———— n + ——* — V CS..L MI lcchthon S22..⸗- =.. 2. —..— II I ETadtrld 1 ......— INWpunh Vr ———— 2———— W ivh ehaben ein festes Em⸗ Und ih tut wohl/ daß ihr da⸗ raufachtet als auf- anbh das scheinet in Ruen dunkelen/ Urt bis der⸗ Lag anbre⸗ che/ undder aufgehe/ m eüren Herzen Das neue evangelische Gesangbuch für Elsaß⸗Lothringen ist herausge⸗ geben und verlegt von der Straßburger Pastoral-Honferenz. Vertrieb bei J. H. Ed. Heitz(Heitz& Mündel) in Straßburg i. Els., Möllerstr. 16. Die Originaleinbände, Vignetten, Titelblatt und Vorsatzpapiere sind nach Seichnungen von Rarl Spindler in St. Ceonhardt hergestellt und sind gegen Nachbildung gesetzlich geschützt. Die Originalbände sind kenntlich an dem auf dem Rücken oder der Rückendecke aufgepräg⸗ ten Siegel der Pastoralkonferenz oder an den auf der Innenseite der Vorderdeche eingedrückten Buchstaben S P Singet dem herrn ein neues Liedl Singet dem herrn, alle Welt! Denn Gott hat un⸗ ser herz und Mut fröhlich gemacht durch seinen lieben Sohn, welchen er für uns gegeben hat zur Erlösung von Sünden, Tod und Teufel. Wer sol⸗ ches mit Ernst gläubet, der kanns nicht lassen, er muß fröhlich und mit Lust davon singen und sagen, daß es andere auch hören und herzu kommen. Martin Luther Der hHerr wolle geben, daß alle Vorsteher und Diener der Hirche samt allen Christen ihres besten Vermögens daran seien, daß bei der Jugend und aller Gemeinde Gottes solche schöne christliche Gesänge in Brauch und Übung kommen, durch welche unsre Gemüter zu Gott, unserm Schöpfer, und Christo Jesu, unserm Heiland, und also zu aller Sucht, Ehrbarkeit, christlicher LCieb und Freundschaft durch einander gelehrt, unterwie— sen, gereizt und erzogen werden. martin Bucer 9 6 gab allweg christlich Singen lieb, schlechtem Gesang den Abschied gib, Aso wirst mit wenig Müh gelehrt, Anit Lust und Freud zu Gott bekehrt, und wächst in dir wahr' Glaub und Lieb; den Schatz dir dann entführt kein Dieb. Wirst dein Vertrauen nicht verlieren, bis dich dein Stündlein heim wird führen, wo gar zu End ist alles Leid und du mit Lust und Herzensfreud wirst dem das Halleluja singen, der alles ist in allen Dingen. Ambrosius Blaurer Erster Hauptteil: Die gottesdienstlichen Seiten und Übersicht des Inhalts Handlungen I. Gottesdienstliche Seiten Nr. 1—144 V* „Weihnachten Nr. 15—24 „Jahresschluß und Neujahr Nr. 25- 29 „Epiphanias Nr. 50- 35 Passion Nr. 36- 57 Ostern Nr. 58— 71 Himmelfahrt Nr. 72- 78 „Pfingsten Nr. 79- 87 „Crinitatis Nr. 88- 91 „Feste der Mission und ihrer Werke Nr. 92— 100 „Feste der Reformation und ihrer Werke Nr. 101—112 „Erntefest Nr. 115- 116 aterländische Feste Nr. 117— 118 „Sonntag Nr. 119— 124 „Morgen Nr. 125—1 134 Abend Nr. 155— 144 Advent Nr. 1—14 II. Gottesdienstliche handlungen Nr. 145— 192 1. Verkündigung des Wortes Gottes Nr. 156—161 „Gebet Nr. 162- 166 „Caufe und Honfirmation Nr. 167— 174 „Beichte und Vorbereitung zum Abendmahl Nr. 175— 176 lbendmahl Nr. 177 185 „Einführung in Gemeindeämter Nr. 186—187 „Crauung Nr. 188- 189 „Begräbnis Nr. 190- 192 — Gottesdienst im allgemeinen Nr. 145— 155 „ Il. —.—..—.— *— Sweiter Hauptteil: Das christliche Heil I. Ceben im Besitze des heiles Nr. 193- 260 1. Glaube an Gottes Gnade in Christo Nr. 193 208 2. Sreude an Gott und seinen Werken Nr. 209—- 227 3. Ciebe zu Gott und Jesus Nr. 228-247 4. Bruderliebe Nr. 248—254 5. Treue in Stand und Beruf Nr. 255- 260 II. Streben nach der Vollendung des Heiles Nr. 261— 358 1. Reue über die Sünde Nr 261-272 2. Kampf wider die Sünde Nr. 273-294 3. Ergebung im Leiden Nr. 295- 327 4. Vorbereitung auf den Tod Nr 328- 344 5. Hoffnung auf das ewige Ceben Nr. 345— 558 Lieder für den Kindergottesdienst I. Die Festzeiten Nr. 359 380 1. Hdvent Nr. 360 4. Ostern Nr. 372- 375 2. Weihnachten Nr. 361- 368 5. Himmelfahrt Nr 376-577 3. Passion Nr. 369 371 6. Pfingsten Nr. 378-380 II. Sonntag und Gottesdienst Nr. 381- 386 III. Das christliche CTeben Nr. 387—411 1. Sreude an Gott und seinen Werken Nr. 587— 393 2. Ciebe zum Heiland Nr. 394- 399 3. Frommer Wandel Nr. 400— 407 4. Tod und ewiges Leben Nr. 408— 411 Liturgische Gesänge Seite 445— 460 Anhang etlicher Weisen die anstatt der vorigen gesungen werden können Seite 461— 466 Gebete und Betrachtungen für den Gottesdienst Seite 467— 480 Von den Worten und Weisen des Gesangbuches Seite 481— 493 Verzeichnis der Weisen Seite 494- 497 berzeichnis der Cieder Seite 497— 503 Die g Zeiten und Handlungen 1• Advent Weise: Kus meines Herzens Grunde. 159 111I— an auf, ihr Reichs-ge ⸗ nosn⸗ sen, eur Mö-nig em⸗ pfa⸗het un-ver-drosu⸗ sen den gro-ßen e. — kommt her⸗ an Wun er⸗tann. Ihr Chri⸗sten, geht her-für, laßt de, v,,. uns vor al len Din-gen ihm ho-si ⸗ an ⸗ na sin ⸗ gen mit hei ⸗li ⸗ ger be: gier. 2 Auf, ihr betrübten Herzen, Seht, wie so mancher Ort der König ist gar nah. hochtröstlich ist zu nennen, hinweg all Ungst und Schmerzen, da wir ihn finden können der Helfer ist schon da. in Nachtmahl, Cauf und Wort 2 2 Gottesdienstliche Seiten 3 auf, auf, ihr Vielgeplagten, der Mönig ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen; er will euch Hilf erweisen, ia, dämpfen gar den Tod. 4 Seid fromm, ihr Untertanen, der Mönig ist gerecht. Laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles recht. Fürwahr, er meint es gut: drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut. 5 Hrisch auf in Gott, ihr Urmen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. Der an die Tier gedacht, der wird euch auch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 6 Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein' Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Eigene Weise. Nun wird kein' Angst noch Pein noch Sorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 7 So lauft mit schnellen Schritten, den König anzusehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 8 Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, da er sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 9 nun, herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach. Du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist, 1607— 1667 Georg Joseph, 1657 * —.— 2· 35 ———— I*——— 1 Dein Kö⸗nig kommt in nie-dern hül ⸗ len, ihn — — 1 1 DIEEEEEEE EE— G 3— trägt der last⸗barn Es⸗-lin Sül ⸗len, em⸗ pfang ihn 10 gewaltt 0 Hried es wol denlbe doch du dein doch ab dem, de Bewaff zieht d der W Iudd da ebne s schn 5 2 Advent 3 EE froh, De? ru ⸗sa ⸗ lem. Trag ihm ent- ge-gen I + 99—. 4..———..— 2 Frie-dens⸗ men, be⸗st reu den Pfad mit grü-nen Hhal⸗-men; so ists dem 2 0 mächtger herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedefürst von großer Macht, es wollen dir der Erde Herren denWeg zu deinemThronesperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3 Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erden Reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir Hher⸗ren an-⸗ Du kommst, auf den empörten Triften des Cebens neuen Bund zu stiften, undschlägst in Fessel Sünd und Tod. 5 0 herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst, zu erneuern deinen Frie⸗ den, dagegen sich die Welt empört. 6 O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Swietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen bedroht. in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rückert, 1788— 1866 Eigene Weise. 1508 —.— 1 jj— 2—— 2— AE— 1— .— 355——.—. 1 Es kommt ein Schiff, ge- la ⸗ ⸗ den bis 11 4 Gottesdienstliche Seiten ä..—. an den höch-sten Bord, trägt Got-tes Sohn voll . Gnad ⸗ den, des va⸗ 2 Das Schiff geht still im Triebe, trägt eine teure Last; das Segel ist die Ciebe, der heilge Geist der Mast. 3 Der kinker haft't auf Erden, da ist das Schiff am Cand. Das Wort soll Fleisch uns werden, der Sohn ist uns gesandt. 4 Su Bethlehem geboren im Stall ein Kindelein Eigene Weise. ter? e: wigs Wort. gibt sich für uns verloren; gelobet muß es sein. 5 Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will, muß vorher mit ihm leiden groß Pein und Marter viel, 6 Danach mit ihm auch sterben und geistlich auferstehn, das Leben zu ererben, wie an ihm ist geschehn. nach Johannes Tauler, etwa 1308— 1561 . 2 Gott sei Dank durch al⸗ le Welt, der sein 5 E E Wort be-stän-⸗ dig hält und der Zün: der ————— Trost und Rat 2 was der alten väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herrlichkeit. zu uns her⸗ sen-det hat. 3 Sions 5 und Abrams Lohn, Jalobs heil, der Jungfrau Sohn, Wunderbar, Rat, Kraft und held hat sich treulich eingestellt. 2 Hosi Momm Unser will si⸗ Zeuch u soll 0 Hof Ehreni en 4 Sei willkommen, o mein heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5 Seuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von allem Sündenwust. Weise: Meinen Jesum laß ich nicht. Advent 5 6 Critt der Schlange Mopfentzwei, daß ich, aller kngste frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan; 7 Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, 1620- 1659 167⁴ 5..... e,—.— 5————— ho-⸗si-an-na, Da-vids Sohn kommt in Si-on Ach t i hm den setzt ihm tau⸗send — 5 EE .— IESNUNUNE ein ge⸗ 30 ⸗ gen. Eh⸗ren⸗bo ⸗ gen; streu-et Pal-men, ma⸗chet ————— Bahn, daß er Ein 2 hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, du sollst uns willkommen sein. 3 Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, held im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4 Hosianna, lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen die du dir erwählet hast. klch, so laß uns unverdrossen deinem Septer dienstbar sein, herrsche du in uns allein. 5 hosianna, komme bald, die Verheißung zu erfüllen! Sollte gleich die Knechtsgestalt deine Majestät verhüllen, o so kennet Sion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6 Gottesdienstliche Seiten 6 Hosianna, steh uns bei, 0 Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. Weise: O Durchbrecher aller Bande. dir das Herz zum Opfer bringen. 7 hosianna nah und fern, eile bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! Benjamin Schmolch, 1672— 1757 17⁰⁴ — * Je-sus ge-stern, Je-sus heu-te, Je-sus, Je-sus Je⸗sus stets der⸗sel-be Je- sus auch im neu en im⸗ mer-dar, Kir⸗chen⸗jahr; Je-sus, der, von wel-chem zeu-get 6 — D— E — al⸗ler der Pro-phe-ten Mund. Je-sus war und ist und blei-bet 2 Dieser Jesus, dessen Rugen alles allenthalben sehn; dieser, welchem alle Dinge zu Befehl und Willen stehn; ö dessen Recht zum Königreiche ö niemand mehr bezweifeln kann, dieser kommt, auch mir ein König, diesem Herrn gehör ich an. 3 Dieser herr ist ein Gerechter und ein Helfer in der Not; ö dieser helfer hilft im Ceben und auch endlich in dem Cod; 14 x 5—.— . un-⸗ser ew-ger Glaubensgrund. 56ů5 er schenkt uns, den Ungerechten, selber die Gerechtigkeit und für die befleckten Kleider seiner Unschuld weißes Kleid. 4 Hosianna dem Sohn Davids, dem Gesegneten des herrn, dem in vollem Licht und Klarheit aufgegangnen Jakobs-Stern! heil und Glück und Sieg und Segen sei mit diesem heilgen Christ, der im Namen unsers Gottes zu uns Menschen kommen ist. du Wel Meine! deinen deines welche ö 0 Adle —8 Nsu, ni schaffe. sich in d Sonst 14 steht in 5 hosianna in der Höhe, Lob im Himmel vor dem Thron, Macht und hHerrlichkeit und Ehre Gottes eingebornem Sohn! Advent 7 Hosianna auf der Erden ruf ihm aller Odem zu, Hosianna dem, der kommet, meine Seele, ruf auch du. Christoph Karl Cudwig von Pfeil, 1712—1784 Wweise: Uch, was soll ich Sünder machen. 7 0⁵ n Hart, L—.— ne. säu⸗mest nicht, weil du H——.— weißt, was uns ge—— E V...‚‚——— 4—.— du star ⸗ker Crost im Lei⸗den, Je-⸗su, mei⸗nes r Tür seeht dir 2 Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Gottes Sohn. Meine Sinne spüren schon deinen gnadenvollen Segen, deines Geistes Wunderkraft, welche Frucht und Leben schafft. 3 Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein§lehen hin; schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe. Sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kräften nicht. 4 fen, komm zu mir. 4 Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. 5 Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld mich mit dir Gemeinschaft haben. Dann so will ich für und für Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg, 1605— 1681 15 Gottesdienstliche Heiten Eigene Weise. 17⁰⁴ SISE TEEEEEEE 1 acht hoch die Tür, die SDSSS Tor macht weit! Es kommt der — herr der herr-lich-keit, ein König al-ler Mö- nigreich, G EEEEEEEEE — ein hei-land al ler Welt zugleich, der heil und Leben ——5 * 0 + 72— S.— 6⁰—————————— mit sich bringt; der-hal-ben jauchzt, mit Freu-den singt: Ge⸗ lo⸗bet sei mein Gott, mein Schöpfer 2 Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt; sein Königskron ist heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit. All unsre Not zum End er bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein heiland groß von Tat! 3 O wohl dem LCand, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, 16 e, reich von Rat! bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4 macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eur Herz zum Cempel zubereit't! Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Kndacht, Cust und Freud; so kommt der Rönig auch zu euch, ja, Heil und Ceben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5 Lomn meins he Ach,; dein' Fre rel macht se laßt alle Machte die Tal macht n was hrr OEin k bei Got ein her⸗ mit Ane 5 Uomm, o mein heiland, Jesu Christ, meins herzens Cür dir offen ist. Uch, zeuch mit deiner Gnade ein, dein' Freundlichkeit auch uns er⸗ schein. weise: Von Gott will ich nicht lassen. Advent 9 10 Dein heilger Geist uns für und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel, 1590— 1655 157⁵ ESSE 330 Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt! Bald wird—55 Sünder, der wun⸗der⸗star⸗keheld, ———— n— Soe. . sprochen hat zu 2 Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt. Macht eben jeden Pfad, die Tal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, machet grad. 3 Ein herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Ungst zu Grunde geht; ge⸗ben, bei al ⸗len keh⸗ren ein. ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4ach mache du mich Urmen zu dieser heilgen Seit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein, mach es zu deiner Krippen, so werden herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. nach Valentin Thilo dem Jüngeren, 1607— 1662 weise: Kus meines Herzens Grunde. 1598 2 V— 1I 4.—.—. .— Nun jauch⸗zet, all ihr From⸗men, in die ⸗ser Iei un-ser heil ist kom⸗-men, der herr der 17 Gna⸗den-⸗ zeit, ö War —43455„keit; 3 oh⸗ne stol- ze Pracht, doch 6.— mäch⸗-tig zu ver⸗ st ren de⸗ 2 Er kommt auf Eselsfüllen geritten arm und klein, stellt sich nach Gottes Willen für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut; er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut. 3 Uein Zepter, keine Krone sucht er in dieser Welt; im hohen himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 4 Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen Hönig an. Soll euch geraten werden, so geht die rechte Bahn, Teu⸗ sels Reich und Macht. ———— ist der 95965 Cag. hee⸗ren und gänz lich zu zer⸗ die nach dem himmel führt. Sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des herren Zorn euch rührt. 5 Ihr Urmen und Elenden in dieser bösen Seit, die ihr an allen Enden müßt haben Ungst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Cieder klingen und tut dem König singen; der ist eur höchstes Gut. 6 Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eur Elag und Weinen verwandeln ganz in Freud. Er ists, der helfen kann. Macht eure LCampen fertig und seid stets sein gewärtig. Er ist schon auf der Bahn. Michagel Schirmer, 1606—1675 Nikolaus Berman, 1560 1 Lünnb neu⸗ 18 e EEEE e Uir ⸗chen-jahr, des freut sich das uns Gott se hallelu Uon schon 6 Komm Werde Du schi dahn 0Kon was d Komm + 7 anr—.—— , iet 2— 2. dich, du wer⸗tes Si⸗on, e 2 wir hören noch das Gnaden— wort von Unfang immer wieder fort, das uns den Weg zum Leben weist. Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja! weise: Meinen Jesum laß ich nicht. * ⸗wig-lich. Hal⸗le ⸗ lu ja! 3 Gott, was uns deine Wahrheit lehrt,‚ die unsern Glauben stets vermehrt, laß in uns bleiben, daß wir dir ein Loblied singen für und für. Halleluja! Johann Olearius, 1611—1684 167⁴ 12 E* Sieh, dein Kö⸗ nig kommt zu dir! See⸗le, das sind Sprich: Mein Mö⸗nig, komm zu mir, sieh, ich öff⸗ne fro ⸗ he Wor te. dir die Pfor ⸗ te.) Zeuch mit dei ⸗ner 1 N —— 8 ͤ 2 Sanft-mut ein; was du 2 Uomm, ich bin dein Eigentum schon seit deinem Wasserbade. Komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gnade. Du schickst ja dein Wort voran, Daß mein König kommen kann. 3 Uomm und räume alles aus, was du hassest, was mich reuet. Komm und reinige dein Haus, fin⸗dest, das ist dein. das die Sünde hat entweihet. Mach mit deinem Opferblut alles wieder rein und gut. 4 Komm in deinem Abendmall, das du uns zum heil gegeben, daß wir schon im Erdental mit dir als im Himmel leben. Momm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir. 19 13 Gottesdienstliche Seiten mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt Weise:— munter, mein Gemüte. 131⁰ W —— ter des herrn? 0 du mein du mein Stern, 2 aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; ö da ist rechte Seelenweide, ö wo man in dir fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein herze bricht. Laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken. 3 Hreu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein. Sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein 20 hel fer in der rech⸗ten Seit, hilf, mei-nem her-zen von den Wun-den, die mich schmerzen. ö 5 Komm und bring den Geist auch und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: HKomm, herr Jesu, rufen mag. Philipp Friedrich Biller, 1699— 1769 Johann Schop, 1642 — E— Wa⸗ Lanwus drau⸗ßen ste-hen, du Ge-seg-ne⸗ Laß dir, bei mir ein-⸗ zu⸗ge⸗hen, wohl⸗ge-⸗fal-len, Je⸗ su, mei ⸗ne Freud, Heis land, und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 4 Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft. Gottes LCiebe nimmt gefangen deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld; und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen. 5 Alles was dit weil did und es! 2 Dei und gr und ich ermunt Rein! in stete und de so gut 5 Da⸗ zu mei Als Le in ihre als m da O da bis und h 5 Alles dient zu deinem Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Weise: Valet will ich dir geben. Advent 14 Bleibest du dem wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhard“ 1607—1676 Melchior Ceschner, 1615 . ——— . Wie soll ich dich empfangen und wie be⸗gegn ich dir, o al-ler Welt verlangen, D 4* 5 o mei⸗ner See⸗le Sier? — 7——.— 2.——. ..e, O Je⸗su, Je⸗-su, se ⸗tze mir selbst die Fa-ckel bei, da⸗ „———.— 2———— S—. mit, was dich er gö⸗tze, mir kund und wis-send sei. 2 Dein Sion streut dir Palmen und grüne 5weige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein herze soll dir grünen in stetem Cob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3 Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4 Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stund in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut. 5 nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Cieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großer Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 21 15 Gottesdienstliche Seiten ö 6 Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7 Ihr dürft euch nicht bemühen und sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Urmes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Cieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8 auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sünden Schuld; nein, Jesus will sie decken ö mit seiner Cieb und Huld. . Er kommt, er kommt den Sündern zu Trost und wahrem heil; schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9 was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der herr wird sie zerstreuen in einem Kugenblick. Er kommt, er kommt, ein Rönig, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10 Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal! Paul Gerhardt, 1607— 1676 2 Weihnachten Weise: Nun Hosianna Davids Sohn. 2— DD..I......— 4 ö al⸗te Mor⸗-gen nicht, der täg-lich wie⸗der-Reh⸗ ret. Es * 4* 0*—— ———— 2⁴ 4—.— SII n. ————— ist ein Leuchten aus der Sern, es ist ein Schim-mer, idern ern 7167⁵ Weihnachten 16 IZ .UNNNN ů —— 12 ö U — ist ein Stern, von dem 2 nun wird ein König, aller Welt von Ewigkeit zum heil bestellt, ein zartes Kind geboren. Der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt schon und verloren. 3 Der himmel ist jetzt nimmer weit; es naht die selge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! Weise: Kus meines Herzens Grunde ich längst ge ⸗ hö- ret. 4 Ein ewig festes Ciebesband hält jedes haus und jedes Cand und alle Welt umfangen. Wir alle sind ein heilger Stamm, der Cöwe spielet mit dem Camm, das Kind am Nest der Schlangen. 5 Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld: Willkommen, heiland aller Welt, willkommen auf der Erde! Max von Schenkendorf, 1785- 1817 159⁸ — ; — 55.— 2 — ohn; thron; auch was auf Er ⸗ den ist, muß 2 —— 2 —D prei⸗sen hoch und lo⸗ b — en nit al⸗-len En⸗ geln ..— 8—.— —— HW S— dro ⸗ ben den lie-ben heil- gen Christ. 2⁵ 17 Gottesdienstliche Seiten 2 Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin. Die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn. Die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baun weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten Steg. 3 verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos. Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß vom himmel hoch E er will, daß alle rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen hulden, gehn in den Himmel ein. 4 Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein, fern und nah: der euch den Vater weiset, der heilge Christ ist da! Er ruft so freundlich drein mit süßen LCiebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Krndt, 1769- 1860 1 dies ist der Cag. den Gott ge-macht, sein werd in al ⸗-ler Welt ge-dacht; ..........——— im Wurwel und 05 Er 22 ist. Je-sum Christ 2 Die völker haben dein geharrt, bis daß die Seit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3 wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; 2˙+ ihn rei⸗se, was durch er betet an und er ermißt, daß Gottes Cieb unendlich ist 4 Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. iset, 1860 5 Dein König, Sion, kommt zu dir. „Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, dein in Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6 herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. 7 Du, unser heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier,‚ und Gottes Kinder werden wir. 8 Gedanke voller Majestät, du bist es, der das Herz erhöht! Weise: O daß ich tausend Zungen. Gedanke voller Seliglkeit, du bist es, der das Herz erfreut! 9 Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 10 Jauchzt, Himmel, die 110 ihn erfuhrt, den Cag der heiligsten Geburt,‚ und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem herrn, ein neues Lied. 11 dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769 17⁵⁸ 18 ES Dies ist die Racht, 90 mir er-schie-nen des Das Kind, dem al- le En-⸗gel die- nen, bringt E EE gro⸗ßen Got-tes Freund-lich-keit. Licht in mei- ne Dun-kel⸗ heit; und die⸗-ses Welt⸗ und —..*—.— . —* Him⸗-mels⸗licht weicht hun-dert- tau-send Son-nen nicht. Weihnachten 18 ——— — 19 Gottesdienstliche Seiten 2 Caß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein. Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Hölle Macht, die Sünden-, Kreuz- und Todes— nacht. 3 In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Seit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein himmel und dein kllles sein. 4 Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebes— licht. weise: Vom Himmel hoch. 19——— * Mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5 Drum, Jesu, schöne Weihnachts— sonne, bestrahle mich mit deiner Gunst. Dein Licht sei meine Weihnachts— wonne und lehre mich die Weihnachts- kunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. Uaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624 1685 1 Em⸗-por zu Gott, mein Lob⸗-ge⸗sang! Er, dem de⸗ ——— 4·—————— SS Lied der En-gel S tag ist da! 2 vom himmel kam in dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht gebracht. Nun leuchtet uns ein milderstrahl, wie Morgenrot im dunkeln Tal. 3 Er kam, des Vaters Ebenbild, vom armen Pilgerkleid umhüllt, 26 klang, der ho- he Freu-den⸗ Lob-⸗sin⸗get, Got⸗ tes Heil ist nah! und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4 Er, der im himmel herrlich thront, hat unter uns als Mensch gewohnt, damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. reulich leinen, nicht. Schein, dunkel sein. nachts⸗ sonne, Gunst. nachts⸗ wonne nachts⸗ kunst, soll glanzes voll. Albsõ 1550 * Weihnachten 20 5 Er leitet auf des himmels 6 Empor zu Gott, mein Lobge— Bahn sang! uns, seiner Brüder Schar, hinan und wandelt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und herrlichkeit. Eigene Weise. Auch nach Weise 320 zu singen. Er, dem das Lied der Engel klang, der hohe Freudentag ist da! Lobsinget, Gottes Heil ist nah! Friedrich Adolf Krummacher, 1767— 1845 Johann Crüger, 1655 20 DS ö ö qRI———— — à.. 1 Fröh⸗ lich soll mein her-ze sprin⸗ SPSPPPPI IITTT gen die-ser zeit, da vor Freud al-le En⸗-gel sin⸗ r. e, Berirer.— gen.— hört, wie mit vol-len Cho- al ⸗le — Luft lau-te ruft: 2 heute geht aus seiner Kammer Gottes held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir, Mensch, zu gute. Gottes Kind, das verbind't sich mit unserm Blute. 3 Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. Chri⸗stus ist ge⸗bo-ren! 4 nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Cippen: Lasset fahrn, o lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder! 5 Ei, so kommt und laßt uns laufen; stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der euch gern Licht und Cabsal gönnet. —1 — t,,;. 4 —.— — 21 Gottesdienstliche Zeiten 6 Die ihr schwebt in großem Leide, sehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 7 Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfind't seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost, hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergift'ten Wunden. 8 Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Eigene Weise. — hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 9 Süßes heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Sier, unverrückt anhangen. Du bist meines LCebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 10 Ich will dich mit Fleiß be— wahren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Seit dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 1607— 1676 15²2⁴4 SSIII *+— 5— 21 66 14.—— 1 Ge⸗lo-bet PS seist du, Je-su Christ, daß du Mensch ge⸗bo⸗ ren des freu-et sich der En-gel 2 des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippe find't; in unser armes verkleidet sich das ewig Gut. Halleluja! 28 bist von Sleisch und Blut ei⸗ner Jungfrau, das ist wahr, Schar. Hal-le ⸗ lu-ja! 3 Den aller Welt Ureis nie be— schloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Halleluja! hen 4 Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein'n neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht, und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja! 5 Der Sohn des Vaters, Gott von Krt, ein Gast in der Welt er ward und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erb'n in seinem Saal. Halleluja! weise: Cobt Gott, ihr Christen oder Nr. 172. 23 Weihnachten 22 6 Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7 Das hat er alles uns getan, sein' groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Halleluja! Erste Strophe vorreformatorisch, die an⸗ deren von Martin Luther, 1485— 1546 Nikolaus Herman, 1554 22 EE 1 Im-ma⸗nu⸗el! Der Herr 0— und nimmt mein ESEEEEEEEEEEEEEE ———— Sleisch an sich. Im-ma⸗nuel! Ist Gott mit mir, wer *——.— — Fere — ist dann wi-der mich? Wer ist dann wi-der mich? 2 also hat Gott die Welt ge— liebt, daß er durch freien Trieb den eingebornen Sohn uns gibt. Wie hat er uns so lieb!:: 5 Und was sein wunderbarer Rat schon in der Ewigkeit von Jesu fest beschlossen hat, das tut er in der Seit. 4 Du, wunderbarer Gottmensch, wirst mein Rat und Uraft und held, mein Vater und mein Friedefürst, :: du heiland aller Welt. 5 Was mir zum Seligsein gebricht, das, Herr, erwirbst du mir. Versöhnung, Leben, Trost und Licht, das hab ich nun von dir.:: 29 ̈́—ꝛ——ü————————— 25 Gottesdienstliche Seiten 6 Dein Mangel wird mein Über⸗ 7 Gelobt sei Gott, gelobt sein fluß, Sohn dein Leiden stillt mein Leid, in dieser Freudenzeit! dein Niedrigsein schafft mir Genuß Tobt, Engel, ihn vor seinem Thron, der höchsten Herrlichkeit.:. er heb ihn Christenheit!: Heinrich Kornelius HBecker, 1699—1745 weise vom Himmel hoch 15⁵9 2³ vom him- mel kam der En⸗gel Schar, er-schien den 4*———— ————.— ö—.. 6—————.— hir-ten offen- bar, sie sag-ten ihn'n: Ein 20—— 6²— ,.——— Kind⸗lein zart das liegt dort in der Urip⸗-pe hart. 2 zu Bethlehem, in Davids Stadt, LCaßt zürnen Ceufel und die Höll! wie Micha das verkündet hat. Gotts Sohn ist worden eur Gesell. Es ist der Herre Jesus Christ, ö der euer aller Heiland ist. 5 Er will und kann euch. e e5t ihr auf ihn eur Suversicht. 9 6 t t 4 Ru e 19 Es mögen euch viel fechten an, aß Gott mit euch ist worden dem sei Crotz, ders nicht lassen ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, 2—84 eur Bruder ist das ewig Gut. 6 Suletzt müßt ihr doch haben recht, 4 was kann euch tun die Sünd ihr seid nun worden Gotts Ge— und Cod? schlecht. Ihr habt mit euch den wahren Des danket Gott in Ewigkeit, Gott. geduldig, fröhlich allezeit! Martin Luther, 1483— 1546 dich hat der dät 4a0, und uns ach, 0 wuͤrd O Numk haltht U bit we . behle; Aleids Vom Bimmel hoch. Weihnachten 24 15⁵9 ——.— 2⁴ E.— E 1wir sin⸗gen dir, Im-ma⸗nu-el, du Lerbens— —— fürst und Gna-den-quell, du him-mels⸗blum und 9 2—..— .......... Mor⸗gen⸗stern, du Waesenen Herr al-ler Herrn. 2 wir singen dir in deinem heer 6 Du bist der Ursprung aller aus aller Kraft Cob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. 3 von Knfang, da die Welt ge— macht, hat so manch Herz nach dir ge— wacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar: 4 ach, daß der Herr aus Sion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jalob fröhlich sein! 5 Nun bist du hier; da liegest du, hältst in der Krippe deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Freud und duldest so viel Herzeleid, bist aller heiden Trost und Licht, suchst selber Crost und findst ihn nicht. 7 Ich aber dein geringster Knecht, ich 90 es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. 8 Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Q NUnd bin ich gleich der Sünde voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 31 25 Gottesdienstliche Zeiten 10 Du bist mein Haupt, hinwie⸗ 11 Ich will dein Halleluja hier derum mit Freuden singen für und für, bin ich dein Glied und Eigentum und dort in deinem Ehrensaal und will, soviel dein Geist mir gibt, solls schallen ohne Seit und Sahl. stets dienen dir, wie dirs beliebt. paul Gerhardt, 16071676 3•Jahresschluß und Neujahr 4— Allein Gott in der Höh sei Ehr. Vorreformatorisch — 2⁵ EDEEE ([Bis hie-her hat mich Gott ge-bracht durch bis hie⸗ her hat er—.— und Racht be⸗ G E sei⸗- ne gro-⸗ße Gü wahrt herz und Ge ⸗ mü 22 e. hat er mich ge?: leittt, bis hie: her hat er mich er ⸗ freut, bis hie⸗ her mir ge ⸗ hol ⸗ fen. 2 Dir sei Cob, Ehre, Preis und 3 hilf fernerhin, mein treuster Dank Hort, für die bisherge Treue, hilf mir zu allen Stunden; die du, o Gott, mir lebenslang hilf mir an all und jedem Ort, bewiesen täglich neue. hilf mir durch Jesu Wunden, In mein Gedächtnis schreib ich damit ich sage bis in Tod: an: Durch Christi Blut hilf mir, mein Der herr hat wohl an mir getan, Gott, bis hieher mir geholfen. hilf, wie du sonst geholfen! Amilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt, 1657—1706 32 2 Jahresschluß und Neujahr 2627 weise: Unser Berrscher, unser König. 168⁰ ———.—.—.——jß7— 26 H65—.— SISSS. ————— 2— Rif Herr Je⸗ su, laß ge-lin⸗gen, hilf, das (Laß es neu⸗e Kräf⸗te brin⸗gen, daß aufs — 4 *— ö neu⸗e Jahr geht an. neu ich wan-deln kann.) Neu-es Glück und neu- es —— —. Le ⸗ben wol-lest du mit Gna⸗ 5en ge ben. 2 Laß dies sein ein Jahr der Gnade, laß mich büßen meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, sondern bald Verzeihung find. Niemand sonst als du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 3 Cröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, ja, voll Ungst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 4 herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei und ich christlich könne leben Weise: 5—.— Jesum laß ich nicht. sonder Trug und heuchelei, daß ich noch allhie auf Erden fromm und selig möge werden. 5 Jesus richte mein Beginnen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zäume mir die Sinnen, Jesus sei nur mein' Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jesus lasse nie mich wanken! 6 Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr. Trage stets mich auf den händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 1607— 1667 167⁴ 27 Je⸗-sus soll die Je- su Na⸗me Lo-sung sein, da ein neu-es soll al-lein de-nen zum Pa— 35 E — S*— * 1——— Jahr ⸗schie ⸗ nen. nie ⸗ re 65 die ⸗ nen, Bun-de stehn und auf 2 Jesu namen, Jesu Wort soll bei uns in Sion schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum heiligtum. 3 Unsre Wege wollen wir nur in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. sei⸗ nem We⸗ge gehn. 4 alle Sorgen, alles Ceid soll der Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 5 Jesus, aller Bürger heil, unserm Ort ein Gnadenzeichen, unsres Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 1672— 1757 Weise: nun laßt uns Gott dem Herren. 1587 IEEEEEE— 28 SA——. nun laßt uns gehn und tre ten mit E ⸗ gen und mit Be ten zum herrn, der serm e E. 31 Le⸗ben bis hier-her Uraft ge ⸗ben. 2 wir gehn dahin und wandern 3 Durch so ice und Plagen, von einem Jahr zum andern; wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. 34 durch Sittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. Idenn in schwer die Kind mit Hleif 5 Also o läßt Got wann Ni in seinen bach fürwahr mit unse wo nicht 7 Gelob die alle Lob sei die alle 88 aß 0 bater in unser ein Bru 9 Gib y die sich! nach dir ein her: —— A Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit§Fleiß bewahret werden, 5 also auch und nichts minder läßt Gott uns, seine Kinder, wann Not und Crübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6 lich hüter unsers Cebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein' Hugen wachen. 7 Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden! 8 Laß ferner dich erbitten, 0o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9 Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. Weise: Vom Himmel hoch. 2 Jahresschluß und Neujahr 29 10 Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen. 11 sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen; laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12 Sei der verlaßnen vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Urmen Gut und Habe. 13 hilf gnädig allen Kranken; gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14 Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15 Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 1607— 1676 15³9 1 1 29 64—.— 42 3——— N — un wol⸗le Gott, daß un⸗ser Sang hab ei-nen ö a 2 2.—— e, E——— fro⸗-hen Glau⸗bens-klang, zu wün⸗schen uns ein 55 —— IIN.-·.:.—.——-———— Eem Gottesdienstliche Seiten 29 SEE gu⸗tes Jahr, 2 hie mag bestehn kein Mensch noch Stand, den Gott nicht hält mit seiner Hand, ihn leitet alle Lag und Stund; drum wünschen wir aus Herzens— grund: 3 Der Obrigkeit, daß die Ge⸗ walt von Gott sie nehm und recht ver— walt; es geb ihr Gott viel Ernst und Hleiß, daß sie gerecht sei, fromm und weis; 4 Und der Gemeind Gehorsam— keit, zu fördern Zucht und Ehrbarkeit, auch Bruderliebe, Fried und Treu, daß Leib und Glied gesund hier sei. 5 Und jedem hhaus und wasdarin, dem wünschen wir den rechten Sinn, zu Gottes Preis und Ehr geübt, der haus und Hof und alles gibt. 6 Euch Dienern, treu, gehorsam, still, friedlich zu sein, wie Gott es will, Es ist auch Christus euer Unecht; wer das nur glaubt, der dienet recht. 7 Ehleut die seien friedereich und tragen Ciebs undLeides gleich. 30 und ers in Gna⸗den ma⸗ che wahr. Zu sein Ein Fleisch, Ein herz und Geist, die Gnad, Herr Gott, an ihnen leist. 8 Auch daß die Jungen fürchten Gott und halten sein heilig Gebot und wachsen auf in Zucht und Lehr zu aller Nutz und Gott zur Ehr. 9 Euch Krankenistin Schmerzen bang, auch Tag und Nacht die Weil gar lang; so mach euch Gott im Herz gesund, rüst mit Geduld euch alle Stund. 10 Es geb euch Armen Gott der Herr das täglich Brot und was noch mehr an Seel und Leib vonnöten ist, voraus Geduld durch Jesum Christ. 11 dietäglich an der Urbeitsind, treu zu ernähren Weib und Kind, den'n wünschen wir, daß sie ihr Brot mit Segen nehmen hin von Gott. 12 All, die ihr habet zeitlich Gut und nehmts mit großer Sorg inhut, teilt aus davon und rüstet euch, daß ihr vor Gott auch werdet reich. 15 Irs daß er eue beheht eus und mach weru der falsche und führet dem gebe wie ichs und dan wis dr L S M der 0 vahr. erz und Geist nen leist. fürchten Gott bot cht und Lehr Ehr. merzen bang, eil gar lang; gesund, Stund. hott der herr as noch mehr en ist, Jesum Christ. eitsind, d Hind. sie iht Brot 0on Gott. ich Gut 0 inhut, et euch det reich. 13 Ihr Sünder, suchet Gott in Reu, daß er euch eure Sünd verzeih, bekehr euch all nach seinem Wort und mach euch selig hier und dort. 14 Wer uns mit Ernst den Glau— ben lehrt, der falschen Lehr und Leben wehrt und führet Gottes Wort und Werk, dem gebe Gott sein' Gnad und Stärk. Epiphanias 30 15 Das wünschen wir von Herzen all, zu sein ein Volk, das Gott gefall, ein' ehrbar heilige Gemein, die gradaus sieht auf Gott allein. 16 Es sei mit uns sein' göttlich Hand, die hüt und schirm ror aller Schand. Er geb mit Gnad viel guter Jahr in seiner Lieb. Das werde wahr! Johannes 5wick, 1496—1542 4. Epiphanias Matth. 2, 11. weise: Jesus, meine Suversicht. 30 üe mei⸗ne gro⸗ßer Wun-der⸗stern, See⸗-le a—— 27=r. der aus will so gern dir au + .. Ja-kob ist er⸗-schie-nen, I dei⸗ nem Fe⸗ste die- nen. 3 e n DSSSSDSEEEE ich Hr⸗ mer schen ⸗ken kann. gnä⸗ dig an, was 2 nimm das Gold des Glaubens 3 Nimm den Weihrauch des Ge— hin, bets, laß denselben dir genügen. Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Umen drauf. wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste Gabe. Laß es auch bewährt und rein in der Glut des Kreuzes sein. 37 31 Gottesdienstliche Seiten 4 Nimm die Myrrhen bittrer Reu. ch, mich schmerzet meine Sünde! Aber du bist fromm und treu, Weise: Einer ist König. 51U daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann neumeister, 1671—1756 (Je-sus ist kommen, Grund e-wi-ger Freu-de; Gottheit und Menschheit ver⸗ein-gen sich bei- de; SSSS A und O, An-fang und En-de steht da. Schö-pfer, wie kommst du uns Men-schen so nah! .—.————— .. — 8 99160 him-mel und Er-de, er-zäh-lets den hei-den: 660 E Je-sus ist kom-men, Grund e-wi- ger Freu-den! 2 Zesus ist kommen, nunspringen die Bande, Stricke des Todes die reißen ent— zwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande. Jesus ist kommen, nun springen die Bande! 3 Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, 358 sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend her— aus. Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Er— löser! 4 Jesus ist kommen, der König der Ehren, Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! Dieser Regent kann die Herzen be⸗ kehren, öffnet ihm Tore und Türen fein bald! finde kann: an. 671156 17⁵⁵ efestigte chlösser, end her⸗ aus. „Satan, Böser arke Er⸗ löser! T Mönig 1Ehten, nt sein Gewalt! erzen be⸗ kehten, ren fen hald! Denkt doch, er will euch die Krone gewähren, Jesus ist kommen, der König der Ehren! 5 Jesus ist kommen, oseligeseiten, Morgenstern, der uns im hHerzen aufgeht! Mittler, du machest nun eines aus beiden; zieh uns nach dir, o du Liebes— magnet! Meister zu helfen, du stehst uns zur Seiten. Jesus ist kommen, o selige Seiten. 6 Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden, Sünden der ganzen Welt trägt dieses Camm. Sündern die ewge Erlösung zu finden, steigt es aus Ciebe an blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! 7 Zesus ist kommen, sagts aller Welt Enden, eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret die Treue mit herzen und Händen, Eigene Weise. Epiphanias 32 sprechet: Wir leben und sterben bei dir! Herzensfreund, gürte mit Wahr— heit die Cenden. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! 8 Jesus ist kommen, ein Weg süßer Weide; Wahrheit, du labst mit wahrhaf⸗ tigem Gut. weisheit, wie wunderbar führst du zur Freude; dein Traubenblut stärkt uns den Mut, dir anzuhangen in Freude und Weinstoch, Leide. Jesus ist kommen, ein Weg süßer Weide! 9 Zesus ist kommen, die Ursach zum Leben. Hochgelobt sei der erbarmende Gott, der uns den Ursprung des Segens gegeben; dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod. Selig, die ihm sich beständig er— geben! Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben! Johann LCudwig Konrad Allendorf,1693—- 1773 Cukas 2, 29— 32. 15²⁴ 52— 4 + +—— D 1 mit Fried und Freud ich fahr da ⸗ hin in Gottesdienstliche Seiten ——— 5——.——. —.———————I——— ——————— SSE ————— sanft und stil le; wie Gott mir ver-hei-ßen I—————.— d 5................—, hat, der TCod ist mein Schlaf wor--den. 2 Das macht Christus, wahr'r heißen laden Gottes Sohn, durch dein teuer heilsam Wort, der treu Heiland, an allem Ort erschollen. 6 00—— Wau. hast sehen lon, A Er ist das hell und selig Licht und machst bekannt, für die heiden, daß er sei das Ceben mein Arleuchten, die dich kennen nicht und heil in Not und Sterben. 00 5 Wuden. 3 den hast du allen vorgestellt Er ist deins Volks Israel mit groß Gnaden, der Preis, Ehr, Freud und Wonne. zu seinem Reich die ganze Welt Martin Luther, 1485—1540 weise: Valet will ich dir geben. Melchior Teschner, 1613 35 EE Kö⸗nig al-ler Eh- ren, herr Je⸗su, dein Reich soll e- wig wäh-ren, im Him-mel S8* Da-vids Sohn, ist dein Thron. hiff daß all ⸗hier auf Er-den den 8.—.—.— *—— Ren-⸗-schen weit und breit dein Reich be-kannt mag 40 7.— zur See; 2 von deinem Reich auch zeugen die Ceut aus Morgenland; die Knie sie vor dir beugen, dieweil sie dich erkannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort; drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. 3 Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeld't. Doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, prangst nicht auf hohem Rosse, trägst keine goldne Kron, wohnst nicht in festem Schlosse; hier hast du Spott und Hohn. 4 Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, in deinem Reich regieret Güt mit Gerechtigkeit. Weise: Unser herrscher, unser König. Epiphanias 34 ö 355 len Se lig ueit. Du wollst die Frommen schützen durch dein' Macht und Gewalt, daß sie in Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5 Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf; dein' Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Mein'n Heinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren; rett mich aus aller Not. 6 du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern. Halt falsche Cehr und Sünden von meinem herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, 1557—1622 344 EE 5.— Sa⸗ ler wer-de licht! dei⸗ nem Haupt an-bricht! (Wer-de licht, du Stadt der hei-den, und du Schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu-den ü- ber ...— Gott hat de-rer nicht ver— Gottesdienstliche Seiten 2 Dunkelheit die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein anders zu vergleichen, welches alle Ding erhält. Die nach diesem Lichte sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. + ö 3 Gottes Rat war uns verborgen, 1 seine Gnade schien uns nicht; ö Ulein und Große mußten sorgen, jedem fehlt' es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. ö 4 Aber wie hervorgegangen I ist der Kufgang aus der höh, haben wir das Licht empfangen, x welches so viel Hngst und Weh und, was Menschen mag betrüben, aus der Welt hinweggetrieben. Du * mein Röo S gese⸗sen, die im Fin-stern Spätere Form der Weise im Anhang Ur. 14. voll Gnad und Wahr-heit von dem Herrn, nig und mein Bräu- ti ⸗gam, ä. sind ge-ses-sen. 5 Dieses Licht läßt uns nicht wan⸗ ken in der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl getan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 6 dein' Erscheinung müss' erfüllen mein Gemüt in aller Not. Dein' Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod. herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 7 Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 1607 1667 1542 5 5 6⁰⁰——— S (Wie schön leuch tet der Mor⸗gen⸗-stern Da- vids-sohn aus Ju- das Stamm, aus Ja— hältst mir wan⸗ ken m. mͤen, enket, nhet. füllen len d. einen inen. ehen , , llt, Rob auf 2085 mein Hherz ge⸗ fan⸗gen. ,... schön und präch-tig, groß und mäch-tig, reich an Ga— ben, SDII *.—.—. 4492.. Hen! hrnen freund-lich, .— ü⸗ ber al ⸗les hoch er ⸗ ha ⸗ ben. 2 Du meine perl und werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König, mein herz singt deiner Schönheit Ruhm; dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Fröhlich ruf ich: Hosianna, himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3 Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du leuchtend Kleinod, edler Stein, die Flamme deiner Liebe; erfreu mich, daß ein Glied ich bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. Um dich kränkt sich, Himmelsblüte, mein Gemüte und gesundet nur durch dich, der es verwundet. 4 von Gott kommt mir ein Freu⸗ denschein, wenn du mich mit den Augen dein so freundlich tust anblicken. herr Jesu, du mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in dein' Hrme, daß ich warme werd von Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 5 Gott bater, o mein starker held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm ange— traut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich nichts mehr betrübet. Wohl mir, wohl mir! Himmlisch Ceben wird er geben mir dort oben. Ewig soll mein Herz ihn loben. 6 Die Saiten stimmt zu hellem Klang, und laßt den süßen Cobgesang ganz freudenreich erschallen —45 36 37 dem liebsten Jesu nur allein, dem Freund, der mein ist und ich zu Ehren und Gefallen.. Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem herren! Groß ist der König der Ehren. 7 wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Freund ist das R und O, 1 Der du, Herr Je ö 6. I 6. ö 2 verleih, o herr, uns Stärk und 1 Mut, ö die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in das Himmelslicht zu deines Vaters Angesicht. Grab ge-hal-ten hast, gib, daß wir in ...... all und un; ser Le Gottesdienstliche Seiten der Anfang und das Ende! Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; dahin streck ich die ände. Amen, Amen! Uomm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, deiner wart ich mit Verlangen. nach Philipp Nicolai, 1556— 1608 5. Passion weise: O Jesu Christ, meins Cebens Licht. 1676 505— *—+—— su, Ruh und Rast in dei⸗nem DDD —.— ru-hen E „ben dir gde ⸗ sall. 3 Wir danken dir, o Gotteslamm, getötet an des Kreuzes Stamm. Taß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein. Georg Werner, 1589—1643 weise: Nun sich der Cag——— 1667 37 1 Der du noch in der 2n Nacht, eh du für einem Preis grone, gen. 56—1608 uns er-blaßt, den dei- nen von der Lie-be DP. Macht so schön ge pre digt hast, ——— 50 —..— 2 Erinnre deine kleine Schar, daß deine letzte Sorge war die sich so leicht entzweit, der Glieder Einigkeit. Nikolaus Cudwig von Sinzendorf, 1700— 1760 Weise: Herr und ältster deiner Kreuzgemeine. Christian Gregor, 1784 ö — e, ——. schla- gen un-sre hän-de ein, dir auf e⸗ wig treu zu sein.) Und zum Zei⸗chen, daß dies LCob ⸗-ge ⸗ tö⸗- ne dei-nem her- zen und zu-gleich: Frie-de, Frie-de sei mit euch! Christian Renatus von Zinzendorf, 1727— 1752 —45⁵ 39 Gottesdienstliche Seiten 30⁴ ei ne Spei⸗se wenn dies Ei ⸗ne ei nen Mann zu 4—— E Schweiß und To- des 6 +?dẽñ—]ũi 2 Ewig soll er mir vor Rugen stehen, wie er als ein stilles Camm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des KUreuzes Stamm; wie er dürstend rang um meine ö Seele, daß sie ihm zu seinem LCohn nicht sehle und dann auch an mich gedacht, ů als er rief: Es ist vollbracht! 3 Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld! + KUls ich in der Finsternis gesessen, 46 Weise: Herr und kltster deiner Kreuzgemeine. 1 nes wuͤnsch ich mir vor Val lem an⸗dern, se-lig läßts im Trä- nen⸗tal 2——— 2235 E früh und spät;! mit uns geht: 1 6——— I— schau⸗en, der mit blut⸗ gem grau-en auf sein kint ⸗ litz OI 4— 1*— nie-der-sank und den Uelch des Va⸗-ters trank. ö j Christian Gregor, 1784 sich wan-dern, Un ⸗ver-rückt auf E — 5 2— trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des hirten Ruf geachtet, und mit teuerm Cösegeld mich erkauft von dieser Welt. + Ich bin dein! Sprich du darauf ein Umen. Treuster Jesu, du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Anapp, 1798— 1864 lassen, lassen, 0 . 939 190⁴ Weise: Kn Wasserflüssen Babylon. passion 40 Straßburg, 1525 40 ρ —— + 4 127 117* I Ein Lämm ⸗lein geht und trägt die Schuld es geht und bü⸗ßet in Ge⸗duld ——. 6—— EE der Welt und ih rer Uin·der—— die Sün⸗-den al⸗ler Sünder; es gebt da⸗Kin, wird b— i matt und krank, er⸗gibt sich auf die Wür-ge-bank, 4—— +— V. Hlll—-—3363636geeeeeeee S EEEEEEEEEE ent- zieht sich r. und Spott, Schmach, Hohn al-len Freu- den; es nim⸗met an Angst, Wun-den, Strie-men, Kreuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei-den. 2 Das Cämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten. Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 0„Ja, Vater, ja von Herzens⸗ grund, leg auf, ich will dies tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen! O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen! 47 41 Gottesdienstliche Seiten 4 Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleichwie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht; und wenn mein herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. Weise: An Wasserflüssen Babylon. 41 rn 6⁰—* 2 wie ichs mei-ne.] Lieb und wei⸗ne.) 5 Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir nach Möglich— keit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was du mir zu gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. Paul Gerhardt, 1607— 1676 Straßburg, 1525 —7* — — (Er-for-sche mich, er-fahr mein herz und sieh, Herr, Ich denk an dei-nes Lei-dens Schmerz, an dei ne — Dein Kreuz sei mir ge⸗be-ne-deit. Welch Wun-der der Barm-her-zig-keit hast du der . — Welt er-wie-sen! Wann hab ich dies ge ⸗ nug ——5 8 ———— be⸗ dacht und dich aus al ⸗ler mei ⸗ ner nug da 6⁰ Macht ge 48 D fur ge: prie sen 2 Erniedrigt bis zur Knechtsge— stalt und doch der Größt im herzen, ertrugst du Spott, Schmach und Gewalt voll Krankheit und vollschmerzen. Wir sahn dich, der Verheißung Siel; doch da war nichts, das uns gefiel, und nicht Gestalt noch Schöne. Vor dir, herr, unsre Zuversicht, verbarg man selbst das Angesicht; dich schmähn des Bundes Söhne. 3 Ein Opfer nach des Ewgen Rat, belegt mit unsern Plagen, um deines Volkes Missetat gemartert und zerschlagen, gehst du den Weg zum Ureuzes— stamm, in Unschuld stumm gleich als ein Lamm, das man zur Schlachtbank führet. Freiwillig, als der Helden held, trägst du aus Liebe für die Welt den Tod, der uns gebühret. 4 Du neigst dein Haupt. Es ist vollbracht. Du stirbst. Die Erd erschüttert. Die Arbeit hab ich dir gemacht; Herr, meine Seele zittert. Was ist der Mensch, den du befreit? Weise: O LCamm Gottes. passion 42 O wär ich doch ganz Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden, und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wiederlieb und dich nie kreuzige mit Sünden. 5 Welch Warten einer ewgen Pein für die, die dich verachten; die, solcher Gnade wert zu sein, nach keinem Glauben trachten; für die, die dein Verdienst gestehn und dich durch ihre Werkeschmähn als einen Sündendiener! Wer dich nicht liebt, kommt ins Gericht; wer nicht dein Wort hält, liebt dich nicht, ihm bist du kein Versühner. 6 Du hasts gesagt, du wirst die Kraft zur Heiligung mir schenken. Dein Blut ists, das mir Trost ver— wenn mich die Sünden kränken. Laß mich im Eifer des Gebets, laß mich in Lieb und Demut stets vor dir erfunden werden. Dein heil sei mir der Schirm in Not, mein Stab im Glück, mein Schild im Cod, mein letzter Trost auf Erden! Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 9. 15⁴² 42Fν 16Herr, dei ne dir an des — * =E leh ten Wor: te, die Co ⸗ des Pfor-te ge⸗ 49 43 Gottesdienstliche Seiten un ter hei: ßen Sahmer 3n die laß mich drun-gen aus dem her-zen,/ ,e dnrn.—..—— S wohl be- den„- ken und mich dar- ein ver— ᷓ sen-Ren durch dein Er-bar-men, o 2 herr, deine große Liebe 3 In dir nur such ich Frieden; laß mich daraus ersehen. du hast ihn mir errungen, Ob alles auch zerstiebe, da, ohne zu ermüden, so bleibt mir diese stehen. du hHöll und Welt bezwungen. Ich halt es fest im Glauben; Dich, Herr, umfaß ich kindlich kein Feind soll mich berauben: und rufe täglich, stündlich: Du liebst mich ewig, o Jesu! Gib mir dein'n Frieden, o Jesul Friedrich Weyermüller, 1810—1877 Weise: Herzliebster Jesu. 2585 Crüger, 1640 4⁰ỹ————————— 1 herr, stär ke mich, Da Lei⸗ den zu be⸗ EE EEE den-ken, mich in das Meer der Lie-be zu ver— Fub 2 war sen-ken, 9045 dich be ⸗ wog, von al ⸗ler Giii Schuld des Bö⸗sen uns zu er 5 sen. Dderei und bis an unst die Sün 5 wele Sinn ic mein h den Hl 4Got Gott Dies h Jesu 0-1⁸⁷⁷ er, 16⁴⁰ 2 vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz ge— horsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen die Sünde tragen. 3 Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte; mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4 Gott ist gerecht. ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Cieb und läßt die Welt erlösen Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5 Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6 0 herr, mein heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Ge⸗ 2 müte in deine Güte. Passion 43 7 Das Größt in Gott ist, Gnad und Lieb erweisen; uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 8 Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 9 Da du dich selbst für mich da⸗ hingegeben, wie könnt ich noch nach meinem Willen leben, und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 10 Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaßnen Herzens werden, da du so viel für uns, die wirs verschuldet, liebreich erduldet? 11 Ein reines Herz gleich deinem edlen Herzen, dies ist der Dank für deinesKreuzes Schmerzen, und Gott gibt uns die Kraft in deinem Namen, dich nachzuahmen. 51 44 Gottesdienstliche Heiten 12 Seh ich dein Kreuz den Ulugen dieser Erden ein ürgernis und eine Torheit werden, so seis doch mir trotz alles frechen Spottes die Weisheit Gottes. Eigene Weise. 44466 13 wenn endlich, herr, mich meine Sünden kränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Cod einst leide, mir Fried und Freude. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Johann Crüger, 1640 Le 1 herz⸗lieb-ster Je⸗su, was hast du ver-bro-chen, daß ,. man ein solch scharf Ur-teil hat ge-spro-chen? Was ist die 5 Schuld, in was für Mis⸗se⸗-ta⸗ten 2 Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Ungesicht geschlagen und ver— höhnet; du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. 3 Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? ch, meine Sünden haben dich geschlagen! Uch, ich, herr Jesu, ich hab dies verschuldet, was du erduldet! 52 bist du ge⸗-ra-ten? + wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herr, er, der Gerechte, für seine Unechte. 5 O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marter⸗ straße! Ich lebte mit der Welt in Cust und Freuden, und du mußt leiden! mich änken, wieder anken; ich den leide, 15—1709 ger, 1640 E 1 daß ten? ch diese Strafe! ur die ;chafe; r, el, erechte, V alle Maße, larter⸗ traße! ust und reuden, 6 lich großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Creu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 7 Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein' Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes- taten im Werk eerstatten? 8 Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 9 weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. weise: Es———.— selig alle die. V. Ich grü⸗ße hier hängst du Passion 45 10 Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar— nichts achten; bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 11 Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Ichmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 12 Dies alles, ob es zwar für schlecht zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 13 wenn, o herr Jesu, dort vor deinem Throne wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, da will ich dir, wann alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann, 1585—1647 . 15 n. 2. dich am Ureu-zes⸗stamm, du zwar in lau⸗ter Not und 5³ 46 Gottesdienstliche Seiten 6— hoch ⸗ ge- lob-tes bist ge: hor ⸗sam E vol⸗-lem her-zen.J tau-sendschmer-zen; G e-stät und Sier b 7——— Lei ⸗be D wür-⸗ dig eit 33 heißt, als auf dem 2 Ich folge dir durch Tod und Leid, o Herzog meiner Seligkeit, nichts soll mich von dir trennen. Du gehst den engen Weg voran, dein Kreuzestod macht offne Bahn den Seelen, die dich kennen. 2——— der uns selig macht. Z.r. Got-tes-lamm, mit an-dachts— bis zum Tod, ver-gehst in wohne, daß man— herr und *— — EEEEE — doch sieht mein Glau⸗be wohl an und daß du hier so I Kö⸗ nig Eh ⸗ren ⸗ thro: ne. Ach Jesu, deine höchste Treu macht, daß mir nichts unmöglich sei, da du für mich gestorben; ich scheue nicht den bittern Tod und bin gewiß in aller Not: Wer glaubt, ist unverdorben. Valentin Ernst Cöscher, 1675—1749 14. D 116, dei ene 5⁴4 50 on will ich jetzt——5 IMe deine deine deine deine einen und d Oabe deine lah mi und di dch. d ich un diese daß ie f dies hilß, Martz * dachts⸗ st in 245 ohl an a rhundert aht be⸗ passion 46 den ⸗ken; wollest mir vom Forneen—098 An⸗ 070 8———— schen ken. In dem Bil ⸗ de jetzt er-schein, ——.—— rn e. Je- su, mei⸗nem her ⸗ zen, 2— dn heil zu sein, lit ⸗test al le Schmer-zen. 2 meine Seele sehen mach deine Hngst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer, samt Nägelmalen, deinen Cod, o Gottessohn, und den Leib voll Qualen. 3 Aber laß mich nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Uch, die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde, diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4 Zesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue; hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großen Leiden? 5 Wenn mir meine Sünde will drohen mit der hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle. Dich und deine Passion laß mich gläubig fassen. Liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6 Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage; daß ich Lieb um Lieb dir bring. Laß indeß dies Lallen, bis ich dorten besser sing, Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken, 1626 1681 55 Gottesdienstliche Seiten Eigene Weise. 47 H 10 Je-su, mei-nes Le-bens Le-ben, Je-su, mei⸗nes der du dich für mich ge-ge-ben in die tief=ste 6⁰⁰— To⸗des Cod. See-len-not, 6⁰ nur daß ich nicht möch-te b— 6⁰⁰——— mal sei dir, lieb⸗ster in das 2 Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Schmach und Schläge, Strick und Bande, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von den argen Sündenketten. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 3 Du hast lassen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh. Uch, du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 4 Man hat dich sehr hart ver— höhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet. 56 Wolfgang Weßnitzer, 1661 . —— 1—.—. — —— ——— äu ßer ⸗ste Ver-der-ben, D ster-ben, tau-send⸗, tau-send— Ze ⸗su, Dank da ⸗ für! Was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 5 Du hast wollen sein geschlagen, zu befreien mich von Pein; fälschlich lassen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein. Daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 6 Du hast dich in Not gestecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld. Daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! dein L es hon Dein! nuß 3 Cause liebste 48 zer, 1661 ⸗ben, —— send⸗ Passion 48 7 Deine Demut hat gebüßet 8 nun, ich danke dir von Herzen, meinen Stolz und Übermut, Jesu, für die ganze Not, dein Cod meinen Tod versüßet, für dieDunden, für die Schmerzen, es kommt alles mir zu gut. für dein'n herben, bittern Cod. Dein Verspotten, dein Verspeien Für dein Sittern, für dein Zagen, muß zu Ehren mir gedeihen. für dein tausendfaches Plagen, Tausend⸗, tausendmal sei dir, für dein lch und tiefe Pein liebster Jesu, Dank dafür! will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 1605— 1681 Weise: Die Cugend wird durchs Kreuz geübet. Andere Weise im Hnhang Nr. 13. 170⁴ PTTTPTTTTTTTTT 48 (Laß mir die Fei⸗- er dei-ner Lei-den, er-hab-ner sie leh- re mich die Sün⸗de mei-den und dir mein Mitt ⸗ler, hei⸗ lig sein; ö gan ⸗ zes Le⸗ ben Wenhr. ii der SDS.SS so ent-schlos-sen für mich die Last des Kreu-zes SꝗSꝗSISPSPSPIPIPIIRIRIIIIRI des Herz noch ster-bend für mich schlug. 2 wie seid ihr mirso lieb undteuer, in Not und Cod gelassen sein; Gethsemane und Golgatha, hier stärkt mein Herz sich, Gott ihr Stätten, wo die Welt die Feier zu lieben der allergrößten Ciebe sah! und selbst dem Todfeind zu ver— Hier lern ich jede Tugend üben, zeihn. 4 57 49 Gottesdienstliche Seiten 3 Drum in den stillsten meiner Stunden will ich nach deinem Kreuze sehn und dich, o Herr, für deine Wun— den mit tiefgerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine huld ermessen, mit der dein herz die Welt umfaßt, und nie im Undank ees vergessen, was du für mich erduldet hast. 4 Mir sollen diese Seierzeiten der größten Liebe heilig sein; still soll dein Kreuz mich stets be— gleiten und jede meiner Stunden weihn. Eigene Weise. 49—— Dein Leidensei mein höchstersegen, dein TCod mein seligster Gewinn; mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, daß ich durch dich erlöset bin. 5 Bleibt mir zu allen Seiten teuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der allergrößten Ciebe sah! Nach euch will ich voll Kndacht schauen, wo mein Erlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich ver⸗ trauen, der uns die Seligkeit erwarb! Christoph Georg Cudwig Meister, 1758—1811 17⁴⁵ 1 O du Lie-be mei-ner Lie-be, du erwünschte die du dich aus höch-stem Trie-be in das jammer— e lig-keit, vol-le Leid Lei⸗ dens mir zu gu⸗te 6— als ein Schlacht-schaf ein⸗ ge-⸗stellt und be-zahlt mit EEE dei⸗ nem Blu⸗ te al⸗ 58 le Mis ⸗ se ⸗ tat der Welt. 2 Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Glberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, den Sündenfluch zu stillen, still die Cast des Kreuzes trägt. 3 Ciebe, die mit starkem herzen alle Schmach und Hohn gehört, Lie be, die nichtingstundschmerzen noch der strengste Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Atem end't, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. Weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngliche 2—8 der Weise im Anhang nr. 5. passion 50 4 Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Ureuzesholz erworben, ach, wie dank ich deinem Blut! Uch, wie dank ich deinen Wunden, du verwund'te Liebe du, wenn ich in den Leidensstunden sanft an deinem Herzen ruh! 5 Tiebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seele Heil erworben. Nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 1629— 1679 Hans Leo—.—0 1601 ————— 14 haupt voll Blut und Wann du, voll o haupt, zum Spott ge ⸗-bun den mit Schmerz und vol⸗ler ei ner Dor-nen- — Hohn, Kron, krö⸗net mit höch-ster Ehr und 0o haupt, sonst schön ge⸗ Sier,—— a ⸗ber EEEEEE höchst ver ⸗-höh-net, ge ⸗ grü-ßet seist du wuiit 50 Gottesdienstliche Seiten 2 Du edles Kngesichte, davor die ganze Welt erschricht und wird zunichte, wie bist du so entstellt, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein kugenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht't? 3 Die Farbe deiner Wangen, der roten Cippen Pracht ist hin und ganz vergangen. Des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4 nun, was du, herr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. 5 Erkenne mich, mein Hüter, mein hirte, nimm mich an. Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan. Dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Most, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6 Ich will hie bei dir stehen; verachte mich doch nicht. Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein herze bricht. 60 Wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Urm und Schoß. 7 Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wann ich in deinem Leiden, mein heil, mich finden soll. dch möcht ich, o mein LCeben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8Ich danke dir von Herzen, 0o Jesu, liebster Freund,‚ für deines Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wann ich nun erkalte, in dir mein Ende sei! 9 wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wann mir am allerbängsten wird um das herze sein, so reiß mich aus den kingsten kraft deiner Ungst und Pein. 10 Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. paul Gerhardt, 1607— 1670 51 Passion 5152 Weise: Christus, der uns selig macht. 14. Jahrhundert 1 SSS.— O hilf, 2— ste, Got⸗tes 41 dein bit⸗ ter Lei-den, daß wir, dir stets un⸗ter-tan, all 21 tu⸗gend —.* mei ⸗den, dei nen Tod und sein' Ur-sach PPET frucht⸗bar-lich be den- ken, da-für, wie-wohl *———— 3——— — arm und schwach, dir Dank⸗-op- fer schen- ken Michgel Weiße, 1534 10 Form der Weise im Anhang Nr. 9. 15⁴42 52 E 11⁰ Lamm Got⸗ tes, un-⸗schul⸗-dig am wall-zeit fun-den ge-dul-dig, wie⸗ S EEE Stamm des UKreu-zes ge⸗-schlach— 5 wohl du wa⸗rest ver- ach-tet; all Sünd hast 6 E EE du ge⸗ tra ⸗ gen, sonst müß-ten wir ver— 61 5³ Gottesdienstliche Seiten —— gen. Er⸗barm dich un=ser, 0 Je=su! 2 O LammGottes, unschuldig umw. 3 O Cammottes, unschuldig usw. Erbarm dich unser, o Jesu! Gib uns dein'n Frieden, o Jesu! Ursprünglich niederdeutsch. 16. Jahrhundert Weise: O Welt, ich muß dich lassen. 5³ Heinrich Isaak, 1539 1 0 Welt, sieh hier dein Ce-ben am Stamm des i ä Kreu-zes schwe-ben, dein Heil sinkt in den Tod. Der — ä— gro-ße Fürst der Eh-ren läßt wil-lig sich be— e s.gæ⅛Dx,RHnz schwe⸗ ren——3 Schlä- gen, hohn und gro-ßem Spott. 2 wer hat dich so geschlagen, 4 Du nimmst auf deinen Rücken mein heil, und dich mit Plagen die Lasten, die mich drücken so übel zugericht't? viel schwerer als ein Stein. Du bist ja nicht ein Sünder Du wirst ein Fluch, dagegen wie wir und unsre Kinder, verehrst du mir den Segen; von Übeltaten weißt du nicht. 3 Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget mir lässest du dich krönen das Elend, das dich schläget, mit Dornen, die dich höhnen, und deiner Martern großes Heer. und leidest alles mit Geduld. 6² 5 Du setzest dich zum Bürgen, ja, lässest dich erwürgen für mich und meine Schuld; deinchmerze muß meinLabsalsein. 6 Ich bin, mein heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 7 nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben; eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem herzen ruhn. 8 Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel, der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. Weise: uus der uns selig macht. Passion 54 9 Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 10 Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem absagen, was meinem Sleisch gelüst't. Was deine Rugen hassen, das will ich fliehn und lassen, soviel mir immer möglich ist 11 deinseufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der eogen Ruh. Paul Gerhardt, 1607— 1676 14. Jahrhundert 54 2 Led⸗ le, mach dich hei⸗lig 15 06. in 30 be⸗ SEIER glei⸗ten gen Je⸗ ru-sa⸗ lem hin-auf, tritt ihm an die Seiten. In der — a folg ihm nach . *— zu dem bit-tern Lei den, bis du aus dem 6⁵ 55 Gottesdienstliche Seiten SDSDSDꝑD Un ge-⸗ mach zu ihm wirst ab-schei ⸗ den. 2 Seele, siehe, Gottes Camm gehet zu dem Leiden, ziehet wie ein Bräutigam ein zu Hochzeitsfreuden. Geht, ihr Töchter von Sion, Jesum zu empfangen; sehet ihn in seiner Kron unter Dornen prangen. 3 Du zeuchst als ein König ein, wirst dafür empfangen. Aber Bande warten dein, dich damit zu fangen. Für die Ehre wird man Spott, Herr, und hohn dir geben, bis du durch des Kreuzes Tod schließen wirst dein Leben. 4 Das Kreuz ist der Königsthron, drauf man dich wird setzen, dein haupt mit der Dornenkron bis in Cod verletzen. Jesu, dein Reich auf der Welt ist in lauter Ceiden; so ist es von dir bestellt bis zum letzten Scheiden. Weise: Wie nach einer Wasserquelle. 5 Du wirst, herr der herrlichkeit, ja wohl müssen sterben, daß des himmels Ewigheit ich dadurch mög erben. Aber ach, wie herrlich glänzt deine Kron von ferne, die dein siegreich Haupt bekränzt schöner als die Sterne! 6 Liebster Jesu, nun Glück zu, es muß dir gelingen! Nach der stillen Sabbatruh wirst du Freude bringen. Tritt nur auf die Todesbahn; die gestreuten Palmen künden dir den Sieg schon an und die Osterpsalmen. 7 Laß mich diese Leidenszeit fruchtbarlich bedenken, voller Andacht, Reu und Leid mich darüber kränken. Auch dein Leiden tröste mich bei so vielem Jammer, bis nach allem Leiden ich geh zur Ruhekammer. Abraham Ulesel, 1656—- 1702 Französischer Psalter, 1551 5⁵ EEE Sei mir tau-send-mal ge-grü-ßet, der mich je und Je-su, der du selbst ge-bü-ßet das, wo-mit ich den y undei Wird Wird! 0 Ich. Mir, h daß si bei Mi ie ge liebt, dich be⸗trübt. wann ich knien und— ach, wie gen 1 6——.— an dem Kreu-ze, d — da du stir-best und um mei-ne See⸗le wir-best. 2 heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Udams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o klrzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 3 Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Weise: O Traurigheit. 50 65 5— 1 So hest —— 5 dei-ner 0 bes— dei-nen Cod mei Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hie zu deinen Füßen deiner Cieb und Gunst genießen. 4 Diese Füße will ich halten, auf das best ich immer kann. Schaue meiner hände Falten und mich selbsten freundlich an von dem hohen Ureuzesbaum und gib meiner Bitte Raum. Sprich: LCaß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt, 1607— 1676 EE du, o mei⸗ ne Ruh, in . und wechst durch 8—4 ne See i 6⁵ 57 Gottesdienstliche Seiten 2 Man senkt dich ein 5 Sie wird mir sein nach vieler Pein, ein Kämmerlein, du meines Lebens Leben. da ich auf Rosen liege, Dich hat jetzt ein Felsengrab, weil ich nun durch deinen Tod Fels des Heils, umgeben. Tod und Grab besiege. 3 dch, bist du kalt, 6 Gar nichts verdirbt, mein Hort und Halt? der Leib nur stirbt; Das macht dein heißes Lieben, doch wird er auferstehen das dich in das kalte Grab und in ganz verklärter Sier mir zu gut getrieben. aus dem Grabe gehen. 4 O Lebensfürst, 7 Indes will ich, ich weiß, du wirst mein Jesu, dich mich wieder auferwechen. in meine Seele senken Sollte denn mein gläubig herz und an deinen bittern Tod vor der Gruft erschrecken? bis in Tod gedenken. Salomo Franck, 1659-—1725 Weise: Herr Christ, der einig Gottssohn. 15²⁴ n. Wenn mei-ne Sünd' mich bde ken, o mein herr so laß mich wohl be-den-ken, wie du ge— 23—.—. EE e⸗su rist, stor⸗— bist DiiiE. am Stamm des Denchen Riews auf dich ge-nom-men hast. und al le mei- ne Schul-den-last 2 0 Wunder ohne Maßen, 3 Was kann mir denn nunschaden wer es betrachtet recht! der Sünden große SZahl? Es hat sich martern lassen Ich bin bei Gott in Gnaden; der Herr für seinen Knecht; die Schuld ist allzumal es hat sich selbst mein herr und Gott bezaͤhlt durch Christi teures Blut, für mich verlornen Menschen daß ich nicht mehr darf fürchten gegeben in den Tod. der hölle ual und Glut. 66 * sur dein für dein Iut Oeir 5 hen daß id CLod ier t 1659—17² 15²⁴ herr e⸗ — X last 4 Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Ceben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Cob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5 herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wieviel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6 MRein Ureuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gib, o mein herr und Gott, Ostern 58 daß ich verleugne diese Welt und treu dem Beispiel folge, das du mir vorgestellt. 7 Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8 Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich, weil ich aufdeinerdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1601— 1675 6. Ostern weise: O Durchbrecher aller Bande. 586—— 1ufr r⸗stan⸗den, 170⁴ ——— auf⸗ er-stan-den bist du, 0 wie hat Wen Dernerdrd Sdanden Gott mit 2 1— —— *— 2... 5 Herr, der uns ver⸗söhnt.. Eh⸗ren dich ge⸗krönt, 5—— DD wie dein Lei-den dir ver⸗gol⸗ten, E wie be⸗schämt der Fein⸗de Ichar die dich, Herr, ver⸗ 67⁷ 59 Gottesdienstliche Zeiten til ⸗gen Woll ten, 2 Stille lagst du in der höhle, großer König Israels. Gottes Hand hielt deine Seele, deinen Leichnam schloß ein Fels. Um dich weineten Betrübte, um dich lachte Feindes Spott. 1 Aber du warst der Geliebte 3 Bis zum dritten Tage ruhte ö dein Gebein im Grabe tief. Wie, wie war dir, Sohn, zu Mute, ö da dein Vater: Lebe! rief. V unter dir der Fels erbebte, Gottes Licht durch Nächte drang, Gottes Geist dich neu belebte, V Engelheer Criumph dir sang. 4 Dir, du Todesüberwinder, ö unbezwungner Gottesheld, * dir, du Heiland aller Sünder, dir, du König aller Welt! V Schnell entrissen allen Banden hat dich Gott. Wie schön bist du, Herr, wie herrlich auferstanden nach der kurzen Codesruh! 50⁰— Hd an, ö Weise: Valet will ich dir ů—— 8.—. Gottes, und Gott war dein Gott. du ho⸗ Du bist mir doch das größ⸗te, da E dich, der sein wird ist und war! 5 Deine Freunde, deine Brüder, Starke, Schwache sahen dich, sahn, berührten deine Glieder, deine Wunden, freuten sich, konnten keine Worte finden, keine Namen ihrer Freud; all ihr Schauen war Empfinden, ihr Empfinden Seligkeit. 6 So, so freuen sich die Deinen, Jesus, deines Lebens einst, wenn du ihnen, die jetzt weinen, herrlich, brüderlich erscheinst,; wenn du sie dem Grab entreißest. sie zu deiner Rechten stehn, du sie Brüder, Schwestern heißest, sie dich nah und ewig sehn. 7 Jesus, Jesus, diese Freude, dich zu schauen, wünsch ich mir. Was ist alles, was ich leide, steh ich einst erweckt vor dir? Wirst du mich zu dir erheben, bin von jedem Tod ich frei, hab ich teil an deinem Leben, machst du mich und alles neu. Johann Maspar Lavater, 1741—1801 at Ceschner, 1613 — . hes F§e ste, du heil-ger al⸗le 2Das am hob in seine Das gi brngt wir w und si am he H Tri aus all Triumt auf Ch dwar! Brüder, dich lieder, ich, nden, 1d, ipfinden, Deinen, st, weinen, einst, ntreißest n, heißest, n. eude, H mit. ide, dir? eben, rei, eben, neu. 2411501 chner, 101³ Ostern 60 —, L — ———— O⸗ster⸗tag! Crau⸗er- klag auf ein-mal wird ver-schlun⸗gen, da ů———— der—— sten-heit ein Lob Hed wird ge⸗ fN. sun ⸗ gen von Sieg 2 Das Lamm hat überwunden am hohen Kreuzaltar in seinen Marterstunden. Das große Jubeljahr bringt alle Freiheit wieder; wir wissen den Vertrag und singen Siegeslieder am heilgen Ostertag. 3 Criumph! Wir sind erkaufet aus aller Sklaverei. Triumph! Wir sind getaufet auf Christi Cieb und Treu. Triumph! Wir sind versiegelt, der herr ist unser Licht, und seine Klarheit spiegelt in unserm klngesicht. ——— mit Dank ⸗ bar ⸗ keit. 4 Er hat dem Tod gezeiget, daß er das Leben sei. Wenn uns die hölle dräuet, ihr' Riegel sind entzwei. Das Grab kann nur versorgen den Leib der Sterblichkeit, bis an dem großen Morgen auch dieser wird erneut. 5 Die Losung ist gegeben: Es lebet unser Herr; wir sollen mit ihm leben zu seines Names Ehr! Das LCamm hat überwunden, so heißt das neue Lied. Im himmel und hier unten hat Gott und Menschen Fried. Johann Michael Meckert, 1727— 1808 Eigene Weise. 15⁵⁶ r. 60EE E 1Christ ist er „stan- den ——* *— —*— 7— al ⸗ler Ungst und Not, er⸗löst aus ein Kön'g in 69 Ban⸗de, herr-lich 2 Vnlauben lasset uns ihm nahn, es ist fürwahr kein falscher Wahn, — er trägt noch seine Wunden; wahrhaft ist er erfunden, treu alln, die zu ihm stunden. ist 3 wo ist all pochen nun und Swang, den Unglaub ausgeübt so lang? Christ war allein entschlafen. Mit seines Wortes Waffen V will er die Welt jetzt strafen. 4 Sei wohlgemut, du kleine Herd, V in deiner Trübsal hier auf Erd; du wirst auch überwinden. Eigene Weise. Christ ist er- 9— le; des solln wir un⸗ser Crost sein. Hal 70 al ⸗le 5—.——— jetzt sein? Stark lässet Gott sich finden, all deine Feind zu binden. 5 herr Jesu Christ, erweck uns all, daß unser keins von dir abfall; daß keiner es verschlafe, so du erscheinst zur Strafe und sammelst deine Schafe. 6 Gib uns, daß wir, weil es noch Seit, dem Bruder sein in Lieb bereit. Wir sind all unnütz' AUnechte, von einem armen Gschlechte, wo uns nicht hilft dein' Rechte. Thomas Blaurer, 1499— 1570 12. Jahrhundert 6SSSISDE stan- den von der Mar⸗ter froh sein, Christ will —— le⸗lu-ja! Wär er nicht er⸗ es noch Zeit, hereit. te, te, echte. 499—1510 ihrhundert ⸗ter Ostern 62 ä. stan- den, die welt die wär ver⸗ gan ⸗gen. S Seit daß er er-stan-⸗den ist, lo-ben wir den va— —. Ze zsn Christ. Dal ⸗ le ⸗ Iu⸗ 0 Hal-le⸗ 523—.— Wpns— 7 lu3a, Tal ⸗le lu ja, hal ⸗le . S E lu ja! Des solln wir al ⸗le froh sein, SSISISSISIEEIEIETETTITITITI— —— Christ will un⸗-ser Trost sein. hal ⸗ le⸗ lu ⸗ jal 12. Jahrhundert weise: Erschienen ist der herrlich Tag. Nikolaus Berman, 1560 5 1 Früh⸗mor-gens, da die Sonn auf⸗ Uiein +.— ĩ — hei ⸗-land Chri-stus auf er: ssteht Ber⸗ . ..— e. E trie ben ist der den Nacht, Licht, Heil und 7¹⁴ giethnx— 65 Gottesdienstliche Seiten . e ben wie ⸗der ⸗bracht. Hal⸗ le ⸗ lu ⸗jat 2 nicht mehr denn nur drei Tage lang mein heiland bleibt in Todes⸗ zwang. Am dritten Cag durchs Grab er dringt und seine Siegesfahne schwingt. Halleluja! 3 O Wunder groß, o starker held, wo ist ein Seind, den er nicht fällt? Mein Ungststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja! 4 Lebt Christus, was bin ich be⸗ trübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! Weise:—.—.——.— 6358 Ze⸗ su Chri⸗ sto Lob 30 To⸗des und ist auf⸗ 5 Er nährt, er schützt, er tröstet mich sterb ich, so nimmt er mich zu sich Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Ceibes Glied ich bin. Halleluja! 6 Durch seiner uferstehungKraft komm ich zur Engel Brüderschaft. Durch ihn nimmt Gott mich wieder an, die Feindschaft ist ganz abgetan. Halleluja! 7 meinherz darfnicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich. Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht undTraurigkeit. Halleluja! 8 Für diesen Trost, o großer held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größermf§leiß erheben deinen Ruhm und Preis- Halleluja! Johanu Heermann. 1585—1647 1509 .. „ja, jauchzt, ihr Chö-re, singt der ad zer ⸗ . riß die Ban- den des Eh⸗re! Wie groß, wie hei⸗lig ⸗stan⸗den, er, der für uns im der 28lort hat me von Te Wir e sind m und Er Bald, b ll sschla 2— in die kur. bis deir den TL Cac 3 Unse du wirs der di D1 wi und y a tröstet mich; zu sich ich hin, ich bin. igKraft erschaft. wieder h, bgetan. etzensich, N mich ereit, lrigheit. er held, Welt. ambleiß d Preis. 1585·Ibil SEEEEEE Grnds 19. Sein ist Ge⸗walt und Macht. Preis ihm, er ᷓP ͤq SSSISIISII EII hats voll⸗bracht! hal⸗-le⸗-lu⸗ der die Macht des To-des 2Glorreich hat der held gerungen, hat mächtig Satans Reich be— zwungen, von Todesketten uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, entschlafen, Christe, dir, ruhn im Frieden die Rurze Nacht, bis deine Macht den Tag der Ewigkeiten ruft. 3 Unsern Staub mag Staub be— decken, du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Ceben und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, ja! Er hats voll-bracht, er, —— und des Gra—— hat. dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein. Halleluja! Tod und Gericht erschreckt uns nicht, denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4 Cag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsersGrabesunkel brichtl O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis ver— schwinden und uns umstrahlt des Himmels f Vollender, führe du 23 1 uns diesem Tage zu, uns, die Deinen. Die Todesbahn gingst du voran; wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk, 1754—1814 5 7³ 6⁴4 Gottesdienstliche Seiten weise: Valet will ich dir geben. 