füͤr/ und hatten ein wenig Fischlein, und er dancket und hieß dieselbigen auch fuͤrtragen. Sie assen aher und wurden satt, und huben die uͤbrigen Brocken auf, sieben Koͤrbe. Und ihrer waren bey vier tausend, die da gessen hatten, und er ließ sie von 9 Epistel am VIII. Sonnt. nach Trinit. Roͤm. 8. v. 12⸗17. Sd sind wir nun, lieben Bruͤder/ Schuldner, nicht dem Flei⸗ sche/ daß wir nach dem Fleische le⸗ ben; denn wo ihr nach dem Fleische lebet, so werdet ihr sterben müssen. Wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschaͤffte toͤdtet, so wer⸗ det ihr leben. Denn welche der Geist GOttes treibet, die sind GOt⸗ tes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermahl fuͤrchten muͤsset, sondern ihr habt einen kind⸗ lichen Geist empfangen, durch wel⸗ chen wir ruffen: Abba lieber Vater. Derselbige Geist giebt Zeugniß un⸗ serm Geist, daß wir GOttes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nehmlich GOt⸗ tes Erben und Mit⸗Erben Christi, so wir anders mit leiden/auf das wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben werden. Evang. Matth. 7. v. 15 23. Daer HErr JEsus sprach: Se⸗ het euch fuͤr fuͤr den falschen Propheten, die in Schaass⸗Klei⸗ dern zu euch kommen/inwendig aber sind sie reissende Woͤlsse. An ihren Fruͤchten sollt ihr sie erkennen. Kan nau auch Trauben lesen von den Dornen, oder Feigen von Disteln. Also ein ieglicher guter Baum brin⸗ get gute Fruͤchte, aber ein fauler Baum bringet arge Fruͤchte. Ein guter Baum kan nicht arge Fruͤch⸗ te hringen, und ein fauler Baum kan nicht gute Fruͤchte bringen. Eine ieglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen, und ins Feuer geworffen. Darum an ihren Fruͤchten sollt ihr sie erken⸗ nen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HErr, in das Himmelreich kommen, sondern, die den Willen thun meines Vaters im Himmel Es werden viel zu mir sagen an jenem Tage: HErr, HErr,/ haben wir nicht in deinem Nahmen geweissaget 2 Haben wir nicht in deinem Nahmen Teufel ausgetrie⸗ ben 7 Haben wir nicht in deinem Nahmen viel Thaten gethan 2 Denn werde ich ihnen bekennen, ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir ihr Ubelthaͤter. Epistel am IX. Sonntage nach Drinit. 1, Cor. IO/ v. 67½3 LWeben Bruͤder, das ist aber uns zum Fuͤrbilde geschehen, daß wir uns nicht geluͤsten lassen des Boͤsen, gleichwie jene geluüstet hat. Werdet auch nicht Abgoͤttische, gleichwie jener etliche wurden, wie geschrieben stehet, das Volck satzte sich nieder zu essen und zu trincken. und flund auf zu spielen. Auch las⸗ set uns nicht Hurerey treiben, wie etliche unter jenen Hurerey trieben⸗ und fielen auf einen Tag drey und zwantzig tausend. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten, und wurden von den Schlangen umbracht. Murret auch nicht, gleich wie jener etliche murreten, und wurden umbracht durch den Verderber. Solches alles wieder⸗ fuhr jenen zum Fuͤrbild. Es ist a⸗ ber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kom⸗ men ist. Daxuum, wer sich last duͤn⸗ cken/ er stehe/ mag wohl zusehen/daß er nicht falle. Es hat euch noch kei⸗ ne/ Wiisochue, 4 7³ Episteln und Evangelia. 76 betreten. Aber GODe ist getreu, der euch nicht laͤsset versuchen uͤber euer Vermoͤgen, sondern machet, daß die Bersuchung so ein Ende ge⸗ winne, daß ihrs koͤnnet ertragen. Evang. Luc. am 16. v. I⸗9. FeEr HErr IEsus sprach zu sei⸗ nen Juͤngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haußhalter, der war fuͤr ihm be⸗ ruͤchtiget, als haͤtte er ihm seine Guͤter umbracht. Und er fordert ihn und sprach zu ihm: Wie hoͤr ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haußhalten, denn du Zanß hinfort nicht mehr Haußhal⸗ ter seyn. Der Haußbalter sprach bey sich selbst: Was soll ich thun? Mein HErr nimmt das Amt von mir/ graben mag ich nicht, so schaͤm ich mich zu betteln. Ich weiß wohl/ was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzet werde, daß sie mich in ihre Haͤusser nehmen. Und er rieff zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Oels. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brieff, setze dich unb schreib flugs funfftzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wieviel bist du schulbig? Er sprach: Hundert Malter Wei⸗ zen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brieff und schreib achtzig. Und der Herr lobet den ungerech⸗ ten Haußhalter, daß er so kluͤglich gethanl hatte. Denn die Kinder die⸗ ser Welt sind kluͤger denn die Kin⸗ der des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon/auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewige Huͤtten.* Epistel am X. Sonntage nach Trinit:1 Cox ua, v. 17I, Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Bruͤder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heyden seyd gewesen, und hin⸗ gegangen zu den stummen Goͤtzen, wie ihr gefuͤhret wordet. Darum thue ich euch kund, daß niemand JEsum verfluchet, der durch den Geist GSODTTESredet. Und nie⸗ mand kan IEsum einen HErrn heissen, ohne durch den Heiligen Geist. Es sind mancherley Ga⸗ ben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherley Aemter, aber es ist ein HErr, und es sind mancher⸗ ley Kraͤffte, aber es ist ein GOTL/ der da wuͤrcket alles in allen. In ei⸗ nem jeglichen erzeigen sich die Ga⸗ ben des Geistes zum gemeinen Nuß. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weißheit: Dem andern wird gegeben zu reden von der Erkaͤntniß nach demselbi⸗ gen Geist. Einem andern der Glau⸗ be in demselbigen Geist. andern die Gabe gesund zu machen in demselbigen Geist. Einem an⸗ dern Wunder zu thun. Einem an⸗ Einem an⸗ dern Weissagungen. E dern Geister zu unterscheiden. Ei⸗ nem andern mancherley Sprachen. Einem andern die Sprachen auszu⸗ legen. D selbige einige Geist, und theilet ei⸗ l. seines zu, nachdem er will. Evangel. Luc. 19. v. 41⸗48. Ase der HErr JEsus nahe zu Je⸗ rusalem kam, sahe er die Stadt an, und weinet uͤber sie, und sprach: Weñ du es wuͤstest, so wuͤrdestu auch bedeucken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ists fuͤr deinen Augen verbor⸗ gen. Denn es wird dle Zeit uͤber dich kommen, daß⸗deine Feinde wer⸗ den um dich, und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten aͤng⸗ sion/ und werden dich schleisenene Einem Diß aber alles wuͤrcket der⸗ 14I— Ieiden Stel fen, darum Haf die Zeit huchet biß. Temptl/umn Die darinneh tun, ud Het gachrieh Belh⸗Hauß ur Mͤtder e tuhlich l hen Prlester And die 5 AInachtetenih braͤchten l ihm thun se Hiengihman Cpistelam Nin. GOh erinn IBaha, euch ynkünd auch angeno ihrauch siche auch stelig ch es euch v bebhalten he ihls umso Denn ich he ben, welch habe, daß Usere Sül Uhd daß er! auserftande hachder S schen ist wo hach von IN er gese dehn fünft wahl, dere aber snd e Argesehen: nach von e tah hach'e Aner Wen nogeun ich nichty Helhuf n, euch verkündiget habe, Episteln und Evangelia. ———ñ—— 7 jeinen Stein auf dem andern las⸗ sen, darum daß du nicht erkennet Hast die Zeit, darinnen du heimge⸗ suchet bist. Und er gieng in den hi Tempel, und fieng an auszutreihen die darinnen verkaufften und kauff⸗ u ten, und sprach zu ihnen: Es ste⸗ bet geschrieben: Mein Hauß ist ein Beth⸗Hauß, ihr aber habts gemacht ur Moͤrder⸗Gruben: Und er lehre⸗ e täͤglich im Tempel/ aber die Ho⸗ hen Priester und Schrifftgelehrten und die Fürnehmsten im Vol trachteten ihim nach, daß sie ihn um⸗ brächt en und funden nicht, wie sie ihm thun sollten, denn das Volck hieng ihm an, und hoͤret ihn. Epistel am XI. Sonntage nach Trin.1 Cor. 15. v. 1⸗10. 3 Ch exinnere euch aber, lieben Brüder, des Evangelli, daß ich welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr guch stehet, durch welches ihr auch seelig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkuͤndiget habe, so ihrs behalten habt, es waͤre denn, daß ihrs umsonst geglaͤuhet haͤttet. Denn ich habe euch zuloͤrderst gege⸗ ben, welches ich auch empfangen hahe, daß Chrisius gestorben sey sür Unsere Suͤnde nach der Schrifft, und daß er begraben sey, und daß er auferstanden sey am dritten Tage nach der Schrifft. Und daß er ge⸗ sehen ist worben von Kephas/ dar⸗ nach von den Zwoͤlffen. Darnach ist er gesehen worden von mehr benn fuͤnffhundert Bruͤdern auf ein⸗ mahl, derer noch viel leben, etliche aber sind entschlaffen. Darnach ist er gesehen worden von Jacobo, dar⸗ nach von allen Apostein. Am leß⸗ ten nach allen ist er auch von mir, als einer Unzeitigen Geburth gese⸗ hen worden. Denn ich bin der Ge⸗ ringfie unter den Apofteln, als der ich nicht werth bin ⸗ daß ich ein Apo⸗ fiel heiffe, harum daß ich dis Gemei⸗ ne GOttes verfolget habe. Aber von SOttes Gnaden bin ich, das ich bin/ und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe vielmehr gearbeitet, denn sie alle, nicht aber ich, sondern GOt⸗ tes Enade die mit mir ist. Evangel. Luc. 18. v. 9⸗16. Der HErr IEsus sagt zu etli⸗ chen, die sich selbst bermassen daß sis fromm waͤren/ und verachte⸗ ckten die andern, ein solch Gleichniß: Es giengen zween Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Pharisaer, der ander ein Zoͤllner. Der Pharisaͤer stund und betete bey sich felbst also: Ich dancke dir Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Raͤuber, Ungerechte, Che⸗ brecher, oder guch wie dieser Zoͤllner. Ich faste zwier in der Wochen, und gebe den zehenden von allem, das ich habe. Und der Zoͤlluer stund von ferne, wolte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, son⸗ dern schlug an seine Brust und sprach:? GOtt sey mir Suͤnder gna⸗ dig! Ich sage euch: Dieser gleng hinab gerechtfertiget in sein Hauß fuͤr jenem. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der wird erniedriget wer⸗ den, und wer sich selbst erniebriget/ der wird erhoͤhet werden. Epistel am XII. Sonnt. nach Trinit. 2 Cor. am 3 v. 4. Late en ein solch Vertrau⸗ en aber haben wir durch Chri⸗ stum zu GOtt, nicht daß wir tuch⸗ tig sind, von uns selber etwas zu dencken, als gon Uns selber, son⸗ dern daß wir tuͤchtig sind, ist von GOtt, welcher auch uͤns tuͤchtig ge⸗ macht hat, das Amt zu fuhren des neuen Testaments, nicht des Buch⸗ stabens,/sonborn des Geistes. Denn der Buchstabe toͤdtet, aber der Geist machet lebendig. So aber das Amit, das dusch bis Buchtiaben C 4 koͤptet/ 79 Episteln und Evangelia. toͤdtet, und die Steine gebildet, sachtet man doch eines Menschen Raser Klarheit hatte, also, daß die Kin⸗Testament nicht,(wenn es bestaͤt⸗ a euige der Israel nicht konten ansehen das get ist) und thut auch nichts darzu. ssrachsn! Angesicht Mosis um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhoͤret. Wie solte nicht viel⸗ mehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammniß prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, uͤ⸗ berschwengliche Klarheit. Denn auch jenes Theil, das verklaͤret war, ist nicht fr Klarheit zu achten, ge⸗ gen dieser uͤberschwenglichen Klar⸗ heit. Denn so das Klarheit hatte, das da aufhoͤret, vielmehr wird das Klarheit haben, das da bleibet. Evangel. Marc. 7. v. 31⸗37. Da der HErr JIEsus wieder aus⸗ gieng von den Graͤntzen Tyri und Sidon, kam er an das Galildi⸗ sche Meer, mitten unter die Graͤn⸗ tze der zehen Staͤdte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie bathen ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von den Volck beson⸗ dersund legte ihm die Finger in die Ohren, und spuͤtz ete, und ruͤhret sei⸗ ne Zunge, und sahe auf gen Him⸗ mel, seuffzete und sprach zu ihm: Hephata, das ist: Thue dich auf. Und alsbald thaͤten sich seine Oh⸗ ren aüf, und das Band seiner Zun⸗ gen ward loß und redet recht. Und er verboth ihnen, sie solltens nie⸗ mand sagen. Je mehr er aber ver⸗ bot/ ie mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich uͤber die Massen, und sprachen: Er hat alles wohl gemacht,„ die Tauben macht er dend und die Sprachlosen re⸗ dend. Epistel am XIII. Sonnt. nach Trin. Gol. 3. v. 19⸗„22. Jeben Bruͤder, ich will nach menschlich er Weise reden. Ver⸗ Nun ist die Verheissung Abrahs und seinem Saamen zugesaget. Er spricht nicht, durch die Saamen, als durch viele, sondern als durch ei⸗ nen, durch deinen Saamen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon, das Testament, das von GOtt zu⸗ vor bestaͤtiset ist auf Christum, wird nicht aufgehaben, daß die Ver⸗ heissung solte durchs Gesetz aufhoͤ⸗ ren, welches gegeben ist uͤber vier⸗ hundert und dreyßig Jahr hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben wuͤrde, so wuͤrde es nicht durch die Verheissung gegeben. SoOtt aber hats Abraham durch die Verheissung frey geschencket. Was soll denn das Gesetze? Es ist dazu kommen um der Suͤnde willen, biß der Saame kaͤme, dem die Verheis⸗ sung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler, GOtt aber ist einig. Wie 2 Ist denn das Gesetz wider GOttes Verheissung? Das sey ferne. Wenn aber ein Gesetz gegeben waͤre, das da koͤnte lebendig machen, so kaͤme die Ge⸗ rechtigkeit wahrhafftig aus dem Ge⸗ setze. Aber die Schrifft hat es al⸗ les beschlossen unter die Suͤnde, auf daß die Verheissung kaͤme durch den Glauben an JEsum Christum, ge⸗ geben denen, die da glaͤuben. Evang. Luc. 10. v. 23.37. Esus wandte sich zu seinen Juͤn⸗ gern, und sprach insonderheit: Seelig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet; denn ich sage euch: Viel Propheten sehet, und wollten sehen, das ihr sehet, und habens nicht gesehen, und hoͤren, das ihr hoͤret„ und habens nicht gehoͤret. Und siehe, da stund ein Schrifftge⸗ lehrter auf, versuchte jhn und spꝛach: Mei⸗ 8⁰ 61 Er allteotet U 1 0 eschrbeh 11010 Deln angemHat Pon Huun hem Ge secl uihm: Du Aet: Thued Er abet bl n, Undshr DednehN Ait JEss u Maensch/ dei hhinab gen J Hnter die Ri as, und schih I eh. Ebhegg ein Mies hinab zvg,un r fütüben. auch ein Leol Gtaͤtte, und Ver. Ein And kam dah Jummert ihn Pandihm se darein Oel v aussein Thjt Hhabergen dern Tages gus gtvern dem Wirth Pfeege sein wft darthi thenn ich w dͤͤncket dich ah det Ne det unter d Eusprach Liit an i luazuihm deͤgleiche — Eppisel ö Niih 2lin. b Tant Waah 6 le Suamen sendern als durche 47 duinen Saamen, welchg EI N. e: eu Soit Archam durch dit geschencktt. Was Idet Sesttze 1 Es He Derheis⸗ Hestellet . Wenn aber eil Er, das da könte 230½% H Lim die Ge⸗ . dle da sehel/ Lunn ich sage kuch: Wett rad Kanige wollten 4 bet, und habens z böten, das ht set nicht gehött n h An und strach I 1 I 1100 Whage aber dabon et: Thue das, enn mein Naͤchster 2 Da autwor⸗ 8 K. Episteln und z—P'''— Evangelia. 8² Reister was muß ich thun, daßch is etzige Leben ererbe? Er aber Prach zu ihm: Wie stehet im Ge⸗ t geschrieben wie liesest du? Er hitwoxtet und sprach: Du solt 69 deinen HErrn lieben von Aantzem Hertzen, von gantzer Seele/ lon allen Kraͤfften, und von gan⸗ zem Gemuͤthe, und deinen Naͤch⸗ en als dich selbst. Er aber sprach Uihm; Du hast recht geantwor⸗ so wirst du leben. Er aber wolte sich selbst rechtferti⸗ sen, und sprach zu IEsu: Wer ist tet IEfus und sprach: Es war ein Mensch/ der gieng von Jexusalem hinab gen Jericho, und fiel mitten ünter die Moͤrder, die zogen ihn gus/ und schlugen ihn, und giengen gavon, und lieben ihn halb tod lie⸗ gen. Es begab sich aber ohngefehr, haß ein Priester dieselbige Strasse hinab zog/ und da er ihn sahe, gieng r fuͤrüber. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er dam bey die Staͤtte/ und sahe ihn, gieng er fuͤru⸗ ber. Ein Samariter aber reiset, und kam dahin, und da er ihn sahe/ jammert ihn sein, gieng zu ihm, ver⸗ band ihm seine Wunden, und goß darein Hel und Wein, und hub ihn nufsein Thier/ und fuͤhret ihn in die Herberge und pfleget sein. Des an⸗ dern Tages reiset er, und zog her⸗ aus zwween Groschen, und gab sie dem Wirth, und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du was mehr wirst darthun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wieber kemme. Welcher duͤncket dich, der unt er diesen drey⸗ en der Nechste sey gewesen, dem, der unter die Moͤrder gefallen war? Er sprach! Der die Barmhertzig⸗ keit an ihm thaͤt. Da sprach Je⸗ sus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. Epistel am XIV. Sonnt. nach Trinit. Gal.. v. L6⸗. LSeben Bruͤderl ich suge euch aber⸗ Wandelt im Geist, so werdet ihr die Luͤste des Fleisches nicht voll⸗ bringen. Denn das Fleisch geluͤstet wider den Geist, und der Geist wi⸗ der das Fleisch, dieselben sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist, so seyd ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbahr aber sind die Wercke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerey, Unreinigkeit, Unzucht, Abgoͤtterey, Zauberey, Hanct) Zuit Hadder, Neid, Zorn, anck, Zwie tracht Rotten, Haß, Mord, Sauffen, Fressen, und der⸗ gleichen. Von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, wer⸗ den das Reich GOttes nicht erer⸗ ben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Gedult. Freundlichkelt, Guͤtigkeit, Glaube, Sanfftmuth, Keuschheit, wider sol⸗ che ist das Gesetz nicht. Welche a⸗ ber Christum angehoͤren, die ereu⸗ tzigen ihr Fleisch sammt den Luͤsten und Begierden. Evang. Lnc. am 17. v. I1⸗19. U es begab sich/ da JEsus rei⸗ fete gen Jerusalem, zog er mit⸗ ten durch Samariam und Galild⸗ am. Und als er in einen Marckt kam/ begegneten ihm zehen aussaͤtzi⸗ ge Maͤnner, die fiunden von ferne, und erhuben ihre Stimme, und sprachen: JESu, liebster Meisterl erbarme dich unser. Und da er sie fahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingiengen, wur⸗ den sie rein. Einer aber unter ih⸗ nen/ da er sahe, daß er gesund wor⸗ den war, kehret er um, und preisete GOtt mit laurer Stimme, und siel auf sein Angesicht zu seinen Fuͤs⸗ sen, und dancket ihm, und datz war ein Samariter. IEsus aber aͤnt⸗ Cs ö wop⸗ Fehl uͤbereilet wuͤrde, so helffet ihm ö 83 Episteln und Evangelia. 99⁰8 wortet und sprach: Sind ihr nicht Zehen rein worden? Wo sind aber die neune? hat sich sonst keiner fun⸗ den, der wieder umkehre und gebe Gott die Ehre, denn dieser Ftemd⸗ linger? Und er sprach zu ihm:? Ste⸗ he auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholffen. Epistel am XV. Sonntage nach Trin. Gal. 6. o. 1⸗10. Sꝰ wir im Geiste leben, so las⸗ set uns auch im Geiste wan⸗ deln. Lasset uns nicht eiteler Ehre geitzig seyn, unter einander zu ent⸗ ruͤsten und zu hassen. Lieben Bruͤ⸗ der, so ein Mensch etwa von einem 0 ů Esidam Evangelium Matth. am 6, Kante v. 24 ⸗34. E I Jemand kan zweyen Herreh N dienen, entweder er wubc tmer Eib nen hassen, und den andern liebem Ac lede, oder wird einen anhangen, und den Id. Dah andern verachten. Ihr koͤnnet ie gaath nicht GOtt dienen und dem Mam emn Wt mon. Darum sage ich euch: Sor, ere get nicht fuͤr euer Leben, was ihr est uisst i d sen unb trincken werdet, auch nicht er duch fuͤr euren Leib, was ihr anziehen Reichthun! werdet. Ist nicht das Leben mehr weded denn die Speise? und der Leib mehr endign gelunter dem Himmel an, sie saͤen Feufen den wieder zurecht mit sanfftmuͤthigen Geist, die ihr geistlich seyd, und sie⸗ he auf bich selbst, daß du nicht auch yersuchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfuͤlen. So aber sich iemand laͤsset duͤncken, er sey etwas, so er doch nichts ist, der be⸗ treugt sich selbst. Ein ieglicher aber pruͤfe sein Selbst⸗Werck, und ledenn wird er an ihm selbst Ruhm haben, und nicht au einem andern. Denn ein ieglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit aller⸗ ley Gutes dem,/der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, GOL laͤst sich nicht spotten. Denn was der Mensch saͤet, das wird er erndten. Wer auf sein Fleisch saͤet, der wird denn die Kleidung? Sehet die 0 Tum untoh nicht, sie erndten nicht, sie samm⸗ len nicht in die Schehren, d euer Herden himmlischer Vater naͤhret sie doch, set mstalen Seyd ihr denn nicht vielmehr denn u B ste? Wer ist unter euch, der seiner Test/ udd Laͤnge eine Elle zusetzen moͤge, od er den /N leich darum sorget7 und warum eseans, den orget ihr fuͤr die Kleidung? Schau⸗ ruscen et die Lilien auf dem Felde, wie sie es Füle. wachsen/ sie arbeiten nichtauch spin⸗ chvenglich nen sie nicht. Ich sage euch, daß auch sas wjr dit Salomo in aller seiner Herrlichkeit. der Riuft, nicht bekleidet gewesen ist, als der⸗den sey Eh selben eines. So denn GOtt das Chrso Graß auf dem Felde also kleidet, donEwigte das doch heute siehet, und morgen Eyang. in den Osen geworffen wird, solt er W6 das nicht vielmehr euch thun? O UAl ihr Kleinglaͤubigen! Darum solt nnrn ihr nicht sorgen und sagen: Was 290 werden wir essen? Was werden wir Volcks vom Fleisch das Verderben erndten. Wer aber auf den Geist saͤet, der wird von dem Geist das ewige Le⸗ ben erndten, Lasset uns aber Gu⸗ tes thun und nicht muͤde werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhoͤren. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun an iedermann, aller⸗ meist aber an den Glaubens⸗Ge⸗ trincken? Womit werden wir uns S kleiden 2 Nach solchen allen trach⸗ unte ten die Heyden, denn euer himmli⸗ 4. scher Vater weiß, daß ihr das alles nin beduͤrffet. Trachtet am ersten nach dem Reich GOttes und nach seiner zutdes Gerechtigkeit, so wird euch solches u alles zufallen. Darum sorget nicht Werihn uͤr den andern Morgen, denn der morgende Tag wird fuͤr das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein iegli⸗ Let din stünden. hossen. Aung cher Lag seine eigne Plage habe. Epi⸗ auliu R Aelinn Mo d. 2 2 EEtr 4* — Wipen Hent 77— Auudemllebn eich leide, welche euch eine Sͤre Derhalben beuge ich ulere 5 uhaugen, unt 05 en, Und EE1E Delkr nihret sie boch ach, der seine Amoge, obet Und warun Ine? Schal Ide/ wit si Ichtauch spiß⸗ ch, daßauch air Hertlichkei Is, als der⸗ „n Worgen riffen witd/ solt et en alen tuach⸗ Hutr himmli⸗ — 4 Aalh. am 6. Sthet die Vi⸗ Aclen, si sde uctt, ste samm Mecaren, und eug Sott des 66 „die ich fuͤr Vater unser be nach dem lichkeit starck Evang. Luc. am 7. v. II⸗I7. UIK es begab sich darnach, daß IEsus in eine Stadt mit Nah⸗ men Nain gieng, und seiner Juͤnger giengen viel mit ihm, und viel Volcks. Als er aber nahe an das Stadt/ Thor kam,/ stehe da trug man inen Todten heraus, der ein eini⸗ ger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Wittbe/ und viel Volcks dus der Stadt gieng mit ihr. Und da sie der HErr sahe, jammert ihn derselbigen, und sproch zu ihr: Wei⸗ und xruh⸗ he nicht, Und trat hinzu, let den Sarg an, und die Trager sunden. Und er sprach: Jüng⸗ mg/ ich saae diy ehe guf, und dor werdet umsan/ iese Epistel am XVII. Sonnt. nach Trin. Eph. 4. 1 6. HErr, ein Glaube, eine Tauffe, ein GOtt und Vater unser aller der da ist über euch alle, und durch euch al⸗ le, und in euch allen. Evangel. Luc. 14. v. I ⸗II. No es begab sich, da JEsus kam in ein Hauß eines Obersten der Pharisaͤer, auf einen Sabhath das Brod zu essen, und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch fuͤr ihm, der war wasser suͤchtig. Und JEsus antwortet, und faget zu den Pharifdern und sprach: Isis auch vecht guf den Sabbath heilen; Sie aber schwiegen slille. Und er griff ihn an und heilet ihn, und lleß ihn gehen: Und JEsus antwortet und sprach zn ihnen: Welcher ist unter euch⸗dem sein Ochse oder Esek in den Brunnen faͤllt, und er nicht alsobalb ihn heraus zeucht am Sab⸗ bath⸗Tage? Und sie kunten ihm darauf nicht wieder Miug ge⸗ Ho 87 Episteln und Evangelia. . ben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gaͤsten, da er mercket, wie sie erwaͤhlten oben an zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wann du von ie⸗ mand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein ehrlicher, denn du/ von ihm geladen sey. Und so denn koͤmmt/ der dich und ihn geladen hat, spre⸗ che zu dir: Weiche diesem, und du muͤssest denn mit Scham unten an Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin, und setze dich un⸗ ten an, auf daß, wenn da koͤmmt/ der dich geladen hat: spreche zu dir: Freund, ruͤcke hinauf. Denn wirst du Ehre haben fuͤr denen, die mit dir zu Dische sitzen. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der soll erniedriget werden, und wer sich selbst erniedri⸗ sitzen. get/ der soll erhoͤhet werden. Epistel am XVIII. Sonntage nach Trinit. 1. Cor. I. v. 4⸗%9. IcCh dancke meinem Gott alle⸗ Ieit eurenthalben fuͤr die Gna⸗ Du solt zweyen Geboten Gesetz und die Propheten. Teinde zum Schemel deiner Fuͤsse. So nun David ihn einen HErrn nennet, wie ist er denn sein Sohn! Und niemand kunte ihm ein Wort antworten, und durffte auch nle⸗ de GOttes, die euch gegeben ist in mand von dem Tage an hinfort ihn Christo JEsu, daß ihr seyd durchsfragen. ihn in allen Stuͤcken reich gemacht, an aller Lehre und in aller Erkaͤnnt⸗ Wie denn die Predigt von Christo in euch kraͤfftig worden ist, also daß ihr keinen Mangel habt an niß. D am XIX. Sonnt. nach Trinit. Eph. am 4. v. 22728. So leget nun von euch ab, nach Ddem vorigen Wandel, den al⸗ irgend einer Gaben, und wartet ten Menschen, der durch Luͤste in nuͤr auf die Offenbahrung unsers HErrn JEsu Christi, welcher auch euch wird fest bebalten biß ans En⸗ de, daß ihr unstraͤfflich seyd auf den Tag unsers HErrn JEsu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr beruffen seyd, zur Gemeinschafft seines Sohnes JESu Christi, un⸗ sers HErrn. Evang. Mat. am 22. v. 34⸗46. De aber die Pharisaͤer hoͤreten, daß IEsus den Sadducaͤern das Maul gestopffet hatte, versamm⸗ Ieten sie sich. Und einer unter jh⸗ nen, ein Schrifftgelehrter, versuch⸗ Irrthum sich verderbet. Erneu⸗ ret euch aber im Geist eures Ge⸗ muͤths, und ziehet den neuen Men⸗ schen an, der nach GOtt geschaffen ist, in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Luͤgen ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nechsten, wir unter einander Glie⸗ der sind. Zürnet und suͤndiget uscht. Lasset die Sonne nicht uͤber euren Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Laͤsterer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den Haͤnden etwas Gutes, baß da 0 Gesetz? JEsus aber syrach zu ihm! te ihn, und sprach: Meister/ wel ches ist das fürnehmste Gebot in lieben STT deinen OErrn von gautzem Hertzen, von gantzer Seele, von gantzem Gems the,diß ist das fuͤrnehmste und gri⸗ ste Gebot: Das ander aber ist dem gleich: Du solt deinen Nechsten lieben als dich selbst. In diesen hanget das 9904 0 nun die Pharisaer bey einander wa⸗ ren, fraget sie JEsus, und sprach: Wie duͤncket euch um Christo? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen HErrn Da er saget: Der HErr hat gesagt ju meinem HErrn, setze dich zů mei⸗ ner Rechten, biß daß ich lege deine CbangM NI tlat D und fh Im in senee WMachten stt! Hichtigeh de Da un NE e/ shrucher Ve: Sey ge Gunde si Lehe, etlich Ehrten sune Oleser lstrt uusd ihre Bidn Warumdenc n Herzen! sagen! D vergeben, od luf und wande Pisset, daß k Nacht habeal u pergehen, kuͤchtigen: Bette auf, sund auf u Epistel am: Ninit. e n — tonlich sie Unweisen eu, und sch denn esfbo Ernichtuno. andig,was! Umt sott dund Eitaberf 7* Aüden * OTd dennn den Herzen, Ran * gem Gemle tilander wt ge dich iu mei daß ich lege dein Hemel deiner Füss. einen HErti denn sein Sohn! tt Idm ein Wort. te auch nie hinfort ihn Leetaen .——...— I. Sonnt. nach Erb. 4. b. 228. un ten kuchab, nach I/ den al⸗ er durch Küste in Erneu⸗ Seift eures Ge⸗ den btuen Mel Ott geschofen l Otrechtigket Oetum liget die Wabrheit, +1 k/ anknti e Hehot z di er hade zu geben dem Duͤrffti⸗ il hzm in seine Stadt. Und siehe, da hachten sie zu ihm einen Gicht⸗ Hl gichtigen, der lag auf einem Bette. Da nun JIEsus h sehe, etliche unter den Schrifftge⸗ U ührten sprachen bey si I Sieser laͤctert Ott. Da aber JE⸗ Episteln und ——ff* Evangelia. 9⁰ Evang. Matth. am 9. v. 1⸗8. D² 105 IEsus in dag Schilf, Vund fuhr wieder heruͤber, und ihren Glauben sa⸗ 920 Gichtbruͤchti⸗ dei⸗ Und sprach er zu n: Sey getrost mein Sohn/ Suͤnde sind dir vergeben. ch selbst: sis ihre Gedancken sahe, sprach er: Barum dencket ihr so arges in eu⸗ un Hertzen Esn d ist 2.— 6 sagen: Dir sind deine Kerde Stehe Uund dem Vater, in dem Nahmen unsers HErrn IEsu Christi. Und seyd unter einander unterthan in der Furcht GOttes. Evangelium Matth. 22.v. 1⸗14. Der HErr JIEsus antwortet und redet abermahl durch Gleichnisse zu ihnen, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Koͤnige, der seinem Sohne Hoch⸗ zeit machte, und sandte seine Knech⸗ te aus, daß sie den Gaͤsten zur Hoch⸗ zeit vuffeten, und sie wolten nicht kommen. Abermahl saudte er an⸗ dere Knechte aus, und sprach: Sa⸗ get den Gaͤsten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mast⸗Vieh ist ge⸗ schlachtet und alles bereitet, kom⸗ met zur Hochzeit. Aber sie verach⸗ teten das, und giengen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu sei⸗ ner Handthierung: Etliche aber griffen seine Knechte, hoͤneten und Epistel am XX. Sonntage nach Trinit. Ephes. g. v. ⸗2. S sehet nun zu, wie ihr fůͤr sich⸗ tiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als pie Wei⸗ sen„ und schicket euch in die Zeit, denn es ist boͤse Zeit. Darum wer⸗ det nicht unverstaͤndig, sondern ver⸗ slandig/ was da sey des HErrn Wil⸗ Ie. Und sauffet euch nicht voll Beins, daraus ein unorbig Wesen solget, sondern werdet voll Geistes, und redet unter einander von Psal⸗ men und Lobgesangen und geistli⸗ chen Lledern. Singet und spielet dem HErrn in euren Hertzen und suget Danck alleeit fur alles GOtt toͤdteten sie. Da das der Koͤnig hoͤ⸗ rete, ward er zornig, schickte sein Heer aus, und brachte diese Moͤr⸗ der um, und zuͤndet ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochteit ist zwar beveitet, aber die Gaͤste warens nicht werth. Darum gehet hin auf die Strassen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr fin⸗ det. Und die Knechte giengen aus auf die Strassen, und brachten zu⸗ sammen/ wen sie funden, Boͤse und Gule, und die Tische wurden alle voll. Da gieng der Koͤnig hinein, dle Gaͤfte zů besehen, und sahe allda elnen Menschen, ber hatte kein hch⸗ zeitlich Kleid an/und sprach zu ihm: Freund! wie bist du hexein kommen⸗ und hast doch kein hochzestlich Kleid an? Er aber verstummet! Da sprach der Köͤnig zu seinen Dienern; Bindet ihm Haude und Fuͤsse, und werffet ihn in das aͤusserste Finstextliß hin⸗ gus, da wird seyn Heul en und 70 Hlap⸗ —.—.— 9 Episteln und Evangelia. klappen. Denn viele sind beruffen, aber wenig sind auserwehlet. Epistel am XXI. Sonnt. nach Trinit. Eph. am 6. v. 1017. Zim de meine Brüderl seyd starck in dem HERRN, und.in der Macht seiner Staͤrcke. Ziehet an den Harnisch GOttes, daß ihr beste⸗ hen koͤnnet gegen die listigen An⸗ laͤuffe des Teufels. Denn wir ha⸗ ben nicht mit Fleisch und Blut zu kampffen, sondern mit Fuͤrsten und Gewaltigen, nehmlich, mit den Her⸗ ren der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den boͤ⸗ sen Geistern unter dem Himmel. Um deßwillen so ergreiffet den Har⸗ nisch GOttes, auf daß ihr, wenn das boͤse Stuͤndlein koͤmmt, Wider⸗ stand thun, und alles wohl ausrich⸗ ten, und das Feld behalten moͤget. So stehet nun, umguͤrtet eure Len⸗ den mit Wahrheit, und angethan mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen gestieffelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Frie⸗ dens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen aber ergreifft den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloͤschen koͤnnet alle feurige Pfeile des Boͤsewichts. Und neh⸗ met den Helm des Heyls, und das Schwerdt des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Evangel. Joh. am 4. v. 4754. he hin, den Soßhn lebet. Da Mensch glaͤubete dem Wort, dal JEsus zu ihm sagte, und gieng hin Und indem er hinab gieng, begegne ten ihm seine Knechte, verkuͤndig ten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da sorschet er von ihnen di⸗ Stunde, in welcher es besser worden war. Und sie sprachen zu ihm: Ge— stern um die siebende Stunde ver⸗ ließ ihn das Fieber. Da merckete der Vater, daß es um die Stunde waͤre, in welcher JEsus zu ihm ge⸗ UD es war ein Koͤnigischer, deß Sohn lag kranck zu Caperna⸗ um. Dieser hoͤrete, daß JSSuS kam aus Judea in Galilaͤm, und gieng hin zu ibm, und bat ihn, daß er hinab kaͤme, und huͤlffe seinem Sohne, denn er war todtkraͤnck Und JEsus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder se⸗ bet/ so glaͤubet ihr nicht. Der Koͤ⸗ nigische sprach zu ihm: HERR, komme hinab, ehe denn mein Kind stirbet, JEsus sprach zu ihm: Ge⸗ sagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaͤubete mit seinem gantzen Hau⸗ se. Diß ist nun das andere Zeichen, das JEsus thaͤt, da er aus Judeg in Galilaͤam kam. Epistel am XXII. Sonntage nach Trin. Phil. am r. v. 3⸗II. Ieh dancke meinem GOtt, so offt — ich euer gedencke. Welches ich allezeit thue in allen meinem Gebet fuͤr euch alle, und thue das Gebet mit Freuden, uͤber eure Ge⸗ meinschafft am Evangelis, vom er⸗ sten Tage an biß her, und bin dessel⸗ bigen in guter Zuversicht, daß der in ench angefangen hat das gute Werck, der wirds auch vollfuͤhren biß an den Tag IEsu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich der⸗ massen von euch allen halte, darum, daß ich euch in meinem Hertzen ha⸗ be, in diesem meinem Gefaͤngniß, darinnen ich das Evangelium ver⸗ antwortete und bekraͤfftigte, als dle ihr mit mir der Gnade theilhaff⸗ tig seyd. Denn GO TC ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Hertzengrund in JES Christo. Und daselbst um bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in al⸗ ler Erkaͤnntniß und Erfahrung, daß ihr pruͤsen moͤget, was das Be⸗ ste sey, auf daß ihr seyd lauter und unanftoͤßig hiß auf den Tag JIEsu Chrifli, erfuͤllet mit Fruͤchten 06 (⸗ 0 Hnachlket) Challucd Chu und Lod Gvang. M D uem K Knechtentech tranfeng Hirsüe, Ri) Wildschclo halle iu dei Herkauffen i9 sle Rindet, te/ und heih Klecht niede Udsprocht Wichmil sammerte de Khechts, Wd Schuld elge ithobersthig sund eineh e ohr ihm hun Hig. Under get ihn, und Woas du mir sein Mit⸗KI ihnmund spra mit ich will wyolte aher ni und warff ih Dah er bezahl Dig war. Oe A. olches a Mübtundk Ihren Hern Hll⸗ hatte. Hen für sie Du Schale Schuld hab hu nssch ba schnicht al a Mit⸗ Kn Aichelbarme wald wimig Ihuden ei etaltena wird euch u auchthyn, und giengtz Heug, begeg Dein Kh EEt ven ihnenz es besser wor frechen zu ihm: 443 Episteln und Evangelia. 9⁴ Ferechtigkest, die duürch IEfsum „Christum geschehen(in euch)u Ehre und Lobe GOttes. ing Svang. Matth. am 18.v.23⸗35. Dir Himmelreich ist gleich ei⸗ V nem Koͤnige, der mit seinen dnechten rechnen wollte. Und als ransieng zu rechnen, kam ihm ei⸗ er fuͤr, der war ihm zehen tausend Kh Ufund schuldig. Da ers nun nicht tunh hatte zu bezahlen, hieß der Herr Uhmgh verkauffen ihn und sein Weib und U eiue Kinder, und alles, was er hat⸗ Hal e, und bezahlen. hen Knecht nieder, und betet ihn an, Judeh und sprach: H Da fiel der Err habe Gedult mit mir/ ich will dirs alles beahlen. Da ammerte dem Herrn desselbigen Rnechts, und ließ ihn loß, und die Schuld erließ er ihm auch. Da gieng derselbige Knecht hinaus, und Welchel fand einen seiner Mit⸗Knechte, der luen war ihm hundert Groschen schul⸗ delh dig. Und er griff ihn an, und wuͤr⸗ Wuem Herzen ha⸗ En Befaugniß, atlium ves⸗ als dis theilhaf⸗ Hlebe Il erde inn a 35. Stfahrung, lt, Wis das B. 30/ get ihn, und sprach: Bezahle mir as du mir schuldig bist. Da fiel sein Mit⸗Kuecht nieder, und bat ihn/ und sprach: Habe Gedult mit nir/ich will dir alles bezahlen. Er wolte aber nicht, sondern gieng hin/ und warff ihn ins Gefaͤngniß, biß daß er bezahlet alles, was er schul⸗ dig war. Da aber seine Mit⸗Knech⸗ te solches sahen, wurden sie sehr be⸗ krůbt/und kamen/ und bracht en fur ihren Herrn alles, was sich bege⸗ ben hatte. Da forderte ihn sein Herr fuͤr sich, und sprach zu ihm: Du Schalcks⸗Knecht, alle diese Schuld hab ich bir erlassen, dieweil du mich batest. Soltest du denn dich nicht auch erharmen uͤber dei⸗ nen Mit⸗Knecht, wie ich mich Uber bich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und uͤberautwortet ihn den Peinigern, biß daß er bezah⸗ let alles was er schulbig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht veygehet von eurem Hertzen, ein jeglicher feinem Brubder seine Cehle. Epistel am XXIII. Sonntage nach Trinitatis, Philipp. am 3. v. 1721. VOlget mir, lieben Bruͤder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Fuͤrbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch offt gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Welnen, die Fein⸗ de des Creutzes Christi, welcher En⸗ de ist die Berdammniß, welchen der Bauch ibr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wan⸗ del aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heylandes JE⸗ su Christi des HErrn, welcher un⸗ sern nichtigen Leib verklaͤren wird, daß er ahnlich werde seinem verklaͤr⸗ ten Leibe, nach der Wuͤrckung, da⸗ mit er kan auch alle Dinge ihm un⸗ terthaͤnig machen. Evangelium Matth. am 22. V. I2. Da giengen die Pharischer hin, und hielten einen Rath, wie sie JFEsum fiengen in seiner Rede. Und sandcen zu ihm ihre Juͤnger, samt Herobis Dienern, und spra⸗ chen: Meister, wir wissen, daß du wahrhafftig bist, und lehrest den Weg GoOttes recht, und du fragest nach niemand, denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was duͤncket dich? Ists recht, daß man dem Kay⸗ ser Zinse gebe oder nicht? Da muin IEsus mercket ihre Schalckheit⸗ sprach er: Ihr Heuchler was ver⸗ sucht ihr mich? Weisat mir die Zinse⸗Müntze. Und sie reichten ihm einen Groschen dar, Und er sprach zu ihnen: Weß ist has Bild und die Uberschrifft? Sie sprachen zu ihm: des Käͤysers. Da sprach Y jhnen So gebet dem baer r/ 97 Episteln und Evangelia. 96 ser, was des Kaͤysers ist, und Gotte,¶hat dir was GOttes ist. Da sie das hoͤre⸗ ward gesund ten/verwunderten sie sich und liessen Und als er ihn, und giengen davon. Epistel am XXIV. Sonntage nach Drin. Col. I. v. 9⸗14. D Tage an, da wirs gehoret ha⸗ ben, hoͤren wir nicht auf fͤr euch zu beten, und bitten, daß ihr erfuͤllet werdet mit Erkanntniß seines Wil⸗ lens, in allerley geistlicher Weißheit und Verstand. Daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem HErrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seyd in al⸗ len guten Wercken, und wachset in der Erkaͤnntniß Gottes, und ge⸗ ftaͤrcket werdet mit allerley Krafft nach seiner herrlichen Macht, in al⸗ ler Gedult und Langmuͤthigkeit, mit Freuden. Und dancksaget dem Vater, der uns tuͤchtig gemacht hat zu dem Erbtheil der Heiligen im Licht. Welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finster⸗ niß, und hat uns versetzet in das Reich seines lieben Sohns, an wel⸗ chem wir haben die Erloͤsung durch sein Blut, nehmlich, die Verge⸗ bung der Suͤnden. Evang. Matth. am 9. v. 18⸗26.e Da er solches mit ihnen redet, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: HErr, meine Tochter ist ietzt gestorben, aber komm, deine Hand guf sie, so wird sie le⸗ bendig. JEsus stund auf, und folget ihm nach und seine Jünger. siehe, ein Weib, das zwoͤlff Jahr den Blutgang gehabt, trat von hin⸗ ten zu ibm, und ruͤhret seines Klei⸗ des Saum an. Denn sie sprach bey sich selbst; Moͤchte ich nur sein Kleid auruͤhren, so würde ich gesund. Da wendet sich JEsus um, und sahe sie, und sprach? Sey Erhalben auch wir von dem fet. zu derselbigen Stund. kam, und sahe die Pfeiffer, und da⸗ Getuͤmmel des Volcks, sprach er ihnen: Weichet, denn das Magd lein ist nicht todt, sondern es schlas Und sie verlachten ihn. Al aber das Volck ausgetrieben wan gieng er hinein, und griff sie bey del Hand, da stund das Maͤgdlein auf. Und diß Geruͤchte erschall in dassel. bige gantze Land. Epistel am XXV. Sonntage nach Trin. I. Thess. 4. v. 3⸗18. W wollen euch aber, lieben Bruͤder, nicht verhalten von denen, die da schlaffen, auf daß iht nicht traurig seyd, wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glaͤuben, daß JEsus gestor⸗ ben und auferslanden ist: Also wird GOrt auch, die da entschlaffen sind⸗ durch IEsum mit ihm führen. Denn das sagen wir euch als ein Wort des HErrn, daß wir, die wir leben und überbleiben in der Zu⸗ kunfft des HErrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlaffen. Denn er selbst, der HErr, wird mit inem Feld⸗Geschrey und Stimme des Ertz⸗Engels, und mit der Po⸗ saunen GOttes hernieder kommen vom Christo werden auferstehen zuerst, darnach dudlege berbletben,werden zugleich mit den⸗ selbigen hingeruͤckt werden in den Wolcken, dem HErrn entgegen in Ind der Lufft, und werden also bey dem HErrn seyn allezeit. euch nun mit diesen Worten unter einander. Himmel, und die Todten in wir, die wir leben und ů⸗ So troͤstet Eoangelium Matth. am ag. v. 15„28. Der HErr JEsus sprach zu sei⸗ nen Jungern: Wenn ihr getrost/ meine Tochter/ dein Glaubenun sehen werdet den Greuel der Ver⸗ + geholffen. And das Wo in des Obersten Hauß Ralind⸗ Ic den Pie sihet ander Mlleset, der Un ihe e Miichen en In Dache st Ederetwa Wlen, Und u Wkehrench len. Peß Knund Sl Maber daf hehe im V th. Denn Rüsse Liubn „ vom Anfgn und ale lid wo gese Mkͤrztt, s selig/ aber u Mulen werden 00 alsdenn i gen: Siehe Herda, so so Denn es werd Alsche Proy Rosse Zesche Aß verfuͤtre Hum(wo et ge Auderw hibs euch zu Henn sie zu Hiehe/ r is icht hinaus. gammer so g geichwie der Aushange, Riedergang, Aukunfft⸗Hee Oo abex ein schdie Adlet cpistel am! Tumnit. Hdleben daßin de Hen peiden e ieignen Eü ö I: W f 9 Episteln und Evangelia. 98 0 WVrwüͤftung davon gesagt ist ner Zukuufft? Denn nachdem die rselbigen 30 7 des Rit Af 4 v. 571 1*7 Eerden is: Also with aenkschlaffen sind, ie euch als eil miir, die wi Wbeh in der Zu⸗ rtrden denen I, Die da schloffen, der HExt, wird mit ö ud Stiummie Wit der Po⸗ berwieder kommett 23 die Todten in ustehen zuers leben und il ugleich mit den⸗ Eerden in den cutgegen in elso bey deim Eit. So tröstet n Worten unter setach lu sei Wenn iht * Oauel her n P ——.— sichehe im Winter oder am „Sonntag aber, liebel thalten vo duf daß ihj die andern (hl. Denh JEsus gesion Wit ihm führen dehkehre nicht um seine Kleider zu Weße aber den Schwan⸗ gen und Saͤugern zu der Zeit, bit⸗ teiaber, daß eure Flucht nicht ge⸗ Sab⸗ bath. Denn es wird alsdenn eine gyosse Trübsal seyn, als nie gewesen ih vom Anfang der Welt, biß hie⸗ her, und als auch nicht werden wird. Id wo diese Tage nicht würden vetkuͤrtzet, so wuͤrde kein Mensch sehlig, aber um der Auserwaͤhlten iullen werden die Tage verkuͤrtzet. alsdenn iemand— elich wird sgen: Siehe, hie ist CHristus, lder da, so sollt ihrs nicht glaͤuben. Denn es werden falsche Christi und salsche Propheten aufstehen, und glosse Zeichen und Wunder thun, doß verfuͤhret wuͤrden in den Irr⸗ thum(wo es muͤglich waͤre) auch die Auserwehlten. Siehe, ich habs euch zuvor gesagt. Darum, tnn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wuͤsten/ so gehet nicht hinaus. Siehe, er ist in ber Kammer/so glaͤubets nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgange, und scheinet büß zum Niedergang, al so wird auch seyn die Zukunfft des Menschen Sohns: Wo aber ein Aas ist, da sammlen ssch die Adler. Epistel am XXVI. Sonnt. nach Drinit. a. Petr. 3. v.3⸗13. JS. Lieben, wisset das aufs erste daß in den letzten Tagen kom⸗ nen werden Spotter, die nach ih⸗ ten eignen Lüsten wandeln, und sa⸗ gen: Wo ii die Verheissung sei⸗ wollen sie nicht wissen, daß der Him⸗ mel vor Zeiten guch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch GOttes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die Sündfluth verderbet. Also auch der Himmel ietzund, und die Erde werden durch sein Wort gesparet, und sie zum Feuer behal⸗ ten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlofen Menschen. Eines aber sey euch undverhalten, ihr Lieben, daß ein Dag fuͤr dem HErrn ist wie tausend Jahr, und tausend Jahr wie ein Tag. Der„Err verzeucht nicht die Verheissung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Gedult mit uns, und will nicht, darß jemand verlohren werde, sondern daß sich jedermann zur Busse bekeh⸗ re. Es wird aber des HErrn Tag kommen, als ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit grossen Hrachen, die Elemente aber werden fuͤr Hitze zer⸗ schmeltzen, und die Erde, und die Wercke, die drinnen sind, werden verbrennen. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt seyn mit heiligen Wandel und⸗ gottseeligen Wesen? Daß ihr wartet und eilet zu der Zukunfft des Tages des HErrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente fuͤr Hitze zer⸗ schmeltzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels, und ei⸗ ner neuen Erden, nach seiner Ver⸗ heissung, in welcher Gerechtigkeit wohnet. ö Evangel. Matth. 25., V. 31: 46. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wirb in seiner Herr⸗ lichkeit, und alle heilsae Enges mit —D ihm, 299 Episteln und Evangelia. 10⁰ ihm, denn wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, und wer⸗ den fuͤr ihm alle Voͤlcker veyrsamm⸗ let werden, und er wird sie von ein⸗ ander scheiden, gleichwie ein Hirte die Schaafe von den Boͤcken schei⸗ det, und wird die Schaafe zu sei⸗ ner Rechten stellen, und die Boͤcke zur Lincken. Da wird denn der Koͤ⸗ nig sagen zu denen zu seiner Rech⸗ ten: Kommet her, ihr Geseegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getraͤncket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habet mich be⸗ herberget. Ich bin nackend gewe⸗ sen, und ihr habet mich bekleidet. Ich bin kranck gewesen, und ihr ha⸗ det mich besucht. Ich bin gefaugen gewesen, und ihr seyd zu mir kom⸗ men. Denn werden ihm die Ge⸗ rechten antworten und sagen: HErr, wenn haben wir dich hung⸗ rig gesehen, und haben dich gespei⸗ set? Oder durstig, und haben dich nicht bekleibet. Ich bin krand und gefangen gewesen, und ihr ha⸗ bet mich nicht besuchet. den sie ihm auch antworten und s gen: HErr, wenn haben wir dich hungerig, oder durstig, oder einen Gast, oder nackend, oder kranck, odei gefaugen gesehen, und haben dii nicht gedienet! Denn wird er ih nen antworten und sagen: Wahh lich ich sage euch: Was ihr nicht gethan habet einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir jauch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gh rechten in das ewige Leben. Epistel am XXVII. Sonntage nach Trinit. 2. Cor.. v. 1.10. WoYII wissen aber, so unser ir⸗ brochen wird, daß wir einen Bah haben, von GOL erbauet, ein Hauß, nicht mir Haͤnden gemacht/ das ewig ist im Himmel. Und ⸗ ber demselben sehnen wir uns auch nach unserer Behausung, die vom Da wer en 3 disch Hauß dieser Huͤtten zu getraͤncket? Wenn haben wir dich Himmel ist, und uns verlanget, daß einen Gast gesehen, und beherber⸗ wir damit uͤberkleidet werden. S0 get? Oder nackend, und haben dich doch, wo wir bekleidet und nicht bekleidet? Wenn haben wir dich bloß erfunden werden. Denn die⸗ kranck oder gefangen gesehen, und weil wir in der Huͤtten sind, sehnen sind zu dir kommen? Und der Koͤnig wir uns, und sind beschweret, sinte⸗ wird antworten, und sagen zu mahl wir wolten lieber nicht ent⸗ ihnen: Warlich ich sage euch: Was ihr gethan habt einem unter diesen meinen geringsten Bruͤdern, das habt ihr mir gethan. Denn wird er auch sagen zu denen zur Lin⸗ cken: Geht hin von mir, ihr Ver⸗ fluchten in das ewige Feuer, das be⸗ reitet ist dem Teufel und seinen Engeln. Ich bin hungrig gewe⸗ sen/ und ihr habt mich nicht gespei⸗ set. Ich bin durstig gewesen, und ihr habet mich nicht getraͤncket. Ich hin ein Gast gewesen, und ihr habet kleidet, sondern uͤberkleidet werden, auf daß das Sterbliche wuͤrde ver⸗ schlungen von dem Leben. Der uns aber zu demselben bereitet, das ist GOtt, der uns das Pfand, den Geist, gegeben hat. Wir sind wallen wir dem HErrn. Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen, wir sind aber getrost, und haben vielmehr Lust ausser dem Lei⸗ be zu wallen und daheim zu seyn bey mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr hadet mich dem HErrn. Darum fleißigen wir uns auch, wir sind daheime wale aber getrost allezeit und wissen, daß dieweil wir im Leide wohnen, so Rmse r dem Vbaß ein leg S es seygute s Cpang Sountagt Rer Dertla am 7. v. am6. Eol 3. Konige Evangalhn . Esüs sprac Olachthe Var, also sunfft des Ma gleich wie se Ner Sindfuch Fen/ sie seh Regen„ biß an Ruchenengin Hicht, biß die Hahm seclled sehn die Zul Eohns. De hem Felde s⸗ Hommen, ul Lassen werder Ien auf der M Hommen, u Aassen werde denn ihr wiss betuer Hert saltihrber! Vater wuͤe Dieb komme Uchen, ur rechen lasf uch bekeit; Eohnwird! .„ 00 ihrs ni ist aber nun Kuoct, den het siin He Lachteest t Hnicht, ufudgů Wer Episteln und Evangelia. 10½ 0 wllen/ Ain dii für dem alf daß ein ie Daß wir ihm wohl gefallen. ich sage euch: Er wird ihn uber al⸗ Inn wir muͤssen alle offendar wer⸗le seine Guͤter setzen. So aber je⸗ Richtersiühl Christi/ ner, der boͤse Knecht, wird in seinem glicher empfahe, nach⸗ Herhen sagen Mein Herr koͤmmt r don er gehandelt hat/ bey Leibes⸗Le⸗ I Mix al And sit werden! een, aber die E 94 Leben. —— . Sonntug 6. L. L10, en dber, so nustr. i Reser Hütten „ei wit tinen Ba OTT erbauet, * . 21 verlanget, de Riridrt werden. E Kelltibrt und nich Etreen. Denn die Hurten sud/ sehun leschwerel sintt Iaber nicht enh telltidet werden Ertrlicht würde vin den Lehen. De kewselten bereitel I das Hfand n bal. Wirsilh it und missen 2 Lot wobuen/ Enn. Denn nicht in icht, biß die Suͤndfluth Ichm sie seyn die b es sey gut oder doͤse. Das Evangelium am XXVII. Sonntage nach Trinitatis von der Berklaͤrung Christi, Matth. am 17. v. 129. suche droben am 6. Sonntage nach der Heil. 3. Koͤnige. Oder: Evangelium Matthaͤĩ am 24. v. 37I. Esus sprach zu seinen Juͤngern: Gleich aber wie es zur Zeit Nod Rar, also wird auch seyn die Zu⸗ unfft des Menschen Sohns Daun Aeich wie sie waren in den Tagen der Suͤndfluth, sie assen, sie trun⸗ geu/ sie freyeten und liessen sich noch lange nicht, und faͤngt an zu schlagen seine Mit⸗Knechte, isset und trincket mit den Trunckenen, so wird der Herr desselbigen Knechtes kommen an dem Tage, deß er sich nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht meynet, und wird ihn zu scheitern, und wird ihm seinen Lohn geben mit den Heuchlern, da el. seyn Heulen und Zaͤhnklap⸗ V Ein anders. Evang Math. am 25. v. 1⸗13. Enn wird das Himmelreich gleich seyn zehen Jungfrauen, die hre Lampen nahmen und gien⸗ gen aus dem Braͤutgom entgegen. Aber Fuͤnffe unter ihnen waren seyen, biß an den Tag, da Noa zur Archen eingieng; und sie achtetens kam, und Zukunfft des Menschen⸗ Sohns. Denn werden zween auf sem Felde seyn, einer wird ange⸗ hommen, und der ander wird ver⸗ lassen werden. Zibo werden mah⸗ en auf der Muͤhle, einer wird ange⸗ hommen, und der ander wird ver⸗ lassen werden. Darum wachet, henn ihr wisset nicht, welche Stun⸗ decuer HErr kommen wird. Das sollt ihr aber wissen wenn ein Hauß⸗ Vater wuͤste, welche Stunde der Dieb kommen wolte, so wurde er ia tvachen, und nicht in sein Hauß brechen lassen. Darum seyd ihr auch bereit, denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stun⸗ de/ da ihrs nicht meynet. Welcher ist aber nun ein kluger und treuer Knecht, den der Herr gesetzt hat u⸗ ber sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? Solig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt, m And findert ihn also thun. Warlich klüg, und Fünffe waren thöricht. 2 Die Thoͤrichten nahmen nicht Oel alle dahin: Also wird auch mit sich. Die Klugen aber nah⸗ men Oel in ihren Gefaͤssen samt ih⸗ ren Lampen. Da nun der Bräu⸗ tigam verzog, wurden sie alle schlaͤf⸗ rig und entschlieffen. Zu Mitter⸗ nacht aber ward ein Geschrey: Sie⸗ he, der Braͤutigam koͤmmt, gehet aus Ihm entgegen. Da stunden die Jungfrauen alle auf, und schmuͤckten ihre Lampen. Die Thoͤrichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Oel, denn unsere Lampen verloͤ⸗ schen. Da antworteten die Klu⸗ gen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebrechthz. Gehet aber hin zu den Kraͤmern und kauffet fur euch selbst. Und da sie hingiengen zu kauffen, kam der Braͤutigam, und welche bereit wa⸗ ren, giengen mit 0h hinein zur Hochzeit, und die Thuͤr ward vey⸗ schlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und syrgehen: HErr, HErr, thue uns guf. Er ane 103 Episteln und Evangelia. 1040½ antwortet und sprach: Warlich ich sage euch, ich kenne euer nicht. Dar⸗ um wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. .; Episteln und Evange⸗ lia, so auf die fuͤrnehmsten Feste durchs gantze Jahr in der Kirchen gelesen werden. Epistel am St. Andreas⸗Tage, Roͤm. 10. v. 8⸗ 18. LVben Brder, so man von Her⸗ tzen glaubet, so wird man ge⸗ recht, und so man mit dem Munde bekennet, so wird man seelig. Denn die Schrifft spricht: Wer an mich glaͤubet, wird nicht zu Schanden werden. Es ist hie kein Unterscheid unter Juͤden und Griechen, es ist al⸗ ler zumahl ein HErr, reich uͤber al⸗ le, die Ihn anruffen. Denn wer den Nahmen des HErrn wird anruf⸗ fen, soll seelig werden. Wie sollen sie aber anruffen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber glau⸗ ben, von dem sie nichts gehoͤret ha⸗ ben? Wie sollen sie aber hoͤren ohne Predigt? Wie sollen sie aber predi⸗ gen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben siehet: Wie lieblich sind die Fuͤsse derer, die den Brüber, Simon, der da heilset duhha tuus, und Andream seinen Brudtisseh uefe d die warffen ihre Netze ins Messeultn denn sie waren Fischer. Und Ah sorach zu ihnen: Folget mir nach Asu mwel euch m Menschen⸗hischerissth. ideh machen. Bald verliessen sie ihrnsat, und 401 Netze und folgeten ihm nach. Uns 7 da er von dannen fürbaß gieng, san Hinm he er zween andere Bruͤder, Jach uderde bum/ den Sohn Zebedei, und Jon ach wuhm! hannem, seinen Bruder, im Schif selgesdun se mit hrem Pater Zebedeo, daff d na sle ihre Netze flickten. Und er riesech: Job ihnen. Bald verliessen sie daeMWgeß, evi Schiff und ihren Vater, unb folgeaͤder den Sto ten ihm nach. Rach mit dl enN en Epistel am St. Thomas⸗Sa⸗ O Hed ge, Ephes. I. v. 36. Stcht dus, un Elodet sey SOtt und der Vater Auamndr unsers HErrn ICsu Chrisf,, I. Ml der uns geseegnet hat mit allerley PBeschrren wan geistlichen Seegen in himmlischen Werlartet, Guͤtern durch Christum: Wie er dmeunds uns denn erwehlet hat durch den saberrichte selben, ehe der Welt Grund gels⸗ en, undalge get war, daß wir solten seyn heilig Uheerneman und unstraͤfflich vor ihm in der Lier her bey der be. Und hat uns verordnet zur Engen Dame Kindschafft gegen ihm selbst durch Toge nicht 6 IEsum Chrift, nach dem Wohlge⸗ Adtranckni sallen seines Willens, zu Lode seiner Junger u Oe herrlichen Gnade, durch welche er Lnnnas, z uns hat angenehm gemacht in dem n Heschte⸗ Geliebten. An welchem wir ha⸗ Ploch! Hiel Frieden verkundigen, die das Gu⸗ te verkuͤndigen. Aber sie sind nicht alle dem Eyangelio gehorsam. glaͤubet unserm Predigen 2 So koͤmmt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Sottes. Ich sage aber, haben sie es nicht gehoͤret? Zwar es ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihr Wort. Evangel. Matt. 4. v. 18⸗22. Ass nun JIEsus an dem Galildͤi⸗ schen Meer gieng, sahe er zween nemlich die Vergebung der Suͤn⸗ Denn Esaias spricht: HErr, wer den Epistel am St. Pauli Beleh⸗ S die Juͤnger des HEren, und gieng ben die Erloͤßung durch sein Blut, Penspuch; uud geheiudi ie Rchtige: Hause Juda nen von Tarf let, und hat. An Mann, luchmhien Lusthnlegen Wetde. Ane Hen, i b hon diesem d Sbe 9 iiusalen Das Syangelium am Sanet Tho⸗ mas⸗Tage suche droben am er⸗ sten Sonntage nach Ostern, Joh. 20. v. 24729. rungs⸗Tage, Apost. Gesch. 9. v. 1⸗, 21 Aulus aber schnaubete noch mit Draͤuen und Morden wider ium M. Episteln und Evangelia. 106 , Ler da heiset irtrn s r/ und bath ihn age den Hohenpriestern zu binden un 8 inen Brü Damascon an die alle, die deinen Nahmen anruffen. Il Spulen, auf daß, soer etliche diefesDer Herr sprach zuihim: Gehs hin, icer, UdFigs finde, Männer und Weiber, denn dieser ist mir ein auserwehlter ebunden fuͤhrete gen Jexusa⸗ Rüstzeug, daß er meinen Nahmen Und da er auf dem Wege trage suͤr den Heyden, und fuͤr den Damascon kam, Konigen, und für den Kindern von loͤtlich ein Licht Israel. Ich will ihm zeigen, wie und er fiel auf die Er⸗ viel er leiden muß um meines Nah⸗ N/ und er hoͤret eine Stimme, die mens willen. Und Ananlas gieng Rach zu ihm: Saul, Saul, was hin, und kam in das Haus, und le⸗ Afolgest du mich? Er aber sprach: get die Haͤnde auf ihn, und sprach: RR, wer bist du Der HEgR Lieber Bruder Saul, der Err hat Rhoch: Ich bin JEsus den du ver⸗ mich gesandt, der dir erschienen ist eiessen sie Le Fogest: es wird dir schwer werden auf dem Wege, da du herkamest, en Vattu, und folg euider den Stochel lecken. Und er daß du wieder sehend, und mit dem shiach mit Zittern und Zagen Heiligen Geist erfüllet werdest. ö eRNR was wilt du, das ich thun Und alsbald fiel es von seinen Au⸗ „St. Womasösfes: Der 56RR sprach zu Iom gen wie Schuppen, und ward wie⸗ %6% GSehe auf, und gehe in die Stadt, der sehend, und stund auf und ließ Ott und der Vun dawird man dir sagen, was du thun sich tauffen, und nahm Speise zu 2U E, sat. Die Männer aber, die seine sich, und staͤrcket sich, Saulus a⸗ wit aletlg Gfehrten waren, stunden und wa⸗ber war etliche Tage bey den Juͤn⸗ himmlischt. zen erstarret denn sie höͤreten seine gern zu Damasco. Und alsobald um: Wie Stimme und sahen niemand. Sau⸗predigte er Christum in den Schu⸗ Wien bet kurch deh. Uls aber richtet sich auf von der Er⸗len, daß derselbe GOttes Sohn sey. 0 Pt ründ gel. hiti, und als er seine Augen aufthaͤt Sie ent satzten sich aber alle, die es he er niemand. Sie nahmen ihn höͤreten, und sprachen: Ist das ger bey der Hand, und fuhreten nicht, der zu Jerusalem versloͤhrete Int oetentt iu ihn gen Damascon, und ward dreysalle, die diesen Nahmen anrufften, en ihm slbf dulh Lage nicht sehend, und aß nicht und darum herkommen, daß er ste dch dem Wohlg⸗ und tranck nicht. Es war aber ein gebunden führe zu den Hohenprie⸗ En Löbeseun Jünger zu Damaseo, mit Nahmen stern? Saulus aber ward se mehr ie. zant wllche! Ananias, iu den sprach der HErr kraͤfftiger, und trieb die Juͤden ein Dan gemuctt in den. Gesichte? Anania. Und er die zu Dama o wohneten, und be⸗ 1 welchem bir srach: Hie bin ich, HErr. Der waͤhrets, daß dieser sey der Chyist. nn durch sen lul Umgehemdte Hase⸗ Debabeilet Evangel. Matth. 19. v. 23⸗30. Datnz v Sül sie Richtige, und frage in dem Din HErr JEsus sprach zu sel⸗ ö Euntt ei. Hause Juda nach Saulo, mit Nah⸗ nen Juͤngern: Waulich ich In em n nen von Tarsen, denn siehe, er be⸗ sage euch, ein Reicher wird schwer⸗ 107 0 I und hat gesehen im Gesicht ei⸗ lich ins Himmelreich kommen, und ruch Ofte gen Mann, mii Rahmen Ananias, weiter sage ich euch: Es ist leichter, uihm hinein kommen/ und die Hand daß ein Cameel durch ein Nadel⸗ vaull Beleh⸗ luf ihn legen, daß er wieder sehend oͤhr gehe, denn das ein Rescher ins 44 Kerde. Ananlas aber antwortet: Reich Gottes komme. Dae dae Hesch. HErr, ich habe von vielen gehöret seine Juͤnger hoͤreten, entsatzten sie Ln chn n biesem Mann, wie viel übels sich sehr, und sprachen: Je, wer bete ir deinen Heiligen gethan hat zu kan denn seelig werden 7 FESU deen wbet Ferusalem. Und er hat allhie Macht 900 3 sie an. und sprach iu 52 1 Srüder, Juu Zebedel, und d Sruder, in Sch Daeter Zibede, de Ldten. Und er u 107 Episteln und Evangelia. 60 Bey den Menschen ists unmuͤglich/ aber bey GOtt sind alle Dinge muͤg⸗ lich. Da antwortet Petrus, und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen, und sind dir nachge⸗ solget. was wird uns dafuͤr? JE⸗ sus aber sprach zu ihnen: Warlich/ ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seyd nachgefolget in der Wiederge⸗ burth, da des Menschen Sohn wird siten auf dem Stuhl seiner Herr⸗ lichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwoͤlff Stuͤhlen, und richten die zwoͤlff Geschlechte Israel. Und wer, verlaͤst Haͤuser oder Bruͤder, vder Schwester, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Aecker um meines Nahmens willen, der wirds hundertfaͤltig neh⸗ mien/ und das ewige Leben ererben. Aber viel, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten woerden die Ersten seyn. Epistel am Tage der Reini⸗ gung Mariaͤ, Malach. 3. v. I 4. Sscbe, ich will meinen Engel senden, der fuͤr mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird zommen zu seinem Tempel der HErr, den ihr suchet, und der En⸗ gel des Bundes, deß ihr begehret. Siehe, er koͤmmt, spricht der HErr Evangel. Luc. 2. v. 22⸗31 I UW. dadie Tage der Reiniaunsin s unt Maria nach dem Gesetz Mof Atte Diin kamen, brach ten sie das Kindlesh Men. 0¹ ve gen Ferulalen auf daß tünn n ihn darstellten dem HERRN., Ad— denn geschrieben ftehet im Geses Riiw den des Herrn Allerley Männlessh Sucende das zum ersten die Mutter brichty agch soll dem HErrn geheiliget heissen) alen uu und daß sie geben das Opffer, nach. Huicde dem gesagt ist im Gesetz des HErrn He/H— 9 0 ein paar Turteltauben, oder zuui enn 0 junge Tauben. Und siehe, eil Halm u Mensch war zu Jerusalem/mit Nah Hiss u men Simeon, und derselbe Mensch dend. 1 war fromm und gottsfürchtig und ein Biil wartet auf den Trost Ifrael, und. Eo wu 1 der H. Geist war in ihm. Und ih Nonnem me war eine Antwort worden von ud dunn dem Heil. Geist, er solte den Tod ier Hen Je nicht sehen, er haͤtte denn zuvor den Ind egegene Christ des HErrn gesehen. Und Zihaunssan, kam aus Anregung des Geistes i umunee den Tempel, und da die Eltern ze seiner Au das Kind JEsum in den Tempels eden. u brachten, dah sie fuͤr ihm chaͤtem, Josyh gmn wie man pfleget nach dem Gesetze, dunahmen da nahm er ihn auf seine Arme, und Reieten, und lobete GOtt, und sprach: HERR, Derzen Kun nun laͤssest du deinen Diener in wuerwehlet: Criede fahren, wie du gesaget hast. er, daß eing Denn meine Augen haben deinen aud Mpoftele Heyland gesehen, welchen du be⸗ gewichen iß reitet hast fuͤr alen Voͤlckern ein seinen Ort. Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunfft erleiden moͤgen 7 und wer trird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Gold⸗Schmiedes, und soje die Seiffe der Waͤscherin. Er wird sitzen und schmeltzen, und das Silber fegen. Er wird die Winder Levi reinigen und laͤutern wie Gold und Silber. Denn wer⸗ den sie dem HErrn Speiß⸗Opffer bringen in Gerechtigkeit, und wird Dem HERRN wohl gefallen das Epeiß⸗Ooffer Juda und Jerusalem, wie vorhin und vyr langen Jahren. fuͤllet werden, welche zuvor gesagt Licht zu erleuchten die Heyden, und Lloßberft zum Preiß deines Volcks Israel. Mulim Iuden eilff! Epistel am Tage St. Matth ias Cpang. M Ap. Gesch. I. v. 1536. dersel Und in den Tagen trat auf Po⸗ Ii trus unter die Juͤnger, und sthih, Dn sprach:(Es war aber die Schaar undde Etde der Nahmen zu Hauffe bey hundert Walsen und und zwantzig.) Ihr Maͤnner und und Haß esl Bruͤder, es mufle die Schrifft er⸗ Lchng. In Trohlgefädie hat der H. Geist durch den Mund 5%%% I David, von Juda/ der ein Shrae Ien 7 12 1* 110 I— I. 2. b. 22· 23 tit Teo auggwar derer, Iuc be er war mit uns gezehlet, und 12„Stsez Mhitte diß Amt mit uns überkom⸗ e des indie Ken. Dieser hat erworben den . al daßsAker um den ungerechten Lohn, ERNN,(guld sich erhenckt, und ist mitten et en H Atzwey geborsten, und alle sein Wled Männlel Engeweide ausgeschuͤttet. Und En i Autter brich e ist kund worden allen die zu Je⸗ hellget heisen Afalem wohnen, also, daß derselbe des Oyffer, unl Aker genennet wird auf ihre Spra⸗ Sish des Hein de, Hakeldama, das ist Blut⸗Acker. 600,/ dder iy Fenn es stehet geschrieben im sshe, ei salm⸗Buch: Ihre Behausung mit M Hüsse wuͤste werden, und sey nie⸗ Ae Wenst Kand, der drinnen wohne, und Iig un sein Bißthum empfahe ein ander. nun einer unter diesen Ratl, un So muß nun . Und ih Nännerii, die bey uns gewesen wütden völ sind, die ganutze Zeit uͤber, welche Art 2% t selte den Sil Nr HErr JEsus unter uns ist aus⸗ 11 n udor des Und eingegangen/ gischer I0 Johannis an, biß auf den Tag, da 606 Heißes l von uns genommen ist ein Zeu⸗ de die Elten de seiner Auferstehung mit uns den Temhi werden. Und sie stelleten zween, ür ihm khätem Joseph genanni. Barsabas/mit dem n bich m Oesehh zunahmen Zult und Mat thiom/ leteten/ und sprachen: HErraller zuch Heng Hertzen Kuͤndiger/zeige an, welchen Oiwer iu du erwehlet haft unter diesen wey⸗ Wget hash en, daß einer empfahe diesen Dienst 3aben deinen iud Apostel⸗Amt, davon Judas ab⸗ ö zewichen ist, daß er hingienge au kinen Ort. Und sie wurffen das Looß ůber sie, und das Looß fiel auf Matthiam und er ward zugeordnet uu den eilff Aposteln. Matthius Evang. Matth. II. v. 25 30. 2. H 3²⁰ derselbigen Zeit antwortet IEfus, und sprach; Ich prei⸗ a fedich Vater und HErr Himmels Und der Erden, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast, und haß es den Unmuͤndigen offen⸗ bahrer. Ja Vater, denn es ist also wohlgefaͤlig gewesen suͤr dir Alle ir Ubergeben von mei⸗ + ö die IEsum fiengen, de und niema denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbahren. Kommet her zu mir alle/die ihr muͤhseelig und beladen seyd./ ich will euch erqyscken. Nehmet auf euch mein Joch, und leruet von mir. Denn ich bin sanfft⸗ muͤthig/ und von Hertzen demuͤthig, so werdet ihr Ruhe finden fuͤr eure Seele. und meine Last ist leicht. Epi dir ein Zeichen vom HErrn deinem Gott, es sey unten in der Holle/ der T oder droben in der Höhe. von der Tauffe Ahas sprach; Ich wills nicht for⸗ Denn mein Joch ist sanfft, slel am Tage der Verkuͤn⸗ digung Marlaͤ, Es. am 7. v. 10 IV. Nd der HErr redet abermahls zu Ahas/ und sprach: Fordere Aber dern, daß ich den HErnn nicht ver⸗ fuche. Da sprach er Wohlan, so hoͤret ihr vom Hause David, ist es euch zu wenig/ daß ibr die Leute be⸗ leidiget, ihr muͤsset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der HErr selbst ein Zeichen ge⸗ ben. Siehe, eine Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebaͤhren, den wird sie heissen Im⸗ manuel, Butter und Honig wird er esfen, daß er wisse Boͤses zu ver⸗ werffen, und Gutes zu erwaͤhlen. Evangel. Luc. am I. v. 26⸗38. Un im sechsten Monden ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galilaͤa, die da heisset Nazareth/ zu einer Jung⸗ frauen, die vertrauet war einem Manne, mit Nahmen Joseph, vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein, und sprach: Gegruͤs⸗ set seyft du Holdseelige,der HErzist mit dir,du Gebenedeyete unter den Weihern. Da sie aber ihn sahe/ ev⸗ Dinge sind mi Rem Vgtey, Nnd niemand kennenr schrack sie über feiner Rade, und ge⸗ ¾ 4 doch⸗ III Episteln und Evangelia. II3 dachte, welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fuͤrchte dich nicht„Maria du hast Gnade bey GOtt funden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und ei nen Sohn gebaͤhren, des Nahmen solt du JEsus heissen. Der wird groß, und ein Sohn des Hoͤchsten genennet werden. Und Gott der HErr wird ihm den Stuhl seines Vaters Davids geben. Und er wird ein Koͤnig seyn uͤber das Hauß Jacob ewiglich: Und seines Koͤnig⸗ zeichs wird kein Ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel: wie soeldas zugehen? Sintemahl ich von keinem Mamme weiß. Der En⸗ gel antwortet und sprach zu ihr: Der H. Geist wirt uͤber dich kommen, Und die Krafft des Hchsten wird dich überschatten. arum auch das Heilige, das von dir gebohren wird, wird GOttes Sohn genen · net werden. Und siehe, Elisabeth deine Gefreundin ist auch schwan⸗ ger mit einem Sohn in ihrem Al⸗ ter, und gehet ietzt im sechsten Mond, die im Geschrey ist, daß sie unfruchtbar sey, denn bey GOtt ist kein Ding unmuͤglich. Maria a⸗ ber sprach: Siehe, jch bin des HErrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Epistel om Tage Philippi und Jacobi, Cph 2. v. 19⸗22. O seyd ihr nun nicht mehr Gaͤ⸗ ste und Fremdlinge, sondern Buͤrger mit den Heiligen und GOt⸗ tes Haußgenossen, erbauet auf den Grund der Apostel und Propheten, da JEsus Christius der Eckstein ist, auf welchen der gantze Bau in ein⸗ ander gefuͤget, waͤchst zu einem hei⸗ ligen Tempel in dem HErrn, auf welchen auch ihr mit erbauet wer⸗ det, zu einer Behausung Gottes im Geist. Evangel. Joh. am 14. v. 114. Er HErr IEsus sprach zu seß D nen Juͤngern: Euer Hertz er⸗ schrecke nicht. Glaubet ihr au SOtt, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause seynd viel Wohnungen- Wenns nicht s waͤre/ so wolt ich zu euch sagen: I gehe hin, euch die Staͤtte zu beres⸗ en. Und ob ich hingienge, euch die Staͤtte zu bereiten, will ich doch wiederkommen, und euch zu mit nehmen, auf daß ihr seyd, wo ich bin. und wo ich hingehe, da wisset ihr und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: HERR mir wissen nicht, wo du hingehef und wie koͤnnen sen? IEsus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand koͤmmt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch mei⸗ nen Vater, und von nun an kennet ihr ihn, und habet ihn gesehen. wir den Weg wis⸗ jeiae uns den Vater/ so gnuget uns. JEsus spricht zu ihm: So lange 13 Eois el gm Des Täuft Wiet I syricht eu 4 4 rusdlem f. tiht/ daß⸗ e hat, 2 Puda ö Ihes eunfan HErrn un ine Stimme Wütten, Be eg/ Ma bene Bahn Thal sellener 4.,% Bergeud E get werden. oleben, unk chlechtwerde slscheit des z Perden, und Syricht zu ihm Philippus: HErr, bin ich bey euch, und du kennest mich ö nicht! Philinxpe, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Bater; Glaͤubest du nicht, daß ich im Va⸗ ter, und der Vater in mir 2 Die Worte die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst, der Vater ber, der in mir wohnet, derselbe thut die Wercke. Glaubet mir/ daß ich im Vater, und der Vater in mir ist, wo nicht, so glaͤudet mir doch um der Wercke willen. War⸗ lich, warlich, ich sage euch: Wer an mich glaͤubet, der wird die Wer⸗ cke auch thun, die ich thue, und wird groͤssere denn diese thun, denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Nahmen, das will ich thun, auf daß der Va⸗ ter geehret werde in dem Sohn. Was ihr bitten werdet in meinem Nahmen, das will ich thun.— pi⸗ Inder wird se Hund redet. Evangel M Elis daß sie! Pebahr eine Nachbarn n ten, daß de Bigkeit an i Freueten sich gab sich am Zbeschneide Hiessen ihn charias, abe tut und spra dernerflll sie sprachen mand in de also heisse: Hem Vater snlassnr! Flein,schri et Phanne Aan sichale, Rund und: Uld redett! 40 fum ein PFrufalem freundlich, und vredi⸗ It ihr, daß ihre Ritter schafft ein Stdtte ju ben air den Wegwis Rricht zu ihm: J6 „ Wabrheitundde lerd Emmt zum Vatel ich. Venn ihr mic leuntrtt ihr auch mi ADertrnn bas u Pbilirus: HEnh Dater/ so gnüget unt et ihn gesehen Et äbm: So Lang — —— — aud Eu kennestmich 2, Mer mich sithet, auttt. Wie spricht Den Dater; e, die redt der Vatel Itt/ derselbe Hlaubet mit/ ur/ und der Vatet il e gleubet mit A wiben. War 0 Wet thue, unh thun, denn I2. Und was ihr ilem Nahmen, 2 f daß 6l D 14 in de Sohn, rdet in meinen Hun Oistel am Tage Johannis leth des Taͤuffers, Es. 40. v. v. 0 0 TWeh troͤset mein Volck, Hrrn/ um alle ihre Suͤnde. Es ist 13 Episteln und Evangelia. 14 spricht euer GSTE, redet mit Ende hat. Denn ihre Missethat vergeben, denn sie hat zweyfaͤl⸗ hes empfangen von der Hand des e Stimme eines Predlgers in der Buͤsten. Bereitet dem HErrn den Beg/ machet auf dem Gefilde eine Jeue Bahn unserm GOtt. Alle Thal sollen erhohet werden, und al⸗ Berge und Huͤgel sollen ernied ⸗ get werden. Und was ungleich ist, Aeben, und was hoͤckricht ist, soll schlecht werden. Denn die Herr⸗ chkeit des HErrn soll offenbahret herden, und alles Fleisch mit ein⸗ under wird sehen, daß des HErrn Mund redet. Evangel. Luc. I. v. 57⸗80. Und Clisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebaͤhren solte, und sie gebahr einen Sohn. Und öhre Nachbarn und Befreundten hoͤre⸗ ten, daß der HErr große Barmher⸗ higkeit an ihr gethan hatte, und sreueten sich mit ihr. Und es be⸗ gab sich am achten Tage, kamen sie u beschneiden das Kindlein, und hiessen ihn nach seinen Vater Za⸗ charias, aber seine Mutter antwor⸗ tet und sprach: Mit nichten, son⸗ bhern er soll Johannes heissen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch nie⸗ mand in deiner Freundschafft, der also heisse: Und sie winckten sei⸗ nem Vater, wie er ihn wolte heis⸗ sen lassen? Und er forderte ein Ta⸗ felein, schrieb und sprach: Er heis⸗ set Johannes. Und sie verwunder⸗ ten sich alle, und als hald warb sein Mund und seine Zunge aufgethan, und rebete und lobete GOtt. Und es kam eine Furcht uber alle Nach⸗ barn, und diß Geschicht ward alles ruchhar auf dem gantzen Juͤdischen Gebuͤrge, und alle, die es hoͤreten, nahmens zu Hertzen und sprachen? Was meynest du, will aus dem Hind⸗ lein werden Denn die Hand des HERRN war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des Heiligen Geistes voll, weiffagete und sprach: Gelobet sey der HERR, der GODs Israel, denn er hat besucht und erloͤset sein Volck. Und hat uns ausgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners Davids. Als er vor Zeiten geredt hat durch den Mund seiner heiligen Prophe⸗ ten. Inß er uns errettet von un⸗ sern Felnden, und von der Hond al⸗ ler die uns hassen. Und die Barm⸗ hertzigkeit erzeigete unsern Vaͤtern, und gedaͤchte an seinen heiligen Bund. Und an den Eyd, den er geschworen hat unserm Vater Abra⸗ ham uns zu geben. Daß wir erloͤ⸗ set aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Le⸗ belang, in Heiligkeit und Gerech⸗ tigkeit, die ihm gefaͤllig ist. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Hoͤchsten heissen, du wirst für dem HErrn hergehen, daß du seinen Weg bereltest. Und Erkaͤnntniß des Heils gebest seinem Volek, die da ist in Vergebung ihrer Suͤnden? durch die hertzliche Barmhertzig⸗ keit GOttes, durch welche uns be⸗ suchet hat der Aufgang aus der Hoͤ⸗ he. Auf dah er erscheine denen, die da sitzen im Finsterniß und Schatten des Todes, und richte un⸗ sere Füsse auf den Weg des Friedes. Und das Kindlein wuchs und ward starck im Geist, und war in der Wüͤ⸗ sten, bis daß er sollte herfur treten fuͤr das Volck Israel. Epist. am Tage Pet. undPauli Apostel⸗Gesch. am ne v. 2 1* dieselbige Zeit legte der Koͤ⸗ nig Herodes die Haͤnde an et⸗ Dy liche 115 Episteln und Evangelia. 116 liche von der Gemeine, sie zu peini⸗ gen. Er toͤdtete aber Jaeobum, Jo⸗ hannis Bruder, mit dem Schwerdt. Und da er sahe, daß es den Juͤden gefiel, fuhr er fort, und fiengPetrum auch. Es waren aber eben die Ta⸗ ge der suͤssen Brod. Da er ihn nun griffleget er ihn ins Gefaͤng⸗ niß, und uberantwortet ihn vier Viertheilen Kriegs⸗Knechten ihn zu bewahren, und gedachte ihn nach den Ostern dem Volck fuͤrzustellen.. Und Petrus ward zwar im Gefaͤng⸗ niß behalten, aber die Gemeine be⸗ tet ohn Aufhoͤren fuͤr ihn zu GOtt. Und da ihn Herodes wolte fuͤrstellen, in derselbigen Nacht schlieff Pe⸗ trus zwischen zween Kriegs⸗Knech⸗ ten, gebunden mit zwo Ketten, und die Huͤter vor der Thuͤre huͤteten das Gefaͤngniß. Und sie⸗ he, der Engel des HErrn kam da⸗ her, und ein Licht schien in dem Ge⸗ mach, und schlug Petrum an die Seiten, und weckte ihn auf. Und sprach: Stehe behend auf. Und die Ketten fielen ihm von Haͤnden. Und der Engel sprach zu ihm: Guͤr⸗ te dich/ und thue deine Schuh an. Und er thaͤt also. Und er sprach zu ihm: Wirff deinen Mantel um dich, und solge mir nach. Und er gieng hinaus, und folget ihm, und wuste nicht, daß ihm wahrhafftig solches geschehe durch den Engel, sondern es dauchte ihm, er sehe ein Gesicht. Sie giengen aber durch die erste und andere Hut, und ka⸗ men zu der eisern Thuͤr, welche zur Stadt fuͤhret, die thaͤt sich ihnen von ihr selber auf, und traten hin⸗ aus, giengen bis eine Gasse lang, und alsobald schied der Engel von ihm. Und da Petrus zu ihm selber kam, sprach er: Nun weiß ich wahr⸗ hafftig, daß der HErr seinen Engel gesandt hat, und mich eryettet aus der Hand Herodis, und von allem Wart en des Juͤdischen Volcks. Evang. Matth.am 15.b. 13⸗ 19. Di kam IEsus in die Gegend der Stadt Caͤsarea Philippi, und fragte seine Juͤnger und sprach: Wer sagen die Leute, daß des Men⸗ schen Sohn sey 7 der Faͤufer, die andern, dũ seyn Eli⸗ as: Etliche, du seyst Jeremias, oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer saget denn ihr, daß ich ey? Da antwortet Petrus und sprach: Du bist Christus des leben⸗ digen GOttes Sohn. Und JEsus auitwortet und sprach zu ihm: See⸗ lig bist du Simon Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbahret, sondern mein Va⸗ ter im Himmel, und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf die⸗ sen Felsen will ich bauen meine Ge⸗ meine, und die Pforten der Hoͤllen sollen sie nicht uͤlerwaͤlt gen. Und ich will dir des Himmelreichs Schlüf⸗ sel geben, alies, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden seyn, und alles, was du auf Erden loͤsen wirst, soll auch im Himmel loß seyn. Da verboth er seinen Juͤngern, daß sie niemand sagen solten, dab er JIESUS der Christ waͤre. Epistel am Tage der Heimsu⸗ chung Mariaͤ, Es. II. v. I⸗g. Un es wird eine Ruthe ausge⸗ hen von den Stamm Isai, und ein Zweig aus seiner Wurtzel Frucht bringen. Auf welchem wird ru⸗ hen der Geist des HERRN, der Geist der Weißheit und des Ver⸗ standes, der Geist des Raths und der Staͤrcke: Der Geist des Er⸗ kaͤnntniß und der Furcht des HErrn, und sein Riechen wird seyn in der Furcht des HErrn. Er wird nicht richten, nachdem seine Augen sehen, noch siraffen, nachbem seine Ohren boͤren sondern wird mit— rech⸗ Sie sprachen: Etliche sagen, du seyst Johannes uu ud neg In Meren. gen Uge endelich, und kam in) Ind gruͤset El sub sich/, als Maria hoͤtet, ihrem Lesbe. des Hesl. Beist Und sprach: 6 Unter den De dehet ist die Fr Und woher k Mutter meinet met 2 Siehe, deines Grusses Freuden das K Uad/o seelig di hast: Denn e deh was dir Herrn. Und Ie Seele erhe Rein Geist fre let e nit 6 Michmigr. 110 am 16.b. 15•1 16 die Heges geh Cäseren Philtypf Unger Undsprach! due daß des Melh⸗ Sie prachen: heen,döftyñf Elz eys Jeremias, oder liin Er sunch i6 etbennihr, daßich rtet Pettus und hrisus des leben⸗ ohn. Und SEsus lach uihm! See⸗ on Jonas Sohn, Blut hat dir das sondern mein Da und ich sage dit trus, und aufdie⸗ hauen meine Ge⸗ sorten der Hollen Twaͤltigen. And ich melreichs Schluͤ⸗ was du auf Erdeh Wauch im Himmel und ales, was do wirst, soll auch im . Da berboth er „baß sie niemand b MSu der öBBuI ihe der Heimsi⸗ „,Esl.. Lj·. ine Ruthe gusge Stamm Isal, und ger Wurhel hrucht velchem mwitd v HeRNN, det heit und des Vet⸗ f des Reths ud 561 Geist des Et en Furcht Miechen nird seht Etrñ. Er wsid bem seine Augeh m, nochdem salt anwtd uit he dunmndmieh, Inz bu scht Ahamnes Episteln und Evangelia. FFF—— II8 rechtigkeit richten die Armen, und mit Gericht firaffen die Elenden im Lande. Und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen, und mit dem Oden seiner Lippen den Gottlosen toͤdten. Gerechtig⸗ keit wird der Gurt seiner Lenden seyn, und der Glaube der Gurt sei⸗ ner Nieren. Evangel. Luc. am 1. v. 39⸗56. Aria aber stund auf in den Ta⸗ gen, und gieng auf das Ge⸗ buͤrge endelich, zu der Stadt Juda, und kam in das Hauß Zacharias, und grüsset Elisabeth. Und es be⸗ gab sich, als Elisabeth den Gruß Marid hoͤret, huͤpffet das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des Heil. Geistes voll, und rieff laut hertzigkeit, und hilfft seinem Diener Israel auf. Wie er geredt hat un⸗ sern Vaͤtern, Abraham und seinem Saagmen ewiglich. Und Maria bleib bey ihr drey Monden, darnach kehret sie wiederum heim. Epistel am Tage Marid Mag⸗ dalenaͤ, Prov. 3.v. 10 1. Wem ein tugendsam Weib be⸗ WMcheret ist, die ist viel edler denn die koͤstlichen Perlen. Ihres Man⸗ nes Hertz darff sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht man⸗ geln. Sie thut ihm Liebes und kein Leides sein kebenlang. Sie gehet mit Wolle und Flachs um, und arbeitet gerne mit ihren Haͤnden, sie ist wie ein Kauffmanns⸗Schiff, das seine Nahrung von ferne bringet. Sie ste⸗ und sprach: Gebenedeyet bist du unter den Weibern: Und gebene⸗ deyet ist die Frucht deines Leibes. und woher koͤmmt mir das, daß die Mutter meines HErrn zu mir koͤm⸗ met 2 Siehe, da ich die Stimme deines Grusses hoͤrete, huͤpffte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und/ v seelig bist du/die du geglaͤubet hast: Denn es wird vollendet wer⸗ den, was dir gesagt ist von dem HErrn. Und Maria sprach: Mei⸗ ne Seele erhebet den HErrn, und mein Geist freuet sich GOttes mei⸗ nes Heylandes. Denn er hat sei⸗ ne elende Magd angesehen, siehe yon nun an werden dich seelig prei⸗ sen alle Kindes⸗Kind. Denn er hat grosse Dinge an mir gethan, der da maͤchtig ist, und des Nahme heilig ist. Und seine Barmhertzigkeit waͤhret immer fuͤr und fuͤr bey de⸗ nen, die ihn fuͤrchten. Er uͤbet Gewalt mit seinem Arm, und zer⸗ sireuet, die hoffaͤrtig sind in ihres Hertzens Sinn. Er sioͤsset die Ge⸗ waltigen vom Stuhl, und erhebet die Elenden. Die Hungrigen fuͤl⸗ let er mit Guͤtern, und laͤsset die Reichen leer. Ex dencket der Barm⸗ het des Nachts auf, und giebt Fut⸗ ter ihrem Hausse, und Essen ihren Dirnen. Sie dencket nach einem A⸗ cker, und kaufft ihn, und yflantzet ei⸗ nen Weinberg von den Fruͤchten ih⸗ rer Haͤude. Sie guͤrtet ihre Lenden fest, und staͤrcket ihre Arme. Sie mercket, wie ihr Handel Frommen bringet, ihre Leuchte verloͤschet des Nachts nicht. Sie strecket ihre Hand nach dem Nocken„ und ihre Finger fassen die Spindel. Sie breitet ihre Haͤnde aus zu den Armen, und rei⸗ chet ihre Hand den Duͤrfftigen. Sie furchtet ihres Hauses nicht vor dem Schnee, denn ihr gantzes Hauß hat zweyfache Kleider. Sie machet ihr selbst Decken, weisse Seiden und Purpur ist ihr Kleid. Ihr Mann ist beruͤhmt in den Thoren, wenn er sitzt bey den Aeltesten des Landes. Sie machet einen Rock, und verkauft ihn, einen Guͤrtel giebt ste den Kra⸗ mer. Ihr Schmuck ist daß sie rein⸗ lich und fleißig is, und wird hernach lachen. Sie thut ihren Mund auf mit Weißheit, u. auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre. Sie schauet, wie es in ihrem Hause zugehet, und isset ihr Brod nicht mit Caulheit. Ihre Soͤh⸗ n9 Episteln und Evangelia. 120 Soͤhne kommen auf und yreisen sie selig, ihr Mann lobet sie. Viel Toͤch⸗ ter bringen Reichthum, du aber uͤ⸗ hertriffft sie alle. Lieblich und schoͤne seyn, ist nichts, ein Weib, das den HErrn fuͤrchtet, soll man loben. Sie wird geruͤhmet werden von den Früͤchten ihrer Haͤnde, u. ihre Wer⸗ cke werden sie loben in den Thoren. Eine andere Epistel an diesem Tage, 1 Tim. 1. v 1⸗17. s ist ie gewißlich war und ein theuer werthes Wort, daß Christus JIEsus kommen ist in die Welt,/ die Suͤnder seelig zu machen, unter welchen ich der Fuͤrnehmste bin. Aher darum ist mir Barmher⸗ tzigkeit wiederfahren, auf daß an mir suͤrnehmlich JEsus Christus aber sprach: Meister sage an. Es hatte ein Wucherer zween Schuld⸗ ner/einer war schuldig fuͤnffhundert Groschen, der ander funfftzig. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenckt ers beyden; sage an, welcher unter denen wird ihn an meisten lie⸗ ben! Simon antwortet und sprach: Ich achte/dem er an meisten geschen⸗ Cet hal. Er aber sprach zu ihm? Du hast recht gerichtet. Und er wandte sich zu dem Weibe, und sprach zu Si⸗ mon: Siehest du dis Weib: Ich bin kommen in dein Hauß, du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Fuͤssen, diese aber hat meine Fuͤsse mit Thraͤnen genetzet, und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben, diese aber, nachdem sie herein kom⸗ erzeigete alle Gedult zum Exempel denen, die an ihn glaͤuben sollen zum ewigen Leben. Aber GOtt dem ewigen Koͤnige, dem Unvergaͤng⸗ lichen und Unsichtbahren, und allein Wessen, sey Ehre und Preiß in E⸗ wigkeit, Amen. Evangelium Luc. 7. v. 36⸗50. S bath ihn aber der Pharisaͤer men ist, hat sie nicht abgelassen mei⸗ ne Fuͤsse zu kuͤsen. Du hast mein Haupt nicht mit Oel gesalbet, sie a⸗ ber hat meine Fuͤsse mit Salben ge⸗ salbet. Derhalben sag ich dir: Ihr sind viel Sůͤnde vergeben, denn sie hat viel geliebet, welchem aber wenig vergeben wird, der liebet we⸗ nig Und er sprach zuihr:dir sind dei⸗ einer, daß er mit ihm ãsse. Ine Sůnden vergeben. Da fiengen an, er gieng hinein in des Pharisckers Hauß, und satzte sich zu Tische. Und die zu Tische sassen, und sprachen bey sich selbst: Wer ist dieser, der siehe ein Weib war in der Stadt,die auch die Suͤnde vergiebet? Er aber war eine Suͤnderin. Da die ver⸗ nahm, daß er zu Dische saß in des Pharisaͤers Hause, brachte sie ein sprach zum Weibe: Dein Glaube hat dir geholffeu, gehe hin mit Frieden. Glaß mit Salben, und trat hinten Epistel am St. Jacobus⸗Tage, iu seinen Fuͤssen, und weinet, und fieng an seine Fuͤsse zu netzen mit Thraͤnen, und mit den Haaren ihres Rom. 3. v. 29⸗ 39. Jeben Bruͤder, wir wissen, daß denen, die GOtt lieben, alle Dinge Hauptes zu trocknen, und kuͤsset sei⸗zum besten dienen, die nach dem Fuͤr⸗ ne Fuͤsse und salbet sie mit Salben. satz beruffen sind. Denn welche er Da aber das der Phar isqͤer sahe, der zuvor versehen hat, die hat er auch ihn geladen hatte, sorach er bey sich verordnet, daß sie gleich seyn sollen selbst und saget: Weñ dieser ein Pro⸗ phet waͤre/so wuͤste er, wer und welch ein Weib das ist die ihn anruͤhret, denn sie ist eine Suͤnderin. IEsus antwortete, und sprach zu ihm: Si⸗ mon, ich habe dir etwas zu sagen. Er dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbige der Erstgebohrne sey unter vielen Bruͤdern. Welche er a⸗ ber verordnet hat, die hat er auch be⸗ ruffen: Welche er aber beruffen hat/ die hat er auch gerecht gemacht: Welche U 1.. Ulsche er aber hat er aud Wis wollenwh NGott für! Uhsehn? Wel Ihen Sohnes u Iudern hat ihs gegeben, wie hicht abes sche Auserwehlten gen? GOtt i hachet, Wes Ohriftus ist hie Hlmehr, der lcher ist urd hrtritt uns, den von der le sal ꝛoder Angst oder Hunger! HFaͤhrlichkett 70 Heschrlehen fleh en werden wir 0 lr sind ge Schaast, Ade MHinden wir wei lns geliebet ha Vp daß weder er Engel noch Idwalt,weder Afünfftiges, Auses, noch! —— sler sage 38. E Saween Schulb⸗ loih fünspundert funfeig, Dusst zu bezahlen, sage an, welchet ihn an meisten lie brtet und syrach; meisten geschen rach iu ihm? Du „ Und er wandte Lund pruchu Sl⸗ his Welb: Ich bin auß, du haß mit eben zu meinen hat meine guͤst et, und mit den lIptes getrocknet. n Kuß gegeben, sie herein kom⸗ tabgelassen mei⸗ Du hast mein I gesalbet, sie a⸗ sag ich dir: Ihr ergeben, denn sie „welchem aber Ird, der liebet we⸗ guihrdir sind dei en Daffengenan, n) Uld sprachen rist dieser, det glebet? Exabet DeinGlaubehat hin mit Frieden. Racobus⸗Lage, 209739• u. stn liebenialeOng die nach benun Denn welche 01 „Thie hat er au aisen Hag s Sohnet n ifteohmn em. Wilche hn diehttereuche Werbetufenhal herecht 0 mocht! 3 120⁰ emit Salben ge. 21 Episteln und Evangelia. DEE 122 Welche er aber hat gerecht gemacht/ die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn weiter sagen: Is GOtt fur uns, wer mag wider uns seyn? Welcher auch seines eige⸗ nen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn fuͤr uns alle dahin gegeben, wie solte er uns mit ihm nicht alles schencken? Wer will die Auserwehlten GOttes beschuldi⸗ gen? GOtt ist hie, der da gerecht machet, Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten GOttes und vertritt uns. Wer will uns schei⸗ den von der Liebe GOttes? Trüb⸗ sal ꝛoder Angst? oder Verfolgung? oder Hunger? oder Blosse? oder Faͤhylichkeit? oder Schwerdt? Wie geschrieben stehet. Um deinet Wil⸗ len werden wir getoͤdtet den gantzen Tag, wir sind geachtet wie Schlacht⸗ Schaafe. Aber in dem allen uͤber⸗ winden wir weit, um deß willen, der uns geliebet hat. Denn ich bin ge⸗ wiß/ daß weder Tod noch Leben, we⸗ der Engel noch Fuͤrstenthum, noch Kelch solt ihr zwar trincken, und mit der Tauffe, da ich mit getauffet wer⸗ de/ sollt ihr getaufft werden, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Lin⸗ cken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Epistel am Tage Laurentii, 2. Cor. 9. v. 6⸗11. Ch meine aber das, wer da kaͤrg⸗ lich soͤet, der wird auch kaͤrglich erndten, und wer da saͤet im Seegen/ der wird auch erndten im Seegen. Ein jeglicher nach seinem Willkühr, nicht mit Unwllen, oder aus wang, deñ einen froͤlichen Geber hat GOtt lieb, GOtt kan aber machen, daß al⸗ lerley Gnade unter euch reichlich sey, daß ihr in allem Dinge volle Gnuͤge habt, und reich seyd zu aller⸗ ley guten Weecken. Wie geschrieben steht: Er hat ausgestreuet, und ge⸗ geben den Armen, seine Gerechtig⸗ keit bleibet in Ewigkeit. Der aber Saamen reichet dem Saͤemann, der wird je auch das Brod reichen zur Speise, und wird vermehren euren Bewalt/weder Gegenwaͤrtiges noch Zukünfftiges, weder hohes noch Tieffes noch keine andere Creatur Saamen, und wachsen lassen das Ge⸗ waͤchse eurer Gerechtigkeit. Daß ihr reich seyd in allen Dingen mit aller mag uns scheiden von der LiebesOt⸗Einfaltigkeit, welche würcker durch tes, die in Christo JEsu ist, unsern HErrn. Evang. Matt. am 20. v. 20⸗23. Do trat zu dem HErrn JEsu die Mutter der Kinder Zebedei mit ihren Soͤhnen, fiel für ihm nieder, und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was wilt du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine——68 ne Soͤhne sitzen in deinem Reich, ei⸗ nen zu deiner Rechten und den an⸗ dern zu deiner Lincken. JIEsus aber antwortet und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Koͤnnet ahr den Kelch trincken, den ich trincken werde, und euch tauffen lassen mit der Tauffe, da ich mit getauffet wer⸗ de? Sie sprachen zu ihm: Ja wohl. Und er sprach zu ihnen: Meinen uns Dancksagung zu Ott. Denn die Handreichung dieser Steuer erfuͤl⸗ let nicht allein den Mangel der Hei⸗ ligen, sondern ist auch uͤberschweng⸗ lich darinne, daß viele GOtt dan⸗ cken, fuͤr diesen unsern treuen Dienst, und preisen GOtt uͤber eu⸗ rem unterthaͤnigen Bekaͤnntniß des EvangeliiChristi, und uͤber eurer ein⸗ faͤltigen Steuer an sie und an alle. Evangel. Joh. am 12. v. 20⸗26. Es waren aber etliche Griechen unter denen/ die hinauf kommen waren, daß fie an beteten auf das Cest. Die traten zu Philippo,der von Bethsaida aus Galilda war, baten ihn und sprachen: HErr/ wir wolten IEsum gerne sehen. Philippus kommt, und sagets iz 123 Episteln und Evangelia. lippus und Andreas sagtens weiter IEsu. IEsus aber antwortet ihnen, Und sprach: Die Zeit ist kommen,daß des Menschen Sohn verklaͤret wer⸗ de. Warlich/warlich, ich sage euch/es seh denn, daß das Weitzen⸗Korn in die Erde falle und ersterbe, so bleibts alleine. Wo es aber erslirbt, so bringets viel Fruͤchte. Wer sein Le⸗ hen lieb hat, der wirds verliehren, unb wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wirds erhalten zum ewi⸗ gen Leben. Wer mir hienen will/der folge mir nach und wo ich bin, da soll mein Diener auch seyn. Und wer mir dienen wird, den wird mein Va⸗ ter ehren. Epist. am St. Bartholomaͤus⸗ Tage, 2. Cor. 4. v. 7 10. WiI haben aber solchen Schatz in irdischen Gefaͤssen, auf daß die uͤberschwengliche Krafft sey Got⸗ ies und nicht von uns. Wir haben allenthalben Truͤbsal, aber wir aͤng⸗ sten uns nicht, uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Ver⸗ solgung, aber wir werden nicht ver⸗ laffen. Wir werden untergedruͤcket, ber wir kommen nicht um. Und tragen um allezeit das Sterben des HErrn JEsu an unserm Leibe, auf daß auch das Leben des HErrn JE⸗ su an unserm Leibe offenbahr werde. Eoangel. Luc. am 22. v. 24⸗30. Es erhub sich auch ein Zanck un⸗ ter den Juͤngern, welcher unter ihnen solte fuͤr den Groͤsten gehalten werden? Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Koͤnige herrschen, und die Gewaltigen heisset man gnaͤdige Herren. Ihr aber nicht also, sondern der Groͤste unter euch soll seyn, wie der Juͤngste, und der Fuͤr⸗ nehmste wie ein Diener. Denn wel⸗ cher ist der Groͤste, der zu Tische si⸗ tzet, oder der da dienet? Ists nicht al⸗ so,/ daß der zu Tische sitzet? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seyds,/die ihr beharret habet bey mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden wie mirs mein Vater beschieden hat. daß ihr essen und trincken sollt uͤber meinem Tische in meinem Reich, und sitzen auf Stuͤhlen, und richten die Zwoͤlff Geschlechte Israel. Epistel am St. Matthaͤus⸗ Dage, Eph. 4. v. 714. Inem jeglichen unter uns ist ge⸗ geben die Gnade, nach dem Maaß der Gabe Christi: Darum spricht er Er ist aufgefahren in die Hoͤhe, und hat das Gefaͤngniß gefangen gefuͤh⸗ ret, und hat den Menschen Gaben gegeben. Daß er aber aufgefahren ist, was ists,denn daß er zuvor ist hin⸗ unter gefahren in die unterstenOer⸗ ter der Erden? Der hinunter gefah⸗ ren ist, das ist derselbe, der aufgefah⸗ ren ist uber alle Himmel, auf daß er alles erfuͤlle. Und hat er etliche zu A⸗ posteln gesetzet, etliche aber zu Pro⸗ pheten, etliche zu Evangelisten/ etl. zu Hirten und Lehrern, daß die Heili⸗ gen zugerichtet werden zum Wercke des Amits,/ dadurch der Leib Christi er⸗ bauet werde, biß daß wir alle hinan kommen zu einerley Glauben und Erkaͤnntniß des Sohnes Gottes, und ein vollkommen Mann werden, der da sey in der Masse des vollkomenen Alters Christi: Auf daß wir nicht mehr Kinder seyn, und uns waͤgen und wiegen lassen von allerley Wind der Lehre, durch Schalckheit der Menschen, und Teuscherey, damit sie uns erschleichen zu verfuͤhren. Evangel. Matth. am 9. v. 9713. U da JIEsus von dannen gieng, sahe er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthaͤusund sprach zu ihm: Folge mir. Und er stund auf, und folgete ihm: Und es begab sich⸗ da er zu Tische saß im Hause, siehe/ da kamen viel Zoͤllner und Suͤnder, und sassen zu Tische mit JEsu und seinen Juͤngern. Da das die Pha⸗ risaͤer sahen, sprachen sie zu seinen Juͤngern: Warum isset euer Meister mist den Zoͤllnern und Suͤnderne 995 124 Mieslshöet, NMStarcken bed sondern die Ahin, und len Hhabe Wohlg slhkeit and n ihmmen, die uusen, und ni lystel am St 9) Of, V Mes erhud Himel, Mi Alsetten mit de VDOrache freat, sa siegeten nich Gldtte ncht meht Ml. Und es watd Hiose Duache die Raheissetder Teu der die gange De Wul gewokffen a. ceEngelwund Huufen. Undii Eisume, die Nunisdas Her Ind das Reich, sas GOTe us worden, we Maffederkloget ott. Uudfheh Aadurch es. Ilurch das Dorti en shr Leken Ihiden Cod. Dar die! hater beschieden trincken solt 10 I meinem Reich tühlen, und eicmn echte Israll St. Matthaͤlz .4. v. 7714. hen untet uns sig, Ade mach demqhatz Darumsprichte n in die Höher W niß gesangen gash Renschen Guhi aber aufgefahun daß er zuvor isthi/ udie unterstendez er hinunter geh elbe, der aufgesh⸗/ Aimmel, auf dgße hat er etlichend etliche aber zu Pu Coangelisten al hrern, daß diehenl/ erden zum Waach ö SderkesbEhrisitt baß wir altehinht erley Glauben uud GohnesGottethlld Mann werder sse des vollkomtese , und uns wahl Wbonlerlepuh ih Schaldhet d. en ju vetfihren I —— Reich bechase, Auf daß wir utht Teuschereh, hahhh 125 Episteln und Evangelia. das JEsus höret, sprach er zu ihnen: Die Starcken beduͤrffen des Artztes nicht sondern die Krancken. Gehet Aber hin, und lernet, was das sey: Ich habe Wohlgefallen an Barm⸗ Hertzigkeit, und nicht am Opffer. Ich hin kommen, die Suͤnder zur Busse u ruffen, und nicht die Frommen. Epistel am St. Michaelis⸗Ta⸗ ge, Off. Joh. 12. v. 7 12. U es erhũd sich ein Streit im Himmel, Michael und seine En⸗ gel flritten mit dem Drachen, und der Drache streit, und seine Engel, und siegeten nicht, auch ward ihre Staͤtte nicht mehr funden im Him⸗ nel Und es ward ausgeworffen der grosse Drache,die alte Schlange, die sa heisset der Teufel und Satanas, er die gantze Welt verfuhret, und pard geworffen auf die Erden, und seine Engel wurden auch dahin ge⸗ Vorffen. Und ich hoͤrete eine grosse Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heyl, und die Krafft, Ind das Resch, und die Macht un⸗ sers GO Tt ES seines CHri⸗ sus worden, weil der verworffen ist, Ier sie verklaget Tag und Nacht fůr Ott. Und sie haben ihn uͤberwun⸗ sen durch des Lammes Blut, und hurch das Wort ihrer Zeugniß, und aben ihr Leben nicht geiebet biß Aden Tod. Darum freuet euch ihr Himmel, und die darinnen wohnen. Evang. Matth. am 18. v. 1⸗1I. U derselben Stunde traten die Juͤnger zu JEsu, und sprachen: Ber ist doch der groͤsseste im Him⸗ helreich? JEsus rieff ein Kind zu sch/ und stellet es mitten unter sie iid sprach: Warlich ich sage euch, seh denn, daß ihr umkehret, und serdet wie die Kinder, so werdet ihr scht ins Himmolreich kommen: wer h nun selbst erniedriget, wie diß And, der if der Groͤsseste im Him⸗ Mreich. Und wer ein solches Kind % Ufaimmt in meinem Nahmen, der AIinmt mich auf. Wer aber aͤrgert dieser Geringsten einen, die an mich glaͤuben, dem waͤre besser daß ein Muͤhlstein an seinen Halh gehaͤnget würde, und ersaͤuffet würde im Meer, da es am tieffsten ist. Wehe der Welt der Aergerniß halben. Es muß ja Aergerniß kommen, doch wehe dem Menschen, durch welchen Aergerniß kommt. So aber deine Hand oder dein Fuß dich aͤrgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir/es ist dir besser, daß du zum Leben lahm oder ein Kruͤpel eingehest, denn daß du zwo Haͤnde oder zween Fuͤsse ha⸗ best/ und werdest in das ewige Feuer geworffen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus und wirff es von dir: es ist dir besser, daß du einaͤugig zum Loben eingehest, denn daß du zwey Augen habest, und werdest in das hoͤllische Feuer geworffen. Se⸗ het zu, daß ihr nicht jemand von die⸗ sen Kleinen verachtet. Denn ich sa⸗ ge euch: Ihre Engel im Himmel se⸗ hen allezeit das Angesicht meines Baters im Himmel. Denn des Men⸗ schen Sohn ist kommen seelig zu ma⸗ chen, das verlohren ist. Epistel am Tage Simonis und Juda, Petr. am 1. v. 2⸗9. Gelodet sey GOtt und ber Vater unsers HErrn JIEsu Christi, der uns nach seiner grossen Barm⸗ hertzigkeit wiedergebohren hat zu ei⸗ ner lebendigen Hoffnung, durch die Auferstehung JEsu Christi, von den Todten, zu einem unvergaͤnglichen und unbefleckten und unverwelckli⸗ chen Erbe, das hehalten wird im Himmel. Euch/ die ihr aus GOttes Macht durch den Glauben bewah⸗ ret werdet zur Seeligkeit, welche zu⸗ bereitet ist, daß sie offenbahr werde zu ber letzten Zeit. In welcher ihr euch freuen werdet, die ihr ietzt eine kleine Zeit(wo es seyn soll traurig seyd in mancherley Anfechtungen, auf daß euer Glaübe rechtschaffen und viel koͤstlicher erfunden werde, denn das vergaͤngliche Wät Uye 47 Episteln und Evangelia. 126 durch Feuer bewaͤhret wird) zu Lo⸗ be, Preiß und Ehren, wenn nun of⸗ senbarxet wiid IEsus Christ, wel⸗ chen ihr nicht gesehen, und doch lieb habt, und nun an Ihn glaͤubet, wie⸗ wohl ihr Ihn nicht sehet, so werdet ihr euch freuen mit unaussprechli⸗ cher und hertzlicher Freude, und das Ende eures Glaubeus davon brin⸗ gen, nehmlich der SeelenSeeligkeit. Evangel. Joh. am 15. v. 17⸗25.• Ver HErr JEsus sprach zu seinen Juͤngern: Das gebiete ich euch daß ihr euch unter einander liebet. So euch die Welt hasset/ so wisset, daß sie mich fuͤr euch gehasset hat. Waͤret ihr von der Welt, so haͤtte die Welt das Ihre lieb. Die⸗ weil ihr aber nicht von der Welt seyd, sondern ich habe euch vou der Welt erwehlet, darum hasset euch die Welt. Gedencket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht groͤsser, denn sein Herr. Haben sie mich verfolget, sie werden euch auch verfolgen. Ha⸗ ben sie mein Wort geh alten, so wer⸗ den sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch thun um mei⸗ nes Nahmens willen, denn sie ken⸗ nen den nicht, der mich gesandt hat. Epistel am Tage der Kirchwei⸗ hung, in der Off. Joh. 21. v. 2⸗8. No ich Johannes sahe die heili⸗ ge Stadt, das neue Jerusalem, von GOtt aus dem Himmel herab fahren, zubereitet, als eine ge⸗ schmuͤckte Braut ihrem Manne. Und höret eine grosse Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da eine Huͤtte GOttes bey den Menschen/ und er wird bey ihnen wohnen, und sie werden sein Volck seyn, und er selbst GOTT mit ihnen, wird ihr Gott seyn. Und Gott wird ab⸗ wischen alle Thraͤnen von ihren Au⸗ gen, und der Tod wird nicht mehr das Erste ist vergangen. Und der qus dem Stuhl saß/ sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhafftig und gewiß. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen, ich bin das A und das O/der Anfang und das Ende, ich will den Durstigen ge⸗ ben von dem Brunnen des lebendi⸗ gen Wassers umsonst. Wer uͤher⸗ windet, der wird alles ererben, und ich werde sein GOL T seyn, und er wird mein Sohn seyn. Denen Ver⸗ Greulichen, und Todtschlaͤgern, und Hurern, und Zauberern, und Abgoͤt⸗ tischen, und allen Luͤgnern, derer Theil wird seyn in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennet, welches ist der andere Tod. Evangel. Luc. am 19. v. 110. Un IEsus zog hinein, und gieng durch Jeri cho. Und si ehe, da wal ein Mann,/ genanntZachaͤus,der war ein Oberster der Zoͤllner, und war reich und begehrte JEsum zu sehen, wer er waͤre, und kunte nicht fuͤr dem Volck, denn er war klein von Person, und lief vorhin, und stieg auf einen Maulbeer⸗Baum, auf daß er ihn se⸗ he, denn allda sollte Er duꝛchkommen. Und als IEsus kam an dieselbige Staͤtte, sahe er auf, und ward sein —— und sprach zu ihm; Zachde, eig eilend hernieder, denn ich muß Und er stieg eilend hernieder, und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murreten sis alle, daß er bey einem Suͤnder einkehrete. Za⸗ chaͤus aber trat dar/ und sprach: Sie⸗ he HErr, die Helffte meiner Guͤther gebe ich den Armen, und so ich ze⸗ mand betrogen habe, dem gebe ichs vierfaͤltig wieder. JEsus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heyl wiederfahren, sintemahl er auch A⸗ brahams Sohn ist. Denn des Men⸗ schen Sohn ist kosnen, zu suchen und seyn, noch Leid, noch Geschrey, noch Schmertzen wird mehr— 227 * seelig zu machen, das verlohren ist. D E zagten aber und Unglaͤubigen, und heute zu deinem Hause einkehren. 2 Heyland. un le von Siud 06ott uis mit Bet Hallermesß g hkeit. 65 Khie 6² kelt, groß gkeit/ aller Iud Regierer 2. Chliste! Hs Suͤnder MGI G Nittler dub dir schrey Legier,Elei Kyrie! os, starck U sesst, daß te h sched Geison! 3. Ett JE wend, d Wuhs send, 110 kegiet Pahthes 2. Thu auf Rit, bereit d Kan,din Gle Dasand, hierdnahld 3. B wi Her, Hall sten. Denen Ve lunläutigen, 10 Todtschlaͤgern, an ö Saudtrernund Abgi Lüguern, derg dem Pfuhl, da fel brenng I2. am 19. v. LelO. Himeim, und gien dsiehe,da na diaat nicht fur ben + Elcia v cu daß et ihnse Et duuchkommen e en dieselbig F/ und ward seil 1013H: Zachtl heun ich muf ud Regierer, Eleison. 0%½% Uis Sünder allein du hast erloͤst, OJESu Gotkes Sohn! Unser eist, daß wir am letzten End froͤ⸗ Ceison! 5 Heer, (.) Kyrie Paschale teutsch. Serre Gott! Vater YJIin Swigkeit, biß uns Suͤndern gnaͤdig! 2. Christe; aller Welt Hlyland unser Trost, mach uns al von Suͤnden loß. O Gott Heiliger Geist, theil us mit Weißheit, Glaubn undLie⸗ ballermeist, gieb Goͤtliche Gerech⸗ lihkeit. D. M. I. Kne GOtt Vater in Ewig⸗ keit, groß ist deine Barmher⸗ higkeit, aller Ding ein Schoͤpffer 2. Christe! aller Welt Trost, Mitler du bist im hochsten Thron, Adir schreyen wir aus Hertzens⸗ Legier,Eleison. 15 3. Kyrie! GOtt Heiliger Geist, kloͤst, staͤrck uns im Glauben aller⸗ lich ab scheiden aus diesem Elend/ (3. W. II. 2. 8. Ehy JEsu Christ dich zu uns thend/ dein'n Heilgen Geist du Huns send, mit Lieb und Gnad uns regier, und uns den Weg ur Wahrheit fuͤhr. 2. Thů guf den Mund zum Lobe hein, bereit das Hertz zur Andacht sein, den Glauben mehr, staͤrck den Verstand, daß uns dein Nahm therd wohl bekandt. Biß wir singen mit GOttes Heilig, Heilig ist GOtt der Lie der beym oͤffent⸗ lichen Got tesdienste. HErr, und schauen dich von Ange⸗ 2105 in ewger Freud und seelgem icht. . Ehr sey dem Vater und dem Sohn, samt Heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreyeinigkeit sey Lob und Preiß in Ewigkeit. C N. I. Jebster JEsu! wir sind hier dich Unid dein Wort anzuhoͤren/ len⸗ cke Sinnen und Begier auf die sůs⸗ sen Himmels⸗Lehren, daß die Her⸗ tzen von der Erden gantz zu dir ge⸗ zogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umhuͤllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellen Licht erfuͤllet, gutes Den⸗ cken, Thun und Dichten, mußt du selbst in Uns verrichten. 3. O du Glantz der Herrlichkeit, Licht von Licht aus GOtt gebohren, mach uns gllesamt berest, offne HertzSinn, Mund und Ohren/ vu⸗ ser Beten, Flehn und Singen/ laß HErr JEsu wohl gelingen. 6.Mel. Wohl dem der in ꝛc. Ott Lob der Sonntag koͤmmt herbey, die Woche wird nun wieder neu? Heut hat mein GOrt das Licht gemacht, und JEsus mir das Leben bracht. 2. Das ist der Tag, da JEsus Christ, vom Tode aufevstanden ist, und mit geschenekt Gerechtigkeit, Drost/ Leben⸗ Heyl und Seeligkeit, 3. Das ist der rechre Sonnentag⸗ da man sich nicht gnug freuen mag⸗ da wir mit GOtt versoͤhnet sind/ u. nunmehr werden GOttes Kind. A 4Er⸗ Allgemeine Kirchen⸗Lieder. 4 + Erhalte mir dein Wort, biß du mich bringst zur Himmels⸗Psort: Laß mich hier leben heiliglich, und dorten mit dir ewiglich. (6„ BM. H.8s. Un G0 Lob, es ist voll⸗ bracht, Singen, Lehren, Beten, Höͤren, Gott hat alles wohl gemacht, drum last uns sein Lob vermehren, unser Gott sey hoch gepreiset, daß er uns so reich⸗ lich speiset. 2. Weil der Gottesdienst ist aus, und uns mitgetheilt der Seegen, so gehn wir mit Freud nach Hauß, wandeln fein auf EoOttes Wegen, Gottes Geist uns ferner leite, und zum Guten wohl bereite. 3. Unsern Ausgang seegne Gott, unsern Eingang gleicher Massen, seegne unser taͤglich Brodt, seegne unser Thun und Lassen, JEsu seegne unser Ster⸗ ben, und mach uns zu Himmels Erben. (7 Aus dem 67. Psalm. Gods sey uns gnaͤdig und barmhertzig, und geb uns sei⸗ nen goͤttlichen Seegen. 2. Er laß uns sein Antlitz leuch⸗ ten, daß wir auf Erden erkennen seine Wege. 3. Es seegne uns GOT unser G0T, es seegne uns GOE und gebe uns seinen Frieden, Amen. Achplei mit deiner Gnade bey uns HErr IEsu Christ, daß uns hinfort nicht schade des boͤsen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bey uns Erloͤser werth, das uns beyd hier und dorte sey Guͤt und Heyl beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glan⸗ (8.) D. J. S. dein heilig Wahrheit uns verschantze, damst wir irren nicht. I. Ach bleib mit deinem Ser⸗ gen bey uns du reicher HErr, dein Gnad und all's Vermoͤgen in un reichlich vermehr. 5. Ach! bleib mit deinem Schu⸗ tze bey uns du starcker Held, daß uns der Jeind nicht trutze, und sal die boͤse Welt. ö 6. Ach blesb mit deiner Treue, bey uns mein HErr und GOtt⸗ Bestaͤndigkeit verleihe, hilff ung aus aller Noth. II. Bey Anfang und Be schluß des Kirchen⸗Jahrs. (9.) P. V. Z. Mel. Vater unser im Himmelr. Uf meine Seele sey erfreut, das Kirchen⸗Jahr wird nun erneut, da dir aufs neu daz Heyl-Wort klingt, das dich ei freut, das dich verjuͤngt, ja da⸗ aus GOtt dich neu gebiehrt, und selbst zu GOtt ins Leben fuͤhrt. 2. Der Geist aus GOtt erfulle mich, damit mein Geist ernene sich, und ich vom alten Menschen frey, gantz rein, gantz neu und Christlich sey: Damit mein Mund ermuntre sich, und Gott lobsin⸗ ge stetiglich. 3. So wird auch hurtig seyn mein Ohr, das Wort zu hoͤren mehr als vor: Das Wort das dem das Leben giebt der darnach thut und Glauben uͤbt. Ach JESu gieb, daß diß in mir zur Frucht gedeye fuͤr und fuͤr. (10.) Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛc. IEsu deine fromme Seelen, wiß⸗ Isen ihr Creutz zu verhoͤlen, denn es koͤuumt ein Neues Jahr, Oes koͤmmt mit hoͤchsten Freuden, sich in Christi Hauß zu weiden, denn dort bleibt man ohn Gefahr. tze bey uns du wahres Licht, dein 2. Dieses Jahr ist so dergant g — Iit sets mit , ob gleic 0 wir doch Ialuns leitet 6 ah uns dein %,1 bu olke IpdesGlaubens sch wi endlich sicht⸗erwuͤnsch j und uns det Vohnt. 4. Laß uns m I, sondern vie lhen, daß daß scht, hilff, daß t, dieuls uns2 sd den Wig der! 5. Komm mit Flammen, und Einn zusammen, Asmnnt, und daß! Haise rodie rech sanser Herzin 0 Nel. Ach was! Esu, deiner Gfeuen sich al Nls neu vorhan Altdieshͤssen el Illagzuhören; I war. . Dieses Joht Mlwie Fned u i hat gleich u h uud Ech h sind wir dock hachdein theure Luß es uns und verme Reltweckte Gla an den W. in diesem Halt vnd Hef as mich 1 Uurschange/ hahhi b mit dein nit deinem S Hacher Hetr, Vermogen i moͤgen in a nit deinem Shn fucker Held, N“ nicht trutz udst mit deiner Eie HErr und 000 wellehe Rhilff yst ——— nfang und v Kirchen⸗Jahth. N. V.Z. unser im Himmmell Seele seh erstehh en⸗Jahr wird nt dir aufs neh klingt, das dich ch verjüngt, neu gebiehrt, ins Leben suͤhrt. st aus GOtt eifth mein Geist ernhh vom alten Mensch ein, gantz ne Damit mein Mosln „und Gott lohst Vauch hurtih d4as Wokt zu hl; Das Wort dasheh lt der darnach t übt. Ach VEI in mir zur Hug fr. 00„. Vsollich Sunbegh umme Selen/x hberholen,A Maues Jahr Oi Hten gleuden, 0 iu weiden/d sohn Gefaht. s ist so wiut sem Koth und Asche lieget, so Flammen, und geuß Hertz und ö Pfad der Tugend geht. 1—.— Kirchen⸗Jahrs/dieder. saß wir stets mit Friede prangen onnen, ob gleich ander Land in ind wir doch hoͤchst vergnuͤget, enn uns leitet GOttes Hand. 3. Laß uns dein Wort ferner hoͤ⸗ en, ja du wollst es so vermehren, aß des Glaubens Lichtlein brennt, jaß wir endlich zu den Sternen söchst⸗erwuͤnscht zu kommen ler⸗ en, und uns dein Wort Fromme gennt. 4. Laß uns weiter nicht verzie⸗ sen, sondern vielmehr hoͤchst be⸗ Ruͤhen, daß das Hertz zu Dienste seht, hilff, daß es der Lust entsa⸗ het, die uns ins Verderben jaget, nd den Weg der Tugend geht. 5. Komm mit deinen Feuer⸗ Binn zusammen, daß es uͤbereine simmt, und daß biß zur Himmels⸗ Reise, wo die rechte Seelen⸗Spei⸗ E/ Unser Hertz in Andacht glimmt. (11. 5. Geuß die Flammen deiner Lie⸗ be, nebst dem wahren Tugend⸗ Triebe, gnaͤdig ins Gemuͤth hin⸗ ein, daß wir in dem gantzen Jah⸗ re, ja biß guf die Todten⸗Bahre, fromm zu leben eifrig seyn. (12.) C. B. Mel. Der HErr ist mein getr. ꝛe. Doc Kirchen⸗Jahr ist auch vor⸗ bey, HErr GOtt, nun sey ge⸗ preiset, die Ehre dir geeignet sey/ der du uns hast gespeiset, mit dei⸗ nem Wort und Saerament, das⸗ seibe biß an unser End, uns unbe⸗ nommen lasse. 2. Wir Sünder zwar verdienen recht, also gestrafft zu werden, weil wir uns so gehalten schlecht, auf dieser deiner Erden, daß deinen Stab du setztest fort, und naͤhmest uns dein heiligs Wort, zu unserm ewgen Schaden. 3. Weil aber dir ist wohl be⸗ Mel. Ach was soll ich Suünder ꝛc. (Esu, deiner Kirchen Glieder Ffreuen sich anietzb wieder, auf las neu vorhandue Jahr: Jedes silt die sfuͤssen Lehren, von der Can⸗ sel auzuhoͤren; der es sonst gewaͤr⸗ sig war. 3. Dieses Jahr ist so verflossen, saß wir Fried und Ruh genossen, und hat gleich manch andrer Ort, Kirch und Schul entbehren muͤs⸗ en, sind wir doch frey und geniessen hoch dein theures wahres Wort. 3. Laß es uns noch ferner schal⸗ en, und vermehre bey uns allen sie erweckte Glaubens⸗Frucht, da⸗ nit man den Weg zum Himmel, ier in diesem Welt⸗Getuͤmmel in Hedult und Hoffnung sucht. 4. Laß mich ietzt den Anfang nachen, damit dir vor allen Sa⸗ hen unser Hertz zu Dienste steht, hilff, daß es von Tag zu Tage dem serderbten Fleisch absage, und den kandt, die Schwachheit unster Hertzen, so geben wir in deine Hand dieselben, daß mit Schmer⸗ tzen, sie zeitlich werden heimge⸗⸗ sucht, und bleiben ewig unver⸗ flucht, zu ihrer Seelen Besten. 4. Wir wollen„ so viel an uns ist/ uns fuͤhrohin befleissen: Hilff JEsu! der du huͤl ffreich bist, daß wwir uns so erweisen, daß uus Tauff, Abendmahl und Wort, gegoͤnnet werde fort und fort, auf uns und unsre Erben. 58 5. So werden wir mit frohem Schall, auf unsre Kinder bringen, was uns GOtt geben allzumahl, und mit denselben singen, dem Lamme GOttes Preiß und Ruhm,⸗ biß wir in dessen Eigenthum, gantz werden aufgenommen. 6. HErr JEsu schaffe wahre Lust, sich hertzlich hin zu sehnen, wo uns die beste Kost bewust, du Schoͤnster aller Schoͤnen Gieb Adlergleiche Hertz⸗Begier, daß A wir Advents⸗Lieder. 8 wir dir folgen fur und Fur/ biß in Buͤrd, und durch seine Gnad und Wahrheit, fuͤhrt iur ewigen Klart den Himmel, Amen. III. Vom Ado. Christi. z.D. M. E. Un kommt der Heyden Hey⸗ land, der Jungfrauen Kind erkandt, deß sich wundert alle Welt, GOtt solch Geburth ihm be stellt. 2. Nicht von Manns ⸗Blut noch von Fleisch, allein von dem Heili⸗ gen Geist, ist GOttes Wort wor⸗ den ein Mensch, und bluͤht eine Frucht Weibes⸗Fleisch. 3. Der Jungfrauen Leib schwan⸗ ger ward, doch bleibt Keuschheit rein bewahrt, leucht herfuͤr manch Tugend schon, GOtt da war in seinem Thron. 4. Er gieng aus der Kamer sein, dem Koͤniglichen Saal so rein, GOtt von Art und Mensch ein Held, sein'n Weg er zu lauffen eilt. 5. Sein Lauff kam vom Vater her, und kehrt wieder zum Vater, fuhr hinunter zu der Hoͤll, und wieder zu GOttes Stuhl. 6. Der du bist dem Vater gleich/ fuͤhr hinaus den Sieg im Fleisch, daß dein ewig GOttes⸗Gewalt, in uns das kranck Fleisch erhalt. 7. Dein Krippen glaͤntzt hell und Elar/ die Nacht giebt ein neu Licht dar, dunckel muß nicht kommen drein, der Glaub bleibt immer im Schein. 8. Lob sey GOtt dem Vater gthon, Lob sey; GOtt seinm eingen Sohn,/ Lob sey GOtt dem Heilgen Geist, immer und in Ewigkeit. (I4.) M. W. Mel. Vom Himmel hoch da ꝛe. LD sey dem allmaͤchtigen GOtt, der unser sich erbarmet hat, ge⸗ sandt sein'n allexliebsten Sohn, aus ihm gebohrn im höchsten TChron. 2. Auf daß er unser Heyland wuͤrd, uns freyet von der Suͤnden⸗ heit.—. 3. O grosse Gnad und Guͤtig⸗ keit Otieffe Lieb und Mildigkeit: GO thut ein Werck, das ihm kein Mann, auch kein Engel ver⸗ dancken kan. 4. Gott nimmt an sich unser Natur, der Schoͤpffer aller Crea⸗ tur, er veracht nicht ein armes Leih, Mensch zu werden in ihrem Leib. . Des Vaters Wort von Ewig⸗ keit, wird Fleisch in aller Reinig⸗ keit, das A und O, Anfang und End, giebt sich fuͤr uns in groß Elend. 6. Was ist der Mensch 2. Was ist sein Thun, daß GOtt fuͤr ung giebt seinen Sohn. Was darff unser das hoͤchste Guth, daß er solchs unserthalben thut? 7. O weh dem Volck, das diß veracht, der Gnad sich nicht theil⸗ hafftig macht/ nicht hoͤren will des Sohnes Stimm, denn auf ihm bleibet Gott es Grimm. 8. O Mensch! wie daß du'z nicht verstehst, und dem Koͤnig entgegen gehst, der dir so gantz demuͤthig koͤmmt, und sich dein so treulich annimme. 9. Ey nimm ihn heut mit Freu⸗ den an/ bereit ihm deines Hertzens Bahn, auf daß er komm in dein Gemuͤth, und du geniessest seiner Guͤt. 10. Unterwirff ihm deine Ver⸗ nunfft, in dieser gnadenreich'n Zu⸗ kunfft/ untergieb seiner Heiligkeit/ die Wercke der Gerechtigkeit. II. Wo du diß thust so ist er dein, bewahrt dich fur der Hoͤllen Pein; Wo nicht so sieh dich eben fuͤr, denn er schleust dir des Himmels Thuͤr. 12. Sein erste Zukunfft in die Welt, ist in sanfftmuͤthiger Ge⸗ stalt, die andre wird erschrecklich seyn, 2 — —1 3. Die aber hh, wabenu cht„„und daß sie ok, . 10 Demn Vater ů Uhhon„amt Ee Ehl, dem He In Weiß /in L II Preiß. ke (5½ Mel. Valet w I soll schs W und wie he Uer Welt Verse Seelen Zierl O. emir felbetdie Hls dich erhage Ald feh, 2. Dein Zion ft Aud grüne Zwei Vl dir in Pfa HNaluen Siun m Hügen,in feeter Iud deinem Nan kan und weiß. 3. Was hast d Heitem Trost un Eid Geele sassen Eade Als mir! Van, da Ftied y Io hist du, meir Ed hast wichffro 6 Kag fl Uukomñt und; Eadin Spott Fahmst und m l mch hoch hendst mir gro Aht Ait veret Machthum thut „WMahto, nich S U mir vons APdsgellebte; Ale Wattiihre Aogffen Iunn Mundin rusa Hunhag. 10 III osserpei Uni Orndud syn, den Gortlosen zu grosser Pein. chitturewigen Kl,.13. Die aber ietzt in CHristo sehn, werden alsdenn zur Freud Oud und Günh. iugehn„ und besitzen der Eugel Lieh und Mildigket. Chor, daß sie kein Ubel mehr be⸗ an Werck, dad sihr. uch kein Engeli. vA. Dem Vater in dem hoͤchsten ö hron, samt seinem eingebohrnen zumt an sich unh Hohn, dem Heilgen Geiste glei⸗ Schipffer alet En. Her Weiß, in Ewigkeit sey Danck cht nicht ein arez iid Preiß. zu werden in ihreh(15.) P. G. 19 Miel. Valet will ich dir geben. 15 Wort von Eij Je soll ich dich empfangen? isch in aler Rensh. V und mie begegn ich dir? O 0, Ansang uh gler Welt Verlangen„Omeiner 0 fur uns in gih Heelen Zier 1 O JEfu, Jesu so⸗ e mir selbst die Fackel bey, damit ir Mensch 7. Vi. sas dich ergötze mir kund und wis⸗ daß Gokt sür um, sind sey. hn, Was da z. Dein Zion strent die Palmen hste Guth, daßg Ind Zrüne Zweige hin, und ich lbenthut? gill dir in Psalmen ermuntern m Vulck, daß In meinen Sinn, mein Hertze soll dir uod sichricht heil/ guͤnen, in stetem Lob und Preiß licht hören willdg/ und deinem Namen dienen/ so gut um, denn gufihn C Katt und weiß. Erimm. 3. Was hast du unterlassen„ zu sch. mie daß dul geinem Trost und Freud, als Leib „ und dem Küsh und Seele sassen, in ihrem groͤsten f„ der dir so uh Reyd2 Als mir das Neich genom⸗ umt, und sich vu, sen, da Fried und Freude lacht, u bist du, mein Heyl, kommen, immt. ihn heut mit Ret,/ Ind hast mich froh gemacht. Ihmdemes Herzah. 4. Ich lag in schweren Banden, koͤmmst und machst mich loß, ich sund in Spott und Schanden, du ummst und machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren, und 1f er komm in. dl du geniesset s uß ihm deihe ö ö uf Inba shenckst mir grosses Gur, das sich W Helich WVüccht laͤst verzehren, wie irdisch I. Ulet ö Reichthum thut. Gechtiakeit.„ I. Michts, nichts hat dich getrie⸗ 6. Das schretb dir in dein Hertze, du hoch⸗betruͤbtes Heer, bey dene Gram und Schmeitze, sich haͤuff ie mehr und mehr, send unverzagt⸗ ihr habet die Huͤlffe vor der Thuͤr⸗ der eure Hertzen labet und trostet steht allhier. 254 7. Ihr duͤrfft euch nicht bemuͤ⸗ hen, noch sorgen Tag und Nacht⸗ wie ihr ihn wollet ziehen, mit eurer Arme Macht. Er koͤmmt„Bet koͤmmt mit Willen/ ist voller Lieb. und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewust. 8. Auch duͤrfft ihr nicht erschre⸗ cken, für eurer Sunden⸗Schuld, nein! JIEsus will sie decken, mit seiner Neb und Huld! Er koͤmmt, er koͤmmt den Suͤndern zu Drost und wahren Heyl, schafft daß bey GOttes Kindern verbleib ihr Erb und Cheil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreyen, der Feind und ihrer Tuͤck ꝛ der HErr wird sie zerstreuen, in einem Augenblick. Er koͤnmt, er koͤmmt ein Koͤnig, dem warlich alle Feind, guf Erden viel zu we⸗ nig/ zum Wiederstande seynd. 10. Er koͤmmt zum Welt⸗Ge⸗ richte, zum Fluch dem, der ihm flucht: Mit Gnad und suͤssem Lich⸗ te, dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, O Sonne, und hohl uns allzumahl, zum ew⸗ gen Licht und Wonne, in deinen Freuden⸗Saal. (16.) P. G. Mel. Werde munter mein ꝛc. Wum wilt du draussen ste⸗ hen, du Gesegneter des HErrn? Laß dir bey mir eiuzuge⸗ hen, wohl gefallen du mein Stern. Du wein JEsn, meine Freud, chussoster del Een zu mir vons Himmels Zelt, 0 Hlee s das geliebte Lieben, damit du dcchebenfüthest ale Welt,in ihren tausend Plageu, 6 Himmels T Ind grossen Jammer⸗Last, die kein 1% ulansst Uülh[ Rand kan aufagen, so fest umfan⸗ suuftnuneheg 10 Jen haft. I.d erschtennd: 6vild j ö Helffer in der letzten Zeit: Hilff, O Heyland, meinem Hertzen, don den Wunden, die mich schmertzen. 2. Meine Wunden sind der Jam⸗ mer/ welchen offtmahls Tag und A 3 Nacht Ir Advents Lieder. Nacht, des Gesetzes starcker Ham⸗ mer, mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donner⸗ Stimm, die mir GOttes Zorn und Grimm, also tieff ins Hertze schlaͤget, daß sich all mein Bluͤt beweget. ö 3. Darzu koͤmmt des Teufels Luͤgen, der mir alle Gnad absagt/ Als muͤßt ich nun ewig liegen, in der Hoͤllen/die ihn plagt. Ja auch was noch aͤrger ist, so zerschmettert und zerfrißt mich mein eigenes Gewissen mit vergifften Schlangen⸗Bissen. 4. Will ich denn mein Elend lindern, und erleichtern meine Noth/ bey der Welt und ihren Kin⸗ dern,/ fall ich vollends in den Koth: Da ist Trost, der mich betruͤbt, Freude, die mein Ungluͤck liebt, Helffer, die mir Hertzleyd machen, gute Freunde die mein lachen. . In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht krasstloß waͤr. Hab ich Hoheit, die ist fluͤchtig. Hab ich Reichthum/ was ists mehr, als ein Stuͤcklein armer Erd? Hab ich Lust; Was ist sie werth? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 6. Aller Trost und alle Freude, ruht in dir, HErr JESu Cbrist: DeinErfreuen ist die Weide, da man sich recht froͤlich ißt. Leuchte mir, O Freuden⸗Licht, ehe mir mein Hertze bricht: Laß mich HErr an dir erqvicken: IESu komm, laß dich erblicken. 7. Freu dich Hertz, du bist erhoͤret/ ĩetzo zeucht er bey dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur will⸗ kommen seyn, und bereite dich ihm zu/gieb dich gantz zu seiner Ruh, oͤff⸗ ne dein Gemuͤth und Seele, klag ihm, was dich druͤck und qvaͤle. 8. Was du boͤses hast begangen, das ist alles abgeschafft: GOttes Lebe nimmt gefangen, deiner Suͤn⸗ den Macht und Krafft; Christi 406 Sieg behaͤlt das Feld/ und was i, In icht und ses in der Welt sich will wieder zuslgcben, bep⸗ dich erregen, wird zu lauter Gluͤc und Seegen. 9. Mles dient zu deinem From⸗ Meitet doe Weg dem arol heSteige nch men, was dir boͤß und schadlich hust. Machta scheint: Weil dich Christus ange⸗ Thal laßtfer nommen, und es treulich mit din ging, was meynt. Bleibst du deme wieder hummißz, gleich treu, ists gewiß und bleibt dabem z Ein Hert, daß du mit den Engeln droben, ihn, dey Sotia dort ewig werdest loben. .) V. I. El Hertz, das AtAngst zucrn Mel, Helfft mir Gottes Guͤte zr. zurichtigi u — Mon betrachtet diese Zeit, in der der Uberwinder, der HErr den Herrlichkeit, sich aͤussert seiner Ehr, ver laͤst den Thron der Freuden, un koͤmmt fuͤr uns zu leiden, von sei nem Vater her. 2. Bereitet eure Hertzen, em⸗ pfaht recht diesen Gast, er lindert eure Schmertzen, erwirbt euch e wig Rast: O wohl und aber wohl dem, der sein Hertz ihm leeret/ und ihm zum Gast begehret, daß er drinn wohnen soll. 3. Dann er wird ihn begaben) mit ewger Himmels⸗Lu st, und oh⸗ ne Ende laben, mit Freud, die sonsi nicht kost ein Mensch, der diese Welt und Eitelkeit nachhanget, und in Wolluͤsten prauget; Wohl dem/ der GOtt gefaͤllt. 4. Nun JESu schau, ich gebe zur Wohnung dir mein Hertz, mit Seel und Geist ich lebe, zu Dienst in Lust und Schmertz, dir eintzig und allein. Ach komm und mich erfreue, mit deiner Lieb und Treue, laß mich dein eigen seyn. (18.) V. T. Mel. Helfft mir Gottes Guͤte ꝛe⸗ M Ernst, O Menschen⸗Kin⸗ der, das Hertz in euch be⸗ stellt: Bald wird das Heyl der Suͤnder, der wunder⸗starcke Held/ den GOtt aus Gnad allein der Welt zum It Erust, O Menschen⸗Kin, Iaten, dask an f zudem könmt J 4. Das war V, das war Ihe kruffet den mit e Uscht giebt Geht huch auch mich, Iusppen/ so soll ust Ruhm erhebe 000 M Mel. Hast du d Ommst du n Himmel he IUlyun der Him uiget werden Imdich mein J. Inngen zu Men 3. Was ich ir Hllch Sterben v IM, Wsu, dun I eifohren, gi Aein Jammer; Iichda dugebohr . Teussel und Ubhaleen zufan lder verschli Heddammen; Y. Rude den Jan Wldediepällch V Oieb mür, 0 Rur Ged ehe des L Hattte 5 Hichrochdenen n Oabendnd FFFFFF*—— V Advents⸗Lieder. 14 Lelt sih wil wn um Licht. und Leben versprochen] g. Fuͤhr mich endlich, O JE⸗ nird zul uihe hat zu geben, bey allen kehren ein. su ins ewige Leben, welches du Wulauter Gd 2. Bereitet doch fein tuͤchtig, allen, die glaͤuben„ versprochen ut zu deine den Weg dem grossen Gast, macht zu geben, da ich bey GOtt, ohne r böß. Hud eine Steige richtig, last alles was Noth, Jammer und Tod, ewig dich Eh R rhaßt. Macht alle Bahnen recht, in Freuden kan schweben. ö is meulh hl die Ehal last seyn erhoͤhet, macht(30.) E. C. E 11⁷ n init niedrig, was hoch stehet, was Mel Ach was soll ich Suͤnder ꝛc. l ulale ulh Keumum iße gleich und shlecht„Konmest konmß di Lichz REl lecbt dalgg 3. Ein Hertz, das Semuth lie⸗X der Heyden, ija du koͤmmst und des 10 nötobegysa het, bey GOtt am hoͤchsten steht saumest nicht, weil du weist„was 4r. Ein Hertz, das Hochmuth übet, uns gebricht, O du starcker Trost An. nit Angst zu Grunde geht; Ein Hertz im Leiden! JEsu, meines Her⸗ mit Gottes Hüten. gas richtig ist, und folget GOttes tzens Thuͤr/ stehr dir offen, komm „O Masschenehiß keiten, das kan sich recht bereiten u mirt. achtet diese Zeit, u dem koͤmmt JEsus Christ. 2. Ja du bist bereit zugegen, du Iber, der Heus 4. Das war Johannis Stim⸗Weit⸗Heyland, Jungfrau⸗Sohn, Hhässert siner Eh me, das war Johaunis Lehr; GOtt meine Sinne sruhren schon, dei⸗ on der Freuden, Rd traffet den mit Grimme, der ihm nen Gnaden⸗vollen Seegen: Dei⸗ u leiden, yon s gicht giebt Gehoͤr OHErr GOtt, ne Wunder⸗Seelen⸗Krafft, deine nach auch mich, zu deines Kindes Frucht und Hertzens⸗Safft. Rrippen, so sollen meine Lippen,Z. Adle mich durch deine Liebe, eüre Hettzen e sen Gast, er Iinda xuit Ruhm erheben dich. IEsu, nimm mein Flehen hin, en, emmubt euchte uut Rub 0 C F. N schaffe, daß mein Geist und Sinn wohl und aber wohh n sich in deinem Lieben uͤbe: Sonst N.abihmlertkt Iy. Mel. Hast du denn Jesu dein ꝛc. szu lieben dich, mein Licht, steht in . hegehret„ daßt Koumt du nun, JEsu, vom meinen Kraͤfften nicht. sol Himmel herunter auf Erden, 4. JEsu/ rege mein Gemuͤthe, JE⸗ mwitd ihn begth,. spll nün der Himmel und Erde ver⸗su oͤfne mir den Mund, daß dich mei⸗ nmele Gu, Hih, siniget werden? Ewiger GOtt,nes Hertzens Grund, innig preise „ mit gleud,diesin san dich mein Jammer und Noth, fur die Guͤte, die du mir O See⸗ Mensch, der dih sringen zu Menschen⸗Geberden? len⸗Gast! Lebenszeit erwiesen hast. stelket Hochherhh. 2. Was ich in Adam und Eva. Laß durch deines Geistes Ga⸗ Felpranget; Isl. surch Sterben verlohren, Hhast du hen, Llebe, Glauben und Gedult, t gefallt nir, JEsu, durch Leben und Lei⸗ durch Bereuung meiner Schuld, Sh chiu, ich0/ sen erkohren, gütiger Gott, allesnich zu dir seyn hoch erhaben; Iuwen Hatz,n siein Jammer und Noth, endet Dann so will ich fur und fuͤr, Ho⸗ sichlehe, Iu Sin sch da du gebohren.... sianna singen dir. chmerh, dir 0 nd betteneuben 70 11 1(31. B. H, XW komm und M Int mmen, wollen mit 4. 10 W Euͤnder verschlingen und ganzlich Vom Himmel 108. riner serdammen; Maͤchtiger GOTL, WV dancken dir HErr J igensthn ende den Jammer und Noth: Christ, daß du vom Himmel ) V. I. Filge die hoͤllischen Flammen. kommen bist, und hast als ein KLo⸗ us Gottes Btel. 4, Gieb mür, B JEsu„ nurnig gerecht /erloͤst das gantz mensch⸗ mmo Mrenschan ash, seilige gute Gedanckenj halte die lich Geschlecht. m⸗ Hert il te Plieder des Leibes in Hheiligen.. und Jan alem 2. Oset ein/ 155 903 Hell I Schrancken: Heiliger GOtt, laß sansstmuͤthig auf ein'm Ese und , in derwd n Glauben dir dancken. Inad allein B en dir ö 14 3. Ul 15 Adyents Lieder. 16 3. Also wollst, HErr auch bey uns seyn, in unsre Hertzen ziehen rin, daß uns der Teuffel, Tod und Sůͤnd nit seiner Macht nicht uͤber⸗ wind. 4. So wollen wir mit grossem Schall, dein'n Nahmen ruͤhmen uͤ⸗ berall, biß wir in Himmel gehen ein, zu dir und deinen Eugelein. 22.) M W. Mel. Vom Himmel hoch da 2. Von Adam her so lange Zeit, war unser Fleisch vermale⸗ deyt, Seel und Geist biß in Todt verwund, am gantzen Menschen nichts gesund. 19 17 2. Uns hatt' umfangen grosse Noth/ uͤber uns herrschte Suͤnd und Dod, wir suncken in der Hoͤl⸗ len Grund, und war niemand der helffen kunt. 3. Gott sah auf aller Menschen Staͤtt, nach einm der seinen Wil⸗ len thaͤt/ er sucht ein'n Mann nach feinem Muth, fand aber nichts denn Fleisch und Blut. 4. Denn die rechtschasfne Hei⸗ ligkeit, Wuͤrdigkeit und Gerechtig⸗ keit, hatten sie in Adam verlohrn, aus welchem sie waren gebohrn. 5. Als er solch groß Siechthum er⸗ kandt, und keinen Artzt noch Helffer fand, dacht er an seine grosse Lieb, und wie sein Wort warhafftig blieb. 6. Sprach: Ich will Barmher⸗ tzigkeit thun, fuͤr die Welt geben meinen Sohn, daß er ihr Artzt und Heyland sey, sie gesund mach und henedey. 7.Er schwur ein Eyd dem A⸗ braham, auch dem Davsd und sef⸗ nem Stamm, verhieß ihn n zu geben den Sohn, und durch ihn der Welt Huͤlffe thun. 8. Er thaͤts auch den'n Prophe⸗ ten kund, und breit es aus durch ih⸗ ren Mund, darum Koͤnig' und fromme Leirt/ sein warten von fehr Ianger Zeit. 9. Ob sie wohl, wie ihr Hertz be⸗ gehrt, deß leiblich nicht wurdes gewaͤhrt: Doch hatten sie im Glauben Trost, daß sie sollten werden erloͤst. von welcher Jacob prophezeyt, laß er ihm eine Jungfrau aus, einm Mann vertraut von Davids Hauß II. In der wuͤrckt er mit feine Krafft, schuff vom Blut ihrer Jungfrauschafft, das rein und be⸗ nedeyte Kind, bey dem man Gnad und Warheit find. 12. O Christe henedeyte Frucht/ empfangen rein in aller Zucht, ge⸗ benedey und mach uns frey, sey unser Heyl/ Trost und Artzney. 83.) M. M. S. Mel. Von Gott will ich nicht laßen. Nun jauchtzet all ihr Frommen, Uin dieser Gnaden⸗Zeit, weil unser Heyl ist kommen, der HErt der Herrlichkeit, zwar ohne stolzen Pracht, doch maͤchtig zu verher⸗ ren, und gaͤntzlich zu zerstoͤhren/ des Teuffels Reich und Macht. 2. Er koömmt zu uns geritten auf eiem Eselein, und stellt sich in die Mitten, fuͤr uns zum Opffel ein. Er bringt keinzeitlich Guth/ er will allein erwerben, durch sei⸗ nen Tod und Sterben, was wig waͤhren thut. 3. Kein Seepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt, im hohen Himmels⸗Throne, ist ihm sein Reich bestellt: Er will hie seine Macht und Majestat verhuͤllen, biß er des Vaters Willen, im Lei⸗ den hat vollbracht. 4. Ihr, grossen Potentaten⸗ nehmt diesen Konig au, wann iht euch wollet rathen und gehn die kechte Bahn, die zu dem Himmel fuͤhrt, sonst wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Hoheit trachtet, euch Gottes Zorn denn ruͤhrt. 5. Ihr Armien und Elenden, in dieser boͤsen Zeit, die ihr an 1* müfhe 10. Da aber kam die rechte Zeit/ dennocht Wallage Ung und. Igrend. Er I Halt eute Lame stz ein gewart. N Bahn. (4½% Mel. Valetwi VE Brul fen Hast, Huf Ge schlaffen, in Ei Hast, hald h die Lampen, Rrffen un Aem Angesicht. „ Da werden o Heßlandsche An Blut und hel gufgethan, Geh, Prorhetz Mietrer und5 ihe grosse Jahl 3. Die werde llaihre Brider sscht schanen, n ein, tir n MRechten Y Iun Hott ab Heshegif. 4½ Gott wird A, einm ied Alge Eron de hsleundlichk Mrustdrück Alellich, an L shnücen mit . Da wid I V Hlich nicht Wurdeh ch rte ste in daß sie solten kam die kochte 3. Kobprophezeyt, 0 Ugfean aus, eisin kyon Dabids Ha wurckt er mit feitt I. Vom Blut ihite st, das tein Undhe⸗ hey dem man Ghsd ind. benedeyte Frucht in aller 31 90 nach uns frey, sh stund Artzney. M.M. S, killich nicht laßch Tall ihr Frommeh Gnaden⸗Zeit, wef kommen, der HeEn. „ Wat ohne stolge machtig zu verhtz glich zu zersioͤhkeh leich und Macht, mt zu uns geriteh lein, und stoͤlt sch 4 5 fur uns zuta Oyffth gtkeinzeitlich Hut) twerben, durch sh Sterben, was eter, keslle Kah sser Belt, imhoheh tone, ist ihm Er will Hief Masesiat vethuͤle, ters Willen ind icht. Ossen Moteftatel Lonsgalt, wamnih arhen und gehn N .e dem Himl ochr n Lrachtt Wheit trachtet/ u 7 Abvents⸗Lieder. 18 Enden, mũsthaben Angst und Leid, ddennoch wohlgemüth,last eure Llder klingen, und thut dem Koͤnge singen, der ist eur hoͤchstes Guth. 6. Er wird nun bald erscheinen, seiner Herrlichkeit, und all eur Wug nd Weinen verwandelen Freud. Er ists der helffen kan, halt eure Lampen fertig, und seyd stets sein gewaͤrtig/ er ist schon auf der Bahn. (24.) M. F. Mel. Valet will ich dir geben /ꝛe. Die Braͤutgam wird bald ruf⸗ fen: kommt all ihr Hochzeit⸗ Gaͤst, hilff GOtt, daß wir nicht schlaffen, in Suͤnden schlummern fest, hald habn in unsern Haͤnden die Lampen, Oehl und Licht/ und duͤrffen uns nicht wenden von sei⸗ nem Angesicht. . Da werden wir mit Freuden, den Heyland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Him⸗ mel aufgethan, die lieben Patriar⸗ chen, Proöyheten allzumahl„ die Maͤrtrer und Apostel/ mit ihn'n eine grosse Zahl. 3. Die werden uns annehmen, als ihre Bruͤderlein, sich unser gar gicht schaͤmen, uns mengen mit⸗ ken ein, wir werden glle treten, zur Rechten JEsu Christ, als un⸗ sern GOtt anbeten, der unsers Fleisches ist. 4. GOtt wird sich zu uns keh⸗ ren, einm ieden setzen auf ein' guͤldge Cron der Ehren, und her⸗ zen freundlich drauf, wird uns an sein Brust druͤcken, aus Lieb gantz Vterlich, an Leib und Seel uns schmuͤcken mit Gaben mildiglich. . Da wird man hoͤren klingen die rechten Saͤiten⸗Spiel, die Mu⸗ ie uns wird hringen, in GOtt der Freuden viel, die Engel werden singen, all Heilgen GOttes gleich, smit himmelischen Zungen ewig 6. Er wird uns ifröͤlich leiten ins ewge Paradeiß, die Hochzeit zu bereiten, zu seinem Lob und Preiß, da wird seyn Freud und Wonne, in recht er Lieb und Dreu, aus GOttes Schatz und Brunne, und taͤglich werden neu. 7. Also wird GOtt erloͤsen, uns gar aus aller Noth, vom Teuffel, allem Boͤsen, von Truͤbsal, Angst und Spott, von Trauren, Weh und Klagen„ von Kranckheit, Schmertz und Leid, von Schwer⸗ muth, Zorn und Zagen, von alley boͤsen Zeit. (25.). M. C. K. Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛe. Osianna Davids Sohne! der soll hochgelobet seyn, der ius HErxren Nahmen ein kommet von des Hoͤchsten Throne. Durch die Welt erschallund gehe: Hosianna in der Hohe! 2. Den die Alten mit Verlan⸗ gen, offt gewüͤnscht, geruffen offt/ seinen Eintritt stets gehofft der laͤst sich von uns empfangen. Durch die Welt erschall und gehe: Hostanna in der Hoͤhe! 3. Die geneigten Himmel thau⸗ en, Und die Wolcken brechen an, daß man den Gerechten kan nun in unserm Fleische schauen. Durch die Welt erschall und gehe: Hosi⸗ anna in der Höhe.. 4, Kommt dem Koͤnig ietzt zu hulden, treuer unterthanen Pflicht! denn ihr sollet ferner nicht fremde Dien stbarkeit erdulten: Durch die Welt erschall und gehe: Hosianna in der HHhe 5. Kommet her, ihr bloͤden Her⸗ tzen! seht des HErren Sanftmuth an! seine Guͤtigkeit die kan heilen alle Suͤnden⸗Schmertzen. Durch die Welt erschall und gehe: Hosi⸗ anna in der Hoͤhe! 6. Seht ihr! Suͤnder, den Ge⸗ in Gottes Reich. rechten, der euch seine Heiligkeit A 5 an 19 Von der Geburth Christi 20 anlegt als ein Ehren⸗Kleid, und will eure Sach verfechten. Durch die Welt erschall und gehe: Hosi⸗ anna in der Hoͤbe! 7. Seht den Helffer willig kom⸗ 4. Durch das gehoͤrte Wort all⸗ lein, kehrt er bey ieden Christen ein, ders nur recht nimmt zu Her⸗ tzen, wer nicht betracht diesen Ad⸗ vent, Christum durchs Wort nicht men/ euch zu rathen in der Noth, in recht erkennt, der wird das Hehl dem Leben, in dem Todt, als den er auf sich genommen; Durch die Welt erschall und gehe: Hosianna in der Hoͤhe! 8. Seht ihr Armen! Seht den Armen, der von seiner Armuth ouch hier und ewig machet reich.Er will euer sich erbarmen. Durch die Welt erschall und gehe: Hosianna in der Hoͤhe. 9. Nehmt der Frommen ihr Verlangen, nehmt den edlen Re⸗ gen an!l Macht dem Koͤnig Ort und Bahn, den Gerechten zu empfan⸗ gen. Durch die Welt erschall und gehe: Hosianna in der Hoͤhe! 10. Laßt die Sanfftmuth euch er⸗ goͤtzen, jauchtzet eurem Helffer zu, laßt sein reiches Armuth nu eure Duͤrfftigkeit ersetzen. Durch die Welt erschall und gehe: Hosianna in der Hoͤhe (26.) D. B. D. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. Wuch auf, du werthe Christen⸗ heit, nimm wahr der freu⸗ denreichen Zeit, dein Heyl ist nun vorhanden, des Tages Licht ist wie⸗ derbracht, vergangen ist die finstre Nacht/ daher grob Freud entstandẽ. 2. Denn Gottes Sohn koͤmmt uns zu gut, nimmt an sich unser Fleisch und Blut, will unser Bru⸗ der werden, bald wird bey uns diß Kindelein als wahrer GOtt und Mensche seyn, und bringen Fried t auf Erden. 3. Du Tochter Zion freu dich sehr, auf einem Esel koͤmmt der HErr, am Creutze will er sterben, wohl dem, der seine Zuversicht und Glauben auf ihn hat gericht, der wird das Heyl ererben. verschertzen. 5. Hilff Vater, hilff du wahres Licht, wenn halten wird dein Sohn Gericht, daß wir recht wohl beste⸗ hen, und wie die klugen Jungfraͤu⸗ lein, mit Lampen schoͤn gezieret seyn, zur Hochzeit auch eingehen. IV. Von der Mensch⸗ werdung und Geburth Christi. (27.) D. M. L. Luc. II. Om Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Maͤhr, der guten Maͤhr bring ich so viel, davon ich singen und sagen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut ge⸗ bohrn, von einer Jungfrau auser⸗ kohrn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Won⸗ ne seyn. 3. Es ist der HErr Christ unser GOtt, der will euch fuͤhrn aus al⸗ ler Noth, Er will eur Heyland sel⸗ ber seyn, von allen Sůͤnden machen rein. ů 4. Es bringt euch alle Seelig⸗ keit die GOtt der Vater hat be⸗ reit daß ihr mit uns im Himmel⸗ reich/sollt leben nun und ewiglich. 5. So mercket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht: Da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhaͤlt und raͤgt. 6. Deß laßt uns alle froͤlich seyn/ und mit den Hirten gehn hinein, zu sehen, was GOtt hat beschehrt, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merck auf mein Hertz und sieh dorthin, was liegt dort in dem Krippelein? Weß ist das Ham in⸗ 1 —4272 sshelen? Es slah. Biß willis ftt den Suͤnd Ahash und böm I Wie si nk. WIe Ndir? 5 Ach hEkt! Ool wie bist do ß du da Ligt Rbomein Rind! 10, Und wä! hlheit, von Ed hereit; Eo mit llein, zu senten II. Der Samn hen dein, das Windelen, dar ioh und eech he dein Himmeleeic I2. Das hat als Wahrheit anzuze r Welt Macht srdir nichts gilt hut, . Ach! mein Asnlmach dir ei l zu ruhn in Ectein, daß ic . 14, Dabon ich Uspringen, st s techte Susg Hathens⸗Lustim . Lob, Ehr s sel Thron, dern gen 9 Cugel Schaar sch Mues 1 W bey iꝛden Chni icht nimmt 0 hetracht Nesnndhs durchs Woctnich der wird das Hrl „ hilfbuwahtt den wird dein Sohs recht wohl dest klugen Zungsed⸗ wen schan gezsegg it auch eingehen. ——— der Mensch Heburth Chrifi I. L. Luc. II. el hoch da konhh hhring euch guth „ der guten Mihn davon ich singg Kindlein heut g⸗ Jungfrau auset udelein so zart ug Freud und Wo HErr Chiis dust euch füͤhin aus sj illeut Hehlandsl enn Suͤnden machth euch alle Seils der Vater hat l6 uns im Hinnb nun und ewiolch, nun das Jach ven, Wildela ndet iht daz Hfd leftölchsl Wn gehnhiun Holt hat hehhht/ uCohn vercht mein Herßeu licgt dottilde I 2¹ Welt ehilt x 00 000 f6 3 Von der Geburth Christi. 22 Kindelein? Es ist das liebe JE⸗ sulein. 8. Biß willkommen du edler Gast! den Sunder nicht verschmaͤ⸗ het hast/ und koͤmm st ins Elend her zu mir. Wie soll ich immer dan⸗ cken dir ꝛ 9. Ach HErr! du Schoͤpffer aller Singl wie bist du worden so gering/ daß du da liegst auf duͤrren Graß, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und waͤr die Welt vielmahl so weit, von Edelgestein und Gold bereit; So waͤr sie dir doch viel zu klein, zu seyn ein enges Wiegelein. 1. Der Sammet und die Sei⸗ den dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du Koͤnig so groß und reich/ herprangst als waͤrs dein Himmelreich. I2. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie al⸗ ler Welt Macht, Ehr und Guth, 1 dir nichts gilt, nichts hilfft noch thut. I3. Ach! mein hertzliebes IEsu⸗ leinl mach dir ein rein sanfft Bette⸗ lein, zu ruhn in meines Hertzens⸗ den daß ich nimmer vergesse ein. 14. Davon ich allzeit froͤlich sey, zu springen, singen immer frey, das rechte Susannine schon, mit Hertzens⸗Lust im suͤssen Thon. 15. Lob, Ehr sey GOtt im hoͤch⸗ sten Thron, der uns schenckt seinen eingen Sohn: Deß freuet sich der Engel Schaar, und bringet uns solch Neues Jahr. (28.) D. M. L. Nom Himmel kam der Engel Schaar, erschien den Hirten affenbahr, sie sagten ihn'n: Ein Nindlein zart, das liegt dort in der Rrippen hart. 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkuͤndigt hat, es ist der HERRE JESUS Christ, der euer aller Heyland ist. 3. Deß sollt ihr billig froͤlich seyn, daß GOtt mit euch ist worden ein, er ist gebohrn eur Fleisch und Blut/ eur Bruder ist das ew'ge Guth. 4. Was kan euch thun die Suͤnd und Todt? Ihr habt mit euch den wahren GOtt, laßt zuͤrnen Teuffel und die Hoͤll, Gotts Sohn ist wor⸗ den eur Gesell. 5. Er kan und will euch lassen nicht/ setzt nur auf ihn eur Zuver⸗ sicht, es moͤgen euch viel fechten an, dem sey Trutz, ders nicht las⸗ sen kan. 6. Zuletzt muͤst ihr doch haben recht/ ihr seyd nun worden GOttes Geschlecht, deß dancket GOtt in Ewigkeit, gedultig/ froͤlich allezeit. (29.) D. M. L. Gobet seyst du JIEsu Christ, daß du Mensch gebohren bist/ von einer Jungfrau, das ist wahr⸗ des freuet sich der Engel Schaar. Kyrieleis. 2. Des ewgen Vaters einig Kind, ietzt man in der Krippen find, in unser armes Fleisch und Blut,/verkleidet sich das ewge Gut. Kyrieleis. 2 3. Den aller Welt Kreiß nie be⸗ schloß/der liegt in Marien Schooß, er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhaͤlt allein. Kyxieleis. 4 Das ewge Licht geht da her⸗ ein, giebt der Welt ein n neuen Schein, es leucht wohl mitten in der Nacht, und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Der Sohn des Vaters GOtt von Art, ein Gast in der Welt hie ward, und fuͤhrt uns aus dem Jam⸗ merthal, er macht uns Erben in seinm Saal. Kyrieleis. 6. Er ist auff Erden kommen arm,/ daß er un ser sich erbarm, und in dem Himmel mache reich/und sei⸗ nen liebenEngeln WeDn 7. Da Von der Geburth Christi. 7. Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an, deß sreu sich alle Christenheit, und dauck ihm deß in Ewigkeit. Ky⸗ RNeleis. 6⁰.) D. M. L. CSHristum wir sollen loben schon, der reinen Magd Marien Sohn, so weit die liebe Sonne leucht, und an aller Welt Ende reicht. 3. Der seelig Schoͤpffer aller Ding, zog an eins Knechtes Leib gering, daß er das Fleisch durchs Fleisch erwuͤrb, und sein Geschoͤpff nicht gar verduͤrb. 3. Die goͤttlich Gnad vom Him⸗ mel groß, sich in die keusche Mut⸗ ter goß, ein Maͤgdlein trug ein heimlich Pfand, das der Natur war unbekandt. 4. Das zuͤchtig Hauß des Her⸗ tzens zart, gar bald ein Tempel Hottes ward, die kein Mann ruͤh⸗ ret noch erkannt, von GODTes Wort man schwanger fand. 5. Die edle Mutter hat gebohrn, den Gabriel verhieß zuvorn, den Sanet Johanns mit Springen Leib⸗ da er noch lag in Mutter eib. 6. Er lag im Heu mit Armutb groß, die Krippen hart ihn nicht verdrostn es war ein kleiye Milch Imn Sphiß, der nie kein Voͤglein hungern ließ. 7. Des Himmels Choͤr sich freu⸗ en drob, und die Engel singen Gott Lob, den armen Hirten wird vermeldt, der Hirt und Schoͤpffer aller Welt. 8. Lob, Ehr und Danck sey dir gesagt, Ehrist gebohrn von der rei⸗ nen Magd, mit Vater und dem 61. E. B. x Der Tag der ist so freudenreich aller Creature: Denn Got⸗ tes Sohn vom Himmelreich, uͤbet die Nature, von einer Jungfrau ist gebohrn, Maria du bist aulser⸗ kohrn, daß du Mutter wärest. Was geschah so wunderlich? Got⸗ tes Sohn vom Himmelreich der ist Mensch gebohren. 2 VIn Kindelein so loͤbelich, ist uns gebohren heute, von einer Jungfrau saͤuberlich, zu Trost uns armen Leuten. Waͤr uns das Kinde lein nicht gebohrn, so waͤrn wir all⸗ zumahl verlohrn, das Heyl ist unser aller. Ey du suͤsser JEsu Chyist, der du Mensch gebohren bist, behüt uns fuͤr der Hoͤlle. 3. Als die Sonn durchscheint das Glaß mit ihrem klaren Scheine, und doch nicht versehret das/somel⸗ cket allgemeine: Zu gleicher Weiß gebohren ward, von einer Jun frau xein und zart, GOttes Sohit der Werthe, in eine Krippen ward er gelegt/ große Marter fuͤr unt traͤgt, allhier auf dieser Erde. 4. Die Hirten auf dem Felde warn, erfuhren neue Maͤhre, von den Engelischen Scharn, wie Christ gebohren waͤre, ein Koͤnig uͤber alle Koͤnige groß, Herods die Red gar sehr verdroß, aussandt er seine Bo⸗ then. Ey wie gar eine falsche List⸗ erdacht er wieder IEsum Christ die Kindlein ließ er toͤdten. 62.) N. I. Obt Gott ihr Christen allzu⸗ gleich, in seinem hoͤchsten Thron. der heut aufschleust sein Himmel⸗ reich, und schenckt uns seinen Sohn 7 2. Er koͤmmt aus seines Vatens Schooß, und wird ein Kindles klein, er liegt dort elend nackt und bloß, in einem Krippelein 0 10 Heilgen Geist, von nun an biß in Ewigkeit. 3. Er aͤussert sich all seiner walt/ wird iedrig und gering/ er nimmy + 20* Ihhht an 0 l lt det Schöyf 4. El, liegt u Hus,ihr Mila demm die E. ler is: David 5. Das aus se Fuicsen solt, in. hurch welchen E sult, ein Reich „Er wechselt Ich„ Hleisch un h Und giebt u Rach, die klaxe 0 7. Ex wixd ein Ain Herr,, das on, wief Ucher, das herße 8. Haut schleuf Hie Thur, zumse Der Chennd'fteht! Köttsh, Eh l, s Hahilen. G0 5 Mel. Singen w Ma Oristu len sich der lgen müt H HOtt i höc IEobnist W Msohnt de ssch.dem sein Si Die Hrten I. Engel! stolich neu Hiugebcheenw Wnsch 6 Vaters I0Sindafl Sie suchter Wrhllthu Ihl har Lemml antze W. AMenf 0 IWts d SFor —— WMEnd ist V , Sie funde Isilegtinde * Listso fteubenteh turet Denn 90 Himmelreich, Ii on einer Jangsich daria du bist algez Mutter warg wwunderlich? Oh Siemheicdnf ö ein so löbelich)/ en heute, von essh lich, zu Trosl War uns das Hh I, so waͤrn wirgh⸗ das Heyl istulst shsser JEsu Chuß gebohten bist, behh le. un durchscheinthu em klaren Schesh ersehret das/somt Zu gleicher Mi von einer Jun art/ GOttes Ss eine Rrippen wß se Malter sͤt a luf dieser Etde. tten auf dem Feh en neue Mahrey dn n SchatwitEhst ein KönigUberal Herods die Mogt lussandt er santtöy gar eine falshe A, der Nsum Est. leß er todten, N. H. ihr Chrsn huem hachttnchon slent fein Hach Iluf en shenkt ind sen sies Vfh ů ud Kihblag dott lend nadt u Kupelein schl ö ö 0 H xN Baun Von der Geburth Christi. immt an sich eins Knechts Ge⸗ kalt der Schoͤpffer aller Ding ꝛ 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, ihr Milch die ist sein Speiß, in dem die Engel sehn ihr Lust, enn er ist Davids Reiß 5. Das aus sein m Stamim ent⸗ priessen solt, in dieser letzten Zeit/ urch welchen GOT aufrichten polt, sein Reich die Christenheit: 6. Er wechselt mit uns wunder⸗ sich Fleisch und Blut nimmt er n/ und giebt uns in seins Vaters Reich/die klare Gottheit dran 7. Er wird ein Knecht und ich Un Herr, das mag ein Wechsel syn, wie kont es doch seyn freund⸗ scher, das Hertze JEsulein n 8. Heut schleust er wieder auf sie Thuͤr, zum schoͤnen Paradeiß, ser Ehernbꝰ steht nicht mehr dafüͤr/ hOtt sey Lob, Ehr und Preiß n Engel, so das Paradieß ver⸗ ghahrten. (33.) D. V. W. Mel. Singen wir aus Hertzens ꝛe. Aie Christus gebohren war, freu⸗ ten sich der Engel Schaar, und sungen mit Hauffen schon: Ehr 0 Gott im hoͤchsten Thron, GOt⸗ ses Sohn ist Mensch gebohrn, hat lersohnt des Vaters Zorn; Freu sch, dem sein Suͤnd ist leid. 3. Die Hirten erschracken gantz, sor der Engel hellen Glantz, hoͤr⸗ en froͤlich neue Maͤhr, daß Chri⸗ sus gebohren waͤr. GOttes Sohn st Mensch gebohrn, hat versoͤhnt ses Vaters Zorn; Freu sich, dem sin Sůnd ist leid. 3. Sie suchten das Kindelein ugehuͤllt in Windelein, wie der ngel hat vermeldt, welches traͤgt e gantze Welt. GOttes Sohn st Mensch gebohrn, hat versoͤhnt des Vaters Zorn; Freu sich, dem sin Sünd ist leid. 4. Sie funden das Kindlein t/ liegen in der Krippen hart, bey dem Vieh im finstern Stall, welchs die Stern erschaffen all. GOttes Sohn ist Mensch gebohrn, hat ver⸗ soͤhnt des Vaters Zorn; Freu sich dem sein Suͤnd ist leid. 5. Aus der Mutter Brust so rein nehret sich das Kindelein, welches durch goͤttliche Krafft, allem Vieh sein Futter schafft. Gottes Sohn ist Mensch gebohrn, hat versoͤhnt. des Vaters Zorn,/ freu sich dem sein Suͤnd ist leid. nn 6. Solche groß Barmhertzigkeit, laßt uns preisen allez eit, in Gotts⸗ furcht und Glauben rein, mit Ge⸗ dult gehorsam seyn. GOttes Sohn ist Meusch gebohrn, hat versoͤhnt des Vat ers Zornʒ Freu sich dem sein Suͤnd ist leid. (34.) D. E. A. Dauesuen wir alle GOtt un⸗ setm HErrn Christo, der uns mit seinem Wort hat erleuchtet, und uns erloͤßt hat mit seiner Ge⸗ burth von des Teuffels Gewalt. 2. Den sollen wir alle mit seinen Engeln loben mit Schalle, singen: Preiß sey GOtt in der Hoͤhe. 65½) M. C. F. N. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe· D ist die Nacht, da mir er⸗ schienen, des grossen GOt⸗ tes Freundlichkeit: Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunckelheit, und dieses Welt⸗ und HimmelsLicht. weicht hundert tausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten meine Seele, versaͤume nicht den Gna⸗ den⸗Schein, der Glantz in dieser kleinen Hoͤhle, streckt sich in alle Welt hinein er treibet weg der Hoͤllen Macht, der Suͤnden und des Creutzes Nacht. ö 3. Ili diesem Lichte kanst du se⸗ hen, das Licht der klaren Seelig⸗ keit, wenn Sonne, Mond und Stern vergehen„ vielleicht noch in Von der Geburt Christi. 28 in gar kurtzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles seyn. 4. Laß nur indessen helle schei⸗ nen, dein Glaubens⸗ und dein Lie⸗ bes⸗Licht, mit GOtt must du es treulich meynen, sonst hilfft dir die⸗ se Sonne nicht; Wilt du geniessen diesen Schein, so darffst du nicht mehr dunckel seyn. 5. Drum JEsu, schoͤne Weyh⸗ nachts⸗Sonne, besirahle mich mit deiner Gunst, dein Licht sey meine Weyhnachts⸗Wonne! nun lehre mich die Weyhnachts⸗Kunst, wie ich im Lichte wandeln soll, und sey des Mit ui voll. (36.) Mel. O Hott, du frommer ꝛe. U wesentliches Wort, vom Anfang her gewesen, du , von Gott gezeugt, von Ewigkeit erlesen, zum Heyl der gantzen Welt, O mein HErr JEsu Christ, willkommen, der du mir zum Heyl gebohren bist. 2. Homm, O selbstaͤndigs Wort, und sprich in meiner Seelen: Daß mirs in Ewigkeit an Trost nicht sol⸗ lefehlen; Im Glauben wohn in mir, und weiche nimmer nicht, laß mich von dir auch nicht abweichen, schoͤnstes Licht! 3. Du wesentliches Wort, warst bey GOtt, eh geleget, der Grund der grossen Welt, da sich dein Hertz beweget zur Liebe gegen mir? Ja du warst selber Gott, damit du machst im Fleisch Suͤnd, Hoͤll und Tod zu Spott. 4. Was hat O IEsu, dich vom Anfang doch bewogen! Was hat vom Himmels⸗Thron dich in die Welt gezogen: Ach deine grosse Lieb, und meine grosse Noth/ hat deine Gluth entflammt, die staͤr⸗ cker als der Tod. . Du bist das Wort, wodurch die gantze Welt formiret; Denn alle Dinge sind durch dich ans Licht ge⸗ fuͤhret: Ach! so bin ich mein Hehl; auch dein Geschoͤpff u. Gab, der alles was ich bin, von dir empfangen hab 6. Gieb, daß ich dir zum Dienst mein gantzes Hertz ergebe, auch dir allein züm Preiß auf dieser Et⸗ den lebe. Ja, JEsu laß mein Hert gantz neu geschaffen setzn, uñ dir biß in den Tod, gewiedmet seyn allein. 7. Laß nichtes in mir seyn, was du nicht hast geschaffen, reut alles Unkraut aus, und brich des Fein⸗ des Waffen, was boͤß, ist nicht von dir, das hat der Feind gethan, du aber fuͤhr mein Hertz und Fuß auf ebner Bahn. 8. Das Leben ist in dir, und alles Licht des Lebens; Ach laß an mir dein'n Glantz, mein GOtt, nicht seyn vergebens! weil du das Licht der Welt, so sey mein Lebens Licht, O JEsu, biß mir dort dein Sonnen⸗Licht anbricht. 67. Preiß, Lob, Ehr, Ruhm ꝛc. Ern Kind ist uns gebohren heut, der liebste Sohn ist uns geschen⸗ cket, in dem GOtt Gnad um Gnad darbeut für alles das die Seele kraͤncket; Merck auf mein Hertz, und schau das Knaͤblein an, denck twelch ein Wunder Gott durch ihn gethan. 2. Es spielt in seinem Angesicht/ mit freudenreicher Lust und Won⸗ ne/ des Vaters Klarheit, Lieb und Licht: Er ist des neuen Himmels Sonne, dadurch der Welt ein neues Licht entsteht, die ohne ihn im Dunckeln untergeht. 3. Das Kind ist zart, und t raͤget doch was Erd und Meer und Him⸗ mel heget: Der gantzen Herrschafft Last und Joch ist seinen Schultern aufgeleget, von dem, der ihn zum Mittel⸗Punet gesetzt, deß, was da ist, und werden soll zuletzt. 4. Sein Nahme heisset wunder⸗ bahr, er ist auch aller Wunder Cro⸗ ne; Es jubilirt der Engel Schaar mit 1 t Herßens Luf Hloria, al Ind sich in de Welteifant „ Bedarfft du Ucht, will dxs a Ifehlen, diß ein Licht, so Imdermahlen, Iler Noth und lth und Licht Kehlt dits Seel, guf GOt Fömmmen, sey u slel, der deime fommen, heiht Rurch seine Kraf Lampff deintren . Fehltdirs an Vlleit, der Feind Feu, hiet iter z Streit chnicht Ligen: Wer in. Udie Spitze ftel ehalt zuletzt das 8. Ein eweger Hell er dich durch Nun sorgt sein Hertz kl eiget. Was e emnin der Zeit, AbsthuninEwt 9. Den Friedef Isch, weilergl bistet, ergoßt l. 6 I wleder IsihemE ——— Wodichgue Schrg, ohimichmein 9. uff u.Gah deralt dir empfangen hch ich dir zum Diaf i. ethebe, ag lraßd auf dieseres Ihu laß mein h affen stzn, uñ dieh Biedmetseynaleh, in mir seyn, vz schaffen, geut glt und brich des He was böb, ist h it der Feind gethch Hertz und gi . ist in dit, und al 65 Ach Laß an ui mein GOtt/ uich weil du das A sey mein Lebesh „biß mir doxt dil Ubricht. ob, Ehr Ruhmn. uns gebohren hiuh ntergeht. ist zart/ 5 Men und n r gantze Herrschat I en Schillen der ihn ö 6 Wb N 9 Von der Geburth Christi. 30 slit Hertzens⸗Lust im suͤssen Thone sas Gloria, als dieses Wunder⸗ Pfand sich in der Nacht bey uns ur Welt einfand. 5. Bedarffft du Rath und Unter⸗ scht, will dirs an Witz und Weiß⸗ seit fehlen, diß Kind heist Rath, es st ein Licht, so du dich wirst mit hm vermaͤhlen, so wird es dir in ller Noth und Pein, dein treuer Rath und Licht und Leiter seyn. 5. Fehlt dirs an Krafft, O liebe Beel, auf GOttes Wegen fortzu⸗ bmmen, sey unverzagk, Imma⸗ guel, der deine Menschheit ange⸗ lommen, heißt Krafft, und will durch seine Krafft allein, in allem Hampff dein treuer Helffer seyn. Fehlt dirs an Muth und Tapf⸗ rkeit, der Feinde Rotte zu bekrie⸗ En, hier ist der Hekd, der in dem Htreit dich nicht kan lassen unter⸗ legen; Wer in der Schlacht ihn an die Spitze stellt, der sieget und Hhaͤlt zuletzt das Feld. 0 Ein ew'ger Vater ist er dir, weil er dich durch sein Wort gezeu⸗ lit, und macht dein Hertz von „uch sanfft in feiner Liebe Schooh. Hurcht und Schrecken loß/legt dich o. Drum freue dich, mein Hertz nihm/ nimm an was dir dein GOtt eben, erhebe jauchtzend deine Stimm, und preise ihn mit deinem Geist/ und trage groß Verlangen, ein kleines Kind, das Vater heist, mit Freuden zu empfangen, diß ist die Nacht, darinn es kum, und menschlich Wesen an sich nahm,/da⸗ durch die Welt mit Treuen, als sei⸗ ne Braut zu freyen. 2. Willkommn, O suͤsser Braͤu⸗ tigam,/du Koͤnig aller Ehren; Will⸗ kommn, O JEsu GOttes Lamm, ich will dein Lob vermehren, ich will dir all mein Lebenlang von Hertzen sagen Preiß und Danck, daß du, da wir verlohren, fuͤr uns bist Mensch gebohren. 3. O grosser GOtt! wie kunt es seyn, dein Himmelreich zu lassen? zu springen in die Welt hinein, da nichts denn Neid und Hassen? Wie kuntest du die grosse Macht, dein Koͤnigreich, die Freuden⸗Pracht, ia dein erwüͤnschtes Leben, fuͤr solche Feind hingeben? 4. Ist doch, HErr JEsu! deine Braut gantz arm und voller Schan⸗ den/ noch hast du sie dir selbst ver⸗ traut, am Creutz in Todes⸗Ban⸗ den, ist sie doch nichts, als Uber⸗ druͤß, Fluch, Unflath, Tod und Finsterniß, noch darffst du ihrent⸗ wegen den Seepter von dir legen. 3. Du Fuͤrst und Herrscher die⸗ ser Welt, du Friedens⸗Wiederbrin⸗ ger, du kluger Rath und tapffrer Held, du starcker Hoͤllen⸗Zwinger, wie ist es moͤglich, daß du dich er⸗ niedrigest so jaͤmmerlich, als waͤrest du im Orden der Bettler Mensch geworden. 6. O grosses Werck, O Wunder⸗ Nacht, dergleichen nie gefunden! Du bast den Heyland hergebracht, lhen. Gott giebt sich dir, gieb du der alles uberwunden, du hast ge⸗ Im wieder um dich gantz und gar ö Useinem Eigenthum. 8.) J. R. Mel. Du bist ein Mensch das ꝛc. Cxmuntre dich mein schwacher bracht den starcken Mann, der Feur und Wolcken zwingen kan, fü⸗ dem die Himmel zittern, und alle Berg erschůttern. 7. Liebes Kind, O fuͤsser Knab, O holdselis von Geberden: Mein 31 Von der Geburth Christi. 3⁴ Mem Bruder, den ich lieber hab, als alle Schaͤtz auf Erden; Komm Schoͤnster, in mein Hertz hinein, komm eilend, laß die Krippen seyn, komm, komm, ich will bey Zeiten dein Lager dir bereiten. 8. Sag an., mein Hertzens⸗ Braͤutigam, mein Hoffnung, Freud und Leben, mein edler Zweig aus Jacobs Stamm, was soll ich dir doch geben Ach! uimm von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt, ich will mich gaiitz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, Preiß und Danck, HErr JEsu Christ, sey dir von mir gesun⸗ gen, daß du mein Bruder worden bist, und hast die Welt bezwungen, hilff, daß ich deine Guͤtigkeit stets preiß in dieser Gnaden⸗Zeit, und moͤg hernach dort oben in Ewigkeit dich loben. 69.) Mel. Gewonnen, gewonnenn, der ꝛc. Edoffnet die Thuͤren und Thore der Erden, der Koͤnig der Eh⸗ ren will euer Gast werden, ermun⸗ tert die Sinne, empfanget den Held, srolocket und jauchtzet dem Heyland der Welt 2. Der Herrscher des Himmels, der HErr der Heerscharen, koͤmmt selbst aus der Hoͤhe hernieder ge⸗ fahren„ er koͤmmet in tieffester Demuth zu euch, damit er euch off⸗ ne das himmlische Reich:/ 3. Es ist euch nunmehro der Heyland gebohren, der euch zum Erloͤser und Helffer erkohren, er hat euch und aller Welt Freude ge⸗ bracht/ drum seyd nur auf Loben und Daucken bedacht: 4. Erhebet und preiset mit frohen Gemuͤthe/ des himmlischen Vaters unendliche Guͤte, der seinen Sohn sand in der Fuͤlle der Zeit, daß er euch von eueren Feinden befreyt: Lobsinget dem Hoͤchsten ihr kennet die Freude, die sonderbahh groß, ihr seyd nun von aller Gefaͤhr⸗ lichkeit loß 5. 640.) E. F. Mel. Solt ich meinen GOtt ꝛc. und Mensch du grosser Held! mit dem Hertzen und der Zungen/ daß du bist auf dieser Welt mir zu gut ins Fleisch gekommen, und aus lauter Freundlichkeit, O du Sohn der Ewigkeit! Fleisch und Blut hast angenommen, und mein Bruder worden bist. Sey will kommen und gekuͤßt. 2. Sey gekuͤsset, dir gehoͤret heut ein Loh⸗Gesang mit Recht, weil di so gar hoch geehret unser Menschli⸗ ches Geschlecht, daß du solches au⸗ vermaͤhlet hast der goͤttlichen No⸗ tur/ unsre, die so niedtig nur, unste Menschheit auserwehlet, und ge⸗ setzt auf GOttes Thron, in der mit⸗ lenden Person. 3. Die in Adam gantz verderber, und geschwaͤrtzt durch Sunde/ war, so von ihm uns angeerbet⸗ wird ietzt wieder weiß und klat, klar und rein in dir, von wegen seiner war sie gantz verflucht, du gebene⸗ deyte Frucht der Jungfrauen bist ihr Seegen; Satan machte sie zu Spott, du verbindest sie mit GOtt. 4. Du, du bist der Mittler wor⸗ den zwischen GOtt und Menschen⸗ du hast den armen Menschen⸗Or⸗ den, wiederum in Fried und Ruh, als du wurdest Mensch, gesetzet⸗ uns heym Vater ausgesoͤhnt, und mit seiner Huld gekroͤnt. Solche Gnad und Liebe wetzet meinen Glauben wieder Tod, wieder Sund und Hoͤllen⸗Noth. 5. Solte Gott nicht seyn gew gen mir, und ich in seiner Hut, der mein Fleisch hat angezogen, haßt auch wer sein Fleisch und Blut? Ist sein Sohn nicht mir gebohren⸗ Voͤlcker nur alle, frolocket und und bekleid't mit meiner Haut= iauchtzet mit froͤlichem Schalle, er⸗Hat er mich nicht ihm 012 6 Esi sey dir Lob gefungen, Goit 7 Fpruchshn Waftoßt mir ul N Gott selbe Wird das l , keuchtt Icht, wnd das eben mittzum Uncht weiter u Freuden fallt Ihal, ans dem h Uszu Trost in⸗ Leb und Seeli gbohren heut. . Odu aller bokeuscher Jun her Seelen keic Hlaubens eles lohren werder Ils wie das Kind Arippen snd. tuf Erden, laß fi schein, mch dir e (41. TReuet euch sleue sich wer l viel anunse ys grossem Sch hhchgeacht, sic Aellacht,Freude e/ Christus u Wonne, Wonn Udie Genaden⸗ Sehe sehe Heylond fen che fürundf icpen⸗Holen 0 dich zwlofe Frtde, Freudet ö Bipehe alle Huhe u er Wil Uaem ö Wiuut wie o Wkenne, d Saeer Anchtuancken Iach, 0 emm Wfteude, r Haitsveh Wm hret g Ebere WndenSimn. 2 Ade, die srdanh vn von allerGefsss ) E. E. chmeinen Gottu ob gesungen, Sot ch dul groffer Heh u und der Zungah dleser Welt mit u h gekommen„ kundlichkeit„O ikeit! Fleisch un enorumen, und meh n hist, Seh ul ckuͤßt. set, dir gehoket heh mit Recht, Weildh hret unser Menschll daß du solches ah der goͤttlichen Ms so niedtig nur, Aush lerwehlet, und gt 8Thron/ in der nih dam gantz verdethah itht durch Süldl ihm uns angeethegh er weiß und klar/san Ir/ hon wegen sels Verflücht, du geleh det Jungfrautst Sutan machte ste, hindest siemit Goll. list der Mittlerub Gott und Menschh rmmen Menschel oy min Fried und; i Meusch, As ster ausgefehut, u uld gektönt. E Ebe wetzt a der Tod, wieberen 3 Von der Geburth Christi. nn hd iz:::.⸗—ee..— 34 Crotz euch schwartzen Hoͤllen⸗Moh⸗ jen stoßt mir um das Felsen⸗Wort, haß GOtt selber ist mein Hort. 6. Wird das Leben doch mein Le⸗ sen, leuchtet mir doch selbst das licht/ wird das Heyl doch selbst ge⸗ eben mir zum Heyl, ach! was ge⸗ lricht weiter uns? Die Ovell der 6reuden faͤllt in dieses Jammer⸗ hal, aus dem hohen Himels⸗Saal, Ius zu Trost in allem Leiden, meine lieb und Seeligkeit, ist ein Mensch ebohren heut. 7. O du allerschoͤnster Knabe, O zu keuscher Jungfrau⸗Sohn! Mei⸗ her Seelen reichste Haabe, meines Glaubens edle Cron, laß auch neu gehohren werden mich, und fromm Üs wie das Kind, das man in der Hrippen find. Meine beste Treu auf Erden, laß fuͤr diesem Gnaden⸗ shein, mich dir ewig danckbar seyn. (41.) A. H. Reuet euch ihr Christen alle, freue sich wer immer kan, GOtt hat viel an uns gethan, freuet euch sit grossem Schalle, daß er uns so hoch geacht, sich mit uns befreund Amacht/ Freude, Freude uͤberFreu⸗ E, Christus wehret allem Leide, Vonne, Wonne uͤber Wonne, er die Genaden⸗Sonne. . Siehe, siehe meine Seele, wie RYHin Heyland koͤmmt zu dir/ brennt Liebe fuͤr und fuͤr, daß er in der Krippen⸗Hoͤle harte lieget dir zu gut, dich zu loͤsen durch sein Blut, greude, Freude uͤber Freude, Chri⸗ ss wehret allem Leide, Wonne Ponne uͤber Wonne, er ist die Ge⸗ uden⸗Sonne. IJEsu! wie soll ich dir dancken? Ih bekenne, daß von dir meine oeligkeit herruͤhr, so laß mich von 4. JEsul nimm dich deiner Glie⸗ der ferner in Genaden an, schencke was man bitten kan, zu ergvicken deine Bruͤder, gieb der gantzen Chri⸗ sten⸗Schaar, Frieden und ein seelig Jahr. Freude,/ Freude uber Freude, Christus wehret allem Leide, Won⸗ ne/ Wonne uͤber Wonne, er ist die Genaden⸗Sonne. (42.) P. G. Mel. Warum solt ich mich denn ꝛc. Roͤl ich soll mein Hertze syringen diese Zeit, da fuͤr Freud alle En⸗ gel singen. Hoͤrt, hoͤrt wie mit vol⸗ len Choren alle Lufft laute rufft: Christus ist gebohren. 2. Heute geht aus seiner Cammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem- Jammer. GoOtt wird Wensch/dir Mensch zu gute, GOt⸗ tes Kind das verbind sich mit un⸗ serm Blute. 3. Solt uns GOL nun koͤnnen hassen, der uns giebt, was er liebt üͤber alle massen? GOtt giebt, un⸗ serm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. ö 4. Solte von uns seyn gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Solt unsGot⸗ tes Sohn nicht lieben, der ietzt koͤmmt, von uns nimmt, was uns will betruͤben. 3. Haͤtte fuͤr der Menschen Or⸗ den, unser Heyl einen Greul, waͤr er nicht Mensch worden: Haͤtt er Lust zu unserm Schaden, ey so wuͤrd unsre Buͤrd er nicht auf sich laden. 6. Er nimit auf sich, was auf Er⸗ den wir gethan, giebt sich an unser Lamm zu werden/ unser Lamm, das füͤr uns stirbet, und bey GOtt fuͤr den Tod Gnad und Fried erwirbet. Inicht wancken/nimm mich dir zu 7. Nun er liegt in seiner Krppen/ hen hin, so empfindet Hertz und rufft zu sich mich und dich, spricht l0le Hiun,Freude, Freude uͤber Freude, mit süssen Lippen: Lasset fahrn, O %sHristus wehret allem Leide, Won⸗lieben Bruͤder, was euch qvͤͤlt/was Halt Wonne uͤber Wonne, er ist die euch fehlt ich bring alles wieder. Unaden⸗Sonne.*.Ey 5 und laßt uns 100 IR n/ 1 35 Von der Geburth Christi. sen/ stellt euch ein, groß und kleim, eilt mit grossem Hauffen, liebt den, Stern, der euch geru Licht und Labsal goͤnnet. 9. Die ihr schmebt in grossem Lei⸗ den, sehet hier ist die Thuͤr zu den wahren Freuden: Faßt ihn wohl, er wird euch fuͤhren an den Ort da hinfort euch kein Creutz wird ruͤhren. 10. Wer sich fuͤhlt beschwert im Hertzen, wer empfind seine Suͤnd und Gewissens⸗Schmertzen, sey ge⸗ trost, hie wird gefunden, der in Eyl machet heil die vergifften Wunden. 11I. Die ihr arm seyd und elende, kom̃t herbey, fuͤllet frey eure Glau⸗ bens Haͤnde: Hier sind alle gute Gaben, und das Gold, da ihr sollt euer Hertz mit laben. 12. Suͤsses Heyl laß dich umfan⸗ gen, laß mich dir, meine Zier, un⸗ verruͤckt anhangen, du bist meines Lehens Leben, nun kan ich mich durch dich wohl zu fried en geben. I3. Meine Schuld kan mich nicht druͤcken, denn du hast meine Last all auf deinem Ruͤcken. Kein Fleck ist an mir zu sinden, ich bin gar rein und klar aller meiner Suͤnden. 14. Ich bin rein um deinet willen, du giebst gnug Ehr und Schmuck, mich darein zů huͤllen! Ich will dich ins Heytze sehliessen: O mein Ruhm, edle Blum/laß dich recht geniessen. Y. Ich will dich mit Fleiß verwah⸗ ren, ich will dir leben hier, dir will ich abfahren, mit dir will ich endlich schweben, voller Freud, ohne Zeit, dort im andern Leben. 3.) H. H. Gott sey Danck durch alle Welt, der sein Wort ibestaͤndig haͤlt, und der Suͤnder Trost und Rath zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten Vaͤter Schaar hoͤchster Wunsch und Sehnung war/ und was ie geprophezeyt /ist er⸗ fuͤllt nach Herrlichkeit. sich treulich eingestellt. 4. Sey willkommen, O mein Heyl, dir Hosianna, O mein Theil, richt! du auch eine Bahn, dir in meinen Hertzen an. 5, Zeuch du Ehren⸗Koͤnig ein ez gehoͤret dir allein! Mach es, wie di gerne thust, rein von aller Suͤn Ven⸗Wüft, 6. Und gleich wie dein Zukunfft 30 3. Zions Huͤlff und Abrams Lohn, Jacobs Heyl, der Jungfrau Sohn, der fuͤr Liebe brennet, schaut den der wohl zweygestammte Held, hat I Wahlahhse OWEshalten, Itin tausend Jss, dit, Ash allein,auft en JEsusche 6 Mel. Nun fre Chsieh an de OWMaulei Ihtume, bring un war, voller Sauftmuth ohn Gefahi; Also sey auch iederzeit deine Sanftmuth mir bereit. 7. Troͤste, troͤste meinen Sinn, weil ich schwach und bloͤde bin, un) des Satans schlaue List, sich zu hoch fuͤr mich vermißt. 8. Tritt den Schlangen⸗Kopff ent zwey, daß ich aller Aengsten frey/ din im Glauben um und an, seelig bler be zugethan. ů 9. Daß, wenn du, du Lebeng Fuͤrst, praͤchtig wiederkofnen wirst, ich dir moͤg entgegen gehn, und sür dir gerecht bestehn. (440 Mel. O Gott du frommer GOtt. Ich freue mich in dir, und heisse Bdich willkommen, mein liebstes IEsulein, du hast dir vorgenomen, mein Bruͤderlein zu seyn, ach! wie ein suͤsser Thon, wie freundlich sieht er aus/der grosse GOttes⸗Sohn. 2. GOtt senckt die Majestaͤt/ sein unbegreifflichs Wesen, in eines Menschen Leib, nun muß die Welt genesen, der allerhoͤchste Gote spricht freundlich bey mir ein, wird gar ein kleines Kind, und heist meist JEsulein. 3. Wie lieblich klingt er mir, wie; schallt er in die Ohren, er kan durch Stahl und Ertz und harten Felsem bohren, das liebste JEsulein. Wer: IJIESuM recht erkennt, der stirbt: nicht wenn er stirbt, so bald er JEs sum nennt. 4. Wohl⸗ Iomir haft gege mein Geist Geel und Mut d laß dirs woh . Du hast mit RMein Adern schoͤner Hr gant inSem Oauchanders se sich mein Hertel Heutenlasen? 3. Ogich noch hitdu mir g Isch dir zu eige AUIht, erkohren, HeHaud gemach Ashsehedacht, a Herden. Ih lag in tie Igreß meine 4% die mir zuget . und Won werthe Lich Hsr zugericht Kahint 2 . 0 und Abrams dor 6 ö der Jungfau Shh Dhetanmnte Heloih ngestellt. mumen,Omein Hal Dmein Theisghl Oahll/ dir in mensgn Chreu⸗Koͤnig eh lein Mach es,witdl rein von aller Si h wie⸗dein Zukagf WuftmuuthohnGesth ich ledetzeit dish Nix bereit. Roste meinen Eh und blode bin,o Haue List,sichzuhgh st. chlangen⸗Kopffes ller Aeugsten sreyhi n und an, seeligh enn du, du Lehaf Wiedeckoffenmaf. tgegen gehn, unbst stehn. (440 t 0 stoimer Hot mich in dir, Auh as ymmen, mein licit Hast dir vorgerofh; lein zu seyn, Ac wie freundlihsh ose GOttes⸗Esh, ickt die Haail ö àVesen/ Af b/ nunwuß die WAl alehöchte G5 lich beymieh w Kindyundhenet. . lich iugtannt IeOhreh, g Pth undHottethe 0 Lebse JEsl. 1 ö cht eikaunt i 0 snbt/ s haldet 4 37 Von der Geburth Christi. 4. Wohlanlso will ich mich an dich, su,halten, und solte gleich die Welt in tausend Stuͤcken spalten, JEsu, dir, nur dir, dir leb ich hantz allein, auf dich,allein auf dich, ein JEsu schlaff ich ein. (45.)P. G. Mel. Nun freut euch lieben ꝛc. Ch steh an deiner Krippen hier, O JEsulein mein Leben, ich omme, bring und schencke dir, was u mir hast gegeben. Nimm hin, es mein Geist und Sinn, Hertz, Seel und Muth,/ nimm alles hin, Ind laß dirs wohl gefallen. 2. Du hast mit deiner Lieb erfuͤllt Rein Adern und Gebluͤthe, dein shoͤner Glantz, dein fuͤsses Bild liegt kRir gantz imGemuͤthe, und wie mag aüch anders seyn! Wie koͤnt ich sich mein Hertzelein, aus meinem Hertzen lassen? 3. Da ich noch nie gebohren war, ia bist du mir gebohren, und hast hich dir zu eigen gar, eh ich dich lant, erkohren, eh ich durch dei⸗ e Haud gemacht, da hast du bey dir lbst bedacht, wie du mein woltest serden. Ich lag in tieffster Todes⸗Nacht, Awarest meine Sonne, die Son⸗ te/ die mir zugebracht Licht, Leben, reud und Wonne. O Sonne, die 6 werthe Licht des Glaubens in Hir zugericht, wie schoͤn sind deine Etrahlen! .Ich sehe dich mit Freuden an, Ind kan mich nicht satt sehen, und seil ich nun nicht weiter kan, so Uhm ich, was geschehen; O daß hein Sinn ein Abgrund waͤr, und heine Seel ein weites Meer, daß ih dich moͤchte fassen. . Vergoͤnne mir, O JEsulein, luß ich dein Muͤndlein kůsse, das Muͤndlein, das den suͤssen Wein, 7. Wenn offt mein Hertz im Leibe weint, und keinen Trost kan finden, da rufft mirs zu: Ich bin dein Freund/ein Tilger deiner Suͤnden: Was traurest du, mein Bruͤderleing Du solt ja guter Dinge seyn, ich zahle deine Schulden. 8. Wer ist der Meister, der allhier nach Wurden aus kan streichen die Haͤndlein, so diß Kindlein mir be⸗ ginnet zuzureichen, der Schnee ist hell, die Milch ist weiß, verliehren doch beyd ihren Preiß, wenn diefe Haͤndlein blincken. 9. Wo nehm ich Weißheit und Verstand, mit Lobe zu erhoͤhen die Aeuglein, die so unverwandt nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schon und klar, schoͤn ist der guͤldnen Sternen Schaar, die Aeuglein sind viel schoͤner. 10. Ol daß doch so ein lieber Stern soll in der Krippen liegen! Fuͤr edle Kinder grosser Herrn gehoͤren guͤld⸗ ne Wiegen. Ach li Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Sammt, Sei⸗ den, Purpur waͤren recht diß Kind⸗ lein drauff zu legen. ö II. Nehmt weg das Stroh/nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heylands Lager sey, anf Kraͤutzen und Violen mit Rosen, Nelcken, Roßmarien aus schoͤnen Gaͤꝛten will ich ihn von oben her bestreuen. 12. Zur Seiten will ich hier und dar viel weisse Lilien stecken, die sol⸗ len seiner Aeuglein Naar im Schlaf⸗ fe sanfft bedecken: Doch liebt viel⸗ mehr das duͤrre Graß das Kindelein, als alles das, was ich hie nenn und dencke. I3. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freu; den, du hast dich bey uns eingestellt⸗ gich Milch und Honig⸗Fluͤsse weit an unser statt in leiden, suchst mei⸗ shertrifft in seiner Krafft, es ist voll ner Seelen Herrlichkeit durch dein arck und Bein ergvicket. Absal, Staͤrck und Safft, der selbst eignes Hertzeleid, das will ich dir— wehren. 2 J. Eins 38 ILIIIIIZ Von der Geburth Christi. 4⁰ 14. Eins abern hoff ich, wirst du mir/ mein Heyland nicht versagen, daß ich dich moͤge für und fuͤr in/bey und an mir tragen: So laß mich doch dein Kripplein seyn, komm, komm, und lege bey mir ein dich und all deine Freuden. 15. Zwar solt ich dencken wie ge⸗ ring ich dich bewirthen werde, du bist der Schoͤpffer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde, doch bist du ein so frommer Gast, daß du noch nie verschmaͤhet hast den, der dich gerne siehet. (46) P. D. Ndulci jubilo, nun singet u. seyd froh, unsers Hertzens Wonne liegt in præsepio, und leuchtet als die Sonne, matris in gremio, Alpha es & O, Alpha es& O. 2. OIEsu paryule, nach dir ist mir so weh, troͤst mir mein Gemuͤthe, O puer optime, durch alle deine Guͤthe, O princeps gloriæ, trahe me post 10„ 2. 0 patris cha ritas] O Nati leni- tas] wir waͤren all verdorben, per nostra erimina, so hat er uns erwor⸗ ben, cœelorum gaudia, eya! wären wir da /: 4. Ubi sunt gaudia, nirgend mehr denn da, da die Engel sin⸗ gen nova cantica, und die Schel⸗ len klingen, in Regis curia. Eya waͤren wir da Diese Redens⸗Art ist genom⸗ men von der uhralten bey grossen Herren und Hoͤfen braͤuchlichen Mode, Schellen zu tragen, wie bekandt von Florentino IV. so Anno 1235. und Alberto Bavaro, so 1404. gestorben. Die Meynung ge⸗ het dahin, daß im ewigen Le⸗ ben weit groͤssere Freude und Herrlichkeit seyn werde, als aul den Orten/ froͤlich zugehe. wo es sonst 647. EJobster Heyland, Kicht der Hes den, Brunngqyell suͤsser Hims⸗ mels⸗Freuden, allerschoͤnstes JE sulein! Du verlaͤst den Thron dir Ehren, um zur Erden dich zu ke ren, da wir Suͤnden⸗Wuͤrmer seynz Uns das Himmels ⸗Hauß zu goih nen/ wo wir sonst nicht erben koh nen. ů Als ein Eott kontst du nicht les⸗ den/drum von uns das Leid zu sches⸗ den, nimmst du unsre Menschheit an. Ja du wirst ein Kind gebohrenß weil wir Kindes⸗Recht verlohreih Die von GOtt uns abget han, unste Suͤnden zu verjagen, hilffst du ihie Last uns tragen. 3. Wunder⸗Güute! welch Erbat⸗ men! Du machst dich zu einem Ar⸗ men, daß wir wuͤrden reich in Ott. Blut giebst du fuͤr unsre Suͤnderns unsre Wunden zu verbinden. Di erdultest Haß und Spott: Du wixf fluͤchtig, uns zu geben Ruh un Fried/ bey GOtt zu leben. 4. Ewig uns bey dir zu wissen, hast du selber sterben muͤssen,drum wüff du ein Mensch wie wir. Grossen GO! was grosse Liebe, wahret Menschl was wahre Triebe des Ex⸗ barmens zeigst du hier! Ich he wundre dieses Wunder, meiner An dacht heissen Zunder. — 5. Ach der harten Kripp und Wie gen, drinu mein JIEsulein muß lie gen! Leg dich in mein Hertz hinein da will ich mit vollen Zaͤhren heisset Andacht dich verehren, und deini Stall und Wohnung seynr. Ach mein JEsu, selbst mich hitze, daß mein kaltes Hertz dir nuͤtze. 6. Mit dir will ich ungescheidem dulten alle Angst und Leiden, mit dir acht ich nicht mein Blut. Mil dir will ich mich begeben auf dis Flucht, verfoͤlget leben. Mit din hab ich frischen Muth; Ohn dich soll mich nichtes labenz Mit dir will ich mich begraben. (48. 6⁰00 Wal Durchllos Meu Seel N epor/ 6 Ogel Auflm AChorErth e, well GO. Sohh/ on sene Chron Iu di u seut ist auf Eid 2. O ftommier Ohrist wie gres s du gering un slrtlich kan erge Wuhey dirhaßee Hͤthiger Gaftl l⸗Busser holl Gchliesser 3. Daß du/O Fürst! Has Flei Ren, gexinger als 5 Il von Llebe Hllct dokt in dei Isss achen dein Hukommst zu un Rah wir himmlif Du wirst! Neltund fuͤhrs Merdurch ist u Hmels e hahren in der u0 erde Licht sch seond virg Uhsernissen. Imharten L Hogt Uhs zum. Tuschfindur sllt wir moc Ilg in der Rud lunikelt wan Vnngtstrette clen LJuthejust in! Wau ih F Hland, Lichtderhn ö Uuhgvell säser Hich n, Rlaschfe herlast den Thhosthn + Etden dich Ih Anden Würmersm mmels Haußug busstnicht erhenft Ott kontstdunichthhe uns das Leidzufshh du unste Menschst stein Kind gehgsyß, des⸗Recht berlohhft uns abgethanffe Ragen, hilffftdaht Häte! welch Eih ch dich zu einem wüͤrden resch ingt Ufrunsre Süh N zu verbinden. und Spott: Duniz zu geben Ruh a it zuleben. Sbey dirzupisehse hen muͤssem druthont sch wie win. Ousst grosse Kiebe/t wahte Criebedeßd du hier L.A Wunder, messath Zundek. itten Kripp und Nl ein IEfulein nußse in nlein Hetß higeh, 1vollen Jahrenhesst yerehren/ 1 Vohnung sehl. slbg mich mto it Hltze. Ruli Igeshl u Muth: Olui Labefz Mitol hell. Von der Geburth Christi. 4² (48.) C. W. S. Mel. Durch Adams Fall ist gantz ꝛc. Mein Seeligen schwing dich empor, sey froh und guter Dinge! Auf! mit dem schoͤnen En⸗ jel⸗Chor: Ermuntre dich und sin⸗ e, weil Gottes eingebohrner Sohn, von seinem hohen Himmels⸗ Chron zu dir und allen Frommen, eut ist auf Erden kommen. 2. O frommer Heyland JESu Christ wie groß ist doch zu schaͤtzen, aß du gering und niedrig bist? wie erxlich kan ergoͤtzendie Demuth/ so u bey dir hast? Willkommen sanfft Ruͤthiger Gast! Willkommen Sün⸗ en⸗Busser! holdseelger Himmels⸗ Schliesser. 3. Daß du, Otheurer Seelen⸗ fuͤrst! hast Fleisch an dich genom⸗ sten, geringer als ein Engel wirst, zas ist von Liebe kommen. Du hilst dort in deinm Ehren⸗Reich tis machen deinen Engeln gleich. Du kommst zu uns auf Erden, auf laß wir himmlisch werden. 4. Du wirst ein Gast in dieser Pelt/ und fuͤhrst ein duͤrfftig Leben; Hierdurch ist uns das reiche Zelt s Himmels eingegeben. Du wirst gebohren in der Nacht; Auff daß is werde Licht gebracht; Durch ch seynd wir gerissen aus dicken sinsternissen. 6. Im harten Winter kommest du, Hingst uns zum Himmels⸗Lentzen. au suchst im dunckeln Stalle Ruh, himit wir moͤchten glaͤntzen, und gig in der Ruhe seyn: In Wind⸗ Iin wickelt man dich ein, auf daß du ies moͤgtst retten von schweren To⸗ h⸗Ketten. Du weiust in deinen Windelein/ t daß wir ewig lachen. Du bisl Groͤst, und wirst doch klein, uns Ale groß zu machen. O Heyland! Genaden⸗Thron Du bist ja Ottes liebster Sohn, kommst doch uns auf Erden, wilst unser Bru⸗ Ilr werden. (0⁰ . Du bist ein HErr/ und witst ein Knecht, uns ewig zu befreyen: Reich bist du, wirst doch arm und schlecht, uns Reichthum zu verleihen. Du traͤgst gedultig alles Leid: O gieh/ daß ich auch jederzeit, wann mich die Noth wird plagen, dein Creutz dir moͤg nachtragen! 8. O du harmhertzigs JEsulein, gieb, daß ich mich des Axmen, wo ich ihm kan behuͤlfflich seyn, von Hertzen moͤg erbarmen! gieb Sauft⸗ muth, gieb Bescheidenheit, gieb Christliche Leutfeeligkeit, laß mich den Naͤchsten lieben, auch wahre Demuth uͤben. 9. O reicher Heyland/ schencke mir, was mir kan ewig nuͤtzen! O star⸗ cket HErr, ich hang an dir, du kanst und wilst mich schutzen; Wann alle Menschen ferne stehn, und wann mir wird die Seel ausgehn, wollst du den Tod bezwingen/ dir will ich ewig singen. (49.).F. G. Mel. In dulci jubilo, ö Nun singetund seyd froh/ jauchtzt all und saget so: Unsers Her⸗ tzens Wonne liegt in der Krippen bloßleuchtend als die Sonne in seiner Mutter Schooß. Du bist A und O, du bist A und O. 2. Sohn GOttes in der Hoͤh, nach dir ist mir so weh; Troͤste mein Ge⸗ muͤthe, O Kindlein zart und rein, und durch deine Guͤte, O liebstes JEsulein, zeuch mich hin nach dir/ zeuch mich hin nach dir. Z. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre Schuld: Da wir gantz verdorben, durch Suͤnd und Eitelkeit, hat er uns erworben die ewig Himmels⸗Freud. Eya waͤrn wir da! Eya waͤrn wir da. 4. Wo ist der Freuden⸗OrtꝛSonst nirgend mehr denn dort, da die En⸗ gel singen dem lieben JEsulein, und die Psalmen klingen im Himmel hell und rein. Eya waͤrn wir da? Eya waͤrn wir da! B 3(60.) 43 Von der Geburth Christi 44 60.) Mel. Wie schon leuchtet der ꝛe. O Ursten„Kind aus Davids Stamm, O meiner Seelen Braͤutigam, mein Trost, mein Heyl, mein Leben:5 Wie soll ich ewig dancken dir, daß du ins Elend koͤmmst zu mir? Was soll ich dir denn geben? Es geht und sieht un⸗ ser Leiden, nur in Freuden, wie man siehet, weil der Friedens⸗Fuͤrst einziehet. 2. Ich selbsten bin der Freuden voll, ich weiß nicht, wie ich dancken soll dem auserwehlten Kinde 2 Ach Hertzens⸗Kind nimm immer⸗ hin, nimm hin mein Hertze, Muth und Sinn, und mich mit Lieb entzuͤndel Schließ dich in mich, in mein Hertze,/daß ich schertze, und dich kuͤsse, dich auch ewig lieben muͤsse! 3. Bleib, hoͤchster Schatz! O meine Zier, Omeine Wonne, bleib bey mir, du Hoffnung der Verzag⸗ ten) Du Himmels⸗Thau be⸗ feuchte mich! du schoͤnes Manna zeige dich den Armen und Ver⸗ jagten: Laß nicht dein Licht hier auf Erden dunckel werden! Laß den Deinen hier dein Wort noch ferner scheinen! C1.) P. 6. Mel. Wir Christen⸗Leut. O JEsuChrist, dein Kripplein ist mein Paradieß, da meine See⸗ le weidet. Hier ist der Ort, hie liegt das Work, mit unserm Fleisch per⸗ soͤnlich angekleidet. 2. Dem Meer und Wind gehor⸗ sam sind, giebt sich zum Dienst und wird ein Knecht der Suͤnder. Du GOttes Sohn wirst Erd und Thon, gering und schwach wie wir und unsre Kinder. 3. Du hoͤchstes Gut, hebst unser Blut/in deinem Thron, hoch uͤber alle Hoͤhen: Du ewge Krafft/machst Bruderschafft mit uns, die wie ein Dampff und Rauch vergehen. 4. Was will uns nun zuwiedef thun der Seelen⸗Feind, mit allen Gifft und Gallen Was wirfft e⸗ mir und andern fuͤr, daß Adam ist, und wir mit ihm gefallen ꝛ 5. Schweig arger Feind, da sißt mein Freund, mein Fleisch und Blut hoch in dem Himmel droben Was du gefaͤllt, das hat der Held aus Jaeobs⸗Stamm zu grosser Ehl erhoben. 6. Sein Licht und Heyl macht al les heil/der Himmels⸗Schatz bringt allen Schaden wieder: Der Frell⸗ den⸗QOvell Imanuel, schlaͤgt Teuß fel, Hoͤll und all ihr Reich darniede. 7. Drum frommer Christ, wer di auch bist/seh gutes Muths. und laß dich nicht betruͤben, weil GOttez Kind dich ihm verbind,/ so kans nicht ben seyn, GO T muß dich lie⸗ en. 8. Gedencke doch, wie hertzlich hoch er nbei alle Jammer dich gefuͤhren Der Engel Heer ist selbst nicht mehr/ als eben du, mit Seeligkest gezieret. 9. Du siehest ja fuͤr Augen da, dein Fleisch und Blut die Lufft und Wol⸗ cken leucken, was will doch sich(ich frage dich) erheben, dich in Angst und Furcht zu sencken? 10. Dein bloͤder Sinn geht offt dahin, rufft Ach und Weh, laͤl allen Ttost verschwinden: Komn her und richt dein Angesicht zum finden. zagt, dein Bruder wird dein Un gluͤch nicht verschmaͤhen! sehen. ö 12. Tritt zu ihm zu, such Huͤlff und Ruh, er wirds wohl machen daß du ihm wirst dancken: Er weiß und kennt, was beißt und brennt⸗ versteht wohl wie zu Muthe sey dern Krancken. I3. Denmn Funthim Sta II. Wirst du geplagt: Ey un ver/ Sein Her ist weich, und gnadenreich kan unser Leid nicht ohne Thraͤnen 6.— 3. Oaan cber Ginmdts Eie Wllen tragej! she sehn ell. Iungunste M . Mit elhn Hhort Iu Hee ehs Freuden: blelgesEndan“ M Herzen leid j. 006 aller Gad, und sil Cchat dir blei soltund nicht slont er bort 0 Islein Oud deint Wu erfüͤllt, bif Hummelleichjut shrden gleich, WMfalefnmild. 2. O Mfulei Mldheins Dal silt, du zahlst Gchuld, und Mitets Huld, Whulein mild 3. O JCful Uld mit Fret Kshllt, du kon Hels Sgal, Aunmerthal, Phulein mild 4, O Mflle und richt dei seunser Kripplein Christi, da, da, wirst duß Gchild wir b Gunden⸗Fal, Wfulein mild 5½O Wsule slh, du bistd Isdgn in uns Urdichlieben Hahscß, Se 6 JCsule wuullt, wasn laß uns e Wicleß, 4065 alen: W een für, daß Wosh 0 hm gefallen⸗ 90 Varger Feind, dg sth mesn Fleisch u dem Himmel drobg, „ dgs hat der vamamm zu grosseroh Hrund Hehl machti Amnmels⸗Schatz hrih uwieder; Der Ful Hanuel, schlagt Eaht WMihr Reich darntedg ymmer Christ, weggl hutes Muthö.undlf trüben, weil Gotlt verbind/so kansich 60 muß dichlh⸗ hoch, wie hettzlichhot Lammer dich gefühth Heer ist selbst nh hen duy mit Selligt estiafthrAugen da Blut dieguff undo was will doch sichsh cheben, dich iu M ju sencken bloder Giuh f Ifft Ach und Wehs herschwinden; Kach dein, Angesicht n Hristi, da, da,Wwist hu geplagt: Eyull Bruder witd Rnl verschmaheh 00 ich/ und gucbehtt, d nicht ohne Cuchh ö 20 Uulh vas heiht Aud iu MWheshne .O Von der Geburth Christi. 13. Denn eben druͤm hat zer den Hrimm des Creutzes auch am Leibe wollen tragen, daß seine Pein ihm noͤge seyn ein unverruͤckt Exinn⸗ ung unsrer Plagen. 14. Mit einem Wort: Er ist die Pfort zu dieses und des andern Le⸗ sens Freuden: Er macht behend ein seelges End an alle dem, was srom⸗ ne Hertzen leiden. 15. Laß aller Welt ihr Gut und Geld, und siehe nur, daß dieser Schatz dir bleibe: Wer den hie fest haͤlt und nicht laͤst, den ehrt und roͤnt er bort 20 Seel und Leibe. 52.0 IEsulein fuͤß, O IEsulein mild/ deins Vaters Willn hast du erfuͤllt, bist kommen aus dem Himmelreich, uns armen Menschen worden gleich, O JEsulein suͤß, O JEsulein mild. 2. O JEsuleiu suͤß, O JEsulein mild/ deins Vaters Zorn hast du ge⸗ stillt, du zahlst fur uns all unsre Schuld, und bringst uns in deins Vaters Huld, O JEsulein suͤß/ O JEsulein mild. 3. O JEsulein suͤß, OJEsulein nild/ mit Freud'n hast du die Welt rfůllt, du koͤmmst herab vons Him⸗ mels Saal, und troͤst uns in dem Jammerthal, O IEsulein suͤß, O sulein mild. 4. O JEsulein suͤß, S JEsulein mild, sey unser Schirm und unser Schild, wir bittn durch dein Ge⸗ hurth im Stall, behuͤt uns all fuͤr Suͤnden⸗Fall, O JEsulein suß, O JEsulein mild. 5. O JEsulein süß, O JEsulein mild, du bist der Lieb ein Ebenbild, und an in uns der Liebe Flam, daß wir dich lieben allesamm, O JEsu⸗ lein suͤß, IEsulein mild. 6. O SEfülein suͤß, O IEsusein nild, hilff daß wir thun, alls was du wilt/ was unser ist/ ist alles dein, ach laß uns ewig bey dir seyn„O IEsulcin suß/O JEsulein mild. 46 63. J. R. Mel. Nun ruhen glle Waͤlder. O Hechsiee Werck der Gnaden, O Werck, das auch die Scha⸗ den der Seelen heilen kan; O De⸗ muth ꝛauserkohren! GOtt wird ein Kind gebohren, nimmt(unsre) wahre Menschheit an. 2. Der Vater hat gezeuget den Sohn, der sich geneiget uns armen Menschen zů, der stets bey GOtt ge⸗ wesen,/ koͤmmt ietzt, daß wir genesen, und finden(bey ihm) ewig Ruh. 2 O Wunder⸗volle Sachen/ welch uns bestuͤrtzet machen, das Wort von Ewigkeit, kommt in der Zeit der Fuͤlle, damit er sich verhuͤlle/zu tre⸗ ten an den charten) Streit. 4. Diß Wort ist ohne Schmertzen aus seines Vaters Hertzen von E⸗ wigkeit gezeugt, bald steht es in der Mitten/ und machet durch sein Bitten den(zorngen) Vater uns geneigt. 5. Diß Wort, das wir hoch eh⸗ ren, hat selbst uns wollen lehren, wie GOttes Will es sey; Daß es von allem Boͤsen uns kraͤfftig solt erloͤsen, und machen ewig(Straf⸗ fe) frey. 6. Diß Wort hat uns geschicket sein Wort, das uns erqvicket durch einen suͤssen Schall, es lasset auch mit Hauffen die Menschen⸗Kin⸗ der tauffen, und(raͤfftig) lehren uͤberall. 7. Diß Wort ist in dem Orden der bloͤden Kinder worden auch selbst ein Kindelein. Denn solt er GOtt versůhnen, so must er uns zudienen/ Eh Mensch und(dazu) sterblich eyn. 8. GOTL konte ja nicht sterben, noch uns das Heyl erwerben, haͤtt er nicht Fleisch und Blut.Er spuͤhrt uns gantz verlohren, drum ward ein Mensch gebohren er selůst, das(al⸗ ler⸗Mhoͤchste Gut. 9. Solt einer Mittler werden, im Himmel und auf Eiden, so must B 4 cv 47 Von der Ge burth Christi. er beydes seyn, denn aller Orrhen wandeln mit GOtt und Menschen alrng. einer(g'wißlich) nicht allein. 10. Diß grosse Wort von oben, das auch die Thronen loben, ist GOtt von Ewigkeit, diß hat auch ange⸗ nommen das Fleisch, der Welt zu Frommen in der(von GOtt) be⸗ stimmten Zeit. IV. Nun kan es recht erkennen, das, was wir Schwachheit nenen, ia tra⸗ gen mit Gedult, der hoch betruͤbten Suͤnder, der armen Menschen⸗Kin⸗ der schon laͤngst gemachte(Suͤn⸗ den⸗) Schuld. 12. Nun kan es sich der Armen auch Bruͤderlich erbarmen, und lie⸗ ben alle Welt. Nan kan es tapf⸗ fer kaͤmpffen, die Macht der Feinde daͤmpffen, als ein recht(starcker) Wunder⸗Held. I3. O Wort! so hoch geyriesen, du hast uns das erwiesen, was schwer⸗ lich wir verstehn. Doch wollen wir dich loben am meisten, wenn oxt oben wir deine(ewge) Klar⸗ heit sehn. (54.) P. b. PUer natus in Bethlehem, Beth- lehem, unde gaudet Jeru salem, Halle-Hallel. Ein Kind gebohrn zu Bethlehem, Bethlehem, des sreuet sich Jerusa⸗ Iem, Halle⸗Hallel. 2. Hic jacet in præsepio, Præsepio, qui regnat siné termino, Halle- Hallel. Hier liegt es in dem Krippelein, Rrippelein, ohn Ende ist die Herr⸗ schafft sein, Halle⸗Hallel. 3. Cogno vit bos& asinus, asinus, quod puer erat Dominus, Halle⸗ Hallel. Das Oechslein und das Eselein, Eselein, erkandten GOtt den HEr⸗ ren sein, Halle⸗Hallel. 4. Reges de Saba veniunt, veuiunt, aurum, thus, myrrham offerunt. Die Koͤnig aus Sabba kamen daß, kamen dar, Gold, Weyrauch, Myrthen brachten sie dar, Halll⸗ Halleluja. 7. De matre natus virgine, virgr. ne, sine virili semine, Halle-Hal. leluja. Sein Mutter ist die reine Magd, reine Magd, die ohn ein Mann ge⸗ bohren hat, Halle⸗Hallel. 6, Sine serpentis vulnere, vulnere, de nostro venit sanguine,„ Ealle: Halleluja. Die Schlang ihn nicht vergifften kunt, vergifften kunt, ist worden un⸗ ser Blut ohn Sünd, Halle⸗Hallel. 7. In carne nobis similis, similis, peccato sed dissimilis. Halle-Halle- Iuja. Er ist uns gar gleich nach dem Fleisch, nach dem Fleisch, der Sün⸗ den nach ist er uns nicht gleich, Hal⸗ le⸗Hallel. 8. Ut redderet nos homines, ho⸗ mines, Deo& sibi similes, Halle- Hallel. Damit er uns ihm machet gleich/ machet gleich, und wiederbraͤcht zu Gottes Reich, Halle⸗Hallel. 9. In hoc natali gandio, gaudio, benedicamus Damino, Halle-Hal⸗ leluja. Fuͤr solche Guaden⸗reiche Zeit/ relche Zeit, sey GOtt gelobt in E⸗ wigkeit. Halle⸗Hallel. 10. Laudetur sancta Trinitas, Tri- nitas, Deo dicamus gratias, Halle- Halleluja. Lob sey der heilgen Dreyeinigkeit Dreyeinigkeit, von nun an biß in Ewigkeit, Halle⸗Hallel. (.). P. G. Mel. Vom Himmel hoch da ꝛe. Chaut! Schaut! Was ist fuͤr Wunder dar? Die schwartze Nacht wird hell und klar/ein gros⸗ ses Licht bricht ietzt herein, ihm wei— chet aller Sternen⸗Schein. ö Halle-Hallel, 2. Es ist ein grosses Wunder⸗Licht, und gar die alte Sonne nicht, weils wieder 66½ h die Natut helen Toge: „.Wie nidbit 0% der die Natz uß ein großs Rewit aus flch Colt auchet Sonne der L le Sterm aue Ner Hehden E Goam. 5„. Esistalso, d. 08 Hungt uns Naht, wle schn c IU Bableh schhat der fron Wauf, aufauf, Huff mt mir hin Alt, davon ger Woit. 3. Schaut hin, ih Stall, de Iekall, da Spe Rind, da tu hlen Kind. 9. O Mensche Acht und sirg Ahlecht, soel Hh, es ist y Ihh, 10. Ed wird im llt,der alles st,das Wort V, bey Eott, Whet dox. Eosst der ein Wg unser! Iund O der g Aeürftder , Denn weil hslt, daCer lt, wixd' unseSchn siur V 3. His Dfßisden i. 355 N 9 Von der Geburth Christi. 50 hieder die Natur die Nacht zu ei⸗ weg Trauren, weg, weg alles Leid, ihten si Wapnauch sem hellen Tage macht. trotz dem, der ferner uns verhoͤhnt, sie dur, H 3. Was wind hierdurch uns zeigen Gtt selbst ist Men sch/wir sind ver⸗ natus r. i/ der die Natur so aͤndern kan 7 soͤhnt.——* Ulemt, len, Wei Es miuß ein grosses Werck geschehn 14. Der Suͤnden⸗Buͤsser ist nun nine, Halleel sije wir aus solchen Zeichen sehn. hier, den Schlangen⸗Treter haben r idie teinegyn.. Solt auch erscheinen dieser Zeit wir, der Hollen Pest., des Todes behn Lelle Mad sie Sonne der Gerechtigkeit, der Gifft, den Lebens⸗Huͤrst'n man hier 11. Iin Mannge selle Stern aus Jacobs⸗Stamm, antlifft. Muealll. ser Heyden Licht des Weibes 1. Es hat mit uns nun keine Noth, nni vulnere, vulnerg. Sgamni. weil Sunde, Teuffel, Hoͤll und Tod ur lenguine, Rile F5. Es ist also, des Himmels Heer, zu Spott und Schanden sind ge⸗ — aas bringt uns ietzt die Freuden⸗ macht, in dieser grossen Wunder⸗ Wahnnicht vergift Mahr, wie sich nunmehr hat einge⸗Nacht.. Eunt, Iiordenin ellt, zu Berhlehem, das Heyl der 16. O seelig seelig, alle Welt, die Sund,Hall⸗Halel. Belt. sich an dieses Kindlein haͤlt, wohl hbis lmllis, imüh, 6. O Guͤtigkeit! was lange Jahr dem, der dieses recht erkennt, und Himilis. EalleHal. schhat der fromen Vater Schaarsglaͤubig seinen Heyland nennt. ewüͤnscht und sehnlich offt begehꝛt 17. Es dancke GOtt, wer dancken gar gleich hach din geß werden wir von GOtt gewaͤhrt./ kan, der unser sich so hoch nimt an, em Flesschder Soß 7. Drum auf, ihr Menschen⸗Kin⸗ und sendet aus des Himels Thron, Ins nicht gleich, Hie ser auf, auf lauf, und nehmet euren uns, seinen Feinden, seinen Sohn. ö auff mit mir hin zu der Stell und 18. Drum stimmt an mit derEngel et nos homines, bn rt, davon gemeldt der Engel Heer, GOL in der Hoͤhe sey nun lbi fmiles, Halt Wort. Ehr,/ auf Erden Friede iede eit, den . Schaut hin, dort liegt im fin Menschen Wonn und Fullichkeit. h ihm uachet gleh; sern Stall, deß Herrschafft gehet.66.— vund wiederhrachtn Iberall, da Speise vormahls sucht WẽEV kuͤndlich groß sind doch die „Halle⸗Hallel, In Rind, da ruht ietzt der Jung⸗ Wercke, die GOttos Hand ali gandlo, gauco sfauen Kind. und Wunder⸗Macht, an uns, uns Domino, Hille k 5. O Menschen⸗Kind betracht es Suͤndeꝛn, hat vollbracht Wer gruͤn⸗ cht, und strauchle nicht, dieweil, so det GOttes Allmachts⸗Staͤrcke, Hnaden⸗reiche Zah shlecht, so elend scheint diß Kinde⸗ wer ist, der solch Geheimniß findt/ GOtt gelobt in EV Hin, es ist und soll auch uns groß wie GOtt selbst wird ein Menschen⸗ Hallel. i„Kind. Wer faßt, wie sich der Gott⸗ Andda Tiinitas, Inl ko. Es wird im Fleisch hier fuͤrge heit Fuͤlle in unser sterblich Wesen amis gratus, Eill sellt, der alles schuff und noch er⸗ huͤlle. lält, das Wort, so bald im Anfang 2. O theures Werck von Gott er⸗ Ilgen Dreyeinigfeh, Rar/ bey GOtt, selbst GOtt, das lesen; O Wunder, das kein gleiches von nun an ös: leget dar. kennt. O Liebe die ohn Ende breũt! .Hall. u. Es ist der eingebohrne Sohn des GOtt kleidet sich in menschlich We⸗ 71•6 Paters, unser Gnaden⸗Thron, dassen, der HErr der dieses Rund ge⸗ 2 mel hochdu, Lund O, der grosse GOT, dersballt, nimmt arme knechtliche Ge⸗ 1 11 Waßifft Gegs⸗Furst der HErr Zebaoth. stalt,laͤt, uns om Satans⸗Joch vdö Ohh, Oie schlal. si. Denn weil die Zeit nunmehrsscheiden, den Gottheits⸗Schein mit 70 fla bigüß;effüllt, da GOttes Zorn muß seyn Fleisch bekleiden. eAun H Hestillt, wird sein Sohn Mensch, 3. Wir Frevler waren abgewichen, ——m 1 agt unser Schuld, wirbt uns durchsdas Bild,das GOtt in uns gepraͤgt, Riie Wunder ssen Blut GOttes Huld. da er im Paradieß uns hegt, mit ose u n z. Diß ist die rechte Freuden⸗Zeit/ Teufels⸗Larven uͤberstrichen, Gott VEe B 5 der I Von der Geburth Christi. 32 der uns erst den Vorzug gab, waͤscht unsern Unflath wieder ab, will uns im Herren zu erfreuen, sein erstes Bild, uns selbst, erneuen. 4. Er deckt durch seines Reich⸗ thums Groͤse, durch seine Fuͤll Und Uberfluß, in hoͤchster Armuth und Verdruß, der abgefallnen See⸗ len Bloͤse, dem Schoͤpffer, der die gantze Welt in ihr Gewicht und Schrancken haͤlt, muß in so weit begriffnen Pfaͤhlen, ein enger Raum zur Ruhe fehlen. 5. GOtt, den der Himmel nicht kan fassen, schließt sich in Stall und Krippen ein, sein Glantz und uner⸗ forschter Schein, will sich im fin⸗ stern bergen lassen. Die Armuth, seiner Gottheit Pracht, liegt dort im Heu bloß und veracht, legt sich/ nur uns zu GOtt zu fuͤhren, zur Un⸗ vernunfft, zu groben Thieren. 6. Ach suͤsses Kind, doch GOttes Erbe, laß Ochsen, Stall und Kripp⸗ lein seyn, komm, komm zu mir zur Herberg in, ich bin zwar nur dein Thon/ein Scherbe, ein wuͤstes Nest, doch deine Brunst, kan leicht durch unerforschte Kunst, mein Hertz das bloß an allen Sachen, zur wuͤrdgen Wohnung GOttes macheu. 7. Komm heilge meines Geistes Gaben, laß du durch deinen Uber⸗ fluß, im groͤsten Mangel und Ver⸗ druß/mich Reicht hum und die Fuͤl⸗ lehaben, hilff, daß ich eitler Dinge Pracht als schnoͤden Koth, als Wust veracht, und nur in dir und deinem Willen, moͤg alles mein Verlangen stillen. 8. Herodis Pracht und eitles Pran⸗ gen, sey mir ein Greuel, Spott und Scheu, laß deine Demuth, deine Treu, mich dein erworbnes Gut umnfangen, ich bleibe werthes Kind, dein Kind, die Wollust, die die Welt entzuͤndt/ kaß ja in meinem Geist nicht kleben, dein Armuth kan mir wieder, tilg alles, was sich sund lich find in mir, O auserwehltez Kind, du Vater deiner frommen Glieder, prag auch der theuren Menschheit Gut, das du erwirbst in meinem Muth, daß Satan und die Macht der Hoͤllen, mein Erbthesl nimmer moͤgen faͤllen. 10. Indeß mein Heyl und mein Vergnůgen, du GOttes⸗Erb und Jungfrau⸗Sohn, mein Schild, mein Hort, mein Gnaden⸗Thron, hilff mir mein armes Fleisch besih gen, mein Trost in Noth, meist Fleisch mein Blut, mein Eigen thum mein hoͤchstes Gut, durch dein Blut, das du hast vergossen, mach mich zu deines Reichs Genossen. 67./ M. C. F. Woir Christen⸗Leut /: habn se⸗ tund Freud, weil uns zu Trost ist Christus Mensch gebohren, hat uns erloͤst, wer sich des troͤst, und glaͤubet fest, soll nicht werden ver⸗ lohren. 2. Eine Wunder⸗Freud 4Ott selbst wird heut von Maria ein wah⸗ rer Mensch gebohren, ein Jungfrai zart, sein Mutter ward von GOtt dem HErxen sel bst darzu erkohren. 3. Die Suͤnd macht Leidꝛy Christus bringt Freud, weil er zu uns in diest Welt ist kommen, mit uns ist GOtt nun in der Noth,/ wer ist der unsals Christen, kan verdammen? 4. Drum sag ich Danck:/ mit dem Gesang, Christo dem HErrn, der uns zu gut Mensch worden/daß wir durch ihn nun all loß seyn, der Suͤn⸗ den Last und untraͤglichen Buͤrden. J. Alleluja:,: gelobt sey GOtt/ singen wir all aus unsers Hertzens Grunde: Denn GOT hat heut gemacht solche Freud, der wir ver⸗ gessen solln zu keiner Stunde, (58.) P. 6. Mel. Erschienen ist der herrliche ꝛr. mich hoch erheben. 9. Fall ich aus Schwachheit, hilff WV singen dir Immanuel, dut Lebens⸗Fuͤrst und Gnaden⸗ Qvell/ 7 7 ö MI/ Du Hiun We, d Het aller Herm àWnhend AMöaller Kuft, hr, daß du, O Fashdichgunmel Helus. 3. Vom Afane hacht, hat om Vlacht. Dich Fahr der Vat Cchaar. Alleln „ Ach daß de Iin, und uust hm: Ach, das WMeiu Eo w Ihn. 2 Nun llefindem Krt ist klein, und shß: Bek chbloß. L 0. Du und sind doc Exlockst Milch! Wlll, und bift Agust. Alel 7. Du bist de eund; Doch! she feind: Her oGreul, und h hiter Heyl.) ich aber deit ichsig es frey, v IHliebedich, do ichhichgerneliel 9„ Der Willi ilh,doch wird lmeinarme Istest du . o Hastdudog Aluocht, erweh hlacht;? Warst uchuhtvorlieb, Rahhhhtneb. 1 D schlieff Oooh, sowgr schtgußz d VOer en faͤllen. Mein Heyl und du SStts een Sahn, mei Schh nein Gnaden,Thinh, larmes Ileisch heft kost in Noth, ma Blut, mein Eugch chstes Gut, durchheh! hast vergossen, mas; Reichs Genosseh M. C. F. sten⸗Leut:: habh eud, weil uns zuu Lensch gebohren, H. sich des tröst, soll nicht erdes hez under⸗Frend ut vonMaria einth bohren,ein Jungfth utter ward von GO selbftdarzwerkehreh machtbeid yChusst „wellerzuunsigih men, mit uns it Goz Hih, wer istder ungns verdammen 2:. ich Danck:withth sth dem HErtl Hensch wotden,ahg allloß sehrdetell Intraͤglichen Buchth Helobt seh Gl aug unsets Heißch ann GLT hat hen eud, dertosthe heller Stüne⸗ . en ist der Hertlichbhe hir Ammanluel, ½ Well, du Himmels⸗Blum und —⁴ Rorgen⸗stern, du Jungfrau⸗Sohn Eer aller HerrnAlle luja. 2. Wir singen dir in deinem Heer, dich umfieng, war alles schlecht und sehr gering. j Alleluja. 12. Darum so hab ich guten Muth, du wirst auch halten mich fuͤr gut. Us aller Krafft, Lob, Preiß und O IEsulein dein frommer Sinn hr, daß du, O lang⸗gewuͤnschter Hast, dich nunmehr eingestellet hast! Ulleluia. 3. Vom Alifang, da die Welt ge⸗ hacht, hat so manch Hertz nach dir etracht. Dich hat gehofft so lange gahr der Vaͤter und Propheten Gchaar. Alleluja. 4. Ach daß der HErr aus Zion Eim, und unsre Bande von uns saͤhm: Ach, daß die Huͤlsfe brach lerein So würde Jacob froͤl ich yn. Alleluja. . Nun du bist hier da liegest du, altst in dem Kripplein deine Ruh: Pist klein„ und machst doch alles seoß: Bekleidst die Welt: und koͤmst soch bloß. Alleluja. 6. Du kehrst in fremder Hausung an, und sind doch alle Himmel dein. Criuckst Milch aus deiner Mutter Brust, und bist doch selbst der En⸗ gel Lust. Alleluja. 7. Du bist der suͤsse Menschen⸗ sreund; Doch sind dir so viel Men⸗ hen feind: Herodis Heer haͤlt dich ir Greul, und bist doch nichts denn Ruter Heyl. Halleluin. 8. Ich aber dein geringster Knecht/ ich sag es frey, und meyn es recht, ich liebe dich, doch nicht so viel, als sch dich gerne lieben will. Allel. 9. Der Will ist da, die Krafft ist ein, doch wird dir nicht zuwieder eyn, mein ar mes Hertz, und was es an/ wirst du gewißlich nehmen an. Alleluja. 10. Hast du doch selbst dich schwach gemacht erwehlet, was die Welt geracht:? Warst arm und dürfftig, ahmst vorlieb, da, wo der Mangel zich hintrieb. Alleluja. u. Du schlieffst ja auf der Erden Schooß, so war das Kripylein auch licht groß; Der Stall/das Heu/ das macht daß ich so voll Trostes bin. Alleluja. 13. Bin ich gleich Suͤnd⸗ und La⸗ ster⸗voll, hab ich gelebt, nicht wie ich soll: Ey koͤmmst du doch deßwe⸗ gen her, daß sich der Suͤnder zu dir kehr. Alleluia. 14. So faß ich dich nun ohne Schen: Du machst mich alles Jam⸗ mers frey: Du traͤgst den Zorn, er⸗ wuͤrgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Noth. Alleluja. 15. Du bist mein Haupt; Hinwie⸗ derum bin ich dein Kind und Eigen⸗ thum, und will so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dir geliebt. Alleluiia. 16. Ich will dein Alleluja hier mit Freuden singen fuͤr und fuͤr, und dort in deinem Ehren⸗Haal sollz schallen ohne Zeit und ZIAl. Allel. V.Auf das Neue Jahr⸗ (99 J. 8. 95 Mel. Vom Himmel hoch da kom̃ ꝛc. FV As alte Jahr vergangen ist/ wir dancken dir HErr IEsu Christ, daß du uns hast in mancher Gefahr gegnaͤdiglich be⸗ huͤt't diß Jahr ꝛ⸗ 2. Wir bitten dich ewigen Sohn des Vaters in dem hoͤchsten Thron, du wollst dein arme Christeuheit ferner bewahren allezeit ½1m 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort ꝛ3 welchs ist der Seelen Trost und Hort, fuͤrs Pabsts Lehr und Abgoͤtterey behůt uns HERR und steh uns bey 4.· Hilff, daß wir von der Sund ablahn und sromm zu werden fa⸗ hen an, kein r Sůnd im alten Jahr gedenck, ein Gnadenreichs Neu Jahr uns schenckin 5. Ehrist⸗ 5 Aus das Neue Jahr. 5. Christlich zu leben, seelkglich n breit/ gieb fort die reine Lehre, aß zu sterben, und hernach froͤlich am Wahrheit drinn und Ei iüngsten Tage wied'r aufzustehn, Gottesfurcht sich me brigkeit gieb Fried und Ruh, git mit dir im Himmel einzugehn:/ . Zu daucken und zu preisen dicht, Regiment und Krafft darzu/ zu mit allen Engeln ewiglich. O JE⸗tzen Reich und Arme: Hilff d die Creutz, Trangsal, Noth anfich⸗ tet, oder gar der Tod, ihr aller dich ungen, diß In su, unsern Glauben mehr, zu deines Nahmens Lvb und Ehr (6⁰0.) Mel. An Wasser⸗Fluͤssen Babylon. DñIns alte Jahr(die Woche nun) fuͤruͤberist, ein neues(ein andre) wir anfangen: Da findet nun ein ieder Christ, daß er diß Jahr began⸗ gen viel Fehler, auch wohl Misse⸗ that: Vors Gut er kaum gedancket hat und Lindrung mancher Plagen, damit ers GOtt nun bitte ab, und forthin von ihm Seegen hab, mag er mit mir so sagen: 2. O grosser GOTT, wir dancken nigkeit, auch hre: Der d schü⸗ enen, rbarme. 6. Das Jahr(die Woch) laß un geseegnet seyn, vom Anfang biß zunt Ende, wo wir ausgehen oder ein, a Ubel von uns wende: Laß alles/waß wir greiffen an, in unserm Amt sey wohl gethan, wenn wir den Flei nicht syahren, gieb endlich wenne dir gefaͤllt, uns heimzuholen aus del Welt, daß wir in Fried hinfahren. 7. GOtt Vater in dem hoͤchstes Thron,/ erhoͤre unser Flehen, verleih durch deinen eingen Sohn, daß alle (62.) Ml. Dulet u Dri Taaute gen, durch 4d Peil, dut Ihich Klagen,du Stein bini WOott, se Lob ge Wtwirdetregt. Der du much: Aczeht mein Heß AAltrauet, duh ITheilduhastt Astmein feßers AWwalteweita Mein GOtt e W wilf,wilauc huschts verübe,pa man Wl lscht mehrmein, moͤg geschehen, den Vater bitt, O JEsuChristlweil du fuͤr uns gestor⸗ ben bist, daß ers ihm laß gefallen Durch deine Krafft,o Heilger Geist uns biß ans End hier Beystand leist dir, dein Nahme sey gepriesen, daß du uns so viel Wohlthat hier das vor' ge Jahr erwiesen, gegeben hast du un Wort: Die Obrigkeit hat unsell Ort in Friede noch regie⸗ hekehedemeige . Nuch dit so Usd HErt ichmi Iussch die Mmutt Mbey beruhn. ret: Du hast gesegnet ieden Stand, uns bey dem Wercke unser Hand versorgt und wohl gefuͤhret. 3. Du hast theils Noth und Hertze⸗ leid von uns gantz abgewendet, in andern noch zu rechter Zeit Rath, Huͤlff und Trost gesendet, und da du, wie ein Vater thut, bald weg⸗ geleget deine Ruth, zu dir mehr wollen ziehen, daß wir dich liebten gleicher weiß, bemuͤhten uns mit höchsten Fleiß, all Suͤnde stets zu fliehen. 4. Da ist nun leider! wenn wir bloß und frey bekennen wollen, in hilff uns HErr hilff uns allen! N. B. Die Worte in Parenthelf zeigen an, daß man das Lied auch bey Endigung der Woch singen kan. (61.) M. C. S. Mel. Das alte Jahr vergangen ist. D abermahl ein neues Jahr,/der außel⸗ wehlten Christen⸗Schaar. As neugebohrne Kindelein,das hertzeliebe JEsulein, bringt 2. Deß freuen sich die Engelein. die gerne um und bey uns seyn, und singen in den Luͤfft en frey, daß Gott mit uns versoͤhnet sey. Ing plagen; Ail. Soll ich Acfichgehorch Gull ich ver Wdtt dein Wil Wungen schwit Iiedu wilt. E⸗ IItladen 7ch Veol ich vn Hipdein Wil (Gullich um Uhlrgern,d6e Usch die Hölle Mies wilfdun Udienet die re allen dem, der Mangel Roß, das 3. Il GOde verfohnt und unser inbn wir verrichten sollen. Wir halen Freund, was kan uns thun der arge Rähmn O du frommer Gott, dein Recht Feindꝛ Trotz Teuffel und der Hoͤllen n it. verlassen und Gebot, wir sind abfaͤl Pfort, das IEsulein ist unser Hort. Hende 1. lig morden Des Nachsten Nutz.. Er bringt das zechte Juhel, lh e und deine Ehr zů suchen und uns Jahr/ was trauren wir denn im⸗ aen en dessen mehr denn aller Schaͤtz zu merdar; Frischwufft ietzt ist es Sin⸗n 19 laß freuen.* gens Zeit, das Jesulein wend al, snun Suntth, 5. In deiner Kirchen weit und. Ies Leid. Wishihran ö I (6².) W — Arme: Hilffdeg Nangsal, Noth 0 der Tod/ ihr ollerhch ihrldie Voch)loßh . ausgehen oder ein, wende Dguf n/ in unserm Amtsa wenn mir den gla „gleb enblich wenhgl Wheimtzuholen aushiz in Fried hinfahra ater in dem hoͤchseh unser Flehen, etlal angen Sohn, daß alt u, den Vater bitt, veil du fuͤr uns gesth ers ihm laß gefallh Rrafft/o HeilgetGaf, nd hier Beystandlaf, rr Ihilff uns allen! Wyrte in barencht n, daß man das L Endigung der Moch an. ) M. C. 5. 1e Jaht bergangeni ebohrneKindeleinos be Wfsulein Hic neuẽt Jahr,deraußo sen⸗Schaar. ell Inch uns sehh 0 Lüftten freyaß Ont V Wilnnel (0) sch die Euhlh NHar V Auf das Neue Jahr. 58 (62.) G. W. S. Mel. Valet will ich dir geben. urch Trauren und durch Pla⸗ gen/ durch Noth/ druch Angst d Pein, durch Hoffnung und Irch Klagen, durch manchen Sor⸗ n⸗Stein bin ich, GOtt Lob, ge⸗ gungen, diß Jahr ist hingelegt, dir Ott, sey Lob gesungen, mein Her⸗ wird erregt. 94—5— Der du mich hast erbauet, in dir stebt mein Heyl, dir ist mein Gluͤck Atrauet, du bist und bleibst mein Hheil, du hast mich wohl erhaltẽ, du mein fester Trost, dich laß ich fer⸗ waltẽ, weñ mich die noth anstoͤst. Mein GOtt/ O meine Liebe, was wilst, will auch ich, gieb, daß ich schts veruͤbe, was irgend wider dich de ist mein Will ergeben, jg er ist cht mehr mein, dieweil mein gan⸗ sLebe/ dein eigen wuͤnscht zu seyn. Nach dir soll ich mich sehicken, Ind HErr ich wills auch thun. Soll ich die Armuth druͤcken? Ich will Abey beruhn. Soll mich Verfol⸗ Ang plagen? Ja HERR befiehle tir. Soll ich Verachtung tragen? Ich ich gehorch auch hier. „Soll ich verlassen sitzen? HErr Ott dein Wille gilt. Soll ich in engsten schwitzen? Mein Heyland ie du wilt. Soll ich denn Kranck⸗ Lit leiden? Ich will gehorsam seyn. goll ich von dannen scheiden? Err/ dein Will ist auch mein. 6. Soll ich um Himmel dringen? har gern, OGott mein Licht. Soll ich die Hoͤll einschlingen: Ach! hin so werd ich, GOtt/ bey dir/auch uen Seegen finden, dein Wort (63.) D. P. F. Elfft mir GOttes Guͤte preisen, ihr lieben Kinderlein, mit Ge⸗ sang und andern Weisen ihm allzeit danckbar seyn, fuͤrnehmlich zu der Zeit, da sich das Jahr thut enden, die Sonn sich zu uns wendet, das Neu Jahr ist nicht weit. Ern stlich laßt uns betrachten des Hrren reiche Gnad, und so gering nicht achtẽ sein unzehlich Wohlthat, stets fuͤhren zu Gemüth/ wie er diß Jahr hat geben, all Nothdurfft die⸗ sem Leben, und uns fuͤr Leid behuͤt. 3. Lehr⸗Amt, Schul, Kirch erhal⸗ ten in guten Fried und Ruh, Nah⸗ rung fuͤr Jung und Alten, bescheret auch darzu und gar mit milder Hand sein Guͤter ausgespendet, Verwůstung abgewendet von unser Stadt und Land. 4. Er hat unser verschonet aus vaͤk⸗ terlicher Gnad, weñ er sonst haͤtt be⸗ lohnet all unser Missethat,/ mit glei⸗ cher Straff und Pein, wir waͤren laͤngst gestorben, in mancher Noth ver dorben, dieweil wir Suͤnder seyn. 5. Nach Vaters Art und Treuen er uns so gnaͤdig ist, weñ wir die Suͤnd bereuen, glaͤuben an JIEsum Christ, hertzlich ohn Heucheley, thut er all Suͤnd vergeben, lindert die Straff darneben, steht uns in Noͤthen bey. 6. All solch dein Gut wir preisen, Vater im Himmels⸗Thron, die du uns thust beweisen durch Christum deinen Sohn, und bitten feꝛner dich/ gieb uns ein friedsam Jahre, fuͤr al⸗ lem Leid bewahre, und nehr uns mild iglich. (64. Mel. Werde munter mein ꝛc. H IEsu, laß gelingen, hilff, das Neue Jahr geht an, laß es neue Kaͤffte bringe, daß aufs neu ich wandeln kan. Laß mich dir befohlen seyn, auch darneben all das mein. Neues Gluͤck und neues Lebẽ, wollst du mir aus Gnaden geben. 2. Laß diß seyn ein Jahr der Gna⸗ xspricht es mir. den, 39 Auf das Neue Jahr. 6⁰ den, laß mich buͤssen; meine Suͤnd, hilf daß sie mir nimmer schade, son⸗ dern bald Verzeihung find; Ach durch deine Gnad verleihe, daß ich hertzlich sie bereue, HErr, in dir,der du mein Leben, wird die Suͤnde mir versenen, 425 3. TZꝛoͤste mich mit deiner Liebe, nim, O GOtt mein Flehen hin, weil ich machend Wort, die Feinde mach schande, hier und an allem Ort. 3. Dein ist allein die Ehre, dein is allein der Ruhm, Gedult im Creuß uns lehre, regier all unser Thun, bih wir getrost abscheiden ins ewgz Himmelreich, zu wahrem Fried und Indeß machs mit uns allen nach mich sõ sehr betruͤbe, und voll Angst deinem Wahlgefallen: Solchs singt und Zagen bin. Wann ich gleich schlaff oder wach, sieh doch HErr, auf meine(Sach, staͤrcke mich in meinen Nothen, daß mich Suͤnd und Todt nicht toͤdten. 4. HErr du wollest Guade geben, daß diß Jahr mir heilig sey, und ich Christlich koͤnne leben ohne Trug und Heucheley, ich auch meinen Naͤchsten lieb, und denselben nicht betrůb, damit ich hie auf der Erden fromm und seelig moͤge werden. 5. JEsu laß mich froͤlich enden die⸗ ses angefangne Jahr, trage mich guf deinen Haͤnden, halte bey mir in Gefahr. Steh mir bey in aller Noth, ach! verlaß mich nicht im Tod, freudig will ich dich umfassen, wann ich soll die Welt verlassen. (6.) J. H. Sen. Esu nun sey geyreiset zu diesem Neuen Jahr, fuͤr dein Guͤt uns beweiset, in aller Noth und Gefahr, daß wir haben erlebet die neu froͤli⸗ che Zeit, die voller Gnade schwebet und ewger Seeligkeit! Daß wir in guter Stille das alte Jahr habn er⸗ fuͤllet, wir wolln uns dir ergeben, ietzund und immerdar, behuͤt Leib Seel und Leben hinfort das gantze Jahr. 2. Laß uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Nahmen dein, daß wir demselben singen in der Christen Ge⸗ mein; Wollst uns das Leben fristen heut ohne Schertzen dieChristglalh⸗ bige Schaar/ u. wuͤnscht mit Mund und Hertzen ein seeligs Neues Jahr (66,.) Mel. Werde munter m. ꝛ0. Jesse Sohn und Davids Reiß; Blutet nach der Juden Sitten, und nach GOttes Buͤnd⸗Geheiß, daß er den Beschneidungs⸗Bund, mit der Tauff verwechseln kunt, den en nach des Vaters Willen, als del letzte wolt erfuͤllen. 2. Blutig hat er angefangen, den voll Elend und auf Blut 5: in das Leben eingegangen: Diese ersie Wunder⸗Fluth, hat gedeutet auf den Pfad, der viel Bluts gekostet hat, bis ihm nach des Creutzes Ta⸗ gen Cron und Seepter aufgetragen. 3. Was bringt denn das Kind vom Stalle, das anheut Blut⸗Braut⸗ gam heißt, dem zu Salem in der halle seine Vorhaut blutig schweißt, Ach! das theure GOtres⸗Lamm, der erwuͤnschte Weibes⸗Saam, tritt den Kopff des alten Drachen, der uns droht mit vollem Rachen. 4. Warum solt er IEsus heissen⸗ IEsus heisset Heyl der Welt, das vom Himmel wolte reisen in das ar⸗ me Menschen⸗Zelt; GOT von GOtt, ein GOtt gebohrn, Mensch zum Menschen⸗Heyl erkohrn, Gottn ein GOtt und Menschen⸗Saamen⸗ traͤget billig diesen Nahmen. durch dein allmaͤchtig Hand, erhalt dein liebe Christen und unser Va⸗ terland; Dein Seegen zu uns wen⸗ de, gieb Fried an allem Ende, gieb 5. Suͤsser Heyland, heile, freye mich vom duͤstren Hoͤllen⸗Rauch en Meine Suͤnde mir verzeihe, JEsul sey mein JEsus auch Ach! dein unverfaͤlscht im Lande dein seelig⸗ angenehmer Nahm sey mein Trost und Freuden, den Heilgen Gottes gleich IWheuden⸗ Hllt das Leid v hlden in und 6enverlohin bringt diß L miit uns GO. Iises Kind un Reud für Leid, Ildem es tvird! Hast, sey uns u IEsus Vorhaut wird beschnitten, I mmist zu unser V. Jesulwie Achürdene 3 Schutes L Vuhr durch füxn I und geshdt. Ii gebühnt: Ubermoͤgen, da Muüͤrdigs legen, 9. Halt/chu Ihütten: SI Mut dein unsch Initten 7 Den Mhheidtdes Ges Hhr scheint es As Geschdurch Isne Schaͤrffal .Mer mich n Hsser Schnitt II Rechten un Hundenlust u. Alchrer Buß we if, daß verm. Aleg die Bere 1 Darum Je Audgs Mesfer Wsses meinen Acht scheeden! Raher nagldir Ner! beschne kelund Sinn Sthneidan I alte V schlsiinten E Klachtgeben m0 Escchin, ieder Iach die kalt, Wammtdeine Ahhnicht W I 10 Auf das Neue Jahr. F 00066 undie Feldemm Id Freuden⸗Kram, wann mich svon verkurtzter Wag abwagen, Iab leor) Wreckt das Leid der Höllen, und die Hemn meEhre, deinch. Echulden in mir bellen. ö Im, Gedultimm I. Den verlohrnen Himmels⸗Frie⸗ er all unser Tiun In bringt diß neugebohrne Kind, Kabscheiden ing eng As mit uns GOtt hat entschieden, Juwahren Fuleduch Aeses Kind uns Freud gewinnt, HeilgenGottesglaeh Heud fur Leid, und Lust für Last, 6 mit uns alhn uih Adem es wird unser Gast. Edler Wgefalben Solchssl cherendieehvftl l spünscht mit Mon seeltgsNeueseh erde munter m. ⸗ aut wird beschnith Ind Dabids Reshi der JudenSittennn Bund⸗Geheiß, j Heidungs⸗Bund, t bechseln kunt, den Hes Willen, alohz Ullen. t er angefangen y ddauf Blut ½ inds gangen: Diese at uth, hat gedeutet ai viel Bluts gekost lach des Creußes Geepter ausgetrogg Igt denn das Kindheg anheut Blut⸗Builb dem zuu Salem in xu haut blutig schuesh ure GOtres⸗La Weibes⸗Saanhin alten Orachen/ N tvollem Rachen.. Ilt er Ese Hessut t Heyl We Hölte reisemittdaschh) tt boht, Mais ohen Oun Fan ö hiesen Nahnten. 00 Heile 105 ö Hollen⸗B j„f•f½1 en Ho be 90 ö mir bert RMal Dl Hast, sey uns willkommen, der du Ammst zu unserm Frommen. . JEsu wie soll ich satt dancken sch Juͤr deine Guͤte dir? Die in ih⸗ 1 Schutzes Schrancken, dieses Yhr durch fuͤr und fur mich gehal⸗ in und gefuͤhrt. Ich weiß zwar was hir gebuͤhrt: Doch laͤst mich mein avermoͤgen, das du kennst, nichts hůrdigs legen. . Halt, ich muß mein Hertz aus⸗ huͤtten: JESu! warum hat man Aut dein unschuldigs Fleisch be⸗ shnitten? Den Gesetzes⸗HErren Uneidt des Gesetzes Blut⸗Geheiß; war scheint es, als ob mit Fleiß Vs Gesetz durch dieses Ritzen, solte sne SchaͤKrff abnuͤtzen. Aber mich will anders duncken; dieser Schnitt ein Vorbild ist, wie r Rechten und zur Lincken un sre Kuͤndenlust u. List durch das Messer hahrer Buß weggeschnittẽ werden Huß, daß verwundet unsre Hertzen, shlen die Bereuungs⸗Schmentzen. 50. Darum JEsu! laß mich eilen, iddas Messer setzen anz ach! schau heses mein Verweilen zeigt/daß ich cht schneiden kan. Ach, ich schone heiner nurl dir befehl ich diese Cur, Err! beschneide meine Glieder, geel und Sinnen hin und wieder. u. Schneid auch ab von unsernZei⸗ iin alles alte Ungemach: Laß die hißgestimten Saͤiten unsrer Ein⸗ hacht geben nach, und die Liebe die afrohrn, wieder werdẽ neugebohrn, ach die kalt⸗gesinnten Hertzen harm mit deiner Liebes⸗Kertzen. 2. Laß nicht laͤnger Schwerdt und degen uns ein ungerechtes Recht zarten durch unsre Krieges⸗Naͤcht brechen einst ein Freuden⸗Licht, und ein Freuden Sonn⸗Gesicht. Laß die Winde, die ietzt rasen, uns hinfort geneigter blasen. 13. Nun, HErr JEsul ich befehle dir, mit dem verjungten Jahr, Gut und Lehen, Leib und Seele, wie ich die befohlen war in der abgewichnen Zeit, ich will in Zufriedenheit von dir warten meine Sachen. Nichts mehr, du wirst es wohl machen. I4. Das sey fern, daß ich dich lehrez Doch wann ja nach deinem Rath dieses Jahr mein letztes waͤre, so laß mich in deiner Gnad biß zum letzten Athem stehn, im Hingehen nicht vergehn? Laß mich, daß ich lebe, ster⸗ ben, sterben, und doch nicht ver⸗ derben. (67½ Aßt uns alle froͤlich seyn, preisen GOtt den HErren, der sein liebes Soͤhnelein uns selbst thut veꝛehren. 2. Er koͤmmt in das Jammerthal, wird ein Knecht auf Erden, damit wir ius Himmels⸗Saal grosse Her⸗ ren werden. 3. Er wird arm, wir werden reich, ist das nicht ein wunder, drum lobt GOtt im Himmelreich allzeit wie jetzunder. 4. O HErr Christ, nimm unser wahr, durch dein heilgen Nahmen, gieb uns ein gut Neues Jahr, wers begehrt sprech 0 (65.) Aßt uns inbruͤnstig treten, fuͤr GOrtes Angesicht, mit Singen und mit Beten ihm bringen unsre Pflicht, weil er aus seinem Thron uns sendet seinẽ Sohn,dadurch von allem Boͤsen uns ewig zu erloͤsen. 2. Heut laͤßt er uns zu gute, zum allerersten mahl von seinem heilgen Blute, in seiner ersten Qvaal, die ten Troͤpffelein, uns von der ůnden⸗Pein, und von der Hoͤllen⸗ Kotten dort ewig zu erretten. Auf das Neue Jahr. 64 3. Laßt uns ihr frommen Hertzen erwegen solches recht, und wen die Suͤnden schmertzen, der sey nicht mehr ein Knecht derselben, wie vor⸗ hin, er beßre seinen Sinn, und ruͤh⸗ me solche Guͤte mit dauckbarem Gemuͤthe. 4. GOtt hat uns lassen leben diß Jahr biß an die Zeit, da seinen Weinstock eben zum ersten er be⸗ schneidt! O bitt ihn inniglich, daß er sort dich und mich, gleichwie der Reben Encken, darein auch wolle sencken. 5. Wir haben hier empfangẽ zu viel und gar genug: Das weltliche Ver⸗ langen ist alles nur Betrug: Doch daß uns GOtt auch Brodt gereichet in der Noth, deß danckt auch mein Gemuͤthe, des HErren grosser Guͤte. 6. Wir bitten laß uns leben, fort⸗ hin nach deinem Wort, laß uns, als deine Reben, Frucht bringen fort und fort, fuͤr Peste, Krieg und Leid, Mißwachs und theurer Zeit, und Heindes Mord bewahre uns auch in diesem Jahre. (69.) Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Noelchder das alte Jahr verflos⸗ bsen/ und wir, die Gott nunmehr verneut, desselben Gnad aufs neu genossen, so sind wir billig hochst er⸗ freut/daß uns derselbe Glüͤck undLe⸗ ben so reichlich biß hieher gegeben. 2. Der geb uns lauter neue Kraͤffte, damit der Will wie auch Verstand, sich fest an ihm allein anheffte, und nimmermehr werd abgewand. Er geb uns auch den neuen Willen, sein neu Gebot nun zu erfuͤllen. 4. Er laß gufs neu sein Licht auf⸗ gehen, gleichwie die Sonn ietzt hoͤ⸗ her steigt: Sein Gnaden⸗Glantz bleib ob uns stehen; biß sich die nommen, sey unser Weg zur Leben Farth/ er sey der Schmuck und uns Crone, und zier uns fuͤr des Hoch⸗ sten Throne. . Er lehr uns unser Hertz heschneh dẽ von allem das uns von ihm tꝛess die nie kein weltlich Hertz erkenns damit, was alt/ in uns ersterbe, und unser Geist sein Reich ererbe. (70.) P. G. Mel. Nun last uns GOtt dem ꝛc. Nun last uns gehn und tretes Emit Singen und mit Beten zum HErrn, der unserm Leben bis hieher Krafft gegeben. . Wir gehn dahin und wandern voh einem Jahr zum andern, wir leben u.gedeyen vomAlten biß zum neuen, 3. Durch so viel Angff und Plagen durch Zittern und durch Zagen durch Creutz und grosses Schre⸗ cken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Muͤttern/ in schweren Ungewittern, Kindlein hier auf Erden mit Fleiß verwahret werden 5. Al so und auch nicht minder, lan GOtt ihm seine Kinder wenn Noth und Truͤbsal blitzen, in seinem Schoose sitzen. 6. Ach Huͤter unsers Lebens, fuͤr⸗ wahr es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sey deine ⸗ Treue, die alle Morgen neue, Lob sey den starcken Haͤnden, die alles Hertzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, oVaten u. bleib mitten in unsern Creutz un Leiden, ein Brunen unsrer Freuden. 9. Gieb mir und allen deuen, die sich von Hertzen sehnen, nach dir und deiner Hulde, ein Hertz, das Welt zum Ende neigt; damit wir wie die Frommen han deln, und im merfort im Tage wandeln. 4. Der Nahme den er selbst bekom⸗ mien, als er vor uns heschnitten ward,/ durch den wir unser Heyl ver⸗ sich gedulte 10. Schleuß zu die Jammer⸗Pfor⸗ ten, und laß an allen Orten, auf so viel Blutvergiessen, die Friedens⸗ Stroͤme fliessen. II. Sprich deinen milden Seegen, zu er fuͤll uns mit erneurten Freude 9 Ie unser TIr ch K Einnescheiten 3 eyder Wden Ben InGabederg H. Hls anid Aeb frͤlhe Metruͤbten Se chwermuthy . Und endli Alluns mit de We herrlich il Hiamel fuͤhte H. Das alles Rheines Lebens Ahristen⸗Schag Jahle. 1) Mel. Vade Mum mae hen wa Hln ꝛöer von u Udie,herglie Hachneidung, Gesetzes J Menschen⸗Kin Mlitohne Sun 3. Fͤr dich! Illter du bist Usste, uuste gr cufam, die f ,daß es dich Uslich,dietreg Ihydie sonst nig 3. Steut ihr E Mgen/ ja sey jt Ult anhebt; pb das Lose⸗ I heur erfül Hageffl Hplten fferh WittsE n hen. . Wer mag hhenz ihlegund 9 AAdtettttes Dultehte wo Whe Süt Hl Auen prsenhi Wbachhelt Riithashn 4 ů unser Weg ur Leheh ö n js für des V us unser bas uhs von ihnitht sult erneuxten Frah weltlich Hert erez alt, in uns erserbeg ein Reich ererhe. (70.) P. C. last uns Gott demn uns gehn und tunh ligenl und mit uh der unserm Lebeng gegehen. dahin und wanderniy M andern/ wir lax llten biß zum neag Angff und Plga n und durch Zuhh und grosses Sh Welt bedecken. von treuen Muͤtthh Ungerwittern erauf Erden mit gh velden auch nicht minder, A. ine Knder wennath sal blien, in seltg H. ter unsers Lekent) vergebens mit ushi Lachen, wo ncht ell. deine Tuzue, R 6 Lob sey den I alesHertleid wal Tdich erbittes, ut en in Unsehl Gal ruflen unstet h Tundallel delteh,. chen sehne, nch N hue/ an heth/ d hh die Jammet 10 alen Ortell, 90 hiessen/ dle Htledeht den Ghn n. 6 einen an Herßhofsu. Auf das Neue Jahr. allen unsern Wegen, laß Gros⸗(72.) Mel. Von GOtt willich ꝛe. Inund auch Kleinen die Gnaden⸗ onne scheinen. . Sey der Verlaßnen Vater, der gerenden Berather, der Unversorg⸗ in Gabe, der Armen Gut und Habe. 5. Hilff gnaͤdig allen Krancken, geb froͤliche Gedaucken den hoch⸗ Itruͤbten Seelen, die sich mit chwermuth gvaͤlen. 4. Und endlich, was das meiste, si uns mit deinem Geiste, der uns se herrlich ziere, und dort zum Ammel fuͤhre. F. Das alles wollst du geben, O eines Lebens Leben, mir und der Christen⸗Schaare/ zum seelgen neu⸗ Jahre. C1.) P. G. Mel. Werde munter me in ꝛc. W'nam machet solche Schmer⸗ tzen? warum machet solche Min ꝛ der von unbeschnittnem Her⸗ HM,dir, hertzliebstes JEsulein, mit Yeschneidung, da du doch, frey von Gesetzes Joch, weil du einem Henschen⸗Kinde, zwar gleich, doch ghlitz ohne Sunde, 3 1. . Fuͤr dich darffst du diß nicht llten, du bist ja des Bundes HEꝛr/ Ulsre, unsre grosse Schulden, die so Musam, die so schwer auf uns lie⸗ Y, daß es dich jas̃ert hetz⸗ und in⸗ ihlich, die traͤgst du ab, uns zu ret⸗ n/die sonst nichts zu zah len haͤttẽ. Freut ihr Schuldner euch des⸗ Uigen, ja sey froͤlich alle Welt, weil Ht anhebt zu erlegen GOttes hn das Lose⸗Geld. Das Gesetz id heut erfuͤllt: Heut wird GOt⸗ Zorn gestillt: Heut macht uns, Volten sterben, GOttes Sohn zu Ohttes Erben. Wer mag recht die Gnad er⸗ kifnen? Wer mag dafuͤr danckbar shieHertz und Muͤnd soll dich stets Ainen, unsern Heyland, JEsulein. Dne Guͤte wollen wir nach Ver⸗ nogen preisen hier, weil wir in der Cowachheit wallen, dort soll bas dat Lob erschallen. Wer sich im Geist beschneidet, und als ein wahrer Christ des Fleisches Toͤdung leidet, die so hoch noͤthig ist, der wird dem Heyland gleich/ der auch beschnitten worden, und tritt in Creutzes⸗Orden, in sei⸗ nem Gnaden⸗Reich. 2. Wer so diß Jahr anhebet, der folget Christi Lehr, weil er im Gei⸗ ste lebet, und nicht im Fleische mehr, er ist ein GOttes⸗Kind, von oben her gebohren, das alles was verlohren, in seinem JEsu findꝰt. 3. Doch wie muß diß Beschneiden im Geist, OMensch, geschehn? Du must die Suͤnde meiden, wenn du wilt JEsum sehn, das Mittel ist die Buß,/ wodurch das steinern Hertze, in wahrer Reu und Schmertze, zer⸗ knirschet werden muß. 4. Ach gieb zu solchem Wercke, in diesem Neuen Jahr, HErr IEsu, Krafft und Staͤrcke, daß sich bald offenbahr deinꝰ himlische Gestalt in vielen tausend Seelen, die sich mit dir vermaͤhlen/ ja thu es, JEsu, bald. 5. Ich seufftze mit Verlangen, und tausende mit mir, daß ich dich moͤg umfangen, mein allerschoͤnste Zier⸗ wenn ich dich hab allein, was will ich mehr auf Erden? Es muß mir alles werden, und alles nuͤtzl ich seyn. 6. Ach ihr verstockten Suͤnder be⸗ dencket Jahr und Zeit, ihr abge⸗ wichne Kinder, die ihr in Eitelkeit und Wollust zugebracht/ ach! führt euch GOttes Gute doch einmahl zu Gemuthe/ u. nehmt die Zeit in acht. 7. Beschneidet eure Hertzen, und fallet GOtt zu Fuß, in wahrer Reu und Schmertzen, es wird die Her⸗ tzens⸗Buß, so glaͤubigthut geschehn, das Vater⸗Hertz bewegen, daß man reshn Seegen in diesem Jah⸗ re sehn. 3. Ja mein HErr JEsu gebe, daß seine Christeu⸗Schaar mit dir im Geist so lebe, in diesem neuen Jahr, 0 daß sie in keiner Noth sich moͤge von scheiden, staͤrck sie im Fum un 67 Auf das Hohe Reue Jahr. 65 und Leiden durch deinen bittern Tod! 9. So wollen wir dich preisen die gantze Lebenszeit, und unser Pflicht erweisen in alle Ewigkeit, da du wirst offenbahr, und wir mit allen Frommen, nach diesem Leben kom⸗ men ins ew'ge neue Jahre. 6³½⁰ E. C. K. Mel. Wie schoͤn leuchtet ꝛc. Wse kan und mag ich imermehr dich gnugsam preisen 68 d mein HErr, suͤr deine grosse Guͤte, so du mir bey des Jahres Frist, das itzt zuruͤck gelegen ist, erwiesen, mein gemuͤthe muß sich/ froͤlich, dir zu Eh⸗ ren lassen hoͤren, mit Lob singen, dir sein schuldigs Opffer bringen. 2. Wer bin ich doch?ꝰ Was ist mein Haußẽ daß du uns so geholffen aus, durch deine Engel⸗Schaaren, daß niemahls uns geschadet was, beson⸗ dern duohnunterlaß uns lassen klar erfahren, wie sich reichlich deine Treue stets verneue, weun man hauet auf dein Wort und dir ver⸗ trauet. 3. Wie groß auch sonst bey mauchen Mann die Noth sich hat gelassen an in unserm teutschen Lande, so hat doch deine starcke Hand von uns die⸗ selbe abgewandt, und in vergnuͤg⸗ tem Stande deine Gnade uns er⸗ halten, drum wir Alten samt den Jungen, dich ietzt lobn mit Hertz und Zungen. 4. Und O! daß wir doch koͤnten dir mein GOtt/dancksagen mit Gebuͤhr, fuͤr deinen reichen Seegen, den wir verspuͤhret iederzeit von deiner mil⸗ denGuͤtigkeit, auf allen unsern We⸗ gen? Doch wer mag, HErr, satt sam Ioben, dich dort oben? Laß diß Lallen als ein Opffer dir gefallen. 5. Sey ferner unser HErr und GOtt, verlaß uns ja in keiner Noth, zu diesen trüben Zeiten, so wollen wir nach Moͤglichkeit ietzt seyn und bleiben stets bereit, dein Lob weit guszubreiten, biß wir, von hier auf⸗ genommen, zu dir kommen, uns dort oben, ewiglich dich werden li⸗ ben. VI. Aufs Fest der Er⸗ scheinung Christi. (74.0 Mel. Ein Kindelein so loͤbelich. Luͤck zu der frommen Heyden Schaar! Glůck zu! Gluͤck den Weisen, die weit vof Morgen mit Gefahr sind kommen hoch zu preisen das neugebohrne IEsulein, diß laß mir einen Glau⸗ ben seyn! Denn ob sie zwar nicht wissen, als was geschrieben Daniel und Bileam, sind sie doch schnell z suchen GOtt beflissen. 2. Folg ihrem Fleiß, O Suͤnden Kind, mit Freuden nachzugehen dem hoͤchsten Guth, ach sey nich blind, ermuntre dich zu sehen, dai IEsulein in seinem Wort, es lieg ja nicht am fremden Ort, hie findes du die Krippen, da ruhet es gar saͤl berlich, und lehret in der Kirchen dich mit Honig⸗suͤssen Liyyen. 3. Kam doch aus Reich Arabia, di Koͤnigin gezogen gen Salem, daß si⸗ finde da den Mann, der sie bewo gen, durch seiner Weißheit Glauth und Sonn, ach hier ist mehr den Se lomon, wer wolte denn nicht eilen dem Kindelein zu ziehen nach? Dhh Weg belohnt es tausendfach, halt er gleich tausend Meilen. 4. Betrachte die Bestaͤndigket der Weisen, die zwar kamen inol⸗ tes und derEngel Gleit, und gleich⸗ wohl nichts vernahmen vom neulen Koͤnig in der Stadt, die den be ruͤhmten Tempel hat, ey wohl, s liessen stehen Jerusalem, und gien gen fort, das IEsulein, am andeng Ort, zn Bethlehem zu sehen. 5. O frommes Hertz folg abels mahl, diß suͤsse Kind zu finden, und laß dich keine Noth und Qval ig Wäu Suchn Eschen Abetw Sahge n 0 bls ein Helde Nr Welt/ de Vagen. 6. Kommt k. Uin besuchen famt den Wei Is will unser! Eieb und Lu Ghhaß bewuf hen ein Hetz, Ials unser h ihe staͤrckt aue V. Wasacht; 14½p Pracht! Tanhen, Syn eht ineiner N Hertzleid beng Ischetnuxsnot Hx, Rur Gott RiSchwacher Vd oftfͤhre IIsd Hefftigssh. 5. Kommt l. Un Schaar sih Ah, dasselbem Wlaubensang MAlder komm Demuthaufd Ihrerweisen, Herklichkeir, EWladen,Zeit Meisen. Wobleibe V Weyrauch, Aücott,ne Nfpdicheef NSfn, al ats Higein zu he A wilhigor Wen Wort, Mibez.““ sind I Dihenge ö 4 0 1 di iu dir kommen, uz wiglich dichwerdenge —.————— 5 Hest der Os nung Christ. (40 Hindelein so Löbelih der frommen Hehdz 11 Gluckzu! 36 Velsen, die weit gi Gefahr sind kommn sen das neugehohy iß laß mir einen Olt enn ob sie zwat nichh as geschrieben Da sind sle doch schneͤl t beflissen. em Fleiß, O Sunde Freuden nachzuggh Guth, ach sey nil gtre dich zu sehen/x seinem Wokt, esͤ slemden Ort hie fih hen/ dg ruhet es garss o lehret in der Kuch nigesussen Lippen, chaus Reich Accbiht ogen gen Salemn,a Manm, der siehg seinet Aaande ich hier istmehr dehe Daldee ein zu ziehen nachtof ltes Maln. V send Meilen. 91 die Basti „die zwar kamen uo Engel Gleit und perhahmen vomal et Etadt, die n amel Hab, e 0 usalem, Un ö lehem zu fehen. s Nh s ö isse Kind zu fudel iue Wih ue le Esulein amache, 00 Auf das Hohe Neue Jahr. 70 Huchen uͤberwunden, wohl ange⸗ engen ist zwar gut,viel besser, wenn kans standhafft thut, so kan man seudig sagen: Gekaͤmpffet hab ich Ls ein Held, und wohl gestritten in Eer Welt, bald werd ich Cronen sagen. 6. Kommt laßt uns unser JIEsu⸗ in besuchen ietzt mit Freuden, und mt den Weisen munter seyn, denn will unser Leiden verkehren bald Lieb und Lust, es ist uns ja kein Gchatz bewust der froͤlicher kan ma⸗ gen ein Hertz, das hoch bekuͤmmert als unser Heyland JEsus Christ, hNr staͤrcket auch die Schwachen. . Was gcht ich Reichthum, Ehr id Pracht 2 Was Schwelgen, Lantzen, Springen? Ey das ver⸗ eht in einer Nacht, kan auch wohl hertzbleid bringen, die rechte Lust be⸗ het nur in Gott, nicht in der Crea⸗ HUr, nur GOtt kan Freud erwecken un Schwachen, welche Suͤnd und Lod offt fuͤhren in die hoͤchste Noth ed hefftig sehr erschrecken. 3. Kommt last uns mit der Wei⸗ n Schaar fuͤr dieses Kindlein tre⸗ u, dasselbe mitten in Gefahr, voll Haubens anzubeten, wer kommen Hll, der komm ietzt fruͤh, und fall in demuth auf die Knie, so muß man Ihr erweisen, dem HErren aller Herrlichkeit, und ihm in dieser Hugden⸗Zeit von gantzer Seele Neisen. Wo bleiben aber die Geschenck, s Weyrauch, Gold und Myrrhen? Ich GOtt, wenn ich daran gedenck, uipfind ich ein Verwirren in mei⸗ Vm Sinn, als der ich nicht erwo⸗ In dißfalls meine Pflicht, das Yndlein zu begaben, verzeih es mir will hinfort, O IEsulein, nach Ubem Wort, auch deine Glieder ben. ö 10. Ich will hinfort mit freyem Ruth, an denen Lieb erweisen, die gerfftig sind, auch soll mein Gut, e Deinen JEsu speisen, denn weil und 2 SAuheit du liebster GOttes Sohn, uns giehst so groffen Gnaden⸗Lohn, wie solten wir nicht geben, auch das, was dein, nicht unser ist? Nach diesem abet 1h HErr Christ, mit dir uns ewig eben. 60.„ Mel. Valet will ich dir geben. O Koͤnig aller Ehren, HErr IE⸗ su, Davids Sohn, dein Reich soll ewig waͤhren, im Himmel ist dein Thron, hilff, daß allhie auf Er⸗ den den Menschen weit und breit dein Reich bekandt moͤg werden zur ewgen Seeligkeit 2. Von desuem Reich auch zeigen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihnen bist bekandt: Der neu Stern auf dich weiset, darzu das Goͤttlich Wort, drum man dich billig preiset daß du bist unser Hort. 10 3. Du bist ein grosser Koͤnig, wie uns die Schvifft vermeldt/doch ach⸗ test du 190 wenig vergaͤnglich Gut und Geld, prangst nicht auf einem Rosse, traͤgst keine guͤldne Kron, sitzst nicht im festen Schlosse, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schoͤn gezjeret, dein Glantz erstreckt sich weit, dein Guͤt allein floriret, und dein Gerechtig⸗ keit. Du wollst die Frommen schuͤ⸗ tzen durch dein Macht und Gewalt/ dab sie im Friede sitzen, die Bosen stuͤrtzen hald. . Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Guͤte schenck mir Armen, und seeg⸗ ne meinen Lauff, mein'n Feindein wollst du wehren, demTeuffel/ Suͤnd und Tod/ daß sie mich nicht verseh⸗ ren/ rett mich aus aller Noth. 26, Du wollst in mir enezunden dein Wort den schoͤnsten Stern laß falsche Lehr und Suͤnden seyn vont mein'm Hertzen fern, hilff, daß ich dich erkenne, und mit der Christen⸗ heit dich meinen Koͤnig nenne, zetzt (76. 71 Auf das Hohe Neue Jahr. 72 (76.) D. M. L. Mel. Puer natus in Bathlehem. Ns ist gebohrn ein Kindelein, Kindelein, von Maria der Jungfrau rein, Halle⸗Halleluja. 2. Des Nahme heist Emanuel, E⸗ manuel, wie uns verkuͤndigt Ga⸗ briel, Halle⸗Halleluja. 3. Das ist so viel als mit unsGOtt, mit uns GOtt, der uns erloͤst aus al⸗ ler Noth, Halle⸗Halleluja. 4. Waͤr uns das Kindlein nicht gebohrn, nicht gebohrn, so waͤrn wir Iud verlohrn, Halle⸗Halle⸗ uja 8. Die Engel sich des freuten all, freuten all, und lobten GOt im hat. ö 4. Ein Wunder⸗Werck da neu ge⸗ hoͤchsten Schall, Halle⸗Halleluja. 6 Den Hirten sagten sie die Maͤhr, sie die Maͤhr, wie daß Christus ge⸗ bohren waͤr, Halle⸗Halleluja. 7. Zu Trost und Hülff den Suͤn⸗ dern hie, Suͤndern hie, die ihr Ver⸗ trauen stelln auf ihn⸗ Halle⸗Hal⸗ leluig. 8. Die Weisen von der Werlet End, Werlet End, erkandten an ein'm Stern behend, Halle⸗Hal⸗ leluia. Wie daß ein Kind gebohren waͤr gebohren waͤr, ein Koͤnig Himmels und der Erd, Halle⸗Halleluja. 10. Sie kamen dar gen Bethle⸗ hem,/ Bethlehem, dem Kindlein sie da opfferten, Halle⸗Halleluja. u. Von Weyrauch, Gold und Myrrhen fein, Myrrhen fein, zum Zeichn, daß diß der Heyland sey, Halle⸗Halleluja. 12. Dem sollen wir auch opffern weiß, opffern weiß, Danck⸗Opffer/ 1el und ewig'n Preiß, Halle⸗Hal⸗ elujg. . Ehr sey dem Vater und dem (7. D. M. L. Mel. Vom Himmel hoch ꝛe. Wel fuͤrchtst du Feind Herogen sehr, daß uns gebobrn koͤmmi Christ der HERR? Er sucht keil sterblich Konigreich, der zu un bringt sein Himmelreich. 2. Dem Stern die Weisen folgen nach, solch Licht zum rechten Liht sie bracht, sie zeugen mit den Gaben drey, diß Kind GOtt, Mensch und Koͤnig sey. 3. Die Tauff im Jordan an sich nahm das himmelische GOttes Lamm, dadurch, der nie kein Suͤnde that, von Suͤnden uns gewaschen schah, sechs steinern Kruͤge man dg ah voll Wasser, das verlohr soln rth/ rother Wein durch sein Wont draus ward. 5. Lob, Ehr und Danck sey dir g Geist, von nun an biß in Ewigkest. (58.). Mel. HErr ich habe mißg Worde licht, du Stadt der Heh⸗ den, und du Salem werd licht, schaue, welch ein Glantz mit Freuden, uͤber deinem Haupt an Sohn, und dem Sohn, samt Heil⸗ gen Geist in einem Thron, Halle⸗ Halleluja. 14. Welchs ihn'n auch also sen be⸗ reit, sey bereit von nun an biß in bricht, GOtt hat derer nicht verges sen, welch im Finstern sind gesesseh. 2. Dunckelheit die muste we icheh, als diß Licht kam in die Welt, den kein anders ist zu gleichen, welchss stern gehen. 3. Ach! wie waren wir verblendel/ ehe noch diß Licht brach an! Ja/ i hatte sich gewendet schier vom Hins⸗ mel iederman, unser Augen und G⸗ berden, klebten boͤßlich an deꝛ Erdes⸗ 4. Irdisch waren die Gedanckeih Thorheit hielt uns gar verstrickh Satan macht uns schaͤndlich wash cken, wahre Tugend lag verdruͤckh Fleisch und Welt hat uns betrogen/ Ewigkeit. Halle⸗Hallelujg. und vom Himmel abgezogen. §. Fitsi sagt, Christ gebohren von der reinen Magd, mit Vater und dem Heilgen alle Ding erhaͤlt, die nach diesem Glantze sehen,duͤrffen nicht im Fix- A*.—7 emh sustrwarettl sssler werdel, llEht, wod hesen in demf 6 aung R u, seint Hu Klein und O hem fehlt es n Hachten Hiinel ls solte gehe . Aber wieh Auffgangaus! 0a6 Licht empfe Mst und Wi eg getrieben, Uhrig blichen. 9. Pshkeie Rubertteibgz d M. dieser Sün WUnttwachtung Uah und Seege Isern Degeh. 9.Nunda wo hfler eshel Il finstre zu ve RelSchreckens dünckeln mue l⸗Meer gerg 10. Hebster d Aldein erfren Iss deine Gun ICeug⸗Fen us inie Ehr Udelne Licht u. Schenck un IGnaden, d I sst, Ihn Ecaden,alle Hussslaß uns Ha wit ans 13. Dises Ei hanckeh, in der uEig h, ba6 hu Aduns diefen Rerdenem .Oh Her Liirde,Ri uc Hh hie „ am Hinmelhuc: chtstdu Fend 1 Abuns gebobmehnz ERA Er fucht k. Muigreich, der auyu Hinmeltech. tern die Meisen solg licht um rechten El zeugen mit den Oah ind GOtt, Menschn af im Jordan an f himmelische GOtti ich der nie kin Euh Unden uns gewascht Ider⸗Werck da nen g seinern Kruͤge mahs sser, das verlohr sh Wein durch seindo rund Danck sey hirg ebohren von der reist Bater und dem Heilgg un an biß in Ewigket Herr ich habe misg icht,du Stabt der He. und du Salem wa welch ein Glantz mn ber deinem Haupteh t hat berer gicht vine Fiufern snd gesesh helt die muste wesehh um in die Welt, A zugleichen, welth Ialt/ die nach dieht udürfen nicht ing. Cugend lag heldrsch — hat uns etlögh⸗ tynn wir aus der Tieffen schreyen. ttancken, in der rechten Glaubens⸗ Mnn Hahn: Ewig/HErrlwill ich dir dan⸗ u Hen, daß du hast so wohl gethan/ iid uns diesen Schatz geschencket, hu der zu deinem Reich uns lencket. amel Igaohe, 56 73 Auf Mari àReinigung. 7⁴ 5. Finsterniß fand sich auf Erden, sinster war es in der Lehr, alles wolte sinster werden,so daß auch des hoͤch⸗ sten Ehr, und der Wahrheit unter⸗ dessen in dem finstern war vergessen. 6. GOttes Rath war uns verbor⸗ gen, seine Gnade schien uns nicht, Rlein und Grosse musten sorgen/ie⸗ dem fehlt es an dem Licht, das zum kechten Himels⸗Leben seinen Glantz uns solte geben. 7. Aber wie herfuͤr gegangen ist der Auffgang aus der Hoͤh, haben wir vas Licht empfangen,/wel ches so viel Angst und Weh aus der Welt hin⸗ veg getrieben, daß nichts dunckels ibrig blieben. 8. JEsu reines Licht der Seelen! Yu vertreibst die Finsterniß, welch n dieser Suͤnden⸗Hoͤlen unsern Tritt macht ungewiß, JEsudeine ieb und Seegen, leuchten uns auf Insern Wegen. 9. Nun du wollest hie verbleiben, Febster JEsu! Tag und Nacht, al⸗ es fin stre zu vertreiben, das uns so siel Schreckens macht, laß uns nicht n dunckeln wathen, noch ins Hoͤl⸗ en⸗Meer gerathen. 10. Liebster JEsu! laß uns leuch⸗ en dein erfreulichs Angesicht, laß ms deine Gunst befeuchten, wann sas Creutz⸗Feur auf uns sticht, laß ns ja wie Christen handeln, und deinem Lichte wandell. iu. Schenck uns, HErr, das Licht ser Gnaden, das ein Licht des Le⸗ Ens ist, ohne welches leicht in Schaden fallen kan ein frommer Christ, laß uus dieses Licht erfreuen, 12. Dieses Licht laͤßt uns nicht c3. Gieb, HErr JEsu! Krafft und Etaͤrcke, daß wir dir zu iederzeit folgen in Gerechtigkeitund hernach im Freuden⸗Leben heller als die Sterne scheben. 14. Dein Erscheinung muß erfuͤl⸗ len mein Gemuͤth in aller Noth, dein Erscheinung muͤsse stillen meine Seel auch gar im Tod, HERR/ in Freuden und in Weinen, muͤsse mir dein Licht erscheinen. 15. JIEsu! laß wich endlich gehen freudig aus der boͤsen Welt/ dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt wo wir sollen unter Cronen, in der schoͤnsten Klarheit wohnen. VII. Aufs Fest Mariaͤ Reinigung. (9.) D. M. L. It Fried und Freud ich fahr dahin, in GSttes Willen. getrost ist mir mein Hertz und Sinn, sanfft und stille;( Wie GOtt mir verheissen hat, der Tod ist mein Schlaff worden. 2. Das macht Christus, wahr'r Gottes Sohn, der treue Heyland/ den du mich HErr hast sehen lahn, und machst bekandt, daß er sey das Leben und Heyl, in Noth und auch im Sterben. 3. Den hast du allen fuͤrgestellt mit grossen Gnaden, zu deinem Reich die gantze Welt heissen laden,durch dein theuer heilsam Wort an allem Ort erschollen.—.— 4. Er ist das Heyl und seeligeicht, fuͤr die Heyden, zu erleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden/er ist deins Volcks Israel der Preiß, Ehr, Freud und Wonne. (30.] Mel. Kommt her zu mir/ꝛc. Ach daß ein ieder naͤhm in acht/ Awas heut Maria wohl gemacht, die nicht zum Tempel kame,/eh ihre Zeit der Reinigung, nach des Ge⸗ setzes Ordenung erfuͤllt, ein Ende nahme. huͤrch beliebte Glaubens⸗Wercke 2. Wenn man das Hertz gereinigt C 3 hat, 7⁵ Auf Maria Reinigung. 7⁰ hat, nach GOttes Willen in der That, alsdenn willJEsus kommen, Und sich im Tempel stellen dar, die⸗ deil er nicht wird offenbahr /als bey den wahren Frommen. 3. Gedencke nicht daß JESUS Ehrist, im Hertzen gegenwaͤrtig ist, wo Fleisch und Blut regieret; nein wo der Geist nicht triumphirt, und Flessch und Blut gefangen fuͤhrt, Wird JEsus nicht gespuͤhret. 4. Sein Dempel ist ein reines Hertz, zerknirscht von wahrer Reu und Schmertz, und da sein Blut die Schwellen gezeichnet, Ach! da wohnt er gern, und da kan man ihn GD dem HErrn in Glaubens⸗ Krafft darstellen. 5. Dann kan man fuͤr des Vaters Thron, als GOttes und Marien Sohn, ihn als ein Opffer bringen, der fuͤr die Schuld der gantzen Welt sich willig selbst hat dargestellt, und Gottes Hertz bezwingen. 6. Ach! stell mein Hertz dich gantz und gar dem grossen Himels⸗HEr ren dar, und laß zuruck die Suͤnden, verlaß die Welt und all ihr Thun, und such in GO TT allein zu ruhn, so wirst du Gnade finden. 7. Bring Tauben⸗Einfalt, reine Lieb zum Opffer nach des Geistes Trieb, GOT wird dich nicht ver⸗ schmaͤhen, bring Laͤmmleins⸗Art und Froͤmmigkeit, das wird der HERg zu ieder Zeit mit Gnad und Huld ansehen. 8. Laß opffern die verkehrte Welt, dem Satan Wollust, Gold und Geld/ undwas das Fleisch erdencket, es wird der Dienst nach dieser Zeit helohnt mit Qvgal in Ewigkeit, die ihr wird eingeschencket. 9. Hergegen wer mit Simeon, GOtt suͤrchtet, und des Hoͤchsten Sohn zum Heyl verlangt zu haben/ der voll des heilgen Geistes sst, und wartet quf den HErren Christ, der vpffert rechte Gaben 10. Der kan mit Simeon zuletzt hinfahren wo er sich ergoͤtzt im Frie⸗ de, Freud und Wonne: Wer seinen Heyland hat gesehn im Glauben, kan in Fried eingehn, zu schauen sei ne Sonne. 1I. Ach daß ich doch woll Geisteß waͤr/erfuͤllet mit dem Liehes⸗Meen, das sich ergiest von oben, so wůrd ich auch mit Simeon in Frieden bali in GOttes Thron nach Hertzens⸗ 8 Wunsch erhoben. 12. HErr JEsu mache mich bereit, daß ich der Hertzens⸗Reinigkeit moͤ emsiglich nachstreben, biß du mich wenn es dir gefaͤllt, aus dieser Wolt zum Himmels⸗Zelt in Friede wins erheben. (80.) M. M. A. oder T. K. Hn GOtt! nun schleuß dei Himmel auf, mein Zeit zum End sich neiget Ich hab vollen/ det meinen Lauff, deß sich mein Seel sehr freuet, hab gnug erlitten, mich mud gestritten, schick mich fein zu zur ewgen Ruh, laß fahren was auf Erden, will lieber seelig werden. 2. Wie du mir HErr befohlen haß, hab ich mit wahren Glauben n mein'n lieben Heyland aufgefaßt in mein Arm, dich zu schauen. Hoff zu bestehen, will frisch eingehen, gußtt Thraͤnen⸗Thal in Freuden⸗Saal, laß fahren was auf Erden, will lis⸗ beriseelig werden. 3. Laß mich nur, HERR, wie Si⸗ meon, in Frieden zu dir fahren 33 befehln mich Christo deinem Sohl/ der wird mich wohl bewahren, und mich recht fuͤhren, im Himmel zie⸗ ren mit Ehr und Cron, fahr draus davon. Laß fahren was auf Erden⸗ will lieber seelig werden. (EI.) J. F. Mel. Ach HErr mich armen ꝛc. Err JSSll, Licht der Heydenn der Frommen Schatz und Lieb. wir kommen ietzt mit Freuden, durch· deines Geistes Trieb/ in diesen del nen Tempel, und suchen mit Be⸗ gier, nach Simeons Cexempel, dich gyossen GOtt allhier. 2. D— . —— Duwfest! HEtt amiiede hunden du Lort! Delct „Daß wand Otaubens A Neralte Gieh Gey unset elles Lhth IInlse Eonne Nel,Schesth. Hlamme, I. Strahlyen Kie fle ein Sttn Hen aflet, w. Chris Ean sil Ghhanen Eh Wricdenweh Ahachdet c, Heyland haber „ Mjaichh esdchgese Iichdierabbe Istaut: Icht Iin, undin d ssheden keine Aungf, ein d Hie blick Icheckundsch Ahür Angstund Hiuxen kan. Uchen, daß Agescht si Hczes Licht, (0 ö Ernunl „her in Frt Ihhet haf Denn me Ihn Heylandg Welchend hRulcan n Licht; und; t 3 Chre g ö Ihinechnnd „Mieäng V. Wanne Dupt Hesehn in Glung eungehnzu schauenth sich doch WollGa mit dem Licbech st von oben,sowchi inn IH Criedenb Thron nach Hergat hoben. Esu mache michba rtzens⸗Reinigkeiuns reben, biß dy m hefaͤllt, aus dieser W ls⸗Zelt in Friedens LM. A, oder T.K. Ott! nun schleußhy elauf, mein Zest un get 7½ Ich hab oolg auf/deß sich meinen ab gnug erlittenmt eu, schick mich fiinj uh/ laß fahren tyasz lieber seelig werdeh. nir HErr befohlenhj t wahren Glgubeh en Heyland ausgesatt dich zu schalenn. Hoftz Ulfrisch eingehei,aße Thal in Greudenre vas auf Erden wSl erden. 10 Aut, HERR, te rieden zu dir sahthe HChristo deinemeth ch wöhl bewahreih,x hren, im Himal und Cton sahr fahrenwosaufE ig 5.) J. F. Eumchant Ei/ Lcht der 0 ö hn „und suchen Mn on Erehtl thallhyel. + Auf Maria Verkuͤndigung. 7 2. Du wirst von uns gefunden, O Err/ an iedem Ort, dahin du mich serbunden durch dein Verheissungs⸗ Wort! Vergonnst noch heut zuTa⸗ e, daß man dich gleicher Weiß auf Hlaubens⸗Armen trage, wie hier ser alte Greyß. 3. Sey unser Glantz in Wonne, ein selles Licht in Pein; In Schrecken nsre Sonne, im Creutz ein Gna⸗ en⸗Schein, in Zagheit Gluth und Klamme, in Noth ein Freuden⸗ Strahl in Kranckheit Artzt und Am⸗ gee, ein Stern in Todes⸗Qvaal. 4. HErr laß auch uns gelingen, haß letzt, wie Simeon, ein ieder Christ kan singen, den schoͤnen Gchwanen Thon Mir werden nun 1 Frieden mein Augen zugedrückt, lachdem ich schon hienieden den heyland hab erblickt. 5. Ja,/ ja ich hab imGlauben, mein Esn dich geschaut, kein Feind kan nich dir rauben, wie hefftig er guch raut: Ich wohn in deinem Her⸗ en, und in dem meinem du: Uns heiden keine Schmertzen„ kein Ungst/ kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zuweilen,so sheel und schwuͤl mich an, daß offt hie Angst und Heulen/ich dich nicht nnen kan. Dort aber wirds ge⸗ hehen, daß ich von Angesicht zu Ingesicht soll sehen dein immer hares Licht. (82.) Aus Lue. II. Dunneredef du deinen Die⸗ V ner in Friede fahren, wie du ge⸗ get hast. g. Denn meine Augen haben dei⸗ en Heyland gesehen. . Welchen du bereitet hast fuͤr al⸗ Un Voͤlckern. Ein Licht zu erleuchten die Hey⸗ Yn, und zum Preiß deines Volcks Irael. Ehre sey GOtt dem Vater und mSohn, und demHeiligen Geiste. 6. Als es war im Anfang ĩetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. VIII. Aufs Fest Mariaͤ Verkuͤndigung. (.) P. H. Mel. Was mein GOtt will/ ꝛc. Reu dich, du werthe Christen⸗ heit, dis ist der Tag des HEr⸗ ren, der Anfang unster Seelig⸗ keit,den GOtt zu seinen Ehren, nach seinem Rath erwaͤhlet hat /O GOtt laß wohl gelingen Hilff uns mit Fleiß, zu deinem Preiß ein froͤlichs Lied zu singen. 2. GO ist gerecht in seinem Wort, was er einmahl zusaget, das ist gewiß an allem Ort, ob schon die Welt verzaget: Heut GOttes Sohn, der Gnaden⸗Thron, zu uns auf Erd gelanget, Wunder groß! Marien Schooß den grossen Gast empfaͤnget. 3. Sie hoͤrt vom Engel Gabriel, sie solt JEsum gebaͤhren, der gautzen Welt Imanuel, den maͤchtig gros⸗ sen HErren, das Jungfraͤulein so keusch und rein, erschrack ob den Geschichten/doch glaͤubt dem Wort⸗ wie sie gehoͤrt, Gott wird es wohl verrichten. 4. Wohl uns, der Gnaden⸗xeichen Zeit, daß wir erlangt den Orden/ daß du, OGOtt von Cwigkeit, bist unser Bruder worden, wir bitten dich demuͤthiglich, lehr uns dein m Wort hertrauen, biß wir zugleich im Himelreich das Wunder⸗Werck anschauen. (84.). C. B. Mel. Freut euch ihr Christen alle. Omt vom Himmel hoch herun⸗ Wter, O ihr Engel! ziehet aus. Kommt vom guͤldnen Sternen⸗ Hauß, und betrachtet dieses Wun dey: Schwanger seyn, und Jung⸗ fer doch/ist euch und uns allzu hoch! darum freuet euch ihr Lieben, GOtt C4 ist 209 Auf MariaͤVerkuͤndigung. ist GOtt im Himmel blieben, hat sich wahrer Mensch erwiesen; E⸗ wig sey er drum gepriesen. 2. Seht den HErren euren Koͤnig, wie er sich so niedrig wagt; Sencket sich in seine Magd. Ja, es ist ihm viel zu wenig; Er wird unser aller Knecht, und erwirbt uns Kinder⸗ Recht. Darum freuet euch ihr Lie⸗ ben, GoOtt ist doch wohl GOtt ge⸗ blieben, hat sich unser Knecht er⸗ wiesen: Ewig sey er drum geprie⸗ sen. 5 Ach! der Himmel stehet offen! Gott thut einen Gnaden⸗Blick zu der Menschen Heyl und Gluͤck: Nunmehr last uns allen hoffen, die Erloͤsung nahet sich, GO TL erloͤst uns ewiglich. Darum freuet euch ihr Lieben, GOtt ist immer GOtt geblieben, hat Erloͤser sich erwiesen; ewig sey er drum gepriesen. 4. Lauffet Sonn und Mond und Sternen, und begruͤsset unsern Stand, GoOtt ist uns mit Blut ver⸗ wandt: Ihr muͤst halten euch von fernen; Wir, wir gehn zu unserm Blut, das uns ewig Gutes thut. Darum freuet euch ihr Lieben, Gott ist wahrer GO TT geblieben, hat sich Fleisch und Blut erwiesen; Ewig sey er drum gepriesen. (8.9 Mel. HErr Gott nun sey ꝛe. LAbt uns mit Ernst betrachten den Grund der Seeligkeit, und uͤberaus groß achten, den, der uns hat befreyt von Suͤnden, Tod und Hoͤllen, der sterbend auch zu faͤllen den Satan war ber eit. 2. Der JEsus ward genennet, als er empfangen ist, der wird von uns bekennet, daß er sey JEsus Christ, der uns macht frey von Suͤnden, und laͤst die Seel empfinden viel Crost zu jeder Frist. 3. Es solte Christus heissen der Heyland aller Welt, und Satans Reich zerreissen bald als ein tapffrer Held, das Hoͤllen⸗Schloß zerstoͤh⸗ ren, dadurch den Himmel mehren⸗ und thun was ihm gefaͤllt. 4: Es solte JESuS wehren dei Suͤnd und Missethat, Gerechtig keit beschehren, und als des Vaters Rath/ im Sieg den Tod verschlin gen, auch alles wiederbringen, was man verlohren hat. . Von Gott ist ihm gegeben der Seepter in die Hand,—v Koͤnig⸗ reich darneben, daß er in solchem Stand uns geistlich soll regieren und durch sein Leiden fuͤhren int wahre Freuden⸗Land. 6. Er ist von GOtt erkohren zum Hohen⸗Priesterthum, er selbst hat ihm geschworen, daß er mit grossen Ruhm ein solches Amt bedienen, und ewiglich soll gruͤnen, als Sa⸗ rons schoͤnste Blum. 7. Er wird auch HErr genennet, dem alles unterthan, wodurch man frey bekennet, daß er ohn eigen Wahn auch GOD sey nach dem Wesen/ durch den wir bloß genesen⸗ in dieser Ungluͤcks⸗Bahn. 8. Muß doch die Schrifft bezeu⸗ gen, daß er Jehovah heist, dem alle Knie sich beugen, den alle Welt hoch preist. Ja dem von allen Zun⸗ gen wird Ehr und Danck gesungen, so weit die Sonne reist. . Sein Stuhl muß ewig dauren, sein Seepter stehet fest, samt Zionz starcken Mauren, er ist aufs aller⸗ best mit Freuden⸗Oel gezieret, hoch ist er ausgefuͤhret, der nie sein Volc verlaͤst. 10. Ist GOtt nun offenbahret im Fleisch/ so glaͤuben wir, daß der/so uns bewahret und seegnet fur und fuͤr, sey⸗ GOtt und Mensch zu nen⸗ nen, es laͤsset sich nicht trennen der Gott und Mensch allhier. u. Durch JEsum ist bereitet die gantze Welt/ er hat den Himmel ausgebreitet, es ist durch seinen Rath der Engel Heer erschaffen, ein Heer, das ohne Waffen offt gros⸗ se Wunder that. 1— 89 9 . E R Ounkräftiglich, * dem + Vomlfet Henßund Himmel slhren sbglen sch. .Laht uns zufam Hlahöchten Soh Wubeiher,Hanhn IuChrund Macht Herr nach diese e Oundenone Mel. HErr G. 6⁵ bleibt nun gel daß/ wie Hdenhepland ha Aabe keusch und rei zahl mit Schmett Figem Herten siel Hihseyn. 2 Ih will samt! fürchten mein sth sol mich aufto 66e Geboth,derKit Hn, sol,, will, un Iunwahr vhn allen Co kecht,dum husdes HErren E Aldieser Hole gest Isnm, auf daß dich Relleicht auch gar Mhöchsten Gumn 4. Wann du nu yoLL viel e daßer dich entd Ihsen Schuld, n Dugen, dies lm 0 icdigehel Hlnicht vernagt Ahn, den Ene nih,sosolen auch 0. udigf Deun Sa Eanh S Wcelgen, Hass areh Ashs shickn, S.́— Himmelmehren. noefill. Mehygh, SUS wehrehh ethat, Gercnh nd als des Vultt en Tod verschih etbmngen n at. Hand, sein Konsh daß ex in solcheh llich soltregieng eiden führen i and. Ott erkohren zuh hum, er selbsefu daß er mit grosth 5 Amt bedienth gruͤnen, als Gy im. hHErr genennch an, wodurch daß er ohn eigth W sey nach gih wir bloß geneseh Bahn. ie Schrifft begth yah heist demall y „ den alle Wil dem von allen Zuh oDahck gesunggh 'ereist. muß ewig daurah stfest, sanmt Zl erist aufs lus Oel gejiret, ai der nie sin Al un ossenbahlcti en wir/ daß hesh uo segnetfi 10 Meuschus hnicht trennehs“ halhier.„ 910 hereltthl hat den Hacl burch sehel e Duln iftooh stihm n un 0H 1•ꝑu% Auf MariaͤVerkuͤudigung. .... 8² 2. Er(IEsus) kan erwecken die Hodten kraͤfftiglich Er weiß einZiel S stecken dem starcken Wütterich, pruͤffet Hertz und Nieren, will in S en Himmel fuͤhren, die selbst ver⸗ ugnen sich. 3. Laßt uns zusammen treten, des Illerhoͤchsten Sohn in Demuth zubethen, dann ihm ist ja die Cron er Ehr und Macht gegeben, gieb Err nach diesem Leben auch uns sen Gnaden⸗Loge 86.) Mel. HErr Gott nun sey ꝛe. S bleibt nun mein Verlan⸗ gen, daß, wie das Jungfraͤu⸗ in/den Heyland hat empfan gen im leibe keusch und rein: Auch so, wie⸗ hohl mit Schmertzen, derselb in neinem Hertzen stets moͤg empfan⸗ hen seyn. 2. Ich will samt ihr erschrecken, Ind fuͤrchten meinen GO TT, sehr suͤh soll mich aufwecken sein heili⸗ ses Geboth, der Kirchen⸗Engel Leh⸗ hen, soll, will, und muß ich hoͤren, firwahr ohn allen Spott. 3. So recht, du meine Seele merck suf des HErren Stimm, und was i dieser Hoͤle gesagt wird, das ver⸗ simm/auf daß dich nicht beschwere, hielleicht auch gar verzehre, des Al⸗ lerhoͤchsten Grimm. 4. Wana du nun hast gefunden sey GOLT viel Gnad und Huld, p/ daß er dich entbunden, der wohl sewusten Schuld, so frag auch nach sen Dingen, die dir noch Zweiffel ringen, und faß es mit Gedult. . Wie dort Maria fragte: Wie olt doch diß geschehn? Und gleich⸗ bohl nicht verzagte, da sie schon hat zesehn, den Engel GOttes kom⸗ nien, so sollen auch die Frommen im Glauben freudig stehn! 6.) Wenn Sakan dich will reitzen jum ancher Suͤnd und Schand, als baernviel Hassen, Geitzen, und astern vielerhand, so sprich: Wie san sichs schicken, soll ich mit sol⸗ — entehren meinen and. 2. Hiuweg mit den Beschwerden: oll CHristus recht in dir, O Mensch empfangen werden? So must du fuͤr und fuͤr dich keusch und zuͤchtig halten, fein Chyistlich auch verwalten dein Werck und Amts⸗ Gebuͤhr. 8. O seelig sind zu schaͤtzen die rei⸗ nes Hertzens sind, die kan ja nicht verletzen der Satan so geschwind/der Mensch, so zůüchtig lebet, nach Ehr und Tugend strebet, der bleibt wohl GOttes Kind. 9. Wer Christum will umfangen, wie dieses Jungfraͤulein, muß an der Demuth hangen, fein schlecht und niedrig seyn, was will man viel stoltzieren? Ist doch fuͤr allen Thie⸗ ren der Mensch das aͤrmst allein. 10. Sprich nur ohn eintzig Ruͤh⸗ men: Ich bin des HErren Knecht, drum will sichs auch geziemen, daß ich ihm diene recht, HErr! laß sie dir gefallen, ist deine Magd fuͤr allen gleich noch so klein und schlecht. II. Was mag ein Mensch doch prangen, mit Reichthum, Ehr und Guth, mit zarter Haut und Wan⸗ gen, mit seinem frischen Muth? Es muß so leicht verschwinden, wie fur den starcken Winden hingeht die schnelle Fluthh 12. Sprich allzeit: mir geschehe, wie du mir hast gesagt, daß ich im Glauben sehe nur das, was dir be⸗ hagt, biß ich nach deinem Willen mein weiches Grab moͤg fuͤllen, dann hab ich Ruh erjagt. IX. Vom Leiden und Ster⸗ ben JEsu Christi. (870 J. W. S. Mel. Ach GOtt erhor mein ꝛc. C5 Ach 83 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 84 Hichsirbt denn so mein aller⸗ du tragest die Suͤnde der Welt/ en⸗ liebstes Leben 2 Ja es ist hin,barme dichunser! der Geist ist aufgegeben, mein3. Christe, du Lamm GOttes, der GOtt ist tod. O Angst und Noth! du traͤgest die Suͤnde der Welt, gieb kan iemand auch, wie ich, in Kum⸗ uns deinen Friede. Amen mer schweben.(89.) M. W. Passions-Historia. 2. Am Abend stirbt der Auffgang(CHristus, der uns seelig macht, aus der Hoͤhe. Es leget sich das kein Voͤß hat begangen, der fruͤh⸗gejagte Rehe. Ach weint mit ward fuͤr uns in der Nacht, als ein mir/ klagt meine Zier! ach! daß ich Dieb gefangen, gefuͤhrt fuͤr gottlo⸗ nicht mit ihm zur Erden gehe! se Leut, und faͤlschlich verklaget, ver⸗ 3. Des Vaters Wort, der Schutz lacht, verhoͤhnt und verspeyt, wie und Trost der Frommen, der Sie⸗denn die Schrifft saget. gesFuͤrst ist schmaͤhlich umgekom⸗ 2. In der ersten Tages⸗Stund men. Des Himmels Preiß, des ward er unbescheiden, als ein Moͤr⸗ Davids Reiß, die Roß im Thal ist der dargestellt Pilato dem Heyden, von der Welt genommen. der ihn unschulbig befand, ohn Un⸗ 4. Der ist erstarrt, fuͤr dem die ssach des Todes, ihn derhalben von Hoͤll erschricket, der, welchem sich ssich sand zum Koͤnig Herodes. der hohe Himmel buͤcket, der See⸗ z. Um drey ward derGottes⸗Sohn len⸗Freund, des Todes Feind wird mit Geisseln geschmissen, und sein von dem Tod ins finstre Grab gezů⸗Haͤupt mit einer Eron von Dornen cket. zerrissen, gekleidet zu Hohn und 5. Ihr Graͤber brecht, ihr harten Spott, er ward sehr geschlagen, und Felsen splittert, du Sonn erblaß, das Creutz zu seinem Tod, must er ihr Erden⸗Kluͤffte schuͤttert, du sselber tragen. Lufft, du Meer, du Sternen⸗Heer, 4. Um sechs ward er nackt und bloß klagt euren HERRN, ihr Elemen⸗an das Creutz geschlagen, an dem ten zittert. eer ͤsein Blut vergoß, bethet mit 6. Der Hirt ist tod, fuͤr die geliebte Wehklagen: Die Zuseher spotten Heerde, komm Joseph, komm und sein, und die bey ihm hiengen; bring ihn zu der Erde, gieb her Ge⸗Bis die Sonn auch ihren Schein wand mit milder Hand, gieb Sal⸗entzog solchen Dingen. ben, daß er wohl begraben werde.. IESusS schrey zur neundten „ Mein JEsu Christ, auch ich will Stund, klaget sich verlassen„bald dich bedencken, ich will dir, HErr,ward Gall in seiuen Mund mit Es⸗ die Specereyen schencken, der wah⸗sig gelassen: Da gab er auf seinen ren Reu, mein Hertz wird neu, in Geist, und die Erd erbebet, des dieses Grab will ich dich, Heyland. Tempels Vorhang zerreiß, und sencken. 95 manch Felß zerklebet. 3. Diß Grab soll mir dein guter 6. Da man hat zur Vesper⸗Zeit⸗ Geist versiegeln, der Glaube soll die Schaͤcher zerbrochen, ward IE⸗ mirs sest und wol verriegeln. Bleib SuS in seine Seit mit ein m du in mir, laß mich in dir und dei⸗Spaer gestochen, daraus Blut und ner Treu andaͤchtiglich bespiegeln. Wasser rann, die Schrifft zn erfüͤl⸗ (88.). len, wie Johannes zeiget an, nur Cöriste, du Lamm GOttes, der um unsert willen. du traͤgst die Suͤnde der Welt, 7. Da der Tag sein Ende nahm, erbarm dich unser! der Abend war kommen, ward IE⸗ 2. Christe, du Lamm GOttes, der Sus vom Creutzes⸗Stamm̃ duͤrch Vom Hähs zeuget. 30 Hilf Chufte Hich deinhitter k Etz unterthan 0 Iu deinen Tod wuchtbarlich bedet Phlarm und schy Vfeer schencken. (%0% N. H. s Nil. Kommt het Ader HErr saß uletzt d „ und wolt von it'n Jungern er as man alheit sih'n Tod und bit 2. Denn wer de sacht/ dem giebte Nuth und Krafft, Noͤthen, sein; icht halb so schw Immt in Tods H aas Gleisch kan ti 3. Da er nun an Rey Jung'r im ahm,, die hieß Hiach ꝛbetet, wat nd gieng von uunffs weit,sur a wizen. 4 Unser Suͤnd uobang, mit T Dͤller rang, all Higienge, Er syr Jo⸗ unges seyn, nim udschtrehredein Klempflenge. 5 Mater mu Uin Will gesch lh,herglichge VJamͤtichnurdie: Illeg von der Hr ö Uraden Hulde iIias kam da hacht mit ö ui Sc Eungeg, hit e risti ů mn ö eder Welt gj de. Amen 0 Dasons Hstori, runs seelig Mch at begangen, 5 wum Heführt für gottlz hlich Wiflada und versyeyt/ t saget. sten Tages⸗Silh iden, als ein M lato dem Hehbj 9 hefand, ohnhs hn derhalben n nig Herodes. der Gottes⸗Eufl hmissen, undsi Cron von Dorhl et zu Hohn uh chr geschlagen,a hem Tod, mosth d er nackt und oj echlagen, an dan ergoß, hethet nt ie Zuseher syott hey ihm hiebggh; uch ihren Gchh ingen. chrey zut ntunhth ch verlasen, en Mund mitk gaber aufi Erd erbebet/ A ug Lartiß/ u ebet. ur Voir Rochen, undze Seit Mit elcl „ Bil Echuft Mah 66 lat au/ u ein Eibe Hhch 0 Aseph genommen/ Vom veiden und Sterben 86 herrlich nach Adischer Art in ein Grab geleger, Aba han endet. verwahrt, wie Matthaͤus zeuget. O hilff Christe, GOttes Sohn, dirch dein bitter Leiden, daß wir dir sts unterthan all Untugend mei⸗ Iu, deinen Tod und sein Ursach shichtbarlich bedencken, dafllr/wie⸗ iühl arm und schwach, dir Danck⸗ Opffer schencken.—4— (90.) N. H. Passions-Historia. Rel. Kommt her zu mir spricht ꝛe. Der der HErr Christ zu Tische saß zuletzt das Oster⸗Laͤmlein a, und wolt von hinnen scheiden/ san'n Jüngern er treulich besohl, duß man allzeit verkündgen soll, sn'n Tod und bittres Leiden. 2. Denn wer dasselbe recht be⸗ llcht, dem giebt es Staͤrck, Trost, Puthund Krafft, in Truͤbsal Angst uuid Noͤthen, sein Creutz wird ihm uscht halb so schwer, ob er gleich sümmt in Tods⸗Gefaͤhr, sein Geist das Fleisch kan toͤdten. 3. Da er nun an den Oelberg kam, Ney Juͤng'r im Garten mit sich mhm', die hieß er nieder sitzen: srach ꝛbetet/ wacht ein kleine Zeit, und gieng von ihnen ein Stein⸗ hurffs weit/fuͤr Angst er Blut thaͤt shwitzen. 6. Unser Suͤnd macht ihm weh Ind bang, mit Teuffel, Tod und Hoͤll er rang, all sein Krafft ihm atgienge. Er sprach: Ach Vater! gages seyn, nimm hin den Kelch Iid schwehre Pein, Trost er vomEn⸗ gel empfienge. 5. O Vater muß denn also seyn, dein Will gescheh und nicht der hein/ hertzlich geru will ich sterben, dymit ich nur die Bruͤder mein, mag utten von der Hoͤllen⸗Pein, und nen dein Huld erwerben. 6. Judas kam, das verlohrne Kind/ 1d bracht mit sich das Juͤdisch Osind, mit Schwerdten und mit 30 1771 16,b rangen, mit einem Kuh er ihn I II. verrieth, sie griffen und fuͤhrten ihn mit gebunden und gefangen. 7. Sanet Petrus mit dem Schwerd schlug drein, der HErr sprach: Ach nein] steck nur ein, und laß ietzt al⸗ so gehen. Es soll und muß gelitten seyn, sonst etlich tausend Engelein wuͤrden bey mir wohl stehen. 8. Sie brachten ihn dem Caiphas dar, der damahls Hoher⸗Priester war, den HErren thaͤt er fragen, um seine Juͤnger und seine Lehr, und was sein Thun und Wesen waͤr, das solt er ihm da sagen. 9. JEsus bald antwort mit ein m Wort: Im Dempel hat man mich gehoͤrt oͤffentlich vielmahls lehren, die mich gehoͤret an drum frag/ da gab ein Knecht ein Backen⸗Schlag dem Koͤnig aller Ehren. 10. Viel fal scher Zeugen stellt man dar/ der Wahrheit doch nichts aͤhn⸗ lich war, Caiphas thaͤt ihn beschweh⸗ ren bey GO L, daß er ihm sagen wolt/ ob er waͤr/der da kommen solt, und der Meßias waͤre? II. Du sagsts, sprach Christ, ich leugn es nicht, denn ich werd sitzen zu Gericht/in einer Wolcken komen: Caiphas gar bald zerriß sein Kleid: so hoͤrt, was giebt er fuͤr Beseheid, das habt ihr wohl vernommen. 12. Ein Urtheil drauf gesoͤllet war, sein Leben must er geben dar, er ward verspott verhoͤhnet: Sie spey⸗ ten ihm ins Angesicht, kein Schmach sie unterliessen nicht, sein ward gar nicht verschonet. I3. Gleichwie ein'n Dieb sie bun⸗ den ihn, und fuͤhrten zu Pilato hin, faͤlschlich er ward verklaget. Da Judas merckt, daß also gieng, mit einem Strick er sich erhieng, ver⸗ zweiffelt und verzaget. 14. Pilatus aus der Klag vernahm, daß Christus haͤtt nichts Args ge⸗ than, Herodi ward gebrachte/ da er dem nicht gab guten Bescheib, zog man ihm an ein weisses Kleid, ver⸗ spott ihn und verachte. I5, Vor 82 Bom Leiden und Sterben JEsu Christi. 880 15. Vor Pilatum er meynt, sie wuͤrden bitten loß, stum und nicht den Moͤrder groß, den Juͤden wars nicht eben. 16. Pilatus ließ ihn zuͤchtigen mit Ruthen scharff und geisselen, von Dornen auch eine Crone flochten die Kriegs⸗Knecht zu der Stund, da⸗se mit das heil'g Haupt ward ver⸗ wund dem HErren, GOttes Sohne. 27. Ein Rohr sie gaben in sein Hand, legten ihm an ein Purpur⸗ Gewandt, Pilat us ihn ausfuͤhret: Da seht doch enren Koͤnig an, mit der Straff wollt euch gnügen lan, mehr hat ihm nicht gebuͤhret. 18. Sie schryen all, nimm ihn nur hin/von unsern Augen und ereutzge ihn, sonst wirst du nichts Guͤts schaffen, sondern damit du klar be⸗ weist, daß du kein Freund des Kaͤy⸗ sers seyst, und wollst Auffruhr nicht straffen. 19. Der Red erschrack Pilatus sehr, und ließ ihm bringen Wasser her, daraus wusch er sein Haͤnde: Ich bin unschuldig an dem Blut, seht drauf ihr Juͤden was ihr thut, all Schuld auf euch ich wende. 20. Sein Blut(schrey das Juü⸗ disch Gesind) sey uͤber uns und uns⸗ re Kind,/ uͤb'runs wirs nehmen wol⸗ len, geschicht ihm unrecht an seinem Tod, so straffs an uns der gerechte Gott, die Schuld wir tragen follen. 2r. Als er hinaus gefuͤhret war, da folgt ihm nach ein grosse Schaar, die Weiber weinten sehre: Weint über euch selbst und eure Kind/denn grosse Straff vorhanden sind, zu ihn wieder kam der schlug ihn vor, und Barrabam, der ein'n er wolt loß geben, ver⸗ Chri⸗ 23. Viel schryen: hast du andern Leut geholffe, so hilff dir auch heut, ein Schacher sprach desgleichen! Bist du Meßias GOttes Sohn/ so hilff dir selbst und uns davon, daß wir dem Tod entweichen. 24. Der ander Schaͤcher strafft ihn drum, und kehret sich zum HErn herum, bath ihn mit gantzem Flei⸗ Gedenck mein in dein s Vaters Reich/der Herr sprach: Heut mit mit zugleich sollst seyn im Paradeise. 25. Um sechs Uhr ward einFinster⸗ niß, desgleichen nie gewesen ist, sich entsetzt die Nature: Die Erd erbeht die Felsen hart zerrissen, und betruͤ⸗ bet ward darob alle Ereature. 26 Zum Vater schrey mit lauter Stimm der HErr/ sein Seel befahl er ihm, damit sein Geist aufgabe: Darnach Joseyh der fromme Mann kam, und nahm sich des Leichnams an, bestatigt ihn zum Grabe. 27. Wir dancken dir fuͤr deinen Tod, HErr JEsu, und solch grosse Noth/die du um unsert willen erlit⸗ ten hast, denn sonst fuͤrwahr kein Opffr im Himmel und Erden war, das GOttes Zorn kont stillen. 28. O GOttes Lamm HErr JEsu Christ! der du fuͤr uns gestorben bist und ein Suͤhn⸗Opffer worden: Da⸗ durch du hast all Sünd und Schuld fuͤr uns bezahlt in grosser G'ult, wehrs Teuffels Luͤgen und Morden. 29. Erhalt fur ihm dein Kirch und Wort, daß hie zeitlich und ewig dort geheiligt werd dein Nahme. Dein Leiden Creutz, dein bittrer Tod, sey unser Trost in aller Noth, HERR Christ, das hilff uns, Amen. (91.) J. E. S. und D. V. S. sprach Christ der HErre. 2². Zween Schaͤcher man mit i aus fuͤhrt, zwischen d hangen wird, Christus hub an schreyen: O Vater rechn es ihn n nicht zu, diß Volck weiß ietzt nicht zeihen 2 hm ie beyd er ge⸗ D zu ward verwundt, Die sieben Worte. A JSSus an dem Creutze stund, und ihm sein Leichnam so gar mit bittern Schmertzen, die Sieben Wort die IJESus zeih es thu, drum wollest ihuen ver⸗ nem Hertz sprach, betracht in dei⸗ en. 2. Zum ersten sprach er gar suͤßi⸗ glich⸗ en hasd Wblfdrarghe sein Seel befahl Geist aufgabe; er stomme Manh chdes Leichnanhz im Grabe. u dir suͤr deinth und solch groff iusert willenerl nst fürwahr koj lund Erden taf kont stillen. amm HErr uns gestorbenh offer worden: O und und Schulh glosser Golh Hen undRordeh in dein Kitch mio ich und ewig doat! u Nahme. Oal nbittret Tod h Noth/ HERN 6/ Amen. uud D.V. u Warte. an dem Chell hm sein Leichhal gur mit bitten Zleben Worths betracht SI sach er g 90 8. 59 ————— Vom Leiden und Sterben Esu Christi. 90 glich zu seinem Vater im Himmel⸗ seichmit Kraͤfft en und mit Sisien: Bergieb ihn'n, Vater, sie wissen siicht, was sie an mir verbringen. 3. Zum andern gedenck seiner Barmhertzigkeit, die GOd am Schaͤcher hat geleit, sprach GOtt ar gnaͤdigliche: Fuͤrwahr du wirst eut bey mir seyn in meines Vaters Reiche. 4. Zum dritten gedenck seiner gros⸗ In Noth, laß dir die Wort nicht yn ein Spott: Weib schau deinen Gohn gar eben, Johannes nimm seiner Mutter wahr, du solt ihr Hen pflegen. 5. Nun mercket was das vierdte Wort war: mich duͤrst so hart ohn Interlaß, schrey GOtt mit lauter Etimme. Das menschlich Heyl Haͤt er begehrn, sein'r Naͤgel ward empfinden. 6. Zum fuͤnfften gedenck an sein rosses Leid, das GOtt am heilgen Lreutz ausschreyt, mein GOtt, wie hast du mich verlassen! das Elend las ich leiden muß, das ist gantz ů⸗ her die Massen. 2. Das sechst war gar ein kraͤfftigs Wort, das mancher Suͤnder auch hort aus seinemGoͤttlichen Mun⸗ se: Es ist vollbracht mein Leiden hroß, wohl hie zu dieser Stunde. 8. Zum siebenden, Vater in deine and befehl ich mich, dein'n Geist hir send, an meinen letzten Zeiten, genn sich mein Seel von mir will sheid'n und mag nicht laͤnger beitẽ. 5. Wer GOttes Marter in Ehren lt, und offt gedenckt der sieben Bort, deß will GOtt eben pflegen, — gohl hie auf Erd mit seiner Gnad, Ind dort im ewigen Leben. (².) Mel. Werde munter mein ꝛc. D am Creutz ist meine Liebe, meine Lieb ist JEsus Christ/ eg ihr argen Seelen⸗Diebe, Sa⸗ In, Welt und Fleisches⸗List, eure heb ist nicht von GOtt, eure Lieb ist Ir der Todt; Der am Creutz ist meine Liebe, weil ich mich im Glau⸗ ben uͤbe. 2. Der am Creutz ist meine Liebe, Frevler was befremedet dich, daß ich mich im Glauben uͤbe? JIEsus gab sich selbst fuͤr mich, so wird er meinFriede⸗Schild/aber auch mein Lebens⸗Bild; Der am Creutz ist meine Liebe, ꝛꝛ. 3. Der am Creutz ist meine Liebe; Suͤnde du verliehrst den Sturm: Weh mir/wenn ich den betruͤbe,der statt meiner ward ein Wurm!Creu⸗ tzig ich nicht GOttes Sohn? Tret ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Creutz ist meine Liebe, ꝛc. 4. Der am Creutz ist meine Liebe, 9988 Gewissen/niemand wahnt; GO preist seine Liebes⸗Triebe, wenn mir von der Handschrift ahnt Schau, wie mein Halß⸗Buͤrge zahlt, GOttes Blut hat sie durch⸗ mahlt. Der am Creutz ist meine Liebe, ꝛc. 5. Der am Creutz ist meine Liebe, drum Tyrañ nur foltre, stoß; Hun⸗ ger, BloͤsseHenckers Hiehe, nichts macht mich von JEsu loß; Nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm/ Engel nicht noch Fuͤrstenthum. Der am Creutz ist meine Liebe, ꝛc. 6. Der am Creutz ist meine Liebe, komm Tod, komm, mein bester Freund, wenn ich wie ein Staub Berstiebe, wird mein JEsus mir ver⸗ eint, da, da such ich GOttes Lamm, meiner Seelen Braͤutigam. Der am Creutz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben uͤbe. (23.J F. G. Mel. An Wasserfluͤssen Babylon. Edn Laͤmmlein geht und traͤgt die Schuld der Welt und ihrer Kinder, es geht und buͤsset in Ge⸗ dult, die Suͤnden aller Suͤnder, es geht dahin wird matt und kranck, ergiebt sich auf die Wuͤrge⸗Banck/ verzeiht sich aller Freuden, es nim⸗ met an Schmach/ Hohn und Spott. Angst, Wund en, Striemen, Ciund Vom deiden und Sterben IEsin Christi⸗ und Tod, und spricht; Ich wills genn leiden 2. Das Lammlein ist der grosse Freund und Heyland meiner See⸗ Len/ den den hat GOtt zum den⸗Feind und Suhner wollen woh⸗ len.Geh hin, mein Kind und nimm dich ayder Kinder, die ich ausge⸗ than, zur Straff und Zornes⸗Ru⸗ then. Die Straff ist schwer/der Zoyn ist groß, du kanst und solst sie ma ses was gefloffen it auls deines Les chen loß, durch Sterben und dupch Bluten. 3. Ja Vateja von Hertzengrund, leg guf/ ich will dirs tvagen; Mein Wollen haͤngt an deinem Mund⸗ mein Wircken ist dein Sagen. O Wunder⸗Lieb O Liebes⸗Macht Du kanst/ was nie kein Mensch ge⸗ acht, EOtt seinen Sohn abz win⸗ geti. O Liebe! Liebe! du bist starck, Dii stkeckest den ius Gyab und Sarg/ fur demn die Felsen springen. Duingkerst ihn am Cyeutzes⸗ Stam, mit Nageln und mit Spie⸗ sen, du schlachkest ihn als wie ein Lanm, machst Hevtz und Adern fliessen/das Hertze mit der Seufftzer MWhiafft, die Adern mit dem ed⸗ Aen⸗Safft des Purper/rothen Blu⸗ les O suͤsses Lamm! was solf ich dir dafur erweisen, daß du mir er⸗ zeigest so viel Gutes 5. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen: Dich will ich steks gleich iwie du michmit Liebes⸗Armen fassen; Du solt sehn Meines Hertzens Licht, und wenn mein Hertz in Stuͤcken bricht, solt du mein Hertze bleiben. Ich will mich dixr/mein hoͤchstey Ruhm, hie⸗ mit zu deinem Sigenthum bestaͤn⸗ Higlich verschreiben. 6. Ich will von deiner Lieblichkeit heh Nacht und Tage singen„ mich selbst auch dir nach Moͤglichkeit zum Fhellden⸗opffer bringen Mein Bach Des Lebens soll sich dix und deinem Nahmen fuͤr und für, in Danckbar⸗b blost ergiessenind was dumip zu gur gohe Suͤn⸗ ů kanin mein Gedachenitz schliesseh 7. Exmuntre dich mein Hertzenge Schrein, du solt ein Schatz⸗Haoß Werden/ der Schaͤtz e, die viel grosseh sehn, als Himel, Meer und Erdel Weg mit dem Gold Arabia W Calmus, Myrrhen, Easia ichhah ein bessers fünden. Mein Kroste Schatz, HErr JEsu Christ, ist die bes Wunden. x Ide. 3. Das soll und tvill ich mir zu NIh 0 122 Oens⸗Laalf Fole er,Oot, Iu allen Zeiten machen, im Sryeit soll es seyn mein Schutz, in Seal Rigkeit mein Lachen, in Froͤliehkeh mein Sasten⸗Spiel, und wenn min nichts mehr schmnecken will/soll mich diß Manna speisen, im Durst sollo seyn mein Wassepquell, in Sinisanp⸗ keit mein Sprach⸗Gesell, zu Hauß und auchguf Reisen, 9, Was schader mir des Tohes Gifft? Dein Blut das ist mein ge ben; Wenn mich der Sonnen Zle het trifft/ so kan nurs Schattenn hen. Setzt mir der Schwermüt Schmertzen zu, so find sch beh d meine Ruh, als auif dem Bette Wancker, und wenn des Creut Ungestum, mein Schiflein ere um und uͤm, so bist du doch will mich darein kleidenn, es soll sehir meines Hauptes Eron, in iw ich will fur den Shron des hoch Vgters gehen, und dir, de mich gusertrant, als eine schmuͤckte Braut/ an dein stehen. 20 99 hO gethan, das wall Ich Rers so tie 10 Mocho Voln l du l Rie Bränal als ichf N 1E Atzund,, daß Mich ingthah hgeh 65) G Wd Chlfft er du e, ls ung gehultiohggtg Wch os Leidel Ahgbeepfeei „Duhaftgelitt Aolger ol und Wteteuserihhe AsGteden; Ac Cgeus und M. ALäcomnlein seh Ich wüͤnsche! d E hich g „nd wns Rog Flndgechenggt alchgbergohlch iin Cöwm Ih kothtgen eih an 0 0 alle htisti 9 Vom deid en und Sterben JEsu Christi. FIF'F'F'IF—tFFFF:.— H 0 Die Ovell du bist, HErr JEsu Ichinsß shleh Crist, die Brünnlein deine Wun⸗ — mein 7 daraus ich mich lab in niglich, ein Schaßchuf Creutzes⸗Stunden. Rise dievelg Grs I, Meex undEsh Hold d Mabigl W Laß mir stets seyn das Leiden Yin, ein Regel, Siegel, Spiegel, ich nach dir mein Fleisch regier/ ben,E Casalich nd Laß ihm nicht den Züͤgel. Den. Main giß. O GOttes⸗Lamm! O Liebes⸗ Chusf,% Famm! Omeiner Seelen Freude! ist aus deinechAmm hin die Suͤnd, das Hertz Hade daß mich von dir nichts wollichmügg eide. nachen, im Sui So werde ich recht seeliglich den 1Schutz, indn Gens⸗Lauff vollbringen, und froͤ⸗ cen, in Fröllht U hier, O GOtt, zu dir, das Con⸗ nmatum singen. hiel, und Welhm(95.) Nel. Machs mit mir GOtt nach ꝛe. lecken will sobme en, im Durf 1 meuß Laͤmmlein, JESu n Christ, der du all Angst und V hsel, I 0 agen, alls Ungemach zu ieder gist, gedultig hast getragen, verleih six auch zur Leidens⸗Zeit Gedult Isd alle Tapfferkeit. Du hast gelitten, daß auch ich hefolgen soll und leiden, daß ich ein Creutze williglich ertragen soll t Freuden: Ach moͤcht ich doch Creutz und Pein gedultig wie Iit Laͤmmlein seyn! 5 7 des Toh lut das ist m ch der Sonneg mirs Schattehg der Schiwermoh! so find ich heht auf dem Bettil wenn des Cxehts 5• Ich wuͤnsche dir von Hertzen⸗ bist du duch un Trund um dich geschlacht zu wer⸗ hlich ich sll e dn, und was noch mehr, zu ieder 2 nün ö erund geereutzigt stehn aufErden: aches dite Foch aber wünsch ich auch darbey, n us oß ich ein Laͤmmlein JEsu sey! kleiden,es 111 Lab kommen alles Ereutz und n in Uau in, laß kommen alle Plagen: Laß Thron des hechn usch veracht, verspottet seyn, ver⸗ „und di I lundt und hart geschlagen; Laß , l ger auch in aller Pein mich ein ge⸗ / a deiles h Hltigs Laͤmmlein seyn. Ich weiß, man kan ohn Creutz möéeid zurFreude nicht gelangen, neil du in deine Herrlichkeit selbst hsidurchs Creutz gegangen, wer naht mit dir leid't Creutz und Iuseht. kan 14 mit dir nicht see⸗ Band Hehl ensind/dar rah, Hesln Most und 10 socht ll 4 N 9⁴ (96.) P. G. Mel. An Wasser⸗Fluͤssen Babylon. Geægpässet seyst du meine Cron und Koͤnig aller Frommen, der du zum Trost von deinem Thron uns armen Suͤndern kommen, O wahrer Mensch/O wahrer Gott! O Helffer voller Hohn und Spott, den du doch nicht verschuldest. Ach wie so arm, wie nackt und bloß, haͤngst du am Creutz, wie schwer und groß ist dein Schmertz, den du dultest. Es fliesset deines Blutes dein mit gantzem vollen Hauffen, dein Leib ist guch mit Ungemach gantz durch und durch belauffen, dunum⸗ schraͤnckte Majestaͤt/ wie koͤmmts, daß dirs so klaͤglich geht, das macht dein Huld und Treue! Wer danckt dir deß? Wer ist der Mann/der sich wie du fuͤr uns gethan, fuͤr dich zu sterben freue ꝛ 3. Was soll ich dir doch immer⸗ mehr, O Liebster, dafuͤr geben, daß dein Hertz sich so hoch und sehr be⸗ můht hat um mein Leben! Du ret⸗ test mich durch deinen Tod von mehr als einer Todes⸗Noth, und machst mich sicher wohnen: Laß Holl und Teuffel boͤse seyn: Was schads? Sie muͤssen dennoch mein und mei⸗ ner Seelen schonen. 4. Für grosser Lieh und eigner Lust, damit du mich erfuͤllet, druͤck ich dich an mein Hertz und Brust, so wird mein Leid gestillet, das deinen Augen wohl bekandt, und das ist dir ja keine Schand, ein kranckes Hertz zu laben: Ach bleib mir hold und gu⸗ tes Muths, biß mich die Stroͤhme Haben Bluts gantz rein gewaschen haben 5. Sey du mein Schatz und hoͤch⸗ ste Freud, ich will dein Diener blei⸗ ben, und deines Creutzes Hertzeleid will ich in mein Hertz schreiben. Verleihe du mir Krafft und Macht/ damit/ was ich bey mir bedacht, ich moͤg ins Werck auch setzen/ so wirst du,/ Schoͤnster, meinen Sinn, 0 10 Aut Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 00 0 alles was ich hab und bin, ohn Un⸗ terlaß ergoͤtzen. (07.) D. P. E. Err JEsu Christ wahr'r Mensch und GOtt, der du litt'st Mar⸗ ter, Angst und Spott, fůͤr mich am Creutz auch endlich starbst, und mir deins Vaters Huld erwarbst. 2.Ich bitt durchs bittreveidẽ dein, du wollst mir Suͤnder gnaͤdig seyn, weñ ich nun kominSterbens⸗noth, und ringen werde mit dem Tod. 3. Wenn mir vergeht all mein Ge⸗ sicht, und meine ohren hoͤren nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und mir fuͤr Angst mein Hertz zerbricht. 4. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, und mir all menschlich Huͤlff zerrinnt, so komm, O HErr Christ mir behend zu Huͤlff an mei⸗ nem letzten End. 5. Und fuͤhr mich aus dem Jam̃er⸗ thal, verkuͤrtz mir auch des Todes Qyvgal: Die boͤsen Geister von mir Hleit⸗ deinen Geist stets bey mir hleib. 6. Biß sich die Seel vom Leib ab⸗ wend, so nimm sie, HErr, in deine Haͤnd: Der Leib hab in der Erd sei⸗ ne Ruh, biß sich der Juͤngst' Tag naht herzu. 7. Ein froͤlich Aufferstehung mir verleih, am Juͤngsten Gericht mein Fuͤrsprecher sey, und meiner Suͤnd nicht mehr gedenck, aus Gnaden mir das Leben schenck. 3Wie du hast zugesaget mir, in deinem Wort, das trau ich dir: FJürwahr, fuͤrwahr, euch sage ich: Wer mein Wort haͤlt, und glaͤubt an mich, 9. Der wird nicht kommen ins Ge⸗ richt, und den Tod ewig schmecken nicht: Und ob er gleich hie zeitlich didt. mit nichten er drum gar ver⸗ Irbt. 10. Sondern ich will mit starcker Hand ihn reissen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; Da soll er denn mit mit zugleich II. In Freuden leben ewiglich; Darzu hilff uns ja gnaͤdiglich; Ach HErr! vergieb all unsre Schulh, hilff daß wir warten mit Gedult/ 12. Biß unser Stuͤndlein koͤm̃t hes⸗ bey, auch unser Glaub stets wackeh sey, dein'm Wort zu trauen fesie glich, biß wir einschlaffen seeliglich, (98.) Mel. Aus tieffer Noth schreh. ERR JeEsu deine Angst und Pein, Und dein betruͤbtes Leh den, laß mir vor Augen allzeit seyn, die Suͤnden zu vermeiden.Laß mich an deine grosse Noth und deines herben bittern Tod, dieweil ich lebz dencken. 2. Laß deiner Seelen Hoͤllen⸗Ovaal dein Blut⸗geronnes Schwitzen un grosses Elend allzumahl, darinn di mustest sitzen, mir offtermahleh fallen ein, und eine starcke Warnung seyn fuͤr mehrern Missethaten. 3. Die Wunden alle die du haßh hab ich dir helffen schlagen, auch meine grosse Suͤnden⸗Last dir auf gelegt zu tragen. Ach liebster Heh land schone mein, laß diese Schult vergessen seyn, laß Gnad fuͤr Rechs ergehen. 4. Du hast verlassen deinen Thron, bist in das Elend gangen, vertrugest Schlaͤge, Spott und Hohn, must an dem Cyeutze hangen, auf daß du fuͤr uns schafftest Rath, und unste schwere Missethat, bey GOtt vei⸗/ soͤhnen moͤchtest. 5. Drum will ich ietzt zur Danck⸗ barkeit von Hertzen dir lobsingen⸗ und wenn du zu der Seeligkeit mich kuͤnfftig wirst hinbringen, so will ich daselbst noch vielmehr, zusammt dem gantzen Himmels⸗Heer, dich ewig dafuͤr loben. 6. HErr JEsu deine Angst und Pein, und dein betruͤbtes Leiden, aß Ii meine letzte Zuflucht seyn, wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilff, daß ich durch deinen Todt, fein ante +F. I eah meine N 0HMmen. I 000 x Ethliebster W herbrochel, ds Fharff urthelhate Asdie Schuld, in Haten bisthv ercl 5. Du wirst he sd verhöhnet, g ornen scharf ger 6 man dich ans e Iit du getrahcket Was ist Hie l Hagen Ach meite Isch geschloge habediß verschd Whaltet. Wie wunderbart Etegfe, dergte WEchauftde Ee Erre, er Geret shechte. Der Ftomme f Uldrichtig wandel Wswider GOtt m Mensch verwirckt Itgangen, GOtt 6. Ich war von Ochand und Sun cheitel war nic Ih,dasür hatt ich Asssenewiglich hl O grosse Lieb! Rass, die dich ge Marter Straffe! Itin Lufund Wuftleiden. Hach grosser Köx Ouch is noch. Wgalchne, uenn hristi. 1 Vom veiden und Sterben JEsu Christi. FFF*————— 9⁸ Wer dem mit ush. Iischliesse meine Noth, und seelig en leben Hbiglhz Hrbe, Amen. HniinlihaErsliebter WGin, E O en, d was bast du nste Scn„ verbrochen, daß man ein solch mit Gedolt, Parff Urtheil hat gesprochen? was Gunn die Schuld, in was vor Misse⸗ aub stets ruhl gaten bist du gerathen? hrt zu trallen in. E. Du wirst verspeyt, geschlagen nschlaffen seliost Aid verhöhnet, gegeifselt und mit kieffer Nothsh, Fornen scharff geerönet, mit Eßig, deine Angstu. Is man dich ans Creutz gehencket, dein bettubtes Y. grst du getrancket. Augen alzeits.P I. Was ist bie Ursach aller solcher Hermeiden.aßih Hagen 2 Ach meine Suͤnden haben Noth und desß eh geschlagen! ich, ach HErr JE⸗ dod, dieweilichll habe diß verschuldet, was du er⸗ Meltet. delen Hollen Inn Wie wunderbarlich ist doch die⸗ mes Schwitzenuh Straffe, der gute Hirte leidet für gumahl, darinhi e Schaaffedie Schuld bezahlt der mir offtermasl Erre, der Gerechte, für seine ne starcke Warnlhh iechte. Missethaten,. Der Fromme stirbt, der recht d richtig wandelt, der Boͤse lebt, Arwider GOtt mißhandelt. Der Pensch verwirckt den Dod und ist Atgangen, GOtt wird gefangen. Ich war von Fuß auf voller IfGoadfürh gchand und Suͤnden, biß zu der Icheitel war nichts Guts zu fin⸗ lassendeineneheh Au, dafuͤr haͤtt ich dort in der Holle oangen, detugt: Küssen ewiglich büssen.. und Hohh,Ai.. O grosse Lieb! O Lieb ohn alle hungen, aufti P Kasse, die dich gebracht aufdiese Marter⸗Strasse Ich lebte mit der Nh, MunPelrin GOU Helt in Lust und Freuden, und du ,LehSdunNat lewen. en alle die du Hak sen schlagen, unden⸗Last dir gs f. Ach liebster Hh u„ laß diese Sch . 0 83 O.I. Ach grosser Koͤnig! groß zu allen ihiten Niten, wie kan ich gnugsam solche Rren Deu ausbreiten? Kein menschlich ünttil hertze mag ihm diß ausdencken rn nl Kas dir zu schencken. l,. Ich kaus mit meinen Sinnen iumele⸗Hen/. Iht erreichen, mit was doch dein 2.„ Ebarmung zu vergleichen, wie kan + ith dir denn deine Liebes⸗That en Dehre den enühe W i Werck erstatten. lhl H. Doch ist noch etwas, das dir 11 sehsnt Iugenehme/ weun ich des Fleisches I Luste daͤmpff und zaͤme, daß sie aufs neu mein Hertze nicht entzuͤnden mit alten Suͤnden. II. Weil aber diß nicht steht in eig⸗ nen Kraͤfften, dem Creutze die Be⸗ gierde anzuhefften, so gieb mir dei⸗ nen Geist, der mich regiere, zum guten fuͤhre. I2. Alsdenn so werd ich deine Huld betꝛachten, aus Lieb an dich die Welt fuͤr nichtes achten, ich werde mich bemuͤhen deinen Willen stets zu er⸗ fuͤllen. 3. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Creutz nicht achten,/ kei⸗ ne Schmach noch Plagen, nichts von Versolgung/nichts von Todes⸗ Schmertzen nehmen zu Hertzen. 14. Diß alles/obs fuͤr schlecht zwar ist zu schaͤz en/ wirst du es doch nicht gar bey Seite setzen, in Gnaden wirst du diß von mir annehmen, mich nicht beschaͤmen. 15. Wenn dort HErr JEsu, wird fuͤr deinem Throne, auf meinem Haupte stehn die Ehren⸗Crone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Danck singen. (100.) HEut ist, O Mensch, ein grosser Trauer⸗Dag, an welchem unser Heyland grosse Plag erlitten hat/ und todt darnieder lag. 2. Heut stirbet GOtt/ wer ist, der solchs bedenckt? Das Leben heut selbst an demCreutze henckt, und sich fuͤruns zum Suͤnden⸗opffer schenckt. 3. Kom̃ meine Seel, und tritt zum Erentz herbey/zu hoͤren was des To⸗ des Ursach sey, und trage drob von Hertzen Leid und Reu. 101.) D. H. M. Passions-Historia. IV, GOtt, daß mirs gelinge, du edler Schoͤpffer mein die Sylbn in Reimen zwinge, zu Lob den Ehren dein, daß ich moͤg frolich heben an von deinem Wort zu sin⸗ gen: HErr, du wollst mir beystahn. 2. Ewig dein Wort thut bleiben/ wie Esajas meldt: In seinem Buch D thut Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 100 thut schreiben, eh wird vergehn die Welt/ und was Ott selber ie er⸗ schuff, solt es alles verdeꝛben, er thaͤt kein Wiederruff. 3. Esus, das Wort des Vaters, ist kommen in die Welt: mit grossen Wunderthaten, verkaufft um schnoͤ⸗ des Geld, durch Judas seiner Juͤn⸗ ger ein'n, ward er in Tod gegeben, IEsus das Laͤmmelein. 4. Nachdem sie hatten gessen, ver⸗ nehmt: das Oster⸗Lamm: Da thaͤt er nicht vergessen, das Brod in sein Hand nahm, sprach: Eßt, das ist mein Leichnam lind, der fuͤr euch ist gegeben, zu Vergebung der Suͤnd. Reicht ihn'n auch dar zu trincken in Wein sein Blut so roth:/ sein Tod solt ihr verkuͤndgen, Paulus ge⸗ schrieben hat: Wer wuͤrdig ißt von diesem Brod, und trinckt aus diesem Kelche, der wird nicht sehn den Tod. 6JEsus wusch ihn'n die Fuͤsse, wohl zu derselben Stund:/ Lehrt sie mit Worten suͤsse, aus sein'm goͤttlichen Mund: Liebet einander allezeit, darhey wird man erkennen, daß ihr mein! Juͤnger seyd. 7. Christus der HErr im Garten, da er gebethet hat:: Der Juden thaͤt erwarten, von ihn'n gebunden hart. Sie fuͤhrten ihn zum Richter dar, gegeisselt und geeroͤuet, zum Tod verurtheilt ward. 8. Hoch an ein Ereutz gehangen, der hochgebohrne Fuͤrst: Nach uns thaͤt ihm verlangen, darum sprach er: Mich duͤrst! Vernimm, nach unser Seeligkeit, darum ein Mensch ge⸗ hohren von einer reinen Magd. 9. Mit seinem Haupt geneiget er seinen Geist aufgab ,: Als nun Jo⸗ hannes zeuget, er ward genommen ab vom Creutz ins Grab ward er ge⸗ legt/ am dritten Tag erstanden, wie er vor hat gesagt. 10. Und in denselben Tagen JE⸗ sus sein Juͤnger lehrt: Allein sein Wort zu tragen, pred'gen in aller Welt: Wer glaͤuben thůt und wird getaufft/ der hat das ewig Lehen durch Christum ihm erkaufft. bey uns blriben, wie er versprochtn hat, vernimm durch sein Goͤttlicht Wort, wieder das kan nicht siegih kein G' walt der Hoͤllen⸗Pfort. 12. Ein'n Troster thaͤt er senden, dis war der Heslig Geist/ von GOiß, der sie thaͤt leiten in Wahrheit al⸗ lermeist; Denselben wolln wir rufß fen an, der wird uns nicht verlasses⸗ und uns treulich beystahn. I3. Recht laßt uns alle bitten Chiß stum für Obrigkeit; ob wir schoh von ihr litten Gwalt, auch fuͤr gls Feind/ daß hnn GOtt wolle gnaͤdss seyn, zu Lobe seinem Nahmen, us Christ des HErren Pein. (102.) 8. 8. Mel. Hinweg ihr irdschen Hindenn Her liegt mein Heyland in dui arten auf seinem heilgen N gesicht, belegt mit vielen Leidens, Arten, fuͤr meiner Suͤnden schwoh⸗ re Pflicht? Angst, Noth, und all Trauer⸗Wogen, die haben seil Seel umzogen. 3. Er klagt, er zagt, er betet, tral⸗ ret und ruffet seinen Juͤngern zu; Ach! bleibet hier und wachend dar⸗ ret/ was gebet ihr euch ietzt zur Rus Jetzt, da will aller Menschen Suͤh⸗ den, Hertz, Geister, und die Seels binden. 3. Ach! meine Seel ist hoch bettü⸗ bet, betruͤbet an den bittern Todz biß an den Tod/Achldaß ihr bliehel, mit mir zu wachen in der Noth Ihr seyd ja wie verirrte Schaaft⸗ uñ uͤbergebt euch doch dem Schlaft⸗ 4. Ich, euer Hirt, werd itzt giz schlagen, und euch, ihr Schaafe mes⸗ ner Herd, euch wird die Angst zert streuet jagen durch iedes Not heFelhr bete wallet, daß ihr nicht in Anfoch: tung fallet! . Es liegt, mein JEsus, aufe, 7 II. Lucas thut gar schoͤn schreiben von seiner Himelfahrt:doch allneg dieser Erd: Ach lwacht, und im Gen 001 Vom chsch, olaß 0 Iden des schwei l doch den ge 5 nach deimem, In Willen . Ic seh ihn u Ith, Andmatt cht, daß Tiopff btingen,so aus gehni, Pein Aug scht stille werden, der Ethen, . Ach! meine e VDetüben, mein l Echuld,die habens Widaß icheritet Mhich im Lode su Wig/ etpig, ewig, s 5. Mein teuer He et, und tlget je ludie mich dem T et! Er schreibet NMuß: Diß thut e hdenj, die hier an Ihschneiden. . Die Noth, di Phet, der Kelch, Aschenckt, hat e Uhlletzet, und sein Eltanckt, weil er Schaden, die h geladen. 0, Was Adam Hpfangen, das Sündel⸗Sofft, u Han Hegangen, ils JEsus Kr Ifel dort genief Arim Schweiss . Da hate chseinemVate Uung um elller Angf Rasenrume I eslaß Ise hhihe m ö Ilerzn Naßd hristi. 100 Hat dag e 10 baaß AII Ur gar schöh'schre Kaschtahnlg wie er verptath Hurch senGöttch das kon nicht sh Hollen⸗Pfot der that er endente 0 Geist vonGHl Iten in Wahthestal Dmuhteg duns nicht verlgs ich beystahn. uns alle bitten E Heit% Ob wik hl H.walt, auch firg Gott wolle guß einem Nahmeijy v ren Pein. ). S. S. chritdschen Hinhgl ein Heyland in seinem heilgenY mit vielen Leidt ner Suͤnden schh agft, Noth, unds u, die haben ss f. rhagt, xbetet eh seinen Jutgetth ier und wachers hreuch ieht zurd ler Menschenei ster, und die E Seel isthochthj an den bittenean Achdaßahekleh achen in der N ie beriktte Cchn Ihbochdemegh Hut/ werd iu bchihrEchal wird Re uch idesRuhf Hlwachtsuuhlh zihrnichtind VAEsus, Al in Nsu, M. hig, ewig, ewig, sterben. H¹ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. rden, rufft: Vater Tanses mũg⸗ sch seyn, so laß von mir genommen gerden des schweren Kelches herbe gein: doch den gehorsam zu erfuͤl⸗ n, nach deinem, nicht nach mei⸗ em Willen. Ich seh ihn mit dem Tode rin⸗ n/ und matt im dieken Sehweisse hn/ daß Tropffen Blutes⸗Tropf⸗ sti bringen/ so aus der heilgen See⸗ gehn, sein Angst⸗Schweiß will uscht stille werden, er laͤufft als Baͤ⸗ ge zu der Exden. F. Ach! meine Suͤnd, ach! mein geruben, mein Unart und erboste chuld, die habens leiderlso getrie⸗ Un, daß ich entsetzet GOttes Huld: A ich im Tode zu verderben, soll . Mein treuer Heyland aber wa⸗ chet, und tilget jene Handschrifft s,die mich dem Tode zinß har ma⸗ get! Er schreibet mich ins Lebens⸗ Ruß: Diß thut er durch die bittre oden, die hier an Hertz und Seel hn schneiden. Die Noth, die mir war auffge⸗ sHet, der Kelch, der mir war ein⸗ Aschenckt, hat seinen heilgen Leib gnetzet, und seine Seel in Augst Kranckt, weil er von mir der See⸗ lei Schaden, die schwere Last auf sh geladen. 0. Was Adam dort am Baum Fpfangen, das Garten⸗Gifft den Saͤnden⸗Safft, und das was ich drzu begangen, ermattet hier Mins JIEsus Krafft: Was jen im Affel dort geniessen, muß IEsus Hr im Schweisse buͤssen. Hierdurch hat er des Zornes Feu⸗ hey seinem Vater nun gedaͤmpfft, Macht dem Hoͤllen⸗Ungeheuer in seiner Augst gantz abgekaͤmpfft, ud also mir zum Seelen⸗Leben ein ihsuer frehe Schrifft gegeben. . HErr JEsu, laß dein Angfl, dein Ghwwitzen, und deinen drauf erfolg⸗ 1% Tod mich fuͤr der Macht der 102 zum Trost geniessen, sich stets in meine Seele giessen. (103.) G. L. L. Eigene Melodie. Hammi ihr irdschen Hindernis⸗ sen, mit eurem truͤglich falschen Schein/mein Hertz soll anders nich⸗ tes wissen, denn meinen JESU M gantz allein, wie er von meiner Schuld bedraͤnget, erbaͤrmlich an dem Creutze haͤnget. 2. Ihr Augen! werdet Lhraͤnen⸗ Qbvellen, ach! weinet, und ermůͤdet nicht, wenn die Gedancken euch fuͤr⸗ stellen, wie jaͤmmerlich er zugericht, laßt heisse Zaͤhren haͤuffig fliessen, daß Thraͤnen;? Baͤche sich ergiessen. 3. Seht, wie er bloß und lang ge⸗ strecket, in Todes⸗Angst sich dreht und windt, wie seine Armie ausge⸗ recket, die Haͤnd und Fuͤß durch⸗ nagelt sind, wie sehr der gantze Leib zuschmissen, sein Haupt von Doͤr⸗ n ern ist zerrissen. 4. Seht ihn sein heilig Blut ver⸗ giessen, das aus den Wunden haͤuf⸗ figrinnt, die Augen brechen und sich schliessen, wie gantz erblaßt die Lippen sind, wie er sein Haupt neigt und verscheidet, und seine Seit ein Speer aufschneidet. 3. Seht, wie gantz unbeseelten Dingen auch dieser Tod giebt Trau⸗ er⸗Biß, der Vorhang reißt, die Fel⸗ sen springen, die Sonn wird laut er Finsterniß, ja, es erbebt der Grund der Erden, die Graͤber muͤssen offen werden. 6. Ergeistert euch, ihr meine Sin⸗ nen, betrachtet recht, wie GOttes Sohn verlohrne Suͤnder zu gewin⸗ nen, so grosse Marter, Spott und Hohn, hat ausgestanden, und sein Leben so willig in den Tod gegeben. 7. OLiebe, die nicht auszuspre⸗ chen: GOtt selbst fuͤr seine Feinde stirbt, und buͤsset das, was wir ver⸗ brechen, mit eignem Blut und theur erwirbt, daß wer nur glaͤubt, nicht Oude schuͤtzen, und reissen aus der Hhelen⸗Noth: Laß deinen Schweiß wird verlohren, zum Leben aber neu gebohren. D 2 8. Die 103 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 100 8. Die Handschrifft ist nun abge⸗ kraͤfftet, die wieder mich entstanden war,mein JEsus hat sie mir geheff⸗ tet ans Eꝛeutz, u.ausgerilget gar, die Straffe ist auf ihm gelegen, er wird zum Fluch, giebt mir den Seegen. 9. OJEsu, lehr mich recht beden⸗ cken, wie du am Creutz genug ge⸗ than, und dein Verdienste mir thu schenckeu, daß mich GOtt nimmt zu Gnaden an, laß deinen Geist mich stetig lehren, und mein Hertz von der Welt abkehren. 10. Daß mir die Welt mit ihren Luͤsten und ich der Welt geereutzigt sey/ laß mich Gebeth und Glaub aus⸗ ruͤsten, und deinen Sieg mir legen bey, biß ich entfreyt von diesem Lei⸗ be, wo du bist, ewig bey dir bleibe. (104.) P. 6. Mel. Was mein Gott will, ꝛe. Oer an mein Hertz, die sieben Wort, die IEsus ausgespro⸗ chen, da ihm durch Qvaal und blut⸗ gen Mord, sein Hertz am Creutz ge⸗ brochen, thu auf den Schrein, und schleuß sie ein, als edle hohe Gaben, so wirst du Freud in schweren Leid, und Trost im Creutze haben. 2. Sein allererste Sorge war zu schuͤtzen die ihn hassen, bath, daß sein 6 der bͤösen Schaar wolt ihre Suͤnd erlassen: Vergieb, vergieb, sprach er aus Lieb, O Vater, ihnen allen, ihr keiner ist,der saͤh und wuͤst, in was fuͤr That sie fallen. 3. Lehrt uns hiermit, wie schoͤn es sey,die lieben, die uns kraͤncken, und ihnen ohne Heucheley, all ihre Feh⸗ ler schencken. Er zeigt zugleich, wie gnadenreich und fromm sey sein Ge⸗ muͤthe, daß auch sein Feind, ders boͤse meynt, bey ihm nichts findt ger, sieh, hier stehet die du soltas Mutter halten. . Ach treues Hertz, so sorgest h fuͤr alle deine Frommen, du siesf und schauest fleißig zu, wie sie Druͤbsal kommen, trittst auch nst Rath und treuer That zu ihneng die Seiten/ du bringst sie fort, giels ihnen ort uñ Raum bey gutenLeuth 6. Die dritte Red hast du gethah dem, der dich, HErr, gebeten: G⸗ denck und nifñ dich meiner an/wenn du nun wirst eintreten in deing Thron, und Ehr und Cron,als Hist mels⸗Fuͤrst aufsetzen. Ich will g wiß im Paradieß, sprachst du, dich heut ergoͤtzen. 2Z. O suͤsses Wort, O Freudeih Stimm! was will uns nun erschy cken? Laß gleich den Tod mit grosseh mehr, als Leib und Seele scheiden Indessen schwing ich mich, un spring ins Paradieß der Freuden. 8. Nun woh l, der Schaͤcher wird mit Freud aus Christi Wort a fullet, er aber elbst faͤngt an un schreyt, gleich als ein Low er bruͤlleh Eli, mein GO T, welch Angst un Noth muß ich, dein Kind, ausse hen! Ich ruff und du schweigst siill dazu, laͤst mich zu Grunde gehen. 9. Nimm diß zur Folge, frommes Kind, wenn GOtt sich grausam stel⸗ findt, nicht werdest umgefaͤllet/ halt steiff und fest, der dich ietzt laͤst, wud dich gar bald erfreuen, sey du nux treu und halt dabey starck an mill glaͤubgen Schreyen. 10. Der HErr faͤhrt fort, rufft laut als Guͤte. 4. Drauff spricht er seine Mutter an, die bey Johanne stunde, troͤst sie am Creutz, so gut er kan, mit seinem schwachen Muͤnde; Sieh hie dein'n Sohn, Weib, der wird schon mein Amt bey dir verwalten; Und Juͤn⸗ ste: Mich duͤrstet, sprach der eiwge Qvell und edle Lebens⸗Fuͤrste. Was meynt er hierꝛerzeiget dir, wie matt er sich getragen an deiner Last, die du ihm hast gemacht in Suͤnden⸗tagen II. Er deutet auch darneben gun,. wje jhn so hoch verlange,daß 0 65 ö e. let, schaut/daß du, wenn sich Truͤbsal und hell, klagt wie ihn hefftig duͤs Von .. Faßhen sedemne Aoohletfange Haßwerschin n uß ou Icht scheut ke Hell und Hehlde 12. Als gun de Kacht begunt her Alach GoOttes E Aacht,daswas it hier und dard Viter und M. Aezt, wie man 6 un wüͤrd und todtt . Mo bennooll nun dich so ver muͤst ein Men Hun die Sunden Es if volbrach Aht, du darfff hie⸗ Grimm hergehn aus allen Ecken daß du glaäbbs Stuͤrmt er gleich sehr, was kang bseindenem gan . Nun endliche Ihl, schreyt aus o Ieun Vater,nimm / was ich ietzt m Ihen Geist, der Einem kalten Her Udder grosse Hir Schmertzen v. Owwolte G; Moauch also mot inen Geist in Ge Wulen Schooß hin An Hort, dein let Hes Dort auchn Ischon und seelig bon der Erden. Erd (05.) k W. Chuistunse Hrͤsse dichds Dierherglich gern Wötwoneh Wbeln Heibetr Whmen Kihl lch Heht Wchthn Mhfode hristi 10 n. 6 du soltes HFeutz bey jedermann xrucht bring/ Wunden Blute/ dũ werthe Wunde Hetz Posorgesh tommen, du flg duer Thatzuchneh Uhringst sie 327 aum hey gutenehz te Red hast du gee Here, gebeten: dich mener an,weh einkreten in, deit +und Cron, alshj ssetzen. Ich will eß, sprachst du/ Wort, O greh will uns nun ersch den Tod mit groͤ n ausg allen Eh eich sehr, was kal und Seele scheihz ding ich mich, adieß der Freudh der Schaͤchergt 1s Christi Woktt elhst fangt ghes als ein Lowerbr DT, welch Angsh „dein Kind, aut und du schveigsh zu Grunde gehch ur Folgeystoß Ott sich Hrausahs duywenn sichzh ddest umgefällehd der dich loßtlast fteuen, sey do dabey starck alz heyen. schtt it wuftt wie ihn hefthtz fet, prach der Lebens⸗Fürst.W eneiget binruen Won deinerkashl t inSundentih auch darnehch Wuod Heil und Heyl der Seelen. 5 Vom veiden und Sterben JEsu Christi. —.—̃ĩ]:..— 106 ud wohl verfange. Das merck mit sey gegruͤßt, du weites Thor der eiß, wer sich im Schweiß der See⸗ ⸗Angst muß gvaͤlen: Das ewge Lcht schleust keinen nicht vom 2. Als nun des Todes finstre Jacht begunt herein zu dringen, Wach GOttes Sohn es ist voll⸗ Hacht, das/was ich soll vollbringen: Ms hier und dar die heilge Schaar de Vaͤt er und Propheten hat auf⸗ gsetzt, wie man zuletzt mich ereutz⸗ gn wurd und toͤdten. 9. Ists denn vollbracht, was wilt nun dich so vergeblich plagen, ah muͤst ein Mensch mit seinem Hun die Suͤnden⸗Schuld abtra⸗ gaiꝰ Es ift vollbracht, das nimm in Yht, du darffst hie nichts zugeben, alz daß du glaͤubst und glaͤubig hhlibst in deinem gantzen Leben. Nun endlich redt er noch ein⸗ uuhl, schreyt aus ohn alle massen: Mein Vater, nimm in deinen Saal doß, was ich ietzt muß lassen, nimm Gnaden, daraus sich Blut und Was⸗ ser gießt, und da all unsern Schaden kan abgeholffeu werden. 3. Du riechst mir suͤsser als der Wein, und heilst den Gifft der Schlangen, du floͤßest mir das Leben ein, und stillst des Dursts Verlan⸗ gen. Eroͤffne dich du liebe Wund, und laß mein Hertze trincken: Ists muͤglich, laß mich gar zu Grund in dir gehn und versincken, so werd ich mich recht laben. 4. Mein Mund streckt sich mit al⸗ ler Krafft, damit er dich beruͤhre, und in dem theuren Lebens⸗Safft in Marck und Beinen spuͤhre. Ach l su/ meinem Hertzen, wer dich recht liebt,dem wird das Joch der hittern Todes⸗Schmertzen gleich als wie lauter Zucker. g. Verbirge mich und schleuß mich ein in deiner Seiten⸗Hoͤle/drinn laß mich still und sicher seyn, hie waͤrme minen Geist, der hie sich reißt aus meine Seele, wann mich der kalte nnem kalten Hertzen! Und hiemit Tod befaͤllt, und wann der hoͤll sche uld der grosse Hirt entbunden al⸗ IÜSchmertzen. . O wolte GOT, daß ich mein Ed auch also moͤchte enden, und meinen Geist in GOttes Haͤnd und tilien Schooß hinsenden! Ach laß, uin Hort, dein letztes Wort mein lahtes Wort auch werden, so werd ichschoͤn und seelig gehn zum Va⸗ teh von der Erden. Leue nach mir und meinem Geiste stellt, so laß in deiner Treue mich dann fein ruhig bleiben! wie so suͤsse bist du doch, HErr JE⸗ (I0O6.) J. H. IESu! deine heilge Wun⸗ den, deine Qvaal und bittern Tod, laß mir geben alle ů 05.) P. G. Stunden Tꝛost in Nel. Christ unser HErr zum ꝛe. Leibs, und See⸗ Ah gruͤsse dich du froͤmster Mañ, len⸗NothlWenn Per hertzlich gern vergiebet: wie mir faͤllt was ar⸗ schfuertzlich wehwiꝛd dir gethan, wie ges ein, laß mich usd dein Leib betruͤbet: Es gruͤsset dencken deiner dich mein gantzer Geist, du meines Pein, daß ich dei⸗ HplandsSeite, du edler Qvell, aus ne Angst und wachem fleußt das Blut, das so viel Schmeꝛtzen wohl Hte von ihren Suͤnden waͤschet. erweg in meinem Ich mach, HErr JEsu, mich zu Hertzen.. dach halt mirs ja zu gute, und laß 2. Will sich gern uish finden Trost fuͤr mir in deiner in Wollustweiden Dů mein (107.) J. H. Mel Freu dich sehr, d meine Seele. ESu deine Ytieffe Wundé, deine Qvaal und bittrer Tod, ge⸗ ben mir zu allen Stunden Tꝛost in Leibs⸗ und See⸗ len⸗Noth. Faͤllt mir etwas arges ein, denck ich bald an deine Pein, die erlaubet meinem Hertzen mit der Suͤnde nicht zu schertzen. Will sich denn in Wollustweiden mein 107 Vom veiden und Sterben JEsu Christi. 1 0.l mein verderbtes Fleisch und Blut, Jaß mich dencken, daß dein Leiden loͤschen muß der Hollen Gloth: Dringt det Sa⸗ tan ein zu mir, hilff daß ich ihm halte fuͤr deine Wunden, Mahl und Zeichen, daß er von mir muͤsse weichen 3. Wenn die Welt mich will verfuͤhren auf die breite Suͤnden⸗ Bahn, wollst du mich also regie⸗ ren, daß ich als⸗ dann schaue an deiner Marter Centner⸗Last, die du ansgestanden hast, daß ich koͤnn in Andacht blei⸗ ben, alle boͤse Lust vertreiben. 4. Gieb, fuͤr alles was mich kraͤn⸗ cket, mir aus dei⸗ nen Wunden Krafft! Wenn mein Hertz hinein sich seneket, so gib neuen Lebens⸗ Safft! Daß mich slaͤcck in allem Leid deines Tro⸗ stes Suͤßigkeit, weil du mir mein Heil erwoꝛben,/da dn bist fuͤr mich gestorben. 5. Laß auf dei⸗ nen Tod mich trauen, O mein GOtt und Zuver⸗ sicht Laß mich fe⸗ ste darguf bauen, mein verderb⸗ tes Fleisch und Blut, so gedenck ich an dein Leidẽ, bald wird alles wieder gut. Koͤmt der Satan und setzt mir hefftig zu/ halt ich ihm fuͤr deine Gnad und Gnaden⸗Zei⸗ chen, bald muß er von hinnen wei⸗ chen. 3. Will die Welt mein Hertze fuͤh⸗ ren auf die breite Wollust⸗Bahn, da nichts ist als Jubiliren; Als⸗ denñ schau ich em⸗ sig amdeiner mar⸗ ter Centner⸗Last, die du ausgestan⸗ den hast: So kan ich in Andacht bleiben, alle boͤse Lust vertreiben. daß den Tod ich schmecke nicht, deine Todes⸗angst laß mich stets er⸗ gvicken maͤchti⸗ glich! HErr laß deine Tod mir ge⸗ ben Auferstehung Heyl und Leben. 6. JESu, deine heilge Wunden, deine Qvaal und bittern Tod, laß mir geben alle Stunden Trost in Leibs⸗ und See⸗ len⸗Noth: Son⸗ derlich om letzten End, hilff, daß ich mich zu dir wend, Trost in deinen Wunden finde; und denn froͤlich uberwinde. (108) 3 mich tan toͤen s Wenn ein nicht. Daß ich u dir habe Thel, ll: C„Riuig, bringet mir Erist en Schutz und Heur Tiule deine Gnade mud ötertichetnnd mir geben Aufh⸗ VDeile Setefth stehung Licht und h michvabegen! Leben. s Hurchtveschd 6. Hab ich duh H.efelberafoase in meinem Heiße. heden, domen du Brunn allr I Hindenmacherheh Guͤtigkeit, so en⸗ Etotz dem Fuͤrhen pfind ich kesse 6Odu Frepfaht! Schmertzen,auh Obu BuigherSich im letzten Kanuf ichmichtoͤhlethel und Streit. Ih bösenget Hn verberge mich n herden, denn,HErr dich, welch Fesud Erden fo schkemn kan verletze miah AMatomehlich aof d Wer sich legt A(lop) Iudorige deine Wundeu,CE der du woll der hat gluͤcklih„ udenaller W uͤberwunden. Uheutes Vlutpergl C. A. Uttdargestellt als⸗ Mel. Alle Menschen muͤssen sterhen, e Eunder, dievede Esu, der dů hast gebunden Hal Hilder,ach laß d und Teuffel, Suͤnd und Tod uß scht an mir v mich fuͤhlen deine Wunden/ aß:Rette mich dur 4. Ja fuͤr allesmich in der hochsten Noth(wens enn mich meine⸗ was mich kraͤn⸗mich aͤngsten meine Suͤnden) heh Mach laß mich nicht cket, geben deine denselben Zuflucht finden, nimin üuselbf vor michg Wunden Krafft: mich in die Wunden ein,daß ich nun nich dein Angk⸗ Wenn mein Hertz ge sicher seyn. henFn sch Trangi hinein sich sen 2. Laß mich doch, als eine Taubi, F Htzefüͤhle, achl cket, krieg ich neu⸗fliehen in diß Felsen⸗Loch. Ob h U Hest nichtanmit en Lebens⸗Safft.gleich so starck nicht glaube, wie oh 3 Mach 0 ache michdu Deines Trostes nn Suͤßigkeit wend in mir das bittre Leid, der du mir solte weiß ich doch, daß du mich wun PNudes Smn in den Ritzen deiner Wunden lassn Aß dein erlttene sitzen. Meine Burg, mein Felß uni Veunund Ehrese Ruh, bist und bleibst du immerzu., Heyl derErde das Heyl erwor⸗ 3. JEsu, du wirst mich nicht Ier ISchaden wed ben, da du bist fuͤrssen, der ich schwach im Glauben bin Kihez ein z mich gestorben. Esu, der du bester massen Leih unyũ Mode durch 0 Seele, Hertz und: Sinn, kanst bey gih schirmen und bewahren, in so mam Har cherley Gefahren. JESu, mimen va laß mich in und bih sehher Nu nhelnde riiggen fort und A Ge. 5. Auf dich setz ichmein Vertrau⸗ en, du bist meine mi ch zu dir ein, ussenschr ada Miun VW sch gis Zuversicht: Deinsdir seyn. ö Tod hat den Tod 4. Wenn der Habicht mir nachl zerhauen, daß erstrebet, wenn die Seele Ech ei ö RCheit.„ Td ichmich u nacht/ licht. Bit Kaangsisir heze H. ets erbungetwich mühhtt Schuhushz En laß deinehun muur geefmir gehegl ehungsstehungeiht Leben. Leben. Ideines 6. H l unden, sin meineyhe l und du Biulhh d, laßGütiohehe alle hfind sch s Rroft inSchmer See /sim le — deimen Wer sich l sinde Jdeine Wih stoͤlichlder hat ach Aberwush hochsten Noth(he meine Eundos Zuflucht fude, Hen hunden enm doßthn. M och, U1 I . nicht glaube, hdaß dug schnach Uhefter 006 Mb:Einl, ewahtel WHenahn, bihng. Ja eh, fmichin x icht l, + ¹ le 00 10 + 90 ber N und 6 10 110 V: Wenn mein Hertz in Aeng⸗ bebet, und nicht weiß wohin es : Ey, so will ich nicht verziehen/ sodern eilends zu dir fliehen, wie Taͤublein das verirrt, zagt und ziteert aͤchtzt und girrt. Deine Seite steht mir offen, daß idmich verbergen kan,/hab ich mich au Furcht verschloffen, weisest du un selber an, wie ich mich zu dir soll huden, und mit meinen Glaubens⸗ Hniden mich erhalten in der Gruft/ Tytz dem Fuͤrsten in der Lufft. (Odu Freystadt meiner Seelen! Otu Burg der Sicherheit l da will ichmich wohl verhoͤlen, wenn ich soll zbõsengeit hin und her getrieben neden, denn, HErr JEsu, hier auf Enen find ich keine wahre Ruh, dosum eyl ich auf dich zu. 109.) In voriger Melodey. chen, liebster JEsu, meine Zier, von den Dornen die dich stechen JEsu, mache dich zu mir, kroͤne mich mit Huld und Gnade, daß kein Suͤnden⸗ Dorn mir schade. Ach laß deine ꝛc. 6. Heile des Gewissens Striemen, nimm von mir der Schmertzen Last, durch die Geisseln, durch die Rie⸗ men/welche du gefuͤhlet hast, daß ich boͤser Knecht der Suͤnde Satang Streiche nicht empfinde. Ach laß deine ꝛc. 7. Ach laß deine tieffe Wunden frische Lebens⸗Brunnen seyn, wann mir alle Krafft verschwunden, wann ich schmacht in Seelen⸗Pein, senck in Abgrund deiner Gnaden glle Schuld die mich beladen. Ach laß deine ꝛc. 8. Ach zerbrich die Eyfer⸗Ruthe, ach erzeige Gnad und Huld, tilge su/ der du wollen buͤssen vor die Wunden aller Welt, durch dem thehres Blutvergiessen, der du dich huidargestellt als ein opffer vor die Eirider, die verdammten Adams⸗ guder, ach! laß deine Todes⸗Pein Hait an mir verlohren seyn. Rette mich durch deine Plagen, lein mich meine Suͤnde plagt, laß ahllaß mich nicht verzagen, weil Voselbst vor mich gezagt, hilff, daß ushe dein Angst⸗Schweiß kuͤhle, Lein ich Trangfals⸗(Seelen⸗) He fuͤhle, ach laß deine Todes⸗ Ven nicht an mir verlohren seyn. Mache mich durch deine Bande ues Satans Banden frey, hilf halidein erlittne Schande meine En und Ehre sey, Trost der See⸗ ses Heyl der Erden, laß mich nicht ee Pemee Ach laß deine Hes⸗Pein ꝛc doch mit deinem Blute meine schwe⸗ re Suͤnden⸗Schuld! Laß mich in der Angst der Suͤnden Ruh in deiner Seite finden. Ach laß deine ꝛe. 9. Hilff, daß mir dein Duͤrsten nu⸗ tze, das am Creutze dich geplagt/ wenn ich lechze, wenn ich schwitze, wenn mich meine Suͤnde jagt, laß mich deinen Durst geniessen, laß mir Lebens⸗Stroͤme fliessen: Ach laß deine ꝛc. 10. IEsu, komm mich zu befreyen, durch dein lautes Angst⸗Geschrey, wenn viel tausend Suͤnden⸗schrey⸗ en, stehe doch mir Armen bey; wenn mir Wort und Sprach entfallen, laß mich sanfft von hinnen wallen, laß mir deine Todes⸗Pein, Leben, Heyl und Himmel seyn. (110.) IEsu, du GOt tes⸗Laͤmmelein, wie tieff sind unsre Wunden! laß „Mede durch dein Stilleschwei⸗ gih liebster JEsu, mir das Wort, uum mich Sunden uͤberzeugen, und gallagen fort und fort, wann mein UhcGewissen schreyet, und mir mit Mpdamniß drauet. Ach laß deine ꝛc. durch dein Wort trieffen darein dein Blut in dieser Stunden. 3.¶ Daß wir dein Leiden recht ver⸗ stehn, im Glaub'n uns deß anneh⸗ men/ im Creutz und Leiden dir nach⸗ gehn/ deinr Marter uns nicht schaͤ⸗ Laß mich Freuden⸗Rosen bye⸗ men. D 4 3. Drauff —————.—..—.—— V Vom veiden und Sterben JEsu Christi. ö III Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. III 3. Drauf schicken wir unsre Hertzen zu, deinem Leiden zuzuhoͤren, dein Heilger Geist versiegeln thu, was wir ietzt werden hoͤren. (III.) L. A. G. Mel. JEsu, meines Lebens Leben. Esudu mein Trost und Leben, du gedultigsGOttes⸗Lamm, der du dich fuͤr mich gegeben an den bit⸗ tern Creutzes⸗Stamm, lindre mir an meinem Hertzen die entbrandten Seelen⸗Schmertzen, machet doch dein heilig Blut alle Suͤnden⸗Ma⸗ ckel gut. . Ach mein GOtt, mein Heyl und Staͤrcke, schaffe meiner Seelen Rath, denn die todten Suͤnden⸗ Wercke, und die Blut⸗Schuld boͤser That, haben sie genug beflecket, und gerechten Zorn erwecket; Aber doch dein reines Blut macht mich wie⸗ der rein und gut. 3. Mahlet des Gesetzes Spiegel mir schon Tod und Hoͤlle fuͤr, wei⸗ chet doch eh Berg und Huͤgel, als, HErr deine Guad von mir/deñ was du einmahl versprochẽ, bleibet ewig ungebrochen, uñ der bund in deinem Blut ist mir gantz gewiß und gut. 4. Zwar es zeigt mir mein Gewis⸗ sen Schulden von zehn tausend Pfund, doch die Handschrifft ist zer⸗ rissen, welche mir entgegen stund, denn du hast mit deinen Wunden mich von aller Last entbunden, und dein Gnaden⸗reiches Blut machet meine Seele gut Alle Suͤnde ist gedaͤmpffet/keine keine hat die Krafft, ob sie noch so hefftig kaͤmpffet, daß sie mich zur Hoͤllen rafft. GOtt, du hast sie so be⸗ sieget, daß sie gantz darnieder lieget, und nunmehro durch dein Blut Heyl und Seegen bey uns ruht. 6. Konte doch das Blut der Boͤcke, und die Asche von der Kuh vormals seyn der Fehler Decke, gab die Rei⸗ nigkeit darzu! Vielmehr wird mir JEsus Leiden reine Unschuld zube⸗ —— 7. Drum ists auch kein schlechng Buͤssen, JESUS traͤget meins Schuld, und sein heilig Blutyen giessen schenckt mir reiche Gnad ung Huld, GOtt ist an dem Creutz gi storben, und hat mir sein Heyl ei worben, denn sein theuerbahne Blut giebet mir das beste Gut. 8. Nun, du Heyland meiner Seu len, blicke mich in Gnaden an, wen ich mich verstaͤrcken kan. Still di Blut⸗Fluß meiner Suͤnden, Ii mich wieder Gnade finden, und dein Purpurfarbnes Blut mache mich ga⸗ recht und gut. 9. Gieb mir auch den wahren Glauben, daß ich auf dein Blut unn Tod moͤge fest gegruͤndet bauen, da du mich aus aller Noth in dasi Himmelreich begleitest, und ol Crone zubereitest, welche durch dein heilig Blut dann auff meinenn Haupte ruht. 10. Laß/ O Vater aller Ehren! desi nen Nahmen heilig seyn, und desm mir deinen Willen ein 3 Gieb mi Brod, vergieb die Suͤnde, wie ich aber aus der Noth. (II2.) M. P. S. Passions-Historia, JęEsu, Leiden, Pein und Tod. IE Isn tieffe Wunden, haben Men⸗ schen die nur Koth/ heilsamlich vein bunden: Menschen schafft die Suͤm den ab, wir sind Christen worden, sollen kommen aus dem Grab, slh der Engel Orden. 3. JIESu S in den Garten giengy traurig an Geberden, mit Gebet dail Werck anfieng, knyet auf die Ei den, seine Seel biß an den Tod haffe tig war betruͤbet: Schau/ in was fiͤr rosse Noth er sich fuͤr dich giebett 15 Wacher, betet, JEsus sprichtn daß ihr nicht verzaget, der Geist sich reiten, denn sein Opffer und sein gar hoch verpflicht, das Fleisch sich. Blut ist von selbsten rein und gut. nicht waget, mit Gebeth fah mich Süůnd und Teuffel gvaͤlen, da Iuth verjagen Reich sich bey mir mehren, schrell meinen Feind entbinde, und versußh mich nicht, mein GOtt, hilff miun Oam hat fest unt Mel. Christus der uns seelig macht⸗ . Vom ei G.I ne sihgeln ö bermessen Mann 7 Oisgen + em der 4. Vfu⸗ ö AWand auftcg Aam hetdor Wenn komant m Whgelulchtce Mantteitode 7JEseih li betrübte Ichwatte Sun Uscht poscht, El ymad ich, du Asendmahl dercch 6 Mit eit m K Wald ein BOtt Hbelthater: Wenn Aialsche Welt also sol int Gutem ver Wsestdu siegen. ½. Alle Junger lauff Whumfiicken, Pe Hor war keck, wehhet Woft halt ausgedu Hht gelitten, der m Hoch nicht ab fx m 8. Jesun lohne eh vorhanden, da Weun uns wi her Suͤnde binden MaaschemFreund! Aden. 9./ Halsche Zenan Whott, Speichel au Aabet der vinl ftüm Alen gerchte; u Wlkalt, wilt zu to Verfolgungg Ulfich doßfhrmen 0 Petrus,dernic IsendosTyrnt Ran aenst llet JEsu, Hie Whpihnctnen n— ssfn. Babew,. R + en Bl f andem Eig Vhat mir semn yj et miir das beste hu, ehland menag mich in Gnadenghr dund Teufstlgunt arcken kan. Gil meiner Sunda ade finder ush ynes Blut machenj ut. mür auch den ß ich auf dein Vlh gegruͤndet balgt aller Noth n begleitest, reltest, welche du ut dann auff R ater aller Eyng den heilig sepn, W bey mit mehren /sz die Bulbe/gs nenthindenod t/ mein GOtt/Iis us det uns serlh en/ Pein Indeg Nden, habel W Kothbeilaalch Leuschen schoftäeez sind Chrisen men alls dent UAdl ⸗den. Winden Halh E dehhmit zeng/ kuhet auß 10 Ceit bif an den wübet:Schaub Hersch sür dhsl II„ 10 betet, Nil e aget/ de UA 1/da6 wfich Gheth sh! „ nt Hobilh 6 13 Vom eiden und Ste rben JEsü Christi. 114 uwenn es soll gelingen, sey nicht innermessen Mann in so schweren Daͤgen. JEsu, dem der Engel Chor un⸗ erdand aufwarten, den zu staͤrcken sol hervor ein Engel im Garten: Vnin koͤmmt meine letzte Zeit, dein Emel mich staͤrcke, damit ich im letz⸗ erStreit Todes⸗angst nicht meꝛcke. 335Esu, dein Blutrother Schweiß, Hes betruͤbtes Zagen macht die schyartze Suͤnde weiß, kan Weh⸗ nt h verjagen: Menschen, zaget sulit so sehr, Christus hat erdultet, w ich, du, und andre mehr, tau⸗ sem mahl verschuldet. Mit ein'm Kuß Judas der Feind vud ein GOtts⸗Verraͤther, der boch Uennet einen Freund diesen Ubllthaͤter: Wenn dich auch die salehe Welt also soll betruͤgen, Boͤ⸗ e mit Gutem vergelt, alsdenn wwilẽ du siegen. Ulle Juͤnger lauffen weg, lassen Num sticken, Petrus selbst, der Inlxar keck, weiset ihm den Ruͤckẽ: Hlt haͤlt aus gedultiglich, der auch hugelitten, der mir hilfft, und laͤßt g nicht ab fuͤr mich zu bitten. VEsu lohne Missethat im Gar⸗ asorhanden, da man dich gebun⸗ Hss hat fest mit harten Banden. WEn uns will der boͤse Feind mit duSünde binden, so laß uns, O ischen⸗Freund! dadurch Losung Men. Falsche Zeugniß, Hohn und Ohett, Speichel auch der Knechte eilet der viel fromme GO, der AUin gerechte: Und du suͤndige Salt, wilt zu tod dich haͤrmen, Veser Verfolgung mit Gewalt, will Asdich loß stuͤsmen. Petrus, der nicht denckt zuruͤck, sten GOT verneinet, der doch afein'n ernsten Blick bitterlichen Wiset: JIEsu, blicke mich auch an, Han ich nicht will buͤsseu, wenn ich II. Judas haͤnget, und darauf den Landpfleger reitzend, schreyt des Volckes gantzer Hauff, weg nur weg ans Creutze: Nicht nur Judas, son⸗ dern ich und die Missethaten haben unbarmhertziglich meinen GODT verrathen. 12. Esus Blut den Juüͤden ist Tod und lauter Hoͤlle: Pruͤfe sich ein ie⸗ der Christ, daß er sich recht stelle, wenn er will das theure Blut wuͤr⸗ diglich geniessen sollen aus betruͤb⸗ ten Muth zuvor Thraͤnen fliessen. 13. JIEsus sein Creutz selber traͤgt, dran man ihn will hefften, Simon, dems auch auferlegt, traͤgt mit al⸗ len Kraͤfften, doch gezwungen solchs er faßt: Gieb, HERR/ Krafft und Gaben, so will ich ein Theil der Last ungezwungen tragen. 14. JEsus angenagelt ist an das Creutz gar feste, beydes durch Ge⸗ walt und List seiner Freund und Gaͤ⸗ ste: Menschen, die ihr boͤse seyd, koͤnnt euch ihm verbinden, wenn ihr von Unrecht beyzeit wollt zurecht euch finden. 15. JEsu, deine beyde Haͤnd und auch deine Fuͤsse, alle viere vor vier End aller Welt ietzt buͤssen! Hier ist gar kein Unterscheid unter Juͤd und Tuͤrcken, Gnade allen ist bereit, wo dein Geist darff wuͤrcken. 16. JEsu unter deinem Creutz ste⸗ he ich und weine, weil ich seh, daß allerseits vom Haupt auf die Beine fleußt dein Blut der edle Safft, als der Leib zerburstet: Das giebt mir vollkommne Krafft, wornach mich sehr duͤrstet. 17. JEsus HErr von Nazareth, ein Koͤnig der Jůden, fuͤr das Volck in dem Geberh schmertzlich ist ver⸗ schieden: Wenn der boͤse Jude kan keinen Heyland leiden, so will ich den Unterthan seyn mit allen Freu⸗ en. 18. Die Kriegs⸗Knechte theilen Ren hab gethan, ruͤhre mein Ge⸗ sen. sich in des HErren Kleider, spielen drum gar liederlich: Also geht es D7 lei⸗ ———ð— ðꝗ́ꝝ7———: WS 115 Vom deiden und Sterben JEsu Christi. 15 10. d leiderlwer zu Christo sich bekent, den 26. Vater, IEsus allermeistref, Ilen Etit u will der Feind fressen, darum raubet an seinem Ende, ich befehle mesnn shck.— er und brennt uͤber alle Massen. Geist dir in deine Haͤnde. Men. Wudedubet 19. JIEsus haͤnget an dem Holtz. Seele meinen GOit will ich ss ll ahn Ebe Mt und bitt für die Thaͤter,die ihn has befehlen: Olda wird sie keineguh„IRothpiz sen steiff und stoltz, mehr als sein nimmermehr nicht qvͤͤlen! ndi Verrather: Deine Sunden toͤdten 27 Als geschehen war die Mt, nulhen Hend ihn, O Mensch! das bereue, sein IEsus sein Haupt neiget, hanand Nuvadiennrie Vorbitt ist dein Gewinn, dich hin⸗sam Holtz so verschied, seine gue„) 2.8 wieder freue. sbeuget: Hoͤren will er deine Win, En gescnhn ede 20, Er nahm alles wohl in acht, in skuͤssen sein'n Erloͤsten, seinem Vnn Mehsch der letzten Stunde, seine Mutter loben dort, die sich seiner trosten. rEt u noch hedacht, setzt ihr ein Vormun⸗H28. Finsterniß die gantze Weltu Iihmente de: OMensch mache Richtigkeit,scket, das Erdbeben auch die hanm schfürnihn GOd und Menschen liebe, stirbsFelsen spellt: Todte sich erhehen. Gelen auth ue darauf ohn alles Leid, und dich nicht Kan mein todter JEsus nun solt daben, un betrube. thun itzunder; wie viel mehr wird e shen, En 21. JEsus dem das Paradieß offen⸗deñ thun herrschend grosse Wundan d,ehs hertzig schencket, mit einm Schwuhrs eg. JEsus ist ein frommer Mam O0 ihm das verhieß, der nur sprach: GOttes Sohn gewesen, wie wirdnistt⸗ Gedencke. Denck, O Mensch, undsvon dem Hauptmann, auch viel un Eue bitte GOtt, daß er dein gedencke, in dern lesen, die sich schlugen an den In, so vielfaͤltiger Noth Linderung dir Brust, liessen ab von Suͤnden. Vin schencke. zur Besserung hat Lust, mag ah ifsls Sünden 22. Ungluͤck dem das Leben bracht Zeit sich finden. tgufendwaht der schon war verlohren, und hierans 30. Ein Schand⸗Bube und S. Du haflafen wohl nie gedacht, wird von GOT dat JEsum in die Seite mit einn Kip dscherbärmlich erkohren: Deine Ruthen, lieber Spieß gestochen hat, da sahen Ral heilenmeine Ple Christ, dir nicht wenig dienen, denn Leute, wie das Blut und Wass nmich in Rah. das Creutz ein Mittel ist offt zu dem rann runter auf die Erden, wodurhe een Seegen Versuͤhnen. ö beydes Weih und Mann sollen si luch belegen: 23. Mein GOtt! mein GOtt! JE/ lig werden.„ihlepdier, sus rieff, wie bin ich verlassen fuͤhles 31.JEsu, du liegst in der Erd.,, Manhardich in der Angst so tieff Leiden ohnesein Wurm begraben, laß mich, weun aah m 7 Massen. Ruff auch du, wenn Noth sich sterben werd, Ruh im Grabe hu In, garmit Ounm ist da. GOtt an deinen HErren, ersben, so werd ich dann, O HERr i t dich*7 will dennoch dir seyn nah, ob erChrist, durch Krafft deiner Wuln Unochtef wich e gleich scheint ferren. den, dermahleins, wenn es Zeit in öhen⸗Ein mie 24. JEsu gab man bittre Gall, un ⸗ sicher wieder funden. endsrhl ser di serm Lebens⸗Fuͤrsten,/ der da ist mein 32. JEsu, seelig werd ich seyn, I D hat wollen s einig all, muß fuͤr Armuth duͤrsten: bins schon durchs Hoffen, weil erongmeim IEsu, wenn ich leide Noth, will ich von der Suͤnden⸗Pein so mich Ksen dich anf niit dir leiden, daß ich moͤg bey dir/bet roffen, durch dein Blut erlosch Viischtrseyn dß O GoOtt! bleiben ungescheiden. bin; Theure, theure Schaͤze di Ahnranger, Hag 25. JEsus alles hat Ongeurherth mncher mit Hertz und Sinn ewil Tusent nur von Propheten lange vorher istsmich ergoͤtze.. gesagt, nichts mehr ist vonnoͤthen. 33. JEsu/ deine Paßion ist. An üthchn Wesne nicht, nur Christi Werck ha⸗ter Freude, Leines Herdenn Woh Fhssetnn bens alls erworben. Wenn dersund Hohn, meines Hertzens 10 WWgushm Trostmsch uicht gestärckt waͤr ich de, inene Seel auf Rosen ge HAkrttttr laͤugst verdorben. wenn ich dran gedencke/ 4980 d„ —— Ouchtist. 161 Nildaled Tude, ichbeihle I deine Hald, ben Hoit pilt * munitd eii Tlicht pglen 6 geschehen worghh i Haupt neiget, e 0 Lerschied, seh, hren mill er Hate Erlosten Dle sich seinertntt erniß die gantt R Erdbeben auchdst It: Codtessch ch terJEusns wie vielmchrg aurschend gusfedr Ift ein frommrerh Wresen,win „auchel chschlugnnl Nab von Suͤndeh hat Luss un Schand⸗Buhe u in die Seite mit K nhet, N thgl des Blut und x auf die Etdehl Hund Mann siht ulieg in derei egraben laß erd, Rh in Elh Dichdaun,. 40 Krafft deittel lenns Wwennezal. Uöen.. seelig werdichfhl; uchs Hofth, We ben⸗Heil,so Sdein Bl 0 is I Hefioniste u VPunden, 0 Hrines Hehis 0 f 0 0 00 HUHU n gdalll/ 0 Hlrethssicher seyn, daß ich koͤnte Trost⸗ 117 Vom deiden und Sterben JEsu Christi. 118 Vnnel eine Staͤt mir deswegen shetke. Esn der du warest tod/lebest unschn Ende: in der letzten To⸗ Eis Roth nirgend hin mich wende, ass dir /der mich versuͤhnt, Omein Faler HErre! gieb mir nur was Eh tedient, mehr ich nicht begehre. II3.) F. C. H. an gesungen werden, wie: Alle Menschen muͤssen sterben. (iru meines Lebens Leben, JE⸗ meines Todes Tod, der du dschür mich gegeben, in die tieffste (beten⸗Noth, in das aͤusserste Ver⸗ derbm, nur daß ich nicht moͤchte sieilnn. Tausend⸗tausendmahl sey drebster JEsu, Danck dafuͤr. „ Hu, ach! du hast ausgestanden Lls⸗Neden, Spott und Hohn, Chheihel, Schlaͤge, Stꝛick und Ban⸗ Huidu gerechter GOttes⸗Sohn, naiüch Armen zu erretten von des Zelfels Suͤnden⸗Ketten: Tau⸗ sdeausendmahl sey dir, ꝛe. loßgezehlet, hast du wollen seyn ge⸗ qvaͤlet; Tausend⸗tausendmahl sey dir, liebster JEsu danck dafuͤr. 7. Deine Demuth hat gebuͤsset meinen Stoltz und Ubermuth, dein Tod meinen Tod versuͤsset, es koͤm̃t alles mir zu gut, dein Verspotten. dein Verspeyen, muß zu Ehren mir gedeyen: Tausend⸗tausendmahl sey dir, liebster JEsu Danck dafůr. 3. Nun ich dancke dir von Hertzen, JEsu, fuͤr gesammte Noth, fur die Marter, fuͤr die Schmertzen, fuͤr den herben bittern Tod, fuͤr dein Zittern, fuͤr dein Zagen, fuͤr dein tausendfaches Plagen, fuͤr dein Ach und schwere Pein, will ich ewig danckbar seyn. III.) D. A. T. Eine Liebe haͤngt am Creutz, ich will ihn daselbst umfassen, und nicht lassen, daß er durch sein theures Blut, mache mich gerecht und gut. 2. Meine Liebe haͤngt am Creutz, . Du hast lassen Wunden schia⸗ ynich erbaͤrmlich richten zu, um llen meine Plagen, und zu se⸗ geunich in Ruh. Ach du hast zu niohum Seegen lassen dich mit Jle belegen: Tausend⸗tausend⸗ Nohssey dir ꝛc. g. Man hat dich sehr hart verhoͤ⸗ neyend mit grossem Schimpff be⸗ Ugigar mit Dornen angecronet, Aiihat dich dazu bewegt? Daß duschtest mich ergoͤtzen, mir die Chen⸗Cron aufsetzen: Tausend⸗ Husend⸗mahl sey dir, liebster ꝛc. u hast wollen seyn geschlagen, Uffreyung meiner Pein, faͤlsch⸗ Uchlussen dich anklagen, daß ich Miherangen, hast du sonder Trost Rurr Tausend⸗tausendmahl dr, ꝛc. Iunehnte dich in Noth gestecket, helitten mit Gedult, gar den in Tod geschmecket, um zu buͤs⸗ Iheine Schuld, daß ich wuͤrde was haͤng ich denn an den Bruͤsten schnoͤder Luͤsten Waͤre doch die Welt nur mir/ und ich auch geereu⸗ tzigt ihr!— 3. Meine Liebe haͤngt am Creutz, ich will seiner stets gedencken, wenn mich kraͤncken Suͤnde,Tod, Teufel, u. Hoͤll, er macht seelig meine Seel. Zusatz. M. Joh. Heinr. Rumpel. 4. Meine Liebe haͤngt am Creutz, auf ihn will ich froͤlich sterben, und ererben was mir GOtt hat zubereit in der ewgen Seeligkeit. (115.) J. K. Mel. Nun last uns den Leib ꝛe. Nun giebt mein JESus gute Nacht/nun ist sein Leiden vol⸗ lenbracht/ nun hat er seiner Seelen Pfand geliefert in des Valers hand. 2⸗Kommt, ihr Geschoͤpffe, kommt herbey, und machet bald ein Hlag⸗ Geschrey,das grausam sey zur selben dendh. GoOtt am Creutz verschie⸗ en ist. 3. Des Tempels Vorhang 298, ich⸗ V. 119 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 12⁰0 sich, das Erdreich bebet furcht sam⸗ lich, die Berge springen Himmel⸗an, daß man den Abgrund sehen kan. 4. Die Wolcken schreyen Weh und Ach! die Felsen geben einen Krach, den Todten oͤffnet sich die Thuͤr, und sie gehn aus dem Grab herfuͤr. 5. So muß der HErr derHerrlich⸗ keit belaͤutet werden dieser Zeit, als man denselben in der Still hinab zur Ruhstatt bringen will. 6. Die Weiber stehen zwar von fern/und wolten sehn den Ausgang gern, doch wissen sie nicht, wie man wohl den Leib zu Grabe tragen soll. 7. Zuletzt begiebt sich in Gefahr Josephus der ein Raths⸗Herr war, der Christum liebt, und wolte nicht, daß man ihn braͤchte fuͤr Gericht. 8. Getrost ist ihm sein Hertz und Sinn, drum geht er zu Pilato hin, begehrt den Leichnam JIEsu Christ, der ihm auch nicht verwegert ist. 9. Bald koͤmmt der Nicodemus auch, zu salben ihn, nach altem Brauch: Er bringt die beste Spe⸗ cerey, samt saubern Tuͤchern man⸗ cherley. 10. Da JIEsus nun ist balsamirt, und fein auf Todten⸗Art geziert, da sencket man ihn sanfft hinab, und legt ihn in des Josephs Grab. II. Nun GOttes Sohn, der uns erweckt, wird selbst mit einem Stein bedeckt; O! Mensch, merck auch zu ieder Frist, daß dir dein Grab bereitet ist. 12. Was trotzet doch der arme Staub? Der Wuͤrger macht ihn bald zum Raub. Ach!prange nicht du truͤber Koth, denn heute Koͤnig, morgen todt. 13. Es wird vielleicht nicht balsa⸗ mirt dein Leichnam, noch so schoͤn geziert, es ist genung, wenn man ihn traͤgt, und ehrlich in die Gru⸗ be legt. 14. Doch freue dich, O frommes kan, die selbst begrub der Schmer⸗ tzen⸗Mann. 15. Nun er that deine Boßheit ab, und nahm sie gaͤntzlich mit ins Grab, und als er ward vom Tod be⸗ keir. da bracht er mit Gerechtig⸗ eit. 16. Sterb ich nun gleich, was ist es mehr: Steh ich doch auf mit Pracht und Ehr, im Grabe bleibt der Suͤn⸗ den⸗Schlamm, den ich aus dieser Welt mit nahm. 17. Mein Heyland hat in jener Nacht den Sabbath mir zuwege oracht, der hilfft mir bald zur suͤs⸗ sen Ruh, indem ich thu mein Au⸗ gen zu. 18. Hier leb ich aller Unruh voll, und wenn mans dennoch loben soll, so heist es gleichwohl: daß hiebey nur Muͤh und Angst gewesen seh. 19. So bald ich aber aus der Lufft gebracht hin in die dunckle Klufft, so wohn ich sicher, still, behend, und all mein Ungluͤck hat ein End. 20. Heißt das nicht wohl ein gros⸗ ser Ruhm? Mein Grab wird mir zum Heiligthum: denn Ehristus, der im Grab erwacht, hat heilig auch mein Grab gemacht. s.) Du Liebe meiner Liebe, du Damaulchte Seeligket, die du dich aus hoͤchstem Triebe in das Jammer⸗volle Leid deines Lei⸗ dens, mir zu gute, als ein Schlacht⸗ Schaaf eingestellt, und bezahlt mit deinem Blute alle Missethat der Welt. 2. Liebe, die mit Schweiß und Thraͤnen an dem Oelberg sich be⸗ truͤbt, Liebe die mit Blut und Seh⸗ nen unaufhoͤrlich fest geliebt: Lie⸗ be, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eiffer traͤgt, den, so nie⸗ mand konte stillen, hat dein Ster⸗ ben hingelegt. 3. Liebe, die mit starcken Hertzen Hertz, daß dich der Suͤnden bittrer alle Schmach und Hohn gehoͤrt: Scmertz hinfuͤhro nicht betrruͤben Liebe, die mit Angst und Schmer⸗ tzen/ R. n 95 ‚ tud Tafft Uuld Wäc liebend aud Seele tuel 4. Liebe/ di sch zuletzt um Wausiebs-& Dr Hu lssen, die sel hit, daß mid sssen weil m Nt. Liebe, di ggen wich⸗ l Unklich sichves Auvertraut: Echmerten, ner⸗Pein/nd Hertzen,sanft 6. Liebe, die Iud ein immer CreutzesHols danck ich an d unck ch dein gundte Liebe Igzten Gtun Eeite ruh. . Liebe, d Ind fuͤr mein Ulltes Grab uuck ich dein Danck/ daß' thig leben ke Hehl erworbe lebendan! ( Nel. OTrat DOSottes gam Hic u/ daß dur Hidet so iel . Ach Trai Adimeine Res Hertzens Mogeliebet. 3.Achlwesse Andlwas r ö In Banden. Christ. 2 that dein — 5 u sse gäntlich— Lerwardvom Todht icht er mit Gerechis nun gleich naß iig Hdoch auf mit Pracht Srale bleibt der Sh . ich aus diesz epland hat in jenn bath mir Sulhegt lñt mir bald zur sh u ich thu mein Nl⸗ ich aller Unruh vul, dennoch loben sol, vohl: daß hiebt gsi gewesen seh. ich aber aus det Lust zedunckle Kluft, er/ still, beherh, ck hat ein End. t wohl ein gro⸗ Grab wird mit um: denn Chrislus, wacht /hat heilig auc macht. (16) de meiner Liebe/ du Setligket, die do stem Criebe in di le Leid deines Al⸗ teals ein Schlachb AUt, undbezahlt mit ale Missethat da mit Schweiß ud em Oelberg sich be mit Blut und Gah üchfeft geliebt; L Eem Wilen GOttt. den,/ so t dein Gil tragt/ len, hat nit farcken Hurhl und Hohn hun Angs und Schml üt i fassen, weil mich ihr Verdienst ver⸗ 121 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 122 tzen, nicht der strengste Tod versehrtz Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Krafft und Athem endt; Lie he/ die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wolt; Liebe, die ausLiebs⸗Erxbarmen mich zuletzt in hoͤchster Huld, ihren Vater uͤber⸗ lassen, die selbst starb und fuͤr mich hat, daß mich nicht der Zorn solt trat. 5. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich, als seine Braut, unauf⸗ hoͤrlich sich verbunden und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Gchmertzen, meines Lebens Jam⸗ mer⸗Pein, in dem Blut⸗verwundten Hertzen,sanfft in dir gestillet seyn. 6. Liebe, die fuͤr mich gestorben, und ein immerwaͤhrend Gut an dem Creutzes⸗Holtz erworben: Ach! wie denck ich an dein Blut? ach! wie danck ich deinen Wunden, du ver⸗ wundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden saufft in deiner 4. Er wendet sich so jaͤmmerlich mit dem Gesicht zur Erden, bittet, daß vom Vater ihm moͤchte Lin⸗ drung werden. 5. Doch haͤlt er still, und was GOtt will, das laͤst er ihm gefallen, nicht ein wiederspenstig Wort laͤst sein Mund erschallen. 6. Der Juͤden Schaar,/ so gantz und gar verblendet und bethoͤret, faͤllet den mit Waffen an, den GOtt sel⸗ ber ehret. 7. Ein schlechtes Geld wird fuͤr den Held aus Jacob Stamm genom⸗ men, des Verraͤthers Losungs⸗Kuß üͤbergiebt den Frommen. 8. Drauff muß er fort au einen Ort, wo Luͤgner sich erkuͤhnet, ihn fuͤr den zu klagen an, der den Tod verdienet. 9. Sein Angesicht, das Sonnen⸗ Licht, muß harte Streiche leiden. Mancher wirfft den Speichel drein, aus vergaͤllten Neiden. 10. Nur Spott und Hohn wird ihm zum Lohn fuͤr seine Himmels⸗ Lehre, keiner findet sich allhier, der Geite rub. 7. Liebe, die sich todt gekraͤncket, und fuͤr mein erkalt es Hertz in ein kaltes Grab gesencket: Ach! wie danck ich deinem Schmertz? Habe Danck, daß.du gestorben, daß ich ewig leben kan, und der Seelen Heyl erworben, nimm mich ewig llebend an! (I17.) H. B. Mel. O Traurigkeit, O Hertzeleid. O GOttes⸗Lamm! mein Braͤuti⸗ gam! ich dancke dir von Her⸗ tzen, daß du wegen meiner Schuld leidest so viel Schmertzen. 3. Ach Traurigkeit! Ach Hertze⸗ leid mein Heyl and ist betruͤbet, sei nes Hertzens Angst bezeugt, wie er uns geliebet. 3. Ach! wessen Mund wird machen lund! was er hat aus gestanden, wie gantz umringet war mit der Hoͤl⸗ len Banden. ihm danckbar waͤre. 1I. Diß ist der Schluß: Der Leͤ⸗ strer muß fuͤr Pontio sich sie llen. Darauff fuͤhren ihn dahin Schaͤlck und Diebs⸗Gesellen. 12. Wie offenbahr, wie Sonnen⸗ klar sind da der Juͤden Luͤgen: Den⸗ noch muß die Wahrheit nicht wieder Luͤgen siegen. 13. Der Richter thut nicht was er gut und billig hatbefunden, sondern laͤst die Unschuld selbst geisseln und verwunden. 14. O Tyranney! O Buͤberey! heist das was recht ist.handeln, oder die Gerechtigkeit in ein Spiel ver⸗ wandeln. 15. Zum Creutze zul was saͤumest du ꝛ schryen die boͤsen Buben, ba⸗ ten aber Barrabam aus des Ker⸗ ckers Gruben. 16. Der Dleb koͤmmt loß, der HErr steht bloß/das Urtheil ist gesprochen: JE⸗ 123 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. JESuS soll ans Creutzes⸗Holtz; Drauff der Stab gebrochen. 7. Ach! welchen Spott erdultet Gott an seinem lieben Sohne, der beschimpfft in Purpur steht, und der Dornen⸗Crone. 18. Der Poͤbel wacht, und schreyt mit Macht: Zum Creutze, fort zum Creutze! daß er nicht ein Theil des Volcks zur Erbarmung reitze. 19. Drum eilt der Hauff und legt ihm auf des Creutzes schwere Buͤr⸗ de, doch kam Simon mit daran, daß sie leichter wuͤrde. 30. O Golgatha l jetzt ist er da, der fuͤr die Welt will sterben, auf daß wir durch seinen Tod Heyl und Le⸗ ben erben.. 21. Was nehmt ihr fuͤr, ihr Tieger⸗ Thier? ist denn hier kein Erbarmen uͤber den zergvetschten Leib? Schont doch, schont des Armen! 22. Ach Felß! Ach Stein! was Hassen meinen HErren nagelt an, den du soltst umfassen? 23. Da haͤngt das Lamm am Creu⸗ tzes Stamm, ach schreyt ihr Steine schreyet, daß das blinde Juden⸗ Volck sey vermaledeyet. 24. Wie reimet sich, daß Moͤrder dich, mein Heyl, von beyden Seiten angeschlagen geben um, und dich wie begleiten. 25. Ach meh! ach weh! du zartes Reh, wirst ja zu sehr gejaget, uͤber/ neben, unter dir hast du, was dich plaget. 26, Was schreyest du, Omeine Ruhl es darff dich leichtlich duͤrsten/ aber nur ein Eßig⸗Schwanm traͤnckt den Lebens⸗Fuͤrsten, 27. Drum schreyest du, und eilst zur Ruh, ach! ja die Worte geben: Alles, alles sey vollbracht, darauff stirbt mein Leben. 28. O grosse Noth! Mein Licht ist tod, er starb fuͤr mich in Schmer⸗ te nicht, der gantze Welt⸗Bau trau⸗ ret, von des Tempels Vorhang auch wird mein HErr betauret. 30. Doch muß ein Speer noch ein⸗ mahl her, und ihm das Hertz auf⸗ schliessen, daß die Stroͤhme seines Bluts vollends aus ihm fliessen. 31.O theures BlutOrotheFluthl wie qvillst du aus den Wunden, die mit unerhoͤrter Angst JEsus hat empfunden. 32. Ach theurer Fluß! Ach Fluß! ich muß mit dir die Seele laben; Lab sal haben. 33. Fleuß auf sie zu, und schaffe Ruh, wenn sie die Suͤnde naget, wenn sie fuͤhlet Hoͤllen⸗Angst, und nach Troste fraget. 34. Ach! wer sich nur in diese Cur mit festem Glauben giebet, den last Sünde, Hoͤll und Tod ewig unbe⸗ truͤbet. solls denn seyn, das dein ergrimmtes 35. O GOttes Sohn, mein Gna⸗ den⸗Thron, du stirbst, auf daß ich lebe, und an dir, O Weinstock! sey eine gruͤne Rebe. 36. Ich Suͤnden⸗Knecht bin nun gerecht, mein Fluch wird mir zum Seegen, denn ich bin des Hoͤchsten Kind, meines JEsu wegen. 37. Ich dancke dir, OHimels⸗Zier, daß du fůͤr mich gelitten, daß du ster⸗ bend meinen Tod ritterlich bestrittẽ. 38.O Pelican! O reiner Schwan! laß solches mich bedencken, biß man endlich meinen Leib wird ins Grab versencken. 39. Denn leb ich wohl, gleich wie ich soll, und sterb in deinem Nah⸗ men. Komm du theures A und O, mich zu holen! Amen. (1I8.) J. R. Mel. Was GOtt thut das ist ꝛc. O Grosser GOTT ins Himmels Thron, hilff daß ich moͤg erken⸗ nen, wer doch gewesen die Person, und wie sie sey zu nennen, die hie fuͤr mich so ritterlich/ biß in ihr Grab ge⸗ tzen. Solte das nicht zwingen Blut uus dem frommen Hertzen? stritten, als sie den Tod erlitten. 124 Sonsten kan sie in der Welt keine 1 2 ah,dein Km AMleidet denn 960 TT/ deln sch es seyn/ d Hden wird ge Ibeben. 330 Vatet, t h dem du selb Amich stillen! Rbehaget wi Hoschver die X Heh, den Tod! 4 I er nich st, und wird! sser nicht ein. itd so leicht; Hbtt/ und le ynder Schuldt dulden? 50 frommes Oschoͤnster M. Manna, das ve Must geopffert; Ild Fuͤß, als! End uns labet durchgraben. 6. Dein wuͤr tes Sohn, dae Rel, bedecket dein Elend zu: &Mund, der? Mosenfarbne ols die Klippe 7.Ogrosse Eie Vundindeine Wlt nür armet Mach bereiten Rns hoheGuth suden, befrent L.Dein Aug. histder Menf Meklärer ware shflare Sonne Aumerlich, d schualenvonl Hserinnen: Afdiegeschlg Wl sieherrachln d Mühean 29. Der Sonnen Licht scheint heu⸗ 2. Ach ist es nicht dein—930 er Ebetauret. Fen Syder noch bihh ö ihn das Hett auf die Ströhme semnez Rus n flessen. Dutld kotheiluthl uden Wunden, di Augst Jests hit Fluß! Ach Flußl Au die Setle laben; sle In der Welt keine Isee, und schafe die Suͤnde naget, Hollen⸗Angst, und et. sich nur in diese Eut uben giebet, den lat und Todewig unbe⸗ Schn, mein Gna⸗ sticbst, auf daß ich O Weinstock! sch de. den⸗Knecht bin nun uch wird mir zunt ich bin des Hochsten Iisu wegen. edir,OHffhels,Zit Helittet,daß dustek od ritterlich hestritte O teiner Schwanl“ bedencke,biß maß Laib wird ins Gui hich wohl, gleichthie ferb in deinem Nal⸗ u theures A und d/ Amen. 80IN. Ott thut das ist r 5HT ins Himmal Isdas ich mögerkel Amsen nennen, die biß in ihrcrabge den Lod cht in llehts nicht de 15 124 125 Hertz, dein Kind und eingebohrner, Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. FFFFFFFFFFFFFF— 126 wie leidet denn so grossen Schuertz, 96 DT, dein Auserkohrner, wie kan es seyn, daß solche Pein dem Helden wird gegeben, der allen gibt das Leben. 3. Ja Vater, ist es nicht der Mann, von dem du selbst gesaget: Er ist es/ der mich stillen kan! mein Sohn der mix behaget, wie muß deñ er ietzund so schwer die Buͤrden auf sich neh⸗ men, den Tod dadurch zu zaͤhmen. 4. Ist er nicht selbst die Herrlich⸗ keit, und wird dennoch verspeyet/a ist er nicht ein Held im Streit?Und wird so leicht zerstreuet, ist er nicht Gott, und leidet Spott,ist er nicht H sonder Schulden, und muß den Tod erdulden? 5.O frommes unbeflecktes gamm! Oschoͤnster Mensch auf Erden! O Manna, das vom Himmel kam, du must geopffert werden, dein Haͤnd und Fuͤß, als sie so suͤß am letzten End uns laben, die werden gantz durchgraben. 6. Dein wuͤrdig Haupt, O GOt⸗ tes Sohn, das wir mit Zittern eh⸗ ren, bedecket eine Stachel⸗Eron, dein Elend zu vermehren, dein treu⸗ er Mund, der Wahrheit Grund, die Rosenfarbne Lippen sind bleicher als die Klippen. . Ogrosse Liebl itzt seh ich recht die Wund in deiner Seiten,dadurch du wilt mir armen Knecht ein ewigs Reich bereiten, diß Hertzen⸗Blut, das hohe Guth/desgleichen nicht zu finden, befreyet mich von Suͤnden. 8. Dein Augen voller Freundlich⸗ keit, der Menschen Lust und Woñe, die klaͤrer waren vor der Zeit, als die so klare Sonne, die aͤndern sich nun aͤmmerlich, die schoͤnsten Lichter schwellen von lauter Thraͤnenqvellẽ. Sie rinnen wie ein Wasser⸗fluß, auf die zerschlague Glieder, sie fallen wie ein regen⸗guß diezarten wangen nieder: Ach! nichts ist hie als Angst und Muͤh/es wird mit tausend Pla⸗ gen, der schoͤnste Leib geschlagen. 10. Du traͤgst die Straffen meiner Schuld und schweren Missethaten, la laͤssest dich aus lauter Huld am Pfahl des Ereutzes braten, das thaͤt die Lieb, HErr, die dich trieb, die Sünder aus dem Rachen der Hoͤl⸗ len frey zu machen. I. O Wunderwerck! der herrlich ist, nimmt auf sich unsre Schande, der keusch, gerecht, und sonder List gepriesen wird im Lande, traͤgt mit Gedult gantz fremde Schuld/ ja hat 300 eignes Leben fuͤr unsers hinge⸗ Oeben 12. Wie niedrig bist du worden ERR,/ um unsrer Hoffart willen, dein Geisseln, Marter und Be⸗ schwehr, muß unsreFrechheit stillen, nur unsre Lust, der Suͤnden Wust gebaͤhren deinem Hertzen, O Hey⸗ land, so viel Schmertzen. I3. Ich bin, HErr JEsu, gantz ver⸗ flucht, du aber bist der Seegen, noch hat der Seegen mich gesucht, auf gar verfluchten Wegen, ich hab al⸗ lein die hoͤchste Pein mit Suͤnden wohl verdienet, du hast mich ausge⸗ suͤhnet. 14. Ich war verkaufft zur Hoͤllen⸗ Gluth, um so viel hoͤser Thaten, da wust allein dein Goͤttlichs Blut in solcher Noth zu rathen, der theure Schatz behielt den Platz/der Satan muste weichen, Suͤnd/ Hoͤll und Tod desgleichen. 15. Nun hoͤret auf des Hoͤchsten Rach/es ist sein Zorn gestillet, durch so viel Schmertzen, Pein, und Schmach nun ist die Schrifft er⸗ fuͤllet. Des HErren Tod hat nun die Noth aufErden weggenommen/ der Fried ist wieder kommen. 16. HErr JIEsu nimm mich gnaͤdig an/ vertilg in mir die Suͤnde, die ich nicht gantz ertoͤdten kan, wie leider ich befinde: Eins bitt ich dich, HERR, laße mich dein theures Blutoergiessen biß in mein Grab geniessen (119.) 2 Vomm geiden und Sterben JEsu Christi (I9) Mel. OGOtt du fromer ꝛc. — Grosser Schmertzens⸗Mann, vom Vater sehr geschlagen, HErr JEsii dir sey Banck, fuͤr alle deine Plage/füͤr deine Seelen⸗angst fuͤr deine Band und Not h/fůr deine Geisselung/ für deinen bittern Dod: . Ach! das hat unsre Suͤnd und Missethat verschuldet was du an unser stattwas du fůꝛ uns erduldet, Ach! unsre Suͤnde bringt dich an das Creutz hinan, O unbeflecktes Lamm/ was hast du sonst gethan, 3. Doch deine Hertzens⸗Lieb erwei⸗ set unserm Hertzen, wie lieb wir dir gewest, dein Leiden, Tod und Schmertzen hat nun versoͤhnet Hott den Vater mit der Welt, uns seine Gnade bracht /ufrieden ihn gestellt. . Dein Kampffist unser Sieg, dein Tod ist unser Lehen, in deinen Ban⸗ den ist die Freyheit uns gegeben, dein Creutz ist unser Trost, die Wun⸗ den unser Heyl, dein Blut das voͤse⸗ Geld/ der armen Seelen Theil. Ohilff, daß wir uns allch zum Kampff und Leiden wagen/ und un⸗ ter unser Last des Creutzes nicht ver⸗ zagen, hilff tragen mit Gedult durch deine Dornen⸗Cron, wenns komen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn. 6. Dein Schreiß komm uns zu gut/ wenn wir in Schweisse liegen, durch deinen Todes⸗Kampff laß uns im Tode siegen, durch deine Ban⸗ den⸗HERRN, bind uns, wie divs ge⸗ fͤllt/hilff, daß wir ereutzigen, durch dein Ereutz, Fleisch und Welt. 7. Laß deine Wunden seyn ein Artzney unsrer Sünden, laß uns, guf deinen Tod den Drost im Tode gruͤnden, O JESn/ laß an uns, durch dein Creut„Tod und Pein, dein Leiden, Ereutz und Angst ja nicht verlohten seyn. (120.) P. G. Mel. Ach HErr mich armenn ꝛc. n, voll Blut und Wun⸗ hen, voll Schmertz und voller Hohn/ O Haupt zu Spott gebun⸗ den mit einer Dornen Cron! O Haupt soͤnst schon gezieret mit schon⸗ sler Ehr und Zier, ietzt aber hoch schimpffiret, gegruͤsset soyst du mit, 2. Du edles Angesichte, dafur sonst schlickt unnd schent das grosse Welt⸗ Gewichte, wie bist du so bespeyt ⸗ wie bist du so erbleichet wer hat dein augen⸗licht, dem solyst kein licht nicht gleichet/ so schandlich zugericht. 3. Die Farbe deiner Wangen, dez vothen Lippen Pracht ist hin, und gantz veygangen: des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Krafft. 4. Nun/ was du HErr/erdultet,ist alles meine Last: Ich hab es selbst herschuldet, was du getragen hast. Schau her hie steh ich Armer, dey Zorn verdienet hat/gieb mir/o mein Erbarmer,den Anblick desüer Gnad. Erkenne mich mein Huͤter, mein Hirte nim mich an: Von dir/ Ovell aller Guͤter, ist mir viel Guts ge⸗ than, dein Mund hat mich gelabet mit Milch und suͤsser Köst, dein Geist hat mich hegabet, mit man⸗ cher Himmels⸗Lust. ö 6. Ich will hie bey dir stehen, ver⸗ achte mich doch nicht von der will ich nicht gehen, wenn dir dein Her⸗ hebricht/ wenn dein Hertz wird er⸗ hlassen, irn letzten Todes⸗Stoß,als⸗ denn will ich dich fassen in meine Arm und Schooß 7 Es dient zu meinen Fyenden) und koͤmmt mir hertzlich wohl, wan ich in deinem Leiden, mein Heyl, dich finden soll: Ach! mocht ich⸗ Omein Leben, an deinem Ereutze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschaͤhe mir! ö des Schmertzen,daß duls so gut ge⸗ meint: Ach gieb/ daß ich mich halte zu dir und deiner Sreu/ und wañ sch nun erkalte/ in dix mein Ende sey. ö 9. Wenn ö 3 4..—. Wanni scheide nie Eod solll afr: War Ud Um das h aus de ng 10. Esche ITroft in ich sehn HicltzesNo lken, Ha sich fest g Heb so stirh Nel. O Mi Heth d des H6 Hels⸗Helt t reuden, me Khust, hat Aastan dighr Hebezwang Mpkfebins Eh dich gu slin den E s Hoth ini 2. O Tod Hast, wle o h Sllexsth Weib d Wachet dew Poheshöxte 0 Herten Hithst und Wol mir e Haiff mein ir und Hhbbillich 3. Mein H ett vong 3. Ich dancke dir von Hertzen⸗ I, n JEsii/Ii ebster Freund/ fuͤr deine Lo, Wlk siggth Aumg, Heitz heg d Iclh yeie Iheitelg csch l I Vorn deiden und Sterben JIEsin Christi. .. dler, iezt abe Igegrüset sohst du l Aungesie dari dnirn nich aus den Aengsten, krafft dei⸗ 10. Erscheine mir zum Schilde, um Trost in meinem Tod, und laß lich sehn dein Bilde in deiner Lreutzes⸗Noth, da will ich nach dir licken, da will ich Glaubens⸗voll ich fest an mein Hertz druͤcken: Ver so stirbt, der stirbt wohl. afft, und daher bist du cähes keite Kuuft(121.) P. 55 ö du HErr erdultet i. Rel. O Mensch bewein dein Suͤnd. Ichhab esseltt I Hertz des Koͤnigs aller Welt, du gelrngen haft des Herrschers in dem Him⸗ sech ich Amer, Au mels⸗Zelt, dich gruͤßt mein Heitz in that giet miro meil greuden, mein Hertze, wie dir wohl huuublickdeiuetöua, hewust, hat seine groͤst und hochste wmuchmein Hüter, meil eust an dir und deinem Leiden. Ach! nich an: Von dir, Qull ie bezwang uñ drang dich doch dein I mir viel Huts ge chle Lieb ins bittre Joch der Schmer⸗ Aund hat mich gelahtt gen dich zu geben! Da du dich neig⸗ Vund süsser Kost dein telt in den Tod/ zu retten aus des To⸗ nich hegabet, mt maß es noth mich uñ mein armes leben. ls Auf. 2. O Tod, du frembder Erden⸗ Ubie ninn. Hast, wie warst du so ein herbe Last, doch nicht, unuign dem allersüßten Hertzen dich hat , wenn irdeit P. en Weib der Welt gebracht/ und menn rn. hachst dem der die Welt gemacht, en Tedis Staßaltl ih unerhöͤrte Schmertzen. Du mei⸗ dich fassen in mel nes Hertzens Hertz und Sinn, du ichboß. h Richst und faͤllt Und stirbst dahin, ent zu meinen Frendel nollt mir ein Wort gewaͤhren: Er⸗ mibaklihn dl geiff mein Hertz und schleuß es ein Teden, mein Hail, ih dir und deiner Liebe Schrein, micht ih, wehr will ich nicht begehren. V an deinem Creuß, 10 aumm gebeneu. Mein Hertz ist kalt hart und be⸗ — lhoͤrt von allem, was zur Welt ge⸗ on Herten h. lirt, frag tinur nach eiteln Sachen, d sürdeneet dum, Hertzen⸗Hertze bitt ich dich, e wollest diß mein Hertz und mich e arm, weich und sauber machen Heeb, aßlahim aihlaß deine Flamm und starcke Gluth wafiih ö 5 mnen sch, hurch all mein Hertze Geist und II 5, Mal Habblichekewerhatdei Lhemsonstkemlihtnch ost udlich ugericht. ehe deiner Wangen, de den Pracht is hin, und des blassen odes ales hingenommen, l Muth mit allen Kraͤfften dringen: Laß deine Lieb und Freundlichkeit zur Gegenlieb und Danckharkeit mich armen Suͤnder bringen. 4. Erweitre dich, mach alles voll, sey meine Ros und riech mir wohl, bring Hertz und Hertz zusammen: Entʒůnde mich durch dich, und laß mein Hertz vhn End und alle Maß in deiner Liebe flamen: wer dieses hat, wie wohl ist dem, in dir beruhn, ist angenehm: Ach niemand kans gnug sagen: Wer dich recht liebt, ergiebt sich frey, in deiner Lieb und suͤssen Treu,/ auch wohl den Dod zu tragen. 5. Ich ruff aus aller Hertzensmacht dich Hertz, indem mein Hertz er⸗ wacht. Ach laß dich doch erruffen: Kom̃ beug und neige dich zu mir an meines Hertzens arme Thuͤr/ und zeuch mich auf die Stuffen der An⸗ dacht und der Freundlichkeit, gieb, daß mein Hertz in Lieb und Leid dein eigen sey und bleibe, daß dir es dien an allem Ort/und dir zu Ehren im⸗ merfort all seine Zeit vertreibe. 6. O Hertzens⸗Ros, O schunste Blum I ach wie so koͤstlich ist dein Ruhm, du bist nicht auszupreisen: Eroͤffne dich, laß deinen Safft und des Geruchs erhoͤhte Krafft mein Hertz und Seele speisen: Dein Hertz, HErr IEsu, ist verwund, ach tritt zu mir in meinen Bund, und gieb mir deinen Orden. Verwund auch mich/ O suͤsses Heyl, und triff mein Hertz mit deinem Pfeil, wie du ver⸗ wundet worden.. 7. Nim̃ mein Hertz/o mein hoͤch stes Gut, und leg es hin, wo dein Hertz ruht/ da ists wohl aufgehoben: Da gehts mit dir, gleich als zum Tantz, da lobt es deines Hauses Glantz/ und kans doch nicht gnug loben; hier setzt sichs, hie gefaͤllts ihm wohl, hie sreut sichs, daß es bleiben soll. Er⸗ fuͤll, HErr, meinen Willen, und heil mein Hertz dein Hertze liebt, so laß auch wie dein Hertz es giebt,/dein Hertz mein Hertze stillen. E(122.) — —— 2— — Vom veiden und Sterben JEsu Christi. 131 (122.) M. B. O Yei Christ! meins Lebens⸗ Licht, mein Hort, mein Trost, mein Zuversicht, auf Erden bin ich nur ein Gast, und druͤckt mich sehr der Sünden Last. 2. Ich hab fuͤr mir ein schwere Reiß zu dir/ ins himlisch Paradeiß, da ist mein rechtes Vaterland, daran du dein Blut hast gewandt. 3. Zur Reiß ist mir mein Hertz sehr matt, der Leib gar wenig Kraͤffte hat, gllein mein Seele schreyt in mir: HErr, hohl mich heim, nimm mich zu dir. 4 Drum staͤrck mich durch das Lei⸗ den dein in meiner letzten Todes⸗ Pein, dein Blut Schweiß mich tloͤst und ergvick, mach mich frey durch dein Band und Strick. 5. Dein Backen⸗Streich und Ru⸗ then frisch die Suͤnden⸗Striemen mir abwisch, dein Hohn und Spott dein Dornen⸗Cron, laß seyn mein Ehre,Freud und Wonn. 6. Dein Durst und Gallen⸗Tranck mich lab, wenn ich sonst keine Staͤr⸗ ckung hab, dein Angst⸗Geschrey komm mir zu gut, bewahr mich fur der Hoͤllen⸗Gluth. 7, Die heiligen funff Wunden dein, laß mir vechte Felß⸗Loͤcher eyn, darein ich flieh als eine Taub/ Wnb. der hoͤllisch Weyh nicht raub. 3. Wenn mein Mund nicht kan ve⸗ den frey, dein Geist in meinem Her⸗ tzen schrey, hilff, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen werden blind. 9Dein letztes Wort laß seyn mein Licht, wenn mir der Tod das Hertz zerbricht, behuͤte mich fuͤr Unge⸗ herd/ wenn ich mein Haupt nun nei⸗ gen werd. 10. Dein Creutz laß seyn mein Wander⸗Stab, mein Ruh und Rast dein heiligs Grab, die reinen Gra⸗ be⸗Tuͤcher dein laß meine Sterbe⸗ Hleider seyn. ö II. Laß mich durch deine Nag mahl erblicken bie Genaden⸗Wa durchdeine gufgespaltne Seit n arme Seele heimbegleit. 12. Auf deinen Abschied, HEu ich tyau, darauff mein letzte Heinh garth bau, thu mir die Himmelt Thuͤr weit auf, wann ich beschlih meins Lebens Lauff. I3. Am jüngsten Tag erweck meinh Leib, hilff daß ich dir zur Rechtel bleib, daß mich nicht treffe dein richt, welchs das erschrecklich i theil pricht. Id. Alsdenn mein'n Leib ernele gantz/daß er leucht wie der Sonnoh Glantz, und aͤhnlich sey deinm h⸗ ven Leib, auch gleich den lieben E⸗ geln bleib. 3 15. Wie werd ich denn so froͤlsh. seyn, werd singen mit den Engelesh und mit der Auserwehlten Schash ewig schauen dein Antlitz klar, (123.) D. J. O. Mel. O Gott du frommer GOll O IEsu, GOttes Lamm, fuͤr unsh Suͤnd geschlachtet, wie sees ist der Mensch/ der heitzlich 7 trachtet, wie viel im Garten du Caiphas Pallast, im Richthauß uh ö a am Ereutz, fuͤr uns erdultet hast 2. Ich dancke, JEsu dir, vor deh Angst und Zagen, fuͤr deinen bluh gen Schweiß, dein Trauren, Jus mer, Klagen, weil deine Traurigts mir Himmels⸗Freud gebracht, Todes⸗Kampff den Dod zur Lebeush Thuͤr gemacht. ö 3. Ich dancke dir, daß du geblsh den und gefangen, daß du so willg bist fur mich in Tod gegangen Wi du gefangen bist, so bin ich fley g macht, weil du gebunden bist/ sobsh ich loß gemacht. ö 4. Ich dancke dir, daß du dich la sen hart verklagen, dein heiligs A gesicht unschuldig/ schmaͤhlichschlh gen, weil du verklaget bist, gilt nies des Satans Klag,weil du geschlagi [bist, tyifft mich uicht üleee 1 Icebr achda Aclchg We Cxen Achuldi I hrin chd lchau hiß mn Hallaller get is Hit, Well 5.„ Jcht hieß ge Ab Sil Ht, Wl Isiaethr Ickeit Scd Wesd ist g Rchal Hilglle ar WhEch, chegem Whanieg Ichd Ischbise 5 raf a eie Illichte temne Achl Wa H W he irde 0 vnh 0 Ooit Iöhee Ih UChridi. uch durch er uch durch deine M en Mschied, hi A mein letzte eh mir die Himma Af, wann ich beschh Auff. Hüen Tugerweck mei daß ich dir zur Recht nich nicht trese deine s das erschrecklichs 73 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 34 3. Ich dancke dir, daß du gegeisselt ind geeroͤnet, mit Dornen klaͤglich, uch verspeyet und gehoͤhnet, weil Rir ist Ehr und Freud erlangt durch einen Hohn, weil deine Dornen nir gebracht des Lebens Kron. 6. Ich dancke dir,daß du dein Creutz üͤr mich getragen, und unter Moͤr⸗ ern an dasselbe bloß geschlagen/weil ein Crentz ist mein Sieg, weil dein nuschuldig Leid abgewendet Hoͤllen⸗ hein, bringt mir Gerechtigkeit. . Ich dancke dir, daß du wie ein uch aufgehangen, und als verlas⸗ n mein n Leib einer hun bist mit Hoͤllen⸗angst umfangen, leucht wie der Sons Heil aller Seegen mir durch dich er⸗ ahnlich sey deumz Knget ist, und GOtt mich nicht ver⸗ Hgleich den lieben S Hist, weil du mein Helffer bist. 5. Ich dancke dir, daß du das Pa⸗ zand ich denn so füll hdieß geschencket dem Schaͤcher, inhen mit den Engll diß du bist, mit Eßig⸗Gall getraͤn⸗ Auserwehlten Stl let, weil du das Paradieß auch mir u dein Antlitz klar. 3) D.J.O. Ott du frommer Ischlachtet, wiesl 105 im Nöchthalfh uns eidultet hal für dein 1 V in Trauten, A well deine Trautt luf den Tod in Ll bi du duch Hangen, daß du l in Tod gegangen nii/ so hnit 10 Itugnden Mf Freud gebracht p! loͤffnet hast, und mich vom Hoͤllen⸗ Lranck erlost von aller Last. 61 9. Ich dancke dir, daß durch dich EStte Lamm,sixuf les ist vollendet, daß alles ist voll⸗ hocht, all Suͤnden⸗Straf gewendet, eil alle Schrifft erfuͤllt, die Suͤnd tilget ist, und GOtt mit mir ver⸗ Pnt, weil du mein Mitt ler bist. Oo. Ich dancke dir,daß du am Creutz eudu, rhu ę mich gestorben, und alle Gnaden⸗ chaͤtz uus allen hast erworben, weil in Tod, Hoͤlle, Tod und Sůnd zu cht gemacht, und durch dein Ster⸗ hei mir das Leben wiederbracht. . Ich dancke dir, daß du fuͤr mich sich bist begraben/ daß deines Gra⸗ Krafft mich kan im Tode laben, hil dein Grab mir im Grab ge⸗ inschte Ruhe schaft, daß mich nicht lten mag die suͤnd uñ todes⸗kraft. E. Ach! laß durch deinen Geist in Man Hertz kraͤftig schreiben, daß Aen hochtheures Vlut kan alle Sand vertreiben, daß JEsu Christi d und Blut mich machet rein, 6GOtt des Sohnes Blut abwen⸗ Hoͤllen⸗Pein. . Laß ia auch in mein Hertz diß sedle Trost⸗Wort legen, versiegle du es selbst, laß es ja nicht bewegen; Laß es ja nimmermehr wegstehlen Satans⸗List, bewahre mir mein Gott den Schatz zu aller Frist. 