—— An —* SSI 2—————.. —.— ich 2 Zůüri — +* — — — — 2 — — — 2 — — — — — — 8 — 6—— — — — E 0 — ——.—4 Gesangbuch für die Eyangelische Kirche der deutschen Schweiz. ;ps;c¶ Den Kirchenbehörden der Kankone Zürich, Bern, Schaffhausen, Appenzell A. Rh., Rargan, Basel⸗Stadt und Vasel· Land vorgelegt von der Ronferenz ihrer Abgeordneten. Ee —— 5*—— Zürich Druck von Zürcher und Furrer 1889. Vorxwort. Im Jahre 1878 beauftragte die schweizerische Predigergesellschaft eine Kommission von drei Mitgliedern mit der Ausarbeitung eines Kirchengesangbuches für die deutsche veformirte Schweiz. Dieselbe gab im Jahre 1882 einen Entwurf des Textes, und mit Subvention von sechs Kirchenbehörden, die hierüber in einer Konferenz vom 10. Oktober 1883 sich vereinbart hatten, 1884 den Entwurf der Choralsammlung im Drucke heraus. Gestützt auf ein Gutachten des von den Kirchen⸗ behörden hiezu eingeladenen Herrn Musikdirektor Gustav Weber und unter seiner Mitwirkung revidirten die Redaktoren die sämmtlichen Melodieen, und auf Grund der ihnen zugegangenen Wünsche das Textbuch, und legten das vollendete Werk am 4. Januar 1886 den Kirchenbehörden vor. Am 8. Februar 1886 beschloß eine Konferenz der Kirchenbehörden von Zürich, Bern, Schaffhausen, Appenzell A. Rh. und Aargau einen vollständigen Probedruck nach Text und Melodieen zu veranstalten und durch ihre Subvention sicher zu stellen, in der Meinung, daß derselbe dann durch die Kirchenbehörden der einzelnen Kantone zu prüfen und hierauf eine weitere Konferenz einzuberufen sei. Der Probedruck wurde bis Ende des Jahres 1886 fertig gestellt. Während der Jahre 1887 und 1888 wurde derselbe von den Kirchen⸗ behörden der genannten fünf Kantone, sowie denjenigen von Basel⸗Stadt und Basel⸗Land geprüft, welche sämmtlich den Beschluß faßten, an der definitiven Berathung durch eine neue Konferenz theilzunehmen. Am 12. Februar 1889 wurden die Grundsätze für diese Berathung festgestellt, am 26. und 27. Februar, 11. und 12. März, 7. und 8. Mai, 3. und 4. Juni von den Abgeordneten der sieben Kantone und den drei Redaktoren, HH. Pfarrer Weber in Höngg, Th. Barth in Basel und Volz in Aarberg der ganze Entwurf nach Text und Melodieen geprüft. Hiebei wurden, gestützt auf die vorliegenden Wünsche aus den kantonalen Berathungen, von den 433 Liedern des Probedruckes 125 gestrichen, dagegen 45 neu aufgenommen. Sodann wurde ein Vertrag betreffend den Druck der so festgestellten Vorlage genehmigt. Die Ausführung des Vertrages wurde einer Spezialkommission über⸗ geben und sodann im Weitern der Beschluß gefaßt: Es sei das so gedruckte Gesangbuch als endgültig zu erklären in dem Sinne, daß eine weitere Prüfung oder Abänderung in den kantonalen Kirchenbehörden nicht mehr zulässig sei, sondern daß diese über das fertige Werk nur zu entscheiden haben, ob sie es unverändert annehmen oder ob sie es ablehnen wollen. Für diese Entscheidung soll das Gesangbuch ganz in der Form gedruckt werden, die es nachher bei der Einführung in den Gemeinden behält. Der Druck wurde mit möglichster Beförderung begonnen und durchgeführt, die Korrektur von den drei Redaktoren besorgt. Das vollendete Werk wird nun den Kirchenbehörden zur definitiven Entscheidung vorgelegt und zugleich dem kirchlichen Publikum zur Verfügung gestellt. Sobald die Beschlüsse der Kirchenbehörden vor⸗ liegen, wird die Anordnung des unveränderten Druckes des Gesang⸗ buches für den allgemeinen Gebrauch und die Verbreitung in den Gemeinden, welche dasselbe einführen wollen, stattfinden können. Zürich, 31. Oktober 1889. Die Exekutivkommission: Dr. G. Finsler, Antistes. F. Meyer, Sekretär des Kirchenrathes. H. Weber, Pfarrer. Nr & 85 9 60 ⏑—60 6 G6G hmigt. über⸗ ig zu oder mehr k nur woder g soll die es t. na und nitiven m zur n vor⸗ Sesang⸗ in den . thes. Nr. „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. Nun danket Alle Gott. Sollt' ich meinem Gott nicht singen? „Ich singe dir mit Herz und Mund. „Nun danket All' und bringet Ehr'. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Wunderbarer König. Himmel, Erde, Luft und Meer. „Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. „Lobe den Herren, o meine Seele. O daß ich tausend Zungen hätte. 2. Womit soll ich dich wohl loben. Gott ist mein Lied. „Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret. Die Himmel erheben des Ewigen Ehre. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. „Herr, dir ist niemand zu vergleichen. Die Gottesseraphim. Singt, singt Jehovah neue Lieder. Des Herren Majestät. 2. Gott ist's, der regiert. O Höchster, deine Gütigkeit. Ihr Frommen, bringt Gott Preis und Ehre. Großer Gott, wir loben dich. „Lobt den Herrn! Das Sterngefilde. Der Herr mein Hirt! 28. ο 29 Ilcherfiaht ultr Lialer J. Lob und Anbetung Gottes. A. Dank⸗ und Loblieder. Laßt Jehovah hoch erheben. Du bist's allein. Uebersicht der Lieder. B. Gebetlieder. „Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr. Ach bleib' mit deiner Gnade. „O Gott, du frommer Gott. „Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. „Ach Gott, verlaß mich nicht. „Dir, dir, Jehovah, will ich singen. 3. Gott, deine Güte reicht so weit. Herr, vor dem die Engel knieen. „Ich erhebe mein Gemüthe. C. Lieder für besondere Zeiten und Nerhällnisse. 1. Morgenlieder. Aus meines Herzens Grunde. „Gott des Himmels und der Erden. Wach' auf, mein Herz, und singe. „Die goldne Sonne. Morgenglanz der Ewigkeit. „Das walte Gott, der helfen kann. „Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. „Früh laß mich deine Gnade hören. 2. Zbendlieder. Nun ruhen alle Wälder. „Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. Nun sich der Tag geendet hat. „Hirte deiner Schafe. Herr, der du mir das Leben. Der Mond ist aufgegangen. „Entschwunden ist das Sonnenlicht. „Unwiederbringlich schnell entflieh'n. 3. Zahreszeiten. „Gott, du lässest Treu' und Güte. 3. Du schöne Welt, wie herrlich schmückt. „Geh' aus, mein Herz. und suche Freud'. „Lobsingt am frohen Erntefest. „Herr, die Erde ist gesegnet. Was Gott thut, das ist wohlgethan, so denken Gottes Kinder. „Wir danken dir, o Vater, heut. In der stillen Einsamkeit. 85. 86. 87. 88. 89. 90. Uebersicht der Lieder. VIL 4. Zahreswechsel. 3. Durch Trauern und durch Plagen. „Ach, wiederum ein Jahr verschwunden. „Das Jahr ist nun zu Ende. ). Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. Nun laßt uns gehn und treten. „Ein neues Jahr ist angefangen. Wir treten in das neue Jahr. 5. Ehe und Familie. „Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ. Wohl einem Haus, da Jesus Christ. „Ich und mein Haus, wir sind bereit. Herr, vor dein Antlitz treten zwei. Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ. „Sorge, Herr, für unsre Kinder. „Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ. „Schöpfer meines Lebens. 6. Bettagslieder. 8. Herr Gott, dich loben wir. Betet an vor Gott, ihr Sünder. „Herr Jesu Christ, der du beweintest. „Wir schwören heut' aufs Neue. 2. Himmelskönig, Gott der Gnaden. 3. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. O selig Volk, deß Gott du bist. II. Festlieder. A. Advents⸗ und WMeihnachtslieder. 1. Ildenkslieder. Macht hoch die Thür, die Thore weit. Gott sei Dank in aller Welt. Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Mit Ernst, ihr Menschenkinder. Nun jauchzet All', ihr Frommen. Wie soll ich dich empfangen. VIII Uebersicht der Lieder. Nr. 91. Der König kommt, der Herr der Ehren. „Erhebt den Herrn, ihr Frommen. „Dein König kommt in niedern Hüllen. 2. Weihnachkslieder. „Wie ist der Tag so freudenreich. „Vom Himmel kam der Engel Schaar. „Lob' Gott, du werthe Christenheit. „Fröhlich soll mein Herze springen. „Wir singen dir, Immanuel. „Jauchzet, ihr Himmel. „Dieß ist der Tag, den Gott gemacht. Werde Licht, du Volk der Heiden. „Die heiligste der Nächte. „Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. „Erfüllt sind Stund' und Zeiten. „Gelobt sei Gott! Er ist geboren. „O Bethlehem, du kleine Davidsstadt. B. Passionslieder. Wenn dir dein Zion Palmen streut. Laß mir die Feier deiner Leiden. „Sei heilig uns, o Feierzeit. „Schau hin! Dort in Gethsemane. „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. O Haupt voll Blut und Wunden. O Welt, sieh hier dein Leben. Der am Kreuz ist meine Liebe. 115. „Schaut die Mutter voller Schmerzen. 417. 118. „Es ist vollbracht! Er ist verschieden. „Jesu, deine tiefen Wunden. „Wenn mich die Sünden kränken. „Jesu, meines Lebens Leben. O du Liebe meiner Liebe. „Marter Jesu, wer kann dein vergessen. So ruhest du. 126. Wie bist du, Heiland, mit der Krone. O Lamm Gottes, unschuldig. Ach, sieh ihn dulden, bluten, sterben. Ich geh' zu deinem Grabe. Uebersicht der Lieder. IX C. Osterlieder. „Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit. Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin. „Willkommen, Held im Streite. „Trauernd und mit bangem Sehnen. „Jesus lebt, mit ihm auch ich. „Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar. „Jesus, die erlösten Sünder. 5. Ich sag' es Jedem, daß er lebt. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte. 7. Zieh' einher, du Ostersonne. „Seele, dein Heiland ist frei von den Banden. „Die Lerche stieg am Ostermorgen. D. Himmelfahrtslieder. „Auf diesen Tag bedenken wir. „Der Herr fährt auf gen Himmel. „Jesus Christus herrscht als König. 3. Zum Himmel bist du eingegangen. „Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ. „Erhöhet die prächtigen Pforten der Siege. E. Pfingstlieder. Komm, Schöpfer Geist, kehr' bei uns ein. O heiliger Geist, o heiliger Gott. Komm, o komm, du Geist des Lebens. O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. „Zeuch ein zu meinen Thoren. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens. „Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit. „Es saß ein frommes Häuflein dort. „Höchster Tröster, komm hernieder. „Erhebe zum Himmel, du feiernde Menge. „Es ist ein Strom erflossen. Uebersicht der Lieder. Nr. 157. 158. 159. 160. 161. 162. 163. 164. 165. 166. 167. 168. 169. 170. 171. 172. 173. 174. 175. 176. 17¹. 178. 179. 180. 181. 182. 183. 184. 185. 186. 187. 188. III. Christliche Kirche. A. Die Rirche. Ein' feste Burg ist unser Gott. Verzage nicht, o Häuflein klein. Fahre fort. Herr, der du einst gekommen bist. Herz und Herz vereint zusammen. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen. Eine Heerde und Ein Hirt. Der im Heiligthum du wohnest. Gottes Stadt steht fest gegründet. Der du in Todesnächten. Gott ist unsre Zuversicht. O daß doch bald dein Feuer brennte. Wachet auf, erhebt die Blicke. Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ. B. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. Thut mir auf die schöne Pforte. Hallelujah, schöner Morgen. Gott ist gegenwärtig. Die Gnade sei mit Allen. Gottesruhe, Sabbathstille. Jehovah, Jehovah. Wie lieblich ist das Haus des Herrn. O Jesu, Herr der Herrlichkeit. Ja, Tag des Herrn, du sollst mir heilig. Jesu, Seelenfreund der Deinen. O wie freun wir uns der Stunde. Tag über alle Tage. Treuer Heiland, wir sind hier. Die Gnade unsers Herrn. CO. Lieder über das Wort Gottes. Theures Wort aus Gottes Munde. Wort aus Gottes Munde. Herr, dein Wort, die edle Gabe. .— + Uebersicht der Lieder. XI 189. Gott ist mein Hort. 190. Walte, walte nah und fern. 191. Nun geh' uns auf, du Morgenstern. 192. Wort des Lebens, lautre Quelle. D. Taufe und Ronfirmation. 193. Ich bin getauft auf deinen Namen. 194. Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben. 195. Bleibt, Kinder, bleibt. 196. Im Namen des Herrn Jesu Christ. 197. Ewig, ewig bin ich dein. 198. Erhör', o Gott, das heiße Flehn. 199. Wie könnt ich sein vergessen. 200. Wir flehn um deine Gnade. 201. Eines wünsch' ich mir vor allem Andern. 202. Einem Herrn nur sollt ihr dienen. 203. Seid eingedenk, o theure Kinderschaar. E. Abendmahlslieder. 204. O Jesu, meine Wonne. 205. Schmücke dich, o liebe Seele. 206. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden. 207. Lasset uns zum Heiland gehen. 208. Jesu, Freund der Menschenkinder. 209. Auf, theure Seelen, auf. 210. Herr, du wollst uns vorbereiten. 211. Bang und doch voll sel'ger Freuden. 212. Kommt her, denn Alles ist bereit. 213. Geist der Liebe, Geist der Gnaden. IV. Christliches Leben. A. Zußlieder. 214. Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir. 215. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 216. Ich will von meiner Missethat. 217. Herr Jesu, Gnadensonne. 218. Wie mächtig spricht in meiner Seele. XII Uebersicht der Lieder. Nr. 219. An dir allein, an dir hab' ich gesündigt. 220. Laß, Gott, mich Sünder Gnade finden. 221. Meine Seele voller Fehle. 222. Kehre wieder, kehre wieder. B. Glaubens⸗ und Zeilslieder. 223. Nun freut euch, Christen, insgemein. 224. Such', wer da will, ein ander Ziel. 225. Ist Gott für mich, so trete. 226. Heiland, deine Menschenliebe. 227. Himmelan geht unsre Bahn. 228. Jesus nimmt die Sünder an. 229. Ich habe nun den Grund gefunden. 230. Christi Blut und Gerechtigkeit. 231. Mir ist Erbarmung widerfahren. 232. Mein Glaub' ist meines Lebens Ruh'. 233. Himmelan, nur himmelan. 234. Aus irdischem Getümmel. 235. Ich weiß, woran ich glaube. C. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 236. Dir geb' ich hin. 237. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 238. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. 239. Meinen Jesum lass' ich nicht. 240. Jesu, meine Freude. 241. Ich will dich lieben, meine Stärke. 242. Liebe, die du mich zum Bilde. 243. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ. 244. Wie wohl ist mir, o Freund der Seele. 245. Eins ist Noth, ach Herr, dieß Eine. 246. Wer ist wohl wie du. „Allgenugsam Wesen. „Wie herrlich strahlt der Morgenstern. „Wenn Alle untreu werden. Wenn ich ihn nur habe. Wenn Christus, der Herr. O Hirt, du getreuer. „Gott bei mir an jedem Orte. „Bleibt bei dem, der euretwillen. Uebersicht der Lieder. XIII Bei dir, Jesu, will ich bleiben. O Jesus Christ, mein Leben. „Ich bleib' bei dir! Wo könnt' ich's besser haben. „Dir will ich danken bis zum Grabe. D. Vertrauens⸗ und Trostlieder. „Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Noth. Von Gott will ich nicht lassen. Was mein Gott will, gescheh' allzeit. „Wie nach einer Wasserquelle. In allen meinen Thaten. Auf meinen lieben Gott. „Alles ist an Gottes Segen. Befiehl du deine Wege. Warum sollt' ich mich denn grämen. Wer nur den lieben Gott läßt walten. „Sollt' es gleich bisweilen scheinen. Was Gott thut, das ist wohlgethan; es bleibt gerecht sein Wille. Gott will's machen, daß die Sachen. Mein Gott, wie bist du so verborgen. 3. Wie Gott mich führt, so will ich gehn. „Seele, sei zufrieden. Was ist's, daß ich mich quäle. „Ich hab' in guten Stunden. Auf Gott, und nicht auf meinen Rath. Gott ist getreu. Verlaß mich nicht, mein Gott. Gott hat in meinen Tagen. „Fortgekämpft und fortgerungen. 2. Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. Wenn der Herr einst die Gefangnen. Nein, ich will nicht sorgen. 5. Gott ist mein Hirt. Getreuer Gott, ich hoff' auf dich. Harre, meine Seele. „Ich steh' in meines Herren Hand. Nicht menschlicher Rath. Stille halten deinem Walten. Bei dir ist Treu und Glauben. Will in trüben Kummertagen. Uebersicht der Lieder. Mitten wir im Leben sind. „Wenn mein Stündlein vorhanden ist. „Abschied will ich dir geben. „Christus, der ist mein Leben. „Ich bin ein Gast auf Erden. Alle Menschen müssen sterben. „Wie flieht dahin der Menschen Zeit. „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe. E. Christlicher Sinn und Wandel. „Geduld ist euch vonnöthen. Mir nach! spricht Christus, unser Held. „Lasset uns mit Jesu ziehen. „Hinab geht Christi Weg. O Durchbrecher aller Bande. „Mache dich, mein Geist, bereit. „Ringe recht, wenn Gottes Gnade. „Schafft mit Ernst, ihr Menschenkinder. „Seele, was ermüd'st du dich. „Jesu, geh' voran. Kommt ins Reich der Liebe. So jemand spricht: Ich liebe Gott. „Du klagst und fühlest die Beschwerden. 3. Gott, vor dessen Angesichte. Alles ist euer. „Komm Jesu, läutre die Gedanken. „Der du die Wahrheit selber bist. Selige Seelen, die treu. Mit dem Herrn fang' Alles an. Christ, wenn die Armen manchesmal. „Gib Frieden, Herr, gib Frieden. „Es zieht ein stiller Engel. In der Angst der Welt will ich nicht klagen. „Was zagst du, Herz, auf dunkler Bahn. F. Die Vollendung. 1. Lieder über Tod und Grab. ö Die Christen gehn von Ort zu Ort. Kommt, Brüder, laßt uns gehen. Uebersicht der Lieder. Meine Lebenszeit verstreicht. „Daheim ist's gut. „Mag auch die Liebe weinen. „Ja fürwahr! Uns führt mit sanfter Hand. 332. 333. „Der Herr der Ernte winket. Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. Geh' zum Schlummer. Nein, nein, das ist kein Sterben. Dich hoffen wir zu finden. Wenn kleine Himmelserben. Zieh' hin, mein Kind. Auch die Kinder sammelst du. Wachet auf! ruft uns die Stimme. „Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Jesus, meine Zuversicht. „Ermuntert euch, ihr Frommen. Der Herr bricht ein um Mitternacht. O Jerusalem, du schöne. Nach einer Prüfung kurzer Tage. „Es ist noch eine Ruh' vorhanden. „Selig sind des Himmels Erben. Auferstehn, ja auferstehn wirst du. 2. Ich hab' von ferne. „Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, sehe. Am Grabe stehn wir stille. Stimm' an das Lied vom Sterben. 2. Tieder über Gericht und Ewigkeit. 1. Lob und Anbetung Gottes. A. Dank⸗ und Loblieder. Nik. Decius. I. 3 3 1— 0 ö 1(N lein Gott in der Höh' sei Ehr' 1.. Und Dank für Da-rum, daß nun und nim⸗-mer⸗ mehr Uns rüh⸗ ren — 2 sei ⸗ ne Gna⸗ kann ein Scha — ——.—0 D — 7 4 1 I ——=—.—— —————— 3 uns hat, Nun ist er⸗ Bun sein Frie-dens⸗rath, 218 Fehd' hat nun ein —.————— en, —————— 2— Dank⸗ und Loblieder. 3 2. Wir beten an und loben dich, Wir bringen Ehr' und danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn' alles Wanken. Ganz unbegrenzt ist deine Macht; Allzeit geschieht, was du bedacht: Wohl uns solch eines Herren! 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Für uns ein Mensch geboren, Gesandt von deines Vaters Thron Zu retten, was verloren, Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott, Nimm an die Bitt' von unsrer Noth, Erbarm' dich unser Aller! 4. O heil'ger Geist, du größtes Gut, Mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, Die Jesus Christ erlöste Durch große Qual und bittern Tod; Wendẽ ab all' unser Leid und Nothl Darauf wir uns verlassen. Nik. Decius. Joh. Crüger. e. , nn 2 SSSSISISI‚III — 3.— 1 x tun dan⸗ket Al-le Gott Mit Her⸗ zen, Mund und Der gro ße Din⸗ge thut An uns und al ⸗ler 2 E 5 ²——I—— ——. 25.— EDEI— 9— Hän ⸗den, En ⸗den, Der uns an Leib 72 e L en. e dr nn — ö 4 ö,—— E 33 und Seel' Von frü⸗her Kind⸗heit —— an Un⸗zäh⸗lig viel zu gut is hi ge⸗than. 2. Der ewig reiche Gott 3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott, Woll' uns in unserm Leben Dem Vater und dem Sohne, Ein immer fröhlich Herz Lob sei dem heil'gen Geist Und edlen Frieden geben, Im hohen Himmelsthrone! Woll' uns in seiner Gnad' Ihm, unserm Herrn und Gott, Erhalten fort und fort Wie er im Anfang war Und uns aus aller Noth Und ist und bleiben wird, Erlösen hier und dort. Ihm danket immerdar. Martin Rinkart. 3. A. P. Bertsch. — et n ů ö— * E 1 Sollt' ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen? Sollt' ich Denn ich seh' in al ⸗ len Din⸗gen, Wie soj ihm nicht fröh⸗ lich sein? gut er's mit mir mein Ist doch nichts—5— ter Lie⸗ben, nkart. ertsch. * II— 2 1 Das sein treu⸗ es Herz 1 0. ohn' En⸗de hebt und trägt, ⸗nem Dienst sich Lr 2—.— E—.——— E—————— TL 21 I——* 1— 2.— ————— 2—————— ö —— SSS 14— —————— ——0—— e— e, e Laren e 2unba 9 e mn 2 2 La . 4 17— ö Die i Al⸗les Ding währt — . 001 * — R ————. 2 +— 2*—.——*— ̃— E* +——.. E 2— 5— x— I 2—. 1. Eül B— DH+E — + 7—.——.*—ä— 4——— II — 2 + + b L II sei⸗ ne Zeit, Got⸗tes Lieb' in E⸗ wig⸗keit. 0 — — — — 3— 2. Wie ein Adler sein Gefieder Ueber seine Jungen streckt, Also hat auch immer wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt. Er, der über mir schon wachte, Als ich kaum zu sein begann, Nahm sich meiner herzlich an, Eh' ich seiner noch gedachte. Alles Ding ꝛce. i —* 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew'gen Feuer Durch sein theures Blut gewinn'. O du Brunnen ohn' Ergründen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deines Grundes Tiefe finden? Alles Ding ꝛc. 6 3. Dank⸗ und Loblieder. 4. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmels⸗ pfort', Daß er mir mein Herz erfülle Mit des Glaubens hellem Licht, Der des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding ꝛc. „Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leib ein Leid geschehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding ꝛc. Himmel, Erd' und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt; Wo ich nur mein Aug' hinkehre, Find'ich, was mich nährt und hält, Thier' und Kräuter und Getreide: In den Gründen, in der Höh', In den Büschen, in der See, Ueberall ist Wonn' und Weide. Alles Ding ꝛc. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüth, Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding ꝛc. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Niemals ganz sein Herzentzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Thut und aus den Schranken weicht, Also hält auch mein Gebrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Ruth' Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding ꝛc. 9. Seine Strafen, seine Schläge, Ob es mir gleich bitter scheint, Sind, wenn ich es recht erwäge, Dennoch Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch das Kreuz zu sich hinlenke. Alles Ding ꝛc. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding ꝛc. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe find't, So erheb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit. Paul Gerhardt. inde eucht, Sünde anken cht, rechen u gut, Ruth' werte hen. läge, heint, wäge, mein und, denke Welt, ält, lenke. Hlasse Sinne n: taße hn. neiet, ein: Pein, reuet. Ende dt, de Kind, zeben, acht Nacht zeben, Zeit it. ardt. 4. Dank⸗ und Loblieder. 7 4. 1687. 0 47—— .—.—————— e e I.— sin ⸗ dir mit Herz 1113 Rn⸗ 38 ————.—— E +—— D 2+— Z.* 4 2 +.— ö 3 x — 5————35 + 1 +1 mei⸗ nes Her⸗zens Lust, Ich sing' und mach' auf Er- den . — I..... w. 1— 12—* ö D— +.— 2—.— ö ů—I E E— A—.— .—. ö 2— kund, Was mir von dir be⸗wußt. — ——.8 — 24½% 0. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der 4. Wer hat das schöne Himmelszelt Gnad' Hoch über uns gesetzt? Und ew'ge Ouelle bist, Wer ist es, der uns unser Feld Daraus uns allen früh und spat Mit Thau und Regen netzt? Viel Heil und Gutes fließt. 5. Wer wärmet uns in Kält' und Frost? 3. Was sind wir doch? was haben wir Wer schützt uns vor dem Wind? Auf dieser ganzen Erd', Wer macht es, daß uns Korn Das uns, o Vater, nicht von dir und Most Allein gegeben werd'? Zur Zeit bescheeret sind? 8 4. Dank⸗ und Loblieder. 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Muth? Wer hält mit seiner Hand Des gold'nen Friedens edles Gut In unserm Vaterland? 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt Alles thun. Du hältst die Wach' an unsrer Thür' Und läßt uns sicher ruh'n. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu Und stehst in jeglicher Gefahr Uns allen herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst uns nicht zu sehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Wirst du gar bald erweicht Und gibst uns, was uns hoch erfreut Und dir zur Ehr' gereicht. 11. Du siehst dein Kind, wie oft es wein' Und was sein Kummer sei: KeinThränlein ist vor dirzu klein, Du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd' entgeht. 13. Wohlauf, mein Herz, wohlauf und sing' Und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding', Ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb?' und Theil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein. Hilf' und Heil, Schafft Rath und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg' und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ lauf Hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was ver⸗ sehn In seinem Regiment; Nein, was er thut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End'. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun Und red' ihm nicht darein: So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt. ö 5. Dank⸗ und Loblieder. 9 hlauf 5. Joh. Crüger. —4 ö ö 1—.— 513——.——.—5 2.——— I— 1—— R e Gut. 1. Nun dan⸗ket All' und brin-get Ehr', Ihr Men⸗-schen Erb' —◻¹n IE* 7—— ich. E EE „dein. 8* Heil, — 7 nicht. 3+——2 dr, ren en n n E er.—— ö ID danen rr den r— einem— f——— 0 tacht? in der Welt, Dem, des⸗sen Lob der En⸗gel Heer Stets wirf ö—— 5 5— . S. S........II.I..IIII...... 2— 1=— ö—.——.— ugend ö 3 ,. 2— 2—— II lücks⸗————— singt im. ⸗ zelt. ö 15 é 8 ver⸗————.—— —* N— —.————— —.— 2 25 EEE H läßt ö 2. Ermuntert euch und singt mit 4. Der, ob wir gleich ihn hoch betrübt, ndẽ. Schall Doch bleibet gutes Muths, thun Gott, unserm höchsten Gut, Die Straf' erläßt, die Schuld Der seine Wunder überall vergibt 1155 en Und große Dinge thut; Und thut uns alles Guts. 3. Der uns von Mutterleibe an 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Frisch und gesund erhält, Erfrische Geist und Sinn, hardt. Und wo kein Mensch mehr helfen Und werfe Sorgen, Angst und kann, Sich selbst zum Helfer stellt; Schmerz Ins tiefe Meer dahin. 10 6. Dank⸗- und Loblieder. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf unserm Vaterland; Er gebe Glück zu unserm Thun Und Heil in jedem Stand. 7. Er lasse seine Lieb' und Güt' Um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, Sei stets er unser Heil, Und wenn wir scheiden von der Erd', Bleib' er auch unser Theil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu, Und zeig' uns drauf sein An⸗ gesicht Dort in der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt. 6. 1680. . 1 x Lo-be den Her⸗ren, Lob' ihn, o See ⸗le, .— e ,. D———..—.— SDDR 0—2 „ 10 F den mäch⸗ti⸗gen Kö- nig der ver⸗eint mit den himm=li⸗ schen , e/ 20 E. ——..— ö———.—2, ——.—— 5—.— + ——3 7 ö D 2* ů D——— dn rr r Lt 0— en n, ——.— 2 a B 2 2 — Eh ⸗ ⸗ ren! 1Chö ⸗ ren! 4 zu— 2 33— und ö——. ö I. 5— 5—*—.— 2—.55— — 2———— 2——— — H— 2 IEIEIESEEEEEEEEEEEEEEEEEEAEEEEEE ER——.——.—....——= E H — 7.— Har⸗fe, wacht auf! Las⸗set den Lob⸗ge⸗sang hö ⸗ ren! FEE ——.— n An⸗ 7. Dank⸗ und Loblieder. 11 2. Lobe den Herren, der Alles so ö herrlich regieret, Der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; In wie viel Noth Hat nicht der gnädige Gott Ueber dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strö⸗ men der Liebe geregnet; Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Lob' ihn mit Allen, die seine Ver⸗ heißung bekamen. Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht! Lob' ihn in Ewigkeit! Amen. Joachim Neander. Ob wir schon dich oft ver⸗lie ⸗ ßen. 1 IDerrne Suoden Kö-nig, Herr⸗-scher von uns Al ⸗len, x Dei⸗ne Gna⸗den⸗strö⸗ me Hast du las⸗sen flie⸗ßen, 3— PPFPFPFPFPFPF T TTPTTPT 2. d———— ———— Vn, Laenrv Lrre, rn. ———½⁴—— 1 ————.— H— iIiSEEEE E r. n.—.—.———— . Laß dir un⸗ser Lob ge⸗fal ⸗ len! Hilf uns noch, ů 7——— 2.—— 15 —25. 2 + N E 4 +*— 2 4— II t— F——+* — 1— ů 1.— F 1 8. Dank⸗ und Loblieder. ene e de e, e er—. 2——— * uns doch, Laß die Zungen sin⸗gen, Laß die Stimmen klin⸗gen. 22 2— — 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Stärke, Mehr als aller Menschen Werke! Großes Licht der Sonne, breite deine Strahlen, Gottes Herrlichkeit zu malen! Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit, zu ehren einen sol⸗ chen Herren! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe Ihm, dem Schöpfer aller Dinge! Was da Odem holet, falle vor ihm nieder, Singe Dank⸗ und Freudenlieder! Unser Gott Zebaoth, Ist allein zu loben hier und ewig droben. 4. Hallelujah singe, wer den Herrn erkennet Und in Christo Vater nennet, Hallelujah singe, welcher Christum liebet, Sich von Herzen ihm ergibet! Welch ein Heil ist dein Theil! Endlich wirst du droben ohne Sünd' ihn loben! Joachim Neander. 8. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 1. Himmel, Erde, Luft und Meer Zeugen von des Schöpfers Ehr'; Meine Seele, singe du Und bring' auch dein Lob herzu! 2. Seht das große Sonnenlicht, Wie es durch die Wolken bricht; Mondenglanz und Sternenpracht Jauchzen Gott bei stiller Nacht. 3. Seht, wie Gott der Erde Ball Hat gezieret überall; Wälder, Felder, jedes Thier Zeigen Gottes Finger hier. 4. Seht, der Vögel muntrer Chor Singt und jauchzt zu ihm empor; Feuerflammen, Sturm und Wind Seines Willens Diener sind. 5. Seht der Wafferwellen Lauf, Wie sie steigen ab und auf; Von der Quelle bis zum Meer Rauschen sie des Schöpfers Ehr'. 6. Ach, mein Gott, wie wunderbar Stellst du dich der Seele dar! Drücke tief in meinen Sinn, Was du bist und was ich bin! Joachim Neander. — lieder! r und i. Herrn nnet, ristum ibet! Theil! ohne loben! ander. Chor mpor; Wind ind. 1524. IIRSRIRSRSDSRSISIRSIIRS‚RRR‚‚‚. ..... SSSST I.—.2.——5 2 1 296 1— 2 ö Dem Va⸗ter Dem Gott, der 1 ů Sei Lob und Ehr' dem höch-sten Gut, al ⸗le Wun⸗der thut, Dem Gott, der al ⸗ler Gü ⸗ te, „the Miitt sei⸗ n. ........... E—— ö re , d Lr, d ee, e v,, Ran nem rei⸗chen Trost er⸗füllt, Dem 2 2. Es danket dir des Himmels Heer, O Herrscher aller Thronen, Und die auf Erden, Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfersmacht, Die Alles, Alles wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! E. de ᷑t u ö ——.—— 2²—————— ů———— E— II LII 1 . ö Le, re e.. + 2 2 5 1 2 6—— 6. h Gott, der al⸗len Jammer stillt: Gebt un⸗serm Gott 2— Eh⸗ re! 9N— . 2.—.. +2— 5— 2 PFPF! —5 2—4——— 12..——— —*—.———.—2.— 5—.— 2— I 40 2——— 21— 1.— II 23 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist Alles recht, ist Alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 14 10. Dank⸗ und Loblieder. 4. Ich rief dem Herrn in meiner Noth: Ach Gott, vernimm meinSchreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Trost mir angedeihen. Drum dank', o Gott, drum dank' ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! „Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibt der Frommen Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln muß, Die sonst die Welt erzeiget, So kommt mit seinem Ueberfluß Der Schöpfer selbst und neiget Die Vateraugen denen zu, Die nirgendwo sonst finden Ruh'. Gebt unserm Gott die Ehre! * 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, o Gott, den Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermunt're sich! Mein Leib und Geist lobpreise dich! Gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! „So kommet vor sein Angesicht, Mit Jauchzen Dank zu bringen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es Alles wohl bedacht Und Alles, Alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! J. J. Schütz. 10. 1665. SEIEE......... +—.—— ö 1 x Lo ⸗ be den Her⸗ ren, o mei ⸗ ne See⸗ le: Weil ich noch Stun-den auf Er- den zäh⸗ le, 2 E— — 2. Fürst Und Ihre Wenn Weil Rufe Halle lang, 44— zesang e sich! preise ch! re! nennt, Le; kennt, re! ht zu pott! err ist ott: — — DDE E R 2— ihn lo⸗ 3 bis zum Tod. Will ich lob-sin ⸗ mei ⸗ nem Gott. Der Leib und 22—5*—— ů— — ö ů —8.—, —— H Seel' ge⸗ ge⸗ ben hat, Wer⸗ de ge-prie„sen früh und 1— I——— —— E———— L—4— -n:—— ö Fi. ö ö —.„ S ö—. ren — spat: Hal⸗le ⸗ lu ⸗ jah! Hal⸗ le ⸗lu⸗jah F2w4 ö ö —...— ö , e.ͤ. PPPPP —. 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, geboren, Deß Hilfe der Gott Jakobs ist, Und sinken wieder in den Staub. Welcher vom Glauben sich nicht Ihre Anschläge sind auch ver⸗ läßt trennen loren, Und hofft getrost auf Jesum Wenn nun das Grab nimmt Christ. seinen Raub. Wer diesen Herrn zum Beistand⸗ Weil denn kein Mensch uns helfen hat, kann, Findet am Besten Rath und That. Rufe man Gott um Hilfe an! Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah! 16 II. Dank⸗ und Loblieder. 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden Und, was darinnen ist, gemacht. Alles muß treulich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Hallelujah! Hallelujah! 5. Sehende Augen gibt er den Blinden, Erhebt, die tief gebeuget gehn. Wo er kann gläubige Seelen Dem Fremdling steht er hülf⸗ reich bei, Wittwen und Waisen schützt er treu. Hallelujah! Hallelujah! 6. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Deß, der so große Wunder thut! Alles, was Odem hat, rufe: Amen! Und bringe Lob mit frohem Muth! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil'gen finden 2—75 ö 2346—— Hallelujah! Hallelujah! Die läßt er seine Liebe sehn. 315. D. Hewcnade II. 57 Joh. Balth. König. e e. S SIII 15—— 1. O daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät ⸗ te Und So stimunt ich da⸗ mit in die Wet ⸗ te Vom ö ö 11. 2 4— S...........................— SEIEIEEEE— ——.— ö—— R——————.—4 ........** —— en 77 2— ei⸗ nen tau⸗send⸗fa⸗ chen Mund! al⸗ ler⸗-tief⸗sten Her⸗zens⸗grund Ein Lob⸗lied nach dem 4 ö , 14444 n— N 1662 2* 35 n i: mnannt. en.nt n————.— — IXI 1 11— 1—— WI ⁰ +. ——— 6 66 6 HU. 8se? * . —7———.—.— SS hützt er Ee DRDDRDi‚iieieeRiiiDD‚‚RRRI 135 n hohen an⸗dern an Von dem, was Gott an mir ge⸗ than. n ö— er thut! D Amen! e 2.. H Muth!— E 4—— n de n, d vid id preist x— heil'gen ö 2. O daß doch meine Stimme 5. Mein treuster Jesu, sei ge⸗ 0 schallte priesen, chmidt. Bis dahin, wo die Sonne steht! Daß dein erbarmungsvolles Herz O daß mein Blut mit Jauchzen Sich mir so hilfreich hat er⸗ wallte, wiesen König So lang es seinen Lauf noch Und daß durch deinen Todes⸗ ö geht! schmerz . Ach, wäre jeder Puls ein Dank Du mir die Freiheit hast gebracht —— Und jeder Odem ein Gesang! Und mich zu eigen dir gemacht. 3. Ihr grünen Blätter in den 6. Lob sei dir ewig, Ruhm und —— Wäldern Ehre, Bewegt und regt euch doch mit O heil'ger, werther Gottesgeist, ö mir! Für deines Trostes süße Lehre, — Ihr schwanken Gräslein in den Die mich ein Kind des Lebens — Feldern, heißt. Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Was Gutes soll durch mich ge⸗ Zu Gottes Ruhm belebet sein deihn, Und stimmet lieblich mit mir ein! Das wirkt dein göttlich Licht allein. 4. Lob sei dir, liebster Gott und Vater 7. Werüberströmet mich mit Segen? Für Leib und Seele, Hab und Bist du es nicht, o reicher Gott? dem Gut; Wer schützet mich auf meinen Lob sei der, mildester Berather, Wegen? Für Alles, was dein Lieben thut Du, du, o Herr Gott Zebaoth! — Und was du in der ganzen Welt Du trägst mit meiner Sünden⸗ — Zu meinem Wohlsein hast be⸗ schuld stellt. Unsäglich gnädige Geduld. 2 ———————————————— 18 12. Dank⸗ und Loblieder. 8. Ich hab' es ja mein Lebetage 10. Von deiner Güte will ich singen, Schon so manch liebes Mal ge⸗ So lange sich die Zunge regt; spürt, Dir will ich Freudenopfer Daß du mich unter vieler Plage bringen, Durch alles Leid hindurchge⸗ So lange sich mein Herz bewegt; führt: Ja, wenn der Mund wird kraft⸗ Denn in der größesten Gefahr los sein, Ward ich dein Trostlicht stets So stimm' ich doch mit Seufzen gewahr. ein. 9. Wie sollt' ich nun nicht voller 11. Ach, nimm das arme Lob auf Freuden Erden, In deinem steten Lobe stehn? Mein Gott, in allen Gnaden hin! Wie wollt' ich auch im tiefsten Im Himmel soll es besser werden, Leiden Wenn ich im Chor der Sel'gen Nicht triumphirend vorwärts bin: gehn? Dann bring' ich mit der Engel Und fiele auch der Himmel ein, Schaar So will ich doch nicht traurig Dir tausend Hallelujah dar. sein. Joh. Menzer. 12. 1687. 18 Wo⸗ mit soll ich dich wohl lo-ben, Mäch⸗ti-ger Herr Sen⸗de mir da⸗-zu— o⸗ ben Dei⸗nes Gei⸗ stes 4 ,,, erer. — Ze⸗ ba⸗ oth? ů Wi mein Gott! Denn ich kann mit nichts er ⸗ rei⸗ chen ,, SSSSS.SIIII 55 singen, je regt; enopfer ingen, bewegt; d kraft⸗ 8 sein, Seufzen . zob auf rden, den hin! werden, Sel'gen n: r Engel chaar dar. Menzer. 12. Dank⸗ und Loblieder. 19 dar , 2— 2— Z 6———— 2—— IHA 2355 ö ö Dei⸗ne Gnad⸗ und Lie⸗ 3 ⸗zei⸗chen. Tau⸗send⸗, tau⸗send⸗ —— 01——5* 1*—— 22—.—— 2..—.———— + LE— +2 1 4 2 I 2— 2— 1—— ö —— ö SIFIFTFTITTTT NI r DS— SSSIIDRD A + E mal sei dir, Gro⸗ßer Kö-nig, Dank da⸗für! er. 2———e———— 2 2. Herr, entzünde mein Gemüthe, So weiß ich kein Ziel zu finden, Daß ich deine Wundermacht, Noch die Tiefen zu ergründen. Deine Gnade, Treu' und Güte Tausend⸗, tausendmal sei dir, Froh erhebe Tag und Nacht! Großer König, Dank dafür! Denn, was ich nur bin und habe, 5. O wie hat mich deine Gnade Kommt von dir, ist deine Gabe. Stets gesucht zu dir zu ziehn, Tausend⸗, tausendmal sei dir, Daß ich von der Sünden Pfade Großer König, Dank dafür! Möchte zu dem Kreuze fliehn, Wo in meines Heilands Wunden 3. Denk' ich, wie ich dich verlassen Die Erlösung ist gefunden. Und gehäufet Schuld auf Schuld, Tausend⸗, tausendmal sei dir, So muß ich vor Scham erblassen Großer König, Dank dafür! Ob der Langmuth und Geduld, 6. Ja, Herr, Majestät und Klarheit Womit du, o Gott, mich Armen Strahlt von deinem Angesicht; Hast getragen voll Erbarmen. All dein Thun ist Gnad' und Tausend⸗, tausendmal sei dir, Wahrheit, Großer König, Dank dafür! Recht und heilig dein Gericht. Wer muß nicht aus deinen Werken 4. Ja, Herr, wenn ich überlege, Deine Macht und Weisheit Mit wie großer Gütigkeit merken? Du durch so viel Wunderwege Tausend⸗, tausendmal sei dir, Mich geführt die Lebenszeit, Großer König, Dank dafür! 20 13. Dank⸗ und Loblieder 7. Bald mit Freuden, bald mit Leiden Kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, tur mein Herz recht zu bereiten, Ganz sich zu ergeben dir, Daß mein einziges Verlangen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad' und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd' ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen Preis und Lob und Dank, mein Gott, Daß es mir bisher gelungen. Ach, laß mich bis in den Tod Fest in deiner Gnade stehen Und dereinst dein Antlitz sehen! Da will ich, Herr, für und für Jesu, deine Freundlichkeit, Ewig, ewig danken dir! Ludw. Andr. Gotter. Egli nach Schmidlin. Stär ⸗ke; Hehr ist sein 4 . PSE ie e 1. Gott ist mein Lied: Er ist der Gott der ö ö 4——.— 0 5 2.35, La e, e en err EE ——— de PPP — ö Nam' Und groß sind sei⸗- ne H-——— 5 5— 2 F ———— jen mein zen. Tod en sehen! id für otter. idlin. 13. Dank⸗ und Loblieder. 21 ——— +— 2— SDSI— ö —.—————————. aee. I En ö 5. Wer e Und al⸗ le Him⸗mel sein Ge⸗biet. Er ist um mich, Schafft, daß ich sicher ruhe, Er schafft, was ich Vor⸗ oder nachmals thue, Und er erforschet mich und dich. ů é ——⁰ 25 ö ö IIRRR——.— — 2—..— H „Er will und spricht's: 7. Er ist dir nah, So sind und leben Welten; Du sitzest oder gehest, Und er gebeut: Ob du ans Meer, So fallen durch sein Schelten Ob du gen Himmel flöhest, Die Himmel wieder in ihr Nichts. So ist er allenthalben da. „Licht ist sein Kleid 8. Er kennt mein Flehn Und seine Wahl das Beste; Und allen Rath der Seele; Er herrscht als Gott, Er weiß, wie oft Und seines Thrones Feste Ich Gutes thu' und fehle, Ist Wahrheit und Gerechtigkeit. Und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar „nendlich reich, N 3— Ein Meer von Seligkeiten, Was,—.— wollte, Ohn' Anfang Gott Schrieb auf sein Buch, Und Gott in ew'gen Zeiten! Da ich wh ahent un Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 10. Nichts, nichts ist mein, Was ist und war Das Gott nicht angehöre: In Himmel, Erd' und Meere, Herr, immerdar Das kennet Gott, Soll deines Namens Ehre, Und seiner Werke Heere Dein Lob in meinem Munde sein. Sind ewig vor ihm offenbar. 11. Wer kann die Pracht Von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, Den du hast werden lassen, Verkundigt seines Schöpfers Macht. 22 14. Dank- und Loblieder. 12. Der kleinste Halm Ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, Ihr Auen, Thal und Hügel, Ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, Führst uns auf grüne Weiden, Und Nacht und Tag Und Korn und Wein und Freuden Empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen: Sollt' ich mein Herz Nicht mit dem Troste stillen, Daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, Will Gott mein Retter werden, So frag' ich nichts Nach Himmel und nach Erden Und biete selbst der Hölle Trutz. Christ. F. Gellert. H. Egli. —.— . SS.———..—— 8 1. Du bist's, dem Ruhm und Eh- re Und ů 1— 2—————— — 14. Dank⸗ und Loblieder. 23 2. Wenn Noth zu meiner Hütte sich nahte, So hörte Gott, der Herr, mein Flehn, Und ließ nach seinem gnädigen Rathe en, Mich nicht in meiner Noth vergehn. eben 3. Ich sank in Schmerz und Krankheit darnieder, te Und rief: O Herr, errette mich! Da half mir Gott, der Mächtige, wieder, rden, Und mein Gebein erfreute sich. 4. Wenn mich der Haß des Feindes betrübte, rden Klagt' ich Gott kindlich meinen Schmerz; Trutz. Er half, daß ich nicht Rache verübte, lert. Und stärkte durch Geduld mein Herz. 5. Wenn ich, verirrt vom richtigen Pfade, gli. Mit Sünde mich umfangen sah, Rief ich zu ihm, dem Vater der Gnade, Und seine Gnade war mir nah. — 6. Um Trost war meiner Seele so bange; Denn Gott verbarg sein Angesicht. nd Ich rief zu ihm: Ach Herr, wie so lange? 7 Und Gott verließ den Schwachen nicht. —. 7. Er half, und wird mich ferner erlösen; Er hilft, der Herr ist fromm und gut; Er hilft aus der Versuchung zum Bösen, Und gibt mir zu der Tugend Muth. 2—. 8. Dir dank' ich für die Prüfung der Leiden, Die du mir liebreich zugeschickt; Dir dank' ich für die häufigern Freuden, Womit mich deine Hand beglückt. 9. Dir dank' ich für die Güter der Erden, — Für die Geschenke deiner Treu'; Dir dank' ich; denn du hießest sie werden, Und deine Güt' ist täglich neu. 10. Dir dank' ich für das Wunder der Güte: Selbst deinen Sohn gabst du für mich. Von ganzer Seel' und ganzem Gemüthe, Von allen Kräften preis' ich dich. 11. Erhebt ihn ewig, göttliche Werke! Die Erd' ist voll der Huld des Herrn. — Sein, sein ist Ruhm und Weisheit und Stärke, Er hilft und er errettet gern. 24 15. Dank⸗ und Loblieder. 12. Er hilft; des Abends währet die Klage, Des Morgens die Zufriedenheit. Nach einer Prüfung weniger Tage Erhebt er uns zur Seligkeit. 13. Vergiß nicht deines Gottes, o Seele, Vergiß nicht, was er dir gethan! Verehr' und halte seine Befehle, Und bet' ihn durch Gehorsam an! ö Christ. F. Gellert. 15. H. Egli. 2..—— 1—*e 2 ä— ......... S... 25—. WW*9— 1 2 6— 2 L 1 F 1. Die Himmel er⸗he-ben des E⸗-wi⸗gen 5333 Ihr D .—— Ee 2—— . 2 2 2 e e ere + m/ỹf ...PPT— ——.— n ———— 3. + ö Schall pflanzt sei- nen Nanen fort. Ihn rüh⸗met der Erdkreis, ihn N TT —......... + — e r,n SS SII CIIIIIIT —— 1— I 1 DII ........ f hr il. lich Wort! 16. Dank⸗ und Loblieder. 25 der ein Mensch, Dank er ⸗stickt, 0 2. Wer leitet der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und umleuchtet und lacht uns von ferne Und läuft den Weg gleich als ein Held. 3. Vernimm es und siehe die Wunder der Werke, 50 die Natur dir en Verkündigen Weisheit und Ordnung und Stärke Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Wie kannst du der Wesen unzählbare Heere, Den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch wen ist dies Alles? O gib ihm die Ehre! Mir, spricht der Herr, sollst du vertraun! 5. Mein mächtiges Wort schuf einst Himmel und Erde; An meinen Werken kennst du mich. Ich bin es und werde sein, der ich sein werde, Dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich, ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, Ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bin es; mich liebe von ganzem Gemüthe, Und nimm an meiner Gnade Theil! Christ. F. Gellert. 16. Joh. Sörensen. 0 er ei,k=r,,, r n. EES 2 ,e 1 Wie groß ist des Gü⸗ te! Ist Der mit ver⸗här⸗te ⸗ tem Ge⸗ mü⸗ the Den ........ 1.—. ö—— 8—. * 2* ————— ee i. ,Ee, *— 12——— +—...‚..— sie nicht rührt, bührt? Nein, sei ⸗ ne é n 26 16. Dank⸗ und Loblieder. dn d U EA S.— 2— I.e...— rhit. n. ee, Rnnin— 4 +— FEE„ Lie ⸗-be zu er⸗ mes⸗sen, Sei e⸗ wig mei ⸗ ne ——— — 19—— 22 2* EEEEEEEEEEEEE.. + E.— 2 Z——— 2 2—„ 1 SIIIIII..II — + LSO 12.— größ⸗te Pflicht! Der Herr hat mein noch nie ver⸗ges⸗sen, Ver⸗ 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück ge⸗ nießen? Ist's nicht sein Arm, der Alles schafft? e ——*——— 2 2 DD‚‚D‚‚‚R———— I 3—— P P/ ..I.IIIIIIII. —*— I 1.. I. I—... II giß, mein Herz, auch sei-ner nicht. — N I II 2— L LI I SIIIIT E E———.—* H 3. Schau', o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein! Umv.-Sidl. Gless6I 1. Wen Die Die Anbe So n Nicht Meir 2. Meir Die Der Preis Wer Wer Wer 3. Werr Wer 17. Dank⸗ und Loblieder. 27 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren, Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über Alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille, Ich soll vollkommen sein wie er. So lang ich dieß Gebot erfülle, Stell' ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt' und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks; Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks! Christ. F. Gellert. 17. Mel. 1: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. 1. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für Alle wacht, Anbetend überlege, So weiß ich, von Bewund'rung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr und Vater! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausge⸗ schmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schooß der Erde auf, Mit Vorrath uns zu segnen? O Gott der Macht und Herr⸗ lichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht: Bringt unserm Schöpfer Ehre! 28 18. Dank⸗ und Loblieder. 5. Der Mensch, ein Leib, den deine6. Hand So wunderbar bereitet, Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet, Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt' und Größe. Erheb' ihn ewig, o mein Geist! Erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater sei gepreist, Und alle Welt sag' Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn Und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christ. F. Gellert. Just. H. Knecht. 1 ů Herr! dir ist Nie⸗mand x st N zu ver⸗glei⸗chen, Kein Lob kann Pracht, Ma⸗je⸗ stät und Ruhm um⸗ge-ben Dich, al⸗-ler I- ö 3— 4——— +4—0———— ESEEEEEEEE 1—————— ———— .——.——— .. dei ⸗ ne Größ' er⸗rei⸗chen, Kein noch so feu⸗ ri ⸗ ger Ver⸗ We⸗sen Quell und Le⸗ben; Licht ist dein strah-len⸗des Ge⸗ e e e— EE wand! In ho⸗hen, un er⸗meß⸗-nen Fernen, Wo⸗-hin kein 2 2 2 2... —.— .—— W. — — SE ein Geist! ———————— Sd d br n en e gopreist men! i · ren Herrn— dienꝰ ihm sterb ⸗ lich Au ⸗ge schaut, Hast du weit ü⸗ ber ů— ö ö dienen? 0— 2. 65 ö + Gellert. 3 2.——— 1+— 2— 65553555 .— f— . Knecht. — II. 0 x 1.—.— 1 ö —. SISIRRDSDDDRS—9.——— H 36 ö 4——— Gir— zch sren Ihr— 200 Karm al ⸗len Ster⸗nen Dir dei⸗nen höch-sten Thron er Hatt el er 2 2+2 2 ..*..—. 8— +— e —— 4..— 4———— H 2. Drum lass' ich dich mit Freuden walten, — Ich weiß, daß deine Hand mich halten —.— Und schützen wird bei Tag und Nacht. ö + Auf nichts Vergänglich's will ich bauen, jer Ver⸗ Auf dich allein will ich vertrauen, es Ge⸗ Bei dem mir Fried' und Freude lacht. Du heilest jede Herzenswunde, Du spendest Trost für jeden Schmerz; In Glück und Noth, zu jeder Stunde Find' ich bei dir ein offnes Herz. 3. O Vater, aller Augen warten In deiner Schöpfung reichem Garten Auf dich, du öffnest deine Hand Und sättigst uns mit deinen Gaben, Dein Segen ist ja, was wir haben, n kein Du baust, du nährest Volk und Land. + Dein Antlitz, Herr, strahlt Heil und Leben, — Durch deinen Odem steht die Welt. Herr, du verhüllst dich, sie erbeben, — Und alle Pracht in Staub zerfällt. 30 19. Dank⸗ und Loblieder. 4. Erheb', erheb', o meine Seele, Gott, meinen Schöpfer, und erzähle,„Fr Verkündige sein Lob der Welt!— Ihm singe deine Jubellieder, Und Erd' und Himmel hallen wieder hei Dem Mächtigen, der uns erhält! Frohlockt ihm, alle seine Heere, Ihm weihet euren Lobgesang! Der Herr ist würdig, Preis und Ehre— Zu nehmen, Lob und Ruhm und Dank! Nach Joh. Andr. Cramer. 2. Durch Drine 19. C. O. Eberhard. Die f 0 Sie st 2 e de, s, W v, Ler“, di er Ben, rann me er. Heili Er Heili an 1. Die Gottes⸗se⸗ra⸗phim Er-he-⸗ben ih⸗re Stimm' Mit Der e , ö— ö —.— RRRII e e.. iꝑꝑꝑ Macht und Freud' vor ihm; Ihr heil'-ger Chor voll Glanz und EEE—— 3 iiein. 2—— E.——. 2—— wren nn umeennn, en eneürr w. d ee.— 8 IDDD e.e————— 32 55 b= Licht Singt mit be.dat. mn An⸗ge⸗sicht: Hei⸗lig, 15 lein,d 10 5555———.—— ——— 12. 2—.——— ramer. erhard. hei ⸗ lig, Ist un⸗ser Gott, Der Herr, Herr Ze⸗-ba⸗oth! mf + ——2 Ee—.—*N mn.—.————.— 1J.— ES. ——————— I e 2. Durch's goldne Himmelsthor 3. Einst wird— ich schau' es klar— Dringt hell der Sel'gen Chor, Der Gotteskinder Schaar Die sich der Herr erkor. Nahn vor des Herrn Altar, Sie stehn vor ihm im weißen Kleid Die Eine Heerde und der Hirt, Und singen, los von Angst und Aus dessen Hut kein Schäflein irrt: Heilig, heilig, heilig Leid: Heilig, heilig, heilig Ist unser Gott, Ist unser Gott, Der Herr, Herr Zebaoth! Der Herr, Herr Zebaoth! Christ. Gregor? V. 2 u. 3 H. Weber. 20. Psalm 66. —.—, EEE—.— V— 5•%5ö — 2— der! Er ist's al⸗ — IDꝰ.IEE— S. Lat. a ene FEEEEE 8. eeeeeeeeeeeie:˖:e:e:˖:˖:˖:˖:˖i˖:˖˖⸗˖⸗⸗eeeeeeeeeeeeeee6Ieoobbee——— heil'⸗ger Arm gibt Kraft und Muth. 2 +— h 1 2 3— — — — 2 8— — — 2 — — * 2— ö é 6 —.—0...... 3 e airr HH—*—.— L 1+ + — +7 + 1 +7 1. L +2=— * 465 ........I..I.I......... ES=.......———.2— ii L Lei ⸗den? Der Herr schafft Ruh' und Si⸗ cher ⸗heit; Froh⸗lo⸗cket .. — +* IiI eee 2 53— E .— 7—— 1 27 ů— — II—— —...... IIIIIIII DPP˖ ihm mit Dank und Freu⸗den, Die ihr durch ihn er⸗lö- set seid. 4— 2. Der Herr gedenkt an sein Er⸗ barmen, Und seine Wahrheit stehet fest; Er trägt sein Volk auf seinen Armen Und hilft, wenn Alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, Wie unsres Gottes Heil erfreut. Gott will, daß sie ein Eden werde. Rühm', Erde, Gottes Herrlichkeit! .i 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet Alle, Erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön'im Posaunenschalle, In Psalter und in Harfenklang! Auf,alle Völker, jauchztzusammenl Gott macht, daß Jeder jauchzen kann. Sein Ruhm, sein Lob muß euch entflammen: Kommt, betet euern König an! iet Alle, ing! uschalle, »nklang! sammen! jauchzen . luß euch ammen: nig an! 2I. Dank⸗ und Loblieder. 33 4. Preist ihn, ihr Länder und ihr. Es kommt, es kommt mit Macht Meere, und Stärke Und werdet seines Ruhmes voll! Der Richter aller Welt herbei: Frohlockt und lobt des Königs Er stürzt der Sünde Reich und Ehre, Werke, Des Herrn, dem Alles dienen Er herrscht mit Wahrheit, Gnad' soll! und Treu'. Nach Pfalm 98. 2I. Psalm 89. 4 2— EE E——,— =. irt. 2——— 2 SRSSSSEEE —n E Des Her⸗ren Ma⸗je⸗ War sei e⸗ wig mein Ge⸗ Ver⸗kün⸗de sei⸗ ne Macht, mein Lied, mit Ju⸗ bel⸗ ö.—.—. — 4*—— 1 2.*. HR— Leurr. e. dr 4—— ö—,..— 2————— 0 sang! klang! Du, 43 e Er⸗de, flieh! Zu dem will ich er⸗ he ⸗ ben 1 —— 4 144%½%. en di E. 2.—— p— — M— ö—————— 55 —.—— 2 Ee Saee de, S * E 937 10 ö 8 An⸗be⸗tend 77 Geist, Durch den wir sind und le-ben, Durch I EEEEEEEEEEEEE 4.—.— 12———— ö * ö AI 34 21. Dank⸗ und Loblieder. T 2 E————..——— 2—.— 9— 2311 den der—— Durch den die wei⸗ten Mee⸗re, Und IIIEIE Mond und Son⸗ne sind Und al le Ster⸗nen⸗hee ⸗ re. —————.—5—————5..— 2 ͤ—.———— Enn n —*———————— 3333— —— ö RSRDRRRRER—— ——, Arren d—4 SSSPII.II.I‚III‚I.I‚I.‚III.II.............. 1 2 2——3 2—.— ö—.4—.— I t 2 2 2— 2. 8. 4. ö — 2 1 II ——.—, ——— I *. Dein ist der Erde Rund; der unermeßne Kreis, Wo tausend Sonnen stehn, ist deiner Schöpfung Preis. Das ungeheure Nichts belebt dein Wort: Es werde! Und Sonnen leuchten rings, und blühend steht die Erde Mit ihrer Berge Last, mit unermeßnen Meeren, Mit Pflanzen ohne Zahl und aller Thiere Heeren. Tief unter deinem Arm ruht finstre Mitternacht, Von deinem Lichte glüht des Morgens goldne Pracht. Der Alpen stolzes Haupt mit schneebeglänzten Spitzen, Der Wolken schwarze Last, von Regen schwer und Blitzen, Der Wogen Ungestüm, empörter Meere Toben, Von Stürmen aufgewühlt, muß dich, Erhabner, loben. Voll deiner Herrlichkeit ist Alles dort und hier; Dir glänzt der Thau im Gras, dir jauchzt der Berge Zier. Der Sonne schweigend Licht, der Nächte heitre Stille Verkünden: Ruhe ist und Seligkeit sein Wille. Unüberwindlich wird er Recht und Wahrheit schirmen, Wenn Bosheit wüthend trotzt und Ungerechte stürmen. 22. Dank⸗ und Loblieder. 35 5. O selig ist das Volk, das dich, den Herrn der Welt, Verehrt und dein Gesetz mit treuem Her rzen hält! Wie— es froh vor dir im Licht der Wahrl heit wallen, Beschützt durch deinen Arm! Es ruht dein Wohlgefallen Mit Vatertreu' auf ihm. Auf allen seinen Wegen Blüht Treu und Wahrheit auf, und folgt ihm Heil und Segen. Sal. Wolf. Ps. 89. 22. Psalm 99. —.— EEEEEEEESEEEE ————•———— 1. Gott ist's, der re-giert, Der den Scep⸗ter führt, 40 535 I 14. v e E————.——— E 4 ....... e e ee SS Der als Kö⸗nig hält Das Gericht der Welt, Der in ö **— A. 2—— e nen Eerenn e⸗, d. 1— ö—.—— ,. * 11—8—2 e e wuret Dun⸗kel⸗ heit Thront voll Herr⸗-lich⸗keit Al⸗les wird ver⸗ 8*——. d. rEKR.....=.......... ——— 2.—.——22.—— f. 2 36 3. Dank⸗- und — SSSS...—— S....... 6e hen: Nur sein Thron 23 ste ⸗ hen. 5 é ————————— xR—.—⅛ßĩ— ——— 0——— I—— ————— E—. 2. Sieh, die Erde bebt, Wenn er sich erhebt. Sieh, der Seraph schweigt, Und der Himmel neigt Sich vor seinem Licht, Wenn sein Donner spricht; Und wie Wachs von Flammen Schmelzen Berg' zusammen. „Wolken sind sein Kleid, Engel sein Geleit; Und ihr glänzend Heer Preist des Richters Ehr'. Völker sind nur Staub; Und wie schwaches Laub Fallen Erd' und Welten Hin vor seinem Schelten. 4. Fromme, freuet euch! Gottes ist das Reich. Jauchz', o Erdenkreis! Berge, bringt ihm Preis! Sage, brausend Meer: „Groß ist Gottes Ehr'!“ Saget es, ihr Welten: „Gott kommt, zu vergelten!“ „Alles lobe dich! Alles neige sich Tief vor deiner Macht, Herrlichkeit und Pracht! Rufe, was da ist: „Heilig, heilig ist Gott!“ Laß auch mein Lallen, Vater, dir gefallen! Sal. Wolf. Ps. 97. 23. Pfsalm 36. r aer, mun,.,, n EEDESS SS O Höch'ster, 4.—0 dei⸗ ne Gü⸗tig⸗keit Und dei ⸗ ne Die Hei⸗lig⸗keit, die dich er⸗höht, Dein Recht und D 2353...— I B 5 2— —.—— EE Dank⸗ und Loblie: er. 23. + 2 30 ö Wahrheit reich —.—. — 0˙ ..— Fest Gott, ten — den —..— weg st Je 9²— e. se E 8—.— zen. zen. be ren — Z H nie ̃ mel glän —.—. mF Auf + tes gibt, Du läs . 2 4 sie ter Gu uns nie, het * t oh- ne Ziel und ‚ é ste stät ge 6 o weit, Als dei⸗ ne Him je + · Ber ne Treu' ver⸗läßt 6 Die Gründen. Du, der uns lau dei ne Ma —... — — — 2 vor dir fin-den. mung bar —2 der dich liebt, Er — . Lallen, n!“ ls. 97. Im 36. 38 24. Dank⸗ und Loblieder. 2. Der Menschen und der Thiere Schaar Erhältst du, Höchster, wunderbar, Wer kann dich g'nug erheben! Du Gott voll Gnade, voll Geduld, Erzeigest allen deine Huld, Die hier auf Erden leben. Wie reich an Gnaden bist doch du! Du gibst den Menschenkindern Ruh' Im Schatten deiner Flügel. Du sättigst sie mit Ueberfluß, Es irnt dein milder Segensguß Herab auf Thal und Hügel. 3. O Herr, du bist des Lebens Quell, In deinem Licht nur wird uns hell Das Dunkel in dem Leben. Noch kännten wir dich, Höchster, nicht, Wenn du nicht dieses Lebenslicht, Dein Wort uns nicht gegeben. O, breite deine Gütigkeit, Dein Recht und Wahrheit jederzeit Auf alle, die dich kennen. Das thu' auch mir, du starker Held, So wird der stolze Geist der Welt Mich niemals von dir trennen. Matthias Jorissen, nach Ps. 36. 24. Psalm 33 9 x ö II iEEiDiiEEiEi‚iEDDtDte.. IDDDDRDSD 1. n werhet„bringt Gott Preis und Eh⸗ re, Ge⸗ Ihm wei⸗het eu ⸗ re fro⸗ hen Chö⸗ re! Es 4* .—*—2 5 DEEEE EEEE E * +— 1 ů 1—— H DSI——————5— rech-te, freu⸗et euch des Herrn! Dankt ihm dem Er⸗hal ⸗ter, ziemt euch und er hört es gern! Auf der Harf' und Psal⸗ter! T TRN —— —— HN— TT K 4* — sü Mell, 8 hell hster, cht, licht, ben. erzeit arker d, Welt men. 24. Dank⸗ und Loblieder. 39 —— 4 0.—— ——, nn—— SIIT ————. e 2 EEEEEEEEEE 2—— ö.— ‚ 3 Bringt Po⸗sau⸗nen her! Auch mit Or ⸗gel⸗schal⸗le — .— VE — e e— 35 —— 8 — 2 ö—— 2————— EREE 2.——— + ö ö 1— 5 SIISE—— 6. 0 ͤ ö ů 3— e e e e n I E. Und der Lau-ten Hal-le 2. Ein neues Lied soll ihn erheben, Sein Ruhm ertön' allüberall! Stimmt an, ihm Ehr' und Macht zu geben, Mit Saiten und Posaunenschall! Gottes Wort ist Wahrheit, Mächtig und voll Klarheit, Tadellos wie er. Er hält sein Versprechen, Wird es niemals brechen; O, er thut viel mehr! 3. Vollkommen heilig ist sein Wille, Er Recht und Gerechtigkeit. Die Erde trägt des Segens Fülle, Von seiner Güte hoch erfreut. Ueber unsre Erde Hieß sein Wort:„Es werde!“ Hehr die Himmel stehn; In der weiten Ferne Hieß sein Geist die Sterne Auf- und untergehn. 4. Wer könnte seiner Macht ent⸗ gehen? Er herrscht und wirket fern und nah. Wenn er nur spricht, so ist's ge⸗ schehen, Wenn er gebeut, so steht es da. Aller Feinde Dichten Wird sein Wink vernichten, Und ihr Thun vergeht, Wenn sie sich berathen Zu gewalt'gen Thaten. Gottes Rath besteht. 40 25. Dank⸗ und Loblieder. 5. Auf Gott nur harren unsre Seelen; Deinem Namen trauen, 2. Alle Denn er ist unser Hort und Schild. Deine Güte schauen Che— Laßt uns zu unserm Trost ihn Wir in aller Noth. Stin wählen, Deine Hand steht offen, Alle In ihm quillt Freud' und Friede Hilf uns, hilf, wir hoffen Ruf ö mild. Auf dich, treuer Gott. Hei Nach Psalm 33 3. Hei 25. Hei P. Ritter. Sta *. L. 156 ISRSRSSPEIE—4.—.—2.. — 1 Gro-ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich! Herr, wir prei⸗sen 4. Au Vor dir beugt der Erd⸗kreis sich Und be- wun⸗dert 02— ——.—— 6*. 2.—.——— C. 55 EEE 2— Sie de r. e 5. Sie /./ ,n.———— We v. E x—— De dei ⸗ ne Stär⸗ke. 0 De dei⸗ Wer⸗ke. Wie du warst vor„ler Zeit, Un — ö .———— — m 33 Ritter. 26. Dank⸗ und Loblieder. 41 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in sel'ger Ruh' Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Weltenheere! Starker Helfer in der Noth! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigenthum. 4. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine Dich, Gott Vater! Dir zum Preis Singt die heilige Gemeine. Sie verehrt auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. „Sie verehrt den heil'gen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren Und mit Troste kräftig speist; Der, o König aller Ehren, Der mit dir, o Jesu Christ, Und dem Vater ewig ist. 6. Du, des ew'gen Vaters Sohn, Hast die Menschheitangenommen; Du bist auch von deinem Thron Zu uns auf die Welt gekommen; Gnade hast du uns gebracht, Von der Sünd' uns frei gemacht. 7. Sieh dein Volk in Gnaden an, Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe! Leit' es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe; Hilf, daß es durch Buß' und Flehn Dich im Himmel möge sehn. 8. Alle Tage wollen wir Dich und deinen Namen preisen, Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß jeder sündenfrei, Deiner Gnade würdig sei! 9. Herr, erbarm', erbarme dich! Ueber uns, Herr, sei dein Segen! Deine Güte zeige sich Allen der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein: Laß uns nicht verloren sein. Nach Ambrosius. Hs. Georg Nägeli. DD H-g——.— ee 6 6* 1. Lobt den Herrn! Das Stern⸗ge⸗fil-de Predigt laut von —— é 7%½% 2 22 ————.— 2——2—— — — V II 1 R. * ⁴+ 4. K. 1— — Got⸗tes— Und von sei⸗ ner Huld und N il⸗de Spricht des — TTN A. Früh⸗lings Blu⸗men⸗pracht. Lobt 5 Herrn! Lobt den—. 00. 00 5 4 f —7 — ———5 —— IISE 2. Lobt den Herrn! Er wägt mit Güte Allem zu das Lebensloos, Wie dem Seraph, so der Blüte, Wie dem Stern, so auch dem Lobt den Herrn! Moos. 3. Lobt den Herrn! Vomseelenschlafe Weckt uns auf des Sohnes Wort; Freundlich führt verirrte Schafe Unser Hirt zum Friedensport. Lobt den Herrn! 27. Mel. 13: 1. Der Herr mein Hirt! Im Schatten seiner Güte Frohlockt mein Herz, Singt jauchzend mein Gemüthe Und dankt, weil mir nichts man⸗ geln wird. 4. Lobt den Herrn! Auf ian. Leuchtet uns des Glaubens Stern; Nah ist uns auf morschem Stege Gottes Hand und niemals fern. Lobt den Herrn! 5. Lobt den Herrn! In starken Armen Hält er Alles allerwärts; Wer ergründet sein Erbarmen? Wer ermißt sein Vaterherz? Lobt den Herrn! Mich. Tr. Pfeiffer. Gott ist mein Lied. 2. Er führet mich Auf immer grüne Weiden; Hier blühen mir Des Geistes reinste Freuden, Und meine Seele sättigt sich. termWege ns Stern; jem Stege nals fern. en Armen rts; rTbarmen? rherz? Pfeiffer. iden; deuden, gt sich. 28. Dank⸗ und Loblieder. 43 3. Er tränket sie, Wenn Hitz' und Durst sie schwächen, Aus frischem Quell, Aus klaren Lebensbächen, Und meine Seel' erschöpft sie nie. 4. Wenn er gebeut, Muß aller Sturm sich legen; Er führet treu Mich, seines Namens wegen, Den Fußsteig der Gerechtigkeit. „Mit dir will ich Durch finstre Thäler wallen; Ich fürchte nichts: Du lässest mich nicht fallen; — Ich tröste deines Stabes mich. 6. Du rufest mich, Damit ich mich erfrische, Zum Freudenmahl, Zum wunderreichen Tische Und reichst als Brot des Lebens dich. 7. Herr, du bist mein, Und dein ist meine Seele! Du salbst mein Haupt Mit deinem Freudenöle, ö Du schenkst den Becher voll mirein. 8. Mir folgt dein Heil. So lang ich auf der Erde Noch wallen soll Und dich verehren werde, Sei deine Vaterhuld mein Theil! 9. Hier ruh' ich gern In Gottes Heiligthume, Nur seinem Wort Geweiht und seinem Ruhme; Einst wohn'ichewig bei dem Herrn. Nach J. A. Cramer(Ps. 23). 28. A. Zwyssig. 2—— — nr, 2— 2——— in.—.— n Eennune d nrn.— ——— 5—— DIDTEEDC E 2— n e 1. Laßt Je⸗ ho⸗vah hoch er ⸗ he⸗ben! Er al⸗ 255 E PP— U 24 b zn Kn.*— — — EDEEADEEEAESEEE 0———F— 8 E SS lein ist un⸗ser Le⸗ben, un⸗ser Heil und un ⸗ser Hort. . ———.—. 232.—— H. H E—. 2—— 1I——— 1 P... IS N ————...—— +—....— 21 1+ 9 +I.——.—— LZ.—— C L 2—90— —.—.I 2— 2 2 · 2 43 5EE Ihm er⸗-schal⸗len Ju-bel-lie-der, und die Him⸗mel 72 5. E. I 4——— + IIISEEEESEEIIE DE 7 0 , DIDDDE B 22.—— tö- nen wie⸗der Durch Ae- o⸗ nen fort und fort. N ee e 2— IDII...— iDiiEiEEEEEE AE.— 1... 1— 2——.—— 6 1 II / 2. Menschenkinder, kommt und singet 3. Mögen Stürme sich erheben, Lob dem Herrn; denn er nur Selbst die Erde wanken, beben: bringet Muthig himmelan geschaut! Leben euch und Ehr' und Ruhm! Seht, euch winkt die Siegeskrone! In dem Kampfe hilft er siegen, Darum ruft im Jubeltone: Läßt euch nimmer unterliegen, Selig, wer auf Gott vertraut! Streitend für sein Heiligthum. Leonh. Widmer. 29. Nach Greef. . Cyesc. , e. 1. Du bist's al⸗ lein, Macht und Ge⸗walt sind I 55% E E— 8——..— PPꝑPIPIPIPIPIIIIIII. TIIIII.. E SSSSS— F ö CHeSc. „ Dank⸗ und Loblieder. 29. LC N 2 —— 7 „ — 8 — 7 + 0 ——. 7 —— —.—— 2 *— Du len? ge⸗gen stel⸗ nem Wort ent Was kann sich dei dein! mel Him chesc. 0 é winkst, und Erd' und Him-mel, sie zer — —— N CyreSC. neu em ö IA& Sein; zu kehrt le N N II + 1 aan ——— — — —— lein! bist's al lein, du du bist's al — V S. — — 1 — ———2 —— — — jeschaut! — — — iegeskrone! beltone: t vertraut! nh. Widmer. Nach Greef. walt sind 80. Gebetlieder. 2. Du bist's allein, Der Nacht und Sonnenschein, Der Sommerglanz und Wintersturm bereitet, Aus seinem Herzen Gnadenströme leitet, Daß Segen triefen selbst die Wüstenei'n; Du bist's allein! 3. Du bist's allein! Nichts ist so groß noch klein, Das nicht aus dir, aus seinem ew'gen Grunde, Sein Dasein tränke mit begier'gem Munde. Was lebt und webt und ist, sein wahres Sein, Du bist's allein! 4. Du bist's allein, Der unter Schmerz und Pein In seinem Ernst mir seine Liebe zeigte, Die Hand dem, der versinken wollte, reichte, Der mich und Alle hört, die zu ihm schrei'n; Du bist's allein! 5. Du bist's allein, Durch den ich Alles mein, Mein das Vergangne, das Zukünft'ge nenne, Durch den ich mich, die Welt, dich selbst erkenne, Durch den ich rufen kann: Herr, ich bin dein! Du bist's allein! 6. Du bist's allein; Drum sei die Ehre dein! Von allen Zungen soll dein Lob erschallen, In allen Herzen deine Liebe wallen, Dein Name unsre Kron' und Ehre sein! Du bist's allein! Viktor von Strauß. B. Gebetlieder. 30. 1577. . 4 + 4 V. + 4 .„reerl vn vidrritn + IZI I —.——— 2 7 —— ö——..— ö ö Herz⸗lich lieb hab' ich dich, o Herr. Ich bitt', all⸗ Die gan-ze Welt er⸗freut mich nicht, Nach Erd' und I. —4 zeit dich zu mir kehr Mit dei ⸗ ner Dieh en Ga Him⸗mel frag' ich nicht, Wenn ich 4 42 24— x —— 2— 5—.—————— 4—— k½——— . 5 ö S— 20——.— ö E..— 5 E F.——— Zu-ver⸗sicht, Mein Trost und mei- nes Her⸗zens Theil, Durch E 3. 1 7 1 L ee— —.—— 0 I +7 6 4 —3 4— 30 — —. 0— ö Fä des⸗ sen an ich werd' heil. Herr Je⸗su Christ, Mein Gott und ——— D ——— E x e I x‚ s ö V V ö ö VI II ö I ö ö ö N ö ö ö ö 4 ö ö 48 31. Gebetlieder 2—5 2—— 2—. ——— Ee . Herr, mein Gott und Herr! In Schanden laß mich nim⸗-mer⸗mehr! ½ ,;i. ————————— + 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab', Mein Leib und Seel', und was ich hab' In diesem armen Leben. Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst du mir Gnade geben. Behüt' mich, Herr, vor falscher Lehr'; Des argen Feindes Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ich's trag' geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! Tröst' meine Seel' in Todesnoth. 3. Gib, daß die Hand der Engel dein Am letzten End' die Seele mein In Abrahams Schooß trage; Den Leib in seinem Kämmerlein Laß sanft nach aller Qual und Pein Ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich In aller Freud', o Gottes Sohn, Mein Heiland und mein Gnaden⸗ thron! Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling. 31. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 1. Ach bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns in diesem Horte Sei Trost und Heil bescheert. 3. Ach bleib mit deiner Klarheit Bei uns, du werthes Licht; Umgürt' uns mit der Wahrheit, Damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; Dein' Gnad' und dein Vermögen Sich reichlich in uns mehr'. 5. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze,‚ Noch uns verführ' die Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, du Herr und Gott; Beständigkeit verleihe; Hilf uns aus aller Noth! Josua Stegmann. SEV5V S8SE Ge S —— — 22577. ter⸗mehr! Engel dein Seele mein o5 trage; Tämmerlein Qual und Bein en Tage. rwecke mich, hen dich ottes Sohn, in Gnaden⸗ hron! chöre mich, rhöre mich! ewiglich. Schalling. Segen Herr; Vermögen mehr'. Schutze Held, nicht trutze, e Welt. Treue d Gott; loth! Stegmann. 32. Gebetlieder. 49 32. 1. O Gott, du frommer Gott, Du Brunngquell guter Gaben, Ohn' den nichts ist, was ist, Von dem wir Alles haben: Gesunden Leib gib mir, Und daß in solchem Leib Die Seele unverletzt, Rein das Gewissen bleib'. 2. Gib, daß ich thu' mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet; Gib, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's thu', so gib, Daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß. + „Wenn mir Gefahren drohn, So laß mich nicht verzagen; Gib einen Heldenmuth, Das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmuth überwind', Und wenn ich Rath bedarf, Daß guten Rath ich find'. 5. — 8. Mel. 2: Nun danket Alle Gott. Laß mich mit Jedermann In Fried' und Freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichthum, Gut und Geld, So gib auch dieß dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. „Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Sünd' Und Schanden mich bewahr', Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. „Laß mich an meinem End' Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir, Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn' Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh' An ihrer Seiten hab'. Wenn du die Todten wirst An jenem Tag erwecken, So woll' auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken; Laß hören deine Stimm', Erwecke mein Gebein, Und führ' mich schön verklärt Zu deinem Himmel ein. Joh. Heermann. Sieh, hier bin ich, Eh⸗ ren ⸗kö ⸗ nig, Le⸗ ge Schwa⸗-che Thrä⸗nen, Kind-lich Seh⸗ nen Bring' ich — ö* mich vor dei⸗ nen Thron; dir, du Men⸗schen ⸗sohn: Laß dich fin-den, laß dich — N 2. Sieh doch auf mich, 3. Herr, erhöre! Herr, ich bitt' dich, Ich begehre Lenke mich nach deinem Sinn! Nichts als deine freie Gnad', Dich alleine Die du gibest, Ich nur meine, Wo du liebest Dein erkaufter Erb' ich bin. Und man dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden! Laß dich finden, laß dich finden! Gib dich mir, und nimm mich hin! Der hat Alles, der dich hat. znad', r That. finden! hat. 34. Gebetlieder. 51 4. Hör, wie kläglich, 5. Dieser Zeiten Wie beweglich Eitelkeiten, Dir die treue Seele singt, Reichthum, Wollust, Ehr' und Wie voll Demuth Sind nur Schmerzen(Freud', Und voll Wehmuth Meinem Herzen, Deines Kindes Stimme klingt! Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden; Laß dich finden, laß dich finden, Denn zu dir mein Herze dringt. Großer Gott, ich bin bereit! Joach. Neander. 34. 17⁴7⁷ 4 ö I.5— 1— ee ô,n.,, 1 Ach Gott, ver⸗laß mich nicht! Gib mir die Gna⸗den⸗ Ach, füh- re mich, dein Kind, Daß ich den Lauf voll⸗ . ... SSSPPIPIPIPIIIIIIIII.............* *————5——— U———.——— ö—— 1 X—.—— —— E 152 2 2— 583— LeieEELE 0.——— PPPPPP ham: de; ö ö ö en ⸗ de Zu mei⸗ner Se⸗lig⸗ keit; Sei du mein Le⸗bens⸗ *— —3.— EI Wu +. +. C e,..— ———— 3 4 4 1 D —.——— RE *** E q———— ö 0———— 6— 2 licht, Mein Stab, mein Hort, mein Schutz! Ach 23 mich Richt! 35. Gebe 52 tlieder. 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; Ach, laß mich nimmermehr In Sünd' und Schande fallen! Gib mir den guten Geist, Gib Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk' und Kraft! Ach Gott, verlaß mich nicht! „Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf' aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde. Wenn mir Versuchung naht Und meine Seel' anficht, So weiche nicht von mir! Ach Gott, verlaß mich nicht. — wAI—=:.::—. 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Komm gnädig mir entgegen; Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke meines Amts, Die Werke meiner Pflicht, Zu thun, was dir gefällt! Ach Gott, verlaß mich nicht! „Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht. Hilf mir in aller Noth! Ach Gott, verlaß mich nicht! Sal. Frank. — Dir, dir, Je⸗ ho⸗vah, will ich Dir will ich mei-ne Lie-der brin⸗gen; sin⸗gen! Denn wo ist Ach, gib mir —...‚⸗‚⸗:˖w-˖=˖⸗˖-:w-:-:⸗˖-w-w-w-w-˖-w-:-:-⸗eeeceeeeeeeteeeeetetetetetetetetetetetetee.e.et.e..ee..et.e.ee.. 865 ,. DEEEE EEE 1 49— V——— SESRESEI‚Eee.I dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft da⸗ doch ein sol⸗cher Gott wie du? Daß ich es thu' im Namen 10 LB. 32 2 2—— 2. . 2———— . * 35. Gebetlieder. 53 1. ——— , a..... Je⸗ su Christ, So wie es dir durch ihn ge⸗fällig ist. 43 ——ʃLr—— ö — S 9— , =. 15 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh' zu dir. Dein Geist in meinem Herzen wohne Und Sinnen und Verstand allein regier', Daß ich den Frieden Gottes schmeck' und fühl' Und dir darob im Herzen sing' und spiel'. 3. Erfüllt mich, Höchster, dieser Friede, So ist vor dir mein Singen recht gethan; So klingt es schön in meinem Liede, Ich bete dich in Geist und Wahrheit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing' im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; Er lehret mich im Glauben beten, Gibt Zeugniß meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Durch den ich Abba, lieber Vater! schrei'. 5. Wohl mir, daß ich dieß Zeugniß habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit Und weiß, du gibst mir jede Gabe, Die jetzt und ewig mir zum Heil gedeiht. Ja, Vater, du thust überschwänglich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr'. 6. Wohl mir! ich bitt' in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm ist Alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit! B. Crasselius. n.————— vne SS + — DSDDDDeteteeeeeeeeeeeeeetetetete B — . 15 988 0 ne Gü⸗ ba so weit, So weit die Wolken Du krönst uns mit Barmher-zig⸗keit Und eilst, uns bei⸗zu⸗ ste⸗hen. Herr, mei⸗ne Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein 2. Ich bitte nicht um Ueberfluß Gib mir nur Weisheit und Ver⸗ Und Schätze dieser Erden: stand, Laß mir, so viel ich haben Dich, Gott, und den, den du ge⸗ muß, sandt, ö Nach deiner Gnade werden. Und mich selbst zu erkennen. d Ver⸗ stand, du ge⸗ sandt, sen. 37. Gebetlieder. 55 3. — Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren: Des guten Namens Eigenthum Laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben; Im Glücke Demuth, Muth in Noth, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit: Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode finden. Christ. F. Gellert. 39. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. „Herr, vor dem die Engel knieen Und in sel'ger Andacht glühen, Herr, dem Sonne, Mond und Sterne Willig dienen nah und ferne; Herr von unzählbaren Reichen, Großer König ohne Gleichen: Du vergönnst auch mir zu beten, Kindlich vor dich hinzutreten. „Alles darf ich dir bekennen, Darf im Sohn dich Vater nennen, Und du blickst, wie Väter pflegen, Mir voll Lieb' und Huld ent⸗ gegen, Hörst, was ich von dir begehre, Trocknest meines Jammers Zähre, Gibst mir noch vor meinem Flehen Ueber Bitten und Verstehen. 3. O so höre, Vater, höre, Was ich demuthsvoll begehre: Laß mich inniglich entbrennen, Dich zu suchen, zu erkennen; Daß mich, wo ich bin und lebe, Deine Herrlichkeit umschwebe, Und ich dich in Freud' und Schmerzen Immer trag' in meinem Herzen. 4. Er, der für uns wollte sterben Zur Erlösung vom Verderben, Jesus, bleibe meine Freude, Daß ich nie von ihm mich scheide. Mag der Weltsinn auch das Sehnen Meines Herzens stolz verhöhnen: Halt mich fest an diesem Glauben, Laß mir nicht dieß Kleinod rauben. 5. Deinen Geist, der Schwachen Führer, Gib auch mir, Gott, zum Regierer, Daß ich keinen Pfad erwähle, Drauf ich meines Ziels verfehle, Daß ich treu nach Wahrheit ringe, Jede Sündenlust bezwinge, Christlich froh sei, christlich leide, Christlich fromm auch einst ab⸗ scheide. 6. Willst du, Herr, zum Geistesleben Auch noch Erdengut mir geben: Gib Gesundheit, Muth undKräfte, Segen zum Berufsgeschäfte, Daß ich, Dürftige zu laben, Immer mög'ein Schärflein haben, Und daß Liebe, Fried' und Treue Mich bei deinem Volk erfreue. J. Chr. Fröbing. 4 .— 3— 66 ii — —+ 7* V 7 ö 1 ů ö * — + I ö 117 N .„ 4 +* 4 V* . V 7 1* 14* 14 N V 5 0 11 V x + x —— I. 1— * + 1383 ö N +* V 4 —8——.—————————————————*V Gebetlieder. Psalm 25. Ich er ⸗-he-⸗-be mein Ge⸗-mü⸗the Be⸗tend, Ich ver-trau⸗e dei⸗-ner Gü⸗ te, Nur von o mein Gott, zu di. ö dir kommt Hil ⸗fe. Du ver⸗läß'st die Dei⸗nen nicht, J Glau⸗ben bricht, Den wirst du ge- wiß be⸗schä- men. 39. Morgenlieder. 57⁷ 2. Zeige, Herr, mir deine Wege, Mach' mir deinen Rath bekannt, Daß ich treulich folgen möge — ö Jedem Winke deiner Hand. Leit' in deine Wahrheit mich, tend, Führe mich auf rechtem Pfade. von Gott, mein Heil, ich suche dich, Harre täglich deiner Gnade. —.— —— 3. Blicke huldreich auf mich Armen, Herr, nach deiner Gütigkeit! —.— Dachtest du nicht voll Erbarmen —.— Schon an mich von Ewigkeit? —— Ach, gedenk nicht meiner Schuld, ů Tilge meiner Jugend Sünden; — Deine Langmuth und Geduld nicht, Ist ja nimmer zu ergründen. C. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 1. Morgenlieder. 4. Gott ist fromm und gut, er zeiget Irrenden die rechte Bahn, Macht ihr Herz zu ihm geneiget, simmt sich ihrer treulich an. Den Elenden strahlt sein Licht, Daß sie nicht des Wegs verfehlen, Schwachen fehlt's an Hilfe nicht, Wenn sie ihn zum Troste wählen. „Herr, behüte mich auf Erden, Ich bin hilflos; rette mich! Laß mich nicht zu Schanden werden, Ich vertrau' allein auf dich. Gib, daß Treu' und Redlichkeit Meines Lebens Führer seien. Herr, du wollst von allem Leid Bald dein Israel befreien! Nach Psalm 25. —.— 7— +— 4 4 4 + 4 4 SP.PII..FF.IFF...I. II J— 3 1 bhn mei⸗ nes Her⸗zens Grun ⸗ de Sag' ich dir In die ⸗ser e de Und all mein — 2— SSSSISSII... + I—— + ö Lob und Le⸗ben Dank lang, Dir, Gott im Him-mels⸗thron, Zu 58 40. Morgenlieder. IIISISIAISISITITTITTTITTTTTTTTT— S F„— —— Lob und Preis und Eh ren Durch Chri-stum, un⸗ sern S 2. 4— 42 x x M rrren er. SISII.II......———.— —.— 2——— —— 2 e e,— 2 2.——— .——1.——— 1— —**— Her⸗ 92 530 ein ge-bor-nen Sohn. 1 Wr. E 2. —, e. Un 2————. I In— 2. Preis dir, daß du aus Gnaden Dir hab' ich's heimgestellt,—— In der vergangnen Nacht Mein Leib und Seel', mein Leben—.— Mich vor Gefahr und Schaden Und was du mir gegeben: ‚ Behütet und bewacht! Mach's du, wie's dir gefällt. 2. Got Ich bitt' demüthiglich, 4. Drauf sprech' ich fröhlich Amen Daß Wollst mir mein' Sünd' vergeben, Und zweifle nicht daran, Vor Womit in diesem Leben Gott nimmt in Jesu Namen Ich hab' erzürnet dich. Mein Flehen gnädig an. Haß 3. Dich will ich lassen rathen, Wohlauf denn, Herz und Hand, Und Der alle Dinge lenkt; Greif an mit Freud' und Frieden Mie Herr, segne meine Thaten, Das Werk, das mir beschieden 3. Laß Und was mein Herz gedenkt. Von Gott in meinem Stand.