6⁴ Melchior— 1615 ů 0 geh zu dei⸗nem Erch be, du gro⸗ er O⸗ster⸗ weil ich die Hoffnung ha-be, daß du mir 455 gen SSSSSEEEEEE wie man kann fröh⸗ich ster-ben und fröh.lich auf⸗er⸗ 6 stehn, auch mit des him⸗mels Er⸗ben ins Cand des LCe-bens gehn. 2 Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht; wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was sch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3 Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe. Du machst die Hugen zu; so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4 Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Cod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; dann werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 7⁴ 5 Du fährest in die höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner hand auf mich. 6 O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen. wenn deine Stimme ruft. 7 Du wirst den Glberg zeigen, wo man gen himmel fährt, da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems ewge Tore; da heißts Halleluja in der Gerechten Chore. Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck, 1672— 1757 erst wi em ner entzüd +hin versan jeder in seine 0 der geht in 60 dner, 1613 — Oe⸗ster⸗ zei⸗gen auf⸗er⸗ Weise: nun danket all und bringet Ostern 65 66 —— Johann Crüger, 1656 Ich sag es je⸗dem, —.—.— x.,,, kr. ——.—— daß er lebt und auf-er⸗-stan⸗den ist, DEEEE xH., daß er in uns⸗rer Mit⸗te schwebt und e⸗wig bei uns ist. 2 Ich sag es jedem, jeder sagt es seinen Freunden gleich, daß bald an allen Orten tagt das neue Himmelreich. 3Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn erst wie ein Vaterland; ein neues Leben nimmt man hin entzückt aus seiner Hand. 4 hinunter in das tiefe Meer versank des Todes Graun; o jeder kann nun leicht und hehr in seine Sukunft schaun. 5 Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den himmel aus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Vaterhaus. 6 nun weine keiner mehr allhie, wenn eins die kugen schließt; vom Wiedersehn spät oder früh wird dieser Schmerz versüßt. 7 Es kann zu jeder guten Tat ein jeder frischer glühn, denn herrlich wird ihm einst die Saat in schönern Fluren blühn. 8 Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns verläßt, und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772—1801 weise: Jesus, meine Zuversicht. 16⁵5⁵ ———————„* F ö 66————.—— 11 Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich von den An ö——— sind nun dei ne Schre-cken? 9 Co⸗ten auf⸗er ⸗we⸗cken. en wer⸗Klärt mich 75 67 Gottesdienstliche Seiten 2 Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben. Mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. V Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Suversicht. 5 Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, V daß der Sünder sich bekehre Gott verstößt in Christo nicht, 9 dies ist meine Zuversicht. Eigene Weise. 615————— 10 N.„sus, mei⸗ 2 Jesus, er mein Heiland, lebt; sein, wo mein Erlöser schwebt. 76 4 Jesus lebt! Sein heil ist mein, III sein sei auch mein ganzes Leben. UN.** Reines herzens will ich sein ses weiß ich, .... Hei⸗land, ist im Le mich zu ⸗ frie⸗den ge⸗ *= e=. B r WE ů To-des-⸗ nacht mir auch ö ich werd auch das Leben schauen, P....——— ö in sein Licht; dies ist mei ⸗-ne Zu-ver⸗sicht. und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Suversicht. 5 Jesus lebt! Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Sinsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Suversicht. 6 Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht. Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 16⁵⁵ ——— — ne Su⸗ver⸗sicht und an sollt ich nicht da— was die lan ⸗ ge See.— 2. für Ge⸗ dan-ken macht? Warum sollte mir denn grauen? Cässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? — sicht. Hen. nicht; viß, cheiden, 15 eiden. flicht; Cod Leben. 5 Ich bin durch derhoffnungBand zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. +Ich bin Fleisch und muß da— her auch einmal zu Asche werden, das gesteh ich. Doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5 was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen, irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, nachmals werd ich geistlich sein. weise: Es ist das Heil. (Er-⸗ munt-re Sonn ist auf ⸗ge Hei ⸗land zu em⸗ —.— durch des Co-des Cür 65b E Grab her⸗ für, 68 FEO [Wach auf, mein herz, die Nacht ist der gan-zen Welt zur Ostern 68 6 Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, seine Glieder! Gebt nicht Statt der Traurigkeit; sterbt ihr, Christus rufteuchwieder, wenn einst die Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 7 Cacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der höllen, denn ihr sollt euch aus der Gruft euerm heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Ver— druß liegen unter euerm Fuß. 8 nur daß ihr den Geist erhebt von den CTüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt sollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. 17. Jahrhundert 15. Jahrhundert 7 ——— hin, die dich, mein Geist und Sinn, den . gan ⸗ gen! pfan ⸗ gen, —.... ge ⸗-bro chen aus dem re. Won ⸗ne. 77⁷ ————— ————————— 68 Gottesdienstliche Seiten 2 Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Ceben; vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, undsuch, was droben, als einChrist, der geistlich auferstanden. 3 vergesse, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem himmelszelt, wo Jesus ist zu finden. 4 Quält dich ein schwerer Sorgen— stein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Unliegen auf den herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5 Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Cod heut auferstanden ist und nicht im Grab zu finden. 6 Es hat der Ceu aus Judasstamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte Gotteslamm 78 hat uns zum heil gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen. 7 Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden. Er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8 Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Hölle Kachen. Dein Jesus lebt, es hat kein' Not; er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 9ach mein herr Jesu, der du bist von Coten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10 Sei hochgelobt in dieser Seit von allen Gotteskindern und ewig in der hHerrlichkeit von allen Überwindern, die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurentius Caurenti, 1660— 1722 fang an Streit, weit ufstehst ehst nest. elt noch Tod, n. in Not; chen Welt held n. du bist und List en, mein ein, n. ser deit keit in hlut. ind Mut, I. 10⁰⁰ 1² weise: O du Liebe meiner Ciebe. ———— 69—— 1 N 2 dei⸗- nen Lauf, Gra- be auf! e, ex, Wandle leuch⸗ten⸗der und schö-ner, O⸗ster ⸗son ⸗ne, denn dein herr und mein Ver⸗söh⸗ner stieg aus sei- nem Als das Haupt er ster-bend beug ⸗te, bargst du dich in IDDD vor und leuch-te, denn auch er stieg längst em-por! 2 Erde, breite dich in Frieden unter deinem himmel aus, denn dein herr ist nicht geschieden, er zerbrach des Todes Haus. Deine starken Felsen bebten, als er seinen Geist verhaucht; grüße nun den Neubelebten, wonnevoll in Licht getaucht. 3 Doch du selber, meine Seele, sag, wie feierst du den Tag, da der herr des Grabes Höhle mit gewaltgem Arm durchbrach? Seierst du sein Huferstehen auch in rechter Osterfreud? Kann man an dir selber sehen, welch ein hoher Festtag heut? 4 Bist du mit ihm auferstanden aus der Sünde TCodesnacht? Hast du dich von ihren Banden losgerungen, frei gemacht? Oder liegst du noch verborgen und in deinen Sünden tot? Kündet deinen Ostermorgen noch kein helles Morgenrot? 5 O dann laß dich nicht bedecken länger mehr die finstre Nacht. Sieh, dein Herr ist, dich zu wecken, von dem Tode auferwacht. Uomm, vom Schlaf dich zu erheben, komm, der Fürst des Lebens ruft; wache auf zum neuen Leben, steig herauf aus deiner Gruft! 6 Sieh, er reicht dir hilfreich, gnädig die durchbohrten hände hin, macht dich der Betäubung ledig, 79 4ddnevalx....— 70 Gottesdienstliche Seiten wecht mit Liebesruf den Sinn. der wird dir zur Seite gehen, Keine Strafe sollst du scheuen, der dich auferwechet hat. darum bleibe nicht zurück; raff dich auf, dich zu erfreuen 8 Sieh, dein herr ist auferstanden, an des neuen Lebens Glück. daß du könnest auferstehn, aus der Sünde haft und Banden 7 Steig empor zum neuen Leben in die schönste Freiheit gehn. denn du schliefest lang genug; Willst du ihm dich nur ergeben, Kraft zum Leben wird dir geben, streift er deine Ketten ab, der für dich den Tod ertrug. und du siehst dein altes Ceben Fang nur an erst aufzustehen, hinter dir als leeres Grab. fühlst du dich auch noch so matt; Varl Johann Philipp Spitta, 18011859 Weise: Christus, der ist mein Leben. Spätere Form der Weise im Anhang Nr. J. Melchior Vulpius, 1609 . 1 will- kom-men, held im Strei-te, aus n e.:. dei⸗ nes Gra-⸗bes Kluft! Wir tri⸗um-phie- ren hen te um dei ⸗ ne lee?: re Gruft. 2 Dein Feind wird schaugetragen 5 Schwing deine Siegesfahne und heißt nunmehr ein Spott; auch über unser Herz wir aber können sagen: und zeig uns einst die Bahne Mit uns ist unser Gott. vom Grabe himmelwärts. 5 In der Gerechten hütten 6 Laß unser aller Sünden schallt schon das Siegeslied; ins Grab verscharret sein, du trittst selbst in die Mitten uns einen Schatz hier finden, und bringst den Osterfried. der ewig kann erfreun. 4 ach teile doch die Beute 7 Wir sind mit dir gestorben, bei deinen Gliedern aus; so leben wir mit dir; wir alle kommen heute was uns dein Tod erworben, deswegen in dein Haus. das stell uns täglich für. 80 diewe du sul ein 0e 5 Es die N drum mich! 72 hen, tanden, , Banden hn. geben, eben b. 801—1859 xben, besn, Himmelfahrt 71 72 8 wir wollen hier ganz fröhlich 9 Der Cod kann uns nicht schaden, mit dir zu Grabe gehn, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wenn wir nur dorten selig wir stehn bei Gott in Gnaden mit dir auch auferstehn. und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck, 1672—1737 Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 167⁰ S— wo—— du hin, weils E⸗ bend ist, o lieb'ster —I Pil Irim Ze ⸗ su u Christ? Komm, laß mich so glück⸗ —— O se lig sein und kehr in mei- nem hHer-zen ein. 2Laßdich erbitten, liebster reund, 4 Erleuchte mich, daß ich die Bahn dieweil es ist so gut gemeint; zum Himmel sicher finden kann, du weißt, daß du zu aller Frist damit die dunkle Sündennacht ein herzenslieber Gast mir bist. mich nicht verführt noch irre macht. 3 Es hat der Tag sich sehr geneigt, 5 Vornehmlich aus der letzten Not die Nacht sich schon von ferne zeigt; hilf mir durch einen sanften Tod. drum wollest du, o wahres Licht, herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, mich UHrmen ja verlassen nicht. ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 17. Jahrhundert 7· Himmelfahrt weise: Wie schön leuchtet. Form der Weise im Anhang Nr. 14. 15⁴² 72 GSS in ,ri, 1 Uch wun⸗-der ⸗-gro⸗ßer Sie-ges- 900 zur Rech⸗ten dei⸗ nes va ⸗ ters Uraft, 81 ra....va: —2t:d 7² Gottesdienstliche Zeiten 6591 ET du Sün⸗den⸗trä-— ger der O Schar ge-bracht zur n bis auf 6⁰—.— du dich de se 9— 1 den TCod ver ⸗le ⸗tzet.) . ——— 323 ler Welt, heut hast ———.— E — Mäch⸗-tig, präch-⸗tig EE tri- um-phie⸗rest, ju-bi⸗lie⸗rest; Cod und Le⸗ben, —.— 2. dir ist al ⸗ les 2 Dir dienen alle Cherubim; viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Pracht zur Glorie bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf gen himmel siegreich von dem Weltgetümmel. 3 Du bist das haupt, hingegen wir sind Glieder; ja, es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben. Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft und was dem herz Erquickung schafft, wird uns von dir gegeben. Dringe, zwinge mein Gemüte, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 82 un: ter ⸗ ge oDesi. 4 Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir; hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Cun und Wandel sein, wo Sucht und Demut tritt herein, all Uppigkeit verachten. Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5 Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist. Auf Erden wohnet Trug und List; es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. ch uns ich dir und für en. el sein, herein, leden, N. 6 und Schat, Platz, ben ist nd List nagen, elen. 6 Herr Jesu, komm, du Gnaden— thron, du Siegesfürst, held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. 7⁰— 11 Auf Chri ⸗sti hund al-len Himmelfahrt 7 ins Heiligtum gegangen. Komm doch, hilf noch. Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende jauchzend heben unsre Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605— 1681 Him-mel-fahrt al-lein ich Swei-⸗fel, Ungst und Pein hie— 4—. 9.—— 6. E mei ⸗ ne NRach-fahrt mit stets u ⸗ ber ⸗ grün⸗de win⸗-de. Denn weil das B H.. ,LEdre. Haupt im him-mel ist, Je-sus Christ zur rech- 2 weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist hinfort mein herz und Sinn, nach ihm mich stets verlanget. wird sei ⸗ ne Glie ⸗ der ten Seit nach- ho-len. 3lich Herr, laß diese Gnade mich von deiner Ruffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wann dirs ge— fällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen! Nach Josua Wegelin, 1604— 1640 8⁵ 7⁴ Gottesdienstliche Seiten 74 Auf die⸗sen und dan-ken ,e, e, Chri⸗-stus auf- ge fah S I man-cher Gfährd Trost nur 2 Gottlob, der Weg ist nun ge— macht, 1 uns steht der himmel offen; I Christus schließt auf mit großer Pracht, was vorhin war verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freuden— voll; dabei er sich doch rüsten soll, dem herren nachzufolgen. 3 Wer hier nichtseinen Willen tut, dem ists nicht Ernst zum Herren, und er wird auch vor Fleisch und + Blut ö sein himmelreich versperren. Um Glauben liegts, ist der nur echt, so wird gewiß das Leben recht zum Himmel sein gerichtet. 84 Weise 2—— Gott in der Höh sei Ehr. ö —— S Tag be Gott von her-zen V flehn, er woll be⸗- wah 4—— IH E EEEREE . Sün ⸗der hier auf Erd, den-ken wir, daß hier und 4— —00 N EAI VII 4— ;s::ù die wir von ES EILl in hoff-nung 99 Woen⸗ 4 Solch himmelfahrt fängt in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets der Sünder Bahn, tun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf und Gott herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zusammenkommen. 5 Dann wird der Cag erst freuden— reich, wann Gott uns zu sich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, wie wir es jetzt bekennen. Da wird sich finden Freudund Mut zu ewger Seit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Johannes 5wick, 1496—1542 dem Zerste al D ein h der d undeo Oau m hi daß U und d des daß matorisch 1— daß und in uns an, Bahn, ; herab, nichts ab, euden⸗ reich, men machen gleich⸗ dlut en Gut. en! 405 15⁴² Weise: Es ist das heil. Himmelfahrt 75 15 15. Jahrhundert 7⁵ ES E sing mit gro-em Seind ge⸗ 39—2—— gen 6⁰— Freu dich mit Wonn, o Chri-sten-heit, 285 weil auf-ge⸗ tan die Se ⸗ lig ⸗keit, die 8 5 le, e durch den vor— r längst ver⸗ pe nen Mann, R den sieh mit Glan ben an, 2 Des vaters Werk hat er ge— dem Willen sein genüget, schaff zerstört die alte Erbfeindschaft, all Ding mit Fried gefüget, ein Hohepriester nun geacht't, der durch sein Blut den Weg ge— macht und alle Feind gefangen; 3 gufdaß er über alles wär im himmel und auf Erden, daß TCod und höll würd schwach und leer und dir sein Reich möcht werden. Des jubilier und hab dich wohl! Der Himmel hängt mit Wolken voll, zu regnen edle Gaben. 4 Die gibt sein Geist, den er ver— hieß, daß er uns sollte lehren; 2 Sen n it er 0 efi. dabei er uns auch sehen ließ, wie sich all Ding verkehren: Dem Kreuz nachfolget Ehr und Heil, das Leben denen wird zuteil, die in Geduld verharren. 5 Wie möcht ein herz noch traurig das diese Ding kann fassen! Hanr Der Tod ist ihm Gewinn allein, dies Ceben wird es hassen und schwingen sich hoch über sich, da Christus sitzet ewiglich zu seines Vaters Rechten. 6 herr, giblaub und Gelassenheit, daß, wie die Jünger harrten, auch wir still und in Einigkeit mit Hlehn des Pfingsttags warten, da uns die Kraft von oben füll und also auch gescheh dein Will in allem unserm Leben ö 85 76 Gottesdienstliche Zeiten ö 7 Daß, wenn di letztlich wieder— kehrst, die Menschen all zu richten, x mit Seldgeschrei die Gräber störst, —+* was krumm ist, recht zu schlichten, Eigene Weise. daß wir dann stehn zur rechten Hand, wohnen mit dir im Vaterland und singen Halleluja. Ambrosius Blaurer, 1492— 1564 Theophil Stern, 1856 ab 2 76 6————————— 1 1 Je⸗sus Chri-stus herrscht als Rörnig, al⸗les Wirdihm W 3 Gebt, ihr Sünder, ihm die Her— zen, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Urmen, ihm die Not. Wunden müssen Wunden heilen, Balsam weiß er auszuteilen, Reichtum schenkt er nach dem Tod. 86 klagt, ihr Kranken, 2.— 4 DDSDSDSDSDD 6³———————:5 24— 5 — un ⸗ter ⸗-tä⸗ nig, al ⸗les legt ihm Gott zu Fuß. S S*. Al⸗le Zun⸗ge soll ken⸗nen, I sei der 1 Herr zu nen-nen, dem man Eh re ge-⸗ben muß. ö 2 nur in ihm, o Wundergaben, 4 Swar auch Kreuz drückt Christi können wir Erlösung haben, Glieder +* die Erlösung durch sein Blut. hier auf kurze Seit darnieder, VI Hörts: Das Leben ist erschienen, und das Leiden geht zuvor. und ein ewiges Versühnen nur Geduld, es folgen Freuden; kommt in Jesu uns zu gut. nichts kann sie von Jesu schei— den, und ihr Haupt zieht sie empor. 5 Ihnen steht ein himmel offen, welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist. Die gereinigte Gemeine weiß, daß eine Seit erscheine, wo sie ihren König grüßt. rühmt und di Märty und di der di 77⁷ rechten hand, cland it Christi Glieder ieder, ot. Freuden u schei⸗ den, empor. jel offen, 6 Jauchz ihm, Menge heilger Knechte rühmt, vollendete Gerechte und du Schar, die Palmen trägt, Märtyrer ihr in der Krone und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! Weise: Alle Menschen müssen sterben I. 7⁷⁸ E Himmelfahrt 77 7 Ich auch, auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin. Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig, ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller, 1699— 1769 Jakob—.— 1678 1 651 ges⸗fürst und Eh-ren⸗Kö⸗ nig, höchst ver-klär⸗te al⸗le him-mel sind zu we-nig, du bist drü-ber Ma⸗je ⸗stät, hoch er-höht./ Sollt ich nicht zu Fu-ße fal ⸗-len *—— 42——. und mein hHerz 92 Freu-de wal⸗len, wenn mein Glau⸗bens⸗ 5.l aug be⸗tracht't dei-ne 2 Seh ich dich gen himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu Fuße fallen und mein Herz vor Freude wallen da der himmel jubiliert, weil mein König triumphiert. 3 weit und breit, du Himmels⸗ sonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle himmelsgeister speist. Glo=rie, dei ne macht? Prächtig wirst du aufgenommen; freudigheißtmandichwillkommen. Schau, ich armes Kindlein hier schrei auch hosianna dir. 4 Sollt ich deinen Uelch nicht trinken, da ich deine Glorie seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem Rönig will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 87 78 Gottesdienstliche Seiten über uns sich kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füße alle Feinde legen sich. Aus Sion dein Septer sende mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. 6 Du kannst alles allerorten nun erfülln und nahe sein; meines Geistes ewge Pforten stell ich offen, komm herein. Komm, du RMönig aller Ehren, Weise: ich Gott und Herr e= su—— aus — ö 2 Zeuch uns nach dir, + Herr Christ, und führ uns deine himmelsstege; wir irrn sonst leicht ö und sind verscheucht vom rechten Lebenswege. 3 Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen himmel, 88 5 herr, dein reicher Geist ergieße weit und breit bis zum Weltende; S 1 Seuch uns nach dir, so herz-li⸗-chem ver⸗ H du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem himmelsthron. 7 Deine Huffahrt bringt mir eben Gott und Himmel innig nah. Lehr mich nur im Geiste leben, als vor deinen Hugen da, fremd der Welt, der Seit und Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, in den Himmel schon versetzt, da mich Jesus nur ergetzt. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 16³²⁵ ᷓ 33—5—.558855— * lau-fen wir mit nn. hin, da du bist, o DDD 16— Welt ge⸗-gan-gen daß uns nicht mehr allhie beschwer das böse Weltgetümmel. 4 Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke, 1642— 1699 Rüst auch ur Kraftu ifer fi eine W ubu Lib ur in W 3 Gib ů sate Gl e dur alle Iu die nich Hauet ö duch de Hott zu uhehren; hn hron. mir eben nah. leben, a, Zeit und Sinnen, nnen, rsetzt zt. 1697—17⁰9 Pfingsten 79 8 Pfingsten weise: O Durchbrecher aller Bande. 70 rr d 17⁰4 x Geist des Glaubens, Geist der Stärke, des Ge⸗hor⸗sams Schö-pfer al-ler und der ĩucht Him⸗mels⸗frucht; SSS Got⸗tes⸗wer⸗Ke, Trä-ger al-ler Geist, der einst der heil⸗gen Män-ner, —— Wandee und Be ken⸗ ner 2 Rüste du mit deinen Gaben auch uns schwache Kinder aus, Kraft und Glaubensmut zu haben, Eifer für des herren haus; eine Welt mit ihren Schätzen, Menschengunst und gute Seit, Leib und Leben dran zu setzen in dem großen, heilgen Streit. 3 Gib uns Abrahams gewisse, feste Glaubenszuversicht, die durch alle Hindernisse alle Sweifel siegend bricht, die nicht bloß dem Gnadenbunde trauet froh und unbewegt, auch das Liebste jede Stunde Gott zu Füßen niederlegt und Pro-phe-⸗ .—— ten⸗schar, der H⸗ po ⸗stel Trieb und Kraft und Seug- nis war! 4 Gib uns Moses brünstges Beten um Erbarmung und Geduld, wenn durch freches Übertreten unserVolk häuft Schuld aufschuld. Laß uns nicht mit kaltem herzen unter den Verdorbnen stehn, nein, mit Moses heilgen Schmerzen für sie seufzen, weinen, flehn. 5 Gib uns Davids Mut, zu streiten mit den Feinden Israels, sein Vertraun in Leidenszeiten auf den Herren, seinen Fels; Feindeslieb und Freundestreue, seinen königlichen Geist und ein Herz, das voller Reue Gottes Gnade sucht und preist. 6 89 Gottesdienstliche Seiten 8⁰ 6 Gib Elias heilge Strenge, wenn den Götzen dieser Seit VI die verführte blinde Menge +*— Tempel und kltäre weiht; daß wir nie vor ihnen beugen V haupt und Knie, auch nicht zum Schein, . sondern fest als deine Seugen dastehn, wenn auch ganz allein. 7 Gib uns der kpostel hohen, ö ungebeugten Seugenmut, aller Welt trotz Spott und Dro— IIII hen I zu verkünden Christi Blut. I Laß die Wahrheit uns bekennen, ö die uns froh und frei gemacht; IIIt gib, daß wirs nicht lassen können, V habe du die Übermacht. Weise: Es sind——— alle die. Was Erd, und N eun MIV Wun ⸗der I saß in fried e + hat be- gan-⸗ gen I mit Ver⸗ lan ⸗ gen,) dem trost⸗-lo —— Gotts mit Freud er- zähl, die mer Ge-mein S 8 Schenk gleich Stephanus uns Frieden mitten in der Ungst der Welt, wenn das Los, das uns beschieden, in den schwersten Kampf uns stellt. In dem rasenden Getümmel schenk uns Glaubensheiterkeit, öffn im Sterben uns den Himmel, zeig uns Jesu Herrlichkeit. 9 Geist des Glaubens, Geist der Stärke, des Gehorsams und der Sucht, Schöpfer aller Gotteswerke, Träger aller himmelsfrucht; Geist, du Geist der heilgenMänner, Könge und Prophetenschar, der Apostel und Bekenner, auch bei uns werd offenbar! Marl Johann Philipp Spitta, 1801— 1859 Straßburg, 1525 EEE Il 80H Him-mel, ju-ble hell, die sen häuf-lein klein, das — er heut und be⸗tet' aß es mit Geist ge-tau-fet P werd. Der kam mit Feu-ers Glut zur Erd, I.... mit star-kem anus uns Hrieden Welt, eschieden, uns stellt. Rmel terkeit, himmel, eit. Geist der Stärke, Zucht, rhe, ucht; Männer, har, jer, bar! 1801—1859 burg, 1525 *—.— 2—— l die ein, das er heut be⸗ tet Saal und all den 2 dch herr, nun gib, daß uns auch find in Fried und Flehn dein selger Wind; weh rein von Sündenstaube ganz das Gemüt, füll an das Haus der heilgen dein, richt dein Werk daß aufgeh rechter Glaube 3—K und unsre Sung ganz Feuer werd, red nichts denn dein Cob hie auf und was den Nächsten bauet. Brenn rein die sündige Natur, mach uns ein' neue Kreatur, obs S§leisch darob auch grauet. 3 Dein Wort erschallt schon lange Frist; doch dieses nur ein Unfang ist des Glaubens, der dich ehret. Dein Held ist nun gepflanzet wohl, darum man dich jetzt bitten soll, daß solch Gut werd gemehret und du den Segen mildiglich von oben reichest gnädiglich und gebest seligs Blühen; haus er-füllt' er r⸗teilt man Sun-gen sah im Her ⸗ren lo daß stark wir werden durch den Geist. Träg sind und schwach wir, wie du weißt; der Vater woll uns ziehen. 4 Homm, Balsam Gottes, heilger erfüll die herzen allermeist 8— mit deiner Liebe Brennen. Von dir allein muß sein gelehrt, wer sich durch Buß zu Gott bekehrt, gib himmlisches Erkennen. Der fleischlich Mensch sich nicht versteht auf göttlich Ding und irre geht; in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Lehr, die uns gab Christus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten. 5 vater und Sohn bist du gemein, in dir sie kommen überein, verknüpft mit ewgem Bande. Also mach uns auch alle eins, daß sich absondre unser keins; nimm fort der Crennung Schande 9¹ 81 Gottesdienstliche Seiten und halt zusammen Gottes Kind', die in der Welt zerstreuet sind durch falschen Hwang und Lehre, daß sie am Haupt fest halten an, loben Christum mit jedermann, suchen allein sein' Ehre. 6 Durch dich besteht der neue Bund, ohn dich wird Gott niemandem kund, du neuerst unsre Herzen und rufst darin dem Vater zu, schaffst uns viel Fried und große Ruh und tröstest uns in Schmerzen, daß uns auch Leiden Ehre ist, da du durch Lieb gegossen bist in unser herz ohn Klage. Du leitest uns auf ebnem Weg und führst uns hier den rechten Steg, wechst uns am jüngsten Tage. 7 Du der lebendge Brunnenquell, der Gottes Stadt durchfließet hell, erquickest das Gemüte. Eigene Weise. 81. 1 Homm, hei ⸗ li⸗ . füll mit dei-ner Durch dich besteht des Daters Eau: du willst und gibst, daß man dir trau, du bist die Gottesgüte. Irden Geschirr nur sind wir weich, brechen gar leicht von jedem Streich; du selbst wollst uns bewahren, uns brennen wohl in deiner Glut, daß uns der§eind nicht schaden tut, so wir von hinnen fahren. 8 Laß uns nicht sündgen widerdich, zum Tempel weih uns ewiglich, lehr uns im Glauben beten, daß Jesus Christus hie auf Erd durch dich in uns verkläret werd; all Schwachheit wollst vertreten. Der Welt Krt stark noch in uns ist, und unserm Hleisch danach gelüst't; drum wollst uns täglich strafen um Sünd und um Gerechtigkeit und um Gericht mit Gütigkeit, daß wir in Gott entschlafen. Ambrosius Blaurer, 1492— 1564 DEE ger Geist, her re Gott, er— —— Gna⸗den Gut dei-ner Gläub-gen herz, Mut und Sinn, dein' brün-stig Lieb ent- zünd in ih'n. O. aters Eau, man dir trau, wir weich, on jedem Streich vahren, iner Glut, chadentut, ren. widerdich, ewiglich, eten, auf Erd iret werd vertreten. in uns st, ich gelüstt, strafen chtigkeit itigkeit, lafen. 1. 1402 1501 15²⁴ —.— X. Hott, er⸗ gen herz ——. *— ihn. O Pfingsten 82 +„5öeee e— 4——— 6⁵—.———— 2——— —6 2800 dei- nes Lich⸗tes Gla last zu dem Glau⸗ben ver⸗ ——.— .— hast das Volk aus al-ler Welt Sun-gen; das 6 E sei dir, herr, zu Cob ge—⸗ 0 ⸗gen. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le-lu-ja! 2 Du heiliges Licht, edler Hort, 3 Du heilige Glut, süßer Crost, laß uns leuchten des Lebens Wort nun hilf uns fröhlich und getrost und lehr uns Gott recht erkennen, in dein'm Dienst beständig bleiben, von Herzen Vater ihn nennen. die Trübsal uns nicht abtreiben. 0 Herr, behüt vor fremder Lehr, O herr, durch dein' Kraft uns daß wir nicht Meister suchen mehr bereit denn Jesum mit rechtem Glauben und stärk des Hleisches Plödigkeit, und ihm aus ganzer Macht ver⸗ daß wir hie ritterlich ringen, trauen. durchTodund Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! Halleluja, Halleluja! Erste Strophe vorreformatorisch, zweite und dritte von Martin LCuther, 1485. 1546 Weise: Gott des Bimmels. Spätere Form 52 wWeise im Anhang Nr. 3. Heinrich Ulbert, 1642 82 Lem, o komm, du Geist des Le— bens, wah⸗ rer Dei-ne Uraft sei nicht ver⸗ ge⸗ bens, sie er⸗ 2 ———8——.— 20 7%1 10—.——— ISS DDI Oun 1——— 1 ö so wird Geist und Licht und ·,e, usrertHe,„. 9³3 Schein in dem dun klen her ⸗ zen sein. SI— I 83 Gottesdienstliche Zeiten 2 Gib in unser herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, denn nur was dein Wille sucht. Dein' Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 3 Seige, Herr, die sichern Stege; was du einmal fortgetan, räume ferner aus dem Wege; schlecht und recht sei unsre Bahn. Wirke Reu an Sünden Statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4 Laß dein Zeugnis uns empfin⸗ den, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal find't; denn des Vaters liebe Sucht einzig unser Bestes sucht. 5 Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit. So wird unsre Bitt erhört und die Suversicht vermehrt. Eigene Weise. 6 wirduns auch nachTrostebange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange! o so mache den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 7 O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8 herr, bewahr auch unsern Glau⸗ ben, daß kein Teufel, Cod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 9 wenn wir endlich sollensterben, so versichre uns nur mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held, 1620-1659 15²⁴ 85 Inun bit⸗ten wir den bei —— ———— rech-ten Glau-ben al- 9⁴ ler-meist, daß er li⸗gen Geist um den uns be— daßer der u Erba 5 Di laß Erste 84 ostebange, muß: Gott, wie lange! : 0 und Ruh. ndStärke, t, erke, sich weist dem Krieg Sieg. sern Glau⸗ ben, noch Spott uben; d Gott. mmer nein, sein. lensterben, ehr, Erben, Ehr, iest n it. 0, 1650-1ö/ 1504 ist um den ins be⸗ Pfingsten 84 — ö —.—— 22——————— 3 Ee hüte an n⸗ serm En⸗ I 5 r. aus die⸗sem E⸗len ⸗ 2 Diu wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Erbarm dich, Herr! Vaterland. 3 Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst; laß uns empfinden der Lieb In⸗ brunst, Erste Strophe aus dem 12. Jahrhundert, Eigene Weise. Spätere Sorm der Weise im ů 0— Ar. 8. 8⁴ EE de, wenn wir heim-fahrn de. Er ⸗barm dich, Herr! daß wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf Einem Sinn Erbarm dich, Herr! bleiben. 4 Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht gar verzagen, wenn der Seind wird das Leben verklagen. Erbarm dich, Herr! die anderen von Martin Luther, 1485— 1546 3——. 1 0 daß doch bald Wname Hreünte,— un⸗aus⸗ ä— G S 8.* sprech-lich Cie-ben-der, 138 und bald die gan-ze —* Welt er⸗kenn-te, daß du bist Kö-nig, Gott und Herr! 9⁵ Gottesdienstliche Seiten 2 Swar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, dir, demfür uns erwürgten Camme, ein herrlich Pfingst- und Freuden— fest. 3 Und noch entzünden Himmels— funken? so manches kalte, tote Herz und machendurstge freudetrunken und heilen Sünd- und höllen— schmerz. 4 Erweche, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein heil noch jedem offenbar. 5 Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, Weise: Wie schön leuchtet, Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 14. 85 OS 11 U heil⸗ger ö dein Feuermeer ström nicht ver— gebens; ach zünd in unsern Herzen auch. 6 Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flam— men durch deines Vaters ganzes Haus. 7 Beleb, erleucht, erwärm, ent—⸗ flamme doch bald die ganze weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und held. 8 Dann tönen dir von Millionen der Ciebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lam— mes hin. Um 1818 —.—— 1542 5. Geist, kehr bei uns ein Du him-mels-licht, laß dei-nen Schein — DS.— öꝗSꝗPSPSPSPSPSPSPSISSIIISIPIPIPPSI und laß uns dei ne Woh-nung sein, o komm, bei uns und in uns kräf-tig sein zu ste⸗ b— du her-zens-son-ne! ter Freud und Won-ne. RIEE Son-ne, Wonne, nicht ver⸗ gebens; en auch. h trennt, usammen Haus; en Flam⸗ men zes haus. irm, ent⸗ flamme te Welt erstamme und held. lillionen jen, wohnen, es Lam⸗ mes hin. um 1818 Pfingsten 85 IRSSS — 4— Le ⸗ben — 3— 58 ar zu dir kom⸗ 2 Du Guell, draus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Seugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Cob und uns zum Leben. 3 Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. und geflissen a.,., 4 Laß uns dein' edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, aufdaß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. 0 du men wir 4—— 3=ten. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5 Ostarker S§els und Lebenshort, laß uns dein himmlisch süßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitreichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6 Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Cieb und Treu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müsse schweben; Fried und§reude wirst du geben. 7 Gib, daß in reiner heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit; sei unsres Geistes Stärke, 9⁷ 86 Gottesdienstliche Seiten daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des§leisches LCust und seine toten Werke. Rühre, führe Weise: Wort des höchsten Mundes. 80 E e Fest mit Mai⸗en, unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, 1606—- 1673 Kaspar Bachofen, 1733 B.. las⸗ set Blu⸗men denn der Geist der Gna-den hat sich ein-ge— —.——— srreu⸗en, zün⸗ Het Op⸗ la-den; ma ⸗chet ihm . —————. S . fer an; die Bahn. nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht and Heil er ⸗fül⸗ ͥ 1———— len und den Kum 2 Cröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, gib uns Kraft und Lebenssaft; laß uns deine teuern Gaben zur Genüge laben. 5 Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor. Gib uns Kraft zum Beten und vor Gott zu treten, — mer stik len. sprich uns selber vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut; tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4 Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut. Laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut. Laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 5 0¹ Woll führ Uohf Unser dit z Oert mach wie! und on und sei d Cra uns nnen verden. 1606—167⁵ hofen, 1733 U ziehen 5 Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus. Wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen haus. Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 6 Mach das Ureuze süße. und für Hinsternisse sei du unser Licht. Trag nach Sions Hügeln uns mit Glaubensflügeln Eigene Weise. Auch nach Weise Ur. 1 zu singen. 115H ein zu oer du, da —1—.— pfingsten 87 und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 7 Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 1672— 1757 Johann Crüger, 1655 ——————— dei⸗ nen To-ren, sei ich ge ⸗bo-ren, mich mei⸗ nes her„zens Gast, neu ge⸗bo-ren hast, +* —.—— —.— mit bei⸗ den gleich ge-preist. glei ⸗chen Thro-nes, 2 Seuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden hilf und Errettung schafft. IM Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 99 s/·qq;;·qqch— ——. —— .. 87 Gottesdienstliche Seiten 5 Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll. V Dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum himmel an und läßt nicht ab zu steigen, bis der sich möge neigen, der allen helfen kann. +Du bist ein Geist der Freuden vom Crauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Crostes Licht. lch ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal! 5 Du bist ein Geist der Ciebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Sank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Ciebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Swietracht seind. 6 Du, herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt. ö So gib doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden; verknüpf in allen Canden, ö was sich getrennet hat. ö 7 Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd; bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. 100 Laß blühen wie vorher die Cänder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Feur und Kriegesheer. 8 Beschirm die Obrigkeiten, bau unsrer Fürsten Thron, gib Fried zu unsren Seiten, schmück als mit einer Kron die Ulten mit Verstand,‚ mit Frömmiglheit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen LCand. 9 Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unsern herzen reißt. 10 Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf Kämpfen ritterlich, damit wir überwinden und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 11 nicht unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn; und wann wirs sollen geben ins TCodes Rachen hin, wanns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens haus Paul Gerhardt, 1607—167 8 20 für! daß Legie Gan⸗ forte il oh 30 deine Derse u d Stärke, rke 88. 89 Trinitatis 9. Crinitatis Eigene Weise. Cukas 2, 14. Vorreformatorisch x lle-lein Gott in da- rum, daß nun PPSI Scha det der höh sei Ehr und und nim- mer-mehr uns falln Gott an .— Un ⸗ ter ⸗ 2 wir loben, preisn, anbeten dich, für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz unermessen ist dein' Macht; fortan geschieht, was du bedacht. Wohl uns des starken Herren! 3 O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlorn, du Stiller unsers Haders, 24 L—— — H,.,, har nun ein En de. Lamm Gottes, heilger herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4 Oheilger Geist, du höchstes Gut, allerheilsamster Tröster, vor Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durchgroße Martr und bitternCod; wendab all unsern JammrundNot. Darauf wir uns verlassen. Ursprünglich niederdeutsch. 16. Jahrhundert weise: Herr Zesu Christ, dich. 4. Mose 6, 24— 206. Spätere Form der Weise im Anhang Ur. 4. 164⁴8 89 EE— 1 Brunn al-les heils, dich eh-ren wir und 101 90 Gottesdienstliche Zeiten EEEEEEE EEEEE öff nen un⸗sern Mund vor dir; R 6 Hei-lig- tum 2 Der herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er segne uns nach Seel und Leib, und uns behüte seine Macht vor allem Übel Tag und Nacht. 3 der herr, der heiland, unser Licht, uns leuchten laß sein Ungesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig sei. Weise: Nun danket alle Gott. dein ho⸗ aus dei⸗ l her Se-gen auf uns komm! 4 Der herr, der Cröster, ob uns schweb, sein HUntlitz über uns erheb, daß uns sein Bild werd eingedrückt, und geb uns Frieden unverrückt. 5 Jehova, Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchfleuß herz, Sinn und Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens voll. Gerhard Cersteegen, 1697— 1769 Johann Crüger 1649 9015 E Ge lo bet sei der herr, mein (mein Schöp-fer, der mir hat mein'n ö Gott, mein Licht, mein Le⸗b LCeib und Seel ge⸗ge⸗ B schützt Mut⸗ter⸗ von 10² omm! ob uns schweb, „ drückt, rrückt. Geist, fleußt, Dandel wohl, Segens voll. 971709 ger 1049 Trinitatis 91 6E EE e Hu⸗ gen-blick viel Guts an mir ge ⸗ tan. 2 Gelobet sei der herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut. 3 Gelobet sei der herr, meinGott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. Weise: Wie schön leuchtet. 4 Gelobet sei der herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was durch ihn lebt und webet; gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist. 5 Dem wir Halleluja mit Freuden lassen klingen und mit der Engel Schar das Heilig, heilig singen; den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit, gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Johann Olearius, 1611— 1684 Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 14. 15⁴2 aEEEE E = 11 Hal ⸗ le„ja! Lob, Preis und Ehr E⸗ wig ⸗-keit zu E-wig ⸗keit ., sei un⸗-serm Gott je mehr und Rhr sei in uns al ⸗len ihm be reit für al⸗ Dank, Weis⸗ SE E —— esei ⸗ ne heit, Kraft und —. Wer ⸗ke. Stär-ke. Ulin⸗get, sin get! 92 Gottesdienstliche Zeiten 6⁰⁰⁷— n—.—— 5————— Drei-mal hei-lig, hoch und herr —— U* Eh ⸗re ist der hHerr 2 hallelujal Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3 halleluja! Gott heilger Geist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren; der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hochzeitstag erkoren. =lich, reich an E der him⸗-mels⸗- hee ⸗re! Schauet, schauet, da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. 4 halleluja! Cob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller himmelsschar und singet nun und immerdar mit Freuden: Umen, Amen! Klinget, singet! Dreimal heilig, hoch und herrlich, reich an Ehre ist der herr der himmelsheere! 17. Jahrhundert 10HFeste der Mission und ihrer Werke Eigene Weise. Eine andere Weise im 12—.—. Nr. 2. Johann Hermann Schein, 1627 92 1Die Sach Ehrist, die Zach, an der 10⁴ i ist dein, 9— Ze:su S wir stehn, und weil es 2Du durch und mit Wol um Füh samt 95 ind Ehr nd mehr n. jelsschar rdar en! heere! ahrhundert erke chein, 10⁷ —— Feste der Mission und ihrer Werke 93 dei ne 2 ist, kann 45—.— un⸗ Er————.— Al⸗lein das Wei⸗zen-Korn, be⸗ es frucht⸗bar 3. r.. 3— sproßt 55 Licht em ⸗ por, muß ster⸗ ben in der SSSSSSE Er⸗de Schoß zu- vor vom eig-nen We⸗-sen los. 2 Du gingst, o Jesu, unser haupt, 3 Du starbestselbst alsWeizenkorn durch Ceiden himmelan und sankest in das Grab. und führest jeden, der da glaubt, Belebe denn, o Lebensborn, mit dir die gleiche Bahn. die Welt, die Gott dir gab. Wohlan, so nimm uns allzugleich Send Boten aus in jedes Land,‚ zum Teil am Leiden und am Reich. daß bald dein Name werd bekannt, Führ uns durch deines Todes Tor dein Name voller Seligkeit. samt deiner Sach zum Licht empor. Kuchwirstehndirzumdienst bereit. Strophe 1 und 2 von Samuel Preiswerk, 1799—1871 Strophe 3 von Felician M. von Zaremba, 1794—1874 Weise: Jesus, meine—.— 16⁵³ 2— 1 99EI.—. 1 Ei⸗ne her⸗ und 25 hirt! Wie wird wann sein Cag er-schei nen wird? Freu⸗e S. dann dir sein, o Er ⸗ de, dich, du klei ⸗ne her ⸗ de, SP wer ⸗de licht. Je ⸗sus hält, was er versspricht. 7 10⁵ mach dich auf und 9⁴4 Gottesdienstliche Zeiten 2 hüter, ist der Cag noch fern? ihn umleuchtet Morgenlicht. Schon ergrünt es auf den Weiden, Jesus hält, was er verspricht. und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den heiden, blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht. 5 Gräber harren aufgetan. Rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine! 3 Homm, o komm, getreuer hirt, Jesus ruft: Es werde Licht! daß die Nacht zum Tage werde. Jesus hält, was er verspricht. nn 6 0 des Tags der herrlichkeit! ern von dir und deiner Herde! Rent Herde, zage ů—— Jesus Christus, du die Sonne, Jesus hält Waz er verspricht und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und 4 Sieh, das Heer der nebel flieht Wonne. vor des Morgenrotes helle, Mach dich auf; es werde Licht! und der Sohn der Wüste kniet Jesus hält, was er verspricht. dürstend an der Lebensquelle; Friedrich Adolf Krummacher, 1767 1845 weise: Wachet auf. 1599 9⁴4 11 Ei ner ists, an dem wir han-gen, der Mns re Lei⸗ ber, uns re ther ⸗zen ge⸗ P. für uns in den Cod 9e Lan gen und hö⸗ren dir, o Mann der Schmer⸗zen, in SSSSSSSSSE uns er- kauft mit sei ⸗nem Blut.] dei ⸗ ner Lie-be ruht sichs gut. ——.—.—— e——— uns zum Ei ⸗ gen ⸗ tum, be⸗ rei⸗ te dir zum Nimm 106 icht. pricht. tan. einel el Bahn erscheine! Dicht! pricht. rlichkeit! donne, obreit ried und Wonne. Feste der Mission und ihrer Werke 9⁴ SSSISI...— Ruhm dei ne Kin-der. Ver-birg uns nicht das EE Gna- den-licht von dei-nem heil-gen 2 nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Sahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Hraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Urmut ist Gewinn für den Himmel. Wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach undträgt mitEhren deineschmach. 3 O herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Seugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4 Schau auf deine Millionen, die noch in Todesschatten wohnen von deinem Himmelreiche fern. An ⸗ge⸗-sicht. Seit Jahrtaͤusenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Seit; komm, herr Jesu! Zeuch uns voran und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan. 5 deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, es richtet und durchbohrt Geist und Seele. Dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6 heiland, deine größten Dinge beginnst du stille und geringe. Was sind wir UHrme, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Hugen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. 107 9⁵ Gottesdienstliche Seiten Dein Senfkorn, arm und klein, * wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, 9515 ter, ist die ö Ach, wir zäh len E ist die Nacht schier—2— Mor⸗gen-wol-ken glühn, I„ .... ——.. 2 O du Gott der Macht undStärke, sieh uns hier verwundert stehn über deinem großen Werke, das vor unserm Blick geschehn. Manches Tor hast du entriegelt, viele Seelen dir versiegelt, gabst uns für das Heidenland manches teure Unterpfand. im a. II——‚3 3 Immer tiefer, immer weiter in das feindliche Gebiet dringt das häuflein deiner Strei— ter, dem voran dein Banner zieht. Wo wirs kaum gewagt zu hoffen, stehn nun weit die Türen offen; mühsam folgt der schwache CTritt deinem raschen Siegesschritt. 108 Weise: Alle Menschen müssen sterben. I. weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1798— 1864 Jakob Hintze, 1678 . bis der Ster⸗ne Schein er-blei-chet ö war- mer Strahl leuch-tet . Nacht ver— nn. ⸗den? hü⸗ter, al ⸗le Stun⸗den, bis die —.— bis die Fin-ster⸗nis Rinnnn —— uns 120 Son- ne E ber Berg und Cal. 4 Langsam und durch Schwierig— keiten waren wir gewohnt zu gehn; plötzlich bricht in alle Weiten deine hand aus lichten höhn. Staunend sehn wir dein Beginnen, keine Seit ists, lang zu sinnen. Geh voran, wir folgen nach, wo dein Urm die Bahnen brach. —— —*— 5dch, wenn wir uns selber suchen und nicht deine Ehr allein, müßtest du uns nicht verfluchen, könnte unser Tun gedeihn? Schenk uns einen reinen Eifer, mach uns lauterer und reifer, brich des eignen Geistes Tun, laß in deinem Sinn uns ruhn. S let ist. 1798—1854 sintze, 1678 bis die wei⸗het, ne —— 5—5 Cal hwierig⸗ heiten ehn eiten öhn. eginnen, er suchen in, rfluchen, R Eifer, eifer, Cun, ruhn. Feste der Mission und ihrer Werke 96 6 welch ein Segen wird er- RMationen aller Orten sprießen, strömen her zu deinen Pforten, wenn wir gehn an deiner Hand! fallen auf ihr Klngesicht, Wenn uns deine Guellen fließen, jubeln laut im ewgen Licht. grünet bald das dürre Cand. Christian Gottlob Barth, 1799— 1862 Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Eine andere Weise im Anhang Nr. 13. 17⁰⁴ 3— 90 11 Ich lo⸗ be dich von gan⸗zer Zee⸗ len Edir wol⸗len ei ⸗ ne Kirch er⸗ wäh⸗len SSSISISISSISIr ———— daß du auf die ⸗ sem Er ⸗ den ⸗kreis zu dei⸗ nes na⸗ mens Lob und preis, SEEE vie⸗le sich zu⸗ sam⸗- men 0 den in ei⸗ ner wo — — r. hei ⸗li: den Ge⸗—— 65 da von al len — E....— 0—— S 25—3 ren Sün⸗ den durch Chri-sti Blut ge-wor-den rein. 2 Dju rufest auch noch heutzutage, 3 Du hast dir, Gott, aus vielen daß jedermann erscheinen soll; Zungen man höret immer deine lage, und bölkern eine Uirch gemacht, daß nicht dein haus will werden darinnen dein Cob wird gesungen voll. und deine wunderschöne Pracht; Deswegen schickst du auf die die sämtlich unter Christo stehen Straßen, als ihrem königlichen Haupt zu laden alle, die man find't; und in Gemeinschaft das bege— du willst auch die berufen lassen, hen, die blind und lahm und Krüppel was jeder Christ von herzen sind. glaubt. 109 97 Gottesdienstliche Seiten + Das heil wir nicht auf Werke gründen, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; und will sich etwas Gutes finden, so sind wir dennoch böse Knecht. Mit Glauben müssen wir em— pfangen, was Christi Ceiden uns bereit't; im Glauben müssen wir erlangen der Seelen Heil und Seligkeit. 5 Du heiligst uns zum neuen Leben, daß wir auf Gottes Wegen gehn, und daß wir nach dem Guten streben und allen Lüsten widerstehn. Weise: Gott des Himmels. Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 5. Du willst die Runzeln und die Flecken, damit die Sünde uns gekränkt, mit der Gerechtigkeit bedecken, die Christus uns aus Gnaden schenkt. 6 Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben noch fernerhin bis an das End. Uch laß uns nicht die Schätze rauben, dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die herzen deiner Christen mit Gnade, Segen, Fried und Freud, durch Ciebesfeuer sie zu rüsten zur ungefärbten Einigkeit. Friedrich Konrad Hiller, 1662— 1726 Heinrich Albert, 1642 97. Licht, das in die Welt ge⸗-kom-men, Son- ne 20 Mor-⸗gen-stern aus Gott ent-glom-men, treib hin⸗ ie IIil aue ö + e, ö di AIV 6——— 2—— 2—.———.— mi vol-ler Glanz und Pracht.,.„ weg die al 16 Racht zieh in dei-nen Wun-der— 31 —— ,n. —— bor III SEEEEEEEEEEE schein bald die gan ze welt hin ⸗ein. 0 ö 2 Gibdemwort, das vondir zeuget, sich noch manches Herz tut auf, ö ö einen weit gepriesnen Lauf, eh die Seit erfüllet ist, di daß noch manches Knie sich beuget, wo du richtest, Jesu Christ. 110 und die Hlechen, ränkt, echen, Gnaden schenkt. rechten hlauben End. Schätze rauben, rament. hristen ed und Hreud, üsten 1. 662—1720 bert, 1642 9 Feste der Mission und ihrer Werke 98 3 heile die zerbrochnen Herzen, baue dir Jerusalem; mach uns frei von Sündenschmer⸗ und dem Vater angenehm. Herr, tu auf des Wortes Tür, Heil zu predgen für und für. 4 Bräutigam, tritt aus der Kam⸗ laufe deinen Heldenpfad;* strahle Tröstung in den Jammer, der die Welt umdunkelt hat. O erleuchte Süd und Nord, Ost und West, du ewig Wort! Ewald Rudolf Stier, 1800— 1862 weise: O Jesu Christ, meins Cebens Licht. 1676 1 0 Je⸗ Chri⸗ ste, wah-res Licht, die dich Len nen nicht, dei⸗ner Herd, 2 Erfüll mit deinem Gnaden⸗ schein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3 Und was sich sonst st verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwund't Gewissen heil, laß sie am himmel haben teil. 4 Den Cauben öffne das Gehör; die Stummen richtig reden lehr, daß ih⸗ 55 1=te, .3 und brin⸗ge sie zu Seel auch selig werd. die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glauben sei. 5 Erleuchte, die da sind ver⸗ blend't, bring her, die sich von uns ge— trennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im 5weifel stehn. 6 so werden sie mit uns zugleich auf Erden und im himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, 1585— 1647 111 99 Gottesdienstliche Zeiten weise: Dir, dir, Jehova. 99⁰ * 11 Wach auf, du Geist der er-sten Zeu- gen, die die Cag und Näch-te nim-mer schwei-gen und SEEEE auf der Maur als ja, de ren Schall 6 E und al-ler 2 0 daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Urbeit stehn. O herr der Ernte, siehe doch dar— ein; die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3 Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzu— flehn; drum hör, o herr, und sprich: Es soll geschehn. 112 treu e die ge-⸗trost dem Seind ent-ge— 4— die gan- 2.. völ-ker Scha-ren zu Wäch-ter stehn; gen⸗-gehn; . ze Welt durch-dringt — dir bringt. 4 so gib dein Wort mit großen Scharen, laß sie in Kraft Evangelisten sein. Laß eilend hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht herein. Obreite, herr, auf weitem Erden— kreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 5 dch daß die Hilf aus Sion käme, 0o daß dein Geist, sowie dein Mund verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme, o würd es doch nur bald vor UHbend licht! Uch reiß, o herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur hilf und mach uns frei! „dringt ů4 brngt. großen Scharen, sten sein. erfahren eich mit t herein. NErden⸗ kreis deines Preis, n käme, in Mund Rspricht fängniz nähme, rlbend Himmel entzwei hilf und s freil Feste der Mission und ihrer Werke 100 6 acch laß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! ch führe bald dadurch mit haufen der heiden Füll zu allen Toren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Laufl 7 O bessre Sions wüste Stege; und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege. Vertilge, Herr, den falschen Glau— benswahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8 Caß jede hoh und niedre Schule die Werkstätt deines guten Geistes sein, ja, sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, Weise: Gott sei Dank. 100 6— 1 Wal-te, wal⸗ 6. daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche stehn und schrein. 9 herr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und klsche bin. Du als der Brunnquell aller Güte gibst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der Menschen Elend jammern kann. Drum bitt ich: Herr, o nimm mein Bitten an. 10 du wirst wohl wissen recht zu richten, der du ja aller Welt ihr Richter bist. Laß nur dein Wort den Streit hier schlichten, wenn deine Lieb in uns im Sweifel ist, und treib uns ferner, dich nur an— zuflehn. Es wird doch endlich noch viel mehr geschehn. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690— 1774 .. te nah und fern, all-ge— wal⸗tig Wort des herrn, wo nur sei ⸗ ner S EEE V Ull-macht Ruf Men-schen für den him-mel schuf. . 115 2 wort vom bater, der die Welt schuf und in den Urmen hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat. 3 Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Codes Tat ewig weggenommen hat. 4 Uräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft. 101 Gottesdienstliche Seiten 5 Wortdes Lebens stark und rein, alle Völker harren dein; walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag erwacht. 6 Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld, klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Urbeit überall. 7 herr der Ernte groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut, laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl! Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774-1841 II. Feste der Reformation undihrer Werke Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1676 101 ach bleib bei uns, herr Je⸗ — K⸗bend worden— dein gött⸗lich wort, 5 4—— 222 E e Licht, laß ja uns er: 5 2 In dieser schwern, betrübten Seit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament rein halten bis an unser End. 3 Herr Jesu, hilf, dein' Kirch er⸗ halt, wir sind arg, sicher, faul und kalt. 114 su 95—55 weil es nun n in Gib Glück undheil zudeinem Wort, damit es schall an manchem Ort. 4 Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr der Feinde Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. Den die mit und br fälf 0 Die nicht v hatum ie sic rauet Vus nd rein, Feste der Reformation und ihrer Werke 102 5 Den frechen Geistern wehre doch, 7 Dein Wort ist unsers Herzens die mit Gewalt sich heben hoch Trutz und bringen stets was Neues her, und deiner Kirche starker Schutz. zu fälschen deine rechte Lehr. Dabei erhalt uns, lieber Herr, 0 Die Sach und Ehr, Herr Jesit daß wir nichts anders suchen mehr. Christ, 8 Gib, daß wir leben in dem Wort nicht unser, sondern dein ja ist;: und darauf ferner fahren fort darum so steh du denen bei, von hinnen aus dem Jammertal die sich auf dich verlassen frei. zu dir in deinen Himmelssaal. Strophe 5—8 von Nikolaus Selnecker, 1530—1592 Eigene Weise. Eine andere Weise im Anhang Ur. 7. 17⁵⁵ 102 16⁰— 5 Ei⸗ner ist Rö⸗nig, Im-ma⸗ nu- el (si⸗on hin ⸗ ge-gen, sei in-nig ver— Ser eele l sie-get! Be-bet, ihr Fein-de, und ge-bet die Slucht! gnü⸗get, la-⸗be dein her-ze mit himm⸗li-scher Frucht. w E⸗wi⸗ges Le⸗ ben, end-li-chen Frie-den, Freu⸗de die Fül⸗ le Hat er uns be ⸗schie-den. 2 Stärket die hände, ermuntert reißet aus kingsten, aus Jammer die Herzen, und RNot. trauet mit Freuden dem ewigen Ewig muß unsere Seele gene— Gott. sen Jesus, die Liebe, versüßet die in dem holdseligsten, lieblichen Schmerzen, Wesen. 115 —————————— 3 halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampf und im Strauß. Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen, Jesus, der Treue, bleibt ewig dir stehen. 4 Sion, wie lange hast du nun geweinet! Auf und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe, die Sonne der Freuden er— scheinet tausendmal heller, als du es ge— glaubt. Jesus, der lebet, die Liebe regieret, die zu den Muellen des Lebens dich führet. 5 Caufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus, der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle fließen die Ströme des Lebens all— hier! Trinket, ihr Cieben, und werdet erquicket; hier ist Erlösung für alles, was drücket. 102 Gottesdienstliche Seiten Johann Ludwig Ronrad Allendorf, 1693— 1775 6 Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des himmels anbeut. Selber der herr wird den Siegern zum Lohne; wahrlich, dies Kleinod verlohnet den Streit. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, selber der herr wird den Siegern zum Lohne. 7 Cöwe aus Juda, da, da wird man sehen eine gewaltige, siegende Schar deine unendliche Hoheit erhö— hen. Alles, was Odem hat, ruft: Er ists gar! Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen; höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8 Reichtum, Uraft, Weisheit, Preis, Stärke, Cob, Ehre Gott und dem Camm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande; ihr Sesseln, zerreißt! Amen, die Liebe wird wahrlich erhören. Alles, was in mir ist, lobe den Herren! wir es str den Frag Er 0 der Und das . seht auf ie Krone, himmels anbeut. N Siegern m Lohne; verlohnet en Streit. seht auf ie Krone, n Siegern im Lohne. da wird nan sehen Schar eit erhö⸗ hen. ruft: Er ists gar! dThrone hinfallen Stimmen erschallen Weisheit, Cob, Ehte und dem gen Geist! wenn ich da wäre! hr Heseln zerreißt. wahrlic erhöten. lobe 1 hemten 15=mů Feste der Reformation und ihrer Werke 103104 Eigene Weise. Psalm 46. 15²0 103 (Ein' 10 ste Burg ist un ser Gott, ein wer hilft uns frei aus al-ler Rot, die gu te wehr und Waf ⸗fen; uns jetzt hat be⸗ trof ⸗ fen. PPPP Land n mit Ernst ers ue groß Macht und viel List sein' ͤ. e sam Rü⸗stung ist,—05 Erd ist nicht seins-glei⸗chen. 2 Mit unsrer Macht ist nichts ge- Der Fürst dieser Welt, 85 tan, wie saur er sich stellt, wir sind gar bald verloren; tut er uns doch nicht; es streit't für uns der rechte Mann, das macht, er ist gerichtt den Gott hat selbst erkoren. ů 18 äll Fragst du, wer der ist? Ein Wörtlein kann ihn fällen. Er heißt Jesus Christ, 4 Das Wort sie sollen lassen stahn der herr Zebaoth, und kein'n Dank dazu haben; und ist kein andrer Gott; er ist bei uns wohl auf dem Plan das§eld muß er behalten. mit seinem Geist und Gaben. . Nehmen sie den Leib, 3 Und wenn die Welt voll Teufel Gut, Ehr, Uind und Weib, war laß fahren dahin, und wollt uns gar verschlingen, sie habens kein'n Gewinn; so fürchten wir uns nicht so sehr, das Reich muß uns doch bleiben. es soll uns doch gelingen. Martin Luther, 1485—154 Eigene Weise. 154³ 2 104 UeEr-halt uns, Herr, bei dei- nem Wort 117 Gottesdienstliche Seiten 6 und steu⸗re dei-ner Fein-de Mord, die Je⸗sum Christum, = 0. d E dei-nen Sohn, wol-len stür-zen von dei-nem Thron. 2 Beweis dein' Macht, Herr Jesu 3 Gott heilger Geist, du Tröster Christ, wert, der du Herr aller Herren bist; gibdeinemvolkéEin'nSinnaufErd, beschirm dein' arme Christenheit, steh bei uns in der letzten Not, daß sie dich lob in Ewiglkeit. leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther, 1485— 1546 Eigene Weise. 15. Jahrhundert 105 SU I (Es ist das heil uns kom-men her von die Wer-ke hel-fen nim-mer-mehr, sie PP I Gnad und lau⸗ter Gü= te; mö-gen nicht be- hü-ten.] iEEREEEEE Je-sum Chri-stum an, der hat gnug für uns al ⸗le gtan, er ist der Mitt-ler wor- den. Der Glaub sieht 2 Es sind gerecht vor Gott allein, er kann die Werk nicht lassen. die diesen Glauben fassen. MitGott der Glaub ist wohl daran; Der Glaub muß geben seinen aus Rächstenlieb wird Guts getan, Schein, bist du aus Gott geboren. 118 37 was War seht: er w und! Des 40 laß! denr da v deir und so! — hristum, Thron. uTröster wert, maufErd, en Not, dem Lod. 1485—15⁴0 Jahrhundert lassen. hldaran, uts getan, N. Feste der Reformation und ihrer Werke 3 Die Hoffnung harrt der rechten Seit, was Gottes Wort zusage. Wann dies geschehen soll zur setzt er nicht feste Tage; 3 er weiß wohl, wanns am besten ist, und denkt an uns zu rechter Frist. Des solln wir ihm vertrauen. 4 Obs sich anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo ers fast schon ausgericht't, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein; und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß dir doch nicht grauen. Weise: Valet will ich dir geben. Es ITE un⸗ser Schutz; Feind zum Trutz. Er muß ler Macht und List muß uns doch ge⸗ drum laßt uns fröh-lich exr 106 5 SeiCob undEhr mit hohempreis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem der woll in Gnad erfüllen, was er in uns begonnen hat zu Ehren seiner Majestat, daß heilig werd sein Name. 6 Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gscheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot noch heut uns werd, woll unsrer Schuld verschonen, wie wir den Schuldnern tun nach Pflicht, und führ uns in Versuchung nicht, lös uns vom Übel. Umen. paul Speratus, 1484—1551 Melchior Teschner, 1615 EE lin⸗gen, denn Gott ist sin⸗gen dem bö⸗-sen —.— doch un-ter-lie-gen mit —1.———.—.— 2— 5——— 4— der Stär-kre hilft uns DE..— ů , ee e, wurs. mue + sie ⸗gen, er hei- 119 107 Gottesdienstliche Seiten 2 Das Feld muß er behalten, der ewge, starke Gott; er wird allmächtig walten, die hölle wird zum Spott. Umsonst ist ihre Tücke, vergeblich ihre Wut; in einem Hugenblicke entfällt ihr stolzer Mut. 3 Das Reich muß uns doch bleiben, hier ist Immanuel; er wehrt dem wilden Treiben, er macht das Dunkel hell. Wer will ihm widerstehen? Mit Allmacht angetan, geht er auf lichten höhen, die majestätsche Bahn. Weise: Was mein Gott will. 4 wir glauben seinem Worte, wir baun auf seine Treu. Er macht an jedem Orte sein armes Häuflein frei; er führts auf rechter Straßen zu seines Namens Ruhm; er kann uns nicht verlassen, wir sind sein Eigentum. 5 Drum auf und singe fröhlich, wer immer singen kann! Die Taten sind unzählig, die er an uns getan; und wie in alten Seiten, so tut er immerdar. Der Herr wird für uns streiten, das ist gewißlich wahr! Friedrich Wenermüller, 1810-1877 Franhreich, 16. Jahrhundert 10.⁷ 1 Gib Fried zu uns rer Seit, o Herr, groß der Seind be-gehrt nichts an-dres mehr, denn 23.— 6 SERRRE Not ist jetzt vor-han-den; daß er bring zu Schan-den den Na-men Christ und A— dämpf mit List wahrn Got-tes-dienst auf Er-den. Den uns er— 6 E E halt durch dein' Ge-walt; du hilfst al-lein in Gfähr-den. 12⁰ 'traßen m assen, . je fröhlich, nI ig, N, streiten, . 181018⁷⁷ Jahrhundert —— err, groß Feste der Reformation und ihrer Werke 2 Gib Fried, den wir verloren han durch Unglaub und bös Leben. Dein Wort hast uns geboten an, dem wir all widerstreben. Denn wir zum Ceil dies unser Heil mit frevler Gwalt austreiben, zum Teil ohn Grund bekennen rund, ohn herzlich Frommsein bleiben. Eigene Weise. 108109 3 Gib Hried, auch deinen Geist uns send, der unser Herz durch Reue und Leid um unsre Sünd behend in Jesu Christ erneue, aufdaß dein' Gnad all Schand und Schad, all Furcht und Kriegsbeschwerde von uns abkehr, dadurch dein' Ehr bei allem Volk groß werde. Wolfgang Capito, 1478— 1541 Huldreich Swingli, 1529 14—* — 1 108— 1 Herr, nun selbst den Wa⸗gen halt, bald ab— — 4 3—.— ere. 5 f 0 seit geht sonst die Fahrt, das brächt Freud dem Wi⸗der⸗ ——.—— —.—.—... D— ——— part, der dich ver⸗acht't so fre ⸗ vent ⸗=lich. 2 Gott, erhöh deins Namens Ehr; wehr und straf der Bösen Grimm, weck die Schaf mit deiner Stimm, die dich lieb haben inniglich. 5 Hilf, daß alle Bitterkeit scheid, o Herr, und alte Treu wiederkehr und werde neu, daß wir ewig lobsingen dir. Huldreich Swingli, 1484— 1531 weise: Herr Christ, der einig Gottssohn. 15²⁴ 109 LCob 1 sei dir, Je-su Chri⸗ste, der du der Men⸗schen Li-ste in dei⸗ nem bald machst zu 8 121 109 Gottesdienstliche Zeiten IIEEEEEE Him-mels-thron, Spott und Hohn, ... uns Chri-sten führst zu dei⸗nem Wort, das lan-ge ist ver-schwiegen; nun strahlts an al-lem Ort. 2 Darum erhebt die Stimmen, kommt fröhlich auf den Plan; sprecht frei, wie sichs will ziemen, setzt Ceib und Ceben dran. Denn Christus muß bekennet sein, durch TCod und große Marter gehn wir ins Leben ein. 3 Sorgt nicht, was ihr wollt sagen, vor das Gericht geführt; der Geist in diesen Cagen euch eure Sungen rührt. niemandeuch widersprechen kann; und wann Gewalt man übet, so nehmets herzlich an. 4 wer mit dem herrn regieren einst will im Himmelsthron, der muß gleich ihm sich zieren mit Kreuz und Märtrerkron. Der Knecht nicht überm herren ist; für uns ist eingegangen der Heiland Jesus Christ. 5 Wen Gott der herr tut lieben, den stäupt er früh und spat; er muß den Sohn betrüben, den er erwählet hat. 122 Wir werden durch das Kreuz allein erprobt wie Gold im Ofen und durch die Hoffnung rein. 6 also die ersten Christen durchs Blut sind gangen ein. Es wolle Gott uns rüsten, daß gleich wir ihnen sein, den Leib der Marter geben dar. Wenn sie den Leib auch töten, die Seel wird nichts gewahr. 7 Laßt uns nur den bekennen, der beide töten kann, und vor der Welt ihn nennen, gings auch zum Tode dann. Er ists, der uns erhalten mag, verdammt und selig machet, wann kommt der jüngste Tag. 8 Dem wolln wir frei ergeben all unser Ceib und Gut, zum Tod und auch zum Leben befehln in seine hut. Der geb uns Mut zu Streit und Krieg. Ohn ihn ists ganz verloren; bei Menschen ist kein Sieg! Heinrich Vogther, 1490 bis etwa 1542 euzallein fen rein. in, eben dar. töten, yaht. gennen, jennen, ann. nag, ichet, te Cag. ergeben Ceben Streit ud Hrieg. oren, ieg! 15 eiwa 5 Feste der Reformation und ihrer Werke 110111 Weise: Gott sei Dank. 170⁴ 10— 1 CTri⸗- um-⸗ phie⸗re, Got-tes Stadt, die der .n e dich) der im him- mel schü⸗tzet dich. 2 Deine Feinde wüten zwar, 5 Kirche, rufe, Lehrerin, zittre nicht, du kleine Schar; zeuch in neue Welten hin; denn der Herr der Herrlichkeit lehre, denn sie sollen dein, machet deine Grenzen weit. alle sollen Gottes sein. 3 nimmt der Völler Coben zu. 6 Rühm es, singe: Zesus lebt! laß sie wüten; leide du, Jesus- d leide mit Geduld und Mut;. blute, fruchtbar ist dein Blut. mich beschützt, sei hoch gelobt. 7 Gott sei angebetet, er, 4 Deinen Feinden eilt er nach, der mein Vater, der umher siegt und rächet deine chmach, Raum mir macht, und wenn es und allmächtig beugt der Held stürmt, in dein selig Joch die Welt. meine Uinder mir beschirmt. Johann Kndreas Cramer, 1725— 1788 Gustav Adolfs Feldlied Eigene Weise. 165⁵⁶ 1 IIIESSEEE ver⸗za⸗ 0e nicht, du häuf⸗lein klein, ob-schon die GE EEE EEE Fein⸗de wil⸗lens sein, dich gänz- lich zu ver-stö⸗ren, und 12⁵ 112 Gottesdienstliche Seiten .SPSSPSPSPSSSSSSSEE — chen dei⸗nen Un⸗ ter⸗gang, da⸗ von dir wird recht angst und bang; 2 Cröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes; dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten. Er wird durch seinen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. weise: Erhalt uns, Herr. es wird nicht lan⸗ge wäh ⸗ren. 3 So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Welt, Teufel und höllenpfort und was dem tut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlangen! Michael Ultenburg, 1584— 1640 15⁴⁵ — l..——— 1 wach auf, wach auf, 325 ——— Christ, mit dei⸗ner hilf nicht weit! Der wü⸗tend un⸗ge⸗ —.—.— 6 5— stü⸗me Iaeer läuft an mit Macht und drängt üns sehr. 2 hilfst du nicht bald, so ists ge— schehn, zu Grund wir müssen eilends gehn. Bedräu der Wellen wild Gebrüll, so legt es sich und wird ganz still. 3 lich herr, um deines Ramens Ehr halt uns in§ried bei deiner Cehr! Gib deiner Kirche wieder Ruh, Gesundheit, gute Seit dazu. 12⁴ 4 Darüber auch das allerbest, daß wir, im Glauben treu und fest, mögen preisen den Namen dein, dir leben, dein lieb Völklein sein. 5 fus deinem Geist ganz neu ge— born; den gib uns Herr, sonst ists verlorn. Dies alles unser Herz begehrt, wiewohl wir sind der keines wert. und sein wort, Uenpfort igen, und Spott. mit Hott, ngen! 15584—1610 1545 sehr. lerbest, eil und fel men dein, sllein sein nz neu ge⸗ born⸗ tsverlonn hegehtt, e eines well⸗ 6 haben das Widerspiel ver⸗ schuld't, zum Zorn gereizt oft dein' Geduld, des Worts treu Warnung stets veracht't, all Zucht und Ehrbarkeit verlacht. 7 Die Obern und die Untertan'n nicht wollten gehn auf deiner Bahn, die Eltern samt den Jungen auch verachtet haben Recht und Brauch. 8 Jedoch weil unsre Sach ist gut, so wehr all derer ÜUbermut, die uns bei Rechte lassen nicht und wehren deines Wortes Licht. 9 mach uns vor ihnen nicht zu Spott; die Sach ist dein, du starker Gott. Gib uns den Feinden nicht zur Schand, wir wolln gern falln in deine Hand. 10 Süchtge du uns mit Vaters Rut und mach uns böse Kinder gut; Erntefest 113 straf uns nun nicht in deinem Grimm, gedenk, was deiner Ehre ziem. 11 Laß lästern nicht den Namen dein, dein Völklein halt zusammen fein; und mag es ja nicht anders sein, denn daß der Seind will schlagen drein, 12 8o wir doch Frieden hielten gern, wohlan, wir sehn auf dich, den Herrn. Du bist doch der allmächtge Gott, dein Name heißt: Herr Sebaoth! 13 Sei du Hauptmann in diesem Streit, dein' siegreichhandhelfuns beizeit, damit der Feind, wie groß er ist, muß sehen, daß du stärker bist. 14 In deiner Kraft wir liegen ob, daß weit erschall deinꝰ Ehr und Cob und alle Welt des inne werd, daß du noch lebst und herrschst auf Erd Ambrosius Blaurer, 1492— 1564 12·Erntefest Weise: O du Liebe meiner Liebe. Ishn die Er ⸗ de Güt und Mil- de 17⁴⁵ ö E=E ist ge⸗seg-net von dem hat ge-reg-net, dein Ge— 12⁵ SI.... — 114 6 —.— be-⸗decht das Land. Grün⸗den ist dein Se-gen 2— Aum. ist 5 Krö net, 2 aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine hände, dein Vermögen wird nicht matt; deine Hilfe, Gnad und Spende machet alle froh und satt. 3 Du gedenkst in deiner Creue an dein Wort zu Noahs Zeit, daß dich nimmermehr gereue deiner Huld und Freundlichkeit; und solang die Erde stehet, über der dein Huge wacht, soll nicht enden Saat und Ernte, Frost und hitze, Cag und Nacht. 4 Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Korn. Weise: Nun danket all und bringet Ehr. 4E Ich sin ⸗ge 126 Gottesdienstliche Zeiten Wohl⸗ tun dei⸗ ner du aus⸗ 9• streut; Un⸗ Nuf den in den —.— un⸗ ser War⸗=ten hü⸗ 6——.—— 3—— geln, ,, Li. r herz Uh du 10. hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 5 herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt, daß der Reichtum deiner Milde unser Herz zur Buße führt. 6 hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort. Alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gottes Wort. Ulles, was wir Gutes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaussprechlich reich und groß. Christian Rudolf Heinrich Puchta, 1808— 1858 er-freut. Johann Crüger, 1656 Dar⸗ten 4 T⸗freut. ehret efahr, rsehret, hr. he Güte etan ite man. Gnade rt, Milde rt. der Erden ort. hen Wort. virken, senden d groß. „1808-1556 LIrüger. 1660 —Z4 6 2 1285 herr, mei-nes her⸗-zens Lust; 6— *— Er ⸗ den kund, was 2 Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Guelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt. 3 Was sind wir doch? Was haben auf dieser ganzen Erd, 335 das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4wer hat das schöne Himmels⸗ hoch über uns gesetzt? 3 Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5 wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wermacht es, daß man&lund Most zu seinen Seiten find't? 6 wer gibt uns Leben und Ge⸗ blüt? Wer hält mit seiner hand den güld'nen, werten, edlen Fried in unserm Vaterland? 7 dch Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun; du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. mir von dir be⸗ wußt. 8 du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. 9 Du strafst uns Sünder mit Ge⸗ und schlägst nicht allzusehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10 Du zählst, wie oft ein Christe und was sein Kummer sei;— keinsähr-und Cränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 11 Dufüllst des Tebens Mangel aus mit dem, das ewig steht, und führst uns in das himmelhaus, wann uns die Erd entgeht. 12 wohlauf, mein herze, sing und habe guten Mut; dein Gott, der Ursprung allering, ist selbst und bleibt dein Gut. 13 Er ist dein Schatz, dein Erb und CTeil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein' Hilf und heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 127 14 was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin 11⁵5 Gottesdienstliche Seiten 16 Er hat noch niemals was ver⸗ sehn in seinem Regiment; nein, was er tut und läßt geschehn, auf den, der dich gemacht. das nimmt ein gutes End. 15 hat er dich nicht von Jugend 17 Ei nun, so laß ihn ferner tun auf und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 1607— 1676 versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ hat er zurückgekehrt! 2 Eigene Weise. Severus Gastorius, 1681 115 15995 Gott tut, das ist wohl-ge-tan, so Wenn man nicht reich-lich ern-ten kann, liebt 4—— IIEN— ... den ken Got⸗-tes Kin⸗der. er uns doch nicht min-der. Er zieht das *——5 1 E* 223 ⁊..—....———— 4 Herz nur him-mel-wärts, wenn er uns ?..?.......—T— läßt auf Er⸗ den ein Siel der pla⸗ gen wer⸗den. 2 Wasott tut, das ist wohlgetan. 3 Was Gott tut, das ist wohlgetan. Im Nehmen und im Geben Er zeigt uns oft den Segen, sind wir bei ihm stets wohl daran und ehe man ihn ernten kann, und können ruhig leben. muß sich die Hoffnung legen. Er nimmt und gibt, Weil er allein weil er uns liebt, der Schatz will sein, und seine hände müssen so nimmt er andre Güter wir stets in Demut küssen. zum Heile der Gemüter. was ver⸗ sehn tgeschehn, nd. ferner tun ein, den ruhn 1607-1676 storius, 168 tan, so Erntefest 116 4Was Gott tut, das ist wohlgetan. Sein Wort verschafft Es geh nach seinem Willen; uns Lebenskraft; und läßt sichs auch zum Mangel an, es nennt uns Gottes Erben. so weiß er ihn zu stillen. Wie können wir verderben? mant i aucdent 6 Was Gott tut, das ist wohlgetan, man kann bei wenig Gaben Aulern Erne den Wan⸗ gleich bei uns kein Kanaan, satt werden und sich laben. wo Milch und Honig fließen, 5 Was Gott tut, das ist wohlgetan. er, unser Gott, Das Feld mag traurig stehen, weiß, was uns not, wir gehn getrost auf seiner Bahn und wird es gern uns geben. und wollen ihn erhöhen. Uommt, laßt uns ihn erheben! Benjamin Schmolck, 1672— 1757 Weise: Was Gott tut. Severus Gastorius, 1681 ———— 3 U0 EE Wir dan⸗ken dir, o va ⸗ ter, heut, daß den Wein, der un-ser Herz er ⸗-freut, von 6— 16 2—— du die Frucht der Re⸗ben, Dein ist die neu ⸗em uns ge ⸗ ge-ben. n—— SISISISISISISISISISISISI.I......... Kraft, die al-les schafft, daß an den ——.—.— HI rei⸗chen Ga⸗ ben sich Leib und Seel er ⸗-la-ben. 2 des vaters Gabe wollst du nun, Wie du als Gast Herr Jesu, an uns segnen, in Kana hast nach deiner huld und Treue tun erfreut die Hochzeitsleute, und uns als Freund begegnen. ists ja dein Cun noch heute. 129 117 Gottesdienstliche Zeiten 3 Du, treuer herr, verläßt uns mit deinem Wort, nicht; wir sinds, die dich verlassen. Vor deinem heilgen Kngesicht wie mancher hat mit Prassen dein Gut verzehrt, das Herz beschwert, daß, so du wolltest rechten, dann scbeh uns bösen nechten! 4 O herr voll unbegrenzter Huld, wer kann das Wunder fassen, die lautre CTangmut und Geduld, daß du für alles Hassen uns dennoch nicht vor dein Gericht, daß du mit neuen Gnaden uns an dein herz willst laden? 5 O präge tief den Herzen ein die große Creu und Güte; mach uns von Lust und Sünde rein, durchläutre das Gemüte daß wir hinfort zu deinen reichen Gaben dich selber in uns haben. 6 Ja, mach uns du, herr Jesu zu deinen rechten Reben hüt am Weinstock, der du selber bist, daß edle Frucht wir geben, drin sich dein Geist mit Macht erweist, nachdem wir erst das Schneiden der Trübsal mußten leiden. 7 In deines vaters Reich zuletzt, wenn du dich mit den Deinen, die ihren Trost auf dich gesetzt auf ewig wirst vereinen, da schenk uns ein den Freudenwein; den Trank wollst du uns geben, der quillt ins ewge Leben. Christoph Johannes Riggenbach, 1813-1890 135»Daterländische Feste weise: Jesus Christus herrscht als Rönig. 7 heut dem ew- IE dan-⸗-ken dir, daß du 130 Theophil Stern, 1856 — Gott und herr, in gen Thro⸗ne dei⸗ner R⸗ nigs⸗ma⸗ je⸗stät; dei-nem Soh-ne nahn wir un⸗sern Hai⸗ser, ů d „ — — 2 Du! Onade iber il det zu tehen dit zu 3Se daß e von d Lah d opfert eine 4Se alle, liebe daß! an d alle! 580 laß! . rr Jeü ahhi ber bist, en, öchneiden en. h zuletzt einen, gesetz, s geben, n. 1613—1090 118 Vaterländische Feste der da 2 Du hast ihn bisher erhalten, Gnade hast du lassen walten über ihm als deinem Unecht, der zu deines Reiches Fahnen stehen will wie seine Ahnen, dir zu dienen schlecht und recht. 3 Sei mit deinem Geist ihm nahe, daß er Licht und Recht empfahe von des Rechtes ewgem Grund. LCaß die Cieb sein Herze dringen, opferwillig darzubringen seine Kraft all Cag und Stund. 4 Seines Schutzes laß sich freuen alle, die in Ernst und Treuen lieben Volk und Vaterland, daß in fröhlichem Vertrauen an dem Reiche mit ihm bauen alle Bürger, jeder Stand. 5 Schenke Friede unsern Grenzen, laß der Eintracht Sonne glänzen weise: O Welt, ich muß dich lassen. Stän⸗de durch dei-ner 355 3 25 si⸗-tzet auf dem Stuhl von dir er⸗höht. ob den Canden nah und fern, daß wir mit den Nationen, die an unsrer Seite wohnen, stehn wie Knechte Eines Herrn. 6 Laß uns um den Preis nur ringen, wer am besten kann bezwingen Sünd und Sweifel, Stolz und Neid; wer den Balsam hat gefunden, der da heilt die tiefen Wunden aus des Lebens hartem Streit. 7 hilf, daß Volk und Haiser jede Lüge und verjagen, Ra was zuwider Pflicht und Recht, bis dein Reich, o herr, gekommen, da das Volk der Treun und Frommen herrscht als königlich Geschlecht. Friedrich Spitta, geb. 1852 Heinrich Isaak, 1559 All⸗macht 131 118 Gottesdienstliche Seiten 2 dch, laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz. Bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten; beut allen Feinden Crutz. 3 Gib du getreue Lehrer und unverdroßne hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernte reichlich ein. 4 Gib unserm Kaiser Glücke, laß deine Gnadenblicke auf unsre Cande gehn; schütz ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone in vollem Glanze stehn. 5 Laß alle, die regieren, ihr Hmt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Cande küssen, ja, segne herr und Knecht. 6 wend ab in allen Gnaden so§eur⸗ als Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab; bewahr des Landes Früchte und mache nicht zunichte, was deine hand uns gab. 132 7 Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feind ermüden, verleih gesunde Luft; laß keine teuren Seiten auf unsre Grenzen schreiten, da man nach Brote ruft. 8 Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wann sie um hilfe schrein. 9 Sei vater aller Kinder, der Mütter Not mach linder, dem Säugling gib Gedeihn. Seuch unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Cugend, daß sich die Eltern freun. 10Uomm als ein Arzt derkranken; und die im Glauben wanken, laß nicht zu Grunde gehn. Die Hlten heb und trage, aufdaß sie ihre Plage geduldig überstehn. 11 Bleib der verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Sions Herrlichkeit. inder, eihn. nd Lugend, n. erKranken. anken, hn. 12 nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. 9 Sonntag wir sprechen nun das Hmen in unsers Jesu Namen, so ist der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck, 1672— 17³⁷ 14. Sonntag weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. S..** Be⸗ schwer ⸗tes Herz, leg ab die Sor-gen, er⸗ 17⁰⁴ x Es kommt der an⸗- ge⸗neh⸗me Mor-gen, da 6 he Gott zu hat be dich, ge⸗ büch⸗tes Haupt! u Hen da Gott zu er⸗laubt, ein ⸗ ge-weiht. Auf, auf, du vor-hin viel hast seit dem Dien-ste Got⸗ 2 auf, laß Agyptens eitles We⸗ sen, die Stoppeln und die Ziegel stehn! Du sollst betautes Manna lesen und in des herren Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und, zu vermehrung seines Ruhms, die Werke deines Priestertums in tiefster Hndacht zu verrichten. tes ab ⸗ ge⸗stoh-len! 3 mein Gott, ich bin vor dir er⸗ schienen und gebe auf dein Winken acht. Wie kann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie wird meinherz in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünden Qual? 15⁵ 12⁰ Gottesdienstliche Zeiten Wie bet ich, wenn die Opferschal er selbst mit Weihrauch nicht be— streuet? 4 Uann meine Harfe lieblich klingen, wenn sie dein Hinger nicht berührtꝰ Kann ich die düstre Nacht durch— dringen, wenn dieser Leitstern mich nicht führt? Kann ich ein süßes Opfer werden, wenn diese Flamm nicht in mich fährt und mich in deiner Cieb verzehrt und hebet von dem Staub der Erden? SmeinZesus hat meinherzso teuer zu seinem Cempel eingeweiht; Weise: Erschienen——.— der— 2 22— 1 Gott- 2 — 2 ei, die wird hier ist sein herd, hier ist sein Seuer, die Fülle seiner Herrlichkeit, sein Heiligtum, sein Stuhl der Gnade, sein Licht und Recht, das himmels— brot; des Geistes Frucht und sein Gebot erfüllen diese Bundeslade. 6 Wann sich des Lebens Werktag enden, so ruh, von allem Frondienst los, mein Geist in deinen Vaterhänden, mein Leib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in sicherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder tut, als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, 1659— 1706 Cag. nikolaus Herman, 1560 332— E Sonn- kommt her⸗ — 1 nun wie-der neu; heut 2 —— das Le⸗ ben bracht. Hal⸗ E ů0, 2 dies ist der Tag, da Jesus Christ vom Cod für mich erstanden ist 15⁴ hat mein Gott das ge-macht, mein heil hat und schenkt mir die Gerechtigkeit, Crost, Ceben, heil und Seligkeit. Halleluja! halle sein geuer, hheit, Stuhl der Gnade, Himmels⸗ brot; sein Gebot de. Oerktag enden, dienst los, erhänden, ter Schoß, hort oben, den ruht, L tut, zu loben. 1659Iob jerman, 1500 3 Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes ind. Halleluja!— weise: Gott des Himmels. Spätere Form der Weise im kinhang Nr. 5. Sonntag 121 Amein Gott, laß mir dein Lebens— wort, führ mich zur himmelsehrenpfort; laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich. Halleluja! Johann Olearius, 1611-1684 Heinrich lbert, 1642 121 18 ßer Gott von al- Udes-sen Treu auf al=len ten Zei ⸗ten, Sei⸗-ten des ⸗sen hand die Welt re-giert,‚ mich von Ju- gend auf ge-führt,! heu⸗te wecht des — 7 1 ‚ S E* —* Ca ⸗ ges Lauf mich zu 2 dch, wie lieb ich diese Stunden; denn sie sind des Herren Sest, das mit so viel Crost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3 habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt, wenn er betet, wenn er singt, daß es durch die Wolken dringt. lau-ter n-dacht auf. +Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Cag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. 5 Omein Gott, sprich selber Umen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1648— 1715 15⁵ 4 4 4 — 122 Gottesdienstliche Zeiten Hal le: lu 3d, Weise: Unser Herrscher, unser König. 168⁰ ————..——.— schö-ner Mor⸗ gen, fühl ich kei ⸗ne Zor ⸗ gen, heu-⸗ te schö ner, als man den-ken mag. lie⸗ber CTag, denn das ist ein Lieb⸗lich keit recht das 2 Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag in dunklen höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, du vertreibst mir alles Leid. 3(ich, wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau; sie führt mich aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Ru. Da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4 Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schicht keine UHrbeit sich als nur Gottes Werk für mich. 5 Ich will in der Zionsstille heute voller Hrbeit sein; denn da sammle ich die Fülle 156 der durch sei ⸗ ne . In ⸗ ner ⸗ste er⸗ freut. von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6 herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Cehr und Trost gewinnen, gib zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Schall recht tief in mein Herze fall. 7 Segne deiner Unechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet't und singt, solches in dein Herze dringt. 8 Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du herr des Sabbats bist, bis ich einst auf jenen Cag ewig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 1701—1762 weise: Schmücke dich, o liebe Seel Spätere Form der Weise im Hnhang Ur. 10. 1 12³ Sonntag e. Johann Crüger, 1649 — 1 1 125 EOU EEEEE r gen, 11 sei ⸗ge dich uns oh=- ne hül ⸗=le, gen, daß an die ⸗sem Got-⸗-tes- ta⸗ ge 2.—— lb ö— EEEE sei=ne ström auf uns der Gna- den Fül ⸗le, — un⸗ser Herz der Welt ent-sa⸗ 9.0 dus durch —— 8⁰⁰⁵⁰ 2 AIE 1—— freut.**—— dich, der starb, vom Bö- sen uns Ge⸗ fall ⸗ne en ein, ‚ n 9— 25—.. ö—— ens speist.——— 15 Wl zu er lo sen, dei⸗ ne glau⸗ben-de Ge⸗ rust: IIEAEEEEEAS— gewinnen,*— ,=. st Sh mei ⸗ ne mit dem va⸗ter sich ver⸗ei-ne. fall. 2 O daß frei von Erdenbürden Feiernd tragen sie die Palmen, ie Lehten, und der Sünde Lasten würden ihr Triumph erschallt in Psalmen. 8• unsre Seelen, unser Wille Herr, du selber wollst mich weihen höten, sanft wie diese Sabbatsstille. diesem Sabbat deiner Treuen. Ind Daß von fern aus deinen höhen tundsingt, wir des Lichtes Hufgang sähen, 4 Deche meiner Blöße Schande ingt. das die Selgen dann verkläret, mit dem festlichen Gewande —. wenn der Sabbat ewig währet. deiner Unschuld, daß am Tage beshliehe deines Mahls ich froh es wage, 3 Was ich strahlen seh am Throne, dort zu wandeln, wo voll Gnaden eße, ist es nicht der Sieger Krone? deine Schar du eingeladen, ts bit, Was ich überm Grab einst höre, wo nicht mehr die Streiter ringen, Cag sinds nicht Uberwinderchöre? wo sie Siegeslieder singen. a9. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724— 1805 I — 2 157 124· 12⁵ Weise: Ringe recht. 12⁴— — 3.. 5gen, mei⸗ . läu⸗ ten Frie den, 2 Ebnen soll sich jede Welle, denn mein König will sich nahn; nur an einer stillen Stelle legt Gott seinen Knker an. ne bein nt 8 Gottesdienstliche Seiten 17⁴⁵ .— 1Si⸗ons Stil⸗le — sich brei-ten um mein —— e S Stim- men Got-tes A.— V. A we⸗ gen Frie-den ein. 3 Was gewesen, werde stille, stille, was dereinst wird sein; all mein Wunsch und all mein Wille geh in Gottes Willen ein. Rudolf Rögel, 1829— 1896 15 Morgen Wweise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Spätere Form der Weise im UHnhang Nr. 4. 1648 1²2⁵ 66²⁵ ö—————.N. 1 All Mor-gen ist ganz frisch und neu des — her⸗ ren Gnad und gro⸗ße Treu; sie hat kein End den 28 5— 2 8 lan-⸗ Len 0, drauf 3 2 Doch sag du nicht: Ei, das ist gut, so will ich haben Freud und Mut und heute tun, was mich gelüst't, weil Gott so reich an Gnaden ist. 1358 —. n.———— der sich ver ⸗ las⸗ sen mag. 3 Das ist ein ganzverkehrter Sinn, den Gott bestraft mit seinem Grimm; übel zu tun auf Gottes Güt, davor sein Geist dich stets behüt. um mein . —— Got⸗tes —— den ein. de stille, rd sein Imein Wille ein. gel, 1859—I895 4 Drum steht der Himmel Lichter voll, daß man beim Leben sehen soll, daß es mög schön geordnet sein, zu ehren Gott, den Schöpfer dein. 5 So hat der Leib der Hugen Licht, daß er dadurch viel Guts ausricht und seh auf Gott zu aller Frist und merk, wie er so gnädig ist. 60 Gott, duschöner Morgenstern, gib uns, was wir von dir begehrn; Eigene Weise. Morgen 126 zünd in uns an dein Cicht so hell, daß reich an Gnad sei unsre Seel. 7 Treib aus, o Licht, all Finsternis, behüt uns, Herr, vor kirgernis, vor Blindheit und vor aller Schand und beut uns Nacht und Tag dein' Hand, 8 Zu wandeln als am lichten Tag, damit, was immer sich zutrag,‚ wir stehn im Glauben bis ans End und bleiben von dir ungetrennt Johannes Swick, 1496—1542 12⁰H6 r 2—8 mei⸗nes her⸗-zens Grun-de sag ich dir in die⸗ser Mor-gen-stun-⸗ de, da⸗zu mein 6 ü Lob und Dank Le-⸗ben lang, 2, ..— e o Gott in dei-⸗ nem Thron, dir zu Preis, Cob und Eh-ren durch Chri-stum, un- sern Her ⸗ ren, dein'n SD EEEE ein ⸗ge⸗ bor⸗ nen błbs;y;b;ßd5::⸗ Sohn, 2 Daß du mich hast aus Gnaden Ich bitt demütiglich: in der vergangnen Nacht vor Hährlichkeit und Schaden behütet und bewacht. Wollst mir mein' Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 159 127 3 Du wollest auch bewahren mich gnädig diesen Cag vor Seel- und Leibsgefahren, vor Sünden und vor Schmach, vor§eur- und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Cod. 4 Mein'n Leib, mein' Seel, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind Gottesdienstliche Seiten 5 Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag; er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach. Ich hab ihm heimgestellt mein'n LCeib, mein' Seel, mein Leben, und was er sonst gegeben; er machs, wie's ihm gefällt. 6 Darauf so sprech ich men und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Christi Namen mein Bitten gnädig an. Nun streck ich aus mein' Hand, greif an das Werk zufrieden, dazu mich Gott beschieden in mein'm Beruf und Stand. 16. Jahrhundert in dein' händ ich tu geben, dazu mein Hausgesind; 's ist dein Geschenk und Gab, mein' Eltern und Verwandten, Geschwister und Bekannten und alles, was ich hab. weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Spätere Form der Weise im Hnhang Nr. 4. 16⁴8⁸ E.—..— 127——.. 1 die Nacht ist hin, der TCag bricht an; zu 5EEEER Gott ruf in-nig je-der-mann, daß er uns heut herz, 6 EEEEEEE Mund und hand be-wahr vor Sünd und eit-lem Tand. 2 Die Zung lenk mit Bescheiden⸗ 3 Ein rein Herz gib nach Glau⸗ heit, bens klrt, daß sie nicht anstift Herzeleid; das allzeit schau die Gottheit zart die Hugen halt in steter Hut, und mäßig leb ohn falschen Wahn, daß sie nicht blend der Erde Gut. dem stolzen Fleisch nicht untertan. 14⁰ Il Il I IINII Il A INt ⁊— aten, ag; Sach. llt deel, mein Leben, ben; efällt. Amen n, Namen . hand, rieden, den Stand. b. Jahrhundert 16⁴⁸ En Cand. nach Glal⸗ bens lit hotheit art schen l Wahn Aaufdaß wir all zuRacht mitSleiß dir, Vater, sagen Ehr und Preis durch Christum mit viel minder Schuld und mit mehr deiner Gnaden Huld. Weise: Du Lebensbrot. , Le,. Morgen 128 5 Gott Vater sei Cob, Ehr und Preis und seinem Sohne gleicherweis, des heilgen Geistes Gütigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Wolfgang Capito, 1478— 1541 Peter Sohren, 1668 — Waer dert r der herr er-scheint in Is⸗ mei ne Seel, die ra⸗- el, sein dich, o 1 .II—— Zn*—..— Fin ⸗ster ⸗ nis ver⸗ Licht am him- mel 16 ⸗ het. 6451 Er ⸗he⸗ be b— EhzE +— dich aus dei ⸗nem Schlaf, daß er was Gu⸗ tes , wittttn ....———1 in dir schaff, 2 Im Licht muß alles rege sein und sich zur Urbeit wenden; im Licht singt früh das Vögelein, im Licht will es vollenden. So soll der Mensch in Gottes icht Gulbeden billig sein Gesichtt zu dem, der ihn erleuchtet. 3 Laßt uns an unsre Urbeit gehn, den herren zu erheben; laßt uns, indem wir auferstehn, beweisen, daß wir leben; laßt uns in diesem Gnadenschein nicht Eine Stunde müßig sein. Gott ists, der uns erleuchtet in⸗dem er dich er-leuch=tet. 4 Ein Tag geht nach dem andern und unser Werk bleibt Hegen Ach hilf uns, herr, du treuster Hort, daß wir uns nicht betrügen. Gib, daß wir greifen an das Werk; gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht, das uns erleuchtet. 5 Du zeigst, was zu verrichten sei auf unsers Glaubens Wegen; so hilf uns nun und steh uns bei, verleihe deinen Segen, daß das Geschäft von deiner hand vollführet werd in alle Cand, wozu du uns erleuchtet. 14¹ 129·130 6 Das Licht des Glaubens sei in mir ein Licht der Kraft und Stärke; es sei die Demut meine Sier, die Cieb das Werk der Werke; die Weisheit fließt in diesemrund und öffnet beides, herz und Mund, dieweil die Seel erleuchtet. Gottesdienstliche Weise: Den die lobten. 1294614 — ———Ä 4 am Mor-gen Je- fle-het: Komm, herr Je 2 nun, so lasset ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! 3 Wollest st täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Cebens schreiben und der gute hirte sein; Eigene Weise. 911— Form der Weise im Knhan 150 e i des Bus me der es Tag un Zeiten 7 herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig; erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die güldne Stadt, die deine hand gegründet hat und ewiglich erleuchtet. Peter Cackmann, 1659—1713 16. Jahrhundert —.— ——— — n. ——— —— 2 ge⸗ 53 und vor —.— ———————— .— klo⸗pfet an, wo man ge— ——+T——1 E su, un ⸗ser Gast. 4 weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5 Amen, ja, es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip, 1809— 1882 ig Nr. 5. Heinrich Albert, 1642 . Is und der Er⸗ deu, Va ⸗ter, dacht läßt wer-den, Sonn und du ewges tig Angesicht, tüchtig, ze Stadt, idet hat . in, 1659—1715 „Jahrhundert man ge⸗ 2 + Gast. mer Ruen, hauen um bauen, ein. chehen! ins gehen, ch sehen, allein. p. 1000 185² albert, I6 — . Va tel, onn und Morgen 131 56 ee—, 23.— Sohn und heil-ger Geist Mond uns schei-nen Leßtt 99 sen star ⸗-ke T E hand die Welt, und was drin nen ist, hält. 2 Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Ungst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Seindes List mein nicht mächtig worden ist. 3 Laß die Racht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn. O herr Jesu, laß dich finden und dein herz mir offen stehn, da alleine hilf und Rat ist für meine Missetat. 4 hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. weise: Ich dank dir— 5 Führe mich, o herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6 Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke hand. herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. 7 Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Knschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Ulbert, 1604— 1651 159⁵ 132 Gottesdienstliche Seiten 65 E EE 2— dei⸗nen Cob-ge-sang; lob⸗ 2 mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden; wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3 Diu bist es, Gott und Herr der und dein ist unser Leben; 2227— du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 4 Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 5 Caß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 6 nimm meines Lebens gnädig auf dich hofft meine Seele;.8— Eigene Weise. sing ihm, mei⸗ ne See⸗le! sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 7 Gib mir ein Herz voll Suversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 8 Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 9Daß ich, denMächsten beizustehn, nie§leiß und Urbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Cugend freue; 10 Daß ich das Glück der Lebens⸗ in deiner Furcht genieße 525 und meinen Lauf mit Freudig⸗ wenn du gebeutst, beschließe.— Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Büneree 9en schick uns 4————— S Licht vom un=er dei ne Strah-len .. glanz der E⸗ wig=keit, die ⸗se zu Ge⸗sich Mor⸗ gen- zeit „ u —— See⸗le! Gefahr, ehle. Usuversicht, Ruhe, seine Pflicht euer Knecht rebe, gerecht e; beizustehn, scheue, Vohlergehn ue; der Lebens⸗ eit he it Freudig' eit, hließe. ert, III5-IIos 17⁰ T ö .——— e 255— und ver⸗treib durch dei ⸗ne e Macht uns⸗re nacht. 2 Deiner Güte Morgentau wie ein rein Gewand belleiden, fall auf unser matt Gewissen: daß wir so vor aller Pein laß die dürre Cebensau sicher sein. lauter süßen Trost genießen 5 ach du Rufgang aus der Höh, en U e gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh 3 Gib, daß deiner Liebe Glut und, entfernt von aller Plage, unsre kalten Werke töte, sich auf jener Freudenbahn und erweck uns herz und Mut freuen kann! e 6 Leucht uns selbst in jene Welt, ent aurtehn. n du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Cränenfeld 4 Laß uns ja das Sündenkleid in das Land der süßen Wonne, durch dein heilig Opfer meiden; wo die Lust, die uns erhöht, laß uns die Gerechtigkeit nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth, 1636— 1689 Weise:— Ewigkeit. Johann Crüger, 16535 — b..—— 155⁴—— nin tret ich wie⸗ der aus der Ruh nicht weiß ich, was für neu⸗e Plag ο.. D............————. und geh dem sau⸗ren Ta⸗ge zu, wie mir ist mir heu⸗te noch be⸗ geg⸗nen mag;—5 weiß ich, b—* SDPDPDPPPIIRRRRRNT auf⸗ er ⸗le⸗ get. daß mich trä⸗ get mein from⸗mer Gott in sei⸗ner ——.——— 6 Ferer. t ů hut, daß mir die Last h scha⸗ tut. 14⁵ 134 Gottesdienstliche Seiten 2 Swar meine Bürd ist täglich neu doch ist mein Gott auch täglich treu, er träget meine Sorgen. Vor abendskeiner recht vernimmt, was ihm den Tag all ist bestimmt; es bahnt ein jeder Morgen mir einen frischen Weg zur Pein; der kann mit Gott bestiegen sein. 3 Weil ich denn des versichert bin, was trauerst du, verzagter Sinn, die Bürd auf dich zu legen? Trag, was du kannst, Gott träget mit, der Herr Jehova strauchelt nit, bei ihm ist lauter Segen. Mit ihm geh ich dann frisch daran und scheue nicht des Leidens Bahn. 4 so ist getrost mein frischer Mut, wenn ich mich in des Höchsten hut kann eingeschlossen sehen. Doch, daß ich des versichert sei, muß ich von Sünden leben frei und Gottes Wege gehen. Mein Gott geht nimmer meinen Steg, wo ich nicht wandle seinen Weg. 5 Drum, liebster Gott, leit meinen Fuß, daß ich dir folg in wahrer Buß, und läutre mich von Sünden, so kann ich als ein kühner held bestreiten diese böse Welt, mit dir sie überwinden; so tret ich mutig an den Tag und scheue nicht, was kommen mag. 6 Ich leg auf dich, mein Gott und Herr, was mir zu tragen wird zu schwer, die LCast, die mich gebogen. Ich lege meine Würd und Stand in deine große KUllmachtshand, die du mir nie entzogen, mit der du hast von Jugend auf geleitet meinen Lebenslauf. 7 Ich leg in deinen Schoß hinein, die meine Blutsverwandte sein, da sind sie wohl beschlossen. O Dater, meine arme Seel in Jesu Christ ich dir befehl; du wirst sie nicht verstoßen, wann sie vomdeibescheid't derCod. Ich leg mich ganzin dich, mein Gottl Anton Ulrich von Braunschweig-Cüneburg, 16335—1714 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren. 15⁸ 13⁴4 —— ——— wach auf, mein herz, und sin- ge EE Din⸗ge, Schö⸗pfer al-ler 146 dem Ge⸗ ber al-ler eit meinen Juß. hrer Buß, ünden, hner held elt, ö uCag men mag. Gott und herr, zu schwer, zen. ind Stand tshand, , ugend auf lauf. oß hinein, idte sein, ssen. Seel efehl gen, vtderlan meinott 3 1633—I18 150⁷ Gü⸗ 4. dem from⸗men 2 heunt, als die dunklen Schatten mich ganz umfangen hatten, hat mich kein Leid versehret; Gott hat es abgewehret. 3Dusprachst: Meinklind, nun ruhe, kein Feind dir LCeides tue; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4 Dein Wort das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen, von Rot bin ich befreiet, dein Schutz hat mich verneuet. 5 Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben; ich leg in Demut nieder vor dir Gebet und Lieder. schen hi tert 6 Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze sehen, denn du weißt, daß zur Gabe ich ja nichts Beßres habe. 7 So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Cage auf seinen händen trage. 8 Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Unfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum Besten wende. O Mich segne, mich behüte, mein herz sei deine hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen himmel reise. Paul Gerhardt, 1607— 1676 16 Abend weise: Werde munter, mein Gemüte. l⸗bend i 13⁵ Johann Schop, 1642 stes,, herr, die Stun⸗de ist noch wie in 1 daß aus 2— ner Jün⸗ger Mun⸗de je⸗ne Bit⸗te SSSEEEE EEE Em⸗-mas⸗us, —— ßen muß: S. Bleib bei uns im Er ⸗ den=tal, 8—2————— ———— halt mit uns dein A-⸗bend-mahl, und dein Frie-dens⸗ 147⁷ ......... 4 ö 136 Deuß er ⸗fül ⸗le 2 hingesunken ist die Sonne, deine Leuchte sinket nicht; Herrlichkeit und ewge Wonne sind vor deinem Ungesicht. Weithin schimmert Stern an Stern; aber du, o Glanz des Herrn, überstrahlest alle Sterne in der weiten himmelsferne. 3 Selig, wem du aufgegangen, wem du in der armen Welt, wo nur eitle Lichter prangen, friedlich seinen Geist erhellt! Wenn die Tage nun entflohn, blickt er auf zu deinem Thron, und auch auf den dunklen Wegen strahlt ihm Gottes Heil entgegen. 4 Selig, wer am letzten Tage nimmer fürchten muß die Nacht, wenn kein Schrecken, keine Klage, kein Gewissensblitz erwacht; wenn der Morgenstern ihm winkt, während er am Abend sinkt; weise: O Welt, ich muß dich lassen. Gottesdienstliche Seiten Herz um erz u mit heil⸗ger Stil⸗le. wenn der Geist dem Geiste zeuget, daß nun erst die Sonne steiget. 5 herr, die Nacht, die nun er⸗ schienen, mahnet mich an diesen Tag, ob ich mit getrosten Mienen vor dein Untlitz treten mag. Wandelt ich im Licht vor dir, oder war es Nacht in mir? Wer den Tag zum Schlaf genom— men, solchem kann kein Schlummer frommen, 6 Ist mein Tag ein Tag gewesen. 0 dann schlaf ich friedlich ein. Meine Glieder wirst du lösen und des Hauptes Hüter sein. Dann zum neuen Tageslauf wach ich neu erleuchtet auf, bis mein letzter Tag sich hebet und im ewgen Licht verschwebet. Albert Knapp, 1798— 1864 Heinrich Isaak, 1559 150 E herr, der du mir das Ce-ben bis die⸗sen 62 Tag ge⸗ 148 6e We dich bet ich kind-lich an. — Stil⸗le. iste zeuget, e steiget. ie nun er⸗ schienen, LCag, lienen mag. or dit, nir? af genom⸗ men, schlummer frommen, gewesen. ich ein. Hlösen sein. Slauf auf, hebet rschwebet. „ 158lobi Jaab, 15³⁰ bin viel zu ge⸗rin⸗ge der Creu-e, die ich sin-ge, und die du heut an mir ge⸗tan. 2 mit dankendem Gemüte 4 Ich weiß, an wen ich glaube, freu ich mich deiner Güte, und nahe mich im Staube ich freue mich in dir. zu dir, o Gott, mein heil. Du gibst mir Kraft und Stärke, Ich bin der Schuld entladen, Gedeihn zu meinem Werke ich bin bei dir in Gnaden, und schaffst ein reines herz in mir. und in dem Himmel ist mein Ceil. 3 Gott, welche Ruh der Seelen, 5 Bedeckt mit deinem Segen, nach deines Worts Befehlen eil ich der Ruh entgegen; einher im Ceben gehn, dein Name sei gepreist! auf deine Güte hoffen, Mein Leben und mein Ende im Geist den himmel offen ist dein; in deine hände und dort den Preis des Glaubens befehl ich, Vater, meinen Geist. sehn! Ctristian Sürchtegott Gellert, 1715—1709 weise: Werde munter, mein Gemüte. Johann Schop, 1642 157—— 118 es ist von mei⸗nem Le⸗ ben a⸗ber⸗ Leh⸗re mich nun lich-tung ge⸗ben, ob ich E dan der n, va. wie hi he und hilf jetzt in a⸗bend ma-chen. 149 so ich was nicht recht ge⸗ tan, al len Sa⸗ chen gu⸗ ten Fei er Breilich wirst du manches finden, so dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und Tat, und vom Morgen bis jetzund pfleget herze, hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3 Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen; doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werd auch diesen Ubend neu, daß ich künftig deinen Willen mehr als heute mög erfüllen. 4 heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; deche mich mit deiner Güte, und dein Engel steh mir bei. Cösche Cicht und Feuer aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück müsse weinen. weise: Erhalt uns, Herr. 138⁰⁵ 138 Gottesdienstliche Zeiten —.— 5 Steure den gottlosen Leuten, so im Finstern Böses tun. Sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, weil wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die Tat; wend auch allen andern Schrechen, den der Satan kann erwecken. 6 herr, dein Kuge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter hirt, der auch in der finstern Nacht über seine herde wacht. kllso gib uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7 Caß mich dann gesund erwachen, wenn es rechte Seit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Cod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine hände. Kaspar neumann, 1648—1715 1545 1 bn. unter ist der Son-ne Schein, die 4 ——— 195— stark her- ein; 4 33——.————— 6.. e wah-res Licht, laß uns 150 leucht uns, herr Christ du ... im Sin⸗stern tap⸗— nicht. vorl en Leuten, tun. s bereiten, wir ruhn, t at; n Schrechen, erwechen. tnicht unter, nd wird; derwachen, vird sein, Sachen N; hott, N Lod, ande e hände. nn, 1048Il5 1540 2 Dir sei Dank, daß du uns den Cag vor Not, Gefahr und mancherPlag durch deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 3 Womit wir heut erzürnet dich, das, Herr, verzeih uns gnädiglich Abend 139 und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns in Fried und Ruh. +Die Engel dein zur Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll, vorschrecken, Kngst und Feuersnot beschirm uns heunt, o lieber Gott! nikolaus Herman, 4 1561 Weise:— sich der TCag 9 8 hat. 1667 150H66——.5 nun bricht die un stre nacht her-ein, 3— ., ne,en des Ca⸗ 9es Glanz i tot; je ⸗Wdoch, mein DDII D——5 EEEE Herz, schlaf noch nicht ein, geh, red zu-vor mit Gott. 2 Gott, du großer herr derelt, den niemand sehen kann, du siehst ja mich in deinem Selt, hör auch mein Seufzen an. 3 Der Tag, den ich nunmehr voll⸗ der war besonders dein; 180 drum hätt er auch bis in die Nacht dir sollen heilig sein. Avielleicht ist dieses nicht geschehn, denn ich bin Fleisch und Blut und pfleg es öfters zu versehn, wenngleich der Wille gut. 5 nun such ich deinen Gnaden⸗ thron Sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn für mich genuggetan. 6 Schreib alles, was man heut elehrt, in unsre Herzen ein W und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein. 7 Erhalte ferner noch dein Wort und tu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll. 8 Indessen such ich meine Ruh: 0o Dater, steh mir bei und gib mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei. 9 Gib allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dich gestrebt. 151 V 140 Gottesdienstliche Seiten 10 woferne dir mein Cun gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf. Weise: O Welt, ich muß dich lassen. Iundendlich führe, wenn esseit, mich in den Himmel ein; da wird in deiner herrlichkeit mein Sabbat ewig sein. Kaspar Neumann, 1648— 1715 Heinrich Isaak, 1539 1* * 1 kum Ee hen al⸗ Stadt und 25— der, schläft die gan- ze — Waldder, Vieh, Menschen, Welt. Ihr * SSSSSE E —. ber, mei- ne Sin⸗ nen, auf, ä. ihr sollt be— 2——.—— G—.———.—— gin-nen, was eu ⸗rem 2 wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin! Ein' andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem herzen scheint. 3 Der Cag ist nun vergangen, die güldnen Sterne prangen am blauen Himmelssaal. Klso werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4 Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; 15² — Schö⸗-pfer wohl-ge-fällt. die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5 Das haupt, die Füß und hände sind froh, daß nun zu Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei. 6 nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Seiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. dennesdeit, in: rlichkeit . in, 1648—1715 ch Aaak, 1539 Menschen, jen egen ertlichkeit. N Gliedet, nieder, Zeiten, eiten 1 der Erd 7 mRein' Rugen stehn verdrossen, im Nu sind sie geschlossen; wo bleibt dann Ceib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Hug und Wächter Israel. 8 Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Hüchlein ein. Eigene Weise. 141E6U Abend 141 Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein! 9 auch euch, ihr meine Lieben, soll diese Nacht betrüben kein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch selig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt, 1607— 1676 nun sich der Cag ge ⸗ en ⸗ det hat EEEEEEEEEE und kei ⸗ ne Sonn mehr scheint, schläft al-les, PSPSPSPS was sich ab-ge-matt't und was zu-vor ge⸗ weint. 2 nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht, die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3 Gedenke, herr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht, und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4 Swar fühl ich wohl der Sünden die mich bei dir klagt ach, aber deines Sohnes huld hat gnug für mich getan. 5 Drauf tu ich meine Hugen zu und schlafe fröhlich ein. Mein Gott wacht jetzt in meiner wer wollte traurig sein? 3 6 Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Cauf; ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 10 15⁵ 142 Gottesdienstliche Seiten 7 Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, * so führ mich, Herr, in himmel ein zur Auserwählten Sahl. Weise: 4— ist Erbarmung widerfahren. 8 Und also leb und sterb ich dir, 0o Herr Gott Sebaoth, im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Hngst und Not. Johann Friedrich Herzog, 1647— 1699 19. Jahrhundert, *— 28 1. IM 1421S• n das liebe Ereuz auch mitbesucht, so gabst du auch die Kraft zu tra⸗ gen; ö tagen 154 ö 5 it die wo⸗ che nun ge⸗schlos⸗sen, ö wie sich dein Se⸗gens-quell er-gos⸗sen, 4 6——————— N—.———— ö I 6— 3551.— 34. doch treu er. Gott, dein her ze nicht. ö so bin ich noch der su ⸗ ver ⸗sicht, IIl S.S.......—— 2.—.—..—..————— 5.———.— IIN daß er sich wei Lhin gießt V rer— I———— Le und un- auf- hör lich auf mich fließt. Ih 2 Ich preise dich mit and und zudem ist es voll Heil und Frucht A Munde, durch deine Liebe, Herr, zu mit, ich lobe dich, so hoch ich kann; und darum dank ich auch dafür. VI ich rühme dich von herzensgrunde N—. Wes du e 4 nur etwas bitt ich über alles; IIt und weiß, daß dir durch Jesum ach, du wersagst mir solches nicht: Nh Christ Gedenke keines Sündenfalles, IR mein Dank ein süßer Weihrauch ist. weil mich mein Jesus aufgerichttt, ö aie mein Jesus, der die Missetat 3 hat mich bei meinen Wochen⸗ auf ewig schon gebüßet hat. 5 Dein Schwur ist ja noch, nie gebrochen, du brichst ihn nicht in Ewigkeit, Abend 143 erb ich dit, da du dem Sünder hast verspro⸗ da du die Stunde hast bestimmt, chen, die mich zu dir in himmel nimmt. lsst du mir daß er, wenn ihm die Sünde lot, leid, 8 Und wenn ich morgen früh aufs o4 5NI60 nicht sterben, sondern gnadenvoll neue als ein Gerechter leben soll. den Sonntag wieder sehen kann, so scheint die Sonne deiner Treue Rerynder 6 mein Glaube hält an diesem mich auch mit neuen Gnaden an; — Segen ach ja, da teilt dein Wort und —.— und will also den Wochenschluß Haus 0H1 vergnügt und froh zurückelegen, den allerbesten Segen aus. los⸗sen,; en da der Trost mich erquicken muß, 11105 ö daß ich ja soll in Christo dein 9 So will ich das im voraus den 2*— und schon in Hoffnung selig sein.* —5—— 4 Bosfmung seng was du mir künftge Woche gibst. 14 7 Doch da mein Leben zugenom⸗ Du wirst es in der Cat erweisen, nicht. Haß Suiirich n 8 liel siht.*. men, daß u mich je und immer lie st sech. so bin ich auch der Ewigkeit und leitest mich nach deinem Rat, —— um eine Woche näher kommen bis Leid und Seit ein Ende hat. —— und warte nun der letzten Seit, Erdmann neumeister, 1671.-1756 gießt — weise: O Welt, ich muß dich lassen. Heinrich Isaak, 1559 2*— 2* fiezt 145 und Hrucht 1 wann sich die Sonn er ⸗ he-bet, die die ⸗ses mun auch dafür, G über n Rund be⸗le⸗ Eurt, bald grüß ich dich, mein LCicht. Wann elches N enfalls,.— EEEEE sisett sie sich wie⸗-der nei-get, mein Herz vor dir sich at. et h ö E—.—.—.— 19— h n ̃IIIII F..— gebroche⸗ beu⸗get mit in ⸗nig-ster Kn-be ⸗tungs-pflicht. 144 Gottesdienstliche Seiten 2 Die Sonne, Mond und Sterne, 6 Nun sich der Tag geendet, was in der Näh und Ferne mein Herz zu dir sich wendet hier Schönes wird gesehn, und danket inniglich. was sich auf Erden reget, Dein holdes Kngesichte was Luft und Wasser heget, zum Segen auf mich richte, soll mit mir deine Macht erhöhn. erleuchte und entzünde mich. 3 Mit den viel tausend Chören 7Ich schließe mich aufs neue der Selgen, die dich ehren in deine Vatertreue vor deinem Throne da, und Schutz und Herze ein. mit aller Engel Scharen Die fleischlichen Geschäfte will ich mein Ciedlein paaren und alle finstren Kräfte und singen mit: Halleluja. vertreibe durch dein Nahesein. 4 vor dich mit Ehrfurcht treten, 8 Daß du mich stets umgibest, dich loben, dich anbeten, daß du mich herzlich liebest o davon lebet man! und rufst zu dir hinein, Wohl dem, den du erlesen, daß du vergnügst alleine du seligmachend Wesen, so wesentlich, so reine, daß er zu dir so nahen kann! laß früh und spät mir wichtig sein. 5 Die Seit ist wie verschenket, 9 Ein Cag der sagts dem andern, drin man nicht dein gedenket; mein Leben sei ein Wandern da hat mans nirgend gut. zur großen Ewigheit. Weil du uns herz und Leben O Ewigheit, du schöne, allein für dich gegeben, mein herz an dich gewöhne; das Herz allein in dir auch ruht. mein heim ist nicht in dieser Seit. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 Eigene Weise. Johann Schop, 1642 * ee 4EEEREEE Wer⸗de mun ⸗ter, mein Ge⸗ mü-te, und ihr daß ihr prei⸗set Got-tes Gü⸗ te, die er . Sin⸗ne, geht her⸗für, 5 0 hat ge- tan an mir, er mich den gan-zen Tag eendet, vendet ichte, mich. fs neue ein. fte e ahesein. ngibest, ebest re ichtig sein. m andern, idern hre dieser Zeit. n, 1697 I7b n Schop, Iöle —— E und iht die er —...— 25.— ———— Schand und Scha-den treu be⸗ 2 Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher krt so getreulich hast bewahrt, auch die Feind hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3 Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein' Hngst und Codespein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stündlich in mir finde. 4 0 du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigheit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkelt schier und ich drob mich sehr betrübe; tröste mich mit deiner Ciebe. 5 Wenn mein' Rugen schon sich schließen und ermüdet schlafen ein, muß mein herz dennoch geflissen und auf dich gerichtet sein. hü⸗ tet hat in Gna⸗den. Meiner Seele mit Begier träume stets, o Gott, von dir, daß ich rein an Seel und Leibe und auch schlafend dein verbleibe. 6 Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh; alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Uinder, hab und Gut, Freunde, Feind und hausgenossen sein in deinen Schutz geschlossen. 7 dch bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht auf—⸗ wechen, halte fern des Krieges Schall, wende Feur⸗ und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod, laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Ceib und Seel verderben. 8 0 du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe doch mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Hreund und Cröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen. Amen, ja, es soll geschehen! Johann Rist, 1607— 1667 157 145 Gottesdienstliche Handlungen II. Gottesdienstliche handlungen 1. Gottesdienst im allgemeinen Weise: Wunderbarer Mönig. 68⁰ 14⁵⁹ Gott il ist ge⸗gen: wär=tig! 4918 uns an⸗ Gott ist in der Mit⸗ten! Kl'⸗ les in Auns SE be ⸗ten und in Ehr⸗ rn vor ihn tre ⸗ tenl schwei- ge und sich in-nigst vor ihm beu ⸗gel —.——————— E EEEE Wer— 3015 wer ihn nennt, schlag die Hu⸗ gen —. PII nie 11 kommt, er-⸗ edt euch wie ⸗ der! 2 Gott ist gegenwärtig, unser Gott und Herre; dem die Cherubinen dir gebührt die Ehre. Tag und Nacht gebücket dienen. A heilig, heilig singen 4 majestätisch Wesen, alle Engelchöre, möcht ich recht dich preisen ö wenn sie dieses Wesen ehren. und im Geist dir Dienst erweisen. herr, vernimm unsre Stimm, Müöcht ich wie die Engel da auch wir Geringen immer vor dir stehen unsre Gpfer bringen. und dich gegenwärtig sehen. Laß mich dir für und für 3 Wir entsagen willig trachten zu gefallen, allen Eitelkeiten, liebster Gott, in allen. aller Erdenlust und Hreuden. Da liegt unser Wille, 5 Luft, die alles füllet, Seele, Leib und Leben, drin wir immer schweben, dir zum Eigentum ergeben. aller Dinge Grund und Leben; Du allein sollst es sein, Meer ohn Grund und Ende, isen. U Gottesdienst im allgemeinen Wunder aller Wunder, ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir; laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. 6 Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7 Maͤche mich einfältig, innig, abgeschieden, Eigene Weise. Spätere Form der Weise im Anhang Nr. A. 146 sanft und still in deinem Frieden. Mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit. Caß mein Herz überwärts, wie ein kdler, schweben und in dit nur leben. 8 herr, komm in mür wohnen, laß mein'n Geist auf Erden dir ein heiligtum noch werden. Komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich stets dich lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerhard Cersteegen, 1697—1769 — 1466 nr e n. 1 Herr Je ⸗su Christ, dich zu uns wend, dein'n SII heil⸗gen Geist du zu uns send; mit Hilf und Gnad er 6 uns re⸗ gier und 2 Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur KIndacht sein, uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. den Glauben mehr, stärk den Ver⸗ stand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt. 159 148 Gottesdienstliche Handlungen 3 Bis wir singen mit Gottes heer: AEhr sei dem vater und dem Sohn, 6 heilig, heilig ist Gott der herr, dem heilgen Geist in Einem Thron; V und schauen dich von Ungesicht der heiligen Dreifaltigkeit ll in ewger Freud und selgem Licht. sei Lob und Preis in Ewigheit I 16⁵1 6 Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. Johann Rudolf hle, 1664 1————— + ö 2½ DD err, vor deinem Kn⸗ ge⸗sicht hat die An-dacht trei + Nach ver-wirf die Bit- te nicht, die dein Volk dir, H. I on I———IIEEE———4— Gott 6—.————.— E—.. lah I uns ver-sam-melt; ö ö ö 0 Höch-ster, stam-melt. wer d ün sre sawazchen 30 e v, 58 I—.—————————— ESH u WA Le. und 8 gnä⸗ 0 auf uns nie-der. laß was 1 IIl 2 Caß das Wort, das hier erschallt, 3 Mach uns so dein Wortbekannt, ö viele gute Früchte bringen daß wir dessen Vorschrift üben, NA und mit göttlicher Gewalt dich und den, den du gesandt, ö AI tief in unsre herzen dringen, Jesum Christum, herzlich lieben, 10 I jedes Irrtums Nacht zerstreuen daß kein Leid und keine Freude Wun und uns unsern Sinn erneuen. uns von dieser Liebe scheide. Daniel Schiebeler, 1741—1771 14 Weise: Kllle Manichen müssen sterben. I.—.— Hintze, 1678 6 48EE ö lr ⸗su, See ⸗len⸗ freund der Dei⸗ nen, Son⸗-ne.. ö wan-delnd un ter den Ge-mei-nen, die zu 0 SSSSSI der Sorder 35 heit, ist dei⸗nem Dienst be⸗reit, komm zu uns, wir sind bei-sam-men; 90 16⁰ PPPIIIIIITTTTTTTTTT* gie ße dei⸗ ne Gei ⸗stesflam⸗men, gie 3ße Licht und * .—— —— er —— Le ⸗ben aus 2 Uomm, belebe alle Glieder, du, der Kirche heilig Haupt; treibe aus, was dir zuwider, was uns deinen Segen raubt. Komm, entdeck uns in der Klarheit Gottes Herz voll nad und Wahr⸗ laß uns fühlen allzugleich: 33 Ich bin mitten unter euch. 3 Laß sich die Gemüter kehren zu dir, Glanz der Ewigkeit; laß uns innigst nur begehren, was uns dein Erbarmen beut. Eigene Weise. ü⸗ber dies dein Got⸗ tes⸗haus. Laß dein Licht und Leben fließen und in alle sich ergießen; stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes herzens Grund. 4 Uomm, o herr, in jede Seele, laß sie deine Wohnung sein, daß dir einst nicht Eine fehle in der Gotteskinder Reihn. Laß uns deines Geistes Gaben reichlich miteinander haben; offenbare königlich, Haupt, in allen Gliedern dich. Nach Johann Michael Hahn, 1758— 1850 Johann Rudolf Rhle, 1664 Lieb⸗ster Je⸗ su, wir sind hier, dich und dein Wort len ⸗-ke Sin⸗nen und Be-gier auf die sü⸗-ßen 2— ö an ⸗ zu ⸗ hö6 ⸗ ren; Him-mels-leh- ren, ⁰ρρ E —— ——— KKKKKct daß die her- zen von der ISSSS X———— ů— Er⸗den ganz zu dir ge⸗ zo- gen wer-den. 2 Unser Wissen und Verstand uns mit hellem Licht erfüllet; ist mit Finsternis umhüllet, Gutes denken, tun und dichten, wo nicht deines Geistes Hand mußt du selbst in uns verrichten. 161 150151 V ö 3 O du Glanz der herrli mach uns allesamt bereit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, chkeit, Gottesdienstliche Handlungen öffne herzen, Mund und Ohren. Unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesut wohl gelingen! Tobias Clausnitzer, 1618— 1684 150 Weise: Berr Jesu Christ, dich zu uns wend. Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 4. 164⁴8⁸ e, e ee,—.—— rn. 4—.——— EE 10 Gott, du höch'ster Gna⸗ den⸗ hort, ver⸗ N 1 e 123—.—.—— nr 95.— 55 An 5....—. r leih, daß uns dein gött⸗-lich Wort von Oh-ren so zu TTTTTTTT 6³ 2n.*..———— her- zen dring, Eigene Weise. daß 2 Der einig Glaub ist diese Kraft, der fest an Jesu Christo haft't; die Werk der Lieb sind dieser dadurch wir Christi Jünger sein. Schein, es sein Kraft und Schein voll⸗bring. 3 vderschaff bei uns auch, lieber Herr, daß wir durch deinen Geist je mehr in der Erkenntnis nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Honrad Hubert, ö 1507—1577 le⸗ge mich vor bens 16 dir, du alaß Kni⸗ sunt den schwa⸗che 17⁵⁸ ——EI—— ..———— 1 Sieh, hier bin ich, Eh-⸗ ren⸗ Rö⸗ nig, Trä⸗ nen, kind⸗-lich Seh⸗ nen dei⸗ Men⸗schen⸗sohn. nen Chron; — Laß dich fin den, von mir, der ich ascht und Con 2.5 lenhe dich o beine Laß d gib d 3 als x die di Gottesdienst im allgemeinen 2 Sieh doch auf mich, herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden,‚ laß dich finden, gib dich mir und nimm mich hin. 3 Ich begehre nichts, o herre, als nur deine freie Gnad, die du gibest, den du liebest weise: Sieh, hier bin ich. EE 15²2— PEn unsunfer⸗ Eh re, uns zur Dir zur 152·1⁵55 und der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, wer dich hat. 4 Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Hreud, sind nur Schmerzen meinem Her⸗ welches sucht die Ewigkeit. 2 Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander, 1650 1680 gen ⸗wär=tig, Lehe tig, ge. an⸗ zu ⸗be ⸗ten, Herr, vor dir. herr, ersschei ne sind wir all Groß und Klei ⸗ne, 2 hohe Stille, Segensfülle weht um uns an diesem Ort; was zerstreuet und entzweiet, bleib aus diesen Mauern fort. Deine Hallen soll durchschallen, hetr, Herr, dein lebendig Wort. weise: Unser Herrscher, unser König. (Cut mir auf wird an die ⸗sem Or⸗ te 1Hach, wie dei ⸗ner Gna⸗ de ver⸗sam⸗melt hier. har⸗ren wir. 3 Sieh uns fertig, gegenwärtig, anzubeten, Herr, vor dir; brich die Wolke, zeig dem Volke offen deine himmelstür. Laß uns brennen und erkennen: Ja fürwahr, der Herr ist hier. Aarl Gerok, 1815—1890 1680 —— die schö ⸗- ne Pfor⸗ te, 16³ 15⁴ Gottesdienstliche handlungen . 2l ES mei⸗ ne See⸗-le füh⸗ret mich in Si⸗on Wn fröh-lich sein! hier ist Got- tes Ih an ⸗ge-sicht, hier ist 2 Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Wohnung hast genommen, ö da ist lauter himmel hier. Seuch in meinem Herzen ein, laß es deinen Cempel sein. 3 Laß in Furcht mich vor dich heilige du Leib und Geist.. ö daß mein Singen und mein Beten ö ein gefällig Opfer heißt; heilige du Mund und Ohr, Il zeuch das Herze ganz empor! 4 Mache mich zum guten Lande, wenn dein Same auf mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, Weise: Ciebster Jesu, wir sind hier. lau-ter Trost und Licht. und was mir wird vorgestellt, präge meinem herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 5 Stärk in mir den schwachen Glau⸗ b laß dein teures Kleinod mir 2 nimmer aus dem Herzen rauben; halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im herzen grünt. 6 Rede, herr, so will ich hören, und dein Wille wird erfüllt; nichts laß meine Undacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt. Speise mich mit himmelsbrot, tröste mich in aller Not. Benjamin Schmolck, 1672— 1757 Johann Rudolf Rhle, 1664 154 EE seg⸗ ne un ⸗ser Un⸗sern Husgang segne Gott, un⸗-sern Eingang ö täg⸗-lich Brot, seg ne un⸗ ser ma-ßen; CTun und 164 Cas⸗sen;“ ses Gottesdienst im allgemeinen 155 ........— Ster-ben und mach uns zu Hüm mels⸗ ⸗ben. Hartmann ii 165⁴1681 weise: O Gott, der du 2— Hheerfürst bist. Psalm 84. Sranzosischer pfalter, 10e 155⁵— 1 wie lieb⸗lich 35——— Ze⸗ba⸗oth, ist 6 EE dei ne Woh-nung, o mein Gott; wie seh-net sich mein —— E herz, zu de: 32— wo du dich hast ge⸗of-fen E bart, und bald in dei-ner Ge— wart, im Vor-hof EEEEE nah am Thron zu ste⸗ 306 50t. 2—— Ceid und b. Seel in mir, 2 Die Schwalb, der Sperling find't 3 wohl, wohl dem Mann, der in ein haus, der Welt sie brüten ihre Jungen aus; dich, Herr, für seine Stärke hält, du gibst Befriedigung und Leben. von Herzen deinen Weg erwähletl herr Zebaoth, du wirst auch Geht hier seinpfad durchs Cränen⸗ mir, tal, mein Herr, mein Gott, ich traue er findet auch in Not und Qual, dir, daß Trost und Kraft ihm nimmer Gott des Le⸗bens, auf zu dir. bei deinem klltar Freude geben. fehlet; O selig, wer dort allezeit von dir herab fließt mild und hell in deinem Lobe sich erfreut! auf ihn der reiche Segensquell. 165 4 wir wallen in der Dilgerschaft und gehen fort von Kraft zu Kraft, vor Gott in Sion zu erscheinen. Hör mein Gebet, herr Sebaoth, vernimms, vernimms, o Jakobs Gott, erquicke mich auch mit den Deinen, bis wir vor deinem Chrone stehn und dort anbetend dich erhöhn. 5 Du unser Schild, Gott, schau uns an, schau uns in dem Gesalbten an; Ein Tag in deinem Haus ist besser denn tausend, ohn dich nahzusehn, 156 Gottesdienstliche Handlungen ja, auf der Schwelle nur zu stehn an meines Gottes Haus, ist größer, als lang in stolzer Ruh der Welt zu wohnen in der Bösen Selt. 6 Denn Gott der Herr ist Sonn und Schild, er deckt uns, er ist gut und mild, er wird uns Gnad und Ehre geben. Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott vertraut, er hilft im Tod, er selber ist der Frommen Leben. heil dem, der stets in dieser Welt, Herr Sebaoth, an dich sich hält! Matthias Jorissen, 1759— 1825 2 Verkündigung des Wortes Gottes weise: Was Gott tut. Severus Gastorius, 1681 150 f6 HRaß Wort, o herr, ist mil⸗-der Cau für Caß kei⸗nem Pflänzchen dei- ner gu den 5 trost—be⸗ dürft⸗ge See len. I t da Him⸗ mels⸗bal ⸗-sam feh ⸗len; ar ahichth duuch —— des blühn und in der EEE e *— EEEEEEE Zu-⸗kunft Ca⸗ gen dir Frucht und Sa⸗ men tra⸗ gen. 166 2 De ein E ein und x Q laß nochf der d unde 3 de für u es fil undr Dein verlö und! daß 4 3• da w mein die die 3 den! und! bis 5 Verkündigung des Wortes Gottes 157 2 Dein Wort ist, Herr, ein Slam⸗ ö menschwert, ein Blitz, der Felsen splittert, ein§euer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein durchschüttert. O laß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zerscheitern und alle Herzen läutern! 5 Dein Wort ist uns der Wunder⸗ für unsre Pilgerreise; 1901 es führt die Coren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4 Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ewgen hütten. 5 nun halt ich mich mit festem zu dir, dem sichern Horte.—— Wo wendet' ich mich anders hin? Herr, du hast Cebensworte. Noch hör ich dein: Komm, du bist mein. Das rief mir nicht vergebens ein Wort des ewgen Lebens. 6 Kuf immer gilt dein Segens⸗ bund; dein Wort ist Ja und Umen. Nie weich es uns aus Herz und 7 zu preisen deinen Namen. Laß immerfort dein helles Wort in allen Cebenszeiten uns trösten, warnen, leiten. 7 O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den hunger aus, dein TLebenswort und deinen Geist zu hören, und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen. Karl Bernhard Garve, 1765—1841 Weise: O Durchbrecher aller Bande. 17⁰⁴ 2 vubbtam, S² 1 herr, dein Wort, die (denn ich zieh es al⸗ler ha be und dem ele Ga be, die sen ——— —— .SITTTTT I Schatz er⸗hal⸗ te mir; größ⸗ten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gel⸗ten, 167 Gottesdienstliche handlungen Se d,e. . 2—— 3 rauf soll der Glau-be ruhn? Mir ists nicht um — 4 4 tau⸗send Wel-ten, a⸗ 2 Halleluja, Ja und Hmen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn. —.— ber um dein Wort zu tun. Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria tat. nikolaus Ludwig von Sinzendorf, 1700— 1760 Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Spätere Form der Weise im Knhang Nr. 4. 164 8 2—— 2——— Inun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗stern, du — E nd —.— — se⸗-lig- ma⸗ chend Wort des herrn, du Pfand des Heils, das — — .—. ,en uns im Sohn der Va⸗ter gab von sei- nem Thron. 2 Bereitet ist für dich die Bahn, 4 Du Wort der Buße, füll das die herzen sind dir aufgetan; wir sehnen uns nach deinem Licht und seufzen: Herr, versäum uns nicht! 3 Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, mach unsre Glaubensaugen hell, daß wir die Wege Gottes sehn und in der Welt nicht irre gehn. 168 herʒ uns an mit tiefem Reueschmerz, daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott, steh uns armen Sündern bei! 5 Du Wort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und starb und uns Gerechtigkeit erwarb. Verkündigung des Wortes Gottes 159 6 du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, daß wir, der Eitelkeit entrafft, im gnädig dargebotnen heil begreifen unser ewges Teil. Weise: Gott des Himmels. SForm der 2— im Anhang Nr. 5. 7 So geh uns auf, du Gottesglanz. durchdring uns und verklär uns ganz, du Wort, das noch in Kraft besteht, wenn Erd und Himmel untergeht. Julius Sturm, 1816-1896 Beinrich Albert, 1642 150H5 . Teu⸗res Wort aus Got-tes Mun-de, das mir Uoich al-lein hab ich zum Grun- de mei⸗ͤner lau ⸗ter Se⸗ gen trägt, Se ⸗lig⸗-keit ge⸗legt; ö E —— — in dir treff ich al ⸗les 4 an, was zu Gott 2 will ich einen vorschmack haben, welcher nach dem himmel schmeckt, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir ein Tisch gedeckt, der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. 3 Du mein Paradies auf Erden, schleuß mich stets im Glauben ein, laß mich täglich klüger werden, daß dein heller Gnadenschein mir bis in die Seele dring und die Frucht des Lebens bring. +Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes herze legt, öffne mir des Himmels Pforte, ren kann. —— mich fih daß mein Geist hier recht erwägt, was für Schätze Gottes hand durch sein Wort mir zugesandt. 5 Lasse mich in diesen Schranken ohne eitle Sorgen sein; schließe mich mit den Gedanken in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich garnicht stört, wenn mein herz dich reden hört. 6 Gib dem Samen einen kicker, der die§rucht nicht schuldig bleibt, mache mir die Hugen wacker; und was hier dein Finger schreibt, präge mir im herzen ein, laß den Sweifel ferne sein. 11 169 7„,Was ich lese, laß mich merken, was du sagest, laß mich tun; wird dein Wort den Glauben stär— K laß es nicht dabei beruhn, sondern gib, daß auch dabei ihm das Leben ähnlich sei. 8 hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn; was ich hier zum Grunde lege, weise: Es ist das Heil. Cuk. 8, 4— 15. 5 160 5 dein We⸗sen, b ö 60v geist lich ist, un⸗ viel zu hoch und E und ver⸗ Wort und Licht 2 Drum sind vor Seiten ausge— sandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein heilger Will und Rechte. Zum letzten ist dein eigner Sohn, 0o Vater, von des himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 170⁰ tüuch ⸗ ig, wich ⸗ tig, 160 Gottesdienstliche Handlungen müsse wie ein Selsen stehn, daß mein Geist auch Rat und Tat in den größten Nöten hat. 9 Laß dein Wort mir einen Spie— in der Folge Jesu sein, 2 drücke drauf ein Gnadensiegel, schleuß den Schatz im Herzen ein, daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, 1672—1757 15. Jahrhundert (Wir Men-schen sind zu dem, o0 Gott, was Wil⸗le und Ge-bot ist . wir wis⸗sen 8.———— — ste⸗hens nicht, wo uns dein gött clich E den Weg zu dir nicht wei-set. 3 Fürsolchesheil sei, herr, gepreist, laß uns dabei verbleiben und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 7⁵⁷ Verkündigung des Wortes Gottes 161 4offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Cieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der lcht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Cäter sein, Frucht hundertfältig bringen. 5 am wWeg der Same wird so— vom Teufel hingenommen;— in Sels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Sam, so in die Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. llch hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten, fruchtbarn Cande und sein an guten Werken reich in unserm Umt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Cehr und Huld in feinem, gutem Herzen. Eigene Weise. Wort des höch-sten Mun-des, En-gel mei⸗nes e⸗ fal-len, ließ uns Gott er⸗ 4 denn als wir g 7 LCaß uns, solang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden; gib, daß wir halten fest an dir in Unfechtung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Cüste dämpfen. 8 Dein Wort, o herr, laß allweg die Ceuchte unsern Füßen;— erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Ceben und im Cod darauf beständig trauen. 9 Gott vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten. O heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoff⸗ nung. David Denicke, 1605— 1680 Kaspar Bachofen, 1755 Bun⸗des, Wort, du bist nicht stumm; schal-len E- van-ge-li⸗ um, ei ne Uraft, die 17¹ .—.— 161 Gottesdienstliche handlungen . Glau-ben schafft, ei»ne Bot-schaft, die zum Le— 2 was sein Wohlgefallen vor der Seit uns allen fest bestimmet hat, was der Opfer Schatten längst verkündigt hatten, das vollführt sein Rat; was dieSchrift verspricht, dastrifft alles ein in Jesu Namen und ist Ja und Umen. 3 Allles ist vollendet; Jesu Gnade wendet allen dorn und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben alle Gnad und Huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre. Ach erwünschte Lehre! 4 Uns in Sünde Toten machen Jesu Boten dieses Leben kund; lieblich sind die Füße und die Lehren süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun vermeld't durch der guten Botschaft Lehre, daß man sich bekehre. 17²2 5 Kommt, zerknirschte Herzen, die in bittern Schmerzen das Gesetz zerschlug; kommt zu dessen Gnaden, der, für euch beladen, alle Schmerzen trug. Jesu Blut stärkt euern Mut. Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergibet. 6 Dieser Grund bestehet; wenn die Welt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen; so soll mein Vertrauen evangelisch sein. Auch will ich nun würdiglich dieser Kraft, die mir gegeben, evangelisch leben. 7 Jesu, deine Stärke schaffet diese Werke; stehe du mir bei! Nichts kann mich nun scheiden; hilf denn, daß mein Leiden evangelisch sei. Laß auch mich einmal auf dich, als ein Kind mit dir zu erben, evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker, 1699— 1743 Gebet 162 3. Gebet Weise: Straf mich nicht. 169⁴ 1 Zlr. ů 9—— 162 . 11 Bet⸗ge⸗ mein⸗de, heil⸗ge dich mit dem Je-su Geist er ⸗-gie⸗ße sich dir in EEAERE del u o 1.] laß den mund al ⸗le Stund von Ge— Herz und See⸗-le, EEEEEEEEEEE et und Fle ⸗ hen hei⸗lig ü⸗ber ⸗ge⸗hen. 2 Uann ein einiges Gebet Schritt für Schritt wirkt es mit, einer gläubgen Seelen, wie zum Sieg der Freunde, wenns zum Herzen Gottes geht, so zum End der Feinde. seines Zwecks nicht fehlen, was wirds tun, wenn sie nun 5 O so betet alle drauf, alle vor ihn treten betet immer wieder! und zusammen beten? Heilge hände hebet auf, —— ilget eure Glieder! 3 wenn die heilgen dort und hier, br, Gucß mit dei Hlemen*, ö auf zu Gott sich schwingen alehnwemen Hütsereier und zum Himmel dringen. und es geht Ein Gebet. aus von ihnen allen, wie muß das erschallen! 6 Betet, daß die letzte Seit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit 4 0 der unerkannten Macht offenbaret sehe! von der heilgen Beten! Stimmet ein insgemein Ohne das wird nichts vollbracht mit der Engel Sehnen so in Freud als Nöten. nach dem Tag, dem schönen. Christoph Karl Cudwig von Pfeil, 1712—1784 17³ Eigene Weise. Gottesdienstliche Handlungen Heinrich Schütz, 1628 16516— x Die⸗weil wir zu bit-ten, was uns mang-let, von Gott zu sind ver⸗samm-⸗let, im na⸗ men 2....— 6——— 2— 0 Fest. so laßt uns recht er—5 E ben die Her-zen ber sich; der va ter w᷑v— will uns ben 89 2 wir bitten erstlich eben für alle Obrigkeit, daß wir gottselig leben in Fried und Ehrbarkeit. Der lieb Gott ihr verleihe den recht fürstlichen Geist, daß sie mit wahrer Treue ihr' schuldge Pflicht ihm leist. 3 Zu dir mit Bitt wir fliehen für alle Hirten gleich; die wollst du, Herr, anziehen mit Kraft aus deinem Reich, daß deine Schaf, auf Erden zerstreuet überall, durch sie versammelt werden alsbald in deinen Stall. 4 Wir bitten auch von Herzen für all, so krank und arm, in Elend sind und Schmerzen, ihr aller dich erbarm. 174 die not- durft gnä-dig- lich. Laß sie die Sünd bereuen mit ernstem Herzeleid, so kann dein' Zucht gedeihen zu ihrer Seligkeit. 5 Desgleichen wir dich bitten für die in Irrtum gehn; dein Geist in unsrer Mitten lehr sie die Wahrheit sehn, daß sie dich recht erkennen mit Christo, unserm Hort, dich herzlich Bater nennen und tun nach deinem Wort. 6 luch welchen du gegeben zu hangen Christo an, der ihnen ist das LCeben, die Wahrheit und die Bahn, die stärk, daß sie bezwingen Sünd, Teufel, Tod und höll, zur engen Pfort eindringen, bewahrt an Leib und Seel. Konrad Hubert, 1507— 1577 0²⁸ Eigene Weise. Bir, dir, Je Dir will ich Gebet 164 170⁴ I.——5 — DS ho-va, will ich sin-gen, mei⸗ ne Lie-der brin- gen; IDEEEEEETETETETETETETSESSEeEe ——. Lln—, 6³⁰⁹—— 2—— 2 ö—— denn wo ist doch ein sol-cher Gott wie du? ach gib mir dei-nes Gei-stes Kraft da-zu, ,x, e ner daß ich es tu im Na⸗ men Je=su Christ, T so wie es dir durch ihn 2 Seuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinemherzen wohne und meine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im herzen sing und spiel. Zverleih mir, Höchster solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan; so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahr⸗ heit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. ge ⸗ fäl ⸗lig ist. ADenn der kann mich bei dir ver⸗ treten mit Seufzern, die ganz unaus⸗ sprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Ubba, lieber Vater, schrei. 5 Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherzund wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. 17⁵ 165 Gottesdienstliche Handlungen 6 Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist auf deinen Willen nur ge— richt't und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir nad umnade hin. 7 wohl mir, daß ich dies Seugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit Eigene Weise. und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und tust überschweng⸗ lich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8 wohl mir, ich bitt in Zesunamen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Umen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Selig⸗ keit! Bartholomaus Crasselius, 1667— 1724 15³9 .—. * 1— 165 5π EE EEEEEE 2 1va⸗ter un⸗ S E al ⸗-le 2— im Him⸗-mel⸗reich, der du uns hei⸗ bes st daleich Brü- der sein EEE He an und willst 39 Be⸗ 305 von uns han, gib, daß nicht —.—.— und dich ru⸗ fen 6⁰¹⁰ 2— bet al-lein der Mund,‚ hilf, daß es geh von Hedeneed 2 Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführte Volk bekehr. 176 3 Es komm deinkeich zu dieserseit und dort hernach in Ewigkeit. Der heilig Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans dorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kircherhalt. S S 4Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Cieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5 Gib uns heut unser täglich Brot, was man bedarf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Seit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6 klll unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr' Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. Weise: Nun danket alle Gott. Gebet 166 7 Führ uns, Herr, in Versuchung nicht,‚ wenn uns der böse Geist anficht; zur linken und zur rechten hand hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst't und durch den heilgen Geist ge— tröst't. 8 von allem Übel uns erlös; es sind die Heit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Cod und tröst uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein seligs End, nimm unsre Seel in deine Händ. Amen, das ist: Es werde wahr! tärk unsern Glauben immerdar, aufdaß wir ja nicht zweifeln dran, daß wir hiemit gebeten han auf dein Wort, in dem Namen dein; so sprechen wir das men fein. Martin Luther, 1483— 1546 Johann Crüger, 1649 106 Wohl.⸗ auf, mein 58 zu Gott dein' daß dein Wunsch und Ge- bet 64615 SSSS Un-dacht fröh-lich brin- ge.] weil dich Gott be⸗-ten al ⸗le Wol⸗ken drin⸗ge, 6⁰——— —.—— heißt, weil dich sein lie — ber Sohn so freu-dig 167 Gottesdienstliche Handlungen IID tre⸗-ten heißt vor sei nen Gna- den-thron. 2 Dein vater ists, der dir was dich unmöglich deucht, befohlen hat zu beten; kann seine Vaterhand dein Bruder ists, der dich noch geben, die von dir vor ihn getrost heißt treten; so viel Not abgewandt. 90 Sü Seubt 158 em 4 Uomm nur, komm freudig her Dr in Jesu Christi Namen. rum muß auch dein Gebet Sprich: Lieber Vater, hilf Amwit erhert sein. ich bin dein Kind; sprich: Amen, 3 Da siehst du Gottes Herz, ich weiß, es wird geschehn, das dir nichts kann versagen; du wirst mich lassen nicht, sein Mund, sein teures Wort du wirst, du willst, du kannst vertreibt ja alles Sagen; tun, was dein Wort verspricht. Johann Olearius, 1611—1684 4. Taufe und Uonfirmation Weise: Es sind doch selig alle die. Straßburg, 1525 167 Ullch treu-er Gott, der auf-gerricht't ein'n durch Chri-sti Un-schuld, Blut und Tod sind b——.——— ö ö V.— ITITTTRTRTRRR 6⁸—— 2———— neu en Bund und drin ge,⸗schlicht't all fremd und wir aus al?⸗ ler Kngst und Not versetzt in b— S eig-ne Schul-den, dei ne hul-den.] GE zählt, hafst sie um-fan-gen und er-wählt, dein' Gna- de Die ÄMin-der auch sind drein ge— 178 zu be⸗ wei een 5s0 tauf uns, daß wir 6————— in ein als neu⸗„bor-ne Uin-de⸗ S— lein deinn Na⸗ men e: wig prei-sen. Johannes Swick, 1496—1542 Weise: O du Liebe meiner Tiebe. 17⁴⁵ 168H Bei dir, Je-su, will ich blei⸗ben, stets in dei⸗-nem nichts soll mich von dir ver-⸗trei⸗ben, will auf dei⸗nen gi 4335 er n, wr F,, L, ..— Dien ste 9009. Du bist mei⸗ nes Le-bens San We⸗gen gehn. N ——— L——— mei⸗ ner See ⸗le Crieb und Mraft, wie der Wein⸗stock .. sei⸗ nen Re-ben zu⸗-strömt Kraft und Le-bens— saft. 2 Rännt ichs irgend besser haben 3 wo ist solch ein herr zu finden, 13 als bei dir, der allezeit der, was Jesus tat, mir tut, so viel taufend Gnadengaben mich erkauft von Cod und Sünden für mich Armen hat bereit? mit dem eignen teuren Blut? Könnt ich je getroster werden Sollt ich dem nicht angehören, als bei dir, herr Jesu Christ, der sein Leben für mich gab; dem im himmel und auf Erden sollt ich ihm nicht Creue schwören, alle Macht gegeben ist? Treue bis in Cod und Grab? 179 4 Ja herr Zesu, bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Seit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5 Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Hbend werden und die Nacht herniedersteigt. 169 Gottesdienstliche Handlungen Lege segnend dann die Hände mir aufs müde, schwache Haupt, sprechend: Sohn, hier gehts zu Ende; aber dort lebt, wer hier glaubt. 6 Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Cod als dem kühlen, scharfen Wehen vor dem himmelsmorgenrot. Wird mein Huge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Rarl Johann Philipp Spitta, 1801- 1859 Weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form der Weise im Anhang Nr. 5. Hans Leo Haßler, 1601 16916 — 25 ů 10 —— . ei: In le: ben, ge⸗ hin-ge⸗ ge-ben schon lobt mein herz und Mund; ö durch der Cau fe Bund, du hast mich ja so SSEEEE teu ⸗er mit dei-nem Blut er-— kauft und mit des EE Gei ⸗stes Feu er auf 2 herr Jesu, dir zu leiden, gelob ich, hilf dazu; dei nen Cod ge⸗tauft. Du büßtest meine Schulden am Ureuz, mein herr und Gott; so wird kein Kreuz mich scheiden sollt ich nicht gern erdulden von dir, o höchste Ruh. 18⁰ um dich auch Ceid und Spottꝰ 5 H0 gelo wer dein Ola den e und, den 4h6 gelol mein nur! Taufe und Konfirmation 170 3 herr Jesu, dir zu sterben, gelob ich heilig an; wer mit dir stirbt, soll erben dein himmlisch Kanaan. O laß mit dir zu Grabe den alten Menschen gehn und, reich an Gnadengabe, den neuen auferstehn. 4 herr Jesu, tot und lebend gelob ich dein zu sein; mein herz schlägt freudebebend nur dir, nur dir allein; und was ich heut gelobe, hilf, daß es auch gescheh, daß in der§Feuerprobe des Glaubens Gold besteh. 5 herr Jesu, bis ans Ende sei du mein Schild im Streit, daß mir kein Feind entwende der Seelen Seligkeit. Uch hilf, daß bis zum Throne ich halte, was ich hab, daß niemand raub die Krone, die deine huld mir gab. Adolf Stöber, 1810- 1892 Weise: O, daß ich tausend Sungen hätte. 17⁵⁸ oFS 11 Ich bin ge⸗-tauft auf dei- nen Na- men, Gott ich bin ge-zählt zu dei- nem Sa⸗- men, zum Va⸗ter, Sohn und heil- ger Geist; volk, das dir ge-hei=ligt heißt; ich bin in Chri-stum ein ge-senkt, ich bin 2 Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Cröster sein. mit sei-nem Geist be-schenkt. 3 Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich habe mich aus reinem Trie⸗ be dein Eigentum zu sein gewagt, hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 18¹ 1½⁴ Gottesdienstliche Handlungen 4 Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn. Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan. 5 Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, herr, deinen Willen tut. Weise: 738 Jesu, wir sind hier. 17¹ (Lieb⸗ ster ·su, 6 weich, weich, du Fürst der Finsternissen, ich bleibe mit dir unvermengt; hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit Jesu Blut besprengt. Weich, eitle Welt, du Sünde, weich, Gott hört es, ich entsage euch! 7 Caß diesen Vorsatznimmer wan⸗ ken, Gottater, Sohn und heilger Geist, halt mich in deines Bundes Schran⸗ ken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für Johann Jakob Rambach, 1695—1755 Johann Rudolf Rhle, 1664 DSDSS wir sind hier, dei-nem Wor-te die⸗ses Kind-lein kommt zu dir, weil du den Be— nach ⸗-zu ⸗le ⸗ ben; fehl ge ⸗ ge ⸗ ben, B füh⸗re, denn das him- 2 Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsren Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kom— men. 182 II..SS daß man sie zu Chri⸗sto E mel ⸗reich ist ih 3 Darum eilen wir zu dir: Nimm dies Pfand von unsern UHr⸗ men; tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 46 Har him Hrie Wei auch Taufe und Konfirmation 17½2 4 hirte, nimm das Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Hriedefürst, ach schenk ihm Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe. Cobt Gott,—— Aen. II. 1 mein 39 80 Hers Ga⸗be 6 ja von mir, des bin ich 2 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, das ist mir lieb und wert, du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf Erd. 3 nun du, mein Vater, nimm es an, mein Herz, veracht es nicht; ich gebs, so gut ichs geben kann, nach deinem Wort es richt. 4 hilf, daß ich sei von herzen treu im Glauben meinem Gott, daß mich im Guten nicht mach scheu der Welt List, Macht und Spott. 5 hilf, daß ich sei van Herzen fest in Hoffen und Geduld, und Ge-schenk; du 5 Nun, wir legen an dein herz, was vom herzen ist gegangen. Führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen. Ja, den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck, 1672— 1757 y Erie dir zur for-derst die-ses ein ⸗ge⸗ denk. daß, wenn du mich nur nicht ver— äßt mich tröste deine Huld. a 6 hilf, daß ich sei von herzen rein im Lieben und erweis, daß nicht mein Tun sei Hugen⸗ schein, durchs Werk zu deinem Preis. 7 Hilf, daß ich sei von Herzen klein und Demut, Sanftmut halt, daß ich, von aller Weltlieb rein, vom Fall aufstehe bald. 8 hilf, daßich sei vonherzen fromm ohn alle Heuchelei, damit mein ganzes Christentum dir wohlgefällig sei. 18⁵ 17 174 Gottesdienstliche handlungen 9 nimm gar, o Gott, zum Tempel 10 Dir geb ichs ganz zu eigen mein Herz hier in der Seit; 131 brauchs, wozu dirs gefällt;— ja, laß es auch dein Wohnhaus sein ich weiß, daß ich der Deine bin, dort in der Ewigkeit. der Deine, nicht der Welt. Johann Uaspar Schade, 1666— 1698 weise: Christus der ist mein Leben. Spätere Form der Weise im Knhang Ur. 1. Melchior Vulpius, 1609 17³j Inun schreib ins 09 des Le-bens, herr, — S re Na⸗ men ein und laß sie nicht ver— Gi— r n. ge⸗ 30 dir zu ⸗füh⸗ 42— sein. 2 dch präge jedem Kinde 35 Du, der du selbst das Leben, dein Wort recht tief ins Herz, der Weg, die Wahrheit bist, daß es, bewahrt vor Sünde, uns allen wollst du geben dir dien in Freud und Schmerz. dein heil, Herr Jesu Christ. weise: Seelenbräutigam. 1698 AASSS 1von des Hümemels Thron sen-de, Got-tes —— Sohn, dei nen Geist, den Geist der Stär ⸗ke; mi. gib uns 5 zum heil ⸗-gen Wer ⸗-ke, dir uns 4——H—— 55 2—— ganz zu 1, wig dein zu sein. 18⁴ Beichte und Vorbereitung zum bendmahl 2 Mach uns selbst bereit, gib uns Freudigkeit, unsern Glauben zu bekennen und dich unsern Herrn zu nennen, dessen teures Blut floß auch uns zu gut. 3 Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, daß wir unsern Bund erneuern und mit Wahrheit dir beteuern, deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 17⁵ 4 wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 5 Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn in den Himmelshöhn. Samuel Marot, 1770— 1865 5Beichte und Vorbereitung zum Abendmahl Weise: Rus tiefer Not. 2 Straßburg, 1525 175⁰ Nus tie⸗fer Not laßt uns zu Gott von ihn bit-ten, daß er uns vom Cod aus —.— I =..— 5 T— — EEE gan-zem her- zen schrei-en, Gna-den woll be frei⸗ 128 9 6 S...——.— PP Sünd und Mis ⸗ se ⸗ tat, die un-ser Fleisch be⸗ 6 PPIIII T . e,. S gan-gen hat, aus Va⸗ter⸗huld ver-⸗zei en. 176 2 Sprecht: OGott Vater, sieh doch die Urmen und Elenden,—23 die ÜUbel haben viel getan mit Herzen, Mund und Händen; verleih uns, daß wir Buße tun und die in Christo, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden. 3 Die Schuld die ist sehr groß und schwer, an dahl ganz ohne Maßen, doch dein' Barmherzigkeit noch mehr, die kein Mensch kann erfassen; die suchen und begehren wir und hoffen, daß du's, Herr, an dir mit nichts wollst fehlen lassen. 4 Du willst nicht, daß der Sünder und in Verdammnis fahre, 23 vielmehr, daß er dein' Gnad er⸗ und sich darin bewahre. So hilf uns nun, o Herre Gott, aufdaß uns nicht der ewge Tod in Sünden widerfahre. 5 wenn du nun vor Gerichte gehn und mit uns wolltest rechten, wie würden wir allda bestehn, Weise: Kn Wasserflüssen Babylon. kom ⸗- me, (Gott, mein Er-⸗ Gottesdienstliche handlungen und wer würd uns verfechten? O herr, sieh uns barmherzig an und hilf uns wieder auf die zur Pforte der Gerechten. 88 6 Wir opfern uns dir arm und durch Reue ganz zerschlagen. bloß. O nimm uns auf in deinen Schoß und laß uns nicht verzagen; 0o hilf, daß wir getrost und frei, ohn arge List und Heuchelei dein Joch zum Ende tragen. 7 Sprich uns durch deine Boten zu, bezeug uns im Gewissen; stell unser Herz durch sie zur uh, tu uns durch sie zu wissen, wie Christ vor deinem Kngesicht all unsre Sachen hab geschlicht't. Des Crosts laß uns genießen. 8 Erhalt in unsres herzens Grund des Wortes heilgen Samen und hilf, daß wir den neuen Bund in deines Sohnes Namen— vollenden in Gerechtigkeit und so der Kron der herrlichkeit versichert werden. Amen. michael Weiße, 4 1534 Straßburg, 1525- ——..IWT Herr, und su-che dich bar-mer, würd-ge mich en? ig an fdie Bahn und bloß, enen Schoß frei, Beichte und Vorbereitung zum Abendmahl 176 und 9— dei⸗ ner müh⸗-se⸗lig des Wunders 2 en Gna⸗den. Ich lie⸗-ge 10 vor —— dei⸗ nem Thron, Sohn Got⸗tes und des Men⸗-schen Sohn, SDSDSISIiIIIeeEE— mich dei⸗ ner zu ge⸗ trö- sten. Ich füh-le mei⸗ ner Sün sin bde sie 2 Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist voll— bracht; du hast mein heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt, Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3 So freue dich, mein herz, in mir, er tilget deine Sünden und läßt an seiner Cafel hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, ich su ⸗ che Ruh und d im Glau-ben der Er-lö-sten. spricht liebreich: Sei getrost, mein die Sünd ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem herzen leben. A Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an so wirst du Früchte bringen. 8 Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Ciebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 18⁷7 177 Gottesdienstliche handlungen 5 Ja, herr, mein Glück ist dein ich will es treu erfüllen S und bitte dich durch deinen Cod um Uraft zu meinem Willen. Caß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu und deinen Tod zu preisen laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 6 Hbendmahl weise: Es ist gewißlich. 2. Cimoth. 2, 8. 153⁵ 177— n im Ge⸗ vom Thron des dächt⸗nis sum Christ, o Him⸗mels——— men ist, dein n en Mensch, 5 auf bdie E Bru⸗-der da zu wer-den. 12— S...... daß er dir Iu gut hat an ⸗ ge- nom-men N I——. 0 Hleisch und Blut; dank ihm 2 halt im Gedächtnis JesumChrist, der für dich hat gelitten, ja, gar am Ureuz gestorben ist und hat dadurch bestritten Welt, Sünde, Teufel, höll und Tod und dich erlöst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe. 3 halt im Gedächtnis JesumChrist, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, 188 für die se befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht, sein' Unschuld Leben wiederbracht, dank ihm für diese Liebe. 4 halt im Gedächtnis Jesumöhrist, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe. S eihn ung 17⁰ Abendmahl 178179 5 halt im Gedächtnis Jesumchrist, 6 Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann der einst wird wiederkommen mit wahrem Glauben fassen und sich, was tot und lebend ist, und nie, was du an mir getan, zu richten vorgenommen. mög aus dem herzen lassen; O denke, daß du da bestehst daß dessen ich in aller Not und mit ihm in sein Reich eingehst, mich trösten mög und durch denTod ihm ewiglich zu danken. zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther, 1650— 1704 Weise: Wachet auf. 1599 ISS T 15rr, du wollst uns voll⸗-be- rei-ten zu Ce⸗ben, Le⸗ben zu em-pfa⸗hen, laß ö‚—————— ——.— dei nes Mah⸗les Se⸗ 25— kei⸗ ten, sei mit⸗ ten un⸗ter uns, o Sohn, uns wür-dig na⸗— hen, durch dich ver-ges⸗sen Dann sind wir sün⸗den⸗rein, sind, Mitt⸗ler uns, o Gott. Sünd und Cod.) I. Got⸗tes, dein, sind un-sterb⸗lich. Caß, laß uns sehn in PSET ——— dei⸗nen höhn von fern der ÜU-⸗ber-win⸗ 0 Lohn. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724— 1805 Weise: Du Lebensbrot. Peter Sohren, 1668 1 — 885 e su Christ, du höch-stes Gut, du (wir kom⸗men, dei- nen Leib und Blut, wie 189 17 1 Brunn⸗ quell 0 al⸗ ler Gna II du uns hast 9 la⸗ zu Ial. 30——————— fil —.———— 23—..——————— 5 i Lie ⸗be 1—— lich- 1 und uns ⸗rer See-⸗len E ä— kleid nicht wieder von dir treiben, durch deines Geistes Stärke; bis wir durch deines Nachtmahls Se Klig-⸗ 12 zu sen und zu trin ⸗ ken. 2 O Jesu, mach uns selbst bereit 3 Bleib du in uns, daß wir in dir zu diesem hohen Werke; auch bis ans Ende bleiben; IlN schenk uns dein schönes Ehren⸗ laß Sünd und Not uns für und für hilf, daß wir würdge Gäste sein Kraft und werden dir gepflanzet ein eingehn zur Himmelsbürgerschaft zum ewgen Himmelswesen. und ewig selig werden. 17²⁴ Eigene 1———— Straßburg, 1550 e ,r. IIm Frie ⸗den dein, o her⸗ mein, I EER laß ziehn mei ⸗ ne Stra⸗ ßen. Wie mir dein Mund . ge ⸗ge-ben kund, schenkst Gnad du oh- ne Ma-ßen, . 55 mein Ge⸗ 3——5— ge Licht Dii des hei-lands schau-.6.3 sen. 2 Mir armem Gast bereitet hast das reiche Mahl der Gnaden. Das Lebensbrot stillt hungers Not, heilt meiner Seele Schaden. Ob solchem Gut jauchzt Sinn und Mut mit alln, die du geladen. Abendmahl 181 3 O Herr, verleih, daß Lieb und Treu in dir uns all verbinden, daß hand und Mund zu jeder Stund dein' Freundlichkeit verkünden, bis nach der Seit den Platz bereit an deinem Cisch wir finden. nach Johannes Englisch, F 1577 von Friedrich Spitta, geb. 1852 weise: Schmücke dich, o liebe Seele. Spätere Form der Weise im Unhang Nr. 10. Johann Crüger, 1649 1E.. Homm, mein Herz, in Ze iu Lei⸗ den stil le 1— dein sehn-lich Dür⸗-sten strömt auch dir ein Quell der§Freu⸗den; an dem Mahl des Le-bens-für-sten. e, de, nn, ä—— S ei nen hei⸗land Hei le la be und in Daß ich —— 22—1 4. ha ⸗be, 3—— in sei⸗nem PFPP T sein Ver⸗dienst mich klei de, das ist 2 Swar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der himmelsreise täglich meine Seelenspeise. dere. 22———— mei⸗ nes her⸗zens in Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein Hlles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Ceiden zu genießen. 191 35 Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; nimmer will ichs nun verschwei⸗— daß ich einen Heiland habe,*— der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schrei— bet mein Erlöser war und bleibet. 9 4 ach, wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver— wunden, wenn mir dieses Licht verschwun— daß ich einen Heiland habe, 2 der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Ceben. 5 O ich Krmer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe? Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6 Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet, daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Ureuz und Grabe, ja, den Schritt in Todes Rachen gern getan, mich los zu machen. 192 181 Gottesdienstliche Handlungen 7 heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmechen und erwägen. 8 heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, der die arme Seele labe, muß dies nicht mein Dürsten stil— len und mein Herz mit Wonne füllen? 9 Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen; er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja, zur Nahrung und zum Leben mir aus freier huld gegeben. 10 Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja, was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein heil ermes— sen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe. Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. Abendmahl 182 1 will hinfort mich etwas quälen daß ich einen Heiland habe, oder wird mir etwas fehlen der vom Kripplein bis zum Grabe, oder wird die Kraft zerrinnen, bis zum Thron, wo man ihn ehret, so will ich mich nur besinnen, mir, dem Sünder, zugehöret. nach Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761 ——R0 Rus meines Herzens Grunde. 1598 182 5— 110mmt her, ihr seid ge la den, der der sü⸗ße herr der Gna ⸗ den, an 5 RE der Erd und Him⸗-mel Hhei⸗land ru-fet euch/ Huld und Lie-be reich,/ ————————— S.SI.I..... lenkt, will Gast⸗ mahl mit euch hal-ten und wun-der⸗ SSIII bar ge⸗stal⸗ n 2— er in Lie ⸗be schenkt. 2 Uommt her, verzagte Sünder, Kommt, legt auf ewig ab und werft die kingste weg; der Sünde bange Säumnis; kommt her, versöhnte Kinder, empfanget das Geheimnis, hier ist der Lebensweg. das Gott vom himmel gab. Empfangt die Himmelslust, die heilge Geistesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 4 O wunderbare Creue, so lockst du mich zu dir? O wunderbare Weihe, so nahst du selig mir? 3 Uommt her, betrübte Seelen, Ich soll der Sünden Cod die Not und Jammer drückt, in deinem Blute trinken, mit Gott euch zu vermählen, vergehen und versinken der wunderbar beglückt. in deiner Ciebe, Gott? 19⁵ 5 O Wonne kranker herzen, die mir von oben kam! Verwunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram. Was von dem himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen; mein herz ist gar durchflossen vom süßen Ciebesgeist. 6 O Wonne kranker herzen, die von den Sternen stammt und mir mit heißen Kerzen die selge Brust durchflammt, die unergründlich labt mit milden himmelsbächen; wie kann die Sunge sprechen, wie groß mich Gott begabt! mei⸗- ner See G E Er⸗den, laß mich 2 wie kann ich gnugsam schätzen dies himmelsüß Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben? 3 Wie soll ich dirs verdanken, 0o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja, selbst dich mir geschenket? 194⁴ 6— 183 Gottesdienstliche handlungen 7 Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennacht, verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 8 Drum jaͤuchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn, verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn in Blut, die selge himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren. 15⁷ b—.— 83r 0 ·su,— ne Won ne, du —..— —9 r, 2, e.. wer-den! 4 Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, der'r du so viel empfunden. dir dank-bar 5 Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßne Tränen. 6 Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7 Du wollest ja die Sünde, die ich noch in mir finde, aus meinem herzen treiben und kräftig in mir bleiben. Eigene Weise. E Form der Weise im Anhang Nr. 10. Abendmahl 18⁴ 8 LCaß mich sie ernstlich meiden; laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 9 nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und freudig auferstehen, 0 Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, 1607— 1667 Crüger, 1649 E Rdou dich, lie be See⸗ le, komm ans hel=le Licht ge⸗ gan⸗ Hen e r 12 .— E laß die dunk⸗le Sün-den-höh=le, dennm der fan ⸗ge herr⸗-lich an zu pran-gen; D Herr voll heil und Gna-— den will dich jetzt zu Ga⸗ste 10. D der äi Him-mel kann ver⸗ öPSPSSSSS wal-ten, will jetzt 2 Eil mit herzlichem Verlangen, deinen Heiland zu empfangen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten. Eile, sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen; sprich: Meinheil,laß dich umfassen, von dir kann ich nimmer lassen. her-berg in dir hal⸗-ten. 3 dch, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Gütel Ach, wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach deiner Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach demTrank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Gott sich selbst mit mir vereine! 195 185 Gottesdienstliche handlungen 4 Beides, Wonne und auch Beben, fühl ich jetzt im tiefsten Ceben. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich froh bemerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist wohl auch ein Mensch zu finden, der dein' Ullmacht sollt ergründen? 5 Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen, laß mich würdiglich genießen dieser deiner himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 6 herr, es hat dein treues Cieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Ceben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 7 Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franch, 1618—1677 Weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form der Weise im Unhang Nr. 5. 185 11 Wie könnt ich (Hann ich die — mein noch nie P Hans Leo Haßler, 1601 ———— , . sein ver⸗ges ⸗ sen, der Lieb er ⸗ mes⸗ sen, da⸗ SISSSSS ver⸗gaß? durch mein herz ge-⸗ nas? Zch lag in bit tern Schmer-zen, er schafft mein Le-ben neu, und stets quillt S aus dem her ⸗-zen ihm 19 * neu ⸗e Lieb und Treu. hossen, inbken, ebens, jebens aden esen Erden, erden. 19-15² Einführung in die Gemeindeämter 186 2 wie sollt ich ihn nicht lieben, 4 Er gibt zum heilgen Pfande der mir so hold sich zeigt? mir seinen Leib, sein Blut; Wie jemals ihn betrüben, hebt mich aus Nacht und Schande, der so zu mir sich neigt? füllt mich mit himmelsmut; Er, der, ans Kreuz erhoben, will selber in mir thronen getragen meine Schmach, mit heilgem Gnadenschein. ruft er mir nicht von oben: Sollt ich bei ihm nicht wohnen, Komm, folge du mir nach? in ihm nicht selig sein? 3 Ihn will ich ewig lieben, 5 Bei greuden und bei Schmerzen der mir aus Codesnacht, durchleuchte mich dein Bild, von meinem Schmerz getrieben, wie du, o herz der Herzen, Unsterblichkeit gebracht, geblutet hast so mild! der noch zur letzten Stunde Mein Lieben und mein Hoffen, mir reicht die treue Hand, mein Dulden weih ich dir. daß mich kein Feind verwunde Laß mir die Heimat offen im LCauf zum Heimatland. und dein Herz für und für! Christian Gottlob Kern, 1792—1855 7Einführung in die Gemeindeämter Die Cugend wird durchs Kreuz geübet. 170⁴ 180REE 1 Uraft, Herr, wollst du selbst um-gür⸗-ten die der Ge-⸗mein-de du zu hir⸗-ten —— die Brü⸗ der hier sin ih-ren Stand, br und Ppfle-gern gnä⸗-dig e Wen — T—————— ö du sie, dann sind sie led⸗ ret, dein Wwort sei —.—— ih ⸗re Leucht al ⸗lein. Er⸗neu⸗re, die du, herr, be⸗ 19⁴ 8—— keh-ret, so wird ihr 2 Laß auf ihr Pflanzen, Säen, Bauen des Geistes Kraft von oben her zu reichlichem Gedeihen tauen, so kommt dein Reich je mehr und mehr. Mach sie zum Vorbild uns im Wandeln, zu jedem guten Werk bereit; gib ihnen für ihr Tun und handeln stets Weisheit, Mut und Capferkeit. 3 Laß ihre Augen klar erkennen, was der Gemeinde Wachstum frommt; laß sie in heilgem Eifer brennen, daß jedes Glied zu Rechte kommt, daß nicht verlassen sein die Kran— ken, daß auch der Urme find sein Teil und alle Gott mit Freuden danken des Leibes und der Seele heil. 4 neich ihnen deines Geistes Waffen, der Feinde Macht zu widerstehn; laß sie beim Bitten und Bestrafen aufMenschengunst und-furchtnicht sehn. weise: Wie schön leuchtet. 187 Gottesdienstliche Handlungen DDDEn . Amt ge ⸗ seg⸗net sein. Gib, wenn sie lehren, Uberzeugung und felsenfeste Suversicht; gib, wenn sie warnen, tiefe Beu⸗ gung, und wenn sie trösten, Kraft und Licht. 