14. Verleih auch/ daß ich dir nach⸗ folge, Christlich lebe, und hertzlich liebe dich, mich g'dultig dir ergebe, hilff daß ich immer dar dir diene, lobe dich, vor deine Lieb und Treu, hier und dort ewiglich. Iy. Ach hilff, HErr JEsu Christ, in allem Leid und Nothen, wenn Creutz und Ungeluͤck mich wollen gantz er⸗ tödten, schließ du mich in dein Hertz, vergiß doch meiner nicht, vergieb all Suͤnd und Schuld, weil du mein Helffer bist. (I24.) M. F. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛe. O Aes wie ist dein Gestalt, in Marter hoch und Mannigfalt⸗ mit Wunden tieff verheeret: Der Leib von Heiligkeit so groß am Creutz ist ausgespannet bloß, hat sei⸗ nen Glantz verzehret: Hertzlich, schmertzlich ist die Liebe, heiß und truͤbe, reich von Gaben, die dich an das Holtz erhaben. 2. Weil du deñ angehefftet bist, er⸗ scheine ich zu dieser Frist, zu schauen deine Wunden: Die du fuͤr mich am Creutzes⸗Stim Io GOttes Sohn, o GOttes Lam̃ gar williglich empfun⸗ den! Setz mich erstlichohne Scheue, doch mit Reue, zu dein'n Fuͤssen/will gus Gegen⸗Lieb sie kuͤssen. 3. O JESu! schwach sind deine Knie, und starck die Treu, so starck daß sie der Tod nicht kunte neigen: Drum steh ich fuͤr des Creutzes Thron, und will fuͤr meinen HErren schon die Knie in Demuth beugen. Hilff mir, zu dir, daß ich eyle und nicht weile, dich zu lieben, mein Hertz mit Gedult zu uͤHenun. 4. O JESu] wie sind deine Haͤnd zu allen Menschen hingewendt, und thun von Purpur fliessen. Wenn doch sich moͤcht ein Troͤpffelein E2 vom 13 5 Vom deiden und Sterben JEsu Christi. vom hohen Meer des Blutes dein, nach meiner Schuld ergiessen: Herr⸗ lich/ klaͤrlich/soll die Suͤnde gantz ge⸗ schwinde hier auf Erden durch ein'n Strohm verschwemmet werden. 5. O JEsu! weit sind aufgethan dein Haͤnd von fern man schauen kan, Genade sie ausbiethen, ach! daß ich solt mein gantze Zeit in Truͤbsal und in Froͤlichkeit, der schoͤnen Haͤn⸗ de huͤten: Taͤglich/ klaͤglich/doch mit Freuden, in dem Leiden zu dir na⸗ hen, und dein'nedlen Leib umfahen. 6. O JESu] daß die Seite mild, eroͤffnet mit dem Speere wild, in Todes⸗Farb verblichen: Mein Seel hat ihr gesetzer vor, darein, wie durch eius Koͤnigs Thor, zu lauffen und zu kriechen: Weil dort die Pfort, so das Leben uns thut geben/ weil die eh. den Heyl⸗Brunnen bringet elle. 7. OIJEsu! dein geangste Brust mit Geisseln hat die schnoͤde Lust ge⸗ busset und getragen: Der Gottheit Stuhl ist sie bereit, ein Kasten der Bamhertzigktit, von hoͤch ster Pein zerschlagen: Nimm mich daß ich dei⸗ nem Leibe stetig bleibe eingewunden, und mit Andacht dir verbunden. 3. O JESu mit was grossem Schmertz bezwungen ward dein treues Hertz mit Liebes⸗Flamm um⸗ geben: Als in dich drang des Todes Pein, mit Grimm, der in der Hoͤll mag seyn, und nahm dir ab das Le⸗ hen: Wende, ende gllen Schmer⸗ tzen in dem Hertzen, das erfreue/ meinen Geist in mir erneue. O JEsu, dein klar Angesicht ge⸗ schaͤndt, mit Dornen zugericht, das Haupt/miich gantz verhoͤhnen: Denn da ich hatte das verschuld, exwarbst du mir des Vaters Huld, dein woltst du nicht verschonen: Schau mich, freundlich/ wie geschehen, hast gese⸗ hen Magdalenen; Nach dir thut mein Hertz sich sehnen. 10. O IJSsi steig herab zu mir, in mix dein Ruhbett suche dix, ich will dich sanfft begraben/ tieff in meistz Hertzens besten Schrein, da soll du seyn, da must du seyn, dein si⸗ ste Staͤtte haben; Biß jch endlich mit dir leide, und abscheide/ dichs loben. Ach! wäar ich nur bey gi droben. (25.) J. R. Mel. O Ewigkeit du Donner⸗I O JEsil] unbeflecktes Lamm, y meiner Seelen Braͤutigam was hast du doch verschuldet O srommes, guͤtigs Laͤmmelein, shs daß du solche Noth und Pein auf Erden hast erdultet? Wer war dosh Ursach, Omein Leben, daß man dish must ans Creutz erheben. 1 2. Ich macht es, O HErr Jef Christ, daß du so sehr gemartert his ich schlug dir deine Wunden/ ich bij das Laster deiner Straff, und du/ allerliebstes Schaaf, bist sondg Schuld gefunden, ich schaffte des nen frommen Hertzen, so grosse Posh und Todes⸗Schmertzen. 3. O Wunder⸗Art, der boßlih lebt, der Tag und Nacht in Suͤnde schwebt, weiß nichts von Straff ui Plagen; Und du, HErt JIEsu, fronß mer Knecht, gehorsam heilig ui gerecht, wirst jaͤmerlich zerschlage Was Adams⸗Kinder ie begangen dafuͤr hast du die Straff empfanges 4. Wie ist doch, HErr, hie in dii Zeit gewachsen deine Mildigkeit twie hast du dich geneiget„ In manuel, wie hast du dich den Sei dern so gantz gnadiglich aus lauth Lieb erzeiget! Wie bist du doch sih ihren Orden die Straff und allein geworden! was nimmst denn du die Strienseh an, ja wilt getoͤdtet werden ꝛ Vüi Ehrgeitz war mein stoltzer Sinnz dh haͤltst fuͤr mich den Ruͤcken hin, de schlaͤgt man dich zur Erden? Des Hunger machte mich genesen/ whal ich so freßig bin gewesen. 6, Des Adams ungezaͤhmte l 136 Fluid 8 5. Hab ich das Ubel doch gethal/ . Wbir; I Kch Waboth. Habt d Aag Hum . Id 0 0 schtheck Wchuf Hleisch ich in Acgelg iethö 5. W 10 und Sy und S Ien, W. hht ᷣEim Asrech Wigefel WSI. Hffer f eben, Mihasse WMaelaf 0, So Iieg g Ele 90 0 MihL Ih I Rhie isti. Echran, da ⁰0 dustyn, dent Si ich endi dabscheide, dich ur sch nur heyg LN d du Donner⸗ efecktes Lamml elen Braͤutignn verschuldet?! Lammelein, v oth und Pein a et Ver war do cben, daß mandi rheben. O Hen I chr gemartert Hi Wunden/ ichii Straff, unddug gaf, bist sossz „ich schaffted hen, so grosse M sertzen. Art, der bohh Maht in Suͤgh ts von Strafti Hen JEsu st hersam heilig U. fierlich zerschlagt inder ie begauct Struff empfalhh. Herk, hieiun Heine Mildikeh! geneiget 5. du dich denEi dhiglich aus l0l hie bist du dochf Ettuff und gi doch gehe +—1 Stisch. otet werden solßer Sl, n Rͤcken hun ur Erdell:. uch geneseh n tsen. Inhihmt ee.eeee.. 37 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 133 sie dir in mir auch isi bewuft/ hat Welt, und was man sonst fůr kos⸗ eider! mich getrieben, daß ich gantz lich haͤlt, mein Hertz nicht von dir ech zum Baum hinkam, und die kehren: verleihe mir nur gnaͤdiglich, serbothne Frucht annahm; Dich II. HErr IEsu, deine Suͤßigkeit, geibt das edle Lieben, bis an den Berg da du gefangen, an einem Baum bist aufgehangen. 7. Ich such, S HErr, zu aller Zeit ses Lebens eitle Suͤßigkeit: Du ühmeckest nichts als Gallen. Die Wollust reisset mich dahin, mein leisch, dem ich gehorsam bin, laͤst hich in Suͤnden fallen; Und du/ mit Raͤgeln gantz durchschlagen, must merhoͤrte Schmertzen tragen. 8. Wie soll ich doch, O grosser 90D, so viel Verachtung, Hohn innd Spott, Angst, Marter, Schlaͤg und Schelten, Schmach, Strie⸗ en, Wunden, Beulen, Blut, mit Dauck erkennen, hoͤchstes Gut, wie Uich dirs vergelten? Ach! solcher Danck kan hier auf Erden doch nim⸗ hermehr gefunden werden! Ein eintzigs geb ich deiner Treu, s rechte Buß und wahre Reu, ein V gefaͤllig Leben. Diß wird, HErr ESu dir allein ein angenehmes dyffer seyn: Der Boßheit wieder⸗ steben, zu ereutzigen das Fleisch YNermassen, daß man sich gantz muß d gelassen. 10. So wird der schwere Suͤnden⸗ krieg gedaͤmpffet durch des Geistes Hieg, so wird das Fleisch bezwun⸗ An, so wird vertrieben Angst und Loth, Verfolgung, Truͤbsal ja der tod, mit welchem du gerungen. So n man alles uͤberwinden, und hahre Ruh im Hertzen finden. daß ich ja nichts mag uͤber dich in dieser Zeit verehren. Dein Blut, HErr JEsu, kan mich laben; Nur das, nichts 8 6901 ich haben. (126. O Lamm Eottes unschuldig, am Stamm des Creutzes geschlach⸗ tet, allzeit erfunden gedultig, wie⸗ wohl du warest verachtet, all Suͤnd hast du getragen, sonst muͤsten wir verzagen, erbarm dich unser„ O IEsu! 2. O Lamm Gottes unschuldig ꝛe. Erbarm dich unser, O IEsu! 3. O Lamm Gottes unschuldig ꝛc. Gieb uus deinen Frieden, O JEsu! (227.0 Mel. O JEsu Christ meins ꝛc. O Mensch beschau die Wunden groß, daß JIEsus aufgehaͤnget bloß, schau, wie mit Purpur rinnt m. fuͤr deine Sůnd er zahlen thut. 2. Schau an des HErren Loͤse⸗ Geld, die Striemen, so der theure Held fuͤr deine Suͤnd empfangen hat, da er dieselben bussen that. 3. Das Haupt hat er sehr tieff ge⸗ beugt, und dich zu küssen hinge⸗ neigt, das Hertz entbloͤßt zu lieben dich die Arm gestreckt zu hertzen dich. 4. Den gantzen Leib hat er ge⸗ streckt, den Leib ohn Suͤnden hinge⸗ reckt, auf daß du durch ihn wuͤrdst erloͤst, und in dem Paradieß getroͤst. 5. Die Gnade groß ja recht bedenck, he fuͤr die Suͤnder ist bereit, geuß hir in meine Wunden: Wann die lur recht den Schaden trifft /o wird gantz fur dich her alte Schlangen⸗Gifft in mir icht mehr gefunden: So kan ich/ Err, der Menschen Sachen, und e Wollust leicht verlachen. 12. Laß ja den Reichthum dieser und ihm dafuͤr das Hertze schenck, dah er ganz sey im Hertzen dein, der leidt grosse Pein. (18.) S. H. Passions-Historia. Eigene Melodie. O Mensch! bewein dein Suͤnde groß, darum Christus seines Ei Vag⸗ 139 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 140 Vaters Schooß aͤussert und kam auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart/ fuͤr uns er hie geboh⸗ ven ward, er wolt der Mittler wer⸗ den. Den Todten er das Leben gab, und legt darbey all Kranckheit ab, biß sich die Zest herdrange, daß er fur uns geopffert wuͤrd, trug unsrer Suͤnden schwere Bürd, wohl an dem Creutze lange. 2. Denn als das Fest her Juͤden kam, JESuS sein' Jünger zu sich nahm/ gar bald thaͤt er ihn'n sagen/ des Menschen Sohn verrathen wird, ans Creutz geschlagen und er⸗ wuͤrgt/ darauff die Juͤden dachten. In Simons Hauß ein Fraue kam, viel koͤstlich Wasser mit sich nahm, thaͤts uͤbern HErrn herglessen, et⸗ lich der Juͤnger muryten bald, JE⸗ sus die Fraue gay nicht sehalt/ das Thaͤt Judas verdriessen. 3. Zum Hohenpyiester er sich fuͤgt, den HErren zu verrathen luͤgt, nahm dreyßig Pfennig b'hende, bald JIESusS mit sein'n Juͤngern kam, und aß mit ihn'n das Oster⸗Lamm, und that dasselbig enden. Er satzt uns auf sein Testament, sein'n Tod zu b'dencken biß ans End, und wusch den Jüngern die Füͤsse. Er bild ihn'n für die Liehe schon, und wie sie ihn würden verlahn: Mit Trost thaͤt ers beschliessen. ö Darnach er an den Oelberg trat, mit Furcht und Zittern da er hat: Ach! betet und thut wachen, ein Steinmurff er bald fuͤrder gieng, zu seinem Vater auch anfleng; O Va⸗ ter thu hie machen, daß dieser Kelch ietzt geh von mir, denn alle Ding lind moͤglich dir, doch es gescheh dein Wille, solchs er zum dyitten mahl da bat/so offt auch zu den Jun⸗ gern trat, sie schlieffen all in Stille. . Er sprach; Schlafft ihr in mei⸗ nem Leid; es ist guug, die Stund ist beheit, des Menschen Sohn wird gehen in die Hand der Sünder, ste⸗ het guf, dey mich verraͤhh, der laupet drauff, nun betet ihr darneben. Als ey noch redt/ sieh! Judas kam, ein grosse Schaar er mit ihm nahm/ mit Spiessen und mit Stangen. Ein Zeichen der Verraͤther gab, welchen ich kuͤß/ merckt eben ab, den sollt ihr weißlich fangen. 6. Als IEsus nun wust alle Ding, gar bald er ihn n entgegen gieng und sprach zu ihn'n mit Guͤte Wen sucht ihuhie mit solcher G'walt? JE⸗ sum sprachen sie, und fielen bald zu⸗ ruͤck in ihrem Wuͤten. Judas gab ihm den Huß behend, der graufam Hauff auf sum rennt, und fien⸗ gen ihn mit Grimme: Petrus sein Schwerdt auszůͤcket recht, hieb ab sus bald antwortt ihme: 7. Ficht nicht, steck ein das Schwerdte dein/ soll ich den Kelch nicht trincken mein ꝛ den Knochtz macht er gesunde: Der Hauff JE sum zu Hanngs fuͤhrt, und auch zu Caiphas da ruͤhrt, gefangen und ge⸗ hinein, durch den bekandten Juͤngeb sein, verlaͤugnet dreymahl den HEr⸗ ven. that, sie suchten falsch Zeugen und Raͤth/ ihn zu verdammen fuͤhven. 8. Christus ant wortet ihnen nicht/ der Hohepyiester zu ihm spricht Was thust du darzu sagen? Ich be⸗ schwer dich bey dem GOtte mein/ sag/ bist du Christ der Sohne sein? JEsus antwortt ohn Zagen: Ich bins/ und sag zu dieser Zeit werd ihr cken sehen kommen, sitzend zur Rech⸗ ten GOttes fein. Der Bischoff Preiß das Kleide sein, und sprach: Ihr habe vernommen, sprach Merckt guf, was wolln wir mehr? Sie sprachen: Er soll sterben; und speyten ihm ins Angesicht/ viel Backen⸗Streichauf ihn gericht/ mit Laster⸗Worten herbe. Verdeckten 4 Hahit b dir hbet Ribm Hld ig 10. U 115 J. Hat i) Held er Hegch Eikgnt schust Lapprie Uin Kerkcn Segrä ein Ohr des Bischoffs Knecht, IE, het m II. Al hub si Hhaͤten Hapse lht sich 06 D Hal sr hunden. Petrus folgt in den Hof Antehr Wund Iint/ Der Bischoff JEsum fragen des Menschen Sohne weit in Wol⸗ 9. Daß er gelaͤstert GOtt so sehr,er ihm das Anflitz sein, und lchlugon ö ihn Hehlit 12. 9 Hb„, Ashickt pieff— heng für Hlveg ngel Sses Mupt Aonig :. — damnehen. N Aas kam, eih Ahm nahm, mit Stangen. Eit her gab, welchen ab, den solt i Awust ale Ding, Hegen gieng und t Güte: Wen her SwalttIe d felen bald en. Judas gah ld, der graufan rennt, und si he: Mettus seh recht, hieb ah o Knecht W hme: steck ein das Uich den Kelch 12 den Kurcht Der Hauff Jo 1 und auch z efangen und ge OAlgt in den Haf ekandten Jungek eymahl den HE⸗ Wfum frogeh llsch Zeugen uud nmen füͤhren. rtet ihnen nict, zu ihm sprict: sagen? Ichht m GOtte mels, der Sohne saln ohn Zagen: 0 set Zeit werdehs ne weit in stzend zur Ma Oer Bisauf in, und spnah Ebnn hn „was wolhi Ersollfthn Augesicht/ di Ihn gericht/ l ö Vanle V· 41 l M scun I —..—:77. Vom deiden und Sterben JEsu Christi. 142 In mit Faͤusten drein, sagten: Wer hat dich geschlagen? Am Morgen suͤh der Hauffe gar,fragten JEsum, nit mancher G'fahr/ thaͤten mit ihm hold jagen. 10. Uud gaben ihn Pilato behend: As Judas sah, wo naus es laͤnd, thaͤt ihm die Suͤnd gereuen: Das Held er bald den Priestern gab, und brach: Ich sehr gesuͤndget hab! Erkannte sein Untreue, erhencket ssch und schnellt entzwey: Die Ho⸗ henpriester beyderleyvgthschlag⸗ ten um das Gelde, ein Toͤpffers⸗A⸗ der kaufften sie, den Pilgrim zum Begraͤbniß hie, als auch der Pro⸗ phet meldetetm. U. Als JIEsus fuͤr Pilato stund, er⸗ hub sich grosse Klag ohn Grund, thaͤten ihn hoch verklagen: Dem Kaͤyser hat er wiederthon, und nen⸗ net sich ein GOttes⸗Sohn, verfuͤhrt das Volck all Tage. Pilatus ihn niel fragen thaͤt, JEsus aber kein Antwort redt, das nahm Pilato Wunder, er schickt ihn zu Hexodes hin, Herodes freuet sich auf ihn, meynt was zu sehn besonder. 12. Als JIEsus nun kein Antwort gab, verachtet ihn Herodes drab, schickt ihn Pilato wieder: Pilatus Frieff die Jüden, sprach: Den Men⸗ schen auch Herodes sah, und achtet ihn fuͤr bieder. Ein G wohnheit ihr alwegen habt, darinn ihr ein'n Ge⸗ sangẽ lat, IEsum will ich loß geben. Gie schrien all mit lauter Stimm: sum nur an das Creutze nimm, Barrabam laß uns leben. . Pilatus IEsum geisseln ließ, und unter die Schaar ins Richt⸗ hauß stieß, IESuS ein Purpur nuge: Aus Dornen flochten sie en Cron, die muste durch sein Haupte gehn, mit ein m Rohr sie ihn schlugen. Und gruͤßten ihn ein Konig mit Spott, sphen auch in sein Ungesicht Koth, sein heilig Haupt p guch schlugen. Pilatus sprach: Seht an den Mann, an dem ich kein von* 4 Args finden kan, hab ihn nicht straf⸗ fens Fuge. 14. Sie schryen all mit lauter Stimm: Creutzig, ereutzige den hin⸗ nimm, sonst bist nicht Kaͤysers Freunde. Als nun Pilatus hoͤrt das Wort, setzt er sich an des Richters Ort/ wusch die Haͤnd, wolt seyn ohn Suͤude. Gab ihn den Moͤrder Bar⸗ rabam, bald JEsum er zu ereutzgen nahm, nach ihrem falschen Willen: Sein Kleider sie authaͤten ihm, und fuͤhrten ihn mit grosser Stim, das Creutz trug er mit Stille. IJ. Als sie nun giengen aus mit ihm, zwungen Simou in ihrem Grimm, daß er sein Creutz nachtruͤ⸗ ge, viel Volcks der Frauen weinten da, bald JEsus sprach, als er sie sah/ thaͤt er sich zu ihnen biegen, und sprach: Weinet nicht uͤber mich, ihr Toͤchter Zion b'weine sich eim iedes und sein Kinde, ihr werdꝰ t⸗ noch sprechen: Seelig, die Unfrucht⸗ barn und die saͤugten nie, vor Furcht: und Ovaal der Suͤnde. 16. Sie kamen bald zur Schaͤdel⸗ Staͤtt, zween Ubelthaͤter man da haͤtt, die man ans Creutz auch schlu⸗ ge, zur lincken und zur rechten Hand, wie es die Schrifft laͤngst hat be⸗ kandt IEsus bald sprach mit Fuge: Verzeih ihn'n, Vater, diese That, keinr weiß, was er hie gethan hat. Pilatus thaͤt auch schreiben, E⸗ braisch, Griechisch, und Latein; IEsus ein Koͤnig der Juͤden fein Y das thaͤt die Priester betruͤben. 17. Als JEsus nun geereutzigt war, sein Kleider sie bald nahmen dar, und spielten drum behende, auch da JEsus sein Mutter sah, darzu Johannem, bald er sprach: Weib.⸗ diesen ich dir sende;„ diß ist dein Sohn. Zum Juͤnger spricht: Das ist dein Mutter, laß sie nicht: Bald er sie zu ihm nahme. Die Hohen⸗ riester trieben Spott, und andre viel laͤterten GOtt: Bist dus, der 18. Bist 143 Vom veiden und Sterben JEsu Christi. 18. Bist du nun GOttes lieber Sohn, steig jetzt von Ereutz, hilff dir davon. Das thaͤten auch die Sehaͤ⸗ cher; doch einer sich zum andern kehrt, JESuS unschuld er ihm da lehrt, hrach JEsu, denck mein na⸗ cher„so du komnst in das Reiche dein! Er spyach: heut wirst du bey mir seyn wohl in dem Paradeise. Ein Finstern ward zur sechsten Stund: Um neune JEsus schr ey von Grund, mit lauter Stimm und Weise. 19. Mein GOtt! mein GOott! wie laͤst du mich? In Spott brachten sie bald Eßig, und gaben ihm zu trin⸗ cken: Als IEsus den versuchet hat, sprach er Vollbracht ist, das ich that/ sein Haupt ließ er da sincken. OVaterin die Haͤnde dein, befehl ich dir den Geiste mein/ schrey er mit lauter Stimme, gab auf sein Geist; Der Vorhang b'hend, im Tempe reiß entzwey zu End, die Felsen wi⸗ chen ihme. 20, Das Erdreich auch erzittert war/ die Graͤber wurden offenbahr, der Hauptmann und sein G'sinde sprachen: Fuͤrwahr der fromme was, und GOttes Sohn, diß zeuget das, schlugen ihr Hertz geschwinde. Als sie den Schaͤchern brachen die Bein, war IEsus tod, brachen ihm kein, und stachen auf sein Seiten es rann daraus Wasser und Blut, ders hat zeugets aüch weiter. 21. Nachdem als nun der Abend kam/ Joseph, der Fromme, IEsum nahm, vom Ereutz ihn zu begraben. Darzu auch Nieodemus kam, viel Aloes und Myrrhen nahm, damit sie JEsum haben gewickelt in rein Leinwand ein, da war ein Grab in ei⸗ nem Stein, in einem Felsen neue, dgrein sie WEsum legten schon, thaͤ⸗ ten ein Srein dgruͤber thun, und giengen hin mit Rege. 32. Die Jüden fuhrten noch ein Hlag, verhütens Gyab am dritten Tag/ JEsus stund auf mit Gewalte, guf daß er uns ja frome maͤcht, und 5 mit ihm in sein Reiche braͤcht// aus der sündigen Gestalte. Darum mit sollen fröͤlich seyn, daß unser Seelig⸗ macher fein, Christus, hat uͤberwun⸗ den fuͤr uns der Suͤnden grosse Noth/ davzu die Hoͤlle und den Tod, und auch den Teuffel g'bunden. 23. So laßt uns nun ihm danckbat sehn, daß er fuͤr uns litt solche Peim, nach seinem Willen lehen, auch laßt uns seyn der Sůͤnden feind/weil uns GOttes Wort so helle scheint, Dag und Nacht darnach streben; Die Lieb erzeigen jedermann, wie Christus hat an uns gethan, mit seinem Lei⸗ den und Sterben. O Menschen⸗ Kind! betracht es recht, wie GOt⸗ tes Zorn die Suͤnde schlaͤgt, thu dich dafüͤx bewahren. 290 Mel O JEsu Christ, meins ꝛc. Mensch 5 O Mensch l wer bist du doch, menn du in Suͤnden steckest noch Du bist verdammet und verflucht, des Teuffels Raub und Hollen⸗Frucht. 2. Ach! wilst du nun erloͤset seyn von Suͤnden, Deuffel, Hoͤllen⸗Peint So must du dich bemuͤhen bald um Huͤlffe, Heyl und Auffenchalt. 3. Solch Heyl und Huͤlff allein dit schafft, der süsse ISsus⸗Draubeh⸗ Safft, sein veich vergohnes theures hat Blut dix Heyl und Hülffe schaffen gesehen, zelgets gut, die Schrifftst hut.— 22 4. Sein Blut ist deiner Seelen Heyl, wenn des Gesetzes Donner⸗ Keil dich schrecket und dir machet Qvaal/ in diesem Angst und Thrae d nen⸗Thaal.—. 3. Sein Blut macht dich von Suͤn⸗ den loß, fuͤr GOtt gerecht/ belieht und groß; Sein Blut ist dein necht Ehren⸗Hleid, dein Schmuck, dein Ruhm zu ieder Zeit. 6. Sein Blut des Deuffels Macht und List, Zerstoͤhrer, Gifft und Töd⸗ tung ist dadurch er gaͤntzlich ist gee schwaͤcht/ und hat veyschertzt seinal⸗k 7. Sein bes Recht. 144 7 en Hsldie littdi 5•H Hed⸗AN Mohl h Heffel 6 9 Schhl en lig! Iudfr 10,½ Blut Muth hesteh Eingeh 11.. Gund. Lontt Glaub Hem L 12. 0 und S Trosts Iflide Hleder Ri. 0 iche brächt, lte. Darum 5 Ahunser Seelh: 2atübewh⸗ Sunden gross Leund den Tch, eKlgbunden. in ihm danckbit utt solche Peih, lcben, auchlait Aseind,weil uns clescheint, Tig strebenz Die Lich „ wie Christs mit seinem Li⸗ O Menschel⸗ techt, wie Got⸗ schlaͤgt, thudich ist, meins ꝛe. Nensch! wer bis du in Suͤnden bist verdammet Teuffels Raub nun etloset seht el, HoͤllenPei muhen bald un Aufenthalt. oHuͤlff allein R Jsus⸗Traubel Ruoßnes theurt Hulffe schaft deiner Sellh esetzes Donnsh und dir wacht ugst und hih Itbichton CIv gerecht/ helh luk it dein deh Echunck, „ifft unden gänßlich i Lascherht siuet 7 145 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 146 2. Sein Blut curixt der Hoͤllen Schmertz, und staͤrcket das verzag⸗ te Hertz; Wenn dich verschlingen will die Hoͤll, alsbald sein Blut ver⸗ tritt die Stell. 8. Und wenn du must durch To⸗ des⸗Noth, auf deines Gottes Macht⸗Geboth, aus dieser Welt nun scheiden ab, hinunter in das tieffe Grab. 9., So ist diß Blut dein bester Schutz, dein Schatz, dein Trost, dein Hülff und Trutz z daß du kanst seelig schlaffen ein, getrost, behertzt, und froͤlich seyn. 10. Am Juͤngsten Tage wird dis Blut dir geben einen Helden⸗ Muth/ daß du wir st recht und wohl bestehn, und in das Himmelreich eingehn. I. Darum„ O Menschel Du Suͤnden⸗Knecht, wilst du seyn see⸗ lig und gerecht: So greiffe mit der Glaubens⸗Hand nach diesem dei⸗ nem Liebes⸗Pfand. 12. In Christi Wunden, Blut und Schweiß such Huͤlffe, Heyl und Trost mit Fleiß: So kan dich uͤber⸗ winden nicht, was deiner Seelen wiederspricht. I3. Laß deines JEsu Blut allzeit dein Labsal seyn Und hoͤchste Freud, in allem Creutz ⸗und Leidens⸗ Lat. Leben, Auffenthalt und u 14. Du bist ja auf diß Blut ge⸗ taufft, hierdurch zum Himmelreich erkaufft, im Abendmahl diß Blut dich traͤnckt, dir Ablaß deiner Suͤn⸗ hen schenckt. 15. Wie solte denn diß theure Blut dir nicht seyn heilsam, nuͤtz und gut? Wie solt es dir nicht seelig seyn, und dich in Himmel fuͤhren ein. 16. O Bluts⸗Freund, liebster JE⸗ su Christ Der du der Kelter⸗Tre⸗ ter bist, dein Blut sey mir in Ewig⸗ leit mein Trost, mein Heyl und Seeligkeit. (30.) J. R. OCraurigkeit O Hertzeleid! ist das nicht zu beklagen? GOttes Vaters einigs Kind wird ins Grab getragen. 2. O grosse Noth! GO L selbst liegt todt, am Creutz ist er gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschen⸗Kind! nur deine Suͤnd hat dieses angerichtet, da du durch die Missethat warest gantz vernichtet. 4. Dein Braͤutigam, das GOttes⸗ Lamm liegt hier mit Blut beflos⸗ sen, welches er gantz mildiglich hat fuͤr dich vergossen. 5. O suͤsser Mund! O Glaubens⸗ Grund wie bist du so zuschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. O liebes Bild!schoͤn zart und mild, du Soͤhnlein der Jungfrau⸗ en; Niemand kan dein theures Blut ohne Reu anschauen. 7. O seelig ist zu aller Frist, der die⸗ ses recht bedencket, wie der HErr der Herrlichkeit wird ins grab gesencket. 8. O JESu du, mein Huͤlff und Ruh! Ich bitte dich mit Thraͤnen: Hilff, daß ich mich biß ins Grab nach dir moͤge sehnen. (131.) P.G. Mel. nun ruhen alle ꝛc. Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Creutzes schweben; dein Heyl sinckt in den Tod Der grosse Fuͤrst der Ehren laͤst willig sich beschweren, mit Schlaͤgen, Hohn und grossem Spott. 2. Tritt her, und schau mit Fleisse, sein Leib ist gantz mit Schweisse des Blutes uͤberfuͤlt. Aus seinem edlen Hertzen, für unerschoͤpfften Schmertzen, ein Seufftzer nach dem andern gvillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heyl, und dich mit Plagen so uͤbel zugericht? Du bist ja nicht ein Suͤn⸗ der, wie wir und unsre Kinder, von Misset haten weist du nicht. E5 4. Ich 147 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 4. Ich, ich und meine Sunden, die sich wie Koͤrnlein finden des Sandes an dem Mer, die haben dir erreget das Elend, das dich schlaͤget, und das betruͤbte Marter⸗Heer. . Ich bins, ich solte buͤssen, an Haͤnden und an Fuͤssen gebunden in der Holl: Die Geisseln und die Ban⸗ den, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, so mich druͤcken viel seh⸗ rer, als ein Stein. Du wirst ein Fluch/ dargegen verehyst du mir den Seegen, dein Schmertzen muß mein Labsal seyn. . Du setzest dich zum Buͤrgen, ja laͤssest dich gar wůͤrgen fuͤr mich und meine Schuld: Mir laͤssest du dich ekoͤnen mit Dornen, die dich hoͤhnen, uUnd leidest alles mit Gedult. 8. Du springst ins Todes Rachen, mich frey und loß zu machen von solchem Ungeheur: Mein Sterben nimmst du abe, vergrahst es in dem Orabe. Ounerhoͤrtes Liebes⸗Feur! 9. Ich bin, mein Heyl, verbun⸗ den all Augenblick und Stunden, dir uͤher hoch und sehr. Was Leib und Seel vermoͤgen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 10. Nun ich kan nicht viel geben in diesem armen Leben: Eins aber will ich thun; Es soll dein Tod und Lei⸗ den, biß Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Hertzen rühn. II. Ich wills fuͤr Augen setzen, mich stets daran ergoͤtzen, ich seh auch wo ich sey; Es soll mir seyn ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfaͤlschten Treu. 12. Wie hefftig unsre Suͤnden den frommen GOs entzuͤnden, wie Rach und Eyffer gehn; Wie grau⸗ sam seine Ruthen, wie zornig sei⸗ ne Fluthen, will ich aus diesem Lei⸗ den sehn. 13. Ich will daraus studieren, wie ich mein Hertz soll zieren mit stillen — saufften Muth, und wie ich die soll lieben/die mich so sehr betruͤben mit Wercken so bie Boßheit thut. 14. Wenn boͤse Zungen stechen, mir Glimpf und Nahmen brechen, so will ich zahmen mich: Das Unrecht will ich dulten, dem Nechsten seine 3nn verzeihen gern und willi⸗ glich. 15. Ich will ans Creutz mich schla⸗ gen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch geluͤst! Was deine Augen hassen/ das will ich fliehn und hassen/ so viel mir immer moͤglich ist. 16. Dein Seufftzen und dein Stoͤh⸗ nen, und die viel tausend Thraͤnen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schooß und Haͤnde begleiten zn der ewgen Ruh. (32.0 Chriflus redet am Creutz. Soebhautihr Suͤnder, ihr macht mir grosse Pein, ihr Sollt Kin⸗ der des Todes ewig seyn: Durch mein Sterben seyd ihr hieryon be⸗ freyt/ und nun Erben der wahren Seeligkeit. g. Keine Schmertzen sind meiuen Schmertzen gleich, die im Hertzen und Leib ich trag fuͤr euch; Solche binden und aͤngsten mich zwar sehr/ eure Suͤnden und Undanck noch vielmehr. I3. Diß betrachtet und seht mein Leiden an, nicht verachtet, was ich füͤr euch gethan. Fallt zu Fusse dem hocherzuͤrnten Got, und thut Busse eh euch verruͤckt der Dod. 4 Durch die Wunden, so mir ge⸗ schlagen seyn, habt ihr funden ein offnes Brünnelein daraus fliessen noch taͤglich diehr und Blut zu ge⸗ niessen euch die ihr 5. Schaut, mein Armen hab ich schon ausgestreckt zum Erbarmen z O! wohl ist der bedeckt, der um⸗ Busse thut. fangen hier liegt an meiner Seit, und Verlangen graͤgt nach der See⸗ ligkeit. 6, Ogrumseilet zu dieser Gnaden⸗ 148 0.— Hllth/ d Hleder guh Homsher o uch eigt 7. Koml Glauben hs hintte Olltheder cheiden v 050/N Ehet Seh Heth, wie horn zu Hiosse Gh let. S Lod tirt 2. Seh GOtt le Het seine Zitkerh, llaͤglich⸗ Klopffen chußt! Tropffen . Seh hhvgu de hebtschoͤn Holler Se Alten G HeFlut 4. Wel Sohm Heb LSel shstgtt a Eitt Hahh rstochen Therspeitz n r hͤtet G Mfr 6. Geh achrf eingt Fluth, 23 n 16 uud mieich die sol hoschr betruͤben mit Bofheitthut. Zungen stechen, tuir Eumen brechen, 0 ih Dus Unrecht „dem Nechsten seine Hen gern und wili⸗ V Creuß mich schla⸗ dem absagen, wa gelüst! Was deine will ich fiehn und immer moͤhiich i. szen und dein Stoͤh⸗ Atgusend Thranen, zu, die sollen mich anen Schooß und in der ewgen Ruh. V det am Creutz. Zunder, ihr macht ein, ihr Sollt Kiu⸗ tig seyn: Durch serd iht hiervon be⸗ Etrben der wahren mertzen sind meiuen ich/ die im Hertzen für euch; Solche sen mich iwar sehr/ und Undanck noch chtet und seht meis erachtet, was ich Fallt zu Fusse dem 655d, und thut nuckt der Zod. Bunden, so mir ge abt ihr funden el ein„ daraus fliesse sset und un⸗ 965 r Busse thut. 900 Armen habic dt jum 1108 WW bebeckt/ der un n meiner O igt nach bet S 11. „i dieser Glade — 111 0 49 Vom deiden und Sterben JEsu Christi. ..—:::.—.— 15⁰0 Fluth, die euch heilet und macht vieder gut, was ihr Suͤnder von A⸗ dam her geerbt, auch nichts minder durch eigne Schuld verderbt. 7. Kommt/ kommt alle, umfaßt im Glauben mich, ke iner falle, wie Ju⸗ das hinter stch; Durch mein Leiden soll weder Suͤnd noch Tod euch nun scheiden von mir und eurem GOtt. (33.) Mel. Christus, der uns ꝛc. Scher, Menschen, sehet auf! Seht um GOttes Willen! Se⸗ het; wie viel gehet drauf, GOttes gorn zu stillen Seht, wie zoͤrnt der grosse GOtt, wann man ihn verhoͤ⸗ net. Seht, ohn GOttes Blut und Tod wird GOtt nicht versoͤhnet? 2. Sehet, welch ein Mensch ist GOtt! Sehet GOttes Klagen Se⸗ het seine Seelen⸗Noth! Seht sein Zittern, Zagen, soht wie GO T T so klaͤglich thut: Seht, sein Hertzens⸗ Klopffen! Sehet, GOttes Sohn schwitzt Blut! Seht die Blutes⸗ Tropffen. 3. Sehet, welch ein Mensch steht dar au der Marter⸗Seulenisehet, der der schoͤnste war/ ist voll Eyter⸗beulel voller Striemen, voller Blut sind die zarten Glieder! Seher, welch ein ro⸗ the Fluth fleußt am Ruͤcken nieder. 4. Welch ein Mensch ist GOttes Sohn!! Seht, ihr Menschen⸗Kin⸗ der Seht er traͤgt die Dornen⸗Cron an statt aller Suͤuder! Seht, wie ist sein Haupt zerritzt! Seht, wie ists zerstochen! Sehet, wie das Blut her spritzt, und ein Dorn zerbrochen! 5. Sehet, welch ein Mensch ist 6O T, der ans Creutz geschlagen! Seht, er ist der Leute Spott, vol⸗ ler Fluch und Plagen! Seht, er kruͤmmt sich, wie ein Wurm/ der von GOtt verdammet: Seht, so wuͤtet GOttes Sturm, wenn sein Eyfer flammet! 6. Seht, ihm habt ihr Muͤh ge⸗ macht! seht mit euren Suͤnden, die ihn ungebůßt vollbracht/ welch nicht grossen GOtt, Gott stirbt vor die Suͤnder! JESu, deiner Seelen Noth zeuget GOrtes⸗Kinder. (I34.) Ecce Homo. Mel. O JEsu Christ meins Leb. ꝛc. Jeh, welch ein Menschel da fürgestellt, steht anzuschauen aller Welt, mit Geisseln grimiglich zerschmiß'n, mit Dornen ist sein Haupt zerrißn. 2. Sein gantzer Leib mit lauterm Blut sehr haͤuffig uͤberlauffen thut, im Purpur⸗Kleid, mit Dornen⸗ Cron, steht jedermann zu Spott und Hohn. 3. Erweg, O Hertz, und denck ihm nach, wers sey? und warum es geschach? so wirst du gnugsamUr⸗ sach finden, dich zu beklagen deiner Suͤnden. 4. Sieh, welch ein Mensch der A⸗ dam war, durch Suͤnd verderbet gantz und gar, er wolt allwissend seyn wie GO TT, und fiel in Sund, Tod, Schmach und Spott. . Sieh, welch ein Mensch du bist, sein Kind mit ihm verlohren durch die Suͤnd, verjaget aus des Him⸗ mels Saal, verstossen zu der Hoͤl⸗ len⸗Ovaal. 6. Sieh doch, welch ein Mensch JEsus Christ, dein Suͤnden⸗Buͤs⸗ ser worden ist, drum schau ihn an und denck stets dran, was er aus Lieb füͤr dich gethan. 7. Sieh, welch ein Mensch du, GOttes⸗Lamm, bist worden an des Creutzes Stamm, dein grosse Lieb, dein bittern Schmertz, erkennt und preißt allein mein Hertz. 8. Ach HErr, mein GYL, dein Angst und Pein, dein Hohn und Spott/laß mein Trost seyn, dein Leid mein Freud, dein Blut, mein Gut, dein Tod laß gebn mir Ruh u. Muth. 9. Sieh welch ein Mensch ich wor⸗ den bin, wenn GOttes Sohn von mir nimmt hin, mit Adams Suͤnd auch meine Schuld, und setzt mich guszugruͤnden! GOtt versoͤhnt den in seins Vaters Huld. 10. Ach 151 Vom heiden und Sterben JEsu Christi. 15² 19. Ach liebster Heyland hilff du mix ANauf daß ich halte fest an dir, Und durch dein Blut ins Him⸗ mels Thron erlange deine Lebens⸗e Cron. (7.) M. C. K. Se gegruͤsset JEsu guͤtig, uͤber alle Maaß sanfftmuͤthig Ach wie bist du so zerschmissen, und dein gantzer Leib zerrissen! Laß mich dei⸗ ne Liehe erben, und darinnen see⸗ Iig sterben. 3. O HErr JEsu! GOtt und Heyl, meines Hertzens Trost und Theil/ beut mir deine Hand zur Seiten, wenn ich werde sollen streiten. Laß mich deine Liebe eyben, und darin⸗ nen seelig sterben. 3. JEsul schone meiner Suͤnden/ weil ich mich zu dir thu finden mit betruͤbten Geist und Hertzen; dein Blut lindert meine Schmertzen Laß mich deine Liebe erben, und da⸗ ninnen seelig sterben. 4 O du voth unb weisse Qvelle, kůhle meine matte Seele: wenn ich werde unten liegen, hilff mir ritter⸗ lich obsiegen. Laß mich deiner Lieb geniessen, und mein Leben drinn be⸗ schliessen. O wie freundlich kanst du laben JEsu alle die dich haben ldie sich halt en an dein Leiden, konnen seeli⸗ glich abscheiden. Laß mich deiner Lieb ele und mein Leben drinn beschliessen. 6. Wenn der Feind mich thut an⸗ klagen, laß mich, JIEsu, nicht ver⸗ zagen: Wenn ich aus dem Elend fahre, meine Seele du hewahre. Laß mich deiner Lieb geniessen, und mein Leben drinn beschliessen. ö 7. Suͤsser JEsu, Gnaden⸗Sonne, mein Schatz, hoͤchste Freud und Wonne! Ewig, ewig laß mich lo⸗ hen mit den Engeln dich hoch dro⸗ hen, singen Heilig, Heilig, Heilig, gloͤdenn bin ich ewig seelig. ö (136.) E. G. „36/ Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. Se mir tausendmahl gegruͤs⸗ sets der mich ie und ie ge⸗ liebt. JESu, der du selbst gehuͤs⸗ et, das, womit ich dich betruͤbt. Ach! wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll an dem Ereutze da du stirbest, und um mei⸗ ne Seele wir best. 2. Ich umfange, hertz und kuͤsse der gekraͤnckten Wunden Zahl, und die Purpur⸗rothen Fluͤsse deiner Fuͤß und Naͤgel⸗Mahl. O wer kan chfl 3. Cußet. In Vorb c Leide hlr, mas doch schoͤnster Fuͤrst, dem so hoch nach uns gedurst, deinen Durst und Liehs⸗Verlangen voͤllig fassen und umfangen. 3. Heile mich, O Heyl der Seelen, wo ich kranck und trgurig bin, nimm die Schmertzen, die mich gvaͤlen, und den gantzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht, und ich selbsten mir gemacht: Wird, Artzt dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 4. Schreibe deine blutge Wunden, mir/ HErr/ in das Hertz hinein, daß sie moͤgen alle Stunden bey mir un⸗ bergessen seyn: Du bist doch mein liebstes Gut, da mein gantzes Her⸗ 3ze ruht;: Laß mich hie zu deinen Fuͤssen deiner Lieb und Gunst ge⸗ miessn... 4. Diese Fuͤsse will ich halten, auf das best ich immer kan. Schaue meiner Haͤude Falten und mich selbsten fbeundlich an, von dem ho⸗ hen Creutzes⸗Baum, und gieb mei⸗ ner Bitte Raum, sprich à Laß all dein Trauren schwinden, ich, ich kilgall deine Suͤnden. (137.0 S. B. Mel. IEsu, du mein liebstes Leben. LAsses uns mit IES ziehen, seinem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen guf der Bahn, die er uns brach, im⸗ merfort zum Himmel veisen, ir⸗ disch nicht, schon himmlisch seyn, glaͤuben recht und leben fein, in der Lieb den Glauben weisen. Treuer eh⸗San Allg Kl Hachtlich Maen E ler mor Hieud un 3. Lasse In Tob lettet/ hoh der loten Hleisch l l Melsseet ich/ Trb Ins f 4. Kasse Well er Orab um Aser Ha Hes Leibe h leben ul füv, Müder. Yhrten en Mel. Dü. seill n Uhidt, Hesünd. W. daz Feit Slut Mug 151 — amubl garh His und je ge⸗ ö du selbs gehüß⸗ dich berrudt sowohl, enn en soll an ent und um mi hertz und Füss den Zahl, d. Fluͤss deinet Ower fan „ dem so hoch inen Durst und llig fassen und yl der Seelen, srig bin, nimm mich goälen, den hin, den icht, und ich Wird/ O hnetzen, witd setzen. utge Wunden ct hinein, daß den bey mir un⸗ hist doch mein in gautzes Her⸗ hie zu desnen und Guns ge⸗ ch halte, f kan. Schat en und mich „ von demho⸗ und gieb me rich: Laf al uden, ich/ . tlitbses Lebel ESu ziehen, olgen nach, Al eutfüchen al l6 hrach/ ssl ssen, il iel reise immlisch sehn 133 F cs—————— Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. —⁴ Treuer JEsu, bleib bey mir, gehe dich; Schließ mich in deine Wun⸗ vor, ich fol ge dir. den ein, daß ich fuͤrm Feind kan si⸗ 2. Laßet uns mit JEsu leiden, sei⸗ cher seyn. nem Vorbild werden gleich. Nach dem Leiden folgen Freuden, Armuth hier, macht dorten reich: Thraͤ⸗ nen⸗Saat die machet lachen Hoff⸗ nung troͤstet die Gedult; Es kan leichtlich GOttes Huld aus dem Regen Sonne machen. IESu, hier leid ich mit dir, dort theil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit IEsu sterben, sein Tod uns vom andern Tod rettet, und vom Seel⸗Verderben, von der ewiglichen Noth, last uns toͤdten weil wir leben, unser Fleisch ihm sterben ab! So wird er uns aus dem Grab in das Him⸗ mels⸗Lehen heben. JESu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe fuͤr und fuͤr. 4. Lasset uns mit JESu leben, Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. IESu/ unser Haupt du bist, wir sind dei⸗ nes Leibes Glieder. Wo du lebst, da leben wir, ach! erkenn uns fuͤr und fuͤr, treuer Freund, vor deine Brüͤder. JIEsu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bey dir. (38. Mel. Nun last uns den Leib ꝛc. De Christi heilge mich, sein Geist versetze mich in sich/ sein Leichnam der fuͤr mich ver⸗ Lehund der mach mir Leib und Seel gesund. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers aus seiner Seite floß, das sey mein Bad, und all sein Blut erqvick mein Hertze, Sinn und Muth. 3. Der Schweiß von seinem Angs⸗ sicht laß mich nicht kommen ins Gerscht; Sein gantzes Leiden, Creutz und Pein, das wolle meine V. Ruff mich in meiner letzten Noth, und setz mich neben dichmein Gott, daß ich mit deinen Heilgen all'n moͤg ewiglich dein Lob er⸗ schalln. (139.) P. G. Mel. Was mein Gott will, das ꝛc. Sca wohl gegrüsset, guter Hirt: und ihr, O heilgen Haͤnde, voll Rosen, die man preisen wird, biß an des Himmels Ende. Die Rosen die ich meyn allhie, sind deine Mahl und Plagen, die dir am End, in deine Haͤnd, am Creutze sind geschlagen. 2. Du zahlst mit beyden Haͤnden dar die edlen rothen Gulden, und bringst die gantze Menschen⸗Schaar dadurch aus allen Schulden. Ach! laß von mir, o Liebster, dir die Haͤn⸗ de hertzlich druͤcken, und mit dem Blut/das mir zu gut vergossen, mich erqvicken. 3. Wie freundlich thust du dich doch zu, und greiffst mit beyden Ar⸗ men nach aller Welt, in Lieb und Ruh uns ewig zu erwarmen. Ach Orr, sieh hier, mit was Begier, ich Armer zu dir trete: Sey mir bereit rum ich bete. 4. Zeuch allen meinen Geist und Sinn nach dir und deiner Hoͤhe, gieb, daß mein Hertz nur immer hin nach deinem Creutze stehe: Ja daß ich mich selbst williglich mit dir ans Creutze binde, und mehr und mehr toͤdt und zerstoͤhr in mir des Flei⸗ sches Suͤnde. v. Ich hertz und kuͤsse wiederum aus rechten treuen Hertzen, HErr, deine Haͤnd und sage Ruhm und Danck fuͤr ihren Schmertzen, darneben geb ich, weil ich leb, in diese deine Haͤn⸗ de/ Hertz, Seel und Leib, und also Staͤrcke seyn. 0 4. OJEEu Christ, erhoͤre mich! Nimm und verbirg mich gantz in bleib ich dein biß an mein Ende. (140½ In voriger Melodey. Suͤn⸗ und gieb mir Freud und Trost, da/ Vom veiden und Sterben JEsu Christi. 15 (Suͤnder.) ö S hitn, den Tod für mich zu lei⸗ den, fuͤr mich der ich ein L bin/ der dich betruͤbt mit Freuden: Wohlan; fahr fort, duedler Hort, mein Augen sollen fliessen, ein Thraͤy nen⸗See/ mit Ach und Weh, dein Leiden zu begiessen. (IEsus) 2. Ach Suͤnd, du schaͤb⸗ lich Schlangen⸗Gifft, wie weit kanst du es bringen! dein Lohn der Fluch mich ietzr betrifft, in Zod thut er mich zwingen. Jetzt kommt die Nacht der Suͤnden Macht, frembd Schuͤld muß ich abtragen: Be⸗ tracht es recht du Suͤnden⸗Hnecht/ du darffst nicht mehr verzagen. (Sünder.) 3. Ich, ich HErr Ié⸗ su, solte ziwar der Sünden Straffe leiden, an Leib und Seel, an Haut und Haar/ auch ewig aller Freuden beraubet seyn, und lelden Pein, so nimmst du hin die Schulde, dein Blut und Tod bringt mich fuͤr GOtt/ich bleib in deiner Hulde. (Sünder.) 4. Was kan fuͤr solche Liebe dir, HErrx IEsu, ich wohl ge⸗ den? Ich weiß und finde nichts an mir/ doch will, weil ich werd leben, mich eigen dir, hier nach Gebuͤhr, zu dienen gantz verschreiben, auch nach der Zeit/ in Ewigkeit, dein Dienen seyn und bleiben. (I41.) A. H. B. Mel. Werde munter mein Gem. Spser Heyland unser Leben der du fur der Menschon Schuld dich dem bittern Tod ergeben, und in schmertzlicher Gedult alles abge⸗ tragen hast, daß die schwere Suͤn⸗ den⸗Last uns nicht moͤchte gar ersti⸗ Gen, und zur Hoͤllen niederdruͤcken. 2. Suͤsser Heyland unser Retter, der du GOttes Zorn gestillt, des Gesetzes Donner⸗Werter, das uns draͤuet, flucht und schilt, von uns weggenommien hast, uns in deinen Schutz gefaßt, die Verdamniß abge⸗ weisdek/ie die Hoͤllen⸗Angst geendet. 3. JEsu Christ/ von gantzen Her⸗ O gehst du nun, mein JESu stzen dancken wiy dir fur die Gunst, und fur deine Leidens⸗Schmertzen: Gieb/daß wir aus Glaubens⸗Brunst dir vechtschaffen dalickbar seyn, daß du uns der Hollen⸗Pein, durch dein Leiden, Tod und Wunden, so gar willig hast entbunden. 4. Satan band uns scharffe Ru⸗ then, maß uns schwere Straffen zu, da wir sollten gar verbluten, und ohn alle Seelen⸗Ruh, in die Hol⸗ len⸗Qvaal und Brand, unter sei⸗ ner Heuckers ⸗Hand„ ewigliche Schlaͤge leiden, und von GOtt gar seyn gescheiden. . Dieses kontest du Odu suͤsser JEsu Christ, woltest lie⸗ ber unsre Schulden, weil du unser Bruder bist/ durch ein guͤltig Lose⸗ Geld richtig machen, und der Welt dürch dein Angst und Todes⸗Rin⸗ gen/ Leben, Heyl und Wohlfarth bringen. 6. Welcher Herr last sich wohl schlagen an des schlimmen Knech⸗ tes Statt, und will dessen Busse tragen was sein Feind verschuldet hat, Du, HErr JEsu, hast allein wollen solcher Heyland seyn, und dein Leben selbst nicht spahren„ da wir deine Feinde waren. 7. Ist es nicht ein grosses Wun⸗ der 7 GOttes Sohn steigt von dem Stuhl seiner Hoheit gar her⸗ unlter„ aus dem seurig heissen Mfuhl, uns zu führen an den Ort, dalwix sollen immerfort in Gluͤcksee⸗ ligkeiten leben, und in steten Freu⸗ den schweben. 8. Ja/ er dultet Schlaͤg und Ru⸗ then, Dornen⸗ECron, Spott, Creutz und Tod, uns den heissen Hoͤllen⸗ Gluthen und der ewiglichen Noth zu entreissen: Nimmer nicht weiß ish hiefur ich meine Pflicht, nach Ge⸗ huͤhr vecht abzutragen, und genug⸗ sam Dauick zu sagen. 9. Hilff H Gnaden und laß mich zn aller Hrist/ wessen st du nicht dulten, gen. ERN JESu, hilff in ei Aassen R Aachte en Sch AllSetle b ich d Uhachendige 10, Lß Wen Hl Laß Ih/ so da e Schim (Ol der tlagen Mhentrisse I. Lief Oonh in sch direg shwaches Hißde Du Mein gette de mit de edey gel Mel. Hil Enn cket Chosst, st Hedu ges Schulden Hgen Cxeut 2. OIM Agtis het Habkernel n 4 Gottff. schengegl . Was k deE Sulnd Heh GO I lm thelres bafff fürc 5 ——— unten Her⸗ die Gunf, chmertzen.e ens⸗Brunst seyn, daß durchdein den, so gar sharffe Ru⸗ Straffen zu, luten, und in die Hoͤl⸗ unter sei⸗ „enikliche In GOtt gar nicht dulten, „woltest lie⸗ heil du unser guͤltig Lose⸗ dder Welt Todes⸗Rin⸗ Wohlfarth ss sich wohl men Kuech⸗ Hessen Busse dyerschuldet „hast allein seyn, und pahren, da losses Wun⸗ steigt von helt gar her⸗ lig heisse an den Ort, in Hlückse⸗ sieten Hreu⸗ t/ Na und geng Fu, hilftin ualler Flll Wassel 157⁷ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. —— 5⁸ essen dn mich hast entladen, wohl barachten JeEsu Christ, du bist mein Llen Ttol mein Theil, mei⸗ ner Seelen Trost und Heyl: Raum hab ich durch deine Bande in der Lebendigen Lande. 10. Laß mich deinen Tod betrach⸗ tenwenn der Tod auch koͤmmt zu mir: Laß mich ausser dich nichts ach⸗ ten/ so daß ich stets mit Begier dei⸗ ne Schmertzen, Wunden, Blut, (Older grossen Liebes⸗Gluth) zu nnn sey geflissen, so bleib ich dir nentrissen. 2— Lieffre, IESu, meine Seele dann in deines Vaters Hand, die ich dir allein befehle, wenn mein schwaches Lebens⸗Band brechen wird: Dann wird dein Tod, O du mein getreuer GOtt, nach dem To⸗ de mir das Leben dort im Himmel wieder geben. (142.) F. G. Mel. Hilff GOtt, daß mirs gelinge. Enn meine Suͤnd mich kraͤn⸗ cken, Omein HErr IESu Christ, so laß mich wohl bedencken, wie du gestorben bisi, und alle meine Schulden⸗Last am Stamm des heil⸗ gen Creutzes auf dich genom̃en hast. 2. O! Wunder ohne Massen, wenn mans betrachtet recht! Es hat sich martern lassen der HErr fuͤr seine Knecht: Es hat sich selbst der wah⸗ re GOtt fuͤr mich verlohrnen Men⸗ schen gegeben in den Tod. 3. Was kan mir denn nnn schaden der Suͤnden grosse Zahl? Ich bin bey GOL in Gnaden, die Schuld ist allzumahl bezahlt durch Christi theures Blut, daß ich nicht mehr darff fuͤrchten der Hoͤllen Qvaal und Gluth 4. Drum sag ich dir von Hertzen, ietzt und mein Lebenlang, fuͤr deine Pein und Schmertzen, O JE⸗ su, Lob und Danck„ fuͤr deine Noth und Angst⸗Geschrey, fuͤr dein unschuldig sterben, fuͤr deine Lieb und Treu. . HEur laß dein bitter Leiden mich reitzen fůr und fuͤr, mit allem Ernst zu meiden die suͤndliche Begier? Daß mir nie komme aus dem Sinn,x wie viel es dich gekostet, daß ich er⸗ loͤset bin. 6. Mein Creutz und meine Plagen/ solts auch seyn Schmach und Spott, hilff mir gedultig tragen: Gieb, O mein HErr und GOtt, daß ich ver⸗ leugne diese Welt, und folge dem Exempel, das du nur fuͤrgestellt. 7. Laß mich an andern uͤben, was du an mir gethan, und meinen Nechsten lieben, gern dienen ieder⸗ mann, ohn Eigennutz und Heuch⸗ ler⸗Schein, und wie du mir erwie⸗ sen, aus lauter Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich troͤsten kraͤfftiglich, in meiner letzten Stunden, und deß versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich aunehmen, daß ich dich ewig schau. (143.) M. C. F. Mel. O JEsu Christ meins ꝛc. W dancken dir, HErr JEsu Christ, daß du fuͤr uns gestor⸗ ben bist, und hast uns durch dein theures Blut gemacht fuͤr GOT gerecht und gut. 2. Und bitten dich wahrn Meusch und GOtt, durch dein heilig fuͤnff Wunden roth, erloͤß uns von dem ewgen Tod, und troͤst uns in der letzten Noth. 49 65 3. Behuͤt uns auch fuͤr Suͤnd und Schand, reich uns dein allmaͤchtige Hand, daß wir in Creutz gedultig seyn, uns troͤsten deiner schweren ein. 4. Und schoͤpffen hraus die Zu ver⸗ sicht, daß du uns werdst verlassen nicht; Sondern gantz treulich bey uns stehn, biß wir durchs Creutz ins Leben gehn. 0— (144. C. N. Mel. Liebster JEsu, wir sind hier. Wobl mir/IEsu/ du hist tod, deñ man traͤget dich zu Grabe⸗ 1— Wehr ö ————— — 190 Von der Auferstehung Christi. mehr hat es keine Noth/ weil ich ei⸗ nen Heyland habe, der auch biß zum Grabe kommen, und sich meiner an⸗ genommen. 2. Die ses Grab ist zwar nicht dein, Joseph hat es dir gelehnet doch es muß geborget seyn, wo man fremb⸗ de Schuld versoͤhnet. Du hast an⸗ dern Guts erworben, und bist nicht fuͤr dich gestorben. 3. Drum ist auch der Ort so vein, daß noch niemand da gelegen. Denn gus deiner Krafft allein kommet al⸗ ler Menschen Seegen, und die Ret⸗ tung von den Suͤnden ist bey an⸗ dern nicht zu finden. 4. Nicodemus salbet dich mit viel guten Specereyen 3 Aber diese koͤnnen mich von Verwesung nicht befreyen, nur im Blute deiner Wunden hab ich meine Salbung funden. . Unste Fehler waven bloß, nun⸗ mehr sind sie gantz bedecket, in der Eyden finstern Schooß hast du mei⸗ nen Fluch verstecket; GOttes Zorn ist aufgehaben, und mit nair zugleich begraben. 6. Mund und Augen hast du zu, doch sie liegen nur im Schlaffe, die⸗ ser Tod ist voller Ruh„ und auch meiner kein e Straffe/ denn ich wer⸗ de mit den Alten in der Erde Sab⸗ bath halten. 7. Schlaffe wohl, du grosser Held! deine Feinde sind bezwungen, dich hat wohl der Tod gefaͤllt„aber du hast ihn verschlungen, und diß kan mir Hoffnung geben, daß wir alle werden leben. 8. Derowegen habe Danck; Ich will mich davauff verlassen, und zu⸗ letzte Sterbenskrauck dich in Hertz und Seele falsen Damit werd ich guch begraben mieinen JEsum bey mir haben. ö V. Von der Auferste⸗ hung Christi. (IA.) Hymnus V. Fortunati verteutschet. Lso heilig ist dey Tag, daß ihn tes Sohn, der die Hölle uͤber⸗ wand, und den leidgen Teuffel daxinnen band, damit erlost er die Christenheit, das war Chyist selber. Hyrieleis. (146.7„ Mel. Erschienen ist der herrlich ꝛe. A'n Sabbath fruͤh Marien drey kamen zum Grab mit Spece⸗ reh/ als etzt der helle Tag anbrach, und man die Sonn aufgehen sah, Alleluig. 2. Wer weltzt uns von des Gra⸗ bes Thuͤr den grossen Stein, ber liegt dafuͤr? Alsbald sie aber kamen dar/ der Stein davon gewaͤltzet war Allelujg. 3. Da giengen sie zum Grab hinein, und sahen drinn ein Engelein im Grab sitzen zur rechten Hand/ in ei⸗ lemn langen weissen Gwand, Al⸗ eluig. Gẽsicht /der Engel antwort t: Fuͤrcht euch nicht/ ihr sucht den geexeutzig⸗ ten Ehrist, vom Tod er aufferstan⸗ den ist/ Alleluia.— 45 Da sehet her, das ist die Statt/ an welcher er gelegen hat, so geht nun hin, und sagts zur Stund sein n Jüungern und thuts Petro kund, Alleluig. 6, In Galilaͤam heist sie gahn, da willder HEyr sich sehen lahn. Zum Grab sie giengen schnell heraus, es kam sie an ein Furcht und Grauß, Alleluis. ö 7. Wir dancken dir, HErr JES Christ daß du vom Tod erstanden und Macht, und uns ins zum Leben wiederbracht yAllelhia. ö 61470 memand mit Lob erfüllen mag, denn der ewige Got⸗ 4. Sie sehr erschracken fuͤr dem bist, und hast zerstort sein Gewalt Heild reb Aafleynt u Ader frez Ushwingt. d fiehrf agt undle geftlͤhz, Eein Hollen I des Sie d Hand, 4. Ous is Kkehtes Frel A nicht v s mix n Nuth, zuf ssk dürch e chökben if Die Ho hemen m Akam ich Hfcht: Or Hsdfnichts! Wdes Bi Rlld. Die Wel Ilm groff zih nichts h Wün 8 Alsche rei 0 in Sheo gl iun isthur Mch gucht Ii Cad, duß Noth, Pomffef 10⁰ — kteutsches 0/ daß ihn! o0. eifallg wige GOt⸗ Holle uͤbetz en Duufftl Tlost er de Hfst selhe. hertlich z Narsen dre mit Specz⸗ ao abrach, gehen sch udes Gra Stein, den ber kamen bͤlthet way rab hieit ngelein im and/ in e/ mand/MA on für det kt't: Huͤcht geekeußig⸗ aufferstan die Statt, at/% gaht tund seithn Heno kun/ egahn, da lahn. Zum heraus/ nd Graluh/ Eir E ug ein Geh um Lebeh (h, Von der Aufferstehung IEsu Christi. 162 161 . E G. Auf auf! mein Hertz mit Freu⸗ den/ nimm wahr, was heut ge⸗ schicht, wie kommt nach grossem Lei⸗ den nun ein so grosses Licht? Mein Heyland war gelegt da wo man uns hintraͤgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist. 3. Er way ins Grab gesencket! der Feind trieb groß Geschrey: Eh ers vermeynt und dencket, ist Christus wieder frey, und rufft Victoria, schwingt frölich hie und da sein Faͤhnlein als ein Held,der Feld und Muth behaͤlt. 3. Der Held steht auf dem Grabe, und sieht sich mun ter um, der Feind liegt und legt abe Gifft, Gall und Ungestuͤm, er wirfft zu Christi Fuß sein Hoͤllen⸗Reich, und muß selbst in des Siegers Band ergeben Fuß und Hand. 4. Das ist mir anzuschauen ein techtes Freuden⸗Spiel: Nun soll mir nicht mehr grauen, fuͤr allem/ was mir will entnehmen meinen Muth/ zusamt dem edlen Guth/ so mir durch JEsum Christ aus Lieb erworben ist. 5. Die Hoͤll und ihre Notten, die kruͤmmen mir kein Haar: Der Suͤn⸗ den kan ich spotten, bleib allzeit ohn Gofahr: Der Tod mit seiner Macht wird nichts bey mir geacht, er bleibt bnd. Bild/ und waͤr er noch so wild. 6. Die Welt ist mir ein Lachen, mit ihrem grossen Zorn, sie zuͤrnt und fau nichts machen, all Arbeit ist herlohrn: Die Truͤbsal truͤbt mir/ nicht mein Hertz und Angesicht: Das Ungluͤck ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. Ich hang und bleib auch hangen Inn Christo, als ein Glied: Wo mein Haupt ist durchgangen, da nimmt s mich auch mit. Er reisset durch den Tod, durch Welt, durch Sünd und Noth, er reisset durch die Hoͤll/ 8. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach, und darff mich ja nicht kehren an eintzig Un⸗ gemach, es tobe was da kan, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heyland ist mein Schild, der alles Toden stillt. 9. Er bringt uns an die Pforten, die in den Himmel fuͤhrt, daran mit tond.. Worten der Reim gelesen wird. Wer dort wird mit verhoͤhnt Wird auch hie mit gekroͤnt: Wer dort mit sterben geht, Wird hier auch mit erhoht. 48./) Ein alt Oster⸗Lied. CYrist ist erstanden von der Mar⸗ ter alle: Deß sollen wir alle froh seyn, Christ will unser Trost seyn. Kyrie Eleison. 2. Waͤr er nicht erstanden, so waͤr die Welt vergangen: Seit daß er er⸗ standen ist, so lobn wir den HErren IEsum Christ. Kyrie Eleison. 3. Alleluja! Alleluja! Alleluia! Deß solln wir alle froh seyn: Christ will unser Trost seyn. Kyrie Eleison. (149.) D. M. L. Corist lag in Todes⸗Banden, für unser Suͤnd gegeben, der ist wie⸗ der erstanden, und hat uns bracht das Leben: Deß wir sollen froͤlich seyn, GO TL loben und ihm danck⸗ bar seyn, und singen Halleluja, Halleluja. 2. Den Tod niemand zwingen kunk, bey allen Menschen⸗Kindern: Das macht alles unser Suͤnd, kein Un⸗ schuld war zu finden: Dayon kam der Tod so bald, und nahm uͤber uns Gewalt/ hielt uns in seinem Reich gefangen. Halleluia. 3. JGsus Chrissris Gttes Sohn, an unser statt ist mmen, und hat die Suͤnde abget haun, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt/ da bleibet nichts denn Tods⸗Gestalt, den Stachel hat et verlohreu, Halleluja. sch bin stets sein Gesell. 4. Es war ein wunderlicher Krieg, 5 da 1 63 Von der Aufferstehung IEsu Christi. da Sod und Leben vungen: Das Le⸗ ben behielt den Sieg/ es hat den Dod verschlungen. Die Schrifft hat ver⸗ kuͤndigt das, wie ein Dod den an⸗ dern fraß: Ein Spott aus dem Tod ist worden, Halleluia, 6, Hier ist das vechte Oster⸗Lamm, davon GOtt hat geboten: Das ist au des Eveutzes Stamm in heisser Lieb gebraten! Deß Blut zeichnet Unsre Thůr/ das halt der Glaub dem Tode fuͤr: Der Würger kan uns nicht ruͤhren. Hallelujg. 7. So feyren wir das hohe Fest/mit Hertzens⸗Freud und Wonne; Das Uns der HErr erscheinen laͤst: Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glantz erleuchtet unsre Hertzen gantz: Der Suͤnden Nacht ist vergangen. Halleluia. 3. Wir essen und leben wohl in rechten Oster⸗Fladen: Der glte Sauerteig nicht soll seyn hey dem Wort der Gnaden: Christus will die Köste seyn„ und speisen unsre Seel allein, der Glaub will keins andern lehen. Hallelujg. e.).L. Christos ist erstanden von des Todes Banden, er hat eine Schlacht gethan, und den Sieg gebracht davon. 2. Er vergoß sein Blute, uns Menschen zu gute, da dacht seiner Feinde Schaav, er waͤr krafftloß gantz und gar. 3. Nun hat er gebunden, herrlich Aberwunden Hoͤll und Teuffel, Sünd und Dod, sind gemacht zu Schand und Spotrtt. 4. Holl/ wo ist dein Rachen? Tod was kanst du machen? Teuffel, wo ist dein Gewalt? damit du so hast gepralt. GOtt sey Ehr gegeben, der uns Sieg und Leben hat geschenckt durch JEsum Christ, den vyim Dod Eeystanden ist. 00 (I5I), N. M. S. ö Mel. Nun fleut euch lieben ꝛe. muͤssen krafftloß werden, des Lam⸗ Dor Hoͤllen Pforten sind zer stoͤrt/ der Tod ist nun verschlun⸗ gen/ des Sataus Reich ist gantz ver heert, Loh seh dir, GOtt, gesungen/ der Sünden Macht ist abgethan, durch Christum ist die Himmels⸗ Bahn und wieder aufgeschlossen. 2. Was uns des alten Adams Schuld im Paradieß verlohren/das, und noch mehr, hat Christi Huld uns twiederum erkohren. Der star⸗ cke Held aus Davids Stamm hat seines Vaßers Zornes⸗Flamm ge⸗ loͤscht mit seinem Blute. 3. Heut ist er aus dem Grab herfür mit grosser Macht gebrochen, und stechet auf des Heyls Panir, immas⸗ sen er versprochen„ er bringt nach wohlgeführtem Streit uns wieder Fried und Freudigkeit, jg alle Him⸗ mels⸗Schaͤßze. 4. Drum lasset uns in Froͤlichkeit Hertz und Gemuͤth erheben, weil Uns ist diese Gnaden⸗Zeit vom Him⸗ mel wieder geben: Wir haben Chri⸗ sti Reich und Macht/ er ist hinweg⸗ der Tag und Nacht fuͤx GOtt uns hat verklaget. . Der alle Welt verfuͤhrt in Noth, liegt in dem Staub der Erden. Der voymahls starcke Seelen⸗Tod hat mes Blut hat ihn bekriegt/sein wah⸗ res Zeugniß obgesiegt, und uns zum Heyl erhalten. 6. Wir werden auch nach dieser Zeit, wie Christus, aufferstehen/ und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmels⸗Freud eingehen, denn wo das Haupt geblieben ist, da müssen guuch zu jeder Frist, dis andern Gli der wohnen. (192.) B. H. Mel Wol dem/ der in GOttes ꝛe/ worden bist, zerbrichst der Hollen Baͤnd und Thür, unid koͤmmst ain dritten Dag herfuͤr. Lalst schauen dich ohn alsSban * 0 Ustarcker Held„HErr IEsu D Christ! des Tods 00 machtig 100 —.— Ihdeinen delt E stgus de 3 Lehr u Ihannend Ar Auf Ihbeg alle 4„ Hll: hn und Rp wirerl MWetygen, Rschie Hrah IchsChii Hhitt al shrt. y. 2. Die 6 Ind Tod, Ahgst un VEluslEl Ihstanden Am So Keh, kamiet daß sie sal Lom Tod Hallelujg, 4. Weh Ulach! Eh 0 H Halein: Angern .Der Il Leid wind Hred; S sohn,, e Fupcht un 0. Der! Geshräch dem Weg Lohnn 0 — ten sind ze⸗ Inerschlug imgantzver kt,Hesungeß It abgethah, 4 Himmelt eschlossen. Ilten Mamz Tlohren, daz Cpuisti Huch Der stay Stamm ht Flamm ge⸗ Grabherfis tochen, und anir, immaß bringt nach uns wiedet jaalle Hi Groͤichkeit, heben, weils It vom Hih haben Chrij eristhintoeg ir GOtt uno hrt in Noth, Erden, Dil en⸗LCoh hal U„ des Lah⸗ egt, seim wah⸗ und uns iuhi nach ist aufferstehe. llichkeit u hen, dennnl „ damush andern Gf 99 10 GOttehe HErr I Hunmasth der Hill honmsen g 165 Von der Aufferstehung JEsn Christi. — 8—*——————3—333 166 bey deinen Freunden uͤberall, zeigst ihn dein Gaben hoch geacht, die du hast aus dem Tod gebracht. 3. Lehr uns und alle Christenheit erkennen diese grosse Ereud, die von dein'r Aufferstehung wir bekommen haben all von dir. 4. Hilff uns von Suͤlden auffer⸗ stehn und in ein heilig Leben gehn, biß wir erloͤst von aller Pein, bey dir in ewgen Ostern seyn. 53.) N. H. Egischienen ist der herrlich Tag, dran sich niemand gnug freuen mag; Christ unser HErr heut trium⸗ phitt, all sein Feind er gefangen fuͤhrt. Halleluia. 2. Die alte Schlang, die Suͤnd und Tod, die Hoͤll all Jammer, Angst und Noth hat überwunden JEsus Christ der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. 3. Am Sabbath fruͤh, mit Speee⸗ rey, kamen zum Grab Marien drey/ daß sie salbten Marien Sohn, der vom Tod war erstanden schon. Halleluja. 4. Wen sucht ihr da? Der Engel sprach! Christ ist erstanden, der hie lag: Hier seht ihr die Schweißtuͤ⸗ cherlein: Geht hin, sagts bald den Jüͤngern sein. Hallelura. Der Juͤnger Furcht und Hertze⸗ leid wird heut verkehrt in lauter Freud: So bald sie nur den HErren sahn, verschwand ihr Trauren, Furcht und Zagn. Halleluin. 6. Der HErr hielt ein freundlich Gespraͤch mit zweyen Juͤngeru auf dem Weg: Fuͤr Freud das Hertz im Leib ihn'n brandt, im Brodbrechen ward er erkandt. Halleluja. . Unser Simson der theure Held, Christus den starcken Loͤwen fallt, der Hoͤllen Pforten er hintraͤgt, dem Teufsel all sein Gewalt erlegt. Hal⸗ leluia. 8. Jongs im Wallsisch war drey Tag; So lang Christus im Grab guch lag! Denn laͤnger ihn der Tod kein Stund in seinem Rachen be⸗ halten kunt. Hallel. 9.Sein Raub der Tod must fahren lahn, das Leben siegt und gewann ihm an: Zerstoͤhrt is nun all seine Macht, Christ hat das Leben wie⸗ derbracht. Hallel. 10, Heut gehn wir aus Egypten⸗ Land, aus Pharaonis Dienst und Band, und das recht Oster⸗Laͤmme⸗ lein wir essen heut im Brod und Wein. Hallel. I. Auch essen wir die suͤssen Brod, die Moses GOttes Volck geboth? Kein Sauerteig soll bey uns seyn, 21—4 leben von Suͤnden rein. allel. 12. Der schlagend Engel fuͤruͤber geht, kein Erstgeburth er bey uns schlaͤgt. Unser Thuͤrschwell hat Christi Blut bestrichen, das halt uns in Hut. Halleluja. 3. Die Sonn, die Erd, all Crea⸗ tur, und was betruͤbet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt⸗Fuͤrst darnieder lag. 24.8 1 auch 14. Drum wir auch billig froͤlich seyn, singen das Halleluja En, und loben dich, HErr JIEsu Christ, zu Trost du uns erstanden bist. Hal⸗ leluja. 910 den 95 V. FRstanden ist der heilge Christ, E Hall. Hall, Der aller Welt ein Troͤster ist. Hall. Hall. 2. Der nun den Tod erlitten hat⸗ Hall. Hall, fuͤr unser aller Misse⸗ that/Hall. Hall. 3. Die Frauen kamen zu dem Grab/ Hall. Hall. sie brachten Salben mit sich dar, Hall. Hall. 4. Nun sagt den Juͤngern zu der Frist: Hall. Hall. Erstanden ist der heilig Christ, Hall. Hall. 5. In dieser Oesterlichen Zeit, Hall. Hall. Sey GO gelobt in Ewigkeit. Hall. Hall. (55) D. M. L. ERangen ist der heilig Christ, F 2 ö Alle⸗ * I. * 167 Von der Aufferstehung JeEsil Christi. Alleluza/ Allelnia, der aller Welt ein Troster ist. Alleluig, Allelluig. 2. Und waͤr er nicht erstanden/All. Allel. so waͤr die Welt vergangen, Allel. Allel. 3. Und seit daß er er standen ist, All. Allel⸗ lobn wir den HErren IEsum Ehrist, All. All. . Es giengen drey heilge Frauen, Allel. Allel, des Morgens früh im Dhauen, All. Allel. 5. Sie suchten den HErven JE⸗ sum Christ, All, Allel. der von dem Tod erstanden ist, All. Allel. 6. Sie funden da zween Engel schon, All. All. die troͤstn die Frauen Lobesan, All. Allel. (Enigel). 7, Erschrecket nicht und seyd all fvoh, All. Allel. denn den ihr sucht/ der ist nicht da. All Allel. (Maria.)8, Ach Engel, Ieber En⸗ gel fein All. Allel. wo funid ich doch den HEyren mein 2 All. Allel. (Engel⸗I 9. Er ist erstanden aus dem Grab, All. Allel. heut an dem heilgen Oster⸗Dag. AllAllel. (Maxrig.). 10, Zeig uns den HEr⸗ ren JEsum Christ, All. All. der von dem Tod erstanden ist, All. Allel. (Engel Ir. So trett herzu und seht die Statt/ All. All. da man ihn hingeleget hat. Allel. Allel. (Marig.) 1e Der HErr ist hin, er Ist nicht da, All. All wenn wir ihn Hatkn, so warn wir froh, All. All. (Engel.) 13. Seht an das Tuch, darini er lag, All. All. gewickelt biß Aln dritten Tag, All. All. Marig) 14. Wir sehens wohl zu Dieser Frist, All. All. weiß uns den HErren IEsum Christ, All. All. (Engel.). Ar. Geht hin ins Gali⸗ Lassch Land, Allel. Allel. da findt ihr ihli, sagt er zu hand, All. Allel⸗ Maria zum Volck. Christ, Allel Allel. Gemeine. Alll. All. uird Chyist soll unser Zroster seyn. Aie 0 (56.) J. EI. Mel. Heut triumphiret GOttes ꝛe. Feceh Morgens da die Sonn auf⸗ geht, mein Heyland Christus aulffersteht, Alleluja, Alleluja, vey⸗ trieben ist der Suͤnden Macht/ Licht Heyl und Leben wiederbracht/ All. Alleluig. 2. Wenn ich des Nachts offt lieg in Noth, verschlossen, gleich als war ich tod, Alleluja, Alleluig, Laͤst du mir fruͤh die Gnaden⸗Sonn auffgehn nach Trauren Freud und Wonn, All. Allel. 3. Nicht mehr als nur drey Tage lang bleibt mein Heyland in Todes⸗ Zwanej Allel⸗Allelujg. Den drit⸗ ken Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Sieges⸗Fahn schwingt Alleluja, Alleluig.. Jetzt ist der Dag, da mich die Welt init Schmach am Ereutz ge⸗ fangen halt, Alleluja, Alleluig, draüf folge der Sabhath in dem Grab/ dayinn ich Ruh und Frieden hab. Allel Allel. ö 5. In kurtzen wach ich froͤlich auf, mein Oster⸗Tag ist schon im Lauff, All. Allel. Ich wach auf durch des HErren Stimm, veracht den Sod mit seinem Grimm. Allel, Allel. lich fuͤr allem Volcke toͤdten sich⸗ Allel. Allel, Da er durchs Todes Kercker brichtlaͤst ers die Menschen sehen nicht, Allel. Allel. Sein Reich ist nicht von dieser (Marig.) 16. Habt Danck, ihr lie⸗ ben Engel fein All. All- Nun wolln Wir alle fröͤlich seyn. All. Allel. (Engel.) x/, Geht hin, sagt das St. Petrn an, All⸗Allel und seinen Jungeyn Lobesan. All. Allel. Welt/ kein groß Geprang ihm hier gefaͤlle, Alleluia, Alleluja. Was schlecht und niedrig geht hevein soll ihm das Alleylfebste seyn. All, Allelnig⸗ 93 8. His 18. Pun singet all zu dieser Frist, Allel. Allel erstanden ist der heilge such 19. Deß solln wir alle frolich seyn, 1608——. l Alle Serkt MTodert 6. Am Creutz laͤßt Christus ffent⸗ 0, Oa i sst ansche II Allel. Ind zur h, All, I Der H Iht vegt/ Geab Aauffel, H Aleluig, L I. O W. Huld o lcht falt Moft⸗St Re, extwa Ihüh, All. H. Kein schßudt, Hehiointd,e sch aus sch will he Wel, Allel I4. Und 0jöo st A Allele Aklatedas Oah, Allel⸗ Y, Lebte Abt 3 Je nnn le Walt Ohristumt 5, Ernef lschj erb; h,Ml A Apichhin Aesh, Dur Hafft, e 160 169. ck. ö deser Fris, fderheilg roͤli früichten au, was er fuͤr Thaten hat gethan, nser Troster GOttes ꝛ Sonn auf ud Christus leluja, vez⸗ Nacht,icht, hracht, All chts offt lieg „gleich als „ Allelujg saden⸗Sonn Freud und brey Tage din Todes⸗ Dendrik⸗ dringt, mit yuschwingt) % mich dis Creutz ge⸗ „Allelung, alh in dem und Hrieden siolich auf nim Lauff, fdurch bes ht den Lod L. Alel. us Iffeht⸗ todten sich Ichs Lobes Menscheh 1 von diest g ihm Het Uja. WMi eht hekeif/ 2•H Von der Aufferstehung PFFFTFTFTFTFTFTFTFTFI JEsu Christi. 170 8. Hie ist noch nicht gantz kund ge⸗ macht, was er aus seinem Grab ge⸗ bracht, All. All. Der grosse Schatz die reiche Beut, drauf sich ein Christ so hertzlich freut, All. All. 9. Der Juͤngste Tag wird zeigen Allel. Allel. Wie er der Schlangen Kopff zerknickt, die Hoͤll zerstoͤhrt, den Tod erdruͤckt! All. Allel. 10. Da werd ich Christi Herrlich⸗ keit anschanen ewig voller Freud, All. Allel. Ich werde sehn, wie alle Feind zur Hoͤllen⸗Pein gestuͤrtzet seyn, All. All. II. Der HErr den Tod zu Boden schlaͤgt, da er selbst tod und sich nicht regt, Allel. Allel. Geht aus dem Grab mit eigner Krafft, Tod, Teuffel, Höll an ihm nichts schafft, Alleluja, Alleluja. 12. O Wunder groß, O starcker Held 1 wo ist ein Feind, den er nicht faͤllt 2 Allel. Alleluja. Kein Angst⸗Stein liegt so schwer auf ir/ er waͤltzt ihn von des Hertzens Thuͤr, All. All. 13. Kein Creutz und keine Noth sich findt, die Christi Sieg nicht überwind, Allel. Alleluig. Er fuͤhrt mich aus durch seine Hand, wer nich will halten, wird zu Schand, Allel. Allel. 14. Und daß der HErr erstanden ey, das ist von allem Zweiffel frey, All. Allel. Der Engel selbst bezeigt s klar, das leere Grab machts offen⸗ har, Allel. Allel. 0 8 15, Lebt Christus, was bin ich be⸗ ruͤbt 2 Ich weiß, daß er mich hertz⸗ lich liebt/ All. All. Wenn mir gleich alle Welt stirbt ab, gnug daß ich Christum bey mir hab, All. All. 16. Er nehrt, er schuͤtzt, er troͤstet nich, sterb ich, so nimmt er mich zu sich, All. Allel. Wo er ietzt lebt, da nuß ich hin, weil ich ein Glied seins ah keibes bin, All. All. 7. Durch seiner Aufferstehung Krafft, komm ich zur Engel Bruͤ⸗ derschafft, Allel. Alleluja. Durch ihn bin ich mit GO versoͤhnt/ die Feindschafft ist gantz abgelehnt, Allel. Allel. 18. Mein Hertz darf nicht entse⸗ tzen sich, EOtt und die Engel lieben mich, Allel. Allel. Die Freude die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit, Allel Allel. 19. Fuͤr diesen Trost, O grosser Held, HErr JEsu, danckt dir alle Welt, Allel. Alleluja. Dort wollen wir mit groͤssern Fleiß erheben dei⸗ nen Ruhm und Preiß, All. Allel. (157.) B. H. Mel. Wo GoOtt zum Hauß nicht. GD sey gedanckt durch JE⸗ sum Christ, der Himmel mir erworben ist, denn Christus Teuf⸗ fel, Suͤnd und Tod bezwungen und getilget hat. 2. Und aus dem Grab mit grosser Macht,/ Fried/ Freud und Leben mit sich bracht, drum ihm allein ich mich befehl, mein Leben, Sterben, Leib und Seel 3. Mein Trost, HERR Christ: du bist allein, darzu der einig Hey⸗ laud mein„ Laß mich seelig zum Grabe gehn, und froͤlich wieder auf⸗ erstehn. 0 246 4. Auch herrschen uͤber all mein Feind, die an dir schon feig wor⸗ den seynd/ so will ich deinen Nah⸗ men groß im Himmel lobn ohn Unterlaß. (158.) B. F. oder J. H. S. HEot triumphiret GOTTES Sohn, der von dem Tod erstan⸗ den schon, Halleluĩa, Halleluja, mit grosser Pracht und Herrlichkeit, deß danckn wir ihm in Ewigkeit/ Hallel Halleluja. 2. Dem Teuffel hat er sein Ge⸗ walt zerstoͤhrt verheert in aller Ge⸗ stalt, Hallel. Hallel. Wie pflegt zu thun ein starcker Held, der seinen Feind gewaltig faͤlt. Hall. Halel. 3. Osuͤsser HErre JEsu Christ! Der du der Suͤnder Heyland bist, F 3 Hal⸗ 17¹ Von der Aufferstehung JEsi Christi. + Hallel. Halleluja, fuͤhr uns durch dein Barmhertzigkeit mit Freuden iul dein Herrlichkeit, Halleluja, Hallelujg. 65 4. Nun kan uns ke in Feind scha⸗ den mehy/ ob er gleich wuͤtet noch Io sehr/ Hall. Hall. Euliegt im Hoth Heh arge Feind, dargegn wir GOt⸗ Les Kinder seynd, Hall.⸗ Hall. Hier ist doch nichts denn Angst und Noth, wer glaͤubet und haͤlt Dein Gebok, Hall. Hall. Der Welt Ast er ein Hohn und Spott, muß Wannl. offt ein'n schnoͤden Tod/ Hall. 0 6. Dafüͤr wir dancken alle gleich/ für GOtt in allen macht/ und euren Walidel fuͤhret. Ein wenig Sau⸗ erteig gar lescht den gantzen Deig fortan duvchkreucht, daß er wird gantz durchsaͤuret. 3. Also es mit den Suͤnden ist/ wo ferner treibet. Das Oster⸗Lamm im neuen Bund erfordert, daß des Hertzens Grund gantz vein in allem werde. 4., Wer Ostern halten will, der muß dabey nicht unterlassen, die bittern Salsen wahrer Buß, alls Bose muß er hassen: Daß Christus And sehnen uns ins Himmelreich/ Hall, Hall. Es ist am End, GOtt, Helff uus alin, so singen wir im gros⸗ sen Schall; Hall. Hall. 7, GOtt dem Vat er im hoͤchsten Thion, samnt Christo, seinem lie⸗ ben Sohn, Halleluja, Halleluja. Dem Heilgen Geist in gleicher Weiß/ sey vob und Ehr luit hohem Preiß, Hall. Hall. (159.) D. M. L. eEsus Christus, unser Heyland, Der den Tod uͤberwand, ist auf⸗ vrstanden, die Sund hat er gefau⸗ gen, Kyrie Eleison. 2. Der ohne Sunde war gebohyn, rug fuͤr uus GOttes Zorn/ hat uns Vosoͤhnet⸗daß ung Ott syin Huld Honhet, Kyrie Eleison. Tod,/ Suͤnd, Deuffel, Leben und Gnad/ alles in Handen er hat: Er Lamerretten alle die zu ibm treteis, Ryrie Eleifon. 160, Mel. Wo Gott der HErr nicht ꝛe. Christen seht, daß ihr aus⸗ — fegt, was fich in euch von Suͤn⸗ den unnd alten Sauer teig noch regt/ nichts muß sich deß mehr finden, daß ihr ein neüer Deig moͤgt seyn, Der ungefanert sey und vein, ein Delg der GOlt gefalle. 3 Habt doch darguf genaue Acht, dasß hs ůch ohl pyy hipeß, wie ihrs gnug/ unser Osterlam/fuͤr uns geschlacht t am Eyeutzes⸗Stamm, ihn dup ch sein Blut rein mache. 5. Drum laßt uns nicht im Sau⸗ erteig der Boßheit Ostern essen/daß uns nicht Schalckheit dahin neig, der Busse zu vergessen: Vielmehr laßt uns die Oster⸗Zeit, im suͤssen Deig der Lauterkeit und Wahrheit Christlich halteu. 6. IEsu, du Oster⸗Lamm, verleih Uns deine Oster⸗Gaben, daß wir Fried, Freude und dabeh ein veines Hertze haben Gieb, daß in uns dein heiligs Wort der Suͤnden Sauerteig hinfort je mehr und mehr gusfege! (161.) M. J, J. M. Melod. Es ist genug. ICh habe gnug! mein ISss lebet noch der mich vergnuͤgen kan, er hat den Zorn des Vaters ausgesoͤhnt/ und fuͤr mich gnug ge⸗ than, kan er im Dode nicht verder⸗ ben, so werd ich auch nicht ewig ster⸗ hen/ ich habe gnug ⸗ 2. JIch habe gnug! mein IE⸗ 2. theures Glied, das neigte sich mit am Creutz verschied. Nun hat erz wieder auffgerichtet, und meinei Tod zuglesch veynichtet; 172 eine heryschend bleibet da bleibt guch, was zu ieder Frist zum Bosen sus sst mein Haupte, ich bin sein grossem Angst⸗Geschrey, als eid Ichhab 3. J 2.— c hin, sl, O Me gahdͤrß Icgebeth l Schein, hinenoht Thnl.& Sonhe/ Wor . Ichh HEbryn henndu; Hergnuͤge Zuch mi le/ so pis habeggh 7 La 0 gelly 0 lingen, d Igader Hü OEr hal slehlen, Hfut Ihlumph Ad Inn Isiagl i Bonden sahdeh. 4. Heut under UeLüth lt 17²2 —— t, Und euxen henig Sau⸗ Hanen Teig daß er wird Zuͤndenist wo etyda bleibt Iszum Bosen Oster⸗Lamm dekt, daß des lesn in allemn ten will, der terlassen, die er Buß, alls Daß Christus is geschlachtt ihn durch sein licht im Sal⸗ dern essen,daß t dahin neig, Vlelmeht it, im suͤssen nd Wahrhest umm, vetleih ben„ daß wit abey ein xeines „ daß in uns der Suͤnden e mehr un IM. genügh. mein Jests hich vergnügei: m des Vnlels mich gnugge e licht berhen nicht euigftk⸗ nein 70 ich bin s nactishei hrey„ d ö Manhlds „und mah het; saf 4%0 23 Von der Aufferstehung JEsu Christi. 2 FFfFfFF 174 3. Ich habe gnug! mein IEsus ist mein HErr und theurer Lebens⸗ Fuͤrst; Der hat ein Hertz, das nach der Menschen Heyl und Wohlerge⸗ hen duͤrst. Wo sich der HErr hat hin begeben, da soll der Diener gleich⸗ falls leben, ich habe gnug.. 4. Ich habe gnug! mein Esus ist mein Glantz und heller Gnaden⸗ Schein. Diß Freuden⸗Licht laͤst keinen ohne Trost und unvergnuͤget seyn. Denn von derselben Oster⸗ Sonne, koͤmmt Leben, Seeligkeit und Wonne. Ich habe gnug ꝛc. . Ich habe gnug! nur zeuch mich/ Hrr, nach dir, damit ich auffersteh, wenn du aufstehst, und endlich wohl vergnuͤgt zu deiuer Freud eingeh. Zeuch mich aus dieser Leibes⸗Ho⸗ le, so ruffet die erfreute Seele, ich ) E. C. H. LIAt uns jauchtzen, laßt uns sin⸗ gen, hilff, O HErr! laß wohl ge⸗ lingen, dieses ist der Sieges⸗Tag, da der Fuͤrst der Welt erlag, den der HErr hat wollen machen, laßt uns freuen, laßt uns lachen. 2 Heute, heute trriumphiret, im Triumph die Feinde fuͤhret Siloh und Immanel: Ja der Furst in % Israel ist heut aus des Todtes Banden siegreich wieder auffer⸗ standen. 3. Der zuvor mit tausend Plagen als ein Suͤnder ward geschlagen, hat erhalten Sieg und Feld„als ein starcker Sieges⸗Held: Der vorhin ward sebr verhöͤhnet, heute wird mit Schmuck geeroͤnet. 4. Heute wird ein Gifft der Hoͤllen und der Hoͤllen Rott⸗Gesellen, un⸗ ser Low aus Juda Stamm: Heut hat JEsus, GOttes Lamm, uns/ die wir diel leiden muͤssen, herrlich aus der Angst gerissen. 5. Wo ist Teuffel nun dein Toben? Es ist wie ein Rauch zerstoben. Cod, wo ist dein Stachel hin? Hoͤll, wo sst dein Meuchel⸗Sinn? Du bist/ Teuffel, Aberwunden, Tod und Hoͤlle fest gebunden. 6. Unser Heyland ist genesen, hat ein freudenreiches Wesen mit sich an das Licht gebracht: Er hat aller Suͤnden Macht gantz vernichtet schr 6. ausgerilget und ver⸗ oͤhnet. 7. JEsu/ dir sey Danck gesaget, daß die Feinde sind verjaget, nud nun alles beygelegt, was uns hat⸗ te Noth erregt! weil du ritterlich gerungen, sey dir ewig Danck ge⸗ sungen.. 8. Gieb, ach gieb mir deine Gnade, daß der Teuffel mir nicht schade, laß mit dir mich aufferstehn, Fruͤchte deines Friedens sehn/ daß ich mich in dir erneue, deines Kampffs und Sieges freue. (163.) J. R. Mel. Heut triumphiret GOttes ꝛc. Leih mene dan e bin ich betruͤbt, ich weiß daß er mich hertzlich liebt, Hall. Hall. Wenn mir gleich alle Welt stuͤrb ab, gnug daß ich Christum bey mir hab, Hall. Hall. 2. Mein JEsus lebt und schuͤtzet mich/ darum mein Hertz sreu gllzeit dich/ Hall. Hall. Ob sich erhebt der boͤsen Rott, sey gutes Muths, nur ihrer spott, Hall. Hall. 3. Lebt doch mein JEsus in der Hoͤh/ trotz dem, der mir entgegen steh, Hall. Hall. Er kan dem Feind begegnen so, daß er der Last wird nimmer froh, Hall. Hall. 4. Ich seh auch nicht, warum ich solt betruͤben mich, wann ich gleich wolt, Hall. Hall. Wenn IESUS lebt an dem ich glaub, wer ist der mir das Leben raub 2 Hall. Hall. 5. Er macht ja durch sein Auffer⸗ stehn, daß ich zum Himmel kan ein⸗ gehn, Hall. Hall. Kein Suͤnd/ kein Tod im Weg mehr seyn, die Stras⸗ se haͤlt er frey und rein, Halleluja, Halleluja. 5 Mein Glaub an IEsum tilgt die Suͤnd„GO Td liebt mich recht, § 4 als 25 Vom Leden und Sterben JEsu Christi. als sein Kind, Hallel. Hallel. Ist GOt versoͤhnt und nun mein Preund, laßt toben Welt und alle Feind/ Hallel. Hallel⸗ 7. O Tod fuͤr dir fuͤrcht jch mich nicht, dein Macht die Bosen nur anficht, Hall. Hall. Mein Leben, JESlI S, dich bezwingt, und mich durch dich zum Himmel bringt, Hallel. Hallel. 8. Wenn ich Trost, Huͤlff und Gnad begehr, mein JEsu, mir das⸗ selb gewaͤhr⸗ Hallel⸗ Hallel. Ich glaͤub an dich staͤrck meinen Geist, daß du 8 Tod eystanden seyst, Hall. Hall 9. So werd ich nimmer seyn ver⸗ lohrn, so wahr als du ein Mensch gebohrin. Hall. Hall. Wer an dich glaubt und zweiffelt nicht, der kom⸗ met ja r ins Gericht, Hall. Hall. 10. Ich glaͤub an dich mein JEsu Christ/daß du fur mich getodter bist, Hall Hall. Und aufferstanden mir zu gut/ daß du mich haltest slets in Hust, Hall. Hall. II. Wie könnt ich denn verlohren seyn? Es ist unmoͤglich, nein, ach nein J Hallel Hallel. GOtt Lob, der starcke IEsus lebt, mit ihm lebt/ wer im Glauben schwebt, Hal⸗ Le e Ich leb, und werd in Ewigkeit 15 JElu leben, Oder Freud! Hal⸗ Leluja, Hallel. Deß habe Dauck du Lebens⸗Hort, hab Danck, O JEsu hiey und dort/ 40 Hall. (164.0 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Meingesuslebt! was soll ich sterben? Hier steht mein Halipt unid tyiumphirt, So muß ich j 3a das Lehen erbenweil Noth und Tod die Macht derliert, weg Traurigkeit das Sran in her/ mein JIEsuis lebt, das Grahist er. 2. Mein FEsus siegk! drum liegt zum Whan, 5 was ir das Leben vaushen Fan, der Zoh muß nun die Erde kuͤssen, miir lvind der Satan unterthan, der Hollen Abgrund sel⸗ 4.—5 denn uberall schallt: Je⸗ sus lebt 2. Mei JEsus lebt! das Grab ist offen/so geh ich fueudig in die Gruft, hier kan ich auch im Tode hoffen, daß mich sein Wort ins Leben vufft. Wie sůͤsse schallt die Stimme hier: ich leb und ihr lebt auch mit mir. 4., Mein IEsus bleibt also mein Leben Er lebt in meinem Heytzen hier und soll lich ihm das Leben ge⸗ ben, mein Tod koͤmmt mir nicht schrecklich fuͤr, weil er mich in den Lamto ent. so wahy/ als Jsus ist und lebt (165. D. P. I. S. Mel. IEsu meine Frelide. Un ist aufferstanden, gus deß Todes Banden GOT und Menschen Sohn: JEsus hat gesie⸗ get/, daß nun alles lieget unter sei⸗ nem Shron. Alle Feind, so viel ihr seynd/ hat er auf das Haupt geschla⸗ gen/ ja, gar schau getragen. 2. Daß er wollen sterben, war uns 30 ebwerben Heyltund Seeligkeit. Nachdem diß geschehenduͤrffen wir nun sehen/ daß vor kurtzer Zeit ey zwar sich wahrhafftiglich! in den Tod um unser Leben hat dahin gegeben. 3. Niemand wird nun finden, daß von unsern Suͤnden noch was uͤbrig sey; Weil der wiederkommen, dey sie übernommen: Ja in dem er frey/ Wst uun genug zu thun, weil die Zahlung just befunden, keiner mehr verbunden. 4:· Was will uns nun schaden, weil wir zu Genaden sind einmahl ge⸗ bracht: Will der Teuffel drauen, duͤrffen wix nicht scheuen sein ver⸗ lohrne Macht. Hie ist der, fuͤr wel⸗ chem er gugenblicklich muß erbe⸗ ben, und hinweg sich heben. 5. Holle, wilt du pochen ꝛ der dich hat zevbrochen, stellt sich lebend dar. Weil du nun gelassen, und nicht mochtest fassen/ den/der Burge war, so hast din vor immerzu deines ö Rechtes 20 ¹+.— schtes 0 ind 5 oe eh 0 Voth. O Hlfft, ond ß ug I. Dakun Hin Geist Is Grab! Wlegen u Whnein Hib seinen sicht schet 8. Eo fi sin eihen E Wie wir y egraben, der gros hit sich f slepen. . liobe Stul Lbenj gu I 10. Ode holt hun lichkeit ni Hchh 1 Vess Ch 0 nit d l⸗Wo Dfestane 555 9 3 end Hltgtun Ruß er g Heh Hn W Hhlcher g ö Wgrundfl, schllt: JE das Erabil Iudie Grust Tode hoffn Lebenruff, timme hier; mit mir. lht also mein nem Hertzen has deben ge⸗ nt mix nicht mich in den „als Wsus .8. Freude. u, aus des G0Dd und sus hat gesie⸗ jet unter sei⸗ d/ so viel ihr gupt geschla⸗ Igen. henl, War uns Sesligkeit. „durffen wir Urber Zeit el ch in dendod ghin gegeben, fünden, daß och was ubrig ommen/ der dem er freh/ un/ Weil die keiner meht schaden, weil nmahl ge⸗ Iffel drallen, Iun silhu, der,fuͤrwel⸗ h muß erbe⸗ ehen. hen eder bich chlebenddat. ö und nicht Bun 0 10 Vi del FfFf 17⁷ Von der Aufferstehung JEsu Christi. 17³⁸ Rechtes dich begeben wieder unser Leben. 6. Laß die Zaͤhne blecken, und die Haͤnd ausstrecken wieder uns den Tod: Denn sein Pfeil und Bogen finden sich betrogen; Es hat keine Noth. Ob er trifft, ists drum kein Gifft, sondern er mit seinen Pfeilen muß nun vielmehr heulen. 7. Darum mir nicht grauet, wann mein Geist anschauet, daß noch in das Grab meine muͤde Glieder wer⸗ de legen nieder, weil ich dieses hab, daß mein Hort mir die sen Ort selbst mit seinem Leibe weihe, daß ich ihn nücht scheu.. 8. So sind all wir Christen dir und deinen Luͤsten tod, O Eitelkeit Wie wir uns nun haben lassen mit begraben, hier in dieser Zeit, so wird er der grosse HErr, uns hervor auch mit sich fuͤhren, und mit Cronen zieren. 9. Dann diß sicher stehet, weil das Haupt nun gehet aus dem Grab heraus, muͤssen auch die Glieder sonder Zweiffel wieder aus dem Todes⸗Hauß(Wann ietzund die liebe Stund ihnen wiedergiebt das Leben) zu ihm sich begeben. 10. O der grossen Freude! Wer wolt nun das Kleide dieser Sterb⸗ lichkeit nicht getrost ablegen ⁊ Weil ja doch hingegen nach so kurtzer Zeit JEsus Christ hereitet istihn zu klei⸗ den mit der Sonne, in der Him⸗ mels⸗Wonne. 166. Dieses nennt ein Theologus die gu⸗ te Post der Christen. Nun seyd froͤlich lieben Leut, Christus ist erstanden, darum singt die Christenheit ietzt in allen Landen, Allel. Allel. Allel. 2. Dem der Dod am Creutz mit Klag wuͤrgt und nahm das Leben: Den muß er am dritten Tag lebend wie⸗ der geben, Alleluja 3. Damit ist die Schrifft erfuͤllt, in GOttes nicht soll im Grab verwe⸗ sen, Alleluja:: 4. Das ist uns geschehn zu gut, drum fuͤr allen Dingen last uns mit froͤlichem Muth mit einander sin⸗ gen: Alleluja, Alleluja, Alleluja. (167.0 Mel. O JEsulein suͤß, JEsulein. Heiliger GOtt! Alimachtiger Held, HErr IEsu Heyland aller Welt, du hast uns durch dein theures Blut erloͤset von der Hoͤl⸗ len⸗Gluth! O heiliger GOtt! All⸗ maͤchtiger Held! 2. O heiliger GOtt: Allmaͤchtiger Held! du Lebens⸗Fuͤrst behaͤltst das Feld, zerknirschst der Schlangen Kopff und Reich, die uns vergifftet allzugleich, O heiliger GOtt! All⸗ maͤcht iger Held! 3. O heiliger GOtt! Allmaͤchtiger Held! zum Gnaden⸗Thron uns fuͤr⸗ gestellt, du bist das rechte Oßer⸗ Lamm, fuͤr uns geschlacht t amCreu⸗ tzes Stamm/ O heiliger GOtt! All⸗ maͤchtiger Held! 4. O heiliger GOtt! Allmaͤchtiger Held! Beschirm uns all in dein'm Gezelt, vergieb die Schuld, wend alles Leid, schenck uns auch dein Gerechtigkeit, O heiliger GGST Allmaͤchtiger Held? 5. Oheiliger GOtt! Allmaͤchtiger Heldehilff daß wir thun was dir ge⸗ fallt, hier auferstehn von Suͤnden all/ und dort eingehn ins Himmels Saal, Oheiliger GOtt: Allmaͤch⸗ tiger Held. 6. O heiliger GOtt! Allmaͤchtiger Held HERR JEsu, Troͤster aller Welt, wir preisen dich zu dieser Frist, weil du vom Tod erstanden 9 99 heiliger GOtt, Allmaͤchtiger Held! I1568.) Mel. Allein GOtt in der Hoͤh ꝛc. Tod] wo ist dein Stachel nun ꝛ wo ist dein Sieg, O Hoͤlle ꝛ was kan uns ietzt der Teuffel thun, welcher wir lesen: Daß der Heslge wie 33 er sich uuch stelle? GOS 5 ley SSSI.. RRSSRSIAI 170 Von der Aufferstehi ing JEsu Christi. 18⁰ seh gedanckt der uns den Sieg so hevylich hat nach diesem Hrieg aus Gnad und Gunst gegeben. 2. Wie sträuhte sich die alte Schlang, als Christus mit ihr kaͤmpffte, mit List und Macht sie guf ihn drang iedennoch er sie Daͤmpffte: ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht/ der Kopff ist ihr zertreten. 2. Lebendig Christus kommt her⸗ fuͤr/ den Feind nimmit er gefangen⸗ zerbricht der Hoͤllen Schloß und Thuͤr, traͤgt weg den Raub mit yrangen: Nichts ist, das in dem Sseges⸗Lauff den starcken Held kan halten auf; Er ist der Uberwinder. 4. Des Todes Gifft, der Hoͤllen Pest ist unser Heyland worden Wenn Satan auch noch ungern laͤst vom Wuͤten und von Morden, und, da er sonst nichts schaffen kan/ nur Dag und Nacht uns klaget an, so ist er doch verwoyffen⸗ Des HErren Rechte die behaͤlt Hei Sieg /in ist erhöhet; des Herren Rechte maͤchtig faͤlle, was ihr entge⸗ gen stehet. Tod⸗Teuffel,/ Hoͤll uñ alle Feind in Christo gantz gedaͤmpffet seynd, ihr Zorn ist krafftloß worden. 6, Es war getoͤdtet JEsus Christ, und sieh!ͤEr lebet wieder. Weil nun 9. Der alte Drach und seine Rott hingegen wird zu schanden, eylegt ist er mit Schimpff und Sport, da Chtistus ist erstanden. Des Haup⸗ tes Sieg der Glieder ist, drum kgn mit aller Macht und List uns Sa⸗ tan nicht mehr schaden. 10· O Tod, wo ist dein Stachel nun? wo ist dein Sieg, O Hoͤlle! Was kan uns ietzt der Teuffel thun, wie gxausam er sich stelle? GOd sey gedanckt, der uns den Sieg so herelich hat in diesem Krieg gus Gnad und Gunst gegeben. (169.) P. G. Mel. Nun freut euch lieben ꝛe. Sed froͤlich alles weit und breit, was vormahls war verlohren, weil heut der HErr der Heyrlichkeit, den GOtt selbst auserkohren zum Suͤnden⸗Buͤsser, der sein Blut am Creutz vergossen uns zu gut, vom Dod ist auferstanden. 2. Wie schoͤn hast du durch deine Macht/ du wilder Feind des Lebens, den Lebens⸗Füursten umgebracht; Dein Stachel ist ver gebens durch ihn geschossen, schuoͤder Feind, du haͤttest warlich wohl gemeynt, er wuͤrd im Staube bleiben. 3. Nein, nein, er traͤgt sein Haupt empor/ist maͤchtig durchgedrungen⸗ das Halupt erstanden ist, stehn wir auch guf, die Glieder! so jemand Chyisti Worten glaͤubt, im Tod ulid Grabe der nicht bleibt; Er lebt, hher gleich stirbet, 7, Wer kaͤglich hier durch wahre Reu mit Ehristo auferstehet /ist dort hom andern Tode frey, derselb ihn nicht augehet; Der Tod hat feyner keine Macht/ das Lehen ist uus wie⸗ derbracht n unvergaͤnglichs Wesen. 8. Das ist die rechte Oster⸗Beut, der twix theilhafftig werden: Fried, Heyl, Freud und Gerechtigkeit im durch deine Bande, durch dein Thor, ja hat in Sieg verschlungen, dich selbst, daß wer an ihn nur glaͤubt/ von dir nun ein Gespoͤtte Stachel? 4. Denn deine Macht, bie ist da⸗ hin, und keinen Schaden bringet dem, der sich stets mit Hertz und Sinin zu diesem Fůrsten schwinget/ sollt mit mir leben fuͤr und fuͤr/ weil ich es euch erworben. 5. Der Dod hat keine Krafft nicht Himmel und auf Erden. Hier seyn mehr, ihr duͤrffet ihn nicht scheuen, Wir still, und warteni fort, biß un⸗ sey Heib twürd ahnlich dort Ehristi Vonklaͤyte m Lesbe. ich bin sein Sieg⸗Fuͤrst und sein HErr, deß sollt ihr euch erfyeuen⸗ dar zu so bin jch euer Haupt, drum treibt/ und spricht: Wo ist dein der fuoͤlich spricht; Ich leb und ihr Wop⸗ 10 Adet ihr lhder wů . Der Ihitt Ach, Wff hich —— Alhd weil! gedet ager . Nun E A Sieg eh, und Hbleg un ltborben Welt, L Moth une Mel. We ishl en, e Sun, de deh heute! Hlhchen al Hahtzen E 2, Steh Hanauf Vollfhre und laß d Hunmel, suchwas Hlistlichg 3 VPeigif Klacht nae Hein Herz lhoben; Welt; Hels el Hulden. 4. Ooa lhsöSrei Hen; Es Ho pein Hel, ut Hum, u sech,wef YHehy Suloghe; Aus Eihe be30 18⁰ ö —— Ioseine Rott den, etlegt Syott, da Des Haup⸗ drum kan Runs Sg⸗ ein Stachel 9„0 Hölle Luffel thun, le GOdE den Sieg so Kkleg gus hen. 6. Heben ze. eit und breit, r verlohren, Herrlichkeit, kohren zum ein Blut am ugut, vom durch deine odes Lebens, umgebracht; ebens durch Feind, du gemeynt, el ul. t sein Haupt Hhedrunget, durch dein eyschlüngen, ah Ihn mt in Gespotte Wo ist bein die ist daß aden bringet it Herß uld schwinget, ebundiht ind für, wel Ftaft nicht. scht schellel, ist und sesn ich llstele, gupt, dil. ghl/ 11 181 Von der Aufferstehung JEsu Christi. EFFFrFeereFsrsFsFsFs?s?'?F?TFTœ*œ*œ 182 werdet ihr, wenn ihr mir glaubt/ als Glieder mit mir leiden. 6. Der Hoͤllen Sieg der ist auch mein, ich habe sie zerstoͤhret; Es darff nicht fuͤrchten ihre Pein/ wer mich und mein Wort hoͤret. Und weil des Teuffels Macht und List gedaͤmpft, sein Koͤpff zertreten ist, mag er ihm auch nicht schaden. 7. Nun GOtt sey Dauck, der uns den Sieg durch IEsum hat gege⸗ ben, und uns den Frieden suͤr den Krieg und fuͤr den Tod das Leben erworben, der die Sund und Tod, Welt, Teuffel/, Hoͤll und was in Noth uns stuͤrtzet, berwunden. (170.) Mel. Wo Gott der HErr nicht ꝛe. Wuch auf mein Hertz, die Nacht ist hin, die Sonn ist aufgegan⸗ gen, ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heyland zu empfangen, der heute durch des Todes Thuͤr ge⸗ brochen aus dem Grab herfuͤr, der gantzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Suͤn⸗ den auf, und such ein neues Leben: Vollfuͤhre deinen Glaubens⸗Lauff, und laß dein Hertz sich heben gen Himmel, da dein JEsus ist, und such was droben, als ein Christ, der geistlich gufferstanden. 3. Vergiß nur was dahinden ist, und tracht nach dem was droben, damit dein Hertz zu ieder Frist zu su sey erhoben: Tritt unter dich die boͤ⸗ se Welt, und strebe nach des Him⸗ mels Zelt, wo J ESu S ist zu finden.* 4. Qvaͤlt dich ein schwerer Sor⸗ gen⸗Stein,dein JEsus wird ihn he⸗ ben: Es kan ein Christ bey Creu⸗ tzes⸗Pein in Freud und Wonne le⸗ ben, wirff dein Anliegen auf den HErrn, und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die fruͤh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungs⸗ Gabe; So wirst du sehn, daß IESuS Christ, von Todten auf⸗ erstanden ist, und nicht im Grab zu finden. 6.Es hat der Low aus Juda Stamt heut siegresch uͤberwunden, und das erwuͤrgte GOttes⸗Lamm, hat uns zum Heyl gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach uͤ⸗ berwundnen Streit, die Feinde schau getragen. 7. Drum auf mein Hertz, fang an den Streit, weil IEsus uͤberwun⸗ den: Er wird auch uͤberwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst, und GOtt im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teuffel, Weltnoch Tod, noch gar der Hoͤllen Rachen: Dein JEsus lebt, es hat kein Noth, er ist noch bey den Schwachen und den Geringen in der Welt, als ein geeroͤnter Sieges⸗Held, drum wir st du uͤberwinden. 9. Ach! Mein HErr JESu der du bist von Toden aufferstanden, rett uns aus Satans Macht und List, und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sey hochgelobt in dieser Zeit von allen GOttes⸗Kindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen Uberwindern„ die uͤberwunden durch dein Blut: HERR JESu, gieb uns Krafft und Muth/ daß wir auch uͤberwinden. 171.) Mel. Christe der du bist Tag und ꝛc. Wöammen sey die froͤlich gZeit uns zu begehn in Ewig⸗ keit, da Christus die Hoͤll uͤber⸗ wund, der in dem Himmel herrscht ietzund. 2. Schau, wie schoͤn ist die Welt verneut, welchs uns das anzeigt und bedeut, daß der HERR aller Gnaden Gab vom Himmel hat ge⸗ bracht herab. 3. Denn ——.. 183 Vom deiden und Sterben JEsu Christi. 184 3. Denn da die Hoͤll bezwungen wird/ und Christus herrlich trium⸗ phirtso freuen sich die grünen Waͤlde, das Graß auch frolockt auf dem Feld. 4. Des Himmels Schein, das Feld und Meey/ loben GOtt all und thun ihm Ehr, der nun hinauf gen Him⸗ mel faͤhrt/und hat der Hoͤllen Reich vevheert. 3, Der GOLL regiert nun alle Ding/ der an dem Stam des Creu⸗ hzes hieng, all Ding, die er geschaf⸗ fen hat, anbeten seine Majestaͤt. 6. Christus der Schoͤpffer und Heyland, der du dich giebst für uns zum Pfand, des Vgters Sohn von Ewigkeit/ entsprossen aus sei⸗ ner Gottheit. 2. Behuͤt uns fuͤr der Höͤllen Schlund/ damit sie uns nicht senck 3u Grund,/ aufloͤß uns unser Suͤnden⸗ Band/ und thu dem Teuffel Wie⸗ derstand. (I72. E. G H. Ex Luc. 24. Mel· Wo GOtt zum Hauß nicht ꝛc. Wẽ?S wwilst du hin weils Abend ist/ Oliebster Pilgrim JEsu Christ Komm, laß mich so gluͤck⸗ seelig seyn, und kehr in meinem Hertze ein. 3. Laß dich evbitten liebster Freund⸗ bieweil es ist so gut gemeint: Du weist, daß du zu aller Frist ein her⸗ henis⸗lieber Gast mir bist. 5 3. Es hat der Dag sich sehr geneigt/ die Nacht sich schon von fernen zeigt drum wollest du, O wah⸗ res Licht, mich Armen ja verlas⸗ sen nicht 4. Erxleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kan„ damit die dunckle Sünden⸗ Nacht mich nicht verfuͤhrt und irre macht. „Bevorah aus der letzten Noth hilsf mir duvch einen sanfft en Tod. HErr JESu, bleib, ich halt dich fest,/ ich weiß, daß du mich nicht veplafst. XI. Von der Himmel, fahrt JEsu Christi. (73.) E. C. H. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛe⸗ Eh Wunder ⸗grosser Sie ges⸗ Held Du Suͤnden⸗Drager aller Welt Heut hast du dich gesetzet zur Rechten deines Vaters Krafft/ der Feinde Schaar gebracht r Hafft/ biß auf den Dod verletzet; Machtig praͤchtig, triumphirest, iu⸗ bilirest/ Tod und Leben, ist HERR Christ, dir untergeben. 2. Dir dienen alle Cheruhin, viel tausend hohe Seraphim dich Sie⸗ ges⸗Fuͤrsten loben, weil du den See⸗ gen wiederbracht, mit Maiestar und grosser Pracht zur Freude bist erhohen, singet, klinget, ruͤhnit und ehret den/so faͤhret auf gen Himmel, mit Posqunen und Getuͤmmel. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder, ja es koͤmmt von dir auf uns Lieht Trost und Leben, Heyl, Friede, Freude, Stayck und Krafft, Ergoickung, Labsal, Her⸗ tzens⸗Safft wird uns von dir gege⸗ ben! Bringe, zwinge mein Gemuͤ⸗ the/ mein Geblůͤte daß es pyeise/ dir Lob, Ehr und Danck erweise. 41 Zeuch, JEsus uns zeuch uns nach dir/ hilff, daß wir kuͤnfftig für und fuͤr nach deinem Reiche trach⸗ ten: Laß unser Thun und Wandel seyn, wo Zucht und Demuth tritt hevein, all Uppigkeit verachten. Un⸗ arth, Hoffarth, laß uns meiden, Christlich leiden, wohl ergruͤnden wo die Gnade sey zu finden. 5. Sey IEsus unser Schutz und Schatz/ sey unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen; Laß fuchen uns was drohen ist, auf Erden wohnet Trug und List, es ist in gllen Strassen, Lügen, Truͤgen, Angst und Plagen/die da nagen und nur goäͤhlen stündlich armer Ehri⸗ sten Seelen. 6. HEyy 0 (.——— Hel Ihio, du e Sohl Iheit 3 I/ 9 Hlht/ Alt Iamm schl Wy Safnht 10 bloh Mel, Ac If Ch ichen Indalletze Uhenmit stet Haupt Ylleder I Mit nachh 2. Well Id gross Hertz auch Agends Hein Scha Isch stets sach ihm w V Ach! ch von e aß mit di hag meine asg einttg lHrende Heitl hör CHrist f and er Lioͤster„ Rrost der, 6 Eleison H Deß ng wul Clesson l Hurc D Hun W ingen Hi die Hen Wlcchdeig — 185 Himmes hist. chtet derꝛe. ser Sieges; nden⸗Traͤger Thastdudich ines Vaters dar gehracht dod verletzetz myhirest, ju⸗ 1.ist HERR aubin, viel im dich Sie⸗ du den See⸗ it Majestat Freude bist üͤhnmit und en Himmel, immel. hingegen kommt von und Leben, Staͤrckund absal, Her⸗ on dir gege⸗ nein Gemü⸗ es yreise/dit cheise. „Fzeuch ulls fünfftig für leiche trach⸗ nd Wandel muth tritt achten. Un⸗ ins meiden, ergruͤnden hen, Echuß und m und fester oexlasen, hen ist/ al s,Ei n/ Ttuͤgen, àHagen und amer Ch⸗ 6. Hll Hertz auch nur im Himmel kan, sonst bvie Eleison. 6. HErr ISsu,/fomm du Gnaden⸗ Thron, du Sieges⸗Fuͤrst, Held, Da⸗ vids Sohn, komm stille mein Ver⸗ langen; Du, du bist allen uns zu gut, O JEsu, durch dein theures Blut, ins Heiligthum gegangen; Komm schier, hilff mir, dann so sol⸗ len, dann so wollen wir ohn Ende froͤlich klopffen in die Haͤnde. (174.) Mel. Ach lieben Christen seyd ꝛc Uf Christi Himmelfarth allein ich meine Nachfarth gruͤnde, und allen Zweiffel, Angst und Pein hiemit stets uͤberwinde: Denn weil das Haupt im Himmel ist, witd seine Glieder JIEsus Christ zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen Himmel an und grosse Gab empfangen, mein nirgends Ruh erlangen: Denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch stets mein Hertz und Sinn: nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach! HERR,/laß diese Gnade mich von deiner Auffarth spuͤhren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfarth zieren, und denn einmahl, wenn dirs gefaͤllt, mit Freuden scheiden aus der Welt. HErrl hoͤre diß mein Flehen: (175.) C. S. CY rist fuhr gen Himmel: Was sand er uns hernieder: Den Croͤster„ den Heiligen Geist, zu Trost der armen Christenheit, Ky⸗ 2. Halleluja, Halleluja, Halle⸗ luja] Deß sollen wir alle froh seyn, Christ will unser Trost seyn. Ky⸗ zie Eleison. (176.) J. R. Mel. Durch Adams Fall ist gantz ꝛe. Du Lebens⸗Fuͤrst, HErr IEsu Christ, der du bist auffgenom⸗ nen gen Himmel, da dein Vater ist, und die Gemein der Frommen, wie uns durch den schweren Krieg er⸗ worben hast, recht preisen, und dir gnug Ehr erweisen. 2. Du hasl die Hoͤll und Suͤnden⸗ Noth gantz ritterlich bezwungen: Du hast den Teufel, Welt und Tod durch deinen Tod verdrungen. Du hast gesieget weit und breit, wie soll ich solche Herrlichkeit, OHErr, in diesem Leben gnug wuͤrdiglich er⸗ heben? 3. Du hast dich zu der rechten Hand des Vaters hingesetzet, der alles dir hat zugewand, nachdem du unverletzet die starcken Feind hast umgebracht, Triumph und Sieg daraus gemacht, und sie auf dei⸗ nem Wagen gantz herrlich schau getragen. 4. Nun lieget alles unter dir, dich selbst nur ausgenommen, die Engel muͤssen fuͤr und fuͤr, dir aufzuwar⸗ ten kommen, die Fuͤrsten stehn auch auf der Bahn, und sind dir willig unterthan, Lufft, Wasser, Feuer, Erden muß dir zu dienste werden. 5. Du starcker Herrscher faͤhrest auf mit Jauchtzen und Lobsagen, und gleich mit dir in vollen Lauff auch mehr denn tausend Wagen? Du faͤhrest guf mit Lobgesang, es schallet der Posaunen Klang: Mein GOtt, fuͤr allen Dingen will ich dir auch Lob singen. 6. Du bist gefahren in die Hoͤh, hinfuͤhrend die Gesangnen, so uns mit Thraͤnen, Ach und Weh ge⸗ netzet offt die Wangen, drum prei⸗ sen wir mit suͤssem Schall, Ostar⸗ cker GO, dich uͤberall, wir, die wir so viel Gaben von dir empfangen haben. 7. Du bist das Haupt in der Ge⸗ mein, und wir sind deine Glieder, du wirst der Glieder Schutz ja seyn thir dienen dir hinwieder, du staͤr⸗ ckest uns mit Trost und Licht, wenn uns fuͤr Angst das Hertz zerbricht, dann kanst du Krafft und Leben, ja hl ich deinen grossen Sieg, den du Fried und Freude geben. Du I87 Von der Aufferstehung JEsu Christi. 188 8. Du salbest uns mit deinem Geist/ und giehst getreue Hirten, die Leh⸗ vey, welch uns allermesst mit Him⸗ mels⸗Brod bewirthen, du Hoher⸗ Pyiesteß zeigest an, daß deine Hand ulis vetten kan, ja von der Höͤllen Rachen uns fyey und ledig machen. 9. Du hast durch deine Himmel⸗ farth, die Strassen uns bereitet, du hast den Weg uns offenbahrt, der uns zum Vater leitet: Und weil denn du, HErr JEsu Christ, nun stets in deiner Wohnung bist/ so werden ja die Fromen/dahin auch endlich kommen. 078— 10, Ist unser Haupt im Himmel⸗ reich/ als die Apostel schreiben, so werden wir den Engeln gleich, ja nicht heraussen bleiben, du wirst uns, deine Kinderlein, ma in GOtt nicht lassen von dir seyn, die ihnen fest vertrauen, dein Herrlich keit zu guen II. HErr JEsu, zieh uns für und fuͤr/ daß wir mit den Gemuͤthern nur oben wohnen stets bey dix in deinen Himmels⸗Guͤtern, laß un⸗ sern Sitz und Wandel seyn, wo Flied und Wahrheit gehn herein, Laß uns in deinem Wesen, das himn⸗ lisch ist, genesen. 12. Hilff, daß wir suchen unsern Schatz nicht hier in diesem Leben, besonders dort, wo du denPlatz wiyst GOttes Kindern geben, Ach! laß un streben fest und wohl,/nach dem, was künfftig werden soll, so koͤnnen wir ergrunden, wo dein Gezelt zu uden. I13. Zieh uns nach dir, so lauffen wir/ gieb uns des Glaubens Fluͤgel, hilff, daß wir fliehen weit von hier, guf Israelis Huͤgel. Mein GOtt, wennn fahr ich doch dahin, wo ich Ohn Ende fröͤlich bin wann werd ch fur dix stehen dein Angesicht zů ehen. I4. Walin soll ich hin ins Paradieß zu dir, BErr JEsu,fommen ꝛ Wann Lost ich doch das Engel⸗suͤß ꝛ Wannn werd sch aufgenommen Mein Heyland komm, und nimm mich an, auf daß ich frölich jauchtzn kan, und klopffen in die Hande, Alleluja ohn Ende. ö (177 M. E. En Himmel auffgefahren ist, Halleluja,der Koͤnig der Ehren JEsus Christ, Halleluja. 2. Er sitzt zur rechten GOttes Hand, Halleluja/herrscht uͤber Him⸗ mel und alle Land/ Hallelug. 3. Nun ist erfuͤlle, was gschrieben ist, Hallelußa, in Pfalmen von dem HErxen Chist, Halleluja. 4. Nun sitzt beym HErren Da⸗ vids Herr, Hallelujg, wie zu ihm hat gesagt der HErr, Halleluja. 5. Drum jauchtzen wir mit gros⸗ sem Schall/ Halleluja, dem HEyren Chyist zum Wohlgefall, Halleluja. 6, Wis lobn die heilig Drey⸗Einig⸗ keix, Halleluja, GOtt Vater, Sohn und Heilgen Geist, Hallel ujg. (178.) G. W. S. Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛe. fahret auf gen Himmel mit frohen Jubel⸗Schall, mit praͤchtigem Getuͤmmel, und mit Pofaunen⸗Hall. Lobsingt, lobsin⸗ gek GOtt, lobsingt, lobfingt mit Freuden dem Koͤnige der Heyden, dem HSyten Zebagt h. 2. Der HErr wird gufgenommen, der gantze Himmel lacht, um ihn gehn alle Frommen, die er hat syeh gemacht. Es hoͤlen JESudhein die lautern Cherubinen, den hellen 1231 0 muß er willkommen eyn. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhoͤht. Wir wissen zur Genuͤge, wie mai zum Himmel geht. Der Heyland geht vorhin, will Uns die Strassen„ er bricht uns sichre Bahs. 4. Wir sollen himmlisch werden der HErre macht uns Platz. Wir gehen don der Eyden, doythi uns nicht nach sich lassen, er zeiget Il n woi unser Ast S chahf! Whin sey ser ECa . Caßt h Athrugl lichgll cen wir/ ch Weg hle Mad HMauptes 6. Adel Tulgesss hicht ergt l⸗De Hrpist Heschms 7. Wal Wahn k Hix ihmt lichkeit, ehn sell, daß Tothm, e Ih f all, Obossern e iget ihy Stftuw, Die Heeb erte Und jh Sthall, all, Meel 3. Daßt Christe Horden f che, un Chr, Alle 4. Der hebeit, d Felt; Lol Lobsinger luig. . Vir 1081 en 2 Mein dnimm mi Kauchginkan, de, Aleluig b. fhefahren ist, Higder Ehren uig. ten GOttes cht uͤber Hin⸗ lelujg. g gschriehen lenvon dem lia. HErren Da⸗ dwie zu Ahm Halleluis. wir mit gros⸗ dem HEtren „ Halleluja. Orey Einig⸗ Vater/ Sohn allelujg. .8. lich nicht d. gen Himmel Schall, mit El, und mit singt, lobsin⸗ lobfingt mit eder Heyden, Ufgelotlthen, acht/ um ihn die er hat fleh ESIUMde u/ den helleh willkommeh Stiege/ de Wit wissez Im Hi tvorhin, vl sen, Tei Huscht u isch werde 1—1 W „dorthin u dorhl N 189 FFFFFF 190 euch auf! Wo JEsus hingegangen, dahin sey das Verlangen, dahin sey unser Lauff. Laßt uns zum Himmel springen mit hertzlicher Begier, laßt uns zu⸗ gleich auch singen: Dich, JEsu. su⸗ chen wir, dich, O du GOttes Sohn, dich Weg, dich wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich unsers Hauptes Cron. 6. Ade! mit deinen Schätzen, du Trugesvolle Welt, dein Koth kan nicht ergoͤtzen, weist du, was uns ge⸗ faͤllt? Der HErr ist unser Preiß, der Hrꝛ ist unsre Freude, und koͤstliches Geschmeide, zu ihm ist unsre Reiß. 7. Wann soll es doch geschehen? Wann koͤmt die liebe Zeit? Daß wir iyn werden sehen in seiner Herr⸗ lichkeit. Du Tag, wenn wirst du seyn? Daß wir den Heyland gruͤs⸗ sen, daß wir den Heyland kuͤssen/ komm, stelle dich doch ein. (I79.) D. E, A. Nun freut euch GOttes Kinder all, der HERR faͤhrt auf mit grossem Schall, lob singet ihm, lob⸗ singet ihm, lobsinget ihm mit heller Stimm, Alleluja. 2. Die Engel und all Himmels⸗ Heer erzeigen Christo Goͤttlich Ehr, und jauchtzen ihm mit froͤlchem Schall, das thun die lieben Engel all, Allelujg. 3. Daß unser Heyland, IJESus Christ, wahr GOttes Sohn Mensch worden ist, deß freuen sich die Engel sehr, und goͤnnen uns gern solche Ehr, Allelujg. 4. Der HErr hat uns die Staͤtt bereit, da wir solln lebn in Ewig⸗ keit: Lobsinget ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit heller Stimm, Allelujg.—.4 . Wir sind Erben im Himmel⸗ teich, wir sind den lieben Engeln gleich; Das sehn die lieben Engel gern, und dancken mit uns GOEER dem HErrn, Alleluja. 6. Es hat mit uns nun nimmer Voth/ der Satan, Suͤnd und ewger Tod allsammt zu Schanden worden sind, durch GOttes und Marien Kind, Allel, 7. Den heilgen Geist send't er her⸗ ab, auf daß er unsre Hertzen lab, und troͤst uns durch das Goͤttlich Wort, und uns behuͤt fuͤrs Teuffels Mord, Allel. 8. Also baut er die Christenheit, zur ewgen Freud und Seeligkeit, allein der Glaub an JESugn Christ, die recht Erkaͤnntniß GOt⸗ tes ist, Alleluja. 9. Der heilig Geist den Glauben staͤrckt, Gedult und Hoffnung in uns wirckt, erleucht und macht die Hertzen fest, und uns in Truͤbsal nicht verlaͤst, All. 10. Was uns die Göttlich Maje⸗ staͤt, am heilgen Creutz erworben hat, das theilet aus der Heilig Geist, darum er unser Lehrer heist, Alleluja. 11. Der Vater hat den Sohn ge⸗ sandt: Der Sohn wird anders nicht erkannt, ohn durch den heilgen Geist allein, der muß die Hertzen machen rein, Alleluja. 12. Sü mauche schoͤne GOttes⸗ Gab bringt uns der heilge Geist her⸗ . und wuchs sch ft des wohl be⸗ wahrt, so afft des HErren Himmelfahrt, Allel. 8 13. So dancket nun dem lieben HErrn, und labet ihn von Hertzen gern: Lobsinget mit der Engel Chor, daß man es in dem Himmel hoͤr, All. 14. GOtt Vater in der Ewigkeit, es sagt dir deine Christenheit groß Ehr und Danck,mit hoͤchstem Fleiß, zu allen Zeiten Lob und Preiß. Alleluja. 5. HErr JESu Christe Got⸗ tes Sohn, gewaltig/ herrlich/ praͤch tig schoͤn, es danckt dir deine Chri⸗ stenheit, von nun an biß in Ewig⸗ kest/ Allel. 16, —.m—.:::‚‚s—. Von der Himmelfarth JEsu Christi. unser Schatz. Ihr Hertzen macht —— —- —.— —— — 107 Von der Himmelfarth JEsu Christi. 19² 10. O Heilger Geist du wahrer GOD, der du uns trost in aller Noth: Wir ruͤhmen dich, wir loben dich/ und sagen dir Danck ewiglich, Alleluia. 180. D. N. S. Mel. Erschienen ist der herrliche ꝛc. WVN dancken dix, HErr JEsu Christ, daß du gen Himmel gefahren bist, O starcker GOtt Im⸗ manuel! staͤrck uns an Leib und an der Seel, Allel, g. Nun freut sich alle Chvistenheit: Und singt und springt ohn alles Leid, GoOtt Lob und Danck im hoͤchsten SThron! Unser Bruder ist GOttes Sohn, Allel 3. Gen Himmel ist gefahren hoch ulid ist doch allzeit bey uns noch: Sein Macht und Gewalt unendlich ist/ wahr GOtt und Men sch zu aller Frist, Allel 4. Uher all Himnel hoch erhebt, über all Engel maͤchtig schwebt, Aher all Menschen er regiert und alle Creaturen fuͤhrt, Allel. v. Zur Rechten GOtts des Va⸗ kers groß, hat er all Macht ohn alle Maaß: All Ding sind ihm gantz unterthan, GOttes und der Mari⸗ en Sohn, All. 6. All Teuffel, Welt, Suͤnd, Hoͤll und Tod, ey alles uͤberwunden hat. Trotz wer da will, es liegt nichts dran, den Sieg muß er doch allzeit han, Allel.„ Wohl dem der ihm vertrauen thut,, und hat an ihm nur frischen Muth/ Welt/ wie du chilt, wer fragt nach dir? Nach Ehristo steht unser Begier, Allel. 8. Er sst der HErr und unser Trost, detz uns durch sein Blůt hat erloͤst: Das Gefaͤngniß er aefangen hat, daß uns nicht schad der bittre Tod, Alleluia. 5 Bein und Blut stes Gut, Allel , Durch ihn der Himmel unser ist: Hilff uns, O Bruder JEOn Christ daß wir nun trauen fest auf dich/ und durch dich leben ewiglich/ Alleluja. n II. Amen, Amen, HErr IES ist unser allerhoch Christ/ der du gen Himmel gefahren hist, erhalt uns, HErr, bey xeiner Lehr, des Teuffels Trug und Listen wehr, Alleluig. . Komm lieber HErr, komm es ist Zeist, zum letzten Gericht in Herr⸗ lichkeit fuͤhr uns aus diesem Jam⸗ merthal in den Himmlischen Freu⸗ den⸗Saal, Allelujg. 13. Amen singen wir noch einmahl, wir sehnen uns ins Himmiels Saal, da wir mit deinen Engelein das A⸗ men wollen singen fein, Allellnjg. XII. Vom Heil. Geist, Dessen Gaben und Wuͤrckun⸗ gen, auf Pfingsten. (I81.9 Mel⸗ Nun freut euch lieben ꝛe. s har GOtt von Ewigkeit die Welt hertzlich geliebet, die doch duvchs Sabans List und Neid ließ seine Lieb nicht ab, so gar, daß zu fitiden. 2. Diß war sein eingebohrner Sohn, sein allerliebstes Erbe, den sand er bon des Himmels Thron, für diese Welt zu sterben: Auff daß lohren werden. 3. Besoudern daß nach dieser Zejt Ewehlte Leut, in lauter Freuden schwebe; Denn GeLVhat darum 5 Wir freuen uns aus Hertzen⸗ Grund/ und fingen froͤlich mit dem Mund: Unser Bruder, Fleisch/ nicht gesand sein Sohn„ den einsi⸗ gen Heylgud, daß er die Welt soll chten. 0 4. Wer mit Abfall ihn betruͤbet: Dennoch el das best ihr gab, das im Himmei ich„ du und iedermann⸗ der ihn im Glauben siehet an, nicht mocht ver⸗ ey mit ihm ewig lebe, wie andre aus⸗ ch 103 .— Wersich AMendig an. Wheilat Waleichihn Iommen uss Eo achssch Leben ge 5. Wer abe Wablh ed Oage shr G Isseh, was hacht 6 hagcht/ w nmet. .O Vesl Hix dancken! e Pein und Todes /S Ils ekloset Htpalt uldz ud der Son 7. Ein Mfn eih/ eh se Hilff„ daß nn e Irrender haß tyit fr d ild dein A schalen, 6 WMahm Asher der Dind, St bssen Glant Hüth entzöß liten delne elen. 2.Gtoͤkckert ISpracher Aehs⸗ Safft, I, Flamm thems Kro Wähheud Reb u e . Malltgn sch in der. st Ruh un ssch vhr deh Aeht: Gun Inne Haßt Nunng W — serallerhöc Aumimel unseh uder JES aalen fet guf hen epiglich Etr VGU mel gefahrey / beh reine g unb Listen ru, kommet icht in Hert lesem Jam⸗ lischen Freu⸗ och einmahh/ umels Sagl/ jelein das Y Allelujg. . Geist, Wuͤrckun⸗ gten. Hieben ꝛe. Ewigkeit die ehet, die doch st und Nei 11 Dennoch so gar/ das im Himma ingebohtnet Etbe, den nels Thros⸗ M: Auffdß der ihn il moͤcht Ha bdiestrgl andreall r Hreibel hat darg 1„ denee e Weltsl 193 Auf das Heilige Pfingst⸗Fest. 194 4. Wer sich zur Busse zu ihm kehrt, 4 Theure GOttes⸗Gabe, komm! hestaͤndig an ihn glaͤubet, dem wird O komm, mich labe, sieh ich bin ver⸗ zu Theil was er begehrt, das Him⸗ schmacht! Komm, O mein Verlan⸗ melreich ihm bleibet; Er wird nicht kommen ins Gericht, den ewgen Tod auch schmecken nicht, sondern ins Leben gehen. F. Wer aber an ihn glaͤubet nicht, derselb wird gehen müssen an jenem Tage fuͤr Gericht und ewig mussen huͤssen, was er hie Boͤses hat voll⸗ hracht GOtt und sein heilig Wort heracht, welchs ihn zur Holl ver⸗ dammet. 6. O JEsu Christe GOttes Sohn, wir dancken dir von Hertzen, fuͤr dei⸗ ne Pein und Marter⸗Cron, fuͤr dei⸗ ne Todes⸗Sthmertzen, dadurch du uns erloͤset hast vons Teuffels Gwalt und schwerer Last des Todes und der Suͤnden. 7. Ein'n starcken Glauben uns ver⸗ leih, den schwachen in uns mehre, hilff, daß niemand unglaͤubig sey, die Irrenden bekehre: Gieb Gnad, daß wir fuͤr dein m Gericht bestehen und dein Angesicht ohn Unterlaß anschauen. (182.) J. F. Biee aller Guͤter, Herr⸗ scher der Gemuͤther, lebendiger Vind, Stiller aller Schmertzen, dessen Glantz und Kertzen mein Ge⸗ muͤth entzuͤnd, lehre mich zu allen Herte deine Krafft und Lob aus⸗ heiten. 2. Starcker GOttes⸗Finger, frem⸗ der Sprachen⸗Bringer, suͤsser Her⸗ tens⸗Safft. Troͤster der Betruͤb⸗ ten, Flamme der Verliebten, alles Athemis Krafft! Gieb mir deine Brunst und Gaben, dich von Her⸗ hen lieb zu haben. 3. Braͤutgam meiner Seelen, laß nich in der Hoͤlen deiner Lieblich⸗ leit Ruh und Zuflucht finden, laß nich vor den Winden truͤber Noth lefreyt: Komm herfuͤr, O Gnaden⸗ Sonne, kuͤsse mich mit Freud und Wonne. gen, komm, mein Lieb gegangen, dann mein Hertze lacht, wird von neuen gantz ergvicket, wenn es, Lab⸗ sal, dich erblicket. 5. Wie ein Hirschlein gehnet, sich nach Wasser sehnet, wenn es wird gejagt: So pflegt mein Gemuͤthe, VErr, nach deiner Guͤthe, wenn es wird geplagt, tieff zu Seufftzen, und im Duͤrren nach dir reichen Strohm zu girren. 6. Wahrer Menschen⸗Schoͤpffer, unsers Thones Toͤpffer, GOtt von Ewigkeit, Zunder keuscherLiebe/gib, daß ich mich üͤbe auch im Creutz und Leid, alles dir anheim zu stellen, und mich troͤst in allen Faͤllen. 7. Fuͤhre meine Sachen, meinen Schlaff und Wachen, meinen Tritt und Gang, Glieder und Gesichte, daß mein arm Gedichte, daß mein schlecht Gesaug, Wandel, Werck und Stand fuͤr allen dir, O Vater, mag gefallen. 8. Laß den Sohn der Hoͤllen nicht mit Listen faͤllen meiner Tage Lauff, nimm nach diesem Leiden mich zur Himmels⸗Freuden, deinen Diener auf: Da soll sich mein Mund erhe⸗ ben, dir ein Halleluia geben. „(I83.) M. L. H. Doe Heilig Geist vom Himmel kam, mit Brausen das gantz Hauß einnahm, darinn die Juͤnger sassen, GOtt wolt sie nicht verlassen. O welch ein seelig Fest:: ist dieser Pfingst⸗Tag gewest! GO sende noch ietzund in unser Hertz und Mund den Heilgen Geist, das sey ia,/das sey ja, das sey ja/ so singen wir Alleluja. 2. Der Juͤnger Zungen feurig warn, das Wort soll brunstig heraus fahrn, der Geisi saß auf ihn allen, ihr Hertz fuͤr Freud thaͤt wallen. O welch ein seelig Festy: ist dieser Pfingst⸗Tag g'west! GOtt sende noch ꝛc. 3. Sis 195 ö Auf das Heil. Pfingst; Fest. . der geschach, viel Voͤlckey das Wort hoͤrten, und sich zum HEyvn bekehr⸗ ken. Owelch ein seelig Fest nist die⸗ ser Pfingst⸗Dag gemzestl GOtt sende noch ietzund in unser Hertz und Mund ꝛe. 6164½ J. E. Dor Heilgen Geistes veiche Gnad die Hertzen der Apostel hat er⸗ fuͤllt mit seiner Gutigkeit, geschenckt der Sprachen Unterscheid. Darum mit Freuden lobet GOtt/ der uns sein Geist gegeben hat. 2. Er sand sie in aller Welt Kreiß, zu predigen mit gantzem Fleiß, mit malicher Zungen GOttes Wort, denn Ereaturen an allem Ort. Da⸗ rum mit Freuden ꝛc. 3—5 3. Ei spyach zu ihnen: Nehmet hin den Heilgen Geist mit hohen Sinn⸗ der wird euch lehren gautz gewiß was vergangen und kůnfftig ist. Da⸗ rum mit Freuden ꝛã0. 4. Derhalben wenn ihr werdet stahn vor Kongen„ Fuͤrsten, denckt nicht dran, was ihr follt reden zu der Stund,/ vom Himmel solls euch wer⸗ den kund. Darum mit Freuden ꝛe. Nun lobet all hen Troͤster werth/ der Uns all Wahrheit hat gelehrt, hat abgewand all Ungenad, viel Gaben uns geschencket hat Lob sey der Heilgen Oreyfaltigkeit von nun an biß in Ewigkeit. 598 ö(195.) G. V. Mel⸗ Helfft mir GOttes Guͤte ꝛe⸗ Rellt euch ihr Christen alle/Gott schenckt uns seinen Sohn, lobt ihn mit grossem Schalle, er schickt holls Himmels Thron, uns seinen werthen Geist, der uns durchs Wort recht lehret⸗des Glaubens Licht ver⸗ mehretund uns auf Christumi weist. 2. Et laͤlset offenbahren/ als unser hochster Hort, uns, die wir Thoxen twaren, das hünmelische Wort; Wie groß ist seine Guͤt Nun koͤnnen wir ihn kennen, und unsern Vater nen⸗ nen/ der iins allzeit behuͤt. ö Sie predigten in mancher 3 Verleih, daß wir dich lieben, O Sprach, durch GOttes Geist Wun⸗ GO, von Sůnd dich nicht betruͤben, vergieb D, von grosser Hüld! durch uns unsre Schuld, fuͤhr uns guf ehner Bahn, hilff daß wir dein Wort horen, und thun nach deinen Lehren, das ist recht wohl gethan. 4. Von oben her uns sende den Geist/ den edlen Gast/ der staͤrcket uns behende/ wann uns druͤckt Cxeu⸗ tzes⸗Last/ troͤst uns in Todes⸗Pein, macht auf die Himmels⸗Thuͤre, un mit eingnder führe zu deinem Freu⸗ den⸗Schein. (186.) P. G. 19 100 Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛe. Ott Vater, sende deinen Geist, den uns dein Sohn erhitten heist, gus deines Himmels Hoͤhen; Wit hitten, wie er uns gelehrt, laß Uns doch ja nicht unerhort von dei⸗ nem Throne gehen. 2. Kein Meuschen⸗Kind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe werth⸗ bey uns ist kein Verdienen. Hie gilt gar nichts als Lieb und Gnad, die Ehristus uns verdienet hat, mit Buͤssen und Versuͤhnen. 3. Es jammert deinen Vater⸗Sinn der grosse FJammer/ da wir hin durch Adams Fall gefallen. Durch die⸗ ses Fallen ist die Macht des boͤsen Geistes„leider! bracht guf ihn und guf uiis allen. 05 8 4., Wir halten HErr an unserm Heyl, und sind gewiß, daß wir dein Theil in Christo werden bleiben, daß wir durch seinen Tod und Blut des Himnmels Erb und höchstes Gut zu haben treulich glaͤubben. Und das ist quch ei Werck, und deines Heilgen Geistes Staͤrck, in uns ist kein Bermogen Wie bald wird unser Glaub und Dreu, HErr, wo du uns nicht stun dest bey/ sich in die Asche legen. 6. Dein Geist haͤlt unsers Glau⸗ bens Licht, wenn glle Welt darwi⸗ der ficht„mit Sturm und vielen Waffen, und wann guch gleschder s, ffen h G Ehlshe 70 1960 n Gnaden Ihleg, get d Ghahds Hand/ 5. E beil ahyeh h Hon 6 Wann un schrockt /o Het iel E hse Il ls Ihs seihe Heehd Ihd Frleh. 0. Dg Oicmelg Ihh lieht, Helly erse Haßeyhit Homaftf II, Chh hs hie, Hauß in At hr Hastihnen n I2, Et Thop Ohyyalse Hebet Ht. Heunesf Ilastesto 15. Et h. . ich lieben, d Huld! durch hen, vergie uͤhr uns auf r dein Wort emnen Lehrer, 1 N. ns sende des derstärckt drückt Creu⸗ Todes⸗Pein, Thüre, uns esmem reu⸗ I. nit spricht z deinen Geist, ohn exbitten nels Hoͤhen; gelehrt, aß hoht von dei⸗ ind hier auf Hobe wetth, ienen. Hie sbund Gnad, net hat/ mit Vater⸗Sinh wuir hindurch Huch i t des boseh tauf ihn uh an unsenh daß wir desh. Ibleiben, S. Ind Blüt diß chstes Gubi n Oth Ilgen Geisei Vermögehi Gͤu onicht ful elegen. tn It dalist; 1110 M Ichhe 0 107 108 Fuͤrst der Welt selbst wieder uns sich legt ins Feld, so kan er doch nichts schaffen. . Wo Gottes Geist ist, da ist Sieg, wo dieser hilfft, da wird der Krieg gewißlich wohl ablauffen, was ist doch Satans Reich und Stand? Wann GOttes Geist erhebt die Hand, faͤllt alles uͤber Hauffen. 8. Er reist der Hoͤllen Band ent⸗ zwey, er troͤst, und macht das Hertze srey von allem, was uns kraͤncket. Wann uns des Ungluͤcks Wetter schreckt, so ist ers,der uns schutzt und deckt, viel besser, als man dencket. 9. Er macht das bittre Creutze suͤß, ist unser Licht im Finsterniß, fuͤhrt uns, als seine Schaafe, haͤlt uͤber uns sein Schild und Wacht, daß sei⸗ ne Heerd in tieffer Nacht mit Ruh und Friede schlaffe. 10. Der Geist, den GOtt vom Himmel giebt, der leitet alles, was ihn liebt, auf wohl gebaͤhnten We⸗ gen/ er setzt und richtet unsern Fuß, daß er nicht anders treten muß, als wo man find den Seegen. . Er macht geschickt, und ruͤstet aus die Diener die des HErren Hauß in diesem Leben bauen, Er ziert ihr Hertz.Muth und Verstand, laͤst ihnen, was uns unbekandt, zu unserm besten schauen. 12. Er oͤffnet unsers Hertzens Thor, wenn sie sein Wort in unser Ohr/ als edlen Saamen streuen. Er giebet Krafft demselben Wort, und wenn es faͤllet, bringt ers fort, und laͤst es wohl gedeyen. 13. Er lehret uns die Furcht des HERRN, liebt Reinigkeit, und wohnet gern in frommen keu schen Seelen; Was niedrig ist, was Tugend ehrt, was Busse thut, und ich bekehrt, das pflegt er zu erweh⸗ en. 14. Er ist und bleibt uns stets ge⸗ treu, er steht uns auch im Tode bey, wann alle Ding abslehen; Er lindert unsre letzte Qvaal/ laͤst uns hindurch ins Himmels Saal getrost und froͤlich gehen. 15. O seelig, wer in dieser Welt laͤst diesem Gaste Hauß und Zelt in sei⸗ ner Seel aufschlagen! wer ihn auf⸗ nimmt in dieser Zeit, den wird er dort zur ewgen Freud in GOttes Huͤtte tragen. 16. Nun HERR und Vater al⸗ ler Guͤt, hoͤr unsern Wunsch, geuß ins Gemuͤth uns allen diese Gabe, gieb deinen Geist, der uns allhier regiere, und dort fuͤr und fuͤr im ewgen Leben labe. (187.) D. M. L. Komm GOT Schoͤpffer, Hei⸗ liger Geist, besuch das Hertz der Menschen dein, mit Gnaden sie fuͤll. wie du weist, daß dein Geschopff vor⸗ hin sey. 2. Denn du bist der Troͤster ge⸗ nannt, des Allerhoͤchsten Gabe theur, ein geistlich Salb an uns gewandt, ein lebend Brunn, Lieb Aund Genr.:. 3. Zuͤnd uns ein Licht an im Ver⸗ stand, gieb uns ins Hertz der Liebe Brunst/ das schwach Fleisch in uns dir bekandt, erhalt fest deine Guad und Gunst. 4. Du bist mit Gaben siebenfalt, der Fingr an GOttes rechter Hand. des Vaters Wort giebst du gar bald mit Zungen in alle Land. 5. Des Feindes List treib von uns fern, den Fried schaff bey uns deine Gnad, daß wir dein in Leiten solgen gern, und meiden der Soelen Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, darzu JESu Christ sei⸗ nen Sohn, daß wir des Glaubens werden voll, dich beyder Geist zu verstohn. 7. GO Vater sey Lob und dem Sohn, der von dem Tode auffer⸗ stund, dem Troͤster sey dasselb ge⸗ han, in Ewigkeit und alle Stund. 2 688.9 199 entzund in ihnen das Feuer deiner Goͤttlichen Liebe/ der du durch Man⸗ nigfaltigkeit der Zungen die Vol⸗ cker der gauntzen Welt hersammlet hast in Einigkeit des Glaubens, Halleluja/ Halleluja. ih 5. N. L. Omin Heiliger Geist, HErre GOtt, erfůll mit deiner Gna⸗ den Gut, deiner Glaͤubigen Hertz, Muth und Sinn, dein brunstig Lieb euzund in ihnen. O HErt! durch deintes Lichtes Glautz„ zu dem Glauben versammlet hast das Volckaus aller Welt Zungen, das seh dir, Err, zu Lob gesungen. Al⸗ leluja, Alleluja. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß unis leuchten des Lebens Wort, und lehr uns GOe recht erken⸗ Uen, von Hertzen Vater ihn nen⸗ nen. O HErr! behüt flr fvemb⸗ (88) D. M. L. der Lehr daß wix nicht Meister suchen mehr, denn JEsum Christ im rechten Glguben, und ihm aus gantzer Macht vertrauen. Allelu⸗ ic, Allelujg. 3 Dil heilige Brunst, süsser Trost, nun hilff uns frolich und gerrost in deinem Dienst bestandig bleiben, die Trühsal uns nicht abtteiben, OHERR durch deiue Hrafft uns bereitund staͤrck des Fleisches Bloͤ⸗ digkeit, daß wir hie ritterlich rin⸗ gen, durch Tod und Leben zu dir gut dyiugen, Alleluja, Alleluja. ö(1900 5 Mel⸗ In dich hab ich gehoffet ꝛe. Auf das Heil. Hfngst·Fest Omm Heiliger Geist; erfuͤll diẽ Hertzen deiner Glaͤubigen, und Kohm himmlisch Licht, Hei⸗ liger Geistder du ein Drost der Menschheit heist, mit deinm Got tli⸗ chen Glautze, an diesem Ort, Geist und Woyt, in unsre He Pflantze. 2. Du bi heit schon, bas Leben und die Eh⸗ hen⸗Cyon, ein Geber aller Gahen. üt der Brunn der Weiß⸗ lan 7. IEEEE Bon dee, SOtt was Odem hat, da duhch deinen Geist muß haben, h 3. Eroffne auch zů diefer Stund/un⸗nd deit sern Veystand, Hertz, Ohren, Mund, a ahf dein Gottlich Flamim umis sende da⸗ afsh in mit Truhsal uns ja niemahl vom n wahren Glauben wende. 4. Hür solche Wohlthat wollen wir lcubethd mit Hertz und Mund lobsingen dir, Gpott oz wir wollen uns erfreien bey diesem ihis Fest, auffs allerbest, gieb darzu dein z l Gedeyen! ö ih, Wolt (191, Weiit Mel. GOft des Himmels und ꝛc. s Omm, Okomm, du Geist des i Hih Lebens, wahrer GOit von E⸗ hůbblichke wigkeit, deine Hrafft sey nicht ver⸗ Odtt ehf gebens, sie erfüll uns iederzeit, so geh st lwird Seist und Licht und Schein in ö den dunckeln Hertzen seyn. „Gieb in unser Hertz und Sinnen, ui Weißheit, Rath, Verssand und seise daß Zucht, daß wir anders nichts begin⸗eilde, Ke nen/ denn was nur dein Wille sucht, deenel dein Erkaͤnnenih werde groß, und Dult mach ns von Jrrthum loß. h Sche 3. Zeige HErr die Wohlfahrts⸗aim ge Stege,/ diß, was hinter uns gethan, l Lälune ferner aus dem Wege. pugh Schlecht und Necht sey um uns an, ite würcke Reu an Sünde statt, weng uech der Fuß gestrauchelt hat. aboch 6. Laß Uns stets dein Zeugniß füͤh⸗ dd, len, daß wir GOttes Kinder sind, Oesh Oie auf hn alleinne ielen, wenn sich dladen Noth und Draucksal find, denn des Ou Vaters liebe Ruth ist uns allewege 2 A-EPE. luhg, . Reitz uns Haß wir zu ihm tre⸗ Older! bensfrey mit aller Freudigket,seufftz: Aen S allch in uns„syenn wir beten, und(Du⸗ berkritt uns allzeit, so wird unste huth Bitt erhort, und die Zuversicht vei⸗ Shandi li⸗ mehrt. ae hen. minen 05 275 ahent mh⸗ 0 lhenl ge daß das Hertz offt nuffen muß: pvhtseel Ach mein Gott, mein Gott, wie nge Ey so mach uns den Be. M schlüß sprlch der Seelen tröstlich zu, O· Anid gieb Muth, Gedult und Ruh. Wiehe 20⁰⁰ ——— 6 Odemhaf haben, Stund/un hren, Mund, ins sende, d⸗ Hlemahl von a wollenthiß obsingen dir, n bey diesen bdarzudesn nels und ze du Geist des Ott von E⸗ y nicht bet ederzeit, so OScheinn H.. nd Sinnen, Istand und ichts begi⸗ Wille sucht, groß/ und loß. Vohlfahtts⸗ uns gethan/ em Wege. um uns au/ jntt/ wenns vugniß fß⸗ under sind, „penn ssch „ dennes allethege tu ihm tle⸗ gkest seuftz heten/ Ind wird unste lsicht hel⸗ roste bali Iffen muß; Ytt/ wle 0 den Bl othh. Huh. V 70 2⁰¹⁷ FF FF——“ Auff das Heil. Pfingst⸗Fest. 202 O du Geist der Krafft und Staͤr⸗nicht, Geist des Hochsten, Hoͤchster de, du gewilfer neuer Geist, foͤrdre Fuͤrst, d iuns deine Wercke, wenn der Sa⸗ tan auf uns scheust, schenck uns Waffen in den Krieg, und erhalt uns in dem Sieg. 3. HERR! bewahr guch unsern Glauben, daß kein Teuffel, Tod und Epott uns denselben moͤge rauben, du bist unser Schutz und GOtt/ sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser seyn. 9. Wenn wir endlich sollen ster⸗ hen, so versichre uns ie mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser GOtt erkiest, und nicht auszuspre⸗ chen ist. (192.) D. M. L. Num bitten wir den Heil. Geist um den rechten Glauben aller⸗ meist, daß er uns behute an unserm Ende, wenn wir heimfahren aus diesem Elende. Kyrie Eleison. 2. Du werthes Licht gieb uns dei⸗ nen Schein, lehr uns JIEsum Chri⸗ stum erkennen allein, daß wir an ihm bleiben,( dem treuen Heyland, der uns bracht hat zu dem rechten Vaterland. Kyrie Eleison. Ounvecht: An ihn glaͤuben, weil darum im ersten Vers gebethen wird, hier aber bitten wir um Bestaͤndigkeit, daß wir an ihm bleiben. 3. Du suͤsse Liebe schenck uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Beunst, daß wir uns von Hertzen einander lieben, und in Friede auf einem Sinne bleiben. Hhrie Eleis. 4. Du höchster Troͤster in aller Noth, hilff, daß wir nicht fuͤrchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen„ wenn der geind wird das Leben verklagen. Ryrje Eleison. (93.) 5.6 Mel. Freu dich sehr, Omeine ꝛc. du haͤltst, und halten wirst, ohn Aufhoͤren alle Dinge, hoͤ⸗ re, hoͤre, was ich singe. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensche nennen kan, wann ich dich erwuͤnscht und habe, geb ich alles Wuͤnschen an; Ach, ergieb dich, komm zu mir, in mein Hertze, das du dir, da ich in die Welt gebohren, selbst zum Tempel auserkohren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschuͤtt, bringst vom Vater und dem Sohne nichts als lauter Seegen mit! Laß doch, O du werther Gast, GOttes Seegen den du hast, und verwaltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seel erfuͤllen. 4. Du bist weiß und voll Verstan⸗ des, was geheim ist, ist dir kund: Zehlst den Staub des kleinen San⸗ des, gruͤndst des tieffen Meeres Grund. Nun du weist auch zweif⸗ felsfrey, wie verderbt und blind ich sey, drum gieb Weißheit und fuͤr al⸗ len, daß ich moͤge GOtt gefallen. 5. Du bist heilig/laͤst dich finden/ vo man rein und sauber ist: Fleuchst hingegen Schand und Suͤnden, wie die Tauben Stanck und Mist. Ma⸗ che mich, O Gnaden⸗Ovell, dürch dein Waschen rein und hell Laß mich fliehen, was du fliehest, gieb mir/ was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schaͤflein pfle⸗ get, frommes Hertzens, saufftes Muths, bleibu im Lieben unbewe⸗ get, thust uns Boͤsen alles Guts: Ach! verleih und gieb mir auch die⸗ sen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen den du liebst, betruͤbe. 7. Mein Hort l ich bin wohl zufrie⸗ den, wenn du mich nur nicht ver⸗ stoͤst: bleid ich von dir ungeschieden/ ey so bin ich gnug getroͤst. Laß mich seyn dein Eigenthum, ich versprech O Du allersüßte Freude, O du hinwiederum, hier und dort all mein aller schoͤnstes Licht, der du uns Vermoͤgen dir zu Ehren anzulegen. Eieb und Leide, unbesuchet laͤssest G 3 8. Ich 203 Auff das Heil. Pfingst⸗Fest. 204 g. Ich entsage alle deme, was dir deinen Ruhm benimmt, ich will, daß mein Hertz aunehme, nur al⸗ lein„was von dir koͤmmt, was der Satan will und sucht, will ich hal⸗ ten gls verflucht, ich will seinen schnoͤden Wegen mich mit Ernst zu⸗ wieder legen. 6.—. 9. Nur allein, daß du mich staͤr⸗ chest, und mir treulich stehest bey, hilff mein Helffer wo du merckest, daß mir Huͤlffe noͤthig sey/ brich des boͤsen Fleisches Sini/ nimm den al⸗ ten Willen hin, mach ihn allerdin⸗ ges neue, daß mein GOtt sich mei⸗ ner freue. 10 Sey mein Retter, halt mich eben: Wann ich sincke, sey mein Stab: Wann ich sterbe, sey mein Leben: Wann ich liege, sey mein Grab: Wann ich wieder auffersteh/ ey so hilff mir, das ich geh hin da du in ewgen Freuden wirst dein Aus⸗ erwehlten weiden. 94% N. V.. O Heiliger Geist, du goͤttlichs Feur/ mit deinen Gab'n kom uns zu steur, daß wir Christum von Hertzen liebn, in rechten Glaub'n uns stetig uͤbn. Kyrie Eleifon, Ky⸗ rie Elèison. 8 3.0 Hertzens⸗Troͤster! du hoͤchstes Guth, in letzten Noͤt hen troͤst unser Gemuͤth, daß uns der Teuffel gar nicht schad, troͤst unser Gewissen mit deiner Gnad, Kyrie Eleison: 3. Wo du nicht selbst bist mit deiner Krafft und deine Lehr und Gunst nicht hafft, so ist umsonst all Muͤh und Fleiß; O kom̃ zu uns dein Lieb uns beweiß. Kyrie Eleison ꝛc. 4.O Heilger Geistl du edle Brunst, wie lieblich ist uns dein Zukunfft, niemand dich gnugsam preisen kan: Okomm, gieb uns der Propheten Lohn. Kyrie Eleison. (198.. M. M. S. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛe. Obeitgte Geist kehr bey uns ein, und laß uns deine Wohnung seyhn: O komm, du Hertzens⸗Sonne. Du Himmels⸗Licht, laß deinen Schein bey uns und in uns kraͤfftig sehn, zu steter Freud und Wonne: Daß wir in dir recht zu leben uns er⸗ geben, und mit Beten offt deshal⸗ ben vor dich treten. 2. Gieb Krafft und Nachdruck dei⸗ nem Wort, laß es, wie Feuer imer⸗ fort in unsern Hertzen brennen: Daß wr GOtt Vater deinen Sohn, dich, beyder Geist in einem Thron, fuͤr wahren GOtt bekennen. Blei⸗ be/ treibe, und behüte das Gemuͤthe, daß wir glaͤuben, und im Glauben standhafft bleiben. 3. Du Qvell, drauß alle Weißheit fleußt, die, sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hoͤren: Daß wir in Glaubens⸗Einigkeit, auch andre in der Christenheit dein wahres Zeugniß lehren. Hoͤre, leh⸗ re, Hertz und Sinnen zu gewinnen, dich zu preisen, Guts dem Nechsten zu erweisen. 4 4. Steh uns stets bey mit deinem Rath/ und fůhr uns selbst den rech⸗ ten Pfad, weil wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Bestaͤndigkeit, daß wir getreu dir bleiben fuͤr und Schaue, baue, was zerrissen und ge⸗ flissen dir zu trauen, und auf dich al⸗ lein zu bauen. J. Laß uns dein edle Balsam⸗ Krafft empfinden und zur Ritter⸗ schafft dadurch gestaͤrcket werden; Auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trußz, so lang wir seyn auf Erden. Laß dich reich⸗ lich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Ungluͤck u⸗ berwinden. 6. Du suͤsser Himmels⸗Thau laß dich in unsre Hertzen kraͤfftiglich, und schenck uns deine Liehe: Daß unser Sinn verbunden sey dem Nechsten stets mit Liebes⸗Treu, und sich darinnen übe: Kein Neid, kein Streit dich betruͤbe, reine Liebe wollst fuͤr, wenn wir uns leiden müssen. Elden, helden. Mel. O⸗ Heil 6⁰ Et Noth Mels Th Inddem Oheilige 2. O0 GOttl Wort/ odttlich Tennenf. hen Soh 5. O6 Gottle els⸗ Utlerlie ichbruck deiͤ Feler imer⸗ hrennen: Anen Sohn, nem Thron, nnen. Blei⸗ Gemüͤthe, im Glauben le Deißheit ime Seelen uns höͤen: „Ennigkeit, leuheit dein Hohe/ leh⸗ gewwinnen, mNechsten mit deiuem hst den rech⸗ Weg nicht Raͤndigket, hen füͤr und den můssen. — ens⸗Sonne. un bun uns Lafftj n0 Wonne eben uns er⸗ offt deshal⸗ sssen und ge⸗ oauf dich al⸗ le Balsall⸗ zur Ritter et werden nem Schu Tuß/ so lang dich leich⸗ hie wiebet! unglück „Tau l Trafftiglich Klebe: Oa h seh hel 5Treuj ud Neid/ ket ine hs uolll des Fleisches Lust und seine 205 Auf das Heil. Pfngst Fest ö FFFFFFFFTFTFfFTITFFFTTT 206 wollst du geben, Sanfft= und De⸗ muth auch darneben. 10075 7. Hilff, daß in wahrer Heiligkeit wir führen unsre Lebens⸗Zeit/ sey unsers Geistes Staͤrcke: Daß uns sorthin sey wohl bewust, wie Cin⸗ uͤn⸗ den⸗Wercke. Rühre, fuͤhre, unsre Sinnen und Beginnen von der Erden, biß wir Himmels⸗Erben werden. (196)0 Mel. O JEsulein suͤß, OICsulein. Oa Geist: O Heiliger GOtt, Du Troͤster werth in al⸗ ler Noth, du bist gesand vons Him⸗ mels Thron, von GOtt dem Vater und dem Sohn. O heiliger Geist! O heiliger GOtt! 2. O heiliger Geist1 O heiliger GoOtt! Gieb uns die Lieb zu deinem Wort, zuͤnd an in uns der Liebe Flamm, darnach zu lieben allesamt, O heiliger Geist lꝛe⸗ 05 3. O heiliger Geist! O heiliger Gott! mehr unsern Glauben im⸗ merfort: An Christum niemand glaͤuben kan, es sey denn durch dein Huͤlff gethan. O heiliger Geist Aꝛe. 4. O heiliger Geist! O heiliger GOtt! Erleucht uns durch dein goͤttlich Wort! lehr uns den Vater kennen schon, darzu auch seinen lie⸗ ben Sohn, O heiliger Geist ꝛe. 5. O heiliger Geist! O heiliger Gott! Du zeigst die Thuͤr zur Him⸗ mels⸗Pfort! Laß uns hier kaͤmpffen ritrerlich, und zu dir dringen see⸗ liglich. O heiliger Geist! ꝛc. 6. O heiliger Geist! O heiliger GOtt Verlaß uns nicht in Noth und Tod e Wir sagen dir Lob, Ehr und Danck, ietzund und unser Le⸗ benlang. O heiliger Geist 1. Ohei⸗ liger GOtt. 7.9 Mel. JEsu meine Freude. Uüeng wahrer Freuden, komm in meinem Leiden und erfreue mich; Straffe meine Suͤnden, doch daß ich mag finden, daß du kraͤffti⸗ glich dich in mir, O werthe Zier/ hast ergossen, daß dein Lieben ich hieraus moͤg uüben. 3. Laß nicht Lieb erkalten in mir, sondern halten meines HERREN Wort: Lehre mich ergruͤnden diß Wort, laß mich finden hier an mei⸗ nem Ort, werthes Licht, was mir ge⸗ bricht, doch laß mich in meinen Kla⸗ gen gleichwohl nicht verzagen. 3. Auch wollst du in Zeiten, mich behutsam leiten in der Wahrheit fein, daß ich moͤge kaͤmpffen ritter⸗ lich/ und daͤmpffen, was dir bringet Pein: Wann die Sůnd auf mich ge⸗ schwind ihren Stachel schießt, mich staͤrcke, daß ich Trost vermercke. 4. Wann ich nun soll sterben, und mein Fleisch verderben, da verlaß mich nicht: Tritt mir an die Seite, hilff daß ich so streite, daß ich ins Gericht ja nicht komm: O mache fromm mich/ daß ich in diesem Leben bloß moͤg hiernach streben. (198.) M. C. E. Mel. Lobt GOtt ihr Christen ꝛc. Wolllomen o du hoͤchstes Guth⸗ du Geist von Ewigkeit! es ist schon mein getreuer Muth zu dei⸗ nem Ruhm bereit. Ich geb dir alles, was ich bin, ich oͤffne Thuͤr und Thor, und trage dir in meinem Sinn ein reines Opffer vor. 3. Du bist der GOtt von Ewigkeit, allwissend, gut und rein, von Macht und von Vollkommenheit, wie Drey in Einem seyn. 4. Du gehst von GOtt dem Vater aus,/so wohl als von dem Sohn, und setzest in mein Hertzens⸗Hauß, dir deinen Herrschaffts⸗Thron. 5. Auf JEsum, welcher mich er⸗ kaufft, hast du durch deine Gnad mich selber hiebevor getaufft, duꝛchs Wort und Wasser⸗Bad. 6. Zu JEsu hast du meinen Muth im Glauben angefuͤhrt, und mir mit deiner Liebes⸗Gluth mein kaltes Hertz geruͤhrt. 4 7. Ich 207 Auff das Heil. Pfingst⸗Fest. 208 7. Ich wuͤrde durch den Sũnden⸗ Schmertz wie gantz erstorben seyn, du aber stoͤssest in mein Hertz so Lieb als Glauben ein. 8. Ich wuͤst nicht, wie ich meine Schuld vor GOtt beweinen solt wo⸗ sern nicht deine Gnaden⸗Huld mir Thraͤnen wuͤrcken wolt. 9. Ich kennte GOtt den Vater nicht, und JEsus waͤr nicht mein, wo nicht dein heitres Gnaden⸗Licht wolt meine Leuchte seyn. 10. Du nimmist mich aus der Fin⸗ sterniß, und schaffest Tag in mir, du machst mein Hertz in dir gewiß, und staͤrckest mich in dir. Gelobet seyst du, theures Licht, mein Trost, mein Eigenthum, mein Hertz und Zunge ruhet nicht von deinem Preiß und Ruhm. +. Mein Geist verlangt und wuͤn⸗ schet mir nach deiner Neigungs⸗ Krafft; die meiner suͤndlichen Na⸗ lur ein neues Wesen schafft. 3. Ach zieh mich gaͤntzlich ein in dich, zu der Gehorsams⸗Pflicht, wenn deine Hand mir innerl ich den boͤsen Willen bricht. 14. So bleibet mir von Zeit zu Zeit der Bund der Tauffe neu, so bleib ich dir in Lauterkeit biß in den Tod getreu. 15. So stimm ich dir von deinem Thron einst auf der Sternen⸗Bahn, sammt Gott dem Vater und dem Sohn, das dreymahl Heilig au. (199.) P. G. Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛc. Euch ein zu deinen Thoren, sey ) meines Hertzens Gast, der du, da ich gebohren, mich neu gebohren hast, O hochgeliebter Geist des Va⸗ ters und des Sohnes, mit beyden gleiches Thrones, mit beyden gleich gepreist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Krafft, die Krafft, die uns von Suͤnden Huͤlff3 und Errettung schafft, ent suͤndge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht, der Tod durch⸗ drang mein Leben, du hast ihn um⸗ gebracht, uñ inder Tauff erstickt, als wie in einer Fluthe, mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod ergvickt. 4. Du bist das heilge Oele, dadurch gesalbet ist mein Leib uñ meine See⸗ le, dem HErren JEsu Christ, zum wahren Eigenthum, zum Priester uñ Propheten, zum Koͤnge, den in Noͤ then GOtt schuͤtzt vom Heiligthum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten ist erhoͤret, dein Singen klinget wohl, es steigt zum Him̃el au, es steigt und laͤst nicht abe, bis der geholffen ha⸗ be, der allen helffen kan. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauren haͤltst du nicht, er⸗ leuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht! Ach ja wie manches mahl hast du mit suͤssen Worten mir auffgethan die Pforten zum guͤld⸗ nen Himmels⸗Saal! 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, wilt nicht, daß uns betruͤbe, Zorn, Zanck, Haß Neid und Streit. Der Feind⸗ schafft bist du feind, wilt, daß durch Liebes⸗Flamen, sich wieder thun zu⸗ samen, die voller Zwietracht seynd. 8. Du,/ HErr, hast selbst in Haͤn⸗ den, die gantze weite Welt, kanst Menschen⸗Hertzen wenden, wie dir es wohl gefaͤllt, so gieb doch deine Gnad zum Fried und Liebes⸗Ban⸗ den, verknuͤpff in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich, und steure dem Hertzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfarth deiner Heerd! Laß bluͤhen, wie zuvorn, die Laͤnder so verheeret, die Kirchen, so zerstoͤhret durch Krieg und Feuers⸗ orn. 10. Beschirm die Policeyen, bau unsers Fuͤrsten Thron, daß er und wir +2 A Hedehe Gu die Gommi thöfütcht! gauhen L. U, Etst Ler Glaul deGüthe Hͤtreibd edersch het,aus n Oic fehen tans Rei aherbeut damit wi Dienst de gebesich, B. Rio et nach Hirs solt hin, wen Hilffuns seelig, 2. An cherden Kenher uit zun 3Ame den6d cenzn Hen Gl 4. Al Ohrish selöst; dle 2 — 0 ste laste,ie estickt,als dessen Tod odergpickt le, daburch Heine See⸗ hlsst, zumt Priester ust den in No⸗ Hiligthum. lehret, wie Beten ist uget wohl, steigt und holffes ha⸗ Freuden, nicht, er⸗ nit deines emanches Borten mur zum guld⸗ Hiobe, en eit, wilt un, Zanck er Feind⸗ daß durch thun zu⸗ acht seynd. i Haͤn⸗ elt, kanst wie din hoch deine ehes⸗Bal⸗⸗ ANden/ was Heure dem iug wiedet eth heiner bornj dis hiuchen, 0 10 Geuers⸗ chen ah aß er und hll 209 Auf das Fest Trinitatis. 21¹0 Wir gedeyen, schmuͤck als mit einer Cron, die Alten mit Verstand, mit Froͤmmigkeit die Jugend, mit Got⸗ tesfurcht und Tugend das Volck im gantzen Land. 7— 107 II. Erfuͤlle die Gemuͤther mit rei⸗ ner Glaubens⸗Zier, die Haͤuser und die Guͤther mir Seegen fuͤr und für/ vertreib den boͤsen Geist, der dir sich wiedersetzet, und was dein Hertz er⸗ goͤtzet, aus unsern Hertzen reist. 12. Gieb Freudigkeit und Staͤrcke, zu stehen in dem Streit, den Sa⸗ tans Reich und Wercke uns taͤglich anerbeut, hilff kaͤmpffen ritterlich, damit wir uͤlerwinden, und ja zum Dienst der Suͤnden kein Christ er⸗ gebe sich. 13. Richt unser gantzes Leben all⸗ zeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns mit uns hie wird aus/ so hilff uns froͤlich sterben, und nach dem Tod ererben das ewge Lebens⸗ Hauß. XIII. Von der Heiligen Dreyfaltigkeit und Christli⸗ chen Glaubens⸗Bekaͤnt⸗ niß. (200.) M. L. H. Men! GoOtt Vat'r und Sohne sey Lob ins Himmels Throne, sein Geist staͤrck uns im Glau⸗ ben, im Glauben /: und mach uns seelig, Amen. 2. Amen les wird geschehen, wir 5. Amen! Gott sey gepreiset, der Geist auf Christum weiset, der helff uns alln zusammen, zusammen 2/ im ewgen Leben, Amen (20L.) D. M. L. Der du bist Drey in Einigkeit, ein wahrer GO TL von Ewig⸗ keit? Die Sonn mit dem Tag von uns weicht„ laß uns leuchten dein Goͤttlich Licht. 2. Des Morgens, Gott, dich lo⸗ ben wir, des Abends auch bet en fuͤr dir: Unser armes Leben ruͤhmet dich ietzund, immer und ewiglich. 3. GOtt Vater/ dem sey ewig Ehr, Gott Sohn, der ist ein einig HErr, und dem Troͤster Heiligen Geist, von nun an bis in Ewigkeit. (202.) J. F. DRey Einigkeit, der Gottheit wahrer Spiegel, O Licht vom Licht/ als dessen Allmachts⸗Fluͤgel sich um und um durch diesen Erd⸗ Kreiß streckt, und alle Welt mit sei⸗ nem Schirm bedeckt. 2. Wir loben dich, so bald die Sonn erwachet: Und wann sie ietzt den spaͤten Abend machet, was lebt und webt auf dieser Erden weit, ist alles, HERR, zů deinem Dienst be⸗ reit. 3. O reicher Schatz, O unum⸗ schraͤncktes Wesen, wer hat wohl ie die Heimlichkeit gelesen? O tieffer Brunn! O unerforschter Pracht! wie groß /ach GOtt! wie groß ist deine Macht? 4. Wer kan doch hier, HErr, deine Weg erfinden? Wie soll ein Mensch werden Christum sehen, in den Wol⸗wohl dein Gericht ergruͤnden? Nur cken herkomen, herkommen ꝛ5 uns mit zunehmen. Amen/ 3. Amen! uns ewig waͤhre die Freu⸗ de/GOtt die Ehre, bringt alle Spra⸗ chen zusammen, zusammen/ in ei⸗ nen Glauben, Amen 1 4. Amen! kein Tod soll IN. er Christus will uns erwecken, selbst zuvor begraben, begraben: und lebet ewig, Amen/ weg, Vernunfft! nur weg, nur weg, mit dir, dein Witz der ist ia viel zu schlecht allhier. 5. Nur immer hin, nur hin mit dei⸗ nem Dichten, du kanst dich nicht in GOttes Weißheit richten: Wo GOtt dich selbst nicht unterweisen wird, so bleibest du verlohren und verirxt. 6. Drum lehr uns, HERR, O 6 5 lehre 2¹¹ Auff das Fest Trinitatis. lehre uns ohn Trennen, in Einem Drey, in Dreyen Eins erkennen! Ach lehr uns doch, GOTL Vater, Sohn und Geist, daß du ein GOtt in Drey Personen heist. 7. Gieb daß von dir diß Wort bey uns stets klinge: Von Ihm, durch Ihn, in Ihm sind alle Dinge. Dem grossen GOtt sey Ehr in Ewigkeit! Rer Amen, Ja, singt alle Christen⸗ heit.. 8. Dein Nahm ist groß, dein Reich, HERgr, in uns wohne: Dein Will uus zwing, ernehr uns und verscho⸗ ne; Versuchung steur: Erloͤß von boͤser Zeit. Dein ist das Reich/ die Krafft und Herrlichkeit. (203.) D. J. O. Mel. OGott, du frommer GOtt. Gelobet sey der HERR/ mein Gott, mein Licht mein Leben, mein Schoͤpffer der mir hat mein Leib und Seel gegeben, mein Va⸗ ter, der mich schuͤtzt von Mutter⸗ Leibe an, der alle Augenblick viel Guts an mir gethan. 2. Gelobet sey der HERR, mein GOL, mein Heyl, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich fůr mich gegeben, der mich erloͤset hat mit seinem theuren Blut/ der müt im Glauben schenckt das aller⸗ hoͤchste Guth. 3. Gelobet sey der HERR/ mein GOtt, mein Trost, mein Leben, des Vaters werther Geist, den mir der Sohn gegeben; der mir mein Hertz erqvickt, der mir giebt neue Krafft, der mir in aller Noth Rath, Trost und Hülffe schafft. 4. Gelobet sey der HEge R, mein Gott der ewig lebet, den alles lo⸗ bet, was in allen Luͤfften schwebet, gelobet sey der HErr, deß Nahme heilig heist, G Ott Vater, GOtt der Sohu/ und Gott der woͤrthe Geist. 5. Dem wir das Heilig ietzt mit Freuden lassen klingen, und mit der Engel⸗Schaar das Heilig, Heilig fingen, den hertzlich lobt und preißt die gantze Christenheit, gelobet sey mein GOtt in alle Ewigkeit. (3204.) D. M. L. Geott der Vater wohn uns bey, und laß uns nicht verderben e/ Mach uns aller Suͤnden frey, und hilff uns seelig sterben„ fur dem Teuffel uns bewahr, halt uns bey festem Glauben, und auf dich last uns bauen, aus Hertzens⸗Grund vertrauen, dir uns lassen gantz und gar, mit allen rechten Christen ent⸗ fliehn des Teuffels Listen, mit Waf⸗ fen GOttes uns rusten. Amen, Amen das sey wahr, so singen wir Alleluja. 2.JEsus Christus wohn uns bey ꝛc. 3. Heilger Geist. wohne bey ꝛe. 205. Das Te Deum Laudamus verteut durch D. M. L. 46 551 GOtt dich loben wir, VErr GOtt, wir dancken dir, Dich/ Vater in Ewigkeit Ehret die Welt weit und breit. All Engel und Himmels⸗Heer, Und was dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser GO! eilig ist unser GO! eilig ist unser GOT er HErre Zebaoth! Hlh I Macht und Herr⸗ ichkei Geht uͤber Himmel und Erden weit, Der heiligen Zwoͤlff Boten Zahl, Und die lieben Propheten all. Die theuren Maͤrtrer allzumahl, r 495„HERR, mit grossem all: Die gantze werthe Christenheit Ruͤhmt dich auf Erden allezeit. 6 GOL Vater im hoͤchsten ron, Deinen rechten und ainigen Sohn/ Den Heilgen Seist g. Troͤster werth Mit rechtem Dienst sie lobt uñ ehrt. Du Koͤnig der Ehren JEsu Christ, Gott Vaters ewger Sobhn du. 2¹² 253 Jungsr 0 chmaͤht, Mueilosen do Ou hast d Macht Mall Chri Dusittzu Maler Eh En Richter Alet, Wabt Nunhilfu eill, Die nt de set seyn. Aaßuns in Mit den H Hulff deite Christ, ynd feegne Vart und; uund heb sie Tohlich, H hen dich, Idehmde HBahut une Gott! Hür aller E Gey uns gr Seyunsgr Heig unsd. Mieunste Mufdich he MSchand Mief doch deine! hung vert hochunden RöcSlesssichif schülersor 2. Wir 0 Ouodauch Iudeinegre senbahr ge 2 Gottt Sohnud Haunddoe 22 Rber Hichersy 1„ ung bey, Iderheny stey/ und „für dem Itunshey dich laß 6⸗Grund gautz und listen ent⸗ mit Waf⸗ Amen, iugen wir ins beh ꝛe. he heh ꝛe. rteutscht ub Hert⸗ den wheit, gahl, all. umahl t giossem iheit heit. hoͤchlen Sohh ser werth tufichst· u Chnl, Röuhsh Oir 8383——— 2¹³3 Auff das Fest Trinitatis. —————— 2¹4 Der Jungsraun Leib nicht hast ver⸗ schmaͤht, Zu erloͤsen das menschlich geschlecht. Du hast dem Tod zerstoͤhrt sein Macht,— 7.— und all Ehristen zum Himel bracht. Du sitzst zur Rechten Gottes gleich/ Mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukuͤnfftig bist Alles, was tod und lebend ist. Nun hilff uns, HErr, den Dienern dein, Die mit deinm theuren Blut erloͤ⸗ set seyn. Laß uns im Himmel haben Theil, Mit den Heilgen im ewgen Heyl.⸗· Hilff deinem Volck, HErr HESu Christ/ 4— Und seegne, was dein Erbtheil ist. Wart und pfleg ihrẽr zu aller Zeit, Und heb sie hoch in Ewigkeit. Tbenuih, GOT, wir lo⸗ en dich W und ehrn deinen Nahmen stetiglich. 55— uns heut(heint) O treuer 1 tt! Fuͤr aller Suͤnd und Missethat: Sey uns gnaͤdig, OHErre GOtt! Sey uns gnaͤdig in aller Noth. Zeig uns deine Barmhertzigkeit/ Wie unsre Hoffnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir lieber HErr! In Schanden laß uns nimermehr. AMeE N. (206.) Mel. Nun freut euch lieben ꝛc. O Heiligste Dreyfaltigkeit, von Maiestaͤt und Ehren! Wie kan doch deine Chrislenheit dein Lob ge⸗ nung vermehren? Du bist sehr hoch und wundersam, gantz unbe⸗ greifflich ist dein Nahm/ dein We⸗ sen ünersorschlich. 2. Wir dancken dir, daß deine Gnad/auch weiln wir noch hie leben/ in deinem Worte so viel hat uns of⸗ senbahr gegeben, daß du bist wah⸗ rer GOtt und heist G0 T& Vater/ Sohn und Heilger Geist, Dreyfal⸗ tig und doch einig 3. O Vater, aller Dinge QOvell und Ursprung, sey gepreiset, fuͤr alle Wunder klar und hell idurch deine Macht erweiset! Du Vater hast vor aller Zeit, den eingen Sohn von Ewigkeit, dein Ebenbild ge⸗ zeuget. 4. Du hast gemacht den Erden⸗ Kreyß nach deinem Wohlgefallen, uns Menschen drauff, zu deinem Preiß, den wir lassen erschallen: Auch wird, durch deines Mundes Wort, diß alles immerfort und fort erhalten und regieret. 5. Drum steh, O Vater, ferner bey uns deinen armen Kindern, und al⸗ le Schulden uns verzeih, als buß⸗ fertigen Suͤndern: Aus unsern Noͤthen mannigfalt errette uns, und hilff uns bald, wie du uns hast versprochen. 6. OJEsu Christe GOttes Sohn, von Ewigkeit gebohren, uns Men⸗ schen auch ins Himmels Thron zum Mittler auserkohren: Durch dich geschicht was nur geschicht, Owah⸗ rer GOtt., O wahres Licht, vom wahren GOtt und Lichte. 7. Du bist des Vaters Ebenbild; und doch vom Himmel kommen; Als eben war die Zeit erfuͤllt, hast du Fleisch angenommen, hast uns erworben GOttes Huld, bezahlet unsre Suͤnd und Schuld, durch dein unschuldig Leiden. 8. Nun sitzest du zur rechten Hand des Vaters hoch erhoben, beherr⸗ schest alle Leut und Land, und daͤmpffst der Feinde Toben. Hilff uns, O wahrer Mensch und GOott! Wir wollen dir fuͤr deinen Tod und alle Wohlthat dancken. 9. O Heilger Geist du werthe Eron, erleuchte unsre Sinnen, der du vom Vater und dein Sohn aus⸗ gehest ohn Beginnen: Du bist all⸗ maͤchtig und ohn End: Der Vater und der Sohn dich send im Glauben uns zu leiten. 10, HErr 2¹⁵ Auf das Fest Trinitatis. 2¹⁰⁶ 10. HErr, du gebiehrest durch die Tauff uns wiederum aufs neue; Hernacher nimmest du uns auf, wañ ler Freud des du giebst wahre Reue. Durch dich wird unsre Hoffnung fest, und wann uns alle Welt verlaͤst, bleibst du bey uns im Hertzen. 11. Wir bitten dich demuͤthiglich, daß es moͤg ia durchdringen, was wir fuͤr Seufftzer offt fuͤr dich in unsern Noͤthen bringen, und wann die letzte Stund da ist, so hilff, daß wir duͤrch JEsum Christ, getrost und seelig sterben. 12. GOtt Vater, Sohn und Heil⸗ ger Geist, vor alle Gnad und Guͤte, sey immerdar von uns gepreist, mit freudigem Gemuͤthe. Das Him⸗ mels⸗Heer dein Lob erklingt, und heilig/ heilig, heilig singt: Diß thun wir auch auf Erden. 67 Mel. Christ unser HErr zum ꝛe. O Meine Seel, erhebe dich, mit Andacht zu betrachten wie Gott hat offenbahret sich, und wie man ihn soll achten, daß er der 90 Ierhoͤchste ist im Himmel und au Erden, und soll geruͤhmt zu ieder Frist auch angeruffen werden, als Ursprung aller Dinge. 2. GOT du bist einig fuͤr und fuͤr, nichts sind der Heyden Goͤt⸗ ter! Kein Heil und Trost ist ausser dir, kein Helffer noch Erretter: Laß mich, OHERR, auf dich al⸗ lein von gantzen Hertzen trauen⸗ dir inniglich ergeben seyn, auf nie⸗ mand anders bauen, dir GOtt, al⸗ lein anhangen. 3. OHERR/ mein GOT, du bist ein Geist, und theilest, bey uns allen die Gaben aus, was geistlich heist, nach deinem Wohlgefallen. Laß mich stets geistlich seyn gesinnt/ daß wenn ich vor dir trete, ich dei⸗ ne Krafft in mir empfind, und da⸗ durch dich anbete, im Geist und in der Wahrheit. 4. Du bist, O GOS T, von E⸗ wigkeit, ohn Anfang und hn En⸗ de, gieb, daß mein Hertz von al⸗ Zeitlichen sich wen⸗ de, auf daß ich moͤge immerdar drum bitten und drauf dencken, weil alles hier ist wandelbahr, daß du mir dort wollst schencken das unverganglich Erbe. 3. O GD, dul bist an allem Ort, und gar nicht zu ermessen: Ob einer hier ist, oder dort, ist er nicht dir entsessen. Laß mich nicht zweiffeln, wo ich sey, du konnst dich mein annehmen, auch was ich thu, laß mich daben des Boͤsen vor dir schaͤmen, und üͤberall dich fuͤrchten 6,/ Unendlich ist, HERR deine Macht, zu retten, die dich lieben, und wenn der Gottloß dich veracht, die Rache auszuuͤben. Gieb, daß sich deiner Allmacht Schutz fort Uber mich erstrecke: mich auch nicht Menschen⸗Orimm noch Trutz, nur deine Straff erschrecke: Du todtest Leib und Seele. Voll hoͤchster Weißheit bist du, G0, niemand kan sie ergruͤn⸗ den: Wie wunderlich auch ist die Noth, weist du doch Rath zu finden. Gieb, daß ich dir stets traue zu, auf dich werff meine Sorgen: Auch uͤbel weder denck noch thu, weil du siehst ins Verborgen, und pruͤfest Hertz und Nieren. 8. GO, du bist heilig und ge⸗ recht, und kanst die Suͤnd nicht leiden: Wer sagen will er sey dein Knecht, der muß das Boͤse mei⸗ den. Gieb, daß ich mich zu ieder Zeit der Heiligkeit befleisse, nach⸗ jage der Gerechtigkeit, auch dein Gericht gut heisse„ ob ichs schon nicht begreiffe. 8. 9. Du bist sehr gnaͤdig, fromm und gut, wo sich bekehrt der Suͤn⸗ der, erbarmst dich, wie ein Vater thut, von Hertzen deiner Kinder, ERR, laß von deiner Lieb und nad/ mich allweg Trost hekomen, von 1. u nür al eyt Ihiß 5 Ichty dein llehet, G Micht/ u fuch hoff Rinn HRfnungt 10 Alsee f0,/ du ohbist ein glschlichgů h zuffte hellger W Iudir allei awaxte gl . G Al chr, she, kat Ilehr, als Ihrt, Odu ich werd Ungesicht hd ohn A . GOtt ga Geift d soh mir un heslen Ru Is Gnade alle Wden,h u mehrg 0 Leben D, N. S Mil 6 und O lsl, doh ühre Lohlgefl Asistgrof shdeꝛ ogt Fehde, Higke .Wipih 2¹0 — nd ohn En⸗ eiß von al⸗ unn—— eldat if dencken, lbahr, daß encken as an alle ermessen: ort, istet michnicht du koͤnnst sch was ich Bosen vor herall dich RR deine sch lieben, chberacht, Hieb, daß chutz sort uch nicht Tutz, nu Du koͤhtest t hist du, ie ergrün⸗ auch ist Rath zn fets tralle Sorgen: noch thu, gen/ und 9 und ge⸗ und nicht r seh bein Bose mei⸗ zu ieber se, nach⸗ guch dein 08 schon „ont der Suh⸗ in Vater Kinder/ Hleb und helosnen on 217 Auf das Fest Triuitatis. 218 von mir auch meine Missethat so fern seyn hingenommen, als Mor⸗ hen ist von Abend. 10. Gott deine Wahrheit stets hesteht,und wohl dem, der dir glaͤu⸗ het, der Himmel und die Erd ver⸗ geht, dein Wort, HERR, ewig bleibet. Gieb, daß ich fuͤrchte dein Gericht, und alles was du draͤuest: Auch hoffe was dein Wort ver⸗ spricht, daß du mir gern verzeihest Hoffnung wird nicht zu schanden. 1I. All seelig bist du GOtt, und frey, du thust was dir beliebet: Du bist ein milder HErr dabey, der reichlich gutes giebet, laß mich mit dem zufrieden seyn, was ist dein beilger Wille: Gieb auch, daß ich zu dir allein, und deiner Guͤte Fuͤlle, erwar te alls in allm. 12. GO, wenn ich dich so kenn und ehr, dein Wort zum Grunde setze, kan ich mich drob erfreuen mehr, als uͤber alle Schaͤtze, biß ich dort, O du wahres Licht, ohn Lallen dich werd nennen, von Angesicht zu Angesicht anschauen und erkennen, und ohn Aufhoͤren loben. I3. GOtt Vater, Sohn und Heil⸗ ger Geist, der du auch wilt aufErden von mir und allen seyn gepreist, laß deinen Ruhm groß werden: Verleih mir Gnade, Krafft und Staͤrck, daß ich zu allen Zeiten, HErr deinen Nahmen, und dein Werck koͤnn mehr und mehr ausbreiten, so lang ich hab das Leben. (208.) D. N. S. verteutschtes Gloria in Excelsis. Allein Gott in der Popsez Eyr, und Danck fuͤr seine Gnade, da⸗ rum, daß nun und nimmermehr uns ruͤhren kan kein Schade, ein Wohlgefallen GOT an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß/ all Fehde? hat nun ein Ende, Fehde, i. e. Feindschafft, Nnei⸗ nigkeit. 2. Wir loben, preisen, anbeten dich, fuͤr deine Ehre wir dancken, daß du GOtt Vater ewiglich regierst ohn alles Wancken, gantz unermessen ist deine Macht, fort geschicht was dein Will hat bedacht.wohl uns des feinen HErren. 3. O JEsu Christ, Sohn einge⸗ bohrn deines himmlischen Vaters, Versoͤhner dern, die warn verlohrn, du stiller unsers Haders, Lamm Gottes, Heilger HErr und GOtt, nimm an die Bitt von unser Noth/ erbarm dich unser aller!. 4. O heilger Geist, du hoͤchstes Guth, du allerheilsamster Troͤster, fuͤrs Teuffels Gewalt fortan behuͤt, die JEsus Christus erloͤset, durch groffe Marter und bittern Tod, ab⸗ wend all unser Jammer und Noth⸗ darzu wir uns verlassen. uf! 11 G5tte ob 0 auf! zu Gottes Lob, ihr Apaldecherubweneershgalet auch mit uns/ ihr frohe Seraphim, bede⸗ cket das Gesicht, verhuͤllet eure Fuͤs⸗ se: Wir schmecken recht vergnůgt bey GOtt das Himmel⸗suͤsse: Em⸗ pfangt von uns den Schall und ge⸗ bet Wieder⸗Hall: Heilig, Heilig, Heilig, du Herrscher Zebaoth! Du bist der hohe Gott, dein Ruhm laͤufft schnell und eilig. 2. GOtt Vater ist im Sohn hoch⸗ heilig fuͤr und fuͤr, GOott Sohn im Vater ist hoch⸗heilig gleicher Zier: Hochheilig ist der Geist im Vater und im Sohne, du heiliges Drey⸗ Eins in deinem Himmels⸗Ohrone, wir lohen, yreisen dich und ruͤhmen ewiglich: Heilig, Heilig, Heilig, du GOtt Dus Tand eufft bist der wahre Ott, das Land rufft, heilig, eilig. 3. Du hast uns hoch erhoͤht zur Himmels⸗Herrlichkeit, wir stehn fuͤr deinem Thron zu stetem Lob be⸗ reit, dich, O Dreyeiniger, anschau⸗ en wir mit Wonne, O unvergaͤng⸗ lichs Licht, O klare Engels⸗Sonne? Wir singen ewig froh: In dulei ju⸗ bilo! Heilig, Heilig, Heilig! Du Herr⸗ 2¹⁰ Auf das Fest Trinitatis. 22⁰0 W Herrscher Zebaoth, du bist der grosse wir beten dich an, Ipropter magnam e, GOtt, dir klingt der Himmel eilig. wir Reser dch Sdren cuam, Ninhier 4. GOT Vater sey gepreist, du swir sagẽ dir Danck Bomine DEus, rgl Schoͤpffer aller Ding, Erloͤser,um deiner grossen Rex coelestis, De⸗—½ GOttes Sohn, wohl werth, daß Ehre willé. HErrsus Pater omnipo- Eden, d. man dir sing, und O GOtt Heilger GO L,Himmli⸗tens, Domine bili dab Geist/ sey ewig hoch geehret, du unsres scheꝛ Koͤnig,Gott, unigenite„IESII l Heiligung, dushast uns wohl geleh⸗allmaͤchtiger Va⸗Christe, Domine W6— ret, und durch des Glaubens Macht ter. HErr, einge⸗Deus, agnus Dei, Il Wunl zum Schauen eingebracht. Freude,bohrner Sohn„flius patris, qui 0 3 Freude Freude, empfinden ewig IEsu Christe, du tolls peccaa fl Ant wir, Dreyfaltigkeit bey dir, und le·⸗Allerhochster, mundi, miserere unr M hen fern vom Leide. HERRN ECODE, noltri. Qui tollis sinen (10.) D. M.L. Lamm GOttes,peccata mundi 11 Jésaia, dem Propheten, das ge⸗ein ohn des Va⸗kulcipe depreca. il, 564 schah, daß er im Geist den HEr⸗sters/ der du hin⸗rionem nostram, Henren, ren sitzen sah auf einem hohen nimmst die Sundequ ledes ad dex. I, Alel Thron in hellen Glantz, seines Klei⸗ der Welt, nimmstram patris, mi- Ehtenz; des Saum den Chor fuͤllet gantzsan unser Gebet.serere noltri, Iuo- M Es stunden zween Seraph bey ihm Der du sitzest zursniam Tu solus hurch den daran, sechs Fluͤgel sah er einen je⸗ Rechten des Va⸗(lanctus, Tu solus bel sn den han: Mit zween verborgen sie ters, erbarm dich Dominus, Tu so- a ihr Antlitz klar, mit zween bedeck⸗unser. Denn du lns altissimas, Je. Ib nih ten sie die Fuͤsse gar, und mit den an⸗bist allein heilig,su Christe, eumn O0l. dern zween sie flogen frey, gegnan⸗du bist allein dersancto Spiritu in. Mir der rufften sie mit großhn Geschrey: Hoͤchst, JESUsgloriam DEI ra- ö Geist, e Heilig ist GOtt, der HErre Zebaoth!Ehriste, mit demstris, Amen. Sohne,d Heilig ist GOtt, der HErre Zebaoth! Heiligen Geist, in Hast un Heilig ist GOtt, der HErre Zebaothi derEinigkeit Got⸗ Die gant Sein Ehr die gantze Welt erfuͤllet tes des Vaters, Hlltiel hat. Von dem G'schrey zittert Amen. ünt Schwell und Balcken gar, das Hauß Hleisch so auch gantz voll Rauchs und Nebel(212.) H. H. Nhsem E — 61 Mel. Herr Gott dich oben aleꝛe. Jae Das Kyrie und Gloria in Excelsis Ir ist ein geistlich Kirchelein I teutsch und lateinisch. M erbauet in dem Hertzen mein, Dan Yrie Eleison![CLrie Eleison![welchs allerseits gefaͤrbet ist mit derungh Noerꝛebarme IX Christe Elef- Blut des Laͤmmleins JEsu Christ Scard dichl Ehriste Elei⸗ son! Kyrie Elei- 2. Orinn wohnt die heilig Dreyfal⸗ siile gr sonlChriste erbar⸗on. Gloria instigkeit, GOtt Vater, Sohn, Heili⸗ hutund me dich! Kyrie, E⸗Excellis DEOger Geist, das ist der werthe Seelen⸗. Wir leison, HErr, er⸗& in terra pax, Gast, der giebt dem Hertzen Ruh Ohift barme dich uͤber hominibus bonæ und Rast. Het oh. uns,Ehꝛe sey Zott voluntaris. Lau- 3. Es ist diß Kirchlein zwar gering, maühn in ber Hoͤhe! Und damus Le, bene- weil aber die drey wohnen drinn, uhs dufch auf Erden Fried,dicimus Te, ado- es groß genug und herrlich ist, und allt gue den Menschen ein ramus Le, glori- GOttes Koͤniglicher Sitz. 3. Wir Wohlgefall en. amus Te, gra- 4. Diß Haͤußlein und diß Kirche⸗ Hesst, de Wir loben dich/ lrias ag imus Tibilein, laß dix/o GOtt! befohlen 51 2⁰ — ter magnam am tuam, ine DEus, coelestis De. ater omnipo. Domine Pil e, Peme Er will uns ailzeit ernaͤhren, Leib e, Domine „agnus Dei, Patris 5 ui Peccata di, miserere I. Oui tollis ata pe depreca- em nostram, sedes ad dex- patris, mi. e nostri, quo· Tu solus us, Tufolus inus, Tu so- tissimas, Je. briste, cum 0 dpititu in am DEI ra- Amen, . loben alleꝛe. Kuchelein mundi“ ertzen mein/ ehet ist mit Iesth Chris. Dreyfal⸗ Sohn, H Hll sthe Seelel Herhen Ruh war geeing/ hnen drinn, schif, und 4. Whaice⸗ ssohlen 6 2²2¹ Auff das Fest Trinitatis. — 2²2²2 behuͤts fuͤr Fall und Hertzeleid, wohn drinn hier und in Ewigkeit. (213.) D. M. L. W' glaͤuben all an einen GOtt, Schoͤpffer Himmels und der Erden/ der sich zum Vater gegeben hat, daß wir seine Kinder werden. und Seel auch wohl bewahren: Al⸗ Iem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns wiederfahren, er sorget für uns, 4—— wacht, es steht alles in einer Macht. 6. Wir glaͤuben auch an JEsum Christ, seinen Sohn und unsern HErren, der ewig bey dem Vater ist gleicher GOtt von Macht und Ehren; Von Maria der Jungfrau⸗ en, ist ein wahrer Mensch gebohren, durch den Heilgen Geist im Glau⸗ ben, fuͤr uns, die wir waren verloh⸗ ren, am Creutze gestorben, und vom Tod wieder aufferstanden ist durch GOtt. 3., Wir glaͤuben an den Heilgen Geist, GOtt mit Vater und dem Sohne, der aller Bloͤden ein Troͤster heist uns mit Gaben zieret schoͤne: Die gantze Christenheit auf Erden haͤlt in einem Sinn gar eben: Hier all Suͤnd vergeben werden, das Fleisch soll uns wieder leben: Nach diesem Elend ist bereit uns ein Le⸗ ben in Ewigkeit, Amen. (214.) M. T. C. Wo glaͤuben all an einen GOtt, Vater,/Sohn/Heiligen Geist:/ der uns hilfft in aller Noth, den die Schaar der Engel preißt, der durch seine grosse Krafft alles wuͤrcket, thut und schafft. 2. Wir glaͤuben auch an IEsum Christ, GOttes und Marien Sohn:/ der vom Himmel kommen ist, und uns fuͤhrt ins Himmels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erloͤst aus aller Noth. 3. Wir glaͤuben auch an Heilgen Geist, der von Beyden geh et aus: Der uns Trost und Beystand leist, wieder alle Furcht und Grauß: Hei⸗ lige Dreyfaltigkeit, sey gepreißt zu aller Zeit. (215.) M. S. L. Mel. Allein GOtt in der Hoͤh ꝛc· O Vater„Gott von Ewigkeit, der Gottheit wahre Qvelle; Dich ehrt die gantze Christenheit: Dann deines Thrones Stelle ist herrlich, voller Maiestat, daß billig dir zu Dienste steht der Himmel samt der Erden. 2. Als Vater hast du deinen Sohn von Ewigkeit gezeuget, daß sich fuͤr seiner Gbttheit Thron der Chor der Engel beuget: Als Vater hast du diese Welt, und alles an das Licht gestellt, auch vaͤterlich erhalten. 3. Drum bleib noch ferner zuge⸗ than, als Vater, deinen Kindern, und nimm dich unser Wohlfarth an, hilff allen armen Suͤndern, daß wir von deiner Mildigkeit, zur gu⸗ ten und zur boͤsen Zeit, Trost, Schutz und Nahrung haben. 4. GOtt Sohn, des Vaters Eben⸗ bild von Ewigkeit gebohren, und endlich, da die Zeit erfuͤllt, zum Mittler auserkohren. Ein wahrer GoOtt und Mensch zugleich, der du der Welt dein Himmelresch durch deinen Tod erworben. 5. Als GO L besitzest du den Thron zu deines Vaters Rechten, uns wieder allen Neid und Hohn des Teuffels zu verfechten. Ach! hilff uns durch dein theures Blut, daß uns dein Vater bleibe gut, und ewiglich gewogen. 6. GOtt, Heilger Geist, du Him⸗ mels⸗Gast dee Frommen Schatz und Crone, der du den Ausgang ewig hast vom Vater und dem Soh⸗ ne: Du suͤsser Troͤster, treuster Freund, der du die Deinen wohl ge⸗ meint in alle Wahrheit leitest. 7. Komm, wahrer GOtt, mit dei⸗ ner Krafft zu deinen Außerwehlten: Gieb uns den rechten Lebens⸗ Safft/ und troͤste die H Tlech ei 223 Auf das Fest Trinitatis. 224 Bleib unser Schutz und Zuversicht, der Seelen Schatz und Freuden⸗ Licht, und unsers Geistes Leben. 3. O heilige Dreyeinigkeit, du Herrscher aller Schaaren„ der du dich deiner Christenheit hast wollen offenbahren, daß du mit deinem Nahmen heist: GOtt Vater, Sohn und Heilger Geist: Sie dancken dir mit Freuden. 9. Denn wer dich GOtt, recht weib und kennt, der hat das rechte Leben. Und wer von deiner Liebe brennt, den kanst du bald erheben, daß er nach dieser truͤben Zeit, in deiner schoͤnen Ewigkeit dich we⸗ sentlich kan schauen. ö (216.) P. G. Mel. Christ unser HErr zum ꝛc. W? alle Weißheit in der Welt bey uns hier kaum kan lallen, das laͤst GOtt aus dem Himmels⸗ Zelt in alle Welt erschallen, daß er alleine Koͤnig sey, hoch uͤber alle Goͤtter, groh, maͤchtig, freundlich/ srom und treu,der Frommen Schutz und Retter, ein Wesen, drey Per⸗ sonen. 2. GOtt Vater, Sohn und heil⸗ ger Geist heist sein hochheilger Nah⸗ me: So kennt, so nennt, so ruͤhmt und preißt ihn der gerechte Saame, GOST Abraham, GO Isage, Gott Jacob, den er liebet, HErr Zebaoth, der Nacht und Tag uns alle Gaben giebet, und Wunder thut alleine. 100 3. Der Vater hat von Ewigkeit den Sohn, sein Bild,gezeuger: Der Sohn hat in der Fuͤll der Zeit im Fleische sich ereuget. Der Geist geht ohne Zeit herfuͤr, vom Vater und vom Sohne, mit beyden gleicher Ehr und Zier, gleich ewig, gleicher Ckone, und ungetheiter Staͤrcke. 4. Sieh hier mein Hertz, das ist hesn Gut, dein Schatz dem keiner gleichet: Das ist dein Freund der alles thut/ was dir zum Heyl gerei⸗ Bild/fuͤr deine Schuld gebuͤsset, der dich mit wahren Glauben fuͤllt, und all dein Creutz durchsusset, mit sei⸗ nem heilgen Worte. 5. Erhebe dich/ steig zu ihm zu, und lern ihn recht erkennen, dann solch Erkaͤnntniß bringt dir Ruh, und macht die Seele brennen in reiner Liebe, die uns naͤhrt zum ewgen Freuden⸗Leben: Da, was allhier kein Ohr gehoͤrt, GO wird zu schauen geben den Augen seiner Kinder. 6. Weh aber dem verstockten Heer, das sich hier selbst verblendet, GOtt von sich stöft, und seine Ehr auf Creaturen wendet! Dem wird ge⸗ wiß des Himmels Thuͤr einmahl verschlossen bleiben. Denn wer GODL von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne. Ey nun so gieb du grosser Held, GOtt Himmels und der Erden, daß alle Menschen in der Welt zu dir bekehret werden, erleuchte was ver⸗ blendet geht,bring wieder, was ver⸗ irret: Reiß aus was uns im Wege steht, und freventlich verwirret, die Schwachen in dem Glauben. Himmels⸗Pforte dringen, und der⸗ mahleins in deinem Reich ohn alles Ende singen, daß du alleine Koͤ⸗ nig leyst, hoch uͤber alle Goͤtter: GOTT Vater, Sohn und Heilger Geist, der Frommen Schutz und Retter, ein Wesen, drey Personen. (Hieher auch Kyrie GOtt Va⸗ ter ꝛc. und: O HErr GOtt Va⸗ ter ꝛc. so oben stehen.) XIV. Auf das Fest Jo⸗ hannis des Taͤuffers. biß daß von seinem Weibe (217.) M. L. H. D kommt ein Sohn durch Got⸗ chet: Der dich gebaut nach seinem Er Zacharias gantz verstummt/ tes Guͤte, von welchem die 8 8. Auf daß wir also allzugleich zur .— cch gehn : Oer Hahriugt; so sfagt W IMa schtserh und f 3. Des t den S veichl lalum agt die Oolobet st VOtt ehr lost sein Hetrost 3. Solcht keinev -e Sund has lelden Johff ghh OOtt wa gar nicht ge Leb Ytre, g Hat besuch Aaubets! Es Wh sis Flt Whanhes slecket au Mhland o Husfevhgt 2. Vor de den aufge Uckannt m siher Mu WOais heye hldigt un . Sieh: s unst Whgangen Ihet; e Huum, b. 20 . gehusset, 0 Hslt,ud sset, mit fe⸗ lihmgu, und „ dann solch Ruh/ und hhen in reiner zum ewgen Was allhier rd zu lugen seiner sockten Heer, lendet,GOtt eine Ehr auf Hem wird ge⸗ hür einmahl Denn wer hallhier, den von seinem grosser Held/ Erdenj daß Welt zu dir chte was her⸗ her/ was ber⸗ uns im Wege erwirkret, die uben. lhugleich zůt: en/ und der⸗ lichohnalles halleine Koͤ⸗ alle Goͤttet: und Heilger Schutz und ey Nersonan. Oott Vo⸗ Htt Vi⸗ .) I Fest YW⸗ sffers· H. vertum he inem Wei dunch Hl/ 00 m die 4 ö Auf das Fest Johannis des Taͤuffers. 225 2²26 geschehn, daß er solt vor dem HErrn hergehn, deß freut sich sein Gemu⸗ the: Der Geist die Sprach ihm wie⸗ derbringt, mit Freuden hebt er an und singt: Gelobet sey der HErre/ gantz Israel GOtt ehre, er hat be⸗ sucht, er hat erloͤst sein Volck, glaͤu⸗ bets und seyd getrost. 3. Des Kindes Nahm Johannes heist, den Nahmen seine Lehr be⸗ weist von dem holdreichen IEsu, zur Buß berufft er jedermann, zei⸗ get den Suͤndern Christum an, der sie reichlich erloͤse, der ist das Lamm, welchs GOT gefaͤllt, er traͤgt die Suͤnd der gantzen Welt, geloͤbet sey der HErre, gantz Israel Mott ehre, er hat besucht, er hat er⸗ loͤst sein Volck, glaubets und seyd getrost. 3. Solche Predigt Johannes fuͤhrt, an keine Person er sich kehrt, straffet die Suͤnder alle: Wills der Hero⸗ des leiden nicht, und ihm darum den Kopff abschlaͤgt, ey so laͤst man GOtt walten, der zeitlich Tod ja gar nicht schadt, wer glaͤubt, das ew'ge Leben hat. Gelobet sey der HErre, gantz Israel GOtt ehre, er hat besucht, er hat erlost sein Volck, glaͤubets und seyd getrost. (218.) J. G. O. Mel. O Gott du frommer Gott. Eẽ war die gantze Welt von Mo⸗ sis Fluch erschrecket, biß Sanet Johannes hat den Finger ausge⸗ strecket auf JEsum, welchen er zum Heyland aller Welt, als sein Vor⸗ laͤuffer hat gezeigt und fuͤrgestellt. 2. Vor den er ungebohrn mit Freu⸗ den aufgesprungen, zu dem er sich bekannt mit unberedter Zungen in seiner Mutter Leib und mit Elias Geist bey Groß und Kleinen ihn ge⸗ predigt und geweist. 3. Sieh! das ist GOttes Lamm, das unsre Suͤnde traͤget, das sich der gantzen Welt zum Opffer nieder⸗ leget; Sieh! Das ist GOttes Lamm, bey dem man aller Süͤnd Vergebung, Friede, Ruh und alle Gnade find. 4. Wohl dem, der dieses Lamm,das uns Johannes weiset, im Glauben fest ergreifft und in dem Leben prei⸗ set. Wer dieser Tauff gedenckt und wahre Busse uͤbt, der wird von hm auch seyn begnadet und geliebt. v. So gieb, du grosser GOrt, daß wir Johannis Lehre von Hertzen nehmen an, daß sich in uns bekehre, was boͤß und suͤndlich ist, biß wir nach dieser Zeit mit Freuden gehen ein zu deiner Herrlichkeit. (219.) Ex. Luc. I. Gaaober sey der HErr, der GOtt Israel/denn er hat besucht und erloͤset sein Volck. 2. Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heyls, in dem Hause sei⸗ nes Dieners Davids. 3. Als er vor Zeiten geredt hat durch den Mund deiner heiligen Propheten. 4. Daß er uns errettet von unsern Feinden, und von der Hand aller die uns hassen. 18 5. Und die Barmhertzigkeit erzeig⸗ te unsern Vaͤtern, und gedachte an seinen heiligen Bund. 6. Und an den Eyd, den er geschwo⸗ ren hat unserm Vater Abraham uns zu 9eben. 7. Daß wir erloͤset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten vhne Furcht unser Lebenlang. 8. In Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit, die ihm gefaͤllig ist. 9. Und du Kind wirst ein Proͤphet des Hoͤchsten heissen„ du wirst vor dem HErrn hergehen, daß dů seinen Weg bereitest. ö 10. Und Erkaͤnntniß des Heyls ge⸗ best seinem Volck/ die da ist in Ver⸗ gebung ihrer Suͤnden. 1I. Ourch die hertzliche Barmher⸗ tzigkeit unsers GOttes, durch wel⸗ che uns besucht hat der Auffgang gus der Hoͤhe. H I2. Auf 2²27 Auf das Fest Johannis des Taͤuffers. 228 142. Auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsterniß, und Schatten des Todes, und richte unsre Füsse auf ben Weg des Frie⸗ ens. 13. Lob und Preiß sey GOtt dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geiste. 24. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Eiwwpigkeit, Amen. (320.) J. H. Mel. Vom Himmel hoch da komm. Gelobt sey Israelis GOE/ der HERR, der sein Volck in der Noth// und da es gaͤntzlich war verflucht, mit grossen Gnaden hat be sucht. . Er hat uns seinen Sohn gesandt, der allen Zorn gantz abgewandt, und uns erloͤset kraͤfftiglichdeß wird Israel freuen sich. 3. Als mit uns schon war alles aus, in seines Dieners Davids Hauß, hat er ein Horn der Seeligkeit gesetzt zum Trost der Christenheit. 4. Als uns vor Zeiten machet kund der heiligen Propheten Mund, da⸗ durch er uns hat angemeldt, er woll uns retten als ein Held. 5. Der Feinde Trotz, des Hassers Hand, ob sie fuͤr Zorn gleich sind entbrannt/ wollt er zubrechen, als der Mann, der Tod und Teuffel zwingen kan. 6. Hierzu hat ihn sein Hertz be⸗ wegt, das sich mit Gnad und Guͤte tragt. Er hat an seinen Bund gedacht, vorlaͤngst mit Abraham ge⸗ macht. 7. Wie auch an dieses, was er hat geschworen ihm an Eydes statt zu geben denen, die da sind von ihm gezeugt, guch Kindes⸗Kind. 8. Auf daß, wenn wir erloͤset seyn vom Teuffel, Tod und Hoͤllen⸗Pein, ihm dieneten sein Lebenlang, ein ieder ohne Furcht und Zwang. 9. Gerecht und heilig in der Welt, nach solcher Art die ihm ge⸗ faͤllt! Nicht wie es Menschen Witz erdenckt, damit man sich vergebens kraͤnckt. 10. Du Kindlein, du wirst ein Prophet des Hoͤchsten heissen, der da geht fuͤr seinem HERREN fein voran, und macht ihm richtig seine Bahn. 1I. Aus hertzlicher Barmhertzig⸗ keit, Krafft derer uns in unserm Leid, der Auffgang aus der Hoͤhe sucht, das ist der Liebe Gab und Frucht. 12. Auf daß die er im Finstern find, und die im Todes Schat ten sind„ des Lichtes Kinder koͤnnen seyn, durch seinen hellen Glantz und Schein. ann 13. Daß ihre Fuͤsse richtig stehn, und auf dem Weg des Friedens gehn, ja endlich allesamt zugleich 22 Freuden gehn ins Himmel⸗ reich. (221.) 4 will den HERREN ewig loben, ich will ihn preisen Tag und Nacht: Denn seine Guͤt ist hoch erhoben, der HERR hat selbst an uns gedacht. Er hat vom Him⸗ mel angesehen die, so da in der Irre gehen. O hochgeprießner GOttes⸗ 90. der uns vom Fluch erloͤset hat. 2. Er hat ein kraͤfftig Reich gegruͤn⸗ det, ein Horn des Heyls, das seine Staͤrck allein in dem Gesalbten fin⸗ det, O wunder⸗grosses Gnaden⸗ Werckl Aus Davids Haus ist dieses kommen, wie das versprochen war den Frommen, und der Propheten treuer Mund uns vor der Zeit ge⸗ machet kund. 3. Nun hat der HERR uns siegen lassen, er hat gedaͤmpfft der Feinde List, und aller derer, welch uns has⸗ sen, er macht uns frey zu dieser Frist, er findet wieder das verloh⸗ ren, als er den Vaͤtern laͤngst ge⸗ schwo⸗ 220 —.—.— shwohen/ acht, Hcht, 4. Diethe ie lang g 0 lasset i Demüth olnunke Hlucht sol schafft nd has GOt 5. Und di hennet di Mophet/ ten kennet HErreng Weg bere Ehr aushl des Hoͤchf Suͤnd unt 6. Dein lhren, und Reul; kehreh, un sehnuchd siehe,man Hdho der Rit hettzi I. Das! lebte, da nicht das toh schwe Hloßes Li⸗ Hüfgegang und Verl ulste Gü des Friedt 22 —— ellig in der it die ihm ge enschen Wiß ihbergebeng du Wiest ein hessen, der NNCNfein Nrichtig seine Balmhertig 6 in unsexin uus der Hoͤht ehe Gab und im Finstern des Schakten inder koͤnnen Clantzund richtig stehn, hes Friedens ammt zugleich Himmel MEN etig Rpteisn Tag seine Güt it MRhat selbs at vom Himi⸗ da in der Irre ner GOttes⸗ Hluch eiloet Reich gegkul hlo, das selne Hesalbten fin⸗ osses Guaden; Haus stdieses sprochen war er Propheten deb geit 9e⸗ Runs siegen ftt der heinde wulchunzha fieh Iu fet r dgs helloh⸗ aun langf ge⸗ schwoß 229 Auff das Fest Johannis des Taͤuffers. 23⁰0 schworen, auch seines Bundes hat bedacht, den er mit Abraham ge⸗ macht. 4. Dieweil uns aber ist erschienen die lang gewuͤnschte Gnaden⸗Zeit, so lasset uns dem HErren dienen in Demuth und Gerechtigkeit. Da soll nun keiner sich beflecken, ja keine Furcht soll uns erschrecken, ein ieder schafft in dieser Welt seindebenlang was GOtt gefaͤllt. 5. Und du, mein Kindlein wirst ge⸗ nennet des Hoͤchsten Seher und Prophet, ein Kind, das den Gesalb⸗ ten kennet, ein Kind, das vor dem HErren geht/ein Kind, das ihm den Weg bereitet, und seines Nahmens Ehr ausbreitet, ein Kind, das nach des Hoͤchsten Rath, wird straffen Suͤnd und Missethat. 6. Dein suͤsser Mund der wird uns lehren, wie man durch wahre Buß und Reu allein zu Gott sich muͤsse kehren, und wo denn die Vergebung seyyauch daß die Gnad und Rettung stehe, nur bey dem Anfang aus der Hoͤhe, der uns erschienen in der Zeit mit hertzlicher Barmhertzigkeit. 7. Das Volck so gar im Finstern lebte, das seinen Schoͤpffer kannte nicht, das Volck, das nur im Schat⸗ ten schwebte, das siehet ietzt ein großes Licht: Ein schoͤner Glaͤntz ist aufgegangen, der Vaͤter Hoffnung und Verlangen: Nun wird man unste Fuͤsse sehn den sichern Weg des Friedens gehn. (222.) D. J. O. Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. TRoset/ troͤstet meine Lieben, tröͤstet mein Volck, spricht mein OET, troöstet die sich ietzt be⸗ truͤben uͤber Feindes Hohn und Spott, weil Jerusalem wohl dran, redet sie gar freundlich an, dann ihr Leiden hat ein Ende, ihre Ritter⸗ schafft ich wende, 2. Ich vergeb all ihre Suͤnden, ich tilg ihre Missethat, ich will nicht mehr sehn noch sinden, was die Straff erwecket hat, ste hat ja zwie⸗ faͤltig Leid schon empfangen, ihre Freud soll sich taͤglich neu vermeh⸗ ren/ und ihr Leid in Freud verkehren. 3. Eine Stimme laͤst sich hoͤren in der Wuͤsten weit und breit, alle Menschen zu bekehren, macht dem HERRNNden Weg bereit, machet GO LT ein ebne Bahn, alle Welt soll heben an alle Thaͤler zu erhoͤhen, daß die Berge niedrig stehen. 4. Uugleich soll nun eben werden, und was hoͤckricht, werden schlecht, alle Menschen hier auf Erden sollen leben schlecht und recht: Denn des HErren Herrlichkeit, offenbahr zu seiner Zeit macht, daß alles Fleisch kan sehen, wie was GO Dd spricht muß geschehen. XV. Auf Mariaͤ Heim⸗ suchung. 223.) J. H. Mel. Kommt her zu mir spricht. ꝛc. Diengose meine Seel erhebt/ den grossen GOe O, der ewig lebt, mein Geist ist voller Freu⸗ den: Denn GOT mein GOtt und Heyland ist, der mich ihm selbst hat auserkiest, ob jch gleich Schmach muß leiden. ö 2. Er hat mich gnaͤdig angeblickt, und mich Elenden recht erqvickt; Darum ich ihn nun preise in der Ge⸗ mein fuͤr iedermann, dann GOE hat viel an mir gethan, auf wunder⸗ hahre Weise. 3. Sein Nahm ist heilig„ seine Macht wird hoch in aller Welt ge⸗ acht: Er bleibet allzeit allen voll Guͤte und Barmhertzigke it, die ihm zu furchten sind bereit nach seinem Wohlgefallen. 5 4.· Mit seinem Arm uͤbt er Gewalt/ zerstreut und stuͤrtzet alles bald, was sich mit Stoltz aufschwellet. Die 92 Maͤch⸗ ch⸗ * 231 Auf Mariaͤ Heimsuchung. 232 Maͤchtigen stoͤßt er vom Thron, und giebt den Feinden ihren Lohn, die er zu Boden faͤlet. 5. Er setzt die Niedrigen hinauf, die seines reinen Wortes Lauff be⸗ soͤrdern und groß achten. Den Hungrigen giebt er ihr Brod: Die Reichen muͤssen leiden Noth, ihr Leben muß verschmachten. 6. Er dencket der Barmhertzigkeit, und nimmt hinweg das grosse Leid das Isrgel mit Schmertzen ausste⸗ hen muß in dieser Welt, dem hilfft er auf, wenns ihm gefaͤllt, und traͤgt ihn stets im Hertzen. 7. Wie er denn hat mit Abraham, zu dem er in die Huͤtten kam, und seines Kindes Kindern durch einen Eyd verbunden sich: Das wird er halten ewiglich; Er laͤst sich nichts verhindern. 8. Ich dauck dir auch von Hertzen⸗ Grund, O GoOtt, fuͤr das, was mir dein Mund versprochen hat zu ge⸗ ben: Es ist gewiß, hier wirst du mich erretten und dort ewiglich in Freuden lassen schweben. (224.) Marid Lobgesang. Mene Seel erhebt den HErren/ und mein Geist freuet sich GOttes meines Heylandes. 2. Denn er hat seine elende Magd angesehen, siehe von nun au wer⸗ den mich seelig preisen alle Kindes⸗ Kind. 3. Denn er hat grosse Dinge an mir gethan, der da maͤchtig ist und deß Nah me heilig ist. 4. Und seine Barmhertzigkeit waͤh⸗ ret inꝛmer fuͤr und fuͤr, bey denen die ihn fuͤrchten.. 5. Er uͤbet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet die hoffaͤrtig sind in ihres Hertzens Sinn. 6. Er stoͤsset die Gewaltigen vom n. hilfft seinem Diener Israel auf. 9. Wie er geredt hat unsern Va⸗ tern, Abraham und seinem Saamen ewiglich. 10., Lob und Preiß sey GOtt dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geiste. II. Wie es war im Anfang ietzt und immerdar, und von Ewigkeit zu C⸗ wigkeit, Amen. (227.) Mel. Wo Gott zum Hauß. Ein Seel, OHErr! muß lo⸗ ben dich/ du bist mein Heyl, des freu ich mich daß du nicht fragst nach weltlichen Pracht, und hast mich Armen nicht veracht. 2. Und angesehn mein Niedrigkeit, von nun an wird sehr weit und breit mich seelig preisen iedermann, du hast groß Ding an mir gethan. 3. Du bist auch gnaͤdig lieber HErr, dein Goͤttlich Macht stirbt nim⸗ mermehr, dein Nahm ist aller Eh⸗ ren werth/drum man dich billig lobt und ehrt. 4. Du bist barmhertzig ingemein, wer dich von Hertzen fuͤrcht allein, und hilfft den Armen imerdar, wenn er muß leiden Noth und G'fahr. . Der Menschen Hoffart muß ver⸗ gehn, fuͤr deinem Arm kan nichts bestehn, wer sich verlaͤst auf seinen Pracht/ deß hast du bald ein End ge⸗ macht. 6. Du machst zu nicht der Men⸗ schen Rath, das sind, HErr, deine Wunder⸗That, was sie gedencken wieder dich, das geht doch allzeit hinter sich. 7. Wer niedrig ist und klein geacht, an dem uͤbst du dein goͤktlich Macht/ und machest ihn den Fuͤrsten 050 die Reichen arm, die Armen reich. Stuhl, und erhebet die Niedri/ 8. So thust du auch zu dieser Zeit, gen. 8 7, Die Hungrigen fuͤllet er mit Guͤ⸗ tern, und laͤsset die Reichen leer, 8. Er dencket der Barmhertzigkeit, und denckest der Barmhertzigkeit, Israel wilt du Huͤlffe thun, das ist dein auserwehlter Sohn. 9. Wir habens nicht verdient um dich, 10. Jal, Mons/d galhan/ v llich und II. CLob, Oesagt det Isät, 0 („ GOt Vsu Ch 12. Und 9en Geif hetheist, mlerthal/ Himmmele (3Ehrt Heiligen Votex E Ins seim (4% De dshsehn Mih, und kit geben gesehen n Hlehen in 2. Man Zur Kinde Gdd Balmher Und fürhs undseiner Wurcket e in* 0 Im San e Magcht. und weny Tie Rach Den Wfh 4 Hihg woth gies 23• — 22233 Auf Maria Heimsuchung. 234 ener Iseael dich, du faͤhrest mit uns gnaͤdiglich, fuͤr allen erhebt er sie empor: Die zu unsern Vaͤtern ist geschehn ein Reichen laͤst er leer, und kan nach unseen Va Wort, das hast du angefehn. seinem Willen, die hungert, reich⸗ em Saammen 10. Jal, Abraham dem theuren lich fuͤllen: Nichts ist dem HEr⸗ 8 Mann, dem hast du selbst ein Eyd ren schwer. OOtt dem gethan, und ihm geredt das Himel⸗ F. Er hat sich angenommen Is⸗ und dem reich und seinem Sgamen ewiglich. raelis seines Knechts, er denckt an 1. Lob, Ehr, Preiß und Danck sey gesagt der wahr'n Goͤttlichen Ma⸗ jestaͤt, GOtt Vater der barmhertzig ist, GOtt Sohn, unserm HErrn alle Frommen und seines Gnaden⸗ Rechts, was er hat Abrah am ver⸗ sprochen und den Alten, das will er feste halten, und helffen Ja⸗ zum Hauß. JIEsu Christ. scobs Stamm. 1 0 95 12. 6610 GoOtt Lontethen Haisf M/ in Heyl,des gen Geist, der uns allzeit sein Huͤ 8 Mi⸗ nicht frast beweist, und troͤst uns in dem Jam⸗ XVI. bdnd Fast t/ und hatt merthal, hilff uns, O HErr/ ins chaelis, von den Heil. ht. Himmiels Saal. Oder: Engeln. Medriokeit,(Iz.) Ehr sey ietzund und allezeit der(2²7.0 eit und breͤtt Heiligen Dreyfaltigkeit, G Dicimus grates P. M. verteutscht tmanudu Vater Sohn, Heiligen Geist, der durch D. P. E. than. uns sein Gnad caͤglich heweist. EHR GO0 D, dich loben alle lieberhErt,(I4.) Der woll uns Suͤndern gnaͤ⸗ wir, und sollen billig dancken srbt nim: dig seyn, behuͤten fuͤr der Hoͤllen⸗ dir/ fur dein Geschoͤpff der En⸗ aller Eh: Pein, und nach dieser Vergaͤnglich⸗ gel schon, die um dich schwebn in dei⸗ ch hillig loht keit geben die ewge Seeligkeit. nem Thron. 220.). 2. Sie glaͤntzen hell und leuchten Hingemein, Mel. Von Gott will ich nicht ꝛe. klar, und sehen dich gantz offenbahr, fürcht allein, Nua meine Seel erhebet den dein Stimm sie hoͤren allezeit, und herar, wenn HErren ihren GO, mein sind voll goͤttlicher Weißheit. „Gsahr. Geist voll Freuden schwebet im 3. Sie feyern auch und schlaffen autmuß v⸗ HErren Zebaoth. Mein Heyl ist nicht, ihr Fleiß ist gantz dahin ge⸗ u kan nichts nun nicht weit. der Hoͤchst hat an⸗richt, daß sie, HERR Ehriste, um Mauf senen gesehen mein Seufftzen und mein dich seyn, und um dein armes Haͤuf⸗ in End ge: Flehen in meiner Niedrigkeit. felein. 4. Der alte Drach und boͤse Feind fuͤr Neid, Haß und fuͤr Zorn er brennt, sein Datum steht allein darauf, wie von ihm werd zertrennt dein Hauff. 2. Man wird mich seelig preisen zur Kindes⸗Kinder Zeit, weil mir 60 Di will erweisen Gnad und Barmhertzigkeit: Die bleibet fur und fuͤr bey denen, die ihn scheuen, t der Men⸗ HEtr, deine siegedencken doch albet und seines Heyls sich freuen; Das Würcter er iu mi 3. Er kan Gewalt verüben mit sei⸗ nes Armes Macht, der Stoltzen Sinn betruͤben und legen ihre Pracht. Er stuͤrtzet sie vomStuhl, und wenn sie hoch gestiegen, muß ihre Macht erliegen/ und sincken in den Pfuhl. 4. Hingegen ihm gefallen, die De⸗ muth ziehen vor der Hoffarth, ja 3. Und wie er vor hat bracht in Noth, die Welt, fuͤhrt er sie noch in Tod, Kirch, Wort, Gesetz, all Ehr⸗ barkeit zu tilgen ist er stets bereit. 6. Darum kein Rast noch Ruh er hat, bruͤllt wie ein Loͤw, tracht fruͤh und spat, legt Garn und Strick, hraucht fal sche List, daß er verderb was Christlich ist. 7. Indeß wachet der Engel Schaar/ die Christo folgen immerdar, und 23— schü⸗ ———‚— 235 Auf das Fest Michaelis. 236 schũtzen deine Christenheit, wehren F. Elias war entschlaffen n ein des Deuffels Listigkeit. Engel weckt ihn auf: Elisa kriegt zu 3. An Daniel wir lernen das, da ersschaffen: viel Engel warten drauf: unter den Loͤwen saß, deßgleichen Erschienen auch den Hirten, und auch dem frommen Loth, der Engel grosse Freude lehrten, wie Christ ge⸗ halff aus aller Noth. bohren waͤr/ wie Christ gebohrẽ waͤr. 9. Dermassen auch des Feuers 6. Bey dieses Kindes Wiegen:⸗ Gluth verschont und keinen Scha⸗ der Joseph schlaffen lag: Ein Feind den thut den'n Knaben in der heis⸗ wolt ihn bekriegen ein Engel es sen Flamm, der Engel ihn'n zu Huͤlffe kam. 10. Also m U GO TL noch heut zu Tag fuͤrm Ubel und fr mancher Plag, uns durch die lieben Enge⸗ lein, die uns zu Waͤchtern geben seyn. 1I. Darum wir billig loben dich, und dancken, dir, GO TT, ewiglich/ wie auch der lieben Engel⸗Schaar/ dich preisen heut und immerdar. 12. Mir bitten dich du wollst allzeit dieselben heissen seyn bereit, zu schuͤ⸗ ten deine kleine Heerd, so haͤlt dein gottlich Wort in: Werth. (228.) M. M. S. Es siehn fuͤr GOttes Throne die unser Diener sind, der in sein'm lieben Sohne/ liebt aller Menschen Kind; Daß er auch nicht der eines veracht will habn, so klei⸗ nes, als iemahls ist gebohrn, als ie⸗ mahls ist gebohrn. 2. Sie sehn sein Angesichte/ und haben fleißig acht, was er ihn'n aus⸗ zurichten befiehlet Tag un Nacht. Da sind die lieben Engel,geschwind, regen die Fluͤgel zu fahren hin und her, zu ꝛe. 3. Wo Christen⸗Leute wohnen:. in Haͤusern groß und klein, da sie selber nicht koͤnnen:n fuͤr Feinden sicher seyn, wo nicht ein Englisch Lager umher wird aufgeschlagen in steter Hut und Wacht, in ꝛe. 4. Solches hat Loth erfahren Auch Abraham und sein Knecht: ihm sagt, zog fern in fremde Lande, das soll in seinem Stande glaͤuben ein ieder Christ, glaͤuben ein ieder Christ. 7. Auch Lazarus der Arme wenns gleich zum Sterben koͤmmt/ Gott, der sich sein erbarme:n hat schon Engel bestimmt, die ihn gen Himmel bringen: Dem last uns al⸗ le singen ewiges Lob und Preiß, ewiges Lob und Preiß. 62²9.9 Mel. Allein GOtt in der Hoͤh sey. An Lieb laͤst GOtt der Christen⸗ heit viel Gutes wiederfahren, send Engel⸗Schaaren. Darum man froͤlich singen mag Heut ist der lieben Engel Tag, die uns gar wohl bewahren. 2. Sie lagern sich wann koͤmmt die Noth, in Eil gefaßt sich machen, und reissen die, so fuͤrchten GOtt/ aus ihrer Feinde Rachen. Darum man froͤlich singen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die immer fuͤr uns wachen. 3. Sie fuͤhren auf den Strassen wohl die Grossen samt den Kleinen, daß keiner Schaden leiden soll an Fuͤssen oder Beinen: Darum man froͤlich singen mag: Heut ist der lie⸗ ben Engel Tag, die uns mit Treuen meynen. 4. Solch Wohlthat denen wird er⸗ zeigt, die nach dem HErren fragen, die Engel ihnen sind geneigt, den Isaae bey viertzig Jahren nahm Satan sie verjagen. Darum man so Rebe ceam recht? Jacob sah auffroͤlich singen mag: Heut ist der lie⸗ ausLieb hat er ihr zubereit viel tau⸗ der Leitern die Boten GOttes klei⸗ben Engel Tag, die uns in Himmel tern guf nnd ab alle voll, guf ꝛc. tragen. (23⁰⁹ AFlest un den, Melden,g rkan di odet dir. gl hehen die: Dutund f schen Cho Hist du t UlHeili⸗ Hbaoth, ken voll, 2. Dent Wunder; Deine H des Bals Thau vos Nilus sic Herhongl gen mitde Helligl H dehresche 3. Deine müͤssen un sieallzeit bey des E heh Nach Ius hast! Wir Herf und ftaͤc schen Cho Hstduwu 4. Wen Stlicken Wenn er der unste Hel strack digfe nn ulr Herz Inggnin Heligls Rllobtere aßdi Odnr sie uns Lothund dort die 230 — sen ein 0 kriegt zu ten drauf: ten, und CIhlist ge⸗ hohrẽ war. Wiegen Ein Feind Engel es Ide Lande, e glaͤuben Hein jeder Aume n n koͤmmt, zmeꝛn hat e ihn gen last uns al⸗ nd Meiß, Hoh seh. Christen⸗ derfahren, eit viel tau⸗ Darum Halt ist e uns gar lommt die ch machen, ten GOtt, Oatum Halt ist die immer Gttassen Kleinen den soll an Mrum man tistder lie⸗ mit Treuen sen wirdek⸗ Auf das Fest Michaelis. ——8———3——— 2³8 237 (330.) N7 · M. J. E. Fire und HErr der starcken Hel⸗ den, die nicht schlummern Tag un Nacht, die uns deinen Rath ver⸗ melden, und entdecken deine Macht, wer kan dich nach Wuͤrden preisen, oder dir gnug Danck erweisen? Wir heben die Hertzen und Sinnen em⸗ por, und singen dir heute mit Engli⸗ schen Chor: Heiligl Heiligl Heilig! bist du wunder⸗starcker GOtt, Hei⸗ ligl Heilig!Heiligl bleibest du, HErr Zebaoth, alle Land sind deiner Eh⸗ ren voll, Allel. Allel. Alleluia! 2. Denn du, HERR, thust grosse Wunder an uns Men schen iederzeit! Deine Gnade treufft herunter, wie des Balsams Suͤßigkeit„ wie der Thau vom Himmel fleußt, wie der Nilus sich ergeußt: Drum heben wir Hertzen und Sinen empor, und sin⸗ gen mit deinem Seraphischen Chor: Heilig!l Heilig! Heilig! bist du Gna⸗ denreicher GOtt, Heilig/ ꝛe. 3. Deiner reinen Geister Schaaren muͤssen uns stets dienstbar seyn: Daß sie allzeit uns bewahren, nicht nur bey des Tages Schein, sondern auch sse bey Nachtes⸗Stunden, wie du sie uns hast verbunden: Drum heben wir Hertzen und Sinnen empor, und staͤrcken mit Singen den Engli⸗ schen Chor: Heilig! Heiligl Heilig! bist du wunder⸗grosser GOtt ꝛe. 4. Wenn der Satan Netz und Stricke uns zu unsern Unfall legt: Wenn er sich mit List und Tuͤcke wie⸗ der unsre Seel erregt, sind die En⸗ gel stracks zur Seiten, daß sie freu⸗ dig fuͤr uns streiten: Drum heben wir Hertzen und Sinnen empor und singen in GOttes geheiligten Chor: Heilig! Heiligl Heiligl bist du hoch⸗ gelobter GOtt! Heilig, ꝛe. 5. Laß die Engel um uns schweben/ O du Groß⸗Fuͤrst Michael! Laß du sie uns rings umgeben, wie den Loth und Daniel: Laß sie uns, wie dort die Knaben in des Ofens Flam⸗ men laben. tzen und Sinnen empor, und singen dir heute mit Englischen Chor: Heilig! Heilig! Heilig! bist du al⸗ ler Goͤtter GOtt, ꝛc. 6. Laß,O Gott, in allen Staͤnden deine Engel fuür und fuͤr, Angst und Schaden von uns wenden: Laß das alte Drachen⸗Thier uns am Leibe nicht verletzen, noch die Seel in Schaden setzen. Wir heben die Her⸗ tzen und Sinnen empor, und singen noch ferner mit Englischem Chor: Heilig! Heilig! Heilig l bist du, al⸗ lerhoͤchster GOtt, ꝛe. 7. Wenn auch endlich wird erschei⸗ nen unste letzte Todes⸗Stund, die kein Mensch nicht kan ableinen, ach⸗ so denck an deinen Brund, und laß deiner Engel Wagen, uns zu dir gen Himmel tragen, da wollen wir schoͤ⸗ ner/ als iemahls zuvor, dir dancken und singen mit Englischem Chor: Heilig! Heilig! Heilig! bist du ein⸗ ger wahrer GOtt Heilig, ꝛe. (231.) Mel. Ach HErr mich armen. GSc dir seh Dauck gegeben, daß deiner Engel Schaar mich chützt in meinem Leben fur Anstoß und Gefahr, daß mir der alte Dra⸗ che, der arge Menschen⸗Feind/ nicht einen Unfall mache, wie er zu thun vermeynt. 2. Ach du lhertzliebster Vater/ wie siehst du auf dein Kind, du treuer Menschen⸗Rather wie gut bist du gesinnt. Dein Heer ist mir zur Seiten, und wehret ritterlich wenn Satans Engel streiten mit Listen wieder mich. 3. OGott, laß dich bewegen, Laß deine Geisterlein, wie sie bißhero pflegen, auch kuͤnfftig bey mir seyn: Laß mich auf Loͤwen gehen, und auf der Otter⸗Bruth, auf jungen Loͤwen stehen, und auf der Drachen Muth. 4. Du, HERR, wollst mich hehuͤ⸗ ten, durch deinen starcken Arm, fuͤr meiner Feinde Wuͤten, fuͤr bo⸗ Wir heben die Her⸗ser Geister Schwarm, fuͤr ihrem H4 Mord 239 Auf das Fest Michaelis. 240 Mord und Luͤgen, fuͤr ihrem Zorn und Grimm/ fuͤr List und für Be⸗ truͤgen beschůtz mich üm und uͤm. 5. Die starcken Himels⸗ Helden, die allzeit fuͤr dir stehn, unñ deinen Ruhm vermelden, laß immer mit mir gehn. Laß sie mich wohl begleiten, wie Ja⸗ cob fort und fort, laß sie auch fuͤr mich streiten, wie fuͤr Elisa dort. 6. Schick senn mir in Noͤthen, wie zu Elias Seel, und wie zu dem Pro⸗ pheten, dem frosüen Daniel. Laß sie mich maͤchtig retten, wie den Loth aus der Gluth, wie Petrum aus den Ketten, wie Paulum aus der Fluth. 7. Als du den dreyen Maͤñern gabst einen Engel zu, da wurde den Be⸗ kennern das Feuer kuͤhle Ruh: Wañ uͤber mich zusam̃en des Creu⸗ tzes Feuer faͤhrt, so halte mich in Flammen durch Engel unversehrt. 8. Laß mich mein Thun bereuen, auf daß der Engel Heer sich uͤber mich moͤg freuen, wenn ich von Boß⸗ heit leer. Laß mich mit Lob⸗Gedich⸗ ten dich preisen immerdar, und so das Amt verrichten der Engelischen Schaar. 9. Wann ich nach meinen Dagen Werd aller Buͤrden loß,laß mich dein Engel tragẽ in Abrahames Schooß. Wir st du zur Richtbanck kommen so nimm mich in dein Reich, mit tau⸗ send, tausend Frommen,/ mach mich dein'n Engeln gleich. (232.) Mel. Kommt her zu mir ꝛe. Eut singt die liebe Christenheit GOtt Lob und Preiß in Ewig⸗ keit, danckt ihm fuͤr seine Guͤte, daß er der lieben Engel Schaar erschaf⸗ fen hat, die immerdar uns pflegen und behuͤten. 2. Sie glaͤntzen wie der Sonnen⸗ Schein, hell wie ein Feuer⸗Flamm sie seyn, und gantz himmlische Gei⸗ ster, und styn die schoͤnste Creatur, heilig von Art ist die Natur, Christ ist Schoͤpffer und Meister. 3. Die sehn stets GOttes Ange⸗ sicht, spiegeln sich in dem klareneicht Goͤttlicher Majestaͤte, dem singen sie dLob, Preiß und Ehr, Heilig, Hei⸗ lig ist GOtt der HErr, wie anzeigt der Prophete. 4. Ihr Nahmen und Aemter sie han von denen, so sie zugethan sind hier in diesem Leben: Denn wie hie unterscheiden seyn, die Staͤnd al so hat ihn'n GOtt fein ihre Ordnung auch gegeben. 5. Michael unser HErre Christ, der oͤberst Engel, GOtt gleich ist, unter seinem Faͤhnlein schweben all Engl und streiten Tag und Nacht wieder des Teuffels List und Macht, die sein'm Wort wiederstreben. 6. Der alte Trach, der feyert nicht, all Augenblick tracht er und dicht. wie er uns moͤg obsiegen an Seel und Leib, Ehr, Guth und Haab, be⸗ schaͤdigen und brechen ab, mit sei⸗ nem Mord und Luͤgen. 7. Erstlich erregt er Ketzerey„Auf⸗ ruhr, Mord, Krieg und Tyranney, GOttes Ordnung er erzürnet: Koͤn⸗ ge und Fuͤrsten zusamm er hetzt, all Buͤndniß trennt er und verletzt, sein'n Zorn er gar ausschuͤttet. 8. Groß Ungewitter er erregt, daß offt der Hagel alls erschlaͤgt, die Lufft er auch vergifftet, die Fruͤcht der Erd goͤnnt er uns nicht, be⸗ schmeist, vergifft all's der Boͤsewicht, und allen. Jamer stifftet. 9. Wo ihm nicht wehrt der Engel Schaar, unser Seel, Leib, Blut, Haupt und Haar, kein Stund blieb unverletzet, mit Feuer, Wasser, Wind und Schnee, und alles er ver⸗ derbete, so hart er uns zusetzet. 10. Wenn wir stehn in der grossen G'fahr, nehmen die Engel unser wahr/ uns aus der Noth erretten: Dem Daniel kein Loͤd was thaͤt/ weil derEngl GOttes bey ihm steht, die ihn fonst gefressen haͤtten. 11. Da Schwefel und Feur vom Himmel kam, verderbt Sodom und Gomorram, ward Loth dennoch, der Alte, mit seinem Weib und Zwey Toͤch⸗ 201 —.— Cchterle ae 5. O0 N ndallber udes tol Cagel etten le gs san h. IM Cnge Hottseelt let grün enn küͤhl⸗ se 10 14. Alst Tag dul Mag/ t streiten Nach Ahrah 15. Deß Chriff, Hiebff,di Unsder! uns schie uns dux und ist Hahteh 2. WI. daß du; Hem Lol 3h hetpg nen St Wegen 24⁰ Iim sie siligen Hellig,Hei⸗ wie anzeigt Ammter sie Igethan sind ehu wie hie Standalso e Ordnung Christ, det ichist, untet en all Engl aucht wiedet Macht, die ben. feyert nicht, und dicht, jen an Seel d Haab, he⸗ ab, mit sei⸗ herey, Auf⸗ OTyranney/ Anet:Kon⸗ er hetzt/ all ind berletzt huͤttet. etregt, daß schlagt/ die die Ftuͤcht nicht„be⸗ Bosewicht/ ö t der Engel eib/ Blut/ Stund blleb / Wasser/ alles er er⸗ useet. n der grossen ngel unser Hertetten: was that/ yihm flht tten. vFaur voll Codom und wenacheg Ind I Loͤh⸗ 24¹ Auf das Fest Michaelis. 242 Tochterlein errettet durch die En⸗ gelein, und beym Leben erhalten. 12. Da Petrus in dem Kercker saß, und allbereit verurtheilt was, He⸗ rodes wolt ihn toͤdten, da kam ein Engel in der Nacht, und ihn von Ketten ledig macht und halff ihm aus sein'n Noͤthen. 13. Im feurgen Ofen hat dergleich der Engel behüt wunderlich drey gottseelige Knaben, gleich wie in ei⸗ 2 ner gruͤnen Au/ das Feur wurd ihn n ein kühler Thau, kein Hitz gefuͤhlt sie haben. 14. Also werden wir noch heut bey Tag durch sie behuͤt fuͤr mancher Plag, treulich fuͤr uns sie wachen, streiten und kaͤmpffen Tag und Nacht/ habn uns in guter Hut und Acht, und wehrn dem alten Drachen. 15. Deß danckn wir dir, HErr JEsu Christ, daß du uns solche Waͤchter giebst, die uns halten in Hute, daß uns der Feind nicht uͤbereil, und in hast fuͤrgestellt, heischt ein immerwaͤhrend Lob aus danckbarem Gemuͤthe: Darum, O GO DL, so ruͤhmen wir die grosse Lieb wir dancken dir fuͤr solche hoh Wohlthaten. 5. Es ist der starcken Helden Krafft gestanden uns zur Seiten, und hat bey uns noch Ruh verschafft zu die⸗ sen boͤsen Zeiten: Die Kirche und die Policey, ein ieden auch fuͤr sich dar⸗ bey in seinem Stand erhalten. 6. Verleih, OHErr, durch deine Gnad, daß wir fest an dir bleiben, und ja nicht selbst durchubelthat die Engel von uns treiben: Gieb, daß wir rein und heilig seyn, demuͤthig und ohn Heuchel⸗ Schein dem Naͤchsten gerne dienen. 7. Gieb auch, daß wir der Engel Amt verrichten dir zu Ehren, und deine Wunder allesamt ausbreiten und vermehren, die du uns und der gantzen Welt in deinem Wort voll Weißheit/ uns schieß sein gifftig Pfeil, bewahr Macht und Guͤte. uns durch dein Blute. . 6330 ö Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. — Stund viel Gutes reichlich giebest Wir dancken dir, daß deine Treu bey uns ist alle Morgen neu in unserm gantzen Leben. 2. Wir preisen dich insonderheit daß du die Engel⸗Schgaren zu dei nem Lobe hast dereit; Auch uns mit GD, der du aus Hertzen⸗ — Grund die Menschen⸗Kinder liebest, und uns zu aller Zeit und 3. Und wie du durch die Engel hast aus Noth uns offt gefuͤhret: Ja auch bewahrt, daß manche Last und Plag uns nicht beruͤhret; So thu dasselbe noch hinfort, beflehl, daß sie an allen Ort sich stets um uns herlagern. 9. Laß deine Kirch und unser Land der Engel Schutz empfinden, daß Fried und Heyl in allem Stand sich moͤge bey uns finden: Laß sie des „Teuffels Mord und List, und was sein Reich und Anhang ist, durch zu bewahren, daß unser Fuß an kei⸗deine Krafft zerstoͤhren. nen Stein, wann wir auf unserr Wegen seyn/ sich stosse noch verletze. 3. Was ist der Mensch allhie au Erd/ den du so wohl bedenckest, und achtest ihn so hoch und werth/daß du ihm darzu schenckest, mit andern auch noch diese Gnad, daß er die Himmels⸗Geister hat zu seinem Schutze stehen. 4. HErr, diese sonderbahre Prob der Freundlichkeit, und Guͤte er⸗ 10. Zuletzt laß sie an unserm End den Boͤßwicht von uns jagen, und fsunsre Seel in deine Haͤnd und A⸗ brahams Schooß tragen, da alles Heer dein Lob erklingt, und Heilg! Heilig! Heilig! singt, ohn einiges Auffhoͤren. (234.) B. H. Mel. Wo GOtt zum Hauß nicht. End uns, HErr Christ, die En⸗ gel dein, daß sie stets um dein 59 5 Haͤuf⸗ 243³ Auf das Fest Michaelis. 244 Haͤuflein seyn, nach deinem Befehl auch allermeist Wacht halten wie⸗ dern boͤsen Geistt. g. Bewahre uns fuͤr boͤsem Spiel, so Teuffel, Welt/ Fleisch machen will, sey Uns ein starcker Schutz dabey, wieder all Gewalt und Tyranney. 3.Ol gluͤckseelig sind alle die, so die⸗ sen Schutz erlangen hie, die der Groß⸗Fuͤrst Michael rett von dem Drachen, sein Kopff zertret. 4. Der streit fuͤr uns und geht voran, daß wir treffen die rechte Bahn, biß wir ewig den Engeln rein im Himmel zugesellet seyn. (2350 Ewwonnen gewonnen! Der Satanas lieget, die hoͤllischen Geister sind alle besieget: Erfreue dich Himmel, erfreue dich Welt, Sendn wir haben das jeld. SSer unsere glaͤubige Bruͤder ver⸗ klaget, ist ietzo vom Hause des Him⸗ mels veriaget, die hoͤllische Grube des Kerckers steht bloß, die armen gefangenen Selaven gehn loß. 3. Die Pforten der Hoͤllen sind nie⸗ der geschmissen, die Stricke des Jaͤ⸗ gers sind alle zerrissen: Der andere mannigfalt listig beruͤckt, ist selber anjetzo mit Ketten bestrickt. 4. Der Starcke hat heute den Staͤr⸗ cern gefuͤhlet, und seine vermeinete Bentẽ verspielet. Heyl, Kraͤffte, Reich/Ehre und herrliche Macht, ist alles in Christo herwieder gebracht. 5. Sey, Michael, daß du den Dra⸗ chen bezwungen, mit ewigen Ruͤh⸗ men und Dancken befungen: Sey, daß du dem Teuffel die Hoͤlle zer⸗ stoͤrt/ mit stetigem preisen und loben geehrt. (236.) Mel. Hertzliebster JEsu was hast ꝛe. Kebet, und ehret GOtt im hoͤch⸗ sten Throne, daß er beschehret uns durch seinen Sohne, der Engel Heere, ihm zu Dienst und Ehren, 2. Für GO DT sie stehen in dem Glautz der Ehren, und stetig sehn das Angesicht des HErren, hoͤrn seine Stimme, voll Weißheit und Sinne,/ lobet den HErren. 3. Allzeit sie wachen, und stets da⸗ rauf dichten, wie sie ihr Sachen recht und wohl verrichten, GOT T hat sie gegeben, nicht muͤßig zu le⸗ ben, lobet den HErren. 4. Sondern beharren bey Christo alleine, und ihm bewahren sein Volck und Gemeine, die ihm ver⸗ trauen, und fest auf ihn bauen, lobet den HErren. 5. Der Satan uͤbet Neid, Haß, Mord und Listen, und offt betruͤbet die Gemein der Ehristen, der Engel Walten thut sie doch erhalten, lo⸗ bet den HErren. 6. KirchRathhauß, Schulen, Guͤ⸗ ther, Zucht und Lehren, thut er nachstellen, gaͤntzlich zu verkehren, die Engel kaͤmpffen, und solch Wuͤ⸗ ten daͤmpffen, lobet den HErren. 7. So will der HErr uns allezeit bewachen mit seiner Schaare fuͤr dem Grimm des Drachen, daß seine Pfeile uns nicht uͤbereilen, lobet den HErren. 8. Loth wird behuͤt't mit seinem Weib und Kindern, als Sodom wuͤ⸗ tet, war kein' Thuͤr zu finden, die Engel streiten auf Elisa Seiten, lobet den HErren. 9. Solchs hat auch ehen Daniel er⸗ fahren, unter den Loͤwen laͤst ihn GOdD bewahren, also noch heute alle fromme Leute/ lobet den HEr⸗ ren. 10. Fuͤr solch Geschencke lobet Gott mit Schalle, und stets geden⸗ Eet, daß die Engel alle im Himmel oben GOtt den Vater loben, lobet den HErren. II. OHErr, wir bitten, laß dein Kirch und Worte, ferner behuͤten fuͤr des Teuffels Morde, daß wir dein'n Nahmen ewig loben Amen, lobet den HErren. Ilobet den HErren. XVII. Weltzal sallẽ? 3. Bloß soͤhen/ len ein. Hergehen Ien seyn und Fun hesucht. 4Dtht teim He dahßich! 7 mander haue me der Sh 5. Hie und Wo mit GO det HEs echb bis cuunsf seb unse H Schilde und sin Abilde guter Tod ul michch 2. H Guade Dhat. deh⸗E —4 en in dem sietig sehn Hen, hörn sßheit und . ld stets a⸗ r Gachen V. G5UL ußig zule⸗ ey Christo ihren sein ihm ver⸗ luen, lobet did, Haß, t hetruͤbet der Engel Aten, lo⸗ ulen, Gü⸗ thut er erkehren, solch Wuͤ⸗ Etren. allezeit Haare für daß seine Hlobet den it seinem Odom wu⸗ nden/ die 4Sesten, Dohiel er⸗ last ihn och Heute den HEl⸗ cke lobet ets geden⸗ uHimmel eu/ lobet „laß dein behuten „daß tit l Amll XVI Auf die Kirchweyh. 245 246 XV ͤ derbet hat, macht T ö XVII. Auf die Kirch⸗Bachelnht und Alcer die Guade Weyh. (237.) M. R. T. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. ERR GOTT, das ist mein Vunsch und Flehen, in dieses Lebens kurtzer Frist, laß mich offt an die Staͤtte gehen, wo deines Hauses Vorhoff ist. Ein Tag, da man sich hier befind, ist besser denn sonst tausend sind. 2. Was sind doch so viel andre Ta⸗ ge, was sind die Jahre dieser Zeit? als Sorge, Hoffnung, Furcht und Plage, und wenn es gut, ists Eitel⸗ keit. Was ist der gantze Bau der Welt/ als so ein Hauß das leicht der⸗ faͤllt? 3. Bloß GOttes Wohnung soll be⸗ slehen, wenn Erd und Hinimel fal⸗ len ein. Und wenn die Dage gar vergehen, soll der Tag unverloh⸗ ren seyn, da man nicht ohne Nutz und Frucht die Kirche fleißig hat besucht. 3 4%, 4. Drum steh ich lieber an der Thuͤ⸗ re im Hause GOttes unten an, als daß ich da die Zeit verliehre, wo man der Welt geniessen kan. Ich baue meinen Lebens⸗Lauff, nicht in der Suͤnder Huͤtten auf. 5. Hier ist der Frommen Freud und Wonne, hier wird das Hertz mit GOtt vereint. Denn GO der HErr ist selbst die Sonne, die recht biß in die Seele scheint, so offt er uns sein Wort zuspricht, so leuch⸗ tet unser Lebens⸗Licht. 6. Hier hab ich GOtt zu meinem Schilde, denn wenn ich fleißig bet und sing/ und mir die Predigt wohl einbilde, so wird mein Hertz recht guter Ding. Wenn Welt, Feind, Tod und Teuffel schreckt, so hat mich GOttes Hauß bedeckt. 7. Hier giebt der HErr mir seine Gnade in Worten und auch in der That. Wenn mich der grosse Suͤn⸗ den⸗Schade mehr als zu sehr ver⸗ GoOttes warlich wahr. 2. Da fehlt es mir auch nicht an Ehre, im Tauffen wurde ich ein Christ, im Beichten hoͤr ich diese Lehre, daß GOL noch ietzt mein Vat er ist. Und eßꝛ ich JEsu Leib und Blut/ so hab ich ja das hoͤchste Gut. 9. Ach ja, GO laͤst kein Gutes mangeln dem Frommen, dem sein Hauß gefaͤllt. Wenn andre nach dem Schatten angeln, so ist hier al⸗ les wohl bestellt. Hier trifft man Trost und Leben an, und was das Hertz vergnuͤgen kan. 10. Das waͤhret nicht nur zu den Zeiten da wir an dieser Stelle stehn, der Seegen muß uns guch beglei⸗ ten, wenn wir zum Schluß nach Hause gehn. Und endlich fuͤhrt GO TD, unser Ruhm, uns in des Himmels Heiligthum. u. Da wirds den Frommen recht gelingen, da stoͤhrt uns keine Noth noch Tod. Da werd ich heiligl heiligl singen. O starcker HErr GOtt Ze⸗ baoth! Ach wohl dem Menschen, der sich fest auf dich, und sonst auf nichts verlast. 12. Orum fahret hin ihr Welt⸗Pal⸗ laͤste wo man des Himmels nur ver⸗ gist. Das Hauß bleibt doch das al⸗ lerbeste, wo unsers GOttes Vorhoff ist. Ein Tag da man sich hier befind ist besser, denn sonst tausend sind. 65.0 Mel. Meinen JIEsum laß ich nicht. FEsu, werther Seelen⸗Gast, mei⸗ Ine Freude, Lust und Wonne, mei⸗ nes Hertzens Heyl und Licht, du er⸗ wuͤnschte Guaden⸗Sonne, kom und kehre ein bey mir, dir steht offen Hertz und Chuͤr. 2. Es sind zwar auf meinem Tisch keine rare Koͤstlichkeiten, ich muß offt mit schlechter Speiß meine Mahlzeit zubereiten, offt muß Brod mir Asche seyn, und mein Trauck ein Traͤnen⸗Wein. 3. Doch Auf die Kirchweyh. 24⁸ 3. Doch wo du mein JEsus bist, da muß alles herrlich schmecken, du, du kanst bey aller Kost Appetit und Lust erwecken, ja bey ieder Angst und Noth kan man essen Freuden⸗ Brod. 4. Solst du etwa meiner dich und des Suͤnden⸗Hauses schaͤmen, wollst du unterdessen doch bey mir deinen Abtritt nehmen: Kehr doch bey mir Suͤnder ein, du solt stets mein Heyland seyn. 5. Hast dů doch Zachaͤo bald las⸗ sen Gnade wiederfahren, ey, so wirst du deine Huld auch anietzt an mir nicht spahren: Laß mich an dir haben Theil, du erwuͤnschtes Seelen⸗Heyl. 08 6. Weg demnach du Eitelkeit, ungewisse Lust der Erden, in dir kan man niemahls wohl recht ver⸗ gnüͤgt noch seelig werden, deine Lust macht Hertzeleid hier und dort in Ewigkeit. 7. Nun so kehre ein bey mir zum gesetzten Fest der Freuden, mich soll Trübsal, Angst, und Noth, ja der Tod von dir nicht scheiden. End⸗ lich laß nach Creutz und Pein mich dein'n Gast im Himmel seyn. (30 Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛc. Kommt her ihr Christen! voller Freud, erzehlet GOttes Freund⸗ lichkeit, kommt her und laßt erklin⸗ gen die Stimm des Danckens un⸗ serm GOtt, last uns dem HErren Zebaoth mit frohem Munde singen. Singet, bringet schoͤne Weisen,laßt uns preisen GOttes Gaben, die wir zu geniessen haben. 2. Wir gehn in unfer Gottes⸗ Hauß mit Hertzens⸗Wonne ein und aus/ auf daß wir moͤgen finden den edlen Schatz, das Lebens⸗Wort, das uns zeiget die Himmels⸗Pfort, Vergebung unsrer Suͤnden: Sin⸗ Hget, bringet ꝛc. ö 3. Da sehen wir mit Freudigkeit der Dienste Mannigfaltigkeit zu Ehren GOdL im Tempel. Da hoͤrt man mit Verwundern an, was seine Süt an uns gethan, die Wun⸗ 2— ohn Exempel. Singet, brin⸗ get, ꝛc. 4. Da wird gelehret GOTTCES Wort, das uns ergvicket fort und fort, da wird der Glaub entzuͤndet; Gedult, Lieb, Hoffnung, keusche Zucht und was noch mehr des Gei⸗ stes Frucht, wird alles da gegruͤndet. Singet, bringet ꝛc. 5. O grosse Wohlthat: Die GOtt thut an uns mit seinem Himmels⸗ Guth O grosse Lieb und Gnade! Ach laß uns leuchten hier dein Wort, sey unser Trost an diesem Ort/ daß kein Feind uns nicht scha⸗ de. Singet, bringet, ꝛe. Wie manches Land ist nun zer⸗ stoͤhrt, da vor war GOttes Wort ge⸗ lehrt, die Kirchen sind verfallen: Hier stehn noch Thuͤr und Pfeiler fest, wir horen Christi Lehr aufs best in seinem Tempel schallen. Sin⸗ get, bringet, ꝛe. 7. Bedenck es nun, O Christen⸗ Hertz, erwege dieses sonder Schertz, laß dich mit Ruͤhmen hoͤren; Bitt GOtt, daß dessen Schutz und Treu in allen Noͤthen stehe bey, wenn uns der Feind will stoͤhren. Sin⸗ get/ bringet, ꝛc. 8. Noch eins, O Gott, das bitten wir: Laß uns auch kuͤnfftig fuͤr und fuͤr allhier zusammen kommen. Er⸗ halt dein Wort und Saerament, verleih zuletzt ein seeligs End, so werden stets die Frommen singen, bringen schoͤne Weisen und dich preisen und die Gaben, die sie zu ge⸗ niessen haben. (2400 Mel. Erstanden ist der heilge ꝛe. Nun singt und lobet allzumahl/ *Alleluja, Alleluia, den grossen GOtt mit frohem Schall, Alleluja, Alleluia. 2. Seyd 449.— 3. Cehd e sschah, * 60² Hauß geb Fen Feht! Leld, Al wachsen luja. 7. Ethi Tod/ Ml Uhser tah leluin. 8. Giel End, R unsre GSe Aleluig. 9. S0 Allel. Al Cohn vn WI 3. Dar Ihiausy . Freüdigkeit dltigkeit zu Mmpel. Da flgn, was V die Wun⸗ get, hrin⸗ ODLES it sort und entzuͤndet; 6, keusche rdes Gei⸗ gegruͤndet. Die GOtt Hummels; d Gnade! hier dein an diesem nicht scha⸗ ist uun ger⸗ 8 Wort ge⸗ vetfallen: nd Pfeiler Hralfs best len. Sin⸗ O Christen⸗ er Scheth ten; Bitt gund Treu h, wveun. en. Gin⸗ das bittett 0 fur und mmen. Er⸗ Aekament/ End/ so on singerl, und di Ie sie huge⸗ heilge ꝛ. Illzumahl, den grosen HAlleluig⸗ 3. Geyb 249 Von de ꝛv Busse. 25⁰ 2. Seyd froͤlich heut an diesem Tag, Allel. Allel. wie zu Jerusalem geschah, Allel. Allel. GOTC hat ihm selbst das Hauh gebaut, Alleluja„Alleluja, sein Feur und Heerd er darin schaut, Allel. Allel. 4. Hier ist die rechte Himmels⸗ Pfort, Alleluja, Alleluja, die uns GOtt zeiget durch sein Wort, Alle⸗ Iuja, Allelufa. 5. Ach G O TT erhalt uns fort und fort, Alleluja, Alleluja, die rei⸗ ne Lehr, an diesem Ort, Alleluja, Alleluja. 4 85 6. Schuͤtz deine Kirch vor allem Leid, Alleluja, Alleluja, und laß sie wachsen allezeit, Alleluja, Alle⸗ luja. 7. Erhoͤr uns auch in Noth und Tod, Allel. Alleluja, und seegne unser taͤglich Brod, Alleluja, Al⸗ leluja. 8. Gieb endlich uns ein seelges End, Alleluja, Alleluja, nimm unsre Seel in deine Haͤnd, Alleluja, Alleluja. ö 9. So wollen wir dort allermeist, Allel. Alleluja, dich preisen Vater, Sohn und Geist, Allel. Alleluig. XVIII. Von der Busse. (241.) D. M. L. Us tieffer Noth schrey ich zu dir/ HErr GOtt, erhoͤr mein Ruf⸗ fen, dein gnaͤdig Ohr wend her zu mir, und meiner Bitt sie oͤffen: Denn so du wilt das sehen an was Suͤnd und Unrecht ist gethan, wer kan, HErr/ für dir bleiben? 2. Bey dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Suͤnde zu vergeben: Es ist allunser Thun umsonst, auch in dem besten Leben; Fuͤr dir nie⸗ mand sich ruͤhmen kan, es muß sich fuͤrchten iedermann, und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ichauf mein Verdienst nicht bauen: Auf ihn mein Hertz soll lassen sich/ und seiner Guͤte trauen, die mir zu⸗ sagt sein werthes Wort: Das ist mein Trost und treuer Hort, deß will ich allzeit harren. 4. Und ob es waͤhrt biß in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Hertz an GOttes Macht verzweiffeln nicht noch sorgen. So thu/ Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines GOttes erharre. 5. Ob bey uns ist der Suͤnden viel, bey GOtt ist vielmehr Gnade: Sei⸗ ne Hand zu helffen hat kein Ziel, wie groß auch sey der Schade: Er ist al⸗ lein der gute Hirt,der Israel erloͤsen wird aus seinen Suͤnden allen. (242.) C. H. oder J.8s. Aunn zu dir, HErr JEsu Christ, mein Hoffnung steht auf Er⸗ den ꝛ/y ich weiß daß du mein Troͤster bist, kein Trost mag mir sonst werden. Von Anbeginn ist nichts erkohrn, aufErden war kein Mensch gebohrn/ der mir aus Noͤthen helffen kan, ich ruff dich an, zu dem ich mein Ver⸗ tlauen han. 2. Mein Sůnd sind schwer und uͤ⸗ bergroß und reuen mich von Her⸗ tzen 21 derselben mach mich quitt und loß, durch deinen Tod und Schmertzen, und zeig mich deinem Vater an/ daß du hast gnug vor mich gethan! So werd ich guitt der Suͤn⸗ den⸗Last. HErr, halt mir sest, weß du dich mir versprochen hast. ö 3. Gieb mir nach deiner Barmher⸗ higkeit den wahren Christen⸗Glau⸗ ben:/ auf daß ich deine Suͤbigkeit moͤg inniglich anschauen; Fuͤr allen Dingen lieben dich, und meinen Naͤchsten gleich als mich! Am letz⸗ ten End dein Huͤlff mir send, da⸗ mit behend des Teuffels List sich von mir wend. 4. Ehr sey GOtt in dem hoͤch sten Thron, dem Vater aller Guͤte r Und JESu Christ seinm liebsten Sohn/ der uns allzeit behuͤte, und GoOtt 25 Von der Busse. 25² EStt dem Heiligen Geiste, der uns sein Huͤlff allzeit leiste, damit wir ihm gefaͤllig seyn, hier in dieser Zeit, und folgends in der Ewigkeit. 343 J. G. lateinisch, teutsch M. I. C. Aceh GoOtt und HErr, wie groß und schwer, sind meine begangne Sůnden: Da ist niemand, der helffen helffen kan in dieser Welt zu finden. 2. Lieff ich gleich weit, zu dieser Zeit/ biß an der Welt ihr Ende, und wolt loß seyn des Creutzes Pein, wuͤrd ich doch solchs nicht enden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht wie ichs wohl hab verdienet. Ach GODe! zůrn nicht, geh nicht ins Gericht, dein Sohn hat mich versuͤhnet. 4. Solts ja so seyn, daß Straff und Pein auf Suͤnden folgen muͤs⸗ sen, so fahr hie fort, und schone dort, und laß mich hie wohl bůͤssen. 5. Gieb, HEgR, Gedult, vergiß der Schuld, verleih ein gehorsams Hertze: Laß mich nur nicht, wies wohl geschicht mein Heyl murrend ver schertzen. 6. Handel mit mir, wies duͤncket dir, durch deine Gnad will ichs lei⸗ den: Laß mich nur nicht, dort ewi⸗ glich von dir.cheiden. Geeich wie sich fein ein Voͤgelein ZÄin hohle Baͤum veꝛstecket, wenns truͤh hergeht/ die Lufft unstet, Men⸗ schen und Vieh erschrecken. 2. Also, HERR Christ, mein Zu⸗ flucht ist die Hoͤle deiner Wunden, E wenn Suͤnd und Tod mich bracht 0 Noth, hab ich mich drein gefun⸗ en. 3. Darinn ich bleib, ob Seel und Leib hier von einander scheiden, so werd ich dort bey dir mein Hort seyn in elvigen Freuden. 4. HErr JEsu Christ, mein Trost du bist an meinem letzten Enbe, wenn ich hinfahr, mein Seel bewahr, ich befehl sie in deine Haͤnde. .Ehre sey nun GOtt Vater und Sohn, dem heilgen Geist zusam⸗ men: Zweifle auch nicht, weil Chri⸗ I spricht: Wer glaͤulbt, wird seelig men. (244.) J. H. S. aus Ps. 6. Ch! HER R, mich armen Suͤnder, straff nicht in deinem Zorn: Dein'n erniten Grimm doch linder, sonst ists mit mir verlohrn; Ach HERR! wollst mir vergeben mein Suͤnd und gnaͤdig seyn daß ich moͤg ewig leben, entfliehn der Hoͤllen⸗Pein. 2. Heil du mich lieber HErre,denn ich bin kran ck und schwach„ mein Hertz betrüͤbet sehre, leidet groß Un⸗ gemach, mein G'beine sind erschro⸗ cken, mir ist sehr Angst und bang, mein Seel ist auch erschrocken. Ach du HERR! wie so lang? 3. HERR troͤst mir mein Gemu⸗ the, mein Seel rett lieber GOT: Von wegen deiner Guͤte, hilff mir aus aller Noth. Im Tod ist alles stille, da denckt man deiner nicht. Wer will dort in der Hoͤlle dir dau⸗ cken ewiglich. 4. Ich bin von Seufftzen muͤde, hab weder Krafft noch Macht: Im gros⸗ sen Schweiß ich liege durchaus die gantze Nacht! Mein Lager naß von Thraͤnen, mein G'stalt fuͤr Trauren alt/ zu Tod ich mich fast graͤme, die Angst ist mannigfalt. ist geholffen schon, der HErr ist mein rretter, er nimmt mein Flehen an, er hoͤrt mein weinend Stimme, es muͤssen fallen hin/ all die sind meine Feinde, und schaͤndlich kommen m um. 6, Ehr sey ins Himmels Throne mit hohem Ruhm und Preiß, dem Vater und dem Sohne, und auch zu gleicher Weiß dem heil gen Geist mit Ehren in alle Ewigkeit, der wol uns allen beschehren die ewge See⸗ ligkeit. 6⁴7 3. Weicht all ihr Ubelthaͤter, mir 6400. Mharm! Gott ng hahokeit: Hlell Misse Gud und W hfürd much ftig unth nicht achtob l . Sieh g ghbohrn/ Hlene Müt tht offen hamlich,e Herr, mit Hasches m Mein Geh ban wirdf 3. Her Mein, thh Ind machf euen Gel ch nicht dein Heilg Mit/ die Iumir rick halniche . Die Weg/ dis Ich! Oe Stah, zu! Aen Besc HMals ein bubchs B. Herkündig Schaf, 0 gusbbeit. 5., Kein Heischich G0 mimt Gest, be darneben. dusOyffe Oatigke sen sehn. latt. Err d Gul t Dateruns Geis zosam⸗ , wel Chri briwiddelig e Ps.6. mich armen cht indeinem Grimm doch nit verlohrn; mir vergeben 0 sehn, daß entfliehn des Herre/denn wach„ mein idet großün⸗ find ebschro⸗ gst und hang, Hrocken, Ach 9² mein Getnuͤ⸗ ber GODT: te, hilff mir Tod ist alles deither nicht. holle dirdan⸗ en knlde.hab Ht Im gioßß dubchaus die ager naß von sür Erauren latnie, dis tchater, mit HErtist mein uFlehen an, Stimme, es ie sind meile lich kommen nels Thiole Meiß/ dem / undd aue hellgen Geit Hel, derpol seenge Gte⸗ 6000 Von der Busse. Tu— 254 2* (245.) F. H. aus Ps. 5r. Rbarm dich mein, O HErre Gott/ nach deiner grossen Barm⸗ hertzigkeit! Wasch ab, mach rein mein Missethat, ich erkenn mein Suͤnd und ist mir leid: Allein ich hir gesuͤndigt hab, das ist wieder nich stetiglich. Das Boͤß vor dir mag nicht bestahn, du bleibst ge⸗ echt, vb man urtheilet dichS. 2. Sieh HErt, in Suͤnden bin ich gebohrn, in Suͤnden empfing mich meine Mutter: Die Wahrheit liebst thust offenbahrn deiner Weißheit heimlich Guͤter. Bespreng mich/ HErr,/mit Isopo, rein werd ich, so du waͤschest mich, weisser denn Schnee: Mein Gehor wird froh, all mein Ge⸗ bein wird freuen sich. 3. HErr sieh nicht an die Suͤnde mein, thu ab all Ungerechtigkeit: Und mach in mir das Hertze rein, ein neuen Geist in mir bereit. Verwirff mich nicht von dein m Angesicht/ dein Heilgen Geist wend nicht von mir, die Freud deins Heyls, HErr zu mir richt: Der willig Geist ent⸗ halt mich dir. 4. Die Gottlosn will ich deine Weg/ die Sůnder auch darzu leh⸗ ren: Daß sie vom bosen falschen Steg, zu dir, durch dich, sich bekeh⸗ ren: Beschirm mich, HErr, meins Heyls ein GOtt, fuͤr dem Urtheil durchs Blut bedeut; Mein Zung verkuͤndigt dein rechtes Gebot; Schaff, daß mein Mund dein Lob gusbreit. 5. Kein leiblich Opffer von mir heisch, ich haͤtt dir das auch gegeben: So nimm nun den zerknirschten Geist, betruͤbts und traurigs Hertz darneben. Verschmaͤh nicht GOtt⸗ das Opffer mein, thu wohl in deinen Guͤtigkeit, den Berg Zion da Chri⸗ sten seyn die opffern die Gerecht ig⸗ keit. (246.) B. R. Hon JEsu Christ, du hoͤchstes Guth,/du Brunnayell aller na⸗ den: Sieh doch wie ich in meinem Muth mit Schmertzen bin beladen: Und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel mich armen Suͤnder druͤcken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Hertzen, die⸗ weil du sie gebuͤsset hast am Holtz mit Todes⸗Schmertzen: Auf daß ich nicht mit groͤssem Weh in mei⸗ nen Sůͤnden untergeh noch ewiglich verzage. 3. Ach GOtt, wenn mir das koͤm⸗ met ein, was ich mein Tag begangen/ so faͤllt mir auf das Hertz ein Stein und bin mit Furcht umfangen: Ja ich weiß weder aus noch ein, und must ewig verlohren seyn, wenn ich dein Wort nicht hatte. 4. Aber dein heilsams Wort das macht mit seinem suͤssen Singen, daß mir das Hertze wieder lacht/ als wenns beginnt zu springen; dieweil es alle Gnad verheist denen, die mit zerknirschten Geist zu dir, O JEsu kommen. 5. Und weil ich denn in meinem Sinn(wie ich zuvor geklaget) auch ein betruͤbter Suͤnder bin, den sein Gewissen naget/ und wolte gern im Blute dein, von Suͤnden abgewa⸗ schen seyn wie Dabid und Mgnasse. 6. So komm ich auch zu dir allhie in meiner Angs geschritten. und thu dich mit gebeugten Knie von gan⸗ tzen Hertzen bitten, vergieb mirs doch genaͤdiglich, was ich mein Lebtag wieder dich aufErden hab begangen. 7. Ach HErr, mein GOtt, vergieb mirs doch um deines Nahmens wil⸗ len, und thu in mir das schwere Joch der uͤbertretung stillen„ daß sich mein Hertz zufrieden geb, und dir hinfort zu Ehren leb in kindlichem Gehorsam.* 8. Staͤrck mich mit deinem Freu⸗ den⸗Geist, heil mich mit deinen Wunden; Wasch mich mit dei⸗ nem Todes⸗Schweiß in meiner letzten Stunden.* ein 45³ Von der Busse. 256 einst,/ wenn dirs gefaͤllt, in wahren Glauben von der Welt, zu deinen Auserwehlten. (4%½% V f. A was soll ich Suͤnder machen? Ach was soll ich fangen an? Mein Gewissen klagt mich an; Es beginnet aufzuwachen? Diß ist mei⸗ ne Zuversicht: Meinen JEsum laß ich nicht.—„— 2. Zwar es haben meine Suͤnden, meinen JIEsum offt betruͤbt, doch weiß ich, daß er mich liebt, und er laͤßt sich gnaͤdig finden: Drum ob mich mein Suͤnd anficht: Meinen JEsum laß ich nicht. 3. Ob gleich schweres Creutz und Leiden, so bey Christen offt entsteht mit mir auf und nieder geht, solls mich doch von ihm nicht scheiden; Er ist mir ins Hertz gericht; Mei⸗ nen HEsum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl daß unser Leben nichts als nur ein Nebel ist: Denn wir hie zu ieder Frist mit dem Tode sind umgeben: Drum obs heute nicht geschicht: Meinen JIEsum Iaß ich nicht. 5. Sterb ich bald so komm ich abe von der Welt Beschwerlichkeit, ru⸗ he biß zur vollen Freud, und weiß daß im finstern Grabe JIESS ist 2. Aus der Tieffen ruffe ich/ Suͤn bel 96 uͤber mich: Wilt du rech⸗ en, HErr, mit mir, so besteh! nicht bey dir. Wen 3. Aus der Tieffen ruffe ich: Will denn niemand hoͤren mich! hoͤre JEsu mein! Du wirst ia del Helffer seyn. 4. Aus der Tieffen ruffe ich, ach i schon lang, erbaͤrmiglich! Ereut und Leiden halten an, JIEsus mich erretten kan. 5. Aus der Tieffen ruffe ich, wa⸗ rum, IEsu/ laͤst du mich? Ich harr, warre, seufftze ach! biß zur andern Morgen⸗Wach. . Aus der Tieffen ruffe ich, IE⸗ sus Gnade trostet mich. Ob es mir gleich gehet hart, ich doch der Er⸗ loͤsung wart. 7. Aus der Tieffen ruffe ich: JC⸗ sus wird erloͤsen mich. IEsus ma⸗ chet, daß ich rein werd von allen Suͤnden mein. 8. Nunmehr hab ich ausgerufft, 2—5 ng dich. 9970 See⸗ le schwing dich in die Hoͤh, sage zu der Welt: Ade. an Wo soll ich fliehen hin, weil ich beschwehret bin, mit viel und grossen Suͤnden? Wo kan ich Rer⸗ mein helles Licht: Meinen JEsum laß ich nicht. 6. Durch ihn will ich wieder leben, denn er wird zu recht er Zeit, wecken mich zur Seeligkeit, und thut mirs aus Gnaden gehen! Muß ich schon erst vor Gericht; Meinen JEsum laß ich nicht. tung finden: Wenn alle Welt herka⸗ me/ mein Angst sie nicht wegnaͤhme. 2. O JEsu, voller Gnad, auf dein Geboth und Rath koͤmmt mein be⸗ truͤbt Gemuͤthe zu deiner grossen Guͤte; Laß du guf mein Gewiffen ein Gnaden Troͤpfflein fliessen. 3. Ich dein betruͤbtes Kind werff 7. Drum solt du mein JEsus blei⸗alle meine Suͤnd, so viel ihr in min ben, biß ich komme an den Ort, wel⸗ stecken, und mich so hefftig schre⸗ cher ist des Himmels Pfort; Da du scken, in deine cieffe Wunden, dalich auch wirst einverleiben meine Seele stets Heyl gefunden. deinem Licht: Meinen JEsum laß 4. Durch dein unschuldig Blut, die ich nicht. (348.) G. C. S. zu dir, erhoͤre schoͤne votheFluth, wasch ab all mei⸗ ne Suͤnde Aus der Tieffen ruffe ich, HErr: verbinde, mit Trost mein Hertz und ihr nicht mehr geden⸗ mich: Deine cke, ins Meer sie tieff versencke. Ohren gnaͤdig leih, merck die jlehend 3. Du bist der, der mich tyoͤst, weil du Stimm dabey. Ach so Hachthe Athobel Dahe Woute,e dahit ich Hallund 3. Und ty gahtz ent hicht verz schlagen: Aagen,so hen. 9,Deins Ilche St ICröpfl Icnreine, henfrehj 10, Dalt Ehrsst vet sicht verd lethen: Heh, dadu . HGüh Sunndur ihwögal sichkan se eibeein e 2. Amet ich us He hichiafles 250 uss ich, Sun Wilt durech 5, sohisehich tuffeich: Wil nich Acsi wirst jadei ruffe ich/ g iglich! Ereht „ Msuomich ruffe ich, w hich? Ich ha biß züx andem ruffe ich, IE⸗ ch. Obesmitb 0 doch derEz⸗ uff ich: J⸗ Jesus ma⸗ erd von allen ch gusgerufft, l Lufft„See⸗ Hoͤh/ sigeth H. hin, weil ich mit viel und 0 kan ich Rer⸗ mmt m—ein he⸗ deiner grosfen Hein Gewissen iu flesseh. Kind weif Hiel ihr in miz heftio schis unden, da ich. lhig Blut,bie ssch aballmel st mein Heth mehr geden⸗ hersencke. ich klol, I vell 90 257 Von der Buße. 258 du mich Hhast erloͤst. Was ich gesun⸗ digt habe hast du verscharrt im Gra⸗ be; Da hast du es verschlossen, da wirds auch bleiben muͤssen. 6. Ist meine Boßheit groß, so werd s ch ihr doch loß, wenn ich dein Blut auffasse und mich darauf verlasse: Wer sich zu dir nur findet, all Angst ch. jhm bald verschwindet. 7. Mir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, ist alles mir zu gute, erlangt mit deinem Blure, damit ich uͤberwinde Tod, Teuffel, Hoͤllund Suͤnde. 3. Und wenn des Satans Heer mir gantz entgegen waͤr, darff ich doch nicht verzagen, mit dir kan ich sie schlagen: Dein Blut darff ich nur zeigen/ so muß ihr Trutz bald schwei⸗ gen. 9. Dein Blut, der edle Safft, hat solche Staͤrck und Krafft, daß auch uin Troͤpflein kleine die gantze Welt kan reine, ja gar aus Teuffels Ra⸗ then frey, loß und ledig machen. 10. Darum, allein auf dich, HErr Chr ist verlaß ich mich. Jetzt kan ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben: Denn du hast mirs erwor⸗ hen, da du fuͤr mich gestorben. u. Fuͤhr auch mein Hertz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich moͤg alles meiden, was mich und dich kan scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. 12. Amen! zu aller Stund sprech ich aus Hertzens⸗Grund: du wollest mich a leiten, HErr Christ zu allen Zeiten, auf daß ich deinen Nahmen oͤg ewig preisen, Amen. (250.) J. H. Mel. HErr JEsu Chr ist du ꝛc. Weh mir! daß ich so offt und viel, als waͤr ich gar verblen⸗ det, gesuͤndigt ohne Maß und Ziel, von GOL mich abgewendet, der mix doch nichts, als lauter Guad und Wohlthat stets erwiesen hat/in meinem gantzen Leben. 3. Weh mir! daß jch vor meinem GOL mein Hertz so fest verschlos⸗ sen, darinn er mein Schutz in der Noth zu seyn war unverdrossen. Viel Greuel hab ich eingebracht: Es stinckt jetzt wie ein garstig Schacht/darinn der Satan wohnet. 3. Mich uͤberzeuget Hertz und Sinn, ich muß es frey bekennen, daß ich der groͤste Suͤnder bin, darff mich nicht anders nennen: Doch wann ich dich, GOtt! schau an, mit nichten ich verzweiffeln kan. Du kanst und wilst mir helsfen. 4. Groß ist zwar meine Missethat, die mich bißher besessen, doch ist weit groͤsser deine Gnad, niemand kan sie ermessen. So groß, O grosser GOtt! du bist, so groß ist auch zu aller Frist bey dir die Gnad und Guͤte. 5. Die hast du keinem ie versagt, weil diese Welt gestanden, wer dir vertraut und nicht verzagt, wird nimmermehr zu Schanden. Ich bitt/ ich fleh, ich schrey, ich ruff, auf deine Gnad ich wart und hoff, ach! laß mich Guade finden. 6. Jetzt denck ich an das schoͤne Wort/ aus deinem Mund ergan⸗ gen, das ich mit Freuden hab ge⸗ hoͤrt /da du sprichst mit Verlangen ꝛ Du hast, O Mensch! mit vielen offt gehglten zu und unverhofft mir dei⸗ ne Seel entfuͤhret. 7. Doch komm, bereu was du ge⸗ than, laß fremde Buhlen fahren, ich will dich wieder nehmen an, und dei⸗ ne Seel bewahren: Bey diesem Wort ergreiff ich dich, und komm zu dir, glaͤub festiglich du wjrst mich auch annehmen 8. Denn ich bin eben diese Seel/die andern nachgesprungen, und sich von dir, Immanuel, an Suͤnden⸗ Schlamm gedrungen. Ich habe sremde Lust besucht, die doch zu troͤsten nicht vermocht, die wie ein Rauch verschwindet.— 9. Ich bin das ungerathne Hind, das sich von dir gewendet, und mit d en Welt⸗Gesind sein 2 srech 0 s Eth⸗ 259 Von der Busse. 26⁰ Erbtheil hat verschwendet: Dich als das Lebens⸗Brod, ohn Scheu hindan gesetzt/ und wie die Saͤu mit Trebern sich gefuͤllet. 10. Ich habe dir offt wiederstrebt, gefolget meinen Luͤsten, und den Begieꝛden nachgelebt, die, was recht ist, verwuͤsten. Das hoͤchste Gut hab ich veracht, auf diß, was zeitlich ist/ gedacht, und in der Welt hoch pran⸗ et. M. Darum so muß ich nackt und bloß in meinem Elend sterben; Ich kan mir meines Vaters Schooß durch mich selbst nicht erwerben: Ich muß verfaulen nach dem Tod in meinem eignen Mist und Koth/ gleich wie das Vieh verfaulet. 12. Doch aber bitte ich, aus Gnad wollst du nicht mehr gedencken, was ich geuͤbt vor Frevel⸗That/ius Meer wollst du sie sencken/ Die Suͤnd er⸗ laß, die Straff abfuͤhr/ein neues Le⸗ ben schaff in mir, um deines Soh⸗ nes willen. (251.) J. H. Mel. Durch Adams Fall ist gantz. Re armer Mensch, ich komm all⸗ hier, mit hoͤchstbetruͤbtem Her⸗ tzen, OGott, vor deine Gnaden⸗ Thuͤr, und klage dir mit Schmer⸗ tzen die Sünden all, und ieden Fall, den ich vor dir begangen von Ju⸗ gend guf: Mein Lebens⸗Lauff hat nichts vor dir zu prangen. 2. Die Suͤnden seyn, die ich ge⸗ than/ unmoͤglich zu erzehlen: Doch ich sie auch nicht bergen kan,weil sie mich immer gvaͤlen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch deinen Tod entbunden: Dennoch hab ich ietzt lassen mich die Suͤnd aufs neu verwunden. 3. So ist auch mein Undanckbar⸗ keit sehr groß biß auf die- Stunde: Ich habe dir zu keiner Zeit gedanckt von Hertzen⸗Grunde, fuͤr deine Dreu, die taͤglich neu, fuͤr deine Lieb unld Güte, die ich an mir gar reichlich spůyr/ und stets trag im Gemuͤthe. 4. Jürsschmlich hast du mit Gedult viel Jahr bißher verschonet, und mir nicht/wie ich offt verschuld/bald zornig abgelohnet. Hast sort und fort, S Hoͤchster Hort! Dich meiner angenommen, hast nichts gespart/ nach deiner Art, biß ich zů dir bin kommen. An mein Hertz hast du viel und offt durch dein Wort angeschlagen: Du hast mir lieblich zugerufft, den Himmel angetragen Hast fruͤh und spat durch viel Wohlthat zur Busse mich bewogen, auch mit Truͤbsal/ Angst, Noth und Qvaal zu dir hin⸗ auf gezogen. 6. Dennoch, das ich nicht loͤugnen kan, wann du gleich angeklopffet/ hab ich dir niemahls aufgethan, die Ohren zugestopffet, durch Unbe⸗ dacht, das gantz veracht, den Ruͤ⸗ cken dir gekehret. Doch hast du mich so brert und nicht ver⸗ zehret. 7. Du koͤntest offt mit Fug und Recht das Leben mir verkuͤrtzen, und mich als einen boͤsen Knecht hinab zur Hoͤllen stuͤrtzen, der ic ohn Scheu, ohn Leid und Reu in Suͤnden mich verweilet: Dennoch giebst du mir Raum und Ruh, hast mich nicht uͤbereilet. 8. Wenn diß mein Hertz in sich bo⸗ denckt, moͤcht es fuͤr Angst zersprin⸗ gen! Die grosse Sicherheit mich kraͤnickt, will Marck und Bein durch⸗ mag seyn, ich habe sie verschuldet. Erd ernaͤhret, traͤgt und dultet. 9. Ich bin nicht werth, daß man mich nennt ein Werck von dir ge⸗ schaffen. Werth bin ich, daß all E⸗ lement zur Straffe mich hinraffen: So weit hats bracht der Suͤnden Macht: Ich muß es frey bekennen: Wo du siehst an, was ich gethan, so muß ich ewig brennen. 10. O Vater der Barmhertzigkeit! Ich falle dir zu Fusse, ewsut nicht⸗ GOSia 3 dringen. Kein Hoͤllen⸗Pein so groß Ich bin nicht werth, daß mich die 21. — sscht, e Achlsch VOhadt Euet, bick; Ihhek. I. 1 lehy di aade Hsf, da Hasd dire someide gel foht, dich dich bet glich he nen, ol 2 WI Vohf Hen Ceh/ die Ohusts nigen vo Vusse be 3.Glal ch Aehe, sind der belche s kohnet! Worden 4. Sol Traͤhte ler der! der wild Hon seis lichtchie 5. Isro 20⁰ dumit Hehult schonet, und Herschuld, bald Halt sott und Dich meiner sichts gespart, ich zu dit bih istdu giel und⸗ angeschlagent ugetufft, den““ Hast fruͤh unt shat zur Buss mit Truͤbsal, Haal zů dir hii hicht langnen hangeklopfet aufgethan, die durch Unbe⸗ icht/ den Rü⸗ ch hast du mich und nicht be mit Fug und hir gerkuͤrheh, boͤsen Knecht ithen, der ich und Reu in llet: Dennoch und Ruh, hat Heth in sich be Auost Lersprin schecheit mi 10 Bein dulch WPein U. sieverschulbe, „ daß mich H.„ ambashhhn mif % ber mich, 261 Von der Busse. 262 nicht, der zu dir schreyt/ und thut rechtschaffne Buße, dein Angesicht in Gnaden richt auf mich betruͤbten Suͤnder/ gieb einen Blick, der mich ergvick; All Angst wird mir bald minder. II. Eroffue mir dein freundlich Hertz, die Restdentz der Liebe. Ver⸗ gieb die Suͤnd, heil allen Schmertz, hilff, daß ich mich ste ts uͤbe in dem, was dir gefaͤllt an mir/und alles Boͤ⸗ so meide, biß ich zur Schaar der En⸗ gel fahr, hinauf zu deiner Freude. (294.9 Srael bekehre dich, ach bekehre Ioich noch heute, und im Glauben dich bereite, daß du koͤntest wuͤrdi⸗ glich bey dem Abendmahl erschei⸗ nen, worzu JEsus rufft die Seinen. 2. Wilst du kommen, saͤubre dich von dem Schmutz der Laster⸗Fle⸗ cken, die in deinem Fleische stecken, Christi Blut kan dich und mich rei⸗ nigen von allen Suͤnden, wenn wiy Busse bey uns finden. 3. Glaube, Hoffnung und Gedult, Liehe, Demuth und dergleichen, sind der Christen wahre Zeichen, welche stehn in Christi Huld, die er kennet und heist kommen, daß sie werden aufgenommen. 4. Solcher Schmuck und Himmel⸗ Tracht Christo einig wohl gefaͤllet, wer der Welt sich gleich hier stellet/ der wird von ihm nicht geacht, und von seinen Tischgenossen schimpf⸗ lich wieder ausgestossen. 5. Israel bekehre dich, weil es ietzt noch heisset heute und im Glauben dich bereite, daß du koͤnnest wuͤrdi⸗ glich bey dem Abendmahl erschei⸗ nen/ worzu JEsus rufft die Seinen. (252.9 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Ich armer Mensch, ich armer 3 Suͤnder, steh hier vor GOttes Angesicht. Ach Gott, ach Gott verfahr gelinder, und geh nicht mit mir ins Gericht. Erbarme dich, er⸗ barme dich, Ott/ mein Erharmer 1 2. Wie ist mir doch so hertzlich ban⸗ ge von wegen meiner grossen Suͤnd⸗ Ach! daß von dir ich nad erlange⸗ ich armes und verlohrnes Kind. Erbarme dich ꝛe. 3. Ach hoͤre doch mein senfftzend Schreyen, du allerliebstes Vater⸗ Hertz, wollst alle Suͤnde mir verzei⸗ hen, und lindern meines Hertzens Schmertz! Erbarme dich ꝛc. 4. Wie lang soll ich vergeblich kla⸗ gen? hörst du denn nicht, hoͤrst du denn nicht? Wie kanst du das Ge⸗ schrey vertragen ꝛ Hoͤr was der arme Suͤnder spricht: Erbarme dich ꝛc. 3. Wahr ist es, uͤbel sieht der Scha⸗ de, den niemand heilet, ausser du: Ach! aber gch lach! Gnadel Gnade! ich lasse dir nicht eher Ruh. Er⸗ barme dich ꝛc. 6. Nicht wie ich hab verdienet loh⸗ ne, und handle nicht nach meiner Suͤnd. O treuer Vater schone, scho⸗ ne, und nimm mich wieder an zum Kind: Erbarme dich ꝛe. 7. Sprich nux ein Wort so werd ich leben, sprich daß der arme Suͤnder hoͤr: Geh hin, die Suͤnd ist dir ver⸗ geben, nur fuͤndige hinsort nicht mehr. Erbarme dich ꝛ. 8. Ich zweifle nicht/ich bin erhoͤret/ erhoͤret hin ich zweiffels frey, weil sich der Trost im Hertzen mehret. Drum will ich enden mein Geschreyl Erbarme dich, erbarme dich, Ott/ mein Erbarmer uͤber mich„ (254.) Aus dem Chrisi⸗Fuͤrstl. Harffen⸗Spiel. Mel. GOtt des Himmels und ꝛe. Ac es scheint ich sey verlassen/ GOttes Hand geht von mir ab: Weil ich keinen Trost kan fassen,und so wenig Andacht hab, ja in ganz verhaͤrten Sinn soͤnder Buß geh immer hin. 2. Ach lich fuͤhle keine Reue, und mein Suͤnden⸗Hertz ist kalt. Ich er⸗ kenn ja ohne Scheue meine Fehler maunigfalt. Und doch sonder Lgu⸗ igkeit /fuͤhl ich faule Sicherheit 3. 0 263 Von der Busse. 264 3. Ach l ich kan an Stt nicht denswinder hast die hochbetrubten Suͤn⸗ cken/ wie ich solt, und wie ich wolt; Denn mein Geist der laͤst sich len⸗ cen/ dahin wo er fliehen solt; Und klebt dem zu feste an, was zum Ab⸗ grund ziehen kan. 4. Ach! Weil dann mein Geist er⸗ storben/ und mein Fleisch haͤlt uͤber⸗ hand; Seh ich kaum, was ich er⸗ worben, wie ich bin von GOtt ge⸗ wand/mein Verderben seh ich kaum, weil ich geb dem Fleische Raum. . Ach Hso wach denn auf von Suͤn⸗ den, du mein uͤberwundner Geist! Suche GOtt, weil er zu finden, weil er noch dein Vater heist. Komme weil die Gnaden⸗Thür nun noch ste⸗ het offen dir. 6.Ach! Bedencke deine Schulde: Schau, wie weit du bist von GOtt. Wie du seine Gnad und Hulde hast verworffen, und verspott; und wie du,/ aus seiner Ruh, selbst der Hoͤlle eilest zu. 7. Ach! Weil dann noch Zeit zu kehren, so verlaß ich diesen Stand. Du, mein JEsu, wollst mich hoͤren und mir bieten deine Haud: Hil mir Schwachen, hilff mir auf, steu⸗ re meinem Suͤnden⸗Lauff. 8. Ach! bey dir kan ich ja finden, klar in deinem reinen Blut die Ab⸗ waschung meiner Suͤnden; Dieses staͤrcket meinen Muth, diß erfri⸗ schet meinen Sinn, vb ich gleich ein Suͤnder bin. (255.) J. R. Mel. JEsu meines Lebens Leben. I eunch der du meine Seele hast durch deinen bittern Tod aus des Deuffels finstern Hoͤle und der schweren Suͤnden⸗Noth/kraͤfftiglich heraus gerissen, und mich solches lassen wissein, durch dein angeneh⸗ mes Wort: Sey doch ietzt, O Gott! mein Hort. 3. Creulich hast du ia gesuchet die Verloöhrnen Schaͤffelein, als sie lief⸗ en gantz verfluchet in der Hollen Pfuhl hipein! Ja du Satans Uber⸗ der, so geruffen zu der Buß/daß ich billig kommen muß. 3. Ach lich bin ein Kind der Suͤn⸗ den, ach Lich irre weit und breit: Es ist nichts an mir zu finden, als nur Ungerechtigkeit: All mein Tich⸗ ten, all mein Trachten, heisset un⸗ sern GOtt verachten! Boͤßlich leb ich gantz und gar und sehr gottloß immerdar⸗ 4. HErr ich muß es ja bekennen, daß nichts Gutes wohnt in mir: Das zwar/ was wir wollen, nennen, halt ich meiner Seelen fun; Aber nicht wie es soll: Was ich nicht will thu ich wohl. 5. Aber, HErr, ich kan nicht wis⸗ sen, wie viel meiner Fehler seyn: Mein Gemüth ist gantz zerrissen durch der Suͤnden Schmertz und Pein, und mein Hertz ist matt von Sorgen: Ach vergieb mir das Ver⸗ borgenl Rechne nicht die Misserhat die dich HErr erzuͤrnet hat. ff 6. IEfu, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut: Laß es, O Erloͤser, kommen, meiner Seeligkeit zu gur, und dieweil du so zuschlagen hast die Suͤnd am Creutz getragen: Ey so sprich mich endlich frey, daß ich gantz dein eigen sey. 7. Weil mich auch der Hoͤllen Schrecken und des Satans Grim⸗ wecken/und zu fuͤhren in den Streit, daß ich schier muß unterliegen; Achl so hilff HERR IEsu siegen! O du meine Zuversicht, laß mich ia ver⸗ zagen nicht. 3. Deine rothgefaͤrbte Wunden, deine Naͤgel, Cron und Grab, deine Schenckel fest gebunden, wenden alle Plage ab 1 Deine Pein und blutig Schwitzen, deine Striemen, Schlaͤg und Ritzen, deine Marter Angst und Stich, Ol HErr JEsu troͤsten mich 9. Wenn Fleisch und Blut zu zwingen, und das Gute zu vollbringen, folget gar migkeit, vielmahls pflegen aufzu⸗ 4.— 9.We. da ch s achmeir Wl heh Glu Hlr linck Rerkan 10.D hen/ ‚ ss nicht ein her Hah, u theuxes Gleutz Herr 3 II.N Lenmnelt Es tuith duselbe Witen e werhen/ Henne! 12.90 Hetr Heb froht Hohl Weg chrey d lsch G. 3. Mes 110 ga Ha Au Hases Ol 4.Mei i ich Wien Sun⸗ Buß/daß ich 1d der Sün⸗ und breit: snden, als Umein Tich⸗ heisset un⸗ Boͤßlich leb schr gottloß in hekennen, nt in mir: llen, nennen, 1 fur; Aber hingen, und u/folget gar ich nicht rll an nicht wis⸗ Fehler sehn: u zertissen chmeltz und ist matt von mir das Ver⸗ e Missethnt that. ehgenommen dein Blut: men, meiner dieweil du so indam Creutz mich eldlich Heigen seh. ber Hollen taus Grim⸗ flegen gufsu⸗“ in den Stkelt, Rliegenz A. siegen! hich ia ver⸗ ner lincken Hand, seyd von mir noch Von de x Busse. Wenn ich fuͤr Gericht soll tre⸗ ten, da man nicht entfliehen kan, ach so wollest du mich retten, und dich meiner nehmen an: Du, HErr IEsul kanst es wehren, daß ich nicht den Fluch darff hoͤren: Ihr, zu mei⸗ nie erkannt. 10. Du ergruͤndest meine Schmer⸗ tzen, du erkennest meine Pein: Es ist nichts in meinem Hertzen, als dein herber Tod allein„ diß mein Hertz, mit Leid vermenget, das dein theures Blut besprenget, so am Ereutz vergossen ist, geb ich dir, HErr JEsu Ehrist. II. Nun ich weiß, du wirst mir stil⸗ len mein Gewissen, das mich pflagt: Es wird deine Sreu erfuͤlen, was du selber hast gesagt/ daß auf dieser weiten Erden keiner soll verlohren werden, sondern ewig leben soll wenn er nur ist Glanbens⸗voll. 12. HER, ich glaͤube: Hilff mir Schwachen, laß mich ja verzagen nicht: Du kanst mich ja staͤrcker ma⸗ chen, wenn mich Suͤnd und Tod an⸗ sicht; Deiner Guͤte will ich trauen/ bißz ich froͤlich werde schauen dich, HErr JEsu! nach dem Streit, in der frohen 1 65 (276.9 Mel. Ach GOtt und HErr. OHosser 60! hoͤr meine Noih, ich will ietzt vor dich treten, entbrich dich nicht, was ietzo spricht mein Hettze in dem Beten. 2. Erzurne dich nicht uber mich von wegen meiner Suͤnden, ich schrey dich an, so gut ich kan, Laß mich Genade finden. ö 3. Mein Hertz ist iwar fast gantz und gar vom Guten abgewichen, kein Augenblick ist ohne Tuͤck und boͤses Thun verstrichen. 4. Mein Lebens⸗Lauff von Jugend auf ist voller Laster⸗Flecken; Doch Christi Huld kan meine Schuld mit seiner Unschuld decken. Tod bezahlt, O GoOtt, als er vor mich gestorben. 6. Den stell ich dir zum Buͤrgen fuͤr, der mag vorlmich bezahlen, sein heilig Blut macht alles gut durch seine Purpur⸗Strahlen. 7. Darum vergieb aus grosser Lieb, was ich an dir verbrochen, du hast mir schon in deinem Sohn Genad und Trost versprochen. 8. Dran halt ich mich, und bitte dich, HErr, heile meinen Schaden, der Sůnden Last erdruͤckt mich fast/ damit ich bin beladen. 9., Löß auf das Band mit deiner Hand, und staͤrcke meine Glieder, achil wirff doch nicht des Glaubens Licht in deinem Zorn darnieder. 10. Es ist mir leid, daß die Boßheit mich von dir abgetrennet, doch ich will nun auch Busse thun, die Gluth ist schon entbrennet. II. Hilff nur in mir fort fuͤr und fuͤr die Funcken unterhalten, und laß die Gluth, die solches thut, aus Schwachheit nie erkalten. 12. Ach steh mir bey, gieh und ver⸗ leih das Wollen und Vollbringen, so wird mein Mund von Hertzen⸗ Grund ein ewig Danck⸗Lied singen. (357.). Mel. O Ewigkeit, du ꝛc. Dal ich mich denn noch unter⸗ stehn, und dir GOtt vor die Au⸗ gen gehn, ich schnoͤder Wurm der Suͤnden? Der Himmel schliest sich vor mir zu, die Erde stoͤhret meine Ruh/ wo kan ich Zuflucht finden? Mich hasset jedes Element, weil ich yon GOtt bin abgetrennt. 2. Von Fuͤssen an biß zu dem Haupt, bin ich des Guten gantz be⸗ raubt/ ich bin ein Schaum der Greu⸗ le, selbst Satan sucht mich anzu⸗ speyn, ich stincke als ein Eyter⸗Bein und eine offne Beule, so nicht mit Oel gelindert ist, und gleich dem Krebs weit um sich frist... 3. Da ich nun ausser Huͤlffe bin, sterb ich bey strenger Seuche hin, 5. Derselbe hat die Missethat, dar⸗ . dar⸗kein Kraut und Pflasfer heilen! inn ich war verdorben, durch deinen Was nuͤtzt die Salbe Gslead Un J3 267 ——————— Von der Busse. sie doch schwerlich Wuͤrckung hat, die Kranckheit zu zertheilen, thu nur, O Tod, den letzten Stoß, und mach mich von der Marter loß. 4. Doch, Seele, halte etwas ein, bey Krancken muß ja Hoffnung seyn, so lange noch ein Hauchen den schwachen Odem von W laͤst, ver⸗ zage nicht, und hoffe sest, ob schon durch starre Augen der schwartze Grauß des Todes bricht, und gar den Pfeil zum Hertzen richt. Ach JESu, sey du Helffers⸗ Mann, weil deine Hand ja heilen kan,/du bist der Fuͤrst des gebens, wañ du mein Artzt und Wunder heist, so tobt des Satans Wuͤrge⸗Geist in meinem Fleisch vergebens, ein Wort aus deinem theuren Mund, macht beydes Seel und Leib gesund. 6. Ja deines Blutes Pangee ver⸗ treibet alles herbe Weh der folter⸗ maͤßgen Suͤnden, so mir, gleich ei⸗ ner gifftgen Pest, das Marck in Besinen ausgeprest, da alle Nerven schwinden, ein Troͤpffgen von dem Purpur⸗Safft vergnuget mich mit neuer Krafft. / Es suchen mir zwar Fleisch und Blut, und vieler Teuffel schwartze Brut, den Vorsatz zu verhindern, der Einwurff aber ist zu schwach, daß ich nun uͤber solchen lach, GOtt stellt sich seinen Kindern als aller H. Aertzte Meister dar, denn sein Re⸗ rept ist wunderbahr. 3. Ich spuͤhre schon, wie sich der Schmertz um mein vorher beklemm⸗ tes Hertz durch JEsus Krafft ver⸗ liehret, die tieffe Ohnmacht, so zu⸗ vor mir Augen, Zunge, Mund und Ohr/ ja iedes Glied geruͤhret, ver⸗ wechselt alles bittre Leid, mit auf⸗ geweckter Froͤlichkeit. . Wohlan, ich hin von Grund ge⸗ heilt, wer nur, wie ich zu JEsu eilt, den wird kein Unfall toͤbten, wenn uns der offne Rachen schreckt, wo Qvaal und Schmach die Jungen weil er, wann sich der Erb⸗Feind rüst, die Eisenfeste Mauer ist. 10. Nun, Mensch, hat dich die Wunder⸗Macht, jetzt wieder zur Genesung bracht, so strauchle ja nicht ferner/sey du ein wohlgefaßter Christ, und strent gleich Satans ar⸗ ge List die boͤsen Atzungs⸗Koͤrner, so bleibe du ein gutes Feld, darauf GOtt Saat und Erndte haͤlt. (2½8.) J. F. Err/ ich habe mißgehandelt, ja mich druͤckt der Suͤnden Last: Ich bin nicht den Weg gewandelt, den du mir gezeiget hast/ und ietzt wolt ich gern aus Schrecken mich fuͤr deinem Zorn verstecken. 2. Doch wie kont ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben seyn: Wolt ich uͤber See gleich ziehen, stieg ich in die Grufft hinein, haͤtt ich Fluͤgel gleich den Winden/ gleichwohl wuͤr⸗ dest du mich finden. 3. Drum ich muß es nuribekennen, HErr, ich hebe mißgethan, darff mich nicht dein Kind mehr nennen: Achlnimm mich zu Gnaden an! Laß die Meuge meiner Suͤnden deinen Zorn nicht gar entzuͤnden. 4. Koͤnt ein Mensch den Sand gleich zehlen an dem weiten Mittel⸗ Meer dennoch wuͤrd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Suͤnden eer, daß er alle mein Gebrechen solte wissen auszusprechen. Wein! ach wein ietzt um die Wette, meiner beyden Augen Bach. O! daß ich gnug Zaͤhren haͤtte, zu betrauren meine Schmach! O! daß aus dem Thraͤnen⸗Brunnen kaͤm ein starcker Strom gerunnen! 6. Ach! daß doch die streugen Flu⸗ then uͤberschwemmten mein Gesicht, und die Augen moͤchten bluten, weil mir Wasser sonst gebricht; ach! daß sie wie Meeres⸗Wellen moͤchten in die Hoͤhe schwellen. 7. Aber/ Christe, deine Beulen, ja eilt eintzigs Troͤpflein Blut, das kan horft reißt er uns aus den Noͤt hen, meine Wunden heilen, loͤschen mei⸗ ner 268 4 l W Wuhhder 5 D Hfi nssch o chsot gulen Alsbey hin sell steyent Heflecke Wellet. 2.0⁰ Hegs Rahof Ruhssh Hlesh hahte 10 lachgel 3. VDo Heiner icho E —— i 208 H Etb Fennd ler ist. hat dich die . wieder zut strauchle jg ohlgefaßter Cakans ab⸗ VKoͤrner, ßo eld, darauf te halt. chardel, 10 269 ——.—— on der Busse. ner Sunden Gluth, drum will ich mein Angst zu stillen, mich in deine Wunden huͤllen. znden Lat: rentfliehen? seyn: Wolt l, stieg ich kt ich Flügel chwohl wuͤt⸗ uubbekennen, than, darff ehr nennen: adenanlLaß inden deilen en. den Saub ten Mittel⸗ 65 Ihmohl er Suͤnden Gehrechen en. leht um bie Augen Bach. en hatte/ zu ach! Oldaß unnel, kamn Ahnen! Iteugen Hll⸗ mein Hesicht, hluten/ wei bt; acht da möchtenin Belen,s lut, wane⸗ Ischen met⸗ losch 5 8. Dir will ich die Last aufbinden, wirff sie in die tieße See, wasche mich von meinen Suͤnden, mache mich so weiß als Schnee, laß dein n guten Geist mich treiben eintzig stets bey dir zu bleiben. (259.N. G. W. S. Mel. Freu dich sehr, d meine Seele. A was hab ich ausgerichtet? Ach! was hab ich doch gethan? Wer ist, der die Sache schlichtet? Mein Gewissen klagt mich an: Ich bin selber wider mich, weil ich also freventlich mich mit Laster⸗Koth beflecket, und des Hoͤchsten Zorn er⸗ wecket. 2. GOtt/ ich muß mit Zittern sa⸗ gen, daß ich sey ein Suͤnden⸗Knecht: Jetzo fuͤhl ich deine Plagen, aber du du hist gerecht; Mein verderbtes Fleisch und Blut hat das rechte wahre Gut durch des Teuffels Trieb verachtet, und den Luͤsten nach getrachtet. 3. Vorhin hab ich mich gefreuet meiner schweren Suͤnden ⸗Last/ ietzo da mich solche reuet, hab ich weder Ruh noch Rast: Was mi vorhin(ach Y ergoͤtzt, hat mich ietzt in Angst gesetzt: Was vorhin den Leib erqvicket, ist, das ietzt die Seele druͤcket. 4. So viel Jahr hab ich gelauffen den verboßten Irreweg, und mit dem verfluchten Hauffen ausgesetzt den guten Steg, der zur Himmels⸗ Pforte fuͤhrt: Nie, ach nie hab ich gespuͤhrt wahre Reue meiner Suͤn⸗ denzwo soll ich nun Rettung findenꝛ 5. EOtt, ich soll gen Himmel se⸗ hen, aber ich seh uuter mich: Wie ist mir/ mein GOtt! geschehen, daß ich so verlasse dich? Ich bin werth, daß mich dein Grimm, mit erzuͤrnter Donner⸗Stimm möͤcht in tausend Truͤmmern schlagen, ia iur Hoͤllen ewig jagen. 6. Alle Freude seo verfluchet, so von Suͤnden hergeruͤhrt: Diese Zeit hab ich gesuchet, was mir Hoͤl⸗ len⸗Angst gebiehrt: was mir Gottes Wort verbeut, sey verflucht inEwig⸗ keit: Ewig sey verflucht die Stunde, da ich Suͤnden⸗Lust empfunde. 7. Olwie bist du Suͤnde! Suͤndel ei⸗ ne Last,die Felsen⸗schwer: An mir ich nichts reines finde/ wie kraͤnckt mich doch das so sehr: Gottdein Zorn hat mich geschreckt. Achl wer ist, der mich versteckt?ꝰ Keine Creatur kan rathen meine schwere Missethaten. 8. HErr/ es steht in deinen Haͤnden, du alleine hilffst aus Noth: Du kanst meinen Jamer wenden, du kanst ret⸗ ten aus dem Tod:Es steht nur allein bey dir, niemand Van sonst helffen mix/ du kanst gnaͤdig mich verneuen⸗ und in Ewigkeit erfreuen. 9. Ich verdamie Seel und Glieder, sprich du sie in Gnaden loß: Billig en ich vo dir nieder nim̃ du mich in einen Schooß: Staͤrck mich, der ich abgeschwaͤcht, laß Genade gehn vor Recht, wilst du ins Gerichte gehen. rr, wer kan vor dir bestehen ẽ 10. Deines Sohnes Marter⸗Zei⸗ chen stell ich zwischen dir und mir⸗ ch laß mich hiermit Gnad erreichen, sei⸗ nen Tod halt ich dir fuͤr/glaͤube stei und festiglich, daß mein JEsus au fuͤr mich hat gelitten, ist geslorben⸗ ich auch soll seyn unverdorben. 11. Du hast uns gewiß verheissen hertzliche Barmhertzigkeit: Dafur sollen wir dich preisen: Denck an deinen theuren Eyd, der den Suͤn⸗ dern Trost verspricht: Du wilst ih⸗ ren Tod ja nicht: Leben wilst du ih⸗ nen schencken, wenn sie sich nur zu dir lencken. 12. HErr, so sey nuni auch erhoͤret, bitt ich, der verlohrne Sohn, der Zu seinem Vater kehret, blicke von des Himmels Thron! Ich bin ein ger⸗ kuirschtes Hertz, voller Reue, voller Schmertz, das nach deiner Gnade nachtet, solches hastdu nie veꝛachtet. 34 I3.Lab 27¹ Von der Busse 27² 13. Laß die Engel frolsch werden, daß ein Suͤnder Busse thut, weil ich lebe noch auf Erden, will ich dich, was Fleisch und Blut hat bißheto hoch geacht, was mich faͤlschlich an⸗ gelacht/hassen fliehen, ernstlich mei⸗ den, und mich gaͤntzlich dir vereyden. 14. Wirst du mir zur Seiten stehen, durch des guten Geistes Krafft, will ich nicht/ wie vormahls gehen den Weg der zur Hoͤllen rafft. GOtt, ich kehre mich zu dir, kehre du dich auch zu mir, dofuͤr will ich deinen Nah⸗ men ewig loben, 60909— Amen. (260. Mel HErr, ich habe mißgehandelt. 1..„Krafft der bloͤden Hertzen, Trost in aller Bangigkeit, Lab⸗ sal in den Suͤpden⸗Schmertzen, Artzt fuͤr alles Hertzeleid. Pflaster fuͤr die Todes⸗Wunden, das man stets voll Krafft befunden. 2. Meines Hertzens Bruͤnnlein gviller jauter angebohrne Wust, Marck und Adern sind erfuͤllet durch das Gifft der boͤsen Lust: Kein Bluts⸗Tropffen ist zu finden, der nicht starrt von andern Sünden. 3. Ja ich stecke voller Pfeile, durch den Deuffel, Fleisch und Welt; Eh ich zu dem Helffer eile, werd ich wie⸗ derum gefaͤllt, meine Seele muß erliegen, eh sie kan recht Athem kriegen. 30 4. Will ich mich zu dir erheben, wird fuͤr Tragheit nichts daraus, wenn dein Geist in mir soll Ieben, jagt das wilde Fleisch ihn aus, daß ich auch die Quaal der Schulden fort nicht laͤnger kan erdulten. Drum du Heyl der krancken Suͤnder, Brunn, von dem das Le⸗ ben springt: selbst das Pflaster und Verbinder dessen Cur stets wohl gelingt Du kanst Pein und Schmer⸗ hen lindern, ja des Todes Stoß ver⸗ hindern. 6, Komm, OHErr, und druͤck in Gnaden mir dein Bild ins Hertz hinein, so wird meinem alten Scha⸗ den, durch dein Blut geholffen seyn. Salbt dein Oele meine Wunden, so bin ich denn gantz verbunden. 7. Floͤssest du denn meiner Seele dich, OHelffer, selber ein, so wird meiner Adern Hoͤle, voller neues Ve⸗ ben seyn Ja mein Mund wird vol⸗ ler Weisen deinen Finger ewig preisen. 0 (26I.), J.. ö Mel. Freu dich sehr,O meine Seele. Ach wie will es endlich werden, NJach! wie will es lauffen ab, daß ich stets hang an der Erden, und so wenig Andacht hab! Ja daß ich im harten Sinn ohne Buß geh immer bin: JEsu] mir mein Hertze ruͤhre, mich zů wahrer Busse fuͤhre. 2. Ach l ich fuͤhle keine Reue, und mein Suͤnden⸗Hertz ist kalt. Jeh erkenne ohne Scheue meine Fehler mannigfalt, und doch sonder Trau⸗ rigkeit lebe ich in Sicherheit, JE⸗ su mich doch so regiere, daß ich wahre Busse spuͤhre. 3. Ach! ich kan an GOtt nicht den⸗ cken, wie ich solt und gerne wolt, denn mein Geist der laͤst sich lencken dahin/ wo er fliehen solt, und klebt dem so feste an, was zum Abgrund ziehen kan. JEsu! hilff mein Hertz aus Gnaden dieser schweren Last entladen. 4. Ach lweil du mein Trost erstor⸗ ben, und mein Fleisch haͤlt uͤber⸗ hand, seh ich kaum, was ich erwor⸗ ben/ da ich mich von GOtt gewandt. mein Verderben merck ich kaum, weil ich geb dem Fleische Raum. JEsu/mir die Gnade goͤnne, daß ich die Gefahr erkenne. 5. Achl so wache doch von Suͤnden auf, O du mein sichrer Geist! suche Gott, weil er zu finden,weil er noch ein Vater heist. Komme weil die Gnaden · Thur nun noch siehet vffen mir/JEsu/zu so gutem Wercke mich mit Hertzens⸗Andacht staͤrcke. 6. Ach! mein Hertz, bedenck die Schulde/ schau/ wie weit du bist von 253 bt de ha Iowied Yllen e Hlaize le ldencke 7. Achl. Reh/ soxe Hin Y ldmirk Shuswac uheinem heiner Y Heke,haß (252 sssehrbe Gbeiner Achh — ——— holfsen seyn. Wunden, so inden. einer Seele ein, sowird ler neues Le⸗ ind wird vol⸗ zinger eig A. tneine Seele. lich werden, ffen ab, daß den, And so sadaß sch im geh immer Hertzeruͤhre, ühr. ne Reue, und kalt. Ich neine Fehlet onder Crau⸗ ehest, I⸗ Ne/ daß ich tt nichtden⸗ „gerne wolt, stsich lencken t/ und klebt um Abgrund f mein Hertz htheren Last Trost rstot⸗ hhaͤlt uber⸗ s ich etwor⸗ Ott gewandt. ck ich r.in ssche Raumm. Inne,daßiich von Suͤnden Gestl suche eil ernoch Ime weil die hhet offen Wercke mich tucke. aan heit 00 —* 273 Von der Busse. 27⁴4 von GOtt, wie du seine Gnad und Hulde hast verworffen und verspott/ und wie du aus seiner Ruh sel bst der Hoͤllen eilest zu. JIEsu, mir mein Hertze leucke, daß ich diefe Noth hedencke. 7. Ach! weil denn noch Zeit zu keh⸗ ren/ so verlaß ich diesen Stand. Du mein JSESu, wollst mich hören, und mir bieten deine Hand, hilff mir Schwachen, hilff mir auf, steure meinem Suͤnden⸗Lauff, HErr, um deiner Marter willen wirst du mei⸗ nen Wunsch erfuͤllien. 8. Ach! ich kan schon troͤstlich fin⸗ den, JEsu, hier in deinem Blut die Abwaschung meiner Suͤnden. Die⸗ ses staͤrcket meinen Muth, diß erfri⸗ schet meinen Sinn ob ich gleich ein Sunder bin. JIEsu/ mich hinfort re⸗ giere, daß ich ein frommeben fuͤhre: (262.) D. C. B. aus Ps. 6. Mel. HErr ICsu Christ/ du ꝛe. A HErr: Mein GoOtt! straff mich doch nicht in deinem Zorn so schwere; Dein'n Grimm wend ab/ und vaͤterlich in Gnad dich zu mir kehre. Denn ich voll Schmertz und Truͤb sal bin, heil mich, mein G'bein erschrocken sind, mein Seel ist sehr betruͤbet. 2. Ach HErrl wie lang? wie lang⸗ O GOtt! sieh doch, wie ich mich gvaͤle. Wend dich, hilff mir aus die⸗ ser Noth, Gnad meiner armen See⸗ le. Im Tod man deiner nicht ge⸗ denckt, und wen die Pein der Hollen kraͤnckt, wie kan der dir Danck sa⸗ gen ꝛ 3. Von Seufftzen bin ich můd und schwach, krafftloß, am Leib gantz mager? Ich schwemm mein Bett die gantze Nacht/ netz mit Thraͤnen mein Lager. Verfallen ist all mein Ge⸗ stalt,fuͤr Trauren bin ich worden alt, groß Angst hat mich unifangen. 4. Weicht all von mir, zuruͤcke kehrt all Gottlosn ingemeine: Denn GOtt hat gnaͤdiglich erhoͤrt mein Gebet und sebnlichs Weinen. Mein Feinde treff das Ungefaͤll, daß sie zuruͤck sich kehren schnell mit Schand und grossem Schrecken. (263. Wautz Psalm 28. Ott laß mich in meitsen Suͤn⸗ den deinen Zorn ja nicht em⸗ pfinden: Deines starcken Eyfers Krafft laß mich Armen nicht verder⸗ hen. Laß den Grimm seyn abgeschafft, sonst muß ich fuͤr Schrecken sterben. 2. Dein Geschoß ist durch mich gan⸗ gen, deine Hand haͤlt mich gefan⸗ gen, die mich hart und grausam drückt. Es ist nichts an meinem Le⸗ ben, das sich zur Gesundheit schickt/ und du draͤuest mir darneben. 3. Mein Gebein hat keinen Frie⸗ den, weil die Schuld ich nicht ver⸗ mieden, laͤsset sie mir keine Rast, die mir uͤbers Haupt herfaͤhret, und wie eine beichwe Last mich so grausam hart beschweret. 4. Daß an einer faulen Wunden nur wird Stanck und Eyter funden, ist bloß meiner Thorheit Schuld. Drum geh ich dah er gebuͤcket, Trau⸗ rihkeit und Ungedult wird mir taͤg⸗ lich zugeschicket. 3. Meine Lenden die verschwinden, so, daß an mir ist zu finden nichts durchaus gesundes mehr. Mein Hertz leidet alle Weile, und ich bin zustossen sehr, daß vor Unruh ich stets heule. 6. HErr, du siehest mein Begeh⸗ ren, meine Seufftzer, meine Zaͤhren sind dir, GODE/ verborgen nicht. Mein Hertz bebt ohn alle massen, hin ist meiner Augen Licht, und die Krafft hat mich vexlassen. 7. Meine lieben Freunde stehen gegen uͤber, und besehen meine Nlag und grosse Noth; Meine Naͤchstei seh ich weichen, und die mich nur wunschen tod, mit dem Netze mit nachschleichen. 8. Die mir alles Ubels goͤnnen/ re⸗ den/ wie sie schaden koͤnnen, gehen nur mit Listen um, und ich darff mich nicht bewegen/ ich muß 100 — 9 eyn —8 Won der Busse. —— 276 seyn blind und stumm, als koͤnnt ich das Maul nicht regen. 9. Ich muß seyn, als der nicht hoͤ⸗ ret/ und von dem kein Wort aus⸗f faͤhret, der nicht wiedersprechen kan: Doch harr ich, HErr, deiner Gna⸗ den, du, mein GO T⁊,/ du bist der Mañ, der mich dessen wird entladen. 10. Ich gedeuck in meinem Her⸗ tzen, GOtt, laß meinen Feind nicht schertzen, wenn mich ruͤhret Angst und Leid: Wann mein Fuß einst solte wancken, wuͤrden sie sich hoch und breit ruͤhmen und den Goͤttern dancken⸗ II. Ich bin doch gemacht zu leiden, und kan nicht den Schmertzen mei⸗ den, den man stetig bey mir spüͤrt/ weil ich meiner Schuld absage, und wenn Suͤnde mich verfuͤhrt, trag ich Sorg und grosse Plage. 12. Aber meine Feinde leben, die unbillig widerstreben,dringen maͤch⸗ tig auf mich hin: Die fur Wohlthat Arges uͤben, weil ich ob dem Guten bin, suchen mich stets ʒu betruͤben. 3. GOtt, du wollst dich mein er⸗ barmen, laß mich deinen Sohn um⸗ armen/ deine Huͤlffe sey nicht weit: Eil/ O HErr, mir beyzustehen, und laß mich zu iederzeit deine Gnad und Rettung sehen! (264 Ch! wie macht die Angst der Süuͤnden mich Elenden so be⸗ truͤbt! Ich kan keinen Trost mehr fluden, weil ich den/der mich geliebt, GOtt, der mich zum Kind erlesen habe durch mein Suͤnden⸗Wesen mir zu einem Feind gemacht. 2. Wer will mich doch nur erretten von der guffgehaͤufften Last, aus den Banden, aus den Ketten, damit mich der boͤse Gast, ach! die Suͤnde, hat gebunden, und die tieffen Ey⸗ tet⸗Wunden meinem Hertzen ein⸗ gedruͤckt. ö 3. Du, mein JEsu, du, sonst keiner Suͤnden sind zwar groß, aber deine Gnad ist groͤsser/sey mir gnaͤdig, ich will besser mich fuͤr Suͤnden sehen 8 ö v. 4. Ich steh hier auf dein Erbar⸗ men, und erwarte de iner Gnad/ I⸗ su, sieh doch an mich Armen, schaffe meiner Seelen Rath, blick mich an, und laß mich hoͤren, daß du dich wollst zu mix kehren, und ietzt mein Erbarmer seyn. 5. Setze nieder meine Seele, schrei⸗ allzusehr mich gvaͤle meiner Suͤn⸗ den⸗Wunden Schmertz! sage diß: Dir sind vergeben deine Süͤnden, versohnt. 6. Hoͤre, JEsul doch mein Klagen, reich mir deine Gnaden⸗Krafft; Laß es wieder seyn vertragen, gvicke mich mit Geistes⸗Krafft, mein Will ist, nach dir zu streben, und der Vorsatz, wohl zu leben, du, mein GOtt: ver⸗ leih es mir. (265. M. B. P. Mel. Freu dich sehr, O meine Seele. Aterl ach: laß Trost erscheinen, siehest du dein Kind denn nicht bitterlich mit Petro weinen? Wie es mit Manasse spricht? Wie es schlaͤgt an seine Brust 2 Wie die eitle Suͤnden⸗Lust wird aus Reue so verfluchet? Wie es weinend Gnade suchet? 2. Hast du, Vgter! nicht geliebet mich fuͤr aller Ewigkeit: So mich nun die Schuld betruͤbet, troͤst ich mich der Gnaden⸗Zeit: JSCSuS Cteutz und Dornen/ Cron bring ich/ HErr, vor deinen Thron: Hat dein Sohn nicht das erlitten, und kan kraͤfftig fuͤr mich bitten? 3. Zwar du bist gerecht/ ich schaͤme mich der Ungerechtigkeit, so ich Fei⸗ gen⸗Blaͤtter nehme/ meiner Wereke nichtig Kleid: Deckt es doch die kan mich wieder machen loß, ach! eubarme dich doeh meiner, meine richt Recht fürnaden laͤssest gehen, wer ist rein? Wer kan bestehen? 4. Gleich⸗ Bloͤsso nicht. So du, Vat er, vor Ge⸗ I be suͤssen Trost ins Hertz, daß nicht du solt leben nun mit deinem GOtt 6 Olele y 0, do h wo h Haßb Hoͤle Hedu m Hlches shsonst; S Kespahit hebich. lbt unt GOttl Ongden schamot Rahungf . Duh Iunger ö Hass Bit Guͤtigkei Dennso Rae oh Tihelum 3. Aber hilstou! Reph daß Herdeseh Hscket n glch Re Reübern 4. Den hen drhy Auf haßl Hlanher —— J„Faberdeine Aghädig, ich Sunden sehen fdein Etbar⸗ 1er Huad,Jé, lumen, schaffe hlick michan, daß du dich Und jatzt mein Seele/schrei⸗ Ih, daß nicht meiner Suͤn⸗ hsage diß: ane Sünden, deinem Gott mein Klagen, H⸗Krafft; Laß engbicke mich nein Will ist, dder Vorsaß, Ott: ber⸗ 8. P. meine Sbele. st erscheinen, nd denn nicht weinen? Wie ht? Wie es Wie die rd qus Rele es weinend hicht geliebet At: So mich lbet, ttotich t: SU on deing ichj on: Hal dein ten/ und kan 12 ich schatte It, woich hei leiner Welche es doch ie uter, vor He⸗ 277⁷ Glauben Busse thut. Von der Busse. —— 278⁸ 4. Gleichwohl sagst du zu das Le⸗ ben„ und wilt nicht der Suͤnder Tod, du wilt schencken und verge⸗ ben, wo verlassen dein Gebot wo aus boß verderbter Art auf der brei⸗ ten Hoͤllenfarth ich mich habe lassen finden, freventlich in vielen Suͤn⸗ den. 5. Suche mich dein Schaͤflein wie⸗ der/du mein GOtt, und treuer Hirt, welches irrig auf und nieder Woͤlf⸗ sen sonstzum Raube wird: Schließ in JESu Wunden ein das ver⸗ schmachte Taͤubelein daß es Sa⸗ tan nicht erwische in dem wuͤsten Welt⸗Gebuͤsche 6. HErr, ich habe zwar verzogen, hin nach Noq Raben⸗Art sicher hin und her geflogen/hab die Busse lang gespahrt, ietzt thu ich zu dir den Tritt, bringe Reu und Glauben mit/ HErr/ ich komme hoch beladen, nimm dein armes Kind zu Gnaden. (266,) In voriger Melodey. Vuller laß mich Gnade finden/ gieb mir wieder Tyost in Sinn, der ich wegen meiner Suͤuden so be⸗ truͤbt und traurig bin. Siehe, mein GOtt! wie ich hier ietzt vor deiner Gnaden⸗Thuͤr mit dem Zoͤllner schamroth stehe/ und dich um Ver⸗ gebung flehhzWNae. g. Du bist heilig, ich hingegen vol⸗ ler Ungerechtigkeit, muß mich bloß aufs Bitten legen, und auf deine Guͤtigkeit setzen meine Zuversicht: Denn so du, HERR, dein Gericht liessest ohne Gnad ergehen/ wuͤrd es uͤbel um mich stehen. 3. Aber, ach! nach deiner Lehre, wilst du keines Suͤnders Tod: Son⸗ dern daß er sich bekehre, und frey werde seiner Noth. Dieser Drost er⸗ gvichet mich/ als der ich auch aͤngsti⸗ glich Reu und Leid bey mir empfin⸗ de über meine schwere Suͤnde. 4. Dencke, daß dein Sohn au Er⸗ den drum vergossen hat sein Blut, auf daß koͤnne seelig werden, wer im Ach!l deins b Creutz und Dornen⸗Cron bring ich hier vor deinen Thron: Seinen Tod und Blutvergiessen laß mich Armen auch geniessen. 5. Zwar ich solte laͤngst seyn kom⸗ men, da es noch war rechte Zeit, doch ist dadurch nichts benommen deiner grossen Guͤtigkeit: Keine Busse ist zu spaͤt, wenn sie nur von Hertzen geht: Darum wird dir auch mein Flehen annoch nah zu Hertzen gehen. 6. Grosser GOT, voll Lieb und Treue, laß durch JIEsu Wunden doch meine spaͤte Buß und Reue vor dir etwas gelten noch. Dencke doch nicht weiter dran, was ich habe mißgethan: Laß mein arges Suͤn⸗ den · Leben mir aus Gnaden seyn ver⸗ geben. 7. Wirst du nun mir armen Suͤn⸗ der, O mein Go Tl barmhertzig seyn/ und in die Zahl deiner Kinder wiederum mich nehmen ein, so will ich von Hertzen dich dafuͤr preisen ewiglich. Drum in JESu Christi Nahmen wollst du mich erhoͤren⸗ Amen (267.] Mel. Christus, der uns ꝛe. Lpebsier Vater, ich dein Kind komm zu dir geeilet, weil ich son⸗ sten niemand find, der mich Armen heilet. Meine Wunden sind sehr groß, groß sind meine Suͤnden, mach mich von denselben loß, laß mich Gnade sinden. ö 2. Fuͤhrst du vaͤterlich Geschlecht⸗ und hast Vat er⸗Sitten; Eyl so hab ich Kindes⸗Recht, und darff kuͤhn⸗ lich bitten: Denn den Hindern steht es frey, Vaͤter anzuflehen: Vater? leher Vater⸗Treu laß mich Armen ehen. 3. Liebster Vater, wilst du dich Va⸗ ter lassen nennen; Ey kso must du lassen mich Vater⸗Sinn erkennen: Denn das waͤre viel zu schlecht blos⸗ sen Nahmen fuͤhren, und nicht thun nach Vater⸗Recht, was sich will ge⸗ üͤhren. 4. Nun 279 Von der Busse. 280⁰ 4. Nun so nimm dich meiner an, wie die Vaͤter yflegen: Meine Buß und Thraͤnen⸗Bahn laß dich doch bewegen: Meine Suͤnden bringen Schmertz, die ich hab begangen! Ach! du liebes Vater⸗Hertz, laß mich Gnad erlangen. 5. Hast du doch in deinem Wort Gnade mir versprochen; Laß mich an der Gnaden⸗Pfort nicht vergeb⸗ lich pochen. Laß der matten Seuff⸗ tzer Staͤrck durch die Wolcken drin⸗ gen/ und von deinem Himmels⸗Berg mir Genade bringen. 6. Ich laß doch nicht eher ab, biß du mir gewaͤhret Gnade, die ich von dir hab inniglich begehret; Seegne mich/ so laß ich dich eher nicht, ich hange wie die Klett am Kleid, biß ich Gnad von dir erlange. 2. Vom Himmel ist er williglich auf Erden zu mir kommen/und hat mein Fleisch und Blut an sich aus groß⸗ ser Lieb genommen: Daß er mich Schwachen heilen moͤcht, dir wie⸗ derum zum Opffer braͤcht, was dich zu Zorn gereitzet. 3. Dich hat ein Mensch zu Zorn be⸗ wegt, dich must ein Mensch versoͤh⸗ nen, durchs Creutze, das er willig traͤgt dein Grimm und Zorn ableh⸗ nen. Zu deiner Rechten zeigt er dir ietzt immerdar, wie er sich mir mit Freundschafft hat verbunden. 4. Sieh, das ist meine Zuversicht, diß ist mein gantz Vertrauen. Wilt du, gerechter GOtt! mich nicht der Suͤnden halb anschauen: So sieh mich doch in Gnaden an, weil gnug fuͤr mich dein Sohn gethan, und 7. Du bist GOtt, und heissest gut, weil du Gutthat uͤbest, und gleich meine Suͤnd gebuͤsset. 5. Nimm wahr, O Vater! deinen wie ein Vater thut, deine Kinder Sohn, sey gnaͤdig deinem Knechte: liebest. Dieser Gutthat laß mich auch„Vater⸗Hertz, geniessen, laß auf mich, nach deinem Brauch/dei⸗ ne Gnade fliessen. 3. Ach! verzeih mir, ach! vergieb was ich mißgehandelt, weil ich nach der Suͤnden Trieb offtermahls ge⸗ wandelt. Meine Suͤnden ich ver⸗ senck, HERR, in JIEsu Wunden, ach l derselben nicht gedenek, laß sie seyn verschwunden. 9. Klagt mich mein Gewissen an, und will mich verdammen, will der schwartze Hoͤllen⸗Mann dich zur Rach auflammen: Ey/ so dencke mit Gedult, daß ich Staub und Aschen, und daß mich von meiner Schuld IEsu Blut Be (268 2 Mel. HErr JEsu Christ du ꝛc. O Hrr/ mein GOttlich hab war dich durch mich erzuͤrnen koͤn⸗ nenu: Wie ich versoͤhne dich durch mich, kan ich gar nicht aussinnen. Doch troͤst mich, daß dein liebstes Kind/ au dem man nichts suͤndhaff⸗ tigs findt/ ist mein Erloͤser worden. Krafft seiner Menschwerdung ver⸗ schon, straff nicht nach strengem Rechte! Wenn du siehst deine Naͤ⸗ gelmahl, laß meine Suͤnde ohne Zahl darinn verborgen bleiben. 6. Wann du beschaust das Blut so roth, das von ihm ist geflossen: Wasch ab damit den Suͤnden⸗Koth, denn ers fuͤr mich vergossen. Weil dich das Fleisch erzuͤrnet hat, so laß dich auch das Fleisch zur Gnad hin⸗ wiederum bewegen. 7. Sehr groß ists, was ich offt und viel mit Suͤnden hab verschuldet: Christus hat erdultet gehorsamlich worben. die deinen Zorn erwecket, schuld aber ist das Kleid damit sie wird bedecket. Kein Mensch so gros⸗ Tod verschwindt, der unser Bruder wor Jedoch ich nicht verzagen will, weil den bittern Tod, und mir dadurch, O treuer GOtt! die Seeligkeit er⸗ 8. Groß ist dein Ungerechtigkeit, sein un⸗ se Suͤnde findt, die nicht in Christti 6 den. 9. Wer ist so sehr in aller Welt duych 201 Ie Fhch K OChll lhers ehMach i Cteu Oottes⸗ I0. Jo Huld dehaufg wurde si rtet IubTgg Aund Him IDart deß Gt Husch de Hherzeih' dutchse ich ver Mel. ChE Agßi Hmür; mirimé 28⁰ illiglichauf und hat mein sich gus groß Daß er mich cht, dir wie⸗ icht, waz dich schzu Born he⸗ Nensch versah⸗ das er willi dgorn ableh⸗ ten zeigt er dit et sich mir mit bunden. ne Zuversicht, trauen. Wilk mich nicht der len: GSo sieh an/ weil gnug gethan und Vater! deinen nem Knechte: werdung ver⸗ nach strengem Ichst deine Na⸗ Suͤnde ohne Rbleiben. ust das Blut so is geflosen: Zuͤnden Koth/ hossen. Weil net hot/ solaß zur Gnab hin⸗ Nsichofft und 0 Kanl, wel Igen will wei gehorfamlich omir dadurchͤ Seeliokeit el⸗ Igerechtigklit cket/ sein lll⸗ Fleid damit s Rensch so grof, nicht in Chris unftr Brubel aller Will in n 28¹ durch Hoffarth aufgeschwellet: Den Christi Niedrigung nicht faͤll, wenn er sie ihm vorstellet?ꝰ Des To⸗ des Macht so groß ist nicht, der bit⸗ tre Creutz⸗Tod sie zubricht, den GOttes Sohn erlitten. 10. Ja wenn man Christi nad und Huld, und aller Menschen Suͤn⸗ den, auf gleiche Wage legen solt, so ser Unterscheid, als zwischen Nacht; und Tages⸗Zeit, als zwischen Holl und Himmel. 1. Darum, O du liebreicher GOtt, deß Gnad nicht auszugruͤnden, durch deines Sohnes Blut und Tod verzeih mir meine Suͤnden. Laß durch sein Unschuld meine Schuld, durch sein Gedult mein Ungedult, gaͤntzlich getilget bleiben. 12, Gieb seine Demuth mir zum Schutz. die mich fuͤr Stoltz behuͤte; Sein Sanfftmuth steure meinem Trutz, daß ich nicht feindlich wůte · Er sey mir alles, was ich darff! So wird kein Urtheil seyn so scharff, das mich verdammen mochte. (269.) F. R. Mel. Ach HErr, mich armen ꝛc. Ch Gott! wem soll ichs klagen, daß ich so elend bin! mein Hertz will mir verzagen, mein Suͤnd liegt mir im Sinn, ich kan ihr nicht ver⸗ gessen, sie ist so groß und schwer, sie hat mich gar besessen, bracht in Noth und Gefaͤhr. 2. In Sůndn bin ich empfangen/in Suͤndn bin ich gebohrn, viel Sund hab ich begangen, darum bin ich verlohrn. Froͤlich kan ich nicht wer⸗ den, den Himmel anzusehn, und schaͤme mich auf Erden mit meinen Fůssu zu gehn. 3. Nun solt ich ja vertrauen dei⸗ nem Sohn IEsu Christ, auf sein Verdienst fest bauen, weil er mein Fuͤrsprecher ist So schreckt mich mein Gewissen /das zweiffelt immer⸗ Dar und spricht Dich werd verdries⸗ V/ daß ich die Suüͤnd nicht spahr. Von der Busse. 282 4. Ich wolt auch hertzlich gerne bessern das Leben mein, mit Werck/ Wort und Geberden fromm und dir gehorsam seyn; ich kans so nicht vollbringen, wie ichs offt hab be⸗ dacht, boͤß G'dancken es verhin⸗ dern, und auch des Teuffels Macht. 5. Was soll ich denn nun machen, wo soll ich Zuflucht han! Ich fall 9. würde sich befinden ein folcher gros⸗der Hoͤll in Rachen, wenn ich dir will entgehn. OGott! ich kom⸗ me wieder, such dein Barmhertzig⸗ keit/ und falle vor dir nieder: Mein Suͤnd die ist mir leid. 6. Du hast dein'n Sohn gegeben fuͤr der gantzen Welt Suͤnd, daß ie⸗ dermann soll leben, der an ihn glaͤu⸗ ben koͤnt. Will gleich mein Hertz nicht trauen, so glaub ich dennoch fest, hilff meinem schwachen Glau⸗ ben, dein Huͤlffe ist die best. 7. Ich bin nicht werth der Guͤte, die du mir hast gethan, daß fuͤr mich mit seinm Blute bezahlt dein lieber Sohn: Ich b'darffs aber nothwen⸗ dig/ und glaͤub den Worten dein, die mir zusagen bestaͤndig: Wer glaͤubt, wird seelig seyn. 8. So wahr als ich selbst lebe, sprichst du, ewiger GOtt, mit nicht ich übergebe den Suͤnder in den Tod, ich will daß er umkehre, und ewig leb bey mir: Darum komm ich, mein HERRE, ich komm wieder zu dir. 9. Mit deinem Heilgen Geiste meinn schmachen Glauben mehr, Huͤlff und Beystand mir leiste/ sey mein gnaͤdiger HERR, gleit mich auf deinem Wege, b'huͤt mich fuͤr Suͤnd und Schand, des Teuffels Stich und Schlaͤge wend ab mit dei⸗ ner Hand.* 10. Segne mein Leib und Zeben, mein'n Beruff und mein Apbeit, was du mir hast gegeben, aus lauter Euͤtigkeit; Erhoͤr mein Flehn und Schreyen, und mein fuͤrchtsame Wort/ daß ich mich dein kan freuen⸗ veracht'n des Teuffels Mord. I1. Zu⸗ 283 Von der Busse. 28⁴ II.Zuletzt laß mich abscheiden mit einem seelgen End, und nimm aus diesem Leiden mein Seel in deine Haͤnd: Dafuͤr will ich dich preisen mit schuldger Danckbarkeit GOtt wird mir Gnad erweisen, und helffn in Ewigkeit/ Amen. (27⁰½ J. H. Mel. Vater Unser im Himmelreich. So wahr ich lebe, spricht dein GOL, mir ist nicht lieb des Suͤnders Tod, vielmehr ist diß mein Wunsch und Will, daß er mit suͤnd⸗ gen halte still, von seiner Boßheit kehre sich, und lebe mit mir ewi⸗ glich.— 2. Diß Wort bedenck, O Menschẽ⸗ Kind, verzweiffle nicht in deiner Suͤnd, hie findest du Trost, Heyl und Gnad, die GOtt dir zugesaget hat, und zwar durch einen theuren Eyd, o seelig dem die Sund ist leid. 3. Doch huͤte dich fuͤr Sicherheit, nicht denck,/ es ist noch gute Zeit, ich will noch froͤlich seyn auf Erd, und wenn ich lebens muͤde werd, alsdenn will ich bekehren mich/ GOtt wird wohl mein erbarmen sich. 4 Wahr ists, GoOtt ist zwar stets bereit, dem Sünder mit Barmher⸗ tzigkeit, doch, wer auf Guade suͤn⸗ digt hin, faͤhrt fort in seinem boͤsen Sinn, und seiner Seelen selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad ab⸗L gelohnt. 3. Gnod hat dir zugesaget GOtt, von wegen Christi Blut und Tod, doch sagen hat er nicht gewolt, ob du biß morgen leben solt, daß du must sterben ist dir kund, verborgen ist des Todes Sund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich/ eh morgen koͤmmt, kans aͤndern sich. Wer heut ist frisch, gesund und roth/ ist morgen kranck/ ja wohl gar todt. So du nun stirbest ohne Buß /dein Leib und Seel dort bren⸗ nen muß. 7. Hilff, O HErr JIEsu, hilff dn und Busse thu den Augenblick, eh mich de schnelle Tod hinruͤck, auf daß ich heut und iederzeit, zu mei⸗ ner Heimfahtt sey bereit. (371.) J. F. aus Ps. 143. Mel. Ach HErr mich Armen ꝛe. ENhbor OHeErr, mein Bitten, nisn doch die Thraͤnen hin, die ich heraus muß schuͤtten, weil ich geaͤngstet bin von deiner Wahrheit wegen, erhoͤr jetzt mein Geschrey, und deiner Rechtẽ Seegen spring in der Noth mir bey. 2. Laß dein gerechtes Sprechen nicht uͤber mich ergehn, denn deines Kuechts Verbrechen kan nicht für dir bestehn! Es ist kein Mensch zu finden, kein lebendiger Mann, der sich gerecht von Suͤnden fuͤr dir, HErr lruͤhmen kan. 3. Der Feind verfolgt mein Leben, soͤßt mich zur Hoͤllen ab, will in den Dod mich geben,und legen mich ins Grab. Mein Geist ist samt dem Hertzen voll Pein und Traurigkeit, ich denck in meinem Schmertzen an die verfloßne Zeit. 4. Ich ruͤhme deine Staͤrcke, wann Unfall mich betruͤbt, uñ denck an alle Wercke, die deine Hand veruͤbt, zu dir, dem Lebens⸗Fuͤrsten, breit ich die Selen⸗Hand, nach dir pfleg ich 0 duüͤrsten, gleich wie ein duͤrres an 5. Laß dein Erhoͤhung eilen, eh Ohnmacht mich befaͤllt, Iaß deinen Anblick heilen was in mir ist zer⸗ schellt, laß mich nicht aͤhnlich wer⸗ den dem, den die Grufft verschlingt, und der ins Hohl der Erden ver⸗ zweiffelt abwaͤrts sinckt. 6. Gieb, daß ich fruͤh vermercke daß du mir gnaͤdig bist, weil meiner Hoffnung Staͤrcke, auf dich gegruͤn⸗ det ist/ sey du mein Wegedeuter/daß ich nicht irr allhier, O HERR, sey mein Begleiter, denn mich verlangt RNa Ar· . Hilff, O 7. Errette mich von Leuten, die Mir/ daß ich ietzt komme bald zu dir/ mjx gehaͤßig seyn, die grimmig Re⸗ 6e Ie hhfich Mhehiw sfeE eht, Ich, er icihnk EaGeift Ud hah Mi HEt soschyl 9. Um tllg aller usch sich bigcht de mit Sch dalnit er Gottl 0 Mel. H fl Mg eh ud ein G Buß umt hein Ohr saßbiese Wo d Ind wir Nensch; estehn. heh, daß! lWbman; Onaden 3. Ich a hoff let mein ahd sokt Sorhen, ie fogrt seynb 4. Ein Iud Bet allen haffen Bohene Oyaden Hahet 254 genhlick, ö hintck, auf Reit, zu mei⸗ elt. PIg. ch Mmmen ze. Mein Bitten, anen hin, die en, weil ich ner Wahrheit eim Geschteh, tgen spring in tes Sprechen Vdenn deines kan nicht füt n Mensch zu Mann, der nden für dir, t mein Leben, h/ will in den egen mich ins ist samt dem UTraurigkeit, Ichmeitzen an larcke, wahn fldenck an alle verübt/ zu sen, beelt ich nach dit pfleg wit ein dürres 9 ellen eh , laß deiten in mil is zer⸗ tähnlich wel ftberschlingt, Erden her⸗ t. rih vantete weil můlet dich gegfül⸗ gedellter,daß HERN eh alch verlangt beten/ die 0 u gummuig be 28³ Von der Busse 286 estreiten/ du bist die Burg allein, hrauff ich mein Hoffnung pstange ha nehm ich Zuflucht hin, das ist die seste Schantze, in der ich sicher bin. 8. Lehr, HErr, mich deinen Wil⸗ en, der du mein Heyland heist, daß chihn kan erfuͤllen, laß deinen gu⸗ len Geist die ebne Bahn mich leiten, und wann die Seele zagt, so hilff mir/ HErr,/ bestreiten, das Ungluͤck/ so mich plagt. 9. Um deiner Wahrheit wegen tilg aller deren Macht, die wieder nich sich legen, und der werd umge⸗ hracht,/der meine Seel und Sinnen nit Schrecken aͤngstt und schwaͤcht, damit er noch werd innen, ich sey/O GoOtt! dein Knecht. (278.) aus Ps. 130, Mel. Ach HErr, mich armen ꝛc. An⸗ diesem tieffen Grunde der Aengsten ruff ich hier, mit Her⸗ tzen und mit Munde/ O HERR, nein GOt T zu dir: Ich ruff in Buß und Reue: Ach neige, HErr, dein Ohr, erhoͤr, warum ich schreye/ laß diese Seufftzer vor. 2. Wo du zurechnest Suͤnden und was wir offt begehn, so ist kein Mensch zu finden, der vor dir koͤnt hestehn. Bey dir steht das Verge⸗ hen/ daß man dich furchten soll, und daß man ruͤhm darneben, wie du bist Gnaden voll. 3. Ich wart auf GOttes Guͤte, und hoffe auf sein Wort: Es war⸗ tet mein Gemuͤthe des Herren fort uld fort: Es harrt mit Fleiß und Sorgen, ist wie die Waͤchter sind, die warten biß es Morgen und Tag zu seyn beginnt. 4. Ein Christe muß mit Wachen und Beten halten au, denn SO in allen Sachen viel Rettung schaffen kan: Gewiß wird er vom Boͤsen und aller Missethat aus Gnaden den erloͤsen, der ihm ver⸗ ö ö tyauet hat. ö 6⁰⁷— Mel. Freu dich sehrO meine Seele. Rosser GOtt/ach! meine Suͤn⸗ den sind gleich einer Centner⸗ Last. Wo soll ich doch Rube finden ꝛ Wo hat mein Gewissen Rast ꝰ in der gantzen weiten Welt ist kein Ort, der mir gefaͤllt; Wo ich mich hinkehr und wende/ find ich nichts denn nur Elende. 2. Ach ich bin von Kindes⸗Bei⸗ nen, von der ersten Wiegen an, da ich nur fieng an zu weinen, da ich erst ward angethan, dir allein und deinem Wort widerspenstig fort und fort, so viel nur an mir gewesen. Ach wie soll ich doch genesen. 3. Sieh, es steht der Hoͤllen Ra⸗ chen wider mich schon aufgesperrt. Ach! was soll ich Armer machen ꝛ Satan seine Klauen zerrt, will mit mir zur Hoͤllen ab, und ins schwartze finstre Grab mich elenden Suͤnder reissen, und hin ins Verdammniß schineissen. 4. Es ist all mein Thun verlohren, meine Wercke taugen nicht, ich bin zu dem Tod erkohren, achl ach weh, mein Hertze bricht: Mich druͤckt meine Missethat, ich weiß weder Huͤlff noch Rath. Es kan mich von diesem Boͤsen keines Menschen Hand erlosen. 5. Aber JEsus, deine Wunden, deine Marter, Angst und Noth, deine schwere Lebens Stunden, dein Creutz und dein bittrer Todt/ haben Satans Reich zerstoͤhrt, und der Hoͤllen Macht verheert, allen, die uur auf dich hoffen, stehet deine Gnade offen. 6. Drum so komm ich auch geschrit⸗ ten/ liebster Heyland her zu dir, glaͤube, daß du wirst mein Bitten geben aus Genaden mir, Ich be⸗ gehre deine Huld, du hast meiner Suͤnden Schuld schon vorlaͤngst fuͤr mich erleget, da der Tod dein Hertz erreget. 7, Deine Dornen⸗Cron und 4. en Von der Busse. 288 len, deine Schmach und Nagel mahl/ koͤnnen mein Gewissen heilen! Meine Suͤnden ohneZahl mich hin⸗ fort mehr kraͤncken nicht, weil allein auf dich gericht steht mein Sinn, Muth und Begehren, HErr/ du wirst mir Gnad gewaͤhren. 8. Hemme deines Zornes Flu⸗ then, deines Grimmes Zorn und Brauß, laß des Feuers Eyfer⸗Glu⸗ then uͤber mich nicht gaͤntzlich qus. Nimm an dein verlohrnes Kind, das sich wieder zu dir find, zeige mir dein Angesichte, ey so werd ich nicht zunichte. 9. Ich will aller Welt absagen, al⸗ len eiteln Stoltz und Pracht will ich gaͤntzlich von mir jagen, es soll ha⸗ ben gute Nacht Uppigkeit und Suͤnden⸗Lust; Mir soll nichts mehr seyn bewust, denn nur meines Hey⸗ lands Leiden, dessen Blut soll mich begleiten. 10. JESu, deine schwere Plagen, die du ansgestanden hast, sollen meines Hertzens Zagen bringen zu gewuͤnschter Rast. In dein Hertze schleuß mich ein, so will ich dufrieden seyn, hilff mir, daß ich nicht abschei⸗ de, von dir, ISSu, meine Freude! (274.) ExXx Luc. 19. Mel. Hertzliebster JEsu was hast. Erusalem, nimm doch einmahl I Hertzen, die Angst und Noth, den Jammer und den Schmertzen, den du noch wirst von wegen deiner Suͤnden ploͤtzlich empfinden. 2. Ich habe dich, Jerusalem, ge⸗ liebet, du aber hast aufs aͤrgste mich betruͤbet, du hast mein Wort und Draͤuungen verachtet, wenig be⸗ trachtet. ö 3. Du pflegst ĩa noch die Lehrer und Mropheten aus stoltzem Muth zu boͤhnen und zu toͤbten, es ist ihr Blut bißher in dir geflossen, haͤuf⸗ fig vergossen. 10 4. Wie sehr ich dich aus Guͤtigkeit gelocket, hast du dennoch dein Hertz duͤrch Wunder und durch Zeichen gantz nicht erweichen. 3. Ach wenn du doch, Jerusalem, bedaͤchtest die Zeit des Heyls, und dich nicht selber braͤchtest in hoͤchste Noth/ach wilst du denn verderben, ja ewig sterben? 6. Wilst du verstocket bleiben in den Suͤnden, kan ich dein Hertz mit Liebe nicht entzuͤnden, die ich zů dir von Ewigkeit her trage, ja nichts versage? 7. So hoͤre doch, und mercke mein Verlangen, daß du kanst sehn an meinen nassen Wangen, schau an, wie sehr dieselben sich ergiessen, von Thraͤnen fliessen. 8. Sie sind das Blut, das sich aus z meinem Hertzen ergeust und fleust mit unerhoͤrten Schmertzen, wirst du es nicht mit deinem Hertzen fas⸗ sen, must du erblaßen. 9. Erblassen und denn leiden gros⸗ sen Jammer! Drum eile doch mit Buß in deine Kammer, und bitte GoOtt, daß er dir wolle geben, ewi⸗ ges Leben. (275. Mel. Ach HErr/ mich armen ꝛc. Wolcht auf, ihr Menschen⸗Kin⸗ der! Ach! wachet, wacht recht auf! Wacht auf ihr frechen Suͤn⸗ der, wach auf, du frecher Hauff! Wilt du noch lange schlafen,die Zeit fleucht wie ein Pfeil, wer seiner Seel will schaffen ihr ewig Heyl, der eil. 2. Eil, wer da will entrinnen der schweren Hoͤllen⸗Pein, hast du noch beine Sinnen, O Menschl denck/ was werd seyn, die Feuers⸗Gluth der Hoͤllen dort leiden ohne Ziel, man kan sichs kaum vorstellen, der Marter ist zu viel. 3. Zu viel sind alle Schmertzen, zu viel ist ihre Quaal, doch faßts nie⸗ mand zu Hertzen, das sieht man uͤ⸗ berall, wie wills zuletzt ablauffen, man lebt in Tag hinein, in Schlem⸗ men/ Fressen, Sauffen, das End nur mehr verstocket/ du laͤssest dich kan nicht gut seyn. 4. Gut 42. 40 Rhi uhach Rhl Rl IcL0 Rls .Ed Mhschl Huden b EClasck, Ischtodt hlbhses gl 10, Sie Wahder 50 Rysi WWunh e. S u. 8⁰ 20 , Juusclen Heylö, 11 htest in höchse eunn herderheh, Wet hleiben in. dein Hettzmit l/ die ich zu dir age, jg nichts nd mercke mein kanst sehn an Igen, schau au, Hergiessen, von t/ das sichaus geust und fleus mertzen, wirst em Hertzen faf ö im leiden giof eile doch mit her, und hitte lle geben, ewi⸗ lich atmen ꝛe, Menschen⸗Kill. het, wacht recht frechen Suͤh ftecher Hauff schlafen,dieges wer seinerEl Heyl, der eil enttinnen der in/ hast du noch Nenschl dench Feuers Hlath Hen ohne Zilh vorstellen/ der Schmettzen, Il doch faßts uis 36 sicht man l⸗ tappen nach einem frischen Sitz. — wird sie recht nagen ohn En⸗ de. 289 Von der Busse. 209 4. Gut kays nicht seyn bey denen, die in die Welt verliebt, und bloß darnach sich sehnen, was sie vor Lust ausgieht, Hoffarth, Fleisch, Au⸗ gen⸗Lüste zu ihrem Zweck gesetzt. Ach! daß doch mancher buͤßte da⸗ fuͤr, was ihn ergoͤtzt. Ergöͤtzst du dich an Dingen, O Mensch lein'n Augenblick, die ewig Leiden bringen, und liebest deinen Strick, der dir das Leben raubet, dich todtet und verkehrt, kaum einer Whr. glaubet, biß er es selbst er⸗ ahrt. 6. Zu spaͤt ists zu erfahren, was Hoͤll und Ewigkeit, ach! wilst dus darauf spahren, thu's nicht, heut ists noch Zeit, bekehre dich von Her⸗ tzen, daß du der QObaal entgehst, denck, denn gilt es nicht schertzen, wenn du vorm Richter stehst. 7. Der dir das Urtheil faͤllet, das Leben rund abspricht, zum Deuffel dich gesellet, des ewgen Tods Ge⸗ richt, O Zeter! Ach! Weh! Jam⸗ mer! welch Heulen wird da seyn, wenn in die Marter⸗Kammer der Hencker schleppt hinein. 3. Dahin wo keine Reue, kein Klagen helffen kan, die Marter geht aufs neue nach tausend Jah⸗ sen an! Da ist kein Glied so kleine, das nicht sein Leiden hat, der Leib der füͤhlt das Seine, die Seel auch fruͤh und spat. 9. In grosser Furcht und Schre⸗ Ken, in finstrer Dunckelheit, wird die Verdammten delken Angst, Grauen, Traurigkeit, die Zaͤhne werden klappen fuͤr Frost und gros⸗ ser Hitz, und werden blindlings 10. Sie werden ewig fallen ins Loch, das keinen Grund, und auf einander prallen zusammen in den Schlund, sich beissen, fressen, pla⸗ gen„sich fluchen, laͤstern stets der Seht, so gehts. 7. ihrem Hollen⸗Loch, den Schlem⸗ mern und Verruchten, ach glau⸗ bets, glaubets doch Wollt ihr da⸗ ran noch zweiffeln? So wahr ists/so wahr GOtt, ihr fahret zu den Teuf⸗ feln, wo ihr diß haltfuͤr Spott. 12. Wacht auf und laßt euch ra⸗ then, thut Buß in diesem Nu, man warnet euch fuͤr Schaden, kehrt euch zu JEsu zu; Daß, wie er euch erkaliffet, und macht von Suͤnden frey, und ihr der Hoͤll entlauffet, er euch sein'n Geist verleih. (276.) aus Ps. 102. Mel. Erbarm dich mein, O HErre. H mein Gebeth/ und laß zu dir/ ach HErr GOtt! kommen mein Geschrey 3 Verbirg dein Antlitz nicht fuͤr mir, in Noth dein Ohren zu mir neig. Wenn ich anruff, bald mich erhoͤr, denn meine Tag ver⸗ gangen sind, gleichwie die Lufft den Rauch verzehrt, das Feur deins Zorns hat mich entzuͤndt. 2. Zerschlagen ist mein traurigs Hertz verdorrt, wie Grab auf duͤrger Zeyd: daß ich vergeß mit grossen Schmertz, mein Brod zu essen in den Leid. An meinem Fleisch klebt mein Gebein, fuͤr Heulen und fuͤr Seufftzen schwer; Ich muß wie ein Rohrdommel seyn, die in der Wuͤ⸗ sten schleicht umher. 3. Gleich wie ein Kaͤutzlein schreyt des Nachts, das in verstoͤhrten Staͤdten wohnt: Also mein Hertz ist immer wach, kein Schlaff in meine Augen kommt. Gleichwie ein Bogel auf dem Dach gantz trau⸗ rig sitzt in Einfamkeit: Also muß ich taͤglich in Schmach zubringen mein betruͤbte Zeit. 2 4. Ich bin der Feinde Hohn und Spott, bey meinem Elend schwern sie frisch: Denn ich wie Aschen eß mein Brod, mit Weinen ich mein Dhanck vermisch. Das macht, O Gott dein Zorn und Grimm, der n. So geht es den Verfluchten in du zu Ehren mich erhoͤhst, und doch HK so 291 so hald mit Ungestuͤm und grossem Leid zu Voden stost. YGleich wie ein Schatten, sind da⸗ hin all meine Tag elendiglich. Wie Grgß sie gar verdorret sind, doch bleibest du BOtt ewiglich. HERR,/ mach dich auf in Gnad bereit, und uber Zion dich erbarm, die Stund ist da unb rechte Zeit, das du ihr hilffst durch deinen Arm. 6. Das ist der Wunsch der Knechte dein, daß Zion doch gebauet waͤr. Bereitet fuͤr dein heilig G'mein,auf daß erschein des HErren Ehr. Die Heyden fuͤrchten deinen Nahmn, auch alle Koͤnig hie auf Erd in dei⸗ nem Ehren⸗Dienste stahn, darum Zion erbauet wird. 2. HERR, laß erscheinen deine Ehr, und nimm doch die Verlaßnen auf: Zu ihrer Bitt in Gnad dich kehr, verschmaͤh nicht der Elenden Hauff, daß man predig kuͤnfftiger Zeit, denen, die dein Volck worden seyn, wie groß sey dein Barmher⸗ tzigkeit, und all Welt lob den Nah⸗ men dein. 8. Der HErr schauet vom Gnaden⸗ Thron, er sieht vom Himmel auf die Erd. Und nimmt sich der Ge⸗ fangnen an, daß ihr Seufftzen er⸗ hoͤret werd. Des Todes Kinder macht er frey, und laͤst im Schwang die Predigt gehn, des HErren Nah⸗ me steh uns bey/ sein Lob ist iu Je⸗ vusalem 9. Die Voͤlcker kommen all herzu, die Koͤnigreich beysammen find, zu gehen in des HErren Ruh, da man in reiner Furcht ihm dient. Der Hrr sehr meine Kraͤcffte schwaͤcht/ verkurtzt mir auch die Tage mein: Ich sprech Mein GOtt, nim mich Dern. weg/ eh ich empfind die Gnade einn. 10. Fuͤr und fuͤr waͤhren deine Jahr, du hast vorhin die Erd ge⸗ hen G Die Aaren und der Ster⸗ nen Schgar allsammt deiner Haͤnde Werck sind. Sie all vergehn, allein Von der? Busse. du blesbst/ machst sie zu nicht durch deine Hand, gleich wie zuletzt ein 1.— zerreist, oder veraltet ein Ge⸗ wand. 1I. Du aber bleibest immerdar,/ wie du gewest vom Anfang herꝛn Kein Ende nehmen deine Jahr, ewig be⸗ steht dein Ruhm und Ehr. Di Kinder auch der Knechte dein, die im Glauben gehorchen dir, ihr Saa⸗ men wird vor dir gedeyhn, sie wer⸗ den bleiben fuͤr und fůͤr. (277.0 Mel. Es ist das Heyl uns kommen. As Elend weist du, GOtt, al⸗ lein, das mir ist angeerbet: Und wie mir alle Kraͤffte seyn durch Adams Fall verderbet; Dann mein Verstand ver fin stert ist, ich kan dich gar nicht, wie du bist, nach deinem Rath erkennen. 2. Mein Wille ist auch gar ver⸗ kehrt in meinem Thun und Lassen, daß er an meisten das begehrt, was du befiehlst zu hassen: Hingegen, Vater, was du wilt, bey mir sehr wenig offtmahls gilt: Ich setz es aus den Augen. 3. Es geht den alten Adams Trieb nur immerdar zur Suͤnde. Kein recht Vertrauen keine Lieb zu dir in mir ich finde. Ich diene auch dem Naͤchsten nicht, wenns nicht zu mei⸗ nein Nutz geschicht? Ich suche nur das Meine. 4. Und wenn man alles recht be⸗ tracht, so wird von mir auf Erden ein Abgott aus mir selbst gemacht, daß dem gedient zu werden, die eig⸗ ne Lieb, die eigne Ehr, der eigne Will, und was dem mehr vor Un⸗ rath noch anhaͤnget. 5. Diß ist die Wurtzel und der Grund, draus alles Unheil ruͤhret, daß ich zu mancher mir stets mein Hertz und Muth nach Wollust, Ehre, Geld und Gut, und solchen eiteln Dingen. 292 Die Zeit und Stund von dir werd abgefuͤhret. Es steht 6. Da ich mich nun der Suͤnden⸗ ů Lust 20 —2 Ilhlch fl Walhe h sehe sschtun Idsich . Wit Osd tlacht Ruerb Aschh in l in Höhlie 9ch ich doc pel mũ shafft Ubelst datzu, 9.A WAut, deh, eh lebet Hochni seht un ankleh 10.0 Noth Komm G⁰² Ekleue Guͤt u dopic U. T 29² iunicht durc Vle ulett en Fraltet ein Ge⸗ mimerdar, wie 11 b⸗ Wr, emi. 2 d Eht. Oe chte dein, die udir, ihr Sgg⸗ 0 sse bex⸗ Uns kommen. u/ GOtt, al⸗ angeerbet: te seyn durch Dann mein stj ichkan dich Nach deinem auch gar ver⸗ n und Lassen, hegehrt, was Hnngegen, heh mir sehe t: Ich seth es Wams Trieb nde. Kein Heb zu dit in ene guch dem nicht zu mei⸗ Ich sche ur les techt be⸗ sir auf Erden st gemacht, den, die eig⸗ , der eign' nehr vor Un⸗ zel und der sheil ruͤhtet, und Stund t. Es steht und Muth I und Gut, hen.. Suͤnden⸗ Noth sieh mich an mit Erbarmen. ich sehr wenig dran, ruff dich auch . Wenn mir was Boͤses koͤmmt in darzu, daß sie auch Suͤnd begehen. Guͤt mein unverstaͤndiges Gemuͤth, 293 Von der Buße. 294 Luftnicht solt gefangen geben, und wie mirs macht dein Wort bewust/ ihr allzeit widerstreben. So dencke nicht um Huͤlffe an: Ich bin zů traͤg und sicher. Sinn/dawieder ich soll kaͤmpffen, so tracht ich nicht mit Ernst dahin/das Feuer bald zu daͤmpffen, Das nimit dann in mir uberhand, daß ich wohl gar in Suͤnd und Schand daruber groͤblich falle. 8. Ich lasse mich die arge Welt, die ich doch solte fliehen, weil ihr Exem⸗ pel mir gefaͤllt, leicht zur Gesell⸗ schafft ziehen, daß ich mit ihr viel Ubels thu/ Offt reitz ich andre mit 9. Ach GOtt! ich hab nach solcher Art, gar lang, mit grossem Scha⸗ den, eh ich zu dir bekehret ward, ge⸗ lebet ausser Gnaden. Ich bin auch noch nicht ohn Gefahr: Sieweil mir ietzt und immerdar die Suͤnden⸗Lust anklebet. 10. Darum, HErr! in dergleichen Komm mir zu Huͤlff, du treuer GO/ und stehe bey mir Armen. Erleucht durch deine Gnad und daß ich dich recht erkenne. I. Den Willen leit nach deinem Wort daß ich dich hertzlich liebe,dir fest vertrau, und fort und fort in GOttesfurcht mich übe: Daß ich dir meine Tauff⸗Zusag, mit star⸗ ckem Vorsatz, alle Tag aufs neue wiederhohle. 12. Und weil dir niemand ohn Ge⸗ bet hestaͤndig kan anhangen/ so gieb/ daß ich offt vor dich tret, die Gnade zu erlangen, damit mein gantzes Christeuthum des Nechsten Nutz und deinen Ruhm ohn Heucheley befoͤrdre. 13. Gieb mir des Geistes Freudig⸗ keit/ daß ich dadurch verachte Geld, Ewige betrachte Ach nim mich mir und gieb mich dir/daß ich dir leb, und sterbe mir und meinen boͤsen Luͤsten. 14. Des Fleisches und des Geistes Krieg, ist diß bey Jung und Alten: Laß mich da immerfort den Sieg, durch deine Krafft erhalten. HErr, staͤrcke mich, und mich ernen, daß ich stets unverbrossen sey an diesen Streit zu treten. 15. Fuͤr Stoltz und Ehrsucht mich behuͤt, daß die nicht funden werden in meinem Hertzen und Gemuͤth, in Worten und Geberden: Es war ja Hoffarth Adams Fall. Ach hilff⸗ HErr, daß ich uͤberall fest an der Demuth halte. 16. Die Sorg der Nahrung nimm von mir, laß mich nicht mehr begeh⸗ ren/ denn was ich hab von noͤt hen hier, mich ehrlich zu ernehren: Daß ich doch keinen Zweiffel hab, du wer⸗ dest mich biß in mein Grab mit Un⸗ terhalt versorgen. 17. HErr, gieb mir Gnade, daß ich daͤmpff des Fleisches boͤsen Willen⸗ und wider mich da selber kaͤmpff, die Lust nicht zu erfuͤllen: Wenns gleich nur in Gedancken waͤy; Hilff auch daß ich mich nicht beschwer mit Es⸗ sen oder Trincken. 18. Gieh, daß ich offt der Hoͤllen Ovaal hinwieder moͤg bedencken. wie haͤuffig man da wird einmahl fuͤr boͤfe Lust einschencken Pech⸗ Schwefel, Jamer vͤhne Maaß wird folgen dort oᷣhn Uuterlaß, auf kurtze Lust und Freude. 19. Laß mich allzeit fuͤrsichtig seyn⸗ mit wem und wie ich wandle: Daß ich halt mein Gewissen rein in al⸗ lem was ich handle; Und achte kei⸗ nes Menschen Gunst/wenn mich die Welt durch ihre Kutist, von dir zu sich will ziehennn. 20. Dem boͤsen Feind gieh nimmer zu, mich irgend zu verletzen, und meine Seel aus ihrer Rut in Noth aufs neu zu setzen. Wann sich Ehr und Wollust dieser Zeit, das Versuchung zu mir wendt/ laß K ie 295⁵ Von der Rechtfertigung. 296 sie gewinnen so ein End, damit ichs koͤnn ertragen. 950 21. Verzeih, O Vater, gnaͤdiglich/ daß es ja moͤg geschehen/ was ich, dein Kind, nun bitte dich mit Seuff⸗ tzen und mit Flehen, hilffwenn mir alle Huͤlff zerriñt, daß ich doch froͤlich uberwind in JEsn Christi Nahmen. (278.) Mel. Hertzliebster JEsu, ꝛc. Woend ab deinen Zorn, lieber GOtt mit Gnaden, und laß nicht wuͤten deine blutge Ruthen, richt uns nicht streng, nach unsern Missethaten, sondern nach Guͤte. 2. Denn so du woltest nach Ver⸗ dienste straffen, wer koͤnte deinen Grimmund Zorn ertragen? Alls muͤst vergehen, was du hast geschaf⸗ fen, fůr deinen Plagen. 3. Vergieb, HERR, gnaͤdig, unser grosse Schulde, laß uͤber das Recht deznie Gnade walten, denn du ver⸗ schonst nach deiner grossen Hulde, uus zu erhalten. 150..5 4. Sind wir doch arme Wuͤrmlein/ Staub und Erden, mit Erb⸗Suͤnd/ Schwachheit, Noth und Tod bela⸗ den, warum sollen wir gar zu nichte werden, im Zorn ohn Gnaden. 5. Sieh an deines Sohns Creutz und bitter Leiden, der uns erloͤset hat mit seinem Blute, und eroͤffnen lassen sein Hertz und Seiten, der Welt ʒu gute. 6. Darum, ach Vater! laß uns nicht verderben, dein Gnad und Geist durch Christum wollest geben/ mach uns samt ihm des Himmel⸗ reiches Erben, mit dir zu leben. XIX. Von der Recht, fertigung. Un freut euch lieben Christen mein, und laßt uns froͤlich pringen, daß wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen: Was GOtt an uns gewendet hat, und seine suͤsse Wunderthat, gar theur hat ers exworhen. im Tod war ich verloͤhren, mein Sůnd mich gvaͤlet Nacht und Dag, darinn ich war gebohren? Ich fiel auch immer tieffer drein, es war nichts Guts am Lehen mein, die Suͤnd hat mich besessen. 3. Meine gute Werck die golten nicht, es war mit ihn'n verdorben, der Freywill hasset GOttes Gericht/ er war zum Guten erstorben: Die Angst mich zu verzweiffeln trieb, daß nichts denn Sterben bey mir blieb, zur Hoͤllen must ich sincken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit meinElend uͤber die massen, er dacht an sein Barmhertzigkeit, er wolt mir helffen lassen: Er wand zu mir sein Vater⸗Hertz, es war hey ihm fuͤrwahr kein Schertz, er ließ sein Bestes kosten. . Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie zu erbarmen, fahr hin meins Hertzens werthe Cron, und sey das Heyl det Armen, und hilff ihn naus der Suͤnd en⸗Noth, erwůrg fuͤr sie den bittern Tod, und laß sie mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater gehor⸗ sam war, er kam zu mir auf Erden/ er wolt mein Bruder werden: Gar heimlich fuͤbrt er sein Gewalt, er gieng in einer armen Gestalt, den Deuffel wolt er fangen. . Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir ietzt gelingen, ich geb mich selber gantz fur dich, da will ich fuͤr dich ringen: Denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da solt du seyn, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergiessen wird man mir mein Blut, darzu mein Leben rauben, das leid ich alles dir zu Gut, das halt mit festem Glauben: Den Tod ver⸗ schlingt das Leben mein, mein Un⸗ schuld traͤgt die Sůnde dein: da bist du seelig worden. 9, CEen Himmel zu dem Vater mein 2. Dem Teuffel ich gefangen lag, von einer Jungfrau rein und zart, — 207 Esit das H. von Gnad Werck dieheft moͤgeit nicht bel sieht Nium E gnug für uns a Mitktlervorden 2. Was GOtt hat, da man ei trhub sich Zorn GOttyso mangi wolt nicht her Osecth ekforder mit uns verloh 3. Es war eil hey,Go! geben, als oh w hach seinem A o nur ein Spit Faigt die sünd' Hleichetborg 4. Nicht me Mttgus eiqnen wohl es offt y Uehrtsich Sil I— Hefangenlaß ohren, meig icht und Dag/ Len Ichftl ein, eg Har imein, de u die golten berdorben, Hescerch, torben: Die sffeln ttieb, ben bey mir ich sincken. tin Ewigkeit ssen, er dacht it, er wolt wand zu mir har bey ihm er ließ sin seben Sohn: rmen, fahr ethe Cron, rmen, und nden Moth, u Tod, und hater gehor⸗ aufEtden, in und jart/ herden: Gar Gewalt, et jestalt/ den Haltdihgn singen/ ich dich/ 00 Dennich und too uussel der mir mein rauben/ I.das halt Cob ver⸗ mein Un⸗ n dabis m Vatel min/ — 207 Von der Rechtfertigung. 208 mein, fahr ich aus diesem Leben, da will ich seyn der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trubsal troͤsten soll, und lehren mich erkennen wohl, und in die Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und ge⸗ lehrt, das solt du thun und lehren, damit das Reich GOtt's werd ge⸗ mehrt, zu Lob und seinen Ehren: Und huͤt dich fuͤr der Menschen Ge⸗ satzdavon verdirbt der edle Schatz: Das laß ich dir zuletzte. (280.) P. S. Es ist das Heyl uns kommen her/ von Gnad und lauter Guͤte, die Werck die helffen nimmermehr, sie mogen nicht behuͤten. Der Glaub sieht JEsum Christum an, der hat gnug Fuͤr uns all gethan, er ist der Mittler worden. 2. Was Gott im Gesetz geboten hat, da man es nicht kunt halten/ erhub sich Zorn und grosse Noth fuͤr Gott,/ so mannigfalten, vom Fleisch wolt nicht heraus der mit uns verlohren. 3. Es war ein falscher Wahn da⸗ bey /GO TT haͤtt sein Gesetz drum geben/als ob wir moͤchten selber frey st Doch macht allein der Glaub ge⸗ nach seinem Willen leben. So i es nur ein Spiegel zart, der uns an⸗ zeigt die sůndge Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht moͤglich war dieselbig Art aus eignen Kraͤfften lassen, wie⸗ wohl es offt versuchet ward, doch mehrt sich Suͤnd ohn Massen. Denn Gleißners Werck GOTT hoch ver⸗ dammt, und iedem F leisch der Suͤn⸗ den Schand allzeit ward angebohrẽ 5. Noch must das G setz erfuͤllet seyn, sonst waͤrn wir all verdorben, Geist/ vom Gsetz erfordert allermeist, es war durch den, der es kont halten/ so ler⸗ ne nun ein frommer Christ des Glau⸗ bens recht Gestalte: Nicht mehr, denn lieber HErre mein, dein Tod soll mir das Leben eyn: Du hast fuͤr mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweiffel trag, dein Wort kan nicht betruͤgen, nun sagst du, daß kein Mensch verzagt, das wirst du nimmer luͤgen. Wer glaͤubt an dich, und wird getaufft, demselben ist der Himmel erkaufft, daß er nicht wuͤrd verlohren. 8. Er ist gerecht fuͤr GOtt allein, der diesen Glauben fasset, der Glaub giebt aus von ihm den Schein, so er die Werck nicht laͤsset: Mit GOtt der Glaub ist wohl daran,dem Naͤch⸗ sten wird die Lieb Guts thun, bist du aus GOtt gebohren. 9. Es wird die Suͤnd durchs G setz erkannt, und schlaͤgt das Gewissen nieder, das Evangelium koͤmmt zur Hand, und staͤrckt den Sunder wie⸗ der/ es spricht: nur kreuch zum Creu herzu, im Gẽ'setz ist weder Rast no Ruh, mit allen seinen Wercken. 10. Die Werck die kommen g wiß⸗ lich her aus einem rechten Glauben⸗ denn das nicht rechter Glaube waͤr/ dem man die Werck woltlrauben: recht, die Werck die sind des Naͤch⸗ sten Knecht, dabey wirn Glauben mercken. 11. Die Hoffnung wart t der rech⸗ ten Zeit, was GOttes Wort zu⸗ saget, wenn das geschehen soll zur Freud, setzt GoE kein gewisse Tage: Er weiß wohl, wenns am besten ist, und braucht an uns kein Aarge List, deß solln wir ihm vertrau⸗ n. 12. Ob sichs anließ, als wolt er darum schickt GOtt sein Sohn her⸗nicht, laß dich es nicht erschrecken, ein, der selber Mensch ist worden denn wo er ist am besten mit, da will Das gantz Gesetz hat er erfuͤllt, da⸗ers nicht entdecken: Sein Wort laß mit seins Vaters Zorn gestillt, der uͤber uns gieng alle. 6. Und wenn es nun erfuͤllet ist dir gewisser seyn, und ob dein Hertz spraͤch lauter nein, so laß doch dir nicht grauen. K3 23. Sey —— ½ 1 + nuns werd. 299 Von der Rechtfertigung. 30⁰ .SOn Lob und Ehr mit hohem sden er uns hat gegeben⸗ zu einem Preiß um dieser Gutthat willen, GOtt Vater, Sohn, Heili⸗ gen Geist, der woll mit Gnad erfuͤl⸗ Ien was er in uns angefangen hat, zu Ehren seiner Majestaͤt, daß ge⸗ heiligt werd sein Nahme. I. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gescheh wie ins Himmels Throne, das taͤglich Brod ja heut üd. Wollst unser Schuld verschohnen, als wir auch unsern Schuld gern thun: Laß uns nicht in Versuchung stahn, loͤß uns vom Ubel, Amen. (281.) L., S. Dine Adams Fall ist gantz ver⸗ derbt menschlich Natur und Wesen: Dasselb Gifft ist auf uns geerbt, daß wir nicht konten gene⸗ sen, ohn GOttes Trost, der uns er⸗ loßt hat von dem grossen Schaden, darein die Schlang Evam bezwang, Gottes Zorn auf sich zu laden. 2. Weil denn die Schlang Evam Hat bracht, daß sie ist abgefallen, von GoOttes Wort, das sie deracht, da⸗ durch sie in uns allen bracht hat den Tod; So war ie Noth, daß uns auch GOtt solt geben, sein lieben Sohn, den Gnaden⸗Thron, in dem wir moͤchten leben. 3. Wie uns nun hat eine frembde Schuld in Adam all verhoͤhnet: Al⸗ so hat uns ein frembde Huld in Christo all versöhnet;: Und wie wir all durch Adams Fall sind ewgen Tods gestorben: Also hat GOtt, durch Christi Tod verneurt, das war Vebdorben. 4. So er uus denn seinn Sohn hat geschenckte, da wir sein Feind noch waren; Der fuͤr uus ist aus Creutz gehenckt, getoͤdt, gen Himmel ge⸗ fahren, dadurch wir seyn vom Tod und Pein er loͤßt, so wir vertrauen, in diesen Hort des Vaters Wort, wem wolt fuͤr Sterben grauen? Er ist der Weg, das Licht, des Vgters Rath und emges Wort, Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben, darum uns bald kein Macht noch G'walt, aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Meusch ist gottloß und ver⸗ flucht, sein Heyl ist auch noch fer⸗ ren, der Trost bey einem Menschen sucht, und nicht bey GOT dem HErren, denn wer ihm will ein an⸗ der Ziel ohn diesen Troͤster stecken, den mag gar bald des Teuffels Gwalt mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft in GOD T, und dem vertraut, der wird nimer zu Schan⸗ den: Denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich stoͤßt zu handen viel Unfall hie hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich ver⸗ laͤßt auf GOttes Trost, er hilfft seinn Glaͤubgen allen. 8. Ich bitt, OHErr, aus Hertzen⸗ Grund, du wollst nicht von mir neh⸗ men dein heiligs Wort aus meinem Mund so wird mich nicht beschaͤmen mein Suͤnd und Schuld/ denn sin dein Huld, setz ich allmein Vertrau⸗ en: Wer sich nur fest darauf verlast, der wird den Lod nicht schauen. 9. Mein Fuͤssen ist dein heiligs Wort, ein brennende Lucerne, ein Licht, das mir den Weg weißt fort, so dieser Morgen⸗Sterne in uns aufgeht/ so bald versteht der Mensch dte hohen Gaben, die GOttes Geist den'n gewiß verheißt, die Hoffnung darein haben. (282.) P. G. Mel. Ermuntre dich mein schw.ꝛc. AI hat GOtt die Welt geliebt, Gas mercke wer es hoͤret/) die Welt/die GOtt so hoch betrůbt, hat Gott so hoch geehret, daß er den ein⸗ gebohrnen Sohn, den eingen Schatz, die einge Cron, das eingẽ Hertz und Leben, mit Willen hingegeden. 3. Ach! wie muß doch ein einges Kind bey uns hiet guf der Erden, ů diefda man doch nichts als Boßheit Pfoxt/die Wahrheit und das Leben/ findt, so hoch geschonet werden! Wie —.— Mie hiht⸗ GulnJ“ ales hin eh des Einger 3•60tt Muth nt sein einges in mehr g Et giobt. eil/ůja in. 0 unethe einge 4. Waru Welt fte und durch aus desne bu tleist wie, da di du tbieder untreu po 5. Datuhe und Sutal Ungst und in der Hoͤl Indrer Rat gegoben he dem Hau ontlauffen 6. GOtt ehit, daß! mit dem durch dief Verdamm solldurch d Eklosung, ewgen Leh .Achh Heng Grun dend Mit; Mund den Wie ist d. Mas hast daß die) f gak hochge 8, Worih Recht, ur Iexge, di und ftehe hattestdu cheb dirdee x H zu Einem t Duß an ihne müumigsd Mlt, aus suner Okkloß undheh⸗ ö guch noch 6 Hem Peushen 0 GD dem 15. shmhwillegan⸗ Tucflerslecken, 9 Des Tuuffe. Lelschrecen. und deit Rlerzu Schan⸗ Diesen Felsen doßt zuhunden ch doch hie den der sih ha⸗ 19 h hilftt alls Herhen⸗ hon my neh⸗ Ahaus meinem lcht boschamen huld/ denn n Hhein Veythau⸗ Hargüf herläft, Ischauen. deih Heiligs Ehcebne, ein Veg weißt fokt, Sterhe in uns cht der Mehsch Gottes Get hie Hoffnung G. meillsche ee Walt hheht/ eh hobet) dit Hhelhhbt/ ah gaßerden emn⸗ agellSchaß ge Heund WHegehel, ch ein Kinges 1 ls Boheit ohet wabeg Wi⸗ Her Erhenl, M. 6 6 ewgen Lebens haben. daß die/ so hoch dich hoͤhnet/ du so 16 9 35 Sinn] Wie gieht und schenckt er Muth und treuen milden Hertzen Er glebt ihn in viel Schmach und dem Hauffen der hoͤll schen Feind eutlauffen. ö ehrt/ daß aller Meuschen Wesen/ so poll durch den/ den GOit geschenckt/ bens Grund„ wo soll ich Worte fin⸗ 8. Warum und susventiich vergessen? Was Von der Mechtfertigunz 30² Wie hitzt, wie brennt der Vater⸗ alles hin,eh als er an das Schencken des Eingen nur will dencken 3: GOtt aber schenckt alls freyem sein einges Kind, sein hoͤchstes Guth. an mehr als kausend Schmertzen! Pein, ja in den Creutzes⸗Tod hinein Zu unerhoͤrtem Leide stoͤßt SOE ein einge Freude 4. Warum doch das 2 Daß du, O Welt frey wieder moͤchtest stehen, und durch ein cheures Löͤse⸗Geld aus deinem Acker gehen. Denn du tweist wohl, du schnode Braut, wie, da dich GOtt ihm anvertraut/ du wieder deinen Drden ihm allzu untreu worden 5. Daruͤber dich die Suͤnd und Tod und Satanas Gesellen, zu bittrer Angst und harter Noth beschlossen in der Hoͤllen, und ist hier gar kein andrer Rath/ als der den GOe gegeben hat: Wer den hat, wird 6. GOtt hat uns seinen Sohn ver⸗ mit dem ewgen Fluch beschwert/ durch diesen soll genesen: Wen die Verdammniß hat umschraͤnckt, der Erloͤsung, Trost und Gaben, des mein GO D, meines Le⸗ 7. Ach den? Mit was für Worten soll mein Mund deinkreues Hertz ergründen Wie ist dir immermehr geschehn? Was hast du an der Welt ersehn, gar hoch geeroͤne behieltst du nicht dein Recht/ und liessest ewig pressen die ieisge/ die dein Recht geschwocht; hattest du an der füͤr Lust, von wel⸗ dein Verschonen dir schaͤndlich wür⸗ delohnen O. Das Hertz im Leibe weinet mir⸗ ich bedencke, wie wir dir sogar wollen deiner nicht, und was du ih⸗ Blsssen, das treten sie mit Fuͤssen. 10. Du frommer Vater meynst es gut mit allen Menschen⸗Kindern: was du shnen zugewandt/ sich dollig alles nieder. Darum erlangt sie Frommen, die GOtt gefolht hin⸗ kommen Schuld/ du dul hast nichts vebschlas⸗ fen:? Der Feind und Hasser deiner Weil er den Sohn, der ihm so klar und nah aus Hertz gesteller warauch eintzig halten solte/ durchaus nicht haben wolte. ich mich/ deß bin ich gar, und er ist so hab ich gnug; Er ist, der meine Suͤnde trug, sein Ags meine Creude,sein Sterben meine Weyde. IA. Ich freue mich/ so offt und viel sch dieses Sohns gedencke: Diß sst mein Lied und Saͤhten⸗Spiel/wenni ich mich heimlich krancke, Wenn groͤsser seyn als GOttes Gllad, und thenn mir meinen Glauben mein ei⸗ gen Heytz will vauben. ö geheshh/ da wir noch Feinde waren/ chel dit doch war bewmust⸗ baßz fisfur so wird er jo /der kein Necht beugt/ nen zugericht, durch deines Sohnes guuch kein Heyl/ sie bleibt im Dod, und hat kein Theil am Reiche /da die Huld ist Ursach deiner Styaffen? füt grossem Leid und Graͤmen/ wenin schlecht uns beguemen. Die meisten Ou ordnest deines Sohnes Blur, und reichstes allen Sundern; wilst, daß sie mit der Glaubens⸗Hand das zu ergvicken, fest in ihr Hertze drucke. I. Gieh aber, ist nicht iinmerfort dir alle Welt zuwider? du bauest hier/du bauest dort/die Welf schlaͤgt 12. An dir, O. GO O, ist keine V. So fahre hin du tolle Schaar, ich hleibe bey dem Sohne, dem geb meine Erone, Hab ich den Sohn, meine Sund und Misserhat wily I9. She/ sppech jch way mit 60tt ö 3⁰³ —: Von der Rechtfertigung. 3⁰⁴ nicht feindlich mit mit fahren anie⸗ 85 da ich ihm versuͤhnt, da, was ich 5oses ie verdient, sein Sohn, der nichts verschuldet, so wohl fuͤr mich erdultet. 16. Fehlts hie und da: Ey unver⸗ zagtl Laß Sorg und Kummer schwin⸗ den. Der mir das Groͤste nicht ver⸗ sagt/wird Rach zum Kleinen finden. Hat GOTL mir seinen Sohn ge⸗ schenckt, und fuͤr mich in den Tod gesenckt; Wie solt er(laß uns den⸗ cken) nicht alles mit ihm schencken. 17. Ich bin gewiß, und sterbe drauf, nach meines GOttes Willen; Mein Creutz und gantzer Lebens⸗Lauff wird sich noch froͤlich sillen. Hier hab ich GOtt und GOttes Sohn, und dort bey GOttes Stuhl und Thron,/ da wird füͤrwahr mein Leben in ewgen Freuden schweben. (353 Mel. Nun freut euch lieben. Gote Lob mein JEsus macht mich rein von allen meinen Suͤnden, was er bůst, muß bezahlet seyn, nun kan mich nicht mehr bin⸗ den, der Suͤnden⸗Strick, des Teuf⸗ sels Macht, drum mein Glaub Holl und Tod verlacht, weil JEsus ist mein Leben. 3. Was traur ich denn? Er lebt ja noch, der das Gesetz erfuͤllet, der durch den Tod und Creutzes⸗Joch des Vaters Zorn gestillet, was er hat, das ist alles mein, wie koͤnt doch grosser Reicht hum seyn, als den mir IEsus schencket.. 3. Weil IEsus mich von Suͤnden rein durch sein Verdienst will ma⸗ chen, daß ich, loß aller Qvaal und Pein/ nicht fuͤrcht des Todes Ra⸗ chen, so troͤst mich seine Heiligkeit, sein Unschuld, Heyl und Seeligkeit, ist mein Schatz und mein Leben. 4. So kan ich auch mit Fried und 3. Wie werd ich denn so fröͤlich seyn, wenn ich die Welt verlasse, wenn mich die Himmels⸗Geister⸗ lein gefuͤhrt zur Lebens⸗Strasse? wenn ich erblickt die Ewigkeit, wenn ich erlangt die Seeligkeit, die mir mein GOtt bereitet? 6. Hilff GOtt, daß ich sey stets be⸗ reit/laß mich nichts von dir wenden, bring mich zu deiner Herrlichkeit, hilff seeliglich vollenden, komm bald, hilff mir aus aller Noch/ hilff mir/HErr, durch dein Blut und Tod, ja kom, HErr Wul Amen. (284.) J. K.. Mel. Der Lag der ist so freudenreich. Ein GOtt, nun bin ich aber⸗ mahl der Suͤnden⸗Last befrey⸗ et: Nun bin ich in der Christen⸗Zahl/ als GOttes Kind geweyhet: Wie kan ich gnugsam preisen dich, daß du mich hast so gnaͤdiglich nun wie⸗ der angenommen? Auflmeine Seel, und lobe GOd wir wollen bald men. 2. Mein Schoͤpffer, ich bekenn es dir: In meinem Fleische wohnet das Gifft der Suͤnden fůr und fuͤr/ das mit der Hollen lohnet. Ich ha⸗ be die Gerechtigkeit, so dir gefaͤllt, zu ieder Zeit in Adam gantz verloh⸗ ren. Zum Guten bin ich taub und blind: Dieweil jch armes Suͤnden⸗ Kind in Suͤnden bin gebohren. 3. Nun aber hat dein lieber Sohn mich wiederbracht zu Gnaden, als er vom hohen Himmels⸗Thron be⸗ sucht uns arme Maden; Um seinet⸗ willen hast du dich, meill GOtt, er⸗ barmet uͤber mich, und mir die Schuld erlassen, so, daß ich deine Gnad hinfort, im Saerament, im Geist und Wort, kan fest und glaͤu⸗ big fassen. 4. Gepreiset sey dein theurer . shtte wie Simeon/ mein Lehen be⸗ chliessen, frey von allem Leid mich meinem GOtt ergeben: So bald ich thu mein Augen zu, so wird mein Tod, mein Schlaff und Ruh, seh jch des Himmels Freude. Nahm, O JESn meine Freude! Was ich fuͤr Trost von dir bekam nach ausgestandnem Leide, das weiß mein viel versucht es Hertz /das schier in rechter Todes⸗ F) Wi⸗ — Ol⸗ auf sein Gebot zu seinem Altar kom⸗ 30 Ilmwolt Ichwardiet mich den Hsn drück 5. Nun il as, GOtt. Nun darff⸗ Meinem 0 at er mit Hummel seh 08 Enadel su Christ, ie ter Seelen Gunft eriag 6. Gieb mi der freudig im Glaubel Endeerhalte Traurigkeit jedettzeit mi axte. Und w Stand, alot Hand der Hl 7. Detleih ein Christli das Ubel h yruf und sp tes Hleisch: lecht und E Huff mir taf derwuͤnsche efnuͤge mel Willen lebe 8. Diewel im Hleische mohls folgt ich wich ub Gott zuha schberlichf seinem Wi tleher Hor deinem W fillen. 3. Laß me ugsehn, ur den alten Mein Verd an tapffer nich der g mig entpei — — 304 an so ftöll Delt alas, nelsGeister⸗ n Straser migkeit, wenn Hkeit, diemir ch sey sets be⸗ udir wenden, Herlichkeit, den, komm Nuch, hilf n Blut und Esul Amen. steubereich. bin ich aber⸗ Last befrey⸗ hristen⸗Zahl, jeyhet: Wie en dich, daß lich nun wie⸗ meine Seel, wollen bald Altar kom⸗ ich bekenn es lsche wohttet Nsür und fuͤr, hukt, Ichha⸗ so dir gefallt/ gonz vefloh⸗ Hichtaub und nes Hüͤnden⸗ ehohren. lieber Sohn Gnaden, als Thron be⸗ „um seinet⸗ zih GOtt/ er⸗ und mir die haß ich deil rament, im sund gliu⸗ dein theurer ane Hreude; erh/ das* HMett ecn Hal⸗ IÆ — 305 Von der Rechtfertigung. 306 Hollen wollte ruͤcken: Sehr schreck⸗ lich war die Suͤnden⸗Plag, ich mu⸗ ste mich den gantzen Tag erbaͤrmlich lassen druͤcken. 5. Nun ist die schwere Suͤnden⸗ Last, GOtt Lob, hinweg genommen! Nun darff ich, als ein lieber Gast/ zu meinen Schoͤpffer kommen: Nun hat er mir durch seinen Kuecht im Himmel schon das Buͤrger⸗Recht aus Enaden zugesaget. HErr JE⸗ su Christ, ietzt danck ich dir von gan⸗ tzer Seelen, daß du mir hast solche Gunst eriaget. 6. Gieb mit nur deinen guten Geist, der freudig in mir walte, und mich im Glauben allermeist biß an mein End erhalte: Daß ich in Angst und Traurigkeit nur hoff auf dich, und iederzeit mich fromm und kindlich arte. Und wenn ich bin in Ungluͤcks⸗ Stand, alsdann von deiner starcken Hand der Gnaden⸗Huͤlff erwarte. 7. Verleih auch, daß ich alle Tag ein Christlichs Leben fuͤhre, daß ich das Ubel hassen mag, daß ich mich pruͤf und spuͤhre, wie mein verderb⸗ tes Fleisch und Blut gar nicht, was recht und Christlich, thut: HERR, hilff mir tapffer streben! Mein Geist der wuͤnschet nichts so sehr, als daß er moͤge mehr und mehr nach deinem Willen leben. 8. Dieweil ich aber gar zu schwach im Fleische mich befinde, das offt⸗ mahls folgt den Luͤsten nach, wann ich mich uͤberwinde, nur meinem Gott zu hangen an, und mich doch schwerl ich schicken kan, zu thun nach seinem Willen: So wollest du ge⸗ treuer Hort/ die Suͤnden⸗Lust nach deinem Wort in meinem Fleische illen. 00 Laß mein Gebeth, HErr, feu⸗ rig seyn, und durch dasselb ersterben den alten Adgm, der allein begehret mein Verderben: Damit ich, als ein tapffrer Held hier kaͤmpff, und mich der argen Welt im Glauben mig entreissen: So kan ich nach der boͤsengeit in der gewuͤnschten Ewig⸗ keit dich Rath und Helffer heissen. (285.Naus Ps. 32. Mel. Allein GOtt in der Hoͤh sey. Wot dem,/ dem GOtt all seine Suͤnd allhier in diesem Leben, gleichwie ein Vater seinem Kind aus Gnaden hat vergeben, und ihm dieselbnicht rechnet zu: Wohl ihm, er wird gewisse Ruh in seiner Seele haben. 2. Der ist nun frey von Missethat, und rein von allen Schulden, kein Falschheit er im Hertzen hat, steht fest in GOttes Hulden. Ein Heuch⸗ ler aber geht zu Grund, weil er des HErren Gnaden⸗Bund in JESu Christ verachtet. 3. Denn da ich meine Suͤnd einst wolt verschweigen und bedecken, wust ich nicht, wo ich bleiben solt fuͤr Seelen⸗Angst und Schrecken. Ja, mir verschmachte Marck und Bein, ich kont gar nicht zufrieden seyn, mein Hertze wolt mir brechen. 4. Dann dein gerechter ernster Zorn(weil ich mich nicht erkannte) stach mich gewaltig, wie ein Dorn/ und wie ein Feur mich brannte: Daß ich zuletzt bekennen must, und sprach: Ich habe keine Lust zum Guten allenthalben. 5. Und da ich solches frey bekannt, und bat dich um Genaden, dein schwerer Grimm sich von mir wandt/ damit ich war beladen: Du mein Gewissen wieder labst, und mir all meine Suͤnd vergabst, um deines Sohnes willen. 6. Hierum die Heilgen allzumahl im neuen Bund und alten, dich bit⸗ ten werden uͤberall, und darinn recht behalten, im Glauben, durch den Heilgen Geist: Dann ihr Gerech⸗ tigkeit die heist Vergebung aller Suͤnden. 7. Darum so trau ich dir allein, wann Tod und Teuffel wuͤten: Du wirst mich fuͤr der Hoͤllen⸗Pein⸗ das glaub ich fest/ behuͤten; Dann H5 dein Von der Rechtfertigung 308 dein Sohn IEsus Christus hat fuͤr all mein Suͤnd und Missethat am Holtz genug bezahlet. 8. Mein Hertz wollst du, HErr! durch dein Wort zu deinem Dienst bereiten, und weil ich leb/ mich imer⸗ fort mit deinen Augen leiten, daß ich auf deinem Wege hleih/ und ob der Wahrheit Gut und Leib, wanus noͤthig ist, zusetzte. 9. Seyd nicht wie Roß und Maͤu⸗ Ier sind, die ohn Verstand hinleben: und wann man sie nicht zaͤumt und bindt, halsstarrig wiederstreben: Vielmehr gehorchet Gottes Stimm/ guf daß euch nicht sein ernsterrim an Leib und Seel verderbe. 10. Der Gottloß hat viel Angst und Plag, das macht sein falsch Vertrauen, denn er vermag an kei⸗ nem Tag des HERREN Tag an⸗ schauen: Wer aber sich auf GOtt verlaͤßt den wird die Gnad umfahen fest. Deß freut euch, ihr Gerechten. 1. GOtt Vater, Sohn und Heil⸗ ger Geist, dir sey Lob, Preiß und Ehre, füͤr alles, das du uns erweißt, dein Seegen sich vermehre, daß wir fort spuͤhren deine Guͤt und stets Nechsten dienen. (386.) Mel. Durch Adams Fall ist. Afmeiuun erren eueri setz ich all mein Vertrauen, mein Hertz und Sinn gerichtet ist, auf sein Verdienst zu bauen, damit will ich gar wohl bestahn dor GOttes An⸗ gesichte, denn er hat gnug fuͤr mich gethan,ich komm nicht ins Gerichte. 3. Er hat sich willig mir zu gut am Creutze toͤdten lassen, sein theures rosinfarbes Blut reichlich fuͤr mich vergossen, damit bin ich gewaschen rein von aller meiner Suͤnde, des troͤst ich mich im Hertzen mein, groß Freud darob empfinde. 3, Weil ich nun bin durch Christi Blut von allen Suͤnden reine, so bin ich auch gerecht vor GOSE, durch sein Verdienst alleine; Muß ich gleich hier zu dieser Frist iu Cxeutz den haben wir, V Danck, schon das Leben wieder fun mie milligem Gemüth did und dem 150 und Elend schweben, ich weiß, daß mir bereitet ist das himmlisch Freu⸗ den⸗Leben. (287.) Mel. Werde munter mein ꝛe. U Dergrosse Wunder ⸗Guͤte hast du GOtt, an mir gethan, weil dein vaͤterlich Gemuͤthe nunmehr bey uns ruhen kan. O wie machten wirs so schlimm, und erweckten dei⸗ nen Grimm uͤber uns zu vollem Ey⸗ fer, durch den schnoͤden Suͤnden⸗ Geifer. 2. Dennoch woltest du nicht schla⸗ gen, wie wirs hatten wohl verdient, lieber mit Gedult ertragen, was sich unser Fleisch erkuͤhnt. Ja, du such⸗ test immerzu unser Bestes, unsre Ruh/ daß wir nun nicht ewig muͤgen in der Hoͤllen Abgrund liegen. 3. Als wir keinen Finger regen kon⸗ ten die Gerechtigkeit zu erlangen, broch dein Seegen aus in fruͤher Morgens⸗Zeit. Da du HErt, aus Liebes⸗Brunst, uns erwiesen deine Gunst/ daß der Treter jener Sehlan⸗ gen solt in rechter Zeit anlangen. 4. Durch desselben Tod und Wun⸗ OTLob und den, wir, so sůndlich, schwach und kranck. Wenn wir nur im Glauben fest/ der uns gar nicht zweiffeln laͤst, hie auf diesen Heyland schauen, und ihm unsre Seel vertrauen. 5. Moses hat die ehrne Schlange in der Wuͤsten aufgericht, da er sie an einer Stange vor des Volckes Angesicht hat erhoͤhet, daß sie must, wie aus GOttes Wort bewust, die Gesundheit und das Leben, allen hart Gebißnen geben. 6. Diese Schlange war der Schat⸗ ten, du, HErr JEsu, bist es recht, den wir dort im Bildniß hatten, du bist der genehme Knecht deines GOtles, der den Tod, und die feur⸗ ge Schlangen⸗Noth von uns gaͤntz⸗ lich abgekehret/ und das Leben uns beschehret. 7. Nur, wenn wir mit Glaubens⸗ ö Hik/ besond 9.— Mas dichs 99 aus de s Uhs etb Achnet G üollen mach Schtbachen. 3. Sohat! daß erseine saarckel He diesen Guad Buchansch 4 an ihn glan schterden werden. 9. Gnadu Was der Hi se Bothscht Gesehes Ot fen nimer wie grosse E gen Erbon slerben. 10, Durch den sind wix uns nichts! dit hat der pfangen iol aus Liebes; Sohn erzei gebeuget. I, Heebste gen, daß t Hes Sohns ihr ja zu k lusig gehn behftehn,ut Lenmie rec . Denn seh, die ger che du une Cohn uns Heh,hoͤchste deih Wort mag ttagen 5. W . Chy ö mudarg dgnkh ser Mitr. Uhboren 2 — e, dh umlisch Freu⸗ untex mein ze. er Hütt hast gethan, weil e he nunehr ie machten erweckten dei⸗ zu vollem Ey⸗ den Suͤnden⸗ unscht schlar dohl verdient, Agen, was sich Io, du sch⸗ estes, unste t ewig wuͤgen liegen. qer regen kon⸗ zu exlangen, us in ftüher HErt, aus wiesen deine ner Schlan⸗ anlangen. odund Wun⸗ D Lob und n wiedet fun⸗ schwach und im Glauben sweifeln last, schalen, und auen. ne Schlange cht/ da et sie des Volckes daß sie mut, t hewust, die Leben, allen r der Schat⸗ histes rocht/ Fhatten, du necht deines und die feur on uns ganh⸗ 05 Leben uls 1Olaubens⸗ 0 40 D 309— Von der Rechtfertigung. 3¹⁰0 Augen dich am Creutze schauen an, und aus deinen Wunden sangen, was uns ewig heilen kan. Dieses rechnet GOtt uns zu, was nicht wir, besondern du, wieder gut hast wollen machen, und zu retten, deine Schwachen. 3. So hat Gort die Welt geliebet daß er seinen eingen Sohn uns zum starcken Heyland giebet, der uns diesen Guaden⸗Lohn in das Lebens⸗ Buch anschreibt, daß, wer traurend an ihn glaͤubt, soll in fuͤndlichen Be⸗ schwerden nimmermehr verlohren werden. 9. Gnad und Leben soll er haben, was der Himmel Guts vermag, fuͤs⸗ se Bothschafft soll ihn laben, des Gesetzes Bonnerschlag soll ihn tref— fen nimmermehr. O mein GoOtt wie grosse Ehr, daß du deinen heil⸗ gen Erben fuͤr uns Sůnder laͤssest sterben. 10. Durch desselben Blut und Lei⸗ den sind twir gerechtsertget gar, daß uns nichts von dir kan scheiden, von dir hat der Engel Schaar nie em⸗ pfangen solche Gunst, als du uns aus gebeuget. 11. Liebster Vater, gieb den See⸗ daß wir die Gerechtigkeit dei⸗ nes Sohns im Hertzen hegen, und ihr ja zu keiner Zeit wiederum ver⸗ Iustig gehn: Laß uns fest im Glau⸗ ben stehn, und auf deinen Wegen al⸗ len, wie rechtschaffne Christen wallẽ. 12. Denn so werden wir nach die⸗ sen, die gewuͤnschte Seeligkeit,wel⸗ che du uns angewiesen„Und dein Sohn uns hat bereit, schon erlan⸗ gen, hoͤchster Hort/leg in unser Hertz dein Wort, daß es schoͤne Frucht mag tragen, das wirst du uns nicht gen/ versagen. 13. Ehr und Preiß sey bir gesun⸗ gen, Vater Sohn und zungen, Liede ieb⸗ ster Vater, was du weist, uns hier und dort nůtzlich seyn, solches gieh⸗ mit danckbaren Lobe⸗Zungen. Liebes⸗Brunst hast durch deinen Sohn eꝛzeiget/da er ward ans Ereutz 010 d ein Hdenn wnnd Hollen⸗ n Suͤnden, denn wird Hoͤllen⸗ Anast verschwinden. (288.) Mel. Alle Menschen muͤssen. Alh ein Wort von grosser Treue, das theur und Annehmens werth/ ehre ich in tieffster Reue Le⸗ benslang auf dieser Erd: Hier in dieser Welt, ihr Kinder, ein Erloͤ⸗ ser aller Suͤnder, JEsus Christus kommen ist: Trotz uun Welt und Satans List. 2. Schoͤpffer, achl ich muß bekennen ietzt zum Preiße deiner Gnad: Boͤses war wohl nichts zu neunen, ich war dessen faͤhig satt. Leider! Achl vor andern allen ließ die Suͤnd ich mir gefallen, aber die Barmhertzigkeit sich weit groͤsser anerbeut. 3. Christe, drum muß ich auch bil⸗ lig hier, als ein Exempel seyn, wie du freundlich, gnaͤdig, willig alle Suͤnder ladest ein. Ruffst: Ach kommt ihr bloͤden Tauben, tretet doch herzu im Glauben, ziehet an das Hochzeit⸗Kleid in der letzten Gnaden⸗Zeit. ö 4. Alleluja, kommt ihr Armen, lobt mit mir des Hoͤchsten Guͤt: Last uns preisen sein Erbarmen eitel Gna⸗ de uns ietzt bluͤht. Leben er den Todten scheucket, und mit seiner Lieb uns trancket. JEsu, laß uns fuͤr und fuͤr Alleluia sagen dir. (289.) M. H. B. Wir armen Suͤnder? unser Missethat, darinn wir em⸗ pfangen und hebohren sind, hat ge⸗ bracht uns alle in solch grosse Noth⸗ daß wir unterworffen find dem ew⸗ gen Tod. Kyrie Elesson, Christe E⸗ leison, Kyrie Eleison. 2. Aus dem Tod wir kunten durch unser eigen Werck nimmer werd'n errettet/die Sünde war zu starck/daß wir wuͤrdꝰ'n erloͤset, konts nicht au⸗ ders seyn, denn GOttes Sohn must leiden des Todes bit ter Pein. Ky⸗ rie Eleison, Ehriste Eleison, Kyrie Eleison⸗ ö 3. SHν Vom Christlichen 3I Leben und Wandel. 3. So nicht waͤre kommen Christus in die Welt und an sich genommen Geding, der Hoͤlle wird entweichen; Ich will ihm treulich helffen tragn/ unser arm Gestalt, und fuͤr unser mit meiner Huͤlff wird er erjagn Suͤnde gestorben williglich; so haͤt⸗ ten wir muͤssen verdammt seyn ewi glich, Kyrie Eleison, Christe Elei son, Kyrie Eleyson. 4. Solche große Gnad u. vaͤterliche Sunst, hat uns GOtt erzeiget, lau⸗ ter gar umsonst, in Christ feinem Sohne, der sich gegeben hat in den Tod des Creutzes, zu unser Seelig⸗ keit, Kyrie Eleison, Christe Eleifon, Kyrie Eleison. Deß solln wir uns troͤsten gegen Sund und Tod/ und ja nicht verzagen fuͤr der Höͤllen⸗Gluth, denn wir sind erxettet aus der Faͤhrlichkeit durch Christ unsern HErren(ge⸗ lobt) in Ewigkeit. Kyrie Eleison, Christe Eleison, Kyrse Eleison. 6. Darum wolln wir loben und dancken allezeit, den Vater und Sohne, und den Heiligen Geist: Und hitten, daß er wolle behuͤten uns fuͤr G'fahr, und daß wir stets bleiben bey seinem heilgen Wort. Kyrie Eleison, Christe Eleison, Hyrie Eleison. 2. Chre sey dir, Christe, der du littest Noth, an dem Stamm des Creu⸗ tes, fuͤr uns den bittern Tod, und herrschest mic dem Vater in der E⸗ wigkeit, hilff uns armen Suͤndern in die Seeligkeit. Kyrie Eleison, Christe Eleison, Kyrie Eleißon. XX. Vom Christlichen Leben und Wandel. (290,) J. N. Ommt her zu mir, spricht GOt⸗ N tes Sohn, all die ihr seyd be⸗ schweret nun„mit Suͤnden hart beladen: Ihr Jungen, Alt, Frauen und Mann, ich will euch ge⸗ ben, was ich han, will heilen euren Schaden..— 2. Mein Joch ist fuͤß, mein Buͤrd das ewig Himmelreiche. ü. Was ich hab gethan und glitten hie, in meinem Leben spat und früͤh, das sollt ihr auch erfuͤlen. Was iht gedenckt, ja redt und thut, das wird euch alles vecht und gut, wenns ge⸗ schicht nach GOttes Willen. 4. Gern wolt die Welt auch seelig seyn, wenn nur nicht waͤr die schwe⸗ re Pein, die alle Christen leiden: So mag es anders nicht gefeyn; Darum ergieb dich nur darein, wer ewig Pein will meiden. ö All Creatur bezeuget das, was lebt im Wasser, Laub und Graß, sein Leiden kans nicht meiden. Wer denn in GOttes Nahm n nicht will, zu⸗ letzt muß er des Teuffels Ziel mit schwern Gewissen leiden. 6. Heut ist der Mensch schoͤn, jung undlang: Sieh/moꝛgen ist er schwach und kranck, hald muß er auch gar sterben. Gleich wie die Blumen auf dem Feld, also wird auch die schnoͤde Welt in einem Huy verderben. 7. Die Welt erzittert ob dem Tod: wenn einer liegt in der letzten Noth, denn will er erst fromm werden. Ei⸗ ner schafft diß, der andre das, sein · x armen Seel er gantz vergaß, dieweil er lebt auf Erden 8. Und wenn er nimmer leben mag, so heht er an ein grosse Klag/ will sich erst GOtt ergeben; Ich fuͤrcht fuͤr⸗ wahr die Gottlich Gnad, die er allzeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. 3. Ein m Reichen hilfft doch nicht sein Gut, dem Stoltzen nicht sein stoltzer Muth, er muß aus diesem Mayen: Wenn einer haͤtt die gan⸗ tze Welt/Silber und Gold, und alles Geld; Noch muß er an den Reyen. 10. Dem Gelehrten hilfft doch nicht sein Kunst, der weltlich ist g'ring/ wer mirs nachtraͤgt in dem Pracht ist gar umsonst: Wir muͤssen alle sterben. Wer sich in Tucht n + 312* Vchtesreut, eleit wi — II, Hölet U ardihe e Iteuch die sets am he Hddisteure Ott wird e 12, Nicht! schaut,daßii IAnsssteuch die Gbtt die R⸗ engen Steg. wibd die We . Wenne sches Muth, mit grosseme erkalten: 4 Trübsalher, ülchtiget e erhalten. 14. IPuck schwer,geden We dokein d Mit Leib u sehn,/ ohn Un und mag doc 5. Jhraber Mit Christo hahih sollt ij Eein Mann, Glori und tuch der HE 6. Und too I seinem W. schworn bey Halt und gi⸗ Der holfföunt ducch JEfun (491.) B. Mol. WoG Hlein au trgun, au hunicht baut Glauben hil mehr in derd B. Bepahr Schand, Chi si Pfandey dentweschen; WUt tragn, et erj H. mnundglitten spatundfrͤh, llen. Was iht thut, das wund ut, wenns ge⸗ Willen. zeltauch telig hWar die schwe⸗ sten leiden:So seymz Darum , wer emig Het das, was ind Graß sein eh. Mer denn icht will, zu⸗ fels Ziel mit en. hschuͤn, jung st er schwach h er auch gar Blumen auf ich die schuöͤde erderben. robdem Tod: elegten Noth, perden. Ei⸗ ore daz/ sein y Rgaß, dieweil er leben mag/ Klag willsich sch frcht füt⸗ Oodie er alteit scherlich ob sft ochnicht zen nicht sein alls diesem hatt die gan⸗ ld und alles den Reyen. hllft doch der weltlich ehu Chi 1 Hicht + 3 Vom Christlichen deben und Wandel. 34 nicht erfreut, weil er lebt in derna⸗ den⸗Zeit, ewig muß er verderben. N. Hoͤret und merckt ihr lieben Kind, die ietzund GOtt ergeben sind, last euch die Muͤh nicht reuen, halt stets am heilgen GOttes⸗Wort: Das ist eur Trost und hoͤchster Hort. Gott wird euch schon erfreuen. 12. Nicht Ubel ihr um Ubel gebt, schaut, daß ihr bier unschuldig lebt, lasst euch die Welt nur aͤffen gebt GOtt die Rach und alle Ehr, den engen Steg geht immer her; GOtt wird die Welt schon straffen. 13. Wenn es gieng nach des Flei⸗ sches Muth, in Gunst und gesund, mit grossemGut/ wuͤrdt ihr gar bald erkalten: Darum schickt GOtt die Trũbsal her, damit euer Fleisch ge⸗ uuͤchtiget werd, zur ewgen Freud erhalten. 4. Ist euch das Creutz bitter und schwer, gedenckt, wie heiß die Hoͤlle waͤr/ darein die Welt thut rennen: Mit Leib und Seel muß leiden seyn, ohn Unterlaß die schwere Pein, M und mag doch nicht verbrennen. I5. Ihr aber werdt nach dieser Zeit/ mit Christo haben die ewge Freud, dahin sollt ihr gedencken. Es lebt keiin Mann, der aussprechen kan die Glori nud den ewgen Lohn, den euch der HErr wird schencken. 16. Und was der ewig gůtig GOtt in seinem Wort versprochen hat, ge⸗ schworn bey seinem Nahmen, das haͤlt und giebt er g'wiß fuͤrwahr; Dier helff uns zu der Engel⸗Schaar⸗ durch JEsum Christum, Atuen (291.) B. R. goͤldnes A. B. C. Mel. Wo GOtt zum Hauß nicht ꝛe. Aclein auf GOtt setz dein Ver⸗ traun, auf Menschen⸗Huͤlff solt du nicht baun, GOtt ists allein, der Glauben haͤlt, sonst ist kein Glaub mehr in der Welt. 25. B. Bewahr dein Ehr, buͤt dich fur Schand, Ehr ist fuͤrwahr dein hoͤch⸗ stes Pfand/wirst du die Schantz ein⸗ mahl versehn, so ists um deine Ehr geschehn. C. Claff nicht zu viel, sondern hor mehr/das wird dir bring'n LobPreiß und Ehr/ mit Schweigen sich ver⸗ raͤth niemand, Claffen bringt manchn in Sund und Schand. D. Dem Groͤsten weich, acht dich gering, daß er dich nicht in Ungluͤck bring; Dem Kleinsten auch kein Unrecht thu/so lebst du stets in Rast und Ruhh E. Erheb dich nicht mit stoltzem Muth/wenn du bekommen hast groß Guth, es ist dir nicht darum gegebu, daß du dich dadurch solt erhebl. F. Froͤmmigkeit laß gefallen dir vielmehr als Gold, das glaube mir/ wenn Geld und Gut sich von dit scheidt, so weicht doch nicht die Froͤmmigkeit. 2950575 G. Gedenck der Arm'n zu ieder Frist, wenn du von GOtt gesegnet bist, sonst dir das wiederfahren kan, was Christus sagt vom reichen ann. H. Hat dir iemand was Guts ge⸗ than, da solt du allzeit dencken dran, es soll dir seyn von Hertzen leid, wenns deinem Nechsten uͤhel geht. J. In deiner Jugend solt du dich, zur Arbeit halten fleißiglich, her⸗ nach gar schwer die Arbeit ist, wenn du zum Alter kommen bist. K. Kehr dich auch nicht an ieder⸗ mann, der dir fuͤr Angen dienen kan: Nicht alles geht von Hertzen⸗ Grund, was schoͤn und lieblich rebe der Munbd.. L. Laß kein Unfall verdriessen dich wenn gleich das Glůck geht hinter sich, Anfang und Ende nicht gleich seyn, wie solchs offt giebt der Au⸗ genschenn. 0 M. Maͤßig im Zorn sey allezeit, um klein Ursach erheb keinen Streit/durch Zorn das Hertze wird verblend/ daß nismand Recht damit erkennt. N. Nicht Hering: Weißlich thut, der allein sucht das ewig Guth. will, 35 Vorm Christlichen deben und Wandel. 31¹6 N. Nicht schaͤm dich, ratheich allermeist, daß man dich lehr, was du nicht weist. Wer etwas kan, den niemand begehrt. O. O merck! so einer Klag fuͤr dir, so solt du bald der Sag nicht glauben, auch nicht richten fort, biß du hoͤrest des andern Wort. P. Pracht und Hoffarth meid uͤ⸗ herall, daß du nicht kommest in Un⸗ fall: Mancher waͤr ein behaltner Mann, haͤtt er Hoffarth und Pracht gelan. Q. Quat von niemand, gedenck noch sprich, denn kein Mensch le bet ohn Gebrech, redest du alls nach dei⸗ nem Willn, man wird dich gar bald wieder stilln. R. Ruff GOtt in allen Noͤthen an/ er wird gewißlich bey dir stahn: Er hilfft einm ieden aus der Noth/ der nur nach seinem Willen thut. S. Sieh dich wohl fur, die Zeit ist boͤß/ die Welt ist falsch und sehr gott⸗ Loß: Wilt du der Welt viel hangen an, ohn Schad und Schand kommst nicht davon. T. Tracht stets darnach, was recht gethan, ob dich schon nicht lobt ie⸗ dermann: Es kans doch keiner ma⸗ chen so, daß jedermann gesallen thu. V. Verlaß dich nicht auf irdisch Ding, alls zeitlich Gut verschwind Darum der Mensch gar W. Wenn iemand mit dir hadern still/ Bahn, da er gern wolt ein Ursach han. . WVeryes verließ sich auf chen Lohn wird han, wie er im Le⸗ ben hat gethan. 4— 4 8. Zier all dein Thun mit Redlich⸗ haͤlt man werth, den Ungeschickten keit, bedenck zum End den letzten Bescheid: Denn vor gethan, und fuͤhrt ein nach bedacht, hat manchen in groß Leid gebracht. (392.) J. H. GoOtt! du frommer GOtt, du Brunnqvell gurer Gaben: Ohn dem nichts ist was ist, von dem wjr alles haben, gesunden Leib gieb mir/ und daß in solchem Leib ein un⸗ iei. Seel und rein Gewissen bleib. 2. Gieb/daß ich thi mit Fleiß, was mir zu thun gebuͤhret: Worzu mich dein Befehl in meinem Stande fuͤh⸗ ret. Gieb, daß ichs thue bald, zů der Zeit/da ich soll, und wenn ichs thu so gieb, daß es gerathe wohl. 3. Hilff,daß ich rede stets, womit ich kan bestehen: Laß kein unnuͤtzes Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4Findt sich Gefaͤhrlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gieb einen Hel⸗ den⸗Muth, das Creutz hilff selber tragen: Gieb, daß ich meinen Feind mit Sanfftmuth überwind, und wenn ich Rath bedarff, auch guten Rath erfind. Laß mich mit iedermann in Fried und Freundschafft leben, so weit als Christlich ist? Wilt du mir etwas geben an Reichthum, Gut und so rath ich, daß du schweigest Geld, so gieb auch diß darbey, daß th ich, st oon unrechtem Gut nichts unter⸗ und ihm nicht helffest auf die menget sey. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben hoͤher bringen, durch man⸗ sein chen sauren Tritt hindurch ins Al⸗ Heer, daruͤber ward er geschlagen ter dringen, so gieb Gedult! Für sehr, so du must kriegen, GOtt ver⸗Suͤnd und Schanden mich bewahr/ trau/ sonst allezeit den Frleden bau. auf daß ich tragen mag mil Ehren Y. Pe laͤnger ie mehr kehr dich zu graues Haar. Ort, daß du nicht kriegst des Teuf⸗. Laß nusch an meinem End auf sels Spott: Der Mensch einn sol⸗Ehristi Tod abscheiden, die Seele Mmm sdi, ee ae Hand Dscken, Ia V el; Dem 9 stine Ru 9. Wenn sthem Tag Iud meimen n schon v Iun Hauf, 9dtt A Iud im Hil HEfr JEs Rit loben deih Ruh ehr! OH Ax sey Lob/ 693...6 Je st Ucht/ Mgesichtd ich und m. Bhlut dite Ind Herhe 2. Wgs hi Staub ꝛ w und Laub? Leben? N les kan 23 Ind au, al. 3. Ich b Wurm/ e kleiner S kah treiben allestraͤgt Iuhd schl bleiben. 4%Err, histder M indivsteh. mit deiner Jhicht mit! somagich 5. Dubi ustomm ndmußr Hbchsl Ahler mil hst Vom Christlichen Leben und Wandel. — 28 „ wieer im nim zu dir, hinauf zu deinen Freu⸗ 6. Ich habe dir von Jugend an, den; Dem Leib ein Naͤumlein goͤnnsnichts anders als Verdruß gethan, hunnit Redlichebey frommer Christen Grab, auf daß bin Suͤnden⸗voll gebohren: Und End den letzten Hethan, 115 maschen ingroß . R guler Gaben: has ist, von dem mmer GOtt, vn er seine Ruh an ihrer Geiten hab. 8. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag aufwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab aus⸗ strecken, laß hoͤren deine Stimm, und meinem Leib weck auf, und fuͤhr ihn schön verklaͤhrt zum auserwehl⸗ ten Hauff. wo du nicht durch deine Treu mich wieder machtest loß und frey, so waͤt ich gantz verlohren. 7. Drum sey das Ruͤhmen fern hon mir, was dir gebuͤhrt, das geb ich dir, du bist allein zu ehren. Ach laß,/ HErr JEsu, meinen Geist, und Was aus meinem Geiste fleußt, zu sunden kehgh.GOtt Vater dir sey Preiß, hier dir sich allzeit kehren. Hem beibennue und im Hineloben; Hott Sohn, 8. Ach wenn ich gleich was wohl nin Gewsn YErr JSEsu Christ! dich will jch all⸗ gemacht/ so hab ichs doch nicht selbst in zeit loben: GOtt Heilger Geist Ivollbracht, aus dir ist es entsprun⸗ nit gleiß, was dein Ruhm erschall ie mehr und gen: Dir sey auch dafür Lob und k: Wunu nich mehr! OHErr, Drey⸗Einger GOttDanck⸗mein Heyland all mein Le⸗ emStande sh⸗ Dir sey Lob, Preiß und Ehr. benlang/mit Lob und Preiß gesungẽ. 293.) P. G Mel Kommt her zu ꝛc. Roi zuꝛe.(294.) P. S Woe ist es moͤglich, hoͤchstes Mel. Verzage nicht 14. hue bald, zuder frommer ꝛc. A. ichs thu Licht, daß weil fuͤr deinem Imein ai mein GST, daß all fits 7010 ch Angesicht doch alles muß erblassen,[ Imein Thun und Werck in dei⸗ 1au uuultdes ich und mein armes Fleisch undsnem Willen ruhn, von dir koͤmmt Gluͤck und Seegen: Was du re⸗ girst, das geht und steht auf rechten guten Wegen. Blut dir zu entgegen einen Muth und Hertze solte fassen? 2. Was bin ich mehr, als Erd und Munde gehen, Amt ich reden ——.—— Staub ꝛwas ismein Leib als Sraß a. Es stht in keines Menschen chn Iudruf. und Laub? Was taugt mein gantzes Macht, daß sein Rath werd ins Werck gehracht, und seines Gangs sich freue? Des Hoͤchsten Rath der machts allein, daß Menschen⸗Rath gedeye. 3. Offt denckt der Mensch in seinem Muth,/ diß oder jenes seh ihm gut, und ist doch weit gefehlet: Offt sieht er auch fuͤr schaͤdlich an, was doch GOtt selbst erwehlet. 4. So faͤngt auch mancher weiser Mann ein gutes Werck zwar froͤlich an, und bringts doch nicht zum Stande, er baut ein Schloß und fe⸗ stes Hauß, doch nur auf lauten Leben? Was kan ich, wenn ich al⸗ les kan? Was hab und trag ich um und an,/ als was er mir gegeben. 3. Ich bin ein arme Mad und Wurm, ein Stroh⸗Halm, den ein kleiner Sturm gar leichtlich hin kan treiben: Wenn deine Hand, die alles traͤgt mich nur ein wenig trifft und schlaͤßt, so weiß ich nicht zu leiden.. 4. HErr, ich bins nicht: Du aber bist der Mann, der alles hat und ist, An dir steht all mein Wesen; Wo du mit deiner Hand, mich schreckst, und nicht mit Huld und Gnaden deckst, berwind, und Iff, guch guten mann in Frieb hent/ so weit als du mir elthas m/ Out und Iß darbeh, daß uichts Uller⸗ sset Welt mein I Sande. 0. 8 ö „ duch wan⸗ so mag ich nicht genesen. Wie mancher ist in seinem Sinn mburh ins Al⸗ F. Du bist getreu, ich ungerecht, jast uͤber Berg und Spitzen hin, und Hehult! Fuür hu fromm, ich gar ein boͤser Knecht, eh er sich versiehet, so liegt er da, uchbewalt, ind muß mich warlich schaͤmen, daß und hat sein Fuß vergeblich sich be⸗ Iug mil Ehten h bey solchem schnoͤden Stand/ aus mühet 6. Drum,, lieber Vater der du ziner milden Vater⸗Hand, ein ein⸗ Ler der di Cron und Seepter krägst in dei⸗ nem wem End s Gut soll nebmen. 8, e ö Hmn. Weißheit deiner Haͤnde. 82.—. Vom Christlichen deben und Wandel. nem Thron, und aus den Wolcken blitzest, vernih mein Wort, und hoͤ⸗ re mich vom Stuhle, da du sitzest. 7. Berleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht, in from⸗ me Seelen strecket, und da der rech⸗ ten Weißheit Krafft durch deine Krafft erwecket. 8. Gieb mir Verstand aus deiner Hoh, auf daß ich ja nicht ruh und Heh auf meinem eignen Willen. Sey du mein Freund und treuer Rath/ was recht ist zu erfuͤllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gieb mir ein: Was Fleisch und Blut erwehlet, das verwehre. Der hoͤchste Zweck, das beste Theil sey deine Lieb und Ehre. 10. Was dir gefaͤllt, das laß auch mir/ O meiner Seelen Sonn und Zier, gefallen und belieben: Was dir zuwider, laß mich nicht im Werck und That veruͤben. u. Ists Werck von dir, so hilff zu Gluͤck; ists Menschen⸗Thun, so treibs zuruͤck, und aͤndre meine Sisien: Was du nicht wuͤrckst, pflegt von ihm selbst in kurtzen zu zerrinen. 12. Solt aber dein und unser Feind, an dem, was dein Hertz gut ge⸗ meint/ beginnen sich zu raͤchen, ist das mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich koͤnnest brechen. 13. Dritt zu mir zu, und mache Ieicht was mir sonst fast unmoͤglich deucht; und bring zum guten Ende was du selbst angefangen hast, durch 14· Ist ja der Anfang etwas schwer, und muß ich in das tieffe Meer der bittern Sorgen treten, so treih mich nur ohn Unterlaß zu seufftzen und zu beten. I5. Wer steißig betet, und dir traut, wird alles, da ihm sonst fur graut, mit tapffren Muth bezwin⸗ gen; Sein Sorgenstein wird in der Eyl in tausend Stuͤcken springen. 16. Der Weg zum guten ist fast fuͤlt, doch, wer ihn freudig gehet, komnit endlich, HErr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 17. Du bist miein Vater/ ich dein Kind, was ich bey mir nicht hab und 3²⁰ 6 1 Hlassen 10 Die Lst- 0 Fezeochthu 08 die M find, hast du zu aller Enuge: So ssegt Setl hilff mir nur, daß ich mein'n Stand wohl halt und herrlich siege. 18. Dein soll seyn aller Ruhm und Ehr, ich will dein Thun ie mehr und mehr, aus hocherfreuter See⸗ len vor deinem Volck und aller Welt, so lang ich leb erzehlen. (295.) P. G. Mel. Christ unser HErr zum ꝛe. O GOtt, mein Schoͤpffer, ebler Fuͤrst, und Vater meines ve⸗ bens, ws du mein Leben nicht re⸗ gierst, so leb ich hier vergebens. Ja lebendig bin ich auch todt, der Suͤn⸗ den gantz ergeben Wer sich waͤltzt in dem Suͤnden⸗Koth, der har das rechte Leben noch niemahls recht gesehen. ö 2. Darum so wende deine Gnad zu deinem armen Kinde, und gieb mir allzeit guten Rath, zu meiden Schand und Suͤnde. Behuͤte mei⸗ nes Mundes Thur, daß mir ja nicht entfahre ein solches Wort, dad urch ich dir und deiner frommen Schaa⸗ re verdrieslich seh und schade. 3. Bewahr, O Vater, mein Ge⸗ hoͤr/ auf dieser schnoͤden Erde, fr allem, dadurch deine Ehr und Reich beschimpffet werde, laß mich der La⸗ strer Gall und Gifft ja nimĩmermehr beruͤhren, denn wen ein solcher Un⸗ flath trifft, den pflegt er zu verfuͤh⸗ ren, auch wohl gar umzukehren. 4. Regiere meiner Augen Licht, daß sie nicht Arges treiben: Ein un⸗ verschaͤmtes Angesicht laß ferne von mir bleiben, was erbar ist, was Zucht erhaͤlt, wornach die Eng' lein trachten, was dir beliebt und wohl gefaͤllt, das laß auch mich hoch ach⸗ ten, all Uppigkeit verlachen. . Gieb, daß ich mich nicht lasse wild/ mit Dorn und Hecken aus ge⸗ ein zum Schlemmen und zum Pras⸗ Aglichhh 6. Oseelig Rut Humel hernicht me nehr hoͤtt/ Hencken, al⸗ Huingt, de und beiy d singt, und die keineg3e (9605.6, n ellehfste es raschlich und dir beli Haß du weif Geist gls d 3. Gieb, gehund Ab RKMassek lum gieb! Azuxesch Hlich unst 5% Laß m. htnen me sshehte n ahlich Bi Ibaber? uht/sst fůr . Confte Lhlpfnden! Heh, dirx zur RR Hut ist Licht,want rheben sol 5. Wiede mhan Achen ti Nichstene wolt, hrg ilit Unge Iht, dee 22 90 steudig gehet, Prassen T E 8˙0 Herr, durch def lenth ugoht W seyn, die andre fliehn und ha ein Vater, ich dein mir nicht hah und Ualler Enuͤge: Go. Alich meinn Stand ertlich fsege. Iu aller Ruhm und dein Thun je mehr hocherfreuter See⸗ n Dolck und aller Hlebeerzehlen, 9.6 die zeucht uns nach der Hoͤllen, und vas dir Welt für Freude schatzt, oflegt Seel und Geist zu faͤllen/ und ewiglich zu gvaͤlen. . O seelig ist der stets sich nehrt mit Himels⸗Speiß und Traͤncken, der nicht mehr schmeckt, und nicht mehr hoͤrt auch nichts begehrt zu dencken, als nur, was zu dem Leben bringt, da man bey GOtte lebet, und beh der Schaar, die froͤlich ingt, und in der Wollust schwebet, die keine Zeit aufhebet. (296.) P. G. Mel. Singen wir aus ꝛc. Weyerleh bitt ich von dir, zwey⸗ hier veigehen a erley trag ich dir fuͤr, dir, der al⸗ uch tot, der Sün⸗“ les reichlich giebt, was uns dient, Der sich matztin und dir beliebt, gieb mein Bitten, doth, der hat das das dů weist, eh ich sterb, u. sich mein ch memahls recht. Geist aus des Leibes Banden ⸗reist. 2. Gieb, daß ferne von mir sey Lů⸗ gen und Abgoͤtterey: Armuth, das die Masse bricht, und groß Reich⸗ tlum gieb mir nicht, allzu arm und olzu reich ist nicht gut/stuͤrtzt beydes inser HErt zum:ze. in Schoͤyffer, ebler Vater meines Le⸗ ein Leben nicht te⸗ eude deine nad W. Ainde, und gieb mir Rath/ zu meiden unde. Behüte mej⸗ Hür, dahmein nicht Leich unsre Seel ins Suͤnden⸗ reich. hes Wott, durch. 3, Laß mich aber, O mein Hehl, stommen Schalj⸗ ehmen mein bescheiden Theil, und Hund schade. eschehre mir zur Noth hier mein Barer, mein Ge. aͤglich Bißlein Brod, ein klein we⸗ Huaden Etde, füͤr( lig da der Muth, urein gut Gewissen ene Ehr und Resch.P ruht, ist fürwahr ein grosses Gut. 6,laß michder k 4. Sonsten moͤcht in Uberfluß, ich sst in nimimermeht Vempfinden Uberdruß, dich verleug⸗ an eil sucher En nen, dir zum Spott fragen: Wer ist ieteri herfüͤh“ ERN und G0& Denn das Unlukehren, Hertz ist Frechheit voll, weiß offt licht, wann ihm ist wohl, wie es sich vrheben soll. 5. Wiederum wanns stehet bloß, und die Armuth ist zu groß, wird es eher Augen bicht. ges treiben: Ein un/ Wicht luß fern. utsetborist was eEng'lein untreu stiehlt und stellt, nach des l Naͤchsten Gut und Geld, thut Ge⸗ uchwich hochach' walt, hraucht Ränek und List/ ist nalachen mit Unzecht ausgeruͤst, fragt gar 0 wich nicht lase 4* Christlich ist. Die Lust, die unser Fleisch ergoͤtzt/d ges schaͤndet deine Ehr, ö kuͤrtzt ins Höllen⸗Meer, ö gieb mir Huͤll und Füll, al⸗ soy wie dein Hern e will, nicht zu we⸗ 28 +* nig, nicht zu viel. Nun was du gebeten hast, unten deiner Sorg und Last, trautes Kind⸗ du theurer Sohn,/ist erhoͤrt von me nem Thron. Drum was dein fron Hertze will, sollst du haben, sey ni still, ich will geben Huͤll und Fuͤll. (497½) Mel. Wo GOtt zum Hauß Wey Ding, O HErr! bitt ich von dir, die wollst du jg nicht wi gern mir, weil ich in diesem I5 bin/ biß mich mein Stuͤndlein nim ö ahin.. 2. Verfaͤlschte Lehr, Abgoͤtterey auch Luͤgen ferne von mir sey: Ar muth un Reschthum gieb mir nicht doch solches ich noch ferner bitt: 3. Ein ziemlich Nothdurfft schaff dem Leib, doch daß er gleichwohl maͤßig bleib, daß ich kan nehren Kind und Weib) und allenthalhen kein Mangel sey, doch auch kein Uberfluß darbey. 4. Sonst wenn ich wuͤrd zu satt⸗ seyn, verlaͤugnet ich den HErre mein, und sagte: Was frag ich nat GO Ich bin versorgt in alle Noth. 60 5. Oder, wann Armuth druͤckte mich, zum Stehlen moͤcht gerathn 0 4 ich/ vder mit Suͤnd trachten nach Guth/ ohn GOttes Scheu, wie mancher thut. 6. Des HErren Seegen machet reich, ohn alle Sorg, wenn du zu⸗ gleich in dein'm Stand treu And fleißig bist, und thust, was dix bh⸗ fohlen ist. 147. 7. Und wenn vorhanden ist mein End, nimm meine Seel in deine Haͤnd, gieb ihr, und allen Christey gleich das ewge Lebn in deine Reich. ö (298.) P. G. Von der Unschuld Mel Mein Augen schließ ich iug 47 VI IAE TEe Iet de daller Weil do Piesem nun also, 110 DinS hoch sehen, was dir dañ Hat Hür Gluͤck und Heyl geschehen. Fuͤss Mgrht Vest, und bleih getreu, in Widerwar⸗ GOtt mit Manna weidet, hergehr 2— lickeit, dan EOte der steht dir bey, mit Lob und Ehr, als einem Rog G + bdiesen deine Sach haudhaben,gekleidet. IE schüen,fuͤhren, so wirst du wohl he⸗ 14. Drum fasse deine Seel ein we⸗ stehu, und endlichtriumphiren. nig mit Gedult, fahr immer fort, 2. Gefaͤllst du Menschen nicht, das thu recht, leb ausser Suͤnden⸗ ist ein schlechter Schad,all gnug ists,JSchuld, halt, daß den hoͤchssen wann du hast des ewgen Vaters Schatz dort in dem andern Leben Durch ad Ein Mensch kan doch nicht des Hoͤchsten milde Hand dir werd hrals irren, fehlen luͤgen: Gott aus Gnaben geben. Fgeche er ist gerecht, sein Urtheil kan1g. Was hier ist in der Welt, da seh Bun ht truͤgen. nur unbemuͤht, wird dirs erspꝛießlich 76 Spricht er nun: Du bist mein,seyn/ wies GOtt am besten sieht, so debo einShun gefaͤllt mir wohl: wohlan, alaͤube du gewiß, er wird dir deinen losey dein Hertz getrost und Freu⸗Willen schon geben, und mit Freud W Penevoll, schlag ahes in den Wind, all dein Begehren stillen. öse Leute dichten, sepstill und 6299.) Von der Keuse 4 2. richten Mel. Nñ Prachtl Länge nicht, sen scheint, fäͤletz licht, und wang — Höchsteh s g gt es u +¶ u H. 20 gerechte Gt, sbels. Wlhescht, Eulte Dle Hertz, Sinn und Unterlaß heschtwehtt, ewissen dringet, und 10 Ruh in schweres t doch mancher meht, eute Schweiß ꝛ WIs er? Worinm besteht in gexaubten Guth Ite Thraͤnen, die we and sich nach Eravi⸗ nun scelig seyn? It lichkeit? O welch ein wird uͤber solche Leut Gerichts aus GOttes Uen! Wie schändlich“ m und grosses Prahlen der du GOdT Vr gen ehrst, und dein n seinen Wegen kehrs schonen Schaar, die ammaweidet/ hergehyr Ehr, als einem Ron asse dane Stelenn⸗ ö llt/ fahr immer sort⸗ lh aussr Eilden⸗ 1, daß den hochsten in dem ahdert Lebet milde Handbse weid geben. i der Wilt, baseh t/ wird dirs soꝛießlj Ottamb „ hren sillent.. ou derKeosckN 74 2 ner Braͤutigam: 25— Bom hristlich n Leben und Wender⸗ 36„ unbeflecktes GOrtes⸗Lamm, zuͤch⸗ zig/ heilig, ohne Tadel, du mein rei⸗ Odu Crone keu⸗ scher Jugend, du Liebhaber reiner Tugend, achl entziehe mir doch nicht dein holdseeligs Angesicht. 2. Darff ich dir in Wemuth klagen meinen tieffen Jamer⸗Stande Ach! ich schaͤm michs fast zu sagen: Doch ist dir es wohl bekannt, wie mein gantzes Hertz beflecket, und gantz voll von Unflath stecket: Dieser Greuel, dieser Gifft, mich von Mut⸗ terleib an trifft. 3. Ach es ist mir angebohren nichts als nur Unreinigkeit, aber du bist auserkohren, unbesudelt ist dein Hleid.An der Blůthe der Jungfrauẽ laͤßt sich nichts Unreines schauen, denn weñ sie schon schwanger heißt/ ist es doch vom Heilgen Geist. 4. Was Natur in mir verdorben, hat der reine Keuschheits⸗Ruhm deiner Menschheit mir erworben, weil du bist mein Eigenthum: O du unbeflecktes Wesen, durch dich genesen! me reines Lamm, hei den⸗Schlamm. 8 5. Hat wos Bo laß mich doch hyals Engel⸗ ge meinen Suͤn⸗ ses angestifftet dieser 8. Ich kan auch nicht zuͤchtig leben, wenn dein Gnaden⸗Ubenfluß mirs nicht wird von oben geben, O? drum fall ich dir zu Fuß, du wollst ein rein Hertze schaffen, mich anthun mit Keuschheits⸗Waffen: Ach mein Heyl, verstoß mich nicht weg von deinem Augesicht. 9. Gieb, daß unverfaͤlschter Glau⸗ be mich vom Unflath mache rein⸗ und dein Geist, die reine Taube, nehm mein Hertz zur Wohnuͤng ein: Laß mich stets in Busse kaͤmps⸗ fen, und die hosen Luͤste daͤmpffen/ auch die neue Creatur zeige mir die Keuschheits⸗Spur. 10. Hiiff/ daß Satan nicht besitze mich, als sein unreines Hauß, noch mit seiner Gluth erhitze; Stoß ihn voͤllig von mir aus, daß er nicht den Leib anstecke, Leib und Seele nicht beflecke: Halt von seiner Teuffeley mir auch die Gedancken frey. I. Alle schnoͤde unzuchts Flamen hilff durch deine GOttes⸗Krafft /in mir tilgen und verdammen: Geb, was Zucht und Ehre schafft; Mei⸗ ne Lenden, meine Nieren laß den Guͤrt der Keuschheit zieren; Reiner Zweig aus Davids Stamm, sey al⸗ 547 7 2„ lein mein Braͤutigam. Abgrund schnoͤder Lust, und mir Leib und Seel vergifftet, wie dir alles wohl bewuft, weil Begierden und Gebehrden leichtlich angeflammet werden, wo der veine SOttes⸗Geist nicht im Hertzen Meister heist; 6., Oso wolist du mich vertreten, mein geneigter Gnaden⸗Thron, laß doch seyn zuruͤck gebeten den bier⸗ durch verdienten Lohn; Soll es nach dem Rechte gehen! O so ists um mich geschehen! dein fuͤr mich vergobnes Blult sey fuͤr diese Wunden gut! 7. Sollen nun dein Ant litz schauen, die von Hertzen keusch und rein? O so werden ja mit Grauen/ sincken hin zur hollen⸗pein, die aus unverschaͤm⸗ ten Hertzen ihre Reinigkeit verscher⸗ tzen! Drum, HErr JEsu, steh mir bey, mach mich dieser Bande sxey. .— V. Hasse mich mit deiner Liebe und vermaͤhle dich mit mir, laß mein Hertz mit keuschem Triebe sehn er⸗ füllet fuͤr und fuͤrmeine Sinen und Gedancken halte stets in Zucht und Schraͤncken! Deine keusche Liebess Gluth ist sets vor Verfuͤhrung gut. 13. Hilff,daß ich an deinem Leihed). mein auserwehltes Licht, stets ein reines Glied verbleibe.Achloerhülen daß ich nicht durch verfuͤhrische Ge⸗ berden moͤg ein Glied des Sataus werden/ laß mich seyn ein rein G faͤß,deiner Herrlichkeit gemaͤß. 14. Mache mich zur faubern te, da du stets gehst aus und ein hilff, daß ich nicht verschůͤtte di/ Gaben Glantz und Schein z5 mneh das ia nicht verliehren, 2 55 + 3²⁷—8 Bom Christlichen deben und Wandel. 3²⁸ mit du mich wollen zieren: Laß mich dir zum Preiß allein dein verschloß⸗ ner Garten seyn. ö 15. Laß mich Zucht und Keuschheit scheiden von unsaubrer Geister Schaar, wie auch von unreinen Heyden: Setze du mich gantz und gar dir zum festen Band und Sie⸗ gel, sey mir ein verwahrter Niegel; Laß mich als dein Liebes⸗Schrein keinem als dir offen seyn. 16. Mach in keuscher Glaubens⸗ Treue mich dir gaͤntzlich angenehm, daß mich nicht als Koth ausspeye dort dein neu Jerusalem! diese Thore, diese Gassen koͤnnen nichts Unreines fassen! Wer den Pallast will besehn, der muß weiß gekleidet ehn. 617. Hilff, daß ich dir moͤg anhan⸗ gen, als ein Geist, ein Hertz, ein Leib', auch gantz innig dich umfan⸗ gen, und dir stets vereinigt bleib: Ja vecht bruͤnstig dir nachlauffe⸗ weil schon in der heilgen Taufe du zu wahrer Heiligkeit mich gewaschen und geweyhr! 18. Weil du meinen Leib wilt eh⸗ ren, daß er dir ein Tempel sey, und den gaͤntzlich wilt verheeren, der denselben bricht entzwey; O so sey, was du geehret, nie durch Unkeusch⸗ heit zerstoͤhret; Alles, alles bleibe rein, was d ir soll ein Temvel seyn. 19. Nun, mein Liebster, der du wei⸗ dest unter Rosen reiner Zucht,keine Geilheit⸗Nessel leidest, dein Kuß reine Lippen sucht; Du solt stets vor andern allen meinen Augen wohl gefallenz Laß den auch bey mir nichts Eein, was dir koͤnte wiedrig seyn. 20. Du hast dich mit mir vermaͤhlet dein Geist ist mein Unterpfand, auch ch habe dich erwaͤhlet, und mit Her⸗ n, Mund und Hand meine Treue gresh geschworen, dich allein hab ich genpohren 1 Es weiß alle Creatur, Eyl sum, JEsum lieb ich nur. 16. Heuscher JEsn, hoch von Adel, Streit unter ihm nur ritterlich, laß, wilb beflecktes GOttes⸗Lamm, ͤch⸗ ner Braͤutigam! Odu Krone keu⸗ scher Jugend, du Liebhaber reiner Dugend, laß mein End und Anfang seyn: JEsum lieb ich gantz allein. (300.) M. F. Mel. Was mein GOtt will, das ꝛe. So Gott getreu, halt seinen Bund, O Mensch! in deinem Leben: Leg diesen Stein zum ersten Grund, bleib ihm allein ergeben, denck an den Kauff in deiner Tauff, da er sich dir verschrieben bey seinem iedt in Ewigkeit als Vater dich zu ieben 2. Sey GOtt getreu, laß dich den Wind des Creutzes nicht abkehren; Ist er dein Vater, du sein Kind: Was wilt du mehr begehren? Diß hoͤchste Guth macht guten Muth. Kan seine Huld dir werden, nichts besser ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. 3. Sey GOtt getreu von Jugend auf, laß dich kein Lust noch Leiden in deinem gantzen Lebens⸗Lauff, von selner Guͤte scheiden: Sein alte Treu wird taͤglich ueu, sein Wort steht nicht auf Sehrauben, was er verspricht, das bricht er nicht, das solt du kühnlich glauben. 4. Sey GOtt getreu in deinem Stand: darein er dich gesetzet: Wann er dich haͤlt mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Wer sei⸗ ne Gnad zur Brustwehr hat/ kein Teuffel kan ihm schaden: Wo diß Stacket um einen steht/ dem blei⸗ bet wohl gerathen. W. Sey G/ TL getreu, sein liebes Wort standhafftig zu bekennen, steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen: Was diese Welt in Armen haͤlt/muß alles noch vergehen: Sein liebes Wort bleibt 6. Sey Gott getreu, als welcher sich laͤst treu und gnaͤdig finden: uͤber dich den Suͤnden ja wiede⸗ — tig/ heilig, ohne Dadel, du mein rei⸗ ewig fort, ohn alles Wancken stehen. Pfliche —— 0.— Hscht den, lh 10 heh! hon. Sehe Cod, Und! Er Wird u euen Be guchgleich shret Mae achzu,so haltgungen 1. Wilst el, witd lbein ie Oht verhei GOngden⸗A scher, da hseiner Erhalkt Mel. W Eulge kiit Geeligkeit n dir hab hler. 2. Du ab Heher haft Uie Suͤnd hßschettze 3. So da Nund, Sund, 0 Eündene lr Gedu 4. Megier ö n daß i0 lsd mir n huhburchl . Ach l hicht, wen Hein Licht Hein fie h d tüh. 6. Klopff anm, e War erhn thg „iff andel. 