— Unbekannt 1592.* 40. Laß j 1——— ö ö U. 1... IIII...—. Ist — Hin ö Gei des Him-mels und der Er⸗den, Va ⸗ter, Ind res Tag und Nacht läßt wer- den, Sonn' und Daf —.— Uus 2— 1—————3—.—..— BD‚DDꝑq‚D‚.e. Ih — 1 + 4—— stellt, nein Leben ben: gefällt. lich Amen n, Namen an. ind Hand, d Frieden eschieden Stand. nnt 1592. nn' und —.— Sohn und heil'⸗-ger Geist, Mond uns scheinen heißt, —2X.— 2. é 1 2——.—. 9605 —3—.——————— D Und was drin⸗-nen ist, er ⸗hält. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen Hast behütet und bewacht Und bei aller meiner Schuld Mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O, Herr Jesu, laß dich finden, Laß dein Herz mir offen stehn, Da alleine Hilf' und Rath Ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort: Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. „Meinen Leib und meine Seele Sammt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr' und Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigenthum. „Deinen Engel zu mir sende, Wenn Gefahr und List mir droht; Alles mir zum Besten wende, Es sei Leben oder Tod; Sterb' ich einst, dann führe du Mich zu deiner ew'gen Ruh'! H. Albert. 60 41. Morgenlieder. 42. 41. Mel. 67: Nun laßt uns gehn und treten. 1. Wach' auf, mein Herz, und singe Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Geber aller Güter, Dem frommen Menschenhüter! 2. Als mich die dunkeln Schatten Der Nacht umfangen hatten, Da decktest du mich Armen, O Vater, mit Erbarmen. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun Ich hüte meine Schafe.[schlafe! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Die Sonne sollst du schauen. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Noth bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben; Hier bring' ich meine Gaben: In Demuth fall' ich nieder Und bring' Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins Herz mir sehen; Du weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. Dein Werk an mir vollende, Und deinen Engel sende, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage! 8. Sprich Ja zu meinen Thaten, Hilf selbst das Beste rathen! Den Anfang, Mitt' und Ende, Ach Herr, zum Besten wende! 9. Mein Herz sei deine Hütte! Lenk' alle meine Schritte! Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise! P. Gerhardt. 42. Joh. G. Ebeling. ——— r. e. *“——5.— SE..— 12.—.—. —7 1. Die goldsne Son- ne Voll Freud'und Won ⸗ ne — +. N *33**—— .—2— SPSPPPPPIPIPIFPII......... TTTT— *‚—4—.——— E—— 3 25 ——-——. 8. ——.—— 2———— eeen Lre, üe. düe ee R Bringt un⸗sern Grenzen mit ih⸗rem Glänzen Ein herz⸗ er⸗ 2 nieder ud Lieder. erschmähen, mir sehen; zur Gabe 8 habe. vollende, ende, Tage trage! Thaten, e rathen! und Ende, en wende! Hütte! ritte! Ee Speise, (reise! 3. Gerhardt. G. Ebeling. 42. Morgenlieder. 61 —— ͤ— 5 5——n⁷ . än— ee— 2. E qui⸗cken⸗des, lieb⸗ i⸗ é I e ——. LII— 5— 2———4 — eeer ee wi:. in en — 2 2—...— I—.— 1——.——— 3 ö ö — 5—.———b02 SS DSD E E* i la⸗ gen dar⸗ nie-der A⸗ber nun 23 ich, Bin W r und ö ö 2 +.—— E E 2 2. E; WE 3—3——— f 1— 125 ö—, —. + 4 + SIE IITITITITITxTT.T.TæT'TRTRTRT 23 36 6 2 23 918 33 R Schau⸗ den Him⸗ 365 6 mei⸗nem Ge⸗ sicht. 2.. r: 2 , L. AIEDD RRSEE H 1.——.——.—.— 1I.— II ö 4—— * 2. Mein Auge schauet, 3. Lasset uns singen, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Frommen Dann sollen hinkommen, Wenn sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schooß. Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter Sind unsre Gemüther; Vor ihn zu treten Mit Danken und Beten, Das ist ein Opfer, dran er sich ergötzt. Morgenlieder. 4. 5. 7. Abend und Morgen ind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück verwehren Sind seine Werke und Thaten Wenn wir uns legen, lallein. So ist er zugegen; Wenn wir aufstehen, So läßt er aufgehen Ueber uns seiner Barmherzigkeit Schein. Ich hab' erhoben Zu dir hoch droben All meine Sinnen: Laß mein Beginnen Ohn' allen Anstoß und glücklich Laster und Schande, lergehn. Der Finsterniß Bande, Fallen und Tücke Treib ferne zurücke, Laß mich auf deinen Geboten bestehn. Laß mich mit Freuden, Ohn' alles Neiden 4 den Segen, Den du wirst legen In meines Bruders Hand und in sein Haus. Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen Nach Gut mit Sünde, Das tilge geschwinde Von meinem Herzen und wirf es hinaus. Menschliches Wesen, Was ist's gewesen? In einer Stunde Geht es zu Grunde, Sobald die Lüfte des Todes Alles in Allem([drein wehn. Muß brechen und fallen; Himmel und Erden, Die müssen das werden, Was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn' alles Wanken, Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödtlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, Vergib und schone! Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Von deinen Augen sein ferne Sonsten regiere(gewandt. Mich, lenke und führe, Wie dir's gefället: Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand. 10. Kreuz und Elende, Das nimmt ein Ende, Nach Meeresbrausen Und Windessausen Leuchtet der Sonnen erwünschtes Freude die Fülle[Gesicht. Und selige Stille Darf ich erwarten Im himmlischen Garten: Dahin sind meine Gedanken gericht't. P. Gerhardt. len; en, or ihrem hn. Lille hat n Grund. en, haden, rzen, und ewig id. en ein ferne (gewandt. E, ung und d. wünschtes [Gesicht. en: Sedanken t't. Gerhardt. 43. Morgenlieder. 63 Mor⸗gen⸗glanz der E-wig⸗keit, Licht vom un⸗-er⸗ Schick uns die- se Mor⸗gen ⸗zeit dei-ne Strah⸗len 1 é ——.2.— 52 x —N+ * V te, Und ver⸗treib durch dei- ne zu Ge⸗sich 7 1 222 Macht Uns⸗ re Nacht! ——— ͤe—— SEEE —— 2. Deiner Güte Morgenthau 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Fall' auf unser matt Gewissen; Unsre kalten Werke tödte, Laß die dürre Lebensau Und erweck' uns Herz und Muth Lauter süßen Trost genießen, Bei erstandner Morgenröthe, Und erquick' uns, deine Schaar, Daß wir, eh' wir gar vergehn, Immerdar. Recht aufstehn. 64 44. Morgen lieder. 4. Ach, du Aufgang aus der Höh', Gib, daß auch am jüngsten Tage Wieder unser Leib ersteh' Und, entfernt von aller Plage, Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann! 5. Leucht' uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne! Führ' uns durch das Thränenfeld In das Land der süßen Wonne, Da die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht! Christ. Knorr v. Rosenroth. Just. H. Knecht. — 4 4 4 05——— 5. n drn,— e. 1. Das wal⸗te Gott, der hel-fen kann! Mit Gott fang' 74 de d —.— 4—.—..—. ——.— 2 15 E=—.—— 39— + ist auch dieß mein er-stes Wort: Das wal-te Gott! jene Welt, sonne! hränenfeld ;en Wonne, erhöht, Rosenroth. H. Knecht. 44. Morgenlieder. 6⁵5 2. All mein Beginnen, Thun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk'; Mein Herz sucht Gottes Angesicht, Drum auch mein Mund mit Freuden spricht Das walte Gott! 3. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts, Wo Gott nicht gibet, da gebricht's. Gott gibt und thut mir alles Guts, Drum sprech' ich nun auch gutes Muths: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür. Mein Netz werf' ich auf sein Geheiß Und sage bei der Arbeit Schweiß: Das walte Gott! 5. Trifft mich ein Unglück,— unverzagt! Ist nur mein Werk mit Gott gewagt. Er wird mir gnädig stehen bei; Drum dieß auch meine Losung sei: Das walte Gott! 6. Gott steht mir bei in aller Noth Und gibt mir auch mein täglich Brot; Nach seinem alten Vaterbrauch Thut er mir Guts; drum sprech' ich auch: Das walte Gott! 7. Theilt Gott was mit aus Gütigkeit, So acht' ich keiner Feinde Neid. Laß hassen, wer's nicht lassen kann! Ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spät, Bis einst mein Thun zu Ende geht. Er gibt und nimmt, macht, wie er's will; Drum sprech' ich gläubig in der Still': Das walte Gott! 2 J. Betichius. 5 Morgenlieder. —— D.—— VX— + G— 1——— 12—* 7— — 1— + 1——————* 2 e sei Preis und Dank! Er⸗ 1. Früh T— ,, DiỹᷓDPꝑPꝑPꝑPE¶ Lob⸗-ge-sang: Lob-sing' ihm, mei ⸗ ne See⸗ le! Den ö 0— Wem ö Dur — 4———5*—.— Den d,. 320 2. Süß 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Und Lag ich und schlief im Frieden. Sich sicher zu bedecken? Das Wer schafft die Sicherheit der Wer ruft dem Tag und seinem Nacht Die Seele zu erwecken?(Licht, Flöß Und Ruhe für die Müden? Da g 3. Wer wacht, wenn ich von mir 5. Du bist es, Herr und Gott der Dar nichts weiß, Welt, Wie Mein Leben zu bewahren? Und dein ist unser Leben; Wer stärkt mein Blut in seinem Du bist es, der es uns erhält Der Fleiß Und mir's jetzt neu gegeben. 3. Ach! Und schützt mich vor Gefahren? Hing hei-nen 24 ine Pflicht, ne? nd seinem u?(Licht, Gott der elt, eben; ins erhält gegeben. 46. Morgenlieder. 67 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tages freue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber thun Nach deinem Wohlgefallen! 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr! Auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle! 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb' und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn' und willig thue,— 10. Daß ich als dein getreuer Knecht Nach deinem Reiche strebe, Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe,— 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Mich gern an Andrer Wohl⸗ ergehn Und ihrer Tugend freue,— 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße UndmeinenLauf mitfFreudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe! Christ. F. Gellert. 46. Mel. 16: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. 1. Früh laß mich deine Gnade hören, Der du gewacht, eh' ich gewacht, Daß nichts den Anfang möge stören, Den du mir heute zugedacht. Wem du das beste Theil beschieden Für seines Tages kurzen Lauf, Den weckest du in sanftem Frieden Mit deines Geistes Odem auf. 2. Süß ist's, o Gott, mit dir erwachen Und früh von dir umfangen sein; Das gibt die rechte Kraft dem Schwachen, Flößt Freudigkeit zum Leben ein. Da geht die Stunde nicht verloren, Da rennt die Seele nicht nach Tand, Wie bei dem Blinden, bei dem Thoren, Der düster ohne dich erstand. 3. Ach! wer sich früh mit aller Liebe Hingäbe deinem Gnadenzug, Der hätt' an Licht und heil'gem Triebe Auf seinen ganzen Tag genug. Kein Segen fehlte dem Gemüthe, Kein Ziel verschwände, das er sucht, Und nach des Morgens goldner Blüte Käm' auch des Abends goldne Frucht. „O Leben, dessen Morgenstunden Die Liebe Tag für Tag erhellt! Du Garbe, für den Herrn ge⸗ bunden, In seinem Tempel aufgestellt!— Früh laß mich deine Gnade hören, O Gott, verkläre meinen Tag; Daß ich in solchem Glanz der Ehren Am Tag der Garben stehen mag. Alb. Knapp, 47. Abendlieder. 48. 2. Abendlieder. 47. Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. 1. Nun ruhen alle Wälder, Die Menschen, Städt' und Felder, Es schläft die ganze Welt: Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf, ihr sollt beginnen, 6. Was euerm Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin! Ein' andre Sonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die goldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal: Also werd' ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen 8. Mein Gott aus diesem Jammer⸗ thal. 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe, Legt Kleider ab und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh' ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Das Kleid der Ehr' und Herr⸗ lichkeit. 5. Das Haupt, die Füß' und Hände Sind froh, daß nun zu Ende Des Tages Arbeit sei: Herz, freu' dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder; Der Betten ihr begehrt: Es kommen Stund' und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'. Mein Jesus, meine Wonne, 7. Die Augen stehn verdrossen, Bald sind sie zugeschlossen: Wo bleibt dann Leib und Seel'? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug' und Wächter Israell Breit' aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will mich der Feind verschlingen, So laß die Engel singen: Dieß Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Ein Unfall noch Gefahr. Gott lass' euch ruhig schlafen, Stell' euch die goldnen Waffen Ums Bett und seiner EngelSchaar. P. Gerhardt. G. Chr. Strattner. IIINIINNNN sei: sollst werden Erden Arbeit frei. m Glieder, euch nieder; ehrt: und Zeiten, bereiten tin der Erd', rdrossen, hlossen: und Seel'ꝰ Gnaden, schaden, hter Israell zel beide, ude, chlein ein! verschlingen, ngen: erletzet sein. e Lieben, rüben fahr. schlafen, nen Waffen ngelSchaar. 5. Gerhardt. Strattner. 48. Abendlieder. 69 ISIII e IIII S H blei ⸗ be! O See⸗len⸗licht, g. Sün⸗den Nacht ver⸗ 5 —. 39— 2.— 2. EEEEE +. 26 E.—— 1 +. 2100* 1 —⁰—H—— . 1.—— 122 1 I— 1— 7 +2—— 1 * e e e e n 433 5 S——— 0 5*— —.—. trei ⸗ be! Geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ rech⸗ tig⸗ ö ö ö ö ö 72 DRR .—— 2———— Z....——.— ———5* 2. I 4—⁴———.— 2 — E—— —.—.— IE +* N ů 0, 1———1 ö keit! Er⸗ 4 0 mich, ach Herr, denn 0 ist Zeit! ö ö +—— ů 44——— 2 2 85.— ———5 — D— 7 7 Aiit ö 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; Dir sei die Ehr', daß Alles wohl gelungen Nach deinem Rath, obschon ich's nicht versteh': Du bist gerecht, es gehe, wie es geh'. 3. Nur Eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; Das weißt du wohl, o Herzenskündiger; Ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, mir sagt es mein Gewissen: Der Sünde Lust hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell' mich wieder ein, Hier ist mein Herz! Ich dein, Herr, und du mein! 70 49. Abendlieder. 50. 5. JIsraels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; Bewahre mich in dieser dunkeln Nacht, Wenn mich bedroht des Feindes List und Macht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach, laß die Seel' im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn', erquicke meinen Sinn! Dich lass' ich nicht, mein Fels! Der Tag ist hin! 49. 1. Nun sich der Tag geendet hat Und keine Sonn' mehr scheint, Schläft Alles, von der Arbeit matt, Und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, wachst für und für, Du schläfst noch schlummerst nicht, Und Finsterniß ist nicht bei dir, Weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser dunkeln Nacht, Und schirme du mich gnädiglich Mit deiner Engel Wacht. 4. Zwar fühl' ich wohl der Sünden Schuld, Die mich bei dir klagt an; Doch hat ja deines Sohnes Huld Genug für mich gethan. 50. 1. Hirte deiner Schafe, Der von keinem Schlafe Etwas wissen mag, Deine Treu' und Milde Diente mir zum Schilde Den vergangnen Tag: Sei die Nacht Auch auf der Wacht, Und laß mich von deinen Schaaren Um und um bewahren. Mel. 284: Joach. Neander. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 5. Darauf thu' ich die Augen zu Und schlafe fröhlich ein; Mein Gott wacht über meiner Wer wollte traurig sein?[Ruh: 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin! Zu End' ist euer Lauf. Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Jammerthal, Herr, führ' mich in den Himmel Zur auserwählten Zahl! sein 8. Und also leb' und sterb' ich dir, Du Herr Gott Zebaoth; In Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Noth. Joh. Friedr. Herzog. Nein, ich will nicht sorgen. 2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld. Ein versöhnt Gewissen Sei mein Ruhekissen: Drum vergib die Schuld! Denn dein Sohn Hat mich davon Durch die tiefgeschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden. 3 x Alst Und 4. Kor Und Sei Unt Dee Mi So Un' Neander. Augen zu M; der meiner n? Ruh: nken, hin! f. nem Sinn uf. letzte sein al, n Himmel hl! lein rb' ich dir, th; st du mir Noth. Hr. Herzog. Schuld! n Wunden 51. Abendlieder. 71 3. Laß auch meine Lieben Keine Noth betrüben, Sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Ohne Sorgen ein. Du bei mir Und ich bei dir: Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf' im Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer, 3 x Und laß allen Jammer Ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel; Unter deine Flügel Nimm dein Küchlein ein. Decke zu Mit Schutz und Ruh: So wird uns kein Grauen wecken Und kein Feind erschrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette Heut' zum Grabe hätte? Wie bald roth, bald todt! Doch, hast du beschlossen, Daß mein Ziel verflossen, Kommt die Todesnoth, So will ich Nichts wider dich. Gerne, weil ich dich gefunden, Sterb' ich alle Stunden. ‚Nun wohlan: ich thue In vergnügter Ruhe Meine Augen zu. Seele, Leib und Leben Hab' ich dir ergeben, Treuer Hüter du! Diese Nacht Nimm mich in Acht; Und erleb' ich noch den Morgen, Wirst du weiter sorgen. Benj. Schmolck. 51. H. G. Nägeli. Q MV 10———.— HSISISISISIEEIIS— n e 1. Herr, der du mir das Le⸗ ben ** 3——— L J 2. E 2 E. 1.— 1—— 9 ö 11 II mf 1 242.——*— ....SIIICEIIEIIIII‚IE... —— 2 SI—2 e Tag ge⸗ gens ben, Dich bet' ich kind-lich an! Ich 1 25 —.— 2..—.— ESIIIJ——— 1 5——. 2— 2—— AI.—— — 1..— 1. II —cc6⸗-7——— — άiνι iit- ————F—FFF—— bin viel zu ge⸗ rin ⸗ ge Der Treu⸗e, die ich 2 SSSS II. —— ö.— —.— P b——— é F—— —— DSeeeee— ö— DeD. ‚.—— sin ⸗ ge Und die du heut' an mir ge⸗ than. — — 2——.— EI——*—— —————— 2. Mit dankendem Gemüthe Freu' ich mich deiner Güte, Ich freue mich in dir. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, Und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh' der Seelen, Nach deines Worts Befehlen Einher im Leben gehn, Auf deine Güte hoffen, Im Geist den Himmel offen Und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im Staube Zu dir, o Gott, mein Heil! Ich bin der Schuld entladen, Ich bin bei dir in Gnaden, Und in dem Himmel ist mein Theil. 5. Bedeckt mit deinem Segen Eil' ich der Ruh' entgegen; Dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende Ist dein: In deine Hände Befehl' ich, Vater, meinen Geist. Christ. F. Gellert. aube, übe Heil! tladen, den, ist mein Theil. jen gen; Ende nde einen Geist. Gellert. 52. Abendlieder. 53. 73 52. Mel. 113: O Welt, sieh' hier dein Leben. 1. Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar; Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel; Wir spinnen Luftgespinnste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel! 5. Gott! Laß dein Heil uns schauen, Auf nichts Vergänglich's trauen, Nicht Eitelkeit uns freun. Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du, unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt weht der Abendhauch. Verschon' uns, Gott, mit Strafen, Und laß uns ruhig schlafen Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius. 53. Mel. 5: Nun danket All' und bringet Ehr'. 1. Entschwunden ist das Sonnenlicht, Still schweiget Feld und Hain, Und hell am Firmamente bricht Hervor der Sterne Schein. 2. Und hell aus stiller Seele blitzt Ein wundersamer Strahl Von dem, der ewig waltend sitzt Im hohen Himmelssaal. 3. Wie wäre doch das Menschenkind So elend, so allein, Wenn nicht von oben zart und lind Ihm käme dieser Schein! 4. Es wäre nichts als Trug und Wahn, Ein zitternd Blatt am Baum, Ein Körnlein Sand am Ocean, Ein Traumbild fast vom Traum. 5. Drum komm, o du, der Frieden bringt, O Gott, in stiller Nacht, Wo hell die Engelglocke klingt Bei goldner Sterne Pracht. 6. Komm, wirf den frommen Liebes⸗ strahl Mir warm ins arme Herz! Und die Gedanken allzumal, O zieh sie himmelwärts! 74 54. Jahreszeiten. 55. 7. Drum komm mit deinem Engel⸗ 8. Gar nichtig ist der Menschen Du lieber Vater gut! Du bist die einzig feste Wehr, Die einzig sichre Hut. 54. I. Unwiederbringlich schnellentfl iehn Die Tage, die uns Gott geliehn, Die Woche kommt und eilt davon, Vergangen ist auch diese schon. 2. Dank dir, du ewig treuer Gott, Für deinen Beistand in der Noth, Für tausend Proben deiner Treu'; Denn deine Huld war täglich neu! 3. Wenn unser Herz, von Schuld befreit, Sich mancher guten That erfreut, Weß war die Kraft, wer gab Ge⸗ deihn? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein. heer, Die eitle Eitelkeit; Macht, Was Gott bewacht, ist wohl be⸗ Hier und in Ewigkeit.(wacht E. M. Arndt. Mel. 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 4. Oft fehlten wir und merkten's nicht: Verzeih uns die verletzte Pflicht! Du siehst, Erbarmer, unsre Reu': Um Christi willen sprich uns frei! 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit Stets näher hin zur Ewigkeit. Du hast die Stunden zugezählt, Die letzte weislich uns verhehlt. 6. Herr unsers Lebens, mache du Uns selber recht geschickt dazu, Daß nicht, indem wir sicher sind, Der Tod uns unbereitet find'! 7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, Da unser Lauf sich enden soll, So führ' uns aus der Prüfungszeit Zu deiner frohen Ewigkeit! Chr. Friedr. Neander. 3. Zahreszeiten. 55. „Gott, du lässest Treu' und Güte Täglich über uns aufgehn, Zierst die Erde neu mit Blüte, Schmückest Thal und Berge schön, Daß sich in dem holden Maien Wald und Flur und Ströme freuen; Wo das Aug' sich wendet hin, Sieht es deinen Segen blühn. — 2. Deines Frühlings milde Zeiten Haben diese Welt verjüngt; Alles muß dein Lob verbreiten, Nachtigall und Lerche singt. Mel. 134: Jesus, die erlös'ten Sünder. Ja, kein Gras ist so geringe, Das, o Schöpfer aller Dinge, Nicht erzähle deine Treu', Und wie groß dein Wohlthun sei! 3. Soll der Mensch denn tstille schweigen, Den du noch viel höher krönst, Den du dir erwählst zu eigen, Dessen Herz du dir versöhnst, Den du durch dich selbst erneuest, Den du inniglich erfreuest, Daß er wieder dich erfreu' Und dein schöner Garten sei? W Vn 978eS Sei — 555 IFN—? Menschen Macht, wohl be⸗ wacht Arndt. n's nicht: Pflicht! sre Reu': uns frei! der Zeit vigkeit. ugezählt, verhehlt. ache du t dazu, her sind, t find'! den voll, en soll, ungszeit eit! deander. ringe, Dinge, hun sei! n stille jweigen, krönst, eigen, öhnst, rneuest, st, u' sei? 56. Jahreszeiten. 57. 75 4. Auf, ihr frommen Christenglieder, Stimmet an den Freudenklang! Opfert eurem Schöpfer wieder Zarter Liebe Lobgesang, Daß er durch die Wolken dringe Und vor unserm Gott erklinge, Der vom Himmel segnend blickt Und das Jahr mit Gütern schmückt! Aus dem Leipziger Gesangbuch 1697. 56. Mel. 1: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. 1. Du schöne Welt, wie herrlich schmückt Dich Gott im Frühlingskleide! Wer ist's, den nicht dein Reiz ent⸗ zückt? Weß Herz schlägt nicht vor Freude Beim Wiederleben der Natur, Die ringsher uns des Schöpfers ö Spur So süß vor Augen stellet? „Er schafft's, daß Segen weit und Im Thaue sich ergieße; bbreit Der Herr gebeut, daß Fruchtbar⸗ Im sanften Regen fließe. Ikeit O Gott, wer mißt der Gaben Zahl, Die hier und dort und überall Von dir ergossen werden? 3. Das Feld in seiner bunten Pracht Zeigt uns die schönsten Farben; Es predigt, daß ein Vater wacht, Der uns nie lässet darben. Es reift die Saat zur goldnen Frucht; Wer mit Gebet und Fleiß sie sucht, Wird sie bereitet finden. 57. Mel. 144: Frohlock, 1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud' In dieser lieben Sommerszeit An deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, Und siehe, wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben. 4. Was ist der Mensch, o Herr, daß du So gnädig sein gedenkest, Und ihm zu seiner Lebensruh' So viele Gaben schenkest, Daß er in jeder Jahreszeit Sich beiner treuen Güte freut, Die immer uns versorget? 5. Herr, deines Namens Ehr' und Ruhm Soll mein Gemüth erheben; Laß mich dir, als dein Eigenthum, In Jesu kindlich leben! Und wie mein Sinn, so sei die That, Daß ich, als hoffnungsvolle Saat, Dir reichlich Früchte bringe. 6. Ich will in deinem Vorhof hier, Herr, deine Gnade schauen; Und sterb' ich nur in Jesu dir, Schreckt mich kein Todesgrauen. Du weckst die schlafende Natur; Auch deine Todten schlummern ö nur; Du wirst auch mich erwecken. Karl Chr. Förster. mein Herz, weil Jesus Christ. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide; Die Blümlein auf dem Wiesen⸗ plan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide. ꝓ—nnnnnn...‚‚Y‚Y‚Y‚Y..· —.‚e SSIRIIHHTII‚ ——— 0 57. Jahreszeiten. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fliegt aus seiner ( Kluft Und macht sich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. * ö„Die unverdroßne Bienenschaar Zieht hin und her, sucht hier und Die edle Honigspeise;(dar Der süße Weinstock steht im Saft Und wirket täglich neue Kraft In seinem schwachen Reise. Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber jauchzet Jung und Alt Und rühmt die große Güte Deß, der so überfließend labt Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüthe. V 6. Ich selber kann und mag nicht ruhn: Des großen Gottes großes Thun Erweckt mir alle Sinnen. Ich singe mit, wenn Alles singt, 1 Und lasse, was dem Höchsten klingt, ö Aus meinem Herzen rinnen. * 7. Ach, denk'ich, bist du hier so schön, ö Und läßt du's uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden, ö Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmelszelt Und Paradiese werden? 8. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein? Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit hohem Muth und heller Stimm' Ihr Hallelujah singen? 9. Owär' ich da! O stünd' ich schon, Du reicher Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen! So wollt' ich nach der EngelWeis' Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen. 10. Doch will, so lang auf Erden noch Ich trage dieses Leibes Joch, Ich auch nicht stille schweigen: Mein Herze soll sich fort und fort An diesem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen. 11. Hilf mir und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe! Gib, daß der Sommer deiner Gnad' In meiner Seele früh und spat Viel Glaubensfrücht' erziehe. 12. Mach' in mir deinem Geiste Raum, Laß mich als einen guten Baum Am Lebenswasser grünen: So will ich dir und deiner Ehr' Allein und keinem Andern mehr Hier und dort ewig dienen. P. Gerhardt. — ESE 8 99893832 839—. 642 IRnEE EeE )heller Schein ten sein? klingen, aphim heller Stimm' h schon, deinem Thron n! eI[Weis' Preis salmen. en noch Joch, beigen: nd fort nOrt u Geist Himmel eußt, deiner znad' id spat iehe. Geiste aum, Baum * r Ehr' mehr en. ardt. 58. Jahreszeiten. 59. — — 58. Mel. 294: Mir nach! spricht Christus, unser Held. 1. Lobsingt am frohen Erntefest, Preist ihn mit Freudenpsalmen, Der Saat inHalmen sprießen läßt, Mit Aehren krönt die Halmen, Und gibt, daß sie voll Frucht ge⸗ deihn, Thau, Regenguß und Sonnen⸗ schein. 2. Im Wetterdunkel wandelt er, Streut Heil aus milden Händen, Und fährt auf Blitz und Sturm einher, Um Segen auszuspenden. Und wenn sie gleich mit Donner spricht, Doch spricht die Liebe: Zittert nicht! 3. Lobsingt! Uns füllte Gottes Hand Die leeren Scheunen wieder. O du vom Herrn gesegnet Land, Tön' ihm des Dankes Lieder! Er dachte deiner Schulden nicht, 4. Noch leuchtet seiner Sonne Huld Auf Sünder und Gerechte, Noch schont, noch nährt er voll Geduld Auch schuldbeladne Knechte. Bei seiner Güte Sonnenschein Wer könnte kalt, undankbar sein? 5. Des Erdensegens reichen Theil Wer kann ihn messen, wägen? Doch welch unendlich größres Heil Beut Gott in Christi Segen! Vergeßt, wenn euch sein Guterlabt, Nicht deß, der euch so hoch begabt! 6. O laßt uns guten Samen streun In gottgeweihten Thaten, Gern gibt er Thau und Sonnen⸗ schein Zum Wachsthum edler Saaten. Dann ziehn wir einst im Jubelchor Zum Erntefest durch Salems Thor. K. B. Garve. Voll Gnade strahlt sein Angesicht. 59. Mel. 161: Herze1 1. Herr, die Erde ist gesegnet Von dem Wohlthun deiner Hand; Güt' und Milde hat geregnet, Dein Geschenk bedeckt das Land. Auf den Hügeln, in den Gründen Ist dein Segen ausgestreut; Unser Warten ist gekrönet, Unser Herz hast du erfreut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund', Daß du Speise gibst von oben Und versorgest jeden Mund: Und du öffnest deine Hände, Dein Vermögen wird nicht matt; Deine Hilfe, Gnad' und Spende ind Herz vereint zusammen. 3. Du gedenkst in deiner Treue An dein Wort zu Noah's Zeit, Daß dich nimmermehr gereue Deiner Huld und Freundlichkeit, Und so lang die Erde stehet, Ueber der dein Auge wacht, Soll nicht enden Saat und Ernte, Frost und Hitze, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du ausgegossen Deines Ueberflusses Horn, Ließest Gras und Kräuter sprossen, Ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, Und das Gut steht unversehret, Machet Alle froh und satt. Und gesegnet ist das Jahr. 60. Jahreszeiten. 5. Herr, wir haben solche Güte Nicht verdient, die du gethan; Unser Wissen und Gemüthe Klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade Jetzt an unsre Seelen rührt, Daß der Reichthum deiner Milde Unser Herz zur Buße führt! 6. Hilf, daß wir dieß Gut der Erden Treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gottes Wort! Alles, was wir Gutes wirken, Ist gesä't in deinen Schooß, Und du wirst die Ernte senden Unaussprechlich reich und groß. C. H. R. Puchta. 60. Mel. 270: Was Gott thut, das ist wohlgethan. 1. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan: So denken Gottes Kinder. Wer auch nicht reichlich ernten kann, Den liebt er doch nicht minder; Er zieht das Herz Nur himmelwärts, Wenn er es läßt auf Erden Beim Mangel traurig werden. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan Im Nehmen oder Geben! Was wir aus seiner Hand em⸗ pfahn, Genüget uns zum Leben. Er nimmt und gibt, Weil er uns liebt. Laßt uns in Demuth schweigen Und vor dem Herrn uns beugen! 3. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! Wer darf sein Walten richten, Wenn er, noch eh' man ernten kann, Den Segen will vernichten? Weil er allein Der Schatz will sein, Nimmt er uns andre Güter Zum Heile der Gemüther. 4. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! Es geh' nach seinem Willen, Läßt es sich auch zum Mangel an: Er weiß das Herz zu stillen. Wer als ein Christ Genügsam ist, Der kann bei kleinern Gaben Doch Freud' und Nahrung haben. „Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! Das Feld mag traurig stehen: Wir gehn getrost auf seiner Bahn, Was gut ist, wird geschehen. Sein Wort verschafft Uns Lebenskraft, Es nennt uns Gottes Erben: Wie können wir verderben? 6. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! Laßt in Geduld uns fassen: Er nimmt sich unser gnädig an Und wird uns nicht verlassen. Er, unser Gott, Weiß, was uns noth, Und wird es gern uns geben; Kommt, laßt uns ihn erheben! Nach Benj. Schmolck. er Erden rt! den s Wort! virken, hooß, senden ld groß. Puchta. t wohl⸗ gethan! illen, ngel an: illen. zaben yhaben. wohl⸗ gethan! stehen: rBahn, hen. rben: nꝰ wohl⸗ gethan! en: dig an assen. eben; heben! molck. 61. Jahreszeiten. 62. 70 61. Mel. 270: Was Gott thut, das ist wohlgethan. 1. Wir danken dir, o Vater, heut, Daß du die Frucht der Reben, Den Wein, der unser Herz erfreut, Von neuem uns gegeben. Dein ist die Kraft, Die Alles schafft, Daß an den reichen Gaben Sich Leib und Seel' erlaben. 2. Des Vaters Gabe wollst du nun, Herr Jesu, an uns segnen, Nach deiner Huld und Treue thun Und uns als Freund begegnen! Wie du als Gast In Kana hast Erfreut die Hochzeitsleute, Ist ja dein Thun noch heute. „Du, treuer Herr, verläßt uns nicht: Wir sind's, die dich verlassen. Vor deinem heil'gen Angesicht Wie mancher hat mit Prassen Dein Gut verzehrt, Das Herz beschwert, Daß, so du wolltest rechten, Dann weh uns bösen Knechten! 4. O Herr voll unbegrenzter Huld, Wer kann das Wunder fassen, Die lautre Langmuth und Geduld, Daß du für alles Hassen —— Uns dennoch nicht Vor dein Gericht, Daß du mit neuen Gnaden Uns an dein Herz willst laden! 5. O präge tief den Herzen ein Die große Treu' und Güte! Mach' uns von Lust und Sünde Durchläutre das Gemüthe lrein, Mit deinem Wort, Daß wir hinfort Zu deinen reichen Gaben Dich selber in uns haben. 6. Ja mach' uns du, Herr JesuChrist, Zu deinen rechten Reben Am Weinstock, der du selber bist, Daß edle Frucht wir geben, Drin sich dein Geist Mit Macht erweist, Nachdem wir erst das Schneiden Der Trübsal mußten leiden. 7. In deines Vaters Reich zuletzt, Wenn du dich mit den Deinen, Die ihren Trost auf dich gesetzt, Auf ewig wirst vereinen, Da schenk' uns ein Den Freudenwein; Den Trank wollst du uns geben, Der quillt ins ew'ge Leben. Chr. Joh. Riggenbach. 62. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 1. In der stillen Einsamkeit Findest du dein Lob bereit; Großer Gott, erhöre mich: Meine Seele suchet dich. 2. Unveränderlich bist du, Nimmer still und doch in Ruh', Der du Sonn' und Sterne führst Und des Jahres Lauf regierst. 3. Diese kalte Winterluft Kräftig in die Herzen ruft: Sehet, welch ein starker Herr; Sommer, Winter machet er. 4. Gleich wie Wolle fällt der Schnee Und bedecket Thal und Höh'; Rufst du aber nur dem Wind, So zerfließet er geschwind. 80 63. Lieder zum Jahreswechsel. 5. Reif wie Asche nah und fern 7. O daß meine Seele dir Streuet aus die Hand des Herrn; Willig folgte für und für! Wer kann bleiben vor dem Frost, O daß deine Feuerlieb' Wenn er weht aus Nord und Ost? Mich zu dir, Herr Jesu, trieb'! 6. Alles weiß die Zeit und Uhr, 8. Ob auch Alles draußen friert, O Beherrscher der Natur! Doch mein Herz erwärmet wird: Frühling, Sommer, Herbst und Preis und Dank ist dir bereit, Stehen da auf dein Geheiß.[Eis Meinem Gott, in Einsamkeit. Joach. Neander. 4. Lieder zum Zahreswechsel. 63. Orlando di Lasso. 1. Durch Trauern Pla⸗gen,—— 2—75— 115 4—..— 2—————. —— INE .........— Se.—— —..—.— 2—— —— 35— 2 +.— S E 3 5— Sor⸗ gen 15—0 tlin Bin ich, Gott Lob! ge-drun-gen, Dieß ir für! 9 su, trieb'! n friert, met wird: ir bereit, samkeit. Neander. Ii Lasso. 63. Lieder zum Jahreswechsel. 81 ö ———— r.—— ̃DDDDDieee.— *— Jahr ist hin ⸗ ge ⸗ legt: Dir, Gott, sei Dank ge⸗ 2. 2———— 2—— * +————.‚. I —— 13 1 1—.— 1 ——— — ů———— 1 — 5————— —.“ FEEE— 2 5—.— zz;; sun-gen! Dein Lob mein Herz be ⸗ wegt. 13 —— , L. er ee Fens.ere= el 2. Der du mich hast erbauet, In dir besteht mein Heil; Dir ist mein Glück vertrauet, Du bist und bleibst mein Theil. Du hast mich wohl erhalten, Du bist mein Trost, mein Hort! Dich lass' ich ferner walten: Herr, führ' mich fort und fort! 3. Mein Gott und meine Liebe, Was du willst, will auch ich; Gib, daß ich nichts verübe, Was irgend wider dich. Dir ist mein Will' ergeben, Ja, er ist nicht mehr mein, Dieweil mein ganzes Leben Dir eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, Und, Herr, ich will's auch thun. Soll mich die Armuth drücken, Ich will dabei beruhn. Soll ich denn Krankheit leiden, Ich will gehorsam sein. Soll ich von dannen scheiden, Herr, dein Will' ist auch mein. 5. Heut' ist das Jahr beschlossen: Laß deine Gnade heut' Auf mich sein ausgegossen, So wird mein Herz erneut. Lass' ich die alten Sünden, So werd' ich, Gott, bei dir Auch neuen Segen finden: Dein Wort verspricht es mir. G. W. Sacer. 6 IM —..‚‚.iieeeeeeeeeeeeeee — T̃ᷓꝙœ. ꝑ — Lieder zum Jahreswechsel. 64. 1. Ach, wiederum ein Jahr verschwunden, Ein Jahr, und kommt nicht mehr zurück! Mit ihm wie viele tausend Stunden Sind weg als wie ein Augenblick! Weg meine Tugenden und Sünden! Doch nein: der Richter aller Welt Läßt jegliche mich wieder finden, Wenn er vor seinen Thron mich stellt. 2. Gedanken, Worte, Thatenheere, Hat nichts von euch das Licht zu scheun? Wenn ich dieß Jahr gestorben wäre, Wie würd' jetzt meiner Seele sein? Könnt' ich verklärt mit Gottes Kindern Mich meines Erdenlebens freun? Ach, oder müßt' ich mit den Sündern Verlorne Jahre schwer bereun? „Den Gott, der liebt, wie Väter lieben, Hat ihn mein Undank nie betrübt? Den Gott, der mir so treu geblieben, Hab' ich ihn auch so treu geliebt? Lebt' ich für ihn, nach seinem Willen, Stets als vor seinem Angesicht, Fromm öffentlich und fromm im Stillen, Treu dem Gewissen und der Pflicht? 4. O Vater, du kennst meine Sünden, Wie viel sind ihrer nur dieß Jahr! Laß mit Beschämung mich's empfinden, Wie oft mein Herz dir untreu war! Ja, Vater, es ist Gnade, Gnade, Wenn du der Jahre mehr mir schenkst Und von der Laster krummem Pfade Die Seele ganz zur Tugend lenkst. 5. Verzeih' den Undank, schenk' Erbarmen, Gedenke meiner Sünden nicht! Gib du dem Reuenden und Armen, Der Gnade sucht, des Trostes Licht! Wie freudig will ich dann mein Leben Von nun an deinem Dienste weihn; Wie eifrig will ich mich bestreben, Durch deine Kraft ein Christ zu sein! Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. —— —. 5.— 65. Lieder zum Jahreswechsel. 66. 83 — —— 6. Ich danke dir für alle Gnaden, Die du dieß Jahr der Welt erzeigt. Ach eile, Herr, die zu entladen, Die noch das Elend niederbeugt! Ja, ich will aller Menschen Seelen, Ich, Aller Bruder, ich, ein Christ, Aufs Neue deiner Huld empfehlen, Dir, der du allbarmherzig bist! J. K. Lavater. 65. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. „Das Jahr ist nun zu Ende, Doch weil ich dich gefunden, Doch deine Liebe nicht; So kann ich fröhlich sein. Noch segnen deine Hände, 5. Das Dunkel ist gelichtet, Noch scheint dein Gnadenlicht. Das auf dem Grabe liegt. „Des Glückes Säulen wanken, Das Kreuz steht aufgerichtet, Der Erde Gut zerstäubt, An dem du hast gesiegt. Die alten Freunde schwanken; 6. Erheben gleich die Sünden Doch deine Liebe bleibt. Des alten Jahres sich, „Der Jugend Reiz vergehet, Du lässest Heil verkünden Des Mannes Kraft wird matt; Und wirfst sie hinter dich. Doch innerlich erstehet, 7. Du heilest allen Schaden, Wer dich zum Freunde hat. Hilfst mir aus der Gefahr, „Mein Tag ist hingeschwunden, Du siehst mich an in Gnaden Mein Abend bricht herein; Auch in dem neuen Jahr. Christ. Aug. Bähr. 66. Mel. 176: Gottesruhe, Sabbatstille. „Hilf, Herr Jesu, laß gelingen! 3. Laß dieß sein ein Jahr der Gnaden, Hilf, das neue Jahr geht an. Laß mich büßen meine Sünd'; Laß es neue Kräfte bringen, Hilf, daß sie mir nicht kann schaden Daß aufs Neu' ich wandeln kann. Und ich bald Verzeihung find', Neues Glück und neues Leben Herr, in dir; nur du, mein Leben, Wollest du aus Gnaden geben. Kannst die Sünde ja vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, Meiner Hände Werk und Thaten, Nimm, o Gott! mein Flehen hin, Meiner Zunge Red' und Wort Weil ich mich so sehr betrübe, Müssen nur durch dich gerathen Ja voll Angst und Zagen bin. Und ganz glücklich gehen fort. Stärke mich in meinen Nöthen, Neue Kraft laß mich erfüllen, Daß mich Sünd' und Tod nicht Zu verrichten deinen Willen. tödten. + 84 67. Lieder zum Jahreswechsel. 5. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dieß Jahr mir heilig sei Und ich christlich könne leben Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhie auf Erden Fromm und selig möge werden. 6. Jesu! laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Händen, Halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Rist. 67. 1585. —.———.————.— SSIITTTETT 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗-ten Mit Sin⸗ gen . 2.˙2. 4 6 105—— 9 P— D + ö 2..——5— ..— ⁊2—.————— ö— ö x x—— — E dr en Le. ner,. —— 4 2.— 2* E. un⸗ serm Le⸗ ben Bis —— 19. 21 .. 5 9—., is—.— —...—.——— DIDIDIDii 22——. 230— 257%0— II .—— 2 1—— Erse 2 2. 5 H hie⸗ her Kraft ge⸗ ge ⸗ ben. — 2 — V. I 2 1.2.— II I 2.. N * 7 4Z— II —— SS EDEDEEEE 20 — 22200 DS mfassen, erlassen. h. Rist. 6. Laß ferner dich erbitten, 68. Lieder zum Jahreswechsel. 85 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten zu dem neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nichts minder Läßt Gott ihm seine Kinder, Wenn Noth und Trübsal blitzen, In seinem Schooße sitzen. 5. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, ö Die alles Herzleid wenden! O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnquell unsrer Freuden. 7. Schließ' zu die Jammerpforten Und laß an allen Orten 68. Mel. 20: Singt, 1. Ein neues Jahr ist angefangen, Laß es ein Jahr der Gnade sein! Ein Jeder blicket voll Verlangen In diese künft'ge Zeit hinein. Laß Jeden finden und erfahren, Was seiner Seele dient und frommt, Und schaffe, daß in allen Jahren Dein Reich uns immer näher kommt. 2. Die Tage fliehn und tauchen nieder, Die Jahre schwinden wie ein Rauch; Du sprichst: Ihr Menschen kommet wieder, Auf so viel Blutvergießen Die Friedensströme fließen. 8. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen; Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen. 9. Sei der Verlassnen Vater, Der Irrenden Berather, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermuth quälen. 11. Und endlich, was das Meiste, Füll' uns mit deinem Geiste, Der hier uns herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. Das wollest du uns Allen Nach deinem Wohlgefallen, Du, unsers Lebens Leben, Zum neuen Jahre geben! P. Gerhardt. 10. 12. singt Jehovah neue Lieder. Und nimmst sie weg mit einem Hauch. Du führst heraus die Zahl der Sterne, Vor dir ist alles Fleisch wie Heu; Was du gebeutst, das kommt von ferne, Und deine Hand macht Alles neu. 3. O laß auch uns ein Neues hören In dieser neuen Gnadenzeit, Ein Neues aus des Himmels Chören, Ein Neues aus der Ewigkeit; Ein neues Wort von alter Treue, Das täglich neu die Hand uns beut, Ein Wort, das unser Herz erfreue, So oft es seine Kraft erneut. — ——*——.— öm‚iIIITCCTcTctee ö ö 86 69. Lieder über Ehe und Familie. 70. 4. Laß deinen Namen neu erschallen, So weit dein Reich die Erde deckt; Laß alle falschen Götter fallen, So weit das Kreuz die Arme streckt. Du hast den heil'gen Christus⸗ namen Als Thron der Gnade hingestellt; Aus diesem Lebenskeim und Samen Erneure die erstorbne Welt. 5. Laß Trost und Frieden neu ver⸗ künden Den Herzen, die zerschlagen sind; Zerbrich das Joch der alten Sünden Und rette das verirrte Kind. Vergib uns, Herr, was wir bereuen, Und lege du den bessern Grund, Auf dem wir Tag für Tag erneuen Den festgeschlossnen Gnadenbund. Heinrich Puchta. 69. Mel. 223: Nun freut euch, Christen insgemein. 1. Wir treten in das neue Jahr In Jesu heil'gem Namen; In ihm ist, was verheißen war, Den Seinen Ja und Amen. Die Welt, und was sie hat, zerstiebt, Doch wer den Namen Jesu liebt, Der hat das ew'ge Leben. 2. Von dieser Welt, so bunt und arm, Was ist uns hier beschieden? Viel falsche Lust, viel ächter Harm, Viel Täuschung, wenig Frieden! Die Zeit bricht schnell den Faden ab, Und legt sich Jahr um Jahr ins Grab; Wir aber hoffen Bessres. 3. Wir ziehen mit dem Volk des Herrn Und seines Reichs Geweihten, Wir folgen unserm Morgenstern Im Dunkel dieser Zeiten; Denn über allen Nächten klar Strahlt uns sein Name: Wunder⸗ bar, Rath, Kraft und Ewig⸗Vater. 4. Wir legen auf des Herrn Altar, In ihm getreu verbunden, Das angetretne neue Jahr Und alle seine Stunden,— Die Thränen alle, die es bringt, Die Lieder alle, die es singt,— Dem Herrn sei Alles heilig! Sam. Preiswerk. 5. QWieder über Ehe und Familie. 70. Mel. 237: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. 1. Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ, Im Stande, da dein Segen ist, Im Stande heil'ger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab' Und alles Gut so mild herab Aus deiner heil'gen Höhe. Wenn sich an dich Junge halten, Gleich den Alten, Die im Orden Eines Standes einig worden! NO . neu ver⸗ künden zen sind; Sünden Kind. vas wir bereuen, Grund, erneuen enbund. Puchta. olk des Herrn ihten, zenstern ; uklar Bunder⸗ bar, Bater. Altar, N, hr bringt, ngt,— ilig! Swerk. rden! 71. Lieder über Ehe und Familie. 87 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn, Und unverrückt zusammengehn Im Bunde reiner Treue; Da blüht das Glück von Jahr zu Jahr, Da sieht man, wie der Engel Schaar Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm Kann zerschlagen, Kann zernagen, Was Gott gibet Dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Sei guten Muths, wir sind es nicht, Die solche Ordnung aufgericht't: Es ist Gott, unser Vater! Der hat uns je und je geliebt, Und bleibt, wenn unsre Sorg' uns trübt, Der beste Freund und Rather; Anfang, Ausgang Aller Sachen, Die zu machen Wir gedenken, 4. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man leidensvoll Die Thränen lässet fließen; Doch, wer sich still und in Geduld Ergibt, deß Leid wird Gottes Huld In großen Freuden schließen. Wage, trage Nur ein wenig! Unser König Wird behende Machen, daß die Angst sich wende. Wohl her, mein König, nah' herzu! Gib Rath im Kreuz, in Nöthen Ruh', In Aengsten Trost und Freude! Deß sollst du haben Ruhm und Preis, Wir wollen singen bester Weis' Und danken alle beide, Bis wir bei dir, Deinen Willen Zu erfüllen, Deinen Namen Ewig loben werden. Amen. Wird er wohl und weislich lenken. P. Gerhardt. 71. 1643. DD .S.................—— — 1—— 1 ++ 10 + 1 28. 2* 1 12— 2— C....——— 1 — E ö 1. Wohl ei⸗ nem Haus, da Je-sus Christ Al⸗ 98—79— SSIITTT—— 2— 55.0————— 2 1 + +2 2 I 1 +2 E wär', Wie — — *nen ⸗lend wär's, wie arm und leer! TsUDi [ — ',;: wenn Mann und Weib und Kind Im rechten Glauben einig sind, Zu dienen ihrem Herrn und Gott Nach seinem Willen und Gebot! 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt Ein Vorbild vor die Augen stellt, Daß ohne Gottesdienst im Geist Das äußre Werk nichts ist, noch heißt! 4. Wohl, wenn mit gläubigem Gebet Ein Jedes täglich dankt und fleht, Und man nichts treibet fort und fort Als Gottes Werk und Gottes Wort! 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand Mit fleißiger, getreuer Hand 2. Wohl ihm, Ein Jegliches nach seiner Art ImGlauben seine Pflicht bewahrt! 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, Und wenn sie Kind und Haus⸗ gesind' Versäumen nicht am ew'gen Glück, Daß ihrer keines bleibt zurück! „Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; Die Eltern werden hoch erfreut, Und ihren Kindern sieht man's an, Wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach' ich denn zu dieser Stund' Sammt meinem Hause diesen Bund: Wich'alles Volk auch von ihm fern, Ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Chr. K. L. v. Pfeil. Daß Im Reie Seel Auc Dur Uns 3. Gie Und r Art ewahrt! gläubig Haus⸗ Glück, zurück! enn es erfreut, m̃˖s an, n kann. Stund' diesen m fern, gn bei . Pfeil. 72. Lieder über Ehe und Familie. 89 72. 1. Ich und mein Haus, wir sind bereit, Dir, Herr, die ganze Lebenszeit Mit Seel' und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; Gib deinen Segen nur darein, Daß wir dir willig dienen. Eine kleine Fromme reine Hausgemeine Mach' aus Allen; Dir nur soll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist belebend fort An unser Aller Seelen. Er leucht' uns wie das Sonnen⸗ licht, Daß es am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise Auch zur Reise Durch dieß Leben Uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß' deinen Frieden auf das Haus Und Alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit, Voll Demuth, sanft und linde. Liebe übe Jede Seele, Keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. O Mel. 237: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun Mit kindlichem Gemüthe, Selig, fröhlich Selbst mit Schmerzen In dem Herzen Dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen. „Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, So schließ' den Stolz, die Weltlust aus, Des Reichthums böse Gäste; Denn wenn das Herz an Demuth leer Und voll von eitler Weltlust wär', So fehlte uns das Beste: Jene schöne, Tiefe, stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. „Und endlich flehn wir allermeist, Daß in demHaus kein andrer Geist Als nur dein Geist regiere. Daß er, der Alles wohl bestellt Und gute Zucht und Ordnung hält, Uns Alle lieblich ziere. Sende, spende Ihn uns Allen, Bis wir wallen Heim und droben Dich in deinem Hause loben. C. J. Ph. Spitta. V. ——ñ—..— — 90 73. Lieder über Ehe und Familie. 74. 75. 73. Mel. 5: Nun danket All' und bringet Ehr'. 1. Herr, vor dein Antlitz Labnawen Erhalt' sie Eins in Freud' und Um fürder Eins zu sein, Bis an ihr Lebensend'! Schmerz Um Eins dem Andern Lieb' und Bis in den Tod zu weihn. Treu' 4. Laß du ihr neu gegründet Haus, Herr, deine Wohnung sein; „Sprich selbst das Amen zu dem Was arg und falsch ist, flieh' Zu dem sie sich vereint; Bund, Was heilig ist, kehr' ein![hinaus, Hilf, daßihrJavon Herzensgrund Für immer sei gemeint. 5. Gib Segen über diese Stund', Gib Segen allezeit, Zusammen füge Seel' und Herz, Gib Segen, Herr, daß dieser Bund Daß nichts hinfort sie trennt, Dieß Paar dir ewig weiht. V. Fr. v. Strauß. 74. Mel. 71: Wohl einem Haus, da Jesus Christ. Nun hilf uns, o Herr Jesu Chri Hilf, daß wir dein Gebot verstehn Der du einst hier gewesen bm Und immer auf dein Vorbild sehn. Ein freundliches und frommes Kind, 3. Gib deinen Geist in unsre Brust; Ohn'alle Schuld, ohn' alle Sünd'. Hilf lernen uns mitFleiß undust, — 2. Wir Kinder bitten Eines nur, Damit wir legen rechten Grund, Versag's nicht, Herr, der Kreatur: Und ewig stehn in deinem Bund! Böhm. Brüder. Joh. Schop. x Sor-ge, Herr, für uns⸗re Kin-der, Sor⸗ ge für ihr Sind sie gleich 15 0 nur Sün⸗der, Ha-ben sie an E 75. reud' und [Schmerz det Haus, sein; ist, flieh hinaus, Stund', eser Bund Heiht. Strauß. t verstehn bild sehn. re Brust; undLust, Grund, m Bund! Brüder. 2. Der du sie bisher erhalten Bei so manchem Unglücksfall, Wollest über sie nun walten Immerdar und überall. Bricht Gefahr für sie herein, Woll'st du ihr Beschützer sein; Wenn in Noth sie zu dir flehen, Laß sie deine Hilfe sehen. 3. wah-res Heil! dir doch Theil. Sie sind in 90 Tau⸗fe schon Dir ge⸗ ö 2 5 e 2 2— 2.. 2..— ö ————— — —.. e, ,,. ,, Eert,ee Eret., ,, E weiht und dei⸗nem Sohn; Da- rum lei⸗te dei- ne Gna⸗de ö 3* ee Sat..—— 2—— DDD — 5——.—— 11 —5 in H 3 d n,———11 PPRRRR ö Sie auf ih-⸗- rem Le- bens-pfa⸗de . 2—— 2—23—..—— II .——— ö 3 + 4.— ꝰ——— r, ö* Dringt auf sie von allen Seiten Der Verführer Schaar heran, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Halte sie auf recht er Bahn. Regt in ihrer eignen Brust Sich mit Macht die böse Lust, Gib dann, daß sie muthig kämpfen Und den Reiz der Sünde dämpfen. 92 76. Lieder über Ehe und Familie. 4. . 8 Herr! erhalte deinem Reiche Unsre Kinder stets getreu! O, daß keines von dir weiche Und dereinst verloren sei! Immer geh' ihr frommer Sinn Und ihr Streben darauf hin, Dir sich gänzlich zu ergeben Und zur Ehre dir zu leben. 5. Gönne uns die Himmelsfreude, Daß von uns am jüngsten Tag Jeder nach dem Kampf und Leide Mit Frohlocken sprechen mag: Liebster Vater, siehe hier Meine Kinder all' mit mir! Ihrer keines ist verloren, Alle für dein Reich erkoren! Nach Schlosser. 76. Mel. 95: Vom Himmel kam der Engel Schaar. „Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ, Daß du der Kinder Heiland bist Und daß die kleine Lämmer⸗ schaar Dir, König, nicht verächtlich war. „Gelobet sei des Vaters Rath Für seiner Liebe Wunderthat! Sein ew'ger Sohn wird arm und klein, Daß Kinder können selig sein. Gelobet sei der heil'ge Geist, Der jedesLamm zumHirten weis't, Der Kindern zu erkennen gibt, Wie brünstig sie der Heiland liebt. „Er macht durch seinen Gnaden⸗ zug Ein kleines Kind zum Glauben klug, Dann lernt's mit Freuden das verstehn, Was weise Männer oft nicht sehn. 5.„Laßt doch die Kindlein her zu mir!“ So riefst du, Herr.„Drum bin ich hier; Für sie gehört mein ganzes Reich: Drum ward ich selbst den Kindern gleich!“ 6.Wenn dieseWelteinKind veracht't, So sind doch Kinder deine Macht, Und auch was noch unmündig heißt, Dient oft zum Werkzeug deinem Geist. 7. Ach, lehre unsre Kinderschaar, Daß sie zusammen immerdar Mit Herz und Lippen dich er⸗ höhn, So wird des Satans Reich ver⸗ gehn. 8. Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ, Daß du der Kinder Heiland bist, Und daß du, hocherhabner Fürst, Der Kinder Heiland bleiben wirst. Ernst Gottl. Woltersdorf. 1. Schöp Laß 1 Auf d Gieße Deine In u Daß n Schör An x 2. Einm Ach, Mein Sorg Und Bring Wirst Werd Ist f 3. Dir Und Nach Thor Sün't Bin Mack Eh' ‚ Einst 5 2 elsfreude, gsten Tag und Leide en mag: ier mir! en, koren! Schlosser. n her zu mir!“ m bin ich hier; zes Reich: Kindern gleich!“ veracht't, ie Macht, nmündig heißt, g deinem Geist. rschaar, ierdar dich er⸗ höhn, eich ver⸗ gehn. u Christ, and bist, T Fürst, en wirst. ersdorf. 77. Bettagslieder. 78. 93 77. Mel. 284: Nein, ich will nicht sorgen. 1. Schöpfer meines Lebens, Laß mich nicht vergebens Auf der Erde sein! Gieße deine Liebe, Deines Geistes Triebe In mein Herz hinein, Daß dein Bild, so rein und mild, Schöner stets bei deiner Pflege An mir leuchten möge. 2. Einmal nur erblühet, Ach, und bald entfliehet Meine Frühlingszeit. Sorglos sie verträumen Und dein Heil versäumen Bringt viel bittres Leid. Wirst du nicht mein Lebenslicht, Werd' ich dir nicht neu geboren, Ist sie mir verloren. 3. Dir allein zu leben Und mit dir zu streben Nach der Heiligung, Thorheit zu verlassen, Sündenlust zu hassen Bin ich nie zu jung. Mache dieß mir recht gewiß, Eh' ich um verlorne Tage Einst vergeblich klage! 5. 6. „Dort in jenen Höhen Werden viele stehen, Schön wie Himmelsglanz, Die hier Kinder waren Und in frühen Jahren Dir sich weihten ganz; Drum sind sie nun auch so früh Zu der Schaar der sel'gen Frommen Und zu dir gekommen. Jesu, Freund der Sünder, Der auch für die Kinder Einst auf Erden kam, O wie sanft und stille War dein Herz und Wille, Allem Bösen gram! Herr, auch wir, wir sollen dir Nach Gedanken und Geberden Gleichgestaltet werden. Selig, wer dich liebet! Selig, wer sich übet, Gottes Kind zu sein! Diese heil'gen Triebe Gieß' durch deine Liebe Unsern Herzen ein, Daß dein Bild, so rein und mild, Dort im schönen Himmelssaale Ewig an uns strahle! Alb. Knapp. 6. Bettagslieder. 78. H. Egli. EFPIFPFPFPFFPFI!Ft'ttT'T!tTT T ERE 0 1 Herr Gott! dich lo-ben wir Für dei- ne gro-ßen Daß du das Va⸗ter⸗land Von Krie⸗ges⸗last R 2— E. 2 — +— 3 4 ——.——.— 235 9⁴ 78. Bettagslieder. ö ö —.——— I. —53.9..——.—————— 8————— 5 2. 1 + Gna⸗den, la⸗ den, Daß du uns schau-en läßt Des goldnen Friedens EE — —8 .——... .* — 2. Herr Gott! dich loben wir, Es hat die Vaterhand Die wir in bangen Tagen Uns deine Gnadenthür Der Waffen schweres Joch Jetzt wieder aufgethan: Und frechen Grimm getragen. Herr Gott! wir danken dir. Jetzt rühmet unser Mund 5. Herr Gott! wir danken dir, Mit herzlicher Begier: Daß du Land, Kirch' und Häuser Gottlob, wir sind in Ruh'! Und unsers Volkes Stamm Herr Gott! wir danken dir. Und dessen grüne Reiser 3. Herr Gott! dich loben wir, Bisher erhalten hast! Daß du die Pfeil' und Wagen, Gib ferner Gnad' allhier, Schild, Bogen, Spieß und Schwert Daß auch die Nachwelt sing': Zerbrochen und zerschlagen. Herr, Gott! wir danken dir. Die Bande sind entzwei, 6. Herr Gott! wir danken dir, Darum so singen wir Und bitten, du woll'st geben, Mit frohem Herz und Mund: Daß wir auch künftig stets Herr Gott! wir danken dir. In guter Ruhe leben. 4. Herr Gott! dich loben wir, Krön' uns mit deinem Gut, Daß du uns zwar gestrafet, Erfülle für und für, Jedoch in deinem Zorn O Vater, unser Flehn: Nicht gar hast weggeraffet. Herr Gott! wir danken dir. Joh. Frank. 9⁵ Bettagslieder. 79. H. Egli. 79. E e 2.2· 2 — +7 Fallt in den der; Be⸗tet an vor Gott, ihr Sün 1. —.— 2 2 ..— dens rrie schen-kin⸗- der! kniet, und Kommt Al ⸗le, Staub hin, Men an! tet Zum schaf⸗fen, — hat euch er Er, be ̃— — —9 7 ö der, euch er Sün + — — ⁊— — — 33 —2 60 62 — Him ⸗ten und ver⸗ Der ret ⸗fen, schaf mel, — —— wir. * 4 Gut, Bettagslieder. 79. 96 L S NIH. FNE S I *—— NI.— — — NI 10 —2 2— + —— * S& —— 8 V 3 —— *— ———— I *— 5 I) — 4 E V * R + F 150 — 4—.— —.— 1 — + 2— 4 4—⁷. 32—— WHA ——— IIZ WH I 2—— - E 45½—— Eun mm IIIB 2—— f—— — INIEt +*—— 7—— 4.— HIEN *— I +* VVI NIVS ANII ½ HITA + V. 1 II——— A.=— — 2..—.— HII— s + II I 44 — III Ull III 79. Bettagslieder. ö 9⁷ 2. Betet an vor Gott! Es komme Gebeugt der Sünder und der Fromme Vor des Allmächt'gen Angesicht! Ach, von hunderttausend Seelen, Die alle straucheln, alle fehlen, Ruf' jede: Herr, vertilg' uns nicht! Wär' er nicht unser Gott, Nicht durch des Mittlers Tod Unser Vater, Längst träf' uns schon Von seinem Thron Der Sünden qualenvoller Lohn. 3. Betet an! Gott ist die Liebe. Rühmt, Sünder, laut: Gott ist die Liebe, Durch Jesum Christum unser Gott! Noch trägt er die Uebertreter, Vertilgt noch nicht die Missethäter, Erduldet noch der Frevler Spott. Hört! Der Allmächt'ge spricht! Verstockt die Herzen nicht Seiner Stimme! Gerecht ist Gott! Gerecht der Tod, Den er verstockten Sündern droht! 4. Betet an! Ach, nicht im Grimme, Noch ruft Gott mit der Vaterstimme Den Bösen auf dem Irrweg zu: Kehret wieder von dem Pfade Des Unglücks! Geht den Weg der Gnade, Und sucht für eure Seelen Ruh! Klein ist der Tage Zahl! Vielleicht zum letzten Mal Tönt die Stimme Barmherzigkeit! Gehorcht noch heut'! Nah ist euch Tod und Ewigkeit! 5. Betet an! Erwacht, ihr Sünder! Erwacht! Denn euch, o Menschenkinder, Erwartet Tod und Ewigkeit. Lohn und Strafe, Tod und Leben Hat Gott in eure Hand gegeben. Erwacht! Noch ist zur Buße Zeit. Allmächtig ist der Herr! Gerecht, gerecht ist er! Frevler, zittert! Wißt: Was er spricht, Gereut ihn nicht; Er kommt, er kommt und hält Gericht! Chr. Christ. Sturm. 7 9 80. Bettagslieder. 80. Mel. 118: Ach, sieh ihn dulden, bluten, sterben.—. 1. Herr Jesu Christ, der du beweintest Jerusalem und deines Volkes Fall, Der du's so wohl und herzlich meintest, Versammelt hättest gern die Kinder all', Wie nur die mütterliche Liebe thut: Du, Herr und König, sei uns Schirm und Hut!— 2. Auf allen Höhn, in allen Gründen, In allen Hütten kehre du heut' ein! Weck' uns, bestrafe unsre Sünden; Von ihrer Knechtschaft kannst nur du befrein. In alle Herzen rufe:„Eins ist Noth! Durch mich seid einig, wie ich Eins mit Gott!“ 2 Mi 3. Kehr' ein bei Allen, die regieren, Verwalten, richten, lehren und erziehn;— Lehr' sie ihr Amt mit Demuth zieren Und Stolz und Heuchelei und Selbstsucht fliehn. Denn wider dich ist, wer sich dein nicht freut;—.„ Und wer nicht mit dir sammelt, der zerstreut. 0— 355 4. Kehr' ein bei Allen, die da leiden, ö hast So nehmen willig sie dein Kreuz auf sich; ö Flöß' ein uns Allen dein Mitleiden, 2 Daß wir in Brüdern nähren, kleiden dich. ö. O lehr' uns, daß wir Alle, arm und reich, Vor Gott und dir sind hilfsbedürftig gleich. 5. Kehr' bei uns ein und lehr' uns beten— In Geist und Wahrheit und der Liebe Sinn,— Daß immer einiger wir treten ö 3 Durch dich, den Sohn, zu Gott, dem Vater, hin. Dann wird zum Tempel unser Vaterland: Uns segnet deine Hohenpriesterhand.. A. E. Fröhlich. — —— — —H— — — er und Be ⸗ren heut' aufs pf wõo ch Wir s Du Schö Du n⸗ze Land. dei⸗ner Hand. naht das gan er, Wir stehn in Dir 5 5E 1 ö⸗- nig, Treu Gü al ⸗ler + 2 DSDSDSDꝑ‚IPI‚I‚Ie‚Itt — ——.—2. .— 1 — — — Sei 2 len l 2 hast auf 4 + —— b ———— 1 — chem Land. hoch vor man 100 82. Bettagslieder. 2. Du lässest hier uns wohnen, Wo ringsum herrlich thronen Die Wunder deiner Macht. Du ließest früh schon glänzen Das Kreuz in unsern Grenzen, Das hat uns frei gemacht. Auch wo wir dein vergaßen, Hast du uns nicht verlassen Und gnädig uns hieher gebracht. 3. Mild, wie du uns regierest, Das Land mit Segen zierest, Soll'n wir auch milde sein. Wer groß da will erscheinen, Der muß sich All' den Deinen 4. Nach Jesu Vorbild weihn. Ist Haus und Volk zerspalten, Kann es sich nicht erhalten, Und Einigkeit gibst du allein. Ein Festtag deiner Güte Ist jeder Tag, o blühte So unsre Lieb' auch neu, Daß frommer Väter Erbe Durch uns das Kind erwerbe Und sich in dir erfreu'! Ja, Hirte deiner Herden, Laß auch die Enkel werden Ein Zeugniß deiner Huld und Treu'! A. E. Fröhlich. 82 H. Weber. + ö 2705 J.—* L 2—.—— 1 ES Laiit,, Hn n. 1—— 2 2———— 4 1. Him⸗mels⸗kö⸗nig, Gott der Gna-den, Sieh, dein — e e a Erdi ᷑ii,tsn i. n. spalten, ten, Ulein. * 1, be werbe , den ld und Treu'l röhlich. Weber. 82. Bettagslieder 10¹ A. —..— ,n nn en 33 2 E 11. 2— 3— ö Und uir 45 ⸗le ehn v voll Reu⸗e: Nimm dich un⸗ ser ..——.— e. ————— 7 ö en—— E ESSSREE— an aufs Neu⸗e! Herr, o Herr, ver- wirf uns nicht! , 1P—.6 2 n n den, e. ———.—.— ö eee. I +7 + 2. Straf' uns nicht, die wir vermessen Deiner Vaterhuld vergessen, Nicht geachtet auf dein Thun! Deine Lieb' ist unvergänglich, Im Vergeben überschwänglich: Laß sie gnädig auf uns ruhn! 3. Laß uns wieder mit Vertrauen In dein Vaterantlitz schauen, Blicken in dein Heilandsherz! Und wie du geführt die Ahnen Liebevoll auf Siegesbahnen, Führ' auch uns du allerwärts! 4. Mache du uns zu den Deinen, Die sich treu in dir vereinen Und gemeinsam Dank dir weihn! Lob und Preis sei dir gesungen Mit geweihten, neuen Zungen, Die du selbst uns wollst verleihn! 5. Wie viel Gutes, wie viel Gaben Wir von dir empfangen haben, Seit du unser Land befreit; 5 Wie so reich du uns gesegnet, Wie so freundlich uns begegnet, Singt kein Lied in Ewigkeit. 6. Nun denn, Herr und Gott, erneue Unsre Lieb' und unsre Treue! Dir geweiht sei Herz und Mund! Keine Freuden, keine Leiden Mögen je von dir uns scheiden: Ewig fest sei unser Bund! 7. Gib, o Herr, auf allen Wegen Unserm Volke Fried' und Segen, Und dein Heil sei unser Schild! Gib uns Kraft und heil'ges Streben, Deinem Wort getreu zu leben, Mach' uns ähnlich deinem Bild! 8. Heil uns, du bist unser König, Und wir dir nur unterthänig: Du bist unser, wir sind dein. Ja, du wirst zu allen Zeiten Treu uns führen und begleiten, Stets uns Gott und Vater sein! M. Klotz. + D NGacoeGcdsge ½ ee * III f IN M I I H— 4*.. — 61 R N 35 S + 2— HHU 5.* 1.5 Ii MNN NN .--. 8 23— Dü— SIH HNEEU* — +%% IIII cri— + + + + N 5„ 95 4 F. 58 0 II.— 0— II +— EC e E — TTV—2 7.**9* unn Ifl 7⁵47˙½ E AI 2 1 15 ‚ + ö ů— — 27+ S 7 2— 0 7 I 1 +* 2 7 00 f0⁰ 0. FPOGSI U%H[H ö — 1 12 1 I 5 +S I E* 7 IAE* N——6 11˙⁷— 0 S—. 63 N 0. K 1 114— f. NV4 ◻᷑ IIII 2 13 ðHII 12 4 H+——— ä RIR 9 II SS— I— 2 H S—II u 0 RNN— 0 8* H. —— 87 1 II I— Lan I I— E —— V—— üUlpius. —— on, 84. Bettagslieder. 103 2. Mit dir, du starker Heiland du, Muß uns der Sieg gelingen; Wohl gilt's zu streiten immerzu, Bis einst wir dir lobsingen. Nur Muth! Die Stund' ist nimmer weit, Da wir nach allem Kampf und Streit Die Lebenskron' erringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um, Wir lassen uns nicht grauen; Du wirst aus deinem Heiligthum Schon unsre Noth erschauen. Fort streiten wir in deiner Hut Und widerstehen bis aufs Blut Und wollen dir nur trauen! 4. Herr, du bist Gott und Keiner mehr, Auf den allein wir trauen. Wie gnädig wolltest du zur Wehr Der Berge Wall uns bauen! Laß deine Güte, deine Treu' Behüten uns und stets aufs Neu Uns deine Hilfe schauen! Herr, du bist Gott! In deine Hand O laß getrost uns fallen! Wie du geholfen unserm Land, So hilfst du fort noch Allen, Die dir vertraun und deinemBund Und freudig dir von Herzensgrund Ihr Loblied lassen schallen. Friedr. Oser. 84. Mel. 223: Nun freut euch, Christen, insgemein. 1. O selig Volk, deß Gott du bist, Du, Herr voll Macht und Treue, Du, dessen Huld kein Loblied mißt, Die endlos ewig neue! O selig Volk, das du ersehn Zum Eigenthum, es wird bestehn, O Gott, durch deinen Segen! „Du hast aus aller Völker Reihn Die Väter dir erwählet, Der Freiheit starke Hut zu sein, Hast sie mit Muth beseelet, Der für dieß heil'ge Himmelsgut In Noth ließ freudig Leib und Blut: Du warst ihr Gott und Helfer! 3. Drum steigt des Dankes Jubel⸗ Empor von deinem Volke.[klang Dich preist der Herzen brünst'ger Drang, Und in der Helden Wolke Schaun wir, o Herr, nicht Men⸗ schenmacht, Du hast gekämpft, du hast's voll⸗ bracht! Dein ist, o Gott, die Ehre! 4. Bewahr' uns unsrer Freiheit Gut! Wir flehen ernst gebeuget. Oft schwach und klein ist unser Muth, Und manche Sünde zeuget: Wir sind nicht werth der Huld und Gnad', Wir gehn der Selbstsucht dunkeln Pfad, Die Seele liegt in Banden. 5. Hilf uns, der Freien ew'ger Hort, Und mache frei die Geister Durch deines Sohnes heilig Wort! Er nur sei unser Meister! Dir folgen wir, Herr Jesus Christ, Der du das Haupt am Leibe bist, Und wir sind Alle Brüder! —‚—I—————————————— ———— — F F IIIIIII——3 an. 10⁴ 84. Bettagslieder. 6. Dann schaut auf unsrer Alpen Firn Der treue Gott und drücket Sein Siegel auf des Landes Stirn, Das er mit Segen schmücket. Der Himmel strahlt aus unsern Seen Und durch die Fruchtgefilde wehn Des Himmelreiches Wonnen. 7. Du, großer Gott, bedarfst uns nicht Und segnest doch ohn' Ende. Erheb' auf uns dein Angesicht Und stärk' uns Herz und Hände! Bleib unser Gott und laß uns dein Und frei in Jesus Christus sein, Du Bundesgott und Vater! H. Weber. st uns II. Festlieder. 2. DSSDSDSSSSeeeeeee..eeee * ö A. Advents⸗ und Weihnachtslieder. 1. Iloͤventslieder. 85. 41 + —0 4 + S IIIII....... I III.... SSSDSEE SEEEEEE — ö V J. Macht hoch die Thür, die Tho⸗r ö kommt der Herr der Herr⸗ lich- keit, Ein Kö⸗ al ⸗ ler Kö- nigreich', Ein Hei⸗land al⸗ ler Welt zu⸗ —ᷣ— 24.2.— 4 .. —.— IIIII‚‚ . D..‚..————— 91.— 2.—. E e ö gleich, Der Heil und Le- ben mit sich bringt; Der⸗hal ⸗ben — . S ——4899—9— 9———— Geleit. Sein Königsschmuck ist Heiligkeit, Sein Scepter ist Barmherzigkeit. All' unsre Noth zu End' er bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlöser ist! Z. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, So diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn', Bringt mit sich lauter Heil und Wonn'. Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlöser ist! 85. Adventslieder. 107 — R ——. 2..—— xxna dirr. — jauchzt, mit Freu⸗ den singt: Ge⸗-lobt sei Je ⸗ sus —. ......IIIII‚I‚III............. .———— 12——— ————————...— 1 PPPPITEEE———— 1Z1—.—— N ..— e e de, L — ö— f— Christ, der we Er Iz er ist! .......... —— ,e e e ‚ — ‚ b 3——.— 1 I —— 2. Er ist gerecht und hilfbereit, 4. Macht hoch die Thür, die Thore Die Huld und Sanftmuth sein weit! Das Herz zum Tempel sei bereit! Schmückt es in Andacht, Lust und Freud' Mit Zweigen der Gottseligkeit; So kommt der König auch zu euch, Ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlöser ist! 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ! Des Herzens Thür dir offen ist! Ach, zieh' mit deiner Gnade ein! In Freundlichkeit auch uns er⸗ schein'! Dein heil'ger Geist uns führ' und leit Den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr'! G. Weißel. 136 1. Gott sei Dank in al ⸗ler Welt, Der sein Wort be⸗ 0 4 20 II HINN stän ⸗dig hält, Und der Sün der —..— ED·DDDR DID DiDiDiD. iEE E RSE. D 2853—— H r ö— ——41 ö 2. Was der alten Väter Schaar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was die Seher prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf' und Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Wunderbar, Rath, Kraft undHeld Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna dir, mein Theil! Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an. 5. Zieh', du Ehrenkönig, ein: Es gehöret dir allein; Mach' es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenlust. 6. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Feindes Macht und List Wider mich geschäftig ist. 87. Adventslieder. 109 7. Tritt der Schlange Kopf entzwei‚ 8. Daß, wenn du/ o Lebensfürst, Daß ich, aller Aengste frei, Herrlich wiederkommen wirst, Dir im Glauben um und an Ich dir mög' entgegengehn Selig bleibe zugethan; Und gerecht vor dir bestehn. Heinr. Held. 87. Hs. Kasp. Bachofen. —.————— E SSSSSSE 12—.5** * 1..Eiun„auf, ihr Reichs⸗ge ⸗-nos⸗ sen! Der Kö⸗nig kommt her⸗ x Empfangt ihn un⸗ver⸗ dros⸗sen, Der Al⸗len Fä 5 0 n ninrmen etinn. En emen S‚ *8—— ‚ S.....——— .i iee 2* —— ö fF Dingen Ihm Ho⸗si⸗an⸗ inge 15 2— Adventslieder. 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist nicht fern. Hinweg all'Angst und Schmerzen! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Noth Mit reichem Trost euch speisen; Er will euch Hilf' erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. Frisch auf in Gott, ihr Armen! Der König sorgt für euch; Er will durch sein Erbarmen Euch machen groß und reich. Der Alles hat bedacht, Der wird auch euch ernähren; Was Menschen nur begehren, Das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr Tiefbetrübten! Der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. 88. Mit Ernst, ihr Menschenkinder, Das Herz in euch bestellt, Damit das Heil der Sünder, Der große Wunderheld, Den Gott aus Gnad' allein Der Welt zum Licht und Leben Verheißen und gegeben, Bei Allen kehre ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Laßt Alles, was er haßt; Macht eben jeden Pfad, Die Thäler all' erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, macht gerad. — — — 6. 4. Nun wird nicht Angst, noch Pein, Noch Zorn hinfort uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. „Auf, auf mit schnellen Schritten! Den König eilt zu sehn! Er kommt in unsre Mitten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet All' heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen, Der uns erlösen kann. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt. Drum wollen fort und fort, O König hoch erhoben, Wir dich mit Freuden loben Und preisen hier und dort. Joh. Rist. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmuth übet, Mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das redlich ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. Ach, mache du mich Armen In dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zieh' in mein Herz herein, Und wohn' auf immer drinnen, So werden Herz und Sinnen Dir ewig dankbar sein. Val. Thilo. 89. Adventslieder. 111 Pein, 89.—.— Schmidlin nach Steiner. haden,—0 ö naden—.— 2——— ·i— E E ritten!“ F 2804 x x 1. x Run jauch⸗ aet Alb, ihr From⸗men, In 10 ser Gna⸗-den⸗ n Weil un-⸗ ser Heil ist kom⸗men, Der Herr der Herr⸗⸗lich⸗ schön. re e Pe— x 295*.——.—— I.—*———.— —— ö — 1 2 14— e. ne ——.—....— en en 1 ö t, zeit, keit, Zwar oh- ne stol- ze Pracht, Doch mäch⸗⸗tig, —..——— . 12— ů— +1 4.— ....IIIIIIII be, .— zu ver⸗ hee⸗-ren Und z⸗lich 7 zer ⸗stö⸗ ren Des ö Z.—.———. FP=—0 13—— 4+.— 1 — I IE—.——— n,—————.——— ist IISI.—. ——— 4—— 2 H — ERS— I — Fein⸗des Reich und Macht — ö ien,***— 2.— 2.— 101— 1 N H — 2. 1 +* 4 .—— 2—— H 112 90. Adventslieder. 2. Kein Scepter, keine Krone— Sucht er auf dieser Welt: Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen der Erden, 5. Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen werden, So wählt die rechte Bahn, Die auf zum Himmel geht, Weil dem, der ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Der Höchste widersteht. „Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemuth, Laßt eure Lieder klingen, Dem König zu lobsingen, Der ist das höchste Gut. Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit. Der euer Leid und Weinen Verwandeln wird in Freud'. Er ist's, der helfen kann. Macht eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig: Er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer. Melch. Teschner. 1.— soll ich dich em ⸗ pfan- gen Und wie be⸗gegn' O al⸗ler Welt Ver⸗ lan⸗gen, O mei⸗ner See⸗ n. 2 ⁊—..———. IE.— Mir selbst die Fa⸗ckel *. 2 113 DDDDDDD S 5 1 an, Auf daß mein Herz er⸗grün⸗de, Was dich er⸗freu⸗en kann. —..— ———— E f 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Es soll mein Herz dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zum Trost mir und zur Freud'? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried' und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß; Du hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt Als dein getreues Lieben, Womit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammerlast, Die kein Mund aus kann sagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib' dir in die Herzen, Du tiefbetrübtes Heer, Bei welchem Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr. Seid unverzagt! Ihr habet Die Hilfe vor der Thür: Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. „Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht: Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb' und Lust, All' Angst und Noth zu stillen, Die ihm an euch bewußt. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld: Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb' und Theil. 114 91. Adventslieder. 92. 9. Was fragt ihr nach dem Dräuen 1. Der Feind' und ihrer Tück'? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad' und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm', ach komm', o Sonne, Und bring' uns allzumal Zum ew'gen Licht, zur Wonne In deinen Freudensaal! P. Gerhardt. 91. Mel. 20: Singt, singt Jehovah neue Lieder. „Der König kommt, der Herr der Ehren Ist nahe, seine Stimme schallt! IhrMenschen, lasset euch bekehren, Weil Gottes Herz in Liebe wallt. Denn aus unendlichem Erbarmen Versöhnet er mit sich die Welt, Und sendet seinen Sohn uns Armen Zu unserm Heil und Lösegeld. „O lasset uns den Sohn umfassen! Er steht vor unsrer Herzen Thür. Der sich so tief herabgelassen, Der klopfet an bei dir und mir. Er kommt, die Wohnung aufzu⸗ schlagen; O haltet ihn nicht länger fern! Laßt uns von ganzem Herzen sagen: Tritt ein, Gesegneter des Herrn! 92. Mel. 89: Nun i Erhebt den Herrn, ihr Frommen! Er hält, was er verspricht. Der Heiland ist gekommen, Der Völker Trost und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, Hat uns zum Heil und Leben Selbst seinen Sohn gegeben; Durch ihn sind wir erlös't. 3. Der König kommt, der uns vom Bösen, Das unser arges Herze hegt, Vollkommen will und kann er⸗ lösen, Der unser als ein Hirte pflegt. Er kommt, uns ewiglich zu segnen, Und spricht: Ich mach'es Alles neu. O möchten wir ihm doch begegnen Mit wahrer Buß' und Glaubens⸗ treu'. 4. Anbetungswürd'ger Ehrenkönig, Ach, bahne dir doch selbst den Weg, Daß alle Welt sich unterthänig Im Glauben dir zu Füßen leg'. Zerstör' in uns die Sündenkräfte, Beherrsch' uns als dein Eigen⸗ thum, Und fördre deines Reichs Geschäfte Zu deinem und des Vaters Ruhm. Nach J. K. Ziegler. auchzet All', ihr Frommen. 2. Erlös't! O welche Liebe Hat uns der Herr erzeigt, Mit welchem Vatertriebe Sein Herz zu uns geneigt! Von seiner Himmel Thron Kommt, Rettung vom Verderben Uns Sündern zu erwerben, Sein eingeborner Sohn. ichte, flucht, Lichte sucht. Sonne, A Wonne ö rhardt. 18 vom ösen, hegt, nn er⸗ sen, pflegt. segnen, les neu. gegnen ubens⸗ .. nkönig, n Weg, cthänig ein leg'. ukräfte, Eigen⸗ um, eschäfte Ruhm. iegler. , t! Ian derben n, Adventslieder. 115 3. Er kam zu uns auf Erden In armer Knechtsgestalt; Voll Mühe und Beschwerden War hier sein Aufenthalt. Der ihm gegebnen Macht Enthielt er sich mit Freuden, Bis er durch Todesleiden Sein großes Werk vollbracht. Er hat's vollbracht! O bringet Gott euern Lobgesang! Erlös'te Menschen, singet Dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand helfen kann, Da hilft er gern aus Gnaden, Heilt unsrer Seele Schaden: O nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder, Verwirf uns, Jesus, nicht! Du bist das Heil der Sünder, Du unsre Zuversicht. Gib unsern Seelen Ruh! Hilf jeden Reiz der Sünden Uns glücklich überwinden! „Gib Muth und Kraft dazu! „Dich wollen wir erheben Hier und in Ewigkeit, Wo uns ein bessres Leben Vor deinem Thron erfreut. Dann sind wir ewig dein, Und nichts wird uns mehr fehlen; Dann werden unsre Seelen Vollkommen selig sein. Sam. Diterich. F. V. Buttstett. Adventslieder. 93. 116 A ssüüs◻7 41 I —— S— I 2— 65— WWW.— 5 Nr — ⏑ V IIIT— IIA FTFEI S — +—— * +*—.32— RVN IH A TF S ö V XIV E V VIS eaöapsr* —— l —4 IET. 5 *—— r—. ◻H◻+-rFJ 39———— VS.E — — 2—— 4 735½„— E AII V — S 249 IILT ——28 FI II L 31 den III 2 — I . RIREE — V —IE —.——. — 4* —4 ——— S FIIII — — 2 II * s[ü[s⁰ —8— 4 — Iie —— ꝗ 8 .—— * — V I —— 2— — —— —— N IIII 2. O mächt'ger Herrscher ohne Heere, Gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren, Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch aller Erden Reiche werden Dem, das du gründest, unterthan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten Zieht deine Schaar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 94. Weihnachtslieder. 117 4. Und wo du kommest hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den verheerten Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fessel Sünd' und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs Neue Zu uns, die wir sind schwer verstört! Noth ist es, daß du selbst hienieden Kommst, zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Die Macht der Finsterniß erliegen, Und lösch' der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, Vereint als Brüder wieder wohnen In deines großen Vaters Haus! 2. Weihnachtslieder. Fr. Rückert. 94. ö 15. 2———— Tal 4 . SSST.— iEEEEEEEE 1 IIDa ist der Tag so freu-den⸗ 395 18 Da Got⸗-tes Sohn 0 wor⸗ den gleich, Doch 4 2— 2——— 30— E.