5 O herr, wir trauen deinem Walten, das bis hierher mit Rat und Tat dein Volk erbarmungsreich er— halten, die Hirten selbst geleitet hat. Wollst forthin für die herde wa— chen, die keines andern ist als dein; wollst sie an Segen reicher machen, denn Segen kommt von dir allein. 6 wir sind mit deinem Blut er— kaufet, drum halt uns, Hirt, in deiner Hut. Wir sind in deinen Tod getaufet, so schütze dein erstrittnes Gut. Dein Vater hat uns dir erwählet, wir blicken, Herr, getrost auf dich; wir sind zu deinem Volk gezählet, weid und erhöh uns ewiglich! nach David Samson Georgi, 1697—1756 Ar. Sorm der Weise im Unhang Nr. 14. 15⁴42 187 100 Je su, du siehst auf die Herr-lich keit, er ⸗lö⸗ ste Welt, Herr der - 1— in. gung Beu⸗ gung, t und Licht. einem alten, dTCat her⸗ Uten, e wa⸗ chen, in achen, llein. Einführung du K nig dei⸗ner re⸗gierst sie, wie es in die Gemeindeämter 187 E Chri⸗ heit, du Hir⸗ dir=fällt, sorgst, daß e, Ean,. te dei⸗ ner bher⸗ sie se lig wer⸗ 3. Von dir sind wir 5— auch—.— wäh⸗ let, .— 3 8. let den Er⸗ .— 16 sten, die du ses⸗ 2 wohl deinem Volk, daß du es liebst, nach deinem Sinn ihm hHirten gibst, die es zum Hhimmel führen, und die voll Eifer, Geist und Kraft, voll göttlich tiefer Wissenschaft das Herz der Sünder rühren! Treue hirten laß den Seelen niemals fehlen und die Herden mit den Hirten selig werden. 3 Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne sein Geschäfte! Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Cehr und Ceben zu erbaun, gib Weisheit ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf ihm tun und leiden, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. 2 rn nen willst 18=sten. 4 herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Emt mit Freuden tun, nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gib uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, hörer laß in Freundschaft und Gemein⸗ feste stehen schaft und den Weg zum Himmel gehen. 5 Wann einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Cehrer, unsern Freund uns dir entgegenführen! Die Seelen sind ihm zugezählt; ach gib, daß dort nur keine fehlt, laß keine ihn verlieren. Jesu, hilf du, biet die hände, Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. daß am Ende 199 188 Gottesdienstliche handlungen 6 Sei uns gesegnet, Unecht des führ uns zum ewgen baterland; Herrn, Gott mit dir! Amen, Amen! du kommst immamen unsersherrn, Mit dir gehn wir in Jesu Christi Namen. durch die Ceiden dieser Seiten O Freund, nimm uns bei deiner zu dem Leben, Hhand, das uns unser Gott will geben. Johann Daniel Karl Bickel, 1737— 1809 8. Trauung weise: unser herrscher unser Hönig.—0— 1550 18N e 1hü=ter ra: els, de hü te und ini Schat ⸗ten dei ner Güte ee., wn.,.... uns, die wir uns dir ver⸗traut un ⸗sre hüt⸗te auf⸗ ge⸗baut. r,. Surcht und Grau ⸗ en un-ter dei-nen Flü-geln trau-en. Caß uns oh-ne 2 walte über uns in Gnaden, 4 O wie wohl sind wir geborgen hab auf alle treulich acht, unter deiner Gottestreu! wende mächtig allen Schaden, Deine Güt ist alle Morgen sei uns nah bei Tag und Nacht. über deinem Volke neu, Sei uns Schild und sei uns Sonne, und die Fülle deiner Gaben sei uns Ceben, CLicht und Wonne. läßt uns keinen Mangel haben. 3 Wir sind Fremdlinge und Gäste, 5 Halleluja, Preis und Ehre du bist überall zu Haus. sei dir unter uns bereit! Mache CTor und Riegel feste, Herz und Mund dein Lob vermehre leit uns sicher ein und aus. hier und dort in Ewigkheit, Unsre Leiber, unsre Seelen wo wir mit den Millionen wir in deinen Schutz befehlen. deines Volkes bei dir wohnen. RKarl Johann Philipp Spitta, 1801—1859 200 499949 25.62+§•ĩꝗ—....‚ terland, en! Zeiten geben. 7⁵7—1809 Trauung 189 weise: Wie schön leuchtet. Josua 24, 15. A Form der Weise im Anhang ni. 14. 15⁴² 9 HE ö *— 18— —.———————— 2 20— 25 +. und mein haus, wir sind be=reit, du sollst der herr im Hau-se sein; 7—* dr dir, herr, die gan⸗ze Le-⸗bens-zeit mit Seel gib dei nen Se-gen nur da- rein, daß wir —— und LCeib zu die-nen.—5 dir wil ⸗ lig die⸗nen. ö— Hlei ⸗ ne, +— 2—4—— 5 from⸗me, rei⸗ ne haus-⸗ ge⸗ mei-ne mach aus e.—— .———————— Lrn, al ⸗len; 2 Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; er leucht uns wie das Sonnenlicht, damit es an dem rechten Licht im haus nicht möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Ceben uns, die wir uns dir ergeben. 3 Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus; im Glauben uns verbinde. Caß uns in Liebe allezeit dir nur soll sie wohl⸗ ge-fal ⸗len zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut, sanft und linde. Liebe übe jede Seele; keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4 Laß unser haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Ruch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue hilfe schaun mit kindlichem Gemüte, selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen in demherzen dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen. 15 20¹ 190 Gottesdienstliche Handlungen 5 Gibst du uns irdsches Glück ins 6 Und endlich flehn wir allermeist, haus, daß in dem haus kein andrer Geist so schließ denStolz, die Weltlust aus, als nur dein Geist regiere; des Reichtums böse Gäste; daß er, der alles wohl bestellt denn wenn das Herz an Demut leer und gute Sucht und Ordnung hält, und voll von eitler Weltlust wär, uns alle lieblich ziere. so fehlte uns das Beste, Sende, sende jene schöne, ihn uns allen, bis wir wallen tiefe, stille Gnadenfülle, heim und droben die mit Schätzen dich in deinem Hause loben. einer Welt nicht zu ersetzen. Marl Johann Philipp Spitta, 1801-1859 9. Begräbnis weise: Nun lasset uns den Leib begrab'n. 15⁴⁴4 190 1Be⸗grabt den Leib in sei-ne Gruft, bis H—..——.—.————— ihn des Rich-ters Stim⸗ me Wir sä⸗en ihn, einst — 1 +.— P — 33.— 85——— 0 blüht er auf und steigt ver-klärt zu Gott hin-⸗auf. 2 Adus Staube schuf ihn einst der 4 Wer Gott getreu bleibt bis ans Herr, Grab, er war schon Staub und wirds nur dem trocknet er die Cränen ab. mehr; Was sind die Leiden dieser Seit, er liegt und schläft, doch er erwacht Herr, gegen deine Herrlichkeit? dereinst dieser Cod 4. ereinst aus dieser Todesnach 5 Mum, du Erlöster, schluf in 3 DesSrommenseele lebt beiGott, Ruh, der sie aus aller ihrer Not, wir gehn nach unsern Hütten zu von aller ihrer Missetat und machen zu der Ewigkeit durch seinen Sohn erlöset hat. durch Glaub und Liebe uns bereit. 202 meist, Geist alt ält, allen . 1—18⁵9 6ach Jesu Christ, dein bittrer Cod stärk uns in unsrer letzten Not. Eigene Weise. 191192 Begräbnis Laß unsre ganze Seele dein und freudig unser Ende sein. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724— 1805 191———. Inun lase⸗-set uns den Leib bedbnn —.—— ——. da⸗ran kei⸗nen wel⸗sel habn 27 25 werd am rn .:. Tag auf⸗-stehn und un-ver-wes- Ich her-vor-gehn. 2 Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zu Erde wieder werd, und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird an— gehn. 3 Sein' Seel lebt ewiglich in Gott, der sie allhie aus lauter Gnad von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4 Sein Jammer, Crübsal und Elend ist kommen zu ein'm selgen End; er hat getragen Christi Joch, er ist gestorb'n und lebet noch. Eigene Weise. 5 Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Christus ihn verklärt und ewge Freude ihm gewährt. 6 kllhie ist er in Angst gewes'n, dort aber wird er ganz genes'n und wird in ewger Freud und Wonn dann leuchten wie die helle Sonn. 7 Nun lassen wir ihn schlafen fein und gehn all unsre Straßen heim, schicken uns auch mit allem F§leiß, denn der Tod kommt uns gleicher⸗ weis. Michael Weiße, 1 1534 14. Jahrhundert ö 192 1 Wohl⸗ auf, wohl⸗ 90 zum D———— eL. letz ten Gang! Rurz 20³ ist der Weg, die Ruh ist — lang. Gott füh⸗ret ein, Gott 6 EEEEE füh⸗ret aus. Wohl-an hin- aus, wohl ⸗ an S 8.— Kein Blei⸗ ben ist 2 Du herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid, schleuß nur getrost die Pforte zu; was trauerst du?: Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3 Cragt ihn fein sanft ins Schlaf⸗ gemach, folgt ihm segnend nach! der TCag war im Erdgewühl; schwül nun gute Nacht, die Nacht ist kühl. ihr Lieben, nun gute Nacht, 4Ein Schmuch ist auch das Leichen⸗ tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph, der herr macht gute Sein Kreuz voran,:: Patt: das winkt und deutet himmelan. 5 Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbat ein, hin⸗aus! 4 2——. — im Er ⸗ den ⸗haus. der nach des Werktags kurzer Hrist durch Jesum Christ:: für Gottes Volk vorhanden ist. 6 O selig, wer das heil erwirbt, der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt,: die droben ist, gefunden hat! 7 was suchst du, Mensch, bis in den Todꝰ Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil: und wähl in Gott das beste Teil. 8 was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Cust und Schmerz. Schau himmelwärts;: da, wo dein Schatz, da sei dein Herz. mit Gott bestell dein Haus bei⸗ zeit, eh dich der Tod an Cote reiht; sie rufen: Gestern wars an mir, s heut ists an dir!: Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10 vom§reudenmahl zum Wan⸗ derstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott be⸗ Schlag an die Brust,:: 5355 du mußt von dannen, Mensch, du mußt. 11 da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangen⸗— 8 25 im Finstern droht: 2 der Tod und überall der Tod. 12 dch banges Herz im Ceichen⸗ tal, wo ist dein Licht, dein Lebens⸗ strahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräbernacht: das Leben hat ans Licht gebracht. 13 Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer anmich glaubtstirbt nimmer⸗ mehr! Begräbnis 192 Dein Kreuz, dein Grab, dein Huf⸗ dein Himmelgehn erstehn, läßt uns den Himmel offen sehn. 14 wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier die ewgen hütten baut! Er sieht das Kleinod in der§ern und kämpfet gern: und harrt der Zukunft seines Herrn. 15 nun, Cor des Friedens, öffne dich! hinein! Hier schließt die Wallfahrt si Ihr Schlummernden im Friedens⸗ gönnt allzugleich:—.— auch ihm ein Räumlein neben euch. 16 viel Gräber sind an diesem Ort, viel Wohnungen im Himmel dort. Bereitet ist die Stätte schon : am Gnadenthron,: bereitet ihm durch Gottes Sohn. 17 Sein ist das Reich mit Klll⸗ gewalt; er zeugt und spricht: Ich komme bald. Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein; wir harren dein. Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785— 1860 20⁵5 193 Leben im Besitze des Heiles 1 Glaube an Gottes Gnade in Christo Weise: Wer nur den lieben Gott. Georg Neumark, 1657 105FE 114¹s Gna⸗den soll ich se⸗lig wer-den! Was willst du dich so blöd ge⸗-ber-den? so muß auch 2 aus Gnaden! hier gilt kein 3 Aus Gnaden! Merk dies Wort: Verdienen, Aus Gnaden, die eignen Werke fallen hin. so hart dich deine Sünde plagt, Der Mittler, der im Hleisch er- so schwer du immer bist beladen, schienen, so oft dich dein Gewissen nagt; hat diese Ehre zum Gewinn, was die Vernunft nicht fassen daß uns sein Tod das heil gebracht kann, und uns aus Gnaden selig macht. das beut dir Gott aus Gnaden an. 206 Herz, glaubst dus, o der glaubst dus nicht? Ists Wahr⸗-heit, was die Schrift ver⸗spricht, Glaube an Gottes Gnade in Christo 194⁴ 4 Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlast. Was nötigt' ihn, dein Freund zu werden? Sags, wo du was zu rühmen hast! Wars nicht, daß er deinBestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5 Aus Gnadenl Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6 us Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu. Wahr ists, Gott rufet Udams Kin⸗ der aus Gnaden zur verheißnen Ruh; den gehet seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann. 7 aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei; nur wenn der Sünder sich bekehret, dann lernt er erst, was Gnade sei. Beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding. 8 aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgetan, wenns unter Ungst und heißen Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9 aus Gnaden! hierauf will ich sterben; ich glaube, darum ist mir wohl; ich kenn mein sündliches Verder⸗ ben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, mein Herze lacht, weil mich die Gnad schon selig macht. Christian Cudwig Scheidt, 1709— 1761 weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1676 — 14.— 194⁴ SSSS 1 Chri⸗sti Blut und Ge⸗ rech⸗tig⸗keit, das ist mein — 1 Er XV——** 2 — E E Schmuck und Eh⸗ ren⸗kleid; da⸗mit will ich vor Gott be⸗ 207 195 Leben im Besitze des Heiles 1— — 2 35* T, stehn, wenn ich zum him⸗mel werd ein-gehn. 2 Und wenn ich durch des herrn sondern: Da kommt ein Sünder Verdienst her, noch so treu würd in seinem Dienst, der gern aus Gnaden selig wär. gewönn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab, 4 Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist 3so will ich wenn ich zu ihmkomm, und hast für mich und alle nicht denken mehr an gut und fromm, bezahlt ein ewig Cösegeld. Erste Strophe von Paul Eber, 1511-1569, die übrigen von Nikolaus Ludwig von Sinzendorf, 1700— 1760 Weise: Wer nur den lieben Gott. Georg neumark, 1657 10⁵ i Uwe ha- be nun den Grund ge— fun⸗den, Wo an-ders als in Je-su Wun-den? .. der mei⸗nen An⸗ker e⸗ wig 9519 Da lag er vor der Zeit der Welt, EEEE un be ⸗weg⸗lich steht, wenn Erd und Him⸗mel un ⸗ter-geht. der Grund, der 2 Es ist das ewige Erbarmen, und nahm hernach den himmel ein, das alles Denken übersteigt; deswegen klopft er für und für es sind die offnen Liebesarme so stark an unsers Herzens Tür. des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das hHerze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 4Olbgrund, welcher alle Sünden durchChristi Tod verschlungen hatl Das heißt die Wunden recht ver⸗ 3 Wir sollen nicht verloren wer⸗ binden, den, da findet kein Verdammen statt, Gott will, uns soll geholfen sein; weil Christi Blut beständig schreit: deswegen kam der Sohn auf Erden Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 208 Glaube an Gottes Gnade in Christo 196 5 Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes herzen schaun. Da findet sich zu aller Seit unendliche Barmherzigkeit. 6 Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan; ist die Errettung noch so weit, mir bleibet die Barmherzigkeit. 7 Beginnt das Irdische zu drücken, ja, häuft sich Kummer und Ver⸗ druß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eiteln Dingen mühen muß; werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 8 muß ich an meinen besten Wer⸗ en, darinnen ich gewandelt bin, vielUnvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin, doch ist auch dieser Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. O Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es dies nur nicht vergißt. So stehet es in Cieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10 Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und trei⸗ ben, solange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Kndreas Rothe, 1688—1758 weise: Allein Gott in der Höh sei Ehr. Vorreformatorisch 7— e 196 8—— Ich weiß, an wen mein Glaub sich hält, kein Als Bür⸗ger ei-ner bes-sern Welt leb ————— —.— e, dn ee, eind soll ir i rau ben. Snd e e 45 dort schau ich, ich hier noch im Glau ——. 4—.— 1— 1— E*+— .— was ich hier ge-glaubt. Wer ist, der mir mein 200 196 Ceben im Besitze des Heiles —.— Erb⸗ teil raubt? Es ruht 2 ein Leben ist ein kurzer Streit, lang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit, erwünschter Cohn des Krieges! Wenn mich die Macht der Feinde schreckt, werd ich durch Jesu Macht be— deckt; was kann mir denn nun schaden? 3 herr, herr, du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein Eigentum; du hast dich mir gegeben. Von fern glänzt mir mein Kleinod zu; bald schenkst du nach dem Kampf mir Ruh und reichst mir meine Krone. 4 herr, lenke meines Geistes Blick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur kurze Seit; im Himmel sei mein Wandel. 5 Jetzt, da mich dieser Leib be⸗ schwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beßre Welt gewährt, 210 in Te su Hän⸗ den. wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein Huge nicht mehr weint und mein Erlösungstag erscheint, dann werd ichs froh empfinden. 6 nur dunkel seh ich hier mein Lert ist mein Artlig heiter, t hier ist die Sünde noch mein Ceil, dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Wert mir noch ver⸗ hüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild, Gott, mich vollkommen schmücket. 7 Zu diesem Glück bin ich erkauft, 0o Herr, durch deine Leiden, auf deinen Tod bin ich getauft; wer will mich von dir scheiden? Du zeichnest mich in deine hand; Herr, du bist mir, ich dir be⸗ kannt, mein sind des himmels Freuden. 8 wie groß ist meine Herrlichkeit, empfinde sie, o Seele! Vom Tand der Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend Richts ver— geht; nur des Gerechten Ruhm besteht durch alle Ewigkeiten. Christoph Christian Sturm, 1740—1786 Glaube an Gottes Gnade in Christo 197 Weise: Dieweil wir sind——.—.—— ann Schütz, 1628 197— 14 Ich weiß, wo⸗ ran ich glau⸗ be, ich weiß. was wann al⸗-les hier im Stau-be wie Sand und 2 Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer läßt; auf ewgen Grund gemauert, steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Selsenhorte halt ich unwandelbar. 3 Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut; er heißt der Fürst der Geister, auf den der himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Engel dienen; ich weiß und kenne ihn. 4 Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, S II— Paanß den ich weiß, was ewig blei⸗ d bet, wo al-les wankt und fällt, wo Wahn die ————— Wei ⸗sen Lrei bet und Trug die Ulu⸗ gen prellt. der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort, die Ceuchte der Gedanken, die leuchten hier und dort. 5 Er, den man blutbedecket am Abend einst begrub; er, der, von Gott erwecket, sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6 Drum weiß ich, was ich glaube; ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen schon Himmelsblumen treibt. Ernst Moritz Urndt, 1769—1860. Vers 5 späterer Zusatz 211 198 weise: Valet will ich dir. Leben im Besitze des Heiles Römer 8. Melchior Teschner, 1613 198 — — 13 4.— 7. —— 1 Ist Gott für mich, so tre-⸗te gleich al-les so oft ich ruf und be⸗-te, weicht al les —...—— . inn e— der mich; hin=ter sich. .. hab ich das Haupt zum Freun-de und 4* * ————— —.— +— V——— bin ge ⸗liebt bei Gott, was Rant mir tun der ———.—— ·—..4— 1 +——————..— Fein ⸗de und Wi ⸗ der ⸗ sa ⸗ cher Rott „2 nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mir gänzlich günstig sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. „3 der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Ciebe wert. 4 mein Jesus ist mein' Ehre, mein Glanz und schönes Licht; wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Rugen stehen und vor dem Sternensitz; ich müßte stracks vergehen wie Wachs in Feuershitz. 5 Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot; in ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 6 nichts, nichts kann mich verdam— ö men nichts nimmet mir mein Herz; die Höll und ihre Flammen die sind mir nur ein Scherz. Kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein heiland, der mich liebt. schner, 1613 Glaube an Gottes Gnade in Christo 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regiert mir meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8 Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken find't, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt,. der an des herzens Grunde ersiehet seine Lust. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein' edle, neue Stadt, da Hug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10 Da ist mein Ceil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchte mein Jesus und sein LCeuchten durchsüßet alles Leid. 11 wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein' hohe, schwere Last 198 zu leiden und zu tragen, gerät in hohn und Spott; das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brot. 12 Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt; Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Ceib und Ceben und alles, was ich hab, an dir will ich fest Kleben und nimmer lassen ab. „I3 die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein hunger und kein Dürsten, kein' Hrmut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein' Hindrung sein. 14 Uein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein' Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein' Ungst und Fährlichkeit, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der'r keines soll mich lenken aus deinem Hrm und Schoß. mil Eränen Risinte. Heit Nl 5 Mein herze geht in Springen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1607— 1676 21⁵ 199 Leben im Besitze des Heiles Cukas 15, 1—-7. Weise: Jesus, meine Zuversicht. 19⁹P— Je-sus nimmt die wel-che von Sün⸗der an. Sa⸗ get der rech-ten Bahn auf ver— — .—5 I doch dies Trost-wort al- len, kehr⸗ten Weg ver-fal-len.) hier iste was sis .—.5.— E ret ⸗ ten kann: 2 Ueiner Gnade sind wir wert; doch er hat in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3 wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann. Jesus nimmt die Sünder an. 4 Uommet alle, ommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5 Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein heiland, mich bei dir 2¹⁴. Je-sus nimmt die Sün⸗der an. Gnade zur Vergebung sinden, daß dies Wort mich trösten Kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6 Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in chneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7 Rein Gewissen quält mich nicht, das Gesetz darf nicht verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann. Jesus nimmt die Sünder an. 8 Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Crost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, 1671—1756 n N.2 — Un lich nicht, xklagen; pricht, agen, en kann. an. her an, mmen M, men n kann: L 10⁵ Glaube an Gottes Gnade in Christo 200 Eigene Weise. 19. Jahrhundert 2—1cm——————— 200——————————— +*— e . ist Er-⸗bar-mung wi-⸗ der-fah⸗ren, das zähl ich zu dem Wun-der-ba⸗ren, =————— PPPFI——— Er bar mung, de: ven ich nicht wert; mein stol ⸗ zes her; hats nie e⸗ 2 .—.——.—.— nun weiß ich das und bin er⸗— ,.—.— Z.*— ü—— I —.— und rüh⸗ me——— 2 Ich hatte nichts als dorn ver— dienet und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum ge— schichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3 Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nen⸗ — nen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Barm ⸗ her ⸗ zig ⸗ keit. 4 Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glau⸗ ben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5 Gott, der du reich bist an Er⸗ barmen, reiß dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen, durch meines heilands Tod zu dir; da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Sriedrich Biller, 1699—1760 21⁵5 201 Ceben im Besitze des Heiles Eigene Weise. 15²⁴ D— ů E—— nun freut euch, lie⸗-ben wir ge⸗trost und all in Chri⸗sten gmein, und ein mit laßt uns fröh-lich Lust und Sie be —— ⸗ gen, sin Jen, 0 was Gott an 05 5 wen- det hat, sei ne d. Wun⸗ der tat; gar teur I ers er wor ben. 2 Dem Ceufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren, mein' Sünd mich quälte Nacht und CTag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt' mich besessen. 3 mein' gute Werk die galten es war damit verdorben, der frei Will haßte Gotts Gericht, zum Guten gar erstorben; die Hngst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir 3ur Hole mraßt ich finten⸗ 4 Da jammert' Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen, er dacht an sein' Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; 216 er wandt zu mir das Daterherz, es war bei ihm fürwahr kein sein Bestes ließ err kesten Nd 5 Er sprach zu seinem lieben Sohn: Seit ists nun zum Erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Urmen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben. 6 Der Sohn dem Vater ghorsam er kam zu mir auf Erden—. von einer Jungfrau rein und zart, er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt' er sein' Ge⸗ walt, er ging in meiner armen Gstalt. den Teufel wollt er fangen. 27 Glaube an Gottes Gnade in Christo 7 Er sprach zu mir: Halt dich an es soll dir jetzt gelingen; 238 ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen. Denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8 Dergießen wird er mir mein dazu mein Ceben rauben;— das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Cod verschlingt das Leben mein, mein' Unschuld trägt die Sünde da bist di selig worden. Weise: Kommt her zu mir. 1 s80o hoff ich denn mit fe⸗stem Mut auf 202 9 Gen himmel zu dem Dater ö ö mein fahr ich von diesem Ceben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10 was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit werd Gottes Reich gemehrt zu seinem Cob und Ehren; und hüt dich vor der Menschen Gsatz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zum letzten. Martin Luther, 1485— 1546 15³⁵⁵⁰ — 6—— ö r e— Got⸗ tes Gnad und Chri⸗sti Blut, ich hoff ein 2 wig Le⸗ben. Gott ist ein Va⸗ ter, —.— der ver-zeiht, hat mir das ,. SSI... —— — Recht der Se⸗ 2 herr, welch ein unaussprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade teil, teil an dem himmel haben; lig ⸗Reit in sei⸗nem Sohn ge⸗ge⸗ben. im herzen durch den Glauben rein dich lieben und versichert sein von deines Geistes Gaben! 1⁴ 21¹⁷ 203 3 Dein Wort, das Wort der Selig⸗ keit, wirkt göttliche Sufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost im Elend zu, versüßet uns des Lebens Ruh und stärkt uns in Gefahren. Weise: 2 Lebensbrot. Leben im Besitze des Heiles 4 Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort um deines Namens willen; laß ihn mein Licht auf Erden sein, ihn täglich mehr mein Herz erneun und mich mit Trost erfüllen. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Peter Sohren, 1668 +— 205 Such, wer da will, ünn herz al⸗llein ein an- der Siel, die be⸗ dacht soll sein, auf en ee.,— ——— Se ⸗lig ⸗-keit zu fin⸗den; Chri-stum sich zu grün-den. Sein Wort ist —— —— +**+ — wahr, sein' Werk sind klar; sein heil⸗ger Mund hat * ö —— ˙h————— 2 2— Kraft und Grund, all Feind zu ber⸗win ⸗ den. 2 Such, wer da will, ZIsch sucht doch den, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben. Hier ist der Mann, der helfen Kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das heil durch ihn zuteib; uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 218 laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. r.. e in hott, chWort en sein, erneun en. 71⁵5—17⁰9 Glaube an Gottes Gnade in Christo 204 A mein' Herzenskron, 5 Wend von mir nicht mein' Freudensonn dein Ungesicht, sollst du, herr Jesu, bleiben; laß mich im Kreuz nicht zagen. laß mich doch nicht Weich nicht von mir, von deinem Licht mein' höchste Sier, durch Eitelkeit vertreiben. hilf mir mein Leiden tragen. Bleib du mein Preis, Hilf mir zur Freud dein Wort mich speis. nach diesem Leid; Bleib du mein' Ehr, hilf, daß ich mag dein Wort mich lehr, nach dieser Klag an dich stets fest zu gläuben. dort ewig LCob dir sagen. Georg Weissel, 1590— 1655 Weise: Rönig. 168⁰ 204— 14r. um⸗ schränk⸗ te Lie⸗ be, gön⸗ne blö-⸗den daß sie in die Strah⸗len dei-ner Langmut Au⸗ gen, die sonst Raum auf Er ⸗den tau⸗ gen, bli⸗cken, die den Erd-kreis wär-mend schmü-⸗cken äP und zu ⸗-gleich Rann den⸗ reich Bö⸗ sen und den öPPPP— Dei ⸗ nen mit oEder Son ne schei ⸗ nen. 2 wasser, Cuft und Erde, über Berg und Hügel ja, dein ganz Gebiete streckt sie ihre Flügel! ist ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Cangmut Ehre 3 Was wir davon denken, wird durch neue Proben was wir sagen können, immer herrlicher erhoben. ist ein Schatten nur zu nennen. O wie weit, o wie breit Tag für Tag zu leiden, 219 205 Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden und dazu ohne Ruh Lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen! 4 Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, Leben im Besitze des Heiles wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, welche doch immer noch neue Schuld erreget, wenn sie kaum geleget. 5 herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Cränen senket, dem wird Straf und Schuld ge⸗ schenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, x und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6 Uönig, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm den Septer führet. Fahre fort, Sions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach, 1695— 1755 Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Eine andere Sorm der Weise im Anhang Nr. 15. 170⁰⁴ + + .— 20 Was wär ich oh ne dich ge we⸗ sen, Zu Furcht und ing-sten aus- er-le-sen, 4 2. —.„ I 6*. H*.— was würd ich oh- ne dich, Herr, sein? winnd ich än. wei en Welt ee kein 1 FIFIFII!IIII JJ——:? ä ——————————————— wüßt ich si ⸗ cher, was ich lieb ⸗te, die Su⸗kunft. 4—.——— n d, Le L, —5 angen. lld ge⸗ henbet. herzʒ ohnest. führet. Glaube an Gottes Gnade in Christo 205 +*—— 6— E— e tief be·trüb⸗te, wem tät ich mei⸗ ne Sor⸗gen kund? 2 Einsam verzehrt von heißem Sehnen, erschien' mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Tränen dem weiten Lauf des Cebens nach; ich fände Unruh im Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Him— mel, wer hielte da auf Erden aus? 3 hat Christus sich mir kundge⸗ geben und bin ich seiner erst gewiß, 0o dann verzehrt ein lichtes Ceben die bodenlose Finsternis. Nun schau ich erst des Christen Würde, mein Schicksal wird verklärt durch ihn, und leichter trag ich jede Bürde, seh in der Wüste Rosen blühn. 4 O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die Eines Glaubens mit uns wer⸗ auch denen ist er aufgetan. 295 5 Ein alter schwerer Druck der Sünde war fest auf unser herz gebannt; wir irrten in der Nacht wie Blinde, von Reu und Lust zugleich ent⸗ brannt; ein jedes Werk schien uns Ver⸗ brechen, der Mensch nur Gottes Feind zu sein, und schien der himmel uns zu sprechen, so sprach er nur von Tod und Pein. 6 Da kam ein heiland, ein Be⸗ freier, ein Menschensohn voll Lieb und Macht und hat ein allbelebend Feuer in unserm herzen angefacht. nun sahn wir erst den Himmel als unser altes Vaterland, Fin wir konnten glauben, lieben, hof⸗ fen und fühlten uns mit Gott ver— wandt. 7 Seitdem verschwand die Not der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt; der Eltern Ciebe gab dem Kinde ins Leben diesen Glauben mit. Durch ihn geheiligt, zog das Leben vorüber wie im Morgenlicht; und ewger Lieb und Lust ergeben, bemerken wir den Kbschied nicht. 221 206 Leben im Besitze des Heiles 8 noch steht in wunderbarem Ein jeder Mensch ist uns will— Glanze der heilige Geliebte hier; kommen, der seine hand mit uns ergreift, gerührt von seinem Dornenkranze in seinen Bund mit aufgenommen, und seiner Treue, weinen wir. zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772— 1801 Jesaja 54, 10. Weise: Unser Herrscher, unser Rönig. 206 (Weicht, ihr Ber-⸗ Got- brocht, ihr Fel-sen, al⸗ sie will un⸗ver⸗ tes Gna⸗ de le ein! än⸗dert sein. Hü⸗gel, Sie ⸗ gel, fallt, hat ihr das ge, Laß die Welt zu . 2 Gott hat mir ein Wort ver— sprochen, Gott hat einen Bund gemacht; der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht; was er saget, das geschicht. 3 Seine Gnade soll nicht wei— chen, wenngleich alles bricht und fällt, sondern ihren Sweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob die Welt voll Heuchelei. 222 de wird be⸗stehn. 4 will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen. So fällt aller Sweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5 Laßt sein Kntlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. u8 will⸗ zommen, ergreift, jommen, es reift. 17⁷²-18⁰¹ schn grieden brechen, dinn, sprechen. Glaube an 6 Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt gleich Cärmen ihre Ciebe mag erkalten, ich bin bei ihm wert geacht't. Und wenn höll und Abgrund brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7 Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genennt. Gottes Gnade in Christo 207 Das ist Trost, so werd ich Urmer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides tu. 8 nun, so soll mein ganz Vertrauen ankerfest auf ihm stets ruhn, auf ihn will ich Felsen bauen, was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolch, 1672— 175/ weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Eine andere Form der Weise im Anhang Nr. 15. 17⁰⁴ 207 e........ V. 1 1 groß ist der mit ver⸗här⸗ des Kll⸗mächt⸗-gen Gü⸗ te! te⸗tem Ge⸗ mü⸗ te — * —..—— ee e e Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, den Dank er⸗stickt. der ihm 94 bührt? Mint 2.———— ö i ——*2— ————— ö 2 sei⸗ ne Lie⸗be zu er⸗-mes⸗sen, sei e⸗ wig 4.— ö————.— —— 5 ö +———.— *.—— mei ⸗ ne größ-te Pflicht; der herr hat mein noch 4 +—.—.—..— V nie ver⸗ges⸗sen, 2 wer hat mich wunderbar be⸗ reitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. vergiß, mein Herz, auch sei · ner nicht. Wer hat mit Langmut mich ge⸗ leitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. 2²2 208 Leben im Besitze des Heiles Wer stärkt den Frieden im Ge- sein Wort bestärkt ihn ewiglich: wissen, Gott soll ich über alles lieben wer gibt dem Geiste neue Kraft, und meinen Mächsten gleich als wer läßt mich so viel Guts ge— mich. nießen? Its nicht sein krm, der allesschafftꝰ 5 Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: 3 Schau, o mein Geist, in jenes Ich soll vollkommen sein wie er. Leben, Solang ich dies Gebot erfülle zu welchem du erschaffen bist, stell ich sein Bildnis in mir her wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Lebt seine Cieb in meiner Seele, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. so treibt sie mich zu jeder Pflicht, Du hast ein Recht zu diesen Freuden, und ob ich schon aus Schwachheit durch Gottes Güte sind sie dein. fehle, Sieh, darum mußte Christus leiden, herrscht doch in mir die Sünde nicht. damit du könntest selig sein. 6 M Gott, laß deine Güt und Liebe 4 Und diesen Gott sollt ich nicht mir immerdar vor Kugen sein! ehren Sie stärk in mir die guten Triebe, und seine Güte nicht verstehn? mein ganzes Leben dir zu weihn; Er sollte rufen, ich nicht hören, sie tröste mich zur Zeit der Schmer⸗ den Weg,‚ den er mir zeigt, nicht en, gehn? sie leite mich zur Seit des Glücks, Sein Will ist mir ins herz ge- und sie besieg in meinem Herzen schrieben, die Furcht des letzten Kugenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Weise: Was Gott tut. Severus Gastorius, 1681 2 E— 208 1/ Wohl uns, der VDa-ter hat uns lieb und mund uns aus vä⸗ter-li-chem Trieb, was 2———½— W8535ꝗ—ꝗ—..— DDeeeE— wird an uns ge⸗ den⸗-Ren wir be⸗dür=fen, Wen Was seant * 1— 1—** +——— doch nun wei ⸗-ter noch, da wir zum * wiglich: ieben leich als mich. es ist sein Wille: wie er. fülle ir her er deele, Pflich, wachheit fehle, idenicht. nd Liebe n sein Criebe, uweihn; Schmer⸗ zen, 5 Glücks, uherzen enblicks. 1715-1769 torius, 168l —— qs—4 I.—— Nr 2—— H.— S SISSSSESISSI‚..... nl.ee 2 wenn wir ohn Geld und Schätze die weite Welt durchzögen, so ist doch unser Vater reich an Liebe und Vermögen. Wir sorgen nicht, daß uns ge— auf unsrer Lebensreise die Kleidung und die Speise. 3 Er, der so viel an uns gewandt zu unserm Heil und Leben, der zu uns seinen Sohn gesandt und für uns hingegeben, der so geneigt sich Sündern zeigt, wie sollte der denn minder versorgen seine Kinder? 4 Wie können wir doch allezeit frei vor sein UHntlitz treten, um hilf in Not, um Crost in id um alles zu ihm beten! His Er hört uns an, er will und kann und wird uns gern gewähren, was wir von ihm begehren. 2. Freude an Gott Eigene Weise. 209———— 1 Gott ist mein Lied! Er 5Wie steht uns doch sein Vaterherz in Jesu Christo offen! Da fliehn wir hin, wenn uns ein Schmerz und Unfall hat betroffen. O und da ruht sichs sanft und gut; da ist man wohl geborgen und ledig aller Sorgen. 6 Und meint ihr, daß vor Tod und t uns bange sei und grause?—— Nein, wenn uns unser Vater ruft, so gehn wir gern nach Hause. Da ist es doch viel besser noch; oft seufzt man aus der Ciefe: Ach wenn der Vater riefe! 7 Er hat uns lieb, das ist genug, uns ewiglich zu freuen; er hat uns lieb, das ist genug, wir kennen ihn, den Treuen, und wollen auch nach Kindes⸗ uns unablässig üben, von Herzen ihn zu lieben. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—-1859 und seinen Werken Philipp Emanuel Bach, 1787 ist der Gott der 22⁵ 209 Leben im Besitze des Heiles Stär-ke; hehr ist sein Nam, und groß sind sei ne — *———. 1 6²⁵— ö —— Wer⸗-ke und 2 Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3 Licht ist sein Kleid und seine Wahl das beste; er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4 Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Seiten, herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5 was ist und war in himmel, Erd und Meere, das kennet Gott; und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6 Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor⸗ oder nach⸗ mals tue, und er erforschet mich und dich. 226— al-le —— Him⸗mel sein Ge-biet. 7 Er ist dir nah, du sitzest oder gehest; ob du ans Meer, ob du gen himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8 Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele, er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9 Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wielang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10 nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Na— mens Ehre, dein Cob in meinem Munde sein! 11 wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast wer⸗ den lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. — ne V biet. himmel flöhes, Freude an Gott und seinen Werken 12 der kleinste halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Huen, Cal und Hügel, ihr seidsein Coblied und sein Psalm! 13 Du tränkst das Cand, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und§reuden empfangen wir aus deiner Hand. Weise: Gott sei Dank. + 210 14 Uein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen. Sollt ich mein herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine hand mein Leben hält? 15 Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 17⁰⁴ S....... — 210 1him-mel, Er ⸗de, Luft und Meer zeu⸗gen 4.——7 —.——— 5 *—— von des Schö-pfers Ehr; mei-ne See ⸗le, —— H 365 ö ů *EIFUIIIIIIE...— 5—— 7* bring auch jetzt dein Lob her-zu. sin ge du, 2 Seht das große Sonnenlicht, wie es durch die Wolken bricht, Mondenglanz und Sternenpracht jauchzen Gott bei stiller Nacht. 3 Seht, wie Gott der Erde Ball hat gezieret überall. wälder, Felder, jedes Tier zeigen Gottes Finger hier. 4Seht, wie fleugt der vögel Schar in den Cüften Paar bei Paar. Donner, Blitz., Dampf, hagel, Wind seines Willens Diener sind. 5 Seht der Wasserwellen Lauf, wie sie steigen ab und auf; von der Quelle bis zum Meer rauschen sie des Schöpfers Ehr. 6 lich mein Gott, wie wunderlich spüret meine Seele dich! Drücke stets in meinen Sinn, was du bist, und was ich bin. Joachim Neander, 1650- 1680 227 211 212 Leben im Besitze des Heiles i Wweise Johann Karl Gerold, 1800 IIES E „ho-va, Je- ho-va, Je- ho-va, dei⸗nem ů—b:j.— — ö—.— ——.—., u —. de na⸗ men sei Eh-re, Macht und Ruhm, k⸗ RPPTTTTTR —————* wi —.—9—.— 0 men, U-⸗men. Bis einst der Tem-pel die-ser Welt 3 7—————— 6*—.——— 33 88 ä 6 99 dein Wort in Staub zer⸗ fallt. soll in un-sern 6—————.——— arieerre, —————.8———— Hal-len das hei⸗lig, Hei⸗lig, hei⸗ lig er⸗ schal⸗ e,. I——..— len. Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ jal Hal ⸗le⸗lu ⸗ ja! Gottlieb Konrad Pfeffel, 1756—1809 Eigene Weise. f 1— 22 1 LCo⸗-be den her-ren, den mäch⸗ ti⸗gen (Cob ihn, o See⸗le, ver⸗eint mit den 2—— ů.D 166⁴ . II————. ö Kö ⸗ nig der Eh ⸗ ren!* binmm„ li⸗ schen ahs ⸗ renl Won⸗ met zu⸗ 2 E h 12810—.— —————.——— hauf, P und har ⸗ se, derald, 1800 Freude an Gott und seinen Werken 213 4— RDPIPIPIIITTTEE— ——— laf iet den LCob ⸗ ge⸗ sang hö-ren! 2 Cobe den herren, der alles so 4 Lobe den herren, der deinen herrlich regieret, Stand sichtbar gesegnet, der dich auf lidelers Sittichen sicher der aus dem Himmel mit Strömen der dich erhält, iet. Denke daran, wie es dir selber gefällt; was der Ullmächtige kann, hast du nicht dieses verspüret? der dir mit Ciebe begegnet. 3 Lobe den herren, der künstlich 5 Cobe den Herren! Was in mir und fein dich bereitet, ist, lobe den Namen; der dir Gesundheit verliehen, dich alles, was Odem hat, lobe mit freundlich geleitet. Abrahams Samen! In wieviel Not Er ist dein Licht, hat nicht der gnädige Gott Seele, vergiß es ja nicht, über dir Flügel gebreitet! lob ihn in Ewigkeit, Amen! Joachim Neander, 1650— 1680 Eigene Weise. Psalm 146. 1665 25⁰n——————— 11 Lo⸗ be den her⸗ ren, o mei ⸗ ne weil ich noch Stun-den auf Er- den —* SEEE EEEEEE See ⸗le! Ich will ihn lo ben bis in 455810 zäh ⸗le, will ich lob⸗ sin ⸗ gen mei-nem Gott. — Der Leib und Seel ge ⸗ ge ⸗ben hat, 2˙4 + 1 EE V ½ I I—— wer ⸗de ge⸗prie ⸗-sen früh und spat. Hal⸗ 229 215 Leben im Besitze des Heiles ja, 2 Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Hnschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3 Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4 Dieser hat himmel, Meer und die Erden und was darinnen ist, gemacht; alles muß pünktlich erfüllet wer⸗ den, was er uns einmal zugedacht Er ist der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5 Seigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft. 25⁰0 Hungrigen will er zur Speis be— scheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist maͤncherlei. Halleluja, Halleluja! 6 Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn, wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Ciebe sehn. Sein' ufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! 7 Aber der Hottesvergeßnen Critte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der herr ist König ewiglich! Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8 Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut! klles, was Odem hat, rufe Hmen und bringe Cob mit frohem Mut! Ihr Hinder Gottes, lobt und preist Dater und Sohn und heilgen Geist! Halleluja, Halleluja! Johann Daniel Herrnschmidt, 1675— 1725 äBnn5 ja Speis be⸗ scheiden, enskraft. ht er frei, herlei. er den Blinden, gehn, ie finden, hn. Fremden Crutz, er Schutz. nen Critte d zurück, erbehrte Schritte N Strich. lich! für dich. hen, den Namen tut! e Hme n mut! nd preist en Geist! 165• Freude an Gott und seinen Werken 214 Weise:— lob, mein' Seel. 15⁴⁰ —— 4.— 2 Iman lobt dich in der Itil ⸗ le, du des Rüh⸗mens ist die§ül ⸗ le vor T* hoch-er-hab-ner Zi-ons-— Gott; dir, 0 herrGott 3e⸗Ea oth. 0 Herr, auf ———...— Er den der Sronräien Zu-ver- sich. in —— en Trüb⸗ sal und Be-schwer-den läßt du die Dei-nen 6 nicht; drum soll dich s— lich eh ren mein .—.— — Mund vor, je⸗-der- mann und dei- nen Ruhm ver— —— 5—— 6., eerr adern⸗ e lang er lal⸗len kann. 2 Es müssen, herr, sich freuen und der auch mir erwiesen von ganzer Seel und jauchzen hell, das, was mir nütz und gut. die unaufhörlich schreien: Nun, das ist meine Freude, Gelobt sei der Gott Israel! zu hangen fest an dir, Sein Name sei gepriesen, daß nichts von dir mich scheide, der große Wunder tut, solang ich lebe hier. 2⁵¹ 215 Leben im Besitze des Heiles 3 herr, du hast deinen Namen ach bleibe mir geneiget, sehr herrlich in der Welt gemacht; so will ich für und für denn als die Schwachen kamen, den Kelch des Heils erheben hast du gar bald an sie gedacht. und preisen weit und breit Du hast mir Gnad erzeiget, dich hier, mein Gott, im Ceben nun, wie vergelt ichs dir? und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 1607— 1667 Psalm 25. weise: Was mein Gott will. Frankreich, 16. Jahrhundert 215——————— 14 hirt ist Gott der Her re mein, ich und will auch gern sein Schäf-lein sein, an EEED—.—.—— S. E werd nicht Man⸗gel ha- ben sei⸗ ner Güt mich la-ben. Denn e daßt eend iz gnä-dig ⸗lich auf grü-⸗ner Hu⸗e ä dann zum Quell hin-an, kühlt mich in al⸗lem Lei⸗den. 2 Erquicket meine Seel ohn Maß, 3 Herr Gott, der stets mich leitet tut mein Gewissen stillen, hier, er führt mich auch auf rechter dein Steck' und Stab mich trösten; Straß den Cisch bereitest du vor mir um seines Namens willen. gen meinen Feind den größten, Und ob ich gleich du schenkst voll ein im finstern Reich den Becher mein soll gehn, stehn oder wandeln, und salbst mein Haupt mit Gle. so fürcht ich doch Ich bitt dich, Herr, kein Unglück noch, dein'n Weg mich lehr, mit mir wird er wohl handeln. wo ich des Weges fehle. 232 R—⏑ e en it Leben 607-1b/ ahrhundert trösten or mir größten, mit Gle. Freude an Gott und seinen Werken 216217 4 Barmherzigkeit mir folgen wird je mehr und mehr und Guts all Tag und Stunden, Gott Vater und dem Sohne, so ich werd unter diesem Hirt dem heilgen Geist, im haus des Herrn gefunden. der treu uns leist Es sei Cob, Ehr sein? göttlich Guad und Wonne. Wolfgang Musculus, 1497—1565 Eigene Weise. Sirach 50, 24— 26. Johann Crüger, 1649 216 Ab n v Lr— Run dan ⸗ ket al: le Gott mit der Oro ße Din ⸗ 9e tut an — ů ů ee,— Wee, her-⸗-zen, Mund und hän-den, uns und al ⸗-len En⸗-den, n ,.. leib und Kin-⸗ des bei ⸗nen an un⸗ zäh⸗lig viel zu gut und noch jetz⸗ und ge⸗tan. er uns von Mut⸗ter⸗ 2 Der ewig reiche Gott 3 Lob, Ehr und Preis sei Gott woll uns bei unserm Leben dem Vater und dem Sohne ein immer fröhlich Herz und dem, der beiden gleich, und edlen Frieden geben im höchsten himmelsthrone, und uns in seiner Gnad dem ewig höchsten Gott, erhalten fort und fort als es anfänglich war und uns aus aller Not und ist und bleiben wird erlösen hier und dort. jetzund und immerdar. Martin Rinkart, 1586-1649 Eigene Weise. Sirach 50, 24- 26. Johann Crüger, 1656 2¹17⁷ 222—. E Inun dan⸗-ket all und brin-get Ehr, 15 2⁵³ 218 Leben im Besitze des Heiles . ——— Welt, dem, des⸗ sen Lob der EET— S— 2—— ö ihr Men-schen in der En ⸗ gel heer im 2 Ermuntert euch und s 9—8 mit all Gott, unserm höchsten Gut,“ 33 der seine Wunder überall und große Dinge tut. 3 Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch mehr helfen sich selbst zum helfer stellt. 4 Der, ob wir ihn gleich hoch be— doch bleibet gutes Muts,.—. die Straferläßt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts. 5 Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. Eigene Weise. Him-mel stets ver-meld't. 6 Er lasse seinen Frieden ruhn in unserm Volk und Land; er gebe Glück zu unserm Cun und heil zu allem Stand. 7 Er lasse seine Cieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8 Solaͤnge dieses Leben währt, sei er stets unser Heil; und wann wir scheiden von der verbleib er unser Teil. 8 9 Er drücke, wenn das herze bricht uns unsre Hugen zu 10 und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607— 1676 15⁸⁷ 218ν nun ah uns Gott 23— Her⸗ren dank⸗ sa-gen und ihn eh⸗— 25⁴ — ob der 4 meld't. n ruhn 1d; Cun Güt N, müht, währt, von der Erd, 5 herze bricht, angesicht 16-Ibb Freude an Gott und seinen Werken 219 —* 705, H, 6— D — Ga⸗ ben, die wir em⸗pfan-gen ha⸗-ben. 2 Den Leib, die Seel, das LCeben 5 Durch ihn ist uns vergeben hat er allein gegeben; die Sünd, geschenkt das Leben. dieselben zu bewahren, Im Himmel solln wir haben, tut er nie etwas sparen. 0o Gott, wie große Gaben! 3 nahrung gibt er dem Ceibe; 6 Wir bitten deine Güte, die Seele muß auch bleiben, daß sie hinfort behüte wiewohl tödliche Wunden uns Große mit den Kleinen; sind kommen von den Sünden. du kannsts nicht böse meinen. 4 Ein krzt ist uns gegeben, 7 Erhalt uns in der Wahrheit, der selber ist das Ceben; gib ewigliche Freiheit, Christus, für uns gestorben, zu preisen deinen Namen der hat das Heil erworben. durch Jesum Christum. Amen. Cudwig Helmbold, 1552— 1598 Eigene Weise. Psalm 105. 15⁴⁰ ————.—8 F— —— +.—...— —.—— ogͤͤͤ E 1n lob, mein' Seel, den Her ⸗ren, was Sein Wohl⸗tat tut er meh-ren; ver⸗ 2 ————.7—8— 4— 0. t;; W,ies in mir ist, den Na⸗-men sein.] giß es nicht, o her-ze mein.) 4 4— . =r— Oad ge ⸗ ben und heilt dein' Schwach-heit groß er⸗ aͤͤ Hat dir dein' Sünd ver⸗ ö ö * 2.——2 I TT—.—— 5 1135 + +— .—————— rett't dein ar⸗ mes Le-ben, nimmt dich in sei⸗ nen 2⁵⁵ 219 Leben im Besitze des Heiles e 55—.—5 . en— in Schoß, mit ⸗chem Trost ⸗schüt⸗ ver⸗ jüngt dem d⸗-ler gleich. hü⸗ tet, die leid ni in 2 Er hat uns wissen lassen sein herrlich Recht undsein Gericht, dazu sein' Güt ohn Maßen; ihm mangelt an Erbarmung nicht. Den Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ist er hold. Sein' Güt ist hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 3 Wie bäter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein so tut der herr uns Urmen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, ein' Blum und fallend Caub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 256 — sei nem Reich. 4 Die Gottesgnad alleine bleibt stet und fest in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Cobs und dient zugleich dem großen herrn zu Ehren und treibt sein heilig Wort! Mein' Seel soll auch vermehren sein Cob an allem Ort. 5 Sei LCob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn und heilgem Geist! Der woll in uns vermehren, was er aus Gnaden uns verheißt, daß wir ihm fest vertrauen, uns ganz verlass'n auf ihn, von herzen auf ihn bauen, daß unser herz und Sinn ihm allezeit anhangen. Drauf singen wir zur Stund: Amen, daß wirs erlangen, glaub'n wir von Herzensgrund. Strophe 1—4: Johann Gramann, 1487—1541 EEEeeEFED T ine wigkeit ie, t bereit, en. reich. ltet ugleich ehten hort! rmehren mit Ehren d heilgem Heis! hren, verheißt auen, ihn, zuen, Hreude an Gott und seinen Werken Eigene Weise. 22⁰ Apelles von Cöwenstern, 1644 2²⁰ 1 nun prei ⸗ set al ⸗le Got ⸗tes Barm⸗ ——— —— ö—1—— her⸗-zig⸗keit; lob ihn mit Saebe le, wer⸗ te: ste ar.—— — 1— Chri⸗sten⸗heit! Er läßt dich freund⸗lich zu sich la-den, — „el, sei⸗-ner Gna⸗ den, — 1Z— — ES— freu⸗ e dich, Is ra 2 Der herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tausend Engel um ihn schwe⸗ ben, Psalter und Harfe ihm Ehre ge⸗ ben. 3 Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zu grünen Weiden stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkün⸗ den, machet uns ledig von allen Sün⸗ den.:: el, sei ⸗ ner Gna⸗ denl 4 Er gibet Speise reichlich und überall; nach Vaters Weise sättigt er allzumal. Er schaffet frühn und späten Re⸗ gen, : füllet uns alle mit seinem Se⸗ gen.: 5 Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Cob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall scha⸗ den; : freue dich, Israel, seiner Gna— den!:: Apelles von Cöwenstern, 1594.—1648 257 221 Leben im Besitze des Heiles Eigene Weise 2211618— —— 2——98—8—— 0 daß ich tau⸗send Sun-gen hät⸗ 16 und so stimmt ich da-mit in ei⸗nen tau-send⸗ al⸗ler⸗-tief-sten Her- zens⸗grund/ fa chen Mund‚,] die Wet⸗ vom ein Lob⸗-lied nach dem —.—. SSSSS an-dern an 20daß doch meine Stimmeschallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3 Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Ruf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4 Ihr grünen Blätter in den wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Sier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 258 von dem, was Gott an mir ge⸗tan. 5 Ach, alles, alles, was ein Ceben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6 wer überströmet mich mit Se— gen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen We— gen? Du, du, o Herr Gott Sebaoth! Du trägst mit meiner Sünden— unsäglich gnädige Geduld. 38 7 Vor andern küß ich deine Rute, die du mir, Herr, gebunden hast. Wie viel tut sie mir doch zu gute und ist mir eine sanfte Last; sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Kindern sei. nach dem —.— ge⸗tan. ein Leben bab, fen geben st zu matt, ö erhöhn, ich sein ich mit de⸗ gen? cher Gott? neinen— gen? ebaoth! 23 ih uld deine Rute unden hast. och zu gute 2 Cast; und zigt dabei, ndern sei. Freude an Gott und seinen Werken 222 8 Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage recht wunderbarlich hast geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets ge— wahr. 9 wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Cobe stehn; wie wollt ich auch imtiefsten Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 103chwill von deiner Gütesingen, solange sich die Sunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, solange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich noch mit Seufzen ein. 11 dch nimm das arme Cob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich wie deine Engel bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, 1658— 1754 Weise: Nun freut euch, lieben— sten. 15²⁴ 22— 160 gläu-⸗big 39 sing froh und 225 und ge-denk, daß er dein Va⸗ter sei, 8— N— 5—.,. ———————————.—— . gib Lob dei ⸗ nem lher ⸗ ren, du all ⸗ zeit sollst eh⸗ ren,] E 125 kei i ⸗ ne 0 2— ihn ..— dei- nem Sinn dein 2 Er ists, der dich von Herzen liebt und sein Gut mit dir teilet, dir deine Missetat vergibt und deine Wunden heilet, Le⸗ ben kannst er näh? ren. dich waffnet zum geistlichen Krieg, daß nicht der Seind erlangt den Sieg und deinen Schatz zerteilet. 259 225 Leben im Besitze des Heiles 3 Er ist barmherzig und sehr gut den Urmen und Elenden, die sich von allem ÜUbermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten LCauf zur Seligkeit vollenden. 4 Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb, ist voller Huld, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern. 5 Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, obs auch das Fleischmagschmerzen. Er hilft uns hie mit Gnad und heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von seinen ewgen Schätzen. 6 nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit Weise:** Tebensbrot. ist uns und allen er bereit, die nur ihm dienen wollten. 7 was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, zum Opfer seinen händen und tun daneben unsern Fleiß, gewiß, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden. 8 0 vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; leucht uns mit deinem hellen Wort, daß uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende. 9 O Gott, nimm an zu Cob und Danh, was wir einfältig singen, und gib dein Wort mit freiem Klang, machs durch die Herzen dringen! O hilf, daß wir mit deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen. Michael Weiße, 1 1554 Peter Sohren, 1668 225 4— 8 Lob und Ehr dem höch-sten Gut, dem dem Gott, der al- le Wun⸗der tut, dem 5 — —————— Ha ter al ler Gü ⸗t mü⸗ te Gott, der mein Ge— 2⁴⁰ 20 mit eit, llten. igen hat, den; ner Gnad, den Fleiß, em Preis iden. nädig bei, 2 ig sei nde; len Wort, nhlen Ort blende. Lob und Danl, M, it freiem Ulang, dringen! iner Kraft iiterschaft gen. beiße, + 15³⁰ Sohren, I0bs —— 223 hut, dem ut, dem —. — ö —1—... ö 33— rei⸗ chen Crost B, e,, e. .n e Gebt un⸗serm Gott die Jam⸗mer stillt. 2 Es danken dir die immelsheer, 0o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Cuft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm. Gott die Ehre! 3 Was unser Gott erschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Rönigreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! AZch rief zumherrn in meiner Not: Uch Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom TCod und ließ mir Trost gedeihen. Drum danh, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5 Der herr ist noch und nimmer icht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Suversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! er⸗ füllt, dem Gott, der al ⸗len Eh rel 6 wenn Trost und hilf ermangeln die alle Welt erzeiget, muß, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die nirgends sonstwo finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7Ich will dich all mein Ceben lang, 0o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören; mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib, erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8 Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott, Der herr ist Gott, der Herr ist Gott, gebt unserm Gott die Ehre! 9 80o kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht; gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 1640— 1690 241 224 Leben im Besitze des Heil Eigene Weise. Form der Weise im— Nr. 1. 2AESS 1S ich me 6⁰ sollt ich ihm nicht dank⸗bar seinꝰ——3 mit mir mein. wie so gut ers T lau⸗-ter Lie-ben, das das ohn En de 2—— 6⁵v:——.— 8— sei ne Seit, Got- tes 2 wie ein Adler sein 999855 über seine Jungen streckt, also hat auch immer wieder mich des höchsten Urm bedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewiglheit. nem 3. sich 6 35 Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen§euer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründ'ter Brunnen, 242 Denn ich seh in al sein treu⸗es her⸗ze regt O es Johann Schop, 1641 . i-nem Gott nicht sin-gen, „len Din⸗ gen. Ist doch nichts als Den. Kl ———— 2 Cieb 0 wig ⸗keit. wie will doch mein Dnd Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Cief ergründen können? Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4 Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Codes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Ulles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Schop, 1641 her Geist, fleißt, ynnen? Zeit, 1. 1 Führer, 0ort, ierer jelspfort rfülle Vslicht, Kxbricht t stile. Zeit, * Freude an Gott und seinen Werken 224 5 Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wann mein Rönnen, mein Ver— mögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkheit. 6 himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Kug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält, Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkheit. 7 Wann ich schlafe, wachtsein Sor⸗ und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Cieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Ungesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Ungst genesen. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8 wie ein Vater seinem Uinde sein herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, gen also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein§Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigleit. 9 Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Seichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigheit. 10 Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wann der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11 weil denn weder Siel noch Ende sich in Gottes Liebe find't, ei, so heb ich meine hände zu dir, Vater, als dein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Seit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607— 1676 245 2²⁵ Leben im Besitze des Heiles weise: Kllein Gott in der Höh sei Ehr. Vorreformatorisch 3,. q— 2259 Wenn ich, o Schöp-fer, dei ne Macht, die die——— bei die für al le wacht, au⸗ Weis⸗ heit dei ⸗ ner Ler. detend ü: ber ge, i — d 6 225 i.,. von wund⸗ rung voll, nicht, wie ich 4 H 42 ö he⸗ben soll, mein Gott, mein herr und VDVa ⸗ ter! 2 mein guge sieht, wohin es 4 Dich predigt Sonnenschein und blicht, die Wunder deiner Werke; der Himmel, prächtig ausge— schmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm er— höht, wer kleidet sie mit Majestät, wer ruft dem heer der Sterne? 3 Wer mißt dem Winde seinen Lauf, wer heißt die himmel regnen, wer schließt den Schoß der Erde mit Vorrat uns zu segnen? ir O Gott der Macht und herrlich— keit, Gott, deine Güte reicht so weit, soweit die Wolken reichen! 2⁴⁴ Sturm, dich preist der Sand am Meere; bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott ge— macht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 5 Der Mensch, ein Leib, den deine so wunderbar bereitet, 6 der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ dich zu erkennen leitet, shnd der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. formatorisch cht, die cht, an⸗ —.— eiß ich Freude an Gott und seinen Werken 226 6 Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Hmen! weise: Jesu, meines Lebens Teben. —— Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihmgern. Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Wolfgang 25—— er, 1661 —— 22⁰S 1 (Wo-mit soll ich dich wohl lo-ben, Wäcett⸗ (Sen⸗de mir da-zu von o⸗-ben dei⸗nes — 6⁰V S ger herr Ze⸗ ba⸗oth? Gei⸗stes Kraft, mein Gott, denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗ chen SI dei ne Gnad und Lie⸗bes-zei⸗chen. Cau-send⸗, tau-send⸗ e —... nri mal sei dir, 2 herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3 Denk ich, wie ich dich verlassen, wie ich häufte Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Cangmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! gro-ßer Kö- nig, Dank da⸗für! 4 ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Cebenszeit, so weiß ich kein Siel zu finden, noch den Grund hier zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 5 O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum LCeben laben! Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 2⁴⁵ 226 Leben im Besitze des Heiles 6 Ja, herr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Ungesicht; du, du trittst hervor mit Klarheit in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Ullmacht merken. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 7 Wie du setzest jedem Dinge Zeit, Hahl, Maß, Gewicht und Siel, damit keinem zu geringe möcht geschehen noch zu viel, so hab ich auf tausend Weisen deine Weisheit auch zu preisen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8 Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! O wie ein vater nimmt und gibet, nachdems Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Hrist und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 24 10 mich hast du auf Adlers— flügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den hügeln wunderbar errettet mich. Wann schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner hilf ich innen. Causend-⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 11 Sielen tausend mir zu Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 12 vater, du hast mir gezeiget lauter Gnad und Gütigheit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 13 Causendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Cob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Cebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten gehen in die Ewigheiten. Da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Cudwig Andreas Gotter, 1661-1755 Adlers⸗ flügeln ügeln innen, Rinnen. dir, ur! Seiten mehr, iten heer, rangen, gangen. dir, ür! ezeiget ieit, iget, it, Gnaden, laden. dit, ür! esungen, Cob und Danh, gen. Hang eiten für iunn Ciebe zu Gott und Jesus 227228 Eigene Weise. 168⁰ .DSDDD 22⁷F Wun⸗der⸗-ba-rer Kö-nig, herr-scher von uns Dei⸗ne Da⸗ter gü⸗te hast du las-sen SSEE al ⸗len, laß 12 un ser Lob ge ⸗ fal— trie⸗fen, ob wir schon von dir 3=fen. 2 , Hilf uns noch stärk uns doch; laß 4818 Zun —— .—.——— 2 sin ⸗gen, laß die stimm er klin ⸗ gen! 2 himmel, lobe prächtig wirf dich in den Staub danieder! deines Schöpfers Werke, Er ist Gott Sebaoth; mehr als aller Menschen Stärke! er ist nur zu loben Großes Licht der Sonne, hie und ewig droben. schieße deine Strahlen, 4 Halleluja bringe, die den Weltkreis rings bemalen! Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit, zu ehren einen solchen Herren! wer den herren kennet, wer den herren Jesum liebet. Halleluja bringe, welcher Christum nennet, 3 O du meine Seele, sich von herzen ihm ergibet. singe fröhlich, singe, O wohl dir! Glaube mir, singe deine Glaubenslieder! endlich wirst du droben Was den Odem holet, ohne Sünd ihn loben. jauchze, preise, klinge, Joachim Neander, 1650-1680 3 Liebe zu Gott und Jesus Weis: Jeln, meine Freude. Johann Crüger, 1656 228 7........— TT 2——— —— All ⸗ ge ⸗ nug sam Wwe⸗sen, das ich ö0 ver⸗gnügst al ⸗lei ne völ=lig, 2⁴⁷ Leben im Besitze des Heiles ———.— Tü⸗fᷣts 195.—8—0. 4 1 hab er: le: sen mir zum höch sten Gutz i—— ne See ⸗le, Geist und Mut.] 2 wem du dich gegeben, kann in Frieden leben, er hat, was er will; wer in seinem Grunde dich, den Schatz, hat funden, liebet und ist still. Bist du da und innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 3 höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein, was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, mein Vergnügen in dir hindert, meinen Frieden mindert. 4 was genannt kann werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer kann mir geben Sreude, Ruh und Leben; eins ist not, nur du! Hab ich dich nur wesentlich, 248 dir kann im IEINEEST —————— Geist an-han-⸗-gen, darf nichts Webr ver-lan- gen. so mag Leib und Seel verschmach— will ichs doch nicht achten. 38 5 Ehre, Lust samt Schätzen und was kann ergötzen, will ich missen gern; Freude, Trost und Gaben, die sonst andre haben, will ich auch entbehrn. Du sollst sein mein Teil allein, der mir soll in allen Dingen Ruh und Freude bringen. 6 Mein' Gesellschaft seie, die mich stets erfreue, und mein Trost nur du; meine Lust alleine, mein Schatz, den ich meine, meines Geistes Ruh; meine Stärk in allem Werk, mein erquickend Licht und Sonne, ewig meine Wonne. 7 Komm, du selig Wesen das ich mir erlesen, werd mir offenbar; meinen Hunger stille, meinen Grund erfülle hen, Leil allein, ingen jen. ie, Ciebe zu Gott und Jesus 229 mit dir selber gar. tot der Kreatur. Komm, nimm ein mein Kämmer⸗ Innig an dir kleben, ̃; lein, kindlich in dir leben, dad ichabem muhe dschließe sei mein himmel nur. d i ieße. Bleib nur du mein Gut und Ruh, 8 Laß mich, Herr, mit Freuden bis du wirst in jenem Leben mich von allem scheiden, dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen, 1697—1769 weise: Was mein Gott will. Frankreich, 16. Jahrhundert an dein soll sein das her-ze mein, dir hast mich be⸗kleid't, si⸗cher ge⸗ leit't im DPDI————— lie⸗bem Herrn und Got-te; ö; Weg dei⸗ner Ge⸗ bote. nicht soll von dir, so dus gönnst S......— mir, Gunst noch Ge-walt mich zie ⸗-hen; und ob ging —— 0 — schon das Fleisch da⸗-von, soll doch das Herz nicht flie⸗hen. 2 Dein, dein soll sein 3 Dein, dein soll sein das herze mein, das herze mein, du auserwählter Christe! du Hilf und Crost der Urmen! Du gibst recht Freud, Sieh an den Streit, vertreibst all Ceid, den ich erleid, du wahre Lebensfriste. und tu dich mein erbarmen. All mein' Begier steht hin zu dir Dem Seind gebeut, die Sünd in Lust und Freud von Herzen. ausreut; Du bist mein hort; dein ewig dir herr, geschehs zu Ehren. Wort Zeuch mich nach dir und tu in mir vertreibt mir all mein' Schmerzen. allzeit den Glauben mehren. Leo Judä, 1482— I1542 16 2⁴9 230 Weise: 250 11 22— Je⸗ Was Gott tut. ei ⸗nem will ich —— lein, du sollst es Leben im Besitze des Heiles 24—.—..——— sum, 22— 0 mein In-ner-⸗ leidt f mein Hers er⸗ ge —— Trost auf Er- 2 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glauben; nichts kann mir meine Suversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund; die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Urmen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4 Dich, Jesum, laß ich ewig nucht, du stärkest mich von oben; auf dich steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben. Severus Gastorius, 1681 2——— e.. e-wig nicht, dir stes der See-le spricht: Nur ben; 1e. en Zu, du al sein; 9299 sollst mein S—.——— e, —— en An den, mein Glüch in Him-mel wer-den. Ich flieh zu dir, du eilst zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, das Kreuz soll uns nicht scheiden; es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Seit; bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wanken; und wenn des Leibes hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: Mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, 1715—-1780 astorius, 1681 . —— ht, dit ht: Nur anden. wig nicht anken itte brich, nhken: MUröste, . -m Liebe zu Gott und Jesus 231 Es ist gewißlich an der Seit. 15⁵⁵ 251Iʃ15 EEr Lie ⸗be Chri⸗ er mah-net Geist gibt Licht und Feu ⸗er; drin⸗get mich, sein lich, wie so ge-wal-tig- ich so boch und ten ⸗ er 4 e — ———— e————— kauft durch Chri-sti Tod, wie ich Unun darf den 6EE glich Da: ter nen: nen. gro-ßen Gott recht kind 2 Die Ciebe Christi dringet mich, daß mir die Welt verschwindet, daß tief in seine Worte sich mein herz versenkt und gründet; und in dem Worte find ich nur die gar zu schöne Liebesspur, die Stapfen seiner Füße. 3 Die Liebe Christi dringet mich, ich soll die Feinde lieben; und stellen sie sich zorniglich, darf ich mich wohl betrüben, doch ärgernis ist schon zu viel, weil mein Herr Christus haben wir sollen für sie beten. 3— 4 die Liebe Christi dringet mich, die Brüder zu besuchen, obs auch der Welt so ärgerlich, daß sie mir heimlich fluchen. Sie wissen nicht, wie arm wir sind; sie sind mit sehnden Hugen blind, sie suchen nur das Ihre. 5 Die Liebe Christi dringet mich, den Namen zu bekennen, nach dem aus lauter Gnade sich die Christen dürfen nennen. Ich wills in Ehre tun und 32096 ist auch mein Glaube noch Wwad ich will Ihn nicht verleugnen. 6 Die Liebe Christi dringet mich; ich will nichts mehr begehren, was zu dem Einen hinderlich: Gott fürchten, lieben, ehren. Das ist der wahren Ciebe Hrt; die Ciebe ist so rein und zart, sie läßt sich gar nicht teilen. 251 252 Leben im Besitze des Heiles 7 Die Ciebe Christi dringet mich, 8 Die Ciebe Christi dringet mich sie dräuet mit der Strafe; in gut und bösen Tagen. wo ich nicht treu und ritterlich Still ist sie, friedsam, sänftiglich, mit Furcht und Sittern schaffe kann Freud und Leid vertragen; an meiner Seele Seligkeit, und weil sie kommt von Ewigkeit so wird die alte Sicherheit und ohne Ende ihre Seit, mich wiederum besiegen. wird sie mich ewig dringen. Johann Michael Meckert, 1727— 1808 Cukas 10, 42. 1. Morinther 1, 50. Eigene Weise. 1698 25⁴ ö Eins ist not. Ach Herr, dies Ei⸗ ne leh⸗re al⸗les an-dre, wies auch schei-ne, ist ja ——— 4 6⁰πν*— EEI mich er ⸗ken-⸗nen nur ein schroerdes Joch, dar- un⸗ter das Her-ze sich na⸗get und pla-get und den-noch kein wah-res Ver⸗ * ESSSS EEEEEEEEEEEEEEEEEEE d. gnü⸗gen er-ja⸗get. Er-lang ich dies Ei⸗ne, das 7 SSIIIIIIIII....——— 3— 605 r rre al ⸗les er-setzt, so werd ich mit ei- nem in 10— ꝑSDSPSPSPSSSSSSSSSSSSI al⸗lem er⸗götzt,— gnü-gen er- ja- Let. Eu et mich tiglich, ragen; wigkeit n. 72—1808 2 Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle er— scheinet, da, da ist das beste, notwendigste Teil, mein Ein und mein Klles und se— ligstes Heil. 3 Wie, dies Eine zu genießen, sich Maria dort befliß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Undacht niederließ; ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Ulles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in einem ge— schenkt: 4 also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehren zum größe— sten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen, denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? Tiebe zu Gott und Jesus 232 5 Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille gern in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. ch wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkom— menen Preis. 6 nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewig⸗ keit prangt. 7 nun, so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 25⁵ 253 8 Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich umströmt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erlösung er— funden, daß ich nun der höllischen Herr— schaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. Ovolles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, Eigene Weise. 25 mein sü⸗ 9 n und üun du 600— nur ge⸗ge⸗-⸗ben, 5. ruht. der ⸗stel⸗ ler mei⸗ für dich sei e 254 a— 1——— —.—.—.——— — 3— sei 4. mein herz wig herz Leben im Besitze des Heiles als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glau⸗— ben erblickt. 10 Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Kllles sein. Prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem, betrüg— lichem Stege, Höchster, auf ewigem Wege. Gib, daß ich hier alles nur achte für Spott dies Eine ist not. Johann hHeinrich Schröder, 1667— 1699 und leite mich, und Jesum gewinne; Dimitri Bortniansky, 1822 und Le-ben, Wn Gut; für dich hast I..e —— in 6 es nur und se ⸗ lig — — E nes schwe- ren Fal ⸗les i——5 9— und alle= Himmer haben; so mich rquickt, n Glau⸗ erblicht. alleine sein. leine, betrüg⸗ Stege, r, auf Wege. r achte T Spott es Eine ist not. 1571009 . 0 hast — — lig * Liebe zu Gott und Jesus 234 2 Ich liebt und lebte recht im Swange, wie ich mir lebte ohne dich. Ich wollte dich nicht, ach, so lange; doch liebtest du und suchtest mich, mich böses Kind aus bösem Samen, im hohen, holden Jesusnamen. 3 Deins baterherzens tiefste Criebe in diesem Namen zeigen sich; ein Brunn der Freude, Fried und Liebe quillt nun so nah, so mildiglich. Mein Gott, wenns doch der Sün⸗ der wüßte, sein herzalsbald dich lieben müßtel A. Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesu offenbart; ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward; ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken. 5 Wie bist du mir so zart gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen, neigt sich mein Ulles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. weise: Herzlich lieb. Psalm 75, 25—28. 6 Ich fühls, du bists, dich muß ich haben, ich fühls, ich muß für dich nur sein; nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Platz der ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist vDergnü⸗ gen; drum folg ich deinen selgen Sü— gen. 7 Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Guell ent⸗ springt, von dem hier alle Bächlein kamen aus dem der Selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen hände! Wir beugen uns mit ohne Ende, wir falten mit die frohen Hände. * 8 O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein; möcht deine süße Jesusliebe in herz und Sinn gepräget sein. Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen. Gerhard Cersteegen, 1697— 1769 Straßburg, 1577 7 234 . herr Je ⸗su Christ, mein höch⸗stes Gut, mein ich blei⸗be den⸗-noch stets an dir; so 2⁵5⁵ 234 Leben im Besitze des Heiles — ist auch nichts, was d See-⸗len-schatz, mein her- zens-mut und al-ler ich von mir und un⸗-sre 65. e Sin⸗nen Freu-de, D Lie⸗-be schei-de. u machst mir dei-nen Weg be— — — T 56⸗5 5. ö I— —— 2 7—— ö *—,———— führst den Ce⸗bens-lauf und hil-fest mei-ner Schwachheit +*— —— e— SPSPꝓPPIIIIIIIIIIIIT auf. herr 3 su Ch rist, du bist mein Licht, du —* bist mein Licht, ich fol ⸗ge dir, so irr 2 Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Seiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Husgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach, voll Begier, ach, voll Begier wünscht ich mich heute noch bei dir. 256 ich nicht. 3 Mein alles ist auf dich gericht't; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn eine tausendfache Welt hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. pachheit icht, du nicht. gericht 0 ich nicht rden. hne dich, mich den. uf Erden mein, odensei Uelt gefill. nicht bist lich st 4 Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten, dies alles wird, wenns auch noch jaselbst woir eine Bolle wocte mein Glaube gar nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines herzens Trost und Ceil, so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. Eigene Weise. Liebe zu Gott und Jesus 235 5 Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Suversicht auf dich, mein Fels, der nicht zer⸗ in§Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Kugen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf; komm, komm, mein Schatz, und nimm mich auf! Erdmann Neumeister, 1671—1756 Straßburg, 1577 S 2³⁰⁰ D. lich lieb hab ich dich, o herr; ich Die gan-ze Welt nicht freu-et mich, nach bitt, wollst sein von mir nicht fern mit dei-ner Himml und Er⸗-den nicht frag ich, wenn ich dich Güt und Gna⸗den. nur kann ha-ben.) 2.4 Und wenn mir gleich mein Herz zer⸗ E E ET bist du doch mein' Su-ver-sicht, mein Ceil und bricht, so 20 —. ö. S— mei⸗nes Her⸗zens Trost, der mich durch sein Blut hat er⸗ 25⁷ Leben im Besitze des Heiles Gott 11— 5 3, 2 Es ist ja dein Geschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein' Gnade geben. Behüt mich, Hherr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr, in allem Kreuz erhalte mich, aufdaß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein' Seel in Todesnot! Weise: Was mein Gott will. 256 1 32—— ist mein Welt, im⸗ —. hab ich mich er 32968 ben. dei-nem schnö-den Le-ben! 258 mer fort aus S nicht Be⸗ stand, des bin ich wor-den in-nen. Drum schwingt aus 2—— ů 4) 8* 9—— ĩ—— 1— 2 * 25—— Je-su Christ, mein Gott und herr, mein . 6*⁰ 25 3———— SPDPDDPP in Schan-den laß mich nim-mer-mehr! 3 lich Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in sein'm Schlafkämmer⸗ lein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Hugen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein heiland und mein Gnaden— thron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, 1552—1608 Franhreich, 16. Jahrhundert A SII —.— D hin, dir mei-nem Sinn mit EE ö Dein Tun und Tand hat Herz, Herr, nimm es — Gnaden⸗ thron. h! glich. 1532—1006 ahrhundert 1—. 2— in, dit nn mit — nd hat Liebe zu Gott und Jesus 237 S dir sich mit Be-gier mein frei⸗er Geist von hin-nen. 2 Gott ist mein allerbestes Gut, nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt ich doch mit frohem Mut nur meinem Gott anhangen! Ach daß mir doch das Sündenjoch bald ganz würd abgenommen; daß ich einmal in seinen Saal des Himmels möchte kommen! 3 Ich seh, es kann die ganze Welt mit allen ihren Schätzen und was den Sinnen wohlgefällt, die Seele nicht ergötzen; ihr Gut verschwind't wie Staub und Wind, ihr' Cust die muß zerstieben. Nur Gott, mein Schatz, behält den Platz. Wohl allen, die ihn lieben! Ean—— 4 Gib, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Himmel schwinge mit Lieb und herzlicher Begier und mich in keinem Dinge erfreue hier als nur in dir, Gott, meiner Seele Leben. Du allermeist kannst meinem Geist die volle Sättgung geben. 5 Drum immer hin, was flüchtig ist, ich will es lassen fahren! Du Gott, der du mein Kllles bist, du wirst mich wohl bewahren, daß ich die Pracht der Welt nicht acht, vielmehr nur dich verlange mit dankbarm Mut, du höchstes Gut, und ewig dir anhange. 17. Jahrhundert 17⁵⁸ ———. (Ich Will dich lie⸗-ben, mei-ne Stär-⸗ke, lich will dich lie-ben mit dem Wer-ke EEEEEEA ich will dich lie-ben, mei-ne Sier; und im-mer⸗-wäh⸗ren-der Be-gier; S ich will dich ——4.—.—.— 3.—.— DDDS—.—1 EE— lie-ben, schön-stes Licht, bis mir das Her-ze bricht. 259 238 Leben im Besitze des Heil 2Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, solange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Camm, mit reiner Liebesflamm. Zch, daß ich dich sospät erkennet, du hochgelobter Heiland du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4 Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht. Nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. Eigene Weise. es 5 Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht ge— bracht; ich danke dir, du himmelswonne, daß du mich frei und froh gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gesund. 6 Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleuchte Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. 73ch will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott; ich will dich lieben ohne Cohne auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, 1624— 1677 Johann Crüger, 1656 — * EE. 238———— su, mei⸗ ne Freu⸗ de, mei⸗ nes a wie lang, ach lan⸗ ge, ist denr i 1 de eiᷣte. — 1 Her-zens Wei⸗ de, De: su, mei:⸗ ne, Hher ⸗- zen ban ⸗-ge u nd ver-langt nach dir! 1———— nr. Got⸗tes B mein Bräu⸗ ti⸗gam, au ⸗ßer dir 96 1* * SE— mir auf Er⸗den nichts 260 sonst lie-ber wer-den. Sonne, icht ge⸗ bracht; wonne, emacht; Mund, 0 Stegen e gehn; Wegen stehn; anz, Krone, n Gott; Tohne Not; 2 Licht, 2 Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß von Ungewittern rings die Welt erschüttern, mir steht Jesus bei. Obs mit Macht gleich blitzt und kracht, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3 Weg mit allen Schätzen; du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, muß ich gleich viel leiden, nicht von Jesu scheiden. 53 Jesu, meines Lebens Leben. Ciebe zu Gott und Jesus 239 4 Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, o Stolz und Pracht; dir sei ganz, o Lasterleben, gute Nacht gegeben. 5 Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter§reude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—-1677 Wolfgang 4———— 1661 H+— 239—— Je⸗su, mei⸗ner See⸗le Le-ben, mei⸗nes dir will ich mich ganz er⸗ge-ben je⸗to ů—4——. —.— üDE Her⸗zens höch⸗-ste Freud, und in E-wig⸗keit. Retuen Gott will ich dich nen⸗nen SE und vor al⸗ler Welt be-ken⸗nen. Ich bin dein, und 261 239 6¹⁰⁷. 2 Deine Güt hat mich umfangen, als mich erst die Welt empfing; dir bin ich schon angehangen, als an Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, schon als ich ans Licht gekommen. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 3 Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Regen regte mir oft das Gemüt, so ich etwa fehlgetreten, daß ich wieder käm mit Beten. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 4 ach, wie oft hat in der Jugend deine hand mich angefaßt, wenn ich Frömmigkeit und Tugend weggeworfen und gehaßt; ach, ich wäre längst gestorben ohne dich und längst verdorben! Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 5 Ja, in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht ge— führt; du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauf regiert. Deine Güt, die täglich währet, hat mich immerdar ernähret. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 26² Leben im Besitze des Heiles .— du bist mein; ich will . kei ⸗nes an⸗dern sein! 6 Irr ich, sucht mich deine Ciebe; fall ich, hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich betrübe, tröst't sie mich in meinem Lauf; bin ich arm, gibt sie mir Güter; haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 7 Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beigelegt; ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt, zu dir, Jesu, in die Freude. Trotz, daß mich was von dirscheidel Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 8 Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigentum; an dich ich mich ganz ergebe, du bist meiner Seele Ruhm, meine Suversicht und Freude, meine Süßigkeit im Leide. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! 9 höre, Jesu, noch ein Flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab: Wenn mein' Kugen nicht mehr sehen, wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein! Christian Seriver, 1629—1695 sein! eLiebe; e, u Lauf; Güter; hüter. mein, utragen, sagen: mein, in! 16²⁰ 1000 weise: Gott des Himmels. 220. Form der Weise im Anhang Nr. 5. 240 H6. Lie ⸗be, die h Lie ⸗be, die S Gott-heit hast ge-macht; nach dem Fall hast dei ⸗ner 5— EEE geb ich mich, dein zu 2 Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3 Ciebe, die für mich gelitten und gestorben in der Seit: Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4 Ciebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich ganz ergeben mir zum heil und Seelenhort; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Ciebe zu Gott und Jesus 240 Heinrich Albert, 1642 Lu r— 7* E —.—.—— du mich zum Bil-de du mich so mil⸗ de v Lie⸗be, dir er⸗ blei⸗ ben e wig-lich 5 Ciebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich üherwunden und mein Herze hat dahin; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6 Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt't; Liebe, die das Cösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7 Liebe, die mich wird entrücken aus dem Grab der Sterblichkeit; Liebe, die mein haupt wird schmücken mit dem Kranz der herrlichkeit; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler, 1624.—1677, Strophe 4 späterer Zusatz 26³ 241 Eigene Weise. 241 — Leben im Besitze des Heiles Mei⸗nen Ze⸗sum laß ich nicht; weil er so er-for-dert mei ne Pflicht, ein-zig E,. sich für mich ge⸗ ge-ben, nur fur ihn zu le⸗ ben. er it inei t nes 65 EE Le⸗bens Licht; mei- nen Je⸗— laß ich nicht. 2 Jesum laß ich nimmer nicht. weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Suversicht, was ich bin und hab, ergeben. Ulles ist auf ihn gericht't; meinen Jesum laß ich nicht. 3 Caß vergehen das Gesicht, hören, Schmecken, Hühlen weichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wann der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4 Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Kngesicht meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Ungesicht: meinen Jesum laß ich nicht. 5 Nicht nach Welt, nach immel nicht meine Seele wünscht und stöhnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich frei macht vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 6 Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu den Lebensbächen leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Kenmann, 1607— 1662 Die Anfangsbuchstaben der 6. Strophe deuten an, daß Johann Georg Churfürst zu Sachsen (4 165⁶) das Wort„Meinen Jesum laß ich nicht“ zum Wahlspruch gehabt hat. 264 nicht. icht: icht. immel 90 nicht o stöhnet: sein Licht, versöhnet, u Gericht; licht. von mit, eiten ö und füt weise: Wie schön leuchtet. Ciebe zu Gott und Jesus 242 Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 14. 15⁴2 2⁴2 0˙D EE 710 Ze: su, Ze: su, Got⸗ tes Zohn, du weißt es, daß ich re de wahr; ET EEEEE —.—.— mein Bru-⸗ der ——— und mein Gna-den⸗ 1571 mein Schatz, vor dir ist al ⸗les son-nen-klar und kla⸗ 5.tr,.x,,,Bi. mein' Freud und Won-⸗ rer als die Son :,. mit Ge⸗fal⸗ len vor al⸗ 4—— — kann und mag mir 2 Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag ent⸗— zünd't; je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte sich ergießen und von Lieb mich überfließen. 35 Durch deine Kraft treff ich das Siel, daß ich, soviel ich soll und will, dich allzeit lieben möge. ne.] herz⸗lich ieb ich 1. . nichts auf Er⸗-den .. lie ber wer ⸗den. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld, wenn ich es recht erwäge, kann mich ohn dich gnugsam laben; ich muß haben reine Liebe, die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4 Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und erfreuest sein Gewissen. 8 Es geh ihm, wie es woll, auf Erd; wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. 17 265 243 Leben im Besitze des Heiles Ewig selig nach dem Leide, wird er finden; alles Crauern muß verschwinden. 5 Uein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen den Weltschätzen dies, was uns dort wird ergötzen. 6 Drum laß ich billig dies allein, 0 Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe; daß ich in dem, was dir gefällt große Freude und mir dein klares Wort ver— 1d Eurs Liebe mich stets We, dt bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7 Da werd ich deine Freundlich⸗ keit, die jetzt gerühmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Ungesicht mit unverwandtem Kugenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann, 1585— 1647 Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. 15⁵⁵ 24— 17⁰⁹ LCie-bes-glut, wie soll ich dich mit In dei-ne Tie-fen will ich mich, o iiie. Co „be wür⸗ dig zie⸗ vol ⸗le Zee, ver ⸗ lie ⸗ Got-tes ren! ben Es flam- met 5—————— Herr- lich-keit, es brennt die gan-ze e E⸗wig-⸗keit; bleibt noch mein Herz 266 er ⸗ kal ⸗ tet? kt ver⸗ meld't, reuden nmen. undlich⸗ keit, dbreit, ngesicht licht chen. ücket wrone. 585—16⁴⁷ 2 0 Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoß genommen! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herabgekommen; sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und Grab sind uns ein Bild und malen ab, wie stark Gott lieben könne. 3 hör auf zu grübeln, glaub allein; kannst du dies Meer nicht gründen, so wirf dich blindlings nur hinein 2. Jesus, meine—.—.— I ist mei⸗ nes Siebe zu Gott und Jesus 2⁴4 mit allen deinen Sünden; laß dem das Herze sein gewährt, der dir sein Herz hat ausgeleert, gib Herz für herz zum Opfer. 4 O liebster Vater, nimm es hin, gib Kraft, um dich zu lieben! Herz und Begierden, Mut und Sinn, sei dir hiermit verschrieben! Brenn aus das Seuer böser Lust, laß ewig nichts in dieser Brust als deine Ciebe glühen! Friedrich Adolf Campe, 16853 1729 su 9818 und er hat zu viel an mich ge-wandt, um mich wird mich wWig faf⸗ wie⸗ der los⸗ läßt mich nicht; das ist 2 Sieht mein Kleinmut auch Ge— fahr, fürcht ich oft zu unterliegen, Christus beut den KErm mir dar, Christus hilft der Ohnmachtsiegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 5 Wenn der Uläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, sen. Mein Er⸗-bar-mer 30— — mei ne su⸗ver ⸗sicht. Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Suversicht.. 4 würd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Husgang wüßte und mit ungewissem Critt ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht; das ist meine Suversicht. 267 245 5 Mag die Welt im Mißgeschick leben oder ängstlich klagen, ohne Halt ist all ihr Glück; wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Knker nie zerbricht, das ist meine Suversicht. Leben im Besitze des Heiles seiner hand nur stiller halten. Dann erschreckt mich kein Gericht; das ist meine Suversicht. 7 Seiner handentreißt mich nichts: sollt ichihn mit Kleinmut schmähen? Mein Erbarmer selbst versprichts; 6 will mein Herr durchsanfte Hucht sollt ich ihm sein Wort verdrehen? mich nach seinem Bild gestalten, 0 so will ich ohne Flucht nein, er läßt mich ewig nicht; das ist meine Suversicht. Karl Bernhard Garve, 1765- 1841 Weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form der Weise im Anhang Nr. 5. Hans LCeo Haßler, 1601 —5, n. 25 Wenn al le un ⸗ treu wer ⸗ den, so ö daß Dank-bar-keit auf Er- den nicht —. SE 6—— E d—.—— bleib ich dir doch treu,=, aus ⸗-ge⸗ stor⸗ben sei. Dur zuie unt; firsidich 5 ö 8— .. 5 m Lei-den, ver-gingst für mich in Schmerz; drum geb ich —.—-mJ-⸗-———————ꝛ—— A 0 —— 2.„—.— dir mit Freu⸗-den auf e- wig die-ses herz 2 Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben ist und maͤncher von den Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen, hast du so viel getan, der Welt das Heil errungen; wer aber denkt daran? 268 3 Du stehst voll treuer Ciebe noch immer jedem bei; und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. ten. fericht; nichts: mähen? prichts⸗ rehen? icht; 705—1841 ler, 1601 eget 4 Zch habe dich empfunden; o lasse nicht von mir, laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Liebe zu Gott und Jesus 246 Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772— 1801 weise: Seelenbräutigam. 1698 . 5H—— — 246 ů .——.—— 1 wer ist wohl 8015 du, Je⸗ su, sü ⸗ße 7 2— ———2—. Ruh? Un er vie: Licht da ⸗ Zu, Je 2 Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 3 Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Seit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Seit, Glanz der herrlichkeit. 4 Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt hast im Kampf du überwunden su, sa ze Ruh. und ein ewig heil erfunden durch das Cösegeld deines Bluts, o held. 5 höchste Majestät, König und Prophet, deinen Septer will ich küssen; ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria tät, höchste Majestät. 6 Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Kuhm. 269 2⁴⁷ 7 Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein sorn noch Stolz sich rege. Vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8 Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken. Sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 9 wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrücht zu dir fortsetze und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf. Fördre meinen Lauf. 10 deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, Leben im Besitze des Heiles freudig vor dein ntlitz treten. Ungefärbte Lieb in die Seele gib. 11 wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine hand ausstrecken. Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 12 Einen heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Cüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 13 Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Rnastasius Freylinghausen, 1670— 1739 Eigene Weise. Eine andere Weise im tinhang Nr. 15. 17⁰⁴ ka wohl ist mir, o Freund der See le, wann d e, ——— 2 ich in dei⸗ner Lie-be ruh! ei le dei-nen UHr⸗men zu. ö‚ Da muß die Nacht des HK—— ů—.— ö—. Trau⸗erns schei den, wenn mit der Fül⸗le sel ger Freu⸗ eten. ct decken, rechen. sse, 2 ISIPIIIII.J—— —..—— S—5 den die Lie-be strahlt aus dei- ner Brust. Hier ist mein 2 ö RGRSE ..... Him-⸗mel schon auf Er-den. Wer woll⸗te nicht ver⸗gnü-get — E ee. 6 ,, l wer-den, der in dir su zschet Ruh und Lusts 2 Die Welt mag meine Feindin heißen. Es sei also, ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Cieb er⸗ weisen bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, den ich er⸗ wähle, du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen mir deine Treu den(Unker reicht. 3 Will des Gesetzes Last mich drücken, blitzt auf mich seines Fluches Weh,. droht Straf und Hölle meinem Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh zu deinen heilgen Wun⸗ den; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer will ver⸗ dammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4 Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du gibst mir aus den Wolken Speise und labest aus dem Selsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen; genug, wenn ich dich bei mir hab! Ich weiß, wen du mit Ehr willst zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5 Der Cod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, herzund Mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Ceben, ruht. Wen kann des Weges End er— schrecken, 27¹ wenn er aus mördervollen Hecken gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigheit. 6 Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, so wohl, wann ich mich lehn auf dich. 2⁴48 Leben im Besitze des Heiles weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte des Himmels süßen Vorschmach sein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche— leien, nichts kann als Jesus mich er— freuen. O reicher Trost: Mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 1660— 1722 4Liebe zu den Brüdern weise: In dich hab ich gehoffet. Straßburg, 1560 2⁴40 Uach komm, füll un-sre See len ganz, gna⸗ den-rei du cher Lie ⸗bes⸗ glanz, du A r Er I Glut laß 92236 und Mut recht wie dürften wir denn richten? Caß immer mild des Bruders Bild durch unser Wort sich lichten. 272 ... 2 Du willst den Tod des Sünders nicht, du gehst mit uns nicht ins Gericht; äPSRRSRRII bar ⸗ men; von dei ner in⸗nig⸗lich er ⸗ war⸗- men! 3 Das ist der Liebe freundlich lmt, daß sie zurechtbringt, nicht ver— dammt; ach, wer steht unbescholten? Und was sind wir, Herr Gott, vor dir, daß wir verdammen sollten? 4he wenn bringt Laßg uns ih in We Du all un Al Liebe zu den Brüdern 4 herr, leucht in uns mit deiner Gnad, wenn uns des Nächsten Wort und Tat bringt Kränkung, Leid und Schmerzen. Laß ganz und rein uns ihm verzeihn in Wahrheit und von Herzen. 5 Du reicher Geber aller Hab, all unser Gut ist deine Gab; Weise: Herzliebster Jesu. 22985 249250 o hilf das Herz erschließen! Laß sie gemein durch LCiebe sein und reich der Urmut fließen. 6lich omm, füll unsreseelenganz, du gnadenreicher Liebesglanz, du väterlich Erbarmen; von deiner Glut laß Herz und Mut recht inniglich erwarmen! vihtor von Strauß und Tornen, 1809-— 1899 Johann Crüger, 1640 1 Das sollt ihr, Je-su Jün-ger, nie ver⸗ges⸗sen: G E Wir sind, die wir von Ei⸗nem 5 0 te es⸗ ——— I elsche trin⸗ken, al⸗ 2 wenn wir wie Brüder bei einander wohnten, Gebeugte stärkten und der Schwa⸗ chen schonten, dann würden wir den letzten heil⸗ il des Herrn erfüllen. gen Willen le Brü⸗ der und Je⸗ su ————— sen, aus Ei⸗nem E= Glie-der. .——— 3 dch, dazu müsse seine Cieb uns dringen! Du wollest selbst, o Herr, dies Werk vollbringen, daß unter Einem Hirten Eine d aus allen werde! 23185 nach Johann Kndreas Cramer, 1725— 1788 Weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. 17⁰0⁴ 2 Wort, o ⸗ nn uns zu⸗sam⸗men, daß es läßt an uns die sel⸗gen Flam⸗men des 27⁵ 250 Leben im Besitze des Heiles e.. Ge⸗mein-schaft stehn; Glau⸗bens und der Lie- wir in der be sehn. Wir wer⸗den ,, durch das Wort der Gna- den — auch zur Ge- mein'schaft , e.e,E je⸗ ner Schar, die bei dem herrn be-stän-dig —1 ...,.. war, ge-lockt 2 nur Menschen, die von Gott geboren, die unter Einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auserkoren, die läßt er Wunderliebe sehn. Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem Sohn im heilgen Geist, das ist, was ihre Seele speist, nur das kann sie vollkommen laben. 3 Das unsichtbare Haupt regieret, die Glieder folgen seinem Wink; wo Christi Geist die herzen führet, entdeckt er viel unnütze Ding. Der Menschen Werk, Joch, Swangeswalten, Meinung- und Hormelwiderstreit, man kann sie nicht für Seligkeit, nicht für des herrn Gemeinschaft halten. 27⁴ und kräf-tig ein ⸗ge⸗la ⸗ den. 4 Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Siel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, nicht dieser oder jener Ort. Das ist, was wir mit Einem Wort Gemeinschaft und Gemeinde nen— nen. 5 Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Vater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott geneußtl Wie flammen da die selgen Triebel Gott schüttet in sein geistlich haus die ganze Gnadenfülle aus; hier wohnet Gott, die ewge Liebe. — den. „ auf dem wir stehen, ures Blut wir sehen, hstes Gut; wir kennen, Ort. inem Wort leinde nen⸗ nen. himmũ lich Leben, d heilgen Heis shweben tt geneußt en Itiebe stlich hauẽ Alls wge Liebe. 6 Die Kinder, die zusamneen essen, die stehen auch für Einen Mann; macht sich der Feind an eins ver— messen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herren Kraft; sie wollen von der Brüderschaft auch das geringste Glied nicht missen. 251 Liebe zu den Brüdern 7 Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Tränental ins Vaterland, versüßen sich die bittern Schmer⸗ zen, eins reicht dem audern seine hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit herz und Huge, hand und Fuß bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Johann LCudwig Konrad Allendorf, 1695—1775 weise: Wie schön leuchtet. Spätere Form der Weise im Unhang Nr. 14. 15⁴2 251³⁰ν 14m Herz und und wie — u 25...— der ⸗sten Chri-sten-⸗ der herr bist, wo 90 E ⸗ ne See⸗ le war es war und wie es ist, als Glie⸗ so werd jün⸗ger Schar, e⸗sus Christ, der Ei-nes es und soj 5—— bes; bleib es! 5 Glau-ben, Lie ⸗be und die Crie⸗ be, die uns — 5 2 ¶ trei⸗ben, un⸗-ver- rückt bei dir zu blei-ben. 2 O du, der unsre Urmut kennt, dein Cebenswort und Sakrament laß reichlich uns genießen! Das nähr und pfleg und stärk uns hier, daß du in uns und wir in dir 27⁵ 252 Leben im Besitze des Heiles uns aneinander schließen; daß wir in dir, durch dich leben, auszuschlagen und einander uns zu tragen. wie die Reben 3 weil du so herzlich alle liebst, weil du so reichlich allen gibst, Geduld hast, wenn sie fehlen, Weise: 4. du Liebe meiner Ciebe. 25²0C. so sei auch aller herz Ein Herz; des einen Freud, des andern bewege aller Seelen. i Gleiche, reiche Gnadengabe alle labe und vereine die gesegnete Gemeine. Aarl Johann Philipp Spitta, 1801—1859 17⁴⁵ 1 Herz und Reerd ver⸗-eint zu-sam-men, sucht i in Gotches las⸗set eu⸗re Lie-bes⸗flam-men, lo-dern auf den ——.—.—.—— 6.— S..— ———— Hher-zen Ruh; hei-land zu. Er das Haupt, wir sei ⸗ne Glie⸗der; ZPĩPPꝑPPPPP er das Licht und wir der Schein; er der Mei⸗ster, . —.— wir die Brü⸗der; er 2 Uommt, ach Rommt, ihr Gna⸗ denkinder, und erneuert euren Bund, schwöret unserm Überwinder Cieb und Treu von herzensgrund; und wenn eurer Liebeskette Hestigkeit und Stärke fehlt, 0 so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 276 ist un ⸗ser, wir sind sein. 3 Legt es unter euch, ihr Glie⸗ der, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er dort sein Blut. Denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch selbst Eintrag tut. II Ein herz; es andern Schmerz be ta, 1801—1859 —— in Got⸗tes rn auf den ind sein. ihr Oli⸗ der, N, grüdet kann. d geliebet Blut. bet 146 11 4 halleluja, welche höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist! 5 ach du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja, verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit in der Tat erleuchtet ist. 6 So wird dein Gebet gewähret, daß der Vater alle die, welche du in dir verkläret, auch in seine Ciebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. Liebe zu den Brüdern 255 7 Friedefürst, laß deinen Frieden stets in unsrer Mitte ruhn; Liebe, laß uns nie ermüden, deinen selgen Dienst zu tun. Denn wie kann die Last auf Erden und des Glaubens Ritterschaft besser uns versüßet werden als durch deiner Ciebe Kraft? 8 Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, 0o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: Wir, als die von Einem Stamme, stehen auch für Einen Mann. 9 Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein; also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. nikolaus Cudwig von Zinzendorf, 1700—1760. Strophe 7 späterer Susatz weise: Jesus Christus herrscht. Theophil Stern, 1856 — emre, 2— wollst mir neu⸗en Ein⸗ fluß ge-⸗ben 254 Leben im Besitze des Heiles IIIIITT—— ke u durch dei⸗ dir zu 2 fch, dein Lebensgeist durch— dringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3 O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie teuer sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblichet, die sich ganz ergeben dir. 4Ich umfasse, die dir dienen; ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Ungesicht wünsch ich Sion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5 Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, ganz allein zu dir gewandt. weise: Machs mit mir, Gott. le⸗ben; stär⸗ ne Güt. 6 Laß die Deinen noch auf Er— den ganz nach deinem herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7 Sonderlich gedenke deren, die es, herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein herz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8 dch, du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein. 9 Bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zusammenkommen und, von allen Flecken rein, dort vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 Johann Hermann Schein, 1628 25⁴1⁰6 160³⁰ je⸗ WES— mand spricht: Ich lie- der treibt mit Got- be Gott, tes Wahr-heit Spott ie Güt. ch auf Er⸗ den en werden ön, stille, in Wille, illst sehn. deren, hegehren, H. sie legen, egen, sie wohl. erworben, estorben; dein! pir leben weben allein. Frommen hommen rein, ne stehen, sehen, N. 0 1697:⁰0 Schein, le — be Gott, eit dpct Treue in Stand und Beruf 25⁵5 S5. 4 und haßt doch sei-ne Brü⸗ der, und reißt sie ganz dar⸗nie-der. +55 ö Gott ist die Lieb und 6 üR ——— ., will, daß ich 2 wer dieser Erde Güter hat und sieht die Brüder leiden und macht den Hungrigen nicht laßt Machende micht kleiden, sae der ist ein Feind der ersten Pflicht und hat die Liebe Gottes nicht. 3 wir haben Einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Rächster ist sein Kind wie ich. 4 Ein heil ist unser aller Gut; ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich ver⸗ sühnt, hab ich dies mehr als sie verdient? den Näch-sten lie-be gleich als mich. 5 Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Hherr von meinen Tagen; ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen, dem nicht verzeihn, dem du ver— gibst, und den nicht lieben, den du liebst? 6 Was ich den Frommen hier getan, dem kleinsten auch von diesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein und Gott in Brüdern nicht erfreun? 7 Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist ein herz, das dich durch LCiebe preist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 5. Treue in Stand und Beruf Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. nikolaus Herman, 1560 255 1 Das wal⸗te Gott, der hel ⸗fen kann! Mit Gott fang 279 25⁵ ich mein' Ur-beit an, mit 6 —* * Leben im Besitze des Heiles fort, drum ist auch dies mein er-stes Wort: Das wal-te Gott! 2 All mein Beginnen, Cun und Werk erfordert von Gott Kraft und Stärk; mein herz sucht Gottes Ungesicht, drum auch mein Mund mit Freu⸗ Smispricht: Das walte Gott! en spricht 3 So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, drum sprech ich nun auch guten Das walte Gott! 4Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Krbeit stets: Das walte Gott! 5 Unfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 280 6 Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mirs zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzens⸗ Das walte Gott! 8 7 Trifft mich ein Unglück, un⸗ verzagt! ist doch mein Werk mit Gott ge— wagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8 Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Cun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Das walte Gott! iht 9 Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Vaterbrauch tut er mir Guts, drum sprech ich Das walte Gott! anen. —— * glüch ⸗lich 5 L⸗te Gott! en degen bei üt und Creu, eder Stund hon herzens⸗ grund: lnglück, verzagt! mit Gott ge⸗ wagt; stehen bei, etusch sei: nen frh und spat n Ende hat. machts, wie et will fein in de Still 10 Ohn Gott nichts glückt und seine Gunst, nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11 Teilt Gott was mit aus Gütig⸗ keit, so acht ich keiner Feinde Neid, 3.— In dich hab ich gehoffet. Treue in Stand und Beruf 256 laß hassen, wers nicht lassen kann; ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 12 Tu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Be— schluß: Das walte Gott! Johann Betichius, 1650—1722 Straßburg, 1560 5 Wirn mein äär daß all mein Tun eeex—. dei⸗ nem Wil ⸗len ruhn, von dir kommt Ln——— 22———— und Werk in Glück und———5 gen, geht und steht auf 2 Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk ge⸗ bracht und seines Gangs sich freue; rech-ten, gu⸗ ten was du=gierst, das des höchsten Rat der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. 3 verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Ungesicht 18 281 256 in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 4 Gib mir Verstand aus deiner Höh, aufdaß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. 5 Prüf alles wohl und, was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und erwählet, das verwehre;—— der höchste Sweck, das beste Ceil sei deine Lieb und Ehre. 6 Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Sier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und Tat verüben. 7 Ists Werk von dir, so hilf zu Glück, ists Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen; was du nicht wirkst, das pflegt von lb in kurzem zu zerrinnen. 52336 8 Critt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht; und bring zum guten Ende, 282 Leben im Besitze des Heiles was du selbst angefangen hast, durch Weisheit deiner Hände. 9 Ist ja der Unfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß, zu seufzen und zu beten. 10 wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor ihm sonst graut, mit tapferm Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 11 der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 12 du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge; so hilf nur, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 13 Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Lun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, 1607— 1676 en hast, hände. as schwer, iefe Meer en, Unterlaß, und dir traut, nst graut, ingen; nn der Eil gen. en ist gar wild, usgefült: ehet, Irch deinen Geist, stehet. r. ich dein Aind, b und sind men Stand siege. Ruhm und Ehr, rundneht en al Wel, n. 0 dt, 50b. Treue in Stand und Beruf 257 Eigene Weise. 169³ —.— 257⁷⁰ 1 Gott, du from-mer Gott, du ohn den nichts ist, was ist, von Brunn⸗quell gu⸗ — ter Ga⸗ ben, dem wir al⸗-les ha-ben, ge⸗sun-den Leib gib daß in sol ⸗chem Leib ein' un-ver⸗ SSSSIIi‚ii‚e — — letz⸗te Seel und rein 2 Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs tue bald, zu der Seit, da ich soll, und wann ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3 hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4 Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Ge⸗ wis ⸗sen bleib. Gib, daß ich meinen§eind mit Sanftmut überwind und, wann ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5 Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6 Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld; vor Sünd und Schanden mich bewahr, aufdaß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 28⁵ 258 Leben im Besitze des Heiles 7 Laß mich an meinem End auf Christi Cod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei meiner Brüder Grab, aufdaß er seine Ruh an ihrer Seite hab. Eigene Weise. .E E— 258 EU⁰νπε E O se⸗lig haus, wo man dich auf-ge⸗ wo un⸗ter 1 SSPSSSS 8 wenn du die Coten wirst an jenem Tag erwecken, so tu auch deine hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. Johann Heermann, 1585—1647 Hranzösischer Psalter, 1547 al ⸗len Gä- sten, die da — nom⸗men, du wah-rer See-len-freund, Herr Je⸗su Christ; kom-men, du der ge-fei- ert-ste und al-ler Hu-gen und lieb⸗ste bist;) ——— SDI— L sierdi auf dich sehn, 8N EEEEEEEE ———— 2 ler Lip-pen dein Ge⸗bot er-fra- gen I 5⁰— SDD——— und al-le dei⸗nes Winks ge-wär⸗tig stehn. Treue in Stand und Beruf 259 vitst 2 O selig haus, wo Mann und 4 0 selig Haus, wo Unecht und Weib in Einer, Magd dich kennen in deiner Liebe Eines Geistes und wissen, wessen Hugen auf sie echen; sind, sehn, als beide Eines heils gewürdigt, bei allem Werk in reinem Eifer in keiner brennen, klärt im Glaubensgrunde anders ist ge- daß es nach deinem Willen mag sinnt; geschehn; ———6 wo beide unzertrennbar an dir als deine Diener, deine Haus— hangen genossen, in Cieb und Leid, Gemach und Un⸗ in Demut willig und in Liebe frei, ppalter, 1541 gemach, das Ihre schaffen froh und unver⸗ , und nur bei dir zu bleiben stets drossen, — verlangen in kleinen Dingen zeigen große 30 0 an jedem guten wie am bösen Tag. Treu. die da 3 Oselig haus, wo man die lieben 5 O selig haus, wo du die Freude Kleinen teilest, E mit händen des Gebets ans herz wo man bei keiner§reude dein — dir legt, vergißt; chrit; du Freund der Kinder, der sie als o selig haus, wo du die Wunden ze bist; die Seinen heilest, mit mehr als Mutterliebe hegt und und aller Hrzt und aller Cröster pslegt; bist 2 V wo sie zu deinen Füßen gern sich bis jeder einst sein Tagewerk ů sammeln vollendet, chla⸗gen und horchen deiner süßen Rede zu und bis sie endlich alle ziehen aus und lernen früh dein Cob mit dahin, woher der Dater dich gesen— Freuden stammeln, det,‚ sich deiner freun, du lieber heiland, ins große, freie, schöne Vater⸗ du. haus. Marl Johann Philipp Spitta, 1801— 1859 I Weise: Wie schön leuchtet. 1 n der Weise im Anhang Nr. 14. 15⁴42 72—— Iucpie schön ists doch, herr Je-su Christ, Wie steigt und neigt sich dei ⸗ ne Gab 285 Leben im Besitze des Heiles 77⁰ d Per b ö———— im Stan 3de, da dein Se ⸗gen ist, im Stan⸗ und al-les Gut so mild her⸗ ab aus dei⸗ 505— Har— 6— S.—— 22— de heil ⸗ger E: hen ner heil- gen hö- he, Enie —.—.— ,, ie, B ne,, Kte, Fin flei⸗ig hal⸗ten Jung und(Kl⸗ ten, die 6 Le⸗bens ei⸗ Or⸗-den Ei⸗ nes 2 wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und unverrückt beisammenstehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem LCauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Uein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3 vor allem gibt er seine Gnad, in seinem Schoß er früh und spat sein' Hochgeliebten heget. Daspannt sein Hrmsich täglich aus, da faßt er uns und unser Haus, gleich als ein Vater pfleget. Da muß ein§uß nach dem andern gehn und wan— dern, bis sie kommen in das Selt und Sitz der Frommen. 286 — nig wor-den. 4Der Mann wird einem Baume gleich,‚ an ästen schön, an Sweigen reich, das Weib gleich einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Sier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehrenkrone, Gott denkt dein bei seinem Throne! 5 Dich, dich hat er sich auserkorn, daß aus dir ward herausgeborn das Volk, das sein Reich bauet. Sein Wunderwerk geht immer⸗ fort, und seines Mundes starkes Wort macht, daß dein Huge schauet schöne Söhne, Töchter züchtig, allerwegen mehren deines Hauses Segen. die fein tüchtig Treue in Stand und Beruf 260 —.— 6 Sei gutes Muts! Wir sind es in großen Freuden schließen. — nicht, Schweige, beuge m Ttan⸗ die diesen Orden aufgericht't, dich ein wenig; unser Mönig us dei⸗ es ist ein höhrer Vater; wird behende — der hat uns je und je geliebt machen, daß die Hngst sich wende. —Ou b 1* rht 8 wohl her, mein KMönig, nah dich der beste Freund und Rater. herzu, Unfang, Husgang gib Rat im Ureuz, in Nöten —— f wirdener 29537 33 in ängsten Trost und FHriede! Hut ie im wird er wohl und weislich lenken. Ded soait n Hade 7 Swar bleibts nicht aus, es wir wollen singen bester Weis ö kommt ja wohl allsamt in frohem Liede, „den. ein Stündlein, da man leidesvoll bis wir bei dir, die Tränen lässet schießen; deinen Willen zu erfüllen, m Baume jedennoch, wer sich in Geduld deinen Namen gleich ergibt, des Leid wird Gottes huld ewig loben werden. Amen. igen reich, Paul Gerhardt, 1607— 1676 Reben, tundnährt weise: Wenn wir in höchsten Nöten. rvermehtt Spätere Form der Weise im Knhang Ur. 12. Französischer Psalter, 1547 „ 200 fGEE wonne, 1 Wohl ei⸗ nem haus, wo Je- sus Christ ——— I S E min al⸗ lein das lill in al-⸗ lem ist! Ja, wenn er nicht 95 ausge 0 bauet.——— st immer 1 fort, rin'nen wär, wie fin-ster wärs, wie arm und leer! Wort arc 2 wohl, wenn sich Mann und 3 Wohl, wenn ein solches haus shn Weib und Uind der Welt tichtg in Einem Glaubenssinn verbind't, ein Vorbild vor die Kugen stellt, ein in zu dienen ihrem Herrn und Gott daß ohne Gottesdienst im Geist 44en nach seinem Willen und Gebot! das äußre Werk nichts ist und heißt! Segen. 287 261 Streben nach der Vollendung des Heiles 4Wohl, wenn das Rauchwerk im Gebet beständig in die höhe geht undman nichts treibet fort undfort als Gottes Wort, als Gottes Wortl 5 Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer hand ein jegliches nach seiner Urt im Glauben seinen Weg bewahrtl 6 Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und KMindeskind versäumen nicht am ewgen Glüch, so bleibet ihrer keins zurück! 7 wohl solchem Haus, denn es gedeiht; die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8 So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: Wenn alles Volk vom herrn ab— wich, doch dienen wir ihm ewiglich. Christoph Karl Cudwig von Pfeil, 1712—1784 II. Streben nach der Vollendung des hHeiles 1-Reue über die Sünde Weise:— her zu mir. Ach Gott, gib du uns dei- ne Gnad, daß SSPSPIPIPIPIIIIITTITTITTITTTIIIITTT wir all Sünd und Mis⸗ se-tat buß-fer-tig⸗ lich er⸗ken⸗nen 66 .. . äPTT und 3——.85 30 an Je-sum Christ, der uns zu EEEEEEEE helf'n ein mei⸗ 23—— it, wie er sich selbst tut nen-nen. 2 hilf, daß wir auch nach deinem daß uns dein guter Geist regier, Wort auf ebner Bahn zum Himmel führ gottselig leben immerfort zu Ehren deinem Namen; 288 durch Jesum Christum. Umen. Samuel Sehner, 1594— 1655 gen Glüch, urück! „denn es gedeiht; erfteut, mans an, nen kann. eser Stund sen Bund: herrn ab⸗ wich, viglich. . 1712-1⁷⁸⁴ es *— —. uad, daß eit regier mmel füh Amen. 1594 10³⁰ Reue über die Sünde 262 · 263 Eigene 2— 16²⁵ 135 2⁰0³n— Ach Gott und—— wie groß und schwer sind ꝗBPPPPP PITIIIITIIIITT mein' be-gang-ne Sün- 92 Da ist nie-mand, der E hel-fen kann, in die⸗ fer Welt zu fin 2 Tief ich gleich weit so fahr hie fort, zu dieser Seit nur schone dort bis an der Welt ihr Ende und laß mich hie wohl büßen. und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 5 Gib, herr, Geduld, vergiß der Schuld, schaff ein gehorsam herze, 3 Su dir flieh ich; daß ich nur nicht, verstoß mich nicht, wies wohl geschicht, wie ichs wohl hab verdienet. murrend mein heil verscherze. narn 6 handle mit mir, Gott, ins Gericht, dein Sohn hat mich versühnet. durch dein' Gnad will ichs leiden, 4 Solls ja so sein, nur wollst du mich daß Straf und Pein nicht ewiglich, auf Sünde folgen müssen, mein Gott, dort von dir scheiden. Martin Rutilius, 1550— 1618 —.———— Weise. 1661 1ach. was—— ich Sün⸗-der ma⸗chen, ach, was 77 —————2 soll ich fan-gen an? Mein Ge-wis⸗sen klagt mich an, 289 264 Streben nach der Vollendung des Heiles 5. EE es be-gin⸗ 0 auf⸗ zu wa⸗—38 Dies ist mei ne N 1 1 6— ——*— Zu-ver-sicht: Mei nen 2 Swar es haben meine Sünden meinen Jesum oft betrübt, doch ich weiß, daß er mich liebt, und er läßt sich gnädig finden; drum, ob mich mein Sünd anficht, meinen Jesum laß ich nicht. 3 Obzwar schweres Ureuz und so bei Christen oft entsteht, wider Fleisch und Blut mir geht, soll michs doch von ihm nicht schei— den; auf ihn ist mein Herz gericht't. Meinen Jesum laß ich nicht. 4Ich weiß wohl, daß unser Leben nichts als nur ein Nebel ist, denn wir hie zu dieser Frist mit dem Tode sind umgeben; drum, obs heut noch nicht geschicht, meinen Jesum laß ich nicht. Eigene Weise. Je⸗ sum laß ich nicht. 5 Sterbich bald, dann Ruh ich habe von der Welt Beschwerlichkeit, ruhe bis zur vollen Freud und weiß, daß im finstern Grabe Jesus ist mein helles Licht. Meinen Jesum laß ich nicht. 6 Durch ihn will ich wieder leben, denn er wird zu rechter Seit wecken mich zur Seligkeit und sie mir aus Gnaden geben; muß ich schon erst vors Gericht, meinen Jesum laß ich nicht. 7 Drum soll, Jesu, nichts uns scheiden, bis ich komme an den Ort, welcher ist des Himmels Pfort; und dann wollest du umkleiden meine Seel mit deinem Licht. Meinen Jesum laß ich nicht. Johann Slitner, 1618—1678 15⁴1 2046.————————— 14A. Han zu dir, herr Je-su Christ, mein' sich weiß, daß du mein Hei-land bist, kein hoff-nung steht auf Trost mir sonst mag ———— Er en, Hei Kein Men'schen⸗ uhichhabe klichkeit, eud ern Grabe icht. nicht. eder leben, öeit eit en geben; Gericht, nicht. nichts uns scheiden, Ort, Is Pfort; mleiden Neue über die Sünde 265 ESSI D kind ward je ge⸗born, wie auch kein En⸗-gel an SS aus⸗er⸗korn, der mir aus Nö-⸗ten hel-fen kann; dich —— ö e ruf ich an, dem 2 mRein' Sünd ist schwer und über⸗ und reuet mich von Herzen, groß derselben mach mich quitt und los durch deinen Tod und Schmerzen. Ach, zeig mich deinem Vater an, daß du für mich genug getan, so komm ich ab der Sünden Last. Ich halt mich fest an das, was du versprochen hast. 5 auch mehr mir durch dein Freundlichkeit den wahren Christenglauben, daß ich deiner Barmherzigkeit mich ewig mög vertrauen, vor allem herzlich lieben dich Eigene Weise. Psalm 150. ich mich ganz ver- trauen kann. und meinen Mächsten gleich als mich; dein Hilf mir send am letzten End, damit behend des Teufels Trug sich von mir wend. 4 Ehr sei Gott in dem höchsten dem Vater aller Güte, Lurnn und Jesu, seinem eingen Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott dem werten heilgen Geist, der uns sein' Hilfe allzeit leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Seit und folgen ihm in Ewigkeit. Strophe 1—5 HKonrad Bubert, 1507— 1577 Straßburg, 1525 4 7 4 Ihdrie tie ⸗fer RNot schrei ich zu dir herr dein gnä⸗-dig Oh⸗-ren 55 zu mir und ³ ö— ö—— SIIIIIIIIII..— Gott, er⸗hör mein Ru⸗fen; mei⸗ ner Ditt sie öff⸗ ne! De 291 Streben nach der Vollendung des Heiles ——...... se hen an, . was Sind und Un ⸗ recht ist ge⸗ — S....—— tan, wer kann, herr, vor 2 Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Cun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann; des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben. 3 Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. dir blei 4 Und ob es währt bis in die Nacht, und wieder an den Morgen, doch soll mein herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Krt, das aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre. 5 Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein'ꝰ hand zu helfen hat kein Siel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Martin Luther, 1485— 1546 Weise: ů0 Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1676 266„ 1 Ein rei⸗nes 9955 Pers schaff in mir; 2310 zu der .S..... 4 Pör— ——————.—.—. Sün⸗de Tor und Tür, r⸗ trei⸗ be sie und 0— H n ———— laß nicht zu, daß sie 292 mei⸗nem her- zen ruh. NIA Reue über die Sünde 2 Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir; treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel, deinem Haus. 3 Laß deines guten Geistes Cicht und dein hellglänzend KUngesicht erleuchten mein herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt! weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 267268 4 Und mache dann mein Herz zu⸗ gleich an himmelsgut und Segen reich; gib Weisheit, Stärke, Rat, Ver⸗ stand aus deiner milden Gnadenhand. 5 So will ich deines Ramens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß, 1654—1716 1676 267 1 Er⸗neu⸗re mich, o Schein durch-leuch⸗-tet 2 Ertöt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sündenwust; ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, zu streiten wider Hleisch und Blut. 3 Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Cust Gehorsam leist't weise: Kus tiefer Not. und er fül ⸗ ew⸗-ges Licht, und laß von und nichts sonst, als was du willst, will. Ach herr, mit ihm mein Herz erfüll! 4auf dich laß meine Sinne gehn, laß sie nach dem, was droben, sehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von Ungesicht zu Ungesicht. nach Johann Sriedrich Ruopp. + 1708 Straßburg, 1525 268—————— Herr Ze su Christ, du höch⸗stes Gut, du sieh doch, wie ich in mei-nem Mut mit 295 268 Streben nach der Vollendung des Heiles , —— Brunn⸗quell al-ler Gna⸗ den, ö Schmer⸗zen bin be la⸗ Ver, Ats ret in *— EEE E... ö —.———.—.— 32— hab der pfei le viel im her- zen, die ohn 2 Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem herzen, dieweil du sie gebüßest hast am Holz mit Todesschmerzen, aufdaß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3 Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das herz ein Stein und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4 Allein dein heilsam Wort das mit seinem süßen Singen, 32——— daß mir das herze wieder lacht und neu beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. 29⁴ ar⸗men Sün-der drü— 5 So komm ich denn zu dir allhie in meiner Ungst geschritten und tu dich mit gebeugtem Knie von ganzem herzen bitten: Verzeih mir doch, Herr, gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 6 Oherr, vergib, vergib mir doch um deines Namens willen; du wollst abtun das schwere Joch, der Sünden Jammer stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. 7 Stärk mich mit deinem Freuden⸗ geist, heil mich durch deine Wunden, tröst mich durch deinen Cod zu— ö ist in meinen letzten Stunden,—3 und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Ruserwählten. Bartholomäus Ringwald, 1550— 1598 m Unie : idiglich der dich nir doch re 2 0 n, hen geb leb relden⸗ geist nden, od zu⸗ Reit dits h 2 Welt 30 150 773 Alles ist an Gottes Segen. 269 Ge—— herr, vor dei⸗nem An⸗ ge⸗sich- te prüf ich mich; in Reue über die Sünde 269 17⁵⁸ — — ,. ma⸗— mei⸗ ne Rau dei⸗ nem Lich⸗ 18 III.I. 6*————.—.— 2.—. — daß ich al-le mei⸗ne wW. IE mög ent⸗ 23. cken und er 2 O die Größe meiner Schulden könnt ich wahrlich nicht erdulden, wüßt ich nicht, wie du uns liebst; daß, wenn wir die Schuld erkennen und sie reuig dir bekennen, du sie gnädig uns vergibst. 3 Außerlich unsträflich wandeln, also reden, also handeln, daß die Welt uns preist und lobt, das ist wahrlich nur ein Kleines; doch ein Großes ist es, reines Herzens sein, von dir erprobt. 4 Ja, an meinen besten Werken muß ich es am meisten merken, wie so sündlich ist mein Sinn. Schmerzlich seufze ich und weine, daß ich, ach, so viel noch scheine, was vor dir ich gar nicht bin. 5 lich, ich muß mich selbst ver⸗ klagen, daß oft meine Worte sagen, was dem herzen widerstrebt, Oan klar, cken, mei⸗ ne Sün= 30— ———— ⸗ken⸗nen of⸗ ich aus Menschenfurcht nicht lasse so viel Böses, das ich hasse, und vor dem das hHerz mir bebt. 6 Stärke mich durch deine Liebe, überwältige die Triebe tief versteckter Sündenlust, die, im Kußern wohl vertrieben, doch noch gar zu fest geblieben innerlich in meiner Brust. — fen-bar. 7 O erbarme du dich meiner, mach mich kindlicher und reiner, als ich scheine, als ich bin; laß mich doch vom Schein genesen, gib mir recht das innre Wesen, einen rechten Christensinn. 8 nun, ich weiß, daß das Ver— langen, dir in Wahrheit anzuhangen, ist ein Werk von deinem Geist; und so wirst du ja vollenden, daß das Werk von deinen händen dich dereinst noch ehrt und preist. Harl Johann Philipp Spitta, 1801— 1859 295⁵5 270 Streben nach der Vollendung des heiles Hesekiel 55, 11. Weise: Vater unser im Emm 15³⁵ 27⁰ ⁰. . 1 So wahr ich le⸗be, spricht dein Gott, mir ist nicht 6⁵ ———— P lieb des Sün⸗ders Tod; viel-mehr ist dies mein Wunsch und GW 5½——— —— — will, Bos-heit 6n. Wa und 2 Dies Wort bedenk, o Menschen⸗ kind, verzweifle nicht in deiner Sünd; hier findest du Crost, heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3 Doch hüte dich vor Sicherheit; denk nicht: Es ist noch gute Seit, ich will erst fröhlich sein auf Erd, und wann ich lebensmüde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4 Wahr ists: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 205 er von Zün⸗——.— ——5 1e still, von de ner le⸗ ben mit mir e-wig⸗. 5 Gnad hat dir zugesaget Gott vonwegen Christi Blut und Cod; zusagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6 heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Ceib und Seel dort brennen muß. 7 hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den RKugenblich, eh mich der schnelle Cod hinrüch, aufdaß ich heut und jederzeit zu meiner heimfahrt sei bereit. Johann Heermann, 1585- 1647 22.·..SScII — „•. E — ist nicht — nsch id —— ei⸗ner — — ig⸗lich. jet Gott und Lod; pollt sollt; dir Kund, Stund. gehre dich, s ündern sich; 0 und rot, hlgat tot. Buß tbrennen muß. f du mir, um zu dit nblich, 0 hinrüch, derzeit ei bereit. 10⁴¹ . 1585 Reue über die Sünde 271 Weise: lich Gott, verlaß mich nicht. 164 —————————— —64———— Spar dei-ne ße—0 5 von ei⸗ nem du weißt We wann du mußt aus die⸗ ser IIIIIIII Jahr zum an-dern; Welt weg-wan-dern. Du mußt nach dei-nem Cod — ———. 1 vor Got-tes An —— * scht; ach den⸗ flei⸗ hig dran. 2 Spar deine Buße nicht, bis daß du alt wirst werden; du weißt nicht Seit und Stund, wielang du lebst auf Erden. Wie bald verlöschet doch der Menschen Lebenslicht, wie bald ist es geschehn! Spar deine Buße nicht. 3 Spar deine Buße nicht bis auf das Codesbette, zerreiße doch beizeit die starke Sündenkette, denk an die Todesangst, wie da das herze bricht, mach dich von Sünden los. Spar deine Buße nicht. 4 Spar deine Buße nicht, weil du bist jung von Jahren, da du erst Cust und Freud willst in der Welt erfahren. Spar dei ⸗ne=ße nicht. Die Jungen sterben auch und müssen vors Gericht; drum ändre dich beizeit. Spar deine Buße nicht. 5 Spar deine Buße nicht; dieweil du noch kannst beten, so laß nicht ab, vor Gott in wahrer Buß zu treten. Bereue deine Sünd; wenn dieses nicht geschicht, weh deiner armen Seel! Spar deine Buße nicht. 6 Spar deine Buße nicht, ach ändre heut dein Ceben und sprich: Ich hab mein Herz nur meinem Gott ergeben, ich setz auf Jesum Christ all meine Suversicht; so wirst du selig sein. Spar deine Buße nicht. Johann Friedrich Stark, 1680— 1756 19 297 272 Streben nach der Vollendung des Heiles weise: Herzlich lieb hab ich dich. Straßburg, 1577 * 27²— 1 Zu dir, Herr Ie iu, kom⸗-me ich, nach⸗ Mich drü⸗cket mei-ner Sün⸗-den Last, sie IRR— DPPP— öꝑSPSPSPPPI‚........ 5 dem du mich so mil-dig-lich zu dir hast hei-ßen 1.— mir kei⸗ne 2 noch Rast; würd sie mir nicht be— SEEEEEEEEE aonte men. 5 so müßt dar ⸗ un ⸗ ter ich ver⸗ nom-men, — PP. ——— mi.—— 15— 1 * +— EEEEE him-mel selbst nicht rein, ich müßt ein Uind des To⸗-des rai ae . 2 Herr Christ, Went 155 und Licht, mein G. r Sn und Licht, er⸗qui⸗ cke 5 und laß mich nicht. 2 Zu dir steht meine Suversicht, das feste Schloß, der Schild und ich weiß von keinem helfer nicht Hort, ohn dich, o Urzt der Sünder. der Mittler und der Gnadenthron, All andre Helfer sind zu schlecht, des Vaters Herz und liebster Sohn du bist allein vor Gott gerecht, Herr Jesu Christ, des Todes Überwinder, das glaube ich, das glaube ich, die Freistadt und der sichre Ort, ach stärk in solchem Glauben mich! 298 burg, 1577 Hampf wider die Sünde 273 3 hinfort will ich nun jederzeit ermüden, wird doch deine Hand auf mich zu nehmen sein bereit mir immer wieder helfen auf, dein Joch, die sanfte Bürde. um zu vollenden meinen Lauf. Darunter find ich Fried und Ruh, Herr Jesu Christ, ich wachs und nehm im Guten zu; durch dich allein, durch dich al— und ob ich drunter würde lein aus Schwachheit, die dir ist be- kann ich hier und dort selig kannt, sein. Johann KAnastasius Freylinghausen, 1670—1739 2. Kampf wider die Sünde weise: Christus der ist mein Ceben. 53956. SForm der Weise im Anhang Nr. 1. Melchior Vulpius, 1609 275 ach bleib mit dei- ner Gna⸗ de bei EEEEE uns, Herr Je- su Christ, daß uns hin-fort nicht S————— .. scha ⸗de des bö ⸗ sen Fein-des List. 2 dch bleib mit deinem Worte dein' Gnad und all Vermögen bei uns, Erlöser wert, in uns reichlich vermehr. aufdaß uns hier und dorte, sei Güt und heil beschert. 5 Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, 5lsch bleib mit deinem Glanze daß uns der eind nicht trutze, bei uns, du wertes Licht; noch fäll die böse Welt. dein' Wahrheit uns umschanze, 6 ee 0 Ach bleib mit deiner Treue S bei uns, mein Herr und Gott; 4dch bleib mit deinem Segen Beständigkeit verleihe, bei uns, du reicher Herr; hilf uns aus aller Not. Josua Stegmann, 1588— 1632 299 274 27⁵ Streben nach der weise: O du Liebe meiner Ciebe. Vollendung des Heiles 17⁴⁵ 27⁴⁰— Bleibt bei dem, der ... eu⸗ret⸗wil⸗len auf die Er⸗-de der, um eu-ern Schmerzzu stil⸗len, tausend Schmerzen — —.—— ì—— drn dem, der ein⸗zig blei ⸗bet, 1— sich nahm —..— wenn auch al⸗ ter-⸗geht, der, wenn al-les — ——— di.. ——— auch zer⸗stäu⸗ bet, 2 Alles schwindet: Herzen brechen, denen ihr euch hier ergabt, und der Mund hört aufzusprechen, der euch oft mit Trost gelabt, und der Arm, der euch zum Stabe und zum Schilde ward, erstarrt, und das Ruge schläft im Grabe, das euch sorgsam einst bewahrt. 3 llles stirbt: Das Irdsche findet in dem Irdischen sein Grab; alle Cust der Welt verschwindet, und das herz stirbt selbst ihr ab; sie⸗gend ü-berm Stau-be steht. irdsches Wesen muß verwesen, irdsche Flamme muß verglühn, irdsche Fessel muß sich lösen, irdsche Blume muß verblühn. A Doch der herr steht überm Staube alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube, hoffe, lieb und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet, und der geben kann, was bleibt; der, wenn ihr euch ihm verschreibet, euch ins Buch des Lebens schreibt. Marl Johann philipp Spitta, 1801—1859 Offenbarung Johannis 2 und 5. — 170⁴ — 275⁵56⸗ re fort, 1— 500 ——— ———— fah-re fort, Si⸗on, fah-re r⸗ de Mampf wider die Sünde 275 S. fort im Licht! Ma⸗che dei⸗nen 1— ter bel ⸗ — laß die er⸗ ste Lie ⸗be nicht, c. stets die 1W—.——— 3bens- quel⸗ le.——— 3on,——88 3ge durch die —.—————— en ⸗ ge Pfort! Fah ⸗ re fort, sah re fort! 2 Leide dich, leide dich, 5 Dringe ein, dringe ein, Sion, leide ohne Scheu Sion, dringe ein in Gott! Trübsal, Hngst mit Spott und Stärke dich mit Geist und Leben, hohne! sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben. Sion, in die Kraft statt Heuchel⸗ Sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich!„deinge ein, örhige ein! i 3 Folge nicht, folge nicht, 6 Brich herfür, brich herfür, Hion, folge nicht der Welt, Hion, brich herfür in Kraft! en 15 dichsucht groß zu machen; weil die Bruderliebe brennet, achte michts hor Gut und Held, zeige, was der in dir schafft, Asbeunen, t“ ihr Lachen. der als seine Braut dich kennet. Sion, wenn sie dir viel Lust ver— Zion, durch die dir gegebne Cür folge nicht, folge nicht! spricht, brich herfür, brich herfür! 4 prüfe recht, prüfe recht, 7 halte aus, halte aus, Sion, prüfe recht den Geist, Sion, halte deine Creu! der dir ruft zu beiden Seiten; Laß doch ja nicht lau dich finden, tue nicht, was er dich heißt, auf, das Kleinod rückt herbei; laß nur deinen Stern dich leiten. auf, verlasse, was dahinten! Sion, das, was gut scheint oder Sion, in dem letzten Kampf und schlecht, Strauß halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1670— 1745 501 prüfe recht, prüfe recht! Streben nach der Vollendung des Heiles Weise: O Gott, du Gott.— 47—3 S.— 27⁰ 11 Gib mir ein from-mes herz, du das soll— Reich-tum sein, den E Ge⸗ber al-ler Ga ich be-gehr zu ha⸗ben. .. — 22————. L——.——— 40. mein Schatz und schön-ste Pracht, denn fromm sein . wird bei Gott und 2 Gib mir ein frommes Herz in allem meinem Denken, wenn sich mein eitler Sinn auch will zum Bösen lenken. Ach schrecke mich doch ab von der Gottlosen Weg und führe mich, o Gott, den rechten himmelssteg. 3 Gib mir ein frommes hHerz, das sich nicht laß verführen; laß deinen guten Geist dasselbe kräftig rühren. Herr, laß mich nimmermehr auf böses Beispiel sehn, vielmehr mit aller Treu in Christi Spuren gehn. 4 Gib mir ein frommes Herz, wenn ich viel Böses höre, daß die Gewohnheit nicht mich auch zuletzt betöre. 502 ⸗geln hoch ge- acht't. Schleuß meine Ohren zu, gib deinem Worte Uraft; das sagt, du forderst auch von Worten Rechenschaft. 5 Gib mir ein frommes Herz, wenn ich die Welt betrachte, daß ich die Eitelkeit und Sündenlust verachte. Es muß die schnöde Welt mit ihrer Lust vergehn, den Frommen aber bleibt der Himmel offen stehn. 6 Gib mir ein frommes herz, daß ich fromm sei und bleibe und nur, was dir gefällt, in meinem Leben treibe. Heut fromm sein, morgen bös und so in Wankelmut bald Guts, bald Böses tun, stürzt in die Höllenglut. 5 herz. bleibe l, E. j; tun, . 7 Gib mir ein frommes herz, daß ich nicht von dir weiche und nicht der schnöden Welt in ihren Sünden gleiche. Ich will von ihrem Tun mich sondern gänzlich ab und in der Frömmiglheit beharren bis ins Grab. 8 Gib mir ein frommes herz, so wird mirs auch wohl gehen; du wirst mein Beistand sein, wenn Unglückswinde wehen. Den Frommen ist ja Gnad und hilfe zugesagt, wenn die verdiente Straf der Bösen Rotte plagt. Uampf wider die Sünde 277 9 Gib mir ein frommes Herz, so kann ich selig sterben und als ein Gotteskind das Himmelreich ererben. Im himmel wird ja einst die Frömmigheit gekrönt, die auf der Erde nur von Bösen wird verhöhnt. 10 Gib mir ein frommes herz! Wenn du mir das wirst geben, so will ich dankbar sein in meinem ganzen Leben, so wird mein Herz und Sinn sich lenken himmelwärts; drum bitt ich noch einmal: Gib mir ein frommes Herz! Johann Friedrich Stark, 1680— 1756 weise: Herr Christ, der einig Gottssohn. 15²⁴ 27⁷ LIOV 2 867 Je⸗-su, Gna⸗den⸗son ne, wahr⸗haf⸗tes Ulaß Le⸗ben, e Deu ne mein blö-des 7 6E E Le-⸗bens-licht, An⸗ ge⸗ sicht! nach dei- ner Gnad er⸗freu⸗ en E — —...—.— und mei⸗nen Geist er⸗neu ⸗en; mein a ver⸗— mirs nicht. 2 vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Sorn verschwinden und hilf mir gnädiglich, laß deine Friedensgaben mein armes hHerze laben. Ach Herr, erhöre mich! 3 vertreib aus meiner Seelen den alten Hdamssinn Und laß mich dich erwählen, aufdaß ich künftighin mich deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 30³ 278 4 Befördre dein' Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis, Herr, durch dein heilig Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 5 Mit deiner Uraft mich rüste, zu kreuzgen mein' Begier und alle bösen CLüste, aufdaß ich für und für der Sündenwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. 6llch zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann Streben nach der Vollendung des Heiles und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7 Nun, herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 8 Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, und steh mir kräftig bei. LCudwig Kndreas Gotter, 1661—1755 Weise: Jesus, meine 165⁵⁵ . Him-mel- an un-sre Bahn; wir sind bis wir dort nach Aa-na-an durch die — 2 annn 58.—— S— An Gä⸗ste nur auf Er⸗ den, Wü⸗ste kom⸗ men rn we=den hier ist un ⸗ser Z,... Pil⸗ ahn 910 ⸗ben un ⸗ ser Va⸗ ter ⸗land. 2 himmelan schwing dich, mein Ein von Gott erleucht'ter Sinn Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Siel erlesen. 304 kehrt zu seinem Ursprung hin. 3 Himmelan! Die Welt kann dir nur geborgte Güter geben; llen . sir Stärke, Mut; werke, d tut; „ men r Gnaden, en neu: llen ei. 2. 1651—175 deine himmlische Begier muß nach solchen Schätzen streben, die uns bleiben, wenn die Welt in ihr erstes Nichts zerfällt. 4 himmelan, ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn ich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 5 himmelan, denk ich allzeit, wenn er mir die Tafel decket und mein Geist hier allbereit eine Kraft des himmels schmecket. Nach der Kost im Jammertal folgt des Cammes Hochzeitmahl. 6 himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, Eigene Weise. Kampf wider die Sünde 279 daß mein herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 7 himmelan wird mich der Tod in die rechte heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 8 himmelan, ach himmelan, das soll meine Cosung bleiben; ich will allen eitlen Wahn durch die himmelslust vertreiben. Himmelan steht mir mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1672— 1757 Heinrich Ludwig Hartmann, 1828 270 11505 3mel⸗ an, nur him ⸗-mel- an was die 2r, wün⸗ kann 22—— 1 soll der Wan-del i auf Er-den nicht, dort erst ganz ge⸗schehn, ——. Freu ⸗-de wech-selt hier mit Leid. Richt 2— + Ii 1 2. E —.————— lne t. 4—.—— auf zur Herr-lich-keit dein Un ⸗ ge ⸗ sicht. 50⁵ 27⁰ 2 himmelan schwing deinen Geist jeden Morgen auf; kurz, ach kurz ist, wie du weißt, unser Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, präg ins Herz mir den Beruf, mach mich getreu. 3 himmelan hat er dein Siel selbst hinaufgestellt; sorg nicht mutlos, nicht zu viel um den Tand der Welt. Flieh diesen Sinn; nur was du dem Himmel lebst, dir von Schätzen dort erstrebst, das ist Gewinn. 4 himmelan erheb dich gleich, wenn dich Kummer drückt, weil dein Vater treu und reich stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts weiß man von den Sorgen nichts; sei himmlisch frohl 5 himmelan wallt neben dir alles Volk des Herrn, trägt im himmelsvorschmack hier seine Casten gern. O schließ dich an, kämpfe drauf, wie sichs gebührt, denke: Huch durch Leiden führt die himmelsbahn. 6 himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach; eil, weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach. 306 Streben nach der Vollendung des Heiles Er litt und schwieg. Halt dich fest an Gott wie er, statt zu klagen, bete mehr, erkämpf den Sieg. 7 Himmelan führt seine hand durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertraͤuter gehts zum Himmel hin. 8 himmelan führt dich zuletzt selbst die Todesnacht. Seis, daß sie dir sterbend jetzt kurze Schrecken macht, harr aus, harr aus! ö Auf die Nacht wirds ewig hell; nach dem Cod erblickst du schnell des Vaters Haus. 9 halleluja! Himmelan ö steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu in Ewigheit. ö ö 10 Halleluja singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein zur Ruh in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Chrone stieg, hilft auch dir zu deinem Sieg; gelobt sei er! Johann Gottfried Schöner, 1749— 1818 9 hel; u cchnel . en nahn, Uampf wider die Sünde 280 Eigene Weise. 15⁵⁵ 280 —5 r. khurr ruf zu ver⸗leih mir Gnad zu die-ser Frist laß dir, Herr Je⸗su Christ, ich ·DP DPBPii‚i‚i‚i‚‚ bitt, er ⸗ hör mein Kla⸗gen; mich doch 236 ver ⸗ za⸗gen. Den rech-ten ·— —————— Wn Glau-ben, Herr, ich mein, den wol ⸗lest du mir ge ben, dir zu le ⸗ 6⁰——— *.— 5——.—.———5 ..—— +— Pq—I sein, deiin Wort zu hal ⸗ten eben. 2 Ich bitt noch mehr, mein Herr und Gott, du kannst es mir wohl geben: Daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben, voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird michs ewig reuen. 3 verleih, daß ich aus Herzens⸗ d den§einden mög vergeben; 85 verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein' Speis laß allweg sein, damit mein' Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich von dir möcht kehren. 4 Laß mich kein' Lust noch Furcht idieserteltabwenden, 8 fest bleiben bis ans End gib mir, du hasts allein in händen. Und wem dus gibst, der hats um⸗ sonst; es mag niemand erwerben, noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett't vom Sterben. 507 281 5 Ich lieg im Streit und wider⸗ streb; hilf, o Herr Christ, dem Schwa⸗ chen! An deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Streben nach der Vollendung des Heiles Kommt nun klnfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße, kein' zu große Gefahr mich von dir kehr. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Um 1526 Weise: Seelenbräutigam. 1698 2— W 2— 28LEGS 1 Je-su, geh vor-an auf der Le-bens⸗ 33556 234—.— bahn, und wir wol ⸗len nicht ver⸗ wei ⸗len, — —. S——— dir ge ⸗ treu⸗ lich nach ⸗ zu: ei ⸗ len, führ uns +I——.—. Pxiͤ an der hand bis ins Ba: ter land. 2 Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3 Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, 0o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4 Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem LCauf deine Türe auf. Nikolaus Cudwig von Sinzendorf, 1700— 1760. 308 her, so wehr, e, . t lassen. Um 1525 he Lege, fege oo-I weise: Einer ist Mönig. Uampf wider die Sünde 282 282N0N Je⸗-su, hilf sie-gen, du Für⸗ste des Le-bens! üwie sie ihr höllli⸗sches heer nicht ver⸗ge⸗bens . HD.——.————.——— — 3*————.—, Sieh, wie die Fin⸗ster⸗ mäch⸗tig auf- füh-ret, nis drin⸗get her-⸗ mir schäd⸗lich zu sein. 1— III.— —— HSSII Sa⸗tan der sin net auf al⸗-ler-hand Rän⸗ke, E EEEEEEE wie er mich sich- te, ver 2 Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen: die mein Gewissen mir täglich 2 ür. Ach laß mich schmecken dein kräf⸗ tigs Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen! 3 Jesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde ⸗stö⸗re und krän⸗ke. und sich mein tiefes Verderben dar— legt, so hilf, daß ich vor mir selbst mag erröten, und durch dein Leiden mein sünd⸗ lich Fleisch töten. 4 Jesu, hilf siegen und lege ge⸗ fangen in mir die Cüste des§leisches und gib, daß bei mir lebe des Geistes Ver⸗ langen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. Taß mich eindringen ins göttliche Wesen, so wird mein Geist, Ceib und Seele genesen. 509 285 5 Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen ge⸗ schenkt und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hin— lenkt. Laß mich mir sterben und allem dem Meinen, daß ich mich zählen kann unter die Deinen. 6 Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn sich die Kräfte der Lüge auf⸗ blähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn! Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7 Zesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja und schlum— merst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich ver— treten, Streben nach der Vollendung des Heiles der du versprochen, mein Für⸗ sprech zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermü⸗ dung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8 Jesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verder— ben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüch⸗ tertes Reh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Seichen des Sieges erlang, so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du o held, dich so mächtig erwiesen! Johann heinrich Schröder, 1667— 1699 weise: Von Gott will ich nicht lassen. 157⁵ 2..—.— 285 E E ö Hommt, Kin-der, laßt uns ge-hen, der es ist ge: fähr:⸗ lich ste ⸗ hen in n Hür⸗ zu sein. Ermü⸗ decken, luntern wechen. n alles windet Derder⸗ nur seh, ten sich findet, rschüch⸗ es Reh, Grunde Seelen Seufzen nählen. 5 mirs ꝛlingen, Sieges erlang, d Dank singen, frohem Gesang. werden priesen, mãchtig wiesen! 661—1b9 157⁵ A⸗bend kommt her-bei; die ⸗ser Wü⸗ ste ⸗ nei. Kommt, stär-et eu-⸗ ern EEEEEEEEEEE Mut, zur E⸗ wig-keit zu wan⸗dern von ei- ner Kraft zur an- dern; es 2 Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem! Ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte grad nach Jerusalem. 3 man muß wie Pilger wandeln frei, bloß und wahrhaft leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden, wir brauchens nur zur Not. 4 Ist gleich der Weg wohl enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt, es ist doch nur ein Weg; laß sein, wir gehen weiter, wir solgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. ist das En-de gut. 5 Wir wandeln eingekehret, verachtet, unbekannt; man siehet, kennt und höret uns kaum im fremden Land; und höret man uns ja, so höret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da. 6 Uommt, Uinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Critt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken. Ach ja, wir habens gut! 7 Ein jeder munter eile, wir sind vom Siel noch fern; schaut auf die Feuersäule, die Gegenwart des Herrn. Das Kug nur hingekehrt, da uns die Liebe winket und den, der folgt und sinket, den wahren KHusgang lehrt. 511 284 8 Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Cieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an: ein jeder sei der Kleinste, doch wohl auch gern der Reinste auf unsrer Ciebesbahn. 9 Uommt, laßt uns munter wan⸗ dern, der Weg kürzt immer ab; ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Sleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut! weise: Sollt ich meinem Gott. n——— der Weise im 2——.— Nr. 11. 284HU 1 set Uin der Welt der 6UU—.— sei-nem Vor-bild fol-— auf der Bahn, die er Streben nach der Vollendung des Heiles 10 Es wird nicht lang mehr wäh⸗ ö ren halt noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn, wann wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen. Wie wohl, wie wohl wirds tun! 11 Drauf wollen wirs denn wa— es ist wohl wagenswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten; es soll nur Jesus sein. Gerhard Cersteegen, 1697— 1769 Johann Schop,— ———.— uns mit Je⸗-su zie⸗hen, Welt ent⸗ flie⸗hen, . uns 9—85 ‚ im⸗mer-fort zum . r e—4 ir⸗ disch noch schon Hirm⸗ lisch sein, Him-mel rei i sen, und Rect glau⸗ ben le⸗ ben rein, in der .r w,. Lieb den Glau⸗ ben 312 wei sen. Treu⸗ er ommen men. irds tun! denn wa⸗ en W igen, vert. ein, ꝛiten 109moh Schop, 16I ..— je⸗ hen, e⸗hen, Hampf wider die Sünde 285 E bleib bei mir; ge⸗ he 2 Casset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht droben reich. Tränensaat die erntet LCachen, Hoffnung tröstet die Geduld; es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 3 Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, vor, 5 fol ⸗ge dir. unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. + Lasset uns mit Jesu leben. Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder, wo du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier und dort ewig auch bei dir. Sigismund von Birken, 1626—-1681 Weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form der Weise im Anhang Nr. 5. Hans Leo Haßler, 1601 285 pen mich dein von dir laß GS treu ⸗ er Gott und herr, mich bei dei⸗ner a . wan-⸗ken, gib mir—.— IR sein und blei-ben, du mich nichts trei-ben, halt Herr, laß mich nur nicht 2 8 ⸗keit; da ⸗für will SS—I ich dir dan ken in al ⸗le E: wig keit. Nikolaus Selnecker, 1550— 1592 20 315 286 Streben nach der Vollendung des Heiles Matthäus 26, 41. weise: Straf mich nicht. 280 EO SS EEEE 1(Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗ reit, wa⸗che, daß dich nicht die bö⸗se Seit un⸗ver⸗ fleh und be⸗te, hofft be⸗ tre⸗ te; W0 vie ⸗-le From⸗men 2 aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe; und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. 3 Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten; wache auf, sonst wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Hugen haben. 4 wache, daß dich Satans Cist nicht im Schlaf erblicke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 514 denn es ist Sa-tans List EEE ü⸗ber —— zur Ver-such-ung kom-men. 5 Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, daß dich nie. falsche Brüder fällen, die dir Netze stellen. 6 Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7 Bete aber auch dabei, mitten in dem Wachen; denn der Herr der muß dich frei von dem allem machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8 Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Heind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9 Ddoch wohl gut, es muß uns alles glücklich gehen,* wenn wir ihn durch seinen Sohn Weise: Machs mit mir, Gott. Kampf wider die Sünde 287 im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir glaubend bitten. 10 Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Seit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Johann Burchard Frenstein, 1671— 1718 Johann Hermann Schein, 1628 287——— 1 en nach, spricht Chri-stus, un-ser Held, Ver-leug net euch, ver-laßt die Welt, ——— mir nach, ihr Chri⸗sten al ·le! folgt mei-nem Ruf und Schal-le; 655. r nehmt eu⸗ er — E. Kreuz und Un-ge⸗mach auf euch, folgt mei-nem Wandel nach! 2 Ich bin das Licht, ich leucht euch mit heidem Eugendleben, fät wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandelnsoll. 3 mein herz ist voll Demütigkeit, voll Ciebe mein Gemüte; mein Mund der fleußt zu jeder Seit von Sanftmut und von Güte; mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4 Ich zeig euch das, was schädlich zu fliehen und zu meiden is, und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmels— pfort. 515 288 5 Fällts euch zu schwer, ich geh ich steh euch an der Seite, 05 ich kämpfe selbst und brech die bin alles in dem Streite.. Ein böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6 wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie nach hause führen. Streben nach der Vollendung des Heiles Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Sier. 7 so laßt uns denn dem lieben Herrn mit unsrem Kreuz nachgehen und wohlgemut, getrost und gern in allem Leiden stehen; wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, 1624—1677. Strophe 4 Susatz um 1700 5— Weise. 17⁰⁴ — e.DD 288 ES 119. Durch⸗-bre⸗cher al-ler Ban-de, der du bei dem Scha-den, Spott und Schan-de lau⸗ter 6EEE E EE im⸗-mer bei uns bist, Lust und Him-mel ist, 6 EE wi⸗der sern ü⸗be fer-ner dein Ge⸗rich⸗te r. bis dein treu⸗ es —.— n dem Ker⸗ker hin. NR⸗ damesun I 355.5— —.—.—— n —*—. An ⸗ge⸗sich te uns führt aus 2 Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hiezu wohnt in dir die Hülle aller Weisheit, Cieb und Stärk, 516 daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und aus diesem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 3 Schau doch aber unsre Metten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ob der Geist sich auch zuzeiten schon auf etwas Bessers schickt. 4 Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie dus nötig findest, tue noch vor unsrer Abschiedszeit. Aber unser Geist der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, welcher Seit und Maß gebricht. 5 herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End! Denn die Last treibt uns zu rufen, Eigene Weise. Uampf wider die Sünde 289 alle schreien wir dich an: Seig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 6ach, wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein! Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz volllkommen und verkläret in dein Bild. Der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 7 Ciebe, zeuch uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säu⸗ laß uns nur nicht lässig sein; en wirds doch sein, als ob wir träu⸗ men, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666—1714 289 1 Rin⸗ge recht, wenn Got-tes Gna- de dich nun — ů ——— ——— 2 2 zie ⸗ het und be⸗kehrt, 6 dein Geit sich 36 ent⸗ — 2n en ,e. de von der Last, die ihn be⸗schwert. 2—— denn die Pfort ist enge und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3Hämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Feind dir widerstreben, werde weder matt noch weich. 317 290 (4Ringe, daß dein Eifer glühe und die erste Ciebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Ciebe hält nicht Stich. 5 Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Seit gereuen, wärs auch Tag und Nacht getan. 6 hast du denn die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu tun. 7Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines heils mit ittern wahr; hier in dieser Ceibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8 halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast; recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. wWeise: Wachet auf. 290 11 2 stet euch, ihr Chri-sten-leu⸗te; Wapp-net euch mit Got- tes Wor⸗te —.— 16———— ..— Streben nach der Vollendung des Heiles 9 Caß dein Kuge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit, bleibe Tag und Nacht in Waffen, fliehe träge Sicherheit. 10 wahre Creu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 11 wahre Treu kommt dem Ge— tümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 12 dies bedenket wohl, ihr Strei⸗ ter, streitet recht und fürchtet euch! Geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. Johann Joseph Winckler, 1670—1722 1599 D DD die und Fein⸗de su käm⸗pfet frisch an je⸗ 55. eur be⸗ Hentt un⸗ver-sehrt. 518 chen euch zur Beu⸗te, dem Or ⸗te, R ja, Sa⸗tan selbst hat da-mit ihr blei⸗-bet Ist euch der Feind zu Hnei hier ist Im⸗ gaffen haffen, it der düͤnde ieg, inde, Strei⸗ ter, euch! , lreich. 570—17⁷⁷ ä—— ma⸗- nu-el! ho⸗ SS ie⸗-sen held, und wir be— 2 Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die LCahmen; wo ist des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Siel, da ist Freude. Wohlan, soseid zum Rampfbereit, so krönet euch die Ewigkeit. 3 Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre, kurz, kurz ist unser Cebenslauf. Wann Gott wird die Toten wecken und Christus wird die Welt er— schrecken, si⸗ an⸗ Uampf wider die Sünde 291 r na! Der Star-ke fällt durch T—. — hal-ten mit das Held. so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt; daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. + Jesu, stärke deine Uinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Wwilhelm Erasmus Rrends, 1677—17 Phil. 2, 12. weise: Wie nach einer Wasserquell I15 set, schaf⸗ bau-et nicht G eu⸗-re Se⸗ lig keit; ge-gen-wärt-ge Seit, son-dern schau-et e. Französischer Psalter, 1551 .—.— 35. fet, Men⸗ 998 20 schaf⸗ fel wie fre⸗che Sün-der nur auf SSSSDSDS. ü⸗ber euch, 319 291 Streben nach der Vollendung des Heiles 2.— rin-get nach dem him- EENT euch auf Er-den, wie ihr 2 Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Sleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allen übel oder wohl gefallen. 3 Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja, daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4 Selig, wer im Glauben käm⸗ pfet; selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet; selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach. Wer den himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 52⁰ EEEEEE mel⸗reich und be⸗mü-het mö-⸗get se⸗lig Wer den. 5 Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6Mit der weltsich lustig machen, hat bei Christen keine Statt; fleischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. UAch, bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frohem Herzen sicher wolle tun und scherzen. 7 Furcht muß man vor Gottstets tragen, denn der kann mit Leib und Seel uns zur Hölle niederschlagen. Er ists, der des Geistes Gl und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8 Und dann schlagt die Sünden⸗ ied welche UHdam in euch regt, 23.— in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht gelegt; hauet händ und Füße ab, was euch ärgert, senkt ins Grab, denket oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9 Sittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Weise: Meinen Jesum laß ich nicht. UMampf wider die Sünde 292 Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Urmen ins Gericht; gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10 Amen, es geschehe, Umen! Gott versiegle dies in mir, aufdaß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Cudwig Kndreas Gotter, 1661— 1755 292 1 See⸗le, was er⸗ n du ie die doch bald ver ⸗zeh-ren sich, EEE gärte die ⸗ser Er ⸗ den, gar nich te wer⸗ den? n e s ZBernerdre und sein Licht, U. les an ⸗ dre hilft dir nicht. in den ganz und 2 Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3 Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4 Fliehe die unselge Pein, so das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal sein, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 321 293 Streben nach der Vollendung des heiles 5 Geh einfältig stets einher, 7 Laß dir seine Majestät laß dir nicht das Siel verrücken; immerdar vor Hugen schweben; Gott wird aus dem Gnadenmeer laß mit brünstigem Gebet dich, den Kranken, wohl erquicken. sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. alles andre hilft dir nicht. 6 Du bist ja ein Hauch aus Gott 8 Sei im übrigen ganz still, und aus seinem Geist geboren; du wirst schon zum Siel gelangen; drum versinke nicht im Tod, glaube, daß sein Liebeswill bist du doch zum Reich erkoren. stillen werde dein Verlangen. Suche Jesum und sein Licht, Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 1684—1754 weise: Wie nach einer Srann Psalter, 1551 385——— 5 295SS 2 11 Sei ge⸗treu bis an das En-de, dau⸗re Lei⸗dest du gleich 2 Stän⸗de, mußt du G al⸗les red-lich aus. dul⸗ den e Strauß, .n n e E ist nt w wert der d so dein Je-sus ach, das Cei-den die⸗-ser Seit dir will ge-ben dort in je-nem Freu-den-⸗ 1ei ben. 2 Sei getreu in deinem Glauben, der geschlossen in der Tauf, laß dir dessen festen Grund deinem Gott nicht wieder auf; ja nicht aus dem herzen rauben; fange an ein besser Leben, sage den Gewissensbund, sei Gott stets zum Dienst ergeben. 52² — 2 ö weben; eben. t, till, langen; vill igen. in Licht, t. 1684—17⁵ʃ salter, 1551 3 Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; an dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hat betrübt. Denke, wie dein heiland tat, als er für die Feinde bat, so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben. 4 Sei getreu in deinem Leiden, lasse dich kein Ungemach von der Liebe Jesu scheiden, murre nicht in Weh und llch. hilft denn was die Ungeduld? lich, sie häufet nur die Schuld. Der trägt leichter, wer das träget mit Geduld, was Gott aufleget. weise: Was mein Gott will. 294⁴ Kampf wider die Sünde 5 Sei getreu in deinem Hoffen; hilft Gott gleich nicht, wie du willt, er hat bald ein Mittel troffen, daß dein Wünschen werd erfüllt. Hoffe fest, Gott ist schon hier, sein herz bricht ihm gegen dir. Hoffe nur, Gott ist vorhanden; Hoffnung macht dich nicht zu Schan⸗ den. 6 Sei getreu in Todesnöten, fechte frisch den letzten Streit. Sollt dich gleich der herr auchtöten, das ist ja das letzte LCeid. Wer da recht mit Jesu ringt und wie Jakob ihn bezwingt, der gewißlich wird obsiegen und die Lebenskrone kriegen. nach Benjamin Prätorius, 16356— 1674 16.——— 29⁴4—— 9705 Gott ge⸗treu, halt nen Bund, o leg die-sen Stein zum er⸗ sten Grund, bleib Mensch, in dei-nem Le-ben; ihm al⸗lein er ⸗ ge-ben. Denk an den Hauf in SSEEEEEEEE dei-ner Tauf, da I— DDDSEEEEDEEEE er sich dir ver-schrie-ben bei sei⸗nem E⸗ wid ⸗keit als lie-ben. 323 Va⸗ter dich zu 29⁴ Streben nach der Vollendung des Heiles 2 Sei Gott getreu, laß dich den der Trübsal nicht abmebrene ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? Dies höchste Gut macht rechten Mut. Kann seine huld dir werden, nichts Bessers ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. 3 Sei Gott getreu von Jugend auf, laß dich kein' Cust noch Ceiden in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden. Sein' alte Treu wird täglich neu, auf sein Wort kannst du bauen. Was er verspricht, das bricht er nicht, drauf sollst du kühnlich trauen. 4Sei Gottgetreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad zur Brustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden; wo diese Wehr steht um dich her, da ist dir wohl geraten. 5 Sei Gott getreu, sein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt 32⁴ in Urmen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt immerfort ohn alles Wanken stehen. 6 Sei Gott getreu, der immer sich läßt treu und gnädig finden. Streit unter ihm nur ritterlich; laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den Sügel nicht. Wär je ein Fall geschehen, so sei bereit durch Buß beizeit nur wieder aufzustehen. 7 Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden, er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden; und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 8 wirst du Gott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Himmel dir aufsetzen. Da wirst du dich dann ewiglich in seiner Treu ergötzen. Michael Franch, 1609—1667 en. immer sich inden. itterlich; en jen, n den Lod yenden, ler Not den; igen, en. ꝛiben trei, , er sei, en, Ergebung im Leiden 295 3. Ergebung im Leiden 3—5 Weise. * 10 ö Ena den 43305 98 Cauf voll-en-de, . u, sei du mein Le⸗bens-licht, mein Stab, mein P Hort, mein Schutz. lich Gott, ver- laß mich nicht 2 ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen. Gib mir den guten Geist, gib Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft. lich Gott, verlaß mich nicht! 3 dch Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus Herzensgrunde; ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde. Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir. ach Gott, verlaß mich nicht! 4ach Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen, ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Umts, die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt. Ach Gott, verlaß mich nicht! 5 dach Gott, verlaß mich nicht, ich bleibe dir ergeben. hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Ungesicht; hilf mir in Not und Cod. (ich Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 1659— 1725 32⁵ 296 297 — gar bis an das du doch von mir BE 1 2 wie lang wird doch erhöhet sein mein§eind; Gott, tu mich hören! Erleucht auch recht die Hugen mein und tu mir, Hherr, gewähren, daß ich nicht, ach, dem Tod ent— schlaf, und daß mein Seind nichts Urges ö schaff und rühm, er hab gesieget. 3 Und ob ich fiel in Sünd und Leid, Iun mein§eind würd hoch sich freuen, WaMN ich hoff in dein' Barmherzigkeit und singe dir, dem Treuen. 32⁰ Weise: 4— tiefer Not. 5314 15. En⸗ 13— wen⸗den! 4———*— ra ten mir in mei: — für mich äng sten noch inm Her Streben nach der Vollendung des Heiles r 15²⁵ 35 30 Gott, w wie 3.— ver⸗— du mein, wohl Ach Gott, wie 969 das nt⸗ litz dein tust DTEE wie lang soll ich selbst ——*— ner Seel und für und Mein herz freut sich in deinem heil; der mich begabt mit gutem Teil, des Namen will ich preisen. 4 Dem herren Gott vom Himmel⸗ Lob, Ehr und Preis ich leiste,—ũ—: Gott Vater, Gott dem Sohn des— gleich und Gott dem heilgen Geiste. Sein' Herrlichkeit, Barmherzig⸗ keit, Großmächtigkeit und heiligkeit sei ewig und ohn Ende. Matthäus Greyter, 4 1551, ältestes Cied im ev. Gottesdienst zu Straßburg. Weise:— unser im. 15³ —— 297He——— ach Gott, wie henpnche⸗ Hher⸗ ze⸗ leid be⸗ burg, 1525 eiste. mherzig⸗ heit, iligkeit ——.—.—.—5.— —— 0 0 n geg⸗ net mir die ⸗„ser Seit! Der süna . Eee,—.— Weg ist trüb⸗ 0W0 voll, den ich zum him⸗ mel —,——— Wie schwer 9905 läs wan deln soll. set Sleisch 2 G Blut sich zwin- gen 2 wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn; bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der hat getraut auf Jesum Christ. 3 Zesu, mein Trost und hilf allein, wie süß ist mir 020 Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr, kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost der linderts fein. 4 Ob mir gleich Ceib und Seel verschmacht't, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht. Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? Mi 29—* 23—7 2, zu dem 5 Uein' beßre Treu auf Erden ist denn nur bei dir, Herr Jesu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht ver— läßt; dein' Wahrheit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6 Jesu, mein' Freud, mein' Ehr und Ruhm, meins Herzens Schatz und mein Reichtum, ich kann ja doch nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann. Wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wirds erfahren mit der Tat. 7 Drum hab ichs oft und viel gered't: Wenn ich an dir nicht Freude hätt, so wollt den Tod ich wünschen her, ja, daß ich nie geboren wär; denn wer dich nicht im Herzen hat, der ist gewiß lebendig tot. Gut! 327 298 8 wenn ich mein' Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 9 Drum will ich all mein Cebetag das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, Eigene Weise. 298— Streben nach der Vollendung des Heiles es dient zum Besten allezeit; hilf mir mein' Sach recht grei⸗ fen an, daß ich den Cauf vollenden kann. 10 hilf mir auch zwingen Sleisch und Blut, vor Sünd und Schande mich behüt, erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein' Be— gier, o mein heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, 1547— 1606 175⁵⁸ E 1 Alales ist an Got-tes Se-gen und an sei-ner al-les Geld und Gut. . Wer auf Gott sein' Hoff-nung un⸗ver⸗le⸗ . ei ⸗ — ⸗tzet, der Des hält ganz nen be en hel- den-mut. 2 der mich hat bisher ernähret 3 Diele mühen sich um Sachen, und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderbar geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein helfer sein. 528 die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was Genügen pflegt zu bringen und man jetzt gar selten find't. . ezeit; echt grei⸗ fen an, den kann. zen Hleisch und Blut, lich behüt⸗ uben rein, allein. mein' Be⸗ gier, bei dit! . 15f1—l6b6 17⁵³ ——— —— sei⸗ner 4 hoffnung kann das herz er⸗ quicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5 Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, es hat alles seine Seit. Weise: Was Gott tut. 299 Ergebung im Leiden Ich hab ihm nichts vorzuschrei⸗ ben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6 Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn; ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 17. Jahrhundert Severus Gastorius, 1681 * 209— I —.— Nuf Gott und und dem, der nicht auf mei- nen Rat will mich er⸗schaf-fen hat, mit .——5 E— — 2—— x ich mein Glück stets Darn. Er, der die gan; zer Seele trau⸗en. — ö e. 5——. 2 E——.— Welt all- mäch=-tig hält, wird mich in 4 2 2———.———— E e, nn:n, — 5.—.— mei⸗ nen Ca⸗ gen als Gott und Va⸗ter tra-gen. 2 Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3 Gott kennet, was mein hHerz be⸗ chn sirtt. Wrt; und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, 21 329 300 Streben nach der Vollendung des heiles wenns seine Weisheit litte. Gesundheit, Ehre, Glück und Er sorgt für mich Pracht stets väterlich. sind nicht das Glück der Seelen. nicht, was ich mir ersehe, Wer Gottes Rat sein Wille der geschehe. vor Hugen hat, A Zst nicht ein ungestörtes Glück dem wird ein gut Gewissen weit schwerer oft zu tragen die Crübsal auch versüßen. als selbst das widrige Geschick, 6 Was ist des Lebens herrlich— bei dessen Cast wir klagen? keitꝰ Die größte Not wie bald ist sie verschwunden! hebt doch der Cod, was ist das Leiden dieser Zeit? und Ehre, Glück und Habe Wie bald ists überwunden! verläßt mich doch im Grabe. hofft auf den Herrn, 5 An dem, was wahrhaft glücklich& hilft uns gern! macht Seid fröhlich, ihr Gerechten; läßt Gott es keinem fehlen; der herr hilft seinen Knechten! Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Psalm 57, 5. weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form der Weise im Hnhang Nr. 5. Hans Leo Haßler, 1601 8— 18. 5655öö.—— ——— Be ⸗fiehl du dei ne we⸗ ge, und der al ⸗ler⸗treu-sten Pfle- ge des, ‚DSPSPSPSPSPSPSPSISSISII + 1 was dein her-ze kränkt, der den him-mel lenkt; der Wel: Ken, Lut da IEEEE Win-den gibt We-ge, Lauf und Bahn, der wird auch ——— SE., we⸗ge fin-den, da dein Suß ge- hen kann. 350 ich und Pracht Seelen. 2 Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich garnichts nehmen; es muß erbeten sein. 3 Dein' ewge Treu und Gnade, 0o Dater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4 Weg' hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Tun ist laͤuter Segen, dein Gang ist lauter Licht, dein Werk kann niemand hindern, dein' Urbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun. 5 Und ob gleich alle Ceufel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Sweifel Gott nicht zurückegehn. Was er sich vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Sweck und Siel. 6 Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, Ergebung im Leiden 300 mit großen Gnaden rücken. Erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 23 Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht! LCaß fahren, was das herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll; Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8 Ihn, ihn laß tun und walten; er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9 Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Ceile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Ungst und Nöten schweben, so frag er nichts nach dir. 10 Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 331 301 Streben nach der Vollendung des Heiles 11 Wohl dir, du Uind der 12 Mach End o herr, mach Du hast und trägst davon Wene an aller unser Not; V mit Ruhm und Dankgeschreie stärk unsre Füß und hände den Sieg und Ehrenkron; und laß bis in den Tod Gott gibt dir selbst die Palmen uns allzeit deiner Pflege in deine rechte hand, und Treu empfohlen sein, und du singst Freudenpsalmen so gehen unsre Wege dem, der dein Leid gewandt. gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, 1607-1676 weise: Klles ist an Gottes Segen. 17⁵⁸ 50HU Uend-lich bricht der hei- 5e Tie⸗-gel, Bn und der Glaub— sein Sie-gel, gleich dem Gold im Feur Le Wwähel szu des him-mels hiinenrie— höch-sten§Freu- den wer 5 nur durch tie-fe n. L ei⸗-den Got⸗tes Lieb⸗ lin⸗ ge ver ⸗klärt. A Unter Leiden prägt der Meister 3 Leiden bringt empörte Glieder in die Herzen, in die Geister endlich zum Gehorsam wieder, sein allgeltend Bildnis ein. macht sie Christo untertan, Wie er dieses Leibes Töpfer, daß er die gebrochnen Kräfte will er auch des künftgen Schöpfer zu dem heiligungsgeschäfte auf dem Weg der Leiden sein. sanft und still erneuern kann. 332 1607 1676 17³⁸ 4 Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5 Leiden stimmt des herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6 Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 7Ceiden macht im Glauben gründ⸗ lich, macht gebeugt, barmherzig, kind⸗ Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. Weise: Jesus Christus herrscht. Ergebung im Leiden 302 8 Brüder, solche Ceidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kundgemacht, wenn sie mancher Schmerz durch⸗ wühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9 wenn auch die gesunden Kräfte zu des guten Herrn Geschäfte wurden willig sonst geweiht, o so ists für sie kein Schade, daß sie ihres Führers Gnade läutert in der Prüfungszeit. 10 IZm Gefühl der tiefsten Schmer⸗ zen dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan; und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 11 wir, auf Erden noch zurücke, heften unsre Sehnsuchtsblicke immer mehr auf jene Welt. Völlig werden wir verbunden, wenn im Glas der Wallfahrts⸗ stunden einst das letzte Sandkorn fällt. Nach Marl Friedrich Harttmann, 1745—1815 Theophil Stern, 1856 502ER 1 Fort⸗ge⸗kämpft und fort⸗ge⸗run⸗gen, bis zum —— 6I Zie le durch⸗ge- drun-gen muß es, ban⸗ge See=le, sein! 35³ 303 I Streben nach der Vollendung des Heiles 6655 die 99—8 Dun⸗ kel hei⸗ ten wird dein hei⸗land 13 0 be⸗ 2 Bei der hand will er dich fassen; scheinst du gleich von ihm verlassen, glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude danken, bald umgibt dich Trost und Licht. 3 Bald wird dir sein Antlitz scheinen; harre, hoffe bei dem Weinen, stets beglückt dich seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Ciebe, kann nur lieben, Wonne wird bald deine Qual. 4 wende von der Welt die Blicke, schau nicht seitwärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit. Nur zu deinem Jesu wende Hug und herz und Sinn und hände, bis er himmlisch dich erfreut. 5 Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft herausgezogen seiner HUllmacht treue Hand. Eigene— Ai ten; Mut spricht er den Schwa— chen ein. nie zu kurz ist seine Rechte, wo ist einer seiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? 6 Schließ dich ein in deine ammer, geh und schütte deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz. Kannst du dann nurtiefempfinden, aber keine Worte finden, klag ihm schweigend deinen Schmerz. 7 Kräftig ist dein tiefes Schweigen, Gott wird sich als Vater zeigen, glaube nur, daß er dich hört; glaub, daß Jesus dich vertreten, glaube, daß, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8 nun, so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes Untlitz wagen, flehen, ringen fort und fort. Gläubig werd ich überwinden; was ich bitte, werd ich finden, er gelobts in seinem Wort. Johann Kaspar Cavater, 1741—1801 Jakob Hintze,—ᷓ8 505 OUEE 118 Gib dich 35⁴ zu⸗ ihm ruht frie-den und sei stil⸗le al-ler Freu-den Fül⸗le, ein. hte, te, 9 fand? Kammer, ammer wfinden, „ deinen Schmerz. hweigen, zeigen, hört ertreten, eten, währt. jerzagen, wagen, jort. inden inden, t. II80 hirtze, I 0 — —— — 2 sil⸗L il⸗ le, Ergebung im Leiden 303 SrE in dem Got⸗te dei⸗ ohn ihn mühst du dich nes Le⸗bens; ver ⸗-ge⸗bens; er h8 —. Gbb Quell und dei ne Son ne, scheint täg⸗lich hell zu e 6⁰⁰⁷— DDID—.— DIII dei ⸗ner. Won-ne. 2 Er ist voll Cichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmer⸗ Kreuz, Angst und Not—— kann er bald wenden, ja, auch den Cod hat er in händen. Gib dich zufrieden! 3 Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Cränen und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4 Wann gar kein einzger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster wer⸗ d und zu deinem Besten schauen. 2—. Gib dich zu ⸗frie⸗ den! Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Seit, dirs abzunehmen. Gib dich zufrieden! 5 Er hört die Seufzer deiner See⸗ und des Herzens stilles Klagen, 8 und was du keinem darfsterzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Hrmen Bitten. Gib dich zufrieden! 6 Laß dich dein Elend nicht be⸗ zwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen. Denn wann du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden! 35⁵ 305 7 Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren; er hat die hand voll aller Gaben, dran See und Land sich müssen laben. Gib dich zufrieden! 8 Der allen vöglein in den Wäl— dern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den SFel⸗ alle Tage tränkt und speiset, 3 der wird viel mehr dich einzgen füllen und dein Begehr und Rotdurft stillen. Gib dich zufrieden! 9 Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel; wo ich such, ist nichts zum Besten. Denn das ist Gottes Ehrentitel, helfen, wann die Not am größten. Wann ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10 Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, 556 Streben nach der Vollendung des Heiles glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11 Es kann und mag nicht an⸗ ders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des HUreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab; da wird sichs enden. Gib dich zufrieden! 12 Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Ceibs und allem Bösen. Es wird einmal der Cod herspringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 13 Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt, 1607— 1676 Frommen. nicht an⸗ werden, iden her Erden, ermeiden. chanden, löͤsen NBanden Bösen. an zu den Scharen treuen, gefahren, freuen, E Ergebung im Leiden weise: Jesu, meine Freude. 304·30⁵ ———— 1656 3041 hei⸗mat mei-ner Lie-be, Ziel der wo mein Je ⸗ sus wei ⸗let; Frie⸗dens⸗ heil gen Crie⸗ be, stadt, es ei let Ort der dir mein Seh- nen zu! sel ⸗gen Ruh, Herr, wie lang werd ich 19% 3255 an die Er-⸗den⸗ Si E. not ge⸗bun ⸗den, zäh-len Cag und Sini den? 2 Swar sollt ich nicht zählen, sollte mich nicht quälen; denn die Seit entflieht, und ich kann mit Freuden sehn, wie durch das Leiden mich mein Jesus zieht. Näher stets zur Heimat gehts. Folgt ich nur dem Liebeszuge auch im Liebesfluge! 3 Doch ich geh so träge auf dem Lebenswege meinem Jesu nach, dankend halb, halb zagend, nach dem Husgang fragend weise: Wer nur den lieben Gott. und mit manchem llch. O wie schwer ward mirs bisher, ganz mir selber abzusagen und mein Kreuz zu tragen! 4 Lehr mich stiller gehen, treuer auf dich sehen, den ich oft betrübt. Jesu, voll Erbarmen hast du ja mich Krmen je und je geliebt. Caliter Güt ist's, die mich zieht hin zum Siel der heilgen Triebe, zu dir, meine Ciebe. Franz Härter, 1797— 1874 Georg Neumark, 1657 305 E E herr, ma⸗che mei⸗ ne See=le stil⸗le denn es ge ⸗schieht ja nur dein Wil=le, 55⁷ 305 Streben nach der Vollendung des heiles 65 EE bei je ⸗ dem den, das mich kränkt; hitts. der der al-les mir zum Be-sten lenkt. ei al⸗les än⸗dern kann, und was du tust, ist wohl-ge-tan. 2 Du führst uns auch auf rauhen Wegen zu deiner Kinder Seligkeit; von jeder Trübsal ernt ich Segen, ist dir nur, Gott, mein Herz ge⸗ weiht. Der Husgang wird stets herrlich sein, siehts gleich der blöde Geist nicht ein. 3 Drum laß mich stille sein und hoffen, wenn du mir Prüfung hast be⸗ stimmt; dein Vaterherz steht jedem offen, der seine Suflucht zu dir nimmt. Wer still in seiner Fügung ruht, mit dem machst du es immer gut. Auns bleibt oft, was uns frommt, verborgen; genug für uns, daß dus erkannt. Wie oft sind unsre Wünsch und Sorgen voll Torheit und voll Unverstand! Du leitest uns auf ebner Bahn und lässest uns kein Unheil nahn. 338 5 Nur du erkennst, o Gott, das Beste, und dies erwählt dein Vaterherz. Mach mich in diesem Glauben dann überwältigt mich kein Schmerz. Ich dulde mit Gelassenheit; was Gott will, das gescheh allzeit. 6 Die Stunde wird doch endlich kommen, die mich von aller Not befreit; denn einmal führst du deine From⸗ zur völligen Sufriedenheit, W und dann wird ihnen offenbar, daß nur dein Rat der beste war. 7 Dort ernt auch ich von meinen Plagen auf ewig selge Früchte ein; dort wird mein herz statt aller Klagen nur voll des frohen Lobes sein: Der herr, der für mein heil ge⸗ wacht, hat alles, alles wohl gemacht. Johann Samuel diterich, 1721—1797 ott, das Beste, aterherz. Glauben feste ch bein Schmerz. it; hallzeit. endlich lommen, efreit ne Hron⸗ men it, fenbar, ste wal. meinen Plagen in att aller Hlagen es 90 eil ge⸗ 90 macht. N Ergebung im Leiden Weise: Rus tiefer Not. 500— du willst, so schicks mit mir im allein zu 11 Herr, wie Le⸗ ben 0— mich, Herr, nicht ver S der⸗ben! 306 3507 Straßburg, 1525 .— —.* B,. dir steht mein' Be⸗ gier; laß i Er⸗halt n nur in =.....— ö nit.,..:. en. dei ⸗ ner huld; sonst wie .—.— ————— duld, denn dein Will ist 2 Zucht, Ehr und Creu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte. du willst! Gib mir Ge— —— 2 der dbeste. 3 Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, herr, nur deine Gnad, Behüt mich, Herr, vor falscher Cehr daß es gescheh mit Freuden. und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. Mein'n Leib und Seel befehl ich d o herr, ein selig End gib mir durch Jesum Christum. Kmen. Maspar Bienemann, 1540 1591 weise: Ich hab mein' Sach Gott. 1601 50716 de herr Gott, hilf in die-ser IEEEE 6 mei ne CTür klopft , bei zu die⸗ser not! An an der TCod. Steh du mir 4——.—. itee i. rist, Herr Ze ⸗ su Christ, 339 308 Streben nach der Vollendung des heiles Co 2 Ist es dein Will, zieh aus den Pfeil, der mich verwundet; hilf und heil. Rufst du zum frühen Tode mich, der Con bin ich; mach ganz ihn oder ihn zerbrich. 3 Nimmst du den Geist von dieser Erd, tust dus, daß er nicht böser werd, und daß er frommen herzen nicht mit falschem Licht entwende Trost und Suversicht. 2* 4 Cröst, Herr Gott, tröst! Die Krankheit steigt, und Seel und Leib dem Schmerz sich beugt. Nach deiner Gnad steht mein Be— zu mir dich kehr, gehr; denn außer dir ist hilf nicht mehr 5 hin rinnt mein Leben, es ist um, still wird es bald; mein' Sung ist stumm, mag nicht mehr stammeln nur Ein Die Kraft ist fort, all meine Sinne sind verdorrt. Weise: Was mein Gott will. =des bist! 6 Darum, o herr, nun ist es Seit, führ selbst hinfürder meinenstreitl Ich bin gar schwach, du stärke mich; fest halt ich dich, wie grimm der Heind auchstelle sich. 2** IN Sie ⸗ger 7 Gesund, Herr Gott, ich bin ge⸗ sund! Es preiset dich mein Herz und Mund! Ins Leben wiederum ich kehr; dein Cob und Lehr will ich aussprechen immer mehr. 8 wie es auch geh, dein ist mein Herz, bis einst mich faßt des Todes Schmerz. Wohl muß ich einmal ihn bestehn mit schwerern Wehn vielleicht, als jetzo wär geschehn. Doch trag ich Seindes hohn und CTrutz getrost, herr, unter deinem Schutz. Du hast die Kraft mir angefacht, dein ist die Macht, und ohne dich wird nichts voll⸗ bracht! nach Huldreich Swingli, 1484— 1551 Frankreich, 16. Jahrhundert 30Hr 1 Ich hab in Got-tes herz und Sinn mein was 3⁴⁰ bö-⸗se scheint, ist mir Ge-winn, der st! tes Seit, enStreitl rhemich. ttellesich. herzʒ 5 Codes Schmerz n bestehn geschehn. john und Crut mSchuß ngefacht hts vold bracht! 1184M—1561 ahthunden Ergebung im Leiden 308 — Herz und Sinn er- 9e ben; Cod selbst ist mein Le⸗ ben. + Ich bin ein Sohn des, der vom ·SPSPISSSIIIIIII Thron des him-mels al-les len-ket; ob er gleich 42—— ‚SꝗSPIPSPII.II schlägt und Kreuz auf⸗ legt, in 2 Das kann mir fehlen nimmer⸗ mehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen fest zu stehen. Halt ich dann stand, weiß seine hand mich wieder zu erhöhen. 3 Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Seit, Ort und Stund ist ihm be— zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4 Fürwahr, der dich geschaffen hat und sich zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat Lieb er mein ge- den-ket. ersehen und beschauet aus wahrer CTreu, was dienlich sei dir und den Deinen allen. Laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen. 5 Wanns Gott gefällt, so kanns nicht sein, es wird zuletzt dich freuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und hHuld wird sich doch endlich finden; all Ungst und Gual wird auf einmal gleich wie ein Dampf verschwinden. 6 Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände. Nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist 541 309 Streben nach der Vollendung des Heiles dadurch sein Nutz entstehe und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 7 willst du mir geben Sonnen— schein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst Weise: O Welt, ich muß dich lassen. und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 8 Soll ich dann auch des Todes und finstre Straße reisen, 2. wohlan, so geh ich Bahn und Steg, den deine Hugen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 1607— 1676 Heinrich Isaak, 1559 500 Ich hab in SISIIII Glück em-pfun-den und Freu-den oh- ne gu-⸗ ten Stun-den des Le-bens Sahl; so — will ich denn ge-las-sen mich auch in Lei- den öSDSS. fas⸗sen; welch Ce⸗ ben 2 Ja, herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 34⁴2 hat nicht 3 Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Ceben mehr lieben als den herrn; dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. sei ne Gual? . es Codes Weg 1 Steg, 160.—1515 Iaab, 1539 4 LCaß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5 Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Ergebung im Leiden 310 Auch auf des Codes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6 Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken; der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Weise: Nun freut euch, lieben Christen. 15²⁴ . 310 113ch steh in nicht Er⸗ den-⸗ mei⸗nes her- ren Hand und not, nicht Er-den-tand 31 —— EI will drin ste ⸗hen bles mich dar ⸗ aus ver ⸗ trei ben. an 36 Und wenn zer⸗ SPPP fällt die gan ⸗ze Welt, wer sich an ihn und wen er hält, wird wohl— 2 Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein herz es froh und unverzagt und läßt sich garnicht grauen. be⸗ hal- ten 3 Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen; ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen. Denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 54⁴⁵5 311 Streben nach der Vollendung des heiles 4 Ja, wenns am schlimmsten mit 5 Und meines Glaubens Unter⸗ mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint; pfand ist, was er selbst verheißen, daß nichts mich seiner starken hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht er ist doch nimmermehr mein Feind er bleibet meine Suversicht. und gibt nur Liebesschläge. 553 O Welt, ich muß lassen. Ich will ihn ewig preisen. Marl Johann Philipp Spitta, 1801— 1859 Heinrich Isaak, 1559 — 3118583 A.— EEET — al⸗len mei⸗ nen 5 ten laß ich den Ln e, ———— höch-sten ra-ten, der — al-les kann und 47 er 6.— muß zu al len Din⸗ gen, solls an-ders wohl ge— lin ⸗gen, selbst ge-ben Rat 2 nichts 98 es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells in seine Gunst. 3 Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir beliebet, das hab ich auch erkiest. 34⁴4 ——I Er den, n d———— und Tat. 4 Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir nützt. 5 Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch Geduld. hen hand icht en. „ 1801—1859 Iaah, 1559 2—— ch den el 2 ohl ge⸗ 1t Cat. Iden, aden, gen, letzen, nütt. 6 Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zuhanden, so tröstet mich sein Wort. 7 at er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihn überstehn. Eigene Weise. 512 dich hab 1 In 6— hilf, daß huch ——.— „wig⸗ lich zu Psalm 31. Spot ⸗ te. 312 Ergebung im Leiden 8 Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß die rechte Seit. 9 8o sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe; dein Vater in der Höhe weiß allen Sachen Rat. Paul Fleming, 1609—1640 Straßburg, 1560 ———— ich ge ⸗ hof⸗ set, Herr! . —.—.— werd, noch zu Schan-den Das bitt ich 6• E dich, er⸗ hal⸗ te mich in 2 Dein gnädig Ohr neig her zu mir, hör mein Gebet, tu dich herfür, eil bald, mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh; hilf mir in meinen Nöten. dei⸗ ner Treu, mein Got-te! 5 mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein' Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten wider mein' Feind, der' gar viel seind an mir auf beiden Seiten. 22 54⁵ 313 Streben nach der Vollendung des Heiles 4 Du bist mein' Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein' Hilf, mein heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not. Wer mag mir widerstreben! 5 Mir hat die Welt trüglich ge— richt't mit Lügen und durch falsch Gedicht viel Netz und heimlich Stricke. Herr, nimm mein wahr in der Ge— fahr, bhüt mich vor falscher Tüche. 6 herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine hände! O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 7 Glorie, Cob, Ehr und herrlich— keit sei Vater, Sohn und Geist bereit, dem allerhöchsten Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Kmen. Adam Reißner, 1496— 1575 Weise: Meinen Jesum laß ich nicht. 167⁴ 315 —— ——— Mei⸗ne See⸗le hund er-war⸗-tet We ⸗ge wil⸗len-los in des 2 meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Code schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 546 — sen ⸗ ket sich hin in ru⸗ hig⸗ lich sei ⸗ ner Di. Got-tes herz und hän ⸗de Ziel und En- 5REREE de. lieget still und — lieb⸗-sten Va⸗ters Schoß. 3 Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. befehl ich dir, beich nicht von mir, nde! . herrlich⸗ heit ist bereit, n. Amen. 1496-1575 gedenken, 1en sicht mbränhen. höpfer zu fuh. 4meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das herze bricht, trifft und ängstet nur die heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5 Meine Seele klaget nicht; denn sie weiß von keinen Nöten, hängt an Gottes KUngesicht Weise: Himmelan, nur himmelan. 314 Ergebung im Leiden auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. 6 Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden; also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleichwie ein stilles Meer voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winchler, 1670— 1722 Heinrich Tudwig Hartmann, 1828 2 2 DE—— 544S 11 See: le, ruh in je: der Racht Was dir so viel Aum-mer macht, 4 ... 6——.— still in Got-tes Schoß!! ist dein Den ken bloß.“ PPP — weiß ja al: les, 558, es ist dir gut. 2 Sag, erzwingst du ein Geschick, wenn du ihm nicht traust? Uch, weil du mit trübem Blick wenig überschaust, so schau hinauf! Er, dein Gott von Ewigkeit, lenkt durch alle himmel weit der Dinge Lauf. 3 arm war einst der reichste Herr, der nur Gutes tat. ch, nichts Eignes hatte er, keine Lagerstatt nur für sein Haupt. Er, des Vaters Huld gewiß, hat sich durch die Finsternis hinausgeglaubt. 5⁴7⁷ 315 4 Droben lebt er stark und reich, führt die Seinen nach. „Ich bin alle Tag bei euch!“ Der dies ernstlich sprach, bei dir ist er. Gottes Gnad und Kindesrecht hat sein gläubiges Geschlecht. Was willst du mehr? 5 Later, dem ich, was ich bin, in die hände leg, nimm den kummerhaften Sinn aus dem herzen weg. Ich halte dich! Wird der Glaube wieder schwach, läßt der Trost bald wieder nach, so halt du mich! 6 Du, der seinen Sohn mir gab, mache mirs gewiß, welchen Wert im Sohn ich hab; mich erfülle dies Weise: 4. Welt, ich muß dich lassen. 3156— 1 Sein Kreuz—2 sei ä Hherr be⸗schie den in die⸗ser ar- 4KIII— . er uns hin ⸗ ter ⸗ las⸗ sen, das wol⸗— Streben nach der Vollendung des Heiles mit Suversicht. Wenn du diesen Trost mir reichst, nicht von deinem Kinde weichst, so zag ich nicht. 7 Crauen und gehorsam sein ist der Kinder Urt; beides präg mir täglich ein. Scheint ein Weg mir hart, ich bleib ja Kind, greif nach deiner Vaterhand, denk, du bist im Prüfungsstand mir treu gesinnt. 8 Mache mich nur dir recht treu und der Hoffnung voll, daß ich sünd- und sorgenfrei einst dich loben soll. Ich eile fort, freu mich auf den Tag des Lichts, Erdenleiden sind dann nichts. O wär ich dort! Johann Gottfried Schöner, 1749—1818 Heinrich Isaak, 1559 nen Frie-den hat uns der men Welt. Was len wir er⸗ 2 E..—— SIIE sei nem wei⸗-sen Rat ge⸗fällt. mir reichst, de weichst, am sein ch ein. hart, erhand, ungsstand recht treu genfrei des Lichts nichts. ler II.-I518 ich Jaab, 1550 uns der 2 wohl ist sein Kreuz oft drückend, doch wie so süß erquickend ist seines Friedens Wehn! Wir dürfen nicht verzagen, in allen unsern Plagen will er ja treulich bei uns stehn. 3 Er kann uns nicht ersparen, was selber er erfahren auf seiner Pilgerbahn; ihn hat die Welt verhöhnet, mit Dornen ihn gekrönet, geführt den Todesberg hinan. 4 Und wie er war auf Erden, so sind auch seine Herden, die er mit Blut erkauft; sie sind auf seine Ceiden zu gleichem Kampf und Streiten, sie sind in seinen Tod getauft. Eigene Weise. 510 Ergebung im Leiden 316 5 Doch durch sein Blutvergießen wollt er uns ganz erschließen sein ewges Freudenreich. Er hat, da er gestorben, den Frieden uns erworben, dem nichts auf dieser Erde gleich. 6 So gehn auch wir durch Kriege, durch Kreuz und Not zum Siege, durch Tod zum Leben ein, und auf den rauhsten Wegen erblüht uns ewger Segen; das Herbste muß uns nützlich sein. 7 Und daß wir nicht ermüden, so schmecken wir den Frieden des herrn in allem Leid. Wir sind beglückt und fröhlich und schon in Hoffnung selig. Durch Leiden gehts zur Herrlichkeit. Friedrich Weyermüller, 1810—1877 16⁵⁷ —— 2————— —— 1 Solt es— bis-wei⸗len schei⸗nen, als wenn 52 Gott ver-ließ— Sei 6——.— Gott hilft glaub ich dies: 2 hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. —— und end-lich doch ge-wiß. 3 Gleich wie väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hat Gott auch Maß und Siel; er gibt, wie und wem er will. 349 317 Streben nach der Vollendung des heiles 4 Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind,‚ mehr als väterlich gesinnt. 5 will der Feind mir bange machen, ich kann seine Macht verlachen. Trotz dem schweren Ureuzesjoch! Gott, mein Vater, lebet noch. 6 Laß die Welt nur immer neiden; will sie mich nicht länger leiden, ei, so frag ich nichts darnach, Gott ist Richter meiner Sach. weise: Gott des Himmels. Die 9—8 Sorm der Weise im Hnhang Nr. 5. 7 will sie gleich mich von sich treiben, muß mir doch der himmel bleiben; wenn ich nur den Himmel krieg, hab ich alles zur Genüg. 8 welt, ich will dich gerne lassen, was du liebest, will ich hassen, deine LCust ist mir ein Spott, laß du mir nur meinen Gott. 9 Gnug, herr, wenn ich dich nur sag ich allem andern abe. 29—— Legt man mich gleich in das Grab, ach herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tietze, 1641— 1705 Heinrich Klbert, 1642 51²⁰ 115⁷¹. le hal⸗ ten dei-nem Wal⸗ten, stil-le dei⸗ner LCie⸗be —8 ⸗le hal- ten, die von D ——— ——— n hal-ten dei⸗ je mein heil ner zucht, ge⸗sucht, E ja, das will ich, wies auch DD geh, wies auch tu 2 Stille halten ohne Klage, ohne Murren, ohne Crotz; was dazu die Welt auch sage, ich will spotten ihres Spotts. Weiß ich doch, wie gut mir war, still zu halten immerdar. 550 dem 5E„zen weh. 3 wo ichs selber wollte zwingen und es wagen ohne dich, ach, da sanken mir die Schwingen meines Mutes jämmerlich; aber wo ich stille hielt, hast du stets mein heil erzielt. ch von sich treiben, nel bleiben; nmel hrieg, üg. zerne lassen, h hassen, Spott, en Gott. ich dich nur be, abe. 1— das Grab, ch nur hab! ete, I6II Ibõ ich Albert, I6ds Er stil⸗le die von lte zuingen dich, Schwingen erlich zil etzĩell 4Ward es anders auch gewendet, gings durch banges Dunkel oft, immer hat es gut geendet, besser, als ich je gehofft, besser, als bei Tag und Nacht ichs im Herzen ausgedacht. 5 Darum will ich stille halten Tag und Nacht, jahrein und ⸗aus, bricht auch neues zu dem alten Kreuz und Leid herein ins Haus. Weiß ich nur, es kommt von dir, nun, es sei willkommen mir! 6 Du, o herr, gibst Kraft den Deinen und den Schwachen allermeist; darum gib mir deinen reinen, Eigene Weise. 318 K Ergebung im Leiden 318 deinen guten, stillen Geist, daß, es gelte wo und wann, ich dir stille halten kann. 7 In der wellenlosen Stille, überm tiefen Meeresgrund tut sich mir dein Gotteswille in dem klarsten Spiegel kund; da nur kann dein Odem wehn, wo die Stürme schlafen gehn. 8 Wie das Weltmeer seine Masten sicher trägt auf stiller Flut, so, Herr, laß mich deine LCasten tragen mit ergebnem Mut. Mehr mit deinem Frieden ein; laß mich stille, stille sein. Marl Rudolf Hagenbach, 1801—1874 —— ——————— —.——02.—ꝛ—— Z—.—. an— Don Gott will ich nicht laf⸗sen, denn 1 führt mich auf rech ·ter *——— er läßt ging 3 in der 457 6—— wohl ver- sor-gen, wo 2 wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt, so ich mich nur gedulde, Gott Macht und Gnad bewährt, Stra-ßen, sonst — nicht von 34 Er reicht mir sei⸗ ne — 4 im Land. auch sei hilft mir in aller Not, errett't von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Cod. 351 319 3 Kuf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Seit; es kann mir garnicht grauen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein' Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefällt. 4 Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, ja, seinen lieben Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn ins himmels Thron! 5 Tobt ihn mit herz und Munde, da er uns beides schenkt! Das ist ein' selge Stunde, darin man sein gedenkt; denn sonst verdirbt all Seit, die wir zubring'n auf Erden. Wir sollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit. Eigene Weise. Streben nach der Vollendung des Heiles 6 Auch wann die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, kein' Ehr noch Gut bestehet, das vorher war geacht't. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 7 Darum ob ich schon dulde hier Widerwärtigheit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll, die ohne Siel und Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 8 Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben und groß Gnad. Auch Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Cudwig Helmbold, 1552— 1598 Johann Georg Ebeling, 1666 319 α—.* d.. 1 ä äüüt sollt ich—— denn grä-⸗ men? ——.—.—.—— Hhab ich doch Chri- 3—5 noch; wer will mir den SI d—— neh-men? Wer will mir den him-mel rau⸗ ben, elt vergehet Dracht, hestehet, tt. m CLod lben; haben, ott. n dulde t, schulde, gheit, ide, kenne, Wille, . die Hüllle Gnad. Geist ieret, el führet. 0 Preis! bold, 1532-155 Ebelng, iil Ergebung im Leiden 319 6⁰ 3— ... Ren mir Kian Got⸗tes Sohn bei-ge-legt im Glau⸗ben? 2 Arm und bloß lag ich am Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; arm und bloß werd ich hinziehen, wann ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3 Gut und Blut, LCeib, Seel und ist nicht mein; Gott allein. ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren. ASchickt er mir ein Kreuzzu tragen, dringt herein Ungst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5 Gott hat mich bei guten Cagen oft ergötzt; sollt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6 Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Cod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 7 Uann uns doch kein Tod mehr ö etöten, sondern reißt unsern Geist. aus viel tausend Nöten, schleußt das Cor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zur Himmelsfreuden. 8 Allda will in süßen Schätzen ich mein herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 9 was sind dieses Cebens Güter? Eine hand voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edeln Gaben, da mein hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 10 herr, mein hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Ceben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 11 Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich lieblich werd umfangen. Paul Gerhardt, 1607— 1676 35³ 320⁰ Matthäus 6, 25- 34. Warum sollt ich mich denn grämen. Weise 320„ wa⸗ rum willst du Streben nach der Vollendung des Heiles Johann Georg Ebeling, 1666 ar Herz, al ⸗ler-wärts als ein Hei eee 1—— 22——— S. SSSSEEEE e. sor-gen? Wo-zu dient dein täg uch Grä⸗ men, ö *——.—— — weil Gott will 2 Gott hat dir geschenkt das Le⸗ ben, Seel und Ceib; darum bleib ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken; traue fest, er verläßt nicht, die an ihn denken. 3 Sage nicht: Was soll ich essen? Gott hat dir schon allhier so viel zugemessen, daß der Leib sich kann ernähren. Übriges wird indes Gottes Hand bescheren. AEs ist mehr als Crank und Speisen dieser Leib; darum gläub, daß Gott wird erweisen, daß er Speis und Trank kann geben dem, der sich festiglich ihm ergibt im Leben. 55⁵⁴ in der Still dei⸗ner—1 an⸗ neh⸗men? 5 Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorge nicht, solches tun die Heiden. Schau die Blumen auf den Feldern, wie so schön diese stehn und die Bäum in Wäldern! 6 Sorgt ein vogel auf den Sweigen, wenn er singt, hüpft und springt, wer ihm soll anzeigen, was er essen soll und trinken? Nein, ach nein, er allein folgt des himmels Winken. 7 dch, der Glaube fehlt auf Erden; wär er da, müßt uns ja, was uns not ist, werden. Wer Gott kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. Ebeling, 10b5 28 eh⸗ men? dich sollst kleiden? nicht, n Heldern, V ern! Sweigen, nd springt, rinkenꝰ ein nhen. auf Erden ; ja, 4 benfasen, geblich, 8 wer Gerechtigkeit nachtrachtet und zugleich Gottes Reich über alles achtet, der wird wahrlich nach Verlangen Speis und Crank lebenslang wie im Schlaf empfangen. Laß die Welt denn sich bemühen immerhin; ach, mein Sinn soll zu Jesu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, ob ers oft unverhofft eine Weil verhehlet. 10 nun, herr Jesu, meine Freude, meine Sonn, meine Wonn, meiner Seele Weide, Ergebung im Leiden 321 sorge nur für meine Seelen, so wird mir auch allhier nichts am Leibe fehlen. 11 Alles sei dir unverhohlen, was mir fehlt, was mich quält, großer Gott, befohlen. Sorge du, so will ich schweigen und vor dir nach Gebühr meine Uniee beugen. 123ch will dir mit Freuden danken fort und fort, hier und dort und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Namen! Sei mein Teil, hilf und heil, liebster Jesu! Umen. Caurentius Taurenti, 1660— 1722 Severus Gastorius, 1681 Eigene Weise. 521H 1 1 Was Gott tut „das ist wohl⸗ge ⸗ tan, es 1 wie er fängt mei⸗ne Sa⸗chen an, will bleibt ge- recht sein Wil-le; ich ihm hal ⸗ten stil⸗ e le ..— Gott, der in der 7—ꝛ.—4 Not mich wohl weiß ne. SS 322 Streben nach der Vollendung des heiles 2 was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen händen. 3 Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er, als mein Arzt und Wunder— mann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei. Gott ist getreu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Gnade trauen. 4was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; Eigene Weise ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid. Es kommt die Seit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5 Was Gott tut, das ist wohlgetan, muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6 Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, TCod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Urmen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649- 1708 Frankreich, 16. Jahrhundert 32² EEEA———— ., e. 54 mein Gott will, ge-scheh all-zeit, sein hel⸗ sen dem ist er be⸗reit, der an ihn glau-bet fe⸗ IR Will der ist der n Er hilft aus Not, der —..—.—.— from⸗me Gott, und 805 die Welt ohn Ma⸗ßen. Wer Gott ver⸗ SEEEEEEEEEEE antesin fest 60 ihn baut, den will er nicht ver-las-sen. 356 ben Skommt die Seit, net. wohlgetan, Hschmechen, nem Wahn, ht schrecken, verd ergötzt jerzen; ꝛrzen. wohlgetan, hen. auhe Bahn reiben, nz väterlich Nr walten. ast, 1049-1708 6. Jahrhundert ——.— zeit, sein reit, der —— ł Gott vel⸗ M⸗en. 2 Gott ist mein Trost, mein Su⸗ versicht, mein' Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir ge⸗ will ich nicht Widerstoeben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, aufdaß uns gar nichts fehlet. 3 Drum, muß ich Sünder von der hinfahrn nach Gottes Willen 4 10 zu meinem Gott, wanns ihm ge— wil ich ihm Helten see. Ergebung im Leiden 323 Mein' arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott, Sünd, höll und Tod hast du mir überwunden. 4 noch eins, Herr, will ich bitten du wirst mirs nicht versagen: 3 Wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen. Hilf und auch wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Umen. Vers 1—5 Klbrecht der ältere von Brandenburg, 1490—1568 Eigene Weise. Spätere Form der Weise im kinhang Nr. 12. Französischer Psalter, 1547 52⁵ 1 wenn wir in höch-sten Nö- ten sein EEE — und wis⸗sen we-der aus noch ein 5. Hilf noch Rat, 2 s0o ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich rufen an, o treuer Gott, ob wir gleich sor-gen und fin-den we-der —.— früh und spat; 3 Und heben unser Hug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung um Rettung aus der Ungst und Not und aller Strafen Cinderung, 557 32⁴4 Streben nach der Vollendung des Heiles 4 Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich im Namen deins Sohns JesuChrist, der unser heil und Fürsprech ist. 5 Drum kommen wir, Herr unser Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. Eigene Weise. 6 Sieh nicht an unsre Sünden groß, sprich uns davon in Gnaden los; steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7 Aufdaß von herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hie und dort. Paul Eber, 1511—1569 6565 neumark, 1657 32⁴4 11 5—5 nur den den wird er wun-der-bar al-le⸗zeit, ler Not und Trau-rig-keit.] und hof-fet 0 ihn in al 1 ben Gott 15 wal⸗ 900. ⸗hal⸗ ten Wer Gott, dem bE Ean—. 22 EEEEEEE——.———.— ee Kl⸗ler⸗höch-sten, traut, der hat auf kei-nen Sand ge-baut. 2 was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und lich? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3 man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein' Ullwissenheit es fügt. Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 358 4 Er kennt die rechten Freuden⸗ stunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine heuchelei, so kommt Gott, eh wirs unsversehn und lässet uns viel Guts geschehn. 5 Denk nicht in deiner Drangsals⸗ hitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß Gott der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Siel. —2 nden groß, laden los; d bei, agen frei, önnen wit anken dir, ziem Wort, und dort. „ 1511-1569 umark, 1657 hreuden⸗ stunden, hlich señ uerfunden helei, usversehn sgeschehn. rangsab⸗ hitze ssen eit Hohe sie Ke peist t viel Ziel. b Es sind ja Gott sehr leichte Sachen und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Urmen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen Ergebung im Leiden 325 7 Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Suversicht kann. auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621—1681 Weise: Nun freut euch, lieben Christen. 15²⁴ 225H9 Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn ge⸗-schieht, was er mir aus- er-sehn, wird al⸗ les Ei: gen⸗ wäh ⸗ len, mirs an kei ⸗ nem feh ⸗ len. führt, so geh ich mit und fol ge wil⸗=lig . ..x Schritt vor Schritt in kind-li-chem Ver ⸗ trau- en. 2 Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Seit und auch in Ewigkeit stets seinen Rat zu ehren. 3 Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ ich ruh in seinen händen. gnügt; Wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiemit ganz heimgestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4 Wie Gott mich führt, so geb ich 3 0 mi in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wun— derlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 559 326 Streben nach der Vollendung des Heiles 5 Wie Gott mich führt, so bleib ich t im Glauben, Hoffen, Leiden;— steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm schei— den? Ich fasse in Geduld mich fest; was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. weise: Was mein Gott will. 6 Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken; kann ichs auch anfangs nicht ver— zuletzt wird ers aufdecken, stran. wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat; dies sei mein Glaubensanker. Campertus Gedicke, 1685— 1755 Frankreich, 16. II 326 66—8——.—.——————.—— Wies Gott ge— fällt, ge-fällts mir auch, ich b mich zu⸗ zei⸗ten beißt der Rauch, und 8——. 3— e ö 2— laß mich gar nicht ir-ren!! wenn sich schon ver-⸗ wir-⸗ren) E sehn, muß es be⸗ 17570 solls 2 wies Gott gefällt, so nehm ichs das andre laß ich fahren. 22 Was nicht soll sein, stell ich dahin. Gott will mich recht erfahren, ob ich ihm will auch halten still, und wird wohl Gnad bescheren; dran zweifl ich nicht. Solls sein(man spricht), so seis; dem kann nichts wehren. 560 ich für⸗ wahr, Gott wirds 3. letzt wohl stel⸗ len. all Sa⸗chen gar, weiß 5 Wie ers er⸗ sein, so seis ohn Quä⸗-len. 3 Wies Gott gefällt, laß ichs ge⸗ ich will mich drein ergeben; zchehn. wollt ich sein'm Willen widerstehn, umsonst wär all mein Streben, dieweil fürwahr all Tag und Jahr bei Gott sind ausgezählet. Ich schick mich drein; solls ja so sein, so seis bei mir erwählet. 8 —— 8 rt, so will ich gehn, nd hechen; Snicht ver⸗ — stehn, terrat führet hat; Sanker. be, 1685—17⁵⁵ Jahrhundert uch, ich auch, und —= —— —. 13— gar, weiß — — — ie ers el⸗ — —— ä⸗len. laß ichs ge⸗ ftehn ben widerstehn, Streben, ihlet. let. 4 wies Gott gefällt, so mags er⸗ in Cieb und auch im Leide; 90 dahin laß ich die Sachen stehn, daß sie mir sollen beide gefallen wohl; darum mich soll Ja oder Rein nicht schrecken. Schwarz oder weiß, solls sein, so seis! Dann wird Gott Gnad erwecken. 5 wies Gott gefällt, da läufts drob laß ich andresorgen;. kommt mir das Glück nicht heut ins Haus, so wart ich sein auf morgen. Was mir beschert, bleibt unverwehrt, ob sichs schon tut verziehen; mich nicht drum reiß. Solls sein, so seis! Wills Gott, ommts ohne Mühen. Ergebung im Leiden 327 6 wies Gott gefällt, nichts weiter von Gott ich sonst begehren; 3 Gott hat gestellet mir ein Siel, so lang wird müssen währen das Leben mein. Ich geb mich drein, auf guten Grund will bauen und nicht aufs Eis. Solls sein, so seis! Will Gott allein vertrauen. 7 Wies Gott gefällt, so nehm ichs will um Geduld ihn bitten.. Gott ist allein, der helfen kann; und wenn ich schon wär mitten in Kngst und Not, läg gar am Cod, so wird er mich wohl retten gewaltger Weis. Solls sein, so seis! Ich gwinns; wer wollt nun wetten? Ambrosius Blaurer, 1492— 1564 weise: Alles ist an Gottes Segen. 17⁵⁸ 527H E EN 1 wun⸗der⸗an⸗fang, herr⸗lich En-de, wo die wunder— r 9 2.—.———— wei⸗sen Hhän⸗de Got-tes füh-ren ein und aus! *—*—.——— 12 E V. ee 22—,,—— Wun⸗der⸗weis⸗lich ist sein Ra- ten, wun-⸗der-herr=lich 25 561 328 Streben nach der Vollendung des Heiles sei-ne Ta⸗ten, 2 Denke doch: Es a so gehen, was Gott weislich heißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit. Ob der KUnfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet; Friede folget nach dem Streit. 3 Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß. So auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4 Mein Besinnen kann ersinnen, wo man könne hilf gewinnen, die Vernunft ist hier zu blind. Ihre halb gebrochnen Hugen nicht in das Verborgne taugen, denn sie allzu blöde sind. 5 weil der herr im Dunkeln wohnet und sein Reich im Trauen thronet, da man glaubt, ob man nicht sieht, bleibt die Sorge wohl beim Sorgen; wer nicht trauen will auf morgen, dem auch keine Hilfe blüht. ö re. und du sprichst: Wo Wills hin⸗aus? 3565 ———————— 6 Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Knfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 7 Fähret er mit dir im Schrecken durch die Dornen, durch die Hhecken, über Stock und über Stein, Berg und Tal und Selsenklüfte, auch durch Feuer, Wasser, Lüfte und was mehr kannschrecklich sein, 8 Casse doch vor nichts dir grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. O Du wirst an den Fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! Heinrich Urnold Stochfleth, 1645— 1708 4-Vorbereitung auf den Tod Eigene Weise. 32 h 168⁷ —.— 5. .e— x Al⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster⸗ben, al-les was da le⸗-bet, muß ver-der⸗ben, soll es hin⸗aus? llen Sachen, mn machen, en frei. efangen, angen, sei. im Schrechen hdie hecken, Stein, delsenklüfte hasser, Lüfte hrechlichsein, 5 dir grauen, ertrauen, Muts. es führen, de spüren, Guts. ngern zähl el nrhole nicht kennt. euz versüßen ien nüsen: klich End! sleth. 1645— 2 Vorbereitung auf den Tod 2 8 328 6 —* 3—— Hleisch ver-geht wie heu; an ⸗-ders wer-den neu. Die⸗ser Leib der muß ver⸗we⸗sen, 2— 20 — Z—.— D ———————..— wenn er an⸗ders soll ge ne⸗-sen zu der gro-tßen 2 77 ů 2 I 2 Herr⸗lich-Reit, die den From-men ist be ⸗reit. 2 Drum so will ich dieses Ceben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des herren Jesu Tod. 3 Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn; er hat mir das heil erworben, drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen die Dreieinigkeit. +Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron; da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5 Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Sahl, wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir, unserm Gott zu Ehrn, ewig Halleluja hörn. 6 O Jerusalem, du schöne, ach, wie helle glänzest du; ach, wie lieblich Cobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne, jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7 lich, ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jetzund werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid, mit der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. 56³ 329 Streben nach der Vollendung des Heiles 8 hier will ich nun ewig wohnen, Ciebste Kinder und Verwandte, liebstes Herz, zu guter Nacht! treue Freunde und Bekannte, Eure Treu wird Gott belohnen, lebet wohl zu guter Nacht! die ihr habt an mir vollbracht. Gott sei Lob, es ist vollbracht. Strophe 1—7 vielleicht von Johann Georg Ulbinus, 1624— 1679; Strophe 8 späterer Susatz. Eigene Weise. Reinhold Succo, 1897 529— Huf, laßt uns— lich sin gen ein gar herr⸗— 908 es klin⸗gen ins , Lied von Tod und Grab letz⸗te Bett hin- ab. —————5 25 —*—.—..—— Hün⸗ gel, kein Ce-ben deckt er zu; der Geist schwingt 6 i0 2 02 Fl ⸗gel und fliegt der hei—-mat zu. 10 Des Fried-hofs sil⸗ 2 Er sagt der grünen Erde Nun kann er ganz verstehen, die letzte gute Nacht; was Gott, was Christus ist. denn Krbeit, Not, Gefährde, Wie wohl ist ihm geschehen, sie sind mit Gott vollbracht, daß er gestorben ist! die Freuden und die Mühen der armen Sterblichkeit. 4 Drum wolln wir fröhlich singen Nun sieht er Kränze blühen ein Cied von CLod und Grab, im Lenz der Ewigkeit. ein Himmelslied soll klingen ins Erdenbett hinab. 3 nun sieht er hell im Lichte, Die Seele hat gewonnen was hier so dunkel war, das ewge Morgenrot des Herzens Traumgesichte, und schaut aus heitern Wonnen des Cebens Rätsel klar. hinab auf Grab und Tod. Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860 36⁴ Herwandte, zekannte, nacht! ollbracht. S päterer Zusatz Id Succo, f 1807⁷ —* gen ein gen ins istshuing jat Zu. erstehen, stus ist. schehen, öhlichf singen 1 Grab, klingen Vorbereitung auf den Tod 330331 Eigene Weise. Form der Weise im Nr. 1. E Vulpius, 1609 330f———————— 1 Chri⸗-stus der ist mein Le-ben, Ster— I———.— D— ben ist mein Ge-⸗ winn. dem tu ich mich er— n— ge⸗ben, mit Iried fahr ich da hin. 2 mit Freud fahr ich von dannen 5 Wenn mein herz und Gedanken zu Christ, dem Bruder mein, zergehn als wie ein Licht, daß ich mag zu ihm kommen das hin und her tut wanken, und ewig bei ihm sein. wenn ihm die§lamm gebricht, 3 Ich hab nun überwunden 6 Alsdann fein sanft und stille, Kreuz, Leiden, Ungst und Not, Herr, laß mich schlafen ein durch seine heilgen Wunden nach deinem Rat und Wille, bin ich versöhnt mit Gott. wann kommt mein Stündelein. 4 Wenn meine Kräfte brechen, 7 Und laß an dir wie Reben mein Htem geht schwer aus, mich bleiben allezeit und kann kein Wort mehrsprechen: und ewig bei dir leben herr, nimm mein Seufzen auf! in himmelswonn und Freud. Anfang des 17. Jahrhunderts Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 1551 2——— 5353——— 1(Freu dich sehr, o mei- ne See⸗ be, und ver⸗ weil dich nun Chri-stus, dein her⸗re, ruft aus SS EE E EEE E giß all Not und Qual, die⸗sem Jam- mer ⸗tal. Aus der Trüb-sal, Ungst und Leid 56⁵ 332 Streben nach der Vollend ung des Heiles — E sollst du fah-ren in die Freud, die kein Ohr 1 .— mals ge-hö-ret, 2 Cag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets vielKreuzbetroffen, daß er mir helf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß er schließe seine Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3 Wann die Morgenröt herleuchtet und der Schlaf sich von uns wend't, Sorg und Kummer daher streichet, Müh find't sich an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wann die Sonn nicht mehr tut scheinen, ist nur lauter Klag und Weinen. 4 Drum, herr Christ, du Morgen— der du ewiglich aufgehst,. sei jetzund von mir nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst. Weise: Wer weiß, wie nahe. die in E-wig-keit auch wäh-ret. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut. Ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 5 Ob mir schon die Kugen brechen und mir das Gehör verschwind't, meine Sung nicht mehr kann sprechen, der Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und himmelspfort; du wirst mich in Gnad regieren, auf der rechten Bahn heimführen. 6 Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, rufet aus dem Jammertal. Seine Freud und herrlichkeit sollst du sehn in Ewigheit, mit den Engeln jubilieren und dort ewig triumphieren. 17. Jahrhundert 18⁰⁵ 332 ů 1 . 1Hal⸗Le„ lu ⸗ ja, sie hat ge schla⸗ Udu Frei⸗statt ge⸗ gen al ⸗le Pla⸗ — Ohr je⸗ wäh ⸗ret. ied und Freud hren heut. t und Straße, nicht verlasse lugen brechen verschwindt, meht kann sprechen, t besinnt, ht, mein hott immelspfort nad regieren, n heimführen. meine deele und Oual, s dein herte mertal. lichkeit igheit, ilieren phieren. u. Vohrhunhen 10⁰⁵ e — , r n nrt gen, die Stun-⸗ 30 da mich Ze:⸗ sus ruft,; gen, sei mir„net, stil-le Gruft!! 601 E rere Dein Tod, dein Cod ver- süßt mir mei⸗-nen ,, e. d.,., Je=su, 2 Gottmensch, Erlöser, sei will⸗ kommen, du meiner Seele Bräutigam; du hast dem Tod die Macht ge— nommen, für mich erwürgtes Opferlamm! :: Dein Cod,: versüßt mir meinen Cod, 0o Jesu, du mein herr und Gott! 3 Was ist der Tod? Der Weg zum Leben! Sei Bote Gottes, mir gegrüßt, schieß deinen Pfeil, ich kann nicht beben, hier ist mein herz, ich bin ein Christ! : Dein Tod,:: versüßt mir meinen Cod, o Jesu, du mein Herr und Gott! 4 Du, der am Ureuz für mich er⸗ blasset, machst mich von allen Sünden rein; du, welchen meine Seele fasset, mein Bruder, wirst mein Richter ½ Dein Tod,: 6 du mein herr und Gott! versüßt mir meinen Tod, o Jesu, du mein herr und Gott! 5 Ich weiß, an welchen Herrn ich glaube, ich kenne dich, du guter Hirt, der meinen Leib aus seinem Staube einst glorreich auferwecken wird. : Dein Tod,: versüßt mir meinen Tod, o Jesu, du mein herr und Gott! 6 Jehova, Mönig aller Thronen. nun wird mein aufgelöster Geist in jenen heilgen höhen wohnen, wo man dich ewig, ewig preist. :: Dein Cod,: versüßt mir meinen Cod, o Jesu, du mein Herr und Gott! 7 O stört mich nicht mit euren Klagen, singt Psalmen ihr. die ihr mich liebt; ihr findet mich in wenig Tagen da, wo es keine Tränen gibt! :: Dein Tod,:: versüßt mir meinen Tod, o Jesu, du mein herr und Gott! 567 333 Streben nach der Vollendung des Heiles 8 halleluja, dem Herrn sei Ehre! Dein Tod, Wo schwingt sich meine Seele hin? versüßt mir meinen Tod, Ich seh der Seraphinen Chöre lobsingend mir entgegenziehn. o Jesu, du mein herr und Gott! Gottlieb Konrad Pfeffel, 1756- 1809 Weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form im Anhang Nr 5. Hans Ceo Haßler, 1601 5535H 4—————— 1186h bin ein Gast auf Er ⸗ den und der Him- mel soll mir wer ⸗den, da 1. 6—. 2 E= DI— —— I— — hab hier kei ist mein Va Vu nen Stand; ter ⸗land. hier rei⸗ ich dis zum Gra- be, dort in der * ew ⸗ gen Ruh ist Got» tes 8 ů — 29—— Gna⸗-den-ga-be, die schleußt all Ar»beit zu. 2 was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 5 Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch' Kngst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuld't, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 568 1 4 so gings den lieben KAlten, an deren§Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am guten Rat, sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt' in des Grabes Schoß. 5 Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und LCeid; was will ich besser leben als solche große Ceut? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 5„„— ⏑2— e ———23——38343—.—.......2.. Lod, T und Gott! fel. I3-1809 eo Haßler, 1601 —— —. den und hen, da bis zum I Got · tes Vorbereitung auf den Cod 6 So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Selt. Ich wandre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 7 Mein' Heimat ist dort droben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8 Su dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wen'ger find ich Freud, die meinem Geist gefalle; das meist ist Herzeleid. 9 Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will. Eigene Weise. 33⁴ RKomm, mach ein selig Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Urm und Kraft! 10 wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Siel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 11 Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nebst andern leuchten soll. 12 Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast. Da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, 1607— 1676 ————— d 64— i. 35⁴ 1 Ich hab mein Sach Gott heim⸗-ge⸗-stellt, er 2 x ů ——— +V machs mit mir, wies ihm 9e fällt. Soll ich all⸗ 369 Wi der⸗streb'n — 1 I . sein'm Wil-len iu ich mich er ⸗ Jehmn. 2 Mein' Seit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß und Siel. Es sind gezählt die haare mein, beid, groß und klein; fällt keines ohn den Willen sein. 3 Es ist allhie ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall; des Bleibens ist ein' kleine Seit voll Müh und Leid, und wers bedenkt, ist stets im Streit. heut sind wir frisch, gesund und stark, und morgen liegen wir im Sarg; heut blühen wir wie Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 5 Man trägt eins nach dem an⸗ dern hin, wohl aus den Hugen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 6 lich, herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal, auch haben hie kein'n Hufenthalt, 370⁰ davon muß bald Gelehrt, Reich, Schön, Jung oder Alt. 7 Das macht die Sünd, du treuer Gott, daher kam uns der bittre Cod; der nimmt und frißt all Menschen⸗ ö kind', wie er sie find't, fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 8 Ich hab hie wenig guter Tag, mein täglich Brot ist Müh und Klag. Wann mein Gott will, so willich hin in Frieden ziehn; Tod schad't mir nicht, ist mein Gewinn. 9 Uund ob mich schon mein' Sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Cod sein'n liebsten Sohn gegeben hat. 10 derselbe, mein herr Jesus Christ, für all mein' Sünd gestorben ist und auferstanden mir zu gut, der Hölle Glut gelöscht mit seinem teuern Blut. 2 streb'n gebn. ung oder lt. u treuer Gott, e Lod; Lenschen⸗ kind, und Ehr sie sind. ter Cag, und Alag, jllich hin ist mein Gewinn. in Sünd anficht nicht uer Gott ben hal. τ Nslb Christ rben it ö gut, n Hlat. Vorbereitung auf den Tod 11 dem leb und sterb ich allezeit, von ihm der bittre Cod nicht scheid't. Ich leb, ich sterb, so bin ich sein; er ist allein der einig Trost und Helfer mein. 12 Das ist mein Trost zu aller Seit in allem Kreuz und Traurigkeit. Ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 13 mein'n lieben Gott von Un⸗ gesicht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, 35⁵ in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei LCob, Preis in Ewigkeit. 14 O Jesu Christe, Gottes Sohn, der du für uns genuggetan, ach hilf mir durch die Wunden du bist allein der einig Trost und Helfer mein. 15 amen, mein lieber, frommer Gott, bescher uns einen selgen Tod; hilf, daß wir mögen alle hier bald sein bei dir, in deinem Reiche für und für. Johann Leon, 4 1597 weise: Herzlich tut mich verlangen. Die ursprüngl. Form im Anhang Ur. 5. Hans Ceo Haßler. 1601 — 0———— 35⁰TTTII 160³⁰ hab mich Gott er-ge-ben, dem (hier ist kein Im-mer-le-ben, es SSIIS— ů x IS X..— lieb ⸗sten Va- ter muß ge⸗ stor ⸗ben mein sein. 3 Der Tod kann mir nicht —— S d E— scha-den, er ist nur mein Ge-winn. Ich lieg in r., dirnn Kaen x —————,——— Got⸗tes Gna- den, mit Freud ich fahr da-hin! 371 356 2 mein weg geht jetzt vorüber; 0o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da trachte ich hinein; darf mich nicht sehr beladen, weil ich wegfertig bin. In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin! 3 dch, selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Streben nach der Vollendung des Heiles Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin! 4 Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal; um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Den rechten Hort noch heute nehmt fleißig ja in acht! In Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach! Strophe 1: Johann Ceon, 4 1597; Strophe 2-4: Johann Siegfried, 1564- 1657 * Eigene Weise. 2 Strophen zusammen: Weise 339. 336 EC—.——— Straßburg, 1430 227 wollt, daß ich da-hei ⸗-me . * wär, den Trost der Welt ich gern ent-behr. 2 Daheim im Himmel meine ich, 7 Wohlauf, mein Herz und all da ich Gott schaue ewiglich. mein Mut, 3 Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar, dort wartet dein der Engel Schar. 4 Denn alle Welt ist dir zu klein, du kommest denn erst wieder heim. 5 Daheim ist Ceben ohne Tod und ganze Freude ohne Rot. 6 Da sind doch tausend Jahr wie heut und nichts, was dich verdrießt noch reut. 572 und such das Gut ob allem Gut! 8 Was das nicht ist, das schätz gar klein und sehn dich allzeit wieder heim. 9 Du hast doch hie kein Bleiben nicht, obs morgen oder heut geschicht. 10 Da es denn anders nicht mag sein, so fleuch der Welt gar falschen Schein. 23 h0 ude 504-165/ burg, 1430 Vorbereitung auf den Tod 11 Bereu dein' Sünd, als wolltst du gleich schon morgen ziehn gen Himmel⸗ reich. Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist. 337 12 ade, welt, Gott gesegne dich! Gen Himmelreich nun fahre ich. Heinrich von Caufenberg, 15. Jahrhundert Französischer Psalter, 1562 — 1—— EE 337 IEE—— mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grim⸗stand, ich 4* ———— 27 18 —.—. 30 se nach dem va⸗ ter-land, nach dem Je-ru-sa⸗ bn, direr, d. e.. lem, das dro⸗—— Gott selbst als ei ⸗ ne se⸗ ste — E—— DEEE— Stadt auf Bun⸗des⸗blut ge-grün-det hat; da werd ich 4—— T DD mei⸗nen Gott stets lo⸗ ben. Mein Le ben ist ein 1 * be ö ů SEDEEE— Pil⸗grim-stand, ich 2 Es rinnet ohne Unterlaß hin meines Lebens Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit. herr Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Hugenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. rei ⸗se . nach dem Va-⸗ ter-land. 3 Der Sonne Glanz mir oft ge⸗ bricht, der Sonne, die ihr Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist find't nirgend Ruh doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich das güldne Himmelstor mir stell in Glaub und Hoffnung vor. 57⁵ 4 ZIsraels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast ange— nommen, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem heilstets näher kommen. Mein Leben fleugt, ach eile du und fleug mit Gnad und hilf herzu. 5 Durch deinen Geist mich heilig Eiw in Geduld Beständiakeit, ait vor Straucheln meinen Fuß be— schütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf; zeuch mich, damit ich dir nachlauf; sei mir ein Schirm in Trübsals⸗ hitze, laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. Eigene Weise. 338 Streben nach der Vollendung des Heiles 6 Wenn mir mein Herz o Gnaden⸗ füll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Cabsal finden; und wenn ich schließ die Rugen zu, so bring mich zu der selgen Ruh, da Streit und alle Mühe schwinden; laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein hausgenoß. 7 Bin ich in diesem fremden Cand derblinden Welt gleich unbekannt, dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Ciebe brennen. Mein heiland, komm, o bleib nicht lang, hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Campe, 1685- 1729 Vorreformatorisch 35358H5—— Mit⸗ten wir wen suchn wir, der hil-fe tu, mit dem daß wir im Le⸗ben sind , Ba. S Tod um ⸗-fan-gen; Enad e lan 470 Das bist du, herr, al-lei⸗ — .....—— * N ne. Uns reu: et uns: re Nis se tat, —., wn — ů———— die dich, UHerr, er ⸗ zur ⸗ net hat. 37⁴ hei li⸗ ger 5ßnaden⸗ füll machten will, finden; gen zu, en Ruh, winden, 5 Schoß Sgenoß. en Land ekannt, ie mich gennen; jelsschar erdar rennen. eib nicht lang, r bang. 6853—17² rmatorisch Vorbereitung auf den Tod 339 ........ 25—4— ⸗ 5 ger, 433 ker. SSSII— hei ⸗li ⸗ger, barm⸗-her⸗zi⸗ ger hei⸗ land, du öSSSS e⸗ wi-⸗ger Gott, laß uns nicht ver-sin ⸗ ken DE— SSPS·S......... II in des bit-tern Co-des Not! Er-barm dich un-ser. 2 mitten in dem Cod ansicht 3 mitten in der hölle Kngst uns der Hölle Rachen. unsre Sünd' uns treiben; Wer will uns aus solcher Not wo solln wir denn fliehen hin, frei und ledig machen? da wir mögen bleiben? Das tust du, Herr, alleine. SZu dir, Herr Christ, alleine. Es jammert dein' Barmherzigkeit Vergossen ist dein teures Blut, unsre Sünd und großes Leid. das gnug für die Sünde tut. heiliger Herre Gott, Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger heiland, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, du ewiger Gott,. laß uns nicht verzagen laß uns nicht entfallen vor der tiefen Hölle Glut! von des rechten Glaubens Trost! Erbarm dich unser. Erbarm dich unser. 1. Strophe vorreformatorisch nach dem lateinischen Gesange des Notker von St. Gallen, 850—912; 2. und 3. Strophe von Martin Luther, 1483— 1546. weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1676 330 EE 10herr, sei du mein' Zu-ver-sicht, so⸗bald mein SDSDSDSSSee.. SSSSEEEEEEEEEEE Mund kein Wort mehr spricht; ja yob das Ohr auch 340 Streben nach der Vollendung des Heiles GERE nicht mehr hör, durch dei-nen Geist du mich be 2 herr, sei mein Fels, mein' Stärk, mein Crost, so mir der Tod ans herze stoßt; und wenn dann bricht das Kuge mein, steh du mir bei, mit Hilf erschein. 3 herr, meinen Geist befehl ich dir, dein gnädig KHntlitz wend zu mir. Durchs Sterben dein und bittern Tod rett mich aus aller Sündennot. Aundleg daströstlich Wort in mich deiner Versöhnung, bitt ich dich, ... lehr. daß mein Gewissen dann empfind, daß rein ich sei von meiner Sünd. 5 O treuer Gott, dich ruft mein herz, gib mir Geduld in allem Schmerz, durch Jesum Christ erhör mein' Bitt, laß sterben deinen Knecht in Fried. 6 Erlös mich aus der RNot und Qual; der Engel dein zum Himmelssaal die Seele in dein Reich geleit, daß ich dich lob in Ewigkeit. Georg Berckenmayr, Mitte des 16. Jahrhunderts; nach elsässischer Überlieferung Matthäus Sell, 1477—1548 Eigene Weise. Melchior Teschner, 1615 340— 1 va⸗ let will ich dir ge-ben, du ge, dein sünd-lich bö-ses fal⸗sche Welt, nicht ge-fällt. Im him-mel ist gut woh-nen, hin⸗ Le⸗ben Hurchen aus mir D SSS..IIIEE.....— — auf steht ti Be ⸗ gier; da wird Gott herr⸗ 5 H— ihm loh nen dem, der 576 D dient hier. all lehr. empfind, er Sünd. ft mein herʒ Schmerz r mein' Bitt, in Hried. Not und Qual; melssaal eleit, keit. berts; nach 147½1548 chner, Ibl Vorbereitung auf den Cod 341 2 Rat mir nach deinem Herzen, 4 Verbirg mein' Seel aus Gnaden o Jesu, Gottes Sohn; bei dir vor allem Leid, soll ich ja dulden Schmerzen, rück sie aus allem Schaden hilf mir, herr Christ, davon; zu deiner herrlichkeit. verkürz mir alles Leiden, Der ist wohl hie gewesen, stärk meinen blöden Mut, der kommt ins himmlisch Schloß; laß selig mich abscheiden, und ewig ist genesen, setz mich in dein Erbgut. wer bleibt in deinem Schoß. 5 In meines Herzens Grunde 5 Schreib meinen Nam aufs beste dein Nam und Kreuz allein ins Buch des Lebens ein; funkelt all Seit und Stunde; pflanz meine Seele feste drauf kann ich fröhlich sein. in derer Reihen ein, Erschein mir in dem Bilde die in dem himmel grünen zu Trost in meiner Not, und vor dir leben frei; wie du, Herr Christ, so milde so will ich ewig rühmen, dich hast geblut't zu Tod. wie treu dein hHerze sei. Valerius Herberger, 1562— 1627 Weise: O Welt, ich muß dich lassen. Heinrich Isaak, 1559 1 wenn klei- ne him-mels-⸗ derrben in ih ⸗ rer Un⸗schuld ster-ben, so büßt man sie nicht ein; sie ——— ——.— wer-den nur dort o⸗ben vom va-— auf⸗- ge— ———— — nrne—— ho⸗ben, 50 mit sie un ⸗ ver ⸗ lo ⸗ ren sein. 2 Sie sind ja in der Taufe und noch bei Gott in Gnaden; zu ihrem Christenlaufe was soll es ihnen schaden, für Christum eingeweiht daß Jesus sie zu sich entbeut? 24 577 342 3 O wohl auch diesem Kinde, es stirbt nicht zu geschwinde. Seuch hin, du liebes Kind! Streben nach der Vollendung des Heiles Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Eigene Weise. Johann RAndreas Rothe, 1688—1758 1569 Kuch nach der Weise Nr. 75 zu singen. 3⁴42 * 4.— de lein vor-han⸗den N— ——. ist und S.T . ich s soll 22 mein Stra ·:e, 0 leit du mich, herr Je⸗su . — —.—..———4—.—.— *... 2 Mein' Sünd' mich werden krän⸗ ken sehr und mein Gewissen nagen, denn ihr'r sind viel wie Sand am r, deh wilch richtwerdagen Denken will ich an deinen Cod, Herr Jesu, deine Wunden rot die werden mich erhalten. 3Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen. 578 Christ, mit Hilf mich nicht ver laf se. Mein' Seel an — 2. .— 6..—— mei⸗ nem letz ⸗ten End be-fehl ich dir in 1——— R— S——. dei⸗ ne händ; du wollst sie mir be⸗ wah-⸗ ren Wenn ich gleich sterb, so sterb ich ir, ein ewigs Ceben hast du mir durch deinen Cod erworben. 4weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben. Mein höchster Trost dein' Huffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. Nikolaus Herman, geb. um 1480, 4 1561 2—37 SSH Vorbereitung auf den Tod 34³ Eigene— 3⁴³ 180⁵ . 1659—155 11 Wer weiß, wie na— mir mei mein En⸗ 100 llch, wie ge-schwin- und be-hen⸗ —ĩ de! Hin geht die Seit, her kommt der Cod. t und de kann kom- men mei ne Co-des- notl — 2kk————.—ꝛy————..—— —— N.— I. mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Chri- sti — 6⁰⁰—— el an Blut, machs nur mit mei-»nem En-de gut! treiben gomm 1 hin und bin rellden. 1450, f hu 2 Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. : Mein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 3 herr, lehr mich stets mein End bedenken, und wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. : Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 4 Laß mich beizeit mein haus be⸗ stellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit Mein Gott,:—— ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 5 Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigheit sei vorgestellt. : Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 6 ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, darein ich mich fest gläubig winde, das gibt mir recht erwünschte Ruh. : Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 370 344 7 nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Cod; ich leg die hand in seine Seite undsage: Mein herr und mein Gottl : Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 8 Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf: du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. : Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 9 Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht ver⸗ gessen, Streben nach der Vollendung des Heiles 10 bleib in ihm und er in mir. Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 10 So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinem Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 11 Ich leb indes mit dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis; mir gnüget, wie mein Gott es füget. Ich glaub und bin es ganz gewiß: J: Mein Gott,:: aus Gnad durch Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut! Amilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt, 1657— 1706 weise: Es ist genug. 344 O seuch hin, mein Kind! Gott sel- ber 17¹⁰ for⸗dert UIch lei⸗de 0 dein Tod be-trü-bet EEEEREEEE dih aus die-ser ar- gen Welt. so un⸗ter-laß ich —0— 1265 weil es Gott ge-fällt, DRRREEE al⸗ Ma⸗ 34—. und kann mit stil⸗ lem Gei ⸗ste ———————.—=———— GE e sa⸗-gen: Seuch 20 mein Kind, zeuch hin, mein Kind! 38⁰ in mit. ut, Ende gut. heut oder morgen, esu glücht mSorgen, eschmückt. lut, Ende gut! vergnüget nmernis tt esfüget nz gewiß: i Blut Ende gut! , 1637—1705 Hoffnung auf das ewige LCeben 2 Seuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Seit ist aus; darum befiehlt er dir, nun wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so ver⸗ sehen was dieser will, das muß geschehen. j Seuch hin, mein Kind!:: 3 Seuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahre Freud und Ruh, kein Schmerz die Seelen plagt. Hier müssen wir in kngsten schwe⸗ ben, dort kannst du ewig fröhlich leben. :l: Seuch hin, mein Kind!:: 5. Hoffnung auf —.— 1h⸗ 34⁵5 4 Seuch hin, mein Mind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt. Du eiltest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Seuch hin, mein Kind!: 5 Seuch hin, mein Mind! Die Engel warten schon auf deinen zarten Geist. Nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn dir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbun— den, du hast durch Jesum überwunden. :: Seuch hin, mein Kind!:: Gottfried Hoffmann, 1658— 1712 das ewige Leben Philipp Emanuel—— 178⁷ EED—— 1 auf⸗er⸗stehn, ja auf-er-stehn wirst du, mein + e e, n. 25 Staub, nach kur-zer Ruh; —— un-sterb⸗lich Le- ben 90 42 ——— a— der dich schuf, dir ge⸗ben. Hal⸗-le⸗ · ja! 58¹ 346 Streben nach der Vollendung des Heiles 2 wieder aufzublühn, werd ich gesät. Der herr der Ernte geht und sammelt Garben, uns ein, uns ein, die starben. Halleluja! 3 Cag des Danks, der Freuden⸗ tränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erwechst du mich. 4 wie den Träumenden wirds dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5 lich, ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im heiligtume zu seines Namens Ruhme. Halleluja! Friedrich Gottlieb Klopstock. 1724- 1803 Matthäus 25. Weise: I1 Gott, ihr Christen. II. 1808 54⁰ IEIIIIITT der herr drücht ein um Mit⸗ter⸗nacht; jetzt — 2 ——————— 66 still. Wohl dem, der ist 3 al⸗les — nun sich 6⁰—.———*— fer tig macht und 2 Er hat es uns zuvor gesagt und einen Tag gestellt; er kommt, wenn niemand nach ihm fragt, noch es für möglich hält. 3 Wie liegt die Welt so blind und Sisschläst in Sicherhein und meint, des großen Tages Not sei noch so fern und weit. 3582 ihm be⸗geg- nen will! 4 Wer waltet als ein frommer t im Hause so getreu,—9 daß, wenn der herr kommt, er t und nicht zu strafen sei? r 5 Sind eure Campen rein und voll, brennt euer Glaubenslicht, wenn nun der Kufbruch werden daß ihm Kein G gebrichte sen⸗ IIMX/ nenden wirds ann uns sein. ein eiden r. eiligste fühtt mich lebt ich uuhme. ptoch, 1724—1005 150⁰ 4 — er⸗nacht: jeht — nun sich nwill! ein frommei Hnecht + Kommt. l + 0 25 Hoffn 6 Sei immer wach, mein Herz und Sinn, und schlummre ja nicht mehr! Der Bräutgam kommt, o siehe hin, er kommt mit seinem Heer. 7 Der Tag der Rache nahet sich, der herr kommt zum Gericht; du, meine Seele, schicke dich, steh und verzage nicht! 8 Dein Ceil und heil ist schön und auf, auf, du hast es Macht; groß, 347 ung auf das ewige Leben ergreif im Glauben jenes Cos, das Gott dir zugedacht. 9 Oübergroße Seligkeit nach abgelegter Last, wobei dich, Seele, nicht gereut, daß du gestritten hast! 10 der herr bricht ein um Mitter⸗ t: leet Ut Kerh Alles deh« t Wohl dem, der nun sich fertig ö macht und ihm begegnen will! 0 Johann Christoph Rube, 1665— 1746 Matthäus 25. weise: Dieweil wir sind versammlet. Heinrich Schütz, 1628 22 —2 ⁴ Er⸗mun⸗-tert euch, ihr From-men, zeigt eu⸗ rer 1 2— A⸗bend ist ge⸗Kom-men, die fin ⸗stre ——— *— Cam-pen Schein! nacht bricht ein. Es hat 772——— S—— chet der Bräu⸗ti⸗ gam mit Pracht; auf, be ⸗tet, 1— .=.I.— ö— — 2—— chet, 2 Macht eure LCampen fertig und füllet sie mit Gl und seid des Heils gewärtig, bereitet Ceib und Seel. kämpft und wa⸗ bald ist es Mit⸗ternacht! Die Wächter Sions schreien: Der Bräutigam ist nah; begegnet ihm in Reihen und singt Halleluja! 34⁴48 3 Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Cür ist aufgeschlossen die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit! 4 Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen, der schöne Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten, die Ubendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkle weicht. 5 Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Sion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt! Streben nach der Vollendung des heiles Es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6 Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mitleben und regieren und vor des LCammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7 O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, ersehnte Sonne, und eile deinen Cauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und hände nach der Erlösungszeit. Caurentius Caurenti, 1660— 1722 Hebräer 4, 9— 11. Weise: Wie wohl ist mir. Eine andere Weise im Anhang Nr. 15. 17⁰⁴ 348 fx. 1 Es ist noch ei⸗ ne Ruh vor⸗ han⸗- den; auf, Du Sirr 3500 in dei⸗ nen Ban— den, und mü⸗ des H8eWd wer⸗ de licht! dei- ne Son-ne schei⸗net nicht.! Sieh auf das Camm, das — 4—. ů— 1 3....— dich mit Freu ⸗=den dort wird vor sei⸗-nem Stuh-le wei⸗ Iden aut den, gen o Hlagen hron ren i, ich auf! , Streit hände 500- Hoffnung auf das ewige Ceben 34⁴48 SS — den; wirf hin die Cast und eil her-zu. Bald ist der 4 72 42——————.— 1 5— + schö⸗ne Aampf ge-en⸗det, bald, bald der sau-re Lauf voll⸗ I so gehst du 2 Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch ge⸗ boren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Der heiland wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben. Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr From— men, versäumet nicht, heut einzukom⸗ men zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3 8o kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Cast und Bürde drückt; eilt, eilt aus eurenkummerhöhlen, geht nicht mehr krumm und sehr gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Ceufel toben, seid nur getrost und gehet ein. en-⸗det; ein zu dei⸗ner uh. 4 Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bett kann haben und sanfte darauf ruhen kann; wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5 Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird müssen fliehn und von uns weichen; es wird das Lamm, das wir da sehn, uns aus dem Lebensbrunn er⸗ frischen, die Tränen von den kugen wischen. Wer weiß, was sonst noch soll ge— schehn? 385 349 Streben nach der Vollendung des Heiles 6 Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Camm ist seinem Volke nah. Es will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbat ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 5—.— Weise. 7 Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ich fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem heiland in den Schoß. Uch Flügel her! wir müssen eilen und uns nicht länger hier ver⸗ weilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ lieren, begürte dich zum Triumphieren! Ruf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Munth, 1700—1779 Melchior Franck, 1663 34⁴9 SE EEE 11 Je ru- sa-lem. du hoch- ge-bau-⸗ te Mein sehn=lich 3—— so groß Ver-lan- gen ö 2 N E hat und ist **—— Stadt, wollt Hott, ich wär in nicht mehr bei 1— — E— V—.— * —— mir. Weit ü⸗ ber — Berg und Ta ⸗le, weit ü ber bla⸗ches Feld schwingt es sich ü⸗ ber 72 O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust und freiem Freuden⸗ mund e 586 —* 1 —— le und eilt aus die⸗ser Welt. die Seele geb von mir in Gottes treue hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? Dim Hrieden los. hr Müden, id in den Schoß, lüssen eilen hier ver⸗ weilen, rohe Schar, zum Jubi⸗ lieren, mphieren! Ruhejahrl h. 1700—17⁷ Franch, 16bs ö bau⸗te lan⸗gen Hoffnung auf das ewige Ceben 55 0 Ehrenburg, nun sei gegrüßet tu auf der Gnaden Pfort! 85 Wie große Seit hat mich verlangt eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigheit. 4 Was für ein Volk, was für ein' edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Kuserwähl⸗ sehich die Ehrentron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war von ferne in meinem Tränenland. 5 Propheten groß und Patriar— chen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreu⸗ zes Joch und der Tyrannen Pein, Eigene Weise. 350 schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6 Wenn dann zuletzt ich ange— ins schöne Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine singt man in heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigheit. mit Jubelklang, mit Instru⸗ menten schön, in Chören ohne Sahl, daß von dem Schall und von dem Lobgetön sich regt der Freudensaal; mit hunderttausend Sungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Unfang gesungen das große Himmelsheer. Johann Matthäus Menfart, 1590—1642 Johann Crüger, 1653 1 SEEEE 4 E⸗wig ⸗keit, du o E-wig⸗keit, Seit Don-ner-wort, oh- ne Zeit, 1 — — —— I.—— e 5 e. 8* o Schwert, das durch die See-le bohrt, o An⸗fang ich weiß vor gro⸗ ßer Trau-rig-keit nicht, wo ich 587 350 Streben nach der Vollendung des Heiles ⁰ ,. d rn. 2——5—— 4990 3 Mein ganz er⸗-schrock- nes . SDSDSDS— Herz er-bebt, daß mir 2 lein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Seit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; die Ewigkeit nur hat kein Siel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben. Ja, wie mein heiland selber spricht, aus ihr ist kein' Erlösung nicht. 3 O Ewigkeit, du machst mir O ewig, ewig ist zu lang; hie gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 4 ach Gott, wie bist du so ge⸗ recht, wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. kich nimm dies wohl zu Herzen und merk auf dies, o Menschen⸗ kind: Kurz ist die Seit, der Cod geschwind. 588 di⸗ Sung am Gau-men klebt. 5 Wach auf, o Mensch, vom Sün— denschlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben. Wach auf, es ist doch hohe Seit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Cohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Cag; wer weiß noch, wie man sterben mag? 6 O Ewigkeit, du Donnerwort. o Schwert, das durch die Seele o Unfang sonder Ende,‚ 9 0o Ewigkeit, Seit ohne Seit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Herr Jesu, wann es dir gefällt, eil ich zu dir ins himmelszelt. Johann Rist, 1607— 1667 7 0 Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Unfang sonder Ende, o Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin. Maspar Heunisch, 1620— 1690 ck ⸗nes — klebt. om Sün⸗ enschlaf, ö Schaf, en. he Zeit, igkeit, n. gle Cag; sterben mag? nerwort. ie Seele bohtt, eit, urigbeit de. gefäll, Szelt. 160-1b. enwort, nd fott, Leid, lrigbeit Ide. Sinn dahin. 1²⁰⁰ 1500 Hoffnung auf das ewige Leben weise: Alle Menschen müssen sterben. II. 4——5 1 O wie fröh ⸗lich, Dro-ben ern⸗ten wir un-⸗zährlig o wie se⸗lig wer⸗den uns⸗-re SS ir im Him⸗mel sein! d ie en e Ge⸗hen wir hier hin und wei⸗-nen, Freu⸗den⸗gar-ben ein. 2 Es ist doch um dieses Ceben nur ein jämmerliches Tun, und die Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem KHbend bis zum Morgen kämpfen wir mit lauter Sorgen, und die überhäufte Not heißet unser täglich Brot. 3 ach, wer sollte sich nicht sehnen, bald in Sion dort zu stehn und aus diesem Tal der Tränen in den Freudenort zu gehn, wo das Ureuze sich in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Cast in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt! 4 Da wird unser Kug erblicken, was ganz unvergleichlich ist; da wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Herzen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren; da empfindet unser Herz lauter Wonne ohne Schmerz. 5 dch, wann werd ich dahin Kkom⸗ „ daß ich Gottes Antlit schau? 3 Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen himmelsbau, dessen Grund den perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschämet macht? 6 nun, ich sterbe vor Verlangen, o du großer Lebensfürst, laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein herze himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt mir aufs allerschönste fällt. Benjamin Schmolck, 167²2—17⁵⁷ 589 352·353 Eigene Weise. Streben nach der Vollendung des heiles Johann Crüger, 1649 352 EISSSE EEE 10 wie se 6 From-men, die 2 daen den Cod zu Gott ge— .x. kom-men! Mr seid S—— ent⸗ gan—.—. al ⸗ler —— . EE Not, die uns noch hält ge 2 muß man doch hier wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken eben; was wir hie kennen, 750 ist nur Müh und herzeleid zu nennen. 3 Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jam— kein Kreuz und Leiden 3578 ist euch hinderlich in euren Freuden. 4 Christus wischet ab euch alle Tränen; habt das schon, wonach wir uns erst sehnen; fan gen. euch wird gesungen, was in keines Ohr allhie ge— drungen. 5ch, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt er— 2 Wer wollt hie bleiben.n sich den Jammer länger lassen treiben? 6 Uomm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 1605— 1659 äi Weise. Friedrich Kugust Ihme, 1863 — 1—— 35³ Uun⸗ter Li⸗-lien je- ner Freu- den 390 ht gerne sterben belt er⸗ Hoffnung auf das ewige Ceben 35⁴ 4 K .————— sollst du wei⸗den, See⸗le, schwinge dich em⸗por! lls ein Hd⸗ler 4 ö — 17——.—.——.— 8..—— E— fleug be hen· de; Je⸗su Hän de 2 Laßt mich gehen, laßt mich zu dem haufen— derer, die des Cammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton. 3 Cöse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins, laß mich ein in den sichern Friedenshafen zu den Schafen und der Furcht entrücket sein. Anichts soll mir am Herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? nein, ich eil ins Himmelszelt. öff⸗ nen schon das Per Len⸗tor. 5 herr, wie bald kannst du es daß mit Lachen——— unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Türen träumend führen und machst uns auf einmal frei. 6 Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Sagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel wird zu Schanden; frei von Banden, werd ich fröhlich auferstehn. 7 Gottes Camm, dich will ich loben hier und droben mit der herzlichsten Begier; du hast dich zum ewgen Leben mir gegeben. Hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Kllendorf, 1695—1775 Eigene Weise. 4 35⁴4 an. E Matthäus 25, 1—15. 1599 + Annn. * S Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun-de. Sie ru⸗fen * 1 X sehr hoch auf der Sin⸗ne; wach auf, du Stadt Je-ru-sa- lem! uns mit hel⸗lem Munde: Wo seid ihr klu- gen Jungfrauen? 591 Streben nach der Vollendung des Heiles —.— sss Wohl⸗-auf, der Bräut⸗ 2—5 Römemett 3 auf, die 265 pen —. nehmt! H0 l: la macht euch be ⸗ reit zu S— der Hoch-zeit, 2 Sion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr vor Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr§Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Uron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. ihr müs⸗ 2—* set ihm ent- ge- gen- gehn! 3 Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engel⸗ zungen, mit Harfen und mit Simbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Hug hat je gespürt, kein Ohr hat je gehört solche Freude. Des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für. Philipp Nicolai, 1556— 1608 psalm 126. Weise: Wie 4—— einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 1551 35516⁵83————— 1(Wann der herr einst die Ge-fang-nen ih⸗ rer 0 dn— die ver⸗gang⸗nen Lei⸗den ö SEEEEEE Ban⸗-de le-digmacht, Wie ihraumdermacht) dann wird un-ser herz sich freun, 392 gehn! jen it Engel⸗ zungen, Zimbeln Ihon die Lore stehn im Chore en Thton. , singen dir jür. . 155b-1bl ppalte 1551 —— ih⸗ rer Lei⸗den. sch fran Hoffnung auf das ewige Leben 356 ser 92—— La⸗ chens—8— jauch⸗ zend wer⸗den SS 0 4—, wir er⸗he⸗ben den, der§rei⸗heit uns ge⸗ ben. 2 herr, erhebe deine Rechte, 3 Ernten werden wir mit Hreuden, richt auf uns den Vaterblick, was wir weinend ausgesät; rufe die zerstreuten Knechte jenseits reift die Frucht der Leiden in das Vaterhaus zurück. und des Sieges Palme weht. Ach, der Pfad ist steil und weit; Unser Gott auf seinem Thron, kürze unsre Pilgerzeit, er, er selbst ist unser Cohn; führ uns, wenn wir treu gestritten, die ihm lebten, die ihm starben, in des Friedens stille Hütten. bringen jauchzend ihre Garben. Samuel Gottlieb Bürde, 1783 1831 Offenbarung Johannis 7, 9—17. —8—4 Unser Herrscher, unser 1553 168⁰ 356 1 wr sind die vor Got-tes Thro- ne, er trä⸗get ei ⸗ne Rro: ne, was ist das für ei ne Schar? Helele; glän⸗zen wie die Ster ne klar. ..... T sin ⸗gen all, lo-ben Gott mit ho-hem Schall. 2 wer sind die, so Palmen tragen 3 Wer sind die in reiner Seide, wie ein Sieger in der Hand, welche ist Gerechtigkeit, welcher seinen Feind geschlagen, angetan mit weißem Kleide, hingestrecket in den Sand? das bestäubet keine Seit Welcher Streit und welcher Krieg und veraltet nimmermehr? hat gezeuget diesen Sieg? Wo sind diese kommen her? 25 59³ 356 4 Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Blut bezwungen, nicht gefolgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Cammes Blut den Sieg. 5 Es sind die, so viel erlitten Trübsal, Schmerzen, Angst und im Gebet auch oft gestritten— mit dem hochgelobten Gott. Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Ceid gewend't. 6 Es sind Sweige eines Stammes, der uns huld und heil gebracht; haben in dem Blut des LCammes ihre Kleider hell gemacht, sind geschmücht mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7 Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern. Sie nun stehen all herum vor dem Stuhl im hHeiligtum. 8 wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und so hat ihre Seel geächzet 2— nach dem rechten Lebensquell. Nun ihr Durst gestillet ist, da sie sind bei Jesu Christ. 9 auf dem Sionsberg sie weidet Gottes Camm, die Lebenssonn mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Cebensbronn. 394⁴ Streben nach der Vollendung des Heiles Hirt und Camm, das ewge Gut, lieblich sie erquicken tut. 10 dach herr Jesu, meine hände strecke ich nun zu dir aus, im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem haus hier auf Erden steh im Streit. Jag, o herr, die Feinde weit! 11 hilf mir Fleisch und Blut be⸗ siegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht darniederliegen, wenn ein Sturm mich überfällt; führe mich aus aller Not, Herr, mein§els, mein treuer Gottl 12 Gib, daß ich sei neu geboren, an dir als ein grünes Reis wachse und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. 13 Daß mein Ceil sei bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kommen. Hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 14 0 wie groß wird sein die Wonne, wenn wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Cob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigheit. Heinrich Theobald Schenk, 1656— 1727 ewge Gutz ut. eine hände aus, wende, haus Streit. de weit! nd hlut be⸗ siegen, nd Welt; herliegen, wiberfält, Not, treuer Gott. eu geboren Reis zoren, schen weiß ein, chein. sei bei del Frommen, lich sind al gommen. rwind Cod, sem Gott rd sein die Wonne. ermeist on Chron, gen Geis! keit, wigkeil 277 enb, 165* Hoffnung auf das ewige Leben Weise: 14 selig Haus. 357 Französischer Psalter, 1547 2... I 357 Ob—.. Wie wird uns—— wenn end-lich nach dem ü aus der Frem-de in 65 Hhei-mat EE 65 — —— schwe⸗ren, doch nach dem letz⸗ten keh⸗ren und ein-ziehn in das aus⸗ gekämpften Streit Tor der E-wig⸗keit; Rüm .————4 Ex ——— ———— . den ——— ten Schweiß vom An- ge⸗sicht ge-wischt 6⁰⁵ —.—i65—5 Ee——— 2 —.— und in der na he se hen 145 25 3grü⸗ßen, d erernnerrein nnrne arrer: 9———— was oft den Mut im 2 wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle des ewgen Lichtes übergossen stehn und, oder Wonne, dann zum ersten Male uns frei und rein von aller Sünde sehn; wenn wir, durch keinen Makel ausgeschlossen und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein, als Mimmelshurger, Gottes Haus— genossen eintreten dürfen in der Selgen Reihn! pil⸗ er ⸗frischt 3 Wie wird uns sein, wenn wir mit Beben laͤuschen dem höhern Chor, der uns ent— gegentönt; wenn goldne Harfen durch den Himmel ͤrauschen das Lob des LCammes, das die Welt versöhnt; wenn weit und breit die heilge Gottesstätte vom Halleluja der Erlösten schallt und dort der heilge Weihrauch der Gebete empor zum Thron des Klller— höchsten wallt! 39⁵ ger⸗tal 357 Streben nach der Vollendung des Heiles 4 wie wird uns sein, wenn nun dem Liebeszuge zu dem, der uns den Himmel auf⸗ getan, mit ungehaltnem, sehnsuchts-— vollem Fluge die frei gewordne Seele folgen kann; wenn nun vom Hug des Glaubens lichte Hülle wie Nebel vor der Morgensonne fällt und wir den Sohn in seiner Gottes⸗— fülle erblicken auf dem Thron als herrn der Welt! 5 Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen: Kommt, ihr Gesegneten! wenn wir, im Licht dastehend an des Gottesthrones Stufen, ihm schauen in sein gnädig An⸗ gesicht, die Hugen sehn, die einst von Tränen flossen um Menschennot und herzens— härtigkeit, die Wunden, die das teure Blut vergossen, das uns vom ewgen Tode hat befreit! 6 Wie wird uns sein, wenn durch die himmelsräume wir hand in hand mit Selgen uns ergehn 596 am Strom des Lebens, wo die Lebensbäume frisch wie am dritten Schöpfungs⸗— tage wehn; da, wo in ewger Jugend nichts veraltet, nicht mehr die Seit mit scharfem Sahne naͤgt; da, wo kein kuge bricht, kein Herz erkaltet, kein Leid, kein Schmerz, kein Cod die Selgen plagt! 7 wie wird uns sein, wenn jeder Blick zur Erde, ins dunkle Tal, das uns zu Füßen liegt,‚ und jeder Blick auf jegliche Be— schwerde, die wir, im Glauben wallend, einst besiegt, die Herrlichkeit des himmels uns verkläret und den Genuß des Friedens selger macht, die Freude würzet und die Liebe nähret zu dem, der herrlich uns hindurch— gebracht! 8 wie wird uns sein! O was kein Aug gesehen, kein Ohr gehört, kein Menschen⸗ sinn empfand, das wird uns werden, wird an uns geschehen, wenn wir hineinziehn ins gelobte Cand. 2 ens, wo die Lebensbäune Schöpfungs⸗ tage wehn; ugend nichtz veraltet mit scharfen Zahne nagt, bricht, kein erz erkaltet, erz. Kein Cod delgen plagt! Wenn jeder ich zur Erde uns zu Hüßen— liegt, jegliche ke⸗ schwerde, wallend, einst besiegt himmels us verklärett riedensselger macht nd die Liebe nähret ns Eren gebragt Hoffnung auf das ewige Leben Wohlan, den steilen Pfad hinan⸗ geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, Weise: Was Gott tut. 358 dahin zu eilen und dort anzukom⸗ men, wo mehr, als wir verstehn, der Herr beschert. Karl Johann Philipp Spitta, 1801- 1859 Severus Gastorius, 1681 ö 4———— 358 rin war⸗ten den o Got- tes Sohn, und bald ist die War-te-zeit ent-flohn, bald 2——.*— CRRIIII... I,. ö ö lie ben dein Er ⸗ schei⸗nen; kommst du zu den Dar Wer at zich .— . 2——..‚‚ — er hebt sein Haupt und sieht dir ee———— G ů rr,,. ———————25— froh ent-ge-⸗ gen; du brin-gest him-mels⸗se⸗-gen. 2 wir warten deiner mit Geduld in unsern Prüfungstagen. Du hast dein Kreuz für unsre Schuld so demutsvoll getragen; wie sollten wir uns nicht mit dir zum Kreuze gern bequemen, bis dus hinweg wirst nehmen? 3 Wir warten dein, du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Stets bist du uns im Geiste nah; doch willst du sichtbar kommen, und dann wirst du bei dir uns Ruh, bei dir uns Freude geben und ewges Himmelsleben. 4 wir warten dein, du kommst gewiß; dir klopfen schon die Herzen, vergessen aller Kümmernis, vergessen aller Schmerzen. Dereinst, dereinst, wann du erscheinst, soll unser Mund lobsingen und ewig Dank dir bringen. Philipp Friedrich Hiller, 1699— 1769 397 359 Die Sestzeiten W Bei den Wechselgesängen bedeuten die Sahlen IIIIIIIV die verschiedenen Abteilungen der Kinder. HN bezeichnet, daß alle, Eleine und Große, E, daß einzelne Stimmen singen sollen. Eigene 9— A Sizilianische Volksweise 32 539 10 du froh n ⸗ che, o du se ⸗li-ge, gna-den-brin-gen-de Weihrnnachts— EE zeit! Welt ging ver renu, II EEEEEE Christ ist 96 bssren, freu⸗ Die Wiederholung R E 2—3 — freu e dich, o Chri ⸗ sten ⸗ heit! ilungen der ngen sollen. volbsweise rell⸗ herholung N 2 O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeitl Christ ist erschienen, uns zu versühnen; freue, freue dich, o Christenheitl:!: 3 O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeitl König der Ehren, dich wolln wir hören. Freue, freue dich, o Christenheitl:: 1 0 du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! : Welt lag in Banden, Christ ist erstanden; freue, freue dich, o Christenheitl:: 2 O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! :m Cod ist bezwungen, Leben errungen; freue, freue dich, o Christenheitl:!: Advent 360 3 O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben. Laßt uns ihm leben! Freue, freue dich, o Christenheitl:!: 1 0 du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! ) Christ, unser Meister, heiligt die Geister; freue, freue dich, o Christenheitl: 2 O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! : Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade. Freue, freue dich, o Christenheitl:;: 3 O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! :: Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten. Freue, freue dich, o Christenheitl: Die 5 ersten Strophen von Johannes Daniel Falk, 1768— 1826 1. dvent Eigene Weise. I Sacharja 9, 9. Georg Friedrich Händel, 1746 500 LOUU 5i⸗on, freu ⸗e dich, 1 Coch⸗ter 361 Die Sestzeiten 6⁰⁰⁰ e—— E er kommt, der Frie„⸗ de⸗=fürst. Wiederholung der beiden ersten Seilen bis„Ende“ 2 II hosianna, Davids Sohn. 3 R Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! sei gegrüßet, König mild! Gründe nun dein ewig Ewig steht dein Friedens⸗ Reich, thron, Hosianna in der Höh! du des ewgen Vaters Kind! Hosianna, Davids Sohn, Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! sei gegrüßet, König mild! Friedrich Heinrich Ranke, 1798— 1876 2 Weihnachten Eigene Weise. 1 16⁸⁴ 50IES aus des Da⸗ters herz ge⸗bo⸗ren, Got-tes Sohn ist wor- den Kind, der von An⸗fang äPB aus-er ko- ren, daß die Welt das Le⸗ben sind. Er ist alls in. len Din-gen; drum sei Gott in 8— Freud IUd Leid Lob und Dank in E⸗ wig⸗keit! 10⁰ fürst. en bis„Ende⸗ Sohn, nig mild! Friedens⸗ thron, ters Kindl 5 Sohn, nig mild! „ 1798—1875 Weihnachten 362 2 Iall Gewalt und Engel alle und mit Gnad ohn alle Maß loben Gott vom Himmel- Iu. II uns Verlorne überschüttet, reich, uns macht selig. Drum sei IIdaß mit uns all Welt er⸗ Gott schalle, A Lob und Dank in Ewigkeitl weil Gott also gnadenreich Hu. II und zu tausend guten Jah- 4 1 O daß wir der Liebe achten, ren die Gott schenkt ohn unsern Christum schenket. Drumsei Rat, Gott I1Iund von herzen dem nach⸗ N Lqb und Dank in Ewigkeit! trachten, woran er Gefallen hat. 3 IOihrJungen und ihr Alten, Iu. II Ihmzu leben und zu sterben, lobet Gott ohn Unterlaß, geb er Gnad, und ihm sei IUdaß der Himmel aufge— groß spalten A Cob und Dank in Ewigkeitl nach einem lateinischen Ciede des Ruxelius Prudentius Clemens 4 Ihrdt., von Johannes Swick, 1496—1542 weise: Vom Bimmel hoch. 15⁵9 362 du lie-ber heil-ger, from-mer Christ, der für uns Min⸗der kom⸗men ist, da-mit wir sol⸗len 2 . EEEEE weiß und rein und rech-te Hin⸗der Got⸗tes sein! 2 Du Licht, vom lieben Gott ge— 3 Du lieber heilger, frommer sandt Christ, in unser dunkles Erdenland, weil heute dein Geburtstag ist, du himmelskind und Himmelsschein, drum ist auf Erden weit und breit damit wir sollen himmlisch sein! bei allen Kindern frohe Seit. 401 365 Die Sestzeiten 4O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein, 0o bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell. Weise: 305 4— ist gewißlich an der Seit. 5 Daß ich wie Engel Gottes sei in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für, du heilger Christ, das schenke mir. Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860 15⁵⁵ 16 steh an sich kom-me, 5 und schen⸗ke 5. Oele ner er Krip⸗ pe hier, 0 dir, was EEE Ze: su ⸗ lein, mein—5 Denn ö du mir hast dee 1—— ün di —5— 2 5...— 3.0 ist mein Geist 2— Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm —.—.— G—.——.—.— D l⸗les hin und laß dirs wohl-⸗-ge- fal-len! 2 Ich lag in tiefster Codesnacht, 4 Wo nehm ich Weisheit und Ver— du warest meine Sonne, stand, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Ceben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deine Strahlen! 3 Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nichts weiter so tu ich, was geschehen. 3 O daß mein Sinn ein Ubgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 40² mit Lobe zu erhöhen die Huglein, die so unverwandt nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der güldnen Sterne Schar, dies' Kuglein sind viel schöner. 5 O daß doch ein so lieber Stern soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Uch, Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wären recht, dies Kindlein drauf zu legen. 6 nehmt weg das Stroh, nehmt weg das heu! Ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf lieblichen Violen; mit Rosen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn von obenher bestreuen. 7 Zur Seite will ich hie und dar viel weißer Lilien stecken, die sollen seiner Kuglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt viel mehr das dürre Gras dies Kindelein als alles das, was ich hier nenn und denke. Eigene Weise. 504 EEE EEEEEEE Weihnachten 364⁴ 8 Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Ceibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Herrlichkeit durch Elend und Urmseligheit; das will ich dir nicht wehren. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden! Paul Gerhardt, 1607—1676 J. K. Peter Schulz, 18. Jahrhundert — *..— 1 Ihr Min-der⸗lein, kom-met, o kom-met doch ‚.SPSPSPSSSSSSISI all, zur Krip-pe her kom-met in Beth- 1e. hems E EE Stall und seht. was in ———— Nacht der Da-ter im Him— mel für e de—0— macht. 2 O seht in der Urippe im nächt⸗ lichen Stall, seht hier bei des Lichtleins hell⸗ glänzendem Strahl in reinlichen Windeln das himm⸗ lische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. 40³ 365 Die Festzeiten 3 Da liegt es, ihr Kinder, auf heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh, die redlichen hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4 O beugt wie die hirten an⸗ betend die Knie, erhebet die händlein und danket wie sie; stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun? stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein. Wweise: Den die Hirten lobten. 565 EOE EE 5 Obetet: Du liebes, du göttliches Kind, was leidest du alles für unsere Sünd! Ach, hier in der Krippe schon HUrmut und RMot, am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. 6 S8o nimm unsre herzen zum Opfer denn hin, wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig wie deins und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid, 1768— 1854 16. 1 Uommt und laßt uns Chri-stum eh⸗ren, Herz und 13— Lahe ren, sin ⸗ get III — —.—— fröh=lich, ————— 50 euch hö⸗ren, wer- tes Vvolk der Chri-sten-heit! 6 Nun 0 12 und seid —40⁴ Han EEEE froh, jauchzt al-le und sagt öttliches Mind, unsere Sünd! nfirmut ind Not, och den en Cod. en zum enn hin, hlichem Sinn. selig wie deins t deinem in eind. 178-1854 ahrhundert Weihnachten 365 S. in der Krip⸗pe bloß und leuch-tet als die I ö—— —., Son ne in sei ⸗ner Mut ⸗ter Ichoß. E ——— Du bist e und G. 2 IsSehet, was hat Gott ge— geben! I1I Seinen Sohn zum ewgen Leben. III Dieser kann und will uns heben IV aus dem Leid ins Himmels Hreud. A Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh: tröst mir mein Gemüte, 0o Kind voll Mildigkeit; durch alle deine Güte, du Fürst der Herrlichkeit, zeuch mich hin nach dir!:l 3 Ialkobs Stern ist aufge⸗ gangen, IU stillt das sehnliche Ver— langen, III bricht den Kopf der alten Schlangen du bist A und O! IV und zerstört der hölle Reich. A Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir warn all verdorben durch unsre Missetat, so hat er uns erworben himmlische Freud und Gnad, : daß uns nichts mehr schad't. 4ISchönstes Kindlein in dem Stalle, IUsei uns freundlich, bring uns alle III dahin, da mit süßem Schalle IV dich der Engel heer erhöht. A Dir schallt Halleluja jetzt hier und einstens da, wo die Engel singen das Heilig allzumal, und wo die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. ½ Wären wir doch da!: Der Chor der Kinder von Paul Gerhardt, 1607—1676 der Gesang der Gemeinde aus dem 15. Jahrhundert 40⁵ 366 367 Die Sestzeiten Eigene Weise. I. Herman, 1554 506 OSEEEE 1 Cobt Gott, ihr Chricsten all⸗zu— ani in sei⸗ nem EEEEEE SE höch⸗ sten Ehron, der heut schleußt auf sein him-mel⸗ reich und 5— ke. schenkt uns sei- nen Sohn, und schenkt uns sei⸗nen Sohn. 2 Er kommt aus seines Vaters Wie könnte doch sein Freimdlicher Schoß:n das herzig Jesulein!: und wird ein Uindlein klein; ö er liegt dort elend, nackt und bloß + heut schleußt er wieder Hade min einem Krippelein. zum schönen Paradeis, 3 Er wird ein Knecht und ich ein der Cherub steht nicht ⸗ das mag ein Wechsel sein!: Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Berman, geb. um 1480, + 1561 Eigene 12— Franz Gruber, 1815 567 EEE 1 Stil-le Nacht, 3 li⸗ schläft, SSD— ein⸗ san wacht nur das trau⸗ W—.— ge Paar. Hol-der Ana-be im lo cki⸗ 4— wf in himm ⸗li- scher Ruh, schlaf in himm.li'scher Ruh. erman, 1554 sei⸗nem er auf die Cür mehr da⸗ 1— Preis!:: 480, f Löbl ruber, I5lõ 2 Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht; durch der Engel Halleluja tönt es laute von ferne und nah: Christ, der Retter, ist da.:: Eigene Weise. E 568 e 1vom him-mel hoch —— Weihnachten 368 3 Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schläget die rettende Stund, Christ, in deiner Geburt!:: Joseph Mohr, 1792— 1848 15⁵ — da komm ich her, —— ů—.—— ich bring euch gu⸗— neu⸗e Mär, der gu⸗ten Mär bring EEEEE ich so viel, 2 Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3 Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4 Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5 So merket nun das Seichen recht, die Krippe, Windelein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. da⸗von ich singn und sa ⸗- gen 101l 6 N Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7 Merk auf, mein herz, und sieh dorthin, was liegt doch in dem Krippelein? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 8 Sei mir willkommen, edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast und kommst ins Elend her zu mir. Wie soll ich immer danken dir? 9ach herr, du Mönig aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß! 407 369 Die Festzeiten I0 und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. „IIDersSammet und die Seide dein, das ist grob heu und Windelein, darauf du, König groß und reich, herprangst, als wärs dein himmel— reich. 12 Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13 ach mein herzliebes Jesulein. mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14 Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15 Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn! Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solchs neues Jahr. Martin Luther, 1485— 1546 3 Passion weise: Wer nur den lieben Gott. Georg Neumark, 1657 —.——..—— 65555.——— 59 6N Der Hir⸗te stirbt für sei⸗ne nur daß ich nicht ver- mein hei⸗land ge- het in be-gibt er sich in sol Her-de, lo ren wer⸗de, den Cod; * 15.3 er bü⸗ßet ꝑPRRRR frem⸗der Sün-de Schuld mit 2 Der hirte stirbt für seine Schafe und macht sie von dem Code los; das wechet mich vom Sünden— schlafe, denn seine Liebe ist so groß. Er stirbt am Ureuz und opfert sich, 0. diese Ciebe dringet mich! 408 na⸗men-lo-ser Liéb und huld. 3 Der hirte stirbt für seine Feinde, die ihn beleidigt und betrübt; doch stirbt er auch für seine Freunde, die er als seine Schafe liebt. Er gibt sein Leben für sie hin, 0o unaussprechlicher Gewinn! Jesulein. jettelein, Schrein, dein. llich se, frei n schön, NTon. höchsten Chron, eingen Sohn! el Schat s Jahr. 1483—15⁴5 nark, 1657 d huld. Heinde ribt. Der hirte stirbt für alle Sünder, die alle abgefallen sind; er liebt sie als verlorne Kinder und sucht, bis er sie wiederfind't, und wenn er sie nur finden kann, so nimmt er sie mit Freuden an. 5 Der hirte stirbt; das gilt für e, sein osegeld macht alle frei, daß von den Sündern seit dem Falle nicht einer ausgenommen sei; Passion 370 sein Kreuz und sein Versöhnungs— blut sind nun der ganzen Menschheit Gut. 6 Der hirte stirbt, drum soll ich leben, ich leb in ihm und er in mir, ihm will ich ewig mich ergeben; ich leb und sterb, o Hirte, dir. Dank dir für dein Versöhnungs⸗ o großer hirte, du bist gut! W Johann Christian Schlipalius, 18. Jahrhundert Weise: 5 sind doch selig alle die. Straßburg, 1525 370 d. LCaßt uns doch Chri-sto dankbar sein, daß (auch laßt uns sein der Sün-de 3—— weil +* SDS——— en ge lit ten gro ⸗be pein, und 1 nem Got- tes Wort uns hel-le scheint, Tag und Nacht öäPDSDSSPSSSIII Wil⸗len le⸗ben. da-nach stre-ben, — .——— Zorn die Sün⸗de schlägt, und tu sie ernst⸗lich mei- den. Sebald Henden, 1494— 1361 26 40 371372 Die Festzeiten Weise:— sich der Tag geendet hat. 1667 37π⏑— 1wer hängt mit blei⸗ chen An ⸗ge⸗-sicht 6⁰⁷—— EEEEE am n in 2 wie haben sie durch Füß und vier Nägel durchgebohrt!—— Hör, wie sie spotten ohne End und brauchen böse Wort! 3 Wer betet dort, wer seufzt so zu seinem Gott empor 5877 und ruft ihm laut, als hätte er verschlossen herz und Ohr? 4 Ich weiß, wers ist. Sein Kn⸗ sein' gute, treue hand, gesicht, sein Aug, das jetzt im Sterben ist mir gar wohl bekannt. 5 5 mein Jesus ists, mein lieber der mit dem Tod dort ringt, Wr der durch ein tief und mächtig Meer von bittern Leiden dringt. 222 5—..— 5 Kron ihn blu⸗ tig sticht mit Dor- nen 5 rer Qualꝰ Sieh, wie die 6 O du mein heiland, der da hangt am Kreuz für mich allein, du stirbst ja gern; denn dich ver⸗ Laß ich sollseis sein. 7 Crägst fort mein' Sünd so groß und schwer, gehst für mich in den Tod und betest für mich, lieber Herr, in deiner Seelennot. 8 So komm zu deinem Ureuz ich und kann nicht traurig sein; iett es ist mir wohl da, und ich setz mich drunter sonder Pein. 9˙ O ojetzt schreckt mich der Todnicht kann froh von hinnen gehn; irerde ich habe dich, mein lieber Herr, ja für mich sterben sehn. Abel Burckkardt, 1805— 1882 4. 93885 Gigene Weise. 1 10 kobt sei 41⁰ Melchiior Vulpius, 1609 4 sten Thron Gott im höch⸗f ber herr, Kreuz ich eht ein ich seh ein. 2— vulpius 10⁰ Chron Ostern 373 6 d— 1—— samt sei- nem ein ⸗-ge- bor-nen Sohn, der für uns eeeen. 22.— 1——— hat ge⸗ nug- ge⸗ tan Hal ⸗le ⸗lu ia, RRR— i S Hal le lu la, Hal ⸗le⸗ Iu ⸗ jal 2 Des Morgens früh am dritten Cag, da noch der Stein am Grabe lag, erstand er frei ohn alle Klag. Halleluja!: 3 Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht; denn ich weiß wohl, was euch ge⸗ bricht. Ihr sucht Jesum und find't ihn j Halleluja!:: 3 Eigene Weise. 1 u. II 4 Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not; kommt, seht, wo er gelegen hat. :: Halleluja!: 5Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod erstanden bist, verleih, was seliglich uns ist. 4: Halleluja!: 6 Damit von Sünden wir befreit, dem Namen dein gebenedeit frei mögen singen allezeit. :1: Halleluja!:: Michael Weiße, 4 1554 17⁰0⁸ T 373n + ——... 1 macht auf das Cor 86 Grech⸗tig⸗ keit, der SEIR —— 2——— * Sie⸗ges⸗ aus dem Streit; laßt uns mit fürst kommt 24 ö .—. — Fren den sn ⸗gen an, laßt sin⸗gen 411 374 Die Seftzeiten 3—— wer 555 gen rann wir ha⸗ben nun wie-der den 6³—. 32 858 ⸗mann. Machts präch-tig, er ist mäch-tig! 4.4 ů — 5. D 25—— machts ehr⸗lich, er ist 1. Zu ⸗ bi: lie⸗ret! Lu. II , Laßt Gott Waäbe 4R0 Christ hat den Sieg er-hal⸗-ten! — 2 Lu. II Gott sei gepreist und IMachts prächtig, hochgeehrt, er ist mächtig! der Hölle Pforten sind II Machts ehrlich, zerstört. er ist herrlich! Es steht der himmel offen 1IJubilieret! ö, II Laßt Gott walten! die Engel Gottes sind uns u. II Christ hat den Sieg er⸗ nah, halten! freun sich mit uns, Brü⸗ der, Hallelujal Tobias Kiel, 1584— 1626 weise: O heiliger Geist, o heiliger Gott. 16²⁵ —. 5.—..— 37⁴ n. IILI III ..... .— 22 Je-sus lebt ohn al ⸗ les Leid! Er ist er⸗ D.. stan⸗den von dem Tod, wir sind er ⸗löst aus al-ler 4⁴ Ostern 375 1eEA——— —.—— 2——4. not. O herr⸗li⸗cher Cag, o fröh⸗liche Seit! 20herrlicher Tag, ofröhliche seit, da wir von Sünden sind befreit! Getilget ist nun unsre Schuld, wir sind gerecht aus Gottes Huld. O herrlicher Tag, o fröhliche Seit! 30herrlicher Tag, ofröhliche Seitl Der Tod ist überwunden heut; es darf uns nicht mehr vor ihm graun wir sind erfüllet mit Vertraun. O herrlicher Tag, o fröhliche Seit! 22912——— I 4Oherrlicher Tag, ofröhliche Seitl Die Liebe Gottes uns erfreut; des Herren Sieg hat uns erlöst, uns neues Leben eingeflößt. O herrlicher Tag, o fröhliche Seit! 5 Oherrlicher Tag, ofröhliche Seitl Erhalt uns, Jesu, diese Freud, zu sagen hier zu aller Stund und dort einmal mit selgem Mund: O herrlicher Tag, o fröhliche Seit! Cyriakus Günther, 1650— 1704 1698 37⁵⁴d-ö 1 Cri⸗umph, Tri⸗ Es kommt mit , 4 ü der Sie⸗ges⸗ fürst 42—5 aus der Schlacht. — SSIII *— ö— Wer sei⸗ nes nei ahes Un: ter ⸗ tan, t PPP F der schau ⸗e sein Tri⸗- umph-fest an! 4—— Criumph, Eri ⸗umph n 1 0 S EEE S....E Tri⸗umph, Tri ⸗umph! — Vik⸗to⸗ri „a und ew⸗ges hal ⸗⸗le⸗lu ⸗ ja! 41⁵ 376 Die Festzeiten 2 II vor greuden Tal und Wald erklingt, die Erde frisches Blumwerk bringt; ihr schönerschmuch zu dieser Frist daß ihr Schöpfer Sieger ist. ACriumph, Criumph! Triumph, Triumph! Viktoria und ewges Halleluja! 35 Die Sonne sich aufs schönste schmücht und wieder durch das Blaue blickt, die vor im schwarzen Trau⸗ erkleid zeugt, beschaut den blutgen Codes⸗ 6 streit. ACriumph, Triumph! Triumph, Triumph! Viktoria und ewges Halleluja! II Das stille Camm jetzt nicht mehr schweigt, sich mutig als ein Cöwe zeigt. Mein harter§els ihn hält und zwingt; Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. Triumph! Triumph, Triumph! Viktoria und ewges Halleluja! ACriumph, 5 Uherr Jesu, wahrer Sieges- fürst, wir glauben, daß du schen⸗ ken wirst den Frieden uns, den du ge⸗ bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. ACriumph, Triumph! Triumph, Triumph! Viktoria und ewges Halleluja! II Criumph, Triumph! Dich ehren wir und wollen durch dich käm⸗ pfen hier, daß wir als Reichsgenossen dort dir folgen durch die Sieges⸗ pfort. ACriumph, Triumph! Triumph, Triumph! Viktoria und ewges Halleluja! Benjamin Prätorius, 1656—1674 5• Eigene Weise. 17⁵6 357⁰ — IIn die Fer⸗ne Wänhtic ied nte ich zie⸗ 06 weit v von meines 4¹⁴ iegel vor springt. ph! ph Hjal r Sieges⸗ fürt, du schen⸗ zen wirst ich käm⸗ . Va⸗ters—— wo—.— 2—— ges-spi⸗ Ben glü⸗ hen, frem⸗den Blu-men blü⸗ 5560 ruh- te mei⸗ͤne 2 hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich auf zu meinem Stern; über Meere, Täler, Hügel sonder Schranken, sonder Zügel folgt ich immer meinem Herrn. 3 Ach, das war ein schöner Segen, wann er mit den Jüngern ging, auf den Feldern, auf den Wegen jedes herz wie Maienregen seinen Trost, sein Wort empfing. 4 ander LCos ward uns bereitet; wie auch blühet rings das Cand, wie sich rings die Ferne breitet, der uns rufet, der uns leitet, unser holder Freund verschwand. 5 gufgehoben, aufgenommen in den himmel ist er nur; herrlich will er wiederkommen, weise: Ich dank dir schon. 37⁷ wo die See-le aus. seine Treuen, Stillen, ZTrommen folgen immer seiner Spur. 6 will mich denn zufrieden geben, fassen mich in stillem Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Ceben geb ich meinem Freunde hin. 7 Seinen Schwestern, seinen Brü⸗ will ich mich in Creue nahn:—3— an den Armen, Blöden, Niedern will ich dankend ihm erwidern, was er liebend mir getan. 8 meine Seele gleich der Taube, die sich birgt im Felsenstein, wird der Erde nicht zum Raube; in den himmel dringt mein Glaube, meine Lieb und Sehnsucht ein. Max von Schenkendorf, 1785—1817 1 Sum Gl⸗-berg steigt der hei⸗Iand auf mit DE—— Cie⸗ben; bald ist des bens sei ⸗ nen treu⸗en . bun⸗ ter Lauf ganz weit 41⁵5 ———— 378 Die Sestzeiten 2 Und als sie auf dem Glberg sind, da ists gar herrlich droben; es rauscht durchs Caub ein leiser ind Lie Bögel sinart Eind Keben 3„So nah schien uns der Himmel e, da möcht uns Gott begegnen.“ 8 Die Jünger fallen auf die Knie, ihr Meister will sie segnen. 4 Und seine Füße nimmer stehn auf dieser armen Erde, gen Himmel sie ihn schweben sehn mit seliger Gebärde. 5 Wie hoch er sich erhoben hat! SZur Wolke aufgestiegen, sieht er nun Land und§luß und zu seinen Füßen liegen. 9.—5 6 Da kommt ein'schöne Wolke her, nun sehn wir ihn nicht wieder; jetzt ist er bei der Engel Heer, die singn ihm frohe Lieder: 7 Halleluja, Cob, Ehr und Preis, wir wolln dich ewig loben; willkommen uns im Paradeis, im schönen himmel oben! 8 Und er empfängt nun großen für sein gehorsam Leiden;* Gott setzt ihn auf des Himmels zu seiner rechten Seiten. 9 Die Jünger haben große Freud, daß er dort oben sitzet und aus des Himmels hHerrlichkeit sie segnet und beschützet. 10 uns Uinder auch die Mär er⸗ götzt, das dünkt uns gar so prächtig: Mein' Heimat ist der himmel jetzt und unser Herr allmächtig! Abel Burckhardt, 1805- 1882 378 S 1heil⸗ger Geist, du Trö-ster mein, hoch vom G Le.; Him⸗mel uns er-schein mit dem Licht der Gna-den dein. 2 IMomm, o hirt der armen herd, komm mit deinen Gaben wert, uns erleucht auf dieser Erd. 416 3 II O du süßer herzensgast, der du CTrost die Fülle hast, uns erquick in aller Last. 4 10O du selge Gnadensonn, füll das Herz mit Freud und Wonn allen, die dich rufen an. 5 II Ohn dein'n Beistand, hilf und Gunst ist all unser Tun und Kunst vor Gott ganz und gar um⸗ sonst. Pfingsten 379 6 AN Lenk uns nach dem Willen dein, wärm die kalten Herzen fein, bring zurecht, die irrig sein. 7 Daß wir leben heiliglich, alle sterben seliglich, bei dir bleiben ewiglich. Nach einem lateinischen Ciede des Königs Robert von Frankreich, 971— 1051, von Martin Moller, 1547— 1606 Wweise: Ich dank dir schon. 159⁵5 379 1 Uomm, heil⸗ger Geist, er-füll mein herz, ent⸗ DDD zünd in mir 214— Lie ⸗be, dein Sü⸗ hig ⸗keit ver⸗ —— treib den Schmerz, er⸗ 2 dch edler Balsam, Gottes Geist, salb meine Seel von innen; da du wohl ihre Wunden weißt, so hilf mir Ruh gewinnen. 3 In dir allein ist Fried und in dir ruht das Gemüte; 588 so schaff in mir auch Fried und W durch deine Gottesgüte. W. Aach reiner Herzen lichter Schein, glänz in der finstern Klause; leucht der See le Crie-be. ach edler Trost, gieß dich darein, die Seel mach dir zum Hause. 5 Mit deinen Gaben, edler Geist, sei mir noch heut zu Gaste; daß dich mein Leben lobt und preist, bei mir nun ruh und raste. 6 lich, komm, mein heil, mein“ Seligkeit, durch deinen heilgen Namen und von mir nimmermehr dich scheid hier und dort immer. Umen. Heinrich von Laufenburg, 15. Jahrhundert 41⁷7 380581 Eigene 4. 0 Sonntag und Gottesdienst 580DEEEE 10 hei⸗li⸗ger Geist, o hei⸗li-ger Gott, du Trö⸗ster wert in al E E ler Rot, du bist ge⸗ 4——5 vom Him-mels-thron von Gott en Va⸗ter und dem EE Sohn, o hei⸗ Ert⸗ ger Geist, o hei ⸗li- ger Gott. 20 heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der CLiebe Flamm, danach zu lieben allesamt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein' Hilf getan, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4Oheiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5 O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, 0 heiliger Geist, o heiliger Gott! 6 Oheiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Cob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang, 0 heiliger Geist, o heiliger Gott! 17. Jahrhundert II. Sonntag und Gottesdienst Weise: Was mein Gott will. Frankreich, 16. Jahrhundert 3581 Ge-⸗lo-bet sei der her re Gott, ein der uns aus nichts ge-schaf-fen hat und Ul Sonntag und Gottesdienst 382 —. — I— 35 — va ⸗ter von uns al⸗=len,] 9——— 0 93 las⸗sen sich„fal ⸗Len, daß wir jetzt sind die 32 lieb⸗sten Uind', im heil⸗* ge ⸗bo⸗ ren, Je- sum —— Christ, der Le⸗ ben it sonst wä⸗ren wir ver- 10 2 80o du denn unser Vater bist Sum Schluß: und weißt, was bei den Sün⸗ 3 Du hast uns Leib und Seel ge⸗ der bösen Welt uns nötig ist,—— nun gib uns, daß wir leben, iteit⸗ so gib, daß wir dich finden daß unser Glaub und Cieb dich preist, in Gnaden all, daß keins ab⸗ die uns dein' Gnad muß geben; fall, daß durch dein' Creu die Sünd uns daß uns stets im Gemüte in Folgsamkeit vor allem Leid für die Christus vergossen— dein heiligs sein teures Blut, das uns zu gut den Himmel hat erschlossen. CThomas Blaurer, 1499—1570 weise: Christus der ist mein Leben. h der Weise im Unhang Nr. 1. 382 H 1 6 Gott, dei ne Kind- len tre⸗ten mit D—————— —— —————— 23—— Melchior Vulpius, 1609 ——.. Freu⸗ den zu dir hin, sie Han meln und sie ———. ———... be ⸗ten; du kennst der Wor-⸗ n 3 Das lockst du—8 nach oben in seliger Begier, die Milde dein zu loben und Güte für und für. 2 was aus dem Borne quillet, der nimmermehr versiegt, was ihnen selbst verhüllet im tiessten herzen liegt,‚ 419 383 Sonntag und Gottesdienst 4 O du, der in den höhen 5 Gib fromme Uinderworte und in den Tiefen wohnt, und süßen Kinderwahn, laß kindlich uns verstehen, so wird uns einst die Pforte was überschwenglich lohnt. der Himmel aufgetan. Ernst Moritz Arndt, 1759— 1860 Weise: Es sind doch selig alle die Straßburg, 1525 IRR 5— 580 Gott, dein' Treu mit Gna-den leist und und geb Ver-stand in 22—— und herz, daß — 2 —*— E 2* schick her⸗ab den heil⸗ gen Geist, der uns die uns dein Wort nicht sei ein Scherz, ja, ganz zu 1 + EE h ů 2.——„ 1441—————.— ———— Wahr⸗-heit leh⸗ re 70 dir be Reh re. O Gott, dein' Gnad da- ran be⸗ 7 5* ů— 5.5.66555—.— — weis, daß sch wohl fhichzu dei⸗nem Preis all un ⸗ser — 233 83255 1—!W˙3 + + 165 3. ⁊————————— 2 Tun und Las⸗ sen. Was hin-dern mag, das + SDSPSSSSSSSSS von uns wend, was för- dern mag, das zu uns b ö S.S.SITIFIPI 2—. 5 send, zu wan⸗ deln dei ⸗ ne Stra ⸗ßen. 2 Und zieh uns frühe, herr, zu dir; lehr uns dein Geist; der mach uns wir wissen nicht, wieviel uns hier neu, bestimmt an Jahr und Tagen. das woll er nicht versagen. Zucht, Glauben, Surcht, Fried, Er bhüt uns stets vor falscher Lehr, Ciebe, Treu der bösen Welt auch treulich wehr, 42⁰ — S. 2 s E + S* E —— Sonntag und Gottesdienst damit sie uns nicht blende; teil aus, Herr, dein' Barmherzig⸗ keit, zeig uns dadurch die Seligkeit, hilf uns mit Gnad zum Ende. Sum Schluß: 3 Jetzund so bitten wir dich, Herr, bestätge du und stärk die Cehr in unsern Herzen allen. weise: Jesu, deine Ciebeswunden. 38⁴ 38⁴ Denn das ist wahr: So bös wir sind, begehren wir doch deine Uind' zu sein und dir zu gfallen. So zeig nun, Gott, dein' Gnad und Gunst, erfüll das Herz mit Ciebesbrunst, mit Glaub und wahrem Leben, daß wir einmal, wies dir gefällt, das Leben schließen und der Welt getrost den Abschied geben. Johannes Swick, 1496-1542 Johann Sebastian Bach, 1756 L IIm⸗mer muß ich wie ⸗ ⸗sen in dem al⸗ten S. sanft ge⸗ we⸗ 2 wie er hieß die Kindlein kom⸗ wie er hold sie angeblickt 3—— und sie in den kirm genommen und sie an das Herz gedrückt. 3 wie er hilfe und Erbarmen allen Kranken gern erwies und die Blöden und die Hrmen seine lieben Brüder hieß. 4 wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu ihm kam: gen sen, oh⸗ wie oh- ne Crug. ne List und wie er freundlich ihn bekehrte und den Tod vom Herzen nahm. 5 hat die herde sanft geleitet, die sein Vater ihm verliehn; hat die Urme ausgebreitet, alle an sein Herz zu ziehn. 6 Immer muß ich wieder lesen und ich lese mich nicht satt, wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Cuise Hensel, 1798—1876 42¹ 385 Weise: O du Liebe meiner Liebe. Sonntag und Gottesdienst 0 — 1Z—3 385 SS.....——.— —I„ 1 O wie freun wir uns der Stun⸗de, da wir dir, Herr um aus dei⸗nem heilgen Mun⸗de Le⸗bens⸗wor⸗te —5. SSSS Je= su, nahn, e⸗ zu Littrii. Caß uns heu⸗te nicht ver-ge-⸗bens ——— hö⸗rer dei⸗nes Wor-tes sein, schrei⸗ be selbst das 4—.——— ö— EEEE Wort des Le-bens tief in uns⸗ re her-zen ein. 2 Sieh, wir sitzen dir zu Füßen, großer Meister, rede du; sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr uns, wie wir selig werden, lehr uns, wie wir unsre Seit, diese kurze Seit auf Erden, nützen für die Ewigkeit. 3 Lehr uns, wie wir dem ver— derben durch der Gnade Kraft entgehn, wie wir, eh wir leiblich sterben, wahrhaft geistlich auferstehn und nach deinem Wohlgefallen denken, reden, leiden, tun, graden Weges dahin wallen, wo wir von der KUrbeit ruhn. 4 Dazu öffn uns das VDerständnis, wie den Jüngern du getan; zu lebendiger Erkenntnis trag die Fackel uns voran. 42½ Licht der Welt, das schon ver— manche dichte Finstermtss x Licht der Welt, auch uns erleuchte, denn im Licht geht man gewiß. 5 Gieß uns aber auch das§Feuer deiner Ciebe in das herz, daß wir an dir immer treuer hangen unter§reud und Schmerz. Keine Last sei uns beschwerlich, die von dir uns auferlegt, und uns alles leicht entbehrlich, was mit dir sich nicht verträgt. 6 nun, so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort, laß es mit lebendgem Criebe in uns wirken fort und fort. Hilf uns, daß wir treu bewahren, was wir in das herz gefaßt, und laß andre auch erfahren, daß du Lebensworte hast. Rarl Johann Philipp Spitta, 1801—1859 Das christl. Teben. Sreude an Gott und seinen Werken 386387 weise: Sollt es gleich. 165⁷ ——— 1 Creu⸗ster Mei⸗ster, dei⸗ ne Wor⸗te sind die , ase bun mels Psor Ate, dei ⸗ne Leh⸗ ren S sund der pfad, der uns 2 zur Got-tes-stadt. 2 O wie selig, wer dich höret, laß mich lieben inniglich wer von dir will sein gelehret, meinen Nächsten gleich als mich. wer zu jeder Zeit und Stund schaut auf deinen treuen Mund! 5 Lehr mich heilige Gebärden, laß mir deine Demut werden, 3 Sprich doch ein in meiner Seele, geuß mir deine Sanftmut ein, gib ihr Weisung und Befehle, laß mich klug in Einfalt sein. —0 40 Hals 6 kllso werd ich mich verbinden einer Liebe sanft Gebot. 24. ganz mit dir und Kuhe finden, 4 hilf mir, mich im Cieben üben also werd ich in der seit und Gott über alles lieben; sein gelehrt zur Ewigheit. Johann Scheffler, 1624 1677 III. Das christliche Ceben 1. Hreude an Gott und seinen Werken Eigene Weise. J. KH. Peter Schulz, 18. Jahrhundert — 387 E v e. —2—— 3 Herrn! Wir dan-ken dem —— ö————— . herrn; denn er ist freund⸗lich und sei ⸗ ne 388, Das christliche Ceben .. äsSE 23 7 e ⸗ wig ⸗ lich! Gü⸗ te wäh ⸗ret 2 E Cobet den Herrn! sein Name heilig, N Ja, lobe den Herrn und alle Welt ist seiner Ehre auch meine Seele; voll. vergiß es nie, was er dir 5* Guts getan. 3 E Sein ist die Macht! A Allmächtig ist Gott; sein Tun ist weise, und seine Huld wird jeden 6 E Singet dem herrn! Imren neu. A Lobsinget dem Herrn in frohen Chören, denn er vernimmt auch un⸗ sern Cobgesang. Karl Friedrich Wilhelm Herrosée, 1754— 1821 Betet ihn an! A Knbetung dem herrn! Mit hoher Ehrfurcht werd auch von uns sein Name stets genannt. 4 E Groß ist der Herr! N Ja, groß der herr, Eigene Weise.. Georg Ebeling, 1666 . 1 Die güld⸗ ne Sson- ne voll§reud und SEEEEEEE Won⸗ne bringt un⸗ 1 Gren-⸗zen mit ih-rem Glän-zen *.—.——.—— e— ke ein herz⸗ er ⸗ qui-cken-des, lieb-li-ches Licht. ⁰ grrre.—— Mein Haupt und Glie-der die— 1 dar- nie-der; , ⸗ber nun steh ich, bin mun⸗-ter und fröh ⸗=lich, 42⁴ uch un⸗ gesang. 154—1921 ling, 1bbb d und Freude an Gott und seinen Werken —— *SI schau ⸗e den him⸗ mel 2 mein kuge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Dermögen sei mächtig und ö roß und wo die Frommen groß; dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erde vergänglichem Schoß. 3 abend und Morgen sind Gottes Sorgen, Segnen und Mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wann wir uns legen, so ist er zugegen; wann wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barpiherzigkeit Schein. 4 Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Unstoß und glücklich er⸗ mit mei⸗nem Ge ⸗sicht. Laster und Schande, die teuflischen Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten be⸗ stehn. 5 Gott, meine Krone, vergib und schone! Laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Hugen doch sein abge⸗ dt! Sonst, Herr, regiere*— mich, lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 6 Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste; Gott ist das Süßte und Allergewißte aus allen Schätzen, der edelste gehn! Hort. Paul Gerhardt, 1607— 1676 Weise: Nun Hosianna Davids Sohn. 17³⁵⁸ 4 +* + 580 KGE ‚ 1 Geh aus, mein Herz, und su⸗ che Freud in die⸗ser 27 42⁵ Das christliche Ceben —— .— lie⸗ben Som⸗-mer „zeit an dei⸗nes Got⸗tes Ga⸗ben; schau 5.... an der schö⸗nen Gär-ten Sier und — sie-he, wie sie SS... sich aus 2 Die Bäume stehen voller Caub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide. 3 Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4 Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen⸗ der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner höh ins tiefe Gras gesprungen. mir und dir 5 Die unverdroßne Bienenschar fleugt hin und her, sucht hie und dar 42 ge⸗schmü⸗ket ha⸗ ben. ihr' edle Honigspeise; des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. 6 Der Weizen wächset mit Gewalt, darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. 7 Ich selber kann und mag nicht * ruhn, des großen Gottes großes Cun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem herzen rinnen. 8 ach, denk ich, bist du hier soschön, und läßt du's uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem festen himmelszelt und güldnen Schlosse werden! 79I „ hewalt, alt e begabt ag nicht ruhn, 5 Cun singt, nblingt, en. soschöf ich gehl dieset Oelt elzel rden! Freude an Gott und seinen Werken 9 O wär ich da, o stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen, so wollt ich nach der Engel Weis erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 10 hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; weise: Alle Mens 4—.. 1. 390 gib, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht erziehe. 11 mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich dein verbleiben; verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. Paul Gerhardt, 1607— 1676 Jakob Hintze, 1678 590166 (Gott, 98 läs⸗sest Treu und Gü⸗te täg⸗lich ü⸗ber zierst die Er⸗de neu mit Blü⸗te, schmückest Tal und 1——— ö , Ber d daß sich in dem hol- den Mai⸗ en =e 21, 2OTS———— Wald und§Flur und me freu⸗en; wo das— sich III wen-det hin, sieht es dei⸗nen Se⸗ gen blühn. 2 Deines Frühlings milde Sei⸗ haben diese Welt verjüngt;—— alles muß dein Cob verbreiten, Nachtigall und Lerche singt. Ja, kein Gras ist so geringe, das, o Schöpfer aller Dinge, nicht erzähle deine Treu und wie groß dein Wohltun sei. 3 Soll der Mensch dennstille schwei⸗ den du noch viel höher krönst,—1— den du dir erwählst zu eigen, dessen Herz du dir versöhnst, den du durch dich selbst erneuest, den du inniglich erfreuest, daß er wieder dich erfreu und dein schöner Garten sei? 42⁷ 391 Das christliche Ceben 4 auf, ihr frommen Christen⸗ ö glieder, stimmet an den Freudenklang! Opfert eurem Schöpfer wieder MMl zarter Ciebe Cobgesang, Eigene Weise. daß er durch die Wolken dringe und vor unserm Gott erklinge, der vom Himmel segnend blickt und das Jahr mit Gütern schmückt! Sacharius Herrmann, 1645—1716 177⁰ h 116ro⸗her Gott, (Dor dir neigt wir=ben dich; 5 Heute wir — Er ⸗de sich und be—⸗ 2 Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, II stimmen dir ein Coblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in selger Ruh: heilig, heilig, heilig zu. 3 heilig, Herr Gott Sebaoth, heilig, herr der Kriegesheere, starker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Cuft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4 Der Kpostel heilger Chor, der Propheten große Menge schicht zu deinem Thron empor neue Cob- und Dankgesänge; der Blutzeugen große Schar lobt und preist dich immerdar. 42⁸ r 83—5 48.* prei⸗ 12— ei ·ne Stär⸗ ke. wun⸗dert dei ne Wer-ke. Wie du warst vor 2—* Tümnane 1 —.5 P—— ⸗ler Seit, so bleibst du in E ⸗ wig ⸗keit. 5 guf dem ganzen Erdenkreis loben Große und auch Kleine dich, Gott Vater; dir zum Preis singt die heilige Gemeine; sie verehrt auf deinem Thron deinen eingebornen Sohn. 6 Sie verehrt den heilgen Geist, welcher uns mit seinen Cehren und mit Troste kräftig speist, der, o Mönig aller Ehren, der mit dir, Herr Jesu Christ, und dem Vater ewig ist. 7 Du, des ewgen Vaters Sohn, hast die Menschheit angenommen; du bist auch von deinem Thron zu uns auf die Welt gekommen, Gnade hast du uns gebracht, von der Sünde frei gemacht. dringe inge, blicht müchtl 545—1710 17⁷⁰ hris, dohn, ommen Chron ommen, icht, icht. Freude an Gott und seinen Werken 392 8 nunmehr steht das himmelstor allen, welche glauben, offen; du stellst uns dem Vater vor, wenn wir kindlich auf ihn hoffen. Endlich kommst du zum Gericht, Seit und Stunde weiß man nicht. 9 Steh, herr, deinen Dienern bei, welche dich mit Demut bitten; alle machtest du ja frei durch den Cod, so du gelitten. Nimm uns nach vollbrachtem Cauf zu dir in den himmel auf. 10 Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, Eigene Weise. daß der Feind es nicht verderbe. Wart und pfleg es in der Seit, heb es hoch in Ewigheit. 11 alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Seiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod, sei uns gnädig, Herre Gott. 12 herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, herr, dein Segen; deine Güte zeige sich allen der Verheißung wegen. Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein! Ubersetzung des Tedeum, 1779 Hans Georg NMägeli, 1828 EE 1 Lobt froh den Herrn, ihr ju⸗gend-li⸗chen .— ern ein Lied zu sei-ner r. IS.— .—,. —— e Eh⸗re! Lobt froh den herrn, lobt 2 Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Cied zu seinem Ruhme. Cobt froh den herrn, lobt froh den Herrn! froh den herrn! 3 vom preise voll, laß unser Herz dir singen, das Loblied soll zu deinem Throne dringen. Lobt froh den herrn, lobt froh den Herrn! 429 393 Das christliche Ceben + Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen zum Preise dir 0 Seligkeit, mit Vaterwohlgefallen. dich, unsern Vater, preisen Dir jauchzen wir, dir singen wir. von Ewigkeit zu Ewigheit. Georg Geßner, 1765— 1845 5 Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen, J. K. Peter Schulz, 1784 Eigene Weise. 1 305 1 wir pflü⸗-gen und wir streusen den Sa-men 1 +——*+—— ‚. 19 auf das Land, doch Wachs-tum und Ge-dei- hen steht ———— in des him-mels Hand; der tut mit lei⸗ sem 6I. — mild und heim-lich auf und r Lin—5 I— träuft, wenn heim wir ge⸗- hen, Wuchs und Ge-⸗dei- hen R ,. drauf. Klle 25 Ga-be kommt —. .. her von Gott dem Herrn; drum dankt ihm, dankt, drum Wrtur ů DDD.E..— 6⁰—— ö.—— dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! 45⁰ en, 2 76⁵18⁴ chulz, 1784 — Ciebe zum Heiland 39⁴4 2 II Er sendet Tau und Regen und Korn und Obst, von und Sonn-⸗ und Monden⸗ ihm schein das schöne Frühlingswetter und wickelt seinen Segen und Schnee und Ungestüm. gar zart und künstlich ein A Alle gute Gabe und bringt ihn dann be⸗ kommt her von Gott dem hende Herrn; in unser Feld und Brot; drum dankt ihm, dankt: es geht durch unsre hände, und hofft auf ihn! kommt aber her von Gott. 4 II Er läßt die Sonn aufgehen, A alle gute Gabe er stellt des Mondes Lauf, hrnd der non Ser n er läßt die Winde wehen errn; drum dankt ihm, Lanoet——8 tut die Wolken auf. „ r schenkt uns so viel und hofft auf ihn! Freude 3 Iwas nah ist und was ferne, er macht uns frisch und rot; von Gott kommt alles her, er gibt dem Viehe Weide der Strohhalm und die und seinen Menschen Brot. Sterne, A Allle gute Gabe das Sandkorn und das kommt her von Gott dem Meer. Herrn; Von ihm sind Büsch und drum dankt ihm, dankt:: Blätter und hofft auf ihn! nach Matthias Claudius, 1740— 1815 2. Liebe zum heiland Eigene Weise. Johann Sebastian Bach, 1756 + 394 OS EEEEEEE E 1 Zch laß dich nicht, du mußt mein Je⸗sus b Da.——. GEE blei⸗ben! Will rau⸗he Rot, Sünd, höll und Tod mich — EEEEEEEE aus der fe⸗sten Burg der CTreu⸗e trei-ben, nur 431 Das christliche Ceben n ö 3095 ů ů . NN her, ich hal te mich, mein star⸗ker held, an dich; I WW.. 5EEE hör, was die See⸗ „le spricht: Du mußt mein Je⸗-sus blei⸗ben; 2 Ich laß dich nicht; sollt ich den Segen lassen? nein, Jesu, nein, du bleibest mein; dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Nach kurzer Nächte Cauf geht mir der Segen auf von dir, dem Segenslicht. Sollt ich den Segen lassen? Ich laß dich nicht!:: Eigene Weise. 39515 N DPDPDPPPPIIIIII ö ich laß dich nicht, ich laß dich nicht! —I 3 Ich laß dich nicht, mein Gott, mein herr, mein Leben! Mich reißt das Grab von dir nicht ab, der in den Tod du dich für mich gegeben. Du starbst aus Liebe mir; ich sags in Liebe dir, auch wenn mein herze bricht: Mein Gott, mein Herr, mein Leben, ich laß dich nicht!:: Wolfgang Christoph Deßler, 1660— 1722 19. Jahrhundert —4 1 Schönster herr Je- su, herr'scher al-ler d, EIr N—— OSSEE En 5 0 Got- tes und ma ri en 3——....—. Sohn, dich will 3— lie ben, dich will ich —3365— .. eh du ren, 43² mei⸗ ner 2— 16 Freud und Kron! IIII &. L. hrhundert ——* — l⸗ler 25 — 2 Schön sind die Felder, schöner sind die Wälder in der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3 Schön leucht't die Sonne, schöner leucht't der Monde und die Sternlein allzumal; Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner als alle Engl im Himmelssaal. Eigene Weise. 396 Liebe zum Heiland 4 Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen, die in frischer Jugend sein; sie müssen sterben, müssen verderben, doch Jesus lebt in Ewigkeit. 5 Alle die Schönheit Himmels und der Erden ist verfaßt in dir allein. Nichts soll mir werden lieber auf Erden als du, der schönste Jesus mein. 17. Jahrhundert 178⁴ 1 7 E* — 396 1 . mich nur im⸗mer⸗hin ü⸗ber mei⸗nen gu⸗ten Hir⸗ten, %˙b—— ——.————— der mich schön weiß zu be⸗wir⸗ten, der mich lie-bet, — der mich kennt und bei 2 unter seinem sanften Stab geh ich aus und ein und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen hunger leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hin. S mei- nem Na⸗men nennt. 3 Sollt ich nun nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des hirten Urm und Schoß. Amen., ja mein Glück ist groß! Luise von Hann, 1724— 1782 45⁵ 397·398 Eigene Weise. Das christliche Ceben Heinrich Karl Breidenstein, 1825 4* 397 1 wenn ich ihn nur ha-be, wenn er mein nur =2.— ů —— 5 ů 14..—— DII ist, wenn mein herz bis hin zum Gra ⸗ be —— — 4 2 W— ů— ———————— sei⸗ ne Treu⸗e 2 nie ver-gißt, weiß ich nichts von ——— —.— 2.,...:...,..,....,,.. 2 wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treu gesinnt nur meinem herrn; lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen wan⸗ dern. 3 Wenn ich ihn nur habe, schlaf ich fröhlich ein, ewig wird zu süßer Labe mir doch seine Liebe sein, die mit sanftem Swingen alles wird erreichen und durch— dringen. 4 wenn ich ihn nur habe, hab ich auch die Welt, und des Himmels reiche Gabe meinen Blick nach oben hält. Hingesenkt im Schauen, kann mir vor dem Irdischen nicht grauen. 5 wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland; und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772—1801 Weise: Christus der ist mein LCeben. Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 1. Melchior Vulpius, 1609 1 398 60⁰ . I r 2 wir ha-⸗ben ei-nen hir=ten, und —4⁵⁴ nstein, 1855 lein nur HU„H 399 Liebe zum Heiland der hat uns so lieb, das E⸗ lend der Ver⸗ 2 Daß wir den heiland finden, ergriff uns seine Hand; sonst ging es uns wie Blinden in einem fremden Land. 3 Er will uns treu bewahren, der treue Kinderfreund; Eigene Weise. . die Er⸗ de trieb. wir sollen einst erfahren, wie gut er es gemeint. + Wir preisen dein Erbarmen, du treues Hirtenherz, halt uns in deinen Hrmen und führ uns himmelwärts! Christian Gottlob Barth, 1799— 1862 Johann Balthasar Reimann, 1747 1 wollt ihr wis⸗ . sur was E Wollt ihr . ler⸗nen, was 5 Wollt 25 sehn mein Ei⸗-gen⸗tum? Gar E E Wollt ihr 227 23 was mein Hohne Jesus, der Ge⸗kreu⸗zig⸗te? 2wer ist meines Glaubens Grund, wer stärkt und erwecht den Mund, wer trägt meine Straf und Schuld, wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte! 3 wer ist meines Lebens Kraft, wer ist meines Geistes Saft, wer macht fromm mich und gerecht, wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gekreuzigte! 4 wer ist meines Leidens Trost, wer schützt, wenn mein§eind erbost, wer erquickt mein mattes Herz, wer verbindet meinen Schmerz? Jesus, der Gekreuzigte! 5 wer ist meines Todes Cod, wer hilft in der letzten Not, wer versetzt mich in sein Reich, wer macht mich den Engeln gleich? Jesus, der Gekreuzigte! Johann Christoph Schwedler, 1672—1750 45⁵ 400 Das christliche Ceben 3 Frommer Wandel weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Spätere Form der Weise im Anhang Nr. 4. 1648 400 15—8—— D 1 Du höchestes Lichtund ew⸗ger Schein, du 2 ö G— 645.——5. Gott und treu⸗er her⸗re mein, von dir der Gna-den r —.—— 3 .— Glanz aus⸗geht 2 Das ist der Herre Jesus Christ, der ja die göttlich Wahrheit ist; mit seiner Lehr er helle leucht't, bis er die Herzen zu sich zeucht. 3 Er ist das Licht der ganzen Welt, das jedem klar vor Kugen stellt den hellen, schönen, lichten Tag, an dem er selig werden mag. 4 Den Tag von deinem lieben Sohn, o Gott, laß leuchten wie die Sonn, damit wir, die geboren blind, doch werden noch des Lichtes Kind' 5 Und wandeln, wies wohl mag anstehn all denen, die erleuchtet schön 45³⁶ und leuch⸗tet schön so . früh als spät. der Tag des heils, die Gnadenzeit, da fern ist alle Dunkelheit. 6 die Werk der Finsternis sind grob und dienen nicht zu deinem Lob; die Werk des Lichtes scheinen klar, dein' Ehr sie machen offenbar. 7 Suletzt hilf uns zur heilgen Stadt, die weder Nächt noch Tage hat, da du, Gott, strahlst in Herrlich— keit, das schönste Licht in Ewigkeit. 8 O Sonn der Gnad ohn nieder⸗ gang, nimm von uns diesen Morgensang, aufdaß erklinge diese Weis zu Gutem uns und dir zum Preis. Johannes Zwick, 1496—1542 1648 spät. adenzeit, it. nis sind grob em Lob; ien klar, ubar. heilgen Stadt, ge hat, hertlich eit, gheit Nieder⸗ gang. gensang eis I Preis. 05- Frommer Wandel weise: Christus der ist mein Ceben. 2505 Form der Weise im Anhang 401402 Ar. I. Melchior Vulpius, 1609 401 ,.. 1 Ein Gärt-ner ———— ten, wo im Gar-⸗ geht tau⸗ send men blühn; und al=le E War ⸗ten, ist ein ⸗ 2 Der gönnt er sanften Regen und jener Sonnenschein. Das nenn ich treues Pflegen, da müssen sie gedeihn. 3 In liebenden Gedanken sieht man sie fröhlich blühn; sie möchten mit den Ranken den Gärtner all umziehn. 4 Und wann ihr Tag gekommen, legt er sie an sein Herz, und zu den selgen Frommen trägt er sie himmelwärts, 558 Ringe recht. treu zu 5 Su seinem Paradiese, zu seiner schönen Welt, die nimmermehr wie diese in Staub und klsche fällt. 6 hier muß das herz verglühen, das Weizenkorn verdirbt; dort oben gilt ein Blühen, das nimmermehr erstirbt. 7 Du Gärtner treu und milde, o laß uns fromm und fein zum himmlischen Gefilde, zum ewgen Lenz gedeihn! Max von Schenkendorf, 1785—1817 17⁴⁵ 402 1 6 Gott Wils 1 ma⸗ B0m 00 die 5 chen ge⸗hen, ö e 3—60— 5EEEEEE wie es heil-sam ist. Caß die Wel⸗ len noch so ———— —— schwel⸗ len, wenn du nur bei Ze ⸗su bist. 4⁵⁷ 403 Das christliche Ceben 2wer sich kränket, weil er denket Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, da der Unglaub leidet Straf. 3Du bderächter, Gott, dein Wäch— ter, schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den höhen aufzusehen, das ist deine Glaubenspflicht. 4 Im verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5 Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Eigene Weise. Wann dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6 Gottes hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Siel. Ists beschwerlich, scheints gefähr⸗ deinem Gott ist nichts zu viel. He 7 Wann die Stunden sich gefun⸗ den, bricht die hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 8 amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675— 1725 Cäsar Malan, 1827 405—— 1 Har⸗re, mei⸗ne See⸗le, har- re des Herrn; Ir Ie, 3 al ⸗les ihm be⸗ hilft er doch so gern! —. eee, er di.— — E——— 4—8— Sei un-ver⸗zagt bald der Mor- gen 13. und ein neu⸗er Früh-ling 22.3 dem Win⸗ter nach. 4⁵58 , SDSPSS len Stür⸗ men, in al ⸗ ler Not sst stille ier frei. nEnde, diel. gefähr⸗ Ul haefn⸗ den, herein, schämen, Namen er will. 167⁵·17²³ lalan, 1857 Frommer Wandel 40⁴4·40⁵ SSSSSSSSEEE wird er dich be 2 harre meine Seele, harre des Herrn; alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; 4183— Jesu, 3644 Liebeswunden. „schir⸗men, der treu e Gott! größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott! Friedrich Räder, 1815—1872 Johann Sebastian Bach, 1756 — 404 den wee mn herr, bei 1e 25 ne mich— Geist da ran: „dem Wort und Wer ⸗ke bat auch Je⸗sus so— 2 werd ich so in meinem Wallen und im Dienst als Jesu Knecht diesem Herren auch gefallen, dien ich diesem herrn auch recht? 3 Folg ich ihm, wohin er gehet, oder stehet nur mein Sinn, wo der Coren Wind hinwehet? Zeig mir, Jesu, wo ich bin. Eigene Weise. 40⁵ 1 mit dem Herrn fang hat auch Je⸗ sus so ge⸗ tan? + Dir zu folgen, laß alleine meinen Ruhm und Ehre sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. 5 Deinem Beispiel nachzuleben, deinem Vorbild nur allein, laß mein einiges Bestreben, Jesu, bis ans Ende sein. Christoph Karl Cudwig von Pfeil, 1712—1784 Friedrich Cayriz, 1855 Uindelich 459 al⸗les an! 406 Das christliche Leben SS— mußt du ihm ver- trau-en und auf sei⸗ ne hil- fe e. . bau⸗en, de⸗—— schützt vor stol⸗-zem Wa chn. Mit dem —.— 12 S...... Herrn fang ab-les an, mit dem herrn fang al-les an! 2 mit dem herrn fang alles an! 3 Mit dem herrn fang alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, Mut wird dir dein helfer senden, können nie das Siel verfehlen, froh wirst du sein Werk vollenden; sie nur gehn auf sichrer Bahn. denn es ist in Gott getan. Mit dem herrn fang alles an! Mit dem herrn fang alles an! Mit dem herrn fang alles an! Mit dem herrn fang alles an! Christoph Christian Bohlfeldt, 1776—1849 Eigene Weise. Friedrich Silcher, 1842 400ułr?r 11³ nimm denn mei⸗ne hän-⸗ de und bis an mein se lig En; de und e,. 2 6* RR ,..— .. 1— 50 Wwis li mag al-lein nicht b—.—.——.. N..— ge ⸗hen nicht ei⸗ nen Schritt, wo du wirst . ö . gehn und ste ⸗- hen, da nimm mich nit. 2 In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. 440 Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind, es will die Kugen schließen und glauben blind. —CO HOre S an! les an! ilcher, 1842 — und und Tod und ewiges Leben 407408 3 wenn ich auch gleich nichts fühle So nimm denn meine Hhände von deiner Macht, du führst mich doch zum Siele auch durch die Nacht. und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Julie von Hausmann, 1826- 1901 Psalm 155. weise: Christus der ist mein Leben. Spatere Sorm der Weise im Anhang Nr. 1. Melchior Vulpius, 1609 407 EO SSIIIII 1wie lieblich ists hi⸗nie⸗den, wenn Brüder treu ge⸗ sinnt in Eintracht und i n Frie-den ver⸗-traut bei— Achunen sind! 2 wie Cau vom hermon nieder was Unecht ist, wird befreiet, auf Gottes Berge fließt, also auch auf die Brüder der Segen sich ergießt. 3 Und einstens wird erneuet durch sie die heilge Stadt; und rein, was Flecken hat. 4 Und alles Volk der Erde geht nun zum Lichte ein; dann wird nur Eine hHerde und nur Ein Hirte sein. Friedrich Gottlob Wetzel, 1779— 1819 4. Tod und ewiges Leben 245— Weise. 40866 HbC—.— EE 1 auf mei⸗nen lie 3ben Gott trau ich in e, nitr,. .. Angst und Not, er kann mich all-zeit ret ⸗ten aus H— Crüb„sal, Angst und Nö⸗ten, mein Un-glück 28 441 409 Das christliche Ceben kann er wen-den, steht alls in sei- nen hän⸗ Len 2 Ob mich mein' Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm tu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3 Ob mich der Cod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Ceben; dem tu ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, mein' Seel wird er versorgen. 4 O mein herr Jesu Christ, der du so gduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, uns allen auch zugleiche das ewig Himmelreiche, 5 Erhöre gnädig mich, mein Crost, das bitt ich dich: hilf mir am letzten Ende, nimm mich in deine hände, daß ich selig abscheide zur himmelischen Freude. 6 amen zu aller Stund sprech ich aus herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Seiten, aufdaß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. 17. Jahrhundert Weise: 2. Wwelt, ich muß dich lassen. 40916 der rau-he herbst kommt wie-der, jetzt stimm ich *..—— .x. Heinrich Isaak, 1539 — II. mei⸗ ne Lie⸗der in ih⸗ ren TCrau⸗ er ⸗ ton. Die e, eer, L, —.— in der Welt be—⸗ Som-mer-lust ver- ge-het, nichts SI...... * ste ⸗ het, der muß end-lich selbst da-von. und; len, iten, en Zalchurdet Ipaab, 155 2 Du, Gott und herr der Seiten, willst, daß wir uns bereiten zu unsrer wahren Ruh; stets zeigst du dein Gemüte, schickst uns aus milder Güte auch stumme, stille Cehrer zu. 3 Die Rose läßt sich brechen, wird niemals widersprechen des Gartenherren hand; der Apfel zum Genießen fällt selbst zu deinen Füßen und lässet willig seinen Stand. 4 Und du, Mensch, wollst nicht dich deinem Gott ergeben? 3235 Was ist dein größter Ruhm? Weise. Tod und ewiges Leben 410 Daß er dich hat erschaffen, geziert mit Glaubenswaffen zu seinem ewgen Eigentum. 5 Schickt er denn Ureuz und Schmerzen, nimmt, was uns liegt am Herzen, er meints doch allzeit gut; und sind wir Gottes eigen, so laßt uns stille schweigen zu allem, allem, was er tut. 6 wer mag der Welt Getümmel erwählen für den himmel? Hilf, Christe, Gottes Sohn, daß wir uns stets gewöhnen, uns nur nach dir zu sehnen und deinem heilgen Gnadenthron. Heinrich Hlbert, 1604— 1651 Oskar Wermann, e a—.—4———— Il 4¹⁰ GS——— x r i. gehn, daß ich Je⸗sum 1 mö⸗ge sehn! ei⸗ ne Seel ist PꝓP E voll Der⸗ lan⸗gen, ihn auf e⸗wig zu um⸗fan-gen und vor sei-nem Thron zu stehn. 2 Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht? 3 lich, wie schön, ach, wie schön ist der Engel Cobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Sions Höhn. 4 Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein! 44⁵ 411 Das christliche Teben 5 paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen . Wweise. wird uns sein, als ob wir träu⸗ men. Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Friedrich Tudwig Knak, 1806—1878 4111595 P 1 wo fin⸗det die See⸗le die—— mat, die —— HDEA ö S ..— Ruh, wer decht sie mit schü ⸗tzen⸗den Fit ⸗-ti⸗ gen b— GüE ,., L zu? lich, bie-tet die Welt kei⸗ne Frei-statt uns 7*—— EEEEEE an, wo Sün⸗-de nicht schen, nicht an-fech⸗ten 2 j½— ü EE kann? nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, die N—5—— 2 2 ——— hei⸗mat der See le ist dro-ben im Licht. 2 verlasset die Erde, die heimat 3 Wie selig die Ruhe bei Jesu im zu sehn, Licht! die Heimat der Seele, so herrlich, Tod, Sünde und Schmerzen die so schön! kennt man dort nicht; Jerusalem droben, von Golde er⸗ das Rauschen der Harfen, der lieb⸗ baut, liche Klang ist dieses die heimat der Seele, der bewillkommt die Seele mit süßem Braut? Gesang. : Ja, ja l: dieses allein kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 4⁴⁴ ½ Ruh, Ruh:: himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Cudwig Jörgens, 1792— 1857 Liturgische Gesänge ab ir träu⸗ Liturgische Gesänge men. wadies! Die Siffern IIIbezeichnen die mit einander abwechselnden Teile der Gemeinde; 806-1878 H bedeutet Alle, E Einzelne. 4 Vorreformatorisch e. α=E.——— N b31 die RKomm, hei⸗li- ger Geist, er-füll die her⸗zen dei⸗ner n 2 Gläu⸗bi⸗gen und ent⸗zünd in ih-nen das Feu⸗ 4.——.——— D— —— ö——— ö ö att uns er dei⸗ ner gött⸗li ⸗chen Lie⸗be, der du durch —.—.— 5———.— — ech⸗ten Man⸗nig-fal⸗ tig-keit der Sun-gen die völ- ker ——. e — G. der gan⸗zen Welt ver⸗-sam-melt hast in Ei-nig-keit des e.——— 2——— +I 8. —.—— IIumn Glau⸗-bens. hal⸗le ⸗ lu-ja, Hal⸗le⸗ lu⸗jal Licht! zen die 5 nicht 155⁷ der lieb⸗.0——. 20 v EO nit süßem Ehr sei dem Va⸗-ter und dem Sohn und dem hei⸗-li- gen Gesang.(A) e Ruh———— FBren r. nrn,. ich el**————.— ri Geist, wie es war im Kn-fang, jetzt und im-mer—⸗ n-l 44⁵ Cd: e Liturgische Gesänge SIISEEEE.— 2. 4—3 dar und von E-wig⸗keitz u E ⸗ wig-keit. U⸗men. r 15²⁵ ——— I S herr. ,er⸗barm dich un⸗ser! Chri⸗ste, er E, derin mir. 6³*.——— serbarn dich un-ser! barm dich un⸗-ser! Herr d Preußische Agende S... E — Herr, er⸗-barm dich un- ser! Christe, er⸗barm dich PPP. IITTIIIT —— im ⸗ ser herr, er⸗ barm dich un? ser: e Psalm 51, 12— I5. Georg Wiener, 1648 — 5(l) 5— —— 8.——————.—.— Schaf-fe in mir, Gott, ein rei- nes her⸗ze und 6.*— — gib mir ei nen neu en ge-wis-sen Geist. Ver⸗ berg, 1525 — Liturgische Gesänge 18 (U)(0 ö wirf mich nicht, ver-wirf mich nicht von dei⸗ nem . 00 ——— e. An⸗ ge⸗ sicht, v on dei ⸗nem kin ⸗ ge⸗sicht und 4 ö 5 9—5 22•—. derrr nimm dei nen hei ⸗-li⸗ gen Geist nicht von mir. 1 1551 — ——.2 ů —————————— 0 e.. 12 Chri⸗ste, du Camm Got⸗-tes, der du trägst die 5 E Sünd der Welt, er⸗barm dich un-ser! 3 Chri ⸗=ste, 2..— FFFIIIFI— 6— 35—. du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt, ——.—.—.. —— —..—.———5— gib uns dei⸗nen Frie⸗den! E 8 V — — eh zre sei und auf 44⁴7 Gott in der 96 ⸗ h Liturgische Gesänge —.—.— ————.——— Er„den Fried und den Men-schen ein Wohl-»ge— r ů I.——.— ö 2.—.————— SE— fal len. Hal ⸗ le lu a, Hal⸗ le lusezar Die große Doxologie Straßburg, 1524 Lod. E Iod. A 6— 2————Ii..—. ———„ E —..— Ehere sei Gort in der hörhe! Und 35 Er⸗den IE Fried, 8en Men-schen ein Wohl-ge-⸗fal-len! Wir lo⸗ben II —— E är, 35.. DDDRRDRDRDRDRDRDRREEE dich! Wir be⸗ten dich an! Wir prei⸗ sen dich! II A n— 5—.— 5—— Wir sa⸗ gen Dank um dei-ner gro⸗ßen Eh-re 2— 2—— r— —— II.—— 25 e.— 00 len! 5 Gott, himm ⸗li-⸗scher Mö- nig, A 6⁴—. —— Gott, all⸗ mäch⸗-ti ⸗ ger Va⸗ter! 448 Herr, ein ⸗-ge⸗ * ꝗ Liturgische Gesänge h + V EII 11411 — ö 2——— 505 D——— bor-ner Sohn, Je-su Chri-ste, du ell ⸗ler-höch⸗=ster! Z ere ö herr Gott, Camm Got-tes, ein Sohn des va⸗ ters, II 6 SEE,. der du— die Sünd der Welt, er-barm dich desen Der du 010 mimtut It in der Welt, II 5441 nimm an un⸗„ser Ge-bet! der du si ⸗tzest zur Rech't ten des Da⸗ters, er⸗barm dich un⸗ser! Denn du bist lein hei-lig, du bist al ⸗ein der 4 II du bist al⸗ Lein Wöer Höchst, Je-su Chri-ste, mit dem R*— heil ⸗-gen Geist in der herr-lich-Keit Got⸗ des — Anien, E Preußische Agende E e Für die österliche Seit. — b Hal⸗le⸗Iu= ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗-Iu ja! Melchior Vulpius, 1609 der eE. —— L 65— S v. Hal⸗le⸗lu⸗ja —.— Hal⸗le⸗lu⸗ja., hal⸗le⸗lu⸗ja! Straßburg, 1524 —— e. —— ——— Ena de, lu⸗ja! DPP—— O herr, hand-le mit dei⸗ — Lo ⸗bet .— — CI— und dei⸗-ne =.—.—. nem Knecht nach DDDP‚DPDP‚PxPDPPPPP SISISSISII‚I.e ——.— ů.— ——.————— — dein ½ 8 Seug-nis! ius, 1609 zja! urg, 1524 Liturgische Gesänge Im Nach der biblischen Vorlesung 1 Arnold Mendelssohn, 1885 — SP Herr, dein Wort blei-bet in E- wig ⸗keit! —— 30 —— ...——I Er⸗hal-te mich durch dein + —— T ........ — Wort und laß mich nicht zu Schan⸗den wer⸗ den R —.—.———— mei⸗ner Hoff-⸗nung. 6⁴ 3———.—. Hal les l a — Ich wand-le fröh⸗ lich, denn ich su⸗-che E ne 5 ⸗feh⸗le. Hal⸗le⸗ lu⸗ ja! Hal ⸗le⸗ T* ———.——— K lu⸗ja, Hal⸗le⸗ lu⸗ ja, Hal⸗le⸗ ja! 2 2 5 Der Glaube stan m 141¹⁷ —.— I 2 5 2—38—93 2—— 22. Wir glau⸗ben all an Ei⸗nen Gott Schöpfer Himmels i 15. 451 n Liturgische Gesänge und der Er den, der sich durch Je⸗sum, sei⸗ nen Sohn, I 3— ö 2 555885 565 55 V—.—— uns zum Va-ter hat ge-ge ⸗ ben. Er will uns all— . 5 dre .—— 4.—————.— —.— zeit er-näh⸗-ren, uns zur Se⸗lig-keit be- wah-⸗ ren O———— UD durch den heil- gen Geist im Glau- ben, kein Leid soll uns wi-der-fahs ren. Nach die ⸗-sem E⸗lend I—.——— 6⁰——. ö —.— e ——. ist be⸗reit uns ein Le-ben in E-wig-keit. A⸗men. nach Martin Luther, 1485— 1546 Wittenberg, 1526 — 4——.—— ů—- 6*——— SSSS Z, r. hei-lig ist Gott, der her⸗re se-ba⸗oth! hei⸗lig ist Gott, der her re se-ba oth! E ——— Dumr g⸗men. ö 1485—1510 Aberg, L525 2ht 0 ö 4 ö +——— S EEEEEEEE hei lig ist Gott, der her-re de ⸗ ba ⸗ oth! SDEEEE Sein' Ehr die gan ⸗ze Welt er-fül-let hat. Martin Luther, 1483— 1546 vielleicht Johann Sebastian Bach SDSS— hei⸗lig, hei⸗lig, hei ⸗lig ist der ber re PP Se⸗ba⸗oth, al⸗le Land sind sei ⸗ner E E. E Eh re voll. Ho⸗ si⸗ na in der H: he! Ge⸗lo⸗bet sei, der da kommt im Na⸗men des Hannoversche Agende * P — i=lig, 1218 hei lig ist der— der Gott qer Liturgische Gesänge . EEEEEE Eh⸗re dein. Hho⸗ si⸗ an⸗ na in der , ᷓ 5.. ⸗bet sei, der da kommt im na⸗men des 9 + DD.— L—— Dan-ket dem Herrn, denn er DIE ist freund-⸗ lich und . sei ⸗ne Gü⸗te wah ⸗ ret e Laßt uns lob-sin-gen, las-set uns GEEE lo⸗chen, las-set uns rühmen, las⸗set uns ren, un⸗ dan ⸗ken, froh— von her-zen sern Gott! Liturgische Gesänge 8 —— Das Tedeum hel 8 II 15⁴5⁵ —— ö—— ——— N 35—. Zai... E — 1 herr Gott, dich le ben wirt herr Gott, wir dan⸗ken dir! 72 27—— .* ,enn —— 43 Dich va⸗ ter in E⸗ wig ⸗keit hel all En ⸗gel und him-mels-heer auch Che- ru-bim und Se ra ⸗ phim ucco, T 1897—.— SISSITITITSS.... . Beenrre, 1 eh? ret die Welt weit und breit. und und was die-net dei ner Ehr, sin ⸗ gen im mer mit ho ⸗ her Stimm: — 1 II 2—— 21—— 0..E— i9lh hei ⸗lig ist un⸗ser Gott! hei⸗lig ist un-ser Gott! Lu. II 22— ů 2 — 5—— hei ⸗lig ist un-ser Gott, der her⸗re Se-⸗ba-oth! — e—* Dein' gött-lich Wid und herr-lich-keit Der hei ⸗ li- gen zwölf Bo-ten Sahl ö 2 die teu ren Märt rer all zu ⸗ mal —.— die gan-⸗ ze wer te Chrin-sten-heit ö. dich, Gott Va ⸗ ter im höch-sten Thron, Hotl den heil ⸗-gen Geist und Crö- ster wert 45⁵⁵ 8 Liturgische Gesänge II ——— L; geht ü? ber Himml und Er: den weit. und die lie ben Dro: phe ten all, lo ben dich, Herr, mit gro-ßem Schall; rühmt dich auf Er ⸗ den al le zeit, dei ⸗nen rech ⸗ ten und ein ⸗ gen Sohn, mit rech-tem Dienst sie lobt und ehrt. —————— 4—.—.——.— Du Kön'g der Eh ren, De su Christ, hast nicht ver-schmäht der Jung-frau Schoß, 3½ bu hast dem CTod Jer ⸗stört sein Macht n sitzt zur Rech ⸗ten Got ⸗tes gleich ein Rich? ter du zu: künf:tig bist 2——— 6——— r— 2——— Gott Va⸗ ters ein ⸗ ger Sohn du bist, zu ina ⸗chen uns von Sün ⸗ den los. und all EChri ⸗sten zum him ⸗ mel bracht. mit al?⸗ ler Ehr ins BVa: ter Reich, al les, was tot und le bend ist. 3 d sennnin,.——————— Anun hilf uns, lherr, den Die ⸗ nern dein, — I.— G———— die mit dein'm teur'n Blut er ⸗lö ⸗set sein. . ů d Laß uns im him ⸗ mel ha ⸗ ben teil Liturgische Gesänge 8 SSSS.......... Hilf dei ⸗nem Vvolk, herr Je⸗ su Ehrist, II ————————————— und seg ne, was dein Erb teil ist 1 a 0— 6 IIII———— .——— ů——3 6—.—.———.. 5 daäg lich, herr Gott, wir lo⸗ ben dich — 2 3—.————— + und ehrn dein? na ⸗ men ste ⸗ tig ⸗ lich. 24.— 7.——.——— ....——3——— Hh hüt uns heut, 0 treu ⸗ er Gott, Sei uns gnä ⸗ dig, 0 her ⸗-re Gott, Seig uns dei ne Barm-her-zig-keit, 29 4⁵5⁷ Liturgische Gesänge II — —.———————— vor al ⸗ ler sSünd und Mis ⸗ se: tat. sei uns gnä⸗ dig in aleler Not. wie uns ⸗ te Hoßt nung zu dir steht. — 5. Deutsche Übersetzung des —— 4.—.——+Iealtkirchlich. Gesanges durch —8363..—————— Martin Cuther, 1485— 1546 —.——.— N Ilett. Um den Frieden nürnberg, 1551 — 9—5 P— 8— P—— ver ⸗-leih uns Frie-den gnä-dig- lich, Herr 6..... ——.— A Gott, zu un: sern Sei ⸗ten; Es ist ja 5 — strei ten, denn du, un-ser Gott, al-lei:ne. Martin Cuther, 1485— 1546 0 6Fpbßb6 Liturgische Gesänge u · VWV — u Nach Christian Gregor, 1784 9Z——247..—— PPPPPPPPPP 4 E— 22— 2.„.—.—.— Herr st, dir leb ich, Herr ZBe su, dir seht L R 5—————— 5— —.—. sterb ich, Herr Ze: su, dein bin ich tot und le⸗ jer, R, ö 0. PP“ — ben⸗dig! Mach mich e⸗wig se⸗ 1190 A⸗ men. —0 mehr. ö V 2. Korinther 13, 15. Christian Gregor, 1784 setzung des 4— 35 sanges durch n ——— G P—. * DDSDDEE Die Gna⸗ de un ⸗sers herrn Je⸗su Chri⸗ DSIII ů— sti und die Cie be Got ⸗-tes und die Ge⸗ .— 4 ö —— SSE n E — mein⸗schaft des heil-gen Gei stes sei ———— — 566— I r. S——......* . mit uns al⸗ len, mit uns al: len. A: men. 0 · te W weise des 9. Psalmentons. Alte Kirche t. . xe e err le. Gott sei uns gnä-dig und barm-her-zig 35-m 459 4— De und geb uns sei⸗ nen gött li⸗chen Se ⸗ gen. 1 e N.— Er las ⸗ se uns sein kint⸗litz leuch- ten, 4 4123— —————, daß wir auf Erd er-ken-nen sei ⸗ ne We⸗ 1 12 2——. + Ae e n —— 2 9e. Es seg ne uns Gott, un ⸗ser Gott, II—— Iu. II 5 5—— und geb uns sei ⸗nen Frie den. AHK⸗men. . 5*—.— 6 2W b.. Amen, Amen, das sei wahr, so sin-gen wir Hal⸗-le-lu-ja! 7 .—...—. 1 U⸗men, k⸗- men, Anhang etlicher Weisen Anhang etlicher Weisen die an Stelle der bei den Ciedern stehenden gesungen werden können. 1. Christus der ist mein Ceben Spätere Form. + . 15—5 e ,, we, — b.— ö— 2523— 0— U———— 4* ——— d—.——— 2 Vergl. Nr. 70 175 275 550 582 598 401 407 2. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ BDD— 4635 D2 17⁷⁷ +. b 0—— Ub ů—.—..— ———— n +. 4— ——— HAbE TTTü TETcTccTTttc T SEIE Vergl. Nr. 92 Bei Unwendung dieser Weise sind die zwei letzten Seilen zu wieder— holen in folgender Art: 1. Im Sterben los, vom eignen Wesen los. 2. Sum Licht empor, durch Nacht zum Licht empor. 5. Im Kampf und Streit, zum Dienst im Kampf und Streit. 3. Gott des himmels und der Erden Spätere Form. Heinrich Ulbert, 1642 4——4 .. SII—————3 461 Anhang etlicher Weisen Vergl. Nr. 82 97 121 150 159 240 517 6 4. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Spätere Form. 1648. —— Vergl. Nr. 89 125 127 146 150 158 400 5. Herzlich tut mich verlangen Ursprüngliche Form. Hans Leo Haßler, 1601 EIE B—.— B Vergl. Nr 50 169 185 28 285 500 555 55⁵5 6. Jesu geh voran F. A. Ihme, 1867 ..... T ——— ITT Anhang etlicher Weisen SS———— Vergl. Nr. 281 7. Jesus ist kommen, oder: Einer ist König 1698 4. 4 ieer L. —— e —— 3— —————— 9— Z—. De. Vergl. Nr. 31 102 282 8. O daß doch bald dein Feuer brennte Spätere Form. Französischer Pfalter, 1547 Vergl. Nr. 84 9. O Camm Gottes unschuldig Spätere Form. 154⁴2 Unhang etlicher Weisen EEEEEEEE 10. Schmücke dich, o liebe Seele Spätere Form .SSDSISIIIIIIII. —————— ——— —2.— Vergl. Nr. 125 181 184 11. Sollt ich meinem Gott nicht singen Lain n äP— ee, dee. Anhang etlicher Weisen ä— — Vergl. Nr. 224 284 12. Wenn wir in höchsten Nöten sein Spätere Form. Französischer Psalter, 1547 S— IIIEEI öi.—— Vergl. Nr. 260 325 13. Wie groß ist des Allmächtgen Güte, oder: Die Tugend wird durchs Kreuz Justin Heinrich Knecht, 1793 2. ů ST 9—5 E ——— V — Anhang etlicher Weisen * —* — DSPPPPIITTTTTTII T 11 — Vergl. Nr. 48 96 186 205 207 14. Wie schön leuchtet der Morgenstern Spätere Form. 1599 —.. ö———.—— ä—————— I U ö +0 —+ — N— ——G— DD.. 8 PPIITtttttt... Le,, 1 2— 1— ñ— 16— V— — ö————— Vergl. N r. 55 72 85 91 187 189 242 251 259 15. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Sterns Choralbuch 466 Vergl. Nr. 247 548 — 186 205 20⁷ Gebete und Betrachtungen Gebete und Betrachtungen für den Gottesdienst Beim Eintritt in die Mirche Düd heiliger Gott, ich beuge mich vor deinem Kngesichte und flehe in Jesu Namen: Siehe nicht an meine Sünde, sondern gedenke meiner nach deiner Barmherzigkeit. Bewahre meine Seele vor Serstreuung, vor Cauheit und vor allem, was meine Undacht stören könnte. Laß mich eifrig beten, herzlich dir lobsingen, dein Wort in Demut hören und bewahren. Caß mich gesegnet aus deinem Hause wieder weggehn, gestärkt zum Kampfe gegen das Böse, treuer in deinem Dienste und in deiner Nachfolge, o mein Gott! Gib dieselbe Gnade allen meinen in deinem Namen versammelten Brüdern und Schwestern um Jesu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. Unser Vater, der du bist im Himmel, usw. Vor Beginn des Gottesdienstes sammle man sich durch das Lesen von Sonntags- oder Festliedern. Vor dem Uindergottesdienst O Gott und Vater aller Väter, lehr uns! O Gott und Vater aller Kinder, lehr uns! O Meister aller Meister, lehr uns! O Geist, Cehrer der Wahrheit, lehr uns, daß wir uns zu dem heilgen Uind Jesu gesellen, nach seinem Beispiel unser Cun und Lassen stellen, wachsen an Geist, Gnad, Weisheit zu Nutz deiner Christenheit, daß wir Uinder zusammen dein' Kirch und deinen Namen zieren.— Das lehre uns, o Herre Gott! Amen. Johannes Swick 467 Gebete und Betrachtungen Beichte und Abendmahl Anleitung zur Selbstprüfung ange damit an, daß du den Vater im Himmel in Jesu Christi Namen um den heiligen Geist bittest, damit er dir beistehe, dich aufrichtig vor Gottes Ungesicht zu prüfen und selber zu richten nach Vorschrift göttlichen Worts durch den Rpostel Paulus J. Kor. 11, 28: Der Mensch prüfe sich selbst, und also esse er von diesem Brote und trinke von diesem Helche. Gebet vor der Selbstprüfung Psalm 159. Hen du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehest meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Sunge, das du, Herr, nicht alles wissest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Solche Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, und wo soll ich hinfliehen vor deinem Ungesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mir in die hölle, siehe, so bist du auch da. Nähme ich§Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken, so muß die Nacht auch Licht um mich sein. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein herz; prüfe mich und erfahre, wie ichs meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Amen. Selbstprüfung Ne kirchlichem Brauch soll uns zur Selbstprüfung eine Betrach⸗ tung der Gebote Gottes dienen. Du sollstlieben Gott, deinen herrn, von ganzem her— zen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot.(Matth. 22, 37. 58.) Ich bin der herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götterneben mir haben. Ist Gott, mein Vater in Christo Jesu, für mich das höchste Gut? Fürchte und liebe ich ihn über alles? Wende ich mich in allen meinen 468 su Christi tehe, dich hten nach r. II, 28: grote und stehe auf, erne. Ich ne Wege. jert, nicht iltst deine ar und zu or deinem gühre ic so bist du äußersten und deine dechen, so Gott, und und siehe 9e. Amen. e Betrach⸗ zem her⸗ te. Dies , 37. 35. anderen chste Gut len meinen Beichte und Abendmahl Anliegen an ihn? Oder ist irgend ein irdisches Gut, ein Geschöpf, ein Mensch mir lieber als mein Gott? Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach himmel und Erde. Wenn mir gleich LCeib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, alle⸗ zeit meines Herzens Trost und mein Teil.(Ps. 75, 25. 26.) Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, nämlich des Fleisches Lust und der Kugen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Cust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in Ewigkeit. (l. 30h. 2, 15—17.) Du sollst dir kein Bildnis, noch irgend ein Gleich— nis machen. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Bete ich Gott im Geist und in der Wahrheit an? Oder ist mein Gottesdienst bloß ein Werk der Gewohnheit und des Scheines? Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.(Joh. 4, 24.) Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen; aber ihr Herz ist ferne von mir.(Jes. 29, 15. Matth 15, 8.) Du sollst den Namen des herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen. habe ich stets vor Gott und göttlichen Dingen eine wahre Ehr⸗ furcht bewiesen und nie die heiligen Worte und Namen zum Kber— glauben oder zum Scherz mißbraucht? Habe ich nicht durch leicht⸗ sinniges Fluchen und Schwören Gottes Namen entheiligt? Jesus spricht: Ich sage euch, daß ihr allerdinge nicht schwören sollt. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was drüber ist, das ist vom Übel. (Matth. 5, 34. 37.) Wo viele Worte sind, da gehet es ohne Sünde nicht ab.(Sprüche Sal. 10, 19.) 0—.—5 Die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Ubel voll tödlichen Gifts. Durch sie loben wir Gott den Vater, und durch sie fluchen wir den Menschen, nach dem Bilde Gottes gemacht. Kus Einem Munde gehet Loben und Sluchen. Es soll nicht, liebe Brüder, also sein. Gak. 5,8—10.) Gedenke des Sabattages, daß du ihn heiligest. Ist mir der Tag des Herrn bisher ein Cag des Segens für meine Seele gewesen? Habe ich ihn nie entheiligt durch gemeines Wochen⸗ werk oder durch sündliche Freuden? Benutze ich diesen Ruhetag zum heil meiner Seele? höre ich gern Gottes Wort? Bin ich an⸗ dächtig bei Gebet, Gesang und Predigt, und mache ich die Unwen⸗ 469 —————————— ——— Gebete und Betrachtungen dung davon auf mein eigenes herz? Lese ich gerne in der heiligen Schrift? Halte ich auch meine hausgenossen zum Besuche des Gottes⸗ dienstes an? So du deinen Fuß von dem Sabbat kehrest, daß du nicht tuest, was dir gefällt an meinem heiligen Tage und den Sabbat eine Lust heißest und den Tag, der dem Herrn heilig ist, ehrest; so du ihn also ehrest, daß du nicht tust deine Wege, noch darin erfunden werde, was dir gefällt, oder leeres Geschwätz: alsdann wirst du Lust haben am Herrn, und ich will dich über die höhen auf Erden schweben lassen und ich will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn des Herrn Mund sagts.(es. 58, 15. 14. Ich Emahnt euch, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Ceiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohl⸗ gefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, aufdaß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.(Röm. 12, I. 2.) Wir ermahnen euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Seit erhöret und habe dir am Cage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die an⸗ genehme Seit, jetzt ist der Tag des Heils.(2. Kor. 6, 1. 2.) Du ssollst lieben deinen Nächsten als dich selbst. (Matth. 22, 39.) Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. habe ich mich gegen meine Eltern und deren Stellvertreter bisher betragen, wie ich als Christ es sollte? Habe ich sie aus Gottesfurcht mit Wort und Tat geehrt und täglich für sie gebetet? Habe ich die Eltern in Krankheit und Ulter gepflegt? habe ich den Lehrern ge— horcht? Bin ich gegen die Obrigkeit ehrerbietig und gehorsam ge— wesen? Bin ich meinen Untergebenen nicht zu hart begegnet? Ihr Uinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Berrn; denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat; aufdaß dirs wohl gehe und du lange lebest auf Erden.(Eph. 6, 1—5.) Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen, aufdaß sie das mit§reu⸗ den tun und nicht mit Seufzen, denn das ist euch nicht gut.(Hebr. 15, 17.) Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, die werden über sich ein Urteil empfangen. Darum ists not, untertan zu sein, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen.(Röm. 15, I. 2. 5.) 470 heiligen s Gottes⸗ t, was dir eißest und st, daß du fällt, oder 1d ich will speisen mit OJes. 58, ottes, daß bott wohl⸗ stellet euch ung eures lgefällige die Gnade ehmen Seit ist die an⸗ selbst. ehren. ter bisher ottssfurcht be ich die Beichte und Abendmahl Du sollst nicht töten. Habe ich keinem Menschen an Leben oder Gesundheit geschadet? Habe ich auch Gefahr und Übel, soviel mir möglich, von ihm ab— gewendet? Ist auch mein Herz frei von allem Haß und aller Bitter⸗ keit? Habe ich dem Mächsten nicht bloß nichts Übels getan, sondern auch ihn geliebt in Gedanken, Wort und Cat? Jesus spricht: Ihr habt gehört, daß zu den kllten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha, der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr, der ist des höllischen Feuers schuldig.(Matth. 5, 21. 22. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Cotschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger nicht hat das ewige Ceben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Ciebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Ceben für die Brüder lassen.(1. Joh. 5, 15. 16.) Jesus spricht: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch unter einander liebet, wie ich euch geliebet habe, aufdaß auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe unter einander habt.(Joh. 15, 34. 55.) Du sollst nicht ehebrechen. Hhabe ich mit keinem Menschen einen unkeuschen Umgang, und suche ich meinen Ceib und meine Seele unbeflecht zu erhalten vor Gott, der in das Verborgenste siehet? Habe ich nicht durch Unkeusch— heit in Wort und Beispiel andere zur Sünde verleitet, nie der Jugend ein ärgernis gegeben? Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott ver— derben; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr!(I. Kor. 5, 16. 17) Ihr seid teuer erkauft; darum so preiset Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.(1. Kor. 6, 20.) Jesus spricht: Wer ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehänget und er ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist.(Matth. 18, 6.) Du sollst nicht stehlen. Habe ich nie etwas entwendet oder behalten, das mir nicht ge— hört? Bin ich bereit, jede begangene Untreue zu bereuen und, so— viel ich kann, sie wieder gut zu machen? Habe ich gefundenes oder geliehenes Gut wieder zurückgegeben? Habe ich keinen Betrug in Handel und Gewerb begangen, und habe ich die bgaben und Sinsen an Obrigkeit und Schuldherren richtig geliefert? 471 Gebete und Betrachtungen Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht.(Cuk. 16. 10.) Wer seinem Vater oder Mutter etwas nimmt und spricht, es sei nicht Sünde, der ist des Verderbers Geselle.(Spr. Sal. 28, 24.) Zachäus sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die hälfte meiner Güter gebe ich den KArmen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vier⸗ fältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.(Cuk. 19, 8. 9.) Du sollst kein falsch deugnis reden wider deinen Nächsten. habe ich stets, wie ich soll, die Wahrheit geredet und die Cüge ge⸗ hasset? War ich nie vor der Obrigkeit ein falscher Seuge? habe ich nie Cist oder Falschheit mir zu Schulden kommen lassen? habe ich mir nicht erlaubt, durch CTüge oder Schmeichelei irgend einen vorteil zu erlangen? Habe ich meine Zunge im Saume gehalten? Habe ich anvertraute Geheimnisse bewahrt? habe ich nie einen Mitmenschen verleumdet? Mommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des Herrn lehren. Wer ist, der Ceben begehrt und gerne gute Tage hätte? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Cippen, daß sie nicht Crug reden. Caß vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach. Die Hugen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien; das Klntlitz aber des Herren stehet wider die, so Böses tun, daß er ihr Ge⸗ dächtnis ausrotte von der Erde.(Ps. 34, 12— 17.) Die Sunge ist ein Seuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Klso ist die Sunge unter unsern Gliedern und beflecht den ganzen Ceib und zündet an allen unsern Wandel, wenn sie von der Hölle entzündet ist.(Jak. 5, 6.) Teget die Cüge ab und redet die Wahrheit, ein Jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter einander Glieder sind.(Eph. 4. 25.) Caß dich nicht gelüsten. Bemerke und bekämpfe ich in meinem Herzen jede aufsteigende böse Cust? Bedenke ich stets, daß Gott auch die geheimsten Gedanken und Begierden richtet? Bin ich so eifrig bemüht, für das Wohl meiner Seele zu sorgen wie für das leibliche Wohl? habe ich dir, o du treuer heiland, der du dich für mich in den Tod gabst, für deine Liebe genugsam ge— dankt? habe ich mich in deiner Nachfolge geübt, dem Geist der Gnaden nie mutwillig widerstrebt? Habe ich meine empfangene Tauf⸗ gnade bewahrt? Wenn heute noch ich sterben sollte, könnte ich ge— trost mein haupt niederlegen, ohne zu beben vor dem Gerichte Gottes? 47² wer im . 10.) sei nicht ler Güter ich vier⸗ ause Heil deinen Lüge ge⸗ e? habe 12 habe nd einen gehalten? nie einen des Herrn e? hehüte reden. Caß Die ugen Schteien er iht Ge⸗ Aljo ist die 0 zündet an (Jah. 5„ 00 mit seinem 25.) usteigende Gedanken Beichte und Abendmahl Aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Heugnisse, Cästerung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen.(Matth. 15, 19. 205 Welche Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Cüsten und Begierden.(Galat. 5, 24.) Sleischlich gesinnet sein ist der Tod; und geistlich gesinnet sein ist Ceben und Friede. Denn fleischlich gesinnet sein ist eine Seindschaft wider Gott; sintemal es dem Gesetz Gottes nicht untertan ist, denn es vermag es auch nicht. Die aber fleischlich sind, mögen Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so anders Gottes Geist in euch wohnet. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.(Röm. 8, 6—9.) So jemand das ganze Gesetz hält und sündiget an Einem, der ist es ganz schuldig.(Jak. 2, 10.) lich Herr, mein Gott, beschämt schlage ich die Rugen nieder bei dieser Selbstprüfung. Ja, ich bin ein Sünder, das bekenne ich dir, und mit zerknirschtem Herzen trete ich vor dich, Ullwissender. Du kennst allein meine ganze Schuld, denn viele meiner Übertretungen sind mir noch verborgen; aber die, welche ich erkannt habe, über— zeugen mich, daß ich deine gerechte Strafe verdiene. heiliger Gott, gehe nicht mit mir ins Gericht! Vater, ich habe gesündigt in den Himmel und vor dir und bin nicht wert, daß ich dein Uind heiße! Erbarme dich mein um deines Sohnes Jesu Christi willen! Amen. Psalm 150. Aus der Tiefe rufe ich, herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines§Flehens. So du willst, herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Dergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den herrn; denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Er— lösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. Wenn du dich also bereitet hast, darfst du getrost zum Tisch des Herrn kommen. Jesus spricht: Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtig⸗ keit, denn sie sollen satt werden.(Matth. 5, 6.) Und er spricht abermals: Kommt, denn es ist alles bereit.(Cuk. 14, 17.) Gebet nach der Selbstprüfung eiliger Gott, du hast dich mir aus lauter Gnade in deinem Sohne 5 Jesu Christo geoffenbart, daß ich zu dir kommen darf mit Suver⸗ 50 47³ Gebete und Betrachtungen sicht, wiewohl ich Staub und Usche bin. So komme ich denn jetzt wie der verlorene Sohn und wie der Söllner im Tempel und flehe in meiner Schwachheit, du wollest mich in Gnaden ansehn und in mir eine ernste Buße und Reue über meine begangenen Sünden er⸗ wechen, daß ich möge den bösen Weg meiden und mein Herz völlig zu dir wenden. Großer Gott, stärke doch meinen schwachen Glauben; zieh mich zu dir und erfülle meine Seele mit dem Verlangen, neue Kraft zu schöpfen aus dem Versöhnungstode meines Erlösers! Erwecke in mir einen rechten hunger und Durst nach der Gerechtigkeit, die vor dir gilt, daß ich die Sünde hassen lerne und mich ganz an dich halte. Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, gib mir ein recht demütiges, gehorsames Herz voll göttlicher Traurigkeit und kindlicher Willigkeit zum guten Glaubenskampf und zum Wandel nach deinem Worte. O Herr Jesus Christus, sei mit deiner Gnade in meiner Schwach⸗ heit mächtig! Caß mich deine Wohnung und meinen Leib einen Tempel des heiligen Geistes werden! Verbinde mich mit dir, daß ich in dir bleibe wie die Rebe am Weinstock und Früchte des ewigen Lebens trage. Ich vertraue auf deine Verheißung, denn ich habe in deinem Namen gebetet; mir geschehe nach deinem Wort und Willen! Amen. Zuruf nach der Beichte und Absolution hr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Der— selbige Geist gibt Heugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. (Röm. 8, 15. 16.) Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?— Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hie, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist, ja viel⸗ mehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.(Röm. 8, 31— 54.) Gebete vor dem Genuß des heiligen Ubendmahles err, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst; aber sprich nur Ein Wort, so wird meine Seele genesen. Alte Mirche —474 denn jetzt und flehe n und in inden er⸗ erz völlig zieh mich Kraft zu rweche in , die vor ich halte. mir ein Reit und uWandel Schwach⸗ eib einen dir, daß es ewigen habe in Hort und ihr euch chen Geist ter! Der⸗ inder sind will di ja viel⸗ ottes und nahles glte Kiche Beichte und Ubendmahl Evide, barmherziger, Gott! Ich armer Sünder komme zu dir, von dir zu holen Gnade, heil und Seligkeit; denn ich weiß deren bei keiner Ereatur weder im Himmel noch auf Erden zu holen. Darum bitte ich dich durch deine göttliche Zusage, du wollest mich, das Werk deiner hände, gnädiglich annehmen. Amen. O Gott, verleihe uns, was du heißest, und gib uns, was du ge⸗ beutst. O Herr, führe uns aus den Werken in den Glauben, aus unserm Vermögen in dein Vermögen und aus unserm Willen in deine göttliche Gnade. O allmächtiger Gott, mach uns selig durch deine grundlose Barmherzigkeit und gib uns und allen Christ— gläubigen deine Gnade, Liebe zu deinen Geboten und endlich die ewige Seligkeit. Amen. martin Luther U Herr, allmächtiger Gott, der du uns durch deinen Geist in Einigkeit des Glaubens zu deinem Leib gemacht hast und uns geheißen, dir Cob und Dank zu sagen um die Guttat und freie Gab, daß du deinen eingebornen Sohn, unsern Herrn Jesum Christum, für unsre Sünde in den Cod gegeben hast, verleihe uns, daß wir dasselbige so getreulich tun, daß wir mit keiner Gleißnerei oder Falschheit dich, die unbetrogene Wahrheit, erzürnen. Verleihe uns auch, daß wir so unschuldig leben, als deinem Gesind und Kindern zieme, damit auch die Ungläubigen deinen Namen und Ehre er— kennen. Herr, behüt uns, daß dein Nam und Ehr um unsres Lebens willen niemals geschmäht werde. herr, mehre uns allweg den Glauben, das ist, das Vertrauen in dich, der du lebest und regierest, Gott, in Ewigkeit. Amen. Huldreich Swingli Gebete und Betrachtungen während der Feier und nach dem Genuß des heiligen Ubendmahles Psalm 111. alleluja! Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeinde. Groß sind die Werke des Herrn; wer ihrer achtet, der hat eitel CLust daran. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barm— herzige herr. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten, er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk. Die Werke seiner hände sind Wahrheit und 47⁵ Gebete und Betrachtungen Recht, alle seine Gebote sind rechtschaffen. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. heilig und hehr ist sein Name! Das hohepriesterliche Gebet Zoh.. YR die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklärest, auf⸗ daß dich dein Sohn auch verkläre; gleichwie du ihm Macht ge— geben hast über alles Fleisch, aufdaß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige LCeben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verkläret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich, du Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen geoffenbaret den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort be— halten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; und sie haben es angenommen und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich ge⸗ sandt hast. Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verkläret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. heiliger Vater, er⸗ halte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir. Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, er⸗ hielt ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren, ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfüllet würde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, aufdaß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Welt haßte sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Übel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleich⸗ wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die 476 krlösung ben soll. est, auf⸗ lacht ge— allen, die dich, der hristum, ndet das Ind nun e ich bei fenbaret e Waren Vort be⸗ hast, sei ich ihnen hrhaftig, nich ge⸗ sondern nd alles, und ich Uelt; sie ater, er⸗ sie eins Welt, er⸗ die habe verlorne 30 5i en meine und die 1 auch ich der We Sie sind elt bin. Gleich uch in ‚. Beichte und Hbendmahl Welt. Ich heilige mich selbst für sie, aufdaß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, aufdaß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, aufdaß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gegeben die hHerrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind; ich in ihnen, und du in mir, aufdaß sie vollkommen seien in eins und die Welt er— kenne, daß du mich gesandt hast, und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt ge— gründet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan, und ich will ihn kundtun, aufdaß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen. Dasältestellbendmahlsgebet der Kirche aus der Cehre der zwölf Kpostel Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstock deines Unechtes David, den du uns geoffenbart hast durch Jesum, deinen Unecht. Dir sei Ehre in Ewiglkeit! Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns geoffenbart hast durch Jesum, deinen Unecht. Dir sei Ehre in Ewigkeit! Wie dieses gebrochene Brot zerstreut war auf den§Feldern und zusammengebracht eins wurde, so möge deine Kirche von aller Welt zusammengebracht werden in dein Reich. Denn dein ist die Ehre und die Kraft durch Jesum Christum in Ewigkheit! Wir danken dir, heiliger Vater, für deinen heiligen Namen, dem du Wohnung gemacht hast in unseren Herzen, und für Erkenntnis und Glauben und Unsterblichkeit, die du uns geoffenbart hast durch Jesum, deinen Knecht. Dir sei Ehre in Ewigkeit! Du, allmächtiger Herr, hast alles geschaffen um deines Namens willen; Speise und Trank hast du den Menschen gegeben, daß sie es genießen und dir danksagen. Uns aber hast du begnadet mit geistlicher Speise und geistlichem Trank und ewigem Leben durch deinen Unecht. Vor allem danken wir dir, daß du mächtig bist. Dir sei Ehre in Ewigkeit! 477 Gebete und Betrachtungen Gedenke, Herr, deiner Gemeinde, sie zu erlösen von allem Bösen und sie zu vollenden in deiner Liebe, und führe sie, die du geheiligt hast, zusammen von den vier Winden in dein Reich, das du ihr be— reitet hast. Denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Aus der ersten evangelischen Ubendmahlsfeier zu Straßburg im Jahre 1524 Wie groß ist deine Güte, o Gott, daß du uns ohne all unser Ver⸗ dienst die Sünde nicht allein verziehen hast, sondern uns zu einer Versicherung hinterlassen den Leib und das Blut unsers Herrn Jesu Christi unter dem Brote und Wein. Darum haben wir jetzt große und unwandelbare Sicherheit deiner Gnade und wissen, daß wir deine Uinder sind, deine Erben und Miterben Christi, und mögen frei beten, wie uns dein eingeborner Sohn gelehret hat, und sagen: Vater unser usw. Herr Jesu Christe, du Sohn des lebendigen Gottes, der du aus väterlichem Willen im heiligen Geiste durch deinen Tod die Welt zum Leben gebracht hast, erlöse uns durch deinen heiligen Leib und Blut von allen unsern Ungerechtigkeiten und Bosheiten und ver— leihe, daß wir allweg gehorsam seien deinen Geboten und von dir nimmer ewiglich abgesondert werden. Amen. Was wir mit dem Mund haben zu uns genommen, verleihe uns Herr, daß wir dasselbige mit reinem Gemüt annehmen, und daß uns von den zeitlichen Gaben werde eine ewige Arzenei durch Christum Jesum, unsern herrn. Amen. Cheobald nigri Aus dem Gesangbuch von 1850 J komme zu dir, Herr Jesu, mühselig und beladen. Erquicke mich mit dem Brote des Lebens und mit dem Trank, der meinen Durst für Seit und Ewigkeit stillet. Bleibe mit mir in CLiebe un— zertrennlich verbunden, bis ich deinen TCod und deinen Sieg mit dir feiere in deinem Reich. N wohlan, Herr Jesu, gehe zu mir ein; du bist mein, und ich bin dein; ich lasse nicht von dir, du segnest mich denn. Gedenke meiner in Gnaden und gewähre mir, was mein herz begehrt. O herr, erhöre mein Gebet und laß mir dieses heilige Abendmahl gesegnet sein! 478 m Bösen geheiligt Hihr be⸗ wigkeit! er zu nser ber⸗ uns zu rs herrn wir jetzt ssen, daß isti, und hat, und du aus die Welt Leib und und ver⸗ von dir eihe uns und daß 'ei durch obalb Higti Erquiche meinen iebe un⸗ Sieg mit und ich Gedenke begehtt endmahl Beichte und Abendmahl Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe.“ Klso hast du, mein Heiland, ge— sprochen und ermahnt:„Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt.“—„Laß sie alle eins sein, wie du, Vater, in mir und ich in dir“, so hast du kurz vor deinem Tode gebetet und, ans Kreuz geschlagen:„Vater, ver— gib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Die Bruderliebe in uns zu nähren, zur Sanftmut und Versöhnlichkeit, zur Hingebung für anderer Wohl uns zu ermuntern und in der Liebesgemeinschaft mit dir und den Brüdern uns zu erhalten, dazu hast du dein heiliges Abendmahl eingesetzt. Wie sollte ich den Menschen gering achten, für den du gestorben? Wie den hassen, der teil hat an deiner Er⸗ lösung? Wie dem Böses wünschen, für den du dein Leben, dein Alles gegeben hast? lle treten sie herzu zu deinem Tische, o herr, Junge und Kllte, Arme und Reiche, Gelehrte und Verachtete, Schwache und Starke, als ein Brudervolk begnadigter Sünder, gläubiger Jünger, heils— bedürftiger Seelen. Uch Herr, laß uns alle eins sein in dir und gib, daß der Genuß des heiligen Abendmahles den Geist der Sanftmut, der Versöhnlichkeit und der herzlichen Bruderliebe in uns allen stärke und mehre. 9 Jesu, dein Name sei hochgelobet! Für deine Ciebe soll mein ganzer Wandel dich preisen und verherrlichen. Hilf mir dazu durch deinen heiligen Geist; laß mich ewiglich festhalten an dir, daß nichts mich von dir scheide. H²⁰² Jesu, mein Heiland! Du bist, obgleich am Kreuz gestorben, der lebendige Herr, der, zur Rechten Gottes erhöhet, bei uns ist, alle Cage bis an der Welt Ende. Du hast gesagt:„Ich bereite euch die Stätte“ und„Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“—„Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“— O herr, laß dein heiliges Abendmahl mir zum Troste dienen auch in der Codesnot. Ich trete in Gemeinschaft mit dir. Du bist die Kuferstehung und das Leben, und wer an dich glaubt, kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. He mein Hheiland, ich gedenke daran, wieviel gläubige Seelen, wieviel Märtyrer und Bekenner schon dies heilige Mahl in den schwersten Stunden ihres LCebens genossen und darin Ruhe und 4709 Gebete und Betrachtungen Frieden gefunden haben. Sieger waren sie im Unterliegen, herrlich in leiblicher Schwachheit. O Herr, hilf mir ihrem Vorbild folgen! Eine Gemeinschaft der heiligen verbürgt mir das heilige Ebendmahl. Sie haben gekämpft und gesiegt, der Welt zum Trotze. Steh mir bei, laß mich deine Kraft beleben, damit auch ich kämpfend über— winde, den Glauben halte und sterbend durch dich zum rechten Leben neu geboren werde. D;V Herr Jesu, bist der rechte Weinstock, wir sind die Reben. So wir in dir bleiben und du in uns, bringen wir viele Frucht; denn ohne dich können wir nichts tun. Gleichwie dich dein Vater liebet, also liebst du uns auch. Herr, wir bleiben in deiner Liebe. den herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit! Herr Gott, himmlischer Vater, du hast Großes an mir getan, indem du mich würdigtest, durch das heilige Abendmahl in die Ge⸗ meinschaft mit deinem Sohne, meinem Erlöser Jesu Christo, zu treten. Gib, daß nun nichts mehr von ihm mich scheide, und hilf mir dazu durch deinen heiligen Geist. Verschließe meine Sinne und Gedanken gegen die Versuchungen der Welt. Verleihe, o Hherr Jesu, durch deine Gnade, daß ich nicht wieder in die alten Sünden falle, sondern daß ich durch die Kraft deines Todes ihnen immer mehr absterbe. Caß mich unverzagt in aller Trübsal sein, da du, Herr Jesu, mich geliebt hast bis in den Tod und mir ein ewiges, herrliches Erbteil verbürgst. Und bei der Unklage meines schuldbewußten Gewissens tröste mich mit dem seligen Glauben an die Versöhnung, die du den reuigen und gläubigen Sündern durch deinen Kreuzestod erworben hast. Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwechet ist! Meine Hugen haben im Glauben den heiland gesehen! Nun, Herr, laß deinen Diener im Frieden fahren! Hmen. 48⁰ — Von den Worten und Weisen des Gesangbuches W Von den Worten und Weisen V. ol des Gesangbuches ahen ie Worte und Weisen, welche unser Gesangbuch den evangelischen 1. techten Gemeinden in Elsaß und Lothringen darbietet, sind ein Schatz, dessen älteste Stücke Tausende von Jahren zählen, und dessen jüngste aus der Gegenwart stammen. Su einem segensreichen Gebrauche n. So in frommer Ehrfurcht und evangelischer Freiheit gehört auch eine Frucht; Menntnis von dem Ursprung und der Eigentümlichkeit dieser Lieder. Dater Dazu möchte der folgende Bericht ein jedes Glied unsrer Gemeinden Liebe. anleiten. 00„Wie unser herr Jesus Christus dem Fleische nach herstammt von eiligen den bätern Israels, so ist auch die christliche Kirche hervorgegangen aus der jüdischen Gemeinde und hat das Erbteil heiliger Gesänge, ö heilet das sie von dort erhalten, keineswegs preisgegeben. Das Jubellied et und der Seraphim, das der Prophet Jesaja vernommen, da er im Geiste den Herrn als himmlischen König erblickte, haben die Christen ebenso geta,, bewahrt wie die demütige Bitte Davids, des königlichen Sängers, die. um Vergebung der Sünde(S. 446 452); ja, den ganzen Psalter, treten. dieses Gebetbuch der Kinder Gottes, haben sie zu Tiedern in ihrer r dapu Muttersprache gemacht, von denen nicht wenige bis auf diesen Cag danken gebraucht werden(Nr. 105 155 215 215 219 254 265 296 512 69 355 407). edern⸗[üͤ7 Als nun die Verheißungen des Klten Bundes durch die Erschei— „Codes ö nung Jesu Christi über Bitten und Verstehen erfüllt worden waren, Lrübsa klang, wie wir es von Cuther im Eingang unsers Gesangbuches so nd mir schön ausgedrückt lesen, ein neues Lied aus der Mitte der erlösten klage Gemeinde. Dem Gesang der Engel:„Ehre sei Gott in der höhe“ lauben(S. 447, Nr. 88) antwortete auf Erden das„Hosianna dem Sohne ündern Davids“ und das Schwanenlied des zum Heimgang bereiten Simeon mmen?(S. 453, Nr. 52 180); der alttestamentliche Segen aber„Es segne rwechet uns Gott, unser Gott“(S. 460) entfaltete sich zu dem reichen christ⸗ Nun, lichen Wunsche„Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi“(S. 459). Und wo Christen auf Erden leben, erkennen sie sich an diesen Worten als an den Cauten der Muttersprache, welche die verschiedenen Cochterkirchen von der alten apostolischen Kirche geerbt haben. Wir Evangelischen wollen aber auch mit Freuden die Cieder gen2. U.· brauchen, die aus den Ceilen der Christenheit stammen, die nicht 48¹ * Von den Worten und Weisen des Gesangbuches immer die Reinheit und Einfalt des apostolischen Glaubens bewahrt haben. Unser Gesangbuch bietet uns aus der alten griechischen Kirche, von der auch unser ältestes Abendmahlsgebet stammt(S. 477), den Bittruf„Herr, erbarme dich“(S. 446), den Wechselgesang, den man an das„Ehre sei Gott“ angeschlossen(S. 448, Nr. 88, 2— 4), und den majestätischen Lob- und Bittgesang, den man nach den Unfangsworten seiner lateinischen ÜUbersetzung das Tedeum zu nennen pflegt(Nr. 391, S. 455), obwohl auch die evangelische Kirche ihr Tedeum besitzt, in dessen Worten ein Gebet der Gemeinde Israels widerklingt(Nr. 216, Sirach 50, 24— 26). Mehr noch haben wir aus der lateinischen Kirche erhalten das Weihnachtslied des Spaniers Aurelius Prudentius Clemens(Nr. 561), den Pfingstgesang aus Rom(S. 445), die Bitte an den heiligen Geist von dem König Robert von Frankreich(Nr. 378), den tiefernsten Gesang aus dem schweizerischen Mönchskloster von St. Gallen(Nr. 358) u. a. Alle diese Lieder waren nicht in der Sprache des Volkes, sondern in der Priestersprache, dem Latein, gesungen. Aber obgleich die Kirche des Mittelalters in ihren Gottesdiensten dem Gesange der Gemeinde wenig Raum ließ, so hat sich doch der fromme Drang auch in Liedern der Muttersprache geäußert, und wir haben wohl allen Grund, die kräftigen, treuherzigen Lieder unserer Vorfahren in Ehren zu halten und die majestätischen Weisen anzustimmen, mit denen sie die großen Taten Gottes gepriesen haben. Da steht an erster Stelle das Oster⸗ lied„Christ ist erstanden“(Nr. 61), von dem Luther gesagt hat: „Aller Cieder singet man sich mit der Seit müde, aber das Christ ist erstanden muß man alle Jahre wieder singen.“ Und wie man von diesem Ciede im Jahrhundert der Reformation geschrieben hat:„Hie jubiliert die ganze Kirch mit schallender, hoher Stimm und unsäg⸗ licher Freud“, so sollte es auch unserm musikkundigen Geschlechte keine Mühe machen, die gewaltige Weise zu lernen, mit der unsre Däter schon im 12. Jahrhundert ihrer Osterfreude Husdruck gegeben haben. Kuch die erste Strophe des Weihnachtsliedes„Gelobet seist du, Jesu Christ“(Nr. 21), der Pfingstlieder„Komm, heiliger Geist“, „Nun bitten wir den heiligen Geist“(Nr. 81 85), des Gesanges „Mitten wir im Leben sind“(Nr. 338) stammen aus der vor— reformatorischen Kirche. Sind nun die Dichter dieser Strophen un⸗— bekannt geblieben, wie die Verfasser so mancher Vollslieder, so nennen wir im Elsaß mit§Sreuden die Namen zweier Mönche, die in unserem Cande gelebt haben, und von denen uns fromme Lieder 482 wahrt schen 477) M den 0, den ennen he ihr sraels n wir aniers zesang önig 9 aus 1—.— ndern Hirche neinde iedern d, die halten roßen Oster⸗ t hat: rist ist m von „hie mnsag⸗ hlechte unsre geben et seist Heiste, sanges vor⸗ en Un⸗ er, so he, die Lieder Von den Worten und Weisen des Gesangbuches in der Muttersprache aufbewahrt sind. Der eine ist der Dominikaner Johann Tauler, der in seiner Vaterstadt Straßburg die Buße und das Evangelium von der göttlichen Gnade predigte(Nr. 5); der andere ist Heinrich von Laufenberg, der in Straßburg seine von inniger Gottesliebe erfüllten Cieder sang(Nr. 579) und im Uloster St. Johannis zum grünen Wört von seinem heimweh nach dem himmlischen Vaterlande erlöst wurde(Nr. 556). Alle diese Lieder waren aber nur die Vorboten des Frühlings, der hereinbrach, als die Predigt der Reformatoren sich erhub. Da wurde ein vielstimmiger Chor heiliger Sänger laut, unter ihnen mit hellem Klang„die Wittenbergisch Nachtigall“, Martin Luther. Seine Lieder(21 25 32 81 85 105 104 165 201 265 338 368, S. 451 455 458) haben in Manneskraft, volkstümlicher Innigkeit und schlichter Kindlichkeit das Bekenntnis von Sünde und Erlösung ausgesprochen, haben die Gesänge Israels und der alten Kirche neu belebt und einen Gottesdienst geschaffen, in dem die Gemeinde nicht durch Priester bevormundet wird, sondern mit freiem Auftun ihres Mundes das Lobopfer und Bekenntnis ihres Glaubens darbringen kann. Hußer ihm dichteten im Norden Männer wie Paul Speratus (105), Paul Eber(323), der treuherzige Kantor von Joachims-⸗ thal Nikolaus herman(158 342 566), der letzte Deutschordens⸗ hochmeister, Herzog Klbrecht von Preußen(522, vielleicht 280)/ Johann Gramann(219), der in niederdeutscher Sprache schrei⸗ bende Dichter der Cieder 52 88. In hohen Ehren stand bei Luther auch Michael Weiße, der Sänger der böhmisch⸗mährischen Brüder (51 175 191 222 572). Sein Gesangbuch ist in Straßburg durch Katharina sell, geborene Schütz, die Frau des Reformators MRatthäus Zell, mit einer schönen Vorrede in billigen Ausgaben neu herausgegeben worden, damit„der Handwerksgesell ob seiner Arbeit, die Dienstmagd ob ihrem Schüsselwäschen, der Acker⸗ und Rebmann auf seinem Acker und die Mutter dem weinenden Kind in der Wiege“ solches Cob Gottes singe. Kuch Matthäus Sell selbst liebte diese Lieder sehr, und der in seiner Sorm ungelenke, in seinem Inhalte aber feierlich große Begräbnisgesang Nr. 191 ist ihm auf dem Friedhof St. Gallen als das Bekenntnis einer ewigen hoffnung in das Grab nachgerufen worden. „ Der deutsche Südwesten war aber auch selbst reich an Liedern und Weisen, allen voran Straßburg, wo Cheobald Rigri oder Schwarz im Knfang des Jahres 1524 schon den Gottesdienst in Von den Worten und Weisen des Gesangbuches deutscher Sprache gehalten hat(S. 478). Ob freilich von Sell der fromme Bittgesang Nr. 3559 stammt oder von dem Ulmer Jörg Berckenmayr, ist ungewiß. Kuch unser großer Reformator Martin Bucer, der das Straßburger Große Uirchengesangbuch mit einer Vorrede versehen, aus der die herrlichen Worte im Ein— gang unseres Gesangbuches genommen sind, war kein Dichter. Uber sein helfer Konrad hubert spiegelt in seinen Ciedern(150 165 264) nach Inhalt und Form treu des Meisters Eigenart. Von diesen ist„Allein zu dir, Herr Jesu Christ“(264), das bis auf diesen Tag teures Eigentum der ganzen evangelischen Kirche deut⸗ scher Zunge geblieben ist, seit Unfang des 18. Jahrhunderts irr⸗ tümlich dem thüringischen Pfarrer Johann Schnesing zugesprochen worden. Neben Hubert standen Männer wie Wolfgang Capito (107 127), Johann Englisch(180), Matthäus Greyter (296), Heinrich Vogther(109) und andere, welche sich durch Dichtungen frommer Lieder hervortaten. Ruch Lothringen hat durch Wolfgang Musculus aus Dieuze zu den deutsch-evangelischen Kirchenliedern seinen Beitrag gegeben(215). In der Schweiz aber hat ein Elsässer, TCeo Judae aus Gemar, als Swinglis Mitarbeiter seine innigen Cieder angestimmt(229). Der große schweizerische Reformator huldreich Swingli, der in Dichtkunst und Musik ein Meister war, hat leider aus Furcht vor römischem Mißbrauch in schroffer Einseitigkeit das Kirchenlied aus den Gottesdiensten in Zürich verbannt, aber doch in schweren Seiten,„als er mit Pestilenz angriffen ward“, und als sich evaͤngelische und katholische Eidgenossen kriegsbereit gegenüber standen, Lieder gedichtet und in Töne gesetzt, die von uns Evangelischen als teures Vermächtnis und als Weis— sagung auf eine lebendigere Gestaltung des reformierten Gottes— dienstes in Ehren gehalten werden sollen(108 307). Wie trotz naher Freundschaft mit den Zürichern Straßburg nie Neigung ge— zeigt hat, auf die schweizerische Einseitigkeit in Sachen des Kirchen⸗ gesanges einzugehen, so hat eine andere mit Straßburg und Sürich gleichbefreundete Stadt, Konstanz am Bodensee, durch ihren Prediger Johannes swick eine schöne Verteidigung des evangelischen Kirchenliedes schreiben lassen(S. 5) und zu dem Gesangesschatze der Kirche der Reformation unvergängliche Lieder beigesteuert. Außer Swick, der in schlichtem Cone ganz besonders für die Uinder gedichtet hat(29 74 125 167 561 385 400 S. 467), haben vor— nehmlich der reich begabte Reformator von Schwaben, Umbrosius —48⁴ ell der Jörg rmator ngbuch m Ein⸗ Alber 50 165 Don is auf e deut⸗ ts irr⸗ hrochen apito eyter durch t durch elischen iz aber Y rbeiter zerische Musik brauch sten in estilenz enossen geseht, Weis⸗ Gottes⸗ ie trot ing ge⸗ lirchen⸗ zürich rediget elischen chahe sleuet Hinder vol⸗ osius Von den Worten und Weisen des Gesangbuches Blaurer(S. 5, Nr. 75 80 112 526), und sein Bruder, Thomas Blaurer, der Bürgermeister von Konstanz und Reichsvogt(60 381), ihre feurigen, glaubensstarken Cieder gesungen. Auch die Gesänge des Nürnberger Rektors Sebald Heyden(570) und des Geheimsekretärs des wackeren Ritters Georg von§Frundsberg, Adam Reißner in Mindelheim(312), haben in den elsässischen Gesangbüchern sofort Kufnahme gefunden. Das Geschlecht, das den Reformatoren folgte, war in heftige Glaubensfehden verwickelt, in deren hitze selbst die, welche auf dem— selben Grunde standen, einander vom heil und von der Gemein⸗ schaft der Ciebe ausschlossen. In den LCiedern aber, die wir von ihnen erhalten haben, klingt, Gott sei Dank, der Kriegston nicht nach, sondern eine Wärme der Glaubensüberzeugung, die sie den von ihnen bekämpften Richtungen ebenso teuer machen, wie ihren Konfessionsgenossen. Obenan sei Philipp Nicolai genannt, ein Waldecker; seine beiden Lieder„Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und„Wachet auf, ruft uns die Stimme“(35 354), deren pracht⸗ volle Weisen von den größten protestantischen Consetzern wie von der Gemeinde überaus viel gebraucht worden sind(55 65 72 85 91 94 178 187 189 242 251 259 290 354), atmen fröhliche Liebe zu Jesus, dem Schönsten unter den Menschenkindern, und feierlichen Ernst in Erwartung der Erscheinung des himmlischen Bräutigams. Nach Wort und Weise Straßburgischen Ursprungs, ist Nicolais Liedern an die Seite zu stellen Martin Schallings„herzlich lieb hab ich dich, o Herr“(255), ein Lied, in dem Sells Sterbegebet ergreifend nachklingt. Von den anderen Dichtern dieser Seit ent⸗ stammen dem Süden Deutschlands Bienemann(506) und Sel⸗ necker(101 285), dem sangreichen Thüringen Helmbold(218 318), Ceon(354 555) und Rutilius(262), dem Osten Behm (33), Moller(297 578) und der ob seiner Gemütstiefe und Volks— tümlichkeit hochgefeierte herberger(540), dessen während der pestzeit in Fraustadt gedichtetes und mit seinem Vornamen Valerius versehenes Lied seither Causenden die Hoffnung stark und das Sterben leicht gemacht hat. Die Weisen, welche man im Reformationsjahrhundert gesungen hat, sind zum Ceil den alten Kirchengesängen entnommen, zum Ceil weltlichen Ciedern, zum Ceil sind sie ganz neu gesetzt worden. während in Wittenberg Johann Walther Luther als„Sänger— meister“ zur Seite stand, waren es in Straßburg die beiden Prediger 48⁵ Von den Worten und Weisen des Gesangbuches Wolfgang Dachstein und Matthäus Greyter, die einige der berühmtesten evangelischen KMirchenmelodien geschaffen haben, besonders die zu den Ciedern„An Wasserflüssen Babylon“(40 41 176) und„Es sind doch selig alle die“(45 80 167 370 385). Wie diese LCieder bald weit über die Grenze der Kirchen deutscher Sunge hinaus Verbreitung fanden, so schenkte uns die französische Mirche mehrere Weisen, deren ernste kinmut zu dem Schönsten gehört, was wir im evangelischen Kirchengesange besitzen(55 84 107 155 215 229 256 258 260 291 295 294 308 322 325 326 ᷣ331 357 555 557 581). Rus der katholischen Kirche aber empfingen wir durch den größten deutschen Tonmeister seiner Seit, Heinrich Isaah, eine Weise,„O Welt, ich muß dich lassen“, die seither von der Ge— meinde mit besonderer Vorliebe gesungen(55 118 136 140 143 309 511 515 541 409) und von den größten Tonmeistern als eine unvergleichliche Schöpfung gepriesen ist. Und ein nicht minder großer Meister, hans Leo Haßler, fügte dazu etwa ein halbes Jahr— hundert später die uns gleich teure, unsterblich schöne Weise„Herz⸗ lich tut mich verlangen“(50 169 185 245 285 500 353 335). Eine Seit des Blutes und der Cränen, der Verarmung und tiefer Verzagtheit brach über Deutschland herein mit dem furchtbaren dreißigjährigen Kriege, welcher mit seinen Vorbereitungen und Nachwehen dem größeren Teile des siebzehnten Jahrhunderts sein trauriges Gepräge gab. Man wagte kaum zu hoffen, daß„die jetzo unter den Waffen gleich als erstichten und in den Rot getretenen Künste durch Gottes Güte zu voriger Würde und Wert wieder er— hoben werden“ möchten. Aber gerade diese Seit hat der evange— lischen Kirche den größten und reichsten Schatz edler Cieder und Weisen geschenkt. Not lehrt beten, und nicht die Tage der Ruhe und des Sonnenscheins, sondern die des Kreuzes und der Tränen sind es, die den Blick himmelan richten und die hoffnung auf das unsichtbare Reich Gottes fest machen. Eine schier unübersehbare Menge von Dichtern und Sängern hat diese Seit hervorgebracht, die hier miteinander aufzuzählen unmöglich ist. Aber man blättere das Gesangbuch durch und sehe sich die Jahreszahlen an, die nicht ohne Grund über die Weisen und unter die verse gestellt sind; die können uns sagen, ob jene Dichter und Sänger auch die große Leidenstaufe unseres Volkes erhalten haben und zu denen gehören, die daraus hervorgegangen sind mit dem Bekenntnisse des geseg⸗ netsten unter ihnen: 486 r. V einige haben, (10 41 ). Wie Sunge Kirche Tt, was 55 2ʃ5 1. 5⁵⁷ zen wir Isaab, der Ge⸗ 40 14³ lls eine großer Jahr⸗ „herz tiefer tbaren en und xts sein ie jeho retenen oder el⸗ wange⸗ er und Ruhe Tränen uf das sehbate bracht, lättere je nicht ni de große ehören, geseg⸗ —.— Von den Worten und Weisen des Gesangbuches Mein Herze geht in Springen Die Sonne, die mir lachet, und kann nicht traurig sein, ist mein Herr Jesus Christ; ist voller Freud und Singen, das, was mich singend machet, sieht lauter Sonnnenschein. ist, was im Himmel ist.(198, 15.) Nur einige Namen dieser Seit sollen genannt werden. Kls das rechte Vorbild aller Ureuzträger steht da Johann heermann in Cissa, der sein müdes Haupt zum ewigen Schlummer niederlegte, noch ehe das„edle Fried- und Freudenwort“ erschollen war(44 62 98 242 257 270). Michael Altenburg sang das Lied(111), das als„Gustav kdolfs Feldliedlein“ berühmt geworden und am Morgen vor der Schlacht bei Lützen von der schwedischen Urmee angestimmt worden ist. Rartin Rinkart hat mitten im dreißig— jährigen Kriege„Nun danket alle Gott“ gedichtet, das Cied, das hernach bei dem westfälischen Frieden und später immer wieder als das prostestantische Cedeum erklungen ist(216). Johann Rist (1 26 54 144 185 214 350), Paul Fleming(511), Apelles von Löwenstern(220), Simon Dach(552) und viele andere, mit dem Dichterlorbeer geschmückte Männer reichen jedoch nicht heran an den Einzigen, den die deutsch-evangelische Christenheit als ihren Cieblingsdichter erkoren hat, Paul Gerhardt(13 14 20 24 28 40 50 55 55 87 114 134 140 198 217 224 256 259 500 305 508 519 555 565 565 388 589). Was er gesungen hat zur§eier der Heilstaten Gottes, zum Preise seiner Macht und Herrlichkeit in den Werken der Schöpfung, zum Ruhme der von ihm gestifteten Lebensordnungen— vor allem die Lieder des Ver— trauens, der Ergebung, der Hoffnung, das wird seine erhebende und bewegende Uraft beweisen, solange noch ein evangelisches Herz schlägt. Den Dichter aber, der Seit seines Lebens ein strenger, mit ängstlicher Gewissenhaftigkeit an den Bekenntnisschriften seiner Kon⸗ fession haltender Lutheraner war, haben längst alle Evangelischen, ja auch weite Kreise der Katholiken, zu einem herzensfreund er— koren, dem sie das Beste verdanken, was ein Mensch dem andern schuldig werden kann. Neben ihm wirkte an der Nikolaikirche zu Berlin ein Mann als Kantor und Musikdirektor, der viele Gerhardtsche Lieder in Musik gesetzt und überhaupt durch seine besonders an— mutenden Weisen einer der Lieblingssänger der evangelischen Kirche geworden ist, Johann Crüger(45 44 65 87 90 114 125 155 166 181 184 216 217 228 258 249 504 350 352). Aber auch sonst hat diese Seit eine reiche Fülle herrlicher Weisen gezeitigt, die 487⁷7 Von den Worten und Weisen des Gesangbuches so recht wie Rosen unter den Dornen hervorgeblüht sind. Unter den Tonsetzern nennen wir an erster Stelle den größten deutschen Meister des 17. Jahrhunderts, Heinrich Schütz, der das ganze Psalmenbuch mit Liederweisen versehen hat(165 197 347); seinen berühmten Freund Schein(92 254 287); seinen Neffen Heinrich Albert(82 97 121 122 130 159 240 317 409). Wie dieser, so waren auch K. von Cöwenstern(220) und der Verfasser des schlichten Trostliedes„Wer nur den lieben Gott läßt walten“, Georg Neumark(195 195 305 324 369), Dichter und Ton⸗ setzer zu gleicher Seit. Von anderen Meistern sollten nicht vergessen werden Johann Schop(13 155 157 144 224 284), Johann Georg Ebeling(20 319 320 388), Melchior Vulpius(70 175 350 572 582 598 401 407), aber auch der Katholik Georg Joseph(2), der die Weisen zu den Liedern eines Mannes ge— schrieben, welcher später zur katholischen Kirche übertrat, Johann Schefflers, dessen Dichtungen voll glühender Ciebe zu Jesus von den Evangelischen bis heute mit besonderer Vorliebe gesungen wurden(257 240 287 586). In der nun folgenden Seit entbrannte in der evangelischen Kirche ein Streit, von dessen erbitterter Schärfe man sich heutzutage kaum eine Vorstellung macht. Im Gegensatze zu den orthodoxen, d. h. rechtgläubigen, Vertretern der Kirchenlehre, bei denen vielfach toter Buchstabenglaube und weltliches Leben an Stelle warmer, tatkräf— tiger Frömmigkeit getreten war, betonten die sogenannten Pietisten ein lebendiges, biblisches, von kirchlichen Formen freies Christen— tum, das aber Gefahr lief, in ungesunde Gefühlsschwärmerei und gesetzlich enges, der reformatorischen Freiheit widersprechendes Le— ben zu verfallen. Dieser Widerstreit brachte in das Ceben der evan— gelischen Kirche eine Bewegung, durch die auch im Liede viele bisher noch nicht zu vollem Husdruck gekommene Seiten des Christentums entfaltet wurden. Mehr und mehr traten die Erfahrungen der einzelnen Person an die Stelle der Bekenntnisse der Kirche, und wo das nicht in ungezügelter Weise geschah, konnte dadurch das Ceben der Gemeinde nur bereichert werden, da sich in ihr die Flamme des Glaubens immer wieder an den Erfahrungen des Einzelnen ent— zünden muß. So hat denn auch das Urteil unserer Gemeinden längst entschieden, daß sie sich die Lieder aus dieser Zeit und die ihnen gleichartigen Weisen nicht rauben lassen wollen. Daß übrigens wahre§Frömmigkeit in jenen Tagen nicht bloß bei den pietisten 488 Unter eutschen 5 ganze seinen inrich ieser, so sser des valten“, Con⸗ ergessen ohann ius(70 Georg nes ge⸗ ohann sus von hesungen Kirche d je haum n, d. h. ach toter tatkräf⸗ Hietisten hristen⸗ erei und ndes Le⸗ er eban⸗ ebisher tentums gen der und wo Leben mine des nen ent⸗ meinden und die übrigens pietisten Von den Worten und Weisen des Gesangbuches zu finden war, beweisen am besten viele Lieder der orthodoxen Lutheraner. die, frei von Überschwenglichkeit, oft genug eine männ⸗ lich ernste und warme Sprache reden. Man lese die von Kaspar neumann(121 137 139), Erdmann Neumeister(30 142 199 23⁴). Valentin Löscher(45), Jonathan Krause(122) u. a. so wird man sich dankbar des Segens freuen, der von diesen Männern fort und fort der evangelischen Gemeinde zufließt. Mit besonderer Vorliebe hat sie sich die klaren und herzlichen Cieder von Benjamin Schmolck zu eigen gemacht(5 27 64 70 86 115 118 155 159 171 206 278 3551), die jedoch an Tiefe und dichterischem Schwung hinter sehr vielen Liedern der pietisten zurüch— stehen. Von den Dichtungen des Vaters des Pietismus, unseres elsässischen Candsmannes Philipp Jakob Spener, ist solches Lob nicht zu sagen, und so sind denn von ihm auch keine in unser Gesangbuch aufgenommen worden; wohl aber von den späteren Vertretern dieser Richtung: Gottfried Urnold(288), Kaspar Schade(172), Anastasius Freylinghausen(246 272), dessen Gesangbücher, obwohl viel angefeindet, der Kirche eine Reihe von Weisen gegeben haben, deren freier und feuriger Schwung sie zwar sehr unterscheidet von dem älteren Uirchenlied, aber doch zu dem Inhalt der Worte vortrefflich paßt und sich deshalb bis heute großer Beliebtheit bei den Gemeinden erfreut. Ferner Herrn— schmidt(215 402), Bogatzky(99), Deßler(247 394), Gotter(226 277 291), Rambach(170 204), Schröder(232 282), Woltersdorf(181). Sehr stark tritt die pietistische Eigen⸗ tümlichkeit hervor in den Liedern Ullendorfs(31 102 250 555), die, von ihren Kuswüchsen gereinigt, das Bild einer ungewöhnlich feurigen und begeisterten Seele zeigen und auf die Gemeinde eine besonders hinreißende Wirkung ausüben. Das Gleiche gilt von den Gesängen des Stifters der Brüdergemeine, Nikolaus Ludwig Graf von Sinzendorf(37 157 194 252 281), und seines früh verstorbenen Sohnes Renatus(38), aus denen man in der Brüdergemeine selbst die Maßlosigkeiten entfernt und sie so zu Lieb⸗ lingsgesängen unserer Gemeinden gemacht hat. Nuch der deutsche Südwesten hat hervorragende Dichter des Pietismus aufzuweisen, den Elsässer Johann Friedrich Ruopp(267), die Schwaben von Pfeil(6 162 260 404) und Ph. Fr. Hiller(12 76 200 358). endlich den Schweizer Joh. Kaspar Cavater(58 302). Dieser war ein Glied der reformierten Kirche, in der sich das Kirchen— 31 489 Von den Worten und Weisen des Gesangbuches lied weniger reich entfaltet hatte, da man sich dort mehr auf den Gesang der in deutsche Reime gefaßten Psalmen beschränkte. Aber doch hat es ihr nicht an hervorragenden dichtern gefehlt. Noch in das 17. Jahrhundert gehört Joachim Neander, den man wohl den Psalmisten des Neuen Bundes genannt, und dessen„Cobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ in der ganzen evan⸗ gelischen Kirche eine so weite Verbreitung gefunden hat, wie nur die Cieder Cuthers und P. Gerhardts(151 210 212 227). Ein anderes Uind der alten reformierten hansestadt Bremen war Frie dr. Adolf Campe(245 357). Beide aber werden an Ciefe und Sart⸗ heit der Empfindung, an Schönheit der Sprache und Anmut der Form überragt von Gerhard Tersteegen, einem Reformierten des Niederrheins, der außerhalb der Grenzen seiner Honfession in freien religiösen Gemeinschaften lebte und wirkte. Erst im 19. Jahrhundert hat man angefangen, seinen vollen Wort zu erkennen und den Gemeinden das Heiligtum seiner keuschen undstillen Frömmig⸗ keit zu erschließen(77 89 145 145 228 255 255 285). So reich wie das Jahrhundert des dreißigjährigen Krieges war 9. das des Pietismus nicht an Weisen für die Gemeinde, obwohl in ihm gerade die größten evangelischen Tonmeister lebten, von denen der eine, Johann Sebastian Bach(584 594 404 S. 455), ganz für die Kirche wirkte, während der andere, Georg§ried— rich händel, in großen Werken, Oratorien, besonders die Ge— schichten der heiligen Schrift des Klten Cestamentes dem Volke vor⸗ führte(360). Huch Bachs Sohn Philipp Emanuel hat schöne weisen geschrieben(209 345); ferner der Schweizer Kaspar Bachofen(86 161),„der Hssaph der Brüdergemeinde“ Christian Gregor(58 39 S. 459) u. a. Aber im großen und ganzen er⸗ mattete doch die Musik auf dem Gebiete der Kirche, während sie auf dem Selde edler weltlicher Kunst die herrlichsten Blüten trieb. Das war kein Wunder, da überhaupt im religiösen Leben eine 10 Seit der Ermattung eintrat, die man gewöhnlich als Rationalismus zu bezeichnen pflegt, in der an Stelle der Unmittelbarkeit der gläubigen Empfindung nüchterne Überlegung trat, an Stelle der Freude über Gottes Heilstaten das Betonen der allgemeinen Wahr⸗ heiten der Vernunft. Wir wollen unsre bäter nicht schelten oder gar verdammen, an schlichter Frömmigkeit und Rechtschaffenheit haben sie gewiß viele ihrer Söhne übertroffen. Uber daß sie für das Kirchenlied, den unmittelbaren Erguß der gläubigen Seele, 490 Von den Worten und Weisen des Gesangbuches uf den den rechten Ton nicht fanden, kann uns nicht verwundern, und Aber daß sie die Cieder der Vergangenheit in ihre EUrt umänderten, wie loch in das in anderer Weise schon ihre pietistischen und orthodoxen Vor— wohl fahren getan hatten, müssen wir beklagen. Immerhin ist auch be den aus diesen Tagen der Denkgläubigkeit manches wahrhaft erbaulsche evan⸗ Lied auf uns gekommen. Vor allem ist den Gemeinden herzlich lieb ie nur geworden der nüchtern verständige, dabei aber von Herzen fromme . Ein und ergebene Christian FSürchtegott Gellert, dessen schlicht riedr. bürgerliche Empfindung wir neben den feurigen Ulängen anderer dfart⸗ Dichter nicht missen möchten(17 41 45 66 151 156 176 202 207 uutt der 209 225 254 299 300) und der sich fester eingebürgert hat als mierten der Sänger des„Messias“, Friedrich Gottlieb Klopstock sion in(123 178 190 345). RHuch Cramer(110 249), Schiebeler im 19.(147). Christoph Che. Sturm(196), Meister(48), Sunk hennen(65), Diterich(305) u. a. haben nur mit wenigen Liedern im ömmig⸗ evangelischen Gottesdienste festen Fuß gefaßt. Das neunzehnte Jahrhundert hat es recht als seine Kufgabe 11 es war 9. ö angesehen, die von den Vätern ererbten Schätze wieder zu heben vohl in und sich dankbar alles dessen zu freuen, was Gott unsern Dichtern denen und Sängern zu verschiedenen Seiten und in verschiedener Weise 455 auszusprechen gegeben hat. Daneben haben auch neue Dichter in neg⸗ großer Mannigfaltigkeit der Gaben und Verschiedenheit der Richtung 395 ihre Stimmen erhoben zum Preise des Einen Herrn und Erlösers. e vor⸗ x Allen voran die ehrwürdige Prophetengestalt des getreuen Eckart söne des deutschen Volkes, Ernst Moritz Urndt, der ebenso männlich ö Inar fest als kindlich einfach zu reden wußte und den Ton des alten Kirchen⸗ 1—I. liedes fast sicherer getroffen hat als einer seiner Genossen(16 182 10 197 329 562 382); ihm zur Seite der früh vollendete, seelenvolle 57 marxsvon Schenkendorf(15 576 401), der von inniger Ciebe h zu Jesus durchdrungene Friedrich von hardenberg, No⸗ *. 10 valis genannt(55 205 245 397), das Kindesgemüt eines Mat⸗ . ri. thias Claudius(393) und der reiche sprachgewaltige Dichter— lismos geist eines Friedrich Rückert(Q). Daneben eine bunte Schar beit de frommer Dichter: im Norden Krummacher(1993), Stier(97), tele den Garve(156 244), Stip(129), Philipp Spitta(69 79 168 Wahe 188 189 208 251 258 269 274 310 557 385), Kogel(124), ten odet Julius Sturm(158), Marot(174), Sachse(192), V. von afenhei Strauß(248); im Suden Ulbert Knapp(39 94 1355), Kern sie füñ(185), Puchta(113), Gerok(152), Michael hahn(148), n Seele 491 Von den Worten und Weisen des Gesangbuches Barth(95 398), Schöner(279 514), Bahnmaier(100), harttmann(301) u. a. Kuch unser Elsaß hat eine ganze Reihe Dichter zu nennen: den ehrwürdigen Pfeffel(211 552), den weitgereisten ZSimmermeister Michael Meckert aus heiligenstein (59 251), den Lutheraner Weyermüller(42 106 315), den Reformierten Udolf Stöber(169), der sich auch auf dem Gebiete der weltlichen Dichtung seinen Platz unter den deutschen Dichtern geschaffen hat. Kls Straßburg im Uriege des Jahres 1870 belagert ward‚ tröstete man sich mit dem schönen Liede des Gründers des Diakonissenhauses, des edlen Franz härter(304), in dem er den Blick auf die ewige Heimat richtet, die unter allem Wechsel des Ir⸗ dischen die gleiche bleibt.—Die Schweiz hat durch hagenbach(317), Riggenbach(116), Preiswerk und Saremba(92) für die Ge⸗ meinde der Erwachsenen, durch 6. Geßner(392) und. Burck⸗ hardt(371 377) für die der Uinder schöne Lieder beigesteuert. Hluch an neuen Weisen fehlt es nicht, die man von allen Seiten 12. der evangelischen Kirche dargeboten hat: der Russe Bortniansky (255) und der Franzose C. Malan(403), der Gsterreicher Gruber (367) und der Schweizer Näg eli(392); aus Württemberg§F. Silcher (406), aus Bayern Cariz(405), aus Hhessen Ernold Mendels⸗ sohn(S. 451), aus Sachsen Wermann(410), aus Preußen R. Succo(329 S. 454). Und auch hier ist das Elsaß nicht un⸗ tätig gewesen. Zu dem Pfeffelschen Liede„Jehova“(211) hat der Pfarrer Johann Karl Gerold in Boofzheim eine Weise er⸗ funden, die weit über die Grenzen des engeren Vaterlandes hinaus⸗ gewandert ist und warme Kufnahme gefunden hat. Später hat Theophil Stern, Organist an der Neuen Kirche zu Straßburg, durch seine Tonsätze der elsässischen Kirche gedient(76 117 255 302), und der kunstbegabte Pfarrer von Bärenthal in Lothringen, Ihme(353 S. 462), hat durch seine Bemühungen das Verständnis für den Wert der alten Hirchenweisen im elsässischen Volke geweckt und gemehrt. Überschauen wir noch einmal, was uns unser Gesangbuch an Worten und Weisen darbietet, so sehen wir wohl, daß hier in einer großen Mannigfaltigkeit der Sungen Gottes Cob gesungen wird. Leute aus verschiedenen Völkern, Kirchen und Honfessionen, solche, die sich Seit ihres Tebens als Gegner in Glaubenssachen gegenüber⸗ standen, sind hier friedlich beisammen zu finden. Die Gemeinde des Neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes, hört 492 100), Reihe den istein den biete htern agert ĩ des L den 5 Ir⸗ 517⁷/ e Ge⸗ urch⸗ euert. Seiten 12 nsky uber lcher dels⸗ eußen t un⸗ t der se el⸗ maus⸗ hat butg, 72⁵⁵ ingen, indnis ewecht ch an einer wird. yolche. nüber⸗ neinde n Von den Worten und Weisen des Gesangbuches aus den Worten und Klängen ihrer Lieder das Bekenntnis des Einen Glaubens und der Einen Liebe heraus, durch die wir Minder Eines Vaters und untereinander Brüder und Schwestern sind; und ihr Herz schlägt höher, wenn sie in gleichem Sange sich mit denen verbinden kann, die längst vor ihr dagewesen sind. Und ob der Ausdruck ihres Glaubens oft sich nicht in das gleiche Wort faßt, so grämt sie sich deshalb nicht, kann und will es auch in echt evan— gelischer Ehrfurcht und Freiheit nicht ändern. Das selige Geheimnis des Glaubens ist größer, als daß es sich überhaupt in menschlicher Rede vollkommen ausdrücken ließe. Wenn kommen wird das Voll— kommene, so wird das Stückwerk aufhören. Und so schließen wir mit den Worten unserer Katharina Sell: „Welche solche Cob⸗, Gebet- und Lehrgesänge brauchen, Psalmen oder andere ihresgleichen, so es alles geschieht im Glauben und Erkenntnis Christi, und ihr ganzes Le— ben gottselig anrichten in aller Treu und Geduld gegen jedermann, solche werden auch Gott mit und in Christo, dem ewigen Priester, und mit seinen Engeln ewiglich loben vor seinem Stuhl.— Ich wünsche aber allen Men⸗ schen Erkenntnis des Guten und das ewige Heil. Umen. 495 Verzeichnis der Weisen Verzeichnis der Weisen A bezeichnet den„Anhang etlicher Weisen“. S. 461— 466 Ach Gott und Herr 78 262 lich Gott, verlaß mich nicht 271 295 ch, was soll ich Sünder machen 7263 Allein Gott in der Höh sei Ehr 25 74 88 196 225 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 264 Alle Menschen müssen sterben 177 95 148 590 KAlle Menschen müssen sterben II 528 351 killes ist an Gottes Segen 269 298 301 327 Un Wasserflüssen Babulon(Ein Cämmlein geht) 40 41 176 Auferstehn, ja auferstehn 545 Auf, laßt uns fröhlich singen 329 Auf meinen lieben Gott 408 Aus des Vaters Herz geboren 561 Aus meines Herzens Grunde 1 10 16 126 182 Aus tiefer Not 175 265 268 296 506 Christ ist erstanden von dem Tod 60 Christ ist erstanden von der Marter alle 61 Christus der ist mein Ceben 70 175 275 330 582 598 401 407 K 1 Christus, der uns selig macht(Jesu, deine Passion) 46 51 54 Danket dem Herrn 387 Dein König kommt in niedern Hül⸗ len 2 Den die Hirten lobten(Kommt und laßt uns) 129 565 Die güldne Sonne 388 Die Sach ist dein 92 K 2 49⁴ Die Tugend wird durchs UKreuz ge⸗ übet(Wie groß ist des killmächtgen Güte) 48 96 186 205 207 K 15 Dieweil wir sind versammlet 165 197 Dir, dir, Jehova 99 164 15⁴⁷ Du Lebensbrot(Sei Cob und Ehr) 128 179 205 225 Einer ist König 31 102 282 K 7 Ein' feste Burg 103 Eins ist not 232 Erhalt uns, Herr 104 112 158 Erschienen ist der herrlich Tag(Früh⸗ morgens, da die Sonn aufgeht) 11 6²2 120 25⁵5 Es ist das Heil 68 75 105 160 Es ist genug(Seuch hin, mein Kind) 3⁴⁴ Es ist gewißlich an der Seit(ch steh an deiner Krippe hier), 75 177 251 245 565 Es kommt ein Schiff, geladen 3 Es sind doch selig alle die Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell) 45 80 167 570 585 Hahre fort, fahre fort 275 Hröhlich soll mein Herze springen 20 (ogl. Warum sollt ich mich denn grämen) Für dich sei ganz mein herz und Leben 235 Gelobet seist du, Jesu Christ 21 Gelobt sei Gott im höchsten Chron Gib dich zufrieden 303 157² Gott des Himmels 82 97 121 150 159 240 517 uz ge⸗ ichtgen R 15 6510⁷ 5⁴⁷ d Ehr) A7 38 rülh⸗ qeht) Il 00 nHind) Ich steh I5I 3 Jauchz, hell) 45 ngen 70 ich denn d Leben 112 uLhron 5¹⁰ 22 15⁰ Gott des himmels. Spätere Sorm N5 Gott ist mein Cied 209 Gott sei Dank durch alle Welt 4 100 110 210 Großer Gott, wir loben dich 391 Harre, meine Seele 403 Heilger Geist, du Cröster mein 378 Herr Christ, der einig Gottssohn (Herr Jesu, Gnadensonne) 57 109 27⁷7 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 89 125 127 146 150 158 400 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Spätere Form N 4 hHerr, nun selbst den Wagen halt 108 Herr undkiltster deiner Kreuzgemeine (Marter Gottes) 58 59 herzlich lieb hab ich dich 234 235272 Herzlich tut mich verlangen(OHaupt voll Blut und Wunden) 50 169 185 245 285 300 335 555 Herzlich tut mich verlangen Ur⸗ sprüngliche Sorm K 5 Herzliebster Jesu 43 44 249 Himmelan, nur himmelan 279 514 Ich dank dir schon(Mein erst Gefühl) 131 377 379 Ich hab mein' Sach Gott heimgestellt Ich laß dich nicht 394(507 554 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 280 Ich will dich lieben, meine Stärke 237 Ich wollt, daß ich daheime wär 556 Zhr Kinderlein, kommet 364 Im Frieden dein 180 In dich hab ich gehoffet, Herr 248 256 31²2 In die Ferne möcht ich ziehen 376 Jehova, Jehova 211 15⁴9 Jerusalem, du hochgebaute Stadt Verzeichnis der Weisen Jesu, deine Ciebeswunden(Immer muß ich wieder lesen) 584 404 Jesu, geh voran(ogl. Seelenbräu⸗ tigam 281) A 6 Jesu, meine Freude 228 258 304 Jesu, meines Cebens Ceben 47 226 259 Jesus Christus herrscht als König 76 117 255 502 Jesus ist kommen(vgl. Einer ist König) A 7 Jesus, meine Suversicht 30 66 67 95 199 244 278 Momm, heiliger Geist, Herre Gott 81 Kommt her zu mir(So hoff ich denn) Laßt mich gehn 410 120²2 261 Liebster Jesu, wir sind hier 147 149 15⁴4 171 Cobe den Herren, den mächtigen König der Ehren 212 Cobe den Herren, o meine Seele 215 Cobt froh den Herrn 592 Lobt Gott, ihr Christen I 5366 Cobt Gott, ihr Christen II 22 172 546 Machs mit mir, Gott(Mir nach spricht Christus) 254 287 Macht auf das Tor 375 Macht hoch die Tür 8 Meinen Jesum laß ich nicht 5 12 27 241 292 513 Mein Jesu, dem die Seraphinen(Be⸗ schwertes Herz, leg ab die Sorgen) 119 2⁵⁰ Mir ist Erbarmung widerfahren 142 200 Mit dem Herrn fang alles an 405 Mit Fried und Freud 32 Mitten wir im Ceben sind 358 Morgenglanz der Ewigkeit 152 49⁵ Verzeichnis der Weisen Nun bitten wir den heiligen Geist 83 Nun danket alle Gott 90 166 216 Nun danket all und bringet Ehr 65 114 217 Nun freut euch, lieben Christen 201 222 310 325 nun Hosianna Davids Sohn GBrich an, du schönes Morgenlicht) 15 589 Nun lasset uns den Leib begrabn 190 191 Nun laßt uns Gott, dem Herren 28 134 185 218 Nun lob, mein' Seel 214 219 Nun preiset alle 220 1141 57¹ Nun sich der Tag geendet hat 57 159 Nun singet und seid froh 365 O daß doch bald dein§Feuer brennte 8⁴ O daß doch bald dein Feuer brennte. Spätere Form RA8 1170 22¹ O daß ich tausend Zungen hätte 18 O du fröhliche 359 O du Liebe meiner Liebe 49 69 115 168 252 274 585 1157 288 O Durchbrecher aller Bande 6 58 79 O Ewigkeit 155 350 O Gott, der du ein Heerfürst bist (Wie lieblich schön, Herr Sebaoth) 155 357 O Gott, du frommer Gott 257 276 O heiliger Geist, o heiliger Gott 374 380 O Jesu Christ, meins Lebens Licht (ch bleib bei uns, Herr Jesu Christ) 56 71 98 101 194 266 267 O Lamm Gottes 42 52 15⁵ O Lamm Gottes. Spätere Sorm R9 O selig haus 258 557 O Traurigkeit(So ruhest du) 56 496 O Welt, ich muß dich lassen(Nun ruhen alle Wälder) 55 118 156 140 145 309 511 515 541 409 O wie selig 3552 RKinge recht 124 289 402[184 RK 10 Schmücke dich, o liebe Seele 125 181 Schönster Herr Jesu 395 Seelenbräutigam(Jesu, geh voran) 174 246 281 11⁵² Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 151 Sollt es gleich 316 3586 Sollt ich meinem Gott 224 284 Sollt ich meinem Gott. Ursprüngl. Sorm. A 11 So nimm denn meine Hände 406 Stille Nacht 367 Straf mich nicht(Mache dich, mein Geist) 162 286 Tochter Sion, freue dich 360 Triumph, Triumph 375 Unser Herrscher, unser König(Tut mir auf die schöne Pforte) 26 34 122 155 188 206 356 Unter Lilien jener Freuden 353 Valet will ich dir geben 14 33 59 64 106 198 340 1270 297 Vater unser im Himmelreich 165 Verzage nicht, du Häuflein klein 111 Vom Himmel hoch 17 19 25 24 29 362 368 1518 Von Gott will ich nicht lassen 9 285 Wachet auf 63 94 178 290 554 Warum sollt ich mich denn grämen 20 319 3²⁰ Was Gott tut 115 116 156 208 250 299 321 5⁵58 Was mein Gott will 107 215 229 256 294 508 322 326 381 Wweil ich Jesu Schäflein bin 396 Wenn ich ihn nur habe 397 Wenn mein Stündlein vorhanden ist 34⁴42 Wenn wir in höchsten Nöten 260 325 Wenn wir in höchsten Nöten. Spätere Sorm RA 12 1157 144 Werde munter, mein Gemüte 15 155 Wer nur den lieben Gott 193 195 305 324 369 Wer weiß, wie nahe 332 343 Wie groß ist des Allmächtgen Güte (ogl. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet) R 13 Wie lieblich sind oder Die Sach ist dein 92 Derzeichnis der Lieder Wie nach einer Wasserquelle(Freu dich sehr, o meine Seele) 55 291 295 551 355 Wie schön leuchtet 35 72 85 91 187 189 242 251 259 Wie schön leuchtet. Spätere SormR14 Wie wohl ist mir 247 348 Wie wohl ist mir. Undere Weise R15 Wir pflügen und wir streuen 395 Wo findet die Seele 411 Wohlauf, wohlan 192 Wollt ihr wissen, was mein Preis 599 Wort des höchsten Mundes 86 161 Wunderbarer König 145 204 227 Seuch ein zu deinen Toren 87 Verzeichnis der Lieder Abend ist es, Herr, die Stunde 155 Ach vpleid bei uns 10¹ Uch bleib mit deiner Gnade 275 Ach Gott, gib dꝓu uns...261 Ach Gott und yerrr 26²2 Ach Gott verlaß mich nicht. 295 Ach Gott, wie lang vergißt du 296 Ach Gott, wie manches Herzeleid 297 Ach komm, füll unsre Seelen 248 Ach, treuer Gott, der aufgericht't 167 Ach, was soll ich ünder... 265 Ach wundergroßer Siegesheld. 72 Allein Gott in der höh sei Ehr 88 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 264 Alle Menschen müssen sterben 328 Alles ist an Gottes Segen.. 298 Allgenugsam Wesen 228 All Morgen ist ganz frisch.. 125 (lso hat Gott die Welt geliebt) 22 Auf, auf, ihr Reichsgenossen 1 ANuf Christi Himmelfahrt allein 75 Auf diesen Cag bedenken wir. 74 Auferstanden, auferstanden.. 58 Auferstehn, ja auferstehn.. 545 Auf Gott und nicht auf meinen 299 Auf, laßt uns fröhlich singen.329 Huf meinen lieben Gott.. 408 ANus des Vaters Herz geboren 561 Aus Gnaden soll ich selig.. 193 Aus meines Herzens Grunde. 126 Aus tiefer Not laßt uns. 175 Aus tiefer Not schrei ich... 265 Befiehl du deine Wege 3500 Begrabt den Leib in seine Gruft 190 Bei dir, Jesu, will ich bleiben 168 Beschwertes Herz, leg ab... 119 Betgemeinde, heilge dich.. 162 Bis hieher hat mich Gott. 25 Bleibt bei dem, der euretwillen 274 497 Verzeichnis der Cieder Brich an, du hohes Feste... 59 Brich an, du schönes Morgenlicht 15 Brunn alles Heilnl 89 Christi Blut und Gerechtigkeit 194 Christ ist erstanden von dem TCod 60 Christ ist erstanden von der Marter alll.. 6¹ Christus der ist mein Ceben„350 Danket dem herrn. 387 Das sollt ihr, Jesu Jünger.. 249 Das walte Gott Dein, dein soll sein. 229 Dein König Rommt 2 Dein Wort, o Herr, bringt„250 Dein Wort, o lherr, istt 150 Der du, Herr Jesu, Ruh. 36 Der du noch in der letzten Nacht 57 Der heilge Christ ist kommen. 16 Der Herr bricht ein... 346 Der hirte stirblt 569 Der rauhe Herbst kommt wieder 409 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht 250 Die güldne Sonne 588 Die Ciebe Christi dringet mich 251 Die Nacht ist hinn 127 Die Sach ist dbein 9² Dies ist der Cagg* Dies ist die Nacht1 Dieweil wir sind versammlet. 165 Die wir uns allhier 58 Dir, dir, Zehova164 Du höchstes Cicht... 400 Du lieber, heilger, frommerChrist 362 Eine Herde und Ein hirt. 95 Einer ist König 102 Einer ists, an dem wir hangen 94 498 Eines wünsch ich Rirr. 59 Ein' feste Burg ist unser Gott 10³ Ein Gärtner geht im Garten„ 401 Ein herz und Eine Seele war 251 Ein Cämmlein geht.. 40 Ein reines Herz, Herr, schaff 266 Eins ist not 252 Empor zu Gott. 19 Endlich bricht der heiße Tiegel 501 Erforsche mih)h) 41 Erhalt uns, Herr, bei deinem E 10⁴ Erhebe dich, o meine Seel 128 Ermuntert euch, ihr Frommen 547 Erneure mich, o ewges Cicht„267 Es ist das Heil 10⁵ Es ist noch eine Ruh vorhanden 548 Es kommt ein Schiff, geladen. 5 Es muß uns doch gelingen„ 106 Fahre sort.᷑ 27⁵ Fortgekämpft und fortgerungen 302 Freu dich mit Wonn.... 75 Freu dich sehr, o meine Seele 551 Fröhlich soll mein herze springen 20 Früh am Morgen Jesus gehet 129 Frühmorgens, da die Sonn.. 62 Für dich sei ganz mein Herz„255 Geh aus, mein Herz.589 Geist des Glaubens... 79 Gelobet sei der herre Gott.. 581 Gelobet sei der herr, mein Gott 90 Gelobet seist du, Jesu Christ 21 Gelobt sei Gott im höchsten Thron ½ Gib dich zusrieden 03 Gib Sried zu unsrer Seit 107 Gib mir ein frommes Herz.. 276 Gott, deine Kindlein treten„382 Gott des himmelsss 150 Gott, du lässest Treu und Güte 590 Gott ist gegenwärtih... 145 Gott ist mein Lied 209 Gottlob, der Sonntag kommt 120 Gott sei Dank durch alle Welt 4 Gott und Herr, in deinem Sohne 117 Gott wills machen.. 402 Großer Gott von alten Geiten 12¹ Großer Gott, wir loben dich. 5391 Halleluja, jauchzt, ihr Chöre 6³ Halleluja, Cob, Preis und Ehr 91 Halleluja, schöner Morgen„122 Halleluja, sie hat geschlagen 352 Halt im Gedächtnis Jesum.. 177 Harre, meine Seele 05 Heilger Geist, du Cröster mein 578 Heimat meiner Ciebe504 Herr, bei jedem Wort.. 404 Herr, deine letzten Worte.. 42 Herr, dein Wort, die edle Gabe 157 Herr, der du mir das eben 156 Herr, die Erde ist gesegnet.. 115 Herr, du wollst uns vollbereiten 178 Herr, es ist von meinem Ceben 157 Herr Gott, dein' Treu. 385 Herr, höre, Herr, erhöre.. 118 Herr Jesu Christ, dich zu uns wendz.146 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut (Abendmahlllh)7ö 179 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut (Bußpe)ĩʃíMö, 268 Herr Jesu Christ, mein höchstes 254 Herr Jesu, dir zu leben.. 169 Herr Jesu, Gnadensonne.. 27⁴ Herr, mache meine Seele stille 305 Verzeichnis der Lieder Herr, nun selbst den Wagen halt 108 Herr, stärke mich, dein eiden„45 Herr, vor deinem Ungesichte prüf 269 Herr, vor deinem Ungesicht hat die Andach³i 147 Herr, wie du willst, so schicks„506 Herzlich lieb hab ich dich.. 255 Herzliebster Jesu, was hast du 44 Herz und Herz vereint.... 252 Hier ist mein Herz, Herr.. 256 Hilf, Herr Gott, hilf 307 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen„ 26 Himmelan geht unsre Bahn 278 Himmelan, nur himmelan. 279 Himmel, Erde, Luft und Meer 210 Hinunter ist der Sonne Schein 158 Hosianna, Davids Sohn„ 5 Hüter Israels, behüte 188 Hüter, ist die Nacht verschwunden 95 (Ich bete an die Macht)..235 Ich bin ein Gast auf Erden.. 555 Ich bin getauft 170⁰ Ich geh zu deinem Grabe„. 64 Ich grüße dich. 335 Ich habe nun den Grund 25 Ich hab in Gottes Herz.. 308 Ich hab in guten Stunden.. 509 Ich hab' mein Sach Gott... 554 Ich hab mich Gott ergeben.. 3555 Ich komme, Herr, und suche dich 176 Ich laß dich nich 39⁴ Ich lobe dich von ganzer Seelen 96 Ich ruf zu dir, Herr Jesu.. 280 Ich sag es jedem, daß er lebt. 65 Ich singe dir.. Ich steh an deiner Krippe„. 365 Ich steh in meines Herren Hand 510 Ich und mein Haunus 189 Verzeichnis der Lieder Ich weiß, an wen mein Glaub 196 Ich weiß, mein Gott, daß. 256 Ich weiß, woran ich glaube„ 197 Ich Will dich lieben257 Ich wollt, daß ich daheime wär 556 Ihr Kinderlein, kommet.. 364 Im Frieden dein, o herre mein 180 Immanuel, der Herr ist hier„ 22 Immer muß ich wieder lesen„384 In allen meinen Taten 6511 In dich hab ich gehoffet, Herr 3512 In die SFerne möcht ich ziehen 576 Ist Gott für mich, so trete.. 198 Jauchz, Erd, und himmel. 80 Jehova, Jehova 244 Jerusalem, du hochgebaute.549 Jesu, deine Passiaoo 46 Jesu, der du bist alleine. 255 Zesu, geh vora. 281 Jesu, großer Wunderstern. 30 Besul, hilfssiedgen 2282 Jesu, meine Freude. 258 Jesu, meiner Seele Ceben 25 Jesu, meines Lebens Ceben„ 47 Jesus Christus herrscht.. 76 Jesu, Seelenfreund der Deinen 148 Jesus gestern, Jesus heute 6 Zesus ist kommenn 31 Jesus lebt, mit ihm auch ich. 66 Jesus, meine Suversicht... 67 Jesus nimmt die Sünder an. 199 Jesus soll die Cosung sein.. 27 Komm, heilger Geist, erfüll.. 379 Komm, heiliger Geist, herre Gott 81 Komm, mein Herz, in Jesu.. 181 Komm, o komm, du Geist.. 82 Kommst du, kommst du, Cicht. 7 500 Kommt her, ihr seid geladen„182 Kommt, Kinder, laßt uns gehen 285 Kommt und laßt uns Christum 365 LCasset uns mit Jesu ziehen.. 284 Laß mich dein sein und bleiben 285 Caß mir die§Feier deiner Leiden 48 Laßt mich gehn 410 Caßt uns doch Christo dankbar 370 Licht, das in die Welt.27 Liebe, die du mich zum Bilde„240 Liebster Jesu, wir sind hier, dei⸗ nem Worte nachzuleben.. 171 Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Worf 149 Cobe den Herren, den mächtigen 212 Lobe den Herren, o meine.. 213 Lob sei dir, Jesu Christe... 109 Lobt froh den herrn..392 Cobt Gott, ihr Christen... 366 Mache dich, mein Geist, bereit. 286 Macht auf das Cor 37⁵ Macht hoch die Cwrrrr 8 Man lobt dich in der Stille.. 214 Meinen Jesum laß ich nicht 241 Mein erst Gefühl sei Preis.. 131 Meine Seele senket sicch... 313 Mein Gott, das Herz ich... 172 Mein bhirt ist Gort 21⁵ Mein Leben ist ein Pilgrimstand 337 Mir ist Erbarmungg 200 Mir nach, spricht Christus.. 287 Mit dem Herrn fang alles an„ 405 Mit Ernst, o Menschenkinder. 9 Mit Fried und Freud. 32 Mit Kraft, Herr, wollst du.. 186 Mitten wir im Ceben sind.. 358 Morgenglanz der Ewigkeit.. 132 285 28⁴ 4¹⁰ 57⁰ Nun bitten wir den heiligen Geist 85 Nun bricht die finstre Nacht„ 159 Nun danket alle Gott.... 216 Nun danket all und bringet„217 Nun freut euch, liebe Christen 201 Nun geh uns auf 158 Nun jauchzet all, ihr Frommen 10 Nun kommt das neue Kirchen⸗ a 11 Nun lasset uns den Ceib... 191 Nun laßt uns gehn und treten 28 Nun laßt uns Gortrtt. 218 Nun lob, mein? Seel 219 NRun preiset alles 220 Nun ruhen alle Wälder... 140 Nun schreib ins Buch.. 173 Nun sich der Tag geendet hat. 141 (Nun sich der Tag geendet, mein) 145 Nun singet und seid froh... 565 Run tret ich wieder 13⁵ Nun wolle Gott, daß unser Sang 29 O daß doch bald dein Feuer„ 84 O daß ich tausend Sungen.221 Gdu fröhliche 3355 O du Liebe meiner Liebe.. 49 O Durchbrecher aller Bande„288 O Ewigkeit, du Donnerwort 3550 O gläubig Herz, sing froh.. 222 O Gott, du frommer Gott.. 257 O Gott, du höchster Gnadenhort 150 O Haupt voll Blut und Wunden 50 O heilger Geist, kehr bei uns ein 85 O heiliger Geist, o heiliger Gott 580 (O Herr Jesu, Ehrenkönig)„ 94 O herrlicher Caags 37⁴ O Herr, sei du mein' Suversicht 559 O hilf, Christe, Hottes Sohn„ 51 O Jesu Christe, wahres Cicht„98 Verzeichnis der Cieder O Jesu, Herr der Herrlichkeit.187 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn.. 242 O Jesu, meine Wonne... 185 O Uönig aller Ehren. 53 O LCamm Gottes, unschuldig. 52 O Liebesglut, wie soll ich dich 245 O selig Haus, wo man 258 O Welt, sieh hier dein Ceben 55 O wie freun wir uns.. 3585 O wie fröhlich, o wie selig.. 551 O wie selig seid ihr doch... 352 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 289 Rüstet euch, ihr Christenleute„290 Schaffet, schaffet Menschenkinder 291 Schmücke dich, o liebe Seele 18⁴ Schmückt das Fest mit Maien. 86 Schönster Herr Jesu... 353095 Seele, mach dich heilig auf.. 54 Seele, ruh in jeder Nacht. 314 Seele, was ermüdst du dich. 292 Sei getreu bis an das Ende 295 Sei Gott getreeu 294 Sei Cob und Ehr dem höchsten 225 Sei mir tausendmal gegrüßet„ 55 Sein Kreuz und seinen Frieden 315 Siegesfürst und Ehrenkönig. 77 Sieh, dein König kommt zu dir 12 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 151 Sieh uns fertidg 152 SZo hoff ich denn 202 So ist die Woche nun geschlossen 142 20 jemand spricht 254 Sollt es gleich bisweilen... 516 Sollt ich meinem Gott nicht 224 So nimm denn meine hände„406 So ruhest du, o meine Ruh. 56 50 wahr ich leooe 270⁰ 501 Verzeichnis der Lieder Spar deine Buße nicht.... 271 Stark ist meines Jesu hand.244 Stille halten deinem Walten.317 Stille macht 56⁷7 Such, wer da will 203 Teures Wort aus Gottes Munde 159 Tochter Sion, freue dich... 360 Treuster Meister, deine Worte 586 Triumphiere, Gottes Stadt.. 110 Triumph, Triumphh... 375 Tut mir auf die schöne pforte 15⁵ Unsern Kusgang segne Gott. 154 Unter LCilien jener Freuden.. 555 Unumschränkte Ciebe... 204 Dalet will ich dir geben.. 340 Vater unser im Himmelreich„165 Verzage nicht, du Häuflein klein 111 Vom Himmel hoh 568 Vom Himmel kahbͥdm 2³ Von des Himmels Thron. I74 Von Gott will ich nicht lassen. 318 Wach auf, du Geist der ersten. 99 Wach auf, mein herz, die Nacht 68 Wach auf, mein Herz, und singe 154 Wach auf, wach auf 112 Wachet auf, ruft uns. 5⁴ Walte, walte nah und fern.. 100 Wandle leuchtender und schöner 69 Wann der Herr einst. 355 Wann sich die Sonn erhebet„145 Warum sollt ich mich denn.. 319 Warum willst du doch... 320 Warum willst du draußen stehen 13 Was Gott tut, das ist wohlge— tan, es bleibt 50² Was Gott tut, das ist wohlge— tan, so denken 115 Was mein Gott will, gescheh„322 Was wär ich ohne dich gewesen 205 Weicht, ihr Berg.. 206 Weil ich Jesu Schäflein bin.. 596 Wenn alle untreu werden.. 245 Wenn ich ihn nur habe.. 397 Wenn ich, o Schöpfer, deine 225 Wenn kleine Himmelserben„541 Wenn meine Sünd mich kränken 57 Wenn mein Stündlein.... 342 Wenn wir in höchsten Nöten. 325 Werde Licht, du Stadt der Hei⸗ S5Een 534 Werde munter, mein Gemüte„144 Wer hängt mit bleichem... 371 Wer ist wohl wie dwui... 246 Wer nur den lieben Gott läßt walten 24 Wer sind die 556 Wer weiß, wie nahe mir mein Endss 3335 Wie Gott mich fichrt 525 Wie groß ist des Allmächtgen„207 Wie könnt ich sein vergessen„185 Wie lieblich ists hinieden.. 407 Wie lieblich schön, HBerr... 155 Wie schön ists doch, Herr Jesu LEhrist 259 Wie schön leuchtet 3 Wies Gott gefällt, gefällts mir 326 Wie soll ich dich empfangen„ 14 Wie wird uns seinn 35⁷7 Wie wohl ist mir, o Freund.247 Willkommen, Held im Streite. 70 Wir danken dir, o Vater, heut 116 Wir haben einen Hirten... 398 Wir Menschen sind zu dem.. 160 Wir pflügen und wir streuen.395 Wir singen dir, Immanuel.. 24 Wir warten dein 558 Wo findet die Seelle 411 Wohlauf, mein Herz, zu Gott. 166 Wohlauf, wohlan Wohl einem Haus, wo Jesus. 260 Wohl uns, der VUater. 208 Wollt ihr wissen 390 Womit soll ich dich wohl loben 226 Wort des höchsten Mundes.. 161 Verzeichnis der Cieder Wo willst du hin, weils Ubendist 71 Wunderanfang, herrlich Ende 327 Wunderbarer Köniag. 227 Seige dich uns ohne Hülle.. 125 Seuch ein zu deinen Coren.. 87 Seuch hin, mein KHind.... 544 Seuch uns nach dir Sionsstille soll sich breiten.„. 124 Su dir, Herr Jesu, komme ich 272 Sum Slberg steigt der Heiland 3577 Druckerei der Straßburger Neuesten Nachrichten R.⸗G. 50⁵ OlOUr& Grey CoOritrol Chart 0 Green VIlo Red Magenta