328 ne Tadeld ö‚ du mein rei⸗ m! Odu Kumekel⸗ du Nebhaber reiner nein End und Anfan led ich gantz allein. 0.) M.F. in natr. das ze. getteit, halt seing Menschl in Wuen sen Stein zum ersten Vuhm alleim ergeben, auff in deiner Cauff, erschrieben bey seinem elt als Vater dich zu t getreu, laß dich den utzes nicht abkehren; ser, du sein Kind? neht begehren? Diß nacht guten Muth. odir werden, nichts n lieber Christ, im u Erden. getreu von Jugend in Lust noch Leiden in uebens⸗Lauff/ von scheiden: Sein alte Hlich neu sein Wort I Schrauben, was er bticht er nicht, das ich glauben. It getreu in deinen ein er dich geseet: halt mit seiner Hand/ Hbetletztt? Wer sei⸗ Brufttbehr hat, kein m schaden: Wo dif men flht dem blet⸗ cha. T getreh, sein iebes Ifftig zu Hekeynersteh allem trennen — 3²9 —— Vom Christlichen Leben und Wandel. 330 Pflicht den Ziegel nicht War ie der Fall geschehen/ so sey hereit durch Buß bey Zeit und wieder aufzu⸗ stehen.. 7. Sey Gott getreu biß in den Tod, und laß dich nicht abwenden! Er wird und kan in aller Noth dir treuen Beystand senden und kaͤm auch gleich das hoͤllsche Reich mit ihrer Macht gedrungen, wolt auf dich zu, so glaube du/ du bleibest un⸗ bezwungen. g. Wirst du G0 TT also bleiben treu, wird er/sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sey, wie er dir hat verheissen, und eine Cron, zum Gnaden⸗Lohn, im Himmel dir auf⸗ setzen.da wirst du dich/sort ewiglich/ in seiner Treu ergoͤtzen. (301.0 um Erhaltung guter Leibes⸗rraͤffte. Mel. Wenn wir in hoch sten ꝛc. Eil grosser GOtt von Guͤtig⸗ keit naͤchst dir und meiner Seeligkeit ich keinen groͤssern Schatz 12 dir hab, als gesunden Leib all⸗ jer. 2. Du auch mit solchem vaͤterlich bisher hast angesehen mich, da mei⸗ ner Suͤnden grosse Zahl ihn doch verschertzet offtermahl. 3. So dancket dir mein Hertz und Mund, und bittet dich in dieser Stund, vergiß, HERR, meiner Sůnden⸗Schuld/und habe doch mit mir Gedult. 4. Regiere mich durch deinenGeist, auf daß ich thu, was er mir heist, und mir nicht Kranckheit und Un⸗ ruh durch böses Leben ziehe zu. 5. Ach laß mich meiner Sinnen nicht, wenn dirs gefaͤllig, GO5! mein Licht, beraubet werden, son⸗ dern sie zum Dienst dir geben spat der Tod, durch dein Verdienst, mein treuer GOtt, verkuͤrtze mir die To⸗ des⸗Pein, und laß mich seelig schlaf⸗ fen ein. 8. Mein letztes Wort laß seyn dein Wort, das JESu! du ausrufftest dort um Creutze: Vater, ich befehl in deine Haͤnde meine Seel. 9. Ja gieb mir/ was mir nuůtz und gut, an Seel und Leib, an Haab und Guth,/ und bring aus dieser Zeit⸗ lichkeit mich zu der wahren Him⸗ mels⸗Freud. (30²½) Mel. Ach was ist doch unser. Woer Gedult und Demuth lie⸗ Vbet, und sich seinem GOtt er⸗ giebet, kan im Gluͤck und Ungluͤcks⸗ Schein immer gutes Muthes seyn. 2. Er kan unbeweglich sehen sein Gluͤck hin und wieder gehen, und ist allemahl bereit, zu der gut und boͤ⸗ sen Zeit. 4 3. Wenn das Ungluͤck ihn mit Hauffen und mit Macht will uͤber⸗ lauffen, stehet die Gedult ihm bey, daß er unbeweglich sey. 4. Will ihn denn das Gluͤck aula⸗ chen, und ihn gar zu muthig ma⸗ chen, haͤlt ihn Demuth zu der Erd, daß er nicht hochmuͤthig werd. . Will sein Shun gar nicht beste⸗ hen,/moch nach seinem Kopffe gehen, fasset die Gedult ihn an/ daß er alles leiden kan. 6. Wenn es ihm nach Wunsch er⸗ gehet, und er ietzt am hochsten ste⸗ het, haͤlt die Demuth ihn zuruͤckdaß er fuͤrcht des Gluͤckes Tück. 7. Will ihn alle Welt betruͤben, und kein Mensch nicht hertzlich lie⸗ ben,/ giebt den Trost ihm die Gedult, daß er diß nicht hab verschuld. 8. Sitzet er in hohen Wuͤrden ist von allen Creutzes⸗Buͤrden⸗ gantz Iulielescettblet und kruͤh. erledigt, loß und frey, ist die De⸗ 11 Wanchenstthen. 6. Klopfft aber Noth und Kranck muth doch darbevy. Lel, Alswelcher heit an, so gieh Gedult, mein Hel9. Demuth meiß zu uberwindan, n anbig fuden4 ferse Mann, im wahren Glauben die Gedult kan alles binden, die Ge⸗ Aummrnlttelich gaß ich erhalt, an JEsum meinen dult dem Trauren wehrt, Demuth Eunden je wiehet Kenthalt. vonͤ dem Hochmuth kehrt. Hilff mir auch, wenn da koͤmmt L3 10, Die 2 DY DISEFFFFFF—— ——.—. SISSSII Vom Christli 331 chen Leben und Wandel. — 10. Die Gedult verjagt das Trau⸗Alich sind mit Rath, guch so moͤglich, ren. Demuth wehrt dem Gluͤckes⸗ Lauren, Demuth ist fuͤr Sicherheit, die Gedult fuͤr Traurigkeit. U. Drum hab ich auch ausersehen mit den beyden umzugehen, weil die Demuth mich ergoͤtzt, und Gedult in Ruhe setzt. 6⁰3.) Mel. Freu dich sehr, o meine. Om̃t/laßt euch den HErren leh⸗ Yren/ kom̃t und lernet allzumahl, welche die sind, die gehoͤren in der rechten Christen Zahl; Die bekenen mit dem Mund, glaͤubẽ fest von Her⸗ tzen⸗Grund, und bemuͤhen sich dane⸗ ben/ from̃ zu seyn, dieweil sie leben. 2. Seelig sind, die Demuth haben/ und sind immer arm im Geist, ruͤh⸗ men sich gantz keiner Gaben, daß GOtt wird gllein gepreißt, dancken dem auch für und fuͤr, denn das Himmelreich ist ihr: GOT wird dort zu Ehren setzen, die sich selbst gering hie schaͤtzen. 3. Seelig sind, die Leide tragen, da sich goͤttlich Trauren find: Die be⸗ seufftzen uñ beklagen ihr und andrer Leute Suͤnd auch deshalben traurig gehn, offt fuͤr GOT mit Thraͤnen stehn. Diese sollen hier auf Erden, und denn dort getroͤstet werden. 4. Seelig sind die frommen Her⸗ tzen da man Sanfftmuth spühren kan, welche Hohn und Trotz ver⸗ schmertzen, weichen gerne iederman: Die nicht suchen eigne Rach, und hefehlen GOtt die Sach: Alle, die will er so schuͤtzen daß sie noch das Land befsitzen. 3. Seelig sind, die sehnlich streben nach Gerechtigkeit und Treu, daß an ihrem Thun und Leben kein Ge⸗ walt noch unrecht sey.Die da lieben gleich und recht, sind aufrichtig fromm und schlecht, Geitz, Betrug undunrecht hassen, die wird GOtt satt werden lassen. 6. Seelig sind, die aus Erbarmen sich anenehmen frembder Noth/ sind mitleidig mit den Armen, bitren mit der That, werden wieder Huͤlff empfangen, und Barmhertzigkeit erlangen. 7. Seelig sind, die funden werden reines Hertzens iederzeit: Die im Werck, Wort und Geberden lieben Zucht und Heiligkeit: Diese wel⸗ chen nicht gefaͤllt die unreine Lust der Welt/ sondern sie mit Ennß ver⸗ meiden werden schauen GO TT mit Freuden. 3. Seelig sind, die Frieden machen, und drauf sehn ohn Unt erlaß, daß man moͤg in allen Sachen fliehen Hader, Streit und Haß. Die da stifften Fried und Ruh, helffen al⸗ lerseits darzu, sich auch Friedens selbst befleissen, werden GOttes Kinder heissen. 9. Seelig sind, die muͤssen dulten Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht verschul⸗ den, und gerecht befunden seyn. Ob des Creutzes gleich ist viel, setzet GoOtt doch Maaß und Ziel, und her⸗ nach wird ers belohnen ewig mit der Ehren⸗Cronen. 10. Gieb, O HErr, zu allen Zeiten, daß ich hie auf dieser Erd aller sol⸗ cher Seeligkeiten aus Genaden faͤ⸗ hig werd. Hilff, daß ich mich acht gering, offt dir meine Noth fuͤr⸗ bring, guch am Feinde Sanfftmuth uͤbe, die Gerechtigkeit stets liebe. 1. Daß ich Armen helff und diene, immer hab ein reines Hertz, die im Unfried stehn, versuͤhne, dir anhang 2.—— Neh, und in Freud und Schmertz, Vater, hilff von deinem Thron, daß ich glaͤub Geistes Staͤrcke, mich befleisse rech⸗ ter Wercke. (304.) J. R. Mel. Was mein Gott. Ach hoͤchster GOTT! verleihe mir, daß ich nur dich begehre, und daß ich Christlich fuͤr und fuͤr dein Kind, dich such und find, in al Veulich fuͤr sie GOtt; Di Die behuͤlf⸗ lem Creutz und Leiden, damit 1„ d ö —— 0 an deinen Sohn, und durch deines OenA Herbon dirscheden 2. Gieh meineim Thraleit ich hinfortdas aeWachtug h hhn Heucheleh, Ttoßhder Arthena Freundlichkeit mi uen 3. Losch aus it M Hust, daß ich in dein ² LHust in meiner glso michuͤbe nach! allem Ort /m tagefn Wotvird mein dir, HErt J 4. Treib guspoot Eun, laß mich in Rach, Mid und 3 Rir hin, so kon ich wann schon durch Christ ins Elend; weiß ichdoch wöhl, solldirgften Fein J. Gieb wür auch! Erst einen fefen welchem rechte T mer steh auf Sch mich üb imwahrer! deine Guͤte, diemi Schald und Spt Grab hehlte. 6. Nach vielem und Geld, Herr! Rachten, gied, du der Belt mog uun auch nimmermehr uldd grossen Nahm ern nur nach te wahten Christen. 7. Jür Schme hcheley, bewa Lan undlamich Taer Nächten Ja und Nei Achh,darugch mn durch dich mich neu gebaͤhre, daß ich deln deses kan l 93 ehleͤchlich' Densube nii finlshtz 43 I . 32 ach so moglich — ieder Half Barmherzigkeit en werden deltt: Die im ederden lieben Di efun * —— Hrieden machen, n Unterlaß, daß Sachen flehen OHaß. Die do Ruh, helfse al⸗ allch Friedens werden Gottes die muͤssen dulten Angst und hnicht verschul⸗ unden seyn. Oh ist viel, sezet diel, und her⸗ huen ewig mit der gu allen Zeiten/ eser Erd aller sol⸗ aus Genaden fa ich mich acht daß neine Noth fuͤr⸗ ne Sonfftmuth feit stets liebe. helf und diene, Hett/ die im / dir anhaug lerz /Vater,/hilff „ dah ich glaͤub ud durch deines 0 befleisse rech⸗ ein GOtt. T! verleihe dich begehre/ ich fr und fuͤr aebahre/daß ich und find, in al en, damit de⸗ 3 Tod 4 XX 33³ Vom Christ ichen Leben und Wandel. 334 Tod, noch Hoͤllen⸗Noth mich nim⸗ ner von dir scheiden. 2. Gieb meinem Hertzen wahre Reu/ und Thraͤnen meinen Augen, daß ich hinfort das Boͤse scheu/ und neine Wercke taugen: Hilff, daß ich ey yhn Heucheley, ein Schutz und Trost der Armen, auch iederzeit voll Freundlichkeit mich ihrer moͤg er⸗ e harmey. 3. Löͤsch aus in mir die Fleisches⸗ Lust, daß ich in deiner Liebe empfin⸗ de Lust in meiner Brust, und stets also mich uͤbenach deinem Wort an allem Ort, in tugendlichen Dingen, so wird mein Geist sich allermeist zu dir, HErr JIEsu, schwingen. 4. Treib aus on mir den stoltzen Sinn, laß mich in Demuth leben, Rach, Neid und Zorn nimm von mir hin, so kan ich bald vergeben, wann schon durch List mein Neben⸗ Christ ins Elend mich getrieben, weiß ich doch wohl, daß man auch soll die aͤrgsten Feinde lieben. 3. Gieb mir auch diese dreyerley: Erst einen festen Glauben, bey welchem rechte Treue sey, die nim⸗ mer sieh auf Schrauben, daß ich mich üb in wahrer Lieb, und hoff auf deine Güte, die mich, OGOtt, für Schand und Spott auch biß ins Grab behüte. 6. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld, HErr! laß mich ia nicht trachten, gieb, daß ich allen Pracht der Welt moͤg inniglich verachten, auch nimmermehr nach hoher Ehr und grossen Nahmen strebe/ beson⸗ dern nur nach rechter Spur der List und ie Sin⸗ wahren Christen lebe. 7. Fuͤr Schmeicheln, Heucheley, bewahre mir die nen, Und laß mich ja durch Gleißne⸗ rey den Naͤchsten nicht gewinnen: E mein Antwort ziere; Auch alle Hoffarth von mir Laß Ja und Nein in dieser kurtzen Zeit fuͤr schnoͤder Lust mich huͤte, des Hertzens Grund sey mir der Mund, dem Naͤchsten nicht zu schaden, so werd ich nicht, wie sonst geschicht/ mit Schmaͤhen 4g eb/ daß ich ja den Muͤßiggang samt aller Traͤgheit hasse, dargegen, HErrl mein Lebenlang mein Arbeit so verfasse, daß ich zur Noth mein taͤglich Brod mit Ehren moͤg erwer⸗ ben, und wañ ich soll,sein sanfft und wohl in dir, HErr JIEsu! sterben. 10. Ach gieb mir deinẽ guten Geist. daß ich die Laster fliehe und nur um das, was Christlich heist, von Hertzen mich bemuͤhe/so kan kein Leid zu die⸗ ser Zeit aus deiner Hand mich trei⸗ ben/ besondern ich werd ewiglich bey dir, HErr JIEsu Ibleiben. (205.) J. H. Mel. Durch Adams ꝛc. Hach dt mein GOtt! hilff, daß nach dir von Hertzen mich ver⸗ lange, und ich dich suche mit Begier/ menn mir wird Angst und bange. Verleih, daß ich mit Freuden dich in meiner Anast bald finde, gieb mir den Sinn/ daß ich fort hin meid alle Schand und Sunde. 2. Hilff, daß ich stets mit Reu und Schmertz mich deiner Gnad ergebe. hab imer ein zerknirschtes Hertz, in wahrer Russe lebe! Fuͤr dir erschein/ hertzlich bewein hier alle Missetha⸗ ten? Laß allezeit mich seyn bereit⸗ dem Duͤrfftigen zu rathen. 3. Die Lust des Fleisches daͤmpff in mir, daß sie nicht uͤberwinde: Reeht⸗ schaffne Lieb und Lust zu dir durch deine Geist anzuͤnde,daß ich in Noth bis in den Tod dich und dein Wort bekene, und mich kein Trutz noch Ei⸗ gennutz von deiner Wahrheit trene. . Behuͤte mich fuͤr Zorn und Grim, mein Hertz mit Sanfftmuth seyn darnach man sich kan richtennimm, zur Demuth mich anfüͤhre. denn deses kan bey jedermann die Sachenleichlich schlichten. 3. HErr säubre doch von Eitelkeit allezeit Trost mein fůndiiches Gemuͤthe, daß ichlhurdere dich sich regen. 4 —. Was noch von Suͤnd an mir sich find,laß mich hinfort ablegen: Laß Fried und Freud in 3. Den EDEE esssssssss...... NF.....* beste. Den Mund bewahr, auf daß Ohrone Licht, Leben, Krafft und 33 Vom Christlichen Lebe nund Wandel. . Den Glauben staͤrck,erhalt in mir die Lieb uñ mache feste die Hoffnung denn es ist fuͤr dir Bestaͤndigkeit das Gefahr durch ihn nicht werd erwe⸗ cket: Speiß ab den Leib, doch aß er bleib hie immer unbeflecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig sey in dem was mir gebuͤhret: Durch Ehꝛgeitz, Stoltz und Heucheley nicht werde gar verfuͤhret. Leichtfertig⸗ keit, Haß, Zanck und Neid laß in mir nicht verbleiben; Verstockten Sinn und Diebs⸗Gewinn, wollst du von mir abtreiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rath, von fal scher Meynung trete; Den Armen helffe mit der That, fuͤr Freund u. Feind stets bete! Dien ie⸗ dermasi, so viel ich kan, das Bose haß un meide, nach deinem Wort, o hoͤch⸗ ster Hort, biß ich von hinen scheide. (306.) HO IESu, mein er Seelen Leben, mein hoͤchster Schatz u meines Hertzens Lust, dir will ich mich, mein GOtt!ergeben, ach! daͤmpffe du in mir den Suͤnden⸗wust, achlnim dich meiner Seelen an, und zeige mir, ach! zeige mir die Lebens⸗Bahn. 2. Wenn mir die Welt die Stricke leget, wenn Satan mich von dir will ziehen ab, weñ in mir sich was Boͤses reget, so sey, O GOLD! mein Licht und fester Stab; Ach! nimm dich meiner Seelen an, und zeige mir, ach zeige mix die Lebens⸗Bahn. 3. O Gott! du Licht der fromen Hertzen, vor dir ist alles, alles Son⸗ nen⸗klar,du zehlest ab der Frommen Schmertzen, du hilffest dener aus⸗ erwehlten Schaar; Ach nimm dich meiner Seelen an, ꝛe. 4. Ach! sende, HErr! aus deinem Gnade deinem Kind, hilff Israeli, (307.) G. W. Mel. Von GO will ich nicht ꝛe. Wohl dem/der ohne Wandel auf GOttes Wegen geht, in sei⸗ nem gantzen Handel nicht bey den Suͤndern steht, tritt auch nicht auf den Plan/ wo lose Spoͤt ter richten/ und freventlich vernichten, was loͤb⸗ lich ist gethan. 2. Wer GOtt von Hertzen liebet, und hat sein Wort in acht; Sich in demselben uͤbet bey Tag und auch bey Nacht, ist wie ein Baum am Fluß,der immer hoch sich schwinget, und gute Fruͤchte bringet, dieweil er gruͤnen muß. 3. Ob schon die Winde toben, kein Blatt herunter faͤllt, mit starcken Arm von oben der HERR die Sei⸗ nen haͤlt, kein Boͤses sie beruͤhrt, GOtt selber, was sie sinnen, und mit der That beginnen„ zum Ende gluͤcklich fuͤhrt. 4. Dargegen zu verachten sind Gotts/ vergeßne Leut, ihr Tichten und ihr Trachten des Himels Heer zerstreut, wie Spreu ein schneller Wind hoch in die Luͤffte treibet, mit aller Macht zerstaͤubet, daß man der keinen find. 5. Zuletzt bleibt der Gerechte fuͤr GOttes Richter⸗Thron, die frechen Suͤnden⸗Knechte bekovmmen ihren Lohn, ihr Weg in Eil vergeht, wer GOttes Guͤte trauet, sein Antlitz ewig schauet, u. wol fuͤr ihm besteht. 6308.) P. G. Mel. Werde munter ꝛe. Wobhldem Menschen, der nicht wandelt in gottloser Leute Rath! Wohl dem, der nicht unrecht handelt, noch tritt auf der Suͤnder Pfad, der der Spoͤtter Freundschafft fleucht, u. von ihr'n Gesellen weicht, der hingegen hertzlich ehret, was uns GOtt vom Himmel lehret. 2. Wohl dem, der mit Lust und deinem Sohne, vergieb aus Snaden alle meine Suͤnd; Ach! nimm dich meiner Seelen an, und zeige mir, ach zeige mir die Lebens⸗Bahn. Freude das Gesetz des Hoͤchsten treibt, und hier als auf süsser Wey⸗ de/ Tag und Nacht bestaͤndis bleibt, Dessen Seegen waͤchst uw bluͤht, wie ö Thaten, was gerakhen. Vwird twie die —ete,,. 36 4 3091 WRN Heh den lasseh fischen Zweg 3. Msso sagin wer in GOttes Iud Sontte l Lehgal werdenalt, gesalt, Eott 4. Aber/ the mit dem geht denm Wind imi der HERRf leibt kein Got Oott liebtale Vhoͤß ist muß um 1 ——.— 309.) Mil. O — Vatebse Odenschafft restet Feind un ist hlatd, und ⸗ durchden Gei heh, und gieb weiner Seele 2. Laß meine den Cörpern auf dich und bentsja, went Resß aus das Aich, was mirl. in bik. 3. Laß michk ser Welt beg Maaß im Ti⸗ sollnehren, was nuich bey ichnichtsbeg Welt. 4. Laß mei desnen Sch hoffen, daß nnich besteher Guhst, noch Uund was 6 Guad,O 0 6 mich IMotur Hlikclen 1 . 0 millichnchtu. OneWandelauf en geht, in sei⸗ Hnicht hey den uchnichtauf Sboͤkter richten, sschten,was loͤb⸗ Herzen liebet, nacht; Sich in Tag und auch ein Baum am sichschwinget, nget, dieweil de toben/ kein mit starcken R die Gei⸗ ste beruͤhrt, nnen, und mit zum Ende erachten sind uhr Tichten Himels Heer ein schneller te tteibet, mit / daß man der Gerechte für on, die frechen ommen ihren vergeht wer sein Antlitz Ir ihm besteht. de munter ꝛe. Hen, det nicht oser Leute cht unrecht er Sunder Freundschafft Allen weicht, Hehrtt, wis nel lehret. mit Lust und des Hohsten Ij süsser Wey⸗ Lndichleibt, u lüͤht/ WIe —— — dem Wind im schnellen Nu. —— 337 Vom Christlichen —7 338 wie ein Palmbaum, den man sieht/ bey den Fluͤssen an der Seiten seine frischen Zweigausbreiten. 3. Also, sag ich, wird auch gruͤnen, wer in GOttes Wort sich uͤbt: Lufft und Sonne wird ihm dienen, biß er reine Fruͤchte giebt. Seine Blaͤtter werden alt, und doch niemahl un⸗ gestalt, GOtt giebt Gluͤck zu seinen Thaten, was er macht/ muß wohl gerathen. 4. Aber, wen die Suͤnd erfreuet, mit dem gehts viel anders zu: Er wird wie die Spreu zerstreuet von der HERR sein Haͤuflein richt; da bleibt kein Gottloser nicht Suma: GOtt liebt alle Frommen, und wer boͤß ist muß umkommen. (309.) Mel. OGOtt/ du fromer ꝛc. O Vater! sieh, wie mich die Lei⸗ denschafft verwirret: Mich reitzet Feind und Welt, mein Fleisch ist blind, und irret: Drnum steh mir durch den Geist des neuen Bundes bey, und gieb, daß Christi Bild in meiner Seele sey. 2. Laß meine Liebe nicht auf schnoͤ⸗ den Coͤrpern stehen, und sie allein auf dich und meinen Naͤchsten ge⸗ ben/ja, wenn er auch mein Feind; lieben, nicht in der Rache Grimm/ nicht bey Gewinn und Spiel, nur deine Gnad allein sey meiner Freu⸗ de Ziel. 6. Laß keinen Haß in mich, wenn mich die Feinde kraͤrcken: Wenn mich die Straffe soll hin auf das Gute lencken: Viel minder bloß durch Neid, bey andrer Gluͤck und Hoͤh: Und gieb, daß all mein Haß nur auf die Suͤnde geh. 7. Laß mich in dir gestaͤrckt des Creutzes Last nicht fliehen: Wenn man mich lehren will, mich nicht der Zucht entziehen. Gieb, daß ich fliehdie Welt, Geschwaͤtz und muͤs⸗ sig seyn, und dis, was fleucht von dir, das laß mich fliehn allein. 8. Bezaͤhm in mir die Frucht, wenn was will boͤse scheinen, wenn mir der Tod, der Schmertz, Gefahr, Verlust des Meinen, und sonst der⸗ gleichen droht, und laß mich Sor⸗ gen frey: Daß nichts als deine Furcht in meinem Hertzen sey. 9. Laß mich durch Traurigkeit den Kopff nicht niederhencken, wie an⸗ dre von Natur und sonst in Noth sich kraͤncken; Mein Trauren sey um dis, daß ich dich ie betrüͤht, und daß nicht bey mir ist mein JEsus, Reiß aus das Selbst aus mir/damit der mich liebt. ich, was mir lieb, nicht lieb/ als nur in dir 3. Laß mich kein eitel Ding auf die⸗ ser Welt begehren: Gieb mir auch Maaß im Tranck, in dem, was mich foll nehren/ was mich bekleiden soll; was mich bey Ehren haͤlt: Damit ich nichts begehr, als dich auf dieser Welt.. 4. Laß meine Hoffnung nicht aus deinen Schrancken gehen, nicht hoffen daß ich koͤnn oͤhn dich durch mich bestehen, nicht auf des Gluͤckes Gunst, noch meiner Feinde Tod; Und was ich hoffen soll, sey deine Gnad, O GOtt 5 5. Laß mich nicht freudig seyn bloß aus Natur getrieben, nicht in dem Gluͤck allein, nicht wenn mich andre 10. Auf die, so mehr als ich, laß mich nicht zornig werden Auch auf die Gleichen nicht verstellen die Ge⸗ berden: Auch nicht, weun Unfall koͤmmt: Und dem, der unter mir, dem geh mein Zorn allein mit Glimpff zur Beßrung fuͤn. II. Laß/ was zu achten ist, mich dei⸗ nethalben achten, was ich verachten soll, nicht voller Stoltz betrachten: Laß auch in Demuth mich nicht ach⸗ ten, was ich sey: Und mach mich endlich gar von allen Lastern frey. 12. Wirst du mir nun, O HErr! so helffen uͤberwinden, so wird in mir sich nichts von grober Mensch⸗ heit finden: Fuͤll mich durch deinen Sohn so voller Geistes an, daß ich 22——— im —.——7—— 339 Vom Christlichen deben und Wandel. EEENEE 10 Glauben dir gleichfoͤrmig dienen an. ö 6¹⁰0 Mel. HErr Christ der einge G. waht IEsu, Gnaden⸗Sonne, wahrhafftes Lebens⸗Licht, laß Leben/ Licht und Wonne, mein bloͤ⸗ des Angesicht, nach deiner Gnad er freuen, und meinen Geist erneuen, mein GOtt! versag mirs nicht. 2. Vergleb mir meine Suͤnden/ und wirff sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden, und hilff genaͤ⸗ diglich/ laß deine Friedens⸗Gaben mein armes Hertze laben, ach HERR ö erhoͤre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adams⸗Sinn, und laß mich dich erwehlen, daß ich mich kuͤufftig⸗ hin zu deinem Dienst ergebe/und diꝛ zu Chren lebe, weil ich erloͤset bin. 4 Befsoͤrdre dein Erkaͤntniß in mir, mein Seelen⸗Hort, und oͤffne mein Berstaͤndniß, durch dein geheiligt Wort/damit ich an dich glaͤube, und in der Wahrheit bleibe/ zu Trutz der Hoͤllen⸗Pfort. . Draͤnck mich an deinen Bruͤsten, und ereutzge mein Begier samt al⸗ Ien boͤsen Luͤsten, auf daß ich füͤr und füͤr der Suͤnden⸗Welt absterbe, und nach dem Fleisch verderbe,hingegen leb in dir. 3 6 6. Ach zůnde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innern Trie⸗ he/ dich einig lieben kan/ und dir zum Wohlgefallen bestaͤudig moͤge wal⸗ Ien auf rechter Lebens⸗Bahn. . Nun, HErr, verleih mir Staͤr⸗ cke, verlesh mir Krafft und Muth, denn das sind Gnaden⸗Wercke, die dein Geist schafft und thut, hinge⸗ gen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist boͤse, und nicht gut. 34⁰ A (311.) J. A. Mel. O GStt du srommer Gott. e GO D/ der du mir dieses Leben, Leib, Seele und Vernunfft aus Gngden hast ge⸗ geben tegiere ferner mich durch dei⸗ nen guten Geist, daß er in allem bä mir Krafft und Beystand eist. 2. Hilff, daß ich allzeit fe ind des Fleisches Luͤsten bleibe, hingegen emsiglich des Geistes Wercke trei⸗ be, und gute Ritterschafft ausuͤbe, auch dabey in Hoffnung immer starch und fest gegruͤndet seb. 3. Gieb, daß ich ols ein Christ, wie Christus mich bezeige, und meine Ohren stets zu seiner Lehre neige; Im Glauben staͤrcke mich, daß ich der argen Welt nicht folge, wenn sie mich von deinem Wort erhaͤlt. 4. Entzuͤnde du mein Hertz mit deiner wahren Liebe, und gieb, daß ich zugleich am Nechsten Liebe uͤbe: Verleihe mir Gedult, wenn Truͤb⸗ sal bricht herein: Und hilff, daß ich im Glucke demuͤthig moͤge seyn. 5. Verleihe, daß ich stets nach dei⸗ nem Resche ringe: Auf daß sein See⸗ gen sich zu mir herunter(oder: In meine Nahrung) dringe: Wer nach demEwigẽ fuͤr allen Dingen tracht, der wird auch wohl mit dem, was zeitlich ist, dedacht. 6. Haß, Falschheit, Ubermuth und Heucheley darneben, laß ja an mir nicht seyn in meinem gantzen Leben: List, Unrecht, Frevel, Geitz und Un⸗ barmhertzigkeit sey ferne weg von mir, O GOtt! zu aller Zeit. 7. Mit deiner rechten Hand, HErr! wollest du mich leiten, und schuͤ⸗ tzen Tag und Nacht, daß meine Tritt nicht gleiten; Du wollest 8. Darum, du GOtt der Gnaden, meine Burg und Schutz in Noͤthen du Vater aller Treu, wend allen seyn, wenn ich in meinem Amt aus⸗ Seelen⸗Schaden, und mach mich gehe oder ein. taͤglich neu, gieb, daß ich deinen 8. Zuletzt erloͤse mich von allem Willen gedencke zu erfüͤllen, und steh Ereutz und Leiden, und wenn ich soll Mir kraͤfftig bey. einmahl von dixser Welt 1. ——— I— schedumsed 1571 und lotechte Vate 120 J.A. Me ö 9⁰ uns H gen, daßf Werckwohlan gon, gieb uns T Ctack, obns Hullt, ist allv Hilffuns, H& Ind laß alles w 2. Hilffuns, slen/ wo tyir hich der Holl ta/ und gieb deiner aliheth Frieb und E Hen allen es wohl gelin 3. Hilfuus, theh, gler Ttů unokeine Org doch unser glso lend und Veid dienen muß: 4. Hilff une den/ in der let uns fahren h durchdeinen das Paradeiß zum Preiß: J. Hllff uns, geh, hilff nae Lap ups Aitter Shhondene Jeshh deine und Biyßand Hrachten Din ebig singen. 63.) Mel.2 9 Ein W. ahfang LJEsi Ch Werlange Uaht, drutglr Hicht. 2. Voh 0 hochen, humer GOtt. , der du Lelb, Seele Haden hast ge⸗ nich durch dei⸗ er in allem ind Beystand Heit 5 des de, hingegen Vercke hafft aueübe, fung immer et sey. in Christ, wie und meine Lehre neige; nich, daß ich folge, wenn ort erhaͤlt. in Heltz mit nd gieb, daß en eiehe uͤbe: wenn Truͤb⸗ Hllff, daß ich uge styn. stets nach dei⸗ daß sein See⸗ tet loder: In Wer nach Iingen ttacht, uit dem/ was Whermuth und lah ja an mit antzen Leben: Geiz und Un⸗ me weg voh Zeit. Hund, HErt! / und schu⸗ „daß meine Ol wollest in Nöthen em Amt aus „von allem ma schelden/ absch 0 4*e‚— 3⁴¹ —.——— ......... Vom Christlichen deben und Wand el. so stehe du mir bey mit deiner Gna⸗ den⸗Hand, und fuͤhre mich hinauf hin, ihm soll mein Hertze stetig dan⸗ cken, daß ich in seiner Gnade bin, ins rechte Vaterland. nach ihm sich stets mein Hertze richt/ (312.) J. A. Mel. Freu dich sehr, ꝛe.si Ilff uns HErr, in allen Din⸗ ch lasse meinen JIEsum nicht. 3. Mein JEsus thut bey mir stets gen, daß wir unser Amt und halten/bey ihm ich in Genaden steh, Werck wohl anfangen und vollbrin⸗i ch laß ihn nicht, ich will ihn halten/ gen, gieb uns Weißheit, Krafft und in aller Noth und allem Weh. Den Staͤrck, ohne deine Gunst, ist all unser Werck umsonst, hilff uns, HErr in gilen Dingen, und laß alles wohl gelingen. Huͤllf undser bleibt meine Zuͤversicht, ich lasse meinen JEsum nicht. 4. Ich will bey meinem JEsu hal⸗ tè,ich bleib an ihm, drum ist er mein. 2. Hilff uns, HErr! an allen Or⸗Er laßt mich nicht, ich laß ihn wal⸗ ten„ wo wir dein beduͤrfftig seyn,ten,/ jch schließ ihn in mein Hertz hin⸗ brich der Hoͤllen Macht und Pfor⸗ein. Im Glauben auch mein Hertze ten, und gieb deinem Haͤuffelein, spricht: Ich lasse mieinen JEsum deiner armen Christenheit, Liebe, nicht. Fried und Einigkeit, hilff uns, v. Scheints gleich, als laͤg ich schon VErrin allen Dingen, und laß al⸗ darnieder, werd ich dadurch noch les wohl gelingen. 3. Hilff uns, HErr! in allen No⸗ then/ aller Truͤbfal und Gefahr, laß uns keine Drangsal⸗toͤdten, nimm doch unser also wahr, daß Creutz, E⸗ Iend und Verdruß, uns zum Besten dienen muß: Hilff uns, HErr! ꝛc. 4. Hilff uns, HErr! in allem Lei⸗ den, in der letzteu Todes⸗Noth,/ laß uns fahren hin mit Freuden, und durch deinen bittern Tod komen in das Paradeiß, uns zu Frende, dir zum Preiß: Hilff uns, HErr ꝛ. 5. Hilff uns, HErr, in letzten Zuͤ⸗ gen, hilff nach unsrer Zuversicht/ laß uns ritterlich obsiegen, und zu Schanden werden nicht. O HErr IEsu, deine Hand leist uns Huͤlffe und Beystand, daß wir nach voll⸗ brachten Dingen dir Lob und Danck ewig singen. 6¹3.) Mel. Wer nur den lieben ꝛ0. Min Werck will ich mit GOtt anfangen, und meinem HEr⸗ ren Esu Christ, bey dem ist Huͤlf⸗ fe zů erlangen, JEsus ist meine Zu⸗ hersicht, ich sage, IEsus hats ver⸗ richt/ drum laß ich meinen JEsum nicht. 247 2. Von JEsi will ich niemahls nicht verzagt/ in JEsu hab ich Huͤlf⸗ fe wieder, mit JEsu sey es frisch ge⸗ wagt, ob mich gleich manche Noth Uhi, ich lasse meinen JESUM nicht. 6. Der Teufel soll mich nicht er⸗ schrecken, stellt er sich gegen mich gleich ein, mein JESIuS wird das Schild ausstrecken, drum werde ich auch sicher seyn. Mein Hertz ietzt diß mit Freuden spricht: Ich lasse meinen JEsum nicht. 7. Die Welt muß endlich doch ver⸗ gehen, mit allet ihrer Herrlichkeit. Nichts ist, das ewig kan bestehen⸗ als was mein JEsus hat bereit, wein Himmel, Erd und alles bricht, laß ich doch meinen VEsum nicht, 8. Der Tod soll bey mir in dem Sterben auch nicht behalten Oher⸗ hand, mein JEsus laͤßt mich nicht verderben, deß hab ich ein gewisses Pfand. So miür sein kraͤfftigs Wort verspricht: Ich lasse meinen JE⸗ sum nicht.,. 9. Ich laß ihn nicht in meinem Le⸗ ben/ dort werd ich ewig bey ihm stehn/ an ihm als eine Klette kleben⸗ da wird mein Mund sein Lob erhoͤhn Alsdenn seh ich sein Angesicht mit wanchen/ der mich gel iebet hat vor⸗ Freud; Ich lasse Vsum nicht. 10. SꝗSDRDPDPFPRPIPIPIPIPIPIPIPIRIRIII‚I‚IIII‚I‚S‚S‚‚‚‚ SS— S 343 —.... Vom Glauben und Liebe. —.—..—.— 2*22128..— 10. Da will ich Danck und Preiß ihm bringen, ich will vor GOttes hochsten Thron, ein ewig Heilig/ Heilig singen, dem grossen Siegs⸗ Fuͤrst GOttes Sohn, in seinem Fried⸗ und Freuden⸗Licht, ich lasse meinen JEsum nicht. XXI. Ubung im Glau⸗ ben und Liebe. (314.) M. S. HH lieb hab ich dich, O Hrr lIch bitt, du wollst seyn von mir nicht fern, mit deiner Huͤlff und Gnade: Die gantze Welt nicht erfreuet mich, nach Himmel und Erden frag ich nicht, wenn ich dich nur kan haben: Und wenn mir gleich mein Hertz zerbricht, so bist du doch mein Zuversicht, mein Theil und meines Hertzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöstt, HERR JESu Christ, mein GO und Hrr, mein GO TT und HErr, in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, HErr! dein Geschenck und Gab, mein Leib, Seel und alles was ich hab, in diesem armen Leben, damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Naͤchsten mein, wollst mir dein Gnade geben, behut mich, HErr! fur falscher Lehr, des Satans Mord und Lůgen wehr; In allen Cieutz erhalte mich, auf daß ichs trag gedultiglich, HERR JEsu Christ, mein HErr und GOtt, mein HERRund GoOtt, troͤst mir mein Seel in Todes⸗Noth. 3. Ach HErr! laß dein lieb Enge⸗ lein/am letzten End die Seele mein, in Abrahgms Schooß tragen: Den Leib in seinem Schlaff⸗Kaͤmmer⸗ lein/gar sanfft ohn einge Qvaal und Pein/ ruhn biß am Juͤngsten Tage: Alsdenn vom Tod erwecke mich,daß meine Augen sehen dich, in aller Freud, o GOttes Sohn Mein Hey⸗ IJESu Christ, erhoͤre mich! erhore mich! ich will dich preisen ewiglich. ¹5.) A. K. ERR Christ der einig GOttes Sohn, Vaters in Ewigkeit, aus f seinem Hertzen entsprossen, gleich⸗ wie geschrieben steht: Er ist der Y Morgensterne, sein Glantz streckt er so ferne fuͤr andern Sternen klar. 2, Fuͤr uns ein Mensch gebohren, im letzten Theil der Zeit, der Mut⸗ ter unverlohren ihr jungfraͤulich Keuschheit: Den Tod fuͤr uns zer⸗ brochen, den Himmel aufgeschlossen, das Lehen wieder bracht. 3. Laß uns in deiner Liebe und Er⸗ kaͤnntniß nehmen zu, daß wir im Glauben bleiben, und dienen im Geist so, daß wir hie moͤgen schme⸗ cken dein Suͤßigkeit im Hertzen/ und duͤrsten stets nach dir. 4. Du Schoͤpffer aller Dinge, du vaͤterliche Krafft regierst von End zu Ende, kraͤfftig aus eigner Macht: Das Hertz uns zu dir wende, und kehr ab unser Sinne, daß sie nicht irren von dir. 5. Ertoͤdt uns durch deine Guͤte/ erweck uns durch dein Gnad, den alten Menschen kraͤncke, daß der neu leben mag, wohl hie guf dieser Er⸗ den, den Sinn und all Begehrden, und Gedancken hah en zu dir. (316.) M. C. K. weil er sich fuͤr mich gegeben: So erfordert meine Pflicht, Klet⸗ ten⸗weiß an ihm zu kleben: Er ist meines Lebens Licht: Meinen JE⸗ sum:/ laß ich nicht. 2. IEsum laß ich nimmer nicht, weil sch soll auf Erden leben; Ihm hab ich vyll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn icht. Meinen JEsum/ laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hoͤ⸗ ven, Schmecken, Aen Ee .— 344 fbrt ht land und Genaden⸗Thron] HErr dieser Welt e Labens⸗Fadet um zlaßtich 4 Ichterd wenn ich nun Ur 0 0 tein)(stoni Langet. M sicht. Mern Ascht. Nicht nad nicht meine! nlet: Nsum Licht, der mi sohnet, derm Meillen JEst 6. Wsul geh ihmewig! Fus lästruch; bens⸗Bachlei mit t so p sun loß ich 60⁵• Mal. Ichtuf OeS Lscht, de so hoch mich! alesprechen daßmein He Lieben und X gen/ und als Lintigandir! 2. Gieb, daß „Sdls den Einen IEsum laß ich nicht, hah ich deine! nen Schaß ur gug, nirpmal dich wollttenr Haßgllmeine ner giebe bres 3. Mie freur hanisSEe dist secht, kat Meihen Geis Uichtsarders scher,fuhlen, Hl Heine Fieh kansbemehf I —— naden Tyn /.HEt —— é— nich lerhoͤre dsch preisen emiglj un hlich. lIs der einig Gottes ers in Ewigkest,aus Wehtsprosseh, gleich⸗ in steht: Er ist der eln Glautz freckt er dern Sternen klar. an Mensch gebohren, l der Zeit, der Mut⸗ en ihr jungstaulich Den Tod fuͤruns zer⸗ lel aufgeschlosfen, racht. deiner Liebe und Er⸗ en zu, daß wir im en, und dienen im sir hie moͤgen schme⸗ geit im Hertzen/ und ch dir. ffer allet Dinge, du st von End 2 7 Zinnie/ daß sie nicht 6 durch deile Guͤte, ich dein Gnad, den kruncke/daß der neu Mhie auf dieser Er⸗ rund all Begehrden, haben zil dir. MCK. Fsum laß ich ncht, ich für mich gegehen: neine Pflcht /Klet; m zu kleben: Er i Licht: Munen JE. 116 nimmer nicht/ Esum 7½ Hoͤ Gesicht 30 Laß ** en daẽ „ Jhlen/ Bei 3⁴⁵ om 6 —— auben und biebe. 346 Laß das letzte Tages⸗Licht mich auf dieser Welt erreichen: Wenn der Lebens⸗Faden bricht, meinen JE⸗ sum:/ laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo fuͤr seinem Angesicht,(meiner El⸗ tern)(frommer Christen) Glaube pranget. Mich erfreut sein Auge⸗ sicht. Meinen IEsum 2, laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt/ nach Himmel nicht, meine Seele wuͤnscht und seh⸗ net: JEsum wuͤnscht sie und sein Licht der mich hat mit GOtt ver⸗ soͤhnet, der mich freyet vom Gericht. Meinen JIEsum: las ich nicht. 6. IEsum ler ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten: Chri⸗ stus last mich fuͤr und fuͤr zu dem Le⸗ bens⸗Baͤchlein leiten. Seelig, der mit mir so spricht: Meinen JE⸗ sum:n laß ich nicht. 6¹7.) P. G. Mel. Ich ruff zu dir, HErr JIEsu. OsOn Christ, mein schoͤnstes Licht, der du in deiner Seelen so hoch mich liebst, daß ich es nicht aussprechen kan uoch zehlen; Gieh⸗ daß mein Hertz dich wiederum mit Lieben und Verlangen moͤg umfan⸗ gen, und als dein Eigenthum nur eintzig an dir hangen. 2. Gieb, daß sonst nichts in meiner Seel, als deine Liebe wohne; Gieb, baß ich deine Lieb erwehl, als mei⸗ nen Schatz und Crone: Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen, und nicht goͤnnen, daß all mein Thun und Sinn in dei⸗ ner Liebe brennen.—3——— 3. Wie freundlich/ seelig/ suůͤß und schoͤn ist JESu, deine Liebe! wann die se steht, kan nichts entstehn, das meinen Geist betruͤbe. Drum la nichts anders dencken mich, nichts sehen, fuͤhlen, hoͤren, lieben, ehren, als deine Lieb und dich, der du sie kanst vermehren. 4. O! daß ich dieses hohe Guth moͤcht ewiglich besitzen. O daß in mir die edle Gluth ohn Ende moͤchte hitzen. Ach! hilff mir wachen Tag und Nacht, und diesen Schatz be⸗ wahren fuͤr den Schaaren, die wi⸗ der uns mit Macht aus Satans Reiche fahren. 5. Mein Heyland! du bist mir zu Lieb in Noth und Tod gegangen, und hast am Creutze wie ein Dieb und Moͤrder da gehangen, verhoͤhnt, verspeyt und sehr verwund, ach llaß mich deine Wunden alle Stunden mit Lieb im Hertzen⸗Grund auch ri⸗ tzen und verwunden. 6. Dein Blut, das dir vergossen ward, ist koͤstlich gut und reine, mein Heytz hingegen boͤser Art, und hart/ gleich einem: Steine. O! laß doch deines Blut es Krafft mein hartes Hertze zwingen, wohl durchdringen, und diesen Lebens⸗Safft mir deine Liebe bringen. 7. O! daß mein Hertze offen stuͤnd, und fleißig moͤcht auffangen die Troͤpflein Bluts, die meine Suͤnd im Garten dir abdrangen. Ach daß sich meiner Augen Brunn aufthaͤt und mit yiel Stoͤhnen heisse Thraͤ⸗ nen vergosse, wie die thun, die sich in Liebe sehnen. 8. Ol baß ich wie ein kleines Kind, mit Weinen dir nachgienge, so lan⸗ ge, biß dein Hertz ent zuͤndte, mit Ar⸗ men mich umfinge, und deine Seel in mein Gemuͤth in voller suͤsser Lie⸗ be sich erhuͤbe, und also deiner Guͤt ich stets vereinigt bliebe. 9. Ach zeuch, mein Liebster, mich nach dir, so lauff ich mit den Fuͤssen, ich lauff, und will dich mit Begier in meinem Hertzen—— ich will aus deines Mundes Zier den suͤssen Trost empfinden, der die Suͤnden ßund alles Ungluͤck hier kan leichtlich uͤbenwinden. 10. Mein Trost, mein Schatz, mein Licht und Heyl, mein hoch stes Gut und Leben, aeh nimm mich auf Z 33—333—9——— I E/ E S. — 2—— Vom Glauben und iebe. *— ju deinem Theil: Dir hab ich mich ergeben; Denn ausser dir ist lauter Pein, ich find hier uͤberalle nichts denn Galle, nichts kan mir troͤstlich seyn, nichts ist, das mir gefalle. II. Du aber bist die rechte Ruh, in dir ist Fried und Freude, gieh, JE⸗ su, daß sich immerzu mein Hertz in dir sich weide, sey meine Flamm, und brenn in mir, mein Balsam, wollest eilen, lindern, heilen den Schmertzen, der allhier mich seuff⸗ tzen macht und heulen. 12. Was ist, O Schoͤnster! das ich hicht in deiner Liebe habe: Sie ist mein Stern und Sonnen Licht, mein Qvell, da ich mich labe, mein süsser Wein, mein Himmels⸗Brod, mein Kleid vor GOttes Throne, meine Crone, mein Schutz in aller Noth/mein Hauß, darinn ich wohne. 13. Ach liebstes Lieb! wenn du ent⸗ weichst, was hilfft mir seyn geboh⸗ ren? Wenn du mir deine Lieb ent⸗ zeuchst, ist all mein Guth verlohren: So gieb, daß ich dich meinen Gast, wohl such, und bester massen moͤge fassen, und wenn ich dich gefaßt, in Ewigkeit nicht lassen. 14. Du hast mich ie und je geliebt, uñ auch nach dir gezogen/ eh ich noch etwas Guts geuͤbt, warst du mir schon gewogen. Ach! laß doch fer⸗ ner/ edler sort, beysteh auf allen Seiten. 15. Laß meinen Stand, darinn ich ort, mich diese Liebe lei⸗ ten/ und begleiten/daß sie mir imer⸗ hen/daß ich getrost und frey, moͤg in dein Reich eingehen. 618.) P. G. Mel. Aus tieffer Noth schrey ich. ISt Eyhraim nicht meine Cron, und meines Hertzens Wonne, mein trautes Kind, mein theurer Sohn, mein Stern und meine Son⸗ ne, mein Augen⸗Lust, mein edle Blum, mein auserwehltes Eigen⸗ thum/ und meiner Seelen Freude. 2. Ich hoͤre seines Seufftzens Stiñ und hochbetruͤbtes Klagen, mein GOtt hat mich, spricht Ephraim, gestrafft und wohl geschlagen, er sucht mich heim mit harter Zucht, das ist mein Lohn, das ist die Frucht und Nutzen meineyrSuͤnden. 3. Hoͤrt, alle Welt, ich bin geten, und halte mein Ver sprechen: Was ich geredt da bleibt es bey, mein Wort werd ich nicht brechen: Das soll mein Ephraim gar bald erfah⸗ ren, und mich dergestalt recht aus dem Grund erkennen. 4. Ich denck doch wohl an meinen Eyd/ den ich geschworen habe, da ich aus lauter Guͤtigkeit mich ihm zu eigen gabe 3 Ich sprach: Du hast mein Hertz erfuͤllt mit deiner Lieb, ich bin dein Schild, und wills auch etwig bleiben. 5. Ich will mit meiner starcken Hand, dich, als ein Vater fuͤhren: Dich selbst will ich und auch dein 34⁵ Land aufs schoͤn st und beste zieren. V„06 Und wirst du mir gehorsam seyn, so menaufmicha ‚ E arden Himme afsen nur das E Wum begssh. et mit deghy wo zugefüget. Wer JEsun mag nicht hab Vlult,undihee fambeysih hat reen chertherden. 4. Wet NEiu cher reisen, er Weg zum Wsuum bey ssch Thewdenkanke Morder tödten. 5. Wer Jhh wohl beschtet hert edundschre HEfum beysich chrocken, wen Ouucht und An 6,WtJEsun Hicht bertgen, auch leicht vo Vhum bey sic derben, were in ftölichfer 67½7½.) Aus Gott du Vdtt, O steh, HErr! deine Liebe zieren, und soll dich meines Seegens Scheit in antt wo ich etwann irre geh, alsbald zu⸗ Laß sie mir allzeit rechte fuͤhren. guten Rath und gute Wercke leh⸗ ohn alles End erfreuen. nicht 9e 6, Wo du dich aber boͤnn Rath uhuntenghe wirst von mir wenden lassen„ so wil . 0UU ren, steuren, wehren der Sünd, undsich deine Missethat Hemfocendra klchieichs nach der That bald wieder mich be⸗ kehrey. st zu mir, 15 Laß sie seyn meine Freud im zu dir mich mit Erbarmen kehren. geid/ in Schwachheit mein Vermoͤ⸗ gen, und wann ich nach vollbrachter Zeit mich soll ʒur Ruhe legen: Als denn laß deine Liebes⸗Treu, HErr ich muß mich sein erbarmen. Lufft zuwe⸗Unmuth foͤllt mir mit Gewalt⸗ 0 IJEsu mir beystehen/ sucht Gnad in meinen 1— 0 mit Massen: Und wenm du wieder wobsfürdien kehrst zu mir, so will ichwieder auch piewir o gehe vermüssen ag /. Nun kehrt zu mir mein Aprein rmen ohen. Drum bricht mein Hertze gegẽ ihm, 0De Dir nantt, wal w ossen; Stö Mitt Vnn Vom Glauben und Liebe. 30 ofrey, mög in 2 meg i par den Bimmel/ wunscht zu ver⸗ .6. lassen nur das Erd⸗Geluͤmel: Wer ir Noth shrey ich. VEsum bey sich hat, der lebt vergnuͤ⸗ Licht meihe Eron, get,mit dem, was GOtt und Gluͤck Harzens Donnt, ihm zugefüget. 1b, wentheurer 3. Wer Je&sum bey sich hat, der nundweine Son mag nicht haben die Eitelkeit der lLuß, minedie Welt, und ihre Gaben: Wer Fe⸗ chltes Eigen⸗ sum bey sich hat, hat gung auf Er⸗ eelenreude. therwerben. in Ewigkeit nicht rei⸗ eustent Stiff cher werden. bte 0, umn 4. Wer IEsum bey sich hat kan si⸗ 6„splicht Ghraim cher reisen, er wird ihm schon den Ybgeschlagen, er Waeg zum Himmel weisen: Wer bnter uht Esum bey sich hat in hoͤchsten Noͤ dit Fmucht ehen,den kan kein Teuffel nicht noch den Moͤrder todten. 71 5. Wer JEsum bey sich hat, ist wohl beschuͤtzet, wenn hefftig don⸗ nert es und schrecklich blitzet: Wer Esum bey sich hat, darff nicht er⸗ schrecken, wenn seine Suͤnd ihm Furcht und Angst erwecken. 6. Wer JEsum bey sich hat, wird nicht verzagen, und kan den Teufel auch leicht von sich jagen: Wer JEsum hey sich hat, wird nicht ver⸗ derben, wer JEsum bey sich hat, kan froͤlich sterben. 6327.) Aus dem Christ⸗Fuͤrstl. Harffen⸗Spiel. uer surckn Ott du bleibest doch mein mit meiner 0: Ott, GOrt mein Trost, mein Aein Vattr fühten: Schutz, mein Retter, GOTT in Hhund gich den Wohlstand, Gottin Noth. Stür⸗ inst und beste zer o men auf mich alle Wetter: Kan ich ui cheseng iu ich gedrückt war sehen: Doch last Seehens Gcheit du es nicht geschehen, dah ich gar Keenen.„ gath muß untergehen. ch aber bösell Ras 2. GO du bleibest doch mein an 21+5 oin GOtt, wie ich offt und viel erfahren. ssethat heimsuchen, nd vem du wieder die mir so gehaͤßig waren, daß sie sel⸗ hlichulkbet auc ber müssen sagen: Sein GOtt hilf⸗ t Eirnenehren 11 seine Plagen ritterlich ihm uͤber⸗ niym tragen. Ee 2.OSece du bleiheß dochmein nimn Hatze geget 60.tt, will mich Welt und Satan ein Abermen. 00 hassen; Stoͤst mich hin der Boͤsen uiruit Benall 6 6oott: Von din werd ich nicht ver⸗ 6 nicht brechen: Das aim gar bald erfah⸗ leibt es bey, mein lt techt als, vohl an weinen en habe, da ich t mich ihm zu ch sprach: Ou hast llt Mit deiner Lieb, child/ und wills auch lassen. Und so maͤchtig ihr Gewuͤte ja so frisch ist mein Gemuͤthe, weil er stuͤtzet deine Guͤte. 4. GT! du bleibest doch mein GOtt! ob ich gleich in Suͤnden lie⸗ ge. Macht mich mein Gewissen roth: Macht doch JEsus, daß ich siege. Seine Plage seine Wunden, und was er fuͤr mich empfunden, ha⸗ ben mich der Straff entbunden. 5. GOD! du bleibest doch mein GOtt. Haͤtt ich keinen Freund auf Erden: Stuͤnd ich jedem zu Gebor. der an mir wolt Meister werden⸗ wird sich deine Freundschafft zei⸗ gen/ unnd sich kuͤnfftig zu mir neigen, daß mein Feind wird muͤssen schwei⸗ gen. 6. GOD! du bleibest doch mein GoOt:. Drum, O HErr! kan ich dich haben, frage ich nichts nach dem Tod. Erd und Himmel mich nicht laben, will mir Seel und Leid verstaͤuben, laß ich mich von dir nicht treiben. GOL wird doch mein GOtt verbleiben. (228.) Mel. Alle in GOtt in der Hoͤh ze. O Ohtees Sohn,„ HErr IEsu Christ, daß man recht konte glaͤuben, nicht jedermannes Ding es ist, auch standhafft zu verbleiben: Drum hilff du mir von oben her/des wahren Glaubens mich gewaͤhr/und daß ich drinn beharre. 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, O IEsu Christe! dich den Sohn des oͤchsten nenne: Daß ich auch ehr den Heilgen Geist, zugleich gelobet und gepreist, in dem Dreyeingen N 5 Hebst fuͤr die mich aus dem Spott, Wese esen. 3. Laß mich vom grossen Gnaden⸗ Heyl das wahr Erkaͤntniß sinden, wie der nun an dir habe Thei, dem du vergiebst die Suͤnden. Hilff, daß ich such wie mir gebührt, du bist der Weg, der mich recht fuͤhrt„ die 2. Hd 26 3 5.0 delnem „Gieb, dat raue Mo— Wort/ 4.——— 350 V —— om Glauben und Liebe. 301 3 36⁰—. 6— Wort ins Hertze es wohl fasse; daß sich mein Glaube immerfort au dein Verdienst verlasse. Daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Suͤnden bin beschwerr, wein lebendiger Glaube. 5. Den Glauben HErr! laß troͤ⸗ sten sich des Bluts/so du vergossen: Auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeschlossen: Und durch den Glauben auch die Welt, und was dieselb am hoͤchsten haͤlt, fuͤr Koth allzeit nur achte. 6. Waͤr auch mein Glaub wie Senffkorn klein, und daß man ihn kaum mercke„ wollst du doch in mir maͤchtig seyn, daß deine Gnad mich staͤrcke; die das zerbrochne Rohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends nicht ausloͤ⸗ schet in den Schwachen. 7. Hilff, daß ich stets sorgfaͤltig sey, den Glauben zu behalten, ein gut Gewissen auch dabey, und daß ich moͤg so walten, daß ich sey lauter ie⸗ derzeit ohn Anstoß, mit Gerechtig⸗ keit erfuͤllt und ihren Fruͤchten. 8. HErr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer staͤrcken, daß er sey fruchtbar fuͤr und fuͤr, und reich an guten Wercken, daß er sey thaͤtig durch die Lieb, mit Freuden und Gedult sich uůb, dem Naͤchsten fort zu dienen. 9 Insonderheit gieb mir die Krafft/ daß vollends bey demEnde ich ub die gute Ritterschafft: Zu dir allein mich wende in meiner letzten Stund und Noth/ des Glaubens End durch dei⸗ nen Tod, die Seeligkeit, erlange. 10. HErr JIEsu, der du angezuͤndt das Füncklein in mir Schwachen, was sich vom Glauben in mir findt; Du wollst es staͤrcker machen; Was du gefangen an, vollfuͤhr biß an das End/ daß dort bey dir guf Glauben solgt das Schauen. (329.·) Mel. Meinen JEsum laß ꝛe. Daee bleib ich stets an dir, grosser GOttl du Seelen⸗Wey⸗bist de/ weil ĩch ausser dir in mir Lautel Mel Alle Men ffAngst und Schmertzen leide, sinckt(FEstmmine mein Bau der Hoffnuͤng schier, den Is Imenel noch bleib ich: stets an dir. ne Hreuden S a. Dennoch bleib ich stets an dir/ hewusß wie ich denn du leitest mich in Seegen, um und mich ohne des Glaubens Lust⸗Begier dort mit JEsl! kon Ehren zu belegen, kaͤmpff ich gleich hey mie fͤr un und ringe hier, dennoch bleib ich:J e. Msul me stets an dir. Whu! meine 3. Dennoch bleib ich stets aun dirj farcker Schla weñ gleich Leib u. Seel verschmach⸗ meines Leben tet, wenn der Lebens⸗Faden schier get meinem selbst sich vor zerrjssen achtet, menn ach dir mit e ich Safft und Krafft verliehr, den/ komm, ichwa noch bleib ich: stets an dir. Iebstes il 4. Dennoch bleib ich stets an dit/ 3. Kommnidu hoͤchstes Gut der frommen Seelen gangen, Jelh! mag auch weder dort noch hier aus⸗ Rlopffffarck ser dir ein Gut erwehlen. Jehovah an an wetes du Seelen⸗Zier, dennoch bleib ich:hoch nht o di stets an dir. u medervonn (30.„Mel. O GOtt du frommer ꝛessase dich durh OSenanl Schatz! 0 man —Schatz, darinn ich finde Schutz 4 Ehn nnrmn wieder alles Creutz Trutz wieder alle hesu wicder Suͤnde, O suͤsser Nahm! in dir ish Pohlfahrt m alle Süͤßigkeit, in dir ist aller Trost,clicfediß g in dir ist alle Freud. ö 2. Ach was mag lieblicher als J E sus,JESUS, klingent wenn diesertun miemnnz Nahme klingt, moͤcht ich fuͤr Freu⸗ j. Ach! N. 0 den springen, wie kan ich traurigsen den, dennn seyn, weil IEfus heist so viel löschmignn Heyland, als ein Held, der seeligsshg 2 7 4. O0 15— x Hunfestum 3. Ohn diesen Nahmen will undischton mnl wuͤnsch ich nichts zu haben, mieseeegen mir i denn ohn sihn auch nichts sind al 10 110 Schaͤtz und Gaben, kein Guth ohns O. ihn ist gut, ohn ihm ist gantz umesen mn my/ sonst all Ehr und Herrlichkeit undsir m le feste alle Kunst und Gunst. unckund en 4. Mit diesem ss⸗Nahm, aloshhenttan mit der schoͤnsten Crone, soll pran⸗/t michlieh ren Throne, die wirst du geben mir, the scht/! O mein HErr JEsu Christ! du hast/„Hibucht. Wtt V gen meine Seel hoch fuͤr des 300 mich nce, m rs ʒ Iud 1•.—. Vom Glau uben und diebe. 362 Her d mir Lautt Omerzen leide, ingt Hoffnung schler, den⸗ (33½.) M. J. Mel Alle Menschen můssen sterben. Iahzwemen Seelen Wonne, JE⸗ sumeine beste Lust; JIEsu mei⸗ stets an dir. ö 517 n,ne Freuden⸗Sonne, JIEsu! dir ist ja +.— 0 6 an dit bewust, wie ich dich 10 hertzlich liebe, ae, un und mich ohne dich berruͤbe: Drum, 1h s ieln OJest komm zumir, und bleib bannlladn eih bey mir fuͤr und fuͤr. „demnach heibich n2. FEsu! mein Hort und Erretter, lliiichsitt uu di IEsu! meine Zuversicht! Jesu bu.S 18 0% starcker Schlangen⸗Treter, JEsu! cen mach' meines Lebens Licht: Wie veklan⸗ Lebens Jcdenschür get meinem Hertzen, JEsulein, Ussser achttt, nenn nach dir mit Schmertzen Nomm,ach Saßt veileht, den komm, ich warte dein. Komm/ O Ketsan du.„ liebstes JEsulein! Hlelbichsttegn die, 3. Kömmst du Ja, du koͤmmst ge⸗ er frommen Etelen, gangen, JEsu! du bist schon allhier rdort goch herdue Klopffestftarck und mit Verlangen Terwehlen, Jchoch an an meines Hertzens Thür. Bleib dennoch bleib ich z doch nicht so drauffen stehen: Wilt hu wieder von mir gehen? Ach! ich Oott duftommer ze lasse dich durchaus nicht weg gehn Höchter Schaß! du von meinem Haub. aunmich fude Schu 4. Ey! warum solt ich dich lassen, u5 Trut wieder ale IEsu i wieder von mir gehn? meine Issr Nahm Lindit Wohlfahrt müst ich haffen, wenn it, in dit is allr Trost ich liesse diß geschehn: Wohne doch eud. in meinem Hertzen, so muß alle Noth mrag liblichtrals Fund Schmertzen weichen alsobald Hngem wenn dieser gon mir/weñ du, JEsu! bist allhier. mocht ichfüt Freut z. Ach! Nun hab ich endlich fun⸗ wie kan ich traurg den den, den meine Seele liebt, der 16 Helf o viel leosch mit mir hat verbunden, und sich n Held, derseeligfelbst fuͤr mich hingiebt 3 Den wwill ich nun fest umfassen, und durchaus Nahmen wil undnicht von mir lassen, bis er mir den u hoben wse Seegen spricht: Meinen JEsum nichts sind alelaß ich nicht. ö Wahrn, ein Guthohn 6. Wohl mir, daß ich JEsum ha⸗ dohn ihm f gauk unebei Swmie feste halt ich iön, daß en ud Harlichlet„ undmir mein Hertze labe, wenn ich 0 Gun. kranck und traurig bin! IEsum hab halbich der mich liebet, und sein Leben ol Prangür mich gievet, ach! drum laß ich ch rbte HetNesum nicht, wenn mir gleich das Ias dugehen mi Hertz zerbricht. hrlTdu hast 7. Muß ich alles gleich verlassen, whrhafftigwas ich hab in dieser Welt; Will ich 65 Lust B — 1 auch Esu 22 * 7 doch im Hertzen fassen meinen JE⸗ sum, der gefaͤllt mir vor gllen andern Schaͤtzen, an dem ich mich kan ergoͤ⸗ tzen: Er ist meine Zuversicht: Mei⸗ nen JEsum laß ich nicht. 8. Ach! wer wolte JEsum lassen ⁊ IEsum laß ich nimmermehr. Andre moͤgen JIEsum hassenn: JIEsum ich allein bogehr, in den gut und boͤsen Tagen, daß er mir mein Creutz helff tragen! Weil er ist der Weg und Licht/laß ich meinen Esum nicht. 9. Ich solt in der Hoͤllen liegen im⸗ merfort und ohne Zahl, und mich wie ein Schlacht⸗Schaaf biegen, in dem Schwefel⸗Pfuhl und Qvaal: Ja der Tod solt ewig nagen mein Gewissen, und mich plagen: JEsus aber reißt mich raus, aus des Sa⸗ tans Folterhauß. 10. JEsus hat durch seine Wun⸗ den mich gesund gemacht und heil: Daran denck ich alle Stunden 3 Drum ist er mein bestes Theil; Denn durch seinen Tod und Ster⸗ ben macht er mich zum Himmels⸗ Erben, und das glaub ich sicherlich JEsus machet seelig mich. I1. Olwie solt ich JEsum lassen? Weil er mir so wohl gethan, u. mich von der bresten Strasen hat gesuͤh⸗ ret Himmel⸗an. JEsum will ich im⸗ mer lieben, in den Freuden und Be⸗ truͤben. JIEsum laß ich nicht von mir, weil ich leb auf Erden hier. 12. Wenn die Welt mit ihren Ne⸗ tzen, mich zu Boden faͤllen will, und die andern sich ergoͤtz en an derselben Aflenspiel; Will ich meinen JEsum fassen in die Arm, und ihn nicht las⸗ sen, biß daß ich mit ihm zugleich herrschen werd im Himmelreich. I3. Demnach moͤgen andre weiden, sich in dieser Eitelkeit, mich soll nichts von JIEsu scheiden, und der ewgen Seligkeit, die mir JEsus hat erworben, da er ist fuͤr mich gestor⸗ ben: Drum, O Welt! sahr immer hin, wenn ich nur bey JIEsu bin. 14. Wenn ich nur kan JEsum ha⸗ M 3 ben, *2— 33 m— Vom Glauben und Liebe. 30⁴ ben/ nach dem andern frag ich nicht ⁊. Die Braut ist meine Seele, weil 2.— Er kan meine Seele laben, und istich, HErr JEsu, dich, zum liebsten sunden,hab meine Zuversicht, in den letzten To⸗ Schatz erwehle, die trachtet inn undden all des⸗Zůgen, wen ich huͤlffloß da muß glich dahin, wo sie verliebet sie seuf⸗ z. Wenn d liegen, und mir bricht der Augen tzet ohn Verdruß, biß ihr der Liebse sin, undim Licht, laß ich meinen JEsum nicht. giebet den ersten Zucker⸗Kuß. kleich nach 15. Solt ich meinen IEsum lassenz 3. Du hast ia durch Verpfanden, seine Kuh, Wer wird in der eralen aufsie dir zur liebsten Braut, mit treu⸗ Hllen, m. der finstern Todes⸗Strassen/ bey mir gebunoͤnen Haͤnden vermaͤhlet und ssellen, und stehen, wenn der Tod seine Grau⸗vertraut: Schoͤn hast du sie geklei⸗ nehm ich s samkeit ausuͤbet, und die Meinigen det, den Braut⸗Schmuck zugericht,(6. Muß it betruͤbet, und der Teufel mich an⸗ ficht: Meinen JEsum laß ich nicht 16. JEsum nur will ich leb haben; Dennñ er uͤbertrifft das Gold/ und all andre theure Gaben: So kan mir der Suͤnden Sold an der Seelen gar nicht schaden; weil sie von der Suͤnd entladen. Wenn er gleich den Leib zernicht, last ich deñoch Jesum nicht. 17. JEsus bleibet meine Freude, meines Hertzens Tost und Safft: JEsus steuret allem Leide, er ist mei⸗ des Lebens Krafft, meiner Augen Lust und Sonne, meiner Seelen Schatz und Wonne; O! drum laß ich JEsum nicht aus dem Hertzen und Gesicht. 18. IEsus ist der Feinde Schrecken, IEsus ist der Hoͤllen Zwang: Drum wird er mich auferwecken durch Po⸗ saunen⸗Hall und Klang, da ich denn erneuret merde auferstehen von der Erde,/ JEsum schouen von Gesicht: Meinen JEsum laß ich nicht. 19. Ach svie wird mich JEsus her⸗ tzen, meiner Augen Lrost und Licht, Alle Thraͤnen, alle Schmertzen wi⸗ schen von dem Angesicht, und mit grossen Juhiliren mich zur Himels⸗ Freud enfuhren; Drum so hoͤret al⸗ le her; JEsum laß ich nimmermehr. 6³² Mel Ach HErr, mich armen S. I JEsu/ Lebens⸗Sonne, hertz⸗ liebster Seelen⸗Freund: Mein sie dort hald sehe, worauff sie hier gebaut. dich hoch und fest vereydet, von ihr hen, und n zu lassen nicht. 4„ Achllichfer Greund sopleile, sihh,u ach weiche nicht von ihr, sie dir fest sehn, ragsr enverleibe, vereinge sie mit dir. nn hen mit Ge Hen: Dennni Meines J 7. Mun mil chen/ unbhil lelchen wein solcheguhe: Hethe sosen von mir lafser Ach Bruder! nicht verschmaͤhe/ die Schwester deine Braut: Hilff, daß (333.) L. A. G. IeEsu Ruhe meiner Seelen, laß Imich deine Ruh erwehlen, wenn die Missethat ihr Spiel in der Un⸗ ruh zeigen will; Denn du bleibest Dihnsukei mein Ergoͤzen, und ich werd mich.. Apom seelig schaͤten, wenn mein Geist in deinem Blut und in deinen Wun⸗ den ruht. Gamisee; 2. Deine Ruhe bringet Saben,wel⸗ sühremene⸗ cheSeel und Hertze laben, deine Ruh el Hole, v sst meine Kost, und ein suͤsser Freu⸗ demewgen den⸗Most: und bey dir, du Seelen⸗ Weyde, findet man gewunschte Mel. 56 Freude, Heyl und Friede in dem FEsummil Geist, und was nur erfreulich heist. besschrieh 3. Ach! was kau auf dieser Erden seine theure doch vör Ruh gefunden werden? Gemüthern Arbeit, Schmertz und Hertzeleid KraftundN ist der Menschen Lebens⸗Seit; auf Wus süsseg der Welt ist glles bitter, und bey.. Lieben a sietem Ungewitten, wird der Men, sillstenmach schen Ruh und Rast eine Centner/ Vie die schno schwere Last⸗. In Dünsten 4. Aber deine Ruh ist suͤsse, und sh Werhu, Braͤutigam und Wonne, sehr gut ist es gemeynt, drum komme, kom und eilè, komm, es ist hohe Zeit; Ach! bald ich sie geniesse, weicht aus mein zuh men de nem truͤben Sinn, Unruh, Last und lin müssen. Unmuth hin. Ja, wenn ich in des Ihein r. komm, dich nicht verweile, die Braut ist schon bereit. nen Wunden mit Maria Ruh gel hulnlesenun funs Despfreundl Nen Bl. imeine Serle,weil „Asch, zum liebsten die trachtet inni⸗ Ie erllebet)steseuffe . bih ihr der Eiebste Zucker⸗Kuß. durch Verpfanden, en Braut, mit treu⸗ iden vermaͤhlet und un hast du sie geklei⸗ Schmuck zugericht, est vereydet, von ihr er Freund sohleibe, ht von ihr/ sidir fest vereinge sie mit dit. nicht verschmahe, die eBraut: Hilff, daß he, worauf sie hier 1.46. meiner Seelen, laß Ruh erwehlen, wenn ihr Spiel in der Un⸗ Denn du bleibest „ und ich werd mich wwenn mein Geist in und in deinen Wun⸗ he bringet Gaben, wel⸗ Hertze laben, deine Ruh und ein sisel Fre r Men — 36⁵ — Vom Glauben und Liebe. funden, hab ich dein erworben Heyl und den allerbesten Theil. 3. Wenn die Suͤnden mich vergiff⸗ ten, und im Hertzen Unruh stifften, eile ich nach JEsů zu, und ergreiffe seine Ruh, dorten kan ich trotz der Höͤllen, mein Gemüth zufrieden stellen, und vor die Gewissens⸗Pein nehm ich suͤsse Ruh herein. 6. Muß ich gleich auf Erden lei⸗ den, und mit Tod und Teufel strei⸗ ten, muß ich gleich im Finstern stehn, und nur Angst und Jammer sehn, trag ich denoch allen Schmer⸗ tzen mit Gedult und frohem Her⸗ tzen: Denn ich weiß, ich trage doch meines JIEsu sanfftes Joch. 7. Nun will ich die Welt verflu⸗ chen, und hingegen JEsum suchen welchen meine Seele liebt, weil er solche Ruhe giebt, ich will ihn ins Hertze fassen, und durchaus nicht von mir lassen, weil er mir die suͤsse Bahn zu der Ruhe zeigen kan. 8. Also komme denn, mein Leben, laß mich nicht im Elend schweben, laß mich nicht in steter Pein und Gewisseus⸗Unruh seyn; Sondern fůͤhre meine Seele hin in deine Sei⸗ ten⸗Hoͤle, und bereite mir die Ruh in dem ewgen Leben zu. 34.) L. A. G. Mel. JEsu meine Freude. Esum will ich lieden, weil er sich verschrieben, ewig mein zu seyn, . seine theure Guͤte seuckt in mein Gemuͤthe reine Weißheit ein, da ist Krafft und Wissenschafft, wenn ich JIEsus suͤsse Liebe unverdrossen uͤbe. . Lieben andre Sachen, die sie selbsten machen, eyl so werd ich seyn, wie die schnoͤben Künste, als der Er⸗ den Duͤnste in der Sonn vergehn: Aber du, O meine Ruh! wirst mir ben muͤssen. 3. Ist dein reines Wesen doch gantz guserlesen und ausbuͤndig gut: nd dein freundlich Reden macht, daß bey den Bloͤden deine Weibheit ruht. Wer dich ehrt, ist wohl ge⸗ lehrt, und kan sich an klugen Schaͤ⸗ tzen gar zu wohl ergoͤtzen. 4. Besser ists, dich wissen, als die Weißheit kuͤssen, die die Welt aus⸗ streut; Besser ists, die Gahen dei⸗ uer Liebe haben, als die Eitekkeit. Wenn ich dich nur ewiglich in den Hertzen kan umfassen, will ich alles lassen. . Denn du bist der Schoͤpffer, und des Dohnes Toͤpffer, der mich tuͤch⸗ tig macht: Du hast meinem Hertzen deiner Liebe Kertzen selbsten zuge⸗ bracht: Und ich weiß, du wirst mit Fleiß deinen mir gegonnten Willen auch in mir erfuͤllen. 6. Alles was die Erden Gutes laͤs⸗ set werden, kommet ja von dir, denn dein reiner Wandel gehet unserm Handel allenthalben fuͤr, drum so gieb, durch deinen Trieb, daß ich meines Hertzens Dichten nach dir moͤge richten. 7. Wissen meine Sinnen nicht was sie beginnen, so verlaß mich nicht; sondern gieb der Seelen, dich ihr zu erwehlen, bessern Unterricht/ biß mein Geist in Himmel reist, wo ich mich in deiner Liebe wohl ver⸗ gnuͤget uͤbe. (355.). In voriger Melodey. IEsu, liebste Seele, deiner Wun⸗ Bden Hoͤle ist mein Auffenthalt. Wann die Hoͤllen⸗Gluthen, und die Suͤnden⸗Fluthen toben mit Gewalt, lauff ich zu, und finde Ruh in der offnen Seiten⸗Ritze, da ich sicher sitze. Wann die Feuer⸗Drachen ihren Schwefel⸗Rachen richten wider mich: Wann die Suͤnde naget, das Gewissen plaget /alles reget sich: 0 rstecken. e* 3. Wenn die Wasser wallen, und die Berge fallen mitten in das Mern Wenn die Winde sausen, und die Fluthen brausen, ja gleich noch M 4 7 —.————— SSS——— zuh! wirst mir Grauet mir doch nicht dafuͤr, untens doch mein bestes Wissen ewig blei⸗JIEsu Cronen⸗Hecken kan ich mich 3867 Vom Glauben und Liebe. ö 38 so sehr: Dennoch frag ich nichts dar⸗ nach: Danu in JIEsu Naͤgel⸗Wun⸗ den, hab ich Wohnnng funden. 4. Wann die Ungluͤcks⸗Wogen kommen angezogen, hundert⸗tau⸗ sendfach; Wann es schneyet, spre⸗ het, wenn es regnet, wehet lauter Ungemach! Bleib ich doch bey JE⸗ su noch: Dann in seinem theuren Blute hab ich alles Gute. 336½% Mel. Meinen JEsum laß ꝛc. Ich will dich lieben und erheben/ so lange mich dein Glantz bescheint. Ich will dich liehen, GOttes⸗Lam̃ als meiner Seelen Braͤutigam. 3. Ach Idaß ich dich so spaͤt erken⸗ net, du hochgelobte Schoͤnheit du! Und dich nicht eher mein genennet. du hoͤchstes Guth und wahre Ruh⸗ es ist mir leid/ und bin betruͤbt/ daß ich so spaͤt dich hab geliebt. 4. Ich lieff veriert, und war ver⸗ blendet, ich suchte dich, und fand Inot ist mein Aufenthalt, JIé⸗ Isus ist mein suͤsses Leben, Ie⸗ sum lieb ich mannigfalt, JEsu bin ich gantz ergehen; JEsus soll mein ahenn. seyn, JEsus ist mein Trost allein. 2. JEsus hat mich angesehn, JE⸗ jus hat mein Suͤnd' vergeben, JE⸗ sus will nun bey mir stehn, JEsus hilfft im Tod und Leben; IEsus ist mit mir versohnt, IEsus hat mich neu geeroͤnt. 3. IEsum hab ich zwar veracht, JEsis war von mit verlassen, IE⸗ sus freundlich mich anlacht, JEsus will mich doch nicht hassen: IEsus bleibt mein hoͤchster Ruhm, JIEsus ist mein Eigenthum. 4. JIEsu war es kaum geklagt, IE⸗ sum haͤtt ich nicht geliebet, IEsus lieblich zu mir sagt: JEsus dir Ver⸗ gebung giebet, IEsus dich behaͤlt in Huld, JEsus schencket dir die Schuld. 5. JESu will ich dauckbar seyn, JEsu, dir will ich vertrauen, Jé⸗ us hat geheilt die Pein, JSM hoff ich bald zu schauen:JEsum will ich lassen nicht, JEsum meine Zu⸗ bversicht. 337 Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Ch will dich lieben meine Staͤr⸗ Ncke,dich, JIEsu, meine schoͤnste Sier, ich will dich lieben mit dem Wercke und imerwaͤhrender Begier: Ich will dich lieben schoͤnstes Licht, bis mit das Hertz im Leibe bricht. 2. Ich will dich lieben, O mein Le⸗ hen, als meinen allerbesten Freund: dich nicht: Ich hatte mich von dir gewendet, und liebte das geschaffne Licht; Nun aber ists durch dich ge⸗ schehn, daß ich dich, Schoͤnster! hah er sehn. 5. Ich dancke dir, du wahre Son⸗ ne, daß mich dein Glantz hat wieder⸗ bracht: Ich dancke dir, du Him⸗ mels⸗Wonne, daß du mich froh und frey gemacht: Ich dancke dir, du suͤsser Mund, der meine Seele macht gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Ste⸗ gen, und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; Erleuchte Leib und Seele gantz, du helles Licht und Himmels⸗ Glantz. 7. Gieb meinen Augen suͤsse Thraͤ nen, ich will dich lieben, meinen GO D, ich will mich liebend nach dir sehnen, auch in der allergroͤsten Noth; Ich will dich lieben schoͤnstes Licht, biß mir mein mattes Hertze bricht. (338.) Mel. GOtt des Himmels ꝛc. LSobe, die du mich zum Bilde dei⸗ Dner Gottheit hast gemacht /Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wieder bracht. Liebe, dir ergeh ich mich, dein zu bleibenewiglich. 2. Liebe, die du mich erkohren, eh Mensch gebohren, und mir gleich warst gantz und gar; Liebe, dir ergeh ich mich/ dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die fuͤr mich gelitten, und ö 9e· als ich geschaffen war, Liebe, die dun 300 —— 8— Aatorben iunde Hat ersteitten Ickeit. Lieber 4. Lebe, die Licht und V Vort, Liebe, Rlir zum Hey Liehe ꝛr. . Liebe, die iht Joch mit! die mlich uͤbe Hethe hat dal 6. Lbe, die sür meine See Vbgeld glebet Rekkritt, Beh⸗ 7. Lehe, die as desi Gegl Hebe, e mic dom kuuh her hir geh ich u hthlich, Menzra Hbih hein hejin Freudr sr, ISsu Ufe 3. Ichglaub⸗ d pil dichn humich wirft, hesher ngden 3. Dein gant Heuif, den Gtaben, hatr Reröntiwee 4. Die Ereut Hastvor mich“ hacht mich be 0 Vonst aufm 1. Du nich Rahindiese X ded und Hochtelehen. scher seyn + Ilataf Besch 0 Ih sey ö Mhyundir 360 i Und erheben, so Olant bescheint. eu„ OOttes afm, len Braͤutigam. dich o spht erken, bte Schonheit du! Her mein genennet, Hund wahre Ruh, Obin betrubt, daß b geliebt. latt/ und war ver⸗ te dich, und fand hatte mich von dir ehte das geschaffne Iss durch dich ge⸗ ch,Schoͤnster hab du wahre Son⸗ Hlantz hat wieder⸗ Kke dit, du Him⸗ du mich sroh und ch dancke dir, du meineSecle macht H tuf deinen Ste⸗ uich nicht weht irte nen Fuß in denen raucheln oder fille e Leib und Seele sicht und Himmels⸗ Augen siscrhn ch lieben, mein mich liebend nach Hin derallergroßten dich lieben schonstes mein wattes Hettze dit des himmels t. nich um Blde der t hast gemacht Libe, mitdenachdem! ll ct. Ribe/ dirergeb allase mich erkohtelt/ Inm H die diu u/ und mil glei ur; Lteech hleiben ewiglich. mich gelitten 4 360 Vom Glauben und Liebe. 37⁰ gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und See⸗ ligkeit. Liebe ꝛc. 4. Liebe, die du Krafft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich bloß ergeben, mir zum Heyl und Seelen⸗Hort, Liebe e. . Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich uͤberwunden, und mein Hertze hat dahin. Liebe ꝛe. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die füuͤr meine Seele bitt, Liebe, die das Loͤbgeld giebet, und mich ewiglich vertritt. Liebe re. 7. Liebe, die mich wird erwecken gus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit. Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. (35. Mel. Ach GOtt und HErr. Meim Freund ist mein, und ich bin sein, ihm hab ich mich erge⸗ ben, in Freud und Leid bin ich bereit, dir, Esu! stets zu leben. 2. Ich glaͤub an dich/an dir kleb ich/ und will dich auch nicht lassen, bis du mich wirst, du Lebens⸗Fuͤrst, mit deiner Gnad umfassen. 3. Dein gantz Verdienst ist mein Gewinst, dein Hoͤllen Angst und Sterben, hat mich versoͤhnt, ja gar geeroͤnt zu einem Himmels⸗Erben. 4. Die Creutzes⸗Last, die du hier hast vor mich auf dich genommen, macht mich befreyr von allem Leid, das sonst auf mich gekommen. . Vor mich hast du dich aus der Ruh in diese Welt gegeben, ja gar in Tod und Hoͤllen⸗Noth, damit ich moͤchte leben. 6. Nun werd ich gleich in deinem Reich den frohen Engeln werden, und sicher seyn von aller Pein, von aller Last Beschwerden. 7. Trotz sey dem Tod und aller Noth/ von dir kan mich nichts wen⸗ den, weil ich forthin verwahret bin in deinen Wund⸗ und Haͤnden. 8. Trotz sey nunmehr des Teufels Heer, denn du, du hast gebunden, die alte Schlang,die auf mich drang, mich tödlich zu verwunden. 4 9. TCrotz sey der Hoͤll, weil mein Gesell die gaͤntzlich hat zerstoͤhret: Der Hoͤllen Macht und dunckle Nacht ist nun gantz umgekehret. 10. Trotz aller Welt, dem Erden⸗ Feld bin ich nun abgestorhen: Denn IESuS hat ein andre Stadt mir schon vorlaͤngst erworben. U. HErr IEsu Christ, allein du bist mein hoͤchster Schatz auf Erden. Ach laß mich nicht, meins Lebens Licht, von dir geschieden werden. 12 Denn du bist mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben, im Gluͤck und Freud, im Ereutz und Leid, im St erben und im Leben. (340½9 Mel. Wer nur den lieben ꝛc. ERR, wenn ich dich nur werde haben, mein bestes Theil zu ie⸗ der Zeit, so wird sich Leib und Seele laben, hier zeitlich und in Ewigkeit, was geht die Welt uns Christen an, genug, wer dich, GOtt! haben kan. 2. Wie schoͤn und hoch hast du ge⸗ bguet, die Sternen⸗reiche Himmels⸗ Stadt, daß sie der Mensch mit Lust anschauet, die so viel Glantz und Klarheit hat, was geht mich Ster⸗ nen⸗Klarheit an? genug, wer dich⸗ GOtt! haben kan. „Wie reich ist doch von Gold und chaͤtzen der Erden grosses Wun⸗ der⸗Feld, wie weiß sich mancher zu ergotzen an Reichthum, Ehre, Gut und Geld, was geht mich aller Reich⸗ thnm anꝛgenug, wer dich, GOtt ꝛe. 4. Kan auch ein fester Bund im Leben, als zwischen Leib und Seele seyn, wenn die sich von einander ge⸗ ben/ alsbald Verschmachrung faͤllet ein, was geht mich dieses Leben an ꝛ genug, wer dich, GOtt! haben kan. 5. Du GOtt, ja du bist mein allei⸗ ne, meins Hertzens Glantz und beste M Freuß —.....—.—x—— 37˙¹ 37² Freud, des Himmels Glautz weicht deinem Scheine, die Welt⸗Lust dei⸗ ner Herrlichkeit, was geht die Welt uns Christen an, genug/ wer dich, GOtt! haben kan. 6. Drum hilff, daß ich an dich ge⸗ dencke in meinem Leben allezeit/ und mein Gemuͤth zum Himmel schwen⸗ cke/entzückt der eiteln Eitelkeit,was geht die Welt uns Christen an, ge⸗ nug,/wer dich, GOtt!/haben kan. 64⁷ J. H. Mel Wie schoͤn leuchtet der ꝛe. O IEsu!/ JEsu! GOltes Sohn! Mein Bruder und mein Gna⸗ den⸗Thron mein Schatz, mein Freud und Wonne! Du weissest, daß ich rede wahr, für dir ist alles Sonnen⸗klar, und klaͤrer als die Sonne. Hertzlich, lieblich, mit Ge⸗ fallen, dir fuͤr allen: Nichts auf Er⸗ den kan und mag mir lieber werden. 2. Diß ist mein Schmertz, diß kran⸗ Eet mich, daß ich nicht gnug kan lie⸗ ben dich/ wie ich dich lieben wolte: Ich werd von Tag zu Tag entzuͤndt, se mehr ich lieb, ie mehr ich find,daß ich dich lieben solte Von dir laß mir deine Guͤte ius Gemüthe lieb⸗ lich fliessen: So wird sich die Lieb ergiessen. 3. Durch deine Krafft traff ich das Ziel/daß ich, so viel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts auf der gantzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld/wenn ich es recht besinne, kan mich ohn dich guugsam laben: Ich muß haben reine Liebe, die troͤst, wann ich mich betruͤbe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Hertzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen: Es geh ihm, wie es woll guf Erd, wann ihn gleich gantz das Creutz verzehrt, soll er doch dein geniessen. Im Gluͤck, ewig, nach dem Leide, grosse Freude, wird er finden: Alles hoͤrt, kein Mensch gesehen, noch gelehrt, es kaus niemand beschrei⸗ ben, was denen dort fuͤr Herrlich keit bev dir, und von dir, ist bereit, die in der Ljebe bleiben. Gruͤndlich laͤst sich nicht etreichen, noch vergleichen den Welt⸗Schaͤtzen, was uns wird alsdann ergoͤtzeün. 6. Drum laß ich billig diß allein, Y JEsu! meine Sorge seyn, daß ich dich hertzlich liebe: Daß ich in dem, was dir gefaͤllt, und mir dein klares Wort vermeldt, aus Liebe mich stets uͤbe: Biß ich endlich werd ab⸗ scheiden, und mit Freuden zu dir kommen, aller Truͤbsal werd ent⸗ nommen. Trauren muß verschwinden. 5, Hein Ohr hat diß jemahls ge⸗ 7. Da werd ich deine Suͤßigkeit, das himmlisch Manna, allezeit in reiner Liebe schmecken/ und sehn dein liebreich Angesicht, mit unver⸗ wandtem Augen⸗Licht, ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich seyn ergvicket und ge⸗ schmuͤcket fuͤr deinm Throne, mit der schoͤnen Himmels⸗Crone. XXII. Vom Gebeth. (342.) D. M. L. 9N Ater unser im Himmelreich, der du uns alle heissest gleich Bluůder seyn, und dich ruffen fen an, und wilt das Beten von uns han: Gieb, daß nicht bet allein der Mund, hilff,daß es geh von Hertzen⸗ Grund. 2, Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bey uns hilff halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Nahmen wurdiglich. Be⸗ huͤt uns, HErr! fuͤr falscher Lehr/ das arm verfuͤhrte Volck bekehr. 3.Es kom̃ dein Reich zu dieser Zeit, und dort hernach in Ewigkeit, der Heilig Geist uns wohne bey, mit sei⸗ nen Gaben mancherley: Des Sa⸗ tans Zorn und groß Gewalt zer⸗ hrich/ füͤr ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, HErr GOtt, zugleich, auf Erden wie im auei mel⸗ 3 —t——ß7— mullich; Eis Dals⸗Zut Iud Leid: V Hleischund B. Wllen thüt, 5, Gieb une HBiod/, und n He⸗Moth; L Unssiied und! Und für theur tem Hrlede st Hes muͤßtg gel 6. All unser HERR,/ daß mehr: Wie w Aigern ihr S gun; Zuble lest, in kahter 7. Huhrans, cg nicht, eisdaffcht, lechteh Hund, en Wederstar Iuöwohlgerdst Oeh Geistes Tie 5. Don allem shdie Zeit u ls hon dem ey Isöi der letzt Ah ein seelige Ohllin deine I Wmen, da sick unsern e A haß wirian hir hierm han Wort in d sichenir das .. Ygesehen, noch Umand heschreiz für Hertlichkeit „Mbereit, die in Grundlich lat Roch vergleichen „ was uns wird llig diß allein, sehn, daß ich Das ichindem, o mit dein klares aus Liebe mich endlich werd ab⸗ t Freuden zu dir ruͤsal werd ent⸗ eine Sußigkeit, inna, allezeit in cken/ und sehn sicht/ mit unber⸗ Uicht, ohn alle cen. Reichlich gicket und ge⸗ m Throne, mit Els'-Crone. nGebeth. b.MI. im Himmelreich, alle heissek gleich und dich luffen 3s Beten von kins icht bet allein der igeh von Herten⸗ oder Name deit hilff halten tett lalc rach wuͤrdiglich⸗He. sür flscher Lehr Dolckbekcht, deic u dleer Zeit un Enllkeit de rohne heh berleh: Oes E, n H 11 Lurch erhalt. (h/HErr 77 1 in Im⸗ hen wie! 00 — 37 347⁴4 melreich; Gieb uns Gedult iu Lei⸗ dens⸗Zeit, gehorsam seyn in Lieb und Leid: Wehr und sleur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 9—— 5. Gieb uns heut unser taͤglich Brod, und was man darff zur Lei⸗ bes⸗Noth; Behuͤt uns HExr, fuͤr Unfried und Streit, fuͤr Seuchen und fuͤr theurer Zeit, daß wir in gu⸗ tem Friede stehn, der Sorg und Gei⸗ tzes muͤßig gehn. 6, All unser Schuld vergieb uns HER R, daß sie uns nicht betruͤben mehr: Wie wir auch unsern Schul⸗ digern ihr Schuld u. Fehl vergeben gern: Zu dienen mach uns all be⸗ reit, in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Fuͤhr uns, HERR! in Versu⸗ chung nicht, wenn uns der boͤse Feindansicht, zur lincken und zur rechten Hand, hilff uns thun star⸗ cken Wiederstand, im Glauben fest und wohl geruͤst, und durch des Heil⸗ gen Geistes Trost. 8. Von allem Ubel uns erloͤß: Es sind die Zeit und Tage boͤß; Erloß uns von dem ewgen Tod, und trost uns in der letzten Noth, bescher uns alln ein seeligs End, nimm unsre Seel in deine Haͤnd. 9. Amen, das ist, es werde wahr, staͤrk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweiffeln dran, was wir hiermit gebeten han, auf dein Wort in dem Nahmen dein, so sprechen wir das Amen fein. 6⁴3. O Vater aller Frommen! gehei⸗ liget werd dein Nahm: Laß dein Reich zu uns kommen, dein Will der mach uns zahm. Gieb Brodt, vergieb die Suͤnde, kein Args das Hertz ent uͤnde, loͤß uns aus al⸗ ler Noth. + 66⁴440,JF. Mel. An Wasserflüssen Babylon OSOttl der du in Liebes⸗Brunst, gantz gegen uns entbrennest, selbst unsern Vater nennest, der du im hohen Himmel bist, und alles siehst, was niedrig ist, auch uns selbst hast gelehret, wie man recht kraͤfftig beten soll, gieb, daß der Mund dich Eyfersvoll, von gan⸗ tzem Hertzen ehret. 2. Laß deines hohen Nahmens Ruhm, dem sich die Thronen beu⸗ gen, und dem der Engel Fuͤrsten⸗ thum pflegt Ehre zu erzeigen, fuͤr dem sich Lufft und Erdreich buͤckt, und die erschrecklich Hoͤll erschrickt, bey uns Dreyheilig heissen: Gieb reine Lehr und hilff darzu, daß wir uns/ grosser GOtt! wie du der Hei⸗ ligkeit befleissen. 3. Vergoͤnn uns HErr, dein Gna⸗ den⸗Reich auch noch in diesem ke⸗ ben, biß daß wir dermaleins zuglesch mit dir in Freuden schweben, dein werther Geist, der wohn uns bey, daß unser Hertz nicht irdisch sey, er schenck uns seine Gaben, daß wir in dieser Wander⸗Zeit den Vorschmack suͤsser Ewigkeit und Himmels⸗Seh⸗ nung haben. 4. HErr, was du wilt, und dir ge⸗ falle, muß auch vollendet werden, gleichwie in jener Himmels⸗Welt also bey uns auf Erden. Hilff, daß wir dir gehorsam seyn in Lieb und Leid/ in Lust und Pein, laß uns, wen du betrübest, bedencken, daß du, HErr, uns schlaͤgst, und es also zu Hebe. mit denen, die du jebest. 3. Gieb uns heut unser taͤglich Brod, und was den Leib ernehret, wend ab die schwere Hrieges⸗Noth, die Land und Leut verheeret, daß wir gesund mit guter Ruh, das kur⸗ tze Leben bringen zu, geseegn all uͤnser Sachen, treib Theurung ab. und Pest⸗Gefahr, hilfs, daß wir dir uns trauen gar, und dich nur lassen machen. 6. Daß unsre sündig Adams⸗Art durch schreckliches Verbrechen ind dich gus unersorschter Gunst gar offtmahls ist dein Widerpart, wollst SSSDESE 37⁵ Vom Gebeth. 37⁰ wollst du, O HErr!] nicht raͤchen? Gleichwie auch wir von Hertzen⸗ grlind denselben, die durch That und Mund uns Leid anthun, vergeben, Hrr gieb uns einen sanfften Geist, der auch denselben Guts beweist, die uns stehn nach dem Leben. 7. Verleih auch einen Helden⸗ Muth/ wann wir etzt sollen kaͤmpf⸗ fen, mit Teuffel Welt und unserm Blut/ hilff, daß sie uns nicht daͤmpf⸗ fen, sey du der rechte Mittlers⸗ Mann, und nimm dich unser treu⸗ lich an/lehr unsre Arme kriegen, daß wir behalten Oberhand, und wann der Feind ist uͤbermannt, mit gros⸗ sen Freuden siegen. 8. Und weil in diesem Jammerthal nichts gutes ist zu hoffen/weil nichts als Elend, Muͤh und Qvaal allhier 3. Denn dein ist allein das Reich, und die Krafft muß man dir goͤn⸗ nen, auch die Herrlichkeit zugleich wird dir niemand weigern köͤnnen. Nun in unsers JEsu Nahmen spre⸗ chen wir ein freuͤdig Amen. 646.) Sitaney, verdeutscht durch D. M. L. KPrie, Christe, Kyrie, Eleison! Christe, Erhoͤre uns! OErr GOtt Vater im Himmel, EPtad, Sohn der Welt Hey⸗ and,/ HErr GOtt Heiliger Geist, Erbarm dich uͤber uns! wird angetroffen, so steh uns in dem Unfall bey, u. mach uns von demsel⸗ ben frey, bis daß die Zeit wird kom⸗ men/ daß wir zu deiner Herrlichkeit, aus sterblicher Beschwerlichkeit, gantz werden aufgenommen. 9. Denn dein, HErr list das Reich und Thron, wir sind dein Untersas⸗ sen, es muß fuͤe deiner Allmacht Cron all andre Macht verblassen: Ob diese Welt gleich wird vergehn, bleibt deine Krafft doch ewig stehn. Lob, Preiß sey deinem Nahmen, weil JEsus selbst so bitten heist, und uns die rechte Bet⸗Kunst weist, sind wir erhoͤret, Amen. 1660 P. P.8s. Mel. Liebster JEsu, wir sind hier. Vabes unser in der Hoͤh, dein Nahm niuß geheiligt werden; Dein Reich kom, dein Will gescheh, wie im Himmel, so auf Erden, un⸗ ser taͤglich Brod gieb heute/laß auch danckbar seyn die Leute. 2. Und vergieb uns unsre Schuld, als den Schüldnern wir vergeben, laß uns stets in deiner Huld, und nicht in Versuchung leben, auch von Sey uns gnaͤdig, Verschon ung, lieber HErre GOtt! 119 ußt ud leh 56 Hilff uns lieber HExre GOtt! Fuͤr allen Suͤnden, Fuͤr allem Irrsal, Fuͤr allem Ubel, Behůt uns, lieber HErre GOtt! Fürs Teufels Drug und List, Behut uns, lieber HErre GOtt! Füͤr boͤsem schnellen Tod, Fuͤr Pestilentz und theurer Zeit, Fuͤr Krieg und Blut,(oder Blut⸗ vergiessen) Fuͤr Auffruhr und Zwietracht, Fuͤr Hagel und Ungewitter, Füͤr Feur⸗ und Wassers⸗Noth, Fuͤr dem ewigen Tod, Durch dein heilig Geburth, Hilff uns, lieber HErre GOtt! Durch deinen Todes⸗Kampff und 0 blutigen Schweiß,„ Durch dein Creutz und Tod, Hilff uns, lieber HErre GOtt! Durch dein heiligs Aufferstehn und Himmelfahrt, In unser letzten Noth/ Suͤnd und allen Boͤsen, wollst du, Mater/ uns erloͤsen. 137 Am Jüngsten Gericht, Hilff uns, lieber HErre 43• Wir E 4.j—— Wudtmen Sl Ou woblest u H6 Und deine ell +* Behůt uns/ lieber HErre Gott! Alet Kinder! A kegierenund. Erhor ung, id uns sült m unde rung, Merd gichhehüter Ale Bischoffe chen⸗Dlener und heiligen Alen Rotten Wehten. Mle Irrige un bringen. DenSatan unt Ethox uns,lie Treue Atheite senden, Deinen Geistu gebel. Allen Betruhte fen und trost Erhoͤr unsyl Inserm Käse Fuͤrflen Fri ben. Unsre Landes⸗ und alle ihr nem Wort i holten. Ihnen ein see langes Leber Das ganze L0 Gnser Anbt he seegnen u Ethoͤr uns l Mlen, soin R mit Huͤlfer len Schiba sroͤlicheßru Und warten. leunschuldi, lediglaffen. KWittiben digen und ve lusemn Fende AHνππμ ein das Mich, man dir go⸗ lichkeit ugleich delgern konnen Nahmenspre? Iuen. hre⸗ isht durch l. prie, Cleison! Erhoreuns! m Himmel, der Welt Hey⸗ Geist, ber uns! HErre Gott! Eme GOtt! Hene Gott! und Lit, HErte GOtt! Lud, heurer Zeit, 1,(oder Blut⸗ ————— wietracht/ mittet, t⸗Noth ö Hent Sott! en: ö UO 18 d Tod, Ene Hott! lufersehn und 327 Vom Gebeth. 378 Wir armen Suͤnder bitten: Du wollest uns erhoͤren lieber „Verrechott und deine heilige Christliche Kirche regieren und fuͤhren. Erhoͤr uns, lieber HErre GOtt! Und uns fuͤr deiner Feinde, des Pabsts und Tuͤrcken Gotteslaͤste⸗ rung, Mord und Unzucht gnaͤdi⸗ glich behuten. Alle Bischoͤffe, Pfarrer und Kir⸗ chen⸗Diener in heilsamen Wort und heiligen Leben behalten. Allen Rotten und Aergernissen wehren.— Alle Irrige und Verfuͤhrte wieder bringen.. Den Satan unter unsre Fuͤße tretẽ. Erhoͤr uns, lieber HErre GOtt! Treue Arbeiter in deine Erndte senden. ö Deinen Geist und Krafft zum Wort geben. Allen Betrůͤbten und Blöden helf⸗ fen und troͤsten. Erhoͤr uns/ lieber HErr GOtt! Unserm Kaͤyser, allen Koͤnigen und Fuͤrllen Fried und Eintracht ge⸗ ben.. Unsre Landes⸗Fuͤrstliche Herrschafft und alle ihre Gewaltigen bey dei⸗ nem Wort in rechten Glauben er⸗ halten. Ihnen ein seeligs Regiment und langes Leben geben. Das gantze Land(Unsern Rath,) (Unser Ambt) Schul und Gemei⸗ ne seegnen und behuͤten. Erhor uns, lieber HErre GOtt! Allen, so in Noth und Gefahr sind/ mit Huͤlff erscheinen. Allen Schwangern und Saͤugern froͤliche Frucht u. Gedeyen geben. Aller Kinder und Krancken pflegen und warten. Alle unschuldig Gefangene loß und ledig lassen. Alle Wittwen und Waͤysen verthei⸗ digen und versorgen. Unsern Feinden, Versolgern und Laͤstetern vergeben, und sie be⸗ kehren. Die Fruͤchte auf dem Lande geben und bewahren. Unsere Berg⸗ und Saltzwercke see⸗ gnen und erhalten. Aller Menschen dich erbarmen; Erhor uns, lieber HErre EOrt! Und uns gnaͤdiglich erhoͤren, Erhor uns, lieber HErre GOtt! O IEsu Christe! GOttes Sohn! Ethoͤr uns, lieber HErre GOtt! O du GOttes⸗Lamm! das der Welt Suͤnde traͤgt! O du GOottes⸗Lamm! das der Welt Suͤnde traͤgt! Erbarm dich uͤber uns! O du Gottes/ Lamm! das der Welt Suͤnde traͤgt! Verleih uns steten Fried! Christe, Erhoͤre uns! Kyrie, Eleison! Christe/ Eleison! Kyrie, Eleison! Amen. 647.„ M. I. MI. Mel. O JEsu Christ, meins Lebens. Err Gott, der du mein Vater bist, ich schreyr im Nahmen JE⸗ su Christ zu dir, auf sein Wort.Eyd und Tod, hoͤr! Helffer treu, in Angst und Noth. 2. Laß uns dein Wort, staͤrck uns im Geist, hilff, dab wir thun was du uns heist,gieb Fried, Schutz, gu⸗ te Freund und Brod, behuͤt die Stadt, du treuer GOtt. 3. Errett von Suͤnd, Teuffel und Tod, auch Leibes⸗ und der Seelen⸗ Noth, ein seeligs Stuͤndlein uns beschehr, dein ist das Reich, Krafft, Preiß und Ehr. 4. Auf dein Wort sprech ich 100 men, HERR! aus Gnaden mei nen Glauben mehr, du bist allein der Vater mein, laß mich dein Kind und Erbe seyn. (348.) M. M. R. Mel. OGOtt, du frommer Gott. A“ Vater/ unser GOT! 90 a⸗ 3709 Vom Gebeth. 380 f Vater aller Guͤte! uns deinen Kin⸗ dern gieb ein kindliches Gemüthe, daß auch dein Vater⸗Hertz mir nie komm aus dem Sinn: Ob ich gleich elend/ arm/ kranck und verlassen bin. 2. Du bist im Himmels⸗Thron, an allen Ort und Enden: Wo wir dich ruffen an, wilst, du dich zu uns wen⸗ den/ drum höͤre gnaͤdiglich im hohen Himmels⸗Saal, was ich so sehnlich bitt hier in dem Jammerthal. 3. Ach Vater, unser GOtt! Ach Vater aller Ehren; Laß deine Weiß⸗ heit mich und alle Menschen lehren/ wie heilig, hoch und heer dein gros⸗ ser Nahme sey, dein Allmacht, Wahrbéit, Lieb, Barmhertzigkeit und Treu. 4. Laß mir nichts lieber seyn, als deinen Nahmen preisen, und mei⸗ nen Glaubens⸗Grund auch mit der That beweisen:; Hilff, daß ich dich und mich ie mehr und mehr erkenn, mit grosser Freudigkeit dich meinen Vater nenn. 5. Ach Vater, unser G‚T! gch Vater aller Frommen! Dein Reich latz auch zu mir und allen Menschen zomen, dein Geist, dein guter Geist gleichwie ein Himmels⸗Thau auf unsre Hertzen fall, und kraͤfftiglich erfreu 6. Erleuchte den Verstand, den Glauben uns vermehre, die Lieb in uns entzuͤnd, des Satans Reich zer⸗ stoͤhre; Breit aus zu aller Welt dein sꝛeligmachend Wont, damit gezuget werd Betrug und Seelen⸗Mord. 7. Ach Vater, unser GOd! Ach Vater aller Liebe! Hilff, daß nichts Zeitliches uns hindre noch betruͤbe, gieb, daß dein heilger Will mit Freu den hier auf Erd, gleichwie im Him⸗ mel dir zu Lob verrichtet werd. 8. Regiere meinen Lauff, laß mich in guten Tagen nicht stoltz und sicher seyn, in boͤsen nicht verzagen: Laß mich Ehr, Wollust, Geld, mir selbst auch sagen ab, daß ich nichts ohne dich/ und in dir alles hab. DI Tadeg⸗ .Ach Dater/ vnser. SS ach Vater, aller Haben: Mein täͤglich Phethat 0 Brodt laß mich undeimen ieden ha⸗. Nünh en ben: Gieb, daß wir sparsam seyn, nunan sn und raͤthlich halten hauß, und auch iht e Du mit Wenigen genuͤglich komen aus. dbtreten: d 10. Gieb Fried und Einigkeit, Ge⸗Ilge 011 sundheit, Gnad und Leben, gieb euigleit,das; Christlich Regiment, Treu, Ehr und Zucht darneben: Dein feurig Ba⸗ gen⸗Heer schuͤtz unser Vaterland, mach aller Feinde List, auch ihren Trutz zu schand. II. Ach Vater, unser GOtt! Ach Vater aller Gnaden! Vergieb uns unsre Schuld, damit wir seynd he⸗ laden: Es ist ja keine Suͤnd, dafuͤr nicht habe schon an unsre Statt be⸗ zahlt dein allerliebster Sohn 12. Hilff, wann uns andre Leut zu⸗ wider annoch leben, daß wir durch deine Gnad denselben auch verge⸗ ben: Laß uns an Bitterkeit, Zanck, Rachgier, Zorn und Schmach, als fromme Kinder dir, dem Vater/ ar⸗ ten nach. H. Ach Vater, unser GOEAch Vater aller Staͤrcke! In der Ver⸗ suchung daͤmpff des boͤsen Feindes Wercke! daß ich im Gluͤcke Fleisch/ Welt, Wollust, Schand und Suͤnd, in Ungluͤck Hoͤlle, Tod, und Teuffel uͤberwind. 14. Laß mich in Lieb und Leid gleich⸗ muͤthig in Gedancken, demuͤthig oh⸗ ne Falsch/sorgfaͤltigohne Wancken, aufrichtig, tapffer, keck, keusch, er⸗ bar, zuͤchtig, vein und ohn Leicht fer⸗ tigkeit, getrost und froͤlich sehn. I. Aeh Vater, unser GOTt A ö Vat er der Elenden! du wollest diß zu mir und allen Menschen wenden in allem Leid und Styeit, in aller Angst und Noth, in Truͤbsal und Gefahr/ und endlich in dem Tod. 16. Behleih mir deine Krafft, einst froͤlich durchzudringen, damit mein — B. Hieraufff 1 n 10 sicht, E Inl. A ud dein Vert Hersprochen he sehil. —— MVIIl. Ve uhd It 6⁰00 Un daucke Hetzen, Rer grof und allen End tetleib und K lsch viel zu gu than. 2. Det ewig hih unserm be Heitz und edl⸗ Uns in seinen undfort, und Rellosen hier un 3b/ Chr dem Vater u dem, der beyd Himmels⸗h Aeh GOtt, g Iudistundhl AImerdar. Glaube moͤg die Ehren⸗Cron errin⸗ gen, wann sie zur rechten Stund durch Christi Sieg und 252 der ehzte ——. OTach zund einen jeden ha⸗ rix sparsam seyn, ten hauf, und auch Hglich komen aus. und Einigkeit, Ge⸗ 0 und Leben, gieb suent, Tteu, Ehr und Unser Vaterland, e Ust, auch ihren unser HOttl Ach den! Vergieh uns damit. wir seynd be⸗ keine Suͤnd, dafüͤr an unsre Statt be⸗ lbster Sohn. uns andre Leut zu⸗ ben, daß wir durch sselben auch verge⸗ Bitterkeit, Zanck, und Schmach/ als dit/ dem Vater/ ar⸗ unser GOTdAch Hurcke! In der Ver; fdes hosen Feindes Him Glücke kleisch, Schand und Zuͤnd, Lod, und Tuuffel Hieb undbeid gleich⸗ sckenb dewüthig oh⸗ Itigohne Woncken, keck, keusch, et⸗ und ohn leihtfer ö md froͤlich schl, unser 50TT Ah ! du welleß dich Maschen wenen nd Gtreit/ en alle ½n Tuihsalu H1 11 lafft/ ein wunn anmein lein taͤlich; 381 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 35⁷ letzte Todes⸗Kampff hier wohl ge⸗ ündet hat. 17. Nun, nimm an diß unser Beten, laß uns nicht unerhoͤrt von deinem Thron abtreten: Dann dein ist immerdar, je langer und ie mehr, ietzt und in Ewigkeit, das Reich, die Krafft und Ehr Deln seurig Wa⸗ 18. Hierauff so sprechen wir in I⸗ su Christi Nahmen, mit fester Zu⸗ versicht, ein glaͤubig freudig A⸗ men. O JEsu Chrisi, durch dich und dein Verdienst allein, wie du ½ R hast, solls Ja und Amen eynj. Vater, unser GOtt! dich in seinen Schooß, mit reichen Drost beschuͤttet, verjüngt dem Ad⸗ ler gleich: Der Koͤnig schafft Recht/ behuͤtet, die leiden in seinem Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein hei⸗ ligs Recht/ und sein Gericht, darzu sein Guͤt ohn Massen, es mangelt an seiner Erbarmung nicht: Sein'n Zorn laͤst er bald fahren, strafft nicht nach unser Schuld, die Gnad thut er nicht spahren, den Bloͤden ist er huld, sein Guͤt ist hoch erhaben, ob den'n, die fuͤrchten ihn: So fern der Ost vom Abend, ist unser Sund dahin. 3. Wie sich ein Vater erbarmet u⸗ XXIII. Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. (349.) M. M. R. Un dancket alle GO TT/ mit Hertzen, Mund und Haͤnden, der grosse Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mut⸗ terleib und Kindesbeinen an unzeh⸗ lich viel zu gut, und auch ietzund ge⸗ than. 2. Der ewig⸗reiche GOtt woll uns bey unserm Leben, ein immer froͤlich Hertz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Noth erloͤsen hier und dort. ‚ 3. Lob, Ehr und Preiß sey GOtt, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beyden gleich/ im hoͤchsten Himmels⸗Throne, dem Dreyeini⸗ gen GOtt, als er urspruͤnglich war, und ist und bleiben wird jetzund und inmerdar. pf (35⁰0.) P. J. aus Ps. 103. Nun lob mein Seel den HEr⸗ ren, was in mir ist, den Nah⸗ men sein, sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, O Hertze mein, hat dir dein Sund vergeben/ und heilt dein Schwachheit groß, erretit dein armes Lehen, nimmt ber seine junge Kindlein klein, so thut der HErr uns Armen; So wir ihn kindlich fuͤrchten rein. Er kennt das arm Gemaͤchte, und weiß, wir sind nur Staub: Gleichwie das Graß vom Rechen ein Blum und fallendes Laub, der Wind nur bruͤe ber wehet sö ist es nimmer da: Also der Mensch. vergehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die GOttes⸗Gnad alleine steht fest und bleiht in Ewigkest/ bey sei⸗ ner lieben Gemeine, diegteht in sei⸗ ner Furcht bereit, die seinen Bund behalten: Er herrscht im Himmel⸗ reich. Ihr starcken Engel waltet seines Lobs, und dient zugleich dem grossen HERRN zu Ehren, und treibt sein heiligs Wort. Mein Seel soll auch vermehren sein Loh an allen Ort. 5. Dey Lob und Preiß mit Ehren, GOtt Vater, Sohn, Heiligem Geist, der woll in uns vermehren, was er uns aus Gnaden verheist: Daß wir ihm fest vertrauen, gaͤntzlich ver⸗ lassn auf ihn, von Hertzen auf ihn bauen, daß unser Hertz, Muth und Sinn ihm festiglich anhangen Dar⸗ auf singen wir zur Stund: Amen, wir werdens erlangen, glaͤuben wir aus Hertzens⸗Grund. (31.)jaus Ps. u. Mel,/ Nun sreut euch lieben ꝛe. Lobt *—— DeSS E 375⁵ 353 22 0 4 2. Denn seine groß Barmhertzig⸗ MN Danck und Preiß GOttes. 384.— N Vom Lob, Ldin GOtt den HErrn, ihr Hey⸗ den all, lobt ihn von Hertzen⸗ Grunde! Preißt ihn ihr Voͤlcker all⸗ zumahl, danckt ihm zu aller Stunde, daß er euch auserwehlet hat, und mitgetheilet seine Gnad, in Christo seinem Sohne. keit, thut über uns stets walten,/ sein Wahrheit, Gnad und Guͤtigkeit er⸗ scheinet Jung und Alten, und waͤh⸗ ret biß in Ewigkeit/schenckt uns aus Gnad die Seeligkeit, drum singet Alleluja. 35½2.) D. C. B. aus Ps. 190, Lrt GOde in seinem Heilig⸗ thum, gebet dem HErren Ehr und Ruhm, und preiset seine grosse Pracht, wohl in der Feste seiner Macht. 2. Lobt ihn in seinen Thaten all, groß sind die Wercke allzumahl, las⸗ set euch finden stets bereit, zu loben seine Herrlichkeit. 3. Lobet den HExrn mit froͤlchem Muth, und blaset die Posaunen gut, mit Psalter und mit Harffen⸗ Spiel/ loht ihn, und macht der Freu⸗ den viel. 4. Lobet den HErren mit Gesang, und last hergehn der Paucken Klang, die Saiten lieblich klingen drein/ mit Pfeiffen froͤlich an dem Reyhn. 6— 5. Lobt GOTT mit hellen Cym⸗ beln fein, last uns im HERREN roͤlich seyn, alles, was lebt und O⸗ dem hat, lobe den HErren fruͤh und pat. 6353.) P. G. Sdlt ich meinem GOL nicht singen Solt ich ihm nicht danckbar seyn? Denn ich seh in al⸗ len Dingen, wie so gut ers mit mir meynt; Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Hertze regt, das ohn Ende hebt und traͤgt, die in seinem Dienst sich uͤben. Alles 2. Wie ein Adler feln Seffederl⸗ irich nicht du ber seine Jungen streckt: Also hat gelhsen. Alle auch hin und wieder mich des Hoch⸗z. Wie so nm sten Arm bedeckt,alsobald im Muk⸗ wddam San ter⸗Leibe, da er mir mein Wesen mich doch mei gab und das Leben, das ich hab, und hoch bißher gerl noch diese Stunde treibe. Alles danerseubek, h Ding waͤhrt seine Zejt: GOttes Heindanzunchte Lieb in Ewigkeit. die Heme weg. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu Ding wahrt sei theuer; Nein, er giebt ihn fuͤr mich 9. Wie ein V hin, daß er mich vom ewgen Feuer sn Hert niemat durch sein theures Blut gewinn. O obes glejch bief du ungegruͤndter Brunnen! wie undaus der Bah will doch mein schwacher Geist, ob auch mesl Den er sich gleich hoch befleißt, deine suͤnzer Gott nn Tieff ergrunden koͤnnen 7 Alles Inmit derRuth Ding waͤhrt seine Zeit: GOttes Gchwerdte roche Lieb in Ewigkeit. 4 10, Seine Suig 4. Seinen Geist, den edlen Fuͤhrer, goob sie mirglee giebt er mir in seinem Wort! Daß ch wenn ichs: Ewerde mein Regierer durch die eigeichen, daß! Welt zur Himmels⸗Pfort: Daß er nich liehet, me mir mein Hertz erfuͤlle mit dem hels isch von der schn len Glaubens⸗Licht, das des Todes hut gesangen da Macht zubricht, und die Hoͤlle selbst EWzu ihmlencke macht stille. Alles Ding ꝛc. U. Das weiß ich 5. Meiner Seelen Wohlergehen mirs nicht aus hat er ja recht wohl bedacht; Will Chyssen⸗Cxeutz dem Leibe Noth zustehen, nimmt ers mußendlichfil gleichfalls wohl imacht; Wann mein Wunter ausges Koͤnnen, mein Vermoͤgen nichts schuͤge Somer ⸗ vermag, nichts helffen kan, kommt nach der un, mein 60 T und hebt mir an sein srsteuer le Vermoͤgen beytulegen. Alles m. Wal deñ pe Ding ꝛe. ö schinsonee 6. Himmel, Erd und ihre Heere, chnene Hindi hat er mir zum Dienst bestellt ꝛ Wo hein feind 1 ich nur mein Aug hin kehre, find ich geben, üwalse was mich naährt und balt, hier und uumsmangen Kraͤuter, und Get raͤhde in den Gꝛuͤn⸗ Iüenem den, in der Höh, in den Büschen in zuhdretrn der See, uͤberall ist meine Weyde. wigit T schlaff hes 605 2. Wann i affe, wacht sein—5 Sorgen, und ermuntert mein Ge⸗ Nuln Bifehl muͤth, daß ich alle liebe Morgen Dus uuSe schaue neue Lieb und Güt. Ware heunl Sol mein GOtt nicht gewesen, haͤtts V Mae Ding waͤhrt seine Zeit; GOttes Lieb in Ewigkost, sen shn 18 mich sein Angesicht nicht geleitet, Rrohen. J nal an 16. 38 385 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 38⁶ 4** Hesederd; wäͤr ich nicht aus so mancher Angst *. Mso hat genefen. Alles Ding ꝛc. Il Hes Hich 9. Wie so manche schwere Plage Asebaldim Mül⸗ wird vom Satan rum gefuͤhrt, die e Veseg mich doch mein Leßerage niemahls desichhabund noch bißher geruͤhrt, OttesEngel, Ide treibe. Alles ben er sendet, hat das bose, was der ne Zeit: GOttes Feind anzurichten war gemeynt, in F die Ferne weg gewendet. Alles As ihm nicht u Ding waͤhrt seine ꝛe. lebt ihn fuͤr mich 9. Wie ein Vater seinem Kinde, dam ewgen Feuer sein Hertz niemahls gantz entieucht, Dlutgeian. ob es gleich bisweilen Suͤnde thut, Brunnen! wie und aus der Bahne weicht: Also haͤlt wacher Heist, oh auch mein Verbrechen mir mein ch hefleißt, deine fromer GOtt zu gut, will mein Feh⸗ können Ales len mit der Ruth, und nicht mit dem e Zest: GOtteß Schwerdte raͤchen. Alles Ding ꝛc. 10. Seine Straffen, seine Schlaͤ⸗ ge/ ob sie mir gleich bitter seynd,den⸗ noch wenn ichs recht erwege/ sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedencke, und mich von der schnoͤden Welt/die uns hart gefangen haͤlt, durch das Creu⸗ he zu ihm lencke. Alles Ding ꝛc. II. Das weiß ich fuͤrwahr, und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn; Christen⸗Creutz hat seine Masse, und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneyet, tritt der schoͤne Somer ein: Also wird auch hach der Pein, wers erwarten kan erfreuet. Alles Ding waͤhrt ꝛe. 12. Weil deñ weder Ziel noch Ende sich in GOttes Liebe findt, ey so heb Hund ihre Heertt/ ich meine Haͤnde zu dir, Vater! als Lens bestelt? Wo dein Kind; Bitte wollst mir Gnade hin kehre, füdich geben, dich alls aller meiner Macht u halt, Thier und u umfangen Tag und Nacht, hier bdeyndenszün, in meinem gantzen Leben, biß ich dich Ahen Büschenin nach dieser Zeit, lob und preiß in E⸗ ist meine Geyde. wigkeit. (5½ F. G. Mel. Befiehl du deine Wege. U, meine Seele, singe wohl auf, und singe schoͤn dem, wel⸗ chem alle Dinge zu Dienst und Wil⸗ len stehn! Ich will den HErren den eblen guͤhrer, nem Wort! Daß egiexer durch die Pfort: Daß er ulle mit dem hel⸗ ht/ das des Todes d die Hoͤlle selbst hbl be Husthen mimmt ers nacht; Dann mein Dermoögen nichts elffen kan, kommt o hebt miran sein Ulegen. Alles will ihn hertzlich loben, so lang ich le⸗ ben werd. 2. Ihr Menschen last cuch lehren, es wird euch nuͤtzlich seyn: Laßt euch doch nicht bet hoͤren die Welt mit ihrem Schein. Verlaße sich ja keiner auf Fursten Macht und Gunst, weil sie, wie unser einer, nichts sind, als nur ein Dunst. 3. Was Mensch ist, muß erblassen, und sincken in den Tod, er muß den Geist auslassen, selbst werden Erd und Koth, allda ists dann geschehen, 110 Aunt hen, 3 ch ch sch rey klar zu sehen, wie schwach sel Menschen⸗That.* 4. Wohl dem, der eintzig schauet nach Jacobs GOtt und Heyl, wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Theil, das hoͤchste Gut erlesen, den Schoͤnsten Schatz geliebt, sein Hertz und gantzes Wesen bleibt ewig unbetruͤbt. 3. Hier sind die starcken Kraͤffte, die unerschoͤpffte Macht, das weisen die Geschaͤffte, die seine Hand ge⸗ macht, der Himmel und die Erde, mit ihrem gantzen Heer, der Fisch unzehlich Heerde im grossen wilden Meer. 6. Hie sind die treuen Sinnen, die niemand unrecht thun, all denen Gutes goͤnnen die in der Treu be⸗ ruhn, GO DC haͤlt sein Wort mit Freuden, und was er spricht, ge⸗ schicht, und wer Gewalt muß leiden/ den schuͤtzt er im Gericht. 7. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod, er nehrt und giebet Speisen zur Zeit der Hun⸗ gers⸗Noth, macht schoͤne rothe Wangen offt bey geringen Mahl: Und die da sind gefangen, die reist er aus der Qvaal. 8. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufge⸗ vicht: Er liebet alle Fromen,/und die ihm guͤnstig seynd, die finden, wann hrohen hie prejsen auf der Erd; Ich sie komen, an ihm den hesten Freund. N 9. Er — 2——— 8——. XEDOSSSS= Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 9..— 9. Er ist der Fremden Huͤtte, die Waͤysen nimmt er an, erfuͤllt der Wittwen Bitte/ wird selbst ihr Trost und Mann: Die aber, die ihn has⸗ sen, bezaͤhlet er mit Grimm, ihr Hauß und wo sie sassen, das wirfft er ům und uͤm. O. Ach l ich bin viel zu wenig, zu ruͤhmen seinen Ruhm: Der HErr allein ist Koͤnig, ich eine welcke Blum: Jedoch, weil ich gehoͤre gen Zion in sein Zelt, ist billig, daß ich mehre sein Lob fuͤr aller Welt. (55½ v. G. Mel. Von GOtt will ich nicht lassen. Ch will mit Dancken kommen in Iden gemeinen Rath der rechten wohren Fromen, die GOttes Rath und That mit suͤssem Lob er hoͤhn: Zu denen will ich treten, und soll mein Danck⸗ und Beten von gantzen Hertzen gehn. 2. Groß ist der HErr und maͤchtig, groß ist auch, was er macht, wer gufmerckt, und andachtig nimmt seine Werck in acht, hat eitel Lust darau. Was seine Weißheit setzet und ordnet, das ergoͤtzet, und ist sehr wohl gethau. 3. Sein Heyl und grosse Guͤte steht sest und unbewegt damit auch dem Gemuͤthe, das uns im Hertzen schlaͤgt, dieselbe nicht entweich, hat er zum Glaubens⸗Zunder, ein Denckmahl seiner Wunder gestifft in seinem Reich. 4. GOtt ist voll Inad und Gaben, gieht Speiß aus milder Hand, die Seinen Benr r dren bekandt. Denckt stets guf seinen Bund, giebt denen, die er weiden will mit dem Erb der Heyden, all seine Thaten kund. 5. Das Wireken seiner Haͤnde, und was er uns gebeut/das hat ein gutes Ende, bringt reichen Trost und Freud und Wahrheit die nicht ꝛreugt. Gott leitet seine Knechte in dem rechtschaffnen Rechte, das sie zum Leben neigt. 6. Sein Hertz laͤst ihn nicht reuen, 3. Ich Lekenne was uns sein Mund verspricht, giebt uu gfüͤlet bit: redlich uns mit Treuen, was uͤnser heinen GOtt Ungluͤck bricht; Ist freudig, unver⸗Juhm zu Spott zagt uns alle zu erloͤsen vom Creutz hirfftdun e und allem Boͤsen, das seine Kindeß sehrt dein Gaimg plagt. Cimm. 7. Sein Wort ist wohl gegründet, 6. Hoff und we sein Wort ist rein und klar, wozu er sinich iioh und sich verbindet, das macht er fest und u mix aus mein wahr, und wird ihm gar nicht ses Ennnen hin; schwer/ sein Nahme, den er fuͤhret/ist ysern von dir heilig und gezieret mit grosser herür, steht u Pracht und Ehr. 16 Hir. 8. Die Furcht des HErren giebet Ihebdichweg den ersten hesten Grund zur Weiße hi GOtt u heit, die GBtt liebet, und ruͤhmt hu Gottes A mit seinem Mund. Owie klug ist fiihe helle Lic der Sinn, der diesen Weg verstehet, i Gnod, l. und fleißig darauf gehet, deß Lob s Rath ficht faͤllt nimmer hin. Ult (5FP. G. Mel. Singen wir aus ꝛc. zHott las ke Aulden Nepel folgt die Sonn. nih it Sch auf das Trauren Freud und hschihwue Wonn, auf die schwere bittre Pein, nin sein Herz stellt sich Trost und Labsal ein, mei⸗ Gode sein Ho ne Seele, die zuvor sanck biß zu dem ahsch und zul⸗ Humeln⸗Ofs steigt nun biß zum ahGelergt Himmels⸗Chor. Kommts ni⸗ 2. Der,/fuͤr dem die Welt erschrickt, Vll, sey man n hat mir meinen Geist ergvickt, seine sochmorgen 00 hohe starcke Hand reißt mich auß Wahsehtt kon der Höllen Band. Alle seine Lieb gest halt hhen und Guͤt, uͤberschwemmt mir mein—1 Fount Hehinth. und erfrischt mir mein geerde rchli ebluͤth. ie 3. Hab ich vormahls Angst gefühlt, uwüned hat der Gram mein Hertz zerwuͤhlt, Haupt und He hat der Kummer mich beschwehrt, nein Hageff hat der Satan mich bethoͤrt, ey, so bin ich nunmehr frey, Heyl und Rettung, Schutz und Treu, steht mir wieder treulich bey. 1 4. Nun erfahr ich, schnoͤder Feind, wie dus hast mit uns gemeynt, du ö‚ ich kehr in: d Meer. II. Aher mreit Helltupdhiel Was sein Aym gnug preisenk hast warlich mich mit Macht in dein Netz zu ziehn gedacht: Haͤtt ich dir 2 Hoch da, ei zu viel getraut, haͤttst du, eh ich 15 zulgeschaut, mir ium Hall ein Sieb 5n gebaut. 5. Ich mnsch selhft y — ùπr Actreuen u, wagunser 971 Des om Lreut 48 sele Kinder mohl Haoründet, + klar, wozuer macht er fef und Ihm gur nicht Heller führetis et mit giosser Hetren giebet zund zur Beise et, und ruͤßmt Oie Elag is Meg verstehet, Rehet, deß Lob gen twit aus ꝛe. Igt die Sonn, en Fteud und ere bittre Pein, ubsal ein, mei⸗ anck biß zu dem t nun hiß zum Delt erchrickt, etgbickt, seine reißt uich auß Alle seihe Lieb umt m meitt cht mm mseinn Angf gfihlt, Herh zetzuͤhlt/ ch beschuehrt, ethoͤrt/ EH/ so „ Hehl und Zieu, seht huoder Feind, meynt, du Nacht in dein haͤtt ich dit du eheich Il ein Sseh 5. H . Ich erkenne deine List, damit Ipri ů cHiebt dn erfuͤllet bist: Du beleugst mir 2 7 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 39 neinen GOtt, und machst seinen Ruhm zu Spott, wenn er setzt, so wirffst du uͤm, wenn er spricht, ver⸗ kehrt dein Grimm seine suͤsse Vater⸗ Stimm. 6. Hoff und wart ich alles Guts, hin ich froh und gutes Muths, ruͤckst du mir aus meinem Sinn alles gu⸗ tes Sinnen hin: GOtt ist, sprichst du/ fern von dir, alles Ungluͤck bricht herfuͤr, steht und liegt für deiner Thuͤr. 7. Heb dich weg, verlogner Mund, hie ist GOtt und GOttes Grund, hie ist GOttes Augesicht, und das shoͤne helle Licht seines Seegens, seiner Gnad, all sein Wort und wei⸗ ser Rath steht fuͤr mir in voller at. 8. GoOtt laͤst keinen traurig stehn, hoch mit Schimpff zuruͤcke gehn, der sich ihm zu eigen schenckt, und ihn in sein Hertze senckt. Wer auf 60 DT sein Hoffnung setzt, findet ündlich und zuletzt, was ihm Leib Ind Seel ergoͤtzt. 9. Kommts nicht heute, wie man will, sey man nur ein wenig still, ist doch morgen auch ein Tag, da die Wohlfahrt kommen mag, GOttes Zeit haͤlt ihren Schritt, wann die kommt/ kommt unsre Bitt, und die Oreude reichlich mit. 10. Achl wie offte dacht ich doch/ da mir noch des Truͤbsals Joch auf dem Haupt und Halse saß, und das Leid mein Hertze fraß, nun ist keine Hoff⸗ nung mehr, auch kein Ruhe, biß ich kehr in das schwartze Todten⸗ Meer. als ich manche liebe Nacht/mich mit Wachen kranck gemacht, als mir al⸗ ler Muth entfiel, tratt'st du, mein GOtt, selbst ins Spiel, gabst dem Unfall Maaß und Ziel. I. Nun, so lang ich in der Welt haben werde Hauß und Zelt, soll mir dieser Wuͤnderschein stets fuͤr meinen Augen seyn, ich will all mein Lebenlang, meinen GOcE mit Lobgesang, hiefuͤr bringen Lob und Danck. I4. Allen Jam̃er, allen Schmertz, den des ewgen Vaters Hertz mir schon ietzo zugezehlt, oder kuͤufftig auserwehlt, will ich hier in diesem Lauff meines Lebens allzuhauff, frisch und freudig nehmen auf. Ij. Ich will gehn in Angst und Noth, ich will gehn biß in den Todt, ich will gehn ins Grab hinein, und doch allzeit froͤlich seyn. Wem der Staͤrckste bey will stehn: Wen der Hoͤchste will erhoͤhn, kan nicht gantz zu Grunde gehn (37 P. G. Mel. HErr GOtt dich loben alle ꝛc. Ich will so lang ich lebe hier, den * HErren preisen fuͤr und fuͤr: Viel Gutes hat er mir gethan, weit mehr denn ich erzehlen kan. a. Er hat geholffen uͤberall, und sonderlich zu diesem mahl, hat er gl⸗ lein durch seine Hand, das Ungluͤck von mir abgewandt. 3. Niemand mir sonst zu Huͤlffe kam, noch meines Elends sich an⸗ nahm, auch war der Menschen Hulff zu schwach, darum befahl ich GOtt die Sach. I. Zu ihm rieff ich bey Tag und Nacht, daß seine Weißheit/ Gut und II. Aber mein GOtt wand es bald. Macht, mich reissen wolte aus Ge⸗ heilt und hielt es dergestalt, daß ich, fahr, damit ich gantz umgeben war. was sein Arm gethan, nimmermehr F. Der Bitte hat er nür gewaͤhrt. nug preisen kan. Da ich weder hie und solche Rettung mir beschehrt. noch da, einen Weg zur Rettung daß ich erkenn wie seine Treu ist alle sah/ hatt ich seine Huͤlffe nah. Morgen bey uns neu. 12. Als ich furchtsam und verzagt 6. Durch seinen Engel hat er mich mich selbst und mein Hertze plagt/ 2„ gewaltiglich— 2 6 39¹ Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. rettet und zu rechter Zeit, von Truͤb⸗ sal, Sorg und Furcht befreyt. 7. Sehr groß, O HErr, ist deine Guͤt/ die mich beschützet und behuͤt: Ich will sie ruͤhmen hier auf Erd so lang ich Athem haben werd. 8. Ich will dir sagen Lob und Preiß, daß du auf wunderbahre Weiß, mir diese schwere Creutzes⸗Last so gnaͤ⸗ dig abgenommen hast. 9. Wiewohl ichs hatte grob ver⸗ schuldt, so hat doch deine Lieb und Huld, mit viel Erbarmen mein ver⸗ schont, und nach Verdienste nicht belohnt. 10. Nun, ich seh, daß dein Vater⸗ Hertz, mir deß halb auflegt Pein und Schmertz, daß du mich ziehen wilt zu dir, weil ich auch Gnad im Straffen spuͤr. U. Drum ich mit Freuden diß er⸗ weg, wie GOtt die Guͤth bald nie⸗ derleg/wie willig er die Huͤlffe schick und zuͤrne kaum ein Augenblick. 12. Und ob es schon was laͤnger scheint, doch ists zum Besten stets gemeynt, er weiß wohl Mittel, Zeit 21 Ralh/ich habs erfahren mit der hat. 13. Verleihe, HErr, daß mirs ge⸗ reich, hinfort zur Lehr und Trost zu⸗ gleich, wann mich vielleicht noch in 7 Welt, neu Ungluͤck wieder uͤber⸗ b. 24. Gieb, daß ich dencke, zu was End, mir solche Prob werd zuge sendt, daß ich dem Golde gleich 47 seyn, und durch diß Feuer wer e rein. 15. Daß ich auch alsbald fuͤr dich tret mit Glauben, Hoffnung und Gebet, damit anhalt und laß nicht 55 biß ich die Huͤlff erlanget h ab. 16, Und wenn die Rettung kom⸗ men ist, denn du, GOtt, allzeit gnaͤ⸗ dig bist,) daß ich dir dancke Nacht und Tag, mit Hertz und Munde also ag: 1, Gelobet sey des HERREN allen Landen mehr und mehr! G5.„E. G. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. Ich will erhoͤhen immerfort, und Iyreisen meiner Seelen Hort, ich will ihn hertzlich ehren: Wer Gott liebt, stimme mit mir ein, laßt alle, die betruͤbet seyn, ein Freuden⸗Lied⸗ lein hoͤren. ö 2. GOtt ist ein GOtt, der reichlich trost, wer ihn nur sucht, der wird er⸗ loͤßt, ich hab es selbst erfahren, so bald ein Ach im Himel klingt, köͤũt Heyl, und was uns vom Himmel abgefahren. 3. Der starcken Engel Compagnie zieht froͤlich an, macht dort und hie sich selbst zum Volck und Mauren; Da weicht und fleucht die boͤse Rott, der Satan wird zu Hohn und Spott, kein Ungluͤck kan da dauren. 4. Ach was ist das fuͤr Suͤssigkeit Ach schmecket alle, die ihr Kchd mit Sinnen wohl begabet! kein Honig ist mehr auf der Erd hinfort des sůͤf⸗ sen Nahmens werth: GOtt isto, der .Oe Ostelios Hauß 5. O feeligs Hertzl O seeligs Hauß! das alle Lust stoßt von sich aus und diese Lust beliebet, all andre Schoͤn⸗ heit wird verrückt, der aber bleibet stets geschmuͤckt, wer sich nur GOtt ergiebet. 6. Der Koͤnige Gut, der Fuͤrsten Gelb ist Koth, und bleiber in der Welt, wenn die Besitzer sterben. Wie offt verarmt ein reicher Mann?ꝛ wer GO vertraut, bleibt reich, und kan die ewgen Schaͤtz ererben. 7. Kommt her, ihr Kinder, hoͤrt mir zu, ich will euch zelgen, wie ihr Ruh und Wohlfahrt koͤnnt erjagen, ergebet euch und euren Sinn zu GOttes Wohlgefallen hin, in allen euren Tagen. Bewahrt die Zung, halt't solchen Muth, der Zauck, und was zum Zancken thut/ nicht reget, sondern stillet, Freude bringt, 339½ ö Nahm, der maͤchtig ist und wunder⸗ sam, erschallen muͤsse seine Ehr, in 5 Isctotherden lem Fried un Eucgens bert 9, Caß ab hon Eind, O Men alhein Kind des du wirst er nles den, der ih Hußlich wohler 10, Den Fron Herstomm, und Ikomm aufu. Aug ist un Ain Phrist Lag lhoren unser! II. Zchat/ wer den viel, do Maß und Ziel aus demp allent e Gebein, er hebt bh,keineinigzm 12.GOtt stehl. gat wohl was un Sorgen⸗voll, ke hergedens, er se habor uns taͤglie ChorallEhrdet 635½• Mel, Ach was! Aed, was! was mein seut,hier undd mein Thun, m. zelgt mir meines Mergle Morger 2Nichts von g habichaufdie von Alam Gut 405 Hüte, Sott die Hülf und K Mhet stuh und sy 3. Nun, mein 6 Rreisen, ich will Dilin duhmin uilinmer mhr tkzu alle d Hugllerg —.——— und wunder⸗ Eine Ehr, i 9 mir srricht ꝛe. mnerfntt, und elen Hort, ich 1 Ver Oott aun, laßt alle, Reuden⸗Lied⸗ „ derttichlich / der wird er⸗ ccfahren, so Kklingt, köftt Frelde hringt, ren. el Compagnie t dort und hie ind Mauren; die bose Rott, nundSpott, uren. Suͤssgkeit! eihr fehd mit tU ken Honig nfott des süs⸗ Gott ssts/der seelihs Hauß! sich aus, und andte Schon⸗ Faber bleibet ich nur GOit der Fuͤrsten leibet in. der sher sterben. eicher Mannꝛ hleibt reich, Hz ererhen. Lulder/ hört gen, wie ihr Iunt erjagen, en Sinn zu hin, in allen halt't olchen Ul get/ sile, * 393 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 394 stillet,so werden eure Tage feyn mit stillem Fried und suͤssen Schein des Seegens uͤberfuͤllet. 2. Laß ab vom Boͤsen, fleuch die Suͤnd, O Mensch! und halt dich als ein Kind des Vaters in der Ho⸗ he, du wirst erfahren in der That, wies dem/ der ihm gefolget hat, so hortzlich wohl ergehe. 10½ Den Frommen ist GOtt wie⸗ der fromm, und machet, daß geflos⸗ sen komm auf uns all sein Gedeyen, sein Aug ist unser Sonnen⸗Licht, sein Ohr ist Tag und Nacht gericht, G zu hoͤren unser Schreyen. II. Zwar, wer GOtt dient, muß leiden viel, doch hat sein Leiden Maaß und Ziel, GOtt hilfst ihm aus dem allen; Er sorgt fuͤr alle sein Gebein, er hebt sie auf, und legt sie ein, kein einigs muß verfallen. 12. GOtt sieht ins Hertz, und weiß gar wohl, was uns macht Angst⸗und Sorgen⸗voll, kein Thraͤnlein faͤllt vergedens, er zehlt sie all, und legt davor uns taͤglich in des Himmels Chor all Ehr des ewgen Lebens. (359.) D. J.• Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛe. Ales⸗ was mir GOtt gegeben, was mein Leib und Seel er⸗ freut, hier und dort in Ewigkeit, all mein Thun, mein gantzes Leben, zeigt mir meines GOttes Treu im⸗ mer alie Morgen neu. 2. Nichts von allem/ was ich habe, hab ich auf die Welt gebracht, nichts don allem Gut und Pracht, Got⸗ tes Guͤte, GOttes Gabe ists allein, die Huͤlff und Rath schafft und see⸗ gnet sruͤh und saeat. 3. Nun, mein GOtt! ich will dich preisen, ich will immer breiten aus deinen Ruhm in deinem Haus, ich will immer mehr erweisen, dir mein Gott zu aller Zeit, Ehre, Dienst und Danckbarkeit. 4. Als dein Allmacht hat gegeben eh ich war auf dieser Welt/ eh ich terleib das Leben, hat mir deine Lie⸗ bes⸗Hand alle Wohlthat zugewaud. 5. Meine Seele, Leib und Leben, Augen, Obren, Fleisch und Blut, was ich habe, ist dein Gut, du hast mir, mein GOtt! gegeben, meln'n Verstand, Vernunfft und Sinn, dein ist alles, was ich bin. 6. Alle meine Freud und Wonne, alle meine Seeligkeit, alle Him⸗ mels⸗Herrlichkeit hat mein JEsus meine Sonne, mit erworben durch sein Blut/ meiner Seelen hoͤchstes ut. 7. Rein bin ich von meinen Suͤn⸗ denloß von Seelen⸗Angst und Voth,/ frey vom Teuffel, Holl und Tod, in der Tauffe kan ich finden diesen Schatz, weil GOtt ist mein, werd ich ewig bey ihm seyn. 8. In dem Lebens⸗Wort der Gna⸗ den/ find ich meines Hertzens Theil. meiner Seelen Drost und Heyl, nichts kan alle Welt mir schaden, weil mein GOTT mich sel bst be⸗ wacht, und stuͤrtzt aller Feinde Macht. 9. Alle diese Lieb und Treue, die mein JESusS hat bereit, preiß ich froͤlich allezeit. Hilff GOtt! daß mich stets erfreue solche deine Guͤ⸗ tigkeit, dir zu Lob in Ewigkeit. 660.) Mel. Werde munter mein ꝛe. Gattuen Vater,/ sey gepriesen, fuͤr die grosse Guͤtigkelt/ welche du mir hast erwie sen so vielfaͤltig al⸗ lezeit. Ach! wie soll ich doch dafür recht zur Gnuͤge dancken dir? Alle mein Verstand und Sinnen sollen diß dein Lob beginuen. 2. Du hast, was genennt mag wer⸗ den, erst aus nichts herfuͤr gebracht/ auch den Menschen aus der Erden Anfangs wunderlich gemacht: Die⸗ se deine Wundert hat muß ich prei⸗ sen fruͤh und spath: Denn wo ist ein Gott gesunden, der sich dessen un⸗ terwunden? 3. Daß ich mit Vernunfft geboh⸗ wust, was dir gefaͤllt, mir im Mut⸗ren, und gesund bin in der Welt, ö N 3 guch = x + 4 x ö 39⁵ Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 306 guch zum Christen auserkohren, wis⸗ sen kan, was dir gefaͤllt, oder mag zuwider seyn, das hab ich von dir al⸗ lein. Drum, O Gott, sey hochge⸗ priesen,daß du mir diß hast erwiesen. 4. Du hast auch die Straff und Pla⸗ gen/die mit Suͤnden ist veꝛdsent, dei⸗ nen Sohn selbst lassen tragen, und bist mit mir ausgesuͤhnt/da er an des Cteutzes Stamm meine Suͤnde auf sich nahm:ach sey auch dafuͤr geprie⸗ sen, was du dißfalls mir erwiesen. 5. Darzu werden deine Wegemir noch taͤglich kund gethan, da zum rechten Himmels⸗Stege du mich laͤssest fuͤhren an, daß ich schon in meinem Sinn durch die Hoffnung seelig bin: Dafuͤr muß ich dich hier preisen, und dort ewig Danck er⸗ weisen. 6. Bin ich schon mit Creutz bela⸗ den/ setzt mir gleich der Teufel zu, muß mir solches doch nicht schaden, du verschaffst mir Huͤlff und Ruh: Ja es muß die Creutzes Pein mir mehr nuͤtz als schaͤdlich seyn: Soll ich dich dafüͤr nicht preisen, und dir ewig Lob erweisen. 2. Reichlich hast du auch gegeben, mir, O GOtt/ mein taͤglich Brodt: Laͤssest mich im Friede leben, frey von Pest und Hungers⸗Noth, mei⸗ ne Ehre/meinen Sfand hab ich bloß von deiner Hand: Fuͤr so viele Guͤ⸗ tigkeiten muß ich, HErr, dein Lob ausbreiten. 8. Kuͤrtzlich: Deine Guͤt und Treue ist wahrhafftig ohne Zahl, sie ist alle Morgen neue: Drum ihr Menschen allzumahl, bringet doch mit hoͤch⸗ sten Fleiß, unserm GOtte Lob und Preiß, ruͤhmet seine grosse Guͤte, lobt sein vaͤterlich Gemuͤthe. 9. Auch ih Engel und ihr Seelen, die ihr seyd im Himmel schon, helfft des HErren Lob erzehlen, tretet doch für GOttes Thron, preiset sei⸗ ne Gütigkeit, ruͤhmet seine Herr⸗ 10. Ich will auch zu seinen Zeiten, wenn ich werde bey euch seyn ihme sein Lob zubereiten, mit euch froͤl ich stimmen ein. Unterdessen soll von mir,/so viel imer moͤglich hier, GOtt zu Ehren und Gefallen ein danckba⸗ res Lied erschallen.— I. Heilig, Heilig, Heilig werde GOtt dein Nahme stets genannt; denn der Himmel und die Erde ma⸗ chet deinen Ruhm bekannt. Deine Guͤte, deine Macht, Weißheit, Ma⸗ iestaͤt und Pracht hat doch nirgends ihres gleichen. GOtt, wer kan dein Lob erreichen. (361.) Mel. O Gott/ du frommer Gott. Wel kan ich doch fuͤr Danek, O HErr, dir dafür sagenꝛdaß du mich mit Gedult so lange Zeit ver⸗ tragen, da ich in mancher Suͤnd und Ubertrerung lag, und dich, du from⸗ mer GOtt, erzůrnet alle Tag. 3. Sehr grosse Lieb und Gnad er⸗ wiesest du mir Armen: Ich fuhr in Boßheit fort/du aber in Er hbarmen: Ich wiederstrebte dir, und schob die Buße auf: Du schobest auf die Straff/daß sie nicht folgte drauff. 3. Daß ich nun bin bekehrt, hast du allein verrichtet: Du hast des Sa⸗ tans Reich und Werck in mir ver⸗ nichtel: HERR, deine Guͤt und Dreu, die an die Wolcken reicht, hat auch mein steinern Hertz gebro⸗ chen und erweicht. . Selbst kont ich dich zu viel be⸗ leidigen mit Suͤnden: Ich konte aber nicht selbst Gnade wieder fin⸗ den; Sel bst fallen konte ich, und ins Verderben gehn, ich konte selber nicht von meinem Fall auffstehn. . Du hast mich aufgericht, und mir den Weg geweiset,den ich nun wan⸗ deln soll: dafuͤr, HErr, sey geprei⸗ set. GOtt sey gelobt, daß ich die al⸗ te Suͤnd nun haß, und willig, ohne Furcht, die todten Wercke laß. lichkeit lasset euch zu seinen Ehren mit diel Lobgesaͤngen hoͤren. 6. Damit ich aber nicht aufs neue lwied er falle/so gieb mir deinen Geist, die — shhbellichhietz Echwachhel hlichtig sey ,! lts zu deimem 7. Achlleigun shlab aufEtde ledichdurchm Ahrich miche hald versuͤhrte as selbst chei 9.9 Gott! Voter! hor me Oottes Sohn sehen: O twettl hey mir gllezei Hiet und dokt 66. Mel. Allinco O seh dem Mens her unfer Hergl Ihnne Maaß ule dieser Sterbli schonen Tag er hat betruͤbet. 2. M/ Gott ich dir, daß du solch Gemuͤth kan srey von S Mir hast den Higdaß erröͤl sichnund bebe 3. Mein GOtt mich, daß dux dehdersorgeft ich. Hleich bin Sund und.sch gleichwohrdeih Armen nicht il 4. Du wend Wuth/ ersülef Rhitctendeneß aunch finf hu, HEtr! h Hein Hand ist Wolatiist Santtreld „ Wesolt W, gtleurr V — 306 hhhen Hesten, chsehn hme Kechtolich Heseh sollbon ch Hleh SOtt Heln dneebg⸗ Hellowede Ats genantt;:. die Erde ma⸗ Allt, Oeinle Heißheit Wa⸗ och girgends er kan hein mmter Gotk. ur Dalck, O agenrdgß du uge Zeit ger⸗ Sündund sch, dil floln⸗ Dag. ud Gader⸗ Ich führin Erbarmen: und schob die sbest guf die gtedrauff. kehthhast b hardes Sa⸗ Ehht del⸗ e Güt und Hcken recht, Hahgbto⸗ ich klbiel he⸗ Ich konte hefliehetffl⸗ dieweil ich hier noch toalle, der mei⸗ maͤchtig sey, und mein Gemuͤthe Astets zu deinem Dienst erneu Ane dich durch mich gefuͤhret werden: Gottes Sohn laß deine Krafft mich sehen: O werther Heilger Geist sey Mel. Allein Stt in der Hoh seyꝛe. ohne Maaß uns liebet, der uns in stig /daß er froͤlsch lacht/wenn andre gleichwohl deines Vaters Huld mir eschundins ohte lelbet gufflehn. ichtund mit⸗ chhluntvan⸗ seh geprel⸗ 0 His al⸗ willg, ohne Ille laß VNoth// erfͤlles mich mit Seegen, mit Freuden eß ich hier mein Brodt⸗ dein Hand ist/ die nur alles thut, woran mix ist gelegen. ieue. Sranhtoissolt cdanm nio dein, S 1* schoͤnen Dag erfreut/ wenn er uns 72 Ja/ GOtt mich, daß du gantz reich von Gna⸗ den/ Bersorgest mich so mildiglichob 307 Vom L ob, Danck und Mreiß GOttes. 308 ne Schwachheit staͤrck, und in mir . Achlleit und fuͤhre mich/ so lang ch leh auf Erden/laß mich nicht oh⸗ Führ ich mich ohne dich/ so werd ich bald verfuhrt: Wann du mich fuͤh⸗ Avest selbst thu ich, was mir gebuͤhrr. 8.O Goit! du grosser GSOtt! O Vater hoͤr mein Flehen O JEsu! bey mir allezeit, daß ich dir diene hier und doyt in Ewigkeir. (362.) I.R. Gose sey gelobet, der allein dem Menschen Freude giebet, der unser Hertz laßt foolich seyn/ der dieser Sterblichkeit so manchen hat betruͤbet. ö von Hertzen danck ich dir, daß du mit hast gegeben ein solch Gemuͤth/ das stundlich schier kan frey von Sorgen leben daß du mir hast den Mund gemacht/ so lu⸗ stehn und bebeini.„ 3. Mein GOtt/ wie sehr erfren ich ich gleich bin beladen mit vieler Sund und schwerer Schuld, die Armen nicht laͤst schaden. 4. Du wendest manehe schwere kan mich fein frieblich legen; Von dir„HErr! hab ich Ehr und Gut, 3. Mit Freuden krinck ich meinen gen, getrener GOtt/ dir Loh und * Danck, ietzt durch mein glaubigs, Singenꝰ Mein Arbeit greiff ich rů⸗ stig an, thu willig, thas ich tveiß und kan, dulaͤst es wohl gelingen. 6. Nun dieses muß ich deine Gab und milde Wohlthat nennen/ dein ist und bleibt es, was sch hab,ich kaun es wohl erkennen Ach liebsler Va⸗ leb/ nohre mich, durch deinen Seg⸗ gen krafftiglich, sonst hilfft mich ja kein Rennien. 7. Nimm deine Freude nicht von mir/ laß meinen Sinn nicht wan⸗ cken: Mein Hertz das kle he stets ann dix/ gieb froͤliche Gedanckembehute mich fuͤr Uppigkeit Und laß mich Iauffen iedet zeit in wahrer Tugend Schraucken..— 8. Melancholey und Kuͤmmernis laß ferne von mir bleiben du kanst den Traur⸗Gesst gar gewiß aus meiW⸗ nem Hertzen treiben/ daß er, wann du beh mir nur bist/mit deiner Guͤt. HErr JEsuChristan mir sich nicht dabff reiben. ö 9. HErri laß mich vor dein Ange⸗ sicht mit Freuden allzeit kommen, daß nicht der Hoffnmung theures Licht mir werd hinweg genommen, Wwas hilfft es/sets voll Sorge seyns da doch die selbst gemachte Pein dem Menischen nicht kan frommen. 10⁰„740 Trost und Freuben salbe mich/ laß meine Seel empfünden, dab den/der kindlich liebet dich/kein Algst noch Truͤbsal binden/ noch Satan selbst verletzen kan, ein Go⸗ tes⸗Freund und tapffrer Mann kan alles Überwinden. II. Ich achte nicht die Lust der Welthich wuͤnsche nicht zu leben in Uberfluß, und gvsßes Geld den St⸗ ben guffzuheben/ mein hoͤchsteFrend ist dieser Zeit: Der TugendEhr und Frömmigkeit sich güntz ünd gar ergeben 12. Laß aber auch mit Danck und Lust, mein Schoͤpffer mich beschau⸗ en was von Geschoͤpffen unis bewust. als Himmel, Meer und Anen, W .— Vom Lob,/ Danck und Preiß Gottes. der Erden Kloß„der Sonnen Pracht/ und was dein Hand dureh ihre Macht hat Anfangs mwollen bauen. B. Drauf laß mich freudig, wann ich soll, aus biesem Leben scheiden, verleih auch, daß ich Freuden⸗voll besteh in allem Leiden: Mit Freu⸗ den spring ich aus der Noth, mit Freuden dring ich durch den Tod zu dir ins Reich der Freuden. 6⁶3) Mel. Wer nur den lieb en GOtt ꝛe. , dessen Allmacht sonder Ende, wie preiß ich dich doch nach Gebuͤhr? Ich bin das Werck⸗ stück deiner Haͤnde, mein gantzes Wesen koͤmmt von dir, du hast mich wünderlich erbauet, und mir viel Gaben anvertraut. 2. Dir, Wunder⸗GOtt, hab ich zu dancken, daß du mich zubereitet hast! Als mich des Mutterleibes Schran⸗ Ken und dunckle Waͤnde noch um⸗ fast! Ich preise deine Wunder⸗ Macht, die mich ans Tages⸗Licht gebracht.— ⁊ 150 3. Du gabst mir die vernuͤnfftge Seele, das theure Pfand, das ewig lebt/ das auch in meiner Leibes⸗Hoͤ⸗ le, so lang es dir gefaͤllig, schwebt, du hast mir Sinnen und Verstand, und Leib und Leben zugewandr. 4. Du liebster Vater in der Hoͤhe, mein Geist wird gantz in mir ver⸗ zlickt, wenn ich des Leibes Bau be⸗ sehe, den du mit deiner Hand ge⸗ schmuͤckt, mein Sinn erstaunet leder⸗ zeit vor dieses Hauses Herrlichkeit Du hast durch dein genaͤdig Wal⸗ ten, O HErr! der groß und kleinen Welt/ mich, dein Gehaͤude, wohl er⸗ halten, so, daß der Tod mich nicht gefaͤllt, ich stehe noch und preise dich/ HErr! deine Rechte schüͤtze mich. 6. Ich bin nicht werth der grossen Guͤte/ die du, mein GOtt lan mir ge⸗ mein Gemuͤt Liebes⸗Opffer an, —.—.———8 fort und fort, mein GOtt, und mei⸗ nes Lebens Hort. 7. Vor dir fall ich in Demuth nie⸗ der, vergieb, vergieb, was ich ver⸗ bracht, ich habe leider! meine Glie⸗ der zu Suͤnden⸗Gliedern offt ge⸗ macht! Ich habe meines Hertzens Hauß befleckt mit Laster⸗Wust und Grauß.. 8. Ich habe ja mit boͤsen Wesen mein Hertz auch allzusehr entweyht, mein Hertz, das du dir auserlesen zum Tempel deiner Heiligkeit, ach! handle nicht mit mir im Grimm, HErr! heilge mich doch wiederuͤm. 9.Hilff, grosser GOtt, durch den ich lebe, hilff, daß ich thu, was dich er⸗ sreut, und Geist und Leib und Glie⸗ der gebe zu Waffen der Gerechtig⸗ keit, daß ich dir biß in Tod getreu, und stets ein Kind der Tugend sey 10. Faͤllt dieses Leibs⸗Gebaͤude nie⸗ der, wann ich vollende meinen Lauf, OGOtt! so richte solches wieder, und fuͤhr es schoͤn verklaͤret auf, laß mich ius Hauß des Himmels gehn, und stets dein heiligst Antlitz sehn. an6 ch ö than, dich preist mein Hertz und Huͤlff erscheint, daß ich noch meine he, ach! nimm mein L bewahre du mich faͤllen meynt. Or Aßt uns dem HErren saͤmmtlich dancken, deñ er ist voller Freund⸗ lichkeit, und seine Guͤte wird nicht wancken, sie bleibet ewig ausge⸗ breit, gantz Israel muß ietzt erklin⸗ gen: Des HErren Gůt ist se und ie, und Aarons Hauß muß billig sin⸗ gen: Des HErren Guͤte wancket nie. 4. Die, so ihn fuͤrchten muͤssen sa⸗ gen: Des HErren Guͤt ist ie und ie, denn da ich rieff in meinem Zagen, erhoͤrt er mich, und iwar mit mir. Er troͤstet mich mit seinen Gnaden, drum bin ich Furcht und Schre⸗ ckens srey was koͤnnen mir die Men⸗ schen schaden? Der HERRH, mein Heyland! steht mir bey. 3. Drum hoff ich auch, es soll ge⸗ ehen, weil mir der HERR mit ust will sehen, an dem, der mich zu Es ist gut auf den HEr⸗ 40⁰ ö 14 0 6 er Menschen. 0 Huen Aufder Gürstet 4. Al Hehde get, jedoch u Hhlffallbre9 PHunget, eeha c 0. Rhlsch rotten/ Hetren Schl der von Mot hechen muß. J. Sie stohe Bienen, die ftreckt es gehl kekihnen wien ahgesteckt, Sirick und h steto, mich zu v sie in Gottes schlage und; E., Mon soͤß poll fale, ied set mir, darur elschallen,sol ge ruͤhtedistd und Degen, v genthum: Es Schild und' YPsalmund ste 7. Man sin⸗ Huͤtten, und Wunder⸗Krie scruns geftrit Rehtecholtd Hand if hoch ulsso treulich Rechte schwel Feinde indge ich bes Wodes Veisgeem 40⁰ —.—.—8 Ott,undmeß Denuth nie⸗ was sch her⸗ weileGlie⸗ dern oft ge⸗ ls Hattzens ⸗Wust und bosen Wesen Hpentweyht, aserlesen lligkeit ach im Gumm, chwiederum. durch hen ich AWgs dichel⸗ aib und Glie⸗ Gerechtig⸗ Tod getpel, rugelhie ö Hebaudenle⸗ leinen Lauf, hes wieder, ret guf, Igb umels gehn, ltlizsehn. satlmntlich HehFreund⸗ e ng nicht ewig ausge⸗ Hleht aͤklin⸗ isteund ie, ß bilig sin⸗ wahcket nie, mͤssen a⸗ st ie lndie/ hem Zagen/ ar Mit Mit. I Ghaden/ uud Schve⸗ Hihie Men⸗ M/ mein soll ges ERR hit noch meite der 0 1 guf Heh Her⸗ Vom Lob, Dan und Preiß GOttes. 4⁰ Werrenstrauen, nicht pochen auf der Menschen Macht: Es ist gut auf den HErren bauen, nicht trotzen auf der Fuͤrsten Prach. . All Heyden haben mich umt in⸗ get, jedoch wll ich durch GOttes Hülffall ihre Macht/ die auf mich deinget/ zerhauen/ wie das schwache Schilff: Ich will die, so sich um mich rotten, zerstuͤcken durch des HErren Schluß,gleich einem Aste, der von Motten zernaget ist, und hyechen muß. : Sie stehen um mich her, wie Bienen, die ihre Stachel ausge⸗ streckt/ es geht ein Dampff gus un⸗ ker ihnen /wie waun ein Busch wird angesteckt. Sie legen mir viel Strick und Hamen/ und trachten Astets, mich zu versehrn/ doch will ich sie in GOttes Nahmen zu Boden schlagen und zerstoͤhrn. 6. Man stoͤßt mich zwar, daß ich soll fallen/ jedoch der HErr der hilf⸗ fet miv/ darum soll ihm mein Lob erschallen/ so lang ich noch die Zun⸗ ge růhr /es ist der HErr mein Schild und Degen, und meiner Lieder Ei⸗ genthum: Es ist der HERR mein Schild und Seegen, er ist mein Psalm und steter Ruhm. 7. Man singet in der Frommen Huͤtten, und lobt mit Lust den Wunder⸗Hrieg: Der HErr, der hat flir üns gestritten, des HERREN Recht erhalt den Sieg, des HErren Hand ist hoch erhoben, die da für Uns so treulich kaͤmpfft, des HErren Rechte schwehet oben, und seine Feinde sind gedaͤmpfft. 3. Man wird mich in die Grufft nicht sencken in das verdammte Todten⸗Hauß, der HErr wird mir das Leben schencken, daß ich sein Lob solbhreiten aus: Der HEur/ der strafft mich zwar mit Massen, er züͤchtigt mich zwar vielerley, doch wird er nicht geschehen lassen/ daß ich des Todes elgen sey.—0 00 OYEr oͤßfnet mir des Tempels Thuͤ⸗ ren/ daß ich zum HErren geh hinein, und ihm(es will mir ja gebuͤhren). fur seinen Schutz kan danckbar seyn. Hier ist das Shor, geht ein ihr Fromimen Ich dancke dir, daß du mich schlaͤgst/ und daß ich wieder auf Kan kommen, mir wieder hald zu helffenpflegst. 10. Das ist der Stein/ den hielt der Orden der Bau⸗Leut anfangs nicht fur gut/ und fehlt er ist der Eckstein worden/ auf dem der gantze Bau be⸗ ruht. Wer kan nun dieses Werck er⸗ reichen, das von dem HErren ist ge⸗ schehn? und ist ein grosses Wunder⸗ Zeichen fuͤr unsern Augen angesehn. I. Diß ist ein Zag, den GOtt ge⸗ geben/ein Dag vom HBErren ausge⸗ soͤhnt/drum laßt uns froͤlich drinnen leben, und jguchtzen, daß die Lufft erthoͤnt, laßt Saͤiten⸗Spiel und Stimmen klingen, ihr Saͤnger, schreyet mit Gewalt: OHErr hilff Woleken, HErr hilff! schallt. 12. Gelobt sey, der im Nahmen GOttes hie bey uus seinen Einzug haͤlt; Ihr Huͤter Goktliches Gebo⸗ laßt uns mit voller Srime schreyen: Der HErr ist GOtt, und giebt uns Schein. Schmuͤckt unser Fest biß dar mit Maͤyen/wo des Altares Hoͤr⸗ ner seyn.. 13, Du bist mein GO S, drum muß ich sprechen: Ich dancke dir von Hertzengrund, mein GOtt, dir muß nie Lob gebrechen, es ruͤhmet dich mein schwacher Mund? Laßt denn er ist voller Freundlichkeit, und seine Guͤte wird nicht wancken/ sie bleihet ewig ausgebreit. 669. Mel Ach was sollich Suͤnder Ameih mit allen From⸗ men/auf, wach auf, O Seel und Laßt uns für sein Anitlitz kommen, ihm zu opffern Preiß und Danck, mit veysůßtem Lobgesang. 765 N 3 ö 2. Nuln HErr! laß wohl gelingen, daß es ið tes/ geseegnet seyd iht aller Welt uns dem HErren saͤmtlich dancken,* Geist/ daß du GOttes Guͤte preit? ꝗPꝗPq‚I‚ꝗ‚.‚........ 4⁰ Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 4⁰⁴ 2. Nun/mein Hertz,bedencke eben// was fuͤr grosse Gnaden⸗Tbat, dir dein GOtt erwiefen hat: Drum so solt du hoch erheben GOttes grosse Preite daß es schallet weit und reit. ö 3. Er hat dich aus nichts formiret, Und dich ihme gleich gebildt, auch mit Wohlthat dich umhuͤllt; Hat mit Gaben dich gezieret, und erhaͤlt dich noch gesund, auch biß ietzt auf diese Stund. 4. Seinen Sohn hat er gegeben, der von Suͤnden dich erloͤßt, und durch seinen Geist getroͤst: Daß du mit ihm moͤchtest leben, hat er dich schon laͤngst erwehlt, von Ver⸗ dammniß loßgezehlt. 5. Wenn du endlich solst abschei⸗ den, nimmt er dich hinauff zu sich/ da di lehest ewiglich,ewiglich in ste⸗ ten Freuden, da kein Feind, kein Creutz noch Leid, stoͤhret diese grosse Freud. 6. Alsdenn wirst du herrlich pran⸗ gen, mit der unverwelckten Cron, fuͤr des allerhoͤchsten Thron: Alles wirst du da erlangen, was dein Her⸗ tze wuͤn schen mag: Komm, ach komm erwuͤnschter Tag. 7. Ey/ nun lobe, meine Seele, lob GOL alles was in mir, lobe, weil du bist allhier in der schwachen Leibes⸗Hoͤle, biß du ihn ins Him⸗ Dahi Saal lobest mit der Frommen — ah„ 6560 Mel. Es ist das Heyl uns komen ꝛe. S Lob und Ehr dem hoͤchsten Guth, dem Vateraller Guͤte, den Ott, der alle Wunder thut, dem GOtt, der mein Gemuͤthe mit seinem reichen Trost erfuͤllt, dem Gott, der allen Jammer stillt, gebt un serm Ott die Ehre. 2. Es daucken dir die Himmels⸗ Heer, O Herrscher aller Thronen! und die auff Erden, Lufft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preifen deine Schoͤpfers⸗Macht, die serm GOtt die Ehre. 3. Was unser GOtt geschaffen hat, das will er auch erhalten! Daruͤber will er fruͤh und spat mit seiuer Gu⸗ te walten. In seinem gantzen Koͤ⸗ nigreich ist alles recht und alles gleichgebt unserm EOtt die Ehre. 4. Ich rieff den HErrn in meiner Noth, ach GOTDl vernimm mein Schreyen! da halff mein Helffer mir vom Tod, und ließ mir Trost ge⸗ deyen, drum danck, ach GO T: drum danck ich dir, ach! dancket, dancket GOtt mit mir, gebt ꝛc. 5. Der HErr ist noch und nimmer nicht von seinem Volck geschieden, er bleibet ihre Zuversicht, ihr See⸗ gen, Heyl und Frieden: Mit Mut⸗ ter⸗Haͤnden leitet er die Seinen ste⸗ tig hin und her: Gebt unserm Gott die Ehre. 6. Wenn Trost und Huͤlff erman⸗ geln muß, die alle Welt erzeiget, so koͤmmt, so hilfft der Uberfluß, der Schoͤpffer selbst, und neiget die Va⸗ ters⸗Augen deme zu, der sonsten nirgends findet Ruh: Gebt unserm GOtt die Ehre. 7. Ich will dich all mein Leben⸗ lang, OGOtt! von nun an ehren, man soll, OGOtt! dein Lobgesang an allen Orten hoͤren; mein gantzes Hertz ermunt ert sich, mein Geist und Seel erheben dich, gebt unserm GoOtt die Ehre. 8. Ihr, die ihr Christi Namen neñt, gebt unserm GOtt die Ehre: Ihr, die ihr GOttes Macht erkenut/gebt unserm GOtt die Ehre, die falschen Goͤtzen macht zu Spott, der HErr ist GOE, der Err ist G, gebt unserm GO TL die Ehre. 9. So kommet vor sein Augesicht mit Jauchtzen⸗vollen Springen, be⸗ zahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns froͤlich singen: GOLL hat es alles toohl bedacht, und alles, alles recht gemacht/ gebt unserm GOtt die Ehre. XXIV. 105. alles also wohl bedacht? Gebt un⸗ ö ö — WSShuI Iil Hergens L Ra don Hettzen de machbitGoOtte Iham, auserd ichts onst iit 2. Uhter dein sürden Stuͤrm ah den Sata Heind erbittert hey. Ob es is lUlizt, ob glei schiecken, Jest 3. Tioß hamg des Todes Rach darzu Robe W sieh hier und ft Ruh; GOttes acht. Erd und summen,ob se 4. Weg mit hist mein Ergöͤt Lust. Weg ihr e euch nicht hoͤr wust Clend, N. und Tod, sollz leiden, nicht vo . Gute Nach Welt erleseu, u Gute Nacht Weit dahinden, ants Licht. Gu und Pracht:Oi Lebell gete Me 6. Wlicht hr mein Greuden⸗ herei, Denen auch ihr hetri ehl, Dult ie Und Hohn Der im kide,Jein 669. amaft Aebedes . Hleid heg 400 —— htt Oehreun⸗ Heschafenhat, h Darͤber Hlt seer Guͤ⸗ Mgantzen Kö⸗ t und glleg Ott die Chre. Aumimmeiter Hertlimm meiit mein Helferr mir Trost ge⸗ ach GOdE ach! danckek, „gebt ze. HUndnimnter K geschicden, cht/ Ihr See⸗ Mit Mut⸗ IeSeinen ste⸗“ hebt unserm Hulfferman⸗ Letheiget, so berfluß, der Heiget die Va⸗ „der sonsten Geht unsobin mein Leben⸗ gunan ehxen, n Lobgesang mein ganes „Rhein Geist geht unsebmn Ramen ent, Ehre: Ihh/z Krrchllchebt Ohis falcchen 4/ Het.HErt 0/ HieEhre. Iulgestcht ringen/ be⸗ t/ undlaft e hat 65 Valles/ Hlles seem Gtt ——— Von der geislichen Freude. 40 Brende. (3670 18 10 0 WeSu meine Freude meine * Hertzens Weide, ISsu/ meine Ziersachiwie lang/ach lange ist dein Hertzen bange, und verlangt tigam, ausser dir soll mir auf Erden nichts sonst liebers werden. Unter deinen Schitmen bin ich lr den Stuͤrmen aller Feinde frey: Laßß den Satan wittern. daß den Feind erbittern, mir steht JSSUS bey. Ob es ietzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sund und. Hoölle schrecken, JEsus will mich decken. 3. Tvotz dem alten Drachen trotz des Todes RachenTrotz derFurcht darzu Dobe Welt, und springe i steh hier und singe in gautz sichrer Ruh? GOttes Macht halt mich in acht. Erd und Abgrund muß ver⸗ summen/ oh sie noch so brummen 4. Weg mit allen Schaten. Du fein bist mein Ergoͤtzen, IeSul, meine Lust. Weg ihr eiteln Ehren, ich mag euch nicht hoͤren/ bleibt mür unbe⸗ dthust⸗Elend, Noth Creutz, Schmach und Tod, soll mich, oh ich viel muß leiden nicht von WEsu scheiden. Gute Nacht, v Wasen, das die Welt exlesen, mir gefaͤllt du nicht! Gute Nacht/ ihr Suůͤnden/ bleibet Weit dahinden, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stoltz und Pracht: Dir sey gantzdu Laster⸗ Lebels, gute Nacht gegeben. 6. Weicht ihr Trauer⸗Geister/ defi mein Freuden⸗Meister Esus/ tritt herein.Denen die GOtt lieben,muß auch ihr betruͤben lauter Freude vnd Hohn: Dennoch bleibst du auch im Leide, D meine Fveude. 668, M. 5 Wenn wit in hoͤchsten Noͤthen ꝛc. es reud e XXIV. Von der geistl. Zeit, derschmahle Wegist Riuhlal Nach dir; GOttes Lamm,mein Braͤu⸗ Tod gantz wünderlich aus aller ch alleinwie suß ist mir der Name dein⸗ vielmehr; Kein Elend mag so bitter seyn. Dult ich schon hier Spott voll, den ich zum Himmel wandern Oll. e 2. Wie schwerlich laß sich leisch und Blut zwingen zu dem ewigen Gut wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, HErr JEsul steht niein Sinn. Bey dir mein Hertz Trost, Huͤlff und Rath allzeit gewiß gefunden hat, Niemand iemahls verlassen ist, der getraut hat auf JEfun Christ⸗ 4. Du bist der grosse Wunder⸗ Mannn/das zeigt dein Amt und Per⸗ son an] welch Wunder⸗Dirig hat man erfahrn, da du mein GOE L bist Meusch gebohrr.. 3% Und fuͤhrest mich durch deinen Noth/ VEsu/mein HErr und GOtt 6. Es kan kein Trauven seyn so schwer, dein fuͤsser Nahm erfreut seyn, dein sůsser Nahm der linderts ein. 7. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht so weist du, HERRI daß ichs nicht acht: Wenn ich dich hab/ so hab ich wohl, was mich ewig erfrenensoll. 8. Dein bin ich ja mit Leib und Seel/ was kan mir thun Suͤnd. Tod und Hoͤlle Kein besser Tren guf Era den ist denn nur bey dir, HERRR Beln Ehrin.. 9. Ich weiß⸗daß du mich nicht ver⸗ laͤstdein Zusag bleibt mir ewig foft, du bist mein gechter treuer Hipt/der mich ewig behuͤten wird. 10, JESi mein Freund, iein Ehr und Ruhm, mein Herßense Schatz und mein Reichthum! Ich kans doch ja nicht zeigen an, wis hoch dein Nahm erfreuen kau. II. Wer, Glaub uind Lieb im Her⸗ tzen hat/ der wirds erfahren in de That/ drum hab ich offt und viel ge⸗ ö A GOd/ wie manches Her⸗ 0 270 heleid hegeanet mir zu dioser haͤtt rledt: Wennn jchan dii nicht Fbousde 1i 407 Von der geistli chen Freude. 408 I2. So wolt ich den Tod wuͤnschen her, ja daß ich nie gebohren waͤr: Denn wer dich nicht im Hertzen hat/ der ist gewiß lebendig tod. 13. JESu, du edler Braͤutgam werth/ mein hoͤchste Zier auf dieser Erd: An dir allein ich mich ergoͤtz weit uͤber alle guͤldne Schaͤtz. 14 So offt ich nur gedenck an dich/ all mein Gemuͤth erfreuet sich, wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fuͤhl ich Gried und Trost in mir. 5. Wenn ich in Noͤthen beth und sing, so wird mein Hertz recht guter Ding/ dein Geist bezeugt, haß sol⸗ ches frey des ewgen Lebens Vor⸗ schmack sey. 20 16, Dium will ich, weil ich lebe noch, das Creutz dir willig tragen nach, mein GOtt mach mich darzu bereit, es dient zum besten allezeit. 17, Hilff mir mein Sach recht greiffen an, daß ich mein'n Lauff vollenden kan, hilsf mir auch zwin⸗ gen Fleisch und Blut, fuͤr Suͤnd und Schanden mich behuͤt. 18. Erhalt mein Hertz imGlauben rein, so leb und sterb ich dir allein. JEsu, mein Trost, hoͤr mein Begier, O mein Heyland! war ich bey dir. 6369.). Mel. Ach lieben Christen ꝛc. Ein Hertzens⸗IEsu, meine Lust, an dem ich mich vergnuͤ⸗ ge, der ich an deiner Liebes⸗Brust mit meinem Hertzen liege, mein Mund hat dir ein Lob bereit, weil ich von deiner Freundlichkeit so grosses Labsal kriege. 1 ↄ³õ9 2. Mein Hertze wallt, und ist in dich mit heisser Lieb entzuͤndet, es singt, es springt, es freuet sich, so offt es dich empfindet, so offt es dich imGlauben kuͤßt, der du dem Hertzen alles bist, das dich imGlauben findet. 3., Du bist mein wunderhahres Licht, durch welches ich erblicke, mit aufgedecktem Angesicht, daran ich mich ergvicke: Nimm hin mein Hertz, erfuͤll es che nicht zůruͤcke. 4 Du bist mein sichrer Himmels⸗ Weg, durch dich steht alles offen, wer dich versteht, der hat den Steg zur Seeligkeit getroffen: Ach laß mich liebstes Heyl hinfüͤhr doch ja den Himmel, ausser dir, auf keine Wege hoffen. 9205— Du bist die Wahrheit/ dich allein hab ich miꝛ auserlesen,/dañ ohne dich ist Wort und Schein, in dir ist Kraft und Wesen, ach! mach mein Hertz doch voͤllig frey/ daß es nur dir erge⸗ ben sey/ durch den es kan genesen. 6 Du bist mein Leben, deine Krafft soll mich allein regieren, dein Geist, der alles in mir schafft, kan Leib und Seele ruͤhren; Daß ich voll Geist uñ Leben bin, mein JEsu, laß mich nun fort hin das Leben nicht verliehren. 7. Du bist mein suͤßes Himmel⸗ Brod, des Vaters hoͤchste Gabe, da⸗ mit ich mich in Hungers⸗Noth als einer Sraͤrckung labe; O Brod! das Krafft und Leben giebt, gieb, daß ich/ was der Welt beliebt, niemahls zur Nahrung habe. 8. Du bist mein Tranck, und deine Frucht ist meiner Kehlen suͤsse, wer von dir trinckt, derselbe sucht, daß er dich stets geusesse, OQvell! nach dem mein Hertze schreyt, gieb, daß der Strom der gantz ergiesse. Sůͤßigkeit sich in mir 9. Du bist mein allerschoͤnstes Kleid, mein Zierrath, mein Ge⸗ schmeide, du schmuckst mich mit Ge⸗ rechtigkeit, gleichwie mit reiner Seide: Ach gieb, daß ich die schnoͤ⸗ de Pracht,damit die Welt sich herr⸗ lich macht, als einen Unflath meide. 10. Du bist mein Schloß und sich⸗ res Hauß,/da ich in Freyheit sitze, da treibet mich kein Feind hergus, da sticht mich keine Hitze: Ach laß mich iebes Jesulein, allzeit in dir erfun⸗ den seyn, daß deine huld mich schuͤtze. II. Du bist mein treuer Seelen⸗ Hirt,/ und selber auch die Weide, du 3 gantz, O wahres hast Licht, durch deinen Glantz, und wei⸗mit mich/ da ich war verirrt, gehohlt grosser Freude: Ach nim dein Schaͤf⸗ 4⁰ sflennun in 0 Ust noch! Hlardescheide. 13. Du bist nl am, dich wil Rein Hoherpyie as sich hat schle Honig del mic mich mit seine enn mich viel; . Ou bist! Freund, der get, mein Brul lynt, die Mut Mein Altzt, hin, mein Bals Rl,die michins 14. Ou bist Me Sireit, mein P Bogen, est Crof keit, mein Schiff mlein Mscker, wen sieht, mein sichtet Illet, det michnoe I. Du bist m mlein kicht,wenn he, mein Reicht gehricht, in T slein Zucker, we nein festes Dad enn ich im Rer 16. Du bist m sch in filer liebstes Blümle lur Zierde sete dem Creutes⸗T. Hen ohne Zahld herletze. ehigalles ll, Wois 405 Hrer Hinmelg⸗ t gles Iat e en; Ach la hfahebochin Rir„ aufkeine Heltedichglein daft ohnedi indixist i ach mein Helh Shut direrge⸗ an genesen. Vdeine Kraft , dein Geist, kan Leib und pollGeist uñ laß mich nun thekliehren. ses Himmel⸗ ste Gahe, da⸗ I6/Noth als OBlod Idas⸗ gnet/ der mich noch nie betrogen. gleb/ daß bt/ Hemmahls uck und deine sen süsse, wer he sucht/ daß Ohell nach Hi/ gieb, daß aitschinmür. allerschoͤlftes „lein Ge⸗ slichmit Ge⸗ Mit teilen ich bie schho⸗ helt ssch hetb⸗ nflath meide. Hohund sich⸗ Hhe stheda helgüs da Ichlaß mich ösgerfune Michschuße, Her Seclehh⸗ Weide/ 00 0⁰ Heih Gcll⸗ Bogen, ein Droͤster in der Traurig⸗ henn ich im Regen stehe. hen ohue Zahl den schwepen Gang ich will dich meine Liebs⸗Begier, rt, Kebohlt mein einig alles nennen, denn was Rrt/gey)., 400 73 Vom Vertrauen auf GOtt. Schaͤflein nun in acht damit es we⸗ der List noch Macht von deiner Heerde scheide. ö 12. Du bist mein holder Braͤuti⸗ gam, dich will ich stets umfassen/ mein Hoherpriester und mein Lam, das sich hat schlachten lassen: Mein Honig/ der mich gantz besitzt, der mich mit seiner Allmacht schuͤtzt, wenn mich viel Feinde hassen. Ig, Du bist mein auserkohrner Fraund, der mir mein Hertz bewe⸗ get, mein Bruder, derses treulich meynt/ die Mutter die mich pfleget; Mein Artzt, wenn ich verwundet bin, mein Bal sam/ nieine Warte⸗ lin/die mich in Schwachheit traͤget 14. Du bist mein starcker Held im Streit, mein Pantzer, Schild und keit ⸗mein Schiff in Wasser⸗Wogein, mein Ancker, wenn der Stuym ent⸗ steht/mein sichrer Compas und Ma⸗ I5, Du bist mein Leitstern und mein Lichtwenn ich im Finstern ge⸗ he mein Reichthum, wenn es mir gebricht in Tieffen meine Hoͤhe, mein Zucker/ welñ es bitter schmeckt me in festes Dach/ bas vꝛich bedeckt/ 16. Du bist mein Garten, da ich mich in stiller Ruh ergotze, mein liebstes Bluͤmlein welches sch allein zur Zierde setze; Mein Roͤßgen in dem Ereutzes⸗Thal, da ich mit Dor⸗ berleze 1½ Du bist mein Trost in Hertze⸗ leid, mein Lust⸗Spiel, wenn ich la⸗ che, mein Dagewerck/ das mich er⸗ srout, mein Deucken, wenn ich wa⸗ che/ im Schlaff mein Traum und sͤsse Ruh, mein Vorhang, den ich merzu mir um mein bettgen mache 18. Was soll ich, Schönster, wohl von dix noch weiter sagen koͤnnen/ mein Hertze für und fuͤr von deiner Liebe breunen. ö 13 Mel Wie schoͤn leuchtet der ꝛe. Ein JEsu suͤsse Seelen⸗Lustvp mir sst nichts ausser dir bewust, wenn du mein Hertz ergoickest; die⸗ weil dein Kuß so lieblich in,daß man alsch seiner selbst vergißt, wenn du den Geist entzůͤckest, daß ich in dich alis dem Triebe veiner Liebe von der Erde, uͤber mich gezogen werde. 2. Was hatt ich doch fuͤr Trost und mein JESu noch nicht kannte? Wie blind und thoͤricht gieng ich hin, da mein verkehrten Fleisches⸗ Sinn von Welt⸗Begierden brann⸗ te/ biß mir von dix Licht und Leben wayd gegeben, dich zn kennen/ hertz lich gegen dich zu brennen. ö Schein/ als war she schlechtes Fto⸗ lich seyn ein herrliches Vergnůgen.: Allein, wie eilend gehts voßbey, da sieht man/ daß ed Blendwerck sey⸗ wodurch wir uns betrugey Drum muß IEsus mit den Schaͤtzen mich ergötzen; die bestehen, wenn die Welt/Lust muß vergehen. hält, der hat die Koafft der andern Welt hier allbereit zu schmecken: pflegt JEsus gleich zu mancher Zeit hey grosser Hertzens⸗Draupigkeit sein Antlitz zu verdecken, ist doch einer guf dem Bette dieser Welt zu schlaffen hatre. e So weiß ich auch aus deinem Wont/ baß du dich⸗ liebster Soelen⸗ Hort nicht ewiglsch versteckest: Du thust vox mir die Augen zu, auf daß du desto groͤßre Ruh hernach in mit eymeckest, wenn ich treulich als ein Rebe an dir klehe, auch im Leide/ nicht nur in der fuͤfen Freude 6. Derhalben soll mich keine Noth, ich will, das bist du mis achi] laß 410 Licht/ als ich dein holdes Angesicht, 3, Die arge Welt hat zwar den 4. Wer JEsum fest im Glauben sein Joch saufft und feiner,als wenn mein JSSu war es auch der Tod, von deineim Dienst abschrecken: Jeh e an Bon der geistlichen Frende. weiß, daß mich dein Hertze liebt, da⸗ dir zu seyn, mein Erloͤser! JESnj, rum so geh ich unbetrübt mit dir durch Dorn und Hecken, plage, schlage, ich bin stille, ists dein Wil⸗ le/ mich zu kraͤncken, du wirst meiner doch gedencken. 2. Und solt ich auch, mein Hort! in dir dein suͤsses Manna nicht allhier in dieser Zeit empfinden, so will ich doch zufrieden seyn, und werde dei⸗ nen Gnaden⸗Schein in jenem Leben finden, da man stets kan, sich zu la⸗ ben, JEsum haben; stets erblicken, und ihn in die Arme druͤcken. 8. Allein du holder Menschen⸗ Sohn! ich lerne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen: Dein Hertz, das mich in Trauren setzt, Und sich verschleust, muß doch zu⸗ letzt von lauter Liebe brechen Drum fuͤllt und qvillt in mein Hertze nach dem Schmertze deine Suͤsse, die ich noch allhier geniesse. 9. Du salbest mich mit Freuden⸗ Sehl, so daß sich oͤffters Leib und Seel recht inniglich erfreuen; ich weiß wohl daß du mich betruͤbst, ich weitz auch, was du denen giebst, die sich dafur nicht scheuen. Drum gieb den Trieb unabwendig und beflaͤn⸗ dig treu zu bleiben, und recht fest an dich zu glaͤuben. 10. Der Glaub ist eine starcke Hand, und haͤlt dich als ein festes Band: Ach! staͤrcke meinen Glauben, im Glauben kan dich niemand mir, im Glauben kan mich niemand dir, O starcker JEsu, rauben; weil ich froͤ⸗ lich Welt und Drachen kan verla⸗ chen, und die Suͤnden durch den Glauben uͤberwinden. mein Erloͤser 3. Nichts ist lieblichers als du, lieb⸗ ste Liebe Nichts ist freundlichers als du, milde Liebe! Auch ist süsserz nichts als du, suͤsse Liebe! JESf, suͤsse Liebe! 4 Weide mich und mach mich satt, Himmels⸗Speise! Traͤnncke mich/ mein Hertz ist matt, Seelen⸗Wey⸗ de! Sey du meine Ruhe⸗Statt, Ruh der Seelen! JEsu, Ruh der Seelen! g. Ich bin kranck, komm, staͤrcke mich/ meine Staͤrcke! Ich bin matt, ergvicke mich, suͤsser Jesu! Wenn ich sterbe, troͤste mich, du mein Troͤ⸗ ster, JEsu! du mein. W OS suͤß! wer dein gedenckt, deß hertz mit Freud wird uͤber⸗ schweugt: Noch suͤsser aber alles ist, wo du, O JEsu, selber bist. 2. JEsu, du Hertzens Freud und Wonn, des Lebens Brunn, du wah⸗ re Sonn, dir gleichet nichts auf die⸗ ser Erd, in dir ist, was man ie be⸗ gehrt. 3. JIESu, dein Lieb ist mehr denn drieß: Viel tausendmahl ists, wie ich sag, edler deun mans ausspre⸗ chen mag. 4. JIEsu, du Ovell der Guͤtigkeit, ein Hoffnung bist all unser Freud, ein suͤsser Fluß und Gnaden⸗ Brunn/ des Hertzens wahre Freud unnd Wonn. 5. Dein Lieb, O suͤsser JESu Christ! des Hertzens beste Labung 2%½3 (37½ J. A. Mel OJEsu Christ meiues Lebens. suͤß, ichts ist darinn, das ein m ver⸗ + Renn Hertznsg öobis die unt Lebumfeht al . VGSUN gut Wohl de sichen thut. uhen ab, daß hab. 9. WMEIU hu Trost der. schreyt, die hel hich, das He higlich. 10. Ja/ wo ich Prost ich, gend uͤber Y. sindt; Seelh) Lount. I, Mis ich g nun: Wasschb chon: Mr ich chwachehlein H. schzent dir nachͤ 13, Wirdich,! see blelbt gemn lichtiñ,dasdi Hächt und hr Rhehr. . MSy, d au⸗Sohn Ohaden⸗Thio nie sichs gezif Ende nimmern 14½ In me luf, HEtr me ault, 6 Kestellt„JES Walt. NGSIU 5. Du Bin Hethigkeit, dei heit und breit, mein 651.) J. F. ist: Sie machet satt, doch ohn Ver⸗ ucbenteb, Isner meiges Hertzens Freuddruß! Der Hunger wachst im u⸗ ileh suͤsser JESh; meiner Seelensberfluß. n Dim Seeligkeik; suͤsse Je Su! des cde⸗ JESu, di Engelische Zier, zu enh muͤthes Sicherheit: suͤser JESun wie füß in Ohren klingst du mir: stigt: J. JEsu, susser JEsu! Du Wunder Honig in dem Mund. 090 Matt, 2. Tausendmahi gedenck ich dein, kein bessern Tranck mein Hertz em⸗in athelt mein Erloser! und begehre dich al⸗pfund., lein/mein Erloͤser Soͤhne mich bey 7, JESu, du hoͤchste Guͤtigkeit, ühertrift, 9 Aloser EN Hachmichsete, Wallcke mich, 1 Saalen, Wöeh⸗ Nhe⸗Statt, Vfu/ Roh deß benm, färke chmaft, IEl Wenn ch. du mein Sfh. Troster, 4 sümeilles Eebens, r deln gedent, rrni. Ulek⸗ ubeb alles st, enns Freud und; Brun du wah⸗ set llichts auf hie⸗ wvgs man je he⸗ schit mehr hent ll, das ein m ver⸗, btlahlsts,Wis Wahs auloshre⸗ er Gütigkeit, IHunser Gpeld/ und Gliaben⸗ uis wahre grelb süsse lss heste Labung dochohn Vit chchst in K⸗ Hallche Rie gst di Hte i dem Munnd iueig Herß en⸗ % Hülhkall r en 6f suchen khut. heit und breit, der Traurigkeir Ge⸗ klingt/ ein Chor ist, der nicht von hahtze Welt, die er bey GOtt zu 3 Ie Von der geistlichen Freude⸗ mein Hertzens⸗Lust und beste Freud, du hist die unbegreiflich Güt/ dein Ach Leb umfaͤht all mein Gemuͤth. I 8. JSSu lieb haben, ist sehr gut: Wohl dem, des sonst niehts Mir selber will ich 33h. ab/ daß ich in ihm das Lehen hab. ö 9. JESu, meine Süßigkeit, du Trost der Seel, die zu dit schreyt, die heissen Thraͤnen suchen dich, das Heytz zu dir schreyt in⸗ Higlich. 10. Ja/ vo ich bin, um das Revier, owolt ich„IEsus waͤr bey mir Freud uͤber Fyeud, wenn ich ihn findt; Seelig, wenn ich ihn halten ount. ö ö I1/ Was ich gesucht, das seh ich hun Wgs ich begehrt, das hab ich chon; Vor Lieb/ O JEsu bin ich Hreyt dir nach. 038 12. Wen dich, OJEsu! also liebt, her bleiht gewiß wohl unbetruͤbt, hichts ist, das diese Lieh verzehr, sie chaͤchst und brennt ie mehr und ehr. . JESu, du Blum und Jung⸗ srau⸗Sohn, du Lieb und suͤsser Gnaden⸗Thron, dir sey Lob, Ehr, wie sichs geziemt, dein Reich kein Ende nimmer nimmm. Ia, In dir mein Hertz hat seine Lust, HErr mein Begier ist dir be⸗ wust: Auf dich ist all mein Nuhm We du Hehland aller elt. . Du Brunngvell dey Barm⸗ hertzigkeit,dein Glantz erstreckt sich wolck vertkeib, das Licht der Glori beh uns bleib 16. Dein Lob im Himmel hoch er⸗ dib fingt: IESn erfreut die Fbied gestellt 1%½. JEsus im Fried vegieren thüt, chwach mein Hertz das flammt und st Diesen Fried mein Hertz Hegehy waͤhrt. ö 10. JEsus zum Vater ist gefahrh regiert ob allen Himmel⸗Schaar mein Hertz von mir gewichen il laufft JESuy nach, hat jhn wischt. 70.0 —(373 A. F. 0 Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛe. Islis ist mein Freuden⸗Leben SEsus ist mein Lebens⸗Cron, JEsus ist mein Gnaden⸗Throns, ih⸗ me thu ich mich ergeben: Mich er⸗ haͤlt sein theures Blut, IEsus I mein hoͤchses Gut. 2. Ohie JEsu muß ich sterben, oh⸗ ne seiner Gnaden Schein hab ich laufer Hoͤllen⸗Pein, Leih unb Seels muß verderben drum sein Arm mir 2050 1—— JEsus ist mein hoͤch⸗ es Gut. ö 3. Hah schdieses Gut im Heren, eh] so hab ich alles wohl, was ich wig haben soll, das mir keinmahl das mir ma⸗/ chet Hertzund Muth; JSSUS ist bringet Schmertzen⸗ mein hoͤchstes Guth. 4. Also⸗ will ich mich verlassen auf den HEyren JEsum Christ, wider alle Teufels⸗Lst, wenn mich Welt und Menschen hassen, wenn mich schreckt der Hollen Gluth; JEsys ist mein hochstes Guth. 5. Niemand zan mir Rettung sen⸗ den, ohne Christ, der Gideon,GOt⸗ tes eingebohrner Sohnwelcher sich wird zu mir wenden, mit der Engel Schaar und Hut: IEsus ist mein 0 hoͤchstes Guth. 6, Nlin laß deine Macht mich mercken, hilff dem Sohne deiner Magd, wenn mich Furcht und Schrecken nagt, wollt du deien Knecht auch staͤrcken, gieb mir dei⸗ nes Geistes Muth; JIEsus ist meint hoͤchstes Gutch. 7. Ein Gelübd will ich bir geben, dein getreuey HKnecht zu seyn, dir deß ubertfft all ͥetlich Gut; Zu an Wort au dienon fein, gieb 205 65 979 N daß ich diß bald wurd 9— x E Von der geistlichen — Freude. 16 nur gesundes Leben, gieb mir deines Geistes Muth: JEsus ist mein hoͤch⸗ stes ut. 8. So will ich mit Freuden bleiben in dem Hause deiner Ehr, gerne hü⸗ ten deiner Thuͤr, und es lassen mir verschreiben, dir soll dienen Fleisch Gut Blut/ JEsus ist mein hoͤchstes ut. (37⁴40 Mel. HErr, jch habe mißgehandelt. VEsu, JIEsu, mein Regierer, JIE⸗ ö su! heller Himmels⸗Glantzl mei⸗ nes Lebens bester Fuͤhrer; meiner Seelen Ehren⸗Krantz, laß mich doch yon aus und innen, liebster JESU! dich gewinnen. 2. Meine Seel und gantzes Leben, und diß alles was ich bin, sey dir, JEsu? gantz ergeben, nimm es in Henaden hin: Schuͤtze, rette und ühre. und den Weg zum Himmel uͤhre. 3. JEsu, IEsu, meine Sonne, IE⸗ su, meines Hertzens Trost, meiner Seelen Freud und Wonne, O du suͤsse Himmels⸗Lust! Ach erfreue Hn Glieder, liebster JEsu! ietzo wieder. 4. Schau, O JESu! schau vom Himmel mich betruͤbten Suͤnder an, denn in diesem Welt⸗Getuͤmmel durchaus nichts erfreuen kan, JE⸗ su ¶ JEsu! komm hernieder, und er⸗ gvicke meine Glieder. (375.). G. W. S. 2 Mel. Werde munter mein Gemuͤthe. I meiner Freuden Freude, eEsu, meines Glaubens Licht, JEsu meiner Seelen Weide, IE⸗ u, meine Zuversicht! O wie koͤmmt dein Nahme mir so gewuͤnscht und lieblich fuͤr; dein Gedaͤchtniß, JE⸗ sul machet, daß mein traurigs Her⸗ tze lachet 2. JIEsu! dich lieb ich von Hertzen, werd auch nie von Liebe satt: Der ist frey von allen Schmertzen, der dich, liebster JEsu! hat. Du siehst in mein Hrrtz hinein, dir fan nichts verborgen seyn: Du weist wohl, daß ich dich liebe, und sonst alles von mir schiebe. ö 3. JEsu, meines Lebens Sonne! JEsu meiner Sinnen Lust! Ausser dir, O meine Wonne! ist nichts lie⸗ bers mir bewust. Kuͤsse, schoͤnster IEsu/ mich. Werther Schatz, ich kuͤsse dich ich umfange dich im Glau⸗ ben, dich soll mir kein Teuffel rauben. 4. JIESu, Schutz⸗HErr der Be⸗ zwangten, JESu, der Verlaßnen Schild, JEsu, Helffer der Bedraͤng⸗ ten, O du Vaters Ehenbild! Ich laß Erd und Himmel seyn, wenn nur JEsus bleibet mein. Erd und Himmel wuͤrde Hoͤlle, waͤre JEsus nicht zur Stelle. JEsus ists, der mich kan laben; JEsus ists, der mich erhalt: Werd ich meinen JEsum haben, ey so laß Augen bricht/ laß ich dennoch NE⸗ sum nicht: Werd ich meinen Geist aufgeben,ist er meines Lebens vehen. 6. Wird gleich Gut und Blut ver⸗ schwinden, geht gleich Leib und Le⸗ ben hin, kan ich meinen JEsum fin⸗ den, ey, so hab ich doch Gewinn: Jetzt schon hab ich, JElu dich, JE⸗ su, JEsu, du hast mich, IEsu, hleib doch ewig meine, ich will ewig seyn der Deine. (376.) Mel. Ach HErr mich armen. San üͤber alle Schaͤtze, O IE⸗ suliebster Schatz, an dem ich mich ergoͤtze, hier hab ich einen Platz in meinem treuen Hertzen, dir Schoͤnster, zugetheilt, weil du mit deinen Schmertzen mir meinen Schmertz geheilt. 2. Ach! Freude meiner Freuden, ich mich kan weiden, das meine See⸗ len⸗Noth gantz kraͤfftiglich kan stil⸗ len, und mich in Leidens⸗Zeit er⸗ freulich uͤberfuͤllen mit Trost und Suͤßigkeit. 3. Laß, Liebster, mich erblicken dein sreundlich Angesicht, mein Hertze i ich alle Welt: Wenn der Tod mein du wahres Himmels⸗Brod! damit 47 Usbicken, k Füahenicht Iben, Is lauter Eufioket 4. Oeeiche heb so sise Ruh or slleschlag nag Willgcultig ei ine Pein von d soch sůr beschn . Mein Herhe amer für und f hen, und will fften Geuer sc ohne bich, lacht und jann 6OHemlichke Ig und willich Mhimmlischg licht, o JE Hhnich mich Hkten bauet, ch. INun, JEsu Husll, holemi⸗ Soboß zu Iig Gllen Zier, Ouden in deme Iahmirniemand 66541. 37⁷ Hl. Befeh Eh sreu wi Musmeineg e silich ottnu Alex Stundie9 5—8 0 uclieblichsoß Albelein. W —.8 5 2 zugedecket sein Wohr Hishäme f. ceist wohl, and sons gllz hens Sonne! uf Ausser 56 Von der geistlichen Fteude. zu ergvicken, komm, komm mein Freuden⸗Licht Drum ohne dich zu leben, ist lauter Hertzeleid, vor dei⸗ nen Augen schweben, ist wahre Us nichtslies Usse, schög Schatz,. dich im Glas Dauffelrauhen, Süßigkeit. 4. Oreiche Lebens⸗OvelleOIC⸗ su/ suͤsse Ruh Du treuer Ereutz⸗Ge⸗ Mlr dex Be, der Veklaßnen Tder Bedpahge Tbenbilos Ich Iseyn, wenn selle! schlag nach Belieben zu. Ich pulged ich fuͤr GOttes Majestat, hoff dariun will gedul tig leiden und soll mi keine Pein von deiner Liebe scheiden, noch mür beschwerlich seyn. Mein Hertze bleibt ergeben dir, immer füͤr und für/ zu sterben und zu leben, und will vielmehr mit dir in lein. Erdund „ wäte JEsus lich kan laben; Ahält! Werd Ibel, ey so laß der Tod nieiß dennoch IJE⸗ Meinen Glist bensbeheh. Blut ber⸗ ch Luih und Le⸗ Esum fin⸗ doch Gewinn Elldich, JE⸗ HJEs, hleib ull etvigseyn ich armel. chaße, ONE, 6/ an demich tieffsten Feuer schwitzen, alsachoͤn⸗ ster ohne dich, im Paradiese sißen⸗ heracht und jaͤmmerlich. 6, OHerrlichkeit der Erden! Dich mag und will ich nicht, mein Geist willhimmlisch werden, und ist dahin gericht/ wo Esus wird geschauet/ da sehn ich mich hinein, wo JEsus Huͤtten bauet/ denn dort ist gut zu Eh freu mich in dem HErren, icheinen Plaß Herthen/ die 4% Well du mit Iule meinel 6 Meine Sie⸗ Hlich kn fil Hens⸗Zeitel Ut Hust un Khlkenein Mi 0 Ihen Gteudetl, Biodl daclit⸗ ehn. 1—.—64 Nun, JEsu, mein Vergnuͤgen, omm hole mich zu dir, in deinem Schooß zu liegen, komm meiner Seelen Zier, und setze mich aus Gnaden in deine Freuden⸗Stadt, so kan mir niemand schaden, so bin neich und satt. 7i.Y 5. EI. Mel. Besiehl du deine Wege. Daus meines Hertzens Grund, bin froͤlich GOtt zu Ehren/ ietzt und zu allexr Stund] Mit Freuden will ich singen, zu Lob dem Nahmen sein, Hantz lieblich soll erklingen ein neues Viedelein. In Sünd war ich verlohren, funblich war all mein Thun. Nun hin ich neu gebohren in Christo GoOttes Sohn/ der hat miy Heyl er⸗ woörben durch seinen bittern Dod, meine Missethat. ö 3. Al Sünd ist nun vergeben, und ügedecket fein, darff mich nicht mehr beschämen füs S Oie dem wpeil er am Ereutz gestorben, füͤrsi ö ö ihren Wercken ruht. 5. Der Mensch sieht GOtt mit heil⸗ geschmuͤcket mit einem schoͤnen Kleid, gezieret und gestuͤcket mit Heyl und G'rechtigkeit. 4½ Dafüuͤr will ich ihm sagen Lob schmeid/ will damit herrlich yrangen zu erlangen die ewge Seeligkeit. 6²8. Erfließ/ mein Geist in JESu be ietzt die Qvelle wieder funden, die Seele labt/ die můͤd und matt: Eil wie ein Hirsch zu dieser Qoell, die kraͤfftig lieblich, uß und hell, aus unser Hertz und Seel versuͤsset. Labsal ware/ sie traͤnckt mit Gift und wirckt ein Ballam aller Saffte, mit Krafft in aller Seelen Kraͤffte. 3. Wiyff weg/ wo du noch erwas hast im Munde, das nach dem eiteln fließ in dem reinen Grunde, den GOttes Brunnlein dir entdeckt, vermische nicht GOtt und die Welt⸗ weil dieses nur zusammen haͤlt, es Kinder, die die Gngde saugen. . Und O wie schön, wie unaus⸗ sprechlich gvillet die Himmels Lust in unser Hertz wenn G O Lden uns stroͤmet niederwarts, diß kan niger die Werck verstehn, die GOtt in stiller Seele thut, wenn sie von ger Furcht und Zittern in Krafften 8 HErren mein; Ich bin gantz ne und Danckallezeit, mit Freud und Ehren tragen diß koͤstliche Ge⸗ Blut und Wunden, und trinck nach langem Durst dich satt: Ich ha⸗ JEsu Hertz und Seite fliesset, und 2. Die Welt hat nichts das dir ein Hoͤllen⸗Pfuhl, darum dich bald zum Strohm des Lebens kehre, der lau⸗ ter stets vor GOttes Stuhl, hier wird das innerste vergnuͤgt/das son⸗ sten als verschmachtet liegt, hier Wasser schmeckt, daß der Cyystall haben reine Sinn und Augen, die Durst in seiner viebe stillet, und in kein fleischlich Auge sehn, viel we⸗ uber alle Krafft/ da er in uns das e 419 Von der geistlichen Freude. 4²⁰ Irdsche will zersplittern, das uns haͤlt in gemeiner Hafft, doch koͤmet er so lieblich suͤß, daß diese Pein ist kein Verdrieß, er haͤlt uns mit ver⸗ borgnen Haͤnden, daß wir uns gerne zu ihm wenden. 6 HErr! deine Lieb kan sonst un⸗ moͤglich tragen die Creatur, die so voll Suͤnd, denn ob sie wohl hie hat ein Wohlbehagen, wenn du sie blickest an geschwind, sy muß doch/ wenn ein Strahl entsteht, von dei⸗ ner hohen Majestaͤt, was sterblich ist/ vor dir erschrecken, und mit Eliag sich verdecken. J. Doch offen bahrst du dich in gros⸗ ser Wonne, die deinem Kind er⸗ traͤglich faͤllt, du spielst in uns, O freuden⸗reiche Sonne, als Sonne in der neuen Welt, wir suchen nur die Morgenroͤth, da doch dein Licht stets hoͤher geht, biß uns nach Her⸗ tzeus⸗Lust erschienen dein volles Licht der Blut⸗Rubinen. 8. Ein Strohm von diesen Was⸗ sern kan vertreiben Egyptens dicke Finsterniß, die Krafft kan man nicht reden oder schreiben, die in dir macht das Hertz gewiß, wir fuͤhlen deinen starcken Geist, der deine grosse Liebe preibt, in reiner Wahrheit ohne Mackel, als eine reine Wahrheits⸗ Fackel. Mein Heyland, hier kan ich mich recht erkennen, daß ich bin eine schlechte Mad, ein faules Holtz, nichts werth/ als zu verbrennen, und doch erhaͤlt mich deine Gnad, dein Licht zeigt mir den kleinsten Staub der Suͤnden, die ich sonst nicht glaub, diß legt den Stoltz fein bey mir nieder und fuͤhrt mich zu der Demuth wieder. 10. Nun hier kan ich, mein Hey⸗ land/ dich erkeñen, wie Gnaden⸗reich dein Angesicht; Du fegst den Staub von deiner lieben Tennen, und gie⸗ hest mir⸗ was mir gehricht, mein E⸗ lend niniist du von mir ab, und giebst dich mir zum sichern Stab, und wen ich nicht weiß fortzugehen, so muß ein neues Licht aufgehen. II. Je treuer ich dich in dem Glau⸗ ben halte, je klaͤrer wird dein Licht erklaͤrt, und wenn ich denn die fro⸗ hen Haͤnde falte, die Seel der Liebe Krafft erfaͤhrt, dann huͤpffet sie in Liebes⸗Trieh, und hat dich, HErr, inbruͤnstig lieb, und gaͤbe dir wohl tausend Welten, die treue Liebe zu vergelten. 12. O HErr, laß mich dein Ange⸗ sicht offt sehen, ich weiß sonst nichts, das Dich vergnuͤgt, ach! laß doch bald die schwartze Wolck vergehen, wenu sie mir fuͤr den Sinnen liegt; Du Freundlichster du bist uns nah, wenn man dich sucht, so bist du da, du haͤltst dich immer zu den Deinen, darum must du mir offt erscheinen. (379.9 Esne ist Noth! Ach HErr ldiß ei⸗ ne lehre mich bekennen doch al⸗ les andre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Hertze sich naget und plaget, und dennoch kein wahres Vergnuͤgen er⸗ jaget, erlang ich diß eine/ das alles ersetzt, so werd ich mit einem in allen ergoͤtzt.. 2. Seele, wilt du dieses finden, suchs bey keiner Creatur; Laß, was Irdisch ist, dahinden, schwing dich üͤber die Natur. Wo GOtt und die Menschheit in einem vereinet, wo alle vollkommene Fuͤlle erscheinet, Theil, mein Ein und mein Alles und seeligstes Heyl. 3. Wie Maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu JEsu Fuͤssen voller Andacht niederließ, höͤren, was JEsus ihr Heyland sie ihr alles in einem geschenckt. treulich an dir hangen/schencke dich zu da, da ist das beste nothwendige ihr Hertze entbronnte, diß eintzig zů wolte belehren, ihr Alles war gaͤntz⸗ lich in JIEsu versenckt, und wurde 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster JEsu,mur nach dir laß mich I ich 44— Welgegtmir, lzum gröf Ich dix dennoe henn dein W. und Geist/ K icht in Nest 5. Aller We dir jn verboke dah sichauch che Echranck Demuth und mich zu der ist, fuͤhret. uumrecht ken der Weißhest 6,Nehto l rilgen, al fls Gut/ Je Iingen hulch Blüt, Die ist mir ertwotk Stamme bes die Kleider de Huugt, worin Ehigkeit yran 7. Nun sor leduch nach d dubisia, der Hallgung ge Zuht Gottlich stin die/ we Nheben, en Aurglichen eu uwireingig! . Mag ol I n gehen. ntdem Slu, dustd hein Eicht sch denh diefro, eSellder kebe. in höyfft se in Haldich„Wiup Dgabe dir ohl Wkpeue Lieheniy fichdein Ange⸗ Hliß soñst nichtö, Lach! laß göch Walck bergehe, Sintenflege;. du hist unstiah, H/ so hist duda, Liuden Deineh, offt aaschemnes. 2 ch HErz ldih ei⸗ dehlen dochlal⸗ ch scheine/ Itja chdarühter das W dieses Mun alux/ Laß, wn M/ schtbing bich VOOtt und die Hsch 0 Nun so giet 42 BVon der geistlichen Freude. 3²⁴² au eigen mir⸗ Ob viel auch umkehr⸗innig ergvickt/ als wenn ich dich en zum groͤsse sten ö ch dir dennoch in Lie be nachlauffen/ Hauffen, sü will denn deis Wort, OIJEsn ist Leben Aid Geist, was ist wohl, das man nicht in Jesu geneust. . Aller Weißheit höchste Hulle in dir ia verbopgen lieg t. Oieb nur, daß sich auchmein Wille fein in sol⸗ che Schrancken fuͤgt, worinnen die Demuthund Einfalt regieret, und mich zu der Weißheit/die himmlisch ist, fuͤhret. Ach! wenn sch nui JE⸗ lum xecht kenne und weiß, so hab ich der Weißheit vollkommenen Preiß. 6, Nichts kan ich vor GO Des ja bringen/ gls nur dich, mein hoͤch⸗ stes Gut, Is⸗Su es soll mir ge⸗ lingen durch dein rosinfarbnes Bluüt, Die hochste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Creutzes gestovben, dDie RKleider des Heyles ich habe er⸗ langt, wörinnen mein Glauhe in Epwigkeit prangt. seb, daß meine See⸗ le auch nach deinem Bild erwacht, dul bist ja, den ich erwehle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum Gottlichen Waridel undSeben, ist in dir/ mein Heyland/ inir alles gegeben, entreisse mich aller ver⸗ ganglichen Lust/ dein Lehen sey E⸗ su mix eintzig bewust. 8./ Jatbas soll jch mehr verlaugen/ mich beschwemt der naden Fluth Du bist einmahl eingegangen in das Heilge durch dein Blut. Da hast du Die ovge Sklssüng exfunden, daß ich nun der hoͤllischen Herrschafft ent⸗ bünden Dein Eingang die völlige Freyheit mir bringt, im kindlichen Geiste has Abha nur kling.t. . Volles Gnuͤgen, Fried und Freu⸗ Hey ietzo meine Seel ergotzt, weil auf Einne fbische Wehde mein Hidt, IE⸗ susmich gesetzt. Nichts suͤssers kan also mein Hertze eylaben, als wenn ichnur, JEsu dich immer soll ha⸗ ben, michto/ nichts ist, daß alsomich 0 JEsu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, JEsu, di alleine solt mein Ein und Alles seyn. Pruͤf, erfahre, wie ichs meyme, tilge allen Heuchel⸗Schein Sieh/ ob ich auf hoͤsen betruͤglichen Stege, und leite mich, Hochster auf ewigen Wege. Gieb/ daß leh nur alles hier achte fůr Koth/ und JEsum gewinne/ diß es⸗ ne ist noch.. 3⁸⁰π Mel. Eins ist Nothach H. Tunrulen IESU/ Ehren Honig, du mein Schatz/ mein Braͤuti⸗ gam, edler Hort ach; nur ein we⸗ nig vicht dein Aug auf mich, mein Laniin. Voll hruͤnstiger Liebe und heissen Veylgugen, epwarbet mein Heltz, dich, mein Heyl! zu umfan⸗ gen/ beneite mich/ til ge die fuͤndliche Art/ O IEsusen inniglich mit mix gepagrr. 3. Michts le⸗ reinige nach deinem Sinn, Gesst und Seben Leih und Seele, nimm mich dir gantz eigen hin. Erwecke durch deine Heyl bringende Guade⸗ mein Hertze zu lauffen im Gottli⸗ chen Pfade, nur dieses alleinte, was stlich fuͤrdir sehaff, Dameitz IEsu hund wircke in mir., Labsal so da stillet Hertzens⸗Angst⸗ der Sündenseid Unendlicher Aug⸗ fluß der Goͤttlichen Fuͤlle, berbinde mich mit dir in heiliger Stille Richt salle Gedancken nur Himmel⸗warts hin kritt amter die Fuffe den rdi⸗ schen Siun 4. In dir woesd ich ja ergvicket miß Liebe druͤcket an dein Heptz und dei⸗ ne Brust; oiedewige Liebe/ Freud. hertzlichs Erbarmen tranckt, Hroͤstet. ergoͤtzet und saͤttigt mich Armen, ein volles Meer deiner unendlichen meinem Gemuth. als dich/ ich HErr erweh⸗ He der yeinen Engel/ Lust/so nich deins Git,/ mein JEsuß⸗ ergelht sich in Llebster ihilff daß schauchtreu⸗ 3Hoelle die das geben gvillet, de ner Stroͤhme Sußigkeit seh mein 4²³ Von der geistlichen Freude. 4²⁴4 lich unverruckt im Glaubens⸗Lauffsteh, und in die rothen Wunden seh⸗ dieses Kleinod, das sehr heilig, still und klůglich hebe aufl es mögen als⸗ denn gleich die Kraͤffte der Hollen mit ihrem Anhange sich wieder mich stellen, Geist, Macht,Krafft u. Stär⸗ cke legt JEsus mir bey, er selber hilft siegen, und machet mich frey. 6. Lauter Wollust mich nun traͤn⸗ cet, das, was mich ergoͤtzt allein, ist in JEsu mir geschencket, kont auch was erwůnschter seyn ⁊ stim̃t alle die Hertzen zusamen im Loben, LichtLe⸗ ben, Heyl, Gnade erscheinet von o⸗ ben. Fur allen hebt Himel⸗auf hei⸗ lige Haände. GOT staͤrck uns, O IEsu hilff siegen ohn Ende. 8r.) Mel. O JIEsu Christ mein's. Ach GODT!In was fur Freu⸗ digkeit schwingt sich mein Hertz zu dieser Zeit, so oͤfft ich nur an JE⸗ sum denck/ und mich in seine Wun⸗ den senck.**— 2. Wie freuet sich mein Geist in dir/ was Ruh und Freude schencket mir der Glaub an dich, O JEsu Christ! der du mein Ein und alles bist. 3. Wenn ich dich recht und wohl be⸗ tracht, mein Hertz all Lust der Welt veracht; Wenn mein Sinn ist zu dit gericht, die Erd mir greult, ich acht ihr nicht.*0— 4. In was fuͤr Liebe setzet mich die Liebe, so bezwungen dich! Daß du des Todes fuͤr mich stirbst, mir Gna⸗ de,/ Leben, Fried erwirbst. 5. Das Hertz wird gantz in mir ent⸗ zuͤndt, aus Lieb zu dir, und Haß zur Suͤnd; So bald es deiner wird ge⸗ wahr, wie du dich mir giebst gantz und gar. 6. Es wuͤnschet nur dich/und allein in dich gantz tieff zu sencken ein, nur dich allein es haben will, eh ruht es nicht, noch stehet still. 7. Nun was fuͤr Trost und Zuver⸗ sicht erweckt an dir der Glaube nicht? Ich trau und trotze unge⸗ scheut auf dich mein JEsu! allezeit. 8. Wenn ich im Glauben bey dir die du fuͤr mich traͤgst, faͤllt mix ein: Solt mir GOtt nicht genaͤdig seyn? 9. Gnadig er ist, er kan traun nicht mehr zuͤrnen: Sein Hohn hat ver⸗ richt, was zur Versoͤhnung noͤthig war, mit mir hat es nun keinchefahr. 10. Wiewohl ich nun ein Suͤnder bin; So nimmt die Suͤnd doch IJE⸗ sus hin, und schenckt mir sein Ge⸗ rechtigkeit, hebt zwischen GO und mit den Streit. I. Bin ich durch ihn gerecht vor Gott, ist mir all Anklag nur ein Spott; wenn JEsus mich vertritt, zan an/ der mich sodann verklagen an. 12. Wenn ich mit GOtt den Frie⸗ den hab, des wahren Glaubens Frucht und Gab, so ruh und schlaff ich sanfft und still ins Vaters Schooß; will, was er will. I3. Und bin gewiß, daß kein Gefahr, kein Noth, Tod, ja der Teuffel gar, von meinem GOtt mich scheiden werd, so lang ich leb auf dieser Erd. 14. Denn, HErr! dein Geist selbst troͤstet mich, und schreyet? Glaͤub nur festiglich du bist ein Kind und Erb des Heyls, nicht Satans, son⸗ dern JEsus Theils. ½ 15. Der Feind find an dir keine Macht/ du wirst ben Dag und Nacht bewacht, durch meinen und der En⸗ gel Schutz, was dir begegnet ist dein Nutz. 16. GOtt ist dein Vater, bitt und schrey, er laͤst dich nicht, er steht dir bey; verzag in deiner Schwachheit nicht; was du nicht kanst, er selbst verricht. 17, Dein Seufftzen allzeit GOtt gefaͤllt, das glaͤubig zu ihm ist ge⸗ stellt; schweigt gleich der Mund, er hoͤrt die Bitt seins Geistes, der dich wohl vertritt. 18. Ob diesen Trost ang 91— reuet sich/ moin Seel und Geist er wenn IEsus Nahme Krafft und Geist, so maͤchtig sich in mir erweist. 19. Welch — h. Wlch he dis der Hl WhuChrit, Iihs Muths; alles Guts. 20. Wer ihl herdammt/ mn werd noch w Erd,Solange gusbreiten ftr 23. Wonn g cchleußt, und ligeußt in dic Us Hreudwe AUlgkest. XXV.V au (3 Usmeiner mc An ich allz sahAngs 11 Mluckkanerthe nen Handen. Ohmichme Ienggen unen Int Agllen, ihm t isEeoh und au 3Ob michd Ruhm mein tmei ehhen; 4 Le 4² Vom Vertrauen auf GOtt. 4²6 4²4 rnn Welch herrlich⸗machtig Funst⸗ ganhnsele Kück if der Glaub an dich, HenR Snnansen JEsu Christ, er machet heilig,freu⸗ Saasunt digs Muths, er schafft und wircket rhuhutderalles Guts. 3 hr 20. Wer ihn nicht hat„der wird Mkelehn. verdammt, mit ihm die Heuchler al⸗ n Süne lesame,und wer ihn hat, schon seelig Suddoeh Lr ist, er lebt und furbt ein wahrer kr wir sein e Chriit. aschen OOS r. Drum, JEsu, flaͤrcke für und ö fůr den wahren Glauben, daß ich dir Ihn gelechtsoe vertrau, dich lieb, dir leb und sterb, Aulah gur en so bleibt die Seeligkeit mein Erb. mich hekttitt, a2. So lang ich denn als Pilger Dann verklagen werd noch wallen hier auf dieser Erd So lange will ich deinen Ruhm BOtt den Ftie ausbreiten feyner um und um. ken Glaubens 23. Wenn aber sich das Leben zuh und schlafß schleußt, und meine Seel sich gantz Iins Votess ergeußt in dich, HErr JEsu, mit thill, was Freud werd ich dich lobn in E⸗ aß kein Gesht, wigkeitt. er Teuffel gr, ö— uch shH. XXV. Vom Vertrauen Haufdieser Eid,. e fGOtt ö Va 42890 eui 0 ů 10 n e Rund Nuchee at Eutans, n. A ich in Angst und Noth: Er kan en e mich allzeit retten aus Truͤb⸗ c dir kein sal; Angst und Nöthen: Mein un⸗ Eagun Nacht en Hande 1. steht alls in sei⸗ nen Handen. H 2. Ob mich mein Suͤnd ansicht will gehnke styun ich verzagensnicht; Auf Chyistüm will jch bauen, und ihm allein ver⸗ erguen ihm thu sch iich ergeben, jim Tod und auch im Leben. Voter, hitt ad icht, K sieht bit der Schachhei aus Hertzen⸗Grund; Du wollest uns thun leiten, HErr Christ zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Nah⸗ men etiglich preisen Amen. 683.) J. M. Werott vertraut, hat wohl ö gebaut im Himmel und auf Erden/ Wer sich verlaͤst auf JE⸗ sum Christ, dem muß der Himimel werden/ Darum auf dich all Hoff⸗ nung ich gantz fest und steiff thu se⸗ tzen. HErr JEsu Christ, mein Trost du bist in Todes⸗Noth und Schmer⸗ tzen 52 2 Und wenns gleich waͤr dem Teu⸗ fel sehr und aller Welt zuwider Dennoch so bist duEsus Christ/ der sie all schlagt darnieder/ Und weñ ich dich nur hab um mich mit dei⸗ nem Geist und Gnaden, so kan fuͤr⸗ wahr mir gautz und gar weder Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich gantz sicher⸗ lich/ denn du kanst mir wohl geben/ was mir jst nothi, du treuer GOtt⸗ in diesem und jenem Leben:⸗ Gieb wahreẽ Reu, mein Hertz erneu, er⸗ rette Leib und Seele; Ach hoͤre, HErr, diß mein Begehr, und laß mein Bitt nicht fehlen /z 7— 0 684.),N. EH. ö Von Gtt will ich nicht lassen/ denn er laͤst nicht von mir, fuͤhrt mich auf rechter Strassen, da ich sonst ivret sehr; Reichet mir seine Hatsd: Den Abend als den Morgen thut er mich wohl versorgen/ sey wo ich woll im Land. ů 19900 2Wenn sich der Menschen Hulbe % 3. Ob mich der Tod nimmt hin/ist und Wohlthat all verkehit/ so find kin, Esuß Sterben mein Gewinn, und Ehri⸗sich Oir gar balbe⸗ sein Macht lleit Gott fus iß mein Leben dem thu ich mich und Gnad bewaͤhrt, nnd hilfft aus n en i g, ergeben; Ich sterh heut oder mor⸗ aller Norh, errett on Suͤnd und 10 140 U8jH2 hen,mein Seel wird Gott versorgen. Schanden, von Ketten und von Ie edh., Omein HErr JEsn Ehric er Bauden, und wenns gleieh wär des Hesles der u duxso gedultig bist, fur mich am Tod 0 0 uellch Creutz gestorben, hast mir das Heyl 3. Auf ihn will ich vertrauen iin 7700 sih; ervorben, auch uns allen zugleiche meiner schweren Zeit: Es kan mich Ist et buft Iud datewig Himmelreiche..nichts gereuen, er wendet alles geid; I Silet memaller Stund/ sprech jch Ihm sep es heinigestelt mein Leib, mein 4²⁷ Vom Vertrauen auf GOtt. 4³8 mein Seel, mein Leben, sey GOtt dem HErrn ergeben, er machs/ wies ihm gefaͤllt. 4. Es thut ihm nichts gefallen, denn was uns nuͤtzlich ist: Er meynts glit mit uns allen, sehenckt uns den HErren Christ, sein'n al⸗ Lerliebsten Sohn: Durch ihu er uns bescheret, was Leib und Seel erneh⸗ vet: Lobt ihn ins Himmels Thron. 3. Lobt ihn mit Hertz und Munde, welchs er uns beydes schenckt: Das ist ein seelge Stunde, darinn man sein gedenckt: Sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubringen auf Erden: ir sollen seelig werden/ und bleibn in Ewigkeit. 6 Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stoltz und Pracht, wed'r Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht, ja wenn wir nach dem Tod kieff in die Erd begraben, fein sanfft geschlaffen haben, will uns er⸗ wecken GOtt. 7. Die Seel bleibt unverlohren, efuͤhrt in Abrahams Schooß: Der 84 wird neu gebohren, von allen Suͤnden loß, gantz heilig. rein und zart ein Kind und Erb des HErren, daran muß uns nicht irren des Teu⸗ Fels listig AÄrt. 3. Darum, ob ich schon dulde hie Widerwaͤrtigkeit, wie ich auch wohl Yerschulde, koͤmmt doch die Ewig⸗ Leit! Iß aller Freuden voll: Die selb ohn einig Ende, dieweil ich Christum kenne, mir wiederfahren 30ul. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat: Sein Sohn Hat Guts die Fülle, erworben und Genad: Auch GOT der Heilig Geist, im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel fuhret: Ihm seh Lob, Ehr und 20——— 385. Ps. zr. Ihi dich hab ich gehoffet HErr/ hilff, daß ich nicht zu Schanden werd, noch ewiglich zu Spotte. Daß bitt ich dich, erhalte mich in deiner Treu, HErr Gotte. 2. Dein gnaͤbig Ohr neig, HErr, zu mir, erhoͤr mein Bitt, thů dich herfur/eil bald mich zu erretten: In Angst und Weh, ich lieg oder steh, hilff mir aus meinen Noͤthen. 3. Mein GOtt und ⸗Schirmer steh mir bey, sey mir ein Burg, darinn ich frey und ritterlich moͤg streiten, wieder mein Feind, der gar viel seynd/ an mir auf beyden Seiten. 4. Du bist mein Staͤrck,mein Felß, mein Hort, mein Schild, mein Krafft,(sagt mir dein Wort:) Mein Huͤlßf, mein Heyl, mein Le⸗ ben, mein starcker GOtt in aller Noth/ wer mag dir wiederstreben? 3. Mir hat die Welt truͤglich ge⸗ richt/ mit Luͤgen und mit falschem Gedicht, viel Netz und heimlich Stricke. HErr, nimm mein wahr in dieser G'fahr, b'hůt mich für fal⸗ schen Tuͤcken. 6. HERR, meinen Geist besehl ich dir, mein GOtt!mein GOtt! weich nicht von mir, nimm mich in deine Haͤnde; O wahrer GOrt, aus al⸗ ler Noth hilff mir am letzten Eude. 7. Glori, Lob, Ehr und Herrlich⸗ keit, sey dir GOtt Vatr und Sohn bereit, dem Heilgen Geist mit Nah⸗ men: die Goͤttlich Krafft macht uns sieghafft, durch JEsum Chyistum, Amen. (886.) D. A. K. Mel. Ach HErr mich armen S. Raann hat GOtt verlassen, der ihm vertraut allzeit, und ob ihn gleich viel hassen, so bringts ihm doch kein Leid! GO will die Sei⸗ nen schuͤtzen, zuletzt erheben fort/ und geben, was ihn'n nuͤtzet, hie zeitlich und auch dort. 2. Allein ichs GOtt heimstelle, er machs/ wies ihm gefaͤllt, zu Nutz meiner armen Seele; In dieser ar⸗ gen Welt ii doch nur Noth ung Leiden und muß auch also sehn? Dinn ——.— I die el die dlge „öTäglich Ihn nehmen n Wanen lirbekandt⸗ anhalten, Er witd uber Mothhelffek 4. All meil Laoͤtmsit boch! lliche icht Meiner Not Lichttrosten Denn wenl Will e getefß 5. Aulf Ref 6e„ Has of meinen Senh doch inlder E Hammals Th fuhhest, is: fjlehschenckt m 6„ Jhn hab Meines Hett Blut hat er Wöͤrtnelein. ben, daß ich stinen Tod u sscher seyn. 7. Nun danekbar sür c ihpaß., W. Hell hbich; hefehlihmmm hiesihm geft Amenn Thlechtedte Blutvergief sthn; Soh hoß nich er Hel soll wür HMCtoh, 8 uschin deifer⸗ hentig, Hen, Bit, th dich Mlettettem I lieg oder uen. Sthirmer sih Burg, darign sch wögstkeiteh, H der gör Hel Hen Siiten, Hc meingels, Schild/ mein dein Wot:) Hehl, mein Se⸗ Gott in gller wiedeistreben Belt ttüͤglich ge⸗ uh mit falschem 5ulld Heünlich Lum meinnbe 00 HUt mich fuütfal⸗ Wtbeschlich ö IuOtt tveich im mich in deine EOrt/ aus al⸗ am letren Eube: hrund Hetklich⸗ Duzer uld Eohl Geist mit Nah⸗ Krafft macht uns Ssum Chyistushj AK. mich armen S, It herlast Heh. Wcheit,And ohihl s brnngts Iun ETil bisSfz 1 echeben 150 Iun nüget/ MEt. 707 eimstelle 1 Waum hendost du dich/ mein 5*0 Ue Noth. Ih, gefollt/ Hu 1% udtsaug sehle guch lso O „Diefn die zetlich Aid die ewge Pein. mivbekandt: Um Gedult will ich NVothhelffer seyn. koͤmmt doch vom lieben GOrt; ich woill er gewiß bey mir seyn. tes was sonst Blut hat er vergossen fuͤr mich arms Wuͤrmelein Mir damit zu erwer⸗ sicher seyn. danckbar für solche Gab, ich geb ich hab. Wie ers mit mir will ma⸗ chen/ hab ich ihm heimgestellt; Ich befehl ihm meine Sachen, er machs twies ihm gefaͤlt. 0 2311ʃ56 Vom Vertrauen auf GOte⸗ — 2³⁰ Dein die zestliche Freude bringt . Taglich will ich GOtt bit ihn nehmen zum Behstandin len meinen Noöthen, ihm beßwals anhalten, in allm Anliegen mein⸗ Er ird uͤber miich walten, und mein 4. All meit Unglückund Gluͤce, weiche nicht zuruͤcke, und fleh in⸗ meiner Nöth: Wie solt er mich nicht troͤstender tbeue Vater meinꝛ Denn wenn die Noth am grosten/ 5. Auf Reie thum und auf Schaͤ⸗ Rft der Welt gefaͤllt ich meinen Siuin nicht setze, es bleibt doch in der Welt /mein Schaßz ins immels Throne, der JEsus Chri⸗ eist, ist meine Freud und Ero⸗ enckt mir den Heilgen Geist. 6, Ihn hab ich eigngeschlossen in meines Hertzens⸗Schrein; Sein ben, daß ich von aller Pein, durch fein en Dod und Steyben moͤg ewig . Nun soll ich mich erzeigen mich o Olt zu ejgen, mit allem. was 3, Amen mun will ich sehliessen diß schlechte Liedelein, HErr/ durch dein Blutvergiessen, laß mich dein Erbe sehn: So hab ich alls auff Erden, was mich erfrenet schon, im Him⸗ mel soll mir werden die ewge Gng⸗ anj,, w5b. (387. J I. S. WHertz? bekuͤmmerst dich, und traͤgest Schmertz nur um das zeit⸗ HErren Gode, deralle Ding er⸗ schaffen hat. ö 2. Er kan Und twill dich lassen nicht; er weiß gar wohl, was dir gebricht; Himmel und Erd ist sein. Mein Vater und mein HErre GOtt/ der mir beysteht in aller Noth. 3. Weil du mein GOtt und Vater bist, dein Kind wirst du verlassen nicht, du vaͤterliches Hertz Ich bin ein armer Erden⸗Kloß, auf Erden weiß jch keinen Trostt. 4. Der Reich verluͤst sich auf sein Gut: Ich aber will vertrauen mei⸗ nen GS: Ob ich gleich werd heracht; So weiß ich und glaͤub fe⸗ stiglich Wer GOtt vertraut/ dem mangelts nicht. 5. Clia, wer ernaͤhvet dich/ da es so lange regner nicht/in so schwer theu⸗ ver Zeit? ein Wittwe aus Sido⸗ nier⸗ Land/ zu welcher du von GOtt warst gesan Baum, ein Engel GOttes vom Himmel kam und bracht ihmm Speiß und Tranck; Er gieng gar einem westen Gang/ biß zulden Berg Hoeb genannt.— 0 7. Des Dansels GOtt nicht ger⸗ gaß), da er unter den Loͤwen sohs Seinn Engel sandt er hin, und lleß him Speise bringen gut/ dupch sei⸗ nen Diener Habgeue. 8. Joseph in E erk ward/ vom Koͤnig Phargo gefangen hart, um sein Got tes fuͤrchtigkeit: GOtt macht ihn zu einem grossen Brildr ernaͤhrn. 9. Es verließ auch nicht der tueule Ofen roth: Seinln Engel sanbt er und halff ihnen aus aller onh. 10, Ach GOttIdu bist noch heut so heich, als du bist gewesen ewiglich, mein Vehtraun steht 12 zů dix ʒ Mach mich an meiner Soelen veich/ lich Guts Virtran du dessien 2— so hab ich gug hior —4 8 d. ö 6. Da er lag unterm Wacholder⸗ in Egypten verkauffet Herrn, daß er kont Vater lünd ö Gott/ die drey Maͤnner Indter 165 hin, bewahrt sie fuür des Feuers Glut, dewiglich Der 43¹ Vom Vertrauen auf GOtt. II. Der zeitlichen Ehr will ich gern entbehrn, du wollst mir nur das Ew'ge gewaͤhrn, das du erworben hast, durch deinen herben bittern Dod: Das bitt ich dich, mein HErr und GOtt. 12. Alles was ist auf dieser Welt, 2s sey Silber, Gold oder Geld, Reichthum und zeitlich Guth, das waͤhret nur eine kleine Zeit, und hilfft doch nicht zur Seeligkeit. 13. Ich danck dir Christ, O Got⸗ tes Sohn! daß du mich solchs hast erkennen lahn, durch dein Goͤttli⸗ ches Wort · Verleih mir auch Be⸗ staͤndigkeit zu meiner Seelen See⸗ Iigkeit. 14. Lob, Ehr und Preiß sey dir ge⸗ sagt, fuͤr alle dein erzeigte Wohl⸗ that, und bitt demuͤthiglich, laß mich nicht von deinm Angesicht ver⸗ stossen werden ewiglich. (388.) P. G., Mel. Ach HErr mich armen S. Efiehl du deine Wege, und was dein Hertze kraͤnckt, der al⸗ lertreusten Pflege, des, der den Himmel lenckt: der Wolcken, Lufft und Winden giebt Wege Lauff und Bahn; der wird auch Wege finden/ da dein Fuß gehen kan. 2. Dem HErren must du trauen, wenn dirs soll wohl ergehn: Auf sein Werck must du schauen, wenn dein Werck soll hestehn: Mit Sor⸗ gen und mit Graͤmen, und mit selbst eigner Pein, laͤst GO TT ihm gar nichts nehmen; es muß erbethen seyn. 3. Dein ewge Treu und Gnade, O VBater! weiß und sieht, was gut sey vder schade dem sterblichen Gebluͤth; und was du denn erlesen, das treibst du starcker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefaͤllt. 4. Weg hast du allerdegen, an Mirteln fehit dirs nicht: Dein Thun ist lauter Seegen, dein Gau ist lauter Licht, dein Werck kan nie⸗ mand hindern, dein Arbeit fan I ud 0 nicht ruhn, wenn du, was denen Cialeie Kindern ersprie ßlich ist, wilt thur. e 3. Und ob gleich alle Teuffel ha.). G. wolten wiederstehn, so wird doch oh⸗Il biste ne Zweifel GOtt nicht zuruͤcke geh Wuohifn Was er ihm fuͤrgenommen und was ingen, de er haben will, das muß doch endlich hestundtr kommen zu seinem Zweck und Ziel. ouflhrstin 6. Hoff, O du arme Seele, hoff und hurch o vi sey unbertagt, GOtt wird dich aus aund denckl der Hoͤle da dich der Kummer piagt, dochenhlich mit grossen Gnaden rucken, erwarte z E nur der Zeit, so wirst du schon erblꝛ⸗ nit alem cken die Sonn der schoͤnsten Freud. nacht ein en 7. Auf,auf, gieb deinem Schmertze Welt ausne und Sorgen gute Nacht, laß fahren, Oumsinst was das Hertze betruͤbt und traurig dichm dei macht bistdu doch nicht Regente, Ghmn der alles fuͤhren soll: Gott sitzt im senklrzel. Regimente, und machet alles wohl. 3. Witdu 8. Ihn, ihn laß thun und walten, gestlt, und er ist ein weiser Fuͤrst, und wird sich sawiufden so verhalten, daß du dich wundern denetdund: wizst, wenn er wie ihm gebuͤhret, giebdein Lel mit wunderbahren Rath,das Werck mufrlichd hinaus gefuͤhret, das dich bekuͤm⸗ Mird er deit mert hat. 5. Endemache 9. Er wird zwar eine Weile mit sei⸗. Merha nem Trost verziehn, und thun an sei⸗ in Ansang nem Theile als haͤtt in seineminn Muter kei er deiner sich begeben, und solst du Kenker lag fuͤr und fuͤr in Angst und Noͤthen Hehlbedac schweben, ja sragt er nichts nach dir. Menschen! 10. Wirds aber sich befinden, daß Einunde du ihm treu verbleibst, so wird er gegeben dich entbinden, da dus am minsten Durcn glaͤnbst, er wird dein Hertze loͤsen Oebein inen von der so schweren Last, die du zu gabden Aut keinem Boͤfen bisher getragen haft. den Leibe un Wohl dir, du Kind der Treue, radem! du hast und traͤgst davon, mit Ruhm In Stellu und Danck⸗Geschreye, den Sieg undieders und Ehren⸗Cron, GO T giebt dir 6 Wowan selbst die Palmen in deine rechte Dufand,de Hand, und du singst Freuden⸗Pfal⸗ Rstreckt men, dem, der dein Leid gewand. und derEr I2. Mach End, O SErr, mach En⸗ te Sonn Ur 9 de, an aller unser Noth, starck unfre mochte Kril Fůͤß und Haͤnde, und laß biß in den Anhiae Tod de men und wa u doch endlic Acund Ziel. kalt, hoff um Eddich aut ichtt ells nohl. Nund malten i, Uud wird sich 2dich mundern * gebuͤhret, Das Werc X dich beküm⸗ Teud. Welt ausrichten: Und dient 433 Vom Vertrauen auf GOtt. 43⁴4 Cod und allzeit deiner Pflege und Ereu empfohlen seyn, so gehen un⸗ e Wege gewiß zum Himmel ein. 689.) E. G. Ermuntre dich mein ꝛe. Au bist ein Mensch/ das weist du Dwohl, was strebst du denn nach Dingen, die GOtt der Hoͤchst allei⸗ ge soll und kan zu Wercke bringen ꝛk DOu faͤhrst in deinem Witz und Sinn surch so viel tausend Sorgen hin, und denckst: Wie wills auf Erden hoch endlich mit dir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fuͤrwahr mit allem deinen Dichten, auch nicht ein einig kleines Haar in bem ein Gram sonst nirgend zu, als daß du Nich aus deiner Ruh in Angst und Schmertzen stuͤrtzest, und dir das Le⸗ hen kuͤttzest. 3. Wilt du was thun was O T gefaͤllt, und dir zum Heyl gedeyet, so wirff dein Sorgen auf den Helb, den Erd und Himmel scheuet; und gieb dein Leben, Thun und Stand nur froͤlich hin in GOttes Hand, so wird er deinen Sachen ein froͤlich Ende machen. 4. Wer hat gesorgt, da deine Seel im Anfang deiner Tage noch in der Mutter Leibes⸗Hoͤhl und finstern Rercker lage? Wer hat allda dein Heyl bedacht? Was that da aller Meuschen Macht, da Geist und Sinn und Leben,dir ward ius Hertz gegeben? . Durch wessen Kunst steht dein Gebein in ordentlicher Fuͤlle Wer gab den Augen Licht und Schein ⸗ hem Leibe Haut und Huͤlle? Wer zog die Adern hier und dort, ein jed an hre Stell und Ort? Wer serzte hin und wieder so viel uñ schoͤne Glieder? 6. Wo war dein Hertz, Will und Verstand/ da sich des Himmels De⸗ en erstreckten uͤber See und Land, und gller Erden Ecken? Wer brach⸗ te Sonn und Mond herfuͤr? Wer machte Kraͤuter Baum und Thier/ und hieß sie deinen Willen und Her⸗ tens⸗Lust erfüllen? 7. Heb auf dein Haupt, schau uͤber⸗ all hier unten und dort oben, wie GOttes Sorg auf allen Fall vor dir sich hab erhoben: Dein Brod, dein Wasser und dein Kleid, war eher noch/ als du bereit/ die Milch/ die du erst nahmest, war auch schon, eh du amest. g. Die Windeln, die dich allgemach umfiengen in der Wiegen, dein Bettlein, Kammer, Stub und Dach/ und wo du sol test liegen, das war ja alles zugericht/ eh/ als dein Aug und Angesicht eroͤfnet ward, und sahe/was in der Welt geschahe. 9. Noch dennoch soll dein Anget sicht dein gantzes Leben fuͤhren, du traust und glaubest weiter nicht, als was dein Augen spuͤren. Was du beginnst, da soll allein dein Kopff, dein Licht und Meister seyn, was der nicht aus erkohren, das haͤlst du als verlohren.— 10. Nun siehe doch, wie viel und offt ist schaͤndlich umgeschlagen⸗ was du gewiß und sest gehofft mit Haͤnden zu erjagen? Hingegen wie so manchesmal ist das geschehn, was überall kein Mensch, kein Rath/ kein Sinnen ausrichten haͤtte konnen? II. Mie offt bist du in grosse Noth durch eignen Willen kommen? Da dein verblendter Sinn den Tod fuͤrs Leben angenomen, und haͤtte GOtt dein Werck und That ergehen lassen nach dem Rarh, als du es angefan⸗ gen/du waͤrst zu Grunde gangen. 12. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir ver wirxen, er⸗ freut/ wo wir uns selbst betruͤbt und fuͤhrt uns, wo wir irren, und dazu treibt ihn sein Gemuͤth, und die so reine Vater⸗Guͤt, in der uns arme Suͤnder er traͤgt als feine Kinder. 13. Ach wie offtmahlen schweigt er still, und thut doch/ was uns nuͤtzet, da unterdessen unser Will und Hertz in Aengsten sitzet, sucht hier und da⸗ und findet nichts, will sehn, und mangelt doch des Lichts/ will aus O deß Vom Vertrauen auf GOtt. 43⁰ der Angst sich winden, und kan den Weg nicht finden. 14. GOtt aber geht gerade fort auf seinen weisen Wegen, er geht und bringt uns an den Ort, da Wind und Sturm sich legen; hernach⸗ mahls, wenn das Werck geschehn, so kan alodenn der Mensche sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rath gefuͤhret. 15. Drum liebes Hertz, sey wohlge⸗ muth, und laß von Sorg und Graͤ⸗ men, GOtt hat ein Hertz, das nim⸗ mer ruht, dein bestes fuͤrzunehmen: Er kaus nicht lassen, glaube mir, sein Eingeweid ist gegen dir und uns hier allzusammen, voll allzusuͤs⸗ ser Flammen. 16. Er hitzt und brennt fuͤr Gnad undTreu, und also kanst du dencken, wie seinem Muth zu Muthe sey, wenn wir uns offtmahls kraͤncken, mit so vergebner Sorgen⸗Buͤrd, als ob er uns nun gaͤntzlich wuͤrd aus lauter Zorn und Hassen, gantz Huͤlf⸗ und Trost⸗loß laßen. 17. Das schlag hinweg und laß dich nicht so liederlich bethoͤren, ob gleich nicht allzeit das geschicht, was Freu⸗ de kan vermehren, so wird doch war⸗ Lich das geschehn, was GOTT dein Vater ausersehn; Was er dir zu will kehren, das wird kein Mensche wehren. 18. Thu als ein Kind, und lege dich der starcke Helfferdebaoth wird endt lich ihn erfreuen, obs etwa ietzt ge⸗ waltig blitzt, so wird doch nach dem Weinen die Sonne wieder scheinen. 3. Wer IEsum liebt und trauet GOOtt, dem schenckt er seinen See⸗ gen, der starcke HelfferZebaoth ist in der Noth zugegen mit Huͤlff und Rath, weist in der That, daß keinen er vexlasse, der ihn im Glauhen fasse. 4. Wer IEsum liebt und trauet GoOtt/ kan alles uͤberwindẽ/ der star⸗ cke Helffer Zebaoth laͤst alles Leid verschwindenzein einigs Wort: Geh, Elend/ fort, ist kraͤfftig gnug zu schaf⸗ fen, dab man kan ruhig schlaffen. 3. Wer IEsum liebt und trauet GOtt/ kan woͤhl uñ Christlich leben, der starcke Helffer Zebaoth Will fer⸗ ner Gnade geben, daß er sein Hertz richt Himel⸗waͤrts/ und laͤst in allen Sachen nur JEsum weiter machen. 6. Wer IEsum liebt und trauet GOtt, kan endlich froͤlich sterben, der starcke Helffer Zebaoth laͤst ihn im Glaubenerben, die Seeeligkeit, wo Fried und Freud, allwo das Heilig klinget,die Schaar der Engel singet. 691.) M. B. R. ö Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Wohlmir! JEsus meine Freu⸗ de, lebet noch und schafft mir Ruh, wenn ich Angst und Truͤb sal leide, spricht er mir bald freundlich zu. Nun ich will bey JIEsu halten, in deines Vaters Arme; bitt ihn, und flehe, biß er sich dein, wie er yflegt/erbarme, so wird er dich durch seinen Geist, auf Wegen die du ietzt nicht weist, nach wohlgehaltnen Ringen, aus allen Sorgen bringen. 6620.) Mel. Was GOtt thut ꝛc. WoOH IEsum liebt und trauet Gott, den wird er wohl erhal⸗ ten, der starcke Helffer Zebaoth wird den/ der ihn laͤst walten, in allemLeid zu jederzeit beh noch so grossen Stůr⸗ men, wohl wissen zu beschirmen. IEsus, IEsus soll es walten. 2. Was soll Graͤmen mich ermuͤ⸗ den? Unfall trag ich mit Gedult, bin mit meinem Gluͤck zufrieden, so mir goͤnnet GOttes Huld. Menschen seh ich, sind betruͤglich; du, mein Hertze gehe kluͤglich. 39 3. Mancher Freund der huͤlffe ger⸗ ne, sein Vermoͤgen ist zu schwach: Mancher Heuchler tritt von ferne, der doch wuͤste Rath zur Sach Solt ich nun auf Menschen bauen? Nein, auf JEsum will ich trauen. 2. Wer JEsum liebt und trauet GoOtt, den wird es nicht gereuen, 4. Wunderlich ist der Erretter, der die Armen kan erhoͤhn; Wundesh, Idie Klat 12.— IIIcegen Et hunde gehn. Ihiis ohin Ieine Sache . Lase Gi yd miit 100 6 den Neder f Hüffnd K Iuff 97 Tsellsgudets hen seinen Re . Nichtolf Ialle meihe M. Winsonsß, e Achen nuch sei Iich slells in se 3. Cs kan mi ½ GOST Miit seelig it, iabet, was 8 hab ich si 4Jctraue Hr alem S. Isthüstleb ic Wird mich u Iblen, was! 3. Er woll Wuaden mich Achen meine e ein Verhre Ruthel siee Miit mir Ged cgichm IIh früͤhe w Irt, in Sch undwar Ihlastet michf 7. Hut G8 . wil ich Dahingniß Artlendit 2. In usad ö — Vom Vertrauen auf GOtt. 43⁸ destoltzen Spöͤtter muͤssen noch zu tne 16. runde gehn. Wunder⸗OOtt/ du e 4 wohl machen, dir befehl ich —17 Sachen „Lasse Gifft den Satan speyen, 110 mit Funcken blitzen drein: Laß Uacchitauthifi eKlatsche⸗Maͤuler schreyen, und dt Hülf uh En Neider spoͤttlich seyn: Gottes huͤlff und Wunder schicken soll und kein Fann. P.P. (392.) D. Mel. Nun ruhen be Waͤlder. N allen meinen Thaten laß ich den Hoͤchsten rathen, der alles n und hat, er muß zu allen Dingen slls guders wohl gelingen/ selbst ge⸗ 2 len seinen Rath und That. Alehen. Nichts ist es syat und fruͤhe um llle meine Mühe, mein Sorgen ist ummsonst/ er mags mit meinen Sa⸗ then nach seinem Willen machen, ih stells in seine Vater⸗Gunst⸗ 3. Es kan mir nichts geschehen, als 6as GO hat versehen, und was hir seelig ist, ich nehm es, wie ers iobet, was ihm von mir beliebet, as hab ich selber auch erkießt. Ich traue seiner Gnaden, die mich Ur allem Schaden, suͤr allem Ubel shůtztleb ich nach seinen Saͤtzen.so hird mich nichts verletzen, nichts hlen/ was mir ewig nuͤtzt 5. Er wolle meiner Suͤnden in Hnaden mich entbinden, durchstrei⸗ hen meine Schuld; Er wird auf Rein Verbyechen nicht stracks das Irtheil GGebult. und haben noch Rit mir Gedult. . Leg ich mich spaͤte nieder/ertwach ih fruͤhe wieder lieg oder zieh ich prt/ iii Schwachheit und in Ban⸗ gen, unid was mit stoͤstt zuhanden, so • 8 mich sein theures Wort. at GOtt es dann beschlossen, toill ich unverdrossen an mein Berhaͤngniß gehn! kein Unfall un⸗ er allen wird mir zu harte fallen, ich hill ihm gar nicht wiederstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu 1 und zu leben, so hald er mir * m gebeut/ es sey heut vder morgen/da⸗ fuͤr laß ich ihn sorgen, er weiß die al⸗ lerbeste Zeit. 9. So sey nun, Seele deine, und traue dem alleine, der dich erschaffen hat; es gehe, wie es gehe, dein Va⸗ ter in der Hoͤhe, der weiß zu allen Sachen—N0 63930 Mel. Auf miimen lieben GOtt. Risch auf, mein Seel! in Noth, Voertrau allein auf GOtt,/ und laß denselben walten/ er wird dich wohl erhalten, und dich au Jallen Röthen wohl wissen zu erretten. Steckst du in Armuth sehr, oder in Kranckheit schwer, und must auf allen Seiten groß Noth und Kum⸗ mer leiden/ so thu nur fleißig beten, GOtt wird dich wohl erretten. 3. Hast du viel Hertzeleid in dieser bösen Zeit, und must dich lassen pla⸗ gen, solt du drum nicht verzagen; wenn du wirst fleißig beten, wird dich GOtt wohl erretten. 4. Bist du der Welt ein Spott/ und steckst in grosser Noth,von iederman verlassen,thu ein frisch Hertze fassen wenn du wirst fleißig beten, wird dich GOtt wohl erretten. 5. Drum wer ein Christ will seyn, der schick sich nur darein, und sey im Creutz gedultig, geb sich fuͤr GOtt nur schuldig; der ihm aus allen No⸗ then gar wohl 115 zu erretten. 6. Denn es zu ieder Frist also be⸗ schaffen ist, wenn ein Cxeutz nur auf⸗ hoͤret, ein anders bald einkehret; drum must du fleißig beten zu Gott in allen Noͤthen. 7. Weil ausserhalb der Noth unser Geberh ist tod, so muß GOtt Truͤb⸗ sal senden, daß wir uns zu ihm wen⸗ den/ und allzeit fleihig beten, daß er uns troͤst in Noͤthen. 8. Ein Christ machs wie er will, so muß ey leiden viel, wird unschuldig angeben, man thut ihm wiederstre⸗ ben; drum muß er fleißig beten, daß ihn GOtt troͤst in Noͤthen. „ Denn 439 Vom Vertrauen auf GOtt. 440½1 *——.———— ——.— 9. Denn wer hie in Gedult befiehlt Gott sein Unschuld, der sie an Tag kan bringen, dem wirds endlich ge⸗ lingen, wenn er in seinen Noͤthen nur slets thut fleißig bethen. 10. Und weil Truͤbsal und Noth der Christen taͤglich Brod, Hertzleid in allen Staͤnden, wo man sich hin thut wenden, so muß man fleißig be⸗ then, daß uns GOtt troͤst in Noͤt hen. u. Darum, O frommer Christ, du GO TL ergeben bist, laß dir fuͤrm Creutz nicht grauen, thu auf den HErren bauen, der dich aus allen Roͤthen wird wissen zu erretten. 12. Wandel auf GOttes Weg/zum Guten sey nicht traͤg; fahr fort /leid dich gedultig/ ob du gleich bist un⸗ schuldig, und beth hertzlich in Noͤ⸗ then, GOtt wird dich wohl erretten. 13. Und obs hier nicht geschicht, solt du verzagen nicht, es wird nach dein'm Begehren im Himmel bes⸗ ser werden, da uns Gott wird er⸗ retten aus allen unsern Noͤthen. 14. Da denn all unser Leid sich keh⸗ ren soll in Freud, und wir werden zusamen preisen des HErren Nah⸗ men, befreyt von allen Noͤthen, fuͤr Gottes Antlitz treten. „63324.) Alee ist an GOttes Seegen und an seiner Huld gelegen, uͤber al⸗ les Geld und Guth: wer auf SOtt sein Hoffnung setzet, der behaͤlt gantz unverletzet einen freyen Helden⸗ Muth.* 2. Der mich hat bisher ernaͤhret/ und mir manches Gluͤck beschehret ist und bleibet ewig mein! Der mi wunderlich gefuͤhret, und noch lei⸗ tet und regieret, wird hinfort mein Helffer seyn. 3. Viel bemühen sich um Sachen die nur Sorg und Unruh machen, und gantz unbestaͤndig sind: Ich be⸗ gehr nach dem zu ringen, was mir kan Vergnuͤgung bringen, und man ĩetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kan das Hertz eravi⸗ 7—*——— Cen, was ich wuͤnsche muß sich Mie Thrs schicken, so es anders GOtt gefaͤlt/ l eiu Meine Seele, Leib und Leben, hah ihle. ich seiner Gnad ergeben, und ihm ilder alles heimgestellt. iich Aughtd 5. Er weiß schon nach seinem Wil; ich mein len mein Verlangen eu erfuͤllen; es hirgmnkan, hat alles seine Zeit. Ich hab ihm Wsi Nen nicht fuͤrzuschreiben, wie Goct Aufdich wili/so muß es bleibenz wenn GOit aschhir vert will, bin ich bereit. 6. Soll ich laͤnger allhie leben, winl. ich, Rrauser ich ihm nicht wiederstreben, ich ver ah ftͤlich, L laße mich auf ihn: Ist doch nichto 65³ das lang bestehet /alles Irdische ver Mel. J gehet und faͤhrt wie ein Strom da/ ded hin.(50 Wden— . Veimgeßelt, Allitit will GOtt sorgenz Nichts 0 hichg soll heut und Morgen aͤndern Thelt hatr seinen Vater⸗Sinn, den will ich ge⸗ aauch, was trost anflehn, er wird meinem Leben hen hier u seine Nothdurfft geben. 4 G⁰L/ 2. Eh ich bin gewesen, war ich schon gen der miru gelesen in dem Buche, das bey dit, euftgesch Gott, verwahrt wird fuͤr und fuͤß, Afen, der mt — beni alle, die dich schh mich bed Cieu 3. Du machst im Iichan mich Enn mit treuen Sorgen, da ich auch ge⸗. OOE bildet lag, sorgtest du bey Nacht und das We Tag, liessest mir aus Gnaden keinen Tluͤrme geh Unfall schaden. Wiahsen alle 4. Gabest mir mein Futter, schit/ ey dirseß dest mich und Mutter von einander ugschlagt! wunderlich, und erhieltest sie und 00 mich, da ich noch gesogen hast dun 4. GN mein gepflogen. 5. Ich spuͤhr auch noch heute, wie ulh, wenn! ch sauch alle Leute spuͤhren dein rechk Ideen I treues Hertz. Uberfaͤllt mich gleich ein Schmertz/darff er mich nicht tod⸗ Ium u ten, auch in groͤten Noͤthen. I 6. Du forgst fuͤr die Raben, die kein 08E Futter haben, und machst alle Thie, ihcgn re satt als ihr Schoͤpffer fruͤh und heh dun wat; ohne dich, aus allen, darsf Fugerh nicht eines fallen. E 7. Du zehisi meine Haare, wie vjel Mzgeheh, mehr die Jahre/ ja du siehest uͤberal, Uinsln meine Vom Vertrauen auf GOtt. 4⁴² ö neine Thraͤnen allzumahl„ und egst sie zu zehlen, keiner muß dir hlen. Will der Tod mich faͤllen, schreckt nich Angst der Hoͤllen, so nimmst dich meiner an, daß er mich nicht nürgen kan, ja nach deinem Willen Ruß die Noth sich stillen. . Auf dich will ich schauen, und ch dir vertrauen, du wirst sorgen ts fuͤr mich, wie ich hierum bitte l dsch, drauf in deinem Nahmen sing 0% ih froͤlich, Amen. chnicht 396.) M. E. S. Mdische i. Mel. IEsil meine Freude. Strom M. GDis, der wirds wohl machen/ dem ich meine Sachen allzeit Auochuch er hat mich erkohren/ hrgem Niht el noch ich gebohren bin in dieser Bergen inden Welt; hat mir auch nach seinem den wllichse rauch, was von noͤthen, stets ge⸗ Weinem Etben giben, hier in diesem Leben. . 682L, der wirds wohl ma nhar ich scen chen, der mir manches Lachen/Freud das bey h, uld Lust geschenckt; der mich nie ver⸗ und sih giffen, der mit Kleid und Essen tag⸗ 41 die dih sih mich bedenckt, auch wenn fast is Creutzes Last seine Lieben zem⸗ nergen uit; Isch drücket, hat er mich ergvicket. 6. GOtt, der wirds wohl machen, wenn des Dodes Rachen gleich ist aufgethan/ wenn die Lebens⸗Jahre liegen auf der Bahre/ führt er Him⸗ mel⸗an, dieser Bund hat seinen Grund, die gelebt und leben wer⸗ den, kommen in die Erden. 7. GO LE/ der wirds wohl machen, der den alten Drachen daͤmpffte rit⸗ terlich; Fuͤhrt er gleich die Seinen uͤber Stock und Steinen offtmahls wunderlich/ biß bereit zu Freud und Leid, GOtt befiehl nur deine Sa⸗ chen, GOtt der wirds wohl machen. 697.) J. K. Gott kahs nicht boͤse meynen Ysein Vater⸗Wort betruͤget nicht, darin er mir so fest verspricht: Er wolte mich mit seinen Augen lei⸗ ten, so folg ich seinem Zug zu allen Zeiten. Ich habe Hertz und guten Muth, GOTt meynts mit femer Fuͤhrung gut: Er laͤst mich nicht/ wenns gleich offt will so scheinen, GOtt kaus nicht boͤse meynenz wills gleich boͤse scheinen, GO kans nicht boͤse meynen. 2. GOtt kans nicht boͤse meynen ⸗ Niemand ist gut als er allein: Wie kan sein Wille boͤse seyn er will,daß allen soll geholffen werden, macht al⸗ les wohl im Himmel und auErden. Wer nur sein Werck mit Glauben thut/ GOtt meynts mit seiner Fuͤh⸗ rung gut: Wohl wer ihm traut, denn er verscumet keinen, GOTT kans nicht boͤse meynen, er versau⸗ met keinen GOtt kans nicht ꝛe. 3. Git kans nicht boͤse meynen Er hat mich an das Licht gebracht, und taͤglich fuͤr mein Heyl gewacht⸗ er wird mich ferner biß ins Alter tragen, und was mir seelig ist, mir nicht versagen: Ich steh in mein ds Vaters Hut, GOtt meynts mit sei⸗ ner Fuͤhrung gut. Er sorgt vor mich⸗ gleichwie von Kindes Beinen, Gtt kans nicht boͤse meynen, wie von Kindes⸗Beinen, GST kans achst ae en Einn hanenrales wenden. 60tu febes + RMan wenden. ö mu nicht boͤse meynen. 4. GoOtt 4⁴³ Vom Vertkauen auf GOtt. —— —..—. 4. GOtt kans nicht boͤse meynen g. GOtt kaus nicht boͤse meynen: der Boßheit Menge schreckt mich sehr, doch ist der Guͤte GODTES mehr. Ich rieff: GOtt sey mir ar⸗ men Suͤnder gnaͤdig Er sprach: Getrost, du bist von Sůͤnden ledig. Mich reinigt JEsuntheures Blut, GoOtt meynts mit seiner Fuͤhrung gut. Er macht gerecht, und zehlt mich zu den Seinen, GOD kans nicht boͤse meynen, er kennet schon die Seinen; Gott kans nicht boͤse meynen. 7 5. Gott kans nicht hoͤse meynen:/ wenn ich mir selbst nicht rathen kau, nimmt Gott sich meiner Sachen an; Gnug, ich befehl dem HErren meine Thaten, er wirds wohl ma⸗ chen, und mir treulich rathen. Es gilt mir gleich, wenus GDT nur thut, GOtt meynts mit seiner Fuͤh⸗ rung gut: Er lenckt das Hertz der Grossen und der Kleinen, G OT T Laus nicht boͤse meynen!er lencket Groß und Kleinen, GOtt kans nicht boͤse lneynen. 6. GOtt kaus nicht boͤse meynen:/ was mir nicht gut ist, geht zuruͤck, das groste Ungluͤck ist mein; Gluͤck; 800 weiß, daß denen, die GOtt lie⸗ ben wollen, zum Besten alle Dinge Gluth und Fluth, GOTT meynts mit seiner Fuͤhrung gut: Den A⸗ bend lang waͤhrt nur das bittre Wei⸗ nen/ GOtt kans nicht hoͤse meynen; gar bald vergeht das Weinen, GOtt kans nicht boͤse meynenl 7. GOtt kans nicht boͤse menuen: De Welt meynts falsch zur boͤsen Zeit, und wenn mirs wohl geht hab ich Neid: doch mag die Welt gleich kebaset Argen liegen, so will ich ih re hose Lust besiegen. Crut bieth ich aller Feinde Wuth, GOtt meynts mit seiner Fuͤhrung gut: Meynts niemand gut/ so hab ich denzoch ei⸗ nen/ der karis nicht boͤse meynen zich trutz auf einen, GOtt kans nicht boͤ⸗ semeynen, 2 Weil ich im Leben Christi bin, soi der Tod auch mein Cewinn; Ich bin gewiß, daß mein Erloͤser lebet, der mich sein Glied zu sich, mein Haupt, erhebet, die Seele lebt, dul Coͤrper ruht, GOtt meynets auch im Tode gut: Er syricht mich loß wenn JEsus wird erscheinen; Gott kans nicht boͤse meynen. ISSue wird erscheinen, GOtt kans nicht boͤse meynen. (398.) Aus dem Christ⸗Fuͤrstl. Harffen⸗Spiel. Ich trau auf GTWS! was wolt mir fehlen? Ich weiß von keine Sorg und Noth. Mich kan auf Erden nicht es qvaͤlen, weil ich sag stets zu meiner Seelen Ich trai auf GOtt. 2. Ich trau auf GOT T: Was soll mir schaden Mein Hoffen macht mich nicht zu Spött, solt seyn meils Hertz mit Leid beladen, wenn es sich haͤlt an GOttes Gnaden? Ich tral auf GOtt. + 3. Ich trau auf GOtt, ich bin vol Freuden; Ob gleich Welt, Suͤnd und Hollen⸗Rott gedencken mich 0 von GOtt zu scheiden, so muͤssen sie diß Wort doch leiden: Ich trau dienen sollen: So geh es dann durch GOE— 4. Ichtrau auf SOT: Drum werd ich bleiben„ob ich gleich hin ein Suͤnden Koth. Trotz, wer au mir sich doͤrffte reiben; Trotz, wer diß Wort von mir will treiben: Ich trau auf GOtt. +. 5. Ich trau guf GodT: Den h will ich fassen mit treuer Lieb biß in den Tod. Ich weiß, er hilfft mix e allermassen: Werd ich diß Wort ir niemahls verlassen: 6OTT. 6. Ich Dingen; Ich trau auf GOtt in al ler Noth. Ich trau auf GOT in meinem ½½ Ich 40 88 un Ich trau au GOtt,1 trau quf OOtt. 747 15 699%0 44—. trau auf G0 TT in allen el will stets singen Ich. 6 Vel Wolts FStGOtt slles wied d bete, w ah ich das 1. bin-gel In mir thu Elacher M. Nun weij IAhnms auch' er Hoͤchstu Vastig sy En er Min Wapffe Eu s mirbrin 5, Der Oul E/ ist ehtis Hachet daß Wutb, An En jt nichts (hrisus mir; Huerth. . Mein N RinGlant v Arnichtinn nt ich nic schen, undf O muͤste Dachs ins 3 +Der, der It sich führ lich rein m. eiß was ů lich sreuen duth, barf Me shuszein⸗ 6. Nahts, mmen„n xth, die h sud mir! etheil mich Ucbetrͤbt Kodecket m sht. Sen ge Esyglertn taihet Siig ugunmn IMScer Vom Vertrauen auf GOtt. 2⁴⁵ 45 (3990 P. G. Nel. Walts GOtt mein Werck ꝛc. St Gott fuͤr mich so trete gleich Jalles wieder mich. So offt ich ruff Uld bete, weicht alles hinter sich. Mb ich das Haupt zum Freunde, d bin: geliebt bey)GOtt! Was Iiuh 4* der Feinde und Wi⸗ dirsacher Rott. Nun weiß und glaub ich foste/ich Ibme auch oͤhne Scheu, daß GOtt Hochst und Beste, mir gaͤntzlich 3 0 ebt/ Haserl etrit Nrn. 13 80 NSEI , SOi Eins u ginstig sey. Und daß in allen Faͤl⸗ 10 er mir zur Rechten steh, und Whn dienpffe Sturm und Wellen, und n eis mir bringet Weh. d6 em C ** Der Grund, da ich mich gruͤn⸗ Hs Oe, ist Christus und sein Blut, das michet, daß ich finde das ewge wah⸗ reSuth, An mir und meinem Le⸗ 33 ben ist nichts auf dieser Erxd, das Oristus mir gegeben, das ist der Lie⸗ gwerth.. N Men IJESusS ist mein Ehre, min Glantz und schoͤnes Licht, weit r nicht in mir waͤre, so duͤrfft und lnt ich nicht vor SOttes Augen schen, und fuͤrdem Sternen⸗ Sitz, ich muͤste stracks vergehen wie Wachs ins Feuers Hitz. Der/ der hat aulsgeloͤschet, was uit sich fuͤhrt den Tod, der isis, der nuch rein waschet, macht schnee⸗ miiß„ was ist roth, in ihm fan ich 4% Trten Uich fteuen, hab einen Helben⸗ e Mufh,, darff kein Gerichte scheuen, ee uie sonst ein Suͤnder thut. Nichts, nichts kan mich ver⸗ donmen/ nichts nimmet mir sein WMitz, die Hoͤll und ihre Flammen, lst Isind mit nur ein Schertz, kein In Ultheil mich erschrecket Hein Unheil nich betruͤbt, weil mich mit Flů⸗ 17 decket mein Heyland/ der mich Abt. Sein Geist wohnt mir im Her⸗ 0r, xeglert mir meinen Sinn, ver⸗ SOttich bintg % Welt/ Cit⸗ gDrucken m ib müssehf II I au 1 iTT: Dul en eb ich gleich ii E itWil kreiben: 1. stibet Sorg und Schmertzen, nimmit 22¹ 30 Aen Kummer hin, giebt Seegen n Gedeyen, denn, was er in mür * N 7 schafft, hilfft mir das Abha schreyen aus aller meiuer Krafft. 8. Und wann an meinem Orte sich Furcht und Schrecken findt, so seufftzt und spricht er Worte, die unuaussprechlich sind, mir zwar und meinem Munde, GOtt aber wohl dewust, der an des Hertzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Gei⸗ ste mauch suͤsses Trost⸗Wort zu, wie GO TT dem Huͤlffe leiste, der bey ihm suchet Ruh, und svie er hab er⸗ bauet ein edleneue Stadt, da Aug und Hertze schauet, was es geglaͤu⸗ bet hat. 10. Og ist mein Theil und Erbe mir praͤchtig zugericht, wenn ich gleich sall und sterbe, faͤllt doch mein Himuiel nicht, muß ich auch gleich hie feuchten mit Thraͤuen meine Zeit, mein JEsus und sein Leuchten durchsüͤsset alles Leid. II. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt„ und findet ein hohe schwere Last zu leiden und zu tragen, geraͤth in Hohn und Spott, das Cxeutz unt alle Plagen/ die sinnd sein taͤglich Brodt. 12. Das ist mir nicht verborgen/ doch bin ich unverzagt, GOtt will ich lassen sorgen/ dem ich mich zuge⸗ sagt; es koste Leib und Leben, und alles/ was ich hab, an dir will ich fest kleben; und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag zubrechen, du stehst mir ewiglich: Kein Bren⸗ nen, Hauen, Stechen, soll treunen mich und bichkein Hunger und kein Duͤrsten, kein Armuth keine Pein, kesn Zorn des grossen Fuͤrsten soll mir ein Hindrung seyn. 14. Kein Engel, keine Freuden,kein Thron, kein Herrlichket, kein Lie⸗ ben und kein Leiden, kein Angst und Faͤhrlichkeit, was man nur kais er⸗ keines soll mich lencken aůs deinem Aym und Schooß. 135 Iy. Meith dencken/ es sey klein oder groß, der ———————..d,. 44⁴⁷ Vom Vertrauen auf GOtt. 15. Mein Hertze geht in Springen, und kan nicht traurig seyn, ist voller Freud und Singen, sieht lauter onnenschein; die Sonne, die mir lachet, ist mein HErr JEsus Christ; das was mich singend machet/ ist was im Himmel sst. (400.) Mel. Liebster JEsu! wir sind hier. Qun dein Hertz nicht selber ab, Lum den zweiffelhafften Mor⸗ gen: Bau nicht vor der Zeit dein Grab mit fruchtlosen Kinder⸗Sor⸗ gen; hast du nicht satt an der Plage, so du traͤgst an diesem Tage? 2. Wie viel sind nur gestern fort, wie viel heute drauf erschienen hat dein Witz, dein Klage⸗Wort, dir ie koͤnnen darzu dienen, daß du deren Lauff gehindert, oder ihre Zahl ver⸗ mindert! 3. Geht nicht dir so wohl als mir das Gestirne anf und nieder? Schau den Himmel uͤber dir, wie er regnet, wie er wieder durch die warmen Sonnen⸗Blicke, Fuͤll und Seegen bringt zuruͤcke. 4. Du bist ja nicht eben der, dem Gott seinen Schatz verschlossen: Der ist unerkeñtlich, wer mißtraut, wo er Guts genossen, wein er meynt, des Hoͤchsten Haͤnde langen nicht zum Lebens⸗Ende. 5. Nichts hast du ja mit gebracht, was du brauchtest, nichts erworben: deine Kunst hat nicht gemacht daß du Hungers nicht gessorben. Daß du lebst frisch und gerade, ist allein des Hoͤchsten Gnade. 6. Ey so traue seiner Huld annoch, armer Mensche, weiter: faß getrost dich mit Gedult, sey kein tůckischer Arbeiter, der mit Trotz und Uber⸗ dingen hoͤhern Lohn heraus will zwingen.; 7. Nimm an mit Zufriedenheit, was dein Koͤnig dir verehret, er weiß schon die rechte Zeit, wenn dir was soll seyn gewaͤhret. Offt gereichet nicht zum Frommen, was die Rei⸗ chen uͤerkommen. 8. Wie ein treuer Vater nehrt sei⸗ ne Kinder ohn ihr Sorgen, so wird dir auch seyn beschehrt, wo nicht heute dennoch morgen, was dir nuͤ thig ist um Lehen: Schreib nun GOtt nicht vor im Geben. 9. Der du Vater dich genannt, Gott!du wirsts auch ewig bleiben; Einen Zinß wird deine Hand mir nach Nothdurfft schon verschreiben. Soll ich keinen Reichthum erben, ben⸗ ich doch nicht Hungers ster⸗ en. ö (41⁰.) Mel. Ach HErr mich armen S. Reiß durch, bekraͤnckte Seelel reiß durch, und traure nicht/ lauff ans der Schwermuths⸗Hole, Gott weiß, was dir gebricht; es ist mein Wohlergehen gewißlich noch nicht reiff, indessen bleib ich stehen, die Hoffnung halt ich steiff. 2. Der Hochste wirds wohl ma⸗ chen, was will ich Mensche thun, auf Gott bestehn die Sachen, in ihm will ich beruhn: mich hab ich GOrt ergeben, der mag bekuͤmmert seyn auf mein betruͤbtes Leben folgt sro⸗ her Sonnenschein. 3. Bald wird mir Hülffe werden, was soll der freye Muth, nachdem ich 3005 auf hetduch srauch Amgens gut, dann werd ich froͤlich singen! Auf GO ET hab ich gebaut, drum muß es mir gelingen, wohl dem, der Gott vertraut. 4. Wohl dem, der seine Sorgen auf GOttes Ruͤcken legt, sein Rath ist uns verborgen, wann uns ein Un⸗ fall schlaͤgt, wanns donnert und wanns blitzet, und wann das Wet⸗ ter tobt, so werden wir beschůtzet/ der HErr sey hochgelobt. 4⁴ 12.— ssseane sh Spott. ht win Iinswar ho shlich sehen Hliebt, wa Asdie Cegt Iun mir m Wüommen 7 Auf!L Ng/ weg/ nich ein unf nich wirder Leichbucken Ruth/ der aß mir thut Mel.Fueu d Sae batum aunur au d n walten gat AMrost nur hi. RMihem Sinn Ke Sachen yachen. à Denn Oorgen, dan An dem Ab 1d vergröf 5 Geringst dgusger⸗ . Ich weiß wohl, wie im Trauren ich offtermahl gesteckt, die Haut bei ginnt zu schauren, das Hertze wird Plagen d 61⁷ Auch iste Heuden, der — hilt, unt Aden der Utt; hat 00, den, 0 U0 D WuDichter Wyhen. Wich wi Egufdich! ser Sode ATfiüchsh — erschreckt, wenn ich daran gedencke, ö Misthangh doch hat der treue GOtt des geu Eensan f ein⸗ 4 iin Le En, RAt die WI Dur nhtti Sergen, oni Wehrt, wo nich Was dit ui tden: Schteib iu Scben. Ler dich genauz 4⁰ Vom Vertrauen auf GOtt. 4⁵⁰ Hindes Raͤncke gemacht zu Schand Isd Spott. . Jetzt wird es auch geschehen, ich hi zwar hoch betruͤbt, bald werd ich sylich sehen, wie mich der HERR gliebt, wann diß mein grosses Lei⸗ dsi, die Centner schwere Pein, wird In mir muͤssen scheiden, und weg⸗ Halommen seyn.— . Auf! Sinnen, die ihr zaget; ig, weg Melancholey; wann nich ein Unfall plaget, macht GOtt nich wieder frey. Muß ich mich ietzt sg gleich bůcken kommt frischer freyer Wtraute nicht Aths⸗Hil Eir gebricht; es i ehen gewißlich hoc letich ßehn wohl u. lascht thun,a 3 Eich had ichOf ekummert seht 4 Lehen folgt su 1 Hulft werde WNulb M„ wirdtz (Eachen, in in ma „Rhachbes. 1 tegehn. Dri niin Dichten in dem Leid zur Freu⸗ Muth/ der Hoͤchste wird es schicken/ daß mir thut Truͤbsal gut. (402.9 Nel. Freu dich sehr, Omeine ꝛc. S gufrieden, mein Gemuͤthe ⸗ warum wilt du traurig seyn⸗ tuu nur auf des Hoͤchsten Zute, laß ihn walten gantz allein, wirff auf ihn galrost nur hin, was dich kraͤnckt in delmem Sinn, denn der HErr weiß ale Sachen bester massen auszu⸗ chen. Denn was hilfft doch all dein Ergen, damit du dich geplagt hast Ihn dem Abend zu dem Morgen, und vergroͤssert deine Last, damit daß Geringst doch nicht auf der Welt suld ausgericht, als daß du mit dei⸗ not Plagen dir selbst wirst das Hentz agen. 5 Auch ist GOT ein Geist der geuden, der gantz nichts von Trau⸗ uhaͤlt, und wer ihm befiehlt sein Laden, der ists der ihm wohl ge⸗ salt; hat auch wohl iemand ge⸗ sahn, den, der GOdE traut, un⸗ Drum will ich auch all derichten. Ich ich will auch nicht mehr sor⸗ geni/ guf dich leg ich alles hin, hoͤch⸗ ser GOTT! gieb alle Morten mir 0 Frölichs Hertz und Sinn; du solt s thun allein, ich will ohne Sor⸗ mehr schmertzen wenn du bilt in meinem Hertzen. (403. J. S. TRau auf GOtt in allen Sachen, die dich ietzund traurig machen, trau auf GOtt in allen Dingen, die dir zu dem Hertzen dringen. 2. Trau auf GOct in Seelen⸗Pla⸗ gen, wann dich deine Suͤnden na⸗ gen, dann GO ist in solchen Schmertzen ein necht Pflaster dei⸗ nem Hertzen. 3. Trau auf GOtt, wann Tod und Hoͤlle, wann der Teufel ist zur Stel⸗ le, und dir vom Verdammen saget; GOtt ist der ihn bald verjaget. 4. Trau auf GOtt in boͤsen Glůͤ⸗ cke, dann GBtt ist dir eine Bruͤcke, drauf du sichern Stand kanst ha⸗ ben, wenn viel Ungluͤck um dich traben⸗ .Trau auf GOtt, wenn boͤse Seu⸗ chen in dem Land herummer schlei⸗ chen, dann er kan dich so bedecken, baß dich keine darff anstecken. 6. Trau auf GOtt in Kriegs⸗Ge⸗ fahren/ denn er weiß dich zu bewah⸗ ren, er kan machen, daß die Feinde werdendeine besten Freunde. 7. Trau auf GOD in Hungers⸗ Noͤthen, dann wird dich kein Hun⸗ ger todten; Waͤchset gleich kein Korn auf Erden, dann wird Brod aus Steinen werden. 8. Trau auf GOtt in duͤrren Zei⸗ ten, denn wird er vom Himmel lei⸗ ten seines Seegens Strom und Halehr die dein Hertz zufrieden ellen. 9. Trauiauif GOtt, wenns schneye und stuͤrmet, wenn des HERRNEN Donner zuͤrnet, wenn dich trifft das boͤse Wetter: Denn GOtt ist allein dein Retter. 10. Trau auf GO in allen Sa⸗ chen/ denn er kan den Auschlag ma⸗ chen. Trau auf GO in allen Dingen, dann wirst du ein Dane lost. Lin seyn 3 so kan mich kein Angst Lird 10 ö (4⁰¹9 ——— Vom Vertrauen auf GOtt. EETTA 43 4⁵¹ (404.),N. H. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. VBxudee nicht, O fromer Christ/ der du von GOtt erschaffen bist, ob gleich die Zeit ist schwere; Ver⸗ trau du deinen lieben GOT D, er wird dich wohl ernaͤhren. 10 g. Hat er dir doch zu seiner Zeit im Augenblick dein Seel und Leib, auch das nat uͤrlich Leben, ohn alle Muͤh, Sorg und Arbeit, in Mut⸗ terleib gegeben. 3. Auch naͤhret GOTT die Voͤge⸗ lein, die doch gar nichts thun samn⸗ len ein, und in den Luͤfften schweben, sie saͤen nicht,sie erndten nicht, noch fristet GOtt ihr Leben. 4. Das sind die klein'n Wald⸗Voͤge⸗ lein, die uns zu gut erschaffen seyn, sind wir denn nicht viel besser: Wie solt denn GOtt vergessen dein/ weil du dich auf ihn verlaͤssest? 5. Sieh an die schoͤnen Bluͤmlein zart im weiten Feld, an allem Ort, wachsen aus Staub und Erden, die doch so hald in schneller Fahrt muͤs⸗ sen zunichte werden. 6. Ob sie schon sind dahin gericht, daß sie naͤhen uñ spinnen nicht, noch schmuͤckt sie GOtt gar schoͤne; also zart, daß ihn'n nichts gebricht an Pracht, Schonheit noch Guͤte. 7. Weil GO TT kleidet das gruͤne Graß, und ziert es schoͤn uͤber die Maaß, das doch gar bald verdorret: Wie vielmehr wird GOtt uns das thun, dieweil er fuͤr uns sorget. 8. Wie ein Vat er fuͤr seinen Sohn, also wird GOtt uns treulich thun, wie Christus uns thut sagen: Drum seyd getrost, spricht GOttes Sohn/ und laßt die Heyden zagen. 9. Wer ist, der seiner Laͤng ein Ell, ob er gleich druͤm leidt grosse Qvaal, mit Sorgen kan zusetzen? Ob er gleich leidt groß Ungemach, und kuͤmmert sich im Hertzen. 10. Laß fahren, was nicht bleiben will, denn GOtt der HErr nach sei⸗ dein Tyeil/ und wird dirs geben wol und wird dein nicht vergessen. UV. Sprich nicht im Mangel und in Noth:Wo werden wir denn nehmen Brodt/ daß wir nicht Hunger leiden Wir haben gar ein'n kleinen Vor⸗ rath/womit solin wir uns kleiden? 12. Denn der him̃lische Vater dein, der fuͤr uns traͤgt die Sorg allein, weiß wohl, was wir beduͤrffen: Sieh nur, daß du die Sorge dein imGlau⸗ ben auf ihn thust werffen. I3. Such erst sein Reich und Ge⸗ rechtigkeit, und sey in dem allzeit be⸗ reit, fleißig für allen Dingen, so werden dir zu rechter Zeit all Sa⸗ chen wohl gelingen. 14. Wenn sichs anließ, als wolte nn Noth, Angst, Mangel undauch dar⸗ zu Ungluͤck mit Hauffen kommen, su laß dichs nicht erschrecken thun, glaub es wird seyn dein Frommen. 15. Wirst du nun alle deine Noth, im Leben dein/ biß in den Tod, nach Gottes Willn recht tragen, koͤmmt Zeit, koͤmmt Rath/ der treue GOtt wird dich nicht lassen verzagen. 16. Hilff, Helffer! hilff aus aller Noth/beschehr uns auch das taͤglich Brodt, hilff all'n Christglaͤnbgen Leuten, die ietzt leiden groß Angsi und Noth/ in diesen schweren Zeiten 17. Verlaß uns nicht, HErr IEsi Christ! der du auch arm gewesen shine bist, und in Kummer so schwere, 11 hilff uns auch zu jeder Hrist an Leid Eune und Seel ernaͤhren. 17 18. Du giebst allhier auf diest Wat le Welt einm iehen nicht viel Kut uud ischne Geld, du weist die rechte Masse; sssn WI Jedoch wirst du, wenn dirs gefaͤlt) Mendu in keiner Noth uns lassen. 1.— 19. Denn Geld und Guth nicht al ginn Kelig leieit in Angsi, Noth und Gefäht nsthhan lichkeit den Menschen kan erfrenen he Biel mehr an guten Gewissen liegt, muhncht, das kan den Murh verneuen. uh 20. Ein gut Gewissen nimmt man 1l, du mit sich, das glaͤub ein Christ gar sih i 2.— uth Pus, bie Wlwir das Oarumh Ahsogrot. W nichts l Bott vertynt Ader reichft 293. Wenn! Tod, sott VOtt! um W, hilff! MWW. . Muas wilt Waams Vltglich lebe Kttrau dich i % nachen,v Het isbiren Dann GOt hauffhn ver Seinen, d Uschsan w Ich nicht g. Wst du scha Uten dich. 3. Auf ihn , mit fri müstdueriag Denn u Wökan niem QMenscher nem Ziel, hat allbereit ermessen i Ae. cherlichwenn man scheidet von hin mde scheidet Att 43³ Vom Vertrauen auf GOtt. 4⁵⁴ nnn wir das recht besinnen. 1. Darum halt imer fest an GOtt, asey so groß als woll die Noth, laß s niches liebers werden: Wer Ott vertegutihm gunͤgen laͤst, der ilder reichst guf Erden. Wenn uns nun naht ietzund die Dod, so troͤst du uns, O HErre Ott! um deitses Sohnes Nah⸗ mn, hilff uns endlich aus aller Mth/ durch JEsum ChristumAmẽé. (4% J. H. Rel. Von GOtt will ich nicht ꝛe. Wu, wilt du dich betruͤhen, O meine Liebe Seel: Zhu den nur Heitzlich lieben, der heistImmanuel, Aaun dich ihm allein, er wird gut alls miachen, und foͤrdern deine Sa⸗ a chin, wie dirs wird seelig seyn. Denn Gott ver laͤsset keinen, der wuma ssh auf ihn verlast, er bleibt getren e Nal deh Seinen, die ihm vertrauen fest, zu lk sichs an wunderlich, so laß dirs Ren, käme dach nicht grauen, mit Freuden ueSUt ußst du schauen, wie GOtt wird 1 xisten dich. Auf ihn magst du es wagen ge⸗ tihst, mit frischem Muth: mit ihm nüst du erjagen, das ist dir nütz und Ahgihe Denn was Gott haben will, Zauh da kan niemand verhindern aus al⸗ En elch Menschen⸗Kindern, so viel ihr gewest sind im Spiel. Huett Wenn auch selbst aus der Hoͤllen an Uldeh Satan trotziglich, mit seinen Art⸗ Gesellen, sich setzet wider dich, Vier auf dielh sottuß er doch mit Spott von seine Gut in Nucken lassen, damit er dich will Mas fefen, den dein Werck fördert GOtt. l Gereichts zu seinen Ehren und „daner Seeligkeit, solls seyn, kein Hlichth Minsch kgus wehren, wenns ihm Hessh nar noch so leid: Wills denn GOtt H und n ersteun hat en nicht, so kans niemand fort sel lie Eelben, es muß zurücke hleiben, was Aathelen, GOtt will, das geschicht. Iin diumt 4 Drum ich mich GOtt ergebe, e sey es heimgestelle, nach nichts or ich sonst frebe/ denn nur was NIII 1 0 sonst bleibet alles hinter sich, ihm gefaͤllt sein Will ist mein Be⸗ gier, der ist und bleibt ber beste: das glaub ich steiff und feste Wohl dem/ der glaͤubt mit mir. (46.), Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. IcCh trau auf GOtt in allen Sa⸗ Ichen denn wer wolt sonst meint Helffer seyn? Ach niemand hilfft dem Armen Schwachen, denn nur mein GOtt, der thuts allein! Drum seh ich auch in meiner Noth zufoͤr⸗ derst guf den lieben GOtt. 2. Und muß ich auch zu truͤbenZei⸗ ten was dulten, ey! was ists denn nun? Ich will es hertzlich gerne lei⸗ den, GOtt wird mir keinen Scha⸗ den thun! drum seh ich auch in mei⸗ ner Noth zufoͤrderst auf den lieben G0 3. Er hat mirs ja so offt verspro⸗ chen/daß er mein Helffer wolle seyn, ich weiß, er haͤlt mirs ungebrochen, sein Wort trifft sonsten richtig ein drum seh ich auch in meiner Noth zuforderst auf den lieben EOtt. 4. Laͤßt GO Te die Voͤglein nicht verderben, ey nun so glaͤub ich steiff und sest, daß er mich auch nicht Hungers sterben, noch soust in mei⸗ ner Noth verlaͤst; drum seh ich auch in meiner Noth zufoͤrderst ꝛꝛ. 5. Wohlan, ich will bestaͤndig bleiben bey GOtt in Noth und To⸗ bes⸗Qvaal, von GO soll mich kein Ungluͤck treiben, drum sag ich ein vor allemahl: Ich seh in aller meiner Noth zufoͤrderst au den lie⸗ hen GOtt. (407) D. C. B. aus Ps.ay. Mel. Durch Adams Fall ist gantz ꝛc. Ein Licht und Heyl ist GOtt der HErr, solt ich ihm nicht vertrauen Meins Lebens Krafft/ mein Ruhm und Ehr/ fur wem solt mir doch grauen 2 Ob drum die Ceind gleich wuͤtend seynd, und wolin mich gar verschlingen, gehn doch zuruch ihr Frevel⸗Tuͤck, es muß ihn'n nicht gelingen, ihn 3 Wus 2½ Und —IIJ—UU Dάπππ 4 Vom Vertrauen auf GOtt. 4³6 2a. Und wenn sie all in Ruͤstung seyn, Heers⸗Macht wied'r mich auf⸗ bringen, ist doch kein Furcht im Hertzen mein, ich weiß wohl Rath den Dingen: Hebt sich der Krieg, ich b'halt den Sieg, denn ich trau auf den HErren, mein Glaub nicht sehlt, zu GOtt gestellt, er hilfft von Hertzen gerne. 3. Ein Ding fuͤr allen g'liebt mich sehr, das haͤtt ich hertzlich gerne, drum bitt ich dich, ach GOtt mein HErr! wollst mit in Gnad gewaͤh⸗ ren, daß ich moͤg seyn im Hause dein, und in deinm Tempel wohnen, beym Leben mein zu schauen fein die Got⸗ tesdienst so schͤne. ö 4. Wenn ich das hab, bin ich gewiß, daß du mich durch dein Gute, fuͤr allem ungluͤck, Trug und List in dei⸗ nem Zelt behuͤtest. GOtt ist mein Schuͤtz mein Felß, mein Trutz, durch ihn ich Sieg behalte, wider die Feind, die um mich seynd, laß Gott den HErren walten. 5. Ich will ihm opffern Danck und Ehr/ mit Lobgesang ihn preisen, ten Weg, nach deinem Wort zu le⸗ ben, daß ich meins Amts und Ge⸗ wissens pfleg, keine Ursach denen ge⸗ be/die mich vhn Scheu beluügen frey, mit Laͤstrung auf mich zielen, alh Boͤsewicht, HERR! laß mich nicht in meiner Feinde willen. 9. Wohlan, es geh gleich wie es woll, mein Glaub wird mich nicht trůͤgen, ich weiß doch wo ich bleiben soll, GOttes Wort kan mir nicht luͤgen, In ewger Freud ist mir be⸗ reit, bey GOtt ein herrlich Leben, drauf seys gewagt, harr unverzagh/ GOtt wirds gewißlich geben. (408.) L. A. G. Ebt doch unser HErr GOtt noch fasse dich, du arme Seele, was betrübet dich die Noth Sucht 46⁰¹ 1 Icldes Tode egat nicht huch GOtt schwarten 2 hem Staube Eoden⸗Knot hn: Leb HOott noch. 6. Lebt doe ‚ soch/ mach balge, Rreff Vesus hältt rtnitt bien hnd GOttet irnu. Ttostvergnd in Schwesel oen liegen. Trost bey deinem GOe T, und ih Oottch JEsus Seiten⸗Hoͤle, bist du doch 6 Lbt doe durch den erwehlt, welcher deinth mich, Le di Thraͤnen zehlt, und dein Elend ab⸗ gemessen, dencke nicht, GOtt seyzl hoch, oder habe dich vergessen. Leht doch unser HErr GOtt noch. 2. Lebt doch unser HERR Gott mein Gebeth, OHErr mein GOtt] erhor, dein Gnad an mir beweise. Mein Hertz haͤlt dir dein Zusag fuͤr/ du wollst niemand verschmaͤhen, der dich sucht HErr! drum mir gewaͤhr/ Iaß mich dein Antlitz sehen. 6. Ich bin dein Knecht, wend nicht von mir das Antlitz deiner Gnade: Du bist mein Zuflucht fuͤr und fuͤr, dein Heyl koͤmit mir zů statte. Mein Zuversicht, verlaß mich nicht, zeuch nicht Hand von mir abe, du bist al⸗ lein der Helffer mein, ohn dich kein Trost ich habe. 7. Mein Vater und Mutter wol⸗ ten gern in Noͤthen bey mir stehen, koͤnnen mir doch kein Huͤlff gewaͤhrn, ich muͤst fuͤr Leid vergehen, ohn Gottes Trost, der mich erloͤst, der HErr thut mich aufnehmen, wenn alle Welt von mir abfaͤllt, und mei⸗ ner sich will schaͤmen. 3, HErr OOtt, zeig mir den vech⸗ noch/ey warum wilt du verzagen, x der dein bedraͤngtes Hertz ferner mist vergebnen Schmertz und Verzweif lungs⸗Peitschen schlagen! GOttes Gnad und Wunder⸗Dreu ist ja ie⸗ den Morgen neu; er ist deines Heyls Erstatter! Liebste Seel! he⸗ greiff es doch, lebet doch mein treuer Ee Vater. noch, will dich gleich dein dammen, schreckt dich schon die Suͤnde sehr, schlaͤgt sie als ein to⸗ bend Meeruͤber deinem Haupt zu⸗ sammen: Zage nicht, denn JIEsus Blut sagt vor deine Schulden gut/ deine⸗Handschrifft ist in Stuͤcken, Tth und die Last, das Suͤnden⸗Bloch liegt auf deines Em5 Ruͤcken. Lebt doch unser HErr GOtt noch. 4. Lebt doch unser HERR Gott noch/fuͤrchts nicht* cen/ Lebt doch unser HERi GoOtt noch. 3. Lebt doch unser HERR GOtt ertz ver⸗d AHibdichih, Muh dich fuͤt! Haermel Afd Leid, YVreud und ke Rnej sondern Wolches alle: Hoch unset H Ilht Hhun I W, und des en 5 H uhglack Uhutort I Mn N I de Machhhun, — 5 Vom Vertra uen auf GOtt. 45⁵8 h sen, denn du wirst im letzten Streit nd orn des Todes Bitterkeit seinetwe⸗ deneng. en gar nichts schmecken, ja du wirst Wgehsfe jurch GOttes Macht, nach der clenhwartzen Todes⸗Nacht/ uͤber dei⸗ Nem Staube stehn, und der faule NI oden⸗Knoch soll das Leden wleder Wilech nite hn: Lebt doch unser HERR +* uch h Ott noch. . Lebt doch unser HERR GOtt loch, macht dir gleich der Teufel nge, greifft er dich schon listig an, el Esus haͤlt die Sieges⸗Fahn, und Vtritt die alte Schlange: Aber dich hurd GOttes Hand, dort in jenem greuden⸗Land mit wahrhafften rost vergnuͤgen, wenn die Schlang si SchwefelLoch ewig wird gefan⸗ chgen liegen. Lebt doch unfer HErr Ott noch. och unsor HERR GOtt 6. Lebt docht wch/ lebe du ihm auch zu Ehren, heb dich ihm/wie er sich dir, und be⸗ 61½Ott saß hlih dich fuͤr und für, deinen Glau⸗ sen. A hen zu vermehren, folge ihm in Lieb ud Leid, laß dich keine Erden⸗ geeud unb kein Elend von ihm tren⸗ u/ sondern trag sein sanfftes Joch, helches alle Christen kennen. Lebt Derineß dch unser HErr GOtt noch. Rench Mel. Alle Menschen müssen ꝛe. As betruͤbst du dich mein Her⸗ Seille tze, trachtest nur nach Eitel⸗ eist; ach! was hilfft dich solcher 9⁵³ chmertze? IEsus wendet alles kid: Wirff die Sorgen⸗Last auf end Sde Iu, dencke nur in deinem Sinn, LIE ö euhne Hile, bist dudie It, Welcher diit vnd dein Elend il V Hückt bich schon das Sorgen⸗Joch, Iht boch unser HErr GOtt noch. Pyessen dich des Creutzes Pla⸗ n, und des Kummers Ungemach. Ich! mein Hertz thu nicht verzagen. Esus weiß um deine Sach/ stuͤrmt des Unglück gleich herein, und setzt hich in Angst und Pein, trage willig Kar dein Joch, lebt doch unser 2u dag HErr GOtt noch. 441651 3., Hat das Gluͤcke dir versaget Hh Deichthum, Geld und grosses Guf, 1 X. Schulden gi in Stüctch Den⸗Blach und dich nichts als Armuth plaget/ ach!hab einen guten Muth; Sag, was hilfft das schnoͤbe Geld 7 Eg bleibt alles in der Welt: Druͤckt dich schon das Armuths⸗Joch, lebt doch unser HErr GOtt noch. 4. Will der Teuffel dich verdam⸗ men, und ruͤckt dir die Suͤnden fuͤr ꝛ Ey! so raff sie all zusammen, wirff sie Esu fuͤr die Thuͤr; er als rech⸗ ter Helffers⸗Mann, will dich nim⸗ mermehr verlahn, drum trag willig nur dein Joch lebt doch unser HErr GoOtt noch. 5. Es ist besser eine Seele, die recht rein von Suͤnden ist, wenn sie muß aus dieser Hoͤlefahrt sie hin iu JE⸗ su Christ, er als rechter Helffers⸗ Mann, will dich nimmermehr ver⸗ lahn, drüm trag willig nur dein . lebt doch unser HErr GOtt noch. 6. Fleuch in JEsu tieffe Wunden, die vor Liebe oͤffen stehn, da schon mancher Trost hat funden, der den Creutz⸗Gang muͤssen gehn; sein ge⸗ treues Bruder⸗Hertz heilet aller Seelen Schmertz, drum trag willig nur dein Joch/ lebt doch unser ze. 7. Hoͤre,/ wie der Fromme lechtzet, wie er mit verliebten Geist dort nach deiner Seelen aͤchtzet /eh er zu dem Vater reißt: ach! spricht ex: Sieh hier das Blut, das vergieß ich dir zu gut. Drum trag willig nur dein Joch/ lebt doch unser ꝛc. 8. Kofiit die Stunde an zu sterben, eh so ruffe JEsu zu: Laß mich/ Lieb⸗ ster] doch ererben, wo die Seele fin⸗ det Ruh,/ nimm mich in den Himmel auf/ da der seel gen Frommen Hauff singt: Lob, Preiß und Herrlichkeit sey dem allezeit. 10 410. Mel. Werde munter mein ꝛe. Eitie Seel] hor auf zu sorgen/ nicht bekuͤmmre dich so sehr/ denn, nach Abend koͤmmt der Mor⸗ gen, GOLL ist noch ein reicher Err, leichtlich kan er retten dich, P2 weil ———.. 45⁵9 Vom Vertrau en auf GOtt. weil er mild und vaterlich taͤglich dich versorgt und speiset, alle Treu an dir beweiset. 2. Solte G0TC, der dir gegeben Leib und Seel, vergessen dein? Der, so dir erhaͤlt das Leben, deiner ein⸗ gedenck nicht seyn? Der doch alle Haͤrlein gehlt, so, daß keines von dir faͤllt, denn es ist nach seinem Willen: Also laß, mein Hertz! dich stillen. 3. Ruff zu GoOtt in allen Noͤthen, keck vertrau ihm deine Sach; maͤch⸗ tig wird er dich errett en, seiem Wort und Zusag nach; drum ergieb dich nur allein, was vermag die Ordnung sein; must du schon offt lang verziehen, wird dein Gluͤck doch nicht entfliehen. 4. Wer aus GOtt getrost kan hof⸗ fen, traͤgt die Auflag mit Gedult/ der hats uͤbel nie getroffen, wenn er denckt er habs verschuld; und weiß GODd der meynt es gut, wenn er braucht die Vater⸗Ruth: glaub, dem, so das Creutz betruͤbet, GOtt auch mehr als andre liebet. 5. Was denn woltest du dich pla⸗ gen, essen nichts als Thraͤnen⸗Brod, alsobald in Creutz verzagen, ist ge⸗ wiß der Christen Spott; wilt du GO Diꝭ vorschreiben Maaß, wie er ordne diß und das, so doch Himmel, Meer und Erden, durch sein Wort erhalten perden. 6. Nein, du must dein Thun und Leben unbedraͤngt befehlen GOtt, welcher dir wird reichlich geben, was dir hier und dort ist Noth; iß dein Brod in Froͤlichkeit, mach dir groͤsser nicht das Leid: Trau auf in allen Dingen, so wirds kein mahl dir mißlingen. 7. Gott lich will mein Thun und Lassen unverzagt befehlen dir, nie gehn fremde Weg und Strassen; bleib, mein GOT! nur stets bey mir; dich ruff ich im Glauben an, wo ich bin, so viel ich kan, und will I Jn wülich 45 kiuinden It JEsu will ich uͤberwinden, Muit JEsu fuͤhr ich alles aus ich kan sonst keine Ruhe finden drum schließ ich alles andre aue mein GOtt sieht meine Noth und Pein, drum wird er auch mein Hels⸗ ser soyn.. ö 3. Ein muͤder Geist der kan nicht eilen, auf hart beschwehrter Creu⸗ tzes⸗Bahn, wenn ihn nicht JEsi uͤnterweilen mit seines Geistes Krafft flammt an, mein JEsu zeih mir deine Treu, und steh in meinen Creutz mir bev.* 3. Die Suͤnde mein thut mich he decken, und wendet deine Gnad zu ruͤck, mein GOtt! thu mich nicht s⸗ erschrecken, verbirg nicht ginen Alh genblick dein Guͤte und Barmhei tzigkeit, die geht so weit als Hing mel breit. 4. Denck doch, mein GOTT ah meine Thraͤnen und Truͤbsal, diß von Jugend auf ich habe muͤsseh sehn und hoͤren, hemm doch demsel ben einst den Lauff, und troͤste meis betruͤbtes Hertz, nach uͤberstandnesh Jammer⸗Schmertz. ö 5. Mein GoOtt, du pruͤfest Her und Nieren, sieh doch an mesin Qvaal und Schmertz, und laß dich. durch Erbarmung fuͤhren, daß Sueh ligkeit ich nicht verschertz, mit Tibs und Glauben eroͤne mich, ich danc dir davor ewiglich. 6. Das hoff und glaub ich nus aufs feste, du wirst mich bald mit Schutz erfreun, du kanst ja auf das allerbeste schon wenden meins Noth und Pein. Ach JEsu! JEshl nicht verweil. (4a.) Mel. ISsu meines Lebent G.anen. Trost und mein Vei versicht, meine Augen zu dir schalh yreisen deinen Nahmen, biß du mi heimholest, Amen. 0 deine Huͤlff versag mir nicht laß V 46⁰ komm und eil, mit deiner Huͤlssh F trauen, GOtt, du meine Zil mich nicht so fruchtloß schreyen, sonl ern hilff und giebGedeyen;% achmes .— Ian dn Wuutt 3, Ouhaf Ren sets ge Wemn Klage Iud dein L Iire Hül Noth und Ihtumhalt! Ihein Willi esse „ wie du! Keben mir AWlg Ich di Ahleich drüe Atgdicken, lh,Eoet! Mil. 4. Hühren Hhefah Mein God. Wsitswohlzu Ost, Wein E f deine H Iit nur hal Willis auck 5. Muß ie Uhd wit Ba Aleich eine Hlt viel un hoch will i Mrumauch TilGott! Milianc 6. Mhich Hen, und! Dohn; He Eea dorten Menn mich Mslich mie Milich 8 Iu Wille . Laß mi Ulen, Nach Heichehrig enEn Iel Tiai eth balteg il 51 Vom Vertrauen auf GOtt. 462 ban ssß mich dir halren still, SOtt! dein Bill ist auch mein Will. . Du hast mich von Kindes⸗Bei⸗ H ales auhre n T stete geleitet und gefuͤhrt, durch meiht tn zein Klagen, durch mein Weinen, srd dein Vater⸗Hertz geruͤhrt, daß irs Hülff und Rettung sende, Voth und Truͤbsal von mir wende/ Rulsum halt ich dir ferner still, GOtt! hin Will ist auch mein Will. . Alles sey dir heimgestellet, schaff wie du wilst mit mir, Dod und Eben mir gefallet„ willig, willig g ich dir, wird mich deine Last eich druͤcken, wirst du wisder mich vicken, so oill ich dir halten GoOtt! dein Will ist auch mein Jesu ieh in meiug Vill. . Fuͤhre mich, wohin du denckest/ d es mir am besten ist wenn du nur, hein GOTT! mich lenckest, geht hirs wohl zu jeder Frist, laß mich Iir, mein GOT vertrauen, und uf deine Gnade bauen, laß mich müs r nur halten still, GOtt! dein Will ist auch mein Will. . Muß ich elend hier empfinden, Ind mit Gallen seyn getraͤnckt/ mi ich einem Würmlein winden/ it viel ungluͤck seyn unischraͤnckt, hoch will ich es glles tragen, und rum auch nicht verzagen, sondern ATill Gott halten still; GOtt! dein Will ist auch mein Will. 6. Bin ich gleich vera len, und muß dulten Spott und hohn; Hoff ich hoͤher doch zu wer⸗ enͤdorten in dem Himmels⸗Thron! henn mich alle Menschen hassen, ill ich mich auf GOtt verlassen, so hill ich 69 Tc halten still, GOtt! ein Will ist auch mein Will. . Laß mich nur den Himmel er⸗ en, mach mich weder arm noch eich, Ehristlich leben, seelig sterben, mit den Engeln dich zugleich heilig sh heilig, heilig yreisen, wie uns Chri⸗ %/ fenist verheissen, so will ich Ott halten still, GOTd dein Will ist ch mein Will. s +1 Eell cht auf Er⸗ 8. Nun, mein GOtt in deine Haͤn⸗ de geb ich Seele, Leib und Guth, alles mir zum Besten wende, und halt mich in deiner Hut, dieses birt ich nochmahls kuͤhnlich, gieb mir nur/ was mir ist dienlich, so mill ich dir halten still; GOtt dein Will ist auch mein Will. (40 Mel. Machs mit mir GOtt nach ꝛc. Ohl dem, der sich guf seinen x Gott recht kindlich kan ver⸗ lassen, den mag gleich Sunde, Holl und Tod, und alle Teuffel hassen/ so bleibt er dennoch wohl vergnuͤgt, wenn er nur GV DTzum Freunde kriegt. 2. Die boͤse Welt mag immerhin mich hie und da befeinden, kan sich nur mein Gemuͤth und Sinn mit meinem GOtt befreunden, frag ich doch nichts nach ihrem Haß, ist 1 mein Freund, wer thut mir was. 3. Und ob ich gleich darůber offt viel Ungluͤck leiden muͤssen, so hat GOtt gleichwohl unverhofft mich wieder ch raus gerissen; Da lernt ich erst, daß Gott allein der Menschen bester Freund muͤst seyn. 4. Ja, wenn gleich meiner Suͤn⸗ den Schuld, sich haͤufft in mir zu⸗ sammen, treibt mich in Angst und Ungedult, und will gleich hier ver⸗ dammen, so fuͤrcht ich doch dieselbe nie/ denn GOtt mein Freund; der tilget sie. 5. Dahero trotz der Hoͤllen Heer: Trotz auch des Todes Rachen, trotz aller Welt/ mich kan nicht mehr ihr Pochen traurig machen, GOtt ist mein Freund, mein Schutz und Rath/ wohl dem, der GORE zum In voriger Melodey⸗ liebet/ der findet bey ihm Trost und Freunde hat. (414. Wobl dem, der G O T zum Freunde hat/ und ihn fůͤr alles Rath/ wenn ihu die Welt betruͤbet P 4 denn ... 4³ —————.— Bon der Gotigelassenheit. 464 denn Menschen⸗Gunst welckt wie ein Blat, wohl dem, der GOtt zum greunde hat 4. 2. Wohl dem, der herrlich ist ver⸗ gnuͤgt,mit dem, was GOtt bescheh⸗ ret,und Ungluck mit Gedult besiegt, wenn solches ihn beschehret. Er nim̃t es an, wie GOtt es fuͤgt, wohl dem, der hertzlich ist veygnuͤgt. 3. Wohl dem, der sich haͤlt fest an GOc, wenn falsche Zungen ste⸗ chen, und durch Vernichtung, Hohn und Spott, ihm Glimpff und Na⸗ men brechen! GoOtt wird schon fin⸗ den diese Rott, wohl dem, der sich haͤlt fes an GOott. 4. Wohl dem, der in der Demuth bleibt, und laͤst die Prahlereyen der Welt, welch ietzt die Mode treibt, in Pracht und Lumpereyen: denn Stoltz und Hochmuth Gott zer⸗ staͤubt, wohl dem, der in der De⸗ muth bleibt. Wohl dem, der nach dem Him⸗ mel tracht, und taͤglich darnachtrin⸗ get; Und ob er druͤber wird ver⸗ lacht, dennoch bestaͤndig singet: GoOtt ist mein Trost, wenn alls ver⸗ schinacht; Wohl dem, der nach dem Himmel tracht. 6. Wohl dem, der JEsum hertzlich sucht, wenn ihn dié Suͤnden druͤ⸗ cken, und Moses auf ihn blitzt und flucht, so kan er sich nur schmuͤcken, mit Christi Blut und Glaubens⸗ Frucht: Wohl dem, der JIEsum hertzlich sucht. 7. Wohl dem, der JESu M feste haͤlt, und bleibt an* Wunden wenn ihm der Tod sein End an⸗ meldt, und er sein Ziel gefunden, so sey ihm diß zuletzt gestellt, wohl dem, der JEsum feste haͤlt. 3. Nun JEsu du, du bleibest mein, im Leben und im Sterben, dein Blut und bittre Todes⸗Pein, laͤst mich den Himmel erben, diß ist und bleibt mein Trost allein; Nur JE⸗ su, du/ du bleiben mein. XXVI. Von der Gott/ gelassenheit. (415) A. M. Z. B. As mein GOtt will, das ge/ scheh allzeit, sein Will der iñ der beste, zu helffen den' n et ist bereit/ die an ihn glaͤuben feste: Er hilfft aus Noth, der fromme Gott, und zuͤchtiget mit Massen. Wer GOT vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen. 2. GOtt ist 0 90 Trost, mein Zu/ versicht, mein Hoffnung und mein Leben: Was mein GoOtt will, das mir geschicht, will ich nicht wider⸗ streben: Sein Wort ist wahr: Denn all mein Haar er selber hat gezehlet; Er huͤt't und wacht, stets für uns tracht/ auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Nun muß ich Suͤnder von dieser Welt hinfahrn nach GOttes Wil⸗ len, zu meinem GOtt, wenns ihm gefaͤllt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich GOtt befehl in meiner letzten Stunden; O from⸗ mer GOtt! Suͤnd, Hoͤll und Tod hast du mir uͤberwunden. 4. Noch eins, HErr! will ich bi⸗ ten dich, du wirst mirs nicht vers gen: Wenn mich der boͤse Geist an⸗ sicht, laß mich, HErr! nicht verz gen: Hilff, steür und wehr, ach GOtt mein HErr! zu Ehren deinen Nahmen: Wer das begehrt, dem wirds gewaͤhrt, drauf sprech ich fr lich Amen.. (416.) M. S. K. WaA Gott thut, das ist wohl gethan, es bleibt gerecht sesn Wille, wie er faͤngt meine Sachen an, will ich ihm halten stille: er i mein Gott, der in der Noth mi wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was GOtt thut, das ist wohl gethan, er wird mich nicht betr gen; Er fuͤhret mich auf rechter Bahn, so laß ich nuch begnuͤgen an seiner Huld, und hab Gedult, er wird — F 665 hmen u hsuen O. 3. Was O Iethan, er I Eral Ihet Maun Ischencken,f reu, drumn Indseiner 4. Mas than/ er tammuich hillmich ih Heid, es kön lich erschel Iheynet⸗ . Wu d Fethou, wo sthmecken, Hem Wahn, Uchreckeu, we Aäßt mitu Daweichen al 6. Was G Hethan, dab mag mie Motho Tod Wid Gott sinen Arme Ihn nur wol x VWer nu Waale Isteit, enn Hen in aler: MaOott Her hatauft 3. Was orgen? N Vnd Ach z Hlle Morge Heuach?& lund Leid nu Usckeit. 3. Manho Audseydoc Munsers Ibseing I Waspauchf ten sil Ott befchla Vimnessprichich HnsN / des iü 1 Iiclttgerccht su 1t Wlint San In halten fill 304 r in Ler Noth m Kutte drum laji 65⁵ Von der Gottgelassenheit. 46⁵ Aird mein Ungluͤck wenden, es sleht seinen Haͤnden. . Was GOtt rhut, das ist wohl kethan, er wird mich wohl beden⸗ sen: Er als mein Artzt und Wun⸗ ler⸗Mann wird mir nicht Gifft ein⸗ shencken, fuͤr Artzeney, GOtt ist ge⸗ heu/ drum will ich auf ihn bauen, ind seiner Gnade trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl ethan, er ist mein Licht und Leben, ser mir nichts boͤses goͤnnen kan, ich hill mich ihm ergeben in Creutz und leid, es koͤmmt die Zeit, da oͤffent⸗ lich erscheinet, wie treulich er es Reynet. . Was Gott thut, das ist wohl tethan, muß ich den Kelch gleich shmecken, der bitter ist nach mei⸗ 4. Er kennt bie rechten Freuden⸗ Stunden, er weiß wohl, wenn es nuͤtzlich sey, wenn er uns nur hat treu erfunden, und miercket keine Heucheley: So koͤmmt GOtt, eh wir uns versehn, und laͤsset uns viel Guts geschehn. 9. Denck nicht in deiner Drang⸗ sals⸗Hitze, daß du von GOtt verlas⸗ sen seyst, und daß der GO T im Schooße sitze, der sich mit stetem Glůcke speist. Die Folge⸗Zeit veraͤn⸗ dert viel, uñ setzet ieglichen sein Ziel. 6. Es sind ja GOrt sehr schlechte Sachen, und ist dem Hochsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich/ GOtt ist der rechte Wun⸗ der⸗Mann, der bald erhoͤhn, bald lem Wahn, laß ich mich doch nicht stuͤrtzen kan. shrecken, weil doch zuletzt ich werd 7. gotzt mit suͤssem Stost im Hertzen/ weichen alle Schmertzen. ing/beth und geh auf GOttes Wegen, verricht das Deine nur ge⸗ treuij und trau des Himmels reichen 6. Was GOtt thut, das ist wohl Segen, so wird er bey dir werdẽ neu: gethan, dabey will ich verbleiben Denn welcher seine Zuversicht auf ie mag mich auf die rauhe Bahn GOtt setzt, den verlaͤst er nicht. Roth, Tod und Elend treiben, so gird GOtt mich gantz vaͤterlich in inen Armen halten, drum laß ich Yunur walten. ö(417.) G. N. 5 Er nur den lieben GOtt laͤst Dmalten, und hoffet auf ihn al⸗ Hzeit, den will er wunderlich erhal⸗ hen in aller Noth und Traurigkeit. Ver GOtt dem Allerhoͤchsten trant, ser hat auf keinen Sand gebaut. 1. Was helffen uns die schweren Horgen? Was hilfft uns unser Weh And Ach? Was hilfft es, daß wir llle Morgen beseufftzen unser Un⸗ emach? Wir machen unser Creutz Ind Leid nur groͤsser durch die Trau⸗ keit. 70 3. Man bhalte nur ein wenig siille, Ind sey doch in sich selbst vergnuͤgt Hie unsers GOttes gnaͤdger Wille/ Inb sein Allwissenheit es fuͤgt: Gott/ zer uns ihmhat auserwehlt der teiß auch sehr wohl, was uns fehlt. — 8. Auf dich, mein lieber GOtt lich traue; ich bitte dich, verlaß mich nicht; in Gnaden meine Noth an⸗ schaue, du weist ja wohl, was mir ge⸗ bricht schaffs GOtt mit mir wohl wunderlich,durch JEsum Christum seeliglich. (418.) L. E. G. Z. S. Mel. GOtt des Himmels und der ꝛe. Esus, JEsus, nichts als JEsus, Ysoll mein Wunsch seyn,und mein Ziel. Jetzund mach ich mein Ver⸗ buͤndniß/ daß ich will, was JEsus will. Denn mein Hertz mit ihm er⸗ fuͤllt, ruffet nun: HErri wie du wilt. 2. Einer ist es, dem ich lebe/den ich liebe fruͤh und spat. IEsus ist es, dem ich gebe, was er mir gegehen hat. Ich bin in dein Blut verhullt; fuͤhre mich/ HErr! wie du wilt⸗ 3. Scheinet was, es sey mein Gluͤ⸗ cke/und ist doch zuwider dir: Ach! so nimm es bald zuruͤckeIEsugieb⸗ was nüͤtzet mir. Gieb mich dir, VP HErr —.. 46² —.—..———— Von der Gottgelassenheit. 4³ Herr Jsumild! nimm mich dir, Err wie du wilt. 4. Und vollbringe deinen Willen, in, durch und an mir mein GOtt! Deinen Willen laß erfuͤllen mich im Leben/ Freud und Noth, sterben als dein Ebenbild, HERR! wenn, wo und wie du wilt. 5. Sey auch JEsul stets gepriesen, daß du dich, und viel darzu hast ge⸗ schenckt und mir erwiesen, daß ich froͤlich schreye nu: Es geschehe mir, mein Schild, wie du wilt, HErr! wie du wilt. (49.)0. C. M. Mel. HErr IEsuꝛc. Hend wie du wilt, so schicks mit mir im Leben und im Sterben, allein zu dir steht mein Begier: laß mich doch nicht verder⸗ ben. Erhalt mich nur in deiner Huldl Sonst wie du wilt gieb mir Gedult: Denn dein Will ist der beste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir HERR! und Lieb zu deinem Worte: Behuͤt mich HErr! fuͤr fal⸗ scher Lehr, und gieb mir hier und dorte, was mir dienet zur Seelig⸗ keit, wend ab all Ungerechtigkeit in meinem gantzen Leben. 3. Soll ich einmahl nach deinem Rath von dieser Welt abscheiden: Verleih mir HERR! nur deine Guad, daß es gescheh mit Freuden. MeinLeib/mein Seel befehl ich dir; O HErr! ein seeligs End gieb mir, durch JEsum Christum, Amen. (420.) P. G. Mel. Was mein Gott ꝛe. 3 hab in GOttes Hertz und Sinn mein Hertz und Sinn er⸗ geben, was boͤse scheint, ist mir Ge⸗ winn, der Tod selbst ist mein Leben: Ich bin ein Sohn des, der den Thron des Himmels aufgezogen. Ob er gleich schlaͤgt und Ereutz auflegt, bleibt doch sein Hertz gewogen. 2. Das kan mir fehlen nimermehr, mein Vater muß mich lieben: Wasi er mich auch gleich wirfft ins Meer, so will er mich nur üben, und mein Gemuͤth in seiner Gůt gewoͤhnen fest zu stehen: Halt ich dan Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhoͤhen 3. Ich bin ia von mir selber nicht entsprungen noch formiret: Mein 60 DL ists der mich zugericht, an Leib und Seel gezieret: Der Seelen Sitz mit Sinn und Witz, den Leid mit Fleisch und Beinen: Wer so viel thut, deß Hertz und Muth kantz nimmer boͤse meynen. 4. Woher wolt ich mein'n Auffent⸗ halt auf dieser Welt erlangen? Ich wuͤre laͤngsten tod und kalt, wo mich nicht GOott umfangen mit seinen Arm, der alles warm, gesund und frolich machet: Was er nicht haͤlt/ das bricht und faͤllt, was er erfreut das lachet. 399467 5. Zu dem ist Weißheit und Ver⸗ sland bey ihm ohn alle massen; Zeit Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen, er weiß wenn Freud, er weiß, wenn Leid uns seinen Kindern diene, und was er thut, ist alles gut, obs noch so traurig schlene. 5 6. Du denckest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begeh⸗ ret, als sey mit einer großen Last dein Gluͤck und Heyl beschweret; hast spath und fruͤh viel Sorg und Muͤh an deinen Wunsch zu komen und denckest nicht, daß was get schicht, gescheh zu deinem frommen 7 Fuͤrwahr, der dich geschaffen hat, und ihm zu Ehr erbauet, der hat schon laͤngst in seinem Rath ersehen und beschauet, aus wahrer Treu⸗ was dienlich sey dir und den Deinen allen: Laß ihm doch zu, daß er nur thu nach deinem Wohlgefallen. 3. Wenns GOtt gefaͤllt, so kanz nicht seyn, es wird dich letzt er⸗ freuen; Was du ietzt nennest Creutz und Pein, wird dir zum Heyl ge⸗ deyen; Wart in Gedult die Gnad und Huld wird sich doch endlich fint den: All Angst und Qvaal wird auf einmahl, gleichwie ein Dampff veri schwinden. 17 9. OU 4——— 5. 0 f Iukeine H. auch Mense Huter gute Hulngt bittt ohl roths Haßduurch seinem Heb 10· Eyrfun hir getrost u Huchund m einleßtes baß meinem eutsehe, un wehr sichin II. Wilst scheitssonth Solla cberg woll ichs ged allhier des Le Iffen sehen s suhren witt geheh, u. Collid Weg und f Hohlanksot den wir dein Mein Hirt,! Endekehren tem Saal! (H). P. G Wl⸗ 6 es rmt gleie daßallesfre Hust, daun gefalt. 2, Der bes lufdiesem! Oagebdi gehrenicht Oott gefs 3 Der kl Ein, waz mni ah/ thi uw duse Mu, der Ind ihu; 69 9. Das Feld kan ohne Ungestüm gar keine Fruͤchte tragen: So faͤllt nuch Menschen⸗Wohlfahrt uͤm bey auter guten Tagen: Die Aloe bringt bittres Weh, macht gleich⸗ wohl rothe Wangen: So muß ein Hertz durch Angst und Schmertz zu seinem Heyl gelangen. 10, Eynun mein GOtt! so fall ich ir getrost in deine Haͤnde: Nimm Rlich, und mach es du mit mir, biß an mein letztes Ende/ wie du wol weißt h daß meinem Geist dadurch sein Nutz utstehe, und deine Ehr ie mehr und ö* nehr sich in sich selbst erhoͤhe. 1I. Wilst du mir geben Sonnen⸗ schein/ so nehm ichs an mit Freuden: Solls aber Creutz und Nngluͤck seyn/ Bill ichs gedultig leiden; soll mir tllhier des Lebens Thuͤr noch feruer iffen stehen, wie du mich fuͤhrst, und ühren wirst, so will ich gern mit gehen. 12. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straß en reisen, pohlant so tret ich Bahn und Steg, gen mir dein Augen weisen; Du bist 4% tein Hirt, der alles wird zu solchem Snde kehren, daß ich ein mahl in dei⸗ em Saal dich ewig moͤge ehren. + 7 e) E. G. Mel. Erschienen ist ꝛe. WII GOtt gefaͤllt, mein from⸗ mes Kind/ nimm froͤlich an/ Asůrmt gleich der Wind/ und braußt, aß alles kracht und bricht, so sey ge⸗ ahrer Trll/ d'den Deinhi Hlt⸗. dir geschicht, was GOtt gefaͤllt. 2. Dey beste Will ist GOttes Will, Luf diesem ruht man saufft und still: Da gieb dich allzeit frisch hinein, be⸗ gehre nichts, als nur allein, was SOtt gefaͤllt.— 3. Der kluͤgste Sinn ist GOttes Einn, was Menschen sinnen, faͤllet hin, wird ploͤtzlich krafft loß, můd und laß/ thut offt, was boͤst, und sel⸗ ten das, was GOlt gefaͤllt. 0%%„4. Der frömmste Much ist GOttes fe. Muth, der niemand Arges gönnt And thut z er seeguet, wann uns behalten, was shi wohl 30 Von der Gottgelassenheit. 4²7⁰ schilt und flucht die boͤse Welt/ die nimmer sucht, was GOtt gefaͤllt. 5. Das treuste Hertz ist GOttes Hertz, treibt alles Ungluͤck hinter⸗ woͤrts, beschirmt und schuͤtzet Dag und Nacht den, der schoͤn, hoch und herrlich acht, was GOtt gefaͤllt. 6. Ach koͤnt ich singen, wie ich wohl im Hertzen wuͤnsch, und billig soll/so wolt ich oͤnen meinen Mund, und singen ietzo diese Stund, was GOtt gefaͤllt. 7. Ich wolt erzehlen seinen Rath und übergrosse Wunderthat, das suͤsse Heyl, die ewge Krafft; die al⸗ lenthalben wuͤrckt und schafft was GoOtt gefaͤllt. 8. Er ist der Herrscher in der Hoͤh, auf ihn steht unser Wohl und Weh⸗ er traͤgt die Welt in seiner Hand,⸗ hinwieder traͤgt uns See und Land was GOtt gefaͤllt. 9. Er haͤlt der Elementen Lauff, und darmit haͤlt er uns auch auf, giebt Sommer, Winter, Tag und Nacht, und alles davon lebt und lacht was GOtt gefaͤllt. 10. Sein Heer,/ die Sternen, Sonn und Mond/ gehn ab und zu, wie sie gewohnt, die Erd ist fruchthar, bringt herfuͤr Korn, Oehl und Most/ Brod, Wein und Bier, was GOrt gefaͤllt. 26 II. Sein ist die Weißheit und Ver⸗ stand, ihm ist bewust und wohl ba⸗ kannt, so wohl wer Boͤses thut und üͤbt/ als auch/ wer Gutes thut, und liebt mas GOtt gefaͤllt. 12. Sein Hauflein ist ihm lieb und werth/, so bald es sich zur Suͤnde kehrt, so winckt er mit der Vater⸗ Ruth, und locket/ bis man wieder thut/ was GOtt gefaͤllt. 13. Was unserm Hertzen dienlich seh, das weiß sein Hertz, ist frommi darbey, der keinem iemahls Guts versagt der Guts gesucht, dem nach⸗ gejagt was GOtt gefaͤllt 14. Ist dem also, so mag die Welt —ssstsss 47¹ Von der Gottgelassenheit. —...——.—— 471 du aber, mein Hertz halt genehm, und nimm vorlieb mit GOtt und dem, was ihm gefaͤllt. 15. Laß andre sich mit stoltzem Muth erfreuen uͤber grosses Guth/ du aber, nimm des Creutzes Last, und sey gedultig, wenn du hast, was Gott gefaͤllt. 16. Lebst du in Sorg'n und grossem Leid, hast lauter Gram und Hertze⸗ leid: Ey sey zufrieden, traͤgst du doch in diesem sauren Lebens⸗/Joch/ was GOtt gefaͤllt 17. Must du viel leiden hie und dort, so bleibe fest an deinem Hort, dann alle Welt und Creat ur ist un⸗ ter GOtt, kan nichts, als nur, was Eott gefaͤllt.— 18. Wirst du veracht von iederman, hoͤnt dich dein Feind, und spent dich an; Sey wohlgemuth, dein JEsus Christ erhoͤhet dich, weil in dir ist, was Gott gefaͤllt 19. Glaub, Hoffnung, Sanfftmuth und Gedult erhalten GOttes Gnad und Huld, die schleuß in deines Her⸗ tzens Schrein, so wird dein ew'ges Erbe seyn/ was GOtt gefaͤllt. 20. Dein Erb ist in dem Himmels⸗ Chron, hier ist dein Seepter, Reich und Cron, hier wirst du schmecken/ hoͤrxen, sehn, hier wird ohn Ende dir geschehn, was GOtt gefaͤllt. (422) Mel. HErr ich habe ꝛc. Maeine Seelel laß es gehen, wie es in der Welt ietzt geht; Mei⸗ ne Seele laß es stehen, wie es ietzo geht und steht; Liebste Seelel halte stille, dencke, daß es GOttes Wille. 2. Ist die Welt gleich dir zuwieder, und bist deiner Freunde Spott, druͤ⸗ cken dich die Feinde nieder, so ver⸗ traue deinem GOtt. Liebste Seele! halte stille, dencke ꝛc. 3. Ist in deines Hertzens Cammer nichts als lauter Hertzeleid; Plaget dich sehr grosser Lhne hie in dieser Sterblichkeit. Liebste Seele ꝛc. 4. Gott pflegt die getteuen Her⸗ tzen, wenn sie durch das Creutz be⸗ waͤhrt, wohl zu troͤsten nach dem Schmertzen, und thüt/ was sie nut begehrn. Lieb ste Seele ꝛc. 5. Auf den Regen scheint die Son⸗ ne; Also kommet Lust auf Leid; Auf die Angst folgt lauterWonne, Freu⸗ de kommt auf Traurigkeit. Nebste Seele ꝛe. ö 6. Solt du von der Welt abschei den/ scheide nur gerrost zu GOSE; Gott giebt auf diß Scheiden Freuß den, Freüde giebt er auf die Noth. daß es GOttes Wille. (4230 WuI mein Gott will, das moß geschehn, sein Wollen ist ein festes Ziel, dem keine Macht kan wiederstehn, es muß so gehn, wil mein GOtt will. 2. Wie mein GOT will, bin ich vergnuͤget, er geb mir wenig odet viel, sein wahres Wort, so nimmer truͤget, sagt, daß der sieget, der wit GOtt will. 3. Der, wie GOtt will, wird nint mer klagen, kein Leid ist, das sein Hertz erfuͤllt, er kan in seinen Trau⸗ er⸗Tagen gantz freudig sagen: Mein Gott es will. 4. Mein Gott es will, wir sollen leiden, druͤm bin ich bey dem Creis⸗ mels: Freuden sind mir bescheiden wenn mein GOtt will. Ruh erfuͤllt, will er denn nicht, will⸗ was mein GOtt will. (424.) Lk. C.58. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. Woes GO DL gefaͤllt, so g'faͤllt W mirs auch, und laß mich gar nicht irren: Ob mich zu Zeiten beis der Rauch, und wenn sich schon ver⸗ wirren all Sachen gar, ich weiß fuͤn wahr, Gott wird duletzt wohl rich ten; Wie ers will han, so muß eß gahn, solls seyn, so seys ohn Dichten Liebste Seele! halte stille, dencke, tze still, und weiß gewiß, des Him 3. Wenn mein GOtt will, kaner mir geben was mein Gemuͤth mit ich doch leben, darnach zu streben, a. Wies GOtt Heietanftied I In/ 13..— U„dasubrig Hchtsol seyn hamich wil such will ihn aild doch V Woaftl nie Pricht, sofe Hehren, 3 Wies GO xirs woblin Mas GOtt Het kan es a Iumsonst 15 hilfft m Nan muno iys, wicds Huffen, 4. Miis Ho Hahh,wibnn Ich seinm Wil Ich hleiben lle hahr alTag sud abgezehl hein, es gese Hyy mürxerwel , Vies G hnin Lieb Ihin ich mein Loß sie mir hl, dram Nenn nicht; Rirweiß, sol Ihstd wohl G +GWies G Aaus, ich Imimt mir d huß, so wir a0mix istb Whrt,obsch Duck GOtt serwird! 7. Das 8 Rhhl, und W. HanrSuch tt Dudden m a guten uchtaenz iuor Wl Von der Gottgelassenheit. 47⁴ assen in, das übrig laß ich fahren: Was ucht soll seynstell ich GOtt heim, Eun ler mich will recht erfahren, ob ich zuch will ihm halten still, GOTE zürd doch Gnad beschehren, ich weiffel nicht: Solls seyn mau sricht, so seys, wer kans G O Td Eüei zehren. 0 5DN Wies GOꝰ gefaͤllt, so gefaͤllt chuden Jun zurs wohl in allen meinen Sachen! de Das GOtt versehen hat einmahl, dence ver kan es anders machen? Drum ue i umsonst Welt⸗Witz und Kunst, . 6 hilfft nicht Haak ausrauffen. due mus Ran murr oder beiß, solls seyn so ss, wirds doch sein'in Weg naus Wacht huffen. chn, gil g. Wies GOtt gefaͤllt, laß ichs er⸗ .— IHhn, will mich darein ergeben, wolt Tuill bini sH seinm Willen widerstahn,so muß in menig del jeh bleiben kleben. Denn gewiß fuͤr⸗ ö ommmel gahr, all Tag und Jahr bey GOtt silget, der wl siid abgezehlet! Ich schick mich eein, es gescheh, solls seyn, so seys Rwil, wird nin hiemir erwehlet. das sil s. Wies GOtt gefaͤllt so solls er⸗ nih einen Tral gihn in Lieb und auch im Leide, da⸗ gen Meil hiiich mein Sach gestellt will han, Iß sie mir sollen beyde gefallen wit selel gohl, drum mich guch soll Ja oder dem Cte gein nicht schrecken: Schwartz o⸗ „ des Hich dieweiß, solls seyn, so seys, GODE schebeh hiwd wohl Gnad erwecken. „Wies GO gefaͤllt, so lauffs 4hil keneh Hiiaus, ich laß die Voͤglein sorgen: gewüth mi Hmmt mir das Gluͤck heut nicht zu dennichtuil Hnuß, so wird es doch seyn morgen. annsch Iü sfebel Vas mir ist beschehrt, bleibt unver⸗ Hhrt/ob sichs schon thut verziehen: 8. Zauck GOtt mit Fleiß, solls seyn, so WnilR, seyser wird mein Glück wohl fuͤgen. g filb% Was Gott gefaͤllt, dasselb ich ch ge Pl, und weiter nichts begehren: geiten bel Wein'r Sach hat GOtt gesteckt ein chon din Zel dabey wirds bleiben werden. neiß in Das Leben mein setz ich auch drein, Attchlich kil guten Grund zu bauen, und euh e Uicht auf Eyß: Solls seyn, so seys, n n schten Hl GOtt allein vertrauen. Wies GOTr gefaͤllt, so nehm gll ufnt gn aun der Delt abschin ichs an, um Gẽdult will jch ihn bit⸗ ten: Er ist allein der helffen kan, und wenn ich schon war mit ten in Angst und Noth, laͤg gar im Tod, kan er mich wol erretten, gewalt ger Weiß: Solls seyn/ so seys: Ich ge⸗ winns wer nur will wetten. (427.0 Altet euch in euren Schran⸗ cken, ihr Gedancken, meistert nicht, was GOtt gefuͤgt, mit dem/ was er hat beschieden, sey zufrieden, seelig ist, der sich vergnuͤgt 2. Nicht nur bloß die Freuden⸗Her⸗ tzen, auch die Schmertzen, Faͤll und Maͤngel, Ehr und Spott, allerley Begebenheiten, unsre Zeiten, Glůck und Unglůck kommt don GOtt e⸗ 3. Den hat nie kein Leid umgeben, der im Leben alles annimt, wie es faͤllt,der in Creutz und Ungewittern 10 Zittern dem Berhaͤngniß stille alt) 4. Wohl dem, der in allen Sachen GOtt laͤst machen, dem bleibt der gewisse Schluß, daß, wie seltsam es mag kommen/ denen Frommen den⸗ noch alles frommen muß. (426) Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Ch lasse GOtt in allen walten, er mach es nur, wies ihm gefaͤllt/ ich will ihm gerne stille halten, so lang ich leb in dieser Welt, wie exr, mein lieber GOtt/ es fuͤgt, so bin ich guch sehr wohl vergnuͤgt. 2. Gehts stets nicht gleich nach mei⸗ nem Willen, stuͤrmt gleich ein un⸗ glůck auf mich zu, so soll mich GOt⸗ tes Wille stillen, und setzen in ver⸗ gnuͤgte Ruh/ weil ich mit allem, was GOtt füͤgt, von gantzen Hertzen bin vergnuͤgt. 3. Bin ich nicht gleich so hoch ge⸗ schaͤtzet, und nicht wie andre groß und reich, mein kleines Guͤtgen mich ergotzet, als waͤr ich jenem Croͤso gleich, ich bin mit wenigen vergnuͤgt, weil GO Edd nicht niehr vor mich gefuͤgt. 4. Wie mancher faͤllt in Seelen⸗ ö Scha⸗ 4²7³ Von der Gottgelassenheit. 4⁵⁰ Schaden, durch das erscharrte Geld und Guth, wie mancher faͤllt aus GoOttes Gnaden durch Reichthum in die Hoͤllen⸗luth, derhalben leb ich wohl vergnuͤgt, mit dem, was Gott mir zugefuͤgt. 5. Ich strebe nicht nach hohen Stuffen, weil sicherer der Mittel⸗ Stand, wie mich der Himmel hat beruffen, wie mich gefuͤhret GOt⸗ tes Hand, und wie er es mit mir gefuͤgt, so bin ich auch sehr wohl vergnuͤgt. 6. Ich achte nicht des Gluͤckes Lachen, wie freundlich es nur im⸗ mer sey, auch laß ich mich nicht zaghafft machen, durch seine star⸗ cke Wüterey. Indem ich lebe wohl vergnuͤgt, wie mein getreuer GOtt es fuͤgt. 7. In GoOttes Hand steh ich ge⸗ schrieben, er hat ia all mein Haar gezehlt, drum kan kein Unfall mich betruͤben, ohn seinen Willen mich nichts gvaͤlt. Ich leb in allen wohl vergnuͤgt, wie mein getreuer GOtt es fugt. ö 3. Mein Wille soll sich recht ver⸗ yflichten, so wohl im Leben, als im Tod, nach GOttes Willen sich zu richten, so hat es mit mir keine Noth. Weil ich mit dem, wie es Gott fuͤgt, im Leben, Sterben bin vergnuͤgt. Laul dein Sorgen, deine Qvaal und deine Noth ist dem Hoͤchsten unverborgen, hilfft er heut nicht, hilfft er morgen, laß dich GOtt:/ 3. Halt GOtt still: denn er brau⸗ dich bessern will, daß sich Kindes⸗ Furcht errege, traue seiner Vater⸗ Mflege,halt GOtt 10 traue seiner Vater⸗ Pflege, halt GOtt still: 2. GOit ist nah/wenn er dir ent⸗ fernet scheinet, ist schon nicht gleich Rettung da, es ist dir zum Nutz ge⸗ meynet,/ er hilfft/ wenn du gnung ge⸗ wenn du ꝛc 4. GOtt ist dein so du ihme dich ergiebest, deine Pein wird Zuckel seyn, weun du ihn fuͤr alles liebet/ und mit Unmuth nicht betruͤbest, GOtrt ist dein, und mit ie. 5. Lehr GSOtt nicht wie und wenn er dich soll hoͤren, sein Aug steht auf dich gericht, waͤhrt dein Creutz lang, laß es waͤhren, endlich wird es sich doch kehren, lehr GOtt nicht. Endlich wird ꝛc. 6. Liebst du GOtt/z wandelst treu auf seinen Wegen, wird kein Creuß, kein Noth, kein Tod, dein Ver⸗ trauen niederlegen, alles dienet dir zum Seegen, liebst du GOtt. Al⸗ les dienet ꝛc. 48. Mel. JIEsu meine Freude. Eine Seel ist stille zu GOtt/ dessen Wille mir zu helffen steht, mein Hertz ist vergnuͤget mit dem, wies GOtt fuͤget, nehm an⸗ wie es geht, geht es nur zum Him⸗ mel zu/ und bleibt JEsus ungeschie⸗ den/ so bin ich zufrieden. a. Meine Seele hanget an dir, und verlanget, GOtt! bey dir zu seyn⸗ aller Ort und Zeiten, und mag kei⸗ nen leiden, der ihr rede ein, von der Welt/ Ehr, Lust und Geld, wornach viele sind beflissen, mag sie gat (427•0 h wissen. Ab dich GOtt:3 du Verlaßners 3. Nein, uch nein, nur einer, sagt sie und sonst keiner, wird von mir geliebt; JEsus, der Getreue/ in dem Er allein, er soll es seyn, dem ich ebe. 4. GSOttes Guͤt erwege, und dich glaͤubig lege sanfft in seinen Sehovß, lerne ihn vertrauen/ so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleust aus stillen Geist, wer sich er ergvicken. 5. Meine Seele hatret, und sich * gank ich mich freue, sich mir gantz ergiebtz ch freue, sich mir gantz erg ich ch niß wieder mich ergebe, und ihm eintzigh chet Liebes⸗Schlaͤge, wodurch er lebe—0 weiß in GOit zu schicken, den kan weinet, GOtt ist nah. Er hilt Vᷓ t Neschs s, ie wi psen Het s: Fasst ich Gedul Edkommt! 6. Amen/es Ufliehetz w 0tt seinen Ceutz zu mii Wsahrn/ d b das sue gchn an die h Mel. Wer ui 9 binin „Obefind mi⸗ Weil ich habe amtin Wus: dei Hellge E lestund 60 Wisteut. 3. Cs ttotzt LabraufGO Hsd, troß de Abireibe, 4 Wünd: G8 Niugich hab SollLed Vuidet, und Wd, ich hi AWulindet zu ⁸, wie Wiin Bil, sweig ichfj . Um mic Hahnmat, di Aleat, ob e Witrümmert. Asinen SOt Mohunde VOdtt,e Wucn nich! Wifen, nit Wes,Hchen, Wenson und lichter Iur! Uhens t N N 47⁸ — W7 Von der Gottgelassenheit. dehre Wis sie ja betroffen, traͤget sie mit tt seinen Kindern, pflege das eutz zu mindern, und das Gluck O. N Husa es vecht erfahrn, wie Wendl Llspahrn, biß zu End, alsdenn sich hr n Wind das zuerst gekoste Leiden, und Ihn gu die Freuden. l tt(4450 1Ettn Del. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Ch bin in allem wohl zufrieden, 93 Vbefind mich ruhig und vergnuͤgt, hlmich hab GOttes Lieb hienieden, min IEsus mir im Hertzen liegt, de Heilge Geist mich lehrt und let't, und GOttes Wort mein Hertz 1% Asreut. Es trotzt mein Hertz in meinem Abe auf GOtt, weil ich sein eigen Ikid, trotz dem, der mich von ihm um 5w Gereibe, es sey Welt, Satan, oder mpashn Eänd: Gott ist mein Alles ohise Auhlhel Huug, ich habe Gott, uñ hab genug. Soll Leid fuͤr Freud mir seyn ge⸗ get und fuͤr das Leben gar der Id, ich bins zufrieden, weil es det zu meinem Besten alles , wie GOtt will/ so ist auch Em 9100—0 er es macht, so Upeig ich still. Um mich hab ich mich ausbe⸗ Humert, die Sorgeiist auf EOtt an Kegt, ob Erd und Himmel gleich 7 Weruͤmmert, so weiß ich doch, daß ek n in amich traͤht, und wenn ich habe e A minen GOtt, so frag ich nicht nach , dihm eulhl Roth und Tod. Gott, einen solchen Sinn laß en mich ietzt und biß ins Grab lisein, mit deinen Leid⸗und Freu⸗ ser⸗Gaben, wie du sie giebst, zufrie⸗ ser seyn, und spuͤhren die Vergnuͤg⸗ e wit e skeit zur Lebens⸗und zur Ster⸗ heus⸗Zeit. 1 0 sthh % und mag ku Wem, vönde Gald, worta 419 blaß die N 40 * Hicklin⸗ I„ 6 60 Mfel, Jesu meine Freude, 4 41 Ha/ 7 ESulists dein Wille? Eyl so halt sch stille unter meiner Last, die du schon vor Zeiten gnaͤdig mir bescheiden und bestimet hast! HErr! ich leit und wart der Zeit, da du mir wiyst Huͤlffe senden, und mein Un⸗ glück wenden. a. Du zehlst meine Thraͤnen, und erkennst mein Sehnen, wenn die Creutzes⸗Fluth mich will gantz er⸗ traͤncken, und in Abgrund fencken, mach st du alles gut; Wenn du mir nur haͤltest fuͤr, deiner Wunden ro⸗ thes Sinnen, weicht der Schmertz von hinnen. 3. Solt ich, HERR] nicht leiden, und mich aller Freuden eine kurtze Zeit gantz beraubet sehen, da du muͤ⸗ stest stehen in dem groͤsten Leld, und so gar der Engel Schaar mangeln, die sonst dich verehren bey viel tau⸗ send Heeren. 4. VNiemand kunte finden an dir Fehl und Suͤnden, O du reines Lamm!Wer hat denn verschuldet das, was du erdultet, schoͤnster Braͤutigam e? Ach! die Schaar der Menschen war, die mit ihren Misse⸗ thaten dich so hart beladen. . Du hast recht gelitten, und fuͤr die gestritten, welche Suͤnder seyn was der Mensch voruͤhet/ hat dich so betruͤbet; ach! der schwere Stein meiner Schuld hat deine Huld so gedruͤcket und gezogen, in die E⸗ lends⸗Wogen. 6. Ach!, Ich arme Made war es die dich trate an der Schedelstadt⸗ Da du vor die Suͤnden dich als Mit⸗ ler finden liessest in der That. Denck daran, wer immer kan! last die Lie⸗ bes⸗Flamen byennen, die sich Chri⸗ sten mennen. 7. Wer solt wohl vergessen, und nicht satt ermessen, JEsu deine Lieb, die dich hat bewogen, Himel⸗ ab gezogen mit so starcken Trieb ꝛ Ich versinck und gar ertrinck, wenn dein Liebes⸗-Strohm mich netzet⸗ und mit Freud ergoͤtzet. . Es ———.— ————— 20 Von der Gottgelassenheit. 4³⁰ 8. Es soll mich nun kraͤncken und zum Trauren leucken keines Leidens Schmertz/weil du hast geb uͤsset, und mein Creutz versuͤsset, TEsu! trau⸗ tes Hertz; Ich will dir nun für und . fuͤr treu verdleiben, gantz kein Lei⸗ den soll von dir mich scheiden. (43½.) Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Eh bin vergnuͤgt, und halte slil⸗ le, wenn mich gleich manche Truüͤbsal druͤckt, und dencke, daß es Gottes Wille, der mir das Creutze zugeschickt, und hat er mir es zuge⸗ fuͤgt, so traͤgt ers mit, ich bin ver⸗ gnuͤgt. 2. Ich bin vergnügt in allem Lei⸗ den, dieweil es doch nicht ewig waͤhrt; es soll mich nichts von JE. su scheiden/ weil Leid in Freude wird verkehrt; mein Heyland hat all Angst besiegt der gantzen Welt/ ich bin vergnuͤgt. 3. Ich bin vergnugt in meinem Hoffen, denn hilfft GOTT gleich nicht, wie ich will, so hat er schon den Schluß getroffen, er weiß die beste Zeit und Ziel; ich harr auf ihn/ denn so betruͤgt die Hoffnung nicht, ich bin vergnuͤgt. 4. Ich bin vergnuͤgt in meinem Le⸗ ben/ hab ich nicht viel und mancher⸗ ley, so glaub ich, daß mir alles geben kan, der mein GOtt und Vater sey: Ob gleich der Arme unten liegt/ so beist es doch: Ich bin vergnuͤgt. 3. Ich bin vergnuͤgt, wenn meiner spotten der Satan und die falsche Welt, was schadet mir die falsche Rotten 7 Ein frommer Christ be⸗ haͤlt das Feld; wenn er sich nur gedultig schmiegt, und Demuth 1„ch hin veranugt 6. Ich bin vergnügt auch in dem Sterben, wenn nur der Geist vom Coͤyper eilt; ich weiß, daß wir die Cron ererben, die uns vorlaͤngsten zugetheilt weil GoTL in seinem Wort nicht luͤgt, so sag ich doch: Ich bin vergnuͤgt. 7. Ich bin vergnuͤgt in JEsu An⸗ E.Gott, laͤst uns in Noth, nicht sten 0 men, und sauge seine Liebes⸗Bruss da kan mein hartes Hertz erwas men,/ ich achte keine Menschen⸗Luff ich habe nun die Welt besiegt, un bin vollkommener vergnuͤgt. (43².) Was GOtt thut, ꝛe. Wu meinem lieben GOtt ge faͤlle, das soll mir auch gefah len. Er ist mein Schild und starckc Held, und Schoͤnster unter allen aus aller Noth, ja gar vom Tod/ von Satans Band und Ketten, weiß e mich zu erretten. 2. Was meinem lieben Gott gas faͤllt/ das soll mir auch gefallen, e ist ein GOtt der Glauben haͤlt, un die wir von ihm wallen, der fromms⸗ nGft u tmeint Sttes N Illen. . Was Hlt,das s ich/ wend HMiht gus— Hsührtan Ihndfüsen uuese 6 Ein h Mmeine Uhu was! Iih hettlich HEtden hi ben noch verderben, uns seine Hims Washt liben 6 3. Was meinem lieben GOttt ga oeel faͤllt, das soll mit auch gefallen, Aure sey ihm alles heimgestellt, bey volliun Rauth, len Ungluͤcks⸗Wallen, Gott ist ges Räcshadt. treu, der uns aufs neu hat vaͤterlich. Ruh un verheissen, uns aus der Noth I ch meinen reissen.— 41 Riu michm 4. Was meinem lieben GOtt ges mnet lo faͤllt, das soll mir auch gefallen sstrinmers wenn mir der boͤse Feind nachstelln hlenem dr muß er zuruͤcke prallen, weil sein Ihah List fuͤr GOtt nichts ist, der kan 904 Hu Git Oauen faͤllen, und uns zufriedeh iugled ellen. Uont ur 5. Was meinem lieben GOtt ge Gan, faͤllt, das soll mir auch gefallen, h Rinmelnd ich vom Ungluͤck werd geavaͤlt, unds. Auchsul schwere Zeit einfallen, wenn alleis daruber bricht, so bricht doch nicht das gotth Htochmih uicht Drecul es kan im Tods sschgel: nicht brechen. Nutew 6. Was meinem lieben GOtt gei W faͤllt/ das soll mir auch gefallen, der. mir die Engel zugesellt/ die himmli⸗ ANVI schen Vasallen, die mich allteit in ‚ Lieb und Leid, wohl wissen zu bety igen n 7. Was meinem lieben GOtt 900 wahren, fuͤr mancherley Gefahren, faͤllt, das soll mir auch gefallen, ein Hiets trrulich usser Tod ist mir he Hh l suͤsser Tod ist mir be stellt,* Ue Von dem Verlangen nach GOtt. 48⁴ 81 In Gifft und Gallen, sterb ich da⸗ U/ ist mein Gewinn der Tod: Denn Ottes Willen ich gerne will er⸗ Auen. Was meinem lieben GOtt ge⸗ Hllt, das soll mir auch gefallen, der nich/ wenn ich muß aus der Welt, Rißt aus des Todes Krallen, und hrt nnich heim, zum Honigseim, nnd suͤssen Neetar⸗Fluͤssen, sie ewig e geniessen. J. H. S. ö Maudaz ruht und ist stille iin UEmeinemGOtt und HErrn, er Aa en, was ist sein Wille, dem folg hertzlich geru, ob schon auf die öErden hier viel Ungemach zustoͤß⸗ mir. ö . O HErr! dennoch ich bleibe suts treulich fest an dir, mit meiner Olthl Eeel und Leibe, denn du dein Hand sallen, H Rutst mir: du loitest mich nach dei⸗ beh ui sum Rath, daß mir kein einig Un⸗ glick schadt. Ruh wirst du mir beschehren⸗ dn Moth.U nuch meinem Elend groß, anneh⸗ ma mich mit Ehren, vom Joch ge⸗ n ihen BOlt ihennet loß: Drum seng und brenn zuch gesellh Hr immer fort, schon nur, OHErr! ind nachshel ah jenem Ort. Iecy weil sehh. Ich hab mein Lust und Freude, 156, det kanbil Min? GOrt! allein an dir; ich alls 10 s luftihl gultig leide, wann du nur bleibst bhmirz; mein Hertz allein nur dich en Ott beßehrt, sonst frag ich nichts nach n uch gesallen,H Hmmel und Erd. gigrelt, M Auch solt mir gleich verschmach⸗ „wenl allhceh darüber Leib und Seel, thu ich nicht das gißh esdoch nicht achten, vielwen'ger se⸗ H scheel: Denn du GOtt bist doch dlkzeit:meines Hertzens Trost, mein liben GOtt Heil, mein Freud. ö L NXVII. Von dem Ver⸗ chleh Uingen nach GOtt und nach ise dem ewigen Heyl in ö ö GOtt. 4/ Uus seine Hißt tuldi litten GOttg 1 t ** 4 kan im + (V4.9 J. F. Rel. Alle Menschen muͤssen ꝛc. 1 F U, O schoͤnes Welt⸗Gebaͤude, magst gefallen wem du wilt, deine scheinbarliche Freude ist mit lanter Angst umhuͤllt: Denen, die den Himmel hassen, will ich ihre Welt⸗Lust lassen: Mich verlangt Iule dir allein, allerschoͤnstes JE⸗ sulein. 2. Muͤde, die der Arbeit Menge und der heisse Strahl beschwehrt, wünschen, daß des Tages Lalige werde durch die Nacht verzehrt, daß sie nach so vielen Lasten koͤsen sanfft und suͤsse rasten. Ich wunsch letzt bey dir zu seyn, allerschoͤnstes JE⸗ sulein. 3. Ach! moͤcht ich in deinen Ar⸗ men, so wie ich mir wuͤnschen wolt/ allerliebster Schatzl exwarmen, so wolt ich das feinste Bold, das in O⸗ phir wird gegraben, nicht fuͤr die Ergoͤtzung huben, wenn ich koͤnte bey dir seyn, allerschoͤnstes JEsulein. 4. Andre moͤgen durch die Wellen und durch Wind und Klihpen gehn, ihren Handel zu bestellen, und da Sturm und Noth ausstehn; Ich will meine Glgubens⸗Fluͤgel schrwin⸗ gen zu der Sternen rschon ewig da Deo div zu soyn, allerschonstes IE⸗ sulein. 5. Tausendmahl pfleg ich zu sagen und noch tausendmahl darzu; Ach⸗ wuͤrd ich ins Grab getragen, ey so laͤm ich ja zur Ruh, und mein bestes Theil das wuͤrde frey von dieser Lei⸗ hes⸗Burde, je und ewig um dich seyn, allerschoͤnstes IEsulein. 6, Komm, O Tod! du Schlaffes⸗ Bruder/ komm und fuͤhre mich nux foxt, löͤse meines Schiffleins Ru⸗ der, bringe much in sicheru Port; Es mag wer dawill dich scheuen, du lanst mich vielmehr erfreuen/ Dennn durch dich komm ich hinein zu dem schoͤnsten IEsulein. 7. Achdaß ich den Leibes⸗Hercker heute noch verlassen muͤst, und Kaͤm an der Sternen Ercker, wo das Hau dey Fyeuden st; Da wolt ich mit H Wort⸗ Vom Verlangen nach Ott. 48⁴ Jort⸗Gepraͤnge bey derEngel gros⸗ en Menge, rühmen deiner Gott⸗ ken Schein, allerschoͤnstes JEsu⸗ ein. 8. Doch weil ich die Seelen⸗Auen und den guͤldnen Himmels⸗Saal ietzt nicht kan nach Wunsche schau— en, und muß hier im Thraͤnen⸗Thal noch am Kummer ⸗Faden spinnen, ey! so sollen meine Sinnen unter⸗ deß doch bey dir seyn, allerschoͤnstes IEsulein. (435.) H. A. Eigene Melodie. Welt, Ade ich bin dein muͤde, Vich will nach dem Himel zu, da wird seyn der rechte Friede, und die stoltze Seelen⸗Ruh: Welt! bey dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: In dem Him̃el al⸗ lezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 3. Wenn ich werde dahin kommen, hin ich aller Kranckheit loß, und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanfft in Gottes Schooß: In der Welt ist Angst und Noth, endlich gar der bittre Tod: aber dort ist allezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 3. Was ist hier die Erden⸗Freude, Nebel, Dunst und Hertzeleid: Hier auf dieser schwartzen Heyde sind die Laster ausgestreut: Welt! beh dir ist Krieg und Streit/nichts deñ lau⸗ ter Eitelkeit: In dem Himmel alle⸗ zeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 4. Unaussprechlich schoͤne singet GOttes auserwehlte Schaar, Hei⸗ lig, Heilig, Heilig, klinget in dem Himmel immetdar: Welt l bey dir ist Spott und Hohn, und ein steter Jammer⸗Thon! Aber dort ist alle⸗ zeit Friede, Ruh und Seeligkeit. . Nichts ist hier denn lauter Wei⸗ nen, keine Freude bleibet nicht, will uns gleich die Sonne scheinen, so verhemt die Nacht das Licht. Weit bey dir ist Angst und Noth, Sor⸗ gen mnel ul En dned In dem Dimmel allezeit Friede, Ruh Seeligkeit.* Nun wird es dennoch geschehen, daß ich auch in kurtzer Zeit, meinen Henlccht werde sehen in der grossen Herrlichkeit; Denn bey uns ist lau⸗ ter Noth, Muͤh und Furcht, zuleßt der Tod: Aber dort ist allezeit Frs⸗ de, Ruh und Seeligkeit. 7. O! wer nur dahin gelanget, u ietzund der schoͤne Chor in verguͤl⸗ nen Cronen pranget, und die Stim me schwingt empor; Denn die Welt ist Krieg und Streit, all ihr Thun ist Eitelkeit: In dem Himel allezest Friede, Ruh und Seeligkeit. 8. Zeit! wenn wirstu doch anbre⸗ chen? Stunden! O wenn schlaget ihr? Daß ich mich doch mag bespre chen mit dem Schoͤnsten fuͤr und süͤr. Welt! du hast nur Sturm uns Streit, lauter QOvgal und Traursg keit: Aber dort ist allezeit Friede Freud und Seeligkeit.. 9. Jetzt will ich mich fertig ma⸗ chen, daß mein Thun vor dir besteh duß, wenn alles wird zerkrachen, e heist: Komme, und nicht: Geh Welt! bey dir ist Angst⸗Geschrei Sorge, Furcht und Heucheley: J dem Himmel allezeit, Friede, Ru und Seeligkeit. (436.) M. G. M. P. Es thut gar weh und kraͤncket sehr 3. Ich mag mich wo ich will hi + Mel. Wer nur den liehen GOtt z As wie betruͤbt sind fros̃e Se 1 len, das sie so lang gefangen haͤlt nd Ach wenn ich nur im Himmeli wos vund Derl wenden, so seh ich nichts denn mass t send Noth, ein jeder hat sein Creuis in Haͤnden, und isset stets das Theus nen⸗Brod, das ihn betruͤbet meh m und mehr„ Ach wenn ich nur isss vu 400 ——.— Reulich scne:& Iuhimmel ir. 4. Im Himmel! Caben, im Haun Lich. Iu Hun haben, und sind iach In um mehr: Ach! wenn uel waͤt. . Hier kan des Machen, doch kem des Hauß, dem en hes Lachen, dem Chraͤnen aus; Du Gluͤcks nicht arbt: nur im Himmel vdt (. Hini ist der N dammer, mit Ie Ahend⸗Ruh: Mi s der Kanter, wit! ½7 das macht Huschwer: Ach! d Wimmelwät. +.Eyrun, wein li⸗ Ilhte, ey führe Welt: schleuß auf MhelsThuͤrr, wod angiistbestellt. 5 delt nicht mehr. mur im Himmel m (67⁷⁰⁰.AL Mal. Freu dich et IT nach einer eln Hirfch schr. . Mein ar let, HErt Mich dir leberdiger HVlso erlangen hat Ibemn geschehen, b mag sehen. ltge 3u lall + Himmel waͤr. 18⁵ Vom Verlangen nach GOtt. 486 semlich schwer: Ach wenn ich nur Qvaal, hoff zu GOtt, und thu ge⸗ 0 dencken, ich werd ihm daneken ein⸗ 4. Im Himmel sind wir gleicher mahl, der mir hilfft, wenn er nur Haben 2 im Himmel sind wir alle richt auf mich sein klar Angesicht: hich. Im Himmel kan man alles MeinGOtt! weh ist meiner Seelen⸗ Kben, und sind den Cherubiheen die sich graͤmen thut und gvaͤlen. Leich. Im Himmel ist kein Ungluͤck 4. Denn ich denck an dich mein'n gehr: Ach! wenn ich nur im Him⸗HErren„ jenseit dem Jordaner⸗ gel waͤr. Land, und dem Berg Hermon so fer⸗ Hier kan das Gluͤcke zwar was nen, und dem Berg,Misar, genannt: vachen, doch kommt es nicht in je⸗ Ein Abgrund den andern ruffe, s Hauß, dem einen giebt es fro⸗ hes Lachen, dem andern preßt es hraͤnen aus: Drum achte ich des hluͤcks nicht mehr: Ach! wenn ich hur im Himmel waͤr. 5. Hier ist ber Mensch in stetem ummer, mit Jammer koͤmmt sein Hend⸗Ruh: Mit Thraͤnen geht er As der Kamer, mit Trauren bringt galles zu, das macht das Leben all⸗ schwer: Ach! daß ich doch im 10ε himmel waͤr. S eh: heit, In iede, N Ey nun, mein liebster IJSSu! Abre, ey i fuͤhre mich aus dieser 20% Belt; schleuh auf die guͤldne Him⸗ belsThure, wodurch mein Ein⸗ gleig ist bestellt. Ich achte nun der Helt nicht mehr. Ach! wenn ich Vrim Himmel waͤr. (4370 D. A. L. aus Ps. 42. Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. ze nach einer Wasser⸗Qvelle H1 ö Wen Hieth chreper uut Bgler Iso auch mein arme Seele rufft + Ud schreyt, HErr GOTT, zu dir, delsch uch dir lebendigen SOtt sie dürs ie hatsein Ol 1 sstt I ud Verlangen hat; Ach! wenn soll denn geschehen, daß ich dein Ant⸗ h mag sehen. Tag und Nacht mir meine Zaͤh⸗ r seynd wie ein Speiß oder Blodt: Ynn ich das hoͤr mit Beschwerden, dß man fragt: Wo ist dein GOtt? I schuͤtt denn mein Hertz gar autz Nick, mie ich in GOttes Hauß geh lt Leuten, die lobsingen, huͤpffen 60 unld fuͤr Freuden springen. 00„ Hncken? Was machst du dir selber Mein Seel, was thust du bich wenn uͤber mir in der Lufft deineun⸗ gestüme brausen, und uͤber mein Haupt her sausen. 5. Alle deine Wasserwogen, deine Wellen allzumahl/ uͤber mich zusam⸗ men schlagen: Doch troͤst ich mich in Truͤbsal, daß du helffen wirst bey Tag, da ich des Nachts singen mag, dich als meinen Heyland presse, au⸗ ruff und anbet mit Fleiße. 6. GOtt mein Felß!(will ich denn agen:) Wie vergißt du mein so gar? Wenn mich meine Feind so plagen, daß ich traue imerdar: ihr Schmaͤh⸗ Wort und falscher Mund mich biß aufs Gebein verwundt: Denu sie taͤglich die Red treiben; Schau/ wo nun dein GOtt mag bleiben. 7. Mein Seel, was thust du dich kraͤncken? Was machst du dir selber Qvaal? Hoff zu GOtt, und thu ge⸗ dencken, ich werd ihm dancken ein⸗ mahl/ der mir sein Heyl sichtbarlich stellt fuͤr Augen, und der sich ferner wird hernach erklaͤren als denn mei⸗ nen GOtt und und HErren. (438.) P. G. aus Ps. 42. Mel. Fren dich sehr, Omeine Seele. Woe der Hirsch in grossen Duͤr⸗ slen schreyet und frisch Wasser sucht: Also sucht dich Lebens⸗ Fuͤr⸗ sten meine Seel in ihrer Flucht, meine Seele brennt in mir, be, duͤrstet, traͤgt Begier, nach dir/ du fiisses Leben der mir Leib Ind Seel gegeben. Ach!wenn werd ich dahin kom⸗ men, daß ich Gottes Angesicht, das gewüͤnschte Licht ber Fuommen, 2 schau 482 Vom Verlange nnach GOtt. 484 n weue an bey der Engel gros⸗ en Menge, rühmen deiner Gott⸗ heit Schein, allerschoͤnstes IEsu⸗ Iein. 8. Doch weil ich die Seelen⸗Auen und den guͤldnen Himmels⸗Saal iett nicht kan nach Wunsche schau⸗ en, und muß hier im Thraͤnen⸗Thal noch am Kummer ⸗Faden spinnen, ey! so sollen meine Sinnen unter⸗ deß doch bey dir seyn, allerschoͤnstes IEsulein. (435.) H. A. Eigene Melodie. Elt, Ade! ich bin dein muͤde/ Vich will nach dem Himel zu, da wird seyn der rechte Friede, und die stoltze Seelen⸗Ruh: Welt! bey dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: In dem Him̃el al⸗ lezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 3. Wenn ich werde dahin kommen, hin ich aller Kranckheit loß, und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanfft in Gottes Schooß: In der Welt ist Angst und Noth, endlich gar der bittre Tod? aber dort ist allezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 3. Was ist hier die Erden⸗Freude, Nehel, Dunst und Hertzeleid: Hier auf dieser schwartzen Heyde sind die Laster ausgestreut: Welt! beh dir ist Krieg und Streit, nichts deñ lau⸗ ter Eitelkeit: In dem Himmel alle⸗ zeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 4. Unaussprechlich schoͤne singet GOttes auserwehlte Schaar, Hei⸗ lig, Heilig, Heilig, klinget in dem Himmiel immetdar: Welt! bey dir ist Spott und Hohn, und ein steter Jammer⸗Thon! Aber dort ist alle⸗ zeit Friede, Ruh und Seeligkeit. . Nichts ist hier denn lauter Wei⸗ nen/ keine Freude bleibet nicht, will uns gleich die Sonne scheinen, so verhesnt die Nacht das Licht. Weit bey dir ist Angst und Noth, Sor⸗ gen und der bittre Tod;(In dem Bimmel allezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. Nun wird es dennoch geschehen, daß ich auch in kurtzer Zeit, meinen Henlicht werde sehen in der grossen Herrlichkeit; Denn bey uns ist lau⸗ ter Noth, Muͤh und Furcht, zuletzt der Tod: Aher dort ist allezeit Frie⸗ de, Ruh und Seeligkeit. 7. O] wer nur dahin gelanget, wo ietzund der schoͤne Chor in verguͤld⸗ nen Cronen pranget und die Stim⸗ me schwingt empor; Denn die Welt ist Krieg und Streit, all ihr Thun ist Eitelkeit: In dem Himel allezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 8. Zeit! wenn wirstu doch anbre⸗ chen? Stunden! O wenn schlaget ihr? Daß ich mich doch mag bespre⸗ chen mit dem Schoͤnsten fuͤr und für. Welt! du hast nur Sturm und Streit, lauter Qvgal und Eraurig⸗ keit: Aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seeligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig ma⸗ chen, daß mein Thun vor dir besteh, duß, wenn alles wird zerkrachen, es heist: Komme, und nicht: Geh. Welt! bey dir ist Angst⸗Geschrey, Sorge, Furcht und Heucheley: In dem Himmel allezeit, Friede, Ruh und Seeligkeit. ö (436.) M. G. M. P. Mel. Wer nur den liehen GOtt ꝛe. Ch wie betruͤbt sind frosne See⸗ Welt! Wer kan ihr Leiden all erzeh⸗ len, das sie so lang gefangen haͤlt ꝛ Es thut gar weh und kraͤncket sehr: wenden, so seh ich nichts denn wan⸗ send Noth, ein jeder hat sein Creutz in Haͤnden, und isset stets das Thraͤ⸗ nen⸗Brod, das ihn betruͤbet mehr Himmel waͤv. 3. Im Himmel wird das Creutz der Erden/ und was uns hier zu Boden gerückt. Das Creutz ilt hart und len, allhier in dieser Jammer⸗ Ach wenn ich nur im Himmeli waͤr⸗ind Derl 2. Ich mag mich wo ich will hin⸗ und mehr: Ach wenn ich nur im u druͤckt, zu lauter guͤldnen Cronen werden, ach! waͤr ich nur schon hin⸗ ..— seuschsng uchnen mHimmel waͤr. ö 4 an Hummel sud vit u Haben, in Himmel sind x Eic⸗ In Himmel kan— saben„ und sind den Ben eich. Im Hiumel i lem hahr: Achl wenn ich nurin l waͤt. 5. Her kan das Hlücke ne Rachen,, doch konnmt es wicht es Hauß/ dem einen giebt e es Lachen, dem andern ere Thraͤnen aus Drum achte l Hlücks nicht neht: Ach! wet Hur im Himmel war. 6. Hiel ist der Meusch in f Jammer mit Jammer Lomm Lbend⸗Ruh: Mit Tyranen ge lus der Konter, mit Teauren! Galleszu, das macht das Lebe Aschwer: Ach! daß ich de hummel war. 7. Eynun, wein liebser Ie slhie,e! fuühre wich aus Delt schleuß auf die güldn, nelsThüte, wodurch wen Algift hestelt. Ichachte u Belt nicht mehr. Achne 57 Wür. 570D.AL.aus Y Ie nach einer Bastrel — nn Hiefch schreyet mn V Uso guch mein arme Eelt uo shrept, Hen Gode ach dir laberdigen SOrrhht langenhat; Ach ldemn geshehen,doßich dee 5 shen„aß ich deir Asehnd wieemn Spei Lennich das Wut 100 X. Man Sl ringen. was thuß zieue a Wn + sidudt 18 Vom Verlangen nach GOtt. 48⁵⁶ semlich schwer: Ach wenn ich nur Qvaal, hoff zu GOtt, und thu ge⸗ in Himmel waͤr⸗ 4. Im Himmel sind wir gleicher Haben, im Himmel sind wir alle dencken, ich werd ihm dancken ein⸗ mahl, der mir hilfft, wenn er nur richt auf mich sein klar Angesicht: gich⸗ Im Himmel kan man alles Mein GOtttweh ist meiner Seelen⸗ haben, und sind den Cherubinen geich. Im Himmel ist kein Ungluͤck gehr: Ach! wenn ich nur im Him⸗ gel waͤr. . Hier kan das Gluͤcke zwar was nachen, doch kommt es nicht in je⸗ des Hauß, dem einen giebt es fro⸗ Es Lachen, dem andern preßt es Thraͤnen aus: Drum achte ich des Hluͤcks nicht mehr: Ach! wenn ich hur im Himmel waͤr. 6. Hier ist der Mensch in stetem Ammer, mit Jammer koͤmmt sein Wend⸗Ruh: Mit Thraͤnen geht er aus der Kamer, mit Trauren bringt N alles zu, das macht das Leben all⸗ zuschwer: Ach! daß ich doch im Himmel waͤr. Ey nun, mein liebster IJSSU! shre, ey! fuͤhre mich aus dieser Welt; schleuß auf die guͤldne Him⸗ mels⸗Thuͤre, wodurch mein Ein⸗ gang ist bestellt. Ich achte nun der Welt nicht mehr. Ach! wenn ich hur im Himmel waͤr. (437 D. A. L. aus Ps. 42. Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. W'. nach einer Wasser⸗Qvelle ein Hirsch schreyet mit Begier; Also auch mein arme Seele rufft und schreyt, HErr GOTT, zu dir, nach dir lebendigen GOtt sie duͤrst und Verlangen hat; Ach! wenn soll odenn geschehen, daß ich dein Ant⸗ lih mag sehen. . Tag und Nacht mir meine Zaͤh⸗ zen seynd wie ei Speiß oder Brodt: venn ich das hoͤr mit Beschwerden, daß man fragt: Wo ist dein GOtt? Ih schutt denn mein Hertz gar aut/ denck, wie ich in GOttes Hauß geh mit Leuten, die lobsingen, huͤpffen Ild fur Freuden springen. 3. Mein Seel, was thust du dich lincken? Was machst du biy selber die sich graͤmen thut und gvaͤlen. Denn ich denck an dich mein n HErrenn, jenseit dem Jordaner⸗ Land, und dem Berg Hermon so fer⸗ nen/ und dem Berg/Misar/genannt⸗ Ein Abgrund den andern rufft, wenn uͤber mir in der Lufft deineun⸗ gestüme brausen, und über mein Haupt her sausen. 5. Alle deine Wasserwogen, deine Wellen allzumahl/ uͤber mich zusam⸗ men schlagen: Soch troͤst ich mich in Druͤbsal, daß du helffen wirst bey Dag, da ich des Nachts singen mag/ dich als meinen Heyland presse, alu⸗ ruff und anbet mit Fleiße. 6. GOtt mein Felß!(will ich denn sagen:) Wie vergißt du mein so gar? Wenn mich meine Feind so plagen, daß ich traue irmerdar: ihr Schmaͤh⸗ Wort und falscher Mund mich biß aufs Gebein verwundt; Denu sie taͤglich die Red treiben; Schau/ wo nun dein GOtt mag bleiben. 7. Mein Seel, was thust du dich kraͤucken? Was machst du dir selber Qvaal? Hoff zu GOtt, und thu ge⸗ dencken, ich werd ihm dancken ein⸗ mahl/ der mir sein Heyl sichtbarlich stellt fuͤr Augen, und der sich ferner wird hernach erklaͤren als denn mei⸗ nen GOtt und und HErren. (438.) P. G. aus Ps. 42. Mel. Fren dich sehr, O meine Seele. Woe der Hirsch in grossen Duͤr⸗ slen schreyet und frisch Wasser sucht: Also sucht dich Lebens⸗Fuͤr⸗ sten meine Seel in ihrer Flücht, meine Seele brennt in mir, lechzet⸗ duͤrstet, traͤgt Begier, nach dir, O du flusses Leben der mir Leib und Seel gegeben. Ach lwenn werd ich dahin kome men/ daß ich GOttes Angesicht, das ewůnschte Licht dey Fvommen, schau 48⁷ Vom Verlangen nach GOtt. schau mit meinem Augen-Licht! Meine Thraͤnen sind mein Brodt, Tag und Nacht zu meiner Noth: Wan mich schmaͤhẽ meine Spoͤtter: Wo ist uun dein GOtt und Retter? 3. Wann ich dann diß innen werde, schuͤtt ich mein Hertz bey mir aus, wolte gerne mit der Heerde deiner Diener in dein Hauß, ja in dein Hauß wolt ich gern gehen, und dir meinem Herrn mit der Schaar die Opffer bringen, mit erhobner Stim⸗ me singen. 4. Was bist du so hoch betruͤbet, und voll Unruh, meine Seel? Harr auf GOtt der hertzlich liebet, und wohl siehet, was dich qvaͤl. Ey so werd ihm dennoch hier froͤlich dan⸗ cken, daß er mir, wann mein Hertz ich zu ihm richte, hilfft mit seinem Angesichte. N 5. Mein GD ich bin voller Schande, meine Seele voller Leid, darum denck ich drinn im Lande bey dem Jordan an der Seit, da Her⸗ monim hoch herfuͤr, und hingegen meine Zier, Zion, ein klein wenig steiget/ und die Cron und Seepter neiget: 6. Deines Zornes Fluthen sausen mit Gewalt auf mich daher, dein Gericht und Eyfer brausen, wie das tieffe weite Meer, deine Wellen he⸗ ben sich hoch empor, und haben mich mit ergrimmten Wasserwogen fast zu Grund hinab gezogen. 7. GO D der Hrr hat mir ver⸗ sprochen, wann es Tag ist, seine Guͤt/ und wenn sich die Sonn ver⸗ krochen, heb ich zu ihm mein Ge⸗ muͤth/ spreche: Du mein Felß und Stein, gegen welchen alles klein, dem ich in dem Schooß gesessen, wa⸗ rum hast du mein vergessen. 8. Warum muß ich gehn und wei⸗ nen uͤber meiner Feinde Wort? Es ist mir in meinen Beinen durch und durch als wie ein Mord, wenn sie sagen: Wo ist nun dein GOtt, und dein grosses Thun, davon, wenn du sicher lagest, du so viel zu ruͤhmen oflaget? 9. Was bist du so hoch betruͤbet, und voll Unruh meine Seel? Harr auf GOtt, der hertzlich liebet, und wohl siehet, was dich gvaͤl, ey ich werd ihm dennoch hier froͤlich dan⸗ cken fuͤr und fuͤr, daß er meinem An⸗ gesichte sich selbst giebt zum Heyl und Lichte. (439.) D. C. B. aus Ps. 42. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛc. Leich wie ein Hirsch eilt mit Begjer zum Wasser sich zu fri⸗ schen, so schreyt mein Seele, GOtt! zu dir, nach GOtt mein Seele duͤr⸗ sosstet: Des Lebens GOtt liegt mir im Sinn/achl wenn werd ich komen dah in, daß ich sein Ant litz schaue. 2. Mein taͤglich Speise Thraͤnen seynd, mein Leid ich in mir fresse, wenn ich muß hoͤrn von meinem Feind, GOtt hat mein gar verges⸗ sen. Bon solchen Spott bricht mir mein Hertz, drum ichs fuͤr GOER ausschuͤtt mit Schmertz, ihm meine Noth zu klagen. 3. Wie gerne wolt ich mit hingehn/ zum Hause GOttes wallen, daß ich moͤcht bey dem Hauffen stehn, der dich, HErr! preißt mit Schallen. Zu dancken in der grossn Gemein, mit Frolocken dem Nahmen dein, waͤr meines Hertzens Freude. 4. Was b truͤbst du dich doch, mei⸗ ne Seel! hast Unruh fruͤh und spa⸗ te; Harr nur auf GOtt, allm Un⸗ gefaͤll weiß er gar wohl zu rathen. Ich bins gewiß, GOT laͤst mich nicht, hilfft mir mit seinem Ange⸗ sicht, deß werd ich ihm noch dancken. 5. Ach GOtt! mein Seel ist sehr betruͤbt, fuͤhrt manche sehnlich Kla⸗ ge/dargegen diß den Trost mir giebt/ du haͤltst g'wiß dein Zusage. Den Berg Zion und Hermonim, da man hort deines Wortes Stimm, hast du dein m Volck gegeben. 6. Der Truͤbsal Fluth rauschen da⸗ her/ein Leid das andre reget: Gleich⸗ wie — 48850 — 2—— aufungefümen ue audte schläge shnicht WOtt seihe ch ihn früh und y ileines Lebens. 7. Ich sag: du i R/ warum hast d Ich muß mich g rt, weun meine sen: Es gehet mit Hein, daß ich de muß seyn, die mi Absagen. 8. Was d'trubse d fie Seell hastlnrut Harr nurauf On heiß er gar nahl; ů hin gewiß, G0T Ihut huͤlfe meinem hetd ichihm noch de 440.) Mel. Ausm A lont ich mi schwingen, Go Diesen falschen Brü un Himmels⸗Glied und mie gerne schͤ yyn ferne. 2. Musß da nicht: Ueyden Engelein Ileret, und Fried⸗ Vo Halschheit wi Hlns daß andre ne 3. Wer meynt es Rulu 11. steun usse sich kan fiel ätrn fillen. Iutrauen. wen 489 Vom Verlangen nach GOtt. 49⁰ wie auf ungestůmen Meer eine Well die andre schlaͤget. Taͤglich ver⸗ spricht GOtt seine Gnad, dafuͤr lob ch ihn fruͤh und spat, ruff an GOt t meines Lebens. . Ich sag: du bist mein Felß/ mein Hort/ warum hast du mein vergessen: Ich muß mich graͤmen fort und rt, wenn meine Feind mich pres⸗ sen: Es gehet mir durch Marck und Bein, daß ich der Feinde Spott muß seyn, die mir GOttes Gnad bsagen. 8. Was b' truͤbst du dich doch, mei⸗ ne Seel! hast Unruh fruͤh und spate: Harr nur auf GOtt, all'm Ungefaͤll Beiß er gar wohl zu rathen: Ich in gewiß, GoDs last mich nicht, hut Huͤlffe meinem Angesicht, deß herd ich ihm noch dancken. (440.) Mel. Auf meinen lieben G. A koͤnt ich mich von hier auf⸗ schwingen, GOtt, zu dir, von iesen falschen Bruͤdern, zun treu⸗ n Himmels⸗Gliedern, wie hertzlich und wie gerne schaut ich die Welt hon ferne. 2. Muß da nicht Freude seyn, wo ley den Engelein nur Einigkeit re⸗ ieret, und Friede wird gespuͤhret? Wo Fal schheit wird gemeidet, wo leins das andre neidet. 3. Wer meyunt es hie recht gut? Ser offt sehr freundlich thut, von ni sussen sich kan stellen, tracht heim⸗ ich dich zu faͤllen. Man kan das hertz nicht schauen, ob ihm auch sey trauen. 4. Es spricht der aͤrgste Feind ich hin dein treuer Freund, wenn man senn steckt in Noͤthen, wird er lichts Gutes reden/viel lieber deine Bachen noch schlimer helffen machẽ. 5. Dort aber gehts so nicht, daß reue Liebes⸗Licht laͤst ieder von sich sheinen, da ist nichts, als gut mey⸗ zen, es machen schoͤne Blicke gantz leine Ungeluͤcke. 6. Ach wer doch auch da waͤr, der zůrffte hie nicht mehr von Miß⸗mein 223. bist du, gunst, Haß und Neiden, so viel aus⸗ stehn und leiden, ich weiß, was ich vor Wunden von Falschheit hab empfunden. 7. Nun EoOtt, ich dulte hier, biß daß ich komm zu dir, im Tod und auch im Leben bleib ich dir stets er⸗ geben, laß mich die Himmels⸗Leute auch einsten sehn in Freude. (44½. L. A. G. Ein JIEsus, auf der schnoͤden Erden ist lauter Angst und Hertzeleid; wer aber will ergvicket werden, der koͤmmt in deine Freund⸗ lichkeit, so giebest du ihm Fried und Ruh, du gieb st es, JIEsu! eben du. Ach gieb mir, O JEsu dich erstlich zu eigen, so kan ich mein Hertze dir wieder zuneigen. 3. Ach reiß mich von den Erden⸗ Luͤsten, entzieh mich boch der Suͤn⸗ den⸗Bruth,/ und labe mich an deinen Bruͤsten mit deinem Fleisch und theurem Blut/ so bleib ich ja, mein GOtt, in dir, und du hinwiederum in mir. Ach gieb mir, O JESi! dich erstlich zu eigen, so kan ich mein Hertze dir wieder zuneigen, 3. Du weist ja, HErr! daß ich elm Suͤnder, und nur des Todes wuͤrdig bin: Ich hab wie andre Adams⸗ Kinder/ ein gottloß Hertz und boͤsen Sinn, doch blickst du mich iu Gna⸗ den an, damit ich dich umfassen kan. Ach gieb mir, O JEsu] dich erstlich zu eigen, so kan ich mein Hertze dir wieder zuneigen. 4. Ergreiffe mich durch deine Gu⸗ te, und stell mir deine Gnade fuͤr/ bekehre mein verkehrt Gemuͤthe, be⸗ kehre mich mein GOtt! zu dir. Ach gieb dich mir, und ziehe mich mein llebster Heyland! hin zu dich. Ach gieb mir, O JEsu! dich erstlich zu eigen/ so kan ich mein Hertze dir ꝛe. . Ich suche dich/ ach laß dich fini⸗ den] Wo bist du, meiner Seelen Ruhm? Verbirg dich nicht vor mei⸗ nen Suͤnden: Ach komm, und hleib mei⸗ nes ———‚‚— 4³¹⁵ Von der Vereinigung mit GOtt. 492 nes Lebens Licht? Mein JESu, ach lentzieh dich nicht. Ach! gieb mir, O JEsu! dich erstlich zu eigen, so kan ich mein Hertze dir wieder zu⸗ neigen. 6. Ich nahe mich durch deine Gna⸗ de zů dir, ach! nah dich auch zu mir/ damit mich nicht mein Suͤnden⸗ Schade ins ewige Verderben fuͤhr. Es bleibt darbey du bist mein Heyl/ und meiner Seelen bester Theil. Ach! gieb mir, O JEsu! dich ewig zu eigen, so kan ich mein Hertze dir gaͤntzlich zuneigen. 7. Meln IEsus! nun, du suchst mein Leben, und willst durchaus nicht meinen Tod, drum hast du dich mir gantz ergeben, und troͤstest mich in aller Noth. Regiere doch mein Hertz und Siñ, daß ich dir wje⸗ der dienstbar bin. Ach gieb mir, O JEsu dich ewig zu eigen, so kan ich mein Hertze dir wieder zuneigen. (44.) Mel. OGOtt du fromer ꝛc. Desa meine Lust! O Leben meiner Seelen wenn ruffst du mich herfuͤr aus dieser Trauer⸗Hoͤ⸗ len? Weñ werd ich einst befteyt dich liebster VEsu, sehn, und zu dir in dein Reich mit vollen Springen gehn? 2. O du mein Auffenthalt! mein Leben, meine Wonne, mein eintzi⸗ ger Gewinn, und rechte Freuden⸗ Sonne: Mein Hertz und gantzer Geist schreyt stets, OGOtt, zu dir/ wenn werd ich schauen dich, O IE⸗ u meine Zier. 4.—— 3. Ich denck an jene Zeit, da ich zu deinen Freuden, HErr JEsu, werd eingehn, nach lang gewaͤhrtem Leiden; Wie grosse Freud und Lust wird denn bey mir ent stehn, wenn ich in deinem Licht dich ewig werde ehn. 4. Alsdenn so wirst du mich zu dei⸗ ner Rechten stellen, und mir, als deinem Hind, ein gnaͤdig Urtheil saͤllen, mich bringen zu der Lust, wo deine Herrlichkeit ich werde schauen an in alle Ewigkeit. Wé g. Ach! daß ich heute noch vyn hin⸗ nen möchte scheiden/ und daß ich kaͤ⸗ me bald zu jenen Himmels⸗Freu⸗ den. Ach! daß ich heute noch die Welt verlassen muͤst, und kaͤme an das Schloß/ da nichts als Freude ist. 6. O du mein liebster Schatz wenn! wirst du mich hinfuͤhren zu solcher Herrlichkeit, und mit der Wonne zieren, die du mir hast bereit, wenn kuͤß ich deine Brust in jenem Freu den⸗Saal, O JEsulmeine Lust. XXIIX. Von der Ver einigung mit GOtt. (443.) D. P. N. Je schoͤn leuchtet der Mor⸗ geustern, voll Gnad und Wahrheit von dem HErrn, die suͤsse Wurtzel Jesse: Du Sohn Davids aus Jacobs Stamm, mein Koͤnig und mein Braͤutigam, hast mir mein Hertz besessen; Lieblich, freundlich, schoͤn und herrlich, groß und ehrlich, reich von Gaben, hoch und sehr praͤchtig erhaben. 2. Ey mein Perle, du werthe Cronk wahr GOttes und Marien Sohn, ein hoch gebohrner Koͤnig; Mein Hertz heißt dich ein Lilium, dein suͤsses Evangelium ist lauter Milch und Honig; Ey mein Bluͤmlein, Hosianna, himmlisch Manna, das wir essen, deiner kan ich nicht ver⸗ gessen. 3. Geuß sehr tieff in mein Hertz hinein, du heller Jaspis und Rubin, die Flamme deiner Liebe; Und er⸗ freu mich/ daß ich doch bleib qu dei⸗ nem auserwehlten Leib ein lebendi⸗ ge Riebe. Nach dir ist mir Gratio⸗ sa, Coͤli Rosa, kranck und glimmet, mein Hertz durch Liebe verwundet. 4. Von GOtt koͤmmt mir ein Freu⸗ den⸗Schein, wenn du mit deinen Aeugelein mich freundlich thust an⸗ blicken. O HErr JEsu! mein trau⸗ tes Guth! dein Wort, den Ge dein Geist beschüte m dreyeinigs Weser nungseytzerlefen 2. Haß mich,Je vollen Glauben! Il die rechte Pft Seelen⸗Ruh': Huost eigrunder Wurt zu fnden. 3. Sende nun, Hen Geiston de hin Herg wde 100 Uger angehoͤret Inictg. I . Von der Vereinigung mit GOtt. 404 lut mich innerlich. 4. Von mir selbst kan ichs nicht fast um mich freundlich sen, mein Hertz ist verfinstert gantz; gßich warmie werd Ich geh auf den Irrthums⸗Stras⸗ ein Wort komm sen, wo nicht deines Geistes Glantz Vater! mein star⸗ s niich ewig fuͤr der nem Sohn geliebet: hat nich ihm selbst ver⸗ nein Schatz, ich bin sein hoch in ihm erfreuet: Himmuüsch Leben wird er Itohen/ ewig soll mein asfeMufiea gantz freu⸗ schallen: Daß ich moͤge sulein⸗dem wunderschonen in mein, in steter Liebe Ounget, springet, jubiliret, Mphivet, danckt dem HErren, Eder König der Ehren. Vin ich doch so hertzlich froh/ in Schatz ist dag A und O, Rang Uind das Eude: Er wird och zu seinem Preiß aufneh⸗ das Paradeiß: Des klopff Ie Hande. Amen, Amen, schöne Freuden⸗Croue, lange, deiner wart ich der M und en, dir zur Woh⸗ den verblendten Sinn regiexet und zur hellen Wahrheit fuͤhret. 5. Zuͤnd doch an die Liebes⸗Kex⸗ tzen und durchhitze Geist und Muth, werther Geist, laß unsre Hertzen brennen in der reinen Gluth!schaff, daß deine heilge Flammen schlagen uͤber uns zusammien. 6. Fuͤhre mir stets zu Gemuͤthe⸗ was mir JEsus zugesagt, daß ich traue seiner Guͤte, wenn vieileicht der Zweiffel fragt: Ob auf meiue Bitt und Flehen, Huͤlff und Ret⸗ tung wird ergehen . Es kan keine Noth nicht haben, weil mein JEsus wohnt in mir, ich geniesse seiner Gaben, die sein Geist mir stellet fuͤr, wenn ich ihn be⸗ staͤndig liebe, und in seinem Wort mich uͤbe. g. Wer nach seinem Wort nicht le⸗ bet/ und ihn nicht von Hertzen liebt/ nur nach schuoͤder Wollust strebet, der muß ewig seyn betruͤbt; GOtt wird nicht in ihm mehr wohnen⸗ sondern ihn mit Zorn belohnen. 9. Mein Hertz, du daxffest nicht er⸗ schrecken, JEsus ist dein Auffent⸗ halt/ denn fein Friede wird dich de⸗ cken wieder alle Feinds⸗ Gewalt/ der lich auf mich stuͤrmet, weil den, JEsu, keine Macht mich don deiner Liebe scheiden, dein Friede bey mir ist/ la es sollen meine Sinnen nichts als JEsum liebgewinnen. 12. JESu, der du vorgegalgen. zum Vat er hin, hoh 4 4095 Von der Ver mich/ der ich mit Verlangen dir zu folgen willig bin; wilst du, will ich gern aufstehen, und mit dir von hin⸗ nen gehen. (447½. Mel. Nun sich der Tag ꝛc. Ma Gott, das Hertz ich brin⸗ ge dir zur Gabe und Geschenck, du forderst dieses ja von mir,deß bin ich eingedenck. 2. Gleb mir, mein Sohn, dein Hertz, sprichst du, das ist mir lieb und werth, du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf Erd. 3. Nun du, mein Vater! nimm es an mein Hertz, veracht es nicht, ich gebs so gut ichs geben kan, kehr zu mir dein Gesicht. 4. Zwar ist es voller Sůnden⸗Wust, und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewust, der wahren Froͤmmigkeit. 5. Doch aber steht es nur in Reu, erkennt sein'n Ubelstand, und traͤget ietzd vor dem Scheu, daraus zuvor Lust fand. 6. Hier faͤllt und lieget es zu Fuß, und'schreyt: Nur schlage zu; zer⸗ knirsch, O Vater! daß ich Buß rechtschaffen vor dir thuu. 7. Zermalm mir meine Haͤrtigkeit, mach mürbe meinen Sinn, daß ich in Seufftzer, Reu und Leid, und Chraͤnen gantz zerrinn. 8. Sodann nimm mich, mein JE⸗ su Christ! tauch mich tieff in dein Blut, ich glaͤub, daß du geereutzigt bist der Welt und mir zu gut. 9. Staͤrck mem sonst schwaͤche Glaubens⸗Hand, zu fasfen anf dein Blut, als der Vergebung Unter⸗ yfand, das alles machet gut. 10. Schenck mir nach deiner JE⸗ sus⸗Huld Gerechtigkeit und Heyl, und nimm auf dich mein Suͤnden⸗ Schuld, und meiner Straffe Theil. 11. In dich wollst du mich kleiden ein, dein Unschuld ziehen an, daß ich von allen Sůnden vein vor GORE bestehen kan.. 12. GOtt Heilger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschafft ein, 14. Hilff, daß ich sey hon Hut treu im Glauben meinem Hiz daß mich im Guten nicht mach schon der Welt List, Macht und Spott. sest im Hoffen und Gedult, daß wenn du nur mich nicht verlaͤst, mich troͤ ste deine Huld. rein im Lieden, und erweiß, daß mein Thun nicht sey Augenschein, durchs Werck zu deinem Preiß. 17. Hilff, daß ich sey von Hertzen schlecht, aufrichtig vhn Betrug, daß meine Wort und Wercke recht, und niemand schelt mit Fug. 18. Hilff, daß ich sey von Hertzen klein, Demuth und Sanfftmuͤth halt, daß ich von aller Welt⸗Lieb rein, vom Fall aufstehe bald. 19. Hilff, daß ich sey von Hertzen sromm/ ohn alle Heucheley, damit mein gantzes Christenthum dir wohlgefaͤllig sey. 20. Nimm gar, OGoOde! zum Tempel ein, mein Hertz hier in der Zeit, ja laß es auch dein Wohnhauß seyn in jener Ewigkeit. 21. Dir geb ichs gantz zu eigen hin, daß ich der deine bin, der deine, nicht der Welt. 40 22. Drum soll sie nun und nimer⸗ mehr diß richten aus bey mir,/ sie lock und droh auch noch so sehr, daß ich soll dienen ihr. 23. In Ewigkeit geschicht das nicht. du falsche Teuffels⸗Braut, gar we⸗ nig mich, GOrt Lob! anficht dein glaͤntzend Schlangen⸗Haut. 24. Weg Welt, weg Suͤnd, dir geh ich nicht mein Hertz, nur JEsu! dir ist diß Geschencke zugericht/ behalt es fuͤr und fuͤr. 2* ü (446.) aus, schenck nur stets deinen Trieb⸗ ö gen ItR I. Hilff/ daß ich sey von Hertzen 16. Hilff, daß ich sey von Hertzen brauchs, wozu dirs gefaͤllt, ich weiß, K (6. Ach lieben e A. Neu urhen Nät Hec hielt verschlef Du hast dich! uth willig angcbot bestimmten Zel otten,die wich s Häͤllt: So haftdu A⸗Zelt mit deinem 3. Dein Hette w lcht, daich noch n ih die Welt noch s Amich erkohren, d⸗ slte senn, demnt de Nand ppein mich meme 4. Ic lag in me Mut, es wolte ni dar mich mit einem hikt auf⸗undangen Iharchs Wasser und Mi halftet„Oget linem Blut der Und da ich wiet der Suͤnden war ge sch Jammer, 2 Halt gllerseits gefe du mich in deinen mchtest mich von uschverfricket hatt Konnt auch wo! Jelt michhabenm cer Hen und Hi OK mix zur Speiff sund seinen wahren sts Mreinigt kle shen Seelen. . Nun deine Ei aumeiner Seel ern st undinterdarfe shriesen: Jedoch! 5„hach deine 215— Leibes e dan mirtäg Eine gachnt Von der Vereinigung mit GOtt. 405 64460 Ach lieben Christen seyd ꝛe. E JEsu! liebster Seelen⸗ Freund! wie hast du mich gelie⸗ da ich hingegen als ein Feind Suͤnden dich betruͤbet. Du hast Hab an mich gedacht, da auch Eschipartzen Nächte Macht noch e gles hielt verschlossen. Du hast dich ja von Ewigkeit Itz willig angebothen, die Feinde bestimmten Zeit besiegend aus⸗ tten/die mich sonst haͤtten leicht Mallt: So hast du mir das Freu⸗ Zelt mit deinem Sieg eꝛworben. %. Dein Hertze war auf mich ge⸗ Gith 0 da ich noch nie gebohren, da ichdie Welt noch sahe nicht, da hast uhen du mich erkohren, daß ich dein eigen ssolte seyn, damit der Hoͤllen Angst ndhein mich niemahl solte treffen. Ich lag in meinem Suͤnden⸗ ühen Blut, es wolte niemand kommen, uuh der mich mit einem Freuden⸗Muth haͤtt auf⸗ und angenommen, biß du durchs Wasser und durchs Wort, mir halffest, O getreuer Hort! aus meinem Blut der Sünden. . Und da ich wieder in den Koth der Suͤnden war gegangen, so, daß mich Jammer, Angst und Noth hlelt allerseits gefangen, da nahmst du mich in deinen Schooß, und mochtest mich von Suͤnden loß, die hin, mich verstricket hatten. Koͤnnt auch wohl iemand in der Melt mich haben mehr geliebet, als dieser HErr und Himmels ⸗Held? ber mir zur Speise giebet sein Blut und seinen wahren Leib, damit es stets vereinigt bleib in meiner ar⸗ men Seelen. . Nun deine Liebe hat sich Iwar an meiner Seel erwiesen, dafür du leht und imerdar solst schuldig seyn gebriesen: Jedoch hast du darneben äauch, nach deiner holden Liebe Hrauch des Leibes nicht vergessen. Du hast mir taͤglich Speiß und Tranck geschenckt in biesem Leben, — b— wiewohl ich dir gar wenig Danck hab offtermahls gegeben: Wiewohl ich dich gar offt bet tůbt/hast du doch ie und ie geliebt mich, der ich dich verlassen. 9. Ach hilff, daß ich mit wahrer Lieb mich moͤge dir ergeben! Ach gieb/ daß ich dich nicht betruͤb allhier mit boͤsem Leben: Sondern dir moͤ⸗ ge dauckbar seyn, HErr JEsu! fuͤr die Angst und Pein, so du fuͤr mich gelitten. 10. Dieweil mich aber diese Welt offtmahlen hat bewogen, zu lieben dieses Erden⸗Feld, so hilff, daß ich entzogen werd aller falschen Freud und Lust, die mich mit vielen Suͤn⸗ den⸗Wust gedencket anzustecken. 11. Ach ziehe, ziehe mich nach dir, durch dein Wort, das du lehrest, als⸗ denn, alsdenn so lauffen wir, wenn du mich recht abkehrest von dem, was auf der Erden ist, und was mit falsch⸗bedeckter List mich trachtet zu verberben. 12. Hilff, daß ich komme dorten an, wohin du mnich wirst fuͤhren, wohin ich selbst nicht kommen kan/als ohne dein Regieren, an deine schoͤne Him⸗ mels⸗Pfort/an deinen schoͤnen Freu⸗ den⸗Ort, da sich die Liebergoͤtzet. 3. Und wie wir in der Gnaden⸗ Zeit vereinigt sind gewesen, so hoff ich in der Seeligkeit auch ewig zu genesen, weil ich mich dir ergeben hab, als werd ich nicht in meinem Grab ohn Ende seyn verschlossen. 14. So wirst du dennoch stets in mir/ und ich in dir verbleiben: So wird mich dennoch nichts von dir und deiner Liebe treiben: Kein Schmertzen, Leiden, Angst und Noth/ kein Schrecken, ja kein Mar⸗ ter⸗Tod wird unsre Liebe trennen. XXIX. Von der Goͤttli⸗ chen Erleuchtung. Q5(447½ 8* Nahmens willen. —— oͤttlichen Erleuchtung. (44/70 A. K. Mel. Nun freut euch lieben ꝛc. Ou allen Menschen abge⸗ wandt, zu dir gen Himmel o⸗ ben, OHErr, hab ich mein Hertz und Hand in meiner Noth er⸗ hohen: Mein Gott, ich hoff allein auf dich/ laß nicht zu& Feind mucht 2 mich/ daß sich der Feind nicht reue. 2. Denn keiner wird beschaͤmet stehn von denen, die dir trauen, in deiner Hut die sicher gehn, die auf dich feste bauen,: Zu schanden wer⸗ den die gebracht die deineangmuth Guͤt und Macht aus Ubermuth verachten. 3. HErr, zeige mir ja deine Weg, unb inich dein Recht auch lehre Leit mich auf deiner Wahrheit Steg Du bist mein Ruhm und Ehre/ mein Heyl und Trost, mein Schutz und Rath/auf deine RettungHuͤlff und Gnad hoff ich nun alle Tage. 4. Gedencke der Barmhertzigkeit, die mir dein Wort zusaget, uñ wende von mir alles Leid, das mich im Her⸗ en naget; Gedencke auch an deine reu und Guͤte, die da taͤglich neu, und von der Welt her waͤhret. 5. Gedencke doch hinfort nicht mehr an meiner Jugend Suͤnde, und daß ich dich erzuͤrnt so sehr, wie ich es nun empfinde: Denck ab er meiner allezeit, nach deiner grossen Guͤtigkeit, und vaͤterlichen Kebe. 6. Der HErr ist gnaͤdig/fromm und gut, den Sůͤnder zu berichten, der elend ist, und Busse thut, ohn Heuch⸗ ler⸗Schein und Dichten: Er lehrt Ihm seinen Willen rein, schreibt ihm den gar ins Hertz hinein, den rech⸗ ten Weg zu wandeln. 7. Des HErren Weg ist lauter Sreu und Wahrheit Jung und Al⸗ Len/ wenn sie ihn lieben, und dahey sein Zeugniß willig halten. O HErr/ durch deine Gnad und Huld ver⸗ gzeihe mir doch alle Schuld, um dei⸗ Wer in des HErren Furcht sich Wer gerne thut, was GOtt gefaͤllt den wird er nicht verlassen, Er seegnet ihn mit milder Hand, daß er kan wohnen in dem Land, und giebt das seinem Saamen. 9. Wer stets GOtt fuͤrchtet, liebt und ehrt, wird sein Geheimniß wise sen, den Gnaden⸗Bund wird er ge⸗ lehrt, kan reichen Trost geniessen HErr, allezeit seh ich zu dir, denn di bald meine Fuͤsse mir wirst aus d Netze ziehen. 12 10. Ach wende zu mir o ÄI dein Antlitz aus Erbarmen„ und schicke Huͤlff und Rettung her mix Hertzeus Angst ist groß und viel, der ⸗ selben setze du ein Ziel, und fuͤhrs mich aus Noͤthen. ö 11. Du bist der HErr, der helffen Vergieb die Suͤnd, und nimm mich an auf daß ich nicht verzage. Sieh an/ der Feinde grosse Zahl, wie sie ohn Ursach allzumahl mich nur aus Frevel hassen.* 12. Betwahre mich, HERR/ I Gefahr, laß mich zu Spott nicht werden: Laß schlecht und recht mich immerdar behuͤten hie guf Er⸗ den: dein warte ich, und bitt, O GOtt! wollst Israel aus aller Noth genaͤdiglich erloͤsen. (448.). Ghosser Prophete! mein Hertze begehret von dir inwendig ge⸗ Schooß zu uns gekehret, hast offen⸗ bahret, wie du und ich ein: Du hast als Mittler den Teusel bezwungen: Dir ist das Schlangen⸗Kopfftreten gelungen. dancken dencken mit brennenden Eyfer an dich, bringe mein Seuff⸗ tzen in heiligen Schrancken, der du bist als Fuͤrsprach um 2 ah⸗ ein Opffer geworden fuͤr mich! Du haͤlt, der geht die beste Strassen ö Weuer Erkauffte f. 400 Kiebe dir sgen kan, drum schau auf meine Plage lehret zu seyn: Du aus des Vaters Ichten,immet i bemit ein, lastet zucken nun hören Eüwürdigstet Heol Hehschen⸗Freund, „die wenig. dann, so ol Perklingen,chals Teten hiubeh, Kil hlen diß Jubel I dich Hethog des , alles/ mas Oden OErven. —.—— XI. Von d Hoffnun 60) Mel. Von S3 I leblich f deine Wohnu Wir stets ner Herr Zebasth! Seel begehrt,daß i⸗ und Ruh von di Richallhier beschw . Hler muß ich f Aomir Löße Rußtei Seiten, oft oht Hie segt mir benn s Alttettreilen von it hnd wanche Suͤnd 3. Dort wird ni Tadezecu Dann had ich i Khstierdund S Tenen Gott vor Ie erfalen un Alergrof Gebor. 4. Her hab ich 2. Priester in Ewigkeit! meine Ge=Mih, Mtheit, S. bey Nacht un Da Rusua hls Dauchn En dmvad ihr t irctet, libt de Na, a 1 Von der seeligen Hoffnung. 50² Pwürdigster Heyland als Konig; enschen⸗Freund, schuͤtze die Dei⸗ Hn, die wenig. Nun dann, so soll auch mein Al⸗ erklingen, ich als ein Christe will ten herbey, will nicht ermüdet als Liebe dir singen, sondern ver⸗ e mehren diß Jubel⸗Geschrey: Ich thum und Uberfluß: Ich werd es Iu nili dich Hertzog des Lebens vereh⸗ alls erlangen ohn Mißgunst und lles, was Odem hat, lobe den Ma HErren. Wil ren, kanst auch dein Eigenthum das mir suwieder sey; Ich werd stets Konig der Ehren, dich wollen gen frey, Sorg, Ruh geniessen von Muh und Pla⸗ Schwachheit, Hitz 4 Er ohreu/ stimmet ihr Saͤiten der und Kaͤlt, da man nicht mehr erfaͤh⸗ er vbe mit ein, lasset das Loben und ret, was uns allhier beschweret, ist ucken nun hoͤren, weil wir die nicht in jener Welt. In Erkauffete seyn; Herrsche, 6. Hier muß ich manchmahl leben in Noth und Duͤrfftigkeit: Was mir das Gluͤck gegeben/ ist in Gefahr allzeit? Von allem/ das ich hab kan ich im Tod nichts fassen, ich muß es alles lassen, biß auf ein Tuch ins Grab. . Dort habe ich empfangen Reich⸗ Verdruß: Auch ist ohn all Gefahr vom Roste und von Schaben, kein Dieb kan darnach graben/ es bleibt IXX. Von der seeligen mir immerdar. Hoffnung. 1(4˙%),Mel. Von GStt will ich ꝛc. e lieblich sind daroben all Vdeine Wohnung, GoOtt! da wir stets werden loben dich⸗ HErr Zebaoth! Mein Hertz und mul Ceel begehrt, daß ich bald da anlan⸗ 4 . 7* 5* Erett micht lecht teufer 47— / sirttteh 4. Hler hab ich manche Plage, Muͤh/ Arbeit Sorg und Last, d g/ und Ruh von dir empfange/was lich allhier beschwehrt. . Hier muß ich jmer streiten, weil h mir bose Lust einschleicht von al⸗ Seiten, offt ohne mein Bewust Die fetzt mir denn so zu,daß ich mich terweilen von ihr laß uͤbereilen, Ind manche Suͤnde thu. 3. Dort wird nicht mehr empfun⸗ Enn des Fleisch und Geistes Krieg: Oann hab ich Überwunden durch Lhristi Tod und Sieg! Ich kan da teinen GOtt von gantzem Hertzen Jeben, erfuͤllen und stets uben das Allergröst Gebot. sch bey Nacht und Tage offt habe tenig Rast: Ist ein Anliegen hin, nuß ich aufs audre dencken, uud da⸗ nit offtmahls kraͤncken Leib/ Seele, Muth und Sinn. I. Dort werd ich von nichts wissen, Hier bin ich offt von Leuten gaußz einsam und allein: Ich muß auch wohl zu Zeiten bey boͤsen Menschen seyn: Ist noch ein frommes Hertz, das ich nicht gern wolt missen, wirds doch von mir gerissen nicht ohne Leid und Schmertz. 9. Dort finde ich sie wieder, die Frommen allzumahl, da lieben mich die Bruüder, die Heilgen ohne Zahl: die Engel selber sich mein da nicht werden schaͤmen, mich willigst auf⸗ zunehmen/ um mich seyn ewiglich. 10. Hier muß ich offt erdulten Ver⸗ achtung, Schmach und Hohn, offt krieg ich vhn Berschulden,fuͤr Wohl⸗ thun schlechten Lohn. Der Menschen Gunst und Ehr sich ins gemein bald endet/ eh man die Hand umwendet⸗ hat mal davon nichts mehr. u. Dort in des Himmels Throne, aus unverdienter Gnad, die ewig Ehren⸗Hrone mir GOtt verwahret aß hat: Kein Ange hat gesehn, kein Ohr hat ie vernommen/ es ist in kein Hertz kommen/ was uns da wir d ge⸗ chehn. 12. Wenn ich diß recht betrachte, vergeß ich alles Leid: Für nichtss ich donn mehr achte di V 303 Von der seeligen Hoffnung. 304 ihrer Freud: Ehr, Wollust/ Geld und Gut, ist eitel und betruͤget, was ewig bleibt vergnuͤget vollkoͤmmlich Heitz und Muth. 3. Die hier mit Thraͤnen saͤen, mit Freuden erndten dort: Die seufftzen hier und flehen, dort jauchtzen fort und fort z ist hie der Truͤbsal viel,die ich ein Zeit lang leide, weit mehr ist 15 der Freude, und ohne End und e iel. 4 Gieb, HErr/daß ich auf Erden mich sehne stets darnach, und nim⸗ mer muͤd moͤg werden bey allem Un⸗ gemach. Hab ich mehr Arbeit hier, wird auch ins Himmels Wohnung fuͤr andern mehr Belohnung dort wiederfahren mir. 15. Gieb auch, daß mich nichts zie⸗ OLicht! 5 Glantz Sonne/ wwil wird uns doch so wohl geschehn Jetzt sehen wir im Spiegel und es nem dunckeln Wort, wenn aber winh das Siegel eroͤffnet, soll man dort den Hoͤchsten selber schauen, 8 suͤser Gnaden⸗Blickl der Tod macht mir kein Grauen, denn Sterben i mein Gluͤck. 2. O Freud in jenem Leben, d Freud im schoͤnen Paradeiß, welch uns ein Hertz wird geben, das gan von keiner Truͤbsal weiß, das sich nicht darff ent setzen fuͤr ungluck und Gefahr, das niemand kan verletzen das frisch ist immerdar, das frey von allen Sorgen, nicht suchet Gelh noch Gut, das fuͤr dem Neid den⸗ borgen/sters lebt in sichrer Hut. he auf breite Suͤnden⸗Bahn, daß ich mit Sorgfalt fliehe, was dich er⸗ zuͤrnen kan, und niemahls lasse ab, die boͤsen Luͤst zu daͤmpffen, darwi⸗ der stets zu kaͤmpffen, weil ich das Leben hab. 16. Hilff, daß mit reinem Hertzen ich all mein Thun verricht, daß ich auf Můh nnd Schmertzen dich schau von Angesicht; Da du, GoOtt, alles bist, und lohnest deinen Knechten dort, wo zu deiner Rechten stets lieb⸗ lich Wesen ist.. 17. Der Engel Chor wird bringen uns da der Wollust viel; Weit bes⸗ ser wird es klingen, als einig Saiten⸗ Spiel, das Danck⸗ und Sieges⸗ Lied, dadurch man, HErr, dich eh⸗ ret, all deinen Ruhm vermehret, in Hertzens⸗Freud und Fried. 18. Drum will ich hier auch loben dich Vater, Sohn und Geist, daß du im Hiñel oben mir so viel Freud verheist; in alle Ewigkeit. Du wollst mich nur vom Boͤsen auf Er⸗ den bald erloͤsen. HErr, komm zur rechter Zeit. (4⁰0.3 Mel. Nun lob mein Seel den H. 30 Freud! O Jubiliren!O ewol tzen! O voll Wonne seyn! Wie wol⸗ len wir lusliren, dort oben in des Himmels Schein. Wir wollen da bewohnẽ den Pallast, der geschmückt mit hundert tausend Cronen: Det zehnmahl heller blickt, als alle Dia manten, Rubinen und Saphier, iht Himmels⸗Anverwandten, bedencht es, was fuͤr Zier! 4. O Freud! ein neuer Himmel O Freud! ein neuer Erden⸗Kreiß davon der Welt Getuͤmmel das we⸗ nigste zu sagen weiß; da man in ste⸗ nicht in gewissen Grantzen, als auf der Erden schwebt; Nein, da man nach Gefallen in GOtt erfreuet sich⸗ ewiglich. 5. O Freud! O lieblichs Wesen!lin welchem wird zu finden seyn Gesell⸗ schafft auserlesen, GOtt selbst mit seinen Engelein, da Koͤnig und Pro⸗ Gott aus ihren Noͤthen gerissen hat geschwind; woselbst die Pa⸗ trfarchen und keuschen Jungfrau⸗ lein, Besitzerund Monarchen des . O Lust! O Wonne 105 wir sollen GottesAntlitz sehnʒ immels werden seyn. 6. O Freud! O Lust! O Leben! O guͤldnes tem Lentzen uneingeschlossen lebt, der 21. ist in allem, und herrschet e pheten, da die Bekenner sind, die ů Ine Hauß! O, Uuwollen krafftig, shelichkelt nach Hlliz schen,Ofete Ihey den Engelu f Vhimels Schein u Ende! wein L Asalt, o nimmn In gute Nacht.O (951¹⁷ Mel. Ach HErt u ITröpfleinon süssen Ewigkelt, unggeden, As d imte Wollof⸗fl Ach jenen Frebt, He, vas hierdr N Wer pon dir wocht Hn Blick OGOtt! h geschehen,die W. pott mit allem ihr Wurlichund so rein s senist deiner Auger Den wahren G Acg istdie Seeligkeit eli⸗Auen iht sch Weid, wie war nach Abraham so fro HVetgvicken sich an! Sprach mit Trit KUider licbe Jacob Dites Wangen n htgeschn, undn sshetMoses Haut Wefenund einen: Du keichichse Wberwehlten Zahl ͤ˖ Ohnung, da! Stahhl sich vfend Ehilich edler Tag, Hilt, undihnerl sicht, asem e Nacht bewust 00. Wlc it und En Rnntten, len geseegnet 2. Dilommne mnanene nd, Mispinget an en 05 Von der seeli gen Hoffnung. 506 Udnes Hauß! O schöͤnste Zier! dn Wir wollen kräͤfftig streben in dieser Oerblichkeit nach dir, OGOttes Wtlitz sehen, O stets in Friede seyn, ODhey den Engeln stehen. O theu⸗ keH Himels Schein! O Herrlichkeit uit ohn Ende! mein GOtt wenn dirs geallt, so nimm mich auf behende. Mu gute Nacht, OWelt! *(471. E. F. Rel. Ach HErr mich Armen ꝛe. g EIII Troͤpflein von der Reben der %Sfüssen Ewigkeit, kan mehr Ergvi⸗ ckurig geben, als dieser Eitelkeit ge⸗ Asehmte Wollust⸗Flüͤsse, und wer uth zenen strebt, kritt unter seine isfe, was hier die Welt erhebt. Wer von dir moͤchte sehen, nur ei⸗ uhm Blick, O GOtt! wie wohl wurd hir geschehen/die Welt waͤr ihm ein en Sott mit allem ihrem Wesen, so harlich und so rein, so lieblich/ so er⸗ ullen H keßn ist deiner Augen Schein. hmüt Den wahren GOtt zu schauen, diz ist die Seeligkeit und aller Him⸗ Dinils⸗Auen ihr schoͤnstes Blumen⸗ Kkid, wie war nach seinem Blicken de Abraham so froh/wie wuͤnscht er suerqvicken sich an dir A und D. Sorach mit Triumph und Pran⸗ gh der liebe Jacob nicht: Ich habe Gottes Wangen und klares Ange⸗ siht gesehn, und bin genesen. Wie lh gluntzet Moses Haut, als er bey Gott gebesen, und seinen Bund geschaut! Du reichlichste Belohnung der sh atb erwehlten Zahl, wie lieblich ist rsch dE Wohnung, da deiner Gottheit Grahl sich offenbarlich zeiget, O HNrlich edler Tag,dem diese Sonne sget, und ihn erleuchten mag. O Licht, das ewig brennet/ dem 460 L kalie Racht bewust, das keinen Ne⸗ hnd. A keitet, Gesellschafft reich an Lust, Gott und Engel kommen mit Nenschen uͤberein, und ewiglich die gommen geseegnet werden seyn. Vollkommne Liebe bringet dort imer neue Freud, aus ewger Lieb Atspringet ein ewge roͤlichkeit. Hlicht Deseuln n Hestl . ie Gtt selbstist solche Wonne, ist sol⸗ cher Liebe Preiß, ist seiner Blumen Sonne im bunden Paradeiß. g. Sein Licht wird in uns leuchten, sein Oel und Honig⸗Safft soll unsre Lippen feuchten, von seiner Staͤr⸗ cke Krafft, an Weiß⸗ und Schoͤnheit werden wir gantz erfuͤlet seyn und spiegeln die Geberden in seinem hel⸗ len Schein. 9. Was wuͤnschest du fuͤr Gaben ꝛ Du wirst sie finden dort, und in dir selbsten haben den Reichthum fort Ulid fort: Denn GOtt, fuͤr welchem Cronen und Perlen Staub und Spott, wird selber in uns wohnen, und wir in unserm GOtt. 10. Wenn werd ich einmahl kom⸗ men zu solcher Freuden⸗Qvell? Waͤr ich doch aufgenommen, und schon bey dir zur Stell, HErr Chri⸗ ste, nimm mein Flehen so lang in⸗ dessen an, biß ich dich selbsten sehen, und recht beschauen kan. (4½2.) M. C.. Mel O Ewigkeit du Donner⸗Wort. Osmigkeit⸗ du Freuden⸗Wort, das mich ergvicket fort und fort, O Anfang, sonder Ende O E⸗ wigkeit, Freud ohne Leid, ich weis fuͤrHertzens⸗Froͤlichkeit, gantznichts mehr vom Elende, welchs sonst in diesem Leben plagt, weil mir die Ewigkeit behagt. 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt/ die endlich mit der Zeit nicht faͤllt, und gaͤntzlich muß vergehen: Die Ewigkeit nur hat kein Ziel sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unveraͤndert stehen; Ig wie der heilge Petrus spricht; sie faulet und verwelcket nicht. 3. O Ewigkeit, du waͤhrest lang, wenn mir auf Erden gleich ist bang⸗ weiß ich/daß solchs auffhoͤret: Drum wenn ich diese lauge Zeit erwege, sammt der Seeligkeit/ die nirgend nichts zerstoͤhret, so acht ich alles Leiden nicht, weils kaum ein Au⸗ genblick anficht. 4. Was Von der seeligen Hoffnung. 4. Was ist doch aller Christen Qogal, die Pein der Maͤrtrer allzu⸗ mahl, so vieles Creutz und Leiden, wenn man es gleich zusam̃en traͤgt, und alles auf die Waage legt; So⸗ dann zur andern Seiten dort jenes Lebens Herrlichkeit, wie wird es uberwogen weit. 5. Sieht man denn die Verdamm⸗ ten an, wie lang ihr Marter waͤhren kan, wie grausam sie geplaget, nur immer sterben ohne Tod, und leben in der hoͤchsten Noth, vom Feuers⸗ Wurm benaget: Welch ist das eine Herrlichkeit/ von diesem allen seyn befreyt. 6. Im Himmel lebt der Christen Schaar, bey G O LL viel tausend tausend Jahr, und werden deß nicht muͤde: Sie halten mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben guͤldnen Friede, da Christus giebt, wie er verheißt, das Manna welchs die Engel speißt. 7. Ach wie verlanget doch nach bir mein mattes Hertze mit Begier/ du uͤberseeligs Leben: Wenn werd ich doch einmahl dahin gelangen, wo mein schwacher Sinn stets pfleget nachzustreben. Ich will der Welt vergessen gantz, mich sehnen nach des Himmels Glantz. 8. Fahr hin du schnoͤde Sucht und Pracht, du tolle Hoffarts Kleider⸗ Tracht/ fahr hin, du sundigs We⸗ sen, du falsch entzuͤndte Liebes⸗ Brunst, du Gold und Silber, Reich⸗ thums⸗Dun st, und was die Welt er⸗ lesen, gleich als ihr einig Hoͤchstes Guth; Das ewge macht mir bes⸗ sern Muth. 9. O Ewigkeit, du Freuden⸗Wort, das mich ergvicket fort und fort, O Anfang sonder Ende. O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Craurigkeit, wenn ich mich zu dir wende; HERRN JESu gieb mir solchen Sinn beharrlich biß ich komm dahin. (475.) M. A. Mel. Wie schoͤn ꝛe. Uf, du mein Geist, mein Sih EoOtt gericht, ihr meine Lippen sus get; Und ihr Begierden meiner Sal euch in dem Himmel schwinget nur ergeben ihm zu eigen; Was sos Welt⸗Lust, Furcht und Seuchen. 2. Nichts meinen Geist betruͤben kan, weil mich der Himmel laches an: Dahin steht mein Vertrauen, wie wirffst du doch ins Hertze mir, di Koͤnig aller Himels⸗Zier, die Strah⸗ len deiner Augen; Daß ich gaͤnß lich mich stets uͤbe, dir in Liebe si gefallen, und laß deinen Preiß eh⸗ challen. 3. Sieh, eines lieget mir im Sinn das macht mich fröͤlich wo ich bin GOtt ist ein Mensch gebohren; And dis, du meines Hertzens Theil, des Olaubens Krafft, des Lebens Heyl, laͤbt mich nicht seyn verlohren Drum mir nach dir meine Sinnen und Beginnen feurig brennen Seelig sind, die dich erkennen. 4. Des Himmels Glantz und Hert lichkeit, so deine Creutzes⸗Schmach bereit/die Freyheit von den Plagen und was man dir, O GOttes⸗Lal⸗ und deinem hochgebohrnen Stash soll ewig Ehre sagen, laͤlt seyn alleit meine Sonne, Freud und Wonne⸗ mein Verlangen; Lust und Sieh hat mich umfangen. 5. Triumph und Hochzeit ewiglich dg GOttes Volck und Engel sich in voller Liebe regen; Da GOLT sich selber in dem Licht anschauen laͤt von Angesicht: Die Himmel voß uns hegen: Singet/ klinget, musiei⸗ ret, jubiliret, auf das beste, ihr verliebte Hochzeit⸗Gaͤste. 6. Wenn meine Seel in Aengsten liegt, alsbald dein Geist sich zu ihr fuͤgt, und wuͤrcket dein Versoͤhnen sie seufftzet dann: Ach JEsu dut Du meine sůsse Himmeis⸗——9 600 00 auflauf! und von des Leibes Hoͤhis u 9— UEchiuster alere säht,wodu leb nen⸗Licht, mein Hertze sey su Wder Erden,di Aden. Nun du kismei hund ich bindeil iein Fesad, der Sehnlich, froͤlich, sey mein Lebens acheftung imehn Iftig deiner Lieb Ianogunde llig, heilig willia en (46401 Mel. Nun lob me Risch auf, undle ihr Kildet KOl hunerhörten Dimt geud und Hinmels I der Toganbrech Wsttes Sohnuns Whrechen: Kommt N Lohn, den ich eue m: Kommt her, er inn ihr ohne Schö Ulcttzugleich. D Srend Ol Elwit sollen SOtt ichtl O Glang uns doch so Vt sehen wir im Vin dunckeln Wor Sicgelerofnet Höchsten selh Iser naden⸗Blic Mken Grauen, d in Hlück. X Himnegmital Ain diesem Lebe . Gold und Seid Hone Kleider tra itenspielen, hir a hinweg mn weg mit Anaugenblicke An Himmelg.l Id 1 leud in je Miebin shinen mienhe d⸗ n uh V Von der seeligen Hoffnung. 5¹⁰0 den dSchonster aller Schönen, zu dir Hein Ei nih fuͤhr, wo du lebest, und erhebest osht der Erden, dir laß mich behalten weden. Nun du bist mein, mein Aufent⸗ har, und ich bin dein, in der Gestalt ssteein Feind, der uns scheide, du nuchest uns ie mehr und mehr theil⸗ baktig deiner Lieb und Ehr. O Fnd: O Himmels⸗Freude!lheilig, halig/ heilig will ich ewig billig dei⸗ Ie Nahmen, Allelujasingen, Amen. 2(4½40 J. R. m; Pel. Nun lob mein Seel den ꝛce. Sun Risch auf, und laßt uns singen, 0 ihr Kinder GOttes allzumahl, hi Unerhörten Dingen, der grossen geud und Himmels⸗Saal; Bald ud der Tag aubrechen, an welchem Ei Sottes Sohn uns freundlich wird I ürechen: Kommt her, empfaht den Lohn, den ich euch geb aus Gna⸗ deh: Kommt her, ererbt das Reich, dhinn ihr ohne Schaden und Truͤb⸗ u sil lebt zugleich. O Freud! O Lust! O Won⸗ wir sollen GOttes Antlitz sehn; Oeicht! O Glantz! O Sonne, wie 20% nid uns doch so wohl geschehn Vt sehen wir im Spiegel und ei⸗ en dunckeln Wort, wenn aber wird d Siegel eroͤffnet, soll man dort dei Höchsten selber schauen, O fuͤser Gnaden⸗Blickl der Tod macht n kein Grauen, denn Sterben ist min Gluͤck. Hinweg mit allen Freuden, die wn in diesem Leben hegt, hinweg % u. Gold und Seiden, davon man 4——1 Kleider traͤgt, hinweg mit Oiitenspielen, hinweg mit suͤssem Vein; hinweg mit Koͤnigs⸗Stuͤh⸗ i; hinweg mit Perlen⸗Schein. n Augenblick GOtt sehen in sei⸗ Ian Himmels⸗Zelt, macht grösser Heud ent stehẽ als alle Lust der welt. . O Freud in jenem Leben, O Reud im schoͤnen Varadeiß, welch 1138 ein Hertz wird geben, das gar einer Erübsal weib, das sich nicht darff entsetzen fůͤrungluͤck und Gefahr/ das niemand kan verletzen, das frisch ist immerdar/das frey vn allen Sorgen, nicht suchet Geld noch Gut, das fuͤr dem Neid verbor⸗ gen/ stets lebt in sichrer Hut. 3. O Freud in GOttes Kammer! OFrend in seinem Friedens⸗Licht, da man vor Krieges⸗Jammer nicht das geringste Woͤrtlein spricht, da wird man Friede halten mit GOtt und ewiglich in steter Ruhe walten, nicht mehr betruͤben sich; da wird man Friede haben auch mit der En⸗ gel⸗Schaar, ja Leib und Seel erla⸗ ben im Frieden immerdar. 6.0 Freud! O Jubilsren! O jauch⸗ tzen O voll Wonne seyn Wie wol⸗ len wir lustiren, dort oben in des Himmels Schein. Wir wollen da bewohnen den Pallast, der ge⸗ schmuͤckt mit hundert tausend Cro⸗ nen: Der zehnmahl heller blickt, als alle Diamanten, Rubinen und Sa⸗ phir, ihr Himmels⸗Anverwandten, bedenckt es, was fuͤr Zier! 7. OFreud! ein neuer Himmel! O Freud!ein neuer Erden Kreiß! da von der Welt Getuͤmmel das we⸗ nigste zu sagen weiß; da man in ste⸗ tem Lentzen uneingeschlossen lebt nicht in gewissen Graͤntzen, als auf der Erden schwebt; Nein, da man nach Gefallen in GOtt erfreuet sich⸗ der alles ist in allen, und herrschet ewiglich. 8. OFreud! O lieblichs Wesen lin wel chem wird zu finden seyn Gesell⸗ schafft auserlesen/ GOtt selbst mit seinen Engelein, da Koͤnig und Pro⸗ pheten, da die Bekenner sind, die Gott aus ihren Noͤthen gerisfen hat geschwind; woselbst die Pa⸗ triarchen und keuschen Jungfraͤu⸗ lein, Besitzer und Monarchen des Himmels werden seyn. 9. O Freud! O Lust! O Leben 2 guͤldnes Hauß! O schoͤnste Zier! Wir wollen kraͤfftig streben in dieser Steyblichkeit nach dir, O — 1—— Soltes Von Verschmaͤhung der Welt. Gottes Antlitz sehen, O stets im Friede seyn, O bey den Engeln ste⸗ hen, Otheurer Himmels⸗Schein! O Herrrlichkeit ohn Ende, mein Gott! wenn dirs gefaͤllt, so nimm mich auf behende. Nun gute Nacht, O Welt! XXXI. Von Verschmaͤ⸗ hung der Welt. (F. M. P. Ch wie fluͤchtig! ach wie nich⸗ tig ist der Menschen Leben! Wie ein Nebel bald entstehet/ und auch wieder bald vergehet, so ist unser Leben, sehet. AI 2. Ach wie nichtigl ach wie fluͤchtig sind der Menschen Tage! wie ein Strohm beginnt zu rinnen, und mit Lauffen nicht haͤlt innen, so faͤhrt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flůchtigl ach wie nichtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunckel, Fried und Streiten, so sind unsre Froͤlichkeiten. 4. Ach wie nichtiglach wie fluͤchtig ist der Menschen Schoͤne! wie ein Bluͤmlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lufftlein wehet, so ist unsre Schoͤne, sehet. 20 . Ach wie fluͤchtiz lach wie nichtig ist der Menschen Staͤrcke! der sich wie ein Loͤw erwiesen, uͤberworffen mit den Riesen, den wirfft eine klei⸗ ne Druͤsen.— 6. Ach wie nichtiglach wie fluͤchtig ist der Menschen Gluͤcke! Wie sich eine Kugel drehet, die bald da, bald dorthin stehet, so ist unser Gluͤcke seber. ů—. . Ach wie fluͤchtig lach wie nichtig ist der Men schen Ehre! Uber dem, ben man hat muͤssen heut die Haͤnde hoͤflich kuͤssen, geht man morgen gar mit Fuͤssen.. g. Ach wie nichtig!ach wie fluͤchtig ist der Menschen Wissen! Der das Wort kan praͤchtig fuͤhren/ und ver⸗ nuͤnfft ig diseuriren, muß bald allen Witz verlieren. 9. Ach wie fluͤchtigl ach wie nichtih ist der Menschen Dichten! Der, Kun st hat lieb gewoñen, und manch schoͤnes Werck ersonnen, wird zuleh vom Tod erronnen. 10. Ach wie nichtig! ach wie fluch tig sind der Menschen Schaͤtze. Ez kan Gluth und Fluth entstehen, da⸗ durch, eh wir uns versehen, alle muß in Truͤmmern gehen. II. Ach wie fluͤchtig] ach wie nich⸗ tig ist der Menschen Herrschen. Da durch Macht ist hoch gestiegen, muß zuletzt aus Unvermuͤgen in doh Grab darnieder liegen. ů 1a. Ach wie nichtig! ach wie fluch im Purpur hoch vermessen, ist glz im Tod vergessen. I3. Ach wie flüchtig! ach wie nich tig sind der Menschen Sachen. Al⸗ fuͤrcht/ wird ewig stehen. (46.) J. R. AS was ist doch unser Leben 6 221n 160 nur im 1⁷ᷣ— n: Wenn es gut gewesen ist, ist ez Muͤh zu jeder Frist.. Nlchts als nur ein lauter Streit: Fried, kein Ruh noch Rast. 3. Was ist unsre Froͤmmigkeit? Ei⸗ ne Unvollkommenheit: Niemand kan damit bestehen, wenn GOtt ins Gericht will gehn. Achl was ist doch Gut und Geld? Nichts, als nur Koth in dem Feld. Reichthum bringet Sorg und Harm. Nur ein Leben mit Beschwer. Wer man fuͤr und sur. tig ist der Menschen Prangen. Der wie ein GOtt gesessen, dessen win les,alles was wir sehen, das muß fal len und vergehen; Wer GO 2. Ach! was ist doch unsre Zeit! Mauch Heute reich, und morgen armeR . Achlwas ist doch Amt und Ehrz 10 viel Gaben hat allhier, den neidet 6, Ach! Was ist doch Menschen⸗Hin Gunsty bant. Nur e Hunst. Lieber lt licht auch der! hlicht. 6. Ach was is d Eie m le 111/ Zlit hinstirbt. ö Achlas Haß! tugen gegen uned Poru, erldumbe hehtes sort und . Ach! wie kran sndwir Menschen Fast kein Glieh zu Isicht mangeltoas; 10. Achl was Mur ein Endeaberd uhne Creuß und hhigtrerden sepn. . Duumfteu ichf Me wahre Himmel Uns gar nichts mar Rut Freude wird ge 1. Steude, die kez uns Menschen Uumtteung au Bteude steu ich mi im Wind. Was hilft derz Da nur eins das andre haßt, da kein NFepter unddie Er Malhenthat allez ttt Eit vn u —— . Was hilft ein. Munefehen Fallnroth' Ales . Was it das gi dund Von Verschmaͤhung der Welt. 5⁴4 ae Funst7 Nur ein blauer Nebel⸗ che, auch der Bruder⸗Glaube nicht. Ach was ist doch Froͤlichkeit ꝛ Eine ungesunde Zeit; davon offt se Seel verdirbt/ mancher vor der eit hiustirbt. kagen gegen uͤns die Leut 7 Hier ist orn, Verlaͤumbdung dort; Also aht es fort und fort. . Ach! wie krauck und ungesund ud wir Menschen manche Stund; ast kein Glied zu finden ist, dem cht mangelt was zur Frist. . Ach! was ist doch unser Tod? fe Nur ein Ende aller Noth; Da wir A ane Creutz und Pein bey GOL T isihig werden seyn. . Drum freu ich mich allezeit auf 4 ge wahre Himmels⸗Freud; Da ac nit nitl dus gar nichts mangeln wird, da achen. A wur Freude wird gespuͤhrt. E. Freude, die kein Ohr gehoͤrt, die kins Menschen Hertz gespuͤhrt: gieude inn⸗ und aͤusserlich: Auf die 4955 freu ich mich. (45½7 I. N. EAg, was hilfft alle Welt, mit allem Gut und Geld 2 Alles Aschwind geschwind/gleichwie der Zels Rauch im Wind. el Was hilfft der hohe Thron, das hl Feepter und die Cron? Seepter und Pgiment hat alles bald ein End. Was hilfft seyn huͤbsch und fein, aon wie die Engel seyn? Schon⸗ ttit ah. im Grah/ die Rosen len ab. ö GeldWas hilfft ein goldgelbs Haar? Igel Aigen Crystallen⸗klar? Lefftzen Co⸗ len roth? Alles vergeht im Tob. %. Was ist das guͤldne Stuͤck vom hiold Zierd und Geschmuͤck? Gold Eht htiur rothe Erd, die Erd ist nicht e werth. % Was ist das roth Gewand, das RNlurpur wird genannt Von Schne % aus dem Meer koͤmmt aller rpur her. 40 14. 720 * Wuͤrm 4. Achl was Haß und was fuͤr Neid 7. Was ist der Seiden⸗Prachtewer dunst. Lieber ltrau dem Freunde h at den Pracht gemacht? Es haben gemacht den gantzen Sei⸗ den⸗Pracht. 8. Wgs seynd denn solche Ding/ die man schaͤtzt nicht gering 2 Erd, Wuͤrm,/ Koth, Schnecken⸗Blut/ ist, das uns zieren thut. 9. Fahr hin, O Welt! fahr hin, bey dir ist kein Gewinn! Das Ewig achtst du nicht, hier hast du Ernd und Schnitt. 10. Fahr hin/ leb wie du wilt! Hast gnug mit mir gespielt Die Ewig⸗ keit ist nah Fromm Leben ich aufah. (48.) M. G. M. P. Mel. O GOtt du frommer GOtt. Wus frag ich nach der Welt/ und HVallen ihren Schaͤtzen? Wenn ich mich nur an dir, HErr JESu! kan ergoͤtzen? Dich bab ich eintzig mir zur Wollust fuͤr gestellt, du, du bist meine Ruh, was frag ich nach der Welt. . Die Welt ist wie ein Rauch, der in der Lufft vergehet, und einem Schatten gleich, der kürtze Zeit be⸗ stehet; mein JESuS aber bleibt/ wenn alles bricht und faͤllt, er ist mein starcker Felß/was frag ich nach der Welt? 3. Die Welt sucht Ehr und Ruhm beyhocherhabnenLeuten, und denckt nicht einmahl dran, wie bald boch diese gleiten: Das aber, was meim Hertz fuͤr andern ruͤhmlich halt/ ist IEsus nur allein, was frag ich nach der Welt? 4. Die Welt sucht Geld und Gur, und kan nicht eher rasten, sie habe denn zuvor den Mammon in dem Kasten; Ich weiß ein besser Guth, wornach mein Hertze stellt Ist JEsus nur mein Schatz, was frag ich nach der Welt? . Die Welt bekuͤmmert sich, im Fall sie wird verachtet, als wenn man ihr mit List nach ihren Ehren tt trageẽ üü 5¹⁵ eetttteee 9 Von Verschmaͤhung der Welt. 5¹ Iin ö so lang es ihm gefaͤllt; Wenn mich mein Heyland ehrt, was frag ich nach der Welt. 6. Die Welt kan ihre Lust nicht hoch genug erheben; Sie darff noch wohl darzu den Himmel dafuͤr ge⸗ ben; Ein andrer haͤlts mit ihr, der von sich selbst viel haͤlt, ich liebe mei⸗ nen GOtt, was frag ich ꝛe. 7. Was frag ich nach der Welt, im Huy muß sie verschwinden; ihr An⸗ sehn kan durchaus den blassen Tod nicht binden? Die Guͤter muͤssen Platz, wo ICSusS Christus ist mein Schazz. (Ders a. Weg mit allen Schaͤtzen. 5. Christus mein Freund und Het⸗ ens⸗Koͤnig vergoͤnnt nicht, daß ich ieben soll, was ihm verhaßt, und allzuwenig ihn liebt, weils andrer Liebe voll. Drum sey die Welt mein steter Feind, nurChristus sey alleine Freund. (Vers s. Gute Nacht, O Wesen) 6. Gut, achwie gut hats eine See⸗ fort, und alle Lust verfaͤllt, bleibt JEsus nur bey mir, was frag ꝛc. 8. Was frag ich nach der Welt, mein IEsus ist mein Leben, mein Schatz, mein Eigenthum, dem ich mich gantz ergeben, mein gantzes Himmelreich, und was mir sonst ge⸗ faͤllt; Drum sag ich noch einmahl: Was frag ich nach der Welt! (42.. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mein Hertze soll nun gantz absa⸗ gen der Welt und aller Eitel⸗ keit, und nur nach JEsu Liebe fra⸗ gen/dieweil sichs regt in dieser Zeit? wie lange soll vor eiteln Schmertz unruhig seyn mein armes Hertz. (Singe v. 1. JEsu meine Freude.) 2. So mein Hirt, JEsus, mich er⸗ sreuet, und mich mit seinem Stabe schůtzt, so steh ich froͤlich, wann mir draͤuet des Wolffes List, mit Grimm erhitzt, weil mir nichts uͤbelsschaden wird, so lange JIEsus ist mein Hirt. (Vers 2. Unter deinen Schirmen.) 3. Ruh nur auf JEsu liebstem Her⸗ tzen, als sein gefundnes Schaͤflein, still, so er nach vielen Doͤrner⸗ Schmertzen an seiner Brust erwaͤr⸗ men will, und traͤgt dich heim zur rechten Spuhr der andern Schaafe, ruhe nur. (Vers 3. Trotz dem alten Drachen) 4. Mein Schatz, mein Hirt, und meine Weide, versaltze mir die fal⸗ sche Welt, daß ich alsbald von ihr abscheide, erhebe mich ins Himmels⸗ delt: Da such und find ich eintzig le/ die aller Welt giebt gute Nacht/ trotz, daß sie ferner also qvaͤle der Geitz, die Wollust, und der Pracht; Nun ist sie immer wohl gemuth⸗ wohl ihr! sie hat es ewig gut. Vers 6. Weicht ihr Trauer⸗Geistet) Der letzte Vers hat die Melodey: Mein Hertzens⸗Esu, meine Lust. J. Freundschafft mit GOtt und Himmels⸗Lust ist angefangen wor⸗ den, kein Sehnen ist mir mehr be⸗ wust, als nach der Engel Orden Denn mich verlangt mit grosser Krafft nach Christi Freund⸗und Bruͤderschafft, und nach der Him⸗ mels⸗Pforten. (460.) Eigene Melodey. nur nach dem Himmel; Denn oroben st Lachen und Liehen und Leben, hier unten ist alles dem Ei⸗ teln ergeben.—2 2. Du Lügnerin, nach deinem Sist wilt du mich richten Ich folge der Wahrheit zum ewigen Leben, daß IEsus,die Wahrheit, denFrommen wird geben. 3.O Welt! du hist voll Trug und List, du legst mir Stricke. Ich bin dir entgangen und will dir entge⸗ hen, denn JEsus bleibt ewig zur Rechten mir iehen 4. Du blinde Welt! wers mit dit haͤlt stuͤrtzt in die Grube: Ich folge dem Lamme, dem Lichte und Leben, hen wipd geben. Went, pace ich ichsehn uuh das uns das Lamm Gottes dort o⸗ . Du u muͤhef di ib meinem hrith laffe voll Höt d lasse dich tobe Miden. 6. Du spottest m Uuddeiner Wafet Iotte, verhöhne n etmnit dennochde ½. GOismit Ite, wer wixdger Ahlicch Christum, Ieite nd troge d Ien zur Beute. . Meln Schilhi Huth ich auf shn hloch herstitben, ich Wenn alles zu Bod Hern wieh geheg. Iuffͤkedich fr Hanniie den Bogen Vtd hrechen, die e Efl, domit du mich Uflen. 10. Du ruffft: D meine Stimme Flend, das faheft heundseheden h II. Nrusalem, hhnoch hleiben, eutze sein lufiig: Hottes un Bri 4 90 Flle . Zulett„ zul M nil ich 110, Wn 7 W . Mlelusaruuet an, der Bra / und la sich. ö 1 Ufhrt,du 6 Rch U ur Von Verschmaͤhung der Welt⸗ 18 U Sexut f..On muͤhest dich zu kohren mich heden. 5. Du spottest mein, ich lache dein t mir dennoch das ewige Leben. GO DL ist mit mir, Sat an mit Ve, wer wird gewinnen? Ich siege urch Christum, ich kaͤmpffe und eite, und trage die Seele von dan⸗ IAn zur Beute. Mein Schild ist GOtt! in aller oth ich auf ihn traue, du wirst lich verstieben, ich werde bestehen, nenn alles zu Boden und Truͤm⸗ dern wird geheen. Auf, xuͤste dich streit wieder mich! senne den Bogen: dein Bogen YVird hrechen die Sehne zerschnel⸗ Iau, damit du mich listig gedachtest faͤllen. . Du ruffst: Da da, Halleluja: umeine Stimme, du suchest mein und sehe den Himmel von ferne. 1. Jerusalem, Jerusalem wird dnnoch bleiben, auch nuter dem Seutze fein lustig und stille, denn Ottes sein Bruͤnlein hat Was⸗ seis die Fuͤlle. . Zuletzt, zuletzt werd ich er⸗ ö sn hier will ich dulten, mir ist sthon der Himmel von dem, der mich Anlchet, dir aber die hoͤllische Grube bgeiket. . Alleluia! Alleluja l wo seyd ihr Aligen der Braͤutigam koͤmmet Iun nade, und lachet, ach schmuͤ⸗ clet het Lampen, seyd munt er und hachet. ee ANtledeg. dir elllt 2 nitli then hd geben. 2 2 IX ud meinem Frieden. Ich liege und Hlaffe voll Göttlichen Frieden; iud lasse dich toben und wůten hie⸗ iud deiner Waffen; Verfolge, ver Tauf de otte/ verhoͤhne mich eben, es blei⸗ ich will mich der Welt entschlagen, Gend, das saͤhest du gerne, ich su⸗ che den Himmel, das freudige Le⸗ ben, das wolle uur IEsus, der Le⸗ bens⸗Fuͤrst, 99 646 (461.9 Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Ichtes soll mir mehr behagen auf der Erd forthin und nun, hilff, HErr JEsu! hilff mirs thun, ach komj und es nicht verschiebe/ dei ich bin sehr kranck vor Liebe. 2. Weg mit allem eitlen Prangenꝛ weg mit stoltzer Kleider⸗Pracht! zur dir steht all mein Verlanigen, lieb⸗ ster JEsu! Tag und Nacht, ach komm ꝛe. 3. Weg mit allem Gold und Schaͤ⸗ tzen, mit den Guͤtern dieser Welt⸗ nichts davon kan mich ergoͤtz en⸗ denn nur IEsus mir gefaͤllt, ach komm ꝛc. 8 4. Was hilfft mirs, die Welt besi⸗ tzen, und hernach mit Leib und Seel in der Höllen ewig schwitzen⸗ JEsu, dein Reich ich erwehl, ach komm ꝛce. 5. Ich will meine Sinne lencken grade nach dem Himmel zux, und an dich, mein IEsu! dencken. O wie suͤß/ wie suͤß bist du, ach komm ꝛe. 6. Liebster JEsu komm und giesse dich in mein Hertz Geist und Muth⸗ daß ich deiner recht geniesse in der suͤssen Liebes⸗Guth, ach komm ꝛe. 7. O du Schoͤnster aller Schoͤnen⸗ hab ich wohl erzuͤrnet dich, so laß mich mit dir versoͤhnen, komm⸗ mein Liebster lkuͤsse mich ach komm und es ꝛe. 8. Sey mir nah zu aller Stunde⸗ sey mir nah in meiner Noth, nah im Hertzen und im Munde, nah im Leben, nah im Tod, ach komm ht ewig I. Welt, vacke dich, du haͤltst nicht und es ꝛc. Siich: du Truͤgerinne! Ich lobe den 9. Hhamel, und liebe da Leben, das cken Nichts soll mich hinfuͤhro schre⸗ „Creutz, Verfolgung, Angt Pein, JEsus wird mich wohl e gleich der Himmel dent. Nun fort, du Welt, kofñ, Ster⸗ ein, ach komm ꝛe. niegelt, mich zu ergoͤzen Ich su⸗I 10..4 e. dich kan ieh nicht leben. 4 519 Von Verschmaͤhung der Welt. 52⁰ —— MN Dunst, wie el ach wiẽ sehn ĩch mich nach dir, nach dir, dem ich mich ergeben, komim/ ach Liebster! kom̃ zu mir /ach kom ꝛc. 1I, Meiner Seelen wird sehr ban⸗ ge/ hoͤre, wie sie seufftzt und schreyt: wo verbleibst du doch so lange, kom ach Liebster es ist Zeit/ach kom̃ ꝛc. 12. Komm, ach Liebster! und mich labe, ausser dir mir nichts gefaͤllt, wenn ich dich nur bey mir habe, frag ich nichts nach aller Welt. 13. Du hast mir das Hertz getroffen durch den suͤssen Liebes⸗Pfeil, dir alleine steht es offen, geh herein, ach Liebsterleil. Ach komm ꝛc. 14. Ach! wenn werd ich mein Ver⸗ langen doch erlangen, wenn werd ich dich ohnunterlaß umfangen/ und bey dir seyn ewiglich, ach komm ꝛe. 15. Mercke doch mein sehnlich Kla⸗ gen, laß es dir zu Hertzen gehn: Ist mir recht/ so hur ich sagen, Ach! ia/ ja, eh soll geschehn. Ach komm, und es nicht verschiebe, denn ich bin sehr kranck vor Liebe. (462.) D. H. M. Mel. Christus der uns seelig macht. Ahr nur hin, du schnoͤde Welt, fahr aus meinen Sinnen; du solt doch mit deinem Geld mir nichts abgewinnen, JIEsum Christum hab ich mir einst erwehlt, zu lieben: Al⸗ les ander, was man hier liebet, kan betruͤben. 2. Was ist aller Reichthum hier? Nur ein Stuͤcklein Erde, eine Last/ die fuͤt und fuͤr druͤcket mit Be⸗ schwerde, eine Flame die das Hertz gifftiglich entzüͤndet eine Dorne, da der Schmertz unsre Seel verwundet. 3. Was ist Ehr und Herrlichkeit! Rur ein Scheu und Schaͤmen, koͤmmt, und schwindet mit der Zeit/ stürtzet uns ins Graͤmen. Wollen wir zu GOttes Licht unsre Fluͤgel schwingen, muͤssen wir, wie Paulus spricht, durch die Schande dringen. 4., Deine Wollust ist ein Gifft, kuͤnstlich überzogen mit dem Zucker/ genr Wer sie isser/ miußz iit Pein I Hlebetm in die Hoͤlle fahren, trincket von i dem Schwefei⸗Wein der verdammi ig(43) ten Schaaren. N Wieme 5. Odu blinde Menschen⸗Seel Iae smen magst du das noch lieben, was dich Haht Rhal in der Höllen⸗Hohl ewig kan hetrohI ben„ und doch nichts ist, als eihs Ih nn Rauch, als ein Dampff und Schn umar men: Auf verfluchter Liebe Brauch hlhulh eun folgt verfluchtes Graͤmen. i 60 6. Bist du nicht vom Himmel heis Ttenat himmlisch am Gemüthe, kanst ges ffei stcherSn niessen mmer mehr deintes GOtteis. tt Gute? Wie soll denn das Irdisths Aich Iin sct noch dein Begierde stillen? Kan das Mt 1905 Erden⸗Puͤnetlein doch nicht deis Ait meen a Himmei fuͤllen. Aümiedochbus e 7. Fahr hin, Welt, mit deinem Pelfnitckomen Breck, du kanst mich nicht laben hl een E⸗ IEsus ist mein Liebes⸗Zweck, want zichlhunnen. ich den mag haben, frag ich nichi 3I shedec nach aller Lust, die der Himmel hej Aoclenchren Sn get, alles ist nur Koth und Wußs Jilanschdal was das Erdreich traget. Arachen: Jyr 8. Ist im Himmel füfse Lustꝛ Giehn e Staub im E das Erdreich Schaͤze? So ist mij Fuh iersteben, doch mehr bewust, wann ich mahs Slt,dehättv ergoͤte in dem IEsu, der allein kas Etunvertrieden. vergnuͤglich laden? Ohn dem isth e. Wathahihd doch lauter Pein, Erd und Himmes lich den Eider haben. Ergehangen an, 9. Es ist mir, was ich begehr/ ohn Hisen iß glecher List und Truͤgen, mein erwuͤnschteis ul ditgut en Wollust⸗Meer, ein höchstes Beus Zichtseele A gnuͤgen, mein Erb und mein Parn Id meni Hen deiß„mein Schatz und mein Leben f Wamagdea meines Mundes höchster Preiß,e h, daichmich kan mich erheben. Adienichga 10. Fahr nur, Welt, sahr immes ie Simn ve hin, mit den guͤldnen Schaͤtzen,Jo ler mich, 8 sus kan mir meinen Sinn miehr als Fete lasen tre Gold ergötzen. Mangelt Gold, h te ich hab ich GOtt: Es wird mir geiinh gen/ solten auch die Raben Brobs mir vom Himmel bringen. n. Bin ich für der Welt veracht und werd hie betruͤbet, so bin ie doch werth geacht bey GOtt, un Wer sie trifft, Wird durch sie hetro/ Reliebet. Menschen⸗Ehr muß 90 99 51 Von Verschmaͤhung der Welt. 52² F Dunst, wie ein Schaum verge⸗ nichet kn, Fu, bleibet mir des Himels Gunst, Rein d verdenn gill ich—. 30N.8 0 463.) M. S. F. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. Her ist mein Hertz, HErr! nim̃ Des hin, dir hab ich mich ergeben: Belt immer fort aus meinem Sinn it deinem schnoͤden Leben: Dein 1 Brauz thun und Dand hat nicht Bestand, is bin ich worden innen; Drum iel Ewingt aus dir sich mit Begier an g, ein freyer Geist von hinnen. 10 5Otit SOtt ist mein allerbestes Gut, Wie lich ihm steht mein Verlangen: chl könt ich doch mit frohem Ruth s nicht te. Wr meinem GOtt anhangen? Ach! 1 HV mir doch das Suͤnden⸗Joch vom da dt being salß waͤr abgenommen, daß ich ein⸗ Klaben Rahl in seinen Saal des Himmels nch, nenl Wöchte kommen. ich ni.. Ich sehe doch, daß in der Welt Amelte Ad allen ihren Sachen, was sie von ut Kutern in sich haͤlt, ja gar nichts ist machen: Ihr Gut verschwindt Lusri Aie Staub im Wind, iht Lust die n Miß zerstieben, nur G0Ed, mein m Schatz, behaͤlt den Platz, und blei⸗ t unvertrieben. demt il 4. Was hab ich denn zuvor gethan/ n t ium diß ich den Erden⸗Luͤsten bin allzu⸗ nm sr gehangen an, die doch nur einer Mistten ist gleiche nun, weil all ihr Nun,/ wie gut es uns mag duͤncken/ uucht Seelen⸗Noth, und nach dem Od in ewig Pein versincken. Itbe Was mag doch wohl die Ursach at In, daß ich mich so bethoret? Die An dral Hind/die mich genommen ein, hat ee ninen Sinn verkehret, daß ich lat fahr n Ihier mich, GOtt i von dir, hab e ers lassen trennen: Diß lasse Eim ch nich, ich bitte dich/ mit steter Reu Wzelt Sld, efennen. Gieb, daß ich meinen Sinn zu e e hinauf gen Himmel schwinge, e und rahne Glar dene, eAgier, und mich in keinem Dinge eieue hier, als nur in dir, GOtk! 3 SOtt/ iner Seelen Leben, du allermeist eN 25— X kanst meinem Geist die beste Saͤtt⸗ gung geben. . Drum immer hin, was fluͤchtig ist, ich will es lassen fahren: GOtt einig hat mein Hertz durchsuͤßt, der wird mich wohl bewahren, daß ich den Pracht der Welt nicht acht/viel⸗ mehr nur ihn verlange, mit dauck⸗ barn Muth das hoͤchste Guth, und ewig ihm anhange. (464) Mel. Ach GOtt vom ꝛce. Ch treuer SOtt, ich ruff zu dir/ Ahilff/ daß mich nicht bet hoͤre, die boͤse Lust, die steckt in mir, nach Reichthum, Wollust, Ehre; Gieb, daß ich an dein Wort mich halt/ und dadurch/ was mich mannigfalt an⸗ ficht, stets uͤberwinde. 2. Solt/ der dem Vieh sein Futter schafft, und speiset auch die Raben, nicht lassen uns durch seine Krafft auch Tranck und Speise haben ꝛ Solt, der das Graß und Blumen ziert/an Kleidung nicht/ was uns ge⸗ buͤhrt, und noͤthig ist, mittheilen. 3. Von vielen Guͤthern lebt man nicht/ der hat, daß er GOtt preise, wer bey dem Werck, das er verricht hat Kleidung, Tranck und Speise; Ob nun ein mehrers werden soll/das weiß er, als der Vater, wohl, obs seinen Kindern nuͤtze. 4. Wer wenig hat, und das mit Recht kan GOttes Huld erhalten, er bleibet reblich /from und schlecht, laͤßt fort den Hoͤchsten walten sein Wenigs ihm auch baß gedeyt, als grosses Guth viel boͤser Leut, das sie erschunden haben. 5. Denn Reichthum durch Ge⸗ walt und List am meisten wird er⸗ worben; Ein Mann, der groß von Mitteln ist, viel andre hat verdor⸗ ben; Und daß sich mehr des Geldes Hauff, so denckt er Tag und Nacht darauf, und geht her wie ein Scha⸗ men. 6. Die Freund und Erhen lachen offt/ wenn sichs mit ihm will enden, guch kriegt da mancher unverhofft, R 3 daß ..‚‚eeeeeAF——————:.— —— 52³ Von Verlaͤugnung sein selbst. daß er kan frisch verschwenden; Der Gestzhaltz aber plaget sich so lang er lebt, und innerlich kan er sich nie recht freuen. 7. Und wenn es an das Scheiden geht, da ist erst Noth vorhanden, der Trost, die Hoffnung, so da steht im Goldklump, wird zu schanden: Denn Gold und Guth nicht retten kan am Tag, da GOttes Zorn bricht an, ber brennt bis in die Hoͤlle. 8. Das ihn denn hat in ewge Noth an Leib und Seel gefuͤhret, das ist nur lauter Dreck und Koth, wie schoͤn mans auch poliret, die Erde hats herfuͤr gebracht, das er zum Goͤtzen ihm gemacht, dem er allhie gedienet. 9. Hingegen wer sein Hertz erhebt gen Himmel von der Erde, sucht, daß er reich, dieweil er lebt, an gu⸗ ten Wercken werde Wenn Gott ihn seegnet und sein Hauß, theilt er den Armen wieder aus, und giebt es gern und froͤlich. 10. Bey seinem Gut erweißt er noch, daß ers darauf nicht setze Er streuet aus, und sammlet doch im Himmel wahre Schaͤtze; Die flie⸗ gen niemahls auf im Rauch, und seynd darneben sicher auch vor Die⸗ ben, Rost und Motten. U. Es ist furwahr ein groß Gewinn, der keinen ie betruͤget, wenn man Gott traut, und fuͤrchtet ihn, und sch dabey begnuͤger: Bloß sind wir kommen in die Welt, bloß muͤssen wir, wenns GO TT gesaͤllt, hinaus und alles lassen. n. HErr! was mir nun vonnoͤthen thut, mich ehrlich zu ernaͤhren, das wollst du mir an Hab und Guth bey meinem Fleiß bescheren: Und daß mein Saame auch nach mir, nicht andern Leuten fuͤr der Thuͤr aus Noth auffwaͤrten duͤrffe. . Hierzu gieb mir von deinem Thron, O Vater! Gnad und Star⸗ cke; zerstoͤhr, O IESu Gottes Sohij des Sarans Reich und Wer⸗ b Fuͤß, Ohren, Augen, cke; O Heilger Geist, sieh du mi beh/ daß mein Begehren diß nur sen Gott uͤber alles lieben. ö nung sein selbst. (467.9 7 Mel. Wer nur den lieben GOtt YiCh Vater, geh nicht ins Gerich te mit deinem falsch⸗erfundnan Knecht! und pruͤf mich nichi nach dem Gewichte, von deiner Wah heit, Licht und Recht, ich selbst lah uͤber meine Schuld, und flehe ni um Gnad und Huld. 2. Denn seint mich der Geruch gÿ⸗ fangen, den man bey Wollust⸗N sen spuͤhrt, bin ich von deinem Pfih gegangen, der durch die Creutzen Dornen fuͤhrt, und hab auf Satalh weit gethan. 3. Erst hatt ich deinen Kuß vergiß seu, der mir vor dem so lieblich wah und also stürtzt ich mich vermessenn in mehr als aͤusserste Gefahr, denn ich gewann aus schnoͤden Erieb dih eit le Welt⸗Vergnuͤgen lieb. 4. Drauf ward mein Hertze dir enß zogen, und gieng des Fleisches Rie tzung nach, ich thate, weil ich nicht erwogen, dem alten Menschen nih Sinn! die Welt vor herrlichen G winn. wehlen, was Fleisch und Blute lies lich war, und opfferte zu deinen den 5 mein Hertz an solchen freh ben, und fiel in duͤstern und Hand wurd alles von dir ab ö wandt.* 20⁰5 XXXII. Von Verlaͤug breite Bahn, die Schritte freylg gemach, und hielt mir, O bethoͤrteh l 5. So wurd das inure meiner S. len ein Unflaths⸗voller Rauch⸗A 6 tar, es wolt sich das zum W ———— T HENN undll,diee In soll mit Ite udelt,und bind Iuvoll; Oueh, ruͤbt dich wein bt. 1 Iht klagt de nich silber Etist das Feige mir mein He seh ich n 109 oß. Doch, Vuln Mopffen aus Y an; Der will Mstopfen, den do Ahan Hir gu und Rath/vo ht. , Jchlaß mir d. Oben, wenn alle Kschneckt, ach f. Hlinem Glauden In Worte ftrec losen Heif und Lohn in seinem d k. JNherr, ich M, was ichur sang dahereen WMidmencht 5 Von Verlaͤugnung sein selbst. 5²26 Ach HERR! ich hab nicht so au gevandelt„als ein Gerechter wan⸗ n soll, mit Frevel hab ich mißge⸗ hanrdelt, und bin der Suͤnden⸗Wun⸗ den voll; O weh, was hab ich doch geuͤbt ꝛ ich weine nun, und bin be⸗ kelbt. Jetzt klagt das nagende Gewis⸗ seh mich selber als verlohren an, sat ist das Feigen⸗Blatt zerrissen, u n dsz mir mein Heucheln umgethan! 1175 steh ich narkend, arm und Rh/Veꝛbrechen,/Sund und Schulb 1 Doch, Vater! sieh die reinen Hopffen aus JIEsu Christi Wun⸗ der an; Wer mell mir diesen Brunn al Sah, „ Rie Schrüte fren dich deinen Kuf ven hu si lieblichn 1— Trich Rpri ein lich. re n Herze bite trt del Fleichtz3 Whttt) ilichnn Iit, O betbi Ealt M bertlichel Ihaturt Eintre Aeuch oastopffen, den du mir selber auff⸗ gethan 7 Hier quillt Vergebung, Hyl und Rath,/ vor alle meine Mis⸗ chat. 10. Ich laß mir deinen Sohn nicht kulben, wenn alle Macht der Höl⸗ lalschreckt, ach staͤrck die Hand von hanem Glauben, die sich nach dei⸗ etr Worte streckt, und steiff mir sten Geist und Muth/auf deinen Sihn in seinem Blut. 1. Ja HErr, ich weiß/ es ist verge⸗ heh, was ich zur Ungebuͤhr gethan, chfang daher ein neues Leben mit Fummien⸗reichen Vorsatz an, die beil mein Hertze wieder rein, und ichder Straffe soll loß seyn. So loͤsche denn in deinem Soh⸗ eses Grimes Flamme wieder aus, sehihm die Pfeiler zu dem zuhn neuen in mein Hertzens⸗Hauß, dein Koͤnigreich in mir. Schenck mix den Kuß von dei⸗ 4 Iden JEsu nimm tnich dir/ und nLiebe, der Sions susser Vor⸗ shnack heist, regiere meines Her⸗ hiis Triebe, mit deinem Gnaden⸗ gichen Geist, verbinde mich, du ses Lamm, mit dir als meinem Saiutigam. Vereinige dein reines Wesen in Uhrer Lauterkeit in mir, so mag n Hertze recht genesen, so geht es . 2 in 1„ 0 Lundc in ber reinen Brust, der Zunder geiler Sünden⸗Lust. 15. So bist du mir das Brod detz Lebens, und saͤttigst mich an Seel und Geist/ so hab ich gnug, und ist vergebens, daß mir die Welt ihr Hu⸗ tes weist: Denn wer den Allerhoͤch⸗ sten hat, wird hier und dort voll⸗ kommen satt. 16. Wohlan, so weich, du eitles Dichten, ich geh aus meiner Eigen⸗ heit, und will mich meinem GOtt verpflichten, in FreudeNoth und Traurigkeit: Ich will bey Truͤbsal, Angst und Pein in meinem GO vergnüͤget seyn. 7. Der Gnade, die gantz uͤber⸗ schwenglich, ergeb ich alles was ich bin, und ist der Creutz⸗Kelch unum⸗ gaͤnglich/ so siuckt mir doch der Muth nicht hin, mein Glaube nimmt den Wahlspruch an: Was Gott thut⸗ das ist wohl gethan. 18. Mein Glaube wiegt mich in den Armen des allerliebsten JEsu ein⸗ und dessen gnadenreich Erbarmen muß mir ein sanfftes Bettlein seyn, da schlaff ich sicher, wann die Noth Erstaunens voll uns Unfall droht. 19. Mein Glaube geht aus Creu und Plagen, wie Gold aus Glut und Flammen + wenn dieser Palmbaum Last miuß tragen, so steigt er uͤber sich empor, mein Glau⸗ be traͤht in Freud und Leid, ein Throne Schwanen⸗weisses Ehren⸗Kleid. 20. Mein Glaube soll best ändig bleiben, biß mir der Tod das Herte, bricht/ und nichts soll ihn von ZEsu tresben, biß einsten JSSuS selber spricht: Getreuer Knecht komm, geh herein, wo die Getreuen seelig seyn. (466.) Mel. HErr ich habe mis geh. Corch Tod ist Adams Leben, Christi Leben Adams Tod Denn gut Lieb hat sich gegeben Christus in des Adams Noth: Auf daß A⸗ dam in ihm stuͤrbe, nicht im andern Tod verbuͤrhe. 7²⁷ Von Verlaͤugnung sein selbst. 65² 2. Adams Tod ist Christi Leben, A⸗ dams Leben, Christi Tod, Adam muß nach Christo streben, sterben auch mit Hohn und Spott, auf daß er in Christo bleibe, und er steh in kla⸗ rem Leibe. 3. So wir nun in Christo sterben, seinem To de werden gleich, werden wir auch mit ihm erben, herrschen mit in seinem Reich/denn so viel wir Christum haben, niessen wir auch seiner Gaben. 4. So wir aber Adams Leben lie⸗ ben im befleckten Rock, und nicht bleiben gruͤne Reben an dem reinen Weinestock, was hilfft Lauten, Pfeiffen, Singen? wenn wir faule Fruͤchte bringen. . O es laͤst sich nicht so machen wie der alte Adam denckt, Christi Creutz vertreibt das Lachen, wenn das Leben wird gekraͤnckt, nicht al⸗ lein von Menschen⸗Kindern, son⸗ dern auch von Teufels⸗Winden. 6. Solches muß im Geist erfahren ein recht glaͤubig Christen⸗Mann, wenn er koͤmmt zu seinen Jahren, ja von seiner Jugend an muß er Chri⸗ sti Creutze tragen, auch im Tode nicht verzagen. 7. Wer will solche Fluthen zehlen, solche Noth und Thraͤnen⸗Sgat? Ein Gescheuter thuts verhoͤlen, haͤlt sich fest au SOttes Rath: Sei⸗ nen Trost auf GOtt er setzet, ob ihn schon die Welt verletzet. 8. Wie gewohnt zu thun die From⸗ men/die durch Glauben und Gedult endlich zu der Ruhe kommen/ und erlangen GOttes Huld: Also mag ein Christ genesen, lebt in Christi Ereutz und Wesen. 9. Den er hertzlich liebt und ehret, Eeinem Leben fol get nach, mit der Welt sich nicht bethoͤret, weil sie nur bringt Weh und Ach! welches ihrer viel nicht glauben, sich des letz⸗ ten Trosts berauben. ö 10, Nun wir warten allermassen, biß uns Gott hier fordent ab, daß wir, ihm gantz gelassen, froͤlich suchten unser Grab, erstlich zwar ji Christi Hertzen, nachmahls in din Erd ohn Schmertzen. u. Denn auch Christi Grab ohn Sorgen und sanfft ruhig Bettelein ist mit Geist und Wort verborgen in des Glaͤubgen Hertzens Schrein; Wer ihn nuͤr von Hertzen liebet/ in dem lebt er unbetruͤbet. 12. Wer ihn aber nicht will haben und sein Creutz nicht leiden mag/der bleibt in der Hoͤll begraben, vollen Schrecken, Angst und Plag: Denn wer Christum hier nicht traͤget„ din wird endlich dort gefeget. 13. O hilff, Christer durch dein Laß den, daß wir dir nachfolgen schlecht durch viel Sruͤbsal zu der Freuden/ du allein machst uns gerecht, durch dein Blut und Marter⸗Cronen laß uns ewig in dir wohnen. (467. Mel. Freu dich sehr, Omeine Seele Haeme besaͤnfftige mein Hes⸗ tze mach es von Gedancken loßh daß es in Gedult verschmertze, wenis hah sch es steht von Freuden bloß; Meinen Willen lencke so, daß ich stille sei und froh, ob du gleich dein Licht ver birgest, meinen Eigensinn erwuͤrgest 2. Laß mich seyn fest angehefftel mit dir an den Creutzes⸗Baum, da mit taͤglich mehr entkraͤfftet wei die Suͤnd, und fasse Raum in mit deines Geistes Staͤrck, zu vollfuͤhren solche Werck, die aus Liebe zu dit iu fliessen, sich als Glaubens⸗Stroͤm ll ergiessen. 24 3: Mein verkehrter Fleisches⸗Wé muͤsse angenagelt seyn, daß er ste und werde stille, was an mir n liebe, leide, preise, woll und uͤbe. 4. So offt mich Gedancken schri cken, die nicht sind zu dir 94108 und nur Ungemach„ 510 Gewtin theil, O ewig Licht., diß och l heisset mein; dein Will, der allein aft ist recht, muß der meine werden. W. schlecht 5 mir/ was du wilt, be 20 Wchdeine Macht 00. bißd hehen. 1 Kan ichnicht an in mir hene! Alt dumichallof sich gleich fefthe Fatdichstßaut laß deine Wahr und getroft m 0. Gieb mir, daß an dem Eyd, Veu, daß dein E Ange und mich au⸗ mirs geht, wie Iish bochden Wor Hermehr wird der Hht lernet IEsum MeinerSeel wa Aheine Güt und Unmit ssch aber, dem Kelch de Iuum, IEfsu, le Nhspiel ie und ie asch gewöhne, sie Besser ist do 1 und n h/ das sich kan Willen Gttesfr Iul unde Hulllt: Vater,! A3nen Ir Vemnun Ahlenftretenwi en sott und en uͤber Oott AAi des Glaud Vftsi we sichdie Well V. 9˙9 2—— Von Verlaͤugnung sein selbst. 33 s Hertzens⸗Nacht, treib es aus dsech deine Macht, laß indeß mich rhig stehen, biß dein Geist sie wird uhwehen.—*— 4* Kan ich nicht so mercklich spuͤh⸗ ö r in mir deine Gegenwart, und t du mich also führen, daß, ob du ddz gleich stellst hart, ich bey deinem ½ dich faßauch des Abends nicht aß deine Wahrheit hoch zu prei⸗ ha sch, und getrost mich zu erweisen. Gieb mir/ daß ich dennoch han⸗ Igan dem Eyd⸗Schwur deiner Deu, daß dein Will gescheh, ver⸗ lage, und mich auch hierinnen freu, oddß mirs geht, wie dirs gefaͤllt,weil 1½ lsh doch dein Wort erhaͤlt: Nim⸗ eht lernet JEsum fassen. Meiner Seel zwar trefflich schme⸗ ket deine Guͤt und Freundlichkeit, kthnmt sich aben, wenn sie lecket a dem Kelch der Traurigkeit: Oweine Se Düim, OIEsu, lehre sie durch dein it Wein Hu, Biyspiel ie und ie, daß sie beydes Mtir 2, des ich den ne 2—— Aufft sie schweigen heil, muͤssen Au A uhffft zur Ruh sich stellen. 44% r doch deh Pen H u 210 Rum unen, der Vernunfft sich fassen ui, + ½ s⸗ und sein Werck ohn ihn erken⸗ —* V der einstellt, was sie verstieß: 240 160% In dein Nahm und Wunderthat, 1167 105 Wercke, Weg und Rath/gros⸗ Anee eOtt, weist du zu richten, Uber AInunfft/Sinn und Dichten. n. Nur im Glauben kan man se⸗ hen dich, der du im Dunckeln bist; Fleisch und Blut kan nicht verste⸗ hen, was an dir das Kleinste ist, aber wer, OGodich kan recht im Glauben schauen au, siehet deine Guͤte walten; Dabey wollst du mich erhalten. 13. Eins will ich mir noch ausbit⸗ ten, ich weiß/du versagst mirs nicht; Weñ mich stellen in die Mitten mei⸗ ne Feind/die zugericht, mich von dir zu trennen ab, und zu rauben, was ich hab; Eile du mir beyzuspringen, laß ihr Tuͤcke nicht gelingen. I. Schwach und doch betruͤglich finde ich mein eigen Fleisch und utemehr wird der verlassen„ der Blut, was ihm luͤstet, ist nur Suͤn⸗ de, fliehet das, was recht und gut, in ihm wohnet allezeit Hochmuth, Heucheln, Furcht und Neid/ aber dein Geist kan diß daͤmpffen, und in mir dagegen kaͤmpffen. I4. Drum so laß einst recht durch⸗ dringen mein Seel, deines Creutzes Krafft/ siegreich alles umzubringen, was das Fleisch will, wuͤrckt und schafft, toͤdte durch dein Tod und Blut alles Boͤßerweck den Mutb/ muůßig aller Suͤnd zu gehen, dir zu Ehren auftzustehen. 15. O daß doch mein Geist sich schwuͤnge tieff in deine Lebens:gvell, unter sich das Irdsche zwůnge, dir al⸗ lein vergoñt die Stell/daß er fest mit dir vereint, wie du, wolte, daͤcht und meynt/dir im Glauben heilig lebte, oben in dem Himmel schwebte. 16. Solte das nicht einem Hertzen schoͤn, sanfft/ wohl und lieblich thun, wenn es stůnd es gleich im Schmer⸗ tzen, koͤnte so in JEsu ruhn, waͤr es doch schon in der Zeit als im Him⸗ mel und in Freud; In nichts wurd es sich verlieben, und um nichts sich mehr betruͤben. . Drum fleh ich, und bitte hefftig bich, mein liebstes Brüderlein: Ey laß mein Hebet so kraͤfftig und mich hier so seelig seyn, daß ich nur allein R 5 dich Von Verlaͤugnung seyn selbst. dich lied, deinen Geist darzu mir gieb, der mich solchen gruͤndlich leh⸗ re,/von der Welt zu dir mich kehre. 18. Denn muß sichs wohl lassen slerben, wenn die Seel in JES steckt, wo viel Guͤther sind zu erben, jst man bald darzu erweckt: Aus der Erd im Himmel ein! Laß mir einen Wechsel seyn, solte der wohl sich sehr kraͤncken, dem man wolt ein Koͤn greich schencken: 19. Meinen Kelch, den ich soll trin⸗ cken noch zuletzt an meinem End, wirst du nebst ein m Gnaden⸗Win⸗ cken seegnen durch der Engel Haͤnd,/ zu dem Trunck auch flaͤrcken mich, daß ich dennoch saufftiglich fahre heim ohn alles Zagen, als auf mei⸗ nes Vaters Wagen. 20. Denn wirds heissen: Komm, willkommen! denn wirds an ein Kuͤssen gehn, was ich dir gesagt, du Fromme, siehel ist es nicht geschehn? Bist du nun nicht Engel⸗rein? Koͤnt der Himmel schoͤner seyn? Bin ich Gott nicht lauter Liebe? Is auch was, das dich betruͤbe? 21. O was Freud, was vor Ergoͤ⸗ tzen muß seyn in der Seeligkeit, ber das, was wir von schwaͤtzen hier in Schmach und Dunckelheit! Tau⸗ send, tausend, tausendmahl schoͤner wirds seyn uͤberall: Koͤnt man doch nur Fluͤgel kriegen, und gleich ietzt so bald hinfliegen. 22. Doch ich muß und will erwar⸗ zen dißfalls die Entbindungs⸗stund biß in Paradieses Garten mich rufft meines JEsu Mund, so lang will gedulten mich hier auf Erden, biß daß ich nach des Vaters Willen scheide, JEsus mich darzu bereite. (468.) Mel. Machs mit mir GOtt. Mor nach! spricht Christus un⸗ ser Held, mir nach, ihr Chri⸗ sen alle verlaͤugnet euch, verlast die Welt, solat meinem Ruff und Schalle! Nehmt euer Creutz und Ungemach auf euch, solgt moͤnem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch Wer zu mir kommt und folget mix U Ich bin der Weg, ich weise wohl/wis man wahrhafftig wandeln soll. keit, voll Liebe, meine Seele: Mesi fuͤssen Sanfftmuths⸗Oele, mest Geist, Gemuͤthe, Krafft und Sinn Gott ergeben, schaut guf ihn. lich ist, zu fliehen und zu meiden,/ un euer Hertz von arger List zu reingeh und zu scheiden. Ich bin der Stt len Felß und Hort und fuͤhr euch i der Himmels⸗Pfort. D— 5. Faͤllts euch zu schwer, ich gi voran, ich steh euch an der Seitt ich kaͤmpfe selb st, ich brech die Bahn bin alles in dem Streite. Ein boösti Knecht/ der still darff stehn, wenn e den Feldherrn sieht angehn. ö 6. Wer seine Seel iu finden meynt wird sie ohn mich verliehren: W sie in mir verliehren scheint/ wird in GOtt einfuͤhren. Wer nicht sihh Creutz nimt, und folgt mir/ ist mesh nicht werth und meiner Zier. 7. So last uns deñ dem liebẽ HEn mit Leib und Seel nachgehen, un wohlgemuth, getrost und gern di ihm im Leiden stehen: Denn mei nicht kaͤmpfft, traͤht auch die Cin des ewgen Lebens nicht davon. Den rechten Weg, O meyn, den wollest du mir geben zu leben, meinem Nachsten Nu seyn, dein Wort zu halten eben. 2. Ich bitt noch mehr, O He ODsi, du kanst es mir wyhl geb B² fuͤr mit heilgen Tugend⸗Leben darff nicht im Finstern schtyeben 3. Mein Hertz ist voll Demuͤthi Mund, der fleust zu jeder Zeit von 4. Ich zeig euch das, was schaͤntee Vi Hofrunggeb! uanich nuß hied vertrauen fales mein d chs ewig reuen. Leid das Wund mein u He setyeih mit au fmitein neuet Win Speiß, Laß⸗ Win Seel iu nch „wenn Upglg uiich bald möchtah . Laß michkein! s ir in dieser landisehnanse Aasto alein in Hn geht, erhats: Itmand ererben, hich Vercke deile Wett vm Sterbe Ich lieg im St ttr 000 In XXXIII. Dom geisih + allen g Td hhtlachen, an di UIlleb, du kanst i wehr 7 h du kont u1 Mngt Gefcht, i HNaht lassen. (4½00 Udich cuer GOtt/i heines Herten nahlind als mir selbset Hhachhett ich Ihtung oft bey Du, mein 0⁰ . icriluchte end Lett — Strtitt. Ein bi IINN . chet wrmn chn vüi, wenn Ungluͤck geht daher, das deng nich bald moͤcht abkehren. 4. ichkleb, du kanst mich staͤrcker ma⸗ ninn ich muß hie davon, daß ich dir hhlin mig vertrauen, und nicht bauen Ien schaf mir ein neues Leben, dein Wort und Ein inin Speiß, laß allweg seyn, damit uune An dir in dieser Welt abwenden, raͤndig seyn aus End gieb mir, du dih giebst, der hats umsonst, es mag hitmand ererben, noch erwerben Ihtl wehr, daß sie mich nicht umstos⸗ h/ du kanst massen, daß mirs nicht 1 bangt Gefaͤhr, ich weiß, du wirsts liht lassen. 33 Vom geistlichen Kampff und Sieg. 834 Hoffnung gieb darneben/ vorgus/ asf alles mein Thun, sonst wuͤrd nichs ewig reuen. Verleih, daß ich aus Hertzens⸗ und mein'n Feinden moͤg verge⸗ UHi verzeih mir auch zu dieser stund, min Seel zu nehren, mich zu weh⸗ Laß mich kein Lust noch Furcht hasts allein in Haͤnden, und wem durch Wercke deinne Gnad, die uns eisett vom Sterben. Ich lieg im Streit und wieder⸗ sb/ hilff/O HERR Christ dem hwachen, an deiner Gnad allein chin: Koͤmmt nun Anfechtung her, (47%% J. H. Rel. Freu dich sehr, O meine ꝛe. Reuer GOtt, ich muß dir klagen meines Hertzens Jamer⸗Stand: Adir wohl sind meine Plagen bes⸗ gals mir selbst bekannt. Grosse Shwachheit ich verspuhr in An⸗ schtung offt bey mir, wenn der Sitan allen Glauben will aus mei⸗ unn Hertzen rauben. Du, mein GO, dem nichts sborgen, weist, daß ich von mir Diß ich nicht wieder werd zu Spott/ ietzt in meiner grossen Noth, hoͤre, wie ich sehnlich bete, laß mich wer⸗ den nicht zu Spott; Meinen schwa⸗ chen Glauben staͤrck, und zubrich des Teufels Werck, daß ich nimmer⸗ mehr verzage, Christum stets im Hertzen trage. 4. JEsus, die Qvell aller Gnaben, welcher niemand von sich stoͤßt, der mit Schwachheit ist beladen, giebt den Juͤngern diesen Trost: Solt ihr Olaube auch so klein/wie ein kleines Senfkorn seyn, wolt er sie doch wuͤr⸗ dig schaͤtzen/grosse Berge zu versetzẽ. . Laß mich Gnad, HERR, vor dir finden/ der ich bin voll Traurigkeit: Hilff du mir selbst berwinden/ welt ich hie muß an den Streit! Meinen Glauben taͤglich mehr, und des Gei⸗ stes Schwerdt verehr, alle Pfeile auszuschlagen, und den Feind von mir zu jagen. 6. Heilger Geist ins Himels Thro⸗ ne: GO von gleicher Ewigkeit, mit dem Vat er und dem Sohne, der Betruͤbten Trost und Freud Allen Glauben,/den ich find/ hast du in mir angezuͤndt, uͤber mir mit Gnaden walte, ferner deine Gnad erhalte. Deine Huͤlffe zu mir sende, O du edler Hertzens⸗Gast, und das gute Werck vollende, das du angefangen hast. Blaß in mir das Fuͤncklein auf. biß daß nach vollbrachtem Lauff ich den Auserwehlten gleiche, und des Glaubens Ziel erreiche. 8.OOtt/groß uber alle Goͤtter/hei⸗ lige Dreyfaltigkeit, ausser dir ist kein Erketter, hilff mir 11 derselben Zeit/ wenn der Feinb die Pfeil abdruͤckt⸗ meine Schwachheit mir auff ruͤckt⸗ will mir allen Trost verschlingen⸗ und mich in Verzweifflung bringen. 9euch du mich aus seinem strieke, Iet digut, hab ich von dir: Auch den M Ehuben mir und allen schenckest du den er mir geleget hat, laß ihm sehn len seine Tuͤcke/drauser siunet früch und spath. Gieb Krafft, daß ich allem Strauß ritterlich mag stehen aus⸗ und so offt ich noch muß kaͤmpffen ilff du miy die Feinde daͤmpffen. 991 10. Reiche V ꝑꝓRDRDRCRCRCRCTCRTCJTIPPPFP‚PFTP‚‚‚‚‚‚‚..— Vonm geistlichen Kampff und Sieg. 10. Reiche deinem schwachen Kin⸗ de/ das auf matten Fuͤssen steht/dei⸗ ne Gnaden⸗Hand geschwinde, biß die Angst fuͤruͤber geht. Wie die Ju⸗ gend gangle mich, daß der Feind nicht ruͤhme sich, solch ein Hertz hab er gefaͤllet, das auf dich sein Hoff⸗ nung stelleeet n. Du bist meine Huͤlff und Leben, mein Felß, meine Zuversicht dem ich Leib und Seel ergeben: GOtt: mein GOTT, verzeuch doch nicht: Eile mir zu stehen bey, brich des Feindes Pfeil ent wey: Laß ihn selbst zurucke prallen, und mit Schimpff zur Hoͤllen fallen.— 13. Ich will alle meine Tage rüh⸗ men deine starcke Hand, daß du mei⸗ ne Noth uud Plage hast so anaͤdig abgewandtlNicht nur in der Sterb⸗ lichkeit soll dein Ruhm seyn ausge⸗ breit, ich wills auch hernach erwei⸗ sen, und dort ewiglich dich preisen. wie groß der Suͤnden⸗Hauffe, ich deßwegen nicht verlohrn: Dennoch, weil die Wurtzel bleibet, und zu neuer Suͤnde treihet, und meit Geist offt hoch bet ruͤbt/daß das Hert nur Boͤses liebt, und das Fleisch die Boßheit übt. 5. Ach! sag ich offt, wer wird loͤsen mich vom schweren Sünden⸗Joch. das mit uͤbervielen Boͤsen mir at klebt die Stunde noch Wie eis Brunn sein Wasser gvillet, und sich Tag und Nacht nicht stillet, so steigt aus des Hertzens Grund aus del Oertzen in den Mund, Suͤnd nuß Suͤnd fast alle Stund. 6. JEsu, Abgrund aller Guͤte, der in allem helffen kan, dich russt mein betrubt Gemuͤthe aus des Elends Abgrund an. Wollst an dein Eih⸗ pfangen dencken, dessenthalben gui⸗ dig schencken, was ich von Nat ur gi erbt, was mich, HErr vor dir ent⸗ faͤrbtu. mich/taͤglich mehrverderbl/ (471.) 5 verd Acb wie hat das Gifft der Suͤn⸗(472.) Mel Ach was soll ich Suͤndeh den mich an Seel und Leib ver⸗ derbt! daß nichts Guts an mir zu sinden: mich beyneben auch enterbt Gottes Bildniß und der Gaben, so die ersten Eltern haben in der Un⸗ schuld noch erlangt, und darinnen Rungr geprangt/eh sie Satan hat ge⸗ angt. 2. Mir ist nicht Vermögen blieben/ dich/ du hoͤchstes Gut, mein GOtt/ zu erkennen, noch zu lieben, noch zu fuͤrchten in der Noth, dir, du hoͤch⸗ ster Hort zu trauen, und auf dich al⸗ lein zu bauen. Ach! die angeerbte Suͤnd macht mich zum verkehrten Kind, am Verstand u. Hertzen blind. 3. Mein Will ist dir gantz zuwieder, was du wilt, das will er nicht: Ja verderbt seyn Kraͤfft und Glieder, was du hassest, das geschicht leider! O wie gar verkehret ist, was du gantz gut bescheret; Ich will zwar das, was da gut, doch verderbler Muth und Blut,/ nur das schnoͤde Boͤse thut. e Vater! deine Liebe, so aut einem heissen Triebe mich ii Welt gebohren, schon zur Kind schafft auserkohren, und den Deineh zugezehlt. als ein Faß des Zornes gehen, doch getragen mit Gedult: So, daß dil nicht wollen straffen noch mich aut dem Wege raffen mitten in d Suͤnden⸗Schuld. den Armen thate, keine grobe L ster hatte, waꝛ es doch nur heuchel 4. Todes Werck, historisch Weset ist, was sich die Welt erlesen, ul vor ihren Christum haͤlt: Schatten das⸗Kuß und Heuchel⸗Weinen 4. Ob ich zwar im Bad der Tauffe bin aus Gott und neu gebohrn, daß, biß dij mich hast aufgewerket;f 330% Christo auserwehlt; und eh ich zu n 2. Hat mich zwar bisher geseheh Wach 3. Oaich dacht ich war ein Christ und davon zu reden wuͤste, brauchth Kirch, Altar dabey, sung uud Gute Bildniß, Schein und Meynen, Iuau der Glaube dieser Welt. 0 5. Hierinn hab ich auch gestecheruft b0 Vot — schun wachte; Oanuobie der Gerechte, t und schlecht. Fhuff, dafich d ichtnch eit Iligeselbgen Her 40 diese Delt ve Uhwach viel hehe tens Lust⸗Her Lödt desalten Iach mich dir un Hmich uux u Eh PhonliAsch u u neue Menschau Wriltoaufersehn. Wenn am Eitet Mischenkustundg oder llind gur IheileBlaubens⸗ AWliuhenSteren Rinhen Heyland seh Widdwan gute! Ihhandrer Wandel Oanb'sondteh, Unich daranerg HOtt mit Christi Ubenecht best Will der Set Meher in die Rosen Aane Iun sich ziehn: 05510 Mehe, Jaß 003„ Jlaß Solte wich Er hen Losen ö Geit nach So ö heten, wachen, Todund Hölle Manlauffmieder Wird mir Kraf hund wenng — .— Mh, sborleih au * Vom geistlichen Kampff und Sieg. 338 sich nun wachte recht/ und den Haden⸗Zug bedaͤchte/wie du, HEr⸗ e der Gerechte, mich wilt haben lept und schlecht. Hilff, daß ich dem Fleisch absa⸗ nicht nach eiteln Ehren frage, eh ge selbsten Hertz und Sinn; Laß 291 15 diese Welt verachten, Christi Ohmach viel hoͤher achten, als E⸗ glkens Lust⸗Gewinn. SDoͤdt des alten Adams Glieder, nuch mich dir zum Opffer wieder, ehmich nur zu Christo gehn: Aus ePhoͤnir⸗Asch und Modern muß eineue Mensch auflodern, und in QYWhisto aufferstehn. Wenn am Eiteln andre kleben nischeneustundFurcht noch schwe⸗ echoder blind gur Höllen gehn, will ichmeine Glaubens⸗Fluͤgel schwin⸗ gelzu dem Sternen⸗Hügel, und auf ae geiten Heyland sehn. 3Wird man gute Werck hoch ach⸗ ethandrer Wandel sehr betrachten, man b'sondre Ggben ehrt: werd uich daran ergoͤtzen„wenn mir tt mit Christi Schaͤtzen nur den Sauben recht beschehrt. Will der Satan seine Disteln dein sicher in die Rosen nisteln, und mich eihe zu sich ziehn: Zeigt er seines Ir deeches Schatze, stellt subtil und 0 ose Netze, laß ihn sich umsoust + Solte mich Egypten reuen, und semihn. mich 2 lag ihren Toͤpffen schreyen, Aaß I Geist nach Sodom sehn, laß U ic beten, wachen, kaͤmpffen, Suͤn⸗ Tod und Hoͤlle daͤmpffen, und eiAnlauff wiederstehn. unen, ich nur hab den Willen oh, so verleih auch das Vollbrin⸗ Sche geWeißheit, Krafft in allen Din⸗ / und zu tragen Christi Joch. Un Will die Eigenheit mich faͤllen, (.„ idst schlagen Trübsals Wellen auf 20 VAl schiwaches Schifflein zu, weiß — Wird mir Krafft und Muth ge⸗ oshen, und wenns soll zum Treffen 2 e L baß es JEsus führet/ und er ** selbst das Steu'r regieret, bringt es auch in Port der Ruh. 14. Wer kein Hehrling will verblei⸗ ben/ muß sich Christo einverleiben, und ein guter Rebe seyn; Sorgen⸗ Geitz und Wollust hassen, sich allein dem Heyland lassen, meiden allen Heuchel Schein. 15. Wer auf seinen Heyland trauet, der hat auff den Felß gebauet, und besitzt den Himel schon, ob er gleich muß zeitlich leiden,folgt doch Herr⸗ lichkeit und Freuden dort vor seines JEsu Chron. 16. HErr, du wollst mich felbst be⸗ reiten, wie in Zeit und Ewigkeiten du dein armes Kind begehrst, du kanst kraͤfftgen, staͤrcken, gruͤnden/ Mittel, Zeit und Wege finden, da du mir dein Heyl gewaͤhrst. 17. Ich will gerne halten stille mei⸗ ne Heilgung sey dein Wille, laß mein Hertze bruͤnstig seyn/dich mein Heyland zu unifangen, und dir ewig .—— sey dů mein, ich bleibe ein. 18. Wird mich Babel gleich ver⸗ nichten, will mich auch selbst Zion richten, trag ich solches mit Gedult, und will mich dabey vergnuͤgen, wenn ich nur kan sicher liegen unter meines Heylands Huld. 19. JEsu, was du angefangen, das erwart ich mit Verlangen, ach! ver⸗ siegl es doch einmal! Laß mich durch dein'n Geist guf Erden starck am in⸗ nern Menschen werden: Salb mich mit dem Freuden⸗Oehl. 20. Ich will nach der stille streben, und an deiner Liebe kleben, gieb ein festes Hertze nur, daß ich stets auf⸗ richtig handle, lauterlich in Liebe wandle, als durch goͤttliche Natur. 2, HERR, bekehr auch doch die Meinen/ schreib sie zu der Zahl der Deinen/zeige ihn'n dein Angesicht! ziehe sie von oben kraͤfftig, sey durch deinen Geist geschaͤfftig, bringe sie zum rechten Licht. 23, Ig/ laß auch bie andern Ü— en Vom geistlichen Kampff und Sieg. 54⁰ den bald herfuͤr geführet werden, und viel tausend Seelen seyn, die dich ihren Hirten nennen, und in rechter Wahrheit kennen, einst mit dir gehn Himmel ein. 23. Daß wir kuͤnfftig allesammet, wenn die Hochieit anbenahmet, und der Braͤutigam allda, helle Glau⸗ bens⸗Lampen bringen, und dem Lamm ein Lob⸗Lied singen, Halle⸗ luja! Glorig. (473) Eigene Melodie. Esu/ hilff siegen! du Fuͤrste des Lebens, sieh wie die Finsterniß dringet herein, wie sich ihr hoͤllisches Heer nicht vergebens maͤchtig auf⸗ fuͤhret mir schaͤß lich zu seyn. Satan/ der sinnet auf allerhand Raͤncke, wie er mich sichte, verstoͤhre und kraͤucke. 2. JIEsu, hilff siegen der du mich erkauffet, rette, wenn Fleisch und Blut/ Satan und Welt mich zu be⸗ ruͤcken gantz grimmig anlauffet/ oder auch schmeichelnd sichlistig verstellt. Wenn Babel wutet von aussen und innen/ laß mir, HErr/ niemahls die Huͤlffe zerrinnen. 3. Isu, hilff siegen ach wer muß nicht klagen 7 HErr, mein Gebre⸗ chen ist immer für mir! Hilffl wenn die Suͤnden der Jugend mich nagen/ die mein Gewiffen mir taͤglich haͤlt, fuͤr. Ach? laß mich schmecken dein kraͤfftig Verfühnen, und diß zu mei⸗ ner Demuͤthigung dienen. 4. JEsu, hilff siegen wenn in mir die Suͤnde, Eigen⸗Lieb, Hoffart und Mibgunst sich vegt. Wenn ich die Last der Begierden empfinde, und sich mein tieffes Verderben darlegt. GSo hilff, daß ich von dir selbst mag erröthen, und⸗ durch dein Leiden mein suͤnblich Fleisch toͤdten. 3. JEsu, hilff siegen! und lege ge⸗ fangen in mir die Lůste des Fleisches, An gieb/daß bey mir lebe des Geistes Verlangen aufwarts sich schwin⸗ gend durch heiligen Drieb. Laß miich eindringen ins goͤttliche Wesen, so wird mein Geist, Leih und Gdl aeurseu. ů 6. ICsu hilff siegen! damit auch mein Wille dir HErr, sey gaͤntzlich zu eigen geschenckt, und ich mich stets in dein Wollen verhuͤlle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenckt. unter die Deinen. 7. IEsu hilff siegen! in allerley Wehre zur Hand, wenn mir die hoͤllischen Feinde nachstellen, dich So hilff mir Schwachen mit All⸗ macht und Staͤrcke, daß ich/o Lieb⸗ sier! dein Daseyn vermercke. 8. IEsu hilff siegen: wer mag sonst bestehen wider den listig verschmi⸗ eten Feind! wer mag doch dessen ersuchung entgehen/ der wie e Engel des Lichtes erscheint? Ac HErr, wo du weichst, so muß ich ja List sucht zu verwirren. nicht sincken, wenn sich die Kraͤffte der Luͤgen aufblehn, und mit dem Scheine der Wahrheit sich schmin⸗ cken, laß doch viel heller denn deine Krafft sehn! steh mir zur Rechten/ O Koͤnig und Meister! lehre mich kaͤmpffen und pruͤffen die Geister. 10. Esu hilff siegen im Wachen und Beten! Huͤter, du schlaͤffst ja und schlummerst nicht ein laß dein Sebet mich unendlich vertreten, der du versprochen mein Fuͤrsprach zu seyn. Wenn mich die Nacht mit Er⸗ JEsu/ ermutitern und wecken. verschwindet, und ich mein Nichts Vermoͤgen zu beten sich sindet! wenn ich muß seyn ein verschůchter⸗ Grunde der Seelen, dich mit dent innersten Seufftzer vermaͤhlen. 12. JEsu hilff siegen, und laß mirs gelingen⸗daß sch das Zeichen des Sie⸗ Laß mich mir sterben und alle den Meinen, dab ich mich rehlen kan mir zu rauben, du edelstes Pfand; irren, wenn mich der Schlangen Unistzumé 9. IEsu hilff siegen! und laß mich muͤdung will derken, wollst du mich, n. JEsi, hilff stegen l wenn aes und Verderben nur seh. Wenn kein Faͤllen: Gieb mir die Waffen und —.— Shcers erl Fobünd Da Phland u Isd dein N h, tyodu, Ithiesen. . suh schallen, un vollbre stendlichg ahg hat ge Omwmach Ihmüucke d I Gieges 4. JEI Ns schiche Is Lamme Aion mit g Ius hen l hn: Doch Ards auch siedith.I V. Jes h HMmdig und Isch konne tes Reh. Ach HErr, so wolist du iw an .% 4¹ Von geistlichen Anfechtungen. 4⁴ den! damit au Err, H. skt, und ich mich len verhüle, wo Ruhe hinlenckt. AWen und alle den nich tehlen kan degen! in allerley die Waffen und d/ penn mir die nachstelen, dich W edelstes Pfand; dwachen mit All⸗ Ee, daß icho Lieh⸗· uvermercke. Hen: wer mag sont en lifig verschmi⸗ r mag doch desse ehen, der wie ei erscheint 7 Ach. Hst, so muß ich in ch der Schlangen rten. gen! und laß nich in ssch die Krafft hn, und mit dem hrheit sichschmin⸗ elheler denn deint wit zur Rechte, deiser! lehre mich ssen die Geisler sigen im Wachen e/ du schlaͤfft i iicht ein! laß dein hlach vertteten. der nich koͤnne recht nennen dein'n Er⸗ 11 Vund Tod zu dir dringen. Siegers erlang! so will ich ewig dir vob und Danck singen, JEsu, mein Heyland mit frohem Gesang. Wie hird dein Nahme da werden geprie⸗ sin, wo du, O Heldl dich so maͤchtig Awiesen. 3. JEsu hilff siegen! laß bald doch uschallen, daß Zion ruffet: Es ist. b nun vollbracht Babel, die Stoltze, istendlich gefallen! die da bißhero so lung hat gekracht: Ach! HERR, ümm, mache ein Ende des Krieges, schmuͤcke dein Zion mit Palmen dis Sieges. 9 14. IEsu hilff siegen! damit wir uns schicken wüͤrdig zur Hochzeit dis Lammes zu gehn, kleide dein Zon mit guldenen Stuͤcken, laß uns den Untergang Babel einst schn: Doch wohlan! kracht es, so mirds auch wohl liegen: Auf Zion ruste dich, JEsus wird siegen. j. JEsu hilff siegen! wanns nun se lommt zum Sterben, mach du mich wuͤrdig und stetig bereit, daß ich hen dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. IEsu, mein JEsu, dir bleib ich ergeben, hilff du mir siegen, mein Heyl, Trost und Leben. 15. IEsu, hilff siegen! wann ich sch nun soll scheiden, von dieser Jam⸗ mer⸗und Leid⸗vollen Welt, wenn du nich ruffest, gieb, daß ich mir Freu⸗ den zu dir mog fahren ins him̃lische Zelt, laß mich ach JEsul recht rit⸗ terlich ringen, und durch das Leben XXXIV. Von geisti. Anfechtungen. LH. Mel. Freu dich sehr, ꝛc. Sch klagt mit Angst und Vchmertzen, Zion GOttes wer⸗ Vthe Stadt: Die er traͤgt in sei⸗ um Hertzen, die er ihm erwehlet Vtach! spricht sie, wie hat mein Oott, mich verlassen in der Noth, und laͤßt mich so harte pressen: Mei⸗ ur hat er gantz vergessen. 2. Der GOtt, der mir hat verspro⸗ cheu seinen Beystand iederzeit, der laͤl sich vergeblich suchen letzt in meiner Traurigkeit. Ach! will er dann fuͤr und fuͤr grausam zuͤrnen uber mir! kan und will er sich der Armen ietzt nicht, wie vorhin er⸗ armen.** 3. Zion,.O du Vielgeliebte, syrach zu mir des HErren Mund.Ywar dit bist ietzt die Betruͤbte, Seel und Geist ist dir verwundt: Doch stell al⸗ les Trauren ein: Wo mag eine Mut⸗ ter seyn, die ihr eigen Kind kan has⸗ sen, und aus ihrer Sorge lassen. 4. Ja, wenn du gleich moͤchtest finden einen solchen Mutter⸗Siun, da die Liebe kan verschwinden: So bleib ich doch, wer ich bin. Meine Treu bleibt gegen dir, Zion, O du meine Zier! du hast mir mein m— besessen, deiner kan ich nicht verges⸗ n. 5. Laß dich nicht den Satan blen⸗ den, der sonst nichts als schaͤnden kan: Siehe, hier in meinen Haͤnden hab ich dich geschrieben an, wie mag es denn anders seyn? Ich muß ja gedencken dein! deine Mauren will ich bauen, und dich fort und fort an⸗ auen 6. Du bist mir stets vor den Augen/ du liegst mir in meinem Schooß, wie die Kindlein, die noch saugen; Meine Treu zu dir ist groß: Mich und dich soll keine Zeit, keine Noth/ Gefahr noch Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden, bleib getreu in allem Leiden. (477½0 Gespraͤch der angefochtenen Braut mit ihrem himmlischen See⸗ len⸗Braͤutigam. Braut. Hel du denn JEsu, dein Ange⸗ sicht gaͤntzlich verborgen, daß ich die Stunden der Naͤchte muß warten biß morgen 7 Wie hast du doch, Suͤssester mogen annoch brin⸗ gen die traurigen Sorgen⸗ Braͤu⸗ Von geistlichen Anfechtungen⸗ 544 5⁴³ Braͤutigam. 2. Mustu denn, Liebste, dich also von Hertzen betruͤben, daß ich ein wenig zu lange bin aussen gebliel en weist du deñ nicht, wie ich mich habe werpflichtjLiet aut ewig zu liebẽ. aut. 3. Meine betruͤbete Geister die wei⸗ nen von Hertzen: Weil nun die Flammen und Huncken der brennen⸗ den Kertzen, in Liebes⸗Gluth, lei⸗ der! dein Zoͤrnen austhut, soll ich nun dieses verschmertzen. raͤutigam. 4. Ach! du bekuͤmmerte Seele sey froͤlich von Hertzen: Stille die trau⸗ rigen Sorgen und qvaͤlende Schmeꝛ⸗ en; Keine Suͤndfluth stillet die eurige Gluth meiner Lieb⸗brennen⸗ den Kertzen. Braut. 5. Wilt du mich lassen in Noͤthen, O JEsu! verderben? Ey nun, so lasse mich, Liebstes, doch seeliglich sterben, auf daß ich kan dorten die himmlische Bahn endlich aus Gna⸗ den ererben. Braͤutigam. 6. Richte dich, Liebste, nach mei⸗ nem Gefallen, und glaͤube, daß ich dein Seelen⸗Freund immer und e⸗ wig verbleibe, der dich ergoͤtzt, und in den Himmel versetzt aus dem ge⸗ marterten 1. raut. 7. Muß ich in diesem betruͤbten und zeitlichen Leben, gleich in des Todes gefaͤhrlichen Schrancken offt schweben, so wird mir dort IE⸗ sus am seeligen Ort, himmlische reyheit doch geben. BINr Braͤutigam.. 8. Draue nur sicher, und bleibe be⸗ staͤndig im Glauben, ob gleich Tod, Ceuffel und Hoͤlle sich bruͤsten und schnauben, sollen sie doch nicht in ihr hoͤllisches Joch dich aus den Haͤnden mir Biant. irdischen Freuden, hiermit so will ich vom zeitlichen Leben abscheiden, e⸗ wige Lust wird mir bald werden be⸗ wust, wenn mich der Himmel wird weiden. Braͤutigam. 10. Hertzlich verlangende Seele nach himmlischen Freuden: Ey! nun so schicke dich seelig von hinnen zu scheiden, troͤste dich mein, daß ich dein Hirte will seyn, und dich erqvi⸗ cken und weiden. ö Braut. II. Ade, O Erde, du schoͤnes, doch schnoͤdes Gebaͤudel Ade, O Wollust, du suͤsse, doch zeitliche Freude! Ade O Weltl! mir es nicht laͤnger gefaͤlt, darum zu IEsu ich scheide. Braͤutigam. 12. Ey nun: Willkommen, mein be die Schaͤtze des Himmels und e⸗ wiges Leben, da du mit mir, vor das Welt⸗Leiden, allhier ewig in Freu⸗ den solt schweben. (476.) P. G. Mel. Christus der uns seelig macht. Soepoene dich auf zu deinem GOD du betruͤbte Seele! Warum liegst du, Gore zum Spott, in der Schwermuths⸗Hoͤh⸗ le: Merckst du nicht des Satans List: Er will durch sein Kaͤmpffen deinen Trost, den JEsus Christ dir erworben, daͤmpffen. 3. Schuͤttle deinen Kopff, und sprich: Fleuch du alte Schlange! was erneurst du deinen Stich, machst mir Augst und hange? Ist dit doch der Kopff zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heylands dir entzuͤckt, in den Saal der Freuden. 3. Wirffst du mir mein Suͤnd gen fuͤr: Wo hat G O LL befohlen, daß mein Urtheil uͤber mir ich beh dir soll hohlen? Wer hat dir die Macht geschenckt, andre zu verdam⸗ men/ der du selbst doch liegst ver⸗ senckt in der Hoͤllen Flammen. Braut. 9. Hiermit so will ich geseeg nen die 4· Hab Erbtheil vom Vater gegeben, erer⸗ icbmas nicht recht gethan 4 5 Iinsleid von anehmiche Ehllutzen: De Dh memner Mi diß sür GOtt. hl gerathen, . Stürmse Tet Wiögntihrm chdoch i wei At inrer Gnad Isseinen Sohn Uhe, daß der Mumich micht chreye,tol Odtt nicht gemt Huschereh undi Würe Gott m. hurdeer sane Oab Borden stand wo 7. Donn was Alt? Was im ti stGutes in derd Atke? Weme hllkicht? VDon Auh Wasser, dien eizem Leben VIch hin Gott er ist, der un 0s llebe Creut Ittern Leide 7 Inmtes doch 0 helphrichrund b Hch,wannes 6⁰ .Kinder,died⸗ Ihallem Gute,d wohlohneducht behn nun G0. ulich fichen Mmaner Sünd au Ithen ꝛ . Ez is hetz Rither Christen; allich wohl gen zaig klagen; E. hiemit so wil sh abscheiden, ⸗ baldwerden be⸗ der Himmel wird ⁴⁵ Von geistlichen Anfechtungen. 4⁵ Ist mirs leid von Hertzen: Dahin⸗ gegen nehm ich an Christi Blut und Schmertzen: Denn das ist die Ran⸗ tzion meiner Missethaten: Bring ich diß fuͤr GOttes Thron, ist mir uigam. langende Stetle Freuden: Ey! seelig von hinnen dich mein, daß ich u/ und dich ergvi⸗ aut. „duschoͤnes, doch Ade, O Wollust, liche Freude! Ade⸗ cht laͤnger gefaͤlt scheide. igam. Hommen, mein ser gegeben, erer⸗ Himmels und e⸗ wit mir/ vor das Hier ewig in Freu⸗ .6. runs seelig macht. 5 auf zu deinem Tbetruͤbte Seele! u, 60 zum chwermuths⸗Hoͤh⸗ nicht des Sataus h sein Kaͤmpffer Eus Christdi . iunn Koyff) uud alte Schlange! u deinen Sach, und bunge Itdir nickt undichbin nts Heglands dit alt Frelben. Ir mein El befohleh 15 mir ich beh r hat dir 391 zu verdan“ doch liehf v i Flammen. nt ich huhon 1 wohl gerathen. . Stuͤrme Teufel und du Tod! Was koͤnnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in mein er Noth, GOtt mit seiner Gnaden, der GOtt der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewig Spott und Hohn mich nicht dort betruͤbe. 6. Schreye, tolle Welt, es sey mir Gott nicht gewogen! es ist lauter Teuscherey und im Grund erlogen. Waͤre GOtt mir gram und feind, wuͤrd er seine Gaben, die mein eigen worden seynd/ wohl behalten haben. 7. Daun was ist im Himmels⸗ Zelt? Was im tieffen Meere! Was ist Gutes in der Welt? das mir nicht gut waͤre? Weme brennt das Ster⸗ nen⸗Licht ꝰ Wozu ist gegeben Lufft und Wasser, dient es nicht mir und meinem Leben ꝛ S. Ich bin GOttes, GOtt ist mein: Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Creutz herein mit dem bittern Leide? Laß es dringen, koͤmmt es doch von geliebten Haͤn⸗ den, bricht und kriegt geschwind ein Loch, wann es GOtt will wenden. 9. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten/die gerathen selten wohl ohne Zucht und Ruthen? Bin ich denn nun GOttes Kind, warum will ich fliehen? wann er mich von meiner Suͤnd auf was Guts will ziehen 10. Es ist hertzlich gut gemeynt, mit der Christen Plagen: Wer hier zeitlich wohl geweint, darff nicht ewig klagen; Sondern hat voll⸗ kommne Lust dort in CHristi Gar⸗ ten, als aus seinem Wort bewust, endlich zu gewarten. II. GOttes Kinder saͤen zwar trau⸗ tig und mit Thraͤnen: Aber endlich hringt das Jahr, worngch sie sich sehnen, denn es koͤmmt die Erndte⸗ Zeit, da sie Garben machen, da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 12. Ey! so faß O Christen⸗Hertz, alle deine Schmertzen, wirff sie froͤ⸗ lich hinterwaͤrts, laß des Trostes Kertzen dich entzuͤnden mehr und mehr, gieb dem grossen Nahmen, deines GOttes Preiß und Ehr! Er wird helffen, Amen. (477.) P. G. Warum solt ich mich denn graͤ⸗ men? hab ich doch Chrislum noch, wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon GOttes Sohn beyge⸗ legt im Glauben. 2. Nackend lag ich auf dem Bo⸗ den,da ich kam, da ich nahm meinen ersten Oden: nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, GOtt allein ist es,ders gegeben: will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch froͤlich ehren. 4. Schickt er mir ein Creutz zu tragen, dringt herein Angst und Pein/solt ich drum verzagen, der es schickt, der wird es wenden, er weiß wohl, wie er soll all mein Ungluͤck enden. GOtt hat mich bey guten Tagen offt ergoͤtzt, sollt ich ietzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist GOrt, und strafft mit Massen, sein Ge⸗ richt kan mich nicht gantz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten, koͤnnen mir nicht mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten laß sie lachen, Gott, mein Heyl, wird in Eyl sie zu schanden machen. . Unverzagt und ohne Grauen, soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen: Wolt ihn auch der Tod auf⸗ reiben, soll der Muth dennoch gut, unid fein stille bleiben. S 8. Kan Von geistlichen Anfechtungen. V 8. Kan uns doch kein Tod nicht toͤdten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Noͤthen: Schleußt das Thor des bittern Leiden, und macht Bahn, daß man kan gehn zur Himmels⸗Freuden. 9. Allda will in suͤssen Schaͤtzen ich wenn auf Erd ein Verirrter wieder mein Hertz, auf den Schmertz, ewig⸗ kehrt, will nicht, daß aus seinn lich ergoͤtzen. Hier ist kein recht Gut zu finden. Was die Welt in sich haͤlt, muß im Huy verschwinden. 10. Was sind diese Lebens⸗Guͤter? Line Hand voller Sand, Kummer sich da der Kummer haͤufft, wie der Gemuͤther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Chri— stus wird mich ohn Ende laben. II. HErr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kan uns scheiden: Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht, O mein Licht! aus dem Hertzen lasse: Laß mich, laß mich hin gelangen, da du mich, und ich dich lieblich werd umfangen. (478.) P. G. Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. Wos mein Hertz mit den Ge⸗ dancken, als ob du verstossen waͤrst, bleib in GOttes Wort und Schrancken, da du anders reden hoͤrst. Vist du boͤß und ungerecht? Ey so ist GOtt fromm und schlecht: Hast du Zorn und Tod verdienet? sein Schmertze, unser Sterbei kraͤnckt sein Hertze 4. So wahrhafftig als ich lebe, wil ich keines Menschen Tod, sondens daß er sich ergebe an mich, aus den Sünden⸗Koth. Gottes Freud is Heerde das geringst entzogen werde 5. Kein Hirt kan so fleißig gehnn nach dem Schaaf,das sich verlaͤufft Soltst du GOttes Hertze sehen, mi. duͤrstet, jaͤcht und brennt nach den der sich abgetrennt von ihm und auch von den Seinen, wuͤrdest di vor Liebe weinen. 6. GOtt, der liebt nicht nur die tand hnz die in seinem Hauße eynd, sondern auch, die ihm genon⸗ men durch den grimmen Seelen⸗ Feind/ der dort in der Hoͤllen sitzh⸗ und der Menschen Hertz erhitzt, n⸗ der den, der, wenn sich reget sein Fuß, alle Welt beweget. 7. Dennoch bleibt in Liebes⸗Flash⸗ men sein Verlangen allzeit groß rufft und locket uns zusammen i den weiten Himmels⸗Schooß; Wen sich nur da stellet ein, suchet si und loß zu seyn aus des Satan Reich und Rachen, der macht GO und Engel lachen. ö ö * Wich viel ermu Moͤthen ist! Oses Heerymler Ehr/(gegen HH als was wir u . Waren taul H/ von dem Y Ii du hattest all Hlin sind, verrt Ich lunge nichtse Kicht seiner G Iim dadurch kont⸗ . Mein GOtt Merten solcher 5 mich alhert a el deine Sußigk. W treib michan, It ich kan, wieder We und ja nun nie (97 Mll. Jsu me Esi,meine Liebe trübe hier in! hackt mein Gemü e Guͤte, die mick r offt gar unver in den Klage gstund Zagen. Nun ich mi Hun ich werd in. Angften seyn. 5 , wo ich werde dackendemn, ichw Uid füͤr danckbar Hen, dencken di Ichbath dichn „Angslund S 1 Gescht hub l Uihte meine Knn. Kicht ich gieng Hwar hekumn O aurch die Na Ic/ als ich n 1 nahe sprach ln vicht me Tin Hal getrete A Richsnck II halt mey ecr 1668 0 Ihnn uchin 940 Von geistlichen Anfechtungen. 550 duldich viel ermuͤden, da es nicht barnöthen ist 2 Deiner Suͤnden Wiald guüsses Heer, wie es scheinet, ist nicht hr, gegen GOttes Hertz zu sa⸗ eHals was wir mit Fingern trage. I. Waͤren tausend Welt zu fin⸗ dehn, von dem Höͤchsten zugericht, ud du haͤttest alle Suͤnden, so dar⸗ inen sind, verricht; waͤr es doch nuth lange nicht so biel, daß das hel⸗ lelicht seiner Gnaden hier auf Er⸗ osh dadurch koͤnt erloͤschet werden. 1. Mein GOtt, oͤffne mir die Mhrten solcher Wohlgewogenheit: Emich allzeit aller Orten schme⸗ cken deine Suͤßigkeit: Liebe mich, umd treib mich an, daß ich dich, so gutich kau, wiederum umfang und ice, und ja nun nicht mehr betruͤbe. (479.) J. A. Mel. JIEsu meine Freude. Vsu,meine Liebe, die ich offt be⸗ truͤbe hier in dieser Welt, dir dauckt mein Gemuͤthe, wegen dei⸗ het Guͤte, die mich noch erhaͤlt/ die mit offt gar unverhofft, hat geholf⸗ sen in den Klagen„ Noth, Leid, Algst und Zagen. Nun ich will dranu dencken, veun ich werd in Kraͤncken und in Aeng sten seyn. Wo ich werde ste⸗ Ns S mir doch zu vauben Satan war be⸗ muͤht, der die armen Seelen in des Leibes Höͤlen vielmahls nach sich zieht. Ich sprach doch: Ich glaͤube noch: Glaͤubt ich nicht, nicht wollt ich beten, noch vor dich hintreten. 6. HErr,/ wer zu dir schreyet, seine Suͤnd ausspeyet, rufft dich hertzlich an, aus getreuen Hertzen, dessen grosse Schmertzen wirst du„ HErr, alsdanu, wenn er fest glaͤubt/ dich nicht laͤstals die deine selbst empfin⸗ den, tilgen seine Suͤnden. Drum/ O meine Liebe/ die ich offt betruͤbe hier in dieser Welt, dir hauckt mein Gemuͤthe, wegen dei⸗ ner Guͤte, die mich noch erhaͤlt, die mir offt gar unverhofft hat geholf⸗ fen in den Klagen„Noth, Leid, Angst und Zagen. (480.) P. G. Mel. Durch Adams Fall ist ꝛc. BG6d Vater, hoͤchster GOtt, gedenck an deine Wor⸗ te: Du sprichst: Ruff mich an in der Noth/und klopff an meine Pfor⸗ te, so will ich dir Errettung hier nach deinem Wunsch erweisen, daß du mit Mund und Hertzen⸗Grund in Freuden mich solt preisen. 2. Befiehl dem HErren fruͤh und heh, wo ich werde gehen, will ich hehcken dein, ich will dir, HErr, fuͤr Ind fuͤr danckbar seyn in meinem Hetzen, dencken dieser Schmertzen. 3Ich bath dich mit Thraͤnen, mit Leid, Angst und Sehnenmein Aug un Gesicht hub ich auf und schrye, ueihte meine Knye/ stund auch auf⸗ gticht, ich gieng hin und her, mein Siun war bekümmert und voll Sor⸗ hin durch die Nacht am Morgen. Ich, als ich nicht sahe, daß du uso nahe, sprach zu dir im Sinn: Ith kan nicht mehr beten, komm Re: Eucht k. spat,all deine Weg und Sachen: Er weiß zu geben Rath und That, kan alles richtig machen, wirff guff ihn hin, was dir im Sinn liegt, und dein Hertz betruͤbet, er ist dein Hirt, der wissen wird zu schuͤtzen, was er liebet. 3. Der fromme Vater wird sein Kind in seine Arme fassen, und die gerecht und glaͤubig sind, nicht stets in Unruh lassen; drum lieben Leur, hofft allezeit auf den, der voͤllig la⸗ bet; dem schůttet aus, was ihr im: Hauß, und auf dem Hertzen habet. hin Heyl getreten, sonst sinck ich Vhin,/ ja ich sinck: Ey, sprach dein Huick, halt, meynst du, daß ich ich e lebe, noch fort um dir leu, ten Ich war noch im Glauben, de 4. Ach suͤsser Hort, wie koͤstlich klingt/was du ver sprichst den From⸗ men: Ich will, wann Trübsal eiuher dringt/ ihm selbst zu Hulffe komen; Er liebet mich, drum will auch ich 2 ihn 57⁷ Von geistlichen Anfechtungen. ihn lieben und beschutzen! er soll bey mir im Schooße hier frey aller Sor⸗ gen sitzen. 5. Der HErr ist allen denen nah, die sich zu ihme finden, wenn sie ihn raffen, steht er da, hilfft froͤlich über⸗ winden all Angst und Weh/ hebt in die Hoͤh, die schon darnieder liegen; Er macht und schafft, daß sie viel Krafft und grosse Staͤrcke kriegen. 6. Juͤrwahr, wer meinen Nahmen ehrt, spricht Christus, und fest glaͤu⸗ bet, deß Bitte wird von Gott er⸗ hoͤrt, sein Hertzens⸗Wunsch beklei⸗ bet. So tret heran ein jederman: Wer bittet, wird empfangen, und wer da sucht, der wird die Frucht mit grossem Nutz erlangen. 7. Hoͤrt, was dort jener Richter sagt: Ich muß die Wittwe hoͤren: dieweil sie mich so treibt und plagt; Solt denn Gott sich nicht kehren zu seiner Schaar, die hier und dar hey Nacht und Tage schreyen? Ich sag und halt er wird sie bald aus al⸗ ler Angst befreyen.. 8. Wann der Gerecht in Noͤthen weint, will GOtt ihn froͤlich ma⸗ chen, und die zerbrochnes Hertzens seynd, die sollen wieder lachen. Wer fromm will seyn, muß in der Pein, und Igammer⸗Strasse wallen: Doch steht ihm bey des Hoͤchsten Treu, und hilfft ihm aus dem allen. 9. Ich hab dich einen Augenblick, O liebes Kind/ verlassen: Sieh aber sieh, mit grossem Gluͤck und Trost ohn alle Massen, will ich dir schon dieFreuden⸗Cron aufsetzen und ver⸗ ehren, dein kurtzes Leid soll sich in Freud und ewigs Heyl verkehren. 10. Ach lieber GOtt, ach Vater⸗ Hertz, mein Trost von so viel Jah⸗ ren, wie laͤst du mich so manchen Schmertz und grosse Noth erfah⸗ ren! Mein Fund schmacht, mein Auge wacht, und weint sich kranck und truͤbe, mein Angesicht ver⸗ liehrt sein Licht, vom Seufftzen, 7 II. Ach HErr, wie lange wilt dh mein so gantz und gar vergessen Wie lange soll ich traurig seyn/ un mein Leid in mich fressen? Wie lanh ergrimmt dein Hertz, und nimmst dein Antlitz meiner Seelen? Wih lange soll ich Sorgen⸗voll mei Hertz im Leibe qvälen. 12. Wilt du verstossen ewiglich, un kein Guts mehr erzeigen? soll deis Wort und Verheissung sich nun gautz zu Grunde neigen? Zuͤrnst di so sehr, daß du nicht mehr dein Heyl zu mir magst senden? Doch, HErh, ich will dir halten still, dein Hanh kan alles wenden. I3. Nach dir, O HErr, verlanget mich im Jammer dieser Erden, mei GOtt/ich harr und hoff auf dich, las nicht zu schanden wetden HErr/ dei nen Freund, daß nicht mein Feind sich freu und jubilire, gieb mir viel mehr, daß ich mit Ehr erhoben tin umphire. 14. Ach HErr, du bist und bleihs auch wohl getreu in deinem Sinng, darum, wann ich jn kaͤmpffen sollso gieb, daß ich gewinne! leg auf die Last, die du mir hast beschlossen auf⸗ zulegen: Leg auf, doch auch nicht⸗ daß das Maaß sey über mein Ves⸗ moͤgen. ö 15. Du bist ja ungebundner Krafft, ein 5, 5. alles stuͤrtzet: Du haß ein Hand, die alls verschafft, die if noch unverkuͤrtzet. HErr Zebaoth⸗ wirst du, mein GOtt, genennt z deinen Ehren, bist groß von Rath⸗ wehren. 16. Du bist der Eroster Israel, und Retter aus Truͤbsalen: Wie koͤmnt denn, daß du meine Seel ietzt sim cken laͤst und fallen; Du stells, und hast dich als ein Gast, der fremd is in dem Lande, und wie ein Helb. dems Hertz entfaͤll, mut Schimpf und grosser Schande. das sch uͤbe. du nicht, des ist mein Hertz begdi 7 33² und deiner Thar kan keine Staͤrck A 2). Nein, Herr, ein solcher hiß u 5 M dusfehestfes Wcguns angeht . Hen, dee Achdir heise, l Weit uns abs de . Nun Hen, Ahl derieht enich der ich se un Tsst an deine df mso willich Tsser beingen, Vtt dirfort und; Alblich singen. 4½0)DHM. Mel Celig istdie e Hole, dich 3 Htst sie mmamen, Airmtet, wenn si AMhrkicht, Hel: Wherßenssse Derd Asb Frelbe. En Hert, das nbetrubet, u Unter tausen Wher schlaffen, de h: Wenn der r Mhnt, noch so gr Muret, mitd es doe Schiestder Teu Ilrinder Ehle an ins ich in den Auh Uihen Gruften lub: Wenn mich⸗ Ach voler Ceuf h willich foͤich 1½ 3 Von geistlichen Anfechtungen. 7⁵4 — du stehest fest, der du ein Licht Hebey uns angezündet, ja hie haͤltst HErr, deine Ruh, bey uns die h dir heissen, u. bist bereit zu rech⸗ Zeit uns aus der Noth zu reissen. . Nun HErr, nach aller dieser Hl der ietzt erzehlten Worte, hilff der ich so manches mahl ge⸗ klpflt an deine Pforte. Hilff, Helf⸗ mir/ so will ich hier dir Freuden⸗ Offer bringen, auch nachmahls di dir fort und fort im Himmel fil ich singen. (42.) D. H.M. Mel. IEsu meine ꝛc. GSselig ist die Seele/ die in ihrer Hoͤle, dich, O IEsu liebt! Du ist sie umarmen, und mit Trost ehaͤrmen, wenn sle ist betruͤbt. Du ihr Licht, Heyl und Zier, ihres Hlrzens füsse Weyde,Leben, Schatz d Freude.. Ein Hertz, das dich liebet, ist 0 15 unbetruͤbet, und von Sorgen st: Unter tausend Waffen kan es sicer schlaffen, denn du stehst ihm bgh Wenn der Feind, ders bose unt, noch so grausam tobt und uet, wird es doch behuͤtet. Schiest der Teuffel Pfeile in ge⸗ schrinder Eyle auf das Hertze zu, iß ich in den Kluͤfften, und Blut⸗ lolyen Gruͤfften deiner Wunden : Wenn mich gleich ein gantzes Nch voller Teuffel wird umrin⸗ ggth, will ich sroͤlich singen. Kommen seine Schuppen, mit uehrten Trouppen, bieten wie⸗ Sturm, sprechen mit Belachen: —7 Vis will dieser machen, dieser ar⸗ en Wurm;? wir st du doch, das weiß — noch, mich für aller Feinde Stuͤr⸗ EELU n/ JEsu, wohl beschirmen. Tobt, ihr Satans⸗Rotten, er uh euer spotten, der im Himmel sh Er wird euer Dichten gantz gar vernichten, wenn ihr noch sishwitzt. Seyd ihr gleich so groß Mreichals der grosse Alexander, silttzt ers mit einander. Last mir alles nehmen, ich will mich nicht graͤmen um das schnode Geld:Reichthum kan wohl druͤcken, aber nicht erguicken, und bleibt in der Welt. Hab ich GOtt, so hats nicht Noth; ÜUber hundert tausend Schaͤtzen, muß mich GOtt ergoͤtzen. 7. Wuͤrd ich mich drob krancken, was wuͤrd der gedencken, der den Himmel baut; Ist er doch mein Va⸗ ter, mein Freund und Berat her, dem ich mich vertraut. Bleibt mir GoOtt lmein Stuͤcklein Brodt wird mir hier auf dieser Erden auch wohl muͤssen werden. 8. Muß ich allor Ehren bloß seyn⸗ und vermehren meiner Feinde Ruhm: laß sie immer prangen: Ich hab kein Verlangen nach der Wie⸗ sen⸗Blum. Menschen ⸗Ehr, was ist sie mehr, als ein Aengsten⸗volles Leben? GOtt kan mich erheben. 9. Muß ich seyn betruͤbet: So mich JEsus liebet,ist mir aller Schmertz uber Honig suͤsse, tausend Zucker⸗ Kuͤsse druͤcket er ans Hertz wenn die Pein sich stellet ein: Seine Liebe macht zu Freuden auch das bittre Leiden. (48½) Mel⸗ Hast du denn JEsu ꝛc. Sol ich denn JEsu, mein Leben in Trauren beschliessen? Soll ich denn stündlich mit Thraͤnen die Wangen begiessen? Wilt du mich nicht, JEsu/ mein Leben und Licht⸗ lassen auch Freude geniessen? 2. Ich will, was zeitlich ist, gerne und willig verlassen, wandeln mit JEsu, dem Heyland,/die himmlische trassen, ewige Ruh/ fuͤhlet meur Hertze ja nu, weil ich dich, JEsu, ehn tasen e 3. Ist doch diß zeitliche fluͤchtig und nichtige Leben immer mit Krieg und Streit haͤuffig und stuͤndlich umgeben: Hier ist kein Ruh, JEsu, dir fliehe ich zu, schenck mir das freudige Leben. 4. Schaue, wie Thraͤnen und Seufftzen mein Hertze abnagen, wie ich muß dulden und leiden viel S 3 Schmer⸗ ———.——— Von geistlichen Anfechtungen. 550 Schmertzen und Plagen, daß ich vor Not h/offters mir wuͤnsche den Tod/ der mich zum Himmel wird tragen. 5. Ade, du falsche Welt! Ade, du zeitliches Leben! Nunmehro werd ich bey JIEsu dort ewiglich schwe⸗ ben. Freue dich nu, meine Seel, weil du hast Ruh, darzu das ewige Leben. (483.) J. G O. Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. Geht ihr traurigen Gedancken, die ihr mir mein Hertz be⸗ schwert! Flieht aus meiner Sinnen Schrancken, daß ihr nimmer wieder⸗ kehrt! weg mit der Melancholey! Ich will leben froh und frey, JEsus wird nach seinem Willen mein be⸗ truͤbtes Hertze stillen. 2. Was soll ich mich selber kraͤn⸗ cken, da mich doch mein JEsus liebt! Ich will stets daran gedencken; Sa⸗ tan du magst seyn betruͤbt: Du bist nicht wie ich erkaufft, du bist nicht, wie ich getaufft, dir ist Chꝛistus nicht gestorben, dir ist nichts, wie mir er⸗ worben. 3. Wenn ich sonst gleich alle Schaͤ⸗ tze, alles Gold und Geld der Welt gegen diese Ehre setze, gegen dieses Loͤsegeld, waͤr mir alle Ehr und Lust, in der gantzen Welt bemust, ey! sie wuͤrde mich nicht lahtn, wenn ich JEsum nicht solt habe m. 4. Nun wohlan! er ist mir geben, daß ich mich sein freuen kan: Leiden, Tod, Verdienst und Leben, alles, was er hat gethan, er, und was er hat/ist mein, und ich bin auch wieder sein, Teuffel, Hoͤlle, Tod und Suͤn⸗ den kan ich durch ihn uͤberwinden. 5. Es ist wahr, ich bin ein Suͤnder, aber meines JEsu Blut treibt der Suͤnden Zahl dahinter, und macht mich gerecht und gut, das gerechte GOttes⸗Lamm muste mich ans Creutzes⸗Stamm, durch sein heili⸗ ges Verdtenen, bey dem hoͤchsten GOtt versuͤhnen. 6. Es ist wahr ich muß auch ster⸗ ben/und durch Todes⸗Thaͤl er gehn Aber ich soll nicht verderben, ich soll wieder aufferstehn; JEsus hat dez Todes Macht durch sein Sterbei umgebracht, daß er mir ein Durch gang worden zu der Himmels⸗Buͤß ger Orden. 7. Es ist wahr,der Satan schrecken und ist uͤber mich bemuͤht, daß g Angst und Furcht erwecket, die i mir zusammen zieht: Aber ich ge denck daran, JEsus ist der starch Mann, der den Teufel hat geschla gen, und die Hoͤlle schau getragen. 8. JIEsus hat durchaus gestuͤrmet die verdammte Finsterniß, er he⸗ schuͤtzt noch und beschirmet sein Glaͤubige gewiß: Fuͤrchte dich nin nicht mein Sinn, schlage die G dancken hin, JEsus wird mich wohl eꝛhalten/ laß ihn nuꝛ gedultig walte⸗ 9. IEsu meiner Seelen Freude, gieb mir deinen Freuden⸗Geist, des mein muͤdes Hertze weide, wie dei heilsam Wort verheist! Ach! mei Hort benimm mir doch dieses schu⸗ re Trauer⸗Joch: Laß mich seyni dir zufrieden, und zu keiner Zeit ge schieden. 490 10. Gieb, daß ich in dir er freuen ein geruhig Hertze hab, welcheß durch dich gantz verneuet, sich as dir ergoͤtz und lab: Sey du meinet Seelen Hort, und laß durch dein heilig Wort deinen Geist mich wohl erqvicken u. darinnen dich erblicken II. Laß mich Ungedult vermeiden die zuweilen sich erregt, laß mich dij zu Ehren leiden was du mir hast auf erlegt, laß mich zwingenFleisch und Blut/ und erheben mein Gemuͤth laß mich dein doch seyn und bleiben und von dir mich nichts abtreiben. 12. IEsu, laß mich ja nicht fallen halte mich in deiner Hand, laß he unverwandt: Laß mich alle An und Noth, alle Furcht, ja selbst di Tod, durch dich troͤstlich uͤberwil den/ und des Glaubens Ende finden XXXVV. staͤndig mich in allen an dir bleiben I XV Lom Creuh sflinsge (600 HMil. Vo Gottde Chlieben Chei Yriethut ihr e uus derhEn! Vaft uns von Her Steaffwir pohl un Its bekennein e Hotffsich ausschlie 3. In deine Hand: Odtt! do lieber unser Vandel it he Als nicht gerathe, bel Hütten seyn, HAbsalundcein, de Wit watten. I Kein'Frucht dae Einhringt, es sal Kss so muß auch un Staub und Asch koͤmmt zu der! 1, HErr Christ, surch deinen Gang 4. Was wollen w Hrden Tod aufd Iiisd einmahl gef hl is hie gewes Simleog entschlaft Hunt, Chrisum e Mum seelig ferben. Den Seelbede 40,Las Sott de iEngel! dein (hiten dich für! f Henn ihr Ku A ihren Fluͤgele Mauuns Amen. Ur wachen e Asnd wir doch d Ahiisum wir 55 et —— Sum Aufuns kömm hs uus gus; edn Hen Vom Creutz und T ruͤbsal insgemein. N. ZLom Creutz und Truͤb⸗ 3 sal insgemein. (484. J. G. Yel. Wo Gott der HErr nicht ꝛc. ů As lieben Christen seyd getrost/ Auwie thut ihr so verzagen, weil uns der HErr heimfuchen thut? Vzt uns von Hertzen sagen: Die Eraff wir wohl verdienet han! sol⸗ chs bekenn ein iederman, niemand dbefl sich ausschliessen. In deine Haͤnd uns geben wir, OSott! du lieber Vater: Denn user Wandel ist bey dir/ hier wird s nicht gerathen, weil wir in die⸗ Hütten seyn, ist nur Elend, QDuͤbsal und Pein, bey dir der Freud mir warten. ö Kein Frucht das Weitzen⸗Koͤrn⸗ lenbringt, es fall denn in die Er⸗ / so muß auch unser ird scher Leib Staub und Aschen werden, eh' koͤmmt zu der Herrlichkeit, die , HErr Christ, uns hast bereit, Lurch deinen Gang zum Vater. Was wollen wir denn fuͤrchten r den Tod auf dieser Erden: Es miß einmahl gestorben seyn: O Whl ist hie gewesen, welcher wie Emeon entschlaͤfft, sein Suͤnd er⸗ kunt, Christum ergreifft, so muß nn seelig sterben. Dein Seel bedenck, bewahr dein Ab, laß GOtt den Vater sorgen: Ein Engel! deine Wachter seyn, Wüten dich fuͤr Argen. Ja wie Henn ihr Kuͤchelein, bedeckt Ut ihren Fluͤgelein, so thut der WEer uns Armen. Wir wachen oder schlaffen ein/ Aind wir doch des HErren, auf Uriftium wir getauffet seyn, der sn dem Satan wehren. Durch A⸗ Im auf uns koͤmmt der Tod; Chri⸗ As hilfft uns aus aller Noth/hrum (4.) M. R. U.& B. MͤIS ich Ungluͤck nicht wieder⸗ stahn) muß Ungnad han der Welt fuͤr mein Rechtglauben/ So weiß ich doch,(es ist mein Kunst) GoOttes Huld und Gunst die muß man mir erlauben. Gort ist nicht weit, eine kleine Zeit er sich verbirgt/ biß er erwuͤrgt,die mich seins Worts berauben. 2. Rlcht wie ich woll, ietzund mein Sach, weil ich bin schwach, und Gott mich Furcht laͤst finden: So weiß ichdaß kein Gewalt bleibt fest, ists allerbest, das zeitlich muß ver⸗ schwinden. Das ew' ge Gut macht rechten Muth: Dabey ich bleib, wag gut und Leib, GOtt helff mirs uͤberwinden. 3. All Ding ein Weil, ein Sprich⸗ worteist: HErr IEsu CHrist, du wir st mir stehn zur Seiten, und se⸗ hen auf das Ungluͤck mein, als waͤr es dein„ wenns wieder mich thut streiten. Muß ich dann dran, auf dieser Bahn, Welt, wie du wilt, Gott ist mein Schild, der mich wird wohl 448. E. e u Weéun dich Ungluͤck thut greis⸗ fen an, und Uufall will sein'n Willen han, so ruff zu GOTT im Glauben fest, n keiner Noth er dich verlaͤst. 435 2. Das solt du ihm vertrauen gax⸗ er ist bey dir in Noth und G'fahr/ denn er weiß all das Ungluͤck dein,es geschicht dir nichts obn Willen sein. 3. Ob du schon hier hast boͤse Zeit, ein iedermann dich haßt und neid/ greiff zum Gebet nicht abelan, GOtt sieht dir bey er will dich han. 4. Er beschuͤtzt dich recht, er he⸗ schuͤtzt dich woͤhl, in keiner Noth man Wweiffeln soll, GOT ist ein Fuͤrst der retten thut, aus Trauren macht er Freud und Muth). 6. Trag nurGedult im Leiden dein, und befiehl dich stets dem Willen soen wir den HErren. Zeit, sein, er weiß gar wohl die rechte S 14 —7— Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. 569 Zeit, wenn er soll wenden Creutz und Leid. 6. Nicht setz ihm fuͤr Ziel oder Maaß, denn er weiß wohl,wie, wenn oder was dir nuͤtzlich ist, zu ieder Frist, er braucht an dir kein argeList. 7. All Haar deins Haupts gezeh⸗ let seynd/ es schad dir nichts dein ar⸗ ger Feind, er wird an dir zu Schand und Spott, und bringt sich selbst in Angst und Noth. ö 8. HErr JEsu Christ, das bitt ich dich„ in deinen Schutz befehl ich mich, erhalt mich fest im Glauben rein, laß mich dein Kind und Erbe seyn. 9. Amen! Amen! HErr JEsu Christ, weil du fuͤr mich gestorben bist, beschehr uns all'n ein seelig's Endlnim̃ unser Seel in deine Haͤnd. 64⁰½ Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. Herr IEsu Christ, ich schrey zu dir, aus hochbetruͤbter Seele, dein Allmacht laß erscheinen mir, und mich nicht also qvaͤle: Viel groͤs⸗ ser ist die Angst und Schmertz, so anficht und turbirt mein Hertz, als daß ichs kan erzehlen. 2. HErr JEsu Christ, erbarm dich mein nach deiner grossen Guͤte, mit Erqvickung und Huͤlff erschein mein'm traurigen Gemuͤthe, welch's xlendiglich wird gevlagt, und so du nicht hilffst, gar verzagt, weils kei⸗ nen Trost kan finden. 3. HErr JEsu Christ, groß ist die Noth, darinn ich ietzt thu stecken: Ach hilff, mein allerliebster GOtt! schlaff nicht, laß dich erwecken: Nie⸗ mand ist, der mir helffen kan, kein Cregtur sich mein nimmt an, ich darffs auch niemand klagen. 4. HErr JEsu Christ, du bist al⸗ lein mein Hoffnung und mein Le⸗ ben: Drum will ich in die Haͤnde dein mich gantz und gar ergeben. O HErr! laß meine Zuversicht auf bin ich gantz verlassen. 5. HErr JEsu Christe, GOttth Sohn/ zu dir steht mein Vertrauest Du bist der rechte Gnaden⸗Thros wer nur auf dich thut bauen, des stehst du bey in aller Noth, hilff ihm im Leben und im Tod, darauf ich mich verlasse. 6. HErr IEsu Christ, das Elenh mein thu gnaͤdiglich ansehen: Dung die heilgen fuͤnff Wunden dein hoͤ mein Gebeth und Flehen, welch⸗ Tag und Nacht mit Angst un Schmertz ʒu dir aus geust mein tral⸗ rigs Hertz, ach laß dichs doch en barmen! 7. HErr JEsu Christ, wenn esis Zeit, nach deinem Wohlgefallen hilff mir durch dein Barmhertzig keit, aus meinen Aengsten allen Zerstoͤr den Anschlag meiner Feind die mir so starck und machtig seynd/ laß mich nicht unterdruͤcken.. 8. HErr JIEsu Christ, die G'schwi ster mein mit Leib und auch des Seelen, in die Hulde und Gnadt dein ich thu treulich befehlen Schuͤtz sie durch dein Barmhertzih⸗ keit, und wend in Freud mein groß 110 Leid, welchs ich dir sehnlich age. 9. HErr JEsu Christ, ich wesß kein'n Rath/ des Elends loß zu wer den, so du nicht hilffst durch dein Gnad, so lang ich leb auf Erden Wenn es dir denn nun ie gefaͤllt daß ich also soll seyn gegvalt gieb mir Krafft und Staͤrcke. dult, hilff mir mein Creutz ertragen Wend nicht von mir ab deine Huld/ und so du mich wilt plagen, es zeit⸗ lich hier am Leibe thu, gieb nur der armen Seelen Ruh, daß sie dort mist dir lebe. 1I. HErr JIEsu Christ, das glaͤub ich doch, aus meines Hertzens Erun⸗ 10. HErr JEsu Christ, verleih Gesd) de: Du wirst mich wohl erhoren ‚ rsicht auf noch zu rechter Zeit und Stundet lidt dich/ zu schanden werden nicht, sonst Denn du hast mich noch nie verlahn, wenn ich dich hab ge⸗ W. ö ruffen Vom E Ws al/ deß 10 te.* hen Leh E,Iu dfilie VMin Hertleid str aast und t einen Willen sers Wter GOtt, wie d Indwilichbles HEr JEsu El emein, so ich t Assbesprenge wit snit sie hildurch; Veschen das Dater⸗ i all Angs und Iasch von du wiben ½. HErr Jes E Icheialn Amen ett in grosen Hl dich uihnen we Hahdheraus sie dort Lob und re MWerden. (480) NM. Mel. Was mein! Risch auf, wei licht, Sott wil ERath,Hulffn Hih er is ein Schut Füheht hart: Im As nicht alheet is Rttaut, hat wohl oicig chüßen. — Oh Hat N V◻ Munn sehr nftun Lun Mulfall waxen Ottinihrer Muth Ulet: Dennwer(s hlgebant, wenn chtet. ch sey dem! VonGotem AUumein oft 5 Putthat thu id Hlhgt Oyad, Hr S Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. 33 sen an, deß ich mich hertzlich xste. HeErr IEsi Christ, einiger Dhst, zu dir will ich mich wenden: Min Hertzleid ist dir wohl bewust, di kanst und wirst es enden. In oaen Willen seys gestellt, machs liter GOtt, wie dirs gefaͤllt, dein hihaund will ich bleibeis. Err JEsu Christ, die Seuff⸗ wlegzemein, so ich thu fuͤr dich brin⸗ ge besprenge mit dem Blute dein, iu dchtrit sie hindurch dringen, und er⸗ Vatechen das Vater⸗Hertz, daß er ab⸗ wird all Angst und Schmertz, die lssch von dir will trennen. eishein all'n Armen und Elenden, dil ietzt in grossen Aengsten seyn, th dich zu ihnen wenden, mit star⸗ eHand heraus sie reiß, dafür sie dil dort Lob und Preiß ewi glich sa⸗ gen werden. (488.) M. L. H. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. Risch auf, mein Seel, verzage nicht GOtt will sich dein erhar⸗ nen: Rath/ Huͤlff wird er dir theilen uiter ist ein Schutz der Armen, obs ost geht hart: Im Rosen⸗Gart kan Ih lin nicht allzeit sitzen. Wer Gott kraut, hat wohl gebaut, den will hwig schützen. Diß hat Joseßh, der fromme Munn, sehr offt und viel erfahren, David/ Job, man lesen kan, wie ieim Uufall waren: Noch hat sie htt in ihrer Noth genaͤdiglich be⸗ huet: Denn wer GOtt traut, hat vohl gebaut, wenn noch der Feind otzütet. Trotz sey dem Teuffel unld der Hilt/ von GOtt mich abzufuͤhren: Alihn mein Hoffnung ist gestellt, seesj Gutthat thu ich spuͤhren, denn ir hat Gnad,/ Huͤlff und Rath in selem Sohn verheissen: Denu wer htt traut, hat wohl gebaut: Wer mich anders weisen. Wann boͤse Leut schon spotten . HErr IEsu Christ mit Hulff mein,mich gantz und gar verachten, als wolt GOtt nicht mein Helffer seyn, dennoch will ichs nicht achten. Der Schutz⸗HErr mein ist GOtt allein, dem hab ich mich ergeben, dem ich vertrau, fest auf ihn bau, der wird mich wohl erheben. 5. Ob sichs bißweilen schon anließ als wolt nuich GOtt nicht schuͤtzen, und haͤtt die Welt miein uͤberdruß, wolt mich auch dazu trutzen; So weiß ich doch er wird mich noch zu seiner Zeit nicht lassen: Wer GOtt vertraut hat wohl gebaut; Wie wolt er mich denn hassen ⸗ 6. Darum freu dich, mein liebe Seel, es soll kein Noth nicht habenz Welt/ Suͤnd, Dod, Teuffel und die Hoͤll, soll ewig dir nicht schaden: Denn GoOttes Sohn, der Gnaden⸗ Thron, hat sie all uͤberwunden. Auf Gott vertrau fest auf ihn bau, der hilfft zu allen Stunden. 7. Der keinen er verlassen hat, die nach seinem Willen leben; Um Guad, Huͤlff, suchen frͤh und spat/ sich gaͤntzlich ihm ergeben. Glaub⸗ Lieb, Gedult bringt EOttes Huld, darzu ein gut Gewissen. Wer GOtt vertraut, sest darauff baut, der solls ewig geniessen. 8. Wer aber Huͤlff bey Menschen sucht, und nicht beyzOtt dem HEr⸗ ren/derselbist gottloß und verflucht/ koͤmmt nimmermehr zu Ehren: Denn Gott allein wird Helffer seyn, in IEsu Christi Nahmen: Wer solches glaubt und GOtt ver⸗ traut, soll seelig werden, Amen. (489.) NI. J. E. S. Aeh Gott erhoͤr mein Seufftzen und Wehklagen, laß mich in meiner Noth nicht gar verzagen: Du weist mein'n Schmertz/erkenn st mein Hertz, hast du mirs auferlegt, so hilff mivs tragen. 2. Ohn deinen Willen kan mir nichts begegnen, du kanst verfluͤ⸗ chen und auch wieder seegnen; Ich hin dein Kind, und hahs verdient⸗ S gleh 563 Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. VN 500.— gieb wieder Sonnenschein nach truͤ⸗ ben Regen. 3. Mflantz nur Gedult durch dei⸗ nen Tod ins Hertze, und hilff, daß ich es acht fuͤr keinen Schmertze: Zu deiner Zeit, wend ab mein Leid! Durch Marck und Bein dringt mir der grosse Schmertze. 4. Ich weiß du hast meiner noch nie vergessen, daß ich fuͤr Leid mir solt mein Hertz abfressen: Mitten in Noth denck ich an GOtt, ob er mich schon mit Creutz und Angst thut pressen. 4 5. Es hat kein Ungluͤck nie so lang gewaͤhret, es hat doch endlich wie⸗ der aufgehöret. Beut mir dein Haͤnd und machs ein End, auf die⸗ ser Erd mein Hertz sonst nichts be⸗ gehret. 6. Soll ich noch mehr um deinet⸗ willen leiden: So steh mir HErr, mit deiner Krafft zur Seiten, fein ritterlich, bestaͤndiglich, hilff mir mein Wiedersacher all bestreiten. . Daß ich durch deinen Geist moͤg ůͤberwinden, und mich allzeit in dei⸗ nem Hauß laß finden, zum Preiß und Dauck, mit Lob⸗Gesang, mit 90 thu ich aus Liebe mich verbin⸗ en. 8. Daß wir in Ewigkeit bleiben beysammen, und ich allzeit dein aus⸗ erwehlten Nahmen preiß hertzig⸗ lich: Das bitt ich dich, durch JE⸗ sum Christum, unsern HErren, Amen. (490.) D. G. O. Mel. Kommt her zu mir ꝛc. ISt 6 mein Schild und Helffers⸗Mann, was wird seyn, das mir schaden kan, weicht alle meine Feinde, die ihr mir listiglich nachsteht, nur eurer Schmach ent⸗ gegen geht, ich habe GOTT zum Freunde. 2. Ist GOtt mein Trost und Zu⸗ versicht, kein Leid kan seyn, so mich anficht, weicht alle meine Feinde, die ihr nur sinnet auf Gefahr, ich Asch gestont. ATreh den Tei Achen /ich kan l Trotz dem! Ichl Gott, me Ich noch. BTrut des bitt Tiütz ber We die mit sind tt im Himmel! Laß die Welt Kl will stemich; Wl Eyso fragich tt ist Richter me Will siemcch gle muß mir doch de Eesl: Wenm ich nu Hleg habichelles VIch will ihr ge Rhssch sonten pfeg 6. Ist GOtt mein Heyl, mein Huͤrf uen Eiden, e und Krafft, die boͤse Welt nichts au U Reien SOt. mir schafft weicht alle meine Fein⸗ d. Ach Hen! we de, die ihr auf mich vergaͤllet seyd. Weagich glema ihr thut euch selbst gebranntes Leid, zan nich glich u ich habe GOtt zum Freunde. En wennich di 7. Ist GOtt miein Beystand in dei„(692) Noth, was kan mir schaden, Suͤn Peel. Don Sont und Tod, weicht alle meine Fein Cultisteuchr de, Tod, Suͤnde, Teufel, Holl und Sorgen, Grar Welt, ihr muͤsset raͤmen doch das das euch mehe mil Feld, ich habe Gott zum Freunde. Herdeschneht (491.) M. C. T. AhlTsoll euch ke Mel. Ach! was ist doch unser ze. t/ ch Heh Solt es gleich biweilen sche Iostgich uche A nen, als wenn GOtt verliß Oddult st Fle die Seinen; O so glaͤub und weßßs n herbes bittres ich diß, GOtt hilfft endlich noch ge Astts Ereuzes. wiß. lg draut, rs 2. Huͤlffe, die er auffgeschoben, hal achte solches keine Haar, ich hab GOtt zum Freunde. 3. Ist GOtt mein Schild und mei Panier/ kein ngemach kan schaden mir, weicht alle meine Feinde, di ihr mich aͤngstet und betruͤbt, es is umsonst was ihr veruͤbt, ich hah Eott zum Freunde. ö 4. Ist Gott mein Schutz un treuer Hirt, kein Ungluͤck mich he⸗ ruͤhren wird, weicht alle meine Fein de, die ihr nur stifftet Angst und Pein, es wird zu eurem Schaden seyn, ich habe GOtt zum Freunde. 5. Ist GOtt mein Retter und Pa tron, was acht ich der Welt Schimpff und Hohn, weicht all meine Feinde, die ihr mich laͤstent fruͤh und spat, es wird euch richten eure That, ich habe Go zum Freunde. ai Lin: Im Gluc er drum nicht aufgehoben: Hilft Pumt aber Stu er nicht zu leder Frist, hilfft er doch⸗¶ ilt herz und Wn wenns noͤthig isf. Ochult it schw 3. Gleich wie Vaͤter nicht bald ge seilwir irdich sen ben wornach ihre Kinder strehens Utem grenden. So hält GOtt auch Maaß undgZziesh ngnt, derdoch er giebt wem und wenn er will. Iahsaff, Dechl 4. Seiner kan ich mich getroͤsten ö ö td wann die Noth am auererofend lech, le/ dil i Rtin ů R — Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. 566 0 30 ich ze sfisegen seinem Kind mehr als vaͤ⸗ Ellich gesinnt. Trotz dem Teuffel, Trotz dem Dlichen, ich kan ihre Macht verla⸗ hli: Trotz dem schweren Ereutzes⸗ Jih! Gott, mein Vater! lebt ich he doth noch. Srutz des bittern Todes Zaͤh⸗ die mir sind ohn Ursach feind! Oott im Himmel ist mein Freund. Laß die Welt nur immer nei⸗ deh, will sie mich nicht laͤnger lei⸗ dehz; Ey so frag ich nichts darnach, Odtt ist Richter meiner Sach. Will sie mich gleich von sich trei⸗ behmuß mir doch der Himmel blei⸗ be: Wenn ich nur den Himmel kiseg/ hab ich alles zur Genüͤg. Ich will ihr gar gerne lassen, ohs sch sonsten pfleg zu hassen, sie hihihren Erden⸗ Koth, und laß mir n meinen GOtt. 10. Ach HErr! wenn ich dich nur hahe/sag ich allem andern abe: Legt uan mich gleich in das Grab, ach Oerr! wenn ich dich nur hab. (492.) P. G. Mel. Von GPtt will ich nicht ꝛe. Drutz der Welt und allen de⸗ übs euch mehr will toͤdten, euch in Ogs Hertze schneidt: Oauserwehlte ahll soll euch kein Tod nicht töͤd⸗ teh, ist euch Gedult vonnoͤthen. Dis sag ich noch einmahl. Edult ist euch vonnoͤthen, wenns 8. Gedu Sorgen, Gram und Leid, und treibt die lauge 4. Gedult ist GOttes Gabe, und seines Geistes Gut: Der zeucht und loͤst uns abe, so bald er in uns ruht/ der edle werthe Gast; Er loͤst uns von dem Zagen, und hilfft uns E. tragen die grosse Burd und ast. 5. Gedult koͤmmt aus dem Glau⸗ ben, und haͤngt an GOttes Wort: Das laͤst sie ihr nicht rauben, das ist ihr Heyl und Hort, das ist ihr ho⸗ her Wall, da haͤlt sie sich verborgen, laͤst GOtt den Vater sorgen, und fuͤrchtet keinen Fall. 6. Gedult setzt ihr Vertrauen auf Christi Tod und Schmertz: Macht Satan mir ein Grauen, so faßt sie hier ein Hertz, und spricht: Zürn immer hin; Du wirst mich doch nicht fressen: Ich bin zů hoch geses⸗ sen, weil ich in Christo bin. 7. Gedult ist wohl zufrieden mit Gottes weisen Rath/ laͤst sich nicht leicht ermuͤden durch Aufschub sei⸗ ner Gnad, haͤlt frisch und froͤlich aus, laͤst sich getrost beschweren, und denckt: Wer wills ihm wehren? Ist er doch HEyr im Hauß. 8. Gedult kan lange warten, ver⸗ Weil in GOttes schoͤnen Gartens, durchsucht zu ih⸗ rem Heyl das Paradieß der Schrifft, und schuͤtzt sich fruͤh und spaͤte mit eyfrigem Gebete fuͤr Satans List und Gifft. Gedult ist Fleisch und Blutes 9. Gedult thut GOttes Willen, eih herbes bittres Kraut: Wann erfuͤllet sein Gebot, und weiß sich Ulers Creutzes Ruthe uns nur ein schon zu stillen in aller Feinde wolnig draut, erschrickt der zarte Spott: Es lache, wems beliebt, San: Im Glüͤck ist er verwegen: Ammt aber Sturm und Regen, ilt Hertz und Muth dahin. 3Gedult ist schwer zu leiden, die⸗ Hil wir irdisch seynd, und nur in lutern Freuden bey GOtt zu seyn zameynt, der doch sich klar erklaͤrt. Ystraffe, die ich liebe, und die ich Lach betruͤbe, die halt ich hoch und tirth. wir d sie doch nicht zuschanden: Es ist bey ihr vorhanden, ein Hertz, das nichts drauf giebt. 10, Gedult dient GOtt zu Eh⸗ ren, und laͤst sich nimmermehr von seiner Liebe kehren, und schlug er noch so sehr, so ist sie doch bedacht, sein heilge Hand zu loben, spricht: Der im Himmel droben hat alles wohl gemacht! 1I. Ge⸗ ——...— Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. 11, Gedult erhaͤlt das Leben, ver dem Schatten seiner Gnad dist d mehrt der Jahre Zahl, vertreibt und daͤmpfftdarneben manch Angst und Hertzens⸗Qvaal: Ist wie ein schoͤ⸗ nes Licht, davon, wer an ihr hanget, mit GOttes Huͤlff erlanget ein froͤ⸗ lichs Angesicht. 12. Gedult macht grosse Freude, bringt aus dem Himmels⸗Thron ein schoͤnes Halß⸗Geschmeide dem Haͤupt ein edle Cron und Koͤnigli⸗ chen Hut: Stillt die betruͤbten Thraͤuen, und stillt das heisse Seh⸗ nen mit recht en guten Guth. 13. Gedult ist meim Verlangen und meines Hertzens Lust, nach der ich offt gegangen, das ist dir wohl be⸗ wust HErr voller Gnad und Huld! Ach! gieb mir und gewaͤhre mein Bitten; ich begehre nichts anders als Gedult. 14. Gedult ist meine Bitte, die ich sehr offt und viel aus dieser Leibes⸗ Huͤtte zu dir, HErr, schicken will. wandeln in gar kurtzer Zeit, dal Kommt dann der letzte Zug; So gieb durch deine Haͤnde auch ein ge⸗ dultigs Ende: So hab ich alles gnug. (493.)D. C. B aus Ps. Iar. Mel. Wenn wir in hoͤch sten ꝛc. ICh heb mein Augen sehnlich auf, und seh die Berge hoch hinauff, wann mir mein GOtt vons Him⸗ mels Thron mit seiner Huͤlff zu stat ten komm. 2. Mein Huͤlffe koͤmmt mir von dem HErrn, er hilfft uns ja von Her⸗ tzen gern, Himmel und Erd hat er gemacht, er haͤlt uͤber uns Hut und Wacht. 3. Er fuͤhret dich auf rechter Bahn, wird deinen Fuß nicht gleiten lahn, setz nur auf ihn dein Zuversicht, der dich behuͤtet schlaͤffet nicht. 4 Der treue Huͤter Israel, hewah⸗ ret dir dein Leib und Seel er schlaͤfft nicht weder Tag noch Nacht, wird auch nicht muͤde von der Wacht. 5. Fuͤr allem Unfall gnaͤdiglich der Fromme Gott behuͤte dich. Unter gesichert fruͤh und spat. Der Sonnen Hitz, des Mondeh Schein dir sollen nicht beschwerlich seyn; GOtt wendet alle Truͤbsil schtwer zu deinem Nutz und seing r. 7. Kein Ubel muß begegnen dil des HErren Schutz ist gut dafohn in Gnad bewahrt er deine Seel sie allem Leid und Ungefaͤll. 8. DerHErr dein'n Ausgang stels bewahr, zu Weg und Steg gesund dich spahr bring dich zu Hauß in sein m Geleit, von nun an bis in Ei wigkeit. (494)A. K. Mel. Wenn mein Stuͤndlein ꝛe⸗ Etrübtes Hertz! sey wohlgi⸗ muth, thu nicht so gar verze gen, es wird noch alles werden guh all dein Schmertzen und Klagen wird sich in lauter Froͤl ichkeit ven wirst du wohl erfahren. g. Harre auf Gott, weil dir bewus daß er sich thut erbarmen der Elen den, und hat sein Lust an den Schreyen der Armen; Die will e nicht in Ewigkeit lassen in ihrem Hertzeleid, sondern daraus erretten 3. Wann dich Vater und Muttet laͤst secken in deinen Noͤthen, zweiffle nicht, sondern glaͤub fesf, wolte man dich gleich toͤdten: Das dich der HErr noch nimmet auf, lah dich nicht irren der Welt Lauff, son⸗ W ch nich fs Denn Cient dern trau GOtt alleine. 4.· Waͤr gleich noch eins so groß di⸗ Noth, laß dich es nicht erschreckem es soll doch der Gerecht sein Brod nicht suchen an einem Stecken. Da vid spricht: Ich bin gewesen jung/ und hab gelebt der Jahr genung und habs noch nie gesehen. 5. Hier geht es offt zů gar ungleich⸗ der Arme muß sich schmiegen, wer nur Geld hat und ist sehr reich lur dem muß man sich biegen. Wer nicht hat grosser Herren** 36560 Vonn Mf, et muß dun dtt aber hat Wodie Welt thut hierwied gedtt et ergioß na Asftösseter vomer Iohn er Hälsc öm Schwese Drum meine. t, halt fest an e Widdprande sil und ledes Hch wohl kommen EOttheimsuchen wi AWlegundbettüben .) Mel. Gotrde Ott du hast es Wer kan wiedet Wtden Thraͤnen gle Mßes doch, wie d AlRuthgilt dein Wet Wollen hüse s uns bittergl Ih er dennoch ö ler Thumishalt. eTngund N Acragen schlecht, hsemm Knecht. Vetr,/ wer kan Iu, wenn du une e Wer kan dei Ihen Werkans⸗ I Muesnchg Ohochter68 Darum will ich ., Hed sch do enden, meht ver Ientiu. Wünd sasigechehnin Ugehh. Danirs demn nindie dchte Wund gilt du m. end clnminder Hämeen Gdtt. Magen Derl — Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. 5²⁰ sseh hilfft auch nicht sein beste AIihst, er muß darnieder liegen 6%/Ott aber hat ein andre Art, ao die Welt thut verlachen, und g hier wird gedruͤcket hart, das lzt er groß zu machen, die Stol⸗ eisfroͤsset er vvm Stuhl, giebt ihn'n ohn den hoͤllschen Pfuhl, der zetz vom Schwesel brennet. Drum meine Seel verzage cht/ halt fest an GOtt dem HEr⸗ ehhöb dir ietzund Gewalt geschicht, Halt still und leid es gerne. Es wird inoch wohl kommen die Zeit, daß ort heimsuchen wird die Leut, die lichietzund betruͤben. ) Mel. GOtt des Himmels ꝛe. . EE du hast es so beschlossen: Wer kan wieder dich bestehn? Veden Thraͤnen gleich vergossen: Wus es doch, wie du wilt, gehn. Oesi Rath gilt/dein Will geschicht: Inusr Wollen hilffet nicht. 2Fst uns bitter gleich dein Wil⸗ Ilmuß er dennoch seyn vollbracht. 8 Ansr Thun ist halten stille, seyn be⸗ heitbey Tag und Nacht, alles das hagen schlecht, was du auflegst heisem Knecht. 3eErr, wer kan dir wiederspre⸗ Iheh, wenn du uns schenckst bitter en Wer kan deinen Rathschluß Huech en? Wer kan sagen: So solls In Muß es nicht, wie dirs gefaͤllt, siys, O hoͤchster GOtt! bestellt? Darum will ich mich drein fin⸗ en, Dein Creutz soll seyn meine IJuh. Hab ich doch mit meinen ußden, mehr verdient, als mir Ennit zu. Wuͤrd mir nach Ver⸗ Hens geschehn, wuͤrd ich gar zu Bo⸗ din gehn. Du wirst dennoch Huͤlff erwei⸗ Inbann die rechte Zeit koͤmmt an. detund wilt du mir nur weisen, hdein Zorn und Wuͤten kan. Laß wiglernen in der Noth, dich zu su⸗ chelneinen GOtt. Wegen Verlaͤumbdung. 60 Mel. Her esu Chiis u. Hehre hilff mir, denn ich werde sehr von meinem Feind gedraͤn⸗ get, der wieder ineinen Glimpff und Chr viel boͤses Ding aussprenget: Er suchet mich um Haab und Guth⸗ ja gar um Leben, Leib und Blut, durch seinen Mund zu bringen. 2. Du HErr,/der du allwissend bist/ erkennef seine Luͤgen, und wie in dem/ was unwahr ist, er suchet sein Vergnuͤgen. Du weist, daß mir zu viel geschicht/ und ich verschuldet habe nicht, was mir wird nachge⸗ redet. 3. Darum,/ so nimm dich meiner an, und rette weine Ehre, daß iederman erkennen kan, und mit Unistaͤnden hoͤre, wie fal sch es sey und ohne Grund/ was meines Feindes Laͤster⸗ Mund hat wieder mich gesprochen. 4. Gieb mir auch einen solchen Muth, der sich vb dem nicht kraͤu⸗ ket, was mein Feind redet oder thut, und der vielmehr bedencket, daß alles Luͤgen wohl wird Rath⸗ wenn man sich fuͤr der boͤsen That nur huͤtet, und sromm lebet. . Ich bitte dich auch liebster Ott, du wollest die bekehren/ so mich mit Luͤgen, Hohn und Sport bißher so sehr beschweren: Damit es ihnen werde leid/und sie ihr Heyl und Se⸗ ligkeit darůͤber nicht verliehren. (497) Wegen Verlaͤumdung. Mel. Ach HErr mich armen de. W Er GOtt das Hertze giebet, so lich nie von ihm trennt, und eine Seele liebet, die keine Falsch⸗ heit kenut, der mag vhn Sorgen wa⸗ chen, mag schlaffen wenn er will, weil seine rechte Sachen sehn auf ein gutes Ziel. 2. Laß boͤse Zungen sprechen, was ihnen nur gefaͤllt/laß Neid und Eif⸗ fer stechen, laß toben alle Welt/ O wird es dennoch machen, thun/ was dein Hertze will, weil dei⸗ ne rechte Sachen sehn auf ein gu⸗ tes Ziel. 3. Was kan des Neides wa 37¹ Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. was falscher Zungen Gifft, wenn Gott dich will beschirmen, der dein Gewissen pruͤfft, er wird es alles ma⸗ chen, thun was mein Hertze will, weil meine rechte Sachen sehn auf ein gutes Ziel. 4. 4. Recht muß doch recht verblei⸗ ben, die Wahrheit laͤsset sich nicht gaͤntzlich hinweg treiben, getren seyn haͤlt den Stich. GOtt wird es alles machen, thun, was mein Her⸗ tze will, weil meine rechte Sachen sehn auf ein gutes Ziel. 5. Was soll ich mich denn graͤmen. Es muß wohl einst derFeind sich sei⸗ ner Luͤgen schaͤmen, so boͤß als ers ietzt meynt. GOtt wird es alles machen, thun, was mein Hertze will, weil meine rechte Sachen sehn auf ein gutes Ziel. 6. Ich lege Neid und Hassen be⸗ staͤndig hiuter mich, und setze Thun und Lassen, O GOtt allein auf dich/ du wirst es dennoch machen, thun, was mein Hertze will, weil meine rechte Sachẽ 2.„ auf ein gutes Ziel. 498.) Mel. O JEsu Christ, meins ꝛc. Wenn Menschen Hüͤlff scheint aus zu seyn,/so stellt sich GOt⸗ tes Huͤlffe ein, wenn niemand hilfft, so hilffet er, und macht mein Leiden nicht zu schwehr. 2. Was tracht ihr sehr nach Men⸗ schen⸗Gunst, die doch vergehet wie ein Dunst, es ist in dieser Welt kein Freund, ders redlich mit mir Armen meynt. 3. Wirff deine Zuflucht nur auf GOtt, der wird dir nehmen deine Noth/ such GOtt zum Freund, der dir allein mit seiner Huͤlff kan nuͤtz⸗ lich seyn. 4. Wenn GOtt mein Freund, als⸗ denn mein Feind ist ohne Macht und gantz verkleint, und waͤren noch viel tausend hier, so kan doch keiner scha⸗ den mir. ᷓ. Es muß doch gehn wies GOtt hefaͤllt, wenn sich gleich alles gegen Vom stellt: Laß GOtt nur machen wien il will /und halte seinem Willen stillIE (499.) P. G. Mel. Ach lieben Christen seyd ꝛn Ach, HErr, wie lange wilt di Amein so gantz und gar vergessen wie lange soll der Sorgen⸗Stess mich und mein Hertze pressen? WI lange soll dein Angesicht sich von mir wenden, wilt du nicht dich mei ner mehr erbarmen. 2. Wie lange soll ich armes Kin der Seelen Ruh entbehren? wi lange soll der Sturm und Wind der Hertzens⸗Angst noch waͤhren? Wie lange soll mein stoltzer Feind, dert niemahls gut, recht boͤse meynt, sih üͤber mich erheben. 3. Ach schaue doch, mein Gokt und Hort, von deiner heilgen Hut⸗ te/und boͤre meine Klage⸗Wort und hochbetruͤbte Bitte„ gieb meinen Augen Krafft und Macht, und laß des Todes finstre Nacht mich nich so bald befallen. 4. Sonst wuͤrde meiner Feinde Mund des Ruhms kein Ende mu⸗ chen, sie wuͤrden mein, als der u Erund und Schaden gangen, l⸗ chen; Da liegt der, wuͤrden sie mi Freud herpralen, der uns iederzen so viel zu schaffen machte. . Ich keñe sie/ und weiß gar wohl was sie im Schilde fuͤhren: I Hertz ist aller Boßheit voll, laͤst sich nichts guts regieren: Du aber bif der fromme Mann, HErr, meilh Gott, der nicht lassen kan die ufl sich zu dir halten. 6. Des troͤst ich mich und hoffe drauf, du wirst auch mir from̃ hles/ ben, und aller boͤsen Tuͤcke Lauff ge⸗ waltig hintertreiben. Mein Herhe freut sich, wanns bedenckt, min stets du gern dein Heyl geschendn dem, der sich dir vertrauet. 7. Das thu ich, HErr, ich traues dir, du bist mein einge Freude, de wahrest mich/thust wohl an mik/und fuͤhrst mich aus dem Leide: 0 inen Lobgesang MWfer bengen. x(500.)Nl Mel. Eine fese Bi . lang/O soll dein Hert Wie lange sol Vll/mein Brod muit De lange wilt du Ihesccht zu schan Wlit du denn gan Iun vor mich verter Wie lange sell! Eorgen mich heft II memname Setl Hioizen? Sol ich uhner lauter Mag Wgentheil nur imm luch ihrem Wunsche „Achl schaue do eahhund thherwiei Hthens⸗Weh und; Usner Feinde Freud Ahleuer Hort, hör! Wich durch röbf Kaitt herfür,laß de Haschen. —Etleuchte mei ui deinem Gnade ich in dem Tode uch versmcke, gie Wit nicht treibei undmeinem Fe Ietcllverspieltt „Ich fteh und het ue uudie d. Atergehen la Ieohfneamn. Wlen scheint, le 0„und gänglich ich doch behen Wewieder. Wen Hertel Hald, Wenn iih K. Wöh e 0 Hlch gern in 44 BVom Creutz und Truͤbsal insgemein. nen Lobgesang zum Danck und§ Olffer bringen. (00.) P. G. Yel. Eine feste Burg ist un ser ꝛc. Bi elang, OErr, wie lange soll dein Hertze mein verges⸗ ele Wie lange soll ich Jammers⸗ hamein Brod mit Thraͤnen essen? We lange wilt du nicht mir dein Algesicht zu schauen reichen dar? Mlt du denn gantz und gar dich nun vor mich verbergen. Wie lange soll die Trauer⸗Hoͤl in Sorgen mich besitzen? Wie lange sol mein arme Seel in diesem Bade schostzen? Soll ich denn alle Tag mner lauter Plag, die Welt im Elzentheil nur immer laut er Heyl, nach ihrem Wunsche haben. Ach! schaue doch von deinem Stal, und siehe/ wie ich leide! Mein Hatzens⸗Weh und grosse Quaal ist naner Feinde Freude. HErr! mein cheuer Hort, hor an meine Wort/ Mich durch Trübsal hier gepresset chitt herfuͤr, laß dein Gemuͤth er⸗ vaschen. Erleuchte meiner Augen Licht ni deinem Gnaden⸗Wincke, da⸗ ul ich in dem Tode nicht entschlaffe luch versincke gieb, daß die boͤse Rort nicht treibe ihren Spott aus ni und meinem Fall, als haͤtt ich lhtrall verspielet und verlohren. Ich steh und hoffe steiff und fest ahtuf, daß du die Deinen nicht end⸗ ich untergehen laͤst, kansts auch licht boͤse meynen, obs gleich biß⸗ hil en scheint, als waͤrst du uns d, und gautzlich abgewendt, so iu ich doch behend dein Vater⸗ Hastze wieder. Mein Hertze lacht mit grosser FHud, wenn ich bey mir bedencke, heehertzlich gern in boͤser Zeit dein Htz sich zu uns lencke, der HErr Taue Muths, thut uns nichts luts, das ist mein Lobgesang, P hm zu Ehren⸗Danck, ich hier Adort will singen. ich mein Lebenlang dir manchen (6⁰ν½) Mel. Ach GOtt erhor ꝛe. Ch! will mich dann mein GOtt nun gar verlassen Fund hart er⸗ Grimmet zuͤrnen ohne Massen? Ach Jamer⸗Schmertzl das Vater⸗Hertz, will es dañ ohn Erbaꝛme ewig hassen. 2. Ich habe zwar viel boͤses offt ver⸗ üͤbet, und dich/gerechter GOtt, gantz frech betruͤbet! Ja wenn ich meyn etzt fromm zu seyn, mich dennoch unverhofft die Suͤnd umgiebet. 3. Doch Vater! ach mein Vater! kehre wieder zerschmettere nicht gar die matten Glieder: Ich fliehe nicht dein Straff⸗Gericht/ wenn du mich nur nicht schlaͤgst im Grime nieder. 4. Ich weiß,daß Straff auf Suͤnden fol gen muͤssen, daß Pein Ulfent Laß doch ohn Verdienst abbuͤsseu: Laß Straff und Pein daun an mir seyn, das liebe Vater⸗Hertz nur nicht ver⸗ 1 Dubi Du bist ein GOtt des Lebens ja zu Eeden Wer! will dich, grosser GOtt, imTod ehanthmenn Nchunno⸗ Hrr Zebaot h/wenn Noth undẽ des⸗ Futh mich fast berennen. 6. Wirst du nur einen Gnaden⸗ Blick herwenden, muß meines Un⸗ gluͤcks Grimm sich ploͤtzlich enden, und mein Gebein wird froͤlich seyn wann du mir Hülff wirst aus der Hoͤhe senden. /. Dann soll ich meine Zunge stets erheben, und Lob und Danck, und Ruhm und Ehre geben/ bich Herr, allein, ohn eitlen Schein soll prei⸗ 3 fuͤr und 90 mein gantzes Leben. Ich will dir stets ein Alleluja iugene und fruůh und spat ein schul⸗ digs Oyffer bringen„ biß daß ich dort/ hin in den Port der wahren Ruhe seelig moͤg einspringen. (502.) P. G. Mel. Mein Gemuͤth/ wie so ꝛe. cCh erhebe, HErr, zu dir meiner — beyden Augen Licht, mein Ge⸗ sicht ist fuͤr und für zu den Bergen aufgericht/ zu den Bergen da herab ich mein Heyl und Huͤlffe hab. 2. Meine Hülffe koͤmmit allein 3n e 4 35 om Creutz und Trůͤ bsal insgemein. 570 ö Volt des Hoͤchsten Gnaden her, der so kunstlich hůͤbsch und fein, Himmel, Erde, Lufft und Meer, und was in dem allen ist, uns zum besten ausge⸗ rust.— 3. Er nimmt deiner Fuͤsse Dritt, O miein Hertze, wohl in acht, weun du gehest, geht er mit, und bewahrt dich Tag und Nacht: Sey getrost, der Hoͤllen Heer wird dir schaden nim⸗ mermehr. 4. Siehe, wie sein Auge wacht, wenn du liegest in der Ruh, wenn du schlaͤffest, lommt mit Macht an dein Bett geflogen zu seiner Engel guͤldne Schaar, daß sie deiner neh⸗ men wahr 5. Alles was du bist und hast, ist umringt mit seiner Hut: Deiner Sorgen schwere Last nimmt erweg, macht alles gutLeib und Seele er verdeckt, wenn dich Sturm und Wetter schreckt. 6. Wenn der Sonnen Hitze brennt, und des Leibes Kraͤffte bricht /venn dich Stern und Monde blendt mit dem klaren Angesicht, hat er seine starcke Hand dir zum Schatten fuͤr⸗ gewandt. 7. Nun, er fahre immer fort, der getreue fromme Hirt bleibe stets dein Schild und Port, wenn dein Hertz geaͤngstet wird. Wenn die Roth wird viel und groß, nehm er dich in seinen Schooß. g. Wenn du sitzest, wenn du stehst, wenn du redest, wenn du hoͤrst, wenn du aus dem Hause gehst, und zurüͤ⸗ cke wieder kehrst, wenn du tritst aus oder ein, woll er dein Gefaͤhrte seyn. (6603.) P. G. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. Ch habs verdient, was will ich Ioch mich wieder GOTC viel sperren! Kosñ immer her, du Creu⸗ hes⸗Joch u. bittrer Kelch des HEr⸗ ren: Ohn Angst und Pein mag der nicht seyn, der wieder GOtt gehan⸗ delt wie ich gethan, da ich die Bahn der schnoͤden Welt gewandelt. 2. Ich will des HErren Straff uns Zorn, mit willg' en Hertzen tragen in Suͤnden bin ich ja geboͤhr n, hass Nocht, daf auch im Suͤnden⸗Wagen mit eitless Aerniß weehy Freud offt meine Zeit gantz Liedens Iht mir schelnt lich verzehret, GOtt meinen HoitsAmichbeschwen ehmet. Wort nicht, wie ich soll YEs mmn die gehoͤret. Itdawillich jubt 3. Ich habe den gebahnten Stig Iu verlassen, und geliebet den GOttt en in meihet vergeßnen Irreweg, drum wird auch AgGote⸗ Dern nun hetruͤbet mein Hertzund Mushs hen, er witdmn durch GOttes Ruth, er halt CionderEhren recht Gerichte fuͤr seinem Thro giebt Sold und Lohn mit voͤlligen Gewichte. 4. Gott ist gerecht, doch auch dah bey sehr fromm und voller Guͤth die Vater⸗Lieb und Mutter⸗Trat die wohnt ihm im Gemuͤthe, GOl zuͤrnet nicht, wie wohl geschicht/ bi uns hier auf der Erden, da mancheh Mann nicht wieder kan zur Soͤhhl erweichet werden. 5. Nein traun, das ist nicht tes Sinn/ sein Zorn der hat eist de, wenn wir uns bessern, fallt hin, und macht die strengen Han sanfft und gelind, hoͤrt auf die ei hier bey uns heimzusuchen; Og kehrt den Grimm mit Gnaden ON n A, Wo dgs it i „ 3 Deuudas m Vbetruͤet we uldlein voller⸗ Yist auch K Ins und seegnet nach dem Fluchen. Ul um su 6, Das wird fürwahr auch mirgene n un schehn, es soll ein jeder spuͤhr Gott wird einmahl zum res I sehn, und meine Sach ausfuͤht 41210 lat, Sein Angesicht wird mich ans aus meiner Hoͤle bringen, da ne Treu ich frisch und frey er moͤg und singen. 7. Drum freut euch nicht, ih neheind, ob ich darnieder liege ö mein Gott wird, eh ich vermehsfeshhm mir helffen, daß ich siege, sein heilhuss⸗ Hand wird meinen Stand schohh wieder feste guuͤnden, eh wird sich Freud und gute Zeit nach truͤh Wetter finden. 8. Ich bin in Noth, und weiß dochhtt nicht nen rechitt Roih iu swin Denn das ifen h wenn wir in luit denn unser aen Ulaub 0 77 Vom Creutz und Truͤbsal insgemelnel. 578⁸ ein Gott ist meines Hertzens At, wo das ist, muß es tagen, auch Uler Nacht, da sich die Machkder Vsterniß vermehret, wenn dieses mich beschweret. Es köͤmmt die Zeit und ist nicht arnich setzt verspeyt,und pfleget zue etren in meiner Noth; Wo ist GoOtt; Der wird in Schauden ichen, er wird mit Hohn, zch mit Cron der Ehren davon ehen. G04.N P Mel. HErr JEsu Errin vd ꝛe. Noch dennoch mnast du drum nicht gantz in eraurigkeit ver⸗ Hen, GOtt iwins den suͤssen Tro⸗ Glantz schon wieder lassen blin⸗ E Steh in Wedult, wart in der E Il, und GOtt machen/ wie er erAls nicht boͤse machen. st denn das unser erstes mahl, hhetruͤbet werden? Was ha⸗ irals Angst und Quaal bißher bt auf Erden Wir sind wohl r so hoch gekraͤnckt, und hat doch Het uns drauf geschenckt ein undlein voller Freuden. So ist guch GOttes Meynung riee deum sein Angesechtgaut solte denn sein Angesicht gantz euns seyn gewendet; Nein, son⸗ eh dieses ist sein Rath, daß der, so erlassen hat, durch Ungluck Perkehret: Denn das ist unsers Fleisches Neh, wenn wir in Freuden leben, wir denn unserm hoch sten Gut ersten Urlaub geben, wir sind Erd und halten werth vielmehr Hhier auf dieser Erd, als was im el wohnet⸗ Drum fahrt ius GO durch Ern Sinn, und laͤst uns weh ge⸗ schener nimmt offt/vag uns lieb, ahin, damit wir aufwaͤrts sehen, Nuns zu seiner Gut und Macht, vir bihher nicht groß geacht/ als Her wieder finben. r mir scheint, so bricht und faͤllt, bt/ da will ich jubiliren: Der aber s 0 Der in Demuth fur ihm nieder, sprich z 6. Thun wir num das/ ist er dereit uns wieder anzy Mehmen, macht aus hem Leide lerulter Freud und Lachen Vraͤmen, und ist ihm das Mechte Kunst: Wen er um⸗ mit Lieb und Gunst, dem ist chwind geholffen. Drum falle du betruͤbtes Heer, HErr, wir geben dir die Ehr, ach Uimm uns Suͤnder wieder in deine Gnade, reiß die Last, die du uns auf⸗ geleget hast, hinweg, heil un sern Schaden. 8. Denn Gnade gehet doch fuͤr Recht Zorn muß der Liebe weichen, wenn wir erliegen, muß uns schlecht GᷣOtt sein Erbarmen reichen, diß ist die Hand, die uns erhaͤlt, wo wir die lassen, bricht und fällt all unser Thun in Hauffen. 9. AufGOttes Liebe must du stehn, und dich nicht lassen faͤllen, wenn auch der Hinimel ein wolt gehn und alle Welt zusch ellen, GOtt hat uns Gnade zugesagt/ sein Wort ist klar wer sich drauf wagt dem kan es nim⸗ mer fehlen. 10. So darffst du auch an seiner Krafft gar keinen Zweiffel haben: Wer ists der alle Dinge schafft? Wer theilt aus alle Gaben? GOtt thuts, und das ist auch der Mann, der Rath und That erfinden kan, wenn jedermann verzaget.„ II. Deucht dir die Hulff unmoͤglich seyn, so solt du gleichwohl wissen, GOd raͤumt uns dieses nimmer ein, daß er sich laß ein schliessen in unsers Sinnes engen Stall, sein Arm ist frey, thut uͤberall viel mehr als wir verstehen 12. Was ist sein gantzes werthes Resch/ als lauter Wunder⸗Sachen: Er hilfft und baut, wenn wir uns gleich deß gar kein Hoffnung ma⸗ chen! Und das ist seines Nahmenz Ruhm,/ den du, wenn du sein Heilig⸗ thum—7 sehen, ihm must 9200 4 Creutz und Trübsal insgemein. Vom —68 Mel. Freu dich sehnr, O meineꝛc. Wunderlich ist ttes Schi⸗ cken, wunderbahrliech ist sein wi Rath, herrlich ist doch sein cken, diß erweist zuletzt die T Er muß doch bestehn. Wohl dem der es recht bedenckt, Wi⸗GOttesZusag traue, auf sein Mach 4 och, mein Hertz, noch diest —.— G0 TL ist auch ein 10 Denck nicht daß er helsse nen Sinn zu GOtt nur lenckt, der wird sich in seinem Leben GOttes Obhut stets ergeben.— 2. Also pflegt es GOtt zu machen, dieses ist sein alter Brauch, uber die sein Augen wachen, die betruͤbt und kraͤnckt er auch, stoͤßt in Jammer, Angst und Noth, die er doch bald aus dem Kothéwill erhoͤhen, hoch versetzen, und an Seel und Leib er⸗ goͤtzen. 3. Diß bedenck du meine Seele, wenn bey dir die Noth bricht ein, und dich ja nicht selbsten qvaͤle, als sollst du verlassen seyn. GOr spielt mit dir wunderlich, herrlich zu erretten dich/ laß dein Hertze nur nicht wancken, du wirst ihm noch einmahl dancken. 4. Dencke selbsten nur zuruͤcke, deine Jugend es nur lehrt; O wie manches Ungeluͤcke hat GOtt schon von dir gekehrt. Offters da man haͤtt gedacht, du wuͤrdst in des Creu⸗cken. V 11I. Drum so lasse GOtt nursich es Nacht bleiben liegen und erster⸗ en, ließ dich GOtt doch nicht ver⸗ derben. 5. Nun der große GOTT der Er⸗ den/ der ist unveraͤnderlich: woltst du ietzt verzaget werden, als solt er nicht schuͤtzen dich? Nein sein wer⸗ thes Vater Vertz bricht ihm noch in deinem Schmertz, ja wies eine Mutter kraͤncket/ so dein GOtt an dich gedencket. 6. Also fehlts auch nicht am Koͤn⸗ nen, Gott kan machen was aus nichts; Drum laͤßt er sich maͤchtig nennen, wenn er redet, so geschichts.k Nimmt die Noth schon uͤberhand, doch GOtt Mittel sind bekannt, wie er koͤnne dich erlosen, wieder all Ver⸗ nunfft vom Boͤsen. Mwi⸗ 7. Hor auch was dir GOtt vershiß ——. ö In meiner Bitt chen hier und dar in seinem Woxs odes Das haͤlt er dir unverbrochen, so En 6, als er dein Hort. Himmssos und die Erd vergehn, GOttes Wo 0 hilln Band um Hah mit Angf Drum uh nd Gnade baue. Mane: můsse plbs tzlich, da er helffen kai Wunderlichh fuͤhrt er die Zeit/ win er wenden Adas Leid, wennen herrlich willausdeühren, unser Haus mit Gnaden zier en. 9. Haͤlts Ghtt un vor dir verhi gen, wenn, wie, R er helffen w Mach dir darum keine Sorgen⸗ nur in dem HErren stilkt. Er will hon, ob auch fest sich dein ihn verlaͤsz Er will, daß dui kenest, desto mehr auch Vaten hen der thut d W ihn ist nun gef I ggebracht, m pagt„ erhat mich IUchnargen Todes Huudgerissen. WMi Aug ist nu NEmein Fuß vo. RIeewil ichfage nach erlittner Noth ihm/ als dein Lebens⸗Fuͤrst, noch erfre geben wirst, wenn du greifflich w erblicken SOttes herrliches En *4 ten, ob du manchmahl harren muf ne Noth ist ihm bewust, die er NWO nau abmißt, daß auch aller Feil List dir kein Haͤrlein mag beruͤhff 12. Nun, mein IEsu, sey gel freylich Creutzes ͤ deine Hand dabeh. Staͤrck mir ne Zuversicht„ daß sie fest auf As ist mir lieb, daß GOtt Hort, so treulich bey m D Er wird dennoch bey dir haltene Ulhmen bey den leen Mensch nich Migethan, der X Wott aberwei Win Wort sollhalt Doglaube fest u Ipgs mein. Herz. in Mund in Odtt vertran Walt und boͤses Win Spott, jar Ichaber steht ohne GOtt, sie muß verliehren ⁰ bik du mur getreu; 9d, Ri Meer schon tohet/ ist dosstn V gericht: Wünderlich rurs dn Prossee schicken,herrlich dein Kind zu exgis en.—* (506.) P. G. Mel. Eine feste dc 0. het/ wenn ich ihn bitte, wirdeaagauzmi 1 Vom Creutz und Truͤbsal ins gemein. 58⁴ Vop in meiner Bitt verschmaͤhet,auch laͤtt du auf der Erd ihr Blut Ualen. Todes Hand, sammt nicht ungerochen. . allen Band umfingen uberall 8. So zuͤrne nun gleich alle Welt Datt SE i Hertz mit Angst und Qvaal/ mit mir„HErr, deinem Knechte: Dur dichbät mür SOtt geholffen. Du, du deckst mich in deinem Zelt, ufintt ch kam in Jammer und in und reichst mir deine Rechte, darü⸗ Voßhund sanck fast gar zu Grunde, ber will ich dich allstets inniglich, so Odermann in deinem Hause preisen. E ich weiß du wirst, als des Le⸗(507) P. G. Mel. Ach HErr ꝛe. En Fuͤrst, schon fuͤhren meine IEh daucke dir mit Freuden, mein Gach: Und wie ich bath und sprach/ Koͤnig und mein Heyl, daß du Eit Seit iß auch nun geschehen. Sey wieder froh und gutes Muhs, mein Hertze sey zufrieden, „r HErr der thut dir alles guts, Ylich ihn ist nun geschieden, und sei weggebracht, mas mich trau⸗ 33 hacht, er har mich aus dem Loch udschwartzen Todes⸗Joch mit sei⸗ Larhand gerissen 3i.. Mein Aug ist nun von Thraͤ⸗ 60 das will ich sagen ohne Scheu, u,kl uͤhmen bey den Leuten. Was reymein Fuß von seinem Glei⸗ illein Mensch nicht kan, das hat ait gethan, der Menssch ist Luͤgen GOOtt aber weiß gar wohl/ wie en Wort soll halten.— Sch glaͤube fest in meinem Sii, Avas mein Hertze glaubet, das demein Mund in Einfalt hin: SOtt vertraut, der bleibet. Welt und boͤse Rott lacht deß, rsum Spott, ja plagt mich noch u Ich aber steh und ruh auf dir/ GOtt und Helffer. „Du stuͤrtzest meiner Feinde H und seegnest/ wenn sie schel⸗ Wie soll ich doch die grosse u dir immermehr vergelten hill, HErr, meines Theils den h deines Heyls der voller Bit⸗ Hit, doch mir zum Nutz gedeyt, Vsamlich annehmen Was du mir zugemessen hast, Vill ich gerne leiden: Wer froͤ⸗ strͤgt des Creutzes Last, dem Mdu aus mit Freuden, du weist Deinen Noth, und haͤltst ihren Hihsehr hoch, sehr lieb und werth/ I Aag uerlichts Asu,/ st manch schweres Leiden, so mir zu meinem Cheil offt haͤufig zugedrun⸗ gen, durch deine Wunder⸗Hand ge⸗ waltig hast bezwungen und von mir abgewandt. ö Du hast in hartenZeiten mir die⸗ se Gnad ertheilt/daß meiner Feinde Streiten mein Leben nicht ereilt⸗ wenn sie an hohen Orten mich, da ichs nicht bedacht, mit boͤsen fal⸗ schen Worten sehr uͤbel angebracht. 3. Wenn sie wie wilde Leuen, diE Zungen ausgesteckt, und mich mit ihrem Schreyen biß auf den Tod ere schreckt: So hat denn dein Erbar⸗ men, das alles liudern kan, gewal⸗ tet/ und mir Armen den treusten Dienst gethan. 4. Sie haben offt zusammen sich wieder mich gelegt, und wie die Feuers⸗Flamsen, Gefahr und Brand ertegt: Da hab ich denn gesessen und Blut für Angst geschwitzt, als ob du mein vergessen/ und hast mich boch geschuͤt. ö 5. Du hast mich aus dem Brande und aus dem Feur geruͤckt, und wein der Hoͤllen Bande mich um und um bestrickt, so hast du auf mein Bitten dich, HErr, zu mir gesellt, und aus des Ungluͤcks Mitten mich frey ius Feld gestellt. ö 6. Den Klaͤffer der mit Luͤgen gleich als mit Wassen kampfft und nichts kan als Betruͤgen„ den hast du offt gedaͤmpfft, wenn er gleich einem Drachen, das Maul hoch auffgezerrt/ so hast du ihm den Rache durch deine Krafft gesperrt. *• 38³ Vom Creutz und Truͤbsal insgemein. 38⁰ 7. Ich war nah am Verderben, 66 nahmst mich in den Schooß: kam mit mür zum Sterben, du abz sprachst mich loß, und hieltest mich beym Leben, und gabst mir Rath und That, die sonst kein Mensch zu geben in seinen Maͤchten hat. 8. Es war in allen Landen so weit die Wolckẽ gehn, kein einger Freund fuͤrhanden, der bey mir wolte stehn. Da dacht ich an die Guͤte, die du, HErr taͤglich thust, und hub Hertz und Gemuͤthe/zur Hoͤhe da du ruhst. 9. Ich rieff mit vollem Muͤnde, du nahmest alles an, und halffst recht aus dem Grunde, so daß ichs nim⸗ mer kan nach Würden gnugsam lo⸗ ben: Doch will ich Tag und Nacht dich in dem dachn droben zu prei⸗ sen seyn bedacht. 6608.) Mel. Freu dich sehr, o meine. Goeb mein Hertze dieh zufrieden, dein Verhaͤngniß kommt von Gott, welches dich so thut ermuͤ⸗ den, daß du wuͤnschen moͤchtst den Tod, aber fasse die Gedult, du hast dennoch GOttes Huld, ob du wohl must Truͤbsal leiden, kan sie doch von GOtt nicht scheiden. 2. Truͤbsal ist ein Gnaden⸗ Zeichen, koͤmmt sie doch nicht ohngefaͤhr, kan die Hertzen recht erweichen, und ruͤhrt von dem Hoͤchsten her, der nach seinem weisen Rath/ dirs zu gut in geordnet hat, weil sie pflegt der Suͤnd zu wehren, daß wir uns zu Gott bekehren. 3. Dein Gebeth und sehnlichs Fle⸗ hen und dein wol hewuster Schmertz zwingt den Höchsten in der Hoͤhe, und beweget ihm das Hertz, das er nicht voruͤber kan, deiner sich zu neh⸗ men an, deine Bitte zu erfuͤllen, und das Kummer⸗Hertz zu stillen. 4. Nun so thu doch einst erwachen, der du Huͤlffe zugesagt, merck und sieh auf meine Sachen, was mein traurigs Hertze klagt, ach du meine Zuversicht, laß im Creutz mich ste⸗ Een hicht, laß mich nicht im Stau⸗ü be liegen, laß mich einen Fessh 6sbesiegen. 5. Haͤtten diß gleich meine Sun den und ein mehrers wohl verdient ach laß mich doch Gnade finden, Ih mich wieder seyn versuhnt, stoß vol deinem Angesicht mich doch nuh mein Vater, nichtich will dir zu E ren leben, so viel du Genade geben 6. Ach! wie gerne wolt ich meiden Suͤnd und alles Ungemach, alle was von dir thut scheiden, wenn dah Fleisch nur nicht zu schwach, sieht doch den Vorsatz an, ich bin ja rechter Bahn, hilff HErr IESH laß gelingen, Fleisch und Blut wy zu bezwingen. 7. Laß den Satan mich nicht stoͤh⸗ ren, laß ihn doch nicht staͤrcker seyn, als du maͤchtig bist zu wehren, leile mich dein Schaͤfelein, daß er nicht beugen thu, gieb nach Str ten wieder Ruh, und mein treuß Gott verbleibe, deinen Trost u einverleibe. (99•) S. R. D. Gdde ist mein Heyl, mei Huͤlff und Trost, mein Hofh nung, mein Vertrauen Der mich durch sein Blur hat erloͤst, auf ihi will ich fest bauen: Denn ich hab mein Zuversicht zum lieben GOih gericht, denn er verlaͤst die Sein icht. 2. VEREAES mich denn dio Welt so gar, und was da ist auf En den:, So trau ich meinem HErti und GOT, sein Huͤl ffe muß min werden? Denn ich hab all mein J0 denn er verlaͤst die Seinen nicht. 3. D)eE SegNéEN hat del huͤt; ge HErr, allzeit aus Noͤthen zum lieben GOtt gericht, denn verlaͤst die Seinen nicht. ö 4. NICHe mehr b'gehr ich vo HErrn und C, denn daß i moͤch — gasee 8 versicht zum lieben Gott gericht/ —4 Ishee erben 6 en Gebot Kht* 0 Zuversch 0 denn et de III ner! 0. B. S. aus! Gtossee O Und keich vor hu das gant I Hsumglek! Un noch rowwe Iusch dem Wilen! Vberschonen, nich lehhen, gosser Hsemesey von dir mzugleich die f „derr wochter Au, die thůten u Wu, drum wolbes Auacde,W. Ogrosser Sor Bamherzigk Iie inn mit ue Rten füͤf und nach dem L MWilert du versche 5 Verken sehn he Ent t Stuff b 0 Iherr wöch Ndie thaten n drum wolle Aauhe V Igoseredt klweichen dick Itspoßtterhole af 890 uch die Eit hun U rien I 48 I e + * 14 EI, I EEHNE N „ 247 Hein 9 12½ Der uuf 74 uen nicht. b id an i ö Zurersia deul t hppt. XXXVI. Von gemei⸗ hoerschonen, nicht nach den Wer⸗ Ile lohnen. le, der'r möchten etwan funftzig 4 15 Bon geme iner Noth. 586 sichte erben nein ehrlichs Leben h seinm Gebot, darnach ein see⸗ I Sterben 3½ Denn ich hab all min Zuversicht zum lieben GOtt geicht, denn er verlaͤtt die Seinen ner Noth. (5.0 B. S. aus 1. B. Mos. am 13. Grosse: GOdtt von Macht, und reich von Guͤtigkeit, wilt du das gaͤntze Land straffen Grimmigkeit? Vielleicht moch⸗ kah noch Fromme seyn, die thaͤten nich dem Willen dein, der'r wollest O grosser SOct von Ehr, Hhferne sey von dir, daß Boͤß und Fum zugleich die strenge Straff be⸗ die thaͤten nach dem Willen drum wollest du verschoͤnen, lich erweichen dich, weil das elend Met so offt erholet sich/der'r moͤch⸗ etwan dreyßig seyn, die thaͤten luh dem Willen dein, der'r wollest Uherschonen, nicht nach den Wer⸗ lohnen. ö O grosser GOtt von Gnad, er⸗ Wé vernimm, der r moͤchtenetwan zwan⸗ tzig seyn, die thoͤten nach dem Wil⸗ len dein, drum mollest du ver scho⸗ nen, nicht nach den Wercken lohnen. 7. O grosser GOtt von That, schau wie die armeErd von deiner Mildig⸗ keit noch einen Wunsch begehrt, der'r moͤchten etwa zehen seyn, die thaͤten nach dem Willen dein, drum wollest du verschonen, nicht nach den Wercken lohnen. 8. O grosser GOtt von Lob, wenn ja das Maaß erfuͤllt, der Suͤnden und aus Zorn uns gar verderben wilt/ so moͤchten doch die Kinderlein thun nach dem rechten Willen dein, drum wollest du verschonen, nicht nach den Wercken lohnen. 9. Ogrosser GOtt von Treu, weil fuͤr dir nemand gilt/ als dein Sohn IEsus Christ, der deinen Zorn ge⸗ stillt, so sieh doch an die Wunden sein, sein Marter, Aagst und schwe⸗ te Pein, um seinet willen schone, uns nicht nach Suͤnden lohne. 6II.) D. P. E. Enn wir in hoͤch sten Noͤthen seyn, Und wissen nicht wo aus noch ein, und finden weder Hulff noch Rath,/ ob wir gleich sorgen fruͤh Und spat. 2. So ist das unser Trost allein,.daß wir zusammen insgemein/ dich an⸗ ruffen, O treuer GOtt! um Ret⸗ tung aus der Angst und Noth· 3. Und heben unser Augen und Hertz zu dir in wahrer Reu und Schmertz/ und suchen der Sunden Vergebung, und aller Straffe Liu⸗ derung. 3—— 4. Die du verheissest gnaͤdiglich al⸗ len, die darum bitt en dich im Nah⸗ men deines Sohns JESu Christ, der unser Heyl und Fuͤrsprecher ist. 5. Drum kommen wir, O HErre GOdt! und klagen dir all unsre Noth: Weil wir ietzt stehn verlas⸗ Hen diese Stim, und in dein m en Thron das Seufftzen tieff sen gar in grosser Trübsal und Ge⸗ fahr. 3 6, Sieh ——........— Von gemeiner Noth. 6. Sieh nicht an unser Suͤnde groß, sprich uns derselben aus Gna⸗ den loß, steh uns in unserm Elend bey, mach uns von allen Plagen key. 7. Auf daß von Hertzen koͤnnen wir nachmahls mit Freuden dan⸗ cken dir, gehorsam seyn nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. (Vrz.) B. R. Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛc. NImn von uns HErr, du treu⸗ er GOtt, die schwere Straff und grosse Noth, die wir mit Suͤn⸗ den ohne Zahl verdienet haben all⸗ zumahl. 2. Behuͤt fuͤr Krieg, Seuch, theu⸗ rer Zeit, fuͤr Feur, Wasser und Pölilen Leid, erbarm dich deiner oͤsen Knecht, wir bitten nad und nicht das Recht. 3. Denn so du HErr, den rechten Lohn uns geben woltst nach un⸗ serm Thun, so müst die gantze Welt vergehn und koͤnnt kein Meusch fuͤr Dir bestehn. 4. Ach HErr 60 L durch die Creue dein, mit Trost und Rettung uns erschein, beweiß an uns dein grosse Gnad, und straff uns nicht auf srischer That. 5. Wohn uns mit deiner Guͤte dey, dein Zorn und Grimm fern von uns sey, warum wilt du so zor⸗ Len seyn uͤber uns arme Wuͤrme⸗ ein. 6. Weist du doch wohl du grosser Hott, daß wir nichts sind als Erd und Koth, es ist ja vor deinem An⸗ gesicht unser Schwachheit verbor⸗ gen nicht. 7. Die Suͤnd hat uns verderbet sehr, der Sgtan plagt uns noch vielmehr, die Welt und unser Fleisch und Blut uns allezeit ver⸗ fuͤhren thut. 8. Solch Elend kenns du, HErr, allein, ach laß uns dir befohlen seyn, gedenck an deins Sohns bittern u· Schand taͤglich von ihnen. 10 0 sieh an sein heilig Wundj oth. 9. Die sind ja fuͤr der gantzen We die Zahlung und das Löͤse⸗Geld, des troͤsten wir uns allezeit, und hoff auf dein Barmhertzigkeit. 10, Leit uns mit deiner rechtig Land, gieb uns allzeit dein heilg Mord. n. Beschehr ein seelig Stuͤndeleih auf daß wir ewig bey dir seyn, dun JEsum Christum deinen Sohn, di mit dir 9290 270 Throl 513. Namm von uns, HErre Go all unser Suͤnd und Missethah auf daß wir mit rechten Glaubg und reinen Hertzen in deinem Dien erfunden werden. 2. Erbarm dich, erbarm dich, barm dich deines Volcks, O Christ das du erloset hast mit deinem theh erbahren Blute. ö 3. Erhoͤre, erhoͤre, erhoͤre unst Bitt, GOtt Vater, Schoͤpffer all Ding, hilff uns, und sey uns gnaͤdih 4. Erhoͤre, erhoͤre, erhoͤre unsh Bitt, O Christe! der Welt Heh land! Bitt fuͤr uns, und sey un gnaͤdig. 5. Erhoͤre, erhoͤre, erhoͤre unsth Bitt, Heiliger Geist, du einige Troͤster, erleucht uns, und sey un gnaͤdig. der HErre: Ich will nicht den Eo des Suͤnders/sondern daß er sich bi kehre und lebe. Alleluja. Laud: Da musten wir viel Schmach 2. W Hand, und seegne unser Stadt uns Wort, behuͤt fuͤrs Teuffels List un *0 6. So wahr ich lebe, spricht Goi (FIA. W. D. aus Ps. 136. 00 + 0o. Stfan Asen Aihein Gesan 00 Worten, un Unigkeit eue um Lad⸗ Ach ein Logesh In, on den Ge Wselich thut er Wiesolten wi Elend ietzt en singen ei Whennus 0 sch Iun Hhechten wein ver When! Wenn ich Iuhedenck, mein Wshenck, und il Khnn. YN venn ich n seh, Jerusalem, sing demner Freude inmermehre Ader Edom sehr em,O HErr di Machen: Neiß ab Eund, vertilg f Wund, den Bod. gen Du schnoͤde! hrochenund ze dnidgeön I tiederkehret Ub Schalckheite Hach mit solchen gemsessen! D. U lein, dam Aen. Ehr sey den undauch alg erim An Euns seineEnr Risem Jamm scheuen uͤber 11 Mesen, un hen rt, bar Iie ward; schumen. 6 d Iihenge Von gemeiner Noth. ö 30 efangen hielten lang, Tauselben Orten, begehrten As ein Gesaug mit gar spoͤtt⸗ Beh ahen Worten, und suchten in der en Scurigkeit ein froͤlichen G'sang in Im Leid: Ach lieber thu uns sin⸗ eein Lobgesang, ein Liedlein Hn, von den Gedichten aus Zion, gfroͤlich thut erklingen. 3. Wie solten wir in solchen Zwang Elend ietzt vorhanden, dem Orren singen einen G'sang/ so gar nrembden Landen 2 Jerusalem! eheß ich dein; So wolle GOtt der Richten mein vergessen in mein m daen! Wenn ich nicht dein bleib 0itedenck, mein Zung sich oben Aisse zuhenck, und bleib am Rachen lcen. Ja wenn ich nicht mit gautzen Fliß, Jerusalem/ dich ehre, im An⸗ sang deiner Freuden yreiß/ von ietzt un immermehre! Gedenck der kuder Edom sehr, am Tag Jeru⸗ aallm, O HErr! die in ihr'r Boßheit herte uchen: Reiß ab, reiß ab, zu aller Ier Shund, vertilg sie gar biß auf den . den Boden wollen wir bre⸗ Ardete u ier Delt it deinen eihrochen und zerstoͤhret, wohl dem, Ii dir wird gebn den Lohn, und dir de wiederkehret, dein Ubermuth un Schalckheit groß, und mißt dir auth mit solchen Maaß, wie du uns has gemessen! Wohl dem, der deine Alder klein erfast und schlaͤgt sie an eil Stein, damit dein wird ver⸗ gesen. Ehr sey dem Vater und dem Sihn, und auch dem Heilgen Gei⸗ als er im Anfang war und nun, ouuns seine Gnade leiste, daß wir audiesem Jammerthal, von Her⸗ heh scheuen überall der Welt gott⸗ Ises Wesen, und sterben nach der nlen Art, barzu der Mensch ge⸗ liet ward; Wer das begehft, sllech Amen. s15.) E. G. aus dem 189. Ps. Kel, HErr JEsu Christ/ du ze. 24 It Sculden: A E R. Du schnoͤde Tochter Babylon/ Err, der du vormahls hast dein Land mit Gnaden angeblicket, und des gefangnen Jacobs Hand ge⸗ küßt, und ihn ergvicket, der du die Sünd und Missethar, die dein Bolck vor begangen hat/ hast vaͤter⸗ lich verziehen. 2. HErr, der du deines Eyfers Glut zuvor hast gbgewender/un nach dem Zorn das suͤsse Gut der Lieb u. Huld gesendet/ ach frommes Hertz/ ach un⸗ ser Heyl, nim weg/ u heb auf in der Eil/ was uns betruͤbt und kraͤncket. 3. Loͤsch aus HErr deinen grossen Grimm im Brunnen deiner Gna⸗ den/ erfreu und troͤst uns wiederum, nach aus gestandnem Schaden.Wilt du denn zuͤnen ewiglich und sollen deine Fluthen sich ohn alles End ergiessen? 4. Wilt du, O Vater, uns denn nicht nur einmahl wieder laben/und sollen wir an deinem Licht nicht wie⸗ der Freude haben 2 Ach geuß aus deines Himmels Hauß, HErr/ dei⸗ ne Guͤt und Seegen aus auf uns und unsre Haͤußer. 3. Ach daß ich horen solt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Frie⸗ de solt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluß. der Waffen Ruh, und allen Un⸗ gluͤcks Ende. 6. Ach! daß doch diese boͤse Zeit sich stelit zu guten Tagen, damit wir in dem grossen Leid nicht mo⸗ gen gantz veriagen, doch ist ja SOt⸗ tes Huͤlffe nah, und seine Gnade stes het da all denen, die ihn fuͤrchtetn. . Wenn wir nun fromm sind/ wird sich GOtt schon wieder zu uns wen⸗ den, den Krieg und alle andre Noth nach Wunsch uns also enden, daß seine Ehr in unserm Land und uͤ⸗ ber alle werd erkandt, ja stetig bey uns wohne. 8. Die Guͤt und Treue werden schon einander gruͤssen muͤssen, Ge⸗ rechtigkeit wird einher gehn und Friede wird sich kuͤfsen! Die Treue + 4 wird ——— 590 Von gemeiner Noth. wird mit Lust und Freud auf Erden bluͤhn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der HErr wird uns viel Gutes thun, das Land wird Fruͤchte geben, und die in seinem Schooße ruhn, die werden davon leben: Gerechtigkeit wird dennoch stehn, und stets in vol⸗ lem Schwange gehn, zur Ehre sei⸗ nes Nahmens. G1⁵) Mel. HErr JEsu Christ, du h. A HERR in viel Gefahr und Noth/ wir allesamint ietzt schwe⸗ ben: Gedencke, daß du treuer GOtt hast die Verheissung geben, du wol⸗ lest helffen iedermann, der dich in Noͤthen ruffet an, drum wollst du uns auch retten. 2. Dergleichen Huͤlffe sind wir zwar nicht wertb als grosse Suͤnder: Doch finden sich noch hier und dar viel deiner frommen Kinder, um f derer willen wollest du uns Rath und Hüͤlffe schicken zu in diesen Lan⸗ bes ⸗Noͤt hen. 3. Der Frommen Anzahl ist zwar klein, die dieses Land bewohnen: Doch wenn nur wuͤrden zehen seyn, wirst du des Landes schonen, damit dein strenges Straff⸗Gericht die Frommen zugleich moͤge nicht ver⸗ derhen mit den Boͤsen. . Laß dir die vielen Kinder doch zu Hertzen gleichfalls gehen, die was linck oder recht sey noch aus Jugend hicht verstehen: Ach! siehe sie mit⸗ Leidig en, wie du zu Ninive gethan, und schone drum des Landes. 3. Viel Suͤnder als wohl muͤglich ist, sich noch bekehren koͤnnen, wo du nur ihnen Raum und Frist zur Busse wirst vergoͤnnen, weil du nun nicht wilst ihren Tod, so laß durch allgemeine Noth sie samt uns nicht verderben. 6. Ach HERR, dein Reich und grosser Ruhm wird mercklich sich vermindern, wo du dein Erb und und in der Truͤbsal Huͤlsen 10 die uns vor Augen schweber, Ceufel 7. Wiewohl diß alles dienet mich.dt, und u die Hülffe zu euzwingen: Daran Fenhen Ah wir fur sein Angesicht ein ande Iaat uñ tratun Mittel hringen, die Bitte nehmlih Ingt von Hert so dein Sohn, bey dir einleget I) Mel. O0r Person/ die wollest du erhoͤnen. ¶ Abtt Burn hi Laß seine WundenCreutz uMner ssen Tod dein Vater⸗Hertz erweicheh Iuher Mund und und hierum unsre Landes⸗Noth ii Ion A Ende bald erreichen. Durch seiln hlürhrngen Marter, Qvaal und Pein, laß diß saHeir schn Verderben von uns seyn in Gnadij Duweifuun ahgewendet.„unste Paagen 9. HErr, unser GOtt, wir liegn Iuntt GOtt und l hier fuüͤr dir auf unsern Knien, enE ehet e lassen anch nicht ab von dir, biß Nu I nn Hund diß hast verliehen, wir hoffen gass Eundmm hestaͤndig drauf, und hoͤren nicht mE er Eunden de Beten auf, biß du uns hast geholf t enngenaber en., de wir sie 10. Nun treuer Vater lasse dir d Aathtet und mit Noth zu Hertzen gehen, und die G sihortgesegt, fahr, darinnen wir im gantzen Leben u Furcht dein stehen, errette uns durch deine Hanh/ Ihn gemett. daß wir und unser armes Land en chschon halten moͤgen bleiben. falln dirindie 11. Wir wollen für die Huͤlffe dich Hunden Ztt, u von gautzen Hertzen preisen, un semne; Laß deine was der Schwachheit halber sich sichergestiß, hi nicht lasset hier erweisen,das wolleh h dennuntee wir zu seiner Zeit, zusammen in da Wilasen n Seeligkeit durch ewig Lob erfetzen h u un n (In voriger Melodey. Eigenthum mit allen deinen Kin⸗ dein in der Gefahr laͤht untergehn, odey. ündsort, Eiß Gose Vater aller Guͤtigkesh h. Hen, e im Himmel hoch dort oben, eY Vort barm dich deiner Christenheit, umh esi igich,as steur des Feindes Toben, die Sacht geht dich selber an, drum mach dich selber auf den Plan, und sey dah IAb grob verdien Heyl der Armen. ohnungv 2./ GOE Sohn, du allerhoͤchfteh Eiterener Gut, vom Vater uns geschenckeh Whsahar Ium' staͤrck in uns unser Hertz und Muth) Worgeoxfferth welchs ist bißher gekraͤncket al A ömnen Teufel und den Gliedern sein, erhal luste Suͤde uns bey der Lehre dein, laß uns den Isd, Ein ude selbn geniessen. etgehohrn 3. GOlt Heilger Geist du Droͤsten Genm hiedir G. werthh Infif Tadar wir bek 2 Von gemeiner Noth. 2 erdu wollst von unis nicht wei⸗ der Teufel ficht mit Lůgen und n sichserdt, und will uns gar um⸗ sihlschen. Ach hilff, heilig Dreyfal⸗ ihkit, uñ troöst uns ja zu dieserZeit, miningt von Hertzen Amen. Gig) Mel. O GOtt du frommer ꝛc . Grt Vater hoͤre doch nach dei⸗ ner grossen Güte, was unser Hoͤler Mund und trauriges Gemuͤ⸗ the in unser Angst und Noth nicht mohl furbringen kan. O HErr, hilff unOHErr, sieh uns innaden an: Du weist ja unser Leid, du ken⸗ hessunsre Plagen: Ach ltroͤst uns Hebte GOtt, und laß uns nicht ver⸗ iagenEs stehet ja bey dir, und dei⸗ Geiund rette unser Land. 8. Den heilgen Leib fuͤr uns ans Creutzes⸗Holtz gehencket, das rosin⸗ farbne Blut, mit welchem er uns traͤncket, das bringen wiß fuͤr dir in wahrer Reu und Leid, inn Glauben und Gebeth, GOtt aller Guͤtigkeit. 9. O Vater, du wirst ia diß Opffer nicht verachten, das sich so williglich fuͤr uns hat lassen schlachten: Es ist dasselbe Lamm, auf welches ist ge⸗ legt die Suͤnde aller Welt, die es alleine traͤgt. 10. Darauff vertrauen wir, drum laß uns nicht verderben: Nimm dei⸗ nes lieben Sohns Geburth, Creutz, Leiden, Sterben und Aufferstehung an; fuͤr unser Vaͤter Schuld, auch Iilarcken Hand, tritt du auf unsre fel bst begangne Suͤnd/ und schenck uns deine Huld. Der Sünden dencke nicht, die nu. Beschuͤtze deine Kirch, und weil gen Eũ egangen haben so viel und lan⸗sie stets muß kaͤmpffen, so hilff du it, da wir stets deine Gaben selbst die Macht und List der Feinde n Duntt lasthi Lruihtet und mißbraucht, in Boß⸗daͤmpffen: Erhalte biß ans End, O ie Aeitfortgesetzt, und ohne Scheu HErr an unserm Ort, auch deinen tzt. 0 gewe Ach schon! ach schone! HErr! + Vys denn un ste Sunde ist. Wir lassen nicht eh ab, biß du Isch zu uns neigest! Wir seufftzen iligst. HErr, deine Allmacht kan Hiteinem Wort allein uns retten taftiglich, aus Truͤbsal, Angst und 1 B. %, 6. Zwar wir bekennen es, wir ha⸗ eit grob verbienet, doch hat dein Hehꝛ Sohn uns voͤllig ausgesuͤhnet, st ausCreutzes Stamm fuͤr unsre ssethat zum lieblichen Geruch chdir geopffert hat. Wil konnen ausser dem fuͤr uns iunsre Sünden kein ander Loͤse⸗ Old, kein ander Opffer finden: Dan eingebohrner Sohn, der ist % den wir dir GOtt, tragen alle⸗ hum süssen Opffer fuͤr. — 2. b — Furcht dein Rach⸗Schierdt Gottesdienst, das seeligmachend Wort. 12. Gieb allgemeinen Fried/ auf daß Hitfall'n dir in die Arme, jetzt ist die die Kirch auf Erden, und unser Va⸗ bclden⸗Zeit, zu Gnaden dich er⸗sterland ergvicket moͤge werden: Be⸗ lahe; Laß deine Guͤte doch/die uus huͤt uns allesamt fuͤrTheurung, Pest shher gefrist, hinfort auch groͤffer elt entund fort, biß du uns Hülff er⸗ dig ab Furcht Elend, Angst und und Prand: Gieb heilsam Regi⸗ ment, gieb Gluͤck zu allem Stand. 13. Exrett uns all aus Noth, die wir darinnen stecken: Ach wende gna⸗ Schrecken; Sey unser Schutz und Rath: GO brich das Joch ent⸗ zwey, und mach uns aller End von Plag und Drangsal frey. 14. Fuͤr diese Guͤtigkeit, die du uns thust erweisen, O Vater, wollen wir hernach dich immer preisen; Und deine grosse Gnad und deines Nah⸗ mens Ehr in steter Danckbarkeit ausbreiten mehr und mehr. I5. Hierauf so sprechen wir in JEsu Christi Nahmen auf sein untruͤglich Wort ein glaͤubig freudig Amen. O JEsu Christ, durch dich und dein gewiß/j Verdienst allein, wird alles gantz Gig und Amen seyn. +(119.) Von gemeiner Noth. 300 (719.) I. H. Mel. Singen wir aus Hertzens ꝛe. Tauen Waͤchter Israel, des sich freuet Leib u. Seel, der du weist um alles Leid deiner armen Chri⸗ stenheit, Odu Waͤchter, der du nicht schlaͤffst und schlummerst, zu uns richt dein huͤlffreiches Angesicht. 2. Schau, die grosse Noth und Qvaal trifft bein Volck ietzt uͤberall, taͤglich wird die Truͤbsal mehr, hilff, ach hilff! schütz deine Lehr, wir ver⸗ derben, wir vergehn, nichts wir sonst fuͤr Augen sehn, wo du nicht bey uns wirst stehn. 3. Hoͤherpriester, JEsu Christ, der du eingegangen bist in den heilgen k Ort zu GOtt/ durch dein Creutz und bittern Tod: Uns versoͤhut mit dei⸗ nem Blut, ausgeloͤscht der Hoͤllen Eutp wiederbracht das hoͤchste uth. 4. Sitzst auch heut ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehre gleich, unser Mittler und Patron, seine hoͤchste Freud und Cron: den er in den Hertzen traͤgt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlaͤgt. v. Klaͤglich schreyen wir zu dir, Klopffen an die Gnaden⸗Thuͤr, wir, die du mit hoͤchsten Ruhm dir er⸗ kaufft zum Eigenthum, deines Va⸗ ters Zorn abwend, der wie lauter Feur ietzt brennt, und schier alle Welt durchrennt. 6. Zeig ihm deine Wunden roth, red von deinem Creutz und Tod, und was du mehr hast gethan, zeig ihm unsertwegen an: Sage, daß du unsre Schuld hast bezahlet mit Gedult, uns erlanget Gnad und Huld. 7. JEsu/ der du JIEsus heist, als ein JEsus Huͤlffe leist: Hilff mit deiner starcken Hand, Menschen⸗ Huͤlff hat sich gewandtz eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde dafür grau, und mit Zittern dich anschau. 8. Liebster Schatz Immanuel, du Beschuͤtzer meiner Seel: GOtt mit 7 IN uns in aller Noth, neben uns, undie Ife di nah/ uns GOtt. Gott fuͤr uns zu algs Ihren e Zeit; Trotz dem, der uns thut euH Debhalben Leid, GOttes Straff ist ihm bereit susen soichen 9. Deines Vaters siarcker Arm, oßh im müsen docht und unser dich erbarm! Laß ihm s Kom Kön hen deine Macht, drauff wir hoffhs shl, daß Erde Tag und Nacht! aller Feinde Kußh aheh,wenn t yel trenu, daß dich alle Welt erkenn Der sincke L aller Herren HErren nenn. te auf unse 10. Andre trauen ihrer Krafft,Ius Ahte Heyland rem Gluͤck und Ritterschafft. Dah h tuns zuglle ne Christen sehn auf dich, trauen zes I Noth rt e sich festiglich! Laß sie werden nich Eruns inmetdz zu Schand, bleib ihr Helffer u Emsstdruüm blken Rndt sind sie dir doch gantz he Kommt her a nöt. Strrn Werck, d II. Guͤrte dein Schwerdt an d glöhtet, dem Kt Seit/ als ein Held und fuͤr sie streh sant Snt inalle und zerschmettre deine Feind/s vi Die Bogen n ihr auf Erden seynd, auf die Haͤsf llcht,die Srieße tritt du ihn'n, leg sie dir vum Schh assht die Wagen e mel hin, u. brich ihren stoltzen Sin Sey file un 12. Du bist ia der Held und Man hi ich Ott bina der den Kriegen steüren kan, der Ii I Ehr einlegen Spieß und Schwerd zerbricht, di Munud die Bogen macht zu nicht, der di dun Licht und M Wagen gar verbrennt, und del iunder ist geacht. Menschen Hertzen wendt, daß dis Eie dampsen. Krieg gewinnt ein End./ Der flarcke! 13. JEsus, wahrer Friede⸗Fuͤrh sssets auf unser der der Schlangen hat zerknirschh Rheyland arn ihren Kopff, durch seinen Tod wit len Heite derbracht den Fried mit GOtt, giel Euhn und Helge uns Frieden gnaͤdiglich!? So wins sieusckestgenne dein Volck freuen sich, dafuͤr ewihs uiten Näthen. preisen dich. E——— C20.) Mel. Aus tiesfer Noth ꝛc. XX Geott ist die Staͤrck und Zuven— sicht, die Hůlff in unsern N ön Kra then, darum so fuͤrchten wir un 6 nicht wenn man uns wolte toͤdten II. Wennme Ja wenn die Welt in kurtzer Zel IEin Gott gleich untergieng, und allbereit dij Kuanckheit Berg ins Meer versincken. darnleder, 2. Dennoch soll unsers GOtte Zusuch Kuh, Stadt fein lustig allzeit hleiben mülskilhn, men h, ihren Bruͤnnlein, die sie hat, den I, W Sch kan die Noth abtreiben, der seine hch mchre: d ee Mlin. ulfts 29 Von Kranckheit. 30⁸ AIütüchn 2 sfeist dir nah⸗Gott selbst ist bey e innen, 46 . Oeshalben bleibet sie dennoch icen solchen Plagen, die Heyden een ghesmüssen doch hinfallen und ver⸗ gigin? Kein Koͤnigreich kan da be⸗ s, das Erdreich muß fuͤr ihm Leinde Versehn, wenn er sich laͤsset hoͤren. lech(Der slarcke Herrscher Zebaoth „ihets auf unsrer Seiten: Der Ereßt zche Heyland Jacobs G O T O/ st. chlst uns zu allen Zeiten. So offt Haft. e INoth trisft und Gefahr, erret⸗ rdetheus Erte uns immerdar, wenn wir mit r Helseet Ekehst drum bitten. dech gem s. Kommt her und schaut des 2. Doch kanst du mir burch deine Hrafft Huͤlff und Errettung schi⸗ cken, dů kanst mit neuen Lebens⸗ Safft den matten Leib erqvicken, und in mir schwachen maͤcht ig seyu, ob jch schon weder Arm noch Bein kan ruͤhren noch bewegen. 3. Ich linge wie ein armer Wurm, es thut mir niemand Gutes: Doch auch im groͤsten Unglucks⸗ Sturm bin ich getrosten Muthes. Ist gleich die Noth groß, weiß ich doch/ daß du bist treu und staͤrcker noch, als alle Noth auf Erden. 4. Durch diese grosse Vaters⸗Treu wirst du mir so auflegendaß meine YEren Werck, der Leut und Land Last erträͤglich sey, nicht uͤber mein ln Schneht en Kisöhret, dem Kriege doch durch Feind LeiDie Bogen unser Bott zer⸗ udie Leicht, die Spieße gleichfalls er zer⸗ Eir um E Alicht, die Wagen er verbrennet. nelzene 6, Sey kiille und erkenne doch,, haslch GOtt bin auf Erden, der ich iEhr einlegen noch, daß mans nne werden. Ich will der Hey⸗ en Licht und Macht/ so groß die siher ist geacht, mit Ruhm und hte daͤmpffen. Der starcke Herrscher Zebaoth csets auf unser Seiten: Der rech⸗ e heyland Jacobs GOtt, schuͤtzt leu allen Zeiten. Gott Vater, Spn und Heilger Geist, ietzt und uwigkeit gepreißt, reißt uns aus usru Nöͤthen. XXXVVII. Von Kranckheiten. 3 Ael. Wenn mein Stündlein ꝛe. Ein GOtt, du schickst mir Kranckheit zu, ich liege hart darnleder, ich habe weder Rüs noch Ruh, krafftloß sind alle Hder, mein Hertz im Leib ist ab⸗ thrt, die Schwachheit sich noch alich mehrt: Ich weiß mir nicht / helffen. Vermoͤgen, ich bitte HErr, nur um en in Staͤrck in aller Welt auch weh⸗Gedult, so wird mich enblich deine Huld aus allen Jammer fuͤhren. Wilt du HErr, daß ich von der Welt ietzt noch nicht soll abscheiden, mein GOtt, es sey dir heimgestellt, verkrtze nur mein Leiden. Erwecke frommer Christen Sinn, die mir⸗ der ich verlassen binmit Trost und Huͤlff erscheinen.. 6. Gieb neue Kraͤffte, hilff mir auf, laß sich die Pein verliehren. Hilff⸗ daß ich meinen Lebens⸗Lauff her⸗ nach moͤg Christlich fuͤhren. Solls aber ietzt gestorben seyn, so geb ich meinen: Willen drein: Gott sey mir Suͤnder gnaͤdig. 6²².) P. G. Daucksagung nach ausgestandner Kranckheit. Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛc. Iden preise dich und singe, HErr⸗ deine Wunder⸗Gnad, die mir so große Dinge bißher erwiesen hat, denn das ist meine Pflicht, in mei⸗ nem gantzen Leben dir Lob u. Danck zu geben, mehr hab und kamiich nicht. 2. Du hast mein tl,demaber aus mancher tieffen Noth, dem aber der da gehet, und suchet meinen Tod. und thut mir Hertzleid an, den hast du weggeschlagen, daß er sich mei⸗ ner Plagen mit nicht erfreuen kan. 3. HErr⸗ Von Kranckheiten. noch wo ich bin. 4. Ihr Heiligen lobsinget und dan get, nicht allyusehr betruͤbt. bald ein Ende, sein den Abend waͤhrt das Weinen, des Morgens macht das Scheinen der Sonnen gutes Muths. 6. Ich sprach zur guten Stunde, ba mirs noch wohl ergieng, ich steh auf festen Grunde, acht alles Creutz ge⸗ ring, ich werde nimmermehr, das weiß ich, niederliegen, denn GOtt/ der nicht kan truͤgen, der liebt mich gar zu sehr. 7. Als aber dein Gesichte, ach GoOtt! sich von mir wand, da war mein Trost zu nichte, da lag mein Helden⸗Stand: Es war mir Angst und bang, ich fuͤhrte schwere Kla⸗ gen, mit Zittern und mit Zagen; HErr mein GOtt wie so lang! 8. Hast du dir fuͤrgenommen, mein ewger Feind zu seyn?ꝰ was werden dir denn frommen die ausgedorrten Bein, und der elende Staub, zu welchem in der Erden wir werden, menn wir werden des blassen Todes Raub ꝛ 9.So lang ichs Leben habe/ lob ich deiner Ehr, dort aber in drum eil und hilff mir auf, mir Krafft und Leben, d Seu 3. HErr mein Yort/ da ich Kran cker vom Bette zu dit schrey, da ward dein Heyl mein Ancker, und stund N mir treulich bey, da andre fuhren hin zur finstern Todes⸗Hole, da HErr, ab 7 hieltst du meine Seele uͤnd mich cket eurem HErrn, der, wenn die und fuͤr das Traue Noth herdringet, bald hoͤrt, und hertzlich gern uns Gnad und Huͤlffe giebt, ruͤhmt den, deß Hand uns traͤget, und wenn er uns nun schlaͤ⸗ 5. GOtt hat ja Vater Haͤnde, und straffet mit Gedult/sein Zorn nimmt Hertz ist voller * Huld, und gönnt uns lauter Guts, sing guf die Todten⸗Bahr, mir solt it t abe dem in der Erden ein Raum Grabe gedenck ich dein nicht mehr, werden. und gieb 4. O! wie offt dacht ich wohl beh afüͤr will ich mir, mein Leben ist versch dir geben meins gantzẽ Lebens Lauff. hilfft nun ferner nichts d 10. Nun wohl.ich bin erhoͤret, mein Seit ist abgewichen; Ich tzen ist erfuͤll, mein Creutz ist muß nun diese Welt, und a umgekehret, mein Hertz leid iss stille, mein Graͤmen hat ein Eil Es ist von meinem Hertzen der i tern Sorgen Schmertzen durch Hih gewendt. 1I. Du hast mit mir gehandelt nas besser, als ich will, mein Klagen derwandelt in eines Reihens Syfs X⸗Kleid, in gi ich vor gestoͤhnet, da hast du michg eroͤnet mit suͤsser Lust und Freud. 12. Auf daß zu deiner Ehreme Ehre sich erhůb, und nimmer siil waͤre, biß daß ich deine Lieb und n gezaͤhlte Zahl der grossen Wundeh Dinge mit ewgen Freuden singe/i * guͤldnen Himmels⸗Saal. (523.) G. W. S. Dancksagung nach ausgestandua Kranckheit. Mel. Erbarm dich mein, O HEshh Doich, mein GOtt, will ich nu erhoͤhn, du Koͤnig bist zu prei sen. Mit Lobe will ich fuͤr dir stehn mein danckbar Hertz erweisen, dah du GOtt bist derselb allein, mit dei ner Huld und Gnaden⸗Schein dem ichs zu dancken habe, daß ih erloͤst vom Grabe. 2. HErr du hast meine Missethol 2 7 nem grossen Rath viel Gutes mi geschehen. Weil deine Hand seht vaterlich durch Kranckheit hat g zůchtigt mich, nun aber meinem L⸗ ben die Kraͤffte wieder geben. 3. Umfangen war ich überall mit Geschoͤpff ergvicken. Mein Leben hieng an einem Haar, ietzt solt ich gemachit lichen; eh afuͤr, die Ues, was so so gnaͤdig uͤbersehen, es ist nach de IU finstern Todes⸗Stricken, da liesseß du vom Himmmels⸗Saal mich dein soll/ ich schllt,tele +⁷ 1* asch weiß, daß 00, Wiedrunm pl Wach: Wud nd Ien: Des Me 13 Hesthehn, d chte sehndes At Ir⸗Ach! Dunn Hochfe Ahhft nicht mehe Hein Matck und t, von wegen z Waberhaßmeing Mese Kranckheit at dot haftdugenelge Ieh eeget. „ODuhaftdieSün AHst nicht mehr ran shobtt mich aus des MFmix das Leben Alich wiedrums IAkonden Todten! eine Guͤte wei Mathe. OSott! wie! Val dein loͤbliches o und hoch ist Wf gusRorh un Misschen Huͤlffet Het deine Treue; Imeitr Vertraue Whland, hauen. Dubider, sod Wderlehendig m. e ein Ziel geßte Ae bewachet. Du ir treuen Helf Ach non wie guf Lebens fteue 2 Hf, HErr, An dir ein ner — — Vom Krieg und Frieden. 6⁰ ichbalt, Verlaffen und geseeg⸗mich hehüten wirst„ biß dumich auf 2 Hunen der Tod wird mir begegnen. wirst loͤsen, biß du nach diesem Le⸗ Vch weiß, daß ich, wanns tagte, beus⸗Enuf, mich nmmst in deinem Himmel auf, da werd ich sonder Krancken in Ewigkeit dir dancken. XXVXVIII. Von der Krieges⸗Noth, und um Friede. (5240 M. L. H. dᷓ U Friede⸗Fuͤrst, HErr IEsu Christ, wahr Mensch und wah⸗ rer Gott, ein starcker Nothhelf⸗ fer du bist im Leben und im Tod; Drum wir allein im Nahmen dein, Aerzeiget. zu deinem Vater schreyen. Ou hast die Sünden ausgethan, 2. Recht große Noth uns sloͤsset an, uilnicht mehr dran gedencken, du von Krieg und Uugemach, daraus uih urt, O HETihft mich aus des Todes Bahn, uns niemand helffen kan, denn du, ilmir das Leben scheucken. Du drum fuͤhr die Sachi Dein'n Vater chuhn mich wiedrum dir zu Ehr geho⸗bitt, daß er ja nicht im Zoyn miit unlon den Todten her. Drnm prei⸗ uns woll fahren. ludeine Güte mein freudiges Ge⸗ 3. Gedenck, Herr, ietzund an dein Anihe. Amt, daß du ein Fried⸗Fuͤrst bist, 35 GoOtt! wie wird doch taͤglich. und hilff uns gnaͤdig allesamt, ietzt el dein löbliches Erbarmen, wie und zu dieser Frist; Laß uns hinfort hale des guif und hoch ist deine Treu, du dein goͤttlich Wort in Fried noch rult Ifs ausNoch uns Armen Wann laͤnger schallen. Risechs Rin schen⸗Huͤlff ein Ende hat, so 4. Is it groß Elend und Gesahr, Alsinhet deine Treue statt; Drum will too Pestilentz regiert, aber viel groͤß⸗ techeiein Vertrauen bloß auf dich,ser ist fuͤrwahr, wo Kyieg gefuͤhret Shelland, bauen. wird; Da wird veracht und nicht e Hu bist der, so die Todten weckt betracht was recht und loͤblich huen zindder lebendig machet, von dir ist war e⸗ e im ein Ziel gesteckt, von dir seyn F. Da fragt man nichts nach Er⸗ IAtir bewachet. Du bist es ja alleine barkeit nach Zucht und nach Ge⸗ Ih dir treuen Helffer schreib ich zu, richt„Dein Wort liegt auch zu sol⸗ Aichahsch nun wie aufs neue mich mei⸗ cher Zeir/ und geht im Schwange ienLebens freue. nicht; Drum hilff uns, HErr, treib 10 Hilsf, HEtr, mein GOtt, laß von uns fern Krieg und all schaͤb⸗ Ius vor dir ein neues Leben führen, lich Wesen. ö ich ich in eyfriger Begier, mein 6. Verdienet haben wir alles wobl Htze möͤge zieren mit angenehmer und leidens mit Gedult: Doch dei⸗ UleOuckbarkeit, Laß mich, so lange ne Gnad groͤsser seyn soll denn un⸗ Nnir Zeit noch wilst zu leben ge⸗ ser Suͤnd und Schuldz Darum ver⸗ e nach deinem Worte leben. uns Iren.—— Lieb, die du fest zu , Ich hoffe daß du, Lebens⸗Furst,uus ragest. sisrt vor allem Bösen genaͤdig] 7. Exleucht auch unser Sinn 4308 127˙⁷ 4.7 ——— Stande gieh uns auch an allem Ort. 603 Vom Krieg und Frieden. 6⁰4 Hertz durch den Geist deiner Gnad/ daß wir nicht treiben draus ein Schertz, der unser Seelen schad! O IJEsu Christ! allein du bist, der solchs wohl kan ausrichten. (525.) M. C. S. Mel. O HErre Gott dein ꝛe. G Fried, O frommer treuer Gott! Du Vater aller Gna⸗ den: Wend ab die groß vorstehend Noth, verhuͤt all unsern Schaden. Der Feind mit Macht, dahin nur S tracht, die Voͤlcker zu verheeren, die deinen Sohn, den Heyland frohn, bekennen, lobn und ehren. 3. Gieb Fried, o JEsu, lieber Err! du Schutzer deiner Heerde:st langet an dein Amt und Ehr dein GOttesdienst so werthe: Solchs all's der Feind mit Ernst ietzt meynt, wills hindern und ausrotten, drum steh uns bey, HErr JEsu, frey, die Feinde mach zu Spotte. 3. Gieb Fried, O HErr Gott Heilger Geist! du Troͤster aller Bloͤ⸗ den! dein Hulff uns ietzt und allzeit leist, laß dein Kirch nicht veroͤden. Das G'beth erweck, den Glauben staͤlck, gieb wahre Buß und Reue, die Feinde stuͤrtz, dein Volck beschuͤtz, auf daß sichs ewig freue. 636.) Eigene Melodie. Gole, der Friede hat gegeben, laß den Frieden ob uns schwe⸗ ben, Friede, Friede, Friede in dem Lande, Gluͤck und Heyl zu allem Stande. . Friede hat uns GOtt gegeben, daß wir sollen Friedlich leben, Frie⸗ deFriede, Friede in dem Lande/ Gluͤck und Heyl zu allem Stande. 3. Billig wir vom Friede singen, loben GOtt in allen Singen, Fric⸗ de, Friede, Friede in dem Lande/ Gluͤck und Heyl zu allem Stande. C27 A. Mel. Freu dich sehr O meine ꝛc. Gote gieb Fried in deinem Lan⸗ de, da du wohnst mit deinem Wort, Glück und Heyl zu allem Mach des Kriegessbald einEnd, da nen Frieden zu uns wend, daß wi stehen moͤgen bleiben, dein Won unverhindert treiben. ne, die dich ehrt und recht erkennt und auch JEsum Christ alleine ren Seeligmacher nennt: Laßf⸗ Schutz und Friede han, daß i nichts mehr haben an alle die wit Geite streiten, steh ihr bey auf alli eiten. 3. GOtt, gieb Fried an allen Ei geht, laß dein Wort nicht von umt wenden, weil darauf dein Ehr he⸗ eht, wend von uns ab falsche Leht, die dein Wort verdunckelt sehr, Ia uns dein Wort helle scheinen, mach seelig dadurch die Deinen. 4. GOtt gieb Fried zu allen Ze⸗ ten, weil wir ietzt das Leben han, sonst kan niemand fuͤr uns streiten mit Menschen ist nichts gethah, darum du HErr JEsu Christ, di du unser Kriegs⸗Fürstibist, streit fiz uns als deine Freund, stuͤrtz all den und unsre Feinde. Gott gieb Fried, es thut von noͤthen, weil die Feind so grausan seyn,mit Raub, Brand, Wuͤten und Toͤdten, schonen nicht der Kinde⸗ lein/raͤche das unschuldig Blut, daß um Rache schreyen thut, straff der Feinde Suͤnd und Schanden, derer sie sich unterstanden. 6, GOtt, gieb Fried, den nicht kan geben die gottlose boͤse Welt, die mit Wollust, Gut und Geld: JES Friede geben wirst/ so woll'n wir di Ehr erweisen, dich mit Ireud loben und preisen. (6³8.) Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛe. Aib GoOtt! dein arme Christen/ gung leidt/ sie wird geprest, geaͤng meh 2. GOtt gieb Fried deiner 24. 00 den, da dein Wort im Schwange ö ihrem Krieg thut streben nur nach Christ, du Friede⸗Fuͤrst, wenn di heit, jetzt allenthalbn Verfol X stet sehr/ sie kaus faf nicht vertragen r. 09 IMotd nundr 0766 wird vethe At, man schon⸗ At. zist warucse Ich hab,olieber E Welenden Würn Wartte Kinderlel Herr JEsu, Rreib von u At, den Tück ad, die deinem — W. Damit senerd KGried und Rah an Mütfälcchtgerreh h lebn aufdieser E Ach bu erglieh Wa als aufs Hoch len Menschen! Mih gun nicht mehr „Mit deiner H. Ap in unser Net Iun, ach komm u Leut aus die Aherlichkeit. Heb auf den K Miaschwerdt, eh Wrrth verechtt, bet Pilden Stand, 6— Huff,HErr, sich, end ab') Kach wirmolndi slschhhier eitlicht 8. Dit 4 Vom Krieg und Frieden. 606 Die Feinde tobn gewaltiglich, % uNord'n und Brennen grausam⸗ d ösch es wird verheert all's mit Ge⸗ al, man schonet weder Jung Reigerse 0gH Alt. Srt Es ist zwar unser Suͤnden schuld, öcab, o lieber GOtt, Gedult mit imelenden Wuͤrmelein, schon un⸗ * Illirme Kinderlein. 3 e cin eid, die deinem Wort zuwieder in Scrt W-d. ntn,. Damit ferner dein liebes Wort, len E iuied und Ruh an allen Ort, rein, ale Alrfaͤlscht gepredigt werd/ so lang hliglebn auf dieser Erd. AIuch du hertzliebster SsuChrist, nel alls aufs hoͤchste kommen ist, Auallen Menschen ist sehr bang, so les nun nicht mehr aussen lang. Mit deiner Hülff die wir be⸗ Hehin in unser Noth ohn alls Auf⸗ bis, ach komm und rett' uns ar⸗ teeut aus dieser Kriegs⸗Be⸗ Piterlichkeit. eb auf den Krieg, nimm weg Eichwerdt, eh wir werden da⸗ üunt verzehrt, bescher gewünschten e en⸗Stand“, bey uns und auch Aialdern Land. „Hilff,HErr, du Helffer gnäͤ⸗ dsglch, weind ab die Straffen va⸗ terlch, wir wolln dich preisen danck⸗ ganden, Iu insch, hier Heillich 18bent ewiglich. 2 (29... Nurith Hel, HErr JEsu Christ duve. i HMrre du gerechter GOtt dein Zorn laͤst du ietzt gehen, eldet wir das Rach⸗Schwerdt gantz e üoch, fuͤr unsern Augen sehen. Un Sünd, Schuld, und Misse⸗ ad lel khit, dich lieber GOtt erzuͤrnet hat, Hyist straffest du uns billig. — Allein du frommer treuer GOtt, en mel wir dir es gestehen, so wollest e uh solcher Noth, ins G richt nicht ö uns gehen. Wenn man dich aslnit Buß erweicht, hast du ja vormahls Gnad erzeigt, all Suͤnd Ulid Straff erlassen. 3. Drum laß auch ietzt bie gottloß Rott ihrn Muth an uns nicht kuͤh⸗ len, staͤrck ihr Begier nicht, g'rech⸗ ter GOttl Laß sie dein Zorn⸗Straff fuͤhlen. Sonst wuͤrden sie erheben sich, mit Trotz solchꝛs ruͤhmen praͤch⸗ tiglich, daß ihnen waͤr gelungen. 4. Ach! HErr GOT, deines Volcks verschon, laß dein Erb nicht in Schande, durch IEsum Chri⸗ stum deinen Sohn, die Feind treib aus dem Lande. Daß sie nicht sa⸗ gen mit Hohn und Spott: Laß sehn, woist nun euer GOtt, dem ihr biß⸗ her vertrauet? . Wir wollen hiufort allezeit uns dir, OGott lergeben, durch deines Geistes Gnad bereit, nach deinem Willen leben. Wir wolln dir Freu⸗ den⸗Opffer thun, deinl'm Nahmen sagen Ehr und Rühm, durch IE⸗ sum Christum, Amen. (536.) M. M. 8. Mel. Allein GOtt in der Hoͤh ꝛc. Ott Lob! die schwere Krieges⸗ Last hat endlich abgenommen, was du, HErr GOtt, versprochen hast, das haben wir bekommen, Fried, Treu, Guͤt und Gerechtig⸗ keit begegnen uns zu unsrer Zeit, und sich erfreulich kůssen. 2. GOtt Lob nun hoͤrt man uͤber⸗ all von Fried und Ruhe singen, es thönt der Instrumenten Schall, daß Staͤdt und Kirchen klingen! was war bedraͤngt verflucht den Krieg, und rufft mit Freuden: Fried und Sieg! Fried soll ein jeber wissen. Gyott dir sey Ghre, Preiß und Danck, fuͤr diese deine Guͤte; Ge⸗ rechtigkeit geht nun in Schwang in deines Reichs Gebiethe, dein Volck empfindet bieses schon, drum stimmt es an den Frieden⸗Thon: Fried, Fried ist uns gegeben. 4. GOtt, dir, dir sey allein der Ruhm,dich loben alle Zungen⸗ 1. Lie 607 Vom Krieg und Frieden. deinem Volck und Sigenthum so gluͤcklich ist gelungen, du, du hast an dein Volck gedacht, du hast den Frie⸗ den wieder bracht, und uns ge⸗ schenckt das Leben. 5. Ach HEry! wir bitten ferner dich/ der du uns Ruh gegeben, er⸗ halt den Frieden gnaͤdiglich in un⸗ sern Land und Leben, zerbrich der Feinde Spieß und Schwerdt, ver⸗ heere den, der uris verheert und sucht uns zu verderben. 6. Du Friedems⸗First, HERR JESu Christ, laß Fried und Ruhe gruüͤnen, wo du mit deinem Worte bist, und wir dur Christlich dienen, erhalt dein Land und Kirchen⸗ Fried/fuͤr falscher Lehr uns stets be⸗ hůt, daß wir in Friede sterben. (53½.) F. G. Mel. Nun lob mein Seel ꝛc. OTT Lob! nun ist erschollen das edle Fried⸗und Freuden⸗ Wort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß und Schwerdter und ihr Mord, wohl uf, und nimm nun wieder dein Saͤiten⸗Spiel hervor, O Teutschland, und sing Lieder im hohen vollen Chor, erhebe dein Ge⸗ muͤthel zu deimem GOtt und sprich: Yrr deine Gmad und Guͤte bleibt dennoch ewiglljch. 2. Wir haben nichts verdienet als ichwere Straff und grossen Zorn, weil stets noch bey uns gruͤnet der sreche schnode uͤnden⸗Born. Wir sind fuͤrwahr geischlagen mit harter scharffer Ruth, und dennoch muß man fragen: We r ist der Busse thutꝛ Wir sind und bleiben boͤse, GOtt ist und bleibet treu, hilfft, daß sich bey uns loͤset den Krieg und sein Ge⸗ schrey. 3. Sey tausenbmahl willkommen, du theure werthe Friedens⸗Gab, ietzt sehn wir was füͤr Frommen dein bey uns wohnen in sich hab, in dir hat GOtt ver sencket all unser Gluͤck und Heyl wer dich betruͤbt und kraͤncket der druͤckt ihm selbst den Pfeil des Hertzleids in das Hertze, und loͤscht aus Unverstand die guͤld⸗ ne Freuden⸗Kertze, mit seiner eig, nen Hand. Das druͤckt uns niemand besser in unser Seel und Hertz hinein, als ihr zerstoͤhrten Schloͤsser, u. Staͤdte voller Schutt und Stein. vormahls schonẽ Felder mit frischer Saat bestꝛeut/jetzt aber lauter Waͤl⸗ der und duͤrre wuͤste Heyd, ihr Graͤ ber voller Leichen und blutgen Hel⸗ den⸗Schweiß, der Helden, derer gleichen auf Erden man nicht weiß. V. Hier truͤbe deine Sinnen, O Mensch und laß die Thraͤnen⸗Bach aus heyden Augen rinnen, geh in dein Hertz, und dencke nach, was Gott bißher gesendet, das du hast ausgelacht, nun hat er sich gewen⸗ 608 Ihy det, und vaͤt erlich bedacht, vom Grimm und scharffen Dingen zu deinem Heyl zu ruhn, ob ser dich moͤchte zwingen mit Lieb und Gu⸗ tes chun. 6. Ach laß dich doch erwecken, wach auf, wach auf du harte Welt, eh als das harte Schrecken dich schnell und ploͤtzlich überfaͤlt. Wer IEsum Christum liebet, sey unerschrocknen Muths, der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will dir Lehre geben, das Ende naht herzu, da sollt ihr bey Ott leben in ewgen Fried und Ruh. (532. Mel Ach was ist doch unser ꝛc. Gldner Fried uns sehr ergoͤtzet:e Boͤser Krieg uns nur verleßet. Was bringt Friede? lauter Frend: Was bringt Kriegen? lauter Leid. 2. Guͤldner Fried uns wohl ernaͤh⸗ ret: Boöser Krieg uns alls verzehret. Was bringt Friede Wein und Brod: Was bringt Kriegen? Hun⸗ gers⸗Noth. 3. GuͤldnerFriede lehrt uns singen: Boͤser Krieg die Haͤnde ringen. Was bringt Friede? Froͤlichkeit: Was bringt Kriegen? Hertzeleid, 4. Fries 6⁰9 Ktieg gut nae Wis hringt! seyn: Wh 0 e⸗Pein. 5. Bi Auleg esse Was bellgt! Gut: Was br und Blut. 6. Griede föl aus der Höll! Was ist Hried ist Kriegen? Was bringt Fridde (3.) Mel. N Ach auf, Krieger, Himpels⸗Far du ebler Sieg der Hand enn nicht inunser! te Klieges:he 2. Wit wetff sen, O Hiebste und lassen he uh so verde Ach schck ꝛ⸗ 3. Hast du d hiesen dener Ind diefe habe hilt dy uns Achschick e 4. Ach sieh! „Herschlingen, Alsssen hin, Schwedter' Heitem Sin .Sonst wir I.s in das H. Hepstand die Halh Mit seiner e u ienand beshj be Miemand bestos Vert hintin, a Hlossr,u. Stbs d Stein. Ishe Felder mit sischg Taber dauterdhn, se Heyd, hxGh und blutgen H 2 Helden, dereh. Aman nichkitg Reie Sinnten He 1 Thräner⸗Bah. Akinnen, gehsg dencke nach/ waß det, das duhgß Hal er sich gewest . bebacht, Hoth. seyn: Was beingt Kriegen? Hol⸗ fen Dingen h uhn ohser Dich sit Keh und Gh⸗ ö ichetwecken,wach“ rte Welt/ ch'als n dich schnell und „. Wer YEsllch sih unerschtocneh e, dell er glebeh His. Er will h Ende naht hekth t leben in eoeh 2 doch nser ie,. us sehretgoßtt⸗ Ins nur Hellahet, lallter 1110 Hen? lalker Leld⸗ nchleh Wuns hbhl ertiah⸗ Hil% GOrt: Der ihre Mauren soll be⸗ be Wein ult ö pHachen,, er ist gemacht zu Schand ihene Hü, jnd Spott. Ach schick U. Laß deine Gnade reichlich wal⸗ htuhe ugg ken über das kleine Hauflein dein ge werden Kinder mit den Alten dir wͤlchent: W aahelei 4600%% abwiesen denen die dich getuffen an, 6⁰9 Vom Rrieg und Frieden. 4. Friede lauter Gures bringet: Hrieg nur nach Berdamnniß ringet. Was bringt Friede? Himmlisch len⸗Pein.. 5. Friede bauet Friede richtet: Krieg zerreisset Krieg zernichtet. Was bringt Friede? Muth und Gut; Was bringt Kriegen? Feur Wind iu 6. Friede koͤmmet aus dem Himel, aus der Höll das Kriegs⸗Getumnel. Was ist Friedeꝛ Gottes Kind: Was iß Kriegen? Schand und Sund. . Wohlergehn.⸗ Was bringt Feste stehn. Friede? Ehr und Freud 10 Seeligkeit. C) Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Aeh guf, O JEsu, starcker Klieger, wach auf, du großer Himmels⸗Fuͤrst/ du Lebens⸗Printz, du edler Sieger, sieh doch wie sich der Feind entrust: Ach schick doch te Krieges⸗Hand. 2. Wil mwerffen uns zu deinen Fuͤs⸗ sen, O liebster Heyland, alle hin, und lassen heisse Thraͤnen fliessen, daß so verberbt ist unser Siun; Ach schick ꝛe. ö ö 3. Hast du doch vormahls Gnad und diese haben dich gepriesen, wie wilt du uns denn nun verlahn? dch hie 4. Ach sieh der Feind will uns oberschlingen, und unser Land gantz eissen hin, hör doch wie seine in seinem Sinn. Ach schick ꝛe. Sonst wird der Feind nur unser lachen, und sagen: Wo ist nun ihr doch unser armeg Land/ tvend ab des hlut gen Krieges Hand. ö ö G34./ J. H. Mel. O Gott du frommer GOtt. GRoh ist, O großer GOtt, die Noth, so utis hetroffen: Das Unrecht haben wir wie Wasser ein⸗ gesoffen, doch ist das unser Drost, du Uist voll Gütigkeit, du nimmst die 140. hin/ wenn uns die Sůͤnd ist i ö 2. ren unsre Sunden: Ach laß uns Gnade doch fur deinen Augen sin⸗ den; Dreib ab die Rriegs⸗Gefahr, durch deine starcke Hand/ gieb uns den lieben Fried, schütz unser Va⸗ bezlaud. 3. Erhalte deine Kirch in diesen letz⸗ ten Zeiten,, da Teuffel Holl und Welt sie plagt auf allen Seiten: Dein ist die Krafft OGOtt! drum hach und mach dich auf, schlag eine guff. dir gantzergiebet/ der dich im Hertzen tragt, der dich von Hertzen liebet, der dein Wort hoͤher gcht/denn alles Gut und Geld, und swoas die Welt sonst mehr fuͤr ihre Freude haͤlt. der Hulffe senden kan/wenn niemand Huͤlffe weiß, dafür wird alles Volck dir singen Lob und Preiß. ö Von der Witterung. 638.) M. J. E. ö Mel. Wo GOtt der HEt nicht ꝛe. Err Zebgoth, du starcker Held, dem alle Welt zu Fosse fällt, awig dafüͤr danck har seyn, Ach schůtz Wir liegen hier fuͤr dir, betrau⸗ ö sehr prachtig ausgeschmücket⸗ und sich 1 Zittern bůckei sůr. 610 och Wagenburg um deinen kleinen nicht in un ser Lanid die Blut⸗gefuͤll⸗ H. . Der sich auf dich verlaͤßt der sich 5. Laß sehen iedermann, Laß ieber⸗ mann erfahren, du eben seyst der GOtt der sein Volck kan bewahren, (Verleih uus Frieden gnaͤdigl, sieh. —— Ulten.) Schwerdter klingen wie tobet er⸗ (1Bey schwerenUngewittern. 61 Von der Witterung⸗ so hohen Majestaͤt, die uͤber alle Himmel geht, und allenthalben herrschet. a. Wir hoͤren daß sich deine Macht, in dicken Wolcken reget, daß da und dort ein Donner kracht, bald tieff ins Erdreich schlaͤget; Wir sehen, daß aus deinem Sitz hernieder faͤhrt der schnelle Blitz bey slarcken Was⸗ serguͤssen. 3. Hieruͤber will uns Muth und Sinnn fast gantz und gar versincken: Wir wissen nicht, wo aus wo hin, weil du mit deinem Wincken, gar stracks in einem Augenblick uns allesamt in tausend Stuck erbaͤrm⸗ lich kanst zerschmettern. 4. Werth sind wir zwar, O grosser Gott, daß du uns moͤchtest plagen: wie Kohra und hesselben Rott, hin⸗ ab zur Hoͤllen schlagen. Mit Feuer wie die Maͤnner dort, auf des Elias Wunsch und Wort, verbrennen und verzehren. 5. Du koͤntest uns wie vor der Zeit die erste Welt ersaͤuffen: Das Land samt aller Fruchtbarkeit verwuͤsten und verschlaͤuffen: du koͤntest leicht durch deine Pfeil, als Hagel, Blitz und Donner⸗Keil, uns gantz und gar verderben. 6. O aber HErr, HErr! dencke nicht! gedencke nicht der Suͤnden, die wir gethan, laß im Gericht den starcken Eyfer schwinden! die Gna⸗ de hebe sich empor, und gehe deinem Rechte vor, sonst ists um uns ge⸗ schehen. 7. Sey gnaͤdig, OErr, sey gnaͤdig noch uns furchtsamen und matten! Wir nehmen un sre Zuflucht noch zu deiner Fluͤgel Schatten, mit star⸗ cken Angst⸗ und Beth⸗Geschrey, HErr uimm es an und schaff vor⸗ bey des Ungewitters Schrecken. 8. Laß uns den harten Donner— schlag, die Glocke seyn zur Busse, da⸗ mit wenn nun der juͤngste Tag sich stellt auf schnellen Fuse, wir alle⸗ samt bereitet seyn, uñ uns dein hel⸗ ler Hnaden⸗Schein mit hoͤchster Gnad umgebe. 9. Laß uns an Seele, Leib und Gut kein Unheil wiederfahren, wie du die Maͤnner in der Gluth des fen liest bewahren durch deine Engel, und wie du den Kasten Noah schlost sest zu, daß er erhalten wuͤrde. 10. Sonst wollest du mit deiner Gnad auch uns ietzund umfangen, nicht nach Verdienst und Missethat/ die wir verboßt begangen, ein Richt ter und Vergelter seyn, weil an ung Erden⸗Wuͤrmelein kein Ruhm is zu erjagen. Ii. Halt uͤber uns mit deiner Hand/ und laß dir unsre Haabe, auch alle Fruͤchte auf dem Land, als deine Gnaden⸗Gabe, befohlen seyn, wil wollen dir, HErr GOtt, du Helssh füͤr u. fuͤr mit Danck entgegen gehs⸗ (5360), J. H. Mel. Erbarm dich mein, vHExre z AobSotttwiesdrerepande Grimm, wenn du starck auf den Wolcken gehst, und deine stareke Donner⸗Stimm, mit starcken Kra⸗ chen von dir stoͤßt. Wir arme blo de Menschen⸗Kind erkennen deint grofse Macht, drum wir in Furcht und Schrecken sind, weils aus den Himmel blitzt und kracht. 2. Die Erde, die sich sonst nicht regt, in grosser Furcht erschuͤtteit siche Wann du nur schnaubesl, wird bewegt der Berge Grund, undfuͤrchd tet dich, dein Arm ist starck, dess Hand ist schwer, wenn du im Zori sie hebest auf, und wirffst die Strah len hin und her, mit Zittern treten wir zu Hauff. 3. Wir huͤtten wohl verdient/ GOtt, mit unsern Suͤnden schwel und viel, daß du uns schluͤgst mil Grimm zu todt, weil fast niemand gehorchen will: Doch weil wir des ne Kinder seynd, dein Volck u. Schah fe deiner Weyd, das Volck, das sei ne Schuld beweint, so hoffen wite Baymheptzigkeit. 18 4. WE 6¹² ö 03 ———— TMl nisn: Awen wirdute demwir ssche it ut Roc Issen nichts als e Morgen neu a Ahd kein Ende he ts vffen teht. J. Mirschreyen Uhal, durch Chrt Gohn, hinauftl Ohaal, um seinet O Dater der Bor lulis jn nicht/wien die Sandehert h uns mnt Gnad koß nicht annt s Du an Nahr Ih Donnerschlag Funser deib sey eungn iese Wufftang sstgeric h schhellen Todt laß uns nicht. V. Bdecke du. Kb, Lehen, Haul Whab, exhalt di 0 400„und; hüle Gab, fürt WWhsser⸗Plüth, Uin Weiter Sch meh deine Gr Du hiß 41 a Preis Mi Oi 23 Von der Witterung. 6¹⁴ Wir wissen nichts und nirgend(37 J. K. Mel. Es ist gewißlich an. Hyweñ wir durchlguffen alle Welt, Eh lieber HErr, du grosser em wir sicher moͤchten fliehn, all Gott, den alle Welt muß eb⸗ Eeatur zur Rach sich stellt. Wir ren, auf welches Wincken und Ge⸗ Men nichts als deine Gnad, die al⸗ bot der Donner sich laͤst hoͤren, es Morgen neu aufgeht, die groß ist breiten sich die schnellen Blitz ietzt ½5 kein Ende hat, die jedermannweit von deinem hohen Sstz, der Rẽ⸗ Istes offen steht. Wir schreyen aus dem Jammer⸗ gen txlefft hernieder. 2. Wir hoͤren Wolcken, Donner, l, durch Christum deinen lieben Feur, dazu den Wind dort oben, Ehn, hinauf zu dir ins Himmels Sal/ um seinet willen unser schon. ater der Barmhertzigkeit, straff Us ja nicht/ wie wir verschuldt, uns ishie Suͤnde hertzlich leidz kehr dich Mns mit Gnad und Huld. aß nicht anzuͤnden deinen Blitz, es du an Nahrung hast verehrt, s Donnerschlaͤgen uns beschuͤtz, Oas unser Leib sey unversehrt: Sey Hadey uns in dieser Noth, zu dir all Hiffuung ist gericht. Behult für boͤ⸗ seh schnellen Todt mit deiner Huͤlff Haß utis nicht. Bedecke du mit deiner Hand EU, Leben, Hauß, Vieh, Gut und Hab, erhalt die Frucht im Feld Land, und was sonst mehr ist Rre Gab, fuͤr Schloßen, Hagel, Misser⸗Fluth, fuͤr Feu'r und an⸗ dan Wetter⸗Schad/ halt uns, O Etr in deiner Hut: Wir wollen umen deine Gnad. Du hist allein der HErr und Htt, dem Donner, Feuer, Blitz Wind, ja alles stehet zu Ge bot, mit Prasseln, Bruͤllen ungeheut und Schlaͤgen schrecklich toben: Die Felsen spalten sich fuͤr dir, die hohen Berge springen schier, die starcken Winde saussen. 3. Des Himmels Saͤulen zittern sehr, O GOtt fuͤr deinem Schelten, wir arme Suͤnder noch vielmehr⸗ denn deine Macht muß gelten sehr hoch in unsern schwachen Sinn. Ach HErr wo soll ich fliehen hin, wo du wilt mit uns zuͤrnen. 4. Wo du nach unser Missethat die Straff ergehen lassen, so koͤnten wir noch Trost noch Nath, fuͤr grosser Truͤbsal fassen, denn alles Fleisch ist liederlich von dir gewichen hinter sich, kein Meusch kan hie bestehen. v. Ach aber HErr erbarme dich, du bist ja groß von Enade, wend ab das Wetter vaͤterlich, daß uns der Blitz nicht schade. Du frommes Hertz, du Lebens⸗HErr, du Gluͤcks⸗ und Heyl⸗Befoͤrderer, ach hoͤrl ach hilff geschwinde. 6. Kein Ungluͤck laß uns treffen Mseinen Willen thun geschwind. doch, HErr hilf nach deiner Guͤte, HErr! wo ist dir iemand gleich wir sind ja deine Kinder noch, deinn Mhimmel und in aller Welt? Wer Erb und dein Gebluͤte, thu nicht Mein solch gewaltig Reich, daß nach deinemgorn und Grimm hab Mss ihm zu Fuße faͤllt. acht auf unser Jammer⸗Stunm⸗ Drum sprich ein Wort, so wei⸗ hilst uns in diesen Noͤthen. bald des schweren Wetters 7 Bewahre Menschen, Vieh und Heusamkeit, dein Wort durchdrin⸗ Kraut, darzu die Frucht inFeldern, Amlit Gewalt, drum uns zu ret⸗ und was zur Wohnung isterbaut, sey bereit. Ach kommt ach kom Ischon auch der Baum in Waͤldern, Uhetzt beweiß, daß duder rechte hilff daß ja nicht von ohen her ein Afer seyst: So wyllen wir dir sin heisser Keil uns schnell versehr/ unnd Preiß, samt Chyisto und dam jammerlich verzehre. Hgen Geist. b. Haß deinen Donner, Wind und 2 Bli5z —— ——— —3. . ——. ——.—.—— SSSSSSSSISI 61¹⁵ Von der Witterung. 67 Blih/ Slieber Stt aufporen, daß uns nicht kan Knall, wir dich preisen. 6 38. In voriger Melodey. A schone schone lieber GOtt! Ach handie mit Genaden! Es kostet dir nur ein Gebot, so sind wir ohne Schaden! Was du befiehlst, das muß geschehn, dir HErr kan nichts zuwieder stehn, es muß dir alles folgen. 2. So wird demnach diß Wetter nun/ das in der Lufft vorhanden/ auch ohne dich gar nichtes thun, und wenn es schon entstanden, so stellt du ihm doch Maaß und Ziel, ob es soll wenig oder viel in dieser Welt verrichten. 3. Demnach so kommen wir zu dir, als denen Angst und bange, und klopffen an vor deiner Thuͤr, daß man Genad erlange, daß dieser Blitz und Feuerstrahl, HErr, unsre Sunden nicht bezahl, noch uns der Donner toͤdte. 4. 4. Denn wenn du, wie wir wür⸗ dig sind, wilt unser Volck beloh⸗ nen, so kan kein Sonnenschein noch Wind, der armen Menschen scho⸗ nen: Und wird also in aller Eyl, uns nun vielmehr ein Donner⸗Keil zerschmettern und zerschlagen. 5. Doch HErr, du wirst dir deinen Ruhm ja nimmer lassen nehmen, wir sind ia noch dein Eigenthum, wiewohl wir uns fast schaͤmen, und billig mit gesammter Hand verflu⸗ chen unsern Suͤnden⸗Stand, darein wir sind gerathen. 6. Es ist uns leid, was wir gethan, hilff daß man sich bekehre Und fuͤhr uns, GOtt, auf ebner Bahn, und deinen Willen lehre. HErr, unsers Hertzens Stimm, und straff uns nicht nach deinem Erim, auch nicht in deinem Eyfer. Schlag noch sein Zeichen der Genaden, nicht ahe Hitz betreffen und versehren: Gieb deines Eyfers seyn, und laß ihn oh daß ein schoͤner Sonnenschein nach sne Schaden, O liebster GOtt vnß dem Gewitter moͤge seyn, so wollen uͤber gehn/ damit wir alle klaͤrlg Erhoͤr, Vie unbefugt Whsten deines 2 100 1u eo ied Asioit die lebe 110. So bitten N ueabe dit Uenunderhetet All Hiedelein. IDit, OGott Ehn, dir Heilg Ihron, dir Göt sit/ sey Lob und (5⁰% L. Nel. HEre Ott Vater, 9er Hei, m IhWerbamedicht Uhlizt schsalin! Iche benen Hen lunm ich mit Lei %½ e it Not ngroßes W. sautr, O Dater hinert farck! mich von S W Zor 7. Taß Dlesen Bonner mur allst sehn, daß du seyst voller Guͤte. 8. So wollen wir hinwiederi so viel in unserm Lehen, gantz 0 bedacht mit heller Stimm, dir di Gelubde geben, daß wir, O GO bey dir allein, im Tod und Lehsh wollen seyn, es geh uns wie es woll (539. D. I. S. ö Mel. Wenn wir in hoͤchsten e Eh donnert sehr, Olieber GOi Ach steh uns bey in dieser Nosh Machs mit dem Wetter nicht lang: Es ist uns hertzlich Angst u ang. 2. Ach! unsre schwere Misfethih die dis und mehr verdienet hat schrecket uns ie mehr und mehr: A das Gewissen beisset sehr. 3. Schlag nicht bey uns ein, seosh mer GOtt! Sieh an des HErsf Christi Tod: Befiehl dem Blitht daß es nicht ein Ungluͤck hie bey uh anricht. 4. HErr JEsu, tritt ins Mi her/auf daß uns unsrer Bitt gem dein lieber Vater, zeig ihm an/ habest fuͤr uns gnuggethan. 5.5 Heilige Dreyeinigkeit.) innerste Barmhertzigkeit nehm usse ser Leib und Seel in Schutz As laß uns alles seyn zu Nutz. ech 6. Kehr von uns deinen Grin IA und Zorn, und laß doch unser Mssn bes Korn und andre Fruͤcht Asssheul kommen uͤm, durch dieses Werl Ungeslüm. 7. Laß über unser gantzes Eu nur Seegen, Gluͤck und allerha was uns zum Besten schicket vom Himmel traͤuffeln gnadigl 8. Eroͤn dieses Jahr mit dei Gut: Erweck in uns getrosh Wera den Eudilc hchre 0 itt Werck, in kindlich sichrer Gis bens⸗Staͤrck. II Uhüte deine 2 WScpser, e Muld, ich bitt: heine mi mit! r Lornssch f Von der⸗Witterung. 6¹⁸ Ahvir die liebe Sonne sehn. So bitten w dir au die unbefugte Furcht benimm, Seeligkeit, so hoͤre, und gieb/ daß ren deines Donners Stimm: nicht beschaͤbge mich das Wetter, laß es wieder bald geschehn,das so grausamlich und schrecklich sich laͤst mercken. ir und glaͤuben 7. Wenn aber du befohlen hast, ss allerbest ge⸗Waß ich ietzt soll abscheiden: So hab uud erhoͤret seyn diß unfer ar⸗ich IEsum angesaßt, sein Blut Oeeh ieLiedelein. 4% USir, 6 hlen, dir Heilgem ine n, dir Goͤttliche Dreyeinig⸗ sey Lob und Preiß in Ewigkeit. 640.) L. E. G. Z. S. Del. HErr IEsu Christ du ꝛc. (oet Vater, Sohn und Heil⸗ ger Geist, mein GOtt, ach! herbarme dich uͤber das, das dei⸗ 0 st, ich fall in deine Arme, ich ce deinen Hertzens⸗Schrein; ing mich mit Leib und Seel hin⸗ ann es ist Noth vorhanden. Dit Ein groses Wetter braußt gar „schtir, O Vater sey mir gnaͤdig! 4%. anert starck und blitzet sehr, ich mich von Suͤnden lebig. Ich e deinen Forn und Grimm: dre Is deine Doner⸗Stimm; schöpffer, Schöpffer, schone. * Lergiß doch meiner Sünden⸗ E d, ich bitt um Jesus willen, cheme mir mit deiner Huld, laß en Zorn sich stillen!! u hättest 5%0 guten Fug, weil ichs ver⸗ n + 7 gnug/ daß du mich von I hfüh sfeft. ö ce in ich muß bir bekennen frey, 3 Ii Nub. Vies ich veruͤbet, daß ich durch beihen Sise maucherley dich gar zu offt 550%)ärllet: Daß aber du auch Gna⸗ ,as hoffe, glaub uñ weiß ich du Trost der armen Suͤnder. m laß doch vor Gerechtigkeit 3 3n Barchertzigkeit ergehen, gedenck an heurenEyd, der von dir in ge⸗ ee cch Euedaß du nicht wilst des Sün⸗ ed, O laß doch in der grossen Nart inich treuer Golt nicht stecken. I n eichet es zu deinem Ruhm, rt et — rütr Bitt kf 3i 1* Ier 2 R Mil„ tt Vater/ dirGOtt und bitter Leiden. Ach schreye vor mich JIEsus Blut Daß ich frey em Geist in elnem von der Hoͤllen⸗Gluth zur Herrlich⸗ keit eingehe. 8. Bedencke stets mit deiner Hand/ Verwandte und Bekandte, ein ieg⸗ liches in seinem Stand, die Fruͤchte auf dem Lande, das Vieh, und was du sonst gemacht/ und laß uns spuh⸗ ren Tag und Nacht, daß du seyst unser Schuͤtzer. 9. Breit auf uns deine Fluͤgel aus, daß uns kein Ungluͤck finde; Verhuͤ⸗ te doch, daß unser Hauß das Wer⸗ ter nicht anzuͤnde, vor Hagel, Schlossen, Wasserfluth beschirme gnaͤdig Haab und Guth, und sey mit deinen Kindern. 10. Laß deinen Donner wecken auf das schlaffende Gewissen, damit durch unsern Lebens⸗Lauff wir moͤ⸗ gen seyn beflissen, zu thun was dir mein GOtt gefallt, dah wenn nun untergieng die Welt, du uns berei⸗ tet findest. Nun allertreuster HERgi und GOtt, laß uns ietzt nicht verderben! IESu durch deine Wunden roth, hilff seeliglich uns sterben: Du wer⸗ ther Geist! verlaß uns nicht, die ih⸗ ren Geist auf dich gericht/ du bist der beste Helffer. 12. O JESu Christe GoOttes Sohn/ nimm mich in deine Glieder: JESu Christe Gnaden⸗Thron! Sey uns doch freundlich wieder. O IESu Christe GOttes Lamm! O JEsu unser Biautigam! erbarme dich der Deinen. 13. Wohlan! ich armer Erden⸗ Kloß bin nun in Gott bedecket; Em e. Iihem Preiß und Ehre, und r deinem Eigenthum, zur 1 *—⁴ In JEsu treuen MutterSchooß hab alles ich verstechet; Es komm u 3 Hun Von der Witterung. 6³⁰ nun wie es wolle hier; So kommet Gott doch nicht von mir, und ich komm von GOtt nimmer. (641.). J. GZ S. Mel O Gott du frvmmer GOtt. Ch hoͤr dich donnern GOtt! und sehe deine Blitzen, O wer will immermehr vor deinem Zorn sich 555 Hiebt Ich ruff in dieser An gst dich liebsten Vater an, erhoͤr mich in der Noth, und seh mein Helffers⸗ ma nes JEsu willen, und laß das Wet⸗ ter sich bald ohne Schaden stillen, vor Einschlag, Schlossen, auch vor Hagel, Waserfüuth, schůtz mich mit dem was mein; durch Christi theu⸗ res Blut. ³6 3. Du bist mein Felß, mein Burg, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn des Heyls, auf dessen Huͤlff ich schaue, ach sey von mir nicht fern, thu wohl nach deiner Gunst/die Angst ist nah, und hier ist ia kein Helffer sonst. 4. Ich harre HErr auf dich, du mein GOtt wirst erhoͤren, und deine Huͤlffe mir gewiß, gewiß gewaͤhren, ich werd durch deine Guͤt auch ietzo bleiben fest, mein Hertz das saget mirs/daß du mich nicht verlaͤft. . Ich bin es gantz gewiß, daß dein Ohr schon drauf mercket, daß dein Arm mich behuͤt, mich deine Rechte staͤrcket, es dringet mein Gebet drum immerfort zu dir, und laͤsset auch nicht ab, biß du GOtt hilffest mir. 6. Ich wiil, wenn du nun laͤst die Sonne wieder scheinen, dir meinem Helffers⸗Mann, gleich dancken mit den Meinen/ ich will besingen stets GOtt, dich und deine Treu, wenn nun durch dich, HERR, wird das Wetter seyn vorbey. (54².) Mel. Ich ruff zu dir HErr ꝛe. Ch ruff zu dir, O lieber HErr, Dich bitt/ erhoͤr mein Schreyen, ein groß Gewitter zeucht daher, ich denck jetzt an dein Draͤuen, Bljtz, nn. 2. Vergieb mir alle Suͤnd um mei⸗eb Donner, Hagel, Sturm und Winh, auch grosses Wassergiessen, Feush schiessen zur Rach geschaffen sihs, die Suͤnde straffen muͤssen 2. Hilff GOtt! ach wie erschrict mein Hertz, wie zittern alle Gliedeh viel Furcht umgiebt mich,—7 und Schmertz schlaͤgt mein em darnieder, mein G'wissen macht offenbahr, wie mich in meinem I ben hat umgeben viel grober Sh den, zwar mit Reu bekenn ichs eben. 3. Ach schone mein getreuer GOth ich flieh in Christi Wunden, darsi SchutzRettung in der Noth ichal zeit hab gefunden, da laß mich ri und sicher seyn, entgehen alleh Schaden, aus Genaden erlaß mui Schuld und Pein, so ich auf mih gelaben. 4. Mein Leib und Seel, mei Weib und Kind, sind deine li Gaben, Vieh, Wohnung, Gutel Hauß⸗Gesind wir alles von dir hi ben, was du gegeben hast, erhalt i deinen starcken Haͤnden, thu abwe den Gefahr und Noth so bald/ gall leicht kanst du es enden. 5. Das Land mit Frucht gezierti schoͤn durch deinen milden Seegi gar herrlich thuts Getreyde sehg ach Vater wollst es hegen. Dah Sturm⸗Wind und Platz⸗Regih sehr, du kansts am besten pftegen. Des armen Bauern sau nen, und deiner Kinder Kost nui Speiß geht drauf, und will zerehhs nen, ach Vater/ lieber Vater, scho schaffe. staͤt laͤst du den Donner hoͤren, dunh niemand kan es wehren, ach* Hagel und Gewitter wehr, din h Donnerschlaͤgen, damit es nicht vus den Mißbrauch so nicht straffe ⸗A in sind Schaafe, durch Christum R Suf nen Sohn, biß gnaͤdig, Haͤlffs 7. Mit grosser Macht und Mash 6 * dich das Wetter geht und sleht/ A ö 0⁴ leit ee bald h Redic b I widerdich Ir Sund anma . Das Oseh Etinn, die! d doch Urb milg z D. Gott/ daß wirt Iinn Geboten hen mit undernl Mitlitzlaguns s . Imeler⸗ Hlit, wiet duaue Idarzu so mach une uickedeine Fromn Waß tbirsind wohl Iih alem Kelden, uund werden hingt Hianels reuder 240 Danckagu lih abgegar Wit 660 Hel, Don 8. 2— WWuHerrge t Fehers⸗Noth;3 wenn du⸗ I Hälfe ugese Uhegehit. 6. Schweiß, sein Hoffnung und Begihs ssahzt. Von der Witterung. 6³² id leit es bald vorbey, laß schre⸗heit verschafft, wie dein Sohn JEsus n, die dich hassen, und verlassen Christ das wilde Meer bedraͤulet/ die d wieder dich ohn Scheu sich al⸗Juͤnger bald erfreuet, der Helffer du Suͤnd anmassen. stets bist. Das G'setz gabst du mit Don⸗ F. Hauß, Hof, Guth, Leib und Le⸗ YVr⸗Stim, die Kraͤffte zu beweisen ben, hat deine Gnaden; Hand behů⸗ Hieigst du doch so deinen Grimm,tet, und darneben beschuͤtzet unser d wilst zur Buß uns heissen Hilff Land; dein gnaͤdig Angesicht laͤst EOtt, daß wir thun rechte Buß, in Hen'n Geboten gehen, und fest ste⸗ Ih mit unverruͤcktem Fuß, dein Aitlitz laß uns sehen. 15Im Feuer⸗Wetter, wenns ist Ilt, wirst du auch zu uns kommen⸗ derzu so mach uns wohl bereit, und icke deine Frommen. Hilff, HErr, d wir sind wohl geschickt, getrost in allem Leiden, hier abscheiden, t nd werden hingeruͤckt hinauf zur Hrnmels⸗Freuden. . Dancksagung nach gluͤck⸗ lich abgegangenen Ge⸗ witter. (6430 J. H. Hel. Von GOtt will ich uicht ꝛe. Ir haben letzt vernommen, wie du uns wieder schauen/ die wir uns uh vertrauen, mit starcker Zuver⸗ sicht. 6. Danck⸗Opffer wir dir bringen fuͤr diß was du gethan, von deiner Macht wir singen, nimms Vater guddig an, durch Christum deinen Sohu um seins Verdienstes willen, der deinen Zorn kan stillen, der wahre Gnaden⸗Thron. 7. Ach HErr am Juͤngsten Tage, wenn der herein nun faͤllt, daß er mit Donnerschlage anzunde diese Welt, so streck aus deine Hand, und zeuch uns, die wir glaͤuben an dich und treu verbleiben, hinauf ins Va⸗ terland. C44 Mel. HErr Gott nun sey gepreiset. BoI HErr Zebaoth, zu uns bist schecklich kommen durch Blitz und Err Goe nun sey gepxiesen, daß du zu dieser Zeit uus Schutz Feters⸗Noth: Wir waͤren gar ver⸗ und Schirm erwiesen in der Gefaͤhr⸗ eesit, wenn du es nicht gewendet, lichkeit des Donners, der uns schreck⸗ Huͤlffe zugesendet, wie wirs von te, des Blitzes, der sich streckte guf iegehrt. unser Hof und Haußt. HErr, deine Macht wir prei 2, Wir haben klar gesehen, HErr, eilein Zorn ist uns bekandt: Doch deine grosse Macht, fuͤr der nichts Ast du uns auch weisen, wie deine kan bestehen. Denn wenn dein Hlden⸗Hand, die dich anflehen, Donner kracht, und dein Blitz Ahist. Wer sich zu dir bekehret, sich entzuͤndet, ein jeder sich befin⸗ leilleibet unversehret, wie sehr es det in Schrecken und Gefahr. btit und blitzt. 3. Das Wetter ist vergangen, Ist Drübsal da mit Hauffen, so vorbey ist die Gefahr, wit haben Hesest du jederzeit au die,so dich an⸗Schutz empfangen durch GOE, aifen, Hilffst in Barmhertzigkeit der bey uns war, Hauß, Hof, shast an uus gedacht, wie du deß Guth, Leib und Leben, und was Hiht vergessen, der in der Arch ge⸗er sonst gegeben, ist blieben unver⸗ Hesez hast ihn zu Land gebracht. WDas Wetter ist bertrieben durch el Gnab und Krafft: Du bist sehrt. 4. Von solchen grossen Gnaden ist unser HErre GOtt, der uns be⸗ waͤhrt fuͤr Schaden, in so fehr gros⸗ 4 ser 6²3 Von der Witterung. ser Noth. Drum wir ihn hertzlich loben: Sein Ruhm sey hoch erho⸗ ben, so weit der Erd⸗Kreiß geht. 5. Laßt uns auch fertig machen, daß, wenn der Juͤngste Tag mit Donnern und mit Krachen ploͤtzlich einbrechen mag, wir möͤgen so be⸗ stehen, daß wir mit GOtt eingehen zur ewgen Seeligkeit. 3.) Um gute Witterung, und nach Gelegenheit um Sonnen⸗ schein. (545.) N. H. Mel. Christe, der du bist Tag ꝛc. Ott Vater, der du deine Sonn laͤßt scheinen uͤber Boͤß und Fromm, und der gantzen Welt da⸗ mit lenchtst, mit Regen und Thau die Erd befeuchtst. 2. Die Berg machst du von oben naß, und laͤßt drauf wachsen Laub und Graß: In Gaͤng und Felß gut Ertz du legst: Fried, Schutz und Recht du selber degst. 3. Du giebst auch reichlich Brodt und Wein, daß Menschen Hertz kan frolich seyn: Du deckst auch unsre Suͤnden zu, dein Wort bringt uns Trost, Fried und Ruh. + So bitt'n wir nun dein Gnad und Gut, im Wort und Fried uns stets behuͤt; Die Fruͤcht der Erden uns bewahr, und gieb uns heur ein reiches Jahr. Ein fruchtbar Wetter uns be⸗ scher, dem Hagel und Ungewitterf wehr, Schnee, Regen, Wind und Sonnenschein allzeit dein'm Wort gehorsam sey. 6. Heuschrecken und Rauyen sind deine Ruth, und all's was Schaden an Fruͤchten thut, solch Ungeziefer Err, vertreib, daß dein Gab unbe⸗ schaͤdigt bleib. 7. Denck, daß wir armen Wuͤrme⸗ Iein, dein Cschoͤpff, Erb⸗ Gut und Kinder seyn, und warten auf dein milde Hand, uns aus deinm Wort und Werck bekannt. Pro serenitate Dyz⸗ liebe Sonn uns scheineg Laß/ heiß wachsen Ertz, Brodt/ Wein und Graß,daß Leut und Vieh ihr Nahrung hab'n, und dich en kenn'n aus deinen Gab'n. Arie tempestiva. Durch Christ dein'n Sohn hur unser Bitt; theil uns ein gnaͤdgen Regen mit, und eroͤn da Jahr mit deiner Hand, mit dein Fußtayffen duͤng das Land. 10. Den HErrn von Zion mas dich nennt, in aller Welt dein Gut man kennt, hoͤrst unsre Bitt und hilffst allein. Gieb Gnad, daß wiß dir danckbar—146 546. Mel. Wenn wir in hoͤchsten ze. A HErr, du allerhoͤchster GOi es trifft uns eine grosse Noth⸗ weil wegen unsrer Missethat/ daß Feld nicht Thau und Regen hat. 2. Das Land ist nichts als Asch und Staub, dadurch verdorvet Graß und Laub: Das gantze Land sieht jaͤmmerlich, fuͤrs Vieh kein Futtie findet sich. 3. Erbarm dich unser lieber HEiin gedencke unsrer Suͤnd nicht mehr um welcher willen ietzo du den Himsz mel hast geschlossen zu. 4. HERR hoͤre uͤnser Angst⸗Gi schrey, mach bey uns deinen Seh gen neu: Damit wir nach der duͤnn ren Zeit durch deine Guͤte seyn e reut. 3. Erhoͤr uns HERR, von deinel Thron, das bitten wir durch deineh Sohn, so wolln wir deine Guͤtigke deswegen ruͤhmen allezeit. 6⁴47.3 J. H. Mel. Wo GOtt der HErr ꝛc. Aeh HErre, du gerechter GOtt. wir habn es wohl verdienet/ mi unsrer Suͤnd und Missethat, das unser Feld nicht gruͤnet, daß Mel schen und Vieh traurig seyn, wen du schleust zu den Himmel dein/ I6 muͤssen wir derschmachten. 6³⁴4⏑ Ni ln , Nenclftbu Regen eh uns(aud I deines Nahn Err unser GOtt * 9 ud um deines AUltbitten dich vos chu unser Noth Mst der Humlae enn dein if der H itß kan eõ nicht (DieSonnnich Hein ander Iht Wüns Iun Himmelhastd henthuft du sch. Nitder Nahme d Wcles thun alle Ett und Troͤst 64 Mel Hen 6 I Hen du ů I undg au doch solches Assuns der Him Ustüber, und Re Solluns die Whrscheinen 7 immerdar nu Mindem gegen hhertrincken, Dasalles me Hten, daß uus sn Rihatenwag Adach Weil aber da Athhen, will n Vllen g Ith bist Adein Wort' A. n lel Mun Her Wbhmn 2. H6 * E NP i Oued, dast AIisrm Willen gehen. Von der Witterung. 6²6 Err unser Suͤnd bekennen h, die wollst du uns verzeihen, all uhre Hoffnung steht zu dir, Trost, Hllff thu uns verleihen. Ob uns(alath u. Seegen dein/ Klarheit u. Sonnensch. un deines Nahmens will'n allein, rr unser GOtt und Troͤster. Gedencke, HERR, an deinen And um deines Nahmens willen, wj bitten dich von Hertzens⸗Grund, thi unser ir d m Argen deid, 1 mit dem Regen dein, Hinmel(it dem Sonnenschein, denn dein ist der Himmel allein, ohn dih kan es nicht regnen. Die Sonn nicht scheinet. 4Kein ander Rien Lacben, es 46 tegen geben, lit daß er solt(Klarheit geben hih Himmel hast du zugericht, dar⸗ nhen thust du schweben, allmaͤch⸗ tihist der Nahme dein, solchs kanst Halles thun allein, HErr unser Odtt und Troͤster. „(748. Hel. Hertzliebster JEsu, was ꝛc. Wob Err du grosser GOtt von Macht und Gnade/woher koͤmmt un doch solche Noth und Schade, utis der Himmel fort und fort gehllbet, und Regen giebet. Soll uns die liebe Sonne nicht nir scheinen? Soll denn der Him⸗ R immerdar nur weinen, und al⸗ Eezin dem Regen untersincken, ia garkz ertrincken. Das alles machen unsre Misse⸗ Ihen, daß unsre Landes⸗Fruͤchte hifgerathen. Es gieng uns, so vithaͤten was wir solten, wie wir Huytwollten. Weil aber das von uns nicht ist gichehen, will es auch nicht nach Bey den Mehrten bist du mit verkehret, Uldein Wort'lehret. 2 I. 27. ä Nun/ HErr, wir muͤssen unsre Oauld bekennen: Dennoch darne⸗ ben dich auch Vater nennen; Ach Vater, du wollst diese Straffe lin⸗ dern uns deinen Kindern. 6. Wir haͤtten zwar der Straffen mehr verdienet; Wir sind nicht werth/ daß noch ein Graͤhlein grüͤ⸗ net: Besondern daß uns Wind und Wasser straffen, ja gar wegraf⸗ en. ö 7. Du aber liebster Vater, sey uns gnaͤdig, laß ab, und mach uns solcher Straffe ledig, vergieb uns auch all unser Sunden⸗Schulde, nach Gnad und Hulde. 8. Verleih ein trocken und gesun⸗ des Wetter, sey du doch unsers Korns und Futters Retter, damit sie Vieh und Meuschen Nothdurfft geben, zu diesem Leben. 9. So wollen wir dir unser Opf⸗ fer bringen, auch deinem Sohn und Geist zu Ehren singen, und hoch erheben deinen grossen Nah⸗ men, durch IEsum, Amen. (649.) D. V. S. Mel. HErr GOtt nun sey ꝛe. Geb zun Fruͤchten der Erden ein'n gnaͤbgen Sonnenschein, daß sie reiff moͤgen werden, und wir sie bringen einNahrung des Leibs zu haben, und dich fuͤr deine Gaben wir preisen ewiglich. Im Regen. 2. Das Land wollst du bedencken mit deinem Seegen reich und sein Gepfluͤgtes traͤncken, mit Regen machen weich, daß sein Gewachs es gebe, zur Nothdurfft diesem Le⸗ ben„ dir woll'n wir danckhar seyn. 15½% Mel. HErr JEsu Christ, du ꝛe. O Gott! der du das Firmament mit Wolcken thust bedecken, der du ingleichen kaust behend das Ps. Sonnen⸗Licht erwecken, halt doch mit vielen Regen ein, und gieb uns wieder Sonnenschein, daß unser Land sich freue. 5 2. Dis 6²7 VVon der Witterung 2. Die Felder trauren weit und breit, die Fruͤchte leiden Schaden, weil sie mit vieler Feuchtigkeit und Naͤsse sind beladen; Dein Seegen/ HErr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erde neigt, und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missethat, und gar verkehrtes Leben, so dei⸗ nen Zorn entzuͤndet hat, daß wir in Noͤthen schweben. Wir muͤssen zeigen unsre Schuld, weil wir die Busse nicht gewolt/so muß der Him⸗ mel weinen. 4. Doch dencke wieder an die Treu, die du uns hast versprochen, und wohne uns in Gnaben bey, die wir dich kindlich suchen. Wie haͤlt sich 6 hart diese Zeit dein Wort und anffte Freundlichkeit? Du bist ja unser Vater. 5. Gieb uns von deinem Himmels⸗ 1 fruͤh und spat Regen herfuͤr, aß uns Huͤlff wieberfahren. 4. Daß unser Land geseegnet sen, gleich einem schoͤnen Garten: Und wir daraus auch mancherley Frucht haben zu gewarten, dafuͤr wollen wiß Lob, Preiß und Ehr, im Guten dil nacharten. (55½2.) B. R. Mel. Ach GOtt vom Himmel ze⸗ O HERR GO, der du deinet Schaar hast zugesagt auff Er⸗ den: Daß sie von dir soll immerdat im Creutz getrostet werden, darzu anch das taͤgliche Brod, samt Rett tung aus der Angst und Noth reich⸗ lichen uͤberkommen. 2. Gieb reine Lufft warm'n Son⸗ nenschein, gut'n Thau und frucht⸗ barn Regen: Damit die Frͤͤchte wachsen fein, durch deinen milden Saal dein klares Licht und Sonne, und laß uns wieder uͤberall empfin⸗ den Freud und Wonne, daß alle Welt erkenne frey, daß ausser dir kein Seegen sey im Himmel und auf Erden. (G651.) In voriger Melodey. Wẽo Gott uns nicht ein Regen schafft, bey diesen durren Zei⸗ ten; Wo nicht er selber Safft und Krafft den Früchten thut verleihen/ und wo sein Seegen nicht erqvickt/ was ietzt vor groͤsser Hitz erstickt, so wird uns nichts gedehen. 2. Der Himmel will uns eisern seyn, hart wie das Ertz die Erden: Fruchtloß im Lande seyn die Baͤum/ rein Gewaͤchs kan zeitig werden, das Graß verwelckt, der Kern verdorrt/ die Frucht erstirbt, und ist kein Ort, der nicht haͤtt drob Beschwerden. 3. Solches laß dich, HCRRE GOTD, doch vaͤterlich erbarmen, weil es betrifft das taͤglich Brod/ so komm zu Huͤlff den Armen, und schließ auf deine Himmels⸗Thuͤr, Seegen, die hier zu Lande fruͤh und spat, der Ackermann geworffen hath auf dein Wort in die Erden. 3. Ohn dich so ist all unser Kunf Fleiß, Arbeit und Vermoͤgen verge bens, wo du deine Gunst nicht ge⸗ ben wirst zum Pfluͤgen, und allen Samen wecken auf, daß er wohl reiff, und seinen Lauff mit guten G'winn erlange. 4. GErr straff uns nicht in deinem Zorn, gedenck an deine Guͤte, den Weinstock und das liebe Korn uns anadiglich behuͤte, fuͤr HagelFrost, thau, und was schaden mag den Fruͤchten insgemeine. 5. Fuͤr grosser Duͤrrung uns he⸗ Wetter was anzuͤnde, halt auch das Erdreich nicht zu naß, auf daß wir moͤgen Scheun und Faß durch deit nen Seegen füllen. 6. Gieb gnaͤdig, was uns deihe Hand ietzt thut gar reichlich wel⸗ all Creaturen speisen, so wird 10 6² 0 dir, OHErr, auch bringen Danck, Sturmwind und Schlag, fuͤr ö a wahr/vergieb uns unsre Suͤnde,dar mit nicht etwan mit Gefahr da sen, und thu damit im gantzen Land nsonie Wmderlein, Ar — VWir trauen di nade la Ait wohlwas un ange Hauß ge h fernet so regie Aesen Seegen so Vahmen ppeisen 44% Danco Ern () R Mel. Nunlobn M Ins sellehhnad un lasset uus bet ht rleiget! ur gegehen gar! Abandauch dur Weect ndie Hat hien, was mar Iu Fint Gutt HWiacht zu Hunh. + Wersultdas Otees Machtu Mhisolt esnicht Hltliche Wohlt Raft nel h/ nichts, de chte,der szͤh Alhst sineme e sehn, an de es ohl sollz nd wann er W Aih sien Bir — —— 2 ö W gette 52⁵ Von Pest und Seuchen. 63⁰0 l ngroß und klein, die Alten und i Kinderlein, und was auf Erden ERt. Wir trauen dir, O. HErre GOtt, N6 Gnade las uns walten, du ui wohl was uns mangeln thut, lange Hauß gehalten, und wirst Uh ferner so regiern, daß man wird dehen Seegen spuͤhrn, und deinen Nhmen spreisen. (4.) Dancksagung vor die Erndte. (58.), M. J. W. Yel. Nun lob mein Seel den ꝛe. N Un lasset uns GOtt dancken fuͤr Useine Gnad und dein Wohlthat, Hauß, daß meine Baͤchlein fliessen zu den Armen heruus, und ich nicht nur hier zeitlich an Fruͤchten werde reich/ sondern auch doͤrt ewiglich/ er⸗ erb das Himmelreich, Amen. XL. Von Pest und Seuchen. (654.) S. H. aus Ps. 9r. Mel. Aus tieffer Noth schrey ze. Er in dem Schutz des Hoch⸗ sten ist, und sich GOtt thut ergeben, der spricht: Du HErr, mein Zuflucht bist, mein GD, Hoffnung und Leben, der nu lasset uns bedencken, was er du ja wirst erretten mich, vons All ietzt erzeiget hat, die Fruͤcht Teufels Stricken gnaͤdiglich, und aher gegeben gar reichlich auf dem von der Pestilentze. Lohd, und auch durch seinen Seegen 2. Mit seinen Fluͤgeln deckt er ehesert in die Hand, daß alles wohl dich, auf ihn solt du vertrauen: gehthen, was man gesaͤet aus, und Sein Wahrheit schuͤtzt dich gewal⸗ uich seine Gutthaten auch wohl ehacht zu Hauß. U Wer solt das nicht erkennen fuͤr ettes Macht und weisen Rath? Me solt es nicht bekennen fuͤr eine ililiche Wohlthat? Es ist nichts, Ha sdͤet, nichtsder da schneidet l, nichts, der damit umgehet, AlEs, der es fuͤhret heim, GOT ni mit seinem Seegen auch selber heleh seyn, an dem ist es gelegen, hahris wohl soll kommen ein. Und wann er dann uns geben rucht ins Feld/ und in die Stadt zush seinen Vater⸗Seegen, daß alles wohl einbracht hat, als man ihn ja preisen, und ruͤhmen ieWohlthat, ihm Ehr allzeit er gllen fuͤr solche grosse Gnad, von Hatsens⸗Grund ihm daucken und Hlin mit dem Mund, in Wercken uch ncht wancken von ihm zu kei⸗ Stund. Daß solches nun geschehe, so A du mir getreuer GOtt, leit is auf deinem Wege, seegne mich mein taglich Brod, laß mich es us geniesson Chr jstlich in meinem tiglich, daß dich bey. Nacht kein Grauen, noch Betruͤbniß erschre⸗ elen mag, guch kein Pfeil, der da leucht bey Tag: Weil dir sein Wort thut leuchten. 3. Kein Pestilentz dir schaden kan, die im finstern umschl eichet: Kein Seuch und Kranckheit ruͤhrt dich an/die um Mittag umstreichet. Ob tausend stuͤrben dir zur Seit, und zehen tausend anderweit, soll es dich doch nicht treffen. · Ja du wir st auch noch Lust und Freud mit deinen Augen sehen, an der Gottlosen Hertzeleid, wenn Ver⸗ geltung wird geschehen: Weil der HErr sst dein Zuversicht, drum dir der Hoͤchst sein Schutz verspricht, drum daß du ihm vertrauest. Kein Ubels wird begegnen dir, kein Plag dein Hauß wird zuͤhren: enin er sein'n Engeln fuͤr und fur bbfiehlet dich zu führen, und zu be⸗ huten fuͤr Unfall, auf Haͤnden tra⸗ gen üͤberall, baß kein Stein dein Fuß letze. 6, Alif Löw'n und Ottern wirst du gehn/ und treten auf die—20 6 Au Auf jungen Loͤwen wirst du steh'n, ihr Zaͤhn und Gifft verlachen: Denn dir derer keines schaden kan, kein Seuch koͤmmt dem von andern an/ der auf GOtt thut vertrauen. Y. Er begehrt mein aus Hertzens⸗ Grund, und hofft auf meine Guͤte: Drum helff ich ihm zu aller Stund, ich will ihn wohl behuͤten. Ich will allzeit sein Helffer seyn, drum daß er kennt den Nahmen mein: Deß soll er sich ĩa troͤsten. 3. Er rufft mich an als seinen Eott, drum will ich ihn erboͤren: Ich steh bey ihm in aller Noth, ich will ihm Huͤlff gewaͤhren. Zu Eh⸗ ren ich ihn bringen will, lang's Le⸗ ben ihm auch geben will, mein Heyl will ich ihm zeigen. 9. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geiste: Als es im Anfang war und nun, der uns sein Gnade leiste, daß wir wandeln in seinem Pfad, daß uns der arge Feind nicht schad. Wer das begehrt 2 Amen. .N Mel. HErr JEsu Christ du ꝛc. Gaechter GO uns liegt im Sinn, die schwere Straff und Plage, da in der Naͤh viel werden hin gerissen alle Tage, indem die Pest, dein scharffer Pfeil, herum da fleucht in schueller Eyl, von einem zu dem andern. 2. Wir alle muͤssen nun fuͤr dir O grosser GoTT, bekennen, dein Grimm hat Ursach auch allhier, und egen uns zu brennen: Denn wir ia leider allgemein nicht im gering⸗ sten froͤmmer seyn, als die du setzt heimsuchest. 3. Deshalben treten wir fuͤr dich in Hertzens⸗Reu und Busse: Wir fallen dir demuͤthiglich, GOtt un⸗ ser Schutz, zu Fuße: Die Pest und Seuche von uns kehr, und goͤnne deine Macht nicht mehr dem Engel, dem Verderber. 4. Ach HER, ach zeige uns dein ͤ— O hift geret lan unser kei Cüͤnde es g HErt vergi iht, im Born! Iht doch des De Hiteim armen A. Uhm gerechten Bui Genad anntn Mhens willen. 4. Seeh Her/ n, kroftloß m ep/ in Augst um Lehn, und in viel uih/ die Nachbar Pestilentz bewahr uns, die wir gu dich trauen. 6. Nun thu O Gott, was dir be liebt, wir wollen dirs befehlen: We sich in deinen Willen giebt, das sich mit Angst nicht gvaͤlen. Ei Sperling ist sehr wenig werth/ us faͤllt doch keiner auf die Erd„ ohis sshrit, In erf deinen guten Willen. tttttt 7. Wir wissen, daß all unsre Haß Achrt, m sind auf dem Haupt gezehlet: Et hunichtin dient zum besten immerdar, was zinanchunse hhe uns hast erwehlet: Du wirst unhvon Herz allen groß und klein, was uns muds 1π½ 60 ben. eun, biß an das El Wgd 8. Steh anderswo auch denen bon filn die schon das Ungluͤck troffen: Eiih sunm 0 V daß ihr Glaube standhafft sey, Laß ei Reh unf Gedult sie hoffen, daß du aus Gnn Rtth u 0 den ihnen doch mit Huͤlffe wirst e ut der To 7591 3.½% Holer Corper di cheinen noch, es ö Her dich le. och/ es komm auch wie e sund am Ecz 9. GOtt Vater, Sohn und Heithn Nat Uhleig uns ger Geist, der du zu allen Zeiten hal sent; Z** grosse Guͤt und Macht erweist, II I 10 Dane viel Gefaͤhrlichkeiten: Behͤr augfen, utont uns nun gnadiglich, daß wir fur ale I Wohlthat dich noch hier auf Erde preisen. (676.) Dain Wih gef us Hisaadmnn 60 86 Von Pest und Seuchen. 6³⁴ * 4—— Du bist gerecht und dein Be⸗ rkan unser keinier straffenwenn ö er Süͤnde es geschicht/ daß wir Iin Ohnell einschlaffen, ja unsre gros⸗ issethat, dich so gar hoch bewo⸗ ehat dein Pfeil in uns zu schiessen. 1 Ir HErr vergieb und straff uns ier, im Zorn so gar geschwinde: doch des Vaters Angesicht zu „ ctem armen Kinde, kaß sincken ehgerechten Grimm, uns wvieder Udenad annimm um deines Nah⸗ Nis willen. .Sieh HErr, wie wir betruͤbet * Hu, krafftloß mit Furcht umge⸗ en⸗ in Angst und grossen Sorgen ehr, und in viel Kummer schwe⸗ /e die Nachbarschafft sich für uns schlet, ein jeder fuͤr uns laͤufft und * ehtht, als waͤren wir verbannet. ehr⸗Amt, und andre Ordnung 237 gehn nicht in vollem Schwan⸗ l unsre Nahrung welcket sehr, unzist von Hertzen bange, und wis⸗ intzeder aus noch ein, O Vater ö e gnadig drein, und thn uns Hider troͤsten. Seucn! aß ab von uns mit deiner Ruth, wih hint sie von unsern Ruͤcken, was has du Nutz von unserm Blut, 8 106—. 180 45 Leiligen Dranen % Erzeig uns Gnad„O frommer e, thu deinen Grimm aufhe⸗ n Hun, und sey mit deiner Huͤlff nicht BahltFxs, du hast ja Lust zum Leben, und Men GOtt von Wahrheit fest, der eshen Zorn chhitter. laͤst, wenn Masdich hertzlich bittet. 5 JEsu Christe unser Heyl, Huglles Ungluͤck wenden, nimm + Hchben Bogen und die Pfeil aus Dliies Vaters Händen, heiß den Veherber hoͤren auf, daß er nicht IA..% lauff zu wuͤrgen deine . Dein Will gescheh, wir bitten II. MNoth uns nicht verlasse/ hilff uns nach deinem Wohlgefalln, du weist die rechte Maaße/ und wirst wohl deine Zeit ersehen, wenn uns hierinn soll Huͤlff geschehn, deß woll'n wir dir vertrauen. 10. O Heilger Geist mit deiner Krafft, die sterben sollen, staͤrcke, daß man des Glaubens Ritterschafft an ihrem End vermercke, und sie al⸗ so mit Eried und Freud nehmen ei⸗ nen sanfften Abscheid zu Christo un⸗ serm HErren. 65½ In voriger Melodey. O8 Gott ich fall in deine Ruth/ die sich durch Kranckheit zeiget. Ach kan es seyn, ist es uns gut, bist du uns noch geneiget? So laß das best bey dir bestehn, und deinen Zorn voruͤber gehn, damit die Kranckheit weiche. 8. Wir lauffen alle her zu Hauff, und ruffen Vater! Vater nimm uns durch Christi Blut doch auf, sey Helffer und ein Rather, damit wir alle Groß und Klein in JEsus Wunden sicher seyn, und keine Kranckheit spuͤhren. 3. Dir, als dem Geber alles Guts, wir Leib und Seel vertrauen, sind in dir dabey gutes Muths, und hof⸗ sen stets zu schauen,wie du uns wirst zu Nacht und Tag beschuͤtzen vor der Kranckheits⸗Plag, daß wir dir ewig dancken. 4. O GOtt, dein Hertz Erbarmung voll, mein armes Hertz anschreyet, du weist mein Bitten gar zu wohl, ach! wenn es mir gedeyet, so laß mich nicht/ ehoͤre mich, ich hertz und kuͤß dich inniglich, mein erbaͤrmest. XII. Vom Worte GOttes. (8.) D. M. L. HErre EOtt! dein Goͤtt⸗ lich Wort ist lang verdunckelt blieben: Biß durch deine biß du dich 2˙ Gnad uns ist gesogt, was** 6³5 Vom Worte GOttes. 63 hat geschrieben, und andere Apostel mehr, aus dein'm Goͤttlichen Mun⸗ de: Deß dancken wir dir mit Fleiß, daß wir erlebet han die Stunde. 2. Daß es mit Macht an Tag ist bracht, wie klaͤrlich ist vor Augen: Ach GOtt/ mein HErrl erbarm dich der'r, die dich noch ietzt verlaͤugnen, und achten sehr auf Menschen⸗Lehr, darinn sie doch verderben, deins Worts Verstand mach ihn'n bekasit/ daß sie nicht ewig sterben. 3. Wilt du nun ein gut Christe seyn, so must du erstlich glaͤuben: Setz dein Vetrau'n darauf fest bau, Hoffnung und Lieb im Glauben, al⸗ lein durch Christ zu aller Frist, dein'n Nechsten lieb darneben, das Gewis⸗ sen frey, rein Hertz dabey, das kein Creatur kan geben. 4. Allein, HErr, du must solches thun, doch gar aus laut er Gnaden. Wer sich des troͤst, der ist erloͤst, und kan ihm niemand schaden. Ob wol⸗ ten gleich, Pabst, Kaͤyser, Reich/ dich und dein Wort vertreiben, ist doch ihr Macht geg'n dir nichts gacht, sie werdens wohl lassen blei⸗ ben. J. Hilff, HErre Gott in dieser Noth,, daß sich die auch bekehren, die nichts betrachten, dein Wort verachten, und wolleus auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht, es sey nicht recht, und habens nie gelesen, auch nie gehoͤrt das edle Wort, ists nicht ein teuflisch Wesen. 6. Ich glaͤub gewiß gar, daß es sey wahr, was Paulus uns thut schreiben: Eh' muß geschehn, das alls vergehn, dein Goͤttlich Wort soll bleiben in Ewigkeit, waͤr es auch leid vieln hart⸗verstockten Hertzen; Kehrn sie nicht um, werden sie drum lerden sehr grosse Schmertzen. 7. GOtt ist mein HErr, so bin ich ber, dem Sterben koͤmmt zu gute dadurch uns hast aus aller Last erloͤst mit deinem Blute: Des dauck ich dir: Drum wirst du mir nach deine Verheissung geben, was ich dich bitt/ versag mirs nicht im Tod un auch im Leben.—4 8. HErr ich hoff ie du werdest die in keiner Noth verlassen, die desg Wort recht, als treue Knecht/ I Hertzen und Glauben fassen. Giehs ihn'n bereit die Seeligkeit, und lan sie nicht verderben, O HErr! dulch dich bitt ich laß mich froͤl ich unh willig sterben. 659 D. M. L. Es woll uns GOtt genaͤdig seyh und seinen Seegen geben sesn Antlitz uns mit hellem Schein eh leucht zum ewgen Leben, daß wat erkennen seine Werck, und was ih liebt auf Erden, und JEsus Chll⸗ stus Heyl und Staͤrck bekannt din Heyden werden und sich zu Gole bekehren. 2. So daucken Gott und lobin dich die Heyden uͤber alle, und alle Welt die freue sich, und sing mies un grossem Schalle, daß du guf Erdest Richter bist, und last die Suͤnd nicht walten. Dein Wort die Hut ussi Weyde ist, die alles Volck erhalten in rechter Bahn zu wallen. 3. Es dancke GOtt und lobe dich: das Volck in guten Thaten, dul Land bringt Frucht und bessert sichn dein Wort ist wohl gerathen. isi seegne Vater und der Sohn/ muii seegne GOtt der Heilig Geist, deilt alle Welt die Ehre thu, fuͤr ihm sichi fuͤrchte allermeist. Nun sprecht vo Hertzen, Amen. ö (560.) D. M. L. Rhalt uns HErr, bey deineil Wort, und steur des Pabsts unhi Tuͤrcken Mord, die ISsum Chises stum deinen Sohn, stuͤrtzen wolles von seinem Thron. ö 2. Beweiß deine Macht, HErr Jo su Christ, der du HErr aller Herres bist: Beschirm deine arme Chriffeht heit, daß sie dich lob in Ewigkeit, 3. GOtt Heilger Geist, du Tröshn werth/ gieb deinem Voleken 1057 14 On guf Erd,, Aehten 1 II hem Tod, 0,J. Iht Auschläg 10„lhstettef Aahd ütg sseindie machen den Ch 360perden sie unser OOtt Hflfet gewzaltig d. Aichauf dich Da Pacem Dot Merleh une Fr Henr Gott! i dochinfen rinskonte ret Iat GOlt aleine. Gib unsern f Wbyigkest Fred unt i unter ihs Waad illes Leben f Wler Gottseeligkei 0. Gott giebried Glͤͤck und Heyt 66²) W. N el. Austiesers Dben MRm Haltmich in aun mir gor gich gendeinem G iad nohnxnterte woblöchmecke Mallfamen Wortes Hun rugen Asass,das ichergt ein fromm He h maacht wohig Unichgoftrechte Ihergohnunte 10 Nohmeng. Dlich wand N lcht ich do U Wigung, ste Weltee 0 Mult etigl lackentroͤße iwic lasse neit E Vom Worte GOttes. 638⁸ Sim auf Erd, steh bey uns in der then Noth, gleit uns ins Leben UAdem Tod. D. J. J. Zusatz: Ihr Anschlaͤg, HErr, zu nichte Rad laß sie treffen die boͤfe Sach, Aürtz sie in die Grub hinein, die etachen den Chyisten dein. So werden sie erkennen doch, daß Venser GOtt lebest noch, und Iilict gewaltig deiner Schaar, die lichzuf dich Wcsenn gax. I (61.) Da Pacem Domine. teutsch. erleih uns Frieden gnaͤdiglich, HErr GOtt zu unsern Zeiten: ist doch ja kein ander nicht, der ims konte streiten„ denn du un⸗ sre Ott alleine. Hieb unsern Fuͤrsten und aller Mgkeit Fried und gut Regiment, dairvir unter ihnen ein geruhig illes Leben führen wögen in 1 27 Gottseeligkeit und Erharkeit Dltr. EOtt giebsried in deinemLande, gück und Heyl zu allem Stande. 0 62.) W. M. aus Ps. 23. Aus tieffer Noth schrey ich ꝛe. Vr HErr ist mein getreuer Hirt, haͤlt mich in seiner Hute: Dar⸗ U mir gar nichts mangeln wird gan su end einem Gute: Er last mich weden ohn Unterlaß, darauf waͤchst dls wohlschmeckend Graß seines hhlaltmen Wortes. um reinen Wasser er mich otthell das mich erguicken thue: Das sern fromm Heiliger Geist, der wiich macht wohlgemuthe. Er fuͤh⸗ nfch auf rechter Straß in sein'n Cehie'n ohn Uuterlaß, von wegen slre. Nahmens. ob mich wandert im finstern Ehl fuͤrcht ich doch kein Ungluͤcke: ARerfolgung, Leiden, Trübsal, eser Welte Tuͤcke: Denn du hley mir stetiglich, dein Stab Stecken trosten mich, auf dein rich mich lassw. HAu b'reitest fuͤr mir einen disch, fuͤr mein n Feinden allenthalben: machst mein Hertz unverzagt und frisch mein Haupt thust duů mir sal⸗ hen, mit deines Geistes Freuden⸗ Del, und schenckest voll ein meiner Seel deiner geistlichen Freuden. Gutes und die Barmhertzigkeit lauffen mir nach im Leben; und ich werd bleiben allezeit im Hauß des HErren ehen/auf Erb in ber Christ⸗ lichen G'mein, und nach dem Tode werd ich seyn bey Christo meinem HErren. 6. Ehr sey deim Vater und dem Sohn, und dem heiligen Geiste: Als es im Anfang war und nun, der uns seine Gnade lesste, daß wir wan⸗ deln in seinem Pfad/ daß uns der ar⸗ ge Feind nicht schad. Wer das be⸗ gehrt, sprech Amen. (563.) D. N. S. Eigene Melodie. Ch! bleib bey uns, HErr JEsu Christ, weil es nun Abend wor⸗ den ist; Dein Goͤttlich Wort das helle Licht, laß ja bey uns ausloͤ⸗ schen nicht. 2. In dieser letzten betruͤbtengeit, verleih uns HErr, Bestaͤndigkeit, daß wir dein Wort und Sac rament rein behalten biß an unser End. (664. Mel. Wo GOtt der HErr nicht ꝛr. Wodl denen, die ohn Wandel Fyn, und GOtt von Hertzen lieben! die sein Gesetz bewahren rein, und sich darinnen uben Wohl denen welche jederzeit zu seinem Dienste sich bereit, die thun gewiß kein uͤbels. 2. Uns allen, O du grosser GOtt, hast du Befehl gegeben, zu hal⸗ ten treulich bein Gebot, so lange lwir hier leben. Obaß ich inimer deine Recht, als zusteht einem treuen Knecht und Diener ernsllich hielte. 3. Ein Gast bin ich nur auf der Erd/und muß gar bald von hinnen? Drum gieb,„ baß nicht geneiget werd auf Geitz mein Hertz und Sin⸗ 639 Vom Worte GOttes. Sinnen. Zu dir ich meine Hoffnung Hertz ist dicke, gleich wie Schmeer, hab, ach kehre doch in Gnaden ab die Schmach die ich befuͤrchte. 4. Wie wird ein Juͤngling seine Bahn unstvaͤflich fuͤr dir gehen? Wie muß er alles fangen an, damit er kan bestehen?ꝰ Wenn er sich halt nach beinem Wort, und fleucht die Suͤnde fort und fort, und seines Fleisches Luͤste.—Z 5. Von deinen Zeugniß red ich frey/ und ruͤhme deine Wercke: Ich sage daß sonst keiner sey, von solcher Macht und Staͤrcke. Du bist mein Trost und Zuversicht, drum schaͤm ich mich desselben nicht, was deinen Ruhm befoͤrdert. 6, Mein Mund gar sehnlich offt beklagt, mein Hertz ist drob entzun⸗ det, daß man nach dir fast nichts mehr fragt, daß Gottesfurcht ver⸗ schwindet: Ich eyfere mich schier zu todt, daß man dein Recht und dein Gebot so, liedetlich vergis⸗ et. 2. HErr, deine Rechte und Ge⸗ bot lieb ich in meinem Hertzen,drum bist du auch, o hoͤchster GOtt, mein Trost bey allen Schmertzen. O daß sich zu mir hielten all und jede/ die durch Pfalmen⸗Schall dein Lob und Ruhm ausbreiten. g. Ich halte an bey Tag und Nacht mit Beten und mit Wachen, die boͤfe Schaar mich zwaͤr vergcht und spotten mein mit Lachen: Doch acht ich solcher Leute nicht, denn ich betrachte dein Gericht; Das bleibt nicht lange aussen. 9. Dieselben habe ich nur lieb, die lieben deine Ehre: Daß ich in Got⸗ tessurcht mich uͤb, und deinen Ruhm vermehre. Denn ich dein Wort und dein Gesetz weit hoͤher halt als alle Schaͤtz, und tausend Stuͤcke Goldes. 10, Die Stoltzen dichten wieder mich aus Boßheit mauche Luͤgen: Wie sie auch sonst stets geben sich auf Unrecht und Betrügen, als ob Lein GOtt im Himmel waͤr? Ihr 2—2.2—. ja hart wie Stein und Eisen. 1I. Ich fiel auf manche Weiß und Art in Irrthum und in Suͤnden, eh ich durchs Creutz demuͤthig ward, ich konte dich nicht finden. Nun aber deine Vater⸗Ruth, und Truͤb⸗ sal mich heimsuchen thut, erkenn ich deine Rechte. 4. 12. Waͤr aber nicht in meinem Leid und hefftigen Verlangen dein Wort gewest mein Trost und Freud, ich waͤre gantz vergangen. Dafuͤr will ich dir mit dem Mund, O HERR, und auch von Hertzen⸗ Grund ein willig Opffer bringen. 13. Weil dein Gesetz mit allem Fleiß ich trachte fest zu halten, werd ich dadurch mehr klug und weiß/ als viele von den Alten: Denn die ein⸗ faͤltig sind und schlecht, die werden HErr, durch deine Recht erfreut und unterwiesen. 14. Du machst mich meinen Fein⸗ den weit an Klugheit uͤberlegen, weil ich dich fuͤrchte allezeit, und geh guf deinen Wegen; Die aber boͤß seyn und verkehrt, wirst du noch ploͤtzlich von der Erd hinweg wie Schlacken, werffen. I5. Viel suͤsser ist mir, HEtr, dein Wort, denn Honig in dem Munde, es ist die Leucht im dunckeln Ort/ und scheint zu jeder Stunde. Man siehet aller Ding ein End, und mie das Gluͤck sich ploͤtzlich wend: Al⸗ lein dein Wort bleibt ewig. 16. Drum laß du immer meinen Gang bey diesem Worte bleiben, daß mich davon mein Lebenlang kein Unrecht kan abtreiben. Wie ein verirret Schaaf bin ich, komm selbst, HErr, komm und suche mich/ so werd ich nicht verlohren. 17. GOtt Vater in dem hoͤchsten Thron/vernimm warum ich schreye: O JEsu Christe GOttes Sohn, den Glauben mir verleihe: O Heilger Geist mein Hertz regier, auf daß sch froͤlich fuͤr und fuͤr von Gnad und Recht mag singen. (56½0 6⁴4⁰ 06 2. Oh„de Hlh, dich f Muschen Aau, noch u Oaß goserd Hatlalt,Mra und Kunst/ Velde. . Hilff,daß Buud aus d guch niemal Mund ohn 6 ne: Daßsich! farck mich m „Diensle Hie 4. Am Loge las mich sto Zeit auch hei Dunckeh undn hab malhe Eun Hes hogeund! Hahghel. 5„Die Elter Ufligesegt m Uhlelrallezeit, AusErden: i lahich,auch ei ilf, ‚0 Nch aus 0 Ibe, bem, ber! Scuach, vern Eant Glückuf Ihll, chau g lün ondthye „ Unpeine A Wmnich mein Wucht fürd I1 Hülln e f, mit 108. daß aun „Villeih,; M,—0 0 Wie Schneer und Eisen. Ni Sünden, eh demüthig watd, finden. Nun zuth, und Trüb⸗ üthut, erkennich 2 2 nicht in meinem E Verlangen dein Aost und Freud, gangen. Dafur dem Mund„ O ich von Hergen⸗I Iffer bringen. Hesetz mit allem zu halten, werd uig und weiß, als Denn die einn cht, die werden ie Recht ersteut ich weinen Fein⸗ gheit uberlegen, te allezeit, und egen; Die abet het, wirst du noch Erd hinweg wie u. mit, HEtt dein g in dem Munde, A in dunckeln Ott, Stunde. Man in End, und gie glich wend: Al ibt ewig. immer meillen, ö 4 Worte bleiben, mein Lebenlang abtteiben. Wie usbin ich, U und suche mich f Schaff, in mir, GOtt, ein reines naͤhr, und boͤser Raͤncke schaͤme, und von der Arbeit meiner Haͤnd/ was uͤbrig ist auf Arme wend, und nicht auf Pracht und Hoffarth. 6⁴⁵ Vom Gesetze GOttes. 646 3. Gieb, daß ich dir allein vertrau, allein dich fürcht und liebe, auf Menschen⸗Trost und Hüͤlff nicht hau, noch mich darum betruͤbe: Daß grosser Leute Gnad und Gunst, Gewalt, Pracht, Reichthum, Witz und Kunst, mir nicht zum Abgott werde. 3. Hilff, daß ich deinen Nahm und Bund aus deinem Wort erkenne, auch niemahls dich mit meinem Mund ohn Hertzens Andacht nen⸗ ne: Daß ich bedencke alle Dag, wie starck mich meine Tauf⸗Zusag zum Dienste dir verbindet. 4. Am Toge deiner heilgen Ruh, laß mich fruͤh vor dich treten, die Zeit auch heilig bringen zu, mit Dancken und mit Beten: Daß ich hab meine Lust an dir, dein Wort nieh hore und dafüͤr auch alles Volck ich yreise. 3. Die Eltern, Lehrer, Obrigkeit, so fuͤrgesetzt mir werden, laß mich jn ehren allezeit, daß mirs wohl geh auf Erden: Fůr ihre Treu und Sorg laß mich/ auch wenn sie werden wun⸗ derlich/ gehorsam seyn und danckbar. 6. Hilff, daß ich nimmer eigne Rach aus Zorn und Feindschafft ube, dem, der mir anthut Trutz und Schmach, verzeihe, und ihn liebe: Sein Gluͤck und Wohlfarth jedem goͤnn, schau ob ich jemand dienen koͤnn, und thu es gantz mit Freuden. 7. Unreine Werck der Finsterniß ab mich mein Lebtag meiden, daß ich nicht fuͤr die Lust⸗Seuch muͤß der Hoͤllen Qvgal dort leiden: Hertz, auf daß ich schandbar Wort und Schertz, guch Fressu und Sauf⸗ en meide. 8. Verleih, daß ich mich redlich mein Hertz von Geitz und Unrecht kehr, nichts mit Gewalt hinnehme, 2. Hilff daß ich meines Naͤchsten Glimpff zu retten mich beffeisse, von ihm abwende Sehmach und Schimpff: doch boͤses nicht gut heis⸗ se: Gieb daß ich lieb Aufrichtigkeit, und hab ein Abscheu jederzeit am Laͤstern und am Luͤgen. 10. Laß mich des Nachsten Hauß und Gut nicht wuͤnschen noch begehẽ ren; Was aber mir vonnoͤt hen thut, das wollst du mir gewaͤhren. Doch, daß es niemand schaͤdlich sey, ich auch ein ruhig Hertz dabey und dei⸗ ue Gnad erhalten. II. Ach HErr, ich wolte deine Recht und deinen heilgen Willen, wie mir gebuͤhret, deinem Knecht/ ohn Mangel gern erfullen: So fuͤhle ich was mir gebricht, und wie ich das gersugste nucht vermag aus eiguen Kraͤfften. 12. Drum gieb du mir von deinem Thron, GOtt Vater, Gnad und Staͤrcke! Verleih, O IEsu GOt⸗ tes Sohn, daß ich thu rechte Wer⸗ cke!/ O Heilger Geist, hilff, daß ich dich von gantzen Hertz n, und dann als mich den Naͤchsten treulich liebe. XLIII. Vom Evangelio inson derheit. 67⁰.) D. J. O, Mel. Freu dich sehr/ O meine S. NReu dich sehr, O meine Seele, mein GOott, meine Hertzens⸗ Lust, hast nicht Lust daß ich mich quale, all mein Thun ist ihm bewust; weg mir aller Eitelkeit, weil mich nichts als GOtt erfreut⸗ will ich mich mit Freuden schi⸗ cken, daß mich sein Wort kan er⸗ qu icken. 2. Was kan gleichen auf der Erden dieser suͤssen Sabbaths⸗Lust?ꝰ Wo kan das gefunden werden, was der dacht ist bewust Da nut 32 2 OOt⸗ 6⁴47⁷ Vom Evangelio. 648 Gottes Lust allein, muß die hoͤchste Freude seyn; Denn das Hertz muß der nur haben, der die Seel allein kan laben. 3. Habe deine Lust und Freude nur an GOtt dem hoͤchsten Gut: Weg mit allem Trauer⸗Leide, wer ist, der mir Schaden thut, wann GoOtt selbst mein Hertz erfreut, wann sein Trost⸗Wort mich erneut? Was frag ich nach allem Leiden/weil mich nichts von GOtt kan scheiden. 4. Denck an GOttes Wunder⸗ Wesen, denck an seine Eigenschafft, seine Wercke kanst du lesen, seiner Allmacht grosse Krafft, seine Vater⸗ Lieb und Treu, so dir alle Morgen neu, seine Gnade wird dich laben, wann du Lust an GOtt wirst haben. 5. Mercken, trauen, folgen, be⸗ then, soll dir Lust und Freude seyn, du darffst als ein Kind hintreten, Gott, das hoͤchste Guth ist dein, trachte nur nach seinem Reich, wann das koͤmmt, so koͤmmt zugleich alles was du kanst begehren, GOtt will deinen Wunsch gewaͤhren. 6. Ruhe, du solst voͤllig haben an dem HErren deine Lust, GOtt will zum Heyland/ sey wahrer GOtt vhn Ende, hab wir zu gut mein Fleisch und Blut genommen an/ drum er nicht kan mich armen Suͤnder has⸗ en. 3. Gebohrn ist er ein kleines Kind, fuͤr meine Suͤnd in Windeln einge⸗ keit/ mit Noth und Leid ist worden gantz erfuͤllet: Er hat gewacht: Sich matt gemacht! Er ward gestaͤupt, sein heilges Haͤupt mit Dornen scharff geeroͤnet. 3. Er ward ans Creutzes⸗Holtz ge⸗ henckt, mit Gall getraͤnckt, und fiel in Todes⸗Banden; Doch wieder auf den dritten TDag, nach seiner Plag/ist er vvm Tod erstanden: Mit Herrlichkeit zur Himmels⸗Freud ge⸗ deiner Rechten. 4. So schaue deinen Sohn doch an/ was er gethan/laß Gnad in ihm mich finden. Du hast mich Armen nicht veracht, gantz frey gemacht von mei⸗ nen schweren Suͤnden: Durchs Sohnes Tod den Knecht aus Noth hast du erloͤst; Wer sich des troͤst, den kanst du nicht verdammen. dich selbst kraͤfftig laben, und was hier noch unbewust, was kein Auge hat gesehn, daß soll ewig dir ge⸗ schehn, deinen Hertz⸗Wunsch sollst du finden, wenn all Unruh wird ver⸗ schwinden. 7. Nun so ruhe mein Gemuͤthe, ruhe mein Hertz, Muth und Sinn, ruh in deines GOttes Güte, ruhe alles was ich bin, suche de ine Freud und Lust, die dem Glauben ist be⸗ wust/ bey GOtt, dein GOtt wird dir Lcken Ruhe, Fried und Freuden⸗ eben. (571.) J. H. Mel. Mag ich Ungluͤck nicht ꝛc. Ch glaub,O GOtt, aus Hertzens⸗ Grund, bekenn mit Mund, nichts loll davon mich wenden, daß dein . Der treue Hirt ietzt koͤmmt fuͤr dich, und traͤget mich das Schaaf, auf seinem Ruͤcken, das Schaaf das gantz verirret war, gieng mit Gefahr in Satans G'walt und Stricken, das hat er bracht aus eigner Macht/ wie du begehrt, zu deiner Heerd/ zur Heerde der Gerechten. 6. Mich, den die Welt gantz listig⸗ lich von dir zu sich mit ihrer Lust ge⸗ zogen, bringt ietzt dein Sohn in dei⸗ nen Schooß, von Suͤnden loß, aus Lieb hierzu bewogen. Ich war sehr weit durch Uppigkeit, in vollem Trab gewichen ab, ietzt bin ich zu dir kom⸗ en men. 7. Was Satanas mit boͤsem Sinn geraubet hin und von dir weggetrie⸗ ben, das bringt dein Sohn zů deiner Heerd, aufs neu bekehrt, zu denen, Sohn, den du hast gesandt, mir die dich lieben. Er siellet dir ietzt wis⸗ huͤllet, die Jugend mit Muͤhseelig⸗ gangen ein, frey aller Pein gesetzt zu 6⁴0 . nichir für det mulhwiliglich 1% Mohiig „onsschEhriti n u bdlfind, do Min verschulh Hofflung noch Den Enaden⸗ sehyn verlohren 9. Die Thült dieh hat er ge ufha den wildiglich 7 Stroͤmemhate fest, daß hunl Gott, in Ang mit Ggaubegfe 67⁷⁷• Mel. Wo 68 OletihrElt „ hen Kind ncht, bndern. m ey daß sie vot Hhommen. 2. Dus Him geben: Was Leb'n, mit all uud Ehr 7 Ba nicht wehr. 3. Daß Hihh Hilumt, dakein n. ur i daß deh soll. 44. Gchuichet ö 90 daß man hr, in der Schul,im Gl Ren wohl, —6 gut Hetwi Wonf 646 EU ut mein Fleisch en an,drum'er en Sunder haß iu kleines Kind, Dindeln einge nit Muhserlig⸗ Lad iswunden at hewacht: Sich Ward gestäupt, ö t mit Dornen Tußes⸗Holzge tuckt, und fiel Doch miedet 9/ nach seiner erstanden: Mit mels⸗Freud ge⸗ Pein gesetztu Sohn dochan, lad in ihm mich ch Armen nicht macht don mei⸗ den: Durchs nicht aus Noth sich des ttot, erdammen. lazt kmmt füt ch das Schaaf, das Schaaf dab sug mit Besahr und Stricken, elgner Macht ö deiner Heerd/ ö ichten.„ Helt gantzlisig⸗ it ihrer kust ge. in Eehnin n unden loß, au ——4 war sehr Indolem Ttab Iich u dirkom⸗ it hösem Siun dit weggetrie Sobn zu deilt hrt, zu denel, sellet I. * 649 Vom Evangelio. 65⁹ wieder fuͤr den Knecht, der sich barte. von dir verlauffen atte. 8. Also hab ich nun Gnad, OGOtt/ durch Christi Tod, den er fuͤr mich erdultet, und ob ich wohl bey mir befind, daß meine Suͤnd all Hollen⸗ Pein verschuldet/ so hab ich doch die Hoffnung noch/durch deinen Sohn, den Gnaden⸗Thron, ich werd nicht seyn verlohren. 9. Die Thuͤr zum schoͤnen Para⸗ dieß hat er gewiß durch sein Blut auffgeschloßen, das aus den Wun⸗ den mildiglich am Creutze sich mit Stroͤmen hat ergossen. Ich glaͤube sest, daß du nicht laͤst, O frommer GOtt, in Angst und Noth, der diß mit Glauben fasset. (62.) M. E. H.. Mel. Wo GOtt zum Hauß nicht. Heder ihrEltern, Christus spricht: den Kindern sollt ihr wehren nicht, sondern sie lassen zů ihm kom⸗ mn/ daß sie von ihm werd'n auffge⸗ nomm'n. 2. Das Himmelreich will er ihn'n geben: Was ist dargegen dieses keb'n, mit aller Welt⸗Lust, Guth und Ehr 2 Bald hats ein End, und ist nicht mehr.. 3. Das Hinimelreich kein Ende nimmt, darein uns JEsus COHri⸗ sius bringt durch seine Lehr, darzu er will, daß man die Kinder sen⸗ den soll.—4F95 4. Gehorchet ihm, und bringt sie chr daß man von Jugend auf sie ehr, in der Kirchen und in der Schul, im Glauben GO T erken⸗ gen wohl. 2 7 5. Wers gut mit seinen Kindern meynt, gewiß sie zum HErrn Chri⸗ so sendẽt, wer anders thut, der ist ihn u feind, wenn er auch schon groß Lieb fuͤrwend. 6, Was hilfft den Kindern gros⸗ ses Geld, und viel Acker in jedem XIIV. Von der Heil. Tauffe. (573.) D. M. L. Hrist, unser HErr, zum Jordgn kam, nach seines Vaters Wil⸗ len, von Sanet Johannes die Dauffe nahm, sein Werck und Amt zu erfuͤllen: Da wolt er stifften uns ein Bad, zu waschen uus von Suͤn⸗ den, ersduffen auch den bittern Tod durch sein selbst Blut und Wunden, es galt ein neues Leben. 2. So hoͤrt und mercket alle wohl, was GOtt selbst heist die Faufe: nd was ein Christe glaͤuben soll, zu mei⸗ den Ketzer⸗Hauffen: Gott spricht, und will, daß Wasser sey, doch nicht allein schlecht Wasser: Sein heil⸗ ges Wort ist auch dabey/mit reichen Geist vhn Massen: Der ist allhier der Laͤuffer. 3. Solchs hat er uns erwiesen klar mit Bildern und mit Worten, des Vaters Stimm man offenbahr da⸗ selbst an Jordan hoͤrte, er sprach: Das ist mein lieber Sohn, an dem ich habGefallen, den will ich euch besoh⸗ len han, daß ihr ihn hoͤret alle, und solget seiner Lehre. 4. Auch GOttes Sohn hie selber steht, in seiner zarten Menschheit/ der Heilig Geist hernieder faͤhrt, in Tauben⸗Bild verkleidet: Daß wir nicht sollen zweiffeln dran, wenn wir getauffetwerden, all drey Person'n getauffet han, damit bey uns auf Erden zu wohnen sich ergeben. 5. Sein Juͤnger heist der HErre Christ: Geht hin alle Welt zu leh⸗ ren, daß sie verlohrn in Suͤnden ist/ sich soll zur Buß bekehren. Wer glaͤubet und sich taͤuffen laͤst, soll da⸗ durch seelig werden: Ein neugebohr⸗ ner Mensch er heist, der nicht mehr et sterben, das Himmelreich soll erben Feld! Wer sie von GOLT recht lehren laͤst, der thut bey jhn'n das hir ieht Allerbest. / 6. Wer nicht glaͤubt dieser grossen Gnad, der blesbi in seinen Suͤnden, X 3 und 651 Von der Heiligen Tauffe. 65⁵² und ist verdammt zum ewgen Tod, Zieff in der Hoͤllen Grunde, nichts hilfft sein eigen Heiligkeit, all sein CThun ist verlohren, die Erb⸗Suͤnd machts zur Nichtigkeit, darinn er ist gebohren: Vermag ihm selbst nicht helffen. ö 7. Das Aug allein das Wasser sieht wie Menschen Wasser giessen, der Glaub im Geist die Krafft ver⸗ steht des Blutes JIEsu Christi, und ist vor ihm ein rothe Fluth, von Christi Blut gefaͤrbet, die allen Schaden heilen thut, von Adam her geerbet, auch von uns selbst be⸗ gangen. (5½74) J. R In voriger Melodey. O welch ein unvergleichlichs Gut giebst du, HERR, deinen Kin⸗ dern! Das Wasser und zugleich dein Blut verehrest du den Suͤndern. Drey Dinge sind, welch allermeist auf ErdenZeugniß geben, das Blut, hinfort von deiner Gnad uns selbst der Tod nicht scheidet, noch alles was uns neidet. schon der Gnaden Kinder worden, diß ist der Christen schoͤnste Cron, Christus selber, und sein Blut, sein Tod und Sieg darneben, ist nun⸗ mehr unser eignes Gut, das er uns hat gegeben, mit ihm dadurch zu leben. 6. Er hat uns auch das Kinder⸗ Recht der Seeligkeit geschencket, durch solches ist die Suͤnde schlecht ins tieffe Meer versencket. Waßs koͤnnen Teufel, Hoͤlle, Tod, welch uns stets wiederstunden, weil IE⸗ nen uͤberwunden. Heyl gefunden. 7. HErr, laß uns doch den Reben gleich auch gute Fruͤchte bringen, das Wasser und der Geist, die koͤn⸗ nen uns erheben, zu deinem Freu⸗ den⸗Leben. 2. Diß Saerament ist selbst durch dich geheiljgt und beschloßen, daß, wie du HERR bist sicht barlich mit Wasser gantz begossen, im Jordan durch Johannis Hand; So soll auch uns rein machen dein heilig Blut, das theure Pfand, das lauter Him⸗ mels⸗Sachen kan wuͤrcken in uns Schwachen. 3. Du hast uns durch diß Saera⸗ ment der Kirchen einverleibet, also, daß man uns Christen nennt, und in dein Buch ietzt schreibet: Diß Wasser⸗Bad hat uns im Wort auch rein gemacht von Suͤnden, dein gu⸗ ler Geist der woll hinfort die Hertzen recht entzuͤnden, und Lieb in ihnen gruͤnden. 54. Wir find HErr, in dein Gna⸗ den⸗Reich durch diesen Bund gese⸗ tzet, der uns an Leib und Seel zu⸗ gleich recht inniglich ergoͤtzet: Du hast uns durch diß reine Bad, so ryefflich schoͤn bekleidet, daß auth und aus der Welt nach deinem Reich im Glauben eyfrig ringen, laß uns durch wahre Reu und Buß/ auch taͤglich mit dir sterben, dem⸗ nach der alte Adam muß biß auf den Grund verderben, soll man dein Reich ererben. 8. Hilff, daß wir diesen Gnaden⸗ Bund der Tauffe nicht vergessen, und sich kein freches Hertz noch Mund zu schmaͤhen ihn vermessen, die Tauffe muß in Angst und Pein ja wenn wir gehn von hinnen, Herr/ unser Trost und Freude seyn, das heist der Welt entrinnen, den Him mel zu gewinuen. (6755 In voriger Melodey. Ott, da ich konte keinen Rath vor meine Seele finden, da hast du durch das Wasser⸗Bad mich rein gemacht von Suͤnden Dabey du klaͤrlich hast erweist, und durch ein sichtbar Zeichen, O Vater, Sohn und Heilger Geist, es sey nichts zu vergleichen mit deiner Gnad und so Liebe. a, Denn willig und von Hertzens⸗ Grund⸗ 5. Aus Höͤllen⸗Kindern sind wir und Schmuck in ihrem Orden, ig sus Christus alle Noth, sammt ih⸗ Nun ist das 65 Htund⸗/ o bald hefdumich aue um Kinde anger kest Uisach mich! undzu hasen, de Gott so scht her den Bund mit m 3 Dadurch di Knnd versicher Mas sich für e fnd, das las d Den Geist der nit/ und mem U810 ich alleit echeret 4 Hungezen hab ich will ein gur! des Gleutens 3 und Geiftalhgeit erkennen, und se Christenheit mit“ Ren/ den lieden 5. Dem boͤsen VNat, auch aller Und dieser Bun kan gegen ihn u bil, O Gott, der Mleder neu gebok rechte Dercke th kohren, und die di 6. Der alte M ab, der neur aber den Lusten, diet Inhun hangen an“ Willen, Nit l 14 dumdai durch dei cl. rch deine „Oott Vutttr dalh um NII x Inich meiner! Bag de Dort Tufels, sttigedämpf P vude laj di Iu de Willen, mit Fleiß un 653 Von dem Heil. Ab — erdmahl. Grund, so bald ich zu dir kommen, hast du mich auch in deinen Bund zum Kinde angenommen: Du hat⸗ test Ursach mich vielmehr zu straffen und zu hassen, doch hast du/ grosser GOtt, so sehr herunter dich gelassen/ den Bund mit mir gestifftet. 3. Dadurch bin ich nun als ein Kind versichert deiner Gnaden: Was sich fuͤr Schwachheit an mir find, das laͤst du mir nicht schaden: Den Geist der Kindschafft giebst du mir/ und wenn ich vor dich trete, mein Hertz ausschuͤtte, GOTL, vor dir in Christi Nahmen bete, werd ich allzeit erhoͤret. Hingegen hab ich mich verpflicht ich will ein gut Gewissen sort bey des Glaubens Zuversicht zu halten seyn geflissen: Dich Vater, Sohn und Geist allzeit fuͤr meinen GOtt erkennen, und sammit der werthen Christenheit mit Ehrerbietung nen⸗ nen/ den lieben HErrn und Vater. 5. Dem boͤsen Feind hab ich ent⸗ sagt, auch allen seinen Wercken: Und dieser Bund, der ihn verjagt kan gegen ihn mich staͤrecken, Ich bin/ GOtt, dein Tempel nun, und wieder neu gebohren, ietzt kan ich kechte Wercke thun, datu ich bin er⸗ lohren, und die du selbst befsohlen. 6. Der alte Mensch muß sterben üb, der neue aber leben: Ich muß den Luͤsten, die ich hab, im Geiste wiederstreben Ich muß dem Gu⸗ ten hangen an, verrichten deinen hencken dran /daß ich ihn mog erfül⸗ Re durch deine Krafft und Staͤr⸗ e. ö 7. GOtt Vatter, Sohn und Geist, herleih um JEsu Christi willen, daß XLV. Von dem Heil. Abend⸗ mahl. (676.) D. M. L. O sey gelobet und gebens⸗ ö deyet, der uns selber hat ge⸗ speiset mit seinemFleische und mit seinem Blute: Das gleb uns, HErr GOtt, zu gute. Kyrie Elei⸗ son. HErr, durch deinen heiligen Leichnam, der von delner Muttter Maria kam, und das heilige Blut, hilff uns HErr aus aller Noth, Ky⸗ rie Eleison. 2. Der heilge Leichnam ist fuͤr uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben: Nicht groͤssere Guͤte koͤnt er uns scheucken, dabey wir sein sollen gedencken. Kyrie Eleison. HErr l dein Lieb so groß dich g'iwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that, und bezahlet uusre Schuld, daß uns GOtt ist worden huld. Kyrie Eleison. 3. GOtt geb uns allen seiner Gna⸗ den Seegen, daß wir gehen auf sei⸗ nen Wegen„in rechter Lieb und bruͤderlicher Treue, daß uns die Speiß nicht gereue. Kyrie Sleison. HErr, dein'n Heilgen Geist uns im⸗ mer laß, der uns geb zu halten rech⸗ te Maaß/daß dein arme Ehristenheit leb in Fried und Einigkeit⸗ Ky⸗ rie Eleison. d Sorgfalt(577.) J. H.& D. M. L. Irenunsdeno unser Heyland/ det von uns denGOttes Zorn wand⸗ durch das bittre Leiden sein, halff er uns aus der Hoͤllen⸗Pein. Daß wir nimmer deß vergessen, ich mich meiner Tausse freu, und gab er uns sein Lesb zu essen, ver⸗ nag dein Wort erfuͤllen. Gieb, borgen im Brod so klein,und zu triu⸗ saß ich Teuffels⸗Wercke haß, u loͤfe Lüste dampffe, im Guten nim⸗ ner werde laß/ biß an das End hie 7 und boft dein Reich er⸗ undscken sein Blut im Wein. 3. Wer sich iu dem Tisch will ma⸗ chen, der hab wohl acht auf sein Sa⸗ cken: Wer uuwuͤrdig hinzu geht, für das Lehen den Tod ammpfaͤht. & 4 4½ Du Von dem Heil. Abendmahl. 656 4. Du solt GOtt den Vater prei⸗ sen, daß er dich so wohl thut speisen, und fuͤr deine Misset hat in den Tod sein'n Sohn gegeben hat. . Du solt glaͤuben und nicht wan⸗ cken, daß es ein Speiß sey der Kran⸗ cken, den'n ihr Hertz von Suͤnden schwer, und fuͤr Angst ist betruͤbet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barm⸗ hertigkeit, sucht ein Hertz in grosser Arbeit: Ist dir wohl so hleib davon, daß du nicht kriegest boͤsen Lohn. Er spricht selber: Kommt ihr rmen, last mich uͤber euch erbar⸗ men: Kein Artzt ist dem Starcken noth, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Haͤttest du dir was koͤnnen er⸗ werben: Was duͤrfft ich denn fuͤr dich slerben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helffen wilt. 2. Glaͤubst du das von Hertzens⸗ Grunde, und bekennests mit dem Munde, so bist du recht wohl ge⸗ schickt, und die Speiß dein Seel ergvickt. 10. Die Frucht soll auch nicht aus⸗ bleiben, deinen Naͤch sten solt du lie⸗ ben, daß er dein geniessen kan, wie dein GOtt an dir hat gethan. 678.0.J. E. Chmuͤcke dich, O liebe Seele, laß die dunckle Suͤnden⸗Hoͤh⸗ le; Komm ans helle Licht gegangen, sange herrlich an zu prangen, denn der HErrr voll Heyl und Gnaden will dich ietzt zu Gaste laden: Der den H immel kan verwalten, will ietzt erberg in dir halten. 3. Eile, wie Verlobte pflegen, dei⸗ nem Braͤutigam entgegen, der da mit dem Gnaden⸗Hammer klopfft an deine Hertzens⸗Kammer, oͤffn ihm bald die Geistes⸗Pforten, red ihn an mit schoͤnen Worten? Komm mein Liebster, laß dich küssen, laß mich deiner nicht mehr missen. 3.Zwar in Kauffung theurer Waa⸗ ren pflegt man sonst kein Geld zu spahren; aber du wilt fuͤr die Gaben deiner Huld kein Geld nicht haben, weil in allen Bergwercks⸗Gruͤnden kein solch Kleinod ist zu finden, das die Blut⸗gefuͤllte Schaalen, und diß Manna kan bezahlen. 4. Ach wie hungert mein Gemuͤ⸗ the, Menschen⸗Freund, nach deiner Guͤte! Ach wie pfleg ich offt mit Thraͤnen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach wie pfleget mich zu duͤrsten nach dem Tranck des Le⸗ bens⸗Fuͤrsten! Wuͤnsche stets, daß mein Gebeine sich durch GOtt mit Gott vereine. 5. Beydes Lachen und auch Zit⸗ tern laͤsset sich in mir ietzt wittern: Das Geheimniß dieser Speise, und die unerforschte Weise machet, daß ich fruͤh vermercke, HErr, die Groͤßhe deiner Wercke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht solt ergruͤnden? 6. Nein, Vernunfft die muß hie weichen, kan diß Wunder nicht errei⸗ chen, daß diß Brod nie wird verzeh⸗ Und daß mit dem Safft der Reben uns wird Christi Blut gegeben. O! der grossen Herrlichkeiten, die uns Gottes Geist kan deuten. 3. JESu, meine Lebens⸗Sonne, IEsu, meine Freud und Wonne, IEsu, du mein gantz Beginnen/Le⸗ bens⸗Qvell und Licht der Sinnen, hie fall ich zu deinen Fuͤssen, laß mich würdiglich geniessen dieser deinere immels⸗Speise, mir zum Heyl und dir zum Preiße. 8. HER, es hat dein treues Lieben daß du willig hast dein Leben in den Tod fuͤr mich gegeben, und darzu gantz unverdrossen, HErr, dein Blut fuͤr uns vergossen, das uns ietzt kan dencken. 9. JEsu,/ wahres Brod des Lehens, hilff, daß ich doch nicht vergebens⸗ oder dich vom Himmel rab getrieben, kraͤfftig traͤncken, deiner Liebe zn ges ret/ob es gleich viel tausend naͤhret! 67 sr dleich V udanem Tisch g hlch diß Stelen lcht emessn, de auf Erden mog Relwerden. ( weiß ein Id sein, das salen, es geliebt mein, das Blur Bluͤmlein allen. 2. Das Blümle Wort, des uns es leucht uns dur ja hie und dort, Leben. 3. Er is der E. Pfott.die Dahrh⸗ Wer Reu ub rsein hit tum Gnad, de hen dergeben. 4. Espricht sel zu mir all dieihr! will nach eures das glaͤubet mir Schaden. J. Nehmt hin mein Lelb, den schenckn: Jch mein Gut daden daß ihr mein solz 6. Nehmt hin, mein Blut, das su, welchs grut thut, so offt ihrs! hab gelasten. „. Vorbittend 0 f dur leil du für En Jesu Ehr Aununs scheiden 3. Nam uns ö ch daß wir dich e Hutekennen j 101 D.HEs Iun Henl WrI Oswien W. Dl de 6⁵7 Von dem Heil. Abendmahl. 65⁸ oder mir WMalescht um Schaden sey O Werck, das stuͤndlich in uns soll zu deinem Disch geladen! Laß mich durch seine K Krafft vermehren, Be⸗ durch diß Seelen⸗Essen deine Liebe reuung unstrer schweren Schuld, recht ermessen, daß ich auch wie ietzt Furcht, Glauben, Hoffnung und auf Erden moͤg ein Gast im Him⸗ Gedult, Zucht, Lieb und aller Tu⸗ mel werden. (679) B. F. Ch weiß ein Bluͤmlein huͤbsch fallen, es geliebe mir i in dem Hertzen mein, das Bluͤmelein vor andern Blümlein allen. Das Bluͤmlein ist das Goͤttlich Wort, das uns GOtt hat gegeben, gend Zahl, O Himmels⸗Saal, O hochgeprießnes Abendmahl. 2. Hier ist des Lebens Baum ge⸗ und fein, das thut mir wohl ge⸗setzt, desselben Blaͤtter heilen, was durch den Satan war verletzt mit so viel Suͤnden⸗Pfeilen: Hie ist das Holtz gantz voller Safft, von Fruͤch⸗ ten fuͤß sehr groß von Krafft, ja des⸗ sen edle Lieblichkeit zu aller Zeit es leucht uns durch die enge Pfort, vertreibt des Todtes Bitterkeit. ja hie und dort, wohl in das ew'ge 3. Hier ist das rechte Himmel⸗ Leben. Brod, von GO uns selbst gege⸗ 3. Er ist der Weg, das Licht, die ben, das fuͤr den wohlverdienten Pfort, die Wahrheit und das Leben: Tod uns wiederbringt das Leben: Wer Ren ub'r seine Suͤnde hat, und Diß ist der Christen Unterhalt, diß bit't um Gnad, dem sinds im Glau⸗ macht die Seelen wohlgestalt, diß ben vergeben. ist der Engel Speiß und Tranck, da⸗ 4. Er spricht selber: Kommt ber fuͤr ich Danck GOT singen will zu mir all die ihr seyd beladen! Ich mein Lebenlang. will nach eures Hertzens Behier, 4. Hier ist die rechte Bundes⸗Lad, das glaͤubet mir, heilen all euren hier ist der Leib des HErren, voll Schaden. Weißheit Guͤt und grosser Gnad, 5. Nehmt hin, und eßt, das ist hie schau ich gleich von fernen die mein Lelb, den ich euch ietzt thuswunder⸗schoͤne Himmels⸗Schul, schencken: Ich verschreib euch all den Tempel sammt dem Gnaden⸗ mein Gut dabey/ das glaͤubet frey/ Stuhl, hie find ich ja das höch ste daß ihr mein sollt gedencken. mein Blut, das ich fuͤr euch vergos⸗ sen, welchs gnus fuͤr eure Suͤnde thut/ so offt ihrs thut, wie ichs euch hab gelassen. . Wir bitten dich, HERR JEsu Christ, wohl durch dein bitter Lei⸗ den, weil du fuͤr uns gestorben bist, HErr JEsu Christ, du wollst nicht von uns scheiden. 8. Nimm uns fuͤr deine Kinder an/ daß wir dich allzeit loben: Dein Wort bekennen iedeꝛmann/auf rech⸗ ter Bahn, HERR JIEsu, hilff uns Amen. (50%% R. Mel. Allein zu dir Herr ꝛc. Hroßes Werck, Geheimniß⸗ yoll, das hoͤchlich zu verehren, Gut, das theure Blut, so mir er⸗ 6. Nehmt hin, trinckt all, das ist quicket Seel und Muth. 5. Hier ist die rechte Himmels⸗ Pfort, hie steht der Engel Leiter, Israels auserwehlter Ort, und sei⸗ ner Lust Bereiter: Hier steigen wir mit vollem Iauf d Christo stracks zum Himmel auf, der uns durch ihn ist zuerkannt, O herrlichs Pfand, O allerliebstes Vaterland. 6. Ach schauet wie der HErr uns liebt, wie hoch er uns verehret, in⸗ dem er uns sich selber giebt und freundlich zu uns kehret: Beden⸗ cket wie er uns gemacht zu Buͤrgern seiner grossen Pracht; Ja wie er un⸗ ser Fleisch ergoͤtzt, das er zuletzt zu seiner Rechten hat gesetzt. 7. 25 Fleisch, das nun erhoͤhet ist, ꝑWRꝗꝗIꝗIRDRIFRDRPRDRPRFRPRIRIIeDeD‚e‚‚‚n‚‚ 6⁵9 Von dem Heilig en Abendmahl. 66⁰0 ist in GOttes Stadt zu leben, das werd uns hie zu dieser Frist, dure Christum selbst gegeben, so wird sein Wesen uns zu theil, so finden wir der Seelen Heyl, so bleiben wir in Gottes Huld, und unsre Schuld wird uͤbersehen mit Gedult. 8. Wie kan uns der zuwieder seyn der uns so freundlich reichet sein Fleisch und Blut im Brod und Wein, der nimmer von uns weichet? Wie kan uns lassen aus der Acht der uns so trefflich hat bedacht, indem er nnsre Missethat, O GOttes Rath/ durch seinen Tod vertilget hat. 9. Wie kan hinfort des Satans Staͤrck uns Christen uͤberwinden, dieweil durch dieses Gnaden⸗Werck wir grosse Krafft empfinden? Hat doch diß Mahl uns so erqvickt, daß uns kein Feind mehr unterdruͤckt: Drum, Satan, komme nur zum goicket mein Leben, Hertz und ch Muth/ mein Geist der hat erblicket das allerhoͤchste Gut. 2. Du hast mich ietzt gefuͤhret, O HErr, in deinen Gnaden⸗Saal, da⸗ selbst hab ich beruͤhret dein edle Guͤ⸗ ter allzumahl; da hast du mir verges- beus geschencket mildiglich das wer⸗ the Brod des Lebens, das sehr ergoͤ⸗ tzet mich, du hast mir zugelassen, daß ich den Seelen⸗Wein im Glauben mochte fassen, u. dir vermaͤhlet seyn. 3. Bey dir hab ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit, du hast mir wohlgemessen den edlen Kelch⸗ der mich erfreut: Ach GOTT, du hast erzeiget mir Armen solche Gunst, daß billig ietzt sich neiget⸗ mein Hertz fuͤr Liebes Brunst, du hast mich lassen schmecken das koͤst⸗ lichEugel⸗Brod, hinfort kan mich nicht schrecken Welt, Teufel, Suͤnd Streit, wir sind bereit, zu spotten deiner Grausamkeit. 10. Was achten wir die Leibes⸗ und Tod. 4. So lang ich leb guf Erden, preiß ich dich liebster Zesu wohl, daß du Noth, der krancken Glieder Schmer⸗ mich laͤssest werden von dir und tzen, hier ist Axtzney auch fuͤr den Tod, ein edler Tranck zum Hertzen, 1a Ehristus Fleisch ist solcher Art, da alles durch geheilet ward, hie ist sein Seiten⸗Wasser feil, dadurch in Eyl geloͤschet wird der Hoͤllen Pfeil. 11. O Gottes Fleisch, O heilges Blut, das auch die Engel ehren. O Himmels⸗„Speiß, O bren die Gut, wozu in Furcht sich kehren die Krafft und Thronen Wunder⸗voll, HErr, meiner Seelen ist so wohl, es trifft sie schon in dieser Qvaal ein Freuden⸗Strahl, O hoch geprießnes Abendmahl. (591.) J. K. Mel. Nun lob mein Seel den ꝛc. Wose wohl hast du gelabet, O Vliebster IEsu deinen Gast, ja mich so reich begabet, daß ich ietzt fuͤhle Freud und Rast, O wundersa⸗ me Speise! O suͤsser Lebens⸗Tranck! O Liebs⸗Mahl, das ich preise mit durch dich satt und voll: Du hast mich selbst getraͤucket mit deinem theuren Blut, und dich zu mir ge⸗ lencket, O unvergleichlichs Gut! mn werd ich ia nicht sterben, weil mich gespeiset hat, der nimmer kan verderben, mein Trost, Schutz, Hülff und Rath. 5. Wie kau ichs aber fassen, HErr JEsu! daß du mit Begier dich bast so tieff gelassen vom Himmels⸗ Saal herab zu mir! Du Schoͤpffer ⸗ aller Dinge, besuchest deinen Knecht, ach hilff! daß ich dir bringe ein Hertz das fromm und schlecht, das glaͤnbig dir vertraue, damit nach dieser Zeit ich ja dein Antlitz schaue dort in der Ewigkeit. 6. Du bists, der ewig bleibet, ich aber bin dem Schatten gleich, den bald ein Wind vertreibet, HErr, ich bin arm und du hist reich, du bist sehr groß von Guͤte, kein Unreeht einem Lobgesang, indem es hat er⸗ gilt bey dir, ich boßhaßt vom Ge⸗ muͤthe, ö 01 —. nuthe, kunfeble Immeß du demn Gunden MNann uch nieder, we 7. Ein Herth gen, ein Hert d ssdas weiß ich Hepland, dir zu eo licht veracht sabin, nach de ten, nimm desh Opffer meiner! lig wird iegund besungen, Her nen Mund. 3. Hilff iu, de edlen Schatzes, aufhoͤlich Bu wende siets su d 10 spuͤhren kein als welche pfle in dieser Zeit,l gehten, als de denn niemand deiner Litb und 9. Wohl wir, Himmel⸗Spei nun will ich ru dir Lob, Ehr U Welt⸗Getum Dudich seuft dem rechten V. netd ich leben Vuddtuß, mein Rben der Dod 682.) M. Erck auf, (6663 muͤthe, kan fehlen fuͤr und fuͤr, noch kommest du hernieder zu mir, dem Suͤnden⸗Mann: Was geb ich dir doch wieder, was dir gefallen kau! 7. Ein Hertz durch Reu zerschla⸗ gen, ein Hertz das gantz zerknirschet ist das weiß ich, wird behagen, mein Heyland, dir zu ieder Frist, du wirst es nicht verachten, demnach ich em⸗ sig bin, nach deiner Guns zu trach⸗ ten, nimm doch in Gnaden hin das Opffer meiner Zungen. Denn bil⸗ lig wird ietzund dein theurer Ruhm besungen, HErr GOtt! durch mei⸗ nen Mund. 8. Hilff ja, daß diß Geniessen, edlen Schatzes, schaff in mir ein un⸗ aufhoͤrlich Buͤssen„ daß ich mich wende stets zu dir„Laß mich hin fuͤh⸗ ro spuͤhren kein andre Lieblichkeit, als welche pflegt zu ruͤhren von dir in dieser Zeit, laß mich ia nichts be⸗ gehren, als deine Lieb und Gunst, denn niemand kan entbehren hier deiner Lieb und Brunst. 9. Wohl mir, ich bin veisehen mit Himmel⸗Speiß und Engel⸗Tranck, nun will ich ruͤstig stehen, zu singen dir Lob, Ehr und Danck: Ade! du Welt⸗Getůmmel, du bist ein eitler Dand, ich seufftze nach dem Himmel, dem rechten Vaterland, Ade! dort werd ich leben, ohn Unglück und Verdruß, mein GOtt, du wirst mir geben der Wollust Uberfluß. 68⁴.) In veriger Melodey. ö M auf, O mein Gemüthe, merck auf des HErren milde Hand, der dir aus lauter Guͤte, auf⸗ setzet ein unschaͤtzbars Pfand, und dich ietzt speist aus Gnaden mit sei⸗ nem Leib und Blut, als das fuͤr al⸗ len Schaden den frommen Seelen gut/ weil die in JEsu bleiben, die so gespeiset sind, und sie nicht mag vertreiben das hoͤllische Gesind. 2. O trefliches Erbarmen! Was bin ich Staub und Erden⸗Kloß Daß sich ietzt. Armen ein Wyr, der maͤchtig, reich und groß: des Von dem Heil. Abendmahl. 662 Was bin ich Asch und Erde, daß so ein grosser Schatz mir vorgetragen werde, und in mir suche Platz O Lieb! O Liebes⸗Flammen Wie lodert ihr herfuͤr, und schlagt um mich zusammen, daß ich schon brenn in mir ⸗ 3. Es lernet zwar die Seele in mir, durch deines Geistes Trieb, daß GOtt mich ihm vermaͤhle, und daß ich ihn so hertzlich lieb; Doch seh ich hier viel besser, daß du mir seyst ver⸗ wand, die Liebe scheint ja groͤsser, ie gröͤsser ist das Pfand: dein Leib, dein Bluüt,(mein Leben!) wird müir zur Speiß und Tranck, drum ist die Schuld vergeben, die mich stets machte kranck. 4. Was soll ich nun verzagen, und bis zum Tode traurig seyn, mich mit Verzweiflung plagen, und in Be⸗ truͤbniß gehn herein? Mein HErr ist ja gestorben, und hat das Leben mir durch seinen Tod erworben: Er hat der Hoͤllen Thuͤr, wie Simson weggetragen, drum poch ich auf sein Blut, und faß in truͤben Tagen durch IEsum einen Muth. . Doch lehre mich bedeucken, mein GOtt, mit was vor Demuth ich mich solte billig lencken an die⸗ sem Tisch/ iu nehmen dich: Ich bin ja nirgend reine, und dir ist keiner gleich mir fehlts amTugend⸗Schei⸗ ne, und du bist tugendreich. Drum was ich noch nicht habe, das borg ich ĩetzt allhier/ an dieser grossen Ga⸗ be haͤugt meiner Seelen Zier. . Ach laß in mein Gemuͤthe der wahren Andacht Licht auffgehn, laß auch nach deiner Guͤte des Glau⸗ beus Glantz in mir entstehn, daß Lie⸗ be wachs und bluͤhe, daß Demuth fruchtbar sey, die Hoffnung auff⸗ waͤrts fliehe, und ich fort werde frey vom Fallstrick eitler Dinge, die manches Hertz verfuͤhrt: Und nach dem Schatze ringe, der Sions Buͤr⸗ ger ziert. 7. Dein Kleisch und Blut ist meine, draus 663 Von dem Heil „Abendmahl. drauf leb und sterb ich, wenn du wil: mein Fleisch und Blut ist deine/ dein Wille werd in ihm erfuͤllt: Regier es, daß nicht Suͤnde und Laster ni⸗ ein drein, gleichwie es sonst ge⸗ chwinde zum Argen pflegt zu seyn: Du aber kanst es staͤrcken, daß es thu Wiederstand, des Teufels List und Weꝛcken, Kraft deiner rechten Hand. 8. Verleih auch durch die Speise, daß ich in Wiederwaͤrtigkeit mich allzeit starck erweise, daß ich in un⸗ gluͤckhaffter Zeit gedultig mich er⸗ zeige, daß nicht in Creutz an mir Verzagung sich ereige, ja, daß in allem dir ich wie ein Juͤnger gleiche, biß daß das Kleinod ich in meinem Lauff 0 Mein GoOtt das bitt ich dich · 5(883.) M. E. S. Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛc. KII ihr Christen hergegan⸗ gen, Christi Leichnam zu em⸗ pfaugen, und die Gaben zu genies⸗ sen, die aus seinen Wunden fliessen/ die aus Liebe hergegvollen, als er ie⸗ tzo sterben wollen. 2. Bringt die Myrrhen rechter Busse, fallet unsern Ott zu Fusse/ und bereuet eure Suͤnden, wollt ihr anders Gnade finden, ach zerreisset eure Hertzen, GOtt der laͤst mit sich F nicht schertzen. ö 37 Wer der Andacht hier vergisset, und unwuͤrdig davon isset, wird ein schwer Gerichte haben, und wird schuldig an den Gaben, die uns selb⸗ sten eingesetzet JEsus, als er sich geletzet. 4. Drum erwecket alle Geister, IEsus, euer Freuden⸗Meister, will mit seinen Himmels⸗Schaͤtzen Her⸗ tze, Geist und Seel ergoͤtzen, schme⸗ 6. O HErr JEsu uns erfrische itzt an deinem Gnaden⸗Tische mit dem heilgen Brod und Weine, deinen Leib und Blut ich meyne, komm/ erfuͤlle das Verlangen, das du in uns angefangen. 7. O du suͤsse Kost zum Leben, suͤs⸗ ser Most vom rechten Reben, theu⸗ res Pascha, Seelen Speise, Zeh⸗ rung zu der Himmels⸗Reise, in dir sind mir recht erfreut, und im Gei⸗ ste gantz verneuet. 8. Laß uns auch in dir bekleiben, IEsu, und im Glauben bleiben, daß wir kommen zu dem Schauen in die gruͤnen Himmels⸗Auen, und dir dei⸗ ne Opffer bringen, O HErr hilff,laß wohl gelingen. „684.—0 Mel. Liebster Taln wir sind ꝛe. Guter Hirte, Daucr Christ/ dir sey Lob und dein theures Abendmahl, das uns dient zum Himmels⸗Leben, und frey macht von allen Suͤnden, so offt wir uns darzu finden. 2. Siehe, JIESu, diesesmahl sind wir auch allhier vorhanden, deinen wahren Leib und Blut wieder unsre Suͤnden⸗Schanden zu geniessen, und dein Leiden zu verkuͤndigen mit reuden. 3. Ach HERR JEsu, schencke uns deines guten Geistes Gaben, daß wir allesammt darzu moͤgen rechte Hertzen haben, dich mit Glauben zu empfangen, und dir stetig anzuhan⸗ gen. Speiß,daß wir alles Boͤse lassen. und nur bich und dein Geheiß, und was himmlisch ist, erfassen, ach gieb es durch deinen Nahmen JEsu, liebster cket doch die Freundlichkeiten, last JEsu, Amen. uns wuͤrdiglich bereiten. 5. Wir zwar muͤssen uns fast schaͤ⸗ menj dieses Saerament zu nehmen, denn wir sind und bleiben Suͤnder, aber schone deine Kinder, Gnade laß 6685.) D. J. F. M. Mel. Meinen JEsum laß ich ze. Einen IEsum laß ich nicht/ meine Seel ist nun genesen, seelig ist das heutge Licht da ich vor Recht ergehen, wer will sonst IESn Gast gewesen, drum ruff vor dir bestehen ꝛ 664 anck gegeben, vor Is nein Herz u HuQEumlßte 3. Meinen Je Frler nich so dei schin mein Herz ul zu eigen gied Irverplicht: N Ih nicht. HErr, dein Blut, Nsu, da slckt mich, unt hah ich hinfort u Uin GOttes An Nuum lif ich u Wohl mir, hichr druͤct, ach a schihen, meine huckt, weil ich, I Wfu, meine Zu Niuinsch nicht +Moses denne füt mich ists Beset Oott des Vater gossen Zorn gef Werck mit Blut gien JEsum laß i 6. Dich, Lamn 4. Schaff uns neu durch diese bloß hicht, weil dut Fen meiner S. Uift, die die an Heun mich mei wainen ISum l. Meinen JEst IRuun mein Brub Welt und S. 1 hten d lls ist mein L laß ich nicht. Nein Gewisse hudchtit mmerlic Rhs. gericht: Wun 8 unnt r d fugt ob Whüch,Jef Eeh Wann IunNm Sraist, Zeh „Neist, in dit XIII Ee lekleiben, biriben,de Schaurn in dit tuan dir dei⸗ Senbuil Aebrid, du Eetetben, det , Ras unt ee und fre; hu, eft t III siud Iaden dtins riche uuin eien Tttüntigen t euckt Saben, dei igen rechtt WDENN iui niuh 565 Von dem Heil. Abendmahl⸗ 666 hloß mein Hertz und spricht: Mei⸗ nen JEsum laß ich nicht. 2. Meinen IEsum laß ich nicht, wveil er mich so hrünstig liebet, und sich in mein Hertz verspricht/ ja sich mir zu eigen giebet, und sich ewig mir verpflicht: Meinen JEsum laß sch nicht. ö 3. HErr, dein Leib und theures Blut, JEsu, das ich ietzt genossen, faͤrckt mich, und macht alles gut/ laß ich hinfort nicht verstossen bin zon GOttes Angesicht: Meinen Esum laß ich nicht. 4. Wohl mir, daß mich nichts nehr druͤckt, ach wie wohl ist mür ge⸗ schehen, meine Seel ist gantz er⸗ zuickt, weil ich, JEsu/ dich gesehen, Esu, meine Zuversicht, dich, O Efu laß ich nicht. Moses donnert mir nicht mehr/ Ur mich ists Gesetz erfuͤlet, JEsus, Ott des Vaters Ehr, hat den grossen Zorn gestillet, und das Werck mit Blut geschlicht: Mei⸗ zen JEsum laß ich nicht. 6. Sich, Lamm GOttes, laß ich licht, weil du traͤgest auf dem Ruͤ⸗ ten meiner Suͤnden Quaal und Bifft, die die arme Seele druͤcken, benn mich meine Sünd anficht, neinen JEsum laß ich nicht. . Meinen JEsum laß ich nicht, er nun mein Bruder worden/ trotz/ saß Welt und Satan spricht: Ich 70 noch in ihren Orden, nein! mein Esus ist mein Licht, dich O Bru⸗ er/ laß ich nicht. . Mein Gemissen! stille dich, dei⸗ e Handschrifft ist zerrissen, JEsus, ler so jammerlich ward gemartert znd geschmissen, der vertritt mich juͤr Gericht: Meinen JEsum laß ich nicht. 9. Kommt ihr Teufel, sprecht mir Hohn, fragt ob ich sey GOttes Er⸗ le? Freylich, JEsus GOttes Sohn, leibe mein Erbtheil, wenn ich ster⸗ le. Trotz, der mir diß Gut abspricht: Neinen JEsum laß ich nicht. 10. Tod, dein Stachel ist ent⸗ ztoey, Christus ist zum Gifft dir wor⸗ den, von dir bin ich ewig frey, wesl du mich nicht kanst ermorden, trotz, daß mich dein Stachel sticht: Mei⸗ nen JEsum laß ich nicht. II. Hoͤlle schweig,denn deine Glut ist nun voͤllig ausgeloͤschet, JEsus ist es, dessen Blut mich gantz rein von Suͤnden waͤschet„ und mich frey vom Feuer spricht: Meinen JEsum laß ich nicht. 12. JEsus ist und bleibet mein„ er hat sich mit mir verlobet„ wie ein Braͤutgam, ich bin sein, ob der Feind gleich greulich tobet, ich weiß daß mir nichts geschicht: Meinen JEsum laß ich nicht. 3. Laß mich auch mein JEsu nicht, wenn es mit mir koͤmmt zum Ende, wenn mir Sinn und Hertz bricht, JEsu nimm in deine Haͤnde meinen Geist meins Lebens Licht: Meinen JEsum laß ich nicht. 14, Und das bin ich auch gewiß, weil mein IEsus mir verheissen, aus des Todes Finsterniß mich mit gantzer Macht zu reissen, drum auch meine Serle spricht: Amen! JE⸗ sum laß ich nicht. 686.) Mel. Straff mich nicht in deinem ꝛe. TRete her zum Tisch des HErrn, ihr Communicanten, eure Lie⸗ be sey nicht fern, GOttes Anver⸗ waͤndten, mit Andacht nehmt in acht, was euch GOtt wirb geben zu dem ewgen Leben. a. Kommt in wahrer Neu und Leid uͤber eure Sünden, Demuth und Gottseligkeit lasset bey euch finden, an die Brust schlagt bewust, was ihr habt verbrochen, eh es wird geroche. 3. Geht heran schoͤn augethan mit dem Glaubens⸗Kleide, solche Gaͤste stehn Ott an, er hat seine Freude/ nehmt die Speiß gleicher Weiß, trinckt das Blut vergossen, O ihr Tisch⸗Genossen. 4. So ihr wuͤrdig eßt und ki1 667 Von dem Heiligen Abendmahl. 668 von dem Brod und Weine, solches Sacrament euch bringt Seeligkeit alleine, dancket GOtt liebt in Noth, lebt als fromme Kinder, werdet nicht mehr Suͤnder. (V7.) Eigene Melodie. 3⁰ komme eingeladen, zu deinen grossen Gnaden, mein Heyland JEsus Christ, doch scheu ich mich zu treten fuͤr meinen GOtt zu beten, weil ich mit Sund beruͤst. 2. Ich bin ein armer Suͤnder, wie alle Menschen⸗Kinder, gestehe mei⸗ ne Sund, und weil ich ausgeschrit⸗ ten, so hilff, O JEsu, bitten, damit ich Gnade find. 3. Ich will nun wieder kehren, hilff allem Unfall wehren, vergieb mir alle Schuld, du bist fuͤr mich gestor⸗ ben, hast mir das Heyl erworben, drum habe doch Gedult. 4. In deine blut'ge Wunden hab ich mich eingefunden, und bin da⸗ nen9 getroͤst; Hilff mir durch dei⸗ nen Nahmen, HOErr JEsu, sorich das Amen, du Sůnder bist erlöͤst. (88.) Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Ohl mir, JEsus meine Freu⸗ de/ ladet mich zu seinem Mahl, auf mein Hertz und dich bereite, eile zu dem Kirchen⸗Sahl, laß den Ey⸗ ser nicht erkalten, IEsus will das Nachtmahl halten. 2. Auf mein Hertz in vollen Sprin⸗ en/eile deinem JEsu zu. Aufl dir lles ietzt gelingen, hier ist wahre Seelen⸗Ruh, du sollt dich frey von den Suͤnden, bey des HErren Nachtmahl finden. 3. Ach, indem mein Hertz bestrei⸗ tet Noth und Todt mit gleicher Macht,/ hat er dir den Tisch bereitet/ und aus reiner Lieb bebacht wie er sich mit dir moͤg letzen, und zu seinen Erben setzen. 4. Hier hast du das Brod des Le⸗ bens, hier hast du den wahren Leib, den er in den Tod gegeben, dir zu gute, daß er bleib deine Host zů dei⸗ ner Seelen, in dem Hunger dich nicht quaͤlen. 3. Siehst du, was da koͤmmt geron⸗ nen wie mit rot hen Lebens⸗Safft, fliessen aus fuͤnff offnen Brunnen, JEsus neue Liebes⸗Krafft, trincket, spricht er zu uns Armen, O des hertzlichen Erbarmen. 6. Hungrig komm ich auch nach Gnaden, durstig nach Barmhertzig keit, der ich gleichfalls bin geladen zu des Lackmes Hochzeit⸗Freud, himmlisch Manna mich ergoͤtzet, IEsus Blut die Seele netzet. 7. GOtt geb, daß ich dieses Schen⸗ cken, Christi Leibs und Bluts allhier, nehm zu seinem Angedencken, und betrachte fuͤr und fuͤr, wie sein Leib am Creutz entbloͤset, und sein Blut mich hat erloͤset. 8. Nun will ich mit Danck und Eh⸗ ren, meines JEsu, weil ich bin, Lieb und Huld mit Lob vermehren, mein durch ihn verneu'ter Sinn soll in JElu sich erfreuen, GOtt wird da⸗ zu Gnad verleihen. (98.) Mel. Nun sreut euch lieben ꝛc. Du Lebens⸗Brod, HErr IEfu Christ, mag dich ein Suͤnder haben, der nach dem Himmel hung⸗ rig ist, und sich mit dir will laben, bitt ich dich demuͤthiglich, du wol⸗ lest so bereiten mich„ daß ich recht wuͤrdig werde. 2. Auf grüner Auen wollest du mich diesen Tag, HErr, leiten, dem frischen Wasser fuͤhren zu den Tisch! fuͤr mir bereiten: Ich bin zwar suͤnd⸗ lich, matt und kranck, doch laß mich meinen Gnaden⸗Tranck aus deinem Becher trincken. Du Zucker⸗suͤsses Himmels⸗ Brod, du wollest mir verleihen, daß ich in meiner Seelen⸗Noth zu dir mag kindlich schreyen: dein Glau⸗ bens⸗Rock bedecke mich, auf daß ich moͤge wuͤrdiglich an deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit/ O HErr 7 V. 600 du gnäbiglich Whanmef. ch bin ein M örnd, lai de e, erleuchte m Asnd, duke + W bin derdammt E 1„ „ und wohn inn Ihnch dich kuͤssen Glch mit dir sch dene Süßtiz Ehlle seyn bereit. I, bommeiliag: hleib in dir, ln Würf du gl Wsr, auch dort m (⁰0.) V YNdoriger 5 Eaen ssser Wsich wich bos N wene Au upit heine Tre die so schr siteSünderg. h Oret Hertene 0 Ich ein! schusch, Ne IEsngs Utehwd in, 1 lür lut Had„* Huss Von dem Heiligen Abendmahl. 67⁰ 441 50 Dng ih Err, aus meinem Hertzen, laß ich die Suͤnd in dieser Zeit bexeu⸗ tuja mit Schmertzen: Du heißge⸗ ratnes Oster⸗Lamm, du meiner Seelen Brautigam, laß mich dich Lcht geniessen. ö . Zwar ich bin deiner Gunst nicht erth/als der ich ietzt erscheine, mit Suͤnden allzuviel beschwehrt, die ihmertzlich ich beweine; In solcher Pruͤbsal troͤstet mich HErr IEsu, aß du gnädiglich der Zünder dich Ebarmest. 6. Ich bin ein Mensch voll Suͤn⸗ Eu⸗Brind, laß deine Hand mich Eeilen, erleuchte mich, denn ich bin Vind, du kaust mir Guad ert heilen; ich bin verdammt, erbarme dich ⸗ h bin verlohren, suche mich, und Hff aus lauter Gnaden. „Mein Braͤutigam, komm her zu hir, und wohn in meinem Hertzen, lih mich dich kuͤssen fuͤr und fuͤr, und Aeblich mit dir schertzen: Ach laß usech deine Süßigkeit für meine Peele seyn bereit/ und stille ihren Lantmer. 3. Du Lebens⸗Brod„HErr JEsu Ehrist, komm selbst dich mir zu I Kom O Blut, das du vergossen st komm eiligst mich zu traͤncken. sch bleib in dir, du bleibst in mir, um wirst du guldne Himmels⸗ lhur, auch dort mich auferwecken. (590%) M. B. P. 8 In voriger Melodey. Edrcren suͤsser Seelen⸗Gast, Vbaß ich mich hoch erfreue, komm, U, du meine Ruh und Rast, wie 0 ist deine Treue, daß du zur Beelen, die so schwach, hier unter tles Sünders Dach, so bruͤderlich kiikehrest. . Groß Hertzens⸗Lust hab ich da⸗ hin, wenn ich ein Wunder mercke: Zoch schau ich, was du hast gethan dem Erloͤsungs⸗Wercke/ wie mich HMin Leib und Blut erguickt, so bald gein Leib viel Lust erblickt, mit Lorschmack jenes Lebens 3. Wie gnaͤdig bist du, Wunder⸗ Gott, der hochbetruͤbten Seelen, du laͤssest sie ja nicht mit Spott von stoltzen Feinden guclen, dein theu⸗ rer Tisch ihr steht bereit, zu Trotz des Feindes Grausamkeit: Trotz, wer es nicht kan lassen. 4. Wohl weidest du mich treuer Hirt, zeigst mir gesundes Wasser, du traͤnckst mich als ein reicher Wirth/ treibst ab den boͤsen Hasser und giebst dich selhst zu eigen mir⸗ was opffer denn ich dir dafuͤr/fuͤr die⸗ se Liebes⸗Thaten. 5. Nun habe suͤsser JEsu Danck, du hast mich wohl verbunden, du stürckest mich/ der ich lag kranck von allen Adams⸗Wunden: Ich dancke dir, daß du, HErr Christ, mein treu⸗ ex Samariter bist, wilst Leib und Seele helffen. 6. Du haltest die Verheissung fest, und meinst es gut von Hertzen, die treulich du geschehen laͤst, Oel geust du in die Schmertzen, denn wie du rr verheissen hast, so hast du dei⸗ nen armen Gast ietzt koͤniglich ver⸗ pfleget, 7. Crifft mich nun Seelen⸗Hun⸗ gers⸗Noth, muß sich mein Herhz ab⸗ matten, so komme du mein Him⸗ mels⸗Brod, erfreulich mir zu stat⸗ ten, dein theures Blut im Abend⸗ mahl erfrische mich im Todes Thal⸗ damit ich nicht verschmachte. 8. Wie heilig, herrlich, groß und hehr ist großer GOtt, dein Nahme: Wie heilig ist dein Ruhm und Ehr! Ich bin ein boser Saame, iedoch weil du mit mir HErr Christ, im Abendmahl vereinigt bist, kanst du dein Fleisch nicht hassen. (791.) J. H. Mel. O JEsu Christ meins L. O IJEsn, du mein Beslutigant⸗ der du aus Lieb am Creutzes⸗ Stamm fuͤr mich den Tod gelitten dend 4. weg der Suͤn⸗ den Last. E. Ich 67¹ Von dem Heiligen Abendmahl. 671½ 2. Ich romm zu deinem Abend⸗ mahl, verderbt durch manchen Suͤn⸗ den⸗Fall, ich bin kranck, unrein, nackt und bloß, blind und arm; Ach! mich nicht verstoß. ö 3. Du bist der Artzt, du bist das Licht, du bist der HErr/ dem nichts gebricht, du bist der Brunn der Hei⸗ ligkeit, du bist das rechte Hochzeit⸗ Kleid. 4. Darum, HErr JIEsu, bitt ich dich in meiner Schwachheit heile mich: Was unrein ist, das mache rein, durch deinen hellen Gnaden⸗ chein. 5. Zuͤnd an die schoͤne Glaubens⸗ Kertz, erleuchte mein verfinstert Her6z; Mein Armuth in Reichthum verkehr, und meinem Fleische steur und wehr. 6. Auf daß ich dich du wahres Brod der Engel, wahrer Mensch und GOtt, mit solcher Ehrerbie⸗ tung nehm, wie dir das ruͤhmlich/ mir beguem. 7. Loͤsch alle Laster aus in mir, mein Hertz mit Lieb und Blauben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflantz in mir zu deiner Ehr. 8. Gieb was ist nuͤtz zu Seel und Leib: Was schaͤdlich ist, fern von mir treib: Komm in mein Hertz, laß mich mit dir vereinigt bleiben, fuͤr und fuͤr. 9. Hilff, daß durch dieser Mahlzeit Krafft, das Boͤß in mir werd ab ge⸗ schafft, erlassen alle Suͤnd und Schuld, erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreib von mir all meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seynd: Den guten Fürsatz den ich fuͤhr, durch deinen Geist fest mach in mir. u. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht, nach deinem heilgen Willen richt. Ach! laß mich meine Tag in Ruh und Friede Christlich hringen zu. . Biß du mich, O du Lebens⸗ Fuͤrst/ zu dir in Himmel nehmen sHerh das wirst, daß ich bey dir dort wigli Hharsan i. an deiner Tasel freue mich. Wet, Schn (592.) M. T. B. buft und büt:) Mel. IEsu meine Freude. snSchennel Esu! Lieb und Leben, der du filauchklaen. mich geben hast den Leib in Tod Ele du der und dein Blut vergossen, daß zwene aind icht 1 Stroͤhme flossen von dir weiß unssihites But. roth. Sieh doch mein Verlangenhyuiftez Drum he an, und die Seufftzer die ich schickelshmm, Leid und r JEsu mich erquicke! ud wasch mich 2. Hast du doch aus Gnaden michen Tempel mad zu dir geladen, und so weit gebracht ynEꝛden. daßi ich loß von Suͤnden, Ruh und. Hier it men Trost kan finden: Doch mein Herseunichnichttruͤ lacht. O du guͤldner Tag des Heylikutthut! Wann da mein Leben mich so labet, unumeiname Ser die Lieb begabet. n Gut, bey det 3. Suͤsse Liebe schencke! schoͤnstehval; Orum ln Leben sencke in mich, was du hashhen, WEsu, Liet Der du herrlich ebrest, und so reichsgn) Mel. HEn lich naͤhrest, laß auch deinen Gafezt komm i0 der fuͤr deinen Fuͤssen liegt, nur ess⸗YHan,d Hen Brosamlein geniesen, und eissudgfürmich be Troͤpflein fliessen. n Hertz ersrisch Doch du wilt ergoͤtzen, und noihSnlen Hungern hoͤher setzen, Liebster, deine BrausPu des Geihe⸗ Eßt von meinem Tische, trinckt,dahsaweiß abmisc. euch erfrische ruffst du: Kommse Nun ssrcht und schaut! Dieses ist mein Leih af dort: Ich! und Blut, ich geb euch mich selbst zushen; Dif Bre Speise wunderbahrer Weise. duhn sört, den 3. Wohl, ich will hingehen: uuhshhen. th diß Wunder sehen; schmecken, walUle gliuht anm vor Krafft mein Erloͤser goͤnnet, dasFnnichrenn 10 mein Hertz so brennet, was wisiin. Staͤrck und Safft er mit schlechten„Dum süt Brod und Wein seinen Freundesshhst, auf un Satged legen, reichen Himmel Iimin Selter ö . e sche 6. Fuͤll, mein Hertze, fuͤllel diesth Runel ist sein Wille, sammieWohlthat eihsnt,ettt diese reiche Güte sol nur eine Biis Ihume the und ein Vorschmack seyn 1 Hiner 10 der Baum des Lebens dort tausenh Simech er Freuden⸗Fruͤchte bringet, daß mas nmn jauchtzt und singet. ttes iW 2. Ader komm geschicket, mit dahllisheen Kleid goschmucket„ das ihm mos 06 Von dem Helligen Abendmahl. 674 n ile,Herd,das 9le das glaͤubt und liebet —— 0 Gehorsam uͤbet, fern von Lust Adic. I.I. Freude. ein Schaͤflein weiden, wollst du es eduß(uch kleiden. Laib in To daß im ser Feind nicht rauben kan mein deißen söchstes Gut. Du weist meine de Derlaus räͤffte; Drum hab dein Geschaͤffte ch schich ßmir, Leib und Blut, reinge mich nd wasch mich wohl, daß ich moͤg Se Em Tempel werden„Himmel auf til gebrach der Erden. Iee Kuh 9. Hier ist mein Vergnuͤgen, das Dh in Hen hen mich nicht truͤgen, wie die Welt⸗ Des Henl kustthut! Wann ich dich erwehle, lebet, hat mein arme SeeleTheil am hoͤch⸗ een Gut, bey des Lammes Abend⸗ Wuche schönd dahl; Drum laß mich dir seyn er⸗ is du haf geben, JEsu, Lieb und Leben. „ und se reil(%) Mel. HErr IEsu Christ ꝛe. heinen Ee(FEtzt komm ich als ein armer , Kurt Gast, O HErr zu deinem Tische, n en du fuͤr mich bereitet hast, daß er Rein Hertz erfrische, wenn mich der und un Seelen Hunger nagt, wenn mich der i Brt Durst des Geistes plagt, biß ich den ltrinckt Schweiß abwische. 43: Künt z. Nun sprichst du, Seelen⸗Bi⸗ eit Eoff dort: Ich bin das Brod zum lhst Eͤben; Diß Brod treibt auch den hunger fort, den sonst nichts mag : ufheben. Ich bin der Tranck; clenl Ver glaͤubt an mich, dem wird der ntt A Lodt nicht ewiglich im Hertzen Sti⸗ 4⁰ 8. Staͤrcke du den Glauben, daß Hertz nach frischem Wasser schreyet: So schreyet auch mein Seelen⸗ er Welt, Schmieg dich an die Schmertz: Ach laß mich seyn be⸗ Prust und bitt: Wilst du, HErr, freyet von meiner schweren Sün⸗ den⸗Pein, u. schencke mir die Trost⸗ Fluth ein, denn hin ich benedeyet. 6. Fuͤr allem aber wuͤrck in mir ein ungefaͤrbte Reue, daß wie fuͤr einem wilden Thier, ich mich vor Suͤn⸗ den scheue: Wirff mir den Rock des Glaubens an, der dein Verdienst er⸗ greiffen kan, damit mein Hertz sich freu. 7. Entzuͤnd in mir der Andacht Brunst, daß ich die Welt verlasse, und deine Treu und Bruder⸗Gunst in dieser Speise fasse: Daß durch dein Lieben Lieb in mir zu meinem Nechsten wachs herfuͤr, daß ich fort niemand hasse. 8. Ach lführe mich nun selbst von mir, bey mir ist nichts denn Ster⸗ ben: Nimm aber mich, O HErr! zu dir, bey dir ist kein Verderben. In mir ist lauter Hoͤll und Pein, in dir ist nichts denn seelig seyn, mit allen Himmels Erben. 9. Erneure mich, O Lebens⸗Stab! mit deines Geistes Gaben. Laß mich der Suͤnde dancken ab/die mich sonst pflegt zn laben. Regiere meinen lo⸗ sen Sinn, daß er die Luͤste werffe hin, die er soust yflegt zu haben. 10. So komm nun, O mein See⸗ len⸗Schatz! und laß dich freundlich kuͤfsen. Mein Hertze giebt dir Raum de geben. ö (clechtss„ Drum führe mich, O treuer Fteun Hirt, auf deine Himmels⸗Auen, Ihatte kreit, so deiner Hut sich trauen. —7 f deiner gruͤnen Weyde! Dein et tault Ebens⸗Manna speise mich, zu Trost 2, deße lallem Leide, es traͤncke mich dein mußti/ eures Blut, auf daß mich ja kein hicet, 1 n slsches Gut von deiner Liebe—— Gleichwie des Hirsches mattes * und Platz, und will von keinem wis⸗ sen, als nur von dir mein Braͤuti⸗ gam, dieweil du mich am Creutzes⸗ um smeine Seel erquscket wird, wenn Stamm aus Noth und Tod geriffen. sie Lassest schauen die Stroͤhme u. O liebster Heyland! grossen R Hner Guͤtigkeit, die du fuͤr alle hast Danck, fuͤr deine Suͤßigkeiten, ich ö bin fuͤr lauter Liebe kranck, drum ane. Ich armes Schaͤflein suche dich, wart ich auf die Zeiten, in welchen du, O Lebens⸗Fuͤrst! mich samt den Auserwehlten wirst zur Himmels⸗ Tafel leiten. 67940 Mel. Kommt ihr Christen ꝛce. O Nese du ehle Gabe, mich mit V dei⸗ 6²⁵ Von dem Heil. Abendmahl. 600. deinem Blute labe, daran ich hab meine Freude, und stets meiner Seelen Weyde. Dein Blut mich von Suͤnden waͤschet, und der Hoͤl⸗ len Glut ausloͤschet. 2. Qvaͤlet mich nun meine Suͤnde, JEsu ich mich zu dir finde, und in deinem Blute suche die Erloͤsun von dem Fluche. Dein Blut mic von Suͤnden waͤschet, und der Hoͤl⸗ len Gluth ausloͤschet. 3. Wenn mich Gottes Zorn er⸗ schrecket, mich dein Blut, HErr IJEsu, decket: Gottes Zorn es gaͤntzlich slillet, und mit Gnaden mich erfuͤllet. Dein Blut ꝛe. 4. Wenn mir Angst zum Hertzen ruͤcket, dein Blut, JESu, mich er⸗ quicket; Wenn das Creutze mich be⸗ truͤbet, allen Trost dein Blut mir giebet. Dein Blut ꝛc. 5. Wenn die Welt mein Hertz ver⸗ letzet, dein Blut, JEsu, mich er⸗ goͤtzet: Wenn der Teufel mich beruͤ⸗ cket, dein Blut, JEsu, mich erqui⸗ cket. Dein Blut ꝛe. 6. Wenn die Welt mich will ver⸗ schlingen, undsmit ihrem Heer um⸗ ringen, dein Blut, JEsu, mich ver⸗ birget, und all diese Feind erwuͤrget. Dein Blut ꝛc. 7. Wenn der Todt mir Grauen ma⸗ chet, dein Blut, JEsu ihn verla⸗ chet, weil er mir und meinem Or⸗ den, durch dein Blut zum Schlaf⸗ fe worden. Dein Blut ꝛc. 8. Wenn ich werde hingeruͤcket, IEsu! durch dein Blut erquicket, alsdenn ich gantz freudig sterbe, und darauff das Leben erbe. Dein, 2.* 9 Wenn der Leib wird auferstehen, und HErr dein Gericht angehen, dein Blut mich zur Rechten stellet, und ein gutes Urtheil faͤllet. Dein Blut ꝛc 10. Drauf werd ich, wie mir berei⸗ tet/ von den Engelein begleitet ge⸗ hen in dem weisen Kleide, durch ich, du edle Gabe, mich mit deinen Blute labe. 65½0 M. J. C. K. Eigne Melodie Achl wenn werd ich dahin kom⸗ men, daß ich GOttes Angesicht schau, und was er hat den Frommes in dem Himmel zugericht. 2. Wie nach einem Wasser⸗Brun nen ein Hirsch schreyet mit Begint also auch mit meiner Zungen lech⸗ ich, o HErr Gott zu dir. 3. Ihren Durst begehrt zu stilles meine matte Seel allhier, aus den Brunnen, der da gvillet Lebene Wasser fuͤr und fuͤr. 4. Ja, sie wuͤnschet bald zu sehen ihren Heyland JEsum Christ, balh in Himmel einzugehen, einig ihl Verlangen ist. 5. Druͤm o Gott! laß dahin kom men, daß ich bald dein Angesicht schau, und was du hast denFrommen in dem Himmel zugericht. 6. Ich will mich so lang ergvicken hier mit Christi Leib und Blut, un voran die Seuffzer schicken, Golt zu dir, mein hoͤchstes Gut. 7. Klafft mich an der Hoͤllen⸗Ral chen, ohne Schaden geh ich hin, wai nig kan die Suͤnde machen, weil ich Christi eigen bin. 3. Muß ich auch mit Schmertzes wallen durch das fin stꝛe Todes⸗Thas. Christus laͤst mich doch nicht fallei biß ich komm ins Himmels Saal. 9. Also hab ich denn gewonnen, in den Himmel geh ich ein, leuchten werd ich gleich der Sonnen, und bey 896656,. 796.) P. G. Mel. Nun last uns GOtt dem ze. O JEsu meine Wonne, du meiner Seelen Sonne, du freund! lichster auf Erden, laß mich dir danckbar werden.. 2. Wie kan ich gnugsam schuͤtzendif Himel⸗suͤß Ergoͤtzen uñ diese theunt Gaben, welch uns gestaͤrcket hahen 3. Wie soll ich dirs verdancken dein Blut/ zu deiner Freude. Also OErr/ daß du mich Krancken heshe em rstrung we onckich für dein Hargofne Thran 6. Di danck i 30s ftandhafft i sanclichfürdein Hethoßne Thtiiz 7. Jeßt schmet ein uͤbegrosse Ond der nade sen Schaden. 8. Mer, laß mi ßdu mir zuger hummels⸗Speist sichpreise. 9.Dunolef ia Hannoch befn slesche treiben, leben. 10. Nun ich b Sünden und Nein liebstes Let hetthers geben I. Laß Schonß Ets in dieser H. Balangen an de 2. 06 mich di Asmich gedulriz I Audacht det Elltabtreten. 6 . Im Handel Ei ͤaß nimmer! Eflichich begle Altrgvicket. .. Vun fan i⸗ Iun Bil ich f alg aufers A. rnsen . NNen E Ian Von dem Heili —.2 gen Abendmahl. 678 st und getraͤncket, ja selbst dich mir eeschencket. Leib gegeben in so viel Schmach und Spott, daß ich dadurch das Leben Ich lobe dich von Hertzen, fuͤr erhalte nach dem Tod: Du hast dein Ale deine Schmertzen, fuͤr deine Blut vergossen fuͤr alle meine Suͤnd Schlaͤg und Wunden, derer du so und diß ist auch geflossen auf mich gel empfunden. ietzt unverdient. . Dir danck ich fuͤr dein Leiden, 2. Mir dieses zu gewaͤhren hast du em Ursprung meiner Freuden; Dir mich wunderlich gespeist, wann du nunck ich fur dein Sehnen und heiß⸗ nach dein m Begehren mich selbsten tergoßne Thraͤnen. wuͤrcklich essen heist dein'n Leib der 6. Dir danck ich fuͤr dein Lieben, auf sich truge den grossen Suͤnden⸗ Rus standhafft ist geblieben; Dir Fluch, der alle Sunder schluge aus haunck ich fuͤr dein Sehnen und heiß⸗ ergoßne Thraͤnen. . Jetzt schmecket mein Gemuͤthe eein ubergrosse Guͤte: Diß theure Ifand der Gnaden tilgt allen mei⸗ en Schaden. 8. HErr, laß mich nicht vergessen, dNaß du mir zugemessen die kraͤfftig Himmels⸗Speise, wofuͤr mein Hertz sch preise. .Du wollest ja die Suͤnde, welch ich annoch befinde, aus meinem leische treiben, und kraͤfftig in mir Heiben. 10. Mun ich bin loßgezehlet von Fuͤnden und vermaͤhlet mit dir hein liebstes Leben, was kaͤnst du erthers geben? 1. Laß Schoͤnster meine Seele doch sets in dieser Hoͤle des Leibes mit Jerlangen an deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Suͤnde meiden, lß mich gedultig lleiden, laß mich mit Andacht beten, und von der Belt abtreten. dem Gesetzes Buch/ hast mich dabey getraͤncket mit deinem theuren Blut, das mir das Leben schencket, der Seelen hoͤchstes Gut. 3. Von Hertzen ich mich freue der wunder⸗grossen Vater⸗Gnad/ indem ich tieff bereue, was mir bracht eitel Schand und Schad: Ich geh auf dein Versprechen, das du mir hast gethan: Du wollest nicht mehr raͤ⸗ chen, was mir klebt unreins an: Wo ich mich nur bekehre, sag allen Suͤn⸗ den ab, die du nach deiner Lehre, verscharret in dem Grab. 4. Mit deinem Geist mich lencke, O du mein Heyland JEsu Christ, mir deine Gnade schencke, daß alles das/was in mir ist, dich und den Va⸗ ter liebe, und diese Wunder⸗Treu, den Nechsten nicht betruͤbe, wer der auch immer sey/ ihm lieber Guts be⸗ weise, so lang ich leb u. bin/dich samt dem Vat er preise auf ewig imer hin. (598.) D. B. B. Mel. Wie schoͤn leuchtet der de. . Im Handeln, Wandeln, Es⸗ n, laß nimmer mich vergessen, wie Err JEsu dir sey Preiß und Danck, fuͤr diese Seelen Speiß hefflich ich begluͤcket, ja himmlisch und Tranck, damit du uns begabet. Hi ergvicket. Im Brod und Wein dein Leihund i4. Nun kan ich nicht verderben Blut kommt uns wahrhafft ig wohl Trauf will ich seelig sterben, und zu gut und unste Hertzen labet; Daß sseudig auferstehen, O JEsu dich wir in dir und nach allen Wohlge⸗ sehen. 607) Mel. Nun lob mein ꝛc. Ch preise dich von Hertzen, O du fallen heilig leben; Solches wollest du uns geben. ö 2. Du kehrest, O Immatiuel, Ja Imein Heyland.JEsu Christ, daß selber ein in unsre Seel, dir Woh⸗ sit so grossen Schmertzen du auch nung da zu machen Drum uns ein s mich gestorben hist, hast deinen 4 Hertz verleih das 4• 116 2 679 Von dem Heil. Abendmahl. Welt/ Lieb ledig sey/und allen eiteln Sachen. Bleibe, treibe unsre Sin⸗ nen und Beginnen, daß wir trach⸗ ten/alles irdsche zu verachten. 3. Ach HErr! laß uns doch neh⸗ men nicht dein werthes Nachtmahl zum Gericht: Ein ieder recht be⸗ dencke, daß wir mit diesem Lebens⸗ Brod im Glauben stillen unsre Roth, der Felß des Heyls uns traͤn⸗ cket;Zuͤchtig, tuͤchtig, dich dort oben stets zu loben, biß wir werden zu dir kommen von der Erden. 4. O! daß wir solcher Seeligkeit erwarten moͤchten allezeit in Hoff⸗ nung und Vertrauen: Und sol⸗ ends aus dem Jammerthal einge⸗ en in den Himmels⸗Saal, da wir Gott werden schauen: Troͤstlich koͤstlich, und als Gaͤste, auf das beste bey ihm laben, und gantz volle Gnuͤ⸗ ge haben. 5. Das gieb du uns von deinem Thron, S IEsu Christe, GOttes Sohn! giebs durch dein bitter Lei⸗ den: Dasselbe weil wir leben hier, laß uns betrachten fur und fuͤr, all Boͤses darum meiden. Amen/ men, hilff uns kaͤmpffen, hilff uns daͤmpffen alle Suͤnden; Hilff uns froͤlich uͤberwinden. (799.9 Mel. O Gott du frommer Gott. Ch lwenn ich mich doch koͤnt in JEsus Lieb ver sencken, und alle Augenblick an IEsus Liebe den⸗ cken; Mich deucht ich hoͤre stets, als wenn mir was zuspricht: Der treu⸗ enJEsus eieb vergist bey leibe nicht. 2. Ach! wie koͤnt ich doch auch, mein Gan dein vergessen! Das was ich offtmahls hab getruncken und gegessen, dein eigen Leib und Blut das hat mein Hertz und Sinn erfuͤllet, daß ich nichts denn lauter JIEsus bin. 3. Ich bin gantz durch und durch mit JEsuangefullet, kein Ader ist in mir/ die nicht von JEsu quillet: Das Hertze trieffet noch vons lieb⸗ A⸗ sein Blut. Hh ner wills 1 n Recht ssen IEsu Blut/ und brennet lich hyi sttzen,das terloh in JEsu Liebes⸗Glut. ö 4. Du JIEsu thust zu viel, ach garsuns solme zu viel Genade! Ich armer Erdene Demmsricht Wurm bekenne gleich gerade, ichssssun, de Aem bin der keines werth/ so du an mir gessy Seufszen dern than, und weiß auch nimmermehr/ hab ilr Elagg wie ich gnug dancken kan. In Wott soll auj 5. Wenn nicht dein Leib und Blursyhsich si gren das beste thut hierinnen, und laͤsset uft der Am gleichsam mich in lauter Danck zerse dnn Silter rinnen, das ich denn gaͤntzlich hoß, mahl denobrt und darauf deiner Guͤt ergebe gleichsen: In Eonne⸗ zum Danck, mein Hertz, Seel Sinhn sͤl desgleiche Gemuͤth. Knil durchsCier 6. Ach wo ich geh und steh, so Lassh nid enendt mich danck⸗ und dencken, gedenckehszan leucht l wie du dich mir eigen wollest schenE Ounehi du! cken, dir dancken fuͤr die Lieb, undsen sir dieem en sagen fuͤr und fuͤr; Ich lebe nun sisn in uns dir be Gott, und mein GOtt lebt in miche uns nicht f 7. Diß Dencken und den Danchss hiuffsch umt laß stetig dazu kommen in allem ss Kentesind n was auch wird von mir nur fuͤrgen nommen. So leb in JIEsu ich mi einem frischen Muth, und sterht wenn GOtt will, auf JEsum undE wohl, denr lehnen: Doch iñ s voll, mit T , ihr Wesem i Hdtt ifte6 en Miihr keiner kei Von der Christl. Kirche àOott selbs (600.) D. M. L. aus Ps. ia. U Arn Gott! vom Himmel sehsushan darein, und laß dich deß erbaunnig N. men! Wie wenig sind der heh nengl gen dein, verlassen ind wir Armenisng Dein Wort man laͤst nicht habeh hsem waen wahr, der Glaub ist auch verloscheh* Düe gar bey allen Menschen Kindern. ar nier a. Sie lehren eitel falsche List, Wai eigen Witz erfindet: Ihr Hertz nicht eines Sinnes ist in GOttes Won gegruͤndet. Der wehlet diß, der an dre das, sie trennen uns ohn alli Maß, und gleissen schoͤn von aussen 3. GoOtt woll ausrotten alle Lahin XLVI. die falschen Schein uns lehren, darssgh iu ihr Zung stoltz offenbahr 4 Inn W 66 E Von der Christlichen Kirche. 68² 10 Potz, wer wills uns wehren? Wir Abens Recht und Macht allein, ache s wir setzen, das gilt gemein, wer isder uns soll meistern. einDarum spricht GOtt: ich muß, Afeyn, die Armen sind zerstöͤhret, Wunn. E Seufftzen dringt zu mir herein, dirmch id hab ihr Klag gehoͤret, mein heil⸗ sun Wort soll auf dem Plan getrost d frisch sie greiffen an, und seyn dKrafft der Armen. Das Silber durchs Feuer sie⸗ Eimahl dewährt wird lauter fun⸗ Wden; An GOttes Wort man war⸗ Sen soll desgleichen alle Stunden; will durchs Cꝛeutz bewaͤhret seyn, wird erbandt sein Krafft und naSchein, u. leucht starck in die Lande. 6. Das wollst du GOtt, bewahren AUttin fuͤr diesem argen Geschlechte, Husd laß uns dir befohlen seyn, daß Atuulphs in uns nicht flechte. Der gott⸗ den Deu uuß Hauff sich umher find, wo diese en in allen Iase Leute sind in deinem Volck er⸗ Alcben. ch(60I.) D. M. L. aus Ps. 14. E S spricht der Unweisen Mund mnen: Doch ist ihr Hertz Unglau⸗ Wetuen 98 wohl, den rechten GOtt wir Lens voll, mit That sie ihn vernei⸗ LVI. En/ ihr Wesen ist verderbet zwar, „% Sott ist es ein Greuel gar, es Mistl. Kitcht ahut ihr keiner kein gut. Sott selbst vom Himmel sah hrab auf alle Menschen„Kinder: nel s¶ A schauen sie er sich begab, ob er je⸗ l und moͤcht finden, der sein'n Ver⸗ Wiee Fnd gerichtet haͤtt, mit Ernst nach 1AEH Dttes Worten that, und fragt t haul nich seinem Willen. leshl Da war niemand auf rechter RNahn, sie warn all gusgeschritten: Li Ein jeder gieng nach seinem Wahn Herht sd hielt verlohrne Sitten, es that Ottte Eu ihr keiner doch kein gut: Wiewohl ,dergh dir viel betrog der Muth/ ihr Thun he sl GOtt gefallen. 17 48 * n aush oich M wollen unwissend seyn, I esolche Muͤh aufladen, und fres⸗ e I s dafür das Volck mein, und naͤh⸗ z. haß und Lob dem hoͤch ö 3 ren sich mit Schaden? Es steht ihr Trauen nicht auf GOtt, sie ruffen ihn nicht in der Norh, sie woll'n sich selbst versorgen. 5. Drum ist ihr Hertze nimmer still, und steht allzeit in Furchten: GoOtt bey den Frommen bleiben will, dem sie im Glauben gehorchen. Ihr aber schmaͤht des Armen Rath, und hoͤhnet alles, was er sagt, daß Gott sein Trost ist worden. 6. Wer soll Israel dem Armen zu Zion Heyl erlangen, GOtt wird sich seins Volcks erbarmen, und loͤsen die Gefangnen! Das wird er thun durch seinen Sohn; Davon wird Jacob Wonne han, und Israel sich freuen. (60½2•) D. M. L. aus Ps. 48. Enesese Burg ist unser GOtt, eine gute Wehr und Waffen: Er hilsst uns frey aus aller Noth, die uns ietzt hat betroffen. Der alte boͤseFeind,/mit Ernst ers ietzt meynt, groß Macht und viel List, sein grau⸗ sam Rustung ist, auf Erd ist nicht seins gleichen. . Mit unsrer Macht ist nichts ge⸗ than/ wir sind gar bald verlohren? Es streit fuͤr uns der rechte Mann⸗ den GOtt selbst hat erkohren. Fragst du/ wer er ist? Er heist JEsus Christ, der HErre Zebaoth, und ist kein an⸗ der GOtt, das Feld muß er behalten. 3. Und wenn bie Welt voll Teufel waͤr und wolt'n uns gar verschlin⸗ gen: So fuͤrchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fuͤrst dieser Welt, wie saur er sich slellt, thut er uns doch nicht, das macht/ er ist gericht, ein Woͤrtlein kan ihn faͤllen. 4 Das Wort sie sollen lassen stahn, und kein'n Danck darzu haben: Er ist bey uns wohl auf dem Plan, mit seinem Geist und Gaben. Nehwen sie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, laß fahren dahin, sie ha⸗ bens kein'n Gewinn/das Reich muß uns doch bleiben. sten Gott, 68³ Von der Christlichen Kirche. GO TC, dem Vater aller Gnaden: Der uns aus Lieb gegeben hat sein'n Sohn fuͤr unsern Schaden: Den Troͤster, Heilgen Geist, von Suͤnden er uns reist, zum Reich GOttes heist, den Weg zum Himmel we ist, der helff uns froͤlich Amen. (603.) D. I I. Wo Gott der HErr nicht bey uns haͤlt, wenn unsre Feinde toben, und er unser Sach nicht zu⸗ faͤllt im Himmel hoch dort oben: Wo er Israels Schutz nicht ist, und selber dricht der Feinde List, so ists mit uns verlohren. 2. Was Menschen Krafft und Witz anfaͤht, soll uns billig nichtschꝛecken, er sitzet an der hoͤchsten Staͤtt, er wird ihr'n Rath aufdecken, wenn sies aufs kluͤgste greiffen an, so geht doch GOtt ein andre Bahn, es steht in seinen Haͤnden. 3. Sie wuͤten fast und fahren her, als wolten sie uns fressen: Zu wuͤr⸗ gen steht all ihr Begehr, Gottẽs ist bey ihn'n vergessen. Wie Meeres⸗ Wellen einher schlahn: Nach Leib und Leben sie uns stahn: Deß wird sich GOtt erbarmen. 4. Sie stellen uns wie Ketzern nach, nach unserm Blut sie trachten, noch ruͤhmen sie sich Christen auch, die Gott allein groß achten. Ach GOtt Der theure Nahme dein, muß ihrer Schalckheit Deckel seyn: Du wirst einmahl auffwachen. 5. Aufsperren sie den Rachen weit, und wollen uns verschlingen: Lob und Danck sey GOC allezeit, es wird ihn n nicht gelingen: Es wird ihr Strick zerreissen gar, und stuͤrtzen ihre falsche Lahr: Sie werdens Gott nicht wehren. N.8 6. Ach HErr Gort wie reich troͤ⸗ stest du/ die gaͤntzlich sind verlassen: Der Gnaden Thuͤr steht nimmer zu, Vernunfft kan das nicht fassen: Sie ppricht: es ist nun alls verlo rn, da doch das Creutz hat neu prn deiner Hülff erwarten. 606 7. Die Feind sind al in desnel Essscun Hand, darzu all ihr Gedancken: Iasen Anschlaͤg sind dir wohl bekannt, i seh fuge 17 nur, daß wir nicht wancken! Ven Hihlach nunfft wieder den Glauben fichtitehenne aufs küͤnfftig will sie trauen nicht/; Mabenli da du wirst selber troͤsten. IM Gess n 8. Den Himmel und auch die En wihtnit Macht N den, hast du HERi GOtt gegruͤm RaclenEreh det: Dein Licht laß uns helle wet; Duren den, das Hertz uns werd entzuͤnde Riht in Angker in recht er Lieb des Glaubens reim uch zteud. De biß an das End bestaͤndig seyn: Dit Rslich tondel Welt laß immer murren. AaAlt, dis an d (6⁰04.) Ichend, der uns Aus Ps. 124. In voriger Melodey Eunmmm. WoO Gott nicht mit uns diest(606.) Zeit, so soll Israel sagen. Wir al, Kommt de GOtt nicht mit uns diese Zeit, we HErnge icht! haͤtten muͤssen verzagen, die so ei Oagleich diez armes Haͤufflein sind, veracht vonsh hichginlich zur viel Mensch en⸗Kind, die an uns sö Im deinen Unte tzen alle. 0 uitdscht Angstv 2. Auf uns ist so vornig ihr Sinn/ nihtlunge wabrt wo Gott haͤtt das zugeben„ ven Tustedich u. schlungen haͤtten sie uns hin mit isdttes, den gantzem Leib und Leben, wir war amluß er ün n als die ein Fluth ersaͤufft, und uͤbs durch simen Ei die groß Wasser laͤufft, und mit Ge Fa, dir helßen walt verschwemmet. Wutterhalten. 3. GOtt Lob und Danck der nicht 3. So wabr o zugab, daß ihr Schlund uns moͤcht n Tort, nut sangen, wie ein Vogel des Strich Mlen, Port, u koͤmmt ab, ist unsre Seel ent gan ahangen„ gen: Strick ist entzwey, und wir sin Ethand und Er frey, des HErren Nahme sieh unzamznd ni mi bey, des GOttes Himmels und dih sulupirenang Erden. Zuhnd, D. (6o60 1. II. Zugad, D. d. ö Sdan Mel. Vater unser im Himmelreich egnn Wordanchen dir Gott fuͤr undn huffertiah fuͤr, daß du dein Wort an di⸗ Rilbensefand sem Ort mit hellem Schein erhaltehs Iim an rein, und bitten dich, laß sicherlich shichntnem se mehr und mehr die reine ehr aun if breiten sich zu deiner Ehr. Wan,saufe 2. Der Schatz ist theur, drun in„el wehr und steur der Feinde Troh. halt selber Schutz, daß sie mit Lish und Mordgeruͤst/ diß schoͤne 440 auν 8 Von der Christlichen Kirche. 686 „ d nuslöschen nicht. Laß ihren Rath, er fruh und spat/ laͤufft wieder uns, licht finden statt. . Gieb solche Leut, die ungescheut us zeigen an die rechte Bahn, die nich su bereit zur Seeligkeit. Mit dei⸗ em Geist ihn'n Huͤlffe leist, daß licht mit Macht werd hergebracht Ises alten Greuels finstre Nacht. 4. Darinnen nicht ein Fuͤncklein licht in Angst und Leid von Trost lud Freud. Dein Wort allein kan Foftlich seyn/dasselb erhalt bey jung ünd Alt, biß an das End, und stuͤrtz lebend, der uns raubt Wort und Sacrament. (606) M. M. A. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛe. Vaugae nicht du Haͤuflein klein/ ODob gleich diezeinde willens seyn zon lich gantzlich zu verstoͤhren, und su⸗ hen deinen Untergang, davon dir pird fehr Angst und bang, es wird dicht lange waͤhren. i und laß es ihn nur walten, der wird urch seinen Gideon, den er wohl heiß/ dir helffen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr GOtt Gott ist und nig sein Wort, muß Welt, Teufel und 30 Höllen⸗Pfort, und was ihnn thut unhangen„ endlich werden iu Schand und Spott: GOtt ist mit Iins,/ und wir mit GOtt/ den Sieg woll'n wir erlangen. Zugab, D. Sam. Zechnerus. 4. Ach GOtt! gieb uns indes dein I4 Hnad, daß wir ali Suͤnd und Misse⸗ shat bußfertiglich erkennen, und Alaͤuben fest an JEsumChrist,der zu selffen ein Meister ist, wie er sich selbst thut nennen. . Hilff, daß wir auch nach deinem Wort, gottseelig leben fort und rt, zu ehren deinem Nahmen: Daß uns dein guter Geist regiex,auf bner Bahn zum Himmel führ, turch JEsum Chrisum Amen. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist GOttes, dem befiehl die Rach, (607.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Ch GST d wie geht es deinen Frommen allhier in diesem Jammerthal, die Noth hat uͤber⸗ hand genommen/ denn man ver folgt sie uͤberall, kein eintziger ist da man dcchr mit Macht auf sein Verderben dicht. 2. Du hast den Leuchter aufgeste⸗ cket, darauf dein Wort hier flammt und brennt: Allein die Hertzen sind verdecket, und von der Wahrheit ab⸗ gewendt, daher geschichts, daß man mit Macht die Glaͤubigen zu faͤllen tracht. 3. So wird uns nun bey solchem Stande die Welt ein rechtes Ker⸗ cker⸗Hauß, denn alles bricht zuletzt in Bande, in Streiche Schwer dt und Feuer aus/ der Glaube sieht an statt der Frucht, daß mau ihn iu verkehren sucht. 4. Allein erlaube, daß wir Armen mit unsern Seufftzern zu dir fliehn, so mag die Welt uns ohn Erbarmen gefesselt in den Kercker ziehn, gnug, daß derselbe nicht verdirbt, der dei⸗ net wegen willig stirbt. F. Laß uns nur dich vor unserm Ende, wie Stephanum in Wolcken sehn, nimm unsre Seel in deine Haͤnde, so bald der Abdruck ist ge⸗ scheh'n, so wollen wir uns innigst freun, verfolgte Maͤrtyrer zu seyn. (608.) * Mel. OJEsu Christ meins ꝛc. O IEsu Ehriste, wahres Licht/er⸗ leuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Heerd, auf daß ein ieder seelig werd. 3. Erfuͤlle die in Irrthum seyn, mit deinem Geist und Gnaden⸗ Schein: Auch die, so heimlich fleh⸗ tet an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlauffen hat, von dir, das suche du mit Gnad und sein verwund Gewissen heil: Am Himmel laß sie haben Theil. N 4 4. Dent 68⁷ Von der Christlichen Kirche. 68080 4. Den Tauben offne das Gehoͤr: Die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frey, was ihres Hertzens Glaube sey. 5. Erleuchte die da sind verblendt, bring her die sich von uns getrennt, versammle die zerstreuet gehn, mach feste die im Zweiffel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden wie im Himmelreich/hier zeitlich und dort ewiglich fuͤr solche Onade preisen 659 (609) Mel. Es ist das Heyl uns komen ꝛc. Ir Menschen sind zu dem, O Gott, was geifllich ist, untuͤch⸗ tigdein Wesen, Wille und Gebot ist viel ju hoch und wichtig. Wir wissen und verstehen nicht, wo uns dein goͤttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht weiset. 2. Drum sind vor Zeiten ausgesand Propheten, deine Knechte, daß durch sie wuͤrde wohl bekandt dein Will und deine Rechte: Zum letzten ist dein lieber Sohn, O Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Fuͤr solches Heyl, sey HErr ge⸗ preist, laß uns dabey verbleiben: Und gieb uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte glaͤuben: Das⸗ selb annehmen iederzeit mit Gaͤnfft⸗ muth, Ehre, Lieb und Freud, als Gottes nicht der Menschen. 4. Hilff, daß der losen Spoͤtter Hauff, uns nicht vom Wort abwen⸗ de: Dann ihr Gespötte endlich drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gieb du selbst deinem Donner Krafft, daß deine Lehre in uns hafft, auch reichlich in uns wohne. 5. Oeffn uns die Ohren und das Hertz, daß wir das Wort recht fas⸗ sen: In Lieb und Leid, in Freud und Schmertz es aus der Acht nicht las⸗ sen: Daß wir nicht Hoͤrer nur allein des Wortes, sondern Thaͤter seyn, Frucht hundertfaͤltig bringen. 6. Am Wege wird der Saame son swun— vom Teufel hingenommen: In gelststhhaf, ar und Steinen kan das Wort die Wur⸗Wschtdir du n ½* tzel nicht bekommen: der Saame s haguüße Echa auf Dornen faͤllt, von Sorg undesuntweß u Um Wollust dieser Welt verdirbet ung auhtselchnt ersticket. I 7. Ach hilff HErr! daß wir werdensünhalen Redt gleich allhier dem guten Lande, und deun Dieltenn seyn an guten Wercken reich in um Ghslhdie—* serm Amt und Stande: Viel Fruͤch den Himmelit te bringen in Gedult, bewahren deinAundein soll du ne Lehr und Huld in feinen guten Hertzen. 1. 8. Laß uns, dieweil wir leben hier nnmn znie n den Weg der Suͤnder meiden: Gieh halnunene daß wir halten fest an dir, in Anfecheses Hen Ebris tung und Leiden: Rott aus die uiseunemen Dornen allzumahl, hilff uns die nn dne Welt⸗Sorg uͤberall und boͤse Luͤte nnstraft un daͤmussen. Nunnten weit un 9. Dein Wort laß alle Wege seyn, hann Obnn die Leuchte unsern Fuͤssen, erhalt es Hatums Hen bey uns klar und rein, hilff, daß wit hun Beit* draus geniessen, Krafft, Rath und Ehn durd dich Trost in aller Noth, daß wir im Lergathnlihwe ben und im Tod hierauf bestandig Imam trauen. 455 c.“ 10. Laß sich dein Wort zu deiner I Hen Ehr, OGott, sehr weit ausbreitenza dungen Hilff, JEsu, daß uns deine Lehr er⸗ A uns dißals leuchten moͤg und leiten: O Heil⸗ ger Geist! dein Goͤttlich Wort la in uns wuͤrcken fort und fort Ge⸗Wit guriel e dult, Lieb, Hoffnung, Glauben. Rufder Hauß Wlachwahl hab EVIan Apeiffeln Von denen drey Haupt⸗ sclßt,sodra Staͤnden. dahalen (I) Von dreyen Staͤnden een insgemein. Handre Sch Nem Nelj du um (e.)J.. Wulchz Esu! wollst uns weisen ensene n Deine Werck zu preisen/ THuftaitan Ohn dich moͤgen wirs nicht enden, dhinsilahn Herrlich reichen Seegen 90 ütn en E 6 2 ..—— Asth Hast du uns gegeben, Ah, bilff, daß wirs erkennen. MSAI Vchst dir, du edler Hort, 13 Eun Der groͤste Schatz dein Wort Ede uhmmt weg all unsre Schmertzen, rolrdet u. Macht froͤlich unsre Hertzen, schalit im Land ietzt mit Gewalt. nerdaghön Gaben giebt dein Geist, „IDein'n Dienern allermeist, hristlich die Leut zu lehren, Dein Himmelreich zu mehren; —2 hutz und Fried im Lande, uite„Heyl in unsern Stande, I a, HErr Christ, dein Seegen. unt t.Aitten untern Feinden, 71½ Rettest du die Deinen, dir ist Krafft und Leben. esen egenten weit und breit/ % Getreue Obrigkeit, hast du uns HErr gegeben, SGute Gesetz darneben: kan durch dich alls wohl bestahn lecht tuͤglich Policey/ 52 11. Aemter maucherley, deilng hust du, HErr Christ, erhalten, Bey Jungeu und bey Alten. 3 U 10% 0Uwie gar viel Gaben Ate. Muß der Hauß⸗Stand haben, — dbleichwohl haben wir. Man gel: I Lweiffeln darff ihr keiner, Denn du HErr nicht einen Verlaͤß't, so dir auhanget, schuh, Kleider, Schaaf und Rin Hauß, Aecker, Weib und Kind, Luch andre Schaͤtz und Beute/ Theilst du uns aus noch heute 1 aup Von denen drey neigst uns diß alls aus laut er Gunst. d⸗ Haupt⸗Staͤnden. 696 (2.) Vom Lehr⸗Stande. (611.) D. M. G. Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛe. OT, der du mir hast gegeben alles Gute, Leib und Seel, der du noch erhaͤltst mein Leben, und mir giebst der Freuden Oel, laß mich armen schwachen Thon kommen fuͤr den Gnaden⸗Thron, da du sitz est an⸗ zuhoͤren, was wir im Gebeth begeh⸗ en. 3. ERR, du hast auch mir ver⸗ trauet) deine Schaͤflein und dein Hauß, so dein Sohn durch Blut er⸗ bauet, werth und theuer uͤberaus: Du wilst, ich soll Waͤchter seyn uͤber dein Volck groß und klein, ihr Blut wollst du von mir suchen, oder mei⸗ ner Faulheit fluchen. 3. Ach l was bin ich arm Gemaͤch⸗ te, daß ich solte tuͤchtig seyn! Wie geziemet deinem Knechte recht zu gehen aus und ein? Die Geheimniß sind zu hoch, die du uns vertrauest doch, daß wir sollen sie verwaltenl, und hieruͤber recht haußhalten. 4. Nun es hat dir, HErr, gefallen daß durch mich dein theures Wort/ als durch ein Rohr soll erschallen, fahre nur in Guaden fort, Mund und Weißheit mildiglich mir zu geben/ daß nur dich ich mit treuen Hertzen meyne, wo ich sehle, reuig weine. 5. Nur an deinem Wort und Munde laß mich haugen unbewegt als ein Kind, und zu der Stunde, wenn sich die Vernunfft erregt, gieb in rechter Lauterkeit sie zu daͤmpffen und die Zeit wohl zu thun, nicht in versaͤumen, stets dant Boͤse wegzurdumen. — * 1 Ehristlich hierum wir preisen dich. 9. Rechte Sorgfalt, Muth uind n HErt seegne Kirch und Schul, Treue pflautze selbst, HErr Gott irun Haußhaltun g und Rath⸗Stuhl,in mir, daß ich nicht zu spaͤt bereue e lt bluͤhn und wachsen schamhafft meiue Ungebühr, lege — Fürstliches Hauß zu Sachsen! du selbst deine Wort mir in Mund n Nor dir,HErr Christ/lobsingen wir.in 99 Ort; gieb, daß alle Wer⸗ 7 691 Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. Vermoͤgen sich nach dir nur moͤge regen. 5355 7. Dir, HErr, will ich auch befeh⸗ len, die mich hoͤren Groß und Klein, sie wollst du mir selbst vermehren, stets in Gnaden treu zu seyn: Len⸗ cle ihrer aller Hertz, gieb darein der Busse Schmertz, hertzlich Suͤnde zu bereuen, und sich denn in dit zu freuen.* 8. Schrecke, was sich nicht will bie⸗ gen, staͤrcke, was an sich verzagt; Und laß ja nicht unten liegen, die des Satans wuͤten jagt; Was noch starck im Glauben ist, warte selbst zu aller Frist: Ach HErr gieb du gut Gedeyen, daß wir uns in dir erfreuen. 9. Die betruͤbet sind mit Schmer⸗ tzen, und mit Creutze sind belegt, laß empfinden Huͤlff im Hertzen, gieb Gedult die alles traͤgt: Die unwis⸗ send und verirrt, bring zu recht, O treuer Hirt: Allen denen, die ietzt sterben, mache sie zu Himels⸗Erben. 10. Auch was sonst in Lehr und Le⸗ ben schaffen koͤnte Aergerniß, wollst du ja, HErr nicht zugeben, daß es mache dir Verdrieß: Hilff, das ja gar keiner nicht komm in dein ge⸗ streng Gericht, durch mein Saͤumen oder Schlaffen: Stehe bey, HErr, T deinen Schaafen. 1I. Ist bißher was unterblieben, das dein Schelten hat verdient, ach so laß dein bruͤnstig lieben, da du al⸗ les hast versuͤhnt, unser stete Huͤlffe seyn, gieb Krafft, daß wirs bringen faͤllt: ein: Rette was wir selbst nicht mer⸗ cken, so wirst du allgemach, den cken,laß nicht abuns neu zu staͤꝛcken. 12. Nun HErr, der du mich gefuͤh⸗ ret stets von meiner Jugend auf, der du giebest, was uns zieret, hilff vollenden meinen Lauff! dir sey al⸗ Jes heimgestellt, gieb du nur was dir gefaͤllt, daß ich ueben der Gemei⸗ ne sey und bleib in Gnaden deine. (61½2.) Eines Studirenden. Mel. AchHErr mich armen Sunder. Es hat uns heissen treten, O EOtt Idein lieber Sohn mit S tzen und mit Beten füͤr deinen Aeind Lehen, hen Thron, und uns mit theunssh hen. Amen Erhoͤrung zugesagt, wal e sch hin x man in seinem Nahmen dir sein Mn ae mein Hen liegen klagt. Hektuli Aler- 2. Darauff komm ich gegangense, bey mi de dir in dieser Stund; Ach laß milshincheen wih. doch erlangen, was ich aus Hasshohessch Wil tzens⸗Grund an dich, mein Godglüssen lee begehre, im Nahmen JEsu Chlssisen. und gnaͤdig mir gewaͤhre was S les muß wein len nuͤtzlich ist. a/ales cruͤnt m 3. Nicht aber mir zu geben, ish en Menschr ich aus deiner Hand, Geld, Gut ulsain der Belt ber langes Leben, nicht Ehr noch hohgsheh michempor Stand: Denn dieses ist nur nichishor, ihre dr und lauter Eitelkeit, vergaͤnglihswehen, und iht schwach und fluͤchtig, verschwindi nagen. mit der Zeit.„olche Snade 4. Du wollst mir aber schenchsinegunge solel ein fromm und keusches Hertz, disinen tob aklmg nimmer mag gedencken auf Suͤssein Danck Lieh l und leichten Schertz: Das stelst Nahmens Nu mit Liebe flammet zu dir GO Ise Eigemdum, Himmel-an, und alle Lust verdass angefüber, met der Laster⸗vollen Bahn. sch davon gpille 5. Hernach laß mich gewinneh Dubiß wein nach deiner grossen Krafft, Kunss weun ein un Weißheit, kluge Sinnen, Verslanssune grosse Di und Wissenschafft; Daß all meis wchanmier hun und Handel mag klug uusse ütenmar W weißlich jeyn, und meinen Lebenssh hun oder dů Wandel ich richte loͤblich ein. Aenn, schneh 6. So wird von jenen allen,StarhsSan eben, Ehr und Geld, auf mein Seele fallen: So dir es GOtt gase Whmnchn enn wir die Seel erst schuhhun Sundene sirdirccamte Upmig ste in ad Turgehn. 6 Tuunse ber Iinder, al Umnder +Sntich sil nt dorckr auch schon begluͤcken. Gluͤck 100 der Tugend nach. (3.) Vom Obrigk itlichen Stande. (613.) Mel. Werde munter mein ꝛe. Ott der Reichthum deiner Hi G te, dem ich alles schuldig halh B Eif w ursacht, daß mir mein Gemuͤtheg W du sey gen dir fur Freuden wallt; Mes we e nen Wohlsiand, meine Zier, R wusend — Von denen drey Haupt⸗Ständen. 694 *— Mater einig dir, du hast reichlich ich von dir werde singen, soll die E⸗ deengeh und Leben, Ehr und Gutthat wigkeit durchdringen. htumh gegeben. g. Nun laß mich dein Gnaden⸗Zel⸗ hant u Wo sich hin mein Augen wen⸗ chen auch biß an mein Ende seyn, Au fenthe, was mein Hertz bedencken kan, und dein Heyl nicht von mir wei⸗ duttkenn ich aller Enden, was du chen, ob ich ausgeh oder ein/ zeuch 2. enght Roi, bey mir gethan, Leut und vor aus mir die Begier aus der Zeit nhder ehren mich, Berg und Shä,pinauff iu dir, daß ich an der Welt geineigen sich, Wild und Wald samt nicht klebe/ sondern allzeit um dich ö an Shlghsend Flüssen liegen da zu meinen schwebe. Ctissen. 9. Laß mich stets dir himmlisch nes Ei Alles muß mein Wunsch gewin⸗(werden,daß ich lasse Welt und Zeit, Rit„ alles crönt mich um und an, und ein Feind sey dieser Erden, daß ens ein Mensch vergnuͤgter Sin⸗mit ihrer Herrlichkeit /hre Zier und „ld,Sutinag in der Welt begehren kan, ja du falsche Lust, sey ein lauter Stanck uch luhihest mich empor, uͤber meiner Fein⸗ und Wust, kan ich nur mit Glau⸗ Aniche Thor, ihre Zunge muß bald en dich mein wahres Gut Ischweigen, und ihr stoltz Hertz fuͤr gewinnen. 40 nei 4 Wiupit neigen. 14.0. Solche Gnade will ich singen, Mel. Auf meinen lieben GOtt. r schthaweine Zunge soll allein, GOtt, von JIEhova starcker GOtt, und grosser odses Eigenthum, hat mein Hertz hoben. 8 uetbant angefuͤllet, daß mein Mund 2. Mein Mund soll allezeit fuͤr sol⸗ sche Mildigkeit von deiner Gnade singen, und dir ein Danck⸗Lied bringen;: Es soll mein gautzes Le⸗ ben dir eintzig seyn ergeben. 3. Laß mich ohn Heuchlerschein in Iuuhen Güte zwar! Warlich meiner gel⸗ diesem Stand allein der Gottes⸗ r 0 furcht nachstreben, und stets fein nLchelbe Haar, oder Wuͤrd und Unschuld rehr gaehe ü. nig ich nicht in di chꝛistlich lebe: Laß auch zudeinenEh⸗ 45 4020 e iee Oehzdagich ehn ½% , auf A8 4 47 4. Gieb, daß ich ohne Scheu, vhn ür vir chamroth werde:Mähm Gl denhalten,Oasechranchber Baenc dn i jornig sie in acht, OE io müst ich Glauben halten/das Recht auch kei⸗ L. l fü Ilr vergehn Endlich miußunch nem beuge, gern allen Hulff erzeige. ö Hentsiehn bey der Motten Fraß 0 nicht sey Anehungders bersor Ariel itliche ht minder, als die andre Men⸗ bu gen Uurecht derzune Een: nen, dem Unrecht beyzuwohnen: .Goih oicher Opadenmegen 21 ich In an Geiche gleichen den rmen und den Reichen. Anntin l, E nicht dancken„ wie ich weiß 74W6. Hilff/ daß mich kein Geschenck + Heil ein Geist mein Hertz wird re Pverblende, noch gedenck aus Geitz Uliaten In, solt du seyn mein Lieb und Gewalt zu uͤben, und niemand zu be⸗ theh Preiß, meine Freude, meine Cron,truͤben; Vielmehr gieb zu verstehen, iud mein taufend facher Lohn. Was dein Auge wird as sehen. 2. Wus —* U Der —— 605 Von de nen drey Haupt⸗Staͤnden. 600 V 7. Was recht ist, da gieb du 3½ und Gedeyen zu, und was nicht soll geschehen, das laß zuruͤcke gehen; Nichts als was dir behaget, laß mich thun unverzaget. 8. Den Schutz der Engelein, laß um und bey mir seyn, auf allen mei⸗ nen Wegen, und gieb mir Gnad und Seegen, daß, was ich soll voll⸗ bringen, mir moͤge wohl gelingen. 9. Ach laß zu aller Zeit Fried und Gerechtigkeit einander freundlich kuͤssen, auf daß die Feinde muͤssen mit Spott und Schand abziehen, und ferne von uns fliehen. 10. Hilff, daß auch gegen mich die Unterthanen sich gehorsam stets er⸗ weisen; So will ich HErr/ dich prei⸗ sen, und loben deinen Nahmen, so soll mans auf Begehren, ohn Min I ren und Beschwehren, entrichtensh mag enabren williglich. Gnade auch: 6. Wenn man zu Dienst nur stehessht gebrauch n fuͤr Augen und zum Schein, dasschchren. man der Straff entgehet, da ist das or alen lieh Hertz nicht rein. Der hat ein gulsh s das allerbese Gewissen, deß Hertz so ist geflissensanase Zet, de daß es die Obern liebt. Gäse: Ch mat 7. Ach HErr, verleih uns allem s habin: Wohl daß wir zu aller Zeit, den Obern zis Einn, siete u gefallen seyn willig und bereit; 0 achtet. wir als treue Glieder, dem Haups Ansond nie seyn zuwieder, das fuͤr uns sorgi(•) Iusent 13. 6510 ber o Cheste 8. GOtt, der du uns gegeben(E) D. M. L Christliche Obrigkeit, erhalt sie lang D8n 1„ ‚ Furcht steht, lang ich lebe, Amen. (615.) Eines Unterthanen. Mel. HErr Christ der einge ꝛc. As Obrigkeit GOtt setzet als sei⸗ ne Ordnung ein: Wer sie dafüͤr nicht schaͤtzet, wird ohne Stra nicht seyn Man soll in Ehren hal⸗ ten, die GOttes Amt verwalten der sie drum Goͤtter nennt. 2 Was sie Amts halber heissen, muß man nicht wegern sich, Gehor⸗ sam sich befleissen, seyn sie gleich wunderlich GOtt kan ihr Hertz bald lencken, und lehren sie beden⸗ cken, daß sie seyn unter ihm. 3. Daß sie von ihrem Leben und was durch sie geschicht, einst Rechen⸗ schafft noch geben, dort muͤssen fuͤr Gericht: Auf daß von ihnen werde ihr anvertraute Heerde geliebet und gepflegt. 4. Durch sie uns GOtt verleihet den sichern Schirm und Schutz: Wir seynd durch sie befreyet/ fuͤr bu⸗ ser Leute Trutz; Es muͤssen die uns hassen, zufried uns dennoch lassen, das schafft die Obrigkeit. 5. Darum ihr auch gebuͤhret, Schoß, Schatzung„ Dienst und Pflicht: Denn was ihr Amt mit fuͤh⸗ im Leben, und deiner Furcht allzeit gieb ihnen Krafft und Gnade, dassa Wegen ehtk⸗ Sünde, Schand und Schade durchssz mihen l sie werdabgewand. 1 geht dr wobl. Dein Weib wit (4·) In sgeuen. eyn, wie ein Re In, und deine 6 (616.) lsch, wie Oel⸗ Mel. Wo GoOtt der HErrnicht ze sio essh. Err Christe, du wollst Gluͤchlz Sieh, soreh und Heyl zu meiner Nahrungssnan,wango geben: Beschehre gnaͤdig mir me in saum, ven ihn Theil, in diesem armenseben: Doch id Zum, den 2 wir st du wissen Maaß und Ziel, mit skohmn. nicht zu wenig, nicht zu viel, Olie Aus Zun m ber HErr zulegen., doß du wirß 2. Senn wuͤrdest du zu wenig Brohsse Alick de e u. Nahrung mir abmessen, so moͤch;se Ooit Hd te ich aus grosser Noth der GottesInilen wirde furcht vergessen, und etwa suchen mit Bte et unrecht Gut/ und also aus gottlosen Aisschen Ain Muth zur Hoͤllen endlich fahren. ul Friede snd 3. Gieb mir auch solchen Reich()J. K. thum nicht, der mir gereicht AIdSott un Schaden, ich moͤchte sonst wie offtW sein Gung geschicht, mißbrauchen deiner Gnasumumsonf den, und etwa treiben einen Spot rl sbß deng. mit deiner Furcht„ und von dit Wacter Dae den mein Hertze gar abwen e en. Anit 4. Drum gieb so viel als seelig ist;Mit m5 B ret/ durch solches wird verricht und mehr will ich nichts begehren. Hilff! Wuwemg S Auttti Keren, n M*— chel 3114 anichn Wich ohne Trug und List mich ehr⸗ Mlich mag ernaͤhren: So gieb durgh Dien nur sthdke Gnade auch, daß ich dasselbe Schen 100 It gebrauch, was du mir wirst Iel, t6 Madebehren. Dar teten Bor allen lieb die Seeligkeit, Wöle I gizgz ist das allerbeste, hier sind wir die Vlfllsegenngste Zeit, doch nichts als lau⸗ Vunt%½eGäste: Eh mans versieht, sind eh dahin: Wohl deme, der in sei⸗ anigen Sinn, stets nach dem Himmel uchtet. te(A.) Insonderheit vom Ehestande. Wool dem, der in Gottes Furcht steht, und stets auf sei⸗ Etbmln Wegen geht! Dein eigen Hand dich naͤhren soll: So lebst du recht uld geht dir wohl. Dein Weib wird in dein'm Hau⸗ seseyn, wie ein Reben voll Trauben 8 Rant Hauß⸗Stand. Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 698 3. Nun sind sein Erben unser Kind, die uns von ihm gegeben sind: Gleichwie die Pfeil ins Starcken Hand, so ist die Jugend Gott bekand. 4. Es soll und muß dem g'schehen wohl, der dieser hat sein Koͤcher voll? Sie werden nicht zu Schand und Spott, fuͤr ihrem Feind bewahrt sie GOtt. 5. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, samt Heilgen Geist in einem Throu: Welch's ihm auch also sey bereit, von nun au biß in Ewigkeit. (619.0 Mel. Werde munter mein G. Mer den Ehfland will erwehlen, daß er ihn bey guter Ruh ohne Sorge, Gram und Qucllen, möge gluͤcklich bringen zu: fange es mit Beten an, so ist es recht wohl ge⸗ than, und GOtt wird es also fuͤgen, daß es beyde kan vergnuͤgen 2. Dann es ist wohl angefangen, in. Lsch, wie Oel⸗Pflantzen gesund un frisch Wraebohrn. ½ Aus Zion wird GOtt seegnen dch, daß du wirst schauen stetiglich hen Eluͤck der Stadt Jerusalem, s GOtt in Gnaden angenehm. Fristen wird er das Leben dein, a ud mit Guͤte stets bey dir seyn, daß Lan dawirst sehen Kindes⸗Kind und daß ael Friede find. (618. J. K. aus Ps. 128. Wẽꝰ GoOtt zum Hauß nicht giebt sein Gunst, so arbeit jeder⸗ unn umsonst: Wo GOtt die Stadt uiht selbst bewacht, so ist umsonst Wachter Wacht. 15 ainh Vergebens daß ihr früͤh aufsteht, 1 ar l Pthig Brt I Reich icht f niteft I. relt Hu 41E 25 ASchlaff. Isd eßt eur Brod mit Ungemach: + Feln, und deine Kind'r um deinem Un mit Hunger schlaffen geht, Diun wems GOtt goͤnnt, giebt ers wenn Gebeth und reiffer Rat hbey⸗ derseits vorher gegangen;: Da ver⸗ spuͤhrt man in der That, daß GOtt selbst das Liebes ⸗Band knuͤpffet und aus seiner Hand, Seegen und ein friedlich Leben will dem neuen Paa⸗ giebt er auch die Seeligkeit: Gluͤck⸗ lich geht die Heyrath an, wenns heist: Das hat GOtt gethan, GOtt der hat es so gefüget, daß zwey Her⸗ tzen sind vergnuͤget. (6²200 Mel. Wie schoͤn leuchtet der M. W'V. schoͤn ists doch HErr IEsu Christ, im Stande da dein Seegen ist, im Stande heilger Ehe. Wie steigt und neigt sich deine Gab/ und alles Gut so mild herab, aus deiner heiligen Höhe. Wann sich an dich fleisig halten, Jung und Al⸗ ten, die im Orden, eines Lebeus ei⸗ nig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl 699 Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 71 —— — wobl begehn, und unverruͤckt dey⸗ sammen stehn, im Bande reiner Treue; Da geht das Gluͤck im vol⸗se len Lauff, da sieht man wie der En⸗ gel Hauff im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kan zerschlagen, kan zernagen, was Gott giebet dem Paar das in ihm sich liebet. 3. Vor allen giebt er seine Gnad, in derer Schooß er fruͤh und spat, sein Hochgeliebten heget. Da spannt sein Arm sich taͤglich aus, da faßt er uns und unser Hauß, gleich als ein Vater pfleget. Da muß ein Fuß nach dem andern gehn und wan⸗ dern, biß sie kommen in das Zelt und Sitz der Erommen. 4. Der Mann wird einem Baume gleich, an Aesten schoͤn, an Zweigen reich: Das Weib gleicht einem Re⸗L ben: Der seine Traͤublein hegt und naͤhrt, und sich ie mehr und mehr vermehrt, mit Fruͤchten die da le⸗ ben. Wohl dir, O Zier, Mannes Sonne, Hauses Wonne, Ehren⸗ Crone, Gott denckt dein in seinem Throne. . Dich dich hat er ihm auserkohrn, daß aus dir werd heraus gebohrn, das Volck das sein Reich bauet, sein Wunder⸗Werck geht immer fort, und seines Mundes starckes Wort macht daß sein Auge schauet schoͤne Soͤhne, und die Tocken, die den Rocken abe spinnen, und mit Kunst die Zeit gewinnen. 6. Sey gutes Muths, wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht, es ist ein siebt Vater, er hat uns ie und ie geliebt, und bleibt wann unsre Sorg uns truͤbt, der beste Freund und Rather. Anfang, Ausgang al⸗ ler Sachen, die zu mach en wir ge⸗ deucken, wird er wohl und weißlich lencken.. 7. Zwar bleibts nicht aus/es koͤmmt ia wohl ein Stuͤndlein, da man Lei⸗ dens⸗voll, die Thraͤnen laͤsset schies⸗ sen. Jedennoch wer sich in Gedult augiebrdeß Leidwird SOttes Hauls en De in grossen Freuden schliessen. Sitzt Sohn und chwitze, nur ein wenig: Unser K 10 nig und der nig, wird behende machen, daß di hu⸗(u) Angst sich wende. d neen 3. Wohl her, mein Koͤnig konns wohluns wem herzu] gieb Rath im Creutz, in N sbEaufder hr then Ruh, in Aengsten Trost un o list er sehen. Freude: Des solst du haben Ruhn H⁷¹⁰ mit sem und Preiß, wir wollen singen besths n dn e Weiß/ und dancken alle beyde. Bi Chniun wir, dev dir deinen Willen zu erfüls n en len, deinen Nahmen ewig loben wey— sendenaus den, Amen.(oer) ö Hiaden, uns geben Mel. Wo Gott zum Hauß nicht R. Alaban 9 Gote der du alles wohl bedacht macht, daß in der Ehe Mann un nind bey unt se „ 2— die gute Ordnung auch* ini in Slei chund Gnade, daß u 20. vereinigt sey ein Fleisch ui Te; Ber G 2. Wend ab des Satans Machl hillen nird leicht und List, als der ein Feind der EhilWlen ist, daß der unreine Geist ia nicht beh c liebter I ihnen Haß und Zauck anricht. Alhlicbdu W, 3. Hilff, daß von ibnen stiets müiclicheninant Fleiß in ihres Angesichtes Schweißsl, in alem Tie die Nahrung werde fortgesetzt/ und Hat wun emander das Gewissen nicht verletzt. ³⁷ 4. Gieb, daß sie offt einmuͤthiglich Einer San mit Bethen auch kommen fuͤr dichnEel Es nel unt und ruffen dich um Seegen au, auU Hrosse Gode daß ihr Werck sey wohl gethan. Walt, Lufft, 5. Wenn sie auch drückt des Creun Id Ewen, su nan zes Last, so laß sie dencken, daß dasRl,Andale n *—0 7 und Trost durch deime 0 11 late gand se eingesetzet diesenWlich Kuus erregen Stand. Dr Sun 6. Damit Zucht, Treu und Einiz Inm Sugen, dur keit erhalten werde jederzeit, wennA. Eltern Schand und Suͤnde fliehn und fromme Kinder aufertiehn.. Iiit u Wensche 7. Daß alle Ehelente nun nach solIlmehret euch u ben deinem ahter Eb oh„und daefe en ein erwuͤnschte Eh' ohn leid und alles Weh; 2 8. Als bitten wir, OVater dich regiere sie genaͤdiglich, daß sie in Im Aufang bet wahrer Heiligkeit zubringen ihne Lebens⸗Zeit. V 9. SO 415⁷ Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 7⁰³ · So werden sie ihr Lebenlang dir lacer also sagen Danck: GOT& gater, Sohn und Heilger Geist, Pbier, ewig und dort gepreist. (6²2½. Mel. Auf meinen lieben GOtt. Ohl uns, wenn JIEsus Christ, selb st auf der Hochzeit ist/ als⸗ un so laͤst er sehen, er wolle bey 3 is stehen mit seiner Guad und 3 Seegen, daalles dran gelegen. Ir Wer Chrifium bey sich hat, der Abeunl Iahr allzeit Rath, der HErr kan Rgahrung senden/ aus seinen reichen haͤnden, uns geben Korn und Rin⸗ icht.* Kleider, Hauß und Kin⸗ 1 Gebricht es schon am Wein⸗der Err wird bey uns seyn mit grosser 1 Leb und Gnade, daß uns kein arger hade; Wer GOttes Haud last alten, wird leichtlich Hulff er⸗ Halten. 4. Ach liebster JEsu Christ, uns HEe Eatr — sirglich lieb du best, gied auch, da n, 1 icht von einander scheiden. (623.) ö Einer Schwangern. Pel. Es woll uns GOtt genaͤdig s. Grosser GOTD, der du die Welt, Lufft/ Himmel, Meer (Ertr Ind Erden, so wunderbarlich hast ih Heht, mehret euch und wachset sort, sdaß werd offenbahret, daß Kin⸗ Rt find nur ein Geschenck, und Lei⸗ lis ⸗Frucht die Gabe, mit welcher Hab ich euch bedenck, als einer sol⸗ hen Haabe, womit ich euch erlabe er Vater daß du mir hast Leibes⸗ Frucht gegeben, ach staͤrcke sie durch deinen Geist, und laß sie guaͤdig schreiben, ins Himmels⸗Buch, das Christus heist, daß es ohn hintrei⸗ ben, dein liebes Kind mag bleiben. 4. Zwar ich und meine Leibes⸗ Frucht, sind ungerathne Kinder, doch nehm ich, HErr, zu dir die Flucht, du wirst uns arme Suͤͤnder mit Isop saͤubern, daß wir rein ge⸗ waschen als mit Laugen, mit dir ver⸗ soͤhnet moͤgen seyn, und ja fuͤr deinen Augen noch etwas wenigs taugen. 5. Du wollest HErr in Mutter⸗ Leib ietzt meine Frucht versorgen, denn sie, so wohl ich armes Weih, sind dir ja nicht verborgen, dein Hand hat sie gebildet gantz, ihr O⸗ dem Geist und Leben, des Leibes Form, der Augen Glautz,Hertz, Seel und Geist darneben, so gnaͤdiglich gegeben. 6. Behuͤte mich zu Tag und Nacht, ö ich l. ö 6fuür Sorgen, Furcht und Schrecken, iltet Air dich lieben, einander nicht betruͤes muͤsse mich der Engel Wacht auf in allem Creutz und Leiden dein Geheiß bedecken, bezwing, O HErr, durch deine Staͤrck, des Sa⸗ tans Grimm und Wuͤten, beschuͤtze deiner Haͤnde Werck, ihm kanst du ja gebiethen, mich und die Frucht behüten. 7. Gieb meinem Kind ein Seeli⸗ gen, daß fein sey vom Verstande, das kunfftig sich gar wohl erkenn und falle nicht in Schande; gieb ihm auch einen frischen Leid, du kanst der Schwachheit wehren, und wenn ich armes schwangres Weib mein Kindlein soll gebaͤhren, so hilff auf mein Begehren. 8. Wenn Zeit und Stund verhan⸗ den ist, so staͤrck mich in Genaden, entbinde mich zu rechter Frist, beh uͤ⸗ te mich fuͤr Schaden, gieb zur Ge⸗ burth viel Muth und Krafft, HErr lindre meine Schmertzen, du bist es der mir Huͤlffe schafft, das bitt ich dich von Hertzen, danu hier gilt gar kein Schertzen. 9. Du P7 Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 7⁰⁴ 7⁰³ 9. Du bist allein der rechte Mann/ der Menschen laͤsset werden, und weil vom Mutterleibe an du mich gesetzt auf Erdenz so zieh auch meine Frucht herfuͤr, mit deinen starcken Haͤnden es ist ja Lieb und Krafft bey dir, du kanst mir Huͤlffe senden, und allen Unfall wenden. 10. Wann nun das liebe Kindlein ist gesund zur Welt gekommen, so laß es, O HErr JEsu Christ, doch werden angenommen, durch Blut und Wasser in den Bund, der uns macht Christlich leben, denn soll O GOtt mein Hertz und Mund, stets deine Guͤt erheben, ja Preiß un Danck dir geben. (624.) Fuͤr eine Schwangere. Mel. HErr JEsu Christ du. As HErrl hier liegt ein kranckes Weib, das gar nicht kan gebeh⸗ ren/ erbarm dich uͤber ihren Leib und unsre heisse Zaͤhren, du bist allein der Lebens⸗Fuͤrst, drum hoffen wir auch HErr, du wirst uns unsre Bitt gewaͤhren. 63 2. Seh gnaͤdig dieser Kreißerin, und lindre ihre Wehen, all ihre Kraͤffte gehen hin, sie moͤchte schier vergehen, so viel an uns ist, wolten wir sie gerne retten, aber hier kan Menscheu⸗Huͤlff nicht stehen. 3. Zu dir erhebt sich unser Hertz, du kanst uns Huͤl ffe senden, und die⸗ ser Frauen Angst und Schmertz im Augenblicke wenden. Herr sieh uns doch in Gnaden an, du bist allein der retten kan, es steht in deinen Haͤnden. 4. Ach wende dich und laß das Kind fein bald der Lufft geniesen, sonst wird es, wanns nicht Huͤlff empfind, gewiß verschmachten muͤs⸗ sen: Ach HErr! du hast uns gnung versucht, hilff, daß die Mutter ihre Frucht bald froͤlich moͤge kuͤssen. 5. HErr! der du selbst das Leben bist, lah Kind und Mutter leben. Ach, sieh wie sie so krafft loß ist, du kanst ihr Staͤrcke geben/ sie hat sich muͤd genug gerufft, drum reiß sie rauß aus dieser Grufft, in der sie so muß beben. 6. Nun, HErr, erhoͤr uns dieses mahl, um deines Sohnes wegen, und hilff, daß dieses Weibes Quaal sich ploͤtzlich moͤge legen: Sie suchet selbst dein Angesicht: Drum Va⸗ terldrum verlaß uns nicht/laß sehen deinen Seegen. 7. Beweiß anjetzo deine Krafft an dieser krancken Erguen, weil hier doch sonst kein Mensch nichts schafft/ und wir nur dir vertrauen. Ja HErr! du koͤmmst, dein Huͤlff ist nah, ob GOtt will, wollen wir bald da ein liebes 66625. schauen. (6²5. Einer Sechswoͤchnerin. Mel. Nun dancket alle GOtt. Goit Vater, welcher du mit dei⸗ nem lieben Sohne, und samt dem Heil. Geist regierst ius Himmels Throne, dir sey Lob, Preiß gesagt, demnach du von der Last, so nur die 1 druͤckt, auch mir geholffen hast. 2. Du, du hast meine Bitt in Gna⸗ den mir gewaͤhret, und ein gesundes Kind mir gnaͤdiglich beschehret; Du schriebst es auch darauf ins Buch des Lebens ein, und sprachst: Diß soll 6995 Kind und Himmels⸗Erbe eyn. 3. Ja du hast diese Zeit, in der ich inne blieben, von mir und meinem Kind all Ungluͤck abgetrieben! Du hast mich vaͤterlich erguicket und gestaͤrckt, so, daß zum Uberfluß ich deine Huld gemerckt. 4. Darauf erschein ich nun fuͤr dei⸗ nem Angesichte, und opffre dir nicht Vieh, noch Obst, noch andre Fruͤch⸗ te. Ach nein, mein Opffer ist mein eigne Leibes⸗Frucht, die gleichfalls ietzt mit mir dein heilges Antlitz sucht. ö 5. Diée 105 Hshlen habe uh mit deine Iahes Kinde Alheit, zuf Hauß der 6. Dein Eng Hhheslobt/ Asall wog at o wachs in! Gitten alf, Oanß eeligse 7. Das ihu Im deines K uhs beyderse Geegen;: E uhser Hebenle heng⸗buss hit (5. Mpnd Und (636.) Mal, Nunf Uh dancke Gtund, di Iud siuge mi wsl deine Gut Pfangen hab'r Hnder mir he Geegen. 2. HErr/ 00 uud laß mich! Das sey Hopein Rllt tpollen sche hnen einen Tumlgundhe ohhlehe. 3. Wilf Nal Heitbehaufwe ahiedes dirzu Alen Zeiten;: Sgngchn, Enoeluschänu sokraftloßfft, u Heen se 150 It, drum reiß st Rufft, indersie 0 höt uns diesez Sohhhes wegen, s Weibes Ouaal EAlgen Siefhchet scht: Drum Va⸗ uhs nicht laß sehen 0 deitte Krafft an Frclenn, wheil hier dusch nichts schofft, vextrauen. Ja Ist, dein Hulff i I wollen rir hald Mein schalen, SWwoöchlletin. scket alle GOtt. Hlcher du mit dei: Sohhe und samt Hlerst ius Himimels Ob, Preiß gesagt,“ her Last, so nuy hie auch wir geholffen nelne Bitt in Gua⸗ und ein gesundes lich beschehret; Du arauf is uch des shrachst: Diß sol mmels⸗Ethe 7 Zeit in berich un und meinen abgetrieben! Ou ich erglicket un um uberfußiich Et. 05 ich Hun füs Hei⸗ 0 1—— bir nscht hoch andre Fl 4 n Opffer itmant ht, die Kachl in helges Mutit — 10 ieh Von denen drey n Haupt⸗Staͤnden. 26 . Die will ich deiner Busd nun an⸗(627,) Der Kinder⸗ besohlen haben; HErr ruͤste du sie aus mit deines Geistes Gaben, sey meines Kindes G8 De und Vater allezeit, zuforderst raͤum ihm ein das Dein der Seeligkeit. 6. Dein Engel woll es, HErr so lang es lebtbewahren, daß ihm kein Unfall mioͤg aufErden wiederfahren, es wgchs in voller Zucht und guten Sitten auf, und ende dermahlesns gantz seelig seinen Lauff . Das thu, O srommer GOtt, um deines Sohnes wegen, erfuͤll uns heyderseits mit deinem reichen Seegen: So wollen wir darauf all unser Lebenlang, mit geicher Her⸗ heujs⸗Lust dir sagen Lob und Danck. G.) In sonderheit von Eltern und Kindern. (626.) Der Eltern. Mel⸗Nun freut euch lieben C. Ch daucke dir von Hertzen⸗ Gtrund, du Vater aller Seelen, und sinige mit erfreuten Mund, will deine Güt erzehlen, die ich em⸗ pangen hab von div, da du fo liebe Mel. In dich hab ich gehoffet 5. O Froͤmmer GOtt ich dancke dir, daß du so liebe Eltern mir aus Onaden hast gegeben, und noch zur Zeit sie mit zur Freud erhalten bey dem Leben. 30 2. Berzeihe mir die Missethat, die dich und ste beleldigt hat, lag mich 6 nicht entgelten, daß ich mein GOtt, auf dein Gebot geachtet hab so selten 3. Gieb mnir ein Hertz, das danck⸗ bar sey, und meiner Eltern Eyffer scheu, und thu, was ihn erreget, auch nimmermehr sich ihrer Lehr aus Boßhest wiederleger. . Laß mir offt kommen in den Sinn, wie sauer ich der Mutter bin von Anfang hero worden, und wie ffur mich der Vater sich bemuͤhet al⸗ ler Orten 3. Gieb meinen Eltern Fried und Ruh, es decke sie dein Seegen zu, hilff ihr Crelitz jhnen tragen, behute sie doch spat und fruͤh, für Truͤbfal, Angst und Plagen. 5. Und wenn dahin ist ihye Zeit, so Winder mür besehehrr durch deinen Seegen. 2. HErr, halte sie in deiner Hut, und laß mich wohl bedencken, was das seh vor ein liebes Gut, das du mir wollen schencken, gleb mir und ihnen deinen Geist, daß ich sie wie W he. und heiß st/in deiner Furcht auehe, ö 3½ Wirff Nahrung und Gesund⸗ heit bey,auf mein und ihrer Seiten, daß jedes dir zu dienen sey gewillt zu alen Zeiten: Und menn wir von der Erden gehn auch dort mit deinen Engeln schoͤn inFreuden eiwig leben HEtir nimni du meine Seuff⸗ her an/ Laß sie doch heyn erhoret, daß auch durch meine Kinder kan dein Nahme seyn geehret, und ich auch konne sagen dort: Was du mir gabst an meinein Opt, hab jch, HEyrmich beylohren. ö — 0 0 un fuͤhr sie gus den Sterblichkeit hinguf zum Reich der Ehren, ich bringe dir viel Lob do erhoren (%) Insonderheit von denen Witthen und Waͤysen. (638.) Giller Wittben. ö Mel. Freu dich sehr, Omeine S. Nichis hetruͤhters ist auf Erden, nichts kan so zu Hertzen gehn, als wenn arme Wittwen werden, wenn verlaßne Waysen stehn,ohne Vater ohne Muth, ohne Freund und ohne Guth: Wittwen sind ver⸗ laßne Leute, Waysen⸗Gut ist Naub ind Beüfte. 350 2. Wo die Zaͤune sind zerdruͤcket, edermann hinüber steigr, auch ein Hilld hier Fruͤchte yfluͤcket, mo die Aeste sind gebeugt; wenn die Mau⸗ uen sind zeusch Feind Ut/ henn der ö die“ 8 fůr wenn du mich wirstt 20 Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 28 die Stadt anfaͤllt! wo der Schirm und Schatten brechen, kan die Sonn am meisten stechen. 3. Also muͤssen arme Waͤysen allen Staub und Ungemach von der bo⸗ sen Welt auflesen, Wit twen schreyen Iauter Ach! uͤber den der sie so preßt, und in Noͤthen slecken laͤst, Waͤysen muͤssen sich nur schmiegen andern untern Fuͤssen liegen. 4. Welen muß es so hergehen in der Welt mit mir und dir Waͤysen muͤssen traurig stehen, Wittwen muͤssen seyn allhier: Sonsten koͤnte Gtt nicht mein, und der Waͤhsen Bater seyn; Sonsten ware GOtt nicht Richter, und der Waͤysen Sa⸗ chen Schlichter. 5. Zwar der armen Wittwen Thraͤ nen fliessen wohl die Backen loß, a⸗ ber ihre Seufftzer dehnen sich an Gottes Sternen⸗Schloß, schreyen wieder diesen Mann, der die Wirt⸗ wen aͤngsten kan, biß der Hoͤchste Huͤlffe sendet, und der Wittwen Thraͤnen wendet. 6. Waͤysen sind in GODTes Ar⸗ men, Wittwen sind in GOttes Schooß, ihrer will sich Go TL er⸗ barmen/ wann die Noth auch noch so groß, dieser ungerechte Mann ta⸗ stet GOttes Auge an, der die armen Waͤhysen druͤcket, und der Wittwen Hertz bestricket. 7. Drum obschon gleich auf der Erden nichts verachteꝛs wird gesagt, als wenn arme Kinder werden, sind sie doch sehr hoͤch geacht fuͤr des Hoͤchsten Angesicht, der den Witt⸗ wen Drost zuspricht, der die Way⸗ sen will erhoͤhen, wenn sie GOttes Wege gehen 3. Wenn sie bleiben in den Schran⸗ cken, die GOtt ihnen fuͤrgesetzt und vom Guten nicht abwancken, will sie GOtt zu sich zuletzt nehmen in (629.) Der Wittwen. Mel. Hertzliebster JEsu, was hast. O GoOtt mein Vater, der du hast verheissen, daß du der armen Wittwen und der Waͤysen in n. Noͤthen wollest dich annehmen un sie versorgen. 2. Ach ich Elende! bin nach dei⸗ nem Willen auch leider; eine arme Wittwe worden, da mir der Tod hat meinen Mann genommen. Ach! mir Elenden. 3. Ich bin von allen gantz und gar herlassen, bin arm und duͤrfftig, kan auch nichts verdienen, muß dazu Haß, Neid und Verfolgung leiden. Ach ich Elende. 4. Erbarm dich meiner, GOT mein treuer Vater; Ach troͤste doch mein trauriges Gemuͤthe, daß ich mein Creutze mag gedultig leiden und nicht verzagen. 5. Du woͤllst auch gnaͤdig mir das⸗ jenge geben, was da mir und den Meinen thut vonnoͤthen, erwecke sromme Hertzen, die sich meiner treulich annehmen.. 6. Sey mein Beschůtzer wieder al⸗ le Feinde, die arme Wittwen zu ver⸗ folgen pflegen, hilff daß ein jeder meines Trauer⸗Standes sich moͤg erbarmen. 19 7 7. Und weil auf Erden ich doch kein Vergnuͤgen in diesem Stande wen de finden koͤnnen, so nimm mich, mein GOtt/ wenn es dir beliebetyu dir in Himmel. EN (630.) Der Waͤhsen. Mel. Warum betrůͤbst du dich ꝛe. schickt, weil meine Eltern mir der allzu fruͤh genommen hat. die Himmels⸗ Lust, da das Bittre wird versuͤßt, da nicht mehr wird wie auf Erden, Wittwen⸗Noth gehoͤret werden. so stehe du mir bey, und sey an ste des Vaters mir; Mein Zufl Osder, ein grosses Leid michs druͤckt, so deine Hand mir zuge⸗ Tod/nach deinem weisen Rarh, nurs un d IHottesfurc Hacksellig hier Onaden nur sschts nach alle 1, Don dir al Icht schicke n hurch deinen g Ust wohlbeback Walzeit wgs! . Veschüze HOtt in Creut Iud Noth/ ine lß mich durc hüͤtet seyn h 6 AchlSOt hischete mir do Hin tuͤglich Br Hohl tyisen Re aschafenhat. 7. Duhoͤkeft je Rum deines Kl ch höre viterl tathalt und Br Vben noth. 3. Ich werffe UmeinGott! Du wirst es u ub und Dane sgensärundf Bricht dan uein, so laß nuchschn, wer Ihlichfteyvon Mi tuft im E) Ein (63,) Mel. Err, dis ic 2. Weil ich denn arm und elend bin unu in meiner Nokh weiß nirgend hiu stehet bloß zu dir. I3. Druͤck in mein Hertze feste ö — Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 7¹⁰ zih dse Gottesfurcht, so werdich seyn Watehet glöcseelig hier und dort: Bin ich eduhast in Gnaden nur bey dir, so frag ich e een nichts nach allem hier. Aeuinelleh 4, Von dir allein kommt alle Gab, wehwenund Ach! schicke mir Verstand herab, Un nt de, dulch deinen guten Geist, daß jch ach des mit wohlbedachtem Muth, erweh⸗ e e Ie allzeie was ist gut. Der Todhut z. Beschütze mich auch, O mein Wel, AchlGOtt in Ereutz, Verfolgung, Angst und Noth, in Seel⸗ u. Leibs⸗Gefahr: W und gar Laß mich durch deine Engel⸗Wacht Wrftig ja hehütet seyn bey Tag und Nacht. „au daig 6. Ach GOtt, ich bitte sernerweit, elgung leben, heschere mir doch allezeit ein Stuͤck⸗ Iein taͤglich Brod: Du wirst fuͤr den / OEe wohl wissen Rath, den deine Hand Achtros doch erschaffen hat. he daß ichl 7. Du hoͤrest ja der Raben Stimm, Redulkig leiben brum deitꝛes Kindes Bitt vernimm: Ach hoͤxe voͤterlich, gieb Kleider,un⸗ uig mir dak terhalt und Brod/ so viel mir ist zum nit und de eben noth. e rmecke 8. Ich werffe alle Sorg aus dich, sich meinieh du niein GOtt wirst versor gen mich; Du wirst es machen wohl, daß ich Hher wider al Lob und Dauck werde dir deßwegen Wtneuzver sugen fuͤr und fuͤe. Iu ein jeher 9, Bricht dann mein Lebens⸗Ziel n sich wh herein, so laß ein Himmels⸗Kind mich seyn, wenn ich erlange diß, so Renic dochkel hin jch frey von aller Quaal, die mich Stande uihHle trifft im Jammerthal. . L E) Einer Jungfrau. n Mel. singen wir aus. Isen. GErr, die ich von Hertzen bin dei⸗ 21 Wbichte. 5 ne treue Dienerin, 25 ieht 400 uch für deinen Thron, bitte dich durch n mir zuch einen Sohn, gieb doch meinem Hen en Baße zucheig, keusch aen Raih, sun vnd rein, und dir mag gehorsam seyn. m lt. 2. Laß der Suͤnden boͤse Lust mir Wundelh seyn gäͤntzlich am Wt Hilff, daß end Ieich nach deinem Wort leben moge Auindd seh ansse immerfort, fleißig beten und zu dir he dahh wein Verlangen und Begier, sehu⸗ 5—— ch richten fuͤr und fur. 0 panun d dab jch den Möäblsgans, Stoltz und Hochmuth, Neid und Zanck nicht beliebe, sondern mich so betrage stetiglich, wie es dir, mein GOtt, gefaͤllt, und die xugent haffte Welt es fuͤr gut und ruͤhmlich haͤlt. 4 Faul Geschwatz und allerhand unchristlicher Narren⸗Tand komme ia zu keinor Stund in mein Hertze oder Mund Hilff darneben, daß ich auch die Gesellschafft so nicht taug nicht verlange noch gebrauch. . Sollt ich denn verehlige seyn, ach! so stehts bey dir allein, daß ich treffe gute Wahl und ein solches Eh⸗ Gemahl, mit dem ich in Lieb unnd Fyeud lebe hier in dieser Zeit, und hernach in Ewigkeit. 6. Nun,GOtt, meine Zuversicht, du wirst mir versagen nicht, was ich itzt gebeten dich, ich will dafuͤr ewig⸗ lich, so viel ich nur kan und weiß, breiten aus mit hoͤchstem Fleiß des⸗ nes Nahmens Ehr und Preiß. (E.) Eines Dienstbothens. (632.) J. R. Mel. Auf meinen lieben GOtt. O GOtt, durch deine Hand fuͤhr mich in meinem Stand darein du mich bestellet damit was dir ge⸗ faͤllet, mit gutem Fleiß und Willen ich moͤge stetõ erfuͤllen. 2., Verleihe daß ich nicht vergesse meine Pflicht; Laß ohne Wieder⸗ bellen mein Werck mich wohl be⸗ stellen. Laß mich doch thun in al⸗ len nach deinem Wohlgefallen. 3. Hilff, daß ich Laster srey, und stets gehorsam sey/dem HErren und der Frauen, die mir ihr Thun ver⸗ trauen. Laß mich zu ihrem Froni⸗ men seyn in den Dienst genom⸗ men. 4. Gieb Gnade, daß ich treu⸗ fromm/ keusch und redlich sey, und lasse nichts geschehen, draus Scha⸗ de kan entsiehen, Laß mich ja nichts begehren, so mein Hertz kan beschweren. 8 2 V. Oes 7¹¹ Von denen drey Haupt⸗Staͤnden. 7¹ 5. Gesundheit, Krafft und Staͤrck gieb mir, daß ich mein Werck kan nachebuͤhr vollbringen: Laß mich nach Tugend ringen, und nebenst andern Gaben auch Witz und Klug⸗ heit haben. 6. Dem allem, was ich thu, gieb deine Gnade zu: Auf allen meinen Wegen verleih mir deinen Seegen, daß alle meine Thaten mir moͤgen wohl gerathen. 7. Ach GOtt, eins bitt ich noch, ein allzuschweres Joch wollst du mir nicht zusenden, daß ich noch kan an⸗ wenden ein Stundlein dir zu Eh⸗ ren, GOtt, du wirst mich erhoͤren. (F.) Um einen guten Freund. (633•9 Mel. O Gott du frommer GOtt. Gort gieb mir einen Freund, der es von Hertzen meyne, der nicht was er verspricht im Hertzen⸗Grund ein jeder sich derselben Kunst erge⸗ ben. Wann sie es finden gut, ist man dein bester Freund;: Wanns aber wieder hin, ist man der aͤrgsie Feind. 6. Die Freunde sind bey dir, so lange du kanst dienen. So lang ein Nutz darbey, so lang muß Frenndschafft gruͤnen, kömmt aber eine Zeit, daß deine Huͤlffe aus: So ist dein Freund hinweg, und keiner ist zu Hauß. süsse Worte giebet, und ruͤhmet viel davon, wie treflich er dich liebet. Es lieht die Freundschafft nicht im bloß⸗ sen Mund allein: Sein Hertz muß auch dabey, und neu im Wercke seyn. 8. Der ist viel eher offt dein treuer Freund zu nennen, der sich woyl nicht einmahl dafuͤr giebt zu erken⸗ nen, der dich im Hertzen liebt, und machet nicht viel Wort von seiner verneine! Bey deme Mund und Hertz moͤg stimmen uͤberein: Daß er mein wahrer Trost, und ich koͤnt seiner seyn. 2. Es ist ietzund die Welt so voller falscher Freunde, daß man nicht kennen kan die Freunde oder Fein⸗ de. Der wohl zum besten thut, ist offt der schlimmste Mann. Es lobt auch den die Welt, der sich wohl stellen kan. 3. Drum traue nicht so bald, wer weiß, ob deine Lieben, die dir zur Seite stehn, dich nicht einmahl be⸗ truͤben? Sie horchen nur vielleicht, biß dir ein Wort entfahr, daß dich nach dieser Zeit moͤg stuͤrtzen in Gefahr.——.0 4. Und wann man schon fuͤr dir schuͤtt aus sein gantzes Hertze, und meynt es gut mit dir: Kan doch die Liebes⸗Kertze verloͤschen gar zu bald. Sein Vortheil kan es seyn, daß er sich scheid von dir, und laͤsset dich allein 5. Der Falschheit Freunde sind dis messten, so hier leben, und hat Freundschafft hier, liebt dich doch immerfort. 9. Drum ist nicht alles Gold, was wohl von aussen scheinet; Nicht Hertzens Traurigkeit, wann schon das Auge weinet. Es kan ein off⸗ ner Feind es offtmahls meynen gut: Da wohl ein offner Freund im Her⸗ tzen nicht so thut. 00 10, Laß mich darum mein GOtt! die Freunde wohl erkennen, und keinen unbewaͤhrt mein treuen Freund sich nennen: Thu meine Au⸗ gen auf, daß ich sie recht beseh, und ihrer Falschheit hier mit deiner Hülff entgeh. 11. Soll ich dann in der Welt nicht viele Freundschafft haben, so gieh mir einen nur mit ihme sich zu la⸗ ben/ der treu es mit mir meynt, der sey ein rechter Freund, und seine Worte fuͤhrtaß wie es sein Hertze meynt. 12. Gieb mir auch solchen Sinn,der keinen nicht betruͤge, daß, wann ich sag: Ich lieb, ich nicht im Hertzen 7. Drum huͤte dich fuͤr dem, der lüge daß ich m wahrer ii uet 8.— Achtrnurverge Eund Hals (G1.) M. Et Tag Own munter oott den HEr 2 Die Engelf hhen GOtt in lles regieret, 3. Die Hahn: Iy loben GOtt ser sie speist unt 4. Der Himm Neer, geben de hr, thun sein 5. Ales, was Rnieglich ding It einen Schös 6. Eynun Me Ohuvemünfft Pyerdrossen. 7. Gedenck,! ind GOtt zus Hat, daß du ihl S. Und lieb RMrund, beken Rund/ sein al Wsxe nu einer Gn. Aanck ihm von 10. Seh mun udwach, sieh Cuchtreu⸗ 12.— Morgen ⸗xieder. 2¹4 hieder nur vergelt, die mir erwiesne kück und Falschheit dieser Welt. XLVIII. Morgen⸗Lieder. (634.) M. P, Eigene Melodie. F Er Tag vertreibt die finstre Nacht, ihr lleben Christen seyd munter und wacht, preiset OOtt den HErren. . Die Engel singen immerdar, und loben GOtt in grosser Schaar, der 750 S0 15. Hilff, HERR, daß ich dich glei⸗ cher Weiß, von nun allzeit lob und preiß in Ewigkeit, Amen. (635.) M. J. M. Aus meines Hertzens Grunde sag ich dir Lob und Danck: In die⸗ ser Morgen Stunde, darzu mein Le⸗ benlang: O Gott in deinem Thronl dir zu Lob, Preiß und Ehren, durch Christum unsern HErren, dein'n einngebohrnen Sohn. 2. Daß du mich aus Genaden in dieser vergangnen Nacht, fuͤr alles regieret. 3. Die Haͤhn und Voͤgel mancher⸗ liy loben GOtt mit ihrem Geschrey, her sie speist und kleidet. Der Himmel, die Erd und das Peer, geben dem HErren Lob und Ehr, thun sein Wohl gefallen. . Alles, was ie geschaffen ward/ n ieglich Ding nachseiner Art, prei⸗ set seinen Schoͤpffer. b. Eh nun Mensch/du edle Natur/ Odu vernuͤnfftig Creatur, sey nicht verdrossen. 7. Gedenck, daß dich dein HERN und GOtt zu seinem Bild erschaffen hot, daß du ihn erkennest. dich liebet.E st nicht im blof Herz mun Werckt senn efft dein treuh der sich wol dt zu erkel Miebt, I Itt von seing liet dich dig Lei HBold, n t; Nit Eann sch e. und lieb habest aus Hertzen⸗ — arund, bekennest auch mit deinem guund n Rund, sein also genieffest. . Weil du nun seinen Geist gelost, Sot 1 uin S ud seiner Gnad genossen hast, so Alenen, danck ihm von Hertzen e. Sey munter, beth mit Fleiß n nd Wach“ sieh, daß du stets in dei⸗ h deseh Ar Sach treu ersunden werdest. in e n Ir Du weist nicht, wenn der Herre % künmt,, denn er dir keine Zeit be⸗ e nmt, sondern stets heist wachen. haden 7. So ub dich nun in seinen Bund, Ihm sich* bb ihn mit Hertzen. That un Mund⸗ hanck ihm für sein Wohlthaten. 3 Ue i3 Sprich: H Vater in Ewigkeit, n Hen ch anck dir aller Gustigkeit, die du mür erzeiget. H. Durch JEsum Christum bei⸗ In Sohn, welchem sammt dir im chsten Thron all Engel lobsingen. Gfahr und allem Schaden behuͤtet und bewacht: Ich bitt demuͤthig⸗ lich, wollst mir mein Suͤnd verge⸗ ben/ wormit in diesem Leben ich hab erzuͤrnet dich. 3. Du wollst guch mich behuͤten ge⸗ naͤdig diesen Tag/ fuͤrs Deufels List und Wuͤten, fuͤr Suͤnden und fuͤr Schmach, fuͤr Feur⸗ und Wassers⸗ Noth/ fuͤr Armuth und fuͤr Schau⸗ den, fuͤr Ketten und fuͤr Banden, fuͤr boͤsem schnellen Tod 4. Mein Leib, mein Seel, meiti Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind/ in deine Haͤnd thu geben, dar⸗ zu mein Hauß⸗Gesind/(ist dein Ge⸗ schenck und Gab hnein Eltern und Verwandten, mein Geschwister und Bekandten, und alles was ich hab, Etliche singen auch · Mein Ehr, Gut, und das mein in deitne Haͤnd thu geben, was mir auch lieb mag sehn. ö 5. Dein Engel laß guch hleihen, und weichen nicht von mir, den Sa⸗ tan zu vertreiben, auf daß der boͤß Feind hier in diesem Jammerthal sein Tuͤck an mir nicht uͤbe /Leib und Seel nicht betruͤbe, und bring mich licht zu Fall. 6. GOE will ich lassen rathen, denn er all Ding vermag: Er see⸗ gne meine Thaten, mein Fuͤrneh⸗ men und Sach: Denn ich ihm heim⸗ gestellt, mein Leib, nieine Seel, mein Lehen, und swas er mir sonst geben: Ey machs wies ihm gesaͤllt. 1205 3 7. Dax⸗ Morgen⸗Lieder. 7¹ Darauf so sprech ich Amen, und zweifle nicht daran, GOtt wird al⸗ les zusammen ihm wohlgefallen lan: und streck dauff aus meine Hand, greiff an das Werck mit Freuden, worzu mich GOtt hat bescheiden, in mein'm Beruff und Stand. 636.) J. W. Ch danck dir, lieber HErre, daß du mich hast bewahrt, in dieser Nacht Gefaͤhre, darinn ich lag so hart mit Finsterniß umfangen, dar⸗ zu mit grosser Noth, daraus ich bin 691. halffst du mir HERRE HOtt. 2. Mit Dauck will ich dich loben, O duemein GO und HErr, im Himmel hoch dort oben, den Tag mir auch gewaͤhr, warum ich dich thu bitten, und auch dein Will mag seyn: Leit mich in deinen Sitten, und brich den Willen mein. 3. Daß ich HERR nicht abweiche von deiner rechten Bahn, der Feind mich nicht erschleiche, damit ich irr moͤcht gahn. Erhalt mich durch dein Guͤte,(das bitt ich fleibig dich) fuͤrs Deufels List und Wuͤten, damit er setzt an mich. 4. Den Glauben m ir verleihe an dein'n Sohn JIEsum Christ, mein Sůnd mir guch verzeihe, allhier zu Dieser Gxist dul wir st mirs nicht ver⸗ sagen, ase du verheissen hast, daß er mein Sünd thu tragen, und loͤß mich von der Last. 5. Die Hoffnung mir auch giebe, die nicht verderben laͤßt: Darzu ein Chrisllich Liebe zu dem/ der mich ver⸗ letzt, daß ich ihm Guts erzeige, such nicht darinn das Mein, nnd lieb ihn so mich eigen, nach all dem Willen en. 6. Dein Wort laß mich bekennen für dieser argen Welt, auch mich Dein Diener nennen, nicht fuͤrchten »OSewalt noch Geld, das mich bald moͤcht verkeiten von deiner Wahr⸗ heit klar: Wollst mich guch nicht ab⸗ scheiden von der Chrisllichen Schagꝛ 7, Laß mich den Tag vollenden zu Lob dem Nahmen dein, laß mich nichts von dir wenden, ans End be⸗ flaͤndig seyn. Behuͤt mir Leib und Leben, darzu die Fruͤcht im Land: Was du mir hast gegeben, steht alls in deiner Hand. 8. HErr Christ, dir Lob ich sage fuür deine Wohlthat all, die du mir all mein Tage erzeigt hast uͤberall; Dein'n Nahmen will ich preisen,der du allein bist gut, mit deinem Leib Biu traͤnck mich mit deinem Aut. 9. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm, die Rach dir nie mand wehre, dein Seegen zu uns komm,/ daß wir in Fried entschlaffen, mit Gnaden zu uns eil; Gieb uns des Glaubens Waffen, fuͤrs Teufels listig Pfeil. (637.) M. P. JSI danck dir schon durch deinen Sohn, OGott! fuͤr deine Guͤ⸗ te/daß du mich heint in dieser Nacht so gnaͤdig hast behütet. 2. In welcher Nacht ich lag so hart mit Finsterniß umfangen, von all mein'n Sunden geplaget ward, die ich mein Tag begangen. 3. So bitt ich dich aus Hergen⸗ Grund: Du wollest mir vergeben all meine Suͤnd, die ich bogunt in meinem gantzen Leben. Du wollest mich auch diesen Tag in deinem Schutz erhalten, daß mir l/ der Feind nicht schaden mag mit Li⸗ sten mannigfalten. 5. Regier mich nach dem Willen dein, lah mich in Suͤnd nicht sallen, auf daß dir moͤg das Leben mein und all mein Shun gefallen. 6. Denn ich befehl der Leib und Seel, und alls in deine Haͤnde, in meiner Angst und Ungefaͤll, HErr mir dein Huͤlffe sende. 7. Auf daß der Füͤrste dieser Welt kein Macht an mir nicht finde, denn wo mich nicht dein Gnab erhaͤlt, ist er mix viel zu geschwinde. 3. Ich. Hschen⸗ H sh mir bey du Hulf bistdu etk 3. Allein 601 Meiß sammt et inEwiokeitden herschtine Hn D⁰ walt v Gohn un mich erschaffen Geel gegeben EKeben, gesund⸗ 2, Ach treuer! Sohn vons 6 mich gegebn in ist geflorben, d woiben mit sein 3. Dafur ich Grund mit Zu singemit Begi mit Schalle üt le, srüh und spa 4. Auch sond Danckwit die so gnaͤdiglich, Guͤte, wich durch dein En, J. Und bitte ach Btt meit diglich mich! sürs Teuffels Ind List tauser 6. Durch dei Hert beib, S Hie Misethat, und Schande Lande behüt w 7. Al Tritt v 1id Nohm wo R dein Hülf Hentgegen sarth und Ser sig mix nicht. 8 Mumeind Kiche hin, e, we undnagb Uumf Menigken. 1/ Morgen⸗ Lieder. 7¹⁸ Ich hab es all me in Tag gehoͤrt: Menschen⸗Huͤlff ist verlohren, so steh mir bey du treuer Hort, zur Huͤlff bist du erkohren. 9. Allein Go TL in der Hoh sey Preißsammt seinem eingen Sohne, in Ewigkeit dem Heilgen Geist/ der bherrscht ins ce ö 38 29—* Dee walt mein GOtt, Vater, Sohn und heilger Oeist, der mich erschaffen hat, mir Leib und Seel gegeben in Mutterleib das Leben, gesund ohn allen Schad. 2. Ach treuer GOtt! der du dein n Sohn vons Himmels Thron fuͤr mich gegebn in Tod, der fuͤr mich ist geslorben, das Himmelreich er⸗ worben mit seinem theuren Blut. 3. Dafuͤr ich dir, aus Hertzens⸗ Grund mit Zung und Mund lob⸗ singe mit Begier, und daucke dir mit Schalle fuͤr deine Wohlthat al⸗ le/ frůh und spat fuͤr und fuͤr. 4. Auch sonderlich sey dir gsagt Danck mit diesem Gesang, daß du so gnaͤdiglich/ aus lauter Gnad und Guͤte, mich diese Nacht behuͤtet durch dein Eng'l sicherlich 5. Und bitte dich/ du wollst hinfort ach GOtt mein Hort, ferner genä⸗ diglich mich diesen Tag behuͤten/ fuͤrs Teuffels Macht und Wuͤten, und List tausen dfaͤltiglich. 6. Durch deine Gnad bewahr mir HErr Leib, Seel und Ehr, vergieb die Missethat, fuͤr G fahr,fuͤr Suͤnd und Schande, zu Wasser und zu Lande behůt mich fruh und spat. 7. All Tritt und Schritt, in GOt⸗ tes Nahm was ich fang an, theil mir dein Huͤlffe mit, und komm mir früh entgegen mit Gluͤck, Wohl⸗ sarth und Seegen, mein Bitt ver⸗ sag mir nich. 8. All mein Arbeit, die ich beginn⸗ gereiche hin, zu guter Nutzbarkeit/ mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was du mir hast gehen/ lob dich in Ewigkeit 10 (639.„ Mel. Wohl dem/ der in GOttes ꝛc. OHeilige Drepfaltigkeit⸗ O hoch⸗ gelobte Einigkeit! GOtt Va⸗ ter, Sohn, Heiliger Geist! Heut diesen Tag mir Beystand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Boͤses wieder⸗ fahr/ und mich der Satan nicht ver⸗ letz noch mich in Sund und Scha⸗ den setz. 3. Des Vaters Huld heut mich au⸗ blick, des Sohnes Weißheit mich erqvick, des Heilgen Geistes Glantz und Schein erleucht mein's finstern Hertzens Schrein. 4. Mein Schoͤpffer sieh mir kraff⸗ tig bey/O mein Erloͤser bey mir sey⸗ O Tröster werthweich nicht von mir/ mein Hertz mit deinen Gaben zier. 5. Hrr seegne und behuͤte mich/ erleuchte mich genaͤbiglich, HERR, heb auf mich dein Angesicht und beinen Frieden auf mich richt. (640%) B. K. Mel. Von Gott will ich nicht e. OsSott ich thu dir dancken, daß You durch deine Güt, mich hast fuͤrs Teuffels Waucken in dieser Nacht behuͤt, also daß er mich fein hat muͤssen lassen schlaffen, und mir mit seinen Waffen nicht koͤunen schuͤdlich seyn. 2. Beschuͤtz mich rr auch heute fuͤr grosser Angst und Noth, für gotts⸗vergeßnen Leuten, fuͤr einem schnellen Tod, fuͤr Suͤnden unid fur Schand, fuͤr Wunden und für Schlaͤgensuͤr ungexechten Seegen/ sür Wasser und fur Brand. 3. An meinem Geist mich staͤrckes wohl auch au dem Leib, daß ich meins Amtes Wercke mit allen Freuden treib, und thu bei mei⸗ ner Pflicht, so viel als mir befohlem, biß daß du mich wirst holen zu dei⸗ neni hellen Licht. 4. Mein Gesichte mir verleihe biß an mein letztes End und gnaͤdig he⸗ 3 4 Re⸗ 7¹ Morgen⸗Lieder. 7²⁰ nedeye die Arheit meiner Haͤnd, da⸗ mit ich auch was hab füͤr mich in schweren Zeiten, und davon armen Leuten kan reichen eine Gab. 5. Fuͤr allen mich regiere mit dei⸗ nem Gnaden⸗Geist, daß ich mein Gedancken fuͤhre im Himmel aller⸗ meist, und ja nicht gantz und gar sey mit dem Geitz besessen„ und schaͤndlich moͤg vergessen des lieben Himmels klar. Fleiß drauf wenden, als rechte Chri⸗ sten⸗Leut. 5. Gieb mildiglich deinen Seegen, daß wir nach deinm Geheiß, wan⸗ deln auf guten Wegen, thun unser Amt mit Fleiß, daß ein ieder sein Netze auswerff, und auf dein Wort sein'n Trost mit Petro setze, so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren, und der Gemein zu Nutz, das will der 6. Erhalt mir Leib und Leben, so Satan wehren, mit List und grossen lang es dir gefaͤllt, und thu mir Vrr nur geben den Schatz in jener Welt, so gilt mir alles gleich, und bin gar wohl zufrieden, ob ich auch nicht hienieden bin fuͤr den Men⸗ schen reich. 7. O HErr, hilff mir vollenden die saure Lebens⸗Zeit, thu mir deine Huͤlffe senden, und sey nicht allzu⸗ weit/ wann ich heim schlaffen geh, aluf daß ich friedlich fahre, und mit der Christen⸗Schaare zum Leben aufersteh. ö (64½) Eingene Melodie. Danack sey GOtt in der Hoͤhe, in dieser Morgen⸗Stund, durch den ich wieder aufstehe, vom Schlaf frisch und gesund: mich hatte fest ge⸗ bunden mit Finsterniß die Nacht, ich hab sie uͤberwunden, durch GOT T, der mich bewacht. 3. Wiedrum thu ich dich bitten, O Schutz⸗HErr Israel, du wollst treu⸗ lich behůten den Tag mein Leib und Seel/ all Christlich Obrigkeiten, un⸗ ser Schul und Gemein in diesen boͤ⸗ sen Zeiten laß dir besohlen seyn. 3. Erhalt uns durch dein Guͤte bey guter reiner Lehr, fuͤr Ketzerey be⸗ huͤte, streit fuͤr dein Wort und Ehr, daß wir dich allzusammen loben in einem Geist, sprechen des HErren Nahmen sey groß und hoch gepreist. 4. Dem Leibe gieb derneben Nah⸗ rung und guten Fried, ein gesund and maͤßig Leben, darzu ein froh Gemuͤth, daß wir in allen Staͤnden Tugeud und Erbarkeit lieben, und Drutz, doch kan ers nicht vollbrin⸗ gen, weil du, HERR JIEsu Christ, herrschest in allen Dingen, und un⸗ ser Beystand bist. 7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, daran wir wachsen und leben, und bringen Frucht darzu. Hilff, daß wir an dir bleiben, und wachsen immermehr, dein guter Geist uns treibe zu Wer⸗ cken deiner Ehr. (642.) P. G. Mel. Nun last uns GOtt dem ꝛe. Wuch auf mein Hertz und singe, dem Schoͤpffer aller Dinge, dem Geber aller Guͤter, dem from⸗ men Menschen⸗Huͤter. 2. Heint als die dunckeln Schat⸗ ten mich gantz umgeben hatten, hat Satan mein begehret, GOTL aber hats gewehret. 3. Ja/ Vater als er suchte, wie er mich fressen mochte, lag ich in dei⸗ nem Schoose, dein Fluͤgel mich be⸗ schlosse. 4. Du sprachst: mein Kind nun liege: Trotz dem, der dich bettuͤge, schlaff wohl/laß dir nicht grauen, du solt dis Sonne schauen. J. Dein Wort das ist geschehen, ich kan das Licht noch sehen, fuͤr Noth bin ich befreyet, dein Schutz hat mich verneuet. 6. Du wlt ein Opffer haben; Hie bring ich meine Gaben, mein WeymMÜ rauch und mein Widder sind meine Gebeth und Lieder. 7. Die wixst du nicht berscmahen 118 2.— dufanstint He wohl 4990 ur ets habe. Conobf Werck an mir, an diesem Tage lge. . G jn Hilffselbftdas sang Mittel n um besten wel 10. Mit Ser mein Hertz sei Wort sey mein Himmel reise (65 —— — — ab die finstr haßjich ohn Sor hingebracht: 6 sunmehr des he, ftisch u OOtt sey Lob, 2. Um mich h Vund um das Le heibest vorhan lein, so um mi Wagenburgeg den mich get Seind zukomm 3. Richt dich Il deinem liebe Danck ihmerze UndNoth in ab ögclla leo geblieber Macht. E— 2 S — —— =— —— — —. —. — . E 22222222 —2 —* 2.— S — — 0 . 72 Morgen »Lieder. 7²² du kanst ins Hertze sehen, und weist wohl, daß zur Gahe ich ja nichts bessers habe. 8. So wollst du nun vollenden dein Werck an mir/ und senden/ der mich an diesem Tage auf seinen Haͤuden trage. 9. Sprich ja zu meinen Thaten, hilff selbst das beste rathen, den An⸗ fang Mittel nnd Ende, ach HErr, zum besten wende. 10. Mit Seegen mich beschuͤtte, mein Hertz sey deine Huͤtte, dein Wort sey meine Speise, biß ich gen iedtr Ku „ geht 2 Himmel reise. (643.) B. G. Mel. Aus meines Hertzens ꝛe. Bazich an du heller Morgen, treib ab die finstre Nacht: GOtt Lob, daß ich ohn Sorgen die Nacht hab hingebracht: GO Lob! daß ich nunmehr des Dags Licht wiedrum sehe, frisch und gesund aufstehe, GOtt sey Lob, Preiß und Ehr. 2. Um mich haͤtts übel gestanden/ und um das Leben mein, waͤrn nicht gewest vorhanden die lieben Enge⸗ lein, so um mich vings herum eine Wagenburg geschlagen, auf Haͤn⸗ den mich getragen, daß mir kein Feind zukomm'n. 3. Richt dich auf, Leib und Seele/ Atben, bnt geist mich verfüͤhre in schwere Schand und Suͤnd. 6. Alsdenn HErr, mein Behuͤter, gieb mir die eble Gab, Gesundheit meiney Glieder, auf daß ich hente hab ein frisch und gut Gebluͤth in ein m gesunden Leibe, all Kranckheit von mir treibe, gleb mir ein gut Ge⸗ muͤth. 7. Richtig und auch mit Ehren, daß ich das Mein veꝛwalt, all'n boͤsen Leuten wehre, und mich gnaͤdig er⸗ halt, daß sie mich ohn mein Schuld, mit ihren Luͤgen und Stumpffen/ bey niemand verunglimpffen, und bringen in Ungluͤck. 8. Dein'n Seegen mir verleihe, biß an mein letztes End, und gnaͤdig be⸗ nedeye die Arbeit meiner Haͤnd, auf baß ich auch was hab fuͤr mich in Hntenn„Zeiten und davon armen euten kan geben eine Gab. 9. Gaͤntzlich mich auch vegiere, duͤrch deinen Heilgen Geist, daß ich such mit Begiere das Himmlisch al⸗ lermeist, und ja nicht gantz und gar sey mit dem Geitz hesessen, dadurch ich moͤcht vergessen des lieben Him⸗ mels klar. 10. Reiß mich, HERR, nicht von hinnen durch einen schnellen Tod: Gieb mir Vernunfft und Sinnen, u deinem lieben GO T, Lob und Danck ihm erzehle/daß er all Gefahr und Noth in abgewichner Nacht von mir hat abgetrieben daß du ini Fried geblieben fuͤrs boͤsen Feindes Macht. 4. Christe! in deinem Nahmen bitt ich den Vater dein, daß er halt serner beysammen den Leib und See⸗ lemein. GO geb einen guten Tag! GOtt geb ein guten Morgen: tt woll mich heut versorgen fůr aller Noth und Plag. Halte mich HErr fuͤr allen, daß ich zů keiner Zeit von deinem Wort abfalle, dadurch mein Seeligkeit ich schlagen mocht in Wind, durch heinn Geist mich regiere, kein Irr⸗ daß ich in aller Noth dich, HERor, anruffeu moͤg/ auf deine Gnad mich stuͤtzen, mein'm Naͤchsten dien und nützen, weil ich ein'n Finger veg. (644· B. G. fast wie das vorige. Mel. Aus meines Hertzens Grunde. MRich an du heller Morgen, ver⸗ teib die finstre Nacht; GOtt Lob Ydaß ich ohn Sorgen die Nacht hab hingebracht. ich nunmehr des Tags Licht wieder sehe/ frisch und gesund gufstehe⸗ GOtt sey Lob, Preiß und Shr. 2. Nun wend dich liebe Seele, zu deinem lieben Gott: Ihm Dalick und Lob erzehle, daß er all G fahr und Noth/ in abgewichner Nacht von dir hab abgetrieben, daß dii jim 3 3 Fried GOtt Lob! daß 723 Morgen⸗Lieder. 7²4 Fried geblieben, fuͤrs boͤsen Fein⸗ des Macht. 12 3. OGOT! von Christi wegen bitt ich gar inniglich du wollst mit deinen Seegen mich ansehn gnaͤdig⸗ lich. Behuͤt mich biesen Tag/weil ich mich hab ergeben dir gantz mit Leib und Leben/ fuͤr aller Noth und Plag. 4. Erhalt mich GYL suͤr allen, daß ich zu keiner Zeit von dir nicht moͤg abfallen, dadurch mein See⸗ ligkeit ich schlagen moͤg in Wind, dein Geist mich stets regiere, kein Irrgeist mich verfuͤhre, in Laster, Schand und Sund. 5. O treuer Menschen⸗Huͤter! gieb, staͤrck, erhalt und mehr auch meine Leibes⸗Guͤter, und allen Un⸗ fall wehr. Gieb frisch und gut Ge⸗ bluth in dem gesunden Leibe, all Kranckheit von mir treibe, gieb mir ein frisch Gemuͤth. 6. Daß ich zu deiner Ehre, was mir gebuͤhrt, verwalt, den boͤsen Zungen wehre, und angdig mich er⸗ halt, wenn sie durch boͤse Tuͤck aus Neid mit Spott und Luͤgen mich dencken zu betruͤgen, und bringen in Ungluͤck. 7. Dein'n Seegen mir verleihe, hiß an mein seelig End, und gnaͤdig benedeye die Arbeit meiner Haͤnd/ auf daß ich auch was hab für mich in schweren Zeiten, und davon armen Leuten kan geben eine Gab. 8.Hilff,daß ich alls zusammen heut diesen Tag verricht, O Gott! in deinem Nahmen, damit ich irre nicht, gieb gnaͤdig fuͤr und fuͤr, daß ich in mein n Geschaͤfften an Gut und Leibes⸗Kraͤfften dein'n reichen Seegen spůͤhr. 9. HErr GOtt mich auch regiere durch deinen Heil gen Geist, daß ich such mit Begierde, das Himmlisch allexmeist, und ja in dieser Zeit vom Geitz nicht werd besessen, dadurch Rkeit.6 vergessen der ewgen See⸗ igkeit. 10. Ach HErr, wenn sichs auch schickte, daß mir ein Creutz zustuͤnd, und mich dasselbe druͤckte, so hilff, daß ich geschwind berxeit sey zum Ge⸗ beth, und werd nicht ungedultig, sondern von Hertzen willig an dir hang fest und stets. F 4. Meinen Le anmt den hosee GOtt! Helhe starcke Cchild,meine Rhich aufdeine II. Nimm mich HErr, nicht von hinnen durch einen schnellen Tod, staͤcck mir Vernunfft und Sinnen⸗ daß ich in aller Noth dich HErr au⸗ ruffen moͤg, auf deine Gnad mich stuͤ⸗ tze, dem Naͤchsten dien und nuͤtze, weil ich ein Finger reg. 12. Mein GOL, du wollst erfuͤl⸗ len genaͤdig meine Bitt, um JEsu Christi willen, und seegne meine Tritt. Darauf geh ich dahin; Dein Wort bleibt immer und ewig, auf dein Wort leb und sterb ich, weil ich gewiß dein bin. (645.) H. A. ů Gott des Himmmels und her Er⸗ den, Vater, Sohn, Heiliger Geist, der es Tag und Nacht laͤst werden, Sonn und Mond uns schei⸗ nen heist, dessen starcke Hand die Welt, und was drinnen ist erhaͤlt. 2. GOL, ich dancke dir von Her⸗ tzen, daß du mich in dieser Nacht fuͤr Gefahr, Angst, Noth und Schmertzen hast behuͤtet und be⸗ wacht, daß des boͤsen Feindes List mein nicht maͤchtig worden ist. 2. Laß die Nacht auch meiner Suͤnden ietzt mit dieser Nacht ver⸗ gehn: OHErr JEsu, laß mich fin⸗ den deine Wunden offen stehn, da alleine Huͤlßf und Rath ist fuͤr mei⸗ ne Missethaet. 4. Hilff/ daß ich mit diesem Mor⸗ gen geistlich auferstehen mag, u. fur meine Seele sorgen, daß wenn nun dein grosser Tag uns erscheint, und dein geꝛicht, ich dafuͤꝛ erschꝛecke nicht 5. Fuͤhre mich, OHErr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sey und bleibe du auch heute mein Heldsalet und mein Hort. Nir⸗ gends als von dir allein kan ich recht bewahret seyn. 6. Mei⸗ 7. Dinen E. es bösen Felt schlagdon mit Hacuter Acht ur Ruh trage (646. Christe A uns foßt hom Himnmel keln Ort, mit 3. O MGI nein hetß heb nein erbarmet en mix: Das 3. Ichschlof Ulld kan nicht Seel ehipfn suͤrcht der Ho barm dich m 4. O Jcsul gebohrmer So hegehre du we hu bist der Gr . Du thatt odein Rosinfar OErr, genieff scht gut, ergu 7 Achliehe aufs aller Stinme schd stinem Adler 7. Ist dir v aume Seele d racks kehre: sthn, versohne 5. Ichwilld Heinem Leib“ Lich vertücke hutmuin Se 0 Niuu osür sng he Mir llchre, da Ingeh in dein (6 Mel Hrzet 2 — uftund, Meinte 2% auf hich, weilich unb der Et⸗ Helliger Nocht las I scheß Morgen 25 ieder. 7²6 6. Meinen Leib und meine Seele, sammt den Sinnen und Verstand, grosser GOtt! ich dir befehle unter deine starcke Hand. HErr mein Schild/mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des boͤsen Feindes Macht, List u. An⸗ schlaͤg von mir wende, und mich halt u guter Acht/ der auch endlich mich ur Růh trage nach dem Himmel zu. (646.) D. M. W. O Christe Morgensterne, erleucht uns fort und fort, schein ung vom Himmel ferne, an biesem dun⸗ ckeln Ort/ mit deinem reinen Wort 3. O IESu! Trost der Armen, mein hertz heb ichzu dir /du wirst dich mein erbarmen, dein Gnade schen⸗ en mir: Das tran ich gaͤutzlich dir. 3. Ich schlaff offt wenig Stunden, und kan nicht froͤlich seyn, mein Seel empfindet Wunden, und fuͤrcht der Hoͤllen⸗Pein: O HErr erbarm dich mein. 4. O JEsu liebster HErre, du ein⸗ gebohrner Sohn, von Hertzen ich hegehre du wollst mix helffen schon, du bist der Guaden⸗Thron. . Du thaͤtst fuͤr mich vergießen dein Rosinfarbes Blut, das laß mich HErr, geniessen: Mit deinem Trost sehr gut, erguicke meinen Muth. 6. Ach liebes Hertz vernimme, wie er aufs allerbest mit holdseeliger Stimime sich darauf hoͤren laͤst, aus stinem Adler⸗Mest. 7. Ist dir verwundet sehre, die armẽ Seele dein: zu mir dich nur sracks kehre: Ich will dein Helffer seyn, ver soͤhnen Schuld und Pein. 8. Ich will dich sel bst ergvicken mit meinem Leib und Blüt, in meine Leb verruͤcken, bie dir mittheilen thut mein Scheitz und hoͤchstes Gut. 9. O JEsu Lob und Ehre ich dir dafür sing heut; den Glauben in mir mehre/ daß ich nach die ser Zeil/ ingeh zu 4 Freud. 47.%0 G. P. Mel Lobet den HEyyen donn ey. LOber den HErren alle, die ihn fuͤrchten, laßt uns mit Freuden seinen Nahmen singen, Lob, Ehr und Preiß zu seinem Altar bringen. Lobet den HErren. 2. Der unser Leben, das er uns hat geben in dieser Nacht so vaͤt erlich be⸗ decket, und aus dem Schlaff uns froͤ⸗ lich auferwecket. Lobet den HErren. 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen koͤnnen, und Haͤnd und Füsse, Zung und Liypen regen, das haben wir zu dancken seinem See⸗ gen. Lobet den HEtren. 4. Daß Feuer⸗Flammen uus nicht allzusfammen mit unsern Haͤusern unversehns gefressen, das macht, daß wir in seinem Schooß gesossen. Lobet den HErren. „Daß Dieb und Raͤuber unser Gut unnd Leiber nicht angetast und grau⸗ samlich verletzet, darwieder hat sein Engel sich gesetzet. Lobet den ꝛe. 6. O treuer Huͤt er! Brunnen aller Guͤter, ach laß doch serner uͤbet un⸗ ser Leben/ bey Tag und Nacht dein Huld und Guͤte schweben. Lobet ꝛc. 7. Gieb, daß wir heute HErr durch dein Geleite, auf unsern Wegen un⸗ gehindert gehen, und uͤberall in dei⸗ ner Gnade stehen. Lobet ꝛc. 8. Dreib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen, lehr uns verrichten hei⸗ lige Geschaͤffte, und wo wir schwach sind/da gieb du uns Kraͤffte Lobet ꝛe. 9. Richt unsre Hertzen, daß wir jia licht schertzen mit deinen Straffen, sondern fromm zu werden, vor dei⸗ ner Zukunfft uns bemühn auf Er⸗ den. Lobet ꝛce. 10. HErr, du wirst kommen, und all deine Frommen, die sich bekeh⸗ ren, gnaͤdig dahin bringen, da alle Engel ewig/ ewig singen: Lobet ꝛe. (Gas Mel.Werde muntzer mein ꝛe. — walt GOtt die Mor genro⸗ the treibet weg die schwartze Nacht/ und der Tag ruͤckt an die Stabe/ der da alles munter macht; Drum so munt re ich mich auf, und mein Hertz gedencket duauff, wig heh 2 Morgen ⸗Lieder. 7²28 ich dir mein GSETRL Lod bringe/ und den Morgen⸗Seegen singe. 2. Loben dich flugs mit dem Mor⸗ gen auch die kleinen Voͤgelein, eh sie fuͤr das Futter sorgen, muß es erst ge⸗ sungen seyn, solt ein tummes Thier⸗ lein nun mir hier inn zuvor es thun? Nein, das Singen, Loben, Be⸗ ten hab ich mehr als sie vonnoͤthen. 3. Denn wenn ich koͤnt uͤbersehen, was all vor Gefaͤhꝛlich keit, ich gehabt hab auszustehen, seit daß ich die Welt beschreit, ja was noch fuͤr Un⸗ geluck alle Stund und Augenblick, und so lang ich werde leben, uͤber meinem Haupte sehweben. 4. So wurd ich bekennen muͤssen: Hrr/ wie viel ist meiner Suͤnd, de⸗ rer du mich hast entrissen, theils auch noch fuͤrhanden sind: ich wuͤrd mich entsetzen schier, wie du offt er⸗ zeigest mir Huͤlffe, Guade und Wohl⸗ thaten, wenn ich in Gefahr gerathẽ. 5.- Drum so sey all mein Vermoͤ⸗ gen dich zu loben dran gestreckt mein Gebet laß fuͤr dir tuͤgen wie ein Opffer angesteckt, und verleih daßs d dieser Tag mir auch gluͤcklich schei⸗ nen mag. Ach! daß ich ihn doch mit Liebe und in deiner Furcht vertriebe. 6, Gieb, daß ich mag recht erwe⸗ gen, was erfordert meine Pflicht: Mas derselben laͤufft entgegen, laß mich ja beginnen nicht. Mein Ge⸗ dancken und verstand richte, HErr, nach deiner Hand, daß ich recht mein Amt verwalte, rein Gewissen stets behalte. 7. Wuͤrd ich etwa heute sehen al⸗ lerhand Gelegenheit, Suͤnd und Laster iu begehen/ so gieb, daß ich solche meid: Reitzet mich mein Fleisch und Blut/zeigt die Welt mir Ehr und Guth/ laß mich ja zu nichts verfüͤhren, das sich thaͤte nicht ge⸗ buͤhren. 8. Wenn ich aber was fuͤrnaͤhme, draus zufoͤrderst deine Ehr, und des Naͤchslen Nutzen kaͤme/ oder fonsten Werck, gieb darzu Rath, That und Starck, all mein Arbeit muß ge⸗ deyen, wenn du HErr thust Gnad verleihen. Von mir selbst bin ich untůchtig auszufuͤhren meine Sach, die Be⸗ gierden sind nicht richtig, der Ver⸗ stand ist viel zu schwach: Schwach ist meiner Seelen Krafft, und der Leib offt mangelhafft, meine Wege auch gefaͤhrlich, die Verrichtung offt be⸗ schwerlich. 10. Drum, HErr, all mein Thun und Lassen sey dir alles heimgest ellt: Fuͤhre mich auf rechter Strassen, mache wie es dir gefaͤllt. Seegne den geringen Fleiß, lehre mich, was ich nicht weiß, zeige mir was ich nicht sehe, leite mich wo ich hingehe. 1I. Wurd ein Fali mich uͤbereilen, ach so hilff mir wieder auf: schuͤtz mich fuͤr des Satans Pfeilen, und all meiner Feinde Hauff. Ist Ge⸗ fahr heut vor der Thůr/steht mir et⸗ wa Ungluͤck für, laß mich deine Huͤlff empfinden, ritterlich zu uͤberwin⸗ en. en, mach, daß ichs ertragen kan Will es mir nicht allzeit gluͤcken, und nach meinem Willen gahn, das ist meiner Suͤnden schuld, drum gieb Hoffnung und Gedult, all mein Un⸗ gluͤck kanst du wenden, und mir wie⸗ der Gluͤck zusenden. 13. Wird mir etwas aufgedichtet, bist/ der alles richtet, dir befehl ich meine Sach, gieb, daß ich mich fuͤr rath, ach! wie ist ein gut Gewissen meinem Haͤupt ein sanfftes Kuͤssen. 14. Wirffst du mich denn etwa heu⸗ te auf ein kranckes Siechen⸗Bett, so gieb, daß ich mich beyꝛeite schick zu meiner Ruhe⸗Staͤtt. Hebe, tra⸗ ge/ warte mich, soll ich fort, so bitt ich dich, mich fuͤr schn ellem Tod be⸗ wahre, gieb daß ich im Friede fahre. ruhmlich waͤr, so befoͤrdre du das 15. Das walt GOtt,/ so tret 49ch · —— 12. Wilt du mir ein Creutz zuschi⸗ oder sonst geredet nach, HERR, dun der That huͤt, der Luͤgen wird wohl 9— G die Bruffs Obtt Vater yd hlven fatter ss seegne du, datzu, HErr Nahmen sey h sang, Amen. E Mel Nun sich! Nu sich die Ndie Finste alles, was am Ruh geeilt. 2. So wachet wacht, legt al zum Lobe GOtt o ist Danckens 3. Und du,des! theure Seele du kühet haß danck 4. Wie soll ich: zur Gulige dar Lesb und Seel i sch bin ewig deit 5. Dir geb ich lu emem Unter ümpfangen haf Hand 5. Und dies. hat heint beym len Schaden ah sern Nacht. 7. In deineng rum kunte Sa Ust mir schadli⸗ Uschgericht. 9. Fuͤr Feuer⸗ Loth hat mich, Ir einem boͤßen liese Nacht beh 9. Hb Dand sck, fuͤr dei Run Ihen danckba 10. Hedencke, Amich an dieter Hende von mir Anmer, Angst echir, Se Auimmeine S.n Hebt/ lut I1 0 bil Tod bt idt fabl. lll ich 10 7* alles, was am Abend spat zu seiner 7⁴ ste, seegne du, Heilger Geist, sprich Morgen⸗vieder. 239 lich die Beruffs⸗Arbeit an/ HEtr GoOtt Vater /dich anbet ich, laß es wohl von statten gahn: JEsu Chri⸗ Aadarzuů, HErr, in deinem grossen Nahmen sey mein End und An⸗ fang, Amen. (649.) Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Un sich die Nacht geendet hat, die Finsterniß zertheilt, wacht Ruh geeilt. 2. So wachet auch ihr Sinnen wacht, legt allen Schlaff beyseit, zum Lobe GOttes seyd bedacht,denn es ist Danckens⸗Zeit. 3. Und du, des Leibes edler Gast, du theure Seele du, die du so sanfft ge⸗ tuhet hast, dancks Ott für seine Ruh. 4· Wie soll ich dir du Seelen⸗Licht, zur Gnuͤge danckhar seyn 2 Mein Leib und Seel ist dir verpflicht, und ich bin ewig dein. 5. Dir geb ich, IEsu, diese Gab zu einem Unterpfand, dieweil ich sie empfangen hab von deiner Liebes⸗ and. 6. Und diese deine Liebes⸗Hand hat heint bey mir gewacht, auch al⸗ len Schaden abgewand in dieser fin⸗ stern Nacht. . In deinen Armen schlieff ich ein, hrum kunte Satan nicht mit seiner List mir schaͤdlich seyn, die er auff mich gericht. 8. Für Feuer⸗ und fuͤr Wassers⸗ Voth hat mich, HErr, deine Guͤt, für einem bösen schnellen Tod heint diese Nacht behut. 9. Hab Danck, O JEsu, habe Dauck, für deine Lieb und Treu, Hlff/daß ich dir mein Lebenlang von Hertzen danckbar sey. 10. Gedencke, HErr, auch heut an mich/an diesem gantzen Tag, und wende von mir gnaͤdiglich Noth, Jammer/ Angst und Plag. Umm meine Seufftzer an, und laß II. Erhor, O JEsu, meine Wih all meine Tritt und Schritt heut gehn auf rechter Bahn. 13. Ach laß, O JEfu, keine Suͤnd mich diesen Tag begehn, sonst moͤcht ich armes Suͤnden⸗Kind nicht wohl bey dir bestehu. 13. Wend meine Augen gnaͤdig ab von dieser Eitelkeit, damit biß gn mein kuͤhles Grab ich alles bose meid. ö . Gieb deinen Seegen diesen Dag zu meinem Werck und That, damit ich seelig sagen mag: Wohl dem, der JEsum hat. ö 15. Wohl dem der FEsum bey sich fuͤhrt, schleust ihn ins Hertz hinein, so ist sein gantzes Thun geziert, und er kan seelig seyn. 16. Nun dann so fang ich meine Werck in GOttes Nahmen gn, er geb mir seines Geistes Staͤrck, daß ich sie enden kan. E.) D. J. 8. Mel. Aus meines Hertzens Gyunde. MVeEbwahr mich GOtt mein HEr⸗ re, in dieser Morgen⸗Zeit: Dein Gnade zu inir kehre, die Erd⸗ und Himmel ⸗breit; Und wie du mich behüt die Nacht fuͤr allem Schaden/ darein ich war gerathen: Den Dag mich auch vertritt. 2. Bewahr mir GOtt mein Seele, dein allertheurstes Pfand. Denn ich sie dir befehle, halt sie in deiner Hand/ daß sie nicht fall in Suůnd, von deiner Hand nicht wancke, allzeit sm dich gedencke, des Himmels Güt empfind. 3. Bewahr mir GOtt mein Leben, mein Leib, der Seelen Hauß⸗den du mir hast gegeben, mein Werck zur richten aus; Daf ich es wohl voll⸗ bring/ zu deinem Willen lebe, nach Froͤmmigkeit stets slrebe, und mir all's wohl geling.. 4. Bewahr mir Gott mein Sin ne, die Thuͤren meiner Seel, daß alls, was ich beginne, solge deinem Befehl: Wend gb mein gantz Ge⸗ muͤth von allen irhschen 90 i 73⁴%½ 731 Mor gen⸗Lieder. I leicht u Falle bringen. Nuf dich demen Sohn/ unsern Mortler und ass Be N mein Auge sieht. 5. Bewahr mir Gott mein Glie⸗ der, des Leibes Dienerin, mein Zung und Augenlieder, Haͤnd, Fuͤß, all's was ich bin: Dein Geist mein Krafft beweg, daß meine Zung dir singe, mein Hand dein Werck vollbringe, dir gautz zu Ehren leb. 6. Bewahr mir GOtt mein Ehre, behüt fuͤr Suͤnd und Schand, daß ich fein erbar fuͤhre weinen Beruff und Stand. Mein Ziel die Tugend sey: Darnach ich allzeit trachte, all Uppigkeit verachte, der Welt⸗Lust mich verzeih. 7. Bewahr mir GOtt mein Guͤter, dem Leib zumUnterhalt, daß ich nie⸗ mand zuwieder, mein Amt gluͤcklich verwalt, und nach des Himmels Schluß im Schweiß mein Brod er⸗H werbe,den Seegen EOttes erbe, der allen naͤhren muß. 8. Bewahr mir GOtt mein Freun⸗ de, all die mir sind verwandt, bey welchen ich Trost finde in allem Un⸗ gluͤcks⸗Stand: Wend ab all Unge⸗ mach, mein Feinde kehr zuruͤcke, zu Schanden mach ihr Tuͤcke, dir stell ich heim die Sach. 9. Bewahr mir GOtt mein Glau⸗ benmein Hoffnung und Gedult, die Suͤnd n mich nicht berauben deiner Lieb, Gnad und Huld; Dein guter Geist mich treib/ daß ich das Bose meide, dit trau in allem Leide, ans End bestaͤndig bleib. (671.) Mel. Wie schoͤn leuchtet der M. Es geht daher des Tages Licht, O Hertz! wach auf, vergiß ja nicht zu loben GOtt den HErren: Darum„ daß er dich diese Nacht durch seiner Engel Schutz bewacht, weit uͤber dein Begehren. Er hat heinn Rath nicht thun spahren, zu bewahren dich fuͤr Schaden: Sol⸗Ach ches aus lauter Genaden. 2. Ich dauek dir GOtt im hoͤch⸗ sten Chron, durch Jsum Ehristum HErren: Daß du mich hast in dieser i, un Nacht fuͤrs Teufels List und groffer Macht gnaͤdiglich thun bewahren. Ml,OEmn Hillig greißt dich mein Gemüthe(Honn derhn für die Güte und Wohlthaten, du, en durch du mir hast gerathen. Iyseh sett Ll 3. O GOtt und HErri mein Weih glich delte gre (Mann) und Kind, Leib, Seel,Ehr, thhdllßnsre; Gut und Hauß⸗Gesind thu ich dir Vlllungen, u heut befehlen, und bitt„ du wollest luderthat m diesen Tag fuͤr Kranckheit und sür Hilin hat. aller Plag uns gnaͤdiglich bewahren. Laß serne Ungust, Feursbrunst, wollst du Shlh, OVat wenden, von uns lenden, uns ver⸗Tuͤhmit Freud leihen guten Frieden und Gedeyen. mitih diesen 4.O. HErr, ich bitt von Hettzen⸗ust wem N. Grund, wolist mir verzeihen diese ein stölich sehe Stund mein Missethat und Suͤnder silber mir das So ich gethan hab mieder dich: Ach uhfft. Errl erbarm dich uͤber mich, straf z, Des Glaul mich nicht nach Verdtenste: Nimm uhr, O darch mich freundlich an in Gnaden, heil n, erwecke 8 den Schaden meiner Suͤnden, Oafnung mach Barmhertzigkeit laß mich finden. ich mich a 5. Ach GOtt mein Trost und hoͤch⸗ e Demurh ul ster Hort, erhalt mich auch bey dei Eel furmir sl nem Wort, welchs du uns hast gege⸗ Migen geh. ben: Hilff, daß ich solches alle Herr, ha Stund bewahre rein mit Hertz und iß, treib au Mund, und gieb mir auch darneben, Iß und Boßh daß ich willig stets gebrauche und ihute mich' nicht meiche, biß ans Ende, die hein Aberglauben, ligen Sacramente. Ur verbotnen 6. Und wenn es ist der Wille deim ichfsür tolge daß nun herkommt mein Stuͤndet Has mich laͤter tein, OHErrt so chu nicht weichen: J. Gieb, daß Hilff mirin meiner Sterbens⸗Noth, uld mich sür wenn ich soll ringn mit Hoͤll und Uringn! und Geu, auf daf Tod, auf daß mich nicht erschleiche mich diese der Feind/so meynt mich zu beruͤcken, isz und nach thu ihn drücken bald zu Grunde/hüif M, ach“ l0 daß ich frey uͤberwinde. In Nachsen . Chr sey dir, Hrr GOtt Vae lhshaft ter mein, mit samt dem lieben Soh- Md nedein, welcher fur mich gestorben: r Umzuck 601 uimm an meinem letzten End It Hughei II mein Seele in dein Reich behend⸗ Uhltemichine das er mir hat erworben: Laß mich she Hachheit! ewig bey dir leben, dir zu Preh ionechr resß 25 Morgen⸗ Lieder. Heahrch. MWel. O Swigkeit, du Donner⸗W. Aort der du sber bil dad gicht, Ien, d deßGuͤt und Dreuse stirbet nicht, lir sey jetzt Lob gesungen, nachdem Wein Wel zurch deine große Macht der helle Seel Sh, Eag, die finstre Nacht so kraͤfftig hat Aichti terdrungen, und deine Gnad und Wunderthat mich/ da ich schlieff, er⸗ salten hat. Laß ferner mich in deinem Schutz, O Vater! fuͤr des Satans Trutz mit Freuden auferstehen, da⸗ per kit ich diesen gantzen Tag dich ja shen kit meinem Nutzen mag im Glau⸗ ken froͤlich sehen, für allem sey du iber mir das Licht des Lebens fůr 1 f aun haähr, O faͤrck und mehr es immer⸗ har, erwecke Treu und Liebe, die den Hoffnung mach in Noͤthen fest, hilff, uß ich mich aufs allerbest auch in er Demuth ube, daß deine Furcht sets fuͤr mir steh, und ich auf guten Vegen geh. 4. HErr, halte meinen Gang ge⸗ Wmnt giß, treib aus von mir die Finster⸗ ß und Boßheit meines Hertzens, huͤte mich den gantzen Tag für Tberglauben, Zorn und Plag, auch sir verbotnen Schertzen, bewahre Ihei Hich für stoltzen Pracht, und allem, nas mich laͤstern macht. . Gieb, daß ich dir gehorsam sey/ Ind mich für Zanck und Hader Sinn/daß ich dir gantz vertraue, be⸗ ligs Angesicht do blicke nicht. 7. O treuer Gott erweck in mir nur einen Hunger stets nach dir, daß ich die Welt verliehre: Ach leh⸗ re mich/ du starcker Held/ zu thun al⸗ lein, was dir gefaͤlltdein guter Geist mich fuͤhre, damit ich ausser boͤsen Wahn, stets wandeln moͤg auf eh⸗ ner Desehn 8. Befiehl auch deiner Engel Schaar, daß sie mein Leben für Oe⸗ fahr den gantzen Tag beschuͤtzen, und auf den Haͤnden tragen mich, daß nicht der Satan grausamlich mich koͤnn allhie beschmitzen! So werd ich gegen Loͤden stehn, und unverzagt auf Trachen gehn. 9. So nimm von mir/O Vater/ hin mein Hertz, Gedancken, Mut h und hůͤt auch, du getreuer Hord, mein Dichten, Reden, Werck und Wort, daß er nur stetig schaue guf deines theuren Nahmens Ehr, auch mei⸗ nes Naͤchsten Nutz vermehr. ö 10, HEhr JEsu Chiste, laß allein mich Armen ein Gefaͤhe seyn, und Werckzeug deiner Guaden: Richt all mein Thun, Beruff und Stand, halt uͤber mich dein Hůt und Hand/ so kan mir niemand schgden: Du wollest auch ja gnaͤdiglich für den Verlaͤumbdern schuͤtzen mich.⸗. 1I. Mit Hertz und Mund ich dir befehl, HErr JEsu Christ, mein Leib und Seel/ auch Ehr lind Gut darneben: Wann ich nun sitze, geh heu, auf daß der Sonnen Strah⸗ un mich diesen Tag nicht zornig hn/ und nachmahls traurig unter⸗ ehn, ach! laß mich nicht betahlen Im Naͤchsten seine Bitterkeit mit B Hassen, Grimm und feih. . Für Unzucht und für boͤser Lust, * 1 Kargheit und des Geitzes Wust, Ihuͤte mich in Gnaden: Gieb, daß Je Falichheit dieser Zeit zusammt Vr Nngerechtigteit mein Hern ie und steh alsdenn so schaffe, daß ich seh/ HBEyr /uůͤber mich dich schweben Gieb ja daß deine Gnaden⸗Hand sey nimuner von mix abgetandt⸗ 12. Fur bosen Pfeilen, die bey Tag auf Erden bringen große Plag, alzz för des Todes Seuche/fur Westilentz behůte mich/ damit sie nicht so grau⸗ samlich bey Nacht heruͤmmer schlei⸗ che. Bewahr uns auch fuůr Hrieges⸗ Noth/ wend einen bosen schnellen Coh. ö I13. Gieb Morgen⸗Lieder. 23³⁵ 13. Gieb lieber HErr, zu dieser List zerbricht, daß der mein Leibs Frist, so viel im Leben noͤthig ist, doch nur nach deinem Willen. Wann du die Speiß und Nahrung hie mit Gnaden segnest spat und fruͤh, kanst du uns reichlich fuͤllen: Doch daß man deine milde Gab auch nicht zu einem Mißbrauch hab. 14. Allein zu dir hab ich gesetzt, mein Hertz, O Vater gieb zuletzt L mir auch ein seelges Ende, auf daß ich meinen Juͤngsten Tag mit gros⸗ ser Freud erwarten mag, drauf streck ich aus die Haͤnde. Ach komm,HErr JEsu,/ komm mein Ruhm/ und nimm mich auf dein Eigenthum. 15. Mein GOtt und Vater seegne mich/ der Sohn erhalte gnaͤdiglich was er mir hat gegeben: Der Geist erleuchte Tag und Nacht sein Ant⸗ litz uͤber mich mit Macht, und schuͤ⸗ tze mir mein Leben. Nur dieses wuͤnsch ich fuͤr und fuͤr: Der Friede Gottes sey mit mir. (653˙0) Mel. Wer nur den lieben GOtt laͤst. Heilig, Heilig, Heiligs Wesen! GOtt Vater, Sohn und Heil⸗ ger Geist: Der du mich dir zum Dienst erlesen, und dich selbst mei⸗ nen Vater heist. Hier bring ich mei⸗ ne Kindes⸗Pflicht, da du mir zeigst des Tages Licht. 2. Im Zelte deiner Macht und Gnaden hast du vor Unfall mich be⸗ deckt, und ohne Leibs⸗ und Seelen⸗ Schaden, mit Seegen wieder auf⸗ geweckt, wie theur ist deine GOttes⸗ 1 die der so schwachen Menschen t't. 3. Des Jaͤgers Strick, des Loͤden Rachen sind an mir nur umsoust ge⸗ west, ich laß dichs heut auch ferner machen, und glaub, daß du den nicht verlaͤst, der seiner Freudigkeit zum Dund. legt deinen theuren Gnaden⸗ und. 4. Auch such ich ja nach deinem Worte dein Seegen⸗reiches Ange⸗ sicht: Sey mir zum Heyl ein star⸗ Cer Horte,dran Satans Macht und und Seelen⸗Weh nur sucht, in lau⸗ ter Schanden steh. 5. Laß auch die Welt mich nicht ableiten von JEsu, meinem hochsten Gut, die mit so vielen Schaͤdlichkei⸗ ten mich zu betruͤgen nimmer ruht Ihr Gifft sey mir gantz unbewust⸗ ihr Hoffarth, Aug'n⸗ und Fleisches ust.— 6. Und weil ich Fleisch und Blut noch habe,(wer wird mich gar erloͤß sen doch I) so leg HErr, mehr und mehr ins Grabe des Todes Leib, brich dieses Joch der Suͤnden durch, des Glaubens Krafft, der meiner Seelen Freyheit schafft. 7. Des Glaubens, der in JEsum dringet, und theilt mit ihm sein Herrlichkeit, sein bitters Leiden auf sich bringet, und seines Lebens Reinigkeit: Erwart't damit fuͤ Gottes Thron vor Suͤnden⸗Straff den Enaden⸗Lohn. 8. So wird die Welt von ihm ge⸗ toͤdtet, in JEsu, der nur himmlisch war/ was der gethan, gedacht, gere⸗ det, das ist des Glaubens gantz und gar, wer sodann JIEsu Schoͤnheit kennt, dem stinckt die Welt, und was sie nennt. 9. Laß Glaubens⸗Werck mich eyfe rig uͤben, Lieb, Hoffmung, Demuth/ Fleiß, Gedult, genuͤgsam, keusch seyn, Feinde liebenAmts⸗Klugheit, schenck mir deine Huld, zur Sanfft⸗ muth, Treu, Gelassenheit, zum Dienst der Armen mich bereit. 10. Dein Wort mein Hertz stets kraͤfftig ruͤhre, daß ich nur wolle, was du wilt: Dein Geist mich selbst zum Brunnen fuͤhre, daraus HErr, dein Erkaͤntniß quillt, der mich zur Buß Lob, Bethen treib/ und als mein Lehrer in mir bleib. II. was ich heut thu, red oder den cke: laß HErr, in deiner Krafft gei schehn, die Wercke meines Amts so lencke, daß sie geseegnet vor sich gehn, daß ich vor GOtt, aus—0 7³⁰ ro JEsu 13. Noch eine Allliihe,daß de Audfets was sche, kein Ere hubist ja grosse iygs sich mir ein 3. So seegn e, O HEt Oulllerguid Hute, dein 2 dih hell, He Iber mich, d giglich. Ml. O GOf ON Nocht vet Gnaden⸗Glan Aangen, nun i Schlaffe aufge Bhagier zu dit! 2. Was soll Vott, fuͤr wuill mich ga Gnad einfer Eeel und G. Dod das soll ich sonst nicht 3. Drum sieh Hast du meine ethum, mit Iuun Gan Rinen Gesst dsch eklären! . Da sey der Wanpel dir er Aidzum Hau Imnlach woh gund rege Glund Leit Wn Iggeleget nin Bi Wn Glau icligkeit, WahteEhren⸗ JEf Wsshnsand Y3 Morgen⸗Lieder. 73 mein gebůͤhr dein Begier. 2. Noch eins(das alles macht) e verleihe, daß dein erwehlt Genaden⸗ Kind sters wachs, im Tod bestandig Wte seye, kein Creatur mich uͤberwind, du bist ja groͤsser, starcker Heldl als was sich mir entgegen stellt. . So seegne mich dann und be⸗ huͤte, O HErr du ein'ge Seegens⸗ Ovell! erquick mich HErr in deiner Süte, dein Antlitz leucht mir freu⸗ dig hell. HErr, heb dein Antlitz äber mich, dein Fried bleib in mir wiglich. (684.) Mel. OGott du frommer Gott. — Racht hergangen/ nun hat dein Bnaden⸗Glautz aufs neue mich um⸗ saugen, nun ist was an mir ist, vvm Schlaffe aufgeweckt/.und hat nun in Begier zu dir sich ausstreckt. 2. Was soll ich dir denn nun mein EOtt, fuͤr Opffer schencken? Ich Bill mich gantz und gar in deine Bnad einsencken, mit Leib, mit Seel und Geist heut diesen gantzen Schinhel Tag, das soll mein Opffer seyn, weil % usch fonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein GOtt, da last du meine Seele, sie sey dein Ei⸗ enthum, mit ihr dich heut vermaͤh⸗ 0 Eem deiner Liehes⸗Krafft/ da hast du Ams-Klucheln I Stuft lal in dir o JEsu wurcke( der in JEiun Alt mit ihm sei Hkets Leiden dseines Lebent Wart t damit fül Sünden⸗truf Dalt ven ihm ge Rurin immlist h3/Wacht, gilt en dan 1 2t . 2/. Ibtint: 2. ietge 450j4 IEsu, suͤsses Licht! Nun ist die heitmit gedult durch deines Geistes Driebe, auch mit der Demuth mich vor allen kleide an, so bin ich wohl geschmuͤckt und koͤstlich angethan. 7. Laß mir doch diesen Tag stets fuͤr den Augen schweben, daß dein All⸗ gegenwart mich wie die Lufft umge⸗ ben, auf daß mein gautzes Thun durch Hertz,durch Sinn und Mund dich lobe inniglich/ mein GOtt, zu aller Stund. 8. Ach seegne was ich thu, jg rede und gedencke, durch deines Geistes Krafft es al so fuͤhr und lencke, daß alles nur gescheh zu deines Nahmens Ruhm/ und daß ich unverrůckt ver⸗ bleib dein Eigenthum. (655. Mel. Ich danck dir schon durch d.S. Etzt leuchtet schonvom Himmels⸗ IThron die Sonn mit klarem Scheine, und will kurtz um, mein Ehristenthum soll leuchten schoͤn und reine. 2. O hoͤchster GOtt, ich bin gantz todt/zu ben gute Wercke, gch weck mich auf, und mich im Lauff des Glaubens kraͤfftig staͤrcke. 3. Halt mich allzeit in dein m Ge⸗ leit, daß ich mein Fleisch bezwinge, durch alle Fall in dir gar schnell zům Christen⸗Leben dringe. 995 4. Anfang und End regier behend⸗ laß alles wohl gelingen, zu deiner Ehr/ des Naͤchsten Lehr, auch meine Zung erklingen. . Nimm alles hin aus meinem Sinn, was dir nicht mag behagen. laß mich geschwind all meine Suͤnd orkennen und beklagen. Nach deinem Rath gieb auch die That/daß meine Seele liebe dich gar allein im Glauben rein, den Naͤchm⸗ sten nicht betrůbe. 7. Es ist auch Noth, mein HErr und GOtt, daß ich bestandig bleihe, in solcher Lieb/auch mich dilnn'n ub⸗ und wie ein Baum beklesbe. 8. So gieb nun Krafft und suͤssen Safft/ baß jch viel Hruchte trage, A g ö Und 239 Morgen⸗Lieder. 240 7. und jedermann, so viel ich kan, mit meinem Dienst behage. 9. Richt meine Schritt und alle Tritt auf deine rechte Stege, damit auf Irrewege. 10., Ach ja, mein Herr, von mir abkehr das falsche Christen⸗Leben, da nur der Mund, ohn Hertzens⸗ Grund, Wort ohne That will geben. II. Die Heucheley und Druͤgerey sind laut er Teufels⸗Stricke, dadurch er kan an Weib und Mann beweisen seine Tuͤcke. 12. Er weiß fast wohl, daß kuͤrtzlich soll die Welt ihr Ende haben, der Anti⸗Christ, und was sein ist, zur Hoͤllen muͤssen traben. I3. Drum will er sehr durch falsche Lehr und aͤrgerliches Leben, der gan⸗ gzen Welt/ wies ihm gefaͤllt, die letz⸗ I1. len Stoͤsse geben. 4. 4. Ach liebes Hertz, es ist kein Schertz, seufftz uͤber alle Greuel, die Satan stellt, und manchen faͤllt, vermeide solchen Scheuel. I5. Lieb immerfort das reine Wort, und richt darnach dein Leben, die Saerament biß an dein End dir Affte werden geben. 6. Du grosser GOtt wend alle Noth/ daß ich an Christum glaͤube/ mich ferner uͤb in steter Lieb, und ewig bey dir bleibe. (656) M. W. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛe. WV. schoͤn leuchtet der Morgen⸗ stern vom Firmament des Himmels fern, die Nacht ist nun vergangen, all Creatur macht sich herfuͤr/des edlen Lichtes Pracht und Zier mit Freuden zu empfangen: Was lebt/ was schweht hoch in Luͤff⸗ ten, tieff in Klüfften, laͤst zu Ehren, seinem SOtt ein Danck⸗Lied horen. 3. Du, O mein Hertz dich auch gufricht, erheb dein Stimm, und saͤume nicht, dem HErrn dein Lob bringen. Denn, HErr, du bi em Lob gehuͤhrt, von dem man bil⸗ lig musieirt, dem man laͤst innig klin⸗ gen, mit Fleiß, Danck, Preiß, Freu⸗ densͤten, daß von weiten man kan ö hoͤren, dich, O meinen Heyland ich nicht wie offt geschicht, gerath eh ren. 3. Ich lag in stoltzer Sicherheit, sah nicht, mit was Gefaͤhrlichkeit ich diese Nacht umgeben, des Teu⸗ fels List und Buͤberey, die Hoͤll des Todes Tyranney stund mir nach Leib und Leben, daß ich schwerlich waͤr entkommen, und entnommen diesen Banden, wenn du mir nicht beygestanden. 4. Allein O IEsu, meine Freud, in aller Angst und Traurigkeit, du hast mich heint befreyet; Du hast der Feinde Macht gewehrt, mir Schutz und sanffte Ruh beschehrt, des sey gebenedeyet. Mein Muth/ mein Blut soll nun singen, soll nun springen, all mein Leben soll dir Danckes⸗Lieder geben. 5. Ey mein HErr, suͤsser Lebens/ Hort, laß ferner deine Gnaden⸗ Pfort mir heut auch offen bleiben! sey meine Burg und festes Schloß, und laß kein feindliches Geschoß daraus mich nimmer treiben, stell dich fuͤr mich hin zu kaͤmpffen, und zu daͤmpffen Pfeil und Eisen, wann der Feind will Macht beweisen. 6. Geuß deiner Gnaden reichen Strahl, auf mich vom hohen Him⸗ mels⸗Sgal, mein Hertz in mir ver⸗ neue! Dein guter Geist mich leit und fuͤhr/daß ich nach meiner Amts⸗ Gebuͤhr zu thun mich innig freue Gieb Rath und That/ laß mein Sin⸗ nen und Beginnen stets sich wen⸗ den, seinen Lauff in dir zu enden. 7. Wend Unfall ab, kaus anders seyn, wo nicht/so geb ich mich dar⸗ ein, ich will nicht wiederstreben. Doch komm, O suͤsser Morgen⸗ Thau/ mein Hertz erfrisch, daß ich dir trau, und bleib im Creutz erge⸗ beu/ daß ich endlich nach dem Leiden zu den Freuden werd erhoben/ da ich dich werd ewig loben. 8. In- 8. Inde sting, Ding/ 0 lob Schn ein, denc lein allzel so sey froh ste so hrin Welt belt Hrist Cund mag/ ter her un 2. Ach! Heint in di Feind, und und für der 3. Ob se ein, so lo seyn; Ha Hand, da und Scha 4. Wir Christ bel der steton daß er an! J. Sint ut, erw een Higland kulzer Sicherheit; net Stfibtlichkeit 430 fen bleiben! 71 Schlof/ — Hent in mit ver t ll wich lEk 7¶ Abend⸗Lieder. 2⁴ 8. Indeß mein Hertze sing und speing, in allem Creutz sey guter Ding, der Himmel steht dir offen, laß Schwermuth dich nicht nehmen ein, denck daß die liebsten Kinder⸗ lein allzeit das ungluͤck troffen,drum so sey froh, glaͤnbe feste, daß das be⸗ ste so bringt Frommen, wit in jener Welt bekommen. XLIX. Abend /Lieder. (6/½.) NM. V.. Hrist, der du bist der helle Tag fůr die die Nacht nicht bleiben mag, du leuchtes uns vom Va⸗ ter her, und bist desLichtes Prediger, 2. Ach! lieber HErr behuͤt uus heint in dieser Nacht fůr dem boͤsen Feind/ und laß uns su dir ruhen fein, und für dem Satan sicher seyn. 3. Ob schon die Augen schlaffen ein, so laß das Hertz doch wacker seyn; Halt uͤber uns deine rechte Hand, daß wir nicht falln in Suͤnd und Schand. 4. Wir bitten dich HErr JIEsu Christ,behuͤt uns fuͤr des teufelsList, der steis nach unsern Seelen tracht/ daß er an uus hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut,/ erworben durch dein theures Blut: Das wur des ewgen Vaters Rath/ als er uns dir geschencket hat. 6. Befiehl dein Engel, daß er komm/ und uns bewach dein Eigen⸗ thum, gieb uns die lieben Wachter zu, daß wir fuͤm Satan haben Ruh. 7. So schlaffen wir im Nahmen edein, dieweil dieEngel bey uns seyn. Du heilige Dreyfaltigkeit/wir loben dich in Ewigkeit. dichi 6500 M. W. ö Christe der dů bist Tag und Licht, ur dir ist, HErr, verborgen 1.5 Du„Haterliches Licht es Glantz lehr uns den Weg zur Wahr⸗ heit gantz. / Wir bitten dein goͤttliche Macht⸗ behut uns, HErr, in dieser Nacht? Bewahr uns HErr, fuͤr allem Leid, GOtt Vater der Barmhergigkeit. 3. Vertreib den schweren Schlafß HErr Christ! daß uns nicht schab des Feindes List. Das Fleisch ilt Zuͤchten reine sey: So sind wir al⸗ ler Sorgen frey. 3 4. So unsre Augen schlaffen schier, laß unsre Hertzen wachen dir: Be⸗ schirm uns Gottes rechte Hand/und loͤß uns von der Suͤnden Band. „ Beschirmer, HErr, der Ehri⸗ stenheit, dein Hülff allzeit sey uns bereit. Hilff uns, HErr GOtt gus aller Noth/ durch dein heilig fuͤnff Wunden roth. 6. Gebenck, OHErr! der schwe⸗ ren Zeit, darinn der Leibesesauigen leit; Der Seele, die din hast erloͤst⸗ der gieb HErr JIEsu/ deinen Trost. 7. GOtt Vater seh Lob Ehr und Preiß, darzu güch seinem Sohne weiß, des Heilgen Geistes Guͤtig⸗ keit, von nun an bis in Ewigßeit. (659.) N EI, In voriger Melodeh⸗ Hie unͤ ist der Sontienscheint⸗ die finstre Nacht blicht starck herein/leucht uns HErr Chvist, dit waͤhres Licht/ laß uns im firnsterri tapn pen nicht. 2. Dir sey Danch, daß du unz deint Dag fuͤr SchabenGefahr und migi cherhlag/ durch deine Engel hast hes huůͤt aus Gnad und vaterlicher Gult. 3. Womit wir haben erzuͤrnet biehn dasselb verzeih uns gnadiglich ind rechn es unsrer Seel nicht zu, laß uns schlaffen in Frieh und 4— 00 4. Durch dein Englein die Wach bestell, daß uns der boͤse Feind nichtz faͤll, fuͤr Schrecken, Gespenst und Feuers⸗Noth, behuͤl uns heut„ treuer GOtt. ö (660%) P. E. Un ruhen alle Walber, Vieh, Menschen, Stadt, und Felbek⸗ es schlaͤfft dis gantze Welt Ihr aber⸗ A A Mesßs 743 Abend⸗Lieder. 2⁴⁴ meine Sinnen, aufl aufl ihr sollt be⸗ ginnen, was eurem Schoͤpffer wohl⸗ gefaͤllt. 2. Wo bist du Sonn geblieben, die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht des Tages Feind: Fahr hin ein an⸗ dre Sonne, mein JIEsus, meine Wonne gar hell in meinem Hertzen scheint.. 3. Der Tag ist nun vergangen, die guͤldne Sternlein prangen am blau⸗ en Himmels⸗Saal: Also werd ich auch stehen, wann mich wird heissen gehen mein GOtt aus diesem Jam⸗ merthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit, zieh ich hie aus dargegen wird Christus mir anlegen den Ron der Ehr und Herrlichkeit. 5 Das Haupt die Fuͤß und Haͤn⸗ e/ sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sey: Hertz, freu dich du sollt werden vom Elend dieserEr⸗ den, und von der Suͤnden Arbeit frey. 6. Nun geht ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, des Bettes ihr begehrt: Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. . Mein Augen stehn verdrossen/ im Huy sind sie geschlofsen; Wo bleibt denn Leib ind Seel: Nimm sie zu dei⸗ nen Gnaden,sey gut fuͤr allen Scha⸗ den, du Ang und Waͤchter Isrgel. 8. Breit aus die Fluͤgel beyde, O Jesu, meine Freude, und nimm dein Kuͤchlein ein; will Satan mich verschlingen so laß die Engel sin⸗ gen? Diß Kind soll unverletzet seyn. 9. Auch euch ihr meine Lieben, soll beinte nicht betruͤben kein Unfall noch Gefahr, GOtt laß euch seelig schlaffen/ stell euch die guͤldne Waffen ums Bett und seinerEngel Schaar. (661.) Eigene Melodie. Nun sich der Tag geendet hat, und keine Sonn mehr scheint/ schlaͤft zuvor geweint. 2. Nur du, mein GOtt! hast keine Rast, du schlaͤffst und schlummerst nicht, Die Finsterniß ist dir verhast, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedencke, HErr doch auch an mich in dieser finstern Nacht, und schencke mir genaͤdiglich den Schirm oen deiner Wacht. 4. Wend ab des Satans Wuͤterey durch deiner Engel Schaar, so bin mir nichts Gefahr. 3. Zwar fuͤhl ich wohl der Suͤnden Schuld die mich bey dir klagt an, doch aber deines Sohnes Huld hat guug fuͤr mich gethan. 6. Den setz ich dir zum Bͤͤrgen ein wenn ich muß vor Gericht, ich kan ja nicht verlohren seyn in solcher Zu⸗ versicht. 4—— 7. Darauf thu ich mein Augen zu, und schlaffe froͤlich ein, mein SOtt wacht ietzt in meiner Ruh, wie koͤnt ich traurig seyn? 8. Weicht nichtige Gedancken hin, wo ihr habt euren Lauff, ich baue ietzt in meinem Sinn GOtt einen Tem⸗ pel auf,. 9. Soll diese Nacht die letzte seyn in diesem Jammerthal, so fuͤhr mich HErr in Himmel ein zur Auser⸗ wehlten Zahl.. 10. Und also leb und sterb ich dir⸗ du starcker Zebaoth, im Tod und Le⸗ Noth. (662.) Mel. Werde munter mein G. Nsre muͤden Augenlieder schlies⸗ sen sich ietzt schlaͤffrig zu, und des Leibes matte Glieder gruͤssen schon die Abend⸗Ruh; Denn die dunckle finstre Nacht hat des hellen Tages Pracht in der tieffen See verdecket/ und die Sterne aufgestecket. 3. Ach! bedenck,eh du gehst schlaf⸗ fen, du Omeines Lebens Gast: Ob du den/ der dich erschaffen/ hcht N ich aller Sorgen frey, und bringt ben hilff du mir, aus aller Angst und alles/ was sich abgematt/ und was 76 .— nicht erz beh Zeit auch zug Gnaden laden, 3. Spr len/ daß anders, ich habe! tes Ziel deinen 68 Boßheit 4. Ach. langen, Lohn: J. Oeffn sende deit schhartzet Todes fin so hey N tracht, m decke, no cke. 6, Laß! wancken, wohl, gie und wen so laß dot wachen f roth auff Belt auf 7. Vate Nabm sen Reich kon Unser Br. Hergieb un Uns deine uicht Ver Err aue 4%½ Bett auffftehet. 2⁴⁵ Abend⸗Lieder. 7⁴ nicht erzuͤrnet hat; Thu, ach thu bey Zeiten Buß, geh und fall ihm auch zu Fuß, und bitt ihn/daß er aus Gnaden dich der Straffe woll ent⸗ laden. 3. Sprich: HErr, dir ist uuverho⸗ len daß ich diesen Tag vollbracht, anders, als du mir befohlen; Denn ich habe nicht betracht meines Am⸗ tes Ziel und Zweck, habe gleichfalls deinen Weg schaͤndlich, O mein O D, verlassen, bin gefolgt der Boßheit Strassen. ren Plag hat eꝛhalten und beschutzet, daß mich Satan nicht beschmitzet. 2. Loh und Danck sey dir gesungen, Bater der Barmhertzigkeit daß mir ist mein Werck gelungen, daß du mich für allem Leid, und fuͤr Suͤn⸗ den mancher Art, so getreulich hast bewahrt, auuch die Feind hinweg ge⸗ tꝛieben, daß ichunbeschaͤdigt hlie ben. 3. Keine Klugheit kan allsrechnen deine Guͤt und Wunderthat; Ja kein Redner kan gussprechen, was dein Hand erwiesen hat: Deiner 4. Ach HERR laß mich Gnad er⸗ langen gieb mir nicht verdienten Lohn Lah mich deine Guͤt umfan⸗ gen, sieh an deinen lieben Sohn/der fur mich genug gethan: Vater nim den Buͤrgen au Dieser hat fuͤr mich erdultet, was mein Unart hat ver⸗ schulbet. . Oeffne dein er Gnade Fenster: sende deine Schaar herab, daß die schwartz en Nacht⸗gespenster/daß des Todes finstyes Grab, daß das Ubel, so bey Nacht unsern Leib zu faͤllen tracht, mich nicht mit dem Netz um⸗ decke, noch ein boͤser Traum erschre⸗ cke. 6. Laß mich HERg von dir nicht wancken, in dir schlaff ich sanfft und wohl, gieb mir heilige Gedancken, und wenn ich gleich Schlaffes voll, so laß doch den Geist in mir, zu dir wachen fuͤr und fuͤr/biß die Morgen⸗ roͤth auffgehet, und man von dem 7. Vater droben in der Hoͤhe, dein Nahm sey bey uns stets werth, hein Reich komm Dein Will geschehe Unser Brod werd uns beschehrt; Und vergieb uus unsre Schuld: Schenck uns deine Gnad und Huld; Laß uns nicht Versuchung toͤten; Hilff uns HErr gus 005 2—— 3. J. K. Worbe munt er mein Gemuͤthe, und ihr Sinnen geht herfur, daß ihr preiset GOttes Guͤte, die er hat gethan an mix, da er mich den gantzen Lag fuͤr so mancher schwe⸗ Wohlthat ist zu viel, sie hat weder Maaß noch Ziel; Ja du hast mich so rühret. daß kein Unfall mich be⸗ ruühret. 6. Dieser Tag ist nun vergangen, die betruͤbte Nacht bricht an: Es ist hin der Sonnen Prangen, so uns all erfreuen kan: Stehe mir O Va⸗ ter bey/ daß dein Glantz stets fuͤr mir sey, und mein kaltes Hertz erhitze, twenn ich gleich im finstern sitze. . Hrr verzeihe mir aus Gnadein alle Suͤnd und Missethat, die mein armes Hertz beladen, und sy gar ver⸗ gifftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hoͤllen stůrtzen will, da kanst du allein exretten, straffe nicht mein Ubertreten. 6. Bin sch gleich von dir gewichen, stel ich mich doch wieder einhat uns doch dein Sohn verglichen, durch sein Angst und Todes⸗Pein. PaneEnnnd und Ound vien ane⸗ deine Gnad und Huld ist viel groͤs⸗ ser als die Suͤnde/ die ich stets in miv befinde. 7. O du Blan der ftommen See⸗ len O du Glantz der Ewigkest dir will ich mich gantz befehlen, diese Nacht und allezeit: Bleibe hoch mein GOtt bey mir, weil es nun⸗ mehr dunckel schler, da ich mich so 1b betrůbe, troͤste mich mit deiner jebe. 8. Schuͤtze mich fuͤrs Teuffels Ne⸗ hen, fuͤr der Macht der Finsterniß, hie miy manche Nacht zusetzen, und Ag 3 eyl 7⁴⁷ Abend⸗Lieder. erzeigen viel Verdrieß, laß mich dich, O wahres Licht! nimmermehr yerliehren nicht: Wenn ich dich nur hab in Hertzen, fuͤhl ich nicht der Seelen Schmertzen. 9. Wenn mein Augen schon sich schliessen, und ermuͤdet schlaffen ein: Muß mein Hertz dennoch geflissen, und auf dich gerichtet seyn: Mainer Seelen mit Begier traͤume siets OGott von dir, daß ich fest an dir bekleibe, und auch schlaffend dein verbleibe. 10. Laß michsdiese Nacht emp fin⸗ den eine sanfft und suͤsse Ruh, alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Seegen zu: Leib und Seele, Muth und Blut, Weib und Kinder, Haab und Gut, Freunde, Feind und Haußgenossen, sind in deinen Schutz geschlossen. u. Ach bewahre mich fuͤr Schre⸗ kken, schuͤtze mich fuͤr Uberfall, laß mich Kranckheit nicht auffwecken, treibe weg des Krieges Schall, wend ab Feur⸗und Wassers⸗Roth, Pestilentz und schnellen Tod, laß mich nicht in Suͤnden sterben, noch un Leib und Seel verderben. 12. Odu grosser GOTT! erhoͤre, was dein Kind gebeten hat: IEsu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rath, und mein Hort, du werther Geist, der duFreund und Croͤster heist, hoͤre doch mein sehn⸗ ben Flehen, Amen, ja es soll gesche⸗ en. (664.) Mel. Ich danck dir lieber HErre. Er Tag ist nun vergangen mit seiner Sorgen⸗Last, die Nacht hot angesangen und aller Arbeit Rast: Das Licht hat abgenommen mit unsrer Lebens⸗Zeit: Wir sind nun naͤher kommen der gruͤnen Ewigkeit. 2. Wie wir zu Bette liegen, so lie⸗ gen wir im Grab: Wie soll uns denn vergnugen der Welt verlohrnes Haab! Indem wir schlasfen gehen/ wird uns der Tod gemein, kein Mensch kan lang bestehen, es muß gestorben seyn. 3. Wie wir die Kleider lassen, be⸗ vor wir schlaffen ein: So bleibt uns gleicher massen nichts als der Lei⸗ chenstein; Ein Leilach mich bedecket, hier und im Todten⸗Grab, biß mich die Sonn erwecket und ChristiRich⸗ ter⸗Stab. 4. Weh denen, welche sterben ohn allen Vorbedacht, die koͤnnen leicht verderben, dort in der Hoͤllen⸗ Macht. Ich muß, ich muß beken⸗ nen, daß ich unrecht gethan: Ich muß mich lassen nennen auf seltner Tugend⸗Bahn. 5. Ich will mich GOtt befehlen, der mich erloͤset hat, und mich um nichts nicht gvaͤlen: Er giebt mir seine Gnad. Das gute zu voll⸗ bringen, ist mein Fleisch viel zu schwach, ich will mich besser zwin⸗ gen, wann ich leb und erwach. 6. Dann will ich seyn beflissen, zu leben Suͤnden⸗rein, und wieder mein Gewissen nicht haͤuffen Straff und Pein. Der Vorsgtz ist genommen, ich bin darzu geruͤst: Mir wird zu buͤlffe komen, der in uns maͤchtig ist. 7. HErr, laß dich gnaͤdig finden, und schuͤtz mich diese Nacht: Erlaß mich meiner Suͤnden, die ich den Tag vollbracht, gieb, daß ich ruhig schlaffe, ohn boͤse Traͤum und Schmertz, und in mir neu erschaffe ein dir gehorsams Hertz. mit hohen Ruhm und Preiß, dem Vater und dem Sohne, und auch zu gleicher Weiß, dem Heilgen Geist mit Ehren in alle Ewigkeit, der woll uns all'n beschehren die ewge See⸗ ligkeit. (665.) P. G. Mel. Freu dich sehr, O meine de. ERR, es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin, lehre mich sum Achtung geben, ob ich fromm 748 8. Ehr sey ins Himmels Throne stomm ge selber an than, u chen gut 2. Frey den, was ich bin u dancken, Morgen Hand ur offt zu fe kan zehl 3. Aber habe no freylich! mir alle Treu, n werd ich tig mehr 4. Heil der Schl. mich mit gel steh r Lchter ar Hauß, Meinen weinen. J. Ste die inFi gleich w wenn wi Rath, wend aue soder S 6. HEs unter, w wird, den und bist y in der fin de wacht Schafen Laß n hpenn es ich ferner au Ehren Votthe befehl kel in d Mel. A 700 en niden, es mu klij mich —. 749 Abend⸗Lieder. 7⁵⁰ fromm gewesen bin, zeige mir auch selber an, wo ich was nicht recht ge⸗ than, und hilff selbst in allen Sa⸗ chen guten Feyer⸗Abend machen. 2. Freylich wirst du manches fin⸗ den, was dir nicht gefallen hat denn ich bin noch voller Suͤnden in Ge⸗ dancken, Wort und That, und vom Morgen biß ietzund pfleget Hertze Hand und Mund so geschwind und offt zu fehlen, daß ichs selber nicht kan zehlen. 3. Aber O du GOtt der Gnaden, habe noch einmahl Gedult/ ich bin freylich schwer beladen/doch vergieb mir alle Schuld/ deine große Vater⸗ Treu, werde diesen Abend neu, so werd ich nach deinem Willen kuͤnff⸗ tig mehr als heut erfuͤllen. 4. Heilige mir das Gemuͤthe, daß der Schlaff nicht sundlich sey, decke mich mit deiner Guͤte, auch dein En⸗ gel steh mir bey; Loͤsche Feur und Lichter aus, und bewahre sonst das Hauß, daß ich Morgen mit den Meinen uͤber Ungluͤck nicht darff weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten, die in instern boͤses thun,/solte man gleich was bereiten uns zu schaden wenn wir ruhn, so zerstoͤhre du den Rath, und verhindere die That, wend auch ab all ander Schrecken so der Satan kan erwecken. 6. HERR, dein Auge geht nicht unter/ wenns bey uns schon Abend wird/ denn du bleibest ewig munter⸗/ und bist wie ein guter Hirt/ der auch in der finstern Nacht uͤber seine heer⸗ de wacht, darum hilff uns deinen Schafen/ baß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann gesund erwachen. wenn es rechte Zeit wird seyn, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein„ oder hast du lieber Gott/ heut bestimmet meinen Tod/ so befehl ich dir am Ende meiue Seel in deine Haͤnde. (666.) D. I. G. Mel. Nun freut euch liehen ze· Inie danck dir Vater, daß du hast die Nacht⸗Zeit bey dem Tage er⸗ schaffen frey von Sorg und Last, von Arbeit und von Plage: Daß man in Si ill sie bringe zu/ und Vieh und Menschen ihre Ruh zur Leibes⸗ Nothburfft haben. 2. HErr, deine Weißheit, Guͤt unb Macht ist nimmer guszugründen; Du hast es alles wohl bedacht! Wie wir es stets empfinden. Gieb, daß ichs ja ie mehr und mehr evkenne⸗ und dein Lob und Ehr/ bey Tag und Nacht ausbreite 3. Jetzt preiß ich dich insonderheit⸗ daß du aus lauter Gnaden mich und die Meinen hast auch heut bewahrt fuͤr allem Schaden, HERR, deine Treu verhuͤtet hat, baß ich in Schand und Missethat nicht gröb⸗ lich bin gerathen. 4. Dabey ich doch nicht laͤugnen ö kan, viel Guts hab ich gelassen; Hin⸗ gegen aber das gethan/ was du be⸗ fiehlst zu hassen! Ich habe nicht so immerfort/wie mir gebeut dein hei⸗ ligs Wort, untadelich gewandelt. 5. Was aber noch versehenn ist, unnd wo ich aus geschritten, das ha her⸗ sohnet JEsus Christ, da er am Ereutz gelitten. Um dessen willen mir ver⸗ zeih all meine Sulide, und verleihr daß ich mich tuͤglich beßre. 6. Nun stehek sort, OHErr! zu dir mein hertzliches Verlaugen, daß du auch wollest seyn bey mir ietzt da der Tag vergangen: Mein Leib und Seele, Sinn und Muth, mein Ehre und mein Haab und Gut/ in dieser Nacht behuͤten. 0 . Du wollest fuͤe hem argen Feind in deinen Schutz mich fasseh, daßher und die sein Anhang sehnd, zufried mich muͤssen lassen; Mich auch für schnellen boͤsen Lod, für Feuer und füͤr Wassers⸗Noth/ uisd allem Leid beschirmen. 8. Echalt durch deine Snabeli⸗ Hand zu deines Nahmenn Ehyen⸗ 4 4 hie 7³¹ Abend⸗Lieder. 2³ die mir mit Freundschafft seyn ver⸗ wandt, und sonst mir angehoͤren: Gieb daß die Nacht auch immerdar dein heilger Engel uns bewahr, fuͤr Unfall, Noth und Schaden. 9. VErr laß mich ruhig schlaffen ein, hilff, daß mich nichts erschrecke: Und wann die rechte Zeit wird seyn, alsdann mich wieder wecke, daß ich an meine Arbeit tret, wann ich zu⸗ vor hab durchs Gebeth dir meine Werck befohlen. 10. Verschmaͤh, OGO TT, mein Vater, nicht mein Seufftzen, Bit⸗ ten, Flehen, laß JESu! mich, du wahres Licht, dich auch im Finstern sehen! O Heilger Geist! am letzten End mit deinem Trost dich zu mir wend, bih ich darauf einschlaffe. (667) J. E. Mel. Vater unser im Himmelreich. Eh dancke dir liebreicher GOtt, Idaß du mich heut fuͤr Schand und Spott, und schweren Faͤllen hast hehuͤt es koͤmmt von deiner Gnad und Guͤt. Mein gantz Verderben ist aus mir! mein Heyl das koͤmmt allein von dir. 2. Wenn du nicht haͤttest mir ge⸗ reicht, HErr deine Hand, waͤr ich gar leicht gefallen auch so tieff in Sünd, als sonsten andre Menschen⸗ Kind. Ohn deine Huͤlff und Gna⸗ den⸗Hand faͤllt auch der Froͤmmst in Suͤnd und Schand. dDoch bin ich ja nicht Engel rein, ich find HBErr JEsu, stets das mein; Den alten Adam ieh noch spuͤhr, der mich anreitzet fuͤr und fuͤr, daß ich mein Hertz, Begierd und Sinn zur Eitelkeit soll neigen hin. Ich klag an mein Unacht sambeit fuͤr dir/ O GOtt mit Reu und Leid: Wie du auch selber hast gesehn, was offt aus Schwachheit ist geschehn? Den innern Menschen hab ich nicht 90 1—0 herwahrt naeh meiner 1— . Den Sinnen hab ich offt zu weit den Zaum gegoͤnnt zur Eitel⸗ keit; Ich habe viel geredt, gedacht, gehoͤrt, gesehen und vollbracht, was mir nicht wohl gestanden an,/ und ich nicht alles wissen kan. 6. Aus Gnaden alles mir vergieb., verbrenns im Feuer deiner Lieb: Bu bist voll Heiligkeit und Gnad, was mir noch fehlt, fuͤr mich erstatt. Dein Blut mich wasche/daß ich weꝛd so rein wie mich dein Hertz begehrt. 7. Ich danck auch liebster JEsů dir fuͤr alle Gaben, die du mir erzeiget hast von Kindheit auf, biß zu der Stund im grossen Hauff: Du hast mir so viel guts gethan, daß ichs nicht gar erzehlen kan. 4 8. Ich bitt, halt auch genaͤdiglich dein Augen offen uͤber mich, daß mich der Feind mit List und Macht nicht uͤberfall in dieser Nacht, behuͤt fuͤr Unglůͤck Seel und Leib, Gefahr und Noth fern von mir treib. 9. Gieb daß ich nach gepflogner Ruh, erwach, aufsteh und freudig thu was du hast anbesohlen mir, und einen guten Wandel fuͤhr. Mit deinem Geiste steh mir bey, daß nichts gerdammlichs an mir sey. 10. Fuͤr einem boͤsen schnellen Tod, O du liebreicher frommer GOL T, mich heint und allezeit bewahr: Laß bey mir seyn der Engel Schaar, daß Satanas und sein Gesind an mir ja keine Macht nicht find. Em Ben sh 1h ue in Augen schließ ich ietzt in Medaes Nahmen zu, dieweil der muͤde Leib begehret seine Ruh, weiß sber nicht ob ich den Morgen moͤcht erleben, es moͤchte mich viel⸗ leicht der Tod noch heint umgeben. 2. Drum sag ich dir O GOtt, von Hertzen Lob und Dauck! ich will auch solches thun hinfort mein Le⸗ henlang, weil du mich diesen Tag hast wollen so bewahren, daß mir kein Ungeluͤck hat koͤnnen wieder⸗ fahren. 3. Du hast des Teufels List von mir ganz abgekehrt, der als ein grimm⸗ er 754.— I Lew Beschut Her din oals eino gen schlaf 4. Regi licht es ge Last durt guch dein te seze/d mit seine 5. Alss ges Licht lig dann Sorgen verleihe d mir der E 6. Und s de kaͤm he OWsun liglich un de, dann jur Himn Wule se, sie hat vo wieder in mein Sa will Feyr ger Danc 2. Mein OMsu nunmehr ge⸗Lohn, k anmeine! helffenar Und Mut 3. Mein Hein n Fi denen S. Itommen rathen,me Ihndichg B 4. Drun dich Hn Nieser Ahe Rhen§ reshtRejt . erstatt. chweid 2³ Abend⸗ Lieder. 754 ger Low zu fressen mich begehrt. Beschuͤtz auch diese Nacht, mich HErr durch deine Waffen, wenn als ein Todes⸗Bild der Leib wird lie⸗ gen schlaffen. 4. Regiere mein Gemuͤth, und richt es gantz zu dir, daß keine bose Luͤst durch Traͤume mich beruͤhr, auch deine Engel mir an meine Sei⸗ te setze, daß mich der Satan nicht mit seiner List verletze. . Alss wann Morgen ich des Ta⸗ ges Licht erblick, ich mich gantz wil⸗ lig dann zu deinem Lobe schick. Ihr Sorgen weichet hin, du aber HErr verleihe den Gliedern ihre Ruh, daß mir der Schlaff gedeye. 6. Und so ja diese Nacht mein En⸗ de kaͤm herbey/ so hilff daß ich in dir O JEsu wacker sey, auf daß ich see⸗ liglich und sanfft von hinnen schei⸗ de, dann fuͤhre meine Seel hinauf zur Himmels⸗Freude. (669.) Mel. Hertzlich thut mich verlangen. WualtsgOtt mein Werck ich las⸗ se/ die Sonn Feyrahend meld/ sie hat vollendt ihr Strasse /schleicht wieder in ihr Zelt, so moͤgen auch mein Sachen anste hen diese Zeit,/ ich will Feyrgbend machen, mit schuld⸗ ger Danckbarkeit. 2. Mein Augen, Hertz und Haͤnde, O JEsu GOttes Sohn, zu dir ich nunmehr wende/zum schuldgen Ta⸗ ge⸗Lohn, denn du bist selbst getreten an meine Werckstatt gut, hast mir helffen arbeiten, egierst mein Sinn und Muth. 3. Mein Haͤupt hast du gestaͤrcket/ mein'n Fingern geben Krafft, hab deinen Seeg'n vermercket, der allein Frommen schafft, daher ist wohl ge⸗ rathen/mein Arbeit und mein Kunst vhn dich geht nichts von statten, ohn bich ist alls umsonst. 4. Drum ich von Hertzen⸗Grunde dich HErr GOtt lob und preiß, in dieser Abend⸗Stunde, und bitt mit gantzen Fleiß, du wollest gnaͤpig hoͤ⸗ ren mein armes Nacht⸗Geschrey, das Gut in mir vermehren deine Gut und Treu. . Gleichwie vor alten Zeiten du hast viel Guts erzeigt/ en Abends denen Leuten, der'r Hertz sich zu dir neigt/ und fest auf dich gebauet, so tpollst du auch geruhn(wie unser Hertz dir trauet) uns Liebs und Guts zu thun. Als Noah hat gelassen ein Taͤub⸗ lein gus sein m Schiff, kehrts wie⸗ der seine Strassen/ und bracht ein'n Friedens⸗Brieff zur Vesper⸗Zeit im Munde, fuͤhrt es ein Oelblatt gruͤn, daraus Noah verstunde, des HEr⸗ ren Zorn waͤr hin. 7. Zween heil'ger Engel kamen des Abends zu dem Loth/ in ihren Schutz ihn nahmen, wieder die gottloß Rott, erloͤsten den Prophe⸗ ken, bald flel ein Schwefl und Feur/ macht den gottlosen Staͤdten ihr Freud und Frevel theur. 8. Nach solcher Art wir lesen, da Eli der Prophet im Hungerland ge⸗ wesen, hort was der HERRE thaͤt: Voͤgel gedienet haben zu Tisch dem GoOttes⸗Mann, Abends und Mor⸗ geus Raben Brod und Fleisch brach⸗ ten an. 9. So wollst du HERR uns geben Abend⸗ und Morgen⸗Brod/ und was zu diesem Leben uns allenthal⸗ ben ist noth; Dein Engel wollst bu schicken, auf daß er uns bewahr/ furs Teuffels List und Stricken/ so sind wir oͤhn Gefahr. 19095 10. Erhöre unser bitten, ach HErr du treuer GOtt, die Stadt wollst du behůten fuͤr Feur und aller Noth: und weil die Voͤlcker toben/ erregen Hrieg und Streit, so sende uns von oben den Fried zu unsrer Zeit. 1I. Ja weils will finstern werden ums Wort der Gnaden Licht, der Satan auf der Erden viel Kotze ey anricht/ so bleib bey uus, HERN Chrise, mit deinem Gnaden⸗ ö N 5 Schein⸗ 75⁵ Stunden⸗Lieder. 756 Schein/ dem werthes Wort unfri⸗ ste, alsdenn wir sicher seyn. 12. Hiemit ich nun vollende, mein Tags. Geschaͤfft und Sach, und bitt hertzlich zu Ende, HErr, den Feyr⸗ abend mach, drauf der Sabbath an⸗ gehet, der waͤhrt viel tausend Jahr, der ewiglich bestehet. Amen/ das werde wahr. X. Stunden ⸗Lieder. (67⁰ Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛc. ür deinen Thron tret ich hiermit/ OGott, und dich demuͤthig bitt! Wend dein gonaͤdig Angesicht von mir dem armen Suͤnder nicht. 2. Du hast mich, O GOtt Vater mild/geschaffen nach deinm Eben⸗ bild. In dir web, schweb und lebe ich: Vergehen muͤst ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar offt, gautz wunderlich und unverhofft: Da nur ein Schritt, ja nur ein Haar mir zwischen Tod und Leben war. 4. Verstand und Ehr hab ich von dir, des Lebens Nothdurfft giebst dusmir, darzu auch einen treuen Freund, der mich in Gluͤck und Un⸗ gluͤck meynt. 3. GOit Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der Hoͤllen⸗ Gluth: Das schwer Gesetz fuͤr mich — 4 damit des Vaters Zorn ge⸗ illt. 6. Wenn Suͤnd und Satan mieh anklagt, und mir das Hertz im Leib verzagt: Alsdenn brauchst du dein Mittler⸗Amt, daß mich der Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein Vorsprach allezeit, mein Heyl, mein Trost und meine FIreud: Ich kan durch dein Verdienst allein hier ruhig und bort seelig seyn. 3. GOtt Heilger Geist, du hoͤchste Krafft, deß Gnade in mir alles mem so ist es warsich lauter dein. 9. Dein ists, daß ich GO T recht erkenn, ihn meinen HErrn und Va⸗ ter neun, sein wahres Wort und Saerament behalt und lieb biß an mein End. 10. Daß ich sest in Anfechtung steh, und nicht in Truͤbsal untergeh: Daß ich im Hertzen Trost empfind, zuletzt mit Freuden uberwind. U. Drum dancke ich mit Hertz und Mund, dir GOtt in dieser Morgen⸗ le Güte, Treu und Gnad, die meine Seel empfangen hat. 13. Und bitt, daß deine Gnaden⸗ Hand, bleib uͤber mir heut(heint) ausgespannt: Mein Amt, Gut⸗Ehr, Freund, Leib und Seel, in deinen Schutz ich dir befehl. 13. Hilff, daß ich sey von Hertzen froͤmm, damit mein gantzes Chri⸗ stenthum aufrichtig und rechtschaf⸗ fen sey, nicht Augenschein noch Heucheley. 14. Erlaß mich meiner Suͤnden⸗ Schuld und hab mit deinem Knecht Gedult: Zuͤnd in mir Glauben an —— Lleb, zu jenem Leben Hoffnung gieb. 15. Ein seelig Ende mir beschehr, am Juͤngsten Tag erweck mich, HErr, daß ich dich schaue ewiglich Amen, Amen, erhoͤre mich. 88.— Mel. Allein GOtt in der Hoh ꝛe. keit ist abermahls vollendet, zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Hertz sich sehnlich wendet; OOoell, daraus mein Leben fleußt, und alle Gnade sich ergeußt in meine Seel zum Leben. 2. Ich zehle Stunden, Tag und Jahr und wird mir allzulange, bis s erscheine, daß ich gar, O Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist in mir, verschlungen werde ganz in dir und ich unsterblich werde. schafft: Is etwas Guts am Leben 3. Vom Feuer deiner Liebe gluͤht mein (Abend⸗Mittags⸗)Stund, fuͤr al⸗ Gott Lob ein Schritt zur Ewig⸗ + 2. mein Hert in mir ist,! ust dir ve nd ich in hoch alkhte en. . Old ich tehl die he mir da zum Stert deiner He Braut hat sind umgu 5. Und mw ist in mir o selbst von ĩ Heflossen, Lcht und dich froͤlich 6. Koma Vraut, kot me/ steruff Kommu bal komme day kennest mi daß ich di 7. Doch stellt, die twiewohl i daß ich mi iommen! ah richten komm ent 9. Ichl nichts kan und daß ich darffden! u, O the dort mit u mir dein& 9, Drun Muleit, da die Stund on dieser mahls voll water fort ⁰ 74 schlbl/ HEtd llich/ 4— 141100 IIEII N Ei He 60 4 Scheitt Iur 4 Healdt/ 2 At Zeit Mai 0. 41 harkeit, daß sich der Tagedie Nacht) die Stund) geenbet, und also auch 17⁵⁷ Harff den Braͤutgam nennen, und eth mir dejne Hand geschwind in Stunden⸗dieder. 25³ mein Hertz„ daß sich entzuͤndet was in mir ist, und mein Gemuͤth sich so mit dir verbindet, daß du in mir, und ich in dir, und ich doch immer noch allhier will naͤher in dich drin⸗ gen. 4. Oldaß du selber kaͤmest bald, ich zehl die Augenblicke, ach kommi eh' mir das Hertz erkalt, und sichs zum Sterben schicke, komm doch in deiner Herrlichkeit, schau! deine Braut hat sich bereit, die Lenden sind umgůrtet. 5. Und weil das Oel des Geistes ja ist in mir ausgegossen, du mir auch selbst von innen nah, und ich in dir geflossen, so leuchtet mir des Lebens Licht/ und meine Lamp ist zugericht, dich froͤl ich zu empfaugenn. 6. Komm ist die Stimme deiner Braut, komm! ruffet deine From⸗ me, sierufft und schreyet uͤberlaut: Ko mm bald, ach IEsu komme, so komme dann mein Brautigam, du kemest mich, O GOttes⸗Lamm, daß ich dir bin vertrauet. v. Doch sey dir gantz anheim ge⸗ stellt, die rechte Zeit und Stunde⸗ lwiewohl ich weiß, daß dirs gefaͤllt⸗ daß ich mit Hertz und Munde, di kommen heisse und darauf von nun an richte meinen Lauff, daß ich dir komm entgegen. 9. Ich bin vergnuͤgt daß mich nichts kan von deiner Liebe trennen⸗ und daß ich frey vor jedermann dich du, O theurer Lebens⸗Fuͤrst, dich dort mit mir vermaͤhlen wirst, und mir dein Erbe schencken. Drum preiß ich dich aus Danck⸗ hon dieser Zeit ein Schritt noch⸗ mahls vollendet/u nd schreite hurtig Wiort Seuul⸗ perteber an die Pfort Jerusalems dort oben. 10. Wenn auch die Haͤnde 92765 ind/ und meine Knye svancken, so meines Glaubens Schrancken! Da⸗ mit durch deine Krafft mein Hertz sich staͤreke, und ich Himmel⸗warts ohn Unterlaß aufsteige. 105 II. Geh Seele frisch im Glauben dran, und 11 gantz unerschrocken, laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken, so dir der Lauff zu langsam deucht, sp eile wie ein Adler fleucht, mit Fluͤgeln sůsser Liebe. 12.O JEsu Imeine Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du hast weil du voll Liebe bist, mich gaͤrtzlich gusge⸗ sogen, fahr hin, was heisset Stund und Zeit/ ich bin schon in der Ewig⸗ keit/weil ich in JEsu lebe. LI. Tisch⸗Lieder. (.) Vor Tische. (672.) N. H. Mel. Erhalt uns HErr bey ꝛe. Eschehr uns HErr das taͤglich Bosob, für Theurung und fuͤr Hungers⸗Noth behut uns 0 chdurch dein lieben Sohn, GOit Va⸗ ter in dem hoͤchsten Thron 2. OHERR thu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Gůͤt bekandt/ ernaͤhr uns deine Kin⸗ derlein, der du speist alle Vogelein. 3. Erhoͤrst du doch der Raben Stimm, drum unsre Bitt, HErr auch vehnimm: Denn aller Ding du Schopffer bist, und allem Vieh sein Futter giebst. 4. Gedenck nicht unser Missethat und Suͤnd, die dich erzuͤrnet hat/laß schonen dein Barmhertzigkeit, daß wir dich loben itz Ewigkeit. 5. OHERN, gieb uns ein frucht⸗ bars Jahv, den lieben Korn⸗Batt uns bewahr/fur Theurung,Hungey⸗ Seuch und Streit, behut uns⸗ HErr/ zu bieser Zeit. 6, Unser lieber Vatey du bist, weil Chuß⸗ 29 Tisch⸗dieder. Chranus unser Brũder su/ drum trauen wir allein auf dich und wolln Danck dich preisen ewiglich. 6730 (673. Mel. Dancket dem HErren ꝛc. Aler Augen auf dich/ OHErre! warten, und du giebst ihnen Speiß nach ihren Arten. 2. Du thust dein milde Hand taͤg⸗ lich aufschliessen, und laͤst der aller Creatur äteren d 3. Du saͤttigest durch deinen See⸗ gen alles was lebet auf Erden mit Wohlgefallen. 4. Darum soll billig alle Welt dich preisen. und dir Danck sagen, HErr fuͤr Tranck und Speisen. 5. Erkennen, daß es sind die mil⸗ den Gaben, die wir zu unsrer Noth⸗ durfft von dir haben. 6. Das Leben hast du uns HERR gegeben, wollsts auch durch diese Gab erhalten eben. 7. Du laͤst uns, Vater, keinen Hunger leiden, sondern thust uns/ als deine Schaͤflein, weiden. 8.Versorgest unsern Leib und auch die Seele, Lehr und Trost deines Worts muß uns nich t fehlen. 9. Dafuͤr wir loben, O HErr dei⸗ nen Nahmen, durch JEsum Chri⸗ uum unsern Heyland, Amen. (67⁴40 Mel. O Vater gller Frommen. Dich bitt'n wir deine Kinder, O Vater HErr und GOtt, mach unsre Sorgen minder, gieb uns das taͤglich Brod. Erhalt uns unser Leben/ das du uns hast gegeben, biß wir jen's erben dort. ö 2. Ach seegne in dem Munde, was du uns hast beschehrtdaß es uns sey gesunde, die Krafft werd üns ge⸗ mehrt, in deinem Dienst zu bleiben, die Werck der Lieb zu treiben, stets gegen jederman 3. Wollst deine Lieb beweisen, uns allen schaffen Nath; All Hungerige speisen, mit Guͤtern machen satt: Daß wir dich alle loben/ dein Guͤt herab von oben erkennen stets mit (2.) Nach Tische. (673.) M. W. Das Gratias. Daacket dem HErren: Denn er üist sehr freundlich, und seine Guüt und Wahrheit bleibet ewiglich. 2. Der als ein harmhertziger guͤti⸗ ger SOtt uns duͤrfftige Creaturen gespeiset hat. 3. Singt ihm aus Hertzen⸗Grund mit Innigkeir: Lob und Danck sey dir GOtt Vater in Ewigkeit. 4. Der du uns als ein reicher mil⸗ der Vater, speisest und kleidest dein elende Kinder. . Vezleih, daß wir dich recht ler⸗ nen erkennen, und nach dir ewigen Schoͤpffer uns sehnen. 6. Durch JEsum Christum deinen allerliebsten Sohn, welcher unser Mittler ist worden fuͤr deinem Thron. 7. Der helff uns allesammt allhier zugleiche, und mach uns Erben in sein's Vaters Reiche. 8. Zu Lob unb Ehren seinem heil⸗ gen Nahmen: Wer das begehrt, der sprech von Hertzen Amen. (676.) N. H. Mel. Wo GOtt zumH. Daniet dem HErrn heut und allzeit, groß ist sein Guͤt und Mildigkeit. Alls Fleisch er speiset und erhaͤlt: Drum sein Geschoͤpff ihm wohl gefaͤllt. 2 2. Wenn uͤber uns sein Antlitz leucht, der Reg'n und Thau die Erd befeucht, alsdenn waͤchst alles Laub und Graß, sein Werck treibt er ohn Unterlaß. 3. So bald der HErr aufthut sein Hand, so waͤchst die Fuͤll in allem and, daß sich des freuet jederman/ elban. noch Vieh darff Man⸗ gel han. 4. Er hat nicht Lust am starcken Held/ kein Macht und Pracht ihm wohl gefaͤllt! Ihm g'liebt daß man ihn fuͤrcht und traut, wer auf ihn hofft, hat wohl gebaut. 760 70¹ —— 5. Bllig daß er une Vhter für hir Danck 6„Ach; bar Jahr, hetwahr: Seuch un 3u dleser ⸗ 7. Du ut Christus Atrauen wi dich preis⸗ 8.Ach!ll Christ, ist, deil Acht, nicht. 9. M dii verleih un daß wir de Lein hehalt ö Err G Opgn! üns wohl, Cranck, di und unser u sehst un 2. Ob wi gantz beke Leik, daß fatckseyn! ohiglich. Mel. N Err Oe Danckf Und Trane e 5. Bil⸗ uilz beheif . Gich m Meibet ewiglich Derderzizer gütt Mrftigt Creuturen ermil⸗ Heidef dein Annlichrccht le⸗ Untum deinin her ulst dtinen Rtl 27 sUr e Aalchtamt allbit Die Erden u iwiglich. 761 Tisch⸗Lieder. 762 5. Billig wird er von uns gepreist/ daß er uns reichlich hat gespeist. O Vater fuͤr dein Guͤtigkeit sag'n wir dir Dauck in Ewigkeit. 6. Ach HErr gieb uns ein frucht⸗ bar Jahr/ den lieben Korn⸗Bau uns bewahr: Fuͤr Theurung, Hunger, Ht; Seuch und Streit, behuͤt uns, HErr zu dieser Zeit. Du unser lieber Vater bist, weil Christus unser Bruder ist: Drum rauen wir allein auf dich/ und wolln dich preisen ewiglich. 8. Ach! bleib bey uns HErr IEsu Christ, weil es nun Aend worden ist, dein goͤttlich Wort, das helle mcht laß ja bey uns ausloͤschen nicht. 9. In dieser letzten betruͤbten Zeit verleih uns Glauben,Besteͤndigkeit, daß wir dein Wort und Saerament ein behalten biß an unser End. (677.) D. N. S. Err GOtt nun sey gepreiset, wir sagẽ n dir grossen Danck, du hast ins wohl gespeiset/ und geben guten Tranck, dein Mildigkeit zu mercken, und unsern Glauben zu staͤrcken, daß du seyst unser GOtt. 2. Ob wir solchs haben genommen, mit Lust und Ubermaß, dadurch wir moͤchten kommen vielleicht in deinen Haß: So wollst du uns aus Gna⸗ hen, OHeErr, nichts lassen schaden, urch Christum deinen Sohn. 3. Also wollst allzeit naͤhren, HErr, unser Seel und Geist, in Christo gantz bekehren, und in dir machen seist, daß wir den Hunger meiden, Tarck seyn in allem Leiden, und leben (6758.) Mel. Wo GoOtt zum Hauß ꝛe. Err GOttlwir sagen dir Lob und Danck fuͤr deine vaͤterlich Speiß Ind Tranck, daß du uns vaterlich 4 h een⸗ dein Lieb und Treu an Ins betpeist. %/ Gich nunauch das Gedepen dar⸗ zu, dem Leib Gesundheit und auch Rüh/ damit all unser Wandel und Pflicht sey alle Zeit dahin gericht. 3. Deinen Nahmen dadurch zu preisen, die Armen zu versorgen und speisen, unser Creutz zu tragen wil⸗ lich. (679.) D. N. S. Obet dem HErven ꝛ⸗/ denn er ist sehr fueundlich: Es ist sehr kostlich unsern GOtt zu loben Sein Lob ist schoͤn und ieblich anzuhoͤren. Lo⸗ bet den HErren n 2. Singt geg'n einander dem HErren mit Dancken Lobt ihn mit Harffen unsernGott den werthen Denn er ist maͤchtig und von grossen Kraͤfften. Lobet den HErren zy 3. Er kan den Himmel/ mit Wol⸗ cken bedecken/ er giebt den Regen, wenn er will auf Erden z⸗ Er last Graß wachsen hoch auf duͤrren Ber⸗ gen. Lobet den HExren. 4. Der allem Fleische giebet sei⸗ ne Speise, dem Vieh sein Futter vaͤ⸗ terlicher Weise 3 den jungen Ra⸗ ben die ihn thun anruffen. Lohet den HErren en 5. Er hat keine Luste: an der Staͤrcke des Rosses, noch Wohlge⸗ fallen an jemandes Beinen zn Er hat Gefall'n an denen die auf ihu tuguen, Lobet den HErren fer aller Dinge: Der Brunn des Le⸗ beus thut aus ihm entspringen nem Hertzen. Lobet den HErren z allen srommen Christen n daß sie dein'n Nahmen ewig preisen,Amen. Lobet den n 227 0 80, Un laßt uns GOtt dem HErren Danck sagen und ihn ehren/von wegen seiner Gabendie wir empfan⸗ ben. ö 66. Oen Keid di Stel, da n liglich, dein r Freud gensessen ewig⸗ 6. Dancket dem HErten:„Schoͤpf⸗ gar hoch vom Himmel her aus sei⸗ 7. IEsu Christe n Sohn des Allerhochsten! Gieb du die Gnade — 763 Tisch⸗vieder. hat er allein uns geben: dieselben zu bewahren thut er nicht etwas spah⸗ ren. 3. Vahrung giebt er dem Leibe, die Seele muß uns bleiben: Wie⸗ wohl toͤdliche Wunden sind kommen von der Slinden. 4. Ein Autzt st uns gegeben, der selber ist das Leben,Christus fuͤr uns gestorben, der hat das heylerworben. 5. Sein Wort, sein Tauff, sein Nachtmahl dient wieder allen Un⸗ all, der Heilig Geist im Glauben ehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben die Suͤnde, geschenckt das Leben, im Himmel solln wir haben, O GOtt! wie grosse Gaben. . Wit bitten deine Guͤte, wollst uns hinfort behuͤten, die Grossen t den Kleinen, du kansts nicht boöͤse meynen. 3. Erhalt uns in der Wahrheit, giebewigliche Freyheit, zu preisen deinen Nahmen, durch JIEsum Christum, Amen. (681.) D. N. S. Sshsoen wir aus Hertzen⸗Grund/ loben Gott mit unserm Mund: Wie er sein Gůt an uns beweist, so at er uns auch gespeist, wie er hier und Voͤgel ernehrt, so hat er ulis glich beschehrt, welchs wir ie⸗ zund habn verzehrt. 2. Lobn wir ihn als seine Knecht; Das sind wir ihm schuldig von Berg und Thal die macht er naß, waß dem Vieh auch waͤchst sein Graß. Aus der Erden Wein und Brod, schaffet GOtt, und giebts uns satt, daß der Mensch sein Le⸗ ben hat. 5. Das Wasser das muß geben Eyer von Voͤgeln eingelegt, wer⸗ den Junge draus geheckt, muͤssn der Menschen Speise seyn, Hirsche, Schaafe, Rinder und Schwein, schaffet GOtt und giebts allein. 6. Wir dancken sehr und bitten ihn, daß er uns geb des Geistes Sinn,/daß wir solches recht verstehn stets nach seinen Geboten gehn, sei⸗ nen Nahmen machen groß in Chri⸗ sto vhn Unterlaß, so singen wir das Gratias. . Das Gratias das singen wir, HErr Gott Vater, wir daucken dir, daß du uns so reichlich hast ge⸗ beweist, gieb uns auch das Gedeyen darzu, unsern Leib, Gesundheit und Ruh, wer das begehrt, sprech Amen darzu. (682.) J. M. D. Mel. Nun last uns GOtt den ꝛc. Nualasset OTes Guͤte unz fuͤhren zu Gemuͤthe. Kommt lasset uns erwegen des frommen Vaters Seegen. 2. Eh wir aus Licht gesetzet, hat ey uns hoch geschaͤtzet, und hat uns Recht; Erkennen wie er uns hat Lieb geliebt, den Menschen aus Gena⸗ den giebt daß er von Beinen, Fleisch und von Haut, artlich ist zu sammen ebaut, daß er des Tages Licht an⸗ haut. 2. Alsbald der Mensch sein Leben hat/seine Kuͤche vor ihm staht. In beni Leib der Mutter sein ist ei zu⸗ gerichtet sein: Ob es ist ein kleines Kind, Mangel doch an nirgends find/ biß es an die Welt herkoͤmmt. 4. Gott hat die Erde zugericht: lasts an Nahrung mangeln nicht sieben. 3. Da wir noch sind gelegen, ohn Regen und Bewegen, ohn Men⸗ schen⸗Huͤlff und Sorgen, der Mut⸗ ter auch verborgen. 4. Hat er allein uns geben die unser Heller, war Kuͤche da und 33. 5. Er hat zu rechter Stunde, voll⸗ tragen. eingeschrieben zum Leben und zum Glieder und das Leben: Ohn einig koͤmmlich und gesunde, auf seinem Engel⸗Wagen, uns in die Welt Er hat uns eingenommen 006 76 Fisch, die laͤst GOtt tragen zu Tisch 7 speist, dein Lieb und Treu an uns Gemein d. üseinen Erb stouben. 7. Er git Wort, daß ter und E Beschehte 8. Er gie eingebohn uns würe Burgen. 9. Diß le uns die S nen Soht hoͤchste lie 10., Solt wir ihm g honnoͤthen Gpeiß, zun II. Die die Thierle Bruünnlein muͤssen wie . Der si⸗ ihrer fleißig mels⸗Erhe den 3. O Va Heine gross krachten, un . O Vat nem Lob un Vektrauen, halen. . Wenn Eotberden, Il diesem Le geben. 16. Eh' 5 lichte muͤs onrerlaff Haften — Re Nal. Non Hc U laen — 565 Tisch/ lieder. 766 Semein der Frommen; Gemacht zu einen Erben, die auch im Todnicht sterben. , Er giebt uns zu erkennen sein Wort, daß wir ihn nennen ein'n Va⸗ ter und Ernaͤhrer, und alles Guts .Beschehrer. 8. Er giebt fuͤr unsre Suͤnde sein ingebohrnes Kinde, und last es für uns würgen, als einen rechten Bürgen. 9. Diß lasset uns bedencken, wann ns die Sorgen kraͤncken: Wer sei⸗ nen Sohn hergiebet, derselb gufs oͤchste llebet. 10. Solt er uns was versagen, so vir ihm glaͤubig klagen, was wir ynnöthen haben, zur Hüll, zur wit des Speiß, zum Laben? ur. Die Voͤglein in den Luͤfften, ni glie Thierlein in den Kluͤfften, die Srünnlein auf den Wegen, uns nuͤssen wiederlegen. 12. Der sie so treulich heget, und jrer fleihig pfleget: Solt einen Him⸗ ö uels⸗Erben er dencken zu verder⸗ I3. O Vater Vater, giebe, daß leine grosse Liebe wir inniglich be⸗ hachten, und so gexing nicht achten. 4. O Vater uns beschere, zu dei⸗ em Lob und Ehre, daß wir dir recht lertrauen, und gantzlich auf dich huen. . Wenn wir nun dieses haben: 6o werdenuns die Gaben, die wir diesem Leben bedurffen, wohl go⸗ ben. ö 15. Ehꝰ Himmel und die Erden zu nchte muͤssen werden: Als solten shn verlassen, die Fleisches⸗Sorge hssen. LII. ReiseLieder. V 80 1 Mel. Von GOitwil ich nicht ꝛe. G hn 36 4* Macht und Krafft beweise, Laß mich in keiner Noth: Behüͤt fue aller G'fahr, vor feindseeligen Leu⸗ ten, vor Irren, Schaden, Seuchen, durch dein Schutz mich bewahr. 2. Gluͤck und Heyl zun Geschaͤff⸗ ten, send auch von oben mir/ verleih Gsundheit und Hraͤfften, biß ich mein Thun vollfuͤhr. Alles ich dir befehl, mein Reisen, Gehn und Wandeln, mein hun, Beruff und Handeln, mein Gut, mein Leib und Seel. ö 3. Gluck und Heyl bey den Meis nen laß ietzt auch finden sich. Dein Huͤlff und Treu erscheineir allen, die lieben dich/ damit sie diesen Tag durch deine Gnad und Seegen, ge⸗ sund zurůͤcke legen/ behůt fůr aller Plag. 4. Gluͤck und Heyl deiner Heerde laß auch gedeyen hier, daß sie ey⸗ bauet werde durch dein Wovt für und fuͤr? Gleich wie die Wanders⸗ Leut in Sorg und Furchten leben⸗ also dein Kirch thut schweben auf Erden hier im Streit. Glůck und Heyl wird sich finden erst recht im Himmelveich/ dahin ich mich thu wenden der Kirchen GOt⸗ tes gleich/ was uns hie fehlt zum Theil, das wird boͤy GOttes Kin⸗ dern gewiß reich lich einbringen ewi⸗ ges Gluͤck und Heyl. (6840 Mel. Wenn wir in Hoch sten ꝛe⸗ Ndeinem Nahm n/guf dein Ge⸗ heiß, OEsu/ ich von hier nun veiß: HErr dein Beruff mein Amie und Stand,/ erforbert diese Reiß im Land. 2, Was ich in JEsu Nahm'n an⸗ heb, wohin ich denck, wornach jih streb/ das alles muß gerathen wohl⸗ oon GOttes Seegen werden voll. 3. Du richt'st„ HErr JEsu mei⸗ nen Fuß, daß nichts von dir mieh wenden muß; Du fuͤhyst mich qus ö un 767 Reise⸗Lieder. 79 und wieder ein, durch dich muß al⸗froͤlich komm'n wir an unsern Ort, les heilsam seyn. wenn du uns gnaͤdig hilffest fort, 4. Befiehl den Engeln, daß sie mich auf allen Wegen sicherlich be⸗ gleiten, und mit ihrer Wach abwen⸗ den alles Ungemach.—.— 5. Treib mein Vorhaben gluͤcklich fort/ bring mich in Freuden an den Brt, da ich zu reisen hingedenck: Der Menschen Hertzen zu mir lenck. 6. Gieb, HErr, daß ich die treffe an, auf die ich sicher trauen kan, und mich zu soichen Leuten fuͤhr, die sromm sind und gefallen dir. 7. Fuͤr Strassen⸗Raͤubern mich bewahr, fuͤr Wassers⸗Noͤthen und Gefahr, fuͤr wilden Thieren, Fall und Branb, fuͤr allem Leid, fuͤr Suͤnd und Schand.——— 8. In deine Haͤnd ergeb ich dir Leib/ Seel, und was gehoret mir/an allen Orten nah und breit, bewahr es HErr, zu dieser Zeit. 9. Behüt du unterdeß in Gnad die Meinen suͤr Gesahr und Schad, und was ich mehr verlassen hab, von dem wend alles Ungluͤck ab. 10. Und wann ich dann nach Wunsch vollbracht, was zu vollbrin⸗ gen ich gedacht; So fuͤhre du mich selbst zu Hauß, wie du mich bast ge⸗ fuͤhret aus. ‚ I1. Und laß mich finden unver⸗ sehrt was du gus Gnaden mir be⸗ schehrt: Fuͤr solchen Schutz, fuͤr solch Geleit, zu W all Ewigkeit. 5 (688. Mel. Diß sind die heilgen ꝛc. I Gottes Nahmen reisen wir, sein heilger Engel geh uns fuͤr, wie sein'm Volck in Egyptenland, das entgieng Pharaonis Hand, Ky⸗ rie Eleison. 2. HErr/ du wollst unser Gleits⸗ Mann seyn, und mit uns gehen aus und ein, und zeigen alle Steig und Steg, wehre dem Un fall auff dem Weg, Kyrie Eleison. 3. So wird kein Berg noch tieffer Thal, kein Wasser uns irrn uͤb eral Kyrie Eleison. 4. HErr Christ, du bist der rechte Weg zum Himmel, und der einig Steg, hilff uns Pilgrim ins Vater⸗ land, weil du dein Blut hast dran ge⸗ wandt/ Kyrie Eleison. (686.) Insonderheit eines Solda⸗ teñ der zur Schlacht geht. Mel. Eine feste Burg ist unser Gott. Wobl auf, O HErre Zebaoth, du GOtt von grossen Thaten, der du den Deinen weist in Noth zu helffen und zu rathen,/ich bitt und flehe dich, hilff mir auch gnaͤdiglich, in der Gefaͤhrlichkeit,, da ich ietzt in 3 treit/an meinen Feind soll ge⸗ en. 2. HErr, gieb mir einen Helden⸗ Muth, daß ich der Feinde Draueh, die düͤrstig sind nach meinem Blut/ nichr fuͤrchten mag noch scheuen. hat es gar nicht Noth. Denn du in einer Nacht des Feindes groͤsie Macht wohl ehe hast zernichtet. 3. In deinem Nahmen wollen wir den Kampff getrost antreten, und rücken zu dem Streit herfuͤr„ mit Seufftzen und mit Beten. Auff Waffen oder Pferd, Carthaunen, Spieß und Schwerdt verlassen wir uns nicht; All unser Zuversicht is bloß auf dich gerichtet. seyn, den Feind hinweg zu schlagen, und jage ihn ins Netz hinein mst trauet: 5. Ob schon das Schwerd mit grosf wird es uns doch durch deinen schuh nicht treffen noch verletzen. Dei Feind soli uns fuͤrwahr nicht krum men eine Haar, er komme nur Wenn du mit hilsfst mein GOtt, so 4. HErr, lasse uns doch gluͤcklichs seinen Roß und Wagen: Ins Neße n das sein Rath uns aufgestellet hat Daß er erfahre nun was du o GOtt kanst thun, wenn man auf dich ver sen Trutz die Feinde auf uns wetzen 669 on:, GOt her uns ka 6. Nun Muth, de Wieb doch Hut zum Oott, Oieb auch Tllunsers Ehr hier i E Vom uund Ch. Itte dem such ß wir G. Err al Nisethat, Mt. Heil Uher frarck * Lisiger tt, le E bitter AHeison. Mittel Hoͤllen Ws solcher Hn? Das Damme Mser Suͤn Ifü WIGott! Wülai 69 Vom seel. Sterben und Christl. Begraͤbniß. 70 GOtt ist und bleibt der Mann/ ser uns kan maͤchtig schuͤtzen. Nun GOtt, ermuntre meinen Ruth, daß ich mit Freuden streite: hieb doch den Feind mit Leib und gut zum Raube und zur Beute, GOtt, dein ist der Krieg, drum eb auch Gluͤck und Sieg: dafuͤr Ulunser Heer dich mit viel Lob und Ehr hier und dort ewig preisen. LIII. Vom seeligen Sterben und Christlichen Begraͤbniß. (687.) D. N. L. Itten wir im Leben sind, fnit dem Tod umfangen: Wen Iat Vattu Tdrangt Erte Ztbaoth, Men Thateh in wtis in Noi ichiehtu nd sellg suchen wir der Huͤlffe thut, dß wir Gnad erlangen? Das bist — ssetha die don 9 en Witet 4 sch Assethat, die 0— 8 erzürne 1— ere Ht. Heiliger HErre GOtt! Hei⸗ eer starcker GOtt! Heiliger barm⸗ Uetziger Heyland! Du ewiger tt, laß uns nicht vei sincken in dis bittern Todes⸗Noth! Kyrie 3t Wir inen Heldth Ret rinde Dräuct Wtinem Elut t Höllen Nachen. Wer will uns als solcher Noth frey und lebig ma⸗ chn? Das thust du HErr alleine. ammert dein Barmhertzigkeit Auin du User Süͤnd und grosses Leid. Hei⸗ 3 tichttt. Uer HErre Gott! Heiliger star⸗ Aüclt c Gott! Heiliger barmhertziger H Du elwiger GOtt, laß is nicht verzagen fuͤr der tieffen Aen⸗Gluth! Kyrie Eleison. Mitten in der Hoͤllen⸗Angst un⸗ Sünd uns treiben: Wo soll'n ö fliehen hin, da wir moͤgen I1rt Rech Iben? Zu dir HErr Christ alleine. Mrgossen ist dein theures Blut, dagnug fuͤr die Suͤnde thut. Hei⸗ Ih HErre GOtt! Heiliger star⸗ GOtt! Heiliger barmhertziger uns nicht elltfallen von des rechten Glaubens Trost Kyrie Gieison. (688.) S. G. Coufus der ist mein Leben, Ster⸗ Oben ist mein Gewinn, dem thu dchim ergeben, mit Freud ich fahr 2. Mit Freud fahr ich von dannen, zu Christ den Bruder meiu, auf daß ich zu ihm komme, und ewig bey ihm sey. 3. Nun hab ich uberwunden Creutz, Leiden, Angst und Noth/durch sein heilig fuͤnff Wunden bin ich ver⸗ sohnt mit GOtt. 4. Wenn nür mein Augen brechen, mein Athem geh't schwer aus, und kan kein Wort mehr syrechen, HEyr nimm mein Seusstzen auf ö 3. Wenn mein Hertz und Gedan⸗ cken ausgehn als wie ein Licht, das hin und her thut wancken, wenn ihm die Flamm gebyicht. 6. Alsdenn fesn sanifft und stille, HErr laß mich schlaffen ein, nach deinem Rath und Willen„ wenn koͤmmt mein Stuͤndelein. 7. Und laß mich an dir kleben wie eine Klett am Kleid, und ewig bey dir leben in der himmlischen Freud. 8. Der Tod kan mir nicht schaden/ Sterben ist mein Gewinn, davauf in GOttes Gnaden fahy ich mit Freud dahin. 9. Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preiß, GOtt Vater und dem Sohne und auch dem Heilgen Geist. ö (689.) S. G.— Fond hich sehr O meine Seele: und vergiß all Not h und Ovagl e Weil dich nun Christus dein HErre rufft aus diesem Jammerthal: Aus Trüh sal und grossem Leid solt du fahren in die Freud, die kein Ohre 960 ret, und in Ewigkeit auch waͤhret 2. Tag und Nacht hab ich geruf⸗ fen zu dem HErren meinem GOtt, YMland i Su ewiger EOtt, laß islmich j heßroffen, h slets HelEpeutz bet 0 771 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 772 daß er mir huͤlff gaus der Noth; Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End moͤg han, so hab ich gewunschet eben, daß sich enden moͤg mein Leben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dornen spitzig gar: Also auch die Christen gehen stets in Noth, Angst und Gefahr. Wie die Mee⸗ res⸗Wellen find, und der ungestuͤ me Windʒ Also ist allhier auf Erden unser Lauff voller Beschwerden. 4. Die Welt, Teufel, Suͤnd und das Leben, der Weg die Pfort: Du wirst mich seelig regiexen, die recht Bahn zum Himmel suͤhren. 9. Laß dein Engel mit mir fahren auf Elias Wagen roth: Und mein Seele wohl bewahren, wie Lazarum nach seinem Dod! laß sie ruhn ilz deinem Schooß, erfuͤll sie mit Freud und Trost, biß der Leib koͤmmt aus der Erde, und mit ihr vereinigt werde. 10. Freu dich sehr O meine Seele: Und vergiß all Noth und Quaal: Hoͤlle, unser eigen Fleisch und Blut/ plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bey keinem Muth: Wir sind ö voller Angst und Plag/lauter Creutz 395 unsre Tag. Wenn wir nur ge⸗ ohren werden. Jammer gnug find sich auf Erden. 5. Wenn die Morgenroͤth herleuch⸗ tet, und der Schlaff von uns sich wendt: Sorg und Kummer daher streichet, Muͤh find sich an allen End. Unsre Thraͤnen sind das Brod, so wir essen fruͤh und spat. Wenn die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nichts denn Klagen und Weinen. 6. Drum HErr Christ! Du Mor⸗ Weil dich nun Christus dein HErre rufft aus diesem Jammerthal: Sei⸗ ne Freud und Herrlichkeit solt du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubiliren, in Ewiakeit triumphiren. (690,) B. R. Havs IEsi Christ ich weiß gar wohl, daß ich einmahl muß ster⸗ ben, wenn aber diß geschehen soll, und wie ich werd verderben dem Lei⸗ be nach, das weiß ich nicht, es steht allein in dein m Gericht, du siehst mein letztes Ende. 2. Und weil ich denn als dir bewust, zwar durch deins Geistes Gabe, an dir allein die beste Lust in meinem Hertzen habe, und gewihlich glaͤub, Lensterne, der du ewiglich aufgehst: Sey von mir ietzund nicht ferne, weil nlich dein Blut haterlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mog von hinnen fahren heut: Ach sey du mein Licht und Strasse, mich mit Beystand nicht verlasse. 7. In dein Seiten will ich fliehen, an mein'm bittern Todes⸗Gang: Durch dein Wunden will ich zjehen, ins himmlische Vaterland, in das schone Paradeiß, drein der Schaͤ⸗ cher thaͤt sein Reiß, wirst du mich HErr Christ einfuͤhren, mit ewiger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Augen brechen, das Gehoͤre mir verschwind! Und mein Zang nicht mehr kan sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt: Bist du doch mein Licht und Hort daß du allein mich hast von Suͤnden gewaschen rein, und mir dein Reich erworhen. 3. So bitt ich dich, HErr JEsu Christ, halt mich bey den Gedan⸗ cken, und laß mich ja zu keiner Frist von dieser Meynung wancken, son⸗ dern dabey verharren fest, biß daß die Seel aus ihrem Nest wird in den Himmel fahren. 4. Kans seyn, so gieb durch deine Hand mir ein vernuͤnfftig Ende, daß ich mein Seel fein mit Verstand be⸗ fehl in deine Haͤnde, und so im Glauben saufft und froh auf mei⸗ nem Bettlein oder Stroh aus die⸗ sem Elend fahre. 5. Wo du mich aber in dem Feld, durch Raub auf frembder Graͤntze, in WassersNoth, Hitz, oder Kaͤlt, oder 5 Ober durg Nah wol sicht HE hen ich im 6. Co heit groß Hhaͤte/ g Vnd unbef Herr, er Her mein' nch nicht 7.OHE Ein saͤlber Daß mir da gebrochen Ihn uͤbrige TDigs Blut Pergossen. 8. Jedoch Roch dir m. Nern dir all em Wort haß du als Chalten Holle. 9. Derhal Rich dir tt seh der T er bist m Leib uhn al Hiß, am 2 Userwecket Vel. Ach, Snl ach ein 773Vom seel. Sterben und Christlichen Begvaͤbniß 77 der durch Pestilenße nach deinem der Tod sehr bitter mir, well ich Rath wolst nehmen hin! So richt mich doch ergeben zu sterben willig nicht HErr, nach meinem Sinn, dir. Ich weiß ein besser Leben, da hen ich im Leben fuͤhre. 6. So wohl, wo ich aus Schwach⸗ heit groß mich nicht recht halten shaͤte, gieng etwa oder laͤge bloß, Ind unbescheiden redte,/ so laß michs Err, entgelten nicht, weils wie⸗ ser mein'n Bewust geschicht und nich nicht kan besinnen. 7. OHErr, gieb mir in Todes⸗Pein Quanl; ein fäuberlich Geberde, und hilff 1¹ 12 Ii Darhand. haß mir das Hertze mein fein sanfft gebrochen werde, und wie ein Licht Ihn uͤbrigs Weh auf dein unschul⸗ higs Blut vergeh, das du für mich gergossen. 3. Jedoch ich dich nicht lehren will, loch dir mein End beschreiben, son⸗ dern dir allweg halten still, bey dei⸗ sem Wort zu bleiben, und glaͤuben Leh haß du als ein Fürst desLebens mich ihalten wirst/ ich sterb gleich wo ich wolle. Derhalben ich in meinem Sinn, mich dir thu gantz ergeben: Denn seh der Tod ist miein Gewinn, du Aer bist mein Leben, u. wirst mein'n Lib ohn alle Klag, das weiß ich ge⸗ wß, am Juͤngsten Tag zum Leben Reih al ferwecken. h dein nde/ di (691.) B. R. Hel. Ach HErr mich armen Suͤnd. Hertlich thut mich verlangen Hnach einem sel'gen End/ weil ich he bin umfangen mit Truͤbsal und Cend: Ich hab Lust abzuscheiden vun dieser böͤsen Welt, sehn mich nch ew'gen Freuden: OIESH lorim nur balldd. Du hast mich ja erloͤset von Gind, Tod, Teuff L und Holl, es Ilt dein Blut gekostet, drauf ich Min Hoffnung stell. Warum solt nie denn grauen fuͤrm Tod und hol⸗ Ischen G'sind: weil ich auf dich thu bihen, bin ich ein seelges Kind. Wenn gleich süß ist das Lehen/ meine Seel faͤhrt hin, des fren ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden von Wuͤrmern wird verzehrt, doch auf⸗ erweckt soll werden, durch Christum schoͤn verklaͤhrt, wird leuchten als die Sonne, und leben ohne Noth ii himmlischer Ereud und Wonne? Was schadt mir denn der Tod. Ob mich die Welt auch reitzet, laͤnger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Beld Gut, all ihr Zler! doch ich das gar nicht ach⸗ te: Es waͤhrt eine kleine Zeit. Das Himmlisch ich betrachte; Das bleibt in Ewigkeit. ö 6. Wenn ich auch gleich nun schei⸗ de von meinen Freunden gut, das mir und ihn'n bringt Leide; Doch troͤst mir meinen Muth, daß wir in grossen Freuden zusammen werden komm'n, und bleiben ungescheiden in himmelischer Wonn. . Ob ich auch hinterlasse betruͤbte Kinderlein, der'n Noth mich uber die masse/jammert im Hertzen mein; will ich doch gerne sterben und trau⸗ en meinem GOtt: Er wird sie wohll versorgen/ vetzen aus aller Not h. 8. Was thut ihr so verzagen/hr ar⸗ men Waͤhselein Solt euch GOtt Huͤlff versagen? Er speist die Raben klein Grommer Wittwyen und Waͤy⸗ sen ist er ein Vater treu/ trotz dem⸗ der sie thut nesen! Das glaͤubtohn alle Scheu. 9. Geseg'n euch GOtt der HErre⸗ ihr Vielgeliebten mein, teguret nicht allzn sehte uber den Abschied mein: Beständig bleibt im Glau⸗ ben, wir werd'n iu kurtzer Zeit ein⸗ ander wieder schauen dort in der Etpigkeit 10, Hierauf ich mich nun wende zu bix/ HErr Christ, allein: Gleb mir V b 2 775 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 770 ein sel ges Ende, send mir dein En⸗ gelein, fuͤhr mich ins ewig Leben, das du erworben hast, durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdsenst. II. Hilff nur, daß ich nicht wancke, von dir, HErr JEsu Christ: Den schwachen Glauben staͤrcke in mir zu aller Frist. Hilff mir ritterlich rin⸗ gen, dein Hand mich halte fest, daß ich mag froͤlich singen das Consum- matum est.(d. i. Es ist vollbracht.) (692.) 5.J. P. Ch hab mein Sach GoOtt heim⸗ gestellt: Er machs mit mir wies ihm gefaͤllt. Soll ich allhier noch langer lebn, nicht wiederstrebn, seinem Willen thu ich mich ergebn. 2. Mein Zeit und Stund ist wenn 8. Ach HErr ehr uns bedencken wohl, daß wir sind sterblich allzu⸗ mahl, auch wir allhie kein Bleibens han, muͤssen all davon, gelehrt, reich, jung, glt oder schoͤn. 9. Das macht die Suͤnd/du treuer GOtt, dadurch ist kommen der bitt⸗ re Tod: Der nimmt und frist all Menschen⸗Kind, wie er sie findt, fragt nicht wes Standes und Eh⸗ ren sie sind. 10. Ich hab hier wenig guter Tag, mein taͤglich Brod ist Muͤh und Klag! Wenn mein GOtt will, so will ich mit hinfahren in Fried, Sterben ist mein Gewinn und schadt mir nicht. 1I. Und ob mich schon mein Suͤnd anficht, dennoch will ich verzagen GoOtt will: Ich schreib ihm nicht nicht: Ich weiß, dab mein getreuer fuͤr Mgaß und Ziel. Es sind gezehlt all Haͤrlein mein, beyd groß und klein, faͤllt keines ohn den Willen ein. 3. Es ist allhier ein Jammerthal, Angst, Noth und Truͤbsal uͤberall: Des Bleibens ist eine kleine Zeit voll Muͤhseeligkeit, und wers be⸗ denckt ist immer in Streit. 4. Was ist der Mensch? Ein Er⸗ den⸗Kloß, von Mutter⸗Leib koͤmmt er nackt und bloß, bringt nichts mit sich auf diese Welt, kein Gut und Geld. Nimmt nichts mit sich, wenn erhinfalltt 5. Es hilfft kein Reichthum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunst, noch stoltzer Muth. Fuͤrm Tod kein Kraut gewachsen ist, mein frommer Christ: Alles was lebet/ sterblich ist. 6. Heut sind wir frisch gesund und starck, morgen tod und liegen im Sarg; Heut bluͤhn wir wie eine Rose roth: Bald kranck und todt: Ist allenthalben Muͤh und Noth. 7. Man traͤgt eins nach dem an⸗ dern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn: Die Welt vergisset un⸗ ser bald, seyn jung oder alt, auch un⸗ ser Ehren manniglalt. Gott fuͤr mich in Tod sein'n lieben Sohn gegeben hat. 12. Derselbig mein HErr JEsus Christ, fuͤr all mein Suͤnd gestorben ist, und auferstanden mir zu gut, der Hoͤllen Gluth geloͤscht mit seinem theuren Blut. I3. Dem leb und sterb ich allezeit/ von ihm der bittre Tod mich nicht scheid: Ich leb od'r sterb, so bin ich sein, er ist allein, der einig Trost uid Helffer mein. 14. Das ist mein Drost zu aller Zeit, in aller Angst und Traurigkeit; Ich weiß, daß ich am Juͤngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 15. Mein lieber frommer, treuent GoOtt all mein Gebein bewahren thut: Da wird nicht eins vom Lei⸗ be mein, sey groß oder klein, um⸗ kommen noch verlohren seyn. 16. Mein'n lieben GOtt von An⸗ gesicht, werd ich anschaun dran zweiffich nicht in ewiger Freud und Seeligkeit, die mir bereit Ihm sey Lob, Preiß in Ewigkeit. 17. O IJESu Christe GOttes Sohn, der du fuͤr uns hast gnug ge⸗ shan: Achl schleuß mich in die* 22—— ben dem Augleich inen und Ad ne Leiden, v Micht/we Deu; E Haͤnd/ End. 2. Ger HVert, Hen, den Hrn/ ob i Herlassen shit mir h 3. Ruht Eid/ dies Adeine Eod ins L Vur ein T And Trul 4. Holl Ind Süt chaden d Ein eing Ur mich b J. Waru Wbit kein Bleiben 1 en, gelehrt. Atreug der hitt aut und frist al Nit et sit fiudt Stendts und Eh N 77 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 778 en dem, du bist allein der ein'ge Drost und Helffer mein. , Amen! mein lieber frommer Ort, beschehr uns allen ein seel⸗⸗ gen Tod: Hilff, daß wir moͤgen all⸗ ugleich bald in dein Reich kom⸗ neu und bleiben ewiglich. (693.)J. H. S. Muche mit mir GOtt nach dei⸗ ner Guͤt/ krost mich in meinem leiden, was ich dich bitt'/ versag mir Lah gicht wenn sich mein Seel soll schei⸗ 4 Kttt Tod mich ie ich em Jungft Alig erd ausersieh d lerd ich allezei, nidt Ei; So nimm sie HErr in deine Eud ist alles gut, wenn gut das N 2. Gern will ich folgen lieber Err, du wirst mirs nicht verder⸗ sen, denn du bist ja von mir nicht sn/ ob ich gleich hier muß sterben/ erlassen meine lieben Freund, dies git mir hertzlich gut gemeint. . Ruht doch der Leib sanfft in der Erd, die Seel sich zu dir schwinget, deine Haͤnd sie un veꝛsehrt durch'n Tod ins Leben dringet, hiet ist doch nur ein Thraͤnen⸗Thal/AngstNoth und Truͤbsal uͤberall. 4. Holl, Teuffel, Tod, die Welt und Suͤnd mir nicht mehr moͤgen schaden, bey dir o HErr/ich Rettung sad, ich troͤst mich deiner Gnaden/ Hin einger Sohn aus Lieb und Huld Ar mich bezahlt hat alle Schuld. . Warum solt ich denn traurig n/ weil mirs so wohl thut gehen, Ukleldt mit Christi Unschuld fein, hie eine Braut ich stehe, gehab dsch wohl du schnoͤe Welt, bey OOtt zu leben mit gefaͤllt. (6οα M. V. H. Munde maligne VALE. ValEt will ich bir gebenduarge falsche Welt, dein sundlich bo⸗ 6 Leben durchaus mir nicht ge⸗ ut: Im Himmel ist gut wohnen, Mrauff steht mein Begier: Da hird GOtt ewig lohnen, dem, der Hsn dient allhiern Rath mir nach deinem Hertzen, dulten Schmertzen, hilff mir HErr Christ davon!Iverkürtz mir alles Lei⸗ den, staͤrck meinen bloͤden Muth, laß mich seelig abscheiden, setz mich in deln Erbgut. 3un meines Hertzens Grunde dein Nahm und Creutz allein funckelt all Zeit und Stunde, drauf kan ich roͤlich seyn: Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Noth/ wie du HErr Christ so milde dich hast geblut't zu tod. ö 4. Verbirg meine Seel gus Gna⸗ den/ in deine offne Seit/ruͤck sie aus allem Schaden, zu deiner Herrlich⸗ keit. Dem ist wohl hie gewesen/der koͤmmt ins Himmels⸗Schloß, der ist ewig genesen, der bleibt in dei⸗ nem Schoob. 5. Schreib meinen Nahme'n aufs heste ins Buch des Lebens ein, und bind mein Seel gar feste ins schoͤ⸗ ue Buͤndelein, der'r die im Him⸗ mel grunen, und für dir leben frey: so will ich ewig ruͤhmen/ daß dein Hertz treue sey. (695N. EH. Wenn mein Stuͤndlein vorhan⸗ den sst/und ich soll fahten mein Strasse, so gleit du mich HErr E⸗ suChrist, mit Hulff mich nicht der⸗ lasse Mein Seel an meinem letz⸗ ten End befehl ich dir in deine Haͤnd/ du wirst sie wohl bewahren. 2. Mein Suͤnd mich werden kraͤn⸗ Esu, GOttes Sohn, Soll ich 1 cken sehr, mein Gewissen wird mich nagen, denn ihr sind viel wie Sand am Meer, doch will ich nicht verza⸗ gen/ gedencken will ich an deinsen Tod, HErr JEsu deine Wunden roth/ die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, deß troͤst sch mich von Heytzen, von dir ich ungeschieden bleib in Todes⸗Noth und Schmertzen: wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewigs Leben bast du mix mit deinem Tod exworben. 4. Weil du vom Dod erstanden hist, werd ich im Grab nicht bleiben, Bh 3 mein —— 779 Vom seel. Sterben und Ch mein hoͤchster Trost dein Auffarth isl,Todes⸗Furcht kanst du vertrei⸗ ben: Denn wo du bist, da komm ich Hin, daß ich stets bey dir leb und bin: Drum fahr ich bin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu JEsu Christ, mein Arm thu ich ausstrecken, so schlaff ich ein, und ruhe fein, kein Mensch kan mich aufwecken, denn IEsus Christus GOttes Sohn, der wird die Himmels ⸗Thuͤr aufthun, mich fuͤhrn zum ew˖ gen Leben. (596. Mel. IEsu meines Lehens ꝛc. Al Menschen muͤssen sterben, al⸗ les Fleisch vergeht wie Heu: was da lebet muß verderben, soll es anders werden neu. Dieser Leih der muß verwesen, wenn er ewig soll genesen det so grossen Herrlichkeit/ die den Frommen ist bereit. 2. Darum will ich dieses Leben, wenn es weinem GOtt beliebt, auch gautz willig von mir geben, bin dar⸗ uber nicht betruͤbt: Denn in meines Esu Wunden hab ich all Erloͤsung unden, und mein Trost in Todes⸗ moth ist des HErren JEsu Tod. 3. JEsus ist. fuͤr mich gestorben, And sein Tod ist mein Gewinn: Er Hat mir das Heyl erworben, drum fahr ich mit Freuden hin, hier aus dissem Welt⸗Getuͤmmel in den schoͤ⸗ nen GOttes⸗Himmel, da ich werde allezeit sehen die Dreyfaltigkeit. 4. Da wird seyn das Freuden⸗Le⸗ ben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmels⸗Glantz umgeben, Hienen da vor GOttes Thron. Da die Seraphinen prangen, und das hohe Lied anfangen: Heilig, Hei⸗ Lig/ Heilig heist GOtt der Vater/ Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumahl, wo auff ihren Ehren⸗Thronen sitzet die ge⸗ zwolffte Zahl: Wo in so viel tau⸗ send Jahren alle Frommen hin⸗ gesahren, da wir unserm GOlt zu Ehrn ewig Alleluia hoͤrn. ristlichen Begraͤbniß. 780 51 V 6. Ach Jerusalem du schoͤne! Ach wie helle glaͤntzest du, ach wie lieb⸗ Wunden lich Lob⸗Gethoͤne hoͤrt man da in lebett. sanffter Ruh! Older grossen Freud Stundeh und Wonne; Jetzund gehet auf die hatt. 9 Sonne, ietzund gehet an der Tag, 5. Nicht der kein Ende nehmen mag. scheide, n 7. Ach ich habe schon erblicket zich legd diese grosse Herrlichkeit, ietzund ssage meit werd ich schoͤn geschmuͤcket mit dem Meinꝛe. weißen Himmels⸗Kleid: Mit der. Ich guͤldnen Ehren⸗Crone steh ich da Ischon lan fuͤr Gottes Throne, schaue solche du bist m freude an, die keinEEnde nehmen kan. nich zur (697.) M. G. M. P. Mein G Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 10. Ich! Wer weiß, wie nahe mir mein sen, ich WDende, hin geht die Zeit, her Hier, nun koͤmmt der Tod: Ach wie geschwin⸗ sen, ichbl de und behende kan kommen meine Mein G Todes⸗Noth! Mein Gott ich bitt un Sof durch Christi Blut, machs nur mit Morgen e meinem Ende gut. Aluͤckt, ic 2. Es kan vor Nachts leicht an⸗ Sorgen u ders werden/ als es am fruͤhen Mor⸗ geschwuͤck gen war; Denn weil ich leb auf die⸗ n Ich d ser Erden, leb ich in steter Tods⸗ get, undf Gefahr! Mein GoOtt ich bitt durch hir gnuͤge Christi Blut, machs nur mit mei⸗ get, ich g nem Ende gut. Viß, dure 3. HErr lehr mich stets mein End Slut, m⸗ bedencken, und wenn ich einsten hegut. sterben muß, die Seel in IJESU Wunden sencken, und ja nicht spa⸗ Mel Sor ren meine Buß! Mein ꝛc. Wtt 4. Lab mich bey Zeit mein Hauß Wepen bestelleu, daß ich bereit sey für und en; Sey fuͤr, und sage frisch in allen Faͤllen: Uicht, Ler Mem wie dů wilt/ so schicks mit mir. Fennf du Mein ꝛce.— No 5. Mach mir stets Zucker⸗suͤß den 10— Himmel, und Gallen⸗bitter diese Guͤrs Welt, gieb, das mir in dem Welt eraltenr Getuͤmmel die Ewigkeit sey fuͤrgen siekei slellt. Mein ꝛe. gefe 6. Ach Vater deck all meine Suͤnde Ahris der mit dem Verdienste Christizu, dar, Tobgen ein ich mich fest glaͤubig winde, daß J giebt mir recht erwuͤnschte Ruh Fuh, bin Mein GOtt ꝛe.. 0 B, In WErNe Bigtäbniß. 78⁰ 8r Vom seel. Sterben und Chrislichen Begrabnig. 732 diule d schönrl ach du, ach wie lieb⸗ Rert man da in ressen Frend Hoehet auf die an der Tah, 7 Ich weiß/ in JEsu Blut und Wunden hab ich mir recht und wohl gebett, da find ich Trost in Todes⸗ Stunden, und alles was ich gerne haͤtt. Mein ꝛc. 8. Nichts ist, das mich von JESu sheide/ nichts es seygeben oder Tod: Ich leg die Hand in seine Seite, und Zund fuge mein HErr und mein GOtt! Meinꝛe. 9. Ich habe IEsum angezogen shon laͤngst in meiner heilgen Sauf, su bist mir auch daher gewogen, hast nich zum Kind genommen auf. Mein GOtt ꝛc. ö 10. Ich habe JESu Fleisch geges⸗ en, ich hab sein Blut getruncken lier, nun kan er meiner nicht verges⸗ sn, ich bleib in ihm und er in mir. Mein GOtt ꝛc. ii AI. So komm meit End heut oder horgen, ich weiß daß mirs mit JEsu gückt, ich bin und bleib in seinen Sorgen mit JEsu Blut schoͤn aus⸗ Not/ geschmückt. Mein ꝛc. 1% 12. Ich bleib indeß in dir vergnu⸗ get, und sterb obn alle Kuͤmmerniß⸗ hir gnũget, wie es mein GOtt fuͤ⸗ get, ich glaͤub und bin es gantz ge⸗ hiß, durch deine Gnad und Christi en En Blut, machst du's mit meinem En⸗ ich eiuften de gut. (698.) P. E. Eeilin VEI 698.) — icht se el. So wunsch ich nun eine gute. n0 W trauꝛest du mein Angesicht, % Hlit wiin Hat wenn du den Tod hoͤrst nen⸗ in? Sey ohne Furcht er schad dir nicht, lern ihn nur recht erkennen: gennst du den Lodt, so hats nicht Noth/ all Angst wird fich zertren⸗ sh x seu. %. Fuͤrs erste zeuch die Laroen ab r alten rothen Schlaugen, sieh an, bü, doß sie kein Gifft mehr hab/ es ist he abgefangen, durch IJESUM hrist,der fuͤr uns ist aus Grab und Lod gegangen. 0 . Ja HERR, du tratst ihm an das I Helhh, brachst seines Stachels Spi⸗ In, muumehr ist er ein Iauter — 1* dert schen etblicket * then SOtt:e wir mein Zeit, ha Rie geschwi⸗ 2 ertit sey füt Ui. in dblen Hallr —— schicks mit uu Schertz, und kan uns ar nicht ritzen: Dein edles Blut dämwfft 7 Wen dein Flammen zwingt sein 7 4. Die Suͤnde war des Tobes Krafftdie uns zum Sterben triebez Nun ist die Suͤnd all abgeschafft, durch Christi Treu und Liebe: Ihr Ernst und Macht ist matt gemacht Drotz daß sie uns betrube Die Sůund ist tod, GOtt ist ver⸗ sühnt, durch seines Sohnes Dulten: Der Grimm ist hin.den wir verdient mit unseꝛs Lebens Schulden: Deꝛ vor war Feind, ist nunmehr Freund/ voll fůsser Gnad und Hulden ⸗ 6. Bist du nun Freund, so kanst du mich, mein GOtt/ ia nicht umbrin⸗ gen, dein Vater⸗Hertze laͤsset sich zum Mord und⸗Dod nicht dringen: Wer sich befind dein Erb und Kind ist frey von boͤsen Dingen ⸗ 7. Das aber Vater thust du wohl, wenn uns die Trübsaal krancket, wenn wir des Lebens satt, und voll des Jammers/ der uns kraͤncket, daß denn dein Hand ins Vaterland uns aus den Fluͤthen lencket; 8. Wenn sich das starcke Wetter regt/ davon die Hoͤhen fallen, wenn deines Zornes Donner schlaͤgt, daß Berg und Thal exschallen, so trittst du zu, und bringst zur Ruh uns/ die dir wohl gefallen 9. Wenn unsre Feinde um uns her uns bringen in die Mit ten 1 Wenn Oktern, Loͤwen, Wolff und Baͤr ihr Gifft guf uns ausschütten, nimmit du dein Schaaf, bringsts in hen Schlaf bey dir in deiner Huͤt⸗ ten 7½„ 10. Walin diese Welt giebt boͤsen Lohn dem, der dich treltlich ehret, so sprichst du: Komin zu mir, mein Sohn, hier hab ich was dich naͤhret, Lust, Ehr und Freud, die keine Zeib in Ewigkeit verzehret I1. Alsbald schließt uns der Engel Schaarmit Freud in ihren Bogen, und nehmen unsre Sgele wahr, dis BbE weun —————— 5————.— —————— SDSSII‚II‚——.——— — 783 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 784 wenn sie ausgeflogen, in ihrer Hut mit slillen Muth, zu GOtt kommt angezogen 2,: 12. Der HERg empfaͤnget seine Braut, und spricht: Sey mir will⸗ kommen, du bists, die ich mir anver⸗ traut, komm, wohne bey den From⸗ men, die ich fuͤr dir anher zu mir aus jener Welt genommen: 23. Du hast gehalten Glaub und Hixrt mich leiten wird zur immet gruͤnen Weyde. 20. Daselbst wird er mit vollem Maaß, was hier gefehlt, einbrin⸗ gen! Dafür wird ihm ohn Unterlaß ein Halleluja klingen. Da will auch ich ihn ewiglich eins nach dem andern singen. (6½% P Mel. Wenn mein Stündlein ꝛe⸗ Treu im Hertzen, da ich wohne, so geb und leg ich dir nun bey die scho⸗ ne Freuden⸗Crone, Ich bin dein Heyl, dein Erb und Theil, tritt her zu meinem Throne;: 14. Hier trock'n ich deiner Augen Fluth,/ hier still ich deine Thraͤnen: Hier setzt sich in dem hoͤchsten Guth dein Seufftzen, Klag und Sehnen: dein Jammer⸗Meer wird niemand mehr, als nur in Frend erwehnen/ . Hier kleid ich meiuer Christen Zahl mit reiner weiser Seide, hier springen sie im Himmels⸗Saal, und ist nicht der sie neide, hier ist kein Tod, kein Creutz und Noth, das gute Freunde scheide: 1 6. Ach GOTT mein HERR, D was will ich doch mich fuͤr dem Tode scheuen? Er ists ja, der mich von dem Joch des Elends will befreyen: Er nimmt mich nus dem Marter⸗Hauß, das kan mich nicht gereuen/ 17. Der Tod der ist mein rothes Meer, dadurch auf trocknen San⸗ de, dein Israel, das fromme Heer, geht zum gelobten Lande, da Milch und Wein stets fleußt herein, wie Stroͤm in ihrem Rande 18. Er ist das güldne Himmels⸗ Thor, und des Elig Wagen, darauf mich GOtt zum Engel Chor gar bald wird lassen tragen, wann er der Letzt und Erste setzt ein End an mei⸗ nen Tagen ꝛ/ 19. O suͤsse Lust, Oedle Ruh, O frommer Seelen Freude, komm, schleuß mir meine Augen zu, daß ich in Fried abscheide hin, da mein Nun sey getrost und unbetrübt, Con mein Geist und Gemuͤthe Dein JEsus lebt, der dich geliebt, eh als dir dein Gebluͤthe und Fleisch und Haut ward zugericht, der wird dich auch gewißlich nicht an deinem Ende hassen. 2. Erschrecke nicht vor deinem End, es sst nichts boͤses drinnen: Dein lieber HErr streckt seine Haͤnd, und fordert dich von hinnen, aus so viel tausend Angst und Qvaal, die du in diesem Jammer⸗ thal bißher hast ausgestanden. 3. Zwar heists ja Tod und Ster⸗ bens⸗Noth: Doch ist Tod gar kein Sterben, denn JEfüs ist des Todes od, und nimmt hin das Verder⸗ ben, daß alle seine Staͤꝛck und Krafft, mir/ wenn ich ietzt werd hingerafft, nicht auf ein Haͤrlein schade. 4. Des Todes Krafft steht in der Suͤnd und schnoͤden Missethaten, darinn ich armes Adams⸗Kind s offt und viel gerathen. Nun ist die Sund in JEsu Blut ersaͤufft, enn stickt, getilgt und thut foͤrt gar nichts mehr zur Sachen. Die Suͤnd ist hin, und ich bin rein, trotz dem, der mir das nehme Hinfuͤhro ist das Leben mein, darff nicht, daß ich mich graͤme um eingel Suͤnden Lohn und Sold: Wer aus⸗ gesuͤhnt/ dem ist man hold, und thut ibm nichts zuwieder. 6. Ey nun so nehm ich Gottes Gnad, und alle seine Freude mit mix auf meinen letzten Pfad, und weiß von keinem Leide. Der wilde Feind muß mir ein Schaaf, sein Ingifen x‚ 7⁰7 efsser— shotden. 7. Ou, hit ja m Halstmick dich, wo! sleh ich u wir stehn Und dort 8. Mein Ruh/ al. Die Seel und misch auserweh haͤlt das allen hell 9, Komn ster Fuͤrst, sel da di die Posau Geel und deines X Freud ein 10. Istol ein, mich twig bey! muß das Todes⸗Y schoͤnen'! sahren. (0⁰0. Mel. N Ich we V. das so Er lebt, das mußf labt fuͤrw Vetdin 0 sird e Keiehlt, einbriz 45%. ihn ehn Unterlg . nd unbetrübt eii and Semüthe; loi On deillen lebt fuͤrwahr der starcke Held, sein 185. Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 786 un füsser Schlaff und fanffee Nuhe werden. 7. Du, IEsu, allerliebster Freund, bist ja mein Licht und Leben, du haͤlst mich fest, und kan kein Feind ich, wo du stehest, heben: In dir teh ich und du in mir, und wie wir stehn, so bleigen wir, hier und dort ungeschieden. 8. Mein Leib der legt sich hin zur Ruh, als der fast muͤde worden: Die Seele faͤhrt dem Himmel zu, und mischt sich in den Orden der Auserwehlten GOttes⸗Schaar, und hält das ewge Jubel⸗Jahr mit hernachmaͤhls auferwecken, er wird mich reissen aus dem Grab, und aus gusgeschlaffen. an mir schaut, guch was sich hin und mieder an Adern und Gelencken findt, und meinen Leib zufammen bindt, gantz richtig wieder haben. Zwar alles was der Mensch uur traͤgt/das Fleisch und seine Knochen/ wird, wenn er sich hin sterben legt, zermalmet und gebrochen, von Ma⸗ den, Motten, und was mehr gehoͤ⸗ allen heilgen Engeln. 9. Kommt denn der Tag, Ohoͤch⸗ ter Fuͤrst /der Kleinen und der Gros⸗ sen, da du zum allerletzten wirst in lie Posaune stossen, so soll denn Seel und Leib zugleich mit dir in deines Vaters Reich zu deiner Freud eingehen. 10. Ists nun dein Will, so stell dich 0 in, mich seelig zu versetzen, ach! wig bey und mit dir seyn, wie hoch 20 nuß das ergoͤtzen? Eroͤffne dich du Todes⸗Pfort, auf daß an solchem ast schoͤnen Ort ich durch dich moͤge sahren. (0⁰½ P. G. aus Hiob 10. Mel. Wenn mein Stuͤndlein ꝛe. m ID weiß daß mein Erloͤser lebt, das soll mir niemand nehmen: Er lebt, und was ihm wiederstrebt, has muß sich endlich schaͤmen. Er Arm der alle Feinde faͤllt, hat auch gen Tod bezwungen. 2. Deß bin ich hertzlich hoch er⸗ sreut, und habe gar kein Scheuen t slir dem, der alles Fleisch zerstreut, lelch wie der Wind die Spreuen. Nimmt er gleich mich und mein Hebein, und scharrt uns in die Grufft hinein, was kan er damit schaben. 3. Mein Heyland lebt! ob ich nun Herd in Toͤdes⸗Staub mich strechen/ 5 wird er mich hoch gus der Erd solls nicht stets so bleiben. 6. Es soll doch alles wieder stehn in seinem vor gen Wesen. Was niederlag, wird GOtt erhoͤhn, was umkam, wird genesen; Was die Ver⸗ faulung hat verheert, und die Ver⸗ wesung ausgezehrt, wird alles wie⸗ derkommen. und faß ein fest Vertrauen/ ich wer⸗ de den⸗ der ewig bleibt, in meinem Fleische schauen: Ja in dem Fleische das hie stirbt, und in dem Stanck und Koth verdirbt, darinn werd j GOtt sehen. 8. Ich selber werd in seinem Licht ihn sehn und mich ergvieken; Mein ser Lust erblicken? Ich werde ihn mir sehn zur Freud/ und werd ihm Frembder. 9. Trotz sey nun alleun, was mir will mein Hertze bloͤhe machen, waͤrs noch so miaͤchtig, groß und viel, kan ich doch froͤlich lachen. Man treib und spanne doch zu hoch Sarg, Grab und Tod, so leben. (⁰⁷) M. L. H, gus Hiob. 19. ICh weiß daß mein Eploͤser lebt, Ob ich schon hie auf Erden. Hgh Suͤnd gethan/ und sterbon Bh All dem Lager, da ich hab ein kleines 4. Da werd ich eben diese Haut, und eben diese Glieder, die ieder itzo 7. Das hab ich ie und ie geglaͤubt, Auge wird sein Angesicht mit gros⸗ hleibet doch GOtt mein Erloͤler, ret zu der Wuͤrmer Heer: Doch dienen ohne Zeit, ich selber und kein ——— 787 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 79 l meine Feinde sind erlegt Nicht einer kan mir schaden, So groß ist GOttes Gnade, Welcher mir seinen lieben Sohn, IEsum Christum hat geschencket, Liebers war nicht in seinem Thron:/ Hieran mein Hertz gedencket. 2. Ex wird mich aus der Erden Leiblich wieder auferwecken, Mich soll kein Feind Gen: en /: *7* Hoͤll, Teuffel, Tod oder was mehr Entgegen ist der Freuden, Raͤumt et auf mit seinm Leiden: Trutz, daß ihm etwas wiederbell, Zutreten ist die Schlange; O HQrr, mein Seel ich dir befehl: Gnad ist bey dir die Menge. 3. Zu dir hab ich mein Zuversicht. Und werde nicht betrogen, Sey bey den Unerzoguen ⸗ Auff daß sie durch dein Wort er⸗ leucht, Christen werden und bleiben, Himmlische Guͤter lieben/ Seelig vollenden diese Zeit, Sammt den'n so deinen Nahmen Exkennen, und in Ewigkeit:/ Neu dich dh 7 O²2. Mel. Ach was ist doch unser ꝛe. Ae daß doch mein JEsus kaͤme, und die Seele bald wegnaͤhme, hier aus diesem Jammerthal, zu sich in den Frouden⸗Saal. 2. Ist doch hier mehr nichts als Klagen, Seufftzen, Weinen, lauter Plagen: Alle unsre beste Zeit ist nur Muͤh und Hertzeleid. 3. Nichtig, fluͤchtig sind die Tage, unser Leben ist nur Plage, alles ist nur Eitelkeit hier in dieser Sterb⸗ lichkeit. 4. Was wir schauen auf der Er⸗ den/muß zu Staub und Aschen wer⸗ den/ was wir sehen, das verschwindt sondern nur/ bey VOtt zu seyn, so verschwindet Angst und Pein. 6. Gehe hin, du Welt⸗Getuͤmmel, mein Begierde steht gen Himmel, Ehre, Hoheit, Gut und Geld, Ade Odu falsche Welt! (7030 ö Mel. Wenn mein Stuͤnblein ꝛe. Acb Gott, wenn ich bey mir be⸗ tracht, daß alles Fleisch verdir⸗ bet, und nehme diß dabey in acht, wie schleunig mancher stiꝛbet: so ruff ich dich, OVater an, dann deine Guͤt und Allmacht kan mir auch hierinnen helffen. muß, doch nicht zu welcher Stun⸗ den: Drum gieb, daß ich in steter Buß und Gottesfurcht werd fun⸗ den! auf daß ich ietzt und allezeit zu meiner Heimfahrt sey bereit/so bald du mich abforderst. 3. HErr rechne mir es ja nicht zu, daß ich mich unterfange, und an dich diese Bitle thu; warum mir offt wird bange: Aus lauter unverdien⸗ ter Guͤt/fuͤr vielen Schmertzen mich behuͤt und langwierigen Lager. 4. Doch aber auch bewahre mich fuͤr schnellen boͤsen Ende Wahn⸗ witz und Jammer gnaͤdiglich, O treuer GOtt, abwende: ein solches Stuͤndlein mir verleih, daß ich doch meine Suͤnd dabey im Glauben moͤg bereuen. 5. Laß mich den werthen Heilgen Geist biß an mein End regieren, gieb, daß ich alsdenn allermeist koͤnn seinen Beystand spuͤhren; Daß mir da kraͤfftig komm zu gut des HEr⸗ ren JIEsus theures Blut, so er suͤr mich vergossen. 6. Hilff HErr, hilff in der Todes⸗ dir will ich meine Seel, OGOtt, in deine Haͤnd befehlen: Verkuͤrtz mir gleich wie Rauch u. Staub im Wind.salle Angst und Pein, daß wenn 5. Drum begehr ich nicht zu leben.mein Ende da soll seyn, ich bald im hier in in dieser Welt zu schwehen,¶ Fried abscheide. (704. 2. Ich weiß wohl daß ich sterben 3 Noth, laß mich nicht lange qvaͤlen, 99.— 2.— Mel. A VMieh GL Ache Hich gum: mich zu m Voch nicht mich selber Atuomen 3. Vertoe Whim hald Hachet taͤ Huͤnden⸗L Zahren, Her bereit Oinm ach! 5. Es duͤ Ar,— liebf Aich vermo Fod, Me Eddet, wa go doch m Ihichsoft 4. Laß m len den V Dein Tod Vbring m Ioch seelig gldzu bir Erden, un . Denn wuͤnsch sin ihm eiy Rein Sim Ehrelu Plicht der Wlieblichr F. Cowi Ratt thrl 14 7⁰⁴ Mel. Ach HErr mich armen ꝛce. — 1 Senn Ae ot wenn werdichsterbemt ict gen Himmel Ach eile liebster Tod! Mach l + , gich selber mir: Daß ich der Angst Stuͤndlein ne. tuomen, moͤg seelig schlaffen hier. ch ber mir be z. Verweil O Tod nicht laͤnger, ch verdiy Riinm bald mein liebster Gast, mir Win acht, Hachet taͤglich baͤnger die schwere kesrüf Suͤnden⸗Last. Die Dag in meinen , denn deine Iuhren, seynd wie ein Schatten an mir auch⸗er bereits dahin gefahren: Drum ; Emm ach Tod, zu mir. Uheßich sterben 3. Es dürstet meine Seele nach Icher Stun' die, Ollebster GOttl ach bald, bald ich in sieter wich vermaͤhle mit dir durch deinen Werd fün' Cod. Mein Hertz yiel Schmertzen lheit zü ledet/ wann man nicht zeiget mir/ hertit/se bald wo doch mein Freund ietzt weidet, din ich so suche hier. zanicht Aü, 4 Laß mich mein GOtt empfin⸗ undan dich din den Vorschmack deiner Freud; i uult offt Dein Zod wasch mich von Sünden, It ndthitt, Vbring mich aus dem LeidLaß mich e Sawerzen nich dich seelig werden, und ninm mich ild zu dir. Mach meinen Leib zur ch Gden, und gieb dich selber mir. Denn wo mein Heyland bleibet/ wunsch ich mich nun hin. Ich Mihm einverleibet/nach ihme steht ein Sinn. Steh auf GOtt mei⸗ Ehre und zeuch mich bald zu dir/ Annicht dem Tod verwehre, den nun slieblich mir. Es will die Seele werden gautz hatt fur ihrem Freund. Sie sucht Ihn auf der Erden nu finden ihn ver⸗ Aynt. Sie fraget aller Enden h koͤnnt ihr sugen mir, wo ich . ahre mi Dah H/ sflde hier. . Ach GO der Welt Gesinde t mich geschlagen wund: Mein Reund mich bald verbinde! Komm Uld mach mich gesund. Zubrich 1 n Schild der Boͤsen; Ach GOtt laeuch nicht hier, komni hald/ GOtt/ 0 Isth lust 52 + ö 24 10 s/ i0 uich hin muß wenden, daß ich ihn mich zu di (705.0 ö Mel. Freu dich sehr O meine ꝛc. Ch wenn koͤmmet doch die Seun⸗ de, und der letzte Augenblick, daß ich dir von Hertzen Grunde, IEsu meine Seele schick: Mich ver⸗ dreust mein Leben fast; Ach: wenn wird des Lebens Last von mir wer⸗ den weggenommen, daß ich koͤnte zu dir n . HErr, wie lange soll ich weinen. soll die Lebens⸗Sonne mir denunun nimmermehr erscheinen Ach wie lange soll ich hier allo gar verlassen seyn? Ach erbarme dich doch mein ꝛ Eile doch mit meinem Ende, und nimm mich in deine Haͤnde. 3. Es ist hier doch nichts als Hla⸗ gen nichts als lauter Hertzeleld: Keiner kan es anders sagen: Unsre gantze Lebens⸗Zeit ist nur lanter Angst und Noth. Ach komm doch du fuͤffer Tod: Fuͤhre mich hin zu dem Leben, ich will dir nicht wie⸗ derstreben. 4. Ach! wie offt hab jch gebeten, ach wie manche lange Nacht ist mein Geist vor dich getreten, und hat harte Seufftzer bracht, daß du JEsu wollest ihn aus des Todes Lei⸗ be ziehn von der Suͤnd und allem Bosen aus dem Leide ihn erloͤßen. 5. Wie viel heisse Hertzens⸗Thra⸗ nen haben mich doch schoͤn befeucht/ von dem grossen Seelen⸗Sehneu bin ich gantz und gar vorbleicht/ und du hoͤxest mich boch nicht/ O du sehö⸗ nes Himmels⸗Licht! wenn werd ich dich doch anschauen in den schõ⸗ nen Sternen⸗Auen? 6. Achlwenn wilst du mich er⸗ sreuen! Ach hywenn wiyst du doch einmahl meine Seele mir verneuen, O du schoͤner Sternen⸗Saal Wie viel Aengsten soll ich noch leiden in des geibes Joch/ eh me in Geist wird. weggenommen und jch wende zu dir Eolmmrenn. ö 7. Ich erloͤsen, und mimmũ michauf ZV+ Bom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß 70² 7. Ich will nur gedultig leiden, und indeß bereiten mich, JIEsu zu den grossen Freuden, die mir sind bereit durch dich! Komme, komme, wenn du wilt, O du starcker Seelen⸗ Schild/ hole meine arme Seele aus der krancken Leibes⸗Hoͤle. (7⁰06) 6. N. Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛc. Jun bin muͤde mehr zu leben, nimm mich liebster GOtt zu dir, muß ich doch im Leben hier taͤglich in Betruͤbniß schweben, meine gro⸗ ste⸗Lebens⸗Zeit laͤufft dahin in Hul Traurigkeit. 2. Moͤcht es dir mein EOtt ge⸗ fallen, wolt ich hertzlich gern ins Grab, da mein Leid geschnitten ab, da mein Schmertzen⸗volles Wallen dieses Lebens gantz ver⸗ schwind, und ein seelges Ende findt. 3. Ich verschmachte fast fuͤr Sor⸗ gen, meine milde Thraͤnen⸗Fluth/ und des Creutzes heisse Gluth sind mein Fruͤh stuͤck Un nd Rorg/ Aund Betruͤbniß, Angst und Noth, sind mein taͤglich Speise⸗Brod. 4. Seh ich jene boͤse Rotten, die sich in die Welt verliebt, werd ich innerlich betruͤbt, wann sie meiner hoͤnisch spotten, wenn sie schreyen; Seht den Mann, dem sein GOtt nicht helffen kau. 5. Denn geh ich in meine Kam⸗ mer, fall auf meine matte Knie hin, und winsel ie und ie, und be⸗ weine meinen Jammer: Meiner Thraͤnen milder Lauff steiget zu den Wolcken auf. 6.GOtt, wenn wirst du dich erbar⸗ men über meine schwere Pein 2 Wenn wirst du mir gnaͤdig seyn? Ach wenn wirst du mich umarmen? Ach mein GOtt! wie lang! wie lang soll mir doch noch seyn so bang! 7. Setze mich doch einmahl nieder, laß mich kommen doch zur Ruh, al⸗ lerliebser Vater du, troͤste mich doch einmahl wieden gieb mir end⸗ lich doch einmahl Hertzens ⸗Lust nach dieser Qvaal. 2 8. Doch wer weiß wozu es nuͤctzet⸗ daß du mich so zuͤchtigest, daß ich werde so gepreßt, und fuͤr welcher Noth es schuͤtzet: Denn wer in der Welt sich freut, kommt offt um die Seeligkeit. 9. Darum laß die Straff ergehen, schlage zu und staͤupe fort, liebster Gott und schone dort; Doch damit ichs kan ausstehen, so verleihe mit Huld. nach verborgner Vater⸗ u 10. Und nimm mich nach deinem Willen„ nach der ausgestandnen Qvaal, in den grossen Freuden⸗ Saal, da sich alle Noth wird stil⸗ len, komm, O GOtt/ wenn dirs ge⸗ faͤllt, und reiß mich von dieser Welt. 45%. n Kerin Stuͤndlein geht dahin, es legt mir in dem Sinn, ich bin auch immer wo ich bin, daß mich der Tod wird setzen in die letzte Noth. Ach GOtt! wenn alles mich verlaͤst, so thue du bey mir das best. 2. Hier ist kein Auffenthalt, der Tod hat die Gewalt, er frist und wuͤrget jung und alt, er reist unz fort aus unsern Orden, Stand und Ort. Ach Gott! wenn ꝛc. 3. Kein Rath, kein Artzeney, kein Heulen noch Geschrey, kein Bru der kan mich machen frey, in aller Welt ist nichts, das endlich mich er⸗ haͤlt. Ach GOtt! wenn ꝛc. hilfft fuͤr des Todes Grimm und Wuth. All Ehr und Gunst und Macht vor ihm ist gantz umsonst. Ach GOtt! wenn ꝛc. 5. Was Schmertz, was Angst waß Pein, O GOtt, wird um mich seyn, wenn nun der Tod wird brechen ein? wer wird alsdann mit Troft sich meiner nehmen an? Ach GOtt wenn ꝛe. ö 6. Wenn mein Gewissens⸗Buch/ wenn 43.— Venn des HBund und Wieder mi Het sich? V. Went Einn/au h nicht chreyt n Schmertz Hennc. 3. Went Atner leu Hertz im! Labsal sey Welt ges⸗ Bott lwe 10. HEn dir im Ollendet! rso lang Ottl e Rel. 6 Du D mir ai E Guͤt di d sey mi ets gnaͤdi sch leb, u Ich leg deine He ch Ge ltsgeden 4. Kein Reichthum, Geld noch Guth, kein kuͤhner Helden⸗Muth/e Ich lueder Woschloff %3.Vonsseel. Sterben und Christl. Begraͤbnil. 704 enn des Sesetzes Fluch, wenn swo du wilg, nuv daß I9 Ker Fuͤnd und Satan zum Versuch tꝛitt durch IEsu Blut 420 e Hoder mich, wer ist der mein erbar⸗ Himmreich ererb. ich het sich? Ach GOtt! wenn ꝛc. delche 2, Wenn Sprach, Verstand, nud inde Sinn, auf einmahl faͤllt dahin, und am aft un ih nicht mehr bin der ich bin, wer hreyt mir zu, wenn mir der Schmertz laͤst keine Ruh? Ach Gott! genn ꝛc. . Wenn meiner Augen Licht mir i sirner leuchtet nicht, und mir das Hertz im Leibe bricht fuͤr Angst und Ovaal, wer fuͤhrt mich durch das sn stre Thal? Ach GOtt! wenn ꝛe. 9 HErr JEsu du allein, sollst mir iTodes⸗Pein die beste Hulff und O fib Eubsal seyn„ auf dich will ich die Welt geseegnen williglich. Ach EUOttwenn ꝛe. 10. HErr IEsu nimm mich auf, Wih dir in Himmiel nauf, wenn ich h hih Illendet meinen Lauff, ich ruff zu HE/so lang ein Odem ist in mir. Ach aih tt! wenn ꝛc. (7⁵8.0 YVel. O Gott du frommer Gott. rist und D Du Dreyeinger GOtt, den ich mir auserlesen, gedenck an dei⸗ Guͤt die vor der Welt gewesen, und sey mir Suͤnder doch, OGott la bis gnaͤdig hier,daß ich stets Christ⸗ Ben lich leb, und sterbe saufft in dir. Ich lege Leib und Seel, S GOtt indeine Haͤnde, ach lehre du mich sets gedencken an mein Ende, auch 0 slerben eh ich sterb, und hoͤren alle Stund: Mensch du must sterben auch, es ist der alte Bund. n Wie JEsus mir zu gut gestorben, usont uie geböohren, so glaub ich gar ge⸗ en niß, jch werd nicht seyn verlohren, kleck mich nur zeitig auf, daß ich be⸗ kestet sey, wie du mich haben wilt nann mein End kommt herbey. Ich traue deiner Treu durch % Msus Blutvergiessen, und will duch weder Zeit noch Ort zum Tod t alischliessen: Komm, wann, wie, tihu Straf krgehen, fett, liebster * —.— nich nach deinen lt, Wanwien wend Austhn ich leb, und werd entschlaffen, geb i Gott Vater dir, das, was du bal erschaffen, GOtt Sohn, was du er⸗ loͤst, das geb ich wieder dir; GOtt Heilger Geist, was du geheiligt, nimm von mir. 6. Mein IESus komme mit stets vor in seinem Leiden; Und sa⸗ ge: Daß mich nichts/ nichto,nichts, von ihm soll scheiden; Er haͤlt mich in der Hand, der ich gezeichnet ein, und ruffe stets: Ich soll nicht nicht derlohren soyn. 7. Vor Suͤnde, Hoͤll und Tod, und vor des Satgns Schrecken, mein JEsus stelle sich„er laß sein Blut mich decken, und sey ein Vorschmack mir der ewgen Seeligkeit, daß ich vor Freud nicht spuͤhr des Todes Vitterkeit. Das was ich hinterlaß, versor⸗ ge/ schůtz und liebe, und gleb, daß mich im Tod nichts hindre noch betruͤbe, erhalt mich bey Veystand⸗ und einem frischen Muth/ daß mit⸗ 1 10 Gebeth/ ich sterb aus JE Su 5 ö 9. Nun ich geb meinen Geist noch⸗ mahls in deine Hande, und warte biß du köͤm̃st mit einem seelgen En⸗ de/ daß du mir nach dem Dod/druckst selbst die Augen zu, und biß au Juͤngsten Tag schenckst eine sasiff⸗ te Ruh. ö 10., Ich weiß hurchs Lammes Blüt werd ich schon uberwinden, und ei⸗ nen gnaͤdgen GOrt im Dod und Le⸗ hen finden, jch halte msch an GOtt/ und meines Esu Blut, ich weiß GOtt macht es schon mit meinem Ende gut. 22 II. Ich sage: Amen Drauf in meines JEsu Nahmen, es fage gleichfalls auch der HErre mein GOtt Amen! Achl sage ja zu mir⸗ Dyeyeinger GOetomm du⸗ 1956 79 Vom seel. Sterben un dChristl. Begraͤbniß. 796 sage: Sey getrost, mein Kind jeh komme nu. (709.) G. 2. Mel. Nun ruhen alle Waͤlder. O Welt ich muß dich lassen! Ich fahr dahin mein Strassen, ins ewge Vaterland: Mein'n Geist will ich aufgeben, darzu mein Leib und 70 setzen in GOTTes gnaͤdig and. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterhen ist mein Gewinn? Kein Bleiben ist auf Erden, das ewig muß mir wer⸗ den, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von GO D gezogen, durch Schaud und Buͤberey; Will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sund vergeben sey. 4. Auf GOtt steht mein Vertrau⸗ en, sein Ang' sicht will ich schauen, warlich durch JIEsum Christ: Der fuͤr mich ist gestorben, des Vaters begehren, im Glauben sey du auch nicht schwach. 0 9. Die Zeit ist nun vorhanden, hoͤr auf von Suͤnd und Schanden, und richt dich auf die Bahn mit Bethen und mit Wachen! Sonst all irdische lahn solt du gutwillig fahren ahn. ö 10. Das schenck ich dir am Ende. Ade! zu GOtt dich wende; zu ihm steht mein Begier. Huͤt dich für Pein und Schmertzen, nimm mein'n bens ist ietzt nicht mehr hier. (710.) Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. Soo getreu bis an das Ende, daure redlich aus den Kampff; leidest du gleich harte Staͤnde, dul⸗ Ach! das Leiden dieser Zeit ist nicht werth der Herrlichkeit, so dein JE⸗ sus dir will geben, dort in jenem Freuden⸗Leben. 2. Sey getreu in deinem Glauben, baue deiner Seelen Grund nicht auf Huld erworben, mein Mit tler er guch worden ist. W— 5. Die Suͤnd mag mir nicht scha⸗ den, erloͤst bin ich aus Gnaden, um⸗ sonst durch Christi Blut: Kein Werck koͤmmit mir zu frommen; So will ich zu ihm kommen, allein durch wahren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnütz Knechte, mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewig Leben: Umsonst will er mirs geben, 350 996 nach mein Verdienst und ahl. 7. Drauff will ich froͤlich sterben, das Himmelreich ererben, wie ers mir hat bereit; Hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod thut mich vertreiben, mein Seel sich von mein ˙ Leibe scheidt. V. Damit fahr ich von hinnen, O Welt thu dich besinnen, denn du must auch hernach, thu dich zu zweiffelhaffte Schrauben, lasse den Gewissens⸗Bund, so geschlossen in der Tauff, GOtt nicht wieder fagen auf: Der ist gottloß und verlohren, wer meineidig dem geschworen. 3. Sey getreu in deiner Liebe gegen GOrt der dich geliebt,an dem Naͤchsten Gutes uͤbe, und ob er dich hat betruͤbt, dencke wie dein Hey⸗ land that, als er fuͤr die Foinde hat R So must du verzeihen eben, soll GOtt anders dir vergeben. 4. Sey getreu in deinem Leiden, lasse dich kein ungemach, und auch nichts von JEl scheiden, murre nicht in Weh und Ach. Hllfft denn was die Ungedult? Achsie haͤuffet nur die Schuld: Der traͤgt leichter, wer da traͤget mit Gedult, was GOtt aufleget. 5. Sey getreu in deinem Hoffen, hilfft GOtt gleich nicht wie du wilt und hat bald kein Mittel troffen, GOlt bekehren/ und von ihm Gnad daß dein Wünschen werd erfüllt; Wis⸗ Abschied zu Hertzen, meins Blei⸗ test du gleich manchen Dampff. W. 2 WE W sshogrfto acklopff 6. Drume Iuß dudel muuf do es nicht wllt eri r egeldie/ Huden V schanden. 7. Sey g Hte dichf Judas lel fulchen e scy dein Herhe megl HemSland Wie Taubef 8. Sey gl Aufang, A Gottin al ler Zheck GOtteß El Hielweht i Hens, und d hen 9- Seyge sen, fechte laß dich fe Acch das is Alsdenn m Sunden⸗hl Uißlichegb Lhne krleg MI Ach u schmer anhin Ge Eht Himmm dun Tz schchpon uden St eherdod. l WJge eschreh, Sheöbng. in Olguben Woduch huh vorhand und Sch die Ba achen) t du ls hoz ann 0 lhen Soustalediche Hutwillig ahreg Henchich dir am Ende At dich wende; aur Begler. Hüt dich sh Hnertzen nimm meiiie, Hathen 55100 50 Sey getreu in deinem Hertzen, Wlichkeit, so dein gehen, dokt in jesleih thin deinem Glaubeh, SeelenStulld nichtaah Schrauben, assedes rund, so geschlofe i Ott nicht wieder fagen gottloß und vérlohreh, gdem geschworen, Uin deinler Liebe Uej Undobeßdich tes b dencke tole hein Heh⸗ eh iür die Goindehatz betzeihen eben,fol dil vergebenl el ih deitlem wah Ungemach/ und Eil scheiben, mutte Ind Ach. Hilfft denn dult Achl fi⸗ Hauffet 0. Derkrägt leichtek, ut Gebulz/ W . ö cuin beinem Hoffe ichnicht wiedul 15 Mittil has iuschen wend Ki 0 dsch geliebt an dey Wisse daß offt ist die Zeit/ da er dir die Hand auch beut/ da dein Ohren sind Ween wenn ey lang schon angeklopffet. ö 6. Hrum getren getreu gushalten, must du deinem liehen GOtt; ihm must du es lassen walten, wenn dii nicht wilt haben Spott; Ruffe nur, er ist schon hier /sein Hertz bricht ihm gegen dir, vuffe nur„GOtt ist vor⸗ handen/ Hoffnung macht ia nicht zuů schanden. ö huͤte dich fur Jogbs Kuß; Dencke/ Judas leidel Schmertzen um den falschen Teufels⸗Oruß. Falschheit 2295 Aygster Feind/ vedẽ was dein Heytze mehut: Sey zwar klug in dei⸗ Ru en doch ohne Falsch/ ie Tauben. ö 18. Sey getreu in allen Sachen/ Anfang/ Mittel und das End lasse GOtt in allen machen, auf daß al⸗ ler Zweck sich wend fordersthin zu GOttes Ehr ja du selbsten noch Rielmehr wivst auf guten Wegen ge⸗ hen, und die Suͤnden⸗Bahn gbste⸗ y 3 Sey getreu biß an das Kumpf⸗ sen, fechte frisch den letzten Ruck laß dich keinen Deufel daͤmpffen: Ach das ist der haͤrtste Zug: Wer alsdenn mt JEsn eingt) und das Suͤnden⸗Fleisch bezwingt/ der ge⸗ wißlich Lob ersiegetund die vebens⸗ Lrone krieget. Mel. Ach HErr mich armen Suͤn d. Bahn Ich bin guf keinen Nosen gegangen jederzeit, wie elwa die Gottlosen in stoltzer Sicherheik. 3. Was ist der Menschen Leben? Welins auch aufs allerbest sich kon⸗ nen hier erheben, so ist es Muh ge⸗ Har Vom sel. Sterben und Chyistlichen Begrabniß. 208 0 west ja nichts als gitel Sorgen, nur lauter Gram und Noth/ den Abend als den Morgen, drum ist man lie⸗ hey tobt. 4. Wie vsft hab ich geklager/gleich⸗ ich Rast gefraget: Vann komm ich Himmel an? Werd ich noch ange werd ich nicht bal sehen das vochte Vaterland. . Gott Lob nun soll es weyden, frey, Nun hab ich ausgeklaget, ich hab in meinen Streit mich ritteplich gewaget: Die Eron ist mir bereit es ist jaohne Noth, GOtt eslet mit den Seinen durch einen seelgen dem der nun gekommen/ zum schö⸗ nen Himmels⸗Thron.—555 7. Wenn ich euch koͤnnt bedencken, wenn ihr mich ljeben wollt„ sö duͤrfft ihr euch nicht kraͤncken oh die⸗ sem Sodes⸗Sold: In diesem Welt⸗ Gebaͤude hab ich euch ja gelseht z Drum goͤnnt mir doch die Freude, die mir mein Heyland giebt. 8. Wir weyden seyn verbundent, ohn alle Noth und Leid/ nach wenig hab ich nun vollender den schweren Lebens⸗Lauff, mich gantz zu GOtt gewendet, und geh Ißt Himmel auf: Sehr matt bin ich von Thraͤnen, mein Heutz ist schwach von Noth, von Seufftzen Ind von Stoͤhnen/ dyum komnin d eber Tod.. 200 In allen meinen Jahven, von rter Jugend an, hab sch es wohl hfahrele wie schwer die Himmels⸗ Zeit und Stunden dort in der E⸗ wigkest; Da wird uns Goer ver nenien /datverhen wir uuis guch vecht mit einander lischen Brauch. 10 Ade/ nun muß ich scheiden, zu tausend guter Nacht/ur Himmels⸗ Sust und Freuden/ ihr Liehsten seyd bebacht, wie ihrenich twollet finden im schoͤnen Pargbeiß da eitel Mher⸗ winden Ey gute Nacht ich reib: G, /%. wie ein Wandersmann; Ach hatt gehen auf eitler Erden Tand Ach? nun ist die Stund herbey, daß ich von dieser Erxden soll weꝛden loß und 5 6, O Liebsten laßt das Weinen, Tod, eh noch viel Truͤhsal kommen, OOtt weiß, sie drauen schon, wohl sueuen, nach hinune⸗ ———— 709 Vom seligen Sterben und Christlichen Begraͤbuiß 800 (7la.) Mel. Wenn mein Stuͤndlein ꝛc. Wernn ich in Todes⸗Noöͤthen bin, und weiß kein'n Rath zu fin⸗ den; So nehm ich meine Zuflucht hin zu Christi Tod und Wunden, darinnen find ich Huͤlff und Rath, wied'r GOttes Zorn und Wissethat, auch wieder Tod und Hoͤlle. 2. Es ist kein Schmertz, kein Leid, kein Noth, kein Angst so groß auf Erden, so nicht durch Christi Wun⸗ den roth koͤnte geheilet werden, sein Tod mein Leben und Gewinst, mein Hoffnung, Zuflucht und Verdienst, mein Schatz, mein Ehr und Crone. 3. Er streckt am Creutz aus Haͤnd und Füß mich freundlich zu umfan⸗ gen: Sein Haͤupt neigt er mir zu einm Kuß, aus hertzlichem Ver⸗ langen, sein Seiten er eroͤffnen ließ, daß ich darinn mog schauen sub sein Hertz, sein Lieb, sein Ereue. 4. Das ist die Thuͤr der Gnaden fest, die uns stets offen stehetz Gleich⸗ wie GOtt Noah bauen laͤst ein'n Ka⸗ sten, drein er gehet, zur Suͤndfluth groß mit all den Sein'n: Also sind Christi Wunden rein, die Thůr zum Gnaden⸗Throne. 5. Darein will ich mich finden sein, und mich darinn verdecken: Gleich⸗ wie ein klein Wald⸗Voͤgelein im ho⸗ len Baum verstecken: Biß Unge⸗ witter voruͤber geht, also will ich mich finden stet, zu Christ dem Brunn des Lebens. 6. Moses schlug einen Felsen hart, daß Wasser draus thaͤt fliessen: Also ward Christi Seite zart, mit einem Speer gerissen, daraus viel Blut und Wasser floß, der Gnaden⸗ zum Baum des Lebens fuͤhr und zum Brunn der Genaden. 8, Nun fuͤhl ich Sehutz, Trost, Ruh und Freud in deinen heilgen Wun⸗ den: Nun ist alls Leid und Trau⸗ rigkeit aus meinem Hertz'n ver⸗ schwunden: Fahr hin mein Seel! GOtt waꝛtet dein mit seinen lieben Saalt. fuͤhrt dich ins Himmels Sgale. (71j.) Mel. Christus der uns seelig ꝛe. CSHrisius, Christus Christus ist/ Christus ist mein Leben, hier ist eine kurtze Frist, in der Welt zu le⸗ ben, kuͤrtzlich aber kommt der Tod, der mich schlaͤgt darnieder, sag ich doch zu seinem Spott, CHristus schlaͤgt ihn wieder. 2. Was derhalben mir gebricht, will ich willig tragen, weiß ich doch es schadt mir nicht was mich auch kan plagen, lieg ich gleich erschla⸗ gen hier, dem Tod gleich und eben, spricht mein Hertz doch fuͤr und fuͤrt Christus ist mein Leben. 3. Reist der Tod gleich gantz ent⸗ zwey meines Lebens Faden, dennoch Brunn sich da ergoß, der mich im Sod erquicket. 7. O ewger Vat'r ins Himmels Thron, laß mich von hinnen schei⸗ den: O JEsu Christe Gottes Sohn, du wollst mich auch geleiten O heil⸗ ger Geist thu auf die Thůr/und mich bin ich Zweiffels frey, er kan mir nicht schaden, an dem, auf den ich getaufft, bleib ich allzeit kleben, del mit seinem Blut mich kaufft. Chri⸗ stus ist mein Leben. 4 Muß ich gleich in dieser Welt alles hinterlassen, und gantz leer ins Strassen, frag ich dennoch nichts darnach, ob ich gleich muß sterben, das zuletzt bringt Weh und Ach, Chrislus ist mein Leben. 5. Muß mein Leib in schwartzen Grab Staub und Asche werden, waz ich sonst zu klagen hab, Erde wird zur Erden, aber meine Seele dort soll am Stock der Reben gruͤnen, bluͤhen fort und fort, Christus ist mein Leben. 6. Nun wohlan so mag der Tod mich nun immer strecken„ er* 0 Todes⸗Feld wandern meine. 4l Vom IITeuselR Wiecken, laß« Indoch erck Sterben mein Anein Leben. Mel Ach He Me/ so es re⸗ D ser gantzet gelegen, die bn sich selbst Ur allein gluͤck an, die wohl ge Darum wen YVEsu/ sol Utch dein Leide Eeh mir: Laß m en, und ja ver Egen meiner S Uschanficht. Wenn mir d Wd das Gehör r nht mehr kan sr lit mir fleht, nehr fassen von iun, und endlich n von jederm. . So laß mi ürch deines Ge Lerdienft besinn Ange nicht vor I beten, so la Ies Geifles wich Ar seuffzen nock + Laß mich er lie manchen offt Uletzten Zügen Wwaal. Fuͤr be eh, ach! He Schmerzen Ae gnadiglie Eimne Anobfe ind Pfle⸗ uollf aus G Men solchen Ft I und Rr He. N Sichn ex Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß, goe issnein Leben. (7¹49 Mel. Ach HErr mich armen ꝛe. Je, so es recht erwegen, daß un⸗ ser gantzes Heyl am Sterben se gelegen, die werden meistentheil ovn sich selbst erkennen, daß diese Uur allein gluͤckseelig sind zu nen⸗ nin, die wohl gestorben seyn⸗ Darum wenn ich auch scheiden, OjeEsu, soll von hier, so bitt ich dich dein Leiden, verbleibe doch biß mir: Laß mich wohl uͤberwin⸗ den, und ja verzagen nicht, wenn nigen meiner Suͤnden der Teufel uich anficht. 3Wenn mir die Augen brechen, ud das Gehoͤr vergeht, wenn ich nicht mehr kan sprechen, und es so mit mir steht, daß ich nun nichts it mühr fassen vom Menschen⸗Troste ku/ und endlich gantz verlassen muß sion von jedermann. 4So laß mich doch von innen dirch deines Geistes Licht, auf dein Mrdienst besinnen, und wenn die Ange nicht vor Schwachheit mehr kun beten, so laß das Bitten doch dez Geifles mich vertreten, und in mir seufftzen noch. Laß mich nicht lange liegen, ue manchen offtermahl: Laß mich i letzten Zügen nicht leiden harte WMaal. Fuͤr boͤsen schweren Seu⸗ dn, ach! HErr bewahre mich, Schmertzen auch ingleichen, behüͤte gnaͤdiglich. An einem solchen Orte laf mich iesterben nicht, da es an deinem VMorte und Pflegung mir gebricht: ih Du wollst aus Gnaden geben, mir eihen solchen Freund, der es im Lod und Leben fein treulich mit uy meynt. In Sicherheit und Süͤnden, Seufels⸗Rott sollen nuch' nicht wenn ich bin unbereit, Iaß mich den schecken, laß es seyn ich sterb da⸗ Tod nicht finden, und goͤnne mir die hy/ doch merck ich gar eben, ist doch Zeit, wenn ich ploͤtzlich soll sterben, Serben mein Gewinn, Christus daß ich noch dencke dran, wie ich mich vom Verderben durch dich er⸗ retten kan. 8. Biß an mein letztes Ende laß mich verstaͤndig seyn, daß ich in dei⸗ ne Haͤnde, auf dein Verdienst al⸗ lein, mag meinen Geist aufgeben und kommen zu der Ruh, die du nach diesem Leben den Deinen fa⸗ Resttu:⸗ 9. Der Leib wird aus der Erden, auch schon zu seiner Zeit erwecket wieder werden, mit neuer Herrlich⸗ keit, die ich muß hinterlassen die troͤste reichlich hier, und nimm sie n massen in Himmel auf zu dir. 10, Wiettohl es mag dein Wille zu aller Zeit ergehn: Ich will dir halten stille, laß alles nur ge⸗ schehn, wie es dir wird belieben: Es ist doch gut gemeynt, du bist auch im Betruͤben der allerbeste Freund. 1½.) In eigner Melodie. S ist nun aus mit meinem Le⸗ ben, GOtt nimmit es hin,der es gegeben, kein Troͤpflein ist mehr in dem Faß, es will kein Fuͤncklein mehr verfangen/ des Lebens Lich t ist ausgegangen, kein Koͤrnlein laͤufft mehr in dem Glaß,/ es ist nun aus/es ist vollbracht, Welt gute Nacht. 2. Komm Todes⸗DTag du Lebens⸗ Sonie/ du bringest mirx mehr Lust und Wonne, als mein Geburts⸗Tag bringen kan„ du machst ein Ende meinem Leiden, das sich schon mit den Kindtauf⸗Freuden, von zeuem hat gefangen an. Nun ist es aus, es ist vollbracht, Welt gute Nacht. 3. GOtt Lob lietzt kan ich recht ge⸗ nesen, mein Sodom hist du mir ge⸗ wesen, O Suͤnden⸗Welt, du La⸗ ster⸗Hguß, der Tod soll mir ein En⸗ gel heissen, der mir, wie Loth, den Weg kan weisen, ich folg mit Creuden, nur hingus hinaus eh Ce GOt⸗ 803 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 804 Gottes Donner kracht, Welt gute Nacht! 4. Du warest mir auch mein Egy⸗ pten, da mich viel Creutzes⸗Hencker wipten, biß auf die Thraͤnen biß aufs Blut, der Tod will aus den Diensibarkeiten, mit Israel mich ausbegleiten, wie koͤmmst du Frey⸗ heit mir so gut? Nach dir hab ich schon laͤngst getracht, Welt gute Nacht! 3510 5. Wie gerne will ich von dir schei⸗ den, von dir und deinem Jammer⸗ Leiden, O Welt mein Babel warest du, die manchen Handel mir ver⸗ wirret, daß ich, wie eine Taube, gir⸗ ret, durch Weinen, Seufftzen im⸗ merzu! Nun ist es aus, es ist voll⸗ bracht, Welt gute Nacht! 6. Welt gute Nacht, behalt das Deine, und laß mir JEsum als das Meine, ich lasse meinen IJESu M nicht. Behuͤt euch GOtt, ihr mei⸗ ne Lieben, last meinen Tod euch nicht betruͤben, durch welchen mir so wohl geschicht. Mein Leid ist aus, es ist vollbracht, Welt gute Nacht. 7. Was wollet ihr euch nach mir sehnen? ey stillet, stillet eure Thraͤ⸗ nen/ weil meine schon gestillet sind, mir wischt sie JEsus von den Au⸗ gen, was sollen denn die euren tau⸗ gen, und lacht niit mir als seinem Kind, was JEsus macht, ist wohl gewacht, Welt gute Nacht. (7169 Mel. O Jesulein süͤß, O Jesulein ze. N. faͤhret mein Geist in Friede dahin, weil ich geschickt zum Tode bin; Mit meinen Augen hab ich schon erblickt den wahren GOt⸗ tes⸗Sohn, drum faͤhret mein Geist mit Frieden dahin. a. Nun faͤhret mein Geist in Frie⸗ de dahin, weil ich getrost zum Tode bin, mein Hertz sich fest im Glau⸗ den haͤlt an Christ den Heyland al⸗ ler Welt, drum ꝛ. 3. Nun faͤhret mein Geist in Frie⸗ de dahin, weil ich zum Tode heilig bin, von Suͤnden hat mich Christi Blut rein abgewaschen, das ist gut, drum ꝛc. 4. Nun faͤhret mein Geist in Frie⸗ den dahin, weil ich vorm Tode sicher bin, Tod, Hoͤll und Teufel koͤnnen mir nicht schaden, JEsus ist dafuͤr, drum ꝛe. 3. Nun faͤhret mein Geist in Frie⸗ den dahin, weil ich nicht lang im To⸗ de bin; mein Esus wird erwecken mich, und zu sich nehmen ewiglich drum ꝛe. 6. Nun faͤhret mein Geist in Frie⸗ de dahin, weil ich des Lebens mude bin: Es ist genung: HErr loͤß mich auf, und fuͤhr mich in den Himmel nauf, drum faͤhret mein Geist in Friede dahin. (¹7. J. G. Mel. Aus tiefer Noth schrey ꝛc. Ahwie elend ist unsre Zeit, all⸗ hier auf dieser Erden, gar bald der Mensch darnieder leit: Wir muͤssen alle sterben! Allhier in die⸗ sem Jammerthal ist Müͤh und Ar⸗ beit uberall, auch wenns uns wohl gelinget. 2. Ach! Adams Fall und Misse⸗ that, folchs alles auf uns erben, O Gotti gieb du uns guten Rath, daß wirs erkennen lernen, daß wir so blind und sich er seyn, murren in Truͤbsal und in Pein, das ist ja zu er⸗ barmen. 3. HErr GOtt du unser Zuflucht bist„ dein Huͤlsse thu uns senden, denn du der deinen nicht vergißt, die sich zu dir nur wenden. Mit deinem Geiste steh uns bey, ein seel⸗ Mel. Was mein GoOtt will ꝛe. WaA ist doch unsre LebensZeit? del? Es ist nur lauter Citelkeit sein gantzer Lauff und Handel glemn Was ist des Menschen Wan; ae 305 Vom 1.— Heen schonet Wald u Heu m et Mensch g d wird zu E 2. Er bluht r uf gruͤngesät⸗ gum gesehen Windes Kaltt Nruͤber geht, d Blaͤtter: mbesten steht Luͤcks⸗Wette 3. Drum ist es Menschen Hurtzes Nu der; Het sich gar eb. m Wind ent hochnen Glase, dm Lent verge se⸗Blase. . Gleich eine uth von Wolck hem Blitz, so Mem Regenbo sdabricht here uyjaget der gů se Schein, d Unns taget. . Es ist der Haum, so mit ges Stuͤndlein uns verleih, durch sten Thun und IEsum Christum Amen. Ebens⸗s (718.) J. G. S. andel. om seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 806 Dreyfaltigkeit belohnen in dem ht Himmel. sch alich gleich wie Glaß,(719.) H. A. * vird zu Staub und Erdelu. Mel. Christus der uns seelig ꝛc. he Er bluüht wie eine zarte Blum(EInen guten Kampff hab ich auf Icf gruüngesaͤten Felde, eh man sich— der Welt gekaͤmpffet: Denn 3 zum gesehen um, macht sie des GOtt hat genaͤdiglich meine Noth Vindes Käͤlte, wenn brausend sie gedaͤmpffet, daß ich meines Lebens U vom Laub Lauff seeliglich vollendet, und die d Blatter: So wenns mit uns Seele Himmel⸗auf GOode dem ch besten steht, kommt Tod und Un⸗HErrn gesendet. Rucks⸗Wetter.. Forthin ist mir beygelegt der Drum ist es lauter Sitelkeit Gerechten Crone, die mir wahre tis Menschen kurtzes Leben, ein Freud erregt, in des Himmels kurtzes Nu der Frölichkeit, und glei Throne. Forthin meines Lebens cet sich gar eben dem Staub, so mit Licht, dem ich hier vertrauet, nehm⸗ um Wind entsteht, ein mbald ge⸗lich GOttes Angesicht, meine See⸗ Hochnen Glase, dem Schnee, so in dan Lentz vergeht, und einer Was su Blase. 4. Gleich einer schoͤnen Morgen enem Regenbogen, dem Schatten, soda *• sra s Schein, der Himmels⸗Roth, utins taget. Es ist der Mensch gleich einem Haum, so mit dem Schlaff aufhoͤ⸗ 14, ein aufgeschwollner Wasser⸗ Sthaum, der sich im Huy verstoͤhret, altich einem schnell verschoßnen Heil,ein Echo in den Grüfften, ein Dat⸗Vertreibung der Kurtzwell, ein Mgel⸗Flug in Luͤfften. Am heissen Sonnenschein ein Eg, ein Thau, der bald verdirbet, eu' Wanderschafft und stete Reiß, bis er sich legt und stirbet, drum Hbt und ist nur Eitelkeit der Men schen Thun und Handel, und seine 1 85 Lebens⸗Zeit ein Sopgen⸗vol⸗ Wandel. Wohl dem, der dieses recht be⸗ tiacht, und so bestellt sein Leben/ des er sich stündlich fertig macht/ N Todten⸗Zoll zu geben, den wird Mit⸗Getümmel, die Heiligste berjaget der guͤlduen Sonnen heif⸗ le schauet. Jer nicht gefaͤlt: Drum ich mich er⸗ kath von Wolcken uͤberzogen, gleich heben meinem JEsu, da ich bin letzt 3. Dieser boͤsen schnoͤden Welt jaͤmmerliches Leben, mir nun laͤn⸗ em Blitz, so bald vergeht, gleich sin lauter Freuden: Denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst richt herein, dem Nebel, sossein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund! ben: Alle, die ihr um laßt euch nicht betrů⸗ ben diesen Abtritt, den ich thu in die Erde nieder: Schaut, die Sonne geht zur Ruh, koͤmmt doch morgen wieder. alle meine Lie mich weint, (7a0) C. L. Mel. JEsu Lepet un 0 As ist unser Leben, und na Wé dem wir streben? Eitel Eitel⸗ keit: Was ist unser Dichten, Wol⸗ len und Verrichten? Eitel Müd und Streit. Eitel ist was ihm er⸗ kiest hier ein Meusch in seinem Her⸗ gen: Eitel Augst und Schmertzen. . Ach liole ist so nichtig Ach wie ist so fluͤchtig uusre Lebens⸗Zeit? Wenn wir auf der Erden kaum ge⸗ bohren werden, geht schon an der Streit. Da ist Leid und Trautig⸗ uch dieser kurtzen Zeit, und e keit/ da muß man mit boͤsen Leuten unaufhörlich streiten. 3. Dieses unse Leben pflegt sich an zuheben mit viel Creutz und Not h Ce 2 Da 907 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. Log Da ist eitel Neiden, Sorgen, Angst und Leiden, und zuletzt der Tod. Die se Welt mir nicht gefaͤllt: dort ist noch ein ander Leben, darnach thu ich streben. 4. Dich O Welt ich hasse! drum ich dir nun lasse dein' Ergoͤtzlichkeit. Weil ich mir erlesen fuͤr dein eitel Wesen, nur die Himmels⸗Freud: Und dahin steht mir der Sinn, ste⸗ tig hab ich die Gedancken in den Himmels⸗Schrancken. 5. HErr wenn ich nur habe dich zur Morgen⸗Gabe: O so sey und bleib die Welt ungeachtet: Ob mir schon verschmachtet meine Seel und Leib: Bist du doch O IEsu, noch meines Hertzens Lust und Freude, mein Theil, Heyl R 1 3. Hast du doch selbst gekaͤmpffet, reit und fertig machen, noch fuf demletzten Streit. 6. Verzeih uns doch aus Gnaden, all' unsre Missethat, damit wir sind beladen, HErr JEsu du weist Rath: Durch deine Schlaͤg und Wunden ist ja das Mittel funden, das uns erloͤset hat. 7. Du kanst des Todes Schrecken vertreiben gantz und gar, dein Ster⸗ ben kan bedecken, was sonst zu fuͤrch⸗ ten war? Dir ist es ja gelungen, daß du den Tod verschlungen, hin ist nun die Gefahr. HErr JEsu, mit dem Tod, und des⸗ sen Macht gedaͤmpffet, in deiner hoͤchsten Noth, hast du doch gantz erhitzet dein theures Blut geschwi⸗ (721.) J. R. Mel. HErr Christ der einig ꝛe. Onmer Gnaden, reich von Barmhertzigkeit, du laͤßt uns arme Maden, in dieser boͤsen Zeit, aus deinem Wort erkennen, daß wir zum Sterben rennen, kein Mensch ist hie befreyt. 2. Es ist ja dieses Leben den zar⸗ ten Bluͤmlein gleich, die durch der Winde Weben, bald werden welck und bleich es ist schier gleich dem Schatten, dem Graß und duͤrren Matten, ja wie die Lufft so weich. 3. Wie Rauch und Dampff ver⸗ schwindet in einem Augenblick, auch man kein Woͤrtlein findet, das wieder kommt zuruͤck, im Fall es ausgesprochen, so bald wird auch gebrochen, des Himmels Meister⸗ „Stuͤck. 4. Ach lehr uns HErr bedencken, daß unser Lebens⸗Lauff zum Ende sich muß leucken, und hoͤren ploͤtz⸗ lich auf: Daß wir mit allen Sin⸗ nen den Himmel lieb gewinnen: Das heist ein edler Kauff. 5. Hilff, daß wir Lust bekommen zu lernen in der Zeit, nur das was uns kan frommen dort in der Ewig⸗ keit, daß wir auch alle Sachen he⸗ tzet, gleichwie Rosin so roth. 9. Dieweil denn nun verschlun⸗ gen der Tod ist in dem Sieg, und Satan gantz bezwungen durch dei⸗ nes Leidens Krieg, nichts hat an mir zu find en, so hilsf mir uͤberwin⸗ den, daß ich nicht unterlieg. 10. Und wenn die Zeit vorhanden⸗ daß ich abscheiden soll, so reiß mich aus den Banden des Todes, daß ich wohl und ritterlich durchdringe, j dir, mein GOtt Lob singe, der Him⸗ mels⸗Freuden voll. II. Aus Lieb hast du dein Leben, O JEsu Gottes Lamm, fuͤr mich dahin gegeben, an deines Creutzes Stamm, wie koͤntest du mich hassen wenn ich die Welt soll lassen, mein liebster Braͤut igam. 12. O Troͤster der Geplagten, O Geist der Einigkeit, O Hoffnung der Verzagten, O Freud in allem Leid, staͤrck in den letzten Zuͤgen hilff, ich bin bereit. +²2. 1l. Mel. HErr Christ der einig ꝛe. Nun will auch ich abscheiden/ doch laß mich sterben nicht/ biß daß ich allen Freuden der Welt, O frommes Licht/ bin gaͤntzlich 42 mein weniges Vergnuͤhen, HErr/ 41 90.Voh siorben, laß m hen, noch kom 3. Ich muße sch gar viel ge dich kan trenn Wahn, mein mein Geist es haͤlt mich um 3. Du aber! (wig treues Helt ergvicker Echmertz, ack gen, wirff al Euͤnden hint 4. Du kom. Liebe, mein e zu mir, der ie Furtzen Weil Gpreu im Win geunde zu dir n J. Jeht leg ich HKanckes Fleisc und dich alleine Hut, und sch Dir bleiben Mein gekränckt 6. Mein' hoͤ Alfreuest du, Himmst sie aus Ea sie ist, du reuden nach! Hen, zu dir hin, v. Nun komn Hen, denn ietzt Meudig zu enn Ales Leid in di⸗ Rvonihr, zud mer Herrlichke 9. Willkomm Hillkommen, Redich dirert Wehr berth i ileren mit Gn 0 . Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. g1e orben, laß mich seyn nicht verdor⸗ n, noch kommen ins Gericht. 3. Ich muß es zwar bekennen, daß hgar viel gethan, was mich und ich kan trennen: Es ist kein blosser Dahn, mein Hertze muß es sagen, nein Geist es hoch beklagen, Angft ult mich um und an. 3. Du aber laß mich blicken dein tvig treues Hertz, das laß mein Hertz erqvicken, und lindern meinen chmertz ach laß mich nicht verza en, wirff alle meine Plagen und Eunden hinterwärts. 4. Du kommst mein Licht und tebe, mein Trost und suͤsses Heyl, mir, der ich verstiebe nach einer üUrtzen Weil„ wie Staub und Epreu im Winde: Du aber nimm elinde zu dir mein bestes Theil. Jetzt leg ich mein Gebeine, mein Fanckes Fleisch und Blut von mir, id dich alleine ergreiff ich, hoͤchstes Fut, und scheide so von hinnen: Dir bleiben meine Sinnen, und zein gekraͤnckter Muth. 5. Mein' hoͤchst⸗gekraͤnckte Seele freuest du, HErr Christ, und Immist sie aus der Hole des Leibes, sie ist, du nimmst sie auf mit geuden nach vielem schweren Lei⸗ In, zu dir hin, da du bist. Nun komm, O mein Verlan⸗ n, denn ietzt bin ich bereit dich seudig zu emipfangen, ietzt laß ich Ves Leid in dieser Welt, und schei⸗ von ihr, zu deiner Freude, zu dei⸗ Vr Herrlichkeit. 3. Willkommen, O mein Leben, Hkommen, O mein Licht, nun eid ich dir ergeben: binfuͤhro sterb Hnicht, ich bleib in deiner Wonne, Hau, O du ewge Sonne, dein ewigs Aigesicht. „Geh ein, sprichst du, mein Le⸗ un, zu deines HErren Freud, hie lt du ewig schweben fuͤr mir, dich kein gehr berühren, wie will ich dich be⸗ Vren mit Gnad und Herrlichkeit 6²30 Mel. Meinen JEsum laß ich nicht. Esus meine Zuversicht und mein Heyland ist im Leben. Dieses weiß ich: solt ich nicht darum mich zufrieden geben? Was die lange Tedes⸗Nacht mir auch fuͤr Gedan⸗ cken macht. 2. JEsus, er mein Heyland lebt, sich werd auch das Leben schauen, seyn, wo mein Erloͤser schwebt, war⸗ um solte mir denn grauen? Laͤsset auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht. 3. Ich bin durch der Hoffnung Vand zu genau mit ihm verbunden, meine starcke Glaubens⸗Hand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todes⸗Bann ewig von ihm trennen kan. 4. Ich bin Fleisch, und muß baher auch einmahl zu Asche werden, das ge steh ich, doch wird er mich erwe⸗ Kken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn seyn moͤg alle⸗ zeit. . Dann wird eben diese Haut mich umgeben wie ich glaͤube: GOtt wird werden angeschaut denn von mir in diesem Lesbe, und in die⸗ sem Fleisch werd ich JEsum sehen etoiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heyland, kennen, ich, ich selbst, kein Fremder nicht werd in seiner Liebe brennen: Nur die Schwachheit um und an wird von mir seyn abgethan. v. Was hie kraͤncket, seuffzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen, irdisch werd ich aus geset himmlisch werd ich aufferstehen. Hier geh ich natuͤrlich ein, nach⸗ mahls werd ich geistlich sehn Seyd gettost und hoch eufreut/ JEsus traͤgt euch, meitte Glieder, gebt nicht statt der Traurigkeit, Reid noch Feindschafftsterbt ihr, Christus rufft euch wie⸗ der, wenn die letzt Posaum erklingt, die auch durch die Graͤher dringt. Ce 3 3. Lacht Vom seel. Sterben und Christl. Begraͤbniß. 8¹² 9. Lacht der finstern Erden⸗Klufft, läacht des Todes und der Hoͤllen: Denn ihr sollt euch durch die Lufft meinem Heyland zugesellen: Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Luͤsten dieser Erden, und euch dem schon ietzt ergebt, dem ihr beygefuͤgt wollt werden. Schickt das Hertze da hinein, wo ihr ewig wuͤnscht zu seyn. 67²40. Mel. Ach wie nichtig/ ach wie ꝛc. Ae Geliebte! Ach Betruͤbtel lasset euer Trauren! Denn ich bin nicht gar gestorben; Das Ge⸗ ringste ist verdorben, und das Him⸗ melreich erworben. 2. Ach Geliebee! Ach Betrübte! stellet ein das Trauren: Wollt ihr wissen, wo ich lebe? In der Ewig⸗ keit ich schwebe, da des Hoͤchsten Preiß erhebe. 3. Ach ihr Meinen! thut nicht weinen, hoͤrt auf meine Rede: Ich bin worden aufgenommen, hab von IEsu auch bekommen, was die Sei⸗ nen eingenommen. 4. Ach ihr Leute, grosse Freude dorten ich empfinde: Ewig wohl es da zugehet, wo man vor dem Lamme Rehet, wenn ihr folget, hr es sehet. Ach ihr Meinen! Was hilfft Weinen? Ich bin nicht gestorben. Der Tod ist nur suͤsses Schlaffen, hat verlohren seine Waffen, und Lan ein Geringes schaffen. 6. Ach ihr Hertzen! ohne Schmer⸗ tzen, mercket auf mein Sagen: wer so diesen Tod verlachet, und darauf Christ⸗munter wachet, der ist schon gerecht gemachet. 7. Ach Geliebte! Ach Betruͤbte! goͤnnet mir den Wechsel: Selbsten werd't ihr dieses sagen, daß ich Schmertzen viel getragen in mein'n jungen Lebens⸗Tagen. g. Ach! so dencket/euch nicht kraͤn⸗ Kraͤutlein is zu finden, und kein Saͤfftlein zu ergruͤnden, diesen Tod zu uͤberwinden. 9. Ach ihr Leute, ist nicht Freude dieses anzuhoͤren? Esus haͤtte mich euriret voͤllig, da er hingefuͤhret, meine Seel, wo er regieret. 10. Ach Geliebte! Ach Vetruͤbte! dieses muß ich meiden, hier ihr mich zwar sehet nimmer, aber in dem Himmels⸗Zimmer findet ihr mich ewig immer. II. Ach ihr Meine! Ach ihr Feine! wisset wo ich lebe: Da ich nun hin angelaͤndet, wo sich alles Ungluͤck wendet, wo sich alles Ubel endet. 12. Ach ihr Hertzen! sollt nicht schmertzen euch mein zeitlich Ster⸗ ben: Ich sag euch, ich habe müssen diesen Winter so beschliessen, dort den Fruͤhling zu geniessen. 13. Ach ihr Meinen! ihr thaͤt wei⸗ nen, wann ihr mich ansahet! Angst hat mich ja sehr beruͤhret, biß mich GOtt aus Noth gefuͤhret dahin, da man nichts mehr spuͤhret. 14. Ach Geliebte! Ach Betruͤbte! troͤstet euch mit diesem: Ich hab nun den Himmel innen, da mit nichts mehr wird zerrinnen: Gute Nachtl ich scheid von hinnen. (7⁵.0 J.. Chorus I. Chorus II. Nua laßt uns SO traget den Leib be⸗ mich denn graben, daran wirsimmer hin, da ich kein Zweiffel ha⸗so lang verwah⸗ ben/ er wird am sret bin, biß GOtt Juͤngsten Dag aufstehn, und un⸗ verweßlich herfuͤr gehn. den, wird guch zur Erd wieder cket uͤber mein Absterben! daß kein 2. Erd ist er, und von der Er⸗ werden, und von der Erd wieder mein treuer See⸗ len⸗Hirt mich wieder auferwe⸗ cken wird. 2. Ja sfreylich werd ich nach dem Tod zu A⸗ schen„ Erden, doch wird das ar⸗ me Fleisch und aufstehn, wenn 2125 Got⸗ Bein von mei⸗ nem Staub und Koth/ 33 Vom Gottes Posa hird angehn 3. Sein' Ee lcht ewiginoe der sie allhie⸗ lauter Gnad! aller Suͤnd 1 Missetbat du seien Sohn loset hat. 4Sein Jast Trüͤbsal und lend ist komn 3u ein'm seele End/eꝛ hat get gen Chrifti Jo isst gestorben u Lebet noch. J. Die See lebt ohn al Klag, der Le Ichlaͤft biß a Jungsten Tag Pelchem GOe ahn verklaͤr und ewger Fre wwird gewähre 6. Hier ist er Angst getwes bort aber wir genesen, in ew Hreud und W. e leuchten die helle Se Me. Pan ue FI. 135 1 undn ehrnan,“ 8 —6⁵ —4 4 Iaiaf der Leib Welt ju Truͤm⸗ 313 Vom seligen Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 84 Ottes Posaun nem GST ver⸗ wird angehn. klaͤret seyn. 3. Sein' Seele 3 Meinveib ebt ewig in Gott, hie der Wuͤrmer hin, l der sie allhie aus Spott, die See⸗ (726.) F. J. B. Es ist genug/ 93 nimm HErr wir baundas Zions Geistern aufdas Band, das allge⸗ mahiichreiß befreye diesen Sinn, auter Gnad von le lebt bey ihremder sich nach seinem GOtte sehnet, aller Suͤnd und Gott deꝛ sie duꝛch/ Missetbat durch sein so bittres einen Sohn er⸗ Leid erloöͤset hat öͤset hat. zur Seeligkeit. Sen Jamer, 4. Was mich Truͤbsal und E⸗ vor Trubsal hat end ist kommen verletzt, wird nun u ein'm seelgen in hoͤchste Lust End, eꝛ hat getra⸗ versetzt, die Wel + ven Christi Joch ist mir ein Jam⸗ ist gestorben und merthal, dort a⸗ lebet noch. ber ein recht 5. Die Seele Freuden⸗Saal⸗ lebt ohn alle v. Wenn alle Hlaͤfft biß am mern bricht, und Büngsten 800 on GOtt wird hal⸗ welchem GODT ten sein Gerlcht/ ihn verklaͤren, so wird mein Leib und ewger Freud verklaͤret stehn, Pird gewäaͤhren. und in das Him⸗ 6. Hier ist er in melreich eingehn. Anaßt gewesen, 6. Wie manche zort aber wird er Wiederwär t i g⸗ enesen, in ewgerskeit hatt' ich bey Freud und Won⸗ meiner Lebens⸗ ne leuchten alsZeit, nun aber ist die helle Son miz znichts dewust he. als aller Auser⸗ v. Nun lassenswehlten Lust. Eir ihn hier 7. So last mich schlaffen„ und bem in sanffter behn all heim un Ruh, unb geht ser Strassen,/ nach eurer Woh⸗ schicken uns auch nung zu, ein je⸗ Hit allem Fleiß, der dencke Tag Nacht, O W wele⸗ Hauß, h fahre sicher hin in lenn der Tod vor Tag, wie er lommt uns glei⸗ auch seelig ster⸗ cher Weiß. ben mag. 3. Das helff uns Christus unser Erost, der untz durch sein Blut hat trloͤst, vons Teufels xrger Pein, ihm sey Lob/ Miesß und CEhr allein. G' walt Und ich der laͤglich klagt, und taͤglich thraͤ⸗ net: Es ist genug. 2. Es ist genug des Jammers, der mich druͤckt: Des Adams Apffel⸗ Gier, das Suͤnden⸗Gifft hat kaum mich nicht erstickt, nichts Gutes wohnt in mir: Was Laaltch mich vonOtte treñet, was taͤglich mich beflecket nennet, deß ist genug. 3. Es ist genug des Creutzes, das mir fast den Rücken wund gemacht, wie schwer, O Gott! wie hart ist diese Last! ich schwemme manche Nacht mein hartes Lager durch mit Thranen: Wie lang, wie lange muß ich sehuen? Wenn ists genug ꝛ 4. Es ist genug, wenn nur mein IEsus will/er kennet ja mein Hertz/ sich harre sein, und halt indessen stil, is er mir allen Schmertz, der meine sieche e Bru st abnaget, zuruͤcke legt/ und zu mir saget: Es ist geuug. 5. Es ist genug, HErr, wenn es dir gefaͤllt/ so spanne mich doch aus, mein JEsus tlichtß: Nun gute elt Hich fahr ins Him⸗ Frieden, mein seuchter Jammer bleibt danieden. Es ist genug. (727.) Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. LVebster GoOtt/ wenn werd ich ster⸗ ben, meine Zeit laͤufft immer hin, und des alten Adams Erben, unter denen! ich auch bin, haben diß zum Vater⸗Theil, daß sie eine kleine Weil arm und elend hie auf Erden und denn selber Erde werden. 2. Ich zwar will mich auch nicht wi⸗ Dernanbeshl essen meine Zeit/trag doch in allen Gliedern Saamen von deꝛSteꝛbl schkeit/ge ht doch imeꝛ pa und dort, einer nach dem andern Ce 4 sopf/ 8¹5 Vom seel. Sterben und Christlichen Begraͤbniß. 815 fort, und schon mancher liegt im Grabe, den ich wohl gekennet habe. 3. Aber GOtt was werd ich den⸗ cken, wenn es wird ans Sterben gehn, wo wird man den Leib versen⸗ eken? Wie wirds mit der See⸗ len stehn? O! was Kummer faͤllt mir ein, wessen wird mein Vorrath seyn? Und wo werden meine Lieben nach einander hin verstieben? 4. Weichet doch ihr tollen Sor⸗ nun GOtt von hinnen, und lasset mich entrinnen der uͤberhaͤufften Noth und Pein. 4. Kurtz ist mein irdisch Leben: Ein bessers wird mir geben GOtt in der Ewigkeit, da werd ich nicht mehr sterben, in keiner Noth verderbeu, mein Leben wird seyn laut er Freud. 5. Er eilet mit den Seinen, laͤßt sie nicht lange weinen in diesem Thraͤnen⸗Thal. Ein schnell und gen, soll ich nicht zu JEsu gehn? seelig Sterben ist schnell und gluͤck⸗ Lieber heute noch als morgen, denn lich erben des schoͤnen Himmels mein Fleisch wird auferstehn, ich Ehren⸗Saal. verzeih es gerũ der Welt, daß sie al⸗⸗E. Wie oͤffters wird verfuͤhret les hier behaͤlt, und bescheide mei⸗ manch Kind, an dem man spühret nen Erben einen GOTT der kan rechtschaffneFroͤmmigkeit, die Welt SISIIIFPFIPIIIIIIIII —— nicht sterben. voll Luͤst' und Tuͤcke, legt heimlich 5. Herrscher uͤber Tod und Leben, ihre Stricke bey Tag und Nacht zu mach einmahl mein Ende gut, lasse mich den Geist aufgeben mit recht wohl gefaßtem Muth, hilff, daß ich ein ehrlich Grab neben frommen Christen hab, und auch endlich in der Erde nimmermehr zu schanden werde, ö‚ Mit Fried und Freud ich Herr JEsuChrist wahr M. JCsu Christ meins Leb. Herr Gott nun schleuß ꝛc.) Infonderheit bey Beerdigung kleiner Kinder. (7²8.) J. EI. Mel. O Welt ich muß dich lassen. Ott Lobldie Stund ist kommen, da ich werd' aufgenommen ins schoͤne Paradeiß. Ihr Eltern duͤrfft nicht klagen, mit Freuden sollt ihr sagen, dem Hoͤchsten sey Lob, Ehr und Preiß. 2. Wie kans GOtt besser machen? Er reißt mich aus dem Rachen des Teufels und der Welt; die letzt wie Loͤwen brüllen, ihr Grimm ist nicht . 0 biß alles uͤbern Hauffen siehe oben. faͤllt. 3. Diß sind die letzten Tage, da nichts als Angst und Plage mit Hauffen bricht herein. Mich nimmt jederzeit. 7. Ihr Netze mag sie stellen: Mich wird sie nun nicht faͤllen: Sie wird mir thun kein Leid, denn wer kan den verletzen, den Christus ietzt wird setzen ins Schloß vollkommner Sicherheit. 8. Zuvor bracht ich euch Freude, ietzt nun ich von euch scheide, be⸗ truͤbt sich euer Hertz. Doch wann ihrs recht betrachtet, und was Goit thut hoch achtet, wird sich bald aͤn⸗ dern aller Schmertz. schlaͤgt und heilet Wunden, er ken⸗ net jedermann: Nichts ist iemahls geschehen, das er nicht vorgesehent 10. Wenn ihr mich werdet finden weisser Seide stehn, und tragel Sieges⸗Palmen in Haͤnden, und mit Psalmen des HErren Ruhm und Lob erhohn. u. Da werdet ihr euch freuen wird euch hertzlich reuen, daß iht euch so betruͤbt. Wohl dem/ der len, und ihm sich in Gedult ergiebt. euch ietzund begegnet, ist andern auch 9. GoOtt zehlet alle Stunden, eXx Und was er thut, ist wohl gethan. fuͤr GOtt frey aller Suͤnden, im Gottes Willen gedencket zu erfuͤleo 12. Ade! nun seyd geseegnet, was Dot —E— Alh geschehen Aschren. Nu lthohten, dort sehn. (72 Mel. Wennen N Wuͤrm llein, mit Att, kein Tro IU Bein, im , denn daß! htist, ein art En bist. Ach Hlagen. 8. Laß mich; Ain Leib ein gr. en, mit deinen eib, biß sich n En. Wenn m Resicht, und v Heht nicht allhi 3. So laß m Poth umkomu Hnm mir zu hu in Angst hil Donck daß ichl Mied und gruͤr uied laß mich Gedenck)E Yd, den du sel 60 wahr du bif Anicht seyner lucht kommen i Idewig schme ssst du ir geig . Ach GOtt! seyn dein W : Ein seelg Ohab mich di u mein HErr Mlaßt in keine ff erwarter 5 Drauf wil Iein Seel iGottsüe Ais nicht von Wumn u nicht im mein'n Auc Jüme 2 Vom seel. Sterben und Christl. Begraͤbniß. 8¹⁸ lch geschehen: Viel mussens noch(730.) 5. 80 gahren. Nun GODT woll euch Mel. Von Gott will ich nicht ꝛe. Hvahren, dort wollen wir uns wie⸗ 7 d sehn. 1 00 mmen zu tes Sohn; 729) B. F. Freud und Wo Ine, 1 Nel. Wenn mein Stundlein ꝛe child und Cron: Auch für EIn Wuͤrmlein bin ich arm und die Kinderlein, daß sie nicht werd'n klein, mit Todes⸗Noth umge⸗ verlohren, bin ich ein Kind geboh— Ui, kein Trost weis ich in Mar Esten, d drum sie mein eigen seyn. 1 Bein, im Sterben und im Le⸗. Der HERR gar freundlich kuͤs⸗ kui, denn daß du selbst. HErr JEsu set ind herht die Kinderkell be, Orist, ein armes Würml ewer Müome. Nibist. Ach GODT erhoͤr m⸗ inMel—0—3 Dieweil sein theu⸗ Kagen. sres Blüt, das aus sein'n heilgen Laß mich HErr Christ an de Wunden am Creutzes ⸗Stamm ge⸗ 1 hu I Un Leib ein grünes Zweiglein blei⸗ runnen, hnen auch kommit zu gut. „ 3. Drun nach Christi Verlangen Een, mit deinem Geist stets bey mir 3 8 khib, biß sich mein' Seel soll schei⸗ ringet die Kinder her, damit sie tn. Wenn mir vergeht all mein Gnad erln gen, niemand es ihnen Gsicht, und meines Biebeus ist wehr! Fußret sie Christo zu, er will harmen,/ nimmt sie in sei⸗ Fdsei sichihn rrerk nuhr nicht allhier auf dieser Erden. ne Armen, darinn sie finden Ruh. 0 V II 2 2— 4 Sa uoch— 0 ů 4. Oh sie gleich jeitlich sterben, ih⸗ Emn zu hülff,du treuer GStt. re Seele Gott gefaͤllt, denn sle tin Ang hilff mir auch tragen und DWelt Erben, lassen die ick daß ich bin am Leibe dein ein noͤde Welt, sie sind frey aller Ge⸗ nd gruͤnes Zweigelein: In sahn onn 40 hier nicht leiden, ab mich hinfuhren. Isie loben GOtt mit Freuden dort GedenckHErr, an dein'n theurensbe ey der Engel Schaar. Gd den due selbst hast geschworen: C3¹.9 wah r du bist von Ewigkeit, ich Meunnar Leben hat einEnd, su hren: Ich sol UE mein Freud und auch mein nicht hericht, und d alle eid, mein arme Seele soll behend schmecken! nicht,dein Heylsscheiden von meinem Leib, mein Leben kan nicht laͤnger stehn, um vgen 1/ Todes Kampff und Streit. seelges End emmves leih, a. Es saͤhrt dahin ein'n weiten di ergeven⸗ und tr aue W egymein Seel zu GOttes Freud, eer unt dOt den udusmein Leib man traurig ins Grab er Noth, die deiner legt, wie Aschen er zerstaͤubt/ als xter wenn er nie gemesen waͤr, auch nim⸗ auf u ich nun besehlen mermehr waͤr kommen her aus mei⸗ timein S Lin deine Haͤnde: Ach ner Rutter Leib. tHuer GBtt steh fest bey mir, dein'n 3. Ade Ade/ Eh, Ade! ver⸗ eist nicht von mir wende: Undl assen mͤß ich dich, in dir hab ich miun ich nicht mehr reden kan/ so kein Freud ni ict maßt von dir muß nuim meinn letzten Seuffzer an, scheiden ich, in dir hab bich wed'r duch JEsum Christum/ Amen. Fried noch Ruh, man druͤckt mir denn Vom Juͤngsten Tage und Gerichte. 8²⁰ denn die Nugen zů/ das muß ich kla⸗ gen hier. 4. Ich klag nicht, daß ich scheiden soll von dir du schnoͤde Welt/ allein mein Hertz ist Traurens voll, daß mich mein Suͤnd uͤb'rfaͤllt; Die ich mein Tag begangen hab, die hilfft mir von mein'm Leben ab, und bringt mein'n Leib ins Grab. 5. OIEsulein, du hoͤchster GOtt, was hab ich doch gethan? All mei⸗ ne Suͤnd und Missethat klagen mich hefftig an, dennoch will ich verzagen nicht, fuͤr dein m Goͤt tlichen Ange⸗ sicht, um Gnad ruff ich dich an. 6. Ach HErre Gott mein Creutz und Pein ertrag ich mit Gedult, und bitt dich liebes IEsulein, wollst mir verzeihn meine Schuld, und mich zu Gnaden nehmen an, den g'faßten Zorn setz doch hindan, du edler Ehren⸗Preiß. 7. Ach! sieh doch an die hoͤchste lamm/ JEsu du Koͤnig mild: Angst chlaͤgt ub'r meinem Haupt zusam, und mich verzehren will, mein Hertz gluͤht wie ein gluͤhnder Stein, und ist begleit mit Angst und Pein, hilff mir einmahl davoon. 3. Kein Freud bring ich nicht mehr davon, drum ich veraß die Welt, mein Eltern und Freund geseeg'n ich nun, weils Gott al⸗ so gefaͤllt, von GOtt will ich nicht lassen ab, bringt mich gebuͤhrend in mein Grab, darinn mein Leib Ruh hab. 4 8 9. Mun gute Nacht ihr Geschwi⸗ sler werth, und wer mir ist verwand, die ich verlaß auf dieser Erd, und mir geboth'n ihr Hand, ich befehl euch nun dem Schutz⸗HErrn mein, und allen lieben Engelein. Ade! zu guter Nacht. LIV. Vom Juͤngsten Tage und Gerichte. durch Christum deinen Sohn, üͤb'r Reich und uͤber Armen, hilff daß wir Busse thun, und sich ein ieder erkennen thut, ich fuͤrcht, Gott hat gebunden eine Ruth, er will uns damit straffen, den Hirten mit den Schaaffen, es wird ihm kei⸗ ner entlauffen. 3. GoOtt hat uns lang geruffen, durch seine treue Knecht, unsre Oh⸗ ren sind aber nicht offen, darum ge⸗ schicht uns recht. Sein Straff hab'n wir ietzt in dem Land, ich fuͤrcht ihr sind mehr fuͤr der Hand⸗ (3² A Gott! thu dich erbarmen, GOtt woll sie von uns wenden, und seine Gnad uns senden; Es steht in seinen Haͤnden. 3. Es gescheh'n groß Wunder⸗ Zeichen, noch schlag'n wir alles in Wind, die uns sollten erweichen, so gar sind wir verblendt, daß wir die Wahrheit kennen nicht, wie uns ietzt GOttes Wort bericht, daß wir uns daran kehrten, und seiner Gnad begehrten, nicht gar darwieder sperrten. 4. Aerger ists nie gewesen von An⸗ beginn der Welt: Ein ieder mags wohl lesen, was Christus hat ge⸗ meldt: Kein Lieb noch Glaub auf Erden ist/ ein ieder braucht sein Tuͤck und List: Der Reich den Armen zwinget, und ihm sein Schweiß ab⸗ dringet, daß nur sein Groschen klinget. 5. Wer kan alles ermessen, was treibt die Welt mit Macht, mit ih⸗ rem Sauff'n und Fressen, Hoch⸗ muth und grossem Pracht: GOtt wirds die Laͤnge leiden nicht, schau/ daß dich nicht erhasch sein Gericht/ sonst bist ewig verlohren, dem Ten⸗ fel auserkohren, waͤr besser nie ge⸗ bohren. 6. GOtt eilt gewiß zum Ende, das zeigt all Creatür: Er wird kommen behende, des habn wir schoͤn Figur: Das glaubet der Gottlose nicht/*7 wo * I Achlin finem: T noch lange Hbllen schlemmn Fausel thut sies „Die Welt s wild viel⸗ Belff sie denn it Chehen schiet.“ IUn gebracht/ d Eil Wort verae Eine Gebote En Spotte, sa Botte.. 8. Die Art if Boum an seine onnes zeiget, huttz: Wohl de limmt, und ma öser kommt, li⸗ e/ der wird seyr ür der Höoͤllen E 9. Christi sein Csuͤlet zwar,, lehe, und nehm sein Leben Christum in s. Niemand wei spricht GOtte le Welt wird 10, Golchs a ler Gottlosen lle Morgen, hin, daß sie: Hur, das ewie daran will niem leib und Geel Christen thut e „ Gott hat Ee er hat erw. Snre estreckt, daer anCaf istht für un. Eels Huld erwo U Verdorben N. Das Lied Sindiid, ImGuch, dug 9 Vom Jungsten T Hin biane Hert enf spricht? Es In noch lange Zeit waren/ wir Wlleu schlemmen und zehren: Der Leufel thut sies lehren. +. Die * 5 wild viel⸗koͤpfig Thier, mau Irff sie denn in es wird ge⸗ behen schier. der Teufel hats da⸗ Un gebracht, daß mau GOtt und u Wort veracht, fragt nichte I te,„treibt daraus nur vot e, sagt wohl es sey kein 8 —* — Die Axt ist schon geleget dem Baum an seine Wurtz, als uns Jo⸗ Ennes zeiget, ins eszu er Wohl dem,/ d ut, un dwacht⸗ 1 ut, liebt H,—— wird seyn ftr der Hoͤllen Glu „Ch ristisein Prophezeye ist nun 0 let zwar, ein ieder merck da⸗ Hhe, und nehm feinede uwahr, daß sein Leben anders schick, und Christum in sein Hertz verstrick; Niemand weiß welche Stunde, cht GOtt 2„ seinem Munde) Welt wird gehn zu Grunde. Solch's aleg ilt vet rborgen, in TGottlosen Intte as siel— Ge le Morgen, w laufft die Welt dehin, daß senur 1 icht das ze itlich Int, das ewig sie vergessen ahnt, Rran will niemand dencken, thut 4⁰ und Seel v cken, manch Coristen thut es kraͤncken. ꝑy. GOtt hat in seiner Hute, all Ve er hat erweckt, erkaufft durch Ch risti Blute, am Creutz hoch aus⸗ gst reckt da er uns all erloͤset! hat in Teu Ilel,„Sünden udeewe gen od, Herten ,—— behuͤtet, ja 64 10e. — Zanßen;. 1 dem sein Znd is läd, der bitte GOt un Gnad, daß er nimmer in Sun⸗ — Welt laͤst nun nicht abe, dach t allzeit age und Gerichte. 8²² den bad Idas helff er uns allzusam men⸗ zu Lobe seinem Nahmen durch JEsum Christum, Amen. (63. E. A. 91 bat das Evangelium ge⸗ ben, daß wir werden fromm: Die Welt achtt solchen Schatz nicht hoch, der mehrer Theil fragt nichts darnach. Das ist ein Zeichen vor dem Juͤngsten Tag. 3. Man fraat nicht nach der guten ehr: Der Geitz und Wucher noch ielmehr hat uͤberhand genommenn ar/ noch sprechen sie: Es hat kein S'fahr. Das ist ein Zeschen vor em Juͤng sten Tag. 3. Taͤglich erdenckt man neue Netz, das sind der Gottlos sen Gesetz, amit sie alles Gut zu schgenol⸗ 6 reisse ngewaltiglich. Das ist Zeichen vor dem ꝛe. 4 Mann ruͤhmt das Evangelium, und will doch niemand werden fromm. Fuͤrwahr man spott den he Gott, noch soꝛechen sietes hat keine Noth. Das ist ein Zeichen ꝛc. 5. st doch eitel Buͤberey, die Welt treibt grosse Schindereh: Als ob kein GOtt im Himmel waͤr: Das Armuth muß sich leiden sehr. Das iltein Zelchen vor ꝛc 6. Die Schaͤtz der Kurchen nmmt m. an hin„ das wird ihn'n bringen kein'n Gewinn: Die Armen laͤßt man leiden Noth/ und nimi ut ihn'n aus dem Mund das Brod. Das ist ein Zeichen vor ꝛc 7. Die Schaͤtz der Kirchen sind ihr Gifft, sie sind von ihnen nicht ge⸗ stifft: Noch nehmen sie das Kix⸗ chen⸗Gut: 5n was der leid'geGeitz nich tthut! en Tag Zeichen vor — v 9 G 7 E 1 45 Gaen m Jungsten Tag. 9— Wo bleibt die bruͤkerkicht Nab, 7 Di Vom Juͤngsten Tage und Gerichte. 8²4⁴ Die gantze Welt Ast voller Dieb. Kein Treu noch Glaub ist in der Welt, ein jeder spricht: Haͤtt ich nur Geld! Das ist ein ꝛc. 10. Die Welt will ihr nicht lassen wehrn: An GOtts Wort will sich niemand kehrn, sie haben nichts ge⸗ lernet mehr, denn nur fressen und sauffen sehr. Das ist ein ꝛc. II. Ihr groͤste Kunst ist pancketirn, und in der Buberey studirn Das kan sie aus der Massen wohl/ die Welt ist aller Schalckheit voll. Das ist ein ꝛc. 12. Die liebe Sonne kan nicht mehr zusehen und entsetzt sich sehr: Darum verleurt sie ihren Schein. Das mag ein' grosse Truͤbsal seyn. Das ist ein ꝛc. 13. Der Mond und Sterne aͤng⸗ sten sich, und ihr Gestalt sieht jaͤm⸗ merlich: Wie gern sie wolten wer⸗ den frey von solcher grossen Buͤbe⸗ rey. Das ist ein Zeichen vor dem Juͤngsten Tag. I4. Darum komm lieber HErre Christ, das Erdreich uͤberdruͤß ig ist, zu tragen solche Höllen⸗Braͤnd. Drum machs einmahl mit ihr ein Eud/ und laß uns sehn den lieben Juͤngsten Tag. r. S ist gewilich an der Zeit, daß GOttes Sohn wird kommen in seiner grossen Herrlichkeit, zurich⸗ ten Boͤß und Frommen. Dann wird das Lachen werden theur, wenn alles wird vergehn im Feur/ wie Netrus davon schreibet. 2. Posaunen wird man hoͤren gehn, an aller Welt ein Ende, dar⸗ auf bald werden auferstehn all Tod⸗ ten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der HErr von Stunden an verwandeln und ver⸗ neuen. 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch,/ darinn geschrieben, was alle Menschen iung u. alt, aufErden han getrieben. Da denn gewiß ein sedermann wird horen was er hat ge⸗ than in seinem gantzen Leben. 4. O weh demselben, welcher hat des HErren Wort verachtet, und nur auf Erden fruͤh und spat nach grossem Gut getrachtet! Er wird fuͤrwahr gar kahl bestehn, und mit dem Satan muͤssen gehn von Chri⸗ sto in die Hoͤlle. 5. O JEsu! hilff zur selben Zeit, von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seeligkeit werd einge⸗ zeichnet funden; Daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast jn den Feind gericht, und mein Schuld bezahlet. ö 6. Derhalben mein Fuͤrsprecher sey, wenn du nun wirst erscheinen! Und liß mich aus dem Buche frey, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich samt den Bruͤdern mein, mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O JEsu Christ! du machst es lang mit deinem Juͤngsten Tage, den'n Menschen wird auf Erden bang ven wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Rich⸗ ter groh, und mach uns in Gena⸗ den loß von allem Ubel, Amen. (735.0 P. G. Mel. Auf nieinen lieben GoOtt. IJESu, du bist da! die Wun⸗ der/ die den Leuten dein' Ankunfft hen, in grosser Zahl geschehen. mir hast verheissen, daß du mich wollest reissen aus meines Grabes mirs alsdenn ergehn! Du wirst mit tausend Blicken mich durch und durch ergvicken, wann ich hie von der Erde mich zu dir schwingen werde. D Zati nunmehr nah,HErt sollen deuten, die sind, wie wir gese⸗ 2. Was soll ich denn nun thun 0 Ich soll auf dem beruhn, was du Kammer, von allem andern Jam⸗5 mer. 3. Ach JSu, wie so schun wird. 4. Ach! was wird doch dein Wort, du suͤsser Seelen⸗Hort! was dc 0 E. Wch seyn dein Dn Hettz win d meinen Elbes⸗Glieder . Werd ichd Wsolcher Ona Hre Zaͤhten v Hehrel, daß si AUsaaf melne? 6„ Wos für ei Hdein Anges Itben werd erst Vie wird mir en mein Gemi 7. Dein Aug Ein Leib für mñ Vfest auftraue Hauen, auch i Fe Mablan He . Dir st alle Alschte Kustund in deinem Uwohl beschre Hehrals glänhe . Doch was ht gewiß unt sem gar nicht er Reichen: het, mein Er 10. Ach HE Jut, wie wird allen Abern Peu vernewen, At Lachen, d Ufmachen. 85 Vom Zustand der Verdammten. dich seyn dein Sprechen, din Hertz wird ausbrechen d meinen Brudern, als Libes⸗Gliedern. Werd ich denn auch fuͤr Freud, solcher Gnaden Zeit den Augen Zaͤhren und Thraͤnen koͤnnen wann zu mir deinen I1 ire? Mhrei U auf meine Wangen lauffen. Was fuͤr ein schoͤnes Licht, wird II . P. 1 dein Angesicht, das ich in jenem ben werd erstmahl sehen, geben! Runmein Gemüthe. 3. Dein' Augen, deinen Mund Nin Leib fuͤr mich verwund, da wir i sest auf trauen, da werd ich alles Hauen, auch innig hertzlich kussen eMahl an Haͤnd und Fuͤssen. Dir ist allein bewust die unge⸗ issschte Lust und ebleSeelen⸗Spei⸗ Ein en e, in deinem Paradeise, die kanst Iiwohl beschreiben, ich kan nichts Whr als glaͤuben. . Doch was ich hie geglaͤubt, das siht gewiß und bleibt mein Heyl, zen gar nicht gleichen die Guter tber Reichen: All anders Gut ver⸗ Igthet, mein Erbtheil das bestehet. P. Ach HErr! mein ustes Oit, wie wird sich all mein Blut inallen Adern freuen, und uns das U verneuen, wann du mir wirst Ast Lachen, die Himmels⸗Thur aufmachen. 5. Komm her, komm und emfind/ Dauserwehltes Kind, komim schme⸗ Awas fur Gaben, ich und me nlide dein Hertz in ew'ger Freude. 2. Ach! du so arme Welt! Was iidein Gold und Geld, hie gegen Lise Cronen und mehr als guldne ronen, die Christus hingestellet, Fan Volck, das ihm gefallet. Hier ist der Engel Land, der sal'gen Seelen Stand: Hie hor ich ibꝛts als singen, hie seh ich nichts Hasspringen, hie ist kein Creutz, kein üt Tod, kein bittres Schei⸗ 2 di — 41 daß sie mir nicht mit Hauf⸗ Die wird mir deine Guͤte entzun⸗ Mter haben, komm, wirst du sagen, s 14 Halt ein mein schwacher Sinn, halt ein, wo deuckst du hin? Wilt du, was grundloß, gruͤnden? Was unbegreifflich, finden 2 Hier muß der Witz sich neigen, und alle Red⸗ Uer schweigen. Iy. Doch aber meine Zier, dich laß ich nicht von mir, dein will ich stets gedencken, HErr, der du mir wirst schencken, mehr als mit meiner See⸗ len ich wuͤuschen kan und zehlen. 16. Ach! wie ist mir so weh, eh ich dich aus der Hoͤh„HErr, sehe zu uus kommen: Ach daß zum Heyl und —7 UD—4 Sommen du meinen Wunsch und Willen noch moͤchtest heut erfuͤllen. I7. Doch du weist deine Zeit, mir ziemt nur stets bereit und sert ig da zu stehen, und so zum HErren ge⸗ hen, daß alle Stund und Tage mein Hertz sich zu dir trage. 18. Diß gieb HErr und verleih, allf daß dein'Huld und Treu ohnUn⸗ terlaß mich wecke, daß mich dein ag licht schrecke, da unser Schreck auf Erden solléFried und Freude werden. ö 1.V. Vom Zustand der Ver⸗ dammten. (736.) Ewigkeit, du Donner⸗Wort! O Schwerdt, das durch die Seele bohrt, O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit Zest oh⸗ e Zeit: Ich weiß vor grosser Trau⸗ keit, nicht wo ich mich hiuwende: gantz erschrocknes Hertze daß mir die Zung am Gaumen 4 Mein bebt, klebt. 2. Kein Ungluͤck ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht faͤllt/ und gantz wird aufgehoben; Die Swigkeit hat nur kein Ziel/ sie trei⸗ het foͤrt und fort ihr Spiel/laͤst nim⸗ mer ab zu toben; Ja wie der Hey⸗ land selber spricht: Aus ihr ist kein Exloͤsung nicht. 3. —. ———8 2 857 Vom Zustand der Verdammten. 8²³ 3 Ewigkeit du machst mir bang! Bewig, ewig ist zu lang, hier gilt fuͤkwahr kein Schertzen; Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der grossen Pein betracht, erschreck ich recht von Hertzen. Nichts ist zu filden weit und breit, so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Wenn der Verdammten grosse Ovaal so manches Jahr, als an der Jahl die Menschen sich ernaͤhren! Als manchen Stern der Himmel hegt, als manches Lauh die Erde traͤgt, noch endlich solte waͤhren: So waͤre doch der Pein zuletzt ihr recht bestimmtes Ziel gesetzt. 5. Mun aber, wenn du die Gesahr, viel hundert tausend, tausend Jahr hast klaͤglich ausgestanden, und von den Teufeln solcher Frist gantz grausamlich gemartert bist, ist doch kein Schluß fuͤrhanden: Die Zeit, die niemand zehlen kan, die faͤngt sich stets von neuen an. . Ach GOttl wie bist du so gerecht, wie straffst du einen boͤsen Knecht so hart imPfuhl der Schmertzen: Auf kurtze Suͤnden dieser Welt hast du so lange Pein gestellt. Ach nimm es wohl zu Hertzen: Betracht es wohl, O Menschen⸗Kind! Kurtz ist die Zeit, der Tod geschwind. 7. Ach fliehe doch des Teufels Strick! Die Wollust kan ein Au⸗ genblick und laͤnger nicht ergoͤtzen: Dafuͤr wilst du dein arme Seel her⸗ nachmahls in des Tenfels Hoͤll, O Mensch/zum Pfande setzen: Ja schö⸗ ner Lausch, ja wohl gewagt/ das bey den Teufeln wird beklagt. 8. So lang ein GOtt im Himmel lebt, unduͤber alle Wolcken schweht, wird solche Marter waͤhren: Es wird sie plagen Kaͤlt und Hitz, Angst, Hunger,Schrecken, Feur und Blitz, und sie doch nicht verzehren. Dann wird sich enden diese Pein, wenn Gott nicht mehr wird ewig seyn. 9. Wach auf, O Mensch vom Suͤn⸗ den⸗Schlaf Lxmuntys dich/verlohr⸗ nes Schaaf, und bessre bald dein Le⸗ ben! Wach auf es ist doch hohe Zeit, es koͤmmt heran die Ewigkeit dir deinen Lohn zu geben: Vielleicht ist heut der letzte Tag, wer weiß noch, wie man sterben mag 10. Ach laß die Wollust dieser Welt, Pracht, HoffartReichthum, Ehr und Geld dir laͤnger nicht ge⸗ bieten; Schau an die grosse Sicher⸗ heit, die falsche Welt und boͤse Zeit/ zusammt des Teufels Wuͤten. Vor allen Dingen hab in acht die vorer⸗ wehnte lange Nacht. II. O du verfluchtes Menschen⸗ Kind! von Sinnen toll, von Her⸗ tzen blind, laß ab die Welt zu lie⸗ ben. Ach!lach! soll denn die Hoͤllen⸗ Pein/da mehr denn tausend Hencker seyn, ohn Ende dich betruͤben?ꝰ Wo ist ein so beredter Mann, der dieses Werck gussprechen kan? 12. O Ewigkeit du Donner⸗Wortll O Schwerdt, das durch die Seelt bohrt! O Anfang sonder Endel O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor grosser Traurigkeit nicht wo ich mich hinwende. Nimm du mich⸗ wenn es dir gefaͤllt, HErr JEsu n dein Reuden, (637.0 Mel. Achauf, 90 an 0„Meusch 5 auf, o Mensch, o Mensch⸗ Wyun auf vom tieffen Schlaff der Sicherheit: Laß fahren den gottlosen Hguff, dem GOtt die Straff hat schon bereit. Jetzt lebt nen Schad und Schmertz um sich: Feur vergolten ewiglich. 2. Ach lach! wie traurig wird es stehn, wie weh wirds thun, welch Angsi wird seyn,wann die Verdall⸗ ten werden gehn mit Furcht hinab den seyn dahin, wo Schmertz und Angst aufs Hertze sticht/ lisch Seur ist ihr Sywinn. 3. Sis er zwar in Freud und Gluͤck, hat ker Bald aber werden seine Tuͤck mit zur Hoͤllen⸗Pein: Wann sie von SoOttes Angesicht verstossen wei i und hoͤl/ 62²9 . Ee werde tt in Ach und Hnaal, fern a lttvonGOtt Stal. In 2 Uischmacht de End/ im Pfi Lacht, und Sihwefel bren . Oa werde Ust Furcht un Eht,nachLabsa ud doch wilk sin einig Troj Mem groffen A Halff, ud Mlicht, die M rt. . Esird die In neuem sich! Osie gpälet ol hch nicht gvaͤle Msd brennen in Mt Zunder uͤde Usmand verbre Ultten in der E Also wird alsdennen Uhnt, dem B Ugelten wiee Vietzund ma Wbelthat, an Mwirdguch b. llhren gleich Hm V Klag 4.5 Huld sich verme ltern Nacht heneiden Wusum mit al l th bebacg 60 Zhr Wunn sehtae 89 Vom Zustand der Verdammten. 83⁰ Sie werden stuͤndlich fort und BVersch lossen hleibt die Gnaden⸗ fet in Ach und Weh, in Augst und Thuͤr. Haal, sern abgesondert schweben 9. Dampff Ind Stanck wird ins diet vonG Ott unnd seinem Freuden⸗ Teufels Hoͤll auffahren, und un⸗ Sal. In Jammer werden sie leidlich f seyn. Davon wird sterben Aschmacht das Elend bauen ohne Leibund Seel ohn alle Gnad ohn End Ed, im Pfuhl da alls fuͤr Hitze der Pein. Sie werden sterben, aber klicht, und er mit Pech und auch indem sie sterben, leben noch, sie Ei wefel brennt. werden leben steto im Rauch, und Da werden sie im finstern Thal augenblicklich sterben doch. Ur Furcht und Schreckniß zittern 10. Sof sehr wird doch die Angst ge⸗ sr,nach Lab iogren mamnerehr haͤufft dem Sünder, wegen seiner d ung wird ihnen nimmermehr Süund: Der ietzt ins Ter le Stri⸗ einig Troͤpflein dargereicht in cken laͤufft, all Gnad unde Warnung m grossen Schmertz und Leld. sschlaͤgt in Wind. Wer aber sich zů Hu uff nd Irter IU½ 1— n Phre vom Bosen last und ücht utes thut: Ins Paradieß zu GOtt Het, vird jauchtzen dort fur gu⸗ Es wird die Pein ohn Unterlaß ten Muth. var neuem sich stets h eben und II. Wohlan O Meusch! du hast ohsie qvaͤlet ohne todt siedie Wahl:GOtt hat dir ietzund vor⸗ —4 U Lcr. Ih nicht qvaͤlen kan. Das Feu'r gestellt, entweber Freude oder 4 Trennen immerdar, wie Feur Qvaal: 2401 weyen nimm das dir m N Zunder uͤberschuͤtt: D ch wirdsgefaͤllt. Kan dich die unaussprech⸗ mand rbrernen gar/ obtrsißt lich Freud nicht locken daß du Bus⸗ ten in der Glut leanch. So laß bas ewig Hertze⸗ 4* wird der Gerechte GOtt, leld dich schrecken von der Suͤnden⸗ sdenn nicht mehr wird ver⸗ sant, dem Boͤsen seine ethat12. OJEsu, JIEsu, der du hast er⸗ vogelten wie ers hat verdieut. Wer löset mich mit deinem Blut von sih ietzund macht andern gleich anmeiner schweren Sünden⸗Last, svelthat, an Suͤnd und Schand, und aus der tieffen HoͤllenGluth! Otwird auch dort insTeufels Reich Der du auch warnest maͤnniglich tiihren gleichen Jammer⸗Stand. aus lauter Lieb und lauter Guͤt; Die Ohren werden soust nichts Verleih, daß ich bekehre mich mit an, als Jammer⸗ Wort, Geschrey rechtem Ernst fuͤr Sunden hüt. Klag Der Augen Schmertz13. Regiete mich durch deinen E sich vermehrn, wann sie mit Geist, ohn dem ich nichts vermag Zurern Nacht und Tag die boͤsen noch kan, daß er mich leite allermeist ter werden schau'n, im hochsten vom Sünden⸗Weg auf rechter Ertum mit aller Macht, einhauen Bahn, vom Bösen zur Gerechtig⸗ Eu scharffe Klau'n in die, so GOt⸗ keit, so lang ich lebe in der Welt, Rath veracht. und hohl mich drauf in deine Freud⸗ Ihr Wurm der im Gewissen die kein 99 20 Hnie i1 setzt allzeit seinen Stachel an/ — Fell'r,das unaussprechlich hitzt, Mel. Freuu dichsehe, O meine ꝛcʒ michts gedaͤmpffet werden kan: H ort ihr Menschen, was ich klage, Emüssen brennen stetiglich, den Ooaß r doch sosicher eob. Wißt * * Hyem⸗Biß fuͤhlen fur und für/kein ihr nichts vom jungstenTage? Ach! 6.995 noch Linbrung findet sich: 3 wills OOtt er ist nicht weit. 265 D‚— ——— —.— ———— ——... 8³¹⁷ Vom Zustand der Verdammten. 8³² es auch noch keine Noth, nun so kan der schnelle Tod durch ein unver⸗ hofftes Schrecken deinen Juͤngsten Tag erwecken. 2. Ach! da wird auf alle Suͤnder ein betruͤbtes Urtheil geh'n, weil sie als verdammte Kinder doppelt in der Rechnung stehn: Denn vor eins die Suͤnden⸗Schuld setzet sie aus Gottes Huld, doch das wird sie mehr beschweren, daß sie IEsum nicht begehren. 3. Was ein Mensch vor Marter siehet, was ihm selbst am Leibe kraͤnckt, was vor Angst und Noth geschiehet, was man auch davon erdenckt, das wird kaum ein Schat⸗ (739. Mel. Ach Gott vom Himmel ꝛe. Wer dencket an der Hoͤllen⸗ Gluth, muß in sich Angst em⸗ pfinden, weil er des Hoͤchsten Zor⸗ nes⸗Ruth, verdient mit seinen Suͤn⸗ den. Indem ihn das Gewissen plagt, verklagt, verdammet, qwaͤlt und nagt, fuͤhlt er der Hoͤllen⸗Flamme. 2. Es koͤmmet der geschwinde Tod, und setzet in viel Schmertzen die Suͤnder in der letzten Noth, daß sie mit krancken Hertzen erkennen GOt⸗ tes Straff⸗Gericht, weil sie von GoOttes Angesicht sind ewiglich verstossen. 3. Ein Baum gleichwie er nieder⸗ ten seyn gegen die Gewissens⸗Pein, welche sie nach ihren Suͤnden in dem Hoͤllen⸗Pfuhl empfinden. 4. Machet uns das Feuer bange, faͤllt, so bleibt er ewig liegen, wie sich ein Mensch im Tode haͤlt, wird er den Lohn dort kriegen, da hilffet keine Thraͤnen⸗Fluth, sonst wuͤrden diese Glut verleschet nicht, scheut in der Hoͤllen⸗Gluth stets die Ver⸗ man sich vor einer Schlange, dieser dammiten weinen. Hettz⸗Wurm nagt und slicht. Zit⸗ tert uns der gantze Geist, wenn sich ein Gespenste weist, ach! was wird alsdenn geschehen, wenn wir tau⸗ send Teufel sehen.— 5. Und bey solchen Kummer⸗Noͤ⸗ then giebt sich kein Meßias an/ weil die Flamme weder toͤdten, noch den Leib verzehren kan, ewig, ewig bleibt es wahr/ und wenn hundert tausend Jahr ihren Lauff vielmahl vertrei⸗ ben, wird es gleich so neu verbleiben. 6. Drum ihr Leute last euch len⸗ cken nehmet euer Heyl in acht, wollt ihr reden, thun und dencken, was euch dort verdammlich macht? Ach! die suͤsse Guaden⸗Zeit, welche GOtt annoch verleiht, ist vielleicht in we⸗ nig Stunden mit der Lebens⸗Zeit verschwunden. 7. IEsus heist der Uberwinbder, der sich in das Mittel schlug und an statt der armen Suͤnder GOttes Zorn am Creutze trug, welcher sich zu diesem haͤlt, der bekoͤmmt das Loͤ⸗ se⸗Geld und kan endlich nach dem 4. Wer kan doch wohnen in der Flamm, die nimmermehr sich leget? Wer kan doch leben in dem Schlamm, der Pech und Schwefel heget? Allwo man leidet tausend Plag, und keinen Trost erreichen mag/ weil man nicht kan ersterben. 5. Alsdenn ist alle Reu zu spat: Hingegen die man hielte fuͤr Tho⸗ ren,/ sind inOttes Stadt, dahin ihr Wandel zielte. Das Blat hat sich da recht gewendt, die Boͤsen sind gegvaͤlt ohn End, die Frommen sind getroͤstet. 6, O lieber Mensch bedenck die Hoͤll, heb an ein neues Leben, errett noch heute deine Seel, GOtt hat dir Frist gegeben, versaͤumest du die Gnaden⸗Zeit, so ist in alle Ewigkeit die Hoͤlle dir bereitet. 1—7 7. Achhilff GOtt, daß ein jeder⸗ mann sein Leben so anstelle, daß er nach seinem Tode kan seyn sicher fuͤr der Hoͤlle, hilff uns durch deinen lie⸗ ben Sohn, daß wir der frommen Christen Lohn im Himmel all er⸗ ben. Hoͤlle nicht verder⸗ langen. (740 Mel, Wo GOtt; Eut ist des Dag, ver und Plag, chen⸗Nib Udes Höͤchsten A . Cuet't her/ unt hle„ vor GOttes Vis sein Heligtt Sunde liebt,ge IOant unetragli sch hoͤkt et gern der Väwegehlobt ihn! Iir Chzisen rechtes Rühnt unsers That, daex aus Hat den Himme Halt, und was dief ndglser siege heh Menschen dre Iy nach seem Ehe Ischtund Derfande . Etkennt mit d alch, wie er gllein sls taͤglich schße ö manchesunglii Denckt aach,ogg s Auffestehung Ihurch die wahre Mothung be Deraunden Jd 0 Kirchen⸗Lieder. (7 40. Mel. Wo SSahm Hauß de. Eut ist des HEtren Ruhe⸗ Tag, vergesset aller Sorg und Plag/ treibt eure Wo chen⸗Arbeit nicht, kommt or Hoͤchsten Angesicht. . Tret't her, und fallt auf eure hie, vor GO ttes Malestdt allbieö ist sein Heiligthum und Hauß, ger Sunde liebt, gehört hinaus. Gantz unertraͤglich ist sein Grim, nichen sch hoͤrt er gern der armen Stimm, Rewegen lobt ihn allesamt, das ist Ir Christen rechtes Amt. e 4. Rühmt unsers GOttes Mei⸗ 141 r⸗That, da er aus nichts ers⸗ di Oir ei hat den Himmel und die gantz —* Delt, und was bieselbe in sich halr. e e f. Und als er sie genug geziert, hat den Menschen drauf formirt, und Ahunach h seinem Ebe mrall mit Weiß⸗ 1160 Rit und Verstand erf + Erkenut mit baneburemn Ge⸗ AMith, wie er alle in durch seine Guͤt Denckt auch, daß heut geschehen hidie Aufferstehung het midurch die wahre Freudigkeit in sin er Notheuns ist bereit. Der von den Juͤden war veracht, At Mördern schaͤndlich umge⸗ daud acht, daß seine Lehr haͤtt' kurtzen —— Rufß, und mit ihm muͤste hoͤren au; . Der ist erstanden hell und klar, suethalben war betruͤbt. It i. Leibhafftig er sich ihnen wieß, h sehen, hör'n, und fuͤhlen ließ, 41rnit versichert waͤr ihr Sinn/ des odes Macht sey nun dahin. SUe eiß den Tag nach recht Christli⸗ Weiß, wir wollen auft hun un⸗ daß dieser T JEsu Christ, ud hat erfreut sein kleine Schaar, e biß ans Ende ihn geliebt, und ist unftr bestes Theil: Das giebt der 35 muͤden Seelen Rath, Hul sern Mund, und sagen das von Her⸗ tzen⸗Grund 12. O GOtt, der du den Erden⸗ Kreiß erschaffen hast zu deinem Preiß, uns auch bewahrt so manches Jahr in vieler Trübsal und Gefahr; 13. Hilff, daß wir alle deine Werck, voll Weißheit, Guͤte, Macht und Staͤrck, erkennen und ie mehr und mehr ausbreiten deines Nahmens Ehr. 14. O liebster Heytand J endin Christ,der du vomod afnd en bist richt unsre Hertzen auf zudir, daßß sich der Sunden Schla st verliehr. 15. Gieb denerdtuserstehung Krafft, rost ja bey uns hafft, und wir uns drauff verlassen fest, wann uns nun alle Welt verlast. 16. O Heilger Geist, laß uns dein Wort so hoͤren heut und i immerfort, daß sich in uns, durch deine Lehr, Glaub„Lieb und Hoffnung reichlich mehr. 17. Erleuchte uns, du wahres s taͤglich schuͤtzet und ernaͤhrt, Licht, Uunserts uns deine Gnade d manches Ungluͤck von uns kehrt.nicht, al lunser Thun auch so baur daß wir 6410 fuͤr und fur 741 Mel. Hilf, Golt daß mirs gelinge. Gd0 IEsu deinen Seegen und deines Geistes Krafft; Daß wir mit Fleiß erwegen, was Heyl und Leben schafft Erwecke unser Hertz und Sinn, daß unsre Andacht dringe zu dir gen Himmel hin. Dich und dein Wort erwehlen, sse/Trost und Heyl. Dein Wort erglickt uns jederzeit, es IleS uns Schutz und Friede, und alle Seeligkeit. 3. Drum rede HErr, wir hoͤren . Drum wollen wir begehn mit dein Wort mit Freuden an: Laß Hertz und Sinn zum Lehren uns weit seyn aufhethan; Auch seegue D d dis⸗ ——— ——.— — N ö 835 Kirchen/ vLieder. 836 dieses Gottes⸗Hauß, und breite dei⸗ ne Gnade guf alle Frommen aus. 4. Ermuntre und erwecke die Frommen immerdar! bestraffe und erschrecke die freche Sünder⸗ Schaar: Gieb den Betruͤbten Trost und Muth, und labe ihre Seelen, wie sonst ein Vater thut. 5. HErr sende aus der Hoͤhe uns Weißheit und Verstand, daß man im Geist verstehe das Wort von dei⸗ ner Hand: HErr sende sie und steh uns bey/daß wir mit Fleiß erkennen/ was dir gefaͤllig sev. 6. Ja lehre HErr und zeige uns selbst die Lehens⸗Bahn, durch dich gehn unsre Steige unfehlbar Him⸗ mel⸗an, zum Chor der auserwehl⸗ Nahmen erhoͤhet immerdar. 7. Da wollen wir zugleiche im Chor der Engel stehn, und dich in deinem Reiche mit aller Macht er⸗ hoͤhn; Dein Ruhm soll heissen nach der Zeit Lob, Ehre, Krafft und Staͤrcke sey GOTT in E⸗ wigkeit. (74½0 Mel. Nun dancket alle GOtt. IcCh dancke dir, mein GOtt, daß du mir hast gegeben den Sab⸗ bath/ daß ich dir kan hier zu Ehren leben, regiere du mein Hertz, steh mir bey fruh und spat, in allen mei⸗ nem Thun gieb selber Rath und hat. 2. Laß mein Vorhhaben stets auf deine Augen sehen, die alles sehen, was ich thu/was soll geschehen. Laß meinGedancken stets auf dieser Pro⸗ be stehn, Gott siehts, GOtt hoͤrts, OL straffts, du kanst ihm nicht entgehn. 3. Lehr mich bebencken wohl, in allen meinen Sachen: Isis dann auch recht, wann ichs der Welt gleich wolte machen, ists dann auch recht/obs gleich die Menschen sehen nicht? Ists recht vor GOtt? Ists recht vor GOttes Angesicht? 4. Behuͤte Leib und Seel fuͤr allen Seelen⸗Plagen, laß mein Gewis⸗ sen nicht mich selbst erschrecklich nagen. Schutz, mein JEsus bleib bey mir! Ach weiche ummermehr, erhalt Sey du mein starcker mich stets bey dir! 5. Treib allen Hochmuth aus, laß Demuth mich regieren, laß diesen verliehren; Welt bleibt doch Welt/ die Welt druͤckt, haßt die lieben dich, du kennst die Deinen, du er⸗ hoͤhst sie ewiglich. 6. Wann dieses Elend aus, wann alle Angst und Plagen, wann alle Sorgen aus, samt aller Furcht und Zagen; So folgt der Sabbath dort, mein GoOtt, erfreu mich ewiglich. (743.0 B'ueoree Hertz, leg ab die Sorgen, erhebe dich gebuͤcktes Haupt; Es kommt der angenehme Morgen, da GOtt zu ruhen hat er⸗ laubt, da GOtt zu ruhen hat befoh⸗ len, und selbst die Ruhe eingeweiht! Auf! auf! du hast vorhin viel Zeit dem Dienst des HErren abgestohlen. sen, die Stoppeln und die Ziegel stehn, du solt bethautes Manna le⸗ sen, und in des HErren Tempel gehn: Ihm zn bezahlen deine Pflichten, und zu Vermehrung sei⸗ nes Ruhms, die Wercke deines Prie⸗ sterthums, in tieffster Andacht, zu verrichten. 3. Mein Gott ich bin vor dir er⸗ schienen und gebe auf dein Wincken acht: Wie kan ich dir gefaͤllig die⸗ nen? Wenn mich dein Geist nicht Hertz in dir erfreuet? Wann er nicht stillt der Suͤnden Qvaal: Wie bet ich, wenn er meine Schaal mit rei⸗ nem Weyrauch nicht bestreuet? 4. Kan meine Harffe lieblich klin⸗ gen, wann sie dein Finger nicht he⸗ ruͤhet? Kan ich die duͤstre bwch Urch⸗ Ehren⸗Schmuck inich nimmermehr 2. Auf! laß Egyptens eitles We⸗ tuͤchtig macht: Wie wird mein 6..—. Ischringen„ w. llll nich nicht Husllses Opferwe Ilz nicht i chein deiner, Li⸗ schit gondem Sta . Mein JEsuss! Heer zu, seiner uht: Hier istd Aleuek, die§ scket deincHeili V Gnade/ dein Himmel⸗Bro slhcht und dein G Bundes; Iade. Herrhöke, u Hetgoͤnne meier ore ö ih Hort, sie Tharzuhütend ten Schaar; Die dich und deinen der wird ergvicken mich, erhoͤre mich, Baeanen sch vor grossen Schl Laradieß! Olliebfl Iawerckt Ofesteh Flodt! O filer! shhhstes Vorgebul Heet such ich: Ruen, hier find Mahl: Indef hahen, OLebens Wl,Stlahl, sof aag der Sonnen. Nah in dir, achha .—3 hollfühxe w Wenn sich dee Wuahen i Denst oß, mein llekeHänden, m. MiterSchobß: Mihie dokt ohen Hlen Fredenußt lutoder thut, schiulohen. igecheese, Wald Ominfth Advents⸗Lieder. 8³8 durchdringen, wann dieser Leit z. Heut ist der Dag des Heyls, des Stern nuich nicht fuͤhrt? Kan ich HErren Wort zu hoͤren, heut ist es ein süsses Orffer werden, wann diese rechte Zeit, ihn offentlich zu ehren, Flamm nicht in mich saͤhrt und wer dleses unterlast, und willig mich in deiner Lieb verzehrt, und bleibt davon, verdient nicht daß et hebet von dem Staub der Erden? sey des grossen GOttes Sohn. F. Mein IEsus hat sein Hertz sos 3. Ich will ins Gottes Haus mit theuer zu seinem Tempel einge seinen Kindern geden, ich will in weyht: Hier ist dein Heerd, hler ist reimnem Schmuck vor seinem Altor dein Feuer, die Fulle deiner Herr stehen, mein Hertz soll böchst ver⸗ lichkeit,deinHeiligthum, deinStuhl gnügt in seinem Willen ruhn, der der GSnade, dein Licht und Recht, Leib soll nichts als Noth⸗und Lie⸗ das Himmel⸗Brod, die Geistes⸗bes⸗Wercke thun. Frucht und dein Gebot ersuͤllen die 4. Komm heute in mein Hertz, du se Bundes Lade. Koönig aller Frommen, laß mit dir 6. HEtrr hoͤre, was ich innig bitte, Seegen, Heyl und Serlen Frieden veraoͤnne meiner frommen Seel, die Shur zu huten deiner Huͤtte, die ich vor grossen Schloͤssern wehl. O Paradies! O liebste Kirche! O Aus senwerck! O feste Pfort der GOttes Stadt! O stiller Port! O Sions schoͤnstes Vorgebuͤrge. 7. Hier such ich mir ein Nest zu bauen, hier find ich meinem Grab ein Mahl: Indessen gieb du mir zu schauen, O Lebene⸗Licht! den Gua⸗ den Strahl, so seyr ich recht den Tag der Sonnen, so hab ich meine Ruh in dir, ach habe du dein Werck in mir, vollfuͤhre was du hast begon⸗ nen. 3. Wenn sich des Lebens Werck⸗ Tag enden, so ruh, von allem Fron⸗ 0% Dienst loß, mein Geist in deinen 2 —· iel A W AHie Vater⸗Haͤnden, mein Leib in seiner Mutter⸗Schooß: Diß beydes fey⸗ ren wir dort oben, wo man in si⸗ chern Frieden ruht, nichts dencket, redet oder thut, als dich zu lieben, dich zu loben. 0(744. Mel. Nun dancket alle GOtt. Seyd stille, Sinn und Geist, und euch in GOtt ergoͤtzet, heut ist der Ruhe Tag, den er selbst hat ge⸗ setzet; Er will in stiller Furcht und Lieb geehret seyn, wofern er soll hey 1 uns in Gnaden kehren ein. ½½ die Sonne deiner Gnad 1 kehr heute bey mit ein, so wird denn RNieser 7 dieser Tag ein rechter Sontag seyn. Advent⸗Lieder. (rav.) M.. Ottes Sohn ist kommen, uns allen zu Frommen, hier auf dieser Erden in armen Ge⸗ berden, daß er uns von Suͤnde steye und entbinde. 2. Ex kommit auch noch heute, und lehret die Leute, wie sie sich von Sunden zur Buß sollen wenden, von Irrthum und Thorheit treten zu der Wahrheit. 3Die sich sein nicht schuͤmen und sein'n Dienst annehmen, durch den rechten Glauben, mit gantzem Ver⸗ trauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben. 4. Denn er ihut ihn n schencken in den Sacrameniten sich selbsten zue Speise,sein Lieb zu bewelsen, daß sie sein geniessen in ihrem Gewissen. 5. Die alsd bekleiben und bestdu⸗ dig bleiben, dem HErren in allen trachten zu gefallen/ die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden. 6. Deim bald und behende lommit ihr letztes Eude, da wird er vom Ba⸗ sen ihre Seel erloͤsen, und sie mit sich fuhren, u den Engel⸗Choren. DOd 3 7 Von 8³9 Advents⸗Lieder. 84%½ 7. Von dannen er kommen, wie denn wird vernommen, wenn die Todten werden erstehn von der Er⸗ den, und zu seinen Fuͤssen sich dar⸗ stellen müͤssen. 8. Da wird er sie scheiden, die Frommen zur Freuden, die Boͤsen zur Hollen, in peinliche Stellen, da sie ewig muͤssen ihr Untugend buͤssen. 9. Ey nun HErre JEsu, schicke unsre Hertzen zu,daß wir alle Stun⸗ den recht werden erfunden, darin⸗ nen verscheiden, zuꝛ ewigen Freuden. (746.) Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Esu Weißheit volle Qvelle, keh⸗ re, kehre hey mir ein, laß mein Hertze deine Stelle, und des See⸗ gens Dempel seyn, wo sich Lust und Liebe paaren, und dich ihren Schatz verwahren. 2. Zeige mir die Himmels⸗Wege, die du selber hast gemacht, daß ich waͤndle auf dem Stege, der mich fuͤhrt zur Sternen⸗Pracht, gehe nicht vorbey, O Führer! angeneh⸗ mer Seelen⸗Zierer. 3. Alle schwere Irrthums⸗Ketten, ziehen mich zum Abgrund hin, du alleine kanst mich retten, biß ich loß und sicher bin, sende Huͤlffe aus der Hoͤhe, daß ich stets in Ruhe gehe. 4. Breite deine Gnaden⸗Palmen mit begluͤckten Blaͤttern aus, ach so wird mich nicht zumalmen, des ergrimmten Ungluͤcks Strauß, so werd ich erfreuet leben, und dereinst im Himmel schweben. (747.) D. G. O. Mel. Valet will ich dir geben. Mein Heyland, meine Freude, mein auserwehltes Licht, mein Trost im Creutz und Leide, verschmaͤh mein Hertze nicht, du Printz der Seraphinen, zeuch heute bey nuir ein/ ich will dir stets zu die⸗ nen mit Ernst hemuhet seyn. . Mein Hertz sieht dich,S Sonne, mit wahren Glauben an, ich spůhre tausend Wonne, wenn ich dich ho⸗ ben kan. Wenn Sturm und Wet⸗ ter blitzet, bist du, O starcker Held! mein Koͤnig, der mich schuͤtzet, daß mich kein Feind hier faͤllt. 3. Mein Hertz soll dir auf Erden treu und gehor sam seyn, ich will dein Juͤnger werden, drum kehre bey mir ein, wo du mich hin laͤßt ge⸗ hen, was du mir sagen laͤßt, das soll von mir geschehen, der Schluß bleibt ewig fest. 4. Hier bring ich dir die Psalmen der frohen Danckbarkeit, ich habe tausend Palmen mein IEsus dir geweyht, doch Psalmen sind zu we⸗ nig, die ich dir singen kan, drum nimm, O grosser Koͤnsig! mein Hertz zum Opffer an. 5. Nimm hin mein Hertz und Le⸗ ben, was dir dein Kind ietzt schenckt, ich bleibe dir ergeben, so lang mein Hertze denckt; Und wenn die An⸗ gen brechen, verliehrt mein Licht sprechen: Hier soll mein JEsus seyn. (748.) B. 8. Mel. Meinen IEsum laß ꝛc. Osianna! Davids Sohn kommt in Zion eingezogen: Ach berei⸗ Ehren⸗Bogen, streuet Palmen, ma⸗ chet Bahn/daß er Einzug halten kan. 2. Hosianna sey gegruͤßt! komm, ist schon geruͤst, will sich dir zu Fuͤs⸗ sen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein, du solt uns willkommen seyn. 3. Hosianna! Friedens⸗Furst, Eh⸗ ren⸗Koͤnig, Held im Streite, Alles was du schaffen wirst, das ist unsre Sieges⸗ Beute, deine Rechte bleibt erhoͤht,deñ dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, wir sind deine Reichs⸗Genossen, die du dir erwehlet hast. Ach so laß uns un⸗ verdrossen, deinem Seepter zinßbar seyn, herrsche du in uns allein. eine tet ihm den Thron, setzt ihm tausend wir gehen dir entgegen, unser Hertz den Schein, soll doch mein Hertze 5. Hosianna komme bald/ iaan, W ö sssapfftmuth! Ah Hie Khechts Asssit verschli Hh schon Gl Ihs Sohn. LHostanha,I ste Eenhslf,laß woh ohie Heuchele Im Hyffer bringer ln Zuͤnger an, Aacchen kan. v Hosianna! laß Ulhetg dich beglest für undfür, de bereiten, dort Iuger Hosianna in Hossann! nah hunseitgugehen. des HErrn, u Rhsen tehen! H. Jbukowms,, (7490 D, Ml, Nun dancke Achancke dir m Nddein Mensch“ lhigl ʒdaß ich nic II Weil d lsl, so freu ichb fihh durch bn Ibhfreue dich „Ichdancke dj Hafer mir W0 schiceit, haich po ‚DeinEiugift uch macht mi ssthein Volck, O. n lugleich. 0 Iabeymir 84+ Advents⸗Lieder. 84 deinne Sanfftmuth kuͤssen. Wolte gleich die Knechts⸗Gestalt deine Majestaͤt verschliessen„ ey so ken⸗ net Zion schon GOttes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna! steh uns bey, O HErr hilff, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heucheley dir das 5 zum Oyffer bringen. Du mimmi keinen Junger an, der dir nicht ge⸗ horchen kan. . Hosianna! laß uns hier an den tzen Zeit, daß ich mein Koͤnig dich lob in der Ewigkeit. (F0. Mel. Nun freut euch lieben ꝛc. Such wer da will ein ander Ziel, die Seeligkeit zu finden, mein Hertz allein bedacht soll seyn, auf Christum sich zu grunden, sein Wort ist wahr, sein Werck ist klar, sein heilger Mund hat Krafft und Grund all' Feind zu berwinden. Säalberg dich begleiten, bit wir ein⸗ sten fuͤr und fuͤr, dir ein Psalmen a 2m 0 hu dit Rune I e led bereiten, dort ist unfer Beth⸗ r bhage, Hosianna in der Höh! et S. Hosianna! nah und sern, eile + Du Geseegne⸗ an ter des HErrn, warum wilt du draussen stehen! Hosianna bist du da? Ja du kommst, Halleluja. (749.). J. O. Mel. Nun dancket alle GOtt. Ch dancke dir, mein GOttl daß 3 du ein Mensch gebohren, mein re. König! daß sich nicht soll ewig seyn vetrlohren: Weil du selbst kommsi zu mir, so freu ich billig mich, weil u selbst durch dein Wort sprichst: Ziou freue dich! ö . Ich dancke dir, daß du, mein Helffer, mir erworben Heyl und Ge⸗ eechtigkeit, ba ich war gantz verdor⸗ en; Dein Einzug ist mein Ehr, dein Armuth macht mich reich; Drum lngt dein Volck, O HErr! dir Lob und Dauck zugleich. 38. Bleib ja bey mir mein GOTd, aß mich dein Wort regieren, so wird ein Irt⸗Weg mich betrüben noch erführen, komm zu mir durch dein Wort, komm in der letzten Noth, ring mich zur Friedens⸗Stadi/ins Eeben durch den Tod. 4. Komm mir zu Trost und Ftreud, wenn diese Welt vergehet, venn weder Ehr noch Macht, noch 8 Held, noch Gut bestehet, und fuͤhr Aich in dein Resch, nach dieser lur⸗ 4 —˙— S 2. Such, wer da will, Nothhelffer viel, die uns doch nichts erworden; Hier ist der Mann, der helffen kan, bey dem nie was verdorben! Uns wird das Heyl durch ihn zu Theil, uns macht gerecht der treue Knecht, der fuͤr uns ist gestorben. 3Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heyl begehret, er ist der HErr und keiner mehr, der euch das Heyl gewäahret. Sucht ihn all Stund von Hertzens⸗Grund, sucht ihn allein, denn wohl wird seyn dem, der ihn hertzlich ehret. 4. Mein's Hertzens Cron, mein Freuden⸗Sonn, sollt du, HErr JE⸗ su,/bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit ver⸗ treiben: Bleib du mein Preiß/ dein Wort mich speiß: Bleib du mein' Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu glaͤuben. . Wend von mür nicht dein Ange⸗ sichtlaß mich im Ereutz nicht zagen, weich nicht von mir, mein hochste Zier, hilff mir mein Leiden tragen! Hilff mir zur Freud, nach diesem Leld, hilff, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. (7Fi.) Mel. Hertzlich thut mich ꝛe. Egweitert eure Pforten, erhoͤht das Hertzens Thor, und sucht an allen Orten hier Graß,dort Blu⸗ men vor, die Strassen mit zu zie⸗ ren, durch die ber HErr soll ziehn, haut machtig Ehren Thuren, be⸗ leckt mit Winter⸗Grun. Dd 3 a. Wer 84³ Advents Lieder. 8⁴⁴ 2. Wer ist/(so fragt ein jeder) wer wirst Mensch/ und bist auch Ott/ ist der grosse Held, auf den ietzt hin fuͤr uns arme Menschen⸗Kinder. und wieder der Einzug wird ee Er heißt,(ihr sollts bald hoͤr en) er beißt: HErr Zebaoth, er ist—;—11 der Ehren, und beydes Mensch und GoOtt.— 3. Willkommen, grosser Koͤnig, willkommen JIEsulein; mein Hauß ist gar zu wenig, mein Raum ist gar zu klein, dich HErren zu bewirthen, doch weil du deinen Zug auch nimmist zu schlechten Hirten, so ist hier Raum genug. 4. Lad ab vor meiner Treppen die schwere Creutzes⸗Last, die du pflegst nachzuschleppen, lad ab, du lieber Gast! Ist sie gleich schwer zu heben, doch bin ich vergewißt, daß auch viel Trost darneben in dieser Buͤrde ist. 5. Denn wenn du auf der Reise vey uns solt kehren ein, so muͤssen deiner Weise wir auch gewohnet ehn; Zwar Fuͤrsten zu begaͤsten giebt nicht geringe Muͤh/boch mehr sie uns belaͤsten, ie reicher zahlen sie. 6. HErr, wer gllhier dich heget im Glauben und Gedult, wer deiner treulich pfleget, und trauet deiner Huld, dem hast du schon verspro⸗ chen das Haus der Ewigkeit, wird gleich allhier zubrochen die Huͤtte Hieser Zeit. 7. Jetzt pflegst du einzukehren durchs Wort und Saerament, und wirst durchs Creutzes Zaͤhren an dei⸗ uem Zug erkennt; Dann aber wir st du kommen mit grosser Pracht und Ruhm, und fuͤhren deine Frommen ins himmlischꝰ Eigenthum. (5½. C. N. Mel. Liebster JIEsu wir sind hier. Adam hat im Paradieß seinen Bund mit GO gebrochen; Gott, der ihn doch nicht versiieß/ hat Erloͤsung uns versprochen, und nun koͤmmt in seinem Nahmen der verlangte Weibes⸗Saamen. z. Kom, mein Helffer in der Noth, romm,/ O Heyland aller Suͤnder du Denn wer koͤnte sonst erretten, wenn wir keinen JEsum haͤtten? 3. Aber, GOtt, was bin ich doch, daß du deinen Sohn mir giebest? reicht die Gnade schon so hoch, wenn du deine Feinde liebest was wird sie denn kuͤnfftig geben denen, die in Christo leben? 4. Daß du Menschen hast gemacht, hat dich ja vor dem gereuet, wer hats denn zuwege bracht, daß sich nun dein Hertze freuet? wenn man deinen Sohn auf Erden sieht zu ei⸗ nem Menschen werden. . Ist die Krippe nicht zu schlecht? ist der Stall nicht zu geringe? wird mein GOtt ein armer Knecht, daß er mir den Seegen bringe? o HErr JEsu! dein Beginnen uͤbersteiget alle Sinnen. 6. Nimmst du nicht die Engel an, die sich auch von dir verlohren? was hat denn der Mensch gethan, daß du nur fuͤr ihn gebohren? was kan Fleisch und Blut dir geben, daß wir sollen ewig leben? 7. Auf! mein Hertz, hier ist dein GOtt, heiß ihn tausendmahl will⸗ hat er schon auf sich genommen. Kuͤnfftig wird er fuͤr dich sterben, und du wirst den Himmel erben. 3. Drum so daucke, wer da kan, Gott, dem Vat er aller Gnaden: be⸗ tet unsern Heyland an, der uns hilfft aus allem Schaden. Ehre sey GOtt in der Hoͤhe, und des Satans Reich vergehe! (78.0 Mel. Helfft mir GOttes Guͤte ꝛc Au Haufl ihr Reichs⸗Genossen, der Koͤnig koͤmmt heran, empfa⸗ het unverdrossen den grossen Wun⸗ der⸗Mann, ihr Christen geht herfuͤr, laßt uns vor allen Dingen ihm Ho⸗ sianna singen, mit heiliger Begier. 2. Aufl ihr betruͤbten Hertzen, der Koͤnig ist gar nah, hinweg all Wuch un kommen, deine Suͤnde, deinen Tod ld 3. Auf Kon Iscnicht fet a Gtern/ det uit leichem Trof Wll euch Hu hiwpffen gar den 4Nun poͤrt iht der Konig metckt vetlohrne Kidek, Sauff,auf Mgts thutesohne Soig Ihm veybokgen,, e acht, Sehp ftotwrh, der Konlg ist gere Weo'Ihmbahnen, shlecht/ fürwahr Hlumlasset uns d unsschickt, ert schrocknem Muth 6. Und wenn Glammen uns al dulk! Well ihm doch der Gewinn. srüher Tod uns, Hommen, wohla men inz Leben, a 7. Hischauf in der Konig sorgt durch sein Erbr groß und reich d dacht, der pirda Was Menschen u sicht mnseiner M 3. Hat endlich Gauß, las er do dufihn stets hof, hersicht: Von her, der lͤseta Selen nicht ver itoichtzuschte 2. Hrsschauftih Sonigfönmt m si Hedglie und biff guch F Ott Maschen⸗kinber sons retten, wenn , haͤtten + was bin ichd f um h gibestz Von so hoch wenn liebestwas wird sie geben denen, diein duschenhaftgeng dem Waut, 1 ege bracht, daß sich e freuet? ennman suf Etden tehtzuet werden. Pyenchtkuschlicht? cht zugeringe? tvird armer Knecht, daß geln hringe? o HEtt heginnen übersteiget nicht die Engelan, lrdir verlohren? was Nansch gethan, daß gebohren e was kan lut dir geheh, daß tlt en? n Hertz, hiet istdein On tgüsendmahl will Suͤnde, deinen Tod zuf sich genommen. er für dich sterben, on Himmel erben. dallcke, wet da fan, ter aller Gnaden:be⸗ land an, der uns hilft chaden. Ehte seh oͤhe, und des Satans el (7. e Guͤte ꝛ6 ihr Reschs⸗Genossen, lommmt heran ewpfa anden grossen Wun⸗ Chrlslen geht herfürn len Dingen ihm Ho⸗ mit heiliger Begiet, truͤbten nN ah/ Huntoalang 8⁴4³ Advents⸗KLieder. 8⁴⁶ und Schmertzen, der Helffer ist schon da, seht, wie so mancher Ort, hochtroͤsilich ist zu nennen, da wir ihn finden koͤnnen im Nachtmahl, Tauff und Wort. 3. Auf! auf! ihr Vielgeplagte, der Koͤnig ist nicht fern, seyd frolich ihr Verzagte, dort kommt der Morgen⸗ Stern, der HErr will in der Noth mit reichem Trost euch speisen, er will euch Huͤlff' erweisen„ und daͤmpffen gar den Tod. 0 4. Nun hoͤrt ihr frechen Suͤnder! der Koͤnig mercket drauf, wenn ihr verlohrne Kinder, in vollem Laster⸗ Lauff, auf Arges seydlbedacht, und thut es ohne Sorgen, gar nichts ist ihm verborgen, er giebt auf alles acht. 5. Seyd fromm, ihr Unterthanen! der Koͤnig ist gerecht, laßt uns die Weg ihm bahnen,/ und machen alles schlecht, fuͤrwahr er meynt es gut, drum lasset uns die Plagen, welch' er uns schickt, ertragen, mit uner⸗ schrocknem Muth. E. Und wenn gleich Krieg und Flammen uns alles rauben hin, Ge⸗ dult! weil ihm zusammen gehoͤrt doch der Gewinn. Wenn gleich ein sruͤher Dod uns, die uns lieb, ge⸗ nommen, wohlan, so sind sie kom⸗ men ins Leben, aus der Noth. 7. Frisch auf in GOttlihr Armen, der Koͤnig sorgt fuͤr euch, er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich; der an ein Thier ge⸗ dacht, der wird auch euch ernaͤhren, was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 3. Hat endlich uns betroffen viel Creutzlaͤst er doch nicht die, welch auf ihn stets hoffen mit rechter Zu⸗ versicht: Von GOtt kommt alles her, der laͤsset auch im Sterben die Seinen nicht verderben, sein Hand ist nicht zu schwer. 9. Frisch auflihr Hochbetruͤbte/ der Koͤnig koͤmmt mit Macht, an uns, sein Hertzgeliebte/ hat er schon laͤngst gedacht, nun wird kein Angst noch Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns GODT aus Gnaden laͤßt seine Hinder seyn. 10, So laufft mit schnellen Schrit⸗ ten, den Koͤnig zu besehn, dieweil er kommt geritten, starck, herrlich, sanfft und schoͤn, nun tretet all her⸗ an/ den Heyland zu begruͤssen, der alles Creutz versuͤssen und uns er⸗ losen kan. 1I. Der Koͤnig will bedencken die, welch er hertzlich liebt, mit koͤstli⸗ chen Geschencken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. O Koͤnig! hoch erhoben, wir wollen alle loben dich freudig hier und dort. 12 Nun HErr/ du giebst uns reich⸗ lich b wis gleich arm und schwach⸗ du liebest unvergleichlich, du jagst den Suͤndern nach, drum wollen wir allein die Stimmen hoch er⸗ schwingen, dir Hosianna singen und ewig danckbar seyn. (554 Mel. Allein GOtt in der ꝛc. Auf Dochter Zion, schauet hier den Koͤnig.in der Crone, die auf⸗ gesetzt mit schoͤner Zier die Mutter ihrem Sohne, am Dage seiner Froͤ⸗ lichkeit/da sich derselhe hoch erfreut bey seinen Hochzeit⸗Ehren. 2. Der Koͤnig, welcher so ge⸗ schmuͤckt, tritt her aus seiner Kam⸗ mer, ist GOttes Sohn, wir sind er⸗ qvickt durch ihn in unserm Jam⸗ mer. Die Cron ist unser Fleisch und Blut(wie weh es guch dem Satan thut/) darein er sich verkleidet. 3. In dieser Crone prangt der Held, der wahre GOtt der Ehr en,dem aus Erbarmung nun gefaͤllt dem Elend abzuwehren, persoͤnlich er vereinigt sich mit menschlicher Natur, fuͤr mich und alle Welt zu buͤssen. 4, Weil GOtt denn Mensch und unser ist, doch ohne Suͤnden⸗Tadel, so bin ich auch dadurch gewiß gesetzt ju grossen Adel. Der Koͤnig selbst hat ihm vertraut mein arme Seel, Dd 4 als SSSeeeeeeee---—...— —.— ———————— — —— ——— — 84⁷ Von der Geburth Christi. 8⁴⁸ als liebe Braut, in Gnaden anzu⸗ nebrun. . Er beut ihr himmlisch Erb und Gut, verspricht sich aller Treue, be⸗ zeichnets hoch mit seinem Blut, wie daß ihn nichts gereue, er schencket ihr des Geistes Pfand, befestiget der Liebe Band, biß er sie heim wird holen. 4— 6. Soll nun der Koͤnig Lust an dir und deiner Schoͤne haben, ach so vergiß die Welt allhier, meid ihre falsche Gaben/ fuͤr Untreu huͤte dich mit Fleiß, daß du erfuͤllest sein Ge⸗ heiß, und liebe Braut verbleibest. Z. Denn weil selbstGOttes lieber Sohn so nahe zu dir kommen, dein Fleisch erhoͤht zu seinemhron, und dich zue Braut genommen, so nahe wieder dich zu ihm, im Glauben ihn lob, ehr und ruͤhm, fuͤr seine Lieb und Treue. Von der Geburth Christi. (755. Mel. Was GOtt thut, das ist ꝛe. Eich, weich verhaßte Suͤn⸗ den⸗Nacht, das Licht ist auf⸗ gegangen, weich, Satan, weich mit deiner Macht! Und gieb dich selbst gefangen, denn JEsus hat des Vaters Rath und sein Ge⸗ bot erfuͤllet und allen Zorn gestillet 2. Es hasse wer da will das Licht, mir soll es helle scheinen, denn wer sich dessen selbst entbricht, wirds ewiglich beweinen, wer dort ein⸗ mahl der Hoͤllen⸗Qvaal geluͤcklich will entgehen, muß hier im Lichte stehen. 3. Mein JEsus lach erleuchte du mein Hertz zu jenem Leben! Ich ha⸗ he meiner Seelen Ruh dir eintzig übergeben, du kanst, ich weiß, zu dei⸗ nem Preiß und deines Nahmens Ehren, mein Glaubens⸗Licht ver⸗ niehren. 4. Ich werde durch dich allemahl mich dahero zu der Zahl der Auser⸗ wehlten schreiben, wer dich besitzt/ der wird beschuͤtzt als GOttes Kind und Erbe, er lebe oder sterbe. (756.) Mel. Lobt GOtt ihr Christen ꝛc. ES stelle heut sein Trauren ein, wer sonst mit Recht geweint, heut kan ein ieder froͤlich seyn, weil Eott mit Trost erscheint. 2. Heut sendet GOtt uns seinen Sohn, den HSRRN aus Davids⸗ Stadt, heut laͤßt ein Koͤnig seinen Thron, und wird des Armen Rath. 3. Ein König aus dem Himmel⸗ reich verlaͤßt heut allen Pracht,heut macht sich einem Schwachen gleich ein Koͤnig aller Macht. 4. Heut wird ein theures Wort er⸗ fuͤllt, das GOtt geredet hat, heut wird der Schlangen Gifft gestillt, heut gruͤnt die Thraͤnen⸗Saat. Licht, das nimmermehr vergeht, heut wird ein Denckmahl gufge⸗ richt, das ewiglich besteht. 6. Heut zeigt ein schoͤner Morgen⸗ Stern den Stern aus Jacob an, heut wird die Guͤte unsers HErrn uns ruͤhmlich kund gethan. 7. Heut schwingt sich unser Hertz empor, das sonst dar nieder lag, ja heut begeht der Engel⸗Chor der Menschen Freuden⸗Tag. 8. Heut werden Arme reich und hoch, und GOttes Sohn wird arm, heut tilget JEsu sanfftes Joch den frechen Hoͤllen⸗Schwarm! 9. Heut dencket GOtt der Schuld nicht mehr, er senckt sie in die See, heut rufft deßwegen GOttes Heer: Ehr sey GOtt in der Hoͤh. 10. Heut wird ein neues Friedens⸗ Band auf Erden angestifft. Heut wird ein Friedens⸗Schluß bekandt, der aller Heyl betrifft. II. Heut laͤßt, wer GOttes Nah⸗ men kennt, ein Freuden⸗Lied er⸗ schalln, 5. Heut gehet auf ein Freuden⸗ dein Hauß und Tempel bleiben, und 940 ö Faul/ heut hat Christo Honnt/ aln Iglfaln⸗„e, 70 Hatistdieh altt/ die G0 heule ih in El un vohl ge ht (75 Ml. Nunda Umist die Beit sten Sohn Htdas atme Hle genommen/ U1 der HErr/ det gr sillt, des Wehet Nun istdie Zeste 2. Muh iff die; Cternas Jecob! h² Nacht sthin,! dunckelt hiet it e elwagten trilt/ d schreht: Nun ist 3. Non ist die; Gtah von Aapon dadalte Bild der! het/edhat sich R. iharmen Stanbs ein schugches Ki Zeit exfüͤlt. 4. Nun ist die Huadschoft sßern derz Heseß ondde hen, dabhöttmn Dvun und Eyferhr ben Srichenaut, Afült. 00 Mal. Alein S8 Muffl steuet A Lund/hr di keh: Nun wirdd lund, daß Gott flh Erbtingt d Her, da alls u wehm er gicht ah 2.Eris das Wo Dus alles hält und Glanh, die e wasche sh nicht Tenpeld 10 eiben, 0 Zchl der Wge dalg O‚i eoder sterhe, 2 69 lt ht Chrisen sein Tuuren ej A 11—1 li 0 W Well Gott uns sei WMatsOlne htein König seinen 6 NRmmen Rath. aug dem Himmel⸗ S Schia Nacht. Huh thellres Wort er⸗ Heredet hat, heut gen Gifft gesiͤlt, Hränen⸗Sagt, auf ein Freuden⸗ Mermwehr vergeht, Denckmahl gufge⸗ ichbbeseht. einschoͤler Rorgen⸗ rn aus Jacob an, Ute unsers HErrn nd gethan. igt sch unser Hett darnieder lag, a Engel⸗Chor der hen⸗Tag. n Arme reich und ³. Sohn wird arm, sanfftes Jochben Schwarm. Ott der Schuld enkt si in bie See, gen Gttes Her: der Hoh. uul Friedens⸗ Uangestifft, Heut 5Schluh bokondt, krifft. cdig—* n⸗Lied er⸗ Fteud 71 849 Von der Geburth Christi. 8³⁰ schalln, heut hat, wer sich von Christo nennt, an GOtt ein Wohl⸗ gefalln 12. Heut ist die hoͤchst erwuͤnschte Zeit, die GOL zur Huͤlff ersehn, vou heute biß in Ewigkeit, soll uns nun wohl geschehn. (7½.0 Mel. Nun dancket alle GOtt. Nun ist die Zeit erfuͤllt/des Hoͤch⸗ sten Sohn ist kommen, und hat das arme Fleisch der Men schen angenommen, hier ist der Mann, der HErr, der Furcht und Straffe stillt) des Weibes Saame koͤmmt. ists, was uns koͤmmt zu gut; so hat er unser Fleisch und Blut versoͤh⸗ net und verneuet. 3. Er ist des ewgen Vaters Sohn, von Ewigkeit gezeuget: Doch sieh, wie er von seinem Thron zu uns her⸗ nieder steiget, mit unsern schwachen Fleisch sich paart, daß in uns GOr⸗ tes Sinn und Art moͤg eingerich⸗ tet werden. 4. Der Menschen Hauffe lag im Grab, zum Guten gantz erstorben: Drum kommt das Leben selbst her⸗ ab, daß die, so gantz verdorben, in schoͤnen Rock des Heyls verhüllt, Nun ist die Zeit erfuͤllt. 2. Nun ist die Zeit erfuͤllt, der Stern aus Jacob funckelt, die truͤ be Nacht ist hin, die alle Welt ver⸗ dunckelt, hier ist es Israel, was du erwarten willt, der Sions Huͤter schreyt: Nun ist die Zeit exfuͤllt. 3. Nun ist die Zeit erfuͤllt, der Stab von Aaron blühet, worauf das alte Bild der heilgen Lade ste⸗ het/ es hat sich Nath, Krafft, Held in armen Staub verhuͤllt, und wird ein schwaches Kind. Nun ist die Helt aiurt e e 4. Nun ist die Zeit erfuͤllt, die Kindschafft ist erworben, was unter dem Gesetz und dessen Fluch verdor⸗ ben, das hoͤrt nun wester nicht wie Zorn und Eyfer bruͤllt. GOtt rufft den Frieden aus. Nun sst die Zeit erfuͤllt. (758.) Mel. Allein GOtt in der Hoͤh ꝛe. Aust freuet euch von Hertzens⸗ Grund, ihr die ihr war't verloh⸗ ren: Nun wird das grosse Wunder kund, daß GOtt ist Mensch geboh⸗ ren: Er bringt das Heyl von oben her, da alles noch im Tode waͤr, wenn er nicht waͤr erschienen. 2. Er ist das Wort, so alles schafft, das alles haͤlt und traͤget; Der schoͤ⸗ ne Glantz, die ewge Krafft, ohn welche sich nichts reget. Und diß mit neuer Lebens⸗Krafft erfuͤllt, den Tod besiegen koͤnnen. Und weil die Welt mit finstrer Nacht gantz uͤberdecket stunde; Weil sie nicht selbst aus eigner Macht das Licht erwecken kunte: so kommt das unumschraͤnckte Licht, und will mit hellem Angesicht in al⸗ ler Hertzen leuchten. 6. Wie bleibst du denn, O Men⸗ schen⸗Kind, in deinen Suͤnden lie⸗ gen? Wie bist du denn so starr und blind/ und laͤßt dich so betriegen? Ey folge deiner Traͤgheit nicht, er will dir Leben, Krafft und Licht aus sei⸗ ner Fuͤlle schencken. ö 7. Hier ist mein Hertz, O JEsu Christ, der du bist Licht und Leben. Ach mach es wie dein Hertze ist, da⸗ zu will ich dirs geben: Ach heil der alten Schlangen Biß,treib aus des Todes Finsterniß, darum du bist Mensch worden. (7⁵9% Mel. Du O schoͤnes Welt⸗ ꝛc. LWosser JIESu sey willkommen, ghier in dieser boͤsen Welt/ da du nicht wirst angenommen, da man dich veraͤchtlich haͤlt, ich, ich will dich nicht verschertzen, wohne nur in meinem Hertzen/ du bist mein und ich bin dein, allerliebstes JEsulein. 2. Zwar du kommest gar nicht praͤchtig„ aber ich bin schon ver⸗ gnuͤgt/ du bist dennoch lreich und DOd 5 maͤch⸗ 851 Von der Geburth Christi. 8⁵² maͤchtig, hast mir alles zugefuͤgt, was mich Suͤnder, was mich Schwa⸗ best chen kan gerecht und seelig machen, du bist mein, und ich bin dein ꝛc. 3. Dein so armes Kummer⸗Leben soll mein Reichthum allzeit seyn, nun bin ich dir gantz ergeben, und vertraue dir allein, daß du mir in je⸗ nemLeben wirst die Ehren⸗Crone ge⸗ ben/du bist mein, und ich bin dein ꝛc. 4. Will dich alle Welt gleich mei⸗ den, dennoch find ich mich zu dir/ dich und mich soll niemanb scheiden, sondern ich will fuͤr und fuͤr unver⸗ ruͤckt an dir bekleiben, todt und le⸗ bend dein verbleiben, du bist mein, und ich bin dein ꝛe. 5. Deine Schmach und deine Schande, so dir diese Welt anthut/ dienet mir zum hoͤchsten Pfande, und versichert meinen Muth, daß du mir in jenem Leben wirst die Eh⸗ ren⸗Crone geben. Du bist mein, und ich bin dein ꝛe. 6. Nun mein Hertze steht dir offen, zeuch, mein Heyland, bey mir ein, laß mich nicht vergeblich hoffen, laß mich nur dein eigen seyn, tilge du all mein Verbrechen/ so kan ich stets sroͤlich syrechen: Du bist mein, und ich bin dein 44760 IEsulein. (760½ Mel. Ich dauck dir lieber HErre. Hr Christen auserkohren, hoͤrt gute neue Maͤhr, der Heyland ist gebohren, er koͤmmt auf Erden her, deß freuen sich dort oben der heilgen Engel Schaar,die SOtt den Vater loben deswegen immerdar. 2. So singen sie mit Schalle: ihr Christen ingemein, freut euch von Hertzen alle ob diesem Kindelein! euch/euch ist es gegeben, euch ist das Heyl bereit, daß ihr bey GOtt sollt Ieben in steter Seeligkeit. 3. Kein Mensch sich ja betruͤbe, denn dieses Kindelein euch hringet Fried und Liebe, was wollt ihr trau⸗ rig seyn, den Himmel er dem schen⸗ cket/ der an ihn glaͤubet sest, gu die⸗ sen Schaß gedenckẽt, er iñ der aller⸗ est. 4. Nun seyd ihr wohl gerochen an eurer Feinde Schaar, denn Christus hat zerbrochen, was uns zuwider war. Tod, Deufel, Suͤnd und Hoͤlle ietzt liegen gantz geschwaͤcht, GOtt giebt die Ehren Stelle dem mensch⸗ lichen Geschlecht. 3. Drum wir auch nun dich loben, JEsu, zweyflaͤmmger Held, daß du vom Himmel oben bist kommen in die Welt, komm auch in unsre Her⸗ tzen und bleib drinn fuͤr und fuͤr,daß weder Freud noch Schmertzen uns trennen moͤg von dir. (761½ Mel. Meinen IEsum laß ich ꝛc. Ochgebohrner GOttes⸗Sohn! sey willkommen auf der Erden, du verlaͤßt des Himmels Thron, und wilst unser Bruder werden, der du bist das hoͤchste Gut, kleidest dich in Fleisch und Blut. kommst du, unser Schatz, hernieder, da August das Seepter haͤlt, singt man dir die Wiegen⸗Lieder, weil du, hochgelobter Christ, deines Reichs Vermehrer bist. 3 3. Unbeflecket ist die Brust, die dich unterm Hertzen traͤget, biß man dich, du Engels⸗Lust, in die harte Krippe leget, weil kein Raum ist sonst fuͤr dich, lege, JEsu, dich in mich. 4. Praͤchtiges Jerusalem! du bist nicht so hoch erkohren, als ein armes Bethlehem, wo das Heyl der Welt gebohren: Ich will gerne niedrig seyn, kehr nur, JEsu, bey mir ein. V. DunckleNachtt verwandle dich in die schoͤnste Morgen⸗Roͤthe; denn die Sonne zeiget sich, hier ist unsers Lich ts Prophete. Selbst den Stall macht dieser Gast zum ge⸗ stirnten Lust⸗Pallast. 6. Auch die Englische Musie drin⸗ get durch der Hirten Ohren, und das Echo schallt zuruͤck: GOttes Sohn ist Mensch gebohren/ A 1 2. Da man schaͤtzt die gantze Welt, 5. n Wirdeln f v.Munich teteg Ih Hittet det ihulhretlict⸗ Handten Hihpen⸗ Nud—9 0 hEted,. Chöt nSeicbenaud shwales Wehe R Gel.(06 Mel. Helfft ur ¹ Ei Kil schöne Nohrn der Und etkohren, baht ulbgatheit Huafft, ein etoig t. schößerundBerat Flledeschaft, 2. Kotuint alle l Irsohst Rinder h Aphen, daß ihr eit ein Gott⸗und M alle Menschen⸗K damehte Suͤnde Klauen resßt. 3. Willlommiet Dabids HERR Meusch iwat a GOtt auf feinem Hen in bie Welt Oehheine, die bu. dis dich feihren 4. Wilkommen Mei ersreutes H ast das Lehen, Echmerß, den nacht, du bil noch trüben W. hemder Himmel . Laß Stalli kounm hette dir Hein Dergnüͤget bich,Dwang nandich glaubig em gehalet, da 5 Whichnich 85² endẽr, er Mder aler⸗ zuch nun dich lohe nmger Held, haß 0 Hen biß konmen in mauchinunte Her ö 080 und fü,daß Schm udt elthen uns (7619 Wsumlaß ich ꝛe. ler OU h ilen aufder Erden, Himmels Thron, Bruder werden, der e Gut, kleideft dich dlut. gt die gantze Welt, Schah, hernieder, Scepter hält, singt gen⸗Lieder,weil do, Hrist, deines Reichs Isthie Brus, bie bich tuaget,hiß man dich, Hin die harte Hrippe Raum ist sonst fůr u/ dich i mich. Ferusaleml du bist. öhren,als einares odas Heylder Welt will gerne niebtig Jsu/ bey mir ein. chtt vermandledi aursc, W ö Ie eiget sich, hier Hah Seldtden Diefer Gast zum ge⸗ chaf. uglische Musie dbii⸗ Hrten Ohren/ nn t zurück: ů ucht sch gebohienf ⸗ 8⁵³ Von der Geburth Christi. 8³⁴ die Wiege, sucht das Kind, wo ihr es in Windeln findt. . Nun ich trete gantz entzuͤckt mit den Hirten zu der Krippen, und was ich allhier erblickt, kuß ich mit ent⸗ brandten Lippen. Was der Engel Mund bemüht, das ist auch mein Wiegen⸗Lied. 3. Ehre sey GOtt in der Hoͤh, und sein Frieden auf der Erde, daß hin⸗ fuͤhro alles Weh lauter Wohlgefal⸗ len werde; al so freut sich Leib und Seel. GoOtt mit uns, Immanuel. (762.) B. 8. Mel. Helfft mir GOttes Guͤte ꝛc. Ns ist ein Kind gebohren, das schoͤne Nahmen hat/ der Sohn, der uns erkohren heißt Wunder⸗ bahr und Rath/ein Held von grosser R Krafft, ein ewig treuer Vater, Be⸗ schůtzer und Berather/der Ruh und Friede schafft. 2. Kommt alle zu der Krippen, die ihr sonst Kinder heisst, bereitet eure Lippen/daß ihr ein Kind hier preist; ein GOtt⸗ und Menschen⸗Kind/das alle Menschen⸗Kinder, als sonst ver⸗ dammte Suͤnder„ aus Satans Klauen reißt. 3. Willkommen hier auf Erden, du Davids HERR und Sohn! ein Meusch zwar an Geberden, ein GOtt auf seinem Thron, willkom⸗ men in die Welt! willkommen zur Gemeine, die du erkaufft fůr deine/ die dich fůr ihren haͤlt. . Willkommen! auch darneben in mein ersreutes Hertz, du giebst mir erst das Leben„ und wendest allen Schmertz, den GOttes Zorn ge⸗ macht, du bis der Regen⸗Bogen, nach truͤben Wasser⸗Wogen, aus dem der Himmel lacht. 3. Laß Stall und Hrippen liegen, komm bette dir in mich, ach eile/ mein Vergnuͤgen! mein Hertze su⸗ chet dich, du angenehmer Gast, wo man dich glaͤubig schauet/ist Bethle⸗ hem gebauet, das du erweh lest hast. 6., Bin ich nicht also schoͤne, wit dein Pallast soll seyn, so wasche, so versoͤhne, so mache du mich rein, und gieb,/daß ich hinfuͤr bey dir,als GOt⸗ tes Kinde, mich als ein Kind befin⸗ de/ und thu,/ was mir gebuͤhr. 7. Ja weil du mir den Himmel ietzt selbst entgegen traͤgst, und vor der Welt Getuͤmmel dich mir ins Hertze praͤgst, so waffne meine Seel, wenn sie die Hoͤlle plaget, daß sie mit Freu⸗ den saget: Hier ist Immanuel. (763.H E. S. Mel. Meinen JEsum laß ich nicht. Da Geseegneter des HErrnlwaͤr⸗ um willst du draussen stehen? komme doch/oJacobs⸗Stern, in uns allen aufzugehen; eile doch, O wer⸗ ther Gast! nimm in unsern Hertzen ast. 2. Glauh und Liebe gehen dir, O Immanuel lentgegen, was wir ha⸗ den, wollen wir dir zu deinen Fuͤssen legen, du bist unser Fleisch und Blut,/ darum sind wir wohlgemuth. 3. Du bist kommen, und koͤmmst noch in dem Wort und Saeramente⸗ und dein Zion freut sich hoch uͤber deinem Kirch⸗Advente. Ihre Toͤch⸗ ter singen dir lauter Hostanna fuͤr. 4. Hochgelobter Davids⸗Sohn! laß dich auf dem Wege kuͤssen, hier steht noch dein Gnaden⸗Thron, wo wir diese Zeit vermissen, ach! so kommt dein Richter⸗Stuhl, und zeigt uns den Hoͤllen⸗Pfuhlh. 5. Kehrst du noch in Gnaden ein, achl so laß dich feste halten, und uns immer munter seyn, auch im Glau⸗ ben nicht erkalten/ denn die erste Zukunfft macht, daß man bey der letzten lacht. 6. Da hebt man das Haupt empor⸗ achl da geht man aus dem Kercker, alsdenn oͤffnet uns das Thor Zions schoner Sternen⸗Ercker in die Stadt, wo man erfreut, ewig Ho⸗ sianna schreyt. (564 Mel. Nun freut euch lieben. Gereh mein Hertzl in allemLeid, du kanst nicht seyn deunt ¹ 875 Von der Geburth Christi. dennG Ottes Sohn ist dir zurFreud dich JEsu theures Blut erloͤset von in diese Welt gebohren, er ist vom der Hollen⸗Gluth, drum muß der hohen Himmels⸗Thron auf diese Welt zu Spott und Hohn, dir bloß 9. Lob, Ruhm, Ehr, Preiß und Herrlichkeit sey JEsu dir gesungen, 2. Erwege doch die grosse Gnad, hier und dort einst in Ewigkeit, mir zu gute kommen. die dir dein GOtt erwiesen, und laß die grosse Wunderthat von dir stets seyn gepriesen, er ward dem äarmsten Menschen gleich, daß du ihn einst im Himmelreich in groͤster Pracht koͤntst sehen. 3. Er kam zu uns gantz nackt und bloß, in Armuth und Elende, auf daß er dich macht reich und groß, drum stets dein Thun hinwende, daß du vermeidest Uhermuth. Dein JE⸗ sus,/der das hoͤchste Gut, ist der Ge⸗ ringste worden. 4. Er ward von einem keuschen Weib in diese Welt gebohren,drum halt auch zuͤchtig deinen Leib, denn der ist gantz verlohren, der GOttes Geistes keusche Zucht verachtet und die Wollust sucht, darzu ihn sein Fleisch leitet. 5. Er kam zu uns in finstrer Nacht, er/der das Licht der Erden, und hat dadurch zuwege bracht, daß uns nun einst muß werden der helle Glantz der Swigkeit, drum dencke slets an diese Freud, so schad't dir nichts die Hoͤlle. 6. Bedenck auch das, du liebe Seel, er ließ sich dir zu gute verscharren in des Grabes Hoͤhl/ drum sey nur wohl zu Muthe, aus grosser Lieb er fuͤr dich starb, und dir die Seeligkeit er⸗ warb, du kanst nun ewig leben. 2. Koͤmmt nun der Satan und die Welt, und wollen dich betruͤben, wird dir das Buch auch vorgestelit, darinnen stehn geschrieben die schweren Suͤnden ohne Zahl/die du begangen allzumahl in diesem boͤsen Leben. 8. So sprich,daß dein HErr IEsus Christ die Suͤnden⸗Last getragen,/ und daß du nun nicht schuldig bist ihm was davon zu sagen. Es hat Satan schweigen. ist es wohl gelungen, ich hab die ew⸗ ge Seeligkeit, getrost mein Hertz, in allem Leid, du kanst nicht seyn verlohren. (765.) B. 8. Mel. JIEsu Krafft der bloͤben ꝛc. J. den, Stern, du Licht der Er⸗ den, Sonne der Gerechtigkeit, laß die Nacht zum Tage werden, wirff die Strahlen weit und breit auf die/so bey deiner Wiegen in ent⸗ zuͤckter Demuth liegen. 2. Fin sterniß bedeckt die Erde, und die Voͤlcker Dunckelheit: Aber uͤber deine Heerde strahlt des Glautzes Herrlichkeit, die den Hirten sich ge⸗ wiesen, dein Geburths⸗Fest hat ge⸗ priesen. 3. Wunder⸗Kind! wir deine Kin⸗ der sammlen uns in deinen Stall, du bist ja das Heyl der Suͤnder, und die Stuͤtze vor den Fall; Laß von keinen Finsternissen uns bey deiner Krippen wissen. 4. Ist es in dem Hertzen dunckel, so erleucht uns durch dein Licht,daß uns dein Geburths⸗Stern funckel, der durch alle Nebel bricht. Denn die Nacht ist nun vergangen, da der Tag sich angefangen. 5. Nun wir warten auf die Buͤr⸗ den/ die du eingebunden hast, wie die Schaͤffer bey den Huͤrden/haben wir nicht eher Rast, biß daß unser Hertz erfaͤhret, was der heilge Christ beschehret. 6. Ach was sinds vor schoͤne Sa⸗ chen, die hier eingebunden seyn daß du uns recht reich wilt machen, bindest du dich selber ein: Das ist warlich eine Buͤrde,die kein Mensch beschreiben wuͤrde. 7. Denn in dieser Buͤrde lieget Vaters Gnad und Sohnes Hales alles 8⁵⁶ 9⁷ W Hlustuginst Oucchaft, H69 Iu Himel it ug 1Weltbehaltede tunfegeöser Se Heit vom Hesehze Ruhe plah Hier Schllertent hier (hen. un esist o Iim Zucker hehge Ine wohl uMil Ium befenschlahl den binden. 10. Cos ie Chti hen, daß fein Kil deiner Huld mag w Rulach uhser Hettz Hort ahf Zions 3 Hetden einft begehe —ñ—ßt Nufdas N (76 Mel. Nun sre Err GOtt dich/ im lieh dellldu haft hehüttsürgllerGe Keben uns bermeh Bod reichlich he im Hen gchen. 2%Dett Vesu 10, im Dauin Legierst gar flei MohnsenSa 90. 1. Heud und Tro Gtirben, 5 85⁵ 6 Muterf et von dum nüß der 1Her ct 2 B. U. dafttber hlöhen ꝛe. „duLicht der Er⸗ der Herechtigkei um Toge welden, len weit und hreit her Wiegen inentz liegen. heckt die Erde, und klhest: Aber uͤber ihlt des Glautzes hen Hitten sich ge⸗ urths⸗Fest hat ge⸗ 10HV wir beine Ki⸗ in deinen Stall, Yl der Suͤnder, und den Hall; Laß von ssen uns bey deiner Herben dunckel, urch dein kicht,daß 0ꝛStern funckel, hel bricht. Denn hetgangen, da der gen. sten auf die Buͤr⸗ ebunden hast, wie den Huͤrden.haben aft, diß daß unser der helge Christ 96 vot schoͤne Sa⸗ Igebunden seyn? llich wilt machen, lbber ein: Das it de die kein Mensch . ö Vr Buͤrde leget Sohneo 157 „ lles 8³⁷ Auf das Neue Jahr. 8³⁸ alles was das Hertz vergnuͤget, die Erlassung unsrer Schulb; GOttes Kindschafft, Heyl und Seegen, ja der Himmel ist zugegen. 3. Welt behalte deine Schaͤtze! hier ist unser groͤster Schatz, hier ist Frey⸗ heit vom Gesetze, hier der Armen Ruhe⸗Platz, hier das Labsal aller Schmertzen, hier das Hertze aller Hertzen. F—.— 9. Zwar es ist auch eine Ruthe die⸗ sem Zucker beygelegt: doch es ist uns wohl zu Muthe, weil sie uns zum besten schlaͤgt; sonsten wuͤrden wir von Suͤnden all zu schwere Buͤr⸗ den binden. 10. Laß die Christ⸗Nacht so bege⸗ hen, daß kein Kind der Finsterniß deiner Huld mag wiederstehen, und mach unser Hertz gewiß: daß wir dort auf Zions Hoͤhen Christtag werden einst begehen. Auf das Neue Jahr. (766.) Mel. Nun freut euch lieben ꝛc. Hea GoOtt Vater, wir preisen dich, im lieben Neuen Jahre, denn du hast uns gar vaͤterlich behuͤttfuͤr aller Gefahre, du hast das Leben uns vermehrt, das taͤglich' Brod reichlich beschehrt und Fried im Lande geben. 2. HErr JIEsu Christ wir preisen dich, im lieben Neuen Jahre, denn du regierst gar fleißiglich dein lie⸗ de Christen⸗Schaare, die du mit dei⸗ nem Blut erloͤst, du bist ihr einig reud und Trost, im Leben und im berben. 3. HErr Heilger Geist, wir prei⸗ sen dich, im lieben Neuen Jahre, benn du hast uns gar mildiglich be⸗ gnad't mit reiner Lehre; Dadurch den Glauben angezuͤndt, die Lieb gepflantzt im Hertzen⸗Grund, und andre schoͤne Tugend. 4. Du treuer GOrt/ wir bitten dich/ zeig uns sort deine Hulde, tilg unsre Suͤnde gnaͤdiglich, gedenck nicht aller Schulde, beschehr ein sroͤ⸗ lich Neues Jahr, und wenn das Stuͤndlein koͤmmet dar, ein seelig Ende, Amen. (767. Mel. Wie schoͤn leuchtet ber ꝛc. Wacht auf ihr Christen! es ist Zeit, weil GOtt der Vater hat bereit t ein Neues Jahr und Leben: Wacht auf und ladet IE⸗ sum ein, daß er nur möͤge bey uns seyn, und Heyl und Seegen geben: Nimmer schlimmer, als die Sonne Freud und Wonne bringt der Er⸗ den/soll das neue Jahr uns werden. 2. Und was im alten ist geschehn, das muüͤsse wie der Schnee vergehn; Es muͤsse seyn vergeben dem der dar⸗ uͤber Traurigkeit gehabt hat in der Gnaden⸗Zeit, und bessern will sein Leben: Weichet! weichet! alle Suͤn⸗ den bleibt dahinden. Ich will lie⸗ ben JEsum, und ihn nicht betruͤben. 3. Gedencket an das alte Jahr, in was fuůr Furcht u. fuͤr Gefahr ihr off⸗ te seyd gewesen, seyd von dem Tode wiederkehrt, in Kranckheit blieben unversehrt, und auch nach Wunsch genesen: Keiner feiner, als die Frommen, sind entkommen, allen U⸗ bel, nach den Worten in der Bibel. 4Und weil ein jeder fürchten muß, daß er wird haben auch Verdruß in diesen neuen Zeiten, so lasset uns mit JEsulein zu allerhand Creutz, Noth und Peim, gedultiglich berei⸗ ten: kein Mann hier kan sich entzie⸗ hen, all's Bemuͤhen ist vergebens: beus der Creutz⸗Weg ist des Le⸗ ens. 5. Daß aber GOtt uns gnaͤdig sey, von allem Ubel mache frey, in diesem neuen Jahre, und weder Mann, noch Kind, noch Weib, an Hauß und Hoff, an Seel und Leib, kein Ungluͤck wiederfahre,lebet, sre⸗ beͤt/ nach der Tugend, in der Ju⸗ gend/ ** TTTTTTRTITITAIIIIII —.— 859 Auf das Neue Jahr. gend, biß ius Alter betet stets Buß⸗⸗4. Immanuel GOtt sey mit al⸗ und Danck⸗Psalter. len hohen Staͤnden:er sey ihr Schild 6. Ein ieder der beschneide sich nach dem Gesetze wuͤrdiglich auf eistlich, und erneure mit Christo einer Taufe Bund, und diene Gott aus Hertzens⸗Grund, und seinen Sabbath feyre; Singet, bringet/ Wunsch und Gaben, wollt ihr haben Gluͤck und Seegen, Himmels⸗ Thau,/ Fruͤh⸗ und Spat⸗Regen. 7. Und daß das liebe JEsulein euch moͤge ein Beschutzer seyn, so wird euch nichts nicht kraͤncken. Es sey mir wohl, es sey mir weh, ich ge⸗ he/ liege oder steh, an JEsum will ich dencken. HErr Christ! du bist allen, allen, zu Hefallen, die dir die⸗ nen, sich mit GOtt bey Zeit versuͤͤh⸗ nen. . Auf diesen Heyland traue ich: Erbarm dich mein, GO T, gnaͤdi⸗ glich/ und thu mir alles gute! ich bleibe dein in Ewigkeit, dort und hier in der Sterblichkeit, mit Leib, mit Seel, mit Blute. Dich, dich will ich immer lohen, hier und droben immer lieben, und diß Lieben stets veruͤben. (76³0 Mel. O GOtt du frommer GOtt. Hdon ist Immanuel! das soll die Losung bleiben, da wir ein neues Jahr durch GOttes Guͤte schrei⸗ den, so rufft ein ieder aus; so singt gantz Israel, es heisset GO TT mit uns! hier ist Immanuel. 3. Immanuel! GOtt sey mit un⸗ serm Landes⸗Vater, er seegne sei⸗ nen Thron, und sey stets sein Be⸗ rather. Sein Schild sey stets erhoͤht, sein Himmel immer hell, und dieses sein Panier: Hier ist Immanuel. 3. Immanuel! GO steh mit Friedrich in dem Bunde,/ wenn Men⸗ schen⸗Bundniß reißt, und richte die zu Grunde, die Israel sind gram, ihr Rath verderbe schnell, weil dieser Wahlspruch gilt: hier ist Immanuol. und Lohn, und trage sie auf Haͤn⸗ den: in ihren Haͤusern fließ ein ste⸗ ter Seegens⸗Qvell, wo diese Stim⸗ me schallt: hier ist Immanuel. 5. Immanuel! GOtt sey bey sei⸗ ner kleinen Heerde, daß Zions Licht und Recht noch immer groͤsser wer⸗ de; hier trieffet Lebens⸗Thau auf Gideonis Fell, so ruffet man getrost: hier ist Immanuel. 6. Immanuel! GOtt wohn in al⸗ ler Frommen Haͤusern! und solte Creutz und Noth sich da und dorten ausern„ so sey GOtt Rath und That, der uns zufrieden stell; so heists durchs gantze Jahr: hier ist Immannel. (669. NIchts als JEsus ist der Wunsch bey dem angetretnen Jahre, JEsum ruffet Hertz und Mund, daß er sich uns offenbahre. IEsus, al⸗ les und in allen, soll mit seinem Gnaden⸗Schein der Anfaͤnger und Vollender alles guten bey uns seyn. 2. IEsu, lasse deinen Glantz Zions neue Sonne werden, sey du mitten unter uns guter Hirte deiner Heer⸗ den, predige dein Wort mit Schaa⸗ ren, und laß seine Krafft bestehn, daß die Laͤmmer und die Schaafe in der besten Weyde gehn. 3. JIEsu! geuß dein Gnaden⸗Oel auf den theuresten Regenten, laß ihn dir befohlen seyn zu getreuen Vagter⸗Haͤnden, daß wenn ander⸗ waͤrts die Fluthen uͤber alle Berge gehn, Friedrich mit den Untertha⸗ nen in erwuͤnschtemFriede stehn. 4. Esu! tritt mit deinem Heyl in die Haͤuser aller Grossen, laß an kei⸗ nen Kummer⸗Stein ihren Fuß und Salbe, die auf ihre Haͤupter fließt daß Gedeyen und Erfreuen sich mit ihren Gliedern kuͤßt. 5. JEsu! lasse deinen Schild unsre 860 Hertze stossen, sey die ausgegoßne weythe Stadt beschuͤtzen ler 62 .— Ih Vatel Achestben) hher deite aosun Aahtegegh „ Nelle IundbomGe und K Oahegliffen Rahen wiede Idome m Olgens sich Ahnd sosh ser JEsus hen Wunsc lben, den ehe, glebt WM wit allez Rsug/ und all 6 Me, Helft Mugtvun Gott schhauf allen Iltes thut. Rltan, wenn Hlt, und uin Hleeg noch l⸗ E giebt Iivon innen Itd nicht n Musckbarkeit IIgtoß, man Kel,dgo Himn Hl, det Kori Kein Wu A Dornunt A hegt. Uhkin 05 Ud gups Dl. Hpücke ö 861 Auf das Neue Jahr. 862 kElugen Vater Krafft, die vor sie im seinem Throne ein neues Heyl auf⸗ Rathe sitzen, schreib an alle Buͤrger⸗ geh. Gies Friede sen ihm hold gied Haͤuser deinen JEsus Nahmen*n, ihm die goldunen Zeiten, und schenck mach aus unsern Altenburg ein ver⸗ auf allen Seiten ihmneues Cronen⸗ zmugtes Car ahaall. G Id. 6. IEsu! lasse deinen Fuß auf das 6. Den Vaͤt ern in dem Lande ver⸗ Land vom Fette trieffen, hat bishero leihe Rath und That, daß man in Kad und Krug wenig V 4 Mehl und jedem Stande des Seegens Füulle Oel begriffen, O so gieb nach boͤsen hat. Der RathStuhl sey im Flor, Zeiten wieder eine gute Zeit, daß und aß in unsern Mauren das Glü⸗ der Arme mit dem Reichen deines cke Salems dauren. Geh aus und Seegens sich erfreut. ein im Thor. ö 5. Und so wollst du Uberall, JEsus, 7. Laß deine Stapffen trieffen und unser ISEsus bleiben, so wird eines erone selbst das Jahr. Hat uns die ieden Wunsch, soviel seelig ist, be⸗Noth ergriffen, errett' uns wunder⸗ Ueiben, denn dein Nahme, deine bahr. Sey du der Armen Theil, Lebe, giebt uns die Versicherung, wisch ab der Wittwen Thraͤnen, er⸗ daß wir alle ruffen kͤnnen: IEsus full der Krancken Sehnen z sey aller gnug, und alles gnung! Menschen Heyl. 70.) B.5. 8. Laß du bey Kirch und Schule VB. Helfft mir GOtts Güte ꝛc. dein Aug und Hertze seyn. Fuͤr dei⸗ An wüͤnschet gute Zeiten, und nem Gnaden⸗Stuhle sey lauter 60 tt ist immer gut. Wir Sonnenschein, uud mach uns siets suna f allen Seiten, was er uns bereit, wenn wir die Zeit bes schlies⸗ gutes thut. Doch wir sind schuld sen, die Ewigkeit zu grussen: Dort daran, wenn sich die Zeit verschlim⸗ist die beste Zeit. mert, und unser Hertz bekümmert, 771) B. S. wie es noch leben kan. Mel. Die N acht ist vor der Thuͤr. 2. Er giebt von aussen Friede, so o Tein IEsus A und O, der An⸗ j von innen Streit. Sein Seegen fanq und das Ende, mein gan⸗ wird nicht Imuͤde; wo bleibt die stzes Hertz ist roh, da ich ein Jahr vol⸗ Oanckbarkeit? der Mißbrauch ist ende, und weiß, daß deiner Treu u groß, man sucht nur Erden⸗Gu⸗dennoch kein Ende sep. ter, das Himniel⸗Brod schmeckt bit 2. Zwar fuhl ich wohl an mir, den . Ke Korb ist Boden⸗loß. alten Suͤnden⸗Schaden, ie aͤlter ich Kein Wunder, wenn die Erde bin hier, je mehr mit Schuld bela⸗ nur Dorn und Disteln trägt. Der den, es stellt das alte Jahr mir Fluch ist die Beschwerde den man im tausend Fehler dar. Zusen hegt. Es bringt sich Ifrgel 3. Doch JEsu du hast Blut durch Elbst in das Ungelücke, und stoßt die meine Schuld gestrichen, o ist der Zand zurucke, die alles Seegens Vater gut und auch sein Zorn ver⸗ Qvell. glichen, dein erstes Opffer war/ Blut 4. HErr uber alle Zeiten, ach bessre auf dem Bund⸗Altar. I enten Gieb auch, daß bey 4. Den Nahmen welchen dir der zen Leuten die— gedeyt: Engel selbst gegeben„wuͤrckt Ratd lekehre du uns HErr, so werden wir und That bey mir, in meinem gan⸗ lekehret, und was uns denn be⸗ hen Leben; der soll auch ietzt allein shweret, mach uns ertraglicher. die Neu⸗JahrsCosung seyn. Salb des Regenten Crone mit In⸗ JEsus Nahmen sey das Jaht . Seegen aus der Huh, haß siets aufnun angetreten 3 der Nahme sted I 863 Auf das Neue Jahr. 864 mir bey, wenn ich zu GOtt soll be⸗ ten, der Nahme giesse sich wie Bal⸗ sam uͤber mich. 6. Das angenehme Wort soll mich zur Arbeit fuͤhren, kein Tag, kein Werck, kein Ort wird einen Seegen spuͤhren, wo JEsus Nahmen nicht das Amen dazu spricht. v. Kommt Ereutz und Truͤbsal an, nur her in JEsus Nahmen, weil man auch erndten kan, bey vielen Thraͤuen⸗Saamen, wenn man zu rechter Zeit in diesen Nahmen streut. d. Der Nahme soll mein Spruch in Voth und Tod verbleiben, sein steter Wohl-Geruch wird allen Schmertz vertreiben, und IEsus nur allein mein Trost und alles seyn. 9. Wohlan, das Neue Jahr mag wie GoOtt will gerathen, mein Vor⸗ satz bleibet klar, in Worten und in Thaten, klingt meine Losung so: mein JEsus Aund O. (77⁴½) B S. Mel. Meinen JEsum laß ich ꝛe. Gettmein Trost! so denckt ein Christ, dessen Leben hier nur Leiden, wann die Welt ihm bitter ist und versaltzt ihm alle Freuden, ist er dennoch wohlgemuth, GOtt sein Trost macht alles gut. 3. GOttes Trost sein hoͤchster Schaß wenn ihm das und jenes feh⸗ let, wird die Welt ein Samel⸗Platz alles Kummers, der ihn qvaͤlet, er schickt GOtt die Sorgen hin, GOtt sein Trost der sorgt fuͤr ihn. 3. GOttes Trost sein bester Schutz, steht er unter diesem Schilde, beut er allen Feinden Trutz, waͤren sie auch noch so wilde, wenn sich alle Welt erboßt, so gedenckt er: GOtt mein Trost. 4. GOttes Trost, des Hertzens Hertz, sind noch mehr Bekuͤmmer⸗ nisse, GOtt macht auch den herbsten Schmertz durch sein Trost⸗Wort Zucker⸗suͤsse, will die Angst den Schiff⸗Bruch draͤun, SOttes Trost wird Ancker seyn. 5. GOttes Trost, der Himmel gar, und sein Vorschmack auf der Erden, was hier nur ein Tropffen war, das wird dort zu Stroͤhmien werden, des⸗ sen freuet sich ein Christ, wenn sein Gott sein Trost nur ist. 6. GOttes Trost drum nur ge⸗ trost, dieser Brunnen steht noch vf. fen, GOtt, der uns stets liebgekost, laͤst den Trost uns serner hoffen, und er stellt zum Neuen Jahr neuen Trost uns allen dar. 7. Trost in Zion, GOttes Wort wird doch ferner bey uns schallen, Gottes Hand bedeckt den Ort, wo wir nur zu Fusse fallen, geht getrost hier aus und ein, GOttes Trost wird bey uns seyn. 8. Trost im Lande, GOttes Hand sey mit unsern Landes⸗Fuͤrsten, die⸗ se stuͤrtze in den Sand die nach Blut und Unruh duͤrsten, sie erhalteFried und Ruh, seegne Land und Leut darzu. 9. Trost im Hause, GOttes Huld bey den Grossen, bey den Kleinen, in der schweren Zeit Gedult, nach dem Weinen Sonnen⸗scheinen, GOtt fuͤr unslder Trost trifft ein, wer will uns zuwider seyn. 10. Trost im Hertzen, GOttes Heyl, Ruh und Friede im Gewissen, als das allerbeste Theil, muͤsse sich mit allen kuͤssen, O so ist es wohl gefaßt; nur getrost! GOtt unser Trost. (7730 Mel. Helfft mir GOttes Guͤte de. As alt ist abgegangen, das neue Jahr tritt auf, fetzt richt ich mit Verlangen zu JESu meinen Lauff, ihm sag ich Lob und Dauck, daß er mich hat bewahret, sein Huͤlf⸗ fe nicht gespahret an mir, mein Le⸗ benlang. 2. OIJEsu, meine Wonne, mein Bruder, Freund und Rath, du mei⸗ ner Seelen Sonne, mein Schußßz und Advocat, dich ruff ich hertzlich an/ du wollest diß mir geben/ 90 H.—. hlht E seobeh, Wie hal Oolidgd „W ost Ichr, Ad! her Onad slckt behalt Raaffund W Haahr! Mdlgersla Raheiligs Schulen Usten, ttei h schwere „SSchütte Ihauf Vot. M dir gelege sud, wehral Wu, wend Mliilentz ur diatheuken; 6. Dein Ei slts Sgtans Wruhigstz ung hey, da sucd und fri Uicht verdei Wssers⸗No 7. Gieb u sanmt Fried Aachunste Gz 1DNeid, Shut, bun uWaysen s ung alleu Wu üf ee Gnad Muns der. ugar,sohi W komm IWaimnehen Dung „ Der and e— Whndurch Wrstreig Uhlegte Haut—— WerErtte Feiint Win, SO 8⁰⁵———— ich techt Christlich leben und seelig tan sterben. 3. Wir haben nun beschlossen O GOtt,das alte Jahr, und drinn viel guts genossen, ach ferner uns be⸗ wahr, und laß uns auch hinfort in deiner Gnade walten, und unver tückt behalten dein Nachtmahl, Tauff und Wort. 4. Bewahr in diesem neuen getreue Prediger/laß sie mit Lust ausstreuen dein heiligs Wort/beschehr auch gu Auf das Nelle Jahr. eswig trauren, was nicht eiwig boß kan seyn. 2. Ach mie manchen bittern Tag hab ich nun zurück geleget, ach wie manche saure Nacht hat diß lehte Jahr geheget! Nun ist Tag Uild Nacht verstrichen, mit der langen Jahres Zeit, es ist hin, mas mich ge⸗ qvahlet, es ist alles Eitelkeit. 3. Konte mein gepreßtes Hert, auch wohl eh ein End abseben, wie es mochte moͤglich seyn, allem Un⸗ te Schulen noch, schuͤtz unsre Obrig heil zu entarhen? Dieses Jahr keiten, treib ihnen von der Seiten bringt nun zum Ende alles Leiden, das schwere Krieges⸗Joch. so ich fuhlt!: Essist wie ein Traum . Schutt aus, HErr, deinen See verschwunden, was mir im Gemüth gen auf Vater, Mut ter, Kind, es ist gewuhlt. an dir gelegen, daß wir geseegnet 4. Warum solt mein Trauren sind, wehr allem Krieg und Streit dann auch nicht mit dem Jahr ver⸗ Err, wenbe das Verderben, auch Pestilentz und Sterben, zusammt dertheuren Zeit. 6. Dein Engel laß uns schutzen juͤrs Satans Tyranney, hilff, daß vir ruhig sitzen, dein Allmacht steh ius bey, damit wir unser Brod ge⸗ und und frisch erwerben, auch etwa kicht verderben durch Feur⸗und Wassers⸗Noth. 7. Gieb uns gecreue Freunde, ammt Fried und Einigkeit, bekehr uch unste Feinde, feur allen Haf nd Neid, HErr sey der Witwen Schutz, du wolle st auch der Armen ind Waͤysen dich erbarmen, gieb, vas uns allen nutz. 3. Gesunbheit, Seegen, Leben, Rath,Hülff und Trost in Noth, laß deine Gnad uns geben, und wenn nit uns der Tod davon will gantz uld gar, so hilff HErr JEsu siegen, Rauf komm uns zu vergnügen in Aesem neuen Jahr. *(774½2 Del. Nichts, als JEsus ist der ꝛc. Dennoch kan man eine Last nach der andern uberbringen; Lieb⸗ Er JEsu! du giebst Raum, mit der Rit hindurch zu dringen; Wie die ie verfireicht, so sreichet unfre serlegte Pein, solt um das man schwinden Geht die Zeit/ so geh auch hin, was mein Hertz mit Angst kunt binden, ich steh fest und unge⸗ faͤllt, und ermeg in meinem Sinn, alles was ich bab erlitten, schau mein Hertz, es ist dahin. . Susser JEsu, der du selbst, so viel saures wollen schmecken, als die Zeit dich sah in ihr; Laß mich nicht das Creutz erschrecken, deinem Bey⸗ spiel will ich folgen; Du hebst an das Jahr mit Blut, dir zu Liebe will ich halten umter deinemCreutz die Hut. 6. Was hat mir vorhin geschadt, in dem abgelegten Jahre, die so wiel und manche Angst Fes war eine Lie⸗ bes⸗Waare, die mein JEsus mir ge⸗ schencket, recht zu pruͤfen mein Ge⸗ müth. Nun die Burd ist abgeleget, spuͤhr ich lauter Lieb und Guͤt. 3. Denn nun ist die Angst dahin, und ich seh mich ohne Schaden mili⸗ ne Last ist abgelegt, die mir ware aufgeladen, ruhig kan ich daran den⸗ cken, denn die Last ist meine Lust, weil die Zeit mich machet wissen, was mir vor war unbewust. Drum so rust ich mich auch nun, tapffer in den Kampff jn gehen; Dann ein jedes Jahr bringt mit neue Plagen auszustehen, IEsus Ee hilfft 86/ Auf das Neue Jahr. 868 hilfft mich mit begleiten,daß ich un⸗ verzaget sey, Plag und Jahre schwinden endlich, daß ich sag: es ist vorbey. (75½0 E. G. Mel. Allenthalben wo ich gehe. Konnt und laßt uns Christum ehren, Hertz nud Sinnen zu ihm kehren, singet troͤlich, laßt euch hoͤ⸗ ren,/ werthes Volck der Christenheit. 2. Suͤnd und Hoͤlle mag sich graͤ⸗ men,/ Tod und Teufel mag sich schaͤ men: Wir, die unser Heyl anneh⸗ men, werffen allen Kummer hin. 3. Sehet, was GOtt hat gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kan und will uns heben aus dem Leib ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen: Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu be⸗ suchen aus der Hoͤh. 5. Jacobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopff der alten Schlangen, und zerstoͤhrt der Hoͤllen Reich. 6. Unser Kercker, da wir sassen, und mit Sorgen/ ohne Massen, uns das Hertze selbst abfrassen, ist ent⸗ zwey, und wir sind frey. 7. O du Seegens⸗volle Stunde, da wir das von Hertzen⸗Grunde glaͤuben, und mit unserm Munde dancken dir, O IEsulein. 8. Schoͤnstes Kindlein in dem Stalle, sey uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süͤssem Schal⸗ le dich der Eugel Heer erhoͤht. (776.) B. 8 Mel. Helfft mir GOtts Gůte ꝛc. Woir gehn in JIEsus Nahmen ins Neue Jahr hinein, der An⸗ fang und das Amen soll diese Losung seyn/ er wird uns heut mit Blut an unsre Brust geschrieben,drum sollen wir ihn lieben, als ein erkornes Gut. 2. Zwar koͤnnt uns das erschroͤcken, daß der, der also heißt, muß heute Wermuth schmecken, da man sein gemuth/ daß uns kein Unfall ruͤhre, so zeichnet er die Thuͤre durch sein vergoßnes Blut. maͤhl uns heute dir, du stellest uns zu gute dich dem Gesetze fuͤr, du fühlst den scharffen Schnitt, und theilest unsern Hertzen, durch die er⸗ littnen Schmertzen, den schoͤnen Balsam mit. 4. So ist der Bund versiegelt, den Gott mit uns gestifft, der Hoͤllen⸗ Schlund verriegelt, daß uns kein Fluch nicht trifft. Das Angeld ist gelegt/die Schulden werden kleiner, die Hertzen immer reiner mit dieser Fluth gefegt. 5. Ach gieb, daß wir im Glauben auf dieses Blut⸗Bad sehn, und laß den Trost nicht rauben, der uns da⸗ durch geschehn. Beschnittener HErr Christ, wer deiner sich will ruͤhmen,/dem muß es auch geziemen/ daß er beschnitten ist. 6. Beschneid Hertz, Mund und Augen, beschneide Hand und Fuß, daß/ was dir nicht will taugen, von uns sich scheiden muß, beschneide Fleisch und Blut mit deines Creu⸗ tzes Messer, und mach uns taͤglich besser, durch deine Vater⸗Ruth. 7. Laß Kirche, Hauß und Hertze diß Jahr im Seegen stehn, und dei⸗ nes Wortes Hertze niemanden un⸗ tergehn, der Engel, welcher dir den IEsus⸗Nahmen brachte, sey uns dey Tag und Nachte ein Schild und ein Panier. 8. Und fliessen unsre Jahre, wie dort acht Tage, hin, laß an der Tod⸗ ten⸗Bahre auch deinen Nahmen bluͤhn, daß wir in der Gefahr nur JEsus, JEsus schreyen, biß wir uns dort erfreuen im grossen neuen Aahr. 67f. Mel. Nichts,als JEsus ist der ꝛe. LSe Zion deinen GOtt, sing ein Lied zu seinen Ehren, denner laͤßt die Harffe noch unter deinen Blut vergeußt:doch sind wr wohl⸗ Pfalmen hoͤren: Schaue, Davidi schoͤn 3. Du Braͤutigam im Blute, ver⸗ j Etemp %/undh hbkohüg lthie Henen emte Olhum Outhihien OWhekeit, Ghhe nach shaht. Aber ae Ihm hetben Hauff Re Weibe Raslimmt f Feld⸗o Masfeln von Lod und Se Darum prase se Sienschut Uthe; ruhr d da Shiel, züh Hen, mach . Er hat reuden us vor As Huulen euf slin andes im Hehl ge cganten L lacthönt. 6. Bitte, fener Frt Achehltes L 2 1 r 869 Auf das Neue Jahr. 87⁰ schonExempel gehet dir mit Singen than im alt⸗ und neuen Jahre, vor, und bestellt in deinem Tempel er schleußt und hebet mit uns an, ein vergnugtes Harffen⸗Chor. daß jedermann ersahre, wie Jahr 2. Owie seelig ist ein Land, wo und Zeit, so Freud als Leid/ von des HErren Wort erschallet, und seinen Handen ruͤhre, und er allein ein auserwehltes Volck nach dem uns führe. Helligthume wallet; da sind schöne a. Was GoOtt gethan, war wohl Gottesdienste, wo der Frommen gethan, in dem vergangnen Jahre, Hertz bereit, und ein Lied im höhern war nicht bey uns ein Cauaan Chore nach dem hohen Himmel wenn sonst die Todten Bahre viel schreyt. Leichen trug, die GOtt erschlug, 3. Aber ach! wie seuffzet man bey und hier gieng er voruͤber; wir wa⸗ den herben Thraͤnen⸗Flüssen, wo ren ihm viel lieber. wir Harff und Muth jugleich an 3. Was Gott gethan, war wohl die Weiden haͤngen mussen; wie gethan, er war mit dem Regenten, verstimmit sind da die Sayten, wenn und zeigte ihm die Seeg ahn, die Feld⸗Posaune klingt, und das gab Heyl an alen Enden. Er gab Rasseln von den Waffen nichts als B d darzu„wenn Tod und Schrecken bringt. anderwaͤrts die Wasfen, biß ietzo 4. Darum lobe deinen SOtt, Zi⸗noch nicht schlaffen. on, preise seine Guͤte, und erkenne 4. Wasc Ott gethan, war wohl ge⸗ seinen Schutz mit verbundenem Ge⸗than, er ließ an Zion bauen, und bey muͤthe ruͤhr die Zunge/deine Harf⸗der Schaar, die ihn rufft an, sein e, und das Hertz dein Sayten⸗Gnaben⸗Antlitz schauen, des Wor⸗ Spiel, ruͤhme seinen grossen Nah⸗tesSchall ward uͤberall mit Seegen men, mache seines Lobes viel. angehoͤret, und GOttes Reich ver⸗ 5. Er hat unser Thränen⸗Lied in miehret. ein Freuden⸗Lied verkehret; er hat v. Was GoOtt wird thun, bleibt uns vor Asche Schmuck, und vor wohl gethan, auch in dem neuen Heulen Lust gewaͤhret; er hat un Jahre. Man ruff ihn nur durch sern Landes⸗Fur sten mit erwuͤnschChristum an, daß er sein Volck be⸗ tem Heyl gecront, daß sein Ruhm wahre; so wird sein Bund noch se⸗ im gantzen Lande heller als Posau⸗sten Grund und Siegel bey uns ha⸗ nen thoͤnt. ben, durch seines Geistes Gaben. 6. Bitte, Zion, deinen GOtt,daß 6. Was GoOtt wird thun, bleiht er ferner Friede gebe, daß sein aus wohl gethan bey unsers Fuͤrsten erwehltes Volck in vergnuͤgterEin⸗Throne; haͤlt gleich ein Feind mit tracht lebe, und daß man in allen Schnauhen an, GOrt selbst ist Fried⸗ Staͤnden eine Davids⸗Harffe sieht, richs Erone. Wo Gidern und Salo⸗ die mit gleich⸗gestimmten Hertzen mon so Schwerdt als Seepter fuͤh⸗ GOtt zu loben sich bemuͤht. ren, da kan man triumphiren 7. Ey so wird ein neuers kied in dem 7. Was GOtt wird thun, hleibt Neuen Jahre ilingen z so wird man wohl get han in Kirche, Hauß und Gerechtigkeit unserm GOtt zum Hertzen; Er klopfft mit Drühsal bey Opffer bringen, GOttes Amen in uns anso wollen wir nicht schertzen, dem Himmel stimmt mit uns auf und kuͤnfftig nun recht Busse thum, Erden ein/Stadt und Land muß ei; so wird er uns aus Guaden verdlen⸗ ne Stimme und ein Halleluja seyn ter Schuld entladen. (ν.) Mel Was Gott thut das ꝛc. 8. Was GOtt so thut,ist wohl ge Wai⸗ GOtt thut/das in wohl ge/ than/wir wolle n shin besehlen/und Ee 2 Ihn —* 87¹ Auf das Hohe Neue Jahr. 87³½ ihn zu unsern Trost fortan in aller Noth erwehlen; nur wohl gemuth/ macht ers hier gut in allen unsern Sachen, dort wird ers besseꝛ machen. Auf das hohe neue Jahr. (77⁰. Mel. Allein Gott in der Hoͤh ꝛe. Ch wt erschrickt die bose Welt fuͤr GOttes Freund und Kin⸗ dern! Wie wird ihr Angesicht verstellt, wann sie nicht kan verhin⸗ dern, daß sie im Glauben fahren fort, des HErren Werck an allen Ort zu treiben und zu bauen. 2. Herodes und Jerusalem erschre⸗ cken, wann sie hoͤren, daß JEsus ist zu Bethlehem gebohren, da ihr Leh⸗ ren doch zeiget aus der Schrifft davon, daß hier des Allerhoͤchsten Sohn gebohren solte werden. 3. Sie wissen dieses aus dem Wort Herodes anzupreisen, doch gehen sie nicht an den Ort, den sie doch selbst anweisen; So geht es noch, wie mancher weiß des HErren Wahrheit und Geheiß, thut doch nicht nach dem Wissen. 4. Wer bleibet in Jerusalem, im Stoltz und Pracht des Lebens, und ehet nicht nach Bethlehem, der sucht sein Heyl vergebensz auch wer die Schrifft von aussen nennt, und thut nicht, was er wahr erkennt, wird JEsum nimmer finden. 5. Die Weisen forschen so laug nach, biß sie das Hauß erblicken, wo sie an der gesuchten Sach sich in der That erqvicken. Ach! daß wir moͤch⸗ ten thun, wie sie, und spahren we⸗ der Zeit noch Muͤh, biß wir das Heyl gefunden. 6. Herodes fraget heimlich nach, wenn dieser Stern erschienen, und ob ers thate nur aus Rach, so laßt es darzu dienen: Daß wir nur um des Sternes Schein, der JEsus ist, bekuͤmmert seyn, so lang wir for⸗ schen koͤnnen. 7. Gold, Weyrauch, Myrrhen sey die Gab', die wir zum Opffer bringen, samt Seel und Leib, als unser Haab, so wird es uns gelin⸗ gen daß unser Fuß⸗Fall EOtt ge⸗ faͤllt, und JIEsus sich zu uns gesellt im Leben und im Sterben. 8. HErr JEsu, der du wunderbahr die Heyden hast gezogen, gieb, daß ich, wie die Heyden⸗Schaar, im Hertzen werd bewogen, zu suchen dich/ und nichtes mehr, zusdeines Nahmens Preiß und Ehr, so lang ich leb auf Erden. 9. Ja preiß,o werthe Christenheit, wie dir es ietzt gebuͤhret, daß GOtt aus der Unwissenheit die Heyden hat gefuͤhret: Und dencke, daß die Finsternif ein boͤses Ende nehmen muͤß, wenn man als Heyden lebet. „(780.) ARTaonne thut mich verlangen. Wé s soll ich dir verehren, mein liebstes JEsulein 2 Was ist wohl dein Begehren? Es ist ja alles dein: Und wo muß ich hingehen, daß ich dich finde baldꝰ Laß dich von mir doch sehen, mein liebster Auf⸗ enthalt. 2. Soll etwann, wie dee Weisen aus Morgenlande, nun gen Beth⸗ lehem ich reisen, und meine Schaͤtz austhun? So muͤßt ich wohl zuruͤ⸗ cke: da mir ihr Gold gebricht. Gold, Weyrauch, Myrrhen⸗Stuͤcke sind dein auch wuͤrdig nicht. 3. Wo werd ich dich dann finden ⸗ Zu Bethlehem nicht mehr, da itzt ein Ort voll Suͤnden, da itzt dein Kripplein leer, worinnen du gele⸗ gen. Wie fang ich es doch an? daß ich dir nach Vermoͤgen auch nun sey unterthan. 4. Ich sehe dich wohl liegen, mein liebster Seelen⸗Hort, in einer an⸗ dern Wiegen, in deinem werthen Wort. Zu Bethlehem der Kirchen, da stehet nun mein Sinn, laß fuͤr der Feinde Wuͤrgen mich sicher kom⸗ men hin. 5. Laß 6.— Vhmie en deit L htt und. Glanhen, Ithten Ahathanhi⸗ I d th uWunse Ihnmein eDu wo Hsthe hier, lhehh solle V. Giebm. slaß das Whicht tal Gtüc seyn, ge: Welld hen anders lͤfgeticht. .Zum Set zu dix Mast und s ld Hert⸗A Wt Wehrach. hancke,so de 9, Gieben Isb Seid zer Acht, Buß! ngzu Eh Mhhnthen, sschvöndir Rsh und gg 8²³ Auf das Hohe Neue Jahr. 8²⁴ . Laß mich dahin geleiten, und fuͤhren deinen Stern, damit mit Lust und Freuden, dich meinen Gott und HErrn, ich moͤge recht erkennen, auch einen Konig dich, und wahren Menschen nennen bey jedermaͤnniglich. 6. Und weil ich dich dann habe nach Wunsch und Hertz Begier, wo ist nun meine Gabe, die ich verehre dir? Du woltest alles geben, was ich besitze hier, gieb was ich dir, mein Leben, soll geben, ietzt auch mir. 7. Gieb mir den wahren Glauben, und laß das Fuͤnckelein, so in mit ist/nicht rauben, das soll mein Gold⸗ Stück seyn, das ich dir will herbrin gen: Weil deiner Augen Licht, für allen andern Dingen doch ist dar allf gericht. 8. Zum Seufftzen und zum Beten, das zu dir wird gebracht, in aller und ihren HErrn in Andacht ehrn, mit glaͤubigen Vertrauen. 4. OJEsul unser Heyl und Licht/ halt uůͤber uns dein Angesicht, mit deinen Strahlen walte, und mein Gemuͤth durch deine Gut bey dei⸗ nem Licht erhalte. . Dein Glantz all' Finsterniß ver⸗ ehr, die truͤbe Nacht in Licht ver⸗ kehr, leit uns auf deinen Wegen, daß dein Gesicht und herrlichs Licht wir ewig schauen moͤgen. (782.) B. 8. Mel. Gott des Himmels und ꝛce. Goit der Juͤden, GOtt der Hey⸗ den, aller Volcker Heyl und Licht, Saba sieht den Stern mit Freuden, der von dir am Himmel spricht: Sem und Japhet kommt von fern, dich zu sehn, du Jacobs: Stern. 2. Wir gesellen uns zu denen, die Angsi und Nothen, gieb Staͤrck aus Morgenlande sind, unser Fra und Hertz⸗Andacht, und das nimm gen, unser Sehnen ist nach dir, du zum Gescheucke, dann es ist mein grosses Kind. Bist du in Jerusa⸗ Weyrauch. Ach! wenn ich deiner lem doder nur in Bethlehem? deucke, so dencke meiner auch. 2 Kein Herodes kan uns sagen, wo 9. Gieb müir ein Hertz mit Reue dein Thron ist aufgericht, wenn wir und Leid zerschlagen sehr, von An⸗die Gelehrten fragen, wissen sie die dacht, Buß und Treue, daß ich dirs Weibheit nicht, suchen wir, o Koͤnig bring zu Ehr, und dir, au statt der dich, weiset uns die Welt von sich. Myrrhen, zum Opffer stelle dar. Laß 4. Doch dein Wort ist Stern und mich von dir nicht irren, ich bin dein gantz und gar. 78⁴.) Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. Un liebe Seel, nun ist es Zeit, wach auflerweg mit Lust und Freud, was GOtt an uns gewendet fein n lieben Sohn vom Himmels⸗ Thron ins Jammerthal er sendet. 2. Nicht nur den Juͤden bloß al⸗ lein, die seins Gebluͤts und Stam⸗ Flamme, und bezeichnet Hauß und Pfad, wo dich, Held aus Jacobs Stamme, Tyrus angebetet hat, wo die erste Heydenschafft nur an dei⸗ nem Glantze hafft. . Nun wir eilen mit Verlangen, wie die Lduffer Midian, dich, Meßi⸗ a/ zu umfangen, der den Himmel schencken kan. Unsre Knie beugen sich, unser Arm umfasset dich. 6. Nimm die aufgethanen Schatze, Schatz, der unser Hertz erfreut, del⸗ mes seyn, sondern auch allen Hey⸗ne Mildigkeit ersetze unsrer Haͤnde den, ist auffgericht das ewge Licht, erleuchte sie mit Freuden. 3. Der Heyden Erstling wunder⸗ lich durch einen Stern er hohlt zu sich, daß sie den Heyland schauen, Durfftigkeit, bier ist kein Arabia, es ist lauter Armuth da. 7. Nimm vor Gold und andre Ga⸗ ben, Glaube, Lieb und Hoffnung an; laß dich einen Weyrauch laben, Ee 3 den 8²³ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 8⁷⁵ den die Andacht leffern kan, und len auf, lauff, Seele, lauff, du kom⸗ als Myrrhen geben wir die Gedult mest nicht vergebens. und Busse dir. 6. Ach HErr! wo solt ich fangen 3. Nimm die Opffer in Genaden an, dir Danck zu sagen, was ich kan, von ergebnen Hertzen an, und laß daß du zu meinem Frommen, so keinen Feind uns schaden, der dich nicht vertragen kan. Wenn Hero⸗ dis Schwerdt gewetzt, so erhalt uns unverletzt. 9. Nun wir gehn von deiner Krip⸗ yen, laß mit Seegen uns von dir, zeig uns Bahn durch Dorn und Klippen, still der Feinde Mord⸗Be⸗ gier: mach uns einen Weg bekannt, der uns fuͤhrt ins Vaterland. 10. Ob es Koͤnige gewesen, die aus Saba kommen seyn, hat man nicht gewiß gelesen, dieses trifft gewisser ein, daß, wer hier dein Unterthan, dort ein Koͤnig heissen kan. Auf das Fest der Reini⸗ gung Mariaͤ. (78³. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. GReiff zu, greiff, meine Seele zu, nun koͤmmt das Licht, nun kommt die Ruh, der Schutz und Trost der Armen. Faß den Hey⸗ land fest mit der Hand und deines Glaubens Armen. 2. Jetzt kommt der Israelis Preiß, druͤck in, wie Simeon, mit Fleiß an deine Brust und Hertze, nimm gar ihn ein in Hertzens⸗Schrein: Er ist die Lebens⸗Kertze. 3. Hier wird der Reineste gebracht in Tempel von der reinen Magd, an ihrem Reingungs⸗Tage, da ihm doch gar nicht noͤthig war, ein solch Gesetz zu tragen. 4. Ja schaue, wie an deiner Statt er das Gesetz ersuͤllet hat, und sey von ihm nicht ferne. Ach gieb hin⸗ fort dem treuen Hort dich auch zum Opffer gerne. 7. Im Tempel opffert williglich fur seine Brüder IEsus sich: Hier thut der Brunn des Lebens sich al⸗ manche Last hast aufgefaßt, und sol⸗ cher mich benommen. 7. Gieb, daß ich nun auch reiuge mich/ und meiner Tauff mich stet ig⸗ lich erinnre, und nachdeme mein Fleisch und Blut, das Boͤses thut, sammt dessen Luͤsten zaͤhme. 8. Mich reinige selbst allermeist durch dein Blut, und den Heilgen Geist, den Glauben in mir staͤrcke, daß ich fort hin laß leuchten ihn, all⸗ hier durch gute Wercke. 9. Erleuchte mich, du wahres Licht, daß ich im Finstern wandle nicht, und dich erkennen moͤge: Wie gut allein dein Will es meyn, und wie gut deine Wege. 10. Laß mich ein Opffer seyn, das sey lebendig, heilig, und dabey dir wohlgefaͤllig eben, das immerdar dir gantz u. gar und eintzig sey ergeben. II. Auch laß mich nicht, du treuer Gott! Wann mich anfechten Noth und Tod, und mich plagt mein Ge⸗ wissen: Sey stets mein Trutz, mein Trost, mein Schutz, und laß mich Huͤlff geniessen. 12. Hilff, wann ich scheide hier da⸗ von, daß ich dich fest wie Simeon, im wahren Glauben fasse, und keine Zeit, kein Leid noch Streit von dit mich reissen lasse. 68½0 Eigene Melodie. D-ia ihr mit Suͤnden gantz befle⸗ cket; vor SOttes Zorn erschye⸗ cket, laßt fahren heut die Furcht⸗ samkeit, hier ist der Brunn der Rei⸗ nigkeit, an dem kein Fehl zu finden, macht selbst euch rein von Suͤnden. 2. Das Opffer, das G0 DT angese⸗ tzet, bezahlt er unverletzet, und nimmt damit aus Lieb und Huld, auf sich die schwere Sünden⸗ Schuld, die sonst der Mensch hat muͤssen mit seiner Straffe 293.90 3. ö Ii Ihen t u fs Ichfndet! Lohnpdaß Me nae 4. Vohlk Ih sthauet ittitzttt ů Ht/ der hikt, d Idie scht „Hert6 Icht, mein M Lehre! Minigkeit! Hefkeht! la Hh,ond don Mel, Me O lomm l, ah 5u Ih loblich schvon Ju Mfern kan 2. Deinel Hesehe vor MEtinne lieben, y ehn, der n 3. O hu Ischin bonn 5 hi Haltctte 8²⁷ das 3. Das ist der Trost, der aus dem Hertzen verjaget Furcht u. Schmer⸗ tzen, das ist der Trost, den Simeon empfindet mit solcher Freud und Auf das Fest Maria Verkuͤndigung. ———— 8²8⁸ als der Gnaden⸗Thron, mich mit Rath und Trost erqvicken. Du hist der GOTT Israel, sussester Imma⸗ nuel. Wonn, daß er die Welt verachtet, 7. Sey der muden Augen Licht, und nur nach Sterben trachtet. wenn der Tod sie will verschliessen, 4. Wohl dem, der ihn noch heut O mein Heyland! laß mich nicht, kan schauen mit hertzlichem Ver⸗wenn ich werde sterben mussen. Du trauen! und ihn sest in sein Hertze hist deines Volckes Preiß, und der druͤckt, der wird durch diesen Trost erqvickt, den wird nicht uberwin den die schwere Last der Sunden. 5. HErr Christ, mein Trost mein Lcht/ mein Ehre, halt mich bey dei ner Lehre! laß mich durch deine Reinigkeit von allen Suͤnden seyn befteyt! laß mich in Fried hie sler⸗ ben, und dort den Himmel erben. (v.) B. S. Mel Meinen JEsum laß ich ꝛc. Osser vor die gantze Welt, du kommst heut in deinen Tem⸗ Weg ins Paradeitß. g. Dieses sey mein Schwanen ⸗Lied, HErr, laß mich in Friede fahren! gieb, daß dich mein Auge fieht bey denl auserwehlten Schaaren„ wo man dort in iener Welt erst das rechte Licht⸗Fest haͤlt. Auf das Fest Maria Verkündigung. (86.9 Mel. Du O schoͤnes Welt⸗ꝛe. pel, daß du würdest vorgestellt uns zum löblichen Exempel, wie man sich von Jugend an deinem Vat er opffern kan. ö 2. Deiner Mutter Reinigung im Gesetze vorgeschrieben, giebt uns die Erinnerung, dein Gehote slets zu lieben, und den Weg mit Lust zu gehn, der uns heist im Tempel stehn. 3. O du Brunn der Reinigkeit, nimm von mir die Suͤnden⸗Flecken, und laß deiner Unschuld Kleid mei⸗ ne Bloͤsse gantz bedecken, dein Ver⸗ dienst mein Wohlgeruch, wider des Gesetzes Fluch. 4. Hast du dieses schwere Joch willig uͤber dich genommen, da du ohne Suͤnde doch warest in die Welt gekommen: Ach so stelle, JEsu, dich zur Erfullung auch fuͤr mich. 5. Laß mein Opffer Tauben⸗Art, ohne Galle, an sich haben, Glaub und Liebe sey gepaart, nimm vorlieb mit meinen Gaben: girrt das Tur⸗ tel⸗Taubelein, gieb Gedult in mei⸗ ner Pein. 3 JEsu Freundin bist, siehe was vor neues blühe! Eine Jungfrau schwanger ist; sie wird einen Sohn gebaͤhren, der allein kan Heyl ge⸗ waͤhren. Siehe wie die Christen⸗ heit sich erfreut zu dieser Zeit. 2. Fragst du, wie sie werde neunen ihren Sohn? Immanuel. Lerne du ihn recht erkennen, der sich giebt vor Unsre Seel. Er laͤst, GOtt mit uns, sich heißen, ihn als GOtt und Mensch zu preisen. Siehe wie die Coristeuheit sich ĩ1·c0. Drum laß alle Feinde toben, die sich toldersetzen dir, du kanst dei⸗ nen König loben, der dich schuͤtzet, fur und für. Er reglert an allen Enden, alles steht in seinen Haͤnden. Siehe wie die Ehristenheit sich ꝛc. . Was haͤlt er vor eine Weise/ hier in diesem Jammer⸗Zelt? Burter, Honig ist die Speise, die fuͤr andern ihm gefaͤllt, daß er zu verwerffen wis⸗ se Boͤses, und das Gute küsse. Sie⸗ he wie die Christenheit sich ꝛc. Ssaceslebe Seele! siehel die du 6. Ich will dich mit Simeon an meins treues Hertze druͤcken, du wirst, deuck 0 be Nun du werthgeschaͤtzte Seele, inen Ehren„Stand, 4 wer ————— ö 6 1 V 5 1594 ‚ 8²9 —— Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. wer sich jetzt mit dir vermaͤhle, du bist JIEsu selbst verwandt. Er will dich mit Himmels⸗Schaͤtzen als dein Braͤutigam ergoͤtzen. Siehe, wie die Christenheit sich ꝛc. 6. O der grossen Herrlichkeiten, die dein Heyland dir verspricht: Auf! du solt sein Lob gushreiten, er bleibt deines Lebens Licht, wohl dir, weil dein JEsus kommen, IE⸗ sus ist das Haupt der Frommen. Siehe, wie die Ehristenheit sich er⸗ freut zu dieser Zeit. (787 Mel. Es ist das Heyl uns ꝛe. O Grosser Koͤnig, IEsu Christ! der du vom Geist empfangen in der Jungfrauen Leibe bist, ach! laß mich Gnad erlangen, daß ich ge⸗ bohren werd im Geist, und was der Nahme JIEsus heist, im Hertzen wohl erwege. 2. Du heissest JEsus, weil du mich machst seelig von den Suͤnden, und ich als meinen Heyland dich in No⸗ then moͤge finden: Kein Nahm isi sonst zum Heyl der Welt, von GOtt im hohen Himmels⸗Zelt, als JEsus, aüserkohren. 3. Er ist des Allerhoͤchsten Sohn, den GOtt will hoch erheben auf sei⸗ nes Vaters Davids Thron, das Reich will er ihm geben, und ihn zum Koͤnig setzen ein, deß Koͤnig⸗ reich kein End wird seyn, darzu wird er empfangen. 4 6 4. O JEsu! laß dein Reich in mir gantz fest gepflantzet werden, daß du in mir und ich in dir so leben moͤg auf Erden, daß dieses Reich in Hei⸗ ligkeit, an Glauben und Gerechtig⸗ keit moͤg unversloͤhret bleiben. J. Es ist ja doch in deinem Reich, wills gleich die Welt nicht wissen, und wird das Reich gehasset gleich vom Reich der Finsternissen, so wird es dennoch feste stehn, und nicht im Hertzen untergehn, wenn gleich die Feinde toben. 6. Bald wird es wieder offenbahr, wenn JEsus wird einbrechen und sich als Richter stellen dar/ sich wi⸗ der die zu raͤchen, die hier sein Reich gesochten au, und mit Verfolgung, Fluch und Bann, verfolgt die Reichs⸗Genossen. 7. HErr JEsu mache mich beret, und hilff mir uherwinden, daß ich dein Gnaden⸗Reich ausbreit, und dort bald moͤge finden das Reich der frohen Ewigkeit, das man dort erbet nach dem Streit. Ach!ͤlaß es bald erscheinen. Vom Leiden und Ster⸗ ben JEsu Christi. (788.) Mel. Wenn mein Stuͤndlein ꝛe. 8 Er froͤmmste Mensch, ja GOt⸗ tes Sohn, ist schon am Creutz verschieden, was wird mein Hertz nun mit ihm thun, auf daß er ruh mit Frieden fuͤr der gottlosen Juͤden Rott? Ich will abnehmen meinen GOtt vom Creutz, und ihn begraben. 15 2. Pilate, du laͤst mir ia zu, daß ich vom Creutz ihn nehme, und ihm die letzte Ehr' anthu, seiner ich mich nicht schaͤme, die Specereyn vor⸗ handen seyn, mit Salben der Buß⸗ Thraͤnen fein woll'n wir ihn balsa⸗ miren. 3. Sein heilges Haupt er neigen thaͤt, seinen Geist GOtt befahle: Ach HErr! hast du denn kein Ruh⸗ Bett in deiner Todes⸗Qvaale! Mensch, nein, als nur das Hertze dein soll mir ein sanfftes Kuͤssen seyn, so du gottsfuͤrchtig lebest. 4. Wie erbaͤrmlich verfiel sein“ Krafft in seinen letzteu Zuͤgen? O Seele mein, innig berracht deins Heylands Bild verblichen des Ge⸗ ereutzigten Roth von Blut ist uns ein Trauben Copher gut, im Wein⸗ Garten Engeddi.—7 5. Nicodeme, der HErr dir wieß, welch's Todts er solt sterben, und dich 88⁰ —.— eauffs Oluns Ihschen WCreus cangin 6 Golchs hund/ he Hel, der hhd, den sein L RuhEsaias mthut s . Ihr sto Ull, daßtt. Iienem s⸗ mein Gt sitzeuher⸗ Ion Arimgtt Itommen. 3. Greffft; Alfft unt Hyseydjast MWbaxffstes; WGiahun Hitfanfft u Hochschgue 9.Owie th Rl Thrane sssch treten ISchag! VOlt dusch sit meine e Msichbeye 0, Cin S e ꝓILILIL + I i 1130½ 6 88¹ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 88² dich drauff Achtung geben hieß; das auferstehn, ihn werden meine Au⸗ Heyl uns zu erwerben, muste des gen sehn verklaͤhrt im ewgen Leben. Menschen Sohn gar schnoͤd an ei:(789.) Mel. Seelig, ja seelig wer ꝛc. nem Creutz werden erhoͤht, wie die Fiesset ihr thraͤnenden Augen Schlang in der Wuͤsten. mit Hauffen, und so ihr iemabls 6. Solchs deinen Glauben staͤrckt habt hertzlich geweint, möget ihr le⸗ ietzund, bringst Alben und Myr⸗zo noch reichlicher lauffen, weil rhen, der Specerey wohl hundert mein K Err IEsus, mein liebster Pfund, den HErrn zu balsamiren, daß sein Begraͤbniß ehrlich sey, nach Ssaid Prophecey, der viel von ihm thut schreiben. Freund, um meinet willen selbst lei⸗ det und stirbet, und mir das Leben so theuer erwirbet. 2. Suͤnde, ach! Suͤnde, du hast es 7. Ihr frommen Hertzen nun geht getrieben, daß Gottes einigen fort, daß wir den HErrn begraben: Sohn dieses betrifftssolten wir seyn In ienem schonen Garten dort, fuͤr unerloͤset geblieben, haͤtt uns getoͤd⸗ iom ein Grab wir haben, das Grab tet das suͤndliche Gisft: Ware nicht ist neu, der Gart in ist nah, Josephs Christus selbst fur uns gestorben, von Arimathia, des auserwehlten waren wir zeitlich, ja ewig, ver⸗ Frommen. dorben. 8. Greifft u ihr lieben Engelein, 3. Suͤnde, ach! Suͤnde dich muß ich helfft uns den HErrn hintragen, bewelnen, weil du ihm Mühe und ihr seyd ja seine Dienerlein, Joseph Arbeit gemacht, jeder beweine auch du darffst es wagen, darum geh vor, bey sich die seinen, Süunde hat JE⸗ das Grab uns weiß; nun setzt nieder sum aus Ereutze gebracht. Unere sein sanfft und leiß, laßt ihn zuletzt Kranckheit hat Ehristus getragen, noch schauen. uund ist uns allen zu gute geschlagen. 9. O wie thut die Mutter JEsu so 4. Seine Gerechtigkeit ist uns ge⸗ viel Thraͤnen vergiessen, ach laßt geben, eben als haͤtten wirs selber mich kreten auch hiuzu mein n See⸗gethan, sein Tod ertheilet uns See⸗ len Schatz noch küssen: geseegn dich gen und Leben, so wir von Hertzen GOrt du schoͤnster Mund, o HErr nur gläuben daran, sein Leiden ma⸗ für meine Suͤnd verwundt, denck an mich bey deinm Vater. 10. Ein Sünder hin ich bloß und arm, JEsu, was soll ich sprechen? mein Hertz möcht mir fur Leid und Harm, wenn ich dran denck, zubre⸗ chen: Doch dein Begraͤbnis, wahrer GOtt,all meine Suͤnd und Schuld blutroth ins tieffe Meer versencket. II. So ist nun hier an diesem Ort der HErr JEsus begraben, hier liegt der wahre Seelen⸗Hort, den sie gegreutzigt haben. Hier ist der rr geleget bey, und ruht in Jo⸗ 1 7 Grabe neu, fuͤr uns in Tod gegehen. . Nun ist die Sund gesiegelt zu, ach Daniels Aus sage innt hält der Oerr im Grab sein Ruh, biß an den hritten Tage: Denn wird er wieder schet in GOttes Gerichte Sünde Tod, Hoͤlle, und alles zunichte. Liebster HErr JEsu, drum will ich dich preisen, weil du so grosses an mir hast gethan, laß mich dir rechte Danck⸗Opffer erweisen, und nimm mich selber zu eigen dir an! Leite mlich nach dir im Leben und Ster⸗ ben, was du erworben, das laß mich ererben.(790.) Mel. Meinen JEsum laß ich ꝛe. TRauter JEsu geh uns fuͤr, in TDdem Leiden, in dem Leben: bilff HErr, daß wir folgen dir, weil du dich fuͤr uns gegeben. O du schon⸗ ste Tugend⸗Zier, trauter JESu, geh uns fuͤr. 2. Da am Oelberg ward erhitzt JE⸗ sus, der ist auserkohren/ kniet, betet, Ee 5 blu⸗ 883 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 8³⁴ blutet/ schwißt: Daß wir ja nicht seyn verlohren„ zum Gebeth und Buß⸗Gebuͤhr/ trauter JESu geh uns fuͤr. 2 3. Judas, der Verraͤther, kuͤßt JE⸗ sum/ach! er wird gefangen; in den Banden Christus buͤßt, was der Suͤnden⸗Mensch began gen. Zu des Himmels Freyheits⸗Thuͤr, trauter JIEsu geh uns fuͤr. 4. Petre! was verlaͤugnest du dreymahl deinen werthen Meister? hin ist die Gewissens⸗Ruh, schau iyn an, dein JIEsus heißt er. In Be⸗ staͤndigkeit zu dir, trauter NSu, geh uns fuͤr. 5. Ich bin Christus, OOttes Sohn! JEsus da fuͤr Caiphas saget. HErr, ich glaubs, O Gnaden⸗Lohn! Wer nach diesem Glauben fraget. Daß auch das 1 0n wir/ trauter JE⸗ u, geh uns fuür. 10. IEsus fuͤr Pilato steht, falsch beklaget er da leidet, drauff hin zu Herodes geht, weiß die Unschuld ihn gekleidet. Ach! in Unschuld dort und hier, trauter JEsu, geh uns fuͤr. 7. O Gifft⸗volle Juden⸗Schaar/ du wilst Barrabam loß haben: JIE⸗ sum bringst in Tods⸗Gefahr, Un⸗ danck, das sind deine Gaben. In der Danck⸗ und Schuld⸗Gebuͤhr, trauter JEsu, geh uns fuͤr. 8. Ach! ietzt traͤgt zu seinem Tod IEsus selbst die Creutzes⸗Bürde! daß ich in meiner Noth Simon von Cyrene wuͤrde! in Gedult, O schoͤnse Zier, trauter JEsu geh ꝛc. 9. Siehe dal das JEsus⸗Bild, ach l ietzt an dem Creutze hanget, GoOttes Zorn und Ungnad stillt, zwischen zweyen Moͤrdern pranget. Durch das Creutz zur Lebens /Thuͤr/ trauter JEsu, geh uns fuͤr. 10. Jetzt mein JEsus gar ver⸗ bleicht/seine Seel vom Leib abschei⸗ det, Himmel⸗auf zum Vater weicht, daß sie sich in Freuden weidet: Ach! daß wir nachfolgen dir, trauter JE⸗ su/ geb uns fuͤr. J²˙/ Ineigner Melodie. Bhich entzwey, mein armes Her⸗ tze, mein armes Hertze brich entzwey, ach! mein Schmertz, mein grosser Schmertze, der ist so viel und mancherley,der Hitumel zittert, die Erde schuͤttert, ach Nothlach Nothl IJEsulein mein Schatz ist todt. g. Aechtzet mit ihr stummen Mau⸗ ren, ach sehet euren Schoͤpffer ann kan euch nicht, ihr Steine, dauren was harte Berge tauren kan 7 Die Berge springen, die Felsen klingen, ach Noth! ach Noth! JEsulein, mein Schatz ist todt. 3. Seufftzet mit ihr stillen Fluͤsse, bejammert eures Koͤnigs Fall! wei⸗ net doch gesammte Guͤsse, weint doch ihr Qvellen uͤberall! Die Mee⸗ re brausen, die Seen sausen, ach Noth! ach Noth! JIEsulein mein Schatz ist todt. 4. Trauret mit ihr hellen Lichter, ihr frohen Sterne finstert euch!fin⸗ stert euch und die Gesichter, der Herrscher hangt itzt blaß und bleich/ die Sonne wimmert, kein Monden schimmert, ach Noth!ach Noth! IEsulein mein Schatz ist todtt. 5. Hall und stirb du Sãt und Sei⸗ den/ vermoder aller stoltze Pracht! ietzo muß mein JIEsus leiden, mein JEsus wird ietzt umgebracht. Der Echarlach schweisset, der Fuͤrhang reiffet, ach Noth! ach Noth! JE sulein mein Schatz ist t odt. 6. Lasse Welt ietzt Lust und Trin⸗ cken, und weinet vielmehr, die ihr lebt, ietzo muß der Koͤnig sincken, der uͤber alles lebt und schwebt, die todten Frommen, die muͤssen kom⸗ men, ach Noth! ach Noth! JEsu⸗ lein mein Schatz ist todt. 7. IEsulein! mein Schatz und Leben, hier hast du mein Hertz, nimm es an, es soll sich der Welt begeben/ soll heulen, weinen, weil es kan, so lang sichs reget, und sich beweget, ach Nothach Noth! JEsulein mein Schatz ist todt. 8. Je — e s achl. Ichl ach Ahlthen, IHbehichm Mhissen, Plldg me 6 Ml, Chrif Jut del Hebenckel Ohels⸗Oh Fhnckeh, shein, Y HMbh, unse AeSchheit . Miine E Hhstund B Gchlähunde VeosSthande WeEion,S. Il.) Dein Eohnundoe Doch so UhheMarte Mehrfach fe schen. Ad sh, ich und Atgemarte Hsinde. IEsulle Ist Buß unt ust Sunded Rhe. Golt lhhicht wo Iher düsfn Ahen. 885⁵ 8. JIEsulein, mein Schatz, ist blie⸗ ben, ach! jaͤmmerlich an einem Pfahl, ach! mein Schatz, den ich muß lieben, in Ewigkeit und uber all, den ich muß missen, und nicht mehr kussen, ach Noth! ach Noth! IEsulein mein Schatz ist todt. (99½) 8S.B. el. Christus der uns seelig ꝛe. su! deine Paßion will ich ietzt bedencken! Wollest mir vom Himmels⸗ThronGeist und Andacht schencken. In dem Bild ietzund erschein, IEsu! meinem Hertzen, wie du, unser Heyl zu seyn, leidest alle Schmertzen. Meine Seele sehen mach deine Angst und Bande, deine Speichel, Schlaͤg und Schmach, deine Creu⸗ zes-Schande! deine Geissel, Dor⸗ nen-Cron, Speer und Nägel⸗Wun⸗ den; Deinen Tod, O Gottes⸗ Sohn, und den Leib voll Schrunden. 3. Doch so laß mich nicht allein deine Marter sehen; Laß mich auch die Ursach fein und die Frucht ver stehen. Ach! die Ursach war auch ich, ich und meine Sunde: Diese hat gemartert dich, nicht das Heyd⸗ Gesinde. 4 JEsu! lehr bedencken mich diß mit Buß und Reue; Hilff, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Solt ich darzu haben Lasl, und nicht wollen meiden, was GOtt selber büͤssen must mit so grossem Leiden. 5. Wann mir meine Suͤnde will machen heiß die Holle: Esu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stel⸗ le. Dich und deine Paßson laß mich gldubig fassen: Liebet mich dein lie⸗ M 2 2. Vom eiden und Sterben JEsu Christi. 8³6 6793 Mel. So gehst du nun mein ꝛe. WV oll ich doch die Fasten⸗Zeit, HErr JEsu, recht begehen, soll ich in lauter Traurigkeit bey deinem Leiden stehen? Soll ich im Geist, der freudig heist, vergͤnnte Wellust hegen, so daß ich sey von Trauren frey? laß michs wohl Überlegen. . Seh ich auf deine Angst und Noth, auf deine Pein und Schmer⸗ tzen, ja endlich auf des Creutzes Tod, so fuhl ich in dem Hertzen, nur glch und Weh, die Thraͤnen⸗See will aus den Augen rinnen, vor Hertze⸗ leid und Trallrigkeit erstaunen alle Sinnen. Wie solt auch wohl ein frommer Christ so unbeweglich sehen, was von der Juͤden Grimm und List an GOttes Sohn geschehen? Die Fin⸗ sterniß, des Vorhangs Riß, der Sonnen Dunckelheiten, der Felsen Klufft, der Graͤber Grufft, gebie⸗ ten Traurigkeiten. 4. Doch wenn die Absicht deiner Pein ich endlich uͤberlege, muß ich dabeh auch froͤlich seyn, mein Hertz und Geist wird rege, die Trauer weicht, mein Antlitz zeigt erweckte Lust und Freude, so in dem HErrn, als Freuden⸗Stern, ist meiner See⸗ len Weyde. 5. Denn eben dadurch wird mein Heyl und Seeligkeit erworben, es wird das alles mir zum Theih, daß du fuͤr mich gestorben: Die Seelig⸗ keit ist mir bereit, ich bin dem Feur entkommen, seit dem dein Tod der Hoͤllen Noth mir gaͤntzlich wegge⸗ Uommen. beꝛ Sohn, wie kanOtt mich hassen? 6. Drum will ich mit betrübter 6. Hieb auch, JEsu daß sich gern Brust bey deinem Creutze stehen, dir das Creutz nachtrage, daß ich ich will auch meine gröste Lust an Demuth von dir lern, und Gedult deiner Huͤlffe sehen: Es soll mein in Plage! Daß ich dir geb Lieb um Leid mit Freudigkeit stets unter⸗ Lleb. Indeß laß diß Lallen(bessern menget bleiben, so wirst du mich Danck ich dorten gieb) JEsu! du gautz anädialich dem Himmel ein⸗ gesallen. verleiben. 679⁰ 88² Vom eiden und Sterben JEsu Christi. 6794. Mel. Hertzliebster JEsu was ꝛc. A* dich mein JEsu will ich stets gedencken, und meinen Geist nach deinem Creutze lencken: Ge⸗ dencke du auch, Liebster, meiner Ta⸗ ge und aller Plage. 2. Soll ich nicht alle deine Treu er⸗ messen? Treu⸗voller JEsu, wer kan dein vergessen, um meinet willen leidest du von Hertzen sebr viele Schmertzen. 3. Betruͤglich wirst du durch den Feind verrathen, es laͤstert jeder dei⸗ ne beste Thaten, ins Garn wirst du, O holdes Reh, gejaget, eh denn es taget. 4. Recht grausam wirst du vors Ge⸗ richt gezogen, hochst unverschaͤmt beklaget und belogen, offt schlaͤgt und speyt man dir ins Angesichte fuͤr dem Gerichte. 5. Und was fuͤr Schmach must du mein GOtt empfinden? Neid, Hohn und Spott ist fast nicht auszugruͤn⸗ den, Dorn, Rohr und Geissel macht dir, HErr der Freuden, Creutz,Noth und Leiden. 6. Ohn' alle Ursach wirst du hart gekraͤncket, nicht anders als ein Moͤrder guffgehencket, schmertzhaff⸗ te Naͤgel dringen ungemeine durch Marck und Beine. 7. So hangst du denn am Holtz zu lautern Fluche, tieff angenagelt nach der Schrifft im Buche: O wer vermag doch das, was dir gesche⸗ hen, recht einzusehen. 3. Ich will das alles fest ins Her⸗ tze praͤgen, auch wenn man mich will in die Erde legen. Laß mich dein Bildniß, nur mich zu ergvicken, recht wohl erblicken. 9. Auf solchen Blick will ich ge⸗ trost abscheiden, trotz aller Welt, wer raubt mir jene Freuden! Hier bin ich dein, du mein; Drum bleibt die Crone, mir dort zu Lohne. 40½%% Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Mucche dich mit deinen Freuden ferne hin, O eitle Welt! mei⸗ Schmertz so ihn befaͤllt, ja mein Wunsch und mein Verlangen ist, was an dem Creutz gehangen. a. Richte Welt doch auch die Sin⸗ nen auf die Schmach, die JEsus traͤgt und erwege das Beginnen, das ihm Qvaal und Pein erregt: siehst du nicht wie ihm zu Muthe, er der Frome schwimmt im Blute. 3. Auf! bedencke wie dem From⸗ men tausend Schmertz wird zuge⸗ fuͤgt; Mein! woher ist das gekom⸗ men, daß die Last auf JEsu liegt? Sind es nicht der Menschen Suͤn⸗ den, die ihn wie mit Fesseln binden? 4. Ach wir sinds,/die ihn verrathen, Schuld und Missethaten schleifften ihn zur Schedelstatt: Unser ist Spott und Verspeyen, sammt dem Crueifige schreyen. 3. Machte man dem GOttes⸗Soh⸗ ne eine Geissel die ihn schlugz flochte man ihm eine Crone, die er auf dem Haupte trug, ach so sind wir, recht zu sagen, selbst, die ihn so wund ge⸗ schlagen. 6. Litte JEsus Qvaal der Hoͤllen, mitten unter GOttes Zorn, hatte Durst der Qvell der Qvellen, der sonst unser Qvell und Born, traun! wir sind es, die ihn pfloͤckten und ihn solchen Durst erweckten. 7. Alles was mein JEsus leidet/ Darum auch mein Hertze meidet, was die Welt vor Freude haͤlt, mei⸗ ne Lust und mein Vergnuͤgen, ist,an JEsu Creutz zu liegen. (796.) Jon Christen⸗Leutꝰ, kommt ach kommt zusammen, ach zuͤndet an Schmertzen, nehmt es zu Hertzen. 2. Seht 888 ht u ‚ 19 ͤ ist J ö Hasch, jat ne Lust ist JEsu Leiden, und der aausn reuden und was ihn verlaͤugnet hat; Unsre ist die Schuld der gantzen Welt: Mel. Hertzliebster JEsu was ꝛc. die beissen Andachts⸗Flammen, der Sohn des Höchsten leidet Pein und ö 9.— Aucherf Iassen Wsgihren Rechehdas llket, lebt we lle Prang Asht, nehm chlagtd Wgenlieder 5. N JEI hen und w Aast ergeben heh euxe See 5. Deent di llachtet ihm hrund deb d ihr thut, schysosprich W. Jein Cs sch fer ohn'ine Wunden, Oynnen,sein Ehren⸗h hEigentf Hichschmͤck uschetgbicke 3. Ruhmt ens Wich ergvicket. 8⁸ Vom deiden und Sterben JEsu Christi. 2. Seht unsern HERRN! der 4 Welt behalte Sammt und Sei⸗ Schoͤpffer aller Dinge/wird wie ein de,prange, wie es dit gefaͤllt: Mei Mensch, ia wie ein Wurm geringe,nes JEsu Purpur⸗Klelde welchet er kommt gantz willig aus dem Saal alle Pracht der Welt; ich verkleide der Freuden in schweres Leiden. mich in ihn. Diamanten und Ru⸗ 3. Ach werffet euch doch tieff zu sei⸗bin, kan sein Blut Schweiß mur nen Fuͤssen! Ach weinet, weint, laßt gewähren, wenn ich ja will Schmuck heisse Zaͤhren fliessenlihr eben seyds, begehren. die eben das verschuldet, was er er. Laßt euch grosse Titel geben, dultet. die ihr hoher Sinnen seyd: ich ver 4. Liebt wahre Demuth, laßt das lange nicht zu streben, nach derglel⸗ eitle Prangen, seyd schlecht und chen Eitelkeit. Wer mich erwas techt, nehmt die Vernunfft gesan⸗nennen will, neune mich des Creutzes gen, schlagt doch einmahl die sloltzen Zielꝛdenn es will mir sonst keingeuh⸗ Augenlieder bußfertia nieder. 5. In IEsu Tode findet ihr das Leben: und werdet ihr ihm euch nun gantz ergeben so hat in dessen Wun⸗ den eure Seele die sichre Hohle. 6. Dient doch dem HErrn und trachtet ihm vor allen, in reiner Lehr und Leben zu gesallen: thut, was ihr thut, in eures JIEsu Nah⸗ men, so spricht GOtt: Amen. (797. Mel. JEsu deine tieffe Wunden. Es sey ferne von mir Rühmen, ne Wunden, seine Striemen, seine Dornen, seine Pein, sind mein schoͤn⸗ ster Ehren⸗Ruhm, meines Glau⸗ bens Eigent hum, meine Crone, die mich schmucket, und mein Trost, der 4. Ruͤhmt ihr Menschen eure Schaͤtze, rühmet Gold und Edel⸗ Rein, stricket in des Mammons Ne ze eurer Seelen Wohlfahrt ein, mein Schatz und mein hochstes Gut, ohn in ChristiCreutz allein, sei⸗ men, als in Christt Creutz, geziemen. 6. Nun mein JEsn deine Schmer⸗ gen, deine bittre Paßion, deine See⸗ len Angst im Hertzen, deine scharffe Dornen⸗Cron, deine Bände, deille Noth, deine Wunden, deinen Tod, nenn ich meinen Ruhm auf Erden, er soll es auch ewig werden. (298.) Mel. Straff mich nicht in ꝛe. O Du liebster Braͤutigam, IEsu mein Verlangen! Du hast an des Creutzes Stamm arm und bloß gehangen, weil dein Dod, unsre Noth gaͤnhlich solte stillen, und mit Lieb erfuͤllen. 2. Wo soll ich denn Uieber seyn, als beym Creutz des Lieben, da will ich mich nur allein in der Liebe uben, wenn der Welt Pracht gefaͤllt, will ich mit Vergunuͤgen mich zum Creu⸗ tze fuͤgen. 3. Ach wie elend waͤr ich dran, wenn diß Liebes⸗Zeichen, auf der schmahlen Himmels Bahn, von uur wolte weichen! Ich will mich innig⸗ n leibet meines JEsus Blut: Wenn lich an dasselbe drücken„ und da⸗ ich dieses nur besitze, ist mür sonst durch erqoicken. ein Reichthum nuͤtze. 4. Wer dein Juͤnger werden soll, 3 Weg mit euch, ihr eitlen Luͤste, muß das Creutz nicht hassen, sondern iie ihr Bahn zur Höllen macht solches Glaubes voll auf die Schul⸗ 4 eeiche Wollust deine Brüste dem,tern fassen, dann kommist du bald 1ch er keinen Himmel acht. Dieses darzu, JEsu, uͤhern Zagen, und eih ich meine Lust, was aus mei⸗hilffst selber tragen. e es JEsu Brust, durch die Wun⸗. Ach hast du dein Creutz mein len ist gerunnen; Die sind meine Hort! willig aufgenommen, so kan Iun, lebens ⸗Brunnen. ich jum Himmels⸗Port ohne Creutz Ech nicht 8¹ 7. Nun, HErr JEsu hab ich schon Hoͤllen⸗Pein verdienet; flieh ich doch am Creutzes⸗Thron, wo die Hoffnung gruͤnet, die mich dort an den Ort deiner Freude bringet, wo dein Ruhm erklinget. (799 Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Reller JIEsu, liebstes Leben, dein so treu gesinntes Hertz, wird, ach Jammerlhingegeben in den bit⸗ terndeidens⸗Schmertz, JEsu meine Treu dagegen, will ich vor dir nie⸗ derlegen. 2. Treuer JIEsu, liebstes Leben, du, du weichest keiner Noth/du, du mu⸗ stest dich ergeben ja zuletzt dem bi⸗ tern Tod, JEsu, meine Treu dage⸗ gen, will ich vor dir niederlegen. 3. Treuer JEsu, liebstes Leben, durch denselben Todes⸗Kampff, kan in mir seyn Lust und Leben, achte keinen Ungluͤcks⸗Dampff, IEsu meine Treu dagegen, will ich vor dir niederlegen. 4. Treuer JIEsu/ liebstes Leben, du vertrittest mich bey GOtt stets mit Bitten, und darneben hilffst du mir aus gller Noth, JEsu meine Treu dagegen, will ich voꝛ diꝛ niederlegen. 5. Treuer JESu, liebstes Leben, treu vergnuͤgte Seelen⸗Lust, ein solch treues Hertz zu geben, klopff ich hier an meine Brust. IEsu mei⸗ ne Treu dagegen will ich vor dir nie⸗ derlegen. (309.) Mel. HErr ich habe mißgeh. Gute Nacht! ihr eitle Freuden, gute Nacht, du falsche Welt! Sehet doch, welch Angst und Lei⸗ den ietzt aussteht der Lehens⸗Held! Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 8920 nicht kommen. Er soll mir, für und Wie er zittert, wie er ringet, daß u Hab de fuͤr als ein Ancker nuͤtzen, mich fuͤr sein Blut auch von ihm dringet.¶ Malddaß Sturm zu schuͤtzen. 2. Wie soll ich dann Wollust pfle⸗MSeegen 6. Doch du weist wie Fleisch und gen, und, o schnoͤde Welt! mit dir Tuhwieder Blut sich vom Creutz entfernet: gehen auf den breiten Wegen der Ilabschr Ach so staͤrcke Geist und Muth; daß verderblichen Begier? nein, ich will Iufwel es von dir lernet, wie du hast Creutz nun JIEsu leben, und euch gute n Habe? und Last, Pein und Schmach erdul⸗Nacht ietzt geben. n Ct det, da du nichts verschuldet. 3. Ich mag euch durchaus nicht ltuͤrdi hoͤren, die ihr bald ein frommes Onllen füt Hertz mit dem Ansehn koͤnnt bethoͤ⸗ ö RMeduhaft, ren, hebet euch nur hinterwaͤrts! umnsut Ihr sollt mich nicht mehr verblen⸗ un Gieb, den, noch von JEsu mich abwenden! sster Sun 4. Besser ists, mit JESu leiden s Straffe Hohn, Verachtung, Schmach und sstbeiahiz Spott, als von ihm seyn abgeschei⸗ guntz ergeh den, und bey der gottlosen Rott hier Willen lebet in grossen Ehren sitzen, und dort in der Hollen schwitzen. Mel. JE 5. Weg mit Hoffarth, Stoltz und Wünn 6 Prangen, weg mit allemuübermuth! glom Meines Heylands Haupt und Wan⸗ niget, und gen trieffen uͤberall vom Blut, und Hett in den dem Schutz⸗HErrn aller Frommen i Easiun. sind die Kleider selbst genommen. l güldner 6. Ach! das Haupt muß Dornen 3. Nlwer tragen, und die Glieder prangen denn allerhe noch: Ich, der HErr muöß Bloͤsse sich doch' klagen, und der Knecht stoltzieret schoͤnster Le doch! O du falsch⸗beschoͤntes Gleis zen Danck sen wer kan dich doch billig heissen: hasberdlen 7. Weiche Schwelgen, weiche Zcheif Sauffen. Dann dein Wesen macht, nuncher d daß mich Furcht und Schrecken u⸗ In d hei berlauffen, wann ich nur bedenck, er alg deß wie sich, auch zu ihrem grossen Scha⸗ hulhznicht den, wiel in Wollultuͤberaden: Tmalft 8. Und dem Schoͤpffer aller Dinge, Hubis hats so gut nicht konnen seyn, daß, ahsoschn aleer am Crent numn hienge in der dngel schwersten Todes⸗Peln,er sein mar⸗Inpnghie tes Hertz u laben,moͤcht einroͤpff⸗ Inln lein Wassers haben. er Ifi 2. Drum geb sch, euch schnodenIund Sünden, hlermit nochmahis gute minnd Nacht: Weichet fern und bleibt da⸗ hinden, ihr habt GOtt die Angst ge⸗ macht, daß er klaget ohne Massen/ wie sein GOtt ihn hab verlassen. 10. Das Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 894 10. Daß der Lebens⸗HErr verstir⸗ 6. Zierst du nicht der Erden Man ꝛ bet/ und daß er ein Fluch ietzt ist,der Leglt du nicht den nackten Feldern den Seegen uns erwirbet, das soll den gebluͤmten Braut⸗Rock an ꝛ mich zu ieder Frist von der Suͤnden⸗schenckst ein Jͤger⸗Kleid den Wal⸗ Bahn abschrecken, und ju wahrer dern noch beraubt man dich durchs Buß aufwecken. II. Habe Danck, O Freund der Seelen! Fuͤr die Ang und Trau⸗ iakeit fur die Striemen,? Roth und Qvdͤlen, fuͤr des Todes Bitterkeit, die du hast, von Suͤnd und Schan⸗ 912 uns zu retten, ausgestanden. Gieb, daß wir forthin bereuen ünster Suͤnden schwere Last, und die Straffe nicht erneuen, die du ietzt bezahlet hast, sondern 5 uns gantz ergeben, und nach deinem Willen leben. (601. Mel. IEsus meine Zuversicht. Ann ich so viel Zungen haͤtt, als mein Haupt ietzt Haͤrlein traͤget, und, wenn sich der Tag zu Bett in den Schatten hat geleget, die Gestirn⸗beglaͤntzte Nacht mit viel guͤlduen Augen wacht. 2. Ja! wenn meine Seele waͤr aus dem allerhaͤrtsten Eisen: Kont ich dich doch nimmermehr gnug, du schoͤnster Leichnam, preisen, noch den Danck bezahlen dir, den du hast verdient an mir. 3. Ach mein Leib der ist ein Knecht mancher Suͤnden, mancher Laster: Du bist heilig, keusch, gerecht, hel⸗ ler als der Alabaster ist dein Un⸗ schuldz nicht so rein sind der Schuee und Helffenbein. 4. Du bist weissen Taubern gleich: Ich so schwartz als wie die Raben Ich ein Feld von Unkraut reich: du ein Paradieß voll Gaben: Ich ein Greuel⸗Pfuhl und Fluch, du ein edler Garten⸗Ruch⸗ 5. Und doch nimmst du williglich, chen Streich und Stich auf dich! Dich zerreissen Scorpionen; Wel⸗ che haͤtten sollen seyn meines geilen Fleisches Pein. meines Leibes zu verschonen, man⸗ Loß, und du haͤngst so nackt u. bloß. Du bist blaß; doch blau und roth auch von Striemen, Beulen, Wunden, krauck und matt, bey Le⸗ ben, todt, gantz verblutet, halb ver⸗ schwunden: Dein zertrennetes Ge⸗ bein moͤchte leicht zu zehlen seyn. 8. Ist hier dieser arme Wurm, den ich schau am Holtze hangen, wider aller Feinde Sturm meiner Seelen S ieg und Prangen? Wohnt in die⸗ sem& Tempe[Gott, der zerbrochen wird mit Spott: 9. Ja, er wohut, er ists, O Lamm GoOites! du wirst nur verachtet meinetwegen und am Stamm, ach! des Creutzes, so geschlachtet: Meine Suͤnd hat dich betrubt, und den Mord a an dir veruͤbt. 10. Dein so helligs Fleisch und Blut das muß meinem Hunger ra⸗ then, in erhitzter Liebes Givth am Altar des Creutzes braten: Daß ich satt werd, und getrͤͤnckt, dangl du hier mit Durst gekranckt. 1I. Kleid, bespritzt mit Kelter⸗ Safft! Brod der Engel, Lebens⸗ Traube! Schlangen⸗Bild voll Hei⸗ lungs⸗Krafft! Wann dich ausieht unser Glaube, und du labest Hertz und Mund, so wird Hertz und Mund gesund. 12. Ach las ewig mich an dir ein beliebtes Glied verbleiben, deinen Geist erreg in mir; Daß ich dir moͤg einverleiben Leib und Seele, Muth und Sinn; Biß mein Geist saͤhrt zu dir hin. (802.) Mel. Ich hab mein Sach ꝛe. Un ist es alles wohl gemacht, weil JEsus rufft: Es ist voll⸗ Er neigt sein Haupt, O sch, und stirbt, der dir erwirbt das Leben, das nismahli* A. Er⸗/ + bracht Ida⸗ Men 895 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 2. Erschrecklich, daß der HErr er⸗ bleicht deꝛ Herrlichkeit,den niemand gleicht, der Lebens⸗Fuͤrst! Die Erde kracht, und es wird Nacht/ weil GOttes Sohn wird umge⸗ bracht. 3. Die Sonn verliehret ihren Schein, des Tempels Vorhangreis⸗ set ein, der Heilgen Graͤber oͤffnen sich gantz wunderlich, und stehen auf gar sichtbarlich. 4. Weil denn die Creatur sich regt, so werd O Mensch! hierdurch be⸗ wegt/zerreißt ein Felh, und du wirst nicht durch diß Gericht bewogen, daß dein Hertze bricht. 5. Du bist die Schuld, nimm diß in acht,daß JEsus ist ans Creutz ge⸗ bracht, ja gar zum Tod und in das Grab, weil er aufgab den Geist, und mit Geschrey schied ab. 6. Drum folge JESu nach ins Grab, und stirb dem Greul der Suͤn⸗ den ab, gehst du nicht mit ihm in den Tod vom Suͤnden⸗Koth, so must du fuͤhlen Hoͤllen⸗Noth. 7, Ach Vater! ach dein einger Sohn erbleicht am Creutz mit Schmach und Hohn; Nun dil ge⸗ schicht fuͤr meine Schuld, drum hab Gedult, und zeig in JIEsa Gnad und Huld 8. Ich will mit ihm zu Grabe gehn, und/ wo die Unschuld bleibet, sehn; Ja ich will gantz begraben seyn im Tod allein mit ihm, und seelig schlaffen ein. +. 9. Ertoͤdt, O IEsu, selbst in mir der Schlangen Brut, das boͤse Thier, den alten Menschen, daß ich streb, und mich erheb gen Himmel, und dir IEsu, leb. 10, Solt ich den Suͤnden⸗Unflath noch mehr hegen? nein, diß schwere Joch sey abgelegt, es hat mir lang gemachet bang, nun weiß ich, daß ich Gnad erlang. 1. Ich will heut abgestorben seyn der Sünd, und leben dir allein, es hat dein Tod das Leben mir ge⸗ bracht herfur, und aufgethan des Himmels Thuͤr. 12. O JEsu Christe, staͤrcke mich in meinem Vorsatz kraͤfftiglich Laß mich den Kampff so setzen fort, nach deinem Wort, daß ich die Cron er⸗ lange dort/ 13. So will ich dich, HErr IEsu Christ, daß du fuͤr mich gestorben bist, von Hertzen preisen in der Zeit und nach deni Streit in Freud und Wonn in Ewigkeit. (804.) Mel. JEsu deine heilgen Wunden. Wunn Vernunfft von Christi Leiden und von dessen Nutzen spricht, will sie sich von aussen wei⸗ den mit dem Trost, den sie erdicht't; Oder kommt es hoch, so kan sie viel Klagens fangen an uͤber Christi Pein und Schmertzen, gleichwohl gehts hr nie von Hertzen. 2. Aber meines Geistes Sehnen zielt aufdie Gemeinschafft hin, stets zum Sterben zu gewoͤhnen den so tieff verderbten Sinn. Hier haͤng ich den Myrrhen⸗Strauch nicht nur auf die Brust zum Brauch: in mein Hertz will ich ihn schliessen, und ihn nimmer draus vermissen. 3. Diß Geheimniß wird verbor⸗ gen, und als Thorheit angesehn; aber meine groͤste Sorgen sollen auf diß Wunder gehn, daß nur Christi Dod in mir, durch Ersterben füͤr und fuͤr,zu demveben uns gebiehret, im Gericht den Sieg ausfuͤhret. 4. Drum such ich den Freund im Grunde meines Hertzens, wo er sich aus dem sonst verschloßnen Munde, mir einfloͤßt so sůͤßiglich seine gantze Lebens⸗Krafft, wie ein neues Wesen schafft, als die Rosen in dem Len⸗ ö tzen nach dem Tod des Winters glaͤntzen. 5. Wann ich dann vom Oster⸗Lam⸗ W me, mit recht bittern Salsen speiß: sez Das die heisse Liebes⸗Flamme selbst in mir zu braten weiß: Frag ich nicht erst, wer er seyle Weil ich ihn + 896 N.— heh, un 0 Hlet, 6.Dih bit hey/in tin Se ausVer Aemich(t ifftee st Meit Omn ans 6 Adens⸗Kr nangeln m hugehen/ 6 HlTCadel sch Erden wand Her In hehnoch, he 000 Creuß: 3, Hoch'e Cohn gro Hlel werden Scheulfal sun Blut g ud das el lahe hrin 3. Homge a hm hin Hertz Hin,W Ub e A Aber da lihoitd ge min Dur 897 esse frey, und wanus noch an Kraͤff⸗ ten fehlet, ist er mir zu alls erwehlet 6. Diß drückt mich in Hoffarth nieder, in Betruͤbniß haͤlts empor, gie bt in Schwachheit Staͤrcke wie⸗ der, aus Verzweiflung ziehts hervor, haͤlt mich zwischen Lieb und Leid in der rechten Maßigkeit: Ja ich find die tieffste Stille, wann am Creutze haͤngt mein Wille. O Geheimniß ⸗reiche Liebe, die sich im verborgnen schenckt!oͤff⸗ ne die geheimen Triebe, wann mein Sinn ans Creutz hindenckt: Keine Leidens⸗Krafft von dir muͤsse jemals mangeln mir. Ausser mir mag alls vergehen, bleibe du nur bey mir ste⸗ hen(804.0 Mel. Christus der uns seelig ꝛe. Sicbel mein getreuer Knecht, der wird weislich handeln, oh⸗ ne Tadel schlecht und recht auf der Erden wandeln, sein gerechter from⸗ mer an wird in Einfalt gehen, dennoch, dennoch, wird man ihn an das Creutz erhöhen. 2. Hoch am Creutze wird mein Sohn grosse Marter leiden, und niel werden ihn mit Hohn als ein Scheusal meiden, aber also wird sein Blut auf die Heyden springen, und das ewig wahre Gut in ihr Hertze bringen. 3. Kon'ge werden ihren Mund ge⸗ gen ihm verhalten, und aus in⸗ nerm Hertzen⸗Grund ihre Haͤnde salten, das verblendte taube Heer wird ihn sehn und hoͤren, und mit Lust zu seiner Ehr ihren Glauben mthren. 4 Aber da, wo GoOttes Licht reich⸗ lich wird gespuͤhret, halt man sich mit nichten nicht, wie es sich gebuͤh⸗ tet; Dann wer glaͤubt im Juͤden⸗ kand unsern Predigt⸗Worten? Wem wird GOttes Arm bekandt in Israels Orten? .Niemand will fast seinen Preiß ihm hie lassen werden, dann er schleßt auf wie ein Reiß auf her hur⸗ Vom veiden und Sterben JEsu Christi. ren Erden, kranck, verdorret, unge⸗ Valt voller Blut und Schmertzen, daher scheut ihn jung und alt mit verwandten Hertzen. 6, Ehy was hat er denn gethan ꝛ Was sind seine Schulden, daß er da vor Jederman solche Schmach muß dulden? Hat er etwa GOT be⸗ trübt bey gesunden Tagen, daß er ihm anietzo giebt seinem Lohn, mit Plagen 7.Neinlfuͤrwahr, wahrhafftig nein, er ist ohne Sunden, sondern was der Mensch für Mein billig solt empfin⸗ den, was fur Kranckheit, Angst und Weh, uns von recht gebuͤhret, das ist s/ so ihin in der Hoͤh an das Ereutz gesuͤhret. Daß ihn GOtt so hefftig schlaͤgt, thut er unsert willen: Baß er solche Bürden traͤgt, damit will er slillen Gottes Zorn und grossen Grimm, daß wir Friede haben durch sein Leiben/ und in ihm Leib und Seele laben 9. Wir sinde, die wir in der Irr' als die Schaase giengen, und noch slets zur Hollen⸗Thur, als die Col⸗ len, dringen: Aber GOTD, der sromm und treu, nimmt, wos wir verdienen, und legts seinem Sohne bey, der muß uns verfühnen. 10. Nun, er thut es hertzlich gern, ach des frommen Hertzen! Er mimmt an den Zorn des HErrn mit viel tausend Schmertzen, und ist allzeit voll Gedult, laͤßt kein Woörtlein horen wider die, so ohne Schuld ihn so hoͤch beschweren Wie ein Laͤmmlein sich dahin laͤst ur Schlacht⸗Bauck leiten, und hat in dem frommen Einn gar kein Widerstreiten, last sich handeln, wie man will, fangen, binden, zahmen, und darzu in grosser Still auch sein Leben nehmen. 12 Also laßt auch GOttes Lamm, ohne Widersprechen, Ihm sein Hertz Stamm unfertwegen am Creutz brechen. Er sinckt in den Tod hin⸗ Gf ab, 8 — —.:.—.m——.‚—— 899 Vom veiden und Sterben JEsu Christi. ab, den er selbst doch bindet, weil er sierbend Tod und Grab maͤchtig uͤberwindet. 13. Er wird aus der Angst und Qvaal endlich ausgerissen, tritt den Feinden allzumahl ihren Kopff mit Füͤssen. Wer will seines Lebens Laͤng immermehr ausrechnen? Sei⸗ ner Tag und Jahre Meng ist nicht auszusprechen. 14. Doch er ist wahrhafftig hier fuͤr sein Volck gestorben, und hat voͤllig dir und mir Heyl und Gnad er⸗ worben, koͤmmt auch in das Grab hinein, herrlich eingehuͤllet, wie die, so mit Reichthum seyn in der Welt erfuͤllet.. 10 I5. Er wird, als ein boͤser Mann, fuͤr der Welt geplaget, da er doch noch nie gethan, auch noch nie gesa⸗ get/ das da böß und unrecht waͤr, er hat nie betrogen, nie verletzet GOt⸗ tes Ehr, sein Mund nie gelogen. 16. Ach! er ist fuͤr fremde Suͤnd in den Tod gegeben, auf daß du, O Menschen⸗Kind, durch ihn moͤch⸗ test leben, daß er mehrte sein Ge⸗ schlecht, den gerechten Saamen, der GOtt dient und Opffer braͤcht seinem heilgen Nahmen. I/. Denn das ist sein hoͤchste Freud, und des Vaters Wille, daß den Erd⸗ Kreiß weit und breit sein Erkennt⸗ niß fuͤlle, damit der gerechte Knecht, der vollkommne Suͤhner, glaͤubig mach' und recht gerecht alle Suͤn⸗ den⸗Diener. 18. Grosse Menge wird ihm GOtt zur Verehrung schencken, darum, daß er sich mit Spott lassen fur uns kraͤncken, da er denen gleich gesetzt, die sehr uͤbertreten, auch die, so ihn bete verletzt, bey GOtt selbst ver⸗ eten. (oß.) Mel. Singen wir aus Hertzen ꝛc. Ein Blut komme uͤder mich, IEsu, ruff ich durstiglich. JE⸗ su, dein Blut komm und bleib uͤber mich, mein Seel und Leib, uͤber mein Hertz Sinn und Muth/komm und bleib dein JEsus⸗Blut. 2. JEsu, dein Blut sehe ich, ach! im Glauben seh ich dich, JEsu, an dem Creutze hoch hangen und da bluten noch. IEsu, dein Blut lauff, ach! lauff, mein Hertz freuet sich darauf, willig es zu fangen auf. 3. Deine Seele thut sich weit zu mir auf, dein Blut das schreyt: Wen da duͤrstet/der komm her! IE⸗ su, ach! mich duͤrstet sehr traͤncke aus der Seiten⸗Hoͤl deiner Wun⸗ den meine Seel, die ich dir, O HeErr! befebl. 4. JIESu, dein Blut, das allein mich von Sůnden machet rein, das mir GOttes Gnade bracht, mich geeroͤnet, und gemacht auch zu ei⸗ nem GOttes⸗Kind, und mit GOtt mich fest verbindt, das komm uͤber mich geschwind. 5 5. JEsu, dein Blut mich bereit, daß ichs nehm mit Wuͤrdigkeit, in dem heilgen Abendmahl, GOTT zum Lob, mir zum Labsal, damit durch den edlen Safft deines Lei⸗ dens Staͤrck und Krafft ich auch werde stets theilhafft. 6. ICEfu/ dein Blut stoͤrcke mir mei⸗ nen Glauben fuͤr und fuͤr, meines GOttes Huld und Gnad mich er⸗ halte fruͤh und spat: Ach! mich ma⸗ che Tugend⸗voll, daß ich thue, was ich soll, und GOtt stets gefalle wohl. 7. JEsu, dein Blut komm'allzeit üͤber mich in Leid und Freud, wann ich bin in Creutzes⸗Noth, wann ich ringe mit dem Tod, wann die fal⸗ sche Welt mich sticht, Suͤnd, Tod, im Leibe bricht. Blut uͤber mein Hertz, Sinn und Muth, uͤber mich, miein Seel und Leib, dein Blut, JIEsu, komm und bleib: Mein Hertz nach dir sehnet sich, so, so ruff ich duͤrstiglich, dein Blut komme uͤber mich! (8065 900 mich, mein Haab und Gut, uͤber Teufel mich anficht, und mein Hertz Z 8. Nun, so komm dann IEsus — e Weuerft Jobond Ihlich schs Ichehe tets hih Begie suauf Erd Rlschweke Htdein He Ithe Blut saffenii. UChrist den, durch b 3. Rechle Schmentzen et syricht,! HhmHethen bsht,biß de Aein Eng I michaut Iasn Blut ge 40l der Stunden!l Vtzt mehr, Hullhen, da shwarzt de Wuingt, unt En uh hen du heiden. 0 . Caurig Hellühtetlgt m hch alldich, schhaclich! Hlagen d Hein Hert Itgefärb 90 Vom deiden und Sterben JEsu Christi. 902 (806.) Mel. Freu dich sehr, O meine ꝛc. Eiuer tieffen Wunden Bluten, so von Seinem Leibe rann, IE⸗ su, wie die Wasser⸗Fluthen, taͤglich schauen an. Mein Hertz schreve stets zu dir: JEsu, JEst mein Begier: Ach! laß mich doch bier auf Erden durch dein Blut be sprenget werden. 3. O! wie ist dein Leib erhitzet, von der schweren Vater⸗Hand; Owie hat dein Hertz gesch witzet, Laß das tothe Blut aufs Land haͤufig hinge⸗ flossen ist. Achl laß mich, HErr JE su Christ! der ich Asche bin, und Er⸗ den/d duuch dein Blut erlo set w erden. 3. Rechte Seel⸗ und Hoͤllen⸗ Schmertzen traͤgst du, wie GOtt sel⸗ ber spricht, wann das Blut aus dei⸗ uem Hertzen durch die jarten Glieder bricht, biß der Hochste Hülffe schickt, und ein Engel dich erqvickt; Ach! laß mich auch auf der Erden durch dein Bli der Bugd werden. .— der Ang der —— 7 Artzt meht als henckgich, wird dge⸗ will ich gelt bist: Ach! laß mich nach diefer Erden durch dein Blut auch seelig dunden, daß die Haͤnde sich ver⸗ tzt,das Blut aus den Naͤgeln springt, und ein Theil zum H Hertzen dringt: Ach laßmich doch hier auf Erden durch dein Blut entbunden werden. ᷓ. Euneomirutdiemen gen unterlauffen, und die Haut ist mit lauter Blut umhangen, wann wan dich, O JEsuschaut, wie du schrecklich bist geraufft, und mit Schluͤgen uͤberhaufft: Ach! laß doch mein Hertz auf Erden durch dein Blut gesarbet werden. 6. Hertz, Muth, Sinnen mir ver⸗ gehen, wann ich dich, mein hoͤchstes But, sehe so verblutet stehen, wie dein gantzer Leib mit Blut gantz er⸗ baͤrmlich ist bespritzt, und von Geis⸗ seln so zerritzt: Ach! laß doch mein Hertz auf Erden mit dein m Blut lespritzet werden. 7. Eitel Blut von Haͤnd und Fuͤs⸗ sen, eine gantz gevierdte Fluth laͤst du, IEsu, von dir schi essen, lauter theures Gottes⸗Blut fleust von dir, O JIEsu Christals du angena werde 8. Aus was iu und W' der Seiten laͤst du lauffen, dir noch uͤbrig war, Blut sser, zu er kauffen deine ar⸗ me Christen Schaar: IEsu, daß delnth +* Blut kome aller Welt It: Ach! laß doch mich arme Ert den durch dein Blut auch seelig werden. 9. Bin ich nun auch voller Suͤn⸗ och verzagen nicht, in ein'm Blute will ich finden Hulffe, Zuversicht. IEsu, JE⸗ Uir ein Blut⸗Braͤutgam und laß nur mich ar⸗ dein den, ich will d Ne Trost W su, sey du m dort und hier, me Erden durch d lig werden. (807½ Mel. O GoOtt bu frommer GOtt. Acbbel twelch ein Mensch lach seht was Angst und Schmer⸗ tzen/ steht unser J Esus aus fuͤr uns, seinem Hertzen: Schmern, O osse Pein, O Marter, Angst und Roth: O weh mein IEsus ist be⸗ trübe biß nen Tep. Ach sehet! welch ein Mensch! Wie muß sich JEsus goclen, die Schmertzen seiner Seek, sind hier nicht zu erzehlen. Er trauret, zit⸗ Blut auch see⸗ tert/zagt /fur Rosser Hertzens⸗Pein: Ach seht den Jammer an, er muß des Podes sepn. Ach sehetwelch ein Mensch! der mit dem Tode ringer; Seht wie das theure Blut aus dessen Leib her⸗ dringet; Wie hertzlich flehet erz ach Vater nimm von mir den bittern 4. 4ch Tod, wann es gesaͤllet dir. „Ach sehet Kwelch ein Meusch! Ber gantz und gar verlassen, den seine Junger selbst nun fangen an Iu haffen. Der hoͤse Judas, der ver⸗ Ffa rath 9³ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 2⁰⁴ rãch den HErren Christ, mit einem falschen Kuß, O boͤse Teufels⸗ List! 5. Ach sehet! welch ein Mensch! Der Boͤses nie begangen, den greifft man mit Gewalt, den nimmt man scharff gefangen, gleich einem Moͤr⸗ der, und fuͤhrt ihn gebunden sort, ins Hohenpriesters Hauß, da hoͤrt man Laͤster⸗Wort. 6. Ach sehet! welch ein Mensch! Seht/ wie sie den verklagen, der gantz unschuldig ist, von welchem niemand sagen kan eine Missethat, von dem wird ein Geschrey, daß er, der selbst ist GOtt, ein Gottes⸗ Laͤstrer sey. 7. Ach sehet! welch ein Mensch! Ach seht die grossen Plagen, die JEsus leiden muß: Ach seht! er wird geschlagen mit Faͤusten ins Gesicht. O Schande, Spott und Hohn! sie speyen ins Gesicht dem Tod wahren GOttes Sohn. 8. Ach sehet! welch ein Mensch! Deu man gebunden bringet in des Landpflegers Hauß: Ach seht, wie auf ihn dringet der Juden Grau⸗ samkeit/ sie ruffen; ereutzge ihn, Pi⸗ late, Barrabam gieb loß, nimm die⸗ sen hin. 9. Ach sehet! welch ein Mensch! O Marter, Angst und Klagen, ach sehet. IEsus wird mit Geisseln hart geschlagen. Ach seht den blutgen Leib! Ach seht die Wunden an! Ach seht, er wird geqvaͤlt, daß er kaum leben kan. 10. Ach sehet! welch ein Mensch! Seht an, die boͤsen Rotten den HErrn der Herrlichkeit verhoͤhnen Und verspotten, sie eroͤnen ihm bas Haupt mit einer Dornen⸗Cron, und neigen sich vor ihm aus lauter Spott und Hahn. 1I. Ach sehet! welch ein Mensch! Ach lasset Thraͤnen fliessen. Laßt eure Augen sich gleich einer Fluth ergiessen. Ach seht das Elend an! soht unser HErr und G0, der Heyland JEsus traͤgt das Creutz zu seinem Tod. 12. Ach sehet! welch ein Mensch! O Plagen uͤber Plagen! Ach sehet, IEsus ach! wird an das Creutz ge⸗ schlagen; Er rufft fuͤr grosser Pein und Schmertzen aͤngstiglich: Mein GoOtt, mein GOtt, mein Gott, warum verlaͤßt du mich? 13. Ach sehet! welch ein Mensch! Oweh, weh! meinem Hertzen. O weh! gch ich vergeh fuͤr grosser Angst und Schmertzen! OJammer! ach O weh! O Schmertz! O grosse Noth! O weh, O weh, O weh! ach IEsus! ach ist tobt! 14. Ach sehet! welch ein Mensch! der fuͤr uns Menschen stirbet, der uns das Leben durch den bittern Tod erwirbet, der uns durch seine Pein, hefreyt von aller Noth, der uns erloͤset von dem ewgen Hoͤllen⸗ od. 15. O JEsu! dir sey Dauck, daß du fuͤr uns gestorben, und hast durch deinen Tod, das Leben uns erwor⸗ ben: Fuͤhr uns durch deinen Tod ins ewge Leben ein, so wollen wir auch dort dir ewig danckbar seyn! (808.) Mel. Christus der uns seelig ze. Esu! dein ist dieser Tag, roth von deinem Blute, du leid s½ manche Angst und Plag heute mit zu gute. Auch dein Tod hat ihn geweyht, der mir giebt das Leben. Mir soll deine Marter heut im Ge⸗ daͤchtniß schweben. 2. Sieben Tage ich allhier, alle d Wochen zehle: Solt davon nicht einen dir geben meine Seele? Jetzol dein Erloͤsungs⸗Werck will jch heu⸗L te preisen: Gieb zur Andacht Gei⸗ stes⸗Staͤrckmeinepflicht zu weisen. 3. JESu, in vergangner Nacht, da ich sanfft geschlaffen, hat dir dort⸗ mahls bang gemacht die Last mei⸗ ner Straffen; in dem Garten floß von dir Blut⸗Schweiß auf„ enl; 13 WMDaßt hbangu Mich; sichunt Haufdich I Hür; ssh/ deb! O Verft Gůaloersch „Halsche Whscht ne Ghuld we Od solle Imzum L Hh, Ind ol Hhn, Fonte Sthh ssshe Wund 7. Geitten washt mi Mnetoͤhen Huptsich Ichzugerich Daß der: * 10 Lehlich guogeführt Haggtheiner Hh Ichengrau Ischattens 9. Nacket Haihe Sch Zurferklt chlemm⸗ ů 905 Wel manl . . G 0 80 hdei m N W l 9⁰⁵ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9³ den; Daß nicht in der Hoͤlle mir welches unerhoͤrt SO TTein Grab ewig bang moͤg werden. solt machen. 4. Mich zu losen, liessest du sau⸗ ö 1. JEsu, wollst dein Marter⸗Bild gen dich und binden, Schlaͤge flo meinem G eist vorstellen, daß mein gen auf d dich zu, wegen meiner——U1 Herz mit Reu erf fuͤllt, moͤge Thraͤ⸗ den. Fuͤr mich littst du Spot Meine Suͤnd, nicht bier, der dort mich solt Pöhnen Jud, lcht Hau at dich so zergoch— Dein Verspeyen muste mir meine let. 4510 I. tmachen leid? Seel verschoͤnen. 4 ich hab dich entseelet. h 5. Falsches Zeugniß dich verklagt: 4 5 1* eund erhoͤr diß mein daß nicht nach dem Sterben meine seh nlic chs Flehen. Was geschehen Schuld werd angesggr, waͤnn ich sist bißher, 8 aß nicht mehr geschehen. Onad soll erben. Dich verdammet Laß wich ch mit Suͤnden bich man zum Tod: meinen Tod zu toͤd marternnichtaufznene Von mir ten, und von der Verdamuniß Nothsselbst erloͤse mich: wider mich ich meine Seel zu retten. schreye. ½ 6. Was die Trauer⸗Nacht anfleng,13. Toͤdt mein Fleisch, du Todtes⸗ d det hat der Tag vollendet. IEsus anTod! daß ich dir moͤg leben. Wollst 4m hitterl die Marter gieng, Heyden einge der abgenommnen Noth mich nicht kurch eite haͤndet. Sonne, die Ach seh ½ berge ben. Böß ich bin ohn deine 11h dit gehn, kontest du sechs Stunden d Güͤr, haͤltst dunicht, ich falle. JE⸗ nen Schoyffer! eiden sehn, zehlen su, ach! latundee nite d daß ich see⸗ seine Wunden 7 lig walle Der, bi 7. Seinen Leib die Henckers EWor 14. Muß es ja gestrauchelt seyn, Aunt terc veitscht mit Geissel I'Stricken: Dor wir sind 0 von Beinen, laß len eronen ihn mit Spott⸗ in sein ng n IEsu, beine Pein mir zum Haupt sich druͤcken. Gautz erbaͤrm⸗ Trost erscheinen. Bin ich boß; du Eültun lich zugeric ht, er vor Augen siehet: haf gedüßt,meire Schuld bezahler, 4101 Wel der Richter selber spricht was aus deinen Wunden fließt, Eu⸗ elch ein Mensche? sehet! gel'schön mich mahlet. 8. Letzlich wird zum Creutzes⸗Tod 15. An dem Freytag wollst du heut . ausgeführt mein Leben, muß zu Ab mich vom Leid befreyen. Dein Leid trag meiner Noth/ an dem Fluch⸗ nenn ich meine Freud, wollst es mir Holtz kleben. Naͤgel seine Fuͤß und verzeihen. Deine Liebe diesen Tag Haͤnd, ach mit was fuͤr Schmertzen! mir zum Freud⸗Tag machet: weil haben grausamlich durchrennt. Osmich nun aus deiner Plag GOottes ihr harten Hertzen. Huld anlachet. 9. Nacket haͤngt er in der Lufft, 16. Du hast heut um mich gefreyt; meine Schand zu decken. Uber mich mit Blut erworben. Dein Durst er klagt und rufft, buͤßt m iein ben ich in Ewigkeit lebend und ge⸗ Schlemm⸗ und Schlecken: Ihn ver⸗ slorben. IEsu wollest heut in mir lassen Welt und GOTT: Seines deinen Freytag halten: Laß dlie Lie⸗ Leids man lachet: Biß d der Tod allbe gegen dir mir das Hertze spalten. solcher Noth selbst ein Ende ma⸗ 17. JEsu, wie du littsi fuͤr mich, chet lehr mich dir nach leiden. Leid ver⸗ 10. Sonne, du kontst sehen nicht einigt mich und dich, bahnt den Weg beinen Schoͤpffer sterben, drum sah ju Freuden. Nach dem biktern man dein Angesicht sich als tod ver⸗ Freytag wird sich der Sonntag naͤ⸗ sarben. Auch die harte Felsen⸗Erdhen: Da ich Himmel ein gefuͤhrt, muste selbst zukrachen: Weil man, werd zur Hochzeit gehen.—0 Gf 3 18, Brsch 2— Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9⁰⁸ 18. Brich bald an, du Sonntags⸗ Licht! Daß ich seh und preise den, der mich so hoch verpflicht, dessen Braut ich heisse. Indeß wolle GOt⸗ tes Huld mir, zur Nachfolg, geben, IEsu fromme Lamms⸗Gedult und sein Tugend⸗Leben. 69890 Mel. Hinweg ihr irdschen Hin⸗ꝛc. Un ist das Urtheil ausgespro⸗ chen, mein liebster JEsus, uͤber dich; Was Adam wider GOtt ver⸗ brochen, das buͤssest du gedultiglich; Mun bin ich vor dem Fluch befreyet/ weil du für mich vermaledeyet. 2. Du bist gerecht, wie selbst ge⸗ stehet der Richter von der Juͤden⸗ Schaar, gleichwohl Unrecht vor Recht ergehet. Bloß/weils den Jůͤ⸗ den eben war. Sie schreyen; Laß das Blut diß Frommen auf uns und unsre Kinder kommen. 3. Ich schrey auch so, ledoch aus Diebe, ach laß dein Goͤttlich reines Blut! Wenn ich mich in mir selbst betruͤbe, auf mich ja kommen, so wirds gut/der Satan kan mich nicht erhaschen, wenn ich bin durch dein Blut gewaschen.. 4. Durch dieses Blut steh ich in Bunde mit dir, mein GOtt/deß troͤst ich mich; diß Blut hab ich mit mei⸗ nem Munde auch offt genossen wuͤrdiglich, im Beichtsiuhl bin ich als bedraͤnget, mit diesem reinen Blut besprenget. Ach hilff, daß ich mit Fleiß mich hůte vor den Blut⸗Schulden aller Sünd! Regiere mich durch deine Guͤte, daß ich leb als ein reines Kind, und stets zu deinem Lob und Preiße, mich vor der Welt gerecht erweise. 6. Werd ich biß auf das Blut ge⸗ strichen mit Geisseln, solls geereu⸗ tzigt seyn; Wohl, ich bin deinem Bild verglichen; Dein Blut staͤrckt mich in Qvaal und Pein, ja muß ich Gut und Blut aufgeben, so kom̃ (818.) Mel. O Traurigkeit, O Hertzeleid! O Falsche Treu! ach Heucheley! ist das nicht Suͤnd und Schan⸗ de? JEsum will man dulten nicht in dem Lebens⸗Lande. 2. Suͤnd, Hoͤll und Tod, ja Ser⸗ len⸗Noth mit demErloͤser kaͤmpffen; wollen, ihrer Meynung nach, seine Gottheit daͤmpffen. 3. Die freche Schaar, gantz offen⸗ bahr den zarten Leib entkleiden, schlagen ihn ins Angesicht, dop⸗ peln Pein und Leiden. 4. Zu Spott und Hohn sie eine Cron aus scharffen Dornen flechten, setzen solche auf das Haupt JEsu, dem Gerechten. 5. Ja was noch mehr, sie geisseln sehr, durchbohren und durchpfrie men meinen JIEsum, daß sein Leib voller Wunden, Striemen. 6. Es wird auch nicht fuͤr dem Ge⸗ richt, ihr Haß und Neid geschlich⸗ tet, biß sie durch des Creutzes Pein IEsum hingerichtet. 7. Laß JESu mich, Zeit Lebens ich durch dein Blut zum Lehen. dich, mit meinen Hertzen decken⸗z alle Droͤpflein deines Bluͤts durstig⸗ lich auflecken. 8. Mein Suͤnden⸗Leid, mein Up⸗E vigkeit, hat dich sehr hart geylaget; JEsu, meine Missethat hat dich an⸗ geklaget 9. Hilff GOECSES Lamm, mein Braͤutigam, durch deine Gnaden⸗ Guͤte, daß forthin ich behre mich/ und vor Suͤnden huͤte. 10. Und denn allein auf deine Pein, auf dein so schweres Leiden mag ge⸗ seegnen diese Welt, und von hinnen scheiden. (SII.) B. S. Mel. Wer nur den lieben ꝛce. 6 Etlese dich betruͤbtes Hertze! ist das des Vaters liebster Sohn, wie find ich hier im tieffsten Schmeꝛ⸗ geden welcher mehr als Salomonꝛ Ist das der Glantz der Herrlichkeit/ herhͤͤllt in solche Dunckelheit Der 2. 000 2.— OSch Ilhertwh Ihr Er! EUndern/ Duum amt sen Ihtthitthe 3. Meille sgenz des Sculd/ di Iahen, m. dalt: Die Oluth ve lut. +Oein Flaffte we Hls er bies Hette ind Kden Wat Welt ersab VWMSd Cel, ein Schlamz Kehen, Je Doch tas bor dem, v 6. Hiern del doch d Mdem si Ner ieret! Uudel Hrentusthet 7Nun V Hen snCht wikst dl menj weil Haschtzdg spach zö (61³0 Me Men mehr! Er siehet gleich den gröoßren Sündern, es kruͤmmet sich kein Wurm so sehr; Kein Schmertz kommt seinen Schmertzen bey, wer sagt mir wer die Ursach sey. ö 3. Mein eignes Hertze muß mirs sagen: des Vaters Zorn und meine Schuld, die, die hat IEsus muͤssen tragen, mit unbeschreiblicher Ge dult: Die uͤber uns enthrannte Gluth verleschte dieses Lammes Blut. 4. O ein Gerichte, uͤber alle! GOtt straffte weylaud auch wohl scharff, 4431 ials er die Engel nach dem Falle mit Ketten in den Abgrund warff; als er den Adam von sich stieß, die erste hirit Welt erfaͤuffen ließ. 2in Lel F. Im Schwesel muste Sodom ste⸗ 2. cken, ein Pharao sanck in den gehen, Jerusalem ein Ende nahm: Doch was ist dieses Straff Gericht vor dem, was JEsu hier geschicht. 6. Hier muß ja leiden über Leiden, der doch die Unschuld selbsten war: An dem sich auch die Engel weiden, der zieret hier den Mord⸗Altar. O ö Suͤnde! was hast du gethan? du Aettt brennst den Grimm des Vaters an. 7. Nun Vater, hast du deine Flam⸗ men in Christi Wunden ausgelescht/ so wirst du mich ja nicht verdam men/ weil deines Sohnes Blut mich wascht: das halt ich dir im Glauben fuͤr,/ ach zoͤrne, zoͤrne nicht mit mir. (81½2) Mel. JEsu Leideu, Pein ꝛe. Ngenehme Fasten⸗Zeit! ach, ich kan nicht sagen, wie sich meine Seele freut in den Trauer⸗ Tagen, da vor mich des Hoͤchsten Sohn, JIEsus, wollen sterben, und durch seine Paßson, mir das Heyl erwerben. a. Zwar, mein Hertze muß sich auch unaus sprechlich kraͤncken, wenn ich den verfluchten Brauch bey mir will bebencken, da man sich der Lust Schlam; wenn Jericho muß unter⸗ 3. Welt, ach Welt, wo deuckst du naus mit so schnoͤden Luͤsten? siehts nicht mehr als heydnisch aus bey er⸗ leuchten Christen? dencke doch, die Uppigkeit und das kurtze Lachen, wird dir ewig Hertzeleid in der Hoͤl⸗ len machen. 4. Eitle Welt, ey fahre hin! weil ich vor dein Wesen, dem ich abgestor⸗ ben bin, beßre Lust erlesen; Was aus Christi Wunden qvillt, das soll mich ergvicken, und ich will sein blu tig Bild mir ins Hertze druͤcken. F. IEsu, JEsu, du allein bleibest mein Ergötzen. Ich will deine Creu⸗ bes⸗Pein mir zur Freude setzen. Ach, aus Liebe ließt du dich mar⸗ tern und zuschlagen; ja, aus Llebe gegen mich littst du alle Plagen. 6. Du zubrachst das schwere Joch aller meiner Sunden, wenn sich auch dieselben noch taͤglich an mir finden/ kan ich taͤglich auch in dir als gerecht bestehen: also wird GOtt nicht mit mir ins Gerichte gehen. . Will der Satan Krafft und Muth aus der Seelen rauben? Ey so haͤlt und staͤrckt dein Blut mei⸗ nen schwachen Glauben. Hab ich Angst und Kümmerniß, ob mich Gott noch liebet? ist dein Blut/das mir gewiß die Versichrung giebet. g. Will die stoltze Welt mit miir ein Gespotte treiben, und mein Wan⸗ del muß bey ihr in Verachtung blei⸗ ben; wurdest du doch mit Gedult auch zu Spott und Hohne, und das wird durch deine Huld mir zur Eh⸗ ren⸗Crone. 9. Creutz und Leiden dieser Zest wird mich freylich druckenz doch mit aller Freudigkeit nehm ichs auf den Rucken: Weil du's selbst getragen hast, hilffst du mirs auch tragen, und so kan mich keine Last hier zu Boden schlagen. 10, Wolte mir zuletzt der Tod Ff4 ö Zurcht 91I Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9— Jurcht und Zittern geben, so wird dencke, und dich nicht von neuen in der letzten Noth dein Tod mirskraͤnck zum Leben. Ich soll nicht verlohren seyn, sondern seelig werden; denn bist du im Himmel mein, wie schon ietzt auf Erden. 1I. Deine Liebe deckt mich zu in dem finstern Grabe, biß daß ich in sanffter Ruh ausgeschlaffen habe. Denn weil du, HErr JEsuChrist, in der Grufft gelegen, und auch aufer⸗ standen bist, wird sie mir zum Segen. 12. JESu, JESu, tausendmahl danck ich dir vöoll Freuden. Danck sey dir vor Blut und Ovaal, Danck vor glles Leiden. Danck sey dir mein Lebenlang, daß du bist gestor⸗ ben: Vor den Himmel sey dir Danck, den du mir erworben. (813.) B.§. Mel. IEsu, deine tieffe Wunden. Dund geht zu seinem Leiden, auf, und laßt uns mit ihm gehn! Bannt von euch die eiteln Freuden, die euch in dem Wege stehn. Tre⸗ tet zu der Juͤnger Schaar, und ver⸗ lobt euch gantz und gar; wo ihr wollt mit Christo erben, auch zuvor mit ihm zu sterben. 2. IEsus ruffet: Seht mich gehen gen Jexusalem hinauf! Und giebt deutlich zu verstehen, daß der ange⸗ stellte Lauff nur an diesen Ort ge⸗ richt, wo man ihm das Urtheil spricht, und am Creutze sucht zu toͤd ten, nach den Schrifften der Pro⸗ pheten. 3. IEsu, laß mir deine Wunden stets fuͤr meinen Augen seyn: Was bie Juͤnger nicht verstunden, druͤcke mir ins Hertze ein, was verborgen ihnen war, stell mir stets im Bilde dar, wie du hast von denen Heyden Band und Geissel muͤssen leiden. 4, Ach! die Woche werden viele dich aufs neue ereutzigen, bey des Teufels Fastnacht⸗Spiele sich in Larven lassen sehn. Ach entlarve meinen Sinn, daß ich nicht so gott⸗ raͤncke. 5. Ach! was darff man Larven tra⸗ geln, sind wir doch schon geistlich blind, muͤssen leider alle klagen, daß wir wie der Bettler sind der am Wege dorten saß, was vor Thorheit ist doch das? Man will andern sich verdecken, und doch selbst in Blind⸗ heit stecken. 6. Nimm die Schuppen von den Augen, bey den Kindern dieser Welt/weil die Wercke gar nicht tau⸗ gen, wo man dein Gedaͤchtniß haͤlt. Wirff den Teufel in den Pfuhl, und zerstoͤhre Satans Schul, ach bekehre, die dir fluchen, komm zu denen, die dich suchen. 7; Will mich gleich die Welt be⸗ draͤuen, so werd ich, o Davids Sohn! noch viel schaͤrffer zu dir schreyen, du bist ja mein Gnaden⸗ Thron. Ach erbarm, erbarm dich mein! Und laß deinen Wunder⸗ Schein in die bloͤden Augen lachen, und mein Hertze lichte machen. 8. Also seh ich dich im Glauben, biß ich dort im Schauen bin; will der Tod das Licht mir rauben, nimmt er nur, was leiblich, hin, ich loß bin, sondern an dein Blut ge⸗ muß doch, wenn das geschehn, in Jerusalem dich sehn, nicht, wo man dein Creutze hebet, sondern ohne Creutze lebet. (814.) Mel. O Traurigkeit, O Hertzeleid. Theures Blut, O rothe Fluth! wie qvillst du aus den Wun⸗ den, die mit unerhoͤrter Angst JE⸗ sus hat empfunden. 2. Ach theurer Fluß, ach Flußl ich muß mit dir die Seele laben, son⸗ sten kan sie in der Welt keinen Lab⸗ sal haben. 3. Fleuß auf sie zu, und schaff ihr Ruh, wann sie die Suͤnde naget, wann sie fuͤhlet Hoͤllen⸗Angst und nach Troste fraget. 4. O GoOttes-Sohn! mein Gna⸗ den⸗Thron,du stirbst, auf daß ich 56 / —.— und ah oest gr Ich GI slecht/ Rrldaßd Wusterhend Hetitteh, 7. O Welt Aßolches ulich me Hsencken, 8. Denlli ich soll, u Men,. Kol ich zu hot Mel. Hohn Woin X Wel Last und G schbingen, Husgeshamn shit getyan Angen. 9, Wasf schen⸗Eun Uhlsonst, öist umeit 9¹3 be, und an dir, sey ein gruͤner Kede 5. 2 2— 7 gerecht, mein Fluch wird mir zum Seegen, denn ich bin des Hoͤchsten Kind meines JEsu wegen. 6. Ich dancke dir, O Himmels Zier daß du fuͤr mich gelitten, daß Smein We insio cR du sterbend meinen Tod rit terlich bestritten. 7. O Pelican, Oreiner Schwan! Laß solches mich bedeucken, biß man endlich meinen Leib wird ins Grab rseucken. 8. Denn leb ich wohl, gleich wie ich soll, und sterb in deinem? men. Komm du liebstes A und O, mich zu holen, Amen. (817.) Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛe. W' weg mit dir, du schnoͤde Welt! weg, weg, Ansehen, Lust und Geld, ich will mich höͤher schwingen, mein JEsus haͤngt hier ausgespannt, der hat sein Hertz zu mir gewandt, und der will fur mich ringen. 2. Was frag ich viel nach Men⸗ schen⸗Gunst, es ist doch alles gantz umsonst, was Sterbliche zusagen, es ist um einen Tritt gethan, so wei⸗ chet von dir jedermann, der zu bir Huld getragen. 3. Hier dieser Freund ist standhafft treu, auf daß er dir ein Leben sey/ ist er für dich gestorben; du, GOtt,/ hast fuͤr der Suͤnden⸗Schuld, in höch⸗ ster Liebe und Gedult das Himmel⸗ reich erworben. 4. O komm, O komm, O liebe Seel!l bestehe doch dieznaden⸗ Höhl der aufgemacht en E t Ulld dei nes lieben JEsu Tod, der mich aus schwerer Eanden⸗Noch zur Him⸗ mels⸗Burg kan leiten. . Ach, mein HErr JESu, nimm mich an! Weil ich durch dich alleine kan der Laster seyn benommen, O laß dein resinfarbnes Blut, auch Vom Leiden und Sterben J Msu Christi. ch Sünden⸗K mecht„bin uun Nah* 9¹⁴ HErr, in gut am de kommien. 6. Du solt ja meine Liebe seyn, auf dich setz ich den Trost allein, dir will ich mich ergeben, hilff, daß ich meinet Serlen letzten En lasse nicht von dir, gieb ein bestaͤn⸗ dig Hertze mir im Sterben und im Leben. Ach! soͤhne mich beym Vater aus, und nimm mich aus dem ird⸗ nen Hauß in deine Himmels Freu⸗ de, daß mich von deiner Lieb und PHuld⸗ nicht mehr der geilen Suͤn⸗ den Schuld und Eitelkeit abscheide. (i6.) B. S. IEsus meine Zuversicht Eele geh auf Gelgat halsetz dich unter JEsus Creutze, und be⸗ „was dich da vor ein Trieb zur Busse reitze. Wilst du unem⸗ find! ich seyn? So bist du mehr als ein Stein. 2. Sch Ie E Erd u as Blut u Mel. S denche das Jammer⸗Vlld d Himmel hangen! wie nit Ströhmen qyillt, daß h malle Rrafft ent gan 6 1 ach der uͤbergrossen Noth! Es ist gar me ein JIEsus todt. 3.— Lanmm GOttes ohne Schuld! alles das hab ich verschuldet, und du ha Faus gresser Huld„HPein und Tod fuͤr mich erduldet, d daß ich nicht ver⸗ eh ren bin, giebst du dich aus Creu⸗ ö tze hin 4. Unbeflecktes 1ube, schane vcn sich verehre deine Liebe, schaue von des Creutzes Stamm, wie ich mich um dich betruͤbe„dein im Blute wal⸗ lend Hertz setzet mich in tausend Schmertz. 5. Ich kan nimmer nimmermehr diese Plas gen dir vergelten, du ver⸗ bindest mir zu sehr, schenckt ichdir gleich tausend Welten, ach das wa⸗ re nicht genung nur fuͤr deinen Gal⸗ len⸗Trunck. 6. Nun ich weiß noch was fuͤr d ich, ich will dir mein Hertze geben, die⸗ ses soll bestaͤndiglich unter 7% Hertze leben, wie du mein, so will FfV ich N doch dund —.‚‚‚‚.——————— Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9⁴⁵ ich dein lebend, leidend, sterbend eyn. 7. Laß dein Hertz mir offen stehn, oͤftne deine Wunden⸗Thuͤre, da hin⸗ ein will ich stets gehn, wenn ich Creutz und Noth verspuhre, wie ein Hirsch nach Wasser duͤrst, biß du mich erqvicken wirst. 3. Creutzige mein Fleisch und Blut, lerne mich die Welt ver⸗ schmaͤhen, laß mich dich du hoͤch⸗ stes Gut immer vor den Augen se⸗ hen: Fuͤhr in allem Creutze mich, wunderlich nur seeliglich. 9. Endlich laß mich meine Noth auch geduldig uͤberwinden, nirgends sonst wird mich der Tod als in dei⸗ nen Wunden finden, wer sich hier sein Bette macht, spricht zuletzt: Es ist vollbracht. (817.) B. 8. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Men JEsus stirbt, was sollich leben, mein Haupt erblaßt/ wo bleibt sein Glied? Ach soll ich ihm den Geist nicht geben, da ietzt sein Geist von dannen zieht? Ach ja ich sterbe nun mit dir, mein JEsu, Iebe du in mir. 2. Mein JEsus stirbt, die Augen brechen, ach nimm den letzten Blick von mir, sein Mund verschmacht, was soll ich sprechen? Mein letztes Wort ist: IEsus! hier. Ach JEsu/ JEsu laß mich nicht, wenn mir der Tod das Hertze bricht. 3. Mein IEsus neigt sein Haupt zur Erden, Welt, gute Nacht, ich scheide mit, soll JIEsus eine Leiche werden, was scheu ich denn den letz⸗ ten Tritt? Ich küsse seinen blassen Mund, er stirbt, so sterb ich auch ie⸗ und. 24. Mein JEsus wird ins Grab versencket, ey legt ihn in mein Her⸗ tze hin, und, daß man immer dran gedencket, daß ich mit ihm gestor⸗ ben bin, so setzt mir diese Grab⸗ schrifft bey: daß JEsus Tod guch mein Tod sev. (818) B. 8. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Mein bester Freund ist mir ge⸗ storben, ach solt ich nicht im Leide gehn? Der mir den Himmel hat erworben, den seh ich auf ber Bahre stehn: Der mir das Leben hat gebracht, versinckt in schwartze Todes⸗Nacht. 2. Wie ist mir? seh ich JEsum sterben ꝛ ach jal ich seh es allzu klar, wie sich die Lippen gantz entfaͤrben. Sein Antlitz stellt die Sonne dar, wenn sie zu Ruͤste gangen ist, und allen ihren Glantz verschließt. 3 Die Augen sind nicht nur gebro⸗ chen, weil schon das Hertze selbsten bricht. Kaum ist das letzte Wort ge⸗ sprochen, da man von feinem Tode spricht; Das Haupt, das so viel Strahlen zeigt, hat sich zur Erden schon geneigt. 4. O Schwerdt, das meine Brust durchfaͤhret, O Tod, der mich tum Todten macht. Mein Hertz ist mir gantz umgekehret, indem es seinen Freund betracht, wie er den letzten Abschieds⸗Kuß mit kalten Lippen geben muß. 5. Die Sonne selbst bedeckt die Strahlen, der Himmel kreucht in einen Sack, das Echo rufft zu tau⸗ sendmahlen: das ist ein rechter Trauer⸗Tag. Der Felsen⸗Ritz macht ein Geschrey, daß GOttes Sohn gestorben sey. 6. Ach sterbet in mir alle Kraͤffte, weil JEsus stirbt, ist meine Pflicht, daß ich mich an sein Creutze heffte, da mein Hertz an dem seinen bricht. Ach JEsu! nimm mein Leben hin, jch ruh nicht, biß ich bey dir bin. 7. Exblaßte Lippen! laßt euch kuͤs⸗ sen, ihr triefft von lauter Honig noch; laß dich geneigtes Haupt um⸗ schliessen, das mir nach lauter Bal⸗ sam roch. Erlaube tieffer Seiten⸗ Ritz in dir mir einen Tauben⸗Sitz. 8. Wo soll ich dich nun hin begra⸗ hen,/daß ich kan immer bey dir 4 2 9¹ Ousolt zk h, daleg heg. O Ohcbmahlf Hah Blute .udtve de, so g hess, inde de Wie m. hast. Det at und Mel,GO Ch mei chehy d sirbt. He chein? Won Hbt, Or del mein 2. Wolch He/ daß er Aber G0e hht es hoch WMgebohrn. Cybtt und 3. Ach di goh/und de do der Tod ebeyden sder noe Hicht wolte 4. Heyde ud den 3 m hu le onig mit h Hehthum, Stich lchen! Let Dunn du ich Mmer Conund chel GOtte 6. Deine Drr auf di⸗ Cchlähe, Heine Wun sio rch Hlageß mit 9¹⁷ Vom Leiden und Sterben JEsu Cbristi. den Jc 9¹8⁸ rufft mein Hertze ha⸗ ich, mein Freund, hinein. ů—1 Creutze soll mein Grabmahl seyn, die Schrifft darauff dein Blut allein. 9. Und wenn ich meinen Lauff voll⸗ ende, so geb ich meinen muden Geist, in deines Vaters treue Haͤn⸗ de, wie mich dein Abschied beten heist. Der trifft im Tode Leben an, der mit und in dir sterben kan. (89.) CE. N. Mel. Gott des Himmel 6und ꝛc. Ch mein Hertz lavas soll ich spre chen, daß dir GoOlt am Creutze stirbt. Heisset das die Sunde ra chen? Wenn der Fromme selbst ver⸗ dirbt. O wie seltsam ist der Rath, den mein Heyl erfunden hat. 2. Welcher Meusch hat so viel Lie⸗ be/ Aber GOTT aus eigne hat es doch so gut geme eingebohrner Sohn suͤr! Spott und Hohn. 3. Ach die Felsen sind zersyrun gen/ und d des Tages Licht vergieng, rbenr Tod mit ihm hinge und er bey den Moͤrdern hi eng. Drum ist der noch mehr als Stein, der nicht wolte tra urig seyn. 4. Heyden ist das ein Gelachter, und den Jüden Aergerniß. Aber IEsu, dũ Berech U„mir bist du wie H onig süß. Ja dein Creutz ist uns set Ruhm/ undder Christen Ei⸗ geutbum. ᷓ. Stirb mein Heyland, daß wir leben! Lebe, daß ich seelig sterb! Denn du bist fuͤr mich gegeben, daß ich Armer nicht verderb. Deine Du solt zur G ben; da leg ich d m Triebe, ut/ daß sein nichel leidet Cron und jeder Dorn, hat im Sta⸗ chel GOttes Zorn. daß er stirbt fuͤr seinen Feind den, und verfohnes meinen Gott. Darum wad ich Überwinden Hoͤlle, Teufel und den Tod. Denn dein Blut ist so viel werth, daß es allen Fluch verzehrt. 8. O wie soll ich das vergelten, was mein GOtt an mir gethan? Wann gleich in viel tausend Welten, ieder sagte was er kan; doch wird, IE⸗ su, deine Pein, ewig unaussprech⸗ lich seyn. 9. HErr, hie bin ich, dein Erls⸗ ster, welcher dir Au Fusse falle, dural⸗ leine bist mein Troster: Drum ver⸗ lach ich alle Welt. Habe Dauck mein HErr und Gott. Ich bin dein biß in den Tod x(8a0.) Mel. Ach! was soll ich Suͤnder ze. Esu bein betrubtes Leiden, dei⸗ One schwere Creutzes⸗Pein, soll mein gantzes Leben seyn, allen Welt Tand abzuschneiden, IEsu, Iaurd bittre Noth kraͤncket mich biß al sden Tod. 2. Dein geronnen blutig Schwi⸗ zen, deiner Seelen Hoͤllen⸗Qvaal, deine Striemen allz umahl, deinet Crone Dorn und Spitzen, solche dein e bittre Noth kraͤncket mi ch biß in den Tod. ö 3. Ach! was soll ich Armer sagen, alle Wunden, die du hegst, alle die du traͤgst, hab ich dir Striemen, recht helffen schlagen. JIEsu deine bittre Noth kraͤncket mich biß in den Tod. 4. Dein Gesicht ist blau gestossen, deiner schoͤnen Augen Lcht, ist sehr heßlich zugerscht, von des Teufels Hülff⸗Genossen. IEsu deine bit⸗ tre Noth kraͤncket mich biß auf den 6. Deine Ketten und bie Bande, Tod. der auf dich gespeyte Koth, deine Sch lage, Schmach und Schande, deine Wunden und der Tod, das sind Fruͤchte meiner Schuld, bie du traͤgest mit Gedult. 7, Also zahls du fremde Sün⸗ v. Daß du uns bist nachgegangen, und verlassen deinen Thron A bu nun dein Dauck und Lohn, daß d must am Creutze hangen? E deine bittre Noth kraͤncket miich biß auf den Tod. 2¹ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9²⁰ 6. Solte mich denn diß nicht kraͤn⸗ cken, solt ich nicht bey dieser Zeit, fliehn der Erden Eitelkeit, und an deinen Tod gedencken? JEsu dei⸗ ne bittre Noth kraͤncket mich bis auf den Tod.. 7. Laß, HErr JEsul nur dein Lei⸗ den, deine Marter, Angst und Pein, meine letzte Zuflucht seyn, wenn ich soll von hinnen scheiden, hilff, daß ich durch deinen Tod sanfft beschlies⸗ se meine Noth. (H2r.) P. G. Mel. Vater unser im Himmelreich. Egruͤsset seyst du! GOtt mein Heyl, mein Auge, Lieb und schoͤnstes Theil, gegruͤsset seyst du werthe Brust! du GOttes Sohn,s du Menschen⸗Lust! du Traͤger gller Buͤrd und Last, du aller Muͤden Ruh und Rast.— 4 2. Mein JIEsu, neige dich zu mit mit deiner Brust, damit von dir mein Hertz in deiner Lieb entbrenn, und von der gantzen Welt sich trenn, halt Hertz und Brust in Andacht reich und mich gantz deinem Wil⸗ len gleich. 3. Mach⸗ HErr, durch deines Her⸗ tzens Qvell mein Hertz vom Unflath rein und hell, der du bist GOttes Glantz und Bild, und aller Armen Trost und Schild, theil aus dem Schatze deiner Gnad auch mir mit Gnade, Rath und That. 4. O suͤsse Brust, thu mir die Bunst, und fuͤlle mich mit deiner Brunst, du bist der Weißheit tieffer Grund, dich lobt und singt der En⸗ gel Mund, aus dir entspringt die edle Frucht, die dein Johannes bey dir sucht. v. In dir wohnt alle GOttes⸗Fuͤll, hast alles, was ich wuͤnsch und will, du bist das rechte GOttes⸗Hauß, drum, wenn zur Welt ich muß hin⸗ aus, so schleuß mich treulich in dir ein, und laß mich ewig bey dir seyn. (8²⁴.) B. S. Mel. Wer nur den ꝛe. Sꝰ seh ich dich denn auch er⸗ blassen, der du das Leben selbg⸗ bist? du must den Tod dich toͤdten lassen, der durch die Suͤnde kommen ist: Wie solt ich Suͤnder sicher seynn vom Tode kan mich nichts befreyn. 2. Der Tod ist bald mit mir geboh⸗ ren/als ich die Welt erblicken sollt nun schallet stets in meinen Ohrem Der Tod ist meiner Suͤnden Sold. Der Tod folgt mir auf jeden Schrit/ wo ich hingeh, da geht er mit. 3. Doch weg mit traurigen Gedah⸗ cken du JEsu, bist des Todes Lod. Ich darff nicht einen Fuß breit wan⸗ cken, wenn mir des Wuͤrgers Sta⸗ chel droht: Dringt er in meine Brus hinein, so kan er mir nicht schaͤdlich eyn. 4. Du bist ihm ja ein Gifft gewor den, der Tod fraß sich den Tod an dir; so kan er zwar den Leib ermor⸗ den/ allein der Geist steckt sein Pa⸗ nier auch auf des Todes Schedel hin, das macht mein Sterben zum Ge⸗ winn. 5. Steht meine Zeit in deinen Haͤnden, so ist mein Tod auch da be⸗ stimmt. Wenn ich nun soll den Lauff vollenden, wenn Geist und Krafft den Abschied nimmt; so len⸗ cke meinen Glaubens⸗Blick auf dein geneigtes Haupt zurüͤck. 6. Versuͤsse mir des Todes Schmer⸗ tzen, sey in der Grabes⸗Nacht mein Licht; und geht der letzte Stoß zum Hertzen, werstosse meine Seele nicht nimm sie in deinen Wunden an,daß sie den Himmel finden kan. 7. Wohlan! du bist voran gegalh⸗ gen, sterb ich mit dir, so sterb ich nicht: Mein Glaube wartet mit Verlangen, biß mir der Tod das Hertze bricht. Ein Wort ist, das mich froͤlich macht, das ist dein Wort Es ist vollbracht. (823.) B. S. Mel. Wer weiß wie nahe mir ꝛe⸗ Liebe uͤber alle Liebe! vecht nach dem Leben abgeme 0 —— I. Wleichete Wlutausl bebh xgtre Ei Dr Hute e leht Mdts Dat WSnaffehe Hsa. Se haf,daßer 6s kebt Husde/ det W. Die Hie Huhdeysehtt O st des! echts dit O schoͤne ich wte hhich hiet / Heh heine OR Ulebes⸗& Hah woltenie „SMit Liel seh nit G Icill wie e Llebe schl Mlut versch h und stert 6Geliebte Rr die Wel Aiu mir n Ung ist tne Ha Die! seEiebesch VOfoͤnti chhbürde hir shm vorlie himmelh Hlen iber! Ullebgte 9²¹ Vom eiden und Sterben JEsu Christi. 9²³ was gleichet einem solchen Triebe/ rieb und Beu. Wir Jlauben doch der der Blut aus Liebe vor mich zah 2 Engel S daß diß des Him⸗ Die Liebe bi tdas Leben ein, kan mels Kö Sow dein Wan⸗ tine größre Liede seyr del allezeit Iim Fleische voller Durff⸗ ürbet vor die Schaa⸗tigker. se, wie Heb muß uhm die Heerde z. 6 m wirst du um unsert wil⸗ seyn 9 des Vat en,ob diu gleich uͤber alles reich Du die Straffe vor die, so Feinde wa willst bey uns den W Rangel stillen, ten sein. Selb der Geliebte wird und bist den all eraͤrm sten gleich, der verhast,daser nur uns in Liebe fast. nicht einmahl so viel gewa—ũ—. daß 3. Es redt ein Mund aus jeder er seln.4„ hinkegen ka Wunde, der nur vor Liebe den 4. tes auch so weit gekom⸗ kan. D ie Liebe apillt techt aus dem men/ daß mat kauf deiner Todten⸗ Grunde, scht mi Ir die offne Seite an! Bahr dir alles hat hinweg genom⸗ Das ist des Creutzes Uberschrift wen, womit dein Leib bekleider war. Seht was die Liebe. hier gestifft. Und ninimt man von dem Creutz 4. O schones Fuͤrbild meiner Lie Konamst du in ein geborg⸗ be, ich müste Eiß wenn ich hier kalt un be bey deiner grossen Liebes Die Liebes Stapffen sind so schoͤn, wer woltenicht darinnen gehn? derrewion 3bereichern kan. Wir 5. Mit Liebe kommst! ö bra dein Erb Gut in der Welt, was gegen, mit Gegen⸗Liebe kuß ich dich;brauchest du denn Gold und Geld ⸗ Ich will mich an dein Hertze legen, 6. O gieb doch, daß ich auch zufrie⸗ die Liebe schliesset mich in dich. Mit denmit d dem bescheldnen Theile bin. Blut verschreibest du dich mir, ich Hast du mir wenig hier beschieben, leb und sterb aus Liebe dir. edoch dabey den Sinn, daß er 6. Geliebter, deiner Liebe w See nimmt, was ihm mir die Welt verhasset seyn. Komstdein weiser Rath bestimmt. du zu mir mit Liebes⸗Schläagen 7. Mir wird der Tod auch alles Was ist mein Creutz vor deiner nehmen, bloß kam ich, nackend fahr Pein? Die Liebe dultet alle Noth/sich hin Doch warum wolt ch mich die Liebe scheuet nicht den Tod. denn graͤmen? Es ist ja Sterben v. O koͤnt ich gar zu Liebe werden/ mein Gewinn. Behalt ich dich, und ich wurde dir noch lieber seyn. Doch hleibn du mein, so werd ich reich nimm vorlieb mit mir auf Erden, und seelig seyn. im Himmel bring ich alles ein. Wo(825.) B. S. och bist du uͤberall vergnuͤget, d Hagest ke einen Mangel an/ wen Iser gun den Schatz nur krieget, lieben uͤber lieben ist, und du der In voriger Melodey. Allerliebste bist. Oreudig wird mein JEsus sa⸗ ö(824) B. S. D gen; Wer kan mich einer Suͤn⸗ In voriger Melodey. de zeihn? Es moͤgens alle Feinde Ch fehe dich am Creutze hangen, wagen, und tausend Lasterungen 8 Schaß der Armen, nackt und speyn, so zeiget doch die Unsthuld bloßlYWie du dein Leben angefangen frey, daß er die Wahrheit selber sey. 0 in beiner armen Mutter Schooß, 2. Man stellet 4 3 Slel falsche so stellet der Beschluß auch hier im Zeugen, gerechter 3⁰ Esu, wider ö Tode lauter Armuth füͤr. dich; Allein sie muüssen endlich 2. Wie duͤrfftig lagst du in dem schneigen, die Luͤgen halten nicht Ehalle/ dein Bette war nur Strohden Stsch. Was du gesagt/ das* au 9²³3 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9²⁴ auch ein, dein Wort muß Ja und Amen seyn. 3. Es mag Pilatus immer fragen: was in der Welt die Wahrheit ist; man mag dich auf den Backen schla⸗ gen wenn du der Wahrheit Zeuge bist die Sonne scheint doch immer klar/was wahr ist bleibet ewig wahr. 4. Du leidest um der Wahrheit willen, und hattest sonsten nichts ge⸗ than, was du geredt, wir st du erfuͤl⸗ len, kommt es auf Blut und Leben an. Du scheuest nicht die aͤrgste Noth/ gehst mit der Wahrheit in den Tod. 5. Laß mich die Wahrheit auch be⸗ kennen ohn Unterschied vor Freund und Feind. Der ist kein wahrer Christ zu nennen, der es nicht treu⸗ lich mit dir meynt. Im Hertzen muß der Glaube rein im Munde das Bekenntniß seyn. 6. Wer mit den Lippen dich beken⸗ net, und dich verlaͤugnet mit der That, der hat sich schon von dir ge⸗ trennet, weil er nur Schein vor We⸗ sen hat. Bekenn ich dich, so gieb da⸗ bey daß auch mein Leben lauter sey. . Dein Wort wird ewig wahr ver⸗ bleiben, und diese Wahrheit last in mir biß in den Todt versiegelt blei⸗ ben. Bekenn ich dich vor Menschen hier, bekennst du mich, OEOttes Sohn, auch einst vor deines Vaters Thron. (826.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Di eintzigs Opffer vor die Suͤn⸗ de, das vor die Welt geschlach⸗ tet war, wenn ich dich an dem Creu⸗ tze finde, als auf dem rechten Zorn⸗ Altar, so hoͤr ich, wie dein Mund hier fleht, du opfferst Thraͤnen und Gebet. 2. Du fiengst mit Beten an zu lei⸗ den, und darum woltest du auch nicht von deinen Juͤngern eher schei⸗ den, biß dein Gebet zu GOTL ver⸗ richt, da dein Mund kraͤfftig vor die 3. Noch hefftiger hoͤrt man dich be⸗ then, nachdem du in Gethsemane dein Seelen⸗Leiden angetreten, wie Hertz. 4. Du hattest nicht nur deine Freunde in deines Vaters Schooß gelegt. Du batest auch fuͤr deine Feinde, daß er sie mit Erbarmen traͤgt, und denn zuletzte schliessest du die Augen auch mit Beten zu. 5. Jedoch du hoͤrst nicht auf zu be⸗ ten/ du willst bey deinem Vuter dort mit deiner Vorbitt uns vertreten, es fuͤhrt dein Blut fuͤr uns das Wort und beten wir in deinem Nahm'n, so ist es lauter Ja und Am'n. 6. O habe Danck vor dein Gebete, wenn ich vor deines Vaters Thron nun auch mit meinen Seufftzern du mir deine Krafft im Beten zu. 7. Dein Blut laß selber vor mich schreyen, es seufftze stets dein Geist in mir, so werd ich dir ein Opffer weyhen, das heilig u. gerecht fuͤr dir/ und wenn ich nicht mehr reden kan, so nimm den letzten Seufftzer an. (827.) In voriger Melodey. Seele! und schaue mit Erstau⸗ nen an, ob auch in einer Marter⸗ Hoͤle was schrecklichers sich zeigen kanꝛ betrachte hier was JIEsus thut/ er schwitzet Blutl er schwitzet Blut. nicht? wer hat dich also zugericht? 3. Ists Mosis Stab, der dich ge⸗ schlagen, daß du dein Wasser fliessen tragen, die solchen Schweiß dir aus⸗ bath/ die er dir hier gegeben hat. geprebt? Ach sind es meine Suͤnden nichl steigt das Opffer nach der Hoͤh? wie gehn die Seufftzer Himmel⸗waͤrtsꝛ sht du greiffst dem Vater recht ans Id trete, so steh mir bey du GOTTes Sohn, hab ich nicht Krafft, so setze Kammn an den Oelberg, meine 2. Wen seh ich hier die Kaͤlter tre. ten? wer faͤrbt hier sein Gewand o roth? wen hoͤr ich hier so heffrig bes ten? wer liegt betruͤbt biß in den Tod. Bist du es denn, mein JEsi laͤst? was hast du denn vor Last gerh isel Hleb/ Wt east: schiftoyffe 10aast, Ilhen ber Hpbetseigt 6„O he hsͤcet de Hagallt,, Scchesß vo Nalh herO slsten Bal hehedeyt — —.— — = — elgen, HAhhsltgeiß (chbgh ich Hche Hh wej W mi eitJEsu Ahlagen, hmmher Apahnt. 1208 9² Vom veiden und Sterben JEsu Christi. 9² nicht, die dieses Augst⸗Bad zuge⸗ kicht. 4. Ja dieser Schweiß kan Zeug⸗ niß geben, was ich vor Arbeit dir gemacht. Und dieses Blut erweiset eben, was dir vor Leiden zugedacht. Die Suͤnden⸗Arbeit, die sch that, die ists die dich erhitzet hat. 9. Gieb, daß bey mir ein jeder Tropffen auf ein zerknirschtes Her ge fleust: Laß diese Brunnen sich licht stopffen, erqvicke hier den mat ten Geist, wenn ihn die Last der Suͤnden beugt, und aller Safft U ersuͤsset, der sonsten hier mein Brod ergdllt, wenn nun der Angst Schweiß von mir fliesset, und in der Roth der Muth ent saͤllt, so laß das neinen Bal sam seyn, und alle 9 e benedeyn. e 7. Werd ich einmahl im Todte schwitzen, so laß mit deinen Todes Schweiß auch in dem letzten Kampf⸗ genützen, und wenn ich sonst kein absal weiß, so mache diese Pana er/daß ich getrost zum Sterben geh (828.) Mel. O GOtt du frommer GOtt. Arn wend esze, noch Hunif Vset mir doch klagen. Ach ach! nein JEsus wird ietzt an das Creutz eschlagen, die Unschuld ohne Schuld, wie aller Welt bekannt, ist inbarmhertzig dort am Holtze aus⸗ espannt. . Die Hencker haben ihn durch⸗ euckert mit dem Schlagen, mit 4. Der hohe Himmel muß sich ja wohl recht entfaͤrben, daß mein HErr JEsus soll so iͤͤmmerlich hind sterben, die Lippen werden blaß, die Glieder starren schon, bald wird die Seele seyn, im hoͤchsten Himmels⸗ Thron. 9. Nun hat er seinen Geist dem Vater aunbesohlen, die Engel seyn bereit denselben abzuholen; Nun⸗ mehro ist er hin, nun ist sein Haupt gesenckt, ach seelig ist der Mensch, der dieses recht bedeuckt. (829. Mel. Vater uuser im Himmelreich. O lend, Jammer, Angst und Noth, seh ich doch meinen IE⸗ sum todt, er ist verstarret gantz und gar, der eintzig meine Hoffnung war! Ach nimm, ach nimm diß Le⸗ ben hin, ich ruh nicht, biß ich bey ihm bin. 3. Nichts ist nun auf der gantzen Welt, das mein Gemuͤth zufrieden stellt, mein Trost und Freude, GOt⸗ tes Sohn, mein Leib und Leben ist davon; Ach nimm, ach nimm, diß Leben hin ꝛc. 3. Dein, Schoͤpffer, blasses Ange⸗ sicht, macht daß mir Hertz und Muth gebricht, dein gantz verblich⸗ ner Rosen⸗Mund, hat mir schon Leib und Seel verwund. Ach nimm, ach nimm, diß Leben ꝛe. 4. Ich weiß wohl daß du mir zu gut, vergossen hast dein theures Blut; Drum daß ich es vergelte dir, so will ich wleder sterben mir! Ach nimm, ach nimm, diß Leben ꝛe. Striemen berstroͤhmt, man sieht L. Gieb mir dein Leiden, Creutz as letzte Zagen, ach Schmertzen⸗ und Pein; die Nägelmahle drück Volles Hertz, wie ist dir doch zu mir ein, verehre mich mit deinem Muth? dieweil dein einigs Hertz Spott, mach mich gantz aͤhulich dei⸗ n haͤngt in seinem Blut. nem Tod. Ach nimm, ach nimm, 3. Dein Sohn empfindet Pein am diß Leben hin ꝛc. ö eibe,du im Hertzen, du armes Mut⸗6. O JEsu laß mich doch nicht hier, Vr⸗Hertz, du fuͤhlest Hoͤllen⸗Schmer⸗ nimm mich doch in das Grab mit len. Ach ware dir vergunt, daß du dir! Laß deines fuͤssen Hertzens guter Letzt, ihm küssest seinen Schrein mein Grab und einge —— 88—5 Mund, mit Thranen eingenetzt. Nuhstatt seyn, O JEsu nimm R6⸗ II 1 9²⁷ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 9²⁴ Leben hin/ ich ruh nicht biß ich bey dir bin. (830.) Mel. IEsu meine Freude. uͤll, O schoͤne Sonne! deiner Strahlen Wonne in der Tieffen Flohr. Sternel springt in Stuͤcken, flieht mit euren Blicken in der Hoͤl⸗ len Thor. Erd und Lufft ach seuffzt und rufft, der uns so viel Heyl er⸗ worben, JEsus sst gestorben. 2. Grosses Welt⸗Gebaͤude, geh in tieffstem Leide, denn dein Schoͤpffer faͤllt. Klagt, ihr Engel, klaget, sragt ihr Menschen fraget: Wo ist unser Held? Unser Schutz und star⸗ cker Trutz, der uns so viel Heyl er⸗ worben ꝛ Ach er ist gestorben! 3. Haͤtt ich tausend Thraͤnen, mich nach dir zu sehnen, O du suͤsse Ruh! Koͤnt ich selbst mein Leben, dir zum Dienst aufgeben, so geschaͤh es nu. Meine Schuld und deine Huld, die mir so viel Heyl erworben, macht, daß du gestorben. 4. Fließt, ihr Thraͤnen fliesset, kuͤßt ihr Lippen kuͤsset meines HErren Grufft. Meine Ruh, mein Gluͤcke, meine Freuden⸗Blicke sind in dieser Klufft. Ich vergeh. O Welt ade! Der mir so viel Heyl erwor⸗ ben, JEsus ist gestorben. (831.) Mel. O Gott, du frommer GOtt. A klag!lach klage nun, du Geist in meinen Hertzen, ach seusfze Weh und Ach! mein IEsus leidet Schmertzen, mein IEsus blutet hier, und leidet Seelen⸗Noth, mein JEsus haͤnget dort, und nun, nun ist er todt. 2. Ach! was hab ich gethan, daß du/ mein JEsu/ bůssest, und hier an meiner Statt die Suͤnden Lust ver⸗ sůͤssest? Ich war mit Leib und Seel dem Teufel unterthan⸗ du aber gie⸗ best dich fuͤr meinen Heyland an. 3. Du hast, GOtt gleich zu seyn, vor keinen Raub gehalten, und laͤs⸗ sest die Person, doch nicht in dir zer⸗ spalten du bist die Ehre selbst, un wirst fuͤr mich ein Spott, dahen leidest du, als Mensch und wahren GOtt. 4. Die Dornen haben dir dein zar tes Haupt zerstochen, dieweil ich von dem Strauch die Rosen abgebro⸗ chen. Nun soll mein Hertze stets in deiner Dornen⸗Pein, und deine Wün. in meinem Hertzen eyn. 5. Du hast dir an dem Creutz die Haͤnde strecken lassen, damit du mich, dein Kind, in solche moͤchtest fassen, du oͤffnest deine Brust, und bietest sie mir an, damit ich mich in ihr getrost verbergen kan. 6. Wohlan ich lege mich in deine hohle Seite, die ich vor meine Seel im Glauben wohl bereite, ich sauge Krafft,denn deines Leibes Blut is meiner Seelen Safft. 7. Hilff mir, mein IESu, hilff, daß ich hestaͤndig glaͤube an dir, und gegen dich recht fromm und danck⸗ bar bleibe, so schlaff ich dermah leins in deinen Wunden ein, und kal durch dein Verdienst dort ewig sie⸗ lig seyn. (832.) Mel. JEsu, der du meine Seele. THurt ihr Augen, weint iht Hertzen! GOtt, der gehet selbst in Tod, dultet Schlaͤge, leidet Schmertzen, traͤget Hohn, Plag, Schmach und Spott, ihm, der doch nichts hat verbrochen, wird das Creutze zugesprochen, und der nichts begangen hat, buͤsset vor die Misse⸗ that. ö 2. Ach! das machen unsre Suͤn den, unsre Suͤnden toͤdten Gott,dis⸗ bringen ihn in Noth,/was der Suͤn⸗ der hat verschuldet, der Gerechte vnz ihn dultet, machet durch sein reingg Blut unsre Suͤnden⸗Mackel gut. 3. Seine Liebe, sein Erbarmeh, siehet unser lend an/ und. mir daraus die wahre Lebens, se sinds, die JIEsum binden, diesen[ M MWhkah, sloeeb shen Akacchj Duahh f ahr d Hs , Well usder He emde Moth un . ntett si Ctof, Hledie S Handeie Hllle Won Atbunden; Kiafft oft Mᷣ Chis shira AHle L heslex Pei hdem Cr ahlich eit lgeß: 5 Oegen. Deinah Mͤer here sschtwisse lsl, Ghr Odtt ft Isdernie sche Freh Drauf shsesten Acighe 99 uns, die Armen, die son niemand retten kan. Daß der Menschnicht soll verderben, will GOtt selber lie⸗ ber sierben, sehet seine Liebe an, aber auch, was Suͤnde kan. 4. Drum, so laßt der Busse Thraͤ⸗ nen haͤuffig fliessen Wangen⸗ah, denn ihr duͤrfft nicht et nen, d e 711556 tun auff sich nie ber Heyland d aurb wie fremder Schulden Macht ihn in Noth und Tod gebracht 5. Unter dessen laß dein L eiden un sern Trost, O JEsu, seyr„0 llff, dal wir die Suͤnde meiden, Iste cken deine Pein, deine Siri ie m deine Wunden, wie sie heil sam une verbunden, und wie deines Blu tes Krafft, aller Welt Erlof schafft. sung (833.9 Mel. Christus der uns see f— ralle X Woch en seyn, stille Woch en, daß ich offt d deiner Pein, un an dem Creutz barlich erwegen,——— dessen nie vergeß: HERR, gieb Gnad und Seegen. 2. Dein aufaͤnglich Wort war dae Vater,vergi eb ihnen, denn He! selbst nicht wissen, was sie an mit verdie⸗ nen. Spricht hier GOttes Sohn zu GOtt fuͤr sein aͤrgste Feinde, was wird er nicht in der Noth thun fuͤr seine Freund der 3. Drauff der Schaͤcher hoͤrt:(so dir seinen Glauben wiese) warlich D wirst heut mit mir seyn imPara⸗ Vom Leiden! und Sterben JEsu Christi. 93 Geist in die S diese. Gieb, wenn ich nun nicht nehr kan in des Todes Schr erze, Daß ich diese Wort als sdann hoͤr in meinem Hertzen. 4. Weib, sagst du zur Mutter, sieh deinen Sohn hie steh en Hzu? Johan⸗ nes: Du kanst hie deine Murter se hen. Auch das dritte Wort macht sroh, und last Trosl erscheinen, wenn —2 ch den ck, du wirst also sor sorgen fur die Meinen. . Vierdtens, must bey aller Noth auch der Durst dich plagen, da man dich, OMens aaen. Gott! 946 mich duͤrstet/klage Laß mich IE⸗ su/ stets in mi 1 g6l eich d er matten Hinden, nach dir, Lebene Qvelle, bir heilgen Durst Iömd tes ielndr o die Last unghm ohne Massen: Me u GOtt, mein GSOrt, warum hast dn mich so verlassen! Daß ich nie verlassen blieb, wurdest du verlassen, Ol der unerhoͤrten Lieb! wer kan dieses fassen? als du nun mit 10 7* Seck t Macht so weit durchgebrochen, hast d u alle 4 esist vollbracht! uns zu Trost,gesprochen. Denn durch dich ist gantz und gar 1 Zorn ge⸗ stillet, weil, was; du fuͤr uns ersů bet. 8. Endlich schriest du laut am End: Vater, ich besehle meinen deine Haͤnd! Damit schied Seele: Wann mir auch der Tod zusetzt, und mein Hertz will brechen, so laß mich diß Wort zuletzt dencken, oder sprechen. 9. IEsu/ Tilger aller Noth! bitt um vor u Uich/ den Demen⸗ gieb des Schaͤchers Trost im Tod, sorg auch fuͤr die Meinen, laß mich nie aus deiner Acht, O Durst meiner Ser⸗ lel daß ich, wenn mein Lauff voll⸗ bracht, dir den Geist befehle. (834.) M. C. S Mel. O Welt ich muß dich lassen. Moi zr hast du, Mensch, viel 9 Sorgen und Arbelt, von dem Morgen biß in die Nacht, gemacht; mit deinen rohen Suͤnden, die mich mit Fesseln binden, hast du mich an das Creutz gebracht. 2. Achi du, und dein Geschlechte, hast, wider alle Rechte/ mir Hand und Fuß verletzt; Du hast mir tau⸗ Gg send 3¹ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. send Muͤhe gemacht, so spat als fruͤhe/ und mir die Dornen aufge⸗ E 3 Mit deinen Missethaten bin ich hinab gerathen biß in der Hollen Pfuhl; Jedoch getrost, o Suͤnder! ich als der Uberwinder, vertrete dich fuͤr Gottes Stuhl. 4. Ich tilge alle Schmertzen, und heile deine Hertzen, mein Volck, mit Oel und Wein; ich werffe nach dem Falle die Ubertretung alle, biß in das tieffste Meer hinein. 5. Das thu ich GOtt zu stillen, al⸗ lein um meinet willen, aus Gnade/ nicht aus Pflicht; Auf demnach und versencke den Schmertz, denn ich gedencke nun ewig deiner Suͤn⸗ den nicht. (838.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Mein JEsus hat sein Blut ver⸗ gossen, das macht von allen Suͤnden rein, und koͤmmt darum auf mich geflossen,daß nichts an mir soll toͤdtlich seyn. Auch eben dieses theure Blut macht mir mein letztes Ende gut. 2. Wer will sich nicht zufrieden ge⸗ ben? Der rechte Freund ist GOttes Sohn. Der sorgt im Tode für mein Leben, und traͤget meinen Suͤnden⸗ Lohn; er nimmt die Schuld und giebt sein Blut,/ so wird mein letztes Ende gut. 3. Kan Abels Blut um Rache schreyen, so schreyt das Blut um Gnad und Huld: Ach Vater! wilst du nicht verzeihen? Ach Vater, hast du nicht Gedult? schreyt nun mein Geist auf dieses Blut, so wird mein letztes Ende gut. 4. Hat meine Suͤnde viel verder⸗ bet, so ist mein IEsus gut dafuͤr. Der hat die Tauffe roth gefaͤrbet, nun sieht der Vater nichts an mir, als um und um sein reines Blut, das macht mein letztes Ende gut. . Die Schuld istnichi allein be⸗ decket, sie wird auch gaͤntzlich abge⸗ thanz daß ich getrost und unbeflecket vor GOttes Augen treten kan. Er liebet mich und dieses Blut, so wirds mit meinem Ende gut. 6. Soll auch mein Fleisch noch weiter leiden, so bleib ich dennoch GoOttes Kind. Denn was soll mich von JEsu scheiden, der sein Erkauff⸗ tes lieb gewinnt? Er sorgt vor sich und vor sein Blut, so wird mein letztes Ende gut. 7. Ach JEsu lrathe meinem Lauf⸗ ße biß in das finstre Todes⸗Thal. Da dencke mir nur an die Tauffe, ja ferner an das Abendmahl. Denn da gewann ich dieses Blut; so wird mein letztes Ende gut. 8. Erscheine mir im rechten Bil⸗ de; dein Creutz und Sterben sey mir lieb: Denn darum floß dein Blut so milde, daß keine Schuld zuruͤcke blieb. Und also macht dein edles Blut, mein Leben und mein Ende gut. (836.9 Mel. JEsus meine Zuversicht. Beutiger Immanuel! ach ich kuͤsse deine Wunden; Ruhe hat so Leib als Seel bey dem Lebens⸗ Brunnen funden: Alle Lust vergeht mir hier, rede nur allein von dir. 2. Aus der offnen Seite gvillt ei⸗ tel Krafft vor meine Seele: Liebe, die dich gantz erfuͤllt, ist der Spring⸗ Brunn dieser Hoͤhle? Schleuß die Hertzens⸗Kammer auf, ach! mein Hertze wartet drauf. 3. Blut und Wasser spritz auf mich: Ey! wie solt ich mich nicht laben! Thaut der Himmel doch durch dich/ hier kan ich das Manna haben. Wo ein solcher Felsen⸗Ritz /ach da ist der Tauben Sitz. 4. Roth⸗gemahlte Naͤgel⸗Mahl, nehmt mich auf in eure Wunden; so hab ich die Gnaden⸗Wahl durch das schoͤnste Looß gefunden: O ihr blutgen Haͤnde ihr! reißt den Him⸗ mel her zu mir. 5. Fuͤß 22 05 Fisse WElͤcke sht we lbtmnte Hahd „ Mug Worne ssh lich Hchliebez geh, daß Msen blt 7. Von. O.du K ch gu d schvof d Iͤstbz Rst uher 5. Tiehe Hlklemie Oerdich hcheitzt e sch gucht ayz dit. Hahatte . Mibe schn Hhmund Waltsehnl I 93³ Von der Aufe—.—— ug JEsu Cuti.. v. Füfsse/ die der Nag sel⸗ Spast fa in Stücken hat zerrissen, thr ver⸗ bleibt mein Auffenthalt, nur laubt mir euch zu kussen: geht vo all/ und macht mir gleich einen Pf 5 ö ins Himmelreich. 6. Beuge dich zerritztes Haupt 0 ihr Dornen voller Rosen Heyland, ist es nicht aumer⸗ recht verliebt dich lieb zu kosen! Nun mein Haupt gleb, daß dein Glied, ewig dort in Rosen blüht. 7. Von dir reisset mich kein Creutz O du Liebe voller Leiden! nagie mich zu dir bereits; keim Tod soll mich von dir scheiden. Ohn dich leb * und sterb ich nicht? Trotz k mir widerspricht. 8. Dreuer Freund bis in den Tod I wickle mich in deine Wunden; Je so werd ich in der Noth tapffe Und behertzt erfunden: zeuch mich end lich auch von hier in den Wunden gar zu dir. (6½% C. N. Mel. HeErr ich habe mißgehandelt Hertz, geh mit zum Gra⸗ üter Freund ist Uf mein be, dein sehr g 2 93⁴4 5. Hullin deine Grade Tuch de Tucher al⸗ lemeinen Jammer ein, denn wo kan ich anders sicher, als an dieser Staͤt⸗ te,seyn? Dein Verdienst sey meine Decke, daß ich nicht fur GoOtt er⸗ schrecke 6. Kuͤufftig, wenn ich werde ster⸗ ben, und mein Grab von ferne sehn, wo mir Fleisch und Bein verderben, wie schon vielen ist geschehn. Ach? o laß mich stets erwegen, daß auch du hast da gelegen. 7. Schaffe osclößt die rechten Hüter, daß mein Grab mit Frieden bleib; und, wie aufgehabn Ouner, so be⸗ wahre meinen Leit, biß du mir in Derdeen ihu wirst sthertl ich wie⸗ ergeben. 0** H Von der Auferstehung NXNI.— IEsu Christi. 38) Mel. Was GOtt thut dag ꝛe. Auferstandner Sieges Fuͤrst, du Leben aller Leben! Heut bringst du Friede, da du wirst zur Freude uns gegeben, vor bracht die Roth dich in den Tod, ietzt bist dit todt. Hohle was von seiner Haabe, auferstanden, und frey von Todes⸗ denn es ist der reiche GOtt. Und du Banden. wirst nach seinem Sterben, einen 2. Die Last und unsre Suͤnden⸗ gantzen Himmel erben. 3. HErt, mein Anfang und mein Ende, sind nur Erde, Staub und Nimm mich auf in deine Haͤnde, und hilff mir aus aller Noth/ weil du selbst dahin bist kom⸗ men/ wo du mich hast hergenommen. 3. Ja/verlaß die fitistre Hoͤhle, dei⸗ ner schwartzen Todten 1. 6 komm und ruh in meiner Seele, die gantz sehnlich nach dir rufft, komm und sey mir stets im Sinne, biß ich dich recht lieb gewinne. 4. Oder willst du zu den Todten/ ach Lso nimm mich mit ins Grab. Und weil in den zehn Geboten, ich den Fluch verdienet hab: So ver⸗ Sch uldl eß dich in Fesseln fallen/ ja gabest dich aus grosser Huld zum Creutze fuͤr uns allen, nun sind wir frey von Selaverey, darinnen wir gefa Srunr weil du hervor gegangen. 3. Nun bricht uns froͤlich wieder auf die rechte Gnaden Sonne, die vor erstarb in ihrem Lauff, giebt Strahlen neuer Wonne; Jetzt ist die Seel mit Freuden⸗Oel von die gesalbet worden, und steht im neuen Orden. 4. Dle Krafft von deiner Majestat bricht selbst durchs Grab und Stei⸗ ne, dein Sieg ists, der uns mit er⸗ boͤht zum vollen Guaden⸗Scheine; des Todes Wukh, ber Hoͤllen Glut scharr du meine Suͤnde, daß sie hat alle Macht verlohren, und wir Ott nicht wieder finde. sind neu gebohxen. 9 2 9.0 9³⁵ Von der Auferstehung JEsu Christi. 9³ 5. Ol daß wir diesen theuren Sieg lebendig moͤchten kennen, und unser Hertz bey diesem Krieg im Glau⸗ ben moͤchte brennen, denn anders nicht kan dieses Licht uns in das Le⸗ ben fuͤhren, wo wir nicht Glauben spuͤhren. 6. So brich dann selbst durch un⸗ ser Hertz, O JEsu, Fuͤrst der Ehren! und laß vorher die Glaubens⸗Kertz sich in uns Schwachen mehren, daß wir in dir die offne Thuͤr, zur ew'gen Ruhe finden, und aufer stehn von Suͤnden. 7. Ach hilff! daß wir zur rechten Zeit zu dir, O JEsu lkommen, mit Speeerey der Reu und Leid/ die aus dem Grund genommen, daß wir in Eyl zu deinem Heyl in wahrem Glauben lauffen, und Busse⸗Sal⸗ ben kauffen. 8. Vertreib den Schlaff der Si⸗ cherheit, daß wir bey fruͤhem Mor⸗ gen zu suchen dich stets sind bereit, wann du dich gleich verborgen, und weichen ab vom Suͤnden⸗Grab, weil du hervor gebrochen„ und unsern Feind gerochen. 9. Laß uns doch mit dir auferstehn, wir liegen noch im Grabe, und koͤn⸗ nen noch das Licht nicht sehn, die Krafft von deiner Gabe, die du durch Macht uns mitgebracht, fuͤhr uns heraus zum Leben, daß wir an dir fest kleben. 9. 10. Es liegen tausend Huͤter hier, die unser Hertz berennen, daß wir aus dieser Grabes⸗Thůr nicht zu dir kommen koͤnnen, der Sünden Nacht haͤlt selbst die Wacht, die Welt mit ihren Schaͤtzen faͤht an es zu bese⸗ en. 155 Die Wollust, Sorge, Neid und Geld schiebt vor die flaͤrcksten Rie⸗ gel,der Pharisaͤer dieser Welt druͤckt selbst darauf das Siegel, wer wel⸗ tzet ab von diesem Grab den schwe⸗ ren Stein der Suͤnden, den wir in uns empfinden? 12. HErr JEsu, du bist es allein, du kanst die Fessel loͤsen, darinn wir eingewickelt seyn, die Tuͤcher zu dem Bösen; weltz ab den Stein, und fuͤhr uns ein zum Reiche deiner Gnaden, daß uns die Feind nicht schaden. 4 I3. Erscheine uns mit deiner Guͤt, wann wir in Busse weinen, und laß uns deinen theuren Fried zum er⸗ sten Anblick scheinen, so koͤnnen wir/ O Held! mit dir die rechten Ostern feyern, und uns in dir verneuern. 14. Ach! laß das wahre Aufer⸗ stehn auch uns in uns erfahren, und aus den Todten⸗Graͤbern gehn, daß wir den Schatz bewahren, das theu⸗ re Pfand, das deine Hand zum Sie⸗ gel uns gegeben, so gehn wir ein zum Leben. (839.). Mel. Christ lag in Todes⸗ꝛc. Aeh Gott! mich druͤckt ein schwerer Stein, wer will ihn von mir nehmen? Dir ist bekannt mein Schmertz und Pein, und mein geheimes Graͤmen; IEsus lebt, und ich bin todt! Ach Vater! das Suͤnden nicht finden. 2. Wer weltzet diesen Stein von mir, der mich so hart beschweret? wann oͤffnet sich die Grabes⸗Thuͤr? wann wird mir Trost gewaͤhret? soll ich aus dem Tode nicht durchbre⸗ chen in das Himmels⸗Licht? wer will mich von den Ketten etretten? 3. Betruͤbtes Hertz! verzage nicht dein JIEsus ist erstanden, der To und Hoͤllen⸗Macht zerbricht, und loͤst die Suͤnden⸗Banden, er wird auch durch seinen Tod dich reissen aus dem Suͤnden⸗Koth, und zu dem Geistes⸗Leben erheben. 4. Er ist darum erstanden heut, daß du moͤgst auferstehen durch sei⸗ ne Krafft zur Seeligkeit, und froͤ⸗ lich mit ihm gehen duͤrch viel Truͤb⸗ sal, Angst und Qvaal, und durch das finstre Todes⸗Thal zur Freud und Wonn erhoben, dort oben. 5. Dein JEsus laͤst dich nicht 39 ruck/ it meine Noth, und ich kan ihn fuͤr V l el h Kerl hlche Wbeme MWuhds VSthih 6. Di6 y ie di Ra Wes W hden G tden MPfolge Hesster OMonsch Uahrer L Heb Stein 5. Hlich Mle⸗Zel eh, geh! Welt, He ltd JEs Als das be In Geis, lsch seel Ckone Heit! lchkeit: Hlehenge 9³⁷ Von der Auferstehung JEsu Christi. 938 ruͤck, weil er ist vorgegangen, er wird Ugen dn Band und Strick, in welchen du gefangen, und dich aus dem Grabe ziehn, ohn alle Sor gen und Bemuhn, und nehmen dei ne Schmerden vom Hertzen. 6. Des HErren Engel std beysh dir, die dich zus IEsu leiten, und auf dem Weg zur Lebens Thuͤr mit Flammen fuͤr dich streiten. Suchst du den Gecreutzigten? So geh hin mit den Heiligen, wo JEsus ist von Banden erstanden. Er ist nicht in dem Suͤnden⸗ Grab; nein, wer mit ihm erstanden, und folget seinem Hirten⸗Stab, bey dem ist er vorhanden; darum pruff, O Mensch, dein Hertz, thu Buß in wahrer Reu und Schmertz, so ist 2 Stein gehoben von oben. Flieh aus dem Grab ins Him⸗ mels Zelt, da ist dein Heyl zu fiu⸗ den, geh aus im Gl lauben aus der Welt, verlasse, was dahinden, so wird IEsus sich in Eyl dir zeigen, als das beste Theil, und wirst ihn D nach Verlangen umfangen. Weg Satan, weg! weg Flei⸗ sches⸗Lustlwegf suͤndliches Eghpten, EE Canuaan ist mir bewust bey Sll dem Geliebten: ach mein Schat verleihe mir, daß diß mein 2²⁵s stets ruht in dir und von der Erde fliehe. Halleluja. 4 Mein Heyland, weil du lebest mir/so hilff, daß ich dir lebe, gieb,daß ich mich nun fuͤr und fuͤr mit gan⸗ zem Ernst besftebe, aufzustehn vom Sunden⸗Grab, damit ich all diß le⸗ ge ab, was mich und dich kau tren⸗ nen. Halleluja. 5. Und weil du auferstanden bisl, laß mich auch einst. aufstehen, und dorthin, da mein Erbtheil ist, mit Freuden Springen geben: Judeß ist mein. dald vonl mein IEsus höͤhl mich bald von hier in deine Himmels⸗Freude. Halleluja. (841.) Mel. HErr ich habe mibgehandeit. D Jeses ist der Tag der Wonne, dieses ist das Freuden ⸗Fest: Dran det HEir, dieke beus⸗Sonne, seine Strahlen fliessen laͤst, Christus 9. O JEsu, laß mich Wursehn ist durchs Grab gedrungen, und hat im Geist, und mit dir leben, biß du kur deni verschlungen. mich seelig wirst erhoͤhn und mir 3. Tod wo ist dein Stachel blieben ⸗ die Crone geben, die mir ist nach die⸗Hoͤlle wo ist nun dein Sieg? deine ser Zeit bereit im Reich der Herr⸗ Macht ist aufgerieben, nunmehr en⸗ lichkeit: HErr hoͤr, und laß mein Flehen geschebere Mel. Christ amn O Allerschoͤnster Freuden Tag! O Tag da meine Sonne, mein IEsus, durch sein Grab durchbrach/ zu meines Hertzens Wonne: Ach! laß deiner Klarheit Schein doch auch auf mich gerichtet seyn, damit ich frölich singe: Halleluja. Nun weiß ichmeine Seeligkeit kan Niemand mir absprechen, ich kan mit meinem JEsu heut durch Tod und Hoͤlle brechen: Mit des Israelis Heer will ich auch durch das todte Meer hin in meinErbtheil reisen. Halleluja. Todes⸗Banden. det sich der Krieg, Gott hat uns den Sieg gegeben, trotz der uns will wiederstreben. 3. Pharao, sammt Roß und Wa⸗ gen, liegt ins tieffe Meer gestuͤrtzt; die Philister sind geschlagen, ihre Boßheit ist verkuͤrtzt; Unser Sim⸗ son hat mit Prangen seine Siegs⸗ Fahn auffgehangen. 4. Goliath ist gantz erleget, unser Dayjd ist der Held, der ihn heut zu Boden schlaͤget, gar ken Felnd darff mehr ins Feld: JEsus der da ist er⸗ slanden, macht all' ihre Macht zu schanden. 5. Geh und laß das Grab verrie⸗ geln, O du blinde Juͤden⸗Schaar! geh und laß den Eein verfiegeln, Gg6 3 Hellt —— Von der Auferstehung JEsu Christi. stelle Hut und Wache dar 1 IEsus wenn er will guffstehen, kan durch Stein und Huͤgel gehen. 6. Blöocke Tod nur deine Zaͤhne, brülle Satan noch so sehr, winßle Hoͤllen⸗Schlund und stoͤhne, du hast keine Macht nicht mehr, wer mit Christo wirb begraben, dem kanst du doch nichts anhaben. 7. Grosses Fest sey hoch geehret, sey geehrt gewuͤnschtes Licht, dran Die Hoͤlle ward zer stoͤhret/ und der Tod ward hingericht: Wir sind nun des Lebens Erben, weil der Tod hat můssen sterben. (64². Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Auf Seele JeEsus ist erstanden, Ver lebt und hat den Lod besiegt/ her Hoͤllen Reich ist nun zuschan⸗ den, weil dessen Macht zu Boden Liegt drum ruffe heut Vietoria, der Sieg ist da, der Sieg ist da. 2. Dein Goel lebt, deum sey ver⸗ gnuͤget, das Hoͤllen⸗Reich hat nichts an dir; es ist durch seine Krafft he⸗ Rieget, damit du lebest fuͤr und fuͤr, ermuntre dich, der Sieg ist da, und ruff getrost: Vletoria. 3. Well nun der Fürst des Lebens Iebet, so bleibt mein Leib im Grabe nicht, denn wie ein Glied am an⸗ dern klebet, so bleibt mein Sinn auf ihn gericht, mein JEsus ist und bleibt mein Haupt, wenn auch der Tod mein Leben raubt. 4. Stirbt gleich der Leib und wird indessen der kuͤhlen Erden anver⸗ traut, so wird doch dessen nicht ver⸗ gessen, wenn alles Fleisch das Leben schaut, drum bleibet meine Seel ver⸗ —4 weil JEsus, mein Erloͤser, iegt. 5. Weg Teufel, Welt und eitles Wesen! ich finde bey dir keine Lust, ich habe JEsum auserlesen, der la⸗ bet kraͤfftig meine Brust, Vietorla der Sieg ist da, ich aber hin dem Himmel nah. (843.) Mel. Helfft mir GOtts Guͤte ꝛc. Er Tod hat zwar verschlungen den HErrn der Herrlichkeit, doch ists ihm nicht gelungen, in die⸗ ser Oster⸗Zeit, heut, stellt sich Chri⸗ stus ein, die gnadenreiche Sonne, bringt Leben, Heyl und Wonne, wer wolt nicht froͤlich seyn? 2. Ein Engel kommt von oben, der von des Grabes Thuͤr den schwe⸗ ren Stein gehoben, kein Siegel ist dafuͤr, der Juͤden Schaar, HSRR Christ/ die dich zum Tode brachten, und bey dem Grabe wachten, nun gar verschwunden ist. 3. Man singet in dem Landen mit Hertzeus Froͤlichkeit, daß CHristus ist erstanden, wie er selbst prophe⸗ zeyht, sein Wort erfuͤllet ist, freut euch ihr Menschen alle, und singt mit grossem Schalle: Wir dancken dir HErr Christ. dein hochtheures Blut, den Him⸗ 94⁰ 9— Ihies sshf Rh al Wr zun gant M t iht a u kauffe . P̃. Huͤht, ür JEsu um etvge dt seiher Halhen jJoch Sal 4. Du hast uus unverdrossen, durch mel aufgeschlossen, erworben grosses Gut, drum halten wir aufs Best, mit Jauchtzen und mit Freuden, nach deinem schweren Leiden, das froͤlche Oster⸗Fest. 5. HErr, der du uͤberwunden den Tod und hoͤllisch Heer, in letzten Todes⸗Stunden ein sanfftes End beschehr, fuͤhr uns ins Himmels Dend a weck 1.. 1— alle„Dehn eib am Juͤngsten Tage, O JEsu Gottes Sohn. 3 (844.) E. G. Mel. Es ist das Heyl uns ꝛe. Nun freut euch hier und uͤberall, ihr Christen, lieben Bruͤder! das Heyl, das durch den Todes⸗Fall gesuncken„ stehet wieder. Des Le⸗ bens Leben lebet noch, sein Arm hat aller Feinde Joch mit aller Macht zubrochen. 2. Der Held, der alles haͤlt, erlag im Grab, als überwunden, er lag, biß baß der dritte Tag sich wieder eingefunden; Da dieser kam, kam auch 5. Di Von der Auferstehung JEsu Christi. 942 auch die Zeit, da der uns in dem Tod erfreut, sich aus dem Tod erhube. 3. Die Morgenrothe war noch nicht mit ihrem Licht fürhanden, und siehe, da war schon das Licht, das ewig leucht, erstanden: die Son⸗ ne war noch n erwacht, da war, und schien in voller Macht die uner⸗ schaffne Sonne. 4. Das wuste nicht die fromme Schaar, die Christo angehangen drum als nunmehr der Sabbath war zum End hinab gegangen, be gunt Maria Magdalen, und andre, szugehn, und Specerer fuͤr JEsu, dessen treuechuͤt uns salbt zumewgen Leben. Achl liebes Kind, der seinen Geist vom Himmel in die Hertzen geußt, darff keines Oehls noch Salbe. 6. Der hochgelobten Jungfraun Sohn ist schon guug balsamiret, als König, der im Himmels Thron und überall regierer,sein Balsam ist die ewge Krafft, dadurch GOtt Erd und Himmel schafft, die laͤst ihn nicht verwesen. ö „. Doch geht die fromme Einsalt hin bald in dem fruͤhsten Morgen: sie gehn, und ploͤtzlich wird ihr Sinn voll grosser Schwermuth⸗Sorgen: Ey! sprechen sie, wer weltzt beu Stein vons Grabes Thuͤr, und laͤst uns ein zum Leichnam unsers HEr⸗ ren 8. So sorgten sie zur selben Zeit fuüͤr das/was schon bestellet: Es war der Stein schon allbereit gehoben, und gefaͤllet durch einen, der des Erdreichs Wucht erbeben macht, und in die Flucht des Grabes Huͤ⸗ ter jagte. 9. Das war ein Diener aus der Hoh, von denen, die uns schuͤtzen, sein Kleid war weisser als der Schnee sein Ansehn gleich den Blitzen, der hat das vest verlchlohne Grab groͤf⸗ net/ und den Stein herab vons Gra⸗ bes Thuͤr gewaͤltzet. 10. Das Weiber⸗Haͤuflein kam und gieng hinein ohn alle Müuhe. Hoͤr aber, was fuͤr Wunder⸗Ding sich da begab: denn siehe das was sie suchten, find sich nicht, und wo ihr Hertz nicht hingericht, das ist all⸗ da zur Stelle. II. Sie suchten ihrer Seelen Hort, und finden sein Gesinde: Sie ho⸗ ren aus der Engel Wort, wies gar viel anders fluͤnde, als ihr betruͤbtes Hertz gemeynt, daß billig, wer biß⸗ her geweint, nun jauchtzen soll und lachen. 12. Sie sehn das Grab entledigt stehn, und als sie das gesehen da laͤufft Maria N en zu sagen, was geschehen andre Schaar ist Kummers voll, und weiß nicht, was sie machen soll, verharret bey dem Grabe. 13. Da slellten sich in heller Zier zween edle Himmels⸗Boten, die sprechen: Ey! was süchet ihr das Leben bey den Todten? der Hey⸗ land lebt/ er ist nicht hie, heut ist er/ glaͤubt uns, heute fruͤh ist er vom Tod erstanden. 14. Gedenckt und sinnt ein wenig nach den Reden, die er triebe, da er so klar und deut lich sprach, wie er war wuͤrd aus Liebe den Tod aus⸗ stehn und grosse Plag, jedennoch wuͤrd am dritten Tag auch herrlich triumphiren. 15. Da dachten sie an Christi Wort, und giengen von dem Grabe hin zu der eilff Aposteln Ort, und sagten, was sich habe erzelgt in ihrem An⸗ gesicht: Man hielt es aber anders nicht als vd es Maͤhrkein waͤren. 16. Maria,/ die bet ruͤbt sich giebt in schnelles Abescheideu/ find Petrum, und den IEsus liebt, erzehlet allen beyden: Ach! spricht sie; uuser HErr ist hin, und niemand ist, der, wo man ihn hab hingelegt, will wissen. 69 Der 44 Die 338828.7777...:..e.e:::ett.t. Von der Auferstehung JEsu Christi. 9⁴3 17. Der Hochgeliebte laͤufft ge⸗ schwind, und koͤmmt zuerst zum Grabe, er guckt, und da er nichts mehr find/als Leinen, weicht er abe. Da aber Simon Petrus koͤmmt, geht er ins Grab hinein, und nimmt das Werckt recht in die Augen 18. Er sieht die Leinen fuͤr sich dar, zuvoraus, wie mit Fleisse gelegt und eingewickelt war das Haupt⸗Tuch zu dem Schweisse, da gieng/ auch der am ersten kam, hinein, wie Petrus thaͤt, und nahm, was er da sah, ins Hertze. 19. Da glaͤuben sie nun dem Be⸗ richt, wenn sie mit Augen schauen, was ste zuvor als ein Gedicht, ge⸗ hoͤret von den Frauen, doch werden sie Verwunderns⸗voll, denn keiner weiß, daß Christus soll von Todten auferwachen. 20. Maria steht vorm Grab und weint, und ploͤtzlich wird sie innen, daß zween in weissen Kleidern seynd für ihr im Grabe drinnen, die syre⸗ chen: Weib, was weinest du? Sie haben meines Hertzens Ruh, sprach sie, hinweg genommen 21. Mein HERR ist weg, und ich weiß nicht, wo ich soll suchen gehen: Indessen wend sich ihr Gesicht und siehet JEsum stehen: Der spricht: O Weib, was fehlet dir? was wei⸗ nest du 2 was suchst du hier? Sie meynt, der Gaͤrtner redte. 23. Ach! spricht sie: Herr, hast du's gethan, so sag es unverhohlen, wo liegt mein HErr? wo komm ich an? so will ich mir ihn hohlen; der rr spricht mit gewohnter Stim: Maria! da wend sie sich uͤm, und spricht: Sieh da! Rabbuni. 23. Ruͤhr mich nicht an, ich bin noch nicht zum Vater aufge fahren: geh aber hin, sprach unser Licht, sags meiner Bruͤder Schaaren: Ich fahr, als eures Todes Tod, zu mei⸗ nem und zu eurem GOtt, und un⸗ sor aller Vater. 24. Maria ist das arme Weib, von welcher unser Messter, der starcke Helffer vormahls treib auf einmahl sieben Geister, die, die jsts, welcher IEsus Christ zu allererst erschienen ist am heilgen Oster⸗Tage. 25. Nun sie gieng hin, thaͤts de⸗ nen kund, die mit ihr JIEsum lieh⸗ ten, und uͤber ihn von Hertzens⸗ Grund sich graͤmten und betruͤbten: Kein einger aber fiel ihr bey, ein je⸗ der hielts vor Phantasey, und nie⸗ mand wolt es glaͤuben. 26. Es gienge auch ins Grab hin⸗ ein die audre Schaar der Frauen, da gab sich ihrem Augenschein ein Juͤngling anzuschauen in einem langen weissen Kleid, der sprach: Habt Freud und Trost, und seyd ohn alle Furcht und Schrecken. 27. Ihr sucht den Held von Na— zareth, der doch hier nicht fuͤrhan⸗ den. Seht, das ist seines Lagers Staͤtt, von der er auferstanden. Geht schnell, sagts Petro, und der Zahl der andern Juͤnger allzumahl: Ihr HErr und Meister lebe. 28. Die Weiber eilen schnell davon, den Juͤngern Post zu bringen. Und siehe da, die Freuden⸗Sonn, nach der sie alle giengen, die geht daher, und sehen sie im Leben, den sie also fruͤh als einen Todten suchten. 9. Sein suͤsser Mund macht all ihr Leid mit seinem Gruͤssen suͤsse: sie treten zu mit grosser Freud, und 9⁴⁴ 7 Ralegt Haie Wahtete 0 0 „ WI 6 Cbot. W lt/ ihn Wa Iclh vu W 5•0 sh, Wle h dein ögs Ager sc Aosinez Hhghgglö . Ec i Gahn, der fchrgnd obit heit 1—— c in mi shest V. Icht htdie P Ichwilla WOas, mie undmit dl greiffen seine Fuͤsse: Er aber spricht: Seyd gutes Muths! geht hin, sagt meinen Bruͤdern Guts, berichtet, was ihr sehet. 30. Sprecht, daß sie nunmehr also⸗ fort in Galilaͤam gehen, allda will ich, Krafft meiner Wort, fuͤr ihren Angen stehen: Und damit schloß er sein Gebot. loben GoOtt, verrichten, was be⸗ fohlen. ů 31. O Lebens⸗Fuͤrst, o starcker Leu! aus Juda Stamm erstanden, so bist du nun wahrhafftig frey vons Teufels Strick und Banden! Du hast Die Weiber gehn und W was ltheine 146. Jc schh, wie ichillzu Iuum H shochlgu hgusg Meben. MWl. Wdt hatt Aicben,e Wsh Kot hrhin Rtdie 3. Nunr uohnt 0 Hlshdeng sichgen 945 Von der A —..——.— hast gestegt, und tragst zu Lo n/ ein allzeit unverwelckte Eron, alsH Err all deiner Fei 32. Was fragst du nach fels Spott und ungere gan: Man hat, spricht Rott, ihn beimlich We die Junger haben ihn bey stohlen und dem wir lesie schlieffen O Boßheit! war dein Schlaff st, wie hast du kont ren sehen? ist ½ Auge wach gewest, wie 18 8 so geschehen, daß durch d 1d der Stein Band werd auf⸗ des Teuf⸗ ten Kla un getrag en: Nacht ge ME 22 S== 2 verstockter ügen leitet: grund hin, st dein har der dich zum L fahr au ch nun zur —0 +. 4251¹• dadir dan ernber eitet; Ich aber IEsu Christ, so langein be⸗ . mir ist, bekennen: daß du Ahrr uhm Ich will dich ruͤhmen, wie du f die P Ich will auch, HErr, d is„nlich dir zu und mit dir sterl 43ht, und was du in dem Sieg erwirbst, soll meine Beute bleiben. 36. Ich will von Suͤnden aufer⸗ VEiEt siebn/ wie d n ich will zum andern Leben gehn, wie luferstehung— mein Büuͤrge kommet lo seine liegt mir 6. Jawenndrt mich selt daßsich werde sollen sterbenz fuͤrcht sich mich fur keiner Grufft, ich H. will doch den Himmel miein Simson hat bey Nacht Grab est und Gifft. der Hoͤllen. und 2 mmel aufgemacht. durch deinen 1 Seiten stellen,wir alle enklent, derit dessen Hertz ben, wie du stirbst, an meinem kleb du vom Grab aufstehest; 0⁴ Nund geredet der That/ was sein hat. 3. UnsreSchulden sind wohl groß; aber doch ist GOtt vergnuͤget Denn ß/ der fuͤr ich im Grabe lieget. Aller Zorn übgelehnt, und der Mensch mit Gott versohnt. I beyseit gebracht, in ö 4. Sterben war der Sunden Sold; nun ist Christus unser Leben, der fuͤr mich nicht Geld und Gold, son⸗ dern hat sich selbst gegeben. Und sein Auferstehen macht, daß ich ietzt kein S terben acht. 5. Sterbe, wer da sterben kan, IE⸗ ö sum werd ich doch behalten; darum uir wenig dran, ob die Meinen auch erkalten: anoch, daf.s begräabt, weiß ich noch, daß IEsus lebt. her rufft, erben. Denn Dieser Erstgebohrne lebt, den ot, der sich nicht von mir wird trennen. Darum hat es keine Noth, weil nun JIEsus nicht mehr tod. ö 8. Tod! wo ist nun deine Krafft? Hölle! wo sind deine Kerten? hier du zum Himmel gehest: Diß Leben ist GOtt, der Huͤlffe schafft; hier ist ist doch lauter Tod, dr um komm, und einer, der kan retten, wenn gleich un⸗ reiß aus aller Noth uns in das rech⸗ ser Fleisch und Bein lange wird ver⸗ te Leben. weset seyn. 9. Err,diß glaabich dir zu Ruhm und mein Trost ist nicht Hergedens. Denn ich bin dein Eigenthum, gleich wie du meindvr st des Lebens. Oir auch sey viel Danck bereit se⸗ (8645.) C. N. alst Mel. JIEsus meine Zuversicht. Ausmeln 1Hertz! des HErren Tag b10 hat die 3 Nacht der Furcht ver⸗ trieben, Christus der begraben lag,/ D ů ist im Lode nicht geblieben. Nun⸗ zund und in Ewigkeit. te mehr bin ich recht getroͤst: JEsus(846.) B. 8. hat die W elt erloͤst. Mel. Freu dich sehr, Omeine ze, 2. Nunmehr ist er GOttes Sohn, — Haz des Todes, Fuͤrst des Le⸗ 21. un ind ha dieses klar erwiesen. Allen bens! schwingst du deine Sie⸗ geinden auch zu Hohn, sey er dafuͤr Fahn, und hat sich der E Tod ver⸗ 1 hoch gepriesen. Deuu es kommet in gebens wider dich hervor gethan? e Gg9 1 9⁴² Von der Auferstehung IEsu Christi. 94⁰ ja, man singt Vietoria! alle Feinde negen da, du hast Satans Reich ver⸗ heeret, seine Pforten umgekehret. 2. Hier steh ich bey deinem Grabe, bringe meine Speeerey, weil ich son⸗ sten gar nichts habe, setz ich meine Thraͤnen bey, die fuͤr Freuden flies⸗ send sind, weil dein Helden⸗Arm ge⸗ winnt, und der lebend mir erschei⸗ net, den ich vor als tod beweinet. 3. Du hast deine Grufft verlassen, da der Sabbath war vorbey, daß wir wohl zu Hertzen fassen, was der Tod der Frommensey? nehmlich:ei⸗ ne Sabbaths⸗Ruh, du schleust unsre Graͤber zu, und wenn wir daraus er⸗ standen, ist ein Sabbath noch fuͤr⸗ handen. 4. Laß mich heut und alle Tage mit dir geistlich auferstehn, daß ich nicht Gefallen trage mit der boͤsen Welt zu gehn, die in Suͤnden⸗Graͤ⸗ bern lebt, und an Eitelkeiten klebt: sondern mich der Ostern freue, und mein Leben gantz verneuwe. 5. Bey der fruͤhen Morgenroͤt he gehst du aus der Grufft hervor, unb die Sonne, dein Prophete, steigt im vollen Glantz empor. GOttes Zorn hat eine Nacht voller Finsterniß ge⸗ macht, da du aber auferstanden, so ist Gnad und Licht vorhaͤnden. 6. Wirff doch auch/du Oster⸗Son⸗ ne! deine Strahlen auf mein Hertz, und erfuͤlle mich mit Wonne, komm vergrabe meinen Schmertz, treib der Suͤnden Macht von mir, daß ich sey ein Licht in dir, wer so scheinet auf der Erden,soll dort gar zur Son⸗ ne werden. 7. Seh ich drey beruͤhmte Frauen hier bey deinem Grabe stehn, O so hab ich das Vertrauen auch mit ih⸗ nen hin zu gehn. Die gedritte Zahl sielldir Glaube, Lieb und Hoffnung fuͤr, diese sollen dich umfassen, und auch in der Grufft nicht lassen. Nun wer waͤltzt mir von der Thure den so schweren Stein hin⸗ weg ꝛ doch der Kummer, den jch fuͤh⸗ re, hindert gar nicht meinen Zweck; als ich deine Grufft nur sah, war kein grosser Stein mehr da. Ach, laß mir die Last der Erden immen noch so leichte werden. 9. Aber noch ein neuer Kummer, hier ist nur ein leeres Grab. If mein Auge voller Schlummer vo⸗ der nehm ich daraus ab, daß man dich gestohlen hat? nein! den Engli⸗ sche Legat heist mich druͤber nicht entsetzen, ich soll IEsum lebend schaͤtzen. 10. Ach so lebst du nun mein Le⸗ ben lebst du mein Immanuelꝰ was will ich mir Kummer geben uͤber meines Grabes Hoͤhlꝰdu warst tobt, ietzt lebest du mein Tod bringt mich nur zur Ruh, weil ich ihn in deinem Grabe laͤngsten uͤberwunden habe. II. Nun ist aus des Satans Mor⸗ den, denn du bist der Hoͤllen Pesf, und des Todes Gifft geworden, heut erscheint das Sieges⸗Fest, Glaube, Lieb und Hoffnung stellt hier dein Zeichen auf das Feld, und laͤst diese Losung hoͤren: Unserm Koͤnige der Ehren. 12. Halleluja! Gottes⸗Kinder freut euch! JESu S hat gesiegt: seht, wie diesem Uberwinder alles ietzt zu Fussen liegt. Kommet her zu seiner Grufft, merckt, was diese Stimme rufft: JEsus, unser Haupt lebt wieder, durch ihn leben seine Glieder. (847 B. 8. ö Mel. Christus der ist mein Leben. Wollonmen, Held im Strei⸗ Ite, aus deiner Grabes⸗Klufft! Wir triumphiren heute um deine leere Grufft. 2. Hier liegen die Philister, die Simson hat erlegt, und deines Reichs Verwuͤster sind gaͤntzlich ausgefegt.** 3. Hier schwimmt in seinem Blute der Riese Goliath, und uns ist wohl zu Muthe, weil er verspielet hat. 4. Hier jst der alten Ehanpe 4Z— 4— Whnte Ko Ichmeh ürf. Det Fel dhe ekh sdtt. AIchderch Hldas E chigdie Hlahried „chthe Ashen Hlie Mheuted „Gchtbit Achübertt sdie Ba Hllscharts. . Ca ul Oagb versch Gcah hier Asleun. 0. Mirfs heh wir m Aborben, d I. Wire st die zu lbdorten schn. 1. DerL Al Pfeil shn bey! fern scho Rgrabe aslals Hain Hert shlcfen e 3. Hebe Mlagy Mhchts W Wat insl 3. Ho Wt Röuch 9⁴9 Von der Auferstehung J JEsu Christi. 95⁰ der harte Soyff zerini duns len Zweiffel ein, und in emner jeden Kür. bange bey dir, O Le ö Noth, bleibe du mein HERRund bens Furst. GOtt. 5. Der Feind wird Schau getra 4. Tod und Deuffel sind bezwun⸗ gen/ undeheist nu umedr en Spe lt. gen, theile nun den Sieg mit mir, wir aber lönnen sagen: Mit uns ist und wie du 6• durchgedrungen, al⸗ unser GOtt. so mimm mich auch zu dir, daß ich 6.8 In der Gerecht en Hüuͤtten, schalt aus des Sa Ata us Macht werde gantz schon das Si ieges⸗Lied, u trittsi zu GSOt tgebracht. selbñ in die Mitten, und bringst den g. In mir selbst bin ich erstorben, Oster Fried. ennich mein Heyland auf! und 7. Ach theile doch die Beute mit der Geist, den du erworben, führe deinen Gliedern aus, 1 ir alle kom taͤglich m leiner Lauff, daß ich auf der 2½ tedeßwegen in dein Hauß. guten Bahn, fang ein neues Leben 8. Schwing deine Sieges ö auch Dle Wabne Hertz, und zeig uns 6. Künfftig wird die Zeit erschei⸗ elns die Bahne, vom Grabe Him⸗nen, da wir selber auferstehn, und meln arts zu dir, mit Fleisch und Beinen, wer⸗ 9. Laß unser aller Sünden ins dem Grabe gehn: ach! ver⸗ Grab verscharret seyn, und einen aß dieser Tag, ewig mich er⸗ Sch b k hier finden, der ewig kau freuen m ersreu tzt und elend f sin nd aus Schooß der Erden w ieder, und Are mich ein ede daß ich in Vates Reich werd deimm Lei⸗ dir gestor abe gehn, w enn wir * 1* lig mit dir auch aufer⸗ 8 Zeige mir—5 Haͤud und Fuͤsse, stehn. welche Thomas hat gesehn, daß ich et ertent: 12. Der icht schaden sie mi t Demuth kuͤsse, weil es hier 4112 Reh Pfeil if nun 2 Kumuf; W st geschehn: Und hernach von und Suͤnde en frey ewig dein Gefaͤhrte sey. (849. Mel. GOtt bes Himmels und ꝛc. Mel. Ni m dancket alle Cott. GE su/ der or und Riegel de Der Hepland stehet auf, und faͤh⸗ IWedaummaii auft dem acl 5 und ret in die Hoͤhe„ O daß ich im Grabe, Stein und Siegel hast nicht zug leich mit selben auferstehe. so viel,als nichts, geacht, mache boch Wach auf!verschlaffner Geist, und mein Hertze frey, daß es nicht ver⸗ fahr eselbst zugleich aus deiner Sün⸗ schlossen seh. ben⸗Grufft mit ihm ins Himelreich. Hebe weg die schweren Steine, 2. Laßt uns 6„OSterbliche nach die lein Mensch nicht heben kan, daß dem alleine trachten, das droben mir nichts unmoͤg—— scheine, wae bey ihm ist, und diese Welt vexach⸗ du hast sur uns geth biß ich alles ten, so werden wir dereinst, am Ende recht und wohl gla ude, was ich glau⸗ letzter 3 Zeit/ mit Christo offenhahr in Ein ben soll. seiner Herrlichkeit. Aine 3. Thomas mag inz eiffel stehen,I 3. Der Heyland ist ja selbst das seyn; mir laß Auferstehn und Leben, er kan uns R/ geiß auch al hier und dort daß yechte Keben un und; alle Furcht verg 97⁷¹ Von der Himmelfahrt JEsu Christi. 9³ ben. Wer nur an IEsum glaͤubt, der stirbt iedennoch nicht, wenn ihm auch gleich der Tod die matten Au⸗ gen bricht. ö 4. Laß uns dein Auferstehn und dessen Krafft geniessen, und wenn uns Angst und Noth in festen Ker⸗ cker schliessen, so tritt selbst mitten ein/ sprich: Friede sey mit euchl und hohl uns einst zu dir in jenes Freu⸗ den⸗Reich. 5. Gieb Fried, O Friede⸗Fuͤrst! mit GOtt, und im Gewissen, daß Teufel, Höll und Welt zu Fuͤssen liegen muͤssen. Laß stets die Suͤn⸗ den⸗Lust in uns zu Grabe gehn, und Rehn uns taͤglich aufer⸗ ehn. Von der Himmelfahrt JEsu Christi. (850.) Mel. Nun lob meine Seel den ꝛc. Rolocket ietzt mit Haͤnden, und jauchzet GOtt mit suͤssem Schall/ ihr Voͤlcker aller Enden, lobsinget ihm mit lautem Hall! es faͤhret auf mit Prangen der Held von Israel, nachdem er hat gefangen Tod, Teu⸗ fel Suͤnd und Hoͤll; Jetzt ist er auf⸗ gestiegen gen Himmel, Klarheit voll, kommt, lasset uns sein Siegen betrachten recht und wohl. 2. Was hat doch erst gelitten des Allerhoͤchsten liebes Kind? Wie hat der Held gesiritten/ als ihn die Fein⸗ de so geschwind und grausam uͤber⸗ sielen, sein Leichnam schwitzte Blut, das Voͤlcklein muste kuͤhlen an ihm den heissen Muth: Nun hat sichs gantz verkehret, der vor mein Leiter war, wird nunmehr hoch verehret, auch von der Engel⸗Schaar. 2. Der HErr hat ausgezogen die Fuͤrstenthuͤmer, und die Macht der Starcken so gebogen, daß er den sieg davon gebracht, da nun ist Christus worden das Reich, die Krafft, das Heyl, und diß kommt unsern Orden absonderlich zu Theil; denn Satan ist bezwungen, durch den so herben Krieg,der Tod auch selbst verschlun⸗ gen(gelobt sey GOtt im Sieg. 4. Jetzt kan und will ich pochen: Tod, Teufel, Hoͤlle, Suͤnd und Welt! dein Stachel ist zerbrochen, O Wuͤrgerl und du selbst gefaͤllt, die Hoͤll ist schon zerstoͤhret, die Suͤnd ist abgethan: Ey kommet doch und hoͤret, was auf dem Sieges⸗Plan fuͤr Wunder sich begeben, wie wir, den Engeln gleich, dort ewig sollen leben, in GOttes Freuden⸗Reich. . Es ist uns gufgeschlossen die laͤngst versperrte Gnaden⸗Thuͤr, und Christi Reichs⸗Genossen regieren mit ihm fuͤr und fuͤr: GOtt ist nicht mehr bedecket mit Wolcken, wie zu⸗ vor, das manchen hat erschrecket: Denn hub man schon empor das Haupt, Hertz, Muth und Haͤnde, ward man doch nicht erhort, nein, dieses hat ein Ende, das Werck steht gantz verkehrt. 6. Hat mich nun gleich betroffen in dieser Welt Creutz, Angst und Pein; der Himmel steht mir offen, da kan ich sonder Truͤbsal seyn, drum alle Schmach auf Erden, die mir sonst frißt mein Hertz, muß mir er⸗ traͤglich werden, denn was vermag der Schmertz, im Fall ich kan be⸗ dencken die Ruh und Sicherheit, die mir mein GOtt will schencken in jener Ewigkeit. 7. Ey] soll und muß ich sterben? Mir ist der Himmel auffgethan, ber Leib zwar muß verderben, der Geist geht weit ein andre Bahn; gar schnell wird er gefuͤhret in GOttes maͤcht' ge Hand, wo keine Qvaal ihn ruͤhret, und wo sein Vaterland: bald wird das Stundlein kommen, daß von des Grabes Thuͤr mein Leib wird, sammt den Frommen, zum Leben gehn herfuͤr. 8. Immittelst sitzet droben der HErtr zu GOttes rechten Hand, wo⸗ selbst H.—. ssihn h ,in f schtuf IWEhele ss yas WsTChel schheit, Whlhir d .Lobsch Whsch fib Ommel he Wz A aufge Albne Ch Ohlossen! Ichlahes HanSchac MWh sihge Mel. Wer Ott Eo Hahne HEtr ht Aaheglich! Gulcherit 4. uch na 2, Der Hüsse, to Aat, dae Hasse den In 10 je nach di. 3. Du gi Wortebei . Dult slgt/e Fleisch zu finden,o welch ein Ruhm ö und Ebr! es müsse nun verschwin⸗ den was uns betrübt so sehr, denn unser Theil regieret in grossexrHerr lichkeit, wohin er uns auch fuͤhret, wenn witr der Suͤnd entfreyt. 9. Lob sey dir HErr gesungen, daß du dich selbstaus eigner Macht gen Himmel hast geschwungen, und den Triumph davon gebracht, daß du hast aufgeschlossen des Himmels guldne Thür, und uns zu Reiche Geuossen verordnet, fur und fur⸗ Ach laß es doch gelingen der From ⸗ men Schaar zugleich, ein Lob⸗Lied dir zu singen in deines Vaters Reich. (65.) n. 5. Mel. Wer nur den lieben GOtk ꝛc. Nott Lob! der Weg ist nun ge⸗ baͤhnet, O triumphirender HErr Christ, daß sich mein Geist beweglich sehnet, zu seyn wo mein Erlöser ist, ich seuftze taglich min Begier, zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir. 3. Der Oelberg zeigt mir deine guͤsse, wie sie zur Himmelfahrt be reit, da giebest du die Abschieds Kuͤsse den Juͤngern, zu der letzten Zeit. Ach wende dich doch auch zu mir/ euch mich nach dir, geuch mulch nach dir. 3. Du giebst den Juͤngern harte Worte bey ihres Hertzens Hartig leitder Glaube fuͤhrt nur nach dem Orte, den uns dein Sieg hat einge weyht/ drum sey der Zweisel weil von mir/ zeuch mich nach dir/ zeuch mich nach bir. 4. Du mustest ersilich auferstehen, alsdenn folgt deine Himmelfahrt 9 laß mich vor aus dem Grabe gehen/ barinn die Sünde mich verwahrt, alsdenn treff ich die Himmels Thür, zeuch mich nach dir, jeuch mich nach dir. 5. Duidn bein Wort bey uns zu⸗ rücke/das soll hinort gepredigt seyn/ dir. 6. In dieser Welt sind lauter Schlangen, man schenckt uns Gifft vor L absal ein, drum laß mich balh) dahrin gelangen, wo es wird ewig besser seyn, ach reiche deine Haͤnde mur, zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir. . Die Wolcke wird dein Himmel⸗ Wagen,mein Tod wird eineWolcke sehn, die mich in deinen Schovß wird tragen, wo lauter Licht und Sonnenscheln, komm unversehetis auch zu mir, zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir. 3. Ich sehe dir mit Glaubens⸗Bli⸗ cken in deinen Freuden⸗Himmel nach, du wirstmir auch schon Mall⸗ ner schicken, wie deinen Juͤngern dort geschach. Dab mich ihr Wort zum Himmel fuͤhr, zeuch mich nach euch mich nach dir. 9. Ich frage nicht nach jener H⸗ he, wo deine Stapffen sollen seyn, wenn sich nur fest im Glauben stehe, geh ich gewih zum Himmel ein. Denn bein Triumph ist mein Pa⸗ nier/ geuch mich nach dir/ euch mich uch blr. 10. Du wirstnoch einmahl wieder⸗ kommen, gleichwie du bingefahren bist, alsdenn so werd ich aufgenom men, da, wo mein Buͤrger⸗Recht schon ist. Indessen bleibt mein Wunsch allhiertzeuch mich nach dir, nuch mich nach dir. (Sya.) Mel, Wie schon leuchtet der ze. Ob sey bir, JEsu, grosser Held! Xber du erhalten hast das Feld, undeheute dich gesetzet zu deines Ba⸗ ters rechten Hand, die Feinde sind nun uͤbermannt, so dich vorhin vey⸗ letzet,hinfort sie dort dir zun Hussen llegen müssen, Tod und Leben ist dir vollig Ubergeben. E, a. Oie 9³⁵³ Von der Himmelfahrt IEsu Christi. 2. Die Engel alle dienen dir, der Auserwehlten ihr Gehuͤhr ist, JE⸗ gier, ach reiß uns doch von hinnen su, dich zu loben, weil du den See⸗so duͤrffen wir nicht laͤnger hier den gen wiederbracht, da du mit Maje⸗ staͤt und Pracht gen Himmel dich erhoben. Singet, klinget, jubiliret, triumphiret, Christum ehret, der gen Himmel praͤchtig faͤhret. 3. Du bist das Haupt/hingegen wir sind Glieder, und allein von dir wir haben unser Leben, auch unser See⸗ gen, Staͤrck und Krafft, und was uns sonsten Nutzen schafft, wird uns von dir gegeben, dringe, zwinge mein Gemuͤthe und Gebluͤte, dich zu preisen, Lob und Danck dir zu er⸗ weisen. 4. Zeuch, liebster IEsu/ uns nach dir/ hilff, daß wir fleißig fuͤr und fuͤr nach deinem Reiche trachten. Laß uns von Suͤnden allzeit rein, hinge⸗ gen voll von Tugend seyn, das Eit⸗ Ie auch verachten, Unart, Hoffarth, laß uns meiden, Christlich leiden, was uns dtücket, und uns deine Hand zuschicket. 3. Sey, JEsu, unser Schutz und Schatz, sey unser Hulff und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Britig uns dahin, wo du nun bist, denn hier doch nichts als Jammer ist und Elend uͤber Massen, luͤgen, trügen, Angst und Plagen taͤglich nagen, stůndlich gvaͤlen aller from⸗ men Christen Seelen. 6. HErr IEsu, der du durch dein Blut, uns armen Menschen bist zu gut, ins Heiligthum gegangen, komm, hohle uns doch gleichfalls nach, laß unsers Lebens Ungemach ein seelig End erlangen. Dann wir, dafuͤr, wollen droben ewig loben dei⸗ nen Nahmen, bring uns nur dahin, baͤld, Amen. (853. Mel. Ach GOtt und HErr ꝛe. 7 uns nach dir, so kommen wir mit hertzlichem Verlangen hin, da du bist, o JEsu Christ! aus djeser Welt gegangen. boͤse Welt⸗Getuͤmmel. 3. Zeuch uns nach dir nun fuͤr und fuͤr, und gieb, daß wir nachfahren, dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwehlten Schaaren. (65½4.9½C. N. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Err, auf Erden muß ich leiden, und bin voller Angst und Weh. Warum wilst du von mir scheiden? warum faͤhrst du in die Hoͤh? nimm mich Armen auch mit dir, oder blei⸗ be doch in mir, daß ich dich und dei⸗ 30 Gaben moͤge taͤglich bey mir ha⸗ ben. 2. Laß dein Hertze mir zuruͤcke, und den Himmel auf: Und so ich nicht beten kan, rede du den Vater an, denn du sitzst zu seiner Rechten, dar⸗ um hilff uns deinen Knechten. 3. Zeuch die Sinnen von der Er⸗ de uͤber alles eitle hin, daß ich mit dir himmlisch werde, ob ich gleich noch sterblich bin, und im Glauben alle Zeit richte nach der Ewigkeit, biß wir auch zu dir gelangen, wie du bist voran gegangen. 4. Dir ist alles uͤbergeben, nimm dich auch der Deinen an; hilff mir, daß ich Christlich leben und dir hei⸗ lig dienen kan. Kommt der Sat an wider mich; ach! so wirff ihn unter dich/ zu dem Schemmel deiner Fuͤsse, daß er emig schweigen muͤsse. . Meine Wohnung mache fertig, droben in des Vaters Hauß, da ich werde gegenwaͤrtig bey dir gehen ein 95j½N.— 2. Zeuch uns nach dir in Lebs⸗Be Dau Mah Kummer⸗Faden spinnen. 2 3. Zeuch uns nach dir, HSRR 5 Christ, ach fuͤhr uns deine Himmels/ n Stege, wir irrn sonst leicht, sind ab⸗ͤi n geneigt vom rechten Lebens⸗Wege. 0 4. Zeuch uns nach dir, so sol gen nd wir dir auch in deinen Himmel, daß undt uns nicht mehr allhier beschwer das Whrrl — Mfdg Mil. K. Reiß s H Hesskub'r Rbas au djt, E Hunme Mlter wol Osst zu Mhlujg. nimm meines mit hinauf; wenn ich Mleiß Seuffzer zu dir schicke, mache selbst slt, du liit, der Msgehst, Amimeft Ihlyste hi uch mir Mlgern Maluig. 5. Du G t, Kra lucht, f Muths un uchgeebe R Hebe Hfteet ott Ulte, N. l lhhcßi fhie 6 9³ Ai Hdas Heil ige Yfiugst⸗Fest. 97⁸ ein und aus. Denn der Win + bist dur darum bringe mich zur Ruh und nimm/an dem letz tenend mei nen Geist in deine Haͤnde. 60 6. Komme, wenn es Zeit ist, wie, der, denn du hast es iugesagt, Aund erlöse meine Glieber, die der Tod im Grabe nagt. Richte edenn die b se Welt, die dein Wort für Lü gen undee stare heile, troͤste, fuͤhre mich, daß ich ja haͤlt, und nach ausgestandnem Lei⸗ de, fuͤhr uns eir iu deiner Freude. Auf das Heillge Pfingst Fest Fest. (8⁸9.) Mel. Komm Heiliger Geist ꝛe. Reiß sey dem Vater, der ver⸗ heist, daß er woll seinen He ilgen Geist uͤb'r alles Fleisch ausgiessen, und das auch nun erwiesen; Preiß sey dir, IEsu, und stets Danck, daß du nunmehro hast den Gang zum Satau treib von mir: selbsten wohl bereit: lehr mich Gott * terkennen, und JEsum—255 ien Erren nen inen! Allelura, All leluja. 5. Erneure in mir GOttes Bild, laß mich erkennen GOTT, mein Schild, w Eslis mir erwiesen, sein Verdienst mich schliessen: zahren Glauben mir verleih, Tugenden darbey: stͤͤrck, helicht verliehre! Alleluja, Alle⸗ 6. Du Freuden⸗Oel, mit dir sind wir gesalbet, wende dich zu mir, die Welt samt ihren Luͤsten/ laß nicht bey mir einnisten: was dich von mi IE will jagen hier, Welt, Suͤnd und laß! mich dich nicht betruͤben, noch was, so dich be⸗ truͤb +* lieben! Allelusa, Alleluja. Erhalte mich bey reiner Lehr, baß ich nur lebe GOtt zu Ehr, sey meiner Seelen Freude im Todes⸗ Kampff und Streite: Dein Friede Vater wohl vollendet, und deinender sey, wo ich bin, daß er bewahr Selst zu uns gesendet. Alleluja,mein Hertz und Sinn, daß ich lieb Allel Uja. Fried und Treue, und solche Lieb Preiß sey, o Heilger Geist, dir iuner Wamene e e heut, du wahrer GOtt von Ewig 8. Du Finger GOrtes, schreibe du keit, der du vom Vater und Sohne doch JEsum in mein Hertz, und ruh aus geh st. und aus dem Throne her⸗in mir zu allen Zeiten, in Trübsal, koͤmmest in der Junger Hauß und Angst und Leiden: Ach! sey mein über sie dich geuss est aus; Hleb dich Beystand immerfort, und bleibe auch mit zum Leben, wie du d den bey mir hier und dort: Hilff mir, Jungern dich gegeben. Alleluja, wenn ich gefallen und sen mein al⸗ Alleluja. les mir in allen! Alleluja, Alleluja. 3. Du Geist der Weißheit, Wahr⸗ 9. Mit dir hat GOtt uns auf das heit, Krafft, der Staͤrck e/ Gottes⸗/ best verstegelt, drum versiegle fest, furcht, Kindschafft, des Friedes,O Hertzens⸗Gast, mein Hertze, daß Raths und Liebe, dein Gaben mit Gott nicht verschertze: Laß die doch giebe! Du Geist der Gnad den, O Dreyeinigkeit und mich vereinigt des Gebets und des Verstand es/bleiben ewiglich/ hier sie im Glau⸗ seuff ze stets in mir/ so vfft ich bete/ hen sehen, und dort ewiglich vor ihr bey GOtt, o GOtt, mich selbst ver⸗stehen! Alleluja, Alleluja. trete. Alleluja, Alleluja. 4976.) 4, HErr, meinem Gelste; Zeugniß Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛe. gieb, daß GOtt gewiß mich habe K Omm Troͤster, komm hernie⸗ lieb, daß ich fein Kind und Erbe, und der vom hohen Himels⸗Thron, drauf hier leb und sterk eum Tem⸗Hauf Christi und Bruͤder, pel der Drepeinigkeit mein Hertze komm eiligLom und wohn im en Hel 3 .Fee:‚‚‚‚‚.—3..C 2 Auf das Heilige Pfingst⸗Fest. 9⁵⁹ 965f.— tzen allermeist, mit deinem Licht und Gaben und Freuden⸗Oel zu laben, komm werther Heilger Geist! 2. Du bist ein Trost der Frommen, gieß aus dein heilges Oel, und laß es zu mir kommen! daß sich mein Hertz und Seel erfreuen inniglich, komm, Tröster/zu erqpicken die See⸗ len, die sich bücken im Geist demuͤ⸗ thiglich! ö 3. Laß allen Drost verschwinden, den mir die Welt verspricht, bey ih⸗ rem Dienst der Suͤnden, der mich doch troͤstet nicht; was JEsus mir anyreist, dem will ich feste glaͤuben/ du solt mein Troͤster bleiben, du, O GOtt Heilger Geist! 4. Du kanst mein Hertz erfreuen und kraͤfft ig ruͤsten aus/ia gantz und gar erneuen mein armes Hertzens⸗ Hauß: Drum komm, mein schoͤn⸗ sier Gast, und bleib im Tod und Le⸗ ben, als Troͤster, mir ergeben, biß mein Gesicht erblaßt. 5. Der du, als GOT, ausgehest vom Vater und dem Sohn, und mich im Geist erhoͤhest zu GOttes Stuhl und Thron, kehr ewig bey mir ein/ und lehr mich JEsum ken⸗ nen, ihn meinen HErren nennen mit Wahrheit, nicht zum Schein. 6. Du kommst ja von dem Vater, der meine Seele liebt, drum sey auch mein Berather, wenn mich die Welt betruͤbt, so komm und troͤste mich! und staͤrck in Creutz und Lei⸗ den mein Hertz mit vielen Freuden, daß es erq vicke sich! 7. Ja zeug in meinem Hertzen von JEsu gantz allein, von seinem Tod und Schmertzen, und seiner Wahrheit Schein daß ich, gantz ü⸗ berzeugt, kein Bild in meiner See⸗ len,/ als JIEsum, moͤg erwehlen, biß sich mein Hertz ihm gleicht! 8. Leit mich mit deinem Finger, O Geist, von GOttes Thron, und sey mein Hertz⸗Bezwinger, daß mich kein Schmach, noch Hohn, kein Truͤbsal, keine Noth von meinem IEsu scheide! im Creutz sey meine sssj dere Freude und Trost biß in den Tod! d Alwecke Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛ. fan, Omm, komm, o Himmels⸗Tau⸗ Wil be, komm, komm, o werther dch une Geist! Komm, komm, dieweil mein Alllcke Glaube dich schon willkommen zu: heist: Komm, kenre bey mir ein! har di eã ist/wie sichs gebuͤhret, mein Hertz Etto schon ausgezieret, das soll dein Lust⸗ sschsdu Hauß seyn. 9.Nun! 2. Mein JEsus hat die Maͤye des Aerdef Glaubens drein gepflantzt, und es niglͤcks mit Buß und Reue, als einemZaun, gin: N umschantzt: Er hat es zudereit't, Gschein gleich einem hohen Throne, in wel⸗ da Nl chem nunmehr wohne selbst die asch heis Dreyfaltigkeit. 10, Otu 3. Komm, komm, du guͤldner Re⸗ ohe, om gen/befeuchte meinen Sinn! komm, im 00 schuͤtt auch deinen Seegen auf alle Rulhig se Frommen hin! Laß deinen Liebes, Imnt Bach mit reichen Stroͤhmen flies⸗ fduf sen, und derer Hertz begiessen, die da iimrmet sind matt und schwach!. 4. Du bist ein Mund der Bloͤden, Mil. Eis der Armen Schatz und Gut, ein(dtt! Gast⸗Hof in der Oeden, dem hart⸗ Gut erschreckten Muth, ein Weg dem, thut 60 der da irrt: der Blinden Licht und mals Chr Sonne, der Hertz⸗betruͤbten Won⸗Iihen Co ne, der Krancken Artzt und Wirth. 3. Du kanst die Hertzen lencken in einem Blick und Nu; wenn Men⸗ schen Arges dencken, so sprichst du nein darzu, machst ihren Rath zu Spott, kanst ihren Hochmuth Gieh schwaͤchen, daß jeder drauf muß Cchemn sprechen; seht! das thut euer GOtt. Einden 6. Du bist ein Glantz der Truͤben, A ö der Muͤden Ruh und Stab, der Sehnenden Belieben, treibst allen Kummer ab; du hebest auf den Stuhl: doch wer in hohen Sachen sich allzugroß will machen, den wirffst du in den Pfuhl. 7 Offt wenn es mit den Deinen ietzt scheinet aus zuseyn, und die Ty⸗ ranuen meynen, sie waͤren nur al⸗ lein⸗ 96¹ Auf das Heilige Pfingst⸗F Fest. 9² lein den'n niemand fieuren fan/ 0% Uund Si Iud, und mein Fleisch uch mich uflegest du ein Schrecken in ihuen 6 ugerwind, Alleluja zu erwecken, und stuͤrtzest Roß und Vollend dein Göttlich Werck Mann. u mir, daß ich von Hertzen dancke 8. Will Pharao gleich deucken, dir, fuͤhr mich zuletzt durch deine durch unerhoͤrte That dein Israel Hand ius himmelische Vaterland, iu kraͤncken, so weist du doch schon Alleluja. Rath: Wenn er der Frommen(879.9 Schaar die Iulammen eppe Mel. Wer nur den lieben Soteꝛe. und Stroh Rosendar stoppeln, so Grosser GOtt, du reines We⸗ schigsidn Mosen da sen der du die reinen Hertzen 9. Nun woh Lichwull auch trauen, dir ju steter Wohnung auserlesen, duwerdest bey mir stehn, und alles ach schaff ein neues Hertz in mir, ein Ungluͤcks Drauen vorüber lassen Hertz, das von der argen Welt sich gehn: Wenn fuͤr der Welt mit mir rein und unbefleckt behaͤlt. es scheiner wie geschehen, laͤft duf 3. Vor allen mache mein Gemi⸗ dein' Allmacht sehen, und ziehest the durch ungefaͤrbte Busse rein, dumich berfuͤr. und laß es, HErr, durch deine Guͤte 10. Drum komm, o Drost! von in Ehristi Blut gewaschen seyn. ertt Ntt oben, komm kehre bey mir ein! So Denn mache mich zur Reinigkeit en, fan im grosten Toben ich still und des Lebens fertig allezeit, U¹ muth ig seyn: Dir ist mein Angst 3. Regiere mich mit deinem Gei⸗ bekannt! im aͤrgsten Ungewitterste, ermein getreuer Beystand sey, guckst du sch jon durchsGegitter hart und mit erwuͤnschte Hulffe leiste! hin er meiner Wand. Gott seh mir aus Genaden bey, ö(898.) und gieb mir einen solchen Geist, det Bläden, Mel. Erschienen ist der her tliche ꝛe. der neu, gewiß und willig heist. Gede I.reicht Had u hochstes 4. Doch weil ich meine Schwach⸗ heit mercke, mein Vater!so verwirff mich nicht, und stoß mich wegen meiner Wercke ia nicht von deinem lieben Sohn, Allelusa. ö Angesicht. Laß hier mich in der 2. Den Juͤngern mitzutheilen Guade stehn, und dort in deinen srey der Sprachen Gaben man⸗Himmel gehn. cherley, daß sie sein Wort in alle F. Nimm deinen Geist, den Geist Land durch sich sollen machen be⸗ der Liebe, ja nun und nimmermehr ande, Alleluia. von mir, und leite mich durch desne „Gieb dich in meines Hertzens Triebe, durch seinen Beystand für Schrein, wenn mich qoglet der und fuͤr. Auch fuͤhre du mich durch Sünd en Pein, wend alle Trübsal, die Zeit, hin zu der reinen Ewigkeit. mnch unsecht oth, troͤst mich, wenn (860.) ö mich auficht der Tod, Alleluja Mel. Werde munter mein ꝛe. 4. Lehr mich Christum erkennen Ott gieb einen milben Regen: wohl, so hab ich was ich hab en soll, denn mein Hertz ist duͤrr wie ob gleich die Welt mich hasset sehr, Sand: Vater gieb vom Himmel u schadt mir nicht, ist ohn Gefahr, Seegen, traͤncke du dein durslig Alleluja. Land: Laß des Heilgen Geistes Gab 5. Himmlische Salbung, hoͤchste uͤber mich, von oben ab, wie die star⸗ Krafft/salbund saͤrck mich zur Rit⸗cken Stroͤhme, fliessen, unb mein lerschafft, daß der Teufel, die Welt 9195 Hertz durchglessen. 962 Auf das Heilige Pfingst⸗Fest. 2. Kan ein Vater hier auf Erben, der doch böß ist von Natur, seinen lieben Kindern geben, nichts als gu⸗ te Gaben nur,soͤltest du denn, der du heist guter Vater, deinen Geist, mir nicht geben und mich laben, mit den guten Himmels⸗Gaben? 3. IEsu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, HErr,/von dir/laß den Troͤster ewig⸗ lich bey mir seyn, und lehren mich in der Wahrheit fest zu stehen und auf dich im Glauhen sehen. 4. Heilger Geist, du Krafft der Frommen! kehre bey mir armen ein, und sey tausendmahl willkom⸗ men, laß mich deinen Tempel seyn, saubre du mir selbst das Hauß mei⸗ nes Hertzens, wirff hinaus alles, was mich hier kan scheiden von den suͤs⸗ sen Himmels⸗Freuden. 5. Schmuͤcke mich mit deinen Ga⸗ ben, mache mich neu, rein und schoͤn, laß mich wahre Liebe haben, und in deiner Gnade slehn! gieb mir einen starcken Muth, heilige mein Fleisch und Blut/lehre mich vor GOtt hin⸗ treten, und in Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, biß ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn, dich im hoͤchsten Himmels⸗Thron, ich erheben kan und preisen, mit den suͤssen Engels⸗ Weisen. (861.) Mel. Nun last uns GOet dem ꝛc. Seo tausendmahl willkommen du Hertzens⸗Gast der Frommen, du werthes Licht mein Lehrer, mein Trost und Freuden⸗Mehrer. . Von GOtt und seinem Wesen, hat niemand was gelesen, noch ie⸗ mahls was gehoͤret, wenn du es nicht gelehret. 3. Ich war schon mit verlohren, eh ich noch war gebohren: und war durch dich geschwinde zu einem Gottes⸗Kinde. 4. Die Gaben die du giebest, und giebest, wen du liebest, erkenn leben. 5. Wenn Satan und sein Haussen beginnt mich anzulauffen, und ist mir uͤberlegen, ist deine Krafft zuge⸗ gen. 6. Ich soll zwar vielmahl kaͤmpffen, die doͤfe Lust zu daͤmpffen, doch kan ich nicht erliegen, weil du mir hilffst oosiegen. 7. Ich kan gus eignen Maͤchten, mich selber nicht verfechten, wenn du mit deiner Staͤrcke nicht selbst legst Hand am Wercke. 8. Zumahl in Creutz und Noͤthen/ wanns scheiut GOtt will mich toͤd⸗ ten, must du mir Nachricht geben: Es sey gemeint zum Leben. 9. Und wenn zuletzt die Seele, aus dieser Leibes⸗Höhle zu ihrem GOtt soll kommen, und zu viel tausend Frommen. 10. Da Satan nach ihr strehet, mehr, als ich da gelebet, so must du mir zur Seiten ja selbsten stehn, zu streiten. 1I. Denn troͤste mein Gemüͤthe, mit GOttes grosser Guͤte, sprich ein den schwachen Hertzen, den Trost aus Christi Schmertzen. I2. Indessen will ich leben, wie du es einst wirst geben, und nach der ioben dort oben, in Ewigkeit dich oben. (862.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. De Geistes Furcht ist reine Trieb, die Sanfftmuth und dil te nach. 2. Des Geistes Frucht ist lautet Freude, der freudge Geist enthalte mich/ so geb ich mich in allem Leu ich mir gegeben /daß ich soll goͤttlich Liebe, wer diese hat, uͤbt alle zeit aus dieses guten Geistes Freudigkeit, er hat Gedult in Unge ö mach, und dencket siets der Eux —— Mab snds les Oes he, hgh/ Achet h/ so Aht his Des Wube, Ihn,dg lbe, cn me sichtbat Ml.5 Otti Wdies shollten heh, de Ider Lie Mach Hlbt. 2. Der slrlich lbten e ů hh, un Fl r Alich so WMier (Huld, Histin! che h Stele Whun Auf das Heilige Yfingst⸗ Fest. 96⁵ und Leid und Seel ergvicket sich(864. 5.5. und find sich auch noch Trauren en, Mel. Gott des Himmels und ꝛc. „ senes aldenn göttlich seyn. Sehuuet das Fest mit grünen Des Geistes Frucht ist edler Mapen, zieret Heitze, Kirch niede, ach! dieser ist ein grosser und Hauß, es soll uns ein Gasl er⸗ chatz/ wenn diese Ftucht sich von sreuen, rr fft mit hellen Sti mir schiede, so haͤtte keine Freude aus:komm, Geseegneter des Platz, so walr auch ohne Krafft und liebster Gast! dich seh ich ge Tha 8136 ebe, die kein Ende hat. 2 Liehsler IEsu, dein 50 gehren, + 3Geistes Frucht ist wahrer ist auf Liebe nur gericht, da begehrst Glaud jdie Rosen auf der Dornen⸗ du eimukehren, wo man zu derglei⸗ 3a. u Bahn, daß mur kein Feind ddenselben chen Pflicht ungezwi ungen sich vet⸗ taube, das kommt auf GOttes steht, und aufdeinen Wegen geht. Beystand au, kehr,teiner Geist, doch 3. Wo dein Wort wird angenom⸗ bey mir ein, und laß mich also mien, wo die Lieb in vollem Schein: M** frucht bar seyn. ö werden zu ihm kommen, (863.) Lohnung seyn! O ein Mel. Nun dancket alle GOtt—— von Sußlgkeit, welches gur Goristr die Lebe selbst von dem in vi ilbed heut die Liebes⸗Gaben, üit 4. Ach! der Mensch von Staub schoͤnsten Qvell, den ersten Ursprung und Erden, der nichts heist und haben, der bleibet fest in GOtt, n nicht bedeut, se dennoch ein r em⸗ in der Liebe bleibt, und welchen kei⸗ pel werden heilt Dreyfaltigkeit. ne Macht, aus IESll Wund en Den niche Hammel faßt, treibt. wird der M d Gast. ter liebt die Welt, sein. JaDamachtoi wahre Liebe, Tbar men schickt den ge⸗ die dich zieht als ein Magnet, wer 50 Shnanumtvenlaßt zen eur⸗ aus rechtem Hertzens⸗Triebe deiner men, un d dieser liebet uns, drum Huld entgegen geht, den besuchst +* scheut er keine Noth, er traͤget wil⸗ ö du allermeist Und dein Varer und Uglich so gar den Creutzes⸗Tod. 5 dein Geist. 3. Mie reiche Stroͤme sind aus die⸗ 6. Ach! eut zuͤnde doch mein Her⸗ er Huld geflofsen, die Llebe GOt⸗te/ in der reinsten Liebes⸗Glut, dei⸗ tes ist in unser Hertz gegossen, der ne Huld sey meine Kertze, die ent⸗ werthe Heilge Geist nimmt selbst brenne Geist und Muth. Daß die die Seelen ein, so daß wir nun sein Flamme, die sie hegt, uͤbet mich lu⸗ F¹½ Tempel worden seyn. fammen schlagt. Nun wer den Heyland liebt‚, 7. Laß mich deinem Gnaden Wor⸗ ö Nrhalt sein Wort in Ehren, und te immersort befohlen sehn, denn verspricht der HErr bey ibm selbstallein durch diese Pforte gehst du ier einzukehren, was muß vor Freud das Hertz hinein, niemand wird und Lust, die göttlich ist, entstehn? dein Ruheczelt, der ben Schaßz Wenn Vater, Sohn und Geist in nicht feste halt. ine Seele gehn? é 8. Von mir selbst kan lch nicht hal⸗ „.GOtt Heilger Geist lehr uns die teu, was dein heures Wort begehrz⸗ Aebe JEfü kennen, laß unsre Her⸗ denn dein6 Geist muß in mur walten, ö gen stets in reiner Liebe brennen, der das Hertz um Himmel kehrt, 201 4 uudsendlich fuͤhr uns dort in jen aes gi eh, daß er mich alles lehrt, was Wt eben ein, wo unsre Lebe wird der zum Chrissenthum gehort. einst vollkommen seyn 9, Kehrst du ein zn meine Seele, Hh 0 + Ier * ger 9² Auf das Heilige Pfingst⸗Fest. 99 so bring auch den Frieden mit/ denn die Welt ist eine Hoͤhle, wo nur Zanck wird ausgebruͤtt't, deines Friedens Oelzweig macht,daß mein Hertz im Schrecken lacht. 10. Keine Furcht wird mich um⸗ fassen, kommt der Fuͤrste dieser Welt, er muß mich wohl stehen lassen, ob er sich gleich grimmig stellt, denn er hatte nichts an dir, so hat er auch nichts an mir. II. Du bist mir voran gegangen/zu dem Vater, der mich liebt, ich er⸗ warte mit Verlangen, biß dein Wort mir Ordre giebt, und befieh⸗ let aufzustehn: Lasset uns von hin⸗ nen gehn. 22 12. O du dreymabl heiligs Wesen, hast du, Vater, Sohn und Geist! mich zur Wohnung auserlesen kom⸗ me, weil es heute heißt. Schmuͤcke mich aufs allerbest, halt in mir dein Maͤyen⸗Fest. Gov.) B. S. Mel. Meinen JIEsum laß ich nicht. Ch, wer giebt mir Worte her, Gottes Lieberecht zu preisen? Dieses unerschoͤpffte Meer will mir einen Abgrund weisen, den ich nicht erforschen kan, seh ihn mit Erstau⸗ nen an. 2. Also Halso, spricht der Mund, dem die Weißheit Zeugniß giebet, und macht durch diß Macht⸗Wort kund, daß GOtt uͤber alles liebet, und daß seine Liebes⸗Treu so groß, als er selber sey. 3. Also hat er nun geliebt, eh' der Welt⸗Grund war geleget, und im Lieben sich geuͤbt, eh sich unser Hertz beweget: so liebt er noch in derZeit, so liebt er in Ewigkeit. 4. Doch, was Wunder wenn SOtt liebt, er ist selber ja die Liebe, was ihm nun das Wesen giebt, reitzt ihn auch zu solchem Triebe. Es ist Liebe um und an, drum er nichts als lie⸗ hen kan. Aber Wunder gnug darbey⸗denn er hat die Welt geljebet, die ihn lei⸗ der! ohne Scheu tausendfaͤltig hat betruͤbet, ist wohl seine Feindin werth, daß er ihre Gunst begehrt? 6. Und was hoͤr ich? seinen Sohn, den geliebten eingebohrnen, sendel er vom Himmels⸗Thron, zur Erlo⸗ sung der Verlohrnen, und macht diesen festen Schluß: Daß er fuͤr si sterben muß. 7. Ach! mein Hertze kan sich nicht in so grosse Liebe finden, wenn mein JEsus also spricht, muß sich die Vernunfft hier binden. Paulus schreyt mir gleichsam fuͤr: O wah sind fuͤr Tieffen hier. 3. Nun, mein Gott! ich bin zu schwach, daß ich deine Huld ergruͤn⸗ de, wenn ich gleich auch tausend fach dich zu lieben mich verbinde, wirds doch viel zu wenig seyn, gegen deinen Gnaden⸗Schein. Ich bin auch in dieser Welt, dein Sohn ist auch mir gegeben, wenn ihn nun mein Glaube haͤlt, so ist et mein Heyl und Leben. Er ist mein, und ich bin sein, wie kan ich verloh⸗ ren seyn. 10. Hat der Glaube solche Krafft, ach so gieb mir wahren Glauben, der an deinem Sohne hafft, und sich ihn nicht laͤsset rauben; glaͤubt je mand an Christum nicht, der ist war⸗ lich schon gericht't. II. Soll es wahrer Glaube seyn/ so muß er das Licht nicht hassen, drum laß mich des Guten freun, und dis Finsterniß verlassen: Alles sey il Gott gethan, was ich thun und wuͤrcken kan. ö 12. Nun ich hab ein Wort gehoͤtt; also hat mich GOtt geliebet, und mir seinen Sohn verehrt, der mit Heyl und Himmel glebet, und sch glaͤub an ihn allein, also muß ich sil⸗ lig seyn. (866.) B. S. In eigner Melodie, Weg, Welt⸗Getuͤmmel, daß mich zur Hoͤllen fuͤhrt, ich wil gen Himmel, wo man Vergnuͤgen spuͤhrt, wer wird mir Bahn und ö Th — a In d Deeb hset Ichihe Ifen WWJE lleh. Den hile Mͤder Acdest E l „.Oir! IEthag Wahekder Wsschf WMSE lc, „Für Chaf⸗ hheton gu Rein Wbeher Wen 969 Auf Trinitatis. 97⁰ Thure geben, IEsus mein IEsus, 4867.) Weg, Wahrheit und Leben. Mel. Liebster JEsu wir sind ꝛe. . Hort seine Schwuͤre waͤrlich Reuer GOtt/ ich bin dein Kind, warlich/ spricht er: er sey die Thüre, Edrum erbore doch mein Schrey⸗ die in dem Schaaf⸗Stall waͤr. Soll sen, sey auch vaͤterlich gesinnt, laß ich ihm denn nicht Glauben geben'smich deine Huld erfreuen. Ich will Wsus, mein JEsus, Weg, Wahrmich dir stets ergeben, und nach dei⸗ heit und Leben Inem Willen leben. 3. O Lebens Thuͤre laß auch dein 2. Sende deines Sohnes Geist foͤr⸗ Schaͤflein ein, dein Huͤter fuhre derlichst mir in mein Hertze, der mich in den Stall hinein, wo keine smich von der Erde reist, daß ich nicht Wolffe nach mir streden, JESUS, mit Sunden schertze, daß er nebst mein JEsus, Weg, Wahrheit und oir und dem Sohne es in Ewigkeit Leben. bewohne. Die mich bewirthen,suͤhre durch 3. Laß mich deinen Tempel seyn, dich hinein„ laß nicht die Hirtensund durch Sunden nicht verderben, Moͤrder und Diebe seyn, wollst sie mach mich heilig, schon und rein, nach deinem Hertzen geben, JEsusund laß Christi Blut mich farben, so mein JEsus, Weg, Wahrheit und. kan ich dir wohl gefallen, und so soll Leben. dein Lob erschallen 5. Der frembden Stimme folgen 4, Laß den alten Sͤnden die Schaafe nicht, in ihrem Grim⸗gautz aus meiner Brust verse mewerden sie hingericht, dem Wür⸗den, und nun lauter Hertzene ger sind sie nur ergeben, IESuS, durch des Geistes Trieb empfinden. mein JEsus, Weg, Wahrheit und Laß den Glauben nicht erkalten, Leben. und mich stets in dir erhalten. 6. Für solchen Dieben mache den L. Laß demselben ungestoͤhrt ein er⸗ Schaaf Stall zu, und die uns lie⸗hörlichs Abba schreyen/so wird mein ben, erone mit Gnad und Ruh, daß Gebetherhoͤrt/so kan sich mein Hertz sie uns guten Vorgang geben, JE⸗erfreuen, und in deines Geistes sus, mein JEsus, Weg, Wahrheit Gaben GOtt, genug und alles ha⸗ und Leben. ben. . Wenn sie uns fuͤhren, laß uns 6. Liebster Vater,laß forthin mich gehorsam seyn, des Wortes Thuͤren den guten Geist regleren, und den fuͤbren zum Himmel eln, der uurt, gautz verirrten Sinn auf der Bahn der hier will widerstreben, JEsus, um Himmel fuͤhren, biß wir einst mein JEsus, Weg, Wahrheit und mit allen Frommen zu der Lammes⸗ Leben. Hochzeit kommen. 3. Ruff uns mit Nahmen, die in FNNAN dem Himmel stehn, dein Wort heist Auf Trinitatis. Amen, wenn wir nach selbgen gehn/(868) B. S. willst du uns Weid und Freube ge⸗ Mel. Nun freut euch lieben dꝛe. ken, JEsus, mein Esus, Weg, O) Hellige Drepfaltlgkeit, wer Wahrheit und Leben. san dich doch ergruͤnden O 9. Wie du die Thuͤre mir in die umzertreunte Einigkeit, Vernunfft Kirche bist, ach so vollfuͤhre was mirkan dich nicht finden, die Engel de— noch ubrig ist, du must mir Zions cken ihr Gesicht, wie solte sich mein Thore geben, JEsus mein JEsus, dunckles Licht ein hoͤhers unterwin⸗ Weg,/ Wahrhest und Leben. den ⸗ Ob3 3., Ich 971 Auf Trinitatis. 9⁷² 2. Ich habe mich bey finstrer Nacht zu dir, mein GOtt, erhaben, die See⸗ le hat sich aufgemacht, und suchet sich zu laben von deiner Lippen Lieb⸗ ligkeit, O JEsu, Glantz der Herr⸗ lichkeit, an deinen Wunder⸗Gaben. 3. Nach meiner fleischlichen Ge⸗ burth waͤr ich ewig verlohren, du hilffest mir in Himmel sort, ich bin nun neu gebohren durch Wasser und den werthen Geist, daß meine See⸗ Ie seelig heist, zum Himmelreich er⸗ kohren. 4. Niemand gen Himmel faͤhret auf, als der hernieder kommenz der hist du, HERR, durch deinen Lauff sind wir auch auffgekommmen. Du zeuchst uns noch aus allem Weh, wir jahren dir nach in die Hoͤh, zu Seel⸗ und Leibes⸗Frommen. 3. Wie Moses in der Wuͤsten hat die Kupffer⸗Schlang erhoͤhet, wo⸗ durch die Kraucken funden Rath; also mein JIEsus stehet erhoͤhet an des Creutzes Stamm, wer sich haͤlt an diß GOttes⸗Lamm, zu GOtt ins Leben gehet. 6. Vollkommen ist die Seeligkeit, wer koͤnnte mich verdammen? mich sichert die Dreyfaltigkeit, gantz wunderbahr beysammen, der Va⸗ ter, Sohn, als auch der Geist zu mei⸗ ner Seeligkeit erweist dreyfache Lie⸗ bes⸗Flammen. 7. Des Vaters Lieb und JIEsus Dreu, des Heilgen Geistes Guͤte, mein hoͤchstes Gut und Glucke sey/ ja Leib und Seel behuͤte, biß daß ich mit der Engel Schaar, dir heilig singe immerdar, mit danckbahrem Gemuͤthe. (669). S. Mel. Was GOtt thut, das ist ꝛe. Woe wohl ist doch ein Mensch daran, der JIEsum sucht und findet, wer zu dem Lichte kommen kan, der wird auch selbst entzuͤndet: ob gleich die Nacht es dunckel macht, doch muͤssen seine Sinnen so Witz als Glantz gewinnen. 2. Ich will, O IEsu, auch zu dir/ mit Nicodemo kommen, es hat die Finsterniß bey mir gewaltig zuge⸗ nommen, entzeuch mir nicht dein Gnaden⸗Licht, und laß Verstand und Willen mit deinem Glantz erfuͤllen. 3. Du bist ein Meister in der That, ein Lehrer, dessen gleichen kein Mensch noch nie gesehen hat, von solchen Wunder⸗Zeichen. Wer dich gehoͤrt, wie du gelehrt, der hat schon abgenommen, du seyst von GOtt gekommen. 4—4 4. Zwar ist die Leetion sehr schwer/ die du mir auffgegeben, du sagst, daß niemand tuͤchtig waͤr in GOttes Reich zu leben, der nicht gantz neu gebohren sey aus Wasser und dem Geiste, wie dein Wort unterweiste. 5. Ich muß mich warlich selbsten hier der grossen Thorheit schaͤmen, doch wirst du die Vernunfft in mir durchs Wort gefangen nehmen: hoͤr ich doch auch des Windes Hauch/ doch hab ich nicht vernommen, wo⸗ her, wohin er kommen. 6. Drum laß den Vorwitz ferne seyn in den Geheimniß⸗Sachen, denn will es der Vernunfft nicht ein, so kans der Glaube machen, verßeh ich nicht, wie das geschicht, gnung, daß es muß geschehen, weil du es vor gesehen. z. Bin ich ein solches Wunder⸗ Kind in meiner Taufe worden, weil Geist und Wasser Zeugen sind, bey meinem Christen⸗Orden; so laß auch mich bestaͤndiglich dem Geiste mich ergeben, und nicht dem Fleische leben. 8. Laß mich von dem, was irdisch 8 ———— er Ackke e lbet 0.0 heist, zum Himmlischen mich wen⸗ den, und gieb mir deinen Gnaden Geist, das Gute zu vollenden, ja fuͤhre mich, man wird durch dich in Himmel eingenommen, weil du vom Himmel kommen. 9. Wie Moses in der Wuͤsten hat das Schlangen⸗Bild erhöhet, so sie⸗ het man dich in der That, da 1 n 97⁷³ Auf das Fest Johannis des Taͤufers. 97⁴4 demn Creutze stehet. Kein Glaubens⸗ 7. Vom Himmel hat gezeugt der Blick lommt hier zurück, er geht in Vater von dem Sohne, als dieser deine Wunden, wo man das Leben war getaufft, und gleich von GOt⸗ funden. 8. Throne, am Jordan, diese 10. O laß mir dieses Gnaden⸗Bild Stimm erschallte uͤberlaut: Diß stets vor den Augen schweben, weil ist mein lieber Sohn. Wohl dem sonust kein Mittler bey mir gilt, du der auf ihn baut. schenckst allein das Leben, du bleibst v. Der Sohn, der fuͤhret uns zum erhoͤht, wer bey dir steht, soll auch Vater durch den Glauden, und erhöhet werden, zum Himmel von Gott der Heilge Geist laͤst uns den der Erden. Trost nicht rauben, daß wir durch (67000 Mel. O GOtt du fromer ꝛc. GOttes Sohn des Vaters Erden Woebaligit der Ort! an dem sind, weil unser Fleisch und Blut wir sind erschtenen? Da wir an GOttes Sohn sich findt. mit GOttes Heer und allen Sera.9. Verflucht sey Höll und Welt phinen besingen dessen ob, der drer⸗die diese Lehr verschmaͤbet und mahl heilia heist, ein einig wahrer Gottes Zeugenschafft auf ftemden GOtt/ in Varer, Sohn und Geist. Sinn verdrehet; Wir, wie sich 2. Der Vater hat den Sohn ronOtt an uns, in unserm Tauff⸗ Ewigkeit gezeuget: daher sich aller Bund preist, so ehren wir auch ihn Knie vor Sohn und Vater beuget: als Vater, Sohn und Geist. es geht der Heilge Geist vom Sohn und Vat er aus der uns erbauet hat zu GOttes Kirchen-Hauß. Goͤttlich Wesen, die von der Ewig keit sind drey und eins gewesen, und die auch drey und eins auf ewig wer⸗ den seyn: ob schon es Fleisch und Blut mit nichten gehet ein. Doch uͤber fuͤhrt uns deß der Hei⸗ lig Geist im Glauben, und laͤst sich diese Lehr nicht durch Vernuͤnffteln rauben. Deun GOttes Zeugen schafft/die uns der Himmel giebt/ist hoͤher als Vernunfft bey dem, der Wahrheit liebt 5. GOtt ist die Wahrheit selbst, deß Geist kan niemahls irren: Der Menschen Unverstand der pflegt sich Was bildet sich daun zu verwirren. nun der Überwitz hier ein? Ver⸗ nunfft/ die Aberwitz, die uͤber GOtt will seyn. 6. Fort, toller Unverstand, wir ge ben GOtt die Ehre: Nach GOttes Zeugenschafft ermißt sich unsreLeh⸗ re: wir folgen dief 10. Sodeckt das Anklitz ju, denckt anl die Seraphinen, und last den Kö⸗ Kirchen“ nnig uns, wie jeue Lob⸗bedienen: 3. Doch sind sie alle drey ein einig FHngt dreymahl: heilig ist der HErre Zebaoth: Im Vater Sohn und Geist ein dreyeiniger GOtt. Auf das Fest Johannis des Taͤufers. (671.) Mael. Von G Ott will ich nicht ze. G sey gelobt mit Freuden, der Israel besucht, und auch das Volck der Heyden, das vormahls war verrucht: Er hat sein Horn er⸗ hoͤht, das sich vom Heyl ergiesset, und alles Leyd versuͤsset, das von der Suͤnd eutsteht. 3. Ach! daß sich moͤcht ergiessen das Heyl in meine Seel, und nul⸗ dig uͤberfliessen des Geistes Freu⸗ den Oel, daß mir durch dleses Heyl, nach GOttes heilgen Orden und dessen Tod, geworden auf dieser Welt zu Theil. em nach, der sich 3. Was GoOtt vormahlg versbro⸗ uns selbsten weist in seinem wahren schen durch einen theuren Eyd, das Wort/ als Vater, Sohn und Geist. hat ernie gebrochen, es zeugt die Hl Fol⸗ 94 2³⁵ 4. Auf das Fest Johannis des Daͤufers. 9¹⁰¹ Folge⸗Zeit, von dem/ was SOttes Mund verheissen, ja die Zeiten, dies A werden noch von weiten die Wahr⸗ heit machen kund 4. Er wird sein Volck erretten, wie vormahls ist geschehn, von aller Feinde Ketten, die ihnen wieder⸗ stehn; er wird Barmhertzigkeit an Zion noch erzeigen, wenn Feinde sich ereigen in dieser letzten Zeit. 5. Er hat es fest geschworen und denckt an seinen Bund, den er, weil nun gebohren Meßias machet kund; Drum wird er von der Hand der Feind und allem Boͤsen sein Israel elloͤsen, und bringen in den Stand. 6. Auch die im Finstern sitzen, die wird er fuͤhren aus, aus ihren To⸗ des⸗Pfützen, und bringen in sein Hauß; es wird der Heyden Fuͤll in Herrlichkeit eingehen, und Ifrael 810 sehen des HErren Gnaden⸗ 7. Da werden sie ihm dienen ohn Furcht ihr Lebenslang, dieweil das Heyl erschienen, daß sie, ohn Furcht und Zwang, in wahrer Heiligkeit, auf dieser gantzen Erden mit Lust kef werden, und in Gerechtig⸗ eit. 8. Denn wird man G0 T erken⸗ nen, und JEsum Christ allein als seinen HErren nennen, dieweil sein Nahm wird seyn, nur einer und sein Ruhm, wenn Babylon gefal⸗sch len, wird weit und breit erschallen in seinem Eigenthum. 9. Gelobet sey der Nahme des SErren ewiglich, geseegnet sey der Saame der Heiligen, die sich zum Opffer flellen da, nach Gottes Wohlgesallen, und lassen GOtt er⸗ schallen ihr Lob, Alleluja. (37.) Mel. Was Gott thut, das ist ꝛe. Gont dem kein Ding unmoͤglich ist im Himmel und auf Erden, der bald der Mutter Leib verschliest, hald laͤsset fruchtbar werden, der al⸗ deinem Nahmen nur lauter Ja ush men 2. Du hast einmahl ein Wort ge⸗ redt, in Zacharias Tagen, drünt muß auch die Elisabeth ein Kind im Alter tragen, O laß mich nicht, wis dein Mund surscht, vor zweiffelhaf⸗ tig schaͤtzen, ja Felsen darauf sezeh. 3. Auch mich zog damahls deile Hand aus meiner Mutter Leili, du hast mich, eh ich war erkannt t ach! diese Wohlthat schreibe in m⸗ ne Brust, daß ich mit Lust allzet daran gedeneke, und mich dir gaͤn⸗ lich schencke. 4. Mein Nahme welchen man mix gab, ist auf dein Buch geschrieben Olasse mich, biß in mein Grab, de⸗ selben Deutung uͤben. Der ist eit Glied, der sich bemuht dem Guten nachzuahmen, sonst hilfft kein scho⸗ ner Nahmen. 5, Ein Zacharias preiset dich, ich solge dem Exempel; dein guter Geis bereite mich zu einem Ehren⸗Tem⸗ pel; so stimm ich an, so gut ich kan, dein Lob auf meiner Zungen, wird hier, wie dort besungen. 6. Gelobet sey GOTT Israel! du hast dein Volck erhoͤret, das Hon des Heyls, Immanuel, hat Davidt Hauß begehret; wir sind erloͤst und auch getroͤst, was du vorlaͤngst ver⸗ sprochen, das hast du nicht gebro⸗ en. ler Welt fuͤr Augen stellt: es sey in n 7. Der Feinde Macht ist nun ge⸗ beugt, weil der Erretter kommen⸗ du hast Barmhertzigkeit erzeigt, und uns in Schutz genommen, dein Bund und Eyd ist nun verneut, nicht Abraham alleine: die Heyden sind auch deine. 8. Ole Hinsterniß so uns betruͤbt, die weicht nunmehr zuruͤcke, der Anfang aus der Hoͤhe giebt uns lauter Sonnenblicke, der Friedens⸗ Schluß setzt unsern Fuß aus allen Todes⸗Schatten, die uns verdun⸗ ckelt hatten. 42 9. Auch ist uns so viel Herrlichkeit durch 0 1 uchunser H giudtener Uthele chsnur e .WPhaunes gi slsgen deinen WderWaste ssh berhieten d Wse, Hiße WEongen A (67 . O Hott dl Hehläckter die beglong sschehdlich no hheh, der, Hr seitler e sher vor de Wsetahft, Wlk histdl ocheg, Henchler sgGesstvon. Ih Johannet shisGOtt ge sch Aunt geht Idiß ist das l alten lehre Hahtwerd zu d. Wann heis er ahggodenreich slshtt, wa sch er wardin hm Geist ö InadenAm Ischit. Er HsltterHet IhinSprüne ö Loshei oei r shd, wn . lauter Juß an Wort g. Tugen, In Vein Kindeih lichnichtwal WMiweiffelhaf doxauf stzen amahls deith Rutter Eiihe war erkannt chrelbein weß lit Lust alget mich dir gintz lchen man mi geschrieben In Grab, des Dirssst eih dem Güten Ifft kein schö⸗ Ilset dich, ich n guter Geis Ehren-Tem⸗ so güt ich kar, Wungen, wiid Isael ö et/ das Hotn Vhat Davids Id Exlost und voklaugst ger⸗ Acht gehro⸗ t ist hün ge⸗ Iter kommlen tenseigt, ud umen/ dein nun vertelt, dit Heybel uns betruͤht ullcke/ den 7 glebt I her Friedens, Ih gus alleh uns velduf Herklichlit 4 Olch hird uns zu theil, Vergebung unsrer 9— Auf Maria Heimsuchung. durch deinen Sohn erschienen, so mach auch unser Hertz hereit ihmLe⸗ benslang zu dienen, kein ander Heyl Suͤnden ist nur bey ihm zu finden. 10, Johannes gieng vor JEsu her/ wir folgen deinen Schritten, und obes in der Wuͤsten waͤr /soll uns nie⸗ mand verbieten dir nur allein ge⸗ tren zu seyn, biß wir auf Zions Au⸗ en der Sonnen Aufgang schauen. 873• Mel. O GOtt du(rommer GOtt. Brmaenn Freuden⸗Tag, und lang verlangte Stunden! nun hat sich endlich noch der Herold ein⸗ gefunden, der, wie der Morgen⸗ stern vor seiner Sonne laufft, so dieser her vor dem, der mit dem Geiste taufft. 2, Wer bist du 2 mogen wohl die blinden Heuchler fragen: Ich aber will im Geist von ihm die Wahrheit sagen: Johannes nenn ich ihn, wie mich es BOtt geschafft, da er nach seinem Amt geht in Elid Krafft. 3. Diß ist das liebe Kind, davon die Schrifften lehren, daß er der Vaͤter Hertz werd zu den Kindern kehren/ darum heist er Johann, als huld⸗ und gnadenreich. Und sein Geist, den er fuͤhrt, macht auch die Berge glesch. 4. Er ward im Mutterleib schon ihm gebuhren. Beruht in GOttes Rath/ihr/ die ihr habt gefragt, das Kind, das heist Johann, wie seine Mutter sagt.— 7. Dir, HErr, sey Lob und Danck, fuͤr diese Gnaden⸗Stunden, da sich durch deine Huld Johannes hat ge⸗ funden: Laß unsrer Taufe Bund bestaͤndig huldreich seyn, und schließ —1. Christen⸗Volck in deine Gua⸗ eein. Auf Mariaͤ Heimsu⸗ chung. (87%4.) B. S. Mel. Meinen JEsus laß ich ꝛe. Eine Seel erhebet dich, HErr des Himmels und der Erden! und mein Geist erfreuet sich/daß du Gott mein Heyl wilst werden, du hast meines Hertzens Flehn, und mein Elend angesehn. 2. O wie seelig wird man mich uͤ⸗ ber meinen Glauben preisen! grosse Dinge zeigen sich, die du kanst an mir beweisen, deines Nahmens Herrlichkeit und auch deine Macht geht weit. 3. Du bist voll Barmhertzigkeit, über denen, die dich scheuen; doch dein Arm wird allezeit die Hoffaͤrti⸗ gen zerstreuen/du zerbrichst den stol⸗ 906 Thron, und bist der Verachten mit dem Geist begabet, durch den Lohn sein Gnaden⸗Amt die bloͤden Suͤn⸗ der labet. Er zeigte seinen HErrn dem Mutter⸗Hertzen an, da er den Hab. Mutter⸗Leib gethan. . Der Voßheit predigt er die Bul⸗ se fuͤr die Suͤnden: und in der Bloͤ⸗ den Hertz, da wird sein Geist ent⸗ zuͤnden das holde Glaubens⸗Licht, das hell und lieblich scheint, indem GO mit uns, und uns mit GOtt, vexeint. Versoͤhnung, wird seine Lehre fuͤhren, drum wi Lein andrer Nahm, dann huldreich/ Gnad und uld 10 il koͤmmt/ besucht mich heute. hn. 4. Du giebst deine Guͤter her, de⸗ nen die da Hunger leiden, und die Reichen laͤst du leer, die sich sonst in Wollust weiden, deinem Diener Israel hilffest du an 20 und Seel. 8 75.) B. d. Mel. JIEsu meine Freude. H6G ihr hohen Huͤgel, meines Glaubens Flügel gehen nach der Hoͤh, JEsus koͤmmt gegangen, dem ich mit Verlangen ietzt entge⸗ gen geh, Berg und Thal schallt uͤ berall, denn der Hochgebenedeyte H 2, Angenehmes Gyuͤssen, soll ich 5 dich Auf Maria Heimsuchung. V 9⁰ dich nicht kuͤssen, theure Leibes⸗ Frucht? komm, du bist vollkommen, und wohl auffgenommen, nimm, was du gesucht, mein Hertze springt und mein Mund singt/weil ich gantz in Freuden schwimme, uͤber deiner Stimme. 2. Ich will dich erheben, und dir Ehre geben, O Immanuel, weil du mir zu dienen bist im Fleisch erschie⸗ nen/ jauchtzet Leib und Seel, GOtt mein Heyl/ mein bestes Theil, und mein Himmel auf der Erden, kanst du mir nur werden. 3. Mein elendes Wesen hast du auserlesen und hoch angesehn, wer will mir den Glauben und die Ehre rauben, die mir ist geschehn? GOtt und ich sind eins durch dich, ich kan seelig hier auf Erden schoͤn geprie⸗ sen werden. 2.— 5. Du hast grosse Dinge, wie ich hier besinge, an mir, HErr, gethan, dessen Nahme heilig, und noch mehr erfreulich, als ich dencken kan, für und fuͤr kan ich bey dir der Barm⸗ hertzigkeit geniessen, und mein Leid verfüͤssen. 6. Deines Armes Staͤrcke stuͤrtzt der Hoffarth Wercke und der Stol⸗ tzen Sinn: er kan alle Grohen von dem Stuhle stossen in die Tleffe hin/ er erhebt, was niedrig lebt, fuͤllt die Hungrigen mit Garben, laͤst die Reichen darben. 7. Was du hast versprochen, haͤltst du unverbrochen, und gedenckest drau, Abrahames Saamen warst du Ja und Amen, daß ich glauben kan/ du wirst mir noch alles hier/ wie verheissen, so gewaͤhren, bis ich heim soll kehren. (875- Mel. JEsus meine Zuversicht. oͤre, mein Hertz, weist du was? IJIEsus kommt/ ach! huͤpff und springel sage: woher kommt mir das? Daß der Schoͤpffer aller Dinge, mein HErr JEsus, kommt zu mir ꝛ denn er ist im Fleische hier. Tiel unt Igis, hte Alichichtl „Mkeiler? sen, Bur Wuchne Masse 3. An uns hat der grosse Gott chlecht sut grosse Ding gethan auf Gden, von vur stt Suͤnd, Satan, Hoͤll und Tod, hat er Iht. n durch sein Beschwerden, Leiden, bt G. Sterben, Blut und Pein, uns er⸗Stalcke, lost, daß wir sind sein. Lihenees 4. JEsu, dir gebuͤhret Dauck, ach! h in ihten, regier mich, daß ich gebe dir densel⸗Ulterundif ben Lebenslang, und dir niemahis Er fͤset, widerstrebe: richte mich doch alsoIn vom zu, daß du bey mir findest Ruh. lich müf 5. Endelich la seyn forthin mei⸗ cherhebete nen Gang in Glaubens⸗Sachen; sehrnunbeth dir giebt heim mein Hertz und Sinn, Die Hune wie du willst, es nur zu machen. Uhen haben, Dein Trost und Barmhertzigkeit Aumundnit& waͤhre bey uns allezeit. Aerleer im l 6. HErr behuͤt fuͤr stoltzem Muth, sd Eoddarau und erhebe den Elenden: Fuͤll mit Erdencket deinem Gnaden⸗Gut mich, und hte, da wenn ich nun soll enden meines Le⸗ Ichbehͤte, un bens Lauff, so sey ja mit Huͤlff und IlErden⸗Hr Trost dabey. en 2. Meine Seel, erhebe du deinen HErrn, mein Geist dich freue Got⸗ tes deines Heylands nu; ruͤhme sei⸗ ne Gut und Treue; denn er sein ahnee: 4 dir heut hat offenbart 7. Und wenn du mich spannst nun 3 Den Eyd,e aus, aus dem Suͤnden⸗Joch, so uͤalten gesch fuͤhre mich, HErr! in dein himm⸗ Aig halten lisch Hauß/ da ich ewig jubilire, und I ine Hin mit der erwehlten Schaar dich kan sshtalunfkes loben immerdar. Iiosott Vat AlundEhre, In eigener Melodie. t Ein Hertz und Sinn den HEr⸗ Heist, er ren hoch erhebet, den groffen e GC, der ewig ist, und lebet; Es UMStund 9190 911 mein 68160 adit Frist,— mein GOtt und treuster Heyland ist. Iftaö 2. Denn er hat mich Elenden an⸗ gesehen, und mein Gebeth erhöͤret, mi und mein Flehen: es hat der HErt b mich Armen nicht veracht, er hat mit Gnad und Huͤlffe mich bedacht. 3. GOtt, dessen Macht nicht kan 4 — bebe du deinhh Richfreue Sx nusmühmest Dehlit er seh hat ofenbgt grasse GOit auf Erden, bih und Tod,hattt. eden, Leider, Pein, uns et t Dahcck, achl she di bensel⸗ dit niemahls mich doch alh best Ruh. forthin me eus⸗Gachehz Ig UndSinp/ au macher armherzigket . Ilgem Müth, Hel? Füll mit t wich, und en meines E⸗ nit Hulff und chspanhst nuh. den ⸗Joch, 6 N dein himst⸗ Ailbilire, un Whack dichkaß sagt und Ehre, HErr IEsu Christ, den Glauben uns vermehre,O Heil⸗ klodie. ö unden HEt 1 den grossen undlebet; EI sualler Hrift Und trluft ö shethethöret mich beacht wtncht m 10 D Gebote stehn, du uͤbergrosser Mai⸗ I10 95 Auf das Fest Michaelis. 98² im Himmel und auff Erden, hoch⸗ heilig ist, hat Ding an mir gerhan, diewaꝛlich ich nicht alle ruhmen kan. 4. In keiner Noth hat er mich je berlassen, Barmhertzigkeit ist bey ihm ohne Massen, und waͤhret von Geschlecht sort zu Geschlecht, wo an nur stets hoch achtet sesne Recht. Er uͤbt Gewalt mit seines Ar⸗ mes⸗Staͤrcke, daß jedermann muß spuͤhren seine Wercke: die stoltz und hoch in ihren Hertzen seynd, zer⸗ slreuet er utid ist denselben feind. 6. Er stoͤsset, die gewaltig seyn, vor allen vom Stuhl ab, daß sie schrecklich muͤssen fallen: die Nie⸗ drigen erhebet er davor, und steller sie gantz unverhofft empor. . tern und mit Gaben: Die Reichen last exleer im Uberfluß, daß Noth und Tod darauf erfolgen muß. 8. Er dencket der Baymhertzigkeit und Gůte, daß er fortan uns vaͤter⸗ lich behuͤte, und seine Kirch im gan⸗ tzen Erden⸗Kreiß vert haͤdige, zu sei⸗ mnes Nahmens Preiß. äDen Eyd,/ den er im neuen Bund undalten geschworen hat, den wird er ewig halten: Der HErr verlaͤst uns/ seine Kinder,nicht, weil zu ihm steht all unsre Zuversicht. 10.GOtt Bater, dir sey Dauck ge⸗ ger Geist, erneur uns Hertz und Mund/daß wir dein Lob ausbreiten jede Stund. Auf das Fest Michaelis. Elenden ah(87½7. Mel. Nun ruhen alle Walder. Er HErr der Seraphinen, dem tausenb Engel dienen, und zu ster der wunderschoͤnen Geister Imein Mund soll deinen Ruhm erhüͤhn. Die Hungrigen, die ihn vor Augen haben, erfuͤllet er mit Guͤ⸗ a. Die Engelischen Thronen, die n dem Himmel wohnen, giebst du zu meiner Wacht; sie sehn dein An⸗ gesichte in hoͤchst vollkommnen Lich⸗ te; doch nehmen sie mich auch in acht. „3. Das sind die starcken Helden, die deinen Rath vermelden; du Groß⸗Fuͤrst Michael: das sind die Feuer⸗Flammen, die halten stets zusammen um frommer Chyisten Leib und Seel. 4. Ich preise deine Guͤte, mit danckbarem Gemüthe, vor diese Wunder⸗Schaar, ich ruͤhme deine Rechte, fuͤr diese Gnaden⸗Knechte, bey denen ich gantz sicher war. g. Gieb ferner diese Wache/ daß sie zu einem Dache mir wider alles sey: laß sie, auf meinen Wegen, die Hand mist unterlegen, so jst mein Fuß vorm Sto ssen frey. 6. Den Feind laß sie erschrecken, und mich bestaͤndig decken, wie dort der Gnaden⸗Thron, es sey mein gantzes Leben mit ihneh stets umge⸗ ben/ als wie das Bette Salomon. 7. Ooch sollen sie nicht weichen, so laßb mich ihunen gleichen in wahrer Heiligkeit i wie sie die Kihber lie⸗ ben, und sich in Demuth udon, so mach alleh mich darzu hereit. 8. Sie thun ja deinen Willen, den laß mich auch erfuͤllen, sie leben keusch und rein. O laß mich nichts heflecken, und mich an allen Ecken vor diesen reinen Geistern scheun. 9. Verhaue Haͤnd und Fuͤsse, und was zum Aergernisse mir hier gevei⸗ Hen kan. Wer aͤrgert diese kleine, dem hangen schwere Steine zur ewi⸗ gen Verseuckung an,. 10, Und endlich wenn ich scheide, so fuͤhre mich zur Freude guf ihren Armen ein! da woyd ich dich erst lo⸗ ben, und in dem Himmel droben, dir und den Engeln gleiche seyn. „(79. C. N. Mel. IEsus meine Zuversicht. 900 4 du haß in deinem Reich, Hros⸗ — 98³ Auf das Fest Michaelis. 980 grossen Schaaren vieler Engel, die⸗ sen bin ich noch nicht gleich, denn mein Hertz ist voller Maͤngel. Ach! wenn werd ich auch so rein, als die guten Engel seyn. 2. Mich beschweret Fleisch und Blut, hilff du, daß ich geistlich wer⸗ de: Gieb mir einen Engel⸗Muth, der sich trenne von der Erde. Daß ich/ 5 1 liebes Kind, allzeit him⸗ lisch sey gesinnt. Mache mir dein Werck bekannt, durch des Heilgen Geistes Gabe, daß ich Weißheit und Verstand, wie ein Engel GOttes habe: biß wir einst nht. Licht, voͤllig sehn dein Angesicht. 4½ Huch dein Wille soll geschehn, in dem Himmel und auf Erden: dar⸗ um laß uns dahin sehn/ daß wit dir gehorsam werden. Und verleih/ daß ich dabey aller Engel Mit⸗Knecht ey. 55 Unsre Welt ist voll Gefahr, denn es hat viel boͤse Stellen. Sende dei⸗ ner Engel Schaar, daß mich nie⸗ mand koͤnne faͤllen: und da, wo wir schlaffen ein, laß sie meine Waͤchter eyn. 10 Mach es, wie mit Lazaro, wenn ich kuͤnfftig werde sterben, und da⸗ mit ich eben so moͤge Drost und Seegen erben, heiß die Engel mich zur Ruh tragen nach dem Himel zu. 7. Laß uns denn fuͤr deinemStuhl, bey den Auserwehlten, stehen, wenn die Boͤsen in den Pfuhl, mit dem Satan/ werden gehen; und hernach in jenem Reich mache mich den En⸗ geln gleich. (879.½ ů Mel. O Gott du frommer GOtt. J dancke dir, mein GOtt/ daß du mein gantzes Leben mit dei⸗ ner Engel⸗Schaar hast jederzeit umgeben, daß deiner Engel Schutz mich hat, bey Tag und Nacht, in diesem gantzen Jahr, behuͤtet und bewacht. 5 2. Der Satan ist bemuͤht/ dein Haͤuflein zu verderben, sein Zornish nur gericht auf deine Himmels⸗Ery ben: Doch bleibt dein himmlisch 0 Heer noch deiner Kirchen Schutz, und wehret fruͤh und spat des Sa⸗ tans Grimm und Trutz. 3. Der Satan stifftet nur Haß, Feindschafft, Krieg und Toben, wenn kaum der Fried gemacht, hat sich schon Krieg erhoben, wo nicht der Engel Macht dem Friedensstoͤh ⸗ rer wehrt, wird ploͤtzlich Fried und Ruh in Krieg und Streit verkehrt. 4. Wo wolte Hauß und Hoff in Fried und Ruh bestehen 2 Mann, Weib, Kind und Gesind wuͤrd offt für Angst vergehen, in Wasser, Feuers⸗Noch, in Wiederwaͤrtigkeit, wo bey der Engel Schutz nicht waͤxe Einigkeit. 5. Solch deine grosse Gnad, solch deine Guͤt und Gaben, die wir das gantze Jahr von dir empfangen ha⸗ Wsringro lahne Waßte s so ferz so sshret UUl Sl Ader dochdet dgs bezeige sst, obwir s WEgl grof gleichwohl scbahr. Schrgtoß. Ilheit und Scopffer habet Ildim Anfang Ihsder Enge Utgebrettet, h. „HDoch soll OTT, de Ise Ruhm v ben, all solche Vater⸗Dreu und aihutte reiche Guͤtigkeit/ruͤhmt heut an die⸗ sem Tag die werthe Christenheit. Isenudiener 6. Gelobet sey der 5ERR! mein ang eng Vater/ mein Beschuüͤtzer, mein IE⸗ sus, meine Freud, mein Trost, mein Hertz⸗Besitzer: Gelobet sey mein GODT, Gott Vater, Sohn und Geist, der heilig, heilig ist, und ewig heilig heist. 2. Ach treuer GOtt! laß mich dein Engel ferner schuͤtzen; Laß uns, was du uns giebst, in Fried und Ruh be⸗ sitzen, daß der Lehr⸗Wehr⸗und Nehr⸗Stand deine Guͤtigkeit, suͤr deinen Engel⸗Schutz dort lob in E⸗ wigkeit. (880.) Mel. Valet will ich dir geben. Hr wunderschoͤne Geister, welch Anfangs hat gemacht ein noch viel schoͤnrer Meister, der alles wohl bedacht: ihr Engel nach dem Wesen im grossen Heiligthum, ihr Thro⸗ An auserlesen! sehr hoch ist euer chen Heitz un ahr heilj chtig und ge⸗ Ilg schweben. shcht und l Ichden ste k 0 Ihglen, 20 Mansch! Ihes Eibens llGaben, Ich; Wenn si Msbu für u ah ben, z n. ee sind gtoß von Wcel Eremr Icftge 0 ucel Ma Ruhm. Ichhtegland. 3. Aus nichts seyd ihr geschaug Un „BSeliehg her G0t sein Zorn e Himmels. G dein himmli uchen Schih spat des S. 18 tet nur Haß, und Tobe, goemacht, hu ben, wo nict Friedensstoh⸗ lich Fried ulh treit verkehn. und Hoff u Hen 7 Mann, sind wuͤrd oft in Wasser derwuttigkei luz nicht nar t Gnad, solch „ die wir das myfangen he⸗ lt Treu und ut heut an di⸗ Chritenheit. HeRR! mein er, nein Ie an Trost, menn lebet sey mein r/ Cohn um 9ist, und ewi laf mich deit N Laß uns/ wa⸗ dund Ruh be 1 Bchr un) Buͤtigleit, u dont lubine 98³ Auf das Fest Michaelis. 986 ihr sie⸗ und zwar in grosser Meng/ il ist eur get ohne Waffen, sehr hell Gepräng: Es ist kein Ort verwahret so fest, so fern, so weit, den ihr nicht Uberfahret durch eure Schnellig⸗ keit. 3. Ihr Sadduecder schweiget, und glaudet doch der Schrifft! die klaͤr⸗ lich das bezeuget, was diese Lehr an⸗ trifft, ob wir schon hier nicht sehen der Engel grosse Schaar, daß sie doch gleichwohl stehen dort oben offenbahr. 4. Sehr groß sind ihre Gaben, als Weißheit und Verstand/ die sie vom Schoͤpffer haben, der dieses weite Land im Anfang hat bereitet, wo⸗ selbst der Engel Zier sich trefflich ausgebreitet, und bleibt so fuͤr und uͤr. 5. Doch soll man sie nicht ehren wie GOT T, das hoͤchste Gut, und deffen Ruhm versehren, der so viel Thaten thut: Sie sind zwar sehr ge⸗ flissen zu dienen GOtt forthin, doch hen sie und Siun. der Men⸗ en Hertz und Sinn. 6. Sehr heilig ist ihr Leben/ keusch/ zuͤchtig und gerecht, die werthe Gei⸗ ster schweben, als edle Tugend⸗ Knecht/ und konnen nimmer fallen, nachdem sie kraͤfftiglich bestaͤtigt sind in alen, und niemahls aͤndern sich. ů 7. O Mensch! wilt du sie haben zu deines Lebens Schutz, so faß auch ihre Gaben, nur fromm seyn ist 0 must du für und fuͤr im Guten dich auch uͤben, nach Engel⸗Art und Zier. 8. Sie sind auch tapffre Helden sehr groß von Krafft und Macht als viel Exempel melden, der auch die Schrifft gedacht: ein Engel kon⸗ te schlagen, was er im Lager sand; ein Engel machte zagen das gantz Gott von Hertzen, sie loben GOtt mit Lust, den schoͤ⸗ nutz; Wenn sie dich sollen lieben, Egyptenland. 9. Sie lieben nen Himmels-Kertzen ist anders nichts bewust, als GOtt und uns zu dienen, diß thun ohn Unterlaß auch selbst die Cherubinen, o welch ein Ehr ist das! 10. Es dienen uns auf Erden die schnellen Geisterlein, wenn wir ge⸗ bohren werden, und erst des Tages Schein in dieser Welt anblicken; sie halten uns in Schutz, daß uns nicht moͤg ersticken des Satans Grimm und Trutz. II. In unserm Thun und Leben sind diese Helden auch zu dienen uns ergeben, ja folgen dem Gebrauch, daß sie, wie Kaͤmpffer stehen,(o welch ein Huͤlff in Noth l) und auf Lad⸗. sehen, so gar biß in den Tod. 12. Wenn wir zuletzt nun scheiden aus dieser schnoͤden Welt, so fuͤhren sie mit Freuden uns in des Him⸗ mels Zelt, daß wir, zur Ehr erho⸗ ben und aus der Angst befreyt, den Allerhoͤchslen loben in seiner Herr⸗ lichkeit. (881. 9 Mel. HErr JEsu Christ, du ꝛc. O HErr! du grosser Zebaoth, HErr derer grosten Schaa⸗ ren, wie kan uns doch in aller Noth dein Engel⸗Schutz bewahren, wir brächen oͤffters Halß und Bein/ und muͤsten laͤngst verdorben seyn, wenn Gottes Engel thaͤten. 2. Der Teufel bruͤllet Tag und Nacht/ und sucht uns zu verschlin⸗ gen, doch deiner Engel Schutz und Macht kan seine List bezwingen. Sie halten ihm den Rachen zu, so leben wir in Fried und Ruh, wenn alle Teufel toben. „3. Ruͤhmt Hagar, Loth und Da⸗ niel den Schutz der Engel⸗Schaa⸗ ren, so wissen sie an Leib und Seel uns alle zu bewahren. Sie lagern sich um unser Hauß, und helffen uns getreulich aus, wenn wir den Hoͤchsten fuͤrchten. ö 4.Sie tragen unsauf dein—. 0 987⁷ Von der Busse. 98⁸ so gar auf ihren Haͤnden, und wis⸗ sen auch die groͤste Noth zum besten abzuwenden. Wir stossen uns an keinen Stein, weil sie stets um und bey uns seyn/ und unsern Fuß be⸗ gleiten. 5. Wir dancken dir hertzinniglich vor solche grosse Guͤte, getreuer GoOtt, und hitten dich aus kindli⸗ chem Gemuͤthe, laß uns auch kuͤnff⸗ tig fernerweit durch unsre gantze Le⸗ bens⸗Zeit dein Engel⸗Heer be⸗ schützen. 3. 6. Laß uns die keinen Geisterlein durch Suͤnde nicht vertreiben, daß sie so wohl in Lust, als Pein, als Waͤchter bey uns bleiben. Und kommt es endlich an den Tod, so laß sie uus aus aller Noth in Abrahams Schooß tragen. 7. JId laß uns einsi mit Leib und Seel zu selbigen gesellen, wenn sie, o Groß⸗Fuͤrst Michael, uns dir zur Rechten stellen, da wo wir dann in Ewigkeit in Englischer Vollkom⸗ n dreymahl heilig prei⸗ en. (882.) Mel. Wo GOtt der HErr nicht ꝛe. IJe Engel, die im Himmels⸗ kicht Jehova frölich loben, und schauen GOttes Angesicht, die seynd wohl hoch erhoben; Doch sind sie von dem HErrn bestellt, daß sie Mie Kinder auf der Welt behuͤten und bewahren. 2. O grosse Lieb, o grosse Guͤt! die GOtt uns Armen teiget, daß auch ein Englisches Gemuͤth sich zu den Kindern neiget, die GOtt im Glau⸗ ben hangen an, drum lobe, was nur loben kan, GOtt mit den Engel Schaaren. 3. Ach! werdet doch den Engeln gleich ihr Sterblichen auf Erden! auch hier in diesem Gnaden⸗Reich, von Hertzen und Geberden; es ist der Engel Amt und Pflicht, daß Gottes Will allein geschicht im Himmel und auf Erden. 4. Haut ab, was euch verhindern, dahn 2 sachf, 0 mag von diesem Engel⸗Leben, reiht(lcherkönne aus die Unart nach und nach, und du hystin bleibet nicht bekleben am Erden⸗ tt tiff u Koth schwingt euch empor im Geß et m zu GOttes Engel⸗Chor, und dienet U Itgend' GOtt mit Freuden. Wabnihn 5. Ein Mensch,der Hand und Fuͤß⸗ se laͤst hier thun nach Wohlgefallen, der koͤmmt nicht auf des HErren ubichden Fest, wo alle Engel schallen dem 1 5 W grosfenSOtt zum Preiß und Ruhm, susen in and und da sein herrlichs Eigenthum Ehun das dreymahl Heilig singet. un bn 505.Selüsmache mich derei unp ug tüchtic,oich zu loben, damit ich bich dhstn nach dieser Zeit, mit allen Eugeln.De Tiei obenerheben möog and Engergleich ule mog ewig seyn in deinem Reich, das uldales⸗ gieb aus dnaden! Amen. 1 Huntgmnt . ern ss Gesich Von der Busse. 50 83.) Mel. Aus tieffer Noth schrey ꝛc. Ham Ch will von meiner Missethat J zum HErren mich bebehrendu bedet M. wollest selbst mir Huͤlff und Rath e kaum biertu o GOtt bescheren, und del⸗ fallr nicht nes guten Geisses Krafft, der neue un nicht al Mipgan uns schafft, aus Guaden Wshe b ir gewehren. Hlsher ha 2. Natuͤrlich kan ein Mensch doch ö unbeprgtg nicht sein Elend selbst empfinden: och lange Er ist ohn beines Wortes Licht d blind/taub, ja todt in Suͤnden, ver⸗tmitunseer kehrt ist Will, Verstand und Shun;(eo hat Geh des grossen Jammers wollst du nun, Schagfen o Voter! miich enthinden. Jht dhr 3. Klopff durch Erkaͤntniß bey mie PIlmein He an, und fuͤhr mir wohl zu Sinnen, Ic sh was boͤses ich fuͤr dir gethan, du ult, den kanst mein Hertz gewinnen: Daß Duregest ich aus Kummer und Beschwehr, Lcdes und laß uüber meine Wangen her viel Phal mich heisser Thraͤnen rinnen. 4JNo Hieid⸗ 4. Wie hast du doch auf mich ge- inichth wand den Reichthum deiner Gna⸗ den? Mein Leben danck ich deiner Wd Hand/ du hast mich uͤberladen 2* n hy 00 ich vethinden Lkeben, keis nd nach, un 1am Erder vor im Gei And dieng uget. nich bereit un damit ich di len Engelg dEngel'gleich Mich/ daz Reh ꝛc. Alff und R ten, un aft/ der neut us Guaden 6 unden/ ver⸗ ud und Thun vbllst du nun/ nit bey mit SEinnen gethan, du dinmnen Das Beschwehl. naen her vil Von der Busse. 99⁴ 8 Ehr, Gesundheit, Ruh und Brod, du machst, daß mir noch keine Noth hiß hieher koͤnnen schaden. 5. Du hast in Christo mich er⸗ wehlt! tieff aus der Hoͤllen Flu⸗ then: es hat mir sonsten nicht ge⸗ sehlt an irgend einem Guten: biß⸗ weilen bin ich nuch dabey, daß ich nicht sicher lebt und frey, gestaͤupt mit Vater⸗Ruthen. 6. Hab ich denn nu auch gegen dir Gehorsams mich beflissen? Ach nein! ein anders saget mir mein Hertze und Gewissen: darinn ist leider nichts gesund, an allen Or⸗ ten ist es wund vom Sünden⸗ 0 Wurm gebissen. 7. Die Thorheit meiner jungen Jahr' und alle schnoͤde Sachen ver⸗ Hagen mich zu offenbahr: was soll ichArmer machen ꝛ sie stellen, HErr, mir fuͤrs Gesicht dein unertraͤglich Jorn⸗Gericht, der Hoͤllen offnen Rachen. 3. Ach meine Greuel allzumahl schaͤm ich mich zu bekennen, ihr ist auch weder Maaß noch Zahl, ich Ueiß sie kaum zu nennen: und ist ihl keiner nicht so klein, um welches willen nicht allein ich ewig muͤste hrennen. 9. Bißher hab ich in Sicherheit fast unbesorgt geschlaffen, gesagt, es hat noch lange Zeit, GOtt pflegt Inicht bald zu straffen: Er faͤhret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Gedult der Hirt mit sei⸗ nen Schaafen. 10. Jetzt aber all's zugleich er⸗ wacht/ mein Hertz will mir zersprin⸗ gen! Ich sehe deines Donners Macht/ dein Feuer auf mich drin⸗ gen: Du regest wider mich zugleich des Todes und der Hoͤllen Reich, die wollen mich verschlingen. Iu. Wo bleib ich denn in solcher Noth? nicht helffen Thor und Rie⸗ gel. Wo flieh ichhin? O Morgen⸗ toth lertheil mir deine Fluͤgel: ver⸗ birg mich/ o du fernes Meer, bede⸗ cket mich, fallt auf mich her, ihr Klippen, Berg und Huͤgel! 12. Ach alls umsonst! und wenn ich gar koͤnt in den Himmel steigen, und wieder in die Hoͤll, alldar mich zu verkriechen, neigen: Dein Auge dringt durch alles sich, du wirst ja meine Schand und mich der hellen Sonnen zeigen. 3. HErr IEsu, nimm mich zu dir ein, ich flieh zu deinen Wunden: Laß mich da eingeschloͤssen seyn, und bleiben alle Stunden. Dir ist ja, o du Gottes-Lamm! all meine Schuld, am Creutzes⸗Stamm zu tragen aufgebunden. 14. Diß slell du deinem Vater fuͤr, daß es sein Hertze lencke, daß er sich gnaͤdig kehr zu mir, nicht meiner Suͤnden dencke: und wegen dieser Straff und Last, die du auf dich ge⸗ nommen hast, ins Meer sie alle sencke.—0 15. Hierauf will ich zu jederzeit mit Ernst und Sorgfalt meiden, all boͤse Lust und Eitelkeit, und lieber alles leiden, denn daß ich Suͤnd aus Vorsatz thu. Ach HErr gieb du mir Krafft darzu, biß ich von hier werd scheiden. (884.) In eigner Melodie. Scodhliesset euch ihr Wolcken auf, und zertheilet euren Lauff, mei⸗ ne Seuffzer einzulassen, welcher mehr als tausend seyn, die allein IEsus Huͤlffe wollen fassen, in der Pein. 2. Ist denn inn⸗ und aͤusserlich al⸗ les Ubel wider mich? niemand weiß es/ als derselbe, der auf Mond und Sternen sitzt, wie mich schwitzt, wie das Creutz und Angst⸗Gewoͤlcke auf mich blitzt. 3. Nichts beliebt mir in derNoth, es sey denn ein sanffter Tod, ruhig schlaͤfft man in der Erde, hier muß ich auf Dornen flehn, klaͤglich flehn, 600 mit der verlohrnen Heerde irre gehn. 4. Du verfluchte Suͤnde du, fuͤh⸗ 6 99¹ Von der Busse. —2 rest mir das Elend zu, ach! mich martert mein Gewissen, und mein Leib traͤgt eine Last, dafuͤr fast alle Glieder zittern muͤssen ohne Rast. 5. Was hilfft denn mein Ach! und Ach! in dem grossen Ungemach? Last was hilfft denn mein Haͤnde ringen? Ich hab JIEsum offt betruͤbt, der mich liebt, und zuvor in allen Din⸗ gen Onade giebt. 6. Fahre hin du Suͤnden⸗Lust, ich will schlagen an die Brust, fahre lo⸗ ses Welt⸗Getuͤmmel, ich will in den Thraͤnen nun, weinend ruhn, und fuͤr dem erzuůͤrnten Himmel Busse thun. 7. JEsu, wann dein Rosin⸗Blut, deiner Wunden Wunder ⸗Fluth, nicht auf meine Suͤnden spritzte, wuͤrde keiner finden sich, welcher mich wider das Verderben schuͤtzte ewiglich. (8895) M. C. T. Mel. JEsu meines Lebens Leben. Ollen HErr die Eifers⸗Ruthen, auf mich schlagen Tag und Nacht? Sollen gleich den Wasser⸗ Fluthen meine Thraͤnen seyn ge⸗ acht? Meine Thraͤnen welche flies⸗ sen, gleich wie Wasser⸗Stroͤhme giessen, aͤngsten Hertz, Gemuͤth und Sinn/ daß ich nicht weiß wo ich bin. 2. Dein Grimm druͤcket gleich den Lasten, die, wie tausend Centner schwer, ohne Ruh und ohne Rasten, über tieffe Fluth und Meer mein sehr matter Geist soll tragen: hier ist Zittern, hier ist Zagen, hier ist Schreyen, Ach! und Weh, ach weh, daß ich untergeh! 3. Sey HErr, gnaͤdig, sonst muß fallen ich und gaͤntzlich untergehn. Meine Zunge kaum kan lallen, mei⸗ ne Fuͤsse kaum mehr stehn, mein Hertz fuͤhl ich naͤhrlich pochen, Marck ist weg aus meinen Knochen, meine Schoͤnheit wird wie Staub, so werd ich des Todes Raub. 4. Ach ldu grosser HErr, wie lan⸗ ge? Ach wie lange soll ich doch, eh ich von dir Trost empfange, ziehen an des Creutz es Joch! wende dic und hilffer Seele, die in ihrer Lo bes⸗Hoͤle findet weder Ruh noch Rast/ von der schweren Creuße ast. . Drum um deiner Gnade willen und um deines Nahmens Preif hilff mit Gnaden⸗Oele stillen, den betruͤbten Angest⸗Schweiß, deun wie kan ich dir noch dancken, wenn ich lieg in Todes⸗Schrancken, wenn ich bin gesesselt ein in dem schwaß⸗ tzen Grabes⸗Schren 6. Seufften hat mir ausgesogeh meinen gantzenLebens⸗Safft, Thri nen sind, wie Wasser⸗Wogen, auß den Augen hingerafft: Mfuͤtzen mas sind meine Betten, und du HErt, wilst mich nicht retten, da ich durch die gantze Nacht schwimme fuͤr den Thraͤnen Macht. 7. Trauren hat von mir geraubet, was an mir gantz wohlgestalt/mein Schoͤnheit ist bestaubet, schwaih, veraͤchtlich/ runtzlich, alt: Weil vo allen Ort und Enden sich die Spoͤt⸗ ter zu mir wenden, sagen: Diese Menschen Hertz muß ausstehen grossen Schmertz. 3. Weichet weg ihr Ubelthaͤter/ il Veraͤchter weicht von mir! GOddd der meiner Seel Vertreter, tritt aus seiner Burg herfuͤr, und den HErr erhoͤrt mein Weinen, denn sah ich bin auch von den Seinen, nim⸗ met meins Gebets sich an, als eil treuer Helffers⸗Mann. 9. Aller Feinde werd ich lacheh, wenn in einem Augenblick sie mein Gott wird Schand⸗ voll machen, treiben hinter sich zuruͤck, ihnen ih⸗ re Schalckheit wehren, daß sie muß⸗U sen ruͤckwaͤrts kehren, fallen in die Gruben ein, da die Hoͤllen⸗Geistr 0 seyn. (886.) Der 6. Psalm. Traff mich nicht in deinese Zorn/grosser GOtt! verschone/ 7 —— MWerdienst dichentz Uslej deines „HPethywef! Wbanckt inde Witnee Hel Ihlte Daßi Aem Tog huck sage. hlig wür! ssck mit Tio 0 HEirl he In Gebeite! Ithem Oel d AMoaballen ch sieh n Wallersfarren Ihtkan deine sachmacht,; ager ff Güssen. Aacchbin schtoeren h Vetusfzer f hh hie so Iserarmene Uhs⸗Hoͤle. Weicht iht „ OEU ehr Harf 0 Antlitz tr Alefeuchln shchat mir E WInter, dir ach! jah mich nicht seyn——11 lhahchboxto Wlut 0 0 U 1. Hch 47 J u 83 Von der Busse. —2⁴ nach Verdienst nicht lohne, hat die Suͤnd dich entzuͤnd, losch ab in dem Lamme, deines Grimmes Flamme. 2. HErr,/wer denckt im Tode dein wer danckt in der Hoͤlle? Rette mich aus jener Pein der Verdammten Stelle. Daß ich dir fuͤr und fuͤr dort an jenem Tage, hoͤchster GOdT, Danck sagN. 3. Zeig mir deine Vaters⸗Huld, staͤrck mit Trost mich Schwachen, ach HErr! hab mit mir Gedult, mein Geheine krachen, heil die Seel mit dem Oel deiner grossen Gnaden, wend ab allen Schaden. 4. Ach sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren, meine Seele gar enda nicht kan deiner Huͤlffe harren: Ich du Hern verschmacht, Tag und Nacht muß Hen, daich duch mein Lager fliessen von den Thraͤ⸗ schwimmt furdeh nen⸗Guͤssen. . Achlich bin so müd und matt von den schweren Plagen, mein Hertz ist der Seuffzer satt, die nach Huͤlffe sragen: wie so lang machst du bang Hhalt: Weil dol meiner armen Seele, in der Schwer⸗ en sich die Szut muthbs⸗Hoͤle. „sigen: Disl 6. Weicht ihr Feinde! weicht von muß gussiehen mir, GOTT erhoͤrt mein Beten. Nunmehr darff ich mit Begier vor Ubelthäter ilh sein Ant litz treten! Teufel weich, an mir! HOLe Hoͤlle fleuch! was mich vor gekraͤn⸗ Dertreter, tillcket, hat mir Gott geschencket. Lersr/ und det 7. Vater, dir sey ewig Preiß, hier Weinen/ den und auch dort oben, wie auch Chri⸗ Eeinen, nin sio gleicher Weiß, der allzeit zu lo⸗ sch an/ als eih ben, Heil ger Geist, sey gepreist, hoch unn. geruͤhmt, geehret, daß du mich er⸗ Aurd ich lacheth hoͤret. ö weublickse meil(887.) In voriger Melodey. n⸗ Lel wachen Seele: mrilk/ Inen h Sdebe lich gefallner Knecht, vol⸗ dh se mul Ler Blut und Schlaͤge, ch,dein %, llen indÜ Diener, bin wohl recht langsam, ellen⸗Beist. saul und traͤge: Ach mein GOit, 1 Zebaoth/ hoͤr mein Schreyen, Thoͤ⸗ Pfolu. nen, und mein aͤngsilich Sehnen! in dh 2. Ich bin kalt, entzunde mich/ o veder Ruh loch weren Cxeuhls Gnade willen, Zuhmens Priiß. Oele sillen, den Schweiß, diun Rancken, wenn chrancken, wenn in dem schway mit ausgesogen u/Safft, Tiri Wogen, aut fuͤtzenmaj au mir geraubet, Igestalt/mein bet/ schwralh nicht erscholt⸗ 5 15• Denlotrschohe krweich mich Harten: Speiß' mich AI 201 sch bin hungerig/ feucht' mich dür⸗ 1 ren Garten! Satan schlaͤgt und er⸗ regt sehr viel harte Wunden, in Versuchungs⸗Stunden. 3. Meines Fleisches Lust⸗Begser macht mir mauche Schmertzen, auch die Welt die schiesset mir Pfeile nach dem Hertzen: Mancherley Men⸗ schen⸗Scheu sucht mich zu erschre⸗ cken, und in Noth zu stecken. 4. Ach! koͤnt ich doch, JEsu! dich, wie ich wolte, lieben: Olmoͤcht sch doch kraͤfftiglich solche Lieb ausuͤben. Bruͤnstiglich wuͤnsche ich, dich im Geist zu küssen, in dir zu zerfliessen. 5. Mein Geist weiß die Wollust wohl, was es sey? dich lieben; Doch das gleisch ist Traͤgheit vol, will die Herrschafft üͤben: Fleisch und Geist zieht und reißt mich auf beyden Sei⸗ ten, o da gilt es streiten! 6. Ach! was mach ich Armer doch? Wer wird mich erretten? Wohin flieh ich endlich noch? Wer wird mich vertreten? HErr/ mein Heyl, komm in Eil, brich des Fleisches Tuͤcke, die verstrickten Stricke! Csus: 2. Sieh! ich komme und erfuͤll, Seele, dein Verlangen, ja ich kuͤsse dich, und will dich mit Lieb' umfan⸗ gen: Fleisches⸗Noth, Welt und Tod, ja der Hoͤllen Banden mache ich zu schanden. 8. Meinen Geist den schenck ich dir, der das Fleisch bezwinge, auch die Lieb', die dich zu mir zieh und kraͤff⸗ tig dringe; Ich heil dich,dich will ich reingen und entbinden, starcken, kraͤfften, gruͤnden. 9. Deiner Wunden tieffen Schmertz heilen meine Wunden, deine Schlaͤ⸗ ge hat mein Hertz, dir zum Heyl em⸗ pfunden Trag Gedult, alle Schuld soll mein Blut bezwingen, soll mein Blut verschlingen. ö 10. Dieser reine Purpur⸗Schweiß machet alles reine, was nicht reine/ das wird weiß durch diß Blut allei⸗ ne: Die Natur, Creatur, und diß gantze Wesen soll dadurch genesen. Ji Ses⸗ Von der Seele: 11. Ol wie rein ist doch dein Blut, IEsu/meine Wonne! Schnee⸗weiß ist die Wunden⸗Fluth, heller denn die Sonne. Gantz und gar hell und klar werden dort die Deinen durch dein Blut erscheinen, 12. Danck sey dir,du GOttes⸗Lam! Daß du uͤberwunden, daß du mir am Creutzes⸗Stamm die Erloͤsung sunden: Ich bin deiu,dir allein will ich mich ergeben/in dir siegen/leben. (888. L. I. E. In eigener Melodie. O Gewissens⸗Pein lach ach! flies⸗ set, meine Augen, fliesset, und wo moͤglich, so ergiesset einen gan⸗ tzen Thraͤnen⸗Bach. Ach! was hab ich doch begangen? Ach! wie boͤß hab ich gelebt ach! wo will ich Ruh erlangen? Ach! mein Hertze schmacht't und bebt. 2. GOTT, den lieben frommen GoOtt, meinen treugesinnten Va⸗ ter, meinen allerbesten Rather, mei⸗ nen Helffer in der Noth, der Gedult offt mit mir traͤget, dem sein Hertz Busse. auch versagen billig deine Gnsd und Huld. 6. Solche Arbeit, solcher Lohnl weil ich bin ein Knecht der Suͤnden, muß ich auch nach Recht empfindeh Angst, Betrübniß, Schmach und 900 Isch hast duertragen Ihst Dornen ckoͤnt. Ihad da empfunde Wund Lodes⸗Stich Ishd deine Wundt Ihich feftglich. Hohn. Ach!l wie soll ichs denn mu Her, ichhab nich machen; wie kan ich vor GOtt he,,ödiß ich Cnade de stehn? wie soll ich des Teufels RE. umich zu deinem chen u. der Hoͤllen⸗Ovaal entgehne asgenomten Hast, Ac 7. JEsu, aller Suͤnder⸗Heyl, wall sig tuhren wein die Gnaden⸗Thuͤr noch offen hie lHGeit, dait ich im Leben, will ich hoffen, daß ich shnen, daß du wleder g noch hab an dir Theil. Wo wolt ih IEsu, meiler S doch Trost sonst fassen, und Raßß ssosst, das mich von finden, ohne dich? HErr, wenn zu ilssteine Klett am Kle mich woltest lassen, ach! so stuͤndes ichguchan dir; kei schlecht um mich. Thund Halle, il m 8. Aber, IEsu, dein Wort sagt; isthah andit,säse Let daß du mollest die erqvicken, welch sslich halten bißein ihre Suͤnden druͤcken, drum so bleh.(59.) D. C. A. ich unverzagt. Bin ich schon ein d Gottdu fomt grosser Suͤnder, nimmst du doch dst Nen OOtt! durl Suͤnder an, ach! du handelst viel e. Mes Sünders sen linder mit mir, als ich glauben kasl Illtnicht, daßerfe 9. HErr, es ist mir hertzlich leih Eidmfterden,duswil vor Liebe bricht, den hab ich zu Zorn beweget! solte das mich kraͤncken nicht? 3. JEsum, der mich hertzlich liebt, JEsüm, meiner Feinde Raͤcher, meinen Heyland und Vorsprecher, der sich mir zu eigen giebt, dessen Gůte immer schwebet uͤber mir noch fruͤh und syat, dem hab ich stets wi⸗ derstrebet. O verfluchte Missethat! 4. GOtt, den werthen guten Geist, meinen Lehrer und Bekehrer, mei⸗ nen Gottesfurcht⸗Vermehrer, der mich von der Welt abreist, den hab ich aus meinem Hertzen durch die Suͤnde ausgejagt. Wunderl daß fuͤr Suͤnden⸗Schmertzen meine Seele nicht verzagt. Hab ich nicht, o grosser GOtt, mich zu bessern offt versprochen? Aber was ist mehr gebrochen, als dein heiliges Gebor? ich hab in den es reuet mich und schmertzehn hitr zur Buffe üch d mer⸗Stand. 10. IEsu, lab diß grosse Leid k WoneRanufurd Kranchetthin de: die: Wdsefem Nu 65 m Wtt ů— wohl wanen ien Iü„ Gieb! 2 Wind geschlagen meine grosse Suͤn⸗ den ⸗Schuld, drum kaust du mir 12. Ach fuͤr mich bist du verhö 97 Von de r Busse. 908 mich hast d du ertragen, daß man ich mit Dornen eroͤnt. Auch fuͤr gich hast du empfunden Hoͤlle n⸗ ungst und Todes Stich: auch fuͤr w zich sind deine Wunden, solches I aud ich festiglich. 3. HErr, ich hab nicht Ruh und gast, biß ich Gnade bey d und du mich zu deinem Kinde wie⸗ Irangenomen hast. Ach so laß doch haͤfftig ruͤhren mein Hertz deinen uten Geist, damit ich bald moͤge . Eun, weiner Seelen Zeer IEsu, meiner Seelen Zier, Ichtsit, das mich von dir scheide, od und Hoͤlle, soll mich von dir issen ab: an dir, süͤsse Lebens Qvel— will ich halten biß ins Grab. (889.) D. C. A. R. Pel. O GOtt du frommer GO 7 des Suͤnders sein Berd willstnicht, daß er soll in seinen s er z Ird H9ewaͤh rt. 0 känden⸗ Schuld annehmen! ge— lhvemen, du ruffst, und treibest uns Daß ich auf Morgen nicht, aufs Uter und zun Jahren, noch biß r Kranckheit hin die Busse wolle uhren; damit ich heute noch, und At von diesem Nu, mein gantzes leben bring in steter Busse zu. . Laß mich durch deine Krafft in Buß⸗ Werck wohl vollenden, uhd von der Suͤnde mich bußfertig dir wenden. Gieb wahre Reu nd Leid, Erkaͤntniß meiner * buld, und trage doch mit mir, em Suͤnden⸗Knecht, Gedult. Hilff mir, und staͤrcke mich in X. Buß⸗Gedancken; Laß mei⸗ n Glauben nicht vom Suͤnden⸗ ir fin de/ fest eine Klett am Kleide, so fest deine Macht, nug ich auch an dir; keine don e,(S0.) J. K. ur Busse treulich anz ach!fuͤhr und Schmertzen, ist kein Hertz Ete mich auf wal hrer Busse Bahn. nem Hertzen, mein Gemuͤthe, das Busser wancken, daß ich in Sun⸗ den⸗Angst nicht zaghafft untergeh, vielmehr vom Suͤnden⸗Fall(Tod) 541 sertig auffersteh. Ich falle dir, meinSOtt lich fal⸗ ledu zu Fusse; ach! 9. eb mir dei⸗ nen Geist zum Fruͤchten wahrer Busse, daß ich kein Feiger Abgur u mit blossen Blaͤttern sey, daß meine Busse srey von aller Heucheley. 7. So will ich hertzlich dir vor dei⸗ sme Gnade dancken, und nicht vorse⸗ tziglich aus ihren Schrancken wan⸗ cken, und was ich hier zu sch wach, vollbringe du an mir, so preiß ich ht,/ so leb ich d ort und hier. In eigener Melodie. Err nicht schicke d deine Rache uͤ⸗ ber meine boͤse Sache, oh sie wol durch Ube elthat grossen Zorn verdienet hat: freylich muß ich es dekennen, Ursach hast du sehr zu Ein GoOtt! du wilst ja nicht brennen, doch du wollest ietzt allein erben, Vater, und nicht Richter, aeyn. Schicke lieber, Omir Armen! Zaͤnden sterben, du willst vielmehr, fuͤrden Eyser dein Erbarmen, hei⸗ ur Busse sich bekehrt, daß le mich, denn ich vorhin schwach und Iu, statt Holl und Tod, das Lebenslagerhafftig bin. Siehe, wie ich ab sey kommen, wie mir alle Krafft be⸗ Du willst noch Busse vor die nommen, mache HE Sur, es ja nicht lang, Marck und Bein ist sterbe⸗ lut'st, daß jeder sich zur Busse folls kranck. Fuͤr der Sorgen Pein und iu met⸗ 3. dich liebt, ist biß auf den Tod be⸗ truͤbt. Mein Trost, kanst du noch vetweilen? hat es keine Noth zu ei len? macht dann deine Hüͤlffe sich schwaͤcher, als der Kummer mich? 4. Kehre wieder, wiederkehre, eh' ich mich in Angst verzehre, reiche deine Hand, O Gott, meiner See⸗ len, in der Noth! Zwar du moͤchtest sie woh hassen, weil sie selber dich verlassen: doch betrachte dis dabey, was dein Heyl und Guͤte sey. 5. Menschen, die nicht mehr im Le⸗ ben, die den Geist schon aufgegeben, wissen nich t von Schuld und Pflicht/ und gedencken deinex nicht, denn Jiꝛ wer 209 Von der Busse. 10⁰0⁰ * H1 wer kan dir Ehr erweisen, wer ver⸗ mag dich wohl zu preisen, wenn er schon liegt ausgestreckt, und im tief⸗ sen Grabe steckt. E. Meine muͤden Seuffzer sagen, was der Mund nicht weiß zu kla⸗ gen, durch mein Weinen alle Nacht F wird mein Lager naß gemacht: mei⸗ ner Augen heisse Zaͤhren: die mir Ruh und Schlaff beschweren, qvel⸗ len als ein Wasser⸗Fluß, daß mein Lager schwimmen muß. 7. Von der Pein, die ich empfun⸗ den, ist mein Antlitz abgeschwunden, Ungedult macht die Gestalt mir vor meinen Jahren alt, denn ich muß von allen Seiten mit dem losen Hauffen streiten„ der mir anthut Gchmach und Spott, und mich raͤ dert auf den Todd. 8. Nun ihr Ubelthaͤter ziehet, ihr Tyrannen auf und fliehet, geht, ihr Volck der Eitelkeit! hin, woher ihr kommen seyd: dann der HErr sieht wann ich weine,daß ich diß mit Ern⸗ sie meyne, meine Thraͤnen fliessen hin in sein Hertz und beugen ihn. 9. Er/ der HErr, hat schon mein Flehen mit Genaden angesehen, mein Gemuͤthe, das mich regt, hat ihm seines auch bewegt: alsobald ich ihn gebeten, ihm fuͤr Augen bin get reten, hat auch seine Guͤte sich ausgebreitet uͤber mich. 10. Fuͤr der gantzen Welt auf Er⸗ den sollen die nun schamroth wer⸗ den/ zittern auch fuͤr GOtt und mir/ die mich hassen fuͤr und fuͤr; weichen müͤssen sie zuruͤcke, ploͤtzlich und im Augenblicke, und doch sehen auch dabey, daß der HErr mein Heyland ey. (89I.) P. 6. Mel. Zion klagt mit Angst und ꝛc. Err, ich will gar gerne bleiben/ mwie ich bin, dein armer Hund, will auch anders nicht beschreiben mich und meines Hertzens Grund. Deun ich fuͤhle, was ich sey: alles Schand ergeben, unrein ist mein Ur, lie an gantzes Leben. Mn Bilt gch 2. Hündisch is mein Zorn und ei, sutksensthtm ser, huͤndisch ie mein Grimmur umbghen Haß: Huͤndisch i mein Zanck ved: uihe Geifer, hůͤndisch ist mein Raub und Ian. 11 raß: Ja, wenn ich mich recht ge⸗ Mhhe 11 99 nau, als ich billig soll, beschau, halt Wechrdlend ich mich in vieken Sachen ager, As cheh uch den die Hund es machen. lun lochten Ziel 3. Ich will auch nicht mehr begeh, ueges Henl d ren, als mir zukomme und gedühit aghel, uuc wolist mich nur des Rechts gewah, lalen, Renachbe ren, das ein Hund im Hause fuͤhrt,/ a. deine Heilgen, die sich dir hier ergt an ruh ben fuͤr und fuͤr, mögen oben au dern lll ch habesekber Spitzen deiner Himmels⸗Tasell Ileßne Fübe desse sitzen. Ahlich n dem Himme 4. Deine Kinder, die dich ehren,Plme mohl undah und in voller Tugend stehn, moͤgens sh Gottes Fuͤle la sich von Wollust nehren und im Eh lich Mungel habene be sich erhoͤhn, das du ihnen in dem(930 Licht deines Saals hast zugerichtUIl Feudichschr, ich will wenn ich nur kan liegen IuINaschet euch, ih term Tisch, mir lassen gnuͤgen. Sündeu, keinge. . Ich will ins Verborgne kriechen HIWSImm moihrrolle da die Nacht den Tag verhuͤllt, And luthut dus rele W. hin nach der Erden riechen, suchen Bose weg von mie, was den Hunger stillt; ich willmit Mugen hier; soll den Brosamlein, die ich finde, frithPIn Erlosen, Osol lich feyn, und mich freuen uͤber dln. len, was die Herren jassen fallen. Femet flißig dhi 6. Murken will ich auch und elMWkein Mgeg, th len, aber gleichwohl weiter nicht/ sch den rehten Wen bwronn Leih E⸗ chmsgeltch 0 ir von mir ein Schimpff geschicht ssge udzut Vuste, de 18 5, l0 5 der! und zur Busse, die uns heilt, ssch hellmir Liebem viel traͤger/als zur Suͤnden, und u Demn uen Boßheit, laͤsset finden. 7. Dennoch will ohn alles Ha r l cheln/ das so fest sonst in uns stedtz hndihrthuette ich dir auch hintpieder schmeichesi Lakt ung m! wenn ich deinen Zorn erweckt, usd her du meinen Ubermuth straffest mit der scharffen Ruth: Ach! HERN schone, will ich sprechen, Laß mest Soltauchetwe! Wort dein Hertze brechen! un uteh SuerNe 8. Mache mich zum wackern Hiasc giich Aes Bose wohnt mir bey. Ich bin aller tet, dessen Augen offen seyn, 936 6 + 1051 1001 Von der Vusse. 1002 Nae das Schoͤnste deiner Guͤter, deine wieder rein, wie die schoͤnste Wolle Kinder, schlaffen ein, wenn das seyn. O HErr JEsu! mir verleihe Hauß zum Bette geht, und der rechte wahre Buß und Reue. Dieb mit Listen steht nach des Nech⸗(893. sen Gut und Gelde, ey, so gieb, daß] Mel. Ich danck dir lieber HErre. ich ihn melde. Ch werff bey diesem Morgen 9. Mehre meinen kleinen Glau⸗ mich armes Suͤnden⸗Kind, Gott, ben, und wehr allem, das da will, die⸗in dein treues Sorgen, hilff mir von ses Schatzes mich berauben, fuͤhre meiner Suͤnd. Sieh, wie sie mich nich zum rechten Ziel, laß mich doch druͤcket, ach GOtt! sey gnaͤdig veht h sehn, Olewges Heyl, deines Hauses mir, damit ich werd erquicket, du Aghlht. kleines Theil, auch den Kleinsten kanst, sonst niemand hier. Uts ging Unter allen, die nach deinem Reiche2. Ich weiß, daß du aus Liebe ein hr wallen Mittel funden schon, und mir aus Uhe 10. Hab ich diß, so rubt mein Wil⸗Liebes ⸗Triebe geschencket deinen le, denn ich habe selber dich, dich,du Sohn, die rechte ehrne Schlange, unermeßne Fuͤlle dessen, was michl die ich getrost anseh im Glauben, ewiglich in dem Himmel laben soll.Pund erlange, daß ich gerecht weg⸗ Wohl mir/ wohl und aber wohll solls geh. mich GOttes Fuͤlle laben, worans 3. Ich bitt, ich ruff, ich weine, b im e will ich Mangel haben? HErr IEsu! wende dich, wie Petro (892.) mir erscheine, und bring zur Ruhe Mel. Freu dich sehr, Omeine ꝛe. mich. Ich traue deinem Sterben, Aschet euch, ihr Volck der nimm meiner Seel dich an, ach laß Suͤnden, reinget euer Hertz die nicht verderben, fuͤr die du gnug und Sinn, wo ihr wollet Gnade fin⸗ gethan. den, thut das frevle Wesen hin, thut 4. Mein Licht, ach unterweise das Boͤse weg von mir, weg von mei⸗ mich ietzt den rechten Steg, daß nen Augen hier; soll euch helffen ich, zu deinem Preiße, verfluch den mein Erloͤsen, O so lasset ab vom Suͤnden⸗Weg, daß JIEsum ich recht Boͤsen.—— ass, und seine Wunden⸗Mahl, be⸗ 2. Lernet fleißig dahingegen Gu⸗kenn die Suͤnd und hasse dieselbe tes, und kein Arges, thun, trachtet nͤberall. nach den rechten Wegen, weil ihr 5. Wohlan, mich selbst bekehre, 6 uoch in eurem Nun, in der kurtzen EOtt Vater, Sohn und Geist! die ebens⸗Zeit, und der Ungewißheit rechte Buß mich lehre, und heute sepd. Helffet den'n Bedruckten al⸗Beystand leist, daß mir das Vater⸗ len, weil mir Liebe wird gefallen. E Heilgen Geistes Krafft, 3%% 3. Oenn so kommt mit wahrer mein's JEsu Tod und Schmertze, ö Reue, und mit wahrem Glauben erlaß die Suͤndenschafft. H her, wenn der alte Mensch wird 6. Ich steh auf aus dem Bette, von 10444 neue, und ihr thut nach mein m Be⸗Suͤnden krumm gebuͤckt, Dreyein⸗ eebr. Laßt uns rechten, kommet ger GOtt! mich rette, und hilff, daß Knh ber, euer Suͤud, ist sie gleich schwer, ich, erguickt durch Ysu heilge Wun⸗ esell sie doch wie Schnee auf Erden, den, laß von der Sunden⸗Kett, und Heteine weiß und schoͤne werden von der Straff entbunden, heut froͤ⸗ . Sollt auch euer Maaß der Suͤn⸗lich geh zu Bett. „/ shen pen blutroth angefuͤllet seyn, daß(594½%0. C. N. *. sosinfarbnen Wein: soll sie dennoch Uf du arme Seele, in des Lei⸗ s sich gleich liesse finden einem Mel. JEsin meine Freude. 313 bes . 1003 Von der Busse. 1004 bes⸗Höle! dencke was ich bin Den⸗ cke doch, wie bange gehst du in dem Gange dieses Lebens hin ꝛ und wie weit ist deine Zeir unvermercket in den Jahren mit dir hingefahren. 2. Unsre Tage dringen unter allen Dingen in das Alter ein. Doch wir blinden Leute dencken nur auf heu⸗ te/ und gewohnen drein: weil man jetzt im Leben sitzt, meynen wir, es koͤnn auf Erden niemahls anders werden. 3. Aber GOtt, ohn Ende, der du deine Haͤnde uͤber alles streckst, wie soll ich dir dancken?⁊ daß du Ziel und Schrancken mir so so ferne steckst? nicht von mir, nur gantz in dir, bin ich, leb ich, und bestehe, wo ich fleh und gehe. 4. Du hast Geist und Leben erst⸗ lich selbst gegeben dieser meiner Brust/ auch von allen Jahren, da sie noch nicht waren, jedes schon ge⸗ wust, und so fort, biß du der Hort, der mir meine Tage lehnet, und mit Gnaden eroͤnet. 5. Sage, mein Erbarmer! woher bin ich Armer dieser Liebe werth, daß mir so viel Stunden, die mit Gluͤck verbunden in der Welt be⸗ schehrt 2 ist das recht fuͤr einen Anecht, den man seines HErren Willen wenig sieht erfüllen? 6. Wie viel kleiner Suͤnder ster⸗ ben als die Kinder, eh sie was ver⸗ stehn! und wieviel der andern, wel⸗ che taͤglich wandern und zu Grabe gehn; aber ich befinde mich mitten unter den Geschaͤfften, bey ge⸗ wuͤnschten Kraͤfften. 7. Darum mein Erhalter, der du mir das Alter bis hieher gebracht, ich bin alle Tage schuldig, daß ich sage: du hasts wohl gemacht. Ich bin dein nur gantz allein; dir auch hleibt mein gantzes Leben, weil ich bin, ergeben. 2. Ich will deinen Ehren ihren Ruhm vermehren, weil ich reden kans und mit Haud und Munde/ keine Vieꝛtel⸗Stunde uͤbel legen an, biß einmahl nach aller Quaal/ich, der boͤsen Welt entnommen, zu dir wer⸗ de kommen. (895. D. IJ. L. Mel. Zion klagt mit Angst ꝛc. Sôebcenn ihr Seufftzer, rinnt ihr Chraͤnen! nach dem HErren euren GOtt euch mit aller Macht zu sehnen/ in der schweren Suͤnden⸗ Noth, damit Leib und Seel be⸗ schmitzt, und schier in der Hoͤllen sitt, Hebt von diesem Welt⸗Getuͤmmel euch in GOttes Gnaden⸗Himmel. 2. Ach! HErr, voll Lieb und Erbar⸗ men, thu doch einen Gnaden⸗Blick auf mich, gantz verlaßnen Armen, und mir meinen Trost zuschick; ich erkenne meine Schuld, und bitt, HErr, um deine Huld, sey mir gnaͤ dig und dich kehre zu mir, HErr, und mich erhoͤre. 3. Schaͤndlich hab ich mißgehan⸗ delt, und nach boͤser Menschen Art, auf dem Suͤnden⸗Weg gewandelt, mit den Lastern mich gepaart. Ach! ich ungerathnes Kind, endlich nun mit Schmertz ompfind, wie ich dich mein GOtt, betruͤbet, der du mich so sehr geliebet. 4. Gleichwohl komm ich, Vater, wieder mit zerschlagnem Sinn und Geist/ schaue doch vom Himmel nie⸗ der auf den, der sein Hertz zerreist; der mit wahrer Buß allhier klopfft an deine Gnaden⸗Thuͤr; Vater deiner armen Kinder! hoͤre einen grossen Suͤnder. 5. JEsus hat fuͤr mich getreten deines Zornes grimme Fluth, auch gesagt: er wolle beten, daß der Hol⸗ len heisse Gluth mich nicht brenne und verzehr; höͤr, hor ihn doch lil⸗ ber HERR, und erzeige deinen Knechte Gnad und Liebe, fuͤr dem Rechte.. 6. Nur ein Troͤpflein deiner Gna⸗ den, deiner Lieb und deiner Hulb/ wird gnug seyn fuͤr meinem Scha⸗ den, und zur Zahlung meiner Schuld/ 005 wachlichreches l doch auf weie Ichmeine Stusste Aarmung zirerzeigeih „Sele meiner at Wils Crn sKöcher Holen, Adund Ruh: laßt I Blutaller Si il, anmienicht au hallin verlohren (396. Hl AchOOn om Nen 6⁰/ sies mes Kind, mit! sschen, heydir bußfe , und such füͤrmei Centuer⸗chwere sch so hoch erzuͤrnet Ollffeund Erbarmen. Ich hab die gantze humix hastverlicht Isne Seeligkeit, in Hlchühen und vieler sacht/hich und dein gi siacht Gesolget mei Wennich nun st Haft, mein Gott s. ss daich bich habat scchnt wit meinem E. n Geffspoft betri Isethet verüͤbt, wi ssehen Ach Vater! ach! lt sh gnäbig an Wudieb die schwer eculd, fürgechhtl Ih Rimm——— Hr, und wͤff fe MWerder Wunden Je a, Wfu,dein o. Am nicht syn v Humlein Gor ch en—1 user Suͤnden Wadancssehn 0 HadundSter Otthellger Oei md yden Ahsiglig 1005 Von der Busse. 1006 Schuldzach liebreiches Vater⸗Hertzl schaue doch auf meinen Schmertz, laß dich meine Seuffzer beugen, mur Erbarmung zu erzeigen. 7. Sende meiner armen Seelen eine Himmels⸗Troͤstung zu, aus der Felsen⸗Loͤcher⸗Hoͤlen, daß ich finde Hnad und Ruh; laß des Heylands theures Blut,aller Suͤnder hoͤchstes GSut, an mir nicht auf dieser Erden gantz allein——— werden. 8 96. Mel. Ach GOrt vom Himmel ꝛc. 4 Meinn G LT, sieh, ich dein ar⸗ mes Kind, mit Suͤnden hart Re beladen, bey dir bußfertig mich ein⸗ find, und such fuͤr meinen Schaden und Centner⸗schwere Missethat/ die dich so hoch erzuͤrnet hat, Trost, uhHülffe und Erbarmen. 2. Ich hab die gantze Lebens Zeit, die dů mir hast verliehen zuwuͤrcken meine Seeligkeit, in sfundlichem Bemühen und vieler Eitelkeit zu⸗ hracht/dich und dein goͤttlichsWort veracht, gesolget meinen Lusten. 3. Wenn ich nun strenge Rechen⸗ schafft, mein GOtt, soll hiervon ge⸗ mle hen, da ich dich hab aus aller Krafft ertuͤrnt mit meinem Leben, und dei⸗ nen Geist so offt betruͤbt, so manche Missethat verůͤbt, wie werd ich da I%0 bestehen? 48. Ach Vater! ach hab doch Ge⸗ dult, sieh gnaͤdig an mich Armen. Vergieb die schwere Suͤnden⸗ Schuld, fuͤr Recht laß seyn Er bar⸗ men: nimm meiner Suͤnden grosses det Heer, und wirff sie in das tieffe Meer der Wunden JEsu Christi. . Laß, JEsu, dein so theures Blut an mir nicht seyn verlohren, du Eammlein GOttes bist zu gut fuͤr mich ein Mensch gebohren, und meiner Suͤnden schwere Last am Cveutze du gebusset hast, durch dein Blut, Tod und Sterben. 6. GOtt Heilger Geist regiere mich durch deine Gnad und Guͤte, daß sch sur Suͤnden emsiglich durch deine Krafft mich hůte/ daß wenn ich nun von hinnen geh, ich dann bey SOtt in Gnaden steh, und seelig sterbe/ Amen. (677.) D. J. I. Mel. Freu dich sehr/ o meine Seele. Woe so sehr mein Hertz verwir⸗ DTret? warum traurig? sage an; ists, daß du bist abgeirret von des HErren Tugend⸗Bahn, und daß schnoͤder Suͤnden /Koth dich ge⸗ hracht in solche Noth? stehe ab von deinen Sunden, vielleicht ist noch Huͤlff zu finden. 2. Hast du mit verruchten Sitt⸗ nen GOtt den Ruͤcken zugekehrt? lauff nach Zions Gnaden⸗Zinnen: dort ist, was die Suͤnder nehrt; eile nach dem Himmel auf, aͤndre dei⸗ nen Lebens⸗Lauff, werde feind den Eltelkeiten, die dich nach der Hoͤllen leiten. 3. Nimm dein Weinen, deine Thraͤnen, dein geaͤngstes Jammer⸗ Hertz,dein Gebeth und heisfes Seh⸗ nen,deinen Kumlez,deinen Schmeꝛtz; schlag an deine Suͤnden⸗Brust, die Urquelle aller Lust; bitt von GOt⸗ tes milder Gnaden Trost fuͤr deiner Seelen⸗Schaden. 4. Ist gtoß deiner Suͤnden Buͤde? fuͤhlst du deren schweren Lastedenck, wie groß auch sey die Wuͤrde, die du an dem Heyland hast; die in JEfu dir und mir haͤlt des Glaubens Wuͤr⸗ ckung fuͤr; er hat ja fuͤr uns erdul⸗ det, was die Suͤnden⸗Lust verschul⸗ 5. JESu, JEsu, meine Freude, meiner Seelen Preiß und Cron, sprich doch einst, in meinem Leide, du geliebter GOttes⸗Sohn! nur ein Woͤrtlein Trost mir zu, dah ich wie⸗ der finde Ruh; siehe doch, wie ich zerschlagen, daß ich mochte schier verzagen. W. 6. Es ist nun in den Gebeinen kein Marck/kein Trost, biß du/ Fuͤrst mei⸗ nes Lebens, mür erscheinen,und mich leichlich troͤsten wipst; ach verlaß Ji4 dein 95 — *** ö 1007 Von der Busse. 1008 dem Schaͤflein nicht, dem an allen es gebricht; mein Hirt komm in mein Hertz nieder, such und finde mich doch wieder. 7. Mir ist leid, was ich begangen, ich bereue meine Schuld; was ich konne nun verlangen, ist allein, HErr! Gnad und Huld; laß dein theures Blut allein an mir nicht verlohren seyn: in dein heiliges Ge⸗ dencken, will ich all mein Leid ver⸗ sencken. 3. Ja, gedenck, HErr JEsu, mei⸗ ner stets im besten: ausser dir ist hier und im Himmel keiner, durch den ich zur Gnaden⸗Thuͤr koͤnne kom⸗ men; spricht mein Hort bey dem Vater mir das Wort; so werd ich b mit Freuden schauen Zions hochge⸗ wuͤnschte Auen. (898.) Mel. O Traurigkeit! O Hertzeleid. Ongst und Leid! O Traurig⸗ keit/ ie ich ietzt muß empfin⸗ den, die ietzt mein Gewissen nagt wegen meiner Suͤnden. 2. O Furcht und Grauß! das Hoͤl⸗ len⸗Haus, darnach ich pfleg zu rin⸗ gen, hat den Rachen aufgesperrt, und will mich verschlingen. 3. O Ach und Weh! O Schre⸗ cens⸗See, wo soll ich mich verste⸗ cken; ach daß doch die tieffe Grufft moͤchte mich bedecken! 4. Die Erde hat kein Raum noch Statt, wo ich kan sicher bleiben: meine Boßheit will mich gantz in den Abgrund treiben. 3. Wie werd ich dort so strenge Wort vor GOttes Richtstuhl hö⸗ ren] weil ich mich die Fleisches⸗Lust laß hie so bethoͤren. 6. O Gottes⸗Sohn! du Gnaden⸗ Thron, ich flieh in deine Wunden, drinn hab ich noch iederzeit Ruh und Lindrung funden. 7. Dein heilges Blut, das mir zu gut am Creutze war vergossen, ist ein Brunn, daraus das Heyl kommt auf mich geflossen. 8. Darum O Heyl! laß mich ietzt 100 —— Mamn Zorn/ Vat. Theil an deinen Gnugthun haben, amschaniher meine Suͤnde werd hinfort in dein Grab begraben. 9. O treuer Hirt! wenn Satan wird mein Uppigkeit verklagen, so Eolaß mich dan tet, deiner Huld, tvergiesen vergj huldelaß meine S still ihn durch dein Verdienst, sonst. ich derhandcchrf muͤst ich verzagen. (899.) D. J. L. Mel. Hertzlich thut mich verlangen. Ch bin ein armer Suͤnder, voll Jammer und voll Noth/ wie al⸗ le Adams⸗Kinder, und hab verdient den Tod, den ewgen Tod; ach wehe! wo soll ich fliehen hin? weil ich mein Ungluͤck sehe und voller Schanden in 2. Es ist an meinem Leben nichts Gutes uͤberall, bin aller Suͤnd erge⸗ hen/ die Schuld ist ohne Zahl; es sagt mir mein Gewissen, und stehet wider mich, daß ich den Bund zer⸗ rissen mit GOtt so freventlich. 3. Wo soll ich mich hinwenden ⸗ wer wird in dieser Zeit mir seinen Beystand senden ꝛ wer stehet mir zur Seit in diesen schweren Noͤt hen? mein Leben klagt mich an, mein Richter wird mich toͤdten; wo bleib ich armer Mann? 4. Ach Vater aller Gnaden! hier liegt dein Ephraim, mit grosser Angst beladen, erschreckt vor deinem 14.6 Grimm. Nun ist es Zeit, gedencke an deine Lieb und Treu, und ihm das Leben scheucke, er kommt mit Leid und Reu. 5. Ich, HErr! ich komm und bit⸗ te, ich ruff und schrey zu dir, mit Huld mich uͤberschuͤtte, vergieb dit Suͤnde mir, mir armen Wurm der Erden, der sonst verlohren ist; ach! laß mich seelig werden, von wegen IEsus Christ. 6. Sieh an sein bittres Leiden, di⸗ Wunden seiner Seit/ sein Blut und Creutzes⸗Scheiden; hoͤr, was er da⸗ mahls schreyt: vergieb, vergieb die Suͤnden dem Volck der Wiltg ö — , und der Suͤnd RWher sey. 5. So soll mein Gei Mlaller Danckbarket Hser geben, ichtoll sall Klecht und Dien 10 ichs Leben hab Wnr Son shins Gtab. 6⁰⁰;) Mal. Wo sollich fi⸗ D mein Hertz ich so lend bir ich Zion gehen, dasel llstehen ach! tverde seh nlich auch wohl d „Mhohl, die Se auhe hihen hntrage, daßich ga Oott werde so 00 100 nich igt un haben t in deh Sateh lagen, st/ sost Erlanget, Ider, vol Hie dle bperdielt ach wehtl Uich men Schunden en ichts und ergt⸗ Zahl 6 und stehit Bund zer⸗ tlich. wenden wir seiuen sichet mñ Mothen an, Mein b bleih dennl hitk it grosse Or deinen gedenck und ihn mmt mnt mundbit Udir/ mit gieb 1009 Von der Busse. 101¹0 laß deinen Zorn, Vater, schwinden, schlag mich an ihrer statt. So laß mich dann geniessen, O Vater, deiner Huld, um JESuS Plutvergiessen vergieb mür meine Schuld: laß meine Seel empfinden Daß ich der Handschrifft sey entschla⸗ gen, und der Suͤnden geworden twieder fre.ß. 8. So soll mein Geist und Leben, mit aller Danckbarkeit, sich dir zum Opffer geben, ich will auch iederzeit dein Knecht und Diener bleiben, so laug ichs Leben hab; mich soll nichts von dir treiben, biß daß ich geh ins Grab. (900.) B. 8. Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛe. Ohin mein Hertz, wohin? daß ich so elend bin. Ich will nach Zion gehen, daselbst vor EOtt zu stehen: ach! werden meine Suͤn⸗ den mich auch wohl dor ten finden? 2. Ja wohl, die Schuld ist bloß, und meine Buͤrde groß, die ich nach Zion trage, daß ich gar billig klage: GOtt werde so viel Schulden mit nichten vor sich dulden. 3. Jedoch getrost mein Sinn! wo gieng der Zoͤllner hin, als ihn die Suͤnde druͤckte, und er fuͤr GOEE sich buͤckte? ist er nicht auch mit be⸗ ten zum Tempel eingetreten? 4. So mache dich nur auf, und geh mit vollem Lauff dem Vater in die Armen, er wird sich dein erbarmen. Er hort an jener Staͤtte der Trauri⸗ gen Gebethe. 5. Dort ist der Stuhl gesetzt, der uns mit Trost ergoͤtzt besprengt mit heChristi Blute, den Traurigen zu gu⸗ te, die sich mit Reu und Thraͤllen nach der Vergebung sehnen. 6. Dort ist die Gnaden⸗Quell, ach syle heyle schnell, wie sonst die Hir⸗ sche dursten, nach deinem Gnaden⸗ Fursten/er hat ein Wort voll Leben, hie Suͤnden zu vergeben. . Achl bring ihm doch ein Hertz yoll Angst und voller Schmertz; die Opffer sind vor allen, die ihm allein gefallen, wenn Geist und Seele schmachten, will er sie nicht verach⸗ ten. 3. Dort ist der Süͤnder⸗Freund, der es so treulich meynt, bist du nun irre gangen, er wartet mit Verlan⸗ gen; er suchet, laß dich finden: er heilt, laß dich verbinden. 9. Es freut schon JEsus sich, daß ex sein Schaͤflein, dich, wird aun die Achseln legen, und dich auf guten Wegen zu seiner Heerde bringen, die wird vor Freuden singen. 10. Der Tisch ist auch bereit, wo du die Suͤßigkeit im Brod und Wein wirst schmecken er wird die Tafel decken, und dir zu Trost und Leben sich selbst zur Koͤste geben. II. Ey nun lso walle fort, dein FE⸗ sus wartet dort, so bald du ihn wirst sehen, darffst du funff Worte flehen: GOtt sey mir Suͤnder gnaͤdig das macht von Suͤnden ledig. (901.) B. S. Mel. HErr JEsu Christ, du ꝛe. Err JIEsu, ach! wo flieh ich hin fuͤr meinen Missethaten, mit welchen ich umgeben bin ich weiß mir nicht zu rat hen; kein Engel ist/ der helffen kan, kein Mensch nimmt sich auch meiner an, laß du dichs doch evbarmen. 2. Ach ia, ich will voll Zuversicht zu dir die Zuflucht nehmen. Ich weiß gewiß, du wirst mich nicht ver⸗ stossen noch beschaͤmen. Du bist war aller Suͤnden Feind, iedoch auch aller Suͤnder Freunb, die Busse thun und glauben. 3. Mir ist mein Hertz von Reu und Leid zerknirschet und zerschlagen, daß ich nicht in Gerechtigkeit dein Bild an mir getragen, und lieber der verdammten Welt in schnoͤder Lust mich gleich gestellt, und so mein Heyl verschertzet. 4. Doch glaub ich, daß du deine Huld und dein Verdienst mir schen⸗ chest: dargegen aller meiner Schuld Ji und 101I Von der Busse. 1012 und Sůnden nicht gedenckest. Denn siehst du deine Wunden an; so ists unmuͤglich, daß ich kan von dir ver⸗ stossen werden. 5. Ja, solt ich auch so tieff und schwer in so viel Sunden stecken, daß dein Verdienst nicht gnugsam waͤr dieselben zu bedecken; so glaub ich/ dast du noch einmahl fuͤr mich den Tod und Hoͤllen⸗Qvaal aus Liebe würdest leiden. 6. So aber bleibt es eingestellt, denn dein Verdienst im Blute er⸗ sireckt sich auf die gantze Welt,drum kommts auch mir zu gůte. Ein eintz⸗ ger Tropffen macht mich rein, solt ich auch so ein Suͤnder seyn, als kei⸗ ner ie gewesen. ö 2: Laß deinen Geist im Hertz und Sinn den suͤssen Srost versiegeln, und sich mein Leben kuͤnfftig hin in deinem Leben spiegeln, damit ich als ein rechter Christ, HERR Christe, der dir aͤhnlich ist, mit dir vereinet bleibe.(902.) Mel. Dreyeinigkeit der GOttheit ꝛc. Ae schone doch! O grosser Men⸗ schen⸗Huͤter! ach strasse nicht, barmhertziger Gebieter! ach rechne nicht! wer kan vor dir bestehn? ach zuͤrne nichtl ich will doch zu dir gehn. 2. Ach zuͤrne nicht in JEsu will ich kommien, hat der nicht, HERR, die Straffe weggenommen? Er ist am Creutz ein Fluch fuͤr mich ge⸗ macht/an meiner statt hat er es vol⸗ lenbracht. 3. Ach rechne nicht! auf tausend muß ich schweigen, ich will mich nur zum Gnaden⸗Scepter beugen, auf meinen Mund die Hand ich legen will, und wie ein Kind gedultig schweigen still. 4. Ach straffe nicht! du sonst ver⸗ zehrend Feuer, ich muß vergehn, die Flamm brennt ungeheuer; da ist dein Sohn, der stehet vor den Niß, da ist der Bůrg/der hat bezahlet diß. . Ach schone doch! ich bin nur Asch und Erden/ein leichtes Blatt, das bald zu Staub wird werden, was nuͤtzet doch zu treten auf dis Blum? Was bin ich HErr? ge⸗ denck an deinen Ruhm. Antwort GOttes. 6. Ich kan dich nicht, mein Kind hinfort verlassen, ich will mit Lieb dich ewiglich umfassen; sey nur ge⸗ trost, hab einen frischen Muth, es ist bezahlt durch deines IEsu Blut. (2030 Mel. O GOtt du frommer GOtt. O Menschl bekehre dich, dieweil du lebst auf Erden, in dieser Gnaden⸗Zeit will GOtt dir gnaͤdig werden: schau, weil es heutẽ heist, nach deiner Seeligkeit; denn Chri⸗ sti Gnaden⸗Mahl steht ietzo noch be⸗ reit. 2. Spahr die Bekehrung nicht biß gar nach diesem Leben: Denn die Verzoͤgerung kan keinen Vortheil geben. Wasch hier die Flecken ab, und fege dich mit Fleiß, denn dort in i Welt macht dich kein Feue weiß. ö 3. Wenn wir des Hoͤchsten Schrifft als lehrbegierig lieben, so sind in dieser nur zwey Wege vorgeschrie⸗ ben: der ein ist eng und schmahl, der andre glatt und breit; und zwischen beyden ist ein grosser Unterscheid. 4. Wer seiner alten Haut des 65 1 HErren Creutz aufleget, und dem gecroͤnten Haupt es mit Gedult nachtraͤget; kommt auf der schmah⸗ len Bahn versichert grade zu, durch diesen Dornen⸗Steig zur suͤssen Himmels⸗Ruh. 5. Wer aber Christi Mund mit Frevel⸗Muth verachtet, und in deis Gnaden⸗Zeit nach Fleisches⸗Luͤsten trachtet, der geht den breiten Pfad zur tieffen Hoͤllen⸗Pein, wo freylich Buß und Straff und Reu wird ewih iux seyn. 6. Gott weist zur Reinigung den Weg mit bessern Lehren, vor die/ so seinen Sohn mit seinem Leben höß ren! den Glauben und Gebeth e E Geistes Gunst, Welt nicht d Iuhs.. „Erzahlet ꝛedettnan Ingefangen:es sey dem HErken nach Hlen undim Crentz; ser sieh nach sein Aehallhier gegangen . Hulf GOtt! daß Vrten Christumehre schau,und folgef Ihet im Glauben f. Mbastern rein und h. scht nach hessen Att zu Gleb/ dah twir alle Ahdeinem Worte, Ilel gehn durchdie daß uns hereitet sen Hlͤlichkeit, und wir⸗ stbgun auf die Feget 004%. Ineigener ESuS nimmt die beug so wilich ni Uunmichweine Miff Inben heftigplagen lalssen michz eyk so Hlun„ was mür Gott scht: Esusnimnt di 0 Jeslls immt die 101 10¹½ Von der Busse. 10¹⁰⁴ — b Werdesh KI duf dis seines Geistes Gunst, daß sie nach dieser Welt nicht duͤrffen jenerd Brunst. 7. Er zahlet iedermann, nachdem Eis angefangen: es sey nun, daß er hier dem HErren nachgegangen im keben und im Crentz: es sey auch, daß er frey nach seines Flesisches rieb allhier gegangen sey. 8. Hilff GOtt! daß alle Welt den Erren Christum ehre/und auf sein keben schau, und fol ge seiner Lehre: und bet im Glauben stets, um hier hon Lastern rein und heilig und ge⸗ echt nach dessen Art zu seyn. 9. Gieb, daß wir alle stets gehor⸗ chen deinem Worte, und g'rad in himmel gehn durch diese enge Vfor⸗ et daß uns bereitet sey nach der die herrlichkeit, und wir nicht dorten syst baun auf die Fegenszeit. (9⁰4. In eigener Melodie. ESuS nimmt die Suͤnder an! drum so will ich nicht verzagen, henn mich meine Missethat und die Suͤnden hefftig plagen. Druͤcket das ihuf Hewissen mich; ey! so denck ich nur sind ih saran, was mir GOttes Wort ver⸗ hotolschte hricht: JEsus nimt die Sünder an. hmhldel a. IEsus nimmt die Suͤnder an! HD wischil nenn sie sich zu ihm bekehren, und terscheid. Dergebung ihrer Suͤnd nur in wah⸗ Haut dis Er Buß begehren. Sunden⸗Lust, und dirt Hrum gute Nacht! ich verlasse deine 1 Gedul Hahn mich erfreuet daß ich hoͤr: der schuah YGsus nimmt die Suͤnder au. de, Bul 0 JEsus nimmt die Suͤnder an ur sistl Vehe dem! wer diesen Glauhen, glese feste Zuversicht, sich vom Sa⸗ Rund nill hin laͤsset rauben, daß er in der Sün⸗ Lonun Angst nimmer froͤlich sagen * ich bin dennoch gantz gewiß: Esus nimmt die Suͤnder an. Huslhs K. 0 ale nimmt die Suͤnder an! Ie* ich gleich von ihm geirret; hat her Satan schon mein Hertz offter⸗ migung öi mahlen so verwirret, daß ich fast ven⸗ . or dih weltlelt war; ich stah nicht iin blos⸗ Lebel seWahn, sondern glauhe fefliglich: a Yesus nimmt die Suͤnder an⸗ 8. mein Hud IUmit Lh eh nurge Muth, 11 Esu Blut ner GOtt / diemtil „in diestt dir gnadie Heute heitz denn Chr 6o lochbe nicht bis Denn dü Vortheil Flecken ah, denn dort kin geus 910 IEsus nimmt die Suͤnder an 1 dieses isis, was mich ergoͤtzet, wenn mich all eWelt betruͤbt und in lau⸗ ter Trauren setzet: wenn mich das Gewissen schreckt und verfluchet zu dem Bahnn, so ergoͤtzt mich dieser Trost: JEsus nimmt die Suͤnder an. 6, JEsus nimmt die Suͤnder an! laß es alle Welt verdriessen: Laß den Satan alle Pfeil nur auf mein Ge⸗ wissen schiessen: Pharisaͤer murret hier trotz wer unt er allen kan die⸗ sen Trost vertilgen mir 2 JSSUS . die Suͤnder an. IE Ssus nimmt die Suͤnder an! diesen d Drost hab ich erkohren. Hat sich schon das Schaaf verirrt; Ist der Groschen gleich verlohren GOtt hat schon ein Licht bereit, das er⸗ leuchtet iederman, dieses bringt mich auch zurechte: JEsus nimmt die Suͤnder an. 8. JIEsus nimmt die Suͤnder an! diesen Hirten unsrer Seelen will ich ietzt und immerdar mich zu treuer Hand empfehlen: Fuͤhre mich nach deinem Rath, daß ich endlich ruͤh⸗ men kan, wie du mich verlohrnes Schaagf, JIEsu! hast genommen an. (905.9 Mel. IEsu meines Lebens ꝛc. Aet wo soll ich mich hinwendene meine Sünden qualen mich; wer will mir nun Hülffe senden das thut IEsug, welcher sich in den bittern Tod gegeben, und gelassen Blut und Leben; drum soll IEsus Blut allein/mich in Suͤnden⸗Angst erfreun. . Aber was ist da zu machen, wenn mich GOttes Zorn erschreckt und der Hoͤllen offner Rachen; wenn mich tausend Noth bedeckt, wenn die Fluthen vieler Plagen uͤber mich zusammen schlagen nichts als IJE⸗ sus Blut allein, soll alodann mein Labsal seyn. 3. Mill mir fuͤr dem Tobe grauen, und faͤllt Hertz undeheuth dahin, will ich JEsu Blut anschauen 3 so ist Ster⸗ Von der Busse. 1016 Sterben mein Gewinn. IEsus Blut macht/ wenn ich sterbe/daß ich werd ein Himmels⸗Erbe, drum soll IEsus Blut allein auch im Tode mich erfreun. (906.) J. S. W. Mel. O Ewigkeit du Donner⸗ ꝛc. OD uulder Sanden Nar so soll ich in der Suͤnden⸗Noth nun gantz und gar verderben? ich halte dein Gesetz gar nicht, drum deine strenge Rache spricht: du must des Todes sterben. O Schmertz! O E⸗ lend, Angst und Pein! so muß ich nun verlohren seyn. 2. Ja freylich/ kan dein Goͤttlich Recht mich, ungetreuen Sünden⸗ Knecht/ in Ewigkeit verfluchen, und dürfft ich in dem Schweffel⸗Pfuhl vor deinem hohen Richter⸗Stuhl gar keine Gnade suchen, wenn an⸗ ders meine Missethat, was sie ver⸗ dient, zu fuͤrchten hat. 3. Jedoch, getreuer Zebaoth! du willst ja keines Suͤnders Tod, und Laͤst ihn lieber leben, deswegen du von deinem Thron auch deinen viel⸗ geliebten Sohn fuͤr sie dahin gege⸗ ben, der auch fuͤr meine Schuld ge⸗ buͤßt, u. selhst fuͤr mich gestorben ist. 4. Wer also wahre Busse thut, und glaͤubt an JEsu theures Blut, kan wohl fuͤr dir bestehen. Du schen⸗ ckest ihm die Suͤnden⸗Schuld, und wirst mit ihm nach Vaters⸗Huld nicht ins Gerichte gehen, und wirst auch so um IEsus Pein mir armen Suͤnder gnaͤdig seyn. 5. Diß alles ist mir wohl bewust, doch die verstockte Suͤnden⸗Lust laͤst Schmertz durch wahre Reu empfin⸗ den, daß mein gewisser reiner Geist die hohe Vater⸗Liebe preist. 7. Ach l stelle mir, du reines Licht, die Missethat ins Angesicht, daß ich sie recht bereue. Zerknirsche mei⸗ nen Felsen⸗Sinn/ daß ich die Suͤn⸗ den kuͤnfftighin, als Pest der See⸗ len scheue. Wohlan! hilt m und hoffe drauf, O GOtt! hilff meiner Schwachheit auf. J. S.W. (907.WJ. S. M. Mel. HErr JIEsu Christ, du ꝛc. ERaschlaffre dich„ verstockter Sinn! von Suͤnden aufzuste⸗ heu, und laß dir GOttes Ruff sort⸗ hin zu Hertz und Ohren gehen, denn dein Erbarmer schreyt und spricht: Ach Israel! vergiß mein nicht, gedenck an deine Suͤnden. 2. Du denckst in steter Sicherhest gar nicht an deinen Schaden, und koͤmmst also die gantze Zeit beyGott nicht zu Genaden. Denn freylich hat die tolle Brust, durch allzugrosse Suͤnden⸗Lust, des hoͤchsten gautz och vergessen. 3. Wach auf! wie lange schlaͤfft du doch, ach! hoͤre GOttes Stim⸗ me, daß nicht sein Eyfer endlich noch auch uͤber dich ergrimme. Wach auf! die Ayt ist angelegt, der Baum so keine Fruͤchte traͤgt, wird schrec lich abgehauen. 4. O Weh lach heute denckt mein ah Hertz an meine grosse Suͤnden, ich lauter Seelen 5 Schmertz und Hertzens⸗Angst enm drum muß pfinden. Getreuer Gott, ich dench an dich gedencke du nur auch an michs nicht recht erkennen. Mein mich, gedencke mein im besten. Leben ist nur Heucheley/ und warlich ů ö keine wahre Reu und Besserung zu schon, ich will an dich gedencken, nennen. So leb ich denn die gantze sund dir durch meinen liebsten Sohn Zeit in grober Suͤnden⸗Sicherheit. 6. Drum, treuer 60TT, erbarme die Schuld der Suͤnden schencken. Ach sieh, wie mir das Hertze bricht/ R — sl, lah mich in de 0 Hinkunftig ftöf FOencke meiner alleze WinEwiokeit, olt Iu voriger M deu Shunen hoch in Sicherhe Wauft meineSeeleh Hoͤchsten Ruffemp Errund Schöpffer f Ain Kind bekehredich Abonganten Hergz Vas nüßzt der fals Ihein, wenn auch di W da doch die Hertze Ihsich nicht zu mirke h mit,liebster Sohn 0 ah nun tpahre Ihmettzin deiner Bri 4. Jidoch Isi VDhelrost, — — — — — — —— .—— — . Ach ja/ dupricht Ich. hör iuhn sic 10 0 Me dich, ach HErr lach HErr! bekehre darum vergeß ich deiner nicht, d W mich von allen meinen Suͤnden. Ach schaff in mir ein reines Hertz, stehst in meinen Haͤnden. 6. Nun Gott, der du und laß mich bangen Seelen⸗den⸗Schuld mir, dir sey Lob, ver, Rs den E die Suͤn⸗ E N hehen. hsch gch die 100 Uethpft⸗ net Gei bt/ d esche mz dit S⸗ der Sth Haub utd fmeine ,du te. dtrstocktte aufluft⸗ Luff fott u gehel, reyt uld giß men Uden. acherheit n, Uld beyGott Ifteylch“ Hugrose ten galt schlaft es Stil“ r eldlih me. Wath E Ballll/ schril⸗ 10¹⁷ Von der Busse. 1018 geben, laß mich in deiner Vater⸗ Huld hinkuͤnfftig froͤmmer leben. Hedencke meiner allezeit /so hier, als dort in Ewigkeit, oltreuer GOtt, im besten. (908.) J. S. W. In voriger Melodey. Veikockre Sinnen! schlafft ihr dens aufl meine Seelel laß uns doch des Hoͤchsten Ruff empfinden. Dein Vrr und Schoͤpffer spricht zu dir: mein Kind bekehre dich zu mir, und war von gantzen Hertzen. 2. Was nuͤtzt der falsche Heuchel⸗ Schein, wenn auch die Lippen eh⸗ ten? da doch die Hertzen ferne seyn, und sich nicht zu mir kehren. Drum gieb mir/liebster Sohn! dein Hertz, und laß nun wahre Ren und Schmertz in deiner Brust entstehen. 3. Stell GOtt zu Ehren Fasten an, beweine deine Sunden. Oweh! vas hab ich doch gethan, wo will ich Rettung finden? Wie boͤßlich weich ich doch von GOtt, drum hab ich es nur Schand und Spott, und moͤch⸗ te schier verzagen. 4. Jedoch getrost, zerknirschter Geift GOtt wird dich nicht verlas⸗ sen, wenn Reu und Leid das Hertz zerreist, wird dich sein Schooß um⸗ sassen. Wohlan! mein Geist/bekeh⸗ se dich, und halte dich nur sicherlich an JIEsus Blut und Wunden. Denn unser GOtt hat viel Ge⸗ bult,Barmhertzigkeit und Güte. Er schencket uns die Suͤnbden⸗Schuld aus gnädigem Gemüthe. Ja hat er gleich das Schwerdt gewetzt, und uns zu schlagen vorgesetzt, so reut ihm bald der Straffe. di Loh/ M. R ude gehen. 7: Laß mich noch in Sicherheit der Suͤn⸗ zu aller Suͤnde meiden, und unter dir nun allezeit so Hoͤll als Welt be⸗ streiten. Ja reitzet mich mein Fleisch und Bluͤt, so gieb mir Krafft und Helden⸗Muth auch solches zů be sie⸗ gen. (909.) J. S. W. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. Ein GOtt, darff ein verlohr⸗ ner Sohn zu seinem Vater kehren, so laß mich deinen Gnaden⸗ Thron in tieffster Demuth ehren. Vergiß der grossen Sünden⸗ Schuld,/ und laß mich deiner Vater⸗ Huld wie ehemahls geniessen. 2. Zwar meine Suͤnden scheiden mich von deiner Vater⸗Liehe, weß⸗ wegen ich mich inniglich biß in den Tod bet ruͤbe. Ich geh als ein ver⸗ trrtes Schaaf, und der so sichre Suͤnden⸗Schlaff will mich zur Hoͤl⸗ le stürtzen. 3. Es ist die schnoͤbe Suͤnden⸗Lust mir, leider angebohren, gleichwie sich die verwoͤhnte Brust nur Boͤses auserkohren. Denn meiner Suͤn⸗ den grosse Zahl hat dich wohl hun⸗ dert tausend mahl und druͤber, offt betruͤbet. 4. Ich liebe meinen Schoͤpffer nicht/ weil ich den Naͤchsten hasse, und so die wahre Christen⸗Pflicht in allen unterlasse. Ja kurtz, mein gantzer Lebens⸗Lauff ist boͤse stets, von Jugend auf, und biß auf diese Stunde. . Doch fuͤhl ich nun die Suͤnden⸗ Noth, die mich bißher betroffen, drum will ich vor so nahen Tod vlel⸗ mehr Genade hoffen, ach GoE nimm mich zu Gnaden an, weil dir dein Sohn genug gethan, und selbst Nun, du getreuer Zebaoth, hier fuͤr mich bezahlet. bring ich meine Suͤnden, laß mich 6. Gedencke meiner Suͤnden nicht durch JEsus Creutz und Tod boy und wirff sie weit zuruͤcke, daß mich dir Vergebung finden, und laß mich hinfort dein Gnaden⸗Licht und Va⸗ nur den Tugend⸗Pfad durch deines ter⸗Gunst erqvicke. Gedencke mei⸗ uten Geistes Rath biß an mein ner allezeit nach Lieb und nach auch die Gelegenheit Barmhertzigkeit, und sey mir Suͤn⸗ dey gnaͤdig. 7. HErr, 1019 Von der Busse. 1020 7. HERNR, leite mich nach deinem Rath ꝛu deinen hoͤchsten Ehren, und laß mich von dem Suͤnden⸗Pfad hinfort zu dir bekehren. Laß mich die gantze Lebens⸗Zeit in ungefaͤrb⸗ ter Froͤmmigkeit als Kind des Him⸗ mels leben. (910.) C. W. R. Mel. Hinweg ihr irdschen ꝛc. Gerecht; GOtt, erzuͤrnter Va⸗ ter! du Raͤcher aller Suͤnden⸗ ch Schuld, mein eintzger Helffer, Schutz und Rather/ach zeig mir dei⸗ ne Gnad und Huld,ach laß der Bus⸗ se Thraͤnen⸗Regen, dein treues Va⸗ ter⸗Hertz bewegen! 2. Ich seuffze wo ich geh und stehe, ich rüffe Tag und Nacht zu dir, i klage, bitte, beth und flehe, HErr geh nicht ins Gericht mit mir, ge⸗ deuck nicht meiner Jugend Suͤn⸗ den, durch Busse wird dein Zorn verschwinden. 3. Wahr ists, viel Stunden, Tag und Jahre hab ich sehr schandlich zugebracht, daß mir zu Berge stehn die Haare, wenn ich mein Le⸗ ben recht betracht; nicht ein Ge⸗ beth hab ich gehalten, laß deine Lie⸗ benicht erkalten. 4. Vergieb mir meine boͤse Tha⸗ ten, verstoß, verwirff, verlaß mich nicht/ denn ist mir ewig wohl gera⸗ then, denn schimmert stets mein Freuden⸗Licht; denn kan durch Christi Blut und Sterben, ich alle Himmels⸗Schaͤtze erben. 5. Drum grosser GOtt, barmhertz⸗ ger Vater! sprich, daß ich frey von aller Schuld, sprich,du seyst Helffer, Schutz und Rather, sprich: hier ist meine Gnad und Huld, sprich, daß der Busse Thraͤnen⸗Regen, dein Hertze kan zur Reu bewegen. (911.) D. J. C. W. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛc. Enmuntre dich, verstockter Sinn! wie lange wilt du schlaffensauf guf die Stunden gehn dahin,. Gott chLauff mag keinen Fuͤhrer leiden. 4.½ eilt mit seinen Straffen. Sesn hesß Glanbba ser Zorn ist angesteckt, ach weh wirt chtehochdie Si ist, der dich bedeckt, wenn seine Biß iElend schau tze schiessen. r einer Ge 2. Du liegst in deiner Sicherhesth; iaahldurchmein und weist von keinem Schaden, dich aaster hülf hat die Liebe dieser Zeit mit finstret Cünden⸗Sch Nacht beladen. Dein Hertze pflgl 6das, thu der stillen Ruh/, du druͤckst dir selhß ,uf nichder die Augen zu, dem Lichte zu entwes Iufnltram en. 2.) D.J 3. GOtt rufft und schreyt, da A Ach Hen schlummerst fort, er winckt, doch ein Gott Pöl gantz vergebens. Es zeigt dir sein cke bin ich v gerechtes Wort die Maͤngel deined hiht nun sehsch u Lebens: du aber merckest wenih aihzum Gluch gen drauff, und der verruchte Suͤndeis(tsich bie Schant rer leiden. Iitans licht du f. 4. Dein Heyland weinet uber diß Eude nun vor me du lachst in deinen Suͤnden, er sucht ⸗Ich hin aufte und lockt dich fuͤr und fuͤr, du laͤd sriur Hͤllen süh dich nirgends fiuden. Er fleht, di hihhten Stege sin nimmst kein Bit ten an, und thut eih ihrt. Mein Lau was ein Vat er kan/so spotte st du did slen, ich bin leber Liebe. Ulichanders erber 5. Du bist ein Krancker, dem der Ihund Nothr Tod schon nach der Seele zielet, und Lom Fuß biße gleichwohl wird die nahe Noth von nichts gesundt dir noch nicht gefuͤhlet. Du irrest hun it allseitel auf der weiten See, doch kan dich auleer, Andery weder Sturm noch Weh in wahreh aitenteschweret Schrecken bringen. ergehle 11 6. Du siehst, wie mancher Sündet itii. faͤllt, wenn GOtt die Rache sendet);. Allein, was jl doch bleibst du ols ein Kind dei nemnihtl Welt von ihrem Tand verblendet. Raniliendeh atsihte schse mercke wie der Sunden Macht del sehn heitt sichern Geist betruͤget. Mein Siur file irrt auf der dunckeln Bahn, ich bih dash mit Schatten angethau, und kasn mich selbst nicht sehen. ö R 0 geth. 0 lle Heigt Dahl io2r Esu Glantz der Ewigkeit, durch⸗ euchte doch die Sicherheit, daß ich iein Elend schaue. . Du reiner Geist, laß deinen Strghl durch meine Seele dringen, ach Troͤster, hilff mir doch einmahl en Sünden⸗Schlaff bezwingen! ich GOT, thu Hertz und Augen luf, daß mich der sichre Suͤnden⸗ lauff nicht gar zur Hoͤlle suͤhret. 1.) D. J. C. W. Mel. Ach HErr mich armen ꝛe. MeEn GOtt! durch deine Staͤr⸗ Uscke bin ich vom Schlaff er⸗ hacht/ nun seh ich meine Wercke, die hich zum Fluch gemacht. Hier aͤus⸗ et sich die Schande, die Boßheit hitt ans Licht, du stellst der Suͤnden Bande nun vor mein Angesicht. Ich bin auf einem Wege, der lur zur Hollen fuͤhrt, und die ge⸗ hohnten Stege sind nicht, wie sichs gbüͤhrt. Mein Lauff eilt zum Ver⸗ RMeben/ ich bin lebendig todt. Was lill ich anders erben, als Ungluͤck, Deh und Noth? 3. Vom Fuß biß auf bie Scheitel nichts gesundes mehr, mein dhun ist alles eitel, ich bin am Gu⸗ lun leer. An der verderbten Seele Hugt eine schwere Last, und was ich — erwehle, ist was der Himmel cher Cinhl hißt.. ee Allein, was hilfft mein Schau⸗ 1n, wenn nichts iu Hertzen geht? Werichl has will die Gnade bauen, wo keine In Ru entsteht? ich sehe meine Suͤn⸗ e lhieboch der freche Sinn will noch E iicht recht empfinden, daß ich so Sahblerth eblich bin. Die Kranckheit tobt im Hertzen, th nur durch stillen Gifftz ich füh⸗ keine Schmertzen, wie sonst die bein Iun eth Talent EE te Sünns r/ euk + ½ 1. Dlintt doch kudh eh in waht Von der Busse. 10²²2 theil spricht, mir hat noch nicht mi⸗ fallen was meine Lust veruͤbt/ch ha⸗ be mich in allen noch immer selbst geliebt. 7, Ach GOtt, laß deinen Hammer auf meinen Felson gehn, laß Schmertzen, Angst und Jammer in meinem Geist entstehn. Zerschlage die Gebeine, worinn nur Frevel ist, daß ich mit Ernst beweine, worauf du zornig bist. 8. Laß deinen Donner walten, zer⸗ truͤmmre meine Brust, laß meine Seele spalten, und triff die Sun⸗ den⸗Lust. Ach treune Leib und Sinnen, durchschneide Marck und Bein/so werd ich endlich innen, was meine Suͤnde seyn. Sünder trifft. Der Zorn des Hoͤch⸗ seh drauet, ich dencke nicht daran, ud wenn sein Eyfer schreyet, scheint H es wohl get han. Die Hoͤlle zeigt den Rachen, ih aber zittre nicht, es sind mir chte Sachen, was GBttes Uy⸗ (3.) p. J. C.. Mel. O Ewigkeit, du Donner ꝛc. A lunermeßnes Jammer⸗Leid, o Höͤllen⸗gleiche Bangigkeit, die meinen Geist umfangen 2 ihr Menschen kommt und rathet mir, ach Freunde, saget, ob auch hier noch Rettung zu erlangen? Owehl mich fallt ein Schrecken an, daß ich mich nirgends lassen kan. Ach Suͤnde, Suͤnde deine Macht hat diese Noth zuwege bracht, die mich zu Boden schlaͤget. Du machst, daß sich mein arnler Geist, den du als Jael abgespeist, halb todt zur Erde leget. Womst du mir geschmeichelt hast, wird mir zur schweren Hoͤllen⸗Last. 3. Der Himmel donnert, schreckt und blitzt, des Richters Eyser ist er⸗ hitzt, und droht mit strengen Flam⸗ men. Sein Grimm schlaͤgt das Re⸗ gister auf, mich und ben boͤsen Le⸗ beus⸗Lauff zur Hölle zu verdammen. Ich sehe schon den offnen Schlund von dem verfluchten Sahwefel⸗ Grund. ö 4. Mein eigenes Gewissen billt, ich bin mit solcher Angst ersuͤllt, die scharffen Foltern gleichet. Ich muß mein eignes Schyecken seyin/ 6 ie 2 2. 1023 Von der Busse. 10² die ubermachte Pein ihr volles Ziel gen⸗Stich verfolgt mich inn⸗ und dͤusserlich. 35 5. Ich bin betruͤbt, wo soll ich hin, da ich vor dem gesichert bin, was meine Seele druͤcket? komm Mor⸗ gen⸗Roͤthe, nimm mich auf, und hilff, daß mich dein schneller Lauff dem grossen Leid entruͤcket. Erret⸗ te mich/ entferntes Meer,denn mei⸗ ne Plagen sind zu schwer. 6. Doch arme Seele! dencke nicht, daß Gottes hartes Zorn⸗Gericht durch diesen Rath zu meiden. Nim aller Winde Fluͤgel an, du wirst, was GoOttes Rache kan, jedennoch muͤs⸗ sen leiden. Wenn alle Berge De⸗ cken seyn, da dringt die Allmacht doch hinein. 7. Ach Suͤnde, daß ich deinen Gifft der nun mein Hertz und Leben trifft, bey mir so wůten lassen! ach haͤtte doch mein eitler Geist die Lust, so Sott verwerfflich heist, bey Zeiten koͤnnen hassen! So duͤrffte meiner Seelen Pein auch ietzt nicht so er⸗ schrecklich seyn. (914.) D. J. C. W. Mel. Aus tieffer Noth schrey ꝛc. Du hochgeprießner Gnaden⸗ Chron, HErr JEsu! laf dich finden, hier bring ich dir, o GOttes Sohn] die Menge meiner Suͤnden, verwirff mich nicht mit meiner Last, die du schon laͤngst getragen hast, da du vor mich gestorben. 2. Die Seele bebt in ihrer Noth, es aͤngstet sich mein Leben, ich bin von Schrecken, Furcht und Tod, als armer Wurm umgeben. Mein Vater schilt und hasset mich, der Hollen⸗Pfuhl eroͤffnet sich, mich gaͤntzlich aufzufressen. 3. O JIEsu, soll ich denn allein in meiner Schuld verzagen? soll denn an mir vergeblich seyn, was du vor Noth ertragen? hat deines Blutes Wunder⸗Safft/ o liebster Heyland 4. Ach nein, ich weiß dein Angi sicht, ist nur zum Schein bedecke ich weih, dein Hertze laͤst es nichh ob du dich schon verstecket. Des Nahme spricht mir troͤstlich zu: gie dem verletzten Geiste Ruh. Du sol die Rettung schauen. 5. So laß mich doch dein theun Blut vor dem Gerichte schuͤtzen ach sprich vor meine Schul den gu wenn Grimm und Eyfer blitzen mein Buͤrge, nimm dich meiner an daß ich dem Fluch entgehen kan den Recht und Urtheil draͤuet. 6. Ich will mich kuͤnfftig deineh Geist bestaͤndig fuͤhren lassen, um was der Himmel suͤndlich heist, au allen Kraͤfften hassen. Die Holl soll in meinem Sinn hinfort nicht weiter, wie vorhin„ Gewalt un Herrschafft fuͤhren. 2. Es soll nun mein Beruff un Stand,so dir, als Naͤchsten, dienen laß nur den Seegen deiner Hant bey meinem Wercke gruͤnen. un hilff am Ende meiner Zeit, daß ich den Port der Ewigkeit mit deinh Frommen finde. Von der Rechtferti gung. (9¹7.7. Mel. Wer nur den lieben GOtt ye⸗ „ Vut! — Lelne Krafft/ mich Armen zu ze nbre erreichet. Der tausendfache Schlan⸗ sen? ,doß ich an! Ahach! leitemt Ialler Wahrt Wnlhdlaß mich! Alch. mir muß Assheß, du ruffet / dit sind o Ihen: das thatef Inanhehtedurch Ush, des danscich Wund. Mnleihe mir do Aahnschandie X Hsgleich ein He Asschen hler im. ActderWortere Wowahren Ol icltemich, u Ih auch glle St 1nn 10 hier hh, kicht mich Ilch, soofttie Vechuld, und sss Rie Huld. .. Ol5. Meinen en Wein GOft hat Ibaudt und erk Ott Vater, der du mir verge ai ben im Beichtstuhl alle mesns Suͤnd, laß solche Gnade alliih schweben, um, ob und bey mir/ n nem Kind„ und nicht verliehm Iunin — Gab, so lang ich hier das Lebiy 0 hab. 0 2. HEtr JEsuI derdu woltent ben/ fuͤr mich, und mir durch deih Dod den kostbarn Himmels⸗Schih erwerben, erhalte solchen, lelel Gottl und laß in keiner Suͤnde mih verderben hier, das bitt ich dich. 3. GOtt Heilger Geist, darde⸗ ö eVom Chfistlichen Leben und Wandel. men iu wesen, mein Fuͤhrer zur Barmher⸗ giokeit, daß ich an Leib und Seel dein Uht, genesen, ach! leite mich doch ferner⸗ ukchtgt, weit in aller Wahrheit mehr und ts güt, mehr, und laß mich nicht ohn Trost scket. Du und Lehr. Srh 4. Bey mir muß alle Augst ver⸗ uh. Duflt schtwinden, du ruffest: sey getrost! mir zu, bir sind vergeben deine din cheus Sunden: das thaͤtest, lieber GOtt schgw, ia du, anheute durch des Priesters hulheneth Mund, des danck ich dir von Her⸗ set Alitw gen⸗Grund. chweintemn 5. Verleihe mir doch Krafft, zu Hgehen Enj Halten mich an die Worte jederzeit, Tralet;, phaun gleich mein Hertze wird erkal⸗ seig deßth ten, u. stehen hier im groften Streit. lassen, uHBieb mir der Worte rechten Brauch, h helst, Aund darzu wahren Glauben auch. Die Hill 6. Regfere mich, mein GOtt! zu iufort uihl weiden auch alle Suͤnden, welche Bewalt ul dich und mich hier von einander scheiden, richt mich vielmehr auf Btruffu gnaͤdiglich, so offt ich fall in Suͤn⸗ Hen, dlexeh Ben⸗Schuld, und laß mir nur, h deimer Hud HErr, deine Huld. winen, I. 0916.)* Aut, daßh Nel. Meinen JEsum laß ich nicht. t beiin Fyyy Ein GOtt hats mit mir ge⸗ wandt, und verkehrt denFluch — Seegen, Freyheit hab ich statt der ch ffeh Zand Gnade steht dem Zorn ent⸗ 00 egen: Denn er wendet vaͤterlich ich zu mir, und mich zu sich. Z. Mir hat bloß gemacht diß Heyl, en Volt⸗ Ottes Lieb und Christi Wunden, h kum ist melne Suͤnd in Eyl in das uin Kich gesprochen frey ietzund. alh Nun bin ich, o dieses troͤst!(wie Hglaube Christi Worten) von der EFunden gant erloͤst, sieh in Gor⸗ AshEs Kinder⸗Orden, und weiß, daß lurch Christi Blut meine Seel ist Ehcht und gut. ,, Zeßt ich wieder odmen kan, und Eünernginne neu zu leben. Von dem richdeh. Eort, HErr! lebet man: dir sind duN Hine Sund vergeben; es geht in I026 das Hertz hinein, machet frolt mein Gebein. 27. 8 . Ach wie sanffte thut es doch, als ein Balsam meiner Seelen, weil ich loß vom Suͤnden⸗Joch, lieg in IEsu Wunden⸗Hoͤlen/ gantz befreyt von GOttes Zorn, bin ich, als wie neu gebohrn. 6. Nun, die Schuld ist mir ge⸗ schenckt, GOtt dafuͤr der Danck ge⸗ hoͤret, Hertz und Sinne es bedenckt, und bestaͤndig lobt und ehret mei⸗ nen GOtt, der alle Suͤnd mir ver⸗ giebt, als seinem Kind. 7. Berge moͤgen weichen hier, und die Huͤgel darzu fallen, GOttes Gnade bleibet mir, deren Lob soll stets erschallen, und ich mit dem, was ist mein/ihr allein ergeben seyn. 8. Habe Danck versohnter GOtt! daß durch Christi blutigs Leiden ich bin loß der Suͤnden⸗Noth, laß die Suͤnde nimmer scheiden mich von dir/ wie sie gethan, sondern dir stets hangen an. 9. Ich geh drauf gerecht nach Hauß/ weil ich Gnad bey dir gefun⸗ den, breite deine Ehre aus, hange fest an JEsus Wunden, und hüt als ein GOttes⸗Kind, mich hinfort fuͤr aller Suͤnd. Vom Christlichen Leben und Wandel. (917.9 Mel. Ach wie nichtig/ach wie ꝛc. O Pie wichtig/ o wie richtig ist der Christen Leben! wenn sie GOtt von Hertzen lieben, ihre Bus⸗ se nicht aufschieben, und sich stets im Glauben uͤben. 2. O wie wichtig„ o wie richtig sind der Christen Tage, GOtt hat alle abgezehlet, und zum Besten auserwehlet, giebt auch Trost, wenn Kummer qvaͤlet. 3. O wie wichtig/ o wie richt ig ist der Chriflen reisde! wenn sie sich HE gij ———— — 10²7 Vom Christlichen deben und Wandel. an G5 ergoͤtzen, alle Hoffnung auf ihn setzen,die kein Trauren nicht verletzen. 4. O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Schoͤne! sie sind inner⸗ lich gezieret, mit dem Glaubens⸗ Schatz verehret, leben auch wie sichs gebuͤhret. 3. S wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Staͤrcke! wenn GOtt selbst in ihnen streitet, sie zum Kaͤmpffen recht bereitet, und den Sieg zu ihnen leitt 6. O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Gluͤcke! obs gleich offt sehr hart hergehet, bald doch ihnen Huͤlff entstehet, und zuletzt erfreu⸗ lich gehet. 7. O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Ehre! wenn sie GOdE als Kinder liebet, ihnen auch den Himmel giebet, nichtig ist, was sie betruͤbet.. 8. O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Wissen weil sie ihren IEsum kennen, ihn im Glauben Bruder nennen, und auch biß in Tod bekennen. 9. O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Dichtenl stets ihr Hertz darauf nur trachtet, und was dro⸗ ben ist hoch achtet, sonst, was irdisch ist, verachtet. 10. Owie wichtig, o wie richtig sind der Christen Schaͤze! es mag Fluth und Gluth entstehen, und die gantze Welt vergehen, bleibt ihr Schatz doch ewig stehen. . O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Herrschen! uͤber Suͤnd, Tod,Teufel, Hoͤlle haben sie die Ober⸗Stelle: trotz dem Feinde, der sie faͤlle. 13. O wie wichtig, o wie richtig ist der Christen Prangen! allen Pracht der Welt sie meiden, sich in Christi Unschuld kleiden, und geh'n her in reiner Seiden. Iz. O wie wichtig, o wie richtig sind der Christen Sachen weil siẽ alles GOtt befehlen/ und das desh slabek un Guth erwehlen, kan es ihmig e 121 nirgends fehlen. Weilgebe 14. O mein Heyland, o mein Bah geben ue stand, JESũ voller Gute! mich echehn, wein un durch deinen Geist regiere,daß ichsh d ducch Unn mein Leben fuͤhre, dir sep ewig pro ,Welt,leschn und Ehre! Ihüberwinden, ich wohl gutl! , Hals gualch g Mel. Straff mich nicht in e durchseinen S Muche dich mein Geist, & wache, fleh und bete, daß bich fissener Hunstbeschu nicht die boͤse Zeit unverhofft betss Asfubend hitten. te, denn es ist Satans List uber visse u Orum so last une Frommen zur Ver suchung kommih, ahhsehero betenwe 2. Aber wache erst recht auf vos hund Gefahr mme dem Suͤnden⸗Schlaffe; denn h henndiegettsun solget sonst darauf eine lant ibott wüdechte Straffe; und die Noth samt dalh Asnnichten. wetbet uud dich in Suünden unoi 5 muthet finden.„„NO Wathi 3. Wache auf sonst kan dich nscht ei IIA unser HErr erleuchten, wache, si en wird dein Licht dir noch fiant ag Hindenwhtz deuchten: denn GOtt will vor d Alennachdeinen Fuͤll seiner Gnaden⸗Gaben ofsh wires mirnuz und Augen haben. ert, Rich 4. Wache! daß dich Satans Alun nerf ich mej nicht im Schlaff antresfe, wesler Wasßhei— sonst behende ist, daß er dich beaftlzlnckn, 30 und GOtt giebt, die er liebt, osfrusglen, 1 1 enn 2 waun sie sichenhicht. er b chlaffen. 5 IWe 5. Wache ldgß dich nicht diedenl au en Ei beichurpeit, Eerchdeh Wgimnen, ie sich verstellt, wieder an sich brast sen ge: wach und sieh, daß sich nie miah iß von dein gen falsche Bruͤder unter deisse d 0 m Wi 20 Vom Christlichen Leben und Wandel. 10³⁰ Weihhe läffrig bleibest, und sein Werck wie du wilt mit mir, so kan ich christ⸗ h ht treibest. lich leben, so sterb ich dir ergeben, Ja er will gebethen seyn, wenn und lebe ewiglich in dir. (20.) In eigener Melodie. Wuchet auf ihr faulen Christen , und durch ihn unsern Sinn, bedencket, daß euch GOttes Iind, Welt, Fleisch und Suͤnden Gnad vom tieffen Schlaff der Suͤn⸗ Ksftig uberwinden. den⸗Luͤsten zu leben auferwecket hat. Doch wohl gut! es muß uns Verlasset nun die finstre Grufft, und lon alles gluͤcklich gehen, wenn höret, wenn euch JESuSrufft; eihn durch seinen Sohn im Ge⸗Wachet! i Ulemer denn er will uns mit 3. Wachet! denn die Suͤnden⸗ 0 seiner Gunst beschůtten, wenn entweichen vor dem hellen 7˙ gn l glaͤubend bitten. Licht, das GOtt dem menschlichen . Drum so last uns immerdar W9(0¹9% schwach, drum folgen wahre Chri⸗ Ael. O Welt!!I ich muß dich lassen. sten billig dem Geist und nicht dem udichnihyn Ein Vater in der Hoöhe, ich Fleische nach. Otheure Seelen, wachet E weiß, daß Wohl und Wehe in werdet klug, und folget doch des noch in Rlanen Händen ruht; schick es mit Geistes Zug: Wachet! MN N xh in allen nach deinemWohlgefal⸗ 4. Wachet!denn die alte Schlan⸗ Hben Ah, wie es mir nuͤtz und seelig gut. ge sucht Tag und Nacht mit Macht Err, dir ist nichts verborgen, und List die Menschen in ihr Netz Etumtl Uhum werff ich meine Sorgen auf iu fangen, weil wenig Zeit vorhan⸗ s vil Lener Weibheit Macht; du wirst den ist, ergreiffet doch den Glau⸗ dichih lilles lencken, denn eh ich konte bens⸗Schild, und wiffet, daß nicht . liekt 111 icthiud „ ö h descken, haß du gar bald an mich /schlaffen gilt. HMacht. ů Regiere meine Sinnen, mein Incken und Beginnen, wenn mich Veitle Spiel der irdischen Gedan⸗ in verfuͤhrt von deinen Schran⸗ An, dein Wille sey mein stetes Ziel. Willst du in diesem Leben ein lich Gluͤck mir geben, so sey dirs Uungestellt, dein Will allein ge⸗ Hthe/mein GOtt, wie in der Hoͤhe/ Huch allhier in dieser Welt. Solll ich bey t ruͤben Tagen, mein seutze dir nachtragen, so gieb Ge⸗ At und Muth, und laß mich dei⸗ Willen in Wohl und Weh er⸗ len, so ist mir alles trefflich gut. Schick es in Freud und Leiden, Meben und Verscheiden, HErr, Wachet! 5. Waͤchet leh die Todes⸗Stunde das unvermerckte Ziel exreicht. Ihr seht ja, wie der Tod Gesunde so wohl als Krancke, hinterschleicht. Der letzte Stoß ist ungewiß, ach! werthe Christen mercket diß. Wachet! 6. Wachet! daß ihr euch bereitet auf jenen grossen Tag des HErrn, denn wie uns GOttes Wort bedeu⸗ tet, so ist derselbe nicht mehr sern. Ach lschicket euch/ vielleicht koͤmmt heut der erste Tag der Ewigkeit. Wachet! 7. Wachet! JIEsus hats geboten, ach lsolget seiner Waͤchter⸗Stimm⸗ was schlaffet ihr doch wie die Tob⸗ tenꝰ ermuntert euch und kehret um, bedencket doch„ was euch behagt, HWHN und 1031 Vom Christlichen Leben und Wandel. 1031 und was GOtt mir und allen sagt: Wachet! (921.) P. 6. Mel. Freu dich sehr,o meine Seele. Wohl dem⸗ der den GErren scheuet, und sich furcht fũr sei⸗ nem GOtt: seelig, der sich hertzlich freuet, zu erfuͤlen sein Gebot. Wer den Hoͤchsten liebt und ehrt, wird erfahren, wie sich mehrt alleswas in seinem Leben ihm von Himmel ist gegeben. 2. Seine Kinder werden stehen wie die Rosen in der Bluͤt, sein Ge⸗ schlecht wird einher gehen, voller Gnad und GOttes Guͤt, und was diesen Leib erhaͤlt, wird der Herr⸗ scher aller Welt reichlich und mit vollen Haͤnden, ihnen in die Haͤu⸗ ser senden. 3. Das gerechte Thun der From⸗ Hertze, das sich fein seinem Got und HErrn ergiebet, und die/ s verlassen, liebet. 7. Wer Betrübte gern erfreuet, wird vom Hoͤchsten wohl ergoͤht was die milde Hand ausstreuet, wsh vom Himmel hoch ersetzt. Wer vjl giebt/erlanget viel: was sein Helhe wůnscht und will, das wird GOlt mit guten Willen schon zu rechlin Zeit erfuͤllen. 8. Aber seines Feindes Freube wird er untergehen seh'n: Er, der Feind, fuͤr grossem Neide, wir deen beissen seine Zaͤhn: er wird krss schen und mit Grimm solches Gl mißgoͤnnen ihm, und doch darmit gar nichts wehren, sondern sich nr selbst verzehren. (9²2.). Mel. Ich ruff zu dir, HErr ꝛe men stehet fest und wancket nicht, solt auch gleich ein Wetter kom⸗ men/ bleibt doch GOtt der HGErr ihr Licht, troͤstet, staͤrcket, schuͤtzt und wacht, daß, nach ausgestandner Nacht, und nach hochbetruͤbten Weinen, Freud und Sonne wieder scheinen. 4. GOttes Gnad, Huld und Er⸗ barmen, bleibt den Frommen im⸗ mer fest. Wohl deml der die Noth der Armen ihm zu Hertzen gehen laͤst, und mit Liebe Gutes thut, den wird GOtt, das hoͤchste Gut/gnaͤdig⸗ lich in seinen Armen, als ein lieb⸗ ster Vater warmen. 5. Wann die schwartzen Wolcken blitzen, von dem Dotznern in der Lufft, wird er ohne Sorgen sitzen, wie ein Voͤglein in der Klufft; er wird bleiben ewiglich, auch wird sein Gedaͤchtniß sich hie und da auf allen Seiten, wie die edlen Zweig/ ausbreiten. 6. Wenn das Ungluͤck an will kom⸗ men, das die rohen Suͤnder plagt/ bleibt der Muth ihm unbenom⸗ men, und das Hertze unverzagt. Un⸗ verzagt und ohne Pein, bleiht das IE hoͤher du, o Mensche biste I ileffer dich ernieder, GOOtt dii⸗ ner Gaben Geber ist, gieb sie ihm danckbar wieder. Gott giebst u sie, wenn du danied dem Naͤchsin Dienst erzeigest, und dich neigest/ u ihme voller Guͤt dein Hertz in De⸗ muth beugest. 2. So thut GOtt selbst, er sihet hoch, und siehet tieff auf Erdeh; wie böß wir sind, von ihm wir doch des Guten faͤhig werden. Er schll⸗ tet seine Gaben ab, sein Geist wi reichlich fliessen, auf uns schiesse, sein ist al unser Haab, die giehhun zu geniessen. 3., So that auch Gottes liebslr Sohn, uns Knechte hoch zu hebin ward er ein Knecht, litt Rein us Sein theurer Vorboth“ auch thaͤt, wolt nicht bey hohen Gabhi die Ehr haben, zu heissen ein Ph⸗ phet; ihm lasset uns nachtraben 4. So thut ein Baum, der reih sucht, und sich zur Erden beuget/ gar, daß auch ein kleiner Knab Ei „Ioh, Bapt. Fräich⸗ V Yom E n Im Lesse it siner Aeft auch etwesen. e pflgen schine Ichen Bergiu gies lic ohne Zahl, u Ifiüsen, Demno Hefmmahl: 9 Mer ͤheinder Kebe, Ashl. So solgt s ö 630..00 0 Gott du fror ein GOtt der du Wortenund in L guten Geift wei fͤcken, daßdiß; Hlaß, mein secher! Hottich bleibedir len. 0 Im Glauben willit ag vethleiben, u er Windder folh sseh, trotz⸗Martet hadt, troß aller 1Ott, ich blesbe lguben treu. Iubeben willichat reue wancken, zul lhahren Eugend! sche Gottesfurcht leley: mein Sot Wommen Lebenir o uil icherdlich Mes liden, wich foͤl AIn meinem e Hohn, und starb, auf daß wir lebe an Frucht: wie hoch sein Gipftl steiget, jedoch sein Zweig die Nie e + Aumnloller e W ihitdtedi Wiubauchdl 10³³ Vom Christlichen Leben und Wandel. 1034 n Flchte von shm reisfen, und sich geisen mit seiner Aeste Gab. Diß Auns auch erweisen. . So pflegen sich ins tieffe Thal us hohen Berg zu giessen die klaren Quellen ohne Zahl, und abwaͤrts örtzufliessen, Demnach so sag ich och einmahl: O Mensch die De⸗ uuth uͤbe in der Liebe, wie Christus sir befahl. So folgst du GoOttes Triebe. (923) D. C. A. R. Mel. O GSOtt du frommer GoOtt. Ein GOtt der du bist treu in 111. N Worten und in Wercken, laß Seseld Eeinen guten Geist mein schwaches tut bertze staͤrcken, daß diß mein ernster 4⁷. chlah, mein fester Vorsatz sey zein GOrt ich bleibe dir, ich bleibe r getreu. Ent.. Im Glauben will ich dir bestaͤn⸗ Leit g reu verbleiben, mich soll kein 38h lichter Wind der falschen Lehr um⸗ Gsti keiben, trotz Marter„Blobe, alt bchwerdt, trotz aller Tyranney: dein GOtt, ich bleibe dir im rech⸗ a In Glauben treu. t z. Imseben mill ich auch nicht von r Treue wancken, zu lauffen fertig „lt K der wahren Lugend Schrancken, ½%%3%skemeine Gottesfurcht nicht fürte Aiteeucheley: mein GOtt ich bleibe Eim ronunen Leben nreu. ö 10 So will ich endlich auch gedul⸗ 11010 hhalles leiden, mich soll nichts/was Mig, von meinem JEsu scheiden, iegs sage es in Krafft des Geistes ohne cheu: mein GOtt ich bleibe dir in Hem Leiden treu. . Sterb ich, so laß mich als ein Alteuer Diener(Dien rin) sterben, le seines(die ihres) HErren Freud Himmel soll ererben, daß meine rabschrifft denn die schoͤne Grab⸗ hrifft sey: ich lebte dir mein Gott, d slarb auch dir getreu. ö(924.) P. G. Mel. Nun freut euch lieben ꝛe. Ott ist mein Licht, der HErr mein Heul/ das ich er wehlet, habe, er ist die Krafft, dah in ich eyl und meine Seele labe; was will ich mich denn fuͤrchten nun, und wer kan mir doch Schaden thun auf die⸗ ser gantzen Erden? 3. Wenn mich die boͤse Rott an⸗ faͤllt, und mein Fleisch will verschlin⸗ gen; so kan sie dieser starcke Held gar leicht zu Boden bringen, wenn sich auch gleich ein gantzes Heer legt um mich her, vas ists denn mehr ꝛ mein GOtt kan sie bald schlagen. 3. Eins bitt ich nur, das haͤtt ich gern, wenn mirs SOtt wolte geben, daß ich bey ihm/als meinem HErrn, stets wohnen solt und leben, und al⸗ le meine Tag und Jahr in seinem Hause, bey der Schaar der Heiligen vollbringen. 4. Da wolt ich meines Hertzens Freud an seinen Diensten sehen, und ruͤhmen, wie zur hoͤsen Zeit mir so viel Guts geschehen, da er mich fleißig hat verdeckt in seiner Huͤt⸗ ten, und versteckt in einem starcken Felsen. 5. Und also wird er ferner noch mich wissen zu regieren: Er wird mich schuͤtzen, und sehr hoch in sich⸗ re Oerter fuͤhren: mein Haupt wird üͤber meine Feind, ob sie gleich hoch erhaben seynd, allzeit erhöͤhet blei⸗ ben. 6. Dafuͤr will ich denn wiederum GoOtt auf das best erhoͤhen: Sein Ruhm soll in dem Heiligthum aus meinem Munde gehen: ich will ihm opffern Danck und Preiß:; ich will sein Lob, so gut ich weiß, vor allem Volcke singen. 7. HErr, mein GOtt! hoͤre, wie ich schrey, und seufftz in meinem Sinne; Gieb, daß mein Bitten kraͤfftig sey, und dein Hertz einge⸗ winne/ mein Hertz haͤlt dir, Otreu⸗ er Hort 1 bestaͤnd ig fuͤr dein eigen Wort: ihr sollt mein Antlitz suchen. 8. Nun such ich ietzt(ach laß mich nicht entgelten meine Suͤnden ich suche HErr dein Angesicht, das laß Kk 3 mich 2—...—— 103³ Vom Christlichen deben und Wandel. 1030 — 5 79 10 ich gnädig finden: verssosse jaLichts so war jch doch ein Iausch ßdutp, Eci auh Hemnen Kucchr, denn du bists,.Nichts der mir hilfft zu recht, und bringt aus allen Noͤthen. 9. Mein Vater, Mutter, und was hier sonst ist von guten Leuten, die sind zu schwach, und koͤnnen mir nicht treten an die Seiten: Ich bin entsetzt von aller Welt, GOtt aber nimmt mich in sein Zelt, da find ich ulle Gnüge. 10. HERR, mache mir gerade Bahn/ halt mich in deiner Gnade/ und nimm dich meiner hertzlich an, daß mir kein Feind nicht schade, denn viel die reden wieder mich/ und zeugen, das sie ewiglich nicht koͤn⸗ nen uͤberweisen. 11. Noch dennoch hab ich guten Muth, und glaͤube, daß ich werde im Lebens⸗Lande GOttes Gut dort sehn, und auf der Erde. Frisch auf, getrost und unverzagt! wers nur mit GOtt im Glauben wagt, der wird den Sieg erhalten. (2½) F. G. Mel. Christ, der du bist der helle ꝛc. Err, aller Weißheit Quell und Grund, dir ist all mein Vermoͤ⸗ gen kund, wo du nicht hilfst und dei⸗ Gunst, da ist mein Thun und erck umsonst. 2. Ich leider! als ein Suͤnden⸗ Kind, bin von Natur zum Guten Hlind, mein Hertze, wenn dirs die⸗ gen soll, ist ungeschickt und Thor⸗ heit voll. 3. Jd HErr, ich bin gering und schlecht, zu handeln dein Gesetz und g Recht. Was meinem Naͤchsten nůtz 6. Was hilffts, wenn einer gleih al viel weiß, und hat Stordergnht s ahntt mit Fleiß gelernet deine Furcht und O Dieust? der hat mehr Schadeneih iashüngibnntt Gewinnst. Teinen hin ud ů 7½ Das Missen, das ein Menstt rne fuͤhrt, wird leichtlich in ihm selss Werwillerfor verirrt: wenn unsre Kunst an misß odsagen, 2 sten kan, so stoͤßt sie aller Enden an. Itz thyhennderd 8. Wie mancher stuͤrtzet seine Sel plunsdene Weish durch Klugbeit, wie Ahitophelz, Drum sende si und nimmt, weil er dich nicht reas l, and gleb se de kennt, mit seinen Witz ein schreiß MEohn: Achlschi lich End. Allchlichgus inmei 9. O Gott! mein Vater, kehr uz Haußl dich zu meiner Bitt, und hoͤre mich. sa, Bfehl ihr/ daß nimm solche Thorheit von mir hiss 9. und iuo ich gehe und gieb mir einen bessern Sinn. Innm ich arbete, h 10. Gieb mir die Weisheit, die Ih aen meine schwere! liebst, und denen, die dich liebes, un aiebst/die Weißheit, die fuͤr deinen eucht Erkantniß u Thron allstets erscheint in ihrth Ashan dit aleine kr Sron. Ichheinem Wilen lel u. Ich lieb ihr liebes Angesicht Ia Gieb mir durch sie ist meins Hertzens Freud uih chhetzur Wahrheit Licht, sie ist die schoͤnste, die mith hrtt, haßiͤhnichtme haͤlt, und meinen Augen wohlge sssoch ausdem kich fällt. 3 Oieb Lieb und 12. Sie ist hoch⸗edel, auserkohrth Pat, huff, daß ic von dir,O Hoͤchster! selbst gebohrnh ndit, und nich x sie ist der hellen Sonnen gleich, a hrgesel, in ihret Tugend und an Gaben reich. snst. 3. Ihr Mund ist suͤß und traftek e Fitbauch, daßi schoͤn, wenn uns die Augen uͤh e htt Rathund E gebn, wenn uns der Kummer ut intznehterunnnf Dnde. so ist sie, die das Hertze shlstralteit g u Ausdaß in glem, im Land, ist mir verdeckt und unbe⸗ Zannt. 4. Mein Leben ist gar kurtz und schwach, ein Luͤftlein, das bald laͤß⸗ set nach; Was in der Welt zu pran⸗ fiot des jst mir wenig beyge⸗ . Wenn ich auch gleich vollkom⸗ men waͤr, haͤtt aller Gaben Ruhm 3 und Ehr, und solt entrathen deines 14. Sie ist voll Ehr und Herrlich ergieb keit, bewaͤhrt fuͤrm Tod und grossens sz sanchhn Leid wer fleißig um sie kampfft iud sasehtyondf 109 surbt. der bleibet lebend, wenme 30) Iu irbt. Ieit Path,von Worten machtig und anseliggacng an That, durch sie erfahrt die dlinsag cher Ere Lo Welt/was GOtt gedenckt in seinan sshnst G elt. d we 0 wa eine Fr . Deun weicher Meusc Vom Christlichen Leben und Wandel. 103 37 — Sttes Rath? wer ists„ der ie er⸗ Pden hat den Schluß, den er im mmel schleust, den Weg, den er Werieng Is lauffen heist? Zucheh V. Die Seele wohnet in der Erd, Schthen udwird durch ihre Last beschwert: Sinnen hin und her zerstreut/ nDinsid ja von Irrthum nicht befreyt. . Wer will erforschen, was GOtt Lelght, und sagen, was sein Hertz er⸗ stꝛ es sey denn, der du ewig lebst, Wn du uns deine Weibheit gebst. W. Drum sende sie von deinem ch Elron, und gieb sie deinem Glau⸗ e is⸗Sohn: Ach i schuͤtt und geuß reichlich aus in meines Hertzens dter, Ll imes Hauß! Vhittn, d. Befiehl ihr, daß sie mit mir an müe s, und wo ich gehe, stehe bey. In sennn ich arbeite, helste sie mir beit,holn ugen meine schere Müh. Ach A. Gieb mir durch ihre weise Hand an; ich bin verguuͤgt, indessen mag geschehen, was dir, mein GOdT/ beliebt. 3. Ich will, HErr! wie du wilt, soll ich in Dornen sitzen„und mein geaͤngsles Hertz nur immer Thraͤ⸗ nen schwitzen? Ich kuͤsse deinen Schluß, er wird an mir erfuͤllt. Das Lachen stehet mir nicht an, als deiner Taube, die nach dem Gatten seufftzt, doch spricht mein froher railt. Ich will, HErr lwie du wilt. 3. Machs, wie es dir gefaͤllt, muß ich mich einsam nennen; so lehr mein einsams Hertz, dich und sich recht erkennen. Schließ mich in dich/ wann mich von sich ausschliest die Welt. Soll meine Truͤb sals⸗ Nacht den Freuden⸗Tag verjagen? Wilt du mich an das Creutz, so lang ich lebe/ schlagen? machs/ wie es dir r ben recht Erkantniß und Verstand,gefaͤll Ut ih cß ich an dir alleine kleb, und nur luch deinem Willen leb. ele 2. Gieb mür durch sie Geschick⸗ h ckeit zur Wahrbeit laß mich seyn neit, daß ich nicht mach aus sauer Ieilsh noch aus dem Lichte Finsterniß. ö 3. Gieb Lieb und Lust zu deinem hustelli Hort, hilff, daß ich bleib an mei⸗ x In Ort, und mich zur frommen 3% Shaar gesell, in ihren Ralh mein UVesen stell. efaͤllt. 4. Ich sehne mich nach dir, nicht nach der Erden ⸗Freuden, die mit Verdruß von uns, und wir von ih⸗ nen scheiden, wann uns der Tod zu⸗ rufft: Genug, nun folge mir. Wie solte mich nach Freud und toller Luft geluͤten? ihr Manna saͤttiget mich nicht in dieser Wuͤsten, ich sehz ne mich nach dir. 9. Nach dir verlanget mich, du troͤstest meine Seele; der Wollust⸗ Apffel ist nur eine Wuͤrmer⸗Hoͤle, und seine Schoͤnheit deckt des To⸗ des schneller Stich: nach dir mein Brautigam! der Lebens⸗Fruͤchte giehet und mich mit Blumen labt die keine Zeit betruͤbet, nach dir ver⸗ langet mich. (927). In eigener Melodie. Ein JEsu, dem die Seraphinen im Blantz der huͤchsten Male⸗ flaͤt selbst mit bedocktem Antlitz die⸗ neu/wenn dein Befehl an sie ergebt; wie sollten bloͤde Fleisches⸗Augen, die die verhaßte Suͤnden⸗Nacht mit ihrem Schatten truͤb gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen K 4 8. Doch —7— 1030 Vom Christlichen Leben und Wandel. 104⁰ 2. Doch goͤnne meinen Glaubeus⸗ Blicken denEin gang in dein Heilig⸗ thum, und laß mich deize Gnad er⸗ guicken, zu meinem Heyl und dei⸗ nem Ruhm Ireich deinen Seepter meiner Seele, die sich, wie Esther/ yor dir neigt, und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: ja du bists/ die ich erwehle. 3. Sey gnaͤdig, JIEsu voller Guͤte! dem Hertzen, das nach Gnade lechtzt; hoͤr wie die Zung in dem Gemuͤt he: Gott sey mir Armen gnaͤdigl aͤchtzt. Ich weiß, du kanst mich nicht ver⸗ stossen: wie koͤntest du ungnaͤdig seyn dem/den dein Blut von Schuld und Pein erloͤst, da es so reich ge⸗ flossen? 4. Ich fall in deine Gnaden⸗Haͤn⸗ de,/ und bitte mit dem Glaubens⸗ Kuß: gerechter Koͤnig! wende wen⸗ de die Znabe zu der Hertzens⸗Buß. Ich bin gerecht durch deine Wun⸗ den, es ist nichts straͤfflichs mehr an mir. Bin aber ich versoͤhnt mit dir; so bleib ich auch mit dir verbunden. L. Ach laß mich deine Weißheit leiten, und nimm ihr Licht nicht von mir weg: stell deine Gnade mir zur Seiten, daß sch auf dir beliehten ö Steg bestaͤndig biß ans Ende wand⸗ * le, damit ich guch zu dieser Zeit, inkieb und Herhehs⸗Freundlichkeit, nach deinem Wort und Willen handle! . Reich mir die Waffen aus der Hoͤhe, und staͤrcke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Starck und List der Feinde wacht, so wird dein Gna⸗ den⸗Reich auf Erden, das uns zu deiner Ehre fuͤhrt, und endlich gar mit Cronen ziert, auch in mir aus⸗ gebreitet werden. 7. Ja, ia, mein Hertz will dich um⸗ fassen, erwehl es HErr zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmahls verlassen des Himmels Pracht und deine Cron: so wuͤrd'ge auch mein Hertz, O Leben! und laß es deinen Himmel seyn, daß du, wenn diessn Bau faͤllt ein, mich wirst in deiseh Himmel heben. 70 8. Ich steig hinauf zu dir im Glgu⸗ hen, steig du in Lieb herab zu mir/ laß mir nichts diese Freude raubeh/ erfuͤlle mich nur gantz mit dir! Ihn will dich fuͤrchten, lieben, ehren s lang in mir das Hertz sich regt, unh wenn dasselb auch nicht mehn schlaͤgt, so soll doch noch die Liaht! waͤhren. (928.) P. G. ö Mel. Vater unser im Himmelresch. Ich hab offt bey mir selbst hi⸗ dacht, wenn ich den Lauff der Welt betracht, ob auch das Lehen viel besser thu, der sich fein zeitlich legt zur Ruh. 2. Denn, lieber, denck, und sag mir/was füͤr ein Stand ist wohl all hier, dem nicht sein Angst, sen Schmertz und Weh alltaͤglich uͤhen Haupte steh, ist auch ein Ort, dil Kummers frey, und ohne Klag und Thraͤnen sey? 3. Sieh unsers gantzen Lebeng Lauff, ist auch ein Tag von Jugond auf, der nicht sein eigne Quaal und Plag auf seinen Rücken mit sich trag? ist nicht die Freude, die uns falt⸗ auch selbst mit Jammer ang⸗ Ullt? 4. Hat einer Gluͤck und gute des, hilff GOtt! wie tobt und zuͤrnt dei Neid? hat einer Ehr und grose und Buͤrd ist, der fur andern ist gi⸗ ehrt, fuͤr andern auch dabey hH⸗ schwert. 5. Ist einer heute gutes Muthh⸗ ergoͤtzt und freut sich seines Guts: zusammt dem guten Wie ploͤtz ich koͤmmt ein Ungestuͤn und wirfft die grossen Guͤter uͤm. 6. Bist du denn fromm, und fleuchs di? Welt, und liebst GOtt mehr Golh dieser Erd uns gut sey und dis Wuͤnschens werth, und ob nicht den l Wuͤrd, ach! mit was grosser Eant eh ers vermeint, faͤhrt Eein Gewiny, sn uthe hi WundGeld sot echmhuck und An Spott un her Welt nicht Usht Hie Welt Mn es Amah Wierübfaltagl Ald eigieder il hoih und bittte darum Chri. 1 moͤhr seyn? 6 WehnChrite,erg Wfets im Geist s dem kan kein , in gantzen 6 le Gehis ihm ni⸗ 0 sst ihn. . het er nicht Ilt, sragt nichte Iyokt, verf Vollocht der K Ah und Pracht rungund Gedr I Hoͤchslen Hul Co weiß ein E h,daß GOttff Hllt sey, erhau/e Ahieb, hier ir huhhscheidseme Jahr Gottlieht Wgleich nszhett Met Whnißi Liehin Held, und le D 0 eprunsomz sekedenvol, Röolt M Iobteh Scuz 041 Hold und Geld,so wird dein Ruhm, Vom Christlichen deben und Wandel. 10⁴ Nin Schmück und Cron in aller Welt zu Spott und Hohn. Denn wer der Welt nicht heucheln kan, en sieht die Welt fuͤr albern an. . Nun es ist wahr, es steht uns Ier die Trůͤbsal taͤglich fuͤr der Thůr/ and find ein ieder berall des Creu⸗ hes Noth und bittre Gall. Solt ber darum Chrift Licht gantz iu Uichts mehr seyn? das glaub ich melrti. stlbs Huf E das Leht Ott/ 4 Klagu a Lchen en Juges Qudalus u. mit u die u amer aug gule del duümtdl und giof rosst le Demiüg dabiy x. ischt. 6. Ein Christe/ der an Christo klebt/ ind stets im Geist und Glauben sebt, dem kan kein Ungluͤck, keine Hein, im gantzen Leben schaͤdlich eyn: gehts ihm nicht allzeit, wie soll, so ist ihn dennoch allzeit Vvohl. . Hat er nicht Gold, so hat er tt, fragt nichts nach boͤser Leu⸗ e Spott, verwirfft mit Freuden Mnd verlacht der Welt verkehrten Stoltz und Pracht: Sein Ehr ist hoffnung und Gedult, sein Hoheit ides Höchsten Huld. 10. Es weiß ein Christ, und bleibt abey, daß GOtt sein Freund und Vater sey, er hau, er brenu, er stech/ schneid, hier ist nichts, das von ym ihn scheid se mehr Gott schlaͤgt/ mehr GOtt liebt, bleibt fromm, b er gleich uns betruͤbt. l. Laß alles fallen, wie es faͤllt, her Christi Lieb in Hertzen haͤlt, der tein Held, und bleibet stehn, wenn Ird und Himmel untergehn, und henn ihn alle Welt verlaͤst, haͤlt HOttes Wort ihn steiff und fest. 3. Des Hoͤchsten Wort daͤmpfft ales Leid, und kehrts in lauter Lust Ind Freud, es nimmt dem Ungluͤck len Gifft, daß, obs uns gleich ver⸗ hlgt und trifft, es dennoch unser 11 169. nie in allzu grosses Trauren isie 3. Ey nun! so maͤßge deine Klag, U diefes Leben voller Plag, ists den⸗ ch an der Chrißen Theil auch vol⸗ lr GOttes Schutz und Heyl: wer GOtt vertraut und Christum ehrt, der bleibt imCreutz auch unversehrt. 14. Gleich wie das Gold durchs Feuer geht, und in dem Ofen wohl besteht so bleibt ein Christ durch GOttes Gnad, im Elend⸗Ofen ohne Schad. Ein Kind bleibt seines Va⸗ ters Kind, obs gleich des Vaters Zucht empfind. 15. Drum liebes Hertz, sey ohne Scheu, und sieh guf deines Vaters Treu, empfindst du hier auch seine Ruth/er meyuts nicht boß/ er ist dir gut/ gieb dich getrost in seine Haͤnd, es nimmt zuletzt ein gutes End. 16. Leb immer hin, so lang er will, ists Leben schwer, so sey du still, es geht zuletzt in Ereuden aus. Im Himmel ist ein schoͤnes Hauß, da, wer nach Chrisio hier gestrebt, mit Christi Engeln ewig lebt. (929.) J. K. H. Mel. O GOtt du frommer SOtt. Du sagst: Ich bin ein Christ. Wohlan, wann Werck und ve⸗ ben dir dessen, was du sagst Beweiß und Zeugniß geben, so steht es wohl um dich. Ich wunsche, was du sprichst, zu werden alle Tag, nehm⸗ lich ein guter Christ. 2. Du sagst: WWan ein Christ. Der ists,der JEsunnet, und sei⸗ nen GOtt und H&en ihn nicht al⸗ leine nennet; sondern thut auch mit Fleiß, was fordert sein Gebot lthust du nicht auch also, ist, was du sagst ein Da 4. Ich bin ein Chrit 3. Du sagst: Ich bin ein Christ. Wer sich will nennen lassen, muß lie⸗ ben was ist gut, mit Ernst das Boͤse hassen: Der liebet Christum nicht der noch die Suͤnde liebt, ist auch kein Christ, ob er sich gleich den Nah⸗ men giebt. 4. Du sagst; Ich bin ein Christ. Denn ich bin za besprenget mit Wasser in der Tauff, mit Christi Blut vermenget. Ja wohl, hast aber du gehalten auch den Bund, den SE du 1043 Vom Christlichen Leben und Wandel. 104 dů mit GOtt gemacht in jener na⸗ den⸗Stund. 5. Hast du ihn nicht vorlaͤngst gar offt und viel gebrochen?; hast du, als GOttes Kind, dich, wie du hast, ver⸗ Prochen, in allem Thun ertzeigt Ch dem Guten nachge sirebt? hat nicht der alte Mensch bis her in dir gelebt⸗ 6Du sagst: ich bin ein Christ, weil Gottes Wort und Lehre/ ohn allen Menschen⸗Tand ich fleißig leß und hoͤre. Ja lieber! thust du quch, was dieses Wort dich lehrt? nicht der hoͤrt, sondern thut/der ist bey GOtt eehrt. 43 2 70 97, Du sagst: ich bin ein Christ, ich beichte meine Suͤnden, und lab beym Beichtstuhl mich auch offter⸗ mahlen finden. Find aber sich mein Freund i ich bitte! sag es mir, nach abgelegter Beicht„ die Beßrung auch bey dir? 8. Ach! du bleibst nach, wie vor/ dein' Worte, Werck und Sinnen wird offtmahls aͤrger noch, dein Vorsatz und Beginnen geht noch den alten Trieb; und was noch gut soll seyn, ist wenn mans recht be⸗ sieht, nur lauter Heuchel⸗Schein. 9. Du sagst: ich bin ein Christ, laß speissen mich und traͤncken mit dem, was Christus uns im Abendmahl will schencken. Wohl! aber zeige mir, ob Christi Leib und Blut, in dir zur Heiligung auch seine Wuͤr⸗ ckung thu 10. Du sagst: ich bin ein Christ, ich bete, leß und singe, ich geh in GOt⸗ tes Hauß, sind das nicht gut Din⸗ ge? sie sind es, aber wenn sie wer⸗ den so verricht't, daß GOT auch stets dabey ein reines Hertze sicht. Ir. Du sagst: ich bin ein Christ, ich kan dirs nicht gestehen, es sey denn, daß ichs werd aus deinem Wandel sehen: wer sagt und ruͤhmet, daß er CHristo angehoͤr, und auch sein Juͤnger sey muß wandeln, gleich wie er. V, Bist du ein solcher Christ, so must du seyn gesinnet, wie JEsi Christus war, wann reine Liebe rsh⸗ net aus deines Hertzens Quell, wenn du demuͤthig bist von Hertzeh rist. 3: So lang ich aber noch an dil ie d in wi 201 so fag/ du seysten slchehdennd erseh und spuͤhre, daß Stoltz und A bermuth dein'n Sinn und Hertz se⸗ giere, wenns an der Sanfftmuß fehlt, sich zeiget Haß und Neid/6 bist du gantz gewiß vom Christe⸗ thum sehr weii. 14. Du sagst: ich bin ein Chrif, und ruͤhmst dich des mit Freuden, thust aber du auch mehr, als andm kluge Heyden? ach!loͤffters nichtso viel, als Gutes sie gethan, sie wel⸗ den dorten dich gewißlich klagenan. biß daß dir Werck und Leben auch dessen was du sagst, Beweiß und Zeugniß geben. Die Worte sehn llicht gnug: Ein Christ muß ohne Schein, das, was er wird genennt/ im Wesen selbsten seyn. 16. Ach mein GOtt, gieb Gench, mich ernstlich zu befleissen, zu sehn ein wahrer Christ, und nicht nunsh zu heissen: denn welcher Nahm und That nicht hat und fuͤhrt Iudleh der kommet nimmermehr zu Himmelreich. (33⁰. Mel. Wer nur den lieben GOtt y Ch suͤrchte GOtt und mein Ge⸗ wissen, das andre laß ich alliz zu, hat einer mich falsch abgerisseh, es sey, ich warte meiner Ruh! de Zeit zeigt endlich alles bloß, desm⸗ gen schlaff ich Sorgen⸗loß. 2. Wer kan die tollen Maͤuler bin⸗ den, die auch den lichten Sonnen Ban nicht ohne finstre Flecken fi⸗ den? es macht mich darum kein grau. Ich scheue keinen Zungen Stich, mein Leben das versichen mich ich. ö 3. Ein freyes Thun in allen E chen, doch in der Tugend eings schraͤn ir iss d V Vomé —ß77 Ht/ muß mür el shsstester, derk wer kan davo Ihhibeswegen! Ohl mein Ber tz weil meiten habet, weil weir sat, so hoͤr i has der un t. Uenn miich nur / Wenn mich n schkennt, solach Wlbtohet, und! hler hengt? Et Wugend⸗Lguff he chauf, dich gewißlich klagenal. Wersich in ft I5y. Sag nicht: ich bin ein Chris; tnddaundd Wscchtseͤfenn Aget, wieoffte wifft ardern 0 hat doch b Rancott,den sl giebt mir eine lacht wor mei soch sehs nicht ndsepdihrm 0, big ich do „0n) M. „ Dernur den! Demuthel Eanelleausder 0 eußt; denn aheleaisd eht; in gltz raͤnh, undr Har Auftuut Ne Chnis C Ftiudtr als ed te nichti stene lagenm cbg 8 deid Taulerki Eonn Flackeun um ken + rs F7 nd ö schlu 7 und hat doch Koth fuͤr seiner Vom Christlichen Leben und Wandel. 1046 uckt wer kan davor, wohlan, es hich bin deswegen Sorgen⸗frey. Weil mein Beruff in Schran⸗ en bleibet, die mir der Hoͤchste vor⸗ ebaut; weil meinen Geist kein La⸗ er treibet, weil meine Seele GOtt ertraut, so hör ich zu und achte sicht, was der und jener Arges licht. ö Wenn mich nur mein Gewissen bbet, wenn mich mein GOtt vor Fdlich kennt, so lach ich, wenn der Reider tobet, und an mein Thun n Fehler hengt? Es hafftet nicht, er Tugend Lauf haͤlt alle Laͤster⸗ Reden auf. 6, Wer sich in fremde Sachen uenget, und da und dort auf Posten ellt sieht selbsten nicht, was ihm ghaͤnget, wie offt er in den Tadel Alt! wirfft andern viel Gebrechen Thuͤr. MeinSott, den ich fuͤr alles lie⸗ Mel. Wer uur den lieben GOtt ꝛc. LIII. Mein Rh ssen schergeust; ja aller Tugend Licht 2 Pracht ist ohne sie, wie finstre 19190 Menschen⸗Fleiß. . Das Auge, eins der schoͤn sten der giebt mir einen solchen Sinn, macht zwar meine Tugend truͤ⸗ doch seys nicht bloß und üͤber⸗ und seyd ihr mir gleich noch so d, bin ich doch euer bester M. C.S. W Demuth liebt, liebt eine Quelle/aus der so mauche Tu⸗ e fleußt: denn keine Tugend cheint so helle,als die aus Demuth acht. Wer Demuth lieht, verbirgt die be, bie ihm der Himmel zuer⸗ Undt; er spricht: das alles, was ich labe, koͤmmt her von meines Va⸗ lers Hand: denn was ich bin, kan Der weiß, ist GOttes Werck, nicht 2. hranckt, muß mir ein gutes Leben Licht; die Harffe spielt viel fuͤffe achen, ist einer, der mich drum ver⸗ he Ustoiel chend Lieder doch hoͤrt sie solche selber nicht: Und wenn ein Christ was guts gethan, so siellt er drum kein Wunder an. 4. Sein Beten und Allmosen⸗Ge⸗ ben, sein Glaube, Zucht und sauffter Muth, sein Hoffen, Fleiß und stilles Leben, sind Wercke, die er taͤglich thut: und dennoch legt sein from⸗ 5 Sinn stets Mosis Decke druͤber hin. Wer Demuth liebt, haͤlt alle Dinge fuͤr Eitelkeit und lauter nichts: gesetzt, daß man ein Gluͤck erzwinge, was ist es 7 Glaß; wie bald zerbrichts? wie lange waͤhrt es? wie ein Blat, daß doch der Baum nicht ewig hat. 6. Wir Menschen selbst sind wie ein Schaͤmen, wir sind nicht immer starck und roth; wer kan die Schoͤn⸗ heit mit sich nehmen? wer sitzt in Wuͤrde ohne Noth? und diß be⸗ merckt, wer Demuth liebt, wenn er dem Hochmuth Abschied giebt. 7. Wer Demuth liebt, strebt nicht nach Ehren durch Heucheley, Ge⸗ walt und List; er denckt: die Wuͤr⸗ de mag gehoͤren, dem, der der Ehre wuͤrdig ist; er harret mit Gebet und Wein weil Gott ihn schon zu suchen weiß. 8. Der Meister, der den Bau berei⸗ tet, setzt manchen Stein sehr hoch hinein, und mancher, der wohl mehr bedeutet, muß unten in der Tieffe seyn; doch wird sein Meister nicht befragt, dieweil es ihm also behagt. 9. Der Kuͤnstler, der des Gartens pfleget, kennt iede Blume da und dort/und setzt, nachdem ers wohl er⸗ weget/ bald die, bald jene Pflantze fort: and laͤst er denn manch Pflaͤnt⸗ gen stehn, wer will mit ihm zum Richtet gehn? 10. Wer Demuth liebt, haͤlt sich hernieder zu dem, der in der Tieffe steht, er haͤlt sie durch und durch lieder, hewundeyt nie sein hellet suͤr Bruͤder/ auch hen, der nach bem Bro⸗ 1047 Vom Christlichen Leben und Wandel. 0 V Brodte geht; und dieses ist, was Sott gefaͤllt, weil Demuth sich her⸗ unter haͤlt. 1. Die Rose, so bie Berge zieret, ist besser nicht, als die in Thal; die Nelcke, die der Fuͤrst beruͤhret, wird gleichermassen dlaß und fahl; den Apffel, den der Koͤnig bricht, schmeckt derowegen besser nicht. 12. Wer Demuth liebt/ verachtet keinen, er sey auch immer, wer er sey: denn aus der Haut, aus Fleisch und Beinen erkennt er leicht, was einer⸗ ley; man sey veracht, arm oder klein, die Demuth will nichts besser seyn. 13. Hat jener Reichthum, Geld und Mittel, vielleicht ist der am Glauben reich, ist jener groß, und hat viel Tittel, vielleicht koͤmmt dem kein Titel gleich; denn frommer Seelen bester Ruhm heist: GoOt⸗ tes Kind und Eigenrthum. 14. Wer Demuth liebt, hilfft al⸗ len Leuten, so viel er kan und hels⸗ sen mag; und solt es nur so viel be⸗ deutem als bey Eliaͤ Haupte lag; schon gut/ genug! GOtt schreibt es an, als ohs ein Engel selbst gethan. 5. Gleichwie ein Baum mit vol⸗ len Zweigen sich willig zu der Er⸗ den neigt, und wie die Aehre durch ihr Neigen den Schnitter in die Haͤnde steigt: So theilt ein De⸗ muths; voller Christ gern alles mit/ was moͤglich ist. 16. Wer Demuth liebt, liebt eine Tugend, die unser JEsus selbst ge⸗ liebt, als der von Anfang seiner Ju⸗ gend sie biß aus Ende ausgeuͤbt; aus Demuth ließ er ia sein Reich/ 1eh ward uns armen Menschen gleich. 17. Wer Demuth liebt, liebt eine Weise, die auch den Engeln Lust er⸗ weckt; diß lernt man aus des Ja⸗ cobs Reise, da ihn der Engel Schutz bedeckt: denn dieser Schutz kam 18. Wer Demuth liebt, liebt solch sß dit hier un Wege, die GOtt gebaͤhnet und gi In Ium. macht; durch Niedrigkeit und tieste a weschen und Stege wird man nach Thaboz hingie; ader HErr von bracht; das heist: durch Demiih ihemErng Creutz und Weh steigt man zun ascht Eugendee Vater in der Hoͤh. sh sbf der 19, Wer Demuth liebt, erlangt. gt als wahres die Crone von seines JEsu Brudes/ un wil für e Hand,/ wer Demuth liebt, erhalt iisrEugend W. zum Lohne das ewig frohe Vater ott, deß Auge land: Wer Demuth liebt,dringeon dhye alles höt 20015 wo sehr viel tausend Engei aschhemüßt /n 20. Wohlan ichwill die Demah sen In wehlen zu meinem steten Sombolh n. will GOkt mich zu den kleinen aht pd o Ws len, ich bin vergnuͤgt, es sey also! B0 0 sell! wohl dem, der nur den Spruch va er Heuchle steht: was niedrig ist, wird dort en. hoͤht.(93².0 phnin u Mel. HErr ich habe miß gehandelt. Iade 90 Mernsch du haß vn ort din en un Leben, seine Hand hat dich ge Halehd W dich gllerme AsalschemSchei slliten, wohnth Whuͤtten. macht, drum must du dich stets de⸗ streben, und bemühen Tag und Nacht/wie du ihm rechtschaffen din nest daß du auch im Gluͤcke gruͤnel 2. Glieh die Suͤnde wie die Schlan hunmi gen, ziehe dich voꝛ ihr zuruͤck/aß dein am it 50 Herße niche hesangen von der Wu cht Scen lust harten Strick, jenes wird diih 15 Kumfeeht wan brechen dieses dir den Ris ssz nOn rechen. l 3. Lauffe sfrisch in Demutho⸗Eugerg Schrancken, Gottessurcht sey dlaIn 434). J. das Ziel, laß den Fuß daraus nicht he Anhedeh! wancken, ob die Welt dich locken Iherhuchwuth! will, bist du in der Welt ersoffen, Vle, e steht der Weg zur Hoͤllen offen. ö seußt; wagn 4. Dencke taͤglich an dein End e Halle dieses koͤmmet gantz gewiß, gieb dihh aluths⸗oole gantz in GOttes Haͤnde, macht dun Kunmerf mun leich 27 be ühnon ufg nun gleich zu schande bist du im Hochm rechten Lande. ö ö sche, Wel iederzeit, aus Demuth und aus Niedrigkeit. — auf den wahren Tugend⸗St Hi Mhri N 1049 Vom Christlichen Leben und Wandel. 1050 Ht sist I und tndtic abRbit Deet man i Iun; laß dir hier und anderwaͤrts seden Sinn zum Boͤsen neigen: eda weichen und nicht bleihen, legt der HErr von sich zu treiben. Füͤr dem HErrn gilt alles nichts, hus nicht Tugend kennt und übet; Heil er, selbst der Qvell des Lichts, ichts als wahre Tugend liebet: 1, eth der, Hun. will fuͤr GOtt bestehen, 147 nuß der Tugend Wege gehen. 63. OStt, de Auge alles fiehtund eß Ohre alles hoͤret, wird, so sehr bubenh sinn sich bemuͤht nie von Heuche⸗ KDend eh berhoͤret: aller Schein muß sich 60 1 liehren, denn GOtt pruͤfet Hertz enn ind Rieren. e. Und, o Mensch, was hilfft es shale, dich so stellen und verstellen? mucht uchr der Heuchler muß herfuͤr, Ott will ihm das Urtheil faͤllen, Iund ihn hin zur Hoͤllen kehren, wo ie Sünder hin gehoͤren. Ditüe g Sey du immer, wer du seyst, adüß ich, gelehrt und Herr alleine, du Hiels thörtt dich allermeist mit derglei⸗ Luh gen falschem Scheine: niemand/als Aasthth sstgeliten, wohnt bey GOtt in Sa⸗ HeEms⸗Huͤtten. Scle. Fromm ist GOtt, gerecht und Ulaldeleeu, ohne Schein und Heuchel⸗ her A iesen; darum sieht es keinem frey, ihdas GOtt haffet, zu erlesen; jeder denuß, wer GOtt will finden, sich auf tt und Zugend gruͤnden. lt 1 Belde 4½ Als pabe von GOtt und seiner Gna⸗ subhiuUn⸗Hand: denn was er ist, kan, Wanlhuer weiß, das heist hey ihm nur 2 Renschen⸗Fleiß, 3. Was prangt der Pfau doch mit den Farben, der weder schwartz⸗noch weiß, gemacht? Was prahlt der Schaffner mit der Garben, der kei⸗ nen Halm hervor gebracht: ein Thor ist stoltz im Uberfluß, der srem⸗ de Gelder zahlen muß. 4. Wer Hochmuth liebt, haͤlt alle Dinge fuͤr seinen Trost in dieser Welt; gesetzt, daß seine Hand er⸗ zwinge, was er fuͤr Gluͤck und Ehre haͤlt? so sieht ers an fuͤr eine Stadt/ die lauter Felß zum Grunde hat. 5. Sind nicht die Stoltzen auch ein Schaͤmen ꝛ sie sind nicht immer roth und starck; was moͤgen sie der Welt entnehmen, wann sie der Tod wirfft in den Sarg? doch fuͤhlt ihr Hertz gar selten Ruh, der Hoch⸗ muth regt sich immerzu. 6. Wer Hochmuth liebt, strebt stets nach Ehren, durch Heucheley, Gewalt und List; er dencket nie, es mag gehoͤren die Wuͤrde, der ihr wuͤrdig ist: das macht, es faͤllt ihm selten bey, daß Gluͤck und Glaß zer⸗ brechlich seh. 7, Wenn Absalon mit Zaum und Zuͤgel auf seines Vaters Thron ge⸗ denckt; wenn Jearus die schnellen Fluͤgel gen Himmel zu der Sonne lenckt: so ist bereits das Ungluͤck da, und Hochmuth seinem Falle nah. 8. Wer Hochmuth liebt, sieht nicht hernieder auf den, der in der Dieffe geht; er kehrt vielmehr die Augenlieder zu dem, der hoch am Brete steht: und dieses ist, was GOtt verflucht, weil Hoheit immer Hoheit sucht. 9. Die Kaͤyser⸗Crone auf den Hoͤ⸗ hen ist besser nicht /als die im Thal die Rosen, wo die Fuͤrsten gehen, sind nicht die besten allemahl: Die Distel steigt sehr hoch empor, doch geht ihr die Viole vor. 10,. Wer Hochmuth liebt, verach⸗ tet alle, er spricht: der Stand ist mancherley; er lernet nie was nach dem Falle ein Fleisch und ein +⸗ + 1051 Vom Christlichen Leben und Wandel. 105. beine sey 3 man sey gelehrt, hoch oder reich, der Stoltze denckt: wer ist mir gleich? 11. Ist jener arm und hat nicht Mittel, hier, spricht er, sind der Mittel satt; ist einer klein und oh⸗ ne Tittel, ich, spricht er, bins der Wuͤrde hat; der Armuth steht die niedre Bahn„ dem Reichthum Pracht und Prangen an. 12. Wer Hochmuͤth liebt, hat kein Erbarmen, sein Hertz ist hart, wie Stein und Stahiz er laͤst das Volck mit Fleiß verarmen, der Heller daurt ihn allemahl: o stoltzer Geist! der unerlaubt GOtt und sein armes Volck beraubt. 13. Der Halm, der sich zur Hoͤhe schwinget, ist nicht, wie andre, Kor⸗ ner⸗voll; das Faß, das laut und helle klinget, hat gar nicht was es haben soll: die Wolcke, die am hoͤchsten leht/ hat meist ein Nebel aufgebleht.. 14. Wer Hochmuth liebt, liebt ei⸗ ne Suͤnde, die Satan in der Hoͤlle liebt, als welcher auch dem klein⸗ sten Kinde die Hoffarth schon ins Hertze giebt: denn stoltzer Muth warff ihm vom Stuhl hin zum ver⸗ dammten Hoͤllen⸗Pfuhl. 15. Wer Hochmuth liebt, liebt sol⸗ che Wege, die GOtt und Enugeln sind verdammt; der Fromme bleibt auf niederm Stege, die Stoltzen stuͤrtztOtt insgesammt, und wirfft sie von der Berge Hoͤh zur Flam⸗ men⸗vollen Schwefel⸗See. 16. Wer Hochmuth liebt, kriegt eine Crone von Pech und Schwefel zubereit; wer Hochmuth liebt, er⸗ haͤlt zum Lohne den Spott und Hohn der Ewigkeit: wer Hoch⸗ muth liebt, faͤllt dahinein, wo tau⸗ send Hoͤllen⸗Geist er seyn. 17. Wohlan! ich will den Hoch⸗ muth hassen, weg Hoffarth! weg fůͤ erhabner Sinn! ein frommes Hertz, das dich verlassen, erlangt den Hin⸗ mel zum Gewinn: Wohl dem/ der schehn. nue den Spruch versteht/ wer Hoch, Ierettpaa muth liebt, bleibt unerhoͤht.( drum wul (935.) E. S. Aalein, als bey Mel. Wer nur den lieben GOtt e. sinshn., Wssseeligistein gut Gemiseh Dakhrtefänn das weder Welt noch Teußl Inetcrefftt scheut! Es ist ein sanfftes Feden hltid Küffen, gebetter mit Zufriedenhof: Amn Et Ein gut Gewissen ist der Schih, I Hisellchaft und wenn der Neider noch so brülk. t, wüd ofttn 2. Das schoͤnste Bild beschmeisseh heweint. Fliegen, der Staub faͤllt auf dun zudemkan sich Purpur auch; so mischt der Nih, wer wil verdammte Luͤgen, wie Dornen man siehtof den Rosen⸗Strauch; ein gut G diesichnurt wissen aber lacht, weil es die In a, dahder, s schuld sfreudig lmacht. Föaldemne Se 3. Die Perlen sind doch hoch schaͤtzen/ ob sie gleich sind mit Kuih Dium kan mi befleckt: die Rose kan uns doch g Hacken, wenn ie goͤtzen, wenn man sie gleich zu Ih lt,mich alsof steln steckt, so bleibt ein gut Gewiß, daß Goit a sen rein, ob noch so viel Verlaͤus slt. Oie Wel der seyn. ohlben 4. Verstummen doch die kuͤhnih ahen it. Froͤsche, so bald ein Licht am Usse Ein Erd,Kind! breunt so schweigt der Neshies We,ich li Schand⸗Gewaͤsche, wenn man dir sn—— Unschuld Glantz erkennt. Ein git sließ ich mein Gewissen scheut die That, so wisd Ae Em der Luͤgen auch schon rath. WWher Neso het 5. Drum habe du ein gut GeustNit ‚Er sen, in Einfalt und in damten u so wird die Welt sich schaͤmen mis sen, wenn sie das Crueifige schrest. Die Frommen werden solches sel, der Unschuld wird noch iwohl hhsshermichgen Alsein, Amd dachnich gant all ütan denn wenn ich gantz verlassen schi hehe 9H ne, vertreibt mir JIEsus selbsit Zeit, ich bin bey ihm, und er Ii n ich mir/so kommt mir gar nichts einsih r. ö h, 2. Komm ich zur Welt, man vest un abuef von Sachen, die nur auf Eitelle Rn lon, gericht. Da muß sich lassen 7 1 — — 0 Ubung im Glauben und Liebe. ich ichenn, der etwas von dem Himmel t. lucht; drum wuͤnsch ich; lieber Ubung M. Glauben Antz allein, als bey der Welt, ohn und Liebe. hoit zu seyn. . Verkehrte können leicht verkeh⸗ u, wer greiffet Pech ohn Kleben ²wie solt ich dann dahin begeh⸗ a, wo man Gott bald vergessen n Gesellschafft, die verdachtig eint, wird offtmahls nach dem all beweint. Zudem kan sich ein Mensch ver⸗ jellen, wer will in aller Hertzen ehn ꝛ man sieht offt heimliche Ge⸗ llen, die sich nur nach dem Winde hehn, daß der, so vor voll Zucker sar/ bald eine Schlange drauf ge⸗ ech heaz Khr. 518— Oct s. Drum kan mich niemand hier us dachteh kerdencken, wenn ich, in meiner Ein⸗ aich u V sinkeit, mich also suche zu beschraͤn⸗ gut Gei len, daß EOtt allein mein Hertz Balllußh kifreut. Die Welt ist vober Trug nid List, wohl dem, der GOtt ver⸗ die kilun lunden ist. Ien Us sEin Erd⸗Kind mag Gesellschafft det Nu Nogr ich liebe GOtt in aller Ruh, an ul ind solten mir die Neider fluchen, . Sschließ ich meine Kammer zu, und Wh Khme GO mit mir hinein, so Jird der Neid betrogen seyn. hut S. Mit GO LL red ich in seinem Lauleth Borte, und durch sein Wort red't Amit mir: beth ich an einem stillen rthe, so findet er sich bald zu mir, ellt er mir sein Bildniß für,⸗Ach! Ache hauch ich in meinem Ereutze Rath, rallch tist, der mich getroͤftet hat. . Mach ich im Stillen meine Sa⸗ gen, so hat er seine Hand bey mir/ Ahn. mag nun schlaffen oder wachen, 10 bem Traume pielet errais wenn Laenb wachend hey m waͤr. h h. Wer wolte denn nun nicht er⸗ keunen, daß ich sters in Hesellschafft 7 lin? und will hie Welt mich einsam Innen so thue sie es immer hin: ug daß bey mir, wenn ich allein/ ½%0 D und viel tausend Engel (937/) In eigener Melodie. Seclen Braͤlltigam, J ES SGottes Lamm! habe Danck fuͤr deine Liebe, die mich zieht aus reinem Triebe, von der Sünden Schlamm, JIEsu, GOttes Lamm, 2. Deine Liebes⸗Gluth staͤrcket Muth und Blut, wenn du freuud⸗ lich mich anblickest, und an deine Brust mich druͤckest, macht mich wohlgemuth deine Liebes⸗Gluth. 3. Wahrer Mensch und 0 TE Trost in Noth und Tod, du bist dar⸗ um Meusch gebohren, zu ersetzen, was verlohren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und GOtt. 4. Meines Glaubens Licht laß verloͤcchen nicht, salbe mich mit Freuden⸗Oele, daß hinfort in mei⸗ ner Seele ja verloͤsche nicht meines Glaubeus Licht. 3. So werd ich in dir bleiben fuͤr und fuͤr, deine Liebe will ich ehren⸗ und in dir dein Lob vermehren, weil ich fuͤr und fur bleihen werd in dir. 6. Held aus Davids Stamml dei⸗ ne Liebes⸗Flamm mich ernehre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Heid aus Dayids Stamm. 7. Grosser Friede⸗FuͤrstI wie hast du geduͤrst nach der Menschen Heyl und Leben, und dich in den Toß ge⸗ geben, wie du rieffst: Mich duͤrst Grosser Friede⸗Fuͤrst. ö 8. SeinenFrieden gieb aus so gros⸗ ser Lieb, uns den Deinen die dich kennen, und nach dir sich Christen nennen, denen dů bist lieb, deiuen Frieden gieb. 9, Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt, um den lebendigen Glauben, der wirb bald empfindlich schauen, daß niemand verdirbt/ der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreiff ich dich/ du 906 16055 Ubung im Glauben und Liebe. gantzes Ich, ich will nimmermehr dich lassen, sondern glaͤubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun umfasse dich. 11. Wenn ich weinen muß, wird mein Thraͤnen⸗Fluß, nun die Mei⸗ nen auch begleiten, und zu deinen Wunden leiten, daß mein Thraͤn en⸗ Fluß sich bald stillen muß. 12. Wenn ich mich gufs neu wie⸗ derum erfreu, freuest du dich auch jugleiche, biß ich dort in deinem Reiche, ewiglich erfreu mich mit bir aufs neu. 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehren⸗Eron, hier im Hof⸗ fen und im Glauben, dort im Ha⸗ hen und im Schauen, denn die Eh⸗ ten⸗Kron solgt auf Spott und ohn. 14. JEsu hilff, daß ich allhier rit⸗ terlich alles durch dich uͤberwinde, und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekaͤmpfft fuͤr mich. 15. Du mein Preiß und Ruhm, werthe Sarons⸗Blum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kan gefallen, werthe Sarons⸗ Blum, du mein Preiß und Ruhm. (938.) J. L. S. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛe. Wi giebst du denn, o meine Seele, Gott, der dir taͤslich alles giebt? was ist in deines Leibes Hoͤhle, das ihn vergnuͤgt und ihm heliebt? es muß das Liebst und Beffe seyn, gieb ihm, gieb ihm das Hertz allein. 2. Du must was GOttes ist, GOtt geben, sag Seele, wem gebuͤhrt das Hertzd dem Teufel nicht/er haßt das Leben, ws dieser wohnt,ist Hoͤl⸗ len⸗Schmertz, dir, dir, o Gott, dir soll allein mein Hertz aufwaͤrts ge⸗ wiedmet seyn. 3. So nimm nun hin was du ver⸗ langest, die Erst⸗Geburth ohn alle Listdas Hertz, damit du Schoͤpffer pPyrangest, das dir so sauer worden 1050.. If Sr geb ichs wilig, bu alein sfh nn es bezahlt, es ist ja dein. II 4. Wem solt ich mein Hertz liehn r goͤnnen, als dem, der mir das se elden. giebt, dich kan ich mein n Hertlh/ unmch n sten nennen„ du hast mich in dehlshen knmme Tod geliebt. Mein Hertz, dahGomsc Hertz, ein Hertz allein, Pöll deintuhnmund i keines andern seyn. en Wun (939.) B. H. Isen, kommm m Mel. Was mein Gott will Dess Jaluleig sol doch mi⸗ Isel vichte Tros,mein Heyland seyn uhshnl! Hleibe fet bleiben, der mich geliebet und erlos ne mi die S kein G'walt soll mich abtkreihen imein Begler; ihm thu ich mich gantz willigish Medancken, Je von Hertzen⸗Hrund ergeben,/es mah llt wancken. mir seyn weh oder fein, mag sterhen MEsu laß m oder leben. Ie kurtze Lebe 2. Mit meinem lieben IEsulosh Gh stts auf den will ich gar wohl besteben; wish semsz in Gesahr, ich mitten durch Noth und PessMumsassen, we nach GOttes Will'n soil gehen/ wd It verlasen. will mir denn wohl haben an Well, 6041 Teufel, Tod und Sünde? beph Al Ale Mens IEsulein, dem Heyland mein, ich Nsu, frömmer allzeit Rettung finde. en guter unt 3½ Auf diß mein liebes Jesulehh inh auch den will ich fuͤr GOtt selbst tretes, das dein St für allen Feinden sicher seyn, moll ssit; ach dj 1 Seele wohl zu retten. Zum Lebeh n fürdieSche fein zu gehen ein, und lieblich an i dugabfesaue schauen den Heyland schoͤn, den i swieder Iehen gesehn allhier, allein im Glauben, Heerden shren (2195./J. A. Fi Hit litht Mel. HErrsich habe mißgehandess. Rch o giche Esth Du mein liehstesebenmede er Seelen Braͤutigaml der Il nisher, sol N dich für mich gegeben an des biktent hnz nenn du Creutzes Stamm, ietzt will ich ns lrufft mun suͤssen Weisen dich von gantzer Se le preisen. chagseihre 2. Du bist GOtt, der uns gegeh eh se auch e Seel und Leib, auch Ehr umd Gußh Pusg der du unser Leib und Leben schuͤes durch der Engel Hut, drum auch Ei allein zu Ehren sich mein Mund si lassen hoͤt en. FN 3. JEsu! Paradieß der Freudeg, das mein Geist mit Freuden suchg 0 Ubung im Glauben und Liebe. 1050 du starcker Trost im Leiden, Odu sche Lebens⸗Frucht, alles Trau⸗ s alles Leiden, wendest du in lau⸗ Freuden. Komm, ach komm, du Trost der yden, komm, mein JIEsu! slaͤrcke lich komm, erqvicke mich mit Freu⸗ JYu omm und hilff mir gnaͤdiglich: solgen seiner Stimm allein, Hirten auch zur Heerd sich kehren, wenn sie bloͤcken groß und klein: Laß mich hoͤren, wenn du schreyest, laß mich lauffen, wenn du drauest, laß mich horchen stets auf dich, JEsu hörs doch auf mich. 5. Hoͤre IEsu und erhoͤre meine, Immi mein Wunsch, mein gantzes deines Schaͤfleius Stimm, mich hoffen, komm mein Hertze steht offen⸗ eechuß. JEsul richte mein Beginnen, eanen Vsli! bleibe stets bey mir, JEsu! ume mir die Sinnen, JEsu! sey mein Begier; JEsu'l sey mir Gedancken, IESu! lasse mich twancken. JEsu! laß mich seelig enden leine kurtze Lebens⸗Jahr, trage Ich stets auf den Haͤnden, halte Har) I. Alle Menschen muͤssen ꝛc. Esu, frommer Menschen⸗Heer⸗ den guter und getreuer Hirt! Wsllesh mich auch dein Schaͤflein wer⸗ n, das dein Stab und Stimme 6160/ Hlhrt; ach du hast aus Lieb dein Zunh hen für die Schaafe hingegeben, lichehe Ad du gabst es auch fuͤr mich, laß 6, Les tich wieder lieben dich. „Heerden ihren Hirten lieben, wein Hirt liebt seine Heerd, laß ehethl ts auch so Liebe uͤben, du im Him⸗ e ulch auf Erd: schallet deine Lleb kcieder, soll dir meine schallen der; wenn du ruffst: ich liebe EU! rufft mein Hertz: dich liebe H h. anul Schaafe ihren Hirten kennen, Aachl ket lie auch sind wohl bekannt, mich auch nach dir nur rennen, du kamst zu mir gerannt, als des ⸗Wolffes Rachen, eine Beut mir wolt machen/rieffest du: ich —.— ich rieff auch: dich ken⸗ Heerden jhren Hirten hoͤren, auch zu dir schreyen lehre, wenn sich naht des Wolffes Grimmlaß mein Schreyen dir gefallen, deinen Trost hernieder schallen, wenn ich bete, hoͤ⸗ re mich, JEsu sprich: ich hoͤre dich. 6. Hoͤre JEsu, und erhoͤre, wenn ich ruff, anklopff und schrey, JEsu dich von mir nicht kehre, steh mir bald in Gnaden bey: Ja, du hoͤrst, in deinem Nahmen ist ja alles Ja und Amen. Nun ich glaud und fuͤhle schon deinen Trost,o SOttes Sohn. 432. Mel. Meinen JIEsum laß ich nicht. MeEinen IEsum laß ich nicht, denn er ist allein mein Leben, wer ihn hat, dem nichts gebricht/ der kan sich zufrieden geben, er ge⸗ raͤth in was fuͤr Noth, waͤrs auch Sgtan, Suͤnd und Tod. 2. Meinen IEsum laß ich nicht⸗ weil kein bessrer Freund auf Erden⸗ denn er, JEsus unser Licht, springt in allerley Beschwerben, mir ge⸗ treulich an die Seit, liebt mich biß in Ewigkeit. 3. Meinen IEsum laß sch nicht, wenn mich alle Menschen hassen⸗ und der Feinde Macht einbrecht, guch gedencket so zu fassen, daß ich gleich soll untergehn, bleibt mir sei⸗ ne Rettung stehn. 4. Meinen JEsum laß ich nicht, wenn mich meine Suͤnden qvqlen, wenn mein Hertz und Satan spricht: sie find groß und nicht zu zehlenz spricht er: sey getrost mein Kinb, ich/ ich tilg all deine Suͤnd. 3. Meinen JEsum laß ich nicht, wenn mir bricht in letzten Zügen 225 schwachen Augen Licht; 90 89 1050 Ubung im Glauben und Liebe. 1060 da hilfft mein IEsus siegen: ja ins letzte Zorn⸗Gericht laͤsset er mich kommen nicht. 6. Meinen IEsum laß ich nicht, denn er wird guch mich nicht lassen, dieses glaͤnb ich, anders nicht, JE⸗ sus wird mich nimmer lassen; Dar⸗ um nenn ich ihn mein Licht: Mei⸗ nen JEsum laß ich nicht. 9⁴430 Mel. O JEsu Christ meins ꝛc. O IEsu, Hoffnung wahrer Reu, wie gůt ig bist du, wie getreu demselben, welcher klopft und sucht, was 210 er aber doch fuͤr Frucht? 2. Dich, Hertzens⸗Zucker, JIEsu dich, dich selbsten findet er bey sich/ waß allen Wunsch weit uͤberwind't, das ist es, was er sucht und find't. 3. Nichts ist, davon man suͤsser sat nichts was den Ohren heller klingt, nichts drauff man suͤsser sich hesinnt, als JEsus, GOttes lieb⸗ stes Kind. 4. Kein Mund ist, der es sagen kan, kein Buchstab zeigt es gnug⸗ sam an. Erfahrung bringt es ewig hey, was, JEsum hertzlich lieben, sey. 5. Die suͤsse Thraͤnen reden nur, wie suͤß mir seiner Liebe Spur, die er mit wundtem Fuß gedrückt, das Hertz ergvicket und entzückt⸗ 6. O Wunder⸗Fuͤrst! O Sieges⸗ Cron! O unaussprechlich suͤsser Lohn! Verlangens⸗Zweck und See⸗ len⸗Tantz! Verliebter Hoffnung gruͤner Crantz! 7. Wie heiß ist deiner Liebe Gluth, wie suͤsse brennt sie meinem Muth, sie gießt ihr Blut fur mich, ihr Licht bringt sie zu GOttes Angesicht. 8. Eb ist kein frisches Rosen⸗ Blat, das so viel holder Anmuth hat! voll suͤsser Obumacht wird mein Geist wenn sie mir die Gedancken speist. 9. Sie ist ia lauter Milch und Most, die angenehmste Seelen⸗ Host, die vhne Eckel uns ergoͤtzt, und doch den Hunger lieblich wetzt. ——j—— 10. Wer sie geschmeckt/ den hin isni denn gert sehr nach ihr, getruncken, dary hetdenpals me stet mehr, er strebet nur nach Jash chast; nachdd Gunst, schaͤtzt alles andre Stahb cht: Henni und Dunst. st, melem II. Wer diese Lebens⸗Trauben a hun leckt, dem wird hekannt wie JEsug schmeckt, wie gluͤcklich ist, der sottUEnagkache und voll von ihr wird, was gebrichtNstund gebaut ihm wohl ꝛ ,es mag f⸗ 12. Gewuͤnschtes Flaͤmmlein, sel sucker Helbꝛ! ger Brand/o wunder⸗lieblichs tha 0 mir/ der, res Pfand, dich lieben, JEsu GOt, s mein Cuhn Sohn, das ist doch aller Liche Wabergle uus, JEI 13. Ich liege kranck vor Liebe hihn, Rictlebch z mein Hertz ist weg und wohnt huy henmit ergeb dir, wenn schaut mein Auge sich gl Ahlanz meine sund an dir, wenn kuͤsset mich dest ort ales ol Mund saftlet 14. Mein Leben! kehr doch be ucra mir ein, dein Blick der soll mein Labsal seyn, Hsn, Ses ürend eur.n herße sechheebe IWsles Leid. 5 fuͤr und fůͤr. und Tod? Noth/ der ihednd H 669•— Weh 60⁴⁴40 Mel Freu bich 6661• meine Seell, Sboͤnster IEful liebstes Leboh meiner Seelen Auffenthalt dir hab ich mich gantz ergehen,ob ih 920, Her wohl gar ungestalt, will ich dennoch Hut, b lieben dich! denn ich weiß du liebil h bahe mich! drum will ich fest an dir hanh e kmich genind mit Liebe dich umfangen a ö Andre moͤgen Freude haben uisshmen Aug der falsch⸗geschmuckten Welt/ a r mit allen ihren Gaben bald vergk nch 11 het, bald zerfaͤllt: Nur mein Jeshi ga hf Run soll es seyn,den ich lieben will alle s ashen und von dem ich nicht will weichen I uch ui solt ich schon des Tods verbleichel uhnr auf 3. Andre' mögen Wollust liehah s ihlich und darinne lange Jahr sich mi iht/ grosfen Freuden uͤben: JEsum! lich ich immerdar. Andre moͤgen Gil 0 und Geld halten fuͤr ihr liebsh Zelt: IEsu will ich mich vertraues H und auf ihn bestaͤndig bauen. W Wh n 4. Nun was frag ich nach der E den, und nach dem 1 061 Ubung im Glauben und Liebe. 1062 inuen ist: denn mir kan nichts lie⸗ ets werden, als mein Heyland JE⸗ s Chyist; nach dem Himmel frag chnicht: denn ich habe mich ver⸗ flicht, meinem IEsu treu zu blei⸗ en, nichts soll mich von ihm ab⸗ belben. Es mag krachen, es mag knallen, eses rund gebaute Zelt: Es mag legen, es mag fallen: ich steb als In starcker Held: denn mein IEsus Fbey mir, der, der wird mich füͤr nd fuͤr, als mein Beystand/ maͤchtig Huͤtzen,wider alle Teufels⸗Blstzen. . IEsus, JEsus ist mein Leben, Im verbleib ich zugethan; ihm soll syn hiermit ergeben alles was ich eben kan; meine Sinnen, Werck nd Wort, alles soll, o liebster Hort! hr gestellet seyn zu Ehren: Richts mich von ihm abkehren. % ½ IEsum, JEsum will ich lieben her und dort in Ewigkeit: sollten ich gleich hier betruͤben aller Jam⸗ heralles Leid. Was frag ich nach holl und Tod? JEsus hilfft mir As der Noth, der wird mich ins Le⸗ zn führen, da die Seinen jubiliren. (2490, In eigener Melodie. D. HErr JEsu Christ, mein Hort, habe ich gerreu erfun⸗ In ich halt mich zu deinem Wort, sd zu deinen theuren Wunden. Ah halt dich, halt du mich/ halt du ch, mein Trost und Licht, ich will sch ja lassen nicht. Ob mich schon gleich alls verlaͤst, is mich kan und will verlassen, so ltst du doch bey mir fest/ trotz dem, e mich will anfafsen. Ich halt ,balt du mich, halt du mch,mein Host und Licht, ich will dich ja las⸗ In nicht. ODu sinckst nimmer meine Saͤul, Unn das Glück zu Boden sincket, bist meiner Seelen Heyl, wer 0 liebet, nicht ertrincket, Ich AIt dich, halt du mich, halt du seh, mein Trost und Ljcht, ich will jn lassen nicht. 4. Wann ich gantz entkraͤffter din, sa kanst du mich Schwachen hal⸗ ten, und bestaͤrcken meinen Sinn, deine Lieb kan nicht erkalten. Ich halt dich, halt du mich, halt dur nuich, mein Trost und Licht, ich will dich ja lassen nicht. 5. Wenn mein Hertz mir endlich bricht in den letzten Todes⸗Stun⸗ den, du bist meine Zuversicht, ich ergreiffe deine Wunden: Ich halt dichhalt du mich, halt du mich, mein Trost und Licht/ich will dich ja lassen nicht. 6. Es mag gehen wie es woll, im Tod, Leben, Creutz und Leiden, nimmermehr, o JEsu, soll mich und dich hier etwas scheiden. Ich halt dich, halt du nich, halt du mich, mein Drost und Licht, ich will dich ja lassen nicht. (946) M. C.S. Mel. JIEsu meines Lebens Leben. Esu meiner Seelen Leben, mei⸗ nes Hertzens hoͤchste Frend, dir will ich mich gantz ergeben/ letzo und in Ewigkeit. Meinen GOtt will ich dich nennen, und fuͤr aller Welt be⸗ kennen, daß ich dein bin, unb du mein, allerliebstes IEsulein. 2. Deine Hand hat mich bereitet, dein Mund bließ mir Odem ein, dei⸗ ne Krafft war ausgebreitet wie ein Teppig, ob dem Schrein, der mich hat zu erst verschloͤssen, darum sag ich unverdrossen: Ich bin dein und du bist mein, allertheurstes IEsu⸗ ein. 3. Deine Guͤt hat mich umfangen/ als mich erst die Welt umfieng, dir bin ich schon augehangen/ als ich an den Bruͤsten hieng. Dein Schooß hat mich angenommen, da ich eyst ans Licht gekommen. Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes JE⸗ sulein.. 4. Auf ber Kindheit wilben We⸗ gen solgte mir stets deine Guͤt, delnes Geistes Drieb und Regenm yegte mir offt mein Gemuth/ so LI 2 ich — ——— D———. ö IIAN Rn 1063 Ubung im Glauben und diebe. 1060 ich etwa ausgetreten, daß ich wie⸗ der kam mit Beten. Ich bin dein 2—5 bist mein, allerschoͤnstes JE⸗ ulein. 5. Ach lwie offt in meiner Jugend hat mich deine Hand gefast, wenn die Froͤmmigkeit und Tugend war in meinem Sinn verhaßt, daß ich nicht so fort gestorben, noch an Leib und Seel verdorben. Ich bin dein, und du bist mein, allertheuystes JE⸗ sulein. 6. Ja in meinem gantzen Leben hat mich stets dein Licht gefuͤhrt, du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauff regiert. Deine Guͤt, die taͤglich waͤhret, hat mich immer⸗ dar ernaͤhret. Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes JEsulein. 7. Irr ich/ sucht mich deine Liebe, fall ich, reicht sie mir die Hand, ist es, daß ich mich betruͤbe, troͤst t sie mich im harten Stand, bin ich arm, sie giebt mir Guͤter, schlaff ich denn sie ist mein Huͤter. Ich bin dein/ hule du bist mein, allerliebstes JIE⸗ ulein. 8. Schmaͤht man mich/ sie ist meinꝰ Ehre, trotzt mau mich, sie ist mein Trutz, zweiffle ich, sie giebt mir Leh⸗ re, draͤngt man mich, sie ist mein Schutz, hat der Satan mich begeh⸗ ret, sie hat seinen Grimm gewehret. Ich bin dein, und du bist mein, al⸗ Lerliebstes IEsulein. 9. Deines Hertzens Süßigkeiten hast du in mein Hertz gefloͤst, durch den Schmack der Herrlichkeiten hast du mehrmahls mich erloͤst aus der Angst, die Krafft erneuet, und die matte Seel erfreuet. Ich bin dein, und du bist mein, allerschoͤnstes Isulein... 10. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beygelegt, ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man mei⸗ ne Seel hintraͤgt, zu dir, JEsul in die Freude, Truß/ daß mich was von dir scheide! Ich bin dein, und du bist mein/allerliebstes JEsulein. II. Dieses alles ist gegrunidet niehh One Hehl auf meiner Wercke Grund, allei; till rul, was mein Hertz empfindet,(das seh Mslldettunse allen Menschen kund) kommt alleiy asmt un aus deinen Wunden, da hah sch a, dus eilkn mein Heyl gefunden. Ich bin dein, dchtdie Gnad und du bin mein, allertheursen ulein derlan JEsulein. Iittvoler Zus 12. Drum ich slerbe oder lehe, Muihralsd. hleib ich doch dein Eigenthum— eNächsten z dich ich mich gantz ergebe, du hif sih Ledens meiner Seelen Ruhm,/ meines Herh bens Hrücht tzens Trost und Freude, meines Gas Pohlan 1 we stes Lust im Leide. Ich bin dein, und asahit,dagn du bist mein/alleꝛschoͤnstes JEsulein,) sahtt, GoOtt I:. Hoͤre, JEsu!noch mein Flehen, he gehn, unt schlag mir meine Bitt nicht ab,wenn isehn. Dal mein Augen nicht mehr sehen, wenn ashen Hand, ich keine Krafft mehr hab, mit dein lnland. Mund was fuͤrzutragen, laß mich(065) denn zuletzt noch sagen: Ich hihs a Meinen dein, und du bist mein, allerliebfles We IEsulein. e Sinmen 2⁴4⁷ ic gurauf Mel. Vater unser im Himmelreich ddutn 0 Woie gluͤcklich lebt die Christenehhetmein Gt heit, sie trifft den Weg zur glasich ihm. Seeligkeit: denn GOttes WintGeeleschwin betruͤgt sie nicht, das giebt in allin ffen wussen! Trost und Licht, so, daß sie keinens inuxennr fremden Rath, als Lieb und Flesß/n, Angs und vonnoͤthen hat f 2. In GOL besteht das hoͤchsi Kicanen Her Gut /der uns so viel zu dnaden thul, Wußtihöfteg daß wir nach dieser Lebens⸗Fiss Kihedich ihn sehen sollen, wie er ist: er ist vol semschmt kommen schoͤn und reich, und macht ue eg uns seinem Bilde gleich. 3. Nun ist kein Mensch der Gnahe um nch werth/ als welcher thut, was GOtt. begehrt: der Suͤnden⸗Fall verdient den Tod, darauf erfolgt die Hoͤller sg Noth; so geht es auch unmoͤglih uhet an, daß man sich selber helffen kan, 27 4. Doch GOtt hat uns also geliebs/ Ie daß er den Sohn zum Pfande gieh der als ein Meusch an unsrer faß theuf gelitten und erfuͤllet hat; I uin de zielt ͤttes Ouerkennt. Mman tes Geist erkennt. I tts .. — == D —. — * 1857 Ubung im Glauben und Liebe. 1066 Hott fordert unsꝛe Glaubens⸗Hand, se nimmt und haͤlt das theure 4470 fand, das einen ieden gern ekloͤst, Uhinde der nicht die Gnade von sich fiöt. rtheuißl 6. Allein der Glaube schlaͤffet nicht, eb betet voller Zuverficht, er liebet Oott mehr als die Welt, er bleibt Ahum, dem Nachsten zugesellt: er ist ge⸗ , d Ul tost in Leidens⸗Zeit, so lebt des %% Glaubens Fruchtbarkeitt. 36% 7. Wohlan! was GOtt im Him⸗ euunmel spahrt,/das wird allhier nicht of⸗ Cuulc fenbahrt: GOtt laß uns froh zum Grabe gehn, und gleich so froͤlich auferstehn. Da bringt er uns zur echten Hand, und ins gelobte Vaterland. (948.) B. S. oder leh ö. Das Heyl trifft uns gewißlich Liu, es wili nur bald ergriffen seyn: 6. O wie seelig werd ich seyn/ relch und hoch bey Zions Auen, fuͤhre mich bald Himmel ein„Füͤrst des Lebenslmein Vertrauen, bleibe hier und dort mein Licht, so laß ich dich nimmer nicht. I. I1. F. 949. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. W'=I4 soll ich mich mit tausend Grillen selbst martern und mein Hencker seyn? Wo GOce nicht will den Wunsch erfuͤllen, reist auch der kluͤgste Fuͤrsatz ein. Was mir von GOtt ist ausersehn/ das soll und wird gewis geschehn. 2. Ich weiß, GBtt kan es alles mas chen/ was man auch fur unmoͤglich haͤlt, er giebt den Ausschlag allen Sachen, ob gleich das Looß uns widrig faͤlt. Was mir von GOtt Mel. Meinen JIEsum laß ich nicht. Mineg IJEsum laß ich nicht/al⸗ richt ich nur auf dieses Licht, treu im Glauben ohne Wancken, JEsus iu bleibet mein Gewinn, nimmermehr erlaß ich ihm. 2. Seele schwing dich Himmel⸗an/ saht iell Christen muͤssen himmlisch werden, 5 0 90 Her ist nur ein Dornen⸗Plan, Jam⸗ Hund Fles mer, Angst und Noth auf Erden, „nur bey JEsu find ich Licht, drum dos hechl last ihn mein Hertze nicht. nabentht 3. Lust ist oͤffters voller Last, Eitel⸗ keit muß endlich schwinden, Reich⸗ thum ist ein schnoͤder Gast, und kan hur die Hertzen binden, ohen ist was mich verpflicht, nunmehr laß ich JEsum nicht. 4. Baum des Lebens, Himmel⸗ 4 berzuckert mein Lebens⸗Licht. mein Hertze spricht; dich su/ laß ich nicht. le Sinnen und Gedancken, U Brod, Rosen⸗rothe JEsus⸗Wun⸗ lle den, ach Ierquickt mich in der Noth/ lberzuckert alle Stunden, Ereutz lich noch gewiß undLeiden acht ich nicht/hab ich nur 3. JEsu treusier Seelen⸗Freund rage mich in deinen Armen, schre⸗ Hun ce meinen Seelen⸗Feind, cröne mich stets mit Erbarmen/ hoͤre, was will betr mein JE⸗ ist ausersehn, das soll und wird gewiß geschehn. 3. Wer seinen GOtt nur fest ver⸗ trauet, der fischt und faͤnget allzeit was, und wer in Hoffnung auf ihn bauet, den trifft kein Neid, kein fal⸗ scher Haß. Was mir von GOtt ꝛe. 4. Laß Ungluck und Verhaͤngniß toben, so bin ich dennoch wohl da⸗ ran, der fuͤr mich wachet, wohnt dort oben, der ists, der allein helffen kan. Was mir von GOtt ꝛc. 5. Die Centuer⸗Last der schweren Plagen, die Gott auf meine Schul⸗ tern legt, will jch nach seinem Wil⸗ len tragen, mein Hertze bleibet un⸗ bewegt. Was mit von EOtt ꝛe. 6. Ach HErr regiere meine Wege/ und gieb niir einen solchen Sinn ⸗ der sich dir niemabls widerlege, so weiß ich, daß ich glucklich bin So muß/ was du mir aus ersehn/mir end⸗ geschehn. (9h0. B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. In Wort ist mir ins Hertz ge⸗ schrieben, von dem man lauter Rosen bricht, auch wenn mich alles uͤben, raubt dieses Wort weil jch JE⸗ sum mir niemand nicht. Ol LI3 1067 Ubung im Glauben und Liebe. 10659 sum nennen kan, so lacht mich alles Trauren an. 8. 0 2. In diesem Worte bluͤht der Him⸗ mel/ nur dieser Nahme bringt das Heyl. Ach alles Welt⸗ und Lust⸗ Getuͤmmel traͤgt Dornen, statt der Rosen, feil. Hab ich nur JEsum in der Brust, ist mir kein Trauer⸗Geist bewust. 3. Mein Geist zerfließt bey diesem Worte, in IEsu bin ich ausser mir, nach dieser goͤldnen Lebens⸗Pforte geht meine Seele mit Begier. Es Hpillet lauter Honig⸗Safft bey die⸗ ses Nahmens Eigenschafft. 4. O koͤnnt ich auch was schoͤners sagen? Hertz, Mund und Hand auch die, die unter allen In de Klufft der Erden wallen, sind ge⸗ horsam fort und fort. 5. Alle Zungen ihn bekennen, muͤß sen ihm den Nahmen goͤnnen, daß er wahrhafft und getreu; daß et IEsus CHristus heisse, und der HErr auf alle Weise uͤber Erd und Him mel sey. 6. Und diß nun gereicht zur Ehn dem/ der dort fuͤr GOTes Heue auch des Vaters Nahmen fuͤhrt nun O JEsu! unser Beugen sollst aller Welt bezeigen, daß dir alli Lob gebuͤhrt. (572.) B. 8. Mel. Nun dancket alle GOtt. schenckt mir ein Wort, ruff ich, so hoͤrt er meine Klagen, er, meine Burg, mein Schild, mein Hort. Michts gusser ihm ist meine Lust, mein JEsu komm in meine Brust. . Wohlan es ist ein Wort gespro⸗ chen, ich nehme JEsum in mein Hertz, es mag die Welt mit Worten hochen, laß ich ihr doch den eiteln Schertz, indessen bleibt die Losung hier nur JEsus 3 fůr und fuͤr. I (91. Mel. Alles ist an GOttes Seegen. Gott im Himmel sey gepriesen, der uns hat das Heyl bewiesen, Daß er JEsum uns gesandt; JE⸗ sum der nun zwar erhoͤhet, und zu geiner Rechten stehet, gleichwohl yns und ihm verwandt. 2. Einen Nahmen, uns zum Leben, hat der Vat er ihin gegeben, und der heisset JEsus Christ: uͤber alle, die dwir hoͤren, muß man diesen Nah⸗ men ehren, weil er voller Seegen ist. 3. Darum, daß nun in dem Nah⸗ men unsers JEsus aller Saamen Dieser Welt sich neigen soll: beugen sollen spat und fruhe sich hier alle tze laben, ruht der in meiner Bruff, so sag ich festiglich: ich bin des hoöch⸗ 2. Ach schweigt mir von der Weli/ wo lauter Rosen stehen, ein Heiß das JEsum liebt/muß auch auf Dolt nen gehn. Lacht er nicht immet fort, O. er verstellet sich, es bleibet 3. Offt muß ein bittrer Tranck un nen immerfort des Gluͤckes Palmen gruͤnen: O darum unverzagt meih Hertze troͤste dich, ruhrt dich gleich Creutz und Noth, mein JEsus lic⸗ bet mich. 0 4. Aus seinem Munde fließt ein Zucker vor die Myrrhen, gefalt! ihm, daß ich hier soll in der Wuͤsten grren, es sey so wie es will, messt Creutz verdople sich, bey mir heistz immerfort: mein JEsus liebet mich. 5. Ohn seinem Willen kan mich nicht ein Woͤlckgen schrecken, hieß 1 Knie, die der Thaten JEsn voll. 4. Alles, was im Himmel thronet, und was hier auf Eiden wohnet, hoͤ vot, ehrt und lieht muß mich Schutz und Trost in sei⸗ nem Schoosse decken, redt Feinde was ihr wollt, verfolgt mich aͤngstig lich, nur dieses ist mein Trost: mein ho⸗IEsus liebet mich. sein Wort;/ J s, Er weiß es mehr als ihnen Mein JEsus liebet mich, waßs will ich weiter haben, an ihm und seiner Gunst kan sich mein Her⸗ sten Kind, mein JEsus liebet mich ö 4 wohinsein Alchnichte Hhtef IM JEus hocheeligistd hh Hedencke, Ahbenich nach' audie Welt g Amin Hae Ktheiß:lein Wilmirder Whseddul brit Aagucht gett NeTod seh von thier aufdich Hmen Nhus Metden, OI lhortinichts ka Wüwerden, dei l Wort: d Ucuhallein,meil doch dabey, mein JEsus liebet mich. zur Gesundheit dienen, nicht koͤn⸗ Pich bin sein. Greund, all VSeelen, die Whgewandt; Ireundetvef sscht in deiner. se Sieund all scheit, und schb Metwas, das hpnn hat siesd Hetzellebt, Wtiofechtun rbese ge ondiß mein, ö Mein beste Ietbe, dit d ssdschebth —4 ssehe, dich ubi der rude tttttr eurderl asckihdas Msus n it 5⁰0 Ubung im Glauben und Liebe. 107⁰ gelucke bluͤhet, vor mir ists offt ver⸗ Vckt, wohin sein Auge stehet, ob Ibs gleich nicht versteh,nur fein ge⸗ ülh ultiglich, nichts kan mir schaͤdlich Iyn, mein JEsus liebet mich. Hochseelig ist der Tag wenn! ihn gedencke, auch seelig ist der glick, den ich nach JIEsu lencke, und enn die Welt gleich tobt, doch eut mein Hertze sichgnug daß ich eses weiß: mein JEsus liebet mich. . Will mir der dlasse Tod den Ab⸗ hieds⸗Zeddul bringen, ich werd ihn Ine Furcht getrost entgegen sin⸗ en: Tod sey von mir gegruͤßt, ich barte hier auf dich, zuletzte heist es ach ꝛmein IEsus liebet mich. 490„„„ Mel. Ach wie betruüͤbt sind ꝛc. Ein bester Freund bist du auf Merden, OSEsu! meiner See⸗ n Hortmichts kan mir auserwehl⸗ iers werden, dein Wort ist mir ein lebens⸗Wort: du bist mein bester ö Schutz allein/ mein Freund ist mein/ Rund ich bin sein. . Freund, allerliebster Freund ler Seelen, dich liebt mein Hertz uch ynabgewandt; dich will ich mir hum Freunde wehlen, mein Wohl sesteht in deiner Hand: du bist der jeste Freund allein; mein Freund ift mein/ und ich bin sein. 3. Ist etwas, das die Welt vergnü⸗ get/was hat sle/das die Dauer haͤlt? meein Hertze liebt, was nie betruͤget Was etwig steht und nie zerfaͤllt: du hist der beste Felß allein mein Freund ist mein/ und ich bin sein. 4. Mein bestes Theil mein Gut Aund Erbe, bist du, O Esu, meine Zier; dich liebt mein Hertz, bis da sch fterbe, dich zieh ich allem Golde fur; du bist der beste Schatz allein mein Freund ist mein, u. ich bin sein. g. Und wenn ich in der Wuͤrde waͤ⸗ kef die nur der Fuͤrsten Eigenthum; so hielt ich das fuͤr schlechte Ehre, wann JEsus nicht mein schoͤnster hutg, Ruhm du bilt der hesie Ruhm al⸗ lein; Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 6 Ich mag mich nicht um das be⸗ muͤhen/ was mancher hier vor Weiß⸗ heit haͤlt zich will zu deinem Creu⸗ tze fliehen, das ist mein Wissen in der Welt: du bist der beste Hort al⸗ leinz mein Freund ist mein, und ich bin sein. 7. Bin ich von aller Welt verlas⸗ sen, dein JEsus⸗Hertz verlaͤst mich nicht; dich will ich in mein Hertze fassen, auch wenn mein Lebens⸗Bau zerbricht: du bist der beste Trost al⸗ lein; mein Freund ist mein, und ich bin sein. g. Sein gautzes Hertz an dich erge⸗ ben, ist aller Frommen Hertzens⸗ Lust; drum geb ich dir mein Leib und Leben, dieweil mir sonst kein Schirm bewust: du bist der beste Schild allein; mein Freund ist mein, und ich bin sein. (994.) Mel IEsus meineZuversicht. Hristel werther Seelen Freund, du/ mein Schoͤnster unter allen, stillest, wann das Hertze weint mei⸗ nen Schmertz, mir nach Gefallen; du erquickst mich, wie die Sonn, mit Vergnuͤgen, Lust und Wonn. 2. Äuserwehltes Himmels⸗Licht! dich will ich ins Hertze drücken, nach dir soll mein Angesicht unverruͤckt im Glauben blicken: denn du bist der Seelen Weyd, und in Truͤbsal meine Freud. 3. Dort, wo du, mein IEsu/ bist, ist mein Schatz, der mich vergnuͤ⸗ get; Rost und Dieb und Morte sst nirgends, wo mein Schatz mir lie⸗ get: wer mir diesen will entziehn, muß mit Spott zur Hoͤllen fliehn. 4. Theilt, ihr Kinder dieser Welt, euch in Reichthum, Lust und Ehre: ach diß alles bricht und faͤllt, wann es noch so koͤstlich waͤre; aber dem, was mich ergoͤtzt, wird hier gar nichts gleich geschatzt. 5„ Kein Mensch gebe sich die Muͤh mich von IEsu abzulesten; sehut L sich 1071 Ubung im Glauben und Liebe. 107 sich iemand spat und früh nach dem Felß der Seeligkeiten, das bin ich, denn mein Verlaug'n ist schon laͤngs dahin gegang'n. S. Ringe nur, ja ringe sort, liebstes Hertz! nach Zions Hoͤhen; Reich⸗ thum, Lust und Ehre dort kan dir niemahls untergehen: denn da ist, was man begehrt, JEsus, und was ewig waͤhrt. Mel. IEsu meines Hertzens. Wenn erblick ich doch einmahl meine Liebe? Eile bald von Kbano, suͤsse Liebe! deine Braut rufft mit Begier: suͤsser JIEsu! komm, o suͤsser JEsu! 2. Slehe mich, die mattean, deine Krancke, daß ich nicht von dir mein Hirt! etwa wancke: Meine Krafft verlaͤsset mich, ich vergehe, wo ich nicht dich sehe. 3. Toͤchter von Jerusalem! gehet/ eilet, saget mesnem Braͤutigam, der mich heilet, saget, wie mich hat entzündt seine Glamme, seine keu⸗ sche Flame. 4. Rufft ihr Sterne,uͤberlaut, daß ich llebe, und ihr Wasser ruffet nach, daß ich liebe: alles, was nur Stim⸗ men hat, sag' dem Lamme viel von meiner Flamme. 5. Einmahl hat er einen Kuß mir gegeben, alsbald konnt ich ohne ihm nicht mehr leben; nichts vergnuͤgt mich ausfer ihm, alle Dinge sind mir zu geringe. 6. Ich verlange tausendmahl mei⸗ nen Bruder, tausendmahl begehr ich ihn, meinen Bruder: Er kommt nie aus meinem Sinn, er ist meine, und ich gaͤntzlich seine. 7. Was verzeuchst du denn mein ehne mein Verlangen 7 Ol wie sehnlich wart ich dich zu umfangen: sieh, der Geist und deine Braut ruf⸗ sen: Komme, lahe deine Fromme. 8. Komme wieder, liebster Freund! komme wieder! lauff noch schneller als ein Hirsch, komm hernieder! küsse mich mit deinem Kuß: deine Kuͤsse sind wie Honig suͤsse. 9. Hoͤr! die holde Stimme vuff erqvicker mich meines. dem Oelberg stehen schon seine Hist se, die ich hertzlich kuͤsse. 10. Voller Freude jauchze ich, wil mirs gluͤcket, daß ich meinen schö⸗ sten Schatz hab erblicket, er ist mesn und ich bin sein: Er alleine ist eo alleine. 4— I. Buͤrger Zions! die ihr seht mas nen Lieben; deren Nahm' im Him⸗ mel ist angeschrieben, und du Juͤng⸗ fraͤuliches Heer! freut euch alli, freut euch mit mir alle. 12. Seht mit frohem Angesicht meine Freude! seht, wie mit den Braͤutigam ich mich weide! Er sl mein und ich bin sein: Er alleine i es, er alleine. (956.) H. C. H. Mel. Meinen JEsum laß ich nicht . soll offenbahr vor dir hoͤchster Richter, JEsu! worden, offen bahre du dich mir, weil ich leb guf dieser Erden. Und so stell ich froͤ lich dar dich mir, und dir off enbahr. 2. Offenhahr ist war die Schuld, welche du in mir gefunden. Doch ich seh auch deine Huld offen in del lich wahr: IEsus ist mir offenbahn, meiner Suͤnden Nacht vertreiben. Jsu Zahlung laͤst mich nicht in der Schusd verlohren bleiben. Schuld! ner! fuͤrchte uicht Gefahr, weil di Zahlung offenbahr. 4. Jetzo will ich als dein Knecht/ will fleißig, treu und recht, was di mir vertraut, verwalten. du mir gantz und gar meinen Wan del offenbahr. Nun es sicht mich nichts meht an, wenn mich kein Gesetz verklagen, wenn kein Teufel schrecken kan, wat sind denn des Leibes Plagen? zehlt doch GOtt des Hauptes Haar, auch dib ist ihm offenbahr. 6. A1L, meines Freundes, bloß die Stimm 13 NMW magf d M Gott will, Ahdnföhestmnt Am fctern RilTCag filltm HE affe „Hete du wir Wbes Vaters Alsohilffauchö euchten offe Ahdgs gange! 9tt, ofen 0 W, MeinenJe un falle dir betrt hj srichnoch Acebstlich aufdi hledithal . offnen Wunden. Das ist ie gewisn 3. JEsus wird doch, als ein Licht, A IEsu, bessre Rechnung halten. Ich Machh Oroßfiststegl Wichig war! Uuch, sprichttdu Uctiger mich lo Wort halt i Uhholt mit mir. Oeuß doch nie AWlrmich des Gr h auf mich d willich dir h ulten tiggt d sbo wit mir H . Muer! sieh anraht Idem, der spret Gchuld gehl hant wich?& shatHedult u Teuscll wa hach, WIst — ö 073 Ubung im Glauben und Liebe. 107⁴ . Alfo magst du mich, o Dod! enn GOtt will, ins finstre legen. Penn du fuͤhrst mich qus der Noth n den finstern Truͤbsals⸗Wegen. Jener Dag slellt mich doch klar mei⸗ em JEsu offenbahr. 7. HErr du wirst mir ferner dich Ind des Vaters Licht bewahren; Nun so hilff auch, daß ich mich moͤg iu Leuchten offenbahren. Mache lurch das gantze Jahr GO T mir, hich GDOtt, offenbahr. (977. Rel. Meinen ISsum laß ich nicht. auch al Himmels Thuͤr, da hat GOtt Ge⸗ dult mit mir. 7. Aber, HERR wenn wirst dir mich aus des Todes Leib erloͤsen 2 meine Seele sehnet sich aus dem Creutz⸗und Suͤnden⸗Boͤsen. Doch hast du Gedult mit mir/, so hab ich Gedult mit dir. (976.9— Mel. Ach wie betruͤbt sind ꝛe. Mon Hertz, OGoOtt, ist voller KLiebe, es liebt bich stets im Wohl und Weh: sein Flug geht stets mit holdem Triebe zuů dir,mein Vater/ in die Hoͤh zu bir, den meine Angesch it miit de Ide! Er j Talleineij GRosser Kauig; ich dein Knecht falle dir betruͤbt zu Fusse, eile licht/ sprich noch nicht Recht, sieh soch erstlich auf die Busse. Konig! Ih bezahle dir, habe nur Gedult mit Mir. 2. Groß ist freylich meine Schuld, naͤchtig ist zwar mein Verbrechen. Doch, sprichst du, sey delue Huld/ naͤchtiger mich loß zu sprechen, diß hein Wort halt ich dir fuͤr, habe nur Hedult mit mir. 3 Geuß doch nicht du hoͤchstes Gut ber mich des Grimmes Schaalen, euß auf mich des Sohnes Blut, sann will ich dir bald bezahlen. JE⸗ Dulten tilgt die Schuld, brum hast du mit mir Gedult. 4. Vater! sieh die Rechnung an, Esus hat sie unterschrieben Trutz ey dem/ der sprechen kan JEsus sey Schuld geblieben. Wer ver⸗ hammt mich? GOtt ist hier! Und 2——— Wich nicht. Rir hochte den,offt ich Leb a el ich. Tofeubahr Schulz Hen. Da feh indi en ffenbahn tin Lichh berttlibel; nicht ui u. Schuhh „/ wllge n Kuche ber hat Gedult mit mir. Ae. Teusel! war ich gleich dein „inecht, JEsus har dich überwun⸗ 1. Mahhen. Tod! dein Fordern ist zu Ie schlecht, deine Macht ist gantz ver⸗ schwunden. Suͤn den! schweigt,/ was ictt lschrecket ihr? hat doch GOtt Gedult verlleall mit mir. I 6. Nun so ist der Strick entzwey en und ich bin der Hoͤll entyissen. Gu⸗ Ha eNacht du Selaverey! guͤte Nacht Ihr Fiusternissen oͤffne dich/ du ne Seele liebt/ und dir sich gantz und gar ergiebt. 2. Dein Hertz hat mich an sich ge⸗ zogen, eh noch die Welt gegruͤndet war: Du bist mir auch biß ietzt ge⸗ wogen, und reichst mir tausend Gu⸗ tes dar; dein Hertz ist voller Liebes⸗ Gluth, wo ist, der ie desgleschen thut? 3. Ein Hertz, das also hefftig lie⸗ bet, ist einer Gegen⸗Liebe werth: Ein Hertz, das solche Treue uͤbet; und thut, was unser Wunsch be⸗ gehrt, verdient allstets und Lebens⸗ lang Ruhm, Ehre, Preiß und Lob⸗ Gesang. 4. Mein Schmertz, der mich be⸗ staͤndig gvaͤlet, ist, wann man dich nicht wieder ehrt„ wenn man die Lusi der Erden wehlet, und sich mit Menschen⸗Liebe nehrt: denn solche Art ist Thorheit ⸗voll/sie fliehet/ was man lieben soll. . Dein Schmertz, o Gott, ist weit gerechter, du hast uns dir zum Ruhm erbaut; du giebst uns deine Himmels⸗Waͤchter, und hast uns haͤntzlich dir vertraut: ach] soll dein Hertz nicht seyn bet ruͤbt, wann dich der Mensch nicht wieder liebt. 6. Ein Schmertz, der so zu Hertzen gehet, entsteht mit nichten ohnge⸗ fehr; ein Hertzdas nach uns aͤchtzt und flehet, das koͤmmt von lauter Liebe her: drum macht mein Hertz LI den 107⁵ Ubung im Glauben und Liebe. 1076. den wahren Schluß, daß man all⸗ stets dich lieben muß. e Mel. Valet will ich dir geben. A I laßt uns alle lieben den Hrrn, der uns gemacht, Gott selbst will, daß wir ben die Liebe Tag und Nacht; gleich mie er liebt uns alle/ so will er e und ie, daß un⸗ ser Hertz auch walle in Liebe, spat brach und fruͤh. 2 Hier liebt man sonst, was schoͤne, und allen wohl gefaͤllt, damit uns nicht verhoͤhne ein Spoͤtter dieser Welt; ey! liebt den angenehmen und allerschonsten GOtt, so kan euch nicht beschaͤmen der Erden Hohn und Spott. 9 27— 3. Hier liebt man gern die Reichen und was beguͤtert ist, die Armen muͤssen weichen, man braucht Ge⸗ walt und List: Gott ist sehr reich von Schaͤtzen, weil Erd und Him⸗ mel sein; wer sich an ihm wird le⸗ tzen, dem raͤumt er alles ein. 4. Hier liebt man grosse Wuͤrde und hohen Ehren⸗Stand, nach die⸗ ser Last und Buͤrde greifft iedes Menschen Hand: GOST ist ein GoOtt der Ehren, wer dem sein Hertz ergiebt, dem soll der Thron gehoͤren, der Ruhm und Ehre giebt. . Hier liebt man Krafft und Staͤr⸗ Ce, Gewalt und hohe Macht, wo⸗ durch man offt im Wercke sich hoch hinauf gebracht: GOtt ist sehr groß und maͤchtig, wer dem sein Hertz verspricht, der fuͤrchtet wohl bedaͤch⸗ tig auch selbst die Hoͤlle nicht. 6. Hier liebt man was gelinde und voll liebreicher Huld, das auch bey Sturm und Winde verbannt die Ungedult: Gott ist ein freundlich Wesen, das voller Lieblichkeit; wer Gott liebt, muß genesen hier und in jener Zeit. 2. Wohlan, so liebt von Hertzen diß allerschoͤnste Theil; liebt GOtt in Wohl und Schmertzen, der ener Schutz und Heyl: liebt GOtt von allen Hraͤfften mit gantzen Murh dejnch de und Sinnz bey allen Amts⸗Gh n schaͤfften gebt ihm das Hertze hin, llalht nen 8. Gebt ihm das Hertz alleine, gebt. dlt. ihm es immerdar; nicht Holtze Hich,dasicht Gold und Steine, gebt ihm es gaitz vm vel und gar: gebt ihm es biß aus Ende Hust; nach: in treue Vater⸗Acht,so schutzen euh sthen,fe die Haͤnde, die euch zur Welt g stsch meine racht Ihlthandre nich 9. Auf! auf! ihr Liebes⸗Flam“ ileh, men, entbreunt in voller Gluth; Osss daßichn auf lauf! liebt allzu sammen Gott ee Sansmut mit erfreutem Muth: GOtt ist lscht Rache 3b 10 IIr euch ernaͤhrt urt n Alt/ drum liebt mit heissem Triebs Strest:Geli die Liebe aller Welt. Muthekerbt dg (9609. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe Waschaft,e IEh bin ein Schaͤflein deiner ahdie ein Sa IWepde, du, liebster IEsu, bist bon geit zug mein Hirt; was acht ich aller dur⸗PJund ferne seh ren Heyde, wo man in Sornen sich lter Christn verwirrt: du bist mein Trost und rucht und Schutz allein, dein Schaͤflein wil k. ich ewig seyn. l niemahle 2. Dich will ich nur allein erken. sgehich von nen, von andern Hirten weiß ich liicht kan si nichts; dich will ich meinen Pflegen lfteht esd nennen und meinen Brunnguell al. sh. bey di; les Lichts: du bist mein alles, und, achl hilf, mit dir bin ich versorgt, was fehlet mir? vchsehne mit 3. Nur deine Stimme will ich hes Een Hree ren/ ein andrer hoͤre, was er will; acßiich balde dein süͤsses Wort mit seinen Lehreß nd Hlücklsg macht mich vergnuͤgt, getroft un h vo doit still, wer aber fremde Stimmen schvolle hat/ deß Hertz wird matt und nin⸗ hiergiebtez mer satt. Iseht man di 4. Nach deinem Tritte will ich ge nud sich de hen, dein Leben soll mein Beyspiel undu, ein! seyn; wo diu, HErr, stehst, da will erlaem ich stehen, wohin du führst, da geh echein en ich ein e dein Stapffen zeigt mis ogrseh Steig und Steg, und den gewissen 60 Himmels⸗Weg. Henich 3. Mein Hertz verlanget keine 36 Weyde, als die, wohin, O gutet 9 M din Wwodlind iß, depiun taaten % Gieb, daß ich wie ein Schaͤflein Mes gu aus End Hüseh eug F Welt g 30 Sot Eiith SOtth an deine Wfsu, biß aller dur rnen sich Trost ul Aflein il D Hein ekan eiß En Pflege nuglellal alles/uul nas fehle Iin willich as E Wli Iun Lhttl Hetrof ult Stiu — und Utv il ic 1 0l +. s/ di 0 t uf I1 ⁰⁰ uget lin 105 5 4* 9 d Leide, mich deine Rechte leiten tif mahrt uñ Ubung im Glauben und Liebe. 1078 ind e nur dein und keines andern Vort bleibt mein Vergnuͤgen sort be, rein vom verdammten Sün⸗ Un⸗Wust; nach nichts, als Tu⸗ ud ⸗Pfaden, strebe, der Sternen hertzen, andre nicht, erblicken GOtt In Angesicht.—6— „Hilff, daß ich, als ein Schaͤflein, bedie Sanfftmuch und Gelindig⸗ leichwie ein Schaͤflein fruchtbar yz von Zeit zu Zeit dir nuͤtzer wer⸗ Ie, und ferne seh von Heucheley: guter Christ nach Christi Rath ugt Frucht und Werck in steter at. . Laß niemahls mich von dir ver⸗ Hr leicht kan sich ein Schagf ver⸗ hiren, flieht es den Dorn nicht em⸗ Iglich: bey dir zu bleiben ist mein Einn, ach! hilff, daß ich bestaͤndig 10. Ich sehne mich,von dieser Heer⸗ e zu jenen Heerden einzugehn; leb,daß ich bald ein Schaͤflein wer⸗ e, und gluͤcklich sey, bald da zu sehn, wo dort bey dir, o treuer Hirt, sich volle Eulge finden wird. il. Hier giebt es eitel Wuͤsteneyen, lier setzt man bittre Salsen suͤr; lort wird sich deine Heerde 511 Vann du, mein Hirt, sie hohlsuzu lir: HEerlaß mich bald im Glantz und Schein ein Schaͤflein deiner Weyde seyn. Weyde sey 666 (Geauber doch ihr Menschen alle dem, der euch erschaffen hat; aubet dom/ der nach dam Falle heifft seh meine Lust: Nur reine gefallen hitz nicht Rache, sondern Wohl⸗ mahl ja nichts bestehet, was hat, uͤbe, und feind sey allem Haß aus dem Glauben gehet. ud Streit: Gelindigkeit und sauff⸗ 4. So ihr nun mit allen Frommen Muth ererbt das beste Himmels⸗ wollt einmahl fuͤr Gott bestehnz ey! Hüth. 0 3. Berschaffe, daß ich auf der Erde 60 Iren, geh ich von dir, so suche mich; ů 961.9 Mel, HErr ich habe miß gehandelt. starb an aller Menschen satt: glaͤu⸗ bet dem/ der euch bekehret, und den Weg zum Himmel lehret. 2. Ihr, ihr alle muͤsset glaͤuben, und im Glauben feste stehn, wollt ihr einst zur Rechten bleiben des, der alle will erhoͤhn: alles, alles muß fuͤr allen, GOtt im Glauben wohl⸗ 3. Nicht das Hoffen, nicht das Lie⸗ hen, nicht Gedult, nicht sanffter Muth, sind so nothig auszuuben, als der Glaube noͤthig thut: sinte⸗ nicht schaͤmt euch nicht zukommen T um Glaͤuben anzuflehn: GOD beschattet und beschuͤttet, was ihn um den Glauben bittet. . Bleihet fest in reiner Lehre, hoͤ⸗ ret gerne GOttes Wort; gebt in al⸗ lem GOtt die Ehre, fahrt im guten kaͤglich sort; doch also, daß Heuche⸗ leyen nichts mit Schmincken uͤber⸗ streuen. 6. Ihr sucht alle ja die Freude, die kein Ziel und Ende nimmt, welche, trotz des Satans Neide! GOtt den Frommen hat bestimmt: ey! so muß dauch das Verlangen fest an GOT im Glauben hangen. 7. Nicht dem Holtze, Gold und Steine ist der Glaube zugethanz ein Gerechter rufft alleine GOtt im wahren Glauben an: alle, die die Bil der lieben, muͤssen wie die Spreu zerstieben. ⁰⁶½.) Mel. Ach GOtt, wie manches ꝛe. Ch halte dich, mein Hort und Licht lin meiner Brust; dich laß ich nicht, OIEsu! meiner Seelen Lust, was hab ich sonst, das mir be⸗ wuftz ö ů 2. Hier ohne bich ist lauter nichts: nur du, mein suͤsser Qvell des Lichts: iadu, mein bester, Seelen⸗Hort, HEyr 10⁷⁹ Ubung im Glauben und Liebe. 100⁰⁰ 1 — kroͤstest mich, und hilffst mir ort. 3. Sind andre hoch, gelehrt und groß, geehrt und reich, ich arm und bloß; was acht ich das? wann GOtt es fuͤgt, es gilt mir gleich, ich bin vergnügt.—— 4. Wer dich, mein Schild und mein Panier! zu seinem Schatze hat allhier, hat Reichthum, Lust, Ver⸗ Deit und Ehre satt zu eder Zeit. 3. Du bist mein Trost bey aller Noth/ du bist mein Heyl biß in den Todt: du bist mein Gut, mein schoͤn⸗ stes Gold, du bist mein Theil, mein Lohn und Sold. 6. An dir vergnüͤgt, an dir erquickt sich Hertz und Sinn, wann Noth mich druͤckt: auch wann ich schon 1U1 der Gottseeligkeit ergeben, dii Acbin 1 Wandel gehe Himmel⸗an, diß Wol e Olt sey ohne Heucheley: ich bleide SoIl f H im Leben treu. Ghaff, 0 3. Hier sey getreu in deinem Eis Adas/ Mdn den der besie Trost ist nur Gedult; Dadientn diß Leiden muß doch endlich schut arichtlaßabe. den, doch halt ich fest an GOttih eures B. Huld, und sage diß getrost dabeh, zulgut,das mi ich bleibe GOtt im Leiden treu. en. I 4. Und diß soll auch die Lofung wein D bleiben, im Leben und biß in den sonckuntd Tod, nichts nichts soll mich von ihn atoondeem abtreiben, so bin ich froͤlich in din rlieh sicht w Noth, so leb ich Furcht und Sul, ensthaltabe gen⸗frey, und bleibe meinen GOst Ereußund N getreu. lichen Trost t (264.9 Eswohnet du Mel. Wo GOtt der HErr ꝛe. 1 gantz lebiglich im Tode bin, erquickst du mich.. 7. Wie froh will ich als Himmels⸗ Gast dort oben seyn, nach aller Last, wann du mich holst durch Lufft und Wind zu dir hinein, wo Engel sind. 8. Da will ich dir, du hoͤchstes Gut entgegen gehn mit frohem Muth/ und deinen Ruhm, du meine Zier! mit Lust erhoͤhn, weit mehr als hier. 9. Ach! mein Hertz brennt schon in der Welt fůr lauter Lust, die mich befaͤllt: die Seele huͤpfft und schme⸗ cket schon in ihrer Brust den Freu⸗ den⸗Lohn. 10. Sie sehnt sich hin, und nimmt den Lauff zu ieder Frist zum Him⸗ mel auf, wo du mein Eins von Zeit zu Zeit nnd 2—96 bist in Ewigkeit. (9630 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Ertz, sey getreul in beinem Glau⸗ ben, bleib in demselben feste stehn, laß diesenLeit⸗Stern dir nicht rauben, sonst kanst du nicht in Him⸗ mel gehn; halt dich an GOtt, sprich ohne Scheu: ich bleibe GOTTT im Glauben treu. 2 Hertz, sey getreulin deinemLeben, verlab die breite Laster⸗Bahn, sey MEhristus in, Dugrosser Hock, du mahrg sfie O⸗ Heyl, Anfaͤnger und Volle⸗ ug ucerl der des Glaubens, du mein besteh iich nicht le Theil, mein Trost und Heyl⸗Iu; und uünd de wender, von dem das Gute komnst an, wannse herab, und alle gantz vollkommie s GabrachIschencke mir denGlauben Biwahremi 2.HErr! lehr mich aus Barmhest lihalem Aberg zigkeit, durch deine Gnad erkennen In Wont nich dich heilige Dreyeinigkeit, und dich Miseichs niemar gebuͤhrlich nennen, den Vater, der gihnchs Cteuß! erschaffen mich, den Sohn, der ih Wadbenprüfftn Tod gabe sich,den heilgen Geist, deß sstckthndoch! Troͤster. ů57—— Ahbdurchdi 3. Hilff, Vater daß ich fuͤr und sur uund nieohn. erkenn, wie aus Erbarmen, daß nicht uund daß er 5 verlohren wuͤrden wir, du unser,alh nie Stäck sehr Armen, da wir in Adam Sund il har berit gethan, dich treulich hast genomt sh, die Setlig men an, und deinen Sohn gesendet sshium Schau 4. Dann der kam aus des Hiny ö mess Reich, und muste fuͤr uns stresh al. ten; er wurd ein Mensch, uns Men schen gleich, nahm auf sich Creu und Leiden; er buͤssete mit seinenm i Tod fuͤr alle Menschen, daß er GOit zum Freunde ihnen machte. Ach GoOtt ĩ gieb, daß ich deinen Wort hertzwillig Beyfall gebe, dus snen Jil saget: Du, Otreuer Hort! wolls, 3 daß der Süͤnder lehe,daß er des 90 1⁰0 00•„ W — deinene nur Garh adlichsit in Eon Kreß Ralcg u kttu, die sit Obißude nichbeuhg Hulichinde t und E Rinen Eos Herti du wabth and Dalih Nein beitz VHohlad Bamhes Abeennte dit, unddit VButtr, l, Taih Oᷣiif für Aidft , daf nüt Aunseh l dam Eill ast geotg bn Hest tt Hul e . Schaff, daß ich mich fest 1 ein Gold/ mein Schaß/ m Ubung im Glauben und Liebe. 1082 98 rs Lieb und Treu, und das Ver⸗ Eunst des Sohnes frey ergreiff durch Frafft des Geistes. halte Man das, was du verheissen das hrist⸗Verdienst mir eigne zu, und lich nicht laß abweisen, daß JIEsus Ain so theures Blut vergossen habe i zu gut, das mich macht rein von guͤnden. . Laß mein Vertrauen bleiben bch so starck und sonder Ende, daß cht von deinem Willen, noch von Vner Lieb/ sichs wende, das Christ⸗ Verdien st halt aber fest, daß, wann er Creutz⸗ und Noth⸗Wind blaͤst/ hreichen Trost stets finde. . Es wohnet durch den Glauben er Christus in unsern Hertzen: dum ftaͤrcke SOTT den Glauben hir/ sonst moͤcht ich ihn verschertzen. aß mich nicht leiden Schiffbru han, und zünd des Glaubens Licht⸗ Uin an, wanns etwan will verloͤ⸗ en. 9. Bewahre mich fuͤr falscher Lehr Ind allem Aberglauben. Laß dei⸗ lem Wort mich geben Ehr, und hir solchs niemand rauben. Wann udurchs Creutz und Ungemach den glauben pruͤffst, und er ist schwach; Istaͤrck ihn doch mein Helffer. 10. Laß durch die Lieb ihn thaͤtig syn, und nie ohn gute Wercke, dar⸗ und daß er dir allein anhange/ geb mir Staͤrcke: gieb„was mir Esus hat bereit, des Glaubens end, die Seeligkeit, und bringe hich zum Schauen. (67.) Rel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Ch! sagt mir nichts von Gold und Schaͤtzen, von Pracht und Gchoͤnheit dieser Welt; es kan mich kein Ding ergoͤtzen, was nur die HBelt vor Augen stellt. Ein jeder lebe was er will, ich liebe JEsum her mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, en chsretten mich aus allem Streit. schonstes Bild/ an dem ich meine Augen weyde, und finde, was mein Hertze stillt. Ein jeder liebe was el ich liebe Jesum, der mein Slel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Luͤ⸗ sten, des Fleisches Schoͤnheit dau⸗ ret nicht, die Zeit kan alles das ver⸗ wůͤsten, was Menschen⸗Haͤnde zu⸗ gericht't z drum lieb ein jeder was er will, nur JEsus ist allein mein Ziel. 4. Ey ist allein mein Licht und Le⸗ ben, die Wahrheit selbst, das ewge Wort: er ist mein Stamm, ich sei⸗ ne Reben, er ist der Seelen Felß und Hort. Ein jeder liebe was er Giel ich bleib bey JEsu, meinem Iel. . Er ist der Koͤnig aller Ehren, er ist der HErr der Herrlichkeit: Er kan mir ewges Heyl gewaͤhren, und retten Ein jeder liebe was er will, nur JIEsus ist und bleibt mein Ziel. 6. Sein Schloß kan keine Macht zerfloͤhren, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit: Sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren, von nun an biß in Ewigkeit. Ein jeder liebe was er will, mein JEsus ist mein höchstes Ziel. 7. Sein Resichthum ist nicht zu er⸗ gruͤnden; sein allerschoͤnstes Ange⸗ sicht, und was vom Schmuck an ihm zu finden, veꝛbleichet und veral⸗ tet nicht. Ein jeder liebe was er will⸗ denn JEsus ist mein hoͤch stes Ziel. 8. Er will mich uͤber alls erheben, und seiner Klarheit machen gleich: er wird mir so viel Schaͤtze geben, daß ich werd unerschoͤpflich reich. So lieb nun jeder was er will, mein JEsus bleibt mein bestes Ziel. 9. Muß ich gleich hier sehr viel entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl ge⸗ waͤhren im Reiche seiner Herrlich⸗ keit. Drum lieb ich billig in der 34. meines Hertzens el. (966.) —.——. 1083 Ubung im Glauben und Liebe. 108 (966) Mel. O Gott du frommer GOtt. Woern einer glle Kunst und alle Weiß heit haͤtte, wenn er mit Menschen⸗ und mit Engel⸗Zungen redte, haͤrt aber sonst darbey der wahren Liebe nicht, so waͤre doch fuͤr Gott damit nichts ausgericht. 2. Er waͤre wie ein Ertz, das zwar sehr helle klinget, sonst aber keine Frucht und keinen Nutzen bringet: es waͤr ein solcher Mensch ein sol⸗ cher guter Christ, wie eine Schell, an der kein Geist noch Leben ist. 3. Wenn er weissagen koͤnt, und hätte allen Glauben, so daß er Wunder⸗Werck an Bergen, Blin⸗ den, Tauben erwieh, und haͤtte doch der wahren Liebe nicht, so waͤre a⸗ bermahl damit nichts ausgericht. 4. Wenn einer auch sein Haab und alles Gut den Armen hingebe, aber es nicht thaͤte aus Erbarmen: wenn er sich brennen ließ, und haͤtte nicht dabey der Liebe, sag ich doch, daß es nichts nuͤtze sey. V. Die Lieb ist Sanfftmuth voll, langmüthig und gelinde, sehr freundlich, iedermann stets fertig/ und geschwinde in Noͤthen deyzuͤ⸗ stehn:die Liebe eyfert nicht, die Lie⸗ be ht. zu, daß keinem Leid ge⸗ chicht. 6. Die Liebe ist nicht stoltz, die Lie⸗ he hasset keinen: sucht ihren Nu⸗ hen nicht, sie rathet den Gemeinen: die Liebe zuͤrnet nicht, die Lieb hilfft iedermann, und wendet Schaden ab/ wo sie nur immet kan. 7. Die Liebe ist betruͤbt, wenn un⸗ recht wird gerichtet, und freuet sich, wenn man der Wahrheit fest bey⸗ pflichtet; die Liebe decket auch des keine Schuld, so leldet sie dennoch was moͤglich, mit Gedult. einmahl wird gantz aufhoͤren, 6 wird die Liehe doch sich fort und son vermehren; wenn Glaub und Hoff nung auch vergehet mit der Zesh wigkeit. 10. HErr JEsu, der du bist en Fuͤrbild wahrer Liebe, verleihe, dah auch ich am Naͤchsten Liebe ube gieb, daß ich allezeit von Hertzens⸗ dermann zu dienen sey bereit, so vjl ich soll und kan. (967.) D. C. A. R. Mel. OGOtt du frommer GOtt. Mein frommer GOtt! du haß im Glauben, Leben, Leiden, mir deinen Weg gezeigt, den sal⸗ schen Steg zu meyden, dein Won, dein wahres Wort hat mir ihn kund gethan, es leitet mich noch suets euf reiner Lehre Bahn. 2. Drum danck ich dir auch ieht aus meines Hertzens Grunde, daß ichs anheute noch gehoͤrt in diestr Stunde, wie Glaube, Lieb und Leid, bey deiner Christenheit, erfor dert sonderlich Treu und Bestaͤndigkeit. 3. Ich bit te dich, mein GOtt/ er⸗ halte mich im Glauben an Chri⸗ stum meinen HErrn, daß mir den Schatz nicht rauben noch Leiden, Roth noch Tod, wenn alles mich verlaͤst, so gieb, daß bis ans End sch halt an JEsu fest. 4. Mein Wandel sey fuͤr dir auß⸗ ben/daß ich, beym Aergerniß zu die⸗ ser boͤsen Zeit, bestaͤndiglich halt an an meiner Froͤmmigkeit. Naͤchsten Maͤngel zu, vertraͤget al⸗ les gern und liebet Fried und uh. 3. Ohn Argwohn glaͤubet sie das Beste nur von allen, sie hoffet Bes⸗ serung, wenn iemand ist gefallen in CLuͤnd und Missethat: hat sie gleich dig treu zu seyn, biß Leib und Seele scheiden, daß ich auch ritterlich inn letzten Kampff halt aus, denn fuͤhrt michHErr Christ/ in deines Vaterz Hauß. Vonij 9. Wenn dort die Wissenschaßt so bleibet doch die Lieb in alle E/ richtig fromm zu leben, dem Guten nachzugehn, dem Boͤsen widersttey ih 0 5. Und endlich hilff mir auch iyn meinem Creutz und Leiden bestan ih V Vn 65⁰ AI. Christ unst Ik meite Set 0 Heinenl Huld, Jss, Aahenantzubeth Aaben wil, de , mein Se Ihseßshird, to Waltlich gern Gott mein Uheiß schna W.dgs ihmer Ml harff verz Aich,Hetrzn Wlanger,ich, OGehühr, seht Wholaß mich fl We dorfftich suunlt Pofatt ssig selber, wo Ihdie Gruft ve huer wird vo Atgesehen, ei i Spott,er sein Hoffen! (Gott jst mei , h leib. Altkgebeut, de 10 Seeln Uim fuderter Afegt für al Il den Eiter Isllen, demt . Hehn 4 Wapi * und 6 der Ze dlen du bist h Keltiht/ Hebe uh Derteuß cteit/so X. mer GOr t1 bubi el, Leidth den sii dein Vot⸗ Hir ihn kuh chstetsdi auch seh Uude, ds kt in dits buhd Eez an Chs os Vom Gebeth. 1086 Vom Gebeth. 8 68.) Mel. Christ unser HErr zum ꝛe. ö Auf! meine Seel, und růͤste dich/ vor deinen SOtt zu treten: mein Heyland, IEsus, lehret mich, im Hlauben anzubethen den Vater, der us geben will, das wir von ihm be⸗ ehren, mein Seeligen beth in der Still, er wird, was wir entbehren ius hertzlich gern gewaͤhren. 3. Ist GOtt mein Vater ꝛ ey wohl⸗ u/ so heiß ich nach Behagen sein Tind, das ihm vertrauen kan, und immer darff verzagen, auf solches het ich, HErr! zů dir, ohn Eitelkeit ünd Prangen, ich, als ein Kind, will lach Gebuͤhr, ietzt mein Gebeth an⸗ angenlaß mich nur Snad erlangen. Wie dorfft ich bitten, wenn mein Sinn mit Hoffart waͤr erfuͤllet? ich heiß ja selber, was ich bin, wann lusch die Grufft verhuͤllet: ein Auf⸗ eblaßner wird von GYtt mit Eyf⸗ er angesehen, ein stoltzer Bettehr hird zu Spott, er kan jg nicht besze⸗ en, sein Hoffen muß vergehen. 4. GOtt ist mein Vater, ich sein Dind, ihm bleib ich stets ergeben, has er gebeut, dem soll geschwind uch meine Seel nachstreben. Ge⸗ mirdesorsam fordert er von mir, Gehor⸗ ich Leiden alles nig Ie Eudit dir ths dem Gule m pflegt für allen, im Himmel BOtt, den Eltern hier, erfreulichst gefallen, dem will auch ich nach⸗ hallen. 5„ Gehorsam soll in aller Noth Hein' arme Seele stillen, gehorsamst Uid ich gar den Tod, nach meines Vaters Willen: ihm bleibt es alles eimgestellt, er foͤrdert meine Sa⸗ Heu, was mir ist nuͤtz und ihm ge⸗ fillt,da wird ers endlich machen, so, lAß ich noch kan lachen. Ich schwaches Hind leb in der Gchuld, dem Vat er hoch verpflich⸗ Et/ drum trag ich billig auch Ge⸗ Hult, wenn er durchs Ereutz mich schtet, und last er schon nicht also fort mir Hulff und Trost erscheinen, so hoͤrt er doch, nach seinem Wort/ allhier miein klaͤglichs Weinen, das wird er nicht verneinen. 7. Je laͤnger GOtt zuruͤcke bleibt, wenn man in Truͤbsal zaget/ ie mehr er auch zurůcke treibt das, was uns hat geplaget: Er weiß allein die rechte Stund, in welcher er will kommen, sein Gnaden⸗Brunn ist ohne Grund, Krafft welches er der Frommen sich stets hat angenomen. 8. Mein O D wie lieblich ist es doch, daß wir dich Vater nennen, die wir in diesem Sůnden⸗Joch offt halb verzweiffelt rennen: doch geh und fall es wie es woll, ich kan es troͤstlich fassen, daß du, der Vater⸗ Liebe voll, mich nimmermehr wirst hassen, noch in der Noth verlassen. 9. Ein Vater giebt mit milder Hand, was seine Kinder bitten, wie solt, GOtt, dein' Liebes⸗Hand den Seegen nicht ausschůttenꝛdu giebst Gesundheit, Reschthum, Ehr, und was zu diesem Leben, ja sonst die Noth erfordert mehr, das kanst du leicht darneben auch deinen Kin⸗ dern geben, 10. Wenn Suͤnde, Teufel, Tod und Hoͤll uns grausamlich betxuͤben, so spuͤhren wir, o GOtt, ja schnell dein vaͤterliches Lieben; du troͤstest kraͤfftig unser Hertz im Fall uns das Gewissen verklaget, und desselben Schmertz die Glieder schier zerris⸗ sen, ja Seel und Geist gebissen. II. Ich komm, o Vater, als ein Hind/ mit Suͤnden schwer beladen, sey mir doch freundlich und gelind, umfonge mich mit Gnaden, ich bins nicht werth/ und weiß dennoch, du wirst dein Hand aus strecken, damit das schwere Suͤnden⸗Joch mich koͤn⸗ ne nicht bedecken, noch gllzugrau⸗ sam schyecken. ö 12. In meiner allerhoͤchsten Noth will ich bich Vat er heissen, du bist mein Vater, wenn der Toh mich uill von hinnen reilsen. O Wlß 0 1087 Vom Gebeth. 100 9 laß durch Christi Blut den Himmel mich ererben, denn Christi Blut das hoͤchste Gut, laͤht mich dein Reich ererben, drauf 1—5 93 froͤlich ster⸗ ben. 60.7 Mel. Waͤr GOtt nicht mit uns ꝛe. O Vatee, unser GOtt! es ist un⸗ moͤglich auszusinnen, wie du recht anzuruffen bist, man kans nicht einst beginnen: deshalben geuß, wie du verheißt, selbst uͤber uns aus dei⸗ nen Geist, der Gnaden und Ge⸗ bethes.. 2. Daß er bey dir uns kraͤfftiglich mit Seuffzen moͤg vertreten, so offt wir kommen, HErr//für dich, zu dau⸗ cken und zu bethen: laß nicht nur plappern unsern Mund: hilff, daß zu dir aus Hertzens⸗Grund, o gros⸗ ser GOtt wir ruffen. 3. Zeuch unser Hertz zu dir hinauf, im Bethen und im Singen, und thu uns auch die Lippen auf, ein Opffer dir zu bringen, das dir gefalle, wann allda das Hertz ist mit den Lippen nah, und nicht von dir entfernet. 4. Im Geist und Wahrheit laß zu dir das Hertz uns immer vichten, mit Andacht/ Bethen fuͤr und fuͤr, ohn 3 fremdes Denck⸗ und Dichten. Gieb uns des Glaubens Zuversicht, daß wir die Bitte zweiffeln nicht, durch Christum zu erhalten. . Hilff, daß wir keine Zeit und Maaß im Bethen dir vorschreiben! anhalten ohne Unterlaß: bey dem allein auch bleiben, was ist dein Will, was ist dein Ehr, und unser Wohlfahrt uns noch mehr beför⸗ dert hier und ewig. 6. Laß uns im Hertzen und Ge⸗ muͤth auf unser Werck nicht bauen: auf deine unaussprechlich Guͤt laß eintzig uns vertrauen: ob wir es gleich nicht wuͤrdig seyn, wollst du aus lauter Gnad allein, uns doch der Bitt gewaͤhren. 7. Du Vater! weist, was uns ge⸗ bricht, weil wir noch seyn im Leben, zs ist dir auch verborgen nicht, in was Gefahr wir schweben: um Buy denee stand flehen wir dich an, dein Vaten amitdein Hert Hertze uns nicht kan verlassen,den Inas sihbi Kinder. Der HErif 8. Wir haben ja die Freudigkeitih Voltdem erf IEsu Christ empfangen, der GOua⸗twer seine den⸗Stuhl ist da bereit, die Hulfe ihalt det vitd zu erlangen: drum laß hier und an, allem End uns stets aufheben heilgtEn Hert, d Haͤnd, zu dir gen Himmel schreyen scheut, dasr 9. Dein Nahm, o Gott, geheiliht seut,uadwant werd: dein Reich laß zu uns koh⸗seht, so w men: dein Will geschehe auch qufhonn erhoht Erd: gieb Brod, Fried, Nutz und Mun, HEr Frommen: all unsre Sünden us annt, mein E verzeih: steh uns in der Versuchush scher Hand dl bey: erloͤß uns von dem Ubel. lethränt, v 10. Diß alles, Vater, werde waht /lffe khtt. du wollest es erfuͤllen: Echoͤr und. Die Angf, hilff uns immerdar, um IEsu Chißz Mungt, undda sti willen: dann dein, o HErr, ssingt it gro allezeit, von Ewigkeit zu Ewigkest, iun, dem gic das Reich, die Macht, die Ehre. Ilan. (7⁰0 P. 6. J. Dtum steh Mel. Wenn wir in hoͤch sten Noͤtheh, hundtraͤ MAch dir, o HErr, verlangtt pyflr ch llaß mich, du bißt mein Trost/ ich Ihun, deigd hoff auf dich, ich hoff, und bin der Mrohn. uversicht, du werdest mich beschsz n Wennichd men nicht.„twon mirdef 2. Der wird zu schanden, der dih, laß eme schaͤndt, und sein Gemuͤthe von dit san nit ine wendt: der aber/ der sich dir ergiehh e und dich recht liebt, bleibt uni⸗ die Waltis bt Hlurd, deetre truͤbt. 3. OErr nimm dich meiner Seeltn mignt, de Aerurim M an, und fuͤhre sie die rechte Bahh laf deine Wahrheit leuchten mir in gugenzen Steige, der uns bringt zu dir. ueß d 4. Denn du bist ja mein eingeh Atk, unddis Licht, sonst weiß ich keinen Helsst shic nicht: ich harre dein bey Tag uud h Nacht. Was ists, das dich so sad hish mend macht? 220 lahnch 5. Ach! wende, HErr, dein Alh sin, ein f 0 gen ab von dem, wo ich geirret hahi Wchn le was dencks du an den Gündes hehr InF. ich gefuͤhrt von Jugen aihnepit un au 7—— Megi 6, Gedenck ebesh Aih gogltt und klick, o meines 4 h Chn 89 Naßs/ was sich dir zum Fuͤssen legt. . Der HErr ist fromm und hertz⸗ Vom Gebeth. 109⁰ sarmit dein Hertz zu troͤsten pflegt äsch gut dem, der sich pruͤfft und Bus⸗ ik bler um shebe hebenh Ubel. thut: wer seinen Bund und Zeug⸗ iß haͤlt,der wird erhalten, wenn er sallt 3. Ein Hertz, das GOtt von Her⸗ zen scheut, das wird in seinem Leid Urfreut, und wann die Noth am tieff⸗ sen steht, so wird sein Creutz zur Wonn erhoͤht. 9. Nun, HErr, ich bin dir wohl ekannt, mein Geiß, der schwebt in einer Hand, du siehst, wie meine Seele thraͤnt, und sich nach deiner huͤlffe sehnt. 10. Die Angst, die mir mein Her⸗ e dringt, und daraus so viel Seuff⸗ ighe ihe vel dir ergich Heibt Ahh Hlet S echte Ban V Eerzwingt/ist groß: du aber bist der Mann, dem nichts zu groß entste⸗ hen kan. II. Drum steht mein Auge stets lach dir, und traͤgt dir mein Begeh⸗ zen fuͤr. Ach! laß doch, wie du pflegst uthun, dein Aug auf meinen Au⸗ gen ruhn. 12. Wenn ich dein darff, so wende licht von mir dein Aug und Ange⸗ scht, laß deiner Antwort Gegen⸗ thein mit meinem Beten simmen in. I3. Die Welt ist falsch/du bist mein hreund, ders treulich und von Her⸗ 10 meynt, der Menschen Gunst eht nur im Mund: du aber liebst on Hertzen Grund. I. Zureiß die Netz, heb auf die Etrick, und brich des Feindes List und Tuͤck, und wenn mein Ungluͤck 7J6 gieb/daß ich auch danck⸗ har sey. / deh. 10 111 bise . Laß mich in deiner Furcht be⸗ Ahn, sein schlecht und recht stets nher gehn, gieb mir die Einfalt, schwert. ö 16. Regier und fuͤhre mich zu dir/ Ich andre Christen neben mir: 320 je dich ehrt und lieber duldet, als Hortan deme Gat und Fusses Wort/ nimm/ was dir miß fällt, von uns hin, gieb neue Hertzen, neuen Sinn. 17. Wasch ab all unsern Suͤnden⸗ Koth., erloͤß aus aller Angst und Noth/ und fuͤhr uns bald mit Gna⸗ den ein zum ewgen Fried un d Freu⸗ den⸗Schein. (271.) B. 58. Mel. HErr GOtt nun sey ꝛc. Aeb Vater! von uns allen, der du im Himmel bist, hoͤr deines Kindes Lallen, das hier auf Erden ist, ich beth in JIEsu Nahmen, ach! laß es Ja und Amen fuͤr deinem Throne seyn. 2. Laß deinen theuren Nahmen bey uns stets heilig seyn, und siren des Wortes Saamen in unsre Her⸗ tzen ein, auf daß wir deinen Willen auf Erden so erfuͤllen, wie in dem Himmel bort. 3. Gieb kaͤglich Brod zu essen, so lang es heute heißt, und laß uns nicht vergessen, wer uns so reichlich speist: vergieb uns unste Schulden, laß uns den Naͤchsten dulten, in Fried und Einigkeit. 4. Wann wir versuchet werden, so steh uns kraͤfftig bey, und mach Uns von Beschwerden und andern Ubel frey, biß du von allem Boͤsen uns endlich wirst erloͤsen, durch einen sanfften Tod. . Es steht in deinen Haͤnden, dein ist Reich, Krafft und Ehr, du wirst dich ju uns wenden mit gnaͤdigem Gehoͤr und auf des Hertzens Fle⸗ hen mit holden Augen sehen, so heißt es Amen Ja! 97½0 Mel. Nun freut euch lieben ꝛe. Ga unser Vaten, der du bist im Himmel hoch erhoben, und schauest, was auf Erden ist vyn dei⸗ nem Throne oben, o unser Trost und Zuversichtl zu dir ist unser Hertz gericht. Erhoͤr uns deine Kinder. 2. Hilff daß wir deinem heilgen Nahm die Ehr in allem geben, wie groß du bist und wundersam, mit M m Freu⸗ 1091 Vom Gebeth. 1091 3 Freudigkeit erheben, dich, deine Weißheit, Macht und Treu erken⸗ nen, und ohne Heucheley dir und den Naͤchsten dienen. 3. Laß uns in deinem Gnaden⸗ Reich des Heilgen Geistes Gaben, dein Wort und dessen Krafft zu⸗ gleich, Glaub, Lieb und Hoffnung haben. Des Satans Suͤnden⸗Reich zerstoͤhr, schuͤtz deine Kirch und sie vermehr in Einigkeit und Wahrheit. 4. Dein Will geschehe fuͤr und fur im Himmel und auf Erden, daß un⸗ ser Will und boͤß Begler dadurch gebrochen werden: verleihe uns in Freud und Leid ein ruhig Hertz, daß jederzeit, was du wilt, uns gefalle. 5. Gieb uns heut unser taͤglich Brod durch Arbeit unsrer Haͤnde, Pest, Kranckheit, Feur und Was⸗ sers⸗Notb/ und was sonst schad t/ab⸗ wende. Gieb gute Obern, Fried und Heyl, auch jedem sein beschei⸗ den Theil, und daß uns dran be⸗ gnuͤge. 6. Vergieb uns alle unsre Schuld, und suͤndhafft boͤses Leben. Hilff, daß mit Liebe und Gedult wir an⸗ dern auch vergeben: ach! uͤbe an uns keine Rach, und laß uns Un⸗ recht, Trutz und Schmach dem Naͤchsten auch verzeihen. 7. In der Versuchung HErr! uns staͤrck, und hilff uns uͤberwinden das Fleisch, die Welt, des Sataus Werck, und was uns reitzt zur Suͤn⸗ de⸗daß,wenn uns Wollust/ Ehr und Geld wird suͤß und lustig vorge⸗ stellt, wir doch darwider siegen. 8. Von gllem Ubel, Angst und Noth in Gnaden uns erloͤse, daß uns im Leben und im Tod nicht schaden kan der Boͤse. Gieb, daß wir freudig und getrost, wenn uns gleich manches Creutz zustoßt, des Glaubens End erhalten. 9. Das alles, Vaterl werde wahr, du wollest es erfuͤllen, erhoͤr, und hilff uns immerdar um JEsu Chri⸗ su willen. Denn dein, v HErr, ist allezeit von Ewigkeit zu Ewigkei„eda weinern das Reich die Macht und Ehre, Outherscheine % lsgethani Mel. HErr ich habe mißgehandelt getut, HOtt Ittet, betet, rufft und schrahel iftetz auf rch wann euch Noth und Unsal alen Heyl und: druͤckt) rufft, biß es dahin gedeythyy hen Muth! daß euch GOtt der Last entruͤckt y es Hͤlffe wi so lange xufft und flehet, biß dio 00⁷ was ihr sucht, ergehet. Vater unser 2. So wird euch gegeben werden 90, her hul eures Bethens Wunsch und Zill;PWpeilin uns se waͤren auch auf dieser Erden dir Ahuwilff,daf Bedraͤngten noch so viel: Gottes hnchen sol Auge und Erbarmen sieht dins daß den Na Kummer aller Armen. N cheligt er 3. Suchet nur in euren Noͤthen.P Oin Racht; bey dem Hoͤchsten Trost und Rath hemͤth, dar keinen soll der Unfall toͤbten, Gotakdeine Gt ist maͤchtig in der That: seine Vn shrunsef Penhen. schuͤtzen alle,die in Menhshonsamsehr, u sitzen. 2 MErd 4. So verhaͤlt sich GOtt noch in⸗ I. mer gleichwie er vorlaͤngst gethat; Den Wort Menschen⸗Thun wird taglsh hsch,suwirdde schlimmer, GOtt nimmt keine Aase h. Verged drung an; er verbleibet, wie nit IWhluwir wolken lesen, allzeit gut, wie er gewesen. shon unser . Werdet ihr mit eurem Betheh und mach: das aus ernstem Hertzen geht, nis des Hoͤchsten Anklitz treten, desso Hemnein s Huld euch offen sieht; en so soll euch sb urcdh eah im Nehmen eurer Bitte nithihihst, d eschaͤmen. 6% Hinden doch die lieben Kuudh in Gf hier dey Vatern Schutz und Heilt hhfene te Gott ist GOtt, und doch nicht hinffug minder euer Bater,Trost undh In alle, die auf ihn sich gruͤnden, sollh igen be Rath und Huͤlffe finden. Id 7. Klopffet an das Vater⸗Heust e Se mit getrostem Geist und Muthi üdes Lccht und Heyl gesehn: ach ja/ Rrend — 03 Vom Gebeth. 1004 Ae n, die da wemnen/ will der HErr(975.0 undEhy,it Rath erscheinen. Mel. Nun ruhen alle Waͤlder. 3. Aufgethan ist GOttes Gnade, thet nur, GOtt hoͤrt euch zu; su⸗ et fiets auf rechtem Pfade eurer Peelen Heyl und Ruh: klopfft und t den Muth nicht schwinden, Otrtes Hulffe wird sich finden. geben wahe h ud ieVY weil in uns seufftt des Sohnes t Erden d „ Iht H schon unser in Versuchungs⸗ Alee geit, und mach von Ubel uns be⸗ l Echoͤpffers⸗Oreu, seibst in Erhal⸗ ung stetig neu.— Darum ergiebt man billig nun de t deinem Lobe unser Thun: Wir leisen dich, daß du regierst und ein hrades Scepter fuͤhrst: Krafft, Eh⸗ Macht und Herrlichkeit, bleibt serm Vater allezeit. Hierauf nun klingt das Amen n, und kan man kindlich froͤlich n, weil unser GOE, der alles higt, uns mit so grosser Gnade at, daß ihn des Sohnes GOttes In hast mein Hertz in Haͤnden, und kanst allein es wenden, o HErr GOtt Heilger Geist! du bist der, der erfreuet, in mir das Abba! schreyet, und immerdar mich beten heißt. 3. Ich wolte gern auch eben nach deinem Willen leben, und bethen nach Gebuͤhr, so ist dir doch hinge⸗ gen mein grosses Unvermoͤgen viel besser selbst bekandt, als mir. 3. Ich kan nicht glaͤubig beten, noch vor den Vater treten, in Hoff⸗ nung und Demuth, aus Lieb und Kindes⸗Treue, aus Andacht, Buß und Reue, wo das nicht deine Huͤlf⸗ fe thut. 7. Darum, o Geist der Gnaden I sey von mir eingeladen, nimm dich des Schwachen an: mein Seuff⸗ zen, Beten, Singen, laß nur aus dir entspringen/ und thu selbst das. was ich nicht kan. 8. Vergieb mir alle Suͤnden, laß nein Gebeth sich gründen auf die Barmhertzigkeit, Allmacht und Wahrheit GOttes, auch mich frey seyn des Spottes, der falschen Be⸗ teyn ist bereit. 9., Laß es zu deinen Ehren, und beinem Selbst⸗Begehren, stets ein⸗ Mm 2 gerich⸗ 1095 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 10001H4A.—.— Ihrachnich gerichtet seyn: In meines JIEsu Nahmen sey, was ich bete, Amen/ auf sein Verdienst bitt ich allein. (976.) Mel. Nun daucket alle COtt. Wohl auf mein Hertz! zu GOtt dein Andacht froͤlich bringe, daß dein Wunsch und Gebeth durch alle Wolcken dringe, weil dich Ott bethen heist, weil dich sein lieber Sohn so freudig treten heist vor sei⸗ nen Gnaden⸗Thron. 2. Dein Vater ists, der dir besoh⸗ len hat zu bethen, dein Bruder ists/ der dich vor ihn getrost heist treten; der werthe Troͤster ists, der dir die Wort' giebt ein, drum muß auch dein Gebeth gewiß erhoͤret seyn. 3. Da siehst du GOttes Hertz, das dir nichts kan versagen: sein Mund⸗ sein theures Wort vertreibt ja alles Zagen; was dir unmoͤglich deucht, kan seine Vaters⸗Hand noch ge⸗ ben, die von dir so viel Noth abge⸗ wandt. 4. Komm nur, komm freudig her, in IEsu Christi Nahmen, sprich: lieber Vater! hilff, ich bin dein Kind, sprich: Amen! ich weiß/ es wird ge⸗ schehn, du wirst mich lassen nicht, du weist, du willst, du kanst, thu, was dein Wort verspricht. (977.9 Mel. GOtt des Himmels und ꝛc. Woblgebether wohl studieret, Vmit dem Beten hebt man anʒ mit Gebeth wird leicht vollfuͤhret, was sonst muͤhsam wird gethan; Be⸗ ten bringt durch GOttes Hand wahre Weifheit und Verstand. 2. Wohl gebethet wohl regieret, Beten leichtert ohne Last; wo man so das Ruder fuͤhret, wo man also sitzt am Mast, da geht alles, durch ein Wort, im Regieren gluͤcklich fort. 3. Wohl gebethet, wohl verrichtet, Beten macht die Arbeit leicht: was man ohne Beten dichtet, das ver⸗ dirbet und zerfleucht; Beten foͤr⸗ datun Har 4. Wohl gebethet wohl erworhen AnRri Beten giebt den besten Lohn: hl WWndient f nicht bethet ist verdorben, un lserott, bringt nichts, als Schimpff, dado. Icglich weiß suchst du Vortheil und Hewinn, h hlgte, dieich re dich zum Beten hin. Wc h 3. Wohl gebethet wohl gesitget; Nndbreite Beten kampffet und gewinnt: A het Gebeth den Feind bekrieget, macht ludde Rl daß seine Macht zerrinnt; Balssastandüher sturtzt ein gantzes Heer ploͤtzlich isssust das Todten⸗Meer. Ween 6. Wohl gebethet wohl gefunde, 11 Beten findet Lob und Ruhm: Bu U ten hilfft zu allen Stunden zuus Wühuun erwuͤnschten Eigenthum; Besheltatmen findet und erhaͤtt GOtt und GshhM Demen ge in der Welt. gtsgech 2. Wohl gebethet wohl gereishsn Laf ne Beten fuͤhrt uns gluͤcklich ausss Lae Beten zeiget auch und weiset uUwerhin len Ruͤckgang in das Hauß; Belih s I Muinena trägt, durch Ungemach, uns hfsn ichbin js Hoͤchsten Seegen nach. L 3. Wohl gebethet, wohl verschlahund Sn den, Beten hilfft uns durch iilshrdiußfürdn Weit: Beten bringt uns zu dehh Dahdu nich Frieden, den der Chor der Engs Haasel in de haͤlt; Beten fuhrt uns aus der diß Eueirt n in die frohe Ewigkeit. ae ohhfeh Vom Lob, Danck 25 Preiß GOltes. Err mein GOtt! du GOtt disn 106 Heherha (978.) HOlt Hesezt: Ehren, fuͤr dem ich bin lausht Hahrt und Mel. GOtt des Himmels und g 10. 0N80t . 2. Ich bekenne und gestehe, mi du mir ie guts gethan, ich bezent auch im Wehe, daß du mein dih nimmest an, und mir reichest, Gndt Muͤh/ deine Itht 12 3Y, 1 ö 17 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 1098 AAber ach mich armen Bloden! von schweren Lippen ist, ich bin, les auszureden, wie so from u. gut bist, zu geringe und zu schwach, in Verdienst ist tausendfach. Grosser GOtt, voll grosser Wer⸗ Enach. ich weiß kein Ende nicht ger Guͤte, die ich mercke, wann mir st so wohl geschichtʒ denn ich spuh⸗ weit und breit Qvellen der Barm⸗ hrtzigkeit. Und die Treue deiner Haͤnde uͤ⸗ hetrifft und uͤbersteigt mirdie Rech⸗ nng/ bis ans Ende, in dem, was du r erzeigt: weit und breit erstre⸗ At sich deine Wohlthat uͤber mich. HErr, ich preise dich mit Rech⸗ dich blickt meine Seele an, weil 1 Jan mir, deinem Knechte, so viel usend guts gethan, und in der offt 16 0 weren Last meiner nie vergessen Ach!wer bin ich, grosser Koͤnig! 15 die Meinen allzumahl? HErr, •0 Err! ich bin ja 0 wenig als die gullen ohne Zahl: Drum spricht rush sertz und Sinn in mir: ach lwas ist ein Hauß fuͤr dir? . Daß du mich, vor so viel Klei⸗ 295 10 I, ruffest in dein Kirchen⸗Hauß, ö 150 2 d als einen von den Deinen aus auh bech sr Tieffe hohlst heraus, dafür muß Danck allein dir, O HERR, ge⸗ ——Hmet seyn. Nanck in Biß hieher hast du mich Armen Nue. uhl gefuͤhrt und wohl ergoͤtzt, und is hertzlichen Erbarmen her an Asen Ort gesetzt: du hast mich hie⸗ Auclrub se gebracht, GOttl du hast es wohl It I. macht. 10%0 le HErr, mein GOtt, ich will dich 1101 n 0 Risen, und erhoͤhen in der Welt, 4 e und fuͤr will ich erweisen, was det +. In dir mein Hertze haͤlt: du sollst flh us s zur Grufft hinein mir mein Eins ild Alles seyn. Reüh Mein GOttldu solt Koͤnig heis⸗ „ i6 10 u, ich will seyn dein Unterthan; ee Welt muß sich befleissen, dich, Wi Ooit, iu bethen an! denn sie 1 6 I 10⁰ 0 steht/ und ich mit ihr/ zum Gehorsam Unt er dir. 12. Mund und Hertz soll auch dort oben bey der frohen Engel⸗Schaar deinen grossen Nahmen loben, ohne Zahl und ohne Jahrz ich wills thun, nur seegne mich immerfort und ewiglich. —(9 790 Mel. Nun wobmenn Seel den ꝛc. 30 will den HErren loben, sein herrlichs Lob soll immerdar in meinem Mund erhoben sich hoͤren lasse noffenbahr, mein Seeligen soll preisen des Hoͤchsten Liebes⸗That, und dem viel Danck erweisen, der mich errettet hat, kommt lasset uns erhoͤhen den grossen Wunder⸗Held, sein theurer Ruhm muß gehen durch alle Theil der Welt. 2. Als ich den HErren suchte in meiner Noth, und schier fuͤr Pein mein Leben gantz verfluchte, da wolt er ploͤtzlich bey mir seyn: denn die, welch ihn anlauffen mit Ernst, ver⸗ derben nicht, er zeigt dem schwachen Hauffen sein gnaͤdigs Angesicht. Ach lschmecket doch und schauet, wie guͤtig daß er ist, wohl bem, der 915 ihn trauet, und seiner nie ver⸗ gißt! 3. Der HErr hat nicht verschmaͤ⸗ het des Armen Elend und Gefahr, so bald er angeflehet/ sein? Huͤlff und Rettung ihm da war,/ er schauet den Elenden,/ den Waͤysen hilfft er gern, kan ihre Truͤbsal wenden, sein Bey⸗ stand ist nicht fern, er liebet ohne Wancken, thut Gutes fuͤr und fuͤr, drum will ich ihm auch dancken, so lang ich leb allhier. An lobt dich in der Stille, du hocherhabner Zions⸗ GOdes Ruͤhmens ist die Fuͤlle fuͤr dir, du starcker Zebaoth! du bist doch HERR auf Erden, der From⸗ men Zuversicht, in Trübsal und Be⸗ schwerden laͤst du die Deinen nicht, brum soll dich stůndlich ehren mein Mund vor jederpmaͤnn,/ und deinen M m 3 Ruhm 1099 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 100 — vermehren, so lang er lallen an. 5. Es muͤssen HErr sich freuen von gantzer Seel und jauchtzen schnell, welch unaufhoͤrlich schrehen: gelobt sey der GOtt Israel, sein Nahme sey gepriesen, der grosse Wunder thut, und der auch mir erwiesen, das/was mir nuͤtz und gut; nun das ist meine Freude, daß ich an ihm stets kleb, und niemahln von ihm scheide, so lang ich leb und schweb. 6. HErr du hast deinen Nahmen sehr herrlich in der Welt gemacht, denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht, du hast mir Gnad erzeiget: nun wie vergelt ichs dir? ach bleibe mir geneiget, so will ich fuͤr und fuͤr den Kelch des Heyls erheben, und preisen weit und breit dich hier, mein GOtt, im Leben und dort in Ewigkelt. 06(50.) Mel. JEsu meines Lebens Leben. Wonut sollich dich wohl loben, maͤchtiger HERR Zebaoth ꝛ sende mir darzu von oben deines Geistes Krafft mein GOtt! denn ich kan mit nichts erreichen deine Guad und Liebes⸗Zeichen. Tau⸗ send, tausendmahl sey dir, grosser Koͤnig, Danck dafuͤr. 2. HErr eutzuͤnde mein Gemuthe, daß ich deine Wunder⸗Macht, deine Onade, Treu und Guͤte stets erhebe Dag und Nacht, denn von deinen Gnaden⸗Guͤssen Leib und Seele zeugen muͤssen. Tausend ꝛe. 3. Denck ich nur der Suͤnden⸗Gas⸗ sen, drauff ich haͤuffte Schuld mit Schuld, so moͤcht ich fuͤr Scham er⸗ blassen, fuͤr der Laugmuth und Ge⸗ Dult, womit du O GOtt! mich Ar⸗ men hast ertragen mit Erbarmen. Tausend ꝛe. 6.6— 4. Ach ja] wenn ich uͤberlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunder⸗Wege mich gefuͤhrt die Lebens⸗Zeit; so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergruͤnden. Tausend/ taufend mahl sey ꝛe. ‚ 5. Du HErr bist mir nachgelauf fen, mich zu reissen aus der Gluth denn da mit der Suͤnder Hauffen sch nur suchte irdisch Gut, hiessest din auf diß mich achten, wornach mas zu erst soll trachten. Tausend ꝛc. 6. Olwie hast du meine Seele stet gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aush der Sünden⸗Hoͤhle moͤchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesoh⸗ net haben, und mit Krafft zum Le⸗ ben laben. Tausend ꝛc. 7. Ja HERR lauter Gnad und Wahrheit, sind fuͤr deinem Ange⸗ sicht, du, du trittst hervor in Klahr, heit in Gerechtigkeit, Gericht. Daß man soll aus deinen Wercken deine Guͤt und Allmacht mercken. Tau⸗ send, tausendmahl ꝛ. 8. Wie du setzest jeden Dingegeith Zahl, Maab, Gewicht und Ziel, da⸗ mit keinem zu geringe mocht ge⸗ schehen, noch zu viel; so hab ich auf tausend Weisen deine Weißhest auch zu preisen. Tausend ꝛc. 9. Bald mit Lieben, bald mit bei⸗ den kamst du HErr mein GOtt iu mir, nur, mein Hertze zu bereiten nem Willen hangen. Tausend ꝛc. 10. Wie ein Vater nimmt und git⸗ 0 bet, nachdems Kindern nutzlichiz so hast du mich auch geliebet, HErt, . Mochen, die slloch bitt ei ann „Derduhe Olad und Ge I nle gehel Aablichkeit. her Guoder ungeladen. ausendina sh, meig GO sck, daß es mi Wlaß meines shoch nur J. Win die Ew Hetpl füri hen dit. (051%) I Von GOt Küner ale Weotte Praf WMundezauff Flichwilldes sten und verm Huh hoͤen und laf uns be und nach Mohmerhöh liit. Msich sich gantz zu ergeben dir, daß meiuss gaͤnzliches Verlangen moͤcht an deßs mein GOtt, zu ieder Frist, und dich Auhmz meiner angenommen, wenns auch gleich aufs hoͤchste kommen. Tau⸗ 190 send, tausendmahl ꝛe. UI. Mich hast du auf Adlers⸗Fll⸗ geln offt getragen vaterlich, in deus Thaͤlern, auf den Huͤgeln wunden b bahr errettet mich. Wann schilh alles zu zerrinnen, ward doch deinn Huͤlff ich innen. Tausend ꝛe. 12. Fielen tausend mir zur Se ten, und mehr, liesest du mich doch begleit e durch der Engel starckes Heer, di deh ů zur Rechten zehnmal oth det tundh. ISchu ö‚ IIOHOW Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 1102 tausch vey Nothen, die mich drangen, ich sehennoch bin eutgangen. DTau⸗ 4 Onnd uih uon 20 ehn in die Ewigkeiten. Da will ch/ HErr! für und fuͤr ewig, ewig Maoncken dir. (551 5. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. 36 will zu aller Stunde erhoͤhen Odottes Preiß, mit Hertzen und Dingegeh nit Munde, auf sein Wort und Ge⸗ nd Zel,L heiß: ich will des HErren Lob aus⸗ mͤcht AöIxeiten und vermehren, daß es die ohahsches Aymen hoͤren und sich erfreuen drob. Wesßhit 3. Lasi uns beysammen stehen, ie⸗ 1. und und nach der Zeit des HEr⸗ dmtlüh en Nahm erhoͤhen in Lieb und Ei⸗ ott Nfigkeit. Als ich den HErren bat, itwortet er in Gnaden, und wand⸗ Furcht und Schaden, er schickte Huͤlff und Rath. 1.. Die, wenn Gefahr obhanden, En HErren lauffen an, die werden cht zu schanden: er bilfft gern ie⸗ ti HeLermann. Wenn der Elende schreyt/ ind Ri hill ihm Gott sein Begehren gantz hillalich gewaͤhren: er hilfft zu Huchter Zeit. . GOtt hat Befehl gegehen, daß al sines Engels Macht in diesem gan⸗ en Leben sich lagre Tag und Nacht um solche Leut allhier die im Ge⸗ sch sßz sich uͤben, ihn fuͤrchten und ihn Doch belleeben aufrichtig fuͤr und fuͤr. %. Kommt her, kommt seht und Eshmecket wie GOtt so freundlich e in Noth der nicht lang stecket, ehlah Her gläͤubt und hofft darbey auf die⸗ M sin fzarcken Schutz, wohl dem/ der Ken. Tuh 0 darauf bauet, und seinem Worte trauet, der hat es grossen Nutz. 6. Ihr seine Heilgen hoͤret des Al⸗ lerhoͤchsten Rath: wo ihr ihn also ehret, wie er befohlen hat, so habt ihr keine Noth: denn der nie Man⸗ gel leidet, der Suͤnd und Schande meidet/ und allzeit fuͤrchtet GOtt. 7. Die Reichen darben muͤssen, der Geitz sie immer plagt: darzu sie ihr Gewissen inwendig frißt und nagt. Wer Gottes Willen thut⸗ derselbe Hulff empfindet, und kei⸗ nen Mangel findet an irgend einem Gut. 8. Laßt Gottesfurcht euch lehren, ihr lieben Kinderlein! kommt her⸗ ihr sollt sie hoͤren, kommt alle insge⸗ mein. Wer gerne gute Tag und gutes Leben haͤtte, auch Ruh auf seinem Bette, der hoͤre was ich sag. 9. In allen Zhun behuͤte fuͤr Falsch⸗ heit deine Zung, und wende dein Gemuͤthe von Trug und Laͤtterung. Ob gleich das Fleisch ist schwach, must du doch Boͤsses hassen,das Gu⸗ te auch nicht lassen, dem Frieden ja⸗ gen nach. 10. Des HErren Augen sehen auf die Gerechten her, sein Ohr erhoͤrt ihr Flehen, kein Mensch hilfft sowie er: seinl Antlitz fieht dahin, daß des⸗ sen Nahme werde vertilget von der Erde/ wenn gottloß ist sein Sinn. II. Wenn der Gerechte schreyet/ so hoͤrt es GOtt gar bald, und Ret⸗ tung ihm verleihet in Noͤthen man⸗ nigfalt; er ist denselben nah und gnaͤdig, die da zagen, von Hertzen b zerschlagen: fort ist sein? Huͤlffe a. 12. Viel muß der Fromme leiden, weil es GOtt also will: doch wirds verkehrt in Freuden, drum halt aus und sey still, und traue GOtt allein, der kan quch die Gebeine bewahren groß und kleine, keins muß zerbro⸗ chen seyn. 010 13. Das Ungeluͤck wird toͤten die seind den Frommen seyn, sie wer⸗ M m 4 den 4 — 16 „ no Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. uch I den auch in Noͤthen erlelden Schmach und Pein: hingegen hat er Acht auf die, die seine Rechte, wie stets getreue Knechte, bewahren Tag und Nacht. I4. HErr! gieb, daß ich dein' Ehre ja all mein Sebenlang,von Hertzens⸗ Grund vermehre, dir sage Lob und Danck. O Vater, Sohn und Geist! der du aus lauter Gnaden abwen⸗ dest allen Schaden, sey immerbar gepreist. (082.) Mel. Lobt GOtt ihr Christen ꝛc. O GoOtt, wie soll ich dancken dir/ was du an mir gethan, viel Guts erzeiget fuͤr und fuͤr auf die⸗ sem Erden⸗Plan, du grosser Wun⸗ der⸗Mann. 2. Ich bin nicht werth der grossen Gnad deiner Barmhertzigkeit, ich will dir dancken fruͤh und spat/ in al⸗ le Ewigkeit preisen dein Guͤtigkeit. 3. Du sahest nicht an meine Suͤnd, der ich erzuͤrnet dich, sondern dein allerliebstes Kind, welches bezahlt suͤr mich, dir sey Dauck ewiglich. 4. Laß solche deine Vater⸗Treu deiner huͤlffreichen Hand noch fer⸗ ner an mir werden neu, und seegne meinen Stand, daß dein Lob werd bekannt. 5. Wehr dem Ungluͤck des Creu⸗ es Joch, daß es nicht werd zu chwer, auf daß ich deine Huͤlffe noch empfitide mehr und mehr, dir zu Lob, Preiß und Ehr. 6. Errette mich und hilff aus Noth, wenn ich nicht weiß wohin, ich ruff zu dir/ v treuer GOtt, wenn ich in Aengsten bin, mein Helffer und Gewinn. 7. Laß mein Vorhaben gluͤcklich seyn, daß ich dein'n Seegen spuͤhr, den Anfang und das Ende mein, o HErr, befehl ich dir, dich preiß ich fuͤr und fuͤr. 8. Endlich wenns dir, mein GOtt, gefaͤllt, so laß mich scheiden ab see⸗ lig von dieser schnoͤden Welt/ bring mich mit Ehrn ins Grab, dariny II mein Leib Ruh hab. A 9. Die Seele bring in Abrahe h sre Schooß, auf daß ich lobe dich, in M„Ggehauch deinem grossen Himmels⸗Schloß aumld nehen ergötze seelig mich, dich preiß ich Hat huttdepdi ewiglich. Zlbie One 083.0— Inassich in de Mel. HErr ich habe mißgehandelt suncget,hatdu. URser Herrscher, unser Koͤnih, enmahl daran unser allerhoͤchstes Gut, herl Mus meiner lich ist dein grosser Nahme, weil e uint das du nic Wunder⸗Thaten thut: loͤblich,nah Uthaffest, wos und auch von fernen, von der Eid uhsiehst gll mei biß an die Sternen. I. Das is miek 3. Wenig sind zu diesen Zeiten, oh můr solch E welche dich von Hertzen⸗Grund lit⸗ oh: Es sst die L beu, suchen und begehren; aus dir hunn rocht aus d Saͤugelingen Mund hast du dir ein ah. Lob bereitet, welches deine Macht b Wosollich ausbreitet. Tsich wenden hin! 3. Es ist leider zubeklagen, in ͤlich deinen wem bricht das Hertze nicht? wenn sn, daß michs se man siehet so viel tausend fallen an. Fuͤhr ich glei dem hellen Licht. Ach wie sichtt dich, so bistdud schlaͤfft der Suͤnder! ist es nicht enn uch; Etieg i grosses Wunder. Wlle mir dg het 4. Unterdessen, HErr, mein Helt⸗ uhhier. scher, will ich treulich lieben dich: Wolt ich Denn ich weiß du treuer Vatey sisch geflügelt; daß du heimlich liebest mich: zeuch sisch her wilden mich kraͤfftig von der Erden, daß lad, lamich do mein Hertz mag himmlisch werden nd. . HErr, dein Nahm' ist hoch ger Reeff ich zu ruͤhmet und in aller Welt bekannt, acht, hättt wo die warmen Sonnen⸗Strahleu alracht denn. nur erleuchten einig Land, da rust gessenng, 0i Himmel, da rufft Erde: hochgelobi, in. Jehova werde!„dichbblendt 6. HErr, mein Herrscher, omit nscht, D. herrlich ist dein Nahme meint iht: den Au Seel! drum ich auch fur deinen Alx rein uf gen singende mich dir befehl, gi Lunden Sche daß deines Kindes Glieder sich i r Man Ehn gantz ergeben wieder. Uht, es le Hd; (984.) P. 6. oz derdud Mel. Christ, der du bist der helt Eutgtich Hndß ersorschest meinen Sirssh 00 hits und kennest, was ich Dani 0 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 11O6 — ub, denUin: za was mür selbst vervorgen ist, vs weist du, der du alles bist. in Ainhh. Ich sitz hier oder stehe auf, ich dich, chundel t Hdi Ut/ Hit lichne eine Mac klagen, and fallen ⸗ Wie sich te lichte Mein Hth leben dic er Vile mich: ul Erden/ de ssch wetdei Y ichgl H Etrahle dalih hechgalh + Vg/ ich geh auch, oder lauff, so bist Port, das du nicht hoͤrtest alsofort: und siehst all meinem Leben zu. vum und neben mir/ und ich bin hheit hart bey dir. „All die Gedancken meiner Seel, ud was sich in der Hertzens⸗Hoͤhl ser reget/ hast du schon hetracht/ eh Heinmahl daran gedacht. . Auf meiner Zungen ist kein schaffest, was ich red und thu, 3. Das ist mir kund, und bleibet der⸗voll, und das weiß meine Seele wohl. I3. Du sahest mich, da ich noch gar fast nichts, und unbereitet war, warst selbst mein Meister uͤber mir/ und zogst mich aus der Dieff herfuͤr. 14. Auch meiner Tag und Jahre Zahl, Minuten, Stunden allzu⸗ mahl, hast du, als meiner Zeiten Lauff, vor meiuer Zeit geschrieben auf. 15. Wie koͤstlich, herrlich, suß und schon seh ich mein GOtt da vor mir stehn dein weises Dencken, das du deuckst, wann du uns deine Guͤte uch mir solch Erkaͤnntniß viel zu och: Es ist die Weißheit, die kein dRann recht aus dem Grunde wissen In. 6. Wo soll ich, der du alles wesst, nich wenden hin vor deinem Geist? uo foll ich deinem Angesicht entge⸗ hen, daß michs sehe nicht? . Fuͤhr ich gleich an des Himmels Dach, so bist du da, haͤltst Hut und Bach; Stieg ich zur Holl, und holte mir da betten, faͤnd ich dich guch hier. 8. Wolt ich der Morgenroͤthe geich gefluͤgelt ziehn, so weit das Reich der wilden Fluthen netzt das nnd, kaͤm ich doch nie aus deiner and. 9. Rieff ich zu Huͤlff die finstre lerbracht: denn laß die Nacht seyn, hie sie mag, so ist sie bey dir heller Monden⸗Schein. Rir lauter Lieb und Buts gethan. Tag. I0. Dich blendt der dunckle Schat⸗ hil ten nicht, die Finsterniß ist dir ein licht: dein Aügen⸗Glautz ist klar Ind rein, barff weder Sonn⸗noch I. Mein Eingeweyd ist dir be⸗ landt, es liegt frey da in deiner Hand; der du von Mutterlesbe an 12. Du bists, der Fleisch, Gebein Ind Haut, so künstlich in mir auf⸗ ebaut, all deine Werck sind Wun⸗ schenckst. 16. Wle ist doch deß so trefflich viel? wann ichs bißweilen zehlen will/ so sind ich da bey weiten mehr, als Staub imFeld/ und Sand am Meer. 17. Was macht denn nun die wuͤ⸗ ste Rott/die dich, o grosser Wunder⸗ Gott! so schaͤndlich laͤstert, und mit n dir so viel Ubels redet nach. 18. Ach! stopffe ihren schnoͤden Mund, steh auf, und stuͤrtze sie zu Grund, denn weil sie deine Feinde 205. bin ich auch ihnen hertzlich eind. 19. Ob sie gleich nun hinwieder sehr mich hasfen: thu ich doch nicht mehr, als daß ich wider ihren Trutz mich leg in deinen Schooß und Pacht, haͤtt ich doch damit nichts Sch Utz. 20. Erforsch HErr all mein Hertz und Muth, sieh/ ob mein Hertz sey recht und gut, und fuͤhre mich bald Himmel⸗ an den ewgen Weg, die Fleuden⸗Bahn. (985.) P. G, Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. Ch dancke dir demuͤthiglich, o . GoOtt/ mein Vater daß du dich von deinem Zorn gewendet,/ und dei⸗ nen Sohn zur Freud und Cron uns in die Welt gesendet. 2. Er ist gekommen, hat sein Blut vergossen, und in solcher Fluth all unste Suͤnd ersticket; wer ihn nur Mi faßt, 1 1107 Vom Lob, Danck und Preiß GoOttes. 1108 50 I 2 ö En faßt/ wird aller Last benommen und Noth, wann sie der Tod auch selos sach kein Nun erquicket. verschlungen haͤtte. Jallshrechen 3. Ich bitte, was ich bitten kan, hertzlieber Vater nimm mich an in diesen eblen Orden, der durch diß Blut gerecht und gut, und ewig see⸗ lig worden. 4. Laß meines Glaubens Aug und Hand ergreiffen dieses werthe Pfand, und nimmermehr verlieh⸗ ren, laß dieses Licht mein Angesicht zum ewgen Lichte fuͤhren. 5. Bereite meiner Seelen Hauß, wirff allen Koth und Unrath aus, bau in mir deine Huͤtte, daß deine Gůt in mein Gemuͤth all ihre Lieb ausschuͤtte. 6. Wann ich dich hab, ist alles mein, du kanst nicht ohne Gaben seyn, hast tausend Weg und Weisen, dein ar⸗ me Heerd auf dieser Erd zu nehren und zu speisen. 7. Gieb mir daß ich an meinem Ort, allstets dich fuͤrcht in deinem Wort, und meinen Stand so fuͤhre, daß Glaub und Treu stets bey mir sey, und all mein Leben ziere. 8. Gieb mir ein gnuͤgsam Hertz und Sinn, denn das ist ia ein groß Ge⸗ winn, in steter Andacht liegen, und wann Gott giebt, was ihm beliebt/ ihm lassen gerne gnuͤgen. 9. Das Wen'ge, das durch GOt⸗ tes Gnad ein Frommer und Gerech⸗ ter hat, ist vielmahl mehr geehret, als alles Geld, davon die Welt mit frechem Hertzen lehret. 10. Die Frommen sind dir, HErr! bewust, du bist ihrꝰ, und sie deine Lust, und werden nicht zu Schan⸗ den: koͤmmt theure Zeit, find ich be⸗ reit ihr Brod in allen Landen. II. GOtt hat den, der ihn suͤrchtet, lieb, sieht zu, daß ihn kein Unfall truͤbt hat Lust zu seinen Wegen: und wenn er faͤllt, steht GOtt und haͤlt ihn fest in seinem Seegen. 12. Des Hoͤchsten Auge steht auf die,die auf ihn hoffen spat und fruͤh, daß er sie schutz und rette aus aller 13. HErr, du kanst nichts als guͤg dit Mten die seyn,du wollest deiner Guͤte Schein„ͤie haben ihn uns und all denen goͤnnen, die sich ein ieher auch mit Mund und Hertzens Grund al⸗ Diens gewei lein zu dir bekennen. hes guchnicht! 14. Insonderheit nimm wohl in Aoch, OEott acht den Fuͤrsten, den du uns ge⸗ Aknicht gantze macht zu unsers Landes Crone, laßWie mancher immerzu seyn Fried und Ruh auf hlund Lob mit seinem Stuhl und Throne. sseehe, mir it 15. Halt unser liebes Vaterland in Ashen ubrigbliel deiner Schooß und starcken Hand, eikt Wunder⸗ behuͤt uns all zusammen fuͤr falscher gich shonen x Lehr und Feindes Heer, fuͤr Pest he reden, und Feuers⸗Flammen. und gs ichte 16. Nimm all der Meinen eben gach fmmes h wahr, treib, HErr, die boͤse Hoͤllen⸗ Adichhebenssh Schaar von Jungen und von Alten, galeStemen. daß deine Heerd hier zeitlich werd ssund farcke und ewig dort erhalten. uzen Welt befg . Ifllween. Wel. Waͤr GOtt nicht mit uns ꝛt. Wer ss oogn I Gose schofft in tieffes Leid uud uuouiked grosse Noth muß gehen⸗ mil shche dim dennoch Go emit grosser Greud sraen Sguld und Hertzens⸗Lust erhoͤhen: Mein hnetenWel GOttidu Köntg,höre mich, ich wil n 6 ohn alles Ende dich und deinen ganzelt des Nahmen loben. 2. Ich will dir mit der Morgen roͤth ein taͤglich Opffer bringenꝛ so offt die liebe Sonn aufgeht, so offte will ich singen dem grossen Nah⸗ men deiner Macht, das soll auch in der spaͤten Nacht mein Werck seyn und Geschaͤffte. 3. Die Welt, die deucht uns schoͤn und groß: Und was fuͤr Gut und auah Gaben sie traͤgt in ihrem Arm und ie Heilgen, Schooß, das will ein jeder haben; indeinen S es ist doch alles lauter nichts, eh al) mans recht geneust, zerbrichts, und geht im Huy zu Grunde. 4. GOtt ist alleine groß und schoͤn, n unmoͤglich auszuloben, auch dener Iuhn die doch allzeit stehn vor seinen Throne drohen. Laß sprechen, wer as und nur sprechen kan/doch wird kein— 4 Rädwi 0 9 Es muß eint Halspwohochka in den Tag Atgotiit, ben In Gur als. er Güt. Uhdke. Dium uuldeht W. Vom vob, Danck und Preis GOttes. I110 Hauchsso N noch kein Mann des Hoͤchsten „öß aussprechen. Saleghg. Die Alten, die nun nichts mehr d, die haben ihn gepreiset: So 1. diesch ttein jeder auch sein Kind zu sol⸗ GOfunbalm Dienst geweiset; die Kinder Aerden auch nicht ruhn, und wer⸗ undoch, OGott! dein Thun und Herck nicht gantz auspreisen. Wie mancher hat vor mir dein eyl und Lob mit Eleiß getrieben? d siehe, mir ist doch mein Theil lloben uͤbrig blieben. Ich will von ner Wunder⸗Macht und der so erlich schoͤnen Pracht biß an mein unde reden. Und was ich rede, wird von mir lunch frommes Hertze lernen, man dich heben fuͤr und fuͤr hoch u⸗ fut de ehhen chel se Hollet von Alteh liu alle Sternen. Dein' Herrlich⸗ lich wer at und starcke Hand wird in der gutzen Welt bekandt und hoch be⸗ sffen werden. . Wer ist so gnaͤdig als wie du? her kan so viel erdulten? wer sieht ut solcher Langmuth zu so vielen chweren Schulden, die aus der gan⸗ n weiten Welt ohn Unterlaß biß das Zelt des hohen Himmels Figen? 9. Es muß ein treues Hertze seyn, Iis uus so hoch kan lieben, da wir hch in den Tag hinein, was gar cht gut ist, ůben. GOtt muß nicht ders seyn als gut: daher fleust iner Güte Fluth auf alle seine Vercke. 10. Drum, HErr, so sollen bir auch mit uns Leidun chen, il ser Frt : Mail ich wil Morhl ringen fl eht/ 6 ftl sen N Hollauchih Wertsat unt stig Herrschafft ist dir selber gleich⸗der du kein End erreichest. 12. Der HErr ist bis in unsern Tod bestaͤndig bey uns allen: er leichtert unsers Creutzes Noth, und haͤlt uns, wenn wir fallen: er steuret manches Ungluͤcks Lauff, und hilffst uns wle⸗ der freundlich auf, wann wir gantz hingeschlagen. 13. HErr, aller Augen sind nach dir und deinem Stuhl gekehret: denn du bists auch, der alles hier so vaͤterlich ernaͤhret: du thust auf dei⸗ ne milde Hand, machst froh und satt/ was auf dem Land, im Meer und Luͤfften lebet. I4. Du meynst es gut, und thust uns Guts, auch da wirs offt nicht dencken: wie mancher ist betruͤbten Muths, und frißt sein Hertz mit Kraͤncken: besorgt und fuͤrcht sich Tag und Nacht, GOdDer hab ihn gaͤtstzlich aus der Acht gelassen, und vergessen. 15. Nein, GOtt vergißt der Sei⸗ nen nicht, er ist uns viel zu treue: sein Hertz ist stets dahin gericht, daß er uns letzt erfreue. Gehts gleich bihweilen etwas schlecht, ist er doch hellig und gerecht in allen seinen Wegen. 16. Der HErr ist nah und stets be⸗ reit ein m jeden, der ihn ehret: und wer nur ernstlich zu ihm schreyt/ der wird gewiß erhoͤret: GO weiß wohl,/ wer ihm gunstig sey, und de⸗ me steht er dann auch bey, wann ihn die Angst umtveibet. 17, Den Frommen wird nichts ab⸗ iauu lun all deine Wercke dancken, vor⸗gesägt, GOtt thut, was sie begeh⸗ L die Heilgen, derer Thun sichsren; er mißt das Unglück, das sie Ienhlt in deinen Schrancken, die sol⸗plagt und zehle all ihre gähren, and 615, In deines Reichs Cewalt und schö⸗ veiht sle endlich aus der Last à den H, Regimente⸗Gestalt mit vollem aher, der sie kranckt und haht, den iate Nunde rühmen. stüͤrtzt er gantz zu Boden. rbtlHAn. Sie sollen vühmen, daß ber 16, Diß alles, und was sonsten zauchdu guhm durch alle Welt erklingetbaß mehr man kan fuͤr Lob erzwingen, n ödermann zum Heiligthum dir bas soll mein Mund zum Ruhm und L„Dienst und Hoffer bringe: DeinEhr des Höchsten räͤglich singen: / geich das itein ewges Roich, dein Und also thut auch immersort/ 9901 90 V IIII Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. III2 webt und lebt an ieden Ort, das wird GOtt wohl gefallen. (987˙0 E. GC. Mel. Lobt GOtt ihr Christen ꝛc. Ch singe dir mit Hertz und — Mund, HErr, meines Hertzens Lust, ich sing, und mach auf Erden kund, was mir von dir bewust. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Qvelle seyst, daraus uns allen fruͤh und spat viel Heyl und Gutes fleust. 3. Was sind wir doch ꝰ was haben wir auf dieser gantzen Erd, das uns, O Vater/ nicht von dir allein gege⸗ ben werd?. 25 4. Wer hat das schoͤne Himmels⸗ Zelt hoch uͤber uns gesetzt? wer ist es/der uns unser Feld mit Thau und Regen netzt? 5. Wer waͤrmet uns in Kaͤlt und Frost wer schuͤtzt uns fuͤr dem Wind? wer macht es, daß man Oel und Moff zu seinen Zeiten findt. 6. Wer giebt uns Leben und Ge⸗ blůt? wer haͤlt mit seiner Hand den guͤldnen, werthen, edlen Fried in un⸗ serm Vaterland 7. Ach HERR, mein GOtt! das kommt von dir, du, du must alles thun, du haͤltst die Wach an unsrer Thůr, und laͤst uns sicher ruhn. 3. Du naͤhrest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerarhen, hertzlich bey. 9. Du straffst uuis Sünder mit Ge⸗ dult, und schlaͤgst nicht allzu sehr/ ja endlich nimmst du unste Schuld, und wirffst sie in das Meer. 10. Wann unser Hertze seufftzt und schreyt, wirst du gar leicht erweicht, und giebst uns, was uns hoch er⸗ freut, und dir zu Ehren reicht. 11I. Du zehlst, wie offt ein Christe wein, und was sein Kummer sey: Kein Zaͤhrlein, Thraͤnlein ist so klein, du hebst und legst es bey. 142. Du fuͤllst des Lehens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und und laͤst dich ni 15. Was kraͤuckst du dich in deinen Sinn, und graͤmst dich Tag und Nacht? nimm deine Sorg,/ und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernaͤhrt? wir manchen schweren Ungluͤcks⸗Lauff hat er zuruͤck gekehrt? I7. Er hat noch niemahls was vei⸗ sehn in seinem Regiment: Nein, was er thut, und laͤst geschehn, da⸗ nimmt ein gutes End. 18. Ey nun so laß ihn ferner thun, und red ihm nicht darein, so wirs du hier in Freuden ruhn, und ewih froͤlich seyn. (598) P. GC. Mel. Lobt GOtt ihr Christen ꝛc Un dancket all, und bringet Ehr/ ihr Menschen in der Welt/ dem, dessen Lob der Engel Heer in Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch, und singt mit Schall, GOtt, unserm hoͤchsten Gut der seine Wunder uͤberall und grof se Dinge thut. 3. Der uns von Mutter⸗Leibe as srisch und gesund erhaͤlt, und, kein Menschͤnicht helffen kan, sich selbst zum Helffer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch bo⸗ die Straff erlaͤst, die Schuld vej giebt, und thut uns alles Guts 5. Er gebe uns ein froͤlichs Hery erfrische Geist und Sinn, und weis all Angst, Furcht,—.F7 un Schmertz ins Meeres Tieffe hin! trübt, doch bleibet gutes Muthe/ 6. Er lasse einen drieden rußn MI „Solange di Jerseets unser Ihswann wir o Wpünser Theil Et bruͤcke, Icht, uns unf Wuns drauf Alrewgen Rül 000 Mel, ö Welt, Und im Gell Wflur Stiinim uhze GOtt zuů 0%/ WN diene Wndged Cprecht: Haster, hat ht er hat u ah das Lic md feiner d Schaaf und Gehet ein zu. uuch eines Vo nstschonen 10 110 and Wiit jedertzef I R0tt des Idoir Ruhm! Whllapdfelbg; huns Hraͤft hlsen fr ur Mel.Her nz n Muti Aler Dii Oul. dein Eh Und Ftei d Schih Afft Ruth Hindeitket * WDag un Vund wih acht. O1 Jugath hrt? M. lücks Lah Iawasve : Neit hehn, da mner thut 7 so win und eiz Hristen e u bringe der Will I Heer su Dsugtki chstengit Iund gus Wi —1 0 ich hoch 14 0 Glt Muths Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. Ifaelis Land, er gebe Gluͤck zu un⸗ serm Thun und Heyl zu allem Stand! 7. Er lasse seine Lieb und Guͤt, um/ bey, und mit uns gehn, was aber angftet und bemuͤht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben waͤhrt, sey er stets Unser Heyl, und bleib guch/ wann wir von der Erd abschei⸗ den, unser Theil. 9. Er druͤcke, wann das Hertze bricht, uns unsre Augen zu, und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. (589.) Mel GOtt des Himmels ꝛc Lie Welt, was lebt und weber, und im Feld und Haͤusern ist/ was nur Stimm und Zungerhebet, iauchze GOtt zu jeder Frist: diene hm, wer dienen kan, kommt mit Lust und Freud heran! 2. Sprecht: der HErr ist unser Meister, er hat uns aus nichts ge⸗ macht, er hat unsre Leib und Gei⸗ ster an das Licht herfur gebracht: wir sind seiner Allmacht Ruhm, sei⸗ ne Schaaf und Sigenthum. Gehet ein zu seinen Pforten, geht burch seines Vorhofs Gang: Lobet hn mit schoͤnen Worten/ saget ihm Lob, Preiß und Danck: denn der Etrist jederzeit voller Gnad und uͤtigkeit. 4. GOtt des Himmels und der Er⸗ Pe, Pater Sobn und Heilger Geist! Paß dein Ruhm bey uns groß werde Beystand selbit und Hülff uns leist; gieb uns Kraffte und Begier, dich u preisen fuͤr und fuͤr. 990.) Mel. Hertlich thut mich verl. Mei Hertz ist guter Dinge, die Seel ist Freuden⸗voll, sy offt ch GOtt lobfinge/gleichwie ich bil⸗ lig soll. Des HErren grosse Guͤte, pann ich fast halb verschmacht, er⸗ sicket mein Gemuͤthe, der alles vohl gemacht. 2. Ich dencke hin und wieder, bald 1—9 ich mich selbst an, wie GO Menschen Glieder so weißlich ordnen kan, ja wo ich geh und stehe, bin ich darauf bedacht: Mein Schoͤpffer in der Hoͤhe hat alles wohl gemacht! 3. Er isi fuͤr mich gestorben, und hat mit seinem Blut den Himmel mir erworben; des Satans Uber⸗ muth hat er am Creutz gedaͤmpffet, und keine Schmach geacht;: er hat fuͤr mich gekaͤmpfft„ und alles wohl gemacht. . Mein GoOtt! dir sey die Ehre, der du mich unterweist in deiner Guaden⸗Lehre, durch den trostrei⸗ chen Geist. Wann Hoͤll und Teu⸗ fel toben, beschützt er uns und wacht: Wer wolte den nicht loben, der alles wohl gemacht? 5. Es will sich ja geziemen, daß wir von Hertzen⸗Grund ihm dancken, und hoch ruͤhmen den, der uns alle Stund sehr herrliche Wohlthaten erzeigt bey Tag und Nacht, die alle wohl gerathen/ weil er sie selbst ge⸗ macht. meiner letzten Stund, dem ich all meine Sachen heimstell mit Hertz und Mund. Ich will doch nicht ver⸗ zagen, ob mich die Welt verlacht/zu⸗ letzt wird sie bald sagen: GOtt hat es wohl gemacht. (991.) Mel AnWasserfluͤssen Babyl. S sey, HErr, deine Guͤrigkeit mit Freuden hoch gepriesen/der du uns schon vor langer Zeit dein Liebe hast erwiesen, zum alcalr daß sie ewig ist/ja selbst so alt/als alt du bist, da dennoch deine Jahre nie angefangen, noch einmal derselben ohngeendte Zahl des Endes sich be⸗ hre. 2. Du wohnetest in einem Licht, wohin niemand mag kommen, da Erd und Himmel annoch nicht den Aubeginn genommen: Du warest voͤlliglich vergnuͤgt, weil in dir selb⸗ sten alles llegt/was dich macht seelig nennen: Vollkommen warest du fuͤr dich, und solchs gewesen ewiglich, ehs jemand moͤcht erkennen. V — — 11¹4 6. Er wird es auch wohl machen in I115 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 3. Kont also, da du noch allein dein Majestaͤt bestehen, doch wolt st du so nicht ewig seyn, vielmehr herausser gehen und etwas schaffen ausser dir/ daß dann hinfuͤrter fuͤr und fuͤr sich deiner Gnade nehrte, darinn, als deinem Eigenthum, man deinen treuen Preiß und Ruhm all Tag er⸗ klingen hoͤrte. 4. Darauf du dann die gantze Welt, von Himmel und von Erden, dir al⸗ sobalden vorgestellt, wie solche solte werden,doch nahmest du fuͤrnemlich fuͤr„ zum Oberhaupt und Fuͤrsten ihr den Menschen darzugeben, der da dein Bild und Gleichniß waͤr, darum inHeiligreit auch er vollkom⸗ men solte leben. . Doch hast du sirgeks auch vor ge⸗ sehn, daß Adam wuͤrde fallen, und also es zumahl geschehn, mit seinen Kindern allen. Denn alle wuͤrden selbsten sich durch Suͤnd dem Sa⸗ tan ewiglich zu Selaven mit ver⸗ kauffen, und also leider! spohren⸗ sreich/als Rasende, in seinem Reich nach dem Verderben lauffen. 6. Nun, leider! war kein Mittel da/ zu helffen uns, uns Armen: Doch da die Guͤte solches sah, so wolltst du dich erbarmen. Da wurde nun der Schluß gemacht, daß Heil zuwege wͤrd gebracht/ solt JEsus Christus kommen: Damit durch dessen Blut und Tod, die Suͤnd und alle unsre Noth wuͤrd kraͤfftig weggenommen. . Weil dann nun Christus nur al⸗ lein solt unsertwegen sterben; so must auch alles unser seyn, was sol⸗ cher wuͤrd erwerben, und zwar, daß die Gerechtigkeit nicht erst durch Wercke wuͤrd bereit, die wir noch leisten solten. Wir sollten gleich in Gnaden stehn, und in das Reich des HErren gehn, wo wir nur glau⸗ ben wollten. 3. So ward der theure Gottes⸗ Rath/ daraus all diß geflossen, was uns wiedrum geheilet hat) gus lau⸗ ter Lieb beschlossen, und wurden Es war si alles das umsonst, was ich sonst an mir habe. Berdienen kont ich nichtz von mir, ich muß es nur allein von dir, mit Bettlers⸗Haͤnden nehmeh; Doch will ich deiner Guͤtigkeit mich uͤberlassen allezeit, und deren mih hth nicht schoͤmen. I2. Verdienst kan freylich gantz unh 1110 ů 0 Salchzugett Galgerbt, HDer da mi Ehigkeit in Icwerde! heylandide sch, würdig hin ehtwsch Ichmit höcht Ihens Lob u st mog lebe hem, was G. Oldaß doch! ghin, we Haß mein sle, so lang „ Ach wa Muund leder hgleiß, un gar hie nicht gedacht nur werdes ha wetl jaich nicht geschaffen war noh in dem Schooß der Erden, da d mich allbereit erwaͤhlt, und deing Lieben zugezehlt. Was hattest di gesehen an mir, das dich darzu e regt, und zu der Gutthat dich i wegt/ die da an mir geschehen? 13. Ich war ja leiderlbesser nicht a einer unter allen, ja also elend zug ehlt/ Whafte u ie m fe Etr 1 / Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. 1118 hrt, und dessen Ruhm besungen, er seine Guͤt zu mir gekehrt, durch helche mir gelungen: Der, da ich hgeider! auch verderbt, und schon die WiulichagHolle angeerbt, mich wiederum ge⸗ Heingh seilet: Der da mit anderen zugleich, lbftwss on Ewigkeit in seinem Reich mir Het Hin En Platz auch zugetheilet. Jchsthens H. Ich werde nun ohnausgesetzt, Ichut kein Heylandrdein verbleiben, weil 0 u mich wuͤrdig hast geschaͤtzt den Deinen beyzuschreiben. Gieb nur, aß ich mit hochsten Fleiß, zu deines Rahmens Lob und Preiß, in Hei⸗ gkeit moͤg leben, daß auch mein Hruder dieser Zeit gebesserr, deiner aithHüͤtigkeit koñ dessen Zeugniß geben. . 692.)/ Mel. Wer nur den lieben ꝛc. U„/ Weiln Daß ich tausend Zungen haͤtte, an mit sen Eund einen tausendfachen Mundt er mihtl Fstimmt ich damit um die Wette/ m allertieffsten Hertzens⸗Grund, Lob⸗Lied nach dem andern an, yn dem,/ was GOtt an mir gethan. Ol daß doch meine St imne schall⸗ biß dahin, wo die Sonne steht! Tichnicht daß mein Blut mit Jauchzen Aleintel hallte, so lang es noch im Lauffe ht. Ach! waͤr ein jeder Pulß ein hanck/ und jeder Othem ein Gesang. Ruh. Was schweigt ihr denn ihr mei⸗ le Kraͤffte? auf, guf, braucht allen u tren Fleiß, und stehet munter im eschaͤffte/zu GOttes meines HEr⸗ Iug n Preiß: Mein Leib und Seele Iben/ Eu shicke dich, und lobe GOtt hertzin⸗ Iuh Hglich. Ihr grünen Blaͤtter in den Waͤl⸗ — I die giben en gch Ach lalles/alles, was ein Lehen d einen Othem in sich hat, soll sich ir zum Gehülffen geben, denn mein Vermoͤgen ist zu matt/ die grossen Gunder zu erhoͤhn/die allenthalben unendlich Lob, fuͤr Seel und Leib, Lob sey dir mildester Berather! füͤr allen edlen Zeit⸗Vertreib, den du mir in der gantzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster IEsu! sey geprie⸗ sen, daß dein Erbarmungs⸗volles Hertz sich mir so huͤlffreich hat er⸗ wiesen, und mich durch Blut und Todes⸗Schmertz von aller Teufel Grausamkeit, zu deinem Eigen⸗ thum, befreyt. 8. Auch dir sey ewig Ruhm und Chre, o heilig⸗werther Gottes⸗ Geist! fuͤr deines Trostes suͤsse Leh⸗ re, die mich ein Kind des Lebens helst. Ach! wo was guts von mir geschicht, das wircket nur dein goͤtt⸗ lichs Licht. 9. Wer uͤberstroͤhmet mich mit Seegen ꝰ? bist du es nicht, o reicher Gott! wer schutzet mich auf mei⸗ nen Wegen? du, du, o starcker Ze⸗ baoth!du traͤgst mit meiner Sün⸗ Dunt. unsaͤglich gnaͤdige Ge⸗ ult. 10. Fuͤr andern kuͤß ich deine Ru⸗ the, die du mir aufgebunden bast: wie viel thut sie mir doch zu gute, und ist mir eine sanffte Last? Sie macht mich fromm und zeugt dabey, daß ich von deinen Liebsten sey. II. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes mahl ge⸗ spuhrt, daß du mich unter vieler Plage durch dick und duͤnne hast ge⸗ fuͤhrt: denn in der groͤssesten Ge⸗ fahr ward ich dein Trost⸗Licht stets geahr. 12. Wie solt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehnꝛ wie sollt ich auch im tieffsten Leiden nicht triumphirend einher gehn ꝛ und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig seyn. I3. Drum reiß ich mich ietzt aus der Hoͤle der schnoͤden Eitelkeiten loß, und ruffe mit erhoͤhter Seele: mein GoOtt du bist sehr hoch und großʒ mich stehn. Dir sey/ o allerliebster Vater! Krafft, Ruhm, Preiß, Danck und Heyr⸗ Ii —— Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. Voh er Exghj Berrüchkeit gehoͤrt dir ietzt und den, der euch aus dem Leiden hsset n allezeit. von Zeit zu Zeit: singt! diß Aut sen Gel 14· Ich will von deiner Liebe sin⸗fuͤhrt insgesamt uns zum Chor iß Wgu, nch gen/ so lange sich die Zunge regt, ich Cherubinen, die das Lamm dediennl. Zlloaneih will dir Freuden⸗Opffer bringen, so lange sich mein Hertz bewegt; Ja wenn der Mund wird krafftloß seyn/ so stimm ich doch mit Seuffzen ein. 15. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein GOtt! in allen Gnaden hin: im Himmel soll es besser wer⸗ den, wenn ich ein schoner Engel binz da sing ich dir im hoͤhern Chor viel lausend Halleluja vor. (993.0 Mel. IEsu meine Freude. SSugt dem HErrn dort oben! kommt fuͤr ihn mit Loben ohne Ziel und Zahl; hringt ihm Lob⸗Ge⸗ saͤnge, und der Psalmen Menge ietzt und jedes mahl: Singet gern zum Preiß des HErrn, der an euch in Gnaden dencket, und viel Seegen schencket. 2. Nah und fern laßt schallen Gott zum Wohlgefallen euren Lieder⸗ Thon; singet, stimmt und klinget, biß der Inhalt dringet hin fuͤr GOt⸗ tes Thron; biß der Schall und Ge⸗ genhall aus der Hoͤh zurůcke kehret: auf! ihr seyd erhoͤret. 3. Laßt die Stimmen hoͤren mit der Engel Choͤren! lobt GOtt, eu⸗ ren Hort; bringt, als Himmels⸗ Glieder, Danck⸗ und Freuden⸗Lie⸗ der, ruͤhmt GOtt immerfort: bringt mit Fleiß Lob, Ruhm und Preißf dem, der euch an allen Enden traͤgt auf seinen Haͤnden. 3 4. Singt mit Macht und Staͤrcke! preiset GOttes Wercke, die er taͤg⸗ lich thut; jauchzet, singt und ruͤh⸗ met: thut, was euch geziemet, Gott ist ewig gut: er verfuͤgt, was uns vergnuͤgt, und hilfft uns, den lieben Seinen, eh dann wirs ver⸗ meynen. 5. Tag und Nacht erhoͤhet, wo ihr geht und stehet, Gottes Herrlich⸗ keit; singt dem HEern mit Freu⸗ 6. Singt dem GOtt der Chrasf hbltechche singt mit allen Heeren, die der Hius iollhenn 1 mel hegt; singt zu aller Stunhh, Ahslenie der mit erfreutem Munde, was den he anberE dem regt: singt, wie heut, so as⸗ huingente zeit, lasset uns in vielen Weisen s⸗ Ikowmt,ur ne Gute preisen. Mel-Mei 7. Singt, biß daß wir gehen zubls wul soͤl Himmels Hoͤhen, in den Freubeh Isilsch, stoͤl Saal; singt, biß daß wir haltenmt aish elß ing den lieben Alten unser Abendmaßse ant GOtt hl singt und klingt, biß GOtt us ahllgGOit! bringt hin zum Chor, da seine Hene(sisich sehn den ewig singen werden. WIsrachkich Ahtuch von; (994. Mel. Wer wohl auf ist und, sleutehlich S Mor dem HErrn ein neuhs hͤlt mich y ied auf die schoͤnste Wossso ahir Haffe singt und klinget unbemuͤht, Golt aasstaͤlschfen zu Ruhm und Preiße! stimmet at ldieSünd 2. Das thut jedes Himmels⸗Gliehy/ daß es gerne singet; weil es Gosehn, tes Finger zieht, der zum singgntünnet S dringet: wollt ihr denn so saumsh Höllemie seyn, und nicht auch erhoͤhen das sihin Chri der euch, Jahr aus und ein, 1h ssch femgan Seegen stehen? eTre 3. Gleichwie GOttes Engel dunch sehn in viel suͤsen Weisen unsern Schihfh chgeich er, Schild und Hort dreymahlheföntem We 4. Mit den Liedern fort und soss seinen Sinn ergoͤtzen, ist, wabbe Erwehlten dort gleich dem Neun schaͤtzen; ihre Seele wird erqullhe wann sie froͤlich singen, und di der sie wohl begluͤckt, tausend Li bringen. 3. Und mit suͤsser Melodie sichi 6 Geisto laben is, was auch die Hinn ½h2 Vom Lob, Danck und Preiß GOttes. I122 Ladden s men die zur Ergvickung haben: ihre W Tost is ein Gesang, Psalmen ihr i Cholsh Dergnügen, nichts, als reiner Lie⸗ mbebünm Her⸗Klang, kan ihr Hertz besiegen. die der I ler Frommen Sinnen, diese Lust kan Aler Stiah hilein nie, wie der Schnee, zerrinnen: / Waß ded denn das ist der Engel Amt, die das ehtüt/ sonl. Heilig bringen: eylso komt doch ins⸗ eh Deiselh Zefanitkommt, und laßt uns singen. 96.) Mel. Meinen IGsum laß ꝛc. Hehengl Ch will froͤlich seyn in GOtt, en Fteun froͤlich, froͤlich immer froͤlich, haltern deun ich weiß in aller Noth, daß ich N Abendiwhhschon in GOtt bin seelig, weil der 5 GOtt 1u Fteudens⸗GOit ijst mein, so kan ich seellohl frolich seyn. den. 2. Aber ach! ich Menschen⸗Kind, an ich auch von Freude sagen? da isundunoch die unzehl ich sind/die bald hier ein nul hald dort mich plagen, doch weil sie Wi Ott der Helffer mein, wohl mir! Tmüht, Eol sch kan frölich seyy. e. Will die Sůnde gvaͤlen michJE⸗ Hellebtendl hs hat sie schon gebüsset, findet ichten Di Creutz und Truͤbsal sich, dieser hat 336 sauch versuͤsset, ist der Süͤnden⸗ lger mein, wohl mir! ich kan froͤ⸗ ch seyn. Stuͤrmet Satan auf mich loß, ill die Hölle mich verschlingen, so hhen Mun ich in Christi Schooß, daraus a lag tird mich niemand bringen, ist der Pchlangen⸗Treter mein, solte ich licht frölich seyn? unsemnet ZdHatt ich gleich gar keinen Freund dlernabilh h Etwas köͤnnte mir denn schaden? heerh grdie gantze Welt mir feind, JE⸗ en, Ilh s kan inich wohl berathen, dieser % Hossctenschen⸗Freund ist mein, mit un in will ich froͤlich sebn. u l H. Bin ich elend und nicht reich, nullh dgugeln mir die hohen Gaben, bin Raah iß dem geringsten gleich, und kan Waeht was andre/haben, so ist GOtt, AWr Reschste, mein; brum kan ich llslich fröͤlich seyy. Daß mein Feind mich sonst be⸗ Awert, und will mich zum Spotte lchen, ist des Traurens gar nicht x/ den Relodief 1 U it der Ehn 6. GOtt erhoͤhen spat und frůh al⸗ chen, dann weil GOtt die Ehre mein/ kan ich dennoch froͤlich seyn. 8. Will der Tod mich raffen hin, Gott der stillet bald sein Wuͤten, ist denn Sterhen mein Gewinn, ey so bin ich wohl zufrieden, OS. S, des Todes Gifft ist mein, in ihm kan ich froͤlich seyn. 9. Hertz und Muth sind froͤlich nun, froͤlich, IEsu, ist die Seele, gieb, daß froͤlich alles Thun dich zum Zweck und Ziel erwaͤhle, laß mich, o mein Sonnenschein, ohne dich nicht froͤl ich seyn! 10 Laß mich uͤben Traurigkeit, wo zu trauren sichs gehoͤret, sonsten aber Froͤlichkeit, die sonst nichts als dich begehret, du bist meine Freud allein, durch dich kan ich frolich seyn. In. Laß mich froͤlich leben hier/froͤ⸗ lich seyn in allem Leide, hilff mir froͤlich sterben dir, gieb mir bald die Himmels⸗Freude, so bleibst du die Freude mein, da, da will ich froͤlich seyn. (997.) D. V.I. E. Mel. HErr GOtt dich lo ben alle ꝛc. OmtMenschen⸗Kinderlruͤhmt und preist GOtt Vater, Sohn und Heilgen Geist, die allerhoͤchste Majestaͤt, vor welcher Augen ihr ietzt steht. 2. Ihr Lippen hebet freundlich an, die Zunge folge, was sie kan, Ver⸗ stand und Wille stimmen ein, das Hertz soll nicht ent sernet seyn. 3. Er ist es, ja er ist es werth, der Koͤnig Himmels und der Erd, daß nicht ein Tag füruͤber geh, da man nicht danckbar fuͤr ihm steh. 4. Diß ist der Engel edles Amt, die GOttes Feuer angeflammt, und wollen wir einst Engel seyn, so schi⸗ cken wir uns bald darein. e Die Welt die gar im Argen liegt, und uns wie Delila betrügt, haͤlt zwar von GoOrtes Lob nicht viel, weil eigen Lob ihr eitles Ziel. 6. Wir selbslt, wie wir im Fleische Wyth, ich muß seiner Thorheit la⸗HNMErren Wind, vergessen GOttes + Nn Ruhm sind, wenn uns nicht treibt des —.2. 1123 BVon der geistlichen Freude. 120 Ruhm gar sehr die Klage⸗Lieder hoͤrt man mehr. /. Denn unser unvergnuͤgtes Hertz macht ohne Noth sich manchen Schmertz, und denckt indeß gar we⸗ nig dran, was SOtt ihm hat zu gut gethan. 8. Doch HErr es soll nun besser gehn, weil Mund und Augen offen stehn, im Schmuck des Glau bens opffern wir die Farren unsrer Lip⸗ pen dir. 9. Nimm an den schwachen Preiß und Ruhm von deinem Volck und Eigenthum, hoͤr unserm Lied in Gnaden zu, du treuer GOtt und Vater du! 10. Als Schoͤpffer sollst du seyn ge⸗ preist, so lange man uns Menschen heist: du giebst das Leben, nehrst uns wohl, und machst uns deines Seegens voll. 1. HErr JEsu, Heyland aller Welt/ sur dir man billig niederfaͤllt/ denn was dein Blut an uns gethan, ist mehr als man verdancken kan. 12. Dein Ruhm soll guch unend⸗ lich seyn, o Geist! der bey uns keh⸗ ret ein, wie deine uns erzeigte Treu, dein Trieb ist alle Morgen neu. I3 Nimm an das Lob in dieserZeit/ o heiligste Dreyfaltigkeit! ver⸗füͤ henckn nicht das arme Lied, und chenck uns Seegen, Heyl und Fried. 14. Wann konimt die Zeit, wenn komnt der Tag, da man, befreyt von aller Plag, dir tausend Halleluia bringt und heilig heilig, heilig! singt. Von der geistl. Freude. (998.) Mel. GOtt des Himmels ꝛc. Meines Lebens beste Freude ist der Himmel, GOttes Thron, meiner Seelen beste Weide ist mein h JEsus, GOttes Sohn, was mein ertze recht erfreut, ast in jener Herrlichkeit. 2. Andre moͤgen sich ergvicken an den Guͤtern dieser Welt, ich will nach dem Himmel hlicken, und zu JEsu seyn gesellt, denn der Erden n Gut vergehtJEsus und sein Resch. Isich helse besteht.. Wovochn 3. Reicher kan ich nirgends wer, Iuschauen den, als ich schon in VEsu bin, alle slsschlaficht Schaͤtze dieser Erden sind ein schuos ossokanie der Angst⸗Gewinn, JEsus ist dag hlabt wein St das der Seele ½ sh ich denn ut. uldserfil 4. Glaͤntzet gleich das Welt⸗Ge⸗ 000 Iuel prange, ist es lieblich anzusehn, lenig sein waͤhrt es doch nicht in die Laͤnge/(000 und ist bald damit geschehn, ploͤtzlich. Wer nurt pfleget aus zu seyn dieses Lebens hhlrunbetrüt Glantz und Schein. Wde Gorge J. Aber dort des Himmels Gaben, Ihe werimm die mein IEsus inne hat, koͤnnen iinnnhe, sit Hertz und Seele laben, machen ewig Ingab. reich und satt; und vergeht zu keiner shsen ie Zeit jenes Lebens Herrlichkeit. hr gur un 6. Einen Tag bey JIEsu sitzen, istt n — viel desser, als die Welt tauserd Waere Jahr in Freuden nuͤtzen, aber ewsh er—n seyn gestellt zu des HErren rechte zie in 0f nn bleibt ein auserwehltth scl, dersin and. a 7. Essen, trincken, tantzen, spril⸗ n gen, labet meine Seele nicht, Wurmbenn nach dem Himmel ringen, und aufsier ·.n IEsum seyn gericht, ist der Seeleh hind n schoͤnste Zier/geht auch aller Freudt hamr,. * RnSchel 8. Ach! so goͤnne mir die Freude t Schen Jest,die dein Himmel heteey dsamhl selber meine Weyde, die mich hier Wumr und dort verpflegt, und an dir rechtl hich,wete meb em seyn,nimim mich in den Hibusg 7— mel ein. Whende (999.0) B. 8. Mel. IEsus meineß, Halun I Raach froͤlich nicht betruͤbt nseahen u. geachtet aller Plagen, hab ihsshnt u JEsum der mich liebt, ach Uso daff Witkübt! ich nicht verzagen, nehmt mir ale IM Freude hier, nur mein JEsus blihssch mir. M 2. Erd und Himmel acht ich nicht soll ich JEsum da nicht finden, ensl lein giebt Trost und Licht, beyisusust muß die Nacht verschwinden/ mag noch so truͤbe seyn, raubt us niemand seinen Scheimn. h 3. HN n — 1125 Von der geistlichen Freude 1126 Aien eig e. Halt ich ipn, so hab ich Iyn, auf Wsenggeß ihn kan ich Felsen bauen. Rosen blü⸗ hen, wo vorhin Dorn und Disteln sinnd zu schauen. Unter seinem Schutz Vallein schlaff ich ohne Sorgen ein. .4. O.Iso kan ich krölich seyn⸗Chri⸗ 11N ius bleibt mein Schutz auf Erden; sanstKomm ich denn zum Himmel ein, Yso wirds erfuͤllet werden: leb und serb ich ihm allein, leb ich auch hort ewig sein. (1000.) B. 8. Lel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Nururbetrübt,gegvaltes Hertze die Sorgen sind der Seelen Hrab: wer immer seuffzt in seinem Schmertze, stirbt taͤglich der Ver⸗ nügung ab. Wer GOtt und auch sch selbsten liebt„ der macht den Zichkeit. Schluß: nur unbetruͤbt! siben, 2. Rur unbetruͤbt, wenn alle Mor⸗ Dalt tauseh gen das Creutze nach dem Hertze „aberenl selt: wer nur dem Himmel seine wen niche Sorgen in Hoffnung und Gedult uusermehlit eftehlt, der findet schon, was Troͤ⸗ ö ung giebt, und saget stets: nur un⸗ Huheh, stt setruͤbt! Iehlcht, ali z. Nur unbetrüͤbt, es kan nicht im⸗ geu Audel her der Himmel voll Cometen seyn: VderSellh die bald kommt nach der Nacht ein Haler iu Schimmer, und nach dem Nebel hHounen⸗Schein; drum weil das die Freuhl Ireutze Wechsel liebt, so schick dich Abegt,M Kein, nur unbetrübt! die wichhih e. Nur unbetruͤbt, GOtt kennt die Wan dit Ee Peinem, wie GOtt es fuͤgt, so sey Hindenhührgnugt: du wirst schon lachen ö lach dem Weinen, wenn deine Last Boden liegt. Wohl dem! der sich I Leiden uͤbt und immer denckt: Nir unbetruͤbt! (1001.) B. 8. Rel. Was GOtt thut, bas ist ꝛe. Ch wohl Nund aber wohl ist mir/ mils Gabe hat, konmt Machen entz Ee nhe Ithemübhn seyn/als GOtt zum Freunde wissen, so wird die Wermuth Engel⸗Wein, Creutz⸗Dornen zur Nareissen: hier wechselt Leid mit Frolichkeit, ob⸗ gleich die Last druͤckt nieder, lacht doch die Hoffnung wieder. 3. Corallen wachsen in der Fluth, kein Christ waͤchst ohne Thraͤnen, ich hade darum guten Muth, nach GOtt geht alles Sehnen. Gedult, Gedult erwirbet Huld, bey harten Felsen muͤssen offt suͤsse Baͤche Hienen... 4. Haßt mich die Welt, ich laß es gehn/ rauscht doch manch Sturm vorůber/es blůͤht der UnschuldTau⸗ sendschon noch desto schoͤn er druͤber. Ein Hertz voll Neid reitzt nur sein Leid, ein unverletzt Gewissen hat GOtt zum Ruhe⸗Kuͤssen. Wohl nun! und aber wohl ist mir auch in den groͤllen Noͤthen⸗ liebt mich nun GOtt, so wird mir hier die Nacht zur Morgenroͤthen. Ich bin vergnuͤgt, nur wie ers fügt, bey diesem halt ich stille, sein Will ist guch mein Wille. (1002.) B. 8. Mel. O Gott du frommer GOtt. GN mir ein froͤlich Hertz, du Geber aller Gaben! und laß mich meine Lust an deinem Worte haben, o bin ich gantz vergnuͤgt, so ist kein Trauer⸗Geist, der dich, mein ——— Gott! aus meiner Seelen veist. 2. Gieb mir ein froͤlich Hertz, im wuͤnschen und verlangen, laß meine Zuyersicht an dir bestͤndig hangen⸗ und blicke mich mit Trost in meiner Hoffnung an, daß sie an deiner Huld vor Ancker liegen kan. 3. Gieb mir ein froͤlich Hertz, so offt ich vor dich trete, und durch des Gei⸗ stes Ruff mein Vater Unser! beteꝛ doch deinem Willen bleibt mein Wille heimgestellt, gieb nur, was dir beliebt, und was mir seelig faͤllt. 4. Gieb mir ein frolich Hertz, bey Hissen meine Zaͤhren in Perlen sich kehren. Kuͤmmerniß und Sorgen, du sorgest Ni 2 1i0 1127 Von der geistlichen Freude. 112 ja vor mich, und dir ist unvervorgen, was meiner Seelen gut, was mei⸗ nem Leibe dient, du weist die Mittel auch, wodurch mein Gluͤcke gruͤnt. . Gieb mir ein froͤlich Hertz, wenn ich in Unschuld leide, kraͤnckt mich die falsche Welt mit unverdientem Neide: so bleib ich doch getrost. Du bist mein bester Freund, ders ewig treu und gut mit meiner Seelen meynt. 6. Gieb mir ein froͤlich Hertz bey nassen Trauer⸗Tagen, und laß mich mit Gedult die Last derselben tra⸗ gen. Auf Ungewitter folgt doch wie⸗ der Sonnenschein, so wird mir auch das Creutz voll Frucht und Seegen eyn. 7. Gieb mir ein froͤlich Hertz wenn ich auch endlich sterbe. Der Tod ist mein Gewinn, weil ich das Leben erbe. Im Himmel gehn auch erst die rechten Freuden an. Ach! daß ich heute nicht von hinnen scheiden kan. 8. Gieb mir ein froͤlichs Hertz, das wirst du mir auch geben, ich will an dir/mein GOtt, wie eine Klette kle⸗ ben: so werff ich gantz getrost das Trauren hinterwaͤrts, und sage noch einmahl; gieb mir ein froͤlich Hertz. (1003.) B. S. Mel. Was GOtt thut, das ist ꝛc. Straure, wer da trauren kan, ich mag mich nicht betruͤben, mein Kummer ist schon abgethan, und in die Lufft geschrieben. Weg, Angst und Schmertz! hier ist ein Hertz, das in den Rosen lieget, weil es in GOtt vergnuͤget. 2. Es traure,/wer von GOtt nichts weiß, und bloß die Welt erkohren: Wer hier nur sucht sein Paradeiß, hat jenes schon verlohren; doch das erfreut, wenn in der Zeit man schon den Himmel schmecket, der uns zum Ziel gestecket. 3. Es traure, wer nicht glauben zan, daß GOtt die Schuld vergie⸗ bet; Mein Glaube siehet Christum an so bin ich unhetruͤbet. Schreckt mich der Fluch in GOttes Buch/ ist mit Blut bestrichen, und ich mi GOtt verglichen. 4. Es traure, wer den Mammon liebt, wenn er nicht satt kan werden Wenn mir mein GOtt die Noth durfft giebt, so hab ich gnug auf E den: es bleibt das Geld doch in diß Welt, nur ein vergnuͤgtes Hert steigt biß zur Himmels⸗Kertze. Es traure gleich die gantze Welh ich will allein mich freuen; Wer sich an GOttes Freundschafft haͤlt, den wird es nimmer reuen: die beste Lus ist dem bewust, der alle Traurigkehn ten kan mit Gedult bestreiten. (1004.) Mel. IEsus meine Zuversicht. Beser Schatz, du meine Zieh liebster JEsul schoͤnstes Lehen⸗ ausser dir kan mir allhier nichts an giebst meiner Brust, jederzeit di beste Lust. 3. Nichts von allem weit und. breit, auf dem Creysse dieser Erden, macht mich froh in dieser Zeit, alliß muß zu Staube werden; Reich! thum, Ehre, Lust der Welt, ist waßt endlich bricht und faͤllt. 3. Ach so laß das Eitle doch/ lieh⸗ stes Hertzl aus deinen Sinnen, iehs waͤhrt die Stunde noch einen Voßs der Erden⸗Schein, nur dein JEsß hleibt allein. 4. Ey! so laß doch seyn verlachs wer zur Haabe JEsum hat. (1005.) Mel. O Gott du frommnl. Lust der Erden; HErr Jesh⸗ du, das mein Ergoͤtzen heist. wuͤnschte Freude geben: du, nur din theil zu gewinnen; bald vergehl ruht nur IEsus dir im Hertzens JEsus Wunder⸗Krafft und Machs nimmt und daͤmpfft dir alle Schmes tzen: Schatzes, Lust und Ehre salls Es wehle, wer da will, die schnoͤs 2. Nichts auf der weiten ü 9 WPkust betg Macht /twie in:Ruhm, OYHhheit hel l mein He alt. ß hünsche AchhGewalt Ifarcker hichwercke; Hhj du bit Ut,der mich Kaclen fan, Vhgleichde Khakob verh shsch nicht! Rlen: für m schit nür m Aahtewelt! Ebliebewer Wund Schaͤ Um Schah Asheeseindet Schthertz, Aalles is mei Ashöchtes 0 choͤger Ihleibkmel lich dir me fͤllt auch: Ihtalsbenn. Aeuden⸗ Whinauf. du allein sollst meine Freude werdeh n regiere nur mein Hertz und meini gantzen Geist, es ist doch nichts/Al 14 indiichnit Mammon M werden; die Noth⸗ Hugaufer Hebefe kaf Trauriggeh keiten. lwersicht. Heime Zles stes Lelen, nichts e du,nur d dertest di weit Ih leser Ethenn Roch/ Keh innen, einen Voh IId vergeh dein Ie In verlahl im Hetfe und Mich AIeScn 10 Ehresil 1129 Von der geistlichen Freude. 13⁰ alle Pracht, wie leichter Staub zer⸗ slegen: Ruhm/ Ehre, eitler Glantz und Hoheit bricht und faͤllt, in dir heruht mein Hertz das dich fuͤr al⸗ les haͤlt. ö 2. Es wuͤnsche, wer da will, sich Macht/ Gewalt und Staͤrckez du bist tein starcker Hort und Felß, auf den ich mercke; von dir koͤmmt aller Schutz, du bist mein Helffersmann/ wer ist/ der mich bey dir, mein JEsu schrecken kan. ö 4. Obgleich der eitle Mensch mich will darob verhoͤhnenzlaͤst doch mein Hertz sich nicht an seinen Tand ge⸗ woͤhnen: fuͤr mich ist solcher nicht er stoͤhrt nur meine Ruh, fiel auch die gantze Welt den eiteln Wesen zu. 5. Es liebe wer da will, Vermoͤgen, Gold und Schaͤtze; reich satt, wenn ich zum Schatz mir meinen Ie⸗ sum setzeꝛ seinLeiden, sein Verdienst, sein Schmiertz, sein theures Blut/ das alles ist mein Theil/meinSchatz, mein hoͤchstes Gut. 6. O schoͤnster JEsu dul du bist und bleibst mein Leben; ruffst du, so will ich dir mein Leben wieder ge⸗ ben; faͤllt auch der Bau der Welt, sogeht alsdenn mein Lauff fuͤr dei⸗ hen Freuden⸗Thron, zur Engels⸗ Lust hinauff. (1006) Mel. JEsu meine Liebe. Noichts kan mich ergoͤtzen, weg mit jenen Schaͤtzen/ die der Welt anstehn, der Welt ihre Freu⸗ de, ihre Augen⸗Weyde, muß ein⸗ mahl vergehn, was sie sucht, das wird verflucht, denn sie liebt die Ei⸗ telkeiten, die von JEsu scheiden. 2. Ich will mich zwar freuen, boch wird mich nichts reuen, wenn ich meine Lust an dem HErren habe, und mich daran labe, daß er mir be⸗ Hust, GOtt allein, der soll es seyn, der mich und sonst nichts vergnuͤ⸗ get, und mein Hertz besieget. 3. Meine Seele springet, wenn sie meine Lust vergnuͤgen, für dir muß zu GOtt dringet, und ihm nahe ist, wenn sie nur kan kuͤssen und auch offt geniessen ihren HErren Christ, dieser macht/daß sie gleich lacht, daß sie auch kan ruhig leben, und in Freuden schweben. 4. Gott hat mich bekleidet, herr⸗ lich zubereitet, und sehr schoͤn ge⸗ schmuͤckt; er hat mir gegeben Gna⸗ de/ Heyl und Leben, mein Rock ist gestickt mit dem Blut, das mir zu gut Christus hat am Creutz vergos⸗ sen, das ich auch genossen. 5. Mein Kleid, das ich trage, heut und alle Dage, ist Gerechtigkeit, die hat mir erworben IEsus, der geslor⸗ ben, mir zur Seeligkeit, sein Ver⸗ dienst ist mein Gewinst, alles was 10 hat gelitt en, ist fuͤr mich erstrit⸗ en. 6. Mein Hertz jubiliret, weil ich bin gezieret, wie ein Braͤutigam, ich kan nun bestehen, weun ich soll eingehen zu demGOttes Lamm; all⸗ da wird mein treuer Hirt mich zur gruͤnen Auen leiten und vollkom⸗ men weyden. 7, Kostbar am Geschmeide, rein an Putz und Kleide, gleichwle eine Braut, kan ich vor GOtt baͤrden, meine Spiel⸗Gefaͤhrten, benen ich vertraut, sind allein die Engelein, die in vollen Freuden oben, GOtt den HErren loben. Vom Vertrauen auf GO TS. (1007.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. EWht entweicht ihr blassen — Sorgen, und wandelt mich nicht laͤnger an, was sorg ich fuͤr den andern Morgen, da ich noch heute sterben kan/ betruͤbtes Hertze fasse dich, der Allerhochste sovgt vor bich. 2. Solt der die Kinder nicht erla⸗ ben, der aller Vater ist und heist, da er ernaͤhrt die jungen Raben, und auch die Thier und Wuͤrme speißt/ Ni 3 be⸗ I131 Vom Vertrauen auf GOtt. 13½ betrübtes Hertze! fasse dich„der Al⸗ lerhoͤchste sorgt fuͤrdich. 3. Mein GOtt hat vor mich wol⸗ len sorgen, da Sorgen mir war un⸗ bewust; da mich der Mutter Leib verborgen, da mich erquickt der Mutter Brust; betruͤbtes Hertze! troͤste dich, der Allerhoͤchste sorgt suͤr dich. 4. Solt er das Kleinste mir versa⸗ gen? giebt er mir doch das groͤste GBut; da wird mir taͤglich angetra⸗ gen, sein Sohn und dessen Leib und Blut; Betruͤbtes ꝛ2. 5. Er ist mein GOtt, der mich ver⸗ yfleget, der mir, eh ich gewesen bin, mein Theil bereits hat hingeleget, diß ist und bleibet mein Gewinn; Betruͤbtes ꝛ. 6. Ob er gleich nicht in diesem Le⸗ ben mir volles Maaß, wie andern, mißt, so wird er mir doch so viel ge⸗ ben, so viel mir nuütz und seelig ist; Betruͤbtes ꝛc. 40 7. Vertreib, mein GOtt! mein eit⸗ Les Graͤmen, und laß mich in Gelas⸗ senheit mit Lob und Dancken von dir nehmen, was deine Gnade mir steh verleiht; Betrübtes Hertze! fasse dich/ der Allerhoͤchste sorgt fuͤr dich. 3. Ach GOtt! regiere meine Seele, damit ich dir bleib einverleibt, daß ichdas beste Theil erwehle, das ewig⸗ lich im Himmel bleibt; Betrübtes Hertze! fasse dich, der Allerhoͤchste sorgt fur dich. (1008.) P. G. Mel. Du o schoͤnes Welt⸗Gebaͤude. Habr dir tran ich all mein Tage/ laß mich nicht im Schimpff be⸗ fiohn wie ich von dir glaub und sa⸗ ge/ also laß mirs auch ergehn: rette mich/laß deine Guͤte mir erfrischen mein Gemuͤthe, neige deine Ohren schren. vernimm mein Angst⸗Ge⸗ vey⸗ a. Sey mein Aufhalt/ laß mich si⸗ then bey dir, O mein starcker Hort! laß mich deinen Schutz heschůtzen/ walt zuwider seynd, sprechen: Auf, und erfuͤlle mir dein Wort: da du selbsten meinem Leben dich zum Felß und Burg gegeben: Hilff mir aus des Heuchlers Band und deslin⸗ gerechten Hand. 3. Denn ich hab dich auserlesen von der zarten Kindheit an: Dein Arm ist mein Trost gewesen, HErr! s lang ich dencken kan. Auf dich hab ich mich erwogen, alsbald du mich der entzogen, der ich, ehe Nacht und Tag mich erblickt, im Leibe lag. 4. Von dir ist mein Ruhm, mesn Sagen, dein erwehn ich immerzu, viel die spotten meiner Plagen,hoͤh⸗ nen/ was ich red und thu; aber du bist meine Staͤrcke. Wenn ich Angst und Truͤbsal mercke, lauff ich bich 10 goͤnne mir froͤlich stets zu seyn N dir. 5. Stoß mich nicht von deiner Sal⸗ ten, wenn mein hohes Alter koͤmmt/ da die schwachen Tritte gleiten, und man Trost vom Stecken nimmt, do greifl du mir in die Arme, fall ich nieder, so erbarme du dich, hilff mit in die Hoͤh, und halt, biß ich wieder eh. 6. Mach es nicht wie mirs die goͤn nen, die meinꝰ abgesagte Feind, auch mir/ wo sie immer koͤnnen, mit Ge laßt uns ihn fassen, sein GOtt hat ihn gantz verlassen, jagt und schlagt ihn immerhin, niemand schuͤtzt und. rettet ihn. 7. Ach lmein Helffer/ sey nicht set sich meine Feinde schaͤmen, und süt Hohn und Schande graͤmen, ich hingegen lustig sey uͤber mir erwiis⸗ ne Treu. herein zu gehen, unerschrocken dar ne, komm und eile doch zu mir! hilf mir, mein Gott! bald und gerne, zeuch mich aus der Noth herfuͤr,dah 7 8. Mein Hertz soll dir allzeit bri, gen deines Lobs gebuͤhrlichs Thes) auch soll meineZunge singen taͤglih dein unzehlichs Heyl. Ich bin stal zustehen, durch des grossen Heu schers Ist. )Etklicht hlheit und loch in i Aihetunder Acndernah Hgelehret,of Hlͤt, daß mi schleckt, 0,Fahrefort se sort, un Whohengea ehs⸗Krafft llh in die leb Ageben Kig oHand ahne ccht. l Gotthu 0 dir istnit shthierbeyr MGtern, un Hhufzist nicht Raih Kanr llegt dir in 0 Werckist . Du ergiel Ahhgiebst aue ltelast dum ie Lebens⸗ hsch wieder s. Hehst d u33 Vom Vertrauen auf GOtt. —— Vert daln u dich zin Duffm Ind desllz schers Krafft, der die Erd und alles schaft. ö‚ 9. HErrllich preise deine Tugend⸗ Wahrheit und Gerechtigkeit, die Lalisentn wich noch in meiner Jugend hoch WisenunRergögzet und erfreut. Daft mich als Rein Kind ernaͤhret, deine Furcht da⸗ hbeh gelebret, offtmahls wunderlich bedeckt, daß mein Feind mich nicht erschreckt. 10. Fahre fort, O mein Erhalter! sahre fort, und laß mich nicht in dem hohen grauen Alter, wenn mir Lebens⸗Krafft gebricht: Laß mein Leben in dir leben, biß ich Unterricht kan geben Kindes⸗Kindern, daß dein Hand ihnen gleichfalls sey be⸗ kaunnt. U. GOtt! du bist sehr hoch zu lo⸗ ben, dir ist nirgends etwas gleich/ weder hier bey uns/ noch droben in dem Stern⸗ und Engel⸗Reich; dein Thun ist nicht auszusprechen, dei⸗ nen Rath kan niemand brechen, al⸗ les liegt dir in dem Schooß, und dein Werck ist alles groß. 12. Du ergiebst mich grossen Noͤ⸗ then, giebst auch wiedeꝛ grosseFreud: ir die gilVheute last du mich ertodten, morgen eldeachl ist die Lebens⸗Zeit, da ermunterst withdu mich wieder, und erneuerst mei⸗ dchel: Wsne Glieder, hohlst sie aus der Erden⸗ An— 5 glebst dem Hertzen wieder Und schlinLufft. schutztuh nz. Such ich Trost und finde kei⸗ nen, bald da werd ich wieder groß: sehlichte/ Dein Trost trocknet mir mein Wei⸗ un hif gen, das mir aus den Augen floß. und genlh¶ Ich selbst werde wie gantz neue, sing hafhheh Ind klinge deine Treue, meines Le⸗ 2h, undsül, hens einigs Ziel, auf der Harff und umen Sayten⸗Spiel. lit erwih 14. Ich bin durch und durch ent⸗ Iuaͤndet/frölich ist was in mir ist; al⸗ walheit hul de mein Geblüth empfindet dein EHepl,das du seiber bist, Ich steh im aebl gewuͤnschten Stande, mein Feind Ichhin sel sist voll Scham und Schande, der schcellh mein Unglück hat gesucht /leibet, ssn 606 was er hat geflucht. u, Wlih c immer, Hagen, hih' u; aber du un ich Ansst auff ich dich its iu sehn deiner Se lter kommt) leiten, nd nimmt/ di Me/ fall ich i ich wieker 1134 (1099.) Mel. JEsu Leiden Pein und ꝛc. Chlwer weiß, wo mir noch hier mein Gluͤck liegt verborgen? bricht nicht alles heut herfuͤr, eyl so kommts wohl morgen, kommts auch gleich den Morgen nicht/ der da erst erscheinet, ich will warten, es ge⸗ schicht/ ehe man es meynet. 2. Wer weiß, wer nach meinemt Heyl, ietzo gleich muß streben? wer fuͤr mein bescheiden Theil muß in Sorgen schweben; wer weiß, wo mein Stuͤcklein Brod, GOtt mir hingeleget? wer mir fuͤr die Hun⸗ gers⸗Noth, Speiß und Trincken beget?— 3. Wer weiß, wo das Schifflein laͤufft, das mir noch zufuͤhret? wo die Frucht wohl waͤchst und reifft⸗ die den Tisch mir zieret; wer weiß auchwas darauf doch mir hier wohl muß schmecken, ja wer weiß, wo sol⸗ chen noch, mir mein GOtt wird decken 4. Wer weiß, welcher Ort mir Raum, und Platz muß verstatten ꝛ wo zu finden sey der Baum, der mir giebet Schatten? wo das Kraͤut⸗ lein waͤchst und gꝛuͤnt wo das Bluͤm⸗ lein bluͤhet, das mir zur Gesund heit dient/ und man ietzt nicht slehet? 5. Wer weiß, wo das Wuͤrmlein sitzt, das mir spinnt zur Decke wo darzu das Schaͤflein ietzt, mit der Wolle stecke? wo der Berg, wo das Metall lieget in der Erden, und wo alles uͤberall, das noch mein muß werden?· 6. 90 mich doch schon solches Gluͤckhaͤufig mͤͤssen laben, ist da⸗ von noch was zuruͤck und soll mehr ich haben, so wird es zu rechter Zest GoOttes Vorsorg senden; was mir nuͤtzt zur Seeligleit/ wird GOtt mir zuwenden. 7. Nun, so tpill ich trauen GOtt, jedermann wird sehen, wie im Leben und im Tod mirs so wohl thut ge⸗ henldenn es gehe wie e will,bleibt Nn 4 ö mir I135 Vom Vertrauen auf GOtt. mir GStt zur Beute/ so hab ich hier ganug und viel, und dort ewge Freude. (1010.) B. S. Mel. Wer nur den lieben Gott. Ber Gott allein steht mein Ver⸗ trauen, auf ihn kommt alle Hoffnung an/ laͤst der mich seine Guͤ⸗ te schauen, trotz dem, der mich ver⸗ letzen kan! Hab ich nur GOit, was fehlt mir hier? an seiner Gnade gnuͤget mir. 8. Sein Wille bleibet auch mein Wille/auch was er thut/ ist wohl ge⸗ than, ruͤhrt mich sein Arm, ich halte stille, gnug, daß er mich nicht hassen kan: O wenn man Galle hat gekost, traͤnckt er uns auch mit Freuden⸗ Most. 3. Thaut uns der Himmel gleich nicht immer, faͤngt er offt gar zu donnern an/ ruht dennoch stets ein Gnaden⸗Schimmer in dem, der GoOtt vertrauen kan: ein GOtt⸗ge⸗ weyhtes Hertz betracht die Sonne mitten in der Nacht. 4. Vergnuͤgung ist die Kost der Hertzen, ob alles gleich nach Wer⸗ muth schmeckt, nichts hilfft die Un⸗ gedult in Schmertzen, nur wird da⸗ durch mehr Pein erweckt. Ein gan⸗ tzer Centner Traurigkeit erdruͤckt kein Qvintgen Hertzeleid. 5. So laß ich dennoch GOtt nur walten, er redt ein Wort, und das hesteht! mein Gluͤcke wird er doch erhalten, es geh aucb immer/ wie es geht, und wenn er noch so sehr be⸗ . so weiß ich doch, daß er mich iebt. 6. Cometen werden offt zu Son⸗ nen, hofft nur die Seele mit Gedult; ein freudig Hertze hat gewonnen, lacht doch im Creutze GOttes Huld. Drum rede mir niemand nicht ein, bey GOtt soll mein Vertrauen seyn. (10II.) B. 8. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Men Gott! ich wart auf deine Stunde, ob sie gleich nicht ge⸗ an. Ich ruffe nun, ich hoffe nun, du schlagen hat 2 ich habe diesen Tiol Grunde, bey dir ist immet zum Rath und That; dein Wort wird endlich doch erfuͤllt, die Stunde komme, wann du wilt. 3. Ich bin, mein GOtt! in deinen Haͤnden, machꝰ es mit mir wie dirs 1136 4 gefällt: ich wi mich nach den Ber⸗ gen wenden, es sey dir alles heimge⸗ stellt. Die Huͤl ffe kommt allein von ssch. Drum (Oott sotgt dir. Mein bester Helfferl hilff du mik. hicht. Meit 3. Wenn Furcht und Hoffnung in l, a Angericht be mir sireiten, heist mich der Glauhe stille seyn; ich sehe deine Hand von weiten, die wird mir Trost und Krafft verleihn: ich werde, wenn es wird geschehn, doch Lust an deiner Gnade sehn. 4——— ö 4. Mit Igeob geh ich dir entgegen, mein Glaube ringt und kaͤmpfft mit dir: ich laß dich nicht, gieb mir den Seegen, dein Seegen růh und bleib Heh, guf ih ss/ er meynt Ium sorg ich OOttforgt Ischt. Ex ii und mik, hricht, mei schten; meir hlich. Or Oott sorgt auf mir; dein Seegen ists, der mir scht. Dis die. zur schoͤsen Morgenroͤthe ma ö cht. 5. Nun deiner Allmacht will ich trauen, die allen Kummer aͤndern bauen, du hast gesaget: ruff mich wirst nach deinem Worte thun. 6. Komm immer her mit allen Schmertzen, mein JEsus war der Schmertzens⸗Mannz so greiff ich denn nach seinem Hertzen, ich weiß, daß ers nicht lassen kan: sein Herze bricht,/sein Mund verspricht: ich laß ee dich nicht, ich laß dich nicht. (1012.) Mel. Machs mit mir GOtt ꝛc. Golt sorgt fuͤr mich, drum soth 0 ich nicht. Ich geb mich GOst zu eigen. Gott ist mein Felß, mein Hort, mein Licht, wenn Blitz und Sturm sich zeigen, schuͤtzt mich sei Arm recht wunderlich. Drum soih ich nicht, GOtt sorgt fur mich. 2. GOtt sorgt fuͤr mich, drum sol ich nicht. Laß Hoͤll und Teufel ten, GOtt ist mein Trost und 80 n I1 u me Humsorgi kan: auf dein Wort will ich Felsen•6 +n hen, und m tggpgwver Oott sorg hlicht. Auft % der HEg. die Stuuß Uindeitz Mit wie diz uch den Be Aes heimo I allein g bulf dumi. us an deinz ir entgege fampfft ur gieb mir de und ble iE/ der un Rorgenröth acht will it mir anden lich Felse t ruffmis hefft nun& 1 thun. t mit ale us war de 6 greiffIl u, ich weij stin Halß nicht ꝛichla nicht· 1tt. 3„ Mum sh Imich G elh Mi un mast It mi Dun 0 lich⸗ O.druns bTiuslgn 2 ⁰s 10 Vom Vertrauen auf GOtt. Herficht, er wird mich wohl behuͤten. Ich weiß, Gott liebt mich sonder⸗ ch. Drum sorg ich nicht, GOtt ꝛe. 3. GOtt sorgt fuͤr mich, drum sorg ich nicht. Die Welt mag Pfeile unee und mit verstelltem Ange⸗ sicht gleich Donner⸗Keilen blitzen, Ubr Grausam⸗ seyn haͤlt nicht den Stich. Drum sorg ich ꝛe. . GOtt sorgt fuͤr mich/drum sorg ch nicht. Mein Creutz hilfft er mir Atragen, auf ihn bleibt Hertz und Einn gericht bey gut und boͤsen Ta⸗ gen, er meynt es allzeit vaͤterlich Drum sorg ich 5. GOtt sorgt fuͤr mich /drum sorg ch nicht. Er wird mich wohl erneh⸗ ten, und mir, weil es sein Mund berspricht, mein Bißgen Brod be⸗ schehren; mein Glaube traut ihn lediglich. Drum sorg ich ꝛe. 6. Gtt sorgt fuͤr mich, drum sorg ich nicht. Die Welt mag immer luchen, und mich als einen Boͤse⸗ vicht gar zu verschlingen suchen, ihr Grimm ist mir nuͤr lächerlich. Orum sorg ich nicht ꝛe. . Gott sorgt fuͤr michdrum sorg chnicht. Auf Feinde weicht zuruͤ⸗ ke, der HERR ist meines Lebens scht, was acht ich eure Tuͤcke? sein Auge kennt mich eigentlich. Drum sorg ich nicht ꝛꝛe. 3. GOtt sorgt fuͤr mich, drum sorg sch nicht. Er hoͤret meine Bitte, nein Seuffzen, das ich zu ihm richt, 50 zehlet meine Schritte, er liebt sein Kind recht inniglich. Drum sorg ich ie. 9. Gott sorgt fuͤr mich, drum sorg ch nicht. Auch in den letzten Zuͤgen, henn mir der Tod das Hertz zer⸗ hricht, hilfft mir mein Glaube sie⸗ gen, mit JEsu kaͤmpff ich ritterlich, Drum sorg ich ꝛ4c. 10. GBtt sorgt fuͤr mich, drum sorg ich nicht. Er schafft, daß ich im Grabe die Ancker⸗feste Zuversicht es andern Lebens habe. Ich weiß ODL schuͤtzt mich maͤchtiglich. Drum sorg ich ꝛc I138 (101309 Mel. O GoOtt du frommer GOtt. Mon Schoͤpffer sorgt fuͤr mich. Was solt ich mich denn kraͤn⸗ cken? mein Vater wird mir schon so viel aus Gnaden schencken, als mir vonnothen ist, ich trau ihm ledig⸗ lich/ und bin getrost. Warum? mein Schoͤpffer sorgt fur mich. 2. Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich. Schon da er mich beseelet, hat er in seinem Rath mein Leiden abgezeh⸗ let. Es koͤmmt von GOttes Hand, fuͤhrt er gleich wunderlich, ich bin mit GOtt vergnuͤgt. Mein Schoͤpf⸗ fer sorgt fuͤr mich⸗—360 3. Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich. Wenn ich in meinen Suͤnden bey keinem Menschen Trost und Ret⸗ tung weiß zu finden; so staͤrckt sein Wort und Geist mein Hertze jnnig⸗ lich: GOtt nimmt die Suͤnder an. Mein Schoͤpffer ꝛe. 28 3. Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich Sein Arm wird mich erhalten. Sind meiner Feinde viel ꝛ ach laß den Himmel walten. Er treibt der Feinde Grimm und Tuͤcke hinter sich. Drum Seele unverzagt! Mein Schoͤpffer ꝛc. Mein Schůpffer sorgt fuͤr mich. So laß die Hoͤlle schnauben. Drotz, daß des Satans List mir soll den Himmel rauben. Dein Rasen,stol⸗ tzer Feind ist mir ein Fersen⸗Stich. Drum tobe, wie du wilt. Mein Schoͤpffer ze. 111 6. Mein Schoͤpffer sorgt fur mich. GOtt wird sein Kind nicht lassen. Achl laß mich dieses Wort mit stil⸗ len Hertzen fassen. Ich weiche nicht von dir, ich hoffe, HERRl auf dich⸗ und spreche Glaubens ⸗voll: Mein Schopffer ꝛc. 185 7. Mein Schoͤn ffer sorgt fuͤr mich. Drum soll kein Schmertz noch Lei⸗ den, keine Choccht keine Noth mich hier von JEsu scheiden. Ich bleibe Gott getreu, und glaube lediglich: Gott hilfft zu rechter Zest. Mein ꝛc. Nu 5 8, Mein ——————* —.— — * ——.2 1139 Vom Vertrauen auf GOtt. I140 3. Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich. Gott hoͤret meine Bitte; ich waͤre laͤngst verlohrn, wenn GOtt nicht fuͤr mich stritte. GOtt haͤlt mich bey der Hand, das weiß und glaube ich GOtt ist getreu. O Trost! mein Schoͤpffer ꝛc———— 9. Mein Schöͤpffer sorgt fuͤr mich. GSott kan den Vorrath seegnen. Ich weiß/er kan mir Brod vom Him⸗ mel lassen regnen. Er macht aus Wasser Wein Hertz uͤberwinde dich, vertraue GOTTes Huld. Mein Schoͤpffer sorgt ꝛc. ů2006 o. Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich. Drum will ich fuͤr den Morgen, den er mir hat bestimmt, nicht als ein Heyde sorgen. Es gehe mir, mein Gott! gleich noch so kuͤmmerlich: die Losung bleibet fest: Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich. (IoI4.) Mel. Ach lieben Christen seyd ꝛc. Nur unverzagt, betruͤbtes Hertz! f GOtt wird dir Huͤlffe schicken, ob gleich ietzt Truͤbsal, Furcht und Schmertz dich fast zur Erden drüͤ⸗ Een. Gott hilfft, GOtt hilfft zu rechter Zeit, es sey nun morgen oder heut, drum will ich auf ihn hoffen. 2. Nur unverzagt! GOtt hilfft ge⸗ wiß, sein Wort kan mich nicht trůͤ⸗ gen: Muß ich gleich ietzt in Finster⸗ niß und duͤstern Schatten liegenz so glaub ich doch, Gott laͤst mich nicht, GOtt haͤlt, was mir sein Mund ver⸗ spricht, auf sein Wort will ich trau⸗ en. 3. Nur unverzagt! Gott liebt mich doch, sein Hertz kan mich nicht hassen. Drum will ich auch getrost sein Joch auf meine Schultern fas⸗ sen: sein Joch ist sanfft, sein Joch ist leicht/ob es dem Fleisch gleich harte deucht/ denn er hilfft selber tragen. 4, Nur unverzagt! hilfft GOtt nicht gleich, so hat er seine Stun⸗ den, sein Arm ist in dem Gnaden⸗ Reich an keine Zeit gebunden; doch wenn wir offt zum Himmel schyeyn, so muß Gott endlich gnaͤdig seyn und unser Leiden wenden. 5. Nur unverzagt! GOtt hilfft zu⸗ letzt. GOtt laͤst auf banges Weinen das uns in Angst und Kummer sehzt/ auch wieder Sonne scheinen. Sein Vater⸗Hertz bricht ihm entzwey, wenn unser heisses Angst⸗Geschrey zu seinem Throne steiget. 6. Nur unverzagt lich glaube ses, Gott wird mein Flehen hoͤren. Oott, der die Frommen nicht ver⸗ laͤst, wird sich zu mir auch kehren. GOtt ist und bleibt mein Trost und Theil, drum wird er auch Licht, Trost und Heyl mir, seinem Kinde geben. (1015.) Mel. Wo Gott zum Hauß ꝛc. Mein Sach hab ich GOtt heim⸗ gestellt, der machs mit mir wies ihm gefeͤllt: dient etwas mit zur Seeligkeit, so ists bey GOtt mit chon bereit. 2. Solls aber nicht ersprießlich seyn, so geb ich meinen Willen dreinz Gott hat so lang gesorgt fuͤr mich, wird ferner auch nicht aͤndern sich, 3. Er weiß, was mir ist nutzbarlich, obs gleich offt gehet wunderlichidie rechte Stund sieht er allein. Wohl dem! der sich nur schicket drein. (1016.) Mel. Auf meinen lieben Gott. Gont dem die gantze Welt mit Recht zu Fusse faͤllt, dem sich der Himmel neiget und alles Erd⸗ reich beuget, hoͤr mein Gebeth und Singen, das Hertz und Lippen brin⸗ gen. 2. Der HErr ist fromm und gut sein Hertz, das nimmer ruht, mercht auf das Weh der Armen, sie alle mit .— Ind wenns Ate mächtio Iumen nich Amen, als d en slhß für Gchild, Helgt Ar die We Ott sst gut 6 It zu baube HldundCrot he⸗ ( HStraffie Oene nicht Ober dich he schbasschde Athettüͤbet oiTauer e den. Weine nich H.lyenndies Huchls berbir 0 klaͤnckett, Raus des hlur aus S Heinenicht, Htsobaldech Whůüre slehn Ohab Gedult 115 Na Waangn . 0 ö Waaum Ha nich Erbarmen zu reissen aus den Nos aangel then, eh Qvaal und Angst sie toͤdten. II5 nadig sen u. it hilftt 5Weing, ammer seß, neu. Sei Wenkih, gleube fez Hen hokkl, icht vw luch kehren. Trost ud auch Lih Hem King Hauß ꝛe. Ott heit⸗ àmit nit etwas Mit Gott nit esprleßlih Wlen drein glfut mich udern sich nuhbatlich Idetlchhi in. Wal brein. en GOtt. Welt uit dem sth Falles Eh⸗ Geheth l Lippen brir m g Ubt, el sle alle I den N Ssterge und btGOi icht 10 Uns habt eltt I6 1 Joch deines JESu gerne, wenn Ar Vom Vertrauen auf GOtt. 1142 Und wenn schon alles mich be⸗ suͤrmte maͤchtiglich, so kan fuͤr allen Stuͤrmen mich GOttes Hand be⸗ schirmen, als die den Schild und Bogen selbst fuͤr mich aufgezogen. Schild, Helm und Pander bricht, den mir die Welt verspricht; Auf GOtt ist gut zu trauen, auf GOtt ist gut zu bauen: Gott ist mein Schild und Crone, bey dem ich sich er wohne. (1017.) Mel. Straff mich nicht in deinem ꝛc. Weinenicht, GOtt lebet noch/ der dich hertzlich liebet, ob dir gleich das schiwerẽ Joch Fleisch und Blut betruͤbet, ach so sey nur getreu, biß die Trauer⸗Stunden seelig uͤber⸗ wunden. 2. Weine nicht, GOtt denckt an dich, wenn du's nicht gedenckest, off⸗ termahls verbirgt er sich, so, daß du dich kraͤnckest, das geschicht aber nicht aus des Zornes Triebe, son⸗ dern nur aus Liebe. . Weine nicht/ wenn er dein Flehn nicht so bald erhoͤret; bleib nur fur der Thuͤre stehn, klopff unabgekeh⸗ ret, hab Gedult, biß die Huld deines Vaters eilet, und dein Hertze heilet. 4. Weine nicht/wenn seine Hand/ immer stͤͤrcker schlaͤget/dieses ist der heste Stand, wenn sich Creutz erre⸗ get, wenn ein Christ elend ist, denn lebt er begluͤcket, und ist recht ge⸗ schmücket. Weine nicht, und nimm das OOtt schlaͤgt/ so liebt er doch, denn er ist nicht ferne, wenn die Qvaal uns vielmahl unt erm Creutze draͤn⸗ get, biß er uns umfaͤnget. 6. Weine nicht, er kan dich ja nicht gar lange lassen„denn er ist am er⸗ sien da/ wenn er scheint zu hassen/ wie ein Kind Liebe find't, wann die Prauf hertzet. ö Weine nicht, wenn GOtt dich Mutter schertzet, zuͤrnt und bald lanck auf das Bette leget/ sag vjel⸗ mehr der Guͤte Danck, die ihn so be⸗ 13 de 3Satane Err durch Zucht aus des Satans Stricken zu si hinzurücken. 3. Weine nicht, wenn Geld und Gut sich von dir entfernet, weil GSott dieses alles thut, daß dein Hertze lernet, wie dein Schatz, Ziel und Platz nicht beym Welt⸗Getuͤm⸗ mel, sondern dort im Himmel. 9. Weine nicht, GOtt kan dich, schon ohne Geld erhalten, er ist selbst dein grosser Lohn, laß du ihn nur walten: Korn und Wein ist ja sein, er wird dir zum Leben, was nur noͤ⸗ thig, geben. 10 Weine nicht, wenn Menschen⸗ Gunst von dir abgezogen,dieser eitle Wahn und Dunst hat dich offt be⸗ trogen, Menschen sind wie der Wind, der bald hefftig streichet/ und bald wieder weschet. uu. Weine nicht, wenn dich die Welt laͤstert, schmaͤht und hoͤh⸗ net, wenn der Feinde Zunge bellt, so sey du gewoͤhnet, daß dein Sinn sich dort hin zu dem Heyland kehret⸗ der dich Sanfftmuth lehret. 12. Weine nicht, wirst du schon hier gantz fuͤr nichts geschaͤtzet, den⸗ cke, daß die Ehr⸗Begier GOttes Thron verletzet; hier verlacht dort geacht, da wird dir versůsset, was du hier gebuͤsset. I3. Weine nicht, du hast ja den, der dich auserwehlet, laß es, wie es ge⸗ het, gehn,bleib nur ungequaͤlet; die⸗ ser Zeit kurtzes Leid ist das Pfand ber Frommen, die zu IEsu kom⸗ men. 14. Weine nur um deine Schuld, die du ausgeubet, und bitt JEsum um Gedult, der die Menschen lie⸗ bet; weine vecht/als ein Knecht, der mit boͤsen Thaͤten seinen HErrn verrathen. 15. Weine, weine Tag und Nacht⸗ denn der Sünder Wesnen und ihr büuͤssend Seufftzen macht GOttes Huld erscheinen, wenn dein Geist Reu I143 Vom Vertrauen auf GOtt. Reu erweißt und es ernstlich mey⸗ net/ hast du recht geweinet. (1018.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Wi wilt du dich mein Hertze kraͤncken, und nur betruͤbt seyn in der Welt? GOtt lebt ia noch, der wird gedencken auf das, wodurch er dich erhaͤlt: und was er will, das muß ergehn, wer kan dem Schoͤpffer wiederstehn 2. Sorgst dn fuͤr dich und dein Ge⸗ luͤcke, dein Sorgen ist ein eitler Tand; dein Creutz und alle dein Eeschicke koͤmmt her von GOttes Vater⸗Hand; drum lieber Ilaß dein Sorgen seyn, kein Mensch reist Gottes Vorsatz ein. 3. Doch aber, wenn du ja wilt sor⸗ gen, so sorg fuͤr deine Seeligkeit; wer also sorgt, der ist geborgen auch in der allerschlimmsten Zeit; und wenn schon alles bricht und faͤllt, so lebt GOTT noch, der dich er⸗ haͤlt. 4. Gott hat gesorgt, eh du geboh⸗ ren und auf die Welt gekommen bist, und hat dir schon dein Theil er⸗ kohren, eh dann diß Rund gegruͤn⸗ det ist; ey nun, der da besorget war/ der lebt und sorgt noch immerdar. . Lebt GOtt, so wird er ewig leben was sorgst du denn so mannigfalt? was willst du viel in Sorgen schwe⸗ ben fuͤr deines Lebens Unterhalt? Gott der die gantze Welt ernaͤhrt, hat laͤngst bestimmt, was dir ge⸗ ört. 6. Ja, laß die Huͤlffe sich verwei⸗ len/ wie es vor unsern Augen scheint, so wird sie dennoch dich ereilen zur Zeit, wenn es kein Mensche meynt: und dann sieht erst nach Sturm und Grauß dein Gluͤck schoͤn wie die Sonne aus. ö 7. Noch niemahls hat GOtt einen Frommen aus seinet Aufsicht weg⸗ gesetzt; dein Gluͤck muß doch noch endlich kommen, das auf die Thraͤ⸗ nen dich ergoͤtzt 3 drum auff mein — ertz Hwas sorgst du doch 7 ag hat st GOtt und Vat er lebt ja noch. 0—5 9 (1019.), J. S. W. Ihndtrachte Mel. Wer nur den lieben GOtt ze Inach GOtt W'II4 sorgt ihr viel betruͤbte St, omuh nen, und murret wieder GOt, Ien, daßeih tes Schluß 2 ihr koͤnnt ihm doch, So fallt nichts abgewinnen, und mehret nux Ih was ihrbe den Uberdruß. GOtt sorgt fuͤr euch in aller Pein, drum last das eitleé und denckt Sorgen seyn. Walden, wer 2. Sorgt ihr nur nicht fuͤr Leib uud Ashscht„ uun Leben, für Nahrung und fur Kleß ichtunden der nicht, GOtt, der euch Leih und Asrget nich Leben geben, weiß wohl, was selbi Enaden gen gebricht, und giebt zu deren Aohes⸗Wolo Duͤrfftigkeit euch sattsam Nahe Nun, le rung, Brod und Kleid. h sorgen, f 3. Seht an die Voͤgel, die nicht si⸗ Wllichbey,d en, sie sammlen keine Garben eit I ungenn doch muß ihr Leben wohl bestehen, Ghenen. Ihr und sonder allen Mangel seyn. Nun shcht! memne aber seyd ihr ja vielmehr, ey! waßx ah um sorgt ihr denn so sehr? 4. Kein Kleiner kan die Laͤng en g zwingen, wenn er es gleich durch Sorgen denckt, so geht es auch iu Hn allen Dingen daß man sich nur ver nngn sch mn n.— 545mer 0 em Vorbedacht es immer alleg eegh wohl gemacht. 5. Die Lillen im Feld und Auen W sind vhne Muͤh und spinnen nicht/ doch muß man mit Vergnuͤgen schauen, daß ihrem Staat kenn Mel Pracht gebricht, und lobet ihr ge⸗ sticktes Kleid vor Salomonis Hern as lichkeit. Whench So Gott nun Graß und Blu Richte men kleidet, das bald verdorret und Rechaled verbluͤht, so glaͤubt, wenn ihr gleich W Mangel leidet, weun sich die Huis atdasgr gleich verzieht, daß er für euch aug hste und⸗ sorgt und wacht/ und alles gut un) i seelig macht. 7. Drum sorgt nicht fuͤr den ath dern Morgen, und seyd in euren Gott vergnuͤgt, wenn ihr durch des sen Vater⸗Sorgen nur taͤglich 1 Remahig Brod und Kieider kriegt. Ein Mfftnu Hen Gott trübtteß rieder GO at ihm dot Nmehretur Irgt für eut asl das eit für Leibub! ind füür Kle uch Leibun was stlh bt zu derg Hisam M die uicht s Harben eil HH bestehel seyn. Nu I ey l 7 hit Lange gleich durt es auch sich nur be⸗ hat mit g aumer alt Hund Alel iunen nicht Vergnüge Staat Hi lobet ihrgt monis H aund rdenetun mn ihrgg 4⁵45 Vom Vertrauen auf GOtt. 1146 ser Tag hat seine Pein, doch will tt unser Helffer seyn. 3. Und trachtet nur vor allen Din⸗ en nach GOttes Reichs⸗Gerech⸗ ügkeit, so muß euch alles wohl ge⸗ ingen, daß ihr ohn allen Mangel eyd. So faͤllt euch in vergnügter Ruh, was ihr beduͤrfft, mit Hauffen . . Und denckt ihr gleich in bangen Stunden, wenn euch offt allzuwe eschicht, nunmehr ist aller Trost erschwunden, denn Goꝛtt im Him⸗ nel sorget nicht, so bisch t doch des⸗ en Gnaden⸗Schein durch alle Lreutzes⸗Wolcken ein. 10. Nun, liebster GOtt! ich laß sich sorgen, steh mir auch ferner reulich bey, daß küufftig hin mit je⸗ em Morgen auch deine Sorg unb Hebe neu. Ihr eiteln Sorgen, gute Nacht! mein GOtt hat alles wohl gemacht. (1020.) M. C. S. Mel. O Welt sieh hier dein Leben. Dn HErrn, der mich regieret, und wunderbahrlich fuͤhret/ hertrau ich mich allein: ob schon el Ereutz hiernieben zum Theil Rir ist beschjeden, so soll GOtt doch neim Vater seyn. 2. Mich weiß er wohl zu schuͤtzen, henn Sturm und Wetter blitzen, seh Trübsals⸗voller Nacht: ich beiß von keinen Klagen, biß dato nuß ich sagen: der HErr hat alles hohl gemachzt. 3. Nichts darff mich ie betruͤben, Ein hochbeliebtes Lieben hilfft, wo lichts helffen kan; Und wann mein Exeutz das groͤste/ so ist mein GOtt er beste und allertreuste Helffers⸗ Mann. . Seht an die lieben Alten, die est an JEsu halten, der HErr ver⸗ sist sie nicht: Pruͤfft er gleich offt lie Frommen, so laͤst er sie doch kom⸗ nen niemahls aus seinem Ange⸗ scht. 2009—0 Ee Rufft nur ein Kind der Steue mit starckem Angst⸗Geschreyer mein GoOtt, verlaß mich nicht! O traun! der Kinder Jammer ist ihm/ als wie ein Hammer, der ihm sein Vater⸗ Hertz zerbricht. 6. Viel habens ja erfahren, was bey bedraͤngten Jahren die Huͤlffe Gottes thut; ist denn des Hoͤch⸗ sten Dreue nicht annoch taͤglich neue? ist GOtt nicht mehr so from hund gut? 7. Drum hoffe nur und singe, sey froh und guter Dinge GOtt hilfft noch jeder Frist: er hat dein Creütz gemessen, und dich noch nicht ver⸗ gessen, wenn du in Angst und Kum⸗ mer bist. 8. Betrifft dich Noth und Leiden, nimms auf mein Hertz! mit Freu⸗ den, es koͤmmt von GOttes Hand; in Feldern, wo es regnet, steht alle Fruͤcht geseegnet, die Thraͤnen sind dem HErrn bekandt. 9. Thu du nur stets das Deine, Gott koͤmmt mit seinem Scheine, und macht dein Auge licht; er wird schon heut und Morgen vor dein Vergnügen sorgen: Denn Gott verlaͤst die Seinen nicht. (1021. Mel. Meine Seele laß es gehen. Ch verlasse mich in allen auf dichliebster GOtt allein; dein Thun soll mir wohlgefallen und dein Wort mein Wille sehn Babel mag sich Thuͤrme bauen, sch will dir/ mein GOttl vertrauen. 3 Lasse,hasse,neide/meide niich ein jedes Menschen⸗Kind, wenn nut du, GOtt, meine Freude, und die Engel Freunde sind; alsdann mag die Welt mich hassen/wer dich llebt/ bleibt unverlassen. 3. Dich zům Schatz und Schutz er⸗ wehlen ist die allerbeste Wahl; din erqvickst die muͤden Seelen, und vergnuͤgst ste ohne Zahl; bleibst du mir/ mein GOtt, gewogen, weg mit Schilden, Helm und Bogen 4. Nicht der Himmel/ Wüed 6 1147 — Vom Vertrauen auf GOtt. I140 IIII Erde kan mich retten in der Noth; aber wenn ich haben werde dich, so fliehet Noth und Tod: Menschen⸗ Krafft kan wenig nuͤtzen, deine Hand muß mich beschuͤtzen. Du ersetzest, was zu wenig, du erleichterst, was zu groß: du bist Helffer, HErr und Koͤnig, was ge⸗ bunden, machst du loß: niemand tan sich dir vergleichen, nichts mag deine Macht erreichen. 6. Seegnest du, so bleibt geseegnet, was von dir geseegnet ist; jeder,dem du hier begegnet, weih, wie du so gnaͤdig bist; deine Huld und dein Erbarmen leichtert alle Last der Armen. 2. Mich verlangt nach deinem Seegen, o du suͤsser Seegens⸗ Mann! niemand ist, der dein Ver⸗ moͤgen zehlen und erzehlen kan: was wir sehen, das ist deine, Zahl und Worte sind zu kleine. 8. Denn dir dienen alle Heere hier und droben in der Hoͤh; dir giebt alles deine Ehre in der Lufft und in der See: ey, wohlan! so sey mein Leben dir zum Seegen uͤbergeben. (1022.) Mel. HErr ich habe mißgehandelt. H en mein Christ, fest im Her⸗ tgzen deinen allerliebsten GOtt; achte weder Qvaal noch Schmer⸗ tzen, noch der Erde Hohn und Spott: laß nur spotten, laß nur la⸗ chen, GOttes Hand wird alles machen.— 75 2. Was kan dir die Erde schaden? was kan thun der Neider Zahn? stehst du nur bey GOtt in Gnaden, so nimmt GOtt sich deiner an: und der Hohn und Spott der Erden muß un dir zu Spptte werden. 3. Du bist in des Vaters Liebe ie und ie geschrieben ein: ey! so laß mit gleichem Triebe ihm dein Hertz gewidmet seyn: weiche nicht, denn die da weichen, moͤgen nicht ihr Heyl erreichen. chen schon von Kindes⸗Beinengh nun fo halt auch unverbrochen de⸗ nen Eyd, den du gethau: stehe sis im Bund und Treue, GOttes Bun waͤhrt sonder Reue. . Daß du noch im reinen Glaubes unverfaͤlschter Lehre stehst, und in Einfalt, gleich den Tauben, deine Weg zum Himmel gehst: das i OOtt anheim zu schreiben, der di laͤst diß Kleinod bleiben. 6. Dir wird noch beschehrt der Frii de, und des Lebens Unterhalt GoOttes Hand wird noch nicht mi⸗ de, dich zu seegnen mannigfalt; al les, was dein Hertz begehret, with dir noch biß ietzt gewaͤhret. iti 7. Niemand bleibet ungerochen 1 i der dir Garn und Netze stellt; alle Raun Anschlag wird zerbrochen, eh den aishnn Pfeil dein Haupt befallt: Ja der dldes Faͤnger wird gefangen/ der m̃it x emme dir nachgegangen. mnt Er 8. Deine Crone muß dir werden, enden, die der Herr dir heygelegt; Trah aitdnet: der Hoͤllen! trotz der Erden! daß l Pelte dir iemand Streit erregt: Cron und Olauben Scepter bleibt zu eigen allen, din Di uͤber d sich treu bezeigen. 15 dich in 9. Nehme demnach hin und scholh Ae daßdich tẽ mit der Welt, was weltlich ist; machedn sey du treu/ mein Christ! und halte Hen ihrft das, was du gelehret bist: bleibstdu sih für ale fest in deinem Glauben, wer will din den Himmel rauben? IumSeege Ihe oh deine Al auf deit kecht trul schicken, de hen wacht; Metze fllt, Garm gef Ind laß es u aß unfalldi Halles gut, u Hottes Her he) der zu Ivonderh Duflehst in schen, G Aaleh;. I Liehen, (1023.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛ. As wilt du Seele dich hetrͤͤ ben, und immer haͤussen Schmertz auf Schmertz? GOtt kah ja anders nichts, als lieben, er hat ein treues Vater⸗Heytz, und last noch nie, was er gemacht, aus seintt treuen Vater⸗Acht. 2 a. Dir hat der HErr schon laͤngs zum Leben gegeben allen Unterhalt: thut immer guts, und schenckt dot⸗ ueben dir seinen Geist noch manni falt: so/daß du ja zu jeder Frist noch u.mit Mit 1 4640 owol WOOtt uin Ru, chsel , Wein w Mͤbelandt 0 4. Hast du dich an GOtt verspꝛo⸗ wobl von GOtt versorget aui, ezißag . I Wen i stehesit Ottes Bui en Glaui ehst, undiy Uben, deineh hft: dag Hen, derdß R . ehrt der Fit Unterhattz C nicht uu migfalt; al Ilt. Ungerochit, stellt; ale Hen, eh den llt: In iet der mit lis dir Werde, Hegt; Tuh Erden! dus :Cron ind Walen, l 149 — Beinendz zehret,. Vom Vertrauen auf GSOtt. 1150 It gleich die Welt mit shren Ocen auf deinen Untergang be⸗ hocht; recht wunderlich wird sichs loch schicken, daß Gott die List zu shanden macht: denn wer dem an⸗ Aurn Netze stellt, wird offt durch eig⸗ ses Garn gefaͤllt. Und laß es noch so lange waͤh⸗ en, daß Un fall dir zur Seiten geht; ty alles gut, wenn deinen Zaͤhren lur GOttes Hertze offen steht; kein Thraͤne) der zum Himmel kehrt, hleibt von den Hoͤchsten unerhort. Du stehst in GOttes Hand ge⸗ schriebenGott sieht auf dich so spat als fruͤh; sein Hertze zehlt dich uden Lieben, die er noch liebet ie und ie; was ist wohl ijemahls dir ge⸗ schehn? das GOtt nicht laͤn gst zu⸗ bor gesehn? 6. Ja in des Vaters Huth und Haͤnden ruht sichs am besten jeder⸗ eit; kommt Creutz und Leid, GOtt an es wenden, sein Arm hilfft allen heit und breit: drum ehrt ihn bil⸗ sig alle Welt als den, der Treu ld Glauben haͤlt. 7. Die uber dir bestellte Wache ümmt dich in acht ie mehr und nehr; daß dich kein Feind zu schan⸗ fade, biß daß er dir den Bothen schickt und sagen laͤt: Komm her umir, bhier ist es gůt seyn fuͤr und . 3 Drum liebes Hertzhalt ein mit lagen, mit klagen wird nichts ab⸗ than; sey wohlgemuth und lerne Igen: GOtt nimmit sich aller From⸗ nen an, ich steh in meines Vaters Hand, mein Wohl und Weh ist Htt belandt. (1o24.) Nal. Es ist das Heyl uns komen ꝛc. Woꝰ GSOtt mich fuhrt, so will Nich gehn, ohn alles eigne Waͤhlen, geschicht, wag er mir aus⸗ ersehn/ wird mirs an keinem fehlen, wie er mich fuhrt/so geh ich mit/ und folge willig Tritt und Schritt, in kindlichen Vertrauen. 2. Wie GOtt mich fuhrt/ so bin ich still und folge seinem Leiten, ob gleich im Fleisch der Eigenwill will oͤffters widerstreiten, wie G0T mich fuͤhrt, bin ich bereit in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 6 3. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich vergnuͤgt/ich ruh in seinen Haͤnden: wie er es schickt und mit mir fuͤgt, wie ers will kehrn und wenden; sey ihm hiermit gantz heimgestellt, er mach es, wie es ihm gefaͤllt zum Le⸗ ben oder Sterben. 4. Wie GOtt mich fuͤhrt/so geb ich mich in seinen Vater⸗Willen, scheints der Vernunfft gleich wun⸗ derlich/sein Rat hwird doch erfuͤllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht, ich bin ja nicht mein eigen. . Wie GOtt mich fuͤhrt, so bleib ich treu im Glauben hoffen, leiden, steht er mit seiner Krafft mir bey, was will ich von ihm scheiden ꝛ ich fasse in Gedult noch fest, was Gott mir wiederfahren laͤst, muß mir zum besten dienen. 6. Wie GOtt mich fuͤhrt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken, von ferne laͤst sich GOTE nicht sehn, doch letzt wird ers aufde⸗ ckein; wie er, nach seinem Vaters⸗ Rath/ mich treu und wohl gefuͤhret hat, diß sey mein Glaubens⸗Ancker! Von der Gottgelassen/ heit. (Ioa.) M. S. F. L. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Wohin wird mich mein GOtt noch leiten, hiusort auf mei⸗ ner Von der Gottgelassenheit. 15706 ner Lebens⸗Bahn? wo wund er mir den Ort bereiten, da ich mein Gluͤ⸗ cke finden kan? mein GOtt du fuͤhrst mich wunderlich, hilff nur, darhey auch seeliglich. 5.. a. Du hast mich wunderlich gef uͤh⸗ ret in meiner gantzen Lebens⸗Zeit: mich offt mit Glůck und Heyl ge⸗ zieret, wenn mich betroffen Creutz und Leid, mein GOtt du fuͤhrst mich wunderlich, hilff nur ꝛc. 3. Du siehest alle meine Wege, die ich noch kuͤnfftig werde gehn, drum fuͤhr mich selbst u Weg und Sre⸗ ge, so wird mein Wandel wohl be⸗ stehn. Mein GOtt ꝛe. 4. Mein Vaterl dir ist nicht verbor⸗ gen mein Wandel, wie auch Lebens⸗ Ziel, dir, HErr, befehl ich meine Sorgen, derꝰr sich bey mir offt fin⸗ den viel. Mein GOtt ꝛc. 5. Soll ich noch manchen Tag hier gehen, der mir zu wandeln sehr schwer ist, so thu mir nur zur Seiten stehen, wird schon der schwere Weg versuͤßt. Mein GOtt ꝛe. 6. Nun Hrr du wirst schon alles machen, mein Weg der sey dir heim⸗ gestellt; du wirst schon fordern mei⸗ ne Sachen, machs nur, wie es dir wohlgefaͤllt. Mein GOtt ꝛc. 7. Du kanst mich nimmermehr ver⸗ lassen, weil ich zu dir im Himmel fleh, du hilffest gern, diß will ich fas⸗ sen, wenn ich vielmahls verlassen steh. Mein GOtt ꝛe. 8. Wohlan du wirst mir ferner zei⸗ gen, wie kuͤnfftig ich recht wandeln soll! dein Vater⸗Huld zu mir stets neigen, und also ruff ich Freuden⸗ voll: Mein GOtt du fuͤhrst mich wunderlich,(iedoch zuletzt) hilff mir, dabey auch seeliglich. (1026.) J. A. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc Ch bin mit dir, mein GOtt, zu⸗ frieden, ich halte deinem Wil⸗ Ien still. Was deine Guͤte mir be⸗ schieden, mit dem vergnuͤget sich mein Will: mein Will, der zwar nicht ferner mein, dieweil er dein hunnuß iume ginut zu seyn.„auch brger 2. Wilt du mich auf das Siech Faber Sinn Bett legen? ich will; soll ich unzomhoͤch Mangel seynꝛ ich will; soll sich Anhsg rafen, Unfall regen? ich will; und wilt du/ Alaften, daß ich wein? ich will; und giehl Wenn der du mich dem Tod? ich will; dein ljdienet im Will gescheh, o GOtt! se Gesndt 3. Wilt du mich in den Himmel ziet jene Spu haben? HErr, das ist meiner Wishruß Arher sche Fuͤll; soll ich denn zu der Hoͤlt hott, mein di traben? Ich weiß, HErr! diß si den laß ich nicht dein Will; daß dein Will so Andre wun nicht wollen solt, hat deines Sohes begehrenhl nes Tod gewolt.„cdaran nich 4. Sein Tod erklaͤrt mir deine nrans Hinme Willen: dein Will' ist, Dad ich halenndeln lig sey; so will ich zwar, doch dohsher niumt/e Erfuͤllen verhindert leider! malsögssthe cherley. Bald will sich Inwill maussht gern sehen gen ein, bald Muthwill mein Bi⸗ Mein Gem herrscher seyn. Valsichseld 5. Nicht so, mein Hertz, was GOit in Ort der! dir giebet, Boͤß oder Guts, nimm salben denck willig an. Weg Elgen⸗Will! wagihthochhinan Gott beliebet/ das sey mit Lust boche,auff; de mir gethan. Ja, ja,mein Hertz ruht pnuget, wie sanfft und still, es wehlt, es wslhrsüget. was mein GOtt will.. Goltiih au (1027) M. G. M. P. lben in here Mel. Freu dich sehr, omeine Seelt shauchnicht Jeowill durch mein gantzes Lobih ztraryfu 110 stets mit dem zufrieden sensh hir Vnterdun was mir hier und dort wird gehe naind, gez Gottes Gunst und Gnadest mirpndcne Schein; hab ich gleich nicht Galh und Guth, so erfreut sich doch mesi Muth/ denn er ist mit dem vergni⸗ get, wies der Hoͤchste mit mir fuͤgchuil 2. Wenn ich nur den Himmel hami be, und des liehen GOttes 720 acht ichs vor die hoͤchste Gahe, I an mn mein Hertze und Bemuͤrh all eit wicsonn ergoͤtzen kan, daß ich mit dem ra unl ar chen Mann, und mit jenen Man gef — ³ Von der Gottgelassenheit. 154 eleRRIFr anch Urgen ö undiar bg Jaß auch sorgen fruͤh und spat; ha Aeet Eie n aber Sinn und Muth GO ihfein zum hochsten Gut, koͤnnen sie Iislsch KPruhig raften, sich der Sorge gantz Aduild ptlasten. u geh.Wenn der Hoͤchste sein Kind lie⸗ ch mil eh ht, dienet ihm auch die Ratur, fo, „ sie Gesundheit giebet, und nie den Hiun siget jene Spur/ da man oͤffters mit weiner Wü erdruß Artzeneyen hohlen muß: der ho YOtt mein Artzt, kan mich erhal⸗ Henr r, den laß ich alleine walten. dan Wil. Andre wuͤnschen ihnen Ehren, Reiules EAud begehren hoch hinaus, ich will Jich daran nicht kehren, ich denck it mit dernsur ans Himmels⸗Hauß! was das⸗ dahichhilbe mir de ftimmt, mir kein andrer duch Useder nimmt, was GOtt will, das luer/ welguß geschehen, wenns gleich andre VUumilnghischt gern sehen. al mein A b. Mein Gemüth nicht hoͤh er stei⸗ At, als ich selber bey mir bin, wel⸗ was EOhen Ort der Himmel zeiget, an uug/ nulenselben denck ich hin, ich verlang Wilwusscht hoch hinauf in dem kurtzen Le⸗ uit Luflpn lens⸗Lauff; denn ich bin mit dem 1pRrfüger, wies der Himmel mit 12. Solt ich ausser Ehren⸗Stellen I P. iben in der Eitelkeit, darff ich neine Ssch auch nicht vor Faͤllen fuͤrchten, hautheslebiliht vor Haß und Neid, wies mein itieden Vater macht, drauff bin ich, t wind Rlülln Kind, bedacht, und weiß, daß 5 ir wird geben/was mir nuͤtzt zů ich nicht Ehlasem Leben. schbochte Solt ich ohne Kinder bleiben, em brhun mein GOtt es mag drum seyn, Wi fhel ty will dir niemahls vorschreiben, Iud ich seyn vergnüget, weil du's/ ich wolt, gefuͤget. (1028.) O Gott du frommer GOtt. Ein JIEsu, wie du wilt, so laß mich allzeit wollen, wenn Wabsal, Angst und Leid mich hier betressen sollen, so gieb daß allezeit dein Wille werd erfullt, ich leb und sterbe dein, mein Jsu, wie du wilt. 2. Mein JEsu, wie du wilt, soll mich Verfolgung plagen, so lasse nur mein Hertz im Glauben nicht verza⸗ gen/es geh mir wie es geh, wenn nur dein Wort noch gilt, so leid ich alle Noth/, mein JEsu, wie du wilt. 3. Mein JIEsu, wie du wilt, soll ich in Armuth leben, so mach bingegen du die Seele reich darneben, gieb daß dein Wort mir nur den Hunger allzeit stillk„ und nimm sonst alles hin, mein JEfu, wie du wilt. 4. Mein JEsu, wie du wilt, soll ich auf Dornen gehen, so laß mich hier und dar auch eine Rose sehen, war doch dein Weg hier auch mit Dornen augefuͤllt, drum fuͤhr mich immerhin, mein JEsu, wie du wilt. Mein JEsu, wie du wilt, soll ich in Thraͤnen schwimmen, so laß mein Fuͤncklein Trost nicht gantz und gar verglimmen/ hast du doch selbst ge⸗ weint drum wenns nicht anders gilt, so wein ich auch mit dir, mein JEsu, wie du wilt. 6. Mein JIEsu, wie du wilt, soll ich verspottet werden, es geht den Frommen ja nicht anders hier auf Erden, drum wenn mich auch die Welt um deinet willen schilt, so nehm ichs willig an. Mein JEfu ꝛe. 7. Mein JEfu, wie du wilt, will mich ein ieder neiden/so laß mich als dein Kind nur fein gedultig leiden, hast du doch manche Noth bey mir bißhor gestillt, drum lege ferner auf, mein JEsu/ wie du wilt. 8. Mein JEsu/ wie du wilt/nimmt mir der Dod die Meinen/so laß mich als ein Christ mit Massen sie bewei⸗ nen, sie sind ja HErr bey dir mit Freuden angefuͤllt. Drum hohle mich nur nach mein JEsu ꝛe. 9Mein JIEsu, wie duů wilt, wilst du mit Kranckheit schlagen/ fo laß auch dieses Ereutz mich gar gedultig tra⸗ gen, du hist nie in beserArtt, der alle O⁰ mer⸗ 115³ Von der Gottgelassenheit. W9% Schmertzen stillt, dein bin ich srisch und kranck. Mein JEsu/wie du wilt. 10. Mein JIEsu,/wie du wilt/ soll ich auch endlich ster ben, ich weiß du laͤst mich auch im Sterben nicht verder⸗ ben/ wenn meine Seele sich in deine Wunden huͤllt. Drum solls gestor⸗ hen seyn; Mein JEsu, wie du wilt. II. Mein JEsu/ wie du wilt, so bin ich auch zufrieden, hast du mir Lieb und Leid, Noth oder Tod beschieden, so nehm ichs auf dein Wort, dein Wille werd erfüͤllt. Drum sag ich noch einmahl: Mein JEsu/ wie du wilt. (1029.) M. A. R. Mel. Ach was soll ich Süͤnder ꝛe. M'éine Seele sey zufrieden, war⸗ um machst du selbst dir Pein? was wilt du stets traurig seyn? Gott thut dir sein? Huͤlffe bieten, glaͤube fest, er laͤst dich nicht, hilfft dir mit sein'm Angesicht. 2. Achl sagst du, gern wolt ich glaͤu⸗ ben, lieben, hoffen stetiglich GOtt vertrauen ewiglich, wenn mein Gott mich liesse schauen seiner Gnaden Angesicht, sich vor mir ver⸗ buͤrge nicht. 3. Red'st du diß nicht nur vom Munde, daß du wollest glaͤuben gern, fuͤrchten, lieben GOtt den rrn, sondern recht aus Hertzens⸗ Grunde: wisse, daß diß Wollen zart ist des rechten Glaubens Art. 4. Hat dir GOtt das Wollen ge⸗ ben; zum Vollbringen giebt auch Staͤrck; beydes ist nur GOTTes Werck, thue nur nicht widerstre⸗ ben seinem Geist und Christi Wort, er hilfft beydes hie und dort. (1030.) B. 8. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛce. ICh habe nun mein Hertz gefun⸗ h, den, es ruht in GOtt vergnuͤgt und still; es schreibt GOtt nicht fuͤr Zeit und Stunden, es will, wenn, wie und was GOtt will. Was GOtt beschließt, was GO zuschickt, macht mich vergnuͤgt, macht mich begluͤckt 2. Mein GOtt ist liebreich,fromm 0 und guͤtig, sein Hertz brennt reimng Wuhean Flammen voll: Mein Hertz ist boͤ Nedlenel und uͤbermuͤthig, und weiß nichiier verln was es wehlen soll, es wunscht/ e IN l sehnt, es seuffzt darnach, was ump n e gluͤck bringt und Ungemach. Omein Sil 3. Was soll ich mich mit Sorgen Auge nut plagen? das Sorgen kommt nicht asther, des Kindern zu: ich will es meinem Vanorten ter sagen, der bringe mich in seine ap, wodu, Ruh! Ist doch ein Kind gantz Son HEnJEi gen loß, wenns ruht in seiner Muthi Wl Heyl und; Wich freubi, wilt. Sopillich, Ms dust hhs schickt, scet. Sod stetszux Sof mein ů Hlesehn, LEr ffes Itmu/ un(o3 So schaff es nun mit mir, und schicke so/wie es dir, mein GOtt/ gei 35 Wl saur, dae Ungluck wird mir zum Gehant ma luͤcke, wenn mich nur deine Rechtz ichresßdie haͤlt. Wenn du nicht wilt, was Il gewolt/ so hab ich wohl nicht RR b gewolt. (1031.) B. S. oaesg Mel. O Gott, du frommer GOtt il, Gott FN dir, mein JEsu, will ich flethbesen wach 08 zufrieden leben, und deiuen; lasenem Willen bleibt mein Wille gantened, Iaßi geben: denselben hab ich mir zumh, er kanjat sesten Ziel gestellt. Denn mehr hassh dein Ve gehr ich nichts, ais diß, was dir ga hr unmiid faͤllt. 4.0 Twillerdich 2. HErr JEsu, wie du wilt,so wil ttanfeiner ich alles leiden, es kan mich dennoch n sühren. nichts von deiner Liede scheidenNCröterh, Du bist der Waysen Trost, der Nileich her men Sonn und Schild: so sorgel Wst seh vor mich/ wie du, HErr JEsu, wilt giichrruͤhmt 3. HErr JEsu, wie du wilt, dal hurperg gieb mir zům Vergnuͤgen:.. f R Von der Gotkgelassenheit. 1158 kren Schiff der Hoffnung soll in dir vor, I ucker liegen. Wer weiß, wie nah e Zeit, die meinen Wunscherfüllt; loch der verlanget nur, was du, Err JEsu, wilt. 4. HErr JEsu, wie du wilt, da och mein Gluͤcke bluͤhet, und wo aseer uge nur vor mich ein Plaͤtz⸗ en fiehet, das ist mir angenehm, an ich in sellllen Orten gvillt der Seegen deiner wohn dshind, wo du, HErr JEsu, wilt. +4 VErr JEsu, wenn hu wilt, daß her Rulsch die Weit soll laffen, will ich mich Ehlich gern nach deiner Schickung sen. Mein Hertze blesht in dir Iit Heyl und Drost erfuͤllt, drum 2 ich ů1. ab/ wenn du, HErr Esu!öwilt. Vund wlehts⸗ So will ich, wie du wilt; o will e, Ih, was du schenckest; so will ich, Ebohireglho dus schickst, so will ich wenn du's sch selbfen ckest. So druͤckt die Seele sich iohm eussz ftets zur Lofung ein: dein Wil⸗ inbräntaf soll mein Ziel, dein Ziel mein dille seyn. as er es wͤhle 60503 K. 8 nit wir/ ui Mel. Was mein GOtt will ꝛc. iuHOtt AAIMsonst mein Hertz betruͤbst du nl dich/ reiß dich gus allen Schmer⸗ deint Re Un, schau doch, mein JEsus denckt Imgtith bich/ und liebet bich von Hertzen, ost du mit Lust, an seiner Brust, Ult trau seiner Hulb, so wird er bich shon führen. 49. Eroͤnt er dein Haupt mit Dor⸗ und wenn der Schmertz schon trifft das Hertz, ist doch sein Nahme fusse. 4. Nun halte Welt, was dir ge⸗ faͤllt, graͤm ich much doch nicht drü⸗ berz; es ist mein Sinn schon fest ge⸗ stellt, bey JEsu bin ich lieber; 6 der allein heist mein, ich sein, nuh ich in seinen Armen, ey so kommt mit nichts bit ter fuͤr, er muß sich mein erbarmen. . So nimm denn hin, mein See⸗ len⸗Freund! ein Hertze, das du lie⸗ best, ich weiß schon, was dein Hertze meynt/ da du mich gleich betruͤbest; laß mich nur dein im Creutze seyn, trotz dem, der mich will neiden, zu⸗ letzt sag ich/ ich sterb guf dich, nichts soll mich von dir scheiden. (1033.) B. 8. Mel. JIEsu meine Freude. Ssele, sey vergnuͤget! und wie S Sott fuͤget, so gieb dich dar⸗ ein. Ach es kan sein Lleben nimmer⸗ mehr betruͤben, nur Gedult muß seyn! Auf der Welt isis so bestellr man muß leiden was uns troffen⸗ aber doch auch hoffen. Gute Hoffnung machet, daß das Hertze lachet auch bey aller Pein. Laß man GOtt nur sorgen, er kan alle Morgen noch den Geist erfreun. Anigst und Schmertz frist nur bat Hertz. Vor den Kummer muß diß Leben offt die Helsfte geben. 3. Niemand kan auf Erden stets vergnuͤget werden: eß ist Eitelkeit. Hat man durch Bemuͤhen Rosen se⸗ hen hluͤhen/ ist der Dorn nicht weit. Nirgends hat man Huͤlff und Rathꝛ GOtt allein kan unsern Sachen eis nen Ausgang machen. 4. Bleib in deinen Schvancken, opffre die Gedancken heiliger Ge⸗ dult, Rasen deine Feinde, nimm nur GOit zum Freunde, er ist vollex gleich, hier kan es bir nicht scha ih ist nicht sein Schlag ein Liebes⸗ elchẽ ruͤhm dich nur seiner Gna⸗ nur wer gewinnt/ heist lie bes Hap/ auf Ruthen folgen Kusse, Huld. Vor ihm scheut sich List und Neid: aller Eifft muß bey den Seie nen nur wie Balsam scheinien. 5. GOtt und Zeit versprechen eble 500 zu brechen, deum gedulte 2 I159 Von der Gottgelassenheit. 1b0 I.— dich. Lauffen Thraͤnen⸗Gusse: ach! dergleichen Fluͤsse tragen Gold in sich. Zweifle nicht, daß es geschicht: IJEsus macht aus diesen Wellen, noch viel Zucker⸗Qvellen. (10½40— Mel. Freu dich sehr,o meine Seele. Ruchte, GOtt! mir meinen Wil⸗ len ja nach deinem Willen ein/ daß mein Hertz und Muth sich siil⸗ len/ und in dir geruhig seyn, daß ich moͤg in Lieb und Leid froͤlich sagen allezeit: HErr! es gehe, wie es ge⸗ he/ nur dein Will' an mir geschehe. 2. Laß mich wissen und bedencken, daß bein Wille, Rath und Schluß, sich zu meinem besten lencken, und mir endlich dienen muß, daß der Zucht und Straffen Ruth meiner Seelen Vortheil thut: Wenn ich dieses wohl verstehe, sag ich: HErr, dein Will geschehe! 3. Wenn des Leibes Krafft und Staͤrcke, Fertigkeit, Gestalt und Zier, nehmen ab, und ihre Wercke guch nicht wollen leisten schier; wenn mir Hand, Fuß, Ohr und Aug, Lung und Leber nimmer taug, laß es, wenn es soll, vergehen, HErr! dein Wille mag geschehen. 4. Wenn sich denn nun auch dar⸗ neben meiner Seelen Krafft und Geist aus der Erden Staub erhe⸗ ben/ und zu dir gen Himmel reist, laß den Erden⸗Kloß und Dohn, auch bey Leben faulen schon, daß ein neu Gewaͤchß erstehe, und dein gu⸗ ter Will geschehe. 5. Soll ich, was die Welt gegeben, Haab und Guͤter buͤssen ein: Laß mich troͤsten, daß diß Leben nicht nur leb vom Brod und Wein. Mei⸗ ne Seel, o Gott mein Hort! laß mich leben durch dein Wort:soll diß Gut verlohren gehen, HErr! dein Wille mag geschehen. 6. Soll ich, GOtt! denn auch em⸗ pfinden, was der Neid und Miß⸗ gunst kan, wenn sich der und ders irwinden, Ehr und Glimpff zu greif⸗ sen an; laß mir mein Bewissen rar, Wieich! und die Unschuld troͤstlich seyn 0 Wohitderg mag Gifft und Boßheit schmaheii, uene b HErr! dein Wille mag geschehen, auchin Eu (1035.) Oegendie Mel. Wer nur den lieben GOtt e Ist Man Hiille dang an Goitt Willen, was GOtt will, wil gch detein ich immerzu: die Welt mag nicht onnesche mein Hertz bestillen, ihr Wollah owunderl schafft mir wenig Ruh: was Gott 00 ich beschleust und GOtt verfuͤgt, dahch ist allein, was mich vergnuͤghk⸗ 2. Soll ich hier Creutz und Truͤh sal tragen, getros! das ist der Chis W Hergens⸗ ch hab ich nt Christe traͤgt das Creutz der Welt tzmehr ist m auch wenn es Centner⸗Lasten haͤlh Wieschönt 3. Soll ich im niedern Stande laasehn,wo ch ben/ dehwegen bin ich unbetruͤht weil ja der HErr den niedern Rebinhein, Inei etbig beß Ichte Stund sch,Nmen! x 60 11 Rel.Achw. erschulden, so folgt mir dort dehshan Chriß, z Ehren⸗Lohn: denn wen der HEitst—— 4 mit Gnaden eroͤnt, bleibt hier gash, tron selten unverhoͤnt. eget, 5. Soll ich ins Krancken⸗Bette stͤahnhund Sn gen, da mich der Schmertz gebunshaesu Halt den haͤlt; woͤhlan, so will ich slile htgefilt.“ schweigen, weil es dem Schoͤpffer dis heut! gefällt: Gedult besieget alles Lehsechlget, 3 und aller Schmertzen Bitterkeit. mit G0t 6. Soll ich dem Tode mich ergeshet,lehter ben, wenn Gott mich rufft, bin sch ey: im bereit; wer will dem Hoͤchsten mi derstreben, GOtt weiß die allerbesz Hach Hugthrn — 110 ö 361 Von der Gottgelassenheit. 1162 — Gi herfuͤgt/ gnügt, rtzens⸗Trost, mein Augen⸗ aen geht nus ein uge len hab ich nur ihn, mehr will ich cht t3 Hunbetrük sedern Reh auben gieh bau ergpfah mit ewig beygelegt: nun wenn letzte Stunde schlaͤgt/ so sterb ich ich⸗ Amen! ö 4611.1b37.) urcunt Mel· Ach wie betrůbt sind ꝛc. uir doitulEIn Christ, der sich in Ott ver⸗ de 0 Zuüget, legt alle Laß der Sor⸗ en del 17 ö Hatthie in, ist fromm, und blickt, wenn uth und Sinn: sein Hertz, das fest Jesu hält/ traͤgt alles, wie es Gtt gefaͤllt. Obs heut und Morgen stuͤrmt blitzet, es gilt ihm alles einer⸗ mit GOtt, der seine Wege het/ lebt er des Kummers quitt srey: im Creutz und Weh/ im yff und Streit/ eroͤnt GOtt ihn Barmhertzigkeit. Vom Verlangen nach GOtt und SEsu. (16³ Mel Hertzlich thut mich verlangen. Leich wie mit Durst umfangen/ ein Hirsch nach Wasser schreyt?: so traͤget auch Verlangen nach dei⸗ ner Ewigkeit, HErr IEsu! meine Seele, die wuͤnschet mit Begier aus dieser Leibes⸗Hoͤle zu kommen bald zu dir. ö 2. Wenn doch, wenn werd ich kom⸗ men? Mein Hertz voll Seufftzen spricht/ zu sehen mit den Frommen/ O Gott! dein Angesicht! O JE⸗ suImein Vergnuͤgen nach dir ver⸗ langet mich. Wann wird die Zeit „sich fügen, zu leben stets um dich? 3. Ach! daß ich moͤchte hoͤren die suͤsse Lebens⸗Wort, die alles Leid berzehren, wie bey dem Schaͤcher dort; heut wirst du mit mir leben, im Paradeisses Schloß, und ewig bey mir schweben, in Abrams Vater⸗Schooß. 4. O wie werd ich voll Freuden, in Salems Thronen stehn, ach muß ich ferner leiden Verzug, dahin zu gehn? wie ist mir doch so bange⸗ nach dieser Seeligkeit wie wart ich schon so lange, auf solche Freuden⸗ lieget, auf Gottes weisen Zeit 5. Was man sich aus erlesen, und setzt bild t lieblich ein, das aller⸗ schonste Wesen, wird nichts dage⸗ gen seyn: kein Mensch hgts noch dernommen, auch ist es dieser Zeit in keines Hertz noch kommen, was GoOtt daselbst bereit. 6. Da wird, O Freud und Wonne! sich JEsus stellen dar, viel schoͤner als die Sonne, nicht wie er vor⸗ mahls war, in Knechts⸗Gestalt er⸗ schienen, wir werden allezeit ihm sehn die Engel dienen, in seiner Herrlichkeit. 7. Wir werden froͤlich hoͤren, der Engel Musie Klang, die JEsum stets verehren mit einem Lob⸗Ge⸗ O⁰0 3 sang. I163 Vom Verlangen nach GOtt und JEsu. U646 sang. Auch werden wir erblicken Sott selbst von Angesicht Olwas kan mehr erqvicken als GOtt in sei⸗ nem Licht ꝛ 8. O Freud! O lieblichs Wesen! O Wollust ewiglich! O seeliges Ge⸗ nesen! Ach GOrt! wie sehn ich mich! wie wůnscht mein Hertz zu kommen, nus dieser Kummer⸗Welt: wann werd ich aufgenommen in GOttes Wohn/Gezelt:: ö 9. Wie offt mit nassen Wangen nach seinem Vaterland entdecket sein Verlangen, der lebt in fremden Sand:also wuͤnsch ich aufErden,/ zur Himmels⸗Vaters⸗Stadt bald abge⸗ suͤhrt zu werden, da Fried ist ewig att. l. So schick es dann mit Freuden, v JEsul bald mit mir/mein Wunsch Ast abzuscheiden, und bald zu seyn bey Dir. Fahr hin, was irdisch heisset, und was mit falschem Schein in Pracht und Hoffaxt gleisset l bey Christo will ich sehyn. 1. Doch so es abzuscheiden viel⸗ leicht ist noch nicht Zeit, und ich noch mehr muß lelden in dieser Sterblichkeit: HErrk thu nach deinem Willen, laß mich in deiner Huld des Leidens Looß erfuͤllen, in⸗ dessen gieb Gedult. 12, Hilff mir die Suͤnden meyden, troͤst mich in Angst und Noth. Halt sest bey mir im Leiden, und dann wann kommt der Tod: so lehre mich bedencken, daß du auf solche Weiß, und anders nicht wilt schencken dein Freuden⸗Paradeiß. 6⁵39.) Mel. Solt es gleich biß⸗ ꝛc. O wie seelig werd sch seyn bey hesogr) Moch lieben Engelein. Isermn 4. Hertzlich werd ich mich erfreuen hummen, wenn mich Christus wird verneuen loum und im Himmiel fuhren ein, prachthslhöcht siets deyihm zu n. Aunestg 5. Zung' und Hertze wird da kli huuchöndt gen, und dem Hrren Jesu singeulalet ewig werd ich stimmen ein mit dessin mn e⸗ lieben Eugelein! 7 6. Besser Leben werd ich findeh ohne Tod und ohne Suͤnden: wie seelig werd ich seyn bey den I ben Engelein! 4 9. un (14⁰ο) In eigner Melodie. undez mei Leoster Jeiu du wirf komm ichvertn zu erfreuen deine Frommen, dishen„mas bedraͤnget sind allhier, JEsu müch welhich JEsu mich verlangt nach dir. hundscha 2. Ach! so laß mich deine bleibehhz und ob da laß mich deinen Geist stets treibellslichploget, daß du allzeit wohnst in mir, Jeshht pflegt uge mich ꝛe. Hale mrnt 3. Richte JEsu meine Wege, bushss Herze scho ne du selbst meine Stege, laß michthUngepitte seufftzen für und füͤr,JEsu mich se knichs 4. Kömm doch, JEsu, mein Veisg Wann Sa gnuͤgen, in mein Hertz, laß michhsh wil ver nicht liegen vor des Fleisches Sulshensffens⸗B. den/Thuͤr, JEsu mich ꝛc. amnauchmit 5. An dir hanget vandlewönebihher Re ne dich jch mich fehr quale,ohne hichn hatzenagt vergeh ich schierJEsu mich ꝛc. Iesls, derde 6. Bilde du dein schoͤnes Weshhh fin Blt in mein Hertz,das du erlesen,piellh Hamichau du dich selbst in mir: JEsu michi Heg, hosse 2. Spa! JEsu schoͤnsie Wonuhstt iey fcher schein in mirdu Lebens⸗Sonne Iasfunden an ist nichts im Leben hier: Jesuz untJesz 3. Treufle deines Lebens⸗Tropffeh Aenthalben wo ich gehe, sitze, liege, oder stehe, sehn ich mich 5910 01 Christ, der fuͤr mich ge⸗ Iben ist. 2. Bon der boͤsen Welt zu scheiden/ nach so vielem Creutz und Leiden, wenn es ihm gefaͤllig ist, bin ich fer⸗ zig und geruͤst. 3. Wenn ich werde mit ihm leben, berrschen und in Freuden schwehen, die dein Bild in mir einpfropffoahhuht: geb durch meines Hertzens Thh ghun Jsu mich ꝛc. 9. Halte meine Seele feste, du Hi icht eleht, Kes ‚⸗ ich dj nicht verliehr u mich ꝛc. 10. Allerltebfter Herzens⸗Freuh der es eintzig gut gemehnt, halt ni ug! biß du brichst herfuͤr: JEsu mih Jesu mich vorlangt nach dir. ich 60. W Vom Verlangen nach GOtt und JEsu. E————..—.E— I166 sun heh rogr.) Nach eigener Melodie 0 ebster Immanuel! Hertzog der ird Heiwen Frommen, du mieiner Seelen Weittäch kroft komm, komm nur bald! du ö mir, hoͤchster Schatzlmein Hertz nommen, so gantz fuͤr Liebe brennt nach dir wallt. Nichts kan auf krden mir lieber werden, als wann meinen JIEsum stets behalt. Dein Nahm' ist Zucker⸗luß⸗Ho⸗ im Munde, holdseelig, lieblich/ isch, wie kuͤhler Thau, der Feld Ind Blumen netzt zur Morgen⸗ Stunde; mein IEsus ist es nur, mun dem ich vertrau. Denn weicht von Fummen,hertzen, was mir macht Schmer⸗ 2„ JElum h wenn ich im Glauben ihn an⸗ Oüir. heth und schau. ö Iue Heihil 3. Und ob das Creutz mich gleich et treitelkitlich plaget, wie es bey Chrislen in mir/ MCI pflegt zugeschehn: wenn meine Beele nur nach JEsu kraget, so kan Wige⸗Uldis Hertze schon auf Rosen gehn: eht, Laß wih in Ungewitter ist mir so bitter, mit nddakh JEf sint en ein mit rd ich ff Suͤnden u bey den Ih NI 051 Esu kan ichs froͤlich uͤberstehn. ein In Wann Sataus List und Macht , ch u Hich will verschlingen, wenn das Flasches E derwissens⸗Buch die Sünden sagt: b. henn auch mit ihrem Heer mich will Eulleh unringen die Hoͤlle, wenn der Tod n Hertze nagt, steh ich doch feste, Esus, der beste, ist, der sie alle ch sein Blut verjagt. Da mich auch will die Welt ver⸗ m. .(042.) Mel. JEsus meine Zuversicht. Dler Geististeig Himmel an, von den Ketten dieser Erden/auf der rauhen Jammer⸗Bahn bluͤhen nur Angst und Beschwehrden/ aber dort stellt JEsus dir Rosen ohne Dor⸗ nen fuͤr. 2. Bienen koͤnnen aus dem Klee au⸗ genehmes Honig saͤugen Reben steigen in die Hoͤh an den schlancken Ulmen⸗Zweigen, gieb doch deinem JEsu Raum er ist Klee und Umen⸗ Baum. 3. Blicke, die nach Zion gehn, opf⸗ fern GOtt Hertz und Gedancken. Hier kanst du nicht feste stehn, ringe nur nach jenen Schrancken, egsteht dort ein Kleinod drauf, nur besoͤrdre deinen Lauff. 4. Ein vergnuͤgtes Hertze weiß von den Schlacken Gold zu ziehen, offt muß ihm ein Paradeiß noch in die⸗ ser Wuͤsten hluͤhen; Lieb und Lust muß in der Pein uns des Himmels Vor schmack seyn. 5. Centner⸗schwere Sorgen, weicht, komm,/mein Hirtel laß mich weiden⸗ ist mein Ziel doch bald erreicht, nie⸗ mand soll mich von dir scheiden, biß ich dort in Canaan deine Lippen kuͤs⸗ sen kan. (1043.0 B. S. Mel. Meine Seele laß es gehen. Achihr Seufftzer eilt von hin⸗ nen/ nach dem stillen Himmel zu⸗ nirgends finden meine Sinnen, als an diesem Orte, Ruh: eilet auf des Glaubens Fluͤgelnlenckt euch nach den Sternen⸗Huͤgeln. 2. In der Welt sind Erden⸗Guͤter, schnoͤder Art und kurtzer Zeit; aber himmlische Gemuͤther bauen auf die Ewigkeit: eine Vrust die IEe sum liebet, traͤht den Schatz, der Schaͤtze giebett. 13 3. Hertzel reiß dich mit Verlangen⸗ von der kahlen Erde loß. Oben kan die Hoffnung prangen, nach dem Siege wird man groß, Zson eront O⁰ 4 bst 1167 Von der seeligen Hoffnung. 155 die Uberwinder edler, als die Hel⸗ den⸗Kinder. 4. Deine Blumen, holder Him⸗ melllocken mich ins Paradieß:ich bin frey vom Welt⸗Getuͤmmel, trage schon das guͤldne Vließ: Zier und Glantz wird bort erst schimmern in den auserwehlten Zimmern. ö(1044 Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Wẽes,o Welt lmit deinen Freu⸗ den, weg von mir und packe dich! weg ich sehne mich zu schei⸗ den, deine Lust ist nicht vor mich: ich will nun in Salems⸗Auen, ewig⸗ lich den Hoͤchsten schauen. 2. Ach! wie ist mir doch so bange, vor Begier nach jener Zeit, eh ich dort das Reich erlange, wo die Freu⸗ de mir bereit; Freude die in Zions⸗ Gruͤnden mich viel Seeligkejt laͤst finden. 3. Auf! nur auf und fort lich ster⸗ be vor Verlangen meiner Brust; denn ich sehe schon das Erbe dort bey auserwehlter Lust; Ja den schnsten Ort fuͤr allen seh ich mir zum Looße fallen. 4. Drum, o IEsu! komm und fuͤh⸗ re/ mich fein bald nach Salem hin, da ich ohne Leiden spuͤhre, daß ich an dem Orte bin, wo sich nur in suͤssen Freuden, die vergnuͤgten Engel wehyden. Von der seeligen Hoff⸗ ö nung. (1045.9 Mel. IEsu meine Freude. Esu liebstes Leben, ach wenn wirst du ge Rast ach gewuͤnschte Stunden, da ich werd entbunden meiner Suͤn⸗ den⸗Last! dein begehr ich, hoͤchstes Sut! tausend Seufftzer laß i schwinden, in dir Ruh zu finden. 2. Keine Luf und Freude, lanter du geben meiner Seelen S chsvon solcher frohen Ewigkeit nur et/ gl ä Feld, herbe Schmertzens⸗Ovelle. 96 bittre Ungluͤcks⸗Faͤlle hegt diß Sun Ihultin den Zelt; aber solches acht ich nicht/ Rie ilh, wer WOttes Hachen liebetn Gaai sich drum nicht betruͤbet. 66— 3. Die im Himmels⸗Lentzen ietzt hchmn n mit Purpur glaͤntzen, jene rvmme WM Sabl hat Lezt lauter Frende, machssumenen erlittnem Leide hier im Thranen⸗Im uns il Thal: drum, erwuͤnschter Seelen⸗v gedabs Freund! soll von dir mich nichts ab⸗ treiben, ich will dein verbleiben. 4. Drauf, O meine Sinnen, last dißb Welt⸗Beginnen, last diß schnoͤhe Gut last die eiteln Sachen, die uns irdisch machen, lebt in Andachts⸗Imel: der! Gluth! wann wir nur vergnůͤgt alle h vexsüht d hier, werden wir, obgleich viel eiz Denckt, den/ einsien haben Freuben. 0 licht in (1046.) D. C. A. R. Hicht dort un Mel. O Ewigkeit du Donner⸗Wort. der verklh O Spigkeit! du Freuden⸗Wort,inhahenhe von jenem Fried und Freuden⸗ u denn ges Ort, dahin ich einst soll kommen, zu hiddttr Mann sehn, was GOtt bereitet hat, in jn⸗ Riechenkan?ꝛ ner Fried⸗ und Freuden⸗Stadt, den Achl scht auserwehlten Frommen. Es ist das zung an, wou Leiden dieser Zeit nicht werth der Iy si rdere frohen Ewigkeit. Aprächtge 2. Merckt ihr betruͤbten Hertzen Aifer⸗volle⸗ doch, daß eures Leidens leichtes Iliches üms Joch ein ewigs Leben bringet, daß httlichket der, wer hier in Thraͤnen saͤ't, dort ier geit. in die Freuden⸗Erndte geht und da öDerubenit für Freuden senget,daß der,wer hier WSonmentg in Trauren ist,dort ew'ge Freud und ierdort die e Wohl geniest. 3. Das Creutz, das Tag und Stun⸗Iinmelsdieh den hat wohl manches Jahr uns ah⸗ linach das K6 gematt, bringt himmlisches Ergör sie sogtgaf tzen; in welchem sich ein seeligs dhen Eigke Hertz, ohn alle Sorgen Leid und v. Mein 6 chmertz kan ewig, ewig letzen, da Valt, weil do weicht das vorge Hertzeleid der im⸗ lt mungan mer frohen Swigkeit. daß wic 4. Wir koͤnnen zwar in dieser Zeit hinujt ö austol was wenigs lallen; Doch wissen wir, eind dkrn daß unser GOtt, der uns gefüͤhrt Inm 0 Creutzes⸗Weyde hat diß Jammer⸗ aus mancher Noth/ dort alles ist in u. Jch 0 allen 59 Von der seeligen Hoffnung. 117⁰ ens Ooel Allen. Was dunckt euch das fuͤr fꝛend lein, um JEsum, ewig ewig seyn? Ach!last uns doch den Freuden⸗ Blick auf jenes auserleßne Gluͤck . her Seelg'n flets hinschicken, zum Lenten jehtWorschmack/was dort wird geschehn, ne stomneluenn wir im Glauben slandhafft Freude, nuchltehn, die Muͤden zu erguicken, daß, ¶ ann uns zeit lich Trüb sal schreckt/ os ew'ge Lab sal suͤsse schmeckt. Weglmit der Wollust dieser Welt/ ie in die ewge Qvaal verfaͤllt, ich pehle mir den Himmel; die Boͤsen haben kurtze Freud, hergegen aber uges Leid, nach diesem Welt⸗Ge⸗ mmel: der Frommen aber kurtzes leid versůͤßt die srohe Eiwigkeit. 7. Deuckt, was es sey fuͤr Glantz iß icht ich nicht. achen liebe) Audachtz; herghlügt al⸗ lelch viel Iie den. E. esicht dort unsers GOttes sehen! Iuner⸗Wotk da der verklaͤhrte JEsus sich wird IehWort, iffenbahren herrlichglich, wie wird Freuden Ius denn geschehen? wo ist ein so lamwen, iu here dter Mann, der diese Freud aus⸗ hal, in j⸗ Prechen kan? Stodt, den S. Ach! schaut die schoͤne Woh⸗ 3. E dch lung an, wo unser Heyland ist vor⸗ wetth dir au, sie zu bereiten, gangen, hier ist Us praͤchtge Himmels⸗Schloß, der n Hethen Frostes⸗volle Abrams⸗Schooß, ein us llichtts lebliches Umfangen, und se tzt darzu unet/ w0 e.. die hat kein Ende 7½ rer Zeit. 401 mtt üDer uͤberirdsche Himels⸗Glantz, ber wirhie ker Sonnen⸗gleiche Sieges⸗Cranß, Flendurh ter dort die Seelgen eronet, däs 1 Fauchtzen, und der Lob⸗Gesang/ der und Stul immels⸗Lieder Freuden⸗Klang, ornach das Hertz sich sehnet; das 0 Erh lles folgt auf dieses Leid, in jener 1 Kelich Kohen Ewigkeit. 190 ulh 0. Mein GOtt ich will in dieser 01 beh, di Weltweil du mir solches Heyl be⸗ ellenun gern mein Ereutzstragen, dliv sel daß mich dieser Dornen⸗Weg Adiesrl hrt hin zu jenem Rosen⸗Steg/daß Kan krölich sagen: geht hier mein eehlend birter ein, wie süsse wird der aiimmmiel seyn? ö un. Ich will im Glauben sest an e dich, im Leben hier gedultiglich nach jener Pforte ringen, weil un⸗ sers Glaubens End und Ziel, wie mich dein Wort versichern will, soll seeligs Leben bringen. Wie wird' mir doch so wohl geschehn, wenn dich dort wird mein Auge sehn? 12. Nun, frommer GOtt, ich dan⸗ cke dir, daß du so suͤssen Vorschmack hier mich laͤs davon geniessen: Wie froͤlsch will ich nun darauf den offt hetruͤbten Lebens⸗Lauff in meinem Tode schliessen! diewell ich kan ver⸗ sichert seyn, der Tod fuͤhrt mich zum Leben ein. 23. O Ewigkeit! du Freuden⸗Wort, erschall in mir doch sort fuͤr fort, daß sch zu dem soll kommen, was GOt⸗ und Licht, in welchem wir das An⸗ tes Macht bereitet hat in sener Fried⸗undsreuden⸗Stadt den aus⸗ erxwehlteuFrommen. Nimm mich, mein GOrt/ aus dieser Zeit, bald in die frohe Ewigkeit (1047) B.S. Mel. JIEsus meine Zuversicht. Moine Hoffnung laͤst mich nicht⸗ alles mag mich sonst verlassen, ruht mein Hertz in Gott und spricht? wi H—.—— Iso ab ich Trost und Heyl IEsus i der Seelen Theil. 5 2. O wie eitel ist die Welt! hier schlaͤfft man auf Spinnen⸗Weben, aber wers mit JEsu haͤlt/ nur allein ihm denckt zu leben, naͤhret sich mit Honig⸗Thau, auch auf dieser Wer⸗ muths⸗Au. 3. Zweiffel toͤdtet nur das Hertz, eble Geister muͤssen hoffen: der mich schlaͤgt mit Angst und Schmertz, last mir auch den Himmel offen, ist GOtt meine Zuversicht, trotz dem, der mir wieberspricht. 4. Zaͤhyen sind die Jammer⸗Saat, ich muß mich mit Thraͤnen salben, nur getrost! der Dornen⸗Pfad geht zum Himmel allenthalben. Ein ge⸗ laßnes Hertze schweigt, biß der Sturm die Sonne zeigt. 3. Otter⸗Gifft und sblasser Neid Oo hab 1171 Vom der seeligen Hoffnung. 17²3 hat die Unschuld offt verletzet, Red⸗ lichkeit wird doch allzeit nach dem Ungluͤcks⸗Sturm ergoͤtzet. Ein Ge⸗ wissen, das GOtt weiß, traͤgt der Tugend Ehren⸗Preiß. 6. Schweige deninach, Ungedult, Cent ner Sorgen sind nur Plagen; hast du deines GOttes Huld, je so darffst du nicht verzagen, ruhe nur und hoff auf ihn, nach dem Trauren folgt Gewinn. 7. Hoffnung, O du fester Grund! achlso laß mich nimmer sincken, und wenn mein erblaster Mund soll des Todes Wermuth trincken, ie so stell in Hoffnung mir nichts, als meinen JEsum, fuͤr. * Mel. Mag ich Ungluͤck nicht ꝛc. VOhannes sahe, durch Gesicht, ein edles Licht, und liebliches Gemaͤhlde: er sah ein Hauffen Voͤl⸗ cker ehn, sehr hell und schoͤn, im guͤldnen Himmels⸗Felde. Ihr Hertz und Muth schwebt in dem Gut/ das hier kein Mann bezahlen kan mit al⸗ Lem Gut und Gelde. 2. Sie trugen Palmen in der Hand, ihr Ort und Stand war vor des Lammes Throne: ihr Mund war voller Lob und Preiß, die Kleider weiß, ihr Lied, im hoͤhern Thone, klang suß, und sang des Hoͤchsten W. Danck. Und diese Stimm halff um und um der Engel heilge Crone. 3. Wer,(sprach Johannes) sind doch die, die ich allhie in weissem Schmuck seh halten? Es sind, ant⸗ wortet aus der Schaar, die um ihn war, der eine von den Alten: Es sind, mein Sohn, die sich den Hohn und Spott der Welt von GOttes Zelt nicht lassen abehalten. 4. Es sind die so vor dieser Zeit in grossem Leid auf Erden sich befun⸗ den: die bey des HErren JEsu Ehr und seiner Lehr all Angst und Truͤb⸗ sals⸗Wunden, zwar ohne Schuld, doch mit Gedult, durch GOtt ge⸗ kuͤhlt, recht wohl gefuͤhit, und sroͤ⸗ lich uͤberwunden. . Dieselben haben als chr Wiald, bet M als treue Leut, im GlaubenssBud Wg verkläret Sie haben sich der Höllen zanseh Hdl, so viel der ist, mit flarckem vushn Muth erwehret: und nichts geacht Annen der Erden Pracht: des Lammes Shl. Blut zu ihrem Gut erweylet und ehrnen begehret. Isüs sieinm 6. Darum so stehen sie auch nun, iescht und all ihr Thun, wo GOttes Tem⸗ Phebracht, pel stehet. Der Tempel,, da man ralt alei Tag und Nacht dem Hoͤchslen sichetschon wacht, und seinen Ruhm erhoͤhet: steut sich da leben sie vhn alle Muͤh, ohn alle Mein J QOvaal, im Freuden⸗Saal, der nim⸗d,Kas i⸗ mermehr vergehet. Haltit nur! 7. Daselbst sitzt GOtt in seinem sdie keglh Hauß, und breitet aus die Hütte in schon i seiner Guͤte, und deckt mit sanffter abenhierv Wollust zu, in stiller Ruh, manch, und die trauriges Gemuͤthe. Was Freude hlte Braut munt, 995Sehner m„die Augen rirn uͤllt, das Sehnen stillt, steht da in Imeihen alt voller Bluͤthe. 665 Hlen fuider 8. Da istikein Durst, kein Hungers⸗ch slbgtnut Noth, das Himmel⸗Brod last keiz Malß Fetigli nen Mangel leiden; da scheint die glin Hörtif Sonne keinem mehr zu heiß und n Licht, bi sehr, ihr Glantz bringt lauter Freu⸗(oj den. Die Himmels⸗Sonn, und Her/ Meltlich tzens⸗Wonn ist unser Hirt, der gros Wl se Wirth und HErr der ewgen iieben wieein eyden. 0 folher R. 9. Das Lamm wird weyden seine sesen Blum Heerd, als sies begehrt, auf Auen, Aen daz unde die schon prangen. Es wird sie leih e. Dein End ten zu dem QOvell, der frisch und hel, Ibenck derer das Heyl draus zu Lu/ Hie und uidwollnüt wird gewiß nicht ruhen, biß er unz dumusthernn erfrischt, und abgewischt die Thri adershraug nen unsrer Wangen. 4 sofün . Demn d. Von Verschmaͤhung hnt, wie der Welt. Icuming (61049. in Rechen WMel. Nun sich der Tag geendet ꝛe Wu mich auf dieser Welt be Den I —— Eihr Hieh, aubens B bdet Hölg mit flarcktn ²3 Von Verschmaͤhun gder Welt. 1¹74 slas aber meite Seele liebt, das kleibt in Ewigkeit. Drum sahr 50 Weltmit Ehr und Geld und deiner Wollust hin: im Creutz und Spott ichts genct Rkan mir mein GOtt erqvicken Muth Lammz Wwehlet u it auchn Ottes 2 el/ do Win u Hoͤchsig hmethöht I‚/ ohn ale aal,der nin⸗ tt in stineh die Huͤtte mit sanfftte uh, mauch und Sinn. . Die Thoren⸗Freude dieser Welt, swie süͤß sie immer lacht, hat sehleu⸗ ig ihr Gesicht verstellt, und den in Leid gebracht, der auf sie haut, wer aber kraut allein auf GOttes Treu, her siehet schon die Himmels⸗Cron, Und freut sich ohne Reu. 3. Mein JEsus bleibet meine Freud, was frag ich nach der Welt! Welt ist nur Furcht und Traurig⸗ keit, die letzlich selbst zersaͤllt. Ich hin ja schon mit GOttes Sohn im Hlauben hier vertraut, der droben st, und hie beschutzt sein auser⸗ Was Freude „die Augeh seht dain in Hungelk⸗ Rrod last ki⸗ dascheint i I heiß und laurer Frel⸗ nm,und Hi t/ der griß der ewgth Repben seilt „ auf Alleh, wird sse ls⸗ sch und he — astze H/ e ch bie Chnl thehlte Braut 4. Ach JEsüll tödt in mir die Welt, und meinen alten Sinn/ der deinem Willen widerbellt: HErr, nimm mich selbst nur hin„ und binde mich hantz festiglich, an dich, o HErr, mein Hort! so irr ich nicht, in dei⸗ hem Licht, biß in die Leheus⸗Pfort. (109ε.) M. W. WoLnlich Ehr und zeitlich Gut, Wollust und gller ÜUbermuth sist eben wie ein Graß: aller Pracht und stolzer Ruhm verfaͤllt wie ein Wiesen⸗Blum, o Mensch! bedencke ben das/und versor ge dich noch bas. 2. Dein End bild dir taͤglich fuͤr, hedenck der Tod sey vor der Thüͤr/ und woll mit dir davonner klopfft an, anders draus, haͤttest du nun recht gethan/ so faͤndest du guten Lohn. 3. Wenn die Seel von hinnen fuͤhrt, und der Leib von Wurmen herzehrt, wieder wird auferstehn, Alsdann fur Gottlicher Krafft geben Pollen Rechenschafft, ol wie wird er ba bestehn, weil er ietzt will můßig ghehn ꝛ Denn dort wird ein reines Hertz Rel mehr gelten, denn alle Schaͤhz 6 und aller Menschen Gut; wer sich hier versoͤhnt mit GOtt, der wird dort nicht leiden Noth, wer ietzt GOttes Willen thut, der wird dort seyn wohlgemuth. Ein gut Gewissen allein ist besser, denn der Edelstein, und koͤstlicher denn Gold; wer es mit Christo er⸗ langt, und ihm ordentlich anhangt/ dem vergiebt GOtt seine Schuld, steht ihm bey und ist ihm huld. 6. Kein Reichthum und kein Ge⸗ walt, kein Zierheit noch schoͤne Ge⸗ stalt hilfft was zur Seeligkeit; es sey denn das Hertz zugleich in goͤtt⸗ lichen Gaben keich, und geziert mit Geistlichkeit, in Christi Theilhaff⸗ tigkeit. 7. Christus redet offenbahr und spricht zu aller Menschen Schaar: wer mit mĩr herrschen will/der nehm auch sein Creutz auf sich, unterwerff sich williglich/halt sich nach meinem . thu nicht wie sein Adam will. 8.O Menschlsieh an JEsumChrist, so fern er dir zum Beyspiel ist, und untergieb dich gar: nimm auf dich sein süsses Joch, und folg ihm hier treulich nach, so koͤmmst du gur Engel⸗Schaar, die des warten i merdar. 2 9. Glaub dem HErrn aus Hertzen⸗ Grund/ und bekenn ihn müt deinem Mund/ und preiß ihn mit der That⸗ thu ihm fleißig deine Pflicht, wis dich sein Wokt unterricht, so wird er Not Gnad dir beystehn in aller 0 ö du must heraus, da wird gar nichts Noth 10. Regier dich nach seiner Lehr, und gieb ihm allzeit Lob und Ehr mit Unterthaͤnigkeit, sprich hertzlich mit Innigkeit; O GoOtt in Drey⸗ faltigkeit! dir sey Dauck und Herr⸗ lichkeit hier und dort Ewigkeit. 05LJ.) B. 8. Mel. Wer nur den lieben GOtt ze. ERsgöht euch nur ihr eiteln See⸗ len/ und sucht die schnoͤde Lust her Welt! Mein. Hertz loll sich 75 1175 Von Verschmaͤhung der Welt. bessers wehlen, das sichs zu seinem Oroste stellt, mein JEsus ißs, denn er allein,soll mir in allem alles seyn. 2. Kein Gold und Gut kan mich bethoͤren, in JIEsu steht mein ein⸗ tzig Heyl: er ist die Crone meiner Ehren, der Seelen Schatz, des Her⸗ tzens Theil. Was nichts von JEsu weiß und spricht, dasselbe mag und will ich nicht. 3 Hier will ich ihn im Glauben küs⸗ sen und bleiben biß in Tod getreu, das besser ist, denn alles wissen, sein Wort erleuchtet mich dabey, und macht mich aller Weisheit voll, die ein Gerechter wissen soll. 4. Zeuch, liebster JEsu! meine Sinnen stets von der Erde Him⸗ mel waͤrts. Ich kan die Welt nicht lieb gewinnen: Denn wo mein Schatz, da ist mein Hertz. Du blei⸗ best mein, ich bleibe dein, was kan mir doch vergnũgter seyn? 5. So weiß ich dann nichts hoch zu schaͤtzen, als JEsum, der mein alles heißt. Ich leb und sterbe voll Ergoͤ⸗ tzen; denn er nimmt den erloͤßten Geist in seine Haͤnde seelig an, wo ich ihn ewig lieben kan. (105½.) M. C. S. In eigener Melodie. Heun JEsu. du bist mein, im Leben und im Sterben, und ich ver⸗ bleibe dein, sammt allen Himmels⸗ Erben, dir opffre ich mich auf, Hertz, Seele, Leib und Leben, und alles was ich bin, bleibt dir, mein Hort/ ergeben. 2. Zwar weicht der schwere Sinn, den sch hier an mir trage, noch offt zur Erde hin/ wie ich dir vielmahls klage doch, mein Immanuel! reiß du mich vom Gerichte, und bringe mich hinauf zu deinem Himmels⸗ Lichte. 3. Hier ist mein gantzes Hertz mit aller seiner Liebe, zeuch du es Him⸗ mels⸗waͤrts, durch deines Geistes Triebe; es steht in deiner Hand, sein Dencken und sein Lichten, und alles, was es thut, kanst du zum Himmel richten. 2. Du bist mein hoͤchstes Gut, im Himmel und auf Erden, auf dem mein Hertz beruht im Leiden und Beschwerden was bleiht mir ausser dir? in allen schnoͤden Gruͤnden, so weit mau blicken kan, ist nichts/ wi⸗ du/ zu finden. 3. In dieser boͤsen Zeit der Angst erfuͤllten Tage ist lauter Eitelkeit, fast ohne Zahl und Waage; drum bleibt es wohl dabey: wer sich zum Eiteln kehret, und sich der Welt er⸗ giebt, ist alber und bethoͤret. 6. Die Welt mag immer hin, das, was sie hoch will achten, in ihrem stoltzen Sinn als einen GOT be⸗ trachten, und, weil ich niedrig bin, zeit oben an und mich zu unterst setzeu. 7. Sie mache was sie will, wer will ihr das verwebren ꝛ ich halte JEsh still, dem soll mein Hertz gehoͤren: die Welt verbleibet Weit, will sie mich ferner plagen und neiden biß in Tod, ich will es willig tragen. 8. Sie lege heimlich mir, wie sie den Frommen lohnet, die Netze fr die Thůr /ich bin es schon gewohnet ste thue mich in Bann,/ sie fluche/laͤ stre, schaͤude, sie nehme gar mein Blut und wasche sich die Haͤnde. vermag zu lassen, hier ist mein biß⸗ gen Blut, will sie dasselbe hassen, so nehme sie es hin, sie kan dir, o mein Leben, durch ihre Raserey, HErt JEsu! nichts vergeben. 10. Ich bleibe doch an dir, nach dit will ich mich nennen, HErr JEsu, füͤr und fuͤr soll nichts von dir mich mir schaden II. Ja, Liebster! dir im Himmel, mein Hertze sehnet 1176 mich fuͤr verworffen schaͤtzen, sich al⸗ 9. Sie thue, was sie thut und nicht trennen, ich weiß und bin gewiß⸗ bin ich bey dir in Enaden, was kan Ni der Satan thun? was kan die Welt sg ziehe mich hinauf zu 1 sich aus dirsem Wieüe 0 „ chhet uhver Wluemine gdiuse 1. Hie ist! ttergebne! Wlen⸗Sthaß hg„ Her sist der Se Ehranen⸗ ele⸗Fret . Achstärch hte die Get higbin, ss laß mei Iwünschen! Esl nur Dennmag Ameine Wot hmel ein, Sonne, d chund will Mhacheh. „ Du, du; Riesem Leb An Schutz u ves⸗Bohdt dahin, mi. dort beyd. ihen Hinmn I. HEtri Ott o Wal Heine Luf V mir soll n 6 hestehen A, muß, wi⸗ bbürres Pau Hirgefalt 115 is But, / auf den Leiden und Türaufft Arundem nichts I n Al Ettelket, Age; drüm lersich zun Delt g⸗ Hret. Er hin, das, in ihren 50 be⸗ siedrig bin, hen, sich ol⸗ zu Untesst II, wer wil halte IEIh Hehoxen: t, will e naiben biß Lundnicht Thein biß behassen, dir/ meil N/ Hen mst du In Von Verschmaͤhung der Welt. 1178 taͤchzet unverruͤckt nach jenen fro⸗ hen Auen, in d eVersicherung: dein Antlitz da zu schauen. 12. Hier ist kein Ruhe⸗Platz fuͤr GOtt ergebne Sinnen/ kein wah rer Seelen⸗Schatz des Himmels zu ge⸗ winnen, bier lebt man in Gefahr, hort ist der Seelen Weyde, hier ist ein Thraͤnen⸗Thal, dort ist des Himmels⸗Freude. g. Ach staͤrcke nur den Sinn und ordre die Gedancken, daß ich be⸗ sandig bin, wenn alle Pfeiler wan⸗ Ken; laß meinen gantzen Muth, lab wünschen und verlangen, o lieb⸗ ster JEsul nur an dir alleine hangen. 14. Denn mag es alles feyu, du blei⸗ best meine Wonne; faͤllt gleich der Himmel ein, zerschmeltzet Mond und Sonne, du bist mein Himmel⸗ keich; und will die Welt zerkrachen, ich sorge nicht bavor/du wirst es doch wohl machen. 5. Du, du verbleibst mein Theil in diesem Lebens⸗Lande, du bist wein Schutz und Heyl, trotz aller Todes⸗Bande! raubt mich der Cod dahin, mit dir will ich im Ster⸗ hen, dort bey der Engel⸗Schaar/den Hatitzen e 1053 Mel. Her ich habe mißgehandelt. Ort /o Welt mit deinenFreudenl deine Lust ist nicht fuͤr mich; was mir soll mein Hertze weyden, wuß bestehen ewiglich; Was du liebst, muß, wie von Winden Spreu und dürres Laub verschwinden. 2. Mir gefaͤllt auf dieser Erben we⸗ ber Hoheit noch Gewalt; Gold und Silber müssen werden Rost und Staub ohn Auffenthalt: Lust und Ehre fleucht behende, alles hat sein iel und Ende. Ih. Nichts auf Erden kan bestehen, hne Ziel und ohue Maaß; alles eit⸗ muß vergehen wie die Blumen Ind das Graß; waͤhrt dir etwas ei⸗ Eele. tausend Noth wird dir zu Ells. 4. Leld ist hier wie Flachs und Wol⸗ le unsern Kleidern eingewebt; war ist/ der da sagen solle, daß er ohne Noth gelebt? Creutz und Leiden traͤgt die Wuͤrde, wie der Selqve Last und Buͤrde. In der schnoͤden Zeit verbleiben heist sich weh, nicht wohl, gethan; GOtt⸗ergebne Sinnnen schreiben diß vor lauter Thraͤnen an:; suchst du aber recht Vergnuͤgen, laß das eitle Wesen liegen. 6. Lust ist in der Hoͤhe droben bey der frohen Engel⸗Schaar; solche bleibt dir aufgehoben unverruͤckt und immerdar; und die Schaͤtze⸗ die wir lieben, koͤnnen nicht, wie hier, zerstieben. 7, In der Ewigkeit ist Ehre, Ho⸗ heit, Krafft, Gewalt und Pracht; wer ist der das Schloß zerstoͤhre, wo der Tag waͤhrt ohne Nacht, und die Freuden, ohne Leiden, unser Hertz und Seele weyden? 8. IEsu laß mich seelig werden, wo du sammt den Deinen bist; laß mich ellen von der Erden, weil doch hier kein Zoar ist: dort bey dir ist gut verweilen, wenn wir Thabors Huͤt⸗ ten theilen. (1⁰74.0„ Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Angst du noch fest an der Erden o du Welt⸗gesinntes Hertz! reiß dich von der Welt Beschwer⸗ den, auf! und trachte Himmel⸗ waͤrts: mit der Welt wirst du ver⸗ derben/ ohne sie dort alles erben. Ruͤhme nicht der Erden Freude, tritt sie willig unter dich/jede Welt⸗ Lust wird zum Leide, sie vergnuͤgt nicht ewiglich; Erden⸗Lust muß endlich fallen schleunig, wie die Wasser⸗Gallen. 3. Traue nicht den Erden⸗Schaͤ⸗ tzen, irdisch Guth haͤlt nicht den Stichz nichts wird dich hie recht er⸗ götzen hoffe drauf! was hilfft es dich? Odie Reichen wie die Amen tder Tod hin, ohn Erbarmen rafft der Tod hin, oh 4Tach 179 Von Verschmaͤhung der Welt. 1180 4. Trachte nicht, dich hoch zu schwingen, iß dein Brod in Niedrig⸗ keit; suche nichts in allen Dingen, als nur die Zufriedenheit: trifft nicht auch bey Trauer⸗Faͤllen Qvaal und Leid die Ehren⸗Stellen? 5. Von der Eitelkeit der Erden erndtet man nur Eitelkeit; Preiß und Lob soll uns dort werden, ohne Noth und Hertzeleid: reiche Schaͤtze niehn uns offen, tausend mehr, als wir verhoffen. 6. Ist dirs an der Lust gelegens su⸗ che sie in jener Welt; es ist droben allerwegen suͤsse Lust, die uns ge⸗ faͤllt! Tod und Noth ist nicht zu spuͤhren oben, wo wir trjumphiren. 7. Frisch hinauf, mit dem Verlan⸗ gen! oben ist der Freuden⸗Plan; Reichthum, Ehre, Lust und Pran⸗ gen trifft man bey den Engeln an: Ia die schoͤnsten Himmels⸗Gaben sollen uns dort ewig laben. (10550— Mel. Wo soll ich fliehen hin. Ade du süsse Welt, ich schwing ins Himmels Zelt die Fluͤgel meiner Sinnen, und suche zu gewin⸗ nen, was ewiglich bestehet, wenn dieses Rund vergehet. 3. Fahr hin mit deinem Gut! das eine kleine Fluth so balde kan ver⸗ heeren, und eine Gluth verzehren: fahr hin mit deinen Schaͤtzen, die nimmer recht ergoͤtzen. 3. Fahr hin mit deiner Lust l sie ist nur Koth und Wust, und deine Froͤ⸗ lichkeiten vergehen mit den Zeiten: was frag ich nach den Freuden, auf die nur folget Leiden. 4. Fahr hin mit deinem Pracht! von Wuͤrmern ist gemacht der Sam⸗ met und die Seiden die deinen Leib bekleiden; was mag genennet wer⸗ den, ist lauter Koth und Erden. . Fahr hin mit deiner Ehrl was ist die Hoheit mehr, als Kummer im gewinnen, und Hertzleid im zerrin⸗ nen? was frag ich nach den Ehren, die nux das Hertz beschweren. ne Bran Oseyn vertze i Halld Heh, so halt ganze We Hlchtsgls! Mhleischmo Gterblichke Wrumso 6 Fahr hin mit deiner Gunstlfalsch lieben ist die Kunst, dadurch dei wird betroͤgen, dem du dich zeigsi ge wogen: was frag ich nach dem sie⸗ ben, das endlich muß betruͤhen. 7. Im Himmel ist der Freund/ del mich recht hertzlich meynt, der mis sein Hertze giebet, und mich so bruͤn⸗ stig liebet; daß er mich suͤß ergvicket, hen, wab wenn Angst und Truͤbsal drucket. W0b wi g. Des Himmels Herrlichkeit is 7 braͤd mir schon zubereit: mein Rahne aa steht geschrieben hey denen, die Gott ch ö lieben, mein Ruhm kan nicht ver⸗ Irumt gehen, so lang GOtt wird bestehen, ees 9. O Zions guldne Pracht! wie Hahlh, hoch bist du geacht? von Perlen sind unleiblch Die Pforten, das Gold har aller O i ten die Gassen ausgeschmuͤcket: Hudhe wenn werd ich hingeruͤcket⸗ ö Imi H⸗ 10. O suͤse Himmeis⸗Lust! wohl 30 0 dem, dem du bewust: wenn wir ein 000 Tropfieinhaben,fe kan es uns erker N ben mie eird mit grossen Freuden se delts der volle Strohm uns weyden lug Neo ch n. Otheures Himmels⸗Gut! du Würmen machest rechten Muth: was werden wir vor Gaben bey dir, HErr IEsul haben: mit was vor reichen Schů⸗ tzen wirst du uns doch ergoͤtzn? 12. Fahr Welt, fahr immer hinen gen Himmel steht mein Sinn, das Irdsche ich verfluche, das Himm⸗ 10 lisch ich nur suche. Ade, du Welt⸗ Hel ich wehle mir den Him⸗ brennt; zwo Sonnen moͤgen nicht ein. erbellen beysammen an dem 61511[h— ment. Wer Herren, die einander Von He feind, bedienen will, ist keines fech Freund. ch 2. Was hiuckst du denn auf beyhen Seiten, o Seel, ist GOtt der HErr l. Freudl Cheil und Platz? soll er dich nen⸗ dein Schaß? was haben denm die luienge Sitelkeiten vor einen Anspruch, e Mͤttler, Ihicht U ö chyr I0 — Suhstsah dadürch de Hich eigftge ach dem e ettüben. Freund,et At, dernn hich so brun⸗ Uergvickt, Adrücket, rlichkeitit Ein Nahne Re, ie Bott an lscht ver⸗ Ird beftehen, Rracht! nie Verlen sind Hr aller Ot schmüͤcket: ket! Lust wohl enn wir ein g uns erla⸗ Freuldin Rydeil? %Hut L0l uut werden ER JEl ichen Echl⸗ ögzen? mmtr hin! Einn/ dis das Hillll⸗ du Well⸗ i den Hin⸗ GOtt l Hescler, Ind keblich nöhenniat dem Hirmt⸗ Reenoubn is keintz aufbeybet It der HEn en denn di 191 dichn n I8L Von geistlichen Anfechtungen. 19² gen seine Braut/ Fan st du nicht an⸗ hern seyn vertraut. 3. Im Fall du Christum wilt be⸗ halten, so halt ihu einig und allein, die gantze Welt soll dir erkalten, und nichts/als lauter Greuel/seyn: heinl Fleisch muß sterben, eh die Noth beꝛSterblichkeit dir bringt den Tod. Warum sollt ich doch das um⸗ fangen, was ich so bald verlassen muß? was mir nach abgekürtzten Prangen bracht ewig Eckel und Verdruß ꝛ solt ich um einen Dunst und Schein ein Scheusal Heil gen Geistes seyn? .Die Augen dieser Erden lachen war weidlich, in der Sterblichkeit/ beweinen aber in dem Rachen der Hoͤllen ihr unendlich Leid. Die En⸗ Hel⸗Traub hergegen traͤnckt den, der nit Thraͤnen hie sich kraͤnckt. 6. Ach GOtt! wo sind sie, die vor Nahren ergeben aller Eitelkeit, und ndie Welt so bruͤnstig waren ver⸗ llebt? des schnoͤden Leibes Kleid sind Wuͤrmer, ihre Seele sitzt in ewig heisser Gluth, und schwitzt. 7. Die Welt senckt ihre Todten nieder, und weckt sie nimmer wieder nuf: mein Schatz rufft seine Tod⸗ ten wieder zum unbeschraͤnckten Le⸗ bens⸗Lauff, verklaͤhrt sie wie das wenn jene nagt der anndre Tod. . Was hab ich denn, v Welt! zu schaffen mit demer leichten Rosen⸗ Cron ꝛ fleuch hin, und gieb sie dei⸗ hen Affen; laß mir des Creutzes Dorn und Hohn. Besitz ich JE⸗ um nur allein/ ist alles, was zu wuͤn⸗ schen, mein. Von geistlichen An⸗ fechlungen. (1097.0 Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. E esJEsu, dich erbarmen, treu⸗ er Mittler, schlaͤffest du? kennest In nicht mehr mich Armen? sprichst du mir nicht weiter zu? GOtt/mein Gott, ach wie so lang!meiner Seel ist angst und bang/ schaust du doch mein Freund durchs Gitter, in dem schweren Ungewitter. 2. Hoͤlle Sat an, Welt und Suͤn⸗ de setzen stůrmend auf mich zu. Ach? daß ich die Staͤtte finde, wo ich haͤt⸗ te Schirm und Ruh,hilff mir, HErr, mein Felß und Hort, mein Hertz haͤlt dir fuͤr dein Wort: HErr ich soll nicht seyn verlohren, hat dein wahrer Mund geschworen. 3. Suͤnde, wie magst du so druͤcken, und mich plagen ohne Rast? hie auf meines JEsu Ruͤcken liegt die mix zu schwere Last/der hat schon bozahlt fuͤr mich was so schwer verschuldet ich„ GOtt hat solbst gestrafft am Kiude, was der Knecht gethan fuͤr Suͤnde. 4. Kommet, kommet her ihr Ar⸗ men! selbst sein theurer Mund aus⸗ schreyt; euer will ich mich erbar⸗ men/die ihr hoch beladen seyd. Nun ich komme mit Begier als ein mat⸗ ter Hirsch zu dir, laß es, JEsu/ mir gelingen, und dein Lebens⸗Wasser springen. Du, mein JEsul wirst gewaͤhren mich der offt erhohlten Bitt/ zehlen meine heisse Zaͤhren, neuen Trost mir theilen mit, staͤreken mein er⸗ schrockne Seel mit dem sůssen Freu⸗ den /Oel, und erlelchtern mein Ge⸗ wissen, nach so viel Bekümmernissen. 6. Du wirst meine Suͤnde sencken in den tieffen Abgrund hin, mehr im Zorn auch nicht gedeneken, wie boͤß ich gewesen bin. Deine Fuͤrbitt und Geschrey bey dem Vater kraͤff⸗ tig sey, zeig ihm mich in deinen Wunden, so bin ich frey und ent⸗ bunden. 7. Ich alsdenn will taͤglich singen von der hohen Liebes⸗Treu: ich will Danck undOpffer bringen,ruͤhmen, daß GOtt gnaͤdig sey; sein Altar und Heiligthum, wisse stets von sol⸗ chem Ruhm„ wo me grde ö 1183 Von geistlichen Anfechtungen. 280 taͤglich ehret, Amen ja es ist er⸗ hoͤret. (1058.) P. G. Nach eigener Melodie. Nicht so traurig, nicht so sehr, meine Seelel sey betruͤbt:daß dir GoOtt Gluͤck, Gut und Ehr nicht so viel/wie andern, giebt: nimm ver⸗ lieb mit deinem GOtt, hast du Gott, so hats nicht Noth. 2. Du, noch eintzig Menschen⸗ Kind, hast kein Recht in dieser Welt: alle die geschaffen sind, sind nur Gaͤst in fremden Zelt. GOtt ist HErr in seinem Hauß: wie er will so theilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, daß du Erden haben solt: schau den Himmel uͤber dir: da, da ist dein edles Goldl da ist Ehre, de ist Freud, Freud ohn Ende, Ehr ohn Neid. 4. Der ist alber, der sich kraͤnckt um ein' Hand voll Eitelkeit: Wenn ihm GOtt dagegen schenckt Schaͤ⸗ tze der Bestaͤndigkeit. Bleibt der Centner dein Gewinn, fahr der Heller immer hin. 3 5. Schaue alle Guͤter an, die dein Hertz fuͤr Guͤter haͤlt: keines mit dir gehen kan, wenn du gehest aus der Welt, alles bleibet hinter dir, wenn du trittst ins Grabes Thuͤr. 6. Aber, was die Seele nehrt, GoOttes Huld und Christi Blut: wird von keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet allzeit gut. Erden⸗Gut zer⸗ faͤllt und bricht Seelen⸗Gut das schwindet nicht. 7. Ach! wie bist du doch so blind, und im Dencken unbedacht: Au⸗ gen hast du, Menschen⸗Kind, und hast doch noch nicht betracht deiner Augen helles Glaß: siehe! welch ein Schatz ist das. 8. Zehle deine Finger her, und der andern Glieder Zahl: keins ist, das dir unwerth waͤr/ ehrst und liebst sie allzumahl: keines gaͤbst du weg um Gold, wenn man dirs abnehmen 2 E nes Hertzens, das dich lehrt: wah gabtes Agt viel Gutes alle Stund dir von oben n und Gold wird beschehrt; du hast mehr alh asolt. Sand am Meer, und willst dochl Mancherl. noch immer mehr. hjseet semne 10. Wůste der im Himmel lebt, das aufbises dirs waͤre nuͤtz und gut, wornach scht fehl: so begierlich sirebt dein verblendtesndund dene Fleisch und Blut, wuͤrde seine Froͤnns Prange, migkeit dich nicht lassen unerfreut. den Güte 11. GOtt ist deiner Liebe voll, unhipdoch vicht von gantzem Hertzen treu: wann dusmnnurdes; wuͤnschest, pruͤfft er wohl, win den liebe dein Wunsch beschaffen sey; ist dinr keine Not gut/ so geht ers ein: ists dein Scha/ Hor mein de/ spricht er nein. cht, ien 12. Unterdessen traͤgt sein Geist dilshen Lugend⸗ in deines Hertzens Hauß Mannan lob unde das die Engel speist, ziert undsj ez gehn⸗ schmückt es herrlich aus: Ja/ Assihthi sehr wehlet, dir zum Heyl, dich zu seinen(10 Gut und Theil. fl, Ksifd. 13. Ey so richte dich empor,du heseey nohl truͤbtes Angesicht! Laß das Seuft Seel! il zen, nimm hervor deines Glaubenhsande: Co Freuden⸗Licht; das behalt, wenüyhdemnoch— dich die Nacht deines Kummersyngläubtun traurig macht. It von dem 14. Setze als ein Himmelé⸗Sohmicters r deinem Willen Maab und Zieiiz Zun s ruͤhre sters vor GOttes Thron dehhr, wemin nes Danckens Saͤyten⸗Spielz weilhi iser V dir schon gegeben ist mebrers, als duhinusdee osch Hinundhen swuͤrdig bist. Sh 15. Fuͤhre deines Lebens Lauffalge zeit GOrtes eingedenck: wie Kolle N koͤmmt, nimm alles auf, als ein wohl bedacht Geschenck! geht duussgt, u widrig,laß vogehn: GOtt im Himnuh mel bleibt dir stehn. sc 1 Do d... In eigner Mehirtucnd Mein Gemurh, wie su betrbtimn, buen *was ist das dich traurih il machty trautst du/ daß dir G/ O. nicht giebt, was die schnoͤde West gusisr hoch acht? sey zuftieden GOttef muc Guͤt theilet dir was besserg mit. nch 2. Gut und Geld bleibt in del Welt, drum begehre solches nicht: W wolt. 9. Nun so gehe in den Grund dei⸗ richte nach dem Himmels⸗Zelt* un ‚ 185 Von geistlichen Anfechtungen. 1186 lhn; Aetrübtes Angesicht, da, da ist dein Odtrwunoshut und Gold, das du lieber wuͤn⸗ haf mcht Uschen solt. nss MHg. Mancher liebt die Eitelkeit, und ergisset seiner Seel er denckt mmel lebthhlzur auf diese Zeit, daß es ihm dar⸗ Hut, wornhhin nicht fehl: aber, Hertzel laß den Hontlerhhlpand, und denck an dein Vaterland. deseineri. Prange, Welt, nur immerhin Auulrfreit nit den Gütern die du hast: sie lebe voll usind doch nicht dein Gewinn, son⸗ eu: waunsh sern nur des Hertzens Last: hab ich pehl, Azur den lieben GOtt/ so hats mit Rsth; Khmir keine Not h. dein Sche z. Hoͤre meine Seel! hoͤr auf,trau⸗ enicht, wie vor, so sehr fuͤhr nur in Belihanen Tugend⸗Lauff,gieb demHoͤch⸗ auf Manni sen Lob und Ehr; geht dirs widrig, „ Hert uhhaß es gehn, GStt im Himmel aus; Ja/ Hlleibt dir stehn. dich zu seineg(1060.) P. G. RMel. Es ist das Heyl uns kommen. ewor,dule SEy wohlgemuth, o Christen⸗ Asdas Self= Seel! im Hochmuth deiner 11 Hlaubechgeinde: Es hat das rechte Israel sehölt„ welhgoch dennoch GOtt zum Freunde: i gummainer glaͤubt und hofft, der wird ge⸗ lebt von dem, der unsern umelt⸗Sohhhgebt Trost, Friede,Freud und Leben. ud 3l2. Zwar thut es weh und aͤrgert Thton Vlshr, wenn man fuͤr Augen siehet, .Splelzwalnie dieser Welt gottloses Heer so chrers als ͤshon und herrlich bluͤhet: sie sind Ueiner Todes⸗Fahr, erleben hier hens Lauffalß mauches Jahr, und stehen wie nck: wie Aalläftte. auf, als ei 3. Sie haben Gluͤck, und wissen ageht llfßicht, wie Armen sey zu Muthe, otim Hiohold ist ihr Gott, Geld ist ihr Licht/ snd stoltz bey grossem Gute: sie re⸗ nlner Nlhen hoch⸗und das gilt schlecht, was s betrübtlundre sagen,Elingt nicht vecht, es ist Lich traulhlpiel, viel zu wenig. 0s bir HH 4. Des Poͤbel⸗Volcks unweiser scbe Eeilhauff ist auch auf ihrer Seite, sie en HOtlsperren Maul und Nasen auf und ut, Irechen: das sind Leute! das sind Allbt ih Hisehn allem Zweiffel die,die GOtt für 1 solch aalichlalen andern hie zu Kindern auser⸗ hren. 5. Was solte doch der hohe GOtt nach jenen andern fragen, die sich mit Armuth, Creutz und Noth biß in die Grube tragen? wem hier des Gluͤckes Gunst und Schein nicht leuchtet, kan kein Christe seyn, er ist gewiß verworffen. 6. Solls denn, mein GOtt! verge⸗ bens seyn, daß dich mein Hertze lie⸗ bet? ich liebe dich und leide Pein⸗ bin dein, und doch betruͤbet: Ich haͤtte bald also gedacht, wie jene Rotte, die nichts acht, als was fuͤr Augen pranget. 7. Gleh aber/ sieh,in solchem Sinn waͤr ich zu weit gekommen: ich haͤt⸗ te bloß verdammt dahin die gantze Schaar der Frommen. Denn hat auch se einmahl gelebt ein frommer Mensch, der nie geschwebt in gros⸗ sem Creutz und Leiden ꝛ 8. Ich dachte hin, ich dachte her, ob ich es moͤcht ergruͤnden: es war mir aber viel zu schwer den rechten Schluß zu finden, biß daß ich gieng ins Heiligthum, und merckte, wie du/ unser Ruhm, die Boͤsen fuͤhrst zu Hertzen End e. 9. Ihr Gang ist schluͤpfrig, glatt ihr Pfad, ihr Tritt ist ungewisse; du suchst sie heim in ihrer Thar⸗ und stuͤrtzest ihre Fůsse: im Huy ist alles umgewendt: da nehmen sie ploͤtzlich ein End, und fahren hin mit Schrecken.—— 10. Heut gruͤnen sie, ound wie ein Baum /ihr Hertz ist froh und lachet, und morgen sind sie wie ein Traum⸗ von dem der Mensch aufwachet, eir blasser Schatt /ein todtes Bild/ das weder Hand noch Auge fuͤllt, ver⸗ schwindt im Augenblicke. I1. Es mag drum seyn, es waͤhl gleich mein Ereutz so lang ich lebe⸗ ich hab all gnug am Himmelreich⸗ dahin ich taͤglich strebe: haͤlt mich die Welt gleich als ein Thier, ey lebsi du, GOtt, doch uͤber mir, du bist mein Ehr und Crone. 12. Du heilest meines Hertzens Pp Stich ch⸗ 1187 Von geistlichen Anfechtungen. 118⁰ Stich mit deiner suͤssen Liebe, und wehrst dem Ungluͤck, daß es mich nicht all;uhoch betruͤbe: du leitest mich mit deiner Hand, und wirst mich endlich in den Stand der rech⸗ ten Ehren setzen. I3. Wenn ich nur dich, o starcker Held! behalt in meinem Leide, so acht ich nicht, wenn gleich zerfaͤllt das grosse Welt⸗Gebaͤube: du bist mein Himmel, und dein Schooß, bleibt allzeit meine Burg und Schloß, wenn diese Erd entweichet 14. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so kan ich doch nicht sterben, denn du bist meines Lebens Macht/ und laͤst mich nicht verder⸗ ben: was frag ich nach dem Erb und Theil auf dieser Welt, du, du, mein Heyl, du bist mein Theil und Erbe. 15. Das kan die Gotts⸗vergeßne Rott mit Wahrheit nimmer sagen/ sie weicht von dir/ und wird zu spott, verdirbt in grossen Plagen: mir aber ists, wie dir bewuft, die groͤste Freud und hoͤchste Lust, daß ich mich zu dir halte. 16. So will ich nun die Zuversicht auf dich bestaͤndig setzen: es werde mich dein Ange sicht zu rechter Zeit sehn, die uns dort allen aus Snaden wird geben, JEsus die Wahrheith ergoͤtzen: indessen will ich stille ruhn, und deiner weisen Haͤnde Thun, mit meinem Munde preisen. (061. MF. Nach eigener Melodie. Ssealig ja seelig! wer willig er⸗ traͤget dieser Zeit Leiden, Ver⸗ achtung und Streit, welches nach dieser Vergaͤnglichkeit pfleget mit sich zu bringen die ewige Freud. Seelig, wer hier was um IEsum erdultet, droben im Himmel wirds doppelt verschuldet. 2. Dieser Zeit Leiden und Neiden zu meyden, scheinet uns Christen unmuͤglich zu seyn; dieser Zeit Lei⸗ den bxingt ewigeFreuden, dieserZeit Freuden bringt ewige Pein: dieser Zeit Leiden hringt Ende behende, himmlische Freude beharret ohn Ende. 3. Dieser Zeit Leiden das gvaͤlh gelinde, diẽser Zeit Leiden vergehen wie Schnee, schwindet geschwindi wie schwindende Winde, qvaͤl en di Seelen bringt ewiges Weh. Die ser Zeit Freude nimmt Ende behen de: Ovaͤlen der Seelen beharreh s ohn Ende. 0 4. Zeitliche Plagen sind leichtlich zu tragen gegen der ewigen hoͤllt schen Gvaal! dieser Zeit Nagen un Plagen uns jagen hin zu den Freu den in himmlischen Saal. Diesii Zeit Plagen nimmt Ende behende Ende. Freude beharret ohn nde 3. Dieser Zeit Schmertzen im Hen en verschmertzen, stehet geruͤsteten Christen wohl an, welche im Hen tzen sind brennende Kertzen, die un erleuchten die himmlische Bahh, seelig, wer dieser Zeit Schmertzen erdultet, droben im Himmel wirdt doppelt verschuldet. 6. Endlich durch dieser Zel Schmertzen und Leiden, werden wix welches gewiß wird gescheh'n, schey den aus Neiden und Leiden zuFreu den, welche kein sterbliches Auge ge⸗ der Weg und das Leben. 7. Seelig, drum seelig, wer willi ertraͤget dieser Zeit Leiden, Verachi s tung und Streit, welches nach die⸗ ser Vergaͤnglichkeit pfleget mit sich zu bringen die ewige Freud. Sech lig wer alles um JEfum erdulteh droben im Himmel wirds doppelt verschuldet. (1062.) M. F. Mel. O Welt ich muß dich lassen. Was soll ein Christ sich fressey, l und nur sein Leid ermessen, nicht auf den HErren sehn 2 Den aus dem Creutze schliessen, vhn wel chem, wie wir wissen, kein Unglul niemahls kan geschehn. 2. Ohn Gott vermag uns allin kein Haͤrlein zu entfallen, kein 94 10 eh Iu h Asen für se Abptwahls Colterer htunsd Aaih nicht ehündunt Hah eine(L Et weiß Iht er uns VSypinnen Il Nöthen ah töͤhten, hte) Fteun Er kanm And so veik Hut, is ab wird hen ehes) Dat Mit unb überlege Gnicht bey Hondel ur Hom allem VEt pfleg sam fürtz sheh sucht: t alles& huußun elSonn. Haseyn. HeErt! Wa ö en, Riott ihndd lchen Wue M .0 u das goilt den dergehtt t Heschwirhe, He, alenl Weh. Die Ende behen⸗ dlen behapet sild leichtsch igen hillh tit Nagen anh 3u den Feh dual. Dütsth Ende behendeh beharret ihh euhen im Hir et gerüstetehs scht im Heh 3. Solt er es anders meynen/ ethen, diemni lische Bahh. 1 Schiuertel immelwidi Rieser Z Wwerden wil echth'u/ schel Kiden zuFFreh ichts Augege Haus Snadte Wahrhith II. 2— Wet wilg Wen, Verahh schts nach ii get mit sh Freud. Ei aum erdultth uilbs dopys . dich lasst. sich fersah erme schn W Lein Uaglut l. 130 möl, len/ n 189 119⁰ Von geistlichen Anfechtungen. gawesh zn thun/ er ist geneigt zu wachen fur seiner Heerde Sachen, vie vormahls, so thut ers auch nun als gut, mit uns den Seinens das glaub sch ewig nicht: in Truͤbniß uns ver⸗ lassen und unbarmhertzig hassen, ist wider seine(Liebes⸗) Pflicht. 4. Er weiß sich anzustellen, als fuͤrtzt er uns zur Hoͤllen, und war uns Spinnen⸗feind: bleibt doch in allen Noͤthen, Lund moͤcht er uns auch toͤdten,) der allerbeste(Her⸗ hens⸗) Freund. 5. Er kan mit tausend Leiden sich o und so verkleiden in wilder Loͤren Haut, ist aber treu von Sinnen, und wird bey ihm von innen ein (treues) Vater⸗Hertz geschaut. 6. Mit unbekandten Wegen ist er uns uͤberlegen, sein Reich koͤmmt uns nicht bey; doch bleibt sein wei⸗ ser Handel und unerforschter Wan⸗ del von allem( Fehl und Tadel frey. 7. Er pfleget seinen Frommen so grausam fuͤrzukommen/ wer weiß es/ was er sucht ꝛ? er leitet uns zum Gu⸗ ten, und haͤlt durch scharffe Rut hen uns in der(seelgen) Kinder⸗Zucht. 8. Drum, o betruͤbten Seelen schaut aus den Trauer⸗Hoͤlen auf seines Trostes Licht, dem, der euch hat geqvaͤlet und wund geschlagen, fehlet es auch an(Rath und) Huͤlf⸗ se nicht. 9. Gedenck/ was dort geschrieben: hus, die wir GOL recht lieben, näͤtzt alles Creutz und Pein das Leid muß unsre Wonne, der Regen unsre Sonne, der Tod das(edle) Leben seyn. (1063.) Mel. HErr ich habe mißgehanbelt. WaAs soll Ungluͤck mich betruͤ⸗ ben, waͤhrt es doch nur kurtze Zeit? GOtt will meinen Glauben üben, und dort in der Ewigkeit mich mit reichen Trost ergoͤtzen, alles Leid in Freude Wen 24.9 3, Wabrey Christen Pflicht itlo⸗ ders das/ was GOt t zn leiden schickt Ungedult und Murren meyden, wenn der Will uns wird verstrickt, laß die Welt mich immer plagen, IEsus wird mirs helffen tragen. 3. Ist ers doch, der meinen Her⸗ hen giebet wahr und ewge Freud, eyl was soll es mich denn schmertzen/ ob ich hier viel Ungluck leid, daß die Welt mir wenig giebet wenn mich nur mein JEsus liebet. 4. Alles Leiden dieser Erden ist nicht werth der Herrlichkeit, die dort offenbahr soll werden und im Himmel ist bereit; in Betrachtung solcher Freuden will ich alles willis leiden. 8 3. JEsus hat fuͤr mich gelitten an dem dittern Creutzes⸗Stamm, und hat selbst fuͤr mich gestritten/ er, das wahre GOttes⸗Lamm, ist fuͤ meine Schuld erwuͤrget, hat sich selbst fuͤr mich verburget. 6 Nichts/ als Liebhat ihn bewogen daß er SchmertzenHohn und Spoktz aller Freude vorgezogen, er/der wah⸗ re GOtt von GOtt, hat, als er ins Fleisch gekommen, Knechts⸗Gestalt an sich genommen 7. Hat er solches meinetwegen nun gethan, wie sollt er doch aus Haß mir ietzt auferlegen dieses liebe CreutzesJoch? was mir auf dem Ruͤchen lieget, wird aus Lieb also gefuͤget. 8. Was er mir zu tragen giebet⸗ nimmt mein Glaube sröͤlich an, denn er zuͤchtigt, was er liebet, mir ist al⸗ les wohl gethan; wie ers schafft imn Zod und Leben, bin und bleib ich ihm ergeben. 9. Schoͤnster JEsu! meine Freude⸗ achl wie sehr erfreuets michdaß win ewig alle beyde lieben, du mich und ich dich; lieber will ich alles leiden⸗ als von bir seyn abgescheiden. 10. Komum, achl komm doch, meint Verlangen meine Lieb und susse Qoaal, laß dich meine Seel umfane gen und dich kůssen ohns Kahl, laß E mich 1191 Von geistlichen Anfechtungen. Uoh mich bald, mein Trost, erwarmen in den Rosen deiner Armen. II. Waͤr ich doch aus dem Getuͤm⸗ mel,dieser schnoͤden Eitelkeit, in den schoͤnen Freuden⸗Himel, den du sel⸗ ber hast bereit allen, die stets treu ge⸗ blieben,/die dich auch im Leiden liebẽ. 12. Nun, die Zeit ist mir verborgen, dir o GOtt! gar wohl bekandt, was darff ich denn weiter sorgen? steht sie doch in deiner Hand, schick es, wie du wilt, den Frommen muß doch all's zu gute kommen. (1064.) D. N. S. Mel. Wo GOtt zum Hauß ꝛe. Jon, die werthe GOttes⸗Stadt, gar klaͤglich sich betruͤbet hat/in ihrem Leid mit solcher Stimm zum Hrren rufft, und klaget ihm: 2.Hertzliebster GOtt! du hast mich nu verlassen, und kanst sehen zu, daß groß Ungluͤck muß leiden ich, wilt nicht, wie vor, dencken an mich. 3. GOtt antwortt ihr: Mags denn auch seyn, daß ein Mutter ihrs Kin⸗ delein von Hertzen nicht erbarmet sich und pflegt desselben mildiglich. 4. Doch laß sie seyn so harter Art, und Mutter⸗Hertz in ihr erstarrt, daß sie ihrs eignen Kinds vergißt, und all natuͤrlich Lieb verlischt. 5. So soll doch meine Lieb zu dir sich aͤndern nimmermehr in mir: du solst die liebste Tochter mein, zu eller Zeit bleiben und seyn. 6. Sieh, wie du bist gezeichnet an in mein Hand, daß ichs mercken kan, daß ich dir allzeit helffe bald, regier und schuͤtz, und dich erhalt. 7. Mein Augen sind auf dich ge⸗E richt, und liegst mir stets in mein m Gesicht; wie du die Lieb' ietzt bist fuͤrwahr/ so solt du's bleiben immer⸗ dar.(1065.) In eigner Mel. J. H. Schein. aus Ps. 12I. 4. hebe meine Augen auf, und seh die Bergꝰ hinan, zu meinem GOkt, der mercket drauf, und mir wohl helffen kan: mein Hülff kommt vom HErrn allezeit, der Himmẽund Erden hat bereit. echt:o 2. Er wird dein'n Fuß nicht R iner ten lahn, und GOtt, der dich behül hung sieht all dein Noth und Jammer al h⸗Altaroe er schlaͤf und schlummert nichtzdeh echmußih treue Huͤter Israel sorgt vaͤterlit schhat gen fuͤr deine Seel. Igggeben, 3. Der HErr allein behuͤtet dich gebiert⸗ er ist dein Schirm und Schatt, dein si, daßer rechte Hand deß freuet sich, dahl Wlasst tei sie Labsal hat,daß dich des Tags du sn, Sonn nicht stech, noch auch de ooch cpitk Mond des Nachts dich schwaͤch. V Kumme 5. Der HErr d hͤt dich für allh mude Wa Noth/ fuͤr allem Ungefaͤll, zu Wa Asiulsten und Steg der fromme Gott behul Asemnentun te deine Heel, dein Aus⸗und Eish alherdun Ewchret. von nun an, biß i n Ewigkeit. Kunm e Mel Herglich thut michn e Wo lang muß ich noch walen irkann aufsdielte schnöden Weit die n da Mesech unter allen den desten 2 5. Plas behalt Wie lang solich duch l nah wohnen, o Kedar! unter dir e mit h men lange soll ich frohnen in desuer Hut ten hier? 2. Darunter nichts zu finden, alt manche boͤse Schuld: als Mohreny chwartze Suͤnden, als Ubung des Gedult;Verfolgung, Angst und Les den, wenn werd ich, Fremdling, doch denn einmahl seelig scheiden von dieser Plagen Joch?) 3. Mit Freud en wollt ich lassen dI W, Sinnen⸗tolle Schaar, die Frjeden hchlfend pflegt zu hassen, und kuͤsset die Ge I fahr der Höllen; mein Gemuͤthe traͤgt Eckel vor der Zeit, wenn kommst du, hochste Guͤtel mit deine wigkeit. 4. Sey doch, mein Hertzl zufrieden, der HErr verzeucht ja nicht; Er las dich nur ermuͤden an dieser Lebent, l Gicht; daß du mit wahren Thraͤnen nach deiner Vater⸗Stadt dich hert/ deh. sehnen, die wahre Frel e hat. 5. Er schenckt zum Liebes⸗Krante mir seine Doͤrner hier: Daß messt OOtt, und Lich fleh hh ihm. oil o eiß shHert au — Seel dort tantze in seiner* ö 191Hm22— Von geistlichen Anfechtungen. 2194 ——5— 7 ger. Recht: sollt er denn nicht klei⸗ an nach seiner Tracht die Braut, DIamnenm. m durch bittres Leiden am en uichthuseteutz⸗Altar vertraut? 3rgt vitent Ich muß ihn drum erheben daß mich hat geziert mit Creutz/ und bchüttt dh ir gegeben, was Schmertz und Schatt, en Beh gebiert: Ich muß ihn billig Wich, bheßheisen, daßer auf enger Bahn also Dusagelhu laͤset reisen zu ihm, den Him⸗ nel an hpig 7. Doch wird er endlich wenden dich für alhlengst, Kunmamer⸗ Pein und Noth: Sfll,Iu Vasdie rauhe Wallfarth enden durch ei⸗ K 01t n sanfften Tod. Er wincket mir Ausundé eon fernen zum Reihen, durch sein Mnan, bif! Wort,der Brant⸗Saal ist voll Ster⸗ shan, Müshnen: ach! war ich doch schon dort. thutwichle Komm/IEsuinimm durch Glau⸗ voch walen ben an dein gerechtes Blut/ was nie⸗ Löden Wilh mand dir kan rauben, mich/ dein er⸗ in den befen kufftes Gut. Ich seufftze mit Ver⸗ * solichtltangen nach deiner Schoͤnheit Wslichodracht, mein Liehste, konergegan⸗ Uer ⸗Weltetarsend aut Puct ndeiuer HihtP(1067.) Der CXII. Pf. D. C. N. ufnden, l Mel Ich ruff zu dir HErr JIEsu ꝛc. 45 HheNeh schrey zn mieimen lieben Ubungde GOtt,/ und ruff mit lauter Stim⸗ 1 uuhiulde, ich fteh den: erun in meiner Auhluon Roth in ihm sehn e mein Sinne, n co sleißi9,alich krn, urhn scheshen uis mein Hertz ausschuͤtten, flehn und lasendl bitten, er wird mich nicht verlahn, Lichlaschwird Belffen durchsein Gute. „d Hehel 2. Wenn mein Geist ist in Angst Läschhversrickt so chun du meiner ve⸗ n Henin en sie legen mir drach ihre Tüc Wnt 110 Fallstrick auf meinen Wegenz schau Ult! thl utiebth Aicht EA man, und thut von mir abtreten. Risser Lebeee 3 Zu dir, HErr/ schrey ich inniglich/ been Thr lt dich H wahre gn +. Dahme sasn Rag wenn Angst und Noth vorhanden HErr vernimm die Rede mein seyn/ hie mich lo bel plagen. du zum Recht, nimm dich mein an, kan mich niemand retten aus in'n Noͤthen, mich scheuet jeder⸗ ich sprech: du bist mein Zuversicht/ mein Theil in Lebens ⸗Landen, ach GOt merck auf mein sehnlich Klagen, ich den ver muß sagen: die Feind zu maͤchtig men 00 ren. 5 3 4. Ich leide Noth und Ungefall, hilff mir,daß ich nicht wancke; fuͤhr aus dem Kercker meine Seel, dat ich dein'm Nahmen dancke, so wer⸗ den sich gerechte Leut zu mir samm⸗ len mit Fleisse/und dich preisen, der du mir allezeit dein Huͤlff und Treu beweisest. (1068.) B. 8. Mel, Freu dich sehr, o meine ꝛc. Haenei kanst du nicht der Thraͤ⸗ Onen einmahl noch einEnde sehn laͤst nicht GOtt nach so viel Seh⸗ nen einen Gnaden⸗Blick geschehn?⸗ nennest du dein taͤglich Brod, Angst und Jammer, Muͤh und Noth: kan dir keine Sonne scheinen, auf das uͤberhaͤuffte Weinen? 2. Traurigs Hertze! da must wiso sen, hier ist nur ein Thraͤnen⸗Meer; aber, was wir leiden muͤssen/ ruͤhrt von GOttes Liebe her: ist gleich deines Creutzes viel, nichts geschicht, was GOtt nicht will: alle fromme Kinder muͤssen: von der Hand die Ruthe kuͤssen. 3.1 wirff deine Jammer⸗Zaͤhren nür getrost in GOttes Schooß! kan kein Mensch dir Rath gewaͤhren, ach l des Hoͤchsten Treu ist groß. Le⸗ bet der nicht/ der dich liebt? komm⸗ und sey nur unbetruͤbt: ruhst du doch in JEsus Armen, der wird bei⸗ ner sich erbarmen. 4. Du, mit Leid heklemmtes Hertze, thut der Deinen Tod dir weh heim⸗ mie dich in deinem Schmertze, geh im Glauben nach der Hoͤh; es wird dort viel besser seyn bey der Welt ist Angst und Peinzobgleich schmertze lich ist das Scheiden, hat man sie doch dort in Freuden. 5. Reissen dich die Clammen nmie⸗ der, nimmt dir GOtt/ was zeitlich sist; es koͤmmt alles dorten wieder, bor Verlust wird Lust erkiest. Ol wer tium Schatze hat, nennet sich in der That; keine Gluth kan ehren/ ob es Hoͤllen⸗Flam⸗ 6, Trau⸗ sreich 1195 Von geistlichen An fechtungen. 1196 6. Trautigs Hertze! sey zufrieden, trag dein Creutze mit Gedult Was dein GOtt dir hat beschieden, ist: sein Hertze voller Huld; troͤste dich mit dem allein zage nicht in deiner Pein: ist der Himmel manchmahl Truͤbe, nur gebenck an GOttes Liebe. (1069.) Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. AIlff, Helffer, hilff! ich muß ver⸗ H zagen, die Fluthen gehen biß ans Hertz: die Welt verlachet mei⸗ ne Klagen, und treibt mit meinen Thraͤnen Schertz: bey Menschen ist kein helffen mehr, ach Helffer! hilff, ach Helffer, hoͤn/ 2. Die Erde schweigt, Gott will mich troͤsten. Wenn niemand heli⸗ fen will und kan, ist GOttes Huͤlff am allergroͤsten und scheint uns mit Genaden an. Naht sich das Creutz, er ist auch nah, ist alles aus/ist GOtt Noch da. 3. Muß doch der Himmel Manna vegnen, wenn uns niemand auf Er⸗ Den speist: er kan den Felß mit Was⸗ jer seegnen, wenn sonst kein andrer Brunnen fleust. Die Raben kom⸗ men aus der Lufft, wenn sie der HErr zur Dafel rufft. 4. Es hat sein Kaß en stets die Fuͤl⸗ Ie, sein Schatz giebt viel und hat auch biel. Die Qvelle Jacobs steht nicht stille, wenn man gleich imnier schoͤpffen will. Je mehr GOtt giebt, ie mehr er hat/ er ist voll Seegen fruͤh und spat.— Drum warte nur, GOtt eilt mit Weile, versaͤumet aber niemand nicht; so koͤmmt er oͤffters in der Ei⸗ Ie, wenn allen Menschen Trost ge⸗ bricht. Der alles weiß, weiß auch die Zeit/ er hat die Stunde schon bereit. 6. Gedult im Creutz ist dir vonnoͤ⸗ then, drum wancke nicht, als wie ein Schilff; und scheinet GOtt dich gar zu toͤdten, so hat er dennoch Trost und Hülff.Er bleibt der Helf⸗ ser in der Noth, und waͤren alle Helffer todt. (1070.) B. 8s. Mel. Was Gott thut, das ist ꝛc Gottleht, wie kan ich traurih seyn, als waͤr kein GOtt zu fih den? er weiß ga 0 ing 5 gar wohl von meing Ihn Domne Pein, die ich hier muß empfinden er kennt mein Hertz, und meinen Schmertz, so darff ich nicht verin gen, und ihm nur alles klagen. 2. GOtt hoͤrt, wenn niemand hn ren will, was will der Feind denn sprechenꝛals wuͤrde meiner Seufftzeh Ziel nicht durch die Wolcken bie⸗ chen: schrey ich empor, so hoͤrt sein Ohr/ so fieigt die Huͤlffe nieder, und schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht, wie klaget denn mein Hertz, als seh er nicht mein Weinen? vor ihm muß auch der tieffste Schmertz gantz offenbahr er⸗ scheinen. Kein Thraͤnlein fehlt/s er nicht zehlt und ins Register si⸗ tzet, bih er uns drauf ergoͤtzet. 4. GOtt fuͤhrt, so geh ich immel/ sort auf allen meinen Wegen, und wenn die Welt dureh List und Mord will ihre Stricke legen, so pflegt el mich, zwar wunderlich, doch seelig auch, zu fuhren, daß mich kein Fal kan ruͤhren. 5. GOtt giebt, und waͤr ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben. I —7— ust Ruth überfn Len alleweg Dichts sch s Eiebe schen giett Idoch das soheftig lleh. Welt, beho Imacht ul Wust. N. lhlich alle! ast. Chrif sht, hiet be shen, Mara Mun ich hi Ahen, Weid keine Not Inichdeck Raltigkeit ft Cräbsolhi sude werd 0 Il. Meine Ott,Meit hach 20 sccuͤbet, u sich mein t 6. Gottet shthan guch Was hilfft mich denn mein stetet ⁰ Harm, als muͤst ich Hungers sten⸗ ben? Er hat ja Brod, und wenn die Noth uns nach der Wuͤsten wei doch werden wir gespeiset. UU 6. GoOtt lebt, wohlan, ich mercke dasGOtt hoͤrt, ich wills ihm sagen. Gott sieh't, er hat ein Thraͤnen⸗ Maas: Gott fuͤhrt, ich darff nicht klagen, GOtt giebt und liebt, nut unbetruͤbt, er wird mir endlich ben, auch dort mit ihm zu leben. (1071J.) B. S. Mel. JEsu meine Freude. Motten in den Thraͤnen, auch in groͤsten Sehnen, ruhet JEsl hier. Ist nur der im RWi ertzen, olwer gcht dis Schmertzen? GOtt ist seah ö Von geistlichen Anfechtungen. 1198 Ruthen sind nur vor sein standne Vaters⸗Schlaͤge lewege. ö scheint dir so truͤbe, es ist licken. Feind hahh. Welt, behalt dein GluͤckeResch⸗ Seustaschum macht nur Stricke, Ehre blei⸗ Dolcken krepet Wust. Nur in IEsus Wunden pherkfehsernd ich alle Stunden Schaͤtze vol⸗ senieder, ͤller Lust. Christus schuͤtzt, wenn alles blitzt hier 8 Erden, Mara suͤsse werden. 4. Nun i meiden, Christen geht es r. klaget denh r nicht theij zuß achtdelbülden, offenbahrensso; keine in fehlhs ill mich de Regiffersth Traurigkei die Trübsa Himmeh Freude werden. gell, und 0½2½ B. OMih Mel. Meinen Esum 1„spflegte SOtt/mein doch seelig nach ⁊ 0 nch ken dull betrübet mach mein ver! vhobich uich bet. GOttes süͤ Ul Eerdethen baß man auch guf Dornen laeht. I wei e 2. GOtt, mein Schild, wenn alles Hungers sth und wenniel ia ich ruh in Büten weishi die Feinde uo Hiset. Schild ist star lah, ich menl ¶Welt Betru Alle ibm sagtl 3. GOtt/m In Törän wenn sich Wi ich darffnict gen, mag der aud licht auh auf die hochsten mn edlichtls des Schöy niu leben. guf einen Felß gebaut. 4Dtt,/mein Lohn, weln Welt nur mit List und Luͤgen loh uchl. net, wer sich an den Richter der im Himmel droben wohnet, sen Unschul 30 0 ud und 5. 12 Htub bey ihm muß auch auf ch will mit Freuden leiden, Noth kan schreckenJEsus ecken, nur im Geiste froh! t stirbt mit der Zeit, und hier aufErden muß dort 8. laß ich nicht. Trost lwer fragt dar⸗ b mich gleich die Welt und viel tausend Unge⸗ verlaßnes Hertz umgie⸗ sse Trostung macht/ hloß/ deckt er mich in seiner Huͤtten: seinem Schooß, wenn ch so wuͤten. GOttes ck genug wider aller g. ein Felß/ so steh ich fest/ Sturm erre⸗ Adler doch sein Nest Berge legen. Wer ffers Huld vertraut/ hat werin mir bie haͤlt/ wohnet/ bes⸗ d eroͤnt die Zeit/ und Gedu slüͤrtzt gller Feinde Noid · 3. GOtt, mein Licht, so muß die Nacht sich in hellen Tag verwal⸗ deln, wann Egypten Nebel macht, fan ich doch in Gosen wandeln auch mein Grab wird lichte seyn, durch das Licht von GOttes Schein. 6. GOtt, mein GOtt, das ist mein Schluß er ist mir/ ich ihm gegeben/ wenn ich auch gleich sterben muß, geh ich doch zu GOET ins Leben. 6959 raubt hnd, 8 mir nicht; TT/ mein Schild, Felß, Lohn und Licht. (1073.) B. S. Mel. Warum betruͤbst du dich ꝛe. Mol Hertz, warum betruͤbst du Adich/ und willst in mir so aͤng⸗ stiglich voll Sorg und Unruh seyn 2 Achl stille dich/ und dencke doch; es lebt ja unser HErr GOtt noch. 2. Er lebt urd stirbt auch nimmer⸗ mehr! so ist kein Trauren nicht so schwer, das er nicht aͤndern kan. Er pruͤfet aber mittler Zeit die Hoff⸗ nung und Gelassenheit. 3. O wie verkehrt ist unser Sinn! wir betten uns auf Dornen hin, wenn wir voll Sorgen seyn: und koͤnten, wenn wirs wollten thun, bey GOtt auf lauter Rosen ruhn. 4. Gehts nicht/ wie du birs vorge stellt/ so gehts doch, wie es GOtt ge⸗ faͤllt, und so gehts immer gut. Denn endlich spuhrt mans in der That/wie treulich ers gemeynet hat. g. Ach glaͤube/nicht ein Zaͤhren ist, der aus den truͤben Augen fließt, er sieht und zehlet ihn, und macht, daß auf den acenen das Licht der Freuden scheinen muß. 6. Kein Meusch/ er sey auch wer er sey, ist vom Verdruß und Kummer srey; ein jeder hat sein Theil; doch hangt ein grosser Trost daran, wenn man in Unschuld leiden kan. 7. Es thut zwar weh, och gieb dich drein; Gedult wird hier der Bal⸗ sani seyn, der alle Wunden heilt. t und e Bis gter Muth endlich alles By Yo 4 7 hut t 228 Was ——.— SS! ä̃‚D‚DDee ———————— I ne Von geistlichen Anfechtungen. 8. Was fehlt dir denn, warum du klagst und dich mit Seufftzen druͤber plagst? wirds nicht was zeitlichs seyn ꝛists aber wohl die Muͤhe werth, daß diß ein Christlich Hertz begehrt⸗ 9. Du hast ja GOtt und GOttes Wort/den theuren Schatz, den star⸗ cken Hort: bist du denn nicht ver⸗ gnuͤgt ꝛwer sich an diesen Reichthum haͤlt ist reicher, als die gantze Welt. 10. Dein JEsus meynts so treu und gut/ und giebt dir selbst sein Fleisch und Blut; kan wohl was groͤssers seyn? wer diß zu seinem Labsal hat, den machet keine Trübsal matt. II. Der Himmel ist dir zugedacht, und durch ein Testament vermacht/ mit aller Herrlichkeit; so laß der Welt,/ was ihr gehoͤrt, und halt an dem, was GOtt beschehrt. 12. Was GOtt beschehrt, bleibt unverwehrt, er ists, der alles sieht und hoͤrt, was deine Feinde thun: du wirst, das wird gewiß geschehn, noch deine Lust au ihnen sehn. I3. Ja harr und hoffe fest auf ihn, die Hoffnung wird voll Seegen bluͤhn, der Leib und Seel erfreut, die Zeit ruckt morgen wohl heran, daß ich ihm froͤlich dancken kan. (174.) B. S. Mel. HErr JEsu Christ ich weiß ꝛc. Achi Seele willst du laͤnger noch Ymit Ungedult dich ylagen und nicht das auffgelegte Joch in stiller Demuth tragen so must du dir/ zu allem Weh ist die Gedult die Pang/ cee, das krancke Hertz zu laben. 4. Wahr ists, das Elend, das dich druͤckt, ist fast nicht auszusprechen, wer nur auf deinen Jammer blickz, Hiter uael dem muß das Hertze drechen. Dein agenales Leiden macht sich stündlich neu/ dushn flöf be bist dir selber eine Scheu, und fuͤhisthin hanser, ein todtes Leben.. Gch gult 5. Jedoch gedencke, was geschieht, Alle Pfelleft geschicht nach GOttes Willen. Ach koder GOtt wer auf den gelassen sieht,wird bald uslebt/ die Klagen stillen. Was GOtt ver alhirden: d haͤngt, ist wohl getban, ein Christe sin: Seele nimmts gedultig an, und wird da/ Geh ufti um nicht murren. Zähren ff 6. Ist gleich ein Ungluͤck groß und Ian wird daft schwer, GOtt handelt doch gelinde, gesen, Hit denn wir verdienen doch weit mehr/ Dtli auch mit der kleinsten Suͤnde. Kein llter Perle eintzger Mensch ist Engel⸗rein. Wer afreen! bist du denn, daß du allein dich daͤch Geyflust test auszuschliessen? sch in Dorn Gott ist im Creutze treu gesinnt, chdes Grer und thut dir viel zu gute; ach jal ie snsshet: uu werther ihm das Kind, ie schaͤrffer andorten ru ist die Ruthe; ie haͤrter er den Leib gl nicht gl betruͤbt, ie bruͤnstger er die Seele Ifrieden! liebt. Ach! wers nur wolte glaubenl Seh zuft 3. Darum so laß die Ungedult dich echuerzsil weiter nicht verfuhren: du moͤchtes anmman sonst des Hochsten Huld am Ende nnz dorten gar verliehren. Wirff dich in seinen tern,wenn Herbe du nub sprich: 22—5 GOtti Ichwilwan ibst du nux mein, so geh mirs wie es gehe. ie e groͤßrer Pein, selbst eine Last und Geissel seyn, und endlich gar ver⸗ zweiffeln. 2. Was hilfft doch ein verwirrter Muth mit allen Ungebehrden? das Ubel wird so niemahls gut, wohl a⸗ ber aͤrger werden, du reist die Wun⸗ den taͤglich auf, und legest Gifft vor Vflast er drauf, und wirst dein eigner Moͤrder. 3. Du wůnschest dir zwar selbst den Tod, und wilst das Leben lassen: ach nur Gedult! die ist dir noth/ mit sol⸗ 7. Wohlan demnach, so wirst du a stets GOtt lassen mit dir walten, 22 und dich am Aucker des Gebets mit Ennt 6 festem Glauben halten. Nimm die 9099 Gedult zur Artzeney, gedult dich seunt 6 auch getrost darbey: GOet kan, sie mii GOtt wird dir helffen. Keder u 75. Sole aber sehn, daß sich diß Esen Noth auf Erden nicht tol wenden. sch semn mird doch gewiß ein sanffterTod dai atlent Elend seelig enden. So sens: ge. lwenn dultig lebe noch: gedultig stirb, und „ IAY cher dich zu fassen, in allem Uch, in A Awen darbey auch froͤlich sildn 0 (1075 Nie 201½⁰ Altdie Pap Aulaben. nd, dasdiß ueluprecht, aumer blih, dechen. Dih dlich neu c,und sihid Las geschiel Willen. Ac thtwird ba us HoOtt hi⸗ ein Chtüt und wird duz lück groß uud doch gelithe, Hhest mehy Suͤnde. Kan elerein. Wil kin dich dach treu gesintt Iez ach jalse et et den Le + die Seit olte glaubens Uugedult dih du möcht Ild am Ens dich in seing lieber GOH so geh mith so witst di dir walten Gehets uut Nammdj „gedult DI0 60⁰ l daß scn soll wendel; Iftercobdg 50 sach 0 rig stithsah 0 öch (0l Von geistlichen Anfechtungen. 1202 6075. B. SS. Mel. Schwing dich auf zu deinemꝛe. S zufrieden, meine Seel! laß die Sorgen liegen, denn der Huͤter Isrgel croͤnt dich mit Ver⸗ nugenz alles ist zum besten dir von ihm sel bst beschieden; seine Liebe, ein Panier: Seele sey zufrieden! 2. Sey zufrieden, wenn der Tod seine Pfeile fasset; der ist auch des CTodes GOtt, der fur dich erblasset. JEsus lebt, in dem allein ist es gut geschieden: drum soll es geschieden seyn: Seele, sey zu frieden! 3. Sey zufriedenwenn dir hier lau⸗ Glieder Brauch. Liide, JEsus lei⸗ det quch. 4. Meyde, was dir GOtt verbeut, geh auf deines JEsu Wegen, wehle vor den Fluch den Seegen, strebe nach der Seeligkeit: meyde, was dir GOtt verbeut. . Meyde Gram und Ungedult, friß dir nicht dein eigenLeben, EOtt kan groͤsser Creutze geben; setze dich in seine Huld: meyde Gram und Ungedult. 6. Leide, meyde liebes Hertz, leide deinen Theil im Stillen, meyde dei⸗ nen eignen Willen: so besiegst du ter Zaͤhren fliessen; Gottes Brunn⸗ lein wird dafür Freuden⸗Stroͤhme giesfen. Hier geweint und dort ge⸗ lacht laß die Thraͤnen sieden, es ist lauter Perlen⸗Pracht: Seele sey zufrieden! 4. Sey zufrieden, wenn dein Fuß sich in Dornen ritzer;; schmeckst du doch des Freundes Kuß, der in Ro⸗ sen sitzet: nur fein hurtig Himmel⸗ an/ dorten ruhn die Muͤden, wo dein Fuß nicht gleiten kan: Seele, sey zufrieden! . Sey zufrieden, meine Seellkein Gchmertz soll dich ruͤhren, die wird dein Immanuel in den Himmel fuͤh⸗ ten; dorten glaͤntzt dein Morgen⸗ Stern/wenn die Nacht verschieden. Ich will wandeln fuͤr dem HErrn: Doele/ sey zufrieden! (1076.) B. S. „In eigener Melodie. Eide/ meide, liebes Hertz: leibe, was GOtt an dir uͤhet: meyde das, was GOtt betruͤbet, jenes hemmt, diß haͤufft den Schmertz: leide, meide liebes Hertz. 2. Ceide, wenn das Creutze druͤckt, Christen muͤssen Creutze tragen; doch sie werden nach den Plagen mit viel tausend Lust erquickt: lei⸗ de, wenn das Creutze druͤckt. 3. Leide, JEsus leidet auch, leiden will dir ja geziemen, willst du dich von JEsu ruͤhmen: das ist seiner allen Schmertz: meyde, leide, liebes Hertz. (1077.) P. G. Mel. Zion klagt mit Angst und ꝛg. Kien ihr traurigen Gemũ⸗ ther, kommt, wir wollen wie⸗ derkehrn zu dem Herrscher, dessen Guͤter kein Verderben kan verzehrn! dessen Macht kein Ungluͤck faͤllt, des⸗ sen Gnade wider stellt was sein Ey⸗ fer umgestuͤrtzet, seine Hand bleibt unverkürtzet. 2. Zwar er hat uns ja zerrissen mit ergrimmten Angesicht, und hat, da er uns geschmissen uns erbaͤrmlich zugerichtzdoch deßwegen unverzagt/ eben der uns schlaͤgt und plagt/wird die Wunden unstrer Suͤnden wieder heilen und verbinden. 3. Alle Noth, die uns umfangen, springt fuͤr seinem Arm entzwey, wenn zwey Tage sind vergangen, macht er uns vom Tode frey, daß wir, wenn des dritten Licht durch des Himmels Fenster bricht, froͤlich auf erneuter Erden vor ihm stehn und leben werden. 4. Alsdann wird man acht drauff haben, und mit grossem Fleisse sehn⸗ was fuͤr Wunder, Gnad und Gaben uns von oben her geschehn. Da wird dieses nur allein unsers Hertzens Sorge seyn/ daß wir GOtt, deß wir uns nennen, moͤgen recht und wohl erkennen. Pp 5. Drum — 1203 Von geistlichen Anfechtungen. 1204 J. Denn er wird sich zu uns ma⸗ chen, wie die schoͤne Morgenroͤth/ ůber welche Lust und Lachen bey der gantzen Welt entsteht, er wird kom⸗ men/ uns zur Freud/ eben zu der rech⸗ ten Zeit, voller suͤssen Krafft und Seegen, wie die fruͤh⸗ und spa⸗ ten Regen. 6. Ach wie will ich dich ergoͤzen,o mein hochgeliebtes Volck! meine Gnade soll dich netzen wie ein aus⸗ gespannte Wolck, ein Wolcke die das Feld, wann der Morgen weckt die Welt, und die Sonne noch nicht Ieuchtet, mit dem frischen Thau be⸗ feuchtet. ö (1078.) J. S. W. Mel Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Ein GO! wenn wird die Stunde kommen, daß du mich von der Noth befreyst? wenn werd ich doch der Angst entnommen, die ietzt mein Hertz zu Boden reist? wenn wird doch meiner Angst und hein nach GOttes Rath ein Ende eyn? . Ich habe nichts, als Creutzes⸗ Stunden in meiner kurtzen Lebens⸗ Zeit. Die Hoffnung ist mir bald verschwunden, vor allzugrosser Ban⸗ gigkeit. Du schenckest mir/ vor Freu⸗ den⸗Wein, nur uͤberhaͤuffte Thraͤ⸗ nen ein.——— 3. Und schmeicheln mir die Son⸗ nen⸗Blicke durch falschen Gluͤckes⸗ Wechsel⸗Schein, so schlaͤgt zugleich das Angst⸗Geschicke durch schwuͤh⸗ les Ungluͤcks⸗Wetter ein, so/daß ich kaum noch seufftzen kan: ihr Gna⸗ den⸗Stunden brecht doch an. 4. Getrost, mein Geist! des Hoͤch⸗ sten Guͤte ist dennoch alle Morgen neu, die macht dein aͤngstliches Ge⸗ muͤthe doch endlich aller Plagen freyz denn GOttes Hand, die alles traͤgt/hat dir zu viel nicht auferlegt. 5. Er schicket zwar das Ungewitter, und legt die Last dir selber auf, doch gucket er auch durchs Gegitter, und hat siets fleißig Achtung drauf⸗ daß dich die Last, die er geschickt, nicht endlich gar zu Boden druͤckt. 6. Befaͤllt dich gleich in bangen Zeit en so manche schwartze Creutzꝛs⸗ Nacht, so steht dir JEsus doch zur Seiten, der Anstalt zu der Huͤlffe macht, und schencket seinen Freuden⸗ Wein auf volles Maas der Thra⸗ nen ein. 7. Es wirb doch wohl die Stunde kommen, die GOtt schon allzu wohl bekannt/ da wird alsdenn von seinen Frommen die Noth auf einmahl ab⸗ ewandt und auf so grosse Seelen⸗ ein die Huͤlffe desto groͤsser seyn. 8. Drum wwill ich mich gedultig fas⸗ sen, wenn kuͤnfftig manches Wetter blitzt, mein JEsus wird mich nicht verlassen, der mich in aller Noth be⸗ schuͤtzt, genug, daß mich zu rechter Zeit noch dessen Gnaden⸗Stund erfreut. (1079. M. J. S. W. Mel. Betruͤbtes Hertz biß ꝛc. Betruͤbter Geist, Ley wohlge muth! wenn GOe in deinen Plagen nicht gleich nach deinem Willen thut, was willst du flugs ver⸗ zagen? genug, er wird zu rechtet Zeit dein uͤbermachtes Hertzeleid in lauter Heyl verkehren. 2. Offt hört ein Mensch des andern Noth/ und hilfft ihm nach Vermoͤ⸗ gen: so ist un GOtt in Noth und Tod mit Huͤlff und Rath zugegen; und zeigt er uns sein Angesicht gleich in der ersten Hitze nicht/so hat er seine Stunden. 3. Denn solte GOtt, der hoͤchst ge⸗ treu,die Seinen nicht erguicken /die Tag und Nacht ihr Angst⸗Geschreh zu seinen Ohren schicken? sollt er nicht ihnen gnaͤdig seyn, und in der groͤsten Seelen⸗Pein Gedult mit ih⸗ nen haben 2 0 4. Er hat nur einen Augenblick im Zorne sich verborgen, und wird der Seinen Heyl und Glůck doch vaͤter⸗ lich besorgen. Betruͤbter Geist! vet⸗ iwejfle nicht, dieweil dein 24 60 E hlicht: . Indsltend en Hlüctg 0 die Secli Ilsen, De Wundleicht, chmertzen schingehene 4%0 duch al shbich Ot sdschschon lauter H. schte Gott, ch dir guch Wsin Lebenf Noin, du g hich bir zun Rher gron os geniese scht zudit, Hilf hu mi Ithen. Ich habe W kan sie k⸗ shjedes Mo aach nele Ple Ahn ich guf An diegang luuch meine „Drum, H ilt, lah mie AIswit,nac sschwere! shersguch! Hehl un UMohwent omme W 1 es Von geistlichen Anfechtungen. 12⁰ Hickt, nat selber spricht: GOtt hilfft in einer 2 in dem Hertzen/ dich mit groffer üaät. Kürtze. in dengin 5. Und soltest du die gantze Zeit kein VeEteuttz, bißgen Glück geniessen, genug, es Is luch ut gird die Seeligkeit es taufendfach det Hülse herfüssen. Denn un sre ugreudege furtz und leicht /macht/daß Noth/ die der groͤ⸗ der Thiie ie Schmertzen weicht, wenn wir Hie Stulhe Raltu wohl boh seinen iuwahl ab⸗ sse Stelen⸗ ser seyn. cdultig si es Wetter RMich nicht Noth be⸗ Vul rechter en⸗Stund W. gbiß ꝛe. 0 wohlge⸗ Tin oeineu lach deinem flugs vir⸗ N rechttt Hethelad u. des anbbert ach Verlh⸗ Noth ulb gegen; Angesicht ucht/so hi Khichtg Lallcket, die ö horthin gedencken. 6. Ja auch allhier auf dieser Welt wird dich GOtt nicht verlassen, er wird dich schon, wenns ihm gefaͤllt/ mit lauter Heyl umfassen Nur suͤrchte GOtt, betruͤbter Muth! so wird dir auch kein wahres Gut in diesem Leben sehlen. Mein, du getreuer Zebaothl hier leg ich dir zum Fuͤssen, laß mich in meiner grossen Not hauch Huͤlff und Trost geniessen. Ich ruffe Tag und Nacht zu dir, drum liebster GOtt! o hilff du mir aus allen meinen Noͤthen. 8. Ich habe taͤglich meine Noth/ und kan sie kaum ertragen, so gar ein jedes Morgen⸗Roth bringt mir auch neue Plagen. Drum seufftz ich/ wenn ich auffgewacht„ und netze denn die gantze Nacht mit Thraͤnen⸗ Fluth mein Lager. 9. Drum, HErr! verleihe mir Ge⸗ dult/ laß mich nicht gantz verzagen. Hilff mir/ nach deiner Vater⸗Huld/ das schwere Creutz ertragen, und tend es auch in kurtzer Zeit zu mei⸗ nem Heyl und Seeligkeit und dei⸗ nes Nahmens. 10 ie Seele. (1080.) Mel. Jesn meines Lebens Leben. raurigkeit ꝛ liebst du mich/ so leide Schmertzen, und erdulde alles Leid. Lieb besteht nicht ohne Leiden, Lieb und Leid nicht koͤnnen scheiden: wer nicht leidet, liebet nicht, liebst du mich/ so leĩbe mit. Die Seele. 3. Andre wissen nichts vom Leiden, nur von lauter Lustbar⸗ keit, aber ich weiß nichts von Freu⸗ den/nur von lauter Traurigkeit: an⸗ dern gehts nach Wunsch und Wil⸗ len, mich muß nichts denn Weh⸗ muth fuͤllen: andre haben lauter Huld, ich muß leiden ohne Schuld. JESIUS. 4. Denen das Geluͤcke schmeichelt, und die Welt ein Lu⸗ stigs zeigt, denen alle Wollust heu⸗ chelt/ und diexreud ist wohl geneigt; die von keinem Leiden wissen, wer⸗ den einmahl theuer buͤssen: kurtze Freud bringt langes Leid, kurtzes Leid bringt lange Freud.—25 Die Seele. z. Wenn es aber koͤmt mit Hauffen, wenn es nicht bey ei⸗ nem bleibt: wenn kaum eines kan verschnauffen, wenn ein Creutz das andre treibt, wenn ich muß in Leid verjahren, soll ich denn die Seufftzer spahren z soll ich leiden meine Plage und doch meiden meine Klag. JSSIS. 6. Kanst du dann so we⸗ nig lieben ꝰ wer mich recht von Her⸗ tzen liebt, wird kein Leiden von sich schieben, willig sich dem Creutz er⸗ giebt/ Iang und viel ja nicht best ur⸗ het/ frag nicht wer das Leiden kuͤr⸗ tzet, rechte Liebe hat kein Ziel, nie⸗ mahls ists der Lieb zu viel.—00 Die Geele. 7. Ich hab einen schmahlen Ruͤcken/ warum leiden andre nicht? ich soll mich zur Creutz⸗ Last buͤcken, andre gehen aufgericht: HErr, erlaube mir zu sagen: Laß auch andre helffen tragen, mir allein so goosse Pein will schier unertraͤg⸗ lich seyn. JESuS s Schau, das Kind den Baber tyutzet/ schweig und leid, und hsch eygieb, jch weih hessor was dir uuaet HGeschtt Enn wird doch mein XEsus 7 aa kommen in das bittre Thraͤ⸗ Aund i er nen⸗Land? Plag und Klag hat zuge⸗ nomnien, Neid und Leid nimmt überhand; wenn wird mich mein Heyland gruͤfsen, mir den bittern Kelch verfuͤssen: HErr! du bleibst mir gar zu lang/nach dir ist mir Angst und bang. JESNS. a. Braut! was plagst hult nit h⸗ 207 Von geistlichen Anfechtungen. 1209 0 nutzet: ich wills haben, nimm vor⸗ lieb, du darffst nicht nach andern fragen, was ich aufleg, solt du tra⸗ gen/ es sey wenig oder viel, weil ichs also haben will. Die Seele. 9. Ach es ist doch schwer zu trauren, Leiden ist einꝰ har⸗ te Nuß/ ohne Lrost so lang zu dau⸗ ren, ist ein gar zu strenges Muß. Soll ichs lassen oder wagenꝛsoll ichs Creutz auch Trost⸗loß tragen? O mein JEsu! komm herbey, mache mich des Leidens frey. JESuS. 10. Frisch gewagt ist halb gewonnen, wer das Creutz fein hurtig fast, ist der Mar ter halb ent⸗ nommen,/fuͤhlet kaum die halbe Last. Laß du mich frey mit dir haussen lasse dir vor mir nicht graussen: liebst du mich, so gieb dich drein, Kindl es kan nicht anders seyn. Die Seele. 11. Soll es seyn,so seys gelitten, weil es IEsus haben will, ich will nicht um Rettung bitten, setzen meinem Gott kein Ziel, in das Creutz will ich mich geben, mit dem Sterben, mit dem Leben, aller Welt⸗ Lust sag ich ab, wenn ich nur dich, IEsu! hab. JESusS. 12. So recht, also will ichs haben, ietzt bist du mein liebes Kind, droben will ich dich schon la⸗ ben, hier gedulte rauhen Wind, lei⸗ de dich/ wie ich gelitten, streite du, wie ich gestritten; dorten folgt die Zon groß und ewig ist der Lohn! (1081½.) Nach eigner Melodie. Ott lebet noch Seele, was ver⸗ zagst du doch? GOtt ist gut, der aus Erbarmen alle Huͤl ff auf Erden thut, der mit Krafft und starcken Armen machet alles wohl und gut; Gott kan besser als wir dencken, al⸗ Ie Noth zum besten lencken; Seele, so bedencke doch: Lebt doch unser HErr Gott noch. 2. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? solt der schlum⸗ mern oder schlaffen/der das Aug' hat zugericht? der die Ohren hat er⸗ 7 13 ⁵——— schaffen solte dieser höͤren nicht—iohr) Nae Gott ist GOtt, der hoͤrt und siehet/ N nicht! wo den Frommen weh geschiehet. Vesus li Seele, so bedencke doch: lebt doch ad Penndit unser HErr GOtt noch. Iolͤckelht 3.GOtt lebet nochl Seele was ver/ hat gesch zagst du doch? der den Erden⸗Kreiß seint, Een verhuͤllet mit den Wolcken weit und Nurhscht breit/der die gantze Welt erfuͤllet/i Keso ieht von uns nicht sern und weit. Wer ish semnet GOtt liebt, dem will er senden undellichgs Hulff und Trost an allen Enden⸗Ahduwast! Seele, so bedencke doch: lebt doch aach inder d unser HErr GoOtt noch. 3. Nur nich 4. GOtt lebet noch! Seele, was Weusliebt; cerzagst du doch? bist du schwer mit(sehnden k Creuß beladen, nimm zu GOtt nur deinen Lauff, OOtt ist groß und reich von Gnaden hilfft den Schwachen gnaͤdig auf. GOttes Gnade waͤhret immer, seine Treu vergehet nim⸗ mer. Seele, so bedencke doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 5. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? wenn dich deine Suͤnden kraͤncken, dein Verbrechen quaͤlt dich sehr; komm zu GOtt, er wird versencken deine Suͤnden in das Meer, mitten in der Angst der Hollen kan er dich zufrieden fiellen. Seele, so bedencke doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 6. GoOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? will dich alle Welt verlassen„ du weit weder aus noch ein? Gott wird dennoch dich umfassen, und im Leiden bey dir seyn. GOtt ist/der es hertzlich meynet, wo die Noth am groͤsten scheinet: See⸗ le/ so bedencke doch: lebt doch unser HErr Gott noch. 7. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? mustest du geaͤng⸗ stet wallen auf der harten Dornen⸗ Bahn es ist GOttes Wohlgefallen dich zu fuͤhren Himmel⸗an. Gott wird nach dem Jammer⸗Leben Frie⸗ de/ Freud und Wonne geben: See⸗ hseine Jup llicht? ach! agelsen den 4.Nurnich Esus liebt hbihdzuhe s denn mre shest ein, leult,der, ein, mo Aödudicht ühenklebg Wsagtni Nurnie Lius lett t im 5 Wattt eher Kamerdur . MM le, so bedencke doch: lebt doch un⸗ ser HErr GOtt noch. (Vosa) Itexfüllet s Weit. Wir Her sendin len Enden. lebt doch Salle, wit Uschwet nit Gott gur Ii und reic Schwachen ude waͤhret rgehet nin⸗ Eboch ꝛleht loch. Stele, was dich beine Detbrechen Ott/ Eunden in Angst er lehen flellen. leht doch Cetle/wiz challe Welt weder als ennoch bich beh dir 7 Wepllet. I6 Aet: Gel⸗ doch unst Seele/ w AWbugeänh 1001100 geblge n 600 Leben 6 ben: E ht 09 (⁰82 Nur nicht betrůͤbt l so lang dich fen zugesagt, doch 1 Von geistlichen Anfechtungen. 121⁰ Nach eigener Melodie. IEsus liebt, muß alles Creutz und Pein dir lauter Zucker seyn, das unglück selbst dir gluͤckt, weils JE⸗ sus hat geschickt; ie feindlicher er scheint, ie freundlicher ers meint. 2. Nur nicht betrubt so lang dich SEsus liebt auf seine Allmacht bau, und seiner Guͤte trau, es mag so wunderlich aussehen gleich fur dich/ daß du weist keinen Rath/ er hilfft doch in der That. 3. Nur nicht betruͤbt! so lang dich SEsus liebt; hat wohl ein Mense gefehn den trost und huͤlffloß stehn, der seine Zuversicht auf Esum hat gericht? ach nein! wie solt er dein bergessen denn allein 4. Nur nicht betruͤbt Iso lang dich SEsus liebt, ein Vater eilt ge⸗ schwind zu helffen seinem Kind, wie lans denn moͤglich seyn, als du dir bldest ein daß der sein Hertz ver⸗ schleust, der ewig Vat er heist? 3. Nur nicht betruͤht lso lang di JEsus liebt, er hat in seinem Wort aus Noth dir fort und fort zu helf⸗ drum sey doch nicht geht, doch Jelu Wor hestobt eht, doch JEsu? 30— Nur nicht betruͤbt Iso lang dich borgen sein Gesicht, nicht gantz sincken d meynt es doch recht gut. Jesus liebt herein, mu Erden klebstwer stets der fragt nicht viel nach GOtt. wandt/ im Feuer w sey gut und Klar se bahr wer GOtt im tyenn er durchs Creutz probirt. b0E0 S Erd und Welt ver⸗ JEsus liebt, bißweilen scheint es swar, als wenn er gantz und gar ver⸗ laß aber darum einen Muth/ er . Nur nicht betrabt so lang dich wenn er schickt Ereutz hes doch dienlich seyn/ daß du dich nicht erhebst, und an der ist ohne Noth⸗ 3. Nur nicht betruͤbt i so lang dich JEsus liebt, wie Gold, offt umge⸗ ird erkandt/ ob es o wird auch offen⸗ Hertzen fuͤhrt/ 9. Nur nicht betruͤbt! so lang dich IEsus liebt, im Gluͤck meynst du, du bist ein recht vollkommuer Christ/ wenn aber Creutz entsteht, und dirs ungluͤcklich geht, siehst du das Wi⸗ derspiel, daß dir noch sehlet viel. 10. Nur nicht betrůbt so lang dich IEsus liebt, war oͤffters duͤncket ich daß er zů lange sich von deinem Flehen kehr, und dein Gebeth nicht so shoͤr/ da doch kein Seuffz er nicht um⸗ sonst zu ihm geschicht II. Nur nicht betruͤbt so lang dich JEsus liebt; kaum sieht er deinen Schmertz, so bricht ihm schon sein hHertz, es ist in Lieb entbrandt, denck daß es seine Hand, die dich im Creu⸗ tze druͤckt, und die dich auch ergoickt. 12. Drum nicht betrübt! so lang dich JEsus liebt/ wer hier durchs Creuß verletzt, wird wiederum er⸗ götzt, wo nicht in dieser Zeit, doch in der Ewigkeit, wenn er fuͤr GOt⸗ tes Thron prangt in der Himmels⸗ Cron.(1983.0 Mel. HErr ich habe mißgehandelt. Sy getreu in deinem Leiden, liebste Seele, das dich druͤckt, so kan dich von dem nichts scheiden, der dein Unglüͤck selber schickt, Christen, die GOtt wohl gefallen, muͤssen durch viel Truͤbsal wallen. 2. Ohne Creutz und Kummer le⸗ ben, ist ein ungluͤckhaffter Stand; wer sich will der Welt ergeben, dem wird diß zu spaͤt bekannt, auf die Thraͤnen folgen Freuden, auf die Wollust ewig Leiden. 3. Preßt man doch die schoͤnsten Trauben, biß der Safft aus ihnen qvillt, und je mehr man sie thut schrauben, ie mehr wird das Faß ge⸗ fuͤllt: also bringt des Menschen ertze Fruͤchte nath dem vorgen chmertze. 4. Also gieb bich nur zufrfeden, liebste Seel und glaͤube fest, daß uns Gott manchmahl ermuͤden, aber nicht versincken laͤt; wer in sein Reich will eingehen, muß viel Mnost und Noth ausstehen. (1o48) Von geistlichen Anfechtungen. 4 zu, ich habs verschuldt;.8000 4 W I211 (1084.9 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 41• bin bey allem Kummer stille, der mir an meinem Hertzen liegt. Es ist des lieben GOttes Wil⸗ Ie/ der mich zu seiner Zeit vergnuͤgt. Denn dieser Trost ist mir bekannt, es aͤnderts GOttes rechte Hand. 2. Er kan es thun, drum will ich hoffen. Er will es thun, so trau ich drauff. Sein Vater⸗Hertze steht mir offen, und nimmet meine Seuffzer auf; sein Wort ist mir ein sichres Pfand,/ da staͤrckt mich GOttes rech⸗ te Hand. 3. Es kan nicht ieder Wunsch ge⸗ lingen, den man sich etwa ausge⸗ dacht. Man sieht,wers mit Gewalt will zwingen, daß der nur Ubel aͤr⸗ ger macht. Gnug was mir fehlt ist GOtt bekannt, der hilfft durch seine rechte Hand. 4. Die rechte Stunde wird wohl kommen, da seine Hulffe mich er⸗ freut; ich weih, daß endlich doch den Frommen ihr Wunsch des Hertzens wohl gedeyt. Mein Glaube hat diß feste Band: mich seegnet GOttes rechte Hand. 5. Wills GOtt! so stellet sich wohl morgen der Seegen meiner Hoff⸗ nung ein; und wird von allen mei⸗ nen Sorgen kein Staͤubgen nicht mehr uͤbrig seyn. So hab ich ein gelobtes Land, und freut mich Gottes rechte Hand. 6. Gedult! will ich indessen spre⸗ chen, Gedult! wenn sichs noch will verziehn, Gedult! die Zeit wird Ro⸗ sen brechen; die mir aus GOttes Liebe bluͤhn; dabey verharr ich un⸗ verwandt. Bald aͤnderts GOttes bist rechte Hand. (1085.0 Mel. O du Liebe meiner Liebe. Fest sort mit Liebes⸗Schlaͤgen, süsser JEsu! liebster Hort laß sich Truͤbsals⸗Winde regen, und bring mich hierdurch an Port. Ach! ich biete dir den Rucken, schlag nur spießt; Liebe, die so Honig⸗fůsse al die armen Suͤnder fließt. Eiuh tes⸗Sohn! Wenn du es nun eingenommen, so laß gar nichts mehr hinein, denn mich nicht mehr kennen, nicht die Welt, nicht Fleisches⸗Lust: Augen⸗ mir niemahls mehr bewust. 6. Dann ich will in deinen Armen unterm Creutz gantz sanffte ruhn: doch vertrag auch mit Erbarmen, wenn mein Lassen oder Thun noch mit Schwachheit so beflecket, die dir nicht verborgen ist; Diese aber wird bedecket, weil du mein Erloͤser i 7. Nun du solt mein in dem Leben, und im Tod auch meine seyn; dit mit Leib und Seel ergeben, geh ich in mich selbst hinein; dich such ich in meinem Hertzen, biß du dich mir of⸗ senbahrst: schencke mir des Glau⸗ dig wa 8. Hoͤhh 2 AMj deinen Herh w V Nyach chlwlele uhlr kän sle Krafst bisiin deh hulicht Hett es mit mi M hellebt. Mel. OTta Creutze Pfahd! Oscelig mit dir Pegen lasd sheschet, Oclere Imir ine e Süßi, chtlerten, Oleeber hrung al ssheg die ssht kͤmme ich hab mir vorgenommen, dein hin⸗ N fort allein zu seyn. Ich will selbst Lust, Stoltz, suͤndlich Brennen, sey bens an, vormahls guch 110 „ Ettoͤdt! sb,laßdei . O fanff Min dessen ö curd hr Osheime Aget die Wn J Ileohne. Ogions⸗ zausdi wuandas 1 Eih 0 Eri 30 irettegdz Her zilh Dir Hd bt. 1 wie lapgt licht erkanft, in Schlapht un gewandt; ne Wuhda, h. durchrißt, Stunden/g ht. Hes⸗Ruthe lus, waschts und mach Ach Lexoffnt en Suͤndas fich dich Woenomniet, hinein, denn I/ f Auges⸗ Vrennen/ sh Wllst. inen Arte auffte tuhnt Erbarmeh Chun noch Wlecket/ de Diesean Hein Erloßl dem Lebel/ seyn; de ben, geh ig ich such ich 6 dich mir dj des Glah mohlecni lewine Krafft verliehret sich. Aber enn ihr Hertz betruͤbt, drum du es mit mir machen, JEsu! wie olggghes dir beliebt⸗ hinweg die Ungedult„ Murren laß bringen die EI Von geistlichen Anfechtungen. 12¹4 Hor ach hoͤr mein sehnlich Fle⸗ ächi wie lang verbirgsi du dich? AFmir kaͤmpffen, widerstehen; Ibiß in den Schwachen maͤchtig, drum magst (1086.) Mel. O Traurigkeit,o Hertzeleid. O Creutzes⸗Stand 1 O edles Pfand'l das alle Streiter din⸗ det; deinen füsfen Honig⸗Safft mein Hertz wohl empfindet. 2. Oseelig ist! wer dein genießt, und mit dir ist gezeichnet, lauter Seegen laͤl du uach dem, der dich erreichet.—— 3. Oedler Schatz! hab ewig Platz hey mir in meinem Hertzen⸗ ich kuͤ deine Suͤßigkeit mit Lieb⸗vollen Schmertzen. 4. O lieber Gast! O suͤsse Lastl Be⸗ währung aller Frommen! nimm nicht kommen. 5. Ertoͤdt den Leib, die Lust ver⸗ treib/ laß deine Macht drinn stehen⸗ daß Natur und Eigenheit weichen und vergehen. 6. Im Creutz ist Lieb, des Glau⸗ bens Trieb, Und Hoffnungs⸗volles Leben; es giebt Trost, versichert guch der Kindschafft darneben. 7. O sanfftes Joch! du bleibest doch sehr leicht, wie Christus lehretz wwer in dessen Krafft es fuͤhlt Iebet dich und ehret. 8. Geheime Ruh] wie bald wirst du schoͤne Crone; die den Siegern JEsus wird geben dort zum Lohne. 9. OZions⸗Kindl ach eil geschwindl sireck aus die beyben Armen z nimm baxein das Creutz mit Lust, GOlt ist dein Erbarmen. 10. Er ist sehr mild,dein Burg und Schild, dein Schutz⸗HErr und Errettetzdein Immanuel, und auch I1. Der hat bereits, und wird dein Creutz noch ferner helffen tragen; drum will ich mit Zious⸗Schaar auch mit⸗Amen! sagen. (1087.0 Mel. Odu Liebe meiner Liebe. Seo mir tausendmahl willkom⸗ men, suͤsses Leiden, liebes Creutz! Odu Manna aller From⸗ men, labst du mich auch allbereits? ia, mein IEsus will mich kuͤssen jetzt in seiner Dornen Cron, und mein Abba laͤst mich wissen, daß ich sey sein lieber Sohn. 2. Ol wie kuͤß ich deine Ruthe,Ab⸗ ba! O ich kuͤsse siez denn sie thut mir viel zu gute, toͤdtet meine Schlange hie. Drum so schlag, o Vater! schlage nur noch besser meinen Feind, ders ja warlich all mein Ta⸗ geniemahls gut mit mir gemeynt. 3. JEsu] stuͤrm in mir die Hölle der derfluchten Eigenbeit; brich, zermalme und jerschelle alle meine Eitelkeit; so will ich dir froͤlich sin⸗ gen: Lob und Preiß und Gloria! Hertz und Mund soll noch erklingen von Triumph, Victoria. ö(1088.) Mel. Komm doch, IEsu, komm ꝛe. Arum bist du so betruͤbt/armes Hertz daS Ott dich liebt? soll der schwere Kummer⸗Stein stets guf deiner Seele seyn? 3.Ohne dich besteht die Welt rech⸗ ne du, wie dirs gesaͤllt: greiff zur Last/ es hilfft dir nichts, sorgt der Himmel, dann geschichts. 3. Treib die Sorgen aus von dir, und vertraue fuͤr und für dem, der dich so Tag als Nacht obenher schützt und bewacht. Creutz und Leid ist GOtt bekannt, hast du den zur rechten Hand, glebt dir GOtt sein Wort und Licht; Olso brauchts der Sergen nicht. 5. Traue GOTC in aller Nothe traue GOtt biß in den Tod, laß ihn walten/ mit der Zeit endet sich dein 20 im Creutz dein Vertysler⸗ Hertzeleid 4. Oi I215 Von geistlichen Anfechtungen. ö 4 25 Wn Mü 6. Bist du es doch nicht allein, tau⸗ send mehr druͤckt gleicher Stein, ja wohl manchen solche Last als du nie gesehen hast. 7. Nimm daher dein herbes Joch, oldu wirst GOtt dancken noch: Christen gehn durch Creutz und Leid hin zum Saal der Herlichkeit. 9.— Mel. Was hilfft dich Mensch die ꝛc. Wat willst du, Menschlviel trau⸗ rig seyn, wenn dich das Creutz befaͤlltꝰdas Elend ist uns allgemein, so geht es in der Welt! es sey der Mensch auch wer er sey, vom Leiden ist hier niemand frey. Gedult! 2. Offt siehst du den und jenen an, sein Elend siehst du nicht; und wuͤr⸗ de dir die Wahl gethan, du wehltest dein Gewicht: denn viele tragen Centner⸗LVast, da du doch kaum ein Qventgen hast. Gedult! 3. Das thut die liebe Vater⸗Hand, sie prüffet unsern Sinn; sie wirfft das Hertz, das ihr bekannt/in Truͤb⸗ sals⸗Flammen hin: das Silber muß probiret seyn, drum muß es in die Glutb hinein. Gedult! 4. Muß Joseyh nicht zum Kercker gehn,/ eh er zur Hoͤhe steigt? muß Da⸗ Nd nicht vorlassen stehn, eh sich das Gluck ihm zeigt? stieg Esther nicht durch Ereutz und Leid hinauf zum Thron der Herrlichkeit? Gedult? 3. Drum auflbetruͤbter Sinn und Muth, sey froh, und traure nicht; GOtt meynt es alles hertzlich gut, ob dir schon weh geschicht: er staͤupt die Kinder, die er liebt, der Bastart bleibet unbetruͤbt. Gedult! 6. Die Zeiten sind nicht uͤberein, der Tag koͤmmt auf die Nacht; dem Regen folgt der Sonnenschein, dem Schnee der Blumen Pracht: es fuͤgt sich auf den Thraͤuen⸗Fluß das Gluͤck, da man sich freuen muß. Gedult! 7. GOtt stuͤrtzt und hebt, GOtt schlaͤgt und heilt, GOtt giebt und 2 etwas verweilt, so hilfft ey lich doch: ja, was dir heut gesee ahnt rer ein; das wird zulent wie seyn. Gedult. 3 (1ogo.) Mel, Ach wie hetruͤbt sind ꝛeWden, ul M Leide seh ich nach dem Lieden un min, J3 das meinen bangen Geist en—— u svickt denn wenn ich nun im Creusshnninn ermuͤde, und mich der Crübsal⸗ge uich. sel druͤckt/ so stimm ich froh und sreu⸗ M dig an: was Gott thut, das i gethan! Von el 2. Hab ich Verfolger, die mich pla lle gen, macht mancher Feind mir tau' Wll. Chuf send Noth; was sol ich thun 2 solWeinghl ich verzagen? soll ich mich graͤmen besen biß in Tod? O nein! ich singe fruͤh 705 Mund und spat: wohl dem/ der GOtt zum st unt dar Freunde hat. A cht gu 3. Ist niemand, der mich will ver ihen sorgen, muß ich allstets verlassen u Hlitder stehn; soll mir das Gluck so heut alß PEhg morgen nur aus decreutztem Thone nioͤlchs gehn: so sing ich dennoch fuͤr und fuͤr: HErr, wie du wilt, so schicks mit mir! 4Muß ich in steter Armuth wal⸗ len/ fehlt mir es immer da und dortz Ihel. will mir das Looß nie anders fallen, druͤckt mich der Mangel immerfortz so sing ich hier wie anderwaͤrts:war⸗ um betruͤbst du dich, mein Hertz? Egantze W 6. Und muß ich auch zum Raube Snuckerg werden dem Tode, der nicht aussen s wenn bleibt so stimm ich an, was auf der usin Sch Erden mir alle Todes⸗Furcht ver, Hättich treibt; ich singe biß zum letzten chsten; Schluß; ich weiß wohl, daß ich sler/ aler M ben muß! adez mei 7. Ja, legt man endlich die Gebei/ und ang ne zuͤr dunckeln Grufft der Erden mahet nimmit das Joch; und ob er offt bin z so sing ich unter meinem* runn u/ Von gemeiner Noth. 12¹⁸ Alhim Moder/ der ich worden bin, 6. Ich erwehl ein Stücktein Biod, ch weil ein Stäuplein an mirdas mir wohl gedeyet, fuͤr des rothen ebt: Ich weiß/ daß mein Erloͤser Goldes Koth, da man Ach! bey Ibt! schreyet; schmeckt mir Speih und So muß das Leid ein Lied mir Mahlzeit wohl, und darff mein nicht den, und meine Noth ein suͤsser schonen halt ich ein Gericht lein ch dem LieteKbon; mein Singen leichtert die Kohl hoͤher,als Melonen. Hen Geiß deschwerden, das hab ich offt erfah⸗ 7. Sammt und Purpur hilfft mir nunim Ere Iin schon: drum sing ich immer un⸗nicht mein Elende tragen, wenn TribscbhUshrt: mein Leid ist in ein Lied mich Haupt⸗Weh, Stein und Gicht fabundsteerkehrt. br il ich uch geht plagen; lie⸗ er will ich froͤlich gehn in geringen lossfnasVon gemeiner Noth. Kleide, als mit Leid und Aengsten die nichph(1091. P. 6. stehn in der schoͤnsten Seide. feind mirtauMel. Christus der uns seelig ꝛe.. Solt ich siumm und sprachloß ch pun? UW Er wohl auf ist und gesund/ he⸗ seyn/ oder lahm an Fuͤssen⸗ solt ich ich grä be sein Gemuͤthe, und erhebe nicht des Tages Schein sehen und ich snge früͤlfinen Mund zu des Hoͤchsten Guͤtez geniessen; solt ich gehen spat und GOtt lun laßt uns daucken Tag und Nacht fruͤh mit verschlohnen Ohren, wolt hit recht guten Liedern! unserm ich wünschen daß ich nie waͤr ein SOtt, der uns bedacht mit gefun⸗Mensch gebohren. den Gliedern.. Lebtich dhne Rath und Wiß⸗ 2. Ein gesundes frisches Blut hat waͤr im Haunt verirret: haͤtte mei⸗ u froͤlichs Leben: giebt uns GOtt ner Seelen Sitz mein Hertz sich iß ein ge Gut, ist uns anug gegeben verwirret: ware mir mein Muth ler in dieser armen Welt, da die und Sinn niemahls guter Dinge⸗ shoͤnsten Gaben und das guͤldne war es besser/daß ich hin, wo ich her immels⸗Zelt wir noch küͤnfftig bin, gienge. aben. Aber nun gebricht mir nichts 3. Waͤr ich gleich wie Croͤsus reich,an erzehlten Stuͤcken, ich ersreue hätte Baarschafft liegen: war ich mich des Lichts und der Sonnen Alexandern gleich an Triumph und Blicken/ mein Gesichte sieht sich üm⸗ Siegen, muͤsie gleichwohl siech und miein Gehoͤre hoͤret wie der Voͤglein schwach Pfuͤhl und Betten druͤcken; süsse Stimmihren Schoͤpffer ehret. pürd' auch mich in Ungemach all un. Haͤnd und Fuͤsse, Hertz und Inein Gut erqvicken · Geist sind bey guten Kraͤfften, alle 044. Stunde gleich mein gantzer mein Vermoͤgen fleust, und geht in isch valler Lust und Freude, haͤtt Geschaͤfftendie mein Herrscher hat 0116 Wildprat/ Wein und Fisch, und gesellt hier in meinem Bleiben, al⸗ ie gantze Weyde, die den Halß und solang es ihm gefaͤllt, in der Welt Schmack ergoͤtzt, worzu wurd es nůͤ⸗zutreiben.—9— slene ween i doch unausgesetzt. 12, Ist es Tag, so mach und thu ich müͤst in Schmertzen sitzen?„was mir gebuͤhret/koͤmmt die Nacht . Haͤtt ich aller Ehren Pracht, saß und suͤsse Ruh, die zum Schlaffen 1 hochsten Stande; waͤr ich maͤch⸗fuͤhret⸗ schlaff und ruh ich unbe⸗ tig aller Macht, und ein Herr im swegt, büß die Sonne wieder mit den Lande; mein Leib aber haͤrte doch hellen Strahlen regt meine Augen⸗ auf und angenommen der betrübten Lieder. 8 die Kranckheit Joch, was haͤtt ich 3. Habe Danck, du milde Hand! sit der E fuͤr Frommen ꝛ 9— ½ dem Throne deines Aule ö ö ö Wols ubt sindz ets verlas icl so heut al Agtem Thoh noch für 110 I, so schißg Amuth walh da und dot anders falleh immerfonh 20 Von gemeiner Noth. 124½ mels mir gesandt diese schoͤne Crone deiner Gnad und grossen Huld, die ich alle mein Tage niemahls hab um dich verschuld't, und doch an mir trage. 14. Gieb, so lang ich bey mir hab ein lebendigs Hauchen, daß ich fol⸗ che theure Gab auch wohl moͤge brauchen; hilff, daß mein gesunder Mund und erfreute Sinnen dir zu aller Zeit und Stund alles Liebs be⸗ ginnen. 5. Halte mich bey Staͤrck und Krafft⸗ wann ich nun alt werde, biß mein Stuͤndlein hin mich rafft in das Grab und Erdez; gieb mir meine Lebens⸗Zeit ohne sondern Leide, und dort in der Ewigkeit die vollkomm⸗ ne Freude. ⁰².) E. S. Mel. Hertzlich thut m. Ein GOtt! ich fuͤhl es leider, daß ich ein Suͤnder bin, es de⸗ cken Adams Kleider nicht nur den krancken Sinn, es tragen alle Glie⸗ der den kalten Tod in sich: die Last druͤckt mich gantz nieder, ach HErr, erbarme dich!— 2. Vom Fuß auf biß zur Scheitel ist nichts gesundes hier: mein gan⸗ zes Thun war eitel, die Suͤnde herrscht in mir: ietzt fuͤhl ich nun die Ruthe, der Pfahl ins Fleisch thut weh; doch alles mir zu gute, daß ich nicht untergeh. 3. Die Kranckheit, die mich pla⸗ get, ist nur ein Winck zu dir. Du hast auch, HErr/ gesaget: kommt alle her zu mir! Ich komme, doch mit Schmertzen, an Leib und Seele kranck, versüsse meinem Hertzen den bittern Wermuth⸗Sranck. ö 4. Verbinde mein Gewissen, und mach es erst gesund: ich will die Ruthe kuͤssen/ und denck an deinen Bund: du hast ein Wort geschwo⸗ ren: so wahr du lobst und bist, der Mensch geht nicht verlohren, der dich im Glauben kuͤßt. 3. Vergieb mir meine Suͤnde, und mache mich aufs neu zu deinem. Gnaden⸗Kinde: bin ich der Schm um ti den frey, so will ich alles leiden, aschen H. kan mich auch kem Tod von dir,messodtten GoOtt/ nicht scheiden, koͤmmts glei If zur Todes⸗Noth. wit u 6. Dir hab ich mich ergeben, deshenen seine bin ich frisch und krancklaͤst du milihhött ja o laͤnger leben/so leb ich dir,zu Danghin uns Gt willst du mich aber toͤdten, ich hof w. Badi doch auf dich; du hilffst aus allashn, ass Noͤthen: dir leb und sterbe ich, al, udbe (1093.) P. G. Sottes Cnak Mel. Warum betuͤbst du dich ꝛr ssltwahr du Je ist so groß und schwer dim, Osronn Last, die du uns auferlahnz hin sol get hast, o aller Goͤtter GOtt! dalnsenn Sien, du so streng und eyfrig bist dem, Nalakeit, mit! nicht fromm und heilig ist. Tyon, uns ti 2. Die Last die ist die Krieges⸗Fluthchron. so jetzt die Welt mit rothem Blisn. Noctun und heissen Thraͤnen fuͤllt, es ist dasem Thun, a Feur, das hitzt und brennt, so wessen⸗Brunnl fast Sonn und Mond sich wendt. suhm; wirh 3. Groß ist die Last, doch ist darbahlershuldt, dein starcker Schutz und Vatelsud Huld. Treu uns gar nicht üubekannt: dz. Laß diese straffst, und mitten in dem Leid enm ertzund zeigst du Lieb' und Freundlichkeit. Heb Engeli 4. Wir, unsers Theils, sind dir vepunste Aeden pflicht dafuͤr/ daß du dein Heyl unslet ehn. Licht uns niemahls gantz versagt. 1. Laß uns viel andre hast du abgelohnt, unslud, uus w hast du ja noch offt verschont. Freud desgr 5. Wie manchmahl hat sich Hlelranche Men und dar ein grosses Wetter der G Heschaut indi fahr um uns gezogen auf! deins w. Eindih Hand, die Erd und Himmel traͤglochandie, hat Sturm und Wetter beygelegt Han, dieke 6. Wie offtmahls hat hey Tag unhsedenninde Nacht der Feinde List und grosf gensolches c Macht uns, deine Heerd, umringis 16, Gharm du aber, o dutreuer Hirt! hast unlherß so bi sern Wolff zuruͤck gefuͤhrt. Schmettz un 7. Viel unsrer Bruͤder sind geplaghingt: Dub von Hauß und Hoff darzu verjaghin Stein, 0 wir aber haben noch beym Weis usehn stoe und begn Feigen⸗Baum eis. Wi f jeder seinen Sitz und Raum. unchue 8. Sieh an, mein Hertzlwie Stash ind Sunh und Land an vielen Aie 0 wW W — Von geme iner Noth. 12²² pandt zum rieffen Untergang! der Gottes⸗Haͤuser umgekehrt. Bey uns ist ja noch Policey/auch sten wir noch ohne Scheu dem Erren seinen Dienst: man lehrt nd hoͤrt ja fort und fort alltaͤglich ley uns GOttes Wort. Ieh, ich hus 10. Wer dieses nun nicht will ver⸗ Wüs aus ellsehn„ laͤsts in die Lufft und Winde Hlerbech. gehn, und bey so hellem Licht nicht 6 Sttes Gnad und Guͤt erbennt der Ühfdubdich eit fͤrwahr durchaus verblendt. und schwer R I. O frommer GOtt! nimm von uns aufeltuns hin solch Unvernunfft; richt lr Ott! Munsern Sinn, daß wir zur Dauck⸗ ig bif dem, Rbarkeit, mit Lobgesang und suͤssem . Thon, uns finden stets fuͤr deinem Kritges⸗Flul Thron. rothem Bj 2. Nicht unserm Werck, nicht un⸗ Hlt,ꝛs ifNMserm Thun, allein dir, dir, o Gna⸗ rennt, sonhden⸗Brunn! gebuͤhrt all Ehr und Osch werbt. Ruhm; wir haben Zorn und Tod dach is dant verschuldt, du zahlest uns mit Lieb und Vaasund Huld. Wletunnt= Ag. Laß diese Lieb als eine Glut, in Indem Leibel uis entzüͤnden Hertz und Muth, meundlichkehlgieb Engelische Brunst, daß alle unsre Aederlein zu singen dir berei⸗ tet seyn. . Laß uns einmahl/ nach so viel zolehnt /ULeid, uns wieder scheinen unsre aschent. Freud, des Friedens Angesicht; dae hal sich UHmancher Mensch noch nie einmahl Hetterder E geschaut in diesem Jammerthal. 0 au Hl 15. Sind wirs nicht werth, so sieh Himmeltth doch an die, so kein Uurecht ie ge⸗ Lartergtle thau, die kleinen Kinderlein solln 21th Loglu sie denn in der Wiegen noch mit tra⸗ und gihl gen solches schwere Joch? Iurd, Ummiagd 16. Erbarin dich, barmhertzigs Out! haflüs Hertz so vieler Seuffzer, die der u Schmertz uns aus dem Hertzen i Hetgeben, Rh mucklast bup Hltsind dir dein Hegl ganß bersa den⸗Del/ so wird geheilet Leib und E enschen Hütten sind verstoͤhrt Seel el. 109½ Nun, du wirsto thun, das glaͤu⸗ ben wir, ob gleich noch wenig schei⸗ nen fuͤr die Mittel in der Welt; wenn alle Mittel stille stehn, dann pflegt dein Helffen anzugehn. 1094.0 Mel. Nun freut euch lieben ꝛe. W'U. dancken dir, o hoͤchster GoOttl daß du uns hast erhoͤ⸗ ret, und nach der grossen Krieges⸗ Noth den lieben Fried beschehret; auch sonderlich dein liebes Wort erhalten rein an diesem Ort, samt beyden Sacramenten. 2. Hilff, daß wir diese Friebens⸗ Zeit gebrauchen dir zu Ehren, und nicht durch Unbußfertigkeit die Straffe wieder mehren erhalt dein Kirch in Fried und Ruh, Gesund⸗ heit, Nahrung gieb darzu, durch JEsum Christum, Amen. (1095.) M. J. S. W. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Ch GOft, soll denn nur Ohraͤ⸗ nen⸗Brod die malte Seele spei⸗ sen? soll denn nur Schrecken, Norh und Tod uns gar zu Boden resssen d willst du nicht mehr genaͤdig seyn⸗ soll denn die allergroͤste Pein uns gantz und gar verderben⸗ 2. Du hast ja nicht am Tode Luff wohl aber an dem Leben, und wol⸗ test dennoch unsre Brust dem Wuͤt⸗ ger uͤbergeben? Drum, Hoͤchsterl laß Uns fernerweit, auch hier in dieser Zeitlichkeit, zu deinen Ehren leben. 3. So wollen wir/zu deinem Presß, mit Beten und mit Singen, so viel die Schwachheit kan und weiß⸗ dir Dauck und Opffer bringen. O: du getreuer Zebaoth, ach troͤst uns llwingt: du bist ja GOtt, und nicht 7 Stein, wie kanst du denn so har⸗ m V te seyn? ‚ I 17. Wir sind an boͤsen Wunden Kaum. ktanck, voll Eyter, Striemen, Koth hwit Euf und Stanck/ du, HErrl bist unser d da Alüt/euß ein, geuß ein denn Gug⸗ 2 selst in aller Noth/ und laß dein Ant⸗ lstz leuchten. 10 4. Sey du selbst unsre Zuversicht und Huͤlff in grossen Noͤthen; so fuͤrchten wir kein Ubel nicht, du magst uns auch gleich toͤdten. Mach hu es, wie es dir gofhllt, so hier als 2 ö doyt 1223 Von gemeiner Noth. dort in jener Welt, so werden wir genesen. (1096.) Mel. Der HErr ist mein getreuer ꝛc. Ho Gott! du bist ja fuͤr und fuͤr die Zuflucht deiner Heerde; du bist gewesen eh, als ie gelegt der Grund der Erde: und da noch kein Berg war bereit, da war st bu in der Ewigkeit, o Anfang aller Dinge. 2. Du laͤst die Menschen in das Thor des Todes haͤuffig wandern: Du sprichst: kommt wieder, Men⸗ schen! vor, und folget jenen andern. Denn dir sind, Hoͤchster tausend Jahr als wie ein Tag, der gestern war, und nunmehr ist ve 3. Du laͤst das schnöde Heer wie einen Strom verfliessen, und wie die Schifflein auf dem Meer bey gutem Wind hinschiessen: gleich wie ein Schlaff und Traum bey Nacht, der, wann der Mensch vom Schlaff erwacht, entfallen und vergessen. 4. Wir sind ein Kraut, das bald verdorrt, ein Graß, das ietzt aufge⸗ het, wird aber schnell von seinem Ort entfuͤhret und verwehet: so ist ein Mensch; heut bluͤhet er, und morgen, wann ihn ungefaͤhr ein Wind ruͤhrt, liegt er nieder. 5. Das macht, HErr! deines Zor⸗ nes Grimm, daß wir so bald ver⸗ schwinden: Dein Eyfer stoͤbt und wirfft uns üm, von wegen unsrer Suͤnden: die Sünden stellest du vor dich, davon brennt und entruͤstet sich dein allzeit reines Hertze 6. Diß ist das Feuer, das versehrt das Marck in allen Beinen: daher kommts, daß der Dod verzehrt die Grossen und die Kleinen. Drum fahren unsre Tage hin, wie ein Ge⸗ schwaͤtze durch den Sinn, wann wir die Zeit hintreiben. 7. Wie lang haͤlt doch diß Leben aus? gar selten siebtzig Jahre: rgangen. Knecht Menschen⸗ in End und Gottch sien 9. Lehr uns bedencken, fromme l Gott, das Elend dieser Erden, auf sh daß wir, wann wir an den Tod ge. it dencken,kluͤger werden. Ach! ehnt r e shauß, wieder, kehr uns zu dein Angesicht/ An/ mit denen döeh ien 10. Erfüll uns fruͤh mit deine r Höh Anad, an Leib und an der Seelen;. so wollen wir dir fruͤh und spat dein die B. Lob mit Danck erzehlen. Erfreh anld, un un„o du bochste Fveud! und ges zn uns wieder gute Zeit, nach so dieh: ie boͤsen Tagen. Iundkl 1I. Bißher hats lauter CEreutz ges gydere schneyt, laß nun die Sonne scheinen ieunv Beschehr uns Freude nach dem Leid; ahthin und Lachen nach dem Weinen. Laf zihredl deiner Worte suͤssen Schein HErr Weinf deinen Knechten kundbar seyn, und glch ne dein' Ehr ihren Kindern. Iemschn 12. Bleib unser GOtt und treuert Der Freund, halt uns auf festem Fuffe; Ilt, dar und wann wir etwan irrig seynd, und et so gieb, daß sich mit Busse das Her o ube tze wieder zu dir wend, auch foͤrde? achen das Thun unsrer Haͤnd, und segn all W Wanns hoch kommt werden achtzig draus, und wann man alle Waare/ unsre Wercke. Wsel n, des Von der Witterung. e Vom Sommer. Iuct (1097.) P G. Alem h Mel. Kommt her zu mir/ spricht 8. Ichf G² aus, mein Hertz, und fuche slin, un Freud, in dieser lieben Som s mer⸗Zeit an deines SOttes Gaben: assdochy Indft 51— der ste mi und du ö Ihut wie sie mir und dir sich Illn ausgeschmuͤcket haben. 0 3. Die 25 Von der Witterung. 1226 m HuN Die Baume stehen voller Laud, Schein wird wohl in Christi Gorten Jugend Erdreich decket seinen Staub seyn, wie muß es da wohl klingen? wesen. n Angesich heinen bößt mit deite mder Seelen ge und spat Hien. Etfeh eudKundgieh Rach so dich Mer Creutz ge. auhe scheinlal nach demeid Wtinen. Schein HEhh bar seyn/ I Atund Rell 7, Der Weitzen wächset mit Ge⸗ Leib und Seele gruͤnen: so will ich fsetem Fusth walt, darüber jauchtzet jung und dir und deiner Ehr allein, und sou⸗ irrig shne alt und rühmt die grosse Guͤte deg,sten keinem mehr, bier und dort ust dab HWt der so uͤber fluͤßig labtund mit so sewig dienen. auch föhe manchen Gut begabt das menschli⸗(1098.) P. G. undsechn x. che Gemuͤthe. Mel. Auf nieinen lieben GOtt. 4 3. Ich selbsten kan und mag nicht NuI ist der Regen hin, wohl auf! uhn, des grossen GOrtes grosses mein Hertz und Sinn, sing Kerung. Thun erweckt mir alle Sinnen: ich nach hetrüͤbten Leiden GOtt dei⸗ ilterung, singe mit, wenn alles singt, und laf⸗nem HErrn, mit Freuden Gott met. sey was dem Höchsten klingt, aus hat sein Hertz gekehret, und unser meinem Hertzen rinnen. Bi.itt erhöret. Airchtu. Achl denck ich, bist du ie so 2. Sein Zorn war sehr enthrannt 1 10 0 schoͤn, und last du uns so lieblich auf uns und unser Land. Er sprach: I e Lehn auf dieser amen Erden, wae ihr Menschen⸗Kinder, geht, seyd 2061060 will doch wohl nach bieser Welt dort und hleibet Suͤnder, wollt von der * 7½½% dem reichen Himmels⸗Zelt und Boßheit⸗Strassen euch gar nicht I7 D6f% Hüldnen Schlosse werden?; wenden lassen. einem gruͤnen Kleide: Nareissen ddie Tulipan die ziehen sich viel oner an als Salomonis Seide. „Die Lerche schwingt sich in die lufft, das Taublein fleugt aus sei⸗ ler Grufft, und macht sich in die Walder. and Ke mit ihrem ö und stillt mit ihrem Huͤgel, Thal und ö eichte Reh ist frohund koͤmmt aus feiner Hoͤh ins tieffe Graß gesprun⸗ ghen. Die Baͤchlein rauschen in dem Sand, und mahlen sich und ihren Rand mit Schatten ⸗reichen Myr⸗ shen: Die Wiesen liegen hart dar⸗ Jey, und klingen gantz vom Lust⸗Ge⸗ schrey der Schaaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienen⸗Schaar eucht hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honig⸗Speise. Des suͤs⸗ sen Weinstocks starcker Safft bringt lͤglich neue Staͤrck und Krafft in seinem schwachen Reiße. 10. Welch hohe Lust, welch heller 3. da so viel tausend Seraphim mit unverdroßnem Mund und Stimm ihr Alleluja singen. I. Q waͤr ich dal O stuͤnd ich schon, achl suͤsser GOtt /fuͤr deinem Thron, und truůͤge meine Palmen! so wolt ich nach der Engel Weiß erhöhen deines Nahmens Preiß mit tausend schoͤnen Psalmen.—.— I2. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch,auch nicht gar stille schweigen, mein Hertze soll sich fort ulid fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13. Hilff nur, und seegne meinen Geist mit Seegen/der vom Himmel fleust, daß ich dir stetig bluͤhe: gieb, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seelen fruͤh und spat viel Glaubens⸗Fruͤcht erzlehe. ö 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich wohl beklei⸗ ben: verleihe/daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schoͤne Blum und Pflantze moͤge bleiben. 15. Erwehle mich zum Paradeiß, und laß mich biß zur letzten Reiß an Drum soll mein Himmels⸗Licht Qa3 sein 140 N 3 I 18666 WA *. IA 4 J 4 NDN 1 EV R * 1 j 179 1227 Von der Witterung. 12²9 sein klares Angesicht in schwartze truͤbe Decken und dunckle Wolcken stecken, und fuͤr das heile Scheinen nur immer zu euch weinen. 4. Bald aber fiel sein Grimm durch unsers Seuffzens Stimm: das ewi⸗ ge Gemüthe dacht an sein ewge Guü⸗ te/ und ließ auf unser Schreyen ihm seinen Zorn gereuen. 5. Die Wolcken flohen weg, der feuchten Winde Steg, daher die Wasser flossen, nahm ab und ward verschlossen; des hohen Himmels Dieffen die hoͤrten auf zu trieffen. 6. Steh auf! du mattes Feld, aus deinem Trauer⸗Zelt, steh guf, und laß nun wieder die suͤssen Sommer⸗ Lieder/ zu deines Schoͤpffers Ehren, mit Lust und Freuden hoͤren. 7. Sieh hier, der Sonnen Zier geht wieder schoͤn herfuͤr, bringt nach dem Schlack und Regen den lieben warmen Seegen, und wuͤrckt auf Berg und Tyalen mit wunder⸗ schoͤnen Strahlen. 8. Die Erde wird ergvickt, und was durch Naͤß erstickt, das wird nun wieder leben und reiffe Fruͤchte ge⸗ den: die Aecker gut Getraͤhde, die Wiesen Graß und Weyde. 9. Die Baͤume werden schoͤn in ihrer Fulle stehn, die Berge werden fliessen, und Wein und Oele giessen: Das Bienlein wird wohl tragen bey stillen warmen Tagen. 20. Davon wird uͤnsern Theil das iwge Gut und Heyl uns allesammt zumessen, wir werdens sehn und es⸗ sen/ und mit dem Eut der Erden zur Gnuͤgꝰ ersaͤttigt werden. I. Nun GOtt ist fromm und treu, sein Huld ist immer neu, und laͤßt sich leicht versuͤhnen, giebt, was wir nicht verdienen: laͤßt gnaͤdig sich er⸗ en. und nicht nach unsern Suͤn⸗ en. 12· Darum so richte nun, Mensch! auch du dein Thun zu GOttes Lob undLiebe, daß dein Hertz nicht betrüͤ⸗ bemit mehrerm Zorn und Schmor⸗ He das alleyfroͤmmste Hertze. (1099.) E. G. Mel. Wenn wir in hochsten ꝛa O Herrscher in dem Himmels Zelt! was ist es doch, das unser Feld, und was es uns hervor ge⸗ 2. Nichts anders, traunlals daß die Schaar der Menschen sich so ganh und gar biß in den tieffsten Grund verkehrt/ und taͤglich ihre Schüld vermehrt. 3. Die, so als GOttes Eigenthum stets preisen solten GOttes Ruhm, und lieben seines Vaters Krafft sind gleich der blinden Heydenschafft. 4. Drum wirb uns auch der Him⸗ mel blind, des Firmamentes Glahtz verschwind't, wir warten, wenn ber Tag anbricht, aufs Tages Licht, und kommt doch nicht. 5. Man zanckt noch immer fort und fort, es bleibet Krieg an allem Ort in allen Winckeln Haß und Neid, in allen Staͤnden Streitigkeit. 6. Drum strecken auch all Element hier wieder uns aus ihre Haͤnd/ Angst kommt uns aus der Tieff unsd und Hoͤh. 7. Es ist ein hochbetruͤbte Zeit eh/ als es Zeit, zur Gruben zu, und goͤnnet ihnen keine Ruh. 8. Drum trauret auch der Frelh den⸗Qvell, die Sonn, und scheint uns nicht so hell, die Wolcken gies⸗ sen allzumahl die Thraͤnen ohne Maaß und Zahl. 9. Ach! wein auch du o Men— schen⸗Kind! und traure uͤber deine Suͤnd, halt doch mit deinen Lastern ein, und mache dich zur Busse rein. 10. Fall auf die Knie, fall in die Arm des HErrn, daß sich sein Hent erbarm, und der so wohl verdienten Sach in Gnaden bald ein Ende mach. 1I. Er ist ja fromm und bleibet fromm, begehrt nichts mehr, als daß man komm, und mit geneigtet Furcht bracht, so ungestalt und trausy macht? See, Angst köͤmmt uns aus der Lust man plagt und jagt die arme Leuu, — nhihtente am Himme/ doch, das u und trauß wüchson nsich so Hefffen 01 hihve Sah 4Eigehch Otted Ruht erbKraft sh Hdenschaff, luch der H Hentes Olat tell, wonn di Hes kichth ö Von der Witterung. und loͤß uns aus dem Suͤnden⸗Joch, und zeuch uns aus der Welt hersuͤr/ und kehr uns selbsten gantz zu dir. 13. Erweiche unsern harten Muth,/ und mach uns Boͤse fromm und gut, swen du bekehrst, der wird bekehrt, und wer dich hoͤrt, der wird erhoͤrt. 14. Laß deine Augen freundlich seyn, und nimm mit gnaͤdgen Oh⸗ en ein das Angst⸗Geschrey, das von der Erd aus unserm Hertzen zu dir hrt. 1 Reiß weg das schwartze Zorn⸗ Gewand, erqvicke uns und urser Land, und der so schuͤnen Fruͤchte Crantz mit suͤssen warmen Sonnen⸗ nhler fottoch! ahallem Ol ö 10 und Nish Atigkeit. chall Elemh ö ihre Hul der Tieffushh Hausdethoft Ittuͤbte 0 Ie armte Les ruben zu/ u h. uch der Hihlt „uhd scheht Wolckenga Hraheh hstl U MiAM Wredber dgt Heinengafeh Buss sie, aalich chenheh Hlberbitgteh Hendemeh Ind Hlhs n t hlste⸗ g mach mir mein Hertz und Muth,/ daß Glantz.— 16. Berleih uns biß in unsern Tod altaͤglich unser liebes Brodt, gieb dermahleins, nach dieser Zeit, das 2²9 I230 ndSchen ihn ditt um Hnad sden, so wolln wir/ weil wir leben, dir 1b Pater Tren Preiß und Ehre geben. . Ach! Vater, Vater, höre doch/(11010 Mel. Allein zu dir, HErr JEsu ꝛc. Je groß, o Gott! sst deine NMacht, die du laͤst sehn und horen, wenn dein ergrimmter Don⸗ ner kracht, wenn sich die Blitz empoͤ⸗ ren: Wie schrecklich bist du von Ge⸗ walt, dein' Herrlichkeit ist mannig⸗ falt wir arme Sünder wissen nicht wie das geschicht, ob Himmel, Lufft und Erde bricht? 2. Den Erden⸗Kreiß bewegest du, daß seine Gruͤnde beben: Die Berge wackeln sonder Ruh, und alles Land darneben; die dicke Wolcken tren⸗ nen sich/ GOtt selber donnert grau⸗ samlich; die Blitze leuchten weit und breit, nichts ist befreyt, denn Feur und Wasser stehn im Streit. 3. Das Erdreich siehets, und er⸗ schrickt/es schmeltzen Berg und Hů⸗ gel, wenn mancher Mensch den Blitz⸗ susse Brodt der Ewigkeit. 0(100.)— Mel. Auf meinen lieben GOtt. ESI Wetter steiget auf: Mein Hertz zu GOtt hinauft fall ihm geschwind zu Fusse, durch wahre Ren und Busse/ damit gleich deine Suͤnden durch CHristi Tod ver⸗ schwinden. 2. HErr, der du gut und fromm, zu bir ich glaͤubig komm/ bitt mir aus dein Erbarmen, hab Christum auf den Armen, um dessent willen schone, miꝛ nicht nach Suͤnden lohne. 3. Durch CHristi theures Blut ich nichts knechtisch scheue, beson⸗ dern deiner Treue in allem kindlich traue, und auf dein Helffen baue. 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganß gelassen seyn/dein Fluͤgel wird uns decken, veriagen alles Schre⸗ cken, und lasse uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 3. Wohlan! verlaß uns nicht, bleib erblickt, haͤtt er wohl gerne Fluͤgel: denn auch des starcken Donners Macht o HErr! bezeiget deinen Pracht/ und wir, so grober Suͤn⸗ den voll, erkennen wohl, daß deine Hand uns straffen soll. 4. Nun unser ist allein die Schuld, daß wir diß wohl verdienen, trag aber, HErrl mit uns Gebult, und laß dich bald versuͤhnen: Du Vater⸗ Hertz von Anbeginn, wo sollen wir nem Grimm und Zorn ja gar ver⸗ lohrn, wird Onade nicht fuͤr Recht erkohrn. ů 9 5. Wir grme Wuͤrmlein allzumahl versammlen uns, zu schreyen zu dir/ aus diesem Jammerthal: Du wol⸗ lest uns befreyen in diesem Wetter fuͤr Gefahr, HErr laß uns nicht so gantz und gar in starckem Donner untergehn, laß doch geschehn, daß wir dich wieder gůtig sehn. 6. Du bist ja groß von lauter Gnad unser Zuversicht, und laß dein Va⸗ ter⸗Lisben auch ietzt an uns sich u⸗ ach l ruͤste dich/ zu schuͤtzen dein ar⸗ mes Volck, daß uns nicht schad im 24 4 Wb⸗ ietzt fliehen hin? wir sind vor dei⸗ 1231 Vom Worte GOttes und Zehn Geboten. Wetter, Feu'r noch Blitzen, laß uns o Vater Itreffen nicht ein n Schlag, der Berg und Felsen bricht? be⸗ schirm uns fuͤr des Donners Macht, der schrecklich kracht, zu foͤrderst in der finstern Nacht. 7. Bewahr uns, HErr! Leib, Gut und Hauß, halt uns in festen Glau⸗ hen, laß uns die Furcht durch die⸗ sen Strauß der Hoffnung nicht be⸗ rauben: fuͤr einem boͤsen schnellen Tod behůt uns ja, steh in der Noth ietzt deinen schwachen Kindern bey, damit wir frey erhalten Leben und Gebaͤu 8. Das Vieh im Feld, auch Laub und Saat, sey dir ietzt anbefohlen, von niemand anders kan man Rath⸗ als bloß von dir herhohlen: du schů⸗ zest uns mit sichrer Hut, fuͤr Schlos⸗ sen, Hagel, Wasserfluth, ja, was wir haben in der Welt, wann dirs Rehn. das bleibt in Sicherheit ge⸗ ellt. 9.Es muß ja Donner, Hagel, Blitz, welch offt ein Land vernichten, dar⸗ zu das Wasser, Wind und Hitz, HErr, dein Gebot ausrichten; ver⸗ schon uns aber gnaͤdiglich, laß die Gewitter legen sich, ich weiß du bist yon Gnaden reich, wer ist dir gleich? sprich, daß der Donner von uns weich. 10. Ach! laß dein treues Vater⸗ Hertz in dieser Angst uns sehen: es muß ja deiner Kinder Schmertz dir schwer zu Hertzen gehen; drum schuͤz uns, HErr, zu dieser Frist, durch unsern Heyland, IEfum Christ! so wollen wir dich in der Zeit erhoͤhn bereit, und preisen in der Ewigkeit. Vom Worte Gottes und Zehn Geboten: (I10a) D. C. B. Mel. Allein GOtt in der Hoͤh ꝛc. Don Hrr ist mein getreuer Hirt, dem ich mich gantz vertraue: jur Weyd er mich, sein Schaͤflein, führt, auf schoͤner gruͤnen Aue, zum frischen Wasser leit t er mich, mein Seel zu laben kraͤfftiglich, durchs seelge Wort der Gnaden. 2 Er fuͤhret mich auf rechter Bahn, von seines Nahmens wegen: Ob mir doch nicht dafuͤr, mein treuer Airt ist stets bey mir/ sein Steck und Stab mich troͤstet.*0 Ein koͤstlich'n Tisch er mir bereit, solls auch die Feind verdriessen. Schenckt mir voll ein, das Oel der Feind uͤber mein mHaupt thut flies⸗ sen, sein Guͤte und Barmhertzigkeit werden mir folgen allezeit, in seinem Hauß ich bleibe. (II0zj.) Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛe. Ilff, mein GOtt, wie muß sich leiden deine Wahrheit immer⸗ dar! wie so hefftig pflegt zu neiden Welt und Teufel deine Schaar! ach! wie tobt die Luͤgen doch, wenn dein Goͤttlich Wort sich noch etwas gen⸗Geist bestreiten. 2. Doch dein Sohn hat selbst em⸗ pfunden Unrecht, Luͤgen, Spott und Hohn: Schlaͤge, Marter, Creutz und Wunden, war sein unverdien⸗ rer Lohn; drum, weil er den Feind bekriegt, und dem Teufel obgesiegt, wird die Wahrheit stehen bleiben, keine Macht kan sie vertreiben. 3. GOttes Wahrheit wird beste⸗ hen, sein Wort bleibt gewiß und sest, solte gleich die Welt vergehen,/ wohl diesen Grund gebaut, und nur sei⸗ nem GOtt vertraut, der wird froͤ⸗ lich uͤberwinden, und im Tod sein Leben finden. (1104.) M., J. S. W. Mel. Aus tieffer Noth schrey ꝛc. Esdunt uns„HErr, dein reines Wort, gieb Fried und Ruh im Lande. Gieb Gluͤck und Sugeme, I. weiter will ausbreiten, und den Luͤ⸗ dem, der sich drauf verlaͤst! Wer auf gleich viel Truͤb sal geht heran aufs 8 Todes finsten Stegen; so grauet Wachrals Eold! angen. 0 Uhster liel Ashett und Oed Wunsallezeit in Klen Gottunst lsht/ vin ö chttliemahls zus⸗ ottl stck Ihuden wir genef Joc avigpteist, utsen. Wohlan Hust stets ihte Waee I M. Diß sinddi Waan ich die bot betracht IOtt Agegeben h. ich so sehr erg lson. Ich habdie E Hliebtals dichur sshtgefuͤrcht, di Ulsthsch und Me Iult. Kyrie Eleif 3 Jch habe deir Jun bergeblich Hulrd, wit Heihe llacht, HErr Atund Macht⸗ chabzubra n Wollus, Nag, dein We dihtgehpeif,wae SU USchaflen, nAue, un mich, mefn 10 durchs hterBahh, Wegen: Oh kheran aulz so grallt mein treutk uSteckund mir hereit, verdkiesseh, das Oel dir ot thut fieß hertzigket st/in seinomn meine ꝛc. is muß sich heit immer⸗ t zuneiden e Schaar“ doch, thenn noch etwaß und den L⸗ It selbst etn⸗ Syott und r/ Cteut unverdien⸗ den Feind obgesiegt en bleiben, leiben. wird befte⸗ —. viß und fes, gehen,wohl Werauf. und nut seß r witd sto Lob seih V. Ischtehnn, dein reines d Ruh inn Seeheni nz⸗ 33 Vom Worte GOttes und Zehn Gebothen. 1234 merfort/ und Heyl zu allem Stan⸗ de. Dein Wort ist unser Freud und Lust, das Honigseim fuͤrunfre Brust, vielmehr als Cold und Silber. 3. Dein Wort ist unsrer Fuͤssexicht auf deinem Himmels⸗Wege, drum fehlet unsre Seele nicht/ und findet deine Stege. Es ist der Trost in Roth und Tod, wir waͤren sonst in tausend Noth laͤngst jaͤmmerlich vergangen 3. Gieb unsrer lieben Obrigkeit Ge⸗ sundheit und Gedeyen, so koͤnn en wir uns allezeit in ihrem Schutz er⸗ freuen. GOtt Udiederrenut⸗dn uns nicht, und laß die Hertzens⸗Zuver⸗ sicht niemahls zu schanden werden. 4.O GOtt! staͤrck unser aller Geist, so werden wir genesen, daß dich dein Zion ewig preist, daß du sein Crost gewesen. Wohlan! es hat die treue Brust stets ihre groͤste Hertzens⸗ Lust/ mein 255 9— Rechte. 1105. Mel. Diß sind die heilgen zehn ꝛc. Wann ich die heilgen zehn Ge⸗ bot betrachte, die du selbst, o Gott! gegeben hast, erschrecke ich⸗ daß ich so sehr erzuͤrnet dich, Kyrie Eleison. 2. Ich hab die Creatur weit mehr geliebt/ als dich und deine Ehr: dich nicht gefuͤrcht, dir nicht vertraut, auf mich und Menschen⸗Huͤlff ge⸗ baut. Kyrie Eleison. 3. Ich habe deinen Nahm'n und Bund vergeblich offt gesuͤhrt im Mund, mit Hertzens⸗Andacht nicht betracht, HErr, deine Weißheit, Guͤt und Macht. Kyrie Eleison. 4. Ich hab zubracht den Sabbath⸗ Tag in Wollust, oder Müͤh und Plag, dein Wort versaͤumt und nicht gepreist, was du fuͤr Wohlthat mir beweist. Kyrie Eleison. . Ich habe nicht geehrt allzeit die Eltern, Lehrer, Obrigkeit, ihr Treu und Sorge nicht erkannt, auch nicht gebient mit williger Hand. Kyrie Eleison. 6. Ich hab den Naͤchsten uicht ge⸗ liebt, vielmehr geneidet und betruͤbt Zanck, Hader, Streit gefangen an, durch Zorn und Rachgier Sund ge⸗ than. Kyrie Eleisen. 7. Ich hab unreine Lust gesucht, nicht Heiligkeit geliebt und Zucht, zum oͤfftern auch in Tranck und Speiß hintau gesetzet Maaß und eiß. Kyrie Eleison. 2. Ich hab mein Amt nicht so ver⸗ richt, wie es erfordert meine Pflicht, mit Unrecht Gut an mich gebracht den Armen nicht mit Huͤlff bedacht. Kyrie Eleison. 9. Ich hab den Laͤstrer gern gehoͤrt, nicht alls zum besten fort gekehrt, mich nicht beflissen jederzeit der Wahrheit und Auffrichtigkeit. Ky⸗ rie Eleison. 10., Ich hab mit Rechtes Schein und List begehrt, was meines Naͤch⸗ slen ist, was sich an Gůtern boy ihm sindt, sein Amt, sein Hauß, Vieh und Gesind. Kyrie Eleison. II. Ach HErri ach starcker Eyfer⸗ Gott! wer dich veracht und dein Gebot, debLohn ist Zorn und Unge⸗ nad, biß in den dritt⸗und vierdten Grad. Kyrie Eleison. 12. Der aber hat in tausend Glied hier zu erwarten Gnad und Fried, der dich HErr liebt, und dein Gesetz haͤlt uͤber alle Lust und Schaͤtz. Ky⸗ rie Eleison. 3. Solch Vorsatz, leider l ist nicht hier, es wohnet gar nichts guts in mir: ich habe nicht darnach gefragt/ was du gedroht und zugesagt. Ky⸗ rie Eleison. 14. Mein Dichten ist von Jugend auf sehr boͤß im gantzengebens⸗Lauff denn ich gantz von der Scheitel bin verderbt/ his auf die Fußsohl hin, Ky rie Eleison. 15. Ach Vater! sieh mein Elend anꝛ verzeihe mir/ was ich gethan. nimm weg durch deine Güt und Huld die schwere Straff, die ich ver⸗ schuld't. Kyrie Eleison. Qa 5 6. Ge⸗ 1235 Vom Worte GOttes und Zehen Gebothen. 1236 16. Gedenck, daß dein Sohn JE⸗ sus Christ ein Fluch am Holtze wor⸗ den ist, fuͤr mich und meine Misse⸗ that, 0 0 2—— sich genommen hat. Kyrie Eleison 17 Weil ich dann bin in CHristo nun geschaffen, gute Werck zu thun, so gieb mir dejnes Geistes Gab, daß ich vom Böͤsen lasse ab. Kyrie Eleis. 18. Daß ich nach deinem Willen leb, der Sůnden⸗Lust stets widerstreb, und darnach ringe fort und fort, daß ich eingeh zur engen Pfort. Kyr. El. (1106.) Mel. Der HYErr ist mein getreuer H Seelel welche Seeligkeit istbir allhie auf Erden von deinem Schoͤpffer zubereit! wenn er dir kund laͤßt werden den suͤssen Him⸗ mels⸗Neetar⸗Safft, sein Wort, das lauter Lobungs⸗Krafft und Leben mit sich fͤhret.—. 9— 2. Gleichwie ein Schaͤflein sich er⸗ goͤtzt am Klee, auf gruͤner Heiden, wann sich sein Hirt daselbsten setzt und last es froͤlich weyden: So auch dein Wort zu aller Zeit viel tausend Wohlzufriedenheit, o GOtt! in mir gebiehret. 3. Denn was ich suche, sind ich dort, was mir Noth ist zu haben, das zei⸗ get sich in deinem Wort, dein Wort, das kan mich laben/dein edles Wort begreifft in sich, was troͤstet und er⸗ sreuet mich im Sterben und im Le⸗ en. 4. Aus deinem Honig⸗suͤssen Wort lern ich dich selbst erkennen, auch JEsum lern ich, meinen Hort und Lebens⸗Heyl zu nennen; ja dieses Wort zeigt mir den Geist, das Pfand des Erbs,/das du verheist uns Sterb⸗ lichen zu geben. 5. Wenn Sünde, Deuffel, Höll und Tod mich wollen fast erschre⸗ cken, so kan dein Wort in solcher Zoth gewissen Trost erwecken; weil Christüs hat den Tod ein Gifft der Hoͤllen Seuch und Pest gestifft, den Teufel überwunden. 6. Wenn mir die Welt viel Truͤ⸗ sal macht, ich muß in Kummer le⸗ benVersolgung trifft mich Tag und Nacht, Gefahr hat mich umge⸗ ben, es find't sich Kranckheit, ja der Tod, so hab in deinem Wort, HErr GOttl ich vielmahl Trost gefunden. 7. Dein Wort ist meines Lebens Licht, das lehrt mich richtig gehen, und bey den Frevel⸗Suͤndern nicht auf ihrem Pfad zu stehen. Dein Wort ist meiner Seelen Speiß, es ist das Holtz im Paradeiß, und lau⸗ ter Krafft des Lebens. 8. Wie solte nun nicht fort und sort diß meine Freude heissen? ach HErr! erhalte mit dein Wort, laß es ja niemand reissen aus meines Hertzens innern Sehrein, ohn dei⸗ nes Wortes Glantz und Schein sst alles Thun vergebens. 9. Laß meine Rede Tag und Nacht/ mein Dencken und mein Sinnen, auf dein Wort taͤglich seyn bedacht, und nichts so liebgewinnen, als die se dei⸗ ne Süßigkeit; es soll in allem Trau⸗ er⸗Leid mein Trost dein Wort mir bleiben. 10. Kommt endlich gar der Tod herbey„laß JIEsus Wort mich hoͤ⸗ ren: das er mein Auferstehung sey, und dann mit Freuden kehren aus dieser Welt, dieweil er spricht: daß diese nimmer sterben nicht, die nur an ihn fest glaͤuben. Von der heiligen Taufe. (Iox.) Mel. Mein Hertzens⸗Isu ꝛc. OFese Christ, ich preise dich mit froͤlichem Gemuͤthe, daß du mich so genaͤdiglich, nach deiner grossen Gute, durch deine Tauf er⸗ rettet hast von aller meiner Suͤn⸗ den⸗Last, und mir dein Heyl gen schencket. 2. So bald mein Haupt dein Was⸗ ser⸗Guß begunte zu begiessen, da lietßst du deinenLiebesFluß auch in mein Halles aters Th Hubetwohlten Se shöter Crone de Uhlihkelt, donh Chtencleih, d Ralgen, 5 Kein Egelt Hhichhich angete Hehraloköglic Hehogeß, mich no Mut /im Olat Hutraut o hoch . Dathardmir Recht zudeinem Vard von goͤttlie Hulhůstschon me Adeem Leibe! HUlnt nach beiner lste sihren, . Hochmuftet leSchönhet w Hgmichalfo ta il Ereutbberte suhHiͤiden gehn, Aortestehnin t. . So wareg V ich ward au sheilgen Sug Wgahl der Fro cunmit mi ttt Ihiken? e lumn Sfcglim. Helstherkellee aisn Ianach se Whigshncht. . me Wa Nub⸗ scht tt und hesssen vach in Wort, aß aus meineg ein, ohn dei⸗ nd Schesn s ahd Nacht, Sinmen,gaf hedacht, und Hals hiese bei⸗ Hallem Trau⸗ n Wort mir gar der Lob Holt wich hͤ sstehung sey/ NRkehren aus sbricht; daß cht, die nx Wauf. tessebichtnit the/ 1 b noch deiner ine Kaufet⸗ heiner Suͤn⸗ n Heyl ge⸗ n giessen d Fiußauchin ssln vechtigkeit, 1237. Von der heiligen Tauffe. 1238 mein Hertze fliessen: ein goͤttlich Leben gabst du mir, dein Geist ver⸗ band mein Hertz mit dir ich ward aus GOtt gebohren. 3. Du wuschest meine Seele ab von allen Suͤnden⸗Flecken und liessest also in ein Grab des Fleisches Macht verstecken: es ward in deinen Tod getaucht, was Satanas vorber ge⸗ braucht, ins Elend mich zu bringen. 4. Go stelletest du heilig dar, vor deines Vaters Throne und vor der auserwehlten Schaare, mich in der schoͤnen Crone der goͤttlichen Ge⸗ du wurdest selbst mein Ehren⸗Kleid, darinn ich konnte prangen.. 5. Kein Engel war so schoͤn als ich/ da ich dich angezogen, ich prangte mehr als koͤniglich: du wurdest selbst bewogen, mich nun zu nennen deine Braut, im Glauben ward ich dir vertraut: so hoch ward ich erhoben! ö 6. Da ward mir auch zugleich das Recht zu deinem Reich gegeben: ich ward von goͤttlichem Geschlecht du wurdest schon mein Leben: weil ich an deinem Leibe ward ein Glied/ und nun nach deiner Art mein Leben konte sfuͤhren. 7. Doch muste diß verborgen seyn, die Schoͤnheit ward verdecket, da man mich also /tauchte ein, und un⸗ ters Ereutz verstecket; es muste nun ans Leiden gehn, biß ich auch künff⸗ tig konte stehn in offenbahrer Klar⸗ heit. 8. So war es zu derselben Stund, als ich ward augenommen in die⸗ sen heilgen Gnaden⸗Bund, und in die Zahl der Frommen. Wie ist es aber nun mit mir? mein Heyland! soll ich ietzo dip nicht gleichfalls zu⸗ gehören? 9. Ach ja! es ist noch bieser Bund mein Siegel im Gewissen, das mich versichert alle Stund, wie du noch seyst geflissen, mich zu erhalten, daß ich kan noch stets die Frage stellen an: bin ich nichtGOttdoin eigen? 10 Hast du mich nicht zu deinem Kind in deinem Sohn erweßlet? hast du mich nicht von aller Suͤnd in Gnaden loßgezehler ꝛ ist nicht dein Bund ein ewger Bund? hat solchen nicht dein theurer Mund mit einem Eyd versiegelt? u. Geht mich nicht auch diß alles an/ was Christus hat erworben? hat ers nicht mir zu gut gethan? ist er nicht mir gestorben? ist sein Ver⸗ dienst nicht mir geschenckt, da ich im Glauben ward verseuckt in seine Gnad und Guͤte? 12. Drum bleib ich ja dein Eigen⸗ thum,/ das du dir nicht laͤst nehmen: der Suͤnden Macht wird wiederum mich nimmermehr beschaͤmen. Du wilst und kan st den lassen nicht, der auf dich seine Zuversicht von gan⸗ tzem Hertzen setzet. I. Zwar hab ich auch durch viele Schuld den Gnaden⸗Bunb zerris⸗ sen, bin unwerth worden deiner Huld: Doch bin ich nun beflissen, daß durch die Busse dieser Bund be⸗ festigt werde, weil der Grund bey dir noch feste stehet. 14. Ich steh im Kampffe wiber mich, mein Fleisch und Blut zu zwingen: der Geist kaͤmpfft in mir ritterlich wenn Luͤste auf mich drin⸗ gen: laͤst mir der Satan keine Ruh, stuͤrmt auch die Welt mit auf mich zu/ so geh ich nicht gewonnen. 13. Denn weil ich nun getauffet bin mit deinem Liebes⸗Feuer, das gantz durchgluͤhet meinen Sinn, ist mik sehr werth und theuer dein goͤttlich Wort, das weiset mir, wis ich soll fliehen fuͤr und fuͤr, was dip nicht wohl gefaͤllet. 16. Gieb nun, daß deine Lieb imn mir stets treibe mein Gemuͤthe/ daß ich mich sehne stets nach dir, und mich fur Suͤnden huͤte. Du Liebe l thust mir viel zu gut; gieh, daß ein jeder Tropffen Blut von deiney Lie⸗ he walle! (11089.) 1239 Von der heiligen Tauffe. (1108.) P. G. Mel. Es ist das Heyl und kommen. Du Volck, das du getauffet bist/ und deinen G0 erkennest, auch nach dem Nahmen IEsin Christ dich und die Deinen nemnestinimms wohl in acht und dencke dran, wie viel dir Gutes sey gethan am Tage deiner Tauffe. a. Du warst, noch eh du wurdst ge⸗ bohrn und an das Licht gezogen, ver⸗ dammt, verstossen und verlohrn, dar⸗ um, daß du gesogen aus deiner El⸗ tern Fleisch und Blut ein Art, die sich vom hoͤchsten Gut, dem ewgen GOtt, stets wendet. 3. Dein Leib und Seel war mit der Suͤnd, als einem Gifft, durchkro⸗ chen, und du warst nicht mehr GOt⸗ tes Kind, nachdem der Bund gebro⸗ chen, den unser Schoͤpffer auffge⸗ richt, da er uns seines Bildes Licht und herrlichs Kleid ertheilte. 4. Der Zorn, der Fluch, der ewge Tod/ und was in diesen allen enthal⸗ ten ist vor Angst und Noth, das war auf dich gefallen; du warst des Sa⸗ tans Selav und Knecht, der hielt dich fest nach seinem Recht in seinem Reich gefangen. 5. Das alles hebt auf einmahl auf, und schlaͤgt und druͤckt es nieder, das Wasser⸗Bad der heilgen Tauff, er⸗ setzt dargegen wieder, was Adam hat verderbt gemacht, und was wir selbsten durchgebracht bey unserm boͤsen Wesen. 6. Es macht diß Bad von Suͤnden loß, und giebet rechte Schoͤne. Die Satans Kercker vor beschloß, die werden frey, und Soͤhne deß, der da traͤgt die hoͤchste Cron, der laͤßt sie, was sein eigner Sohn ererbt, auch mit ihm erben. 7. Was von Natur vermaledeyt und mit dem Fluch umfangen, das wird hier in der Tauff erneut, den Seegen zu erlangen. Hier stirbt der Tod und wuͤrgt nicht mehr, hier bricht die uns zu Fuͤssen liegen. — öͤll und all ihr Heermuß 11 8. Hier ziehn wir JEsum Christun TchWüt an, und decken unste Schanden mt 60. dem, was er für uns gethan und willig ausgestanden. Hier waͤscht uns sein hochtheures Blut, un macht uns heilig, fromm und gut in seines Vaters Augen. der gantzen Welt nicht hat! kein Sinn kan dich erreichen. Du hast recht eine Wunder⸗Krafft, und die hat der, so alles schafft dir durch sein Wort gescheucket. 10. Du bist ein schlechtes Wassr nicht, wies unsre Brunnen gebenz Was Gott mit seinem Mund ver⸗ spricht,das hast du in dir leben. Du bist ein Wasser, das den Geist des Allerhoͤchsten in sich fleust und sel⸗ nen grossen Nahmen. II. Das halt, o Mensch! in allem Werth, und dancke fuͤr die Gaben, die dein GOtt dir darinn beschehrt/ und die uns alle laben, wenn nichtz mehr sonst uns laben willz die laß,biß dah des Todes Ziel dich trifft, nicht ungepreiset. 12. Brauch alles wohl, und weil du bist nun rein in Christo worden, so sieh und thu auch als ein Christ, und halte Christi Orden. Biß das dort in der ewgen Freud er dir das Ehr⸗ und Freuden⸗Kleid um deine Seele lege. Von dem Heiligen A⸗ bendmahl. (ino9.) Mel. O Gott du frommer GOtt. Jer ist des HErren Mahl, hier Tius zu det uuch Ichsl Tafel JEsus ruffet mich/ ich soll zur kommen auf! mein bekraͤnckter Geist, nimm die Bewirthung an, dergleichen dir kein Tisch der Zuͤr⸗ sten geben kan. 370 Husd, he wo Hh eths Die 66 9. O grosses Werck! O heilges Bad, o Wasser ldessen gleichen man in Ilern hin Ounckvog mi Mltist ein WE Ash,ich Scld de Hacht, und ger S — Iholtg Shmlerhe Wobben, Horn: Ietle Halt; Her is ydie S Uet hie Hsz hier HAtfeäner Hhschwae Wlsacht. 1 sser ig Mulche n Leben saktund Ulide Se⸗ 1—— o o Tund di Iig en Auuher Ihistins . Mon i hester U IWphun —— 4 r. Jesum Chit iste Soudn thmu n. Din cures Buut u vremm und guih gen. ElO heilges S dlaichen unt t nicht hat Iy reichen. Du i .Klaft, UQWl schafft, dit dut cket. schlechtes Wshl Brunnen gehah inem Mund in dir leben. A as den Gei ich fleuf uud . Anichlinuad für die Gtg“ darinn beschghn ben, wenn nihß en nilldie lahy 40 Von dem heilig en Abendmahl. 1242 Oorosses Wunder⸗Werck! der (choͤpffer aller Erden will selber, Pein Wirth/ der armen Gaͤste wer⸗ in; GOC hat mich schlechten Purm, bey seiner Majestaͤt, und Einen modern Staub zu seinem Hron erhoͤht. Die Seele scheuet sich das edle Arod zu kuͤssen, daß auch die Engel ost gebuͤckt verehren muͤssen, der himmel faͤllet hier mit Furcht und kanck hin, wo ich zum Lebens⸗ panck von GOtt geladen bin. An mir ist Schmutz und Koth, Vrt ist ein reines Wesen; doch hat lich JEsus Huld zu einem Gast er⸗ sen/ ich bin durch Suͤnd und bchuld den Siechen gleich ge⸗ nacht, und dennoch hat mich GOtt Useiner Dafel bracht. 3. Du hochgelobter Leib! der an Am Holtz gestorben, und uns durch Schmertz und Tod die Herrlichkeit worben, du heilges Opffer⸗Blut us Zorn und Hoͤlle stillt, was ist hein eitler Mund, den solche Kost Hfuͤllt ꝛ . Hier ist das Himmel⸗Brodt, wo⸗ dichtust/t In die Seelen leben, das Manna leget hier, uns suͤsse Kost zu ge⸗ vohl, IndnelshV bn; hier gruͤnt der Lebens⸗Baum it worden.l it seiner Wunder⸗Frucht, worauf Is ein CInfν 1 Dcht. Geist die letzte Staͤr⸗ Bif daubol F de sucht. dadt 0. Elias konte sich an Brod und dumdent E Passer laben; allein, was ist es doch dy folchen Gnaden⸗Gaben, wo sich e Leben selbst in unsre Lippen Hagen V. fuckt and gesis Purpur⸗Rleiddie Helligen e. häde Seese rranckt? ohl. b. Es ruͤhmet Jonathan: sein Au⸗ ilh 0 ö‚ V ECisch N. II 0 heist in Nacht und Zwei sey verklaͤret, da der erhitzte Rund die Honig⸗Kost verzehret; * ist ein at, weunder vefwirtte antz erweckt, wenn der ver 4an Nach ffel steckt. 5. Mein GOtt! wie wohl ist mir Hiy deiner Tafel worden ich bin nun leiter nicht im böͤsen Sünder⸗Or⸗ dn; du nimmñt mich nun ium Sohn N und liebsten Erhen an, den deine —9 nicht mehr verstossen an. 10. Es laͤt sich JSSUS Blut an meinen Pfosten sehen, drum muß des Wuͤrgers Grimm beschaͤmt vor⸗ üͤber gehenz ich fuͤrchte keinen Zorn, der mit der Hoͤlle lohnt, dieweil der Himmel selbst in meiner Ses⸗ len wohnt. 11. Das Hertze fuͤhlet nichts von bittern Suͤnden⸗Bissen, dein Frie⸗ de troͤstet mich und stillet das Ge⸗ wissen; der Glaube stimmet nun sein Abba! freudig an, weil du die schwere Last der Suͤnden abgethan. 12, Der Seelen Freudigkeit hat neuen Grund bekommen/ ich bin nun aller Furcht und Bangigkeit entnommen, wo ist die küͤhne Macht, so einen Krieg erregt, hier ist O der alle Feinde äͤgt. 13. Was will des Satans Grimm mit seinen Pfeilen machen? mein Muth ist frisch nud keck, sein Dro⸗ hen zu verlachen; der Tod ist mir ein Schertz, denn IEsus lebt in mir, und machet mir das Grab zu meiner Himmels⸗Thuͤr. I4. Nun GoOtt! so muß ich dich von gantzer Seelen preisen, es ruͤhmt mein froher Sinn die theu⸗ ren Wunder⸗Speisen, wodurch ich jetzt von dir so wohl ergvicket bin. ach! nimm den armen Danck der schwachen Lippen hin. 15. Laß mir die Engel⸗Kost zu neu⸗ em Leben dienen, und deren edle Krafft im heil gen Wercken gruͤnen, vermehre Muth und Trost, gieb Hoffnung und Gedult, und schuͤtze mich hinfort vor neuer Suͤnden⸗ Schuld. (II10.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. L irdische Geschuͤffte stehen, auf Seele! mache dich bereit, ich will zu GOttes Tische gehen; doch pru⸗ se deine Wuͤrdigkeit, ob du dich ain E ——— 23—3—3———— H—.—— 2*—* —.—. 243 Von dem heiligen Abendmahl. II ein rechter Gast zum Abendmahl ge⸗ schicket hast. 2. Es will mir fast der Muth ver⸗ schwinden, ob ich dabey erscheinen kau, ich finde Millionen Suͤnden, ach! die ich wider GOtt gethan. Kein Suͤnder darff zur Tafel nicht, er stinckt vor GOttes Angesicht. 3. Das GOtt erbarm! was soll ich sagen? ich Suͤnder muß verlohren seyn: doch nein, ich darff auch nicht f verzagen; GOtt setzt den Tisch des⸗ wegen ein, daß er den Suͤndern Trost und Krafft vor ihre matte Seelen schafftt. 4. Wie wohl ist mir in GOtt zu Muthe, Gott tilget meine Misse⸗ that; ich wasche mich in JEsu Blu⸗ te, das meine Schuld gebuͤsset hat: mein Glaube kriegt von ihm das Kleid des Heyls und der Gerechtig⸗ keit. 5. In diesem Schmucke will ich ge⸗ hen, als GOttes auserwehltes Kind, und seelig an dem Orte sie⸗ hen, wo andre Himmels⸗Gaͤste sind; weil ich mit JEsu angethan, sieht GOtt mich selbst, als JEsum an. 6. Ach! wie ergvicket mich die Spei⸗ se, die meine Seele hier genießt: da IEsus wunderbahrer Weise die theure Speise selber ist. Ach! siehe wie dich JEsus liebt, der dir sich selbst zu eigen giebt. 2. Ich kan nur Brod und Wein er⸗ blicken,doch sieht der Glaub' ein ho⸗ her Gut; in, mit und unter beyden Stuͤcken ist Christi wahrer Leib und Blut:er sagt es selbst, er ist getreu, drum bleibt mein Glaube fest daꝛbey. 8. Ich habe weder Furcht noch Sweisfel. Die Gnade Gottes ist mit mir. Komm Hoͤlle, komm, kommt alle Teufel, trotz! werfft mir meine Suͤnden fuͤr; ich bin gerecht, ich bin uun rein, an mir kan nichts verdammlichs seyn. 9. Weil JEsus mir sein Fleisch ge⸗ geben, das alles Lebens Ursprung is, so muß mein Fleisch auch wieder leben, ob solches die Verwesuhhshhhlit/ fribt, das ist mein Trost und Gihutdurg bens⸗Ziel, drauf leb und sterb Iln wenn GOtt will. lichin 10. Mein IElus ist fur mich gulnlet storben, mein JEsus lebet auch üulndgsere mich. Mein IEsus hat mein Halichdit, erworben, darguf besteh ich sessasmesse lich/ und schliesse mich in ihn hinenn mein Freund ist mein, und ich neld G. ein! N (1111.) In eigener Melodie. O Heilig Liebes⸗Mahl, o himsu ele dich lisches Panqvet! darinn h laß werthe Speiß der Krancken vor uil lebend steht. OEnglisch Himmel⸗Biosnd But o suͤsser Nectar⸗Tranck! der uns dshein. Lieb entzuͤnd't, und macht vor i be kranck. Oottbon. 2. Des hohen Schoͤpffers Leib, da ichder g Sohnes GOttes Blut, erqvickt unhsitden,d Sterbliche, und koͤmmt uns so sldie Holl gut die Engel wundern sich/ daldannt Teufel steht betrubt und fleuchi/ Ich ko weil JEsus sich uns zu geniesseh WDersoh giebt. ngel 3. Hab Danck, du Himmels⸗Fuͤrstechähen daß du uns hast gespeist, daß du wish sichrißm hast getraͤnckt, und grosse Lieb eishtes urt weist, du Lebens⸗Qvell und Brunis ge Tod du Bundes⸗Lade du, du unser Guh Doch den⸗Stuhl, und süsse Seelen⸗Ruß. uinefiat 4. Du warest Speiß und Trancf naf un und selbst zugleich der Wirth, deisommen uns geweydet hat, als ein getreuet hn, du! Hirt, du hast dein Leib und Blus sin die das allerhoͤchste Pfand, uns untehsn. Brodt und Wein wahrhafftig zuge Gottd wandt. ů Whun dat 5. Vernunfft begreifft es nicht/ deisyd Blut Glaube thuts allein, der muf nothusud GOtt wendig hier bey dem Geheimmiß lmemne seyn; den bring ich dir,mein GOrilhnn, d. so viel mein Hertze kan, mit diesem der Suͤnden Last, die mich sonst 2 0 Hochieit⸗Kleid zieh du mich selbersshn an. I.. 6. So kan ich wuͤrdiglich zu deinem Kur Tische gehn; und kan den Himmel aß ma schon erfreulich vffen sehn, es weichet EE Von dem heiligen Abendmahl. 1246 Ges A Mimsahithwert/ weil SSrt mein Buß⸗ *.• undgi Gbet durch IEsum gnaͤdig hoͤrt ufehch Ach laß, Berr JeSümich.so Sigt. Alich immer kan, mein Thun und sür wich HEthen dir zu Ehren stellen an; hilff, aehet aughh ütd regiere mich durch deinen Geist Welus hatmun hetuth dir daß ich dich hier und dort Muf besich ich st mug preisen fuͤr und fuͤr. emichin nbih(1112.) B. S. tmein, und jchi Ein, iun duunchto anddig JEsu, willst du noch so gnaͤdig tiener Melddi. an mich dencken, und meiner bes⸗ Muhl,oug Stele dieh im Adendmahle schen⸗ Hangpet! dannn ih chen 2 laß dein Gedaͤchtniß auch in der Krancken uua nir lebendig seyn, da ich dein Fleisch lich Himmel Zus und Blut empfang im Brod und Tranck Lher Iuthi Wein. Aund macht vur ha a Ich Suͤnder war von GOtt, und Bbtt von mit, geschieden, so druͤckte Schopfers lohhalmich der Fluch so hatt ich keinen Blutemapichnn Giieden, denn das Gesetze stieß mich ommnt uns su udie Hoͤll hinein, und da solt ich wundem sich vadamimt mit Leib und Seele seyn. Wetriht und lltse 3. Ich konte nimmermehr nichts Huns iu genissn gü Bersoͤhnung setzen; kein Mensch/ kan Engel auch/ kein Gold mit allen noch riß mich aus der Noth. Mein speist, daß duuh ‚ lehtes Urtheil war nichts, als der 15 und grosse Lih. Ovell—7 euvge Tod. ö . du, du unser Hle 4. Doch/ du mein Heyland bist an o süsse Eetlena meine statt gekommen, der Suͤnden Cpeiß und unnh Graff und Schuld hast du auf dich sich det Wüth,Ufgenommen. Du trugest GOttes al, als eingentun Portr/ du littest Höllen Pein, daß dein keib und 7 in dir gerecht und seelig solte Viand/ Ins ulise seyn. fühn Gott Lob les ist geschehn, ich ha⸗ lenun das Leben, denn du hast Leib begreift ts miassu Blut zum Opffer hingegeben, Llen, derwufulh ö uud GOtt ist gautz versoͤhnt, was r en Hede dumein FEsu, dul in deiner Krafft * dir mein 2 6051 das rechnet er mir ʒu. n Oibe utih ene, 4%0 0nich Elnich run Brod den wa giebst du mir ierm Brod den wahren Leib zu aplclnns Ven Leib, der von uich starb/ e Heh nicht den Leib allein dei Wut, dein wahres Vlut, trinck jch sasll, auh untern Wein. ftu s Nun 4 au himmels s Schaͤtzen bezahlte meine Schuld/ s 7. Geschah dein Opffer gleich vor mehr als tausend Jahren/ so muß ich dessen Krafft aniezo noch erfahren: denn bein Verdienst ist mir so seelig, frisch und neu, als vhs erst diesen Dag von dir erworben sey. 8. Ach! nun, ich dancke dir, ich dan⸗ cke dir von Hertzen vor deine Huld und Treu, vor deine Pein und Schmertzen; vor deinen theuren Tod; vor deinen Leib und Blut; und preise dich, nur dich, mein aller⸗ höchstes Gut! 9. Laß deine Liebe doch in Marck und Seele dringen, hilff mür mein suͤndlich Fleisch mit allen Lüsten zwingen. Halt meine Seeke rein, mein Hertze sey dein Hauß, und wirff, was weltlich ist, durch deinen Geist heraus. 10 Laß mich noch ferner offt zu dei⸗ nem Tische kommen, doch würdig allemahl, biß du mit allen From⸗ men mich in den Himmel ruffst: ach ja, du fuͤhrst mich ein! solls heute noch geschehn, je lieber wird mirs eyn.(II3.). Mel. Nun last uns GOtt dem ꝛe. O IEsu] treuer Hirte/ du suchest die Verirrte, du liebest arme Suͤnder, wie deine liebe Kinder. 2. Ich hatte mich verirret, in Suͤn⸗ den gantz verwirret, doch hast du mich gefunden und troͤstlich loßge⸗ bunden. 3. Den Suͤnden abzukommen,/ hast du mich aufgenommen, und/ als ein Vater pfleget, auf deinen Schooß geleget. 4. Hab ich dich gleich betruͤbet/ hast du mich doch geliebet, mir meine Schuld geschencket, und mich mit Trost getraͤncket. 5. OSEsu! wahres Leben, du hast dich mir ergeben, und in mein Hertz 50. Wnit deihen u. Muth ergöͤtzet. 6. Mit deinem Fleisch und Blute/ dem hoͤchsten Gnaden⸗Gute, hast du mich ietzt genaͤhret, und meinen Tod verꝛehyet. 7. Des 1247 Von dem heiligen Abendmahl. Taa 7. Des Teufels Heer erschricket, weil du mich selbst erqvicket, und meine Suͤnden⸗Wunden so kraͤfftig hast verbunden. 8. Nun werd ich nicht verlohren, denn ich bin neu gebohren, den Him⸗ mel steht mir offen, nun hab ich Heyl zu hoffen. 9. OIEsu! sey gepreiset, daß du mich so gespeiset, daß ich, juͤr mein Bem nun soll das Leben er⸗ en 10. Ich dancke dir und bitte, re⸗ giere meine Schritte, daß ich von deinen Wegen mich niemahls moͤ⸗ ge regen. 11. Durch deinen Geist mich fuͤhre, daß ich mich nicht verliehre, daß ich be.. zur Liebe, in guten Wercken uͤbe. 12. Hilff, daß mich diese Speise zu dir in Himniel weise, daß ich an bleide. Leibe ein Gliedmaß ewig eibe. ö (II4.) C. S. Mel. Ach wenn ich ꝛc. Vergnuͤgen schafft, das boͤchsie MPaschoe erwecket. Rmein 5. Drum fall in Demuth ich ietzus ole der dir zu Fusse, und ruffe Jeh em dich noch an in wahrer Busfe⸗ Whichsch leuchte Geist und Hertz, daß es AHEomt Tempel bleibe, der stetig Himmelo, Nunii waͤrts sein Lob⸗ und Dauck⸗Eshlchum treibe. Wodes g cher Krafft gedeyen, daß, wennyg Fleisches Pfahl sucht„E NI 1 7. Gieb eine treue Brust, so bih bestaͤndig liebet, und die bey dien Lust dich, JEsu! Ulbe betruͤbet, E ich dereinst einmahl bey deinen S rapbinen,im frohen Himmels⸗Sal dich ewig darff bedienen. (1115.) J. A. Mel. Ach was ist doch unser ꝛe. hsichk runddei Uf! auf! mein Hertz und Geist, laß ietzt das Erd⸗Getümmel, und sey nun allermeist bekuͤmmert um den Himmel, weil dessen Gna⸗ den⸗Thuͤr dir wieder offen stehet, da IEsus heut mit mir den Lebens⸗ Bund eingehet. 2. Er laͤht sein goͤttlich Blut auf meine Lippen fliessen, daß ich das mein 6071 zufrieden stellt. hoͤchste Gut zur Speise kan genies⸗ o JEfu sen, sein Leib ist meine Kost, so mir meine Lust allein. der Priester reichet, sein Blut der suͤs⸗ se Most, dem aller Neetar weichet. Hand, Mund gethan, zu ihm sich muste finden, er kuͤste meinen Mund, der noch von Wollust feurte, weil er den Lebens⸗Bund aus lauter Gnad erneurte. 4. Er hielte meinen Fuß, daß er nicht konte gleiten, sein holderFrie⸗ dens⸗Gruß ließ mir ein Mahl berei⸗ ten, das lauter Lebens⸗Safft, so nach ö und was ihnen Freude macht, ii 3. Er, IEsus, nahm mich an, der mir, suͤsser Seelen⸗Kuß, ohne bich doch mit vielen Suͤnden, die Hertz,nichts,als Verdruß. 145 komm doch selbst zu mix uth verbleibe fuͤr und fuͤr: Komn doch werther Seelen⸗Freund, Lieh⸗ ster, den mein Hertze meynt. Mgüns 2. Tausendmahl begehr ich dich, IW treit weil sonst nichts vergnüget michn Tausendmahl seuffz ich zu dir: 3 su, JEsu komm zu mir! 3. Keine Lust ist auf der Welt, diz Dein/ seyn, nenn ich 4. Aller Engel Glantz und Pracht; ohmei Jund be bey mir . Namm nur alles von mir hin, ich verandre nicht den Sinn: Du⸗ Jesu! must allein ewig meint 1 Freude seyn 9 V . Keinem andern laß ich vu, daß ich ihm mein mn dech ale. dich ale leine laß ich ein, dich alleine nenn eues, ich mein. x dem Himmel schmecket, und solch 7. Dich alleine GOttes Sohn, wa 10 hl. ö 4⁵40 Von dem heiligen Abendmahl. 1250 abdöchseh tmich verwundtes Lamm bist al⸗ nDenuthiching n mein Braͤutigam. , vnd ufel. O1 so komm doch, süsses Hertz! wahrer 80 Nund vermindre meinen Schmertz, 1 5 uss, Ndum ich schreye fuͤr und fuͤr ZEsu, h HEfn komm zu mir! m Hiun Nun ich warte mit Gedult, bit⸗ und Dauckll enoch um diese Huld, daß du wollft Kiebes⸗ ITodes⸗Pein mir ein suͤsser JZEEsus Liehee⸗Mahlmih 1 daß, wennsh(1116) P. 6. Wlacht Schnast grel. Nun lob mein Seel den ꝛe. Hlche Eujh Err JEsu! meine Liebe, ich haͤt⸗ Hewpfude, danls Yte mimmer Ruh und Rast, wo ie Schatteuluus nht fest in mir bliebe, was du fuͤr nich geleistet hast; es müst in mei⸗ ue Btuft, Pi zen Suͤnden, die sich sehr hoch er⸗ und die bephihr hihn/ all' meine Krafft verschwin⸗ nicht betrübethi hen, und wie ein Rauch vergehn, uhl heydeiuen E genn sich me in Hertz nicht hielte zu HenHimmelttel und deinem Tod, und ich nicht 90 lars mich kuͤhlte an deines Leidens e och selbstzumina r und fuͤr: Kun th. Nun weist du meine Plagen, und Satans, meines Feindes, List/ senn, meinen Geist zu nagen, er em⸗ elen tturdllsgund bemuͤhet ist. Da hat er tau⸗ Hherhe went, nd Künste,von dir mich abzuziehn; M begchr ichüceld, treibt er mir die Dünste des Dvergnügtt upeiffels in den Sinn; bald nimmt ufsich ubnꝛ Rser mir dein Meynen und Wollen umst!„aus der acht, und lehrt mich gantz Taufber Wil, Ulvaneinen, was du doch fes gemacht. schen felt. Oih Solch Unheil abzuweisen, hast Iir sehn, m A bn, HErr! deinen Tisch gesetzt, da . Ulsest vu mich speisen, so, daß sich Glant undhuuch NMiarck und Bein ergözt. Du reichst Frunde wuhl I uir in geniessen deiuitheures Fleisch 105 Au WuHand Blut, an. Workeffies .„, da ali mein Hertz auf ruht: 4600 00 WHHVAnn, sprichst du, komm und nahe 20n E Nih ungescheut zu mir, was ich dir Aliin mig 1 empfabe, und nimms getrost „ildir, Il. Hier ist beym Brodt verhanden Laul Mn Min Leib, der dargegeben wird zum ch alene e Eid und Creutzes⸗Banden fuͤr dich/ Ja sich von mir verirxt: beym Wein Awas geflossen zur Tilgung deiner 0(oul mein Blut, das ich vergos⸗ hottes gund Lohn. sen in Sanfftmuth und Gedult. Nimm beydes mit dem Munde, und denck auch mit dabey, wie sromm im Hertzen⸗Grunde ich dein Erloͤser sey. 5. HErr, ich will dein gedencken, so lang ich Lufft und Leben hab, und biß man mich wird sencken an mei⸗ nem End ins finstre Grab. Ich se⸗ he dein Verlaͤngen nach meinem ew'gen Heyl: am Holtz bist du ge⸗ hangen, und hast so manchen Pfeil des Truͤbsals lassen dringen in dein unschuldigs Hertz auf daß ich moͤcht eutspringen des Todes Pein und Schmertz. 6. So hast du auch besohlen, daß, was den Glauben staͤrcken kan, ich bey dir solte holen, und soll doch ja nicht zweifeln dran,du habst fuͤr alle Suͤnd en, die in der gantzen Welt bey Menschen je zu finden, ein voͤlligs Loͤse⸗Geld und Opffer, das bestehet vor dem/der alles traͤgt, in dem auch alles gehet, bezahlet und erlegt. , Und daß ja mein Gedancke, der voller Fal schheit und Betrug/ nicht im geringste wancke, als waͤr es dir nicht Ernst genug; so neigst du dein Gemuͤthe zusammt der rechten Hand, und gieb st mit grosser Guͤte mir das hochwerthe Pfand zů essen und zu trincken; ist das nicht Trost und Licht dem/ der sich laͤst bedün⸗ cken, du wollest seiner nicht? 9. Ach HErr! du wellst uns alle, das sagt uns unser Hertze zu. Die, so der Feind zu Falle gebracht/ruffst du zu deiner Ruh. Ach! hilff, HErr, hilff uns eilen zu dir, der jederzeit uns allesammt zu heilen, geneigt ist und bereit. Gieb Lust und heilges Duͤrsten nach deinem Abendmahl⸗ und dort mach uns zu Fuͤrsten im güldnen Himmels⸗Saal! (AIi/.) I. S. V. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛc. Ott Lob! der schwere Suͤnden⸗ Stein ist abermahl vom Her⸗ tzen/ nun kan ich wieder froͤljch seyn. R und 12⁵¹ Von dem heiligen Abendmahl. und fuͤhle keine Schmertzen. Nun bin ich Satans Stricke loß, und in des grossen GOttes Schooß ein lie⸗ bes Kind geworden. 2. Getreuer GOttlich lobe bich vor solche grosse Guͤte, und bitte dich hertzinniglich, regiere mein Gemuͤ⸗ the, daß ich hinfort die gantze Zeit mit allem Ernst und Moͤglichkeit die Suͤnden⸗Wege fliehe. 3. Nun soll ich als ein lieber Gast zu deiner Tafel gehen: weil du mich sel bst geladen hast, wo selbst die En⸗ gel stehen, die in diß groͤste Heilig⸗ thum zu ihrer Lust und deinem Ruhm zu schauen stets geluͤstet. 4. Hier soll dein eignes Fleisch und Blut die matte Seele laben: hier soll ich nun das hoͤchste Gut, ligk dich⸗GOtt, und alles haben. Hier ist das rechte Himniel⸗Brod, Heyl, Leben, und des Todes Tod, viel⸗ mehr/ als Welt und Himmel. . Laß mich diß hohe Gnaden⸗ Mahl zur Seeligkeit geniessen, und dessen Nutzen sonder Zahl in meine Seele fliessen. Sey du mit mir so hier als dort, oltreuer GOtt, nach deinem Wort vermaͤhlet und ver⸗ bunden. 6. Ich bleib in GOtt, und Gott in mir, o allerhoͤchste Guabe! trutz, auserwehlte Seelen⸗Zier, daß uns ein Unfall schade! Nur hilff mir, wenn mein Fleisch und Blut bloͤd, oder frech, und wilde thut, dasselbi⸗ ge bezwingen. 7. Soll sich hinfort mein Freu⸗ den⸗Wein mit Weinen offt ver⸗ mischen, so kaust du doch in aller/ Pein mich troͤsten und erfrischen. Nun/ JEsul bleibe stets in mir, und ziehe mich dereinst zu dir an deine Himmels⸗Tafel, (1118.) B. 8S. Mel. Du o schoͤnes Welt⸗Gebaͤude Weide munter, mein Gemuͤthe! und erfreue dich mein Geist, da sich deines JESu Guͤte uͤber⸗ schwenglich an dir preist. Ach! mein I2½3 Herh soll hier auf Erden Ihm Gnaden⸗Himmel werden, denn Wohne nieht im Brodt und Wein durch san Eold Nachtmahl drinnen ein. an 2. Solche Liebꝰ ist nicht zu findeh die so treu und bruͤnstig waͤr. ein Abgrund zu ergründen? di scht b. Ohter Wclse 5 Liebe nimmermehr; Liebe, die le* Sinn erreichet, der nichts, als se selber, gleichet, da sie Staub und Ahemeit ae sche liebt, und sich ihm zueigen giell Pumal 3. Jehr wird mir fein Leib gegeleh en der am Creutze vor mich starb. Heis⸗ Gerechtigkeit und Leben, und wah As best At deinek er noch mehr erwarb, hab ich uun alsoh zum Eigenthume, und in solchen Schmuck und Ruhme, erb Eiz + nach dieser Zeit die gewisse S igkeit. 4. Jetzt hab ich sein Blut getrush cken, das aus seinen Wunden floßh hab ich sonst vor GOtt gestunckel daß er mir sein Hertz verschloß, ey bin ich nun versoͤhnet, daß mich sel ne Gnade eroͤnet, und sein suͤsser Lis bes⸗Kuß, mich, sein Kind, ergvscheh muß. 5. Welt, ich mag dich nicht me kennen, meinen IEsum kenn nur, ja in ihm will ich mich nemnen eine neue Creatur, wo kein Unflalß alter, Suͤnden ietzt und kuͤnfftiz nicht zu finden, ihm soll das Gewis sen rein, und das Leben heilig seyk. 6. JEsus, IEsus, nichts als JE⸗ sus ist das mich vergnuͤgen müß; arm ist ausser ihm ein Croͤsus, xesch mit ihm ein Lazarus: ihn will ich vor allen Schaͤtzen mir zum Scha und Seegen setzen, denn so hab reich und satt, mehr als Erd und Himmel hat. (II9)ᷣB. S. Mel. Nun SOttLobest. Nun GOtt Lob! ich bin gespeft und getraͤnckt mit lauter le⸗ ben: Solte nicht mein froher Geut meines JEsu Ruhm erheben; da er mich Jo hoch geliebet, und dar hoͤchste Sut mir giehet. 2. Ich hin nun ein Flessch mit 00 Iiem Le hleib Dieses Whauch! wuihmir huch hen W Hleif Iuh dei n aun die Hamel. , ube uten w n Mil „Nun Hlichin 556 0 Her Mistt Aissn D 53 Von dem heiligen Abendmahl. 1234 . duf Erden Ing Iit Geist in mir geworden. In Rerden, deng uud Wein durcif Eigel⸗Orden. nuen ein. genommen, daß ich sein Ge⸗ Asuichtufmh shlecht bekommen. Hünfis wit, J. Guter Hirte! babe Danck vor Wetgrunden; de süsfe Himmels⸗Weyde: seegne chr; Lehe, HWil Hodes, Speiß und Tranck, und ver⸗ der nichts, dag mehre meine Freude: daß ich an der d sie Staub una Iwe Gabe einen Schatz im Hihmuegenghh himmel habe. ir sein eibgegth. Laß mich dieses werthe Gut als r wich kerd. ul Wein bestes Theil bewahren, und b Leben, Uihe dit deinem Leib und Blut künfftig⸗ worh, hib iche In also bewahren, daß ich auch an 16, und in sla Resem Leibe ein lebendigs Glied⸗ 4 ˙. Deessey die Frucht davon:dich 5. und auch ei enehre lieben unch duin mir deinen Thron, werd i Wan durch den Geist getrieben: Welt 601t gesl. uind Fleisch auch kaͤlich daͤmpffen, Hattderschloß,thil Unt er deiner Fahne kaͤmpffen. , Lab mich immer himmlisch soön. dinnek, Aüdeewen. He iu di *1 immel, fuͤhre 5 Iin zu, über alles Welt⸗Getuͤmmel, uorten werd ich mehr geniessen, wo jur Milch und Honig fliessen. pon I, Nun ich geh, du gehst mit mir olich in mein Hauß zuruͤcke; bleib mir, ich bleib in dir, da ich dich Vns Hertze drücke: laß mich, JEsu, ieses Essen, dieses Trincken, nicht ergessen. 92 menSesr schuicht Mel. Meinen JEsum laß ich nicht. Müfmein Hertze rüste dich! JE⸗ ge Stimme rufft auch mich voller sus laßt zur Tafel laden. Sei⸗ er ist voller Suͤßigteĩten Augen/ r wohnet Elohim, und was ist der weint fuͤrFreuden, weint, uͤber solche IEsus hat mich Liebes⸗Beuten. IEsus Liebe, roth und weiß, Leib und Blut mein Eh⸗ ren⸗Preiß. 0 4. Ach l so sencke dich in mich, ich will mich in dich versencken, nie⸗ maud trennt uus sicherlich, weil wir uns einander schencken: Leib und Blut ist hier dein Pfand, meines: Hertze, Mund und Hand. 3. Du bist nun mein Fleisch und Blut, ich ein Glied an deinem Lei⸗ be; Trotz sag ich der Hoͤllen Gluth, daß sie mich zu Zweiffel treibe. Brieff und Siegel hab ich hier⸗ JE⸗ sus wohnet selbst in mir. 6. Seele, geh mit Freuden heim, denn mein Hertz ist voller Lachen⸗ und mein Mund voll Honigseim uͤber solchen Wunder⸗Sachen. Schau, daß Christi Leib und Blur. auch bey dir die Wuͤrckung thut. 7. Denck au deines JIEsu Pein, und an seine Todes⸗Schmertzen⸗ wand le fuͤr dem Reinen rein, gieb ihm Ruhm mit Mund und Hertzen⸗ so wirst du im Glauben schon einst zur Himmels⸗Tafel gehn. (I121.) Mel. Werde munter mein ꝛe. Wes von mir, ihr Welt⸗Gedan⸗ cken, hier ist meiner Seelen Speiß, auf dein Wort will ich nicht: wancken,JEsu, ehrend dein Geheiß, was du hast versprochen mir, kanst du auch wohl gehen hier/du wilt dei⸗ nen Leib mir geben/ und dein wah⸗ res Blut darneben. 2. Nun, umfang mit grossen Freu⸗ ö‚ Gnaden: komm, den, Seeleldeinen Braͤntigam/ num — Schallinhier ist Kost, komm kanst du mit ihm dich weyden, mit Peg rand ing Zinder nioß dem srommer Goies Limm auf Sey willkommen Himmel⸗Bro ö 0 wülbennen Trunck voll Leben zsetwig bey ihm seyn, biß dir GOS8 Labney wider Noth und Tod, die wird recht zulassen deinen JEsum der Au' des Glaubens dein wirst dit 3. Nun hab ich den besten Orden⸗ H ür JSsus Hand gegeben. Theure zu umfassen. lhn leb⸗ ih cherre Blut! meiner glibet⸗ Beelen hoͤch .— a Gott, in mir, und ich in dir; nun stes Gut.. f dchtie ů hist du mein Bruder worden v Küht br iopen memen Steundvit Ir aris wo n 1255 Von dem heiligen Abendmahl. mein JEsu, bleib auch hier? Laß mich bleiben immer dein, du solln stets mein eigen seyn. Dir ich, der mich liebet, lebe, und mich dir gantz eigen gebe.(II22.) Mel. Ach was soll ich Suͤnder ꝛc. JEsu, meine Freud und Wonne, — JEsu, meines Hertzens Sonne; JIEsu, meine Zuversicht! JIEsu mei⸗ nes Lebens Licht. JESũů, Brunn⸗ gvell aller Guͤte, JESu, troͤste mein Gemüthe. 2. JEsul du bist mir gebohren, und zum Heyland auserkohren, mir hast du viel Angst und Spott ausgestan⸗ den, auch den Tod mit Gedult fuͤr mich gelitten, und das Leben niir erstritten. 3. Weil, o Esu! du dein Leben willig hast dahin gegeben, nur aus Liebe gegen mir, sollt ich nicht aus Gegen⸗Liebe, wenn Verfolgung sich erhůbe, froͤlich sterben auch in dir. 4. JEsus selhstist unser Leben, wer durch GOttes Geist erregt JEsum in den Hertzen traͤgt, der in gleich den jungen Reben, so da ihren Le⸗ bens⸗Safft nehmen von des Sto⸗ ckes Krafft. . Wo in eines Menschen Hertzen IEsus ist gezogen ein, da kan nichts als Leben seyn, da verschwindet al⸗ ler Schmertzen; Reist ihn gleich hinweg der Tod, olso lebt er doch in GOtt. 6. JEsu, hilff mir uͤberwinden, wenn mich Creutz und Ungluͤck plagt, wenn mich mein Gewissen GEan wenn mich druͤckt die Last der Sünden; alle Schuld werff ich auf dich, weil du hast bezahlt fuͤr mich. 7. JEsu, laß mich nicht verderben, noch im Leben noch im Sterben, und wenn ruͤckt der Tod herbey, IEsu, du mein Helffer sey, meine Seel an meinem End, JIEsu nimm in deine Haͤnd. (II23.) Mel. Werde munter mein ꝛc. Uf, mein Geist und mein Gemuͤ⸗ the! lobe GOttes Freundlich⸗ keit Inde GSrtes Wunder GI die er dir zu aller Zeit hat erwiefnEpe sonderlich/daß er nun aufs neue Iche hat durch seines Sohnes Wunge dhd deiner SündenKaß enthunden zunte 2. Nunmehr kanst du sicher hoffy il daß GOtt dir wird gnaͤdig seyn uu sleht dir der Himmel offen, und duasluit: Seeligkeit ist dein. Hinfort hath er keine Noth mit Sund, Teufel, o und Tod: denn sie koͤnnen dir nia Minele schaden, weil du bist bey GOtt tr Gnaden. Her 3. Dir,HErr JEsul muß ich sagn e Eillen Lob und Danck, dieweil du haffh inm mitleidig wollen tragen fuͤr mih arüf meine Suͤnden⸗Last, und daß an sen de durch deinen Tod, mich errettet aul undd der Noth, darein ich durch Missh Hen i thaten leider! war sehr tieff ddan rathen. Aaf à. Gieb, nach deiner grossen Guh Agne mir nur deinen guten Geist, daß ih uGab mich fuͤr Suͤnden huͤte, und das s und che glermeist, was du willst, undu ugte gefaͤllt, daß ich mich der boͤfen Wal ul mag in GOttes⸗Furcht entziehes; artl und all ihre Luͤste fliehen. ees 5. Gieb dabey Gedult im Leibeih Aatdl und des wahres Glaubens Lichh snde laß mich Geitz und Hoffarth maß ünd den: hilff, daß ich ja zuͤrne nicht, at de wenn mein Naͤchsler mich betrub— sondern/ wie du mich geliebt und mi Giond meine Schuld vergeben, mit ihn moͤge friedlich leben. 6. Hilff, daß ich dich 30 Ror liebt 2036• und im Beten fleißig sey: Wehh pene auch am Naͤchsten uͤbe, Schwermuns N ig und Melancholey laß entfernet wigoss seyn von mir, JIEsu, hilff, daß sr ansch, und suͤr ich mich als ein Christ 94/ru berde, und drauf ewig seelig werhe. i, ub (Ila4.) HErr Mel. JEsu meines Lebens Leben. M Sisser JESu, sey willkommen! sey willkommen, liebster Gast, der du hast hinweg genommen mai Rim ner Suͤnden schwere Lasf, liebshen sihuund Leben/Schatz der Seelen! 143010 Wina — 1—. ö Stands⸗ und Beruffs⸗Lieder. 125⁵8 ö r UNt am Glauben fehlen, gieb dich ehar eruh zur Speiß und Tranck, staͤrcke Atunaufs neu Es it schwach und kranck. Sobnes* Daß du mir, HErr! moͤchtest Wlaf enthundn izen deine Lieb und Freundlich⸗ ufdu scherhyß Ick, willst du dich herunter neigen denddigschnen uh dem Thron der Herrlichkeit: du mueleffen, um Iurmist mir zu grosser Freude, JE⸗ K. Hinson hn meiner Seelen Weyde! und „Sünh,Ceufchg sihst dir, o SOttes Sohn! in mir sie fönnen dirs Amen ein en Thron. dubit dey GOn. Liebster JEsu, meine Freude! Hines Hertzens ein'ger Trost! mei⸗ Seelen beste Weyde! Honig⸗ Whul muß i Esul muß ichstz Kost! laß dich ietzo 4, diemeil duher sise Himmels⸗ laß dich ie en tragen für u i mit kuͤssen, laß mich wuͤrdiglich Mkast, und daß galiessen deinen Leib, das hoͤch ste Ad mich trrettthn Aut, und dein rosinfarbnes Blut. emich durch Aß(HErr, ich werff mich vor dir nie⸗ mer scht tief Au,und danck dir hertzinniglich, daß Inietzt aufs neue wieder mich er⸗ ckt so gnaͤdiglich; gieb, daß ich/ o guten Beis, deig Mure Gabe! dich allzeit im Hertzen andute, und Hg e, und dir Seele, Muth und 236 duwill, uuit Enn gebe gantz iu eigen hin. michberbösndd J.SCsur liebster Schatz der Seele, 6 Furcht entzehh mir taͤglich neue Krafft, geuß sie fliehen. Umeines Hertzens Hoͤhle deines Hedult im Hihe Autes edlen Safft, sodann werd ich Hen Ul Aibe inden fur dem Seufel„Hol Ind Hoffrth u Aid Sünden und darauf/ nach die⸗ ich j ürne ntlj Zeit, bey dir seyn in Ewigkeit. deiner grossen Hi banN Stands/ und Beruffs⸗ vetgeben, mit Lieder. (025.) G. W. P. A. In eigner Mel. M leben.. dich hertlichuh; 1 flifig fth: L mübe,Schmamul Iley laß entfott Esu, hilf, Ri Vals ein Chthz Hft/ du bist doch ja der gr Ui⸗HErr, der selber sprich Prediger. 3. Ach! siehe HErr, gesandt, ich habe mich auch uͤber den lassen, an solch y von dir gewandt, den Both Etahiin meine Hand zu fassen/ Ein GOtt, der du zu Zion Koͤ⸗ N nig bist, und selbst das Wort ue grossen Schaaren giebest, GOtt Ire mich/deß meine Sache ist, nach ner Huld, mit der du Jacob lie⸗ osse Ernd⸗ t: ich ge⸗ du hast mich Schein. es Volck das Gemaͤcht ich bin, en⸗ du geh mit mir nicht ins Gerichte hin, R 3 ich setzest mich zum Seelen⸗Waͤchter fuͤr, und forderst Blut mit allem Ernst von mir. 3. O Centner⸗Last ldie wohl ein Moses scheut, die Jonam jagt, und Jeremiam schrecket, doch macht uns Gott zu solchem Amt berelt, der unsern Geist durch seinen Geist er⸗ wecket, den giebt er uns nicht nach der Kraͤffte Maas, der Schatz ist groß, das Faß ist Erd und Glaß. 4. So laß nun HErr! den ausge⸗ sandten Knecht, der mit Gebeth hier liegt zu deinen Fuͤssen, in sei⸗ nem Amnit behuͤten schlecht und recht, und deine Krafft zu seiner Macht geniessen; mein Ziel und Zweck sey deines Nahmens Ehr dein heilsam Wort ein Fuͤrbild mei⸗ ner Lehr. 0 7. 5. Dein Seraphim ruͤhr meine Lip⸗ pen an, damit ich auch dein Engel moͤge bleiben; bilff daß ich stets die Schrifft recht theilen kan, und fer⸗ tig din dein Friedens⸗Wort zu trei⸗ ben, der Luͤgen gram, der Warheit hold mag seyn, auf Christum bau nur Gold und Edelstein. 6. Laß du dein Wort, dem Thau und Regen gleich, aus meinem Mund, auf Zion reichlich fliessen, und mache solbst die steinern Hertzen weich, gieb dein Gedeyn zum Pflan⸗ tzen und Begiessen. Den Satan tritt bald uuter meinen Fuß, daß Glaube, Lieb und Hoffnung blei⸗ ben muß. ö 7. Ob Untreu auch nicht aufhebt deine Treu, so man doch mich zum Fürbild deiner Heerde. Ach! daß dein Knecht doch nicht gebrechlich sey, nicht andre lehr, und selbst ver⸗ werfflich werdel mein Wandel müß ein reiner Spiegel seyn, der Tu⸗ gend Krafft, und nicht ein leerer HErr du weist, was fuͤr und daß ein sch nicht ohne Suͤnde lebet; so 8. Doch, 5 Men V —.—— —— —. 1259 Stands⸗ und Beruffs⸗Lieder. 9961.— ich lege a/ was immer an mir Fle⸗ Bau/ an het, ich predige so mir, als meiner Salems Heerd die Seeligkeit, und was dein Mund begehrt. 9. Wie nun mein Dienst dir, GOtt! gefalig ist, so hilff, daß auch wir alle dir gefallen, und Israel ja deiner nicht vergißt, so lange wir in diesen Huͤtten wallen! ach! wolte nur dein Volck vom Frevel ruhn, so wolt ich nun mein Amt mit Freuden thun. 10. Nun aber weint mein Auge Tag und Nacht, weil wider dich die Hinckenden sich rotten, die Thoͤ⸗ richten, die dich, der sie gemacht, zum Danck und Lohn in deinen Bo⸗ then spotten, ihr Angesicht ist haͤr⸗ ter als ein Stein, so laß dein Wort nuch Feu'r und Hammer seyn. 1I. Bring ich die Krafft denn gar unnuͤtzlich zu, wiewohl dir sind die Deinen unverholen, so schaffe doch nur meiner Seelen Ruh, denn du hast mir das Amt doch anbefohlen. Sieb sanfften Muth, daß ich den Boͤsen trag, ob er vielleicht noch nuͤchtern werden mag. 12. Gehts uͤber mich, wohlan! so laß mich nicht des Unsalls Strohm und Creutzes Flamm erschrecken; im finstern Thal sey du mein Stab und Licht/ und in der Noth laß mich/ miein GOtt, verstecken, errette mich von Esaus du mir als Schild und Lohn bekandt. 13. Behuͤte du den Weinber und Tag, und jedes Schaas, das dei⸗ ne Stimme hoͤret; hilßß, daß kein Frevel⸗Hand, so bleibstk ch Nacht 5 Gaben feind, fdaß schau! 15. Und wenn'd Gerichte gehn, so ö Wnuß ich stets das Olah Wsf veinf. irf eh laß auch mich uu a f meine kleine Heerde fuͤr dir, man Piel zn einer Kechten fehn, Mehn hilff, daß nichts davon verlohmn ich wecde, Hilf, daßich hierdein za iihg er Knecht mag seyn, so geh ich diß el: E zu deinen Freuden ein. I, U (1126.) D. J. M. nundi Mel. Wo Gott der HErt nicht u. So WoSort der 56RR den Si h gen nicht zu unsern Amt uns laß wein chencket,was wir vorschlagen, nich senguh geschicht: Denn was ein Mensch oz en uf dencket, das gehet selten gluͤcklih siff bie aus„ der HErr muß seegnen Hi Ihn. +7 Hauß/ sonst alles wird gekrah. Oer et. t Lüge 3. Du sagest selbst, o Gotts u U Sohn! durch mich das Recht maf Hinden setzet, durch mich bestehet eug antnit Thron, und bleibet unverletzet, ich sehuden bin die Weißheit, Rath und Thsl vuden, muß ich euch geben früh und spah o. La mein Wort die Seel ergoͤtzet. ud Ha 3. So gieb uns Weißheit und Ve chüt stand, daß wir mit Recht regieren, Uifen und unser liebes Vaterland mit alat eit und Treue zieren, laß wach sen die H rechtigkeit, laß blůhen Frieden ohn⸗ Streit, das Regiment zu fuͤhren. 4. Du sitzest selber im Gericht, und ennest die Anschlaͤge, den Men⸗ en wir es halten nicht, in uns da⸗ ertz errege, daß es sey Geitz und so das Recht beugen d/ und suchen krumme — Fall die De in der Gluth erhalt sie unversehret. Za, wie du, GOtt! mein Theil und Erbe bist, so seegne mich, und was dein Erbtheil ist. . Erhalt uns durch dein heilsam gottlich Wort, und fende die, so lieb⸗ uich sind von Fuͤssen 3 den Kriegen sleur, gieb daß an jedem Ort Gerech⸗ zigkeit und Friede sich mag kuͤssen; was du gepflantzt, das halte fest im inen sluͤrtzen mag, und W fuͤr den Freun ege. In eines Menschen Hertzen sind niel Anschlaͤg offt furhanden; daß sie vollbring ein Menschen⸗ Kind und falle nicht mit Schanden; das muß verrichten GOttes Rath, der stehet fest und giebt die That: Er herrscht in allen Landen. 6. Ich bin dein Diener, frommer SOtt! zu schuͤtzen Leib und Leben⸗ OErr, steh uns hey in aller lN — 10 461 Stands/ und Beruffs⸗Lieder. 1262 ——— We I wn ich Belben Aeben gs müp ehf bein sehend Auge mir, und hoͤ l zuk minjh isid Ohr i ich muß, HErr, dir von 0 t em Rechnung geben. 20 fürdir, 36.. Du hast gegeben mir die Macht/ Acttenfeht Eir Schwernt und Recht zu tragen: een elh we ich ein schweres Amt voll⸗ Wiichhirdennht Racht, wirst du, mein Nithrer! fra⸗ Ln segthigtg En: GOtt siebet serbst in der Ge⸗ IneR Lein, und will der Richter Richter I. pyn und ihr Urtheil ansagen.. de Hennch. So gieb mir HErr Aufrichtig⸗ er Heg deno kiit, daß ich kan wohl bestehen, und uunsemum Aß mein Hertze seyn bereit, auf dei⸗ rir vorschlagen ich uen Ruhm zu sehen: wie du die bey⸗ uwas ein Mensh Tn Tafeln hast besohlen uns, so schet selten glücse Hlff die Last uns tragen/ wie wir muß seegnen i, fehen. Alcllewüdgehh!. 9. Der Teufel setzt gewaltig an en und mit Morden, un git Luͤgen und mit selbs, o Goil lüch stifften kan, will y er Ung mich das Recht k shaͤnden mich bestehet aH Imt wir trau tibet underlehet te/zu dem wir eit/ Ruth und i Vorden. gcben frih undqteh 0. Laß meinen Eelligitt. Ind Hand dahin Walheit und h Iu schuͤtzen un t Recht ehn Wissen und G Duttrlanduitalkit und Einigkeit lul wuchsen due Stadt zu iederzeit mi Hlühen Frieden hu. 15 0 Mient zu fühnIn, Laß ar⸗ er in Hench,.geit in Gottes schlage, den zon GOtt sey ten nicht, untus karff ihr Amt nicht daß ts sty HeihIUI gurcht, Ehre, Liebe, Uboll der Obrigk 10 antten wird GOtt Seegen schencken. er Ihr 2. Ihr Mann Laeh, ün, ten frey verlasse sein Hauß ist vo n hicht. dl staͤrcket i deinen Orden: in deinem en dir als deine Knech⸗ durch Wahl bestellet Mund/ mein Hertz stets seyn beflissen ser Vaterland nach ewissen: Gerechtig⸗ keit ein Land unld t GOtt erhal⸗ ch dein Volck zu jeder furcht bedencken/daß die Obrigkeit, man Ha kraͤncken: Schoß und Wind eit man geben soll, darff mit dem Her⸗ n sich auf ihre Treu⸗ ler Freud undLicht, Rahrung wirds ih in mangeln 3. Sie thut ihm liebes und kein Leid, durchsüsset seine Lebens⸗Zelt, sie nimmt sich seines Kummers an, mit Trost und Rath/ so gut sie kan. 4. Die Woll' und Flachs sind ihre Lust/ was hierzu dient/ist jhr betwust, ll⸗ihr Haͤndlein greiffet selbst mit zu, hat offtmahls Muͤh, und selten Ruh. 5. Sie ist ein Schifflein auf dem Meer, wenn dieses kemmt so koͤmmt s nicht leer/ so schafft auch sie an allem Ort, und setzet ihre Nah⸗ rung fort. 6, Sie schlaͤfft mit Sorg, ist fruͤh heraus, giebt Futter wo sie soll im Hauß, und speist die Dirnen, u ihren Diensten ist derer Hand andt:. Sie gůrtet ihre Lenden fest, und hre Arm aufs best, ist froh/ wenns wohl von ftatten geht, wor⸗ auf ihr Sinn und Hertze steht. 3. Wenn andre loͤschen Feur und Licht/ verloͤscht doch ihre Leuchte nicht ihr Hertze trachtet Tag und Nacht zu Gott/der Tag und Nacht gemacht. 9. Sie nimmt den Rocken, setzt sich hin, und schämt sich nicht, daß sie ihn spinn, ihr Finger faßt die Spindel wohl, und macht sie schnell mit Garne voll. 10. Sie hort gar leicht der Armen t gerne mit, ihr auf⸗Ge sind ist Bitt /ist güͤtig heile wohl verwahrt fuͤr Schnee und gew 7. uß und alles nd. 11. Sie sluͤkt, sie neht, sie wirckt mit Fleiß, macht Decken nach der Künfiler Weiß, haͤlt sich selbs. sau⸗ ber; weile Seid und Purpur ist ihr schoͤnes Kleid. 14. Ihr Mann ist in der Stadt be⸗ ruͤhmt, bestellt sein Amt, wie sichs geziemt, er geht/ steht und sitzt vben an, und was er thut i wohl gethan. 13. Ihr Schmuck ist daß sie rein⸗ lich ist, ihr Ehr ist, daß sie ausgeruͤst mit Fleisse/ der gewiß zuletzt den der ihn liebet, hoch ergotzt. Rr 4 ö 14• Sie 1263 geht, und wie es die und dorte steht,luͤsten, was dir zu wider scheint. sie ißt ihr Brod, und sagt dabey, wie. Gieb uns vergnügte Hertzen i und werth, ihr Mann, der lobt sie und schlaͤgst uns eine Wunde, spaͤt und fruͤh, und preiset seelig sich kommt doch wohl die Stunde/ und sie. Wasser wird zu Wein. Zier/gehst warlich iynen allen fuͤr. ein: Das Amen sey dein Wort, daß Schein was ists doch, schoͤn und lieblich seyne ein Weib, das GOtt(11299 P. G. liebt, ehrt und scheut, das soll man Mel. Nicht so traurig nicht so seht loben weit und breit. Noller Wunder, voller Kunst, 19. Die Wercke, die sie hier ver⸗ V voller Weißheit, voller Krafft richt, sind wie ein schoͤnes helles voller Hulde, Gnad und Gunst, vol⸗ Licht, sie dringen bis zur Himmels⸗ler Labsal, Trost und Safft, volle dort. schen Liebe Joch. (uas) B. SsS.. 2. Die sich nach dem Angesicht nien Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛe.¶ mahls hiebevor gekannt, auch sonst Gor du hist selbst die Liebe; wer im Geringsten nicht mit Gedancken liehet ohne dich, und folgt nicht zugewandt, derer Hertzen, derei deinem Triede, der ladet Fluch auf Hand knuͤpfft GOtt in ein Liebes sich: Du must der Anfang seyn, und Band.* auch das Ende machen auch bey den 3. Dieser Vater zeucht sein ind/ Che⸗Sachen, durch deinen Gnaden⸗ jener seins dargegen auf, deyde Schein. treibt ihr sondrer Wind, ihre sondr⸗ 2. Wir opffern unsre Hertzen suͤr Bahn und Lauff.aber wenn die Zeit Kiebes⸗Kertzen, verbind uns erst mit Paar. x dir und gieb uns deinen Gesst, der L. Hier waͤchst ein geschickter Sohn/ V unsern Sinn regiere, zum rechten dort ein edle Tochter zu: Eines isi 44 Zweck uns fuͤhre, der wahre Liebe des andern Cron, eines ist des andern beist. Ruh, eines ist des andern Licht, wiß 3. Du bist ein reines Wesen, mach sens aber beyde nicht. unsre Hertzen rein: Was uns wird. Biß so lang es dem beliebt, der die vorgelesen, druck in der Seelen ein; Welt im Schooße haͤlt, und zur rech⸗ und denck uns an den Eyd: Was wir ten Stunde giebt iedem, was ihm füͤr dir versprechen, das laß uns nim⸗ wohl gefaͤllt„da erscheint im Werck muer brechen, hiß Grab und Tod uns sund That deꝛ so tieff verborgne Rath. scheidt. 6. Da wehlt Ahasverus Mick so groß Unrecht/ faul seyn, sey. Lieb und auch im Leid, verzuckere hs⸗ 16. Die Soͤhne, die ihr GBtt be⸗Schmertzen, des Creutzes Bittes In ö schehrt, die haͤlt sie hoch, sehr lieb keit: Schenckst du uns Thranen ein⸗ — W 17. Viel Toͤchter bringenGeld und 6. Laß uns in Friede leben, des Friß aug Gut, sind zart am Leib, und stoltz.dens Kinder seyn? Wenn wir dih heschicht d am Muth, du aber, meine Cron und Hand drauf geben, so schlage du miß it. deinem Throne hier: Zuͤnd an die nun dar, wirds ein wohl gerathnets * Stands⸗ und Beruffs⸗Lieder. 12045 14. Sie oͤffnet ihren weisen Mund/ 4. Der Himmel treufle Seegen a ssle Iun thut Kindern und Gesinde kund des unsern Ehestand; fuͤhr uns auf allhridae 7 Hochsten Wort, und lehrt sie fein Wegen durch deine Vater⸗Haust Houf, be fromm, erbar und gehorsam seyn. stoͤhrt uns der arge Feind/ so bind sn Alhohlt die 70 15. Sie schauet, wies im Hause in die Wuͤsten, und laß uns nichta Miob Hhedt und lehh dient 0 Oaßnathh Richtbeys sna seyhn. Idder finde umel i Iusheh Defftersd. 18. Was hilfft der aͤusserliche Siegel unsrer Liebe; wir folgen deß;e föunen nem Triebe:hier ist der Segens⸗Orn Jiusterni Ignen⸗Set Aunschen⸗S Keßheit hin 5. Lab iusc 90. der weiñ Aer Denckel Pfort, und werden leuchten hie und Wunder, sag ich noch, ist der keun anck ists gasck hat fe Iesfollenm Siehe Amheilger OlGott i Ause gehn⸗ Alängutes . Ihrer i Stete Mhallereie Aschverti⸗ WTieh/ st Ihre is 20 Wahren Tis⸗ dun Uebe Ahn Muͤh: t Woch diee r Man W Achtendei Interde W — 45 Stands⸗ und Beruffs⸗Lieder. 1266 sisue Esther aus, den Tobias it das Glůck in der frommen Sa⸗ Idh Wekine 40. Wil. dis Wll hohlt die klug' Abigail. undtult nichtg Jacob fleucht vor Esaus aneelt hwerdt, und krifft sein Raheian: ⁵⁷ Herzen Iseph dient auf fremder Erd und 6 C betzuckered urd Aßnath Herr und Mann, Mo⸗ Weases Bülgspricht bey Jethro ein, da wird die Alls Thranen gt Ppora seyn. lt Zude, Zeder ündet, jedernimmt, was Dan Stunde, Ndn Höchst ihm ausersehn: was im % mmel ist bestimmt, pflegt auf Er⸗ elehendeehnh z zu geschehn; und was denn nun 1. Venn nir I pyeschicht /das ist sehr wohl ausge⸗ 1/so schlage dunt zht. eh dein Wort, Iu3 Oefft ers denckt man, das und diß W solgendh tte können besser seyn: aber wie KderSegent⸗On iu Finsterniß nicht erreicht den 27.6. Eonnen⸗Schein: also geht auch uunig nicht ssht Henschen⸗Sinn hinter GoOttes er, voller Kuns/ Heißheit hin. bel, woller Krafl, 15. Laß zusammen„ was GoOtt Wund Hunf, dit igt, der weiß, wies am besten sey; und Saft, vobg üyser Dencken fehlt und truͤgt, sein Hunch, ist derlun EArdauick ist Mangel⸗frey, GOttes Verck hat festen Fuß; wenn sonst les fallen muß. u. Siehe frommen Kindern zu, Ireuft Se * wiümeu ane Luer u u eind,obmoh dem Angesicht nit sekanut, auch suß icht mit Gdanch tr Hertzen, duih Ott in ein biebeh itucht sein Kilh egen auf, beh Bind/ ihte sordn Iber wenn die aet in wohl gernihnti ͤ eschickterSej — 30: Cult ns iñ des anden aundem lich n Gt. vhl GOtt ihnen thu, wie so schoͤn glasse gehn alle Thaten ihrer Haͤnd Ilf ein gutes seelges End. 12. Ihrer Tugend werther Ruhm n in sich ver e Treu, ist doch ihre Treue neu. i der Muͤh und Sorgen⸗Last. bt bethl id doch diese Liebe still, haͤlt sich in norn Iim Creutze wohl, denckt, es sey des en D06in HErren Will, und versichert sich Iein Wul uit Freud einer küͤnfftig bessernZeit. Fer.Unterdessen geht und fleust Got⸗ Ri reicher Sorgen⸗Bach ⸗ speist die A. siht in steter voller Blüth, wenn Uellereiebe Blum als ein Schat⸗ ch vertieht, und wenn aufhört 3z. Ihre Lieb ist immer frisch, und urjůngt sich fort und fort; Liebe zie⸗ t ihren Tisch, und verzuckert alle Wort; Liebe giebt dem Hertzen Rast I4. Gehts nicht allzeit, wie es soll, Leiber, traͤnckt den Geist, staͤrckt des Hauses Grund und Dach, und was klein, gering und bloß, macht er maͤchtig/ viel und groß. 16. Endlich, wenn nun gantz voll⸗ bracht was GOtt hier in dieser Welt frommen Kindern zugedacht, nimmt er sie ins Himmels⸗Zelt, und druͤckt sie mit grosser Lust selbst an seinen Mund und Brust. 17. Nun, so bleibt ja voller Gunst, voller Labsal, Trost und Safft: vol⸗ ler Wunder, voller Kunst, voller Weißheit voller Krafft, voller Wun⸗ der, sag ich noch/ bleibt der keuschen Liebe Joch. (II30.) Mel. Was Eott thut das ist ꝛc. Die neue Woche geht nun an, und ist schon eingetreten. Wach auf! mein Hertz, und dencke dran, daß du zu GOtt solst beten, und ihm dabey vor seine Treu mit Dancken und mit singen, ein Morgen⸗Opffer bringen. 2. Viel hundert Wochen hab ich schon im Leben angefangen, und kei⸗ ne nicht ist je davon erlebet und ver⸗ im heilgen Stande stehn, wie so gangen/ in welcher nicht ein Gna⸗ den⸗Licht von GOtt mich angebli⸗ cet, und tausend guts geschicket. 3. Das Leid und Leiden dieser Zeit/ so mir auch mit begegnet, hat er durch viel Zufriedenheit gemildert und geseegnetz so.daß er nie in Angst und Muͤh/mich trostloß lassen stehen noch drinnen untergehen. 4. Ach! fallen mirdie Suͤnden ein, was wird in so viel Wochen vor Schuld nicht auffgelauffen seyn? und doch, was ich verbrochen, hat er dabey/ auf Buß und Reu, in Christo mir verziehen, und alle Huld ver⸗ liehen. 5. Nun, treuer GOttlich dancke dir, ich dancke dir von Hertzen; zwar meine Schwachheit machet mir Be⸗ kuͤmmerniß und Schmertzen, daß meine Pflicht dich also nicht kan lo⸗ Rx 5 ben 1267 Stands⸗ und Beruffs⸗Lieder. 1ebh Wool als ich solte, und ich auch gerne wolte. 6. Jedoch, in Christo wirst du dir es wohl gefallen lassen. In Christo will ich ferner mir die gute Hoffnung Lans⸗ daß du mich wirst, mein Le⸗ ens⸗Fuͤrst, bey allen meinen Wer⸗ cken/ in dieser Woche staͤrcken. 7. Mein Aus⸗ und Eingang sey be⸗ gluͤckt an Seel⸗ und Leibes⸗Seegenz bring mir, was meinen Geist er⸗ qvickt, in deinem Wort entgegen. Denn diß allein soll eintzig seyn, was ich mir zum Ergoͤtzen Zeit Lebens werde setzen. 8. Doch aber, soll ich meine Zeit mit dieser Stunde schliessen, ey nun so wird die Ewigkeit mir allen Tod versuͤssen: Denn dich und mich, ja mich und dich/kan weder Freud noch Leiden, noch Tod und Leben scheiden. 9. Wohlan! so mags gleich wun⸗ derlich in dieser Woche gehen, es kan doch anders nicht um mich, als gut und heil sam, stehen: denn,was Gott fuͤgt/ wird mich vergnugt bey allen meinen Sachen, und endlich seelig machen. Der CxxXI. Psalm. (izr) In eigener Melodie. Wenn ich in Angst und Noth, mein Augen— empor, zu dei⸗ nen Bergen, HErr mit Seufftzen und mit Flehen, so reichst du mir dein Ohr, daß ich nicht darff betruͤbt von deinem Antlitz gehen. 2. Mein Schutz und Huͤlffe koͤmmt o treuer GOtt von dir, der du das Firmament, und Erdreich hast ge⸗ gründet, kein Mensch kan helffen mir; fuͤr deinem Gnaden⸗Thron al⸗ lein man Rettung findet. 3. Du schaffest, daß mein Fuß mir nicht entgleiten kan, du leitest sel⸗ ber mich, auf allen meinen Wegen, und zeigest mir die Bahn, wenn mir die Welt, der Tod und Teufel Stricke legen. 4. Du Huͤter Israel du schlaͤff st noch schlummerst nicht, dein Augen 5 Tag und Nacht ob denen osfen die salt ein ben, die sich in deine Pflscht uscdenen Creutz⸗Fahn durch dein Blut,ashingroben JEsui lassen schreiben. ITagen st 5. Der HErr behuͤte mich fuͤr allen. Behuten Ungeluͤck, in sonders meine Seel g un ahey ma vaͤterlich bewahre fuͤrs Teufels Aplnich und Tuͤck, auf daß hinfuͤrder mi ih, daß si kein Uhel wiedersahre. Whalle Süß 6. HErr, seegne meinen Tritt, Wihoöͤlleditt ich geh aus und ein, auch was ich nasß Alodenn und thu, laß alles wohl gelingehke,so lang und dir befohlen seyn, so fan ich mis en hoher; nen Lauf hier seeliglich vollbringen del Tag ul 7. Und wenn ich aus der Wel zegt; Doch nach deinem Willen geh/ so hilff,dis iu, dawnd ich in dir fein sanfft von hinmi scheide, und froͤlich aufersteh; denh MelAuft fuͤhre mich hinauf in deine WonnSOiei und Freude. ich imm (1132.) und W. Mel. Wer nur den lieben GOtt y lsen, dett Ssd wird die Woche nun beschlos such wissent fsen, da sich die Nacht zur Ruse a Dir, Da neigt, und gleichwohl ist kein Tah su mein el verflossen, der nicht von GOtth nähret un Guͤte zeugt. Denn er hat mich, nach sitz laß dei seiner Macht, an Leib und Sealt hate fezne wohl bebacht. Achln 2. Wer weiß, was mir vor Unge herdu mein luͤcke mehr als zu nah gewesen i wene Wer⸗ man fuͤhlt die schnellen Todes⸗Stih nul sͤrcke, cke, des Satans und des Fleischih Unmmallen List, wenn GOtt mit seiner Engel⸗ Behüte Hut im Wachen nicht das beste thut, Aavon mir 3. Jedoch, mit was vor einem ig hinde ben, hab ich den frammen GOtt ber idert: J lohnt? er hat mir Zeit genug gege anich gl ben, er hat der Schwachheit noch verschont. Allein je mehr die Gni de gruͤnt, ie mehr hab ich den Ti verdient. ie 4. Ach GOtt! ich beichte meist Wlitur Suͤnde, nimm mich um JEsus wil ht: O len an, daß ichin diesemEebene⸗Hin su wot de ch met nochdue. en P Wahs ver ietzt scheinet noch die Gnaden Zei zu eines Suͤnders Seeligkeit. ö 5. Laß mich die neue Woch erbll aihn Ml. Vol Ewagt ich i ehnul cken, daß ich ins neue Leben— nfe I duen offendl ad Blt,hvon groben S Uglich vollbringe weil ich aus der Vi thegt„Doc Ien geh/so hilffhh gu, da wir Nl der Seel. a aus feiuer treuen Hand 110 450 Stands ⸗ und Beruffs/Lieder. 127⁰ —.— It Tagen sroͤmmer sey. Hünewich füxal F. Behuͤte mich fuͤr schnöden Leu⸗ Dane mant Ste Im, daben ma sürs Teufelsh Pill mich die Igieb, daß sich m. Iud alle Suͤßigkei emeinen Tritt, Vdr Hölle dienstbar macht. mnauchwasch F. Alsdenn willi ales wohl geliug gin, so lange sich die Zunge regt/ Rin (II 33.) ichauferßeh e. Mel. Auf meinen lieben GOtt. u in deine Wyn Sd tret ich demnach an, wie gut ich immer kan, mein Amt, Be⸗ uuff und Wesen darzu mich GE lesen, der wird mir seinen Seegen Voche nun deschl zuch wissen beyiulegen. Uie Nacht zur Rhh a. Dir, Snehi if fein& du mein — 2— 601 Knaͤhret und manche Gnad bescheh⸗ Vater! sag ich Danck, daß Lebenlang so reichlich mich ket; laß deine 0n und Gaben mich ute fetner laben. . Ach! mein HErr JEsu Christ, er du mein Helffer bist, ach l seegne neine Wercke, mich selbst vom Him⸗ Rel staͤrcke, damit ich deinen Wil⸗ sen in allen moͤg erfuͤllen. 4. Behuͤte Seel und Leib, und al⸗ les von mir treib, was meine Nah⸗ ung hindert und deinen Seegen nindert: Ja laß in Fried und Freu⸗ st von hinnen scheiden. 6. 2. Von ¶auf unsern Wegen nach als ein Christ in allen Stuͤcken ruff und Stand, so faͤllt sein Gna⸗ b deinem Willen sest besteh. Daß den⸗Thau auf unfer Thun 118 Wer⸗ unden srey, und in cke, er giebet Krafft und Staͤrcke zu unserm Kummer⸗B au. 3. Offt will es sauer werden; doch an lautex Suͤnde lernt.weil es Eott gefaͤllt, daß wir au boͤse Lust bestreiten, dieser Erden jurArbeit sehn bset, mein Geist entfernt,so lassen wir den Schweiß vom An⸗ t veracht, die uns shon wisent Oir seeane Trost on wissen: GOtt chdem Lobbesin⸗Uund Klen 5 seegnet Muͤh 4. Der Fluch waͤchst zwar auf Er⸗ hoher Nahme soll erklingen, den, die Dorn und Disteln traͤgt Tag und Nacht die Zeit be; doch wernman dirBeschwerdenmit Doch hilff mir in den Himmel Gott nur uͤberlegt, kan seine Gna⸗ des ewig Sonntag seyn. den⸗Hand die Disteln leicht verkeh⸗ ren und Rosen drauf gewaͤhren, das hat man offt erkannt. 5. Drum gehen wir mit Freuden an unser Amt und Pflicht, G0T hat uns viel bescheiden, ein Fauler erndtet nicht; Gebeth und Arbeit nuͤtzt, nur frisch daran gegangen, der wird den Schatz erlangen, der hier gedultig schwitzt. 6. Olseelig ist zu schaͤtzen, der sich mit GoOtt vergnuͤgt, kein Leid mag ihn vetletzen, weil er den Seegen kriegt, den niemand wehren kan: wohlan, GOtt wird ihn geben, denn unsre Haͤnde heben in JEsus Nah⸗ men an. Morgen ⸗Lieder. (1135.) Mel. Aus meines Hertzens Grunde. so ist es wohl gewagt: Denn da nhl heißt Ja und Amen, was er uns zu⸗ Ial gesagt: Der Held in Israel kan uns sein Wort nicht luͤgen, drum muß b er uns vergnugen au Leib und an ihn kommt aller Seegen Gehn wir Pflicht Be⸗ Aus Mauf! an diesem Morgen, mein Hertz schwing dich empor, die Seele zu versorgen, tritt an das Licht hervor! es ist nun Zeit ein⸗ mahl, die Winckel zu verlassen, die Finsterniß zu hassen, die dir dein Le⸗ en stahl. 2. Diß ist der Tag der Reue, beken⸗ ne deine Schuld/ ruff, winsle, seufftz und schreye um GOttes Gnad und Huld. Wie lang ach! schlaͤffst du doch? wach aufund iveib von 2 nen, V 127¹ Morgen⸗Lieder. 2 nen, die Nacht aus deinen Sinnen, weils heute heisset noch. 3. Mein! wie waͤr dirs gelungen, wenn dich die Todten⸗Nacht in vor⸗ ger Nacht verschlungen und vor Ge⸗ richt gebracht/da du vor jedes Wort, (der Wercke wlll ich schweigen) haͤtt'st muͤssen Redꝰ anzeigen, und Rechnung geben dort. 4. GOtt hat dich lassen leben, und traͤgt Gedult mit dir /er hat dir Frist gegeben, auf daß du mochtest hier/ weils Zeit noch ist, auf Buß und wahre Beßrung dencken. Den Tag will er dir schencken, drum fall ihm auch zu Fuß⸗—. . Sprich: Ich bin gantz in Suͤn⸗ den empfangen und gebohrn, mein Kindes⸗Recht will schwinden, das Erbtheil ist verlohrn; den Tod hab ich verdient. Diß machen meine Thaten, du aber wirst mir rathen, weil mich dein Sohn versuͤhnt. 6, Er ist fuͤr mich gestorben, sein Glut erkauffet mich, durch ihn ist mir erworben, was nicht kunt zah⸗ len ich. Nimm an sein Loͤse⸗Geld, und mach mich frey der Banden ler hat es ausgestanden, was ich ertra⸗ gen sollt. 7. Mit diesem starcken Glauben tret ich vor deinen Thron, du wirst mich nicht berauben der Hoffnung zu dem Sohn, der dir gehorsam war, biß zu dem Tod und Sterbenz durch ihn will ich ererben das Himmel⸗ reich so ger. 8. Drauf will ich nun bekennen im Beichtstuhl meine Suͤnd, mich ei⸗ nen Suͤnder nennen und ein ver⸗ dammtes Kind. Laß deinen guten Geist mit Andacht mich aus schmůͤ⸗ cken, zerknirsch mein Hertz in Stuͤ⸗ cken, daß es in Thraͤnen fleust. 9. Du hast mir ja versprochen, du wollst verachten nicht ein Hertz mit Reu zerbrochen, ein flehend Ange⸗ sicht. Genad ists/was ich bitt, achllaß mich die erlaugen, vergieb, was ich 10. Drauf tret in deinem Nahn Wchrst. 10. Nahmish eil Ehtist ich diesen Buß⸗Tag an, 11 B mein Beichten Amen: daß ich. Vlt Heilige troͤsten kan, du seyst mein Vau hruhmt un noch, wenn ich als Kind dir fleßß hmiumit i und zu Gebothe stehe. Erhoͤr l erhs Dußdum mich doch. diese vet II. Erhör uns Vater alle, in blautß slläckunda Himmels⸗Bahn, dein Nahm und zund bewae Wort erschalle, dein Wille sey gn wdich, lib than. Entꝛeuch uns nicht das Brodh sen Tagge Vergieb uns Suͤnd und Schuldesh Dennind im Creutz laß uns gedulden, und sch uich bef rett aus aller Noth. Iundalld (urz6.) M. C. S. Il darzu, Mel, Der lieben Sonnen Lichten gel Wacht S hab ich nun geschlaffen sein uhtanmi JEsu/ in deinen Armen, lah 0 heute auch mein Decke seyn deih nul. Die Auffsicht und Erharmen. Ach! wohn Net Lag in meiner Brust und bleibe melm WMicgtsch Lust. An dir mein Hertz erqvickel Multitth sich, drum wach, mein JEsu! steth zden: den fuͤr mich. Ulter Sonn 2. So offt mein Pulß des Tage Ghinde schlaͤgt, soll dich mein Geist umfaß Aneiner& gen; so vielmahl sich mein Hertz be Ien Lauff wegt, soll diß seyn mein Verlangen, ilen, da daß ich mit lautem Schall mocht sihte wand ruffen uͤberall: O JEsu, JEsu dH Nimmd bist mein, und ich auch bin und bleß siftnich be dein. Ib din,d claf 3. Erqvickter Leib verlaß die Ruh, mit GOtt dein Werck erfuͤlle, ihn audihen; Augen schliest euch nicht mehr(Hüb, denn das ist GOttes Wille; schlient Meinden aber diß mit ein: HErr JEsu ich Int Beh. bin dein] so ist der Anfang wohl 96 macht nimm JEsu! JEsu, nuch in acht. (1137.) In eigner Melodie. Die walt nun zu dieser Frish n Gott Vat er in Ewigkeit Das walt mein HErr JEsus Christi, meln Beschuͤtzer allezeit. Das wall Gott der Heilge Geist, der mir all zeit ½ leist, hochgelobet un gepreist. a. GOtt Vater ins Himmels Thron begangen, theil mir Vergebung mit. ich sag dir Lob, Ehr und Danck:/ — Morgen⸗Lieder. 127⁴4 Nu Cpriste SOttes Sohn, ich auch erleben alsdenn so will ich dich 20 38 he I lut iß dich mein Ledenlang, und du mit diesem Ruhm erheben Daß dei⸗ suj m ihn Ott Heiliger Geist, meine Seel ne Vater⸗Treu, all⸗taͤglich neue sey. 1 hrühmt undpreist, weil ein A⸗ 8. Wohlan! sowillich dinzumer, 7* — g Iem in mir ist. ner Arbeit schreiten, GOE TL wird Sr I. Daß du mich aus lauter Onad mein gantzes Thun mit Seegen uertle Jut diese vergangne Nacht ·/ fuͤr schon hegleiten. Mein Anfang soll⸗ „dein—7 ngluck und allem Schad hast behů⸗allein der Nahme JEsus seyn. den Wulel und bewacht, und bitte noch fer⸗ 41399 M. B. —* dich, lieber GOtt behuͤte mich„Wel. Wo WOtt um Haußze: — Bual hesen Tag genaͤdiglich. Ds walt GOttVater und GOtt — Schulue. Denn in deine Haͤnd allein gaͤnt⸗= Sohn, GOtt Heilger Geist ins 1* ulben, usth mich befehlen thu z½ meinen Himmels Thron, man danckt dir, C.8 kib und all das mein, meine liebe eh die Sonn˖ aufgeht, wenns Licht Somnen li Erel darzu, schuͤtz mich durch der anbricht, man füͤr dir steht. Somen kihhih kugel Wacht, daß der Satan keine 2. Drum beug ich diesen Morgen n gihlafenseh Racht an mir finde Tag und Nacht früh in rechter Andacht meine Knie, mnen Amen, I(1138.). B. S. Rund ruff zu dir mit heler Stimm, Dache sehn du Mel. Die Nacht ist fuͤr der Thuͤr. dein Ohren neig, mein Red vernim. Emen ug nosh D̃o Tag ist fuͤr der Thuͤr„ und 3 Ich ruͤhm von Hertzen deine Guͤt, und bleibe mus Eliegt schon auf der Erden, mein weil du mich gnaͤdig hast behuͤt, daß Hech errnlled Esu i tritt herfuͤr, und laß es lichte ich nun hab die finstre Nacht in Ruh min Esu gerden: denn nur bey dir allein ist und Friede zugebracht. huter Sonnenschein. 4. Ich schlieff und wußt nicht mie r dee Tash z. Heh in dem Hertzen auf, du Son⸗mir wär, so schlich der Teufel um mann Seitunsell ze meiner Seelen! erleucht durchsmich her, den hat, HErr! deine keinen Lauff die dunckeln Jammer⸗ Macht vertrieb'n, daß ich fuͤr im Ictem damit ich diesen Tag im in Ruh geblieb'n. ichte wandeln mag. 3. Mein GOtt, ich bitt durch Chri⸗ 3. Nimm dieses Opffer hin,ich kan sti Blut, nimm mich auch diesen sir sonst nichts geben, als was ich Tag in Hut, laß deine liebsten En⸗ Elber bin, dir schenck ich Leib undLe⸗gelein mein Waͤchter und Gefehr⸗ en. Ach laß des Hertzens Schreyn den yn. sur deinen Weyhrauch seyn. 6. Dein Geist mein Leib und Seel 4. Gieb, daß die schwartze Nacht regier und mich mit seinen Gaben zer Sünden sich verliehre. und daß zier, er fuͤhr mich heut auf rechter Ih mit Bedacht mein Leden heute Bahn, daß ich was Guts vollbrin⸗ uhre, es geh kein Augenblick ohn' gen kan. seine Furcht zuruͤck. 7. Gieb, daß ich meine Werck und 5. Laß alleswas ich thu, in deinem Pflicht mit Freuden diesen Dag Nahmen machen,/ich bete segne du, verricht, zu deinem Lob und meinem brich ja, zu allen Sachen; kein Nutz und meinem Naͤchsten thue Stůndgen geh vorbey/ das mir nicht Guts. En WoIUs Chaf seelig sen. 8. Hilff/ daß ich zu regieren wiß Iaa. 6. Wirst du mich diesen Tag mit mein Augen, Ohren, Hand und Fuͤß, Heis. der milel Ereutz und Kummer plagen,/ so gieb, mein Lippen⸗ Mund u. gautzen Leib, ahlhn saß ich es mag still und gedultig all vöͤl' Begierden von mir treib. ö lragen. Fuͤhrst du mich wunder⸗ 9. Bewahr mein Hertz für Suͤnd Ihinnelechhsich e 60010 nur seeliglich. und Schand, daß ich, vom Uhel ab⸗ Ehr und +. 2.und endlich lasse mich denubend brerlaß die Ruh Herck erfült/ ch nicht mehr In 115 Wille schit Hen N Anfang wo Eu Nju/ aner Melodit. 2 m ju dieser 0l 1 Ewigleil —.— gewandt, mein Seei in Suͤnden nicht 127³ Morgen⸗Lieder. nicht beschwehr, und mein Gewissen nicht versehr. 10. Behut mich heut und allezeit, fuͤr Schaden, Schand und Hertze⸗ leid, tritt zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und unsichtbar seynd. 11. Mein Aus⸗ und Eingang heut hewahr, daß mir kein Unfall wieder⸗ fahr/ behuͤte mich fuͤr schnellen Tod, und hilff mir, wo mir Hůlff ist noth. (1140.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. ERmuntert euch, ergvickte Glie⸗ der, die dunckle Schatten sind vorbey. Der liebe Morgen zeigt sich wieder, und machet GOttes Guͤte neu/üdie mich in dieser Nacht bedeckt und nun zur Arbeit aufgeweckt. 2. GOtt Lob und Danckldaß ohne Schaden die Zeit der Ruh ist hin⸗ ebracht, und daß der Reichthum einer Gnaden den frohen Morgen⸗ Seegen macht. Ich bin vergnuͤgt, ich bin erqvickt, und warte, was Gott heute schickt. 3. Sein guter Geist wird mich re⸗ gieren, der leite mich auf ebner Bahn, und helffe mir mein Werck poll fuͤhren, in seinem Nahmen fang ichs an. Sein Seegen wird mein Sonn enschein, und seine Huld mein Schatten seyn. 4. Mein GOtt! so laß dich gnaͤdig finden, dir hab ich alles heimgestellt. Ach! nur behuͤte mich fur Suͤnden, doch wenn das Fleisch aus Schwachheit faͤllt, so richte mich durch IEsum auf, und sey du selbst mein Lebens⸗Lauff. 5. Weil ieder Tag von unsern Ta⸗ gen auch seine Plage mit sich fuͤhrt: mnein GOtt, so laß mich nicht verza⸗ gen, wenn mich ein Creutz und Un⸗ gluͤck ruͤhrt, durch deine Liebe reiß mich raus, so wird das Leid mit Freuden aus. 6. Nun, Seel und Leib sey bir erge⸗ Fuͤssen stehe, gehe mit den Choren ben, wo alles gut und gluͤcklich steht; ein zun Thoren deiner Freuden, und wenn der Rest von meinem Le⸗ mich mit dir in Lust u weiden. ben durch diesen Tag zu Ende gess; Henn so machest du auf Christi Blut aush„ödi Anda meinen letzten Abschied gut. n, ultin 7. Wohlan! deß troͤst ich mich eurddelt un Glauben, im Gluͤck und Ungluͤck ii lut, duß wi ich dein, aus deiner Hand kan mißh nut,das! nichts rauben, drum soll mein steish kihte, wehte Denckmahl seyn, das mir im Sut Schraucken und Hertzen liegt: was mein on icht auf fuͤgt macht mich vergnuͤgt. icht Eines Communicanten. ud Zeiffe (1141.) e Hert ser Mel. Wie schoͤn leuchtet der seh sisez thun, Ott Lob! es bricht der Tag henallommenst ein, an dem mich GOtt gel Affsichend den ein, an seinem Tisch zu esseh lchessmnn Das Freuden⸗Mahl steht schon ii du sche reit, der suͤssen Trachten Treflichkes Zum Se macht mich der Welt vergessei E Huͤlle, Fuͤlle, lieblichs Wesen auseh zichwill unt lesen will sich weisen, und mein Heis ein Zehr:O mit Wonne speisen. ineib 2. Du hast mich nicht allein i en Ma wacht, du schoner Brautgam diesh Aai kan er Nacht/ daß mich kein Fall kont run kuchdiß Leb ren; du stehst auch ietzt und wart i Iatbeben. auf mich, so bald der Morgen zeigst ihengef sich, zur Hochzeit mich zu fuhres; aswerda Susse Kuͤsse, Liebes⸗Bruͤnste, treiß em Ruf Günste, Freundschaffts⸗Flammeh s ein, d. wechseln sich bey dir zusammen. u, drum 3. Wer bin ich doch, ich arnt iltdir, so Braut! daß sich dein Hertz mit mi uchbar d vertraut, wie schlecht ist mein duckwerd Schöne? ich bin voll Wunden,„öddd Blut und Schmertz, und doch liei sht, deri mich dein treues Hertz, das macht/ Iuunert daß ich mich sehne, schmertzlichichherts⸗ hertzlich, voller Thraͤnen, Wunseh t aile und Sehnen, mit Verlangen dieh hadun L mein Liebster zu umfangen. Peindesehn 4.. Drum komm ich nun und sal Ihun mich ein, ach! laß mich doch recht henunt wuͤrdig seyn, Schatz, deiner zu ge⸗ niessen; schmuͤck meiner Seelen inners Hauß mit Glaubens⸗Golde reichlich aus, das ich mit meinen J. Bren — Morgen⸗Lieder. 1278 ö i n Brenn meinen Flauden seurig sneu: er hat dir Licht und Leben von +—— die Andacht halt mich in der neuem ietzt gegeben. * Redgu. Hihn, allein auf dich zu sinnen. 2. Ihr Seusszer bringet Wohlge⸗ WaabihnigthSkur Welt undTeufel, Fleisch und ruch vor eures Schoͤpffers Throne; Wund Unglüch iut, daß mich nichts hindre an kommt, bittet Seegen vor denFluch, n Hund Hann soll heut gewinnen. in Christo seinem Sohne; die Ona⸗ den⸗Thuͤr ist offen hier, drum lasset krer Beten zu GoOttes Hertzen treten. Werhnit. 3. Bu Sonne der Gerechtigkeit: mrunicmntet. vertreib die Nacht der Sůnden, und 41 Du laß an diesem Morgen heut viel in leuchtet det; t un⸗Gnaden Thau mich finden. Hast hricht der Tug du die Nacht mich wohl bewacht/ so Oottah will ich sey auch nun am Tage ein Schutz em Tisch zu shh i li fuͤr alle Plage. dahlfeht schut di,di 4. Das Hutewende du zu mir, das achten Trefichlh d Böse laß mich fliehen, und deine Hand mich fuͤr und fuͤr nur nach dem Himmel ziehen. Gieb Rath und That so fruͤh, als spat, zu allen meinen Wercken; lab deinen Geist mich staͤrcken. 5. Ich werffe meine Last auf dich, ach hilff sie treulich tragen. Machs wunderlich,nur seeliglich,ich will es 1.9 t wil ich! auf dich wagen. Kein Creuß ist mir I ich traue zu schwer bey dir zes thut mur deine Suͤnder Ruthe auch heute was zu gute. ädig 6. Du bis mein GOtt, das weiß dschafts⸗.. um ich wahl/ laß mich nur deine bleiben, dch, Gnd und was ich heute wuͤrcken soll⸗ zu I Hert Mün deinen Ehren treiben. Dein See⸗ gen bluͤb durch meine Muͤh/ daß, wenn ich Schweih vergiesse/ er nicht umsonst verfliesse. 7. Laß auch die Meinen diesen Tag ü dein Gnaden⸗Auge leiten, und weil Es ich gar nicht wissen mag das Ende Blinde meiner Zeiten, so gieb, daß ich mich Sünde seyn vergeben, wie auch eben stetiglich des letzten Tages sreue, wir thun gerne, Reitzung, Nothsund meine Schuld bereue. steh von uns serne. IIAz.) (1142.) B. S. Mel. Hertzliebster Esu, was ꝛc. Mel. Was Gtt thut das ist ꝛe. N dieser Morgen⸗Stund will Doe Nacht ii hin, wach auf mein ich dich loben, o GOtt! mein DHertz! du solist dein Opffer Vater/ in dem Himmel oben; was bringen, laß deine Wolch Nichwun 210 Wuchn— 56 leise 7 bewei⸗ waͤrts sich nach den Wolcken schwin— gen z denn SOttes Lreu ist wieder Ia⸗ Du halt mich an des Tages 1050 dem Hertz Geth l. d e. 5T. + Wlh ührt, deri perd un 279 Morgen⸗Lieder. l lahn kommen, auch durch die Tauff gen, werd adscheiden/ da in dein Reich aufgenommen, und laͤssest mich in deinem Sohn ent bin⸗ den von Schuld und Suͤnden. 3. Du giebest mir den Heilgen Geist darneben,/daß er mich lehr und fuͤhr in meinem Leben, damit ich lern auf dich alleine schauen, und dir vertrauen. 4. Du hast mich allzeit vaͤterlich ernaͤhret, was ich bedurfft, mir im⸗ merzu beschehret, und wann mich Noth und Unglück hat beruͤhret, bald draus gefuͤhret. J. Jetzt hast du auch durch deine Engel⸗Schaaren mich lassen heunt in dieser Nacht bewahren, daß mich darinn kein Ungluck hat erschrecket, noch aufgewecket. 6. O HErr! mit meinem Munde und Gemuͤthe erzehl und ruͤhm ich deine grosse Guͤte, die ich empfan⸗ gen hab an allen Enden, aus deinen Haͤnden. 7. Ich bitt du wollest uͤber mir sort walten, und mich auch heute diesen Ei . Fh Christi Tod moͤg seelig sterben, Wiintt. Stil Himmel erben. Vichgekenne ;. So bin ich dann an Leib Asen Babe: Seel genesen, und wohl auf diasi dr. Welt allhier gewesen, dort habess Drum laß das rechte Kleinod funden, An Todentge überwunden. hesne Wun 14. Das hilff mir Vater! der Ahn, Ind o mit dem Sohne und Heilgen Gasun am leßte regierst in einem Throne, gieb/ Nne Haͤnde/ ich dessen, was ich ietzt begehret, werd gewaͤhret. Mel. Aus meines Hertzen Ormi tien 55 Er Schlaff ist nun verschwuß den,/ des Todes Ebenbild! n lag in Christi Wunden mit Gl ben eingehüllt; da manchen di Nacht ins Finsterniß geleget, so Gott mein gepfleget, das Le wiederbracht.— 2. Ich preise dein Erbarmen Huͤter Israel!in deinen Liebes men schlieff beydes Leib und Sell dein Auge sahe draus, dein Schinshmichdird 10 Suͤnd Hut von! Dag erhalten/daß Satan nicht duꝛch seine List und Pfeile mich uͤbereile. 8. Hilff, daß ich bleib, wie zusteht frommen Christen, rein von der Welt und ihren Suͤnden⸗Luͤsten, R daß sich auch meinen eignen boͤsen Willen nicht moͤg erfuͤllen. 9. HErr,/ laß in deinen Schutz seyn eingeschlossen Leib, Seele, Kinder, Freunde, Haußgenossen, und was ich sonst, durch deine milde Gabe, auf Erden habe. 10. Die Obrigkeit erhalt bey gu⸗ hat sie bedecket, und deine Liebem oon cket mich ietzund wieder auf. un, 3. Esü deine Taude warsh Ichw dem Felsen⸗Ritz befreyt von alleh Vochen aube, bewahrt fuͤr Sturm uns at Sc Blitz. Weil deines Blutes Macht Kem, dei mein Hauß und Hertz betrichen Ihsan ist auch der gewichen, der uns I en ieb wurgen tracht. I Rich 4. Was soll ich dir nun gehen,E, n du nicht selber hast? dein ist mest sa 5 Leib und Leben,ich hin ja nur den Pmnaigh Gast; drum nimm, was dein ist,hiß Nunwichr tem Stande, gieb Friede, Glůck und Heyl dem gantzen Lande; behůt uns allerseits, o HErr laus Gnaden, fuͤr Suͤnd' und Schaden. ů 1. Du wollest auch an diesem Tag mich staͤrcken, durch deine Krafft in mein's Beruffes Wercken, auf daß ich moͤg in denenselben allen dir wohl gefallen. 12. Zuletzt verleih, wenn ich aus hih: leb ich, so leb ich deine, weil ich min A dein alleine im Tod und Leben bid ig n . Soll ich den Tag beschllesser giaun der mich ietzt aufgeweckt, so gie i daß mein Gewissen keingafter⸗Körh befleckt; wie wuͤrd es um mich stehn; wann mich in meinen Suͤß den mein Ende solte finden 7 zt Hoͤllen muͤßt ich gehn. 5 6. Gieb, daß mein Hertz bedencket, die sem Leiden, es sey heut oder mor⸗ wie mich ein jeder Schritt zu nen ne neRi Morge Reder.—5— n, 21— sencket/ der suuͤndlich naͤles wohl verricht du wirst es thun h8. Alellghen,Untritt. Stirbt iemand neden mir, ich zweifle nicht. un 910 ich gekennet habe, so schallt aus(II46.) D. J. Lass. Indnab em Grabe: Heut mir/ und mor⸗Mel. Nun laßt uns GOtt dem ꝛe. Dwohlauf 42 Uf, auf! ihr meine Lieder, mein vesen, dort hah Stunden in Gei ͤ nd su ODrum laß mich alie Hertz, mein Geist und Glieder, Tod entgegen gehn; laß, JE, dem Hoͤchsten Lob zu singen, und ldeine Wunden mir Armen offen Opffer ihm zu bringen. mi Batr! Mestäw, und solls gestorben seyn; so] 2. Er hat die Nacht gewendet, das Henem am Letzten Endeden Gaist in Licht herab gesendet, un mich ohn .Trnne,gehlihtre Hände/ so schlaßf ich seelig alle Sorgen erweckt an diesem ichittzt begehrt, Morgen. ö(1145.0 3. Er ist mein Schutz gewesen, daß s el. Wer nur den lieben SOtt e. sich frich und genesen an diefem Tag 2 Herzen Sum Remn Stt! nunißtes wieder aufstehe, und meine Pflicht angehe. is nun verschn Morgen, die Nacht vollendet4. Es huͤtten tausend Schrecken odes Ebenbilb!; i i Hih Auzen Lauff; nun wachen alle meine mich grausam koͤnuen wecken, wo er Zunden mit Gathrgen 91 einmahl wieder mit miz nicht selbst gewachet, und alles gut Lu wauchen s Die Ruh ist aus, der Schlaff gemachet. ö wusß geleger s in, und ich seb wieder, wo ich bin. F. Mein Leib, Seel und mein Le⸗ Rehet, das kiöhn g Ich bin noch immer auf der Er⸗ ben sey ferner ihm ergeben: O Nuwo jeder Tag sein Elend hat zwo Gott/mir heut auch sende die Guͤte u Etlarmenih nur immer alter werde, und deiner HaͤndN. Whunen kirbeeik luffe Sund und Missethat. 6. Daß ich von dir gefuͤhret, und 3e Lih und SleOtt e von dessen Brod ich zebr, uͤberall regieret, zu deines Nahmens Raus, den Scülpyun ich dir doch auch nuͤtze waͤr⸗Ehre mein gantzes Leben kehre. und deine liebem Ohn Zweiffel siehst du mich auf⸗7. Behuͤte auch fuͤr Suͤnden/ und Auiehm zuf, hen, regier mich auch in dieser laß mich stets empfinden einen Ab⸗ ne Taube nuneit. Ich weiß nichtwie mirs heut scheu fuͤr den Dingen, die deinen besteyt von Ale ird gehen, mach alles so, wie dirs Zorn mit bringen... Wi Sium Afaut. Schleuß mich in deine Vor⸗. Durch deinen Geist mich leite, Ies Blutts huh ssht ein/ dein will ich todt und le⸗und mein Hertz so bereite, daß ich Herß befrichen N dein Kind und Erbe allein dir leb nichen/ det uns RN Suͤn⸗ und sterbe. 9. Gieb deinen heil' gen Seegen auf allen meinen Wegen/begluͤcke meine Thaten, und laß sie woyl gerathen. 10. Für Ungluck mich behuͤte, und laß mich deine Guͤte so leiten,daß ich bleibe ein Glied an deinem Leibe. cht klug. Ir. Gieb Hoffnung und Vertrauen, ten, fuͤr auf dich allein zu bauen den Glau⸗ rauch mehre, und mich zu ich hin jan Im mas dein t um kan. 9 12. Laß Freunde und Verwandten, nen Ein nLeib und Le⸗ d. Kind, wan 4cha. haub und Guth, und laß den Him⸗ bewahret bleiben; 9 abdu* n 0 geben, +5 0ul Sar,——1— am M a ö i aß jch al⸗ reke Zerch ec u nd das ihre thut/hilff⸗ 8² burch 1283 Morgen⸗Lieder. durch deines Geistes Senden ich gluͤcklich koͤnne enden. 14. Und soll ich Schmach und Nei⸗ den, Creutz, und was sonsten, leiden, so hilff mir, Vater, tragen, und laß mich nicht verʒagen. 15. Schuͤtz alle Hartgeplag e, er⸗ freue die Verjagte: gieb Brodt und Trost den Armen, aus Gnaden und Erbarmen. 16. Erhoͤre alle Bether, bekehr die Ubertreter, sey gnaͤdig mir und al⸗ len, nach deinem Wohlgefallen. 17. Insonderheit am Ende, HErr, deinen Trost mir sende, und laß mich selig sterben undewgesLeben erben. (I147) M. C S. Mel. Der lieben S. A Seel! und dancke deinem HErrn, aus reinem Hertzens⸗ Grunde, das helle Licht vertreibt die Stern in dieser Morgen⸗Stunde; die Sonn entdecket dir der Guͤter Gottes Zier, die sich zu GOttes Kinder⸗Schau bespiegelt in dem Morgen⸗Ihauuͤ̃; 2. Sprich: GOtt ich bin nicht gnug darzu, die Gnade zu erzehlen, die du durch sichre Leibes⸗Ruh erzeigt hast meiner Seelen. Ich kan nicht zeigen an, was du mir Guts gethan nebst andern, die auch trauen dir, und eines Glaubens sind mit mir. 3. Nun, meiner Seelen Huͤlff und Schutz lich ruͤhme deine Treue, die deinen Kindern kommt zu Nutz, die alle Morgen neue. Ich danck hertz⸗ inniglich/daß du so gnaͤdig mich und auch die Meinen diese Nacht durch deine Engel hast bewacht. 4. Gieb, liebster GOtt! daß ferner auch ich heute Christlich wandle, und meiner Pflicht also gebrauch, daß, was ich thu und handle, gerei⸗ che mehr und mehr zu deines Nah⸗ mens Ehr, zu meiner Seelen Heyl und Schutz, und meines Naͤchsten Dienst und Nutz. 5. Behute mich fuͤr alle dem, was Leib und Seele kraͤncket: hingegen gieb, was angenehmn, was deinen Seegen schencket, wend ab Gesosh und Noth, Krieg, Hunger, Sehh und Tod, schickst du mir aber Cushhhet mit zu, so gieb Gedult, Trost, Hu und Ruh. 6. Ich will gern alles nehmen a zu Lieb und auch zu Leide, weil d ne Hand es aͤndern kan und ma den Leid in Freude; dein Herßg mich gericht kan mich verlassih nicht: denn wer im Glauben koͤmsah zu dir, der ist gesichert fuͤr und sün 2. Nun dir sey alles heimgestelhsancken, Seel,Leib, Stand, Gut und Lebishdhun, L. mach alles wie es dir gefallt, di Rahnd ich es ergeben; bewahre Stadt ussahihgefell Land, Lehr⸗Wehr⸗ und auch Nalushgfellt,der Stand/ erhalte Wort und Saashh oichf ment/ gieb ein vernuͤnfftig, seelhs ige mei End.„dacchde 8. Mein HErr und GoOtt! dich lis ich nicht, dir lieg ich hier zun Fuͤssth biß mir dein Mund den Seegas ug ist get len Tag/ lag, gallt h laß m hh, Ihund S und mir viel Huts einschenckt, wenhshnaiger E mich dein suͤsser Gnaden⸗Geist a iaf auch meines IEsu Wunden speist. hein An 9. Hierauf nehm ich mich freughhsh an, was mir ist anbefohlen; dast Geist mich fuͤhr auf ebner Bahn/ A du mich wirst einholen ins scha g Paradeiß zu deinem Lob und Presss so ist der Tag in GOtt vollbrachi Anfang und Ende gut gemacht. (1048.) M. C. 8. 6 Mel. Freu dich sehr,o meine Sech uͤsser JEsudeiner Gnaden sh ich Danck und deiner Guͤt, dis du mich fuͤr allen Schaden dilß gantze Nacht behuͤt; daß meß i Seelen⸗Feind, durch List, mesl nicht maͤchtig worden ist: daß gantz gesund aufstehe, und mit Et die Sonne sehe. 2. Waͤr ich, HErr, ohn' dein Erbah men diese Nacht geschlaffen ein, wie wuͤrde denn mir Armen, mash ches Leid geschehen seyn Satan uns die boͤre Welt, haͤtten mich 900 7 Morgen⸗Lieder. 1286 ket, wendab f 21 Hunger, N du mir aber mitzet. Scult, Tos, HAl Run, so laß, mein Felß und n ales nehmen Hu keide, wei udern kan und un 4 Den HahtiKlag, gant beglückt zu Ende Lu mich venlashungen: laß mir auch mein Thun Im Olauben künshingen. schert fürundieh Leib und Seel und alle Sinnen, Vales heingehenh Gedancken, Werck und Wort: und, But und Enin Thun, Lassen und Beginnen, Vdirgefällt, dusst allein dir,treuer Hort! zu regie⸗ erahte Stͤblh beimgestellt, machs mit mir, wie aht und auch Nalsss gefaͤllt, denn ich mich dir gantz Vort und Sichthebe, ob ich sterbe oder lebe. vemüuͤnstig, sl Tilge meine schwere Suͤnden, durch dein theures Blut: laß und BOlt dich ach deine Gnad empfinden, wenn Huͤ Hefaͤllt; aber weil du mich ge⸗ stzet„ hat der keines mich be⸗ IEsu meine Zuversicht! unter m Gnaden⸗Fluͤgel, drauff mein sfuung ist gericht, mich auch fer⸗ diesen Tag, ohn Gefahr und oh⸗ ö — 2. Grosser Helfferlmach doch hier, dab mein Werck ich wohl anfange; alles, HErr! also regier, daß es sei⸗ nen Zweck erlange, sprich das Ja zu meinen Thaten, lasse alles wohl gerathen. 3. Wende in Genaden ab, was mein Thun sucht zu verstoͤhren: Gieb, daß ich zu schaffen hab und mich ehrlich moͤg ernaͤhren, steure den verdamnit en Luͤgen, laß mich meine Feind besiegen. 4. Meine Arbeit seegne GO TT, mein Verrichten, Thun und Lassen; seegne, HErr, mein taͤglich Brodt/ mein Vergnügen gleicher massen, seegne mich mit sanfftem Sterben, und mach mich zum Himmels⸗ Erben. (Iνο) D. J. Lass. Mel. Hertzlich thut mich verlangen. ich hier un ussadngst sie noͤthig thut. Sey mein Rund den Sacslichthum, Schutz und Licht, wenn s kan ysonsten alls gebricht: laß in dei⸗ in Himmel tt Wunden Hoͤhlen seyn die Ruh⸗ us einschenckt/n Gnaden⸗Beis Dunden speis, hm ich mich freh Ic anbesohlen; I6 aufthnet Bahh tinholen ins e r n Seelen. ö Laß auch deine Hülff empfin⸗ V die in Angst und Noͤthen seyn: Ren aller Trost will schwinden, 41 dich selbst ins Hertz hinein. len jeden Stand. Sey serm Land, und laß chaaren uns fuͤr al⸗ M. C. S. scht /o meine x deiner Gucbe und dei V S tausendmahl gekuͤsset, o SJeEsul meine Zier; sey aller⸗ schoͤnst gegruͤsset, o Sonne! denn nach dir verlangte mich im Schat⸗ ten der dicken finstern Nacht/GOtt Lob! nun ist mir Matten der Tag herwieber bracht. 2. Der Schlaff, des Todes Bru⸗ der, hielt mich gesperret ein; doch saß mein GOtt am Ruder ließ nicht schiffbruͤchig seyn noch meinen Leib und Seele, noch alles was ich duehr aus feiner Gnade zehle 3 ihm sey Lob, Preiß und Ehr. 3. Die Nacht ist überwundenauein Schrecken ist vorbey. Ade ihr sin⸗ ch stern Stunden, ihr Sorgen man⸗ cherley. Der HErr hat mich bede⸗ cket mit seiner Gnaden Schein, und. mich heut auferwecket; sein soll die Ehre seyn. 4. O Vater aller Buͤte! reich von Barmhertzigkeit, auch diesen Tag behuͤte dein Kind, das zu dir schreyt. deinEie tohl, daß all mein S men/ u scht kan bestehen; wi Euulthr treten, und um B chheut und allezeit, Laß deiner Engel Schaaren mich, fůͤr aller ürer be⸗ wahren, fuͤr Ungluͤck und suͤr Leib? 5. Mein Hertz sey dir ein Tempel, zin Hauß der Heiliakeitmein Leben S6s 3 in 1287 Morgen⸗Lieder. 119⁵⁷ ein Exempel fur alle fromme Leut, dein Geist mich stets regiere zu thun nach deinem Rath, die Seel mit Weißheit ziere in aller meiner That. 6. Gesegne Thun und Willen, und laß mich uͤberall, was du wilt, HErr! erfuͤllen, die Sorgen allzumahl und was mein Hertz sonst kraͤncket, bleib dir, GOtt, heimgestellt auch was mein Sinn gedencket, mach all's, wie dirs gefaͤlll. 2. Behuͤte mich fuͤr Suͤnden, fuͤr Kranckheit und Gefahr; laß an mir nicht Macht sinden der Hoͤllen listge Schaar. Schůtz mich für boͤsen Leu⸗ ten, fuͤr meiner Feinde Tuͤck, daß mich zu keinen Zeiten ihr falsches Thun beruͤh 89. HErr! Vr ich mich ergebe und deiner Engel Schutz, ich sterbe; oder lebe, so bieth ich allen Trutz, was wider mich kan kommen; sey du nur, SHrrimit mir, und mich zur Schaar der Frommen bald in den Himmel fuͤhr. enr.) Mel. HErr ich habe mißgehandelt. O5686 Brunnavell aller Gaben! Gott, der du der Guͤte voll, dich muß ich zum Helffer haben, wenn mein Thun gelingen soll: laß doch, laß um Christi willen deinen Seegen mich erfuͤllen. 2. Rath und Huͤlffe, Schutz und Gnade ist mir noͤthig uͤberall; ohne dich ist lauter Schade, ohne dich koͤmmt Fluch und Fall: Wer sein Werck ohn dich bereitet, wird vom Seegen nicht begleitet. 3. Etwas dichten und erfinden, da man dein vergessen hat, das mus fal⸗ len und verschwinden, wie ein Traum und duͤrres Blatt: sich be⸗ muͤhen ohne beten, heist sein Gluͤck mit Fuͤssen treten. 4. Laß mir dennoch mein Gedeyen jederzeit zur Seiten stehn, und mich deiner Gnade freuen, wann ich soll zur Arbeit gehn: Denn durch deine Huld und Seegen bluͤht meinEluͤck quf allen Wegen. 5. Boßheit laß mich Imflich den, noch auf Vortheil denckenhinh Hn woht laß mich alles thun mit Freuda Leßtin enohren alle/ Weil 10 eit ja erkohren alles, was zur gebohren. ö 2 e 6. Rathe mir selbst mein Biutmuh,f ther, HErr! von dem der Seeg Nuh siaut, du, du biß der ꝛechte Winstohnnn alles des, was Kinder heist: Ich wil Suydi deten, ich wil singen: HErr! I alles wohl gelingen. mnichbing (I52.) M. C. 8. mmichgeh Mel. GOtt des Himmele unddulpanihn J W Ere unn alle Morgen neu, das beweist— IEsu Haͤnde, die da schaffen, oI E Undber Treul daß ich leb, doch ich nicht hin ualen sondern Chriüus lebt in mir. hleschle 2. JEsu Haͤnde, die da sorgen, di Wlob/ auf eine gute Nacht folget ietzt esoh. guter Morgen, da man sieht, u Wbiht Gottes Macht, mich, die Meinen Haab und Gut hat beschuͤtt dunsseh veischl IEsu Blut. T, 3. IEsul dir sey Danck gegeben suebe no die Zreue deiner Haͤnd, für die Gun dh. de, fuͤr das Leben, und was sie mii(usz zugewendt: ach! zieh von mir biß issliHergl. Grab diese deine Haͤndꝰ nicht ab. Ilaufin 4. Sie sinds ja, darein gegrabesn aufun steht mein Nahm' und IEsu Bluhdonohen die mich selbst bereitet haben, auchslit att geeroͤnt mit Himmels⸗Gut; ja si Emgeliu sinds die bis anietzt mich versorgest Diuche und beschuͤtzt.. J. Laß sie weiter mich umfassehnsh Dir, dr weil ich ihrer eigen bin, laß sie mich meinchl mich sie nicht lassen, dieses ist unsenrmt bleibt mein Sinn; Satan dir ennistishn. 8 sage ich, JEsu! dir ergeb ich mich lochb 6. Nehmt mich auf ihr IEfühhihauch Haͤnde! schliest mich in das Vaten eingel Hertz, in das JEsus⸗Blut behendyd,HEt in sein Leiden, Tod und Schmers lichn in des Höͤchsten Troͤsters Hand, Minglten schliest mich, und die mir verwandi r 2. Auch mit Seegen ob mir walteh Wdyftth im Gebethe staͤrcket mich, in den Wlunge, Glauben mich erhaltet, und daßWurge 6 143— Morgen⸗Lieder. 12090 nhnhrbtt gefalle ich; macht mich GOt⸗ Wurthelldencenhta Geistes voll, Leben, Leiden, dthun mit greuß Eierben wohl. uim Weilu Macht mich loß von meinen lallee, was zur Wnden/ laßt mich einen gnaͤd'gen DT und ein gut Gewissen fin⸗ slbe men Bidtl zagt weg SchreckenAngsi uun dem der Seed Noth, steht mir bey, damit ja hl der richte ahlt uichts verdamlichs sey an mir. Euder heist Jcht.A. Seyd ihr alles mir in allen mei⸗ singen: deniuchhge ich thu; mein Stab, gen. n ich hingefallen; mein Schutz, MCs. henn ich geh zur Ruh z meine Freu⸗ Himmels undibewenn ich wach; mein Artzt, wenn hunlen Ede, fokranck und schwach. n uneu, das hentield. Seyd mein Leben, weil ich le⸗ daschaffen, oiE und verbleibet ja bey mir/ wenn Idechichnicht hadmeinen Geist aufgebe, den ich lett in miu.(b befehle hier: macht ihn alles Ldie ka srgen, Hbes loß, und tragt ihn in JEsu Nacht solget ithtes ooß. 1 um pthh Ich bin indeß voll Vergnüͤgen, 7 2 ö 0 es für die groͤste Freud, daß in verschlossen liegen, ich, die * Reinen, Land und Leut; ich leb Omdcezebenfehesterbe nu, weiß ich in euch mei⸗ Hund, für die Oh en, und was stehg (1153. J. Franck. Hertzlich thut mich verlangen. 4.7½1— Uf,aufi mein Geist zu loben, auf, auf! und werd erhitzt, bedencke, aund JEsu Bl n, nn Ugt: hätt' er dir nicht die Wache mmelz⸗Gut; i Engel zugeschickt, so haͤtte dich nieht mich versoige % Dee 1 oben, der Hoͤchste dich be⸗ Drache im tieffen Schlaff er⸗ t Du, HErr mn e soll ich na Voergelten, was du get bin zwar zu geringe, Vbringe, ein'n dir ergebnen Sinn ich vyffre Hertz und Brust. Ein kindliches Vertrauen, das, das ist deine Lust: das, das laß dir gefallen, wie schlecht es immer scheint, so ist dennoch fuͤr allen diß Opffer gut ge⸗ meynt. 5. Verzeihe mir die Sünde, die ich bißher veruͤbt, und die ich ietzt em⸗ pfinde, wie sie mein Hertz betruͤbt; verzeihe mir und daͤmpffe all uͤppige Begier, mit der ich taͤglich kaͤmpffe. O! Srr, verzeihe mir. 6. Send auch auf meinen Wegen mir deine Engel zu, und sprich du selbst den Seegen zu allem, was ich thu; HErt, sende du mir Kraͤffte von deiner Himmels⸗Hoͤh, auf daß all mein Geschaͤffte gewuͤnscht von statten geh. 7. Gieb mir, vor allen Dingen, ge⸗ trosten Muth und Geist, diß freudig zu vollbringen, was mein Beruff mich heist; laß mich in guten Tagen nicht übermüt hig seyn, und laß mich ja nicht zagen„ dringt gleich ein Creutz herein. 8. Hilff, daf in meinem Stande ich thu, was dir gefaͤllt, auch laß mich nicht zu Schande gerathen vor der Welt: richt, HErr! mein gantzes Leben uach deinem Willen ein/ Laß auch mein Hauß darneben von dir geseegnet seyn. 9. Gieb, daß im Creutz und Gluͤcke ich slets so leben mag/daß ich all Au⸗ genblicke denck an den letzten Tag und wann der wird einbrechen, so gieb, daß ich erfreut von Hertzen koͤnne sprechen: komm, HErr, ich bin bereit. (I154.) Lutheri Morgen Seegen. Das walt GOtt Vater, Sohn und Geist, der mein Versorger ist und beist, und mich von Jugend auf er⸗ halten/ will ich ferner lassen men! 11s Opffer hin, nimm hin, was ich De ich nun wiederum vom Wne,e— Schlaffe auferstehe, so danck nhe Nur wegl mit Horn und Klauen, lich die, mein GOit und Vater! Ss 3 der 12091 Morgen/ dieder. 14020 der Höhe! durch demen liedsten Sohn, den Heyland JEsum Christ, weil du die gantze Nacht mein Schutz gewesen bist. 2. Du hast aus lauter Huld, aus SLiebe, SEreu und Gnaden mich in der Finsterniß bewahrt fuͤr allen Schaden: dein Engel⸗Heer hat mich für Satans List und Macht recht wundersam beschuͤtzt, behtet und bewacht. 3. Nun bitt ich dich, mein GOtt! aus innerm Hertzens⸗Grunde: ver⸗ gieb mir alle Schuld in dieser Mor⸗ gen⸗Stunde, und schreibe mir ja nicht zum Fluch und Straffe an, was ich mein Lebenlang zuwider dir gethan. 4 Vielmehr laß heute mich in dei⸗ ner Gnade stehen, und seegne, was ich thu, mit Heyl und Wohlerge⸗ hent laß Suͤnde, Schand und Spott und Unfall ferne seyn, und schleuß mich, und was mein, in deine Haͤnde ein. . Hilff/daß mein Leben gantz, bey allem Thun in allen dir, o du from⸗ mer GOtt! stets moͤge wohlgefal⸗ Ien:deun ich befehle dir Leib, Seele, Haab und Gut, und was mir zuge⸗ hort, in deine Vater⸗Hut. 6. Dein heilger Engel sey 9 auf allen Seiten, damit, wenn Sa⸗ tan sich bemuͤht mich zu bestreiten, sein Grimm und seine List mit aller Tyranney durch deiner Engel Schutz an mir vergeblich sey. (1155,) M. J. S. W. Mel. Was GOtt thut das ist ꝛc. Ott Lob! die Nacht ist wieder hin, hier ist der frohe Morgen. Nun darff ich in erwachten Sinn mich keiner Angst besorgen, die in der Nacht durch Satans Macht die frommen Christen gvaͤlet, und oͤff⸗ Lers gantz entseelet. 2. Drum dancket dir so Hertz als Mund,/ GOtt! daß du mich behuͤtet, durch groben Falfde Seele nicht astde betruͤbet, noch andre List veruͤhcg. heengarn 3. Wiewohl ich thu auch osster, hlchvonmi mahl im Schlaffe grosse Suͤnsen, Rum mi und muß deshalben grosse Qoacl IbeueVate meiner Brust empfinden Drumslaß zaf den Pft doch nicht dein Zorn⸗Oericht bie uuht; jast Missethat im Schlaffen nach ian⸗ MSchud! gem Rechte straffen. letthege 4. Laß mich mit dieser Duntßel⸗hi. heit die Suͤnden⸗Nacht ovittien meinen e und diesen Sag und allezeit in Isn unt R frommes Leben fuͤhren, du m ggefllege. hinfuͤr, o schoͤnste Zier! so mit als Wdliger Suad aach den Meinen, als Gmaiti uß vr Sonne schein en. Wshh, udt 5. Ach! laß mich deinen guen Geist auf ebner Bahne lei Acgbaht. ab Dasee Grund des Hertzens meyden. haß AnThau meinen Fleiß zu deinem Preiß, und Welt hinaue alle meine Thaten, o Schoͤhfftn Iumnitdr, di 6. Sey mir in aller bangen Niih mit Huͤlff und Rath zugegen, iaslͤhhigen sey und andern milden Seegen, ö nach der Zeit in Ewigkeit die dih⸗ h therffe: den Himmel funden. 2—.— M. C. S. Leiden A. 5Ottl deine Macht und Stäh absasen, und deine Gnaden⸗Hand/ sise siseh ekretten sam erkannt„har mich die gaste sageiend Nacht recht wohl in allen Stuͤckh Aalichnen: Al schuͤtzet und bewacht. Hachsihend 2. Das ruͤhmt mein Geist undssß⸗ Pu selbfha und preist und bringet sein Ossht 1 guf, dir zum Danck: HERg nimmm i allermeist aufs neue mir sehr I guts gethan. Vater, HErr und GOtt! bewahg mich fuͤr Schmertzen, fuͤr Schad wenn bißanher der Höllen⸗Schlund so sehr guf mich gewutet, daß Belial wohl gerathen. I U und gieh mir auch mein taͤglich Bnit Rl. Nun des⸗Nacht verschwunden, und sah Mel. Aus meines Hertzens u. halt! getros ich bey allem Wercke sehr wundu in Tag! furs Sarans List und Tuͤcken iun shun, hörme get dir einen Lobgesang, er ruhmt dein Kind; gnaͤdig an fuͤr alle deine Treue 3. Ich bitte dich von Hertzen,mlg Schinwff und Spott; und tu 2 1203 Morgen⸗Lieder. 1294 dendte Eivaunn fir und fuͤr die Welt mit allen Suͤn⸗ 10 thu auc lupso deinen Zorn entzuͤnden, gauß f nust Sind gaͤsiglich von mir. bengrast Aud 4 Und nimm mich heut aus Gr ewänden Inn den in deine Vater⸗Hut; und fuͤhr en 6 Srrict nich auf den Pfaden, wo lauter Salejen naf Friede ruht; ja schleuß mich allezeit mfen Uindeinen Schutz und Seegen, und siy mir allerwegen ein Felb der Si⸗ Lit dieser Dund Nacht gbitti Dallezet tn fuhten, du ng uite Ziet! so mir, Lenen, als Guag ll. it. Laß meinen Stand fuͤr allen er⸗ sület seyn mit Ruh; und gieb dein Bohlgefallen zu allem, was ich thu: bon deiner Gnaden⸗Hand muß ja das Hauß der Frommen voll See⸗ nich deinen aul den seyn, und kommen zum Heyl Henen gu nnabgewandt. en,. 6. Dein Gnaden⸗Schein erleuchte Süne helte mich und mein gantzes Hauß; dein x 19 Seegens⸗Thau befeuchte mich biß 4 r Weit hinaus: Dern desoemie n, e Schöfs glein mit dir, diß daß ich scheide, die besie Lust und Freude und mein Vergnůͤgen seyn. ualler bangen N. gegel/ et(u6⁷ Wuctet uo3. Mel. Nun ruhen ale Waͤlder. Lden, Mu eh werffe diesen Morgen mein 11 Leiden,Angst und Sorgen, ach Sott! getrost auf dich, du wollest Susie auffasfen, mich nicht in unruh dassen, errette mich genaͤdiglich. 4½½ 2. Ein Tag den andern treibet. HBaude Mwün mein Elend aber bleibet und ist fast Aur uch* 1 naͤglich neu: Ach! Vater, hilff mirs AIinalken 10 tragen, hör mein Gebeth und Kla⸗ und Tücengen, laß sehen deine Vater⸗Treu. wacht.„ Du selbst hast mich bereitet, und Een Baltun Lis dein Kind geleitet ven mmeine, aeg, r E Jugend auf, in deiner Huld und hungg zen 10 Pflege hab ich vollbracht die Wege an s weit in meinem Lebens⸗Lauff. LleCreulh 4. Nun ich will dir vertrauen au 40 Mis schih deine Wege schauen, du, meines Heyis ein GOttl kanst dich von mir Wn Hat nicht wenden, ich steh in deinen ieHanden, von dit koͤmmt auch mein s ScheEreutz und Noth. . Es iß die Vaters Rurhe/ so du freuen, der Feinde Macht f mir, HErr, zu gute hast jetzo zuge⸗ schickt die kuͤsse ich im Leide und warte auf die Freude, so mich/HErr, Gna⸗durch dein Wort eravickt. 6. Du kennest ja die Deinen, wenn sie in Noͤthen weinen, und bist auf Wage bedacht; darum weil ich ietzt age, dir meine Noth fuͤrtrage, hilff mir durch deine Vaters⸗Macht. 7. Das wird dich ja bewegen zu schencken mir denn Seegen, den mir dein Wort verspricht/mein Hertz dar⸗ auf sich gruͤndet, biß es die Huͤlffe sindet,daran es ietzo mir gebricht. 8. Mein'n Leib und meine Seele ich dir, mein GOttlbefehle, das Sor⸗ gen liegt auf dir: Creutz, Elend, Un⸗ geluͤcke, der Feinde Macht und Tuͤ⸗ cke, HErr, wenn du wilt, abwend von mir. 9. Vergieb mir alle Suͤnde, von Jammer mich entbinde, entzeuch dich von mir nicht; dir ist aufs neu ergeben Leib, Seel, Verstand und Leben, ach HErr! mein Heyl, mein Trost und Licht! 10. Soll neues Creutz und Plage heut mit dem neuen Tage sich bey nir finden ein; so gieb Gedult in Schmertzen, nimm meine Noth zu 0 und laß mich dir besohlen eyn. u. Mein Hertz l sey unverdrossen, du hast dich nun geschlossen in GOt⸗ tes Vater⸗Handz dich troͤstet JEsus Leiden, der Geist steht dir zur Sei⸗ ten, denn du bist ihm ein Liebes⸗ Pfand. 12. Nun ich kan Abbal ruffen des HeErten Ohr steht offen, sein Hand ist unverkuͤrtzt; drum will ich kein Leid scheuen, mich meines Gotteg GOE balde fuͤrtzt. ö I3. Mein GOtt! mich wohl aufhe⸗ be/ ich sterbe oder lebe, so bin ich all⸗ zeit dein; drauf sprech ich glaubig + h inn hartt Nahmen ing ich, ich werh erhoͤyet seyn. So 4 Ahend⸗ 1295 Abend⸗Lieder. 19600 Abend⸗Lieder. (1158.) Nach eigener Melodie. D-ꝰ. Nacht ist fuͤr der Chür/ sie Daliegt schon guf der Erden, mein JEsultritt herfür, und laß es lichte werden, hey dir, mein JEsulein List lauter Sonnenschein. 2. Ich habe diesen Tag viel Eitel⸗ keit getrieben, du hast den Uber⸗ schlag gemacht und aufgeschrieben, ich selber halte mir die schwere Rechnung fuͤr. 3. Soll etwa meine Schuld wo an⸗ geschrieben stehen, da stehet GOt⸗ tes Huld, die kan mir nicht entge⸗ hen, dein Rosinfarbnes Blut macht alle Rechnung gut. .Soll etwa meine Schuld wo an⸗b Wpo Se 3. Ach grosse Lieb und Wunde ssthn, 10 Treu lidaß ich im Beichtsiuhl won utt l Ferlren von alles Sünd und Ah heng sethat, und funden meiner Seel, Heth un Rath. Iiichet hir 4. Daß mir mein Vruder Tuas. helen zuspricht, mit Gnaden⸗Worteh Iuldgebeter mich aufricht, den Himmel oͤfnen at ze Nocht stacket mich in mesner Angst gishoc uteuse waltiglich. WWhamein Her 5 Nun hast hieruͤber morgen, dun ieth, wei mir Christi Leib und Blut darh Eyln Ruhm, u versprochen in dem Abendmahl,daf ihlh MaEit ich ia starck sey uͤberall. D.r Schlof 6. Ach! wie verlangt mich, treuen uht bey L Hirt, nach solcher Weyde, die mich Anz doch e wird ermuntern in dem Elaubensnihtheydemke Sinn/ daß ich dein lie bes Schallah schlumn m. geschrieben bleiben, so bilt ich, du wollst sie mit deinem Blute schrei⸗ ben, denn diese Schrifft allein schreibt keine Schulden ein. Wohlanlich lege mich in deinem Nahmen nieder, und morgen ruff ich dich zu meiner Arbeit wieder, denn du bist Tag und Nacht auf mesnen Nutz bedacht. Nichts wunsch ich selbst syn mir, nichts von der Welt zu traͤumen, drumm bitt ich, du wollst sie qus meiner Seelen raͤumen, und heis⸗ sen Ko. Geist nur traͤuen, wer du seyst. seY 7. Ich schlaffe, wache du, ich schlaff in deinem Nahmen? du sprichst zIu meiner Ruh ein kraͤfftig Ja und A⸗ men! darum so stell ich dich zum Waͤchter uͤber mich. Eines Beichtenden. 1r/ Mel. Wen wir in hoͤchsten ꝛc. GElobet seyst du jederzeit, du Pater der Barmhertzigkeit, der du mir heut vergabst die Schuld, 2d. deine Gnad und HDuld. 2. Heut hast du mich mit deinem ort und Trost erqvicket, du mein Hort! Vergeben sind dir deine Suͤnd sprachst du, du hist auss neu mein Kind. einꝛlaß deine W Denn wo du, selbst auch d D fuͤhret: die ugagauf mig 7. Laß mich in Frieden schlaffen on Hert u ein, und diese Nacht ohn Sorgensgeuswache seyn! dem Ceufel und der Welt Vurschmahe verwehr, daß deren keines mich dehz ich dit e hoͤr! aherten ift⸗ 8. Wann nun verschwunden ist die Fhunge. Nacht/ und mein Leib wieder aufge yach nimmi urch deinen Geis hhertlüch gu es sich schwingt Iur Serlen WMit dir twpil Uhillichich h Schütz⸗He beten mei Uchtekeine No Idod denn w i Hte 4 II. Mit diesem Cowilich (1160.) M. C. S. Er lieben Sonnen Licht und Ii Pracht hat nun den Lauff voll I 0 Weolt hat sich zur Ruh Ul Re Abend⸗Lieder. 1298 Wemacht/ thu, Seel, was dir gebüh⸗ Itz tritt an die Himmels⸗Thuͤr, yn gerichtet hin. min Buͤder Dussz, Ihr hellen Sterne leuchtet Wuaden Wonhssohl,und gebet eure Strahlen: ihr hiameloͤfuehsacht die Nacht des Lichtes voll; meher Augstgsch noch zu tausend mahlen scheint Hller in mein Hertz die ewge Him⸗ Iüberworgen, Uels⸗Kertz, mein JEsus, meiner kib 135 Blot dulPeelen Ruhm, mein Schatz, mein Abendwahlzn Schutz, mein Eigenthum. 3, Der Schlaff zwar herrschet in augt nich,treih her Nacht bey Menschen und bey Wepde, die uuh Hhiexen; doch einer ist, der oben Iin dem Elaubet Rachtbey dem kein Schlaff zu spuͤh⸗ Aunllebes Schäflah hn„ es schlummert JEsus nicht, ö in Aug auf mich gericht. Drum Frieden schlafth mein Hertz auch wachend seyn, Nacht ahn Sorolhaß Esus wache nicht allein. Hiel und der WI Verschmaͤhe nicht das schlechte en keiles mich l dsed/ das ich dir⸗JEsulsinge; in mei⸗ lm Hertzen ist kein Fried, biß ich es Huunden iß xl Dir bringe. Ich bringe, was ich ulalh witder aufgs En, ach! nimm es gnaͤdig an, es ist hucch denen Gah doch hertzlich gut gemeynt, o JEsu! es ssch schwinhl eitrer Seelen Freund! Mit dir will ich zu Bette gehn, Ir will ich mich befehlen; du wirst gein Schutz⸗HErr, auf mich sehn, Im besten meiner Serlen. Ich ichte keine Noth, ja selbsten nicht aus,Maiulch vn Tod, denn wer mit JEsu schlaf⸗ shelt hen Hochlih fen geht,mit Freuden wieder gufer⸗ AbeiwemTischeos sehr. 0 h Glhsch, E. Ihr Höllen⸗Geister, packet euch acheschlafe er habt ihr nichts zu schaffen diß sesthis Hauß gehört in JEsu Reichlaßt sl Enur sicher schlaffen, der Engel urcke Wacht haͤlt es in guter Acht, Hre Heer und Lager haͤlt ihm Schutz, Num sey auch allen Teufeln Srutz! 0 So will ich denn nun schlaffen an, JEsu, in deinen Armen: mein Decke soll dein Aufsicht seyn, mein Anger dein Erbarmen; mein Küssen ine Brust; mein Draum die süsse us, die aus dem Wort des Lebens stußt/ und dein Geist in mein Hortz MWigeußt, ö uch mit wahtek lere meiner Seill ch als ein twer Tafel snde Rast VC.S. 327 Hch Hun den Lal hu schlut 9. So offt die Nacht mein Ader schlaͤgt, soll dich mein Geist umfan⸗ gen: so vielmahl sich mein Hertz be⸗ wegt/ soll diß seyn mein Verlangen/ daß ich mit lautem Schall moͤcht ruffen uͤberall: O JEsu IEsul du bist mein, und ich bin auch und blei⸗ be dein.. Nun/ matter Heib! gieb dich zur Ruh und schlaffe sanfft und stille: ihr muͤden Augen/ schliestt euch zu, denn das ist GOrtes Wille; schließt gber diß mit ein: HErr JEsu, ich bin hein so ist der Schluß recht wohl gemacht, nun, liebster JEsu! gute Nacht (1I61.) Eines Communicanten. Mel. Ach HErr mich armen ꝛe. Nun ist mit dunckeln Schatten ö die Unter⸗Welt umhuͤllt; die Sonne, die wir hatten,der Anmuth Freuden⸗Bild/ ist von us abgegan⸗ gen. Es schreckt die finstre Nacht, des Lichtes Lust⸗Verlangen ist wie ins Grab gebracht. 2. Durch diese Trauer⸗Binden blickt meine Freud herfurv; mein Licht, das mich entzuͤnden, erleuch⸗ ten kan/ist hier. Wenn keine Son⸗ ne scheinet/ ist doch mein JEsus da⸗ der sich mit mir vereinet, mein Le⸗ bens⸗Strahl ist nah. 3. Es funckelt in dem Hertzeen seiti holdes Augesicht, und blitzt, gleich guͤld'nen Kerken, mit einem Him⸗ mels⸗Licht. Sein Leib, den sch ge⸗ nossenvertreibt die Finsterniß sein LenCan mich vergossen macht mei⸗ nen Gang gewiß: ö 55 4. Ich wevbe nun nicht fallen/ bey diesem Morgenstern, nicht strau⸗ cheln in dem Wallen/ bey J Esu mei⸗ nem HErrn. Er ist das Licht, das Leben, der Weg, den ich soll gehn⸗ die Wahrheit auch barneben, drum will ich guf Ihn sehn. 10 5. Ich will in meinen Tritten der Fackel ehmen wahr, mich wagen in die Mitten der feindlichen Ge⸗ sahn, 0 10 1299 Abend⸗Lieder. 130⁰⁰½1 fahr, wenn der Geleitsmann fuͤhret und richtet meinen Gang, so bleib ich unberuͤhret, beschůtzt mein Le⸗ benlang. 6. HErr ISSu! meine Wonne, mein schoͤnster Seelen⸗Glantz, HErr IJEsu/ meine Sonnel die Nacht ver⸗ schwindet gantz. Wo du HErr JE⸗ su, wohnest, da ist das Sternen⸗ Reich. Der Blitz, wormit du loh⸗ nest, waͤrmt und ergvickt zugleich. 7. Achllaß mich nimmer treten den dunckeln Laster⸗Pfad. Erhoͤr hin⸗ fort mein Beten, und schein mit deiner Gnad auf meine Pilgrims⸗ Strasse daß sie erleuchtet sey, daß ich von Suͤnden lasse, vom Boͤsen bleibe freß. 2 8. Auf dich will ich mich steiffen, sortsetzen meine Buß. Achidu wollst an mich greiffen, bewahren meinen Fuß, daß ich auf Irrewege gerathe nicht aufs neu. Dein Geist mein Hertz errege, daß es gehorsam sey. 9. Noch einmahl Dauck und Eh⸗ re, sag ich dir, schoͤnste Brunsti den Glauben in mir mehre, versiegle deine Gunst 1 ich leg mich froͤlich ein Fall kan mi gen“ ich weiß gar wohl, daß Beln mich suchet zu verschlingenz doch la den ich mm auserwehte. Miche ausser dir; was A 48 em Ich bin ein Süͤnder, das ist wahn omein H. doch auch gerecht darneben. Gosh 10 Falnf Blute dar Gerech 6 Hei ch in Unfall briw Wh. ch hab nut 100300 ich mir die Furcht vergehn, wel iftin lauter Engel um mich schn; und leischund das ist meine Fre ude! Esu, JEsus me . Wiewerth, mein Jefulbin ihliht, dir,dah du mich also liebeft, und auhschicht 3 die Himmels⸗Fuͤ rsten mir zur Huth aih daket and und Wache giebest: ja endlich mu⸗ Ahllket, chet mich dein Reich an Klarheit ih⸗ Gott,derdi nen selber gleich, und das ist meim cbewirtht, Freude. 6. Weg alles, nieder, weil du nun bey mir bist. Er⸗ weck mich morgen wieder, wenn es mir seelig ist. 10. Du Himmels⸗Vater oben! dein Nahme sey beruͤhmt, dein Reich auf Erd erhoben! laß uns nunmehr vergnuͤgt zu ruͤste, ich mich heut erfreut, auch heunte Lust und Freude. mich dir in d 2. Bleib nur bey mir, und nimm Glaube druͤck dir Platz zur Wohnung in der See⸗ bist mein He le. Du hi allein der theure Schatz, mein Troßß, du list mein Hort/ 1 1˙8 aber bist dargeg moͤg' ewig bey di meine Freude! 7. Wenn nun der Leib im Schlasst liegt, so laß die Seele wachen, und ihre Ruh, die sie 2 Mͤlieb gescher was mir Kumme du mich'er macht! was sorg ich vor das Me und Vlut ne? dein Auge nimmmt es so in Achh Idaß, mein dls war es selbst das Deine. Dl aileich mich en mein, daß ih„JEsu! di r seyn, und dasf 55 Sch Wher es, tvie! daß es beß vachen Ithirgespeist vergnuͤgt, in dif gsondern thun/was sich ziemt. Gieb, was du nem Schooße machen; floͤß iih Ausnden ge uns bescheiden. Wefrey von Sund durch deinen Gnaden⸗S Geind I fuben sesne und Pein! Verfuͤhrung laß uns Vorschmack jenes Lebens ein, und alger Ge meiden und dein' Erloͤste seyn. das ist meine Freude! 4 70 Wu (11620 8. Nur etwas will ich dir annoch) Ahnitehaer Mel. Der HErr ist mein getreuer ꝛc. mein IEsu! auvertrauen. Es is Wl So geht die Zeit des Tagelichts mein Naͤchster, laß ihm doch auch Wn nunn Itzur deine Hüte schauen. Von allen Ihune b0 meiß/ mein kreuer Jesuinichts, das Menschen insgemein wuͤnsch ich, ouldauchi mnich hetruͤben muͤste: deß danck ich sie mochten seelig deiner Guͤtigkeit! gieb dann, wie du meine Freude! seyn, und das si Hn Hen A seegner 9. So will ich, schoͤnster J6 Ien, dertur ie Arme legen, det t mich fest an dich, di Aund Seegen, du bilt Alahtemicht ler Sünden loß,ruhe sanfft in JE⸗ 130⁴½ ih ist meine Freude. (II63.) Mel. Unsre muͤden Augenlieder. Ott/ mein Hertze Danck dir sen⸗ det, weil mit Wohlthun dieser gangefangen und vollendet, so, ah ich mit Jauchtzen sag: ich bin 0 Schooß; ich bin IEsu Brauf dach an Kathatss 3 ud das ist mehj g ich vor das M Hiunt ee so in Ach s das Deine. tgen mein/ daß Arseyn, und dagf her Leth im Schll Setlt wachety vergnügt/ in I machen; foß fi naden⸗Scheinae 6 Lbens ein, A tudc! ull ic bir aunh Wertrauen. Ee i ihn doch u uel. Don Al em wünsch Hschl u sinhn ee Arhte legen/ 0 N Ettgeh ven dul 190 worden/ steh in seinem Lie bes⸗ üden. . Ich hab nun das ew'ge Leben, Peil mir ist im Brod und Wein J6⸗ leisch und Blut gegeben, jch bin ndes IEsus mein, sterb des ewgen Eo des nicht leb und komm nicht Gericht: JEsu Blut im Grab ch decket, und am Juͤngsten Tag ewecket. ö Gott, der du zu meiner Freude, hich bewirth't, gelabt, getroͤst, und Ius Lieb geschencket heute das, wo⸗ Ruit du mich erloͤtt, meines JEsu leib und Blut mache ferner alles lut, daß, mein GOttl mit Leib und Beele ich mich dir forthin befehle. SEsu! du mein kreuer Hirte, hich, dein Schaͤflein, schließ in dich, serner es, wie heut, bewirthe, und Hieb, daß es behre sich: wehre, weils Hit dir gespeist, daß es Satan nicht lureist/ sondern mög in deinen Wun⸗ en fieiden seine Rühe⸗Stunden. . Heilger Geistl hilßf früh und spa⸗ 42/ wie du mir geholffen heut/ bröste kich mit That und Rathe in der lez⸗ sen Lebens⸗Zeit/ daß ich Christi Leib und Blut hab genossen mir zu gut/ Ind helff, baß ich bessen Staͤrcke sets und auch iim Tode mercke. 6. Der HErv, der mich speist zun Leben, seegne und behuͤte mich Ader H —— ohnle Sorgen, biß daß der güldne HErr,, der zur Speiß sich geben, der leuchte mich durch sicht der HErr, Friede/ hin zum Preiß, und ergpick In Seel und Muths mich mt MW⸗ u Leib und Bluts. fleucht hin, und wird zunichte: die Nacht koͤmmt angegangen mit Ruhe zu empfangen den matten Er⸗ den⸗Hreiß. Der Tag der ist geendet: mein Hertz zu dir sich wendet, der Tag und Nacht geschaffen zum Wa⸗ chen und zum Schlaffen, will sin⸗ gen deinen Preiß. 2. Wohlauflwohlauf mein Psal⸗ ter/ erhebe den Erhalter, der mir an Leib und Seelen vielmehr, als ich kan zehlen/hat heute Guts gethan: all Augenblick und Stunden hat sich gar viel gefunden, womit er sein mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Hirtens Freude, ein Schaͤflein an der Weyde, sich un⸗ ter seine Treue ohn alle Furcht und Scheue ergoͤtzet in dem Feld, und sich mit Blumen füͤllet, den Dur st mit Ovellen stillet: so hat mich heut gefůͤhvet⸗ mit manchem Gut gezieret der Hirt in aller Welt. ser mich fuͤhrt zur Speiß, geh mir 4. GOtt hat mich nicht verlassen: ich aber hab ohn Massen mich nicht gescheut/ mit Suͤnden und Unrecht zuelitzuünden das treue Vater⸗Hertz. Ach Vater! laß nicht brennen den Eyser, noch mich trennen von dei⸗ ney Hand und Seiten: mein Thun und Uberschresten erweckt mir Reu und Sehmiertz⸗ ö 5. Erhove, HErr mein Beten, und laß mein Ubertreten ur Rechten und zur Lincken, jns Meeres Tie⸗ fe fincken und ewig untergehn:laß aber⸗ laß hergegen sich deine Engel mit dir will ich ent schlaffen, mit dir auch auserstehuU) 6, Darauf s Laß ich nieder mein aupyt und Augeulieder, will vüherz Morgen mich wieder miunter macht. Dein Fluͤgel wird mich decken so wird mich nicht eꝛschrecken der Feind mit taufend Lillen der mich— Gemuͤthe und unerschoͤpffte Guͤte legen um mich mit shren Waffen: 1303 Abend⸗ Lieder. 13⁰ 015 alle Christen verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe, ich sitz auch oder gehe, so bleib ich dir erge⸗ ben/ und du bist auch mein Leben, chet, das laß vorüder gehn/ Di wenn die Nacht entweichet,wir allspgrabe, heiß nicht, fuͤr dir stehn. Hicht bitbaßder Tat 7. Doch HErr! nach deinem Wil n Bad fichich auf! len; denn solt ich diese Nacht inssffdeneue Kraft; das ist ein wahres Wort. Was ich Leichen⸗Tuch mich hüllen, so lasspneinem keidendess beginn und mache, ich schlaff ein mein Lebens⸗Dacht in Chrisi Bluls Saft, velch'sr eder wache, wohn ich als wie im genetet als wie ein Licht vergehn, hishast. Schlosse, in deinem Arm und den Geist, zu dir versetzet, in lautel n. Mso werd ich in Schoosse: bin seelig hier und dort, Lichte stehn. (165.) E. 8. Mel. Hertzlich thut mich verlang en. hichschauen an dic Eonne, daß du f lmich auch guug ge (1166.) C. H. Mel. O Christe Morgensterne. Ein GOtt! es stellt sich wieder 14 dieser Abend⸗Stunde erheh u Darunn, bich gl— des Todes Bruder ein, da ich meine Stimm, und lob aus losten Stundelein; meine Augenlieder bereits voll Hertzens⸗Grunde GOTT, mit den licht verdethe/ zur d Schlaffes seyn: nun kan sichs leich⸗ Seraphim; O HErrimein Lied sybefteeralerein te schicken, daß ich mein Bette muß veruimm. als einen Sarg erblicken, durch dei⸗ nes Rathes Schluß. IHCh ich bon hinnen 2. Du hast gantz abgewendet Noth sishftommer GOtt l1 und Gefaͤhrlichkeft, und dich zu mir sexaßre fürm bofen se 2. Drum wecke mein Gewissen, eh gelendet, in dieser boͤfen Zeit, die Pisß wit aus aller No ich zur Ruhe geh, die Augen nicht zu voller Angst und Leid. schliessen, biß ich in Gnaden steh; ich ½So bitt ichglleSt 3. Die Sünde mir vergeben, die em Lob⸗Hedicht, u opffre diꝛ ein Heꝛtze, das seine Schuld Straffe abgelenckt, und deinen reiz PihisWunden alsde bereut, ich ruff in tiefen Schmer⸗ chen Seegen mir voͤllig einge⸗ shischt; Ol Hertzen tze: ach HErr! Barmhertzigkeit. 3. Ich bin so wohl ein Suͤnder, als set sind; doch laͤss st du mich uoch le⸗dein Hut, o reiche Liebes⸗Fluth! ben, und willst mir Raum und Zeit zu meiner Busse geben; O grosse du gefoͤrdert heut, daß sie gebracht Guͤtigkeit CG zum Ende mit grosser Nutzbarkeit; 4. Das laß mich wohl bedencken drum ich dein Lob aushreit. 6. Ich gebe dir die Ehre, o wer⸗ und deine Gnaden⸗Shůr nicht sel⸗ ber mir verschraͤrcken; ja gieb mir ther VErr und GOtt l hilff, daß ich die Begier zu wachen und zu beten, sie vormehre in Freud und aller weil ich nicht wissen kan, wenn ich Noth/ auch endlich in dem Tod. muß vor dich treten auf schwartzer Todten⸗Bahn. bitte ferner dich, wollst Leib und Beweise deine Guͤte auch diese Seele laben: des Satans Macht Nacht an mir; dein Schirm seys; meine Huͤtte, dein Nahme mein Panjer. deine Schilde des Feindes Pfeil zuruͤck,k schenckt, gespeiset und getraͤnckt. 16. Zu singen Lob 4. Mich und mein Haußgenossen, de auch des Todes Kind, wie andre sammt meinem Haab und Gut, hast Menschen⸗Kinder, die heut erblas⸗du gantz unverdrossen genommen in Ilbin ich bereit: Phuben mehre, daß Namit dir eingeh zu 5. Die Arbeit meiner Haͤnde hast 7. Ich ruͤhme deine Gaben, und ö(ueh. l. HErr Oott bi⸗ Gtt Lob, der Tag Drumichmein G⸗ u ich den! und dei lnct, 6 RüchhErrseygnädi Kagled mir 114 80 EheigerEngelm erbrich; so schlaff ich sicherlich. 8. Dein starcker Arm mich decke, Dreib du mit deinem wenn ich entschlaffen bin, daß mich und gieb, daß ich im Bilde dein Ant⸗nen Sinn zum Boͤsen neige hin. Iitz stets erblick. 5. Halt du dem alten Drachen den doch der Schlaff andeut't; wenn ich schwartzen Rachen zu und laß die mich niederlege, ist mir mein Bett Engel wach en bey deiner Kinder allzeit des Grabes Aehnlichkeit. Ruh; was in dem finstern schlei⸗ 6 Angt, Noth und ein Unfall schrecke, noch etwas mei⸗ sis ol ö 1168.) B. 2. Hilf daß ich wohl erwege,was I. Munschber e Dushunte No- um unse 16016 Iim 10. Da sterb ich gleichsam abe, da hrrdemblgssen hor Ni du,men 4 Abend⸗ Lieder. 1306 or und seh ich nicht/ da ruh ich/ wie Grabe/ weiß nicht was dann ge⸗ hicht, biß daß der Tag anbricht. II. Bald steh ich auf mit Freuden, Iupfinde neue Krafft, und schmeck 15 sunmeinem Leiden des Wortes GOt⸗ his Blch es Safft, welch's Trost und Freu⸗ iht vageld se schafft. ,ußh 12. Also werd ich in Wonne dort eblich schauen an dich, JEsul mei⸗ e Sonne, daß du fuͤr jedermann/ heusterne. sür mich auch gnug gethan. Runde erhih x3. Darum, ob ich gleich sterbe am Audlobghh ktzten Stundelein; dennoch ich / ust de icht verderbe, zur Ruhe geh ich mein Lich en, befreyet aller Pein. 1 Ia. Eh ich von hinnen fahre, bitt ich det Noth dichsrommer GOtt mich vatevlich dah un kewahre fͤrm bosen schmellen Tod: en Heit, dil hilß mir aus aller Noth. . So bitt ich alle Stunden in mei⸗ eben, di henn Lob⸗Gedicht, und schlaff in Wbeinenteh Ehriß Wunden,alsdang mir nichts lig einge gebricht; Ol Hertzens⸗Zuversicht. ränckt. 16. Zu singen Lob und Ehre dir, Migtnoffen HErribin ich bereit: den schwachen Wut, hal Hlauben mehre, daß ich nach dieser umnmen il geit mit dir eingeh zur Freud. beinem D Nacht i R Fluth(1167.) Hahe haf Rel. HErr OOtt dich loben alle ꝛe. sigtbrach s Hit Lob, der Tag ist nun dahin, lublatket;, drum ich, mein GOtt, dir danck⸗ har bin, daß ich den Abend hab er⸗ lbt, und deine Gnad ob mir noch Hach.5e sey gnaͤdig/habGedullt 2 yy sey gnaͤdig/ bergieb mir alle Suͤnden⸗Schuld, dein heil' ger Engel mich bewahr fuͤr Waler Angst, Noth und Gefahr. achl z. Laß mich auch mit der Morgen⸗ Stund aufwachen frölich und ge⸗ und, daß ich hier deine Ehr aus⸗ eit, und bich bort lob in Ewigkeit. (1I68.) B. 8. Rel. Nun sich der Tag geendet ꝛc. DR. schwartze Nacht zieht ihren ö Flohr um unser Schlaff⸗Ge⸗ nach, der Himmel führt das Ster⸗ en⸗Chor dem blassen Monde nach. 3. Nur hu, mein JEsu l bleibelt ̃tit. hre, 0 l Hilß, daßich und alli Licht, wenn alles dunckel ist, dein Gnaden⸗Glantz verfinstert nicht geht gleich die Sonn zu ruͤst. 3. Ach laber/was vor Finsterniß er⸗ t 80 aht in mit⸗ 6 suͤndlichs U ellt gewiß die schwar Nacht mir fur. 4. So off t ich diesen Tag vollbracht was dich betrůͤben kan/ so offte fieht 25—— Nacht mich im Gewis⸗ n ali. ö Doch/ weiche darum nicht von mir, du Gnaden⸗Sonne dul ich sage dir, mein GOtt! hinfuͤr ein neues Leben zu. 6. Die Abond⸗Roͤthe weiset mich auf dein vergoßnes Blut, diß bring ich⸗HErr/ mit Reu fuͤr dich, es ma⸗ chet alles gut. 7. Schleuß mich in deine Armen ein, dein Hertz laß meinen Pfuͤhl, dein Auge meine Decke seyn, wenn ich mich legen will. 8. Schaff, daß mein Hertze zu dir Labdihmenits⸗ Riegun anin aß dich mein Geist die gantze Nacht nsüssen Traͤumen kuͤßt. 15 9. Gieb/ daß die Morgen⸗Roͤthe mich frisch und gesund erweckt, da⸗ mit mein Hertz von neuen dich in deiner Guͤte schmeckt. 10. So geh ich guf mein Bette zu, wer weißwenn in mein Grab, drum hilff, daß ich die letzte Ruh stets in Gedancken hab. 1I. Ihr Engel kommt, deckt mei⸗ nen Ort mit eurer Fluͤgel Wacht ich schlaffe schon; doch noch ein Wort: Mein JEsu, gute Nacht l ö(1169.) B. S. Mel. Wach guf mein Hertz und ze. Sehlasß ein, mein Hertz! und sin⸗ gedem Schoͤpffer gller Dinge zuvor ein Lied von Busse, fall ihm betrübt zu Fusse. 0 2. Wie sehr hast du betrubet den, der dich hat geliebet,/den Geber allerczů⸗ ter/ den frommen Menschen⸗Huͤter. 3. Sind es nicht Suͤnden⸗Schat⸗ ten/ die dich umgeben hatton, dir haß 1307 Abend⸗Lieder. 130⁰ hast dich nicht gewehret/ da Satan dein begehret. 4. G0 O will ein Opffer haben, drum bringe deine Gaben, dein Weyrauch und deinꝰ Widder sind deine Thraͤnen⸗Lieder. J. Ach! seuffte, HErr, genaͤdig! mach mich von Suͤnden ledig, um Christi Blutes willen laß deinen Zorn doch stillen. 6. Gieb, daß die Dunckelheiten mir nicht ein Grab bereiten, ehꝰ ich in meinen Suͤnden kan Buß und Gnade sinden. 4* 7. Sprich doch: mein Kind, nun liege, trotz dem, der dich betruͤge: schlaff wohl, laß dir nicht grauen, dein OOtt will auf dich schauen. 8. Will gleich der Satan bruͤllen, so laß ihm nicht den Willen; daß ich muͤssen. 6. Mein Leib und Seel, mein Haab und Gut befehl ich deinen Haͤndem laß sie Beraubung, Mord und Glut kan sanffte schlaffen bey deiner En⸗ gel Waffen. 9. Bedecke HErr, die Meinen, verlasse heute keinen, daß sie in dei⸗ nem Seegen sich alle niederlegen. 10. Und laß mich endlich morgen befreyt von allen Sorgen aus mei⸗ nem Bette gehen, so will ich dich er⸗ hoͤhen. II. Schlaff nun mein Hertz und ru⸗ ach! laß mich sanffte liegen. Ist da⸗ ne Liebe mein Panier, so schraff ich mit Vergnuͤgen. Dein Schatten macht, daß diese Nacht ohn einige Beschwerden mir muß zum Tagt werden. ö 4. Komm, druͤcke wir die Augeh zu, und laß mein Hertze wachen, da mif ich nicht des Leibes Ruh zuß Sunde mge machen. Traͤumt er was mir so seys von dir, damit dich gewinnen. Die Starcken Salomons gieb mir zur Rechten und zur Lincken, auf Finsternissen von dannen fliehen von unserm Haupte wenden: dech unste Ruh mit Seegen zu, daß uns kein Feind erschrecke, auch Kranch⸗ heit nicht erwecke. Z Soll aber diese Nacht der Tod des Schlaffes Bruder werden, so mache he/und glaube, daß GOtt thue, was deine Seuffzer bitten: du schlaͤfftt, Gott will behuͤten. (1170.) B. S. Mel. Was Got thut, das ist ꝛe. Der Tag ist hin, ich lebe noch/ mein Schoͤffer! sey gepreiset. Achl was fuͤr Wohlthat hast du doch von neuen mir erweiset. Dein Gna⸗ den⸗Strahl hat uͤberall mit Seegen mich geschmuͤcket, ja Leib und Seel eravicket.— 0 2. Hingegen hab ich dich betruͤbt, riel Missethat begangen, doch weil schlaͤffts sich gut, drum laß mich diß erwerben im Leben und im Sterben. (II7I.) M. C. S. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Bhelb liebster JESu, weil die Nacht des Tages Licht verjagt, damit des Sataus List und Macht nicht meine Seele plagt. ö V 2. Laß mit dem untergangnen Licht die Gnade nicht vergehn, und wenn meine Sinnen auch schlaffend lieh dab sie um mein Bette hier, wie Oon thans Lager, blincken; so wird den Feind/ der Arges meynt, mit seinen mir nach aller Noth ein Bettlein in der Erden. Auf Ehristi Blut ent 5⁰0 Dun D. Hg Nmach mich San Wennich wie todt , sunach, undlaß h, daß mein mude guusch tranmend zu 0 ferne uns wind Io HeirIgesche Eumen guͤldnen Sch suher schn. . Gol aber, eh' di hlihdt, mein Leben: Uhmmich als ein Hiwan Ihem Throne stehn. 01½730 D. I.! Kl. Was nein OO Vun hat auch die schein unddieser Her wird nun se uchzu mir kommen. Ach Wsuf meines Kin Hepland, mein llpdoch nun dein S. . Gnaden heymir umein Schutz, sol Laschwarten Finfter Aile Kraft, hie glke Mflweichenmäffen . Dagieb mir, wa Woseeid , O össer JEst Inad geign 00 des Geistes Krafft gebricht, so hilsf ichm mir widerstehn. sich JEsus vor mich giebt, so laß mich Gnad erlangen; sein theures binden. 3. In deine Wunden bett ich mir, Kind in deinen Cuaden Eehen 3. Denck nicht des Tages Suͤnden⸗ eures Schuld dadurch ich dich betruͤht, iih, Blut macht alles gut, drum will ich deuck/ wie di. mich mit grosser Huld meine Suͤnden auf seinen Ruͤcken am Creutzes⸗Stamm geliebt. 4. Ach! Vater, nimm dein armes .. Schitt ohn eillgl m O 3⁰ 5⁰9 Abend⸗Liedev. 13¹⁰ ied wenn die Angst mein Lager Hlasech Ind o mach mich Sorgen⸗loß. Wenn ich wie todt entschlaffen u, so wach, und laß mich nicht: leb, daß mein muͤdes Hertz und hinn sich traͤumend zu dir richt. ie Auhgel b.So ferne uns wird nuͤtzlich seyn, wachen, Nuh al ö Hlaß,o HErr! geschehn, daß ich der Sonnen guͤldnen Schein mag freu⸗ Drallentet dig wieder sehn. „damiit dich ö laffend Aisch 10 . Soll aber, eh' die Nacht ver⸗ windt/ mein Leben untergehn/ so smich als ein Himmels⸗Kind vor wuns gih deinein Throne stehn. Linckenals er,wie Die so wikd de Wit seint eu flieht Mein Hahn uHaͤndeh, und GI den: daß uh Kranch derTob d so wach Baulllinin. Blut eah a michdj Stethel . I172.) D. J. Lasl. Pel. Was mein GOtt will das ꝛe. Nun hat auch dieser Sonnen⸗ N schein und dieser Tag ein En⸗ he, wer wird nun ferner bey mir hn? daß sich mein Kummer wen⸗ es faͤllt mir bey/daß Christus sey n Vater aller rommen; so wird dann/ der treue Mannum Schutz Ruh durch deiner Liebe Schirmen; hlich meiner Seelen troͤ;tlich zu/so rd jch fuͤr den Stuͤrmen der Noth und Pein gesichert seyn/ die mir sonst muͤste grauen. Ach! werd ich so/ gesund und sroh, den Morgein wieder schauen. ö 6. Mein Leib schlaͤfft denn geruhig ein,die Seel laß aber wachen; mein Heyland/ mein Hortl du allein wirst alles also machen/ so lang ich werd auf dieser Erd noch etwa müssen wallen, daß all mein Werck durch deine Staͤpck dir moͤge wohlgefallen. 15(I173.) C. N. Mel. Nun ruhen alle Waͤlder. Wellommen liebe Stunden, habt ihr euch eingefunden 2 mit der gewuͤnschten Nacht: die meiner Ruh zu sigtten, aus ihren dunckeln Schatten den Augen ei⸗ nen Fuͤrhang macht. 2. So geht ihr armen Glieder/legt eure Buͤrhe nieder, und schlaffet weil ihr koͤnnt; geniesset biß auf morgen den Stillestand der Sorgen/ den euch euer lieber Vater goͤnnz⸗ 3. Du aber mein Behuͤter und Ge⸗ ber aller Güter, Danck sey fur deine Treu/ die heut auf allen Stellen in wunderlichen Faͤllen an mir ist manchmal worden neu. 4. OVater deiner Kinder ich bin ja nux ein Suͤnder/ und nicht desce⸗ beus werth; doch last du mich auf Erden noch immer aͤlter werden, da mancher sonst von hinnen faͤhrt. 3. Dein Nahme sey gepriesen, du hast mir heut eywiesen mehr als ich sagen kan. Denn wer wird alles wis⸗ sen/wo dit hast helffen muͤssen/ da ich ietzund nicht dencke dran⸗ 6. Ist mir ja was gelungen, so iste Von dir entsyrungen/ mein gantzes Gluͤck ist dein. Der Noth/dey ich ent⸗ gangen, und was ich Guts empfan⸗ chjgen/ das alles trug dein Sesgen ein. , Nun HEri, du wirsts wohl ma⸗ chen und heunte bey mir wachen⸗ daß ich kan sicher seyn. Denn sch und auch die Meinen, wir blelben doch die Deinen, dyum schlaff jch unbekummot ein. 131 Abend⸗ Lieder. I3I 45 (174. Mel. Ich danck dir lieber HErre. I dieser Abend⸗Stunde last uns I mit heller Stimm Gott lobn von Hertzen⸗Grunde, daß nun der Tag ist hin ʒ er hat uns all fuͤr Scha⸗ den behuͤtet groß und klein, er woll' uns alln aus Gnaden des Tages Schuld verzeihn! 3. Doch, so wir lieber HErre! ha⸗ ben was Guts verbracht, sey dir da⸗ fuͤr Lob, Ehre und Danck allein ge⸗ sagt · Wir ruͤhmen deine Gaben, und bitten ferner dich/ laß uns die Nacht Ruh haben, und schlaffen sicherlich. 3. Mit deiner Hand uns decke, wenn wir entschlaffen seynd/auf daß uns nicht erschrecke der boͤse Ehri⸗ sten⸗Feind mit Sturm und Feu'r⸗ Gelaͤute und andern Ungeluͤck; be⸗ huͤt auf allen Seiten fuͤr seinem Jaͤger⸗Strick. 4. Beym Schlaff solln wir erwe⸗ gen/was er uns bildet ab; wenn wir uns niederlegen, das Bett ist unser Grab/da fahn wir an zu sterben, Ge⸗ sicht und G hoͤr verschwind, doch solln wir nicht verderben, das Leb'n sich wieder find. 5. Dafuͤr bitten wir alle, o from⸗ mer treuer GOtt! daß uns nicht überfalle ein boͤser schneller Tod; hilff, daß allꝰ Augenblicke mit rech⸗ ter Zuversicht sich jeder zum Tob schicke, von dir ja lasse nicht! 6. Was Liebes wir auf Erden all⸗ hier nach uns verlahn, deß solt du Vater werden, und dich selbst neh⸗ in enem Furgen Nu erscheint Milar neuer Morgen. 1 ö 3. Mein JEsu! bleib mein klargh Dagieh, wojchb Licht, entzuͤnd in meinem Hertze she daß ich nach de wenn mir der Sonnen Glantz g geftebet, aßale bricht, der Andacht reine Kertzen, aen Gnaden⸗Sche 4. Beschũtze meinen Leib und Gess Wbirverloschen sehi durch deines Heeres Wache, daß diß Gchaff,daß mein was Feind und Teufel heist, mih Fchinbert schauerinde nicht zu schanden mache. Uiben Pacht vertrau „Laß gegen mich sich Schlaff ung sß auf Hesen schw Tod zusammen nicht verbinden, Ia siner Ruh foin sanfft keine Kranckheit, Angst und Nosfisz Vergönne, daße sich um mein Lager finden. ElSchagren mich fi , Hilff, daß kein fauler Kummen sinsterni bewahr und 6,Wns ic mich ade n Tyiar 4* n Hnd'm Se mich nicht ver geblich plage. Hen uann 7. Hilff, daß die weiche den esen Lh— em, der diesen Nacht⸗Spruch hat emich mit dei Heid,führemene Wache:„ 8. Laß durch die Ruh sich neu⸗ Fundichhernacht Krafft in Geist und Adern rühren Hötommen, mich und deines Seegens Eigenschaffsandern Lebengk mich auch im Schlaffe spuͤhren. uz halden grossn; 9. Doch laß den Schlaff zu rechtehlim kemne Nahten Zeit,auch wie die Nacht, verschwin suheit inmt den, und mich in reiner Freudigken das neue Licht empfinden. U 177½. 10, So will ich mich, so vier ich kan al Ach nassal der Erden stets entreissen, dich ehn ah mein JEsu ren, und auch jedermann zu dienen on der Tag nunn mich befleissen. Wbieggf II. Mein Hertze soll dein Weyh rauch seyn, ich will es dir verbren nen, und ohne Heucheley und l 5, HErtytwonn mich Lagerstah Nacht bcdcgen, che, wohsss tiefen Orabes f men an, biß wir kommen zusammen in aller Heilgen Schaar, und prei⸗ sen deinen Nahmen ewig, das werde wahr! (II75.) C. v. Hofm. Mel. Ich danck dir schon durch ꝛc. Er schwartze Fluͤgel truͤber Nacht will alles uͤberdecken; doch diß, was GOttes Finger macht/ bringt mir geringes Schrecken. Schein, dich HErr, mich Diener. Meine Ta nennen. (176) D. J. S. In eigner Melodie,I Die Sonn hat sich mit ihren hnse Pilde Glantz gewendet, und was siß soll, guf diesen Tag vollendet, die dunckle Nacht dringt allenthalben zu, bringt Menschen, Vieh und all⸗ Welt zur Ruh. ů 2. Ich yreise dich, du HERR dei Nacht und Tage, daß du mich heut Jl och 90 2. Es ist der Aufbot zu ber Ruh, der Ablritt vieler Sorgen, und gar fuͤr aller Noth und Plage durch der ne Hand und hochberuͤhmte 1• Abend⸗Lieber. Vesschengt ⸗ nost und Noy Aden. Iis hast den grossen Tag bestimmt, Fiuxechth Hemn keine Nacht und Licht sein Hhs erschuih Aarheit nimmit. Lreudighe Urshihne Ochelchkul NEh mein JEsu! sieh ich trete sen, dcch Meoh mein JEsu! sieh ich ir aunu n 0 Wllendet/ eh 4 Alenthalh ehme mich doch nicht in acht, da Hahunds 0 Dag und Nacht so gnaͤdiglich/ und ich will mich nicht begvemer,daß ich ohne Heucheley dir dafür recht danckbar sey. . Nun ich komme mit Verlangen, o miein Hertzeus⸗Freund! zu dir, neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr vergangen: sey du selbst mein Sonnen⸗Licht,das durch alles Finstre bricht. . Laß mich meine Tage zehlen, die du mir noch goͤnnen wilt: mein Hertz sey mit dir erfuͤllt, so wird mich nichts konnen gvaͤlen. Denn wo du bist Tag und Licht/ schaden uns dixẽ Naͤchte nicht. 7. Nun mein tveuer Heyland! wa⸗ che, wache du in dieser Nacht, schů⸗ tze mich mit deiner Macht deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sehn,ob ich gleich ietzt schlaffe ein. 1178.) 0 Mel. Nun ruhen alle Walber. D schuellen Tages⸗Stunden sind abermahl verschwunden, die schwartze Nacht bricht an, und koͤmmt mit ihren Schat ten der Muüͤ⸗ digkeit zu statten, daß sich der Leib 1314 131¹⁵ Abend⸗Rieder 13¹⁰⁵ ererben, ach Dater habe doch Ge⸗ dult 6. Sey du mit Schutz und Seegen mir diese Nacht zugegen, so schlaff ich froͤlich ein. Du wollst mit deiner Gnade, daß uns die Nacht nicht schade, selbst unser Schild und Son⸗ ne seyn. (179.) Mel. Unsre můden Augenlieder. Men Leib, du gehst zu Bette, weil der Tag zu Ende bracht, wer nun die Versichrung haͤtte: ob du nach der schwaͤrtzen Nacht das erwachte Tages⸗Licht wuͤrdest sehen, oder nicht? ach! so koͤntest du bey Zeiten dich zum Sterben wohl be⸗ reiten. 2. Ja du kriegst den Sold der Suͤn⸗ den freylich auch zu rechter Zeit, dxum laß dich stets gnaͤdig finden, und sey allezeit bereit. Denn die Stunde weist du nicht, wenn der Tod die Augen bricht und hast vor dem naͤchsten Morgen deinen Ab⸗ schied zu besorgen. 3. Drum so weicht! ihr Eitelkei⸗ ten, eure Wollust stinckt mich an. Jetzo will ich mich bereiten, daß ich seelig sterben kan. Wenn du nun, Lebens⸗Fuͤrst! mich von hinnen holen wirst, ach! so nimm an mei⸗ 65 007 meinen Geist in deine nde.* 4. Soll ich aber laͤnger leben, ey! so laß mich diese Nacht deiner En⸗ gel Schutz umgeben, daß mich dero Schaar bewacht. Ja steh du mir selber bey, daß des Satans Tyran⸗ ney und der Traͤume grosses Schre⸗ Kin keine Noth noch Furcht erwe⸗ en. 5. Zwar die Groͤsse meiner Suͤn⸗ den hat es nicht um dich verdient, doch du laͤst dich gnaͤdig finden, und hast mich dir selbst versfuͤhnt. Drum HErr,habe doch Gedult, und erlasse mir die Schuld. Vater! schencke mir die Straffe, daß jch wohl und seelig schlaffe. 6. Sinckt demnach, ihr matten Glieder, in erwuͤnschter Sicherhest zu der sanfften Ruhe nieder, und schlafft biß zur Morgen⸗Zeit. Nun, so decke mich, zur Ruh/ liebster JE⸗ su! selber zu, so laß ich zu deinen Ehren, morgen Danck und Lieder hoͤren. (1180 Ull. Ich bnck dit 1 Iobl daß Eag des Leben. dem du Kranckhe Whahaftfelbß vorrn 3. Vrgieb und hee H Vater, die beg ur süͤssen Abend⸗R Mel. Ach was ist doch unser Leben, sucheut gelangen. Scchonste Sonne, Himmele⸗Ben 3 Wofind jchaber scheidest du nun auch von mir srinte matte l⸗ hast du, Auge dieser Welt, dich nun siif,ichsuche dott; auch zur Ruh gestellt? Hain Huͤter? 2. Eyl so schliest in stiller Ruh, euch Aufdieser Welt auch/lieben Augen, zu, ruhet, die ihs ich wordnuhen ko matt und muͤd, ruhet aus in guten Fried. 7. Wer sich in sein Bette huͤllt, der er geschlaffen aus, doch bald wiedet steiget raus. 8. Ist nun selbst der Schlaff ein Tod/ da kein Unruh, keine Noth so wehr auch in dieser Nacht dem/ HErr, was unruhig macht. 9. Ob der Leib den Schlaff geneus⸗ laß doch wacker seyn den Geist, s˙ werd ich gesund aufstehn, und mit Lust zur Arbeit gehn. euch nun, lieben Augen, zu, ruhel wohl, gesund erwacht, ruhet wohl zu guter Nacht. (1181½ sieht seines Grabes Bild/ da, wenn ad d 10. Drauf so schliestin stiler Ruß set sttich bich, HExt Il Hektlein mir zu gonn . Ichlegmeim Her ss Heln Blut miche schschlaff in heinen an; A 6805 e ö 3¹⁸ „iht watcg 1381• en schwebet, das machet derne Va⸗ Wer Sheh Rel. Ich danck dir schon durch ꝛc. ter⸗Hand. Drum lob ich deine Gü⸗ hlieder, Iud G1 Lob daß abermahl ein Eeit. Mu Tag des Lebens sich geendet, Wllebfer W in dem du Kranckheit, Noth und ich iu deitel Plag hast selbst von mir gewendet. nk und gehe, 2. Vergieb und deck die Suͤnde zu, nein Vater⸗die begangen, und laß hur süssen Abend⸗Ruh dein Kind Huhser Schehl uch heut gelangen. Himmels Zn z. Wo find jch aber Bett und Ort uch von mit Vor meinle matte Elieder? ich suche Halt,dschügs er, ich suche dort; wo ist doch nur 12 hein Hüter 7 Iler Ruhe Auf dieser Welt nichts sicher ist, Uruhet dielhll do ich werd vuhen koͤnnen Drum ea zu Heh Dan ge Runerflllt All, g. Ich leg mein Hertz in dein Hertz Ilt, Hrausanl ein, Deln Blut mich JESu, decke. nich zu kuhh Ich schlaff in deinen Wunden ein. iruß dem der mich erschrecke. Wls Fürste g 6, Ich will in deine treue Hand, „ Mächi Leib, Serl, Ehr, Gut und Leben, EOtt/ A auch die mit Freundschafft mir ver⸗ handt, hiermit dir uͤbergeben. Ldeihe Mach) P. Wach treuer Wachter Israel! Lalhtachtzhid wach JEslu, tenn wir schlaffen: „Ert, Ie Haüß, Hof, und was ich dir befehl, 1555 hHwahr fuͤr allen Straffen. Iott Ruh noch Z. Kans seyn, so laß mich Todes⸗ dahleih Hein auch heunt nicht ploͤtzlich lei⸗ Asrdes Bht din, doch soll dein Will mein Wille syn: hilsk mir nur stelig sireiten. 9. Zeig HErr dein Leiden, Blut d Tod, so wird die Suͤnde schwei⸗ H 90 ich hleibe dein in Tod und ch ba Noth/der Satan der muß weichen. SclafH 0 MMaißz Belte hüll AUgegvält. O ich den Sag gesund eylebet/ en Geist, am Sinn und an Ver⸗ sind, und mein Hertz noch in Freu⸗ 1 * O 10 ligkeit, und preise dich zu aller Zeit. 3. Hah ich mit Wort, Werck und Gedancken dein Vater⸗Hertz zum Zorn bewegt: oß schon mein unge⸗ dult und Wancken den Suͤnden⸗ Stachel hat erregt; so schrey ich doch: erbarm dich mein,durch Ehri⸗ stum deinen Sohn allein! 4. Vergieb mix, Vater, alle Sun⸗ den/damit ich dich erzuͤrnet hab laß allen Zorn und Straffe schwinden, und gieb mir deines Geistes Gab, gieb Glauben, Hoffnung und Ge⸗ Wacht, die mich furs Teufelc List und Waffen, behüte heut in dieser Nacht; daß ich den Tag kan wisder sehn, und fuisch an meine Av⸗ beit gehn. ö 6., Behuͤt mich auch für Wasser⸗ Schaden,/fuͤr Feuers⸗Noth und Un⸗ gemach/ damit mich leichtlich lont beladen in dieser Nacht der alte Drach; in deinen Schutz befehl ich mich. Erhoͤr mich HErr genaͤdiglich⸗ 7. Was ich mich ferner unterwin⸗ de/ gewahr mir GOtt durch Chyist Blut, die Freunde und das Hauß⸗ Gesinde erhalte stets in deiner Hutẽ bewahr fur Trauren, Angst und Noth/fuͤr einen boͤsen schnellen Zod. 9., Soll ich denn deinen Schluß ey⸗ fuͤllen, und diese Nacht die letzte eyn; so geb ich mich in deinen Wil⸗ len/laß mich nur seelig schlaffen ein. Nim meine Seele, JEsu/ auf/wenn ich schließ meinen Lebens⸗Lauff⸗ 9, GOttl sprich hierzu dein kräfftig Amen hoͤr/ was dein Kind gebeten hat; so will jch heinen grossen Nah⸗ men für deinen starcken Schutz und Rath erheben ietzt, und allezeit dir singen Preiß und Herrlichket. 10. Inzwischen wolle zů uns kolnte en bein Reich durch dejnes Gei⸗ 3 Di 2 ses dult/ und daß ich sey dem Naͤchstenn irR di ist, Eei tals iuguthß Hitt ich dich, HErr JEsu Christ, ein huld. iertreinmt. Laß mich fein siil, und sauffte schlaffen, und schick der lleben Engel 131¹9 Abend⸗ . Lieder⸗ 2330 ffrEl stes Krafft: dein Will' werd uͤberall vernommen, Brod, Deck und Klei⸗ dung uns verschaff. Schenck Schuld, Versuchung von uns wend, und croͤn uns durch ein seeligs End (I1s3.) Beym Schluß der Woche. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Gout; mein Hertz dir Danck zu⸗ sendet, dir ich Preiß und Ehre sag/ daß die Woche wohl geendet/ie⸗ der Tag mit seiner Plag, jede Arbeit, Sorg und Muͤh, was mir abgewo⸗ gen hie, dafuͤr und der Wochen En⸗ de/ ruͤhm ich deine Vater⸗Haͤnde. 2. Diese hab en mich getragen, mich gekleidet und gespeist: Engel⸗Wacht um mich geschlagen, steten Schutz und Huͤlff geleist: alles Leid von mir gekehrt/Seel n⸗und Leibes⸗Gut be⸗ schehrt; so, daß ihrer ich geniesse/ gluͤcklich dies Woche schliesse. 3. Nimmer weiß satt auszubrei⸗ ten GOttes Wohlthun hier mein Sinn; ich danck Lebenslang mit Freuden vor das, was ich hab und bin; Gott, dir sey Ruhm, Ehr und Preiß, vor Schutz, Liebe, Pfleg und Speiß: vor mein und der Meinen Leben, Leib und Seel bleibt dir er⸗ geben. 4. Achlvergieb, was in der Wochen, ieden Tag, Stund und Minut, wi⸗ der dich ich hab verbrochen, heilge mich durch Christi Blut, rechne, was dein Sohn gethan, mir zum Besten immer an, und wirff da⸗ durch/ mir zum Gluͤcke, alle meine Suͤnd zuruͤck. 5. Ich gesteh, ich bin ein Suͤnder, gantz gekehrt vum boͤsen Pfad, als wie alle Menschen⸗Kinder, und nicht wuͤrdig deiner Gnadzaber dein lieb Vater⸗Hertz, Christi Wunden, Tod und Schmertz machen, daß ich gluͤcklich lebe, drum ich ihnen mich ergebe. 6. Froͤlich geh ich nun zu Bette, Gottes Lieb und JEsus Blut wei⸗ che nicht von meiner Staͤtte, Heil⸗ ger Geistl halt mich in Hut, brjng mich morgen an den Srt/ da man sihbehüt. hoͤrt dein heilig Wort/ mich mit sel⸗„ Wazich verbroch bem lab und speise, biß ich in den hnwolltdu, Herr; Himmel reise. 0 Heine groß Barm IS.) uch walten allezeit⸗ Lutheri Abend⸗Seegen. Olauf, HErr, Das walt GOtt Vater! sammt dem hiftbefehl ich Leibn Sohne, und SOttes Geist in einem sch wil nun thun me Throne; der, was er schafft, nie nͤschlaffen ein mit pflegt zu hassen, den will ich ewi9(Denn heilger Eng walten lassen. Amen. Mel. O Gott du frommer GOtt. J dancke dir, mein GOtt! du Schoͤpffer aller Dinge, durch Christum, deinen Sohn, den ich im Glauben bringe: nimm an den schlechten Danck nach meiner Ta⸗ ges⸗Last, bey der du mich beschuͤtt, und wohl gefoͤrdert hast. 2. Ich bitte dich, vergieb mir all⸗ meine Suͤnde, als die ich immerzů noch haͤuffig an mir finde: ach! sprich mich aller Schuld und allet Straffe frey, daß, wenn ich sterben soll, gerecht und seelig sey. 3. Anbey ersuch ich dich, mein GoOtt! von gantzen Hertzen, bewah⸗ re wich die Nacht fuͤr Anigst, Gefahr und Hnt bes nimm mich i deine Hut, beschuͤtze Haab und Hauß,/ und treibe fern vvn mir Ve⸗ lust und Schaden aus. 4. Denn ich befehle dir bestaͤndih Leib und Seele, du bist mein Schirm und Schild,/den ich mir auserwehl schleuß alles, was mir ist mit Muti und Blut verwandt, in deinen si g. Dein heilger Engel sey mein Schutz und meine Wache, damit det boͤse Feind/der alte Hoͤllen Diah che, durch Schrecken, Gluth und Fluth, durch Mord und Dieberey/ mir an der suͤssen Ruh mit nichten schaͤdlich sey. (II8F.) Mel. Christe der du bist Tag ꝛe. Nu ist vollbracht auch dieset Tag,/mein GOtt und HErrl dit Lob ich sag, daß du durch deine 9us chern Schutz und treue Vater⸗Haud u TeufelsMacht luch ICsum Chrit, sichwölle wich behü Verleih/ daß ich nd guffteh und r Hunddeitegrosse Heltloh, ehr und ruͤh Tichddi (1860 M. Nal. Herr GOtt ui R Hauf! Omein Imuntre dich, m Ihme GOttes Guͤt Hanschen speist. d Ir lebet, twas Huimmt undschw. sorauf ihn. 3Er weiß durch: hiser rechten Zeit Aaben, daß sic do ö 90— 5 dur egen sei Fn 3. Ekan uns te hacht uns alefatt . Damspei et dei Hlgost Aubt Disch⸗ Lieder. 13²2 132r. 13H—— ee Guͤt fuͤr Sůͤnd und Schanden du dem sich behüt. h e. Was ich verbrochen hab an dir, hich in ij das wollft du, HErr vergeben mir, ö luchwut enallezen. uͤber * nich wal ten allezeit. Sagen. 3. Darauf, HErr, in die Hande enmt den heiti befehl ich Leib und Seele mein; Wain einen ih will nun thun meine Augen zu, Vee schaft, m und schlaffen ein mit Fried und Ruh. Vaslchenh 4 Dein heilger Engel mich bewach HUirs Deufels Macht und Ungemach, Lommer Oh Jurch JEfum Christ, HErr, hitt ich auin Sott A hich, wollst mich behuͤt en gnaͤdiglich. Duge dunhl 5. Verleih/ daß ich frisch und ge⸗ denichll fünd auffteh und mit erfreutem nium an del Mund dein' grosse Snad und Guͤtig⸗ hh 0 Rit lob, ehr und ruͤhm zu aller Zeit. Alaich beschut uuhnad Tisch /Lieder. die chimmath(1186.) M. J. S.W. fude; achl Mel. HErr GOtt nun sey gepreiset. ld und eie HufLauf! Omein Gemuͤthe, er⸗ Ramnichsebe muntre dich, mein Geist, und Isy, lhme GOttes Guͤte,der Thier und ich dich, mih Menschen speist. Denn alles, was Hatet beueh gur lebet, was kriecht, geht, E Waur und schwebet/das wartet Himm mich Ai gur auf ihn. 4 Heth uul 3. Er weiß durch milde Gaben in uhmir Uih hiner rechten. Zeit die Hungrigen 8. ulaben, daß sich das Hertz eyfreut. bit betäs Man sammlet durch die Stände meScuh den Seegen seiner Haͤnde, wenn er Ealsernehlh sse aufgethan. ai m H, z. Er kan uns recht erqvicken, er daihch gacht uns alle satt daß man in al⸗ en En Stücken noch Vorkath übrig Sah, Uul kat. Woir hungern nicht, noch fa⸗ Bache, Hut sen, weil er in Krug und Kasten so Iu Höeet Mehl als Oehl vermehrt. 40, K L. Nun, Höchster sep gebriesen 2 h vör deime Reildigteit bie bi uns ietzt uc twiesen, und laß ans sernerweit zu ö deines Nahmens Ehren, den Man⸗ 0 500 Wiod unser taͤg⸗ Eeich Brod. 90 1005 100 Denn speiset deine Fute der Vo⸗ We del grosses Heer/so lhoͤstet mein Ge⸗ muͤthe sich dessen desto mehr/du wer⸗ dest ferner sorgen, so, daß mit jeden Morgen allch deine Guͤte neu. 6. Luß es uns wohl bekommenund mehre kuͤufftig hin die Nahrung dei⸗ ner Frommen, und laß sich unsern Sinn der Mahigkeit ergeben, biß wir in jenem Leben an Jacohs Ta⸗ fel sind. ö (I187.) C. N. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. GOtt! von dem wir alles ha⸗ 235 die Welt ist ein sehr gros⸗ ses Hauß, du aber theilest deine Ga⸗ ben recht wie ein Vater drinnen aus, dein Seegen macht uns alle reich/ ach lieber GOtt! wer ist dir gleich? 2. Wer kan die Menschen alle zeh⸗ len /die heut bey dir zu Zische gehn ꝛ? doch muß die Nothdurfft keinem feh⸗ len, denn du weist allen vorzustehn; und schaffest/daß ein jedes Land sein Brodt bekommt gus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoff⸗ nung saͤet, und endlich auch die Frucht geneust, der Wind⸗der durch die Felder wehet, die Wolcke, so das Land begeust, des Himmels Shau⸗ der Sonnen Strahl, sind deine Die⸗ nex allzumahl. ö 4. Und also wächst des Menschein Spesse, der Acker selbst wird ihm zum Brod/ es mehrer sich vielfaͤlt ger Weise/ was Anfangs schien als war es todt/ biß in der Erndie jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 3. Nun HErr! was soll man erst bedencken? der Wunder ist hier gar zu viel? so viel,als bu, kan niemand schencken und dein Erbarmen hat kein Ziel, denn immer wird uns mehr beschehrt, als wir zusammen alle werth. 6. Wir wollens auch keinmahl ger⸗ gessen, was uns dein Seegen traͤget eill, ein jeder Bissen, den wir essen, foll deines Nahmens Denckmiahl mei und soll Le⸗ sehn 129 und Mund s n⸗ 33 Lenslang für unsre Nahrung fagen Danck. (1188.) C. N. Mel. Nun dancket alle GOtt. Eerr! es ist alles dein, was Vieh und Menschen essen, hilff, daß wir dauckbar seyn und deiner nicht vergessen, laß meinen satten Mund dir kuͤssen deine Hand, und ma⸗ che selbst dein Lob auch unter uns bekannt. 2. Du giebst, so sammlen wir, sprich aber guch den Seegen, denn alles ist an dir und deiner Gunst gelegen; drum schaffe, daß die Kost dem Leibe wohl gedeyh', und, was das Fleisch vergnuͤgt, dem Geiste seelig sev. 3. Erhalt uns, lieber GSodE! ein ruhiges Gewissen, denn mancher ißt dein Brod, und tritt dich doch mit FJuͤssen; laß aber uns dein Wort nicht schlagen in den Wind, wenn wir gesund und satt von deinen Gůͤ⸗ rern sind. . Gieb wenig oder viel, wie es dein guter Wille, der Kummer hat kein Ziel, drum hilff, daß ich ihn stille, wenn er das Hertze frißt, und denckt so weit hinaus, als ob nicht Brodt gaug sey fuͤr eines jeden Hauß. 3. Lah mich allzeit vergnuͤgt an dei⸗ nem Tische leben, und, wo ich selber hab, auch andern gerne geben, erhal⸗ ĩe Hried und Ruh, und mach es im⸗ mer so, daß jeder seines Guts recht⸗ schaffen werde froh. 6. Verleih zum Ackerbau noch fer⸗ ner deinen Seegen, in Hitze, Frost und Thau, im Sonnenschein und Regen, und was auf jede Zeit die ausgestzeute Saat an Wachsthum, Safft und Krafft noch weiter noͤ⸗ thig hat. 7. Zuletzt, HErr unser Hort bau deine Kirch guf Erden, und laß sie durch das Wort bey alien fruchtbar werden: wir sind dein Acker⸗Werck, drum, wann es Zeit wird seyn, so bin mit Gefahr umfangen, zu keiner AalinEnde lammle Leib und Seel jn desnen Zeit auch vöͤllig werd die Ruh da⸗ 05 stheyhi Himmel ein. Tisch? Lieder. 1324½0 ö Uß fotse Reise⸗ Lieder. ö Aittt (1289.) B. S. Wel. Wer nur den lieben GOttu 3 Hoch hilfdu,d Fer, fuhre mich auf rechten sguth, roch üben Wege, HErr fuhre mich auf eh⸗ sh dolt di nahnes ner Bahn: auf dieser Welt sind Hhahuath fnde: d krumme Stege, auf denen maß ind Egeausd leicht irren kan: nur du alleine fuh⸗ Hauß,dieunruß. rest mich nach deinem Rathe wun 4 An diese unruh derlich. Kundbeymemem 2. Stell deinen Engel mir zur Sel dHEit mch sor ten, so offt mir nur ein Ungluc zuchmog gefallen. bluͤht: bewahre mich vor solchen uͤfechter Bahuj n Leuten, von denen man nur Laster znge am,dsgne sieht: Ol gieb mir, daß ich nimmen. Dieifs ambeste mehr ohn deine Furcht zu seyn bePannt, asmein Ar ehr..„Ett, daß mlir auch 3. Nimm mir die Lust zu eiteln hand der Weg zut Dingen; nichts als die Tugend seh ung mich geund mein Ziel; gedenck ich etwas zu voll an Werck laß bringen, gieb mir nur was dein Wil yhl, undglücklich le will: ein Hertze, das nach dir sich 6. Wend'unterde richt, erblickt auch in der Nacht sein unmeinen Andern Licht.——„ Hauß gelassen h 4. Lockt mich die Welt mit ihren en und Bkandte Lüsten, laß meinen Fuß vorüber Ott, befohlen sey gehn; haßt mich der Neidals einen eund al das Mes Christen, hilff mir im Glauben fest⸗ jnd inde. stehn: Olhalte mich bey reiner Lehr,. Darnebenwir⸗ ob alles mir zuwider waͤr. saßich behutfamw Regiere Reden, Thun und Deu, nerdur fürsichti cken, richt alles ein, wie dirs gefaͤllt⸗ bhult 1* nur dir will ich mein Hertze schen/ Heste Ennd Rebt cken, nur dir, und nicht der eitelg iand und Moh zu Welt: bleib du bey mir und füͤhre Iud gassen, mich/ so geht die Reise wohl füͤr sich. ¶N. Schick bemen 0.) er/ d ů Mel. Es ist das Heyl uns kommen. il, 2—— GOtt, im Nahmen JEsuChrist Hlen — reiß ich nun meine Strasseh, Rarmnee mein Huͤter und mein Hirt du biss, I, Gewalt und du wirst mich nicht verlassen: mein rlasse Att Leib und Seel befehl ich dir, mein Lur Ehr und Gut und was du mir auf Wäntben diefer Welt heschehret. öseiet Hälf 2. Ich weiß daß ich allhier auf Eth. udführ un U e Hidlt⸗ U0 — Aeder. 9.8. Alseben Gott O auf kecht Tuft zu eitel die Tugend seh ich etwas zu oll M dein W Dult mit ihth Juß vorübt Glau egteiner d war. 50 mir und fih Ise wohl fürss 50 Tuns Fomi 2 herla lich bir/ I dumr 10 do dirs gefaͤllt in der Welt bey II Hel mir zurSg ei Unglal .Lor solcht Wan nur Laft daß ich numtuef lacht zu seyn ll uach dir ft der Nacht sol⸗ anund dis gefal Se s uicht der eitch sen: M 1325 Reise⸗Lieder. 13²26 ser stets muß fortsetzen seinen Stab ind Fuß, der nirgend hat sein Blei⸗ en. ö . Doch hilff du, daß ich immerzu ie Noth noch uͤberwinde, biß daß Tuchgufth sch dort bie wahre Ruh und rechte % Walt sl Heymath fnde e da ißt dann Müh denen n ind Sorge aus, da bin ich eigentlich Walleinefil Aem Ruthe wul iu Hauß, die Unruh hat ein Ende. 4. An diese Unruh denck ich hier/ tzund bey meinem Wallen,ich bitt/ HErt! mich so regier, daß dirs guch moͤg gefallen. Leit mich allzeit zuf rechter Bahn, und alles,was ich unge an/ das seegne du von oben. 5. Dir ists am besten, HErr, be⸗ lannt/ was mein Amt mit sich fuͤh⸗ tet, daß mir auch darum auf dem gand der Weg zu thum gebühret: bring mich gesund dahin ich soll, mein Werck laß mich verrichten hohl, und gluͤcklich wiederkommen. 6. Wend unterdeß all Unheil ab von meinen Anverwandten, die ich zu Hauß gelassen hab, von Freun⸗ den und Bekandten; laß sie dir, OOtt,/ befohlen seyn, hilff, daß ich se und all das Mein in gutem Zu⸗ sand finde. . Darneben mir auch diß verleih/ Ebaß ich behutsam wandle, und im⸗ herdar fuͤrsichtig sey in allem, das ich handle: durch deines Heilgen Heistes Gnad gieb rechte Zeit,Ver⸗ sand und Rath zu meinem Thun Uund Lassen. . Schick deinen Engel fuͤr mir her, den Weg mir zubeteiten, be⸗ siehl, dab er dem Satan wehr und ulen böͤsen Leuten: nimm mich, O HErr in deinen Schutz, daß ihre As, Gewalt und Trutz mir nimmer Jnne schaden. ö . Nun Vater] dir ergeb ich mich/ hu kanst stets Huͤlffe senden, bewahr Uund fuͤhr mich gnädiglich hier un Ian allen Enden, und laß mich bald, ö nach dieser Unru hiy doyt Ruh eylan⸗ Danck⸗Lied nach der Reise. (1121.) Mel. Werde munter mein Gemuͤthe. Nun hab ich, GOtt Lob! vollen⸗ det meine vorgehabte Reißnun ist solche gantz geendet, darum viel Lob, Ehr und Preiß; weil mich dei⸗ ne Gnaden⸗Hand hat so ficher durch das Land wieder wie bißher gefuͤh⸗ retz ietzo mein GOtt dir gebuͤhret. 2. Du, mein GOtt! hast mich be⸗ wachet durch der Engel Schutz⸗Ge⸗ leit/ mich so gluͤcklich auch gema⸗ chet, daß ich ietzt mit Lust und Freud hier bin wieder kommen an, und mir so viel Guts gethan, daß ich dich muß hertzlich preisen, und dir ewig Danck erweisen. 3. Achl ich bitte dich, erzeige mir noch ferner deine Gnad/daß ich bald das Ziel erreiche/so mein Geist noch fůͤr sich hat: fuͤhre mich aus diesem Leid, hin in deine Ewigkeit. Ich verlange von der Erden: laß mich ewig seelig werden. Sterbe⸗Lieder. (1192.) ö Mel. HErr JEsu Christ ich ꝛe. VI weiß wohl/ daß ich sterben muß/ weiß aber nicht die Stun⸗ de: Orum hilff, OGStt! daß ich mit Buß mich kehr zu deinem Bun⸗ de/daß meine Suͤnd ich sters bewein, jedoch aus deiner Todes⸗Pein mich trost aus Hertzens⸗Grunde 2, Wo Busse folgt, ist keine Noth/ im Himmel und auf Erden da wohnet GOtt, und muß der Tod zum sanfften Schlaffe werden; da schwebt der lieben Engel Heer bey eines Sünders Wiederbehr in Freudꝰ und Lustgeberden. 0 3. Oltreuer Heyland/JEsu Christ, dserhoͤre mein Verlangen; laß ja mein Hertz zu keiner Grist her Welt hund ihrem Prangen, stets aber dir ergeben seyn, und als ein srucht bar Zweigelein an deinem eibe hangen. 40 1327 Sterbe⸗ Lieder. 4. Ol wahrer Mensch und grosser Sott ldurch deine O aal und Ster⸗ ben laß mich ja nicht, wed'r hier noch dort, im Suͤn den⸗Lod verder⸗ ben: reiß mich aus seiner Bande Macht, und setze mich mit grosser Pracht zu deinen Himmels⸗Erben. 5. Im Himmel wolt ich gerne yn/ im Himmel ist gut wohnen! ch zittre fur der Hoͤllen⸗Pein, in welcher kein Verschonen: worinn ein Wurm, der immer zehrt/ein ewig rennend Feuer⸗Herd die Süͤnder zu belohnen. Der Himmel ist ein Ehren⸗ Saal/ ein Wohn⸗Hauß suͤsser Freu⸗ de! da bey des Lammes Abend⸗ mahl, nach viel verschmertztemeide, der auserwehlten Schaar sich letzt, und ihre frohe Seel ergoͤtzt, mit suͤsser Himmels⸗Weyde. Durch dein unschaͤtzbar theures Blut laß guf den Himmels⸗Wa⸗ gen die Seel' in stareker Engel⸗ Hut zu deinem Throne tragen: wann mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hoͤren nicht, laß mich doch nicht verzagen. 8. Und ob ich sterbe, wasche mich mit deinem theuren Blute: was ich gethan hab wider dich, das hal⸗ te mir zu gute: Und wenn vorhan⸗ derl ist mein Ziel, so hilff, daß ich eh lange fuͤhl des strengen Todes uthe. .So bald ich denn gestlorben bin, und todt erstarret liege, so laß mich ehrlich rragen hin, daß ich ein Raͤumlein kriege in frommer Chri⸗ nen Schlaff⸗Gemach, worinn, nach vieler Augst und Schmach, ich ru⸗ hig mich vergnuͤge. 10. Ob schon mein Leib muß un⸗ tergehn verfaulen und verstieben; werd ich doch wieder auferstehn, wo meine Asche blieben, und meinen GOtt/von Angesicht /in hoher Freud und seel'gem Licht stets schauen, lo⸗ stus wird das Welt⸗Gebaͤu verbrem nen, und als ein treuer Seelen⸗ zeleid: den Schaafen Ehr und Henn⸗ lichkeit gerichtlich zu erkennen. 12. Nun, Amen! dieses werhe wahr, HErr JEsu! komm behende; bring uns zu deiner Engel⸗Schaay, und allen Jammer wende; daß wir mit Freuden ewiglich den Vaten, Heilgen Geist und Dich erheben sonder Ende. (153.) D. P. N. In eigner Melodie S wünsch ich nun eine gut⸗ Nacht der Welt, und laß sii fahren, ob sie mir gleich viel Kum mers macht, GOtt wird mich wohl bewahren: ich meynt/die Welt war 9256 Geld, besind es nun viel an⸗ ers. 2. Ein Hirsch von Schlangen an⸗ gesteckt, nach frischen Wasser schreyet: al so hat mir ein'n Durst er⸗ weckt die Welt, vermaledeyet, auch macht mir bang die alte Schlang⸗ daß ich zu GOtt muß schreyen. 3. Wenn komm ich in dein Parg⸗ deib, da schon viel Christen woh⸗ nen? und singe dir Lob, Ehr und Preiß, bekleidet mit der Sonnen; wenn hohlst du mich ins Himmel reich, daß ich dein Antlitz schaue? 4. Mein Seel hat Noth und groß se Qvaal, daß ich so lang muß han⸗ ren: gespannet auf dem Jammer thal, als zoͤg ich schwere Karren, da treibt ihrn Spott die falsche Rott/ mit mir, in meinen Noͤthen. 5. Sie fragen: Ja, wo bleibt dein Gott? ja, daß er dir erscheine/ der Hohn kraͤnckt mir mein Hers ne. Ey! komm doch bald mein Aust enthalt, und reiß mich von dey Erden. 7. Ey! nimm mich in den Freu⸗ den⸗Saal, von dir bereitet droben den, lieben. u. Das wird geschahn/ wenn Chri⸗ da dich die Patriarchen all? mit den Hirt, die Boͤck von Schaafen tren Uai nen, den Boͤcken Schmach und Her und Blut, daß ich vor Truͤbsal weih Propheten lohen:und da die Schaat dan de egift I e. 4 Haheef dud Fe fil und! I Gott ist mein Is mein Heyl, de Aödaucken, drückd Vlläine Zeit, nach Fld und Wonne. O Krabtlein Pa Aat in allen Gätter Ihf du mirs immet I deiner warten; betrubt und schr Usdiefer Etdel, . Schseh, daß hein slucßh, dem ganzen und daß e schr t, wo sih dein Hl Wellen gar ich Umtdeinen Wasser 10. Darum bin sch Ab, all Tag und und laß nicht ab, hesssen miir ersch sichsott, mein tral Hmm mich hinmit: 23. Wie lang sol Uu, da wich die t ein Mord in Ruste gang hönisch Rusten Euus E Aescherlofe!““ . Gedult! Gedu Eul, Hebalt it hi Tinaderlich Im Kunrgen Kroten we 1 Pargd Wuden. hj da (9g, Ral Nesimef Rlelkeit zu gute Aurven sind zu f 0 AlrGöͤtkin mac Hr 1 iberweit, seh Hitdkeit du Weelt! du sei hunenln Dlic, 529 Stebbe Liede 133 Schiu aibrt sr Engel Tlar um deinen Shron Heuie Seelth serschweben. ö Schaufentre. Was kraͤnckst du dich mein arme Hhnach und Huy Peel sey still und thu nicht wan⸗ Ehr undHen gen 1 GOtt ist mein Burg, mein Herkennen. Frost, mein Heyl, des werd ich ihm Dieses erh. wch dancken, druͤck dich, und leid keumbehend. An Eleine Zeit, nach Angst koͤmmt SEugelSchna hreud und Wonne. Wendez Hahmn S. Das Krautlein Patientia waͤchst lcch den Bathl sicht in allen Gaͤrten: ach GOtt! Oich erhebe haff du mirs immerbar, daß ich han deiner warten; sonst bin ich tinner Melodil sihr botruͤbt und schwer von Angsi Hun eine gußf dif dieser Erden... Ilt, undlaßsh v. Ich seh, daß dein Zorn wie ein Hleich viel Ku giuth, dem gantzen Land begeg⸗ nichnulht: und daß es schrecklich brausen Ii Welt wiß thut, wo sich dein Grimm erhebet, 46 uun viel aß die Wellen gar ich auch erfahr, uet gn Iolang muß hi utliß scha Noth un hancken. (u94.) Mel. IEsus meine Zuversicht. E Stelkeit zu guter Nacht! deine sind zu sichtig, und wer lich zur Goͤttin macht, ist nicht im Verßande richtig, O mein Sinn , seh gegrüͤsset Ewig⸗ eit! . Eitelkeit! du seidner Strick/ der 6%, en Geift zur Erden zieher. Olwie helis ist ein Blicl, we eyimels⸗KLust! lehey nach dey 25 Hoͤhe siehet/.dah in denck ich allezeit: Owenn kommt die Ewigkelt! 3. Eitelkeit! Zeit in der Zeit, muß zuletzt wie Rausch verschwinden, und am Ende Traurigkeit vor gehabte Wollust finden: dort sind Zeiten ohne Zeit, Seeligkeit in Ewigkeit. 4. Eitelkeit verswirrter Traum, weg mit deinen blassen Schlummer wem beliebt, der nehme Schaum⸗ und vergnuͤge sich mit Kummer mich erfreut, was recht ersreut, die⸗ ses schenckt die Ewigkeit. 5. Sitelkeit! fahr immer hin, wer sich will in Dornen stechen, mag nach seinem eiteln Sinn deine Mo⸗ nats⸗Ro sen brechen Mich verlangt aus dieser Zeit! Sey gegruͤsset E⸗ wigkeit! (I195.), Mel. Es ist genug. Welt gute Nacht mein Weg geht Himmelan, nach Zions Freuden⸗Saal, es ist vollbracht der sharte Leidens⸗Kampff, der Weg durchs Thraͤnen⸗Thal; mein Ereutz wird mir zu lauter Palmen, mein Thraͤnen⸗Lied zu lauter Psalmen, Welt gute Nacht! 2. Welt gute Nachtl ich lasse war in dir, was mich bißher ersreut, 6mein Sterben macht viel Hertzen voller Schmertz, viel Wunden vol⸗ ler Leibʒ doch weiß ich⸗daß in Edens⸗ Auen wir dort einander wieder schauen. Welt gute Nacht! 3. O Himmels⸗ Lust! auf Rosen geht mein Fuß, voll Lachen ist mein Mund, an JEsu Brust schlaff ich gantz ungestoͤhrt; Nun bin ich erst gesund. Die Schmertzen sind ja nun vergraben, hingegen muß mich Freude laben, O Himmels⸗Lust! 4. O Himmels⸗Lust! Ihr Thrä⸗ nen stoͤhrt mich nicht; ruͤfft lieber mir Gluͤck zu mir ist bewust, was unaussprechlich ist, in ewig fusser Ruh, mein Sterb⸗Tag ist im Him⸗ mels⸗Orden ein Nahmens⸗und Geburths⸗Tag worden.) O Him⸗ (1196.W„) 1333 Sterbe⸗Lieder. 2340v9 (1196.) Mel. Freu dich sehr O meine ꝛc. LAset ab, ihr meine Lieben, lasset ab von Traurigkeit! was wollt ihr euch mehr betruͤben 2 weil ihr deß versichert seyd,daß ich alle Qval und Noth überwunden, und bey GoOdt mit den Auserwehlten st schwebe voller Freud, und ewig lebe 2. Derer Tod soll man beklagen, die dort in der Hoͤllen⸗Pein muͤs⸗ sen leiden alle Plagen, so nur zu er⸗ dencken seyn: die GOtt aber nimmt zu sich in den Himmel, gleichwie mich, und mit lauter Wollust traͤn⸗ cket, wer ist, der sich darob kraͤncket? 3. In des HErren JEsu Wunden, hab ich mich geschlossen ein, da ich alles reichlich funden, wodurch ich kan seelig seyn. Er ist die Gerechtig⸗ keit/ die fuͤr GOtt gilt iederzeit, wer dieselb ergreifft im Glauben, dem kan nichts den Himmel rauben. 4. Niemand sag, ich sey umkom⸗ men, ob ich gleich gestorben bin: mein GOtt hat mich weggenom⸗ men,/ Sterben ist jetzt mein Gewinn, fuͤr dem Ungluͤck hat er mich hinge⸗ Lafft so vaͤt erlich ietzt kan mich kein Truͤbsal pressen, aller Angst ist nun vergessen..— 5. Der Leib schlaͤfft in seiner Kam⸗ mer, ohne Sorgen sanfft und wohl, und vetschlaͤfft den grossen Jammer, dessen ietzt die Welt ist voll. Meine Seele schauet an den, der nichts als lieben kan, der auf seinen Schooß mich setzet und mit hoͤchster Freud ergoͤtzet.—— 6. In der Welt ist nichts zu finden, nichts, als Theurung, Pest und Streit, und was mehr die grossen Suͤnden bringen fuͤr Beschwerlich⸗ keit, sonderlich koͤmmt noch ein Schwerdt, das ber Christen Hertz durchfaͤhrt. Olviel besser, seelig ster⸗ ben/, denn durch diesen Zwang ver⸗ derben.—— 7. Solcher Noth bin ich entgan⸗ gen, nichts ist, das mich aͤngsten kan Fried und Freud hat mich 5*. umfangen, kein Feind dar Ust zugefogen. sprengen an; ich bin sicher ewiduh Tdchit,ohl 28 in des HErren Hand, der mich in eobelengt memn zum Eigenthumerworben, da er st emirost il d0 am Creutz gestorben. i Tiostich 8. Euch wird, meine liebsh aichtiff; Ach schugen uur ihr weinet in der Well waine Seitituu utzen wider alle Feinde, Goß int. tes Sohn, der farcke Held. S0• Wohlmir 10Ot und bleibt ihm nur getreu! seih ih meiter Etelen Gnad ist taͤglich neu. Wer Betruͤß aahlichreuundvat te will betruben, der muß wie di Iin Nothetkomme Shin wlichen alom On 9. Nun will ich euch dem befehlen; Ale meine Sun der sich euren Vater meunt da hach bich,mein GOt die Thraͤnen pflegt zu zehlen, den eun hehich burch e sein Hertz voll Liebe brennt: deh Men Komof gekam wird euch in eurem Leid troͤsten, und sistinun ahin,wo zu seiner Zeit an den Ort, da ich bin, fuͤhren, und mit hochster Klarheij zieven. 10. Da wird uns der Tod nicht scheiden, der uns ietzt geschieden hat, Gott selbst wird uns alsdens weyden, u. erfreun in seiner Stadt ewig, ewig werden wir in dem Pa⸗ radieß allhier mit einander jubil ren, und ein Englisch Leben fuͤhren. Nach Hisfkias Worten. (1197.), M. J. F. aus Es. 38. 12217. Mel JIEsus meine Zuversicht. Meimne Zeit ist nun dahin j und mein Leben hat ein Ende weil ich hier ein Pilgrim bin, und mich nach dem Himmel wende Meine Zeit ist nun dahin, wohl mirs daß ich seelig bin. 2. Wie die Huͤtten in dem Feld nicht gar lange Zeit bestehen 3 so muß in der eiteln Welt meines Le⸗ bens Hauß vergehen. Meine Zelt ist nun dahin, wohl mir ꝛc. 3. Wie ein Weber⸗Faden reist, wenn er kaum ist angeruͤhret; so⸗ wird meines Lebens Geist von dem Leib hinweg gefuͤhret. Meine Zest ist nun dahin wohl mir ꝛc. 4. In der Welt ist Weh und Ach⸗ da ich duͤrr werd aus gesogen; da mißh lauter Ungemach Tag und Nacht⸗ koͤmmt Tliobin H., Il98.) WMal. Greu ichseht Aslt Klag und T schahte auf zu Ge ludusetwehlten ehe Hnmels⸗Scht lllich Ehren Kle Schleesweiße Seid, hm einkleidet, uh ipig weidet. „PMiehand weine, ber mich im Jan Aheulenburg iche immels⸗Sag Thshalmen⸗Stabt . Da wi hetz 0 121 en GO. Nahl und Wei Sile seh dem 0 Halle feine We Sterbe 323 „Liedéer. 1334 uund daffng nnt zugeflogen. Meine Zeit istkeit, die uns Chriflus har erwor⸗ Asccherepfusz zun dahin,wohl mir ꝛe⸗ , Wahff se mir offt ist angst und bange, worben, meine liele Herin ich rüff: Ach HErr! wie lan⸗ Het inderdons ge meine Zeit ist nun dahin, wohl Feinde, Goß lir ꝛc. 5 held, Ehs b. Wohl mir 1Ott, daß du nun getreul fu dich( meiner Seelen angenommen . Wer Bilhis hertzlichtreu und vaͤterlich, daß ich ber Wüß wsen aller Nothent kommen. Meine Zeit nun dahin, wohl mir ꝛc. dem besehlah F. Alle meine Sünden⸗Noth ist ler vennt, I dürch dich, mein GOtt! gedaͤmpffet. Wuthlen, Ie Run hab ieh durch JEsu Tod einen ehnt:I duten Kampff gekaͤmpffet, Meine d trösten uh Heit ist nun dahin, wohl mir,daß ich Ort, da ich bih stelig bin öchster Klathh⸗ c 5 Mel. Freu dich sehr, Omeine ꝛc der Tod nigh 0 Er⸗ ligt geschithnl 771 Rlag und Lrauren fahren, Vich fahre guf zu GOttes Stuhl/zu d uns alsberil in seiuer Stahh, In Auserwehlten Schagren in die he Himmels⸗Schul, mein hoch⸗ uih indem s itlich Ehren⸗Kleid ist rein und gnender zulh Schnee⸗weiße Seid,damit GOttes⸗ Heben fühegLamm einkleidet, das mich denn Worten. guch ewig weidet. E Niemand weine, niemand heu⸗ Hurersihl¶ l uͤber mich im Jammerthal, aus ul behinsus ie Heulenburg ich eile in den fro⸗ at ein El hen Himmels⸗Saal, in die Frie⸗ im kin, E Hns⸗Palmen⸗Stadt, da der Krieg Amel dahEein Ende hat. Da wir unter gruͤnen wohin almen loben GOtt mit schoͤnen öYsalmen.— den Heyl und Weißheit, Krafft und Stärcke,sey dem hochsten GOtt be⸗ t Kalie seine Weg und Wercke n voll Heyl und Herrlichkeit, 10%„eiß sey GOtt und seinem Lamm! en s uns halff am Creutzes,Stamm, und Daack sep seinem Nahmien eig erig, Amen, Amen. ee. Die mit Palmen⸗Iweigen pran⸗ 1 Hin sind des Uberwinders Heer: die P FeverKleid empfangen duuffen chtarbeiten mehre ihr hochteitlich 00 62 chren⸗ Hleid jbt nur die Girechti⸗ HWe ö * beu/ da er für unns jst gestorben. der michig. Es bezeugt mein Thraͤnen⸗Guß,s r. Die GOtt auff⸗ und angenom⸗ men aus der Welt Gefahr und Noth, Lenn um Trost ich schreyen muß, sind aus grossem Trübsal kommen, und gekleidet weiß und roth. Christi Laͤmmlein Blut und Fell machet sie so schoͤn und hell, daß sie vor GOtt ewig glaͤntzen in dem immer gruͤnen Leutzen. . Heyl und Weißheit, Krafft und Staͤrcke gebet GOtt ie mehr und mehr Nalle seine Weg und Wercke sind voll Heiligkeit und Ehr; Preiß sey GOtt und seinem Lamm/ das uns halff am Ereutzes⸗Stamm, Lob. und Dauck sey seinem Nahmen ewig/ ewig/ Amen, Amen. 7/ GOttes Lamm hat uns gefuh⸗ ret qus der tieffen Hollen⸗Gluth; GOttes Lamm hat uns gezieret und geschmuͤckt mit seinem Blut; GOt⸗ tes Lamm uns wuͤrdig macht, daß wir fuͤr GOtt Tag und Nacht stehn in Koͤniglichen Cronen, und in sei⸗ nem Lempel wohnen. 3Nun wird uns und unse Seelen weder Sonn noch Monden⸗Schein. weder Durst noch Hunger, guä⸗ len, auch kein Feind verdruͤßlich seynz GOltes Luͤmmlein und regiert, und zum Lebens⸗Brünnlein fuͤhrt; GODes⸗Lämmlein uns eyfri⸗ schet, all' Angst⸗Thraͤnen uns ab⸗ wischet. ů—— 9 Heyl und WeißheitHrafft und Stalcke gebet GOrt ie mehr und mehralle seine Weg und Wereke sind voll Herrlichkeit und Ehn; Preiß sey GOtt und seinem Lamum, das uns halff am Ereutzes⸗Stamm/ Lob und Dauck sey seinem Nahmen I wig/ elvig/Amen/ Amen. ö 99/ ö Mel. HErr FEsu Christ ijch weiß ꝛc. Iiur mag in dir /du böse Welt/hin⸗ Dort nicht laͤnger leben; nimm immer hin dein Gut und Geld, ich will mich hin begeben/ da mein hertz⸗ liebßer JEsus Christ von uns 415 133³⁵ Sterbe Lieder. 3³⁰⁶ aufgenommen ist, der selber ist das Leben. 5——— 2. Hast du doch meiner Seelen Trost guf Erden nicht gedultet, der doch dich selber hat erloͤst, und nichts an dir verschuldet, den hast du hin zur Schaͤdelstatt, um deiner eignen Missethat, erbaͤrmlich ausgesuͤhret. 3. Du fuͤhrest aus den Lebens⸗Held, der mich hat eingefuͤhret ins him⸗ melische Lust⸗Gezelt, der sonsten ist geruͤhret von aller Menschen Suͤn⸗ den⸗Last, der hat darzu noch aufge⸗ sast das Creutz auf seine Lenden. 4. Dem will ich folgen aus der Welt, ich will ihm helffen tragen, durch Blut, Berg, Thal, und uͤber Feld, das Creutz und alle Plagen, die er mir schon verordnet hat, wie Simon von Cyrene that! dir/JEsul will ich folgen. 5. Wo duů den Weg mit Blut be⸗ netzt, da will ich Thraͤnen giessen, dein Blut das theuer ist geschaͤtzt, das von der Hencker Fuͤssen, zertre⸗ ten ist, das will ich mir zum Labsal, und mein JEsuldir zum steten Ruhm bewahren. 6. Zwar ich kan nicht durch meine Krafft das schwere Creutz ertragen; doch staͤrckt mich deines Blutes Safft, auf dein Blut will ichs wa⸗ gen/ und wenn ich ietzt will sincken bin, so hilff mir, JEsu, daß mein Sinn an dir bestaͤndig bleibe. 7. Und wenn ich denn biß an das Grab genung getragen habe, so nim das Creutze von mir ab, und hilff, daß ich mich labe an dir, mein JE⸗ su! daß ich dich von Hertzen preise, und du mich dort ewiglich erfreuest. 8. Drum immerhin, du boͤse Welt, bey dir mag ich nicht bleiben, nimm immer hin, was dir gefaͤllt, ich will mich einverleiben,da mein hertzlieb⸗ ster IEsus Christ von uns nun auf⸗ genommen ist, da will ich sicher blei⸗ ben.(1200.) D. B. R- Mel. Mein Wall fahrt ich ꝛc. wahrt doch des Menschen Teben siets sund nir mit des odes Suuit siedngegden e wie Voͤgelein umgeben. Eint Hand breit unsre Tage sind, ja, gar nichts/zu achten verfliessen i ein Strohm geschwind, und wie deh Nachts die Wachten. 2. Wie schon haben die Sternelei viel tausend Jahr geschienen? dil doch nicht GSttes Bildniß seyn sondern dem Menschen dienen Warum muß denn der Mensch vei gehn, und wie ein Woͤlcklein hant gen? was hilffts? daß seine Augen s chön,gleich zweyen Sternen, pran gen? 3. Ein Gdelstein im Golde roth) wird lange Zeit getragen, so er doch nur mit einem Wort erschaffen, vhn Rathschlagen; warum faͤllt denn der Mensch dahin, und muß wit Asch zerstieben? ob schon sein Mund gleicht den Rubin, daran wir un verlieben. 4. Ein Purpur⸗Farben Seiden/ Kleid bleibt Iange Zeit ohn Scha den/das doch duꝛch Menschen Hand bereit) von Wuͤrmern und von Ma/ den. Warum ist denn der Mensch so bald wie ein Regenbog'n vergan⸗ gen? was hilfft sein zarte schoͤn Ge⸗ stalt, sein Purpur⸗lichte Wangen? . Ein Schiff kan auf dem Meer so wild viel Zeit und Jahre reisen, das doch auch nicht ist GOttes Bildy sondern von Holtz und Eisen. Wi koͤmmts denn, daß ein Menschen⸗ Kind wie Wasser sich verliehret ⸗ daß twir l uergs und Ste Iun Schiff und K und Bäume woh Doch.liebes Hert hdie Troßlosen H. Uuseh dein Zubers Wrewgen Freuden. Mhgetrauret seyn Autes krancket; s I Trost hinein, Vit dit schencket. VObgleich des Lei u muß getlichhiet ch die ehle Geele lgst und Sterben icht uschen mehr/ Mbexlohren, sieist r u Ehtim Himmel b. Kein Sonnen helflein, kein Pury Aalwen mag ihr Hhlich seyn: siello Holmen. Der Lei Ammerleim ist unk Mben, denn wer stein, tuht aus, i u. Bald wird er, Steil, so nur beyse Hantz, Tugend un Helmdas Gtab wir was hilffts? daß Fleisch und Beint ö sind wie NoaͤSchiff formiret? 6. Auf Libanon die Palmen gut viel Zeit ihr Krafft erweisen, die doch nicht haben Sinn und Muth, noch Stimmen/ GOtt zu preisen. Wie is der Mensch doch nicht so fest, muf wie ein Blum verblassen 2 was hilffts? daß sich wie Palmen⸗Aef, sein Gliedmaß schoͤn anlassen? 7. O Suͤnd O Suͤnd! du Schlan⸗ A* wie ein'n kleinen Augenhlick gen⸗Oifft/ du/ du tilgst unsre Scho⸗ 3 — u5 ethen, o wird (I20r. VI bufftd 0 Rugusgem Khurach, Fräbe, mein t Neuschen a 4 s 1357 Sterbe⸗Lieder. 1338 RN: von dir uns selber Fluch be⸗der Seelen nach versetzet, und si lft,du giebst den Tod zum Lohne; mit mir ergoͤtzet. Wderfliesseng ind, undiyießs l die Stemelth schienenrg Bildniß shh, Kuschen ditnth, Ler Mensch i Wolcklein huz Daß seine Ag Sternen, pigt im Golde tath dagen/ so er bes Letschaffen,ay num falt den und muß hol sein duuh daran wir un Fuben Seidh Zit uhn Saö an Und vonMW aun der Mas ünmachst, daß wir vergehen bald, . Kein Sonnen⸗Glantz, kein Edel flein, kein Purpar, Schiff noch palmen; Kmmerlein ist und bleiht unver⸗ horben, denn wer in Christo schlaͤr⸗ set ein, ruht aus, ist unverlohren. . Bald wird er, wie der edelst Stein, so nur beyseit geleget, voll Olantz, Tugend und Kraͤffte seyn/ uenn das Grab wird gereget; balb. Uhird der Köngin Purpur⸗Kleid, Vangelegt mit grosser Freud in der 0 llugn Zungfraun Orden. SOttes Gartlein finden Raum/ in Seel, verzage nicht, behalt JEsum E ter Freude, mein on in klinen mun Stern und Steinlein bleiben, Unn Schiff und Kleider werden alt, und Baume wohl hekleiben. Doch/ liebes Hertz, verzage nicht/ ue die Trostlosen Heydenz auf IE⸗ sum setz dein Zuversicht, und denck der ewgen Freuden. Denn obs wohl nuß getrauret seyn/weil Fleisch und Mut es kraͤncket; so laß doch auch den Trost hinein, den Christ der Wer dir schencket. Ob gleich des Leibes schoͤn Ge⸗ Hu muß zeit lich hier verderben; ist boch die edle Seele frey von aller Ungst und Sterhen. Der Leib ist icht zu sehen mehr, die Seel hleibt unperlohren, sie ist zu grosser Freud und Ehr im Himmel augerkohren. mag ihr an Schönheit ihnlich seyn: sie lobet GOOc mit Halmen. Der Leib auch in sein in helchs schoͤn gefaͤubert worden, ihr 2 12. Bold soll dieser schöne Palmen⸗ Baum, durch seine Last erhoben, in ewger Zierd ihn loben. Drumliebe n Hertzen, so wir dallzeit ein Freu⸗ den Licht dir aufgehen in Schmer⸗ n.(1201½.) Eigen Mel. Jel tausend guter Nacht! ich 2. Was ist doch in der Welt, das da bestaͤndig bleibet? Ehr, Reich⸗ thum, Gut und Geld verfleuget und verstaͤubet, noch ist so drauf er⸗ hicht/ und hat den Sinn gericht der Mensch/ die arme Made/ das ist ia Suͤnd und Schade! 3. Lebt einer gleich viel Jahr, wird sonsten hoch geachtet, wenn aber die Gefahr ein ieder nur betrachtet, und alles Hertzeleyddas ihn an stakt der Freud hat taͤglich offt umfan⸗ gen/ ists bessey, hald gegangen . Wohl mir ach sehet doch lzwar ihr koͤnnts noch nicht sehen, wie auf des Creutzes Joch mir ist so wohl ge⸗ schehen. Wennn ihr nur einen Blick ietzt moͤchtet thun zurück⸗ so wurdet ihs fuͤr Freuden bald wuͤnschen ab zuscheiden. 5. Auf mein getreue seyn, ist mi⸗ von GOttes Sohne nun aufgeseßt gar fein die schöne Himmels⸗Erone, die er verheissen mir: drum ich steis fůͤr und fuͤr will Gott dreyeing preisen,mit wunderschoͤnen Weisean. 6. Ich bin mit eitel Lust, mit Hin⸗ mels⸗Lust umfangen/ mehr ist nir nicht bewust, als mit dem Schöpffer prangen viel tausend Engelein auf mich bestellet sehn, mich all Erwehl⸗ ten kennen, und ihren Bruder ihre Schwester) gennen. 7. Drum kuͤmmert euch nicht, mehr, ihr Kinder und ihr Lieben, trauren angetriehen. Goͤnnt nir doch diese Freud/ die auch euch istbe⸗ reit Wenn GOtt will, wirbsge⸗ schehen, daß wir uns wieder sehen. (1202.) B.S. Mel. Was G Olt thut ꝛe. Wohudem, der sets aus eme denckt/ der wird nicht sicher le⸗ hen. Wenn ey den Sinn zum Gra⸗ be leuckt/ und lernet Achtunz ge⸗ hin aus allem Leide, was mir ut Angst gemacht/ it nunmehr lau⸗ u Beube hn Clus har mich Himmels⸗Shron ben, daß uns zuletzt ein Ziel gesetzt so wird er sich boy Zesten guf felnen Doß heyestenn, die iht aus Freundschafft sehr zů 2, Nils 13³9 Sterbe⸗Lieder 2. Niemand weiß seinen Sterde⸗ 3. Was werd Tag/ GOtt hat ihn ausersehen, wohl dir gefallen kan; ach! nim̃ du meise Seuffzer laͤsset wehen: HErr, lehre mich bestaͤndiglich, nach einem an⸗ wirff sie in deine Wunden, ins rothe sch⸗IEsu, finden/ da⸗ 7 sh Racht mit Ragedbshekene harter Sturm den, der ieden Seiger⸗Schlag, den Suͤnden, als ein Hat auf me dernLeben fuͤrmeinemTode streben. den, und schlaffe seelig ein. 3. Die Suͤnde kan uns zwar den Tod 4. Dir,o du Geist der Gnaden! IAl durch ihren Gifft verbittern; doch ich den letzte wer ihn nur mit Busse droht, darff ö Schweisse baden, nicht vor ihm erzittern. Sein scharf⸗ zuruͤck; achl schrey in meinem Hel ser Pfeil kan keinen Theil an unsrer Seele haben, und nur den Leib be⸗ graben. 4. Ein Christe wandelt Himmel an, so sieh guf mich tzen, wenn ich kein Glied mehr ruͤhn, und stell in meinen Schmertzen ns nichts als IEsum fuͤr. 5. IhrEngell nehmt die Thraͤnch Meer hinein, so hab ich Heyl geüf—*7 Augere Danner,Wind 1 20Hu. Neden, nBlick; werd ich in Aataschulbt/ habi Vichenund tragenn Soglengs den licb Ic un Pfad n Ullch halten, wenhe Roths wie msß Iegen der Vater M. da ist sein rechtes Erbe. Trifft er von meinen Wangen an; ich wei Tomsei Vrgnuͤge gleich eine rauhe Bahn, und cket Sterben herbe. Der schme⸗ daß euer Sehnen sonst nichts e ihn Siadt am. Glaube freuen kan; wenn Leib und Seelt. Wie wanche sieht, was dorten bluͤht, er kampffet, scheiben, tragt mich in Abrams lauffet, ringet, bis er ins Schauen Schooß, dringet. 5. Die Welt muß doch verlaͤugnet sihn, sie haͤlt uns gerne wider. So Hbt kein Mensch zum Leben ein, er tchte denn die Glieder, der ist bereit/ wir in der Zeit des Fleisches Lust be⸗ graͤbet, und nur dem Geiste lebet. Mein GOtt vielleicht ist es nicht wlir, ku meinem Tod und Grabe. Geb daß ich meine Sterblichkeit slets in Gedancken habe, und imerzu guch Busse thu, daß mich der Tod nicht finde, in unbereuter Suͤnde. So lang ich lebe, leb ich dir/sterb ich dir will ich sterben, und tritt der Oud fuͤr meine Thuͤr, so laß mich fieh herderben. Auf Christi Blut steib ich gantz gut, in seine treue Hande befehl ich mich am Ende. (1203.) B. S. Mel. Hertzlich thut ꝛc. Eh habe Lust zu scheiden, mein Sinn geht aus der Welt: Ich sehne mich mit Freuden nach Zions so bin ich voller Freudein undaller Thraͤnen loß. 6. Euch aber/meine Lieben! die ihn mich denn heweint/euch hab ich waß verschrieben, GOtt, euren bestei Freund; drum nehmt den letzten Seegen,es wird gewiß geschehn, daß wir auf Zious⸗Wegen einander wieh der sehn. ö 7. Zuletzt sey dir, o Erdel mein blast ser Leib vermacht, damit dir wieden ihn zu Asch und Staube, bis GOtte Stimme rufftʒdenn dieses sagt mesi Glaubeꝛer bleibt nicht in der Grufft 8. Das ist mein letzter Wille, GOth Lauff durch Christi Tod vollende geh ich freudig hin, und weiß,daß ich ohn Ende des Himmels Erbe bin. (1204.) P. G. Mel. Hertzlich thut ꝛe Rosin⸗Feld. Weil aber keine Stun⸗ de zun Abschied ist benennt, so hoͤrt aus neinem Munde, mein letztes ö Testement: 2. Gott Vaterlmeine Seele bescheid ich dener Hand, fuͤhr sie aus deiner Höhlt ins rechte Vaterlandʒ du hast sie mit gegeben, so nimm sie wieder hin/ daß ich im Tod und veben nur dein alleine bin. mel soll mir werden, da ist mein Vae terland. Hier reiß ich gus und abe⸗ dort in der ewgen Ruh ist GOttes Gnaden⸗Gabe, die schleußt all Al⸗ beit zu. 2. Was ist mein gantzes Wesen voEn meiner Jugend an, als Muͤh und Noth gewesen? so lang ich dencken kan/hab ich so manchen E e werde, was du mir zugebracht: mach iooß Jo b in ein Gast auf Erden, und hab hier keinen Stand. Der Him⸗ V Sae sei Sohn. n Würde leg bi WleThron, wie must Mhinwas für Wehu Wazfür Fuvcht un Wieigarmes Hettzr Diesrommen hei Uhlengen fort undf Ait Ovälenden! sse zogen hin u Tut worimmer gr. Vsie nieder legt boh. „Ichhabe mich en Hadläck undeeide Aihenats oichegr AWindurchgehrung druckt das Siegel drauf; nun wart s ich in der Stille, bis daß ich meinen Mlegsehnlwer nicht n Oo ic ich; Wt Leben auc slkichhicht u blei Unhen Zelt. Ich sassen die zu her. Hushohn ale Mas Wthasen wird. a Hepmatist Gchaar del Hl Handen tre sstkechalt, b0 ichtt, Hachdeme Wod Rue ltich Hine hin: * Sterbe⸗ Lieder. 134³ 11 ubenso nnche liebe Nacht,mit Kumer und Hhumech t Soꝛgen des Hertzens zugebracht. Hachtlißeßh Mich hat auf meinen Wegen Mnemuß gunch harter Sturm erschreckt, emauch' Angst erweckt; Verfol⸗ lh ang, Haß u. Neiden, oh ichs gleich behd ichg ucht verschuldt, hab ich doch muͤs⸗ sch aufih n leiden und tragen mit Gedult. hem eg J. So giengs den lieben Alten, an rer Fuß und Pfad wir uus noch glich halten, wenns fehlr an gu⸗ n Rath; wie mußte sich doch Tlnllh shiniegen der Vater Abraham, eh ichn dls ibmsein Vergnͤgen und rechte Wohn⸗Stadt kam. h und Eelh f. Wie manche 12— Buͤrde ch in Adkeh gag Ifaae, sein Sohn? und Jacob, er Frelde dissen Wurde stieg biß zum Him⸗ Hlgeih glitz⸗Donner, Wind und Regen hat Wust Mls⸗Thron, wie musste der sich pla⸗ benlbielh Gine in was fuͤr Weh und Schmertz, duch habichu Uwas für Furcht und Zagen sanck turen bessh ast sein armes Hertz? en Le. Die frommen heil gen Seelen, Hehncs segiengen fort und fortund aͤnder⸗ Bahdirhle En mit Ovälen den erstebewohnten Hut; sie zogen hin und wieder/ ihr Sthelwiiull Keutz war immer groß, biß daß der Lumit birkithe Lod sie nieder legt in des Gyabes Hrachtva Schooß. I. Ichhabe mich ergeben in glei⸗ bes Blück und Leid, was will ich hes⸗ leben, als solche grosse Leut? es gaß ja durchgedrungen, es muß ge⸗ lten seyn! wer nicht hat wohl ge⸗ I uingen geht nicht zur Freud hinein. . So will ich zwar nun treiben gein Leben durch die Welt doch Umden Zelt. Ich wandre meine Uraffen/die zu der Heymath fuͤhrt/ Imich ohn alle Massen mein Va⸗ 2, ist trösten wird. %. Mein Heymat ist dort droben, da lerEngel Schaar den grossen Herr⸗ sher loben der olles gantz und gat seinen Händen traͤget, und fuy Iund für erhalt, auch alles hehtund Her, nachdemis ihm wohlgefaͤlt. 0. Zu den steht mein Verlangen, Httolt ich gerne hin: die Wels bin inck ich nicht zu bleiben in biesem ich durchgangen, daß ichs fast muͤde bin. Je langer ich hie walle/ie wen⸗⸗ ger find ich Lust, die meinem Geist gefalle; das meist' ist Stanck und ust. 11. Die Herberg' ist zu boͤße der Druͤbsal ist zu viel, Ach komm/ mein Gott lund loͤse mein Hertz, wenn dein Hertz will, komm,/ mach ein see⸗ ligs Ende an meiner Wander⸗ schafft, und was mich kraͤnckt, das wende durch delnen Arm und Krafft. 12. Wo ich bißher gesessenist nicht mein rechtes Hauß; wenn mein Ziel ausgemessen, so trett ich denn hinaus, und was ich hie gebrauchet⸗ das leg ich alles ab; und wenn ich ausgehauchet, so schayrt man mich ins Grab. 13. Du aber, meine Freude l du meines Lebens Licht, du zeuchst mich/ wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht; ins Hauß der ewgen Woͤnne, da ich stets Freuden⸗voll, gleich als die helle Sonne, nachst andern leuchten soll. 14. Da will ich immer wohnen, und nicht nux als ein Gast, beh de⸗ nen /die mit Cronen du aus geschmuüͤ⸗ cket hast: da will ich herrlich singen von deinem grossen Thun, und frey von schnoͤden Dingen in meinem Erbtheil ruhn. (Iaog.) Aus Psalm 90. Mel. Ach lieben Christen seyd ꝛc. Ottl unsreZuflucht fuͤr und fuͤr/ eh denn die Berge fiunden: eh noch die Welt mit aller Zier denAn⸗ fang hat gefunden, so bist du SOtt von Ewigkeit„ und wirst auch uher alle Zeit in Ewigkeit verbleiben. 3. Du heist die Menschen sterben gehn/ denn sie sind glle Sunder/und ruffest, wenn sie auferstehn kommt Wieder, Menschen⸗Kinder ja tau⸗ send Jahre kominen dir, als wie ein Tag don gestern fuͤn, und wie die Vacht vergangen, ö 3. Wir fahren wie ein Strohm da⸗ hin, undwie ein Traum heyschwin⸗ bet; wie man das Orgß sisht heute hluͤhn, 143 Sterbe „Lieder 1344 bluͤhn, und morgen nichts mehr fin⸗ det: so welcken wir und fallen ab, der Tod wirfft uns verdorrt ins Grab, so bald der Abend kommen. 4. Dein Zorn macht, daß wir so vergehn, dein Grimm macht uns zu nichte; denn unsre Missethaten siehn fuͤr deinem Angesichte. Drum fahren unsre Tage hin, dein Zorn beist unsre Tage fliehn, nur so, wie ein Geschwatze. 1 5. Wenn unser Leben sieb'ntzig Jahr, auch endlich achzig waͤhret, so iflo, da es am besten war, mit Muͤh und Angst beschweret. Es faͤhrt da⸗ hin,/als floͤhen wir, wer aber fuͤrchtet sich fuͤr dir ꝰ wer glaͤubts, daß du so zuͤrnest? 6. HErr lehr uns dencken an den Tod/ weil wir doch sterben muͤssen, und gieb uns Klugheit in der Noth, eh wir die Augen schliessen. ErfuͤllRuh der Armen ihr Begehr, und kehr dich wieder zu uns herʒ sey deinen Knech⸗ ten gnaͤdig.— 2. Erfuͤll uns fruͤh mit deiner Gnad, so wollen wir dich preisen, und Lebenslang vor solche That dir Danck und Ruhm beweisen. Er⸗ sreu uns wieder nach der Noth/ und plag uns nicht biß in den Tod, weil wir so lange leiden. 8. HGrr zeige deinen Knechten hier die Wercke deiner Güte, so opffern unsre Kinder dir ein dauckbares Ge⸗ muͤthe. HErr, unser GOtt! wir bit⸗ ten dich, sey freundlich, foͤrdre gnaͤ⸗ diglich die Wercke unsrer Haͤnde. (1206.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Di Grab ist dal hier seht mein Bette, da ich den Tod umar⸗ men soll, ach! wer sich gut gebettet haͤtte, der schliesse sanfft und ruhte wohl. Man dencket gar zu wenig dran/ daß man so leicht lich sierben an. 2. Das Grab ist da! so heist es im⸗ mer, wir gehen ein, wir gehen aus, merʒ Begvemt. man sich am besten hieh, so weiset uns der Tod die Thuͤr. 3. Das Grab ist da offt bey di Wiegen/ wie manches Kind gruͤst kaum die Welt? so muß es schonin Sarge liegen, dieweil der Tod nicht Ordnung haͤlt, und alles ohn Erhaß uicht. e sey zeitig odg 4. Das Grab ist da! die besten Jah re sind auch des blassen Todes Rauz Der wirfft den Staͤrcksten auf di den Staub; ein jeder Schritt, den man vollbracht, naht sich mit un zur Grabes⸗Nacht. 5. Das Grab ist da I so bald wir al ter, so gehn wir auf den Kirchhos zu Die Glieder werden immer kal ter, und sehnen selbst sich nach dei uh. Denn Sterben ist der fest; Schluß/der junge kan, der alte muf 6. Dos Grab ist dal was sollt ich waͤhnen, daß es noch ferne von mit sey? denn man begraͤbt ja den und ienen/und jeder muß an diese Reyh wie manchen legt man auf die Bahr der jünger und gesuͤnder war. 2. Das Grab ist da! icht will mit Busse dahin stets meine Wallfahrt thun. Ich falle dir, mein GOtt sin Fusse/ach laß mich nicht in Suͤnden ruhn. Wer Suͤnde mit sich nmmt ins Grab, stirbt dir und auch dem Himmel ab. ‚ 8. Das Grab ist da l wo michs soll laben, so muß ich auch im Glauben mich in meines JEsu Wunden gra⸗ ben: mein Heylandl ich umfasse dichz denn du bist meines Todes Tod/steh bey mur in der letzten Notbh. 9. Das Grab ist da! mein kurtzes Leben soll kuͤnfftig desto froͤmmer seyn; denn nur nach Pracht und Reichthum streben, setzt einen kah⸗ len Leichen⸗Stein. Die Grabschrifft/ die die Tugend graͤbt, macht, daß man auch im Tode lebt. die Welt ist wohl ein schoͤnes Zim⸗ 10, Oas Grab ist dai kein.0 doch aber ein verborgnes Hauß Bahre/ und legt den Schenfeni eeuch wgß 66 HUmmel öhrt mi⸗ Ven nichtꝰ enahet Himmel, wer! Icl Hette bricht, lackich nicht daf Vonir zur Himme I. Das Grab istda Ehte mit meinem loh. Wie, wann, Laschterdie Zeit wil Hbbn/ doch ich hin it, s Grab fey na Het. I. Oos Grab ist da Onb. IIch ill mic Ailen, daß ichhen hzich binein Men I. das Grab ist dal 05)IT.Mel. Je dt mein Se . Oottl laß der Lle Folge bu dem chuut nicht einma Michtiokeit der llachtigkeit der Ze Er Himmel werder bigkeit. 3. Da du deinen du deines Hehl. für deine Schu ETroster haftgef Les wibstdu hhiffen facen gehn„e Waucheln mü lichte sehn. sen, 2 Tiunck du gleie sch, wust hu hier t Tel, wol II 1 B 45 Sterbe⸗ Lieder. 1346 Wrrenehn gerümmel stoͤhrt mich bey den Ge⸗ n e acken nicht? ie naͤher Grab, ie naͤh⸗ odie Ehät. Ir Himmel, wer weiß wie bald t e gein Hertze bricht, und doch er⸗ e Audgl Fhreck ich nicht dafuͤt, mein Grab nuß el schen kird mir zur Himmels⸗Thuͤr. AIder Tebneh zu. Das Grab ist da! ich steh viel⸗ Wugehn En lichte mit meinem Fuß darinnen r seh itinh chon. Wie, wann ichs heute noch dreichteꝛdie Zeit will Fluͤgel⸗schnell diebesen Jih Rvon, doch ich bin immerdar be⸗ ssen TodesRuh rtit, das Grab sey nah, es sey auch Hrckßen auf Uil weit. en Schnien I2. Das Grab ist dal weg Eitelkei⸗ Scrit An! bey euch vergißt man nur das Usich mitu Hrab. Ich mill mich taͤglich jo be⸗ o bm ich MS uch 0 bancs hab z ich bin ein Mensch, so heist es 1Hf9 das Grab ist da! das Erab ist da. Iden immerkl(06.) J. T. Mel JEsus,JEsus, n. lhf sich uuchk Leuch, mein Seelgen, auf zu ben if der sh Gott! laß der Welt ihr Unge⸗ auder altem A was sollti ch strut von E zrabt ja denuu un diese Rg maufdit Bih Adet wer. seh nur nicht einmahl zuruͤcke: Fuͤr de Nichtigkeit der Erden, fuͤr die lluͤchtigkeit der Zeit, soll dir nun ka akeit. werden mit der langen Ewigkeit. ö 2. Da du deinen Schoͤpffer siehst Aunndi du deine⸗ Heylandes Wuaden, i 0 der fuͤr deine Schuld gebuͤßt, und mune Dullehöden Tröster hast gefunden. Alles, ein lalles wirst du wissen, wo wir hier in chein SIFunckeln gehn, und im finstern u sich uinnraucheln müssen, wirst du in dem undauchhnRLichte sehn. ö Trunckst du gleich den Thraͤnen⸗ Wrenich Hach, must du hier viel Angst⸗Brod eden, wohl dir! all dein Ungemach slüt du ewiglich vergessen: Denn omseseRdich will dein GOtt vergnuͤgen, nach Te ih mancher Jammer⸗ See: O wie Nuth. lnffte wirst du liegen in dem ISchooße Abraha! 1. K. Biß der grosse Tag anbricht da drwirst den Leib anzehen, und dein e Pohes Angesicht wieder aus de, Er⸗ rahsch de blühen: Eile, JEsu! mit Ver⸗ üngen, mit Verlangen wartich . Tein, laß mich doch dich bald umfan⸗ unes Rn, o du liebstes Jesulein. cke: Folge du dem frommen Loth, Tod (1207.) Mel. O Gott du frommer Gott. Woe bitter ist der Tod wenn oLeib und Seele scheiden: das ist ein harter Both, der nicht will Aufschub leiden. Doch seht ihn nur recht an, er fuͤhrt uns aus der Noth, daß man auch sagen kau: wie suͤß ist doch der Tod! 2. Wie bitter ist der Tod? er kom⸗ met von der Suͤnde. Wenn uns sein Stachel droht, verwelcken wir ge⸗ schwinde: doch wer in Busse stirbt, mit dem hat es nicht Noth, wenn er nur Gnad erwirbt: wie suͤß ist ihm der Tod! 3. Wie bitter ist der Todꝛ man muß die Welt verlassen, wer heute Rosen⸗ roth, kan morgen bald erblassen; jedoch, was sind wir hier, nichts als nup Erd und Koth/ dort bluͤhn wir fuͤr und suͤr: Wie suͤß ist doch der 4. Wie bitter ist der Tod? so mag der Heyde sagen. Hier eß ich Aschen⸗ Brodt, und muß mit Weinen kla⸗ gen; doch durch den Tod geh ich zu Zions Gast⸗Geboth, da labet JEsus mich: wie suͤß ist doch der Tod! 5. Wie bitter ist der Tod? doch will ich mich begvemen, mein Gott, auf dein Geboth, den Weg mit ihm zu nehmen. Ich sterbe wenn du wilt, komm nur, HErr Zebaoth? der Schlaf des Todes Bild: wie suͤß ist mir der Tod! (1208.) B. 8S. Mel. Freu dich sehr, Omeine ꝛe. Ch HErr lehre mich bedencken, A daß ich einmahl sterben muß, lehre mich die Sinnen lencken an den letzen Lebens⸗Schluß. Stelle mir mein Ende fuͤr/und Erwecke die Begier mich noch bey gesunden Zei⸗ ten auf das Grabmahl zu bereiten. 2. Endlich muß ein Licht verbren⸗ nen/ endlich laufft der Seiger aus, also muß ich wohl bekennen, daß ich dieses Leimen⸗Hauß endlich auch U“n geseeg⸗ meee.eee eeeeett)òꝰôB gͤę ῦöhhhggcggꝰng R... 134⁷ Sterbe⸗Lieder 7 seegnen muß, denn es ist der alte Schluß: Menschen, als des Todes Erben/muͤssen auch im Tode sterben. 3. Wenn wir kaum gebohren wer⸗ den, ist vom ersten Lebens⸗Dritt biß ins kuͤhle Grab der Erden, nur ein kurtz⸗gemeßner Schritt. Ach! ein ieder Augenblick geht mit unser Hrafft zuruͤck, und wir sind in iedem Jahre allzureiff zur Toden⸗Bahre. 4. Und wer weiß in welcher Stun⸗ de uns die letzte Stimme weckt; denn GOtt hats mit seinem Munde keinem Menschen noch endeckt: wer sein Hauß nun wohl bestellt, geht mit Freuden aus der Welt, da die Sicherheit hingegen ewigs Sterben kan erregen. . Predigen doch meine Glieder taͤglich von der Sterblichkeit. Legf ich mich zur Ruhe nieder, zeigt sich (1209.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛ60 Mernn GoOtt, ich weiß wohl, daß ich sterbe: ich bin ein Mensch⸗ der bald vergeht/ und finde hier kein besteht: Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht seelig sterben kan. 3. Mein G0 T, ich weiß nicht, wenn ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin; wie bald zerbricht doch eine Scherbe? Ein Bluͤmgen kan ja leicht verbluͤhn: Orum mache zur Ewigkeit. . Mein GOtt, ich weiß nicht wie ich sterbe; Dieweil der Tod die Wege haͤlt Dem einen wird das Scheiden herbe, wenn sonst ein andrer fanffte aͤllt. Doch wie du wilt, gieh, daß dabey mein Ende nur vernuͤnfftig mir das Leichen⸗Kleid. Denn der sey Schlaff stellt fuͤr und fuͤr seinen Bruder Tod mir fuͤr, ja das Bette will mir sagen:so wird man ins Grab getragen. 6. Drum mein Gott, lehr mich bedencken, daß ich niemahls sicher bin: will die Welt mich anders len⸗ b cken, ach so schreib in meinen Sinn, du must sterben Menschen⸗Kind, daß mir alle Lust zerrinnt, die mir sonst in eiteln Sachen kan den Tod geringe machen. 7. Laß mich nicht die Busse spah⸗ reu, biß die Kꝛanckheit mich ergreifft, sondern bey gesunden Jahren, ehe sich die Suͤnde haͤufft, Taß mich taͤg⸗ lich Busse thun, daß das allerletzte Nun, mich befreyet von der Suͤnde und mit dir versoͤhnet finde. 8. Nun, mein GOtt, du wirst es machen, daß ich froͤlich sterben kan, ich befehl dir meine Sachen, nimm dich meiner Seelen an. Deines Sohnes theures Blut komme mir alsdenn zu gut, daß mein letztes Wort auf Erden JIEsus, JEfus, moͤge werden. ey. 4. Mein GOtt, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab verdeckt; Doch wenn ich dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich auferweckt; So nehm ich leicht ein Stellgen ein, die Erd ist allenthal⸗ en dein. ö v. Nun liebster GOtt, wenn ich ja sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, den ich mit Christi Blute faͤrbez und hab ich den im Glauben hien, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wenn/wo und wie ich sterben soll. (1210.) B. S. Mel. Wer nur den lieben Ott ꝛc. Iqe will mit meinem JEsu ster⸗ ben, sein Oelberg ist mein To⸗ den⸗Bett; So heist mein Sterhen kein Verderben, denn JEsus hat ein Wort geredt, das kommt mir mehr als einmahl ein: Wo ich bin soll mein Diener seyn. de/ den ich bestaͤndig hier begehrt; Der auch nun in der letzten Stunde den besten Schlaff⸗Trunck mir ge⸗ waͤhrt. Daß mir der Tod kein Mara heißt/ wo dieser Jesus/Zucker fleußt, 3. Ich 1348 ½⁰ fo schmeck ich R Oenn husten Schnetzen Wulrancken Brüst: solches Erbe, das ewig in der Welt al mich nur stets bereit hier in der Zeit 2. Ich babe JEsum in dem Mun⸗ . —— — hute mehr wird s⸗ och wein Hetz alle 4 ch habe Xsut Plird mein Trof Ues mein Seufftz OD- mein Sterhe: Iac, mein Grab ein Hahn, mein Sarg ih, Wrutn hyß ich es ein Ie Palmen funden h ieht schlaffen ka vud nicht don mür hufeiner Asche st 6, ch habe Es RulwoIhu schon gͤffet mich kein X geht die Sonn Rumh sind iu seine Wßromen guch de Ahobt JEsum sahgt, der meine! ch. Die ihr mit' hahet, die mache eichdas Wiederse nein Isus mein: (l2lI) M. Was GOtt Eh weiß daß m las solte mi Vehhwir herTod vn 0 ich mein Grat uchdg 95 Heben 3. Dieschtkartze uhl, des Lchet Oman im Kerck uttr Wurm⸗Ge ö ese s der Herden. Erdeniu Bön, daf vuf nit egem 53⁴0 Sterbe⸗Lieder. 137⁰ 3. Ich habe IEsum in dem Her⸗ Ottit En so schmeck ich schon die Him⸗ els⸗Lust. Denn bey dem aller⸗ goͤsten Schmertzen ruht JEsus in Er krancken Brüst: und wenn kein Del dertze mehr wird seyn, ist JIEsus loch mein Hertz allein. 4. Ich habe IEsum in dem Tode, nicht wird mein Trost mein sanffter Augenbich Vest, mein Seufftzen eine Sleges⸗ leld metbrich de, mein Sterbe⸗Tag ein Engel⸗ En Vlüman gest, mein Grab ein grüner Lorber— Drum math Haͤyn, mein Sarg ein Kasten Noaͤ hier in derge styn. F. Ich habe JEsum in dem Grabe, drum heiß ich es ein Canaanzwo ich die Palmen sunden habe, darunter sch ietzt schlaffen kan. Mein Goel Uird nicht von mir gehn, und einst auf meiner Asche stebn. 6. Ich habe Esum in dem Him⸗ nel wo ihn schon meine Seele kuͤs, dn aͤffet mich kein Welt⸗Getuͤmmel/ da geht die Sonne nicht zu ruͤst: drum sind in seines Vaters Reich die Fromen auch den Soñen gleich. 7 Habt JEsum die ihr mich ge⸗ Ubet', der meine war, den laß ich auch. Die ihr mit Thraͤnen mich be⸗ grabet, die mache GOit an Troste neinen Heistu keichꝛdas Wiedersehen habt ihr dort a nein JEsus mein und euer Wort. Buutefithe(au.) B. S uuwil Mel. Was Gott thut das ist ꝛe. uben sill. J weiß daß mein Erloͤser lebt, 1 was solte mir denn grauen? Iben SOttu nenn mir der Tod vor Augen schwebt ei eUnd ich mein Grab soll bauen. Er eneinenkebt gewiß, und ich weig diß, er kan Ten mir auch das Leben im Tode wieder⸗ Sterh a geben. 3. Die schwartze Grufft erschrecket wohl, des Todes Nacht ist finster. Vo man im Kercker ruhen soll, sind nuter Wurm⸗Gespinster. Doch ist bey mir nur JEsus hier, so muß die Last der Erden zum sanfften Bette werden daß ich die Wuͤrmer Trunck mix Luund e. 3. Laßt seyn, ö Ted kein 370 nuß mit meinem Cleische speisen. Zu feufh Zucke 1 Heiß nicht wi Tod die Bege ddas Scheiden nandrer sanffe wilt, gieb, daß nur vernuͤnffth veiß nicht w get Sand meiln ennich dieses e Hand mich hu ich leicht ei r. is allenthal At/ wenn ich i Es bringt mir keinen Überdruß denn JEsus kan erweisen, daß Asch und Staub, wie gruͤnes Laub zum Leben wird erstattet: wenn er uns uͤberschattet. 4. Die Suͤnde wird ins Grab ge⸗ legt, wir sterben in dem HErren, weil er des Todes Schluͤssel traͤgt, kan uns niemand versperren:so bald er rufft springt unsre Grufft, und wir sind so erlesen, zum Wesen durchs Verwesen. g. Drum wißt ihr andern, was ihr wollt, wißt, wie ihr reich sollt wer⸗ den, wißt, wie ihr hoͤher steigen sollt wißt alle Lust der Erxden. Gnug, daß ich diß weiß so gewiß, wenn mich die Welt vergraͤbet, daß mein Erloͤsßer lebet. (1212.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Ch lieg und schlaffe gantz mit Frieden, denn du allein, HErr, hilffest mir: Die Wohnung, die mir nun beschieden, stellt eine sichre Kammer fuͤr. Mein Grab muß mir ein Bette seyn; O wie so sanffte schlaff ich ein. 2. Ich lieg und schlaff in JEsus Armen, er druͤcket mir die Augen zu⸗ mich uͤberschattet sein Erharmen, und seine Lieb ist meine Ruh. War auch mein Grab wie Jacobs Stein, so schlaff ich dennoch lieblich ein. 3. Ich lieg und schlaff, mein Hertze wachet, die Seele schauet VEsum an der meine Beine grunend machet/ so bald er schwengt sein Lebens⸗Fahn. Denn wird mein Glaube schauend seyn, indessen schlaff ich sroͤlich ein. 4. Ich lieg und schlaffe nun im stil⸗ len/ stoͤhrt mich mit eüren Thraͤnen nicht: beruhigt euch in Gottes Wil⸗ len, ihr,denen ietzund Weh geschicht. Dort werden wir vereinigt seyn: nun gute Nacht! so schlaff ich ein. (1213.) U Mel. Freu dich sehr O meine ꝛe. Ch wie freu ich mich zu sterhen, wenn es meinem Gtt gefaͤlt. Un denn E— ————— —— 135¹ Sterbe⸗vieder. 135⁷ denn es bluͤhet nur Verderben in der Elends⸗vollen Welt. Unser Leben voller Leid, voller Thraͤnen unsre Zeit. O wie seelig! wer gestorben, der hat Besserung erworben. 2. Oeffters sucht man ein Vergnuͤ⸗ gen, und trifft doch nur Jammer an; was sich soll zur Freude fuͤgen, fuͤhrt nur auf die Dornen⸗Bahn. Alle Lieb und Treu ist tod, und statt de⸗ ren wird die Noth alle Stunden neu gebohren, daß wir gantz zur Pein erkohren. 3.Lieber GOtt! mach es ein Ende, wenn es gut und seelig ist. Reiche mir die Varer⸗Haͤnde in der letzten Todes⸗Frist: ach! wie wohl wird mir doch seyn, wenn ich werde schlaf⸗ sen ein; doch soll es noch laͤnger waͤhren, wirst du, HErr, Gedult be⸗ schehren. (214.) B. 8. Mel. JEsus meine Zuversicht. Sussen Schlaff und sanffter Tod, wollt ihr nun einander kuͤssen, und zugleich mit meiner Noth, auch die müden Augen schliessen 1 laßt mich eh es wird geschehn, nur noch einmahl IEsum sehn. 2. Lebens ⸗Fuͤrst des Todes Tod! es wird schwartz um mein Gesichte. Deiner Wunden Abend⸗roth macht mir aber alles lichte: wird mein schiffen: denn mein Ruder ui allein meines JEsu Creutze seyn. 6. Welt ich kenne dich nicht mohn ist unter deiner Decke. der vor Sodoms Frucht Edens susf Trauben sucht. 7. Meine Lieben! weinet nicht; Gott hat mehr als Mutter⸗Liche, dencket, wenn das Hertze bricht, daß wir folgen GOttes Triebe; billiht des Hoͤchsten Rath, er giebt A auf Thraͤnen⸗Saat. 9. Gute Nacht all meine Freund! last mich meinen Theil nur erba, weil die Todten seelig seynd, die nul in dem HErren sterben: denn sse ruhn von Ungemach, ihre Wenst folgen nach. (I2Iy.) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt Ieh steh mit einem Fuß im G Vbe; es ist um einen Schritt g⸗ than, so leg ich meine Huͤtten abey di nichts als Schwachheit heissen kan drum sey mir stets ein Wort bewust gedencke, daß du sterben must. 2. Dem Menschen ist ein Ziel gest⸗ tzet, und da wird auch nichts andeln draus: wenn man am sichersten sich schaͤtzet, soist dergebens⸗Seiger alls Mittag gleich zur Nacht, du hast Tag daraus gemacht. 3. O wie kuͤhlet mich dein Blut, da die Hitze mich verzehret, das ist Oel in meine Gluth/welches Glaub und Hoffnung naͤhret: daß mein kleines Tacht noch glimmt, ob es gleich im Tode schwimmt. 4. Du giebst mir dein Himmel⸗ brod noch einmahl in dieser Wuͤsten also schmeck ich keinen Tod an den teichen Gnaden⸗Bruͤsten: und ein Trunck aus deiner Seit zuckert alle Bitterkeit. Weg ihr Baͤche Belial! hier wo IJEsus Wunden trieffen, uͤber euren drum schreib ich stets in meine brusß gedencke daß du sterben must. 3. Wie mancher ist voꝛan gegangein wer weiß, wenn ich ihm folgen muß Der Tod giebt offt den frischen Wangen gantz unveꝛhofft den kalten Kuß,drum weg mein Hertz mit eitl Lust, gedencke, daß du sterben must. 4. Wohlan! so will ich taͤglich ster ben, daß ich nicht ewig sterben muß. Ein Kluger fliehet das Verderben, und macht ihm diesen festen Schluß O Mensch*in allem was du thust/ gedencke, daß du sterben must. (1216.) B. 8. Mel. Meinen JEsum laß ich ꝛe. Wasser⸗Fall kan ich ohne schiffbruch Irscben so leb ich auch, denn sein Leben ist mein Leben; er hat mit Weifen Hauchhi tgeben: minm ih, eypoleb i weil ich schon den Himmel schmetkh hh,s deine Huͤlsen sind nur leer, Schahn Sobldassneer Taufe hnin mr iü um Christen⸗O. Rhölcht ichs slcher Natür/ Leb shk, Wuls lebt„ chts, der mich fest shet Haubser diefem Iei Hettdos Leb tundeaft is se und fůr. Islglebt, Hrum Asbeh dit mehr Te Achehh heine Lustg Hhthels sich begel scht.der, Wenn er sti Abokt etwirbt. Mhug lebt, nun chin sus Se Mlit wird mich Esus lebt, le, pofahrich hin, d hin. (0½. Mel Wer! Wystehen steto be/ ein ieder s hahin, Doch: scllkhabe, gieb deh Sinn. Aarnahl bedeckt, Mcgesteckt. Oo muß man len, das Grab ist ohinwirun del, ehn wir de h. Bey jeder e Mhilgtahlunf hul IIf Wohlöe schh.d 4 4 1 Triebe; Hilg gieht i ach/ ihre Wah B.S. En lieben Eott Iem Fuß im On eimen Schritth HAtten ahah V IT heh enall Sterbe⸗Lieder. 135⁴ n. . JEsus lebt, ich bin sein Glied Ihon in meiner Taufe worden! weil sin Wesen in mir bluͤht, schreib ich Iich zum Christen⸗Orden ich bin Httlicher Natur, lebe doch in JE⸗ nn k. 3. IEsus lebt, mein Glaube srichts, der mich fest mit ihm ver⸗ ndet! ausser diesem hab ich nichts, mein Hertz das Leben findet. Er Hal st Krafft und Safft in mir, lebet in Hir fuͤr und füͤr. .JEsus lebt, drum weg, o Welt! heil bey dir mehr Tod und Lehen; helchem deine Lust gefaͤllt, hat des Himmels sich begeben; der lebt echt, der, wenn er stirbt, JEsus Le⸗ en dort erwirbt. Esus lebt, nun komm/ O DTod! Rich in JEsus Schooß zu setzen: lorten wird mich keine Noth wo W Henoft rben must mis ein Zielgst andi sschenserfff in mej Hen must m folgenß ben ftisch eunll hs Apichs nacht/ Vein Esus lebt, verletzen. IEsus sbt, so fahr ich hin, wo ich ewig le⸗ end bin. 2/) Mel. Wer weiß wie nahe ꝛc. ts bey unsern Gra⸗ 411 itt bringt Sahlat ins dahin, Doch wo es Gott be⸗ Hehait simmet habe, giebt er noch keinen , n den Sinn. Den Platz/ der uns Iugeglhlh kinmahl bedeckt, hat er allein nur Ir stehen ste he/ ein ieder Schr UMsgesteckt. 2. So mu Ken/ stehn Rah. Bey jeder Erde faͤllt ung ein sier liegt wohl unser Leichen⸗Stein 3. Wer wolte nun sein Grab ver gessen, w steht vie hemessen/ be geht, der i 700 6man aller Orten den⸗ h en/ das Grab ist da, das Grab ist le da wohin wir unsern Fuß nur leu⸗ ehn wir den lezten Hauße wenn er bey audern Graͤhern leicht ist schon der Platz bey dem er ietzt voruber hn bald denen gleiche die biß hieher ihr Ziel ge⸗ hacht. 4. Wer klug ist denckt bey jedem an mir. Ich bin ein Mensch wie je⸗ ner war, was ich sehn werde stellt er ar. 5. HErr der du uͤherall die Erde zů unsern Gruben hast beschickt/ gieb daß ein jeder weise werde, wenn er ein frembdes Grab erblickt, und da⸗ hin taͤglich sey bedacht/ wie er sich dazu fertig macht 6. Wit geben Melen das Geleite, was gestern anderen geschah, das wiederfaͤhrt vielleicht uns heute, das Grab ist da! das Grab ist da! So lencke du nun unsern Sinn, bestaͤndig zu dem Grabe hin. 7. Hilff daß wir alle Lust begra⸗ ben, die uns das Grab erschrecklich macht/ und JIEsum stets in Hertzen haben, bey dem man auch im Grabe lacht, laß sein Grab unsre Ruhe seyn, so schlaffen wir geruhig ein. (1218.) Mel. Hertzliebster VEsu was ꝛc. Me IEsus koͤmmt/mein Ster⸗ ben ist vorhanden, ich werde frey von dieses Leibes Banden, wie soll ich aber wohl und seelig sterben⸗ dein Reich ererben? 0 2. Wie du, mein JEsu, bist am Creutz gestorben/ u. hast dadurch das Leben uns erworben, so laß auf dei⸗ nen Tod mich auch abscheiden, zu deinen Freuden. 3. Und was du noch zuletzt hast aus⸗ gesprochen, und deines Vaters Hertz damit gebrochen, das will ich dir/ in⸗ dem die Augen brechen„ getrost nachsprechen. 4. Bergieb, O Vater, denen die mich hasfen, die wieder mich Neid⸗ Eifer ausgelassen,vergseb doch,weil die Feinde nicht verstehen, was sie beschen⸗ ö Vergieb auch mir, O Bater alle Suͤnde, und was ich jetzt noch Boͤses an mir sinde, ich bin von Fleisch und blut offt ubereilet, won diy getheilet An 3 0 6, Ich 7 . 1355 Sterbe⸗Lieder. 135⁰ 6. Ich habe JEsu, Seele/ Leib und Leben, in meinem Testament dir übergeben, du wirst die Meinen auch heut oder morgen hier wohl versorgen. 2 den/ behuͤte sie fuͤr Suͤnden, schmach und Schanden, du wirst, OVater diesen meinen Willen an mir erfül⸗ Len en. 3. Darauf wend ich mein Hertz von dieser Erden, dein Paradieß, das soll mir oigen werden, dein Paradieß, das schoͤne, das wird heute mir stehn zur Beute. 2. Ach JEsu, zeige mir ietzt deine Gute, gieb mir ein Himmeldringen⸗ des Gemuͤthe, daß ich ergreiffe zum Genaden⸗Lohne die schoͤne Erone, 10. Zwar Hoͤlle, Teufel fangen an zu qvaͤlen, und streben mir nach mei⸗ ner aemen Seelen, weil ich dein Wort in dieser Suͤnden⸗Huͤtten hab überschritten. II. Ich aber will die Seufftzer tief⸗ fer fassen, mein GOtt, mein GoOtt, du wirst mich nicht verlassen, die⸗ weil du selbst von GOtt verlassen hingest, und mich umfingest. 12. Mein Hertze duͤrstet nach dir, und ich aͤchtze, ich seufftze nach dem Himmel, ach ich lechtze nach dir mit grossen Durst, ich Armer, du mein Erbarmer. I. Ach laß mich nicht in meiner Noth versincken, laß mich die Krafft aus deinen Wunden trincken, ich dueste wie ein Hirsch, laß dich erbli⸗ cken, mich zu erqvicken. Ich uͤbergebe sie zu deinen Haͤn⸗ ne Haͤnde, O JEsu, lose nun do Leibes⸗Bande, ich bleibe dir,ich stek, be deinem Nahmen: JEsu sprih Amen. (1219.) B. S. Mel. JEsus meine Zuversicht. Immel⸗an erloͤßter Geist! laß edie morschen Glieder liegen, di dich ietzund sterben heist, baut in Tode dein Bergnuͤgen. Gieb dz Erden gute Nacht, hier geweines, dort gelacht. 2. Fluͤgel her lihr Engel eilt, tragt mich durch den Tod ins Leben; achy daß JEsus doch verweilt, mir dit Losung bald zu geben: meine Sesz le wuͤnschet fort: Laͤnger hier, m spaͤter dort. 3. Süsser Tod! mein Artzt, komm her, gieb den letzten Stoß zum Heu⸗ zen sterben, erben, mein Begehn, — lindert alle meine Schmertzen: weil ich schlaff in JEsu ein, muß daz Grab mein Himmel seyn. 4. JEsus kommt, O wohl mit nun! sey willkommen mein Verlan⸗ gen: O wie sanffte werd ich ruhn/ da ich deinen Kuß empfangen, del die schwartze Todes⸗Nacht mir gzum Hochzeit⸗Tage macht. . Seelen⸗Freund ich folge dir/ denn me deine Liebe suchet mir auch im Gra⸗ be liebzukosen. Ich begehr bey dit allein eine Sulamith zu seyn. 6. Gute Nacht! nehmt meinen Kuß, die mit Blut und Muth ver⸗ bunden; was ich hier geseegnen muß, das wird dorten wiederfun⸗ 14. Jetzt koͤmmt der Trost, mein Hertz hat sich gelabet, JESu mit deinem Blut bin ich begabet; es ist vollbracht, was uͤbrig ist gewesen, ich bin genefen. 15. Nun ist vollbracht mein Lei⸗ den, Creutz und Jammer, mein schwacher Leib schlaͤfft sanfft in sei⸗ ner Kamer, und wartet nur biß IE⸗ sus diese Glieder mir giebet wieder. 16. Ich lasse dir den Geist in dei⸗ den; denckt, mir wird nach GOt⸗ tes Rath/ stets zur Wohnung GSt⸗ tes Stadt.(1220. Nel. Wer weiß wie nahe mir ꝛc. ICh weiß,es wird meinEnde kom⸗ men, doch weiß ich nicht wo, wann und wie, vielleicht werd ich der Welt entuommen, heut Abend oder morgen frůh, vielleicht ist auch mein Ziel bestimmt, eh diese Stund ein Ende nimmt. mein Fuß tritt nun auf Rosent H.—— Ws ales kan m Wchdeß genlß, te Hünden od hilfft mir; wah ich was fterbl hichwaeunverme 3 ch eiß aus G Llatte, doß mir de od, er ist mir; Ohuth, ein Biel un Fthren anffter A Ihlt/ wenn ich d Hlht. 4. Otum wattich Wͤlangen, diß mi. Velt entrückt, mi. chihmenpfangen u IWBothenichsckt de Ah Hümmel tyeist, Vltfüͤhrt meinen. aah nur HErr Il Esl ehren Glaub Yllt sie gus diese I gus der schn chh, ach mache! llt zur Reise ng 6 Achl hilff, da Usssn die vpfer Halß, und laß me. shllesen auf dein leh Schmertz, g Thes⸗Pein mein 4 hseyn, . Hetr IEsu Lben, sieh mix: Fanof heh, dau en Vaderden, Ha ngth, Voer Welt, tpie Oiegefällt —— Vom June (21.) 2. Diß 3.8 4er Geist der liege MI. + Hler „ Houtst Gichse Roth, ei ö 9060 hy ein sanffter Abend/ der mich Lent ühlr', wenn ich des Tages Last 13⁰⁰ , Löse nünd Wlelbedichse s 9—— usiht, 5. Ich weiß aus GOttes theuren He Eugel eilt, reh dius Leben; erweilt, mi EEI 0 II 6 Rein Autzt, kont i Stoß zum Htu mein Ene Hichen Begihg genn sie aus dieser Jammer⸗Hoöle Ind aus der schnoͤden Welt soll bereit zur Reise nach derSeeligkeit. 0 2—1 dir opffer ein zerknirschtes Hell/ MH, Hertz, sliehen auf deinen Tod und bit⸗ ern Schmertz, ach laß mir deine Todes⸗Pein mein Labsal, A Leben seyn. chim G hr eydi fusalem Stetbe 6³⁴ Lieder. 1358 Siß alles kan mich nicht betruͤ⸗ Iu, ich weiß gewiß, daß meine Zeit GOttes Haͤnden angeschrieben, Ir Tod hilfft mir zur Seeligkeit, nenn ich was sterblich, abgethan, eh ich was unverweßlich, an. Borte, daß mir der Tod nicht sey In Tod, et ist mir eine Himmels⸗ forte, ein Ziel und Ende meiner gefuͤhlt. . Drum wart ich auch mit Hertz⸗ Verlangen, biß mich der Tod der Belt entruͤckt, mit Freuden will sh ihn empfangen, weil IEsus die⸗ in Bothen schickt/der mir den Weg um Himmel weist, und aus der Welt fuͤhrt meinen Geist. Laß nur HErr JEsu, meiuie See⸗ fuguen, wohl auf: der Braͤutgam koͤmmt I steht auf, die Lampen nehmt! Halleluya! macht euch be⸗ reit zu der Hochzeit; ihr muͤsset ihm entgegen gehn. 2. Zion hoͤrt die Wachter singen/ das Hertz thut ihr vor Freuden sprin⸗ gen, sie wachet und steht eilend auf Vihr Freund koͤmmt vom Himmel praächtig, von Gnaden starck, von Wahrheit maͤchtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm du werthe Cron, HErr IEsu GOt⸗ tes Sohn U Hosianna! wir folgen all, zum Freuden⸗Saal, und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sey dir gesungen/ mit Menschen und Englischen Zungen, mit Harffen und mit Cymbeln schon n von zwoͤlff Perlen sind die Pforten an deiner Stadt, wir sind ein wahren Glaüben ruͤstig stehn, gehn, ach mache selbst mein Hertz 6. Ach! hilff, daß ich mit steten und laß mein Leben mich be⸗ Trost und 7. HErr IEsu laß mich täglich serben/ steh mir im letzten Angst⸗ Kampff bey, dauuit der Tod mir lein Verderden, vielmehr des Le⸗ hens Anfang fry, so scheid ich fröͤlich hon der Welt, wie, wö und wann er dir gefaͤllt. Vom Juͤngsten Tage. (1221.) D. P. M. Wuacher auf rufft uns bie Stim⸗ me der Waͤchter sehr hoch auif der Zinne: Wach auf du Stadt Je⸗ Consorten der Engel hoch um dei⸗ nen Thron; kein Aug hat ie ge⸗ spuͤhrt, kein Ohr hat mehr gehoͤrt solche Freude: deß sind wir froh/ Jo Jol ewig in dulei Jubilo. 1222. Mel Es ist gewißlich an der Zeit. Mensche wer du aluch immer Mist, gedenck in allen Sachen, was dermahleins zukuͤnfftig ist, wie GOtt wird ruchbar machen, und alles das was noch ietzund berbor⸗ gen liegt in tieffen Grund/ zu seiner Zeit entdecken. A. Wir meynen zwar, was bey der Nacht im Finstern ist geschehen, und was in Einfamkeit vollbracht, daß es niemand gesehen, werd im⸗ merdar verschwiegen seyn: kan man der Sonnen Glantz und Schein nur bey der Suͤnd entgehen. 3. Ach! das ist ja sehr weit geirrt⸗ bist du' gleich ohne Sorgen, weil nichts so heel gehalten wird/das fuͤr GOtt war verborgen, als dessen Sonnen⸗Angesicht so hell des Rachts/ als ie das Licht am hellen Mitternacht heist die Stunde: sie ruffen uns mit hellen Munde: wo seyd ihr klugen Jung⸗ lichten Morgen. 4. GOlt siehet in das Hertz hinein, Nnu 4 Hdas 1359 Vom Jüngsten Tage. das keine Sonn erblicket, wenn die⸗ se schon ihr Licht und Schein mit vollen Strahlen schicket; und die Gedancken, die in dir verborgen, schon fuͤr, auch eh sie . Gott will dereinsten mit der Zeit, fuͤr Mensch⸗ und Engel⸗schaa⸗ ren, wenn er uns fuͤr Gericht ent V kommen ihm dich berücket heut, die Rathschlaͤg offendahren, die man aufs heimlichst hat gefuͤhrt! deum solt du thun was dir gebuͤhrt/ O Mensch, und recht verfahten. 6. Denck, was du thust, ist GOtt bekannt, ders auch ans Licht wird bringen: dein Hertz hat JEsus in der Hand, der giebt in allen Dingen genaue acht, und haͤlt es dir und an⸗ dern kuͤnfftig alles fuͤr, denn wird sein Fluch durchdringen. 2Z. O JEsu, hilff, daß ich den Sin n zum Guten allzeit wende, da⸗ mit nicht, wenn es lommt dahin, mein eigen Thun mich schaͤnde: vergieb auch was ich sonst gethan/ und bring es fuͤr Gericht nicht an, am allgemeinen Ende. (1223.) J. G. R. Mel. Freu dich fehr Omeine ꝛc. A erschreckt, ihr Menschon⸗ Kinder! ietzt naht GOttes Tag heran, zittert und erstaunt ihr Suͤn⸗ der denckt was ihr bißher gethan, denckt was euer Hertz veruͤbt, wie ihr euren GOtt betrübt. Ringt ent⸗ seelt die matten Haͤnde, seht ietzt kommt der Welt ihr Ende. 2. Ach! wie bange wird euch wer⸗ den, wenn der Richter aller Welt, ssch sichtbarlich allhier auf Erden, sich zu dem Gericht einstellt schrecklich wird die Zukunfft seyn, schrecklich eure Angst und Pein, Schrecken, Jammor/ Furcht und Zagen, wird die Feuer⸗Flammen euch zusammen. euer Hertz erschrecke nicht. wenn JEsus einst wird kommen, zu dem großen Welt⸗Gericht, alsdenn wird euch seine Hand, in das rechtt aterland, zu dem Brunn des bens füͤhren da wird sich die Furcht, verliehren. Ach so kom̃ doch mein Erloͤey lab mich bald dein Antlitz sehn. Denn die Welt wird immer boser, 5 Sodom gehn! laß mich heut au brich doch an, du frohes Licht! kom ach komm! und saͤume nicht!ach! wie will ich, mein Verlangen, dich mit Hertzens⸗Lust empfangen. 6 Ich will unterdessen wachen, nuͤchtern, fromm und munter seyn. d wollen erst das Hoͤllen⸗Loch, den Ich will, JEsu, meine Sachen, so bey Zeiten richten ein, daß ich in der len⸗ ten Zeit, dich mit grosser Freudic⸗ keit, kan in meine Arme schliessen, und mit tausend Freuden kuͤssen. Von dem Zustand der Verdammten. (1224.) Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Egschrecklich ist es, daß man nicht der Hollen Pein betrachtet; ja/ daß sie fast als ein Gedicht von vis⸗ len wird geachtet, da doch kein Au⸗ genblick vergeht, daß nicht ein Hauff im Sarge steht, vom Würger abge⸗ lachtet. 2. Halt inn, O Mensch, mit dei⸗ nem Lauff, es ist ia leicht geschehen, daß dich gereut der schlimme Kauff⸗ rum bleib ein wenig stehen! Wir — euch ewig, ewig nagen. 3. Hoͤrt wie schon die Wetter saus⸗ sen, Himmel„Welt und Erde bricht, alle Meeres⸗Welleu braussen, Sonn und Mond verliehrt das Licht.Suͤn⸗ der! wie wollt ihr bestehn, wenn diß Pracht hierl wirst in jener finstern Nacht der⸗ gleichen nimmer schauen. 17. Hoͤl⸗ Schwefel⸗Pfuhl, des Satans Joch, mit rechtem Ernst besehen. 3. Merck auf, der du mit großen aͤssest Haͤuser bauen, du 10 Aber seyd getrost ihr Frommen ö 10 10 0 Drau,Lene ö lund is ein Ort Von! T Wchnn alles wird geschehn? seht wie schon Iln Wohnung schlagen uͤbe aife Rlü, mme ö Alh wief mit ufudet ich kei Fuhns stcke Klan Acherhat verpicht, Iulhrohne Licht, ach vollJattmek. „Man wird dich In chuin im Wgch ein Ldu I 1in den Ah Aäwixd, oalddi f Dathan undden Ab Ach behschlngen. ᷣGedenck setzt nie Icht, daß diesen Ott eng und so bit Ius sohlen lassen 5 Alsd, die Holl ist x Hoß, die Statt is Marter⸗Gassey „Indiesem Loch Achheller Glantz oune scheint. Ahpet wie die Bl. Atiheder Monde IMlen⸗Kind dag! Ahwrarh⸗berbrannt +Hier steiget auf Uschaklichamtuse Rah eund Schwe Iberallmuß geh n Hlig mird'g gammer Marte sundydafüͤr man Wa agermef Il hier auch tvir Rachhe Gift kan u Rslichdie Gefunn Nge Wen heur da . Diß ö dur de sche ce doch bren oh, Rehr als det tt — Von dem Zustand der VBerdammten. 1362 3 h wiesche Höllen Wohnung ist ein Schlund A schlagenüß nieffe Pfütz, in welcher Grund du e gllen wirst mit Grauen. e. Da sinidet sich kein schoͤner Saal, hcht. Ach sein Vorhauß, keine Kammer: Es Dd Eemmeth seist und ist ein Ort der QOvaal, den icht, alsdel Sgtans starcke Klammer fest an ein⸗ udas uicht ander hat verpicht, es ist ein Wohn⸗ Danndes H Hauß ohne Licht, ein Schweffel⸗ schdie gurch koch voll Jammer 8. Man wird dich auch an diesen wein Eflosh Prt nicht sanfft zum Wagen brin⸗ dutliz sehl gen, ach nein! du must mit graußen iumer böshh sort, und in den Abgrund springen, Sodom gehh is wird, so bald du faͤhrst dabon, wie lscht ß Dathan und den Abiron, die Hoͤlle licht lochh hich verschlingen. R„, H0, 6. Gedenck ietzt nicht, wie kan es .sehn, daß diesen Ort soll fassen solch u wache zine Meng, und so viel Pein die Suͤu⸗ ter sinl, der fllhlen lassen 2 O Menschen⸗ Sachenssokel Rind, die Hoͤll ist weit, ihr Feld ist hinderlt groß, die Statt ist breit von Angst Freudh und Marter⸗Gassen. e Hllesfeh 7. In diefein Loch ist gar kein Licht noch heller Glantz zu finden die lie⸗ he Soune scheint hier nicht, man lappet wie die Blinden; hie leuch⸗ 2 zustand de mien Hollen⸗Kind das lebt von fern, in schwartz⸗verbrannten Gründen. 3. Hier steiget auf ein dicker Rauch Arschrecklich anzusehen, ein rechter Pech⸗und Schwefel⸗Schmaüch/ ber billig wird genannt, Jammer, Marter, Ovaal und „Wer mag erme 40/ Hit xH 1 Heschtheh streuge Gifft kan mache hloͤßlich die Gesunden⸗ ler Koth und Feur, dur allés Ungeheur das stincket unden. elist wie di uber scheinet, doch brennet diß vet flucht 110 Land/ mehr als der Suͤnder meynet. . ½% sehn De her, und hoͤret an 101 u 3 ie Bey die sen Flammen kan man let weder Mond noch Stern, ein her uberall muß gehen/ ein schmauch ö Angst/ der Kercker hier zu viel? Ach GOtt! Brand/ dafůr man nichts kan sehen ssen den Gestanck, ber hier auch wird gefunden? der n kranck ur⸗ 10. Diß grosse Feld hegt einen Brand der schwartz und traurig die Plagen, welche dort geschehn/ die 11. Diß Hoͤllen⸗Feur ist schrecklich heiß, kan Stein und Stahl Wuneh ren, der ewig Angst und Todes⸗ Schweiß wird die Verdammten nehren, diß Feur das brennet grau⸗ sam zwar, verbrennet doch nicht gantz und gar die, so den Tod begeh⸗ ren. 12. In dieser Traur⸗und Jammer⸗ Nacht ist lauter Angst und Schre⸗ cken, ach hoͤret, wie der Donner kracht, es blitzt an allen Ecken, es prasselt stets an diesem Ort, die Winde prausen fort und fort, der Hagel bleibt nicht stecken. Iz. Ein jeder Suͤnder hat sein Loch, in welchem er muß gvaͤlen: denn unter diesem Teufels⸗Joch hat ei⸗ ner nicht zu waͤhlen, man darff nicht schweiffen hin und her, des Sataus Macht faͤllt viel zu schwer/ er hat da zu befehlen. 14. Die Stoltzen werden allzu⸗ mahl dort bey einander sitzen; die Sauffer werden in der Ovaal den sußen Wein ausschwitzen; den Schindern wird die Gnade theur, die Hurer wird das Hoͤllen⸗Feur in Ewigkeit erhitzen. 15. Wer ist der das erdulten kau, was die Verdammten leiden ihr freche Sünder denckt daran, ihr muͤsset ploͤtzlich scheiden, Ist euch das ist nur Kinderspiel/doyt wird es anders schneiden. 16. Magst du nicht hier gefangen seyn wie wivst du dann ertyggen, O Mensch/ der Hoͤllen Angst und Pein, den Rauch, Gestanck, das Macht/ da alles grausam blitzt und ch ihn wirbKlagen,die Finsterniß, des Donners kyacht: laßt uns der Welt absagen. (1225.) J. R. Mel. Nun ruhen alle Walder. Komme her ihr Menschen⸗Kin⸗ der kommt her ihr freche Suͤn⸗ 1363 Bon dem Zustand der Verdammten. 1360 die dort müssen leiden, welch hie von Gott stch scheiden, und die kein Warnung schrecken kan. 2. Kommt geht mit mir zur Hoͤl⸗ len, da will ich euch vorstellen die allerschwerste Pein; dergleichen nicht zu finden, ja die nicht auszu⸗ gruͤnden, wie groß und hart sie wer⸗ de seyn. 3. Du sprichst: mein Mund will essen! der Speiß ist hier vergessen, dich hungert ewiglich: dich duͤrstet aus der massen: kein Tropff ist hier zu fassen, nur Pech und Schwefel saͤttigt dich. 4. Du suchest schoͤne Kleider und saubern Schmuck: ach leider! dein Rock ist lauter Mist: es schlagen tausend Flammen recht über dir zu⸗ sammen, und bleibst doch nackend wie du bist. 5. Kein Haͤußer darffst du hoffen, der Hollen⸗Pfuhl steht offen, der giebt dir willig Raum: in diesen wuͤsten Gruͤnden ist lauter nichts zu Shau. eitel Unflath, Koth und aum. 6. Du wuͤnschest als auf Erden, dort hochgeehrt zu werden! O welch ein eitler Wahn! in diesem Jam⸗ mer⸗Lande bringt man dir Spott und Schande, fuͤr Ehr und Ansehn auf die Bahn. 7· Wer wolte dich auch ehren? wer koͤnte doch vermehren dein Lob in solcher Pein? bist du doch aus dem Orden der Kinder GOttes worden des Satans treuer Selav allein. 8. Du kanst dich nicht gesellen zu denen die sich stellen so frisch als in der Welt: dort weiß man nur zu sa⸗ gen/ von Teuffeln die dich plagen, in ihrem Noth⸗ und Jammer⸗Zelt. 9. Es werden dich verfluchen, ja dich zu gvaͤlen suchen, die welche du verfuͤhrt. Sie werden grausam schreyen und gar zu spaͤt bereuen, daß sie den Satan so hofirt. 10. Die taͤglich hier gesoffen, ein⸗ ander angetroffen an mauchen leich⸗ ten Ort: Die werden dort sich reiß sen ja wie die Hunde beissen und. sich zerschlagen fort und fort. II. Die sich bey guten Tagen mit Reiten, Fahren, Jagen, recht lustig hier gemacht, die müssen heulend sih zen, bald frieren und bald schwitzen Denn da wird keiner Lust gedacht. 12. Hier kan uns leicht bewegen ein Schmertz, daß wir uns legen und schreyen: O der Pein! Wie kan die Gicht uns kraͤncken, wie kan der Schlag verrencken das Haͤupt/ wie martert uns der Stein. 13. Was wird denn in der Hoͤllen, wo haͤuffig sich gesellen die Plagen allzumahl, fuͤr Pein sich laffen fin⸗ den? Ach! Satan wird verbinden Angst, Jammer, Truͤbsal, Noth und Qvaal. 14. Es werden dort de die zu verletzen taugen h liebes Kind, viel Thraͤ giessen, doch wird es sie verdriesfen, daß sie nicht sind gewesen blind. 15. Es werden dort dein Ohren, die hier den leichten Choren der Hu⸗ ren zugehoͤrt: Das Heulen, Knir⸗ schen, Draͤuen, das Fluͤchen, Schma⸗ hen, Schreyen, alsdann auch hoͤren gantz verstoͤhrt. 16. Du wirst fuͤr Stanck vergehen/ wenn du dein Aas must sehen; dein Mund wird lauter Gall und Hol⸗ len⸗Wermuth schmecken, des Teu⸗ fels Speichel lecken, ja fressen Koth im finstern Stall. 17. Es wird die Gluth dich bren⸗ nen, die Teuffel werden treñen dein Adern/Fleisch und Bein, sie werden dich zerreissen, sie werden dich zer⸗ Len. und ewig deine Hencker eyn. 18. Ach GOtt denn wird man bit⸗ in Augen, ie manches nen zwar ver⸗ ten: nun berstet in der Mitten, ihr Berg und nehmt uns an: O Mar⸗ ter, Jammer, Brennen, wohl dem der dieß erkennen und in der Zeit sich bessern kan. nachtung (1226. MI Ach HEtt m Cbencke Mensch hencke heinen htofftbehende! Ih ruth, kan me shhhdet Histbeg Hunhlbedie, O lig Sterben eilt „Dodencke Mense hhhcke das Gelicht Gultde vor Esu 2 Mehsch ist ausgenot s jeder ran, und Wchhghey,nachdem 3Modencke Mensc Oalen Angst und sscht Sutanblende Hlket,Heritein Iht aber ethiglie Cgthortzens⸗Schr Mhutedich! „Wdencke Men hhhcke lets die 3 schtsghwende vo Ich darnit vor G Cele wirdverpffe Ehens⸗Ctone den Hlegt. „Mett,lehtemie Alinlehte dat, ncken mein' Ahich hen Tod Alshen Richter⸗S c nicht vagch Hllrspfohl, „HHilf Gott daß Halhen letten Tg Alasten und tagl A Tod und vor D e ey:daß Uctetowohnenn (22 I uch Her 110 gede eMist du nich ů 10 hhligt 15 Ke Nun: gg t. 3 — Wen dort schrz de beissen in fört. in Dugennm. echt luffh Heülends l. in der Hoͤlleg Udie Mlagei ssen ih 1 perdindel Trübsal, Nos war ge berdriessehj u en/ des—0 ressen Koh B orumt offt behende! der hente frisch und roth, kan morgen noch chwin cheh dort aber ewiglich ein kl Betrachtung des Endes. 1366 365 ö Ind d shangt ewig Wohl und Weh: drum Betrachtung des Endes. dencke wohl zuruͤcke, wohin dein Le⸗ (226.) ben geh. 2.0 Mensch gedenck ans Ende! Mel. Ach HErr mich armen ꝛe. Edencke Mensch das Ende, be⸗ dencke deinen Tod, der Tod ge⸗ der hinweg gestorben seyn. Staͤnde vor JEsu Angesicht. Kein Menschist ausgenommen, hier muß ein jeder dran, und wird den Lohn hekommen/nachdem er hat gethan. 3. Bedencke Mensch das Ende, der Höllen Angst und Leid daß dich licht Satan blende, mit seiner Ei⸗ telkeit, Hier ist ein kurtzes Freuen: aglich Schmertzens⸗Schreyen. Ach Suͤn⸗ der huͤte dich! 4. Bedencke Mensch das Ende, be⸗ dencke stets die Zeit, daß dich ia nichts abwende von jener Herrlich⸗ feit, damit vor GOttes Throne die Seele wird verpflegt. Dort, ist die Sebens⸗Ctone gelegt. 5. HErr, lehre mi Zeiten letzte Zeit/ zu, lencken mein Hertze sey bereit. Laß mich den Tod berrachten/ und deinen Richter⸗Stuhl; laß mich auch nicht vera Feuler⸗Pfuhl. 6.Hilff GO meinen letzten Tag mit Busse mich bereiten und taͤglich sterben mag. m Tod und vor Gerichte steh mir JEsu bey: daß ich im Himmels⸗ 2 ichin Nichte zu wohnen wůr dig sey. (12270 Mel. Ach HErr mich armen ꝛe. Mensch gedenek syilst du nicht ubels Tod bringt offt behende d Letzte Nun; gn eine thu den Frommen bey⸗ ch bedencken der daß sich nach dir chten der Hoͤllen tt daß ich in Zeiten auf ans Ende neder Ab Danuck, mein froummer GOtt as aller⸗ m Augenblicke Leib un wer weiß ob nicht noch heut der Tod sich zu dir wende, drum mache dich bereit, wenn du solst Rechnung ge⸗ ben, von dem was du gethan: da⸗ mit dein eigen Leben dich nicht ver⸗ klagen kan. ö ilde di Suͤnder: ei n de an ee 5 50 3. O Mensch gedenck ans Ende! Hitr. Bedencke Mensch das Ede, a⸗ sürb sets den Sünden gb gied it Rupt Aul dencke das Gericht: es mussen alle in GOttes Haͤnde, und fuͤrchte nicht das Grab. Sey fertig alle Stun⸗ den, halt dich an Christi Blut: stirbst du in JEsu Wunden/ so ist dein En⸗ de gut. (1228.) C. W. R. Aller gut wenns Ende gut, den wird nie kein Ungluͤck kraͤncken, welcher wird ans Ende dencken/ eh er diß und jenes thut, alles gut wenns Ende gut. 2. Alles gut wenns Ende gut, der kan vecht von Hertzen lachen weil nach wohl vollbrachten Sachen, er gleich als auf Rosen ruht/ alles gut wenns Ende gut. ö 3. Alles gut wenns Ende gut/ aber wenn das Ende boͤse,klagt und rufft man: ach erloͤse, grosser GOtt aus Qvaal und Gluth/ alles gut wenus Ende gut. 4. Alles gut wenns Ende gut⸗ Menschen sollen weil sie leben, nach ein im schönenEnde streben, weigert sich gleich Fleisch und Blut/ alles gut wenus Ende gut. 5. Alles gut wenns Ende gut/ drum ein schnell und boͤes Ende, guͤr⸗ ger GOtt/ ach! von uns wende so eyfyeut sich Geist und Muth/ alles gut wenus Ende gut. Anhang. (1329.) Mel. O GOtt du frommer ꝛc. 0 vor deine grosse Guͤte/ die du an d Seel/ an Sinnen und ⸗ muͤ⸗ 1367 Anhang. 1368 muthe, von Kindheit mir erzeigt hab Danck vor alle Gnad, die mich Ierhat. bißher bestrah et hat. Laß deinen Seegens⸗Bruñ noch ferner sich ergiessen, und seinen Safft und Krafft durch meine Adern flie sen, gieb Weibheit und Verstan gesunde Seel und Leib, und daß in diesem auch ein rein Gewissen bleib. 3. Regier und fuͤhre mich, damit ich deinen Willen in allem meinen thun nach Wunsche moͤg erfuͤllen; hilff daß ich allemahl in deinen Wegen geh, und ja zu keiner Frist bey losen Leuten steh. 4. Ach, seegne mich, mein Gott, in allen meinen Wercken, laß deinen guten Geist zum Guten mich stets staͤrcken. Gieb daß ich so mein thun beginne und beschließ, damit ich Nutzen spuͤhr und keine Hinderniß⸗ 5. Erfülle mein Gemuͤth mit dei⸗ nes Geistes Gaben, daß alle meine Wort auch Krafft und Nachdruck haben: regiere meine Zung, daß al⸗ les mit Bedacht zu seiner Nutzbar⸗ keit ja werde vorgebracht. 6. Gefaͤllt es sonsten dir in diesem 5 Kummer⸗Leben, an Ehre, Geld und O Gut, auch etwas mir zu geben; so hilff, daß solch Geschenck ich also le⸗ ge an, damit ich ewiglich vor dir be⸗ stehen kan. 2Z. Behuͤte Leib und Seel vor Schmach/Gefahr und Suͤnden; und laß bey meiner Schuld mich wieder Onade finden vor deinem Gnaden⸗ Stuhl: Ja Vater, schuͤtze mich vor aller Feinde Macht, und falscher Zungen Stich. 8 Gieb mir ein keusches Hertz und gedult verb leib in diesen schrancken, darein du mich gesetzt; daß ich mit iedermann,so weit als Christlich ist, in Freuden leben kan. 9. Ja hilff, Ostarcker GOtt, da⸗ mit ich meine Feinde mit Sanfft⸗ muth uͤberwind, und alle Hertzens⸗ 1 s⸗ vor meine Sinne, HErr, 2 meine A bin zur Ruh, und erwache wiede sorge vor mein Ammt und Stan Wort, Vernunfft und Dichten, vol ig und die Arbeit meiner Hand, Lassen und heilige Gedancken, gieb daß ich mit V 6 E wann mir Leides thut die Welt und und S leiten, ringen soll und streit en. Freude in steten Ehren halt: da mit ich iederzeit, mit allen Krafften such die wahre Seeligkeit. 10 deinen Engels⸗Wagen, zu dir, O treuer GOtt, hinauf in Himmel tragen, gieb daß der blasse Leib werd rt, und endlich mit der Seel in Ewigkeit verklaͤhrt. I230. Mel. Christus der uns seelig ꝛc. Orge Vater, sorge du/ sorge vor mein Sorgen, sorge JEsu! sirge ur sorge heut und Morgen, Irge fuͤr mich allezeit, sorge fuͤr das Deine, O du GOtt der Freund lich⸗ keit! sorge du alleine. 2. Sorge, wenn der Tag anbricht, vor mein Leib und Seele, sorge, daß ich niemand nicht sie als dir, befeh⸗ le/ sorge, lieber GOtt! allhier, auch sorge daß zuwie⸗ beginne. ge doch, und laß mir auch ort biß ans Ende, laß mir/ den rechten Brauch deiner Saecramente. Sorge vor die Obrig⸗ keit Diener deines Wortes, und da⸗ zu—5 alle Leut iedes Stands und rtes. 4. Sorge großer Menschen⸗freund, einer Ruh gewaͤhrt, der dir ich ja nichts 3. Sor dein Wé fuͤr uns deine Kinder, sorge, HErr, für Freun Suͤnder: sorge vor mein Stuͤcklein Brod, sorge doch füͤr alle, die da sind mit mir in noth/ sorge wenn ich falle. dund feind, songe fuͤr uns 5. Sorge wenn sich schliessen zu ugenlieder: sorge wenn ich r; „ errichten. 6. Sorge vor mein Haab und Gut, hr und guten Nahmen, sorge hr. Saamen, sorge wenn zur Suͤnd pott mich mein Fleisch will sorge wenn ich mit dem Tod 7. Sor⸗ Laß endlich meine Seel, durchslul 00 Solge Hery/ we E aufder Erde Han Genicht, ich he bot mein Vitge mmerforten, ssmein, sorge: Ybistm„(123 0 nach dit GOtt/ sieht al oh,de ausserith Ifangen mit Süt uSyott. Jqh hab Whlt zu scheien, UndEitelkeit zume Nichts hilfftihr Reu⸗Pracht)nichtel Eteihe/ sie sind be slen Feine, die glles bewacht, Ich hal Wult zu scheiden, Iuhnad und Recht Nichts hilfft& Ctand, ichts Vurde sie sind vo Ceelen⸗Buͤrde, dütch Neid enttog Iondieser Welt zu Rein GOtt, da d Hlden. 4.Auf dich mein Hlscht mit Hoffn Lebestgleichdas Lades rbe, sogr Aund nicht. Ichhe Wult zu scheiden Mn „Mein Lhen x Hel, drum neh Walt zu 30 369 Anhang. Ehen halg: N. z. Sorge Herr, wenn mich anficht Malen arufte Sat au auf der Erde/ sorge, wenn vor Higkeit. zein Gericht, ich gefodert werde, Serl, hurt lorge vor mein Grab⸗Stattlein, n dix, g sorge immerforten, sorge für mich/ Hinl du bist mein, sorge aller Orten. asse Leibwei 13 1 und endlich Llein nach dir, mein HErr und ait veiklähn E. GOtt, steht alles mein Verlan⸗ gen, de n gusser dir bleibt meine Seel Uselig e. umfangen mit Suͤnde, die sie macht Wsorhe phn Iu Spott. Ich habe Lust von dieser „rhe Jesh, Welt zu scheiden, und ihren Tand und Wötgen Und Eitelkeit zu meiden. segefür dl. 2. Nichts hilfft ihr Stoltz und Klei⸗ der Frtundlich der⸗Pracht/ nichts WerlenGold und Steine/ sie sind befleckt in ihrer he⸗ sten Feine, die glles Fleisch voll Sün⸗ de macht. Ich habe Lust von die ser Welt zu scheiden, und mich bey dir jnGnad und Recht zu kleiden. 3. Nichts hilfft Gewalt und hoher Stand, nichts selbst die Kaͤyser⸗ Buͤrde/sie sind voll Noth/ und diese Seelen⸗Buͤrde, wird offt dar zu durch Neid entwandt. Ich habe Lust von dieser Welt zu scheiden/ bey dir/ nein GOtt, da darff mich niemand eäen 4. Auf dich mein Geist bleibt stets gericht mit Hoffuung, Glaub und Lebe/ ist gleich das Thal des finstern Todes trübe, so grauet mir doch nir⸗ gend nicht. Ich habe Lust von dieser Welt zu scheiden„ weildu mich führst du helles Licht der Heyden. 5. Mein Leben steht bey dir, mein Heyl, drum sterb ich nicht im Ster⸗ ben, muß gleich der Leib dem An⸗ sehn nach verderben, so hleibt mit boch der beste Theil. Ich habe Lust von dieser Welt zu scheĩdenob schon der Tod mein Hertze will durch⸗ schneiden. 5. 6. Auch schreckt mich nicht der Suͤnden Schuld, die du mit Blut hurchstrichen! du tilgst es aus, daß jch war abgewichen/ und haͤlst mich Tog anbricht Stelt/ sorge,daf Lals dir, befeh) HRlallhier, auch lrge daß zuwie Ende laß mit uschen fteunh, 1˙ sorge/ Hert . sorge für uz miin Stückleh alle,dle da sind wennich falle schliessen 6 10— 1— hache wiebet; t und Stand, 10 Dichten, vot. aud Lassen und Welt unf ennzur Sil n Hleisch A du mich versoͤhnt hast durch dein Leiden. 7, Reiß ab die Bande dieser Zeit, und ende meinen Jammer, ver⸗ sammle mich zu meiner Ruhe⸗Kam⸗ mer/ damit mich ferner triftt kein Leid, ich habe Lust von dieser Welt zu scheiden, und mich bey dir im Himmels⸗Brod zu weiden. 8. Ich sehne mich, mein GOtt, zu dir, ethore doch mein Flehen, laß mein Gebeth dir hortzlich nahe ge⸗ hen, und hilff, O starcker Helffer, mir ich habe Lust von dieser Welt zu scheiden, ach hole, Herr, mich in dein Reich der Freuden Allein durch dich, allein bey dir wird Leib und Seele leben, wenn sie zugleich mit tausend Engeln schwe⸗ ben um deinen Tbron, voll Glantz und Zier, du kanst, du wilst es ge⸗ ben allen beyden! drum hab ich Lust von dieser Welt zu scheiden. (ie3²2 Mel. Solt ichlmeinenGott ꝛe. FRolich, Hert, ich vor dich wete, Ruͤhme deine Wunder⸗Guͤt, Ich frolocke sing und bete, Eh die Sonn diß Rund umzieht. Dann du hast mit diesen Tage Einen Freuden⸗Tag gemacht, Reichlich mich mit Heyl bedacht/ Lagest weg Angst, Noth und Plage, Croͤnest mich aufs neue heut HErr durch deine Guͤtigkeit. 2. Hab ich nicht mein GOtt erfah⸗ ren Gnade die dein Hand bewog, daß sie vor so vjelen Jahren mich gus Mut ter⸗veibe zog; du bewahr⸗ test mir mein Leben, durch der En⸗ gel treuen Schutz wieder aller Fein⸗ de Drutz, liessest du mich tuagen, he⸗ ben/ daß mir auch kein Stock noch stein durfft zum Stoß u. Falle seyn. 3. Zu dir hast du mich gezogen, gleich in meiner heilgen Tauff; und weil du mit warst gewogen/ mich zum Kind genommen auf, du hast Ia des Geistes Leben, da ich war in Sunden tod, da ich lag in Soelen⸗ nun in deiner Huld. Ich habe Lust denh von dieser Welt zu schoiden, diewejl Noth/ mir in Christo wieder 600 13⁷ 1371 Anhang. 137² O/ mein GOttl ich bin nicht werth/ 2 2. daß du meiner so begehrt. Aus meiner Mutter Leib hat mich 4. So bin ich von GOttes Gnaden/ was ich biß auf heute bin, du hast mich mit Heyl beladen, und da ich wollt fallen hin, hast du mich im Schooß getragen; was für Wohl⸗ that hast du nicht bey den Mein igen verricht? ja mein gantzes Hauß muß sagen: Daß du alles wohl bedacht, und auch alles gut gemacht. 5. Gut im Amte, deine Guͤte hat die Last in Lust verkehrt; Gut im Creutze, mein Gemuͤthe ward durch deinen Trost bewehrt. Was mir sehr verdrießlich war, was mir dro⸗ hete Gefahr, muste mir zum besten dienen, du hast mich mit Maaß be⸗ trͤbt, aber ohne Maaß geliebt. 6. Und das ist, warum ich bringe, dir ein danckbar Hertze heut, ich bin sreylich zu geringe aller deiner Guͤ⸗ tigkeit, und HErr, was soll ich doch sagen? deine Gnade hats gethan, daß ich leb und leben kan frey von Jammer, Noth und Plagen, deine Buͤte hat sich heut herrlich uͤber mich erneutt. 7. Abba, schließ in deine Gnade mich dein Kind noch ferner ein, wend ab Unglück, Noth und Scha⸗ de, laß mein Thun geseegnet seyn. Und weil meine Lebens⸗Zeiten stehn allein in deiner Hand, und das Ende unbekannt, wollst du mich darzu be⸗ reiten: hilff, daß ieden Augenblick, ich mein Hertz und Hauß be⸗ schick (I233.9 Mel. Nun dancket alle GOtt. mein GOtt gezogen, Lebt ich nicht, wie ich sollt, bliebe⸗ mir doch gewogen, Es muste Lieb und Leid zu meinem Besten seyn, Nach seinem Zug gieng ich geseeg⸗ net aus und ein. 3„ Ach HErrl unzehlig sind die Gaben deiner Guͤte, An solche dencket heut mein danck⸗ bares Gemuͤthe, Und was?ꝛ es reichen hier Gedancken gar nicht zu: GOtt von dir koͤmmt mein Heyl, Gesundheit, Wohlfarth, Ruh. 4. Und ob ich gleich davor nichts thun kan als nur lallen/ So laß dir doch mein GOtt! mein Dancken wohl gefallen, Trag, wann ich fallen will, mich Schwachen mit Gedult, Ach! handle stets mit mir nach dei⸗ ner Vater⸗Huld, —. Vergieb wo ich gefehlt, in meinen Lebens⸗Wegen, Hilff meinem Wandel fort, durch deinen reichen Seegen, Zertreibe allen Dunst, so mein Thun finster macht/ Sey du mein Licht und Heyl/ zu Tag Mein Hertz Ibezahle doch dem Hoͤch sten dein Geluͤbte, Auf] opffre dem, der so viel guts an mir veruͤbte, ů 7; Gott, der von Jugend auf so viel an Fuͤhr, O du Lebens⸗Juͤrst] die theur mir gethan, Vaß ichs in dieser Zeit nicht all er⸗ zehlen kan. und ucen Nacht. Gieb, daß ich, wenn die Zeit des Le⸗ bens geht zu Ende, Und ich empfehlen soll den Geist in deine Haͤnde, Auf JEsu sanfftes Blut recht sauff⸗ te schlaffe ein, Geh ich so aus der Welt, werd ich im Himmel seyn. elößte Seele Zu Zions Auen hin, daß ihr da nichts mehr fehle, ach V 11 Agieb daß ich de Hem Throne onblühet erth VHoh 3.—5 Mal. Solt ich meh Ers: Eo ist voll! Hermahls ein VUWanck olich bir; AuchimLeben bins Mgefahren in des sucht: Hastdu He Wahhmir mein Lehe sas ich grnoch fröl ashe Gütigket. e chmußse deh nicht ruͤdie Ruchde Rechte geh VEoche hin: Oe Ohussiwillen, was; Hahen, sieh ein S Ihstwirdaller Zotn Hlgnhlerimdergef Hͤckeit. . Meibe ferner m Oolt aler Guͤtig Aagetogenme Ohseh mein treuet haltmch, wen Al, treib mich, u unr Kther in der 3 Gͤloket, 35 gst, wenn dü, enh, und nochf 1 73 Ich gieb daß ich dereinst/ fuͤr dei⸗ Anhang. 1374 neem Throne steh: Zion— 80 eyst des Lehen Aloe. (1234.0 Mel Solt ich meinem GOtt ꝛc. i abe So ist von meinem Leben, abermahls ein Jahr dahin/ was ih sir Danck soll ich dir geben, daß ich och im Leben bin? Denn da gndre Ungefahren in des Todes finstre Lacht: Hast du HErr an mich ge⸗ gacht /mir mein Lehen zu bewahren, Ruß ich annoch froͤlich heut ruͤhme heine Gütigkeit. Runte e., Bater, ich muß ja gestehen, daß 1 Ult/ Oee uit Wir nachd geit, sey mein treuer GOtt und Va⸗ Ht⸗iuweihe 1/ del fen/ uh Seegelh 2 meiu acht/ dHe Nacht. U16 Haitbeol Ende, Idt,, dlutuchtsf ktil, alh nahihin hl W Sieder gewinnen, seegne, O Jith deß nicht wuͤrdig bin, wilst du ach dem Rechte gehen,/ so faͤllt mei⸗ le Sache hin: Doch vergieb um Christi willen, was ich unrecht hab gethan, sieh sein Thun und Leiden anyso wird aller Zorn sich stillen, und h kan hier in der Zeit ruͤhmen deine Hüͤtigkeit. 2. Bleibe ferner mir gewogen, du Ott aller genwedee wie du mich Lieb gezogen mestse gantze Lebens⸗ kr, halt mich, wenn ich straucheln hill, treib mich, wenn ich stehe still, Iy in Zweifsel mein Berather daß ih ferner in der Zeit ruͤhme deine Hüͤtigkeit. . Hoͤre, wenn ich zu divx bete/ neig gein Ohr/ hoͤr meinen Mund, critt zu, wenn ich zu dir trete/ mach mir einen Willen kund, laß mich mein Perck so vollbringen, wie es dir ge⸗ sillig ist, wenn du, HErr, zur Sei⸗ en bist, kan ich leicht durch alles Rfringen, und noch ferner in der Zeit Al hmen deine Guͤtigkeit. Zu dir heb ich meine Sinnen, Hiß der Feinde e, Didn u egens⸗GOtt alle, die mir Gutes Iounen, und erwuͤnschte Huͤlffe 2 Heel 2üwe irt schl/ 406 Hun; wehr, daß Neider, die nicht luhn, nie mein Wohl verhindern nnen, so will ich hier in her Zeit sihmen deine Guͤtigkeit. 6. Fuͤhre mich auf rechten Wegen, und laß mich ia irren nicht/ gieb vom Himmel reichen Segen, wenn ich/ was ich soll, verricht und wenn endlich auch das Ende meines Le⸗ bens bey will gehn, so wollst du mir selbst beystehn, nimm die Seel in deine Hande, dann will ich guch nach der Zeit ruͤhmen deine Guͤtig⸗ keit. (1235.0 B. 8. Mel. Die Nacht ist fur der Thuͤr. Sohlaf du entseelter Greiß schlafSimeon! im Friede, dir macht kein Jammer⸗Schweiß, die Augen ferner muͤde! Es muß dein Leichen⸗Stein der Thraͤnen Grentz⸗ Stein seyn. 2. Der Kranckheit Folter⸗Banck hat selbst der Tod zerschmissen, dir hat sein Wermuth⸗Lranck zu Honig werden muͤssen: Im Leben starbest du, im LTode lebst du nu. 3. Jetzt lachest du der Welt/ die dich so offt verlachet, weil dich dein Ru⸗ he⸗Zelt zum Himmels⸗Bur ger ma⸗ chet. Aus Zion geht kein Blick nach Sodom mehr zuruͤk. ö 4. Dein Alter gab dir zwar auch von der Welt schon Cronen, doch was sind tausend Jahr bey denen, die dort wohnen? Ein Punet der Ewigkeit verzehret alle Zeit. 5. Es ist dein Alter ietzt zur frischen Jugend worden, wo dich kein Dorn mehr ritzt in Salems Rosen⸗Orden⸗ da blůhst du in die Hoͤhmehr als die E be. 6. Die Freunde sehn dsr nach, mit uͤberhaͤufften Sehnen,/ und der Ver⸗ wanden Achl begraͤbet dich in Shra⸗ nen: Doch ieder macht den Schluß daß man GOtt folgen muß. 7. Schlaf demnach ungestoͤhrt in JEsu deinem HErren, der Ruhm der dir gehoͤrt/ kan keine Grufft ver⸗ sperren. Dir bleibet Cron und Lohn, schlalfrommer Simeon! ö(1237.) —..— — ve. rrs n. . So troͤste dich erloͤßter Christ, 1375 Anhang. 137⁰ 1436. ner gruͤnen Auen, du lãst mein Hey Mel Durch Adams Fall iß ganzꝛe. tedich bey frischen Wasser schanen Wẽo fliehst du armer Suͤnder hin? Wie ist dir nun zu ra⸗ then? du sprichst, weil ich beladen bin mit tausend Missethaten, so wird mich noch diß schwere Joch biß in die Hoͤlle druͤcken: Sey gutes Muths, viel tausend Guts soll dich mit Trost ergvicken. 2. Wer hofft in GOtt, und dem vertraut, darff nimmermehr verza⸗ gen; er hat auf einen Felß gebaut, den kan kein Sturm zerschlagen. Will Suͤnd und Noth, will Hoͤll Sch und Tod ihn zur Verzweifflung trei⸗ ben, so steht er fest, denn JEsus laͤst ihn ohue Trost nicht bleiben. 3. Wie koͤnte doch der liebe TE das uͤbers Hertze bringen/ daß wir in unsrer Seelen⸗Noth/ so huͤlffloß un⸗ tergiengen? er ist ja schon durch sei⸗ nen Sohn versoͤhnet mit uns Ar⸗ men. Wenn wir auf den im Glauben sehn/so muß sich GOtt erbarmen. 4. Drum Suͤnder, druͤckt dich dei⸗ ne Schuld, so falle GOtt zu Fusse. Es 1005 gewisse Gnad und Huld, auf wahre Reu und Busse: Des Glaubens Krafft, die alles schafft/ weiß GOtt ans Hertz zu fassen, das⸗ selbe bricht, und kan dich nicht zu Schanden werden lassen. wie groß auch sey dein Schade. Ob gleich die Suͤnde maͤchtig ist, je maͤcht'ger ist die Gnade; denn Chri⸗ sti Blut,macht alles Gut, was er da⸗ mit exworben, mißt dir GOtt zu/als Ach du Immanuel! erqvickest L und Seel. 3. Du fuͤhrst mit guten Weg, un deines Nahmens willen, und wolth gleich den Steg die Finsterniß um huͤllen, so bist du HErr mein Licht. kein Ungluͤck fuͤrcht ich nicht. 4. Muß ich im finstern Thal zun Wanderschafft mich schicken, so las du deinen Strahl mir stets zum Troste blicken, dein Stecken ist mein Saous⸗ dein Stab mein bester chütz. Ach was hast du mir nicht sü einen Disch gedecket? der Brod des Lebens bricht, und meine Feinde schrecket, du schenckest mir voll ein den suͤssen Gnaden⸗Wein. meine Scheitel fliessen, ich soll Barmhertzigkeit mein Lebenlang geniessen, so bleib ich fuͤr und fuͤr im Hause, HErr, sjir dir. Von der Gnaden⸗Wahl. (1238.) F. W. V. E. Mel. Valet will ich dir geben. Eneben sich Gedancken von dest ner Gnaden⸗Wahl; ob du sey in den Schrancken der Auserweh ten Zahl/ so frage nicht den Teuffel, der macht zu deiner Qvaal nur lauẽ ter schweregweiffel von deiner ng⸗ den⸗Wahl. Gott hat dich schon erwehlet/ eh er den Grund der Welt gelegt/ und zugezehlet dem Volck das ihm waͤrest du, wie Christus selbst, ge⸗ storben. Der XXXIII. Psalm. 32. Mel. Die Nacht ist fuͤr der Thuͤr. gefaͤllt; Du kanst dich drauff ver⸗ lassen in diesem Thraͤnen⸗Thal, und must bestaͤndig fassen in ihm die Gnaden⸗Wahl. 3. Sein treues Vater⸗Lieben das Ein GOtt, mein guter Hirt, wie groß ist deine Treue? mein GOtt, mein reicher Wirth, an dem ich mich erfreue, bist du mein HErr, bey mir, so ist kein Mangel hier. 2. Du lweidest taͤglich mich auf ei⸗ ist ja allgemein! Was er so fest ge⸗ schrieben, das mag ihm nicht ge⸗ reu n: Was er verheißt,das bleibet/ gile ein vor allemahl, und was en spricht bekleibet, so auch die Gna den⸗Wahl. 4. Er 6. Du lassest Oel und Freud auf A 5I* II egen Sohn e st,us seinem l ihn bor bich mEiltes, Ofehl, euden hekem hl. W antl Taalchfänpft un EuSiegerlangen. Uung Nicht aus uns. Uigbet, sospricht Drendlich uberwi % Gnaden⸗Wahl. — 6. Sen Geist det! Ullachterebner Bal Eien Püͤhten, n h. Die Wahrheit Ebsolge zedes mahl Ellehtet her Trof hl. 7. Her derkklare h bahre Wort. Illen Siegel,die Al: Die heilgen auff und Aben Wtecht erkeunter AudenWahl. Vott hat steselb Usdes lgubens L Ih verbindet mit! Jand: Drum Wundenvͤd tfefer 40 gewiß gefunde Oaden⸗Wahl. . Bauffen sind j Mahhhamits ichtg Fale iofelber Aunm öit hugle Wcuch rauh und Wlaheiltden S. Ihusden,Wahl. Sühnn WnOde V 327* Anhang. 1378 Er hat dich so geliebet, daß sei⸗ salch in eingen Sohn er willig vor dich geber, aus seinem hochsten Thron: E last ihn vor dich leiden den Tod 0% hm Creutzes⸗Pfahl, damit du hier Freuden bekoͤmmst die Gnaden⸗ Pahl. . Wer JEsu an will hangen, wer hannlich kaͤmpfft und ficht/der wird ben Sieg erlangen. Daß diese Hoff⸗ slll gung nicht aus unserm Sinn ver⸗ ähwindet, so spricht er siebenmahlz uh Wer endlich uberwindet, der hat de Gnaden⸗Bahl. m e Sein Geist der soll dich fuͤhren hir nicht gyf rechter ebner Bahn, wir st du sein der Brodh de Bodisl Kiten spuhren, so nimm es freudig Deie Feillag: Die Wahrheit, die er lehret/ Eeh mi aali der folge iedes mahl: so wird in dir Wein.(gemehret der Trost der Gnaden⸗ Wahl. 7. Hier ist der klare Spiegel, das sclchig wahre Wort. Hier sind die Uhetixen Siegel/ die dauren fort und Esirt: Die heilgen Sacramenten, ur. en; Dall hie Tauff und Abendmahl: O! daß scr gecht erkennten diß Pfand der V. VE, Enaden⸗Wa hl. ch dirgebeb.. K. GOtt hat sie selbst gegruͤndet fest afdes Glaubens Bund, da Esus h werbindet mit unsers Hersens 91 eend: Drum schau auf seine öWunden und tieffe Rägelmahl, da ord gewiß gefunden der Sitz der Ouaden⸗Wahl. . Beruffen sind ja alle doch man⸗ 10 niumts nicht an, der ist bey sei⸗ Wur Falle ja selber Schuld daran: Komm! bist du gleich beladen/ der Beg auch rauh und schmahlz komm s heilt den Schaden, dich trifft eGnaden⸗Wahl. . Lauf zu den Vater⸗Armen! Er eckt sie selber dar; da wirst du sein Eybarmen und Hülffe gleich ge⸗ ja selbst der Himmels⸗Saal, da⸗ Aböft wird angetroffen des Men⸗ en Gnaden⸗Wahl. Dit Handschrifft ist entkraͤfftet/ Hahr: Sein Hertz das steht dir of⸗ dein Beyland nimmnst sie an; sie ist ans Creutz gehefftet„ und gaͤntzlich abgethan: Sein ausgestreckte Haͤn⸗ de/ der Augen Liebes⸗Strahl versi⸗ chern dich am Ende gewiß der Gna⸗ den⸗Wahl. 12. Daͤnn kommt es gleich zum Sterben, so habe guten Muth, du darffst hier nichts erwerben, weil IEsus alles thut Du wirst/der Tod mag kommen mit seinem kalten Stahl,/zum Himmelauff genommen, kyafft deiner Gnaden⸗Wahl. (1239.)D. C. A. R.Es ist nunt aus m. Die Seeligkeit ist mein Verlan⸗ gen/ ich suche sie einst zu um⸗ fangen, die Seoligkeit ist mein Ge⸗ winn, die Seeligkeit ist mein Ver⸗ gnuͤgen„Gott wirde nach seiner Gnade fuͤgen, daß ich hier und dort seelig bin. Drum bleibt mein Zweck schon in der Zeit die Seeligkeit. 2. Die Seeligkeit war zwar gege⸗ ben dem Menschen mit dem ersten Leben; Ach! aber durch den Sün⸗ den⸗Fall, ward dieses grosse Guth verschertzet, daß der Verlust noch immer schmertzet, weil Noth und Jammer uberall. Es fiel dahin es fiel, ach Leid! die Seeligkeit. 3. Zwar GOtt hat unser sich erbar⸗ met/ und uns Verlohrne doch um⸗ armet er hat uns nicht zum Zorn gesetzt; Die Seeligkeit einst zu be⸗ sitzen, und fuͤr Verderben wohl zu schuͤtzen, das war sein treuer Rath zuletzt. Sein Nath beschloß, uns ward bereit die Seeligkeit. ö 4. Drum muste mein Erloͤser ster⸗ hen/ und uns die Seeligkeit evwer⸗ ben, es kostete sein theüres Blut; Er ward ein Opffer für die Sünde, damit er uns mit GOtt verbinde/Er machte alles wieder gut. Er halff uns, trotz des Teuffels Neyd, zur Seeligkeit. 5. Drum will ich nicht den Rath verachten von meiner Seeligkeit, und trachten, daß ich mit Zittern Lelig werd; Ich will mich in den 5 Wor⸗ 1379 Anhang. 30 Worten uͤben, die mir zurSeeligkeit geschrieben, so lang ich auf dieser Erd, so schmeck ich schon in Hoff⸗ nungs⸗Freud die Seeligkeit. 6. O! Seeligmacher meiner See⸗ len, dir will ich mich nun gantz be⸗ fehlen, du wirst das gute Werck voll⸗ ziehn, und schaffen daß des Glaubens Ende, ich denn durch deine Krafft vollende, wenn ich aus dieser Welt muß fliehn; Ach gieb mir einst nach Kampff und Streit die Seeligkeit. (1240.) D. C. A. R. Mel. O GOtt du frommer GOtt. Daa Epangelium, das Trost⸗ wort muder Seelen/ die sich mit Suͤnden⸗Angst/ die sich mit Schwer⸗ muth qvaͤlen, nimm nicht, mein treuer GOtt, aus meinem Hertzen hin, wann Satan, Hoͤll und Todt turbiren meinen Sinn. 2 Wann des Gesetzes Fluch mit deinem Zorne schrerket, wenn ich such einen Ort zu bleiben, der mich decket, und keiner uͤber Meer, am Ende dieser Welt sich finden will, der mich fur deinem Grimm erhaͤlt; 3. So oͤffn O! JIEsu mir die Hoͤ⸗ len deiner Wunden, woselbst ich al⸗ lezeit Trost, Huͤlff und Zuflucht fun⸗ den, dein Evangelium erqvicke mei⸗ nen Geist, das mich getrost zu dir in Buße kommen heist. 4. Dein Evangelium erfreue mein Gemuͤthe, dein Evangelium versich⸗ re mich der Guͤte, die GOtt in dei⸗ nem Blut den Suͤndern zugesagt, damit mein banges Hertz in Suͤnden nicht verzagt. 5. Ans Evangelium zu glaͤuben gieb mir Gnade/ daß nicht die thoͤ⸗ richte Vernunfft dem Glauben scha⸗ de/ stoß allen Irrthum aus, nimm gllen Zweiffel hin, dein Evangelium befeuge) iuen Si befestge memen Sinn. 6. Dem Evangelio will ich gehor⸗ sam leben, und nach der Gottes⸗ lich, GOtt gieb mir Staͤrck un Krafft, dein Geist regiere mich. 7. Ums Evangelium hilff mir ge/ dultig leiden, zu kaͤmpffen ritterlich bestaͤndig und mit Freuden, den Roth, und brm stets dlch nchn u oth, und bringe endlich mich zu Leben aus dem Todt. ö (I241.) D. C. A. R.* IEI 61 ubin 56 1* Mein GoOrt, du bist der HEi Maund Rachterder Gewissen, ih werffe dir mein Hertz in Demul hier zu Fuͤssen, und bitte, stehe mi in meiner Ubung bey, daß mein G wissen stets fest, rein und froͤlich ses 2. Gieb mir in reiner Lehr ein sel gesetzt Gewissen, laß mich dein heil⸗ sam Wort zur Seeligkeit geniessenn damit kein Irrthum von der Wahst heit mich abfuͤhrt, noch mein G⸗ wissen in der Lehre laulicht wird. 3. Bewahre mich mein GOtt/ sis Brandmahl im Gewissen, laß mes⸗ ne Suͤnden mich in wahrer Buff büͤssen, so darff in Demuth deß ichsl dir hoffen frey, daß mein Gewissens⸗ Werck dir wohlgefaͤllig sey. 4. Stoͤst mir Anfechtung zu, so tu⸗ ste mein Gewissen, damit es ja nicht in Verzweifflung wird gerissen, des Trost, dein Freuden⸗Geist der staͤk meinen Sinn, dabß uͤber Noth un) Todt streich aller Kummer hin. 5. So bleibet unser Ruhm das Zeugniß im Gewissen, daß, wenn wir endlich zum Gericht erscheinen muͤssen„ so spricht dein Gnaden furcht von gantzem Hertzen streben, dem Evangelio zu wandeln wuͤrdig⸗ E srdie wahr. hir nicht oh Rchist Crauren y Iuhn sewen Fret h hren Jamimer ihathhit reud Drum mein G Mimmernauchn scht/ undden Y Wtmmern sogi⸗ Mlelicht: Kßa Weinen, M Hohhe scheinen. Ibelreudeis chhundert Iahr Hlödes Pabstthum hleGeissenfrey skehren, Mesß heh. dem fets r shtr Gein Wort uns vom Verderben frey, und x 10 Maler nenn sagt: daß unser Hertz dein eigenn hertichbeke werde seyn. sgleban (1242.) D. C. A. R. x Daf dume Mel. HErr ich habe mißgehandelt et Ott du Brunngvell wahren nudallrs Freude, gieb auch mir ein sroͤs Erhalt mie lich Hrrz, daß das Trauren von mir Oae,öisic scheide, und daß mitten untern Lduen. Schmerz deine Freud ich dennoch( aube. shunde. mein bittres Leid vei⸗ d nd 4. Zuur Anh ang. 1382 2. Zwar die wahren Ehristen koli⸗ nen hier nicht ohne Leiden seyn; och in Trauten will GOtt goͤnnen hnen seinen Freuden⸗Schein, daß ihr Hertz hat Freude funden. 3. Drum mein GOtt, wenn viel Bekůmmern auch mein armes Hertz anficht, und den Muth schlaͤgt fast zu Trümmern/so gieb mir dein Freu⸗⸗ den⸗Licht; Laß auf Abends Klag und Weinen, Morgens mir die Sonne scheinen. 5 Jubel⸗Freude ist fuͤrhanden, da zwey Handert Jahr herbeh, als man gus des Pabstthums Banden mach⸗ te die Gewissen frey; uber wahr⸗ und leine Lehren liesse sein Bekaͤntniß Keit gencseh hören. Ruender. Der will ich mich auch anneh⸗ ach we inen, dir zu dancken spat und fruüh, Alicht dig, und mich fuͤr der Welt nicht scha⸗ wan olt men deines Evangelil, seine Wahr⸗ issn, Lin heiit zu bekennen, soll mich auch der Au wahrel A Tod nicht trennen. Muth deßsoh 6. Andre Wohlthat deiner Guͤte, en Henls die mein Hertze frolich macht, soll Aloseh,„ mein danckbares Gemüͤthe hoch zu ichtung usih ehren feyn bedacht biß die Jubel⸗ d Freud auf Erden, wird vollbracht V im Himmel werden. Hi derfit(1243. Eigene Melodie. iber O dtt Vater sch gläub an Aummeril dich, daß du habest erschaffen michenhilg, daß ich solche Wohl⸗ that dein stets ruͤhm und preiß in deiner G'mein: und möͤge dich recht Vater nennen, in Lieb und Leid hertzlich bekennen. 3. Ich glaͤub an dich, HErr JEsu Christ, daß du mein HErr und Hey⸗ layo bist,fůr mich gehohrn und ge⸗ slorben/ und aller Welt Heyl eywor⸗ W ben. Erhalt mich HErr, in diesem aahude Lochanen biß ichs belomm ewig inn Zunnrens Hauen. 10 n ag„Ich glaͤube an den Heiligen Hul Geist, der aller Blöden Troster eit und sammler ihm ein Kirch And Gemein, zum Lob und Preiß der Ehren sein: O Heilger Geistl mein HEir und Gotte, verlaß mich nicht in Noth und Tode. 92 (244 Mel. Dancket dem HErren. Mein Gott, du bist der Sge⸗ mann/ der die Suͤnder zu sich berufft/ daß sie sind deine Kinder. 2. Hilff, daß ich ia dein Wort mag lieben, ehren, und allezeit mit Lust und Frenden hoͤren. 3. Mein Hertz laß doch seyn eine gute Erde, daß ich kein Weg/ kein Felß/ kein Dorn nicht werde. 4. Damit dein heilig Wort bey mir bekleibe, und mich alich stets zu gu⸗ ten Wercken treibe. . Laß solches mir so tieff ins Heitz eindringen/ daß diß die Frucht kan tausendfaͤltig bringen. 6. Hierfuͤr will ich ietzt hier und kuͤnfftig hroben ohn Ende mit den Heilfgen dich loben. (LaA½) Mel. Hreu dich sehr, O ꝛe. Jebster IEsu„Gnaden⸗Sonne, meines Hertzens Zuversicht meiner Seelen Freud und Wonne! ich komm vor dein Angesicht: ob ich schon ein Suͤnder bin, werff ich doch den Muth nicht hin, bin ich auch schon Asch und Euden, will ich den⸗ nych vor dich treten. 2. war ich muß vor allen Dingen, yb ich schon nicht vollig kan, dir⸗ o HErr! ein Danck⸗Lied singen daß du mir viel Guts gethan, von der zarten Kindbeit auf, durch den gan⸗ tzen Lebens⸗Lauff 3 wollt ich deine lchtcht zehltn/ wůͤrde mir es gaͤntz⸗ lich fehlen.. ö 5 Alles, was ich bin und habe, kommt von deiner Vaters⸗Hand. Es ist dein Geschenck und Gabe, Seele, Leib und Ehren⸗Stand. Ha⸗ be Danck für deine Treu welche alle Morgen neu, habe Danck flir deinen Seegen, an dem alles ist gelegen. 4. Caß auch ferner deine Guͤte uber mir seyn Tag und Nacht, mich auß meinem Weg behuͤte/ durch der star⸗ cken Engel Wacht: laß dieselbe hey mir seyn, wenn ich gehe aus und 2 ö 2 Oin⸗ 1383 Anhang. 1384 ein, wenn ich reise, wache, schlaffe/ wenn ich etwas gutes schaffe. 5. Seegne alle meine Thaten durch den werthen Seegens⸗Geist, daß sie moͤgen wohl gerathen, und dein Nahme werd gepreist. Es ist dein und nicht mein Werck, drum verlei⸗ he Muth und Sraͤrck, daß ich moͤge gleich durchgehen, nicht auf Gunst und Ungunst sehen. 10 6. Treuer Lehrer, wollst mich leh⸗ ren, gieb mir Weißheit und Ver⸗ stand/ daß mein Thun zu deinen Eh⸗ ren und zu Dienst dem Vaterland/ allezeit sey hingericht't, ach! mein Gott! versag mirs nicht: wehre, daß des Satans Tuͤcke mir nicht dieses Ziel verruͤcke. 7. Gieb Gedult und hilff mir tra⸗ gen meines Amtes Last und Buͤrd, die mich manchmahl pflegt zu pla⸗ gen/ und auch offt beschwerlich wird. Giebt es etwan Hinderniß, und da⸗ hero auch Verdrieß, laß mein Hertz sich ja nicht qvaͤlen/ sondern alles dir beschlen.. ö 8. Dir befehl ich meine Sachen, dir sey alles heimgestellt, wollest es mit ihnen machen/ wie es dir, o HErr! gefaͤlt. Kommt mir Creutz und Leid zu Hauß, daß es scheint, als sey es aus,laß mich folgen deinem Wil⸗ len, und damit den Kummer stillen. 9. Muß ich etwaSpott⸗Red hoͤren/ werd ich hie und da veracht, laß mein Hertz sich nicht dran kehren! bin ich von der Welt verlacht; was ists mehr? Welt! wie du wilt, du, o Gott! bist doch mein Schild. Laß mich wieder dich nichts sprechen, auch mich nicht an jenen raͤchen. 10. Soll ich hier noch laͤnger leben, nehm ichs gern und willig an, will auch gar nicht wiederstreben, wann ich dir nur dienen kan: schaff, daß ich dir treu verbleib, gieb darbey gesun! den Leib, und daß ich mir laß begnuͤ⸗ gen/wie du es mit mir wilt fuͤgen. I1. Soll ich aber von hier scheiden, will ich auch zu frieden seyn/ wollst mich nur zum Tod bereiten, denn so schlaff ich seelig ein. Nimm in deine Haͤnd die Seel; Laß den Leib ins Grabes Hoͤl ruhen. Diß ist mein Be⸗ gehren, JEsu! wollest mirs gewaͤh⸗ ren. (1246.) Alle Menschen muͤssen sterb. Ach daß nicht die letzte Stunde meines Lebens heute schlaͤgt! Mich verlangt von Hertzen⸗Grun⸗ de, daß mau mich zu Grabe traͤgt Denn ich darff den Tod nicht scheu⸗ en, ich bin laͤngst mit ihm bekannt; fuͤhrt er doch aus Wuͤsteneyen mich in das gelobte Land. 2. Haͤtte gleich mein gantzes Leben Friede, Ruͤh, und Sicherheit, macht die Suͤnde doch darneben, lauter Unruh, Furcht und Streit. Diese Plage, diß Verderben, weicht von mir nicht eher hin, als biß durch ein sanfftes Sterben, ich bey GOtt in Gnaden bin. 3. Auch das Grab in kuͤhler Erde, ist des Himmels Vorgemach, und wenn ich zu Staube werde, so zer⸗ staͤubt mein Weh und Ach! ja, ver⸗ liehr ich Leib und Glieder, so ver⸗ liehr ich nichts dabey; Denn GOtt machet alles wieder aus den alten Stuͤcken neu. 35. 4. Meine Seele zieht in dessen in den Zimmern GOttes ein. Ol wer kan die Lust ermeßen, welche da wird ewig seyn? Jetzt entzuͤckt mich schon das Sehnen, was wird erst alsdenn geschehn, wenn mich Got⸗ tes Hand wird kroͤnen und ich ihn kan selber sehn. g. Ach! ich weiß nichts mehr zu sa⸗ gen, denn ich bin gantz ausser mir. Kommt ihr Engel, bringt den Wa⸗ gen, fuͤhret ihn vor meine Thuͤr, ich will fahren, ich will scheiden, schei⸗ den will ich aus der Welt, fahren will ich zu bei. die mein JEsus hat bestellt. 0 Gute Nacht ihr Eitelkeiten, sal⸗ sches Leben gute Nacht/ gute Nacht ihr schnoͤden Zeiten; Denn* x Ishied it geing llcch urhum Reshlagt, da Etben uchde gt. (12 Eigene Hetrtichdenck Lich dissem Ni Heiner Sterblic Huß geben, tyen E. W heh 2. Vas sr f Oogal„gs fe⸗ Schrecken, Leide ahl/ird sch da n du, hihst in Rlie Sundaufd 3. Mein zerbroe d die sast ef Ven verfalnes Wlnonhianen, Ifft, Geist und iunen. Dieser geib wohksoangt Purmer Spefß 0 Toge, alles Rab, Ach, In Wlir trage. I. Mine Gusse u harten Hert hlalten Cobes; Her, mär Dund, if gefg sscht regen, Jesushge 58⁵ Anhang. Loschied ist gemacht. Weil ich lebe, hill ich sterben, biß die Todes Stun⸗ le schlaͤgt, da man mich als GOttes Erben/ durch das Grab in Himmel rügt. (1247.) Eigene Melodie. Err ich denck an jene Zeit, wenn Nich diesem Pilger⸗Leben, wegen meiner Sterblichkeit, gute Nacht muß geben, wenn ich werd auf dein Hebot, durch den Tod/alles uͤberge⸗ hen. 2. Was fuͤr Hoͤllen⸗Angst und Ovaal/ was fuͤr Furcht und grosses Schrecken, Leiden, Trauren ohne Zahl, wird sich dann erwecken: Sa⸗ san du wirst immerzu, ohne Ruh meine Suͤnd aufdecken. 3. Mein zerbrochnes Augen⸗Licht, und die fast erstarrten Sinnen, hein verfallnes Angesicht, eilen hle E hann von hinnen, alles ist mir abge⸗ hafft, Geist und Krafft/ will mir gautz kerriunen. 4. Dieser Leib und diß Gebein, ob sch wohl so angstlichklage, muß der Wuͤrmer Speiß doch seyn, über we⸗ ug Tage/ alles ist der Schlangen Naub, Asch, und Staub, was ich a mit trage. ö . Meine Fuͤsse werden Eiß, von hen harten Hertzens⸗Schlaͤgen laß sch kalten Todes⸗Schweiß, alles will schlegen, meiner welcken Zungen Hand, ist gespannt, und will sich icht regen. JEsu steh alsdenn mir bey, laß nich Armen nicht verderben, mach nich aller Aengsten frey, durch dein Zodt und Sterben, tröste mich mit heinem Geist, der mich heist Gottes Kind und Er ben. 20 7. Hilff, daß ich das Pilgerland, und diß eitle Thun můg hassen, und mir vecht des Himmels fand ins Gemüthe fassen„ so will ich mit greud und Wonn hier davon/ und hje Welt verlassen. O lieder/ o E aus den Alten 2385 1248. Eigene Melodie⸗ Mus ich denn scheiden, muß ich denn meiden, was mir so lieb gewesen ist, muß ich denn hassen/muß ich denn lassen/ was in der Welt, zu dieser Frist. Ja du wirst scheiden zu grosse Freuden, da gautz kein Lei⸗ den, ach seelig scheiden. 2. Muß ich hinfahren, in jungen Jahren, da kaum die Helfft ist koͤm⸗ men an, an meinem Leben, muß ich denn schweben schon auff dem bit⸗ tern Todes⸗Plan, GOtt wird die Klage, wandeln in Tage, so ohne Plage/ ewig ich sage. ö 3. Muß ich dann gehen, muß nicht mehr sehen, was mir gehort an Haab und Gut, meine Verwandten, mei⸗ ne Bekandten/ welches sehr kraͤncket Hertz und Muth: Du wirst umhfan⸗ gen, dort ihre Wangen, sie all uͤmb⸗ faugen/ mit grossen Prangen. 4. Was hilfft die Arbeit was nüͤtzt die Schoͤnheit/ was thut der ange⸗ wandte Fleiß, das wird verachtet, und nicht betrachtet, der Leib der wird der Wuͤrmer Speiß/ doch wird GOtt geben/wieder das Leben, dein Leib wird schweben, im rechten Le⸗ en. 5. Fahrt hin ihr Felder, fahrt hin ihr Waͤlder, fahrt hin ihr Wiesen, Berg und Thal, fahrt hin ihr Him⸗ mel/du Weltgetuͤmmel, nichts frag ich nach der Erden Saal, wenn ich nur habe, IEsum die Gabe, dran ich mich labe, wohl scheide abe. 6. Drum will ich scheiden, will ger⸗ ne meiden, diese so arge boͤse Welt, will frol ich fassen des Himmels Gas⸗ sen, achte nicht Silber, Gold und Gelb, weil ich werd scheiden zu gros⸗ sen Freuden, da gantz kein Leiden, ach seelges scheiden. (1249) B. S. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. No gute Nacht! es geht zum Ende, der Kampff ist aus, der X 3 Sieg PPPSIPD———————— ——— 1387 Anhang. Sieg ist da, die Jammer⸗Stunden fliehn zum Ende, ich bin nunmehr dem Himmel nah Mein Abschied ist gewiß gemacht, drum sag ich freu⸗ dig; gute Nacht! g. Nun gute Nacht! ihr herben Schmertzen, die ihr den můden Leib geplagt, ihr bringt mir zwar den Stoß zum Hertzen, doch weiß ich schon was JEsus sagt: Mein Tod vertilgt des Todes Macht, drum sag ich willig; gute Nacht! 3. Mun gute Nacht! ihr eitlen Din⸗ ge/ ich dencke nur ans Ewige; Das Kleinod, uͤer dem ich ringe, zeigt mir mein JEsus aus der Hoͤh. Ach seht, wie meine Crone lacht, drum sag ich sehnlich: gute Nacht! 4. Nun gute Nacht! ihr matten Glieder. geht hin, und legt euch in das Grab: Kein Creutze druͤckt euch kuͤnfftig nieder, das GOtt bißher zu tragen gab. Ihr seyd nunmehr zur Ruh gebracht, drum sag ich billig: gute Nacht! 5. Nun gute Nachtlgetreues Her⸗ 3ze, das mich bißher geliebet hat; ergib dich nicht zu sehr dem Schmer⸗ 5e, und denck an GOttes weisen Rath. Dort werden wir zusam⸗ men bracht, drum sag ich treulich: gute Nacht. 6. Zu guter Nachtl betruͤbte Waͤy⸗ sen, die jch hier in dem Hertzen trug: Ihr muͤßt euch wohl mit Thraͤnen speisen, doch lebet fromm und wer⸗ det klug. Gott ist auf euer Heyl bedacht, drum sag ich treulich: gute Nacht! 7. Zu guter Nacht! ihr werthen Lie⸗ gen, der Himmel wird uns wieder sehn! drum maͤßigt euch in dem Betruͤben, was GO TT thut, das ist wohl geschehn. Gott ists, der fuͤr euch alle wacht, drum sag ich ruhig: gute Nacht! 8. Nun gute Nacht! weg mit der Erden, du aber Himmel sey gegruͤßt. Hier will ich Jesus Schooß⸗Kind ö 0 werden, der sich schon mit der See⸗ len kuͤßt. Ach was ist hier vor Lust und Pracht? Drum sag ich seelig: gute Nacht! (1250.) Mel. Christus der ist mein Leben. Nun hab ich uͤbermunden, zu gu⸗ ter Nacht, o Welt! ich zieh durch Christi Wunden ins rechte Sieges⸗Zelt.—— 2. Die Bande sind zerrissen, die mir die Welt gelegt, und das liegt mir zum Fuͤssen, was Noth und Schmertz erregt. 3. Die Wahlstatt ist gefaͤrbet mit meines JEsu Blut, der alles mir er⸗ erbet. was meiner Seelen gut. 4. Hier ist die Sieges Crone, die meine Scheitel deckt, und die zu ei⸗ nemLohne des glaubens ausgesteckt. 5. Den Rock von weisser Seide legt mir mein JEsus an/wo ich auf Zions Weyde die Rosen brechen kan. 6. Mein Nahme steht geschrieben im Buch der Seeligkeit, da ist er nun beklieben, Trotz aller Feinde Neid. 7. Hier loöͤscht ihn keine Süͤnde und auuch kein Tod nicht gus, da, wo ich Hauh. finde, da ist mein Vater⸗ autz.* 8. Schreibt er doch meinen Nah⸗ men vor Gott und Engel an, daß ich vor Thraͤnen⸗Saamen nunFreu⸗ den erndten kan. 9. Beweint mich nicht ihr Lieben! ich sterbe, GOtt mit euch. Was wollt ihr euch betruͤben? Ich bin in GOttes Reich. 10. Gedencket wie ich sterbe, folgt mir auch seelig nach, ihr habt GOtt selbst zum Erbe, was seufftzt ihr ach! und ach! 11. Nun gute Nacht du Erde! du Himmel sey gegruͤßt! wo ich getroͤ⸗ stet werde mit dem, was ewig ist. hier zieht ein Pilger ein, der muß in Zions Auen ein guter Buͤrger seyn; Mresse I6h. Ahl, COL. 1388 12.CLaßt mir die Grabschrifft hauen: leil. Der HEtrse esß Und mit sei deil. Exkeige Un Balmhertigke elp. Und gieb u Und Seeligkei Auf die A serl, Beleitet Weh, Hall. 15— seit Hall. ell. Mochet die HieThüten in d. lp. Daß der ahziehe, Hall. il, Hosianng d. Hall. ih. Gelobet sey Mhhͤen des K We Herl. Himmeleu hetgehen, Hal bsh. Aber des; hscht bergehen Mye el Siche ich ll für dir her sesp. Der deinen hn soll, All etl. Euch ů lchren, l 0. Reicherif nber Stadt⸗ Pe V 9H — mit der Sel⸗ Het vor Lust sg ich seelig: Awein Leben. die zu ei⸗ lleckt. mein Vater⸗ h weilen Nah⸗ daß hungtel chbi e serbe/ folgt. bt GOlt esp. Und gieb uns Gnade, Heyl serl. Himmel und Erden werden Fers. Ich bin eine Stimme eines Wiskelp. Richtet den Weg des HEr⸗ Allel. Vresp, Ein Sohn ist uns gegeben, El. Rers. Euch e. ge⸗ resp. Welcher ist Christus der HErr •0(E Collecten-Versiculi, lers. Der HErr sey mit euch lespe Und mit seinem Geiste. lerl. Erzeige uns„HErr! deine Barmhertzigkeit, All. und Seeligkeit. All. Auf die Advends⸗Zeit. verl. Bereitet dem HErrn den Weg/ Hall. 195 W seine Steige richtig/ Hall. serf. Machet die Thore weit, und die Thůren in der Welt hoch⸗Hall. lep. Daß der Koͤnig der Ehren einziehe, Hall. Advent I hers. Hosianna dem Sohne David/ all. lelp. Gelobet sey der da koͤmmt im Nahmen des HErren, Hall. Advent. II. vergehen, Hall. tesy. Aber des HErren Wort wird icht vergehen, All. Advent. III. hers. Siehe ich sende meinen En⸗ gel für dir her, Al.. tesp. Der deinen Weg fůr dir berei⸗ ten soll/ All. ö Advent. IV. Ruffers in der Wuͤsten ven, All. Weyhnachten er. I. Vers.' Ein Kind ist uns gebohren, bohren, Allel. Auf die Sonntage insgemein. resp, Lobe Zion deinen GOtt All. Fer. III. vers. Das Wort ward Fleisch/ All. resp. Und wohnet unt er uns, All. vers. Liebe GOtt von gantzen Her⸗ tzen, und von gantzer Seele, All. resp. Von allen Kraͤfften und von allem Vermoͤgen, All. Sonntag nach Weyhnachten. vers. Siehe Christus wird gesetzet zu einem Fall und Aufferstehen vieler in Israel. resp. Und zu einem Zeichen dem wiedersprochen wird. Neue Jahr. vers. HErr, du eroͤnest das Jahr mit deinem Gut, All.—— resp. Und deine Fußstapffen trieffen vom Fett, All. Jerusalem Gluͤck, vexs. Wuͤnschet Allel 105 el. resp. Es muͤsse wohl gehen denen, die dich lieben, All. Sonntag nach dem Neuen Jahr. vers. Wer ist der den HErren fuͤrch⸗ tet, All⸗ resp. Er wird ihn unterweisen denn hesten Weg/ All. Fest. Epiph. vers. Lobet den HErren alle Hey⸗ den, All. resp. Preiset ihn alle Voͤlcket All. verl. Alle Koͤnge werden den HErrn anbethen, All. resp. Alle Heyden werden ihm dienen,All. verl, Mache dich auf werde Licht/ denn dein Licht koͤmmt, All. ö resp. Und die Herrlichkeit des HEryn gehet auf uͤber dir /All. Epiphan.. verf. HErr wir wollen nicht von in der Stadt David/ All. Fer. II. ven. All. Lers. Preise Jerusalem den HEr dir weichenAll. resp. Laß uns leben, so wollen wix heinen Nahmen anruffen, All, Vars. Collecten-Versiculi. Epiphan. II. Wale wenn ich nur dich habe, el. Resp. So frag ich nicht nach Him⸗ mel und Erden, All. Epiphan. III. Vers. Gelobet sey GOtt: der mein Gebeth nicht verwirfft, All. Resp. Noch seine Guͤte von mir wendet, All. Epiphan IV. Vers. Mache dich auf HErr, und hilff uns, All. Resp. Und erloͤse uns um deiner Guͤ⸗ te willen, All. Vers. Erwecke dich HErr, warum schlaͤffest du? All. Resp. Wache auf und verstosse uns nicht gar. All. Epiphan V. Vers. HErr ich behalte dein Wort in meinem Hertzen, All. Resp. Auf daß ich nicht wieder dich suͤndige. Alleluia. Epiphan. VI. Vers. Dienet dem HERRN mit Furcht, All.. 4.„ Und freuet euch mit Zittern, Maric Reinigung oder Lichtmeß. Vers. HErr! nun laͤssest du deinen Diener in Friede fahren. Resp. Denn meine Augen haben deinen Heyland gesehen. Vers. Gelobet sey der HErr, der GoOtt Israel, All. 0 nun an biß in Ewigkeit, Mariaͤ Verkuͤndigung. Vers. Siehe eine Jungfrau wird schwanger, und wird einen Sohn gebaͤhren, All. Resp. Den wird man heissen Imma⸗ nuel, All. VersDiß ist der Tag, den der HErr gemacht hat, All. Resp. Lasset uns freuen und froͤlich darinnen seyu, All. Septuages. Resp. Und hast vertrieben die Hey⸗ Ahe und denselben gepflantzet/ el. ö Sexages. Vers. Seelig sind, die GOttes Wort hoͤren und bewahren, All. Resp. In einem feinem guten Her⸗ tzen, und bringen Fruͤcht in Ge⸗ dult, All. ö Ui duaestener s. Esto mihi. Vers. HBErr! oͤffne mir die Augen, daß ich sehe, All. Resp. Die Wunder an deinem Ge⸗ setze, All. Vom Leiden Christi. Verf. Christus ist um unserer Misse⸗ that willen verwundet. Resp. Und um unser Suͤnde willen zerschlagen. 3—— Vers, GOTT hat seines einigen Sohnes nicht verschonet. Resp. Sondern hat ihn fuͤr uns alle dahin gegeben. Invocavit. Vers. Der Mensch lebet nicht von Brod alleine, All. Resp. Sondern von einem ieglichen ort, das durch den Mund Gottes gehet, Allel. Reminiscere. Vers. Das zustossene Rohr wirst du Hrr nicht gar zerbrechen, All. Resp. Und das glimmende Docht Aei du nicht gar ausloͤschen, el. Oculi. Vers. Meine Augen sehen stets nach dem HErrn, All. Resp. Denn er wird meinem Fuß aus dem Netze ziehen, Allel. Lætare. sie satt werden, All. fragen, werden ihn preisen, All. Iudi ca. Fusses Leuchte, All. Vers. HErr! du hast deinen Wein⸗ sock gus Egypten geholet, All. Vers. Die Elenden sollen essen, daß Resp. Und die nach dem HErrn Vers. HErr, dein Wort, ist meines Resp. Und ein Licht auf meinen Wege, All. — bon Nel. Freu hich Zoh, Hal. b. Uud 0—0 lahchße, Hall. ö Ha 2 il. Was der H. loblichundhe lesp, Und seine bet ewiglich, Jers. Ex hat e stiftet seiner? lh. Der guͤͤdi⸗ GOtt/ Holl Har⸗ erl. Die Etraf guffdaß twir gz Iilp, Uud durch Wir geheilet. Ofletr herl. CHristus afferwecket, Mer, Hall. ulp. Der Lod Ihh licht hert Jerl. Christus i. Willen dahing usp. Und um! willen gufferg eil. Ich tuill Hollen, Hall. lesp. And höm = —— — — —. E 2 — — — nahen die Hey Aieen gepffangethle Sottes Won Al. nem guten Heti Rucht in Geh REIR 10 . Ello mibi. Hlr die Augen e deinem Gt en Chriti. unserer Misse Sunde willez 4 seints einiggt Auem ieglichet ch den Mund Alel. vers. Er hat ei Collecten- Versiculi. Dom. Palmar. 2 0 sers. Freu dich sehr du Tochter Zion, Hall. kesp. Und du Tochter Jerusalem jguchtze. Hall. Vom Abendmahl. hers. Was der HErr ordnet, das ist löblich und herrlich, Hall. lesp. Und seine Gerechtigkeit blei⸗ bet ewiglich.—.— hat ein Gedoͤcheniß ge⸗ stifftet seiner Wunder, Hall. lesꝑ. Der gnaͤdige und barmhertzige GOtt, Hall. Char⸗Freytag. Vers. Die Straffe liegt auff Ihm, guff daß wir Frjede haͤtten. lelp. Und durch seine Wunden sind wir geheilet. Ostern Fer, I. verl. CHristus von den Todten aufferwecket, stirbet hinfort nim⸗ mer, Hall. kesp. Der Tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrschen, Hall. Verl, Ehristus ist um unser Suͤnde willen dahin gegeben. relp. Und um unser Gerechtigkeit willen gufferwecket. Verl. Ich will sie erloͤsen aus der Hoͤllen, Hall. resp. Und 33 3 erretten, Hall⸗ 0 GE. herl. Bleibe bey uns HErr/ denn es will Abend werden. relp. Und der Dag hat sich gene get. er, Mi, lers. CHristus hat dem Tod die Macht genommen. tesp. Und Gerechtigkeit und un⸗ vergaͤngliches Leben anus Licht bracht/ Hall. 0 uasimodogeniti. i⸗ Vers. Seelig sind die nicht sehen/ Hall. resp. Und doch glaͤuben, Hall. Misericord. Dom. nerl. Der HErr ist mein Hirte, Hall. resp. Mir wird nichts mangeln, Hallel. Jubilate. Verl. Jauchzet GO TC alle Lande, allel. resp. Denn er hat grosse Dinge ge⸗ than, Hallel Cantate. vers. Singet dem HErrn ein neues Lied, Hall.—0 resp. Denn er hat grosse Dinge ge⸗ than, Hall. Rogate. vers. 0— sol werdet ihr nehmen⸗ all. resp. Daß eure Freude vollkommen sey, Hall.— Christi Himmelfahrt. vers. Christus ist auffgefahren in die Höhe, Hall. resp. Und hat das Gefaͤngniß gefan⸗ gen gefuͤhretHall. vers. GOtt faͤhret guf mit Jauch⸗ tzen, Hall. ö resp. Und der HErr mit heller Po⸗ saunen,Hall. verl. Ich fahre auf zu meinem Va⸗ ter und zu eurem Vater, Hall. resp. Zu meinem GOrt und zu eu⸗ vem GOtt/ Hall. EXaudi, vers. GOtt sey nicht serne von mir, wenn ich dich amuffe. resp. Eile mir beyzustehen, HERR meine Hulffe. Pfingsten Fer. I. vers. Schaffe in mir GOtt ein vei⸗ nes Hertze,Hall. resp. Und gieb mir einen neuen ge⸗ wissen Geist, Hall⸗ Fer. II. vers. Al so hat GOtt die Welt gelie⸗ betHall. resp. Daß er seinen eingebohrnen Sohn gab, Hall. Fer. III. 12 vers. Christus syricht, ich bin die Thür zu den Schaafen, Hall. resp. So iemand durch mich einge⸗ het/ wird seelig werden, Hall. Fest. Trin. vers. Wir loben GOtt den Vater, Sohn und Heiligen Geist, Hall. resp. Collecten-Versiculi. resp. Und preisen ihn von nun an! biß in Ewigkeit, Hall. D. I. Ttinit. vers. Brich den Hungrigen dein Brodt, Hall. resp. Und die so im Elend sind fuͤh⸗ re ins Hauß, Hall. D. II. Trinit.. vers. Wuͤrcket Speise die nicht vergaͤnglich ist, Hall. resp. Sondern die da bleibet in Ewigkeit, Hall. D. III. Trinit. vers. Es wird Freude seyn im Him⸗ ün uͤber einen Suͤnder der Busse thut. resp. Fuͤr neun und neuntzig Ge⸗ rechten, die der Busse nicht be⸗ duͤrffen. D. IV. Trin. vers. Lasfet euer Licht leuchten fuͤr den Leuten. resp. Daß sie eure gute Wercke sehen, und euren Vater im Him⸗ mel preisen. Hall. D. V. Trinit. vers. HERR gehe nicht ins Ge⸗ richt mit deinem Knecht. resp. Denn fuͤr dir ist keindebendiger gerecht. 5 D. VI. Trinit. —8 I zeige mir deine Wege, all. H resp. Und fuͤhre mich auf ebner Bahn, Hall. P). VII. Trinit. vers. Ich will ihnen ihre Speise seegnen, spricht der HErr, Hall. resp. Und will ihren Armen Brodts genug geben, Hall. D. VIII. Trinirt. vers. Es werden nicht alle, die zu mir sagen, HErrl HErrl in das Himmelreich kommen. resp. Sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. D. IX. Trinit. vers. Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon. resp. Auf daß wenn ihr nun darbet D. X. Trinit. vers. HErr deine 01 b daite W. ist. resp. Und deine Wahrheit so wei die Wolcken gehen. 9005 D. XI. Trinit. Lerl. Wer sich selbst erhoͤhet, der wird erniedriget werden. resp. Und wer sich selbst erniedriget, ddr wird erhoͤhet werden. All. D. XII. Trinit. vers. JEsus CHristus hat alles wohl gemacht, Hall. resp. Die Tauben macht er hoͤrend/ und die Sprachlosen redend, Hall. 100 1095 0 rder 96 Verl. Gelobet sey der HErr, der Gott Israel, Hall resp. Denn er hat besuchet und erloͤ set sein Volck, Hall. Marid Heimsuchung. 7 Und of resp. Und die Wolcken regnen di Gerechtigkeit, Hall. W D. XIII. Trinit. vers. Liebe Gott deinen HErrn 0. 1 ub der n Mech 8eel relp. Und deinen Nechsten als di D. XIV. Trinit. verl. Merr ich will dir dancken unter den Voͤlckern, Hall. resp. Und lobsingen unter den Leu⸗ ten, Hall. D. XV. Trinit. verl. Trachtet am ersten nach dem Reiche GOttes, und nach seiner Gerechtigkeit, Hall. resp. So wird euch das andre alles zufallen, Hall. D. XVI. Trinit. vers. HGErr lehre uns bedencken, daß wir sterben muͤssen, Hall. resp. Auf daß wir klug werden, Hall. D. XVII. Triuit. vers. Hilff mir GOtt durch deinen Nahmen, Hall. resp. Und schaffe mir recht durch sie euch aufnehmen in die wige Huͤrten. deine Gewalt, Hall. Dom, Guͤte reichet so Vers. Trauffelt ihr Himmel von o⸗ on W Der HErek her Hetochten, s, Mer der Go hit, Hal. 3 Fest. Mi hal bobet den he Ull Hal. Iht starcken sen Bosehlgl Ode Lel Der Herr h esohlen uͤber d eh, Daß fie bich heineh Wegen, D. XIX. val HErt. sey mij l schwach. ah Heile mich H Hlbeine sind er D. XX. Vel, Chfsstus syr luffen. Hacd, Mper twenige D. XXI Fers, In der N. HEtken anj, He s, Und der H. Hostet mich, He D. XXI Hel Wohl dem! Iim Rath der Ge Ees. Woch trit; lusdek, Hall D, XXII e Hode, ma Aichtedas kund, 0 HDein du i m heyden, He der helfen, 900 Sitt racheth Gen reguen ds 90 chen alsdi 44 Triat. V, Hl. %erdel, 0 Inen HE eneo sp. Aber der Gottlo Collecten-Versiculi. Dom. XVIII. Trin. zerl. Der HErr kennet den Weg der Gerechten, Hall. sen Weg ver⸗ gehet/ Hall. ö Fest. Michaelis. Er. Lobet den HErrn ihr seine En⸗ gel, Hall. 1 ilp. Ihr starcken Helden, die ihr seinen 28 Dr Hall. er: lers. Der HErr hat seinen Engeln befohlen uͤber dir, Hall. tusd. Daß sie dich behuͤten auf allen deinen Wegen, Hall. D. XIX. Trin, Vers. HErr, sey mir gnaͤdig, denn ich hin schwach. sp. Heile mich HErr, denn meine Gebeine sind erschrocken. D.„Iin. vers. Christus spricht, viel sind be⸗ ruffen. lesp. Aber wenigauserwehlet. ö D. XXI. Trin. zers. In der Angst vieff ich den Hrren an, Hall. Esp. Und der HErr erhoͤret mich, kroͤstet mich, Hall. D. XXII. Trin. erl. Wohl dem der nicht wandelt telp. Denn du bist im Rath der Gottlosen, Hall⸗ Alsp. Noch tritt auf den Weg der Suͤnder, Hall. D. XXIII. Trin. Eers. GOTe, mache dich auf, und richte das Land, Hall. Erb⸗HEyvr unter den Heyden, Hall. D. XXIV. Trin. ers. Ich will immerdar zu GOtt dem HBEryn ruffen, Hall. esp. Und der HErr wird mix aus⸗ Hebffen, Hall. D. XXV. Trin. lerl. Mache dich auf HErr/ und hilff uns, Hall. Rsp. Und erloͤse mich um deiner Hute willen, Hall. D. XXVI. Trin. Verl. Der HErr wird den Erdbohen nichten mit Gerechtialeit, Hall. resp. Und mit Recht die Voͤlcker, Hallel. ö ö D. XXVII. Trinit, vers Seelig sind die reines Hertzens sind⸗ Hall. relp. Denn sie werden G O chauen, Hall. Apostel⸗Tage. vers. Der HErr giebt das Wort, 6 Mit grossen S relp. Mit grossen auhe Eoangeliten, Hall. Oder: vers. Wie liehlich sind die Fuͤsse derer die den Friede verkuͤndigen, Hall⸗ resꝑ. Die das gute verkuͤndigen, Hal. An Buß⸗Tagen. vers. HErr handle nicht mit uns nach unsern Suͤnden. resp. Und vergilt uns nicht nach Unsrer Missethat. Oder: verf. Hilff uns GOtt unsers Heyls um deines Nahmens willen. resp. Erxrette uns und vergieb uns unsre Suͤnde um deines Nah⸗ mens willen. Um den lieben Frieden. verf. GOtt gieb Fried in deinem Lande. resp. Gluck und Heyl zu gllem Stande. um die Erhaltung der Kirche Got⸗ tes und seines Worts. vers. HErr, erhalte uns dein Wort, Hall. resp. Denn dieses dein Wort, ist unses Hertzens Freude und Lrost. Hall. ö Wieder die Feinde der Kirchen. vers. Hilff uns HErr und Otr un⸗ ser Helffer, um deines Nahmens willen. resp. Exrette uns und vergieb uns mens willen. In dey Pest. Verl. HEry, das macht dein Zorn, daß wir so yergehen. besp. unsre Suͤnde um deines Nah⸗⸗ Collecten-Versiculi. resp. Und dein Grimm/ daß wir so ploͤtzlich dahin muͤssen. Um sruchtbare Zeit. vers. HErr es wartet alles auf dich, das du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit, Hall. resp. Wann du ihnen giebest, so ammlen sie/ wenn du deine Hand aufthust, sb werden sie mit Gut gesaͤttiget, Hall. Um Regen. vers. HErr du feuchtest die Berge von obenher, Hall. resp. Du machest das Land voll Fruͤchte, die du schaffest, Hall. verf, GOtt du laͤssest Graß wachsen fuͤr das Vieh, und Saat zu Nutz des Menschen, Hall. resp. Auf daß du Brod aus der Er⸗ den bringest, Hall, ö Um schoͤn Wetter. vers. HERR erzeige deine Gnade und Guͤte, und hilff uns, Hall. resp. Auf daß unser Land in schoͤnen Wetter sein Cewaͤchse gebe/ Hall. Um Sonnenschein. vers. Gieb uns deinen Kindern lie⸗ ber Vater, einen gnaͤdigen Son⸗ nenschein, Hall. ö resp. Auf daß unser Land durch dei⸗ nen Seegen mit seinen Fruͤchten erfuͤllet werde, Hall. Zur Erndte⸗Zeit. vers. Laßt uns den HErrn unsern Gott fuͤrchten, der uns Fruͤhe⸗ Regen und Spat⸗Regen zu rech⸗ ter Zeit giebt, Hall. resp. Und uns die Erndte treulich und jaͤhrlich behuͤtet, Hall. Von der em Hermn, 5. enn er vers Dancket dem HErrn, resp. Und seine Guͤte waͤhret ewi⸗ e uns, so ist uns geholfß Bey Leich⸗Begaͤngnissen. 5* Ich weiß daß mein Erloͤser le⸗ et resp. Und er wird mich hernach aus der Erden aufferwecken. Oder: 92 Hrr deine Todten werden le⸗ en. resp. Und mit dem Leichnam aufer⸗ ehen. Vom Juͤngsien Tage. verl Der HErr hat einen Tag ge⸗ setzt, an welchem er wird richten den Creyß der Erden. resp. Durch einen Mann, in wel⸗ chem ers beschlossen hat. Versiculi Communes. ů vers. HErr lehre uns thun nach dei⸗ nem Wohlgefallen. resp. Dein guͤter Geist fuͤhre mich auf ebener Bahn. vers. Ruffe mich an, spricht der Hrr, in der Zeit der Noth. resp. So will ich dich erretten, so solt du mich preisen. vers. Des HErrn Zorn waͤhret einen Augenblick⸗ resp. Und er hat Lust zum Leben. vers. Der HErr kennet den Weg der Gerechten, Hall. resp. Aber der Gottlosen Weg ver⸗ gehet, Hall. vers. Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, Hall. resp. Und die nach dem HErrn fra⸗ gen/ werden ihn preisen, Hall. vers. HErr hilff deinem Volck, und seegne dein Erbtheil. Raffer Chbleib bey v Achbleib mit Ichbaß doch meit Ichdaß ein jeder ch daß nicht die schein Wokt vor Icherschreckt ihe lch es scheint il Ich Geliehte! A Ich GOtt dein gr ch Gott erhorn Ich Gott in was ch Gott michbr Ich Gott sollden lch GOtt thudi lch Gott und He Ich Hott vom H. Ich Gott wem fo Ich Gott wenni⸗ Ih Gott wenn Ic Gott wiegel Ich Gott wie ma Ich Gott wiesch Ich Herr duale lch Heree du ge Zofn Ich Herredu ge elr dugro Ich Her hielie 0 Her in viel Herr lehren tt meime kr mich ar Hchster Got Ich Jen ebse IchihrS resp. Und weide sie, und erhoͤhe sie ewiglich. vers. Gedencke HERR an deine ist freundlich, Hall. glich, Hall. Vor die Irrenden. vers. Bekehre du uns, so werden wir hekehret. Barmhertzigkeit, Hall. resp. Und an deine Guͤte die von der Welt her gewesen ist, Hallel I 0 Regit Sh Wh Ihförtichmir Icllenhr lehet Hetr Uce Haß, Hmein Jeh anin Hie one, Hschone 90 0 schet, ualch — — 1 RCO 3 SE ungu Register Khangnissen. Wein Etlöser de Ae bleib bey uns Herr Jesu 638 nich hemach al Ach bleib mit deiner Enade 3 n dchdaß doch mein JEsus käme 787 ulatt Ich daß ein jeder naͤhm in acht 74 20 Ach daß nicht die letzte Stunde 1384 MRen werden le Ach ein Wort von grosser Treue 310 — Ach erschreckt ihr Menschen⸗K. 13899 Laichnam aufer Ach es scheint ich sey verlassen 262 Ach Geliebte! Ach Betruͤbte s8u Ien Tug. ach Gott dein arme Christenh. 604 en Tag ge Ach Gokt erhoͤr mein Seufftzen g6e wird gichten Ach Gort in was vor Freudigk. 423 Den. Nann, in web a. Ach Gott soll denn nur 132² Ach GOtt thu dich erbarmen 820 Ach Gott und HErr, wie groß 251 Ach Gott vom Himmel sieh 680 Ach Gott wem soll ichs klagen 281 Ach Gott wenn ich bey nür 7³⁸ Ach Gott wenn werd ich sterben 78⸗ Ach Gott wie geht es deinen 686 Ach Gott wie man ches Hertzel. 405 ch Gott wie schrecklich ist dein oi⸗ Ach Herr, du allerhoͤchster Gott 624 Ach Herre du gerechter Gott, dein Zorn 60⁹ Ach Herre du gerechter Gort 6²4 Ach Herr du grosser Gott von 6² Ach Herr hie liegt ein kranckes 703 15. thun nach de N füͤhre mich bricht das Ader Nokh. Henretten wahret einen Kum ehen. Heunet Dell Whh 5 Ach Herr in viel Gesahr und 91 * Iu Ich Herr lehre mich 1346 en, do Ach Herr mein Gott straff mich 273 ehen, dudch Herr mich armen Sunder ada l HErmN Ach Herr wie lange wilt du/ Ien ei dch höchster Gott verleihe 332 ese liedfer Seelen⸗or. 49⸗ n Dlc IAch isyr Seufftzer,eilt von ms Hal V Hch Kagt Ach klage nan 9/ ahihe ls dch kont ich mich von hier auff⸗ 489 a Acch lieben Christen seyd getro st y/ Euunen Ach lieber Herr du grosser Gott ora Hal. 1 I Ach mein Hertz, was soll ich 9u/ e dch mein SEsu sieh 5313 , HüuIlch fagt mir nichts davon 1081 Ach schone, schone, lieber Gott 6rg Ach schone doch, o grosser. lon Ach Gott mich druͤckt ein schwer. 736 Ach dieses Gesang⸗Buchs, auf die Zahlen der Blaͤtker gerichtet. Ach Seele, wilst du laͤnger noo Ach stirbt denn so mein gllerlieb. z Ach treuer Gott ich ruff zu dir 322 Ach Vater geh nicht ins Gericht oꝛ⸗ Ach Vater unser Gott, ach 378 Ach Vat er von uns allen 1090 Ach unermeßnes Jammer⸗Leid roea Ach was hab ich aus gerichtet 269 Ach was ist doch unser Leben vra Ach was soll ich Suͤnder machen 29 Ach weinet/ seufftzet doch 9³ Ach wenn ich mich doch koͤnt 679 wenn koͤmmet doch die St. 790 Ach wenn werd ich dahin kom. 676 Ach wer giebt mir Worte her 967⸗ Ach wer weiß, wo mir noch hier uuza Ach wie betruͤbt sind fromme 484 Ach wie ein kleinen Augenblich 1336 Ach wie elend ist unser Zeit go⸗ Ach wie erschreckt die boͤse 87— Ach wie fluͤchtig/ach wie nichtig zr Ach wie freu ich mich zu 1390 Ach wie hat das Gifft der Suͤnd.3y Ach wie macht die Angst der 275 Ach wie will es endlich werden a7a Ach will mich dann nun mein 74 Ach wohl und aber wohl ist mir xaz Ach wo soll ich mich hinwend, oig Achwunder⸗grosser Sieges⸗H. 184 Adam hat im Paradieß 843 Ade du suͤsse Welt! 11709 Allein auf GOtt setz dein Vertx zrz Allein GOtt in der Hoͤh sey Ehr ꝛr/ Allein nach dir mein Herr 1369 Allein, unnd doch nicht gantz Io62 Allein zu dir HErr Esu Christ 290 Alle Menschen muͤssen sterben 779 Allenthalben wo ich gehe 1163 Aller Angen auf dicho HErr 759 Alles gut, wonns Ende gut 13366 Alles ist an GOt tes Seegen 43 Alles, was mir Gott gegeben 393 Alle Welt was lebt und webet urz All Obrigkeit Gott setzet 699 Allzeit will GOtt sorgen 44⁰ Als Christus gebohren was 2 Ich sehet, welch ein Mensch 5⁰⁴ Also hat Gott die Welt gelsebet 300 Ns 190 W Bbentder Vater, hoͤch st. 990 Bester Schaß du meins Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. Alio hat GOtt von Ewigkeit 192 Also heilig ist der Tag, daß ihn 160 Amen GStt Vater und Sohne 209 Am Sabbath fruͤh Marien drey 160 An dich, mein JEsu, will ich 887 Angenehme Fasten⸗Zeit 9⁰ An JEsu haͤngt mein Hertz u60 An Wasserfluͤssen Babylon 788 Auf lauf! an diesem Morgen 127 Auf lauf! ihr meine Lieder 1282 Auf auf! ihr Reichs⸗Genossen 844 Auf auf! mein Geist zu loben 1289 Auf lauf mein Hertz mit Fr. 161 Auf lauf! mein Hertz und Geistiꝛa⸗ Auf lauf! omein Gemuͤthe 332T Aufauf! zu GOttes Lob 218 Auf Christi Himmelfahrt allein 183 Auf den Nebel folgt die Sonne 388 Auf, du mein Geist der Sinnen 508 Auf, du arme Seele 100½ Auf, sreuet euch von Hertzens⸗ 8a9 Auf, last uns alle lieben 1075 Auf meinen Herren JIEsum C. 307 Auf, mein Hertz, geh mit 933 Auf meinen lieben Gott 4²⁹ Auf mein Geist und mein 125 Auf mein Hertz, des Herren 945 Auf mein Hertze růste dich 1253 Auf mein Hertz mit allen Fr. 402 Auf meine Seele sey erfreut 4 Auf meine Seel und ruͤste dich ro⸗ Auf Seele, Jesus ist erstanden 939 Auf Seel, und dancke deinem 1283 Auf: Toͤchter Zion, schauet 846 Aus der Tieffen ruffe ich 27 Aus diesem tieffen Grunde 285 Aus Lieb laͤst Gott der Christ. a36 Aus meines Hertzens Grunde ig Aus tieffer Noth schrey ich 249 Bedencke Mensch das Befiehl du deine Wege 43¹ Begluͤckter Freuden⸗Dag 977 Bey GOtt allein steht mein nzỹ Beschehr uns HErr das taͤglich 758 Beschwertes Herß leg ab d 836 Betrubtes Hertz sey wohlgem. 3s 1365 Bewahr mich Gott mein Herre 730 Bittet/betet mufft und schrehetroo⸗ Blutiger Immanuel 9³² I1⁴ Betruͤbter Geist sey 1204 Bleib, liebster JEsu, weil 105 Brich an du heller Morgen 72 Brich an du heller Morgen,treibor Brich entzwey mein armes 8 Brunnavell aller Guͤter 195 CHrist, der du bist der helle 74 Christe, der du bist Tag und 7 Christe du Lamm GOttes 95 Christe werther Seelen⸗Fr. 1070 Christ fuhr gen Himmel 199 Christ ist erstanden 164 Christi Tod ist Adams Leben 320 Ehrist lag in Todes⸗Banden 1 Christum wir sollen loben schon 3 Christ unser Herr zum Jordan 650 Christus, Christus, Christus ist d00 Christus, der ist mein Leben 770 Christus, der uns seelig macht 8 Christus ist erstanden 16 Da JEsus an dem Creutze I Da ich nun wiederum 1290 Dancksagen wir alle Danck sey GOtt in der Hoͤhe 1 Darff ich mich denn noch unter⸗ 266 Das alte Jahr vergangen ist 4 Das alt ist abgegangen 864 Das Elend weist du Gott allein 294 Das Grab ist da/ hier steht Das Jesulein ist doch mein 1050 Das ist mir lieb,daß Gott mein 90 Das Kirchen⸗Jahr ist auch vorbeys Das neugebohrne Kindelein 36 Das walt Gott die Morgenr. 720 Das walt Gott Vater und 2274 Das walt mein Gott, Vater 717 Das walt nun zu dieser Frist 1274 Dein Vlut komme uͤber mich 899 Deiner tieffen Wunden 90 Dein Evangelium 137 Den 2.— meine Seel Den Herrn, der mich regiert Dennoch bleib ich stets an dir 45½0 Dennoch kan man eine Last 3865 1145 Der am Creutz ist meine Liebe 39 Der Braͤutgam wird bald 0 Da der Herr Christ zu Tische Dancket dem Herren, denn er 70 Dih 26 Dancket dem Herrn heut und 768 d. Das alte Jahr(die Wochen nun e 134 Register —ꝛßß7ͤñ—75 Iurdu bist breg in Ohtöwmßte Met In Hihland stehe HaHellge Geistt Oa Herr der Sere Oll Herr ist mei Oir Hery ist meit Hah Oer Hollen Pfort Deblleben Sonnet DrSclaffit nu Dascharße Flä Da Hag derist so Dudag istfür der Du Nag isthin,i El Wtkeihr 66 60 1 60 2 + Der Herr ist mein getreuer Hirt, hältt 657 Durch Adams Fall ist gantz 5 Hery ist mein getreuer Hirt, Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. Der du bist drey in Einigkeit auo Der froͤmmste Mensch ja 88⁰ Der Heyland stehet auf 97⁰ Der Heilge Geist vom Himmel 194 Der Herr der Seraphinen 981 em 1231 Der Hoͤllen Pforten sind zerst. 164 Der lieben Sonnen Licht und 1296 Der Schlaff ist nun verschw. 1280 Der schwartze Fluͤgel truͤber Iu Der Tag der ist so freudenreich 24 Der Dag ist fuͤr der Thůr 1273 Der Tag ist hin, ich lebe 3⁰⁷ Der Tag ist nun vrrgangen 74ꝰ Der Dag mit seinem Lichte 1302 Wwacht Der Dag vertreibt die finstre 713 Der Dod hat z war verschlungen 94% cheDer Zacharias gantz verstummt 224 ithel 4%ODes Geistes Frucht ist reine 964 Des Heil. Geistes reiche Gnad 195 Dich bitten wir deins Kinder 759 Dich HErr JEsu Ehrist mein 1061 Dich mein GOtt will ich nun 600 Die Engel die im Himmels⸗L. 987 Die ihr mit Suͤnden gantz; 376 Die Liebe leidet nicht Gesellen Iuno Die liebe Sonn nus scheinen 6²4 Die Nacht ist fuͤrder Thuͤr 1295 Die Nacht ist hin, wach 1277 1266 153 Aint Liehe 0 beldb 801 Die Sonn hat sich mit ihrem Izr Die Zeit ist nunmehr nah a⸗ Diß ist die Nacht, da mir ersch. 26 Diß sind die Heil. Zehn Gebot 643 Dreyeinigkeit, der Gott heit Ermuntert euch ergvickte Erstanden ist der Heil. Du hochgeprießner Gnaden⸗ 1023 Du Lebens⸗Brod Herr J. Chr. 668 Du Lebens⸗Furst HErr JIEsu 185 Du liebe Unschuld du, wie 3²² Du meine Seele singe! wohl 385 Du, O schoͤnes Welt⸗Gebaͤude 482 ms Fe 299 Durch Christ deinn Sohn hoͤr 624 Durch Trauxen und durch Pl./ Du sagst ich bin ein Christ I04H42 Du fiarcker Held Herr Jesu C. 164 Du Volck, das du getauͤffet 1ů239 Du wesentliches Wort, von 27 Eler Geist, steig Himmel 1166 Ein Christ, der sich in Gott ror Eine feste Burg ist unser GOtt 68² Einen guten Kampff hab ich 806 Ein Kindelein so loͤbelich, ist 24 Ein Kind jst uns gebohren heut 28 Ein Laͤmmlein geht und traͤgt 90 Eins ist Noth/ ach Herr 4³⁰ Ein Troͤpflein von dem Rehen 09 Ein Weib, das Gott den 1261 Ein Wetter steiget auf 1229 Ein Wort ist mir ins Hertz ges. 1066 Ein Wuͤrmlein bin ich arm und dꝛ⸗ Eitelkeit zu guter Nacht ²9 Entschlaͤffre dich verstockter rore Ent setze dich betruͤbtes Hertze 908 Entweicht entwescht/ ihr 130 Exbarm dich mein, O Herre, 253 Ergoͤtzt euch nur ihr eiteln 1174 Erhalt uns deine Lehre is Erhalt uns Herr bey deinem 636 Erhalt uns Herr dein reines 1232 Erheben sich Gedancken n7e Erhor d Herr mein Bitten 284 Ermuntre dich mein schwarher 33 1019 1⁷ Eroffnet die Thuͤren und Shoxen zß Erscheine suͤsser Seelen⸗Gast 669 Eischienen der heyrlich Tag 16v Eyschrecklich ist es, daß 2 1360 hrist. 166 Eystanden ist der H. Christ, All, Las Eymuntte dich veystockter rolocket ietzt mit Handen Register auf die Zahlen der Blaͤtter gerichtet. Es ist das Heyl uns kommen 8 ist genug, so nimm Herr 814 Es ist gewißlich an der Zeit saz Es ist nun aus mit meinem Leb. 892 Es sey ferne von mir ruͤhmen 389 Es sev, Herr, deine Guͤtigkeit un Es spricht der Unweisen Mund 681 Es stehn vor Gottes Throne 235 Es stelle heut sein Trauren ein 848 Es traure wer da trauren kan 1127 Es war die gantze Welt, von 225 Es wehle wer da will 11a8 Es woll uns Gott genaͤdig seyn 636 Ewig sey dir Lob gesungen 32 Ahr nur hin du schnoͤde 7¹⁹ Fahre fort mit Liebes 1211 Fleuch mein Seelgen auf 1345 Cliesset ihr thraͤnenden Augen 882 Fort o Welt mit deinen 1177 Freu dich du werthe Christenh. 78 Freu dich sehr, o meine Seele mein 646 reu dich sehr,/o meine Seele, u. 1 Keut euch ihr Christen alle, freut 33 Freut euch ihr Christen alle, Bott 93 Froͤlich, HErr, ich vor dich 1270 roͤlich soll mein Hertze springen 34 risch auf mein Seel in Noth 438 Frisch auf mein Seel verzage 6r risch auf und laßt uns singen 09 9—— Ftuͤhmorgens eh die Sonn aufg. 168 Funff Bruͤnnlein sind, daraus 92 Fuͤr deinen Thron tret ich 75 Fuͤrst und Herr der starckẽ Held. 23⸗ Gorueiee Laͤmmilein J. Ch. z Gedult ist euch vonnoͤthen 565 297 ö Gegruͤsset seyst du meine Eron 94 Gegruͤsset sepsi du GOtt mein 919 Seh aus mein Hertz und 1324 Geht ihr traurige Gedancken elobet sey der Herr,der GOtt 226 Gelobet sey der Herr mein Gott zn Gelobet seyst d ö Gelvbet sehl Ge 22 2/ er ürtiter Vat. 1019 Gere Gewagt in JEsus Nahmen Gewonnen, gewonnen, der Sat. 2430 Gleb Fried/ d frommer treuer 6⁰3 Gieb JEsu deinen Seegen 85½ 1260 Register a Gieb mein Hertze dich zufrieden Gieb mir ein froͤlich Hertz Gieb zun Fruͤchten der Erden 62 Glaͤubet doch ihr Menschen Gleichwie ein Hirsch schreyt 488 Gleichwie mit Durst 1163 Gleichwie sich fein ein Voͤgelein ayl Gluͤck und Heyl zu der Reise 60 Gluͤck zu der frommen Heyden⸗ 66 Gott, da ich kunte keinen Rath ye Gott deine Macht und 1292 Gott dem die gantze Welt 1140 Gott dem kein Ding unmoͤgl. 975 Gott, der du alles wohl bedacht 700 Gott, der du unser Vater heist 1093 Gott, der du mir hast gegeben 690 Gott der du selber bist das Licht 73 Hott der Friede hat gegeben 603 Gott der Juͤden, Gott der 874 Gott der Reichthum deiner Gott der Vater wohn uns bey Gott der wirds wohl machen Gott dessen Allmacht sonder Gott des Himmels und der Gott dir sey Danck gegeben 238 Gott du bist selbst die Liebe mz Gott du bleibest doch mein Gott 37ꝰ Gott, du Brungvell wahrer Fr. 380 Gott du hast es so beschlossen 69 Gottes Sohn ist kommen 83⁵ Gott faͤhret auf gen Himmel 188 99 7²4 1077 Atmein Tros lltt mein Heitz d Ait mein Herhe, Mit mein Vaterf Htt sey Danck du Iltt sch gedancktt Hit seh gelobet,d Alt seygelobet u seh gelobt mi It fehunzgnad Int prgt för mie i Vater allert Mt Vatet, der di Itt Vater/ der hi lurdaentan⸗ Wlt Vatek,sende IOtt Vater,Soh OOtt Vater, wel Ittunser ater, Ras Zuslu Agkesff me Luster Gött ach Gott gieb einen milden Regen 9632 nigch Gott gieb Fied in deinem Land 60 Gott gieb mir einen Freund zn Got t hat das Evangelium Gott Heilger Geist du hoͤchstes 96r Gott im Himmel sey gepriesen 106˙ Gott ist die Liebe selbst Gott ist mein Heyl, mein Huͤlff. 22— Gort ist mein Licht, der Herr 103 Is lieat im 631 Gott lebt, wie kan ich trauri Getrost mein Heꝛtz in allem Leid v4 Gott Lob, daß abermahl ein Gott ist die Staͤrck und Zuver. Gott kans nicht boͤse meinen Gott lebet noch, Seele 822 Hosr Prophetel Wpiogmoser Ranahnihn litt Htte J. lue Nacht ihr e 4⁴ 188 Gott laß mich in meinen Suͤnd. 74 ⁰⁷ g 96 0 Golt Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. tt Lob, der Sonntag kommt 2 ott Lob der schwere Suͤnden⸗1ar80 Ott Lob der Tag ist tinn htt Loh der Weg ist nun tt Lob die Nacht ist wieder 1291 hit Lob die schwere Krieges⸗ 606 htt Lob die Stund ist kommen 8iỹ Wott Lob ein Schritt zur Ew. 756 ott Lob es bricht der TDag 1276 ott Lob mein Jesus macht 303 Gott Lob nun ist erschollen 6o/ Gott mein Drost und mein 460 okt mein Drost, so denckk 86z hit mein Trost, wer fragt 1197 ott mein Hertz dir Danck 1319 Gott mein Hertze Danck 0r Oort mein Vater sey geyriesen 394 ott sey Danck durch alle Welt 35 Gott sey gedanckt durch JEsum 170 Hott seh gelobet/der allen dem 37/ Oott sey gelobet und gebened. 694 Iney gelobt mit Freuden 974 hoit sey uns gnaͤdig und barmh. 3 Holt svrgt fuͤr mich 1136 79 Gyott Vater, hoͤre doch nach Gytt Vatersende deinen Geist 196 dtt Vater/ Sohn und H. Geistor⸗ Ott Vater welcher du mit 70⁴4 tt unser Vater, der du bist 1090 5 tt unsre Zuflucht fuͤr und 134a heiff zu, greiff meine Seele zu 875 zlosser GOtt, ach meine Suͤnd. 286 hosser Koͤnigich dein Knecht 1073 losfer Prophetel mei ö I 30 n Ab Danck, mein frommer 366 Hertze 5o0 i Noth 6r0 8 Herr Christ der einig Gottes 344 err Christe,du wollst Glück 696 eyr deine Rechte und Gebot 644 Herr, die ich von Hertzen bin 09 Herr dir trau ich all mein Dage IrzR err/der du vormahls hast dein 990 eur des Todes, Fuͤrst des 945 err/ du erforschest meinen S. 1104 Herr/ du hast indeinem Reich 9 Herr/ es ist alles dein 13²½ Nerr es ist von meinem Lehen as 2350 führe mich auf 13² err Gott /das ist mein Wunsch 24 Herr Gott,der du mein Vater 378 Herr Gott dich loben alle wir 234 Herr Gott dich lohen wir 2¹ Herr Gott du bist ja fuͤr err Gott nun schleuß den err Gott nun sey geyreiset Herr Gott nun sey gepriesen err Gott Vater wir preisen Herr Gott wir sagen dir Lob Herr hilff mir/denn ich werde Herrsch denck an jene Zeit Herr ich habe mißgehandelt Herr ich will gar gerne bleiben 999 Herr JEsu/ach wo flieh ich hin oi Herr Jesu Christ dich zu uns Herr Jesu Christ du hoͤchtes zz Christ ich schrey zu 249— 339 Haltet euch in euren Schr. 474 te meinChrist fest im gst du noch fest an der du denn Esu dein Anges. 992 Mifft mir Gottes Guͤte preisen 58 u aller Weißheit Qvell und 1035 ,auf Erden muß ich leiden 956 Hher, besaͤnfftige moin Herue dad I147 ½ 1175 6 —. —— — ö Ich bin bey allem Kummer * 6 bin vergnuͤgt und halte Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. Register⸗ Folche Hertzliebster Jesu, was hast du 97 Buta thut mich verlangen 773 eut ist des Herren Ruhe⸗Tag 833 Heut isto Mensch ein grosser 9 Heut singt die liebe Christenh. 239 Heut triuͤmphiret Gottes S. 170 Hier ist des Herren Mahl 1240 Bier ist Immanuel 859 ier ist mein Hertz, Herr nimm 5er ier liegt mein Heyland in dem 100 ilff Gott, daß mirs gelinge 98 ilff Helffer, hilffl ich muß 1195 ilff Herr JEsu laß gelingen 38 Hin aurwein Gott bt 1232 ilff mir mein Gott hilff daß 334 lff uns Herr in allen Dingen 341 immel⸗an, erloͤster Geist 1356 Hinunter ist der Sonnenschein 74² Hinweg ihr irdsche Hindernisse 102 Hochgebohrner Gottes⸗Sohn 8ra Hoͤr an mein Hertz die sieben 103 Hoͤr mein Gebeth und laß zu 290 Hoͤre mein Hertz, weist du 97⁰ Horet ihr Eltern Christus syr. 649 Hoͤrt ibr Menschen, was ich 330 Hosianna Davids⸗Sohne 18 Hosianna Davids Sohn, kom̃t 8a0 Huͤu o schoͤne Sonne 927 Huͤpfft ihr hohen Huͤgel 97³ Acobs Stern du Licht der 396 Ich armer Mensch/ ich armer 261 Ich armer Mensch, ich komm 299 Ich bin ein armer Suͤnder 1008 1211 Ich bin ein Gast auf Erden I340 Ich bin ein Schaͤflein deiner 1076 Ich bin in allen wohl zufrieden 47⁷ Ich bin mit dir mein Gott zufr. 1151 Ich bin müde mehr zu leben 79f 17⁹ Och dancke dir liebreicher Gott 751 Ich dancke dir demuthiglich 106 Ich dancke dir mein Gott, daß du mir Ich dancke dir mein Gott/ daß du ein Ich dancke dir mein Gott/ daß du mein 9³ Ich dancke dir mein Gott, du 1320 JIch dancke dir mit Freuden 28 Ich danckt dir von Hertzen⸗Yr. 705 Ich danck dir Iieber Herre⸗ Walurhnen Linen Ich danck dir schon durch d Ich danck dir Vater, daß du il ducch mein Ohllechöher im Ich der ich offt in tieffes Leid Aebullͤlichsthr Ich erhebe Herr zu dir meiner 1 It Dn Ich freu mich in dem Herren Ich freue mich in dir und heisse z Ich fuͤrchte Gott und mein 104 Ich glaͤub v Sott aus Hertzen⸗6 Ich gruͤsse dich o froͤmmster 10 babe nun mein Hertz gef. hab in Gottes Hertz und hab offt bey mir selbst bed. 10 habs verdient, was will ich halte dich mein Hort und 10) hebe meine Augen auf u chheb mein Augen sehnlich ch hoͤr dich donnern Gott 6 ch komme eingeladen 6 Ich lasse Gott in allen walten 4) Ich lieg und schlaffe gantz 3 Ich mag in dir du boͤse Welt Ich preise dich und singe Ich preise dich von Hertzen 0 ch ch ch ch ch ch ch Ich ruff zu dir o lieber Herr 6 Ich schrey zu meinem lieben u Ich sehe dich amEreutze hangen 9 soll offenbar vor dir 10½ steh an deiner Krippen hier sieh mit einem Fuß*m EET SSSEE sch trau auGoct, was wolt 4½ Ich verlasse mich in allen I0 Ich weiß daß mein Erloͤser lebt, das soll mir niemand 7 Ich weiß daß mein Erloͤser lebt, ob ich schon hie auf Erden Ich weiß daß mein Erloͤser Ich weiß ein Blůmlein huͤbscheon Ich weiß es wird mein Ende 41 Ich weiß mein Gott, daß all 4 Ich weiß wohl, daß ich sterbe Ich werff bey diesen Morgen Ich werffe diesen Morgen Ich wülden Henen ewig lobrf singe dir mit Hertz und trau auf Gott in allen Uthillwit meinen hlso langich! illvon meitter Whuil zu aller St Wäherduo Men ch habe Lust zu schelden lem nimmd mem 10 adem Prophe 4deine tomme ch habe gnug mein Jesus lehet sarcker Oo hab mein Sach Gott heimg. 7deine heilgen⸗ deiner Kircher suudeine Paßion Audeinzetieffe W. Iudein betruͤbtet dein t dieser Huder du haftgel Ruder du meinee Iuna wolen Eluderdu Thor! Eudu Gottes⸗e Esdu wein lieh Hudunmein Tros Ich ruff zu dir Herr JEsu Christ Istommer Me Lesütehatkein Tuhuffegen,d , Jes dubbift ödumel öeumein R Tsdein Wil lliommdochff Ukomm mk de I derd Lugeden, Peit Nldse Seel Aaltesdche Aeicundeet Ameine reud eel Imiedie umenerreh heiner Sez Mleiner See Aheiner Ste Aees Her Mies Lehg Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtek. will dich lieben memne t 3⁵/ Jesum will ich lieben, wei 65 . 0 will den Herren loben 1098 Jesu. 9 Icbinenßeh win durch mein anzee ud⸗ Jesu Ruhe meiner Seelen, Laß 364 Li h willerhöhen immerfort 352 Jesus Christ. unser Heyl. der den 171 mefte Ui W will frolich seyn in Gott rran Jesus Ehristus unser Heyland 654 Wiümelle Ahwilmit Dancken kommen 330 Jesus geht zu seinem Leiden 91t n Herten Ibwil mit meinem Jesu 1348 Jesus/ Jesus nichts als Jesus 466 ndi ind heist wall so lang ich lebe hier 350 Jesus ist mein Aufenthalt 367 ein i will von meiner Missethat 985 Jesus ist mein Freuden⸗Leben aut Kans Herhen, Gath will zu aller Stunde 1101 Jesus ist und bleibt mein Leben 353 hoͤher du o Mensche bist 1032 Jesus lebt/ so leb ich auch 139 ess leyet Iehovah starcker Gott 694 Jesus meine Zuversicht 81¹⁰ . n irusalem nimm doch einmahl 287 Jesus nimmt die Sünder an 1013 h gef, IIilaia dem Propheten 219 Jesus soll mir alles seyn 394 1l Hagund(ilu deine fromme Heelen 4. Jesus Vorhaut wird beschnitten 60 3ch Hlt heüng. Iu deine heilgen Wunden 106 Jesu Weißheit volle Qvelle 839 I deiner Kirchen Glieder Jesu werther Seelen⸗Gast 246 Aunllich Aisu deine Paßion 885 Jesu wollst uns weisen 6³⁸ un Wedu deine tleffe Wunden 106 Zetzt komtmn ich als ein armer 673 ahin au,, ngisu dein betrübtes Leiden 918 Ihr Christen auserkohren 871 h ehnlich esu dein ist dieser Tag 904. Ihr Ehristen⸗Leute kommt 88⁸ Wirn elnt su der du hast gebunden 1089 Ihr Christen sehtdaß ihr ausf, I7I Alaben Asu der du meiue Seele 263 Ihr wunderschoͤne Geister. Oda Balen bilten su der du wollen buͤssen 109 Immer frolich, nicht betruͤbt maz Isu der du Thor und 949 Im Leide seh ich nach dem 1416 Aiu du Gortes⸗Lammelein 110 In allen memen Thaten 437 ö liebstes Leben 1056 In deinem Nahmen aufdein 766 1r In dich hab ich gehoffet Herr 47 1 1057 In dieser Abendstunde erheb 3304 Isu rehs In dieser Abendstunde lahr, nn⸗ Minenölicben m In dieser Morgenstund will zes Wbangelg In dir mein Jesu will ich se 35%½In dulei Jubilo He nd I ö 11797 —Z1 415 In Gortes Nahmen preisen wir 07. In Krpen hiet st 478 Johannes sahe durch Gesicht Krüpen hier 4249 Aseerdi ö 361 Iit Ephraim nicht meine Eron zas Ist Gott für mich so krete as, * Iit Golt mein Schild und Helf.a: unE 366 Jetzt leuchtet schön vom imm. as nimand 16/ Kaieeenebede 44 Euldser lebt, ö 6½% MKein Stündlein geht dahin 7o's 2 Erden esu meine Freude 405% Keuscher Zesu hoch von Adel zaß l esu meine Freud und 1295 Komm an den Helberg meins dat su meine Liebe 549 Komm Gott Schopffer hellger 198 su meiner Freuden Freude 45 Komm Heil; Geist, erfüll 199 Ameiner Seelen Ruh 35½ Komm Heilger Geist, Herre 139 meiner Seelen Wonne 361 Komm himmlisch Licht⸗heiliger 199 u meiner Seelen Leben 1062 Kommkomm/o Himniels⸗L. 9⁰ u meines Hertzens Freub rKomm, o komm di Geist des ao meines Lehens Leben Yy Kommit Register uͤber die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. Registe Kommst du, kommst du Licht der 14 Kommst du nun Jesu vom Him. Kommt her ihr Christen 247 Komimt her zu mir spricht 25 Kommt her ihr Menschen⸗K. 1362 Kommt ihr traurigen Gemuͤth 1202 Kommt ihr Christen hergeg. 663 Kommt laßt euch den Herren 331 Kommt, Menschen⸗Kinder 1122 Kommt und laßt uns Christum 867 Komm Troͤster komm 9⁹ Kommt vom Himmel hoch her. 78 Kyriel Christel Kyrie Eleison 376 Kyrie! Eleisoa! Christe 2¹ Kyrie Eleison! Herr erbarm a2u9 Kyrie Gott Vater in Ewigkeit LI dich Gott du Verlasner 475 Laß es Jesu dich erbarmen u8t Laß irdische Geschaͤffte stehen 1a42 Laß mir alle Wochen seyn 9²⁰ Lasset ab ihr meine Lieben 1331 Lasset die Kindlein kommen zu 8rs Lasset Klag und Trauren 1333 Lasset uns mit JEsu ziehen 152 Laßt uns alle froͤlich senyn)62 Laßt uns den Herren saͤmmtlich 400 Laßt uns jauchzen, laßt uns 173 Laßt uns inbruͤnstig treten 6² Zaßt uns mit Ernst betrachten 79 Lebt Christus, was bin ich betr. 174 Hebt doch unser Herr Gott noch 496 Leide, meide, liehes Hertz 1201 Liebe, die du mich zum Bilde 368 Liebster Gott, wenn werd ich 81 Eiebster Heyland, Licht der Heyd. 40 Liedster Jesu, du wirst kommen 1164 Kiebster Jesu, Gnaden⸗Sonne 1382 0⁰ — Litaney 2— Lobet den Herren, alle die ihn Lobet den Herren, denn er ist Liebster Sesu sey willkommen 80 Siebster Jesl,weil ich nun 1285 Meoster Jesu wir sind hier sebster Immanuel, Hertzeg n65 Liebster Vater, ich dein 278 ZLobe Zion delnen Gort Loh sey dem allmaͤchtigen Gott Lob sey dir Jesu grosser Held Lobt Gott ihr Christen allzugl. Lobt Gott iu seinem Heiligthumz Macche dich mein Geist ber. 10 Mache dich mit deinen Fr. u Meil Machs mit mir GOtt nach dein./// Mag ich Ungluͤck nicht wiederst. Man lobt dich in der Stille Man wuͤnschet gute Zeiten Matter Leib du gehst zu I Meine Hoffnung laͤst mich 11½7 Meine Liebe haͤngt am Creutze u Meine Seel erhebet dich 77 Meine Seele erhebet den Herrena Meine Seel hoͤr auf zu sorgen 4 Meine Seel ist still zu Gott 47 Meine Seele laß es gehen 41 Meine Seele sey zufrieden u Meine Seele wilt du ruhn 3 Meine Zeit ist nun dah in 33 Meinen Jes. laß ich nichtalle 106 Meinen Jes. laß ich nicht,denn roß Meinen Jes. laß ꝛc. meine Seel 6o Meinen Jes. laß ich nicht, weil 344 Meines Lebens beste Freude u Mein Augen schließ ich ietzt Mein bester Freund bist du auf 1060 Mein bester Freund ist mir gest. gib Mein Freund ist mein 3 Mein frommer Gott, du hast 1084 Mein Gemuͤth wie so betruͤbt M Mein Gott, das Hertz ich bringe 49 Mein Gott, darff ein verlohrn. 1060M 77½ Han Heth)e Wan Hergruht In Herhe sol Man Hetz und Minn Hert war Mamn Hertzens; Nein Heyland! Mein Jesns Ar Mein Josus auf Han den Mein Josus hat Mein desus kör Mein desus leb Mein Jess lit Men Jesus fit Men gesu süse Mein Jesu wie! Mein junges Le Men Licht und + 800 0 in Schöyffen MenSeeligen; Menn SeeloHe Mein Vater in Men Werck i Men Willehah Mehschdu hast Masch, wiltdi Mein Gott/ der du bist treu 103 Mirnnch shrich Mein Gott, der du zu Zion ꝛ20½ Mit Emnsh.0 Mein Gott, du bist der Herr 1380kllachtet Mein Gott du bist der Saͤem. 138½M Mein Gott durch deine Staͤr. 1001 Mein Gott, du schickst mir Kr. 897N 997%/% N Mein Gott, du willst ĩa nicht Mein Gott es stellt sich wieder aM Mein Gott hats mit mir gew. 102½ N Mein Gott ich fuͤhl es leider n 376 Mein Gott ich wart auf deine 13 726 Mein Gott, ch weiß wohl, daß zad M ist 762Mein Gott, mein guter Lobet und ehret Gote im hoͤchst. 2a3 Mein Gott, nun bin ich aberm. 301N 368Mein Gott, nun ist es wieder Mein Gott, sieh ich dein arm. woos Nich 954 Mein Gottl wenn wird die Lobt Gott deu Herrn ihr Heyd 333 Mein Hertz/ bezable doch 1377 125¹ 1203½M 7⁴⁰ M Mei tten in den 2 Raichet WI Register auf die Zahlen derer Blakker gerichrer⸗ Mein Hertz ist guter Binge Auurz Mein Hertz, o Gott, ist voller 1074 Mein Hertz ruht und ist stille 481 Mein Hertze soll nun gantz abs. 15 Mein Hertz und Sinn den Her. 980 Mein Hertz warum betrüͤbst u98 Mein Hertzens⸗Jesu, meine L. 407 Mein Heyland meine Freude 835 Mein Jesus A und 863 Mein Jesus auf der schnoͤden 490 R Ler Heiligthuültg Mein Beintbek. u Mein Jesu,dem die Seraphin. 1038 Mein Jesus hat sein Blut 93¹ Tdenherrenn Mein Jesus koͤmmt, niein 354 Wustigen Mein Jesus lebt, was sollich 175 6 Mein Jesus liebet mich 1068 Mein desus stirbt 9¹⁵ Mein Jesu süͤsse Seelen⸗Lust 410 Mein Jesu wie du wilt 1153 Mein junges Leben hat ein End 818 Mein Licht und Heyl ist Gott 454 Mein Sach hab ich Gott heim⸗ 1140 Mein Schoͤpffer sorgt fuͤr mich xrzd Mein Seeligen schwing dich a Mein Seel,oHerr muß loben z3e Mein Vater in der Hoͤhe 1029 Luaulieh Mein Werck will ich mit Gott zar Ind Wir gef., Mein Wille hangt ani Gottes u60 I Mensch/du hast von Gott dein 1048 Mensch/ wilt du leben seliglich 644 Merck auf o mein Gemuͤthe 66r Mir hast du Mensch viel Sorg 930 Mir ist ein geislich Kirchelein ao gMir nach syricht Christus unser Ju Mit Ernst/ v Menschen⸗Kinder, 117 trachtet Mit Ernsto Mensch.Kinder/das 12 uicht, alle 106 cht,deun h Wine Seel b3 lich nicht,weil 0 keßt Fteude n. hli ich* Mit Fried und Freud ich fahr 74 WMit Jesir will ich überwinden 460 1196 Mitten in den Thraͤnen 769 Mitten wir im Leben sind Muß ich denn scheiden, muß ich xe V. Noacen das alte Jahß efl. 6z Mach div/oHerr/verlanget 1085 Nichts als Jesus ist der Wunschseo Nichts kan mich ergozen 1129 Nicht s soll mir mehr behagen zus Nichts betruͤbters ist auf Erden 706 10%, Nicht so kraurig nicht so sehr II83 Nimm von uns Herr du treuer 757 Nimm von uns Herr Gort all 788 gNoch dennoch muß du bium 8⸗ Nun bitten wir den Heil. Geist 201 Nun dancket alle Gort 38⁷ Nun dancket all und bringet Arz Nun faͤhret mein Geist in 80oz Nun freut euch Gottes Kinder 189 Nun sfreut euch hier und über⸗ 940 Nun sreut euch lieben Christen 297 Nun giebt mein Jesus gute I18 Nun Gott Lob es ist vollbracht 3 Nun Gott Lob ich bin gesp. rar Nun gute Nacht es geht zum 1386 Nun hab ich Gott Lob vollend. 326 Nun hab ich uͤberwunden 1388 Nun hat auch dieser Sonnen⸗ 1309 Nun jauchtzet all ihr Frommen 6 Nun ist gufferstanden 17⁶ Nun ist der Regen hin 1226 Nun ist das Urtheil ausgesp. 907 Nun ist die Zeit erfuͤllt 849 Nun ist es alles wohl gemacht 894 Nun ist mit dunckeln Schatt. raos Nun ist vollbracht auch 32⁰ Nun komit der Heyden Heyland 5 Nun lasset Gottes Zute 74 Nun lasset uns Gott dancken 6²9 Nun last uns den Leib begraben 8ra Nun last uns gehn und treten 6Ea Nun last uns Gott den Herren 762 Nun liebe Seel nun ist es Zeit 873 Nun lob mein Seel den Herr. 381 Nun meine Seel erhebt den 233 Nun xuhen glle Waͤlder 7⁴⁷ Nun seyd froͤlich lieben Leut 177 Nun seyd getrost und unbetr, 5o Nun sich der Tag geendet hat az Nun sich die Nacht geendet hat 7½ Nun singt und lobet allzumahl z8 Nun singet und seyd froh 4³ Nun was frag ich nach des doe Nun will auch ichabscheiden de Nun nicht betruͤbt, so lang r Nun unhetruͤbt geqvaͤltes naß Nur unverzagt betruͤbtes 11 O Angst und Leib 140 O aufferstandner Sieges⸗ Oallerschonster Exeuden⸗Tag 93,/ OCreutzes⸗Stand I219 OChriste Morgen⸗Sterue dey Odaß ich tausend Zungen 1117 Odu allerschoͤnste Freude 20¹ Odu Brunngvell aller Gaben 1287 Yy 3 Odi N II * ; 66 * II ö 16 Register duf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. n Odu dreyeinger Gott 793 O Herre Gott Vater in Ewigfeit r—0 O du gerechter Zebaoth 1015 O Herre Gott, der du deiner 628 Sewich O du lsebster Braͤutigam 890 O Herr mein Gott ich hab 279„PpfrarmenS O du Liebe meiner Liebe 120 O Hertz des Koͤnigs aller Welt 129 Reih sde O Elend, Jammer, Augst und 926 O hoͤchstes Werck der Gnaden 46 Suui OEwigkeit du Donner⸗Wort 326 O Jesu Christ dein Kripplein it 43 OEwigkeit du Freuden⸗Wort 506 O Jesu Christ ich yreise 1236 O Ewigkeit du Freuden⸗Wort, von O Jesu Christe wahres Licht 686 Mal dein H jenem 1168 O Jesu Christ mein hoͤchstes 34 Nii hurch b Ofalsche Treu Lach Heucheley 908 O Jesu Christ meins Lebens It Mgichte Got O Freud, o Lust, oWonnne 53 O Jesu du edle Gabe mich 4( hil O frommer GOtt ich dancke dir 706O Jesu du mein Braͤutigam 670 Scug ul O frommer und getreuer Gott 632 O Jesu Gottes Lamm, fuͤr 23% Sgaltiht Eil O Fuͤrsten⸗Kind aus Davids 43 O Jesu Hoßnung wahrer Reu 1059 Schullschut O Gewissens⸗Pein/ ach, ach 99 O Jesu hoͤchster Schatz 360 Cchafön O Gott der du aus Hertzens⸗gr. 241 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn 371 Shlasenmei O Gott der du das Firmament 626 O Jesulein suͤß, o Jesulein 47 Soliescreuch OGott, der du in Liebes⸗B. 373 O Jesu meine Lust 10o Leben 491 Eonicedice O GOtt du frommer Gott 316 O Jesu meiner Seelen Leben 335 Scucktf O Gott ein grosses Leid mich 708 O Jesu meine Wonne 67% Schhse Somn O Gott durch deine Hand fuͤhr 710O Jesu süsses Licht nun ist 73⁷ Eechet hrEr O Eottes Lamm mein Br. 1210O Jesu süß, wer dein gedenckt Sclstr esh OGottes Sohn HErr JEsu C. 338 O Jesu treuer Hirte, du 1246 Saungücha OGott ich fall in deine Ruth 634 O Fesu unbeflecktes rHamm n Shet Mansche O Gott ich thu dir dancken 718 O Zesu wie ist dein Gestalt Segehauf OGott im Nahmen Jesu Chr. aà O Jesu wilst du noch so i i üen Gott mein Schoͤpffer edier 3305 Roͤnig aller Ehren, Herr 76 Eadeluunn OGort mein Vater der du. 708 O Lamm Gottes unschuldig 138 Pellh,Mseen O Gott Vater ich glaͤud an dich 1381 O Liebe uber alle Ljebe ½2⁰0 Fellgithtee O Gort von dem wir alles Vae O liebes Kind, o süsser Knab 30 Eedimd her O Gott wie soll ich dancken dir ioz O meine Seel erhebe dich osel 0 Bgrosser Gott, der du die Welt 701 O Mensch bekehre dich reiz 50 211 0 grasser Gott dureines Wesen 962 O Mensch beschau die Wünden 138 rn Oerosser Gott höt meine Noth zy O Mensch bewein dein Hünde meE* uh, Sodster Gott ins Himmels⸗ T. 124 O Mensch gedenck ans Ende 365 0077 1 Ogiesser Gott von Macht. 8 O Meüschlo Mensch toer hüpepn. 44 Fipel 10 ket Ogrosser Koͤnig JEsu Eh. 879 O Menschwer vu auch. Eiplob Int. O grosser Schmertzens⸗Mann 12/ Oyffer vor die gantze Welt 877 un Gh Oaosses Werck Geheimni) 6y/ O theures Blüt, Prothe Fluth dꝛ 0 tau Hallßt ooll Blut und Wund ꝛa⸗ welche Seeligkeit 1331 Wtae Oheilige Dreufalttateit. isge 0 KGn 8 lien OHeil Haenm Yiustieden m 81 Haniefa 77 53 14. Om Luigle Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. 4·0 So gehst du nun mein FEsu So hab ich nun vollendet Raoiih durch bekraͤnckte Seele 448 So hab ich nun geschlaffen VI Sa was hilfft alle Welt zr Soll ich denn Jesu mein 3 Schatz uber alle Schaͤze 41⸗ Solt es gleich bißweilen Schaut ihr Suͤnder/ ihr macht ꝛas Solt ich meinem GOtt nicht Schaut! schaut! was ist vor 48 Sorge Vater, sor ge du Schlaßß ein mein Hertz 1306So tret ich demnach an Sch mücke dich o liebe Seele Ey/ So wahr ich lebe spricht dein Schmückt das Fest mit grün. 966 So wird die Woche nun Schönste Sonne, Himmels 3reSo wünsch ich nun eine gute Schoͤnster Jesu, liebstes Leben 10660Such wer da will ein Schwing dich auf zu deinem zaa Süsser Heyland unser Leben Sehet Menschen, sehet auf 149 Susser Jesu heiner Gnaden Seele geh auf Golgatha 914 Susser Jesu sey willkommen 80 H vergnüget 1139 Suͤsser Schlaff und fanffter de Seelen⸗Bräutigam, Jesu 1054 ö 1 Seelig, ia seelig, wer willig u18/ TEhauter 2900 uh u für 90 Seelig ist hie Seele, die inihrer 353 Trautster Jesu, Ehren⸗Koͤnig %. Send uns Herr Christdie aas Tretet her zum Tisch des Hn + 3 Seg frölich alles weit und breit ꝛo Thrant ihr Augen, weing en, Seo gegrüsset Jesu gütg. n Treuer GOtt, ich bin dein eSey getreu biß an das Ende 756 Treuer IEsu, ljebstes Lehen Sey ge eu in deinem Leiden raro Treuer Gott, ich muf dir Sey Gätt getreu,alt seinen zes Trener Vater, deine Liebe 3 End hr dem pöchsten 403 Treuer Wächter Israel Seh Lob und Ehr mit hobem 299 Troͤslet, tröstet meine Lleben Sey mir tausendmahl gegruͤsset 92 ö Sey tausendmahl geküsset 1286 Vaet will ich dir geben Sen tausendmahl willkommen 963 Vater, ach laß Trost Cey stille Sinn und Geist 83% Varer,laß mich Gnade finben Sey wohl gegruͤsset guter m4 Vater Unser im Himmelteich Heh wohlgemutho Ehristen uisz Vater Unser in der Höh Sey zufrseden mein Gemüthe 449 Ubergyosse Wunder⸗Guͤte Hiohywelch ein Mensch da fuͤrg. 10 Verzage micht bu Haͤuflein sehe ich gefallner Hnecht 993 Verzage nicht o frommier ohe, liebe Seele siehe 878 Viel tausend guter Nacht he mein getrener Knecht 39/ Umsonst niein Hertz hetrühsl nigen wir aus Hertzenar. 7e/ Unser Herrschey, unses Röng Qual dein Hert nicht selber 447 So gehtdie Leir da Tagetd. Schreyt ihr Seuffzer, rinnt 1004 Straff mich nicht in deinen 10 O wie wichtig o wie richtig 1026 Singet dem Herrn dort oben II19 Delt O wir armen Suͤnder 310 Singet dem Herrn ein neues 1120 Wb Reiß sey dem Vater, der 987 So bleibt nun mein Verlangen 8r Wlen f 60 Puer natus in Bethlehem 47 So freudig wird mein IEsus 92 15⁵ 139 797 127½ Richte Gott mir meinen II Sollen Herr die Ehyfers⸗Ruth. 991 854 964 383 1368 Schlaff du entseelter Greiß 1374 So seh ich dich deñ auch erblass. 919 1269 Schliesset euch ihr Woͤlcken 990 So traget mich denn immer hin 812 283 1268 13³28 2 84⁷ 155 1284 1256 1371 45⁰ 882 4³ 666 9³³⁸ 97⁰ 891 33 736 95 2²⁰ 308 Zehy zufrieden meine Seel 1201 Verleih uns Frieden gnaͤhiglich ez⸗ Hey mir tausendmahl willkom. 1214 Verstockte Sinnen schlafft ihr 1017 687 47— 337% 115½n IIO4 Nns Register auf die Zahlen 7 derer Blaͤtter gerichtet. Uns ift gebohrn ein Kindelein 71 Was soll ich dir verehren 7⁷4 Uns ist ein Kind gebohren 853 Was sorgt ihr viel betruͤbte mat Unsre müden Augenlieder 744 Was soll ich mich mit tausend 1046 Voller Wunder, voller 1264 Was soll Ungluͤck mich betr. n⸗ Vom Himmel hoch da komm 20 Was traurest du mein Anges. 781 Vom Himmel kam der Engel 21 Was wilt du dich betruͤben 4 Bon Adam her so lange Zeit 15 Was wilt du Seele dich 1148 Bon allen Menschen abgewand 499 Von Gott will ich nicht 4² Ursprung wahrer Freuden 205 Wuchaufduwerthe Ehrist 19 Wach auf mein Hertz, die 181 Wach auf mein Hertz und singe 720 Wach auf o Jesu starcker 6⁰ Wach auf, o Mensch, o Mensch dad Wachet auf ihr faulen Christ. 1030 Wachet auf ihr Christen, es ist 858 Wacht auf rufft uns die Stim. 1357 Wacht auf ihr Menschen⸗Kind. 288 Waͤr Gott nicht mit uns diese 684 Walts Gott mein Werck ich 753 Wandle fort fuͤr fort mein H. 1048 Wann ich die heilgen Zehn u233 Wann ich so viel Zungen haͤtt 893 Wan Vernunfft von Chrifli 895 Warum betruͤbst du dich mein 429 Warum bist du so betruͤht 1214 Warum machet solche Schm. 67 Warum solt ich mich denn gr. 346 Warum wilt du draussen stehen 10 Was alle Weißheit in der Welt 2²3 Was betruͤbst du dich mein 457 Waschet euch ihr Volck der 100r Was dir mein Gort beliebt 1037 Was frag ich nach der Welt 14 Was fuͤrchst du Feind Herodes 22 Was giebst du denn o meine 1055 Was Gott gefaͤllt, mein 469 Was Gott thut, das ist wohl 464 Was Gott thut/ das ist wohl gethan/ im 87⁰ Was ist unser Leben 3806 Was ist doch unsre Lebens⸗Zeit do⸗ Was kan ich doch fuͤr Danck 396 Was meinem lieben Gott gef. 480 Was mein Gott will, das ges. 464 Was mein Sott will, das muß 472 Was mich guf dieser Welt 1172 Was soll ein Christ sich fressen ss Was soll ich doch, Ephraim 349 6 Was wilst du Mensch viel 12¹⁹ Weg mein Hertz mit den Ged. a/ Weg Welt⸗Getuͤmmel 96³⁰ Weg weg mit dir du schnoͤbe 2 Weg von mir ihr Welt Ged. ½4 Weg,/ o Welt mit deinen Fr. n⸗/ 80 Weh mir/daß ich so offt und viel 2/ Weich, weich, verhaste Sünd. dau Weil grosser Gott von Guͤtigk. 320 Weine nicht, GOtt lebet mt Welt Ade, ich bin dein muͤbe 49 Welt gute Nacht, mein Weg n3e Weltlich Ehr und zeitlich Gut 173 Welt packe dich/ ich sehne mich Wend ab deinen Zorn lieber 29 Wenn dich Ungluͤck thut 35⁰ Wenn einer alle Kunst 1093 Wenn erblick ich boch eimnahl 1071 Wenn ich in Angst und Noth rab Wenn ich in Todes⸗Noͤthen 79 Wenn meine Suͤnd mich kraͤnck. Wenn mein Stuͤndlein vorh. 778 Wenn Menschen⸗Huͤlffscheint 71 Wenn wir in boͤchsten Noͤthen Wenn wird doch mein Jesus m0, Werde Licht du Stadt der I Werde munter mein Gemuͤthe⸗ und ihr Sinnen 74 Werde munter mein Gemuthe/ und erfreue 129¹ Wer Demuth licbt, liabt eine ꝛoa Wer dencket an der Hoͤllen Gl. 355 Wer den Ehstand will erwehlen 9 Wer Gedult und Demuth 330 Wer Gott das Hertze giebet 87 Wer Gott vertraut, hat wohl 46 Wer Hochmuth liebt.liebt einerog Wer Jesum bey sich hat 356 Wer Jesum liebt und trauet Wer in dem Schutz des Hoͤchst. 680 Wer nur den lieben Gott laͤst 4% Was wilt du dich mein Hertze ua Mgiff Wacthiß wie l Dlaufis Wie bitter iß de Wüeder Hirch! Wieglücklichlel Mlebott mich Wegroß, oD Wleheilig jtdet Whistsogroßu Wiekamichdir Miesstes mogli Wiekan und n Wekundlichgr. Wleiangmahie Helango HEt Weeeblich snd Wenocheiper! Wachenifsde H Wieschön leucht Hol Hugd Wleschönleucht Hon Famam Weeseigitein MidCStt gefe Wiesolich dich Miesoͤllich och Nfeso sehr meir Mewohl hasd Meadlifoe lonmen 5 llkonmen li⸗ H urommen se Wi chunen dir Ihnnenir Chusthahdu Wn d Muft.daß d Aucgendi Wer sich im Geist beschneidet 66 WI richttt Register auf die Zahlen derer Blaͤtter gerichtet. hten/ Wer weißwie uahe mir mein 788 kübte n Wer wohl auf ist und gesund ꝛar/ aufend 106 rni bitter ist der Tod 1346 hetr. ng Wie der Hirsch in grossen 48⁶ Auges 78 Wie gluͤcklich lebt die Christ. 1064 Ren Wie SOtt mich fuhrt, sowill uro 10 Wie groß, o GOtt ist deine 1230 Hethe 14 dien o0 ist der Ort 97³ nel u Wie ist so groß und schwer 1220 in Gth. Wie kan ich dir mein SOtt zzr/ 90 Wie ist es moͤglich, hoͤchstes 31/ e Wie kan und mag ich immer 67 0eb. Wie kuͤndlich groß sind boch die 50 Iu t. u Wie lang muß ich noch wallen 1192 Wbolelenl Wie lang,o HErr, wie lange 373 Sind. 30 Wie lieblich sind daroben 7j1 Hütigk 11 51 nach einer Wasser⸗Quelle 435 K1 I 8.1 isis doch HErr JEsu 0 69 Un 20 10 Wie 10 lobterder 1—066 vo 9² 1 Wie schön leuchtet der Morgenf. om Firmament 7³⁹ It Wie seelig ist ein gut Gewissen 1032 ů 3%/ Wies COtt gefaͤllt, so gefaͤlt 472 amall I Wie soll ich dich empfangen 9 30 Wie soll ich doch die Fasten⸗Z. 886 70 Wie so sehr mein Hertz verw. 1006 Lie u Wie wohl haft du gelabet 639 00 Wie wohl ist doch ein Mensch 971 t 90 Willkommen Held im Streite 948 IAsche Willkommen liebe Stunden 1310 enWillkommen o du hoͤchfes 206 Nt Isus 0 Williommen sey die froͤliche 192 Wo mit soll ich dich wohl 1099 Stltdet„ Wir Ebristen⸗Leut:; habn e Wo soll ich fliehen hin 275 nen Gemlit 6. 60 Wir pancken dir GOtt für und 684 Wo willst du hin, weils Abend 163 n Wir dancken hir HErr JEsu Wunderlich ist Gottes Schick. 379 in Henutht 3% Ehi aß du sch uns 158 ZSauch e mein Geist in Jesu 418 10% Wir dancken dir HErr JEsu 1 Zeuch ein zu deinen Thoren 207 tllebt elt 90 Christ.daß du gen 191 Zeuch uns nach dir, so kommen 9 DN Hell Ul. 00 Wir dancken hir HErr JEsu Zlon die werthe Gortes Stadt mos oMiltmt mchen Christ baß du von Himmel 14 Zionklagt mit Angs und 54⁷ i Wir dancken dir, o hoͤchster reae Zwey Ding/ o Herr, bitt ich von zaa D Vir gehn in JEsus Nahmen 86/ Zweherley bift ich von dir 21 1100 a Asch het 100 2 0 Hach 0 20 S 33 Re⸗ Wir glauben all qn ejnen GOtt, Schoͤpffer Wir Huauben all an einen GOtt, 22 ö Vater 221 Wir haben jetzt vernommen 6er Wir Menschen sind zu dem 687 Witr singen dir Immanuel 5³ Wir stehen stets bey unserm Iz Wo fliehst du armer Sünder 1375 Wo Gott der Herr den 1260 Wo Gott der Herr nicht bey 6d⸗ Wo Gott uns nicht ein Negen 62⸗ Wo Gott zum Hauß nicht 992 Wohin, mein Hertz, wohin 1009 Wohin wird mich mein Gott 10 Wohl auf mein Hertz zu Gott 1095 Wohl auf, o Herre Zehaoth 768 Wohl dem, den Gott all seine 306 Wohl dem, der den Herren lozr Wobl dem, der Gott zum 4² Wohl dem,/ der in Gottesfurcht oo⸗ Wohl dem, der sich auf seinen 462 Wohl dem,/ der ohne Wandel 336 Wohl dem, der stets ans Ende 1776 Wohl dem Menschen, der nicht 336 Wohl denen, die ohn Wandel 638 Wohl gebetet, wohl studiret 1095 Wohl mir Jesu, du bist toddt ws Wohl mir, JEsus meine Varlihe ladet 667 Wohl muir, Jesus meine Freude, lebet noch, und schafft 43π Wohl mir, wenn Jesus Christ vor Register derer Materten, davon die Lieder handeln. (. ) Allgemeine Kirchen⸗Lieder beym oͤffentlichen Gottesdienste. (2) Bey Anfang und Beschluß des Kirchen⸗Jahres. 3. Vom Advent Christi. (4.0 Von der Menschwerdung und Geburt Christi. C.) Aufs Neue Jahr. (6.) Aufs Fest der Erschein Christi. (7.) Aufs Fest Maria Reinigung. (8.) Aufs Fest Marid Verkuͤndig. (9. Vom Leiden und Sterben IJE⸗ su Christi. (10.) Von der Auferstehung Chri⸗ sti auf Ostern. 7 (11.) Von der Himmelfahrt Christi. (2.) Von Sendung des Heiligen Geistes auf Pfingsten. (I;.)/ Von der H. Dreyfaltigkeit u. Christl. Glanbens⸗Bekaͤntniß. (14) Aufs Kohannis⸗Fest. (5.) Aufs Fest Maria Heimsuch. (16.) Aufs Fest Michaelis, von de⸗ nen Heiligen Engeln. (47½%) Auf die Kirchweyb. (18.) Bon der Busse. (19.) Von der Rechtfertigung. (20.) WonChristl. Leb. und Wandel. 621.j Udung im Glauben und Liebe. (22.) Vom Gebet. 33.) Vom Lob Danck und Preiß GOttes.—— (34) Von der geiülichen Freude. (2½%% Vom Vert 46)0 Von per Zutigelafsenheit. Von dew Berl 36.) Von gemeiner Noth. 37.) Von Kranckheiten 38.) Von der Kriegs⸗ um Friede. (39.) Von der Witterung. 10 Bey schweren Gewitter. 2) Dancksagung nach gluͤcklich abgegangenen Gewit ter. 3.) Um gute Witterung, und nach Gelegenheit um Sonenschein oder fruchtbaren Regen. (40.) Von Pest und Seuchen. (41.) Vom Worte Gottes. (42.0 (43.9˙ J (44.) Von (45.) Vom (46.) Von usonderheit vom Gesetz Got, er Heiligen Tauffe. eiligen Abendmahl. der Christlichen Kirche. (47½. Von denen 3. Haupt⸗Staͤnd. 1 Von denenz. Haupt⸗Staͤnden insgemein. 2⁰ Von dem Lehr⸗Stande. 3.) Von dem Obrigkeitl. Stande⸗ 4) Von dem Hauß⸗Stande insg. A. Insonderh. vom Ehestande. B. Insonderheit von Eltern und Kindern. C. Insonderheit von Witt⸗ wen und Waͤysen. D. Einer Jungfrau. E. Eines Dienst⸗Bothen. F. Um einen guren Freund (48.) Morgen⸗Lieder, 49) Abend⸗Lieder. (60.) Stunden⸗Lieder. (651.) Tisch⸗ Lieder. 1.) Vor Tische. 20 Nach Tische. Inpf und * 661— hendufek und Trübsal ins⸗ sein 22 Zin andern Theil iñ eben diese Ordnung in Acht genommen. (6½2) Reise⸗Lieder. 663) Vom seeligen Sterben und Ee iea.(55) Vomzustand der Verdamten, Ahen ifecht ungen.(56) Ermuͤnterung zu fleißiger Bi⸗ Ehristlichen Begraͤbniß. 74 Vom Juͤngsten Tage und Ger. trachtung des Endes. (57.) Anhang. E X. Noth und 0 Hel( A. Gott! gieh mir acht suͤh haß ich den L el Seligkeit, lchte meim nein Schut, Insonderheit vom Evangeli.u ah 2. Ach GOt segiete du mei Uch nimmern Schande fallen sen Geist, gieb h weine Sta Hott! berlaß 3. Ach GOt zuf aus He höchfler! stär Stunde, Aung, plagt, Icht/ o weich Bott! perlaß 4. Ach GOt Ich laß dich Dater Fröe d. Helssegen bies Nie Werfe mei Was dir ge 790 5„ Acht ich blethe dir Ihoer 601 sch leben hn dun 1oth und safmͤch nicht eh meine Stark und Kraft, a Gott! verlaß mich nicht. ande Süal E keitl. S talbe ude ins rmn Ehestanbe; pon Elkeih *30 daß ich den Lauf vollende zu mei⸗ Zweeter Anhang. (1253.S. E. Bundeslade, gekteutzigter Marien ö Mel.(L9.) OGOtt! du frommer G. ch GOtt! verlaß mich nicht, ieb mir die Gnadenhande⸗ ach! führe mich, dein Kind. ger Seligkeit, sey du mein Lebens⸗ licht, mein Stab, mein Hort, mein Schutz, ach GOtt! verlaß 5 nicht⸗ ů 111— Ach GOtt! verlaß mich nicht, legiere du mein Wallen, gch! laß nich nimmermehr in Suͤnd und Schande fallen: Gieb mir den gu⸗ ten Geist, gieb Glaubenszuversicht, 3. Ach GOtt' verlaß mich nicht, sch ruf aus Herzens Grunde. Ach Höchster! staͤrke inich in dieser boö⸗ en Stunde, wenn mich Versu⸗ chung plagt, und meine Sel an⸗ scht, so weiche nicht von mir, ach GOtt! verlaß mich nicht. 4. Ach GOtt! verlaß mich nicht, ach! laß dich doch hewegen, ach! Vater kröne doch mit reichem Him⸗ melssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu thun has dir gefaͤllt„ ach GOtt! verlaß nich nicht. 5. Ach GOtt! verlaß mich nicht, ch bleihe dir ergeben, hilf mir, o gryßer GOtt! recht glaͤuben, christ⸗ lich leben, und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht, Hilf mir in Noth und Tod/ ach GOtt! ver⸗ laß mich nicht. ö A Gnadenthron, am Rreutz erhoͤhte tigkeit: Durch dich werd ich zum ch Genade um Genade hier. sohn! ach! deine Wunden stellen mr die schoͤnsten Gnadensplegel Ur. ö é 2. In mir seh ich nur lauter Suͤnde, in dir scheint mir Gerech⸗ Gnadenkinde, von aller Suͤnden⸗⸗ schuld befreyt; und da in mir die Suͤnde war, stellt sich in dir mein Himmel dar. 3, Laß nun die Suͤnde maͤchtig werden, viel maͤchtiger ist deine Gnad, daß man auf dieser ganzen Gyden, nicht ihres gleichen Gnade hat: Aus deiner Fuͤlle gehmen wir 4. Was ist der Mensch/ die arme Made/ daß du an ihn also gedenkstE und einen Himmel voller Gnade inl deinen ofnen Wunden schenkst? ihm war bereit der Höͤllenpfuhl: Du aber wirst sein Gnadenstuhl. Ach! habe Dank für solche Gnade, die mir gus deinen Wun⸗ den flleßt/ dadurch mein alter Suͤn⸗ denschade bis guf den Grund geho⸗ ben ist; wo dieser Gnadenbrunn nur guillt, da wird nun auch mein Duyst gestillt. 6. Laß mich die Gnade nicht her⸗ saͤumen/ die spaͤte Reu hat selten Raum. Die Welt greift nach ver⸗ botnen Baͤumen, dů aber bist mein Lebensbaum; gleb, daß mein Herze deine Frucht mit innigstem Verlan⸗ gen sucht. 7., Aus Gnaden kann ich selig werden, aus Ghaden bin ich, was ich bin; Das ist mein Himmel auf der Erden, so schieib ich an dein h Wreutze hin Mein Esus muß miv hur allein, der ein'ge Mensch IU ö % seyn. % 0 301 Mel.(17. 2— 77 uuler Herr ꝛc. Allwissender vollkommner Geist! 60 des Auge alles siehet, was Nacht und Abgrund in sich schleußt, und dem sich nichts entziehet; es kann vor deinem hellen Licht sich kein Geschoͤpf verstecken. Was in der Finsterniß geschicht, das weißt du aufzudecken, und an den Tag zu vrohn Selbst die Gedanken sind dit kund„ die unste Sele heget: Eh' V. sie noch der verschlofne Mund, urch Worte dargeleget; die Her⸗ zen sind dir offenbar, du forschest ihre Tiefen, den Rath derselben siehst du klar, du kanst die Nie⸗ ren pruͤfen, und die Begierden wiegen. 3. Was deiner Freunde Herz be⸗ gehrt, das weißt du, eh' sie beten; ihr Seufzen wird von dir erhoͤrt, eh' sie noch vor dich treten. Was deiner Feinde Herz beschließt, das ist dir unverborgen, dieweil du ih⸗ ren Anschlag siehn, als wie den lichten Morgen, den keine Schat⸗ 124 decken. 13 Was nach Verfließung bieler Zelt noch kuͤnftig wird geschehen/ as sehn dein Augen allbereit, als gegenwaͤrtig stehen. Du machst es deinen Knechten kund, es weiter auezubreiten, und laͤsßt durch ihren schwachen Mund die groͤßten Heimlichkeiten der ganzen Welt entdecken. J. Bleibt gleich vor Menschen ö Wauches noch in dieser Welt ver⸗ schwiegen; so wird dein Auge kuͤnf⸗ tig doch die Finsterniß bestegen. DN W Dein unnartheiliches Gericht wird alles offenbaren was noch so heim⸗ lich jetzt geschicht, wird man als⸗ atte erfahren, und oͤffentlich er⸗ Zaͤhletz Laß mich, o hoͤchste Majestaͤtt dein helies Auge scheuen, das nie Lin Heuchler hintergeht mit fal⸗ Zweeter Anhang. chen Schmeichelenen; durchdrin⸗ ge kuͤnftig Sel' und Geist mit dessen heitern Blicken; laß, was geheime Schande heißt, sammt allen boͤsen Tuͤcken, mich Lebens⸗ lang vermeiden. (I256.). L. Mel.(61.) IEsu meine Freude! Auf dich, GOtt der Guͤte! hoffet mein Gemuͤthe, ich bin gutes Muths: Ohne Furcht und Grauen will ich dir vertrauen, GOtt mein Schatz und Schutz! gruͤnde mich ⸗ 19 Fels, auf dich halt mich fest, daß kein Gedanke zweifelnd von dir wanke. 2. Groß sind deine Werke, nie⸗ mand ist an Stoͤrke dir, Jehovah, gleich. Du lenkst Sonn und Ster⸗ ne, dü bist nah und ferne, du machst arm und reich, du bist bloß mir göttlich groß, groß an Weis⸗ heit, groß an Gnade; wer ist, der mir schade? 7. 25 J. Du hast, Menschenhuͤter! mich vorm Ungewitter vaͤterlich be⸗ deckt; deine Liebesarmen sind stets mit Erbarmen zu Nur ausgestreckt, Deine Tren ist taͤglich neu! taͤglich will ich dich erheben, und dir dank⸗ bar leben. 4. GoOtt! dein Weg ist heilig; doch du sorgest treulich fuͤr mein Wohl und Heil. Auch auf rauhen Wegen wird manch schoͤner Segen, meinet Sel' zu Theil. Was du thust, ist meine Lust; dir, HErr! halt ich kindlich stille. Dein Will' ist mein Wille F. Du liebst die Getreuen, die sich herzlich freuen, daß du gnaͤbig bist. Der ziert deine Lehre, der lebt dir zur Ehre, wer nie iaqhaft ist; wer sich fest auf dich verloͤßt, der wird, sollt ihn alles hassen, nimmermehr verlassen. 6. GOtt! dir sey mein Leben und mein Herz ergeben, du bis fromm und gut. Gieb mir, wenn ich leide, durch den Geist der Freude 1392 3⁰³ Neude elnes 1 ane mein Auge 6 Witd gesch (1257 Mel(ꝛ3.) W MGott, Nath/ halen, und; sen hat mit Er/ det die! lid imich ir GOtt und V 2. EH. sah Mle biel mit sltimte tnei Glͤck und n gagt mein Her ar iu des G Hoslegen, wäͤte 3. Gott k hegehrt, unt Mit guaͤdig, Veuns seine sorgt fürmich hab ich mix hoschehe. 4. Ist nic Heit schwete Leht as u Dessn Lastet Mih Heht 0 le/ Olck t mn uog istdas ab iss ch, thr. list seinen Exeg; durchdn ö Durchdrst dud Geist ut Ande mich wich fe Iweifelnd vol 4 1 1e Werke, nie „Jehobah und Steß We; Wer ist/ dau Heu! tägug 63/ Uld dit Riu ö 1393 Freude eines Christen Muth. Sey Zweeter mein Schild1 laß JIEsu Bild, weñ mein Auge bricht, mich sehen; ja %es wird geschehen! (7.). Mel(28.) Was Gott thut, das ist ꝛc. AulGSott, und nicht auf meinen Rath, will ich mein Gluͤcke bauen, und dem, der mich erschaf⸗ fen hat, mit gantzer Sele trauen. Er, der die Welt allmaͤchtig hält, wird mich in meinen Tagen als GOtt und Vater tragen. ö 2. Er sah von gller Ewigkeit; wie biel mir nutzen würde, be⸗ stimmte meine Lebenszeit/ mein Glück und meine Bürde, Was zagt mein Herz/ ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Shre nicht zu besiegen waͤre? 3. GOtt kennet, was mein Hert begehtt, und hatte, was ich bitte⸗ mir gnaͤdig/ eh ichs bat/ gewaͤhrt/ wenns seine Weisheit litte. Er sorgt fůr mich stets vaͤt xlich Nicht, was ich mir ersehe, sein Willẽ der geschehe. 0 4. Ist nicht ein ungestoͤrles Gluͤck weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bey dessen Last wir klagen? die größte Moth hebt doch der Tod; und Eh⸗ re, Gluck und Haabe verlaͤßt mich doch im Grabe. 5. An dem,/ was wahrhaft gluͤck⸗ lich macht, laͤßt GOtt es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Gläck und Pracht sind nicht das Gluͤck der Selen, Wer GOttes Rath vor Augen hat, dein wird ein gut Len die Truͤbsal auch ver⸗ ühen. 6. Was ist des Lebens Herrlich⸗ sen. keit? wie bald ist ste verschwunden! was ist das Leiden dieser Zeit wie Hald ists überwunden! hoft auf den Errn! er hilft uns gern; seyd kölich, ihr Gerechten! der HERd bilst seinen Knechten. und deinen Schagfen zugetahl 139 (1258.0) H. K. V. GS. ö Mel.(7) Wer nur den lieben G Besiehl dem HErren deine Wege und mache dich bon Sorgen loß. Vertraue seiner Vaterpflege vor ihm ist nichts zu schwer und gröoß, das er zu seines Nameng welt. nicht herrlich auszufuͤhren weib:— 2. Wo du ihn nur hast rathen lassen, da hat er alles wohl ge macht: Denn was dein Denken nicht kann fassen) das hat er lang zubor bedacht. Wie es sein Rat hat ausersehn, so, und nicht an ders, muß es gehn. 3 Wie tperden deine Lebenstag so manches Kummers seyn befreyt wie leicht wird alle Noth und Plag dit werden in der eitlen Zeit/ wen du nichts wünschest in der Welt als was GOtt will, und ihm ge faͤllt. ö 4. Dir wirds an kelnem Gut sehlen, wenn du dein Herz ge wöhnst und lehrst, nur GOtte Willen zu erwaͤhlen, und deine eignen Willen wehrst; denn stet sein eignes Waͤhlen treugt, so o ihm gut sein Wollen deucht. 5. Gleb meinem Herzen solch Stille/ mein JEsu! daß ich sey ve gnuͤgt mit allem was dein Gnaden wille mit mir und meinem Lebe fügt. Nur nimm dich meiner Se. len an/ so hab' ch, was ich wüm schen kaun. 6. Ich weiß, du thusts, sie die deine, und kostet dich dein ther bes Blut, behalt du sie dir schö Anhang. gepriesen für glle Sorgfalt, die d mix/ noch eh ich wax, schon hast e wiesen/ da du, mein treuer Hirte, dish zum Eigenthum mich hast erwähl My 6. 0 38. Dir sey auch ewig Dank ge⸗ geben, daß du oft unvermuthet hast fuͤr mich gesorgt in meinem Leben. So lang ich bin der Erden Gast, ist alles liebreich, nuͤtz und gut, was deine Schickung an mir thut. 9. Dort werd ich deiner Liebe (Thaten, erst preisen in Vollkom⸗ menheit; wenn nur mein Wuͤnschen ist gerathen, daß ich kann in der Epmwigkeit erkennen, wie dein Wille mir so gut gewest ist fuͤr und fuͤr. (1259.) P. F. Mel.(10.) Schwing dich auf zu ꝛc. Cbristus, Christus, Christus ist, Edem ich mich ergeben; hier ist eine kurze Frist in der Welt zu le⸗ ben, ploͤtzlich koͤmmt der bleiche Tod, der uns schlaͤgt darnieder! doch es hat noch keine Noth/ Chri⸗ itus schlaͤgt ihn wieder. will ich willig tragen, weiß ich boch, es schadt mir nicht, was mich auch mag plagen. Lieg ich gleich er⸗ schlagen hier, dem Tod gleich und eben, spricht mein Herz doch fuͤr und fuͤr: Christus ist mein Leben. 3. Reißt der Tod auch gar ent⸗ vey meines Lebens Faden, den⸗ noch bin ich Zweifels frey, es kann nicht mißrathen; an dem, auf den ich getauft, bleib ich all' zeit kle⸗ ben, der mit sein m Blut mich er⸗ kauft: Christus ist mein Leben. 4. Muß ich schon in dieser Welt ns Todesfeld wandern meine Straßen, frag ich doch gar nichts darnach; sollt ich darnach streben, das zuletzt bringt Weh und Ach? Christus ist mein Leben. . 5. Muß der Leib im schwarzen Grab Staub und Asche werden; doch ich nichts zu klagen hab, Erde zur Erden: Aber meine Sele dort, wie am Stock der Reben, Jeruͤnet, bluͤhet immerfort: Chri⸗ stus ist mein Leben. Zweeter Anhang. 2. Was derhalben mir gebricht, les hinterlassen, und ganz bloß sch 1396 6. Haͤlt der Teufel endlich fuͤr alle meine Suͤnden, will mit Zwei⸗ felsketten mir Herz und Sinne bin⸗ den, daß ich ewig nach dem Tod in der Hoͤll' muß schweben; sag ich doch zu seinem Spott: Christus ist mein Leben. 7. Ey! so mag der blasse Tod mich nun immer strecken, er und aller Teufel Rott sollen mich nicht schrecken. Laß es seyn, ich sterb dahin; doch merk diß darneben: Sterben ist ja mein Gewinn! Chri⸗ stus ist mein Leben. (1260. Mel.(4.) Sey Lob und Ehr dem ꝛc. Dein bin ich„ HErr! dir will ich mich zum Opfer ganz ergeben: rechtschaffen fromm und rein will ich vor deinen Augen leben! Wie koͤnnt ich eines andern seyn? Ich bin ja durch die Schoͤpfung dein, und dein durch die Erloͤsung. 2. Ich fiel und wandte mich von dir zur Finsterniß vom Lichte; doch wandtest du dich, GOtt! zu mir mit deinem Angesichte. Erbarmen war dein Angesicht, mich von der Fin⸗ sterniß zum Licht zu dir zuruͤck zu rufen. 3. Dein, HErr! dein ist Barm⸗ herzigkeit; du liebest selbst die Suͤn⸗ der. Seyd, rufst du, geistlich mir geweihr, und meiner Gnade Kin⸗ der! ihr irrt und suͤndigt; fasset Muth! dort fließet der Versoͤhnung Blut, von Suͤnden euch zu wa⸗ en. 4. Dein Sohn erniedrigt sich, und stixbt zu Tilgung unsrer Stra⸗ fen; buͤßt fuͤr die Laster, und er⸗ wirbt Befreyung ihren! Selaven. Wie vielfach, Hoͤchster, bin ich dein! o laß mich keines andern seyn. Dein Sohn ist guch mein Heiland. 5. Durch ihn versoͤhnt, und dir zum Ruhm, erkauft mit seinem Leiden, will ich mich, GOtt! dein Eigenthum, von dir nie wieder scheiden 3⁰⁷ enz gelt Waht Ind il Hefͤlt, dami 6. Diß 1 Geist in mir mngen, die S Ws dir berha s mein Her hin, und g Sinn, dami 7. So wer war, ein H besleh einst n der Grommen locke dann, deine Gnad' lecht und sel Auf dos Gel (126 Mel.(15.)L Ve Rette der grof Heiden Tro der Erde Le 2. Der, Rel schuf,e der wiederhe Vhiach: ed 3. Und 2 niß und Te hckten, Lich des Itkthun 4. Und ih Iro aller herbindenei seinen Ehr • Und 5 Und sern el, erkgr Errn, unt 6. Und d 9—— Dank Massas, 0 139⁷ ich flerb geben: willich lergehen rein will deily . mich von HDe; doch n mir mlt 114 Hnade Kiu⸗ Hndistz fasst ver Dersohnung 2n euch zu na⸗ uledrigt ssch, ger/ und e⸗ Sclaven. „Iln sch Uuster Stuu⸗ Zwecter Anhang. 1398 scheiden; gekreutzigt werde mir die Erloͤser, wir, auch wir sind sol⸗ Welt! und in mir, was dir nicht chem beygezählt. ö gefaͤllt, damit ich dir nur lebe“ 3. Auch unsre Vaͤter waren fern 6. Diß wuͤrke, GOtt! bein von dir und deinem Bund; Allein Geist in mir; ich habe kein Ver⸗ die Herrlichkeit des HErrn that moͤgen⸗ die Suͤnd' und alles, GOtti sich an ihnen kund: was dir verhaßt ist, abzulegen. Hier 9. So, daß ein Volk, das Hei⸗ ist mein Herz, nimm ganz mich den war, doch nun auf dich ge⸗ hin, und gieb mir einen neuen tauft, sich freudig rechuet zu der Sinn, damit ich dir gefalle. Schäar, dle du mit Blut erkauft. 7. So werd ich/ der ich finster 1, O GOtt, Meßias, Men⸗ war, ein Licht in deinem Lichte; schensohn der Helden Trost und besteh einst mit der kleinen Schaar Licht! wir werfen uns vor deinem der Frommen im Gerichte; froh⸗ Thron auf unser Angesicht; locke dann, und lobe dich, daß ux. Mit jener Schaar, die schon deine Gnad' und Treue mich ge⸗ bey dir im Himmel triumphirt⸗ recht und selig machte. mit unsern Bruͤdern, noch allhier, ö ö von Dankbarkeit geruͤhrt; Auf das Fest der Offenbarung Jesu 1e Und danken, unsers Heils Christi. gewiß„ es deiner Gut und Macht⸗ daß du uns aus der Finsterniß zu deinem Licht gebracht. 13. Ach! thu doch auch Bar herzigkeit an allen, was noch setzt i, der große Sünderfreund, der entfernt von dir, in Dunkelheit Heden Trost und Jacobs Held, und Dodesschatten sitzt ö der Erde Licht erscheint! G5 L. H. F. B. v. E. 2. Der, als er Erd und Him⸗ mel schuf, gebot: Es werde Licht:&d der wiederholt setzt diesen Ruf und (126I.) I., F. I. Mel.(15.) Lobt Gott, ihr Christen ꝛc Der Retter der gefallnen Welt;⸗ sprach: es werde Licht 3. Und Voͤlker, welche Finster⸗ hellgen Stunden da man anbe niß und Todesnacht umgab, er⸗ tend GOtt verehrt Fuͤr Erben el blickten Licht: Die Wahrheit riß des Irrthums Decken ab; 4. Und ihreGötzen wurden Spott/ trotz aller Macht und List/ die sich verbinden wiber GOtt nud wider seinen Christ; 5. Und Heiden, vormals fremd und fern bon GOtt und seinem Heil erkannten nun GOtt, ihren HErrn/ und wurden Christus Theil⸗ 6. Und der erstaunten Erde Kreiß sab' es und betet an: Er betete mit Dank und Preis dich, GOtt/ 6 Messias an. 7. Der du aus allen Volkern dix ein heslig Volk erwahlt; Heil uns! ie Aerndte ist zu Ende I— ö 4. Laß uns recht schmecken und empfinden, wie freundlich GOtt den Seinen ist, er, der die Menge ansrer Suͤnden, so bald wir Buß hun, vergißt, und Sunder, die Sele fuhlt, wenn sie in selgen Au⸗ genblicken dem HErrn inbruͤnstig inat und spielt, und voll des „4 luͤcks, so sie genießt, von Dank und Freude uͤberfließt. 6. Wie nichtig sind der Erde Freuden dem, der des Himmels Freuden schmeckt, und in dem N chbos der Seligkeiten des Her⸗ a Inbrunst GOtt entdeckt; wie ichts ist alles Gluͤck der Welt dem, per mit GOtt sich unterhaͤlt. Nach der Aerndte. (1263.) Prel.(5.) Von GOtt will ich aichte er Segen eingebracht, wovon Pott alle Staͤnde satt, reich und Irolich macht. Der treue GOtt ebt noch, man kann es deutlich int. an so viel Gnadenwerken; Prum oreisen wir ihn hoch. 2 Wir ruͤhmen seln Erbarmen, as uns das Feld bestellt, und un⸗ erdient uns Armen geschenkt, was Uns gefaͤllt; das immer noch ge⸗ shont, da viele gottlos leben; das Friedé und Ruh gegeben/ daß jeder licher wohnt. ö 3. Zwar manchen schoͤnen Se⸗ en hat boͤses Thun verderbt, den eir auf guten Wegen sonst noch Von ihm ererbt; doch hat Gott ehr gethan, aus unverdienter Hüte, als Mund, Herz und Ge⸗ nüͤthe nach Wuͤrden ruͤhmen kann. ů . Er hat sein Hern genelget, us Sünder zu erfreun, und sich Ins gnug bezeuget durch Thau und onnenschein. Wenn wir es nicht Zweeter Anhang. 140⁰0 geacht't, sorhat er sich verborgen, und uns, durch Noth und Sorgen⸗ zu dem Gebet gebracht. 5. O allerliebster Vater! du hast viel Dank verdient, du, mildester Berather! machst, daß dein Se⸗ gen glünt; wohlan! dich loben wir fuͤr abgewandten Schaden, fuͤy tausend andre Gnaden. HEgiR GOtt! wir danken dir. 6. Zum Danken koͤmmt das Fle⸗ hen: Laß uns, o guͤt'ger GOtt! vor Feuer sicher stehen, und auch vor andrer Noth. Gieb friedens⸗ volle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben. die Obrigkeit. 7. Verleih zu deinem Worte be⸗ sonders dein Gedeihn, daß wir an unserm Orte uns des bestaͤndig freun; halt diesen Saamen rein⸗ laß ihn viel Fruͤchte bringen, daß wir in allen Dingen recht fromm und ehristlich seyn. 8. Laß diß uns zu dir lenken, was du zum Unterhalt des Leibes wollest schenken, daß wir dich man⸗ nigfalt in diesen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben. O! laß es doch geschehn. 9. Koͤmmt unser Lehensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhaͤnde, wo er der Ruh ge⸗ neußt, wo ihm kein Leid bewußt; so aͤrndten wir mit Freuden, nach uͤberstandnem Leiden, dort Garben holler Lust. Zur Adventszeit. (1264.) Ps. 24. J. A. C. Mel.(4.) Nun freut euch, lieben ꝛc. Die Erd' ist JEsu Christi! sein, wer auf der Erde thronet! des muͤsse sich die Erde freun, wer auf der Erde wohnet! er schuf, er rettete die Welt; er traͤgt, er seg⸗ net, er erhaͤlt die Welt, die er be⸗ herrschet. 2. Wer Regier — 140⁰¹ 2. Mer auf um Volke del des hohen Se ner Herihaf dir OMiti glaubig hitd; HeEnn erwaͤh 3. Und we ein/ der U agt/ sich vo der nut den Fomim ist. we sch keine N. hlicht den Bi 4/ Wer av den, gert el der wird den Im vollen N. macht er sei Hort ist sein⸗ Volke der E 3. Kommmt seih Reichlt Thͤren, em Wih euch ar gleren, Wi HErpe Der Hummel ist leiß seine 6. Homtt ReschI mach hen; erhpfar elch aych We, fragt Der Gohn/ den Hinume Me A ih, div, gen/ R HOtt; chie Hedet bring Hes Geistee 0 thu im:s Wie 0 dit! 2. Zeh Sohne, W Af Ilhemn He ker! du hast mldeter h dein Ge⸗ dich loben haden„f . HM lut das Fle⸗ get GOtt! Und auch ah ftiedens⸗ ie Gaben, l. Regier Worte he⸗ daß wir an bestäͤndig amen nein, ngen, daß cht stomm dir lenken, des Leibes il dich man⸗ sehn, mit Leben dir O. l ehensende, ist in delne et Ruh go⸗ Id bewuht; Iden, nach Ort Garhen elt. A. C. lleben d. sil sein, thronet! Heun/ wot schuf/ 01 H er seh⸗ die et he⸗ 2. Wil 1401 2. Wer auf der Erde, wer gehoͤrt zum Volke der Erloͤsten? Wer darf, des hohen Segens werth/ sich sei⸗ ner Herrschaft troͤsten? Der, der zu dir, v Mittler! sich bekehrt, und glaͤubig wird, und dich zu seinem HErrn erwaͤhlet; 3. Und wer, in auch e Blute rein, der Unschuld sich befleißet; wagt, sich vom Wahne zu befreyn, der nur den Luͤsten gleiset; wer fromm ist, wandelt wie er glaubt/ sich keine Missethat erlaubt, nie bricht den Bund der Gnade. 4. Wer auch umringt mit Lei⸗ den, gern erfuͤllet sein Verlangen, der wird den Segen seines HErrn im vollen Maas empfangen; den macht er seiner Herrschaft werth, dort ist sein Erbe, der gehoͤrt zum Volke der Erloͤsten. 5. Kommt, Suͤnder! kommet in sein Reich! macht weit der Herzen Thuͤren, empfangt den Hoͤnig, er will euch auch segnen, auch re⸗ gieren. Wer, fragt ihr, ist der HErr? Der Sohn! der Himmel Himmel ist sein Thron, der Erd⸗ kreiß seine Fußbank. 6. Kommt willig, willig in sein Reich! macht weit der Herzen Thül⸗ ren; empfangt den Koͤnig/ er will euch auch segnen, auch kegieren. Wer, fragt ihr, dieser Koͤnig sey? Der Sohn, der, seinem Bunde treu, den Himmel giebt den Seinen. (1265½•0 In eigener Melodie. Vir, dir, Jehovah! will ich sin⸗ gen, denn wo ist so ein solcher GOtt, wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, ach! gieb mir dei⸗ nes Geistes Kraft darzu, daß ich es thu im Namen JEsu Christ/ so wie es dir durch ihn gefaͤllig ist. 2. Zeuch mich, o Vater! zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne, und meine Zweeter Anhang. 14⁰7 Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fuͤhl, und dir darob im Her⸗ zen sing und spiel. 3. Verleih mir, Hoͤchster! solche Guͤte, so wird gewiß mein Sin⸗ gen recht gethan⸗ so klingt es schn in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Waͤhrheit an, so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Pfalmen sing im hö⸗ dein Kind und ein Miterbe Esu Christi sey, dgher ich Abba, lieber Vater!. schrey. 5. Wenn ditz gus meinem Her⸗ zen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz, und wallet gaus bruͤnstig gegen mir vor heißer Lieb, daß mir's die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Wille hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht, und wird gewiß von dir erhoͤtet, weil es im Name deines Sohn's geschicht, dur welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin 7. Wohl mir! daß ich diß Zeug⸗ niß habe; drum bin ich voller Trost und Freudigkeit, und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir ver⸗ lange sederzeit, 10 giebst du, und thust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehrt. 8. Wohl mir! ich bitt in JEsu Namen, der mich zu deiner Rech⸗ ten selbst vertrit, in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir i Geist und Glauben bitt; Wohl mir? Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir scheukest solche Seligkeit? Vy 4(1266.N½½ ½ ———ů—̃—— 114⁰3 Zweeter ö(1²266• ö Mel.(27.) Wer nur den lieben ꝛc. Dau Herr und Vater meiner Ta⸗ ge! da weißt, daß ich, dein schwaches Kind, den Todeskeim in Gliedern trage, die iroisch und zerbrechlich sind, drum gieb, daß ich zu jeder Zeit zu meinem Tode seh bereit. „2. Daß du, o Hoͤchster! meinem Leben ein mir verborgnes Ziel be⸗ stimmt, und daß die Zeit, die mir gegeben, bielleicht gar bald ein En⸗ de nimmt; das floße mir die Weis⸗ 4 V W. + 4 4 0 0 1 — 40 5 NRN 38 5 4 4 M 6 dacht zu seyn. abzuziehn, mel zu bemuͤhn. Vienke selbst Verblassen; ben mein Gewinn. heit ein, stets auf mein Heil be⸗ 3. Hier hab ich Lebenslang zu lernen, mein Herz von Suͤnden mich von der Weltlust 2, und um den Him⸗ O! mache mich dazu geschickt eh mich der Tod der Welt enttuͤckt. 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben, bey dir, GOtt, mei⸗ ner Sele Theil! ist mir das beste aufgehoben. Dort ist füͤr mich vollkommunes Heil. Da, wo mein Schatz ist, sey mein Herz! HErr! es Himmelwaͤrts. 5. Hier allen Suͤnden abzuster⸗ ben, zu leben der Gerechtigkeit, und elnst dein himmlisch Reich zu erben, darzu laß meine Sterblich⸗ keit mir stets, mein GoOtt! vor Augen seyn, und deine Hülfe mich erfreun. 6. Willst du mich laͤnger leben lassen, so laß es mir zum Heil ge⸗ chehn; doch, soll ich heute noch so hoͤre, Vater, auf mein Flehn! sey, wenn mein Herz Im Tode bricht, mein Trost und meine Zuversicht. 7. Dir will ich gaͤnzlich mich er⸗ geben, dir, dessen Eigenthum ich bin. Bist du, mein Heiland! nur mein Lellen, so bleibt selbst Ster⸗ Ich lebe dir, zu entfernen Anhang. ich steybe dir. Sey mir mein Trost, so gnuͤget mir! (1267.) E. N. Mel. Ou Friedefuͤrst, HErr JEsu C. Du Herzog meiner Seligkeit, Herr IEsu! hoͤre mich, ein traurig Herz voll Reu und Leid, bring ich allhier vor dich. Ach nimm es an, daß ich mich kann in deiner Gnade troͤsten! 2. Zwar keiner Gnade bin ich werth, weil ich die Welt geliebt, und das, was Fleisch und Blut begehrt, in Lüͤsten ausgeubt, wo⸗ durch ich mir bey GOtt und dir die Seligkeit verscherzet. 3. Doch denkst du dran, daß deine Huld ganz unermeßlich ist, so weiß ich auch, daß aller Schuld dein treues Herz vergißt; ich halte mich getrost an dich, du kannst mich nicht verstoßen. 4. Ach! gieng ich ohne Trost bon dir, der Satan schluͤge drauf ein Hohngelaͤchter uͤber mir und meinem Glauben auf, daß du mir gar in der Gefahr nicht koͤnnt'st noch wollest helfen. 5. Drum zeige, daß an mir und dir der Feind ein Luͤgner sey; zach la, HErr JEsu! stehe mir mit deinem Blute bey; durch diß al⸗ lein kann ich mich rein von allen Suͤnden waschen. 6. Dein Geist im Herzen sagt mirs schon, daß dir dein Herze bricht. Das Wort der Absolution, so mir dein Diener spricht, ist so gewiß, als ob du diß mit eignem Munde spraͤchest. 7. So bin ich nun mit Gott versoͤhnt, der mit Barmherzigkeit mich, theurer Heiland! in dir kroͤnt. Ach! gieb mir allezeit, daß ich hinfort nach deinem Wort, ein neues Leben fuͤhre. (1268.) S. D. Mel.(24.) Kommt her zu mir ꝛc. Du siehest, Mensch! wie fort und fort, der eine hier, der andre 1404⁰5 andre Heben; dern Lauf, er nung auf uns I. Belt dort Ull der gelt, und fl Eiabet⸗ se Get! dann we uicht„ daß ma c 3. Wit wert gehn„ und all bus Christhs Wenn auf der e Hlut das Wurd in die A 4. Msdenn Welt Bllohy stllt! die& Aund ihnen ohr selhttKlaͤger, Hetdament dut 5. Ach GL Ultkheil vor, Hagt'empor, und Schrecke (heb sch an) sch fiͤrzen e V bedecken. 6. HErr d scht, ach laß escht, ach! den, heut an luh, umit! heh süßen . Gieb, d Ginn und w he bin, zun aud icht, Hegtisen in Uumn egen (aabh Die: 140⁵ ündre dort uns gute Nacht muß zeben; der Tod haͤlt keinen an⸗ dern Lauf, er sagt zuletzt die Woh⸗ nung auf uns allen, die wir leben. 2. Bedenk es weislich in der Zeit, und fleuch den Schlaf der Sicherheit, sey augenblicklich wa⸗ cker dann weiß, es bleibet dabey nicht, daß man dich hin aus diesem Licht traͤgt auf den Gottesacker. 3. Wir werden aus den Graͤbern gehn, und alle vor Gerichte stehn⸗ das Christus selbst wird hegen, wenn auf der Engel Feldgeschrey, die Glut das große Weltgebaͤu, wird in die Asche legen. 4. Alsdenn wird erstlich aller Welt Belohnung werden vorge⸗ stelt! die Suͤnder sollen buͤßen, und ihnen ohn Betrug und Schein selbst Klaͤger, Richter, Henker seyn, verdammt durch ihr Gewissen. 5. Ach GOtt! koͤmmt mir das Urtheil vor, so steigen mir die Haar' empor, mein Hert fuͤhlt Angst und Schrecken: Ihr hohen Huͤgel! (heb ich an) ihr Berg! und was sich stuͤrten kann, fallt her, mich zu bedecken. 6. HErr JIEsu! meine Zuver⸗ sicht, ach laß dein strenges Zorn⸗ gericht, ach! laß es mir nicht scha⸗ den, beut an dem Vater den Ver⸗ trag, damit ich kuͤnftig hoͤren mag den suͤßen Spruch der Gnaden. 7. Gieb, daß ich mich bey gutem Sinn und weil ich noch bey Kraͤf⸗ ten bin, zum Sterben fertig halte, und nicht, o JIEsu, meine Lust! begriffen in der Suͤnden Wust, zum ew'gen Tod erkalte. (1269.) Die Allwissenheit GOttes. Ps. 139. C. F. K. Mel. Wie wohl ist mir, o Fr. De unermeßlich hohes Wesen! unendlich groß ist dein Ver⸗ stand, wie wir in deinem Worte iesen(2) und wie auch der Ver⸗ ( Jes., 28. 1 Joh. 3, 20. Zweeter Anhang. 1406 H nunft bekannt. Du siehest in die alten Zeiten, ja in die grauen Ewigkeiten, o unumschraͤnkter HErr! zuruͤck: Die Dinge, welche jetzt geschehen und was die spaͤtsten Zeiten sehen, das uͤberschaut dein heitrer⸗Blick. x Jes. Ar, 22⸗26. 2. Es ist vor dir zu jeder Stunde ganz offenbar und aufgedeckt()/ was in des Herzeus tiefstem Grunde, vor aller Welt verborgen steckt(E). Du schauest auch in dunkle Keller. Dein Auae istunendlich heller, als unsrer Sonnen groͤßter Schein. Wasuͤnder, die das Dunkle lieben, in Winkeln ohne Scheu veruͤben, kann dir doch nicht verborgen seyn(. (Hebr. 4, I3. ( Ps. 7, 10. Ps. 139, 1⸗4. ( Sirach 23, 2528. 3. Du schreibst nach deinem wah⸗ rem Worte in deinem Buche(5 alles an, was jedermann an jedem Orte gedacht„begehrt, geredt, ge⸗ than. Es kann kein Heuchler dich betruͤgen. Es hilft Entschuldigen und Luͤgen dem frechen Suͤnden⸗ kinde nicht. Vor dir kann nichts verheelet werden wie vor den Rich⸗ ö tern dieser Erden: Du weißt sa alles, was geschicht(). ( P alm 139, 16. () Pred. Sal. 12, 14. 4. Ach laß mich,HErri durch deines Guͤte Lets glaͤuben, daß du alles weißt! erinnre taͤglich mein Ge⸗ muͤthe daran durch deinen guten Geist, damit ich mich mit aller Treue auch vor verborgnen Suͤn⸗ den scheue, vor Suͤnden⸗ die kein Mensch erfaͤhrt(). Laß meine Sehnsucht an dir hangen; Es hört dein Ohr auch das Verlangen der Armen, wie deln Wort uns lehrt(). () Hiob z3a, 21. 22. () Psalm 10. 17. Py 5 5. Ich will dir im Verborgnen( klagen, was meinen matten Geist beschwert: Ich will dir im Ver⸗ Utrauen sagen, was mein betruͤbtes Herz begehrt. Ich will die Heu⸗ cheley nicht lieben(l) und gegen die viel Gutes uͤben, die niemals wissen, wer ich bin. Ich will der Praler Weg benluchen; die Ehre vor den Leuten suchen: Sie baben ihren Lohn dahin 653. (65) Marth. 6, 6. () X. Kron. 30, 7. 6. 84 Matth. 6, 2. 6. Ich bin voll Freude und Ver⸗ gnuͤgen/ daß dun, mein GOtt! all⸗ wissend hist; Denn deine Hand kaun alles fügen, was mir am aller⸗ besten ist. Du weißt, was meinem Leibe fehlet(6), und meine arine Sele guaͤlet/ auch meiner Feinde List und Wuth, Ich will auf deine Treue bauen und deinem Schutze mich vertrauen: So geht es alle Tage gut. Matth˖ 6, 32. (4270.. H. Mel.(63.) Allein zu dir, HErr J. DO weinest für Jerusalem, HErr IEsu! heise Zaͤhren; bezeugst⸗ es sey dir angenehm, wenn Sün⸗ der sich bekehren: Wenn ich vor dir mit Buß erschein, und uͤber meine Suͤnde wein, so wascht du ab aus lauter Gnad' die Missethat/ so mich bisher gequaͤlet hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von wegen meiner Suͤn⸗ de, zu deinen Thranen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschäßt, wer damit seine Suͤude netzt, den Plickt GOtt an mit Hütlgkett zu 1 der Zelt, und macht sein traurig Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Thraͤ⸗ nenhaus vor großer Angst oft wei⸗ nen, der Welt aushalten man⸗ chen Strauß! Sie martert stets die Deinen; Auf allen Seiten, wo Zweeter Anhang. sie kann, faͤngt sie mit mir zu ha⸗ dern an; du ar HErr Esu Christ! in Noth du auch gewesen bist. 4. Du zaͤhlest alle Thraͤnen mein, ich weiß/ sie sind gezaͤhlet; und ob sie nicht zu zaͤhlen seyn⸗ dennoch dir keine fehlet. So ost vor dir sie regen sich, so oft be⸗ wegen sie auch dich, daß du dich mein erbarmen mußt, wie dir be⸗ wußt; denn du mir all'zeit Huͤlse thust. F. Wer setzo saͤet Thraͤnen aus, haͤlt in Geduld Gott stille wird froͤlich seyn in deinem Haus, da Freude ist die Fuͤlle, ja, solche Freude, die kein Mann mit seiner Zung' aussprechen kann, und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Kreutz und Leid wird werden dort zu lau⸗ ter Freud. 6. Fuͤr diese Thraͤnen dank ich dir, der du die Freudenkrone, HErr JEsu Christu erworben mir bey dir ins Himmelsthrone Wenn du mich holen wirst hinauf zu deinem auserwaͤhlten Hauf, dann will ich recht lobsingen dir, o! hoͤch⸗ ste Vilt⸗ fur deine Tbranen fuͤtz und 1271.) M.(34.) Alles ist an GOttes Segen. Edles Mahl von G0lt bereitet! das die matten Selen weidet/ Speise der Unsterblichkeit! ach! was traͤget fuͤr Verlangen meine Sele, zu empfangen solche Speise lederzat. GOtt, von welchem alle Ga⸗ ben() wir allein zu hoffen ha⸗ ben, ruft zur Mahlzeit alle Welt; hier ist, was das Hetz ergotzet, und die Sel' zufrieden setzet, hier* alles wohl bestellt. (4) ZJac. r, 27. 3. Hier wird Manna ausgemes⸗ sen, edler als die Engel essen; o! ein herrlicher Genuß! Ameeh ro diß troͤstet mich zu aller 0 1409400 ) Ol n 10 ihchetheit Vund fit 130 0 Ioh. 6, 4Hahe aal Adey Trank uh Abch diesem Hott hat Hch, und eine Ahergll. . Mle dunkle Ille Xsus se des Hke hoß ein heili⸗ Haluns gur g Malachm() (½) Rol. 2, Rap. 10, 1 (l. Ror. 6. Dleses ists Whehlet, und in N„ Vs⸗Chri se Epess ah Aen in dem 1400 sie unsre 1 Joh. 6, laß mich d Ia, daß sie m Tihte ungefgtht Wubolen Glau A foͤnnen Tau 1040 3. Hieb mit sue ů ah iefen Ach wicken E e höhen Humme m I.„Ide / „ L.Nes! 20 sch Her; W 2 Zweeter R() soll uns auf Erden hier Wudusscbn ausgetheilet werden reich⸗ n und mit Ueberfluß. e( Joh. 6, 50. 5r. nd gzählur te Habe acht mit großem Fleiße hlen senz, Af den Trank und auf die Speise d Ste Ue beh diesem Liebesmahl wel⸗ 10 eit l s GOtt hat aus Genaden zu⸗ ut du d icht, und eingeladen alle Chri⸗ sn uͤberall. 3. Alle dunkle Opferschatten(1 müte IEsus selbst abstatten, als Le mit mir braͤner Eieit Hulk * rlnen uu. et an des Kreutzesstamm selbst ille, nig Agoß sein beilig Blute, und sich in Haut, u. dert, uns zu gute, als ein reines 4„ salch Aerlamm(77). In e(E Kol. 2, 17. Sebr. 8/ 5. * Kap. 10, I. (r. Ror. 5, 7. 6. Dieses ists, was GOtt uns shenket, und in unsre Herzen sen⸗ kti IEsu Christi Leib und Blut, ese Speis laͤßt nicht verderben, sundern in dem Tod und Sterben Ummt sie unsrer Sel' zu gut(*). () Joh. 6, 5I. 7. Laß mich diese Speise schme⸗ den, daß sie mog' in mir erwecken uchte ungefaͤrbte Lieb' und den le⸗ Uusbollen Glauben, den mir nim⸗ her koͤnnen rauben alle Feind und Eelendieb'. 3. Gieb mir zeitlich solche Spei⸗ „ sonderlich, wann ich nun reise her aus diesem Suͤndenthal, bis uͤrdig schaͤtzen, an 4+4en du mich wirst wuͤr 0 de Tafel selbst zu setzen dort im hoͤnen Himmelssaal(*). Ematth. 8, ꝛI. 9. Was Verlangen kann das ma⸗ gen, wenn mein Herz an soͤlche Cachen denkt! so wuͤnsch ich innig⸗ sch, dieses Leben zu beschließen, und die Freud' selbst zu geniehen, 2 ch! mein GoOtt erhoͤre mich! 10. Unterdessen soll mein Leben e r/ JEsu! seyn ergeben, dir e egeb ich Herz und Sinn, mit dir n i ich endlich sterben, und des ¹ν1˙ + 10 Anhang. 1410 Glaubens End' ererben; Tod! so bist du mein Gewinn(5). ( Phil. 1, 72—5 1272. Mel.(3) Wenn mein Stuͤndlein ꝛc. Ein Pilger bin ich in der Welt, und kurz sind meine Tage; so manche Noth, die mich befaͤllt/ reitzt mich hier noch zur Klage: Doch, Vater! deine Ewigkeit ver⸗ suͤht mir meine Pilgrimszeit und starkt mich selbst im Leiden. 2. Jetzt, da die Suͤnde mich noch druͤckt, seufzt meine bange Sele. Wie bald ist nicht mein Herz beruͤckt! wer merkt, wie oft man fehle? doch einst werd ich voll⸗ kommen rein, ganz heilig und ganz selig seyn. Diß troͤstet meiut Sele. 3. Vor meinen Augen wandeln dié/ die dich v JEsu! schmaͤhen; ihr freches Herz bethoͤret sie, daß sie dein Heil nicht sehen. Einst bebt der Spoͤtter, HErt! vor dir, wenn du mals Richter kommst, und wir frolockend dich erheben. 4. In stiller Nacht wein ichtoft, HErr! hinauf zu deiner Hoͤhe. Mein schwaches Herz seufzt Freu⸗ den leer, wenn ich den Morgen sehe. Ein Blick gen Himmel troͤ⸗ stet mich, und meine Thraͤnen slil⸗ sich einst ganz in jenem Le⸗ en. 5. Wenn mich der Zukunft Schlcksal schreckt, die Noth der fernern Tage; wenn sie in mir die Sorg' erweckt, ob ich sie auch er⸗ trage; so mildert mir die Ewig⸗ keit das kurze Elend dieser Zeit, daß nicht mein Herz verzage. 6. Wenn einst, der setzt von ferne draͤut, der Tod mir naͤher winket; wenn, nach der Arbeit die⸗ ser Zeit, mein Hauyt zum Schlum⸗ mern sinket; so sterb ich froh, die Ewigkeit zeigt mir des Him⸗k mels Herrlichkeit, die glles ber stelget. 7. HEyr — ————— — 1—....——.————— ———————.—————— 1—— 2—.—— N —— —— EEEEEE 141I Zweeter 7. Herr! diesen Trost, der mich erfreut, vermehr in meinem Herzen. Mich staͤrke deine Ewigkeit bey mei⸗ ner Wallfarth Schmerzen. Sie sey in meinem Tod mein Heil, und einst mein laͤngst gewuͤnschtes Theil, wenn ich vom Tod er⸗ wache. (I273.) E. K. M.(18.) Ein Kindelein so loͤbelich ꝛc. Einstreift die Saat: Mein Staub ersteht zu JEsu Christi Leben. O die ihr meinen Glauben schmaͤht, wie werdet ihr dann beben! im Wetter des Gerichts gesaͤt ward, wer alsdann zum Tod efsteht. Fallt uͤber ihn, ihr Berge! Hosian⸗ na, JEsus Christ, der fuͤr mich ge⸗ storben ist, ist auch fuͤr mich er⸗ standen! 2. Ich sinke zu verwesen ein, und werde wieder Erde; doch werd ich nicht auf ewig seyn, was ich im Grabe werde. Im Schoose GOttes ruht mein Geist von die⸗ sem Leben aus, und fleußt von Wonn' anbetend uͤber. Auge sahe nie, meinem Ohr er⸗ Pen. nie solch Heil in diesem Le⸗ en 3. Das kam in keines Menschen Herz, was denen Gott bereitet, den Pilgern, die oft truͤber Schmerz zum ew'gen Leben leitet. Wir schauen in das tiefe Meer, erfor⸗ scheus nicht; denn Goᷣott ist der, der unser sich erbarmet. Mehr, viel⸗ mehr, als wir verstehn, mehr, als unsre Thraͤnen flehn, giebt uns, der ewig liebte.„ 4. Sey, Sele! stark, und fuͤrch⸗ te nicht, durchs finstre Thal zu wallen. Nah an des Thales Nacht ist Licht; der Engel Jubel schallen ins letzte Seufzen der Natur! Der bey sich selbst die Gnade schwur, sein Haupt am Kreutze neigte: Er erfuͤlt des Bundes Eid; er ist ganz Barmherzigkeit: Dank sey ihm Vreis und Ehre! L Ach! mein sch Anhang. 141² 5. Anbetung ihm des Bundez Eid erfuͤllt er, der sein Leben mit herzlicher Barmherzigkeit hin in den Tode gegeben, in jenen Tod auf Golgatha! Dein Vater, der dich bluten sah, ward da, iward mir versoͤhnet: Sohn! erwuͤrgt bis du fuͤr mich, eh die Welt watz Dein bin ich, eh' ward, was iss, und ewig! (1274. In eigner Melodie. Es ist nicht schwer ein Christ gi seyn, und nach dem Sinn dez reinen Geistes leben: Zwar idet Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben doch fuͤhrt die Gnade selbst zu allet Zeit den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Kindlein seyn, du darfst ja nur die leichte Liebe uͤben, o bloͤder Geist! schau doch, wie gut ers meyn; das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben, drum fuͤrchte dich nur fer⸗ ner nicht so sehr, es ist nicht wer. 3. Dein Vater fordert nur dat Herz, daß er es selbst mit reinet Gnade fuͤlle, der fromme GOtt macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner. Wille: Drum uͤbergieb ihn willig in den Tod, so hats nicht Noth. 4. Wirf nur getrost den KRummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwaͤcht und plager; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater! schau Ghun. Elend gnaͤdig an; so ists ge⸗ an. 5. Besitz dein Herze in Geduld⸗ wenn du nicht gleich des Vatert Huͤlfe merkest. Versiehst dus oft⸗ und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die Gna⸗ de staͤrkest; So ist dein Fehl und kindliches Versehn, als nicht ge⸗ schehn. 6. Lab 13 6, ah gut de n thn/ wenn Aüsihsterniß be hld nichts Iun sbok keinent Vusf du etschtt Alch ferner ke t. . Go wird d Allehn, und toher Klarheit Eiläubt, wirst Ihn y drum di lommen Vater eh dach, Wie Vellgeitt 3. Ruft auf, Jumestdu, dich Hosblch uerget Hehzl geneuß Tlede sollg d chebehen; Ole: ul getbost und In 0 st noch e E sr shen Agickt. 3. Wie Mit Ten, so Uc V Ibersan ma Hie gut fetz d 4. Da 0 00 brine g sebe f Hagen dir 1001113 I der Bund AE. Laß nur dein Herz im Glau⸗ chen u hen ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsterniß bedecken: Dein Va⸗ Ael Ute wird nichts schlimmes mit dir / uthun; vor keinem Sturm und Wind dd dorfst du erschrecken; ja siehst du (lhendlich ferner keine Spur, so glaͤu⸗ . Valt nis henur. erd, dat in 7. So wird dein Licht aufs neu ehtstehn, und wirst dein Heil mit goßer Klarheit schauen; was du se. geglaͤubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem Siundi ftommen Vater trauen. O Sele! suh doch, wie ein wahrer Christ selig ist. 3. Auf! auf, mein Geist! was siumest du, dich deinem GOtt ganz ludlich zu ergeben? geh ein, mein d Herz! geneuß die suͤße Ruh; in h friede sollst du vor dem Vater schweben: Die Sorg und Last wirf I gur getrost und kuͤhn allein auf ihn. keit 1275. Nel.(27.) Wer nur den lieben ꝛc. Es ist noch eine Ruh vorhanden, fuͤr jeden GOtt ergebnen Geist, nenn er sich dieses Koͤrpers Ban⸗ ken, nach Gottes Willen, einst etreißt, und nun nicht mehr so augeschraͤnkt, als hier auf Erden Übt und denkt. 2. Die, Herr! zu dieser Ruhe bͤmmen, wie selig sind doch alle die! in deinen Himmel aufgenom⸗ nen, ruhn sie von dieses Lebens Näh. Nach aller Last, die sie ge⸗ druͤckt, wird ewig nun ihr Hert trquickt. 3. Wie Muͤtter ihre Kinder troͤ⸗ sen, so segnet mit Zufriedenheit auch deine Gnade die ⸗Erlösten, gach uͤberstandner Pruͤfungszeit. Du selbst machst ihnen offenbar, wie gut stets deine Fuͤhrung war. 4. Da schweigen alle ihre Kla⸗ en, da bringt mit frohem Lobge⸗ ng selbst fuͤr die ausgestandnen Plagen dir ihre Sele Preis und Dank. Nun jauchien sie; Es ist Zweeter Anhang. 1414 vollbracht! Der Herr hat alles wohl gemacht. 5. Wie GoOtt von seinen Wer⸗ ken ruhte, als er die Welt hervor⸗ gebracht, so sehn auch mit zufried⸗ nem Muthe, vom Herren selbst gerecht gemacht, die Frommen bey dem e'wgen Gluͤck auf ihr vollen⸗ det Werk zuruͤck. 6. Forthin erwartet sie kein Lei⸗ den, kein Schmeiz und keine Schwachheit mehr. Gott fuͤhrt sie zu vollkommnen Freuden, und kroͤnet sie mit Preis und Ehr. O unaussprechlich suͤbe Ruh! wie herrlich, Hoͤchster, segnest du! 7. Wer kann hier deine Gnade fassen? du willst den, der dich red⸗ lich liebt, nicht ewig in der Unruh lassen, die dieses Leben noch um⸗ giebt. Ol mach auch mich noch in der Zeit geschickt zu dieser Selig⸗ 3. Mein Heiland! der du selbst auf Erden der Leiden Joch getra⸗ gen hast, will ich des Lebens muͤde werden, und fuͤhl ich dieser Tage Last; so staͤrke maͤchtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 9. Gieb, daß in Hofnung jenen Ruͤhe, die GOttes Volk verheißen ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist. So aͤrndt' ich von der Last Hit Zeit einst voͤllige Zufrieden⸗ eit. (1276.) In eigner Melodie. Es kostet viel ein Christ zu seyn⸗ und nach dem Sinn des reinen Geistes leben; denn der Natur geht es gar sauer ein, sich immer⸗ dar in Christi Tod zu geben: und ist hier gleich ein Kampf wohl aus⸗ gericht, das machts noch nicht:,? 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die ihren Gift in unste Fersen bringen, da ko⸗ stets Muͤh auf seiner Hut zu 14*˙• 0 V 1415 daß nicht der Gift kann in die Sele dringen. Wenn man's versucht, so spuͤrt man mit der Zeit die Wichtigkeit:„: 340 3. Doch ist es wohl der Muͤhe werth, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erweget, die ewiglich ein solcher Mensch erfaͤhrt, der sich hier ets aufs 391% Mün, ge⸗ leget. Es hat wohl Muͤh, die Gnade aber macht, daß man's nicht acht't,y) 0 4. Man soll ein Kind des Hoͤch⸗ sten seyn, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so stark, so hell und rein so herrlich seyn, so lieblich im Ge⸗ sichte; dieweil ihn da die wesentliche Pracht/ so schoͤne macht ⸗: 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden, der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit GoOtt zu einem Geist verbin⸗ den. Wer weiß, was da im Geiste wird gescheh'n? wer mags ver⸗ stehn Li: 9— 6. Da giebt sich ihm die Weis⸗ heit gantz, die es hier stets als Mutter hat gespuͤret, sie kroͤnet es mit ihrem Perlenkranz, und wird als Braut, der Sele zogefuͤhret. Oie Heimlichkeit wird da ganz offenbar, die in ihm warꝛ,: 7. Was GOtt genießt, genießt es auch, was GOtt besitzt, wird ihm in GOtt gegeben, der Him⸗ mel steht bereit ihm zum Gebrauch; wie lieblich wird es doch mit IEsu leben! nichts hoͤher wird an Kraft Ian Wuͤrde seyn, als GOtt al⸗ Ein. ö 8. Auf, auf mein Geist! ermuͤde nicht; dich durch die Nacht det Finsterniß zu reißen: was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht, bedenke, was fuͤr Kraft uns Gott verheißen! wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wirds thun:,; Zweeter Anhang. Zur Zeit der Aerndte. Mel.(19.) Nun danket alle Gott Froeut Jung' und Alt', iht Reichen mit den Armen! da Gott den Unterhalt von neuem/ aus Etbarmen, fuͤr euch nun auf ein Jahr so mildiglich bescheert. Was euer Wuͤnschen war, ist va⸗ terlich erhoͤrt. 2. Auf! danket unserm GOtt, daß Fried und Ruh hiet wohnet. Mit Krieg und Hungersnoth hal Uns der HErr verschonet. Feuer, keine Fluth, kein schwerer Hagelschlag, noch boͤser Seuchen Wuth trift uns bis diesen Tag. 3. Die Aerndte hat der HErr uns treu und wohl bewahret! wer haͤtt), wenn GOtt nicht waͤr, unz sonst die Frucht gesparet? wes gaͤb' uns Sonnenschein 2ewer Rez gen oder Thau? was wuͤrds ohn ihn wohl seyn mit unserm Ackerbauk 4. Umsonst war unsre Müͤh, unsonst waͤr Saen, Pfluͤgen. Wit wuͤrden ohne ihn kein Koͤrnlein wiedet kriegen. Wir moͤchten fruͤh aufstehn, und bis zur Mitternacht nicht wieder schlafen gehn; es waͤx umsonst gewacht, ö 5. Go aber huͤt't und wacht del lezen un in der Hoͤhe; sein Vater⸗ e gen macht, daß unser Werk be⸗ stehe. Der hat auch diesesmal des Saͤmanns Wunsch gestillt, und teichlich, uͤberall, der Schnitter Hand gefuͤllt. ů 6. Des Segens lleberfluß wird (ist) nunmehr eingefuͤhret, daß man gestehen muß, daß ihm der Ruhm gebuͤhret, der uns mit rei⸗ cher Hand erquicket und erfreut, und unserm Vaterland ein gutes Jahr verleiht. 7. Wir bringen Garben ein; drum soll uns Korn und Weizen⸗ in GOtt uns zu erfreun, zum Loh und Danke reizen. Wir preisen unsern GOtt, der seine Aiehl, iebt/ Kein Alleg und thei bt und all t e Aernd 8. Gut it, WWein du uns srke Hand, I/ nendlich Ane Ziel dein sch Tag unde Ihetithum., 9. Vekleih/ 18 ferner dei Heuersnöth Hadez bewah! Geuchen Ideinet 10 10. Gesegne 00 sthir Häglis In Mmen B scht etgessen. hund erfreue %%0 Stadt un hliren annt. „. Las unt Vbis zur Aern er Rath u Wuns ein Ze Ihaum,, du Ihl der Wu rechte tteu 1401417 liebte, und alle Jahr iht Brod zur Zlit der Aerndte giebt. ö 8. Gut ist, o HErr! das Land, arein du uns gesetzet; groß deine stͤrke Hand, die uns so oft ergoͤ⸗ zet, unendlich deine Macht, und ohne Ziel dein Ruhm; drum lobt dich Tag und Nacht dein Volk und Eigenthum. 9. Verleih; mildreicher GOtt! uns ferner deine Gnade, daß sa Uah dle Feuersnoth nie unsern Hütten schade; bewahr vor Angst und Leid, bor Seuchen, Wasserfluth, vor chüe Htieg Und theurer Zeit; halt uns ündeiner⸗Hut. 10. Gesegne, treuer GOtt! das hs wir kaͤglich essen. Gieb auch den Armen Brod, du kannst sie licht vergessen; Herr! deine milde Hand erfreue jedermann/ daß bey Uns Stadt und Laud den Segen uͤren kaun. II., Laß unser Horn zur Saat, Hbis zur Aerndte, reichen. Gieb selber Rath und That, und thu an uns ein Zeichen; laß sehen je⸗ dermann, du seyst, HErr Zeba⸗ oth! der Wunder würken kann, det rechte treue Gott. 12. Lob, Ehr, Daͤnz, Preis Aekn te. luch nun al lich beschttt war, istu 7 ver N Sl teh dein wahres Eigenthum, 0 Ott der Ewigkeiten! dir, Vater! hii, GOtt Sohn! und din, GOtt heil'ger Geist! den man vor seinem Thron, und hier auf Erden/ preist. Mel.(19.) OGOtt du frommer ꝛc. seb mir ein frommes Herz, du Geber aller Gaben! das soll hein Reichthum seyn, den ich be⸗ lhr zu haben, das soll seyn meine gier, mein Ruhm und schönste Nracht; denn Froͤmmseyn wird bey Obtt und Menschen hochgeacht. . Gieb mir ein ftoͤnimes Herz, Vallen meinen Denken, wenn sich en eitler Sinn auch will zum Wsen lenken; ach! schrecke mich 61l lllt/ 10 ber Schihl Zweeter Anhang. lnd Ruhm bringt dit zu allen Zei⸗ doch ab von der Gottlosen Steg', und fuͤhre mich, oGott! den vech⸗ ten Himmelsweg. 3. Gieb mir ein frommes Herz, 14¹8 A wenn man mich will verfähren, ach so laß delnen Geist mein Herze kraftig huͤhren. Gieb, daß ich nim⸗ mermehr auf bos Exempel seh', hielmehr, o JEsu! dir, wie du vorgehst, nachgeh. 8 4. Gieb mir ein frommes Herz, wenn ich viel Boͤses hoͤre, daß die Gewohnheit nicht mich auch zuletzt hethoͤre, Schleutz meine Ohren zu, gieb deinem Worte Hraft, das sagt; Du forderst guch von Worten Rechenschaft. ö 8 5. Gieb mik ein frommes Herz, wenn ich die Welt betrachte, daß ich die Eitelkeit und Suͤndenlust berachte; es muß die schnoͤde Welt mit ihter Lust veygehn, den From⸗ Hehe aber bleibt der Himmel ewig ehn. E. Gieb mit ein frommes Herz, daß ich fromm sey und bleibe, und nur/ was dit gefaͤllt) in meinem Leben treihe; heut fromm seyn⸗ morgen boͤse, und so im Wankel⸗ muth,, bald gut's bald boͤses thun, stuͤrzt in die Hoͤllengluth. 7. Gieb mir ein frommes Herz, daß ich nicht von dit weiche, und daß ich nicht der Welt in ihren Sunden gleiche; ich will von ih⸗ rem Thun mich sondern gaͤnzlich ab, und in der Froͤmmigkeit be⸗ harten bis ins Grab. 8. Gieb mit ein frommes Herz, so wird mirs auch wohl gehen; du wirst mein Beystand seyn, wenn Ungluͤckswinde wehen. Den From⸗ men ist ja Gnad' und Huülfe zuge⸗ sagt, wenn die veydiente Straf' der Boͤsen Rotte plagt 9. Gieb mir ein frommes Heyz, so kann ich selig sterben, und als ein GOtteskind das Himmelreich ererben; im Himmel wird ja einst die Frommigkeit gekront, die— und Sinn sich l warts/ drum bitt ich noch einmal: Gieb mir ein frommes Herz! ** der Erden nur von Boͤsen wird verhoͤhnt 10. Gieb mir ein frommes Herz! wenn du mir das wirst geben, so will ich dankbar seyn in meinem ganzen Leben, so wird mein Herz lenken Himmel⸗ (1279.) B. 8. Mel.(27.) Wer nur den lieben ꝛc. V Gieh daß ich mich und dich er⸗ kenne mein IEsu! der du alles weißt, und mich nicht eher etwas nenne, bis mich die That im Werke preist; laß mich selbst fragen: Wer ich sey? und gieb, daß ich bekenne frey. 2. Wer bin ich denn in meinem Glauben? die Antwort heißßet wohl: Ein Christ; doch dieser Ruhm ist leicht zu rauben) wo man nicht immer christlich ist; drum gieb mir einen wahren Nuhm, auch dur ein thaͤtigs Christenthum. 3. Wet bin— ct 8 meinem ein Knecht, den Stande?(die Magd/ die) 90 gemiethet hast, und doch sind dei⸗ ne Liebesbande mir noch zuweilen eine Last; ach! gieb mir einen treuen Sinn, daß ich kein fauler Baum nicht bin. 4. Wer bin ich denn in meiner Suͤnde? ach leider! gar ein Hoͤl⸗ lenkind; hülf, daß ich dieses recht empfinde, und mich in Buße zu dir find', weil du allein der Mitt⸗ ler bist, der unter uns getreten ist. 5. Wer bin ich denn in meinem Gluͤcke? ein Ball, der da und dort⸗ hin fleugt; drum warne mich vor seiner Tuͤcke, wie mancher faͤllt, indem er steigt? Das beste Gluͤck ist in der Welt, wenn man zum Freunde dich behaͤlt. 6. Wer bin ich denn in meinen Ehren? viel schlechter als Johan⸗ nes war, der wollte nichts vom Nahme hoͤren, und stellte sich in Zweeter Anhang. 142 Demuth dar; ach! laß mein Herh auch niedrig seyn, gebuͤckt gehi man zum Himmel ein. 7. Wer bin ich denn in meinem Leben? nur eine Stimme, die ver⸗ geht; drum laß mich nicht am Eit⸗ len kleben, weil mir die Schrist vor Augen steht: Gedenk ans Ende, was du thust, gedenke, daß du sterben mußt. 3. Wer bin ich denn in meinem Leiden? die Rose, die in Dornen bluͤht; doch niemand kann das Kreutze meiden, der um den Him⸗ mel sich bemuͤht. Johannes ließ die Wuͤsten hier, und gieng ins V Paradies zu dir. 9. Wer bin ich denn in meinem Sterben? ein Mensch, der durch den Jordan geht; der kann im To⸗ de nicht verderben, der nur in del⸗ nem Bunde steht. Mein Grab wird ein Bethabora, ein Uebergang ch nach Kanaa. 10. Wer bin ich denn bey dit im Himmel? ein Lamm, das ewig Weide findt, da stoͤhret mich kein Weltgetuͤmmel, da raset kein Ver⸗ folgungswind, und wie ich hier bekannte dich, ach! so bekennst du dorten wich. II. Nun weiß ich, wie ich mich soll nennen, ach! schreib es fest in meinen Sinn, und laß mich di im Glauben kennen, bis ich bei dir im Schauen bin, wo alle Froms men sich erfreun, Elias und Jo⸗ hannes seyn. (1280.) C. F. G. Mel.(4. Es ist das Heil uns;e. GOtt! deine Guͤte reicht so weit/ so weit die Wolken gehen; du kroͤn'st uns mit Barmherzigkelt/ und eilst uns beyzustehen! HErr! meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Fleh'n, merl auf mein Wort; denn ich will vof dir beten. 2. Ich bitte nicht um Ueberflu und Schaͤtze dieser Erden. Laß 200· 2l Phel sch habe Ilade, werde Heithet und bolt und der Ind glich selbst. 3. Jch bikte Kuhns, so sehr eh, deg gute hum laß mich; Welh wahrer Pllcht, der Ru Vsscht und sron 4. O0 bitt' Aalthl guch nle Iu Gläcke O Nohh, das we I deinet Han Hf du miche! Ho dir im Tod 16 Mi. 9.). JEst G hu h. eisen Bun Olte ich ihn. Heshes Lebens ich ihn. Flakt u lleh llset ein, h 2. Du, 0 Wesp, hast un Hcl deiner K Ieh betsptachf ch Ealiche Huld at Schhm ndie 1 3 Es herti bmSh Helhe angeeth sant fam m 0 —...— —— I* 14291421 Hut viel ich haben muß, nach deiner nade, werden; gieb mir nur Veisheit und Versiand, dich, in meintte Ott, und den, den du gesandt, , die be Und mich selbst, zu erkennen. nicht amEe 3. Ich bitte nicht um Ehrund die Schist RKühm, so sehr sie Menschen ruh⸗ Ins Eude, Ru, des guten Naiens Eigen⸗ Zedenke, daß Ue tum laß mich nur nicht verlieren. Nein wahrer Ruhm sey meine Iflcht, der Ruhm vor deinem An⸗ in Dornte hesicht und frommer Freunde Liebe. d 4. So bitt' ich dich, HErr Ze⸗ Hinh Hoth! auch nicht um langes Leben. „e Im Gluͤcke Demuth, Muth in Ind gieng in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, uß du mich nur Barmherzigkeit bor dir im Tode finden. C1281 Mel.(9.) IEsu! der du meine ꝛe. lt du hast in mueiner Taufe einen Bund mit mir gemacht. Haͤtt' ich ihn doch iu dem Laufe heines Lebens oft bedacht! jetzund hill ich ihn erwegen; gleb nitr Hraft zum Uleberlegen. Präge mir 3% hn tiefer ein, laß ihn unvergeßlich I on. 2. Duß, o Vater! gller From⸗ ean in meinen denn in meine der dutt 2 Ein Uebergatt bey x das euß And 9 ne ic 300 se bekennt u gahl deiner Kinder aufgenommen. Ou versprachst mir dazumal/ vaͤ⸗ rliche Huld zu hegen Leib und Gele zu beryflegen Schutz und Gchirm in dieser Zeit und dein Erb Ewigkeit 909.0 3. Es bertilgte, wie ich finde, Gottes Sohn! dein theures Biut neine angeerbte Suͤnde, deln Ver⸗ Hienst kam mir zu gut. Was du, 4a du fur mich starbest, mir mit Hoͤllenangst erwarbest, alle Guͤter lles Heil, wurden damals mir zu Cheil. ö A. Und du ward'st zu meinem eben, werther Tröster! edler U Hort, in der Taufe mir gegeben⸗ OHamals gabst du mir das Wort: Mich mit Gahen aus zuziexen/ stets Zweeter Anhang. heste, daß deyx Bund, o Masestat! ten, hast mich Zornkind in die 142² zu lehren und zu fuͤhren, und wenn Leidensstuͤrme wehn⸗ mir mit Troste beyzustehn. 5. Und ich hab' in solchen Tagen, meinem Fleische, und der Welt und dem Teufel zu entsagen, die Versi⸗ cherung gestellt. Ich versprach/ in meinem Leben ihnen nie mich zu ergeben; ja ich schwur den Kampf und Streit wider sie zu aller Zeit. 6. Ich gelobte dir hingegen⸗ treuen GOtt! auf dich zu traun, und in allen meinen Wegen nur auf deinen Wink zu schaun, so zu denken und zu wandeln, so zu lei⸗ den und zu handeln, wie es mir dein güter Geist in dem Woste klaͤrlich weist. 7. Doch, wie steht es um die Tugend, die man Bundestreue nennt? ach! die Suͤnden meiner Jugend haben mich von dir ge⸗ trennt! ach! ich habe bald gebro⸗ chen, was ich dir, mein GOtt! versprochen, und es hat der Sun⸗ den Macht mich um alles Heil ge⸗ bracht. 8. Doch, diß ist fur mich das noch auf deiner Seiten feste, unbe⸗ weglich feste steht; Und du wlllst und wirst nicht feyern, ihn mit se⸗ dem zu erneuern, den sein Abfall herzlich kraͤnkt, der sich glaͤubig zu dir lenkt. 9. Nun sch fall in wahrer Buße⸗ Reue, Traurigkeit und Schmerzz und im Glauben bir zu Fufe, gna⸗ denreiches Vaterherz! ach vergieb mir alle Sünden/ laß mich Gnade vor dir finden; denke nicht/ was ich gethan, himm mich wieder gndig an. 098 10. Deine Macht und Guͤte walte uber mich und steh mir bey, daß ich) mein Versprechen halte und nicht wieder untren sey: Laß mich nichts von bir abtreiben laß niich dir ge⸗ treu verblelben⸗ bis mich deine Huld zuletzt in die Seligkeit versetzt. 35(1482. die 1 N 1423 Zweeter (1282.) C. F. K. Die Liebe GOttes. I. Joh. 4, 16. Mel(4) Nun freut euch,/ lieben ꝛc. Anhang. daß er die ganze Schoͤpfuns traͤgt belebet und regieret(); Und die⸗ ser Guͤter große Zahl versichert die⸗ 1424 14² 2, Hott bllt s Uns aufgelegl Glt ist das gllerbochste Gut, ses abermal: Der Hoͤchste sey die Pligen er! er ist die hoͤchste Liebe. Es kommt, was er beschließt und thut/ aus reinem Liebestriebe. Er liebet nur Vollkommenheit, und sucht, was gut ist, allezeit den Menschen mitzutheilen. 2. Mit dieser großen Liebesaluth ist keine zu vergleichen. Es sinkt im Denken unser Muth, er kann sie nicht erreichen indem sie nach der heilgen Schrist das beste Wis⸗ sen uͤbertrift(3 Und kurz/ sie ist W„ *) Ephes. 3, 19. 5 Es slieht aus seiner Llebes⸗ brust ein herzliches Erbarmen(E); er hilft mit aller Herzenslust den Kranken und den Armen. Es bricht ihm uͤber ihrem Schmerz sein mehr als müterliches Hert(E). Er fuͤllet ihren Mangel. (4). Jak. 5/ II. (* Jerem. 31, 20. Jes. 49, 15. 4. Aus dieser Lebensguelle fließt der Reichthum seiner Guͤte(5), wenn sich ein Segensguß ergiest; so freut sich mein Gemuͤthe(E) daß er die Welt mit Langmuth traͤgt(*), und wenn er straft, gelinde schlaͤgt(EEE*); das sind auch Liebesfrüchte. ( Röm. 2, 4. (*X*X) Jerem. 32, 41. (*ν) 2. Petr. 3, 15. (***) Weisheit 11, 27. 5. Man kaunn an Gottes Krea⸗ tur und allen seinen Werken die deutlich eingedruͤckte Spur der Guͤ⸗ te GOttes merken(4). Es rufet gleichsam alle Welt, und alles, was sie in sich haͤlt: Der Schoͤpfer ist Liebe. (4) 1. Mos. 1, zr. 6. Was unser Gott fuͤr Guͤte nat, wird darinn auch gespuͤret, und bleibt getren. Liebe. () Röm. II, 36. Apostelg. 177 28. 7. Was mochte wohl die Ursach' seyn, daß GOtt den Sohn uns schenkte, und ihn ins Meer der Hoͤllenpein, uns zu erloͤsen, senkte? was zog den eingebornen Sohn zu uns von seinem hohen Thron? die Liebe und Erbarmung. Joh. 3, 16. Gffenb. 1, 5. 8. Daß Gott den Suͤnder sel⸗ ber lehrt, ihm seine Wege zei⸗ get(); und daß er, wenn er sich bekehrt, ihn zur Erneurung nei⸗ get(*); daß er die Seinen un⸗ terstuͤt und wider alle Feinde schuͤtzt(α): Ist unverdiente Liebe. Psalm 23, 8. (51. Thessal. 5, 23. (En) I. Betr. 5/ 10. 9. Ich, von mir selbst, kann dieses nicht, wie sichs gebuͤhrt, er⸗ kennen; drum muͤsse seines Geistes Licht in meiner Sele brennen()3 daß keines Leidens dunkle Nacht mir dlesen Glauben wankend macht/ daß GOtt mich herzlich liebe () Joh. 16, 14. Röm. 5/. 10 Es soll mich weder Lust noch Noth aus dieser Vestung treiben(H. Ich werde bis an meinen Tod in seiner Liebe bleiben. Mein ganzes Herz soll ihm allein bis in das Grab ergeben seyn. Warum? Gott ist die Liebe. () 2. Der. 3/½17.— (1283.) 1. Kor. 10, 13. Mel.(19.) O Gott! du frommer. GOUlt ist und bleibt getreu! sein Herze bricht von Lieben, pflegt er gleich oftermal die Seinen zu betruͤben; er pruͤfet durch das Kreutz, wie rein der Glaube sey, wie standhaft die Geduld? GOtt ist 2. GOtt Und blebbet; der uns libt get nie zu vl zulegen Er Last und Ba Noth entteh getreu. 4. GOtt troͤstet nad für ttübe N. sheinen„ det Stutm geht sey/ Gele! Und bleibt ge 5. Gott er tilet del deln Glaube guch bewal GOttes Han Scheu, det Oott ist und 6. GOtt Ihalle Vett. et Ttuͤbsal Muchen, dag Re etvig nät Höcste dich getteu. Mel.(4) 0 6⁰t hert Haus, Hawsher Milen aus ch nleder, W Meister sgemg Ain ., Brelegt 15 und schi Lod, h doc hite 9 Scöyf ket(* Pahl derschert dis ser Hochste sey 0 „36. Mostelg, e wohl die Ursch t den Sn un n ins Meer dell Iu erlosen,senktef. sebotnen Sohn ah höhen Thronfs barmung. Offenb. 1, 5. den Sunder sel⸗ sesne Wege zel⸗ ser, wemn ersh e Ekheurung nei⸗ die Seinen un⸗ det aglle Feinde unverdlente Liebe. ug tragg al. 5/ 23. . 5/ 10. Mmur selbst, kanth sichs gebuͤhtt/ er⸗ lisse semes Geisstes Zele hrennen() us dunkle Nacht wankend macht/ jetzlich liebe: 14. Röm. 5/ 5. H Weder Lust noch zestung treiben(h. ö umeinen Tod i R. Mein ganzes llein bis in dag eyn. Watum? be. 7⁵7. 7* Fot. 10 Iz. Nt“ dul fromthek. Iht getrel!! sein on Lichen /pflegt Udie Geitlen i 14⁴4 Ulnd dis lüfet durch das Der Hlaube seh, ndf Gottiß 3. OOl 1425 Zweeter 2. Gott ist und bleibt getreu! er hilft ja selber tragen, was er uns aufgelegt, die Last der schweren Plagen; er braucht die Ruthe oft, und bleibet doch dabey ein Vater, der uns liebt, GOtt ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu! er weiß, was wir vermoͤgen, er pfle⸗ get nie zu viel den Schwachen auf⸗ zulegen, er macht sein Israel von Last und Banden frey, wenn größe Noth eentsteht, GOtt ist und bleibt getreu. 4. GOtt ist und bleibt getreu! ex troͤstet nach dem Weinen, er laͤßt fuͤr truͤbe Nacht die Freudensterne scheinen, der Sturm, des Kreutzes Sturm geht Augenblicks vorbey; sey Sele! nur getrost, GOtt ist und bleibt getreu. 5. GoOtt ist und bleibt getreu! er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Truͤbsals⸗ gluth bewaͤhren, nimm an von GOttes Hand den Kreutzkelch ohne Scheu, der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu! laß alle Wetter krachen, GOtt wird der Truͤbsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreutz und Noth dir ewig nuͤtzlich sey. So liebt der Hoͤchste dich; GOtt ist und bleibt getreu. (1284.) Mel.(4.) Es ist das Heil uns ꝛe. GItt herrschet und haͤlt bey uns Haug, was sagst du, Mensch! darwider? was schlagst du seinen Willen aus? leg' in den Staub dich nieder, schweig still, laß ihn nur Meister seyn, er ist das Haupt, wir insgemein desselben schwache Glieder. 3. Belegt er dichmit Kreutz und Noth/ und greift dir nach dem Her⸗ zen, er schickt das Leben und den Tod, laß dir es etwa schmerzen; doch huͤte dich vor Ungeduld, du Anhang. —— 14² moͤchtest sonst durch große Schuld.s dein bestes Heil verscherzen. 3. Es bleibt schon so von Alters her; jetzt haͤlt er sich verborgen, als wuͤßt er nichts um dein Beschwer, laͤßt immerhin dich sorgen; hat ge⸗ gen dir sich hart gemacht, diß waͤhrt von Abend in die Nacht und wieder an den Morgen. 4. Jetzt ist er wieder gnaͤdig hler, giebt Endschaft deinem Leiden, er leget deinen Sack von dir und guͤr⸗ tet dich mit Freuden, er zuͤchtigt als ein Vater dich, sedoch muß seine Gnade sich darum nicht von dir scheiden. 5. Wiewohl ist doch der Mensch daran, der sich in GOttes Wege in tlefster Demuth schicken kann ihm aushaͤlt alle Schlaͤge; diß nimme der Hoͤchsten Kunst den Preis⸗ HErr! gieb uns, daß sich aller Fleiß auf diß zu lernen lege. (1285.) C. W. Mel.(27.) Wer nur den lieben G. GOtt Lob! es geht nunmehr zum Ende, das meiste Schrecken ist volbracht: mein JEfus reicht I mir schon die Haͤnde, mein IEsus, der mich selig macht; drum laßt mich gehn, ich reise fort: Denn JEsus ist mein letztes Wort. 3. Was fragt ihr viel nach mei⸗ nem Glauben? ich glaube, daß mich JEsus liebt; kein Tod soll mir die sus Trost und Lehen giebt. fahre wohl, IEsus ist mein letztes Wort. 3. Ole Hoffnung hat mich nie betrogen, ich bin auf sein Gebot getauft, da hab' ich Fsum ange. zogen, da hat er mich von Gott erkauft; drum JEsus bleibt mein Heil und Hort/ sein Name sey mein letztes Wort. 4. Wiewohl die Suͤnde will mich kranken; wer ist, der ohne Tadel lebt? allein ich darf an Esum den⸗ ken, der mich in seinen Tod be⸗t ö 352 graͤbt Freude rauben, weil E⸗ N Ich und weiß den Ort; denn ————— 14²⁷ · graͤbt. So komm ich an den Le⸗ bensvort, und JEsus bleibt mein letztes Wort. . Mein JEsus hat den Tod be⸗ wungen, als er am Kreutze selbst 4 verschied, da ward mein Tod zu⸗ gleich verschlungen; er ist mein Haupt, ich bin sein Glied. Was IEsus hat, das hab ich dort, drum sey er auch mein letztes Wort. 6. Gedenkt mir nicht an eitle Sachen; der Hoͤchste sorget fuͤr die Welt. Befehit es ihm, er wirds wohl machen daß Licht und Recht den Platz behaͤlt. GOtt wende Jammer, List und Mord durch JE⸗ fum, als mein letztes Wort, 7. Nun freuet euch, es geht um Ende, mein IEsus heißt der letzte Ruhm, wie froͤlich klopf ich in die Haͤnde! wo bleibst du doch⸗ mein Eigenthum! Ach JEsus, JIE⸗ sus sey mein Wort! Nun schweig ich still, und fahre fort. (1286.) C. N. Morgeulled an Sonne und Fest⸗ tagen. Mel.(22.) GOtt des Himmels ꝛc. Geoßer GOtt! von alten Zeiten, dessen Hand die Welr regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf geführt. Heute weckt des Tages Lauf inich zu lau⸗ ter Andacht auf, 2. Ach! wie lieb' ich diese Stun⸗ den; denn sie sind des HErren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein GOtt mich ruhen laͤßt, und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Doch, das bloße Muͤßigge⸗ ben und der Kleider leere Pracht werd en schlecht bey GOtt bestehen, der dagß Eitle ja nicht acht t. HErr! — ich brinige, was ich kann, nimm du nul mich selber gn. 4. Habe Dank fuͤr diesen Mor⸗ gen, der mir Zeit zum Guten chenkt, das sind unste beste Sor⸗ u, wenn der Mensch an GOtt Zweeter Anhang. 14½ gedenkt, und von Herzen bet't und singt, daß es durch die Wolken dringt.— ö 5. Was ist schoͤner, als GOtt die⸗ nen/ was ist suͤßer/ als sein Wort? da wir sammlen wie die Bienen und den Honig tragen fort. Se⸗ lig ist; wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 6. O/ mein GOtt! sprich selber Amen; denn wir sind dein Eigen⸗ thum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es kuͤnftig wird gescheh'n, daß wir dich im Himmel seh'n. (1287.) Mel.(14.) Machs mit mir GOtt ꝛc. Err! deine Allmacht reicht so weit, als selbst dein Wesen rei⸗ chet. Nichts ist, das deiner Herr⸗ lichkeit und deinen Thaten gleichet. Es ist kein Ding so groß und schwer/ das dir zu thun unmoͤglich wär. 2. Es faͤllt auf dein allmaͤchtig Wort dir alles zu den Füßen. Du fuͤhrest deinen Anschlag foͤrt bey allen Hindernissen. Du wuͤrkst, so stehet eilend da, was man mit kei⸗ nem Auge sah. ö 3. Du hast diß große Weltge⸗ baͤb allmaͤchtig aufgefuͤhret: Es zei⸗ get Erd' und Himmel frey, daß es dein Arm regieret; dein Wort, das es geschaffen hat, ist ihme an der Pfeiler Statt. 4. Wenn semand so verstaͤndig ist und sich zum Guten neiget, wenn er der eitlen Welt vergißt und unter dich sich beuget; so loͤ⸗ sest du des Satans Band, und machst ihn frey mit starker Hand. 5. Die Groͤße deiner Wunder⸗ macht, die Christum auferwecket, den man erblaßt ins Grab gebracht/ wird auch alsdann entdecket, wenn unsers Glaubens bloͤdes Licht durch alle Nacht der Suͤnden bricht 6. Was fuͤr ein Wunder deiner Macht wird unser Aug' einst sehen, wenn nach der langen ü 6 14²⁹ Hle Leiber gb der duren K. und Glanz de 7. O Allmn Gais wift f deohimacht Umiebet mie ausch zum Zer aui dem Tod 3. Achl. Heh am det'! haßh mein hunh/ indem hale deinet Iunn, die all (1890) C. f GOttes. Mel. Hu.) M Erl dein ber un Iuber alleh nicht genug u erhschet mit Beishe I will von silhen, He Hohl gelinge („mat () pfa 2. Dul Mla der s hneben, u Spur guch Haben() 3. E6 Rapdn Dlcten u0 uhn mit a a Raths⸗ haf hir⸗ l über harn Whm. 2. 4. Unend sund, 2 Zweeter Anhang. die Leiber guferstehen, wenn du der duͤrren Knochen Rest mit Fleisch und Glanz bekleiden laͤßt. 7. O Allmacht! mein erstaunter Geist wirft sich vor dir darnieder; die Ohnmacht, wie du selber weißt, Uumgiebet meine Glieder. Mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die gus dem Tod ein Leben schaft. 8. Ach! zund in mir den Glau⸗ ßben an, der deiner Macht anhange, daß miein Herz muthig werden kann indem ich dich umfange, und traue deiner GOtteskraft, die alles kann, die alles schaft. (1288) C. FE. K. Die Gerechtigkeit GOttes Rom 2, 51I. Mel(1.) Mein JEsu deni die ꝛc. Erei deine große Majsestät, die Über unsern Kreis der Erden, sa uͤber alle Himmel geht(5)/ kann nicht genug bewundert werden! du herrschest aber weit und breit mit Weisheit und Gerechtigkeit. Ich will von dir, Gerechter(I)! singen, HErr! hilf, und laß es wohl gelingen. matth., 5. () Pfalm. 7, 10. Zach. 9, 9. 2. Du, Schöpfer! hast in die Natut der Menschen ein Gesetz ge⸗ 2½ Bau Harke Wulhet schrieben, von welchem eine dunkle Spur auch nach dem Falle brig blieben(2). Es gab auch deine lveise Macht auf Sinai mit großer Pracht durch Mosen dein Gesetz Und Rechte dem ganzen menschli⸗ chen Geschlechte(E=). (E) Rõom. 2, 14. 15. ()2. Nos. 20. 3 Es hat ein jeder Unterthan Verhindlichkeit, sein Thun und Dichten nach dieser angezeigten Bahn mit aller Treue einzurichten. Dein Rathschluß bleibet unyerletzt; Du hast dir einmal vorgesetzt, dein Urtheil uͤber unser Lassen und Thun nur darnach abzufassen. Rom,.. 74„ . Unendlich groß ist dein Ver⸗ and,, der auch in Herz und Nie⸗ 143 ren dringet(): Du siehst, was Geist und Mund und Hand theils unterlaͤsset, theils ollbreinget, Auch das, was im Verborgnen steckt, ist vor dir bloß und aufgedeckt(ve du siehest nicht auf die Perst nen(E), und willst nach ihren Werken lohnen(Kr. (Pfalm 7, 10. (⁴ν) Pred. Sal. 12, La, Sebr. 4.„ E3.. (EN Röim. 2% II. (EFre*) Röm. 2, 6. F. Wer sich gebeugt zu dir he⸗ Ete wet deinen Willen theuer achtet, und in Geduld, wie dein Wort lehrt, nach Preis und ew'ger Ehre trachtet; dem willst du, nach der Prüfungszeit, die schone Un⸗ vergaͤnglichkeit, und ein erwunsch⸗ tes Freudenleben in ungestoͤrter Rühe geben. ö Röm. 2, J. 10. 6. Wer aber im verstockten Sinn das Unrecht, wie das Wasser, saͤu⸗ fet(E)/ und ohne Buße immerhin sich selbst den Schatz des Zornes haͤufet; wer das, was Wahrheit ist; nicht hoͤrt, wer zaͤn kisch ist und sich empoͤrt, der wird mit Truͤbsal Angst und Jugalen, die Thorheit seiner Brust bezahlen(r). HN ( Hiob. 15, 16. (ν) Rom. 2, F. 8. 9. 7. O wache auf! bestune dich, nimm dieses alles wohl zu Herzen⸗ Suͤnder(1) glaube sicherlich, Ott laßt gewiß mit sich nicht scherzen(). Jetzt traͤgt er 000 mit dit Geduld(Eer); Veywivfst duf aber seine Huld; so wird er deine Bosheit rächen und das Verdam⸗ mungsurtheil sprechen. () Des 46, 8. (NGalat 6, 7. (VE)%2. Metr. 3, N. 8. Verlasse deinen alten Stande und fall' in wahrer Hertzensbussch mit ausgestreckter Glaubenshand dem strengen Richter bald Fust Gng de staͤrken. ten Werken(4*. 143¹ Fuße(0; und ziehe JEsum Chri⸗ um an, der hat fuͤr dich genna ge⸗ than; so loͤscht sein Blut des Zor⸗ nes Flammen, sein Vater wird dich nicht verdammen Er) (4*) Psalm 7, 12. 13. E) Apost. Gesch. 3, 19. 9. Ist deine Suͤndenschuld be⸗ deckt(½, so laß dich auch die ö Verhuͤte, daß dich nichts befleckt, und uͤbe dich in gu⸗ Wenn dirs an Munterkeit gebricht, so richte nur dein Angesicht aufs Kleinod, das die Himmel reichen; so wird die Traͤgheit von dir weichen(v). ( Psalm za, 1. (ix*) 2. Ro r. 7, 1. Tim. 2, 14. (erx) Phil ipp. 3, 12⸗14. 289.0J C. F. R. Die Ewigkeit und Unveraͤnderlich⸗ keit GOttes. Pf. roꝛ, 26⸗28. Mel.(71) Mein JEsu! dem die ꝛc. Err! dessen Herrschaft sich nicht endet, dein unbeschreiblich lichter Glanz und Majestaͤt und Schimmer blendet die Augen mei⸗ Unes Geistes ganz! dein Wesen ken⸗ net keine Schranken. Ich dachte deiner Hoheit nach; doch die Ver⸗ wundrung unterbrach der forschen⸗ den Vernunft Gedanken. Roôm. u, 33. 2. Dein Daseyn ist nie ange⸗ gangen; du warest schon, eh' sich die Zeit mit deiner Schoͤyfung an⸗ gefangen(4): Du bleibest auch in Ewigkeit. Wer konnte dir den Anfang geben, da du der allererste bist(E&Æ) und alles andre von dir ist(KV)? Du mußt nothwendig ewig leben. .„ Es. 95, 2. 90 Jes. 4, a. (EVE) Röm. II/ 36. 3. Wenn Erd' und Himmel einst bvergehen, und mit dem, was darin⸗ nen ist, durch deine Kraft verwan⸗ Vat steben 1 so bleibs du immer, V Zweeter Anhang. wierdu bist(. Von Aendrung ist bey dir kein Schatten(*). Dein Wesen nimmt nicht ab noch zu. In Ewigkeit besitzest du, was deine ew'gen Jahre hatten. Ps. 102, 26⸗28. () Jac. 1, 17. 4. Dein guter und vollkommner Wille, und weislich abgefaßter Schluß, den man in ehrfurchtvoller Stille verehren und bewundern muß, steht ohne alles Wanken feste(*); du haͤltst den theuren Friedensbund, den uns dein wahr⸗ heitvoller Mund entdecket hat, aufs . Im⸗ . alm 33, II. ( Ps. 89, 35. Jes. 54, 10. 5. Wer auf die Sterblichen ver⸗ trauet, die nichtig sind, betrüget sich; wohl aber dem der auf dich bauet, denn du bist unveraͤnder⸗ lich(). O! wohl dem, der das Eitle fliehet, und sich um dich, nicht um die Welt, die nichts be⸗ staͤldigs in sich haͤlt, mit aller sei⸗ ner Kraft bemuͤhet(*). (H Pfalm 146, 3⸗6. ½. Fob. 2 6. O Thoren, die nichts hoͤher schaͤtzen, als armer Menschen Huld und Gunst, und ihr Gewissen oft verletzen um Wind, um Tand, um Rauch und Dunst: Das aber sind recht kluge Selen, die dich fuͤr dem, was bald vergeht, und wa nur kurze Zeit besteht, o Ewiger! APiam 4.758.76 alm 73, 25. 26. 7. HErr! mache mich nach del⸗ ner Guͤte vom schnoͤden Wankel⸗ muthe( frey, damit mein maͤnn⸗ liches(E) Gemüthe dir doch in et⸗ was aͤhnlich sey. HErr! laß mich niemals das Versprechen, das bey der Tauf' an meiner Statt(* der Pathen Mund geleistet hat, zu meinem aroͤßten Schaden brechen. 0 Jak. 4/ 8.(* I. Ror. 16. I3.(⁷) 1. Petr. 3, 2r. (1289.) 143½ ö‚ Um l(46.) H Eir der f 0 terh kläte gicht ein Iher unsern e Wullen ssch Eonnenscheit 2. Jwnt di Hen, weil th. ud hicht heh Me, die Nie mit Li Wunn des L 3. Ooch er Peheh beydes Ihanzeugend F in Wat Rolt hösen K ah dessen S 4 Froma Ucen deine! U dng Land deine Gngde MWuhsrer Se shsl, vOn 4291 Mal(616.) A Exk. du 6 oh lehg, Du wirf mii Hhicht, Unst fch 1 1 Di 1. 2. Hier ge , den e Dort pitd II Mundte he ud' shesste 3 3 Her 1 Wie chuch dleW Waihts flf Etrit Icht, und bassht! (1290.) Um Sonnenschein. Rel(26.) HErt! ich habe misigeh. 9.1 der schoͤnen Himmelslich⸗ ter! klaͤre deinen Himmel auf; sey nicht ein zu scharfer Richter über unsern Sündenlauf: Laß die Wolken sich zerstreuen und uns Sonnenschein erfreuen. 2. Zwar du hast ihn weggenom⸗ men, weil wir Finsterniß geliebt; aber d nicht die Fluthen komimey ber die die GOtt betruͤbt, sollt hahn er die mit Licht erfreuen die den dus HErrn des Lichts nicht scheuen? 3. Doch er laͤßt die Sonn? auf⸗ gehen beydes uͤber Boͤs und Gut; überzeugend draus du sehen, wie er als ein Vater thut der oft mit dem boͤsen Kinde Langmuth traͤgt bey dessen Suüͤnde. hlicken deine Vaterlieb' und Treu; laß das Land die Sonn' erqujcken, deine Gnade werd' uns neu; ja, zu unsrer Selenwonne leucht uns solbst, o Gnadensonne! (1291.) C. H, v. B. Mel(14.) Machs mit mir, GOtt! Err du bist meine Zubersicht! du lebst, ich werd auch leben. Du wirst mir, was dein Wort ver⸗ spricht, Unsterblichkeit einst geben. Saler, die dich fu ein Juͤnger kommt nicht ins Ge⸗ Maelt, uud ie richt: Diß starket meine Zuver⸗ Eigell, sicht. 1 5 2. Hier geh ich oftmals weinend hin, den Saamen auszustreuen; Dort wird der herrlichste Gewinn der Aerndte mich erfreuen. Ich leide und verzage nicht; denn du bist meine Zuversicht. 3. Hier trag ich delne sanfte Last. Wie groß ist meine Würde! sedoch die Welt, die sie nicht faßt; nennts faͤlschlich schwere Burde. Einst trift den Spotter dein Ge⸗ .% nicht, und dann siegt meine Zu⸗ 21., ersicht! 6(1500 dichts böbg 0 Das abeh och 000 Den W Zbweeter Anhang. 4. Frommer Vater! laß uns 4% Sink immerhin mein Leib in Staub GOtt wird dich neu bele⸗ ben. Hier werd' ich nur des Dodes Raub! dort werd' ich ewig leben. Wie stark ist dieses Trosts Gewicht! wie sicher meine Zuversicht! 5. HEry! diesen Segen danich dir. Mich aus der Gruft zu hehen, giengst du aus deinem Grab hek⸗ für. Du lebst und ich soll leben. Ich glaub es dix, und zwesfle nicht; dein Wort ist meine Zuversicht. 6. In diesem Glauben stoͤrke mich. Latz mich den Trost empfinden⸗ den großen Trost) daß ich dutch dich den Tod kann überwinden. Grab und Verwesung schreckt mich nicht; denn du bleibst meine Zu veysicht. (1292.) C. F. K. Die Wahrheit GOttes. 3374. Mel(9.) JEfu! der du meine Sele. Hifor du wesentliche Wahrheit Nfrommer Selen hoͤchste Lust, offenbare dich in Klarheit durch dein Wort in meiner Brust! deine () Psalm zz, A., 3. O wie groß ist deine Ireuf du bist nicht ein Menschg, daß dich nur ein Wort geregg Lo⸗ Sachen die hoͤchst wichng 3˙4 t (2. Mos. 34, 6.. Same (%0. A. Mos. 23% 29⁷ 5/ 29. Rom, dir, o GOtt! 1435 Zweeter kannst du unbeschwert vollbringen, weil du selbst die Aillnacht bist; und dein Schluß in allen Dingen ohne alle Aendrung ist. 4. Doch die Strafen und Ge⸗ Lichte; die du drohst, sind gleich⸗ falls wahr, und nicht leere Schreck⸗ gedichte. Die Erfahrung macht es klar. Erd' und Himmel wird mit Knallen in dem Feuer zwar ver⸗ gehn;[ddoch dein Wort wird nie⸗ mals fallen, sondern ewig feste stehn. Matth. 24, 35. 5. Aller Zweifel staͤrkstes Toben wider deine Wahrheit flieht, wenn man auf derselben Proben, bey dem Mittler, Christo sieht. Hat nicht hier der Vaͤter Hoffen auf den HErrn der Herrlichkeit, aufs ge⸗ nauste eingetroffen zu der ange⸗ zeigten Zeit(0? (*) Galat. 4, 4. vergl. mit Dan. 9, 24. 6. Treuer Zeuge(*), schenke Glauben an dein zuverlaͤßigs Wort! will ihn Welt und Satan rauben, so perhindre sie, mein Hort()! Laß mich deine Wahrheit breisen und in deiner Treue ruhn: Denn du kannst, was du verheißen, fa du willst und wirst es thun(*). 6Gffenb. 3, 14. „() Marc. 9, 24. ch Rom. 4, 20. 21. 7. Wer der Menschen Worte trauet, kommt nicht selten uͤbel an: Aber per auf dein Wort bauet, der hat immer wohl gethan(5). Wohl dem, der dein Zeugniß lie⸗ bet. Wehe dem, der mit Bedacht nicht Beyfall gie⸗ het,—5* frech zum Luͤgner 0 br 746. 3) 1. Joh. 5, 9. 10. 5 vef imniaß mich sede Drohung scheuen; ich trift aewißlich ein, und V Verheißnen sreuen; denn Anhang. 143⁰ auch diß wird Wahrheit seyn(V. Niemals wird es aufgehoben: Aber oft aus deiner Huld eine Zeitlang aufgeschoben, zur Bewaͤhrung der Geduld(F1. (2. Samuel. 2%%28. (⁰ Hab. ꝛ, 3. Hebr. 10, 36. 9. Bilf auch, daß ich dir nach⸗ wandle, und nach aller Redlichkeit mit dir und mit andern handle in der ganzen Kebenszeit. Halte much in allen Faͤllen von der schnoͤden Heucheley vom Betruͤgen und Ver⸗ stellen, und von allen Lugen frey. Ephes. 4, 25. Jac. 5, 12. In eigner Melodie. HeErr? IEsu! Lebensfürst, der du fuͤr mich gestorben, und mir durch deinen Tod das Leben wie⸗ derbracht, das laͤngst verscherzte Recht zur Seligkeit erworben, und ein unendlich Heil mir Armen zu⸗ gedacht: Es preiset dich mein Geist, es lobt dich mein Gemuͤthe füͤr solche theure Huld, und unge⸗ meins Guͤte. Ach! billig muß ich zwar dir meine Thorheit klagen, daß ich was irdisch ist, mit solchem Ernst geliebt, und das wahrhafte Gut mir aus dem Sinn geschlagen, das doch im Leben Heil und Trost im Tode giebt. Doch deiner Gnade Glanz hat mir diß Netz entdecket, und mich vom tiefen Schlaf der Thorheit ausgewecket. 3. So stelle mir denn vor in dei⸗ nes Geistes Lichte, wie das, was zeitlich ist, so gar vergaͤnglich sey, wie alles seinen Zoll der Eltelkeit entrichte, wie auch das Beste nicht von der Verwesung frey; ja wie ich selbst ein Raub des Moders werden muͤsse, und die Gewißheit zwar, doch nicht die Stunde, wisse. 4. Nimm eitle Hofnung weg, zu einem langen Leben, die eine Mutter ist verwegner Bahultaß a S=== 1 15 meine 8 übergeben, Jiel in Wei sich, die 91 uh allzühe ger Tod eill 5. H mid 110 allen elt sch tetben R sehn, Laß n die Vexleugt Ilr die We Gcheln/ d ‚al Iht durch ti sch meinen e 9606 foun I eh Ein Stün Rah' guch dö Hey, Laß sie krank bint/ 0 die lett. . Verde Heichen deit Ind Sünd Herz betrb 7. Schlie chẽ sie der ellen lichte Eclgkeit, FIum Irdisch Veklangen melssteud, den Vobscht Re mich kt die Augen . leht im T heh mir 6 les seyn. desthal Ind Herti der H heu Hinme helhd Auich, hel, HEr u meinet W. Wir E sch de 149 hrheit sehn—(0 gehoben; Rbet Weihe Zeitlatg Bovͤhrung el 7/ 28. u handle in „Halte mich der schnoͤden kügen d 2 Len Luͤgen sheh. Je. 5/ I2. 2 Nelodie. Hiöfürst, der du then, und miv das Leben wie⸗ lgst berscherzte ertbotben, und Rir Armen zu⸗ set dich mein mein Gemuͤthe uld/ und unge⸗ 10 ich zwar dir agen, daß ich it solchem Ernst wührhafte Gut geschlagen das Und Trost an deiner Gnade Netz entdecket, sen Schlaf der et. denn vor imdel⸗ wie das/ as hergaͤnglich seh, all der Eitelkeit Ddos Befto icht stey sa wieich adets werden ude/ wisse. Hofnung theg, x Lehen, die e ner wißheit Auat, kil, Sihahan 14³⁰⁵ . Laß meine Sorge seyn, mich dir zu ubergeben, dein Wille sey mein Ziel in meiner Lebenszeit; treib mich, die Hlaübenskraft zur Heil⸗ gung anzuwenden, so wird ein sel⸗ ger Tod ein christlich Leben enden. 5 Laß mich, o HErr! mir selbst und allen eitlen Dingen, noch eh' ich sterben muß, recht abgestorben seyn. Laß mich mit allem Ernst in die Verleugnung dringen, verleide mir die Welt und ihren falschen Scheln, daß, wenn ich mich von ihr durch taͤglich Sterben trenne⸗ ich meinen Sterbenstag getrost er⸗ warten koͤnne. 6. Je mehr sich aber wird mein letztes Stündlein nahen, je weiter nah' auch du mit deiner Gnad' her⸗ bey. Laß sie, wenn ich gesund und krank bin, mich umfahen. Gieb, daß die letzte Zeit bey mir die beste Verdopple mir alsdenn die Zeichen deiner Liebe, daß Fluch und Suͤnde nicht mein sterbend Herz betruͤbe. 7. Schließ in die kranke Brust, eh' sie der Tod versehret, noch einen lichten Strahl der frohen Ewigkeit, der allen Rest der Lust zum Irdischen verzehret, und das Verlangen schaͤrft nach jener Him⸗ melsfrend, von welcher ich bereits den Vorschmack hier genieße, und die mich kroͤnen werd, wenn ich die Augen schließe. 9. Und wenn ich alles muß zu⸗ letzt im Tode lassen, so wollst du bey mir stehn, und mir mein Al⸗ les seyn. Fuͤhr mich durchs To⸗ desthal vnd dessen rauhe Straßen, HErr! der du mich erloͤst, in dei⸗ nen Hmmel ein. Dir will ich le⸗ bend mich, und sterbend uͤberge⸗ ber, HErr meines Todes Tod, und meines Lebens Leben! (1294. Me. Wir Christenleut 23 hahn ꝛc. sc E laß doch mich recht feyer⸗ lich des Heilands Fest mit Lob Zweeter Anhang. 1438 und Dank begehen! Lleb' ist der Dank, der Lobgesang, durch den wir dich, du GOtt der Lieb'! er⸗ höhen. 1 2. Wie bin ich froh, daß du also, Ott! die Welt in deinem Sohn geliebet. Olwer bin ich, daß du auch mich so herrlich hoch, noch eh' ich war, geliebet? 3. Er, unser Freund, mit uns vereint, zur Zeit da wir noßh seine Feinde waren; er wird uns gleich, um, GOtt! dein Reich und deine Lieb' im Fleisch zu offenbaren. 4. An seinem Heil gieb mir auch Theil! hilf, daß ich vedlich glaub' an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer HErr! HErr! spricht, und doch nicht sucht, sein Beyspiel nachzuahmen. 5. Aus Dank will ich in Bruͤdern dich, dich GOttes Sohn! bekleiden, speisen, traͤnkenz der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreun, und dein dabey gedenken. 6. Rath, Kraft, und Held, durch den die Welt und alles ist im Himmel und auf Erden, die Christenheit preist dich erfreut, ö und aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den HErrn! er hilft uns gern, und wer ihn sucht, den wird sein Name troͤsten. Hallelufall Halleluja! freut euch detz HErrn, Und jauchzt ihin, ihr Erloͤsten. I295. R Mel.(2.) Vor deinem Thron ꝛc. ler legt mein Sinn sich vor dir nieder, mein Geist sucht seinen Ursprung wieder: Laß dein er⸗ freuend Angesicht zu meiner Ar⸗ muth seyn gericht. 2. Schau her, ich fuͤhle meln Verderben, laß mich in deinem To⸗ de sterben: O! koͤnnte doch in dei⸗ ner Pein die Eigenheit ertoͤdtet ehn. 3. Du wollest, JEsun meinen Wil⸗ len mit der Gelassenheit eyfuͤllen 355 Brl 1 49 0 Brich der Natur Gewalt entzwey. und mache meinen Willen frey! 4. Ich fuͤhle wohl, daß ich dich liebe, und mich in deinen Wegen be: Nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreyt. 5. Ich muß noch mehr auf die⸗ ser Erden durch deinen Geist ge⸗ heiligt werden: Der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu rathen, hier gelten nichts der Menschen Thaten; wer macht sein Herz wohl selber rein? es muß * Durch dich gewuͤrket seyn. v. Doch kenn' ich wohl dein treues Lieben: Du bist noch im⸗ mer treu geblieben; ich weiß ge⸗ wiß, du stehst mir bey und machst mich von mir selber frey. 8. Indessen will ich treulich kaͤm⸗ pfen, und stets die falsche Regung daͤmpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst, und mich aus solchen Ne⸗ tzen ziehst. 9. In Hofnung kann ich froͤlich sagen? Gott hat der Hoͤllen Macht geschlagen, GOtt fuͤhrt mich aus dem; Kamyf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge mei⸗ ner Selen dir, meinem Vater ganz befehlen, ach! druͤcke tief in mei⸗ nen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke, und mich in deinen Ab⸗ grund senke; so werd' ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 12. So waͤchst der Eifer mir im Streite, so schmeck sch theils die fuͤße Beute, und fuͤhle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein GOtt! die Liebe bist. (1296. 1 b. M.(27.) Wer nur den lieben GOtt. 9⁰0 steh' ich unter deinem Kreutze, gekreutzigter HErr. JEsu Christ.! Zweeter Anhang. gieb, daß mich keine Lust nicht reize, die deinem Kreutz zuwider ist! Daß nichts in meinem Herzen steh, als JEsus der Gekreutzigte. 2. Mein Glaube sieht in diesem Spiegel die Wunder der Erloͤsung an; dein Blut erscheint mir als ein Siegel, das alle Schulden ab⸗ gethan; hier haͤngt das Oyfer fuͤr den Fluch, und wird vor GOtt ein Wohlgeruch. 3. Wer siehet nicht den guten Hirten, der fuͤr dle Schaaf' sein Leben bot; hier laͤßt sich JEsus willig guͤrten und traͤgt das Holz zu seinem Tod. Der Richter giebt sich in das Recht, der HErr stirbt selber fuͤr den Knecht. 4. So half es GOttes Rath be⸗ schließen zu unser aller Seligkeit: Wir haͤtten ewig leiden muͤssenz du aber kamst zu rechter Zeit, und hast ein solches Werk vollbracht, das Kinder aus den Suͤndern macht. 5. Nun heißen wir die Auser⸗ waͤhlten, die Mosis Fluch nicht treffen kann; da wir den Himmel schon verfehlten, so zeichnet uns dein Blut die Bahn, die zwar durch Kreutz und Leiden geht, doch endlich auch zu dir erhoͤht. 6. Ach rufe mir stets in die Ohren: Halt im Gedaͤchtniß JE⸗ sum Christ, die Stunde sey bey mir verloren, da meine Sele dein vergißt. Versetze deiner Schmer⸗ zen Schmerz, als wie ein Siegel auf mein Hetz. ö 7. Mein Glaube Lalte dieses Wissen fuͤr seine groͤße Wissen⸗ schaft: Werd' ich im Leiten folgen muͤssen, so gieb aus deinn Wun⸗ den Kraft, und wenn der Tod mein Herze bricht; so stirdt mir doch mein JEsus nicht. (1297.) E. N. Mel.(22.) GoOtt des Himmelse. ochster 6Ott! durch deinen Le⸗ gen kann ich froͤlich und 8ege 144⁰0 1 Hihe Nacht Pfastt dich He hailt ütr al Dih at dank 2. Gehne he Vel du segne Denn mit W. Ias t deine;; Hachs die mil Velt Hkannt. 3. Segnemi Helcher alle ç Ehstenthume Wenke schaft, Hlheihein ein Hg seyn. 6 Geghe n „ey beklbter hac auch mir eigosse hat hiich datan, Ulhhen kann. 45 Gehne n Eschreh ez es mag gt Uaondels Rich el mir diß Le 00 fl ichn . Gegneen e, seuch mei daß ich f. I itEhres sse Mittel aue U honnökhen . Segne Eeden, Wu Ald: Senne elden mit d Huld, dah sch 5 h Glhc So wi 1 nd 0 Iu deer Ethun meir Mit den Enge sait und f N eine Lust nicht Tus zuwidet M Hesen Mesen anit icht den Run Schaaf senn sch Jeit das Hal liese Nacht zuruͤcke legen; also lreißt dich Herz und Mund; Denn zu willt für alle Treu nichts/ als aß man dankbar sey. 2. Segneé heute mich von neuem/ Heil du segnen kannst und mußt: Denn mit Wohlthun zu erfreuen, Ns ist deine Herzenslust; und du achst die milde Hand taͤglich aller Weit bekannt. 3. Segne mich mit deinem Geliste, helcher alle Selenkraft mir zum Christenthume leiste, daß es gute Verke schaft, und den Suͤnden hsgemein ein geschworner Feind Heht wag seyn. ö . Segne mich mit Christi Blute Ly verübter Missethat, weil er Is auch mir zu gute mildiglich hergossen hat: Glaͤubig halt ich Pandels Richtschnur seyn hich datan, daß mich nichts ver⸗ dammen kann. . Segne mich m it deinem Wor⸗ y schreib es in mein Herz hinein⸗ Raß es mag an fedem Orte meines Leuch⸗ t mir diß Lebenslicht, ey so fehl und fall' ich nicht. 6. Segne mich in meinem Stan⸗ de, zeuch mein Herz nit Klugheit A, daß ich solchen ohne Schande Ind mit Ehren fuhren kann. Gleb ge Mittel auch mit drein, die dar⸗ 0 ene sehn. 7. Segne mich im Kreutz und Liden, mit Vertrauen und Ge⸗ huld: Segne mich in Gluch und sreuden mit dem Reichthum deiner Huld, daß ich dir im Kreutz getreu, Ind im Gluͤck voll Demuth sey. 8. So will ich fuͤr allen Segen iod und Ehre, Preis und Dank hir zu deinen Füßen legen, und ththun mein Lebenlang, bis ich it den Engeln doyt vor dir lauch⸗ fort und fort⸗ (1ag Le„ Mel.(26.) In eignet Mel. b öchster Hoͤnig! JEsu Christ, der du groß und schreckl sch bist, der Zweeter Anhang. 14.4. du willst umsonst das Leben allen Auserwählten gebeni Brunuquell aller Gütigkeit, fuͤhr mich auch zur Himmelofread. ö 2. Frommer HErr! erhoͤre mich⸗ und erinure gnaͤdig dich, daß du in die Welt bist kommen, Kreutz Und Tod auf dich genommen, daß ich dort auf jenem Tag aller Huagl entgehen mag. 3. Du hast eher nicht gerast⸗ bis du mich gefunden hast) bist am Kreutz fur mich gestorben, daß du meine Sel' erworben; o laß solche Müh? und Pein an mit nicht veploren seyn! 4. Rechter Raͤcher aller Schuld! ich begehre deiner Huld, laß Ver⸗ gebung meiner Suͤnden mich bey Saunen Guͤte finden; eh' der groͤße Tag einfaͤllt, der zuy Rechnung ist bestellt. 5 Ich beseufze meine That, d ö den Zorn verdienet hat; es anothen meine Wangen uͤber dem, was ch begangen. Ach! ich bitt in 6210 Noth/ schone meiner, treuer 6. Weil Maria fand Genad, da sie thraͤnend Buße that; weil dem Schaͤcher ward gewaͤhret/ was sein Mund von dir begehret; setze bil⸗ lig aund 4090 ich meine Hofnung fest auf 7 Heln Gebet ist zwar nicht werth/ daß ihm solches wieder⸗ faͤhrt; aber du mein Hort verhuͤte, aus unendlich großer Glite, daß nicht in der Hoͤllenweh ich in Ewig⸗ keit bergeh. 8. Hllf, daß, wo du stellest hin deine Schaͤflein, ich auch bin/ eiß mich ferne von den Bocken, die ein strenger Spruch wird schrecken; laß mich zu der 0 stehn und zur Herrlichkeit eingehn. 9, Wenn du wirst in deinem Gimm/ durch des strengen Urtheils Stimm, zu der Hoͤllen Pfuhl und Flammen die 5 Rüpe W. Fronimen zu: verdammen, sprich mir, wie den Komm Gesegneter auch du! 10. Daß ich in des Himmels Saal unter deiner beilgen Zahl, die du selber ausgesoͤhnet, und mit Unschuld hast gekroͤnet, Freuden⸗ voll ohn' einzig Leid leb in alle Ewigkeit. (1299.) S. D. M(68.) O! Ewigkeit, du Doñarw. Ich hin ja, HErr!in deiner Macht, du hast mich an das Licht ge⸗ bracht, erhaͤltst mir auch das Leben, du kennest meiner Monden Zahl, weißt, wenn ich dlesem Jammer⸗ thal auch gute Nacht muß geben. Wo, wie und wenn ich sterben soll, das weißt du, Vater, allzu⸗ wohl. 2. Wen hab ich nun, als dich, allein) der mir in meiner letzten Pein mit Trost weiß beytzuspringen? wer nimmt sich meiner Selen an, wenn nun mein Leben nichts nehr kann, und mit dem Tod muß rin⸗ gen, wenn alle Sinnenkraft ge⸗ bricht? thust du es GOtt/ mein Heiland! nicht? 3. Mich duͤnkt, da lieg ich schon vor mir in großer Hitz', ohn Kraft und Zier, mit Herzentangst hefal⸗ len: Gehoͤr und Reden nehmen ab, die Augen warden mir ein Grab die Suͤnde kraͤnkt von allen. Des Satans Anklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versuchung zu. 4. Ich hoͤre der Posaunen Thon, und seh auch den Gerichtstag schon/ das Urtheil mir zu fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Suͤn⸗ denkind zur Hoͤllen, da, wo man ewig, ewig leid't, ach! Jammer, Angst und Zeter schreyt. 5. Kein Geld noch Gut errettet mich: Umsonst erbeut ein Bruder sich, den andern loß zu machen⸗ er muß es ewig lassen stehn; wir erden ewig nicht entgehn, kriegt Zweeter Anhang. uns der Hoͤllen Rachen. Wer hulft mir sonst in dieser Noth, wo du nicht, GOtt! du Todes Tod? 6. Der Teufel hat nicht Macht an mir, ich habe bloß gesuͤndigt dir, dir, der du Suͤnd' vergiebest. Was maßt sich Satan dessen an. der kein Gesetz mir geben kann, nichts dran hat, das du liebest? Er nehme, das, was sein ist, hin, ch weis, daß ich des HErren bin. 7. HErr IEsu! ich dein theu⸗ res Gut, bezeug es selbst mit dei⸗ nem Blut, der Sund' ich nicht ge⸗ hoͤre: Was schont der Satan mei⸗ ner nicht, und schreckt mich durch das Zorngericht? Rett' deines Leis Was giebest du mich dens Ehre. fremder Hand, und hast so viel an mich gewandt? Nein, nein/ ich weiß gewif, mein Hell! du laͤsset mich, dein wahres Theil, in deinen Wunden sitzen; hier lach ich aller Macht und Noth, es mag Gesetz, Hoöͤll, oder Tod, auf mich mit Donner blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines andern seyn. (1300)/ C. F. K. Die Allgegenwart Gottes. Ps. 139, 710. Mel.(71.) Mein Esuss dem die ꝛc. I fall in Ehrsurcht vor dir nie⸗ der, ounermeßlich hoher Geist! ach! hoͤre meine schlechten Lieder, womit mein Herz und Mund dich preist! dein unumschraͤnktes We⸗ sen ist in keine Grenzen eingehuͤllet indem es Erd' und Himmel fuͤl⸗ let() und du allgegenwaͤrtig bist. () Jerem. 23, 24. 2. Die Himmel koͤnnen dich nicht fassen(*): Die Erde schließt dich auch nicht ein“ Du kannst nicht einen Ort verlassen und von dem⸗ selben ferne seyn(EE): Du bist an allen Orten nah indei du in den Himmel thronest und auf der gan⸗ zen (*) I. Rön. 8, 27. () Zer. 23, 21. 14441 100 Ian Eiden tvo Ol bist allent (1) Jes. . Lebendig 0j du kant Eh Dein Taltto, dein In Thun; d Hante Welt; i eht und weh gashen Erden Hler Macht ge (HAp. G 4. Wer kan llehen, und l Aehne twer e Eulglehen und Hehn e und ff Meekzso we Uffhden: Ja Tien Gründen hugen war( (%0 pf.; 5. Laß mit Ichen, so bie s, heständig Vah daß du, hist, und daß I hglech hnit ftehest, Handd. Ereuten Sin D 6 fab mis Vandeln(0 Hir gescht Icte du Ulder Dfich hac dsch bet Een Erden wohnest(Eer). Kurz Du bist allenthalben da. einBes. 66, v. ů 3. Lebendiger du bist geschaf⸗ lig, du kannst an keinem Orte luhn. Dein Daseyn ist bestandig Iraͤftig, dein starker Arm ist stets n Thun; denn du erhaͤltst die gantze Welt; in dir, HErr! ist und lebt und webet(F)/ was auf der ganzen Erden lebet, so lang es dei⸗ Ide ger Macht gefallt. Icht(), Ap. Gesch. 17, 28. 4. Wer kann vor deinem Geiste ehen, und deinem Angesicht ent⸗ gehn? wer kann sich deiner Hand Aitziehen und vor derselben sicher sehn? und floͤh ich an das weitste Meer; so weißt du mich daselbst finden: Ja, wenn ich in den tlef⸗ sen Gründen der Erden ganz ver⸗ horgen war(K). (EVPf. 139/ 7. 10. leben, so viel nur immer moͤglich st, hestaͤndig vor den Augen schwe⸗ hen, daß du, HErr! allenthalben hist, und daß du, wo ich geh und „ lin, obgleich nicht sichtbar, vor ir stehest, und alle meine Wege sehest(&). Du kennst ja den zer⸗ reuten Sinn. (% Ps. 139, 3. 6. Laß mich vor deinen Augen hir geschicht, vor deinem Ange⸗ % schte handeln; denn das ist deiner Hinder Pflicht; So werd ich das, eas dich bettübt, aus Ehrerbie⸗ keit vermeiden CKv); hingegen auc mit allen Freuden das thun, Has deine Sele llebt. 135 1. Mos. 1½, I. )/ Tob. 4, 6. 7. Gieb, daß ich aller Orten tte(&), und aufs bertraulichste e dir in aller Noth mein Heyt ahsschütte()3 denn du, mein () I. Limoth. 2, 8. CxV) Pfalm 62/ 9. „Zweeter Anhang. 5. Laß mit in meinem ganzen andeln(H und alles, was bon 1028 ö GOtt! bist stets bey mir. HErr hilf sch will mich dit vertraun, Und wenn ich durch das Feuer gehe und in dem tiefsten Wasser stehe, auf deinen treuen Beystand baun(Exx). Ses. 43j7 2 (1301. Y70, H. V. B. Mel.(28.) Was GOtt thut, das ist. Ich freue mich der frohen Zeit, da ich werd' guferstehen; Dann werd ich in der Herrlichkeit, dich, GOtt, mein Heilgnd! sehen. Dann werd' auch sch, HErr! durch dich vereint mit allen From⸗ men zur ewgen Ruhe konmmen. 2, Ach kam die Stunde bald heran, die Stunde der Erloͤsungz die Stunde, da ich hoffen kann Drost, Freyheit und Genesung; daEngeln gleich, im Himmelveich mich Ruhe/ Lust und Leben in Ewig⸗ keit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist du bists, an den ich glaube. Ich Welß, daß ich durch dich, HErr Chyist“ im Tode suscht verbleibe, Uund dein Gekicht wird mich dann nicht mit Truͤbsal, Angst und Schrecken, so wie die Heuchler, decken. 4. Ich hoffe, dann mit Freudig⸗ keit bor diy, mein Haupt, zu ste⸗ hen, und mit dir in die Herrlich⸗ kelt frohlockend einzugehen. O hilf mit doch! gus Gnaden noch, zum Gluͤck der Ewighelten mich wurdig zu bepesten. (J302.) B. 8. Mel.(5,) Besiehl du deine Wege. Ichah Iudelnem Grabe, du großer Osterfürst) weil ich die Hoff⸗ nung habe, daß du mip zeigen wirst, wie man kann frölich sterben und frölich guferstehn, auch mit den e ins Land des Lebens gehn. 6 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht wenn sch be⸗ graben werde, daß sich Wfeh 144⁷ nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch' und Staub ver⸗ mehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zuagehoͤrt. 3. Du schlaͤfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du druͤckst die Augen zu, so soll mir ja nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht, ich werde den wohl schauen/ der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versie⸗ gelt, doch brichst du es entzwey; wenn mich der Tod berriegelt, so bin ich dennoch frey: Du wirst den Stein schon ruͤcken/ der auch mein Grab bedeckt, da werd ich den er⸗ blicken der mich vom Tode weckt. 5. Du faͤhrest in die Hoͤhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich end⸗ lich gebe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen/ wo lau⸗ ter Glanz um dich, da warten lau⸗ ter Kronen in deiner Hand auf mich. 32 100 6. O meines Lebens Leben! o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letzten Noth⸗ ich will mein Bette machen in dei⸗ ner Liebe Gruft, da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Oelberg zeigen, wo man in Himmel faͤhet, da will ich froͤlich steigen, bis daß ich ein⸗ gekehrt in Salems Friedenshaͤuser; da heißts: Vietoria! da traͤgt man Sicges reiser; ach! waͤr' ich nur schon da. (I305.) Mel.(27) Wer nur den lieben ze. Ich habe nun den Grund gefun⸗ den, der meinen Anker ewig haͤlt. Wo anders, als in JEsu Wunden? da lag er vor der Zeit der Welt; den Grund der unbe⸗ weglich steht, wenn Erd und Him⸗ mel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken uͤbersteist! es Zweeter Anhang. 1448 sind die offnen Kebesarmen des⸗ der sich zu dem Suͤnder nelgt; dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren wer⸗ den, GOtt will, uns soll geholfen seyn; deswegen kam der Sohn auf Erden, und nahm hernach den Him⸗ mel ein; deswegen klopft er fuͤr 45 fuͤr so stark an unsre Hertens⸗ uͤr. 4. O Abgrund! welcher alle Suͤn⸗ den durch Christi Tod verschlungen hat; das heißt die Wunde recht verbinden, hier findet kein Ver⸗ dammen statt, weil Christi Bluf bestaͤndig schreyt; Barmherzigkeit Barmherzigkeit. 5. Darein will ich mich glaͤubih senken, dem will ich mich getros vertraun, und wenn mich meine Suͤnden kraͤnken, nur bald nach GOttes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barm⸗ herzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, was Sel' und Leib erquicken kann. darf ich von keinem Troste wissen, und scheine voͤllig ausgethan; ist die Errettung noch so weit, mit bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Beginnt das cken, sa haͤuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stuͤcken mit eiteln Dingen muͤhen muß; sa werd ich Darm sehr zerstreut, so hoff ich auf Barm⸗ herzigkeit. 3. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelk bin, viel Unvollkommenheit bemer⸗ ken/ so faͤllt wohl alles Ruͤhmen hinz doch ist aach dieser Trost berest; Ich hoffe auf mir wachdesen 9. Es gehe mir nach dessen Wil⸗ len/ bey dem so viel Erbarmen ists er wolle selbst mein Herze stillen⸗ damit es das nur nicht vergißt; s stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10, Beh irdische zu drä I 1440 10. Beh die Alben, so l Wlihtz das wi Utaben Hedegt, so sin Eut: O A Hensgkeit⸗ ⁰⁰ Mel(i8.) An Winme mhseltg v Hein Etbätme Wohdets de Aigehier bot d Hotkes unde hich deier il Helher Sünd Nah und fn hloften. Oich bet I oist das 5 p Rie Handf Hie sind Gs Wh'an deine dein Wor bsmein lst sy michd Hat i dir, Mnlt sch o 5 E„ dewohr' 100 Eshe Hrone Wune nich ahltock bt 0 105 . Lebe 1 egen 140 Tezatmen düh er Helt 7 ( eh 440 I0. Bey diesem Grunde will ich leiben so lange mich die Erde kaͤgt; das will ich denken, thun zud treiben, so lange sich ein Glled Ewegt, so sing' ich einstens hochst Ffreut: O Abgrund der Barm⸗ herzigkeit! (1304.) C. F. G. 120—9 Mel(18.) An Wasserfluͤssen Babil. Föhuanent, Heonenns suche dich⸗ mühselig und beladen. GOtt! gein Erbarmer, würd'ge mich des Bunders deiner Gnaden. Ich lege hier vor deinem Thron„Sohn Ottes und des Menschen Sohn! hich deiner zu getroͤsten! Ich fuͤhle heiner Sünden Müh; ich suche Juh', und finde sie im Glauben der Erlosten. 2. Dich bet' ich zuversichtlich an, bist das Heil der Suͤnder! du In hest die Handschrift abgethan/ und n nir nk' an deines Leidens Macht, und sind GOttes Kinder. Ich ae dein Wort: Es ist vollbracht. wehen Li du hast mein Heil verdienet; du hest für mich dich dargestellt, GOtt Har in dir, und hat die Welt in 8 dr mit sich versuͤhnet⸗ 3. So freue dich! mein Herz, in ö Hit: Er tilget deine Suͤnden, und lät an seiner Tafel hler dich Gnad? et Ut Gnade finden. Du rufst e erhört dich schon, spricht lieb⸗ kch: Sey getrost, mein Sohn! 7 und Ne Schuld sst dir vergeben: Du Iht in meinen Tod getauft, und Iwirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Gluͤck der Selig⸗ , bewahr' es hier im Glauben, MWind Laß durch keine Sicherheit dir hene Krone rauben. Steh ⸗ ich Ilelt„greine mich mit dir, ich bin der Heinstock, bleib an mir, so wirst Früchte bringen. Ich helfe Ae, dich' ftaͤrke dich, und durch u Liebe gegen mich wird dir der V Gleg gelingen. Zweeter Anhang. 14 5 Ja, HErr! mein Gluck in dein Gebot, ich will es treu erful⸗ len; ich bitte dich durch deinen Dod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an wuͤrdig seyn⸗ mein gauzes Herz dir:, HErr! zu weihn, um deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung, durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. (4305•) A. W. C. D. I. B. Mofs. 32, 26. In eigner Melodie. Ich laß dich nicht! du mußt mein NJEsus bleiben. Will rauhe Noth, Welt, Hoͤll' und Tod mich aus dem Feld erhitzter Treue trei⸗ ben? nur her! ich halte mich, mein starker Held, an dich, Hor', was mein Heuze spricht: Du mußt mein IEsus bleiben; ich laß dich nichtl ich laß dich nicht. 2. Ich laß dich nicht, du allerhoͤch⸗ ste Liebe! wenn Zweifel sich e wider mich ich weiß, wie dich die keusche Flamme triebe. Du tru⸗ gest Schüld und Pein, sollt ich ver⸗ urtheilt seyn, an senem Weltge⸗ richt? Du allerhochste Llebe, ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. 3. Ich laß dich nicht, du suͤße Selenstarke! die mich erlabt, mit Kraft begabt, wenn ich in mmir des Glaubens Schwachheit merke; macht Krankheit gleich den Leib dußch Schmerzensnachte schwach⸗ so spricht bie Sele doch: Du füͤsse Selenstaͤrke, ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. 4. Ich laß dich nicht, du Hülf' in allen Nöthen! leg' Joch guf Joch⸗ ich hoffe doch auch menn es scheint. als wolltest du mich toͤdten. Machs wie du willt mit miv/ ich wesche nicht von dir: Verstelle dein Gesicht, du Hülf' in allen Noͤthen, sch laß dich nichtich laß dich nichtz 5., Ich laß dich nicht sollt sah den Segen lassen nein, 4% Relste ——= ——— 74 ** 0 nein/ du bleibest mein. Dich halt ich noch/ wenn ich nichts mehr kann fassen. Nach kurzer Naͤchte Lauf geht mir der Segen auf von dir, dem Himmelslicht: Soll't ich den Segen lassen! ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. 6. Ich laß dich nicht, fuͤhr mich nach deinem Willen, ich folge nach durch Wohl und Ach, dein weiser Schluß kann allen Kummer stillen. Dir, JIEsu! hang' ich an, und achte keine Bahn, wo mich die Distel sticht, fuͤhr mich nach deinem Wil⸗ len; ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. 7. Ich laß dich nicht! auch in dem Schoos der Freude; denn wenn ich mich seh' ohne dich/ so ist die Lust mir eine Wermuthweide: Mir graut vor ihrer Kost, wenn nicht von deinem Trost mein Herz durch⸗ fuͤßet spricht auch in dem Schoos der Freude: Ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. 8. Ich laß dich nicht! was will die Hoͤlle haben? HErr! ich bin dein/ wie kann ich seyn, als deine Taub, auch bey verdammten Ra⸗ ben? mich reiniget dein Blut: Was drohet dann mit Glut ihr rauchendes Gesicht? was will die Hoͤlle haben? ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. 9 Ich latz dich nicht, mein GOtt, mein HErr, mein Leben! mich reißt das Grab von dir nicht ab, der du dich hast fuͤr mich in Tod gegehen: Du starbst aus Liebe mir: Ich sag in Liebe dir, auch wenn das Herz zerbricht, mein Gott! mein Herr! mein Leben! Ich laß dich nicht! ich laß dich nicht. (1306.) Mel.(19.) OGott du frommer G. Ich niuß mich, o mein GOtt! mit meiner Sorg' und Gtaͤmen, und so verzagtem Sinn vor deinen Augen schaͤmen, wenn wieder neue Zbdeeter Anhang. Noth, mich in die Schule fuͤhrt/ zu zeigen, ob mein Herz dir traut wie sichs gebuͤhrt. 2. Ich haͤtt' aus dem, was dih mich oft erfahren lassen, die Wels⸗ heit deines Thuns laͤngst sollen let⸗ nen fassen, daß du mich nicht ver saͤumst(*), und mir zu helfen ruhst; doch fein zu seiner Zeit(, und weislich alles thust. (*) Vebr. 13, 5. (4) Pred. Sal. 3, 1I. 3. Ich aber will den Trost sot gleich mit Haͤnden greifen, eh! deine Pruͤfung noch zu solchen Frucht kann reifen(&), wozu din sie geschickt; bin Angst und Zagens voll, wenn deines treuen Raths zun Huͤlf' ich warten soll.(&) Ihren Zweck an mir kann erreichen 4% Ach! mehr' und staͤrke du mein kindliches Vertrauen, wenn mein verderbter Sinn sich oft will lassen grauen, wenn lauter Finsterniß der Truͤbsal mich befaͤllt, und mei⸗ nem Rufen sich dein Herz verbor⸗ gen haͤlt(*). (*) Pfalm 22, 3. 5. Jemehr die Noth sich haͤuft, se fester laß mich fassen dein Wortn Du wollst mich nicht versaͤumen noch berlassen(*). Dein weises Allmachtsrath vergißt nicht( meine Noth, wie mein verzagte Herz mir oft vergeblich droht. (5 Jos. 1/ 5. (*) Ps. 9/ 13. 6. Dein Geist ist maͤchtig gnug/ mein Hoffen aufzurichten, wenn Satan und Vernunft und Welte will zernichten, bey wachsender Gefahr, der aller Rath entsteht( die uͤber Menschen Macht, un Kunst und Weisheit geht,() Da⸗ rinn man keinen Rath zu fin den weiß. 7. Da zeigt sich deiner Kraft ih überaroß Vermoͤgen, vor der(1 Unmoͤglichkeit und Zweifel sich mu legen, (* Vor welcher ꝛc. I. Auf ul mein Wahh du tikf Hhig, noch: (3 Ml7 Wel setbe t Och eilt ir Is. Wer ka n geben, o Ichend Hss d 0d kommt 9 r fedtig 3. Eil Mo Ginden träge Eung und Gr. Ie Wurm sch ch unherseh Pund schleßt Kab it guch e 3. Ed schig het Boten, Alalgeimeldt, Lud der Tod Ound und Wigs Gläck It ait einem 4. Herr il Icen Haße du Wie lange Hiot und Hls, Daß il meinen A . Es kan Herden, als hat, Denn Eiden, den IIht. Ein ahin, wo lh. 6. Es e V aen, Hsfammen Alt Putethg cs Tod Iu 0 NU Kr I. Wellei 1 shen 0 Ohr —— 18 Schul uh Ile füth Kgen. di trach Auf dieser soll, mein Ott! mein Glaub' und Hoffen suhn du wirst, was du schon oft lethan, noch ferner thun. G37.) B. S. Eulag Mel.(7.) Wer weiß, wie nahe mir. h 8⁴ sterbe taͤglich, und mein Le⸗ hellehhl J ben eilt immerfort zum Grabe lin. Wer kann mir einen Buͤr⸗ en geben, ob ich noch Morgen Ehend bin? die Zeit geht hin, der Lod koͤmmt her: Ach! wer nur umer fevtig waͤr. 2. Ein Mensch, der sich mit Euͤnden träget, ist immer reif zu Sarg und Grab. Der Apfel, der 3½I. den Trost f. dreifen, Ich zu solcht oh 3 sch unverseheus ab. Der alte Ihn Hund schließt keinen aus, mein leib ist auch ein Todtenhaus. 3. Es schickt der Tod nicht im⸗ ster Boten, er koͤmmt auch oft nangemeldt, und fordert uns ins laud der Todten, wohl dem, der Haus und Herz bestellt; Denn wigs Glück und Ungelück haͤngt gur au einem Augenblick. 4. HErr gller Herren! Tod und eben hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, 41 verstun las ist und bleibt mit unbekannt. en w Oilf, daß ich jeden Seigerschlag in meinen Abschied denken mag⸗ dein Her beilt e 5. Es kann vor Abends anders 1 obl. Herden; als es am Morgen mit mir aal dihh. Par, Denn einen Fuß hab ich auf Etden den andern guf der Todten⸗ lahr. Ein kleiner Schritt ist nur 221 wo ich der Wuůrmer Speise lin. 6. Ein einz'ger Schlag kann al⸗ wach enn leysammen seyn; doch schluge nur lit Vaterhanden, und schleuß in Ehristi Tod mich ein, daß, wenn ser Leib zu Boden faͤllk die Sel IEsu Kreutz sich halt⸗ Vielleicht kann ich kein Wort icht fagen, wenn Auge, Mund and Ohr sich schleußt; drum bet 453 bweeter Anhang. regnen, O Troͤsterl so erbarme dich, sen Wurm schon heget, faͤllt end⸗ Es enden, wenn Fall und Dod soll auch Verfolgung, Angst und 1454 ich bey gesunden Tagen: HErr! ich befehl dir meinen Geist: Ver⸗ schlieben meine Lipyen sich, so schreye Esu Bluüt fur mich. 8, Kann ich die Meinen nicht ge⸗ segnen/ so segne du sie mehr, als ich z wenn lauter Thraͤnen um mich Und lasse der Verlaßnen Schreyn, durch deinen Trost, erhorlich sehn. 9. Dringt mir der letzte Stoß zu Heyzen/ so schließe mit den Him⸗ mel auf. Verkürze mir die Tödes⸗ schmerzen und hole mich zu diy hinauf; so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig seynn (1308.) E. N. Mel.(45.) Nun lob', mein? Sel', den Ji weiß, an wen ich glaͤube. Mein JEsus ist des Glaubens Grund/ bey dessen Wort ich bleibe/ und das betennet Herz und Mund. Vernunft dayf hier nichts sagen; sie sey auch noch so klug; wer Fleisch und Blut will fragen, der fällt in Selbsthetrug. Ich folg in Glau⸗ benslehren der heilgen Schrift al⸗ lein, was diese mich laßt hoͤyen, muß unbeweglich seyn 2. HErr! starke mir den Glau⸗ ben; denn Satan trachtet Nacht und Tag, wie er diß Klelnod rau⸗ hen und um mein Heil mich brin⸗ gen mag. Wenn deine Hand mich fuͤhret, so werd' ich sicher gehn⸗ wenn mich dein Geist vegietet, wirds selig um mich stehn Ach! segne mein Vertrauen und bleib mit mir bereint; so laß ich mir nicht grauen Und fürchte keinen Feind. 3. Laß mich im Glauben leben, Pein mich auf dey Welt umgeben⸗ so laß mich tyen im Glauben sehn. Ih Glauben laß mich sterben, wenn sch mein Lauf beschließt und mich das Leben ebben, das mit bek⸗ helllen ist. Ninim mich in deine Haͤnde bey Leb⸗ und Sterbenszeit, Ma so V* 1 so ist des Glaubens Ende der Se⸗ len Seligkeit. (1309.) Mel.(19.) O GOtt! du frommer. J will anjetzo mich zum Liebes⸗ mahl hinnahen, und JEsu Leib und Blut zu meinem Trost empfahen; ach mein GoOtt! staͤrke mich, ach! weiche nicht von mir, daß ich in Andacht bleib, und im⸗ mer sey bey dir. 2. Vertreibe doch von mir die suͤndlichen Gedanken, und lasse dei⸗ nen Geist von meinem Geist nicht wänken,(weichen,) daß sich mein Him und Geist richt' nach' dem immel hin, und droben bey dir sey()/ ob ich auf Erden bin. (Dmatth. 6, 1I. 3. Laß ja nichts Eitles mich in meiner Andacht stoͤren, ja! laß mich Freud und Wonn' in meiner Sele hoͤren(T). Ach! bete du in mir, mein Gott! entzuͤnde mich, daß ich mit dir vereint, in Lieb' um⸗ fasse dich. (*) Pfaln. 51, 10. 4. Ach! heilige mein Herz, ach! heilige die Sinnen, nimm Herz und Sele ein und wohne selbst darinnen(4). Ach! mach durch deinen Geist sie heilig, schoͤn und rein, und laß sie immerdar dein Haus und Wohnung seyn. (K). 2. Kor. 6, 16. 5. Erwecke jetzt in mir die wahre Selenstille, daraus die Selenfreud' und wahte Andacht quille, darinn ich schmecken moͤg', HErr! deine Suͤßigkeit(*), die Gegenwart, den Trost und deine Freundlichkeit. (5) Psalm 34, 9. 6. Hab' ich dann deinen Leib wahrhaftig nun genossen, hat auch dein theures Bluͤt, das du fuͤr mich vergossen, mich suͤßiglich erquickt, fso bleibe auch in mir, daß ich ver⸗ einigt sey, in Ewigkeit mit dir. 7. Ja! laß die Heiligung, die in mir angefangen, zum großen Wachsthum nun von Tag zu Tuh Mkglhel gelangen, daß ich stets wandeln Asle ben moͤg' im Glaub'n und Froͤmmigkest, Au. und einst theilhaftig werd' der Ge. le wisse len Seligkeit. Wep ssch mit (1310) J. A. C. Psalm 23. lhel, Hroße Mel.(61.) JEsu! meine Freude. ich eue Jeiu ist mein Hirte! als ich mich Raleuch solc berirrte, ich verlornes Schaaft hdt dereinst kam er mir entgegen, eh auf mei⸗ Eillet. nen Wegen mich ein Unfall traß 3. Daß sichk Siech war ich; doch er trug mich Ailfildgerbel zu der Heerde voll Erbarmen, selbs eich des Vater auf seinen Armen. Kun u 2. IEsus ward mein Lebens Iuglch Erbe will mir alles geben, was das Hess n, Reubt! d erfreut. Keine wahre Freude man' I sosch ein E gelt seiner Weide; keine Seligkein, 4 Tod, S Voll und hell ist auch sein Quell,, was wider der mich, wenn ein Kreutz mich atan ener S druͤcket, staͤrket und erquicket. Asdampst. 2 3. Er, daß ich nicht falle, haͤll ihebn. Nun mich; und ich walle sicher seine llicht; und G Bahn: Folgsam seinen Rechten h dus tethli stoͤßt in finstern Naͤchten nie mein. S0 rüh Fußtrit an. Schreckt und droht shlocket sed. mir selbst der Tod: Du, wenn lesch e Furcht und Angst mich schrecken, ss Buder bist mein Stab und Stecken. ulste Hetzen 4. Ich, bey meinem Freunde, iit Uns tte fuͤrchte keine Feinde, ich, von ihm Hoch. beschuͤtzt. Darb ich; er hat Ga⸗ I ben, giebt mir, mich zu laben, wag mir ewig nuͤtzt. Trost und M Lust durchstroͤmt die Brust; denn N Oolt fh ich bete nie vergebens zu dem HErrn des Lebens. sehteef 5. Seine Lieb und Gnade folgt mir auf dem Pfade seines Bey⸗ spiels hier. Wenn ich ihn vollende, er Schuß, reichet er am Ende seine Krone Tensel ß. mir. Ich, verneut zur Seligkeit, If 0 bin dann ewig mit den Frommen herrlich und vollkommen. lulehin; (1311.) I. A. 8. Ott zum Mel.(3.) Ichdank dir lieber HEut nauch hr, die ihr war t verloren! hoͤkt; il shanden was euch troͤsten kann! der Hely und Faaschh land ist geboren, und nimmt sich 1•68 euer an. Des freuet sichdoren 441¹57 Zweeter E i I Engel heilge Schaar; und ihre sete wande hore loben GOtt darum immer⸗ muigkel der. ö rde der. 2. Sie wissen nichts vom Neide, c. seu'n sich mit uns zugleich, und Malm2z. sigen: Große Freude verkuͤndigen neine Freuch hir euch! euch ist diß Kind gege⸗ Hhte als ichmis KuWeuch solches Heil bereit, bey nes Schs EOtt dereinst zu leben in steter eh guf ue Celigkeit.——— Unfall un I3. Daß sich kein Mensch betruͤbe! er trug ul His Kind zerbricht das Joch; bringt armen, selh ech des Vaters Liebe. Was trau⸗ It ihr nun noch? es schenkt ein mein Leben henmlisch Erbe! Wohl dem, der an Ws Das HI e glaubt! daß jeder frolich sterbe, Fnende maß de solch ein Schatz ihm bleibt. 32 Seligfel 4. Tod, Suͤnde, Teufel Hoͤl⸗ Ee was wider euch gekämpft, hat at mie an eurer Stelle, bestritten und skel, Idämpft. Diß Kind trit sie dar⸗ Le, Ul Heder. Nun seyd ihr wohl ge⸗ sscher sell icht; und GOtt erhöht nun wie⸗ Nechül der das sterbliche Geschlecht. n uit d. 5. So ruͤhmen sie; mit ihnen und dral Kohlocket jeder Christ, daß GOtt Ou, wat i Fleisch erschienen, der HErr Lichrechn sen Bruder ist. Dein sind nun % Stcken. Unsre Herten. HErr! dir geloben e Freunh Fir: Uns trennen weder. Schmer⸗ Teudt ich vonffi 10 noch Freud' und Gluͤck von 1% Rr. b(I312.) B. S. 5 7½ Hel.(27.) Wer nur den lieben G. Brüst; e Fũ GOtt fur uns, was kann uns a U N schaden ob alles wider uns sich 10 sht? sind wir bey ihm nur in Ge⸗ den so bleiben wir ganz unver⸗ Erb GOtt mit uns/ so muͤssen ch oft in Freunde sich Iiß fete, wenn Sturm und Wet⸗ 1707 3. Ist GOtt bey uns, so stehn Anbang. ö 1458 ter blitzt und kracht; GOtt decket uns aufs allerbeste, und machet Tag aus finstrer Nacht. Wer Unter seinem Schatten sitzt, der wird vor aller Noth beschutzt. 4. Ist GOtt in uns, so hat das Herze in seiner Kraft den Helden⸗ muth: So wird die Noth ihn nur zum Scherze; so heißt ihm alles Bose gut. GOtt und ein gut Ge⸗ wissen macht/ daß man der Feinde Zorn verlacht. 5. Wer wollte nun an Gott ver⸗ zagen? er will fuͤr, mit, bey, in uns seyn. Drum weg mit euch, ihr bangen Klagen! ich traue mei⸗ nem GOtt allein. Dritt, Welt und Teufel, nun herfuͤr, ich sage: Trotz! GOtt ist allhier. 6313.) ö Mel.(19.) Nun danket alle GOtt. Kaum war ich, treuer Gott! ans Licht der Welt gekommen, so hast du meiner dich schon herz⸗ lich augenommen; das Wasserbad im Wort wusch mich von Suͤnden rein; du sagtest mir es zu: Mein treuer GOtt zu seyn. 2. Mirt ward Gerechtigkeit und Kraft zum neuen Leben, mir ward der heil'ge Geist und alles das ge⸗ geben, was JEsus, GOttes Sohn, da er fuͤr Suͤnden starb, mit Lei⸗ den„ Blut und Tod der Welt und mir erwarb. 3. Eyleucht, Dreyelnger! mich, daß ich die Gnad' erkenne; daß ich dich Ehrfurchtsvoll und dankend Vater nenne! Die Tauf erhalte mich durch ihre heil'ge Hraft im wahren Glauben fest, im Leben tugendhaft! ö 314.0 Mel. Ichmuͤcke dich liebe Sele! Komm, mein Herz„in IEsu Lei⸗ dell! deinen Hunger satt zu weiden. Stille hier dein sehnlich Dlürsten in dem Blut des Lebens⸗ fuͤrsten. Daß ich einen Heiland ha⸗ be und in seinem Heil mich labe, Aaas und 145⁵9 und in sein Verdienst mich kleide: Das ist meines Herzens Freude. 2. Zwar ich hab' ihn alle Tage, wenn ich in sein Blut mich wage. Er ist auf der Himmelsreise taͤglich mein Getraͤnk und Speise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe; und ich mag nichts anders wissen, als sein Lei⸗ den zu genießen. 3. Dennoch will ich mit Verlan⸗ gen auch sein Abendmahl empfan⸗ gen Hier darf Sel' und Leib ihn essen; und so kann ichs nicht ver⸗ gessen: Daß ich einen Heiland ha⸗ be, der am Kreutz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erloͤser war und bleibet. ö 4. Weil der Unglaub' uns beses⸗ sen, kann man nichts so leicht ver⸗ gessen, als den Tilger unsrer Suͤn⸗ den. Ja, auch mir will's oft ver⸗ schwinden: Daß ich einen Heiland habe; und dann weiß ich keine Gabe zur Versoͤhnung darzubringen; mei⸗ ne Schuld muß mich verschlingen. 3. Ach! wie werd' ich da so muͤ⸗ de, wie entweicht der suͤße Friede, Suͤnd' und Welt kann mich ver⸗ wunden, wenn mir dieses Licht ver⸗ schwunden: Daß ich einen Helland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild, und voll Verge⸗ ben mir nichts ist, als Heil undLeben. 6. O! ich Sünder, ich Verdamm⸗ ter und von Suͤndern Abgestamm⸗ ter! was wollt' ich vom Droste wis⸗ sen, waͤre dieses weggerissen: Daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Suͤnden labe. Besser waͤr' es, nie geboren, als diß theure Wort verloren! 7. Sey gesegnet, ew'ge Liebe! daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtrau'n mich veraiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet: Daß Gang zum Kreutz und Grabe, ja den Sprung ins Todes Rachen gern gethan, mich los zu machen. Zweeter Anhang. ich einen Heiland habe, der den T 8. Heil'ges Brod, sey mir 6 segnet! weil er mir mit dir be⸗ gegnet, dessen Leichnam vollel Wunden die Erloͤsung ausgefun⸗ den: Daß ich einen Heiland habeß der erhlaßt und todt im Grabe, auch fuͤr meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwegen! 9. Heil'ger Wein, sey mir ge⸗ segnet! denn wie Christi Blut ge⸗ regnet zur Vergebung aller Suͤn⸗ den, das will ich in dir empfinden Daß ich einen Heiland habe, det die durten Selen labe, wie kanh mir das fremde duͤnken? hab' sch doch sein Blut zu trinken. 10. Ek befiehlts, mich satt 9 essen; meines Jammiers zu bergest seu. Er gebeuts, mich satt zu trint ken; gaͤnz in Freude zu versinken! Daß ich einen Heiland habe, dei sich selbst zum Opfer gabe, ja sein Opfer mir zum Leben, mir zuf Speis' und Trank gegeben. 1I. GOtt! was brauch ich meht zu wissen? Ja! was will ich meht genießen; wer kann nun mein Hell ermessen? Werd' ich das nur nicht vergessen: Daß ich einen Heiland habe! Ich bin frey vom Tod' und Grabe. Wenn mich Suͤnd' und Hoͤlle schrecken, so wird mich mein Helland decken. 12. Ja, mein Heiland! den ich nehme, weil ich mich nicht knech⸗ tisch schaͤme; nehmet hin, so russt du allen, darum soll es laut er⸗ schallen: Daß ich einen Heiland habe, und an ihm mich muthig labe. Trotz den Feinden, die mich hassen? ich will mich nicht stoͤhren lassen. 13. Will hinfort mich etwas qucl⸗ len, oder wird mir etwas fehlen⸗ oder wird die Kraft zerrinnen; so will ich mich nur besinnen: Daß ich einen Heiland habe! der vont Kripplein bis zum Grabe, bis gum hron, wo man ihn ehret, mir, dem Suͤnder, zugehoͤret. (1315.0 5 l i )Nun Lhiet 6⁰ dank, chze, we I Schoͤyfer Kah hd schöf salich wie! si Wexke; 2. Wee scho Ver Macht mi He Himmel! Viacht beskeahl 0s Auge sieh Weht., was e Hoch immer ne 3. Micht W Hlein; guch K Bopit es ihr, Hiher Schönh Hilhandert er Ui er andert H. Woe 4„ Wo ist e Wlatt, ein. E I„, wodurch Wottes Rath Ihade? O 140 W 0 ssch, daß l t 7. Oah seif Herin der S hh, dir de WFhun, so dt ur en, sih Wafft. grhg Alaft so 0 —.———— 1460 461 uu MHI,(7515.) L. A. C. 05 Rel.(A.) Nun freut euch, lieben ꝛe. Vausgesti Pochinset GOtt, und betet an! Aland bs E Es dank, es rühm!, es singe, In jauchze, wer nur jauchzen kann, sem Schöpfer aller Dinge; wie oß und schön sst seine Hraft! wie lerrlich, wie untadelhaft sind alle ine Werke . Wie schon, wie wuͤrdig sei⸗ er Macht mit allen ihren Heeren eh e Himmel! wie viel Licht und in Tracht bestrahlt sie, ihr zu Ehren! is Auge sieh't sich nimmer fatt, seh't, was es guch gesehen hat, ch immer neue Wunder! Hesi sllein; auch Wunder fuͤr die Sele! An dimit es ihr, sich zu erfren nj an Ahe kner Schönheit fehle. Wie Kunst⸗ Hll aͤndert er sie ab, versagt dem, e as er anderu gab; und doch ist des herrlich. 4. Wo ist ein Gras, wo nur ein Matt, ein Staͤublein auf der Er⸗ wodurch, o Mensch! nicht Ottes Rath und Hraft verkiäret gerde? O wie ist seine Macht so ich! was aber deiner Drägheit geich, daß du's nicht siehst nicht Iblest 5. Gab selne Macht, die Schoͤ⸗ erin der Schoͤnheit und des Le⸗ ns, dir deinen Geist, so manchen ginn, so viel Gefuͤhl, Hergebens? r wen, für wen als dich, er⸗ Hafft erhält und schmucket seine Akaft so vieler Wesen Arten e 6, Dein GOtt bedarf nichts. eh Seine Hand, die seine Schoͤpfung mückte, gab dir Empfindung und Verstand, damit er dich begluckte. Wllst du, o Mensch'! nicht glück⸗ Ich seyn? Will sich nicht deine Eele freun, nicht immer froher berden e O warum suchest du dein Hlück in eitlen e Wikf Ief die Schöpfung Heinen Blick, will er dich erfreuen. Geneuß; III Zweeter Anhang. 3. Nicht Wunder für das Aug' 1462 dein Vater sieht es gern; geneust die Freuden deines HErrn, nur shr Genuß reu't nimmer. 8. Er Alhst entflammt in deiner Brust Sehnsucht nach Ber⸗ gnuͤgen. Er schüf auch Quellen, die voll Lust stets rinnen, nie ver⸗ siegen, Gieb nur auf seine Wun⸗ der acht; wohlthaͤtig ist des Schoͤ⸗ pfers Macht; kann dirs gu Freude mangeln? 9. Dir wohlzuthun, das ist ihr Ziel, zum Dank dich zu erwechen. Ach hatt' ich nur genug Geflhl, wie gut er ist, zu schmecken! ist seiner Wohnung Vorhof schon so schoͤn; ie wird mich einst sein Thron, wie wird ey selbst entzuͤcken. 10, Lobsinget Gott und betet an! Es dank, es vühm', es singe⸗ es jguchte, wey nur sauchzen kann, dem Schoͤpfer aller Dinge; wie groß ist unsers Schoͤpfers Hraft! wie heruylich/ wie untadelhaft sind alle seine Werke! (1316.) E. N. Mel.(3.) Auf tiefer Noth schrey ꝛe. Mache, lieber GOtt wie dirs ge⸗ falt in allen meinen Sachen. Die Hofnung ist auf dich gestellt⸗ du wüysts am besten machen; Ich seh' guf deine rechte Hand, dar⸗ bey ist mir der Tyost bekannt/ daß sie kgun alles aͤndern. 2, Will's box der Welt unmoͤg⸗ lich sehn? deswegen unverzaget. Was GOtt will, das muß doch gescheh'n; wohl dem, ders auf ihn waget, Der Hoͤchste kann im Augenblick durch seine Hand ein Ungeluck in Gluck und Heil ver⸗ wandeln. 3. Zwar faͤllt mid oft ein Zwei⸗ sel vor, der diß und das will syre⸗ chenn; doch wirst du das zevstoßne Rohr nicht vollends gar zerbrechen ʒ das Dacht des Glaubens, das niip glimmt, und blos von dir noch) Krafte nimmt, wirst du nicht gar aus loͤschen. Aaa 3 4. Gieh 1463 4. Gieb nur Geduld und staͤrke mich, wenn ich in Schwachheit lei⸗ de; ich halte mich allein an dich, und das ist meine Freude. Die Welt sey Welt/ und bleibe Welt; duß bist der Schatz, der mir gefaͤllt da ist mein ganzes Herze. 5. Wenn du mich schlaͤgst., so dank ich dir und will die Ruthe kuͤssen. Denn in dem Kreutze laͤßt du mir dein Vaterherze wissen, das wallt vor Liebe gegen mich. Du sprichst: Mein Kind! ich werde dich nicht lassen, noch versaͤumen. 5. Das troͤstet meinen bloͤden Muth, daß ich mich wenig kraͤnke, du machst doch endlich alles gut, und besser, als ich denke: Wer weiß wie nah die Freudenzeit, da mir mein Herzenswunsch gedeyht, und ich im Segen lebe. 7. Drum weiche Sorg' und Trau⸗ rigkeit! ich bin in GOtt zufrieden. Gott hat mir schon zu rechter Zeit mein Theil und Hell beschieden. Ist mirs zur Zeit noch unbekannt, Ie kanns des Hochsten Wunderhand doch bald und froͤlich aͤndern. (1317.) D. C. I. 6. Salom. 2„ 16. Miel.(Ir.) In eigener Mel. Mein Freund ist mein, und ich bin sein: Mein Freund, dem ich mein Herze gebe(a), der weiß und roth b), gerecht und rein(e), mit dem ich in Gemeinschaft lebe(h/ ist GOttes und Marien Sohn(e), der Glaubensgrund(f), der Gna⸗ denthron(g), und Zions auser⸗ wählter Stein(h): Mein Freund ist mein, und ich bin sein. (a) Sprüche Salom. 23, 26. (b) Hohelied 5, 10. (e) Ebr 7, 26. (4d) 1. Joh. X, 3. (e) Luc 1, 31. 32. (f) 1. Ror. 3, 1I. (s) Ebr. 4, 16. (h) 1. Per. 2, 6. Zweeter Anhang. 146 2. Mein Freund ist mein, 0 ich bin sein: Er hat, da erf mich gestorben(a), mich durh sein Kreutz und Todespein ihn selbst zum Eigenthum erworben oby Er sprach zu mir: Die Suͤndenlaß⸗ so du dir aufgebuͤrdet hast, d trag ich(e), gleich als waͤr s mein(d): Mein Freund ist meish und ich bin sein. (a) Rõm. 5, 8. (b) Röm. 14, 9. 2. Kor. 5, (0) Zes. 53, 12. Joh. 1, 0 (d) Jes. 53, 5. 6. 2. Ror. 5% 3. Mein Freund ist mein, u ich bin sein? Nachdem ich ihn i Glauben fasse Ca), und mich he staͤndig und allein auf sein Vel dienst und Tod verlasse(b), so ss sein Gnugthun, Kreutz und Bl nunmehr auch recht mein eignth Gut(e); was er verdient, ist gl les mein(d): Mein Freund mein, und ich bin sein. 6⁴) Joh. 3, 16. (b) Röm. 3, 24. 25. (e) 2. Kor. 5, 15. Gal. 2, Ih. (d) Röm. 8, 32. 4. Mein Freund ist mein, un ich bin sein: Er ist das Haups woran ich lebe(a), ich bin hah seinem Fleisch und Bein(b)/ ist der Weinstock, ich der Rebe e/ getauft bin ich in seinen Tod(d ich esse seinen Leib im Brod, und trink sein theures Blut im Wein le Mein Freund ist mein, und II bin sein. (⁴) Ephes. 4, 15. (b) Ephes. 5, 30. (Zoh. W5,§. (d) Röm. 6, 3. (e) Luc. 22, 19. 20. 22, I. Aot⸗ II, 23. 24. 5. Mein Freund ist mein⸗ ins ich bin sein: Ich bin der Temyg⸗ da er thronet Ca), da er mit hu trem Gnadenschein als—t7 0 (a) 1. Ror. 3, 16. (b) Joh. 1, 49. 465 Her beh/ uU etsbe)z me Wh erbarmt Hah der mi Aht mik! 00(% Me Aahsch bin se () Joh. (dy Ebr.2 6. Mein Ich Hin sein; Wsl scheide IKe W MIUTgax getn Hein XEsus a(dy, wer 0 gethan den leicht Feund i sh, (4 (b beh, I. P (Q•)psaly (e) Mat stelge 12. Rom YVom (e)fl ihn guserse 465³ ein,Err(c)/, und Bruder(d) woh⸗ „düei zet(e)s mein JEsus, der sich 0 Rein erbarmt(f), mein Braut⸗ Iams, der mich gar umarmt(87 immt mir mein Herze gaͤnzlich an(b): Mein Freund ist mein, Ind ich bin sein. (e) Joh. 20, 28. (d) Ebr. 2, II. (e) Joh. 14, 23. (F) Matth. 20, 30. (8) Hos. 2, 19. „) Ephes. 3, 17. % 6, Mein Freund ist mein, und Iu bin sein: Was sollte mich von Slu scheiden; Angst oder Drusb⸗ AI(4)2 Warlich nein(5)/ ich bill gar gern mit JEsu leiden(8); zunein JEsus nimint sich meiner In(dY, wer mir was thut, hats ben gethan(e) das macht mein seiden leicht und klein(1): Mein mein und ich bin As Wi Freund ist we Freund ist Ein. (4) Rom. 8, 35. (b) Röm. 3, 3/. 38. Ebr. 10, 3 (eh I. Petr. 4, I3. „(d) Pfalm iAe, 5. 6 (e) Matth. 25, 40. stelgesch. 9, 4. 12. 0(17 2. Ror 4, 17. I. Petr. 1/6. en Ted 7. Mein Freund ist meln und 3u Bild/ sh bin sein: Ich sterbꝰ, und werd % Esu kommen(a); in meinem Esu stirbt sichs sein(5) Mein Heist wird von ihm aufgenom⸗ men(e), mein Fleisch wird durch hn auferstehn(dyz kommt⸗ spbicht j ihr sollt mit mir gehn, kommt, hr Gerechten, kommt herein(e) Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 40 Philipp. I, 2. 5)% Gffenb. Joh. I4/ 15. 60 Apostelgesch. 7, 5 (A) Joh. 6, 39. 48. (eh Matth. 25/ 34. 45 Apo⸗ I. Ror. 8, Zweeter Anhang. gangen. gerechten GOttesknechten keine 1466 (1318.) C. H. v. B. Mel.(62.) Wie schoͤn leuchtet der ꝛc. Mein ganzer Geist, GOtt! wird entzuͤckt wenn er nach jenem Himmel blickt, den du fuͤr uns be⸗ keitet; wo deine milde Vaterhand⸗ aus neuen Wundern wird erkaunt⸗ die du daselbst verbreitet. Maͤch⸗ tig fuͤhl' ich mich erhoben, dich zu loben; der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, HErr! gegen jene Herrlich⸗ keit? die dort bey dir zu finden: Du stellst uns hier auf Erden zwar biel Wunder deiner Guͤte dar⸗ zum frolichen Empfinden; doch hler sind wir bey den Freuden noch mit Leiden stets umgeben. Dort nur ist vollkommnes Leben⸗ 3. Hein Tod ist da mehr; und kein Grab. Dort wischest du die Thraͤnen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrey; denn du, o HErrd machst alles neu; das Alte ist ver⸗ Hinfort sind dort von Mlagen mehr zur Prüfung zu er⸗ tragen. 4. In unsers GOttes Heilig⸗ thum schallt seines Namens ho⸗ her Ruhm von lauter frohen Zun⸗ gen. Hier strahlt die Herklichkeit des HErrn: hier schaut man sie nicht mehr von fern; bler wird sie ganz besungen. Volllig giebt sich den Erlösten, sie zu trösten, der zu kennen, den sie hier schon Va⸗ tev nennen. 5 5., Vor seinem Antlitz wandeln sie, auf ewig frey von glier Müh, und schmecken seine Güte. Hier stoͤhrt den Frieden ihrer Brust und ihre tausendfache Lust kein feind⸗ liches Gemüthe. Kein Neid, kein Streit hemmt die Driebe veiner ELiebe unter Selen, die hinfuͤhro 6. Goit: nicht mehr sehlen. Age den(). 1467 6. GOtt! welche Schaar ist dort vereint! die Frommen, die ich hler s. beweint, die find' ich droben wie⸗ der. Dort sammlet deine Vater⸗ hand, die deine Llebe hiet verband, HErr! alle deine Glieder. Ewig werd ich frey von Maͤngeln, selbst mit Eugeln Freundschaft pflegen. O! ein Umgang voller Segen. 7. Wo ist mein Freund, des Hoͤchsten Sohn? der mich geliebt, wo glaͤnzt sein Thron? in jenen immelshoͤhen. Da werd'ich dich, Err I&su Christ! so Meuschen⸗ * freundlich, als du bist, auch mit Entzuͤcken sehen. Da wird mein Hirt, von den Freuden mich nichts scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt⸗ die GOtt den Frommen vorbehaͤlt! kein Mensch kann sie erwerben. O JEsu! HErr der Herrlichkeit! du hast die Staͤtt' auch mir bereit. Hilf sie mir auch ererben. Laß mich eifrig darnach streben, und so leben auf der Erde, dab ich dort dein Erbe werde. (1319.) C. F. K. Die goͤttliche Eingebung der heili⸗ gen Schrift. Mel.(4) Cgs ist das Heil uns komen. Mein GOtt, mein Licht, mein Heil und Hort, mein Geist soll dich erheben: Du hast uns deein geschriebnes Wort, den großen Schatz, gegeben; in welchem uns dein guter Geist den kechten Weg ium Himmel weist(*), auf wel⸗ chem man nicht irret(„*). (E) 2. Timoth. 3, 15. () Zes. 38, U. 2. Ach! ich verließ den Lebens⸗ weg, und dich durch meine Suͤn⸗ den! ich konnte den verlaßnen Steg des Heils nicht wieder fn⸗ Ich haͤtte bey der Fin⸗ sternis und Herzensthorheit ganz Er) Rom. 3/ II. 12. Ideeter Anhang. 1460 gewiß zur Hoͤllen wandern mus en(*). (EE) Auc.,&, 79. 3. Wir lielen nur nach Tod und Schmerz. Du sahst die Noth der Armen: Sie ruͤhrete dein Vabel⸗ herz, dich unsrer zu erbarmen(E. Du faßtest schon von Ewigkeit den Rathschluß, uns zu rechter Zeit dein theures Wort zu schenken. () Ferem. 31, 20. 4. Du sprachst, o Vater! durch den Mund der heiligen Mrophe⸗ ten(*). Dein Sohn that deinen Willen kund, da er) die Welt be⸗ treten(E*). O heil'ger Geissz durch deinen Trieb gedachte, reden te, und schrieb das Chor der heil⸗⸗ gen Maͤnner(vEY). (Eehr, T. ) Joh. I„ IS. (Eere Hetr. 1, 2r. 5. So gar die Engel konnten. nicht diß theure Buch verfasfen⸗ darauf wir uns mit Zuversicht ilr Noth und Tod verlassen: Nur— was von dir geschrieben ist, ist, weil du selbst die Wahrheit biss, untruͤglich wahr und richtig. 6. Du wolltest ohne Unterlaf die heilgen Maͤnner lenken: Sie konnten nur alleine das, was dir bellebte, denken(*). Was ihnen noch unwissend war, das haben sie unmittelbar von deinem Geis empfangen. (5)½2. Timoth. 3, 16. 7. Du schenktest einen hellen Schein, die Sachen zu erblicken, du gabst auch alle Worte ein, die⸗ selben auszuoͤruͤcken. Von dir ge⸗ leitet, schrieben sie in schoͤnster Ordnung, was und wie es delne Wessheit wollte. Aue. 12 1. Ta. I. Korinth. 2, 13. 8. Diß, daß du Griffel und Verstand der Schreibar so regieret, gilt so viel, als ob deine Hand die Feder 7400 herselbstg Iher det sic Sih Und. A Hialhet wer (%0) Pfal (H). L. E. 9, Wer dit Uitd dein W. ud hon de Ill leißigst Leb, was di Aber seinen theue Wah ) Pfah 10, HEtt Clfigkeit u shthecken( Aller Zeit m Und Stecken Dua voll Ser Wilgers⸗ sche Mal(3) W Men 6 fat 919 ö tz do schoft, wie E weicht hud Sscher huch Hekhl 2. Ich.u Schhilt nit Hlan des Let Ode ahet Lanthalben Heis/ Rbie shen wyr 469 Feder selbst gefuͤhret(). Es bleibt saher der sichre Schluß: Ein seder 3 Satz! und Ausdruck muß dir zy⸗ SR eeignet werden(K'), (EY Pfahn 45/ 2. (EK) r. Thessal. 2“, 13,. 9. Wer dieses alles wohl erwaͤgt/ Hird dein Wort theuer achten(D, and von der Andacht augeregk, ufs fleißjgste betrachten, auch al⸗ Es, was darinnen steht, wenns ber seinen Witz gleich geht., fur heure Wahrheit halten. (E) Pfalm 119, 72. 10. HErr! laß mich stets die Süßigkeit und Kraft des Wortes ichmecken(5). Es bleibe mir zu ller Zeit mein Licht, mein Stab Und Stecrken, ein Manna und ein Prank voll Kraft, bis ich nach mei⸗ ser Pilgerschaft dein Kanaan er⸗ 6050 1—— 25 Ebv. 7 9 ö(320.) G. E L., Mel.(3.) Wenn mein Stuͤndlein ꝛc. Mein GOtt und meines Lebens KHraft, mir ist ein Ziel geste⸗ Eet; doch ist vor meiner Wissen⸗ schaft, wie fern es sey, verdecket. So weislich sorget deine Huld, aß Sicherheilt und Ungeduld da⸗ surch herhuͤtet werde. 4 2. Ich merk indeß, wie jeder Schritt mit jedem Augenblicke, da Han des Lebens Bahn betrit, zum Sode naͤher vuͤcke. Er wartet al⸗ senthalben mein. Ach! laß mich eis/ ja vielmehr dein, auch allent⸗ halben warten. 0 3. Laß meine Saat⸗ und Nruͤ⸗ ungszeit ihr Maas nicht eher en⸗ hen, du sehest mich denn gnug e ELit, sie würdig zu vollenden. Ist helner Liebe Rath an mir nur aus⸗ seführt, so sterb' ich dir getrost, hie ich hir lahe. 4. Die wichtigste Veraͤnderung⸗ bor der das Weltkind zittert, er⸗ cheint mir bey der Reinigung des Herzens unverbittert, Was dich Zweeter Anhang. die Pilgrimschaft der Frommen 147⁰ erzuͤrnt, die Andacht stoͤhrt, den eugen in der Brust beschwert, sey drum stets von mir ferne Ich fuͤhle des Gewissens Macht. Du, Vater: kgnnst es stillen. Sieh', was dein Sohn für mich hollbracht. Sein Dulden, sein Erfullen, diß decke mein Ver⸗ schulden zu; diß schaffe meiner Sele Ruh, daß ich den Tod nicht fuͤychte! 6. Der du des Stachels ihn be⸗ raubt, laße, Esu! dich erblicken. Laß mich an dein erhlaßtes Haupt das meine glaͤubig druͤcken. Dein Kampf besiege, was mich kraͤnkt! dein GOttesblut, auf mich ge⸗ sprengt, ruf ewig fuͤr mich Gnade! 7, Hast du doch selbst die hange Zeit umwöͤlkter Leidenstunden⸗ den Jammer unsrer Sterblichkeit, Mitleidigster! empfunden; drum staͤrke mich, wenn alles weicht und alle Welt sich kraftloß zeigt„ dein himmelhohes Lieben! 8. Ich gebe, was ich hab' und bin, dir ehrerbietig wieder, Ich opfre dir nach deinem Sinn auch meine kranken Glieder. Ich weiß schon ihre Lagerstatt. Ist, der den Tod verschlungen hat, doch selbst in meinem Herzen. 9., Ach bring/ o Geist der Herr⸗ lichkeit! was zu dem Vaterlande weiht in mir erwunscht zu Stande⸗ Laß mich im Glauben, im Gebet, in Lieb und Hofnung fest und stet bis zu dem Schaun verhleiben. 10. Gewürdigt eines Blicks bom Licht aus senes Zions Höhen, will ich, wenn diese Hütte bricht, in meine Hammer gehen. Die Sele schwingt sich Himmelauf, Der Staub wird nach der Dage Lauf in Chyisti Bild eywachen. I32 I.) C. H. V. B. Mel.(3.)/ Wenn mein Stuͤndlein ꝛc. Mein Heiland lebts er hat die 2 Macht des Todes ganz hezwun⸗ A 7 Helle I471 Zweeter Anhang. Nacht zu EOtt sich aufgeschwun⸗ Fleiß, der Tugend nachzustreben, gen. Er ist mein Haupt; sein und als dein Juͤnger, dir zum Sieg ist mein. Sein soll mein Preis, nach deinem Wort zu leben. ganzes Leben seyn, und ihm will Und fuͤhl ich hier noch Noth und 147² gen, und siegreich aus des Grabes 8. Erwecke mich dadurch zum ich auch sterben. Schmerz, so troͤste selbst damit 2. Nicht ewig wird, wer dein mein Herz: Es kömmt ein bessers Wort haͤlt, den Tod, o IEsu! Leben. schauen. Das ists, was mich zu⸗(1322.) I. F. F. L. frieden stellt selbst bey der Graͤber M.(18.) Ein Laͤmmlein geht und ꝛc. Srauen. Ich bin getrost und un⸗ ein Heiland nimmt die Suͤn⸗ verzagt, weil du den Deinen zu⸗ der an, die unter ihrer Last gesagt: Ich leb, und ihr sollt der Suͤnden kein Mensch, kein leben. Engel troͤsten kann, die nirgends 3. Wird gleich mein Leib des Ruh und Rettung finden; den'n Todes Raub: Er wird doch wieder selbst die weite Welt zu klein, die leben, und einst aus der Verwe⸗ sich und GOtt ein Greuel seyn/ sung Staub sich neu gebild't erhe- den'n Moses schon den Stab ge⸗ ben, wenn du, o großer Lebens⸗ brochen, und sie der Hoͤlle zuge⸗ fuͤrst! nun deinen Todten rusen sprochen, wird diese Freystadt auf⸗ wirst, tum Leben aufzuwachen. gethan. Mein Heiland nimmt die 4. Wie froh und herrlich werd' Suͤnder an. ich dann vor dir, mein Heiland, 2. Sein mehr als muͤtterliches stehen! dann nimmst du mich mit Herz, trieb ihn von seine m Thron Ehren an; laͤßt in dein Reich mich auf Erden; ihn drang der Suͤnder gehen. Forthin von keiner Last Weh und Schmerz, an ihrer Statt beschwert, an Leib und Sele ganz ein Fluch zu werden: Er senkte sich verklaͤrt, leb' ich bey dir dann in ihre Noth, und schmeckte den ewig.„ bestimmten Tod. Nun, da er denn 5. O welch ein seligs Theil ist sein eigen Leben zur theuren Zah⸗ mit in sener Welt bereitet! der lung hingegeben, und seinem Va⸗ reuden Fuͤlle ist bey dir. Von ter gnug gethan, so heißts: Er ir, o HErr! geleitet, werd' ich nimmt die Suͤnder an. In deinem Himmelreich, unster⸗ 3. Nun ist sein aufgethaner lich deinen Engeln gleich, voll⸗ Schoos ein sichres Schloß ver⸗ kommne Lust genießen. jagter Selen: Er spricht sie von 6. Denn, wo du bist, da sollen dem Urtheil loß, und tilget bald die, die dir hier folgen, leben, ihr aͤngsiich Quaͤlen; es wird ihr und ewig frey von Schmerz und ganzes Suͤndenheer ins unergruͤnd⸗ Muͤh, von Seligen umgeben, ge⸗ lich tiefe Meer durch seinen Tod nießen deiner Herrlichkeit. O was und Blut versenket, und ihnen sind Leiden dieser Zeit, HErr! Gottes Geist geschenket, der freu⸗ gegen jene Freuden? dig Abba rufen kann: Mein Hei⸗ 7. Laß die zukuͤnftge Herrlichkeit land nimmt die Suͤn der an. mir stets vor Augen schweben; 4. So bringt er sie dem Vater und oft in dieser Pruͤfungszeit, hin in seinen bluthefloßnen Ar⸗ mein Herz dahin erheben, wo kei⸗ men: Das neiget denn den Va⸗ ne Schwachheit uns mehr drüͤckt, tersinn zu lauter ewigen Erbar⸗ wo wir, der Sterblichkeit entruͤckt, men: Er nimmt sie auf an Kin⸗ frohlockend vor dir wandeln. desstatt, ja alles, was er ist at Hat⸗ ö erbreßter e meht/wae land Rilmit 6. Wie trum an/ gefallen. Hur getha te wallen: ley, gene elwig kkeh Schmach dem Thto dern lleb Hellande. 7. S0 der heißt; gleul bet hen bon heugt zuf du dib iin Noth ge der S dich gu re nein/ Mein H der an. , Kl hüͤckt, 0 zu komn dich nie Erlechend hle sein yie er di hat er u sig nach Henn, Heland 1452 dadurch 1 F. F. 1 lein geht und e. nt de Sin⸗ inter ihrer Laß Mansch, kein „die nirgends fden; denen It zu klein, die Gteuel seyn, den Stab ge⸗ r Holle zuge⸗ Gleystadt auf⸗ land nimmt die l muͤtterliches seinem Thron 9 der Suͤnder an ihrer Statt Et senkte sich schmeckte den Un, da er denn theuren Zah⸗ ud seinem Va⸗ o heißts: Er n. aufgethaner Schloß ber⸗ Hyricht sie bon d kilget bald es wird ihn unergruͤnd⸗ x seinen Tod „und ihnen l/ der fleu⸗ Mein Hei⸗ der an. dem Valer ofnen Al⸗ I den Vss⸗ ihen Ethal⸗ auf an Kil⸗ 15 er ist und Hakv 1473 hat, wird ihnen elgen uͤbergeben, und selbst die Thuͤr zum ew'gen Leben wird ihnen froͤlich aufge⸗ than. Mein Heiland nimmt die Suͤnder an. 5. Ol solltest du sein Herte sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl, wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thraͤnet! wie streckt er sich nach Zoͤllnern aus! wie eilt er in Zachat Haus! wie sanft stillt er der Magdalenen den milden Fluß erpreßter Thraͤnen, und denkt nicht mehr, was sie gethan. Mein Hei⸗ land nimmt die Suͤnder an 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, ob er gleich noch so tief gefallen. Nun diß hat er nicht nur gethan, da er auf Erden muß⸗ te wallen: Nein, er ist immer einer⸗ ley, gerecht und fromm, und ewig treu; und wie er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Suͤn⸗ dern liebreich zugethan. Mein Heiland nimmt die Suͤnder an. 7. So komme denn, wer Suͤn⸗ der heißt, und wen sein Suͤnden⸗ greul betruͤbet, zu dem/ der kei⸗ nen von sich, weist, der sich ge⸗ beugt zu ihm begiebet. Wie? wollt st du dir im Lichte stehn, und ohne Noth verloren. gehn? Willst du der Suͤnde laͤnger dienen, da, dich zu retten er erschienen? O! nein, verlaß die Suͤndenbahn! Mein Heiland nimmt die Suͤn⸗ der an. 8 .8. Komm nur muͤhsellg und ge⸗ buͤckt komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenn gleich die Last dich niederdruͤckt, du wirst auch kriechend angenommen. Sieh', wie sein Herz dir offen steht, und wie er dir entgegen geht! wie lang hat er mit vielem Flehen sich bruͤn⸗ stig nach dir umgesehen? so komm denn, armes Herz, heran: Mein Heiland nimmt die Suͤnder an. Zweeter Anhang. 147⁴ 9. Sprich nicht: Ich habs zu grob gemacht, ich hab' die Guter seiner Gnaden so lang und schaͤnd⸗ lich umgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern du es nur redlich meynst, und deinen Fall mit Ernst beweinst; so soll ihm nichts die Haͤnde binden, und du sollst jetzt noch Gnade finden: Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Hetland nimmt die Suͤnder an. 10. Doch sprich auch nicht: ES ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genteßen, GOtt wird ja eben nicht gleich heut die ofne Gna⸗ denpforte schließen. Nein, weil er ruft, so hoͤre du, und greif mit beyden pe zu. Wer sei⸗ ner Selen Heil vertraͤumet der hat die Gnadenzeit versaͤumet; ihm wird hernach nicht aufhethan. eut komm! heut nimmt dich JEsus an. II. Ja! zeuch mich selbsten recht zu dir holdselig suͤßer Freund der Suͤnder! erfuͤll' mit sehnender Be gier auch uns, und alle Adams⸗ kinder. Zeig uns bey unserm Se⸗ lenschmerz dein aufgespaltnes Lie⸗ besherz; und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder so⸗ gen kann: GOtt Lob! auch mich nimmt JEsus an. é 0 1323.0 Mel.(57.) Hier liegt mein Heiland. Mein IJEsu! der du vor dem Schesden, in deiner letzten“ Trauernacht, uns hast die Fruͤchte deiner Leiden in einem Testament vermacht: Es preisen glaͤubige Ge⸗ muͤther dich, Stifter dieser hohen Guͤter. 2. So oft wir dieses Mahl ge⸗ nießen, wird dein Gedaͤchtniß bey uns neu(5). Man kann aus fri⸗ schen Pxoben schließen, wie bruͤn⸗ (*) Quc. 22, 19. 1. Ror. 11, 25. 26. tig 1475 Glaube diß geneußt. naeue Kraft und Staͤrke in unserm Kampf⸗ und Slaubenswerke. de mit deines Leibes ein, Stande ein Herz und eine Sele stig deine Liebe sey. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen verneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zagenden Ge⸗ wissen ein neues Siegel aufge⸗ druͤckt, daß unser Schuldbrief sey zerrissen, daß unste Handschrift sey, zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Suͤnden( in deinen blut⸗ gen Wunden finden. () mMatth. 26, 27. 28. 4. Das Band wird fester zuge⸗ zogen, das dich und uns zusam⸗ men fuͤgt. Die Freundschaft, die wir soust gepflogen, fuͤhlt/ wie sie neue Stützen kriegt. Wir werden mehr in solchen Stunden, mit dir zu einem Gelst verbunden(D. (&) Zoh. 6, 56. 5. Diß Brod kann wahre Nah⸗ rung geben, diß⸗Blut erquicket unsern Geist. Es mehrt sich unser inners Leben(), wenn unser Wir fuͤhlen (6) Zoh. 6, 53⸗5/. 6. Wir treten in genauere Ban⸗ Gliedern mit denen wir in solchem feyn. Der Geist muß mehr zusam⸗ ö menfließen, da wir ein Fleisch und Blut genießen(5). CH%) x. Ror. 10, I2% 13. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, 17. RKap. das Schwachheit voll, einst herr⸗ lich aus dem Staube gruͤnen, und unverweßlich werden soll(4), ja, daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. (+) Joh. 6, 50.§1. 54. 8. O theures Lamm! so edle Gaben hast du in dieses Mahl ge⸗ legt. Da wir dich selbst zur Speise hhaben, wiewohl ist unser Geist ver⸗ pflegt: diß Mahl ist unter allen Zweeter Anhang. 147⁰ Lelden ein wahrer Vorschmack jenen Freuden. 9. Dir sey Lob, Ehr und Preis gesungen. Ein solcher hoher Ae⸗ besschein verdient, daß aller En⸗ gel Zungen zu dessen Ruhm ge⸗ schaͤftig seyn. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommner loben. (1324.) C. F. E. Mel.(2) VEsus meine Zuversscht. Teine Lebenszeit verstreicht⸗ stuͤndlich eil ich zu dem Grabe⸗ und was ists, das ich vielleicht hier annoch zu leben habe? denk, 9 Mensch! an deinen Tod, saͤume nicht: Denn Eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst⸗ wünschen wirst, gelebt zu haben, Huͤter, die du hier erwirbst, Wuͤr⸗ den, die dir Menschen gaben; nichtz wird dich im Tod erfreun; Diese Guͤter sind nicht dein. 5 Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein kuhiges Gewissen, das vor GOtt dir Zeugniß giebt/ wird dir deinen Tod versuͤßen; Dieses Herz, von Gott erneut, ist des Todes Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde huͤlfloß um dich beben! Dann wird üͤber Welt und Tod dich diß reine Herz erheben; dann erschreckt dich kein Gericht: GOtt ist deine Zuversicht. . Daß du dieses Herz erwirhst, fuͤrchte GOtt, und bet' und wache, sorge nicht, wie fruͤh du stirbst! Deine Zest 17 GOttes Sache, Lern' nicht nur, den Tod nicht scheun, lern' auch, seiner dich erfreun. 6. Ueberwind' ihn durch Ver⸗ traun, sprich: Ich weiß, an wen ich glaͤube, und ich weiß, ich werdꝰ ihn schaun einst in diesem meinen Leibe. Er, der rief: Es ist voll⸗ bracht! nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab' ost hin, siehe dein Gebein versenken; sprich! Tuur sihe Het 0 0 tic Iuchs ed 6 0 1 Ma K2. L Meu llebe Her Im t! Denn elher, der Tuost erfter slich holl Zu Oh bekgißt 2„ Geden hoͤcts deln Ud lache 0 Sast Ul hum o, Helingt, un Hlingk. 3. Geden hete, undn Weil ich in so schlehg ahhf/ doch ö i hn. 4. Gebef — Und! e hin, tre schen glle, hlöde bin ulhd hlicke 147⁷ prich: HErr! daß ich Erde bin, ehre du mich selbst bedenken, lehre zu michs jeden Tag, daß ich wei⸗ er werden mag. (I325. E. N. Nel.(27.) Wer nur den lieben G. Mein lieber GOtt! gedenke mei⸗ ner im besten jetzt und alle⸗ eit: Denn außer dir ist nirgend einer, der mich mit Rath und Drost erfreut; dein Wort macht nich voll Zuversicht/ und sagt mir: Du vergißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich soͤren dein suͤßes Evangelium, und mache mir die Himmelslehre u Saft und Kraft im Christen⸗ hum, so, daß dein Saame wohl elingt, und tausendfache Fruͤchte ringt. 3. Gedenke meiner, wenn ich ete, und merke in Genaden drauf: Weil ich in Christo vor dich trete, o schleuß dein Herz und Ohren tuf, doch gieb mir nichts als diß liein, was mir kann gut und selig eyn. 4. Gedenke meiner, wenn ich alle; und wirf mich nicht im Zor⸗ se hin, weil ich, wie andre Men⸗ chen alle, im Fleische schwach und loͤde bin; so foͤrdre meinen Gang und Stand durch Kraft und Staͤr⸗ edeiner Hand. 3. Gedenke melner, wenn ich eide; wen hab' ich sonst als dich llein, der bey der Menschen Haß und Neide, mein Freund und Tröster koͤnnte seyn? und hab' ich lich, so lacht mein Muth, wenn Welt und Teufel boͤse thut. 6. Gedenke meiner auch in allen, horan ich nicht gedenken kann; üund blicke mich mit Wohlgefallen meinem ganzen Leben an; denn siebst du mir, was dir gefaͤllt, so ss um mich recht gut bestellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich ferbe, und wenn mich alle Welt sergißt; versetze mich in jenes Er⸗ Zweeter Anhang. 147⁸ be, wo du mein Theil und Leben bist; denn bleibst du nicht im Him⸗ mel mein, so wollt' ich nie gebo⸗ ren seyn. 8. Ich will mich uͤber nichts be⸗ truͤben: Jn deine Haͤnde hast du mich zum Heil und Segen gnge⸗ schrieben; drum sieht die Hoffnung bloß auf dich, und denkt im Glau⸗ ben ungekraͤnkt, daß GOtt im be⸗ sten meiner denkt. (1326.) C. F. N. Mel.(2) Alle Menschen muͤssen ꝛe. Menschen ists gesetzt, zu sterhen, ihre Herrlichkeit verbluͤht, welcher von den Himmels Erben lebet, der den Tod nicht sieht? Staub wird dieser Leib von Erdez doch, damit er himmlisch werde, wird er einst von GOtt erneut, und zieht an Unsterblichkeit. 2. Wolle ich laͤnger hier verwei⸗ len, als es meinem GOtt gefaͤllt? seinem Reiche zuzueilen, laß ich gern die Pruͤfungswelt; JEsus til⸗ get meine Suͤnden, staͤrkt mich. hilft mir uͤberwinden, auch in mei⸗ ner letzten Noth, rettet mich sein Blut und Tod. 3. Und wer kann mich ihm ent⸗ reißen? Mein ist er und ich bin sein. Er erfuͤllt, was er verheißen; sein soll ich mich ewig freun. Ja mir solls durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, Freu⸗ denvoll vor ihm zu stehn, meinen Helland! anzufehn. 4. Dort bey ihm ist wahres Le⸗ ben. Millionen stehen schon, ih⸗ ren Retter zu erheben, selig da vor seinem Thron. Hohe Seraphinen ringen, mitanbetend ihm zu sin⸗ gen. Mreis zu nehmen wuͤrdig ist der Erbarmer, JEsus Christ. 5. Alle, die ihm nachgewandelt, sehn des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schauen verwandelt, und in Wonne jedes Leid; weihen ihm die neuen Lieder werfen ihre Kronen nieder vor dem 2.060 un 1479 und opfern Dank ihr unendlich Lebenlang. 6. Vaterland verklaͤrter From⸗ men! Heil, Unsterblichkeit und Ruh, was kein Sterblicher ver⸗ nommen, Gottes Heil gewaͤhrest du. Freudenaͤrndten schenkt er de⸗ nen, die erst hier gesaͤt mit Thraͤ⸗ neu. Alle Thraͤnen trocknet er; Sünd' und Elend sind nicht mehr. 7. Ich entbrenne von Verlan⸗ gen, diß verheißne Land zu sehn; sene Krone zu empfangen; bald er⸗ hoͤret Gott mein Fleh'n. Diese Huͤtte die zerstaͤube; ich/ ich weiß⸗ an wen ich glaͤube. Mir ist Ster⸗ ben ein Gewinn; denn zum Vater geh ich hin. 8. Welche Troͤstung! das zu wis⸗ sen; dieser großen Hoffnung voll zag ich nicht in Kuͤmmernissen, die ich hier noch dulden soll. Leicht und kurz sind diese Leiden, sie ver⸗ wandeln sich in Freuden, wenn ich christlich sie ertrug, bis GOtt spricht: Es ist genug. (I327.) C. F. G. Mel.(27.) Wer nur den lieben ꝛc. Nach einer Pruͤfung kurzer Tage erwartet uns die Ewigkeir; dort/ dort verwandelt sich die Klage In goͤttliche Zufriedenheit. Hier uͤbt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen sel'gen Augenblick: Doch, alle Freuden die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Gluͤck. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Selen ab und zu. 3. Bald stoͤren ihn des Koͤrpers Schmerzen, bald das Geraͤusche dieser Welt/ bald kaͤmpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der oͤfter siegt, als faͤllt; bald sinkt er durch des Naͤchsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend oͤfters leidet, das Laster oͤfters gluͤcklich Zweeter Anhang. ist, wo man den Gluͤcklichen beneh der) und des Bekuͤmmerten vei⸗ gißt, hier kann der Mensch nie frey von Pein, nie frey von eigner Schwachheit seyn. 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden! dort werd ich heillg und verklaͤrt der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprech⸗ lich großen Werth; den GOtt der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhoͤhn. 6. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohl⸗ fahrt seyn und lieblich Wesen⸗ Heil und Fuͤlle am Throne GOt⸗ tes mich erfreun; dann laͤßt Ge⸗ winn stets auf Gewinn mich fuͤh⸗ len daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im Licht er⸗ kennen, was ich auf Erden dunkel sah', das wunderbar und heillg nennen, was unerforschlich hier ge⸗ schah'; da denkt mein Geist mit Preis und Dank, die Schickung im Zusammenhang. 3. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo GOtt, mein Heil sich offenbar't, ein Heilig! Heilig! Heilig! singen dem Lamme, daß erwuͤrget ward, und Cherubim und Seraphim/ und alle Himmel sauch⸗ zen ihm. 9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und hel⸗ lig sehn, das nie gestoͤrte Gluͤck erz fahren, mit Frommen stets fromm umzugehn: Da wird durch sedem Augenblick ihr Heil mein Heiln mein Gluͤck ihr Gluͤck. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der GOttes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millio⸗ nen malen noch segnen, daß er mir ihn wieß; da find ich in det Hoͤchsten Hand den Freund, dem ich auf Erden fand. II. Da ruft, o moͤchte GOtt eß geben, vielleicht auch mir ein Sel⸗ ger zu: Heil sey dir! denn 1* I 48 0 , du Hld erfrer Gele sehn. 1. Was Etdin doche oe ofenbar Wh Etvigke Aschts, Wie Uboch ein (3 Mfl.().) Mo Haß tez die Hoch schwac Gule kotte, Asrig nach Wachsamke Gcherhett. 2. G0 l shalle, hin. chelnd geht nicht fall 1 flt, u kämpste he Hafz in un. 3. Nicht Tugend: der Zestzd gend witd samkeit, v gethan, si⸗ hend an. 1481 nein Leben, dle Sele mir geret⸗ kEt, du! O Gott! wie muß diß Bluͤck erfreun, der Retter einer Sele seyn. 12. Was seyd ihr Leiden dieser Erden doch gegen jene Herrlichkeit, e offenbart an uns soll werden, lon Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie ichts, wie gar nichts gegen sie idoch ein Augenblick voll Muͤh. (1328.) C. F. G. Mel.(27.) Wer nur den lieben G. icht, daß ichs schon ergriffen haͤt⸗ te; die beste Tugend bleibt koch schwach: Doch daß ich meine Sele rette, jag ich dem Kleinod üÜfrig nach; denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe halle, bin ich ein Kind, das strau⸗ helnd geht. Der sehe zu, daß te nicht falle, der, wenn sein Naͤch⸗ ser faͤllt, noch steht. Auch die be⸗ Kmpfte boͤse Lust stirbt niemals anz in unsrer Brust. 3. Nicht sede Beßrung ist die Tugend: Oft ist sie nur das Werk ler Zeit; die wilde Hitze roher Ju⸗ lend wird mit den Jahren Sitt⸗ semkeit, und was Natur und Zeit zethan, sieht unser Stolz fuͤr Tu⸗ tend an. 4. Oft ist die Aendrung deiner Selen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fuͤhlst, wie Stolz Ind Ruhmsucht quaͤlen und dämyfst sie; doch du wechselst nur: Dein Herz fuͤhlt einen andern Reitz, dein Stolz wird Wollust Ider Geitz. 5. Oft ist es Kunst und Eigen⸗ lebe, was andern strenge Tugend sheint. Der Trieb des Neids, ler Schmaͤhsucht Triebe erweckten zir so manchen Feind: Du wirst lehutsam, schraͤnkst dich ein, fliehst licht die Schmaͤhsucht, nur den Gchein. Zweeter Anhang. 14³½⁹ 6. Du denkst, well Dinge dich nicht ruͤhren, durch die der andern Tugend faͤllt, so werde nichts dein Herz verfuͤhren; doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht ruͤhrt, hat oft ein Blick, ein Wort verfuͤhrt. 7. Oft schlaͤft der Trieb in dei⸗ nem Herzen, du scheinst von Rach⸗ sucht dir befrent: jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, und sieh', dein Herz wallt auf und draͤut, und schilt so liebloß und so hart, als es zuerst gescholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stil⸗ len tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen, so regt sich unsre Leidenschaft: Wir werden im Geraͤusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst GOtt die leichtern Triebe durch einen strengen Lebens⸗ lauf; doch opferst du, wills seine Liebe, ihm auch die liebste Nei⸗ gung auf? diß ist das Auge, diß der Fuß, die sich der Christ ent⸗ reißen muß. 10. Du fliehst, geneigt zu Ruh und Stille, die Welt, und liebst die Einsamkeit; doch bist du, foderts GOttes Wille, auch dieser zu ent⸗ fliehn bereit? dein Herz haßt Hab⸗ sucht, Neid und Zauk; fliehts Unmuth auch und Muͤßiggang? II. Du bist gerecht; denn auch bescheiden? liebst Maͤßigkeit; denn auch Geduld? Du dienest gern, wenn andre leiden; vergiebst du Feinden auch die Schuld? von allen Lastern sollst du rein, zu aller Tugend willig seyn. 12. Sey nicht vermessen, wach und streite; denk nicht, daß du schon gnug gethan. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an; die Sicherheit droht dir den Fall, drum wache stets, wach uͤberall! (13299 Zweeter (1329.) B. S. Beym Beschluß des alten Jahres. Mel(8.) Helft mir GOttes Guͤte ꝛc. O Anfang sonder Ende, du großes A, und O! wir kuͤssen deine Haͤnde, und sind von Herzen froh, weil du uns noch ein Jahr mit Segen laͤßt beschließen, daß wir bekennen muͤssen, dein Thun sey wunderbar. 2. Die Kirch' ist voller Wunder; dein Wort und Saerament sind immer neuer Zunder, daß Licht und Recht noch brennt; dein Sohn ist hier der Stein, an den die Feinde fallen, wenn er den Dei⸗ nen allen, ein Auferstehn muß eyn. 3. Das Land ist vollet Segen und trieft von deinem Fett, man siehet allerwegen, wie seine Frucht geraͤth: Ist da und dort ein Schwerd durch unsre Sel' gegangen, so hast du nach Verlangen auch wieder Trost beschert. 4. Die Haͤuser sind voll Guͤte, die alle Morgen neu; wo man sich recht bemuͤhte, da trat dein Segen bey, die Kinder wuchsen auf, und wurden stark am Geiste, weil GOttes Kind sie weiste auf sei⸗ ner Jugend Lauf. 5. Die Herzen sind voll Gna⸗ den, ob wir gleich Zorn verdient, doch hast du allen Schaden durch Christum ausgesuͤhnt. Wenn wir bey Tag und Nacht mit Singen und mit Beten vor deinen Thron getreten, hast du es gut gemacht. 6. Ach! sollten wir setzunder nicht voller Jauchten seyn, und über deine Wunder uns recht von Herten freun? ach! sollten wir denn nicht, wie Hanna, diese Stunde mit hocherfreutem Munde zum Lobe seyn gericht? 7. Nun, HErr! dein ist die Ehre, du heißest wunderbar, doch giebst du auch Oehoͤre, daß wir das alte Anhang. Jahr, befreyt von aller Noth, ii deiner Gnade schließen, und ih dem neuen wissen, du seyst des alte Gott. 8. Laß dir die Alten dienen, wit Hanna, Simeon; gieb, daß die Jungen gruͤnen, wie dein und Davidssohn; nimmt man an Jah⸗ ren zu, so laß uns auch nicht scha, men im Guten zuzunehmen; diß alles wirke du. ö 9. Und wenn wir das vollendet/ was uns dein Wort gesagt, und unser Lauf sich endet, jung odes wohl betagt; so fuͤhre Leib und Sel ins Nazareth dort oben, da wollen wir dich loben, drauf waß⸗ tet Israel. (1330.) C. F. K. Die Gnadenwahl. Mel.(4.) GOtt Lob! ein Schritt ze GOtt! du hast von Ewigkeit das alles uͤbersehen, was nach der Schoͤpfung in der Zeit ge— schicht und schon geschehen() Du sahst, es wuͤrde Adam sich und alle Menschen jammerlich dulch seinen Fall verderben(b). (a) Sirach 23, 29. (b) Röm. 5/ 12. 2. Du hattest aber keine Lust am Tode aller Suͤnder: Es wuͤnscht⸗ deine Liebesbrust das Heil der Men⸗ schenkinder(2); und dleses war die Frucht davon: Es sollte dein geliebter Sohn fuͤr alle Suͤnden sterben(b). (a) Hesck. 33, I. (b) Joh. 3, 16. Röm. 8, 32.) 3. Dein Vorsatz(a) war: Dit sollten Theil an jener Welt bekom⸗ men, die, wenn sie Christum um⸗ ser Heil, im Glauben(d) ange— nommen, durch deines guten Gei⸗ stes Kraft bis an das Ziel der Mll⸗ „ nerschast (3) Röm 8, 28. (b) 2. Thessal. 3, 13. Marr, 16, 16. 14807 V Kaha 1 Ian(e), Ubdochde Hen, Glaub diesen Hanzen Etde UEhristof (02. Pe (b)1. von der G Het etp'gef Hügektvahl (64) Ey iii 148³⁵ lerschaft im Glauben bleiben wuͤr⸗ sen(c). ö (e) Matth. 24, 13. Offenb. 2, 10. 4. Du willst auch gerne, liebster Hort! die ganze Welt bekehren(a), Ind durch dein theuer werthes Wort len Glauben uns verehren(b). Uüus diesem Grunde rufest du der lanzen Erde erustlich zu, daß sie Christo fomme(e). (a) 2. Petr. 3, 9. (b) 1. Timoth. 2, 4. (e) Ps. 50, 1. Jes. 45, 22. 5. Allwissender! du kennst und beißt die, so im Glauben blei⸗ len(3); auch die, so deinen gu⸗ En Geist beharrlich von sich trei⸗ len(b). Ingleichen sahest du loraus, daß vieler Menschen Glau⸗ lenshaus im Sturme fallen wuͤr⸗ ie(e (2) Röm. 8, 29. (b) Apostelgesch. 7, 51. (e) Lue. 8) 13. 1. Timoth. 19. 6. Die nun, wie du züvor ge⸗ Ehn, im Glauben und im Lieben lis an ihr Ende feste stehn und vahre Treue uͤben: Dle hast du lon der Schoͤpfunaszeit(a) zu dei⸗ ler ew'gen Herrlichkeit in Christo luserwaͤhlet(b). (4) Ephes. 1, 4. (b) Röm. 8, 29. 30. moth. 1, 9. 7. Nur diese, HErr! hat deine Huld zur Seligkeit erkoren; Die indern gehn aus ihrer Schuld(4) Epwigkeit verloren(b). Du ber bist nicht Schuld daran; sie Ennten auf der rechten Bahn, wie sene, selig werden(6). 64) Hos. 3/ 9. (b) Matth. 22,(4. (e) Matth. 23, 37 8•——— nichf/ o Mensch! wer heih, ob mich der Vater auser⸗ hählet? Nein, gehe hin und hruͤfe dich, ob dir der Glaube feb⸗ 2. Ti⸗ Zweeter Anhang. 1486 let(a). Frag, ob die Buße rich tig het 2—1 Wab. Glaube eucheley un ahn se od Wobchel(b). 3 e (a) 2. Rorinth. 13, 5. 9909 9irs am 8 13. 9 9., Wo dirs am Glauben noch gebricht, so mußt du darum ure gen. Ach! spare deine Buße nicht, ů berschieb sie nicht bis morgen(a). Auf! nahe dich zu GOttes Thron, und fleh' zum Vater durch den Sohn umGlauben und um Gnaden (a) Sirach 5, 8.—— 10. Er wird gewiß, wie er ver⸗ heißt, in Gnaden an dich denken, und dir durch seinen guten Geist den wahren Glauben schenken(a). Es wird auch seine milde Hand den Geist, das Siegel und das Pafnd des Erbes(b) dir verehren. (a) Roloss. 2. 12. (b) 2 Nor. 1, a1. 22. Ephes. I, 13. 14. 11. Ach reiche, HErr! zu deinem Preis, mir deine Gnadenhaͤnde; da⸗ mit ich allen meinen Fleiß und alle Kraft dran wende, daß meinl Be⸗ ruf und Gnadenwahl durch deines Geistes hellen Strahl mir immer klaͤrer werde! 2. Petr. 1, 5⸗10. 12. HErr! lege mir dein Zeug⸗ niß bey, daß ich im Lebensbuche gewißlich angeschrieben sey(4)3 damit ich das nur suche, was dro⸗ ben in dem Himmel ist(b); und wenn ich sterbe, als ein Christ die Welt getrost verlasse! (4) Philipp. 4, 3. (b) Roloss. 3, 1. 2. Philipp. 3, 20. (I3II.) C. F. K. Die Allweisheit GoOttes. Roͤm. 16, 27. Mel(7r.) Mein JEsus! dem diene. O GoOtt! du Vater aller Geister, der du die Weisbeit selber Bb b hist 76 II 5 1487 dist(&)/ vor dem der allerkluͤgste Meister ein ungeuͤbter Schuͤler ist(*). Es ist dir niemand zu vergleichen; dein Zweck ist unver⸗ besserlich, und deine Mittel schi⸗ cken sich am besten, jenen zu er⸗ reichen ö Syp ( ZJes. 40, 13.14. 2. Was du dir, Hoͤchster! vor⸗ genommen, muß ohne allen Tadel seyn; denn dein Verstand ist ganz vollkommen(4)„ und siehet alles gruͤndlich ein. Du kannst in dei⸗ ner Wahl nicht fehlen, indem dein Wille niemals nicht der besten Ein⸗ sicht he wählen Du mußt das allerbeste waͤhlen(E*). (4). Zes. 40, 28. (**) 5. Mos. 32, 4 3. Ein weiser Rath wird nicht zernichtet. Von dir wird alles in der Welt mit hoͤchster Klugheit ein⸗ Sprüche Sal. 8, 1. gerichtet, was deine Weisheit fest gestellt(&). Nichts, nichts kann Unerfuͤllet bleiben; weil deine un⸗ umschränkte Kraft dir jederzeit Vermoͤgen schaft, den guten Vor⸗ %% satz durchzutreiben. ( es. 28, 29. 4. Man kann an allen Kreatu⸗ ren, die stets vor unsern Augen stehn, die allerangenehmsten Spu⸗ ren der allerhoͤchsten Weisheit sehn(5). Man findet keine unter ihnen, die keine gute Wirkung thut. Sie sind gewiß zu etwas gut(E*); und eine muß der andern dienen. (*) Jerem. 10, 12. (4 1. Mos. I, 31. 5. Es macht der ganzen Welt Regierung, HErr! deine Weisheit offenbar, und sie erhellet aus der Fuͤhrung der Menschenkinder Son⸗ nenklar(*). Diß kann uns Jo⸗ sephs Beyspiel lehren. Er kam durch deinen weisen Schluß, den alle Weit bewundern muß, auf wunderbare Art zu Ehren(). (4) Röm. 3, 28. Ps. 73, 24. (7) I Mos. 50, ao. Zweeter Anhang. 1488 6. Wer muß nicht deine Weis⸗ heit loben, wenn man in Ueberle⸗ gung zieht, was man davon fur Wunderproben in der Erloͤsung Christi sieht(4)? Wer konnte wohl das Mittel finden, mit dir das menschliche Geschlecht durch Christum, den gerechten Knecht, im Glauben wieder zu verbinden? (*) Epbes. 3, 10. 7. Wie unbegreiflich sind die Stege, worauf oft freche Suͤnder stehn! wie unerforschlich sind die Wege, auf welchen deine Kindet gehn(5)1 Ach! stelle, wenn ich diß bedenke, mir meines Geistes Schwaͤche vor, damit ich mich nicht als ein Thor in dieses Meer zu tief versenke! (Röm. II, 32. 34. 8, Du weißt, HErr! alles wohl zu machen: Drum will ich mich dir anvertrau'n, und in den wun⸗ derlichsten Sachen getrost auf deine Weisheit bau'n(4). Ich will dir alles uͤbergeben, und ohne Mur⸗ ren sederzeit, von schnoͤder Tadel⸗ sucht besrey't, ganz ohne Quaal der Sorgen leben(). Psalm 37, 5. (E) 1 Petr. 5, 7. 9. Laß mich auf, deine Wege merken, die lauter Guͤt und Wahr⸗ heit sind(): Das wird den Glau⸗ ben in mir staͤrken. Du sieh'st, ich bin ein schwaches Kind. O naͤhm ich doch aus deinen Haͤnden auch das, was widrig scheinet, an(EE) Denn was du thust, ist wohl gethan. Du wirst es mir zum besten wen⸗ den(x=). () Psalm 25, 10. () Hiob 2, 10. (Vπ) Röm. 8, 28. vergl. Vers 17. 18. 10. Wie find' ich doch in mir so wenig von dem, was wahre Weis⸗ heit heißt(*)1 drum wuͤrke sie, mein GOtt und König! in mie (* Sirach 51, 27· durch 15⁰ Wich Helten A ich i nlemals Ich nicht na Wulmehr na Menen, un Uston hrr Iser(); Ile sern; Men ein, d Obringen. 2. Dein Keilis, boc Kl Macht, H sreyli hrocken n lUur siebt Mebrechen in Ueben Wan davon ft et Exloͤsun V* A ich sind K ue Kinde Ie selle, wenn i melues Geist damit ich mich nitz in dieses Meer g IILI u. M. it, Hen! alles uit Drum will ich mit „Ind in den wur en getreit auf dell 1„ Wnil , und ihne N. 2 schnͤdet Tadt 23i ohne Qult deu(. y/ — 0⁷ 1i nobl gethu, 11 11¹ν hesten %/% 10. 51, 10. 2%, vahd 2 10 Lc in W I vabht 80 Lu nitle l. U II Zweeter dlech deinen guten Geist(); dimit ich immer weislich wandle, Uld niemals nur so blindlings hin, asch nicht nach meinem Eigensinn, vlmehr nach deinem Beyspiel bindle(). Jal. xr, 5. Ephes. 5, iß. (1332.) C. F. K. Ddie Heiligkeit GoOttes. 1. Petr. 1, 15. 16. Mel.(71.) Mein JEsu! dem die ꝛe. O err! da dir die Seraphinen um deinen hoch erhabenen Mron in allertiefster Ehrfurcht Aenen, und in dem reinsten Ju⸗ Ulton ihr Heilig, Heilig, Heilia, Agen(6)3 so kann auch ich nicht lle seyn: ich stimme auch mit ih⸗ mn ein, dir, Heiligster! ein Lob übringen. Jes⸗ 6/%3. 2. Dein Wesen ist vollkommen ktlia, hoch, herrlich und von gros⸗ Pracht, daß mich desselben An⸗ lck freylich ganz bebend und er⸗ rocken macht(K). Der edel⸗ sen Geschoͤpfe Gaben und ihre Hßte Herrlichkeit steht unter dir wendlich weit: Du bist erstaunend hich erhaben(). ( Jes, 6,§. AIZe 7/1j. 3. Die Hoheit ist nicht auszu⸗ sechen: In deiner heiligsten Na⸗ tr siebt man von Maͤngeln und Hebrechen auch nicht die allerklein⸗ Spur(*). Der helle Glanz, Uen du bewohnest, ist ein ganz MWzugaͤnalich Licht(). Du le n'st die Finsternissen nicht, iveil im Heiliathume thronest(). ). Joh. I, S. 370 4—. 0 6, 16. Fel. V. 5 4. Dein Wille, der das Gute IUbet, das Boͤse haßt(E)/ und ezeit nur dieses laͤßt und jenes llet, ist gleichkalls voller Heilia⸗ Ie. Du bist entfernt von allen (E) Pfalm 5,/5. Anhang. 1490 Suͤnden, du bist auch von Ver⸗ suchung frey(). In dir kann niemand, wer es sey, nur das ge⸗ ringste Unrecht finden(). Ba. u, I. ( F. Mos. 32, 4. 5. Du hast uns ein Gesetz ge⸗ schenket, das ist ganz heilig, recht und gut(); und lehrtunus, wenn man's recht bedenket, die Heilig⸗ keit, so in dir ruht. Man darf nur unsern Mittler fragen, der fuͤr die Suͤnden willig starb und die Gerechtigkeit erwarb, der wird uns ehen dieses sagen(). ( Rom. 7, 12. (E) Hebr 7, 27. Rap. 9, 28. 6. Es sind, HErr! billig deiner Ehren die Laͤnder und die Herzen voll(E); drum wolltest du mich selber lehren, wie ich dich recht ver⸗ ehten soll. Ich muß dich uͤber al⸗ les setzen, und gegen dich, HErr Zebaoth! die ganze Welt fuͤr Staub und Koth in fester lleber⸗ zeugung schaͤtzen(&). ( Jes. 6, 3. (H Phil. 3/7. 7. Laß mich dein unbegreiflichs Walten, und alles, was von dir herruͤhrt, bestaͤndig hoch und hei⸗ lig halten, wie mir und jedermann gebuͤhrt(5). Ach! wehre allen frechen Geistern, die dich, vollkom⸗ men⸗ heilger Hort! die deine Werke und dein Wort verdaͤchtig machen, tadeln, meistern(). (J Offenb. 4, 8⸗10. (E) Rôöm 9, 20. ö 9. HErr! praͤge mir nach deinem Willen, dein heilig Bildnis in den Sinn, und laß mich dein Gebot erfuͤsen! Seyd beilig, mie ich hei⸗ lig bin(E) Gieb, daß dein Na⸗ me auf der Erde von mir, mie dort vollkommen gut die Schaar der Auserwahlten thut, in allem Thun geheiligt werde(), (petr. 1, 6. ( matth. 6, 9. Bb b 2(13377 ————s“F—— 1⁴91 CIII3.) CEK. Die Allimacht Gottes. 5 Jer. 32, 17. Mel.(71) Mein JEsu! dem die ꝛc. O HErr! ich sehe deine Stärke mit innigster Bewundrung an⸗ Was fuͤr erstaunend große Werke hast du, Allmaͤchtiger, gethan(a)! Wer kann vor dir recht wuͤrdig sin⸗ gen? Du kannst das, was du Wil⸗ lens bist(5), ja alles was nur moͤglich ist, durch deinen starken Arm vollbringen(e)3 (a) Offenb. 1, 8. (b) Ps. 115, 3. () Luc. 1/ 37⁶ ö 2. Und deine Kraft kann alle Sachen, so bald dein Mund ein Machtwort spricht, nach deinem Willen wütklich machen; was du befiehlest, das geschicht(a), Bey dir, du Schoͤpfer unsrer Erden! hat keine saure Arbeit Statt! Du kannst im Wuͤrken niemals matt, noch in der Arbeit muͤde werden(b). Jeh. 40, 0 J. Du brauchst datu nicht lange Zeiten! Deln Allmachtsarm, der alles traͤgt, kanns noch geschwin⸗ der zubereiten, als sich ein Ittebar lled bewegt. Es kann unmittelbar geschehen; das machen deine Wun⸗ der klar(a): Doch wuͤrkst du oͤkters mittelbar, auf daß wir heine Weis⸗ heit sehen. (4) 1. Mos. 1. 4. Man siehet in den weiten Grenzen der Welt die angenehmste Spur von deiner großen Staͤrke glaͤnzen, gepriesner Schoͤpfer det Natür(a)! und uͤberlegt man nur dedaͤchtig, daß du, HErr! alle Dinge traͤgst, belebst, regierest und veryflegst(5); so sieht man wobl, du seyst allmaͤchtig. (a) Jer. 32, 17. Röm. 1, 19. 20. (b) Sebr. 1, 3. Apostelgesch. 17, 25. 28. 20 Zweeter Anhang. 5. Man wird dereinst noch kli rer schauen, wie stark dein Arn sey, großer Fuͤrst“ wenn du die neue Erde balen und neue Him mel bilden wirst 5 berlhrer⸗ deine Hand den Staub beruͤhret, und das, was in den Graͤbern liegt durch einen Wink zusammenfügt und aus den Ruhekammern fuͤh ret(b). (a) 2. Petr. 3/ 13.* 3 (b) 0. 5/ 28. 29. Phil.) 15 6. HErr! laß mich deine All macht preisen und unverruͤckt is Glauben ruhn: Du kannst unth wirst, was du verbeißen, wenn gleich unmoͤglich scheinet, thun( Drum laß mich zu dir gläubig fse⸗ hen! Denn deiner Kraft ist nichti zu schwer; du kannst noch uͤber⸗ schwenglich mehr, als wir verlan gen und verstehen(b). 44) Köm⸗ 4, 20. 21. 6 Ephes. 3, 20. e 7. Ich will an deiner Staͤrke 46 hangen: Du weißt, wie krank unst schwach ich bin. Erhoͤre gnaͤs mein Verlangen, und nimm dit Ohnmacht von mir hin(b). Ich will an meiner Kraft veriagen Hingegen das, was dir gefaͤllt, war auch das groͤßte von der Welt, ge⸗ troͤst auf deine Kraͤfte wagen(o) (4) Psalm 18, 2. (b) Ephes. 6/ 10. 1. Petr. 5 16. (e Phil. 4, 113. 8. Ich will mich hier mit Zittern freuen; und(4) als ein wohlge⸗ rathnes Kind vor deinen Drohun⸗ gen mich scheuen/ die keine leeten Worte sind(b). Ach HErr! du wollest Gnade schenken durch det nes Mundes guten Geist, den un dein wahres Wort verheißt, al deine Allmacht oft zu denken. (a) Psalm 2, 11. (b) 34. 24, 5. Rap. 10 2* E 1401 40 (13 8100 Ong er a I Meet an die W. Hal A deif hlMacht Hioß und w Wurm ber. 0 seh mir Si Her hat, besch⸗ moiet Vich nleder! gen Geist, Abba eiß gadig 4. Meit an, den der, der than, du r im gl der ssth, Ein Hetz asse shn, Gottes Gott sey 5. Reg Shn Hst men Hlehht ei ne m Len H diehe 1400 * dercini noch i die erk dein I3 den Srüdern ln eenmer belummetn fi „ A 25, Pbil. A nich deint A d uemct! nerdelhen wen lch scheinet, thun AIIU Reider Krest if nl kennt noch Ul Nthr, AlS wit verd RNehen(d) % V. 2I. I I,. 100 beiuer Stithl vclit/ Wie kranku Erböre gunh Wett Und ninn r mit din(5 /. 1 utt Kteft veisthn 1 2 tir gesült ve e vin der Dill aut Krüstt wazen 4% i. per L%. ¹ der mit 3¹0 ½ un viht demnen Dilln v. Lee le er. 4% Hen ben bunh 2 II Hell den I ½1 493 D. V. E. I. 6 7 Rel.(18.) An Wasserfluͤssen Babyl. H Koͤnig! dessen Masestaͤt weit uͤber alles steiget, dem Erd' ind Meer zu Dienste steht, vor sem die Welt sich neiget; der Him⸗ nel ist dein helles Kleid, du bist soll Macht und Herrlichkeit, sehr boß und wunderthaͤtig; ich armer Vurm vermag nichts mehr, als saß ich ruf zu deiner Ehr: Gott ty mir Suͤnder gnaͤdig. 2. Hier steh ich wie der Zoͤllner bat, beschaͤmet und von ferne, ich suche deine Huͤlf' und Gnad, o Err! von Herzen gerne; doch geil ich voller Fehler bin, und, o ich mich nur wende hin, be⸗ Ipmuiet und unflaͤtig; so schlag ih nieder mein Gesicht vor dir, du Vines Himmelslicht: GOtt sey mir Suͤnder gnaͤdig! 3. Die Schulden, der ich mir lewußt, durchaͤngsten mein Ge⸗ tüssen z drum schlag ich reuig an ie Brust, und will von Herzen lässen; ich bin, o Vater! ja nicht zerth, daß ich noch wandle auf ler Erd'; doch weil du winkst, so let' ich mit ganz zerknirschtem ban⸗ ten Geist, der gleichwohl dich noch lbba heißt: GOtt sey mir Suͤnder maͤdig! 4. Mein Abba! schaue IEsum en) den Gnadenthron der Suͤn⸗ der, der fuͤr die Welt genug ge⸗ tan, durch den wir GOttes Kin⸗ der im glaͤubigen Vertrauen sind, ter ists, bey dem ich Ruhe find', sen Herz ist ja gutthaͤtig.— fisse ihn, und laß ihn nicht, bis Ottes Herz mitleidig bricht: Ott sey mir Suͤnder gnaͤdig! 5. Regiere doch mein Herz und Einn in diesem ganzen Leben, du hist mein GOtt, und was ich bin⸗ lleibt ewig dir ergeben; ach hei⸗ Ige mich ganz und gar, laß mei⸗ gen Glauben immerdar seyn durch die Liebe thäͤtig; und will es nicht Zweeter Anhang. 1494 fort, wie es soll, so ruf ich, wle mein Hekt ist voll: GOtt sey mir Suͤnder gnaͤdig! 6. Mein Leben und mein Ster⸗ ben ruht allein auf deiner Gnade, mir geh es gleich boͤß oder gut, gieb nur, daß es nicht schade. Komt denn das letzte Stuͤndlein an, so sey mir guf der Todesbahn, mein IEsu! selbst beyraͤthig; und wenn sch nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: GOtt sey mir Suͤnder gnaͤdig (61335.WD, P. E. Mel.(3.) Wo GOtt der HErr nicht, O Vater der Barmherzigkeit! ich falle dir zu Fuße, verstoß den nicht der zu dir schrey't, und thut doch endlich Buße. Was ich begangen wider dich, verzeih mir alles gnaͤdiglich durch delne große Oüte. 2. Durch deiner Allmacht Wun⸗ derthat nimm von mir, was mich guaͤlet, durch deine Weisheit schaffe Rath, worinnen mirs sonst fehlet; Gieb Willen, Mittel, Kraft und Staͤrk', daß ich mit dir all' meine Werk anfange und vollende. 3. O JEsu Christe; der du hast am Kreutze fuͤr mich Armen getra⸗ gen aller Suͤnden Last, woll'st mei⸗ ner dich erbarmen: O wahrer GoOtt! o Davids Sohn! erbarm dich mein, und mein verschon⸗ sieh an mein klaͤglich rufen. 4. Laß deiner Wunden theures Blut, dein' Todespein und Ster⸗ Ich ben mir kommen kraͤftiglich zu gut, daß ich nicht darf verderben: Bitt du den Vater, daß er mir im Zoru nicht lohne nach Gebuͤhr, wie ich es hab' verschuldet. 5. O heil'ger Geist! du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich der Suͤnden Lust an⸗ sicht, laß mich von dir nicht wan⸗ ken; verleih, dat nun und nim⸗ mermehr Begierd' nach Wollust, Bbb 3 Geld 1405 Geld und Ehr' in meinem Herzen berrsche. 6. Und wenn mein Stuͤndlein kommen ist, so hilf mir treulich kaͤmpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg moͤg' daͤmpfen; auf daß mir Krankheit, Angst und Noth, und denn der letzte Feind, der Tod, sey eine Thuͤr zum Leben (I336.. H. v. B. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund ꝛe. O Vaerherz! o Licht! o Leben! o treuer Hirt Immanuel! dir bin ich einmal uͤbergeben, dir, dir gehoͤret meine S Sel,, ich will mich nicht mehr selber suͤhren, der Va⸗ ter soll das Kind regieren; so geh' nun mit mir aus und ein, und leite mich nach allen Tritten, ich geh(ach hoͤr'“, o HErr! mein Bit⸗ ten,) fuͤr mich nicht einen Schritt allein. Was kann dein schwaches Kind vollbringen, ich weiß mir gar in keinem Rath; drum sey in groß und kleinen Oingen mir immer sel⸗ ber Rath und That; du willst dich meiner gar nicht schaͤmen, ich mag dich ja zu allen nehmen, du willst mir selber alles seyn; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen, dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du gaͤngelst mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn, ja deine Guͤt' und dein Erbarmen soll mich Unsen zen und umarmen; o! daß ich nuun recht kindlich sey, bey allem glaͤu⸗ big zu dir flehe, und stets guf dei⸗ nen Wink nur sehe, so spuͤr ich 104 10 neue Treu! daß ich auch im kleinsten metke 1* deine Weisheit, Guͤt' und Treu, damit ich mich im Glau⸗ ben staͤrke, dich liebꝰ und lobꝰ und tuhig sey, und deine Welsheit lasse Zweeter Anhang. 1496 walten, stets Ordnung, Mahz und Ziel zu ian sonst lauf sch vor, da lauf ich an; drum mach im besten mich gelassen, nichti ohne dich mir anzumafen, was di nur thust, ist wohl gethan. 5. Du weißt allein die besten Weiden/ auch das, was an mih Schaden uͤbt; drum laß dein Schaͤflein alles meiden, was ihin nicht guͤte Nahrung giebt. Achl daß ich nicht mehr von dir irren noch durch Zerstreuung mich vest liere, guch nicht im allerbeseh Schein. Ach! halte lmeine Sest feste, hab Acht auf mich aufs al an. und halte der Versuchun. 190 Du woll'st ohn Unterlaß mich treiben zum Wachen, Ringens Flehn und Schrey'n. Laß mir deis Wort im Herzen bleiben, und il mir Geist und Leben seyn. deinen Zuruf stets erschallen mit Furcht, und als vor dir zu wallen, laß mich stets eingekehret seyn. Vermehr in mir deln inners Lebeis dir unaufhoͤrlich Frucht zu geben, und laß nichts Lau⸗ und Traͤges ein. 7. O! daß ich mich in nichts ver⸗ weilte, was mir hat Zeit und Krast verzehrt. O! daß ich stets zun Himmel eilte, mein Held! um⸗ guͤrte du dein Schwerdt, und brich durch alle Hindernisse, ja laß nach deinem Wort die Fuͤße hinfort ge⸗ wisse Tritte thun, laß mich in allen Wort'n und Werken auf deine Geistes Trieb nur merken, und nt in eignem Willen ruhn. 8. Ach! mach einmal mich trei und stille, daß ich dir immer sol⸗ gen kann; nur dein, nur dein volß komm'ner Wille sey hier meis Schranken, Lauf und Vahn. Lah mich nicht mehr fuͤr mich erlangen/ ja laß mir nichts am Herzen han⸗ gen, als deines großen Namen Ruhm, der sey allein mein Zill auf Erden ach! laß mirs nie ben ruͤche VTia9/ Lah llet wer Ehenthnt 9. Lab W Ab delne Me Isf. Ah Ind wür der Reil Ourchdri Sinnen/ Walnel 11 fih. 10. J0 ben Mut ge l gah deiues X allein in Bamn zu Halt f michyz ebn Unterlai ct 1497 ruͤcket werden; denn ich bin ja dein Eigenthum. 9. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist, laß deinen Geist mir klaͤrlich wei⸗ sen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach! offenbare deine Liebe, und wuͤrke doch die heissen Triebe der reinen Gegenlieb' in mir. Durchdringe dadurch Herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen in deiner Lieb' und Lob' nur fuͤhr. 10. Ich sebne mich, nur dir zu leben, der du mein HErrr und Bräut'gam bist; was dir sich nicht will ganz ergeben, und was nicht deines Willens ist, das strafe bald in dem Gewissen, laß Blut und Wasfer auf mich fließen und tilge, was nicht lauter heißt. Laß nur dein Lod zur Lust mir werden, und denn das Heil der armen Heerden⸗ nach einer reinen Lieb und Gelst. 11. So lob' und lieb' ich in der Stille, und ruh' als Kind in bei⸗ nem Schoos, das Schaͤflein trinkt aus deiner Fuͤlle, die Braut steht aller Sorgen los. Sie sorget nur allein in allen dir, ihrem Braͤut? gam zu gefallen, sie schmuͤckt und haͤlt sich dir bereit. Ach! sen mich/ zeuch mich weit von hinnen; was du nicht bist, laß ganz zerrin⸗ nen, o reiner Glanz der. Ewigkeit! (1337½) Mel.(7.) Freu dich sehr o mein G. Pru Welt, mit deinem Wis⸗ sen, das du jetzt so hoch ge⸗ bracht; ich kann deine Weisheit misfen, die der weise GoOtt ver⸗ acht. Meines JEsu Kreutz und Pein soll mein liebstes Wissen seyn: Weiß ich das in wahrem Glauben, wer will mir den Himmel rau⸗ ben? 2. Andre moͤgen Weisheit nen⸗ nen, was hier in die Augen faͤllt, ob sie schon den nicht erkennen, dessen Weisbeit alles haͤlt. Mir Zweeter Anhang. ch den, ist nichts, das mir helfen 14 soll meines JEsu Pein meine Kunst und Weisheit seyn. Das Gehein⸗ niß seiner Liebe ist die Schul', da ich mich uͤbe. 3. Andre mogen ibresSinnen schärfen durch Verschlagenheit, daß sie Lob und Ruhm gewinnen bey den Großen dieser Zeit. Ich will meines Heilands Schmach ganz alleine denken nach: Christen will es nicht geziemen, daß sie sich des Eiteln ruͤhmen. 4. Andern mag es wohl behagen, wenn sie hurtig und geschickt, große Schaͤtze zu ersagen undiwenn ih⸗ nen alles gluͤckt. O! mein Reich⸗ thum, Sluͤck und Theil, ist der armen Suͤnder Heil: Dieses weiß mein Herz iu finden, und die Welt zu uͤberwinden. 5. Ey! so komm, mein wahres Leben, komm und unterweise mich; dir will ich mein Herz ergeben⸗ daß es wisse nichts als dich. Aller⸗ liebste Wissenschaft! ach! beweise deine Kraft, daß ich einzig an dir hange, und nichts außer dir ver⸗ lange. V 6. Weiß ich keinen Trost auf Erden/ klagt mich mein Gewissen an, will mir angst und bange wer⸗ kann, druͤckt mich des Gesetzes Joch; so laß mich dedenken doch. daß du hast mit deinem Blute Gnad' erlanget, mir zu gute. 7. Ach mein JEsu! pflanze wei⸗ ter dieses Wissen in mein Herz; Sey meln treuer Freund und Lel⸗ ter, und laß deines Todes In uit deine schwere Kreutzespein mir stets in Gedanken seyn; du hast dich mir wollen schenken, daran laß mich ewig denken. 1 g. Endlich, wenn des Todes Grauen alles Wissen von mir treibt, so lah meine Augen schauen diesen Trost der ewig bleibt. IEsu Lei⸗ den Kreutz und Pein soll mein letz⸗ tes Wissen seyn. JEsu] bilf mir/ Bbb 4 das⸗ V 904 ˙½6 NI EN 4 I * I mein Suͤndenelend fuͤhlen, koͤmmt wohl unverhoft ein Blick der Freundlichkeit, der Gnad' und Suͤhigkeit„ von deinem Angesicht, der machet alles Licht. in welchen u aller Stund, daß mir nicht 1338.) In eigner Melodie. Schausneine Armuth an,o HEn nach deiner Treue, sey du mein Helfersmann, ich weiß sonst keinen nicht; du siehst, was mir gebricht, und kannst in einem Nu mir schasfen Hulf und Rub: 2 Ich merke keine Kraft, zu 2. wurken deine Werke. Des Goistes Lebenssaft, den ich so oft verspürt, der meinen Beist beruͤhrt, ist schier vertrocknet gar, ach HErr! nimm meiner wahr. ö 3. Du bist der Gnadenaquell zu dem mein Inners eilet, ergieß sch mild und hell, erquicke den, der matt, erfreu und mache satt der zwar deß nicht werth,⸗ doch doch sehnlich es begehrt. 4. Ach schwemme gaͤnzlich weg, was meinen Geist turbiret; was mich den Friedenssteg zu laufen hindern will, was mir verrückt mein Ziel, das laß, dem Feind zur Pein, o HErr! zernichtet seyn. „Ja eile her zu mir mit aus⸗ 4 gespannten Armen, ich schenk aufs neu mich dir, und warte deiner Huld, vergiß du meiner Schuld; solch Lieb⸗und Glaubensband soll trennen keine Hand. 6 Muß ich denn gleich noch 90 0 ja! diß ist der Bund, sich versenbet mein Geist 7. Ach schaden kann mein Elend um und In; HErr! dir sey Dank, dafuͤr in Ewigkeit und hier. I339.) Um Regen. M.(51.) Erbarm dich mein, o H. G. Sohließ auf; schließ, HErr! den Himmel auf, den deine Hand 6 Zweeter Anhang. das vollbringen, so will ich dir ewig singen. 1500 bisher verschlleßt/ und lenke so de⸗ Wolken Lauf, daß sich der ipiten ö bald ergießt. Zwar wir verschliest sen oft vor dir und unsern Naͤcht en immerhin, o treuer GOtt des Herzens Thuͤr, Ja Beystand. Huͤlfe, Muth und Sinn. 2 Doch hast du dem ein ofneh Herz und ofnen Himmel zugesagt, der glaubig und mit Selenschmeri dir seine Noth und Suͤnde klagt der auch die Ursach aller Nothyn die Suͤnde selbst mit Eifer flieht; die ihm Dod, un zuzieht. Vernimm, HErr! unser aͤngstli⸗ ches Geschrey. Ach straf uns nicht in deinem Grimm, und mach ung von der Duͤrre frey; ach HErr! wir kehren uns zu dir, wir ehren dich als unsern GOtt, und flehn voll herilicher Begier; Herr! hoͤß/ und hilf uns aus der Noth⸗ 4. Ach hilf uns bald von deinem Thron, gedenke nicht der Suͤnden⸗ schuld; verschon uns, HErr! durch deinen Sohn, und zeig uns wiede Gnad' und Huld. Leit du unt selbst auf rechter Bahn durch deineß Geistes Kraft und Licht; sieh' auch das Land in Gnaden an, persag uns doch den Regen nicht. (1240.) B. S. Mel.(61.) JEsu, meine Freude Selengast erscheine, komm ish Brod und Weine, gieb mif Leib und Blut. Zeige mir setzun⸗ der, was fuͤr geoße Wunder dein Gedaͤchtniß thut. gedenken, ich will dir mich schenken. 2. Hier wird aufgetragen mehr als ich kann sagen. O gewuͤnschte Tracht! hier ist eine Speise, dit verborgner Weise uns recht himm⸗ lisch macht. Hier ist Most, wer ihn gekost, kann bereits auf dieset Erden schon unsterblich werden. 3· I5⸗ 5 del Ungluͤck, Strafe deinen schweren Fluch 3. Wir schreyen in der Noth! Liebe mich, ih liebe dich, schenk dich mir zum An 101 190 sge: Shn und ssch denth ö 21 2 dhen; b. Edo I9N Miss 5. slket hes de helßt. dus Gese sus speiß tes Mutl Panleke 6. Kro 0 hes Hett lr dich! beksgzast, hemm Hles . Nu Wesl der sreundlie Her keie den man hler znn ach sey Fromme —— — — oMhR leit IN lenbe sou Nei sich der Neun 3 + Iastad Reintn schweren dlut 41r Bahn durch dent IV Ot; sieh anden en r Nraen nicht⸗ Itiut Frrl . lumn i „gieb u 1501 3. Ih, o Herr! diß Manna, Uinge? Hosianna! das ist Davids Sohn, der mich hat erwaͤhlet, und sich mir vermaͤhlet, er, mein Gnadenthron! ach; verbleib, du weiner Leib, von mir ewig unge⸗ schieden; so bin ich zufrieden. 4. Edoms Keltertreter, tauch den Missethaͤter in dein rothes Blut· Lasse meine Flecken deinen Rurpur decken, und sprich fuͤr mich gut. Ach! durchstreich die Schuld zugleich un dem Suͤnd⸗ und Strafregister, mein Hoherpriester! 5. Wer will mich verdammen? kretet ber zusammen, die ihr Fein⸗ de heißt. Da der Zorn gestillet, das Gesetz erfuͤllet, und mich IE⸗ sus speißt, biet ich trutz ganz gu⸗ tes Muths, weil ich nunmehr zum Paniere Blut des Lammes fuͤhre. 6. Kraͤftiges Geschenke, koͤstli⸗ ches Getraͤnke, komm und labe mich: Zieh in meine Sele, denn des Herzens Hoͤhle machet Raum fuͤr dich: Gieb mir Kraft und Le⸗ benssaft, zier mich selbsten mit dem Kleide zu der Hochzeit Freude. 5. Nun, ihr Sinnen, schmecket, weil der Tisch gedecket, wie GOtt freundlich ist! Sehet, GOttes Die⸗ hen ner reicht euch den Versuͤhner, den man hier genießt. Tretet dar hier zum Altar, JEsus kommt! uch sey willkommen; Labsal aller Frommen! (1241.) M(12) In dich hab ich gehoffet H. Sey unberzagt, o frommer Christ! der du im Kreutz und Unaluck bist, befiehl Ott deine Sachen, in Noth und Wein, vertrau allein auf ihn, er wirds wohl machen. 2. Dein Unaluͤck koͤmmt nicht ohngefehr, es ruͤhret von dem öͤchsten her, der hat es so ver⸗ ehen, drum sey nur still, und was Gott will, das laß du nur geschehen. Zweeter Anhang. 150 3. Soll' auch der Himmel fallen ein, und die Natur geaͤndert seyn, so kann dich GOtt nicht hassen, und auch den Mann, der ihm recht kann vertrauen, nicht verlassen. 4. Zu dem wird deine Traurig⸗ keit sa auch nicht waͤhren allezeit, ch Gott wird die Freude geben: Wo nicht allhie, doch dort, da sie soll ewig ob dir schweben. 5. Hab' immer elnen Loͤwenmuth vertraue SOtt, es wird noch aut auf alle Truͤbsal werden. Gott ziehet dich durchs Kreutz zu sich gen Himmel von der Erden. 6. Der liebe GOtt ist so getren und fromm, daß er dir stehet bey, wenn Unfall sich erreget, auch je⸗ dermann mehr, als er kann ertra⸗ gen, nicht aufleget. 5. Es haben ja zu aller Zeit die Heiligen in Trayrigkeit und Kreutz oft muͤssen schwitzen: Wa⸗ rum willt du denn immer zu im Rosengarten sitzen? 8. Bet', hof und trau auf dei⸗ nen GOtt, in allem Jammer, Angst und Noth, laß, wie er will, es ge⸗ hen, setz' ihm kein Ziel, er ist im Spiel, du wirst noch Wunder se⸗ 9. GOtt Vater, Sohn und heil'ger Geist! der du ein Gott des Trostes heißt, laß alle Trost empfinden, die traurig seyn, und hilf allein das Boͤse uͤberwinden. (4342.) In eigener Mel. Sieh, hie bin ich, Ehrenkoͤnig, lege mich vor deinem Thron schwache Thraͤnen, kindlich Seh⸗ nen, bring' ich dir, du Menschen⸗ sohn! laß dich finden, laß dich fin⸗ den von mir, der ich Asch und Thon. 2. Sieh' doch auf mich, HErr! ich bitt' dich, lenke mich nach dei⸗ nem Sinn! dich alleine ich nur meine, dein erkauftes Erb' ich bin; Bhh 5 laß 5303———— laß dich finden ,2 gleb dich mir, und nimm mich hin. 3. Ich begehre nichts, o HErre! als nur deine freye Gnad', die du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der That; laß dich finden, der hat alles, wer dich at. 4. Himmelssonne, Selenwonne, unbeflecktes GOttes Lamm! in der 5 h meine Sele suchet dich, o raͤutigam! laß dich finden star⸗ ker Held aus Davids Stamm. 5. Hoͤr', wie klaͤglichwie beweg⸗ lich dir die treue Sele singt! wie demuͤthig und wehmuͤthig deines Kindes Stimme klingt! laß dich finden 2) denn mein Herte zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichthum, Wollust, Ehr und Freud, seynd nur Schmerzen mei⸗ nem Herzen, welches sucht die Ewigkeit! laß dich finden) großer Gott ich bin bereit. (4343.) Mel.(31.) Ach was soll ich Suͤnd. Sollt ich meinem GOtt nicht trauen, der mich liebt so va⸗ terlich, der so herzlich sorgt fuͤr mich? Sollt ich auf den Fels nicht bauen, der mir ewig bleibet fest, der die Seinen nicht verlaͤt. 2. Er weiß alles„was Lich druͤ⸗ cket mein Anliegen, meine Noth⸗ er steht mir bey bis in Tod, er weiß was mein Hert erquicket, sei⸗ ne Lieb' und Vatertreu bleibt mir ewig immer neu. 3. Der die Voͤgel all' ernaͤhret, der die Blumen, Laub und Gras kleidet schoͤn ohn Unterlaß, der uns alles guts beschehret, sollte der verlassen mich? nein, ich trau ihm sicherlich. 4. Wenn ich seinem Reich nach⸗ trachte, wenn ich durch Gerechtig⸗ keit finde meine Seligkeit; wenn ich alles Gut verachte, segnet Zweeter Anhang. mein GOtt fruͤh und spat Wort und Werke, Rath und Thakkt. 5. Eh, so mag der andre Mor⸗ gen bleiben; was noch kuͤnftig is⸗ irrt mich nicht, ich bin ein Christz ich laß meinen GOtt versorgen 2. alles, weil doch allezeit, seine Sor⸗ ge ist bereit. 6. GOtt Lob! der mein Herz en⸗ freuet, daß ich glaͤube festlglich⸗ Gott mein Varer sorgt fuͤr michz Gott Lob! der den Trost erneuet, daß ich weiß, Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich. (1344. Mel. Schmuͤcke dich, o liebe Sele! Trost und Huͤlfe aller Armen⸗ Heœrr voll Gnade, voll Erhar⸗ men IEsu, Heil versoͤhnter Suͤn⸗ der, Freund und Freude frommer Kinder! weil du mir die Tafel deckest, und den Geist von oben weckest; so will ich denn auch ei⸗ scheinen, und vor Freuden bey die weinen. 2. Freylich ist diß Gnadenzei⸗ chen, das mir deine Hand wird reichen, wuͤrdig, daß man wohl be⸗ denket, was uns diß Geheimnis schenket; Denn wer will was groͤßers haben, als dich selbst und diese Gaben! was kannst du zum rechten Leben unserm Geist' wohl bessers geben. 3. Freuen, Weinen, Seufzen⸗ Thraͤben, Hungern, Duͤrsten„Bit⸗ ten, Sehnen, heißet mich denn zu dir nahen, um die Nahrung zu empfahen, die du warlich nicht vergebens uns bereltet, Fuͤrst des Lebens! deine holde Gnadenblicke⸗ reizen mich zu diesem Gluͤcke. 4. Ach bereite du mich Armell⸗ wuͤrdiglich durch dein Erbarmen⸗ daß mir Licht und Kraft und Le⸗ ben werd' bey deinem Tisch gege⸗ ben. Laß mein 0 mit stillem Beten zu der hohen Mahlzeit treten; herrsche uͤber die Gedan⸗ ken, und erhalte sie in Schranken. 5. Kom⸗ 5. Hof ud Eebe gehel, Glatke, e. Mi Heh denn —515 tt ke 6. Bl den zlaf den Mmit Hah wich Willsi den, suden; hen mi hon 7. Aahe ste Ium Ge Iu mit Herzene llich so Himme denh lohen. 5 Mel.( Ua dic Wns ke Iche d kannst: das A und ke 2. J keit, r sseh seyd, euch K eurer luch 6 3 6 Welin In Hleich slehet helgeh Ha sse —1505 5. Komme, HErr! mit Licht und Leben, wie es deine Worte geben, komm mit neuer Geistes Staͤrke, daß ich es im Herzen mer⸗ ke. Nahe dich, o HErr der Guͤte! bey dem Essen dem Gemuͤthe, sal⸗ be mich mit neuen Gaben, die das Herz recht innig laben. 6. Bleibe denn mit mir verbun⸗ den; laß aus delnen Segenswun⸗ den mir stets neue Kraͤfte fließen; laß mich deine Macht umschließen. Will sich ja vom Rest der Suͤn⸗ den, mich zu faͤllen, noch was finden; so laß deines Blutes Le⸗ ben mir zum Siegen Kraͤfte ge⸗ en. 7. So laß mir dein Mahl der Liebe stets zu einem neuen Triebe, zum Gehorsam kraͤftig bleiben, und in mir die Lust verkreiben, die dich, Herzeusfreund! betruͤbet, der du mich so hoch gellebet. Brod vom Himmel(), Trank von oben! denn wird Mund und Herz dich loben. (*) Joh. 6, 50. 5r. (1345.) I. A. C. Mel.(3.) HErr IEsu Christ! du ꝛc. Unscust, Uumsonst verhüllst du dich ⸗mein Herz, in Finsternisse, was kann ich GOtt verbergen? Ich? daß er nicht alles wisse? Sey⸗ kannst du, dunkler, als das Grab, das Auge Gottes schaut hinab, und kennet deine Tiefen. 2. Wo lst bie Nacht der Einsam⸗ keit, die mich vor ihm verheele? er sieht euch schon, eh' ihr noch seyd, nedanken meiner Sele! Eh euch ich selbst empfinden kann, von eurer ersten Bildung an, bis ihr euch ganz entfaltet 3. Erkennet und etforschet euch, wenn shr euch auch entziehet, be⸗ merkt euch, wenn ihr Strahlen gleich schnell auffahrt, schnell ent⸗ fliehet; vergebens wuͤnsch ich /sterbt! vergeht! Ich haß euch! aufgezeich⸗ net steht ihr all in seinem Buche · Zwecter Anhang. 4. Der HErr gedenket ihrer noch Jahrhunderte verschwinden, sie seben und ich traͤume doch: Ge⸗ danken seyn nicht Suͤnden? Sie alle muͤssen an das Licht wenn Gott kommt/ daß er im Gericht der Herzen Rath enthuͤlle 5. Dann wird das Siegel seines Buchs vor aller Welt gebrochen; das Urtheil des verdienten Fluchs zedanken selbst gesprochen; wo ist die Nacht, die sie verheelt, der Richter hatte sie gezaͤhst und kei⸗ nen sterben lassen? 6. Seyd hellig, seyd von GOtt nur voll, Gedanken meiner Sele! daß, weun gerichtet werden soll, kein einziger mich quaͤle. Seyd heilig und ihr fuͤrchtet nicht das Urtheil GOttes, werdet Licht, be⸗ lohnt wie fromme Thaten. (1346.) L. H. F. B. v. E. Mel(27.) Wer nur den lieben G. Versaume nle, dich selbst zu pruͤ⸗ sen; diß ist des Christen stete Pflicht; erforsche deines Herzens 15⁰0 1 Tiefen, und traue diesem Herjen nicht; sey wachsam, weil nur allzu⸗ leicht die Lust zum Bosen es be⸗ schleicht. 2. Du syrichst: Ich hasse falsche Tucke, Zorn, Hoffarth, Eitelkeit und Geitz! gleichem Glucke die Mißgunst und der Wolsust Restßz? wer nicht die Laster alle daͤmpft, hat noch nicht, wie er(oll, gekämpft. x z. Oft ruhen manche heftge Trie⸗ he, aus Mangel der Gelegenheit; dann schmeichelt dir die Eigenliebe, du seyst von ihrer Wuth befreyt, da sie vlelleicht sich schlau bemuͤhn, H dich sichrer in ihr Netz zu zsehn. 4. Bald uͤberrascht mit stolzen Freuden, uns, ein verblendend, schimmernd Gluͤck; bald stuͤrzet uns in Gram und Leiden ein unerwar⸗ tet Mißgeschick. Bald ist es Lust, bald Traurigkeit, die hier den ar⸗ men Geist zerstreut. 3. Wl besiegst du auch mit 15⁰7 5. Wie schwer ists nicht, dem Fall entgehen in der Verfuͤhrungsvol⸗ len Welt! o! wer sich duͤnket fest 10 stehen, der sehe zu, daß er nicht aͤllt! Der beste Vorsatz ist doch schwach und die Versuchung tau⸗ sendfach. ö 6. Wie selig werden wir einst le⸗ ben, wenn von des Koͤrpers Fes⸗ seln frey, wir dorten, HErr! dein Lob erheben, unwandelbar der Tu⸗ gend treu! wenn deine große Heerrlichkeit uns ohne Ziel und Maas erfreut. (I347.) L. H. F. B. v, E. Mel.(27.) Wer nur den lieben G. Waast du vor Gottes Thron zu treten, so mache dich bereit, mein Christ! im Geist und Wahr⸗ heit anzubeten den GOtt, der Geist und Wabhrheit ist, laß nicht der Erde Sorgen zu, und denke, mit wem redest du? 2. Er isig, dem alle Himmel die⸗ nen, der HErr und Schoͤpfer aller Welt, vor dem das Chor der Se⸗ V raphinen verhuͤllt in Demuth nie⸗ derfaͤllt; Jehovah, er, der ewig war, und ist und seyn wird im⸗ merdar. . 3. Durch ein verstelltes Haͤnde⸗ „ falten, durch praͤchtger Worte lee⸗ iren Laut, ist bey dem HErrn nichts uiu erhalten, der nur allein aufs VI 0uupe schaut; vor ihm gilt nicht der uusre Schein; man muß nicht schei⸗ nen, sondern senn. 4. Ein zuversichtlich kindlich Lal⸗ len, ein wahrer Glaub' an JEsum Christ, der, voll Begier GOtt iu gefallen, durch reine Liebe thaͤtig ist; diß ists, was durch die Wol⸗ ken dringt, und Heil und Segen niederbringt. 5. O welch ein Gluͤck, schon bier auf Erden im Glauben mit GOtt umzugehn! schon hier den Engeln gleich zu werden, die stets aube⸗ iend vor ibmstehn: Mensch! nimm Zweeter Anhang. 1508 zu deinem eignen Heil an diesem Himmelsgluͤck oft Theil! 6. Mußt du in Angst und Kum⸗ mer schmachten, so klage deine Noth dem HErrn; er wird dein Flehen nicht verachten, er ist all⸗ maͤchtig und hilst gern; verbirgt er ja sein Angesicht er hilft gewiß; verzage nicht. 7. Wenn gute Thaten dir gelin⸗ gen, preis' ihn, der dich als Va⸗ ter liebt, ihn welcher Wollen und Vollbringen durch seinen Geist zum Guten giebt; und zuversichtlich rufe dann um diesen Geist lhn ferner an, 8. Ja, Christ! in boͤs' und guten Tagen laß das Gebet ein Labsal seyn; so wirst du nie voll Klein⸗ muth zagen, und nie dich uͤber⸗ muͤthig freu'n in deinen Herzen; und mit dir bleibt Gottes Friede fuͤr und fuͤr. (T348.„C. F. g. Mel.(29.) In allen meinen Thaten. Wa ists, daß ich mich quaͤle? Harr' seiner, meine Sele! harr', und sey unverzagt: Du weißt nicht, was dir nuͤzet: GOtt weiß es, und Gott schuͤtzet, er schuͤtzet den, der nach ihm fnagt 2. Er zaͤhlte meine Tage, mein Gluͤck und meine Piage; ehꝰ ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Va⸗ ter nannte, war er mir schon mit Huͤlfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der alles sieht und haͤlt, und was er mir beschieden das dient zu meinem Frieden, waͤrs auch die groͤßte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um gluͤcklich hier zu werden! die Lust der Welt vergeht. Ich lebe bier im Segen, den Grund zum Gluͤck zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. 4 5. Was dieses Gluͤck vermehret sey mir von dir gewaͤhret/ 881 u 5⁰⁰ u gewährt es ö 6 berlezet auch schaßet, Oott! Rile ewoi 6. Sind au hlagen/ der V tagen Roch. Syott; so hart Iu Gott; dennn dein Wille nür, 7. Ou blstd und gller dein du ebig dich. derfahren, we hewahren? un bewahret mich. (61349.-N. Mel.(22.) JE Wecht.hs gel! btee Oottes Gnade Wull unvetand. Welt zu Ttüm Onade twird b 2. GOtt ha stdchen 6⁰ gemacht, der! hrochen, bis e et, Nie Wahrh r saget, das 3. Seine Hel, wenn filts sonder Hen, bis sie Gottiststöm o die Welt 4. Will d Hecchen, a Sinn: G0t sotechen; o als waͤr er r ist, und erwwil Rhenn die W 1505 1 disse 0 und Kum⸗ klage deine u vird dein , er istal⸗ : berbitgt hilst geviß; en dir gelln⸗ dich als Va⸗ Wollen vnd sen Geift zun dsichtlichuse h ferner an, aj und guten t ein Hbsal boll Klein⸗ dich uͤber⸗ nen Herien; Ottes Frset . Itlen Thaten. mich gulle meine Sele! Du wesßt ott veif er schuzel i01 Tuge melh 06) eb' Eh' ich mich sch ihn Vas lir schon mit mer Sorgen dborgen, der und was Er nt zu meinenn e großte da Erden, umt die Lu 15⁰09 Zweeter Anhang. 16¹⁰07 bu gewaͤhrst es gern: Was dieses ihre Liebe mag erkalten, ich bin bey Gluͤck verletzet, wenns alle Welt ihm werth geacht, und wenn Hoͤll auch schäͤtzet, sey HErr, mein und Abgrund bruͤllt, bleibt er mir 5tt! mir ewig fern. doch Sonn' und Schild. 6. Sind auch der Krankheit 7. Er, der HErr, ist mein Er⸗ Plagen, der Mangel/ schwer zu barmer, so hat er sich selbst ge⸗ tragen, noch schwerer Haß und nennt, das ist Trost, so werd' ich Spott: so harr sch, und bin stille Armet nimmermehr von ihm ge⸗ zu Gott; denn nicht mein Wille, trennt; fein Erbarmen laͤßt nicht dein Wille nur, gescheh, o SOtt: zu, daß er mir was Leides thu. 7. Du bist der Muͤden Staͤtke, 3. Nun es bleibt mein ganz Ver⸗ und aller deiner Werke erbarmst trauen auf ihn, Ankerfest gericht, du ewig dich. Was kann mir wi⸗ auf ihn will ich Felsen bauen, denn derfahren, wenn GOtt mich will ich weiß, daß es geschicht. Erdꝰ bewahren? und er/ mein GOtt, und Himmel kann vergehn, sein bewahret mich. Bund bleibet feste stehn. (1349.NYE. S. Jes. 54/ 16. 1350.) C. F. G. Mel,(22.) JEsus, JEsus, nichts ꝛc. Mel.(4.) Es ist das Heil uns ꝛe. Weicht, shre Berge! fallt ihr Huͤ⸗ enn ich, d Schoͤpfer! deine W gei! brechet, alle Felsen ein! Macht, die Weisheit deiner Gottes Gnade hat das Siegel, sie Wege/ die Liebe, die fuͤr alle wacht, will unverandert seyn. Laßt die anbetend uͤberlege; so weiß ich von Welt zu Trummern gehn, Gottes Bewundrung voll nicht, wie ich Gnade wird bestehu. dich erheben soll, mein GOtt/ mein 2. GOtt hat mir ein Wort ver⸗ HEtr und Vater! sprochen, GOtt bat einen Bund a Mein Auge sieht, wohin es gemacht, der wird nimmermehr ge⸗ blickt, die Wunder deiner Werke. brochen, bis er alles hat vollbracht; Der Him̃el, praͤchtig ausgeschmuͤckt, er, die Wahrheit, truͤget nicht, was preist dich⸗ du Gott der Staͤrke. er saget, das geschicht. Wer hat die Sonn' an ihm erhoͤht, 3. Seine Gnade soll nicht wei⸗ wer kleidet sie mit Masestaͤt„wer chen, wenn gleich alles bricht und ruft dem Heer der Sterne? faͤllt; sondern ihren Zweck errei⸗ 3. Wer mißt dem Winde seinen chen, bis sie mich zufrieden stellt. Lauf? wer heißt die Himmel reg⸗ Gott ist fromm, und gut, und treu, nen? wer schließt den Schoos der db die Welt voll Heucheley. Erden auf, mit Vorrath uns zu 4. Will die Welt den Frieden segnen? o GOtt der Macht und brechen, hat sie lauter Krieg im Herrlichkeit, GOtt! deine Guͤte Sinn: Gott haͤlt immer sein Ver⸗ reicht so weit/ so weit die Wolken sprechen; so faͤllt aller Zweifel hin, reichen. V. als waͤr er nicht immerdar, was 4. Dich vredigt Sonnenschein er ist) und was er war. und Sturm, dich preist der Sard 5. Laßt sein Antlitz sich verstel⸗ am Meere. Bringt, ruft auch len, ist sein Herz doch treu ge⸗ der geringste Wurm: Bring mei⸗ sinnt, und bezeugt in allen Faͤllen, nem Schoͤpfer Ehre! mich/ cuft der daß ich sein geliebtes Kind, dem Baum in seiner Pracht, ulich/ ruft er beyde Haͤnde reicht, wenn auch die Saat, hat GOte gemacht: Grund und Boden weicht. Bringt unserm Schoͤsfer Ehre. 6. Er will Friede mit mir halten, 5. Der Mensch ein Leib, den wenn die Welt gleich Lermen macht/ deine Hand/ so wunderbar 94000 * 15⁷1 tet, der Mensch/ ein Geist, den sein Verstand, dich zu erkennen, leitet, der Mensch, der Schoͤpfung Ruhm und Preis, ist sich ein taͤg⸗ licher Beweis von deiner Guͤt' und Große. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist! erhebe seinen Namen! GOtt unser Väter sey gepreist, und alle Welt sah: Amen! auch alle Welt fruͤrcht' ihren HErrn, und hof auf ihn und dien' ihm gern! Wer woll⸗ te GoOtt nicht dienen? (1351½.) C. F. G. M.(14.) Machs mit mir GOtt nach. Wer Gottes Wort nicht haͤlt, und spricht: Ich kenne GOtt! der truͤget; in solchem ist die Wahr⸗ heit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber sein Wort giaubt und haͤlt, der ist von GOtt, nicht von der Welt. 2. Der Glaube, den sein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeu⸗ gen, je hoͤher dein' Erkenntniß ssteiat, se mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht allein, 20 staͤrkt das Herz und macht es rein. 3. Durch IEsum rein von Misse⸗ that sind wir nun GOttes Kinder, wer solche Hofuung zu ihm hat, der flieht den Rath der Suͤnder, folgt Christi Beyspiel als ein Christ, und reinigt sich, wie er rein ist. 4. Alsdenn bin ich GOtt ange⸗ nehm, wenn ich Gehorsam uͤbe: Wer die Gebote haͤlt, in dem ist warlich Ottes Liebe. Ein taͤglich teatig Christenthum, das ist des Glahbens Frucht und Ruhm. . Der bleibt in GOtt, und Goft n ihm wer in der Liebe bleibet: Dte Lieb' ista, die die Che⸗ rubim, GoOtt zu gehorchen, trei⸗ bet. Ott ist die Lieb', an sei⸗ nem Heil hat hne Liebe niemand Theil. Zweeter Anhang. (1352.) D. B. M. W. M.(6.) Durch Adams Fall ist ganz. er sich auf seine Schwachheit steurt, der bleibt in Suͤnden liegen Wer nicht Herz, Sinn und Muth erneu'rt, wird sich ge⸗ wiß betruͤgen; den Himmelsweg und schmalen Steg hat er nie an⸗ getreten. GOttes Licht, was Kaͤmpfen sey und beten. 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bos⸗ heit Staͤrke, dadurch mehrt dann der Hoͤllengeist sehr maͤchtig seine Werke. Auf! Sele, auf! richt deinen Lauf zur Allmacht, die dich rettet; des Heilands Blick zerreiß die Strick, womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Christen⸗ thum macht von der Suͤnd' uns scheiden! bey einem wahren Glau⸗ bensruhm muß man die Weltlust meiden. Wann Christi Geist die Sel' entreißt von ihren Todesban⸗ den; so spuͤrt sie Kraft, die E⸗ sus schaft, mit dem sie auferstanden. 4. Meln Heiland fordre selbs das Werk, laß mich bekraͤftiat werden, es ist Gerechtigkeit und Staͤrk' mein bestes Theil auf Erden: Du machst gerecht uns dein Geschlecht, und willst zu aleich uns staͤrken, daß mir in dir des Klaubens Zier, die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o starker GOttes⸗ sohn! damit auch wir durchbrechen. Laß uns in dir, o Gnadenthron! nicht mehr von Schwachheit syre⸗ chen, wenn deine Hand das theure Nfand des Geistes uns gegeben, dadurch wir frey von Heucheley im Streit stets siegreich leben 6 Gieb Kraft, wo keine Kraft, mehr ist; gieb Praft, das Fleisch zu daͤmpfen; gieh Praft, wenn Batans Macht und List uns schwaͤchen will mit Kaͤmpfen. Wenn uns die Welt viel Austoͤß' stellt, gieb Kraft. sie zu iernich⸗ 1512 Er weiß auch nicht in 3 Ind Huld? Heil und Leh⸗ ghluch und'e Gunfen gle Slld betdt mich glt g machst niich e 2. Am Tis tkell, heutst d an; Hier wi geloltet, was gethen, De Ach gegeher Biod und W Zumn ethgen misch hon den 3. Met tt ssffer an m Chess, Pemn — —. as der Er Hlelch is 4. A 15½7 5.. u vV. dams Fall st gang. seine Schwachhelt 1513 lelbt in Suͤnden ie kann ich sartsam doch erhe⸗ licht Herz, Einn Wẽ ben, o Heiland! deine Lieb' ert, wird sich ge⸗ und Huld? Du schenkst mir heute den Himmelsweg les hat er nie an⸗ tß auch nicht in“ uch ni Strafen zu erwiedern, was meine Wes Kampfen sey Schuld verdienet hat, erfuͤll'st du mich mit Himmelsguͤtern, und machst mich ewig reich und satt. 2. Am Tische, den du mir berei⸗ tet, beut st du mir Gnad um Gnade an; Hier wird mein Geist auf das geleitet, was du am Kreutz fuͤr mich gethan. Den Leib, das Blut fuͤr mich gegeben, seh' ich in diesem Brod und Wein: Diß staͤrket mich zum ew'gen Lehen, diß macht mich von den Suͤnden rein! die Welt nur lit, is ihrer Boͤ⸗ ö 1 michtig seine ele, auf! richt Almacht, die bich unds Blick jerriß ut du angekertit. chritt im Ehrifen⸗ uder Suͤnd' uns nem wobren Hlau⸗ 3. Ja es wird melnen Glauben man die Weltlas staͤrken an meinen Mittler JEsum Cbnii Geis de Christ, wenn er zu allen guten Werten bereit, rechtschaffen, thaͤ⸗ tig ist: Doch, daß er dieses in mir werde, muß ich stets nuͤchtern seyn wach; denn noch, noch haͤng' 1 an der Erde; der Will' ist gut, St Ws Fleisch ist schwach. Lel ei,.Ach GOtt: tt! Wollen eee und Vollbringen des Guten koͤmmt 4 ½ 0 allein von dir! o wuͤrke, wie in al⸗ len Dingen, so jetzund beydes auch Hπ in mir! gieb, daß die sel'ge Him⸗ melsspeise und der genoß'ne Selen⸗ trank ganz seine Kraft an mir bewei⸗ se von nun an und mein Lebenlang. 7. Pflantz' in mir Glauben, De⸗ muth, Liebe, und was noch ist von Tugend mehr, und heil' ge alle mei⸗ 9 rr GOftei⸗ 5 wit dutchbrecheg, Gnadenthreh! — chwach heit syle⸗ 5und das theote un⸗ n ne Triebe zu meinem Heil und dei⸗ es ner Ehr! daß ich der Welt zum Nu⸗ ch leben enft, Pen lebe, dem Naͤchsten diene wo ich kann, müch stets der Heiligung % das Fle un bestrebe, und vor dir wandl' auf n eb'ner Bahn. 6. Erhalt in mir die sel'ge Reue, die Reue, die niemand gereu't/ daß Zweeter Anhang. 5w314 ich des Suͤnders Wege scheue, ver⸗ meide, was dein Wort verbeut, daß ich in Reden, Thun und Dichten dir stets beweise meine Treu, und in Ausuͤbung frommer Pflichten stets wuͤrksam und geschaͤftig sey. (1354.0 In eigner Melodie. Wie wohl ist mir, o Freund der Selen! wenn ich in deiner Liebe ruh. Ich steige aus Vr Schwermuthshoͤhlen, und eile dei⸗ nen Armen zu, da muß die Nacht des Traurens scheiden, wenn mit so angenehmen Freuden die Llebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden: Wer wollte nicht vergnuͤget werden, der in dir suchet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen, es sey also, ich trau ihr nicht. wenn sie mir gleich will Lieb' erwei⸗ sen bey einem freundlichen Gesicht. In dir veranuͤgt sich meine Sele, du bist mein Freund, den ich erwaͤhle; du bleibst mein Freund, weñ Freund⸗ schaft weicht. Der Welt Haß kañ mich doch nicht faͤllen, weil in den staͤrksten Ungluͤckswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Mosis Eifer druͤ⸗ cken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf' und Hoͤlle mei⸗ nem Ruͤcken, so steig ich glaͤubig in die Hoͤh', und flieh' in deiner Seiten Wunden, da hab' ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil,⸗ wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Fuͤhr'st du mich in die Kreu⸗ tzeswuͤsten, ich folg' und lehne mich auf dich, du naͤhrest aus der Wol⸗ ken Bruͤsten, und labest qus dem Fel⸗ sen mich; ich traue deinen Wunder⸗ wegen, sie enden sich in Lieb' und Segen. Genug, wenn ich dich bey mir hab'; ich weiß. wen du willt herrlich zieren und uͤber Sonn und Ster⸗ — 161 Stertien fuͤhren, den fuͤbtest du iu⸗ vor hinab. 9—w— 5. Det Tod mag andern duͤster scheinen, mir nicht, weil Sele, Herz und Muth in dit, der du ver⸗ lässest keinen, o allerliebstes Leben! ruh't. Wen kann des Weges End erschrecken wenn er aus Moͤrdervol⸗ len Hecken gelanget in die Sicher⸗ heit Meill Licht! so will ich auch Freuden aus dieser finstern Wildniß scheiden zu deiner Ruh' der Ewiafeitt. ö 6. Wie ist mir denn, o Freund der Selen! so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! mich kann Welt, Roth und Tod nicht quäͤlen, weil du, mein GOtt vergnuͤgest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüthe, nach deiner unumschraͤnkten Guͤte, des Himmels suͤßen Vorschmack seyn. Weg/ Welt! mit allen Schmei⸗ cheleyen; nichts kann, als JEsus, mich erfreuen, o reicher Trost: »Mein Freund ist mein. (1358.) Mel.(5.) Herzlich thüt mich berl. Witd IEsus so geschlagen, der nichts verschuldet hat? muß der sein Kreutze tragen, bis zu der Schaͤdelstatt? wird er daran ge⸗ henket! und leidet Hoͤllenyein? wugs wird denn(ach bedenket!) des Suͤnders Strafe seyn? 28— 2. Er stellt sich nun zum Buͤrgen suͤr unsre Schulden dar, und GOtt laͤßt ihn so wuͤrgen, als waͤr' er offen⸗ bar der allergroͤßte Suͤnder, Betrug und Bosheit voll, so sagt mir, lieben Kinder! was der denn lelden soll? . 3. Wenn gruüne Baum' auf Er⸗ den dle Axt darnieder haut; was wirds mit denen werden, die man verdorret schaut?, muß GOttes Sohn so leiden fuͤr unsre Misse⸗ that, was wird GOtt dem beschei⸗ den, ders selbst verdienet hat? 4. Und doch wagt man es immer auf Christi Soͤhnamt hin, bekehrt sich nun und nimmier, bleibt stets 1ππ⁰⁷⁰½⁰Tᷣ8asd Zweeter Anhang. 1517 aüf einem Sinn, als haͤtt' er lelden muͤssen nur uns zur Sicherheit, die Suͤndenlust zu buͤßen recht mit Be⸗ quemlichkeit. ö 5. Allein du wirst erfahren, wie du betrogen bist, wenn du nach kur⸗ zen Jahren dich in der Hoͤllen siehst; kannst du die Suͤnde lieben, die JE⸗ sum so bettuͤbt, so wird sie dich betruͤs ben, wenn er den Lohn dir giebt. 6. Denn, muß der HErr so lei⸗ den fuͤr fremde Missethat; was wird GOtt dem bescheiden, der Zorn vetdienet hat? wenn gruͤne Baͤum? auf Erden die Axt daͤrnieder haut/ wie wirds mit denen werden, die man verdorret schaut? (1356.) E, H. E. B. V. E. Vsalm 1. M.(55.) Herzliebster JEsu lewgs ꝛe Wohl dem, der nie der Zuͤnder Straße wandelt! der sern von Spoͤttern, heilig denkt und han⸗ delt, und im Gesetz, das seihe Se⸗ le liebet, sich fleißig uͤbet. 2. Der gleicht dem Baum, del durch den Bach getraͤnket, stits gruͤnt und bluͤht, und reiche Fruͤe schenket: Er sieht erfreut wie alle A⸗ ne Thaten nach Wunsch gerathen 3. Doch so ist nicht der Zustan frecher Spoͤtter, sie sind wie Spre⸗ lerstreut im Sturm der Wetter, und muͤssen schnell, eb' sie es sich versehen, zu Grunde gehen. 4. GOtt kennt den Weg der From⸗ men und Gerechten, und zeichnet selbst die Laufbahn seinen Knechten; allein der blumenreiche Weg der Thoren ist stets verloten. ö (1357.J. NM. P. In eigne Mel. eilig ist GOtt der Vater! Hei⸗ ö 111 — lig ist GOtt der Sohn! Hel⸗ lig ist GOtt der Heilige Geist! 2. Er ist der HErr Zebaoth, a le Land sind seiner Ehre voll! Ho sianna dem Sohn David! 2. Gelobet sey der koͤmmt im Namen des HErrn! Hosianna in, der Hoͤhe, in der Hoͤhe! 16 OL 15j dlahitr erHaen. hursicherheit, M luͤßen recht mit t I le wird sie dich beré⸗ den Lohn dir gicbt. I. hus der Herr 0 lal⸗ Missethat; as wid. denen weden, de schaut? . H. F. B. v. E. salm 1. sulla denkt und soeseß/ das seite St⸗ feihig bet. 1 dem Baum/—0 ᷣ 4⁰⁰ USDE PpSH MOISN HEEE UEο EUon⁰αιοοne