——.———.— WIR———— 2. . . — ů ö dn en, de, 2— 3 nn— . RE ar- men Men'-:schen⸗ dern, 0 ne Sünd', uns Sün⸗dern! In Fin⸗ster⸗nis⸗sen ——.—. V TTN IIIIT *+ 13 — — 2— Hat keit in des To⸗des Schat⸗ten hier, Weit — E 2 her 4 zig 2 AIAAIAI‚I. Herz⸗-li ⸗che Barm den. uns be⸗-sucht 4 1 r Weihnachtslieder. sa⸗ßen wir Und hie ⸗ nie⸗ 94. prei⸗sen heut': 4.4 x * 118 — —— 11 Weit 95. Weihnachtslieder. 119 2. Die Hirten, die in selber Nacht Der Heerde hüten müssen, Umleuchtete des Herren Pracht, Sein Engel sprach mit Grüßen: „Ich künd' euch große Freude nur, Die allem Volke wiederfuhr: Der Heiland ist geboren, Der da Christus ist, der Herr, In der Krippe lieget er, In Davids Stadt geboren.“ 3. Und alsobald beim Engel war Des Himmelheeres Menge, Die brachten Lob dem Schöpfer dar Und sangen die Gesänge, Die seit der wunderbaren Stund' Im Himmel, auf dem Erdenrund, Heil uns! stets wiederhallen: Ehre sei Gott in der Höh'! Fried' auf Erden je und je, An Menschen Wohlgefallen! Zum Theil nach dies est laetitiae. 95. 1539. 4 x ö— .* 0—3—— j 7—— öRR‚RDPRꝑPꝑR‚ꝑPꝑx ꝑ ꝑ‚ ‚ II‚I..... 12.3. 183.5 + E. 2 l E I. Vom Him⸗ mel kam der En-gel Schaar, Er⸗ ö— EE————.—.—.— ö— f di.,r. — ö.—— 4 ————————— 3 r were-nere Leen, irn. L I..—2— 11* +— .—* 2*..— e schien den Hir- ten of⸗fen-bar, Sie sag⸗ten an: Ein 1 Kind⸗lein zart, — 2 — 3—8 . —————=2...— ö — ,. er ire Serre,— E e,., e., Lr, . ö Das liegt dort in der Krip-pen hart. SEEETEE 12⁰0 96. Weihnachtslieder. 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, Wie euch die Schrift verkündet hat; Dieß Kindlein ist der Herr und Christ, Der euer Aller Heiland ist. 3. Deß sollt ihr billig fröhlich sein, Daß Gott mit euch ist worden eins. Er ist nun euer Fleisch und Blut; Eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch schaden Sünd' und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen nur den alten Feind, Ist Gottes Sohn doch euer Freund. 5. Er will und kann euch lassen nicht, Setzt ihr auf ihn die Zuversicht; Es mögen Viel' euch fechten an, Trotz sei dem, der's nicht lassen kann! 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, Ihr seid nun worden sein Ge⸗ schlecht. Deß danket Gott in Ewigkeit, Geduldig, fröhlich allezeit. Dr. M. Luther. 15. Jahrhundert. 1. Lob' Gott, du wer⸗ the C —3— hri⸗sten-heit Und dan-ke Feind, euer »und. uther. ndert. 1 uns 0 35 ge ⸗ bo⸗ r res heut' Und leuch⸗-tet als die ö ————*..———— S————— ö 1.—.—1 5 1—— denn:inpnbi, ,. R=— FꝑFFF 7ðW — 8 ne In Wi keln Er⸗— deit ——— 2. 2— 22..— + I +==— E—.—. ESISISSISISSRSEee.— 2———— I 1 F—1 12— 1—.—.— ————. 8————— N ————— ö s, Kr, — r.—— Durch sein wer⸗thes Wort Scheint un ⸗ser höch⸗ster Hort. 2. O welch ein theures, großes Heil, Welch schönes, liebliches Erbtheil Hast du uns, den Deinen, Geschenkt, o Gott, in deinem Sohn, Deß sich die Engel freuen Und beten an vor deinem Thron; Wünschen Fried' auf Erd' Und Freud' den Menschen werth. 3. O Herr, du Freundlichster, nach dir Verlangt das Herz in Heilsbegier! Wir wär'n ganz verdorben, In Finsterniß, ohn' Licht und Sonn'; * So hast du uns erworben Die ew'ge Himmelsfreud' und Aus Barmherzigkeit.[Wonn' O tiefe Mildigkeit! 4. O Jesu, wahrer Mensch und Gott! Tröst' uns in aller unsrer Noth. Brunnquell aller Güte, Erweck' uns durch dein heilig Wort, Erneu' Herz und Gemüthe, Daß wir dereinst mit dirauch dort Deiner Herrlichkeit Uns freun in Ewigkeit! Böhmische Brüder. ———— rren 4½ IIi — 8 00— NEH ⁰E — +— 2— VL— EE I II 2*.3 ö 30 V— II11——————* —. Iiö————— H—— —— 00— 5 00⁰ HEN Wirt ö I 0 ö I. + IR ö ö* 2 öů x * N ö— V** FHE E N AA S ö 3— HN—— 00** I1R²— I 40—— —— 2— n IIII C0O0 2 0- ö HR* FFHEE AN. 4 — FVE.— 1 ö EEE— F HN—— 0 22 — ID 2— + ö I. III V 5—— 1 sTrirTU ———— N. +— — VIA* FHEE I00 2—0 ö 1 8 ⁰ ni 04* N FHR NII — 29˙—— Duu um— 5 S 119 N E HN—+ +* IN 1105—— 4 H 32* 18 N. I HE 5 ——————.——————— 98. Weihnachtslieder. 123 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, Gottes Kind,[zu Gute; Das verbind't Sich mit unserm Blute. 3. Sollt' uns Gott nun können hassen, Der uns gibt, Was er liebt Ueber alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem Thron Seiner Macht und Ehren. 4. Seht, er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält; Was euch fehlt, Ich bring' Alles wieder! „Kommetdenn und laßt uns laufen, Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt in großen Haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet; Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier Ist die Thür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, Wer empfind't Seine Sünd' Und Gewissensschmerzen, Sei getrost: Hier wird gefunden, Der in Eil' Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 8. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, Da ihr sollt Euer Herz mit laben. 9. Süßes Heil, laß dich umfangen! Laß mich dir, Meine Zier, Un verrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben: Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. P. Gerhardt. H. Egli. ö.— e l. en den nanenin, a yn— de re r x 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗nu⸗el, Du Le⸗bens⸗fürst und — +------------//// 8ee — + 12⁴4 98. Wieihnachtslieder. —— WERIDEDDD...— SSS 73— Gna⸗den⸗quell, Weil du, o lang ge⸗wünsch⸗ ter Gast, Dich * . zunun⸗mehr ein ⸗ge⸗stel-let hast. 2. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir gewacht, Dich hat gehofft so lange Jahr' Der Väter und Propheten Schaar! 3.„Ach, daß der Herr aus Zion käm' Und unsre Bande von uns nähm'! Ach, daß die Hilfe bräch' herein! So würde Jakob fröhlich sein.“ 4. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh', Bist klein und machst doch Alles groß, Bekleid'st die Welt und kommst doch bloß. 5. Du bist der Ursprung aller Freud' Und duldest so viel Herzeleid; Du bist der süße Menschenfreund, Doch sind dir so viel Menschen feind. 6. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag' es frei und mein' es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. 99. Weihnachtslieder. 12⁵ 7. Der Will' ist da, die Kraft ist klein, Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. 8. So fass' ich dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammers frei; Du trägst den Zorn, besiegst den Tod Und kehrst in Freud' all Angst und Nokh. 9. Du bist, o Herr, mein Haupt und Ruhm; Ich bin dein Glied und Eigenthum Und will, so viel dein Geist mir gibt, Dir dienen, wie dein Herz es liebt. 10. Ich will mein Hallelujah hier Mit Freuden singen für und für, Und dort, in deinem Ehrensaal, Soll's schallen ohne Zeit und Zahl! Paul Gerhardt. 99. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. I. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören! Singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah Zu den Verlornen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Frieden und Freud' Wird uns verkündiget heut': Freuet euch, Hirten und Heerden! 3. Sehet dieß Wunder, wie tief sich der Höchste geneiget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun 9eet“ Gott in dem Sohn, Für uns verläßt er den Thron: Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische! Wer kann dieß Geheimniß verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein! Er will der Führer euch sein, Die ihr zum Vater wollt gehen. 126 100. Weihnachtslieder. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Soll nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin, Kindlich darein sich versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Du sollst es sein, Den ich erwähle allein! Ewig entsag' ich der Sünde! 7. Treuer Immanuel, werd' auch in mir nun geboren! Komm doch, mein Heiland! Denn ohne dich Wohne in mir, Mache mich Eines mit dir, Der mich zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb' Laß mich doch einzig nach Gib mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, Völlig mich dir zu ergeben! — ist der Tag, den Gott ge⸗ macht, Sein Herz voll Erbarmen mir schenken? Herz in der Liebe verbinde, bin ich verloren. ich, dich will ich erheben! deinem Gefallen nur leben. G. Tersteegen. 100. 5, Egli. *— —7—— n? 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward. Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 8. Wenn ich dieß Wunder fassen will, So steht mein Geist voll Ehrfurcht Er betet an und er ermißt, Istill, Daß Gottes Lieb' unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Mensch⸗ heit Theil, Erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. 5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn Dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an! 6. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und —. —— E 2*SSSE...—— s ER ER E —2— 6 Christ Im Him-mel und auf Er⸗ den ist! ——698— é 2.— ö.——.I. 33 + ————4— i * Wirst unser Freund und Bruder ier, Und Gottes Kinder werden wir. 7. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut! 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ist's, der sie erhält: Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schooße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht, Sing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht! Sein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ Blut,/ Im Himmel und auf Erden ist! Christ. F. Gellert. ö 101. Konr. Kocher. —— S... II e, ae dn Eieeirr veit virmi n qW ů 7 1. x Wer⸗de Licht, du Volk der Hei ⸗ den! Dir gest auf ein. Glanz der Freu den DDDDE=— ——.— 1— EE— 2. Ehe dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dichte Finsterniß auf ihnen: Doch uns scheinet lichter Tag, Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. 3. Aber ach! von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrthums finstre Wolke Ueberschattet noch dein Land. Ueber Salem strahlt dein Licht, Aber Salem kennt dich nicht. 4. O, verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann; Kommtund werdet Gottes Kinder, Betet euern König an! Eilt zu ihm und säumet nicht, Macht euch auf und werdet Licht! 5. Nun, wir eilen mit Verlangen, Dich zu ehren, sind bereit, Dich, o Heiland, zu empfangen; 1315—4. E Wer⸗de Licht, Je⸗ ru⸗ sa Vom ge⸗rin gen Bet * U n u ö lem! hem. 25 5 Licht und Zeig' uns deine Herrlichkeit! Unsre Kniee beugen sich, Unser Glaub' umfasset dich. 6. Auf des Lebens Pfad geleite Täglich uns dein Geist und Wort! Gib uns Muth zum guten Streite, Daß wir siegen fort und fort, Stets an deiner Seite gehn, tie verzagend stille stehn! 7. In des Leidens Finsternissen Leucht' uns deines Trostes Licht! In des Herzens Kümmernissen, Jesu, ach verlaß uns nicht, Bis uns in der Ewigkeit Deines Lichtes Glanz erfreut. 8. Wandern wir im finstern Thale Endlich näher hin ans Grab, Dann sei unser Licht und strahle Himmelstrost auf uns herab, Daß wir ohne Furcht und Graun Unserm Tod entgegenschaun! J. Friedr. Mudre. 129 Weihnachtslieder. 102. — 3—7 ◻+◻+ 1 ◻-+r II 2 ◻ Iff 27 — II———.* V.— 2——— ae——. 9.—. 1— +— IAU 8— I* 8 0 5—. F——. — NI AIK ANN FC NIN——* FH 4— 22— HIIS Fi +*— VIIE N——N.— N II— H 5——— RI+ 51 S RE EAU 6— 118— VI W — 12 0 FHV—++)— +— IIII --. AI 4.—2.———** 25 WW, — Fi- IIXI S½„ 2 IIII 5 0 0— 0 III*— HTRN-— G 0 4 14— 1 I— 111——— IIN E— PI S— ID 3— +* NNre— 2 SANINEN EHN———— HN SVII IIris 2 ————— FHNISN ö— N IS E S—— S r V-E S A E 4 + +— + A 9½ III* ½ 00— IIN S A 110. . II ö 222 FFHH———— 555——— 2 + et 4 Q, SSS SSöS 130 103. Weihnachtslieder. 2. Der Heiland ist geboren, Den Gottes Vaterhuld Von Ewigkeit erkoren Zum Tilger aller Schuld. Er ist zu uns gekommen In jener Weihenacht, Hat Menschheit angenommen, Hat Gottheit uns gebracht. 3. Er naht, und die Altäre Der Götzen stürzen ein; Bei allem Volk in Ehre Soll nun der Vater sein. Vor seinem Namen beuge Sich aller Welten Kreis; Zu seinem Throne steige Der Menschheit Lob und Preis. 4. Er kommt, damit die Erde, Vom Fluch der Sünde frei, Ein Haus der Freude werde, Ein Sitz des Friedens sei. Die Herrschsucht sei verschwunden, Vernichtet Haß und Streit, Und Herz mit Herz verbunden Durch Lieb' und Einigkeit. 5. Er heiligt seine Brüder Und stärkt sie wunderbar; Er bringt die Unschuld wieder, Die längst verloren war. Der Tugend Bahn zu wallen Macht er sein Volk geschickt, Daß Gott mit Wohlgefallen Auf unsre Erde blickt. 6. Mein Heiland ist geboren, Das sei mein größter Ruhm! Auch ich bin auserkoren Zu seinem Eigenthum. Entrückt vom Staubgewimmel, Vergöttlicht wird mein Sinn; Mich ziehet nach dem Himmel Die neue Würde hin. 7. Sei auf des Lebens Pfade Ein treuer Führer mir, Und nimm, o Herr der Gnade! Mich selig einst zu dir, Mein Licht in Finsternissen, Mein Trost in Gram und Noth, Mein Mittler im Gewissen, Mein Helfer einst im Tod! Chr. L. Neuffer. 103. 9— x—.— FMVFH*——— 1* 1— ,, L., L + E 1. Lobt den Herrn! Die Gna⸗den⸗son⸗ ne Ge⸗het D D..— I; wieder, vallen hickt, allen en, tuhm! immel, Sinn; immel ide Gnade! 2. Heil sei dir, vor dessen Nähe Himmelsglanz die Nacht durch⸗ bricht, Heller Aufgang aus der Höhe, Licht vom unerschaffnen Licht. 3. Jauchzt dem Herrn! Aus Gottes Höhen Strömt herab sein Friedensbund; Paradieseslüfte wehen Wieder neu durchs Erdenrund. 4. Jauchzt dem Herrn im Jubel⸗ pfalme, 104. Mel. 102: J. Erfüllt sind Stund' und Zeiten, Der neue Tag bricht an; Das Licht der Ewigkeiten Tritt auf die Siegesbahn. Zur Mitternacht verschwiegen Hat es sich eingestellt; Die Engel Gottes fliegen Und rufen's in die Welt. Der die Sünder nicht verstieß; Seht! des ew'gen Lebens Palme Blüht im neuen Paradies. 5. Himmelskind, wie hold und gnädig Bringst du Gottes Heil uns zu! Alles Kummers machst du ledig, Aller Freude Quell bist du. 6. Gottes Kind, du Heil der Sünder, Nimm dir alle Herzen ein, Daß wir Alle Gottes Kinder Und des Lichtes Erben sei'n. K. B. Garve. Die heiligste der Nächte. ů 2. Hier liegt's im Mutterschooße Und ist noch schwach und klein; Nur zu geringem Loose Scheint es bestimmt zu sein, Als sollt' es sich verlieren In tiefer Dunkelheit, Und doch soll es regieren Die Welt in Herrlichkeit. 13² 105. Weihnachtslieder. 3. Es muß vor diesem Lichte 5. Es freuen sich die Armen, Der Glanz der Welt vergehn, Die Müden in dem Schein; Vor diesem Angesichte Es ladet voll Erbarmen Die Sonne finster stehn. Die Schwachen zu sich ein. Sein stillverborgnes Wesen Die Stolzen nur erquicken Hat eine solche Macht, Sich nicht an seinem Strahl, Daß Kranke drin genesen Nur den verkehrten Blicken Und Todtes neu erwacht. Ist dieses Licht zur Qual. 4. Es ist ein Licht der Gnade, 6. O Licht, laß uns hienieden Ein Trost für jeden Schmerz; Als deine Kinder stehn, In seinem Strahlenbade Bis wir dereinst im Frieden Erneuert sich das Herz. Den höhern Aufgang sehn! Es kann uns frisch erstatten O Jesu, Stern der Gnade, Den welken Freudenkranz; Des Vaters Glanz und Zier, Die tiefsten Todesschatten O leucht' auf unsre Pfade, Verwandelt es in Glanz. Damit sie gehn zu dir! Chr. R. H. Puchta. 105. 72— 2—7— 4———— ESESESESS 8—. ID— Ge⸗lobt sei Gott! Er ist ge⸗bo- ren, Der 1. ů Das Fri 5 Friedens- reich ist nicht der⸗- lo⸗ren, Ein ——* 0— EEEEEEEE E 6 ö— E— n. IIIIRA—— E Menschheit Fürst und Held ist da, neu⸗er Tag des Heils ist nahz Die Nacht wird —.— ö — 2+— I 66 e.. 2.8 DSDSDDS ———5*⁵. 2.— 1 1.— + II— IIII— 1 — ——— 220 2 1 ö—8— 2 E. 2 l 5—— 411W7 licht, die En⸗ gel sin⸗gen, Die wei⸗ ten Him⸗mel Le Hf wie⸗der⸗klin-gen Ihr ho-hes Lied: Hal⸗le⸗lu⸗ jah! 2—. 2—.—* — —.— FNN 2. Doch seht! wie kommt der Held und Retter, Wie kommt der Heiland aller Welt? Kommt er in Feuer, Sturm und Wetter, Hat er mit Pracht sich eingestellt? Nein, in dem Dunkel heil'ger Stille, In eines schwachen Kindleins Hülle, In einer Krippe liegt der Held. 3. O Dank! wir dürfen nicht erschrecken, Daß du als Richter uns erscheinst; Die Arme dürfen wir ausstrecken Nach dir, der du gleich uns auch weinst. Dich, Kindlein, dürfen wir umfangen Mit frommer Liebeslust Verlangen, Weil du so gut es mit uns meinst. 4. O komm! Wir wollen in der Stille, In Armuth und Verborgenheit, Wie es gebeut dein heil'ger Wille, Dich aufzunehmen sein bereit. O komm! Bei uns, den Armen, wohne! O komm! In unsern Herzen throne, Hier ruh' in deiner Lieblichkeit! 134 106. Weihnachtslieder. 5. Beherrsch' uns ganz, mach' uns dir ähnlich, 6. O Demüthig, sanft und kindlich gut; O heil'ge uns, wir bitten sehnlich, Gei Und schenk' dich uns, du höchstes Gut! Es Durch Liebe wirst du überwinden ö ö Die Macht des Todes und der Sünden So Und löschen selbst der Hölle Glut. 6. Gelobt sei Gott! Er ist geboren, Der Seelen Freund und Hirt ist da; Zu seinem Reich sind wir erkoren, Der ew'ge Tag des Heils ist nah! Die Nacht wird licht, Erlöste singen, Daß weit die Himmel wiederklingen, Ihr hohes Lied: Hallelujah! K. Albr. Reinh. Baggesen. I 106. Mel. 343: Jerusalem, du hochgebaute Stadt. 1. O Bethlehem, du kleine Davids⸗ Seht, seht die holden Mienen, stadt, Sie sagen uns ja schon: Gegrüßet seist du mir! Bist doch nicht klein, weil uns gegeben hat Gott seinen Sohn in dir! Süß klang's aus Engels Munde Den Hirten auf dem Feld: Geboren ist zur Stunde In Davids Stadt der Held! 2. Worauf so lang Ocaar Väter Schaar, Das ist nunmehr erfüllt. Was schmerzlich bang der From⸗ men Sehnen war, Ist herrlich nun gestillt: Der Heiland aller Sünder, Der Friedefürst ist da! Jauchzt, jauchzt, ihr Menschen⸗ inder, Und singt Hallelujah! 3. Kommt, kommt und laßt uns mit den Hirten gehn Nach Bethlehem hinein, Und fröhlich schaun, was Großes da geschehn Zu unserm Seligsein! Das Leben ist erschienen, Das Leben in dem Sohn! 4. O kommt auch ihr, die ihr noch traurig seid, Zu seiner Krippe her, Und legt hinein der Sünde bittres Leid, Und was euch sonst zu schwer, Und nehmt den sel'gen Frieden Des Kindes in das Herz, So wird euch schon hienieden Zur Seligkeit der Schmerz! 5. Lobpreisend zieht durchs Pilger⸗ leben fort, Wer seinen Heiland sah, Und freudig bringt im Wandel und im Wort Er ihn den Brüdern nah, Daß sie es froh bekennen, Wie nur in Jesu Christ, Den wir den Heiland nennen, Das Heil zu finden ist. gesen. ienen, r noch d, bittres hwer, rieden 7 den Zilger⸗ zandel zort men, 107. Passionslieder. 135 6. O Bethlehem, du hocherkorne Stadt Gegrüßet seist du mir! Es weilt mein Geist, vom Pilger⸗ sehnen matt, So gern, so gern in dir! Da schließt am rechten Orte Sich einst des Pilgers Lauf, Und droben thut die Pforte Jerusalems sich auf! Chr. Fr. Eppler. B. Passionslieder. 107. G. v. Fellenberg. ——— I— 2211—1— ,, E H.. 7 Wenn dir dein Zi⸗ on Pal⸗men streut, Als Kö⸗ nig fall' auch ich, o So Hei⸗land, heut De⸗mü⸗ thig IPII SDSSD‚—— 2 ꝑPDPDPDPDPDPFPFPTFTPFTFTFTSFTPTSPIPSPIPII.I.... TITIASEEE. ö ö— — m. — I— . 2i — dich zu grü ⸗ ßen, ö dir zu Fü ⸗- ßen Und stimm' ins Ho⸗-si ⸗ an⸗na 2 4 — 2.— 90 +4— ., IITTIr E e 4 ein: Ge⸗grüßt soll . 2 25•.——m— . EIEIII ö— 136 108. Passionslieder. 2. Mein König in der Knechtsgestalt, Laut Hosianna singen. Sanftmüthig und voll Milde, Denn trugst du auch des Kreuzes Schon seh'ich dich inFeindsgewalt, Joch, Seh' dich im Marterbilde; Der König bist und bleibst du doch. Nach Hosiannas Jubelton Vernehm' ich auch das„Kreuz'ge“ 4. O König in der Siegsgestalt, schoͤn. timm hin des Dankes Lieder! Gib deiner Kirche neuen Halt 3. Du hast dich selbst dem Tod ge In heil'ger Festzeit wieder! weiht, Einst laß uns dich als König sehn Uns Sündern Heil zu bringen, Dort, wo die Friedenspalmen Drum soll dir deine Christenheit wehn! Konr. Menzel. —...—— 108. Mel. 20: Singt, singt Jehovah neue Lieder. 1. Laß mir die Feier deiner Leiden, Erhabner Mittler, heilig sein! Sie lehre mich die Sünde meiden Und dir mein ganzes Leben weihn. Ich seh' auf dich, der so entschlossen Für mich die Last des Kreuzes trug, Der mir zum Heil sein Blut vergossen, Deß Herz noch sterbend für mich schlug. 2. Wie seid ihr mir so lieb und theuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Hier lern' ich jede Tugend üben, In Noth und Tod gelassen sein, Hier stärkt mein Herz sich, Gott zu lieben Und selbst dem Todfeind zu verzeihn. E Drum in den stillsten meiner Stunden Will ich nach deinem Kreuze sehn Und dich, o Herr, für deine Wunden Mit tiefgerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, Mit der dein Herz die Welt umfaßt, Und nie im Undank es vergessen, Was du für mich erduldet hast! 109. Passionslieder. 137 4. Mir sollen diese Feierzeiten Kreuzes Der größten Liebe heilig sein; Joch, Still soll dein Kreuz mich stets begleiten du doch. Und jede meiner Stunden weihn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, Dein Tod mein seligster Gewinn! Mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, Daß ich durch dich erlöset bin. gestalt, Lieder! u Halt der! nig sehn Spalmen wehn! Menzel. E Bleibt mir zu allen Zeiten theuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, Wo mein Erlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich vertrauen, Der uns die Seligkeit erwarb! 109. Dem Todesleiden deß geweiht, Nach welchem wir uns nennen. Wie großes Heil sein Tod erwarb, Da er für uns am Kreuze starb, Das laßt uns neu bekennen! Der Ungerechten Hand vergoß Der Unschuld Blut; allein es floß Zum Trost der Menschenkinder. Wie er hat Niemand noch geliebt, Wie er noch Niemand Treu' geübt: Preis ihm, dem Heil der Sünder! . So heilig und voll Lieb' er war, Verfolgt' ihn doch der Heuchler Schaar, Ihn traf der Haß der Sünder. Der Bosheit Anschlag ist ihm klar; Gern bringt ersich zum Opfer dar, Zu sammeln Gottes Kinder. Voll Muth geht er den rauhen Pfad, E. G. L. Meister. Mel. 23: O Höchster, deine Gütigkeit. 1. Sei heilig uns, o Feierzeit, Da seine Stunde jetzt sich naht, Zum Vater heimzugehen. Er kennet des Verräthers Schuld, Läßt ihn mit schonender Geduld Noch bei den Treuen stehen. „Beim letzten Mahl bricht er das Brot: „Nehmt, esset! So wird bald im Tod „Mein Leib für euch gebrochen. „Nehmt diesen Kelch des Bundes, trinkt! „Die ernste Leidensstunde winkt, „Von der ich oft gesprochen. „Nah ist's, daß man mein Blut vergießt; „Doch ewige Vergebung fließt „Mit ihm auf Alle nieder. „Wißt, mein Verräther ist aus euch! „Ich gehe hin! In Gottes Reich „Vereinen wir uns wieder.“ 138 109. Passionslieder. 4. Gethsemane deckt stille Nacht, Wo Jesus bei den Treuen wacht; Doch sie drückt schwerer Schlum⸗ mer. Nachtschwarze Traurigkeit um⸗ fängt Die Seele ihm und schwer be⸗ drängt Ihn todesbanger Kummer. O, wie er kämpfet, wie er bebt Beim Leidenskelch, der vor ihm schwebt, Vor Gott im Staube lieget! „Laß, Vater, ihn vorübergehn! „Doch nur dein Wille soll ge⸗ schehn!“ So betet er— und sieget. 5. Nun steht er auf, und Waffen⸗ klang Verräth der Frevlerrotte Gang; Es schreckt sie, ihn zu fassen. Freiwillig gibt der Herr sich hin, Schützt seine Freunde noch, die ihn, Schwach in Gefahr, verlassen. Es wird, ein stilles Opferlamm, Der Reine, der vom Himmel kam, Mit Banden nun beschweret. Die Finsterniß hat jetzt die Macht; Doch Gottes Rath wird hehr vollbracht, Des Menschen Sohn verkläret. 6. Schon harrt auf ihn, entbrannt von Haß, Die Priesterschaar mit Kajaphas Sie suchen falsche Zeugen. Doch er, der keine Sünde thoat Verwirrt der schlauen Bosheit ö Durch seinerUnschuldSchweigen. —— Dann zeugt er laut:„Ich bin der Sohn „Des Höchsten, der auf seinem Thron „AlsRichter einst wird kommen.“ Die Wahrheit lästert jetzt ihr Mund; Doch einst thut sie der Himmel kund Im Jubel aller Frommen. „Gewalt und Spott stürmt um ihn her, Es wollen Freunde selbst nicht mehr, Selbst Petrus nicht, ihn kennen. Doch trifft ihn jetzt des Meisters Blick; Er fühlt ihn tief und eilt zurück Und weinet bittre Thränen. Fließt, Thränen heißer Reue, fließt, Bis gnädige Vergebung gießt Trost in die bange Seele. Mich bringe schnell vom Fall zurück Ein warnend Wort, ein Freun⸗ desblick, Wenn ich aus Schwachheit fehle. „Der Rath, von Mordbegier ent⸗ flammt, Eilt, den, den er zum Tod ver⸗ Pilato zuzuführen.(dammt, Doch muß, da Jesus vor ihm steht, Der Unschuld stille Majestät Des Römers Seele rühren. „Ich herrsche nicht den Fürsten gleich, „Mein ist der Wahrheit ewig Reich; „Ich bin der Sohn uf seinem Thron ommen.“ jetzt ihr Mund; Himmel nd imen. ürmt um hn her, bst nicht lehr, ikennen. Meisters lick; It zurück änen. rück Freun⸗ Sblick, ꝛit fehle. jier ent⸗ immt, od ver⸗ dammt, or ihm ht, jestät ren. Fürsten ich, t ewig ich; 109. Passionslieder. 139 —2 10. „Ihr ist geweiht mein Leben. „Wer Wahrheit liebt, gehorchet mir; „Doch jetzo ist von Oben dir „Macht über mich gegeben.“ Neu angeklagt wird Gottes Sohn. „Unschuldig ist er!“ ruft vom Thron Umsonst des Richters Stimme. Unselige Verblendung ruht Auf Jsrael, es heischt das Blut Des Herrn in wildem Grimme. Ein Dornenkranz drückt sein Gesicht. Wie quillt das Blut! Erbarmen spricht Umsonst zum Mordgetümmel. „Tragt“, spricht Pilatus,„ihr sein Blut!“ „Es komm' auf uns!“ So tobt voll Wuth Ihr Mordgeschrei zum Himmel. In Dunkelheit hüllt sich das Land, Da jetzt, am Kreuze ausge⸗ spannt, Der Gottgeliebte leidet. Er fühlt der Leiden letzte Macht, Klagt, dürstet, ruft:„Es ist voll⸗ bracht!“ Neigt dann sein Haupt und scheidet. Das Land erbebt, ein Grauen faßt Die Erde, da der Herr erblaßt; Der Vorhang wird zerrissen. „Der, der hier starb, ist Gottes Sohn!“ Zeugt die Natur. Nun schweigt der Hohn, Und laut spricht das Gewissen. 11. Wir preisen dich, wir beten an! Nimm unser Lob, Erlöser, an! Voll Inbrunst wir dir danken. Erfüllt ist nun der Liebesrath Des ew'gen Vaters, dessen Gnad' Und Treu' ohn' alle Schranken. So herrlich strahlte Gottes Huld, Erbarmung, Langmuth und Ge⸗ duld Noch nie der Welt voll Sünder. Die Wahrheit machst du, Herr, uns kund, Besiegelt ist der neue Bund Und wir sind Gottes Kinder. 12. Für uns vergoß der Herr sein Blut. So zaget nicht mehr, fasset Muth, Das Böse zu verlassen! Ja, Heiliger, wer dich bekennt, Dich glaubensvoll Erlöser nennt, Muß jede Sünde hassen. Wir sind nicht unser: dein sind wir! Wir leben dir, wir sterben dir, Der du für uns gestorben. Dir folgen, Herr, sei unser Ruhm, Und unser Herz dein Eigen⸗ thum; Du hast es theu'r erworben. Nach Sal. Wolf Passionslieder. 110. G.— 53— 1. Schau hin! Dl in Gethse⸗ma⸗ ne —.— +7 Ringt in der 23 + —— 43. 1 4 4 4 —— 1——— 4—4 , re, L nr.. ni. 5 be⸗ 2 knien! Herb ist der Kelch, doch trinkt er ihn. Er 0.— . ö 2 2. Schau hin! Zur Erde sinket er; Den Heil'gen drückt so hart und schwer Der Leiden Uebermaß! Doch hör' ergebungsvoll ihn flehn: Nicht mein— Dein Wille soll geschehn! 2 3. Schau hin! Wenn bei des Leidens Schmerz Dein mattes, jammervolles Herz In Thränen sich ergießt: Lern' auch in bängster Nächte Graun Ihm, deinem Herrn und Gott, vertraun! Dichter unbekannt. Assh l. 11 — — V V —. — 1 +* —— ———. — —.— N — 6 —— —— ——— — 2 —3—.—— — 2 2 I. Herz E —65 was hast du ver bro⸗chen, lieb⸗ster —— + 1 0 Daß man solch Ur ⸗theil — chen 2 spro⸗ wi⸗der dich ge die Schuld? In ten tha was für Mifs 8 Leidens chmerz lles Herz — — — bertraun! bekannt 14² 111. Passionslieder. 2. Was ist die Ursach' aller deiner Plagen? Ach! meine Sünden haben dich geschlagen; ö Ich, mein Herr Jesu, habe dieß verschuldet, Was du erduldet. 3. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herr und der Gerechte Für seine Knechte. 4. O große Lieb', o Lieb' ohn' alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden! 5. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich g'nugsam solche Treu' ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 6. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten Im Werk erstatten? 7. Doch etwas ist, das wirst du gern annehmen: Wenn ich des Fleisches Lüste will bezähmen, Daß sie aufs Neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. 8. Nun aber steht es nicht in eignen Kräften, Lust und Begierden an das Kreuz zu heften: Drum gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. 9. Dann werd' ich dir zu Ehren Alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. 10. Und wenn, Herr Jesu, dort vor deinem Throne Wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, Da will ich dir, wenn Alles wohl wird klingen, Loblieder singen. Joh. Heermann. Passionslieder. 143 112. Hans Leo Haßler. 4.— 235 * — 0 * — NEI V0** * —9— III —9— IIII 60 1 O Haupt voll Blut und Wun„den, Voll Haupt, zum Spott 3„wun ⸗den Mit 968— 1—** 1 — 2. 2—— 3 2— E x ö ů ö ö J 1 1* II— 1—— La K — 2 1*— Schmerz und vol- ler Hohn, ei ⸗ ner Dor⸗- nen ⸗ kron', O Haupt, sonst schön ge⸗ õ 1w 129 é— 2 e, 1=—..— w. E.—————1—— . 228— ö—— ů 5— 3—— S ee 5650 krö ⸗ net Mit höch⸗ ster Ehr' und Zier, Jetzt a⸗ ber D —— Z. 1 H— PE— —.—..* 2..— 3 n e de Hin en en ö 5 2 —.——860 ö een U ö x EE 35 2— I gar ver⸗ höh ⸗- net, Ge⸗grü-ßet seist du mir! ——..——.—18——.—v n x 5 E 2 x—— „ 144 113. Passionslieder. 2. Du edles Angesichte, Vor dem einst alle Welt Wird zittern im Gerichte, Wie bist du so entstellt! Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schmachvoll zugericht't? 3. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist Alles meine Last; Ich, ich hab' es verschuldet, Was du getragen hast. Schau her! Hier steh' ich Armer, Der Zorn verdienet hat: Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad'! 4. Erkenne mich, mein Hüter! Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts gethan: Dein Mund hat mich gelabet, Dein Wort hat mich gespeist, Und reich hat mich begabet Mit Himmelslust dein Geist. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht. Und wird dein Haupt erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schooß. 6. Es dient zu meinen Freuden Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden Bei dir mich finden soll. Ach, möcht' ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben! Wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu', Und, wenn ich einst erkalte, In dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür. Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß' mich aus den Aengsten Kraft deiner Angst und Pein. 9. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn dein Bilde In deiner Kreuzesnoth. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drücken: Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt. 113. Heinrich Isaak. IE————.—.—— — 2..— 17 —3 1. O Welt, sieh hier dein Le⸗ ben . 2 R Am Stamm des ä— e, Ls —4— —— 1—— 1 7 2— * reuden h wohl, eiden l. 1 Leben, scheiden, nir; ll leiden, ür. ngsten ein, Aengsten id Pein. hilde, Tod, in Bilde Gerhardt. ich Isaak. Passionslieder. — — 1—— — — III * 2 Kreu⸗zes schwe ⸗ ben! Dein Heil sinkt in— ———5„. — ·m———* Ä ,.en, eLx. ᷣ.⸗we dx, 1... 2—— E. 2 2 1 2— 3 ö—.—.—„ r, +—— ö 2.—.. 7 . 8 IEe J gro-ße Fürst der Eh ⸗ ren Läßt wil⸗ lig sich be⸗ . 2. Wer hat dich so geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder Wie wir und unsre Kinder; Von Uebelthaten weißt du nicht. 3. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und deiner Martern ganzes Heer. —— + 1 ene dr, n..r. —— —————3 EEEEE 2 6 7 schwe ren Mit Schlä⸗gen, Hohn und gro-ßem Spott. Senx nnv Sre, nrntir —— 2 E. 1—— ——.—.—.——— 2— . + 4. Für mich läß'st du dich krönen Mit Dornen und dich höhnen, Du leidest mir zu gut; Du stirbst, daß ich nicht sterbe, Daß ich dein Heil ererbe: O unerhörte Liebesglut! 5. Ich bin, mein Heil, verbunden All' Augenblick' und Stunden Dir überhoch und sehr. Was Leib und Seel' vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit an deinen Dienst und Ehr'. 10 146 114. Passionslieder. 6. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben; Eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinemHerzen ruhn. 7. Ich will's vor Augen setzen, Mich stets daran ergötzen, Ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel Der Lieb' und unverfälschten Treu'. 8. Ich will daran erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken Mit sanftem, stillem Muth, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehr betrüben Mit Werken, so die Bosheitthut. 9. Wenn böse Zungen stechen, Mir Ehr' und Namen brechen, So will ich zähmen mich; Das Unrecht will ich dulden, Dem Nächsten seine Schulden Verzeihen gern und williglich. 10. Ich will ans Kreuz mich schlagen Mit dir und dem absagen, Was meinem Fleisch gefällt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, Gefiel' es auch der ganzen Welt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Thränen, Die du vergossen hast, Die sollen mich am Ende In deinen Schooß und Hände Begleiten zu der ew'gen Rast. P. Gerhardt. ö 1 x Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie 114. 1738. 4 + I v vr, t, 2—,—* rr, d. f 4 3 be, Mei⸗ne * EE Lieb' ist Je⸗sus Christ: ·rer x Weg, ihr ar-gen Sün⸗den⸗trie be, Welt und ö— ö 1—0 255.—..—— 1517, e, w ir. Lr — V.2.. 115—..— EXL I..̃— 1——— ö 4—— dee,, s e. S—6 23—.—— rr e L,. n. Fleisch mit eu-re List! 4½f½% e————— ö 2. EEE E 9e ESEA—.— 1 2. Der Welt, Daß Jesus So nx So ar Dem Der 6 3. Der 0 Sünde Weh' Der f Kreuz Spräc Weh' Der 6 dulden, chulden lliglich. schlagen gen, jefällt; sen, lassen, n Welt. Stöhnen hränen, 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! I14. Passionslieder. 147 PEETTET SPSPS— ö 7 1 Eure Lieb' ist gar der Tod. Da⸗rum weg, ihr ar⸗ gen — 1— + 5* I— 1— 2 öPDSDSD‚D‚SDS/S‚PSSPS‚ PISISIIIII............ 2 ————— 4 4.4——..— 1—— V 1 1 1— 443— ——— ö—— ö— 4—— E——— — 10 N.— ö— 4 Trie ⸗ be! Der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie ⸗ bel 0 . De. u e n— , e r —* IR 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! 4. Der am Kreuz ist meine Liebe! Welt, warum befremdet's dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. So ward er mein Friedens⸗ schild, So auch meines Lebens Bild, Dem ich treu zu sein mich übe. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du besiegst mich nicht. Veh' mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Spräch' ich seinem Blut nicht Hohn? Weh' mir, wenn ich ihn betrübe! Der am Kreuz ist meine Liebe! 5. Keine Macht ist also groß, Daß sie mich von Jesu triebe; Von ihm reißt kein Schmerz mich los, Nicht Gewalt, nicht Gold, noch Ruhm, Engel nicht, noch Fürstenthum, Nichts ist, das von ihm mich triebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Der am Kreuz ist meine Liebe! Nun ist auch der Tod mein Freund; Wenn ich einst in Staub zerstiebe, Werd' ich Jesu ganz vereint. Da, da schau' ich Gottes Lamm, Das für mich am Kreuzesstamm Starb, damit ich leben bliebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Ahasver Fritsch. 148 115. Passionslieder. 115. 6. Justin Heinr. Knecht. .—.—— ö ö 3— nrd. 4—— ——————— rt 1 Wie bist du, Hei⸗land, mit der Kro⸗ne Der Aus dir vom wil-den Hoh⸗- ne Des —.—— SSSSDDSDRIIRD r 2 n S3———— 1———.— —— ö 2———8—— —— ——, ine 2—— E 7 2..— Er 2— 65 2 iii F; Lei⸗ den herr- lich doch ge-schmückt, Fre⸗vels auf das Haupt ge⸗drückt! 7 leuch⸗ tet m e 4.86 — + 5*—5 2...—. —— RSIIIIIT—.—— . ö—— ö E I 2 —— ————.——.— ö— 6 6.— ‚— Be d r neirin, Wn Freer nne daa= waren,. e doch aus dei⸗ nem blei⸗chen, blut-ü⸗ ber⸗ström⸗ten ——— ö . 55 2 E 2— H—— PPPPIC ——— ————..——.——4 2— F E R An⸗ ge⸗sicht nur hel⸗-ler un⸗ter Schmach und ö ö ,— — 2 65 2— 2 2 F. 1— 1 115. Passionslieder. 149 —7— K— 1— 5 SSS...... EEEA. B..— 2 1 ö R Strei⸗chen Her⸗ vor der in- nern Gott-heit Licht! Der———— . ———— 2—— . e er ner Hurr. 2—— — ö ö— 2. In sanftem Schimmer durch die Nächte — Glänzt überschwänglich deine Huld; Gelästert flehst du, der Gerechte, Ein Lamm in schweigender Geduld. Es tobt um dich des Volks Getümmel, ch⸗tet Das laut nach deinem Blute schreit: Du aber trägst in dir den Himmel —99 Voll Muth und Ruh und Seligkeit. — 3. Laß mich im dunkeln Thal der Erden, Wo Kampf und Seufzer stets ertönt, —.̃— Dir, hoher Meister, ähnlich werden, Mit Dornen, gleich wie du, gekrönt! imsten Das wilde Dorngestrüpp der Sünde Reiß aus des Herzens Grunde ganz; Durch der Entsagung Schmerzen winde Sich um die Stirn' ein Doruͤenkranz! Wenn unter ihm langsam die Hülle, Die staubgeborne, sich verzehrt, Dann bricht aus ihr in Kraft und Fülle Der Geist stets herrlicher verklärt, Bis alle Dornen in der Krone Ein Blick von deinem Angesicht Aufglühen macht vor deinem Throne In Strahlen, Herr, von deinem Licht. Friedr. Jul. Krais —————..— — u.— —2—2—2—.—.22 DDIDRDRDIDDIeeeteeeteee 150 I16. Passionslieder. I17. 116. Mel. 142: Zesus Christus herrscht als König. 1. Schaut die Mutter voller Schmer⸗6. Laß mich herzlich mit dir weinen, zen, Mich durchs Kreuz mit dir ver⸗ Wie sie mit zerrißnem Herzen einen; Bei dem Kreuz des Sohnes steht! Aller Weltsinn sei verflucht! Schauet ihre Trübsalshitze, Unterm Kreuze will ich stehen, Wie des Schwertes blut'ge Spitze Und dich zittern, bluten sehen, Tief durch ihre Seele geht! Wenn die Sünde mich versucht, Wdnn Iuonten iih drrnnr⸗ 7. Gib mir Theil an deinem Leiden, Der des Höchsten Sohn umfängt?Laß von aller Lust mich. Wie er mit gelaßnem Muthe Die dir solche Wunden schlug! Todesmatt in seinem Blute Ich will auch mir schagen An dem Holz des Fluches hängt! 3. Für die Sünden seiner Brüder. Will das Kreuz des Lammes Leidet er, daß seine Glieder ö tragen, Unnennbare Qual zerreißt. Welches meine Sünden trug. Für uns ruft er im Erblassen: 8. Laß, wenn meine Thränen fließen, Gott, mein Gott, ich bin verlassen! Und verathmet seinen Geist. 4. Laß, o Jesu, Quell der Liebe, Deines Herzens heil'ge Triebe Strömen in mein Herz herab! Laß mich dich mein Alles nennen, ö Ganz für dich in Liebe brennen, 9. Gegen aller Feinde Stürmen Der für mich sein Leben gab! 5. Drück', o König, deine Wunden, Die du auch für mich empfunden, Tief in meine Seel' hinein. Laß in Reue mich zerfließen, Mit dir leiden, mit dir büßen, Mit dir tragen jede Pein! Deines milden Angesichts. Decke mich durch deine Plagen Vor den Aengsten und den Klagen Einst am Tage des Gerichts! schirmen, Deine Gnade leuchte mir! Deckt des Grabes finstre Höhle Meinen Leib, so nimm die Seele Hin ins Paradies zu dir! Nach C. M. Wieland. 7. Nik. Decius. ö 1. Odann Got⸗tes, un-schul⸗kig Am Rne stamm ge⸗ 1„fun⸗den stets ge⸗dul⸗dig, Wie⸗ wohl du warst ver⸗ E Mich den Gnadenglanz genießen Laß dein Kreuz mich, Herr, be⸗ weinen, dir ver⸗ einen; ucht! stehen, sehen, versucht. Leiden, scheiden, schlug! Wunden schlagen, Lammes tragen, trug. fließen, genießen ts. Plagen Klagen ichts! rmen Herr, be⸗ hirmen, ‚l Höhle ie Seele r! zieland. Decius. 118. Passionslieder. 151 é 8 ar Eerrrm Er nnd ur, ——+— enniner—— — 2 Lrr dir ee, mi, Im n ö schlach⸗tet, ö ach⸗ tet! All' Sünd' hast du ge⸗tra⸗ gen, Sonst müßten wir ver⸗ ——— ö é ——— 4e. 42. 4. .—...—.—— 225 r— ů—ꝭŹ —— 2—03 2.. ö EE Ip— H& EII — * 777 2. Von Herzen wir dir danken, Daß du so große Treue Gethan hast an uns Kranken. Schaff' in uns wahre Reue, Daß wir die Sünde meiden⸗ Zu Ehren deinem Leiden. Erbarm' dich unser, o Jesu! za⸗ 8. ser, 9 Ie? su — ö ö— ö 2 + 1 2 6 2 e 63 RRRRPPRR— 3. Stärk' in uns das Vertrauen Durch dein unschuldig Leiden, Laß fest darauf uns bauen Und nichts von dir uns scheiden, Und hilf uns selig sterben, Daß wir den Himmel erben. Erbarm' dich unser, o Jesu! Nach Nik. Decius. H. Egli Q eer, ee, .—— 5.—— 8 E e e 1 x Ach sieh ihn dul⸗den, blu⸗ten, ster-ben! Sieh Got⸗ tes ein'-gen Sohn und Er-ben, e —8 2——— 2 an irr.. vn——— — ist Wie mäch⸗tig ihn ö 0„„„. 00 DS...— 2.—. ——— ——— mei ne See⸗le, sag' ihm from⸗men Dank! die Men⸗schen⸗-lie„be drang! Wo *— ö é ö E ein Freund, der je, was er E 2———.—. ID— — ö———— ö H für Sün⸗der ster⸗ ben kann? 2. Wie dunkel waren jene Stunden, O Herr, und welche Lasten drückten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden, Und, ach! es floß zum Heil und Trost für mich Und ruft noch heute mir ermunternd zu, Daß du mich liebst, du frommer Dulder du! 3. So sollt' es sein: Du mußtest leiden, Dein Tod macht mir des Vaters Liebe kund; Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ew'gen Friedensbund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer gibt, So feste steht's, daß er mich herzlich liebt. 118. Passionslieder. 1 H 3 4. Dein bin ich nun und Gottes Erbe, Ich sehe in sein Vaterherz hinein. Wenn ich auch leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren sein. Wenn Sonne, Mond und Erde untergehn, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur Ehre Gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreuzestod. Bestätigt ist nun deine Lehre; Ich baue fest darauf in jeder Noth. Unschuldig littest du; doch Preis und Ruhm Ist auch im Kampf der Unschuld Eigenthum. 6. O Freund, dein Beispiel soll mich lehren, Des Lebens Unschuld sei mein Ehrenkleid! Gern will ich deine Stimme hören Und willig thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu; Wer hat es mehr um mich verdient als du? 7. Nie will ich mich am Feinde rächen; Auch dieß lern' ich, mein Heiland, hier von dir; Nie Gottes Schickung widersprechen, Wär' gleich sein Pfad jetzt noch so dunkel mir. Auf Dornen gingst du selbst zum Ziele hin: Ich folge dir, weil ich dein Jünger bin. 8. Was fürcht' ich noch des Todes Schrecken? Du schliefst einst auch im Grab, o Seelenfreund! Mag sie doch meine Asche decken, Die Erde, wenn des Todes Nacht erscheint? Der Gott, der dir das Leben wieder gab, Wälzt einstens auch den Stein von meinem Grab. 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Mein Retter, den die treuste Liebe bringt! Dort will ich's dir noch besser sagen, Wann dich mein Geist im Engelchor besingt. Dann stimmen alle Sel'gen fröhlich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Joh. Aug. Hermes. Es ist vollbracht! Er ist ver⸗schie⸗den, Mein Je⸗fus —— schließt die Au⸗gen zu! — ne geßt zur Ruh' Und sinkt in 1— To⸗-des⸗nacht. O + SS 2. Es ist vollbracht! Er hat's gesprochen, Des Lebens Wort muß sprachlos sein. Das Herz der Treue wird gebrochen, Den Fels des Heils umschließt ein Stein. Die höchste Kraft ist nun verschmacht't. O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht, und meine Sünden Verdammen nun mein Herz nicht mehr; Denn Gnade hör' ich mir verkünden Durch Jesu Blut vom Kreuze her. Getilget ist der Hölle Macht. O süßes Wort: Es ist vollbracht! Der schläft ganz mit Frie⸗den, Die Le⸗bens⸗ — d D.P‚II—.2. 2—— — 0525 1. Jesu, Deine Geben Trost Fällt So ge Die v Mit d 2. Will f Mein So ge Bald Komn Heftig Deine Bald: 3. Will Auf d Wo s Alsda Deine Die d So ka Und d Knecht. —— e⸗sus e⸗bens⸗ 4. N 120. Passionslieder. 15⁵ 4. Es ist vollbracht! Mein Herzverlangen, Du wunderbare Liebe du, Dich wünschen Engel zu umfangen: Nimm auch in meinem Herzen Ruh', Wo Liebe dir ein Grab gemacht! O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! * „Es ist vollbracht! Ich will mich legen Zur Ruh' an meines Heilands Grab. Die Engel sind allhier zugegen Und steigen bei mir auf und ab. Die Himmelspfort' ist aufgemacht! O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomon Frank. 120. Mel. 114: Der am Kreuz ist meine Liebe. Jesu, deine tiefen Wunden, Deine Qual und bittrer Tod Geben mir zu allen Stunden Trost in Leibs⸗ und Seelennoth. Fällt mir etwas Arges ein, So gedenk' ich deiner Pein, Die verbietet meinem Herzen, Mit der Sünde je zu scherzen. „Will sich noch in Wollust weiden Mein verderbtes Fleisch und Blut, So gedenk' ich deiner Leiden: Bald wird Alles wieder gut. Kommt der Feind und setzet mir Heftig zu, halt' ich ihm für Deine Gnad' und Gnadenzeichen: Bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herz ver⸗ führen Auf die breite Sündenbahn, Wo so viele sich verlieren, Alsdann schau' ich gläubig an Deiner Marter schwere Last, Die du ausgestanden hast: So kann ich in Andacht bleiben Und die böse Lust vertreiben. 4. Ja, für Alles, was mich kränket, Geben deine Wunden Kraft! Wenn mein Herz hinein sich senket, Fühl' ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendet mir das bittre Leid, Herr, der mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 5. Nur auf dich will ich vertrauen, Du bist meine Zuversicht; Dein Tod nimmt dem Tod das Grauen, Daß er mich kann tödten nicht. Daß ich an dir habe Theil, Bringet Trost mir, Schutz nud Heil; Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab' ich dich in meinem Herzen, Brunngquell aller Gütigkeit, So empfind' ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit: Ich verberge mich in dich, Kein Feind kann verletzen mich. Wer vertraut auf deine Wunden, Der hat glücklich überwunden. Joh. Heermann. 156 121. Passionslieder. 121. 5 1524. 0——— , d. DD.— 1 Wenn mich die Sün⸗den krän⸗ken, O mein Herr So laß mich wohl be-⸗den ⸗ken, Wie du ge⸗ é ö —2—— ———— 2 3—— +.— *——..— 70 ö ESSIASEASe SSSS.... Je⸗su Christ, stor⸗ben bist Und al ⸗le mei⸗ne Schul⸗den⸗last Am 2— ö ——.— EE ö DSDSDSDS/SDSPS‚SE ö I 1— 111——— 2. Drum sag' ich dir von Herzen Jetzt und mein Leben lang Für deine Pein und Schmerzen, O Jesu, Lob und Dank, Für deine Angst und bittre Noth, Für dein unschuldig Sterben Und Lieben bis zum Tod. Stamm des heil'-gen Kreu- zes Auf dich ge-nom⸗men hast. 42 e er — 2—— 3. Herr, laß dein bitter Leiden Mich reizen für und für, Mit allem Ernst zu meiden Die sündliche Begier! Laß nie mir kommen aus dem Wie viel es dich gekostet, Sinn, Daß ich erlöset bin! 122. Passionslieder. 157 4. Mein Kreuz und meine Plagen, Ohn' Eigennutz und Heuchelschein Sollt's auch sein Schmach und Und, wie du mir erwiesen, Hilf mir geduldig tragen![Spott, Aus reiner Lieb' allein! Gib, o mein Herr und Gott, 6. Laß endlich deine Wunden Daß ich verleugne diese Welt Mich trösten kräftiglich Und treu dem Vorbild folge, In meinen letzten Stunden Das du mir vorgestellt! Und deß versichern mich, 5. Laß mich an Andern üben, Weil ich auf dein Verdienst nur Was du an mir gethan, trau', Und meinen Nächsten lieben, Du werdest heim mich führen, Gern dienen Jedermann Daß ich dich ewig schau'! J. Gesenius. 122. Wolfgang Weßnitzer. 2 24 — Baarerr. ,*³———— 1. Se⸗-su, mei⸗ nes Le⸗ bens dich für mich ge —.———.— S.— de su, Ie To ⸗ des Tod, In die tief⸗ ste 25 len ⸗ 32 In das äu⸗ßer⸗ .— E eiüS irieite,;e,xöditi, Kr ——————— ——— 11 — E.— D E 2... V3 R ste Ver⸗-der⸗ ben, Nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben: Tau⸗ 115 nmün üm mi SISISEIEEEEDE 2. Wunden ließest du dir schlagen, Angst und Pein erlittest du, Um zu heilen meine Plagen, Mir zu bringen Fried' und Ruh'. Ach, du ließest mir zum Segen Dich mit schwerem Fluch belegen: Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 3. Bitter hat man dich verhöhnet, Tiefe Schmach dir angethan, Dich mit Dornen gar gekrönet Und du nahmst es Alles an, Daß du mich zu Ehren bringest, Mir die Lebenskron' erringest: Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 4. Du hast dich in Noth versenket, Wurdest, ach! für meine Schuld Mit dem Todeskelch getränket, Littest Alles mit Geduld; Daß ich würde losgegeben, Ließest du dein eignes Leben: Lie⸗be 1 O du 5. ö mei⸗ ner Lie ⸗ Die aus wun⸗der-ba⸗-rem Trie ⸗ be »Nun, ich danke dir von Herzen, * Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! Deine Demuth hat gebüßet Meinen Stolz und Uebermuth, Dein Tod meinen Tod versüßet. Es kommt Alles mir zu gut. Deine Schmach und dein Er⸗ bleichen Muß zu Ehren mir gereichen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! Herr, für all' die Angst und Noth, Für die Wunden, für die Schmer⸗ zen, Für den herben, bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Plagen; Jetzt und ewiglich sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! E. Chr. Homburg. be, Du er⸗ LAI — V — 11 Bet muth, »süßet. gut. in Er⸗ eichen ichen. dir, rl Herzen, „Noth, schmer⸗ — 2 FE Raf wünsch⸗te Se⸗lig⸗keit, senkt ins tief⸗ste Leid, Lie ⸗be, die sich mir zu gu⸗ te 9— Als ein O⸗pfer ein⸗ge=stellt Un be⸗zahlt mit ih⸗ rem ů 2.„ ö —5 52 2. 7— ———— IRREEEEE 7 +2 Blu⸗-te Al⸗le Mis⸗se⸗that der Welt. hun * 2. Liebe, die mit blut'gen Thränen An dem Oelberg sich betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, den Fluch der Welt zu stillen, Treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen Schmach und Lästerung gehört, Liebe, die in Angst und Schmerzen Bis zum Tod blieb unversehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, Wo der Athem geht zu End', Liebe, die sich liebend neiget, Wenn sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuze mir erworben, Ach, wie tröstet mich dein Blut! Ach, wie dank' ich deinen Wunden, Schmerzenreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh'! 160 124. Pa ssionslieder. 5. Liebe, die sich todt gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein kaltes Grab gesenket, Die du mir das Heil erworben, ö erzl Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisab. v. Senitz. Ach, wie dank' ich deinem Schm 1 ů Mar⸗ter Je⸗su, Un ⸗ser Herz kann Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann! wer kann dein ver⸗ ges-sen, Der in nie dich g'nug er-mes⸗sen, Wird stets —— —.— 3—— dir sein Wohl⸗sein find't? mehr zum Dank ent⸗zünd't. a .——.—— E i Uns⸗re See⸗le soll sich an dir 125. Passionslieder 161 506 DRRPRRRE rnn Lnnen nn— nnn. 5 wird im Mar⸗ter⸗bild Chri⸗stus schö⸗ner uns * ——8 9——. „——* —.——— 2Z——— ö— E— ‚ ö ö * 2. Tausend Dank, du treues Herz Laß dein Marterbild uns, Herr, der Herzen! begleiten, Alles in uns betet an, Wo wir wallen; dann wird Keiner Daß du unter Martern, Angst gleiten, und Schmerzen Hast genug für uns gethan. Laß uns immer inniger dich lieben Und im Glauben stets uns treu⸗ lich üben, Bis der Festtag uns erscheint, Der uns ganz mit dir vereint. 3. Krank und dürftig eilen unsre Seelen Immer deinem Kreuze zu; Hier kann uns die Heilung nimmer fehlen, Hier strömt uns der Quell derRuh'. Und es geht uns bis ins Grab tichts von deinem Frieden ab. 4. Die wir uns allhier beisammen 1—0. Schlagen unsre Hände ein, Uns auf deine Marter zu ver⸗ binden, Dir auf ewig treu zu sein. Deine Liebe heil'ge und verschöne Unser Lied zum reinen Lobgetöne; Sprich dein Amen, sprich zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Chr. Ren. v. Zinzendorf. 5 6 3 4399 1. So ru⸗hest du, O mei⸗ ne Ruh', In dei⸗ner * ......... SIITT— ——— +———— — „höh ⸗le, Und 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben: Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Doch Preis sei dir! Du solltest hier Nicht die Verwesung sehen: Bald ließ dich des Vaters Kraft Aus der Gruft erstehen. 4. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Auch mich dereinst erwecken: Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 126. I. Ich geh' zu deinem Grabe, Du großer Siegesfürst, Weil ich die Hoffnung habe, Daß du mir zeigen wirst, 5. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich im Frieden liege, Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen Und mit Himmelsglanz verklärt Aus dem Grabe gehen. 7. Indeß will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern Tod Bis zum Tod gedenken. Sal. Frank. Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. Wie man kann fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn, Und mit des Himmels Erben Ins Land des Lebens gehn. 127. Osterlieder. 163 2. Du liegest in der Erde 4. Du fährest in die Höhe Und hast sie eingeweiht, Und zeigest mir die Bahn, Wenn ich begraben werde, Wohin ich endlich gehe, Daß sich mein Herz nicht scheut, Wo ich dich finden kann. Auch in den Staub zu legen, Dort ist es sicher wohnen Was Asch' und Staub vermehrt, Und lauter Glanz um dich; Weil dir doch allerwegen Da warten lauter Kronen — Die Erde zugehört. In deiner Hand auf mich. 3. Dein Grab verschloß ein Siegel‚ 5. O meines Lebens Leben! Du brichst es, Herr, entzwei. O meines Todes Tod! —— Hält mich des Todes Riegel, Ich will mich dir ergeben —— So bin ich dennoch frei: In meiner letzten Noth. Du wirst den Stein schon rücken, Ich will zum Lager machen Der auch mein Grab bedeckt; Mir deine liebe Gruft: Da werd' ich dich erblicken, Da werd' ich schon erwachen, — Der mich vom Tode weckt. Wenn deine Stimme ruft. —.— ö Benj. Schmolck. C. Osterlieder. 127. Mel. 95: Vom Himmel kam der Engel Schaar. ToDd 1. Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht, ö Mein Heiland Christus aufersteht: Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. 2. Wenn ich oft lieg' in Nacht und Noth, Versenkt in Trauern bis zum Tod, So läßt er früh in Freud' und Wonn' Mir aufgehn seine Gnadensonn'. 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt im Todeszwang; Den dritten Tag durchs Grab er dringt Und hoch die Siegesfahne schwingt. ö 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mt. Am Kreuz mit Schmach gebunden hält: In Kurzem wach' ich fröhlich auf, Mein Osterfest ist schon im Lauf. klärt ben 5. Der Lebensfürst den Tod besiegt, Da er selbst todt im Grabe liegt; en Er geht hervor in eigner Kraft, Und Tod und Höll' an ihm nichts schafft, 128. Osterlieder. 6. O Wunder groß! o starker Held! 4. O her Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Die Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Des Er wälzt ihn von des Herzens Thür. 7. Gott sei gelobt, daß Jesus Christ—— Wahrhaftig auferstanden ist! her Kommt her und schaut: das Grab ist leer, Den Herrn des Lebens hält's nicht mehr. 8. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Und stürb' auch alle Welt mir ab, G'nug, daß ich Christum bei mir hab'. 9. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Weil seines Leibs ein Glied ich bin. 10. Durch seiner Auferstehung Kraft Komm' ich zur Himmelsbürgerschaft; Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt Und mit Gerechtigkeit gekrönt. 11. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir ist bereit. Vertreibet Furcht und Traurigkeit. 12. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt, Bis wir dereinst in höh'rer Weis' Erheben deinen Ruhm und Preis. Joh. Heermann. 128. Mel. 147: O heiliger Geist, o heiliger Gott. 1. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, Wir sind gerecht aus Gottes Huld. Da Jesus lebt ohn' alles Leid! O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl Er ist erstanden von dem Tod, 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Wir sind erlöst aus aller Noth. Der Tod ist überwunden heut'! x O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Es darf uns nicht mehr vor im 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, graun, Da wir von Sünden sind befreit! Wir sind erfüllet mit Vertraun. Getilget ist nun unsre Schuld, O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl mann. 3Huld. he Zeit! he Zeit! heut'! or ihm zraun, rtraun. jhe Zeitl! 129. Osterlieder. 16⁵5 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Die Liebe Gottes uns erfreut, Erhalt' uns, Jesu, diese Freud', Des Herren Sieg hat uns er⸗ Zu sagen hier zu aller Stund' löst, Und dort einmal mit sel'gem Uns neues Leben eingeflößt. Mund: O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyr. Günther. Berner Gesangbuch. 4— 1 x Wach'auf, mein Herz! Die Nacht ist hin, Die Sonn' ist Er⸗ munt⸗re dei⸗ nen Geist und Sinn, Den Hei⸗land .—— . I ————— n n. PꝑPꝑPꝑPIPIPIPIPIPPCPIIPI.I. I ——. 1 I 75 ̃— ,. n —, — F auf⸗ ge⸗ gan⸗ gen. zu em ⸗ pfan ⸗ gen, Der heu ⸗ te durch 1 ö —. F ᷣꝑ‚BB.Rꝗ.a..................= — ö —.— ö— + 0.————— + —— ren ra r, S— — 5⁵ 828.—— i— WTo⸗des Thor Ge⸗ bro⸗chen aus dem Grab her⸗vor, Der arnn AꝗD— — 2. e. — 1—— 1——— 2. Steh' aus dem Grab der Sünden Und such' ein neues Leben; sauf Vollführe deinen Glaubenslauf, Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such', was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, Und tracht' nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgen⸗ stein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud' und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht: er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. 130. ⸗Willkommen, Held im Streite, Aus deiner Grabeskluft! Wir triumphiren heute An deiner leeren Gruft. 5. Es hat der Löw' aus Juda's Stamm Heut' siegreich überwunden Und das erwürgte Gotteslamm Hat uns zum Heil gefunden Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde Schau getragen. 6. Drum auf, mein Herz, fang' an den Streit, Weil Jesus überwunden; Auch du wirst überwinden weit, Er hat den Feind gebunden. Scheu' weder Teufel, Tod noch Welt: Jesus, der starke Siegesheld, Ist mächtig in den Schwachen. „Sei, Herr, gelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Ueberwindern! Laß uns, Herr Jesu, insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben! Laur. Laurentii. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 2. Du hast nun überwunden Der Feinde Macht und Spott Wir haben Trost gefunden; Mit uns ist unser Gott. 4 Juda's mm on Slamm den keit, Streit en. ng' an Streit, 1weit, en. )noch ad, rchen. r Zeit keit emein in, nl entii. pott 13I. Osterlieder. 167 3. Der Fried' ist uns erstritten, Und jeder Schrecken flieht; In der Gerechten Hütten Erschallt das Siegeslied. 4. Theil' uns des Sieges Beute, Den Trost nun reichlich aus; Ach komm und bring noch heute Dein Heil in Herz und Haus. 5. In deines Grabes Staube Liegt unsre Schuld bedeckt; Deß tröstet sich der Glaube, Daß ihn kein Feind mehr schreckt. 6. Du hast das Heil erworben; Wir preisen dich dafür. Sind wir mit dir gestorben, So leben wir mit dir. 7. Wir wollen ohne Grauen Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir nur dort dich schauen Und selig auferstehn. 8. Schwing deine Siegesfahnen Auch über unser Herz, Und zeig' uns einst die Bahnen Vom Tode himmelwärts! 9. Was kann uns denn noch schaden? Des Todes Pfeil ist stumpf. Wir sind bei Gott in Gnaden, Und rufen schon: Triumph! Benj. Schmolck. 131. Mel. 122: Jesu, meines Lebens Leben. 1. Trauernd und mit bangem Sehnen Wandern Zwei nach Emmaus, Ihre Augen sind voll Thränen, Ihre Seelen voll Verdruß. Man hört ihre Klageworte; Doch es ist von ihrem Orte Unser Jesus gar nicht weit Und vertreibt die Traurigkeit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem stillem Kummer nach, Sie bejammern ihre Schmerzen, Ihre Noth, ihr Ungemach; Manches wandelt ganz alleine, Daß es nur zur Gnüge weine. Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei. 3. Oft schon hab' ich's auch em⸗ pfunden, Jesus läßt mich nie allein; Jesus stellt zur rechten Stunden Sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hilfe da. 4. Treuster Freund von allen Freun⸗ Bleibe ferner noch bei mir![den, Sucht die Welt mich anzufeinden, Ach, so sei du auch allhier! Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Wollst du mächtig mich bedecken! Komm, in meinem Geist zu ruhn! Was du willst, das will ich thun. 5. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf' mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet Und daß ich dein eigen bin. Laß dein Wort mich 9190 grün⸗ en, Laß es ganz mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt! 6. Tröst' auch Andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn, Oder in der stillen Kammer Tief bekümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, Daß sie satt sich weinen können, 168 132. Osterlieder. Sprich dann ihren Seelen zu: Nirgend sich ein Helfer zeigt: „Liebes Kind, was trauerst du?“ Bleib' alsdann in runfrer Mitten, 7. Hilf, wenn es will Abend werden Wie dich deine Jünger bitten; Und der Lebenstag sich neigt, Bis du sie getröstet hast, Wenn dem dunkeln Aug' auf Bleibe, bleibe, theurer Gast! Erden Joh. Neunherz. 132. Heinr. Egli. —.—— EIEEEE 1. Je⸗sus 0 mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun ee.. E—.. Dieß i 2. Jesus Ueber Mit ih Ewigeh Gott er Dieß i 3. Jesus Lästert Gnade Daß de Gott v Dieß i 4. Jesus Sein se Reines Und de 1. Bringt Frohlo Er, der Ist au Sei hoch Daß di Und 2. Dein L Befestit Wer k Den gi igt kitten, tten; st! herz. ———.— 133. Osterlieder. 169 * — ö E E Dieß mei⸗ Zu⸗ 97 ⸗sicht, e Dieß ist. ne Zu⸗ 15 sicht! . ee ö——... Y + IS 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich Ueber alle Welt gegeben; Mit ihm werd' auch ich zugleich Ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; Dieß ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, Lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; Dieß ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, Sein sei auch mein ganzes Leben! Reines Herzens will ich sein Und den Lüsten widerstreben. 133. 1. Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar, Frohlockt ihm, alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, Ist aus dem Grab gekommen. Sei hochgelobt, Herr Jesus Christ, Daß du für uns gestorben bist Und siegreich auferstanden! 2. Dein Leben in der Majestät Befestigt unsern Glauben; Wer kann, da dich dein Gott erhöht, Er verläßt den Schwachen nicht; Dieß ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsterniß, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; Dieß ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnoth Wird es meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christ. F. Gellert. Mel. 223: Nun freut euch, Christen, insgemein. Erlösung von der Sünde Macht Hast herrlich du ans Licht gebracht, Den Himmel uns geöffnet! 3. Gott selbst, der dich dem Grab entrückt, Hat deinen theuren Lehren Der Wahrheit Siegel aufgedrückt, Dich, seinen Sohn, zu ehren; Und deines Todes hohen Werth Hat er aufs Herrlichste erklärt, Den großen Trost uns rauben: Da er dich auferwecket. 170 134. 4. Erstandner! Ich frohlocke dir, Daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch Das ew'ge Leben gebest;[mir Daß du auch mein Erretter seist, ö Und neue Kräfte mir verleihst, Mit Freuden Gott zu dienen! ö 5. Mein Herr und Gott, hilf mir Befreie mich von Sünden![dazu! Laß mich für meine Seele Ruh' In deiner Gnade finden! Und pflanze deinen Sinn in mir, Damit ich, dir ergeben, hier Als dein Erlöster wandle. 6. Dein ist das Reich, dein ist die Entschlafne zu erwecken.[Macht, Du rufst einst, und der Gräber Nacht Wird Todte nicht mehr decken. ö 1 ů Je⸗ sus, die Dir, du To⸗ 3 ————2 dan⸗ken heut' Herr⸗lich⸗ keit! 134. Osterlieder. Wie du, Herr, auferstanden bist, So werd' auch ich, o Jesus Christ, Durch dich einst auferstehen. 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, Im Glauben an dich wandeln, Und jederzeit nach deinem Sinn Gerecht und christlich handeln; Daß ich, wenn ich einst aufersteh Und dich, des Todes Sieger, seh', Vor dir dann nicht erschrecke. 8. Da, wo du bist, da soll auch einst Dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wann du nun erscheinst, Zu deiner Freud' erheben. Laß dieses auch mein Erbtheil sein, So werd' ich ewig deß mich freun, Daß du vom Tod erstanden. J. S. Diterich. Zürcher Gesangbuch. S S ö Al⸗-le Chri⸗sten 112—— 5—2 der 8————— Truge Littest Mens Aller Dich, Drän 3. Willi Mane Bis z Lag d Endli Ruht Da ke Gotte 4. O mi nden bist, 1s Christ, erstehen. noch bin, vandeln, lem Sinn andeln; aufersteh ger, seh', erschrecke, nuch einst eben. du nun inst, en. heil sein, ch freun, standen. Diterich. ingbuch. 134. Osterlieder 171 erene. ,.. nee. Mit dir le⸗ ben dei⸗ ne Glie⸗der; Uns, die Tod und 2 2 2 2——8 9 8— F d..x Ree re, —— SA‚l + 9.π 4 Grab er=schreckt, Hat Gott mit dir auf⸗er⸗weckt. ◻ 55 2. Nieder kamst du auf die Erde, Gottes Sohn, von Gottes Thron, Trugest jegliche Beschwerde, Littest Schmerzen, Spott und Hohn. Menschen haßten dich, du Bester, Aller Armen Hilf' und Tröster! Dich, du Labsal jeder Noth, Drängten sie bis in den Tod. 3. Willig, Herr, trug deine Seele Mancher Leiden schwere Last Bis zum Tod, und in der Höhle Lag dein müder Leib erblaßt. Endlich frei von aller Plage Ruht er bis zum dritten Tage: Da kam in das stille Grab Gottes Herrlichkeit hinab. 4. O mit welchen Gottesfreuden Strahlst du aus des Grabes Nacht! Ewig fern ist alles Leiden, Ganz dein großes Werk vollbracht! Liebreich eiltest du, den Deinen Im Triumphe zu erscheinen: Seht mich, Freunde, die ihr bebt! Jauchzet! Euer Jesus lebt! 5. Ja, du lebst! Wer dir vertrauet, Ob er stürbe, stirbet nicht. Wer auf deine Liebe bauet, Kommt dereinst nicht ins Gericht. Wer hier starb, wird auferstehen, Wird unsterblich dort dich sehen, Freudig, wer sich dir ergibt, Zitternd, wer dich hier nicht liebt. 6. Ewig sei'st du angebetet, Gott, der unser Vater ist! Du hast uns vom Tod errettet, Uns gesendet Jesum Christ, Uns durch Jesum neu geboren. Ewig wären wir verloren, Hätt' er nicht vom Thron herab Sich versenkt in Tod und Grab. 172 135. Osterlieder. 136. — 7. Hallelujah! Unser Leben, Frei und rein von allen Sünden Gott der Menschen, Jesus Christ! Laß uns, daß du lebst, empfinden! Unser Herz sei dir ergeben, Tief im Staube singen wir Der du auferstanden bist! Dank und Hallelujah dir! J. K. Lavater. 135. Mel. 5: Nun danket All und bringet Ehr'. I. Ich sag' es jedem, daß er lebt 5. Der dunkle Weg, den er betrat, Und auferstanden ist, Geht in den Himmel aus, Daß er in unsrer Mitte schwebt Und wer nur hört auf seinen Rath, Und ewig bei uns ist. Kommt auch in Vaters Haus. 2. Ich sag' es jedem, jeder sagt 6. Nun weint auch Keiner mehrallhie, Es seinen Freunden gleich, Wenn Eins die Augen schließt; Daß bald an allen Orten tagt Vom Wiedersehn spät oder früh Das neue Himmelreich. Wird dieser Schmerz versüßt. „Jetzt scheint die Welt dem neuen 7. Es kann zu jeder guten That Erst wie ein Vaterland; Sinn Ein Jeder frischer glühn, Ein neues Leben nimmt man hin Denn herrlich wird ihm diese Saat Entzückt aus seiner Hand. In schönern Fluren blühn. 4. Hinunter in das tiefe Meer 8. Er lebt, und wird nun bei uns Versank des Todes Graun, Wann Alles uns verläßt; Isein, Und jeder kann nun leicht und hehr Und so soll dieser Tag uns sein In seine Zukunft schaun. Ein Weltverjüngungsfest. Novalis. 136. Mel. 124: Marter Jesu, wer kann dein vergessen. 1. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte, Seinen heil'gen Friedensgruß In die Kreise seiner Lieben brachte, Welche Stunden voll Genuß! Möcht' auch uns in diesen Segenstagen Oefters solche Himmelsstunde schlagen, Und sein holdes Friedenswehn Uns mit Gotteskraft durchgehn! 2. Thränen, die ihm Lieb' und Sehnsucht weinen, Trocknet er mit milder Hand; Freundlich naht er wandernd zu den Seinen, Setzt ihr Herz in heil'gen Brand; Freundlich läßt er sich zum Bleiben bitten, Gehet ein zu unsern Friedenshütten, Reicht sein Lebensbrot uns dar, Und ihn kennt der Seinen Schaar. 137. Osterlieder. 173 —— Sünden 3. Oder prüfend tritt er vor die Seele: ofinden“ Hast du, sprich, hast du mich lieb? wir Wer verdeckt ihm Schwächen oder Fehle? r! Wer den tiefstverborgnen Trieb? avater. Selig, wessen Herz, durch ihn entzündet, Lautre Lieb' in Wort und Werk verkündet, Und, zum Glaubenssieg geübt, ů—ᷓ— Ohne Sehen glaubt und liebt! nRath 4. Selig, wen der Herr bei seinem Namen Haus Mit der Himmelsstimme nennt, Wer, wenn bange Glaubensnächte kamen, Aieht Frohbeschämt ihn wieder kennt!— 62 fräh Stammelnd wird er jetzt zu seinen Füßen süßt Ihn mit neuer Glaubenswonne grüßen, Und entbrannt für ihn, für ihn, That Froh durch Tod und Leben ziehn. se Saat 5. Dank sei dir, du Herr und Gott der Deinen, n. ö 2 is ans Ende fühlbar nah! ö ei uns Noch kaunst du dem Geist in Kraft erscheinen, ssein, Daß er jauchzt: Der Herr ist da! 18 sein Kannst mit deinem Hauche neu beleben Und den Geist aus Gott uns wiedergeben. valis. Komm mit deinem Himmelreich, 1. Zieh einher, du Ostersonne, Zieh einher im Siegeslauf! Denn es stieg zu ew'ger Wonne Jesus aus dem Grab herauf. 2. Seit dem schöpferischen Werde, Das erfüllt hat Thal und Höhn, War kein Morgen auf der Erde So erquickend und so schön. 3. Keine Nebel, keine Schatten Decken nun die Erde mehr; Dieser Tag verheißt den Matten Aller Kräfte Wiederkehr. Komm, o Herr, mach' dir uns gleich! K. B. Garve. 137. Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. 4. Dieser Strahl bricht in die Tiefe, Die kein Aug' erträgt zu schaun, Daß er neue Hoffnung riefe In das düstre Todesgraun. 5. In die Grüfte dringt das Leben Und erweckt den Wiederhall. Herzen glühen, Geister schweben, Lebensahnung überall! 6. Wo uns sonst ein Abgrund schreckte, Wo der letzte Grenzstein stand, Reichet jetzt der Auferweckte Uns entgegen seine Hand. 174 138. Osterlieder. 7. Fürst des Lebens! Deine Boten 8. Ziehn hinaus im Morgenschein; Die Lebendigen und Todten Schließt dein Wort des Friedens Gieß' die edle Friedensgabe Ueber alle Menschen aus! Friede über jedem Grabe, ö Friede sei in jedem Haus! 1. See⸗le, dein Hei⸗land ist ein. C. H. R. Puchta. — 138.— Hs. G. Nägeli. ö— zn —.—— 2——— 5 , wal. 0———.—.—— — S frei von den Ban⸗den, m/. x ö* 2 2* 2—— 0—— 2.— 0———.——.— DDDE E — SSSS F 5 —— da.— —..— 2 2— In—* EEEE— — 2.. 2 2.1* 6 1— I er⸗stan⸗den! 2 1ů³— Oö . 2. 2 e. .——— Zue Eer—— 2. Seele, o Seele, auch du wirst erstehen, Wirst ihn verkläret, den Herrlichen, sehen, Wie er die Palme des Sieges dir beut, So du getreu ihm dein Leben geweiht! 3. Stachel des Todes ist nimmer verderblich; Staub nur verweset, der Himmel ist erblich. Bürger des Himmels hienieden ja schon, Bist du verbrüdert den Engeln am Thron. 4. Himmelsgedanke, auf ihn nur gerichtet, Wie er die irdischen Pfade dir lichtet! Seele, entsage der Sorg' um die Welt, Blick' auf das Ziel hin im himmlischen Zelt! 5. Nie laß den Muth und die Hoffnung dir wanken! In der Unsterblichkeit Wonnegedanken Senke dich, Seele, im Glauben hinein, Bis er in Schauen verwandelt wird sein! J. H. C. von Wessenberg 139. Mel. 16: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. 1. Die Lerche stieg am Ostermorgen Empor ins klarste Luftgebiet Und schmettert', hoch im Blau verborgen, Ein freudig Auferstehungslied. Und wie sie schmetterte, da klangen Es tausend Stimmen nach im Feld: Wach' auf, das Alte ist vergangen, Wach' auf, du frisch verjüngte Welt! 2. Wacht auf und rauscht durchs Thal, ihr Bronnen, Und lobt den Herrn mit frohem Schall! Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen, Ihr grünen Halm' und Blätter all'! 176 140. Himmelfahrtslieder. „Ihr sollt euch All' des Heiles freuen, Ihr Veilchen in den Waldesgründen, Ihr Primeln weiß, ihr Blüten roth, Ihr sollt es alle mit verkünden: Die Lieb' ist stärker als der Tod! ö 3. Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen, Die ihr im Winterschlafe säumt, ö In dumpfen Lüsten, dumpfen Schmerzen Gebannt, ein welkes Dasein träumt! Die Kraft des Herrn weht durch die Lande Wie Jugendhauch, o laßt sie ein! Zerreißt, wie Simson, eure Bande, Und wie die Adler sollt ihr sein! 4. Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen Gebrochen an den Gräbern steht; Ihr trüben Augen, die vor Thränen Ihr nicht des Frühlings Blüten seht; Ihr Grübler, die ihr, fern verloren, Traumwandelnd irrt auf wüster Bahn: Wacht auf, die Welt ist neu geboren; Hier ist ein Wunder, nehmt es an! Das über euch ergossen ward; Es ist ein inniges Erneuen Im Bild des Frühlings offenbart. Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte; Jung wird das Alte fern und nah. Der Odem Gottes sprengt die Grüfte: Wacht auf, der Ostertag ist da! Eman. Geibel. D. Bimmelfahrtslieder. 140. Mel. 9: Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. 1. Auf diesen Tag bedenken wir, 2. Gottlob, der Weg ist nun gemacht, Daß Christus aufgefahren, Uns steht der Himmel offen! Und danken unserm Gott dafür Heut' schloß ihn Christus auf mit Und flehn, er mög' bewahren Erfüllt ist unser Hoffen.[Pracht, Uns arme Sünder hier auf Erd', Wer's glaubt, deß Herz wird Die wir, von mancher Noth be— freudenvoll, schwert, Der weiß, daß er sich rüsten soll Nur Trost in Hoffnung haben. Dem Heiland nachzufolgen. 3. Wer hi Hat ke Denn 4. Solch' Wenn Als sei Der V 1. Der H Mit al Aus d Zu sein Lobsine Lobsine Dem H Dem 1 2. Lob se Der un Wir w Da me Der H Will u Er zeig Er brit 3. Wir se Der H Wir ge Getrost Ihr H Wo Je Dahin Dahin Geibel. gemacht, offen! auf mit (Pracht, rz wird denvoll, sten soll gen. 141. Himmelfahrt Slieder. 177 3. Wer hier nicht seinen Willen thut, Hat keinen Theil am Herren; Denn Jesus wird vor Fleisch und Blut 5 Sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegt's: ist dieserecht, So wird gewiß das Leben recht Zum Himmel sein gerichtet. 4. Solch' Himmelfahrt fängt in uns an, Wenn wir den Vater finden, Als seine Kinder fliehn die Bahn Der Welt und ihrer Sünden. Wir sehn hinauf, Gott sieht herab, An Treu' und Liebe geht nichts ab, Bis wir zusammenkommen. „Dann wird der Tag erst freuden⸗ reich, Wenn Gott uns zu sich nehmen Und seinem Sohn wird machen gleich; Da schwindet Noth und Grämen. Da wird sich finden Freud' und Muth In Ewigkeit beim höchsten Gut. Gott woll', daß wir's erleben! Joh. Zwick. 141. Mel. 39: Aus meines Herzens Grunde. 1. Der Herr fährt auf gen Himmel 4. Mit aller Engel Chor Aus dieser Welt Getümmel Zu seinem Thron empor! Lobsingt, lobsinget Gott! Lobsingt, ihr Nationen, Dem Herrscher aller Thronen, Dem Herren Zebaoth. 2. Lob sei dem Gott der Gnade, 5. Der unser Haupt erhöht. Wir wissen nun die Pfade, Da man zum Himmel geht. Der Heiland zieht voran, Will uns zurück nicht lassen, Er zeiget uns die Straßen, Er bricht uns sichre Bahn. 3. Wir sollen himmlisch werden, 6. Der Herr bestellt den Ort; Wir gehen von der Erden Getrost zum Himmel fort. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, Dahin sei das Verlangen, Dahin sei unser Lauf. Laßt uns gen Himmel dringen Mit herzlicher Begier; Laßt uns voll Inbrunst singen: Dich, Jesu, suchen wir, Dich, o du Gottessohn, Dich, unser Licht und Leben, Dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron'. Fahr' hin mit deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt! Dein Tand kann nicht ergötzen; Weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unsre Zier, Der Herr ist unsre Wonne; Zu unsrer Lebenssonne, Zu Jesu ziehen wir! Wann soll es doch geschehen? Wann kommt die liebe Zeit, Da wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Da wir zu seinen Füßen Anbetend ihn begrüßen? O Tag, brich bald herein? Gottfried Wilh. Sacer. 12 178 142. Himmelfahrtslieder. 142. Basler Gesangbuch. * 3 1. Je⸗sus Chri-stus herrscht als Kö-nig, Al⸗les wird ihm . e ee .—8—0 E. e E ⁊˙—— un ⸗-ter⸗-thä-⸗ nig, Al⸗les legt ihm Gott zu Fuß. V. 4* — 2 — RE.— ———5———— 21 e —————.—— 8— 2—————— E—. Herr zu nen⸗nen, é 2. Chrif Chrif Chris In de Hat Ist a 3. Nur Könn Die( Hört' Und Komn 4. Gebt, Klagt Sagt, Er ka Reicht Leben 5. Eil'!6 Willst Willst Willst Soll Willst 6. Allen Soll's Denn Wertl Möcht Süßes 143. Himmelfahrtslieder. 179 2. Christi Thron ist unumstößlich, Christi Leben unauflöslich, Christi Reich ein ewig Reich. In der Welt und Himmel Enden Hat er Alles in den Händen, Ist allein dem Vater gleich. 3. Nur in ihm, o Wundergaben, Können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. Hört's, das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Versühnen Kommt in Jesu uns zu gut. 4. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen! Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen! Sagt, ihr Armen, ihm die Noth! Er kann alle Wunden heilen, Reichthum weiß er auszutheilen, Leben schenkt er selbst im Tod. 5. Eil'! Es ist nichtZeitzum Schämen. Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Es soll sein. Willst du glauben? Du sollst sehen! Soll der Wunsch aufs Höchste gehen, Willst du Jesum? Er ist dein. 6. Allen losgekauften Seelen Soll's an keinem Gute fehlen, Denn sie glauben, Gott zumRuhm. Werthe Worte, theure Lehren! Möcht' doch alle Welt dich hören, Süßes Evangelium! 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder Hier auf kurze Zeit darnieder, Und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! Es folgen Freuden, Nichts kann sie von Jesu scheiden, Er, das Haupt, zieht sie empor. Auch bis dahin gibt er Nahrung, Leitung, Heilung und Bewah⸗ rung, Denn er pflegt und liebet sie. Ja, bei seinem Kreuzesstamme Fragen sie, wer nun verdamme; Denn sie rühmen: Gott ist hier! »Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, Ueber alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit erscheine, Da sie heimführt Jesus Christ. „Jauchz' ihm, Menge heil'ger tnechte! Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schaar, diePalmen trägt, Und ihr Dulder mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! Ich auch auf den tiefsten Stufen, Ich will glauben, zeugen, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König! Alles wird ihm unterthänig! Ehret, liebet, lobet ihn! Ph. Fr. Hiller. 143. Mel. 11: O daß ich tausend Zungen hätte. 1. Zum Himmel bist du eingegangen, Mit Preis gekrönt, Herr Jesus Christ! Wie sollte mich nun nicht verlangen, Auch dort zu sein, wo du nun bist? Ich bin ja nur ein Pilger hier; Nimm in die Heimat mich zu dir! 180 143. Himmelfahrtslieder. 2. Vom Tode stand'st du auf zum Leben, Du gingst verklärt zum Himmel ein: So muß sich auch mein Geist erheben, Ich darf nicht todt in Sünden sein. Ein neues Leben wirk' in mir, So komm' ich einst gewiß zu dir. 3. Am Oelberg fingen deine Leiden Mit bittern Todesängsten an; Am Oelberg gingst mit hohen Freuden Du siegreich deine Himmelsbahn. So folgt auf Leiden Herrlichkeit: Zu beiden mache mich bereit! 4. Du bist von uns zwar aufgefahren, Doch ist dein Wort noch immer hier; Laß dieses Kleinod mich bewahren, Im Worte redest du zu mir; Dieß leitet meinen Lebenslauf Und schließt mir deinen Himmel auf. 5. Du hobest segnend deine Hände Beim Scheiden von den Deinen auf: O hilf, daß einst auch ich vollende Durch dich gesegnet meinen Lauf! Wenn ich von dir gesegnet bin, Dann fahr' im Frieden ich dahin. 6. Ich sehe dir mit Glaubensblicken In deinen Freudenhimmel nach, Mein Herz soll sich an dir erquicken, Der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, Bleibst du doch meine Zuversicht. 7. Einst wirst du herrlich wiederkommen, Gleich wie du aufgefahren bist; Dann werd' ich völlig aufgenommen, Wo mir bereit mein Erbtheil ist. So leb' ich nun im Glauben hier, Im Schauen aber dort bei dir. Berliner Gesangbuch. —. heit, — Ben. Jucker. — —— x Je 2 8 us Christ ——.— .— ist die Weis⸗hei ö bracht! Sein E Der To⸗des⸗u — — 5 — — V —— — — — — ——* — +2 2 —— * lock', mein Herz, weil 2————— x Werk voll ——— ren ist, —.— 2 2 Macht, Er ist das Heil der Sün-der. 4 —4 ße 2535. ——— * fah⸗ — * 1. Froh 55 x auf⸗ge — hat das gro — h 1————— 7 . 2 182 145. Himmelfahrtslieder. 2. Wie herrlich bist du, Herr, mein Heil! Ich hab' an deiner Klarheit Theil, Für mich fuhrst du zum Himmel. Du Hoherpriester, gehst mit Ruhm Für mich auch in dein Heilig⸗ thum, Dir folg' ich in den Himmel. 3. Du, dessen Wort die ganze Welt Allmächtig rief, allmächtig hält, Herr, Herr, durch den wir leben, So lang ich wall' im Staube hier, Soll sich mein ganzes Herz zu dir Vom Staub empor erheben. 4. Entreiß' durch deines Geistes Kraft, Die Alles allenthalben schafft, Mein Herz dem Tand der Erde, Daß ich mit Muth vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Im Kampf gestärket werde! 5. Ja du, du schaust auf mich herab, Du, der für mich dahin sich gab; Laß dieß mich stets ermessen! Du kannst, obgleich du, Jesus Christ, Im Himmel aller Himmel bist, Doch meiner nicht vergessen. 6. Hab' ich vollendet meinen Lauf, So nimm mich in den Himmel auf, Daß ich dich, Jesus, sehe, Daß ich in deiner Herrlichkeit Von Ewigkeit zu Ewigkeit Vor deinem Throne stehe. J. C. Lavater. Hs. G. Nägeli. wei⸗ tert mit Jauch-zen die Tho⸗re 4 r Erde, deinem Thron, enschen Sohn, de! herab, h gab; ssen! Jesus hrist, l bist, en. Lauf, ielauf, heit ater. ägeli. e e. 4 2. Er naht sich, der drohende Tod wird zu Schanden, Nun schrecket uns nimmer das offene Grab; Befreit sind die Sünder von lastenden Banden, Es senkt sich die Gnade herab. 3. Sie tragen statt Fesseln nun fröhliche Palmen, Und Hoffnung erfüllet statt Grauen die Brust; Das Jammern der Kerker verkehrt sich in Psalmen, Den Kummer verdränget die Lust. 4. Die Boten der ewigen Herrlichkeit eilen, Sie bringen Versöhnung und himmlische Pracht; Wie Blitze die schwarzen Gewölke zertheilen, Zertheilt sich die trauernde Nacht. 5. Dich, Heiland, dich suchet der Frommen Bestreben, Der unsers Geschlechtes Erlösung vollbringt; Dir folget die Liebe durch Tod und durch Leben, Die Liebe, die Alles durchdringt. Schmid. B eet, La n rii d,— * Reich ist nun Got⸗tes, es ru⸗ hen die Krie ⸗-ge, Es ů e [Q.— I 2 V— L 83— 2— 7— —— E 1 SS SSIISPSSIPIPISISIIIIIII—‚ .— SSS . —.— 2..— =..— 2 L—...— I 5 + 25 1 I ——— 1.— 2 21— II Eei E naht sich der Kö⸗nig, der Held. E 2.. 2———— HN SSDSI——— ——— 1 * 184 146. Pfingstlieder. E. Pfingstlieder. 146. +. Komm, Schö⸗ pfer Geist, kehr' bei uns ein Und laß uns ö ů ö ö S— 6 ö dei⸗ Wohnung sein; Er⸗füll' 5 3—— Ge⸗bild, Mit — ö da ———.——. FH— —22..————ͤ—p———.——————4—4—46474——————::: ö—.8 2. Ein Tröster kommst du uns herab, Stärk' unsern Muth, daß er— Du bist des Höchsten höchste Gab'/ ö besteh' Der Lebensquell, die Lebenssonn', Des schwachen Leibes Noth und Der Seele Salbung, Lieb' und Weh!— Wonn'. 5. Des Bösen Macht vertilge du,— 3. Unendlich reichst du Gaben dar, Gib Frieden uns und Seelenruh; 1 Du Gottes Finger wunderbar, Dir woll'n wir folgen immerhin Durch dich lebt nun des Herren Und allem Argen uns entziehn. 1ba Wort 6. Den Vater und den Sohn, o lehrfp/p 4. Gib unsrer Leuchte klaren Schein, Du heil'ger Geist! In alle Zeit Flöß' Liebesglut den Herzen ein! Sei'n unsre Herzen dir geweiht! Nach einem lateinischen Hymnus. In allen Zungen ewig fort. Sie uns erkennen immer mehr. 2— S nruh'; nerhin ziehn. olehr' mehr, Zeit veiht! nus. 147. Pfingstlieder. 185⁵ 66 1638. ree. ö 1. O hei⸗li⸗ger Geist, o 90 ⸗li⸗ger Gott! Du 44 2 ö de n n v— ä 1 L Was⸗ b—— 73— 8852——55 0 2—.—— ö ....—.— r i= das die Welt durchstrahlt, Du Wort, das al-le Welt durch⸗ ————. + ——— 2— 2.— 2— en Ln, 24 99 55 — 2——, drn e dir. La, ——— x 186 148. Pfingstlieder. 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott! ö 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, 4. Laß u Wo du nicht bist, wohnt Leben Der Wohnung uns bereitet hält! Daß nicht! Wenn unser irdisch Haus zerfällt, Die f Erfüll' uns du mit deinem Licht, Führ' du uns in die bessre Welt: Gott, Mit Liebesglut und Zuversicht: O heiliger Geist, o heiliger Gott! Lehr O heiliger Geist, o heiliger Gott! Nach einem alten Pfingstliede. Einzi 5. Reiz' 148. Jogchim Neander. ö Frei, ..—,. — nd +* —— 1 Komm, o komm, du Geist des Le=bens, Wah ⸗rer ö— Dei-ne Kraft sei nicht ver⸗ ge⸗bens, Sie 23. Dah a Ach — O so Gott von E⸗wig⸗ keit! —3 uns je⸗der⸗zeit: ̃ —.——+..2 So 2— Wast und Licht und Schein In den dun ⸗keln Her ⸗zen SSSN sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht, V 3. Zeig' uns, Herr, die rechten Stege Daß wir Anders nichts beginnen Als nur, was dein Wille sucht. Dein' Erkenntniß werde groß Und mach' uns vom Irrthum los! Zu der wahren Wohlfahrt an; Räume Alles aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann; Wirke Reu' durch deine Gnad', Wenn der Fuß gestrauchelt hat. ————— er Gott, et hält! zerfällt, e Welt: r Gott! jstliede. eander. 149. Pfingstlieder. 187 4. Laß uns stets dein Zeugniß merken, Sprich dem Herzen tröstlich zu, Daß wir Gottes Kinder sind, Und gib Muth, Geduld und Ruh'! Die sich in dem Glauben stärken: Gott ist väterlich gesinnt. 7. Du wis Wusder Be. Lehr uns, daß des Vatere Zucht Fördre in uns deine Werke! Einzig unser Bestes sucht. Wenn der Feind uns fliehen heißt, 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten Schenk' 50 henk' uns Waffen zu dem Krieg Frei, mit aller Freudigkeit! 277 1—01 Seufz auch in uns, wenn wir Und erhalt' in uns den Sieg! Und vertritt uns allezeit;[beten, 8. Wenn wir endlich sollen sterben, So wird unsre Bitt' erhört Steh' uns bei im letzten Streit! Und die Zuversicht gemehrt. Gib Gewißheit, daß wir erben 6. Wird uns auch um Trost oft bange, Jene Ehr' und Herrlichkeit, ö Daß die Seele seufzen muß: Die Gott gibt durch Jesum Christ, Ach, mein Gott, mein Gott, wie Und die unaussprechlich ist! O so mache den Beschluß: llange! Heinr. Held. 149. Konrad Kocher. 0 F— ö ö JZ..—————.—. en 2.....——— , nu v nn nenn Lrnenen ani n n, I 1 ö O heil'⸗ger Geist, kehr' bei uns ein Und laß uns Du Himmels⸗licht, laß dei- nen Schein In un⸗sern ,— —— 15 ———— 2..——— dei⸗ ne Wohnung sein; O komm, du Le⸗bens⸗-son⸗ ne! See⸗len kräf⸗tig sein Zu ste⸗-ter Freud' und Won ⸗ ne! öD IIRE 13 57 ae V D——— 1500 n rn. EE * ö 60 5 Trö⸗ster! 920 Le-ben willst du ge⸗ben, —. 18.— 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, Die sich in fromme Herzen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugniß lehren: Höre, Lehre, Daß wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben. REE 3. Steh' du uns bei mit deinem Rath Und führ' uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen! Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen. Wenn mit Be⸗ 120 Wir im S vor dich tre⸗ ten. .—.— EE— Stärk' uns, Hilf uns, Still zu halten Deinem Walten, Dir zu trauen Und auf deinen Trost zu bauen! 4. O rüste uns, du Geist der Kraft, Zu führen gute Ritterschaft, Daß wir nicht unterliegen! Hilf, daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Und mit dir freudig siegen! Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! 5. Du st Laß k In u Daßn Von Und Lege, Präge Deine Ins Daß Christ 6. O Ge In u Und Daß Dem Und 1. Zeuch Sei 2 Der Mich O he Des Mit Mit 2. Zeuck Und Die Hilf Entsi Daß Dir Die 3. Du! Wie Dein Dein bauen! deinem hutz rutz n! 150. Pfingstlieder. 189 — 5. Du starker Fels und Lebenshort, Laß heller stets dein Himmels⸗ wort In unsern Seelen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitsvollen Lehr' Und treuen Liebe trennen. Lege, Präge Deine Güte Ins Gemüthe, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. „O Geist des Friedens, senke dich In unsre Seelen kräftiglich, Und schenk' uns deine Triebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit wahrer Und ungefärbter Liebe.(Treu' 150. „Zeuch ein zu meinen Thoren, Sei meines Herzens Gast, Der du, da ich verloren, Mich neu geboren hast, O hochgeliebter Geist Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleichen Thrones, Mit beiden gleich gepreist! „Zeuch ein, laß mich empfinden Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf' und Errettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr' und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; 7 4. 5. Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe! Fried' und Liebe Müss' umschweben Und durchdringen unser Leben! Laß, heil'ger Geist, in Heiligkeit Uns führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke, Daß uns hinfort bleib' wohl⸗ bewußt, Wie nichtig sei des Fleisches Lust Und seine todten Werke. Rühre, Führe Unser Sinnen Und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden! Mich. Schirmer. Mel. 89: Nun jauchzet All', ihr Frommen. Es steiget himmelan; Es läßt nicht ab und steiget, Bis der zu uns sich neiget, Der Allen helfen kann. Du bist ein Geist der Freuden, Das Trauern willst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum goldnen Freudensaal! Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Hader, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wieder thu' zusammen, Was voller Zwietracht ist. 190 151. Pfingstlieder. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen 8. Erfülle die Gemüther Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt: So gib doch deine Gnad' Zu Fried'⸗ und Liebesbanden, Verknüpf' in allen Landen, Was sich getrennet hat. 7. Beschirm' die Obrigkeiten Von deinem Himmelsthron, Gib uns getroste Zeiten, Schmück' als mit einer Kron' Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. 151. Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für. Vertreib' den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt. 9. Richt' unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wir's sollen geben Der Hand des Todes hin, So hilf uns mächtig aus, Auf daß wir fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Des ew'gen Lebens Haus. Paul Gerhardt. Mel. 258: Dir will ich danken bis zum Grabe. 1. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, Das uns im Todesschatten scheint, Du scheinst und lockst so lang vergebens, Weil Finsterniß dem Lichte Feind. O Geist, dem Keiner kann entgehen, Dich lass' ich meinen Jammer sehen. 2. Entdecke Alles und verzehre, Was nicht in deinem Lichte rein, Wenn mir's gleich noch so schmerzlich wäre: Die Wonne folget nach der Pein. Du kannst mein Herz voll dunkler Falten In Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, Das ist dein Werk, du Quell des Lichts. Du mußt von Grund aus mich erneuern, Sonst hilft mein eignes Wirken nichts. O Geist, sei meines Lebens Leben! Ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Athem aus der ew'gen Stille, Durchwehe sanft der Seele Grund, Füll' mich mit aller Gottesfülle, Und da, wo Sünd' und Greuel stund, Laß Glauben, Lieb' und Ehrfurcht grünen, In Geist und Wahrheit Gott zu dienen! 1. Nicht Ich Gott, Dein 2. Die O Ve Die Zur 3. Dich Gern Wirk Als 4. Alsde Dann Das Daß 5. Dein Zu a 8. rhardt. 152. Pfingstlieder. 191 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen Sei kindlich folgsam deinem Trieb! Bewahr' mein Herz und alle Sinnen Untadelich in Gottes Lieb'! Laß mich dein Beten, Lehren, Kämpfen In mir auf keine Weise dämpfen! 6. O Geist, du Strom, der uns vom Sohne Eröffnet und kristallenrein Aus Gottes und des Lammes Throne In stille Herzen fließt hinein, Ich öffne meinen Mund und sinke Hin zu der OQuelle, daß ich trinke. 7. Ich harre dein und bleib' indessen, Von Allem abgewandt, dir nah; Ich will die Welt und mich vergessen, Dieß innigst glauben: Gott ist da. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, Wir harren deiner nie vergebens. 152. 1. Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit, Ich fleh' um deinen Geist, Gott, den zu meiner Seligkeit Dein theures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Himmel O Vater, lehr' er mich;(stammt, Die Weisheit, die das Herz ent⸗ Zur Liebe gegen dich![flammt 3. Dich lieben, Gott, ist Seligkeit; Gern thun, was dir gefällt, Wirkt edlere Zufriedenheit Als alles Glück der Welt. 4. Alsdann hab' ich Vertraun zu dir; Dann schenket selbst dein Geist Das freudige Bewußtsein mir, Daß du mir gnädig sei'st. 5. Dein Geist der Wahrheit leite Zu aller Wahrheit an; smich Gerhard Tersteegen. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. Dein Geist des Trosts erweise sich, Wie er erquicken kann. 6. Dein Geist, der Leib und Seel' er⸗ Nehm' allen Kummer hin,(freut, Dein Geist, der unsern Geist er⸗ Erneure meinen Sinn! Ineut, 7. Strahl' in mein Herz, du Himmels⸗ Du göttlich Feuer, komm! llicht, Du ew'ge Liebe, laß mich nicht Und mach' mich redlich fromm! 8. Wie selig muß die Seele sein Schon hier noch in der Zeit, Die sagen darf: Du nimmst mich Du Geist der Herrlichkeit! sein, 9. Ja, wenn vom Leib die Seele So bleibst du doch in ihr.[scheid't, Ach komm, du Geist der Herrlich⸗ Ach wohn' und bleib' in mir! Ikeit, Phil. Friedr. Hiller. Pfingstlieder. 153. Mel. 23: O Höchster, deine Gütigkeit. 1. Es saß ein frommes Häuflein dort Und wollte nach des Herren Wort Einmüthig Pfingsten halten: Ach laß auch jetzt im Christenstand, Herr Jesu, deiner Liebe Band Bei frommen Gliedern walten! Schnell fiel hernieder auf das Haus Ein starker Wind, der mit Gebraus Vom Himmel sich erhoben. O Gottesodem, lasse dich Bei uns auch spüren mächtiglich, Weh' auf uns her von oben! 2. Er füllete die Wohnung ganz; Zertheilter Zungen Feuerglanz Ließ sich auf jedem spüren. Ach, nimm auch unsre Kirchen ein, Laß Geist und Feuer bei uns ein, Und deine Sprach' uns rühren. In neuen Zungen ließen sie, Wie jeglichem der Geist verlieh, Den Preis des Herrn erschallen. Entzünd' auch jetzt, du Gottesglut, Der Lehrer und der Hörer Muth Und red' in Kraft zu Allen. 3. Das Volk von allen Zungen kann, Was Gott zum Heil der Welt gethan, In seiner Sprache hören. Ach heb' der Zungen Irrsal auf; Laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, Daß dich die Völker ehren. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, Erkennet Jesum nicht für Gott, Spricht: Es sind eitle Lehren. Du aber wollst, o heil'ger Geist, Der unser Herz auf Jesum weist, Uns Himmelstrost gewähren. 4. Dein Licht dring' in des Herzens Haus Und treib' mit seiner Klarheit aus Die alten Finsternisse‚ 1. Höch Geist Sei Weih Er, d Jesus Dein Seine 154. Pfingstlieder. Daß Blindheit, Irrthum, falscher Wahn, Und was uns sonst verleiten kann, Auf ewig weichen müsse. Dein Feuer tilg' in unsrer Brust, Was sich noch regt von arger Lust, ——— Und wecke reine Triebe, Auf daß wir schmecken wahre Freud Anstatt der schnöden Eitelkeit, In Jesu süßer Liebe! Hieron. Annoni. 154. Mel. 97: Fröhlich soll mein Herze springen. 1. Höchster Tröster, komm hernieder! Geist des Herrn, Sei nicht fern, Weih' uns, Jesu Glieder! Er, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat Deinen Rath Seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, Jeder Schritt, Jeder Tritt Ist ohn' dich vergebens. Ach, der Seele Werk ist wichtig: Wer ist wohl, Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? 3. Weck' uns auf vom Sündenschlafe, Rette doch Heute noch Die verlornen Schafe! Reiß die Welt aus dem Ver⸗ Laß sie nicht derben, Im Gericht Der Verstockung sterben! 4. Geist der Weisheit, gib uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen! 5. 6. 7. Lehr' uns recht vor Gott zu treten, Sei uns nah Und sprich: ja! Wenn wir gläubig beten! Hilf den Kampf des Glaubens Gib uns Muth,[kämpfen, Fleisch und Blut, Sünd' und Welt zu dämpfen! Laß uns Trübsal, Kreuz und Angst und Noth, Leiden, Schmach und Tod Nicht von Jesu scheiden! Hilf uns nach dem Himmel Gib uns Kraft, streben, Tugendhaft Und gerecht zu leben! Gib, daß nie wir stille stehen, Treib' uns an, Froh die Bahu Deines Worts zu gehen! Sei in Schwachheit unsre Stütze! Steh' uns bei, Mach' uns treu In der Prüfungshitze! ö Führ', wenn Gott uns nach dem Sterben heißt, Leide Unsern Geist Freudig in die Freude! E. Liebich. 19⁴ 15⁵5 Pfingstlieder. 155. 58. G. Nägeli. — —.— ᷓD EEDEE 1 — ‚ ö ö 5 ů pre 1. Er⸗ he⸗be zum Himmel, du fei⸗ern⸗de Men⸗ge, Er⸗ he⸗be den Geist und den ju⸗belu⸗den Ton! Den Va⸗ter ver⸗ 2 Di 22 cνese—— ——— ö ds.n., Ee.—— SSI ö* eh⸗ren der Kin⸗der Ge⸗sän⸗ge, Der Dank der Er⸗lö-se⸗ten n prei⸗set den Sohn. Den Geist der Ver⸗hei⸗zung, den hei⸗li⸗ gen 2. EE E — ID— dim. *.—— — 155. Pfingstlieder. 195 —3——— erer. 2——. . „ preist! Er si⸗chert die Kindschaft dem menschli⸗chen Geist. Froh CVeScC. — 2 ——= —— 1— 2 ver ů fei⸗ernd fingt dei- ne Ge-mei⸗ne dir zu: Hei ⸗lig, 4 1 se⸗ten 42 ö 2. Aus kindlichem Herzen und frommem Gemüthe 6 Steigt, ewiger Vater, dein Loblied empor. gen Wir Alle lobpreisen die heilige Güte, Die Macht und die Weisheit im christlichen Chor. Du Wesen der Wesen! Du riefst uns ins Sein, —5 Uns deiner, denn du bist die Liebe, zu freun. — Dir jauchzt voll Entzücken die Kinderschaar zu: Heilig, heilig, heilig bist du! 156. Pfingstlieder. 3. Dich, ewiger Sohn, von dem Vater gegeben, Der, blutend für uns, die Gemeine erwarb, Der brachte Versöhnung und ewiges Leben, Indem er, sich opfernd, für Sterbliche starb: Erstehung und Leben! Dich beten wir an, Dem freudig vertrauend die Sünder sich nahn. Dir jauchzen voll Dank die Erlöseten zu: Heilig heilig, heilig bist du! 4. Du Geist der Erkenntniß, der Wahrheit, der Liebe, Du bist von der göttlichen Kindschaft das Pfand, Du reinigst die Herzen und heiligst die Triebe, Und führest zum Himmel mit freundlicher Hand; Belebst und erfreuest das glaubende Herz, Bist Trost uns im Leiden und Balsam im Schmerz. Dir singen es deine Geheiligten zu: Heilig, heilig, heilig bist du! 156. 1. Es ist ein Strom erflossen, Der wallt gar tief und hell, Gott selbst hat ihn ergossen Aus seines Herzens Quell. In Abrahams Gezelten Begann sein stiller Lauf, Rauscht nun durch alle Welten Und höret nimmer auf. 2. Das ist der Strom, der Schmerzen Und Angst vom Busen spült, Den heißen Durst der Herzen Mit süßer Labung kühlt, Der Strom, von dem vergebens Kein Lechzender genießt, Der Strom des Gotteslebens, Der durch die Menschheit fließt. 3. Der Strom ist nie verschwunden, In Himmelsfülle bricht Aus Jesu heil'gen Wunden Jetzt eine Flut von Licht, 4. Georg Geßner. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. Und Schuld und Todesgrauen Sind tief darin versenkt, Und, die sich ihm vertrauen, Mit ew'gem Heil getränkt. O Strom der heil'gen Gnade, Von Lieb' und Licht durchhaucht, In deinem Wellenbade Sind wir ja eingetaucht. Vom Himmel quillst du nieder, Zogst uns in deinen Lauf Und strömst zum Himmel wieder Und ziehst uns mit hinauf. „O heil'ge Flut, durchwalle Die Herzen kräftiglich, Daß neu geeinigt alle Lob jauchzen über dich; Daß aus der Seelen Fülle Dein Wogen mächtig bricht, Und segnend aus uns quille Geist, Leben, Lieb' und Licht! Victor von Strauß. geßner. rauen uen, kt. made, haucht, III. Christliche Kirche. ů Die Kirche. A. Bie Rirche. 157. M. Luther. 2 REEEE E 1 ů Ein' fe⸗ ste Burg ist un⸗ ser Gott, Ein' gu⸗te Er hilft uns frei aus al⸗ler Noth, Die uns jetzt myf — ö..— e Wehr' und Waf ⸗ fen. l. be ⸗ trof ⸗ fen. Der alt' bö⸗ se Feind Mit —2.—.—— ñ— 3 äS. — a. EEE SSSI R x Ernst er's jetzt meint; Groß' Macht und viel List Sein: 0 3— 22 2 ne. ....—————.—— F— 75 3— N n f 2—.— grau⸗sam' Rü⸗stung ist, Auf Erd' ist nicht seins Gei ⸗chen. — 2— 2 22 2.— 2 x S— 3— ISSI ——.....;ß——.— —— 2—.u irr Luther. —— —63— — te jetzt 158. Die Kirche. 159. 199 2. Mit unsrer Macht ist nichts ge⸗ Wir sind gar bald verloren, than, Es streit' für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott; Das Feld muß er behalten! 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär' Und wollt' uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, Wie sau''r er sich stellt, Thut er uns doch nichts, Das macht, er ist gericht't; Ein Wörtlein kann ihn fällen. „Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein' Dank dazu haben! Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib, Laß fahren dahin! Sie haben's kein' Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Dr. M. Luther. 158. Mel. 144: Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ. 1. Verzage nicht, o Häuflein klein, Obschon die Feinde Willens sein, Dich gänzlich zu verstören, Und suchen deinen Untergang, Davor dir wird recht angst und bang: Es wird nicht lange währen. 2. Dich tröste nur, daß deine Sach' Ist Gottes, dem befiehl die Rach', Laß ihn alleine walten. Er wird durch einen Gideon, Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. „So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllen⸗ pfort' Und was dem will anhangen, Doch werden bald zu Schand' und Spott. Gott ist mit uns und wir mit Gott: Den Sieg woll'n wir erlangen. Joh. Mich. Altenburg. 159. 17⁰4. E——,— 2— TEETTTEEEEEE ————————.———.—. EEEEE 1. Fah⸗re fort, fah⸗ re Volk des fort!. — — IREE 200 159. Die Kirche ö iiEiiE —*— E— 2 2 +— H , e Hüt Herrn, im Licht! 4—— dei⸗nen Leuch⸗ter hel⸗le, Laß die er⸗ ste 7 . ————E 45— EE — 22 j ö— SSS S — 5 ö 5 ö Lie⸗-be nicht! 438 2 35 Le-bens⸗quel⸗le! Volk des EEEEEE.. L. 23235———— ö ——— 1—— eun,. 4 wer n. e Herrn, dring' durch die en⸗ge Pfort'! Fah⸗ re fort, fah⸗ re fort! ö 39..—— E 2—5 S I. 2. Leide uid leide dich! Gottes Volk, leid' ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Sei bis in den Tod getreu,[Hohne! Siehe auf die Lebenskrone! Leide, wenn du fühlst der Schlange Leide dich, leide dich![Stich, 3. Prüfe recht, prüfe recht! Prüfe weislich jeden Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten! Thue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten! Beides, was dir gut scheint und was Prüfe recht, prüfe recht!(schlecht, EE 4. Dringe ein, dringe ein! Volk des Herrn, dring' ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die andern todt, Sei du gleich den grünen Reben! In die Gotteskraft statt Heuchel⸗ Dringe ein, dringe ein! sschein 5. Brich hervor, brich hervor, Gottes Volk, hervor in Kraft! Laß die Bruderliebe brennen! Zeige, was der in dir schafft, Der dich als sein Volk will kennen! Auf, er selbst hat aufgethan das Brich hervor, brich hervor! Thor: n Gott! Leben, todt, Reben! euchel⸗ schein 160. Die Kirche. 161. 201 6. Halte aus, halte aus! Gottes Volk, halt' deine Treu'! Laß nicht lau und träg dich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei! 160. 1. Herr, der du einst gekommen bist, In Knechtsgestalt zu gehn, Deß Weise nie gewesen ist, Sich selber zu erhöhn,— 2. Komm, führe unsre stolze Art In deine Demuth ein! Nur, wo sich Demuth offenbart, Kann Gottes Gnade sein. 3. Der du noch in der letzten Nacht, Eh' du für uns erblaßt, Den Deinen von der Liebe Macht So schön gepredigt hast,— Auf, verlasse, was dahinten! Gottes Volk, im letzten Kampf und Halte aus, halte aus![Strauß Joh. Eus. Schmidt. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 4. Erinnre deine kleine Schaar, Die sich so leicht entzweit, Daß deine letzte Sorge war Der Glieder Einigkeit! 5. Der du um unsre Seligkeit Mit blut'gem Schweiße rangst Und thränenvoll im bangen Streit Des Todes Macht bezwangst,— 6. Bezwing' doch unsern stolzen Sinn, Der nichts von Demuth weiß, Und führ' ihn in die Liebe hin Zu deiner Liebe Preis! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Vor 1745. 0 42 x H—. W 2—— ——— E 12 Herz und Herz ver⸗ 0 911 995 men Sucht in Oot⸗ tes Las⸗set eu⸗ re Lie⸗bes⸗flam⸗men Lo⸗dern auf den r ⸗ n Ruh'! land zu! Er das Haupt, wir — e——— ..—— 1.——— 4 4 4 4 ů I————. — 1———63— +— —— ö sei⸗ ne Glie⸗der, I*.8 I TsN 5 2. Kommt, ach kommt, ihr Gottes⸗ Und erneuerteuren Bund kinder Schwöret unserm Ueberwinder Lieb'undTreu'von Herzensgrund. Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt. 3. Traget unter euch, ihr Glieder, Auf so treues Lieben an, Daß ein Jeder für die Brüder Auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, So vergoß er dort sein Blut: Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr selbst euch Eintrag thut. 4. Hallelujah! Welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad', Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat, Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist! ist un 7 3— Er der Mei⸗ster, ih⸗ wir sind sein! 5. Ach, du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schaar, Daß sie sich so herzlich eine, Wie's dein letzter Wille war! Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist! 6. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die todten Trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, Daß ein Jeder sehen kann: Wir, als die von Einem Stamme Stehen auch für Einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sei'n. N. Ludw. v. Zinzendorf. vereine ar, ine, war! yrheit, bist, larheit t! ne, amme stann. den, ist, Erden * 162. Die Kirche. 203 162. Mel. 35: Dir, dir, Jehovah, will ich singen. J. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen, Der Wächter, die auf Zions Mauern stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen Und die getrost dem Feind entgegen gehn, Ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt Und aller Völker Schaaren zu dir bringt. 2. O daß dein Feuer bald entbrennte, O möcht' es doch in alle Lande gehn, O Herr, daß jedes Volk erkennte, Was zur Erlösung ihm von dir geschehn! Du, Herr der Ernte, siehe doch darein! Die Ernt' ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn! Drum hör', o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. So gib dein Wort mit großen Schaaren, Laß sie in Kraft Evangelisten sein! Laß eilend Hilf' uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein! Herr, breite auf dem weiten Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Laß schnell dein Wort die Welt durchlaufen! Es sei kein Ort ohn' dessen Glanz und Schein! Ach, führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll' zu deinen Thoren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, Und also segne deines Wortes Lauf! 6. O bess're Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räum', ach räum' aus jedem Wege! Vertilg', o Herr, den falschen Glaubenswahn, Und mach' uns bald von jedem Miethling frei, Daß Kirch' und Schul' ein Garten Gottes sei! 163. 7. Laß jede hoh' und niedre Schule guten Geistes sein; Die Werkstatt deines Ja, sitze du nur auf Und präge dich der Jugend Laß treue Lehrer uns und Die kräftig vor den Riß de 8. Du wirst ja wohl dein We Die Kirche. dem Stuhle selber ein; Beter sehn, r Kirche stehn! rk vollenden, 164. Der du der Welten Heil und Richter bist; Du wirst der Menschheit Jammer wenden, So dunkel jetzt dein Weg, o Heil'ger, ist. Drum treib' uns erner, dich nur anzuflehn; 5 Du thust noch über Bitten und Verstehn. Karl Heinr. v. Bogatzky. Mel. 344: Jesus, meine Zuversicht. 4. Sieh, das Heer der Nebel Vor des Mor Und der Sohr Dürstend an der Ihn umleuchtet Jesus hält, was 163. 1. Eine Heerde und Ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, Wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Heerde; Mach' dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd s ich den Heiden. Blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Heerde! Kleine Heerde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 164. Mel. 342: Wachet auf, 1. Der im Heiligthum du wohnest Und über Cherubinen thronest, Jehovah! unser starker Hort! Huldreich hast du eine Stätte Dir hier erbaut, wo man anbete Und Gnade finde fort und fort. Morgenlicht: er verspricht. 5. Gräber werden aufgethan; Rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundes Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6.O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, er d Und auf E Der Schwachen Mund Dich preist, du aller Freuden Grund! flieht genrothes Helle, 1der Wüste kniet Lebensquelle; engel Bahn! ie Sonne, rden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried' und Wonne! Mach' dich auf! Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Fr. Adolf Krummacher. ruft uns die Stimme. Du Hocherhabener! Sei uns nahe, Wenn hier zur Stund' Allgegen⸗ [wärtiger! Bogatzky. bel flieht Helle, üste kniet Squelle; nlicht: spricht. in; eine! Bahn! rscheine! zicht! pricht. chhkeit! Sonne, d breit ed' und Wonne! e Licht! richt. nacher. Igegen⸗ irtiger! reuden zrund! 165. Die Kirche. 20⁵ 2. Ja, auch hier ist Gottes Hütte, Wo du erscheinst in unsrer Mitte Durch deinen Geist in deinem Wort, Wo sich sammeln deine Schaaren, Dein Wort treu hören und be⸗ wahren, Ein Gotteshaus ist solcher Ort, Wo du dir auch voll Gnad' Einweihst im Wasserbad Deine Kinder, Und stärkst sie All' Im Abendmahl Zum Gang nach deinem Freuden⸗ saal! 3. Auch dieß Haus hast du gegründet, Daß da dein Name werd' ver⸗ kündet, Und du dich hier uns offenbarst. Bilde hier dir viele Kinder, Des Wortes Thäter, Ueberwinder, Die du in deinem Buch bewahrst. Dein ewig bleibend Wort, Hier schall' es fort und fort, Rein und mächtig! Dieß Haus ist dein, Weih' selbst es ein; Dein Wort, dein Geist erhalt' es rein! 4. Nun denn, mit vereinten Zungen Sei, Herr, dein Lob von uns ge⸗ sungen, Der du so viel an uns gethan! Du schenkst Alles mit dem Sohne, Nach treuem Kampf die Lebens⸗ krone; Im Staube beten wir dich an. Dreiein'ger Herr und Gott, Hilf uns aus aller Noth! Hosianna! Bald singen wir Verklärt vor dir Im obern Tempel für und für! Gottlob Baumann. 165. Mel. 79: Betet an vor Gott, ihr Sünder. 1. Gottes Stadt steht fest gegründet Auf heil'gen Bergen; es verbündet Sich wider sie die ganze Welt. Dennoch steht sie und wird stehen, Man wird an ihr mit Staunen sehen, Wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter Israels Ist ihres Heiles Fels. Hallelujah! Lobfingt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, Das in ihr hat das Bürgerrecht! 2. Zions Thore liebt vor allen Der Herr mit gnäd'gem Wohl⸗ gefallen, Macht ihre Riegel stark und fest, Segnet, die darinnen wohnen, Weiß überschwänglich dem zu lohnen, Der ihn nur thun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld! Wie trägt er mit Geduld All' die Seinen! O Gottesstadt, Du reiche Stadt, Die solchen Herrn Wh 1 at! 3. Große, heil'ge Dinge werden In dir gepredigt, wie auf Erden Sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit, Du hast den Geist und hast die Klarheit, Die alle Finsterniß zerstört. Da hört man fort und fort Das theuerwerthe Wort Ew'ger Gnade. Wie lieblich tönt, Was hier versöhnt Und dort mit ew'gem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon vernommen, Die fernsten Völker werden kommen Und in die Thore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Wird auch der Herr noch pred'gen lassen, Was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt Wo weit und breit[die Zeit, Erscheint der Herr in Herrlichkeit. 1. Der du in Todesnächten Erkämpft das Heil der Welt, Und dich als den Gerechten Zum Bürgen dargestellt; Der du den Feind bezwungen, Den Himmel aufgethan: Dir stimmen unsre Zungen Ein Hallelujah an. 2. Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nun dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein, ö Bis die von Süd' und Norden, 5. Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir dein Haus. 206 166. Die Kirche. — 5. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker werden, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel wie am Reigen Wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Hallelujah! Von Sünd' und Tod, Von aller Noth Erlös't nur Einer, Zions Gott! C. J. Phil. Spitta. 166. Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. Es ist kein Preis zu theuer, Es ist kein Weg zu schwer, Zu streun dein Liebesfeuer Ins weite Völkermeer. 4. Es ziehen deine Flammen Wie Sonnen um die Welt; Getrenntes fließt zusammen, Das Dunkle wird erhellt; Und wo dein Name schallet, Du König, Jesu Christ, Ein selig Häuflein wallet Dahin, wo Frieden ist. O sammle deine Heerden Dir aus der Völker Zahl, Daß Viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl. Schließ' auf die hohen Pfortenꝛ Es strömt dein Volk heran. Wo's noch nicht Tag geworden Da zünd' dein Feuer an! Christ. G. Barth. 2 Die Kirche. fErden werden,—0 171⁵² n hier. 4 mf é Reigen EEEEEE Himmel E— öSSSSESS—§— eigen! ö in dir. 1 Der ist uns⸗ re Zu⸗⸗ver⸗sicht, Uus⸗ re Hilf' in 1, Das⸗rum fürch⸗ten wir sie nicht, Die den Leib nur . Le d Tod ö WTTTTT———— 7 2—4—5 2 2 e., Gott! 3— 3—— 3—— pitta. 6 0 —. E— Lene. J.—+— 2— I II sl er gro⸗en Nö-then: ö mö⸗gen töd-ten. Heil uns, daß kein Schwert und Bann I x D.— EEE, S SIIII IIIIIII IIII 5 , SD ö , r e. Een A S............. ö Frei⸗e Gei⸗ster töd-ten kann! ö ö 2 ——. II ö 2. Gott ist unsre Zuversicht! 3. Gott ist unsre Zuversicht! rten! ö Aus den bängsten Finsternissen Erd und Himmel mag vergehen, ö Hat sein Wort, das ew'ge Licht, Jesu Wort vergehet nicht; den Unsrer Väter Schaar gerissen. Seine Siegesfahnen wehen. Preiset Gottes Allgewalt! Heil'ge Jubellieder, schallt! Oelig wer len Ainger itt elig, w in Ju 208 168. Die Kirche. 4. Gott ist unsre Zuversicht! Hoffnung ist des Christen Stab, Mag sich stolz der Irrgeist regen; Denzerbricht kein Tod, kein Grab. Deiner Wahrheit ew'ges Licht ů Halten wir ihm, Herr, entgegen; 6. Gott ist unsre Zuversicht! Ueber blinden Wahn und Trug Jels des Heils,auf den wirbauen, Schwinget sich des Geistes Flug. Fest im Glauben, treu in Iflicht, 5. Gott ist unsre Zuversicht! Wollen wir dir ewig trauen! Weicht, ihr finstern Lügenmächte! Jesus, unsre Zuversicht,—15 Christus lebt, sein Trosteslicht Bleib' auf ewig unser Licht! Leuchtet uns durch alle Nächte. Joh. Karl Gottl. Mann. 168. Vor 1832. doch bald dein Feu ⸗ er ö un ⸗aus⸗sprech⸗lich Lie-ben⸗der, Und bald die gan-ze —— Welt er-kenn⸗te, Daß du bist Kö⸗nig, Golt und Herr! I. Wad ——— ö L — 1.. 0—— aut: —— 25 44— 169. Die Kirche. 209 ten Stab, 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme ein Grab. Jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, ht! Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme ir bauen, Ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. n Pflicht, 3. Und noch entzünden Himmelsfunken auen! So manches kalte, todte Herz, Und machen Durst'ge freudetrunken, Licht! Und heilen Sünd' und Höllenschmerz; 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe, Und sondern ab, was unrein ist, Und mehren jener Flamme Triebe, —— ö Die dir nur lodert, Jesu Christ! —— 5. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schaar, Du ö Und mach' in deinem Gnadenscheine 7 x Dein Heil noch Jedem offenbar. —.— ö ö 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, — Allmächtig starker Gotteshauch, Dein Feuermeer strömt nicht vergebens: Entzünde unsre Herzen auch. 7. Schmelz' Alles, was sich trennt, zusammen, ö Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heil'gen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus. ö 8. Beleb', erleucht', erwärm', entflamme ö Doch bald die ganze weite Welt, — Und zeig' dich jedem Völkerstamme ö Als Heiland, Friedefürst und Held. J. Ludw. Frickert. — 169. Mel. 342: Wachet auf, ruft uns die Stimme. herr! I. Wachet auf, erhebt die Blicke! Laßt nicht die Hände ruhn, Laut mahnen uns die Weltgeschicke, Auf, laßt uns Gutes thun 2 Es dränget hart der Brüder Noth. Allen Menschen — Seht, gekommen ist die Stunde, Im rechten Geist, Die uns vereintzu schönem Bunde, Doch wie es heißt: Zu thun, was uns der Herr gebot! An Glaubensbrüdern allermeist. ö 14 210 170. Die Kirche. 2. Wachet auf, schaut an das Gute, Drum wirkt, so lang es Tag, Das ihr der Väter Muth und Blute So heiß er glühen mag; Und ihrer Glaubenstreu' verdankt. Reift die Frucht doch Auf und tilgt die alten Schulden! Im Sonnenglanz! Wie lange soll sich noch gedulden Der Erntekranz Das Schifflein, das im Sturme Wiegt auf die Mühe voll und schwankt? ganz. Eilt ihm zur Hilf herbei! 4. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen Es rudert froh und frei, Wenn ihm Liebe Die Segel schwellt, Hin durch die Welt! Gott ist es, der das Steuer hält. falle,‚ „Wachet auf! In allen Landen Und stehet freudig Mann für Soll alle Glieder munter machen, Und keines trete scheu hintan! Leidet eins, so leiden alle, Drum wachet, daß nicht eines Erheben sich, vom Tod erstanden, So streitet wacker fort[Mann! Die Zeugen frischer Glaubens⸗ Und haltet fest am Wort! macht. Hoch vom Himmel Werdet müde nicht im Werke, Strahlt uns das Licht, Der Gott des Rechts ist unsre Es trüget nicht: Und seinem Lichte weicht d'e Nacht. — der wir stehn, un⸗ ter ·gehn. Al⸗lein 5 Wei⸗zen⸗korn, be⸗vor Es ——— Stärke, Der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rud. Hagenbach. Jos. Haydn. x Die Sach' ist dein, Herr Je ⸗su Christ, Die Sach', an Und weil es dei⸗ ne Sa⸗ che ist, Kann sie nicht DSSD‚E . e, e ganz. n Wachen r machen, hintan! le, ht eines alle, ann sür [Mann! rt! Er⸗de Schooß, Zu-vor vom eig-nen We⸗sen los, Durch E.. I Ster⸗ ben los, Vom eignen We ⸗N los. EE 2 2 — ö ö —. 2 — I I2 + —— —————— — —.— 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, Und führest Jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich Zum Theil am Leiden und am Reich; Führ' uns durch deines Todes Thor Sammt deiner Sach'zum Lichtem⸗ Zum Licht empor, por, Durch Nacht zum Licht empor! S. Preiswerk. ö SS 3. Du starbest selbst als Weizenkorn Und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, Die Welt, die Gott dir gab! Send' Boten aus in jedes Land, Daß bald dein Name werd' be⸗ kannt, Dein Name voller Seligkeit; Auch wir stehn dir zum Dienst be⸗ In Kampf und Streit, reit Zum Dienst in Kampf und Streit. Fel. Zaremba. 212 171. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. B. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 171. Nach Joh. Rud. Ahle. Fü 2 Ac ——— Me — 2———— E.S=— ö Hie 2——= Hi 1 Lieb ⸗ster Je⸗ su, wir sind hier, Dich und Len-ke Sin⸗ nen und Be⸗ gier Auf die 2. 90 Wi Ist Zie Laf 3. Laf ö—.— Hei ö Da ö Dii dein Wort an ⸗-zu⸗ hö ⸗ ren; sü ⸗ßen Him⸗-mels⸗ leh. ren, Daß die Her⸗zen 1. Ha Sch Her Der Der Ree von der Er-den Ganz zu dir ge⸗ zo⸗gen wer den. ö 2. Süt 355 2—— Hel ö Stu 105 Ihr 2. Unser Wissen und Verstand 3. O du Glanz der Herrlichkeit, 7 15 Ist mit Finsterniß umhüllet, Licht vom Licht, aus Gott geboren. 3. Ach Wo der Geist, den du gesandt, Mach' uns allesammt bereit, Rec Uns mit Lichte nicht erfüllet; Oeffne Herzen, Mund und Ohren; Der Gutes Denken, Thun und Dichten Unser Bitten, Flehn und Singen Auf Mußt du selbst in uns verrichten. Laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Da Tobias Clausnitzer. Edl 172. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 173. 213 —— nst. 172. Mel. 347: O Jerusalem, du schöne. 1. Thut mir auf die schöne Pforte, Heilige mir Mund und Ohr, ud. Ahle. Führet mich in Zion ein! Zieh' das Herz zu dir empor. Ach, wie wird an diesem Orte —— Waun Seele fröhlich 0 4. Gib Erleuchtung dem Verstande, —.— Hier ist Gottes Angesicht Daß dein Wort mir werd' erhellt. Hier ist lauter Trost und Licht. Mache mich zum guten Lande, und Wenn dein Saatkorn auf mich die 2. Herr, ich bin zu dir gekommen, fällt; Komme du nun auch zu mir. Pflanz' es tief dem Herzen ein, Wo du Wohnung hast genommen, Laß es mir zur Frucht gedeihn. Ist der Himmel auch mit dir. Zieh' zu meinem Herzen ein, 5. Stärk' in mir den schwachen Glauben; Laß es recht dein Tempel sein. Laß dein theures Kleinod mir — 3. Laß in Furcht mich vor dich treten; Nimmer aus dem Herzen rauben; Heil'ge du Leib, Seel' und Geist, Halte stets dein Wort mir für, Daß mein Singen und mein Beten Daß es sei der Morgenstern, Dir ein lieblich Opfer heißt; Der mich führt zu dir, dem Herrn. 3en Benj. Schmolck. 173. Mel. 101: Werde Licht, du Volk der Heiden. ö 1. Hallelujah, schöner Morgen, 4. Ruhet nun, ihr Weltgeschäfte! Schöner als man denken mag! Heute gilt's ein andres Thun: Heute fühl' ich keine Sorgen: Denn ich brauch' all' meine Kräfte Denn das ist ein lieber Tag, In dem höchsten Gott zu ruhn; Der durch seine Lieblichkeit Heut' schickt keine Arbeit sich ö Recht das Innerste erfreut. Als nur Gottes Werk für mich. den, 2. Süßer Ruhetag der Seelen! 5. Ich will in der Andacht Stille — Sonntag, der voll Lichtes ist! Heute voller Freude sein; — Heller Tag in dunklen Höhlen! Denn da sammle ich die Fülle 1ů——.— Zeit, die du geheiligt bist! Höchster Lebensgüter ein, ö Stunden voller Seligkeit, Wenn mein Jesus meinen Geist eit, Ihr vertreibt mir alles Leid. Mit dem Wort des Lebens speist. eboren, 3. Ach, wie schmeck' ich Gottes Güte 6. Herr, ermuntre meine Sinnen, eit, Recht als einen Morgenthau, Gib zu deinem Worte Lust, Ohren; Der da labet mein Gemüthe Laß mich Lehr' und Trost ge⸗ Singen Auf des Vaters grüner Au! Und bereite meine Brust, winnen ingen! Da hat wohl die Morgenstund' Daß mir deines Wortes Schall nitzer. Edlen Schatz und Gold im Mund. Tief im Herzen wiederhall'. 214 174. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 7. Segne deiner Knechte Lehren, Oeffne selber ihren Mund; Mach' mit Allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man dir fleht und singt, Solches dir ins Herze dringt. Gott ist in der 1 Gott ist ge⸗gen ⸗ wär⸗ tig: Mit-te: 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, Wie er angefangen ist. Segne, pflanze und begieße, Der du Herr des Sabbaths bist, Bis ich einst an jenem Tag Ewig Sabbath halten mag. Jon. Krause. Joachim Neander. — Las⸗set uns an⸗ Al⸗les in uns ..— 5. be ⸗ ten Und in Ehr⸗furcht vor ihn tre ⸗ten! schwei⸗ge Und sich in-nigst vor ihm beu ⸗ge! .. —————....————.——....— 4 — S——————— ⁊ᷣʃIJ)J)—————:„ beschließe, gieße, aths bist, Tag mag. Krause. 174. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 215 x Gebt das Herz ihm wie-⸗ —v— der! 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! Singen dir zur Ehre Aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm Unsre Stimm', Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Aller Erdenlust und Freuden. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben Dir zum Eigenthum ergeben. Du allein Sollst es sein, Gott der Himmelsheere! Dir gebührt die Ehre! 4. Majestätisch Wesen, Möcht' ich recht dich preisen Und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht' ich wie die Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in Allem! 5. Luft, die Alles füllet, Drin wir immer schweben, Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn' Grund und Ende, Wunder aller Wunder, Ich senk' mich in dich hinunter! Ich in dir, Du in mir! Laß mich ganz verschwinden, Dich nur sehn und finden! 6. Du durchdringest Alles! Komm mit deinem Lichte Zu berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten Und der Sonne stille halken: Laß mich so, Still und froh, Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen! „Mache mich einfältig, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden; Mach' mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schauen mag in Geist und Wahr⸗ Laß mein Herz heit! Himmelwärts Wie ein Adler schweben, Und in dir nur leben! — 8. Komm, in mir zu wohnen, Laß mein Herz auf Erden Dir ein Heiligthum noch werden! Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb' und ehre! 175. „Die Gnade sei mit Allen, Die Gnade unsers Herrn, Des Herrn, dem wir hier wallen Und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns ja kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu'; Und wenn uns je will grauen, So bleibt's: der Herr ist treu. 4. Wird unsre Noth auch größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! — E— 4 216 175. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 176. Sab sbath--stil zle, Komm her⸗ ö 2 Wo ich geh', Wo ich steh', Laß mich dein gedenken, Mich in dich versenken! Gerhard Tersteegen. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Sie flößet zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt; Der Herr hat eine Gnade, Die über Alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Thaten thut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit Allen! Die Gnade sei mit mir! Phil. Frdr. Hiller. — ö„ ö ab vom Him⸗mels⸗thron! Bring' uns rei⸗ner An-⸗dacht ö 0 176. steegen. Blut, tunden 176. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. RFül⸗ 4u Geist vom 98. ter 10 vom Sohn; 2. Mache himmlisch unsre Seelen, Dämpfe jede Leidenschaft; Wenn uns Erdensorgen quälen, Geist des Herrn, so gib uns Kraft, Wahrheit, Leben, Licht und Stärke, Hinzuschaun auf Gottes Werke. 3. Zieh' des Zweifels dunkle Wolke Von dem Geistesaug' zurück! Jesu, schenke deinem Volke In dein Leiden einen Blick, Daß wir mit zu Grabe gehen Und im Geist mit dir erstehen. 4. Laß in heiligen Gesängen Uns verkünden deinen Ruhm; Laß sich keinen Irrthum mengen In dein Evangelium. Salbe, Herr, mit Geist den Lehrer, Offne Ohren gib dem Hörer. 5. Laß uns als des Himmels Erben Gläubig deinem Mahle nahn; Keiner müsse zum Verderben Deinen Leib, dein Blut empfahn! e 3651— ... Ka en Vie, iin: nimer —— 1 ö— 7. D.i‚‚‚‚‚‚‚‚‚.‚.‚‚I. DPPPPPiii 29 2— 3.— be⸗ ten, sin⸗gen, Gläu⸗big uns der Welt ent⸗schwin⸗gen ö D—.———.—4 E — Die da schlafen, Herr, erwecke! Die da widerstehn, erschrecke! 6. Tröste, die mit schwerem Herzen, Herr, vor dir im Tempel stehn; Sieh' herab auf ihre Schmerzen Und der stummen Blicke Flehn; Wittwen, Waisen, Arme tröste, Gottes Sohn, der sie erlöste! 7. Wenn wir unsre Händ' erheben Für das liebe Vaterland, Für der treuen Bürger Leben, Für die Werke deiner Hand Und für Jesu Christi Glieder: Sende dann Erhörung nieder! 8. Wenn wir seufzen, wenn wir beten Für des kranken Bruders Qual, Der mit bangen Seelennöthen Schaut hinab ins Todesthal: Ach, so laß auf unser Flehen Seine Qual vorübergehen! 218 177. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 9. Laß uns Alle hingelangen Wo wir, frei von Schmerz und Hin zu dir, o Lebensfürst, Mängeln, Wo du von der Deinen Wangen Sabbath feiern mit den Engeln. Alle Thränen trocknen wirst, Chr. Fr. Dan. Schubart. 177. Joh. Karl Gerold. mMJ 0 0 en. 3%—.— r e de e ie 1. Je⸗ ho⸗vah, Je-ho⸗vah, Je⸗ ho- vah, dei⸗nem —7⁷ 8— SSS EEE..... ER—— — ö—— 220 +———. ö Na. men Sei Eh⸗re, Macht und Ruhm! A⸗ men, A⸗ j——.— 225. — 2.——.——..——5— II—E—————... x 5 7 men! Bis einst der Tem⸗pel die⸗ser Welt Auf dein Wort in SS.. n.—— ——.——..——————.— 42——.————— ·IDDD ö 72 Staub zer⸗fällt, Soll in 4. 1—1— len Das Hei-lig, Hei⸗lig, 32 Ae— PP..I.IIIIIIIIII EEE IIIIII — 1 serz und tängeln, Engeln. chubart. Gerold. 178. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. en SS.......... TIIEI 7— 12———— E I x x 5—.— Hei ⸗lig er⸗schal ⸗ülen. Hal⸗le⸗-lu⸗jah! Hal⸗le⸗lu⸗ jah! 27+— ö mf 2 n 2——— 2——— ö D‚‚. I— 23 277——— fF 2. Jehovah, Jehovah, Jehovah, deinem Namen Sei Weisheit, Stärk' und Kraft! Amen! Amen! Sind wir erlös't einst ewig dein, Wird im Himmel voll und rein Von den Sel'gen allen Das Heilig, Heilig, Heilig erschallen. Hallelujah! Hallelujah! V. 1 von Gottl. Konr. Pfeffel. 178. Psalm 84. A —.——2.— 8 8—.—— 8 2——. — I 1. Wie lieb⸗-lich ist das Haus des Herrn, In . I. 2.—— 2— SPP......—— S .— de.——. 2 2.— dei⸗nem Vor⸗hof weil' ich gern, Le ⸗ bend'ger Gott, du 220 178. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. ö mein Ver⸗ lan Da stär ⸗ket 4—— SSSSPSPSSIII I R neu dein ————— 2— darf den Kelch des Heils em⸗pfan⸗ gen! hier, Haus 2. O selig, wer auf Gott vertraut Und stets empor zum Himmel schaut, Derweil er geht durchs Thal der Thränen! Wo keinen Ausweg er erblickt, Da fühlt er sich von Gott erquickt, Sein Hoffen ist kein leeres Wähnen, Ihm wächst die Kraft, so lang er geht, Bis er vor Gott auf Zion steht. Hör' mein Gebet, Herr Zebaoth, Vernimm mein Flehn, o starker Gott, Laß mir dein gnädig Antlitz scheinen! Ein Tag im Haus, wo man dich ehrt, 179. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 221 —.. U 1 IL ist's mir 59 in dir! — H SIIAN 2 2— unr uur — 1—.—— 15— Ist mehr als tausende sonst werth, Und darf ich mich mit dir vereinen, So laß ich gern die stolze Welt, Wie laut sie ihren Festtag hält. 4. Du Gott, bist Sonn' und Schild zugleich, An Hilfe, Schutz und Segen reich, Ein Gott, der Gnad' und Ehre gibet. Was nur des Frommen Herz begehrt, Das wird ihm gern von dir gewährt; Du segnest Jeden, der dich liebet. Wie selig ist, wer auf dich baut Und deiner Macht und Gnade traut! Nach Psalm 84. 179. Mel. 149: O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. „O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du König deiner Christenheit, Du Hirte deiner Heerde! Du siehst auf die erlöste Welt, Regierst sie, wie es dir gefällt, Sorgst, daß sie selig werde. Von dir Sind wir Auch erwählet, Zugezählet Den Erlösten, Die du segnen willst und trösten. 2. O wohl dem Volke, das du liebst, Und dem du treue Hirten gibst, Die es zum Himmel führen, Und die voll Eifer, Geist und Kraft, Voll göttlich tiefer Wissenschaft Das Herz der Sünder rühren! Treue Hirten Laß den Seelen Niemals fehlen, Und die Heerden Mit den Hirten selig werden! 222 180. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt: Herr, segne sein Geschäfte! Die Seelen, die sich ihm vertraun, Durch Lehr' und Leben zu erbaun, Gib Weisheit ihm und Kräfte! Lehr' ihn, Hilf ihm Thun und leiden, Dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu machen! 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden thun; Nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das willig hört, Ein Herz voll treuer Liebe! Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft Und Gemeinschaft Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wann einst dein großer Tag er⸗ scheint, Laß ihn als unsrer Seelen Freund Uns dir entgegen führen! Du hast die Seelen all' gezählt, Du willst es nicht, daß eine fehlt, Willst keine je verlieren. Jesu, Hilf du! Reich' die Hände, Daß am Ende Hirt und Heerde Treu vor dir erfunden werde! 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn! Du kommst im Namen unsers In Jesu Christi Namen.[Herrn! O Hirte, nimm uns bei der Hand, Führ' uns zum ew'gen Vaterland! Gott mit dir! Amen! Amen! Mit dir Gehn wir Wie durch Freuden So durch Leiden Zu dem Leben, Das uns Jesus dort will geben. Joh. Dan. Karl Bickel. 180. EH 2——„ ö—— ö—..— 3.—..— 4— E 10 1.„Ja, Tag des Herrn, du sollst mir hei⸗⸗ ((Gleich je⸗ nen ⸗sten Chri⸗sten hei⸗⸗ — — — — — — —.— 8 —. — — 2— I — — & —— — — — — —— — 180. sein. weihn. ·le 5he mei⸗ner See Tag der Ru Ein Fest⸗tag lig, Will ich den lig, — * 2 2. — aü Zum Him⸗m —— weg von al gen Din ei ⸗teln len mit der scheint, Freund n! Tag er⸗ 14 gezählt, ne fehlt, Froh feir' ich gen! schwin soll mein Geist sich keit. der Un-sterb⸗lich Christen⸗heit Den Fest⸗tag 42 2 ——— 2— 00 — 1 DE + ——— x — ———— —.—.. werde! scht des Herrn! unsers [Herrn! *Hand, terland! men! geben. Bickel. 224 181. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 2. An diesem Gott geweihten Orte Erschallt der Gnade Stimme mir; Ich höre, Jesu, deine Worte, Und stille seufzt mein Herz zu dir. Da wirst du Lehrer mir und Tröster, Da kann ich mich,ich, deinErlöster, Weltheiland! deiner Liebe freun, Da lern' ich dir ergebner sein. 3. Die Schriften Gottes still zu lesen Ist heut' mein Glück und meine Pflicht. Wie blind wär' ich, allweises Wesen, Verwürf' ich deinen Unterricht! Nein, nein! MiteinfaltvollerSeele Erforsch' ich, Vater, die Befehle, Die lauter Licht und Leben sind, Mit Dank und Demuth——0 ind. 181. 1. Jesu, See lenfreund der Deinen, Sonne der Gerechtigkeit, Wandelnd unter den Gemeinen, Die zu deinem Dienst bereit: Komm zu uns, wir sind beisammen, Gieße deine Geistesflammen, Gieße Licht und Leben aus Ueber dieß dein Gotteshaus. 2. Komm, belebe alle Glieder, Du, der Kirche heilig Haupt; Treibe aus, was dir zuwider, Was uns deinen Segen raubt. Komm, entdeck' uns in der Klarheit Gottes Herz vollGnad' und Wahr⸗ Laß uns fühlen allzugleich: heit! „Ich bin mitten unter euch!“ 3. Laß das Herz zu dir sich kehren O du Glanz der Ewigkeit, Laß uns innigst nur begehren, Heut' jede eitle Rede sein! Will ich dem Tand der Erde weihn. Ich will zu Leidenden heut' eilen, Mit ihnen ihren Schmerz zu theilen; Denn Gottesdienst ist Gutes thun Und von der Müh'des Eiteln ruhn. 5. O Tag des Herrn, du Tag der Wonne, Du Tag des Segens für meinHerzl Bestrahle mich, o Lebenssonne, So hebt mein Geist sich himmel⸗ wärts! Gott, segne meine Andachtsstille! Erfüll' mit deines Geistes Fülle, Was uns dein Erbarmen beut! Mit deines Angesichtes Glanz Mich heut',oJesusChristus, ganzl Joh. Kasp. Lavater. Mel. 202: Einem Herrn nur sollt ihr dienen. Laß dein Licht und Leben fließen Und in Alle sich ergießen! Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Komm, o Herr, in jede Seele! Laß sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine fehle In der Gotteskinder Reihn! Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich mit einander haben! Offenbare heiliglich,‚ Haupt, in allen Gliedern dich! 5. Was von dir uns zugeflossen, Müsse Geist und Leben sein; Was die Seele hat genossen, Mache sie gerecht und rein! Komm, o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ew'ger Lieb' und Treu' Jedes dir verbunden sei! Mich. Hahn. 4. Und ferne soll von meinem Munde Nein, keine Gott bestimmte Stunde ——— m Munde ein! te Stunde de weihn. aut' eilen, merz zu theilen; utes thun eln ruhn. Tag der Wonne, einHerzl i8ssonne, himmel⸗ wärts! htsstillel Fülle, Glanz 18, ganzl Lavater. fließen n! ind, Grund! Seele! sein, fehle ihn! Gaben üben! dich! ossen, sein; sen, in! segnen, n, Treu' Hahn. — ꝛ—— 182. 1. O wie freun wir uns der Stunde, Da wir dir, Herr Jesu, nahn, Um aus deinem heil'gen Munde Lebensworte zu empfahn! Laß uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein, Schreibe selbst das Wort des Tief in unsre Herzen ein. Lebens 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen: Großer Meister, rede du! Sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr' uns, wie wir selig werden; Lehr' uns, wie wir unsre Zeit, Diese kurze Zeit auf Erden, Nützen für die Ewigkeit! 3. Lehr' uns, wie wir dem Verderben Durch der Gnade Kraft entgehn, ö Wie wir, eh' wir leiblich sterben, Wahrhaft geistlich auferstehn, Und nach deinem Wohlgefallen Denken, reden, leiden, thun, Graden Weges dahin wallen, Wo wir nach der Arbeit ruhn. 182. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 183. 225 Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 4. Oeffne selbst uns das Verständniß, Wie den Jüngern du gethan; Zur lebendigen Erkenntniß Trag' die Fackel du voran! Licht der Welt, das schon ver⸗ scheuchte Manche dichte Finsterniß, Licht der Welt, auch uns erleuchte! Denn im Licht geht man gewiß. 5. Gieß' uns aber auch das Feuer Deiner Liebe in das Herz, Daß an dir wir immer treuer Hangen unter Freud'und Schmerz. Keine Last sei uns beschwerlich, Die von dir uns aufgelegt; Alles sei uns leicht entbehrlich, Was mit dir sich nicht verträgt. 6. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; Laß es mit lebend'gem Triebe In uns wirken fort und fort! Hilf uns, daß wir treu bewahren, Was wir in das Herz gefaßt, Und laß Andre auch erfahren, Daß du Lebensworte hast. K. J. Phil. Spitta. Hs. Georg Nägeli. ————.—————— S.............. I e nn— f. — 8—— I ‚ + 1. Tag ü⸗-ber al⸗le Ta⸗ ge, Ge⸗schenk aus Got⸗tes ö .—.— 1 PD SSSPSPSPPI............... E 1.— 12———————— 15 n SGSES GeeSSES GS 34 ö—— — ů —.— . 2 ne Sollst ge Bringst du ein ne, —5 —— 2 7 Der Son ö —— —S ler Won 2—.— + dem Glo cken⸗schla Du Tag voll Licht und Du Mor-⸗gen vol f =lein, =men sein! — gens-pfand; hört al kom —.— Mit —2 Se Hand, — 226 183. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. x Gott ge — 184. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 227 2. Herr Jesu, deinen Namen Mit Feur⸗ und Flammenzungen, —— Sprech' ich anbetend aus, Mit Sturm und Windgebraus, —5.— Und freudig sage Amen Und ist nicht mehr verklungen 230m Dazu dieß ganze Haus. Seitdem in deinem Haus. Du bist der Mund der Wahrheit, 5. Nun laß vom Hi 5 55— Himmel fallen 3 · Du bist des Lichtes Quell; Den frischen Gnadenthau, ö Von deiner stillen Klarheit Nun fülle deine Hallen, 6357656 Wird dieser Tag so hell. Laß grünen Feld und Au'! —— ö 3. Das ist die schönste Stunde, Laß jedes Herz erkennen Da du bist aufgewacht; Dein Werk und deinen Ruhm, Da hat die bessre Kunde Laß jeden Leuchter brennen ö Das Morgenroth gebracht. In deinem Heiligthum. —— Davon muß jeder Kummer 6. 8 I W —.— 0„Herr, sieh mit Wohlgefallen 5 ö Und jede Argd vergehn, Heut' auf dein Volk herab; jedem Todesschlummer Herr, neige dich zu Allen Der Das Leben auferstehn. Mit deinem Hirtenstab. x 4. Das ist der große Morgen, Heut' soll es allerorten, Da sich der Geist genaht, Daß Jeder lesen mag, — Mit deiner Kraft verborgen Geschrieben stehn mit Worten: 5 5 Zu deinen Jüngern trat, Geheiligt sei dein Tag! Heinr. Puchta. — 184. Konr. Kocher. 2.— . Vf m n et. 1 e—..—.—.,—— olls 1 Treu⸗er Hei⸗land, wix sind hier In der An-⸗dacht 1 Wi re Sin-ne und Be⸗gier Len ⸗ke sanft dein .—— . ——— ö DDD— ——WW Wil ⸗le. Dei⸗nes Wor⸗tes hel⸗ ler Schein Strahl' in , ——— IDEESE.—— — IE—— 228 185. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. .— Ee—.—— 2.— ö · au,— 1—— · un⸗ser Herz hur Lein, Uns mit Licht er⸗fül EI Wuul +— + ů 1 2. Kehr', o Jesu, bei uns ein, Komm in unsre Mitte! Wollest unser Lehrer sein! Hör' der Sehnsucht Bitte! Deines Wortes stille Kraft, Sie, die neue Menschen schafft, Bilde Herz und Sitte! 3. Von dir lernen möchten wir Deiner Sanftmuth Milde, Möchten ähnlich werden dir, Deinem Demuthsbilde, Deiner stillen Thätigkeit, Deiner armen Niedrigkeit, Deines Wohlthuns Milde. 4. Zeige deines Wortes Kraft An uns armen Wesen! Zeige, wie es neu uns schafft, Kranke macht genesen! Jesu, dein allmächtig Wort Fahr' in uns zu siegen fort, Bis wir ganz genesen! „O wie selig ist es, dir Kindlich zu vertrauen! Unerschüttert können wir, Fels, auf dich nur bauen. Herr, wir glauben in der Zeit, Bis die sel'ge Ewigkeit ö Uns erhebt zum Schauen. Christ. Heinr: Zeller. ö 185. Christian Gregor. E n... P ö Die Gna-de un⸗sers Herrn Je⸗su Chri⸗ —— 5 CEe 1 1 2—— E( ö— 1——.————.— E 5———.———— ü + 4 4 ———————— 4— 66——— IEEII 186. Lieder über das Wort Gottes. 229 —.——.— 355.— ö—.— —— ö R 9——— 4 * 2————— 6 mein⸗schaft des heil'⸗gen Gei ⸗ stes sei mit uns ö ö — —.— 8— 9——— —.—————— IS.— —— 1* E. 1 +.* I7*3 —0— 3— H —.— L + 2— I 0 6—— 2——— Al⸗ len, mit uns Al ⸗ len! A ⸗ men! 2.ͤ Kor. 13. 13. ö ö 4 ö 2 4—.. III Di— 2— 2 6——— 1I. 2 I ö C. Lieder über das Wort Gottes. 186. Mel. 40: 1. Theures Wort aus Gottes Munde, Das mir Himmelsfrüchte trägt, Dich allein hab' ich zum Grunde Meiner Seligkeit gelegt. In dir treff' ich Alles an, Was zu Gott mich führen kann. 2. Du, mein Licht auf dieser Erden, Willst mein bester Führer sein. Laß mich täglich weiser werden, Daß dein heller Gnadenschein Mir bis in die Seele dringt Und die Frucht des Lebens bringt! 3. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Oeffne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Welche Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt. Gott des Himmels und der Erden. 4. Gib dem Samen einen Acker, Der die Frucht nicht schuldig bleibt! Mache mir die Augen wacker, Und was hier dein Finger schreibt, Präge meinem Herzen ein, Laß den Zweifel ferne sein! 5. Was ich lese, laß mich merken, Was du sagest, laß mich thun! Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! 6. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach dieser Richtschnur gehn! Was ich hier zum Grunde lege, Müsse wie ein Felsen stehn, 230 187. Lieder über das Wort Gottes. Daß mein Geist auch Rath und Drücke deines Geistes Siegel In den größten Nöthen hat. That Kräftig in mein Herz hinein, 7. Laß dein Wort mir stets ein Daß ich fest im Glauben steh', Spiegel, Bis ich dort zum Schauen geh'! Jesu, deines Vorbilds sein! Benj. Schmolck. 187. 3—„. e EE EE bi ö Wort 9015 Gotts Mun⸗ e vom Frie⸗dens⸗bun ⸗de, Brunngquell ew'⸗ger Freu⸗den, Trost in al-len Lei-den, —;—4 e E⸗van⸗ 11 umt Un;ser 32 ster Ruhm! Got⸗tes⸗kraft, die 3 0 schafft, 71 ———. 2 . n. EEE SIDD‚ 355 57— 2 27— I— EEEEEEEE rir E—..— 1—.— vre ener— Boii schaft, die zum Le ⸗ ben Je⸗sus uns ge⸗ge ⸗ ben. 2— 2 36 92 2——— SHS.— 2.— DSE—— EE * 2. 2805 sein höchster Wille Das ist nun geschehn. In der Gnaden Fülle Gottes Rath Vor der Welt versehn; Wird nun zur That, Was der Opfer Schatten Ist in Jesu Ja und Amen; Vorgebildet hatten, Preis sei seinem Namen! S S SE SS& S&E SE E uVurE —— iegel nein, steh', n geh'! hmolck. 1715. 8**— 188. Lieder über das Wort Gottes. 231 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet Alle Sünd' und Schuld. Jesus ist gestorben, Er hat uns erworben Alle Gnad' und Huld. Jesus thront Bei Gott und lohnt Allen, die sich ihm ergeben, Nun mit ew'gem Leben. 4. Uns in Sünden Todten Machen Jesu Boten Dieses Leben kund. Hehr und lieblich klinget, Geist und Herz durchdringet, Was uns sagt ihr Mund. Aller Welt Wird vorgestellt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß sie sich bekehre. 5. Kommt, gebeugte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Gesetz zerschlug! Kommt zu dessen Gnaden, Der, für euch beladen, 188. 1. Herr, dein Wort, die edle Gabe, Diesen Schatz erhalte mir! Denn ich zieh' es aller Habe Und dem größten Reichthum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, Worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist's nicht um tausend Welten, Aber um dein Wort zu thun. Alle Schmerzen trug! Jesu Blut Stärkt euren Muth. Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet; Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Unerschüttert sein. Auch will ich Nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Treu dem Worte leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke; Stehe du mir bei! Nichts soll uns nun scheiden: Hilf, daß auch mein Leiden Deinem ähnlich sei! Laß auch mich Dereinst auf dich, Als ein Kind, mit dir zu erben, Froh und gläubig sterben! Heinr. Corn. Hecker. Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 2. Hallelujah! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn Daß ich mög' in deinem Namen Fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich zu deinen Füßen Sitzen, wie Maria that. Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. 232 189. Lieder über das Wort Gottes. 189. Heinr. Egli. 6. N m In ED E*.—...— ö Ne 30 R Lel 1. Gott ist mein Hort, Und auf sein Wort Soll* 0 ö ö ö ö M SEEE... Is E—. 2—22 x ö E.. 7——— , rr t—— ————— I. W Al mei⸗ne See⸗le trau ⸗ en. Ich wand⸗le W 13120 9 —2. 5 20 0 2 2. W — I—— 1 — Se ISISISIEEEEEE m Se ,— FFTFTPTPTITITITT TT'TR 3. ——* 2 ö—.— 2.— D 2„ 2 FT 2 2 Ee⸗— 4 ö ö ö D X. Eñ Gott, vor dir Im Glau⸗-ben, nicht 6 Schau 4. K x ö , D ———.——— 13440 ——.—— ö 2. Dein Wort ist wahr: 4. Dein Wort erklärt Laß immerdar Der Seele Werth, ö Mich seine Kräfte schmecken! Unsterblichkeit und Leben; Laß keinen Spott, Daß diese Zeit O Herr, mein Gott, Zur Ewigkeit Mich von dem Glauben schrecken! Mir sei von dir gegeben. 3. Wo hätt' ich Licht, 5. Den ew'gen Rath, Wofern mich nicht Die Missethat Dein Wort die Wahrheit lehrte? Der Sünder zu versühnen, Gott, ohne sie Den kennt' ich nicht, Verstünd' ich nie, Wär' mir dieß Licht Wie ich dich würdig ehrte. Nicht durch dein Wort erschienen. ö 190. Lieder über das Wort Gottes. 191. 233 mr. Egli. 6. Nun darf mein Herz Durch meine Müh' In Reu' und Schmerz Vermag ich's nie, Der Sünden nicht verzagen. Dein Wort gibt mir die Kräfte. Nein, du verzeihst, 8. Herr, unser Hort, Lehrst meinen Geist Laß uns dieß Wort; Im Glauben: Vater! sagen. Denn du hast's uns gegeben! 7. Mich zu erneun, Es sei mein Theil, Mich dir zu weihn, Es sei mir Heil Ist meines Heils Geschäfte. Und Kraft zum ew'gen Leben! Chr. F. Gellert. 190. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 1. Walte, walte nah und fern, Und durch seine heil'ge Kraft Allgewaltig Wort des Herrn, Wollen und Vollbringen schafft: Wo nur seiner Allmacht Ruf 5. Wort des Lebens, stark und rein, Menschen für den Himmel schuf! Alle Völker harren dein; 2. Wort vom Vater, der die Welt Walte fort, bis aus der Nacht Schuf und in den Armen hält Alle Welt zum Tag erwacht! Und aus seinem Schooß herab 6. Auf zur Ernt' in alle Welt! Seinen Sohn zum Heil ihr gab; Weithin wogt das weiße Feld; 3. Wort von des Erlösers Huld, Klein ist noch der Schnitter Zahl, —.— Der der Erde schwere Schuld Viel der Arbeit überall. Durch des heil'gen Todes That 7. Herr der Ernte, groß und gut, Ewig weggenommen hat; Wirk' zum Werke Lust und Muth! 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, Laß die Völker allzumal Der den Weg zum Himmel weist Schauen deines Lichtes Strahl! Jon. Fr. Bahnmayer. 191. Mel. 98: Wir singen dir, Immanuel. 1. Nun geh' uns auf, du Morgenstern, Du seligmachend Wort des Herrn, Du Pfand des Heils, das uns im Sohn Der Vater gab von seinem Thron! 2. Bereitet ist für dich die Bahn, 1. Die Herzen sind dir aufgethan; Wir sehnen uns nach deinem Licht ö Und seufzen: Herr, versäum' uns nicht! en, 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, Mach' unsre Glaubensaugen hell, Daß wir die Wege Gottes sehn schienen. Und in der Welt nicht irre gehn. . 234 192. Lieder über das Wort Gottes. 4. Du Wort der Buße, füll' das Herz Uns an mit tiefem Reueschmerz, Daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott steh' uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, O bring' uns Botschaft fort und fort Von ihm, der für uns litt und starb Und uns Gerechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft Daß wir, der Eitelkeit entrafft, Im gnädig dargebotnen Heil Ergreifen unser ew'ges Theil. 7. So geh' uns auf, du Gottesglanz, Durchdring' uns und verklär' uns ganz, Du Wort, das noch in Kraft besteht, Wenn Erd' und Himmel untergeht. 192. 1. Wort des Lebens, lautre Quelle, Die vom Himmel sich ergießt, Lebenskräfte gibst du Jedem, Der dir Geist und Herz erschließt; Der sich wie die welke Blume, Die der Sonnenbrand gebleicht, Dürstend von dem dürren Lande Zu der Quelle nieder neigt. 2. Ohne dich, was ist die Erde? Ein beschränktes, finstres Thal. Ohne dich, was ist der Himmel? Ein verschloßner Freudensaal. Ohne dich, was ist das Leben? Ein erneuter finstrer Tod. Ohne dich, was ist das Sterben? Nachtgraun ohne Morgenroth. 3. Wort des Lebens, du erleuchtest, Doch erwärmst du auch zugleich; Eine Hölle offenbarst du, Aber auch ein Himmelreich. Jul. Sturn. Mel. 222: Kehre wieder. Furchtbar schreckest du den Sünder Aus der dumpfen, trägen Ruh'; Doch mit Liebe deckst du wieder Jedes Büßers Fehle zu. 4. Einen Richter lehrst du fürchten, Der mit rechter Wage wägt; Doch auch einen Vater lieben, Der mit Langmuth Alle trägt, Einen Gott, der den geliebten Ein'gen Sohn zum Opfer gibt, Der an ihm die Sünde richtet Und in ihm die Sünder liebt. 5. Wort des Lebens, wer dich höret, Dem versprichst du ew'ges Heil; Doch nur dem, der dich bewahret, Wird das Kleinod einst zu Theil. Nun so will ich dich bewahren, Schwert des Geistes, Gottes Wortl Hilf mir hier auf Erden streiten Und die Kron' erwerben dort. Carl Joh. Phil. Spitta. — Sturni. n Sünder en Ruh'; u wieder u. fürchten, wägt; lieben, le trägt, geliebten fer gibt, richtet r liebt. ich höret, jes Heil; Hewahret, zu Theil. wahren, es Wortl streiten 1 dort. Spitta. 193. Taufe und Konfirmation. 235 D. Taufe und Ronsirmation. 193. Heint. Egli. E—— ů 5 + ů ö ö— ————— e n 2— F 1[Ich bin ge-tauft auf dei- nen Na⸗men, Gott Und so ist Al⸗les Ja und A⸗-men, Was — * 2 2—— EEE— ——— 2.— 21 e. ö ö ——— 2——.—. d ⸗ —. e —* Va⸗ter, Sohn und heil'-ger Geist! ö mir dein theu-res Wort ver⸗heißt. Ich bin in Chri⸗stum — eee DIDEEEE ———. IEE— — . rnn n n. ein ⸗ ge⸗senkt, Er hat mir 8 Geist ge⸗schenkt. 4— — — 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Noth und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 236 194. Taufe und Konfirmation. 3. Doch hab' ich dir auch Furcht und Liebe, Gehorsam zugesagt und Treu'; Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei; Dem Dienst der Sünde sagt' ich ab, Da ich mich dir zu eigen gab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt ewig dieser Bund bestehn. Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn! Und hab' ich einen Fall gethan, So nimm dein Kind zu Gnaden an! 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue Leib, Seel' und Geist zum Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue Und bilde mich nach deinem Sinn! Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen thut! 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott, Vater, Sohn und heil'ger Geist! Halt' mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille sterben heißt! So leb' ich dir, so sterb' ich dir, So lob' ich dort dich für und für! 194. 1. Liebster Jesu, wir sind hier, Deinem Worte nachzuleben; Dieses Kindlein kommt zu dir, Weil du den Befehl gegeben: Laßt die Kindlein zu mir kommen! Und dein Arm sie aufgenommen. 2. Ja, es schallet allermeist Dieses Wort in unsern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist Nicht zuvor ist neugeboren, Wird von dir nicht aufgenommen, Wird in Gottes Reich nicht kommen. J. J. Rambach. Mel. 171: Liebster Jesu, wir sind hier, dich. 3. Darum eilen wir zu dir: Nimm dieß Pfand von unsern Armen; Tritt mit deinem Glanz herfür Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an! Haupt, mach' es zu deinem Gliede! Himmelsweg, zeig' ihm die Bahn! Friedefürst, sei du sein Friede! Weinstock, hilf, daß diese Rebe Auch im Glauben dich umgebe! Benj. Schmolck. — — 8 * — . Ws AA IH 5. 1— 1 Iiĩ N IHET E MW H- —* 2.——— Oe— 95 S 7— f*— II l Rn H 7 2—— IID F—+N* S + G 2— TINI S 4 IN— R — 4+—— —— ö— FTNDa——* ——— M— + ö— sH— + ——.— 1—.— + 298 3 3 90 HH%00 S 00 I KXS H* — I E 72 TTPA——. 5 I 1— 206——1* —— V 2 AHE 2 EIIIE. 221l— 6 M eHRN —— E+ IIIE E— —— N DIXIX— I ssseü— u — HRK I11 ö s ——. E S INI IMI 2 04 4 S AN. * 0 0 IS—. I I HU F. 6. 75 7—*—— 3———+.. Iir u . S — 4. 3** E* V 2———— 2 IIR H+. 2 LanP i 2.— ——— 4—— 5 23 —— 1———. 22 I VUE— ++ AI. VI* —.— xů 5—0——.— 5 *.—— 8 5— 8 Bat + HNE E I 44 „ ——— S S5 5385 5 SS ˖:—— 2 2 SS 0 5 3383 8 5 8— 238 196. Taufe und Konfirmation. IESISSSESI EEEE — ihn die Lie-⸗be treibt. Bleibt, Kin⸗der, bleibt! 2. Er hat's gehört, als ihr gesagt: „Ich glaube, Herr, und will dich ewig lieben!“ Er war zugegen, als man euch gefragt, Und hat das Jawort in sein Buch geschrieben. Er weiß um Alles, was man euch gelehrt; Er hat's gehört! 3. So bleibt nun, bleibt in Ewigkeit! Von seiner Liebe soll euch nichts mehr scheiden. Der Freuden Fülle ist für euch bereit; Die aber weichen, müssen ewig leiden. O selig, wer sich willig ihm verschreibt! Bleibt, Kinder, bleibt! Ernst Gottl. Woltersdorf. 196. Mel. 100: Dieß ist der Tag, den Gott gemacht. 1. Im Namen des Herrn JesuChrist, Der seiner Kirche König ist, Nimmt seiner Gläubigen Gemein' Euch jetzt in ihre Mitte ein; 2. Mit uns in einem Bund zu stehn, Ihm treu und standhaft nachzu⸗ gehn, Zu nehmen Theil an seinem Leid, An seiner ew'gen Herrlichkeit. 3. Er bietet euch den Friedensgruß Zu seines heil gen Mahls Genuß, Das euch ein Siegel seiner Treu' Und unserer Gemeinschaft sei! 4. Wir reichen euch dazu die Hand. Der Herr, dem euer Herz bekannt, Laß euern Gang in der Gemein' Euch Seligkeit, ihm Freude sein! 5. DerGott des Friedens heil'ge euch! Seid sein, dient ihm in seinem Reich, Sorgt, daß ihm Geist und Seel' ů und Leib Auf seinen Tag unsträflich bleib'! Heinr. Bruiningk. tersdorf. ier Treu' aft sei! ie Hand. bekannt, Gemein' ude sein! ''ge euchl seinem Reich, nd Seel' und Leib h bleib'! uiningk. 197. Taufe und Konfirmation. 198. 239 197. Mel. 344: Jesus, meine Zuversicht. 1. Ewig, ewig bin ich dein, Theuer dir, mein Gott, erkaufet, Bin auf dich, um dein zu sein, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Dessen soll mein Herz sich freun: Ewig, ewig bin ich dein! 2. Welch' ein göttlicher Gewinn, Daß ich durch der Taufe Gabe Nun dein Kind und Erbe bin, Daß ich dich zum Vater habe! Deine Gnade macht mich rein: Ewig, Vater, bin ich dein. 3. Ich, ein Sünder von Natur, Ich, Gefallner, soll auf Erden Eine neue Kreatur, Soll, o Gott, dir ähnlich werden! Heilig, heilig will ich sein! Jesus und sein Geist ist mein. 4. Ich versprach's, gelob' es noch, Brach zwar oft den Bund der Taufe, Kämpfte schon und wurde doch Schwach im Kampf und matt im Dennoch will mein Jesus mein, Gott will noch mein Vater sein! 5. Das ist, Gott, dein Bund mit mir; Gnädig hast du mir verheißen, Mich soll keine Macht von dir, Keine Sünde von dir reißen! Gott, mein Gott, ich will nur dein, Dein und meines Jesu sein! 6. Wachen will ich, flehn um Kraft, Daß ich stets auf Gottes Wege Heilig und gewissenhaft Und im Glauben wandeln möge! Er wird mir die Kraft verleihn, Treu bis in den Tod zu sein. 7. Höre mich, denn ich bin dein, Theuer dir, mein Gott, erkaufet, Bin auf dich, um dein zu sein, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Ewig, ewig laß mich dein, Ewig laß mich selig sein! Joh. Andr. Cramer. Laufe; 198. Heinr. Egli. — n. menn nn,— n in. anem vurn. nien min en 1. Er⸗ hör', o Gott, das hei⸗ße Flehn Der We e er r—— 2—— ,e Ke v 3— 240 198. Taufe und Konfirmation. 2— ö—.— Fh. 5 ö. 2——— i e e drs d M, E E Kin⸗der, die hier vor dir stehn! Er- bar⸗-mend blick' auf — —...— 5———Z—— 2—.— DPDDDEEEEEE D..————.——.2 1— 1 1 1 ö n e L ee e sie her- nie der; Denn dein sind sie, sind Je⸗ su 46„der. I dich! dich! E ——————..——.—— ,— * 2. Gib ihnen deinen guten Geist, Den Segen, den dein Wort ver⸗ heißt! Erfülle sie mit deinen Gaben, Laß Tröstung ihre Seele laben! Erbarme dich! Erbarme dich! 3. Sie wollen, deiner sich zu freun, Gott, ihren Bund mit dir er⸗ neun; Sie wollen feierlich geloben, Dich, Gott, zu lieben, dich zu loben. Ach, stärke sie! Ach, stärke sie! * 4. Sie wandeln noch in dieser Welt, Ach, der Verführung bloßgestelltl Gott, du allein kannst sie be⸗ wahren: Errette sie aus den Gefahren! Bewahre sie! Bewahre sie! 5. Schenk' ihnen Muth und Freudig⸗ Laß des Gelübdes Heiligkeit(keit, So stark, so tief ihr Herz durch⸗ dringen, Daß sie ihr Wollen treu voll⸗ bringen! Ach, stärke sie! Ach, stärke sie! ser Welt, gestellt! sie be⸗ wahren: fahren! sie! Freudig⸗ eit[keit, 3 durch⸗ dringen, eu voll⸗ dringen! rke sie! 199. Taufe und Konfirmation. 200. 241 6. So leite sie an deiner Hand In jenes bessre Vaterland! Laß sie, so lang sie hier noch wallen, Stets thun nach deinem Wohl⸗ gefallen! Ach, leite sie! Ach, leite sie! 7. Wir Väter, Mütter, alle hier, Wir flehn mit ihnen, Herr, zu dir! Dreieiniger, sprich du das Amen 199. 1. Wie könnt' ich sein vergessen, Der mein noch nie vergaß? Kann ich die Lieb' ermessen, Dadurch mein Herz genas? Ich lag in bittern Schmerzen: Er schafft mein Leben neu, Und stets quillt aus dem Herzen Ihm neue Lieb' und Treu'! 2. Wie sollt' ich ihn nicht lieben, Der mir so hold sich zeigt? Wie jemals ihn betrüben, Der so zu mir sich neigt? Er, der ans Kreuz erhoben, Getragen meine Schmach, Ruft er mir nicht von oben: Komm, folge du mir nach? 3. Ihn will ich ewig lieben, Der mir aus Todesnacht, Von meinem Schmerz getrieben, Unsterblichkeit gebracht, 200. 1. Wir flehn um deine Gnade! Nichts sind wir ohne dich; Führ' uns auf deinem Pfade, Und hilf uns mächtiglich! Zu dem Gelübd'auf deinenNamen! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns, Gott! 8. Auch uns laß jetzt mit Herz und Mund Mit dir erneuern unsern Bund Und einst vereint, wie wir dich flehen, Mit ihnen ein zum Himmel gehen! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns, Gott! Elieser Gottl. Küster. Mel. 63: Durch Trauern und durch Plagen. Der noch zur letzten Stunde Mir reicht die treue Hand, Daß mich kein Feind verwunde Im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heil'gen Pfande Mir seinen Leib, sein Blut, Hebtmich aus Nacht und Schande, Füllt mich mit Himmelsmuth, Will selber in mir thronen Mit heil'gem Gnadenschein: Sollt' ich bei ihm nicht wohnen, In ihm nicht selig sein? 5. Bei Freuden und bei Schmerzen Durchleuchte mich dein Bild, Wie du, o Herz der Herzen, Geblutet hast so mild! Mein Lieben und mein Hoffen, Mein Dulden weih' ich dir. Laß mir die Heimat offen Und dein Herz für und für! Christ. Gottl. Kern. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 2. Wir flehn um deine Wahrheit In unsers Lebens Nacht; Durch dich nur wird uns Klarheit In unsern Geist gebracht. 16 242 201. Taufe und Konfirmation. 3. Wir flehn um deinen Frieden Zu jedem guten Werke In dieser Welt voll Angst; Stärk' jedes schwache Kind! Uns sei das Heil beschieden, 5. Wir flehn um deinen Segen Das du am Kreuz errangst! Zum großen Bundestag, 4. Wir flehn um deine Stärke, Daß wir auf allen Wegen Du weißt, wie schwach wir sind: Dir treulich folgen nach. Karl Aug. Döring. 201. Mel. 124: Marter Jesu, wer kann dein vergessen. 1. Eines wünsch' ich mir vor allem Andern, Eine Speise früh und spät; Selig läßt's im Thränenthal sich wandern, Wenn dieß Eine mit uns geht: Unverrückt auf einen Mann zu schauen, Der mit blut'gem Schweiß und Todesgrauen Auf sein Antlitz niedersank Und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, Wie er als ein stilles Lamm Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hangend an des Kreuzes Stamm, Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsterniß gesessen, Trugest du mit mir Geduld, Hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, Eh' es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit theurem Lösegeld Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein: Sprich du darauf dein Amen! Treuster Jesu, du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mit dir Alles thun und Alles lassen, In dir leben und in dir erblassen, Das sei bis zur letzten Stund' Unser Wandel, unser Bund! Alb. Knapp IHf. EII V sst. . Und auf den ihr 4—4— — Der euch theu errn al⸗ — Dient dem nen, nen, — —6 nen kann! x‚ Ee chie⸗n — x 22359—. Kelch er E Der den Bund mit . en Nie-mand die —— *.* — — — — — 4— — 20—t— —2 —— Zwei nem Herrn nur sollt ihr die Ihm nur, der auch euch er sei⸗ nem 6 Ei 3 ⸗kauft, — Euch mit seid ge⸗ tauft, an, — hat er lein fort 2⁴4 203. Taufe und Konfirmation. 1 2. Dieß sein Wort sollt ihr bewahren, Immer hat es sich bewährt. Dann nur könnt ihr Heil erfahren, Dann wird Glück und Lust verklärt. Auch im Leiden ist beschieden Trost euch dann und Seelenfrieden. 423 Eins im Vater und im Sohn Fühlt ihr hier den Himmel schon. 3. Kehrt zum Herren immer wieder, Labt an seinem Mahl euch neu! O daß auch vom Himmel nieder Wir euch säh'n dem Heiland treu! Nirgend doch ist Ruh' zu finden, Wenn wir uns nicht ihm verbinden: In sich selber ist entzweit, Wer nicht ganz dem Herrn sich weiht. 4. Das ist unsrer Inbrunst Flehen, Unser Segen über euch, Daß ihr mög't durchs Leben gehen Unsers Heilands Jüngern gleich. Laßt uns leben ihm und sterben Und die Seligkeit ererben, Die dort eines Jeden harrt, Der getreu erfunden ward! — Abr. Eman. Fröhlich. 203. Mel. 278: Gott ist getreu. ö 1. Seid eingedenk!— o theure Kinderschaar ö Vergiß die Stunde nicht, Wo du gekniet am festlichen Altar Im heil'gen Morgenlicht, Wo fromm geneigt mit glüh'nden Wangen ö Den Segen du aufs Haupt empfangen; Seid eingedenk! 2. Seid eingedenk! ein gut Bekenntniß klang* Aus eurem Kindermund; ö Gott hat's gehört; o stehet lebenslang Auf diesem Felsengrund; ö Was ihr in göttlich schönen Stunden ö So laut bezeugt, so tief empfunden, ö Seid eingedenk! Fröhlich. 203. Taufe und Konfirmation. 24⁵ —— 3. Seid eingedenk, wie euch der gute Hirt So treu bei Namen rief, Daß keins hinfort, aus seiner Hut verirrt, Zur Wüste sich verlief; Er hat die Schäflein all' gezählet, O daß dereinst nicht eines fehlet; Seid eingedenk! 4. Seid eingedenk, wenn die Versuchung naht Und Welt und Sünde lockt, Wenn ungewiß auf blumenreichem Pfad Der Fuß des Pilgers stockt; Dann denkt, was ihr so fest gelobet, Dann sorgt, daß ihr die Treu' erprobet, Seid eingedenk! 5. Seid eingedenk, wenn in des Lebens Noth Die Freudensonne bleicht, Vom Angesicht, das heute frisch und roth, Des Kummers Zähre schleicht. Dann denkt: Ob all' dem Weltgetümmel Wohnt mir ein treuer Freund im Himmel; Seid eingedenk! 6. Seid eingedenk des hohen Vaterlands, Das eurer Wallfahrt Ziel; Verscherzet nicht den ew'gen Ehrenkranz Um Tand und Kinderspiel; Der Krone, die am Ziele blinket, Der Palme, die dem Sieger winket, Seid eingedenk! 7. Seid eingedenk! O großes Hirtenherz, Du hast sie dir erkauft; Du blutetest um sie im Todesschmerz, Auf dich sind sie getauft; Wir lassen sie in deinen Händen, Du wollst das gute Werk vollenden: Sei eingedenk! K. Gerok. Abendmahlslieder. 205. E. Abendmahlslieder. 204. 1. O Jesu, meine Wonne, Du meiner Seelen Sonne, Du Freundlichster auf Erden, Laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schätzen Dieß himmlische Ergötzen Und diese theuren Gaben, Die mich gestärket haben? 3. Wie soll ich dir's verdanken, O Herr, daß du mich Kranken Gespeiset und getränket, Ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen; Dir dank' ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden. 205. Mel. 67: Nun laßt uns gehn und treten. 5. Dir danl' ich für dein Lieben, Das standhaft ist geblieben; Dir dank' ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünde, Die ich noch in mir finde, Aus meinem Herzen treiben Und kräftig in mir bleiben! 7. 945 mich mit Ernst sie meiden, Laß mich geduldig leiden, Laß wachen mich und beten, Von deinem Weg nie treten. 8. Dann kann ich nicht verderben, Dann werd' ich selig sterben Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. Joh. Rist. Joh. Crüger. 8 5 1. II dich, o Komm ans hel-le — L 2— 144 lie-be See le, Laß die Licht ge-gan-gen, Fanege 1 dunk⸗le Sün⸗den⸗ höh⸗ herr⸗lich an zu pran⸗ DD le, gen; Denn der Herr voll ———— ⁰ V S V& C 38 — Lieben, eben; Sterben, 5t erben. de, de, iben ben! meiden, N, eten, reten. rderben, rben h. Rist. Crüger. — 205. Abendmahlslieder. —— 14• H„„ SSSSS EiSSE 1. 201 ö Heil und Gna ⸗ den Will dich jetzt Ga⸗ste — n d ..———— — 4 4 4 4 ö e., —— ʒ·%————5— 2 D P ö 6 22—1 6— — — ö II— 2 x + 2— ͤ.e.—— —— — HN — Will jetzt Her⸗ berd in dir 0al Ten. 2. „Ach, wie hungert mein Gemüthe, So, wie Gottverlobte pflegen, Eile deinem Herrn entgegen, Der mit süßen Gnadenworten Klopft an deines Herzens Pforten. Eile, sie ihm aufzuschließen, Wirf dich hin zu seinen Füßen, Sprich: OHerr, laß dichumfaff sen! Von dir will ich nimmer lassen. nach deiner Güte! Ach, wie pfleg' ich oftmit Thränen Mich nach diesem Mahl zu sehnen! Menschenfreund, 4. Ach,‚ wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebens⸗ fürsten, Daß mit seinem Brot und Weine Sich mein Heiland mir vereine! Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud' und Wonne! Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall' ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise! 248 206. 5. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmelsthron ge⸗ trieben, Daß du willig hast dein Leben Für uns in den Tod gegeben, Daß du hast dein Blut ver⸗ gossen, Daß du deine Tischgenossen Abendmahlslieder. ——— 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Und zu meiner Seele Schaden Trete zu dem Tisch der Gnaden! Laß dieß heil'ge Mahl mich stärken Zu des Glaubens frommen Werken, Daß ich einst, wie jetzt auf Erden, Selber speisen willst und tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 206. 1. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden In deiner letzten Trauernacht Uns alle Früchte deiner Leiden Als letzten Willen hast vermacht, Es preisen gläubige Gemüther Dich, Stifter dieser hohen Güter. 2. So oft wir dieses Mahl genießen, Wird dein Gedächtniß bei uns neu, Und immer neue Ströme fließen Von deiner Gnad' und Lieb' und Treu'; Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen Verklären sich in unserm Herzen. 3. Dieß Brot kann wahre Nahrung geben, Und dieser Kelcherquickt den Geist; Es mehrt sich unser innres Leben, An deinem Gnadentisch gespeist; Wir fühlen neue Kraft und Stärke In unserm Kampf und Glaubens⸗ werke. 4. Und fester, als es je gewesen, Wird nun das Band, das uns vereint; Von allem Seelenschmerz genesen, Schaun wir in dir den höchsten Freund; Mög' dein Gast im Himmel werden! Joh. Frank. Mel. 258: Dir will ich danken bis zum Grabe. Wir fühlen uns in solchen Stunden Mit dir in Einem Geist verbunden. 5. Nun treten wir vereint als Brüder In engre Liebesbande ein Und wollen deines Leibes Glieder, Ein Herz und Eine Seele sein: Die Liebe muß sich fester schließen, Da wir von Einem Brot genießen. 6. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Leib, jetzt schwachheits⸗ voll, Einst aus dem Staube herrlich grünen Und unverweslich werden soll, Ja, daß du uns ein ewig Leben Nach diesem kurzen wollest geben. 7. Herr Jesu Christ, so edle Gaben Hast du in dieses Mahl gelegt; Da wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist unser Geist verpflegt! Von Menschen⸗ und von Engel⸗ zungen Sei dir Lob', Ehr' und Preis gesungen! J. J. Rambach. ———. —— Lebens, ergebens chaden Gnaden! ch stärken frommen Werken, fErden, Himmel werden! Frank. Stunden bunden. Brüder in Glieder, le sein: hließen, ießen. Pfande men, chheits⸗ herrlich anen soll, Leben geben. Gaben gelegt; Speise en, pflegt! Engel⸗ igen Preis ingen! übach. 2. Wer hat je wie er geliebet? Er ist's, der da Leib und Blut Als das höchste Pfand uns gibet: O welch' unschätzbares Gut! Laßt uns freudig zu ihm nahen, Gnad' und Leben zu empfahen! 207. Joh. Schmidlin. , SSIEII.......... —— 2 Ha 4 21— 2 2 1 2 1 Las-set uns zum Hei⸗land ge-hen Vol⸗ler De⸗muth, Er will gnä-dig auf uns se- hen; Se⸗het, wie er 125 ö ö 4— 4 4 2 ů 2 IDDD 17 F +7 +2 ͤ er. wer, err ven., ven. EE —— vol⸗ler Freud'! ů ö so be ⸗ reit, See⸗len, die vor ihm sich nei⸗ gen, — e 12— E— U— II—— ö ö —.—— ů. SDDDE. e 2—1 1.— H1 R 25 Sei⸗ne gro⸗ ße Lieb' zu zei ⸗ gen! 4 wWSWPPF T 2 7— +.—. IS 4..——————— EEE EE 3. Gnadenvoller Jesus, weihe Dir uns und erlabe uns! Laß uns fühlen deine Treue, Sei der Segen unsres Thuns! Komm in unsres Herzens Mitten, Deine Gnaden auszuschütten! 250 208. Abendmahlslieder. 4. Ob wir, Jesu, dich nicht sehen, Bist du doch uns innig nah! Deines Geistes stilles Wehen, Das belebt und labt uns ja. Laß, wenn wir dein Mahl genießen, Reichen Segen auf uns fließen! 5. Herzen, Zungen, benedeiet Den, der uns erlöset hat! Traurige, seid hoch erfreuet: Hier ist eures Heilands Gnad'! Unser Lob soll sich verbreiten Ueber Zeit und Ewigkeiten. 6. Liebe sei das Band der Seelen, Das uns fest mit dir vereint! Ach, wen sollten wir uns wählen Als nur dich, den treusten Freund? 208. 1. Jesu, Freund der Menschenkinder, Heiland der verlornen Sünder, Der zur Sühnung unsrerSchulden Kreuzesschmach hatwollen dulden: Wer kann fassen das Erbarmen, Das du trägest mit uns Armen? In der Schaar erlöster Brüder Fall' ich dankend vor dir nieder. 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll' entgegen. In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hilfe finden; Meine Schuld willst du bedecken, Mich befrein von Furcht und Schrecken, Willst ein ewig sel'ges Leben Als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Mich, den Zweifelnden, den Schwachen, Willst du fest im Glauben machen, Weltlieb', fliehe! Sünden, weichet! Denn was habt ihr, das ihm gleichet? 7. Christen, die wir hier auf Erden Glieder Eines Leibes sind, Lasset uns voll Liebe werden! Seht, wie Jesus war gesinnt Gegen uns, da wir noch Feinde, Daß wir würden seine Freunde! 8. Heiland, siehe das Verlangen, Das in unsern Herzen ist, Dich zu sehen, zu gelangen, Wo du nun, Verklärter, bist, Wenn nach deinem Wohlgefallen Wir einst enden unser Wallen! St. Galler Gesangbuch. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. Ladest mich zu deinem Tische, Daß mein Herz sich hier erfrische. So gewiß ich Brot empfangen, Soll ich Heil in dir erlangen; So gewiß ich Wein genossen, Ist dein Blut für mich geflossen. 4. Ja, du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen, Du, der Weinstock, gibst den Reben Muth und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche, gute Frucht zu bringen Und durch Frömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. 5. Nun, so sei der Bund erneuet Und mein Herz dir ganz geweihet! Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, meinHeiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu' dich betrüben. N * 209. Abendmahlslieder. 251 5 weichet! 6. Doch ich kenne meine Schwäche; Schaff' ein neues Herz den das ihm Schwer ist, was ich dir verspreche. Sündern, gleichet? Werd' ich dir auch Glauben Mache sie zu Gotteskindern, if Erden halten Die dir leben, leiden, sterben, nd, Und im Guten nie erkalten? Deine Herrlichkeit zu erben. erden! O steh' du mir bei und stärke Großes A + osinnt 1 Mich zu jedem guten Werke! 2 u Feinde, Hilf, daß ich die Lust der Sünde tommen Freunde! Durch dich kräftig überwinde! Daß wir mit der Engel Chören, angen, 7. Gib, daß ich und alle Christen Herr, dich schaun und ewig ehren? st, Uns auf deine Zukunft rüsten, Hallelujah! Welche Freuden gen, Daß, wenn heut dein Tag schon Sind die Früchte deiner Leiden! bist, käme, Danket, danket, fromme Herzen, gefallen Keinen, Herr, dein Blick beschäme. Ewig ihm für seine Schmerzen! Wallen! Joh. Kasp. Lavater. ugbuch. 209. Mel. 21: Des Herren Majestät. 1. Auf, theure Seelen, auf! Der Herr steht vor der Thür Und klopft an euer Herz. O selig, wer ihm hier Lische, Mit Glaubensfreudigkeit sein ganzes Herz aufschließet! rfrische. Er will zu euch eingehn, daß ihr mit ihm genießet fangen, Sein heilig Abendmahl. O schmecket doch und sehet ingen; Des Heilands Gütigkeit, die euch bereitet stehet! 'ssen, 2. Herr, öffne unser Herz, bereite selbst die Bahn, flossen. Erweiche unsern Sinn, daß wir zu dir uns nahn; Deinen Laß uns im Glauben stets auf deinen Wegen wallen, reinen, Daß wir nur dir, nur dir, o Herzensfreund, gefallen. Reben ů O komm, Herr Jesu, komm, laß deines Hauses Gaben Leben. Den Hunger und den Durst der matten Seele laben. lingen, 3. Dem Hungernden nach dir steht hier dein Tisch bereit. dringen Wer, wie ein Hirsch, zu dir nach frischem Wasser schreit, zeigen, ö Deß Schmachten wirst du, Herr, mit Lebenswasser stillen eigen. Und sein verlangend Herz mit Himmelsgütern füllen. neuet Ach, wirke selbst in uns nach dir ein solch' Verlangen, weihet! Das dich allein und ganz im Glauben will empfangen. sehen 4. Dieß Brot, Herr, stärke uns, des Lebens Weg zu gehn, gehen. Bis wir von Angesicht zu Angesicht dich sehn. hassen, Der Kelch, den du uns reichst, erquicke unsre Herzen, lassen; Sei uns ein Pfand, daß du des Todes bittre Schmerzen lieben, Für uns am Kreuz ertrugst; ein Pfand, daß du nun lebest rüben. Und alle Gläubigen einst in dein Reich erhebest. 252 210. Abendmahlslieder. 21I. 5. Komm, wohn' und herrsche du in uns durch deinen Geist, Der uns den rechten Weg zu deinem Vater weist. Laß uns dieß Bundesmahl zur Lebenskraft gedeihen, Daß wir im Leidenskampf bewährte Streiter seien; Bis du uns selbst erscheinst, bis wir zu dir uns schwingen Und mit der frommen Schaar ein höher Lied dir singen. 210. 1. Herr, du wollst uns vorbereiten Zu deines Mahles Seligkeiten! Sei mitten unter uns, o Gott! Laß uns, Leben zu empfahen, Mit glaubensvollem Herzen nahen, Und sprich uns los von Sünd' und Tod! Wir sind, o Jesu, dein! Dein laß uns ewig sein! Amen, Amen! Anbetung dir! Einst feiern wir Das große Abendmahl bei dir! Mel. 79: 21I. „‚Bang und doch — voll sel'ger Freuden Komm ich, Herr, auf dein Gebot Und gedenk' an deine Leiden Und an deinen Kreuzestod. Mittler, der du für mich starbst, Mir ein ew'ges Heil erwarbst, Komm mit deines Todes Segen Meiner Seele jetzt entgegen! 2. Nimmer könnt' ich Gnade finden Vor des Heil'gen Angesicht; Du nur tilgest meine Sünden Und befreist mich vom Gericht. Und dieß Mahl aus deiner Hand Betet an vor Gott, ihr Sünder. 2. Nehmt und eßt zum ew'gen Leben Das Brot, das euch der Herr gegeben! Die Gnade Jesu sei mit euch! Nehmt und trinkt zum ew'gen eben Den Kelch des Heils, auch euch gegeben! Ererbt, erringt des MittlersReichl Wacht! Eure Seele sei Bis in den Tod getreu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; Klein ist die Zahl, Ist mir stets ein neues Pfand, Die dort eingeht zum Abendmahl. F. G. Klopstock. Mel. 262: Wie nach einer Wasserquelle. Daß mein Herz darf mit Ver⸗ trauen Fest auf Gottes Gnade bauen. 3. Jesu, laß mich nicht vergebens Hin zu deinem Tische nahn! Laß mich dieses Brot des Lebens Nicht mir zum Gericht empfahn! Nein, dieß Mahl erwecke mich, Inniger zu lieben dich Und mit heil'gem Ernst zu meiden, Was mich je von dir kann scheiden. 4. Diesen Vorsatz, den ich fasse, Präge tief dem Herzen ein, Daß ich nimmer von dir lasse, Keinem folg' als dir allein. jen gen Leben der Herr egeben! it euch! 1 ew'gen eben nuch euch egeben! ersReichl endmahl. klopstock. nit Ver⸗ trauen bauen. rgebens ahn! 5 Lebens mpfahn! e mich, meiden, scheiden. fasse, ein, X lasse, lein. 212. Abendmahlslieder. 213. 253 Ziehe selbst mich ganz zu dir, Deine Gnade sei mit mir, Daß ich alle Macht der Sünde Als dein Jünger überwinde! 5. Sollt' ich dennoch wieder fehlen, Wollst du mir zur Seite stehn; Sollt' ich falsche Wege wählen, Eile dann, mir nachzugehn! Suche den Vecirrten auf, Lenk' zur Buße meinen Lauf, 212. 1. Kommt her! Denn Alles ist bereit Zum Hochzeitsmahl der Gnaden; Die Pforten sind geöffnet weit Und Alle sind geladen. Blick' auf, du tiefgebeugtes Herz, Du Seele voller Angst und Schmerz! Du sollst getröstet werden. 2. Was irrst du draußen doch umher, Die innre Glut zu stillen? Hier ist das rechte Liebesmeer, Mit Freude dich zu füllen. 213. Mel. 222: 1. Geist der Liebe, Geist der Gnaden, Wie ihn Christus uns verheißt, Freundlich hast du uns geladen, Und wir folgen dir, o Geist, Zu dem Mahl, das du verklären Willst zum rechten Abendmahl, Du, der reifen läßt die Aehren Und die Traub' am Sonnenstrahl. 2. Krank und elend sind wir Alle, Wenn dein Hauch uns nicht belebt, Deine Kraft uns nicht vom Falle Wieder auf die Füße hebt. Daß ich in des Vaters Armen Gnade finde und Erbarmen. 6. Herr, ich will dir ewig danken, Daß dein Tod mein Leben ist, Daß auch, wenn wir Schwache wan⸗ Du der Deinen Stärke bist.[ken, Dir, der Keinen je verläßt, Dir vertrau' ich froh und fest; Du wirst mich stets gnädig leiten Und zum Himmel zubereiten. Balth. Münter. Mel. 214: Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir. Drum ohne Säumen komm ge⸗ schwind, Vom Wasser, das ins Leben rinnt, Zu schöpfen und zu trinken! 3. Dein Gott ist selbst des Mahles Herr; Er kennt dein heißes Sehnen, Dein stilles Seufzen höret er Und merkt auf deine Thränen. O komm, wie der verlorne Sohn, Zurück zu deines Vaters Thron: Er nimmt dich auf mit Freuden. Gust. Fr. Knak. Kehre wieder. Und so bitten wir, die Schwachen, Dich, daß du den blöden Muth Durch dein Wehen wollest fachen An zur rechten Himmelsglut. Trage, läutre, heb' und stütze Unser kindliches Gebet; Denn das Fleisch, es ist nicht nütze, Wenn der Geist es nicht durchweht. Christi Wort ist Geist und Leben, Geist und Leben der Genuß, Wozu uns dein Wort erheben, U Uns dein Mahl bereiten muß. 25⁴ 213. Abendmahlslieder. 4. Darum segne du von oben, Segne deines Festes Mahl! Zu dir ist das Herz erhoben, Und bei dir nur steht die Wahl, Uns das rechte Brot zu schenken, Das den Hunger ewig stillt, Mit dem Trank' uns All' zu tränken, Der ins ew'ge Leben quillt. 5. Laß uns flehen nicht vergebens, Die wir rufen in der Noth: Reich' uns, Herr, das Brot des Lebens, Ja, das rechte Himmelsbrot! Laß, belehrt von deinen Winken, Geistig uns dein Wort verstehn, Geistig essen, geistig trinken, Den wir nicht mit Augen sehn. Karl Rud. Hagenbach. —— rgebens, toth: Zrot des Lebens, brot! Winken, verstehn, iken, en sehn. jenbach. IV. Christliches Leben. Bußlieder. A. Bußlieder. 214. . + 0 ́—. hör' mein Fle-hen! Bitt' ge⸗ sche⸗ hen! Aus tie⸗fer Noth schrei ich zu dir, Herr Gott, er⸗ 1 Dein gnä-⸗dig Ohr neig' 92 zu mir, Laß mei⸗ ne 2*— 2., 323———.— ieDDeʒe 35 ö ———— 2————— S...———2—..——— Denn so du das willst se⸗hen an, Was Fä Sünd' und Un⸗recht wir ge⸗than, 223 8 58 blei ⸗ ben? 2—— 42——,- v P— *. 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad' und Die Sünde zu vergeben:[Gunst, Es ist doch unser Thun umsonst Auch in dem besten Leben. Vor dir Niemand sich rühmen kann; Deß muß dich fürchten Jedermann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen, Auf ihn will ich verlassen mich Und seiner Güte trauen, Die mirzusagt sein werthes Wort; Das ist mein Trost und treuer Hort, Deß will ich allzeit harren! ffen ich, bauen, in mich S Wort; treuer Hort, en! 215. Bußlieder. 257 4. x n zu i weiß, daß du mein Und ob es währt bis in die Nacht5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Und wieder an den Morgen, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Doch soll mein Herz an Gottes Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Macht Wie groß auch sei der Schade. Verzweifeln nicht, noch sorgen. Er ist allein der gute Hirt, So ist des rechten Christen Art, Der Israel erlösen wird Der aus dem Geist geboren ward. Aus seinen Sünden allen. Er harret seines Gottes. Dr. M. Luther. 215. 15⁴1. IPPTTITTT ——6—6 0— 0 — S— 2—— S dir, Herr Ze⸗ ⸗su Christ, Steht mein Ver⸗ Trö⸗ bester bist; Kein Trost mag I ia II EEE 2.—5 2 ö n— 5—**— 2...—.————.— aer DDDD‚‚P‚PP‚PP SDSSSSSSSEE S. ade— trau'n auf Er⸗ den; sonst mir wer⸗den. Es ist kein Ret⸗ter au⸗ßer dir, Kein ö é ö —. H 4—2— .—.—..8 .. L— A.— 1— 1.—— 193. +7 + T7 7 2„—— ö ö Z Lönn e vn ne, —— d 2 2 3 29— ö 7 Mensch, kein En⸗gel, wel⸗ cher mir Aus s mei⸗nen Nö⸗then hel⸗fen 2—.—— 8..——— 22.—5 e d Ere Hr,. — 1* f. LII F. E b — —1 Bußlieder. E5—.———— E ISDDSDSDSS — 8 e H 2— ö fkann: Dich ruf' 10 63 32 dem 557 kann em-pfahn. e e e ——— L en ie e— 2. Herr, meine Sünd' ist schwer und Und reuet mich von Herzen.(groß Erbarme dich und sprich mich los Durch deines Todes Schmerzen! Nimmst du dich meiner hilfreichan, Wer ist, der mich verdammen kann? Dann werd' ich los der Sünden Mein Glaub' erfaßt,[Last; Herr, was du mir versprochen hast. 3. Ach, stärke durch Barmherzigkeit In mir ein recht Vertrauen, Damit ich deine Freundlichkeit Mög' inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich. 216. 1. Ich will von meiner Missethat Mich zu dem Herrn bekehren; Du wollest mir selbst Hilf' und Rath Hiezu, o Gott, bescheeren Und deines guten Geistes Kraft, Der neue Herzen in uns schafft, Aus Gnaden mir gewähren. 2. Der Mensch kann von sich selber nicht Sein Elend recht empfinden; Er ist ohn' deines Geistes Licht Gar blind und todt in Sünden; Mel. 36: Gott, *+* Am letzten End' mir Hilfe send', Damit behend' Des Todes Graun sich von mir wend'. 4. Ehr' sei Gott in dem höchsten Dem Vater aller Güte, Thron, Und Jesu, seinem lieben Sohn, Der uns allzeit behüte, Und seinem werthen heil'gen Geist, Der jeder Zeit uns Hilfe leist', Daß wir ihm sei'n zum Lob bereit Hier in der Zeit Und dort auch in der Ewigkeit! J. Schneesing. deine Güte reicht so weit. Verkehrt ist Wille, Sinn und Thun: Des großen Jammers woll'st du O Vater, mich entbinden! lnun, 3. Herr, klopf' in Gnaden bei mir an Und führ' mir wohl zu Sinnen, Was Böses ich vor dir gethan; Du kannst mein Herz gewinnen, Daß ich aus Kummer und Be⸗ schwer Lass' über meine Wangen her Viel heiße Thränen rinnen. ——... — 23 — 5 SE OSSSSESSS ESUGSS S öchsten Thron, Sohn, jeil'gen Geist, leist', obereit igkeit! esing. naund l'st du nun, n bei n innen, ethan; innen, d Be⸗ her en. 217. Bußlieder. 259 4. Wie hast du doch auf mich ge⸗ wandt Den Reichthum deiner Gnaden! Mein“Leben dank'ich deiner Hand, Die hat mich reich beladen Mit Ruh', Gesundheit, Ehr' und Brot, Du machtest, daß mir keine Noth Bisher hat können schaden. 5. Wer gibt den Kindern, was du mir Gegeben zu genießen? Schenk' aber ich Gehorsam dir? Das zeiget mein Gewissen, Mein Herz, in welchem nichts gesund; An allen Orten ist es wund, Von Sündennoth zerrissen. 6. Bisher hab' ich in Sicherheit Gar unbesorgt geschlafen, Gedacht: Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht baldzu strafen; Er fähret nicht mit unsrer Schuld So strenge fort! Es hat Geduld Der Hirte mit den Schafen. 7. Dieß alles jetzt zugleich erwacht, Mein Herz will mir zerspringen! Ich fühle deines Donners Macht Und Feuer auf mich dringen. Es regt sich wider mich zugleich Des Todes und der Hölle Reich, Die wollen mich verschlingen! 8. Die mich verfolgt, die große Noth Fährt schnell ohn' Zaum und Zügel. Wo flieh' ich hin? Du Mor⸗ genroth, Ertheil' mir deine Flügel! Verbirg du mich, o fernes Meer! Stürzt hoch herab, fallt auf mich her, Bedeckt mich, Berg' und Hügel! 9. O Herr, ich flieh' zu dir allein, Du hast mein Heil erfunden; Laß mich in dir verborgen sein Und bleiben alle Stunden! Du tilgtest ja, du Gotteslamm, Der Menschen Sünd' am Kreu⸗ zesstamm' Mit deinen heil'gen Wunden. 10. Hier ist mein Herz, o mach' es Von allen seinen Sünden;(rein Laß dir es ganz geheiligt sein, Ganz deine Lieb' empfinden! O schaffe mich im Grunde neu, Daß ich, im Glaubenskampfe treu, Die Welt mög' überwinden! Luise Henr. von Brandenburg(7). 217. Mel. 121: Wenn mich die Sünden kränken. 1. Herr Jesu, Gnadensonne, Wahrhaftes Lebenslicht, Laß Leben, Kraft und Wonne Mein blödes Angesicht Nach deiner Gnad' erfreuen Und meinen Geist erneuen. O Herr, versag' mir's nicht! 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich; Laß mich Erlösung finden Und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben. Ach Herr, erhöre mich! 260 218. Bußlieder. 3. Vertreib' aus meiner Seele Den alten bösen Sinn, Daß ich nur dich erwähle Zum seligen Gewinn; Daß ich mich dir ergebe Und dir zur Ehre lebe, Weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein' Erkenntniß In mir, mein Seelenhort, Und öffne mein Verständniß Durch dein heilsames Wort, Damit ich an dich glaube, Nichts Böses mir erlaube, Dir diene fort und fort! 5. Ach zünde deine Liebe In meiner Seele an, Daß ich aus innerm Triebe Dich ewig lieben kann, Und dir zum Wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter Lebensbahn. 6. Nun, Herr, verleih' mir Stärke, Verleih' mir Kraft und Muth; Denn das sind Gnadenwerke, Die dein Geist in mir thut. Mein Denken und mein Sinnen, Mein Lassen und Beginnen Ist ohne dich nicht gut. 7. Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu', Wend' allen Seelenschaden Und mach' mich täglich neu. Gib, daß ich deinen Willen Beständig mög' erfüllen, Und steh' mir kräftig bei! Ludw. Andr. Gotter. 1. Wie mäch⸗tig spricht in mei⸗ner See⸗le, Du siehst er⸗bar⸗mend, wenn ich feh⸗ 15 35 25955 hast Herr, dei⸗ . ö Stim⸗me vol⸗ 0 Huld! ——.——65 1 R EEIE vä⸗ter⸗lich Ge⸗ duld; Schickst dei⸗nen 9— mich zu re ⸗ gie⸗ 557 ..—* 3 0.——— 58 ER nr.— I410 — * Stärke, Muth; erke, ut. innen, en aden, ;tter. 5. 1 *—„.* 72* Sprichst mei⸗nem Her⸗zen freundlich zu, Wirst nie-mals mü⸗de, ö — —..———————————— e, de ed, mich zu füh=ren, 7 So viel ich fal sche Schrit⸗te thu'. ——— 2. Erbarmer deiner Kreaturen, Liebreicher Gott der ganzen Welt, Die deiner Güte reiche Spuren In jedem Sonnenstaub enthält! Mein Herz denkt nimmer so vermessen, Daß es dir, Vater, trotzen kann; Nie soll es undankbar vergessen, Was du zu seinem Heil gethan. 3. Sollt' ich nicht lieben deinen Willen, Mein Gott, der du so gern ver⸗ gibst? Und dein Gebot nicht gern erfüllen, Das du mir gabst, weil du mich liebst? Ja dieErfüllung kleinster Pflichten Als eine Wohlthat mir vergiltst, Und noch, anstatt mich streng zu richten, Mein Herz mit Trost und Freud' erfüllst? 2.** 2 ——..— 1 e d.—— geeee Eene e e 7*— + 2.2— + 4. Dein Dienst ist Leben meiner Gehorsam meine Seligkeit.[Seele, Wie kindlich wein' ich, wenn ich fehle, Vor dir, dem Vater, der verzeiht! Ich fühle jede meiner Sünden, Die weder Mensch noch Engel büßt: Mit welchem Dank kann ich's empfinden, Daß Christus mein Erlöser ist! 5. Den majestätischen Gedanken Geb' ich für alle Welten nicht. Er bleibet wahr, die Throne wanken, Er bleibet fest, die Welt zerbricht. Es mögen sündigen und zittern, Die Kinder des Verderbens sind; Gott mag der Erde Grund er⸗ schüttern: Ich bebe nicht, ich bin sein Kind. Joh. Christ. Krüger. Bußlieder. . — 219. oa.o de d,.vi— 1. An dir al⸗lein, an 10 hab' ich ge⸗——— 57 Und P 2 —— —. 65———— ,errxn. nn Emmrnn, e, oie 25 2SSIS—— ä 43 ü⸗ bel oft +*— ge⸗ than. Du siehst die Schuld, die Stra⸗fe é ö T. —— I————— PFPFPFPFPFP!FPTPFTPTf;!'x't'x'x'T'T'T'T'T'T'TRT ............ w... EE—— 2—— e. 1 mir ver ⸗ kün⸗digt: Sieh', Gott, auch mei-nen Jam⸗mer an! 45 ¹⁰— Nin 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, Und meine Thränen sind vor dir. Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen, Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, Vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich: Laß mich dein Antlitz finden, Du Gott der Langmuth und Geduld! 4. Früh woll'st du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich um deines Namens willen! Du bist ein Gott, der gern erfreut. —— — I 2 7 — —— 220. Bußlieder. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen, Und lehre mich dein heilig Recht, Mich täglich thun nach deinem Wohlgefallen! Du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du, mein Schutz, mir beizustehen, Und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrei'n, der Herr erhört mein Flehen Und nimmt sich meiner Seele an. Christ. F. Gellert. 220. Mel. 115: Wie bist du, Heiland, mit der Krone. 1. Laß, Gott, mich Sünder Gnade finden! Tilg' mein Vergehn, erbarme dich! O wasche mich von meinen Sünden, Von meinen Schulden rein'ge mich! Schwer lastet auf mir mein Vergehen, Ach, ich erkenn' es hell und klar, Und meine Missethaten stehen Vor meinen Augen immerdar. 2. O lehre mich, Herr, ganz entdecken Die Fehler, die ich noch nicht seh'! Entsünd'ge mich von allen Flecken Und wasche mich so weiß als Schnee! Laß Freud' und Wonne mich empfinden, Trag' mit mir Armen noch Geduld; Verbirg dein Aug' vor meinen Sünden Und tilge alle meine Schuld! 3. Schaff' in mir eine reine Seele, Ein Herz voll fester Zuversicht. Verwirf mich nicht, wenn ich noch fehle; Nimm deinen heil'gen Geist mir nicht! Dann zeig' ich Irrenden die Pfade Des Heils und führe sie zu dir; Dann preist, Erbarmer, deine Gnade Mein ganzes Herz voll Dankbegier. 4. Herr, öffne, deinen Ruhm zu singen, Den Mund mir, gib mir frohen Muth. Zwar Opfer wollt' ich gerne bringen; Doch Weihrauch willst du nicht, noch Blut. 221. Bußlieder. Ein Opfer gibt's, das dich erfreuet: Ein Geist, der tief geängstigt fleht; Ein Herz, das seine Schuld bereuet, Wird nicht von dir, o Gott, verschmäht. 5. Hilf deinem Volk, erzeig' dich Allen Nach deiner Gnad' und Freundlichkeit. Dann werden, Herr, dir wohlgefallen Die Opfer wahrer Dankbarkeit. Dann wird dich jeder Mund erheben Und jedes Herz wird dein Altar; Dann bringet dir dein Volk sein Leben, Es bringt sich selbst zum Opfer dar. 221. 1I. Meine Seele, Voller Fehle, Suchet in dem Dunkeln Licht. Jesu neige Dich und zeige Mir dein tröstlich Angesicht! Auf mein Flehen Laß dich sehen, Und verbirg dich länger nicht! 2. Ich empfinde, Meine Sünde Sei an allem Kummer Schuld. Ich gestehe Dieß und flehe Um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, Kannst mir geben Neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach, von Herzen Und mit Schmerzen Such ich dich, mein Trost undHeil. Wie so lange Ist es bange Meiner Seele! Komm in Eil'! Laß dich nieder, Komme wieder, Meines Herzens bestes Theil! Mel. 336: Nach Psalm 51. Geh' zum Schlummer. 4. Richtig wandeln, Weise handeln Woll'st du künftig mir verleihn! Gib die Triebe Deiner Liebe Voller in mein Herz hinein! Welch ein Segen Ist zugegen, Wenn es heißt: Du mein, ich dein! 5. Lehre, leite, Vollbereite Mich, wie du mich haben willt! Gib mir Klarheit, Geist und Wahrheit, Daß ich gleich sei deinem Bild, Daß man merke, Meine Stärke Sei in dir und du mein Schild,— 6. Bis im Lichte Dein Gesichte Mir sich droben völlig zeigt, Wenn die Deinen Nicht mehr weinen Und die Klagestimme schweigt. Drum so zeige Mir die Steige, Da man auf zum Himmel steigt. Magd. Sib. Rieger. ——————.———— — — 2 — Q 5 Nach Joh. G. Frech. der, keh 337 2 3 +I —— — — e Keh 4—4 Sin myỹ Der du dich ver Vor dem Herrn mit wie⸗der, re stend nie ö bit ig re wie =ke reu 6 2———— der 7* — · — + 27 —— — —— E lo ·re, men; Hö so darfst du kom =ren hast; ner Last! dei Wie du bist, -men. 2 9 ⸗dig auf⸗ irst gnã Du w mñf prsch, 30F6 4— was sein Wort ver 6 — 0;— -dre nicht! zau re wie-der, . — 266 223. Glaubens⸗ und Heilslieder. 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung In die Einsamkeit zurück, Wo in geistiger Erneuung Deiner harrt ein neues Glück, Wo des heil'gen Geistes Mahnen Du mit stillem Beben hörst Und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele: Deines Gottes treues Herz Beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Blick empor zum Kreuzesstamme: Kehre wieder, fürchte nicht, Daß der Gnäd'ge dich verdamme, Dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder! Neues Leben Trink' in seiner Liebeshuld; Bei dem Herrn ist viel Vergeben, Große Langmuth und Geduld. Fass' ein Herz zu seinem Herzen: Er macht dich von Flecken rein, Er hat Trost für alle Schmerzen; Eile, kehre bei ihm ein! 5. Kehre wieder, endlich kehre In der Liebe Heimat ein, In die Fülle aus der Leere, In das Wesen aus dem Schein, Aus dem Tode in das Leben, Aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, Nimm auch heute: kehre gleich! Nach K. J. Ph. Spitta. B. Glaubens⸗ und Heilslieder. II 223. ö 1524. EEEEEE 1 x Nun freut euch, Chri-sten, ins⸗ge⸗mein, Und laßt uns 30 wir ge-⸗ trost und All' in ein Mit Lust und 5 B SSST————— ö 16. IS 9——— II..— 14—— —2 1 2 90 E fröh⸗lich sprin⸗gen, Lie⸗-be sin-gen, Was Gott an uns ge⸗wen⸗det hat Und — 223. Glaubens⸗ und Heilslieder. 267 ben uld; FFFFFFFIIIIITT ergeben, Ef⸗, eduld. Herzen: ö en rein, sei⸗ne gro⸗ße Wun⸗der⸗that; Gar theur hat er's er ⸗wor⸗ ben. merzen; Die Sünd' hatt' mich besessen. 3. Mein' guten Werke galten nicht, 15²4. Mit ihnen war's verdorben! — Der frei' Will' haßte Gottes G'richt, ——— Zum Guten ganz erstorben. Die Angst mich zum Verzweifeln trieb, Daß nichts denn Sterben bei mir blieb, re DSDSDIDIIITETTITIFTITITIFITIAI....... — d e——— eere, ö Schein, 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Leben, Im Tod war ich verloren; ielreich! Mein' Sünd' mich quälte Nacht und Tag, Ugeben. Darin ich war geboren. gleich! Ich fiel auch immer tiefer drein, Spitta. Nichts Gutes war am Leben mein; ßt uns Zur Hölle mußt' ich sinken. ist und ů 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit —.— ö Mein Elend ohne Maßen; — ö Er dacht' an sein' Barmherzigkeit, ö Er wollt' mir helfen lassen. Er wandt' zu mir sein Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, — Sein Bestes ließ er's kosten. ———— 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Nun ist's Zeit zu erbarmen. Und Fahr' hin, mein's Herzens werthe Kron', Und sei das Heil der Armen! Hilf ihnen aus der Sündennoth, Erwürg' für sie den bittern Tod Und laß sie mit dir leben!“ H* 268 223. Glaubens⸗ und Heilslieder. 7. Er sprach zu mir:„ 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward, Er kam zu mir auf Erden, Von einer Jungfrau rein und zart; Mein Bruder wollt' er werden. Gar heimlich führt' er sein' Gewalt, Er ging in armer Knechtsgestalt, Des Satans Reich zu stürzen. Halt' dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb' mich selber ganz für dich Und will nun für dich ringen; Denn ich bin dein und du bist mein, Und wo ich bleib', da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. „Vergießen wird man mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben; Das leid' ich Alles dir zu gut, Das halt' mit festem Glauben! Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein' Unschuld trägt die Sünde dein: So wirst du selig werden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr' ich aus diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübsal trösten soll Und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten. „Was ich gethan hab' und gelehrt, Das sollst du thun und lehren, Daß Gottes Reich hier werd' gemehrt Zu seinem Lob und Ehren; Und hüt' dich vor der Menschen G'satz, Davon verdirbt der edle Schatz: Das laß ich dir zuletzte.“ ö x J. Such', Ein anr Die S Mein Bedach Auf C Sein 2 Sein 3 Sein h Hat K All' F 2. Such', Nothhe Die ur Hier i Verfol 224. Glaubens⸗ und Heilslieder. 225. 269 224. J. Such', wer da will, Ein ander Ziel, Die Seligkeit zu finden! Mein Herz allein Bedacht soll sein, Auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, Sein Werk ist klar, Sein heil'ger Mund Hat Kraft und Grund, All' Feind' zu überwinden. „Such', wer da will, Nothhelfer viel, Die uns doch nichts erworben! Hier ist der Mann, Der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil Durch ihn zu Theil; Uns macht gerecht Der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, Laßt Alles stehn, Die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, Und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. 225. 1. Ist Gott für mich, so trete Gleich Alles wider mich, So oft ich ruf' und bete, Weicht Alles hinter sich; Hab' ich das Haupt zum Freunde Und bin geliebt bei Gott, Was kann mir thun der Feinde Verfolgung, Haß und Spott? Mel. 83: Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. Sucht ihn all' Stund' Von Herzensgrund! Sucht ihn allein! Denn wohl wird's sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Ja, meine Kron' Und Freudensonn' Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht Von deinem Licht Die Eitelkeit vertreiben! Bleib' du mein Preis, Dein Wort mich speis'! Bleib' du mein' Ehr', Dein Wort mich lehr', An dich stets fest zu glauben! „Wend' von mir nicht Dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen, Weich' nicht von mir, Mein' höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud' Nach diesem Leid! Hilf, daß ich mag Nach dieser Klag' Dort ewig Lob dir sagen! Georg Weißel. — Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. 2. Nun weiß und glaub' ich feste, Und rühm' es ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh' Und dämpfe Sturm und Wellen, Und was mir bringet Weh. 270 226. Glaubens-⸗ und Heilslieder. 3. Der Grund, drauf ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut: Das machet, daß ich finde Das ew'ge wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd'; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe werth. 4. In ihm kann ich mich freuen, Hab' einen Heldenmuth, Darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder thut. Kein Urtheil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg' und Schmer⸗ zen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Und lehrt mich Abba schreien In rechter Glaubenskraft. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh', Und wie er hab' erbauet Ein' edle, neue Stadt, Da Aug' und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 7. Da ist mein Theil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Verbring' ich gleich hienieden Mit Thränen meine Zeit, Mein Jesus und sein Frieden Versüßet alles Leid. 8. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein' Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angst, kein Herzeleid, Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß: Der keines soll mich lenken Aus Jesu Arm und Schooß. 9. Mein Herz muß fröhlich springen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud' und Singen, Sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt. 226. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. — „Heiland, deine Menschenliebe, Deines Mitleids mächt'ge Triebe Zogen dich herab auf Erden, Der Verlornen Heil zu werden Und für sie am Kreuz dein Leben In den Tod dahin zu geben. O der wundervollen Triebe Unerhörter Menschenliebe! 2. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf' und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, Das Gebet'ne mitzutheilen! x ö 2² 3. Die Be Kinder Die Ur Die Ve Die Ve Irrend Selbst Dazu 1 4. Deine Sanftn Ohne UnsreS Demut Deiner Demut Einem 1. Himme Hier i 2. Himm Denn Und ka Nicht; Ein vi Kehrt 3. Himm Nur g Deine Mußn Die ur In ihr muet, Erbe sterbe, nicht. eden rieden n, chkeit, iden, id, nken, en boß. ringen ein, en, änden mmen, men? ochen, ochen! n, I 227. Glaubens⸗ und Heilslieder. 271 3. Die Betrübten zu erquicken, Kinder an dein Herz zu drücken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Die Verstockten zu erweichen, Irrenden die Hand zu reichen, Selbst den Niedrigsten zu dienen, Dazu bist du uns erschienen. 4. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben, Ohne Schelten, ohne Klagen Unsre Schmach und Last zu tragen. Demuth war bei Spott und ö Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Demuth machte dich zum Knechte Einem sündlichen Geschlechte. 227. Mel. 344: 1. Himmelan geht unsre Bahn! Wir sind Gäste nur auf Erden, Bis wir dort nach Kanaan Durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgerstand, Droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing' dich, mein Geist! Denn du bist ein himmlisch Wesen Und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Ziel erlesen: Ein von Gott erleucht'ter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan! Die Welt kann dir Nur geborgte Güter geben. Deine himmlische Begier Muß nach solchen Schätzen streben, Die uns bleiben, wenn die Welt In ihr erstes Nichts zerfällt. 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar theures Leben In den schwersten Tod gegeben, Da du mit gelaßnem Herzen Hast getragen unsre Schmerzen Und, uns Segen zu erwerben, Für die Sünder wollen sterben! Herr, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng' und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Seinen Fluch hast du gestillet. Heil'ge meines Herzens Triebe, Salbe mich mit deiner Liebe, Daß ich möge schon auf Erden Deinem Vorbild ähnlich werden. J. J. Rambach. Jesus, meine Zuversicht. 4. 6. Himmelan! ruft Gott mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weis't mir den Ort der Ruh', Wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt' ich täglich Himmelfahrt. „Himmelan! denk' ich allzeit, Wenn er seinen Tisch mir decket, Und mein Geist hier allbereit Eine Kraft des Himmels schmecket: Hier mein Brot im Thränenthal, Dort des Lammes Hochzeitsmahl! Himmelan! Mein Glaube zeigt Mir das schöne Loos von ferne, Daß mein Herz schon aufwärts steigt Ueber Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 272 228. Glaubens- und Heilslieder. 229. 7. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Noth Ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 228. 1. Jesus nimmt die Sünder an: Saget doch dieß Trostwort Allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir werth; Doch hat er in seinem Worte Klar und liebreich sich erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet Alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gotteskinder. 8. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben; Ich will allen eitlen Wahn Durch die Himmelslust vertreiben! Himmelan nur steht mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden: Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dieß Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun, so fass' ich frohen Muth: Auf dich werf' ich meine Sünden, Dein am Kreuz vergoßnes Blut Lässet mich Vergebung finden, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an: Mich hat er auch angenommen, Mir den Himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister. 229. . 3 752— ö xi . 1 10 ha-⸗be nun den Grund ge⸗fun-⸗den, Wo an⸗ders als in Je ⸗ su Wun-⸗den? —. I 1 — H —— 2— I 1 leiben; ihn treiben! n Sinn, bin. hmolck. daran: ran. er den: bei dir inden, trösten in: ran. Muth: zünden, es Blut nden, kann: ran. ran: ommen, han, nmen nkann: ran. neister. — 229. Glaubens⸗ und Heilslieder 273 R ᷓe, di, Kren eeen, en d,. er en ES ES mei⸗nen An⸗ker e⸗wig hält. lag der Zeit der Welt, Der Grund, der un —.— I—— F=v. .—————————— — 54 d de, 50 W v W.=at. . r Hir. en Eenn en diun en, ir, ü 2215 ·lich 5390 Wenn Erd' und Him⸗-mel un ⸗ ter⸗ e E.—— 15557—— ——————— ru Hiem iumt 3. ure, Mere men — un rrr n—— DD ů .FIFFIFITITITITITI.I.I.I.I...I..I.........——8 ESSSN. — E 3 geht, Wenn 5 2 Him-mel un-ter-geht. ———— e v er un ver v r dr L 35 2373 ö ö 5 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt, Deß, der mit offnen Liebesarmen Sich zu uns armen Sündern neigt, Dem allemal das Herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein. Deßwegen kam sein Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; Deßwegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Thür'. 274 229. Glaubens⸗ und Heilslieder. * 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, Hier findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut uns hat befreit Und rufet laut: Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun Und, wenn mich meine Sünden kränken, Nur bald nach Gottes Herzen schaun: Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles Andre mir entrissen, Was Seel' und Leib erquicken kann, Darf ich von keinem Troste wissen Und scheine völlig ausgethan, Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Beginnt der Erde Last zu drücken, Und häuft sich Kummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken Mit eiteln Dingen mühen muß, Darüber sich mein Geist zerstreut, So hoff' ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Doch ist auch hier der Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Er wolle selbst mein Herze stillen, Damit es dieß nur nicht vergißt: So stehet es in Lieb' und Leid Fest auf dem Grund Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt; Dann sing' ich ewig hocherfreut: PFFFFFFFFFFFFF——— O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe. rothe. 230. Glaubens⸗ und Heilslieder. 231. 275 230. Mel. 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 1. Christi Blut und Gerechtigkeit, Das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, Damit will ich vor Gott bestehn, Wenn ich zum Himmel werd' eingehn. 2. Ich glaub' an Jesum, welcher spricht: ö Wer glaubt, der kommt nicht ins Gericht. Gott Lob, die Schuld ist abgethan, Und Gott nimmt mich zu Gnaden an. 3. Das heilige, unschuld'ge Lamm, Das blutend an dem Kreuzesstamm Für meine Schuld gestorben ist, Erkenn' ich für den Herrn und Christ. 4. Drum soll auch Jesu Blut allein ö Mein Trost und meine Hoffnung sein; ö Im Leben und in Todesnoth Bau' ich allein auf Jesu Tod. 5. Und wenn mich böse Lust anficht, Gott sei gedankt, so muß ich nicht; Ich sprech' zur Lust, zum Stolz und Geiz: Dafür hing unfer Herr am Kreuz. 6. So lang ich noch hienieden bin, So ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad' in Jesu Blut Bezeugen mit getrostem Muth. 7. Du Ehrenkönig, Jesu Christ, Der Gottes ein'ger Sohn du bist, Erbarme dich der ganzen Welt, Und segne, was zu dir sich hält! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. 231. Mel. 193: Ich bin getauft auf deinen Namen. 1. Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht werth. Das zähl' ich zu dem Wunderbaren, ö Mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun aber weiß ich's hocherfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 276 232. Glaubens⸗ und Heilslieder. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet, Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit ihm selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein, Warum? Ich war ja Gottes Feind, Erbarmung hat's so treu gemeint. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen; Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich fragt; Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dieß lass' ich kein Geschöpf mir rauben, Dieß soll mein einzig Rühmen sein; Auf dieß Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet' ich auch allein, Auf dieses duld' ich in der Noth, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir, Durch meines Heilands Tod zu dir: Und rühme die Barmherzigkeit. Glaub' ist mei⸗ nes Le⸗ bens Ruh' Und Mein 1. ů Ach, gib mir, Herr, Be-stän⸗ dig-keit, Daß Und führ' im Tode noch mich Armen Da bin ich ewig recht erfreut Ph. Fr. Hiller. 232. Joh. Schop. —30—.—.— ,. 33.. 2 x—— 6 4 iller. 232. Glaubens⸗ und Heilslieder. 277 —.— 1..——. S... — I+—.— ö 2 70 führt mich dei⸗ nem Him⸗mel zu, O du, an den ich die ⸗sen Trost der Sterb-lich-keit Nichts mei⸗ ner See⸗le .e e re e, de, Lne.— 2— 2—.— 3.——.—————— 1— 1.— FE—— D 4 4 4 — de rnr. inn — 8— 2—5 glau-be! rau⸗be! Tief präg' es mei⸗ nem Her⸗zen ein, Welch e e e 1.—. E 74 ̃— ES EE + —.—— ................ r r e wni, merr, ee. Glück es ist, ein Christ zu sein é 0— 0 ...T E— E— + 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht Zur sel'gen Ewigkeit ein Recht Durch deinen Tod erworben. Zum Staube kehrt zurück der Staub, Der Geist wird nicht des Todes Raub, Du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, Ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst, ich bin ein Christ, Und mein beruhigt Herz vergißt Die Schmerzen dieses Lebens. 278 232. Glaubens⸗ und Heilslieder. Ich dulde, was ich dulden soll, Und bin des hohen Trostes voll: Ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Theil mir zu, Hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh'. 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit, Wenn ich auf jene Herrlichkeit Mit froher Hoffnung schaue? Bald ruft mein Herr und Heiland mich, Und er belohnt mich ewiglich, Weil ich ihm hier vertraue. Bald, bald verschwindet aller Schmerz Und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag' ich doch Nicht mehr der Sünde schmählich Joch In meinem Lauf auf Erden. Mit Freuden üb' ich meine Pflicht; Doch fühl' ich wohl, ich bin noch nicht, Was ich dereinst soll werden. Mich beuget täglich meine Schuld; Doch weiß ich auch: Gott trägt Geduld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst, Du hast mich, Mittler, aus der Angst, In der ich lag, gerissen. Nur dir verdank' ich meine Ruh'; Denn meine Wunden heiltest du Und stilltest mein Gewissen. Und fall' ich noch in meinem Lauf, So richtest du mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, Daß mich dein Evangelium Lehrt glauben, hoffen, lieben! Was mir schon jetzt in dieser Zeit Den Vorschmack gibt der Seligkeit, Wie sollt' ich das nicht üben? O präg' es meinem Herzen ein, Welch Glück es ist, ein Christ zu sein! Balth. Münter. — gehn schehn. 23 3. 0 5 1 Him⸗mel ⸗an, nur him⸗ 14 die 33 * Frommen wün⸗ schen, kann Soll der Wan⸗del Dort erst ganz ge⸗ ⸗mel ⸗- an gehn! Auf Er⸗den nicht! Freu⸗de wech⸗-selt hier mit 1 . —FI—————8 2—— — ö——— 33 3.33 .. * 1 1.——.—— e ———e ——— 6 + EEE—..—— 25—— 2. Himmelan schwing' deinen Geist Jeden Morgen auf! Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, Unser Pilgerlauf. Fleh' täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, Präg' ins Herz mir den Beruf, Mach' mich getreu! — 3. Himmelan hat er dein Ziel Selbst hinaufgestellt! Sorg' nicht muthlos, nicht zu viel Um den Tand der Welt! Flieh' diesen Sinn! Nur, was du dem Himmel lebst, Dir von Schätzen dort erstrebst, Das ist Gewinn. 280 234. Glaubens⸗ und Heilslieder. 4. Himmelan erheb' dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? 7 Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts: Sei himmlisch froh! 5. Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier Seine Lasten gern. O schließ' dich an! 8 Kämpfe frisch, wie sich's gebührt, Denke: Auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn. 6. Himmelan ging Jesus Christ Mitten durch die Schmach; Folg', weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg: Halt' dich fest an Gott wie er, Statt zu klagen, bete mehr, Erkämpf' den Sieg! „Himmelan führt dich von hier Selbst die Todesnacht, Ob auch noch ihr Dunkel dir Kurze Schrecken macht. Harr' aus, harr' aus! Auf die Nacht wird's ewig hell; Nach dem Tod erblickst du schnell Des Vaters Haus. „Hallelujah! Himmelan Steig' dein Dank schon hier! Einst wirst du mit Schaaren Und Gott naht zu dir(nahn, In Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei; Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. Joh. Gottfr. Schöner. 234. 1704. e Wer ir ⸗ di⸗ schem Ge⸗ tüm-mel, Wo Wer zeigt den Weg zum Him ⸗mel, Da⸗ ö 4 — 2 2 5 6—— 2—— S....... S EEEE Glück und Lust ver-geht, hin die steht? Wer 553 90 un⸗ser 2 2 2 2. E E*I EEE r ꝛaren iahn, neu * 235. Glaubens⸗ und Heilslieder. 281 é é ö II—.— ee d 2•———————.— x—— Stre ⸗ben, Wenn es das Ziel 53 gißt“ Wer führt vom 200, Zne E R —— uen, dr ⸗ben? Der 4 Tod zum Le é ..—.— 5— Weg ist Je⸗ sus 2 .................. Christ. 0 0 EE 2. Hier irren wir und fehlen, Gehüllt in tiefe Nacht; Durch wen wird unsern Seelen Ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, Die Alles uns erhellt; Denn Christus ist die Wahrheit, Er ist das Licht der Welt. 235. 1. Ich weiß, woran ich glaube, Ich weiß, was fest besteht, Wenn Alles hier im Staube Wie Sand und Staub verweht. Ich weiß, was ewig bleibet, Wo Alles wankt und fällt, Wo Wahn die Weisen treibet Und Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Mit Diamanten mauert Mir's Gott im Herzen fest. ü 3. Wer gibt uns hier schon Freuden, Die Niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer gibt dem Herzen Ruh'? Heil, Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. K. Jul. Aschenfeldt. Mel. 234: Aus irdischem Getümmel. Ja, recht mit Edelsteinen Von allerbester Art Hat Gott, der Herr, den Seinen Des Herzens Burg verwahrt. 3. Ich kenne wohl die Steine, Die stolze Herzenswehr; Sie funkeln ja mit Scheine Wie Sterne schön und hehr. Die Steine sind die Worte, Die Worte hell und rein, Wodurch die schwächsten Orte Gar feste können sein. 282 236. Lieder der Liebe zu 4. Auch kenn' ich wohl den Meister, Der mir die Festung baut. Er heißt der Fürst der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknie'n, Und dem die Engel dienen: Ich weiß und kenne ihn. 5. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der unvergänglich ist, Der nimmermehr kann wanken, Der Heiland und der Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit als Staub verweht. Ich weiß, was in dem Grauen Des Todes ewig bleibt Und selbst auf Erdenauen Des Himmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt. C. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 23 6. 1. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Dem lieben treuen Gotte, Der mich erwählt, Der mich erhält, Drum werd' ich nie zu Spotte. 2. Mich soll von dir, Gönnst du es mir, Nicht Freud' noch Leid abziehen; Und zög' mich schon Das Fleisch davon, Mein Herz soll doch nicht fliehen. 3. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Dir, Jesu, will ich's geben! Du erst gibst Freud', Vertreibst das Leid, Aus dir quillt wahres Leben. Mel. 189: Gott ist mein Hort. 4. All' mein Begier Steht nur nach dir, Du Lust und Freud' der Herzen! Du bist mein Hort, Dein ew'ges Wort Vertreibt mir alle Schmerzen. 5. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Du Hilf' und Trost der Armen! Sieh an den Streit, Den ich erleid', Ach Gott, laß dich's erbarmen! 6. Dem Feind gebeut', Und still' das Leid Der Sünde, dir zu Ehren! Zieh' mich zu dir, Laß sich in mir Den Glauben täglich mehren! Nach Leo Jud. — zen! Gott und Christus. 237. 1599. FFFFFFFIFIIIT* 1 1 schön leucht't uns der Mor⸗gen⸗stern Voll Gnad' und O gu⸗ ter Hir⸗te, f Sohn, Mein Kö- nig —. 5366555 iii H e e Wahr⸗heit von dem Herrn, Uns herr⸗lich auf⸗ge⸗ gan⸗ gen! auf dem Gna⸗den⸗thron, Du hast mein Herz um⸗ fan ⸗gen! . S.i‚‚..ei S S............ 1— 2———— — SPI.I...... — 2.—.— Lieb lich, freund⸗lich, 2 und präch- tig, Groß und mäch=tig, —— , x E— 2—W5 S Reich an Ga⸗ben, Hoch und wun-⸗der⸗voll er ⸗ ha ⸗ben! ö 2... — 4 1 * — f. 284 237. Lieder der Liebe zu ö 2. O Kleinod, dem kein Kleinod gleicht, Sohn Gottes, den kein Lob er⸗ reicht, Vom Vater uns gegeben: Mein Herz zerfließt in deinem Ruhm, Dein süßes Evangelium 4* Ist lauter Geist und Leben. Dich, dich Will ich Ewig fassen, Nimmer lassen, Brot des Lebens, Dein begehr' ich nicht vergebens. 3. O gieße tief ins Herz hinein, Du Gotteslicht und Himmels⸗ schein, Die Flammen deiner Liebe! Durchdring' mich, daß ich ewig bleib', O Herr, ein Glied an deinem Leib, In frischem Lebenstriebe! Nach dir Wallt mir Mein Gemüthe, Ew'ge Güte, Bis es findet Dich, deß Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freuden⸗ licht, Wenn mich dein heilig Angesicht Mit Freundlichkeit anblicket. Herr Jesu, du mein trautes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich inniglich erquicket! Tröst' mich Freundlich, Sieh mich Armen Mit Erbarmen, Hilf in Gnaden! Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o du starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt 1. O Jesi In deinem Sohn geliebet. Mein à Dein Sohn hat sich mit mir ver⸗ traut, Du, m Mein Herz auf ihn mit Freuden Du we schaut, Vor d In ihm mich nichts betrübet. Ja kla Preis dir! Heil mir! Herzlie Himmlisch Leben Wird er geben Dir vr Mir dort oben, Nichts Ewig soll mein Herz ihn loben. Kann 6. Spielt unserm Gott 2—2 lne 2. Dieß ij Rlang Und laßt den herrlichsten Ge⸗ Daß i sang Wie i Ganz freudenreich erschallen! Je me Ich will mit meinem Jesu heut Und morgen und in Ewigkeit Um si In steter Liebe wallen! Singet, Klinget, Wie Jubellieder, Hallet wieder, Von Bis die Erde Deine Voll von seinem Ruhme werde! 9210 Reic 7. Wie freu' ich mich, Herr Jesus Christ, Daß du der Erst' und Letzte bist, 3. Duro Der Anfang und das Ende! Du, der sein Leben für mich Daß ließ, Die) Du nimmst mich einst ins Para⸗ Nicht dies, Drauf fass' ich deine Hände. Nicht Amen, Amen! ö ö Komm, o Sonne, Meine Wonne, Went Bleib' nicht lange, ö Kann Daß ich ewig dich umfange! Gnu Phil. Nikolai. Rein Ohn ne, — Gott und 238. Christus. 238. 1. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein Heiland und mein Gnaden⸗ thron, Du, meine Freud' und Wonne, Du weißt es, daß ich rede wahr, Vor dir ist Alles sonnenklar, Ja klarer als die Sonne. Herzlich Such' ich Dir vor Allen Zu gefallen, Nichts auf Erden Kann und mag mir lieber werden. 2. Dieß ist mein Schmerz, dieß kränket mich, Daß ich nicht so kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Je mehr die Lieb' in mir ent⸗ brennt, Um so viel mehr mein Herz er⸗ kennt, Wie es dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte Ins Gemüthe Sich ergießen! Reich wird dann mein Lieben fließen. „Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben möge. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Nicht Pracht, Lust, Ehre, Freud' und Geld, Wenn ich es recht erwäge, Kann mich Ohn' dich Gnugsam laben; Ich muß haben Reine Liebe, Mel. 149: O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried und Ruh', Erfreuest sein Gewissen. Es geh' ihm, wie es woll', auf Erd', Wenn ihn das Kreuz auch hart beschwert, Soll er doch dein genießen. Endlich Wird sich Nach dem Leide Volle Freude Ewig finden; Dann wird alles Trauern schwin⸗ den. „In keines Menschen Seele kam's, Kein Auge sah's, kein Ohr ver⸗ nahm's, Und Niemand kann's beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Freudig Werd' ich Dort erfahren Mit den Schaaren Der Gerechten, Wie du lohnst den frommen Knechten. 6. Drum lass' ich billig dieß allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen stellt, Aus Liebe stets mich übe, Bis ich Endlich Werde scheiden Und mit Freuden Zu dir kommen, Ohne sie bleibt Alles trübe. Aller Trübsal ganz entnommen. Lieder der Liebe zu 240. * 7. Da werd' ich deine Freundlichkeit, Die mich schon hier so hoch er⸗ IA freut, In reiner Liebe schmecken, Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht 239. 1. Meinen Jesum lass' ich nicht! Weil er sich für mich gegeben, So erfordert meine Pflicht, Für und für nur ihm zu leben. Er ist meines Lebens Licht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 2. Jesum will ich lassen nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab' ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab', ergeben; Alles ist auf ihn gericht't. Meinen Jesum lass' ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Alle Sinne mir entweichen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: ö Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Dann erquicket Und geschmücket Stehn am Throne Mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget, Wo mir strahlt sein Freudenlicht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vom Gericht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 6. Jesum lass' ich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für Zu dem Lebensbrunnen leiten. Selig, wer von Herzen spricht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 240. 1. Jesu, meine Freude, Meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, Ach, wie lang, wie lange Ist dem Herzen bange, Und verlangt nach dir! Hab' ich dich, Wie reich bin ich! Außer dir soll mir auf Erden Nichts sonst lieber werden! Meinen Jesum lass' ich nicht! Christ. Keymann. Mel. 187: Wort aus Gottes Munde. 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern Rings die Welt erzittern, Mir steht Jesus bei. Wenn die Welt In Trümmer fällt, Wenn gleich Sünd' und Hölle Jesus will mich decken.(schrecken, ——I..IH——.—— ————⏑————j—ꝛ—— 2 3. Trotz d Trotz d Trotz d Zürne, Ich stel Gott in Seine Hält m Erd' un Und ve 4. Weg n Du bif Jesu, a Weg, i Die do 241. Gott und Christus. 28⁷ 3. Trotz des Feindes Lauern, Trotz des Todes Schauern, Trotz der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobe! Ich steh' hier und lobe Gott in sichrer Ruh'. Seine Macht Hält mich in Acht; Erd' und Abgrund müssen schwei⸗ Bleibt mir unbewußt! Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. 5. Weicht, ihr Trauergeister! Denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, Und vor ihm sich neigen,(gen Muß auch ihr Betrüben 4. Weg mit allen Schätzen! Lauter Segen sein. Du bist mein Ergötzen, Duld' ich schon Jesu, meine Lust! Hier Spott und Hohn, Weg, ihr eitlen Ehren, Dennoch bleibst du auch im Leide, Die das Herz verkehren, Jesu, meine Freude! Joh. Franck. 241. ————— — 1(6h will dich lie⸗ben, mei⸗ne Stär ⸗ke, Ich x»ich will dich lie⸗ben mit dem Wer ⸗ke Und will dich lie-ben, mei⸗- ne Zier; im⸗mer⸗wäh⸗ren ⸗der Be⸗gier; Ich will dich lie-ben, 288 242. Lieder der Liebe zu schön-stes Licht, Bis mir — 7 2 23 2—. 3 DDDD — ö das Her ⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz be⸗ scheint; Ich will mit reiner Liebesflamm' Dich lieben, Gottes Lamm. 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Liebe du, Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh'! Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. 4. Ich ging verirrt und war ver⸗ blendet, Ich suchte dich und fand dich nicht; Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte das geschaffne Licht: Nun aber ist's durch dich geschehn, Daß ich dich hab' ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Daß du mich froh und frei ge⸗ macht; Ich danke dir, du heil'ger Mund, Dein Wort macht mich gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleuchte Leib und Seele ganz/ Du starker Himmelsglanz. 7. Gib meinen Augen heil'ge Thränen Und meinem Herzen reine Glut; Laß meine Seele sich gewöhnen, Zu üben treuen Liebesmuth. Laß meinen Sinn, Geist und Ich danke dir, du Himmelswonne, Verstand Stets sein zu dir gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Dich lieben auch bei Schmach und Hohne Und in der allergrößten Noth; Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. Joh. Scheffler. * = — R 7— — — — — 2 ** — — Hs. G. Nägeli. b ich zum Bil 5 die du mi ö 1. Lie de be, —— 1 — Gottheit hast ge⸗macht, ——— ö . die du mi —— 4 0 ch so mil⸗ de be, Lie x 2. —.— 2 — —— 2 — 7. — I——.—. —— Lie-be, —.— 2——.— Heil be-dacht, — Nach dem Fall mit =S— E— ** 0 EE Dein zu bl lich. ei⸗ben e⸗ wig ch, 225 — geb' i 290 243. Lieder der Liebe zu 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh' denn ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und Liebe, dir ergeb' ich mich,(gar Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ew'ge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Liebe, die sich ganzergeben Wort, Mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden Liebe, die mich überwunden, Daß ich ganz ihr eigen bin, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die, zu Gott erhöhet, Mir erhält, was sie erstritt, Liebe, die stets für mich flehet Und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mein Haupt wird zieren Mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler. 243. Mel. 36: Gott, deine Güte reicht ss weit. 1. Halt'im Gedächtniß Jesumchrist, Den Heiland, der auf Erden VomHimmelsthron gekommenist, Dein Bruder hier zu werden! Vergiß nicht, daß er dir zu gut Hat angenommen Fleisch und Dank' ihm für diese Liebe! Blut: 2. Halt' im GedächtnißJes umChrist, Der für dich hat gelitten! Da er am Kreuz gestorben ist, Hat er dir Heil erstritten; Besieget hat er Sünd' und Tod, Und dich erlöst aus aller Noth: Dank' ihm für diese Liebe! 3. Halt' im GedächtnißJesumChrist, Der aus des Todes Banden Als Held hervorgegangen ist! Mit ihm bist du erstanden. Das Leben hat er uns gebracht Und uns gerecht vor Gottgemacht: Dank' ihm für diese Liebe! 4. Halt'im Gedächtniß JesumcChrist Der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefahren ist, Die Stätte zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und schauen seine Herrlichkeit: Dank' ihm für diese Liebe! 5. Halt'im Gedächtniß JesumChrist, Der einst wird wieder kommen, Zu richten, was auf Erden ist, Die Bösen und die Frommen! O sorge, daß du dann bestehst Und mit ihm in sein Reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken! 6. Gib, Jesu, daß ich dich fortan Mit wahrem Glauben fasse Und nie, was du an mir gethan, Aus meinem Herzen lasse; Daß dessen ich in aller Noth Mich trösten mög' und durch den Zu dir ins Leben dringe![Tod Cyr. Günther. An ihr Joch mit Leib und Sinn, —...— 291 Gott und Christus. x Wie wohl ist mir, o Freund der See ⸗le, Wenn Ich steig aus dunkler Schwermuths⸗ höh le Und é—* — Reri EE 3. 2 ich in dei⸗ner Lie⸗be ruh'! ei⸗ le dei⸗nen Ar⸗men zu. Da muß die Nacht des —1— den, Wenn mit der Fül⸗le sel'⸗ ger , — 143771— Rx= 3 Freu⸗den Die Lie⸗ be strahlt aus dei⸗ner Brust. 110 11. mein 292 244. Lieder der Liebe zu 1 ů——.—.—;. E.9.— v. — RRE Himmel schon auf Er-den; Dem muß ja vol⸗le G'nü⸗ge 4——— 2 22 7—— 0 2 SP 2——.— + + wer⸗ 55 Der in dir su⸗chet Ruh' und Lust. E a E— 2. Die Welt mag sich mir feindlich zeigen, Es sei also, ich acht' es nicht; Will sie sich freundlich zu mir neigen, Ich flieh' ihr trügend Angesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Haß der Welt kann mich nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu' den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken, Blitzt auf mich des Gesetzes Weh', Naht schon die Hölle meinen Blicken, So schau' ich gläubig in die Höh' Und flüchte mich zu deinen Wunden: Da hab' ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil: Wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. —.———— 1. Eins Lehre Alles Ist j Unte: Und Aber Wen -IH 245. Gott und Christus. 293 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich; Du gibst aus Wolken mir die Speise Und tränkest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb' und Segen: Genug, wenn ich dich bei mir hab'! Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn' und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag Andern düster scheinen, Mir nicht: Ich steh' in deiner Hut, Und du, mein Leben, lässest Keinen, Deß Herz in deiner Liebe ruht. Wen macht des Weges End' erzittern, Wenn aus Gefahr und Ungewittern Er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildniß scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. 6. Wie ist mir doch, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn' auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh' in dem Gemüthe Nach deiner unumschränkten Güte Des Himmels süßer Vorschmack sein! Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost! Mein Freund ist mein! Wolfg. Chr. Deßler. 245. Mel. 122: Jesu, meines Lebens Leben. 1. Eins ist Noth: Ach Herr, dieß 2. Seele, willst du dieses finden, Lehre mich erkennen doch! Eine Alles Andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Unter dem das Herz sich plaget Und doch keine Ruh' erjaget: Aber Alles wird ersetzt, Wenn das Eine mich ergötzt. Such's bei keiner Kreatur. Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing' dich über die Natur! Da, wo Gott und Mensch vereinet, Wo der Gnaden Füll' erscheinet, Da nur ist das beste Theil, Eins und Alles, ew'ges Heil. 29⁴4 246. Lieder der Liebe zu 3. Als dieß Eine zu genießen Sich Maria dort befliß Und sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ: Owie brannt'ihr Herz, die Lehren Aus des Heilands Mundzu hören, In dieß Eine nur versenkt, Drin ihr Alles war geschenkt! 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir! Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir. Ob auch mit dem großen Haufen Viele thöricht dir entlaufen, Bleib' ich doch bei dir, mein Hort: Geist und Leben ist dein Wort. 5. Volle G'nüge, Fried' und Freude Jetzo meine Seel' ergötzt, Weil auf eine frische Weide Du, mein Hirte, mich gesetzt. Nichts kann so mein Herz erlaben, Als wenn ich nur dich soll haben; Nichts ist, das mich so erquickt, Als wenn dich mein Glaub'erblickt. 6. Drum auch Jesu, du alleine Sollst mein Eins und Alles sein. Prüf', erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh', ob ich auf bösem Stege, Leite mich auf ew'gem Wege, Daß ich dein sei bis zum Tod, Und du mein, dieß Ein' ist Noth! Joh. Heinr. Schröder. Adam Drese. 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗ße Ruh'? Un⸗ter 2...—0 e, d dn n u ö———2 EEEEEE +.* 2.— I 1 1 1 4 3 1— — 4 x ö e E 2.——.— + d.. unm n em, eee Een unn.—. EIIEERR E Al⸗len aus⸗er⸗ko lo ⸗ ren, Und ihr Licht da 2. Glanz der Herrlichkeit, Du vor aller Zeit Zum Erlöser uns geschenket, Und in unser Fleisch versenket In der Füll' der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 3. Großer Siegesheld, Hölle, Sünd' und Welt Und den Tod hast du bezwungen Und ein ew'ges Heil errungen Für die Sünderwelt Durch dein Blut, o Held! 4. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Scepter will ich küssen, Wie Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 5. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigenthum Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigenthum, Du mein höchster Ruhm! 6. Zieh' mich an dein Herz, Daß in Freud' und Schmerz Keine Macht von dir mich treibe, Du in mir, ich in dir bleibe. Herr, durch Freud' und Schmerz Zieh' mich an dein Herz! Je„ su, sü ⸗ße A 7. Deiner Sanftmuth Schild, Deiner Demuth Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz sich Vor dir sonst nichts gilt rege! Als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög' von dir wanken, Sondern bleiben in den Schran⸗ Sei du mein Gewinn, Ülken. Gib mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlitz treten. Ungefärbte Lieb' In die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand aus⸗ Habe auf mich Acht, Istrecken. Hüter in der Nacht! 296 247. Lieder der Liebe zu 2. 12. Einen Heldenmuth, 13. Soll's zum Sterben gehn, ö 2 Der da Gut und Blut Wollst du bei mir stehn, Gern um deinetwillen lasse Mich durchs Todesthal begleiten Und des Fleisches Lüste hasse, Und zur Herrlichkeit bereiten, Gib mir, höchstes Gut, Daß ich einst mag sehn ö Durch dein theures Blut. Mich zur Rechten stehn. ö Joh. Anast. Freylinghausen. Dein 2 247. Mel. 187: Wort aus Gottes Munde. Und 5¹ 1. Allgenugsam Wesen, 4. Was genannt mag werden Das ich hab' erlesen Droben und auf Erden, Mir zum höchsten Gut, Alles reicht nicht zu. Du vergnügst alleine Einer nur kann geben Völlig, innig, reine Freude, Ruh' und Leben, Seele, Geist und Muth! Eins ist Noth, nur du! Zu di Wer dich hat, Hab' ich dich Sich v Ist still und satt; Nur wesentlich, Wer dir kann im Geist anhangen, So mag Leib und Seel' verschmach⸗ Darf nichts mehr verlangen. Ich will's doch nicht achten. sten, 2. Wem du dich gegeben, 5. Komm, du liebstes Wesen, 60 Kann im Frieden leben, Das ich mir erlesen, Er hat, was er will, Werd' mir offenbar! ö Wer im Herzensgrunde Meinen Hunger stille, Nach Lebt mit dir im Bunde, Meinen Grund erfülle Ewig Liebet und ist still. Mit dir selber gar! Bist du da Komm, nimm ein Und innig nah, Mein Herz allein, Muß das Schönste bald erbleichen Daß ich Allem mich verschließe Und das Beste weichen. Und nur dich genieße! 3. Höchstes Gut der Güter, 6. Laß von dir mich scheiden ö Ruhe der Gemüther, Freuden nicht, noch Leiden, Tröst Trost in aller Pein, Keine Kreatur! Auf Was Geschöpfe haben, Stets nach dir verlangen, Kann den Geist nicht laben; Kindlich an dir hangen,— Du vergnügst allein. Sei mein Himmel nur! Was ich mehr Bleib' nur du Als dich begehr', Mein Gut und Ruh', Kann mein Seligsein nur hindern Bis du wirst in jenem Leben Und den Frieden mindern. Dich mir völlig geben! Seel Gerh. Tersteegen. n. en, e —5 248. Gott und Christus. 297 248. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 1. Wie herrlich strahlt der Morgenstern! O welch ein Glanz geht auf vom Herrn! Wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht! Du bringst in finstre Seelen Licht, Die nach der Wahrheit schmachten. Dein Wort, Jesus, Ist voll Klarheit, Führt zur Wahrheit Und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? 2. Du, bier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Des Himmels großer König, Von ganzem Herzen preis' ich dich; Hab' ich dein Heil, so rühret mich Das Glück der Erde wenig. Zu dir Komm' ich; Wahrlich, Keiner Tröstet deiner Sich vergebens, Wenn er dich sucht, Herr des Lebens! 3. Durch dich nur kann ich selig sein. O drücke tief ins Herz mir ein Empfindung deiner Liebe, Damit ich ganz dein eigen sei, Aus Weltsinn deinen Dienst nicht scheu' Und dein Gebot gern übe! Nach dir, Nach dir, Den ich fasse Und nicht lasse, Ewig wähle, Dürstet meine ganze Seele. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, Die Hoffnung, daß dein Angesicht Ich einstens soll erblicken. Du kannst indeß durch deine Kraft, Die Ruh' in müden Seelen schafft, Mich stärken, mich erquicken. Tröste Du mich, Seligmacher, Daß ich Schwacher Auf der Erde Himmelsfreuden inne werde! 5. Und wie, Gott Vater, preis' ich dich! Von Ewigkeit her hast du mich In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vereint, Er ist mein Bruder und mein Freund: Was ist's, das mich betrübet? Seele, Wähle Ihn, den Besten, Ihn, den Größten, Dir zum Freunde, Und dann fürchte keine Feinde! 298 249. Lieder der Liebe zu 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, Ihm müsse froher Lobgesang, Mit jedem Tag erschallen, Dem Lamme, das erwürget ist, Dem Freunde, der uns nie vergißt, Zum Ruhm und Wohlgefallen! Tönet, Tönet, Jubellieder, Schallet wieder, Daß die Erde voll von seinem Lobe werde! Joh. Ad. Schlegel, nach Ph. Nikolar. — EI 2 553 4— EEE E 2 ů2—— — U — EEEE ELEEEEEE E treu, Daß Dank⸗bar⸗keit auf Er⸗ den Necht aus⸗ ge⸗stor⸗ ben —...— ——6——6— ———..— ———.— PPpPPPPPII 14 ——9.— und Christus. 2. Oft muß ich bitter weinen, Die treuste Liebe sieget, Daß du gestorben bist Am Ende fühlt man sie, Und Mancher von den Deinen Weint bitterlich und schmieget Dich lebenslang vergißt. Sich kindlich an dein Knie. Von Liebe nur durchdrungen Hast du so viel gethan, ö Und doch, was du errungen— Wie viele denken dran? 4. Ich habe dich empfunden: O lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden Auf ewig sein mit dir! 3. Du stehst voll treuer Liebe Einst schauen meine Brüder Noch immer Jedem bei; Auch wieder himmelwärts Und wenn dir Keiner bliebe, Und sinken liebend nieder So bleibst du dennoch treu. Und fallen dir ans Herz. Friedr. v. Hardenberg. Lieder der Liebe zu 250. Dr. Heinrich Karl Breidenstein. 1. Wenn ich ihn nur ha⸗ t. nie ver⸗ 6. gißt: 4iüten Wen le nichts M dacht Leb' id 98 4—04 m Weiß ich ni 1 von Lei⸗ 2 4 251 2. Wenn ich i Laß ich Al Folg' an 1 Treu gesinn Lasse still! Breite, lich 3. Wenn ich Laß ich ge: Was er be 11— neigt, Wé —— schwin⸗ . 251. Gott und Christus. 301 2. Wenn ich ihn nur habe, Selig, wer an ihn sich hält! in Laß ich Alles gern, Tief versenkt im Schauen Folg' an meinem Wanderstabe Will ich siegen über Todesgrauen. — Treu gesinnt nur meinem Herrn; 4. Wo ich ihn nur habe, 3 Lasse still die Andern Ist mein Vaterland, Beeite, lichte, volle Straßen wan⸗ Und es fällt mir jede Gabe LE dern. Wie ein Erbtheil in die Hand; 3. Wenn ich ihn nur habe, Längst vermißte Brüder Laß ich gern die Welt; Find' ich nun in seinen Jüngern — Was er beut, ist ew'ge Gabe: wieder. Fr. v. Hardenberg. 251. Ge. Friedr. Händel. 1. Wenn Chri⸗stus, der Herr, zum 1 sich S ———2——— neigt, Wenn er sich als Hort W Fle⸗ hen-den zeigt, Mag mxf ssa 0 444 schwin ⸗den das Le „ben, mag na⸗ hen der Tod: Wir 302 252 Lieder der Liebe zu ů— E n kön ⸗-nen nicht sin ⸗ken; denn Hel⸗ fer ist Gott. + 35 2. Wenn nahet die Qual, die Wonne vergeht, Die Thräne uns rinnt, nichts Ird'sches besteht: Zu ihm dann gewendet! Er ist unser Freund. Zu ihm dann gebetet, zu ihm dann geweint! 3. Nicht Menschen vertraut den lastenden Schmerz! Zum Himmel empor erhebet das Herz! Dort wohnet die Weisheit, die Güte, die Huld, Dort thronet die Gnade für unsere Schuld. 4. Wir beten zu dir, o Jesu, du Freund: Bewahr' uns vor Schuld, schütz' uns vor dem Feind! Du hast uns bewiesen die göttliche Huld, Du hast uns mit Blute getilget die Schuld. 5. Drum nahet dem Thron des Heilands der Welt Mit heiliger Glut! Er stärkt und erhält, Er ging einst hienieden in Menschengestalt, Bracht' Frieden und stürzte des Todes Gewalt. Nikl. Kaiser. 252. Hs. Georg Nägeli. 1. O Hirt, du ge⸗ treu⸗ er, Du See⸗ len⸗er⸗ [V I‚i ——.—— —— 4.— ⏑— ESSẽ’ꝰnVn 1 III cresc. dim —.———4 E —n Hi* freu⸗er, Zer⸗streu ⸗e ⸗ te Heer-den ver⸗lan-gen nach . 7 cresc.— x dir. Sie ir⸗ ren und za⸗ gen, Sie su⸗ chen und kla⸗gen: Ach stil⸗le der seh-nen⸗den Her⸗zen Be⸗gier! cresc. ö dem. 2. O komm, sie zu schirmen In nächtlichen Stürmen, In düsteren Tagen der Noth und Gefahr; * Auf sonnigen Auen Laß freundlich dich schauen Und weide und tränke die lechzende Schaar! 3. Es ströme dein Segen Auf kreuzenden Wegen Den Schmachtenden milde Erquickungen zu; ö Es rufe die Armen Herbei dein Erbarmen: ö Hier, Kummerbeladene, findet ihr Ruh'! 304 253. Lieder der Liebe zu 254. 4. Du Hort der Erlösten, O komm, sie zu trösten; Ihr Schutz und ihr Heil sei anheim dir gestellt! Schaff' Eingang dem Worte An jeglichem Orte: Ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt! 253. 1. Gott bei mir an jedem Orte, Auf dem Meer und auf dem Land! Das ist mir aus seinem Worte, Aus Erfahrung wohlbekannt. Fragt ihr mich: Wer ist bei dir? Gott ist hier, Gott ist mit mir! 2. Meerestiefe, Todesjammer, Kerker schließen Gott nicht aus; Er ist bei mir in der Kammer, Auf dem Felde wie im Haus. Sitze, liege, stehe ich, Ueberall ist Gott um mich. 3. Gott für mich! Das darf ich sagen; Er ist meiner Seele Gott. Darum kann ich nicht verzagen In Verfolgung, Kreuz und Spott. Fragt ihr: Mensch, was tröstet Höret es, Gott ist für mich! dich? 254. Mel. 161: Herz I. Bleibt bei Dem, der euretwillen Auf die Erde niederkam, Der, um euern Schmerz zu stillen, Tausend Schmerzen auf sich nahm. Bleibt bei Dem, der einzig bleibet, Wenn auch Alles untergeht, Der, wenn Alles auch zerstäubet, Siegend überm Staube steht. 2. Alles schwindet, Herzen brechen, Denen ihr euch hier ergabt, Und derMund hörtaufzusprechen, Der euch oft mit Trost gelabt, Hs. Georg Nägeli. Mel. 242: Liebe, die du mich zum Bilde. 4. Seinen Sohn hab' ich gesehen In der Kripp' als armes Kind, Hab' ihn unter tausend Wehen Bluten sehn für meine Sünd'; Und so weiß ich festiglich: Gott, mein Heiland, ist für mich. 5. Gott mit mir! O welche Freude! Mit ihm hab' ich Muth und Kraft; Mit ihm hab' ich Trost im Leide, Kunst, Verstand und Wissenschaft. Fragtihr: Mensch, wer hilft dir so? Gott mit mir! Deß bin ich froh. 6. Noth und Tod will ich bezwingen, Wenn mein Gott nur mit mir ist, Kann durch alle Netze dringen, Siegen über Macht und List. Kannst du das?— so fraget ihr. Nein! Das thut mein Gottmitmir! Christ. Heinr, Zeller. und Herz vereint zusamm en. Und der Arm, der euch zum Stabe Und zum Schilde ward, erstarrt, Und das Auge schläft im Grabe, Das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt, das Ird'sche findet In dem Irdischen sein Grab; Alle Lust der Welt verschwindet, Und das Herz stirbt selbst ihr ab. Ird'sches Wesen muß verwesen, Ird'sche Flamme muß verglühn, Ird'sche Fessel muß sich lösen, Ird'sche Blüte muß verblühn. 25 4. Doch der H Alles Ird Stütze die Hoffe, lie Darum bl 1. Bei dir, Stets in Nichts si Deine W Du bist Meiner Wie der Zuströmt 2. Könnt' i Als bei So viel Für mick Könnt' i Als bei Dem im Alle Me 3. Wo ist Der, wa Micherke Mit den Sollt' ic Der seir Sollt' Treue b Gott und Christus. 30⁵5 —ßß7iß7—— 4. Doch der Herr steht überm Staube Alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube, Hoffe, lieb' und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet 255. 1. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, Stets in deinem Dienste stehn; Nichts soll mich von dir ver⸗ treiben, Deine Wege will ich gehn. Du bist meines Lebens Leben, Meiner Seele Trieb und Kraft, Wie der Weinstock seinen Reben Zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt' ich's irgend besser haben Als bei dir, der allezeit So viel tausend Gnadengaben Für mich Armen hat bereit? Könnt' ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesus Christ, Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, Der, was Jesus that, mir thut, Micherkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen, theuren Blut? Sollt' ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt' ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? Mel. 222: Kehre 4. * Und der geben kann, was bleibt, Der, wenn ihr euch ihm ver⸗ schreibet, Lebens schreibt. K. J. Phil. Spitta. Euch ins Buch des wieder, kehre wieder. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib' ich, So in Freude wie in Leid; Bei dir bleib' ich, dir verschreib' ich Mich für Zeit und Ewigkeit! Deines Winks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig, Der sich lebend zu dir hält. „Bleib' mir nah auf dieser Erden, Bleib' auch, wenn mein Tag sich neigt, Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde, schwache Haupt; Sprich dann:„Kind, hier geht's zu Ende, Aber dort lebt, wer hier glaubt!“ „Bleib' mir dann zur Seite stehen, Wenn mir Grauen macht der Tod, Als das kühle scharfe Wehen Vor des Himmels Morgenroth. Wird mein Auge dunkler, trüber, So erhelle meinen Geist, Daß ich fröhlich zieh' hinüber, Wie man nach der Heimat reist K. J. Phil. Spitta. 306 256. Lieder der Liebe zu 256. 15. Jahrhundert. E— ..S... ————.— J—..—.— R ů O Je ⸗sus Christ, mein Le⸗ ben, Mein Trost in Dir hab' ich mich er⸗ ge⸗ ben Im Le⸗ ben al ⸗ͤler Noth, und im Tod. Ich will dein ei ⸗gen sein, Er⸗ * —. lö⸗ ser mei ⸗ner See⸗le, Und e⸗ wig bist du mein! 2. Du gingst, uns zu erlösen, 3. Nun singt von deinen Schmerzen In stiller Liebesmacht, Und deiner Herrlichkeit Umringt vom Heer des Bösen, Die Schaar versöhnter Herzen In Kampf und Todesnacht. Von Schuld und Tod befreit. Du, im Erliegen Held, Auch meine Seele sei, Durchbrachst des Todes Bande Du Retter der Verlornen, Ein Loblied deiner Treu'! Und rettetest die Welt! —— 22 —5 2² 4. Verläßt Mich aue So wird Mir nim Der Her: Mein Je Was ird 5. Du bist Mein Li Drum w Aus alle — 55 Ee ̈—————— N 8 * . 257. Gott und Christus. 307 4. Verläßt in bitterm Leide Schon hier im Erdenstreit Mich auch die ganze Welt, Und bald in Friedensstätten So wird doch Eine Freude Der stillen Ewigkeit. Mir nimmermehr vergällt: 6. Triumph! Bald werd' ich kommen Der Herr ist mein Gewinn! Ins Reich der süßen Ruh; Mein Jesus lebt! So fahre,‚ Dann jauchz'ich mit den Frommen Was irdisch ist, dahin! Dir, o mein Heiland, zu. 5. Du bist mein ew'ges Leben, Zieh' kräftig mich hinauf! Mein Licht in dunkler Nacht; Ich will mit Freuden eilen, Drum will ich dich erheben Zu dir geht ja mein Lauf! Aus aller Herzensmacht Meta Heußer. 257. Mel. 353: Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, sehe. 1. Ich bleib' bei dir! Wo könnt' ich's besser haben? Mir ist so wohl in deiner Liebeshut! Du schmückest mich mit ew'gen Liebesgaben, Den du erkauft mit deinem heil'gen Blut. O, weich' mit deiner Gnade nicht von mir, So weich' ich nimmer, guter Hirt, von dir. 2. Ich bleib' bei dir! Du lohnst mit ew'gem Leben, Mit ew'gem Sieg nach dieses Lebens Streit! Was kann die Welt dem armen Herzen geben, Als kurze Freud' und ew'ges Herzeleid? Für kurze Freuden tausch' ich ew'ge ein, Drum will ich nur bei dir, mein Heiland, sein. Ich bleib' bei dir! Es kann mit allen Schätzen, Mit allen Gaben und mit aller Lust Die ganze Welt ja nimmer den ergötzen, Dem deine Liebe wohnet in der Brust. Du arme Welt, ich sehn' mich nicht nach dir, Ich bleib' bei Jesu, und er bleibt bei mir. Ich bleib' bei dir, der du dich hingegeben Für alle Welt in heil'gem Liebesdrang. Ach wäre doch mein ganzes, ganzes Leben Dir, lieber Herr, ein heil'ger Lobgesang! Dann spräch' ich einst in meiner letzten Pein: Ich bleib' bei dir und bin nun ewig dein. N Adolf Moraht. — Und +.— —— Demetrius Bortniansky. —— ge⸗stor⸗ben, 2 — ch dich ür dei ⸗ theu⸗er⸗ —0 +— Für 2 ö —.—— * mich — —— 2 en bis zum Gra⸗ be, 48— —b.——.—— dei⸗ ne 36 —— 5 dur 2 —3 ö— 3 2 —.— . 2 ——3 ch dan⸗k —.—— — Daß — — — — — Ce — * —.— — * — Se S. 4. Z.. 0 will i — 2 —.— .. n ——. 2—— Dir 9 — Daß du, Herr, bist für 2 2 + 4 —* 258. 1 + 258. Gott und Christus. —— 2—5— 2 — mir den Him-mel hast er ⸗ wor ⸗ ben. 10 — 2. An dich nur will ich ewig denken, Du sollst mein Eins und Alles sein; Dir will ich meine Seele schenken, Zu dir mich halten ganz allein; Nach dir will ich voll Sehnsucht schauen 2355 Und dir in Demuth fest vertrauen. 413 3. Du bist ja nichts als lauter Liebe, Mein treuer Heiland und mein Hort, ö Und wenn auch nichts mir übrig bliebe, — 4 So hab' ich doch dein Himmelswort; Das wird mich halten und erquicken, Wenn mich Versuchung will berücken. 4. Die schnöde Welt mit ihren Gaben, ö Wie ist sie doch so öd' und leer ö Und kann das müde Herz nicht laben, Wenn Reu' und Angst es drücken schwer! — ö Durch alle Güter dieser Erden Kann ja die Schuld nicht kleiner werden. 5. Nur Einer kann uns Alle retten Und führen aus des Wahnes Nacht; Nur Einer bricht der Sünde Ketten Und nimmt dem Tode seine Macht: . Vor meines Jesu Gottesblicke Erschrickt der Feind und flieht zurücke. x 6. Bis in den Tod ist er gegangen d Für uns, die wir den Tod verdient; Am Kreuze hat der Herr gehangen Und unsre große Schuld gesühnt. —— ö Ja, dort hat er für uns gebeten Und uns erlöst von Furcht und Nöthen. 310 259. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 7. Und wenn wir uns mit bittrer Reue Zu seinem Gnadenthrone nahn, So nimmt er uns mit Liebestreue, Mit Freuden wieder auf und an, Und wenn wir fest im Glauben stehen, So werden wir ihn ewig sehen. 8. Nun wohl, ich habe kein Verlangen Als meinen Jesum ganz allein, ö An keinem Andern will ich hangen, Zu keinem sonst um Hilfe schrei'n; Von ihm will ich mich nimmer trennen Und nur für ihn in Liebe brennen. 9. Ich bin ja nichts, wenn er mir fehlet, Ich sterbe, hab' ich Jesum nicht; Wie er weiß Keiner, was mich quälet, Und wenn er: Friede! zu mir spricht, So mag die Welt mir Alles nehmen, Der Herr ist mein, mich soll's nicht grämen! 10. So nimm denn all' mein Sein und Wesen, Mein Denken, Glauben, Hoffen hin; Durch dich nur kann ich ganz genesen, Weil ich durch dich erlöset bin. Herr, nimm mich hin mit Herz und Streben, In Freud' und Leid, in Tod und Leben! Gust. Fr. Ludw. Knak. D. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 259. Mel. 335: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. I. Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Noth, In meine Thür klopft an der Tod. Steh' du mir bei zu dieser Frist, Herr Jesus Christ,* Der du des Todes Sieger bist! 2. Ist es dein Will', zieh' aus den Pfeil, Der mich verwundet, hilf und heil'! Rufst du zum frühen Tode mich, Der Thon bin ich, Mach' ganz ihn oder ihn zerbrich! —— —— 259. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 311 3. Nimmst du den Geist von dieser Erd', Thust du's, daß er nicht böser werd' Und daß er frommen Herzen nicht Mit falschem Licht Entwende Trost und Zuversicht. ** 4. Tröst', Herr Gott, tröst'! Die Krankheit steigt, Und Seel' und Leib dem Schmerz sich neigt. mach deiner Gnad' steht mein Begehr, Zu mir dich kehr', Denn außer dir ist Hilf' nicht mehr! 5. Hinrinnt mein Leben, es ist um, Still wird es bald, mein Mund ist stumm, Mag nicht mehr stammeln nur ein Wort, Die Kraft ist fort, All' meine Sinne sind verdorrt. 6. Darum, so bitt' ich, es ist Zeit, Führ', Herr, du selber meinen Streit! Ich bin gar schwach, du stärke mich, Fest halt' ich dich, Wie grimm der Feind auch stelle sich. ** 7. Gesund, Herr Gott, ich bin gesund! Wie preiset dich mein Herz und Mund! Ins Leben kehr' ich wieder her, Dein Lob und Ehr' Will ich auskünden immer mehr. 8. Wie es auch geh', dein ist mein Herz, Bis einst mich rafft des Todes Schmerz. Wohl muß ich einmal ihn bestehn, Mit schwerern Weh'n Vielleicht, als jetzo wär' geschehn. 9. Doch trag' ich Feindes Hohn und Trutz Getrost, Herr, unter deinem Schutz. Du hast die Kraft mir angefacht, Dein ist die Macht, Und ohne dich wird nichts vollbracht! Nach Huldreich Zwingli. 260. J. Von Gott will ich nicht lassen; Denn er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Sonst ging' ich in der Irr'. Er reicht mir seine Hand; Am Abend wie am Morgen Weiß er mich zu versorgen, Wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue Und Wohlthat all' verkehrt, So wird mir bald aufs Neue Sein' Macht und Gnad' bewährt. Er hilft aus aller Noth, Befreit von Sünd' und Schanden, Von Ketten und von Banden, Er hilft selbst aus dem Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit. Es kann mir nimmer grauen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt! Mein Leib, mein' Seel', mein Leben Sei Gott, dem Herrn, ergeben; 312 260. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 261. Mel. 39: Aus meines Herzens Grunde. 4. Es kann ihm nichts gefallen, Denn was mir nützlich ist. Er meint's gut mit uns Allen: Er hat uns Jesum Christ Geschenkt vom Himmelsthron Und reichlich uns bescheeret, Was Leib und Seel' ernähret, In seinem lieben Sohn. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde Für Alles, was er schenkt! Wie selig ist die Stunde, Darin man sein gedenkt! Sonst ist all' unsre Zeit Verloren hier auf Erden. Wir sollen selig werden Und sein in Ewigkeit. 6. Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Die, aller Freuden voll, Dieweil ich Christum kenne Und mich von ihm nicht trenne, Mein Erbtheil werden soll. Er schaff's, wie's ihm gefällt! 1. Was mein Gott will, ge n hels sen ist er Ludw. Helmbold. scheh' all-zeit! Sein Will', der 0 be⸗ reit, Der an ihn ö —— ist der glau⸗bet 2. Gott ist mein Trost, mein' Zuversicht, Vertrauens⸗ und Trostlieder. 313 . Erkz⸗ 5 Mein' Hoffnung und mein Leben; Was mein Gott will, daß mir geschicht, Darein will ich mich geben. Sein Wort ist wahr; Denn all' mein Haar Er selber hat gezählet; Er schützt und wacht, Hat auf uns Acht Und sorgt, daß uns nichts fehlet. 314 262. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 3. Drum will ich gern aus dieser Welt Hingehn nach Gottes Wille Zu meinem Gott; wie's ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. Mein' arme Seel' Ich Gott befehl' In meinen letzten Stunden. Dein Sohn, o Gott, Hat Höll' und Tod Für mich auch überwunden. 4. Eins bitt' ich noch und du wirst nicht Die Bitte mir versagen: Wenn mich der böse Feind anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen! Hilf mir und wehr', Ach Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, Dem wird's gewährt; Drauf sprech' ich fröhlich: Amen! Alb. v. Brandenburg. 262. Psalm 42. E— SI ** — 5 nach ei ⸗ ner Was⸗ser ⸗quel ⸗le Ein Hirsch Al-so schreit auch mei⸗ ne See⸗ le Sehn⸗suchts⸗ ö ö —.— a,— 4 2—..— DDD. schrei⸗et voll, mein Gott, nach dir. . 4 4 4 —.—.————— 122 ——‚—e mit Be⸗ gier, Nur nach dir, o ö é 2. Thräne 0 Meine? Da me Täglich Meine Daß ie Unter Dich ir 3, Was b Und bi Harr' 6 Ihn zu Hoff' 6 Bald Leuchte Und ih 262. Vertrauens⸗ und Trostlieder. ö Dür⸗ stet sie in ih⸗ rer Noth. Ach, wann werd' ich ö —.——. 1 ö ———— 55—5 2 L. L —.—— 4.——.— e da⸗hin 90 hen, Wo ich kann dein Ant ⸗litz se ⸗ hen? * 2.Thränen nur sind meine Speise, Oft lobpreis' ich in der Nacht —.— Meine Nahrung Hohn und Spott, Seine Liebe, seine Macht, Da mein Feind in frevler Weise Und ich bete nie vergebens Täglich fragt: Wo ist dein Gott? Zu dem Schutzgott meines Lebens. Hirsch Meine Seel' zerfließt in Weh, 5. O mein Gott, mein Fels, wie lange suchts⸗ Daß ich nicht wie ehmals geh', Komm' ich nicht zu meiner Ruh'? é Unnter Dank und Jubelchören Macht mir doch mein Feind so — Dich in Zion zu verehren. bange, —.—— r= Und du siehest immer zu. 1—. Und bit bn du dich⸗ 2 Seele, Es zermalmet mein Gebein, nger Unruh' voll? n Känin Harr' auf Gott, sei still und wähle Wenn die Spötter täglich schrein: —— Ihn zum Trost! Er meint es wohl. Wo ist Gott, 5030 den du bauest, — Hoff' auf ihn mit Zuversicht! Dem du all' dein Heil vertrauest? Bald wirst du sein Angesicht 6. Was betrübst du dich, o Seele, „ Leuchten sehn, ihn fröhlich preisen Und bist banger Unruh' voll? Harr' auf Gott, sei still und wähle tt, Und ihm Lob und Dank erweisen. stihl Ihn zum Trost! Er meint es wohl. 4. Merk' ich nur auf Gottes Güte, Hoff' auf ihn mit Zuversicht! —.— Die er jeden Tag mir zeigt, Bald wirst du sein Angesicht —— So erhebt sich mein Gemüthe, Leuchten sehn, ihn fröͤhlich preisen Wie die Last es auch gebeugt. Und ihm Lob und Dank erweisen. Ps. 42. 316 263. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 263. 1. In allen meinen Thaten Lass' ich den Höchsten rathen, Der Alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, Soll's anders wohl gelingen, Mein Helfer sein mit Rath und That. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe; Mein Sorgen ist umsonst. Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen; Ich stell' es ganz in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat ersehen Und was mir selig ist. Ich nehm' es, wie er's gibet; Was ihm mit mir beliebet, Das will auch ich zu jeder Frist. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Uebel schützt. Leb' ich nach seinen Sätzen, So wird mich nichts verletzen, So hab' ich, was mir ewig nützt. „Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld. N Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. Er wird auf mein Verbrechen Nicht gleich das Urtheil sprechen Und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg' oder zieh' ich fort, In Schwachheit und in Banden Und was mir stößt zu Handen, So tröstet mich sein theures Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängniß gehn; Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Ich will ihn freudig überstehn. „Ihm hab' ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen: Er weiß allein die rechte Zeit. „So sei nun, Seele, seine, Und traue dem alleine, Der dich erschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe, Der weiß zu allen Sachen Rath. Paul Flemming. Jak. Regnart. ö ö —4 N N. in Angst und rechen———.— sprechen W Geduld. Wa Der kann mich all⸗zeit . 1—1— Banden Handen, 5 Wort. en, len, erstehn. den, SI E sei„nen Hän⸗ 2. Ob mich die Sünd' anficht, Rath Will ich verzagen nicht, ni Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm will ich mich ergeben 2 Im Sterben und im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben. Dem hab' ich mich ergeben; Ich sterb' heut' oder morgen, Er wird mich wohl versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du geduldig bist ö Für mich am Kreuz gestorben, —9 t und wen⸗ den, Hast mir das Heil erworben, Uns Allen auch beschieden Den ew'gen Himmelsfrieden. 5. Erhöre gnädig mich, Mein Trost, das bitt' ich dich: Hilf mir am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Daß ich getrost abscheide Zu deiner Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund' Sprech' ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, O Herr, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Dort ewig preisen. Amen. Sig. Weingärtner. 318 265. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 26⁰ 265. 2. Der mic Eßlinger Choralbuch. Und son 223— ö— 7— 6——— 0 er EEn 32 E Wird fr 1. Al⸗les 3— an Got⸗ tes Se⸗gen Und 0 sei ⸗ ner 3. Viele m DD 9.—. EESS— Und 80 E —. 23 42——— Die miꝛ — ö é Die mat IS Abafn DDDRRD.S Was ich 33 80 s Gnad' 9 6 ⸗gen, Ue⸗ ber al ⸗-les Geld und Gut t e 42 2.— 2— 12.— SS.... D.E.......— — ů 1 I— 1. Befie —— Dur ů—— 1 Der 0 —— SS......... Deh E Eit Wer auf Gott 65 Wlünl se ⸗tzet, Der be⸗hält ganz Der 6—p—f——18 2.Dem ———. 42—.—, Wenn Auf —. DIEESESSIE SISSISISSS...............—.— ö Und 8 5 I SLüßt un ⸗ ver⸗le⸗ tzet Ei f Hel-den⸗ Es m 266. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 3 — 19 2. Der mich hat bisher ernähret Und so manches Glück bescheeret, albuch. Ist und bleibet ewig mein; 2 ö Der mich wunderbar geführet —.— Und noch leitet und regieret, Wird forthin mein Helfer sein. ner 3. Viele mühen sich um Sachen, Die nur Sorg' und Unruh' machen Und ganz unbeständig sind. Ich will nach den Gütern ringen, Die mir wahre Ruhe bringen, Die man in der Welt nicht find't. 4. Hoffnung kann das Herzerquicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. 266. 1. Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Deß, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden Gibt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, ö Da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott ihm gar nichts Es muß erbeten sein. nehmen, 3. Dein ew'ge Treu' und Gnade, O Vater, siehet recht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geschlecht. 0.— 5. 6. Meine Seele, Leib und Leben Hab' ich seiner Gnad' ergeber Und ihm Alles heimgestellt. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen: Es hat Alles seine Zeit. Ich hab'ihm nichts vorzuschreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Verfasser unbekannt, etwa um 1670. Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zu Stand'und Wesen, Was deinem Rath gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt's dir nicht; Dein Thun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann Niemand ö hindern, Dein' Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn! Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 320 267. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 6. Hoff', o du arme Seele, 2. Hoff' und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großer Gnade rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn' der schönsten Freud'. „Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der Alles führen soll: Gott sitzt im Regimente Und führet Alles wohl. Ihn, ihn laß thun und walten! Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rath Das Werk hinaus geführet, Das dich bekümmert hat. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und thun an seinem Theile, Als hätt' in seinem Sinn 267. Hab' ich doch Christum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, Den mir schon Gottes Sohn Beigelegt im Glauben? [grämen? Arm und bloß kam ich ins Leben, Da es mir, Herr, von dir Ward zuerst gegeben; Er deiner sich begeben Und sollt'st du für und für In Angst und Nöthen schweben, Frag' er doch nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, 41. 12. 3. Daß du ihm treu verbleibst, So wird dein Jammer schwinden, Da du's am mind'sten glaubst! Er wird dein Herz entladen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Schaden Bisher getragen hast. Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon, Daß es dich ewig freue, Den Sieg, die Ehrenkron'; Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. Mach'End', o Herr, mach'Ende Mit aller unsrer Noth! Stärk' unsre Füß' und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu' empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt. Mel. 97: Fröhlich soll mein Herze springen. „Warum sollt' ich mich denn Arm und bloß werd' ich hinziehen, Wann ich werd' Von der Erd' Wie ein Schatten fliehen. Gut und Blut, Leib', Seel' und Ist nicht mein: Leben Gott allein Ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, Nehm' er's hin! Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. —— 26² 4. Schickt e Dringt Angst Sollt' Deresf Er wei Wie er All' me 5. Gott h Oft er Sollt' Nicht Treu is Sein 6 Kann Ganz 6. Unver⸗ Soll e Wo er Stets Wollt' Soll d Denne Und f 7. Kann Sonde Unser Aus H — für weben, ch dir. den, ibst, Hzinden, laubst! aden st, hen Treue, on, n zalmen salmen andt. 'Ende Hände 0 * in, hardt. ziehen, und Leben ehren, ——— 268. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 321 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden: Er weiß wohl, Wie er soll All' mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt: Sollt' ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Treu ist Gott und übt mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt' ihn auch der Tod auf⸗ Soll der Muth reiben, Dennoch gut Und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch kein Tod mehr Sondern reißt tödten, Unsern Geist Aus viel tausend Nöthen, Schließt das Thor der bittern Und macht Bahn, Leiden Da man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 8. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Christus, wird Mich ohn' Ende laben. 9. Herr, mein Hirt, Brunn' aller Du bist mein,[Freuden, Ich bin dein; Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 10. Du bist mein, weil ich dich fasse Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hin gelangen, Wo du mich Und ich dich Ewig werd' umfangen. Paul Gerhardt. 268. Georg Neumark. 0 é SIIII I Den wird er —— bar er-hal⸗ten 1 Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten Und hof⸗fet wun⸗der 2 322 268. Vertrauens⸗ und Trostlieder. auf ihn Al,= le Noth und Trau⸗rig ⸗ keit: —2.— IL—.— U ——————— 25 52 1———— f—.— 5 655 ———&.....— ——.——— n.—.— —.— 2— n— * F—1——— höch⸗sten, traut, Der hat auf kei ⸗-nen Sand ge⸗ 9015 — 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und warte, in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille Und sein allweiser Rath es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, was uns nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh' wir's uns versehn, —ñ—.—— Und lässet uns viel Guts geschehn. ꝗSSꝗS 269. Vertrauens⸗ und Trostlieder. ——H—— 5. Denk' nicht in deiner Drangsalshitze, 44. Daß du von Gott verlassen seist, 4.—. Daß ihm nur der im Schooße sitze, —.— Den alle Welt für glücklich preist. Die Folgezeit verändert viel Und setzet Jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, Und ist dem Höchsten Alles gleich, —— Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. — 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, 9—— Verricht' das Deine nur getreu, Und trau' des Himmels reichem Segen, ut. So wird er bei dir werden neu. ö Denn wer nur seine Zuversicht —.— Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark. , —— 269. 1710. 2—5—. rr.—————— PSPIPSPIPIPIIIII ö — 6 1590. b 1. Sollt' es Gues bis⸗wei⸗len schei-nen, Als ver⸗lie⸗ße ö 2 2— 2—— ö 0—— IDSSSSSESS EE ————nr——— ů—5 —.— EE S ö 5—— —— x Gott die 5 ·nen, 324 270. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 4 4 2e er 4.———— e Lim.—. I— 1— 58 hilft end ⸗lich In e⸗ wiß! 2.... Er 0 ö E— 122—48——— — 2—— +— 2. Hilfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenn's nöthig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel; Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Wenn die Noth am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen, Ich kann seine Macht verlachen; Drückt mich schwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken Und auf mein Verderben denken, Sind sie mir ohn' Ursach' feind, Gott im Himmel ist mein Freund. ben, Muß mir doch der Himmel blei⸗ ben; Ist der Himmel mein Gewinn, Geb' ich gern das Andre hin. 9. Welt, ich will dich gerne lassen Was du liebst, das will ich hassen. Deine Güter bringen Noth, Lasse mir nur meinen Gott! 10. Ja, Herr, wenn ich dich nur habe, Frag' ich nichts nach andrer Gabe; Legt man mich gleich in das Grab, G'nug, Herr, wenn ich dich nur hab'! Christ. Titius. 270. Severus Gastorius. fere e dexer,. S SS........I.................. + 13 ö 8 1 Dete er thut, das ist wohl⸗ge⸗ than; Es bleibt ge⸗ recht sein j Wie er Suechen 53 Will ich ihm—.—— ,„ 2————— 8—... 2 1.—— 7—.— —— 2—.— —— wohl wi — 2. Was 6 Er wir Er führ So lasf An sein Und he Er wir Es stel 3. Was( Er wir Er als Wird Für 2 Gott i Drum Und se 4. Was Er ist Der u Ihm r neiden, neiden, rnach: Sach'. ch trei⸗ en, el blei⸗ en; ewinn, e hin. lassen; hassen. th, ott! r habe, andrer abe; Grab, ch nur ab'! itius. drius. Er ist mein Gott, Der in der Noth Mich Za n Rel , iü Drum lass' ich ihn nur wal⸗ 4. 4 2. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Er wird mich nicht betrügen. Er führet mich auf rechter Bahn: So lass' ich mir genügen An seiner Huld Und hab' Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Er wird mich wohl bedenken; Er als mein Arzt, der helfen kann, Wird mir nicht Gift einschenken Für Arzenei. Gott ist getreu: Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl⸗ ů gethan. Er ist mein Licht, mein Leben, Der mir nichts Böses gönnen In Freud' und Leid.—— Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Lass' ich mich doch nicht schrecken, Weil ich zuletzt Doch werd' ergötzt Mit süßem Trost im Herzen: Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten: Drum lass' ich ihn nur walten. Ihm will ich mich ergeben kann: Sam Rodigast. 326 271. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 272. 271. 1. Gott will's machen, Daß die Sachen Gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen Immer schwellen, Wenn du nur bei Jesu bist. „Gott, dein Wächter Und Verfechter, Schläfet ja noch schlummert nicht; Zu den Höhen Aufzusehen, Das ist deine Glaubenspflicht. 3. Im Verweilen Und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz; Laß dein Weinen Bitter scheinen, Dein Schmerz ist auch ihm ein Schmerz. 4. Glaub' nur feste, Daß das Beste Ueber dich beschlossen sei; Wenn dein Wille Nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. 5. Willst du wanken In Gedanken, Faß dich in Gelassenheit; Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. Laß Den sorgen, Der auch morgen Herr ist über Freud' und Leid. 6. Der dich führet Und regieret, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, Scheint's gefährlich, Deinem Gott ist nichts zu viel. 7. Wenn die Stunden Sich gefunden, Bricht die Hilf' mit Macht herein, Und dein Grämen Zu beschämen, Wird es unversehens sein. 8. Nun so trage Deine Plage Fein getrost und mit Geduld! Wer das Leiden Will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 9. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt' ich still. Es geschehe Und ergehe, Wie und wann und was er will. Joh. Dan. Herrnschmidt. 272. 1690. 1——— x E 2525—2— 2551..5 1 2+———— 1. Mein Gott, wie bist du so ver⸗ bor ⸗gen, Wie Was hel⸗-fen al⸗le mei⸗ne Sor⸗gen? Du .—— 1 2 .— 5——2 f en. 131 Leid. Ziel. viel. erein, uldl ist dein Rath 0 wun⸗der⸗bar! hast ge⸗-sor⸗get, eh' ich war. Mein Va⸗ ter, führ' mich im⸗mer⸗dar Nur se We bar! x —.—.— 4 2. Herr, wer kann deinen Rath ergründen? Dir bleibt allein der Weisheit Preis. Du kannst viel tausend Wege finden, Wo die Vernunft nicht einen weiß. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 3. Gott, deine heiligen Gedanken Sind himmelweit von Menschenwahn; Drum leite mich in deinen Schranken Und halte mich auf rechter Bahn. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 4. Dir will ich ganz mich überlassen Mit Allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 328 273. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 274. 5. Hilf, daß ich nie von dir mich kehre In Glück und Unglück, Freud' und Leid! Lenk' Alles, Herr, zu deiner Ehre Und meiner Seele Seligkeit! Ja, Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 273. 1. Wie Gott mich führt, so will ich Ohn' alles eigne Wählen.(gehn Geschieht, was er mir ausersehn, Wird's mir an Keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh' ich mit Und folgewillig Schritt für Schritt In kindlichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich Und folge seinem Leiten, sstill Obgleich im Fleisch der Eigenwill' Oft sucht zu widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, In Zeit und auch in Ewigkeit Stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ gnügt, Ich ruh' in seinen Händen. Wie er es schickt und mit mir fügt, Wie er es auch mag wenden, Sal. Frank. Mel. 36: Gott, deine Güte reicht so weit. Das sei ihm Alles heimgestellt; Er mach' es, wie es ihm gefällt, Zum Leben oder Sterben! 4. Wie Gott mich führt. so bleib' ich reu Im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, Was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum Besten dienen. 5. Wie Gottmich führt, so geb'ich mich In seinen Vaterwillen. Scheint's mir auch jetzt noch wunderlich, Dereinst wird er enthüllen, Wie er nach seinem Gnadenrath Mich treu und wohl geführet hat. Dieß sei mein Glaubensanker. Lamp. Gedicke. 274. Mel. 284: Nein, ich will nicht sorgen. I. Seele, sei zufrieden! Was dir Gott beschieden, Das ist Alles gut. Treib' aus deinem Herzen Ungeduld und Schmerzen, Fasse frischen Muth! Ist die Noth Dein täglich Brot, Mußt du weinen mehr als lachen: Gott wird's doch wohl machen! 2. Scheint der Himmel trübe, Stirbt der Menschen Liebe Dir auch ganz dahin; Kommt das Mißgeschicke Fast all' Augenblicke Und quält deinen Sinn: Nur Geduld! Des Himmels Huld Sieht auf alle deine Sachen; Gott wird's doch wohl machen! 2² 3. Ungedu Kann Macht Wer si Wird Drum Wirf, Die S Drücke Gotten 4. Wer e Muß Alles Mag Erd' Ja zu Der s Den Drum Gott 5. Auf k Folgt Und Soen Laute ank. ellt; fällt, b' ich en. bei, iden? fest: läßt, en. mich noch ich, wath hat. ker. icke. ————————— 275. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 3. Ungeduld und Grämen Kann nichts von uns nehmen, Macht nur größern Schmerz; Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet: Drum Geduld, mein Herz! Wirf, mein Sinn, Die Sorgen hin! Drücket gleich die Last den Schwachen, Gott wird's doch wohl machen! 4. Wer ein Christ will heißen, Muß sich auch befleißen, Alles auszustehn. Mag in Ungewittern Erd' und Himmel zittern, Ja zu Grunde gehn: Der steht fest, Den Gott nicht läßt. Drum laß alle Wetter krachen, Gott wird's doch wohl machen! 5. Auf die Wasserwogen Folgt ein Regenbogen, Und die Sonne blickt: So muß auf das Weinen Lauter Freude scheinen, 6. Die das Herz erquickt. Laß es sein, Daß Angst und Pein Mit dir schlafen, mit dir wachen, Gott wird's doch wohl machen! Kronen sollen tragen, Die des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt. Fröhlich ausgehalten Und Gott lassen walten, Das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, O Seele, für, Aller Noth getrost zu lachen: Gott wird's doch wohl machen! „Also soll es bleiben: Ich will mich verschreiben, Gott getreu zu sein. Beides, Tod und Leben, Bleibet ihm ergeben, Ich bin sein, er mein. Denn mein Ziel Ist: Wie Gott will. Drum sag' ich in allen Sachen: Gott wird's doch wohl machen! Benj. Schmolck. 275. Heinr. Egli. 1. Was ist's, daß ich mich quä⸗ le? Harr' sei-ner, — 4 330 275. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 15 ESIIIASI— ——. 1..— E—8 1——* 210 mei ⸗ ne See ⸗ le, Harr' und sei un⸗ ver⸗zagt! Du , + en d r ES 2..— 5——.— + ——.— 2———————— 2 10 19— FPFTPTITITtT TTT 36 2 2—— 2—..— 4—— I..— 124. 2 2—...—. 2 2—2. 6 + weißt nicht, was dir 90 tzet, Gott 15 es und Gott ö ö ö — S...„ a 5 5 2 2—5— e —.—.—— DIRD 1 24.—*—.— 2. 1— N II ——— L—————.— en d an nn e 2 35 2——1 H ) schü⸗ tzet, 10 schü⸗tzet den, der nach ihm fragt en mnn. SSI... ———...———— S.... —.—— 1 I 2. Er zählte meine Tage, Mein Glück und meine Plage, Eh' ich die Welt noch sah; Eh' ich mich selbst noch kannte, Eh' ich ihn Vater nannte, War er mir schon mit Hilfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen Ist dem Gott nicht verborgen, Der Alles sieht und hält. Und was er mir beschieden, Das dient zu meinem Frieden, Wär's auch die größte Last der Welt. 4. 5. Ich lebe nicht auf Erden, Um glücklich hier zu werden; Die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen Den Grund zum Glück zu legen, Das ewig wie mein Geist besteht. Was dieses Glück vermehret, Sei mir von dir gewähret, Gott, du gewährst es gern! Was dieses Glück verletzet, Wenn's alle Welt auch schätzet, Sei, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 276. ———— 6. Sind auch der Krankheit Plagen, Der Mangel schwer zu tragen, Noch schwerer Haß und Spott, So harr' ich und bin stille Zu Gott; denn nicht mein Wille, Dein Wille nur gescheh', o Gott! 276. 1. Ich hab' in guten Stunden Des Lebens Glück empfunden Und Freuden ohne Zahl, So will ich denn gelassen Mich auch im Leiden fassen: Welch' Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh', mein Leben Mehr lieben als den Herrn; Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen: Vertrauens⸗ und Trostlieder. 277. 331 „Du bist der Müden Stärke, Und aller deiner Werke Erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, Wenn Gott mich will bewahren? Und du, mein Gott, bewahrest mich. Christ. F. Gellert. Mel. 51: Herr, der du mir das Leben. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein! 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe; Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Vertrau' ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, Im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken; Der Herr wird Alles lenken, Du hilfst und du errettest gern. Und was mir gut ist, wird geschehn. Christ. F. Gellert. 277. Mel. 270: Was Gott thut, das ist wohlgethan. 1. Auf Gott und nicht auf meinen Will ich mein Glücke bauen[Rath Und dem, der mich erschaffen hat, Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen Tagen Als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen würde, Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre ticht zu besiegen wäre? 332 278. Vertrauens⸗ und Trostlieder. gehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh'ich's bat, gewährt, Wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich Stets väterlich; Nicht was ich mir ersehe, Sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück 6 Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige Geschick, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Noth Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt uns doch im Grabe. 8. Gott kennet, was mein Herz be⸗ 5. An dem, was wahrhaft glücklich ö macht, Läßt Gott es Keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht Sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. Wags ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten: Der Herr hilft seinen Knechten. Christ. F. Gellert. Joh. Rud. Ahle. E 1 Gott ist ge⸗ treu! Gott ist ge⸗ treu! Sein Herz, sein Va⸗ ter⸗ Im Wohl-⸗ sein und im — [% — 9— 3 1 0 . I II 001 herz Ver⸗läßt die . Sei- nen nie. Schmerz Er-freut und trägt er sie. Stürzt ein, ihr Mein Glau⸗bens⸗ ——————— itꝰ 1l it? n. PPP‚PPPFPPPPPFPPPPPPP—— E — Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗ gel! grund hat die⸗ses Sie⸗ gel: Gott ist ge ⸗ treu! 888 ö —— IEEE 771 2. Gott ist getreu! Er ist mein treuster Freund! Ich weiß, ich hoff' es fest, Daß er mich nie durch einen argen Feind Zu hart versuchen läßt. Er stärket mich nach seinem Bunde In meiner Prüfung trübster Stunde. Gott ist getreu! 3. Gott ist getreu! Er thut, was er verheißt, Er sendet mir sein Licht! Wenn dieses mir den Weg zum Leben weist, So irr' und gleit' ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gokt ist getreu! 4. Gott ist getreu! Er handelt väterlich Bei Allem, was er thut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, Die Ruthe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmelsleiter, Der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu! 5. Gott ist getreu! Er hat uns selbst befreit Von unsrer Sündennoth Durch seinen Sohn, durch dessen Heiligkeit Und blut'gen Opfertod. Damit wir möchten nicht verderben, Ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Er, deß ich ewig bin, Sorgt für mein ewig Wohl. Er rufet mich zu seinem Himmel hin, Will, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden Und läßt mich Trost durch Christum finden. Gott ist getreu! 334 279. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 7. Gott ist getreu! Stets hat sein Vaterblick 4. Verla Auf seine Kinder Acht! ö Den Er sieht's mit Lust, auch wenn ein irdisch Glück Wenn Sie froh und dankbar macht. So he Was uns zu schwer wird, hilft er tragen: ö Wenn Mein Gott, was soll ich weiter sagen? Gott ist getreu! So ze 8. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, ö 5. Verla Dich Gottes stets zu freun? So h Sei Gott getreu und fürchte nichts; mag doch é Der Die Welt voll Falschheit sein! Du 1 Selbst falscher Brüder Neid und Tücke Went Wirkt mit zu Josephs Ehr' und Glücke. Gott ist getreu! ö So l 9. Gott ist getreu! Vergiß es, Seele, nicht, Wie zärtlich treu er ist! Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, Weil du so werth ihm bist. Halt' fest an Gott, sei treu im Glauben, Laß nichts den starken Trost dir rauben: Gott ist getreu! 1. Gott he Ehrenfried Liebich. Don Ich sal 279. Mel. 278: Gott ist getreu. Des 1. Verlaß mich nicht, mein Gott, verlaß mich nicht, En Da mich der Jammer drückt!—0 Wm Ach, sende mir in Finsterniß dein Licht, ö Do 8 Daß es mein Herz erquickt. Aus d Ich liege, Herr, vor dir im Staube; So 2 Bald wankt, bald siegt mein schwacher Glaube: Verlaß mich nicht! Wing 2. Verlaß mich nicht, Herr, sei von mir nicht fern! Denn ach, die Angst ist nah! 3. War? Mein Glaube weiß: Die Hilfe kommt vom Herrn, o la Sonst ist kein Helfer da. Und b Werd' ich bald deine Hilfe sehen? ö Wußt Ach, eile, Herr, mir beizustehen! Verlaß mich nicht! So th 3. Verlaß mich nicht! Sieh, wie mein mattes Herz Und n Im matten Leibe bebt! 4.„Bis Ich fühle kaum vor Kummer, Angst und Schmerz Will Die Kraft, die mich belebt. Und Mein Jammer kommt mit jedem Morgen, ö Die finstre Nacht bringt finstre Sorgen: Verlaß mich nicht! 280. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 335 4. Verlaß mich nicht, ob auch der beste Freund, Den du mir gabst, mich läßt! Wenn meine Treu' verlorne Treu' beweint, So halt' nur du mich fest! Wenn du mein Liebstes von mir trennest, So zeige, daß du trösten könnest! Verlaß mich nicht! 5. Verlaß mich nicht! Wenn du nur bei mir bist, So hab ich Hilf' und Muth; Der bittre Kelch wird mir durch dich versüßt, Du bleibst das höchste Gut. Wenn die, die für mich lebten, sterben, So laß mich Trost und Segen erben! Verlaß mich nicht! 280. 1. Gott hat in meinen Tagen Mich väterlich getragen Von meiner Jugend auf; Ich sah auf meinen Wegen Des Höchsten Hand und Segen, Er lenkte meinen Lebenslauf. 2. Sein Weg war oft verborgen; Doch wie der helle Morgen Aus dunkeln Nächten bricht, So hab' ich stets gespüret: Der Weg, den Gott mich führet, Bringt mich durchs finstre Thal zum Licht. 3. War Menschenhilf' vergebens, So kam der Herr des Lebens Und half und machte Bahn; Wußt' ich mir nicht zu rathen, So that Gott große Thaten Und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen Will ich dich heben, tragen Und dein Erretter sein“. Ehrenfr. Liebich. Mel. 275: Was ist's, daß ich mich quäle. Dieß hat mir Gott versprochen, Der nie sein Wort gebrochen; Ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, Was er verheißen, halten; Denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, Er gibt mir Trost und Friede Und steht mit Muth 4* Kraft mir ei. 6. Noch wenig bange Stunden, Dann hab' ich überwunden; Ich bin vom Ziel nicht weit. O welche großen Freuden Sind nach dem letzten Leiden Vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille, Bis meines Gottes Wille Mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende Sink' ich in Jesu Hände, Der mich dem Vater hat versöhnt. Jak. Fr. Feddersen. 336 28l. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 882. 281. Mel. 82: Himmelskönig, Gott der Gnaden. I. Fortgekämpft und fortgerungen, Bis zum Lichte durchgedrungen Muß es, bange Seele, sein. Durch die tiefsten Dunkelheiten Kann dich Jesus hin begleiten, Muth spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen; Scheinst du gleich von ihm ver⸗ lassen, Glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken: Bald wirst du voll Freude danken, Bald umgibt dich Kraft und Licht. 8. Bald strahlt dir seinLicht entgegen; Hoffe, harr' auf dunkeln Wegen! Nie gereut ihn seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, Wonne bald wird deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke! Schau' nicht seitwärts, nicht zurücke, Nur auf Gott und Ewigkeit! Nur zu deinem Jesus wende Aug' und Herz und Sinn und Hände, Bis er himmlisch dich erfreut. 282. 5. Aus des Jammers wilden Wogen Hat dich oft herausgezogen Seiner Allmacht treue Hand. Nicht zu kurz ist seine Rechte; Wo ist Einer seiner Knechte, Der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ' dich ein in deine Kammer, Geh' und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleich ihn nicht em⸗ pfinden, Worte nicht, nicht Thränen finden, Klag' ihm schweigend deinen Schmerz! 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen; Gott wird sich als Vater zeigen; Glaube nur, daß er dich hört! Glaube, was du mögest beten, Daß dich Jesus will vertreten Und der Vater es gewährt. 8. Drum so will ich nicht verzagen, Mich vor Gottes Antlitz wagen, Flehen, ringen fort und fort. Ja, ich werde überwinden; Wer ihn sucht, der wird ihn finden, Wird ihn haben hier und dort. Joh. Kasp. Lavater. Psalm 134. IEiE —..— e L-E e a 5 x 1. Von dir, o Va⸗ ter, nimmt mein Herz Glück, —.— ————— 282. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 337 7 Un-⸗glück, Freuden o⸗der Schmerz Mit Dank und mit Ver⸗ trau⸗en +.—— 10———.— —0—8——0. 9.—— .—— 3e 2— ö 2— an, Weil dei⸗ne Hand nur seg⸗nen kann. 2. Nur du, der du allweise bist, Nur du weißt, was mir heilsam ist, Nur du siehst, was mir jedes Leid Für Heil bringt in der Ewigkeit. 3. Ist Alles dunkel um mich her, Die Seele müd und freudenleer, Bist du doch meine Zuversicht Und in der Finsterniß mein Licht. 4. Wie oft, Herr, zagt' ich, und wie oft Half deine Hand mir unverhofft! Den Abend weint' ich und darauf Ging mir ein froher Morgen auf. 5. Sagt's Alle, die Gott je geprüft, Die ihr zu ihm um Hilfe rieft, Sagt's, Fromme, ob er das Gebet Geduldig Leidender verschmäht! 6. Die Stunde kommt früh oder spät, Wo Dank und Freud' aus Leid ersteht, Wo Pein, die Stunden nur gewährt, In Freudentage sich verkehrt. 338 283. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 284. 7. Schau' deinen Heiland gläubig an, Wenn Niemand dich erquicken kann! Schütt' aus dein Herz in seinen Schooß, Denn seine Huld und Macht ist groß. 8. Einst hat auch er, der Menschenfreund, Im Thränenthale hier geweint; Auf deine Thränen hat er Acht, Und dir zu helfen hat er Macht. 9. Und helfen will er, zweifle nicht! Er hält getreu, was er verspricht: „Nicht lassen will ich, Seele, dich! Sei guten Muths, und glaub' an mich!“ Joh. Kasp. Lavater. 283. Mel. 114: Der am Kreuz ist meine Liebe. 1. Wenn der Herr einst die Ge⸗ Ach, der Pfad ist steil und weit, fangnen Kürze du die Prüfungszeit; Ihrer Bande ledig macht, Führ' uns, wenn wir treu ge⸗ O dann schwinden die vergangnen stritten, Leiden wie ein Traum der Nacht; In des Friedens stille Hütten! Dann wird unser Herz sich freun, 3. Ernten werden wir mit Freuden, Unser Mund voll Lachens sein; Was wir weinend ausgesä't; Jauchzend werden wir erheben Jenseits reift die Frucht der Leiden, Den, der Freiheit uns gegeben. Und des Sieges Palme weht. 2. Herr, erhebe deine Rechte, Unser Gott auf seinem Thron, Richt' auf uns den Vaterblick; Er, er selbst, ist unser Lohn! Rufe die zerstreuten Knechte Die ihm lebten, die ihm starben, In das Vaterhaus zurück! Bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottl. Bürde. Hs. Georg Nägeli. 1 Nein, ich will nicht sor-⸗ gen! Weiß ich denn, ob Der so treu mich führ ⸗te, Im-mer recht re⸗ U . 1— ————— SSESEGO iter. weit, ge⸗ ten, tten! den, 5 den, t. on, ben, ben. de. ————— mor⸗ gen gier⸗ te, er vor ⸗ an, 2. Nein, ich will nicht klagen! Sollt' ich denn verzagen, Weil der Trost verzieht? Wenn des Herzens Sehnen, Wenn die stillen Thränen Nur der Vater sieht! Ungeduld Wird oft zur Schuld; Was er auflegt, hilft er tragen! Sollt' ich denn verzagen? Noch das Licht mir scheint? Bleibt mit mir ver⸗ eint. Sei sein Weg mir Geht die Bahn Nur auch ver⸗ bor⸗ gen, 3. Nein, ich will nicht wählen! Ach, ich möchte fehlen, Leicht getäuscht vom Schein. Schwach sind meine Sinnen, Sehn wohl das Beginnen, Nicht den Ausgang ein. Meine Wahl Ward oft zur Qual; Mag sein Plan sich mir verhehlen, Gott kann niemals fehlen. 340 285. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 4. Wie viel tausend Sonnen, Seinem Licht entronnen, Zeigt er Bahn und Lauf! Aller Wesen Meister, Wie viel tausend Geister Blicken zu ihm auf! Allen hat Sein weiser Rath Schmerz und Freuden zugemessen; Sollt' er mein vergessen? „Ihm will ich vertrauen! Glaube führt zum Schauen, Hoffnung stärkt das Herz. Ist der Himmel trübe, Gott bleibt doch die Liebe; Liebe heilt den Schmerz. Was mich drückt, Hat sie geschickt, Werd'ich nur in Prüfungsstunden Treu bewährt erfunden. 285. 6. Bin ich ganz verlassen, Kann der Geist nicht fassen, Was der Vater will: Halt' ich auch in Schmerzen Mit ergebnem Herzen Ihm gehorsam still. Was er thut, Ist recht und gut; Jede Trübsal dieser Erden Soll zum Heil mir werden. „Sei mir Kampf beschieden, Führet doch zum Frieden Mich des Sieges Bahn. Der den Tod bezwungen, Der den Sieg errungen, Kämpfte mir voran. Du, o Held, Bezwangst die Welt! Wer dir folgt, kann nicht erliegen; Mir auch hilfst du siegen! Aug. Herm. Niemeyer. Mel. 278: Gott ist getreu. 1. Gott ist mein Hirt: Was mangelt jemals mir? Ihm folg' ich fröhlich nach. Er weidet mich auf grüner Aue hier, Führt mich zum frischen Bach. Er labt mein Herz mit seiner Gnade Und leitet mich auf sanftem Pfade Mit Hirtentreu', 2. Und wandr' ich auch das finstre Thal hinab, Kein Unglück fürchte ich. Du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab Ist Trost und Schutz für mich. Sei's auch, daß Feinde mich beneiden: Du ladest mich zum Mahl der Freuden An deinen Tisch. 3. Du salbst mein Haupt mit heil'gem Oel und schenkst Mir voll den Becher ein. Mein Hirt, der du so gnädig mein gedenkst, Du wirst mir Alles sein. Du labest mich schon hier mit Freuden, Und dort wird ewig nichts mich scheiden Von dir, mein Heil. Nach Psalm 23. jen; Vertrauens⸗ und Trostlieder. auf dich In 1. Ge⸗ treu 3er Gott, ich hoff' ———t.——— Vüt Ich weiß —— schü⸗ tzest mich, Wenn mir ein Un-glück droht. —— EE= 2. Ich trag', o Gott, mit stillem Sinn, Und schenkst uns schon das Vor⸗ Was mir dein Rath beschließt, Der überird'schen Welt.(gefühl Und blicke nach dem Himmel hin, 4. Drum hoff' ich glaubensvoll auf Wo meine Heimat ist. Du meiner Seele Hort! Idich, 3. Du hast des Glaubens letztes Ziel Du segnest und beglückest mich Uns durch dein Wort erhellt, Und hilfst mir hier und dort. Christ. Ludw. Neuffer. e“y——⏑ e Mii +— —— Cäsar Malan. 1 2 Und ein neu⸗er Früh⸗ling des N 2 4 + har⸗ re „ —— RM — 2— E . —— — I T 7 —.— .— —. 4. .— —— —— — 2— B ů— E. 2— mei⸗ne Vertrauens⸗ und Trostlieder. See⸗le, — 365. ter nach! Bald der Mor⸗gen tagt, 287. 1. Har ⸗ re, 7 Folgt dem Win .— zagt, Al⸗les ihm be⸗ feh⸗ le, Hilft er E Vertrauens⸗ und Trostlieder. treu⸗e Gott! 2—— 260 ö——— ö 2. Harre, meine Seele, Größer als der Helfer — +* Harre des Herrn! Ist die Noth ja nicht! — ö AÄlles ihm befehle, Ewige Treue, Hilft er doch so gern. Retter in Noth, er⸗ Wenn Alles bricht, Rett' auch unsre Seele, Gott verläßt uns nicht; Du treuer Gott! Fr. Räder. —* 288. Mel. 129: Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin. ö 1. Ich steh' in meines Herren Hand Denn was er thut, ist immer gut, — Vnd will drin stehen bleiben; Und wer von ihm behütet ruht, Nicht Erdennoth, nicht Erdentand Ist sicher allerwegen. Soll mich daraus vertreiben. 6 4 1 Und wenn zerfällt die ganze Welt, 10 Frem ihmihrmerpiode ißeh, ö Wer sich an ihm, und wen er hält, 8 15 85.—— R Ich weiß, die Wege, die er geht, — ö Wird wohlbehalten bleiben. Sind lauter Wunderwege. — ö 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Was böse scheint, ist gut gemeint: Und Wunder sollen schauen, Er ist doch nimmermehr mein Die sich auf sein wahrhaftig Wort Feind Verlassen und ihm trauen. Und gibt nur Liebesschläge. V Er hats gesagt, und darauf wagt 5. Und meines Glaubens Unterpfand 54— Mein Herz es froh und unverzagt Ist, was er selbst verheißen, Und läßt sich gar nicht grauen. Daß nichts mich seiner starken 3. Und was er mit mir machen will, Soll je und je entreißen.[Hand Ist Alles mir gelegen; Was er verspricht, gereut ihn nicht. — ö Ich halte ihm im Glauben still Er bleibet meine Zuversicht; — x Und hoff' auf seinen Segen: Ihn will ich ewig preisen. K. J. Phil. Spitta. J. Nicht menschlicher Rath, Noch Erdenverstand Mag finden den Pfad Ins himmlische Land; Der Pilger im Staube Muß trostlos vergehn, Erlischt ihm der Glaube: Der Herr wird's versehn! 2. Zwar zittert das Herz, Wenn Stürme sich nahn, Vergißt oft im Schmerz, Was Gott ihm gethan. Doch, wird in dem Wetter Die Sonne vergehn? O siehe, dein Retter, Der Herr wird's versehn! 3. Wenn Friede dir fehlt, Und irdischer Sinn Dich müde gequält, Dann wende dich hin Zu Golgathas Hügel Und opfre dein Flehn; Dort schimmert das Siegel: Der Herr wird's versehn! 4. Wenn sehnend dein Aug' Aufschauet zum Licht, Du seufzest: Ich taug' Ins Heiligthum nicht! 344 289. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 290. 289. Mel. 251: ———— Wenn Christus, der Herr. Dann wird vom Erbarmer Ein Hauch dich umwehn: Sei fröhlich, du Armer! Der Herr wird's versehn! 5. Er kennet dein Herz Von Ewigkeit her, Er wäget den Schmerz Und prüft nicht zu schwer; Den Seinen muß Alles Zum Besten geschehn, Der Tilger des Falles, Der Herr, wird's versehn! 6. So wandelt sich's leicht In jeglichem Stand; Dein Jesus, er reicht Dir gnädig die Hand. Durch Nacht und durch Grauen Durch Tiefen und Höhn Führt froh das Vertrauen: Der Herr wird's versehn! 7. Und endet der Weg An drohender Gruft, Noch glänzet ein Steg In himmlischer Luft! Dort winket der Glaube Hinüber zu gehn, Und singt auf dem Staube: Der Herr wird's versehn! Alb. Knapp. 290. Mel. 148: Komm', o komm', du Geist des Lebens. I. Stille halten deinem Walten, Stille halten deiner Zucht, Deiner Liebe stille halten, Die von je mein Heil gesucht, Ja, das will ich, wie's auch geh', Wie's auch thu' dem Herzen weh! 2. Stille halten ohne Klage, Ohne Murren, ohne Trotz, Was dazu die Welt auch sage; Ich will spotten ihres Spotts. Weiß ich doch, wie gut mir's war Still zu halten immerdar. 3. Wo ich's selber wollte zwingen Und es wagen ohne dich, Ach, da sanken mir die Schwingen Meines Muthes jämmerlich! Aber, wo ich stille hielt, Hast du stets mein Heil erzielt. 2 —— 4. Ward Ging' Imm Besse Besse: Ich's 5. Daru Tag! Brich lei * auen gen igen ielt. 291. Vertrauens- und Trostlieder. 34⁵ 4. Ward es anders auch gewendet, Kreuz und Leid herein ins Haus Ging's durch banges Dunkel oft, Weiß ich nur, es kommt von dir, Immer hat es gut geendet, Nun, es sei willkommen mir! Besser, als ich je gehofft, 6. Du, o Herr, gibst Kraft den Deinen PVesser als bei Tag und Nacht Und den Schwachen allermeist; Ich's im Herzen ausgedacht. Darum gib mir deinen reinen, 5. Darum will ich stille halten Deinen guten, stillen Geist, Tag und Nacht, Jahr ein und aus! Daß, es gelte wo und wann, Bricht auch neues zu dem alten Ich dir stille halten kann! Karl Rud. Hagenbach. 1 ab dir ist Treu' und Glau⸗-ben, Mein Gott, bei dir al⸗ Trost mir rau-ben: Du blei⸗ best mein, ich 7 lein! dein! Ich 2 es 2568 er⸗fah⸗ ren, Wie es bei Menschen 4 DD 2—— de d r—.—— ————— 32— n —3—— — *— — 346 292. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 2. Wem sollt' ich noch vertrauen In dieser armen Welt? Nein, aufwärts will ich schauen Ins ew'ge Himmelszelt. Es wölbt die tiefe Bläue Sich über Meer und Land, In der das einzig treue Und große Herz verschwand. 3. Die Liebe kann nicht sterben! Sie sprengte Tod und Grab. Sich Seelen zu erwerben, Schwebt sie noch jetzt herab. Herz ver-za⸗ gen, Steht dir ——..— n Wo, von der Welt verlassen, Vergeht ein Menschenherz, Kommt sie, es zu umfassen, Und trägt es himmelwärts. 4. O trag' auch mich hinüber, Vergiß mein, Jesus, nicht! Hier wird es immer trüber, Bei dir ist Lieb' und Licht. Des langen Heimwehs Thränen Lös' auf in Heimatlust, ö Das bange tiefe Sehnen ö Laß ruhn an deiner Brust! ö Meta Heußer. Trost und Hil fe fern, 2. Laß d Und In e Vater Went Fron 293. Christlicher Sinn und Wandel. Flücht' in dei⸗ ne —— ö EI ————— ———— e L—.——— D.—.— qCJJĩJPP— n. uu s*——— dei⸗ nen Jam-mer Dei⸗nem Gott und dei⸗ nem Herrn. 2. Laß die heißen Thränen fließen 3. Kann dir schnelle Hilfe frommen, Und die Klagen sich ergießen Glaube nur, sie wird dir kommen In ein kindliches Gebet; Wohl im Schlaf schon über Nacht; Vaterohr ist immer offen, Soll dein Leiden sich nicht enden, Wenn ein Kind, vom Schmerz Wird er seinen Tröster senden, getroffen, Der dich stark im Dulden macht. Fromm und gläubig zu ihm fleht. Jul. Sturm. E. Christlicher Sinn und Mandel. 293. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 1. Geduld ist euch vonnöthen, 2. Geduld ist Gottes Gabe WennSorge, Gram undSchmerz, Und seines Geistes Gut; Und was euch mehr will tödten, Er schenkt sie uns zum Stabe, Euch schneidet in das Herz. Sobald er in uns ruht. O auserwählte Zahl, Der edle werthe Gast Soll euch der Tod nicht tödten, Erlöst uns von dem Zagen Ist euch Geduld Dondihen Und hilft uns treulich tragen Auch in der tiefsten Qual. Die größte Bürd' und Last. 348 293. Christlicher Sinn und Wandel. 3. Geduld kommt aus dem Glauben Und hängt an Gottes Wort; Das läßt sie sich nicht rauben, Das ist ihr Heil und Hort, Das ist ihr hoher Wall; Da ist sie wohl geborgen, Läßt Gott, den Vater, sorgen Und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld setzt ihr Vertrauen Auf Christi Tod und Schmerz; Macht ihr der Feind ein Grauen, So faßt sie sich ein Herz Und spricht: Zürn' immerhin! Du wirst mir doch nicht schaden, Weil ich zu hoch in Gnaden Bei meinem Heiland bin. 5. Geduld ist wohl zufrieden Mit Gottes weisem Rath, Läßt sich nicht leicht ermüden Durch Aufschub seiner Gnad', Hält frisch und fröhlich aus, Läßt sich getrost beschweren Und denkt: Wer will's ihm weh⸗ Ist er doch Herr im Haus! lren? 6. Geduld kann lange warten: Sie hat indeß ihr Theil In Gottes schönem Garten, Durchsucht zu ihrem Heil Das Paradies der Schrift, Und schützt sich früh und späte Mit eifrigem Gebete Vor Satans List und Gift. 7. Geduld lebt Gott zu Ehren 0⁰ 10 „Geduld ist meine Bitte, Und läßt sich nimmermehr Von seiner Liebe kehren; Und schlüg' er noch so sehr, So ist sie doch bedacht, Die heil'ge Hand zu loben, Spricht: Gott, der hoch erhoben Hat Alles wohl gemacht. „Geduld macht große Freude, Bringt aus dem Himmelsthron Ein schönes Halsgeschmeide, Dem Haupt ein' edle Kron'; Ist wie ein schönes Licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes Hilf' erlanget Ein fröhlich Angesicht „Geduld ist mein Verlangen Und meines Herzens Lust, Nach der ich oft gegangen: Das ist dir wohl bewußt, Herr, voller Gnad' und Huld! Ach gib mir und gewähre Mein Bitten: Ich begehre Nichts anders als Geduld. Die ich sehr oft und viel Aus dieser Leibeshütte Zu dir, Herr, schicken will. Kommt dann der letzte Zug, So gib durch deine Hände Auch ein geduldig Ende: So hab' ich Alles g'nug. Paul Gerhardt. — ————*9.— Ehren rmehr ren; so sehr, ht, loben, h erhoben, acht. Freude, melsthron chmeide, Kron'; Licht, hanget, anget t — langen 7 Lust, ingen: Hußt, nd Huld! zähre gehre duld. te, viel e will. e Zug, hände de: iug. Zerhardt. 294. Christlicher Sinn und Wandel. 349 —— 294. Joh. Herm. Scheim. DDDDDEEE.EE.... 2— 5 5 RS Mir nach! spricht Chri-stus, un⸗ser Held, Mir 1. Ver⸗läug-net ver-laßt die Welt, folgt euch, 322 157 nach, ihr Chri⸗sten le! mei⸗ nem Ruf und Schal-le! al Nehmt eu⸗ er Kreuz und + ——.———— ee errnen Fn s Ent n, ur——— I— *— ü Un⸗ge-mach Auf euch, folgt mei⸗ nem Wan⸗del nach! 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, Voll Liebe meine Seele. Mein Mund, der gibt zu jeder Zeit Sanftmüthige Befehle. Mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 2. Ich bin das Licht, ich leucht' euch Mit heil'gem Tugendleben.(für Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 350 295. Christlicher Sinn und Wandel. 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List Zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ' euch zu der Himmels⸗ pfort'. Fällt's euch zu schwer: Ich geh' Ich steh' euch an der Seite, Lvoran, Ich kämpfe selbst, ich brech' die Bin Alles in dem Streite. Bahn, Ein Kriegsmann darf nicht stille stehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn. 295. Mel. 3: Sollt' „Lasset uns mit Jesu ziehen, Seinem Vorbild folgen nach, In der Welt der Welt entfliehen; Auf der Bahn, die er uns brach, Immerfort zum Himmel reisen, Irdisch noch, schon himmlisch sein; Glauben recht und leben rein, Glauben durch die Lieb' erweisen! Treuer Jesu, bleib' bei mir, Geh' voran, ich folge dir! 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, — Armuth hier macht droben reich. Thränensaat bringt Heil und Wonne, Hoffnung stärkt uns in Geduld; Dennes scheint durch Gottes Huld Nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid' ich mit dir, Dort gib deine Freude mir! 6. Wer seine Seel' zu finden meint, Wird sie ohn' mich verlieren; Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht werth und meiner Zier.— 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel' nachgehen, Und wohlgemuth, getrost und gern In allen Leiden stehen! Denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron' Des ew'gen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler. ich meinem Gott nicht singen. 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod wehret unserm Tod, Rettet uns von dem Verderben, Von der ew'gen Qual und Noth. Laßt uns sterben, weil wir leben, Sterben unsern Lüsten ab: Dann wird er uns aus dem Grab In sein Himmelsleben heben. Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn' uns für und für, Seelenfreund, für deine Brüder! Dir, o Jesu, leb' ich hier, Dort auch ewig einst bei dir. Sigm. von Birken. n meint, lieren; scheint, hren. nmt und Igt mir, d meiner ier.— en Herrn chgehen, und gern ägt auch e Kron' davon. cheffler. rben! n Tod, rderben, d Noth. ir leben, xb: m Grab heben. h dir, ir. en! r geben. ist, Hlieder; vir. d für, Brüder! 22ᷓ dir. Birken. — 296. Christlicher Sinn und Wandel. 297. 351 296. Mel. 34: Ach Gott, verlaß mich nicht. 1. Hinab geht Christi Weg; und du und dein Beginnen Willst aus vermeßnem Stolz bis an des Himmels Zinnen? Steigst ungenügsam auf? Dein Heiland stieg herab! Wer mit ihm aufwärts will, muß erst mit ihm hinab! 2. Darum, mein Sinn, hinab, verlerne nur dein Steigen! Was leicht ist, hebt sich schnell; was schwer ist, muß sich beugen. Die Quelle, die sich senkt, vermehret ihre Hab', Und wird zuletzt zum Strom; darum, mein Sinn, hinab. 3. Hinab, mein Aug', hinab! Gott selber schaut hernieder Vom Thron aufs Niedrige; der Stolz ist ihm zuwider. Je höher hier ein Aug', je näher ist's dem Grab Und sinkt in Todesnacht. Darum, mein Aug', hinab! 4. Hinab, ihr Händ', hinab! Hier stehen arme Brüder: Neigt euch zur Niedrigkeit und labet Christi Glieder. Greift nicht in hohe Luft nach Ruhm und stolzer Hab'! Christ that den Aermsten wohl; darum, ihr Händ', hinab! 5. Hinab, mein Herz, hinab, so wird Gott in dir wohnen; Die Demuth lohnet er mit goldnen Himmelskronen. Im Demuthsthale liegt des heil'gen Geistes Gab'; O wohl dem, der sie sucht! Darum, mein Herz, hinab! 6. Hinab auch du, mein Leib! Du bist gemacht aus Erden; Durch Demuth sollst auch du im Geist verkläret werden. O Gott, bereite mich zum Himmel und zum Grab! Ich sehne mich hinauf, ich sehne mich hinab! Andr. Ingolstetter. 297. Mel. 123: O du Liebe meiner Liebe. 1. O Durchbrecher aller Bande, 2. Ist's doch deines Vaters Wille, Der du immer bei uns bist, Daß du endest dieses Werk; Und bei welchem Spott und Hiezu wohnt in dir die Schande Aller Weisheit, Lieb' und Fülle Stärk', Lauter Lust und Himmel ist: Daß du nichts von dem ver⸗ Uebe ferner dein Gerichte Wider unsern Adamssinn, lierest, Was er dir geschenket hat, Bis dein treues Angesichte Und es von dem Treiben führest Uns führt aus dem Kerker hin. Zu der süßen Ruhestatt. 352 298. Christlicher Sinn und Wandel. 3. Schau' doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Um Erlösung schrei'n und beten Von der Knechtschaft der Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so hart bedrückt, Wenn auch unser Geist zu Zeiten Sich auf etwas Bessres schickt. „Herr, zermalme, brich, zerstöre Alle Macht der Finsterniß! Der preist nicht mehr deine Ehre, Den die Sünd' zum Tode riß. Heb' uns aus dem Staub der Sünden, Reiß' die böse Lust heraus; Laß uns wahre Freiheit finden, Freiheit in des Vaters Haus! 5. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch' dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, Mach' der Sklaverei ein End'! Denn die Last treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Zeig' doch nur die ersten Stufen Der erkämpften Freiheitsbahn! 6. Laß, die theuer sind erworben, lticht der Menschen Knechte sein! Denn so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz voll⸗ kommen Und verkläret in dein Bild. Der hat Gnad' um Gnad' ge⸗ nommen, Den dein Licht und Leben füllt. 7. Liebe, zieh' uns in dein Sterben; Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kannererben; Führ' ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Laß nur uns nicht lässig sein! Werden wir doch als wie träumen, Wenn die Freiheit bricht herein. Gottfr. Arnold. 1 Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗ reit, RDaß dir nicht die b 1694. 25 r.—.— Wa⸗che, fleh' und ö⸗ se Zeit Plötz⸗lich na⸗he SSSFff T „ 06SN 8 zu rufen, ö Stufen tsbahn! dorben, hte sein! storben, jen rein, nz voll⸗ mmen zild. iad' ge⸗ ommen, n füllt. terben; ein, rerben; ein. t nicht äumen, JRsein! äumen, herein. Irnold. 298. Christlicher Sinn und Wandel. ö — From⸗men Die Ver-su⸗chung kom-w men. 7 2. Aber wache erst recht auf Wach' und sieh, Von dem Sündenschlafe; Daß dich nie Denn es folget noch darauf Falscher Brüder Lügen Eine lange Strafe, Um dein Heil betrügen. Und die Noth 5. Wach' und hab' auf dich wohl Sammt dem Tod Trau' nicht deinem Herzen![Acht, Möchte dich in Sünden Leicht kann, wer es nicht bewacht, Unvermuthet finden. Gottes Gnad' verscherzen. 3. Wache auf! Sonst kann dir nicht Denn es ist Gottes Sonn' aufgehen! Voller List Wache! Sonst wird dir sein Licht Und weiß wohl zu heucheln Ewig ferne stehen! Und sich selbst zu schmeicheln. Dunn Gott will 6. Bete aber auch dabei Für die Füll Mitten in dem Wachen; Seiner Gnadengaben Denn der Herr nur kann dich frei Offne Augen haben. Von dem Allem machen, 4. Wache, daß dich nicht die Welt Was dich drückt Durch Gewalt bezwinge, Und bestrickt, Oder, wenn sie sich verstellt, Daß du schläfrig bleibest Listig an sich bringe. Und sein Werk nicht treibest. 23 354 299. Christlicher Sinn und Wandel. 7. Ja, er will gebeten sein, Wenn er was soll geben; Er verlanget unser Schrei'n, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Welt und Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 299. 1. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Sich erbarmend zu dir kehrt, Daß dein Geist sich recht entlade Von der Last, die ihn beschwert! 2. Ringe, denn die Pfort' ist enge Und der Lebensweg ist schmal; Hier bleibt Jeder im Gedränge, Wer nichtzieltzumHimmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring' hinein in Gottes Reich; Will der Feind dir widerstreben, Werde weder matt noch weich! 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und der ersten Liebe Band Ganz dich von der Welt abziehe: Halbe Liebe hält nicht Stand. 5. Ring' mit Beten und mit Flehen, Halte darin an mit Macht; Laß den Eifer nicht vergehen, Bet' und flehe Tag und Nacht. 6. Hast du dann die Perl'errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse schon bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu thun. 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das Beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Deine Kraft laß nicht erschlaffen; Kämpfend mit der Eitelkeit 8. Drum, so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil die Angst, Noth und Gefahr Immer näher treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, ö Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Joh. Burkh. Freystein. Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe träge Sicherheit! 9. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust die Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So verlöscht das Gnadenlicht. 10. Wahre Treu'führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. Wahre Treu' liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Fleischespflege, Hält sich selber nichts zu gut. 12. Wahre Treu' kommt dem Ge⸗ tümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 13. Dieß bedenket wohl, ihr Streiter! Streitet recht und leidet euch! Ringet, dringet immer weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich. 14. Eilet, zählet Tag und Stunden, Bis der Heiland euch erscheint, Und, wenn ihr nun überwunden, Ewig euch mit Gott vereint. Joh. Jos. Winkler. 1 — N IS&& S& NN-CN&ITN& N&OI Die doch bald verzehren sich Und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. „Sammle den zerstreuten Sinn, Daß er auf zu Gott sich schwinge, Richt' ihn stets zum Himmel hin, 300. Christlicher Sinn und Wandel. 301. 355 300. Mel. 75: Sorge, Herr, für unsre Kinder. 1. Schafft mit Ernst, ihr Menschen⸗4. Schlagt ans Kreuz die Sünden⸗ Schaffet eure Seligkeit! kinder, glieder, Bauet nicht, wie sichre Sünder, Wenn sich die Versuchung regt; 0 Auf die ungewisse Zeit! Kämpft die böse Lust darnieder, Sondern schauet über euch, Bis sich ihre Macht gelegt! Ringet nach dem Himmelreich, Was euch hindert, werfet ab, Und bemüht euch hier auf Erden, Was euch ärgert, senkt ins Grab; Wie ihr möget selig werden! Denket stets an Christi Worte: 8 eet Dringet durch die enge Pforte! 2. Selig, wer im Glauben kämpfet! 5 Zittern will ich vor der Sünde, Selig, wer im Kampf besteht Will allein auf Jesum sehn Und die Sünden in sich dämpfet! Bis ich sei 2—— ö ů ö 8) seinen Beistand finde, Selig, wer die Welt verschmäht! In der Gnade zu bestehn! Unter Christi Kreuzesschmach 2—6— H —3 8 ö Ach, mein Heiland, geh' doch nicht Iuget man den Fricder h.[Wit mir Arnen ins Gericht! Wer den Himmel will ermerben, Gib mir deines Geistes Waffen, Muß zuvor mit Christo sterben. Meine Seligkeit zu schaffen! 3. Werdet ihr nicht treulich ringen, 6. Amen! Es geschehe! Amen! Wollt ihr träg und lässig sein, Gott versiegle dieß in mir, Eure Lüste zu bezwingen, Daß ich so in Jesu Namen ö So bricht eure Hoffnung ein. Meinen Glaubenskampfvollführ'! ö Ohne tapfern Streit und Krieg Er, er gebe Kraft und Stärk' Folget niemals rechter Sieg: Und regiere selbst das Werk, Nur dem Sieger ist die Krone Daß ich wache, bete, ringe ö Beigelegt zum Gnadenlohne. Und empor zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter. 301. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. 1. Seele, was ermüd'st du dich Daß die Gnade ihn durchdringe. —4 In den Dingen dieser Erden, Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh', Dein betrübtes Herz zu laben: Eil' der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. 356 302. Christlicher Sinn und Wandel. 303. 4. Geh' einfältig stets einher, — — Laß dir nichts das Ziel verrücken: Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. 302. „Jesu, geh' voran Auf der Lebensbahn, Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen; Führ' uns an der Hand Bis ins Vaterland. „Soll's uns hart ergehn, Laß uns feste stehn, Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 303. O ihr Gotteskinder, Ihr mit Gott versöhnte Sünder! Lernt von eurem Heiland Recht die Brüder lieben Und euch täglich darin üben! Folgt dem Herrn! Traget gern, Seines Leibes Glieder, Auch die schwachen Brüder. „Sünde zu vergeben, Sünde zu vergessen, Das hat Keiner so besessen Als der Freund der Sünder, Der mit eignem Blute 5. Halte deinem Gott nur still! Du wirst schon zum Ziel gelangen. Glaube, daß sein Liebeswill' Stillen werde dein Verlangen. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf. Mel. 246: Wer ist wohl wie du. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, O so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin! 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang; Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nöth'ge Pflege; Thu' uns nach dem Lauf Deine Thüre auf! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Mel. 7: Wunderbarer König. „Kommt ins Reich der Liebe, Seinen Feinden selbst zu Gute Voller Huld Alle Schuld Auf sich hat genommen Und getilgt vollkommen. 3. Wirft der Feind der Seelen Zwischen eure Herzen Streit und Haß, Verdacht und O so seid nicht lässig,[Schmerzen, Wartet nicht so lange Bis zum Sonnenuntergange: Tödtet bald Die Gewalt Aller Zwistigkeiten, Die den Fall bereiten. ö * Ny AAAAAARA& ute und zen, 304. Christlicher Sinn und Wandel. 357 4. Bleibt nicht so beständig 5. Abba, lieber Vater, Auf dem eignen Rechte, Sohn und Geist der Gnaden, Werdet gern der Andern Knechte; Heile allen unsern Schaden! Denn die süße Liebe Falschheit, Schein und Tücke, Deckt der Sünden Menge, Stolz und Eigenliebe Duldet ohne Maß und Länge. Kreuzige durch deine Triebe! Liebt euch sehr, Höll' und Welt Liebet mehr, Sind gefällt, Nährt das Liebesfeuer Wenn wir dich nur kennen Alle Tage treuer! Und in Liebe brennen. Ernst Gottl. Woltersdorf. 304. Mel. 294: Mir nach! spricht Christus, unser Held. 1. So Jemand spricht: Ich liebe Gott, Und haßt doch seine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott Und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb' und will, daß ich Den Nächsten liebe gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und Herrn, Sind Eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser Aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So theu'r erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, Hab' ich dieß mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen, Ich aber sollte nicht ́Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, Und den nicht lieben, den du liebst? 358 305. Christlicher Sinn und Wandel. 5. Was ich den Frommen hier gethan, Dem Kleinsten auch von diesen, Das siehst du, mein Erlöser, an, Als hätt' ich's dir erwiesen: Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein Und dich in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist und nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist! Christ. F. Gellert. 305. Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. 1. Du klagst und fühlest die Beschwerden Des Stands, in dem du dürftig lebst; Du strebest, glücklicher zu werden, Und siehst, daß du vergebens strebst. Ja, klage! Gott erlaubt die Zähren, Doch denk' im Klagen auch zurück: Ist denn das Glück, das wir begehren, Für uns auch stets ein wahres Glück? 2. Nie schenkt der Stand, nie schenken Güter Dem Menschen die Zufriedenheit; Die wahre Ruhe der Gemüther Ist Tugend und Genügsamkeit. Genieße, was dir Gott beschieden, Entbehre gern, was du nicht hast! Ein jeder Stand hat seinen Frieden, Ein jeder Stand auch seine Last. 3. Gott ist der Herr, und seinen Segen Vertheilt er stets mit weiser Hand, Nicht so, wie wir's zu wünschen pflegen, Doch so, wie er's uns heilsam fand. Willst du zu denken dich erkühnen, Daß seine Liebe dich vergißt? Er gibt uns mehr, als wir verdienen, Und niemals, was uns schädlich ist. 1. G N E S V D S 2 5 2. 2 U —— 8 2 6 2 6 3. ö 2 — 306. Christlicher Sinn und Wandel. 307. 359 —— 4. Verzehre nicht des Lebens Kräfte In träger Unzufriedenheit! Besorge deines Stands Geschäfte Und nütze deine Lebenszeit! Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, Ein ewig Glück in Hoffnung sehn, Dieß ist der Weg zu Ruh' und Leben: Herr, lehre diesen Weg mich gehn! 306. 1. Gott, vor dessen Angesichte Nur ein reiner Wandel gilt, Ew'ges Licht, aus dessen Lichte Stets die reine Wahrheit quillt, Laß uns doch zu jeder Zeit Deinen Strahl der Heiligkeit So durch Herz und Seele dringen, Daß nach Heiligung wir ringen! 2. Du bist rein in Werk und Wesen, Und das unbefleckte Kleid, Das du dir, o Gott, erlesen, Ist die reinste Heiligkeit. Du bist heilig; aber wir, Großer Schöpfer, sind vor dir Wie ein Kleid, das Sündenflecken Ganz entstellen und bedecken. 3. Was dein Herz gedenkt und dichtet, Was dein heil'ger Wille thut, Was dein starker Arm verrichtet, Ist stets heilig, rein und gut. 307. Christ. F. Gellert. Mel. 262: Wie nach einer Wasserquelle. Und so bleibst du ewiglich, Da wir arme Menschen dich Durch das Böse, das wir üben, Thun und dichten, stets betrüben. 4. Herr, das macht uns Furcht und Schmerzen, Du bist rein und machest rein; Darum schaff' uns solche Herzen, Die auch rein und heilig sei'n. Wasche sie, o höchstes Gut, Wasch' uns rein mit Christi Blut, Laß in uns Verstand und Willen Deinen heil'gen Geist erfüllen! 5. Gib, o Vater, unsern Seelen, Glaubensvoll auf dich zu sehn, Deine Heiligkeit zu wählen Und darnach einher zu gehn: Bis wir dort mit jener Schaar Der Erlösten immerdar Heilig, heilig, heilig singen Und die reinsten Opfer bringen. Joh. Christ. Zimmermann. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1.„Alles ist euer!“— O Worte des ewigen Lebens. Fühl' sie, Vertrauter des Mittlers, voll heiligen Bebens! Alles ist dein! Irdischen Menschen allein Tönen die Worte vergebens. 360 307. Christlicher Sinn und Wandel. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Ist er gleich dürftig, ein Waller in trauernden Wüsten, ö Findet er gleich ö Thoren geachtet und reich, Nie kann nach Eitlem ihn lüsten. — 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die Güter der Thoren im Sturme verwehen; Er aber faßt Statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4. Alle Geschenke der Erde, die Menschen umgeben, Dinge, die künftig die Allmacht des Schöpfers erheben, Leben und Tod Ist euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben. 5. Alles ist euer, ihr Christen! Vom Heiligthum nieder Schauet der Mittler auf seine geheiligten Glieder Freundlich und spricht, Frieden und Gnad' im Gesicht: Alles ist euer, ihr Brüder! 6. Himmel und Erde und Welten und Sonnen und Meere, Geistergestalten, der Engel unzählige Heere, Alles ist dein! ö Bruder, o jauchze mit drein! Singe des Ewigen Ehre! 7. Bist du oft elend, verlassen und krank und gefangen, Rinnen die Zähren des Kummers von bleichenden Wangen: Droben im Licht, Freu' dich, da rinnen sie nicht! Dort ist das Alte vergangen. 8. Die ihr mit Christo einst herrschet, o singet voll Feuer Eure unendliche Herrlichkeit, die euch so theuer Jesus erwarb, Als er auf Golgatha starb! Amen! ja Alles ist euer! Christ. Fr. Dan. Schubart. + Christlicher Sinn und Wandel. 361 308. Komm, läutre meine Seele dir! Erhalt' in Zucht und heil'gen Schranken Den Leib und seine Kräfte mir. Halt' Aug' und Lippen mir geschlossen Berbotnem Blick und schnödem Scherz, Und stets mit Maß und Dank genossen, Beschwere kein Genuß mein Herz! 2. O hilf, daß ich nach Seel' und Leibe Die Wohnung deines Geistes sei, Ein Tempel, der ihm heilig bleibe, Von sündlicher Entweihung frei! Sollt' ich ein Heiligthum entehren, Das Gottes Hand mir anvertraut? Sollt' ich des Herrn Gebild' versehren, Das er voll Weisheit anfgebaut? 3. Dem Reiz der Sünde hingegeben, Fiel, ach! der Mensch vom Schöpfer ab, Und Müh' und Kummer war sein Leben, Sein Sündensold war Tod und Grab. Mein Heiland, rette mich und reiche Mir deines Geistes Schild und Wehr! Dann schaden mir des Feindes Streiche Und seiner Pfeile Glut nicht mehr. 4. Durchdringe mich mit deiner Liebe! Durch sie bin ich im Kampf ein Held, Und widerstrebe jedem Triebe Und jedem Reiz der Sünd' und Welt. Durchdringe mir mit deinem Leben Auch diesen Leib der Sterblichkeit! Das wird ihm Kraft zum Wachen geben, Wenn ihn der Sünde Lust bedräut. 5. Der kurze Streit, gekrönt mit Siege, Bringt unaussprechlich süße Ruh'. O welches Friedens Vollgenüge Fließt treu bewahrten Seelen zu, Die von Versuchung fern sich halten Und rühren nichts Unreines an! Herr, laß in mir dein Leben walten, Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. 1. Komm, Jesu, läutre die Gedanken, Das Welt und Tod bezwingen kann! Karl Bernh. Garve. 362 309. Christlicher Sinn und Wandel. 310. 309. Mel. 71: Wohl einem Haus, da Jesus Christ. J. Der du die Wahrheit selber bist, In dem kein Trug erfunden ist, Wer aus der Wahrheit ist, ist dein: Gib, Meister, mir, ganz dein zu sein! 2. Hilf, daß von jeder Falschheit frei, Mein Herz, wie du, ganz Wahrheit sei, Mein Wandel redlich, klar und rein, Nicht Augendienst noch Heuchelschein. 3. Schenk mir mit deinem Bild und Geist Den Ernst, der nicht in Lügen gleißt. Laß mich nicht scheinen, sondern sein; Das Ja sei Ja, das Nein sei Nein! 4. Und wenn in Andacht und Gebet Das Herz am Gnadenthrone fleht, Hilf, daß die Andacht wahr und treu, Das Flehn des Amens würdig sei! Karl Bernh. Garve. 310. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1. Selige Seelen, die treu bei dem ewiglich Treuen Sein sich im Glauben getrösten, in Kraft sich erfreuen! Fröhlich im Herrn Dienen und dulden sie gern, Ohne die Lasten zu scheuen. 2. Was ist die Erde mit ihren vergänglichen Schätzen? Seelen voll himmlischen Hungers und Durstes zu letzen, Sind sie zu klein! Göttliche Güter allein Können uns dauernd ergetzen. 3. Was ist die Erde mit ihren vergänglichen Plagen? Seelen voll himmlischen Muthes darnieder zu schlagen, Sind sie zu klein! Um wie der Meister zu sein, Läßt sich wohl Kümmerniß tragen. 4. Selige Lasten, die er auf die Seinigen leget, Der sie mit Armen der Gnade beschützet und pfleget! Trübsal und Schmach Tragen wir muthig ihm nach, Weil er das Schwerste doch träget. 0. 311. Christlicher Sinn und Wandel. 5. Selige Seelen, die freudig und ritterlich ringen, Um zu den herrlichen Kronen am Ziele zu dringen! Sie sind bereit, Auch wenn am Ende der Zeit Gottes Posaunen erklingen. 6. Selige Seelen, die glaubend und liebend vollenden Und die Vergeltung empfahn aus des Heilandes Händen! 7 Eilet herbei, Laßt uns ihm willig und treu ö Herzen und Glieder verpfänden! Karl Bernh. Garve. 311. Grobe. 4— ö 24 —.—— ö————— ö 1. Mit dem Herrn fang' Al⸗ 12 an! Kind ⸗lich ö 0 e—. vrn de d. ö——————— 12——— Garve. N . ——.—..— D—.— 2——:. e mußt du ihm ver⸗ trau=en, Darfst auf eig⸗- ne — R— 58 4— Mit dem Herrn fang' Al⸗les Wahn: an! 401 dem x .,.7—— .. DPDDD —.—— ꝗ—— ö—— ——...D‚‚.... 2 1 f f. 1 + Herrn fang' Al ⸗les an! —— 50 = E. H *—— 5 2. Mit dem Herrn fang' Alles an! 3. Mit dem Herrn fang' Alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, Können nie das Ziel verfehlen; Sie nur gehn auf sichrer Bahn. Mit dem Herrn fang' Alles an! Muth wird dir dein Helfer senden; Früh wirst du dein Werk voll⸗ Denn es ist in Gott gethan. senden; Mit dem Herrn fang' Alles an 312. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 1. Christ! wenn die Armen manches⸗ Vor deiner Thüre stehn,(mal Merk' auf, ob nicht in ihrer Zahl Der Herr sei ungesehn! 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang Erschallt zu dir herein, Horch auf, ob seiner Stimme Nicht möchte drunter sein![Klang 3. O nicht so fest und eng verschließ' Die Thüren und das Herz! Ach, wer den Heiland von sich stieß, Was träfe den für Schmerz! 4. Drum öffne gern und mitleidsvoll Dem Flehenden dein Haus, Und reiche mild der Liebe Zoll Dem Dürftigen hinaus. 5. Denn ehe du dich's wirst versehn, Ist's dein Herr Jesus Christ, Der wird durch deine Thüre gehn, Weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt, Der arm erschien vor dir, Erhebt er seine heil'ge Hand Zum Segen für und für: 7. Zum Segen über deinen Tisch 2 Und über all dein Gut — Und über deine Kinder frisch Und deinen frohen Muth, ö 8. Zum Segen über deine Zeit, +„Die du hienieden gehst, —. 313. Mel. 291: Bei 1. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Du milder Liebeshort! Einst bist du abgeschieden — Mit süßem Friedenswort: —— Euch geb' ich meinen Frieden, Wie ihn die Welt nicht gibt, Verheißen und beschieden Dem, der da glaubt und liebt. 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden! —— Die Welt will Streit und Krieg, Der Stille wird gemieden, Der Wilde hat den Sieg, 313. Christlicher Sinn und Wandel. 314. 365 Und über deine Ewigkeit, Da du dort oben stehst; 9. Dort oben, wo er dann die Thür Dir auf mit Freuden thut, Wie ihm und seinen Brüdern hier Du thatst mit frohem Muth. Wilh. Hey. dir ist Treu' und Glauben. Und Unruh' herrscht auf Erden Und Lug und Trug und List Ach, laß es stille werden, Du stiller Jesu Christ! 3. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Du milder Liebeshort! Dann grünet schon hienieden Ein Paradiesesort, Und Sorgen fliehn und Schmerzen Aus jeder schweren Brust; In Freuden blühn die Herzen, In Lieb' und Himmelslust. Ernst Mor. Arndt. Ziebe Zoll Alles an! fer senden; Mf 314. Verk voll⸗ 2——— m. senden;.——.——.— Alles anl!— 2 1. Es zieht ein stil⸗ler En⸗gel Durch die-ses Er-den⸗ 2 xů x N N itleidsvol 2 23 4.— Haus,—————.— DE V 8. st versehn, 2³— v.—. Christ, ir dee re 2 hüre gehn, 0.* land, Zum Trost für Er⸗den⸗män⸗gel Hat ihn der Herr ge⸗ erkannt, N N +4 2 V 1—; x dir, i. 0 8— + N 2* S.————— Hand—.— 2...........— füͤr: SR— 366 314. Christlicher Sinn und Wandel. 2. Er führt dich immer treulich Durch alles Erdenleid Und redet so erfreulich Von einer schönern Zeit. Denn willst du ganz verzagen, Hat er doch guten Muth; Er hilft das Kreuz dir tragen Und macht noch Alles gut. 3. Er macht zu linder Wehmuth Den herbsten Erdenschmerz Und taucht in stille Demuth Das ungestüme Herz, —————— van e I Ee I L,*— sandt. In sei⸗ nem Blick ist Frie-den Und mil⸗de, N e A. —.—. 13 L. ..— IRSDRRDD...— .— .—= 2—W V——s— 0 0 ö—. 0 1 . e E re u 2— sanf-te—Huld, O folg' ihm stets hie-nie⸗ den, Dem —— 2e 2——E* E2:e—. ISISISISISIPIPIPIPIIIII ————. +—..— —.— — 3, e e ni. nr. SSSI A + 9* 2— 5.—— ** En-⸗gel der Ge⸗-duld, 42 En⸗ gel der Ge-duld. D e —————.—.—.——— ——....—3.—.— PPPCCCCCC 2— Er macht die finstre Stunde Allmälig wieder hell; Er heilet jede Wunde Gewiß, wenn auch nicht schnell. 4. Er hat für jede Frage Nicht Antwort gleich bereit; Sein Wahlspruch heißt: Ertrage, Die Ruhstatt ist nicht weit. So geht er dir zur Seite Und redet gar nicht viel Und denkt nur in die Weite, Ans schöne große Ziel. K. J. Phil. Spitta. FFFFFFFF— l 9— 27— 7— 4.— 4— — 1I— 0 H* +— 8 III 2 3*— ——II 8— I 7½86———— 177— VfH * i II + 20 2 sse— 9½½—* 2—1—— G— ö 7—— EN ö 00—8— ö— E—— 8 IFN 3 ö ö——————— + 2 +.*=%008 H0— If Iü 2*— 3— f- 1— I ö II— + II ö 5.97 ö 1— ö— SINI —*α 2* I + SWINNV 0 0 5 0 0433 4* 8 ͤ ö— ——*— ½7 1 x böͤaäas—.———— ——— 12—* ———— +1 I...2— G Ne 18 55*—— —* 8 FHUOE 2. NSIN 336. S E 0⁰—.——— 9—— IN— 1 00—— ————„—— 2———— —— 4³— XS N...*——— 2„*————— —— 0 HN 2— 44 D SANIIIN NEVUNNA GA ö 32— Vi. MV— „. II—*— ——— 2 1 + S—* VX.Su II—— 14 10 41———— g——— Eii 4 + — —————— 368 315. Christlicher Sinn und Wandel. ——— ———— 1— ů 22— ————.—— ö— ——— EE. 2— 1. We Al-len, An den Stamm des Sün⸗der⸗ kreu⸗-zes schlug. ———— Sch ö De /————— De SDS‚S‚SS‚S‚i‚‚E...E....... 55 ö De 2. Gib mir, Herr, nur für die Lebensreise Er Deine Wahrheit, die den Weg mir weise, De Und den Geist, der diesen Weg mich führt! Gib ein Herz, das gern sich führen lasse 2. Ich Auf der graden, schmalen, steilen Straße, Nu Die dein heil'ger Fuß einst selbst berührt. Ic 3. Mache mich im Glauben immer treuer, Und des Glaubens Frucht, das heil'ge Feuer Ungefärbter Liebe, schenke mir! Ohne sie könnt' ich nicht weiter schreiten; Zu der Liebe kann nur Liebe leiten, Sie nur führt mich durch die Welt zu dir. 4. Freundlich hast du mich zu dir gerufen, Lieber Herr, doch sind noch viel der Stufen, Die zum Himmel ich ersteigen muß. O so reiche deinem schwachen Knechte Aus dem Himmel deine Gnadenrechte, Unterstütze, leite meinen Fuß! 5. Und recht hoffnungsvoll in deinen blauen, ö Schönen, fernen Himmel laß mich schauen, ů Wenn ich von der Wallfahrt müde bin, Daß ich hier im tiefen Thal der Schmerzen Einen festen Frieden hab' im Herzen, Einen klaren, himmelsfrohen Sinn! 6. Ja, ich bin ein Fremdling hier auf Erden, Muß hier tragen mancherlei Beschwerden, Bin ein Pilger, arm und unbekannt, ö Und das Kreuz ist meiner Wallfahrt Zeichen, Bis ich werd' mein Kanaan erreichen, ö Das ersehnte, liebe Vaterland. K. J. Phil. Spitta. Spitta. —— 316. Lieder über Tod und Grab. 317. 369 316. Mel. 9: Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. 1. Was zagst du, Herz, auf dunkler Nichts darf den Frieden stören, Bahn? Der still in gottergebnem Sinn Schau' über dich und wage Nur Eines achtet für Gewinn: Den schweren Tritt getrost voran! Dein Wille, Herr, geschehe! Es mißt dir Freud' und Plage 3. Dein Wille, Vater, ist allein Der eine Vaterwille zu: Mein Glück zu allen Zeiten. Er ist dein Heil; was zagest du? Kehrst du mit Sorg' und Kummer Dein Wille, Herr, geschehe! ein, Du willst mein Herz bereiten 2. Ich will in meines Herzens Grund Zu neuem Segen. Wie er kommt, Nur Eine Stimme hören! Weißt du allein. Mir aber Ich bin bei dir, spricht Gottes frommt: Mund, Dein Wille, Herr, geschehe! Jakob Probst. F. Die Hollendung. 1. CLieder über Tod und Grab. 317. 15²4 12—.——— 4..— ö„. . +7 n 22 1 Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind Von dem Tod um⸗ Wer ist, der uns Hil-fe schafft, Daß wir Gnad' er⸗ .—— 1 2 2 2 2 ——0— 1 I——.——+1I...—— 1 r.—2 ö 2 ö—.— 6557 2 —5— ů 24 S — —5 * H — 2 — C²2 370 317. lei⸗ al Herr, Das bist du, ———— — ——— — 3——— Uns reu ⸗ et 6 25 at 4 Die dich, that, — 2 2 un-sre Mis * — née. 3 * 20. ger Herr und Gott! Hei⸗ li hat. er ⸗ zür⸗ net 3 Herr, D 9 —* 4—— ——.—.— ——666.— , D — Lieder über Tod und Grab. 7 SSSSS PDPP R her ⸗ zi ⸗ ger Hei land! Juu e: wi⸗ ger ö é ö IIꝗ ——— 35—— L—— e wn n. ö — 667— 2— üt.—— 2——— Eii ᷓ Gott! Laß uns nicht ver-sin„⸗ ken In des bit⸗tern. —.— EE. —.. L +* L. 2——— 3—8— E e, n, di din—— I—L 1 N ..—..——— E ,,—=Il W To⸗des Noth! Er-barm' dich un ⸗ ser! — 27— 2—.— V* e D +— 2.——...— III 12.—. 1 1* I 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen: Wer will uns aus solcher Noth Frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein' Barmherzigkeit Unsre Sünd' und großes Leid. Heiliger Herr und Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Hölle Glut! Erbarm' dich unser! 372 318. Lieder über Tod und Grab. 3. Mitten in der Höllen Angst Unsre Sünd' uns treiben: Wohin sollen wir denn fliehn, Da wir mögen bleiben? Christe, zu dir alleine! Vergossen ist dein theures Blut, Das g'nug für die Sünde thut. Heiliger Herr und Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht entfallen Von des rechten Glaubens Trost! Erbarm' dich unser! M. Luther, V. 1 nach Notker Balbulus. 318. 1569. ¹————— 1.— L— L=. t D C 28.4 L CLV. N*.P————..——9 L +* 2 EV S 25„.d Bub. ai. 1. Wenn mein Stündlein vor-han-den ist, Zu fah⸗ren mei⸗ne 3 . — 1—— RRE—————.—— 1. n, dinnen nenn.: m, en En eu Ze r r nrann + 2. +—.— 1— 1 2 H— x 7 T 7— + +7 1 A SS I.IIII.I.IITTI II.II..III..I... — +j* ——6 Luos- 72— 6 EE***—.— — * 15 nicht ver⸗las⸗ se! Die Seel' an mei⸗nem letz⸗ten Cnd' — 2—. —.— 42—.——.— 2 f Hi 5 f IDSTT SPꝑ ISIIIITITITTITITITITITII........ ——— 0—— 145— 2— x ——ß.. iland! Trost! bulus. 319. Lieder über Tod und Grab. 373 E ö 2. Die Sünde wird mich kränken sehr . —... ö fehl' ich dir in dei⸗ ne Händ', Du wirst sie wohl be⸗ wah⸗ ren. 1 Und das Gewissen nagen; Der Schuld ist viel wie Sand am Meer: Doch will ich nicht verzagen, Will denken in der letzten Noth, Herr Jesus Christ, an deinen Tod; Der wird mich wohl erhalten. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Deß tröst' ich mich von Herzen. Von dir ich ungeschieden bleib' In Todesnoth und Schmerzen. —.— + Wenn ich gleich sterb', so sterb' ich dir; Ein ew'ges Leben hast du mir Durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd' ich im Grab nicht bleiben; Mein Trost, Herr, deine Auffahrt Kann Todesfurcht vertreiben: list, Denn, wo du bist, da komm' ich hin, Daß ich stets bei dir lebꝰ und bin; Drum fahr' ich hin mit Freuden. Nikl. Hermann. 319. Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. I „Abschied will ich dir geben, Du arge falsche Welt; Dein sündlich böses Leben Durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, Hinauf steht mein' Begier, Da wird Gott ewig lohnen Dem, der ihm dient' allhier. „Rath' mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf gnädig mir davon! Verkürz' mir alles Leiden, Stärk' meinen blöden Muth Und laß mich selig scheiden, Schenk' mir dein ewig Gut! 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam' und Kreuz allein Funkelt all' Zeit und Stunde: Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein' mir in dem Bilde Zum Trost in meiner Noth, Wie du dich, Herr, so milde Geblutet hast zu Tod. 4. Herr, meinen Namen schreibe Ins Buch des Lebens ein; Daß fest vereint ich bleibe Mit den Lebend'gen dein, Die hoch im Himmel grünen Und vor dir leben frei; So will ich ewig rühmen, Wie treu dein Herze sei. Val. Herberger. 374 320. Lieder über Tod und Grab. M ulpius. enn,.r,in, e,en. EEEEE—— dü 1. Chri⸗stus, der ist mein Le⸗ ben, Und Ster⸗ ben *Ne— 2 B,.DDII.— SS— V.— 1—— f. 1.—— ö—.————— 4———* 2.— IIZEE 23—— ——— ———— 2—— 10 2 2 Imein Ge⸗ winn; Ihm hab' ich mich er ⸗ge-ben, Mit .—.——. 3—— 2 2— 3 9— 4— 2——— 2——m— —.— P—— 2. Mit Freud' fahr' ich von hinnen Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich ihn mög' gewinnen Und ewig bei ihm sein. 3. Ich hab' nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth; Durch seine heil'gen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Ich kaum mehr athmen kann Und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen an! — Z., n. 41— +———— I 5 x 3——— 1 9—— fahr' ich hin. E—..——.— —* H 5. Wenn Sinnen und Gedanken Mir ausgehn wie ein Licht, Das hin und her muß wanken, Weil ihm die Flamm' gebricht; 6. Wenn es dein Rath und Wille Wird endlich mit mir sein: Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein! 7. An dir laß gleich der Rebe Mich bleiben alle Zeit, Auf daß ich bei dir lebe In ew'ger Wonn' und Freud'. Dichter unbekannt. * I EDS SS * Lieder über Tod und Grab. 37⁵ 321. lpius. — 321. —.— —.— 1.Ich bin ein Gast auf Erden ö Und hab' hier keinen Stand: ben Der Himmel soll mir werden, Da ist mein Vaterland. 2.— Hier muß ich Unruh' haben, —.— Hier reis' ich ab und zu: — Dort wird mein Gott mich laben Mit seiner ew'gen Ruh'. 2. Was ist mein ganzes Wesen 2 Von meiner Jugend an Mit Als Müh' und Noth gewesen? ů So lang ich denken kann, . Hab' ich so manchen Morgen, — So manche liebe Nacht — x Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. —.— 3. Ich habe mich ergeben —.— ö In alles Glück und Leid. Was will ich besser leben In dieser Sterblichkeit? Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein: —— Wer nicht hat wohl gerungen, — Geht nicht zur Freude ein. ken 4. So will ich zwar nun treiben t, Mein Leben durch die Welt, anken, Doch denk' ich nicht zu bleiben Hricht; In diesem fremden Zelt. Wille Ich wandre meine Straße, . Die zu der Heimat führt, ille* Da mich in vollem Maße 20W ö Mein Vater trösten wird. e 5. Die Heimat ist dort oben, ö Da aller Engel Schaar Den großen Herrscher loben, reud'. Der Alles ganz und gar mnt. Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. In seinen Händen träget Und für und für erhält, Auch Alles hebt und leget, Nachdem's ihm wohl gefällt. 6. Zu dem steht mein Verlangen, Da wollt' ich gerne hin. Die Welt bin ich durchgangen, Daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wen'ger find' ich Freud', Die meinem Geist gefalle: Das Meist' ist Herzeleid. 7. Die Herberg' ist zu böse, Der Trübsal ist zu viel: Ach, komm, mein Gott, und löse Mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach' ein selig Ende Mit meiner Wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deines Armes Kraft! 8. Herr, meines Herzens Freude, Du, meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, Ins Haus der ew'gen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit Andern leuchten soll. 9. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast. Da will ich freudig singen Von deinem großen Thun Und frei von schnöden Dingen In meinem Erbtheil ruhn. Paul Gerhardt. DSDSeeeeeee.... 376 322. Lieder über Tod und Grab. 323. 322. 1. Alle Menschen müssen sterben, Ihre Herrlichkeit verblüht, Und wer kann den Himmel erben, Der nicht die Verwesung sieht? Staub wird dieser Leib der Erde; Doch damit er himmlisch werde, Wird er einst von Gott erneut Und zieht an Unsterblichkeit. „Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Ihm auch willig wieder geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in des Erlösers Wunden Hab' ich Heil und Ruh' gefunden, Und mein Trost in Todesnoth Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn: Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr' ich mit Freuden hin Fort aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde alle Zeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, Da viel tausend Seelen schon Sind mitHimmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron, 323. Mel. 12: Womit soll ich dich wohl loben? Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist! Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Da auf ihren Ehrenthronen Sitzet der Apostel Zahl, Da in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Da dem Herrn, der uns versöhnt Ewig Hallelujah tönt. 5 „O Jerusalem, du schöne, Ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne Hört man da in süßer Ruh'! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, Jetzo gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. „Ach, ich habe schon erblicket Diese große Herrlichkeit: Jetzo werd' ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Joh. G. Albinus. Mel. 335: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. J. Wie flieht dahin der Menschen Zeit! Wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenig denkt man an die Stund' Von Herzensgrund! 9 Wie schweigt hievon der träge Mund! ———————*— tücket leid; ne rone, ö 324. Lieder über Tod und Grab. 2. Das Leben ist gleich einem Traum, Gleich einem nicht' gen Wasserschaum, Dem Grase gleich, das heute steht Und schnell vergeht, Sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir Das, was du bist: Ich traue dir. Laß Berg' und Hügel fallen hin, Mir ist's Gewinn, Wenn ich bei dir, o Jesu, bin. 4. So lang' ich in der Hütte wohn', Halt' du mich wach, o Gottes Sohn; Gib, daß ich zähle meine Tag', Der Welt entsag', Und eh' ich sterbe, sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Noth, Lust, Ehr' und Reichthum in dem Tod? Bedenk's, o Mensch! Was eilest du Den Schatten zu? So kommst du nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt: Das such' ich eifrig mit Begier, Das bleibet mir. Herr Jesu, zieh' mein Herz nach dir! 7. Wie wird mir sein, wenn ich dich seh' Und bald vor deinem Throne steh'? Du unterdessen lehre mich, Daß stetig ich Mit kl che dich. it klugem Herzen suche ich Fauh⸗ Wacder 324. —4 1741. e Lrzmun.nen——————— S 8—————.— r (Ach. weiß, wie na⸗ he mir mein En⸗ »Ach, wie ge⸗schwin⸗-de, wie be⸗ hen⸗ 378 324. Lieder über Tod und Grab. + *— 5— 7 2 2—— . 2, 2.— 2—— de! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. xů de Kann kom⸗ men mei⸗ ne To⸗ des⸗ noth! 2—2 2——5.—— 22—————— J—..—.— — —Z——— 4 e,.,. mein Gott! Ich bitt' durch Chri: sti .— 5—.—— 7 6655 E———.——— 2—.—.— 1 4.——— E——.———6⁴— I 2——14 1 e,e:. Blut: Mach's nur mit mei⸗ nem En⸗de gut! . — 5— FPEIEEA —.—.—— 2.—..—.— 1— I . 1— I— 235—— I * 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; So lang' ich leb' auf dieser Erden, Schweb' ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! —— Lieder über Tod und Grab. 3. Herr, lehr' mich stets mein End' bedenken Und, ehe denn ich sterben muß, Die Seel' in Jesu Tod versenken Und nicht versparen meine Buß'! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Ach, Vater, deck' all' meine Sünden Mit dem Verdienste Jesu zu! Darauf allein will ich mich gründen, Das gibt mir die gewünschte Ruh'. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod; Ich leg' die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. So komm' mein End' heut' oder morgen, Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; Auf ihn werf' ich all' meine Sorgen, Durch ihn versöhnet und geschmückt. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich leb' indeß in dir vergnüget Und sterb' ohn' alle Kümmerniß: Es gehe, wie mein Gott es füget, Ich glaub' und bin es ganz gewiß: Mein Gott, fürwahr durch Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gut! E. Juliane v. Schwarzburg⸗Rudolstadt. 325. Lieder über Tod und Grab. 325. 1. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe, Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, Und finde hier kein solches Erbe, Das unveränderlich besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann! „Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Wie bald kann eine Blum' verblühn! Drum mache du mich stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit! „Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Dem Einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein Andrer aus der Welt. Doch, wie du willst,— gib nur dabei, Daß ich wohl zubereitet sei! 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe Und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe, Und Jesus mich zum Leben weckt, Mag's nahe, mag es ferne sein, Die Erd' ist allenthalben dein. 5. Nun, treuer Vater, wenn ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! Denn, bin ich nur dein Kind und Erbe, Und hab' ich Jesum nur bei mir, So gilt's mir gleich und geht mir wohl, Wann, wo und wie ich sterben soll. Mel. 348: Nach einer Prüfung kurzer Tage. Benj. Schmolck. 1—. —. V 326. Lieder über Tod und Grab. 381 1—. 1. int Christen gehn von Ort zu Ort Durch man⸗ nig⸗ Und kom⸗men in den Frie⸗dens-port Und 22 7 in —. ih⸗ rer Kam ⸗mer. Gott nimmt sie nach dem Lauf ö —.— E. ö falt'⸗gen Jam ⸗ mer, in 11 17 Auf Hoff⸗ nung 13* 37 Frucht ge⸗ ur — 382 327. Lieder über Tod und Grab. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! Gelobt sei'n eure Schritte, Du friedevoll befreiter Geist, Du jetzt verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, Dir glänzt der Morgenstern; Euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh' Der Liebe stiller Schatten zu. 327. 1. Kommt, Brüder, laßt uns gehen! Der Abend kommt herbei; Es ist gefährlich stehen In dieser Wüstenei. Kommt, stärket euern Muth Zur Ewigkeit zu wandern Von einer Kraft zur andern: Es ist das Ende gut. „Es soll uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad; Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem! Ein jeder sein Gesichte Mit steter Wendung richte Hin nach Jerusalem! „Schmückt euer Herz aufs beste Und mehr als Leib und Haus, Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus. Viel Lust und Freud' bringtLeid: Ein Pilger muß sich schicken, Muß dulden und sich bücken Die kurze Pilgerzeit. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen! Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen In jedem sauren Tritt. 3. Wir freun uns in Gelassenheit Der großen Offenbarung; Indessen bleibt das Pilgerkleid In heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß In Jesu Arm und Schooß! Die Liebe führ' uns gleiche Bahn, So tief hinab, so hoch hinan! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Wir gehn ins Ew'ge ein. Mit Gott muß unser Handel, Im Himmel unser Wandel Und Herz und Alles sein. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wandern! Wir gehen Hand in Hand; Eins freuet sich am andern In diesem fremden Land. Laßt uns recht kindlich gehn, Uns auf dem Weg nicht streiten, So werden uns zur Seiten Die lieben Engel stehn. „Sollt' wo ein Schwacher fallen, Der Stärkre spring' ihm bei; Man trag', man helfe Allen, Man pflanze Lieb' und Treu'. Kommt, schließt euch fester an! Ein Jeder sei der Kleinste, Und Jeder gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn. „Kommt, laßt uns munter wandern! Der Weg nimmt immer ab. Es folgt ein Tag dem andern, Bald fällt der Leib ins Grab. Nur noch ein wenig Muth! Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier Gewandt zum ew'gen Gut! 1. Mei Stü Und Noce Den Säu 2. Lebe Wü Güt Wü Nick Die 3. Nu Nuꝛ Dae Wi Die Gil 4. We Fre Da Die —— enheit kleid 5 f Bahn, nan! idorf. . andel, del n. uns dern! nd; rn . ehn, reiten, en fallen, bei; llen, Treu'. * an! te, uste iter ern! ab. dern, Hrab. th! r, t! 328. Lieder über Tod und Grab. 383 8. Es wird nicht lang mehr währen, Harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus. Wenn, ewiglich zu ruhn Mit allen seinen Frommen, Wir heim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wird's thun! 9. Drauf wollen wir's denn wagen, Es ist wohl Wagens werth, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. 328. 1. Meine Lebenszeit verstreicht, Stündlich eil' ich zu dem Grabe, Und was ist's, das ich vielleicht Noch allhier zu leben habe? Denk', o Mensch, an deinen Tod! Säume nicht! Denn Eins ist noth. 2. Lebe, wie du einst im Tod Wünschen wirst, gelebt zu haben! Güter, wie die Welt sie bot, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun; Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugniß gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Dieses Herz, von Gott erneut, Gibt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde hilflos um dich beben, Dann wird über Welt und Tod Dich dieß reine Herz erheben; Welt, du bist uns zu klein! Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten; Er soll uns Alles sein! 10. O Freund, den wir erlesen, O allvergnügend Gut, O ewig bleibend Wesen, Wie reizest du den Muth! Wir freuen uns in dir, ů Du unsre Wonn' und Leben, Worin wir ewig schweben, Du unsre ganze Zier! Gerh. Tersteegen. Mel. 167: Gott ist⸗ unsre Zuversicht. Dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott und bet' und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst! Deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheun, Lern' auch seiner dich erfreun! 6. Ueberwind' ihn durch Vertraun, Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun; Denn er weckt mich aus dem Staube. Er, der rief: Es ist vollbracht! Nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken! Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken! Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag! Christ. F. Gellert. *——— ter S Hs. G. Nägeli. — —3 il⸗ger ra⸗ 0 na. . ö de rang; — x —— — ö ge 1 A.— 2 Da soll der Pil mü V. — 2 53* ————— gut! h und Sor 2— 5 ist's — 2. e⸗trag⸗nen La-sten. —— E 8 — 2 — — —.——0 .— — — — C²² 241 2 45 9 +. t er nach des Le-bens schwe-rem Gang Beim Va . Da x. + 2 sten, Der sich mit Not 6 ab 384 329. 1 —7— 330. Lieder über Tod und Grab. 385 1 — 2. Daheim ist's gut! Am treuen Vaterherzen Vergißt das Kind die ausgestandne Noth, Freut sich des Heils im lichten Morgenroth Der Ewigkeit nach überwundnen Schmerzen. 3. Daheim ist's gut! Da wehen Friedenspalmen Uns süße Kühlung zu nach heißem Streit; Besieget ist nun alles Pilgerleid, Nach Angstgeschrei ertönen Siegespsalmen. „Daheim ist's gut! Da schmückt die Siegeskrone Aus Gottes Hand des treuen Kämpfers Haupt, Und wer geliebt, gehofft und fromm geglaubt, Bringt Preis und Dank in hohem Jubeltone. „Daheim ist's gut! Daheim im Vaterschooße Find' ich die Meinigen von Gott verklärt, Die ich voll Schmerz im Pilgerland entbehrt Und lang beweint an ihrer Gräber Moose. „Daheim ist's gut! Da singt in Engelchören Der Erdensohn sein hohes Wonnelied, Da soll er ewig als ein theures Glied Dem höhern Bund der Geister angehören. „Daheim ist's gut! Drum laßt uns freudig ziehen Durch Noth und Tod ins ew'ge Heimatland! Getrost hinan! Nach kurzem Pilgerstand Wird es für uns erblühn und nie verblühen. Joh. Heinr. Karl Hengstenberg. 330. Otto Müller. 45 F 2577 ·— 1. Mag auch die Lie⸗be wei⸗nen, Es kommt ein — — 1 0 IDDDDRD + 386 331. Lieder über Tod und Grab. ö 8 F— 1n Krien runn 11—— 5 r i———I——— un, wirn, e, . 8 2 ́pP x Tag des Herrn, Es muß ein Mor⸗gen⸗-stern Nach —— 5.00 53 . 29565 en, Z Zee 5 + EEREDE— ö EEEE— ———— Z— — dunk⸗ler Nacht er ⸗ schei-nen. ..‚‚ ů LIE— I— ——*— x S.—5.— N— =—.— 2*. 2.—.— ö 3i 2. Mag auch der Glaube zagen, Ein Tag des Lichtes naht; Zur Heimat führt sein Pfad, Aus Dämmrung muß es tagen. 1. Ja fürwahr! Uns führt mit sanfter Hand Ein Hirt durchs Pilgerland Der dunkeln Erde, Uns, seine kleine Heerde. Hallelujah! 2. Wenn im Dunkel auch sein Häuf⸗ lein irrt: Er wacht, der treue Hirt, 331. Mel. 351: Auferstehn, ja auferstehn wirst du. 3. Mag Hoffnung auch erschrecken, Mag drohen Grab und Tod, Es muß ein Morgenroth Die Schlummernden einst wecken. Fr. Adolf Krummacher. Und läßt den Seinen Ein freundlich Sternlein scheinen. Hallelujah! ¶ 3. Sicher leitet aus des Todes Grau'n ö Er uns auf grüne Au'n, ö Aus Sturm und Wellen ö Zur Kühlung leiser Quellen. Hallelujah! ——— —— inen. Todes 332. Lieder über Tod und Grab. 333. 387 4. Freundlich blickt sein Aug' auf uns herab; Sein sanfter Hirtenstab Bringt Trost und Friede; Er wachet sich nie müde. Hallelujah! * 332. 1. Am Grabe stehn wir stille Und säen Thränensaat, Des lieben Pilgers Hülle, Der ausgepilgert hat. 2. Er ist nun angekommen, Wir pilgern noch dahin; Er ist nun angenommen, Der Tod war ihm Gewinn. 3. Er schaut nun, was wir glauben, Er hat nun, was uns fehlt, Ihm kann der Feind nichts rauben, Der uns versucht und quält. 333. 1. Stimm' an das Lied vom Sterben, Den ernsten Abschiedssang; Vielleicht läuft heut' zu Ende Dein ird'scher Lebensgang, Und eh' die Sonne sinket, Beschließest du den Lauf, Und wenn die Sonne steiget, Stehst du nicht mit ihr auf. 2. Es gibt nichts Ungewißres, Als Leben, Freud' und Noth, Allein auch nichts Gewißres, Als Scheiden, Sterben, Tod. 5. Ja fürwahr! Er ist getreu und gut. Auch unsre Heimat ruht In seinen Armen. Sein Name ist Erbarmen! Hallelujah! Fr Adolf Krummacher. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 4. Ihn hat nun als den Seinen Der Herr dem Leib entrückt, Und während wir hier weinen, Ist er so hoch beglückt. 5. Er trägt die Lebenskrone Und hebt die Palm' empor Und singt vor Gottes Throne Ein Lied im höhern Chor. 6. Wir armen Pilger gehen Hier noch im Thal umher, Bis wir ihn wiedersehen Und selig sind, wie er. K. J. Phil. Spitta. Mel. 63: Durch Trauern und durch Plagen. Wir scheiden von dem Leben Bei jedem Lebensschritt; Uns stirbt die Freud' im Herzen, Und unser Herz stirbt mit. 3. An unserm Pilgerstabe Ziehn wir dahin zum Grab, Und selbst des Königs Scepter Ist nur ein Pilgerstab. Ein Pilgerkleid hat Allen Die Erde hier bescheert; Wir tragen's auf der Erde Und lassen's auch der Erd'. 4. Geh', übersteig' nur Berge Und Höh'n, es steht dir frei, Dem kleinen Grabeshügel Kommst du doch nicht vorbei. Da gehst du nicht hinüber, Und ist er noch so klein: Da bleibst du müde liegen, Da legt man dich hinein. 388 334. Lieder über Tod und Grab. 5. So sing' das Lied vom Sterben, Daas alte Pilgerlied, Weil deine Straße täglich Dem Grabe näher zieht. Laß dich es mild und freundlich Wie Glockenton umwehn: Es läute dir zum Sterben, Doch auch zum Auferstehn. K. J. Phil. Spitta. 334. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. 1. Der Herr der Ernte winket, Die reife Garbe fällt, Die Abendsonne sinket, Der Wandrer sucht sein Zelt. Dein Knecht geht, reif an Jahren, O Herr! zur stillen Rast. Laß ihn im Frieden fahren, Wie du verheißen hast. 2. Er hat wohl viel getragen, Sein Lauf war lang und schwer; Nun fühlt er von den Plagen Des Lebens keine mehr. Sein Abend ist gekommen, Vollendet ist sein Thun; Wie wird er bei den Frommen Nun sanft und selig ruhn! 3. Dein Rath hat ihn geleitet, O Herr, oft wunderbar! Dein Schutz hat ihn begleitet In Nöthen und Gefahr. Mit deines Geistes Stärke Hast du sein Thun gelenkt, Zum langen Tagewerke Ihm Kraft und Frucht geschenkt. 4. Du hast im Erdenthale Dich still zu ihm geneigt, Den Weg zum Himmelssaale Dem Gläubigen gezeigt. Nun rief er, fest im Hoffen, Doch matt vom Erdenlauf: „Ich seh' den Himmel offen! „Herr Jesu, nimm mich auf!“ 5. Wohl dir, du wirst ihn sehen, Den liebend du umfaßt! Wohl dir, dir ist geschehen, Wie du geglaubet hast! Der Herr bringt dir entgegen Der Treue Gnadenlohn. Uns bleibt dein Werk, dein Segen Und dein Gebet am Thron. 6. O Schöpfer und Erhalter, O führ' auch uns so treu, Und steh' uns noch im Alter Mit deiner Hilfe bei! O führ' uns, bis wir sterben, Auf deines Sohnes Bahn Und endlich nimm als Erben Uns dort mit Ehren an! Christ. Fr. Heinr. Sachse. —— aale fen, f fen! auf!“ ehen, n, egen Segen —— Lideer über Tod und Grab. 335. 1.—— DRE—.— 2.—.— n in er en,=n Lr; n—1..— EE er x 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an zum letz-ten Gang! 15 15 der — 2—..... 2—.. 2— 2 en—— 2 ö 0 9—— — SSSIIIII.I E SSSIIPIIIIIIIII e e Weg, die Ruh' ist lang; Gott füh⸗ret ein, Gott e aus: Wohl⸗ — DDDI r—. E an, Zum Blei⸗ben war nicht die- ses Haus. — — I I — S......... 1 F 2. Du Herberg' in der Wanderzeit, Du gabest Freuden, gabst auch Leid. Jetzt schließe, Welt, die Thüre zu! Entschwinde du! Dein Gast geht in die ew'ge Ruh'; 3. Geht in ein bessres Schlafgemach; Die Freunde folgen segnend nach. Hab' gute Nacht! Der Tag war schwül Im Erdgewühl: Hab' gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 390 335. Lieder über Tod und Grab. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, ö Ein Siegeszug der Leichenzug. ö Triumph! Der Herr macht gute Bahn; Sein Kreuz voran, Das winkt und deutet himmelan! 5. Ihr Glocken, tönet festlich drein Und läutet hell den Sabbath ein,„ Der nach des Werktags kurzer Frist Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist. ** 2*2 6. O selig, wer das Heil erwirbt, Daß er im Herrn, in Christo, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, Die Gottesstadt, Die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und Eins ist noth! Die Welt beut ihre Güter feil: Denk' an dein Heil Und wähl' in Gott das beste Theil! 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. WN ö Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz: Schau' himmelwärts!— .1 Da, wo der Schatz ist, sei dein Herz! 9. Mit Gott bestell' dein Haus bei Zeit, .. Eh' dich der Tod an Todte reiht! Sie rufen: Gestern war's an mir, Heut' ist's an dir! S Es ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, Aus Wieg' und Bett in Sarg und Grab!— Wann, wie und wo, ist Gott bewußt: Schlag' an die Brust,— Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, 5 Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm,— Da blüht zu schön kein Wangenroth: Im Finstern droht ◻Y Der Tod, und überall der Tod. V ö 12. Ach, banges Herz im Leichenthal, ö ö Wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl?— Du bist es, Jesu, der mit Macht Aus Grabesnacht ö 2 Das Leben hat ans Licht gebracht! 336. Lieder über Tod und Grab. 391 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr. voran, Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, Dein Himmelgehn Läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich, mit ihm vertraut, „ Schon hier die ew'gen Hütten baut! rist Er sieht das Kleinod in der Fern' Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. Christ. Fr. Heinr. Sachse. 336. Konrad Kocher. — ö—— ö—4 E EEEE. D ——. ö—— x f 1 x Geh' zum Schlum-mer Oh⸗ ne Kum⸗mer, Nun 215 stil ⸗ 11 Dei⸗ 55 ⸗le ů +— +—85865 + 2. .— 2—— + 2 2— EEEE ärts!— e.—0— —.—— SS.....I III e, an—.——9.—2— ö ö Theu⸗res, gott⸗ ver⸗ trau-tes Herz! Schläft hier aus den letz⸗ 20 Schmerz, Und die Lie⸗be, 1 .— E— Brust,————. ö S— ——-t.————. erR Wenn auch trü⸗ be, Schaut durch Thrä⸗nen him⸗mel⸗wärts. 4 2.———— — 392 337. Lieder über Tod und Grab. 2. Geh' zur Ruhe! Friedvoll thue Nun die müden Augen zu! Vielgeliebte, Vielgeübte, Deines Gatten Wonne du: All' die Deinen, Die hier weinen, Gönnen doch dir deine Ruh'! 4. Jauchzend stehen, Wiedersehen Wird dich unsre Liebe dann, Deren Zähre, Gott zur Ehre, Bitter, doch im Glauben rann. Dann beim Krönen Wird ertönen, Was die ew'ge Liebe kann! 3. Schlafe, schlafe! Seine Schafe Kennt auch hier der treue Hirt. O hier schwindet, Was da bindet, Was die Seelen quält und irrt! Dieß Verwesen Schafft Genesen, Das dich ewig freuen wird. 5. Herr, umfasse Uns und lasse Leuchten hell dein Angesicht! Stets behüte Deine Güte Dieses Grab mit Freudenlicht! Laß dich loben Hier und droben; Denn die Liebe stirbet nicht! Alb. Knapp. 337. Konrad Kocher.(ꝰ) .9—0—— ů26485 1+.—— EEEEE 1J. Nein, nein, das ist kein Ster⸗ben, Zu sei⸗nem Gott zu SSII* .SIS.I.............. ö——.ů——.—. ö— x — 0—.——. 1——— 2——— ä* 0 gehn, Der dun⸗keln Erd' ent⸗ flie⸗hen Und zu der Hei⸗-mat ersehen ö 338. Lieder über Tod und Grab. 393 —— 35———— — R eer 3züt 2. Nein, nein, das ist kein Sterben, Ein Himmelsbürger sein, Beim Glanz der ew'gen Kronen In süßer Ruhe wohnen, Erlöst von Kampf und Pein. 3. Nein, nein, das ist kein Sterben, Der Gnadenstimme Ton Voll Majestät zu hören: Komm, Kind, und schau'mit Ehren Mein Antlitz auf dem Thron! 338. 1. Dich hoffen wir zu finden Dort, wo man nicht mehr stirbt, Und Kränze dir zu winden Dort, wo kein Glück verdirbt, Und dir ins Aug' zu blicken, Wo's keine Thränen gibt, Und dich ans Herz zu drücken Dort, wo man ewig liebt. Mel. 183 2. Indessen reißt mit Schmerzen Sich unsre Liebe los, Und legt von ihrem Herzen Dich unters Erdenmoos, 4. Nein, nein, das ist kein Sterben, Dem Hirten nachzugehn. Er führt sein Lamm zu Freuden, Er wird dich ewig weiden, Wo Lebensbäume stehn. 5. Nein, nein, das ist kein Sterben, Mit Herrlichkeit gekrönt Zu Gottes Volk sich schwingen Und Jesu Sieg besingen, Der uns mit Gott versöhnt. Nach Cäsar Malan. : Tag über alle Tage. Daß nach der Wallfahrt Schwüle Der stille Todesschlaf Die letzte Wunde kühle, Die dich hienieden traf. 3. Wir wissen uns verbunden Mit dir durch Christi Band. Deß, der mit Todeswunden Für uns vom Grab erstand. Weil er zu Gott gegangen Ins ew'ge Heiligthum, Werd' ich auch einst umfangen Mein Kindlein wiederum. 394 339. Lieder über Tod und Grab. 340. 4. Dann wirst du groß gediehen In Engelspflege sein; Dann wirst du fröhlich ziehen Mit sel'gen Kinderreihn. Und ach, all' unser Weinen Wird in des Himmels Raum Beim Wiedersehn erscheinen Als ein verflogner Traum. 339. 1. Wenn kleine Himmelserben In ihrer Unschuld sterben, So büßt man sie nicht ein; Sie werden nur dort oben Vom Vater aufgehoben, Damit sie unverloren sei'n. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe, Für Jesum eingeweiht. 340. Mel. 278: 1. Zieh' hin, mein Kind! Gott selber fordert dich Aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, Dein Tod betrübet mich: Doch, weil es Gott gefällt, So unterlass' ich alles Klagen Und will mit stillem Geiste sagen: Zieh' hin, mein Kind! 2. Zieh' hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, Darum befiehlt er dir 5. Verklärt in Geisteswonne Umschwebest du den Herrn, Die wandellose Sonne, Als ewig heller Stern, Und erbst, was er ererbet Nach seinem Heldenlauf. Ihr Trauerklagen, sterbet! Ihr Psalmen, blühet auf! Alb. Knapp. Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. Sie sind bei Gott in Gnaden: Was sollt' es ihnen schaden, Wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Kinde, Es stirbt nicht zu geschwinde. Zieh' hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen, Und bleibest bei den Schafen, Die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe. Gott ist getreu. Nun wieder fortzuziehn. Zieh' hin! Gott hat es so versehen: Was Gott beschließt, das muß ge⸗ Zieh' hin, mein Kind!(schehen. 3. Zieh' hin, mein Kind! Im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; ö Denn nur bei Gott— Ist wahre Freud' und Ruh', Kein Schmerz, der Seelen plagt. Hier müssen wir in Aengsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben. Zieh' hin, mein Kind! .———.——— et t! f Knapp. naden: den, zebeut? ide, inde. d! N, afen, nd. Rothe. rsehen: nuß ge⸗ schehen. 341. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 342. 395 4. Zieh' hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. Du eiltest fort, Eh' dir das Ungemach Verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang'imLeide: Wer frühe stirbt, kommt bald zur Zieh' hin, mein Kind![Freude. 341. 1. Auch die Kinder sammelst du, Treuer Hirt, zur ew'gen Ruh' Von dem Jammer dieser Welt, Der sie schon so früh befällt. 2. Sie entgehen allem Leid Dieser unruhvollen Zeit; Sie sind von Verführung frei, Sie bewahret deine Treu'. 5. Zieh' hin, mein Kind! Die Engel warten schon Auf deinen zarten Geist. Nun siehest du, Wie Gottes lieber Sohn Dir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden; Du hast durch Jesum überwunden. Zieh' hin, mein Kind! Gottfr. Hoffmann. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 3. Dieß Kind eilt der Heimat zu In die ew'ge Himmelsruh', Wo sein Heiland Jesus Christ Ewig nun sein Alles ist. 4. Hoffend blicken wir dir nach In dein stilles Schlafgemach, Glauben an dein Auferstehn, Freuen uns aufs Wiedersehn. Dichter unbekannt. 2. Gieder über Gericht und Ewigkeit. 342. Phil. Nikolai.(2) —————————————— 7 ö — nn, en, rrrer r,— 2*—8— ** Wa⸗chet auf! ruft uns die Stim ⸗- me Der Wächter Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun ⸗ de! Sie ru⸗ fen — * — — — —.— —— — — D — —. 2— — — Ce + — — — DD..—.— 2 sehr hoch auf der Je tadt Wach' auf, du S ne; Zin Mun-⸗ Wo seid ihr klu⸗ gen de: hel ⸗-lem — uns mit —. ů —— E * * — — — 1 „der Bräut'gam kömmt! Steh ru⸗ sa⸗ lem! Jungfrau⸗en? tauf, die Wohl⸗auf ö I. . . —.2 E III II * I * Lam⸗pen nehmt! 5 —.— — lu ⸗ jah! Macht euch be⸗reit Zur Hal⸗le⸗ 2 + E —.— +—— 57 s⸗set ihm ent ö · Ihr mů Hoch.—— 3ge-gen⸗gehn! —.2.— .— ——ä—ß———— 343. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Zion hört die Wächter singen; Das Herz thut ihr vor Freude springen, Sie wachet und steht eilends auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werthe Kron', Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen All' Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Ehr' und Preis sei dir gesungen Mit Menschen- und mit Engelzungen, Mit Harfenklang und PHsalterton! Von zwölf Perlen sind die Thore An deiner Stadt. Wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Auge sah zuvor, Noch hörte je ein Ohr Solche Freude! Deß jauchzen wir Und singen dir Das Hallelujah für und für. Phil. Nikolai. 343. Melch. Frank. ö 7——.8.— SPSDSPSSSS‚..... 5 Säü 1 Je ⸗ru⸗ sa ⸗lem, du hoch⸗ ge⸗ bau⸗ te Mein seh⸗ nend Herz so groß Ver⸗lan ⸗gen ——— PP ——— —...—— da e, E Stadt, Wollt' Gott, ich wär' in dir! hat Und reißt sich los von hier; de, .. Thal und Hü⸗ gel, Weit u ber Flur und Feld Schwingt 30 SD —.2—.— + 1— + V U. D es die Glaubens⸗flü ⸗ gel Und eilt aus die ser Welt. 2. O schöner Tag, o sel'ger Augenblick! Wann bricht dein Glanz hervor, Da frei und leicht zum reinen Himmelsglück Die Seele steigt empor, Da ich sie übergebe In Gottes treue Hand, Auf daß sie ewig lebe In jenem Vaterland? 3. O Himmelsburg, gegrüßet seist du mir! Thu' auf die Gnadenpfort'! Wie lange schon hat mich verlangt nach dir, Eh' ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit! Nun hat mir Gott gegeben Das Erb' der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, welch' eine edle Schaar Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, Trägt nun die Ehrenkron'. Die wird auch mir gespendet Aus meines Jesu Hand Nun ich den Lauf vollendet In jenem Thränenland. I ——— ————— ———— —. Schwingt 344. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 5. Propheten groß, Apostel hehr und hoch, Blutzeugen ohne Zahl, Und wer dort trug des schweren Kreuzes Joch Und der Tyrannen Qual, Seh' ich in Ehren schweben, In Freiheit allzumal, Mit Klarheit hell umgeben Und sonnenlichtem Strahl. 6. Und lang' ich an im schönen Paradies, Im Heiligthum des Herrn, Dann schaut mein Geist, was er einst glaubend pries, Was er gesehn von fern. Das Hallelujah schallet In reiner Heiligkeit, Das Hosianna hallet Ohn' End' in Ewigkeit! Joh. Matth. Meyfart. Joh. Crüger.(2) Je⸗sus, mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht Und mein Hei⸗ land 1. Die⸗ses weiß ich, sollt' ich nicht Da- rum mich zu⸗ iiEE E*—————— Or f 6 ö Hu ist im Le⸗ ⸗ben: frie⸗-den ge ⸗ben, Was die lan⸗ge To-⸗ des-nacht —— —*— 5—— 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt; Ich werd' auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt: Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden; Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh' ich; doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög' allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ja, ich selbst, ein Fremder nicht, Werd' in seiner Liebe brennen; 345. 1. Ermuntert euch, ihr Frommen! Zeigt eurer Lampen Schein. Der Abend ist gekommen, Die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht. Auf! Betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitternacht. E 00. ee.. e i.———.— B Mir auch für Ge⸗ 2 255 99095 . — un t. 1. en— IIE.L—— +—.——. E————— 14.———.— * Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgethan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd' ich ausgesä't, Himmlisch werd' ich auferstehen. Zum Verwesen sink' ich ein, Dort werd' ich unsterblich sein. 7. Seid getrost und hocherfreut! Jesus trägt euch, seine Glieder. Gebt nicht Statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaun' erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 8. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüsten dieser Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt wollt werden! Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein! Luise Henriette v. Brandenburg(2). Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Oel, Und seid des Heils gewärtig. Bereitet Leib und Seel'. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah'. Begegnet ihm im Reihen Und singt Hallelujah! n und an gethan. und fleht, herrlich gehen; esä't, ferf stehen. ) ein, lich sein. rfreut! Glieder. aurigkeit! uft euch wieder, erklingt, er dringt. erhebt Erden zt ergebt, werden! inein, u sein! burg(2). tig bärtig. 5 reien: 7 „. n — 436. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 401 3. Ihr klugen Jungfrau'n alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen nin Die Thür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Bräut'gam ist nicht weit. „Er wird nicht lang verziehen: Drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen, Der schönste Frühlingsschein Verheißt Erquickungszeiten, Die Abendröthe zeigt Den schönen Tag von weitem, Davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Geberden Und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen Und mit gestorben seid, Sollt nun nach Kreuz und 3 In Freuden sonder Leid 346. Mel. — 9. 5 Mit leben und regieren Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphiren In eurer Siegeskron'. „Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid! Hier singt man Freudenpsalmen Im Frieden nach dem Streit! Hier steht nach Wintertagen Der Weizen wieder grün, Und die im Tode lagen, Sieht man zum Leben ziehn. „Hier ist die Au' der Freuden, Wo der getreue Hirt Selbst seine Schafe weiden Und köstlich tränken wird. Hier sind die goldnen Gassen Der hohen Friedensstadt, Die Glanz ohn' alle Maßen Und Gott zur Sonne hat. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach' dich auf! Geh' auf, ersehnte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach' ein Ende und führ' uns aus dem Streit! Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. Laur. Laurentii. 5: Nun danket All' und bringet Ehr'. 1. Der Herr bricht ein um Mitternacht; Jetzt ist noch Alles still. Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt Und einen Tag bestellt; Er kommt, wenn Niemand nach ihm fragt, Noch es für möglich hält. 346. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 3. Wie liegt die Welt so blind und todt! Sie schläft in Sicherheit Und meint, des großen Tages Noth Sei noch so fern und weit. 4. Wer waltet als ein frommer Knecht Im Hause so getreu, ü Daß, wenn der Herr kommt, er gerecht Und nicht zu strafen sei? 5. Weckt ihr einander aus der Ruh', Daß Niemand sicher sei? Ruft ihr einander fleißig zu: Seid wacker, fromm und treu? 6. Sind eure Lampen rein und voll?.— Brennt euer Glaubenslicht, Wenn nun der Aufbruch kommen soll Daß uns kein Oel gebricht? * 7. So wache denn, mein Herz und Sinn: Und schlummre ja nicht mehr! Blick' täglich auf sein Kommen hin, 1 Als ob es heute wär'! ö 5 8. Der Tag der Rache nahet sich,—— Der Herr kommt zum Gericht. Du, meine Seele, schicke dich, Steh' und verzage nicht! 9. Dein Theil und Heil ist schön und groß.— Steh' auf! Du hast es Macht.— * Ergreif' im Glauben du das Loos,—‚— Das Gott dir zugedacht! 10. O übergroße Seligkeit Nach abgelegter Last, Wobei dich,‚ Seele, nicht gereut, Daß du gestritten hast! 11. Der Herr bricht ein um Mitternacht; Jetzt ist noch Alles still. Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. ö ——. — 347. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 347. Joh. G. Christ. Störl. 7 —— —9 + 6 L E. 1. O Je⸗ ru⸗ sa ⸗ölem, du schö- ne, Da man 1 4—. x ö * ——————ß—.————00— 2 n. e dr, wrr re — b.— — Gott be⸗ stän-dig ehrt, Und der En-gel W 2360 — Lree — 6 2— 6——.— . tö⸗ ne: Hei⸗-lig, hei-lig, hei⸗ Ach, wann 2— 1—— 22— 0 0 0 E— 2——.— 1— —.—— E e, —.—— SSS..——— dner de. der ee, d er d, dee F komm' ich doch ein- mal Hin zu dei⸗ ner Bür- ger Zahl? 404 348. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Hier, in diesen Pilgerhütten, 5. O der auserwählten Stätte In der heißen Prüfungszeit, Voller Wonne, voller Zier! Hier gibt's, bis man ausgelitten, Ach, daß ich schon Flügel hätte, Manche Noth und manchenstreit; Mich zu schwingen bald von hier Hier wird oft die beste Kraft Nach der neuerbauten tadt, Von dem Weinen weggerafft. Welche Gott zur Sonne hat! I 6. Soll ich aber länger bleiben . h,wiewünsch ichdichzuschauen, Auf dem ungestümen Meer, Jesu, liebster Seelenfreund, Wo das schwache S chifflei Dort auf deinen Salemsauen, Wo das schwache S Areiben Wo man nicht mehr klagt und wint Sturm und Wellen hin und her: —0 Ach, so laß in Kreuz und Pein Sondern in dem hö chsten Licht Hoffnung meinen Anker sein! Schauet Gottes Angesicht!— 39—— „Dann werd' ich nicht untersinken, 4. Komm doch, führe mich mit Freu⸗ Wär' das Meer auch noch so wild; Guter Hirt, an deiner Handlden, Deine Leuchte wird mir winken Bringe mich nach vielen Leiden Von dem Ufer hell und mild; In das rechte Vaterland, Wenn gleich Mast und Segel Wo dein Lebenswasser quillt, bricht, Das den Durst auf ewig stillt! Läßt doch Gott die Seinen nicht! Fr. Konrad Hiller. —4 348. Heinr. Egli.( 2———— 2 5.—* ö ö 1 x Nach ei ⸗ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta⸗ ge Er⸗ Dort, dort ver-wan⸗delt sich die Kla- ge war⸗tet uns die E⸗ wig⸗ keit; gött⸗li⸗che Zu⸗frie⸗ den⸗ heit. — Hier übt die Tu⸗— ——.— tätte Zier! jel hätte, von hier Stadt, hat! eiben teer, ifflein treiben und her: nd Pein sein! ersinken, so wild; winken ———— — 348. Lieder über Gericht und Ewigkeit. ——— E / 8 ren Fleiß, Und je⸗ne *— —— S S. IAID— S 2. Hier such' ich's nur, dort werd' ich's finden, Dort werd' ich, heilig und verklärt, Der Tugend ganzen Werth empfinden, Den unaussprechlich großen Werth; Den Gott der Liebe werd' ich sehn, Ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 3. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt sein, Und lieblich Wesen, Heil die Fülle Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. 4. Da werd' ich das im Licht erkennen, Was ich auf Erden dunkel sah, Das wunderbar und heilig nennen, Was unerforschlich hier geschah; Da denkt mein Geist mit Preis und Dank Die Schickung im Zusammenhang. 5. Da werd' ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, sich offenbart, Ein Heilig, Heilig, Heilig singen Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Himmel jauchzen ihm. 6. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, Der Gottes Weg mich gehen hieß, Und ihn zu Millionen Malen Noch segnen, daß er mir ihn wies; Da find' ich in des Höchsten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. Am 406 349. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 7. Da ruft— o möchte Gott es geben!— Vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sei dir! Denn du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, Der Retter einer Seele sein! 8. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbar an uns soll werden Von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie Ist doch ein Augenblick voll Müh'! Christ. F. Gellert. 349. Mel. 244: Wie wohl ist mir, o Freund der Seele. 1. Es ist noch eine Ruh' vorhanden: Auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird vor seinem Throne weiden: Wirf hin die Last und eil' herzu! Bald ist der heiße Kampf geendet, Bald, bald der schwere Lauf vollendet! Dann gehst du ein zu deiner Ruh'. 2. Die Ruhe hat uns Gott erkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Der gute Hirte wollte sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut' einzukommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr müden Seelen, Die manche Last und Bürde drückt! Eilt, eilt aus euern Kummerhöhlen, Geht nicht mehr traurig und gebückt! 350. Lieder über Gericht und Ewigkeit. Ihr habt des Tages Last getragen; Nun hört zu euch den Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid mein Volk, das ich behüte! Ob Sünde, Welt und Hölle wüthe, Seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen; Denn unsre Thränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen, Welch füßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, Es wird kein Tod uns mehr erreichen, Wir werden den Erlöser sehn. Die Thränen wird vom Aug' er wischen, Sein Lebensstrom wird uns erfrischen Weit über Bitten und Verstehn. ellert. Joh. Sigm. Kunth. 350. Mel. 342: Wachet auf! ruft uns die Stimme. 1. Selig sind des Himmels Erben, Die Todten, die im Herren sterben, Zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken Des Todesschlummers folgt Entzücken, Folgt Wonne der Unsterblichkeit! Im Frieden ruhen sie, Los von der Erde Müh': Hosianna! Vor Gottes Thron Zu seinem Sohn Begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Sei dir, Versöhner, Jesu Christ! Ihr, der Ueberwinder Chöre, * Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist. Er sank wie wir ins Grab, Wischt unsre Thränen ab, Alle Thränen. Er hat's vollbracht! Nicht Tag, noch Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 408 351. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdann, er ist uns Sonne, Der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, Nun bist du hell uns aufgegangen, V Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. W Nun weinen wir nicht mehr; Das Alte ist nicht mehr. Hallelujah! Er sank hinab ö Wie wir, ins Grab; * Er ging zu Gott, wir folgen ihm. Fr. G. Klopstock. 35ʃ. Joh G. Beutler. 9—.——.—.— AISSEEEEEEEEE ————————————————.. 1. Auf⸗er⸗stehn, ja auf⸗er⸗ stehn wirst du. Mein RI EN=————..—..— E—— 8 Bun E SDIEEEEESESEEE Un=sterb⸗lich Le ⸗ ben Wird, 35 2. Wiede Der H Und f Uns e Hallel 3. Tag Du n Wenn Genu Erwer —— 352. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 409 2. Wieder aufzublühn werd' ich ge⸗ 4. Wie den Träumenden wird dann Der Herr der Ernte geht[sä't; Und sammelt Garben, Uns ein, uns ein, die starben. Hallelujah! 3. Tag des Danks, der Freuden⸗ thränen Tag, Du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. 103 + I IIILI 5 + — uns sein; Mit Jesu gehn wir ein Zu seinen Freuden; Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr. „Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler. Dann leb' ich Im Heiligthume Zu seines Namens Ruhme In Ewigkeit. Fr. G. Klopstock. F. B. Benecken. —— A 1. Ich h · von fer⸗-ne, er⸗-blickt F—— IEEEEEEEE —4 14*.— 1 EEEI *— SSSDSII..—— 5. Und 2— ger ⸗ ne mein Herz vor⸗aus ge⸗ schickt, ö 65 n auin 92 des Le⸗ Wi — 3.——— ...I.SI..........— 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig: Drum ist dein Licht so schön. Könnt'ich an diesen hellenThronen Doch schon von heut' an auf ewig wohnen! 3. Doch ich bin sündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heil'ger Geist gezeigt. Noch nicht genug bin ich gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, Und ohn' Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen, goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen vereinigt. lassen. Joh. Tim. Hermes. 353. Sam. Gottl. Auberlen. + 4 + + EE — 1 2— 1.— — ö ö EN D ö 1. Wie wird mir sein, wenn ich dich, ZJe · su, Wenn ich ver⸗klärt vor dei⸗ nem Thro⸗ne . 7 ——.— ——.— i⸗ner gött⸗lich ho-hen Ma⸗je⸗stät, ste he, ie E-⸗wig⸗keit mich Stau⸗nen⸗den um⸗weht! 14½ 0— 2 ver ren, vi III— ö chrectt; ——. ——ꝓͥPuL—— Si— n üben ö ½%% rünstig Wie wird mir sein! O Herr, ich fass' es nicht, Nur ben. —— 2. é * 4—.—..—..— a. x————.— aurs, L —.—— Gassen Augen sen. ö—— rmes. ö erlen. — su, 2. Wie wird mir sein, wenn deines Hauptes Strahlen ne ö Mein Haupt umleuchten, das dem Grab entschwand, ö Und wenn im Himmelsglanz vor mir sich malen ö Die Freuden, die kein sterblich Herz empfand! 8 Wie wird mir sein! O welche Seligkeit Empfind' ich, denk' ich jener Freudenzeit! 412 353. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 3. Wie wird mir sein, wenn Engelharfen tönen Und sanft ich ruh' in meines Hirten Schooß, Wenn ausgeweint sind alle meine Thränen, Und ich nun ganz von Erdenfesseln los! Wie wird mir sein, o du mein Herr und Gott, Wenn nicht mehr schrecken Sünde, Höll' und Tod! 4. Wie wird mir sein, wenn ich sie wieder sehe, Die Theuren alle, die ich hier geliebt, Si Wenn ich mit ihnen in des Heilands Nähe Lobsingend steh', von Trennung nie betrübt! Rae Wie wird mir sein! O Freuden ohne Zahl, 15 Ihr strömet Licht ins dunkle Erdenthal! 4 geführt 5. Ja, unaussprechlich sind die sel'gen Freuden, mit ein Die dort der Herr mir einst bereiten wird. und de⸗ Drum will ich harren, stille sein und leiden, 2. Bis mich nach kurzem Streit der treue Hirt denen 1 Aus Gnaden führt zum ew'gen Frieden ein! 3 Mein Herr, mein Gott, wie wird alsdann mir sein! stehen, Eman. Christ. Gottl. Langbecker. geführt 46 5(N ————— 286(C 71( 95(L 05 0 100( 146(6 282(1 becker. Meloclieen⸗Tabelle. Sie will zeigen, welche Lieder allenfalls auch nach andern als den gerade angewiesenen Melodieen können gesungen werden. Man beachte dabei Folgendes: 1. Die Melodieen, welche unter den nämlichen Buchstaben auf⸗ geführt sind, können, weil ihre Lieder den gleichen Versbau haben, mit einander vertauscht werden, soweit die Grundstimmung der Lieder und der Weisen dieß gestattet. 2. Die fettgedruckten Zahlen bezeichnen die Liedernummern, bei denen die Melodie steht. 3. Melodieen, welche bei den Liedern ihres Versbaues allein stehen, ohne eine Parallel⸗Melodie, sind in dieser Tabelle nicht auf⸗ geführt. Vierzeilige Melodieen. à. 4(Ich singe dir) mit 49. 152. 160. 312. 5(Nun danket All') mit 53. 73. 135. 346. 286(Getreuer Gott). b. 71(Wohl einem Haus) mit 74. 309. 95(Vom Himmel kam) mit 76. 127. 98(Wir singen dir) mit 191. 100(Dieß ist der Tag) mit 196. 146(Komm, Schöpfer Geist). 282(Von dir, o Vater) mit 54. 230. Sechszeilige Melodieen. 0. 51(Herr, der du mir) mit 276. 113(O Welt, sieh hier) mit 47. 52. 263. 339. 275(Was ist's, daß ich) mit 280. Melodieen-Tabelle. d. 107(Wenn dir dein Zion Palmen streut) mit 58. 294(Mir nach, spricht Christus, unser Held) mit 304. e. 11(O daß ich tausend) mit 143. 119(Es ist vollbracht). 193(Ich bin getauft) mit 231. 229(Ich habe nun den Grund). 268(Wer nur den lieben Gott). 272(Mein Gott, wie bist du). 324(Wer weiß, wie nahe mir). 348(Nach einer Prüfung) mit 325. Ff. 35(Dir, dir, Jehovah) mit 162. 118(Ach, sieh ihn dulden) mit 80. g. 25(Großer Gott, wir loben dich). 132(Jesus lebt) mit 228. 239. 301. 167(Gott ist unsre Zuversicht) mit 328. 344(Jesus, meine Zuversicht) mit 163. 197. 227, h. 40(Gott des Himmels) mit 186. 101(Werde Licht, du Volk) mit 173. 148(Komm, o komm) mit 290. 242(Liebe, die du mich) mit 253. 347(O Jerusalem) mit 172. 1. 8(Laßt Jehovah hoch erheben). 2(Himmelskönig) mit 281. 2(Jesus Christus herrscht) mit 116. 265(Alles ist an Gottes Segen). 292(Will in trüben Kummertagen). 1(Al 9(Se 36(Gl 83(Ze 129(W 214(Ar 223(N. 318(W 11²(— 183( 234(A 249( 291( 314(6 Melodieen-Tabelle. Siebenzeilige Melodieen. K. 1(Allein Gott in der Höh') mit 17. 56. 9(Sei Lob und Ehr') mit 140. 316. 36(Gott, deine Güte reicht so weit) mit 216. 243. 273. 83(Zeuch an die Macht) mit 224. 129(Wach' auf, mein Herz) mit 288. 214(Aus tiefer Noth) mit 212. 223(Nun freut euch, Christen) mit 69. 84. 135. 318(Wenn mein Stündlein). Achtzeilige Melodieen. I. Nun danket Alle Gott) mit 32. Gott, verlaß mich nicht) mit 296. err Gott, dich loben wir). 39(Aus meines Herzens Grunde) 87(Auf, auf, ihr Reichsgenossen) mit 88. 293. 327. 89(Nun jauchzet All', ihr Frommen) mit 92. 150. 12. u. 3(Durch Trauern) mit 199. 333. 0(Wie soll ich dich) mit 166. 225. 266. 345. 102(Die heiligste der Nächte) mit 104. 156. 334. 112(O Haupt voll Blut und Wunden) mit 126. 319. 321. 183(Tag über alle Tage) mit 338. 234(Aus irdischem Getümmel) mit 235. 249(Wenn Alle untreu werden). 201(Bei dir ist Treu und Glauben) mit 313. — 314(Es zieht ein stiller Engel). 0. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte) mit 46. 139. Si ngt, singt Jehovah neue Lieder) mit 68. 91. 108. Wie bist du, Heiland, mit der Krone) mit 220. Wie mächtig spricht in meiner Seele) mit 64. 305. 308. mit 141. 260. Melodieen-Tabelle. P. 75(Sorge, Herr, für unsre Kinder) mit 300. 114(Der am Kreuz ist meine Liebe) mit 120. 283. 262(Wie nach einer Wasserquelle) mit 211. 306. q.· 123(O du Liebe meiner Liebe) mit 297. 161(Herz und Herz vereint zusammen) mit 59. 182. 188. 254. 222(Kehre wieder) mit 192. 213. 255. X. 12(Womit soll ich dich wohl loben) mit 322. 122(Jesu, meines Lebens Leben) mit 131. 245. 134(Jesus, die erlösten Sünder) mit 55. 202(Einem Herrn nur sollt ihr dienen) mit 181. Neunzeilige Melodieen. 8. 33(Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig). 336(Geh' zum Schlummer) mit 221. ö Zehnzeilige Melodieen. t. 7(Wunderbarer König) mit 303. 174(Gott ist gegenwärtig). u. 187(Wort aus Gottes Munde) mit 240. 247. 284(Nein, ich will nicht sorgen) mit 50. 77. 274. ö Zwölfzeilige Melodieen. v. 149(O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein) mit 179. 238. 237(Wie schön leucht't uns der Morgenstern) mit 70. 72. 248. W. 79(Betet an vor Gott, ihr Sünder) mit 165. 210. 342(Wachet auf! ruft uns die Stimme) mit 164. 169. 350. Albe 8 Albit Alter Anne Arnd „ 0 Arne Asche ö ö Uerzeichniß iler Liederdlickter. A. Alberti(auch Albert), Heinrich, 1604-1651, Organist in Königsberg. Nr. 40. Albinus, Johann Georg, 1624-1679, Rector, dann Pastor in Naum⸗ burg(Sachsen). Nr. 322. Altenburg, Johann Michael, 1584—1640, Pastor in Erfurt. Nr. 158. Annoni, Hieronymus, 1697— 1770, Pfarrer in Muttenz bei Basel. Nr. 153. Arndt, Ernst Moritz, 1769—1860, Professor der Geschichte in Bonn. Nr. 53. 235. 313. Arnold, Gottfried, 1666—1714, Professor der Geschichte in Gießen, Pastor in Perleburg. Nr. 297. Aschenfeldt, Christoph Karl Julius, 1792—1856, Oberconsistorialrath und Probst in Flensburg. Nr. 234. B. Bähr, Christian Angust, 1795— 1846, Pfarrer in Weigsdorf bei Zittau. Nr. 65. Baggesen, Karl Albrecht Reinhold, 1793-1873, Pfarrer am Münster in Bern. Nr. 105. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, 1774—1841, Professor in Tübingen, später Dekan zu Kirchheim unter Teck. Nr. 190. Barth, Christian Gottlob, 1799—1862, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, der unermüdliche Förderer der Mission. Nr. 166. Banumann, Gottlob, 1794—1856, Pfarrer zu Kemnath bei Hohenheim. Nr. 164. Betichius, Johann, 1650-1722, Diakon in Zerbst. Nr. 44. Bickel, Johann Daniel Karl, 1737—1809, Nassau'scher Hofprediger in Biberich. Nr. 179. Birken, Sigmund von, 1626—-1681, Fürstenerzieher und gekrönter Dichter. Nr. 295. 27 418 Verzeichniß der Liederdichter. Bogatzky, Karl Heinrich von, 1690—1774, Verfasser vieler Erbauungs— schriften(das„Schatzkästlein“). Nr. 162. Brandenburg, Albrecht von, Markgraf, 1522—1557, der Jüngere. Nr. 261(2). Brandenburg, Luise Henriette von, 1627—1667, Gemahlin des großen Kurfürsten. Nr. 216(2). 344(ꝰ). Bruiningk, Heinrich von, 1738—1785, Bischof der Brüdergemeinde. Nr. 196. Bürde, Samuel Gottlieb, 1753— 1831, Hofrath und Kanzleidirector in Berlin. Nr. 283. O. Claudius, Matthias, 1740—1815, als der„Wandsbecker Bote“ ein gediegener Volksschriftsteller. Nr. 52. Clausnitzer, Tobias, 1618-1684, schwedischer Feldprediger, dann Pfarrer und Kirchenrath in der Kurpfalz. Nr. 171. Cramer, Johann Andreas, 1723—1788, Hofprediger in Kopenhagen, Kanzler der Universität Kiel. Nr. 18. 27. 197. Crasselius, Bartholomäus, 1677—1724, Pfarrer in Düsseldorf. Nr. 35. D. Deeins, Nikolaus, 1490(?)— 1541, zuerst Mönch, dann feuriger An— hänger Luthers, seit 1524 Prediger in Stettin. Nr. 1.117. Deßler, Wolfgang Christoph, 1660—1722, Conrector an der Schule zum heiligen Geist in Nürnberg. Nr. 244. Diterich, Johann Samuel, 1721—1797, Pastor an der Marienkirche in Berlin. Nr. 92. 133. Döring, Karl August, 1783—1844, der eifrige Förderer der innern Mission, Prediger in Magdeburg,‚ Eisleben und Elberfeld. Nr. 200. E. Eppler, Christoph Friedrich, geb. 1822, Pfarrer in Birsfelden bei Baser. Nr. 106. F. Feddersen, Jakob Friedrich, 1736-1788, Hauptpastor in Altona, Volks⸗ und Jugendschriftsteller. Nr. 280. Flemming, Paul, 1609—1640, Arzt, gekrönter Dichter, Begleiter einer Gesandtschaft nach Moskau und Persien, starb in Hamburg. Nr. 263. ungs⸗ ugere. roßen einde. or in ein dann agen, An⸗ chule irche nern 200. asei. Nks⸗ iner Verzeichniß der Liederdichter. 419 Förster, Karl Christoph. Nr. 56. Franck, Johannes, 1618—1677, Bürgermeister in Guben(Nieder⸗Lausitz). Nr. 78. 205. 240. Franck, Salomo, 1659—1725, Oberconsistorial⸗Sekretär in Weimar. Nr. 33. 119. 125. 272. Freylinghausen, Johann Anastasius, 1670-1739, Pastor zu Halle und Director in A. H. Francke's Waisenhaus. Nr. 246. Freystein, Johann Burkhard, starb 1720 als Hof- und Justizrath in Dresden. Nr. 298. Frickert, Johann Ludwig, unbekannt. Nr. 168. Fritsch, Ahasverus, 1629—1701, Consistorialpräsident und Kanzler in Rudolstadt. Nr. 114. Fröbing, Johann Christoph, 1746—1805, Diakon in Mark⸗Oldendorf bei Hildesheim. Nr. 37. Fröhlich, Abraham Emanuel, 1796—1865, Helfer und Professor in Aarau. Nr. 80. 81. 202. G. Garve, Karl Bernhard, 1763—1841, Prediger in der Brüdergemeinde von Herrnhut. Nr. 58. 103. 136. 308. 309. 310. Gedicke, Lampertus, 1683—1735, Garnisonsprediger in Berlin. Nr. 273. Geibel, Emanuel, 1815—1887, zu Lübeck. Nr. 139. Gellert, Christian Fürchtegott, 1715-1769, Professor in Leipzig. Nr. 13. 14. 15. 16. 17. 36. 45. 51. 100. 132. 189. 219. 275. 276. 277. 304. 305. 328. 348. Gerhardt, Paulus, 1606-1676, Prediger in Berlin, Archidiakon zu Lübben in der Lausitz. Nr. 3. 4. 5. 41. 42. 47. 57. 67. 70. 90. 97. 98. 112. 113. 150. 225. 266. 267. 293. 321. Gerok, Karl, geb. 1815, Oberhofprediger in Stuttgart. Nr. 203. Gesenius, Justus, 1601—1673, Oberhofprediger in Hannover. Nr. 121. Geßner, Georg, 1765-1843, Pfarrer am Großmünster und Antistes in Zürich. Nr. 155. Gotter, Ludwig Andreas, 1661—1735, Geheimsekretär und Hofrath in Gotha. Nr. 12. 217. 300. Gregor, Christian, 1723—1801, Bischof der Brüdergemeinde in Herrnhut. Nr. 19. Günther, Cyriakus, 1649—1704, Gymnasiallehrer zu Gotha. Nr. 128. 243. Verzeichniß der Liederdichter. H. Hagenbach, Karl Rudolf, 1801—1874, Professor der Theologie in Basel. Nr. 169. 213. 290. Hahn, Michael, 1758—1819, Bauer, Uhrmacher in Sindlingen(Württem⸗ berg). Nr. 181. Hardenberg, Friedrich von, mit dem Dichternamen Novalis, 1772—1801, Assessor und Amtshauptmann in Weißenfels(Thüringen). Nr. 135. 249. 250. Hecker, Heinrich Cornelius, 1699—1743, Oberpfarrer zu Meuselwitz im Altenburgischen. Nr. 187. Heermann, Johann, 15851647, Pastor zu Köben in Schlesien und in Lissa(Polen). Nr. 32. 111. 120. 127. 238. Held, Heinrich, um 1640 Advokat zu Guhrau in Schlesien. Nr. 86. 148. Helmbold, Ludwig, 1532—1598, Rector und Pastor zu Mühlhausen in Thüringen. Nr. 260. Hengstenberg, Johann Heinrich Karl, 1770—1834, Pfarrer zu Wetter an der Ruhr(Westfalen). Nr. 329. Herberger, Valerius, 1562—1627, Prediger zu Fraustadt in Posen. Nr. 319. Hermann, Nikolaus, starb hochbetagt 1561, Cantor in Joachimsthal. Nr. 318. Hermes, Johann August, 1736—1822, Oberprediger und Consistorial⸗ rath in Quedlinburg. Nr. 118. Hermes, Johann Timotheus, 1738-1821, Professor und Pastor in Breslau. Nr. 352. Herrnschmidt, Johann Daniel, 1675—1723, Professor der Theologie in Halle. Nr. 10. 271. Herzog, Johann Friedrich, 1647—1699, Rechtskonsulent in Dresden. Nr. 49. Heußer⸗Schweizer, Meta, 1797— 1876, Gattin des Arztes in Hirzel (Kantons Zürich). Nr. 256. 291. Hey, Wilhelm, 1789—1854, Superintendent zu Ichtershausen im Gotha— ischen. Nr. 312. Hiller, Friedrich Konrad, 1662—1726, Advokat in Stuttgart. Nr. 347. Hiller, Philipp Friedrich, 1699—1769, Pfarrer in Steinheim(Württem⸗ berg). Nr. 142. 152. 175. 231. Hoffmann, Gottfried, 1658—1712, Rector in Zittau. Nr. 340. Homburg, Ernst Christoph, 1605— 1681, Rechtskonsulent in Naumburg. Nr. 122. Kur Verzeichniß der Liederdichter. — Ingolstetter, Andreas, 1633— 1711, Marktvorsteher in Nürnberg. Nr. 296. Jud, Leo, 1482—1542, Zwingli's Freund, Pfarrer zu St. Peter in Zürich. Nr. 236. K. Kaiser, Nikolaus, 1734—1808, Prediger in Hof(Bayern). Nr. 251. Kern, Gottlob Christian, 1792—1835, Professor, Pfarrer in Mühlacker an der Enz(Württemberg). Nr. 199. Keymann, Christian, 1607—1662, Rector am Gymnasium in Zittau. Nr. 239. Klopstock, Friedrich Gottlieb, 1724- 1803, der Sänger des„Messias“, in Hamburg. Nr. 210. 350. 351. Klotz, Martin, geb. 1819, Pfarrer in Zizers(Graubünden). Nr. 82. Knak, Gustav Friedrich Ludwig, 1806— 1878, Prediger in Berlin. Nr. 212. 258. Knapp, Albert, 1798-1864, Pfarrer in Stuttgart. Nr. 46. 77. 201. 289. 336.(337). 338. Knorr von Rosenroth, Christian, 1636—1689, geheimer Rath des Pfalzgrafen von Sulzbach. Nr. 43. Krais, Friedrich Julius, geb. 1807, Pfarrer in Oferdingen(Württemberg). Nr. 115. Krause, Jonathan, 1701—1762, Pfarrer zu Liegnitz in Schlesien. Nr. 173. Krüger, Johann Christian, 1722—1750, Schauspieler in Leipzig, Braun⸗ schweig und Hamburg. Nr. 218. Krummacher, Friedrich Adolf, 1768—1845, Pastor in Bremen. Nr. 163. 330. 331. ö Küster, Elieser Gottlieb, 1732-1799, Prediger und Generalsuperintendent in Braunschweig. Nr. 198. Kunth, Johann Sigismund, 1700-1779, Pastor und Superintendent zu Baruth in der Oberlausitz. Nr. 349. L. Langbecker, Emanuel Christian Gottlieb, 1792—1843, Hofstaatssekretär in Berlin. Nr. 353. Laurentii, Laurentius, 1660—1722, Musikdirector am Dom in Bremen. Nr. 129. 345. Verzeichniß der Liederdichter. Lavater, Johann Kaspar, 1741— 1801, Pfarrer am St. Peter in Zürich. Nr. 64. 134. 144. 180. 208. 281. 282. Liebich, Ehrenfried, 1713-1780, Pastor zu Erdmannsdorf in Schlesien. Nr. 154. 278. 279. Luther, Martin, 1483-1546, der Reformator Deutschlands. Nr. 95. 157. 214. 223. 317. NM. Malan, Cäsar, 1786-1864, Theologe, Dichter und Musiker in Genf. Nr. 337. Mann, Johann Karl Gottlieb, 1766—1826, Archidiakon in Naumburg. Nr. 167. Meister, Christoph Georg Ludwig, 1738— 1811, Professor und Rector des Gymnasiums in Bremen. Nr. 108. Menzel, Konrad, geb. 1834, Pfarrer in Schönenberg(Kt. Zürich). Nr. 107. Mentzer, Johannes, 1658— 1734, Pfarrer zu Kemnitz bei Bernstadt in der Ober⸗Lausitz. Nr. 11. Meyfart, Johann Matthäus, 1590—-1642, Professor und Pastor in Erfurt. Nr. 343. Moraht, Adolf, geb. 1805, Pastor in Möllen(Herzogthum Lauenburg). Nr. 257. Mudre, Johann Friedrich, 1736 1810, Pastor in Mittelsaida bei Frei⸗ berg(Sachsen). Nr. 101(2). Münter, Balthasar, 1735—1793, deutscher Prediger in Kopenhagen. Nr. 211. 232. N. Nägeli, Hans Georg, 1773—1836, der Vater des schweizerischen Männer⸗ gesanges in Zürich. Nr. 252. Neander, Joachim, 1650- 1680, reformirter Prediger in Bremen. Nr. 6. 7. 8. 33. 48. 62. 323. Neander, Christoph Friedrich, 1724— 1802, Probst zu Gränzhof in Kurland. Nr. 54. Neuffer, Christian Ludwig, 1769—1839, Stadtpfarrer und Schulinspector in Ulm. Nr. 102. 286. Neumark, Georg, 1621—1681, Bibliotheksekretär in Weimar. Nr. 268. Neumeister, Erdmann, 1671—1756, Hauptpastor zu St. Jakobi in Hamburg. Nr. 228. Neunherz, Johannes, 1653—1737, Oberpfarrer zu Hirschberg in Schlesien. Nr. 131. +— —.— Verzeichniß der Liederdichter. 423 Niemeyer, August Hermann, 1754—1828, Kanzler und Rector der Universität Halle. Nr. 284. Nikolai, Philipp, 1556—1608, Pastor zu St. Katharina in Hamburg. Nr. 237. 342. Notker, zubenannt Balbulus, um 850, Mönch im Kloster St. Gallen. Nr. 317. O. Oser, Friedrich, geb. 1820, Pfarrer zu Benken in Baselland. Nr. 83. E. Pfeffel, Gottlieb Konrad, 1736—1809, Präsident des evangelischen Consistoriums in Kolmar. Nr. 17 Pfeil, Christoph Karl Ludwig, 1712—1784, preußischer Rath. Nr.(1. Pfeiffer, Michael Traugott, 1771—1848, Lehrer der alten Sprachen und der Musik in Aarau. Nr. 26. Preiswerk, Samuel, 1799—1871, Antistes in Basel. Nr. 69. 170. Probst, Jakob, geb. 1848, Pfarrer in Horgen am Zürchersee. Nr. 316. Psalmen, von Verschiedenen bearbeitet zu Goudimels Tonsätzen. Nr. 20. 21. 22. 23. 24. 38. 178. 220. 262. 285. Puchta, Christian Rudolf Heinrich, 1808— 1858, Pfarrer in Augsburg. Nr. 59. 68. 104. 137. 183. R. Räder, Johann Friedrich, 1815—1872, Kaufmann in Elberfeld. Nr. 287. Rambach, Johann Jakob, 1693—1735, Professor der Theologie in Gießen. Nr. 193. 206. 226. Rieger, Magdalena Sibylla, 1707—1786, Gattin des Stadt- und Land⸗ vogtes Eman. Rieger in Blaubeuren. Nr. 221. Riggenbach, Christoph Johann, geb. 1818, Professor der Theologie zu Basel. Nr. 61. Rinkart, Martin, 1586—1649, Archidiakon in Eilenburg. Nr. 2. Rist, Johann, 1607—1667, Prediger zu Wedel in Holstein, mecklen⸗ burgischer Kirchenrath. Nr. 66. 87. 204. Rodigast, Samuel, 1649—1708, Gymnasialrector in Berlin. Nr. 270. Rothe, Johann Andreas, 1688—1758, Pastor zu Thommendorf in der Oberlausitz. Nr. 229. 339. Rückert, Johann Friedrich, 1789—1866, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin. Nr. 93. —————,, Verzeichniß der Liederdichter. 8S. Sacer, Gottfried Wilhelm, 1635—-1699, Rechtskonsulent in Wolfen⸗ büttel. Nr. 63. 141. Sachse, Christian Heinrich, 1785—1860, Hofprediger und Consistorial⸗ rath in Altenburg. Nr. 334. 335. Schalling, Martin, 1532—1608, Pastor in Nürnberg. Nr. 30. Scheffler, Johannes, auch Angelus Silesius genannt, 1624— 1677, kaiserlicher Hofmedicus, nachher bischöflich Breslauischer Rath. Nr. 241. 242. 294. Schirmer, Michael, 1606—1673, Conrector am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin. Nr. 89. 149. Schlegel, Johann Adolf, 1721—1793, Generalsuperintendent in Han⸗ nover. Nr. 248. Schlosser, Ludwig Heinrich, 1663—1723, Prediger zu St. Katharina in Frankfurt a. M. Nr. 75. Schmid, unbekannt. Nr. 145. Schmidt, Johann Eusebius, 1669—1745, Prediger in Siebleben bei Gotha. Nr. 159. Schmolck, Benjamin, 1672—1737, Hauptpfarrer in Schweidnitz und Schulinspector. Nr. 50. 60. 126. 130. 172. 186. 194. 227. 274. 325. Schneesing, Johannes, starb 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. Nr. 215. Schöner, Johann Gottfried, 1749—1818, erster Pfarrer an der St. Lorenzkirche in Nürnberg. Nr. 233. Schröder, Johann Heinrich, 1666—1728, Pastor zu Meseberg bei Magde⸗ burg. Nr. 245. Schubart, Christian Friedrich Daniel, 1739—1791, Musikdireetor, später Hof⸗ und Theaterdichter in Stuttgart. Nr. 176. 307. Schütz, Johann Jakob, 1640—1690, Advokat und Rath zu Frank⸗ furt a. M. Nr. 9. Schwarzburg-Rudolstadt, Emilie Juliane, Reichsgräfin, 1637.—1706. Nr. 324. Senitz, Elisabetha von, 1629.—1679, Hofdame in Brieg und in Oels (Schlesien). Nr. 123. Spitta, Karl Johann Philipp, 1801—1859, Superintendent zu Burg⸗ dorf im Lüneburgischen. Nr. 72. 165. 182. 192. 222. 254. 255. 288. 314. 315. 332. 333. Stegmann, Josua, 1588—1632, Professor der Theologie in Rinteln. Nr. 31. Za Zel sistorial⸗ 0. —1677, Nr. 241. grauen in Han⸗ uharina den bei itz und 4. 325. Gotha. er St. Nagde⸗ später Frank⸗ 1706. Oels Burg⸗ 2295. inteln. . Verzeichniß der Liederdichter. 4²⁵ Strauß, Victor Friedrich von, geb. 1809, Kabinetsrath und Bundes⸗ tagsgesandter zu Frankfurt a. M. Nr. 29. 73. 156. Sturm, Christoph Christian, 1740—1786, Hauptpastor zu St. Petri in Hamburg. Nr. 79. Sturm, Julius Karl Reinhold, geb. 1816, Pfarrer zu Köstritz im Fürsten⸗ thum Reuß. Nr. 191. 292. X. Tersteegen, Gerhard, 1697—1769, Bandweber in Mühlheim an der Ruhr. Nr. 99. 151. 174. 247. 327. Thilo, Valentin, 1607—-1662, Professor der Beredsamkeit in Königs⸗ berg. Nr. 88. Titius(Tietze), Christoph, 1641—1703, Pastor zu Hersbrück bei Nürn⸗ berg. Nr. 269. W. Weber, Heinrich, geb. 1821, Pfarrer in Höngg bei Zürich. Nr. 19 (Vers 2 und 3). 84. Weingärtner, Sigismund, um 1600 Prediger in oder bei Heilbronn. Nr. 264. Weißel, Georg, 1590—1635, Pfarrer in Königsberg. Nr. 85. 224. Wessenberg, Ignaz Heinrich von, 1774-1860, Coadjutor des Bis⸗ thums Konstanz. Nr. 138. Widmer, Leonhard, 1808— 1868, Lithograph in Zürich. Nr. 28. Winkler, Johann Joseph, 1670—1722, Domprediger und Consistorial⸗ rath zu Magdeburg. Nr. 299. Wolf, Jakob Gabriel, 1683—1754, preußischer Hofrath und Professor der Rechte in Halle. Nr. 301. Wolf, Salomon, 1752—1810, Pfarrer und Dekan in Wangen bei Zürich. Nr. 109. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725—1761, Prediger und Waisenhaus⸗ director in Bunzlau(Schlesien). Nr. 76. 195. 303. Z. Zaremba, Felicien, russischer Graf, dann Missionar. Nr. 170 der 3. Vers. Zeller, Christian Heinrich, 1779—1860, Stifter und Leiter der Armen⸗ kinder⸗und Armenlehreranstalt Beuggen oberhalb Basel. Nr. 184. 253. Ziegler, Johann Konrad, 1692—1731, Candidat der Theologie in Schaff⸗ hausen. Nr. 91. ————s—s—s—s—s—sssssscccr, 426 Verzeichniß der Liederdichter. Zimmermann, Johann Christian, 1702— 1783, Superintendent zu Ueltzen(Hannover). Nr. 306. Zinzendorf, Niklaus Ludwig, Graf von, 1700—1760, Gründer der Brüdergemeinde zu Herrnhut. Nr. 160. 161. 188. 230. 302. 326. 346. Zinzendorf, Christian Renatus, Graf von, 1727— 1752, Sohn und treuer Gehilfe des Vorigen. Nr. 124. Zwick, Johannes, ca. 1496— 1542, der Reformator von Konstanz, zu⸗ letzt in Bischofszell. Nr. 140. Zwingli, Huldreich, 1484—1531, der große Reformator Zürichs. Nr. 259. Bearbeitungen altlateinischer Hymnen: Nr. 25. 94. 116. 146. Aus den Gesängen der Böhmischen Brüder: Nr. 74. 96. Aus andern Gesangbüchern: Nr. 55 Leipziger Gesangbuch von 1697. Nr. 143 Berliner Gesangbuch. Nr. 147 Aargauer Gesangbuch. Nr. 207 St. Galler Gesangbuch. Unbekannt sind die Dichter bei Nr. 39. 110. 209. 265. 311. 320. 341. — ——— Abschie Ach ble Ach G Ach sie Ach wi Allein Allein Alle Y Alles Alles 1 Allgent Am G An dir Auch d Auf, a Auf di Auferf Auf 6 Auf mn Auf, t Aus i Aus u Aus at Bang Befieh Bei di Bei d Betet Bleibt Bleibt Bring ünder der 302. 326. dohn und stanz, zu⸗ Nr. 259. 16. 146. 6. don 1697. esangbuch. 311. 320. endent zu Alpflabetisches Register. Abschied will ich dir geben Ach bleib' mit deiner Gnade. Ach Gott, verlaß mich nicht Ach sieh ihn dulden, bluten, sterben Ach wiederum ein Jahr verschwunden Allein Gott in der Höh' sei Ehr' Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben Alles ist an Gottes Segen Alles ist euer.*— Allgenugsam Wesen. Am Grabe stehn wir stille An dir allein, an dir hab' ich ge mnin Auch die Kinder sammelst du Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf Gott und nicht auf meinen Rath. Auf meinen lieben Gott Auf, theure Seelen, auf Aus irdischem Getümmel. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir Bang und doch voll sel'ger 1 Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben Bei dir ist Treu' und Glauben. Betet an vor Gott, ihr Sünder. Bleibt bei dem, der euretwillen. Bleibt, Kinder, bleibt Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar ————— —*˙ N R — — Alphabetisches Register. Christi Blut und Gerechtigkeit Christus, der ist mein Leben. Christ, wenn die Armen manchesmal Daheim ist's gut—— Das Jahr ist nun zu Ende. Das walte Gott, der helfen kann Dein König kommt in niedern Hüllen. Der am Kreuz ist meine Liebe, meine Lieb' Der du die Wahrheit selber bist Der du in Todesnächten Der Herr bricht ein um Mitternacht Der Herr der Ernte winket Der Herr fährt auf gen Himmel Der Herr, mein Hirt Der im Heiligthum du wohneste. Der König kommt, der Herr der 18 Der Mond ist aufgegangen Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe Des Herren Majestät Dich hoffen wir zu finden Die Christen gehn von Ort zu Ort Die Gnade sei mit Allen. Die Gnade unsers Herrn. Die goldne Sonne Die Gottesseraphim. Die heiligste der Nächte Die Himmel erheben des Ewigen Ehre Die Lerche stieg am Ostermorgen Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ Dieß ist der Tag, den Gott gemacht Dir, dir, Jehovah, will ich singen. Dir geb' ich hin mein Herz und Sinn Dir will ich danken bis zum Grabe Du bist's allein Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebihret Du klagst und fühlest die Beschwerden Du schöne Welt, wie herrlich schmückte. Durch Trauern und durch Plagen. Eine Heerde und Ein Hirt Einem Herrn nur sollt ihr dienen. Eines wünsch' ich mir vor allem Andern ——— Ein' f Ein n Eins Entsch Erfüll Erheb Erheb Erhöh Erhör Ermu Es ist Es ist Es ist Es so Es zi Ewig, Fahr Fortg Fröhl Frohl Früh Früh! Gedi Geh' Geh' Geist Gelol Getre Gib Gott Gott, Gott Gott Gott Gott Gott Gott Gott Gott Gott Gott Alphabetisches Register. Ein' feste n. ist unser Gott Ein neues Jahr ist angefangen Eins ist Noth, ach Herr, dieß Eine Entschwunden ist das Sonnenlicht Erfüllt sind Stund' und Zeiten. Erhebe zum Himmel, du feiernde Menge Erhebt den Herrn, ihr Frommen Erhöhet die prächtigen Pforten der Siege Erhör', o Gott, das heiße Flehn Ermuntert euch, ihr Frommen Es ist ein Strom erflossen Es ist noch eine Ruh' vorhanden Es ist vollbracht, er ist verschieden. Es saß ein frommes Häuflein dort Es zieht ein stiller Engel. Ewig, ewig bin ich dein Fahre fort Fortgekämpft und fortgerungen Fröhlich soll mein Herze springen Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ. Früh laß mich deine Gnade hören. Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht Geduld ist euch vonnöthen Geh' aus, mein Herz, und suche Freud⸗ Geh' zum Schlummer ohne Kummer Geist der Liebe, Geist der Gnaden Gelobt sei Gott! Er ist geboren. Getreuer Gott, ich hoff' auf dich Gib Frieden, Herr, gib Frieden. Gott bei mir an jedem Orte Gott, deine Güte reicht so weit Gott des Himmels und der Erden. Gott, du lässest Treu' und Güte Gottesruhe, Sabbathstille. Gottes Stadt steht fest gegründet Gott hat in meinen Tagen Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu Gott ist mein Hirt, was mangelt jemals n mir Gott ist mein Hort. Gott ist mein Lied Alphabetisches Register. Gott ist's, der regiert Gott ist unsre Zuversicht Gott sei Dank in aller Welt. Gott, vor dessen Angesichte Gott will's machen. Großer Gott, wir loben dich Hallelujah, schöner n. Halt' im Gedächtniß Jesum 16.80 Harre, meine Seele.. Heiland, deine Menschenliebe Herr, dein Wort, die edle Gaben. Herr, der du einst gekommen bist Herr, der du mir das Leben. Herr, die Erde ist gesegnet Herr, dir ist Niemand zu vergleichen Herr, du wollst uns vorbereiten Herr Gott, dich loben wir Herr Jesu, Gnadeusonne Herr Jesu Christ, der du beweintest Herr, vor dein Antlitz treten zwein. Herr, vor dem die Engel knieen Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr. Herzliebster Jesu Herz und Herz vereint zusammen Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Noth Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Himmelan geht unsre Bahn Himmelan, nur himmelan Himmel, Erde, Luft und Meer Himmelskönig, Gott der Gnaden Hinab geht Christi Weg Hirte deiner Schafe.. . Tröster, komm hernieder Ja, fürwahr, uns führt mit sanfter Hand Ja, Tag des Herrn, du sollst mir 3 ig Jauchzet, ihr Himmeln. Ich bin ein Gast auf Erden. Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bleib' bei dir! Wo könnt' ich's bafe baben Ich erhebe mein Gemüthe Ich geh' zu deinem Grabe * Ich hab Ich hab Ich hab Ich sag Ich sing Ich stel Ich und Ich wei Ich wil Ich wil Jehoval Jerusal. Jesu, d Jesu, 8 Jesu, g Jesu, n Jesu, n Jesus Jesus, Jesu,& Jesus! Jesus, Jesus Ihr Fr Im Ne In alle In der In der Ist Go Kehre Komm, Komm, Komm, Kommt „Kommt Kommt Lasset Laß mi Laß, G Lasset Laßt J * Alphabetisches Register. Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab' in guten Stunden Ich hab' von fernen. Ich sag' es Jedem, daß er e lebt Ich singe dir mit Herz und Mund 56 steh' in meines Herren Hand Ich und mein Haus, wir sind bereit Ich weiß, woran ich glaubbtddde Ich will dich lieben, meine Stärke Ich will von meiner Missethat. Jehovah, Jehovah Jerusalem, du hochgebaute Stadt Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, Freund der Menschenkinder Jesu, geh' voran Jesu, meine Freude Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht als König Jesus, die erlösten Sünder Jesu, Seelenfreund der Deinen. Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an. Ihr Frommen, bringt Gott Preis und Ehre Im Namen des Herrn Jesu Christ In allen meinen Thaten In der Angst der Welt will ich nicht lagen In der stillen Einsamkeit. 3* Ist Gott für mich, so tree Kehre wieder, kehre wieder Komm, Jesu, läutre die Gedanken. Komm, o komm, du Geist des Lebens Komm, Schöpfer Geist, kehr' bei uns ein Kommt, Brüder, laßt uns gehhnnen Kommt her, denn Alles ist bereiiit. Kommt ins Reich der Liebe Lasset uns mit Jesu ziehhneeees Laß mir die Feier deiner Leiden Laß, Gott, mich Sünder Gnade finddenn Lasset uns zum Heiland gehztn Laßt Jehovah hoch erheben Alphabetisches Register. Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Liebster Jesu, wir sind hier, dich Lobe den Herren, den mächtigen König Lobe den Herren, o meine Seele Lob' Gott, du werthe Christenheit Lobsingt am frohen Erntefest. Lobt den Herrn! Das Sterngefilde. Lobt den Herrn! Die Gnadensonne Mache dich, mein Geist, bereit. Macht hoch die Thür', die Thore weit Mag auch die Liebe weinen— Marter Jesu, wer kann dein vergessen Meine Lebenszeit verstreicht Mein erst Gefühl sei Preis und Dank Meinen Jesum lass' ich nicht Meine Seele voller Fehlen. Mein Glaub' ist meines Lebens Ruh' Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe Mein Gott, wie bist du so verborgen. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden Mir ist Erbarmung widerfahren Mir nach, spricht Jesus, unser Held Mit dem Herrn fang' Alles an. Mit Ernst, ihr Menschenkinder Mitten wir im Leben sind Morgenglanz der Ewigkeit Nach einer Prüfung kurzer Tage Nein, ich will nicht sorgen Nein, nein, das ist kein Sterben Nicht menschlicher Rath Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nun danket Alle Gott.. Nun danket All' und bringet Ehr' Nun freut euch, Christen, insgemein Nun geh' uns auf, du Morgenstern Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ. Nun jauchzet All', ihr Frommen Nun laßt uns gehn und treten Nun ruhen alle Wälder Nun sich der Tag geendet hat εαα — D88 7 2—ñ— Alphabetisches Register. O Bethlehem, du kleine Davidsstadt O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte O du Liebe meiner Liebe O Durchbrecher aller Bande. O Gott, du frommer Gott—.— O Gott, o Geist, o Licht des Lebens. O Haupt voll Blut und Wunden O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. O heiliger Geist, o heiliger Gott. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit. D Hirt, du getreueer O Höchster, deine Gütigkeit. O Jerusalem, du schönne O Jesus Christ, mein Leben.. O Jesu, Herr der Herrlichkeit O Jesu, Jesu, Gottes Sohn O Jesu, meine Wonne O Lamm Gottes, unschuldig. O selig Volk, deß Gott du bist. O Welt, sieh hier dein Leben. O wie freun wir uns der Stunde. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Schafft mit Ernst, ihr Menschenkinder Schau' hin, dort in Gethsemane Schaut die Mutter voller Schmerzen. Schmücke dich, o liebe Seele. Schöpfer meines Lebens Seele, dein Heiland ist frei von den Banden Seele, sei zufrieden. ů Seele, was ermüd'st du dich. Seid eingedenk, o theure Kinderschaar. Sei heilig uns, o Feierzeit Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut Selige Seelen Selig sind des Himmels Erben Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Singt, singt Jehovah neue Lieder So Jemand spricht: Ich liebe Gott Sollt' es gleich bisweilen scheinen Alphabetisches Register. Sollt' ich meinem Gott nicht singen Sorge, Herr, für unsre Kinder So ruhest du, o meine Ruh' Stille halten deinem Walten. Stimm' an das Lied vom Sterben. Such', wer da will. Tag über alle Tage Theures Wort aus Gottes Munde Thut mir auf die schöne Pforte. Trauernd und mit bangem Sehnen Treuer Heiland, wir sind hier Unwiederbringlich schnell entfliehn. Verlaß mich nicht Verzage nicht, o Häuflein klein. Vom Himmel kam der Engel Schaar. Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. Von Gott will ich nicht lassen Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen Wach' auf, mein Herz, die Nacht ist hin Wach' auf, mein Herz, und singe. Wachet auf, erhebt die Blicke Wachet auf, ruft uns die Stimme. Walte, walte nah und fern Warum sollt' ich mich denn grämen Was Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt Was Gott thut, das ist wohlgethan, so denken. Was ist's, daß ich mich quäle Was mein Gott will, gescheh' allzeit Was zagst du, Herz, auf dunkler Bahn Wenn Alle untreu werden Wenn Christus, der Herr. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte Wenn der Herr einst die Gefangnen Wenn dir dein Zion Palmen streut Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn mich die Sünden kränken Werde Licht, du Volk der Heiden Wer ist wohl wie du Wer Wer Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie 1 b f 0 9 2 I I s s s. N n Will i Willko Wir Wir d ft Wir se Wir si Wir t Wohla Wohl Womi Wort Wort Wund Zeuch Zeuch Zieh' Zieh' Zum Alphabetisches Register. 435 Nr. Nr. 3 Der nur den lieben Gott läßt walttn 268 75⁵ Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 324 12⁵—8 bist du, Heiland, mit der Krornenee 1135 290 Wie flieht dahin der Reuschen Zeilt 3423 333 We Gott mich führt, so win ich gehun%Z273 22 Wie groß ist des Allmächt gen Güte 106 183 Wie herrlich strahlt der Morgensteeen 228 186 Die ist der Tag so freudenreioö))) 94 17²2 Die könnt ich sein vergessen 199 131 Wie lieblich ist das Haus des Hern 178 184 Wie mächtig spricht in meiner Seele 218 54 Wie nach einer Wasserquelle.. 262 279 Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ 70 158 Wie schön leucht't uns der Morgensteen m 237 9⁵ Wie 10l ich dich empfangen.. 20 28² ö Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, sehe 33353 260⁰ Wie wohl ist mir, d Freund der Scele 244 16² Will in trüben Kummertagiess 292 129 Willkommen, Held im Streiteeeeee 1350 41 Wir danken dir, 8 Vater, herrt„61 169 ELir slehn um deine Guade 200 3⁴42 Wir schwören heut gufs NeuÖiãs51 19⁰ Dir singen dir, Immanuer 98 267 Wir treten in das neue Jah: w᷑69 270 Wohlauf, wohlan zum letzten Gann 3335 6⁰ Wohl einem Haus, da Jesus Chrisssi 544 27⁵5 Womit sol ich dich wohl loben.e42 261 Wort aus Gottes Mundem 187 316 Wort des Lebens, lautre Querk. 192 249 Wunderbarer König.. 7 251 Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn 83 136 Deuch ein zu meinen Thoren 150 283 Zieh' einher, du Ostersonne 3 107 Zieh' hin, mein Kind! Gott selber fordert dich 40 —250 Zum Himmel bist du eingeganger 143 17 3³9—: 318 I 121 101 246 Folgende Druckfehler möge man beachten und ändern: Nr. 11. Schlußnote im Sopran soll 9 heißen. Nr. 30, Seite 47, erste Linie, soll der Tenor bei„mir“(und„ich“) v singen. Nr. 155, Seite 194, unterste Linie, soll der Alt bei„der“« singen. Nr. 157, Seite 198, ist am Schlusse der dritten Linie das Semikolon nach„Sein“ zu streichen. Nr. 229, Seite 272, unterste Linie, soll auf der Sylbe„⸗fun⸗den“ der Tenor s, der Baß d haben. Nr. 314, Seite 365, erste Linie, soll der Tenor auf der Sylbe„Er⸗ 496 singen. 5 Munde 0 dem K 6 mit ur weißest mir ur Sünde Verzeil E O in dem daß au Und de Gesang so heili Begierd Thron O jetzt dei wir die ³ vich) igen. nikolon n“ der Er⸗ Liturgie für die evangelisch⸗reformirte Kirche des Kantons Zürich. Von der Synode angenommen am 28. Oktober 1868. ᷣAIIFIIAIIAAIIIIIICKIʃKʃ—— Begrüßung der Gemeinde. Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen. Oder: Gnade, Friede und Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes sei mit uns allen durch unsern Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen. der Der Herr sei mit uns! Es segne uns Gott unser Gott. Amen. Gebete für den Sonntags⸗Morgengottesdienst. Erstes Gebet vor der Predigt. Andächtige in Gott! Demüthiget euch vor der heiligen Maje⸗ stät Gottes und sprechet: Ich armer fündiger Mensch bekenne vor dir, meinem Herrn, Gott und Schöpfer, daß ich leider viel gesündigt habe mit Sinnen und Gedanken, Worten und Werken, wie du, ewiger Gott, wohl weißest. Ich bitte dich aber von Grund meines Herzens, verleihe mir und allen armen Sündern eine lebendige Erkenntniß aller unserer Sünden; erwecke uns zu wahrer demüthiger Reue; schenke uns gnädige Verzeihung und stärke uns zu beständiger Besserung unseres Lebens! Erhebet nun euere Herzen zu Gott und betet mit Andacht: O großer und majestätischer Gott, den alle Engel und Seligen in dem Himmel preisen, loben und anbeten, gieb uns die Gnade, daß auch wir auf Erden dich im Geist und in der Wahrheit anbeten. Und da wir hier in deinem Heiligthume versammelt sind, dich mit Gesang und Gebet nach unserm schwachen Vermögen zu verehren, so heilige du selbst unsere Andacht. Erhebe unsere Gedanken und Begierden hinauf zu dir; erhöre unsere Gebete, die wir vor den Thron deiner Barmherzigkeit bringen, und laß dir das Lob unsers Mundes wohlgefällig und angenehm sein. O barmherziger Gott, liebreicher himmlischer Vater! Da uns jetzt dein heiliges und ewiges Wort soll verkündigt werden, so bitten wir dich, du wollest uns den wahren Verstand desselben 170 zu ebener Bahn! erkennen geben und uns deinen heiligen und guten Geist in unsere Herzen senden, der dieselben erleuchte und zu der lebendigen Erkenntniß dieses deines heiligen Wortes führe, so daß es mit reichem Segen möge vorgetragen und mit Ehrfurcht und Aufmerksamkeit angehört werden, daß es diene zum Lob und Preise deines heiligen Namens, zur Erbauung unser aller in wahrem Glauben und gottseligem Leben, und zum Trost und Heil unserer Seelen. Für die festlose Zeit: Mache uns heute, an dem Tage der Auferstehung unsers Herrn Jesu Christi, von neuem gewiß und froh seines Sieges über Tod und Grab und gieb auch uns die Gnade, daß wir mit ihm schon in dieser Zeit zu einem neuen Leben auferstehen und auch in einem neuen Leben wandeln. Heilige du selbst unsere Herzen durch die Kraft deines heiligen Geistes, und lehre uns thun nach deinem Wohl⸗— gefallen; denn du bist unser Gott, dein guter Geist leite uns auf Erhöre, o himmlischer Vater, nach deiner Barmherzigkeit diese unsere Bitten, und schenke uns allen aus Gnaden, was uns zu Seele und Leib nöthig ist, durch unsern Herrn und Heiland Jesus Christus, der uns also gelehret hat beten: Unser Vater u. s. f. Für die Adventszeit: Abermals giebst du uns, treuer und liebreicher Gott und Vater, in diesen Tagen den Rathschluß zu bedenken, den du vor Anbeginn der Zeiten zu unserer Erlösung gefaßt, und die Liebe, mit der du deinen eingebornen Sohn in die Welt gesendet hast, daß wir durch ihn selig werden. Bereite selbst ihm den Eingang in unsere Herzen, daß dein heiliger Rath auch an uns in Erfüllung gehe. In Demuth laß uns das große Geheimniß unserer Gottseligkeit betrachten, laß die Predigt des Evangeliums neuerdings an uns gesegnet sein, daß wir nicht allein Hörer, sondern auch Thäter deines Wortes werden und kommen zu einem neuen, dir geweiheten Leben, zu dem du uns alle in Christo, deinem Sohne, berufen hast. Erhöre u. s. f. Für die Passionszeit: Wir erinnern uns, treuer und liebreicher Gott, in diesen Tagen (Wochen) an das segensvolle Leiden und Sterben unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi, und danken dir herzlich, daß deine Gnade auch uns berufen hat zur Erlösung und zum ewigen Leben in ihm. Erleuchte du selbst unsere Herzen durch deinen Geist, daß wir die Liebe, die des eigenen Sohnes nicht verschonte, sondern ihn für uns dahingab, fassen und verstehen, und laß das Andenken an sein Leiden in dieser Zeit an uns allen gesegnet sein. Gieb, daß die Liebe, in der er für uns gestorben ist, auch uns zu dankbarer Liebe erwecke, und die Geduld und Ergebung, in der er gehorsam war bis zum Tod am Kreuze, auch uns in aller Trübsal des Lebens voranleuchte. Sein Leiden sei uns ein Trost in unserm Leiden, ein Pfand der denn 6 Wegen Demu übertr und er 2 allen! ganger uns a und S dir un 2 unsere Mache schenke Gebete bringe keit. Zerstre und ut O daß w lassen, mächtie allen( u unsere enntniß Segen ngehört amens, Leben, Herrn er Tod n schon mHeinem irch die Wohl⸗ ins auf eit diese u Seele hristus, Vater, nbeginn der du ir durch Herzen, Demuth en, laß in, daß werden du uns n Tagen rrn und Gnade in ihm. wir die für uns Leiden iebe, in erwecke, bis zum nleuchte. and der Versöhnung mit dir und eine gewifse Zuversicht, daß deine Gnade bereitet die Krone des Lebens einem jeden, der verharret im Glauben bis ans Ende. Erhöre u. s. f. Für die Osterzeit: Wir erinnern uns, treuer und liebreicher Gott, an diesem Tage der siegreichen Auferstehung unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi, und danken dir herzlich, daß du das große Werk der Erlösung durch die Verherrlichung deines Sohnes, unsers Mittlers, hast bekräftigen und uns damit zugleich die freudige Versicherung geben wollen, daß auch wir im Grabe nicht bleiben, sondern durch die Kraft dieses unsers verherrlichten Heilandes zum ewigen Leben auferweckt werden. Mache diesen Trost recht lebendig und kräftig in unsern Herzen, und gieb uns Gnade, daß wir schon in dieser Zeit mit Christo auferstehen und hinfort nicht mehr uns selbst leben, sondern ihm, der für uns gestorben und auferstanden ist. Erhöre u. s. f. Zweites Gebet vor der Predigt. Kommet, lasset uns anbeten und niederfallen vor dem Herrn; denn er ist unser Gott und wir sind das Volk seiner Weide. Ewiger und wahrhaftiger Gott! Du bist gerecht in allen deinen Wegen und heilig in allen deinen Werken. Wir aber müssen in Demuth bekennen, daß wir deine heiligen Gebote alle Tage vielfach übertreten haben. Vergieb uns um Christi willen alle unsere Sünden, und erneuere an uns täglich deine vielfältige Gnade und Barmherzigkeit. Wir preisen dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, für allen Reichthum deiner Güte und Treue, die du auch in der ver⸗ gangenen Woche an uns bewiesen hast. Heute nun vergönnest du uns abermals den Tag zu feiern, der uns Ruhe gewährt für Leib und Seele, und der uns neu bestärken will in der Gemeinschaft mit dir und unserm Erlöser. Bei dir allein, o allmächtiger und barmherziger Gott, stehet unsere Hülfe und du nahest dich zu denen, die sich zu dir nahen. Mache uns zu wahrhaftigen Anbetern deines heiligen Namens, und G5. uns dazu durch Jesus Christus den Geist der Gnade und des ebetes. Laß die Feier dieses Tages an uns allen gesegnet sein, und bringe uns heute wieder näher dem vorgesteckten Ziele unserer Selig⸗ keit. Bewahre uns vor allen eiteln Werken und jeder sündlichen Zerstreuung, und erneuere im Genusse deiner Gnade unsern Muth und unsere Freudigkeit zu dem Kampfe, der uns verordnet ist. Oeffne unsere Ohren und Herzen deinem seligmachenden Worte, daß wir durch dasselbe uns belehren, strafen, trösten und stärken lassen, und segne unsere Versammlung mit deiner Gnade, die da mächtig ist, uns zu erbauen und uns zu geben das Erbe sammt allen Geheiligten. Amen. Unser Vater u. s. f. 1* 3 Drittes Gebet vor der Predigt. Erhebet euere Herzen zu Gott und betet: Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen! Die Himmel erzählen deine Ehre und die Veste verkündigt das Werk deiner Hände. Auch wir bringen dir Preis und Anbetung dar, und unsere Lobgesänge steigen zu dir empor. O, daß wir vermöchten, dich würdig zu preisen! Aber du bist heilig, du hast alle Fülle der Voll⸗ kommenheit in dir selbst, und wir sind unvollkommen und unrein. Wir haben gesündigt vor dir und sind nicht werth, deine Kinder zu heißen. Wir demüthigen uns deßhalb vor deiner göttlichen Majestät und bekennen dir unsere Sünden, die wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben. Dir, Allwissender, sind sie alle bekannt, die offenbaren und die geheimen, die wissentlichen und die unwissent⸗ lichen; aber im Vertrauen auf deine große Barmherzigkeit nahen wir uns zu dir und bitten dich: O Gott, sei uns Sündern gnädig; verwirf uns nicht von deinem Angesichte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Reinige unsere Herzen von aller Befleckung; erneuere und heilige unsern Sinn; ziehe unsere Gedanken ab von den irdischen Dingen und weltlichen Sorgen, und mache uns würdig, dir heute und alle Tage zu dienen in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit, damit das Opfer unsers Gebetes und Lobes dir angenehm sei. Unterweise uns in dem Worte der Wahrheit, offenbare uns das Evangelium unsers Heils, daß wir es mit Freuden aufnehmen und in einem guten Herzen bewahren, und laß uns nicht vergeßliche Hörer, sondern fröhliche Thäter des Wortes sein. Blicke gnädig herab auf dein ganzes Volk, das auf den Reichthum deiner Barmherzigkeit wartet. Sei nahe allen, die heute mit uns beten und die dich mit Ernst an⸗ rufen zu aller Zeit und an jedem Orte. Erhöre unsere Bitten und Flehen um Jesu Christi willen, in dessen Namen wir dich anrufen: Unser Vater u. s. w. Erstes Gebet nach der Predigt. Lasset uns Gott anrufen und beten: Ewiger barmherziger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi! In Demuth nahen wir uns deiner Majestät und sagen dir Lob und Dank für die Gnade, die du uns in Jesu Christo erwiesen hast. Für die Adventszeit. Denn da wir verloren waren in unsern Sünden, hast du uns aus großem Erbarmen deinen Sohn gesendet, daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit. O laß uns auch jetzt mit Freuden auf⸗ nehmen die Botschaft: Siehe dein König kommt zu dir! Verleihe uns, daß wir dem Herrn einen Weg bereiten und seine Pfade eben machen. Oeffne die Thüre des Herzens, daß der König der Ehren einziehe und wir Segen empfangen von dem Herrn und Frieden von dem, der da kommt in deinem Namen. Erlöf Sünt nie! und auf i wir Leide barm Aufer und 1 hast Hoffn Erbe aber abster erkent Weser der f bis Zeite Licht deine Erha das en rein guic eine eine Haup Kirch deine⸗ Kraft kündi Seele Völke alleze Zeit Obri anden! Werk r, und n, dich r Voll⸗ unrein. ider zu kajestät n und ekannt,‚ vissent⸗ nahen nädig; eiligen eckung; b von zürdig, it und jenehm ns das n und Hörer, üb auf vartet. nst an⸗ n und rufen: hristi! b und st. u uns rlösete auf⸗ erleihe eben Ehren m von Für die Passionszeit. O lehre uns sein Leiden erkennen und annehmen als die rechte Erlösung, damit wir durch diesen Glauben der Vergebung unserer Sünden und der Versöhnung mit dir versichert werden. Laß es uns nie vergessen, daß er um unserer Uebertretungen willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen wurde. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden werden wir gesund. Laß uns nun auch aus seinem Leiden in allem unserm Leiden Geduld und Trost schöpfen und aus der Fülle deiner Er⸗ barmung nehmen Gnade um Gnade. Für die Osterzeit. Insbesondere danken wir dir für den Segen, welchen du in der Auferstehung deines heiligen und geliebten Sohnes uns erwiesen hast und welchen du uns in dieser Zeit auf's neue vor Augen stellst. Du hast uns durch seine Auferstehung wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung auf ein unvergängliches, unbeflecktes und unverwelkliches Erbe, welches uns im Himmel aufbehalten wird. Du willst uns aber auch Gnade geben, daß wir schon hier mit Christus der Sünde absterben und mit ihm in einem neuen Leben wandeln. O so laß uns erkennen die Kraft seiner Auferstehung und ertödte alles sündliche Wesen in uns, damit wir nicht mehr der Sünde dienen, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist. Für den Reformationssonntag. Auch unter uns hast du deine Kirche gegründet und sie erhalten bis hieher, und dankbar erinnern wir uns heute, wie du in den Zeiten der Reformation durch gläubige und erleuchtete Männer das Licht des Evangeliums wieder auf den Leuchter gestellt und die Kirche deines Sohnes gereinigt hast von Irrthum und Menschensatzung. Erhalte uns das köstliche Erbe evangelischer Wahrheit und Freiheit, das wir empfangen haben, und verleihe, daß wir es unsern Kindern rein und unverletzt bewahren. Setze dein heiliges Erneuerungswerk auch weiter fort unter uns und aller Orten, und führe das Volk eines Eigenthums von allen Irrwegen immer wieder zurück zu dem einen Grunde, der geleget ist in Jesu Christo, dem Herrn und Haupte der Gemeinde. Erhalte und mehre dein Reich und schütze allenthalben deine Kirche. Erleuchte und stärke die Diener deines Wortes, daß sie von deiner ewigen Wahrheit zeugen in Erweisung des Geistes und der Kraft. Laß auch denen, die noch ferne sind, die seligmachende Ver⸗ kündigung deines Wortes zu Theil werden, und bewähre es an den Seelen aller, die es hören, mit reichem Segen. In deinen Schutz befehlen wir unser liebes Vaterland und alle Völker. Gieb, daß Friede und Eintracht walten überall. Thue allezeit deine milde Hand auf, daß du uns Speise gebest zu seiner Zeit und alles, was lebt, sättigest nach deiner Güte. Regiere die Obrigkeiten mit deinem Geiste. Laß unser Volk der Freiheit, die du ihm geschenkt hast, immer würdiger werden, daß keiner sie miß⸗ brauche, sondern wir alle wahrhaft frei werden durch Jesus Christus. Deinen Segen erflehen wir auch für die Schulen, ihre Vorsteher und Lehrer. Erfülle sie mit Weisheit und Liebe, und laß aus ihrer Arbeit Früchte hervorgehen zu deiner Ehre. Segne alle christlichen Haushaltungen. Vereinige die Ehegatten in deiner Liebe und hilf ihnen, daß sie ihre Kinder dir zuführen; den Kindern aber verleihe, daß sie zunehmen wie an Alter so auch an Gnade vor dir und den Menschen. Für die Konfirmationszeit). Sei insbesondere auch mit den Kindern, die jetzt sich vorbe— reiten wollen auf die Erneuerung ihres Taufbundes und den ersten Genuß des heiligen Abendmahles. Laß ihnen diese Zeit eine Zeit der Erweckung werden. Ziehe ihre Herzen zu dir und deinem Sohne und mache sie zu lebendigen Gliedern deines Reiches. Uns allen aber schenke die Gnade, daß wir keinem aus ihnen ein Aergerniß geben, sondern durch Wort und Wandel mithelfen, sie für dich zu gewinnen. Erbarme dich aller bekümmerten Herzen und angefochtenen See— len. Sei du der Vater der Wittwen und Waisen und erwecke ihnen liebreiche und theilnehmende Herzen. Hilf den Armen zu ihrem Unterhalt und mache sie reich im Glauben an dich. Richte die Kranken und Nothleidenden auf, daß sie kein Unglück fürchten, weil du bei ihnen bist und laß es uns alle erfahren, daß du nahe bist denen, die dich in Wahrheit anrufen. Deine Gnade sei mit uns und allen Menschen durch deinen ge⸗ liebten Sohn, unsern Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Erhebet eure Herzen zu Gott und betet mit Andacht: O barmherziger Gott, liebreicher, himmlischer Vater! Wir danken dir von Grund unserer Herzen für alle Güte und Treue, wo⸗ mit du uns erhalten hast bis auf diesen Tag, und für allen Segen, den du uns an Leib und Seele verleihest, voraus aber für die Gnade, daß wir abermals nach deiner Ordnung die vergangene Woche haben arbeiten und unsern zeitlichen Berufsgeschäften nachgehen, und jetzt in deinen Vorhöfen erscheinen und dein seligmachendes Wort anhören können. Segne dasselbe an uns allen, daß es reichliche Früchte bringe der Buße und des Glaubens, des Trostes und der Heiligung. Verleihe uns die Gnade, daß wir diesen Tag, welcher zu deinem Dienste und zu unserer Erbauung bestimmt ist, recht christlich feiern und heiligen, dem Gottesdienst andächtig beiwohnen, und auch bei Hause wie von allen unnöthigen Werken ruhen, so insbesondere vor *) Anmerkung. Diese Kollekte kann während der ganzen Konfirmations⸗ zeit oder auch nur am Anfang und Ende derselben gebraucht, sie kann auch in die andern Nachgebete eingefügt werden. allem gen u gnade ders hast. Staa lieben oben suchen alle 1 und uns Bewa Wasse Hung der 6 Dein Behu alle d wahr Erha Glan dich bedrä dig, heit Lichte lehrer unser Gott, je be den( Kinde Dein Witt gehur kehru alle schme mehr Selig in fe dir g 7 miß⸗ allem eiteln und sündlichen Wesen und Leben uns hüten, und mor⸗ ristus. gen unsere Arbeit in deinem Namen wiederum antreten und deines rsteher gnadenreichen Segens noch ferner genießen mögen. ihrer Nimm in Gnade an unsere Fürbitte für alle Menschen, beson⸗ ders für diejenigen, welchen du die Leitung der Völker anvertraut gatten hast. Wir bitten dich, o Herr aller Herren, für alle Regenten und ühren; Staaten der ganzen Christenheit, voraus für alle Obrigkeiten unsers o auch lieben Vaterlandes. Rüste sie aus mit Weisheit und Kraft von oben herab, daß sie dich wahrhaft fürchten, dein Reich mit Treue suchen und befördern, gut Gericht und Recht halten, und daß wir alle um deinetwillen ihnen treu und gehorsam seien. vorbe⸗ Erhalte uns alle in deinem väterlichen Schutze, in guter Ruhe ersten ö und Wohlstand unsers geliebten Vaterlandes. Wende gnädig von eZeit uns ab alles Uebel, alles Mißtrauen, alle Zwietracht und Untreue. Sohne Bewahre uns vor schwerem Ungemach(vor Krieg, vor Feuer⸗ und allen ö Wassersnoth, vor schädlichem Ungewitter und Erdbeben, vor Theure, gerniß Hunger und schweren Krankheiten). Behüte und segne die Früchte ich zu der Erde und schenke dazu fruchtbare Witterung. O Herr, o heiliger Gott! Heilige uns alle in deiner Wahrheit. Deine väterliche Obsorge walte über der ganzen christlichen Kirche. u See⸗ Behüte uns vor falscher Lehre, vor Sekten und Trennungen; laß ihnen alle die, welche noch in Unwissenheit und Irrthum wandeln, zum ihrem wahren Glauben gebracht werden. Laß dir empfohlen sein die fernere te die Erhaltung und Fortpflanzung deiner Kirche aller Orten und laß den „weil Glanz deines Evangeliums über alles Erdreich leuchten. Erbarme he bist dich aller derer, die um deines heiligen Wortes willen geängstigt und bedrängt werden. Tröste und stärke sie im Glauben, damit sie freu⸗ en ge⸗ ö dig, fest und beständig in dem Bekenntniß der evangelischen Wahr⸗ nen. ö heit bis ans Ende verharren. Wir bitten dich, o du Vater des Lichtes, du wollest die Diener deiner Kirchen und Schulen noch weiter lehren, trösten und schirmen, auch durch dein Wort und deinen Geist unsere Gemüther also erleuchten, daß wir dich, den einigen wahren 9— Gott, und den, welchen du gesendet hast, Jesus Christus, je länger Wir ö je besser erkennen. 246 0 ö Segne, o Gott, unser Vater, den christlichen Hausstand. Gieb den Eltern die Gnade, die Kinder zu erziehen in deiner Furcht, den 5nade, Kindern aber gieb Gehorsam und Liebe zu dir und ihren Eltern. haben ö Dein Geist unterweise sie und mache sie zu deinen Kindern und Erben. d jetzt Erbarme dich aller Armen und Bekümmerten, aller betrübten ihören Wittwen und Waisen. Erbarme dich auch derer, die um ihrer Ver⸗ bringe gehungen willen Strafe leiden, und hilf ihnen zu der Buße und Be⸗ ö kehrung, die den Weg zu deiner Gnade bahnet. Tröste und erquicke emnem alle Kranken und Angefochtenen; stärke und erfreue sie in ihren feiern schmerzlichen und angsthaften Stunden. Erhalte ihren Glauben und ch bei mehre in ihnen die lebendige Hoffnung deiner Liebe und der ewigen e vor Seligkeit. In allen Nöthen und Trübsalen erhalte sie und uns alle in festem Glauben, lebendiger Hoffnung und standhafter Geduld, an dir getreu zu verbleiben bis in den Tod. Wirke in uns allezeit gottselige, gute und reine Gedanken. Ent⸗ ations⸗ in die zünde uns zu wahrer inbrünstiger Liebe. Schaffe in uns, daß wir gegen alle Menschen aufrichtig, friedsam und dienstfertig seien, auch gegen die Armen, fremden und einheimischen, des Mitleidens und Wohlthuns niemals vergessen, und also auf den künftigen Richter alles Fleisches in wahrer Gottseligkeit, in steter Nüchternheit, in rechtem Wachen und Beten alle Augenblicke bereit erfunden werden, und endlich eingehen mögen zu deinem himmlischen und ewigen Sabbath. Amen. Drittes Gebet nach der Predigt. Lasset uns nochmals unsere Herzen zu Gott erheben und sprechen: Barmherziger Gott, liebreicher himmlischer Vater! Wir danken dir für alle Güte und Treue, mit der du uns bis auf diesen Tag erhalten und gesegnet hast an Leib und Seele, vor allem aber für die Gnade und Barmherzigkeit, die du uns in Jesus Christus er⸗ wiesen und auch heute wieder hast verkündigen lassen. Dafür lobe dich unser Herz und Mund, und alles, was in uns ist, preise deinen heiligen Namen! Laß dir, o Herr, dieß unser Lob⸗ und Dankopfer in Gnaden gefallen! Wir bitten dich von Herzen, segne das angehörte Wort an uns allen, daß es Früchte bringe der Buße und des Glaubens, des Tro⸗ stes und der Heiligung. Laß uns diesen heutigen Tag zu deines Namens Ehre und zur Erbauung unserer Seelen christlich feiern, da⸗ mit wir morgen wieder neugestärkt und fröhlich ein jedes an sein Tagewerk gehen mögen. Bewahre uns vor schwerem Ungemach(vor Krieg, vor Feuer— und Wassersnoth, vor schädlichem Ungewitter und Erdbeben, vor Theure, Hunger und schweren Krankheiten). Behüte die Früchte der Erde und schenke dazu fruchtbare Witterung. Wir empfehlen deiner gnädigen Obhut alle Völker, insbesondere unser liebes Vaterland. Erhalte ihm Frieden und Freiheit, rüste die Obrigkeit unseres Landes aus mit deines Geistes Licht und Kraft, daß sie ihres Amtes treu und redlich warte zu deiner Ehre und zum gemeinen Besten. Wende gnädig ab alles Mißtrauen und alle Zwie⸗ tracht, damit wir, den Gesetzen und Ordnungen des Landes gehor⸗ sam, ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Mehre, o Herr, dein Reich bei uns und aller Orten, und laß den Glanz deines Evangeliums über alles Erdreich leuchten. Walte mit deinem Segen über unsern Kirchen und Schulen. Erfülle die Lehrer und Vorsteher derselben mit Weisheit und Treue, und gieb Gedeihen zu ihrer Arbeit. Segne den Hausstand mit allem, was zum Leben und zur Gott⸗ seligkeit dienet. Hilf den Eltern, ihre Kinder in deiner Furcht und Erkenntniß erziehen, und schenke den Kindern gehorsame und dank⸗ bare Herzen. Schirme alle Verlassenen, Wittwen und Waisen, und höre das Seufzen aller Kranken und Elenden. Den Betrübten schenke deinen Trost, und d 6 uns ewiger Jesus dich fi aber leuchte Christ kündir wir e⸗ harrli das 2 Lichte und z ten un herrli Va ter du m uns a gewiss sonder Wohl Aufri deihen die W daß si ten; d und l uns d thätig 0 Betrü die J. und versor willst, mit L alle 2 0 des T wirst, 9 iß wir Trost, und allen angefochtenen Seelen sei du ein Fels des Glaubens „auch und der Hoffnung. 3und Erlöse die Sterbenden, die um ein seliges Ende flehen, und hilf Richter uns allen durch den Kampf des zeitlichen Lebens hindurch zum it, in ewigen Leben in deinem himmlischen Reiche, durch unsern Herrn derden, Jesus Christus. Amen. ewigen ‚ Viertes Gebet nach der Predigt. Herr unser Gott, himmlischer Vater! Wir loben und preisen dich für alle Gutthaten, mit denen du uns täglich erfreuest, vor allem aber dafür, daß du auch über uns das helle Licht des Evangeliums rechen: leuchten lässest, das uns aufgegangen ist in deinem Sohne Jesus danken Christus. Auch heute hast du uns dein seligmachendes Wort ver⸗ Tag kündigen lassen. O lege deinen Segen auf dasselbe; hilf uns, daß er für wir es in einem guten Herzen bewahren und Frucht bringen in Be⸗ us er⸗ ö harrlichkeit, denn du bist es, der in uns beides wirkt, das Wollen und rlobe ö das Vollbringen nach deinem Wohlgefallen. Vertreibe mit deinem deinen Lichte aus unsern Herzen alle Finsterniß, erfülle uns mit deiner Liebe, kopfer und zeige uns den Weg deiner Gebote, daß wir sie bis ans Ende hal⸗ ten und nur darauf sinnen, dir zu dienen und deinen Namen zu ver⸗ n uns herrlichen auf Erden. Tro⸗ O Herr, du gnädiger Gott! Schütze und schirme unser ganzes deines Vaterland. Erhalte ihm den werthen Frieden. Sei mit uns, wie n, da⸗ du mit unsern Vätern gewesen bist, und ziehe deine Hand nicht von sein uns ab. Schenke dem Vaterlande und allen Gemeinden fromme und gewissenhafte Vorsteher und Führer, die nicht ihre eigene Sache, Feuer⸗ sondern deine Ehre suchen, und verleihe uns, daß wir allesammt das „vor Wohl des Landes und der Gemeinde fördern helfen in Treue und te der Aufrichtigkeit. Segne einen jeden in seinem Stand und Beruf und gieb Ge⸗ Indere deihen zu der Arbeit unserer Hände. Hilf den Dienern deines Wortes ste die die Wahrheit freimüthig bezeugen. Stärke alle Eltern und Lehrer, Traft, daß sie die Kinder auf den Weg der Wahrheit und des Lebens lei⸗ zum ten; den Kindern aber gieb den Geist des Gehorsams und der Zucht Zwie⸗ und laß sie aufwachsen als deine Kinder. zehor— Schenke uns allen, was zur Nothdurft des Lebens dient, laß igkeit uns deine Gaben mit herzlicher Dankbarkeit genießen und der Wohl— thätigkeit und der Gemeinschaft nicht vergessen. d laß Stehe einem jeden bei in allen seinen Anliegen. Tröste alle Walte Betrübten, stärke die Schwachen, hilf den Gefallenen auf, und bringe e die die Irrenden und Verführten wieder zurecht. Erquicke die Kranken gieb und sei du ihr Trost und ihre Hülfe. Ernähre die Armen, und versorge die Wittwen und Waisen. Wenn du uns Freude schenken Gott⸗ willst, so laß uns fröhlich sein in dir, und wenn du uns heimsuchst und ö mit Leiden, so mache uns dessen gewiß, daß denen, die dich lieben, dank⸗ alle Dinge zum Guten mitwirken müssen. Sei mit deiner Gnade bei denen, die durch das dunkle Thal das des Todes gehen, und wenn du einst auch uns diesen Weg führen einen wirst, so erlöse uns von allen Schrecken des Todes und des Gerichtes und laß uns in deinem Frieden hinübergehen in die ewigen Hütten wo wir daheim sein werden bei dir. Amen. Schlußform. Lasset euch die Armen in euerem Almosen um Gottes willen an⸗ befohlen sein. Bittet Gott jederzeit für einander, bittet Gott für mich, das will ich auch thun für euch. Segensspruch. Der Herr segne euch und behüte euch; der Herr lasse sein An⸗ gesicht über euch leuchten und sei euch gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht über euch und gebe euch seinen Frieden! Amen. Oder: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen. 2 Kinderlehrgebete. Vor der Kinderlehre. 2 Gnade sei mit uns und Friede von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen. Andächtige in Gott! Lasset uns Gott anrufen und sprechen: O barmherziger Gott, himmlischer Vater! Wir bitten dich, du wollest durch Christus, der da ist das wahre Licht der ganzen Welt, unsere Gemüther aufschließen und erleuchten, daß wir dein Wort lauter und rein verstehen und unser ganzes Leben darnach einrichten, damit wir deiner hohen Majestät nirgends mißfallen, durch unsern Herrn und Heiland Jesus Christus, welcher uns also gelehret hat beten: Unser Vater u. s. f. Gott der Herr verleihe uns abermal seine Gnade, daß wir alle durch sein heiliges Wort in der seligmachenden Erkenntniß zunehmen, alle in wahrem Glauben und allem Guten durch die Kraft des hei⸗ ligen Geistes gestärkt, zu der himmlischen Wahrheit gelangen, und darin bis an unser Ende erhalten werden. Amen. 2 Erhebet eure Herzen zu Gott und betet: Barmherziger, treuer Gott und Vater! Du hast aus lauter Gnade uns den Weg zur Seligkeit geoffenbaret in deinem lieben Sohne Jesus Christus, und willst, daß Eltern und Lehrer die Kin⸗ der dem Heilande zuführen, damit sie in seinem Evangelium unter⸗ wiesen und dir zum Lobe erzogen werden. Darum bitten wir dich herzlich: Gieb uns allen(ung und alt), die wir hier in deinem Hause versammelt sind, deinen heiligen und guten Geist, der uns er⸗ leuchte und unterweise, daß wir dich und den du gesendet hast, Jesus Christus, immer völliger erkennen und herzlicher lieben. Erwecke du selbst in uns die rechte Andacht und bewahre Sinnen und Gedanken vor Zerstreuung. Oeffne das Auge unseres Geistes für die Offenbarungen deiner Weisheit und Güte, deiner Gerechtig⸗ der du und a⸗ Herzen Sohn es ihn sind w führt bitten gnaden daß w lernen offenbe Glaub dir ge dich a U * deiner und le Sohn die Ki ist das serer mit al ewigen X zen ur Kraft Erkenn christli horsan je inn wendie stärker Hütten, len an⸗ ott für in An⸗ be sein „ und en. er und hen: ich, du Welt, Wort ichten, unsern beten: ir alle ehmen, s hei⸗ „und lauter lieben Kin⸗ unter⸗ r dich heinem ns er⸗ Jesus zinnen Beistes echtig⸗ 11 keit und Gnade. Gieb, daß wir das Wort des Lebens recht zu Herzen fassen. Erfülle uns mit wahrer Heilsbegierde, daß wir auch in dieser Stunde zunehmen in der Erkenntniß deines heiligen Willens und in deiner Gnade befestiget werden, durch unsern Herrn und Hei⸗ land Jesus Christus, der uns gelehret hat dich also anrufen: Unser Vater u. s. f. 3. Lasset uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott, barmherzig und von großer Güte, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden! Es ist dein heiliger Wille, daß wir dein Wort zu Herzen nehmen und uns einprägen sollen von Jugend auf, und dein Sohn ruft uns zu: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Siehe, hier sind wir in deinem heiligen Namen versammelt, damit sie dir zuge⸗ führt und in deinem seligmachenden Worte unterwiesen werden. Wir bitten dich deßwegen, gütiger Gott und Vater, erfülle an uns deine gnadenreiche Verheißung und verleihe uns allen deinen heiligen Geist, daß wir erleuchtet werden in deiner Erkenntniß, zu lehren und zu lernen das Wort des Lebens, das du uns in Jesus Christus ge— offenbaret hast. Gieb, daß wir von Tag zu Tag zunehmen im Glauben und in der Liebe, und mache uns tüchtig, zu thun, was dir gefällt durch Jesus Christus unsern Herrn, in dessen Namen wir dich anrufen: Unser Vater u. s. f. Nach der Kinderlehre. 1. Lasset uns Gott anrufen und sprechen: Barmherziger Gott, himmlischer Vater! Du bereitest dir nach deiner ewigen Weisheit dein Lob aus dem Munde der Unmündigen und lehrest die Unverständigen Weisheit. Da nun dein eingeborner Sohn, unser Herr Jesus Christus, ausdrücklich geboten hat: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht, denn ihrer ist das Reich der Himmel; so danken wir dir alle von Grund un⸗ serer Herzen, daß wir dir von früher Jugend an zugeführt werden mit aller Treue, und du uns also offenbarest die Geheimnisse deines ewigen Reiches, an welchem hängt alle unsere Wohlfahrt und Seligkeit. Wir bitten dich, o getreuer Gott und Vater, von ganzem Her— zen um die große Gnade, daß wir alle von Tag zu Tag durch die Kraft des heiligen Geistes zunehmen am rechten Verstand, an der Erkenntniß deines seligmachenden und göttlichen Wortes, an allen christlichen Tugenden, an Weisheit und Liebe, an Demuth und Ge⸗ horsam. Lehre uns täglich durch deines Geistes Trieb dich je länger je inniger lieben, fürchten, ehren und preisen, und an unserm in⸗ wendigen Menschen in wahrem Glauben und fester Hoffnung immer stärker und eifriger werden, den Weg deiner Gebote zu wandeln. Gieb, daß wir unter dem Schutze deines allmächtigen Armes genießen mögen des werthen Friedens in unserm Vaterlande, zu seiner Zeit aber aufgenommen werden in dein himmlisches und ewiges Reich. Um alle diese Gnaden bitten wir dich im Namen unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi, welchem sammt dir und dem heiligen Geiste sei Lob, Ehre und Dank von nun an und in alle Ewigkeit. Amen. 2 Erhebet euere Herzen zu Gott und betet: Lieber, himmlischer Vater! Wir danken dir für alle deine Güte und Gnade, insbesondere aber für dein heiliges Wort, aus dem wir jetzt unterwiesen worden sind zum ewigen Leben. Gieb, daß wir es treu bewahren in unseren Herzen, und von ihm uns leiten lassen auf allen unsern Wegen. Schenke allen Eltern und Lehrern die Gnade, die Jugend mit treuer Liebe nach deinem Willen zu erziehen, und behüte die Kinder, daß sie nicht in Leichtsinn und eitler Zerstreuung deiner vergessen, sondern ihres Schöpfers eingedenk seien in ihrer Jugend und fleißig, dein Wort zu hören und auf deine Wege zu merken. Ja gieb, daß wir alle nicht blos zunehmen an Alter, sondern auch an Glauben und Liebe, in der Erkenntniß und in der Heiligung. Laß uns immer mehr deine Kinder werden in Ehrfurcht und Vertrauen, in Demuth und willigem Gehorsam, daß wir auch als Erben eingehen in dein himmlisches Reich, zu welchem du uns berufen hast durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen. 3. Lasset uns beten: Lieber, himmlischer Vater! Wir danken dir von Herzen für die unzähligen Wohlthaten, die du uns täglich erzeigest, vor allem aber für dein heiliges Wort, aus welchem wir alle(jung und alt) die Weisheit lernen, die zum Leben führt. O Herr, entziehe uns diese deine Gnade nicht, und behüte uns, daß wir sie nicht in Leichtsinn gering achten oder durch muthwillige Sünden verscherzen. Schenke uns vielmehr den rechten Kindersinn, daß wir immerdar aus deinem Worte zu lernen begehren. Verleihe uns aber auch, daß wir bleiben in dem, was wir gelernt haben, und mache durch die Kraft deines heiligen Geistes dein Wort recht wirksam in unsern Herzen, daß wir Früchte bringen dreißig⸗, sechzig⸗ und hundertfältig, ein jedes, wie du ihm die Gaben verliehen hast. Gieb allen Vätern und Müttern die rechte Liebe und Treue, daß sie ihre Kinder dir zuführen, und ziehe du selbst die Herzen der Kinder, daß sie zu dir kommen und bei dir bleiben. Heilige uns alle je mehr und mehr zum Volke deines Eigen⸗ thums, und erfülle an uns deine Verheißung, daß dein Wort und Geist nicht von uns weichen sollen noch von unsern Kindern in Ewig⸗ keit. Alle diese Gnaden verleihe uns, barmherziger Gott und Vater, durch Jesus Christus. Amen. spreche 2 jetzt u danken anged wir u mens, (und nimm deines Früch heben um J Gebet Erken wird Herze und L Wille Sei de uns di flehen und 6 13 enießen Gebete für den Nachmittagsgottesdienst. eic Erstes Gebet vor der Predigt. rn und Andächtige in Gott! Lasset uns Gott ernstlich anrufen und Geiste sprechen: Amen. Barmherziger Gott, liebreicher himmlischer Vater! Wir sind jetzt wiederum vor deinem heiligen Angesichte versammelt, dir zu danken für den Segen, welchen du uns heute in deinem Hause hast angedeihen lassen. Wir bitten dich, laß die guten Rührungen, welche e Güte wir unter dem Gesange und der Lobpreisung deines heiligen Na— em wir mens, wie auch unter dem Gebete und beim Anhören deines Wortes wir es(und beim Genusse des heiligen Abendmahles) empfunden haben, lassen nimmermehr in uns erstickt werden. Segne den ausgestreuten Samen deines Wortes und laß denselben dreißig⸗, sechzig- und hundertfältige nd mit Früchte bringen, die in das ewige Leben bleiben. Kinder, ö Wir sind aber auch hier, dich zu erflehen, daß du dir das Er— rgessen, heben unserer Herzen und Hände als ein Abendopfer in Gnaden und fleißig, um Jesu Christi willen wollest gefallen lassen. Erhöre diese unsere b, daß Gebete und Gesänge. Verleihe uns den Geist der Andacht und der lauben ö Erkenntniß, und gieb dem Worte, welches uns in deinem Namen immer wird verkündigt werden, Kraft und Nachdruck, damit wir in unsern demuth Herzen erfahren, daß es nicht ein bloßer Buchstabe, sondern Geist in dein und Leben sei. Gieb, daß unser Verstand dadurch erleuchtet, unser deinen ö Wille zum Guten gestärkt, unser Herz und Wandel geheiligt werde. nen. Sei deßwegen mitten unter uns in diesem deinem Heiligthum, und laß uns die seligmachende Wirkung deines guten und heiligen Geistes erfahren. Erhöre uns, o treuer, liebreicher, himmlischer Vater! Wir flehen dich an um alle diese Gnaden in dem Namen unsers Herrn für die ö und Heilandes Jesu Christi, der uns also gelehret hat beten: h die ö Unser Vater u. s. f. ie Wthun Zweites Gebet vor der Predigt. Schenke Herr unser Gott, liebreicher Vater in Christo! Wir sagen dir deinem Dank für alle deine Gaben und Gnaden, mit denen du uns gesegnet bleiben hast an Leib und Seele. Vor allem aber danken wir dir, daß du deines in deinem Sohne auch uns zu deinen Kindern berufen hast und daß aß wir du diese Berufung stets neu uns verkündigen lässest. 5, wie O Herr, wir sind nicht werth aller Barmherzigkeit und Treue, die du uns erzeigt hast; denn wir haben vielfach wider dich gesün⸗ Treue, digt und gethan, was böse ist in deinen Augen. Sei uns aber jen der gnädig nach deiner Güte, verwirf uns nicht von deinem Angesicht, ů ö und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Eigen⸗ Siehe, wir sind(in dieser Abendstunde) wieder vor dir versam⸗ rt und ö melt zu Lobpreisung und Gebet und zur Betrachtung deines heiligen Ewig⸗ Wortes. Neige dich in Gnaden zu uns hernieder. Nimm an unser Vater, Lob, und hilf uns, dich immer würdiger verehren. Höre auf unser Gebet und heilige uns durch deinen Geist, daß wir nur begehren, was deinem Willen gemäß ist und zu unserm wahren Heile dient. Erleuchte, stärke und tröste unsere Seelen durch dein Wort, das Wort der Wahrheit und des Friedens. Ziehe uns durch dasselbe zu dir und zu deinem Sohne Jesus Christus, und verleihe, daß wir treulich beharren in der Gemeinschaft deines Reiches. Amen. Unser Vater u. s. f. Erstes Gebet nach der Predigt. Lasset uns unsere Sünden bekennen und die Barmherzigkeit Gottes erflehen: Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Wir haben schwer wider dich gesündigt und sind nicht würdig, daß wir deine Kinder genannt werden. Sei uns aber gnädig durch Jesus Christus, deinen geliebten Sohn, unsern Herrn und Heiland. Amen. Lasset uns Gott weiter anrufen und sprechen: Herr, allmächtiger Gott, liebreicher, himmlischer Vater! Wir danken dir von Grund unserer Herzen für alle geistlichen und leib⸗ lichen Wohlthaten, die du uns täglich erweisest, besonders für dein heiliges Wort, welches du uns heute hast verkündigen lassen. Mache dasselbe kräftig an unsern Seelen zu deinem Preis und zu unserm Heil, und schenke uns den Beistand deines heiligen Geistes, unserm Berufe gemäß zu wandeln, damit deine Ehre und dein heiliger Name um unserer Sünden willen nirgends geschmähet werde. Stärke die Diener deiner Kirche, daß sie dein Wort mit Treue und vielfältigem Segen deinem Volke predigen. Laß dir ferner empfohlen sein das Anliegen deiner Kirche aller Orten und derselben weitere Erhaltung und Fortpflanzung. Komm ihr zu Hülfe und bewahre sie vor Irrthum und Trennung, vor aller Verfolgung, Noth und Drangsal. Tröste und stärke die um ihres Glaubens willen Bedrängten, daß sie fest in dem Bekenntniß der evangelischen Wahr⸗— heit bis ans Ende verharren. Befördere die Vereinigung aller christ⸗ lichen Gemeinden und Herzen. Herr, wir empfehlen deiner väterlichen Barmherzigkeit unser liebes Vaterland. Schenke demselben beständigen Frieden, Ruhe und Wohlstand. Erhalte unsere Obrigkeit, daß sie regiere mit Weisheit und Gerechtigkeit, und nichts anderes zum Ziele habe, als die Ehre deines heiligen Namens und den Wohlstand des gemeinen Wesens. Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes! Wir bitten dich für alle betrübten und angefochtenen Menschen. Tröste sie in ihren Anfechtungen, mildere ihre Beschwerden und Schmerzen. Stärke ihren Glauben und befestige in ihnen die Hoffnung der ewigen Seligkeit. Bewahre uns endlich, o Herr, daß wir die noch übrige Zeit dieses heiligen Tages nicht mit unnöthigen Arbeiten und sündlichem Treiben entweihen. Laß uns dieselbe vielmehr mit Betrachtung deines Wortes und frommen Uebungen der Gottseligkeit und christ⸗ licher Liebe, mit weisem und mäßigem Genusse deiner mannigfaltigen Wohlthaten, auf unschuldige und dir wohlgefällige Weise zubringen und vollenden, durch Jesus Christus, unsern Herrn und Heiland. Amen. den R hast. des V Liebe, und uy dich u gegebe Gnad Friede und 2 berufe zu ve⸗ ein X alle X segne beselig stand redlich den K dem stärke irrten dein 2 den d erschei und 1 bußfe durch heilig keit d frei. allem Licht dein recht Hörer unser Ehre Wort zu dir reulich zigkeit wider enannt liebten Wir d leib⸗ r dein Mache inserm inserm Name Treue ferner selben e und Noth willen Wahr⸗ christ⸗ unser e und isheit Ehre zesens. bitten sie in Stärke igkeit. Zeit lichem htung christ⸗ ltigen ingen Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Lasset uns beten: Wir danken dir, o Gott, von ganzem Herzen, daß du uns heute den Reichthum deiner Gnade und Wahrheit wiederum kund gethan hast. Bewahre du selbst, was dein Geist durch dein lebendigmachen⸗ des Wort in uns gepflanzet hat. Erwecke uns täglich zu deiner Liebe, damit wir nicht anders zu leben begehren, als nur in dir, und was wir noch leben im Fleisch, allein leben im Glauben an dich und deinen Sohn, der uns geliebet und sich selbst für uns hin— gegeben hat. Wir anbefehlen uns auf's neue der Leitung deiner Gnade. Wirke in uns die Früchte des Glaubens: Gerechtigkeit, Frieden und Freude im heiligen Geiste. Gieb, daß wir alles Irdische und Vergängliche gering achten gegen das Ewige, zu dem du uns berufen hast. Stärke uns, in all unserm Bedürfen kindlich auf dich zu vertrauen, der du groß bist von Rath und mächtig von That, ein Vater voll Erbarmen. Deiner väterlichen Huld befehlen wir alle Völker und vornehmlich unser liebes Vaterland. Schütze und segne deine Kirche und leite auch die, welche noch ferne sind, zu deiner beseligenden Erkenntniß. Blicke in Gnaden herab auf den Haus⸗ stand und auf die Erziehung der Kinder. Heilige und segne die redliche Arbeit in jedem Stand und Beruf. Hilf, allmächtiger Vater, den Kranken und Nothleidenden, den Wittwen und Waisen. Steure dem Aergerniß und der Verführung. Tröste die Kleinmüthigen, stärke die Wankenden, richte auf die Gefallenen und bekehre die Ver⸗ irrten. Erweise deine Kraft mächtig in uns Schwachen. Laß leuchten dein Angesicht über uns und führe uns alle zu deinem ewigen Frie— den durch Jesus Christus, unsern Heiland. Amen. Wochengebete. Gebet vor der Wochenpredigt. Lasset uns Gott ernstlich anrufen und sprechen: O barmherziger Gott, himmlischer Vater! Wir arme Sünder erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, uns vor dir zu demüthigen und deine Gnade und Erbarmung mit inbrünstigem Verlangen und bußfertigem Herzen zu suchen. Verzeihe, gütigster Vater, verzeihe uns durch Jesus Christus alle unsere Sünden, wodurch wir dein ernstes heiliges Mißfallen uns zugezogen haben. Sprich uns um der Gerechtig⸗ keit dieses unsers Mittlers willen von aller Schuld und Strafe derselben frei. Heilige uns hingegen durch deinen Geist, und bereite uns zu allem guten Werke, deinen Willen immer vollkommener zu erfüllen. Wir bitten dich, du wollest durch Christus, der da ist das wahre Licht der ganzen Welt, unsere Gemüther also erleuchten, daß wir dein Wort, welches uns in dieser Stunde wird gepredigt werden, recht verstehen und wohl zu Herzen fassen. Laß uns nicht allein Hörer, sondern auch Thäter desselben sein, und mache es kräftig an unsern Seelen, so daß es uns in alle Wahrheit und Tugend leite, zur Ehre deines Namens und zu unserm zeitlichen und ewigen Heile. Amen. Unser Vater u. s. f. Gebet nach der Wochenpredigt. Erhebet euere Herzen zu Gott und betet mit Andacht: O barmherziger Gott, himmlischer Vater! Wir sagen dir von Herzen Lob und Dank für alle geistlichen und leiblichen Wohlthaten, welche du uns alle Zeit bescherest, insbesondere aber auch dafür, daß wir dein heiliges und ewiges Wort so vielfältig vernehmen, und also der Weg zu deiner seligen Gemeinschaft uns so treulich ge⸗ zeigt wird. Verleihe den Dienern deines Evangeliums die Gnade, daß sie das Wort der Wahrheit lauter und unverfälscht predigen, in ihrem Amte treu und unermüdet seien, auch der Gemeinde mit einem guten und erbaulichen Beispiel vorangehen mögen. Schenke aber auch uns allen die Gnade, das uns in dieser Stunde gepredigte Wort mit Glauben anzunehmen und es tief in unsere Seelen zu legen, damit wir dadurch im Glauben gestärkt und zu einem dir wohlgefälligen Leben ermuntert werden. O Herr, wir bitten dich auch für alle Obrigkeiten unsers Lan⸗ des. Schenke ihnen die nöthige Weisheit und Treue, daß sie ihrem Amte in allen Dingen ein Genüge leisten, gutes Gericht und Recht halten, die Unschuld und Gerechtigkeit beschirmen, das Unrecht und Laster dagegen, wie es sich gebührt, bestrafen mögen. Schütze und mehre die Wohlfahrt deiner Kirche aller Orten, schenke gesegnete Er⸗ haltung unserm lieben Vaterlande, und verleihe uns alles das, was einem jeden aus uns insbesondere nach Seele und Leib angelegen ist. Erbarme dich der Noth und des Elendes aller Armen und Kranken, aller Angefochtenen und Betrübten, und lindere die Drangsale derer, die um des Bekenntnisses der Wahrheit willen verfolgt werden. Endlich erflehen wir dich, gütiger Vater, daß du alle schweren Heimsuchungen gnädig von uns abwendest. Nimm uns hingegen in deinen mächtigen Schutz, segne uns auch fürderhin mit deiner Gnade, und laß uns zuletzt das Ende unsers Glaubens, die Selig⸗ keit unserer Seelen davon tragen, durch unsern Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen. Unser Vater u. s. f. Gebet vor der Predigt am Samstag Abend. Andächtige in Gott! Lasset uns Gott ernstlich anrufen und sprechen: Wir preisen dich, o Herr, daß deine allmächtige Hand uns in der vergangenen Woche vor Uebel gnädig bewahret hat. Wie theuer ist deine Güte, o Gott, daß die Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel sicher ruhen. Alle Tage ist deine Güte über uns neu, deine Treue ist unaussprechlich groß. Erwecke durch deinen heiligen Geist in der gegenwärtigen Stunde die Gesinnungen in uns, die dir wohlgefallen. Entzünde in uns eine lebendige Sehnsucht nach deiner Gnade. Stärke uns im gläu⸗ bigen Vertrauen auf dich und auf Jesus Christus, den du gesendet hast, uns mit dir zu versöhnen. Heilige unsere Herzen, daß wir seinem sei da an ur dem g und z des er Jesu großer verzeil dafür, dacht cherlei deinen gnädig wohne herzigt alle he sündig thaten deiner aberm gieb, d lLen. irdische allein Pilger salen lich er wohle Gottes bleibe. leben und H V E zu eine Abende 9 ir von thaten, dafür, ehmen, lich ge⸗ daß sie ihrem guten ch uns t mit damit älligen 3 Lan⸗ ihrem Recht jt und ze und te Er⸗ „ was zen ist. anken, derer, n. jweren ngegen deiner Selig⸗ eiland RNNNRRRRRRRRRRRR 17 seinem Vorbilde immer ähnlicher werden. Dein theures Evangelium sei das Licht auf unserm Wege und beweise sich lebendig und kräftig an unsern Seelen; es sei ein Trost dem zerschlagenen Herzen und dem gedemüthigten Geiste, es reinige und heilige uns zum Gehorsam und zur völligen Hingebung an dich und zur freudigen Hoffnung des ewigen Lebens. Erhöre uns, o gnädiger Gott und Vater, um deines Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Unser Vater u. s. f. Gebet nach der Predigt am Samstag Abend. Herr, Herr Gott, gnädig und barmherzig, langmüthig und von großer Güte und Treue, der du bereitest Gnade in Ewigkeit und verzeihest Uebertretung und Missethat, wir sagen dir Lob und Dank dafür, daß du so gnädig und treu bis auf diese Stunde unser ge⸗ dacht hast. Du hast unser Leben bewahret und geschmückt mit man⸗ cherlei Gütern, und auch in Leiden und Anfechtungen hast du uns deinen Beistand und Trost nicht entzogen. Unser Vaterland hast du gnädig behütet, und die Segnungen deiner Kirche reichlich unter uns wohnen lassen. Ach Herr, wir sind viel zu gering aller dieser Barm⸗ herzigkeit und Treue, die du täglich an uns erweisest. Denn wir alle haben auch in dieser vergangenen Woche vielfach wider dich ge⸗ sündigt. O gieb doch, himmlischer Vater, daß wir deine Wohl⸗ thaten immer dankbarer erkennen und uns durch den Reichthum deiner Güte und Langmuth zur Buße leiten lassen. Und da morgen abermal sein wird der Sabbath, der Tag der heiligen Ruhe, so gieb, daß er uns diene zur Sammlung und Stärkung unserer See⸗ len. Regiere uns in der kommenden Woche und in unserm ganzen irdischen Laufe durch deinen heiligen Geist, daß wir alle Sorgen allein auf dich, unsern Vater, werfen, dir allein vertrauen, in unserm Pilgerlaufe getreulich deine Wege wandeln und auch in den Müh⸗ salen und Leiden dieses zeitlichen Lebens uns in deinen Willen kind— lich ergeben. Laß uns alle das Tagewerk, wozu du einen jeden berufen hast, wohl vollenden, und da noch eine Ruhe vorhanden ist für das Volk Gottes, so gieb, daß wir alle dahin eingehen und keines zurück bleibe. Ziehe uns alle zu dir, daß wir dein seien und bleiben, wir leben oder wir sterben, um Jesu Christi, unsers einigen Mittlers und Heilandes willen. Amen. Festgebete. Vorbereitungsgebete auf die Kommunionstage nach der Predigt. 1. Erhebet euere Herzen zu Gott und betet um Gnade und Geist zu einer heiligen Vorbereitung und würdigem Genusse des heiligen Abendmahls mit Glauben und Andacht also: ö ö Herr, allmächtiger Gott, gnädiger und liebevoller Vater in Vor dem h. Weihnachtsfeste. Wir danken dir von Grund unserer Herzen, daß wir über die bevorstehende heilige Weihnacht andächtig und gläubig miteinander betrachten können das große Geheimniß der Gottseligkeit in der Sendung deines eingebornen und geliebten Sohnes. Vor der Charwoche und dem h. Osterfeste. Wir danken dir von Grund unserer Herzen, daß wir uns nicht allein in dieser heiligen Woche wiederum dankbar erinnern können an die Hingebung deines geliebten Sohnes in den Tod, sondern auch über das bevorstehende heilige Osterfest uns freuen dürfen des Sieges, den unser Herr und Heiland über Tod und Grab errungen, daß er Leben und Unsterblichkeit hervor an das Licht gebracht hat für alle, die an ihn glauben. Vor dem h. Pfingstfeste. Wir danken dir von Grund unserer Herzen, daß wir über das bevorstehende heilige Pfingstfest andächtig und gläubig mit einander betrachten können die gnadenreiche Ausgießung des heiligen Geistes über die Apostel und über alle, die durch ihr Wort an dich glauben. Vor dem Bettage. Wir danken dir von Grund unserer Herzen, daß wir über den bevorstehenden Dank-, Buß- und Bettag dem Throne deiner Gnade nahen, uns vor dir demüthigen, unsere Sünden bekennen, deine väterliche Erbarmung anrufen und für alle deine gnadenvollen Füh⸗ rungen und Bewahrungen dir danken dürfen. Barmherziger Vater! Wie groß ist deine Güte gegen uns, daß du deinen eingebornen Sohn dahingegeben hast, uns zu erlösen, und uns heute wiederum zu dem heiligen Abendmahl einladest, um den Bund deiner Gnade zu erneuern in der seligen Gemeinschaft mit ihm, unserm Erlöser. Wir bekennen es, o gnädiger Gott, daß wir durch mancherlei Sünden abgewichen sind von dem herligen Bunde, zu welchem du uns in Christo berufen hast. Wir empfinden es tief in unsern See⸗ len, daß wir der Reinigung von unsern Sünden und der Kraft deines heiligen Geistes zu einem neuen Leben bedürfen, um wahre Gemeinschaft zu haben mit dir und deinem hochgelobten Sohne. Von Grund unserer Herzen bitten wir dich, o Gott, daß du dich unser erbarmest und uns arme Sünder, die wir aus uns selbst zu dieser heiligen Handlung untüchtig sind, heiligen mögest durch deinen Geist, ganz und gar, durch und durch, und daß unser keines un⸗ würdig hinzutrete zu dem heiligen Mahle. Herr Jesu, der du dich selbst für uns zum Opfer dargebracht hast und unsere Seelen mit deinem Leib und Blut zum ewigen Leben speisen und tränken willst, gieb, daß wir die heiligen Zeichen empfangen als S lichen uns! Selhst auf ur und a trinker allein demüt Thrän gehun theure sere ei u wirke dienen wie es dir in ander zeihe,! 9 ersetze Durst und E⸗ bleiben einigt sondern liebreic Be gnädige Abendn Erlösun deiner De wollest bereitun empfan, stockt w richter selbst ve Böses u uns zu Wollen Wesen n uns, w Gnade 8 nicht können ondern en des ungen, ht hat er das nander Geistes hen. er den Gnade deine Füh⸗ 3, daß rlösen, st, um ft mit cherlei m du 1 See⸗ Kraft wahre Sohne. u dich bst zu deinen s un⸗ bracht Leben angen. 19 als Siegel und Pfand unserer Erlösung, zur Stärkung unsers geist⸗ lichen und zur Versicherung unsers ewigen Lebens. Stehe du selbst uns bei zu einer würdigen Vorbereitung. Nimm von uns alle— Selbstverblendung und hilf uns ablegen alles thörichte Vertrauen auf unsere eigene Gerechtigkeit; bewahre uns vor allem Leichtsinn und aller Heuchelei, daß wir nicht uns selbst das Gericht essen und trinken. Ziehe du uns an das hochzeitliche Kleid, in welchem dir allein ein Gast gefallen kann an deiner heiligen Tafel. Verleihe uns demüthige Erkenntniß unserer Sünden, herzliche Reue und bußfertige Thränen, wie ein David, ein Petrus bei dem Andenken ihrer Ver⸗ gehungen vergossen. Begnadige uns mit fester Zuversicht auf dein theures Verdienst, daß dieses allein sei unser höchster Trost und un⸗ sere einzige Zuflucht im Leben und Sterben. Und damit wir eine so freudige Zuversicht fassen können, so wirke in uns einen festen Vorsatz, dir, unserm Herrn, künftig zu dienen nach deinem Willen und unser übriges Leben so einzurichten, wie es denen geziemt, die in deinen Bund aufgenommen und mit dir in Gemeinschaft getreten sind. Verleihe uns auch, daß wir ein— ander lieben, wie du uns geliebet hast, und einer dem andern ver⸗ zeihe, wie dein himmlischer Vater uns allen vergeben hat in dir. Herr Jesu, was uns mangelt zur würdigen Vorbereitung, das ersetze du selbst in uns. Erwecke in uns einen heiligen Hunger und Durst nach dir, du Quelle des Lebens, du himmlischer Ernährer und Erfreuer aller, die herzlich an dich glauben. Laß uns in dir bleiben und bleibe du in uns, bis wir ewig werden mit dir ver⸗ einigt werden und nicht mehr das äußerliche Abendmahl halten, sondern ersättigt werden mit dem immerwährenden Anschauen deines liebreichen Angesichtes. Amen. 2. Lasset uns unsere Herzen zu Gott erheben und beten: Barmherziger Gott und Vater! Abermals vernehmen wir deinen gnädigen Ruf zur Feier eines Festes und zum Genusse des heiligen Abendmahles, bei welchem uns dein ewiger Rathschluß zu unserer Erlösung kund werden soll, damit wir auf's neue des Reichthums deiner Gnade in Christo Jesu froh werden mögen. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen und bitten dich, du wollest uns Gnade verleihen zu einer ernsten und würdigen Vor⸗ bereitung, damit keines von uns das heilige Mahl sich zum Gerichte empfange. Bewahre uns in Gnaden, daß unsere Herzen nicht ver— stockt werden durch den Betrug der Sünde, daß wir nicht in thö— richter Selbstverblendung uns hintergehen und unsere Mängel uns selbst verbergen. Oeffne unsere Augen, daß wir einsehen, wie viel Böses wir gethan, wie viel Gutes wir unterlassen haben. Gieb es uns zu erkennen, wie wenig noch die Liebe zu dir unser ganzes Wollen und Thun regiert, wie sehr noch immer das vergängliche Wesen dieser Welt unser Auge blendet und unser Herz fesselt. Zeige uns, wie oft wir die Gaben deiner Güte, die Erweisungen deiner Gnade mißachtet haben. O leite uns zurück zum Frieden 2 zur Freude deines Heils. Erwecke uns zu wahrer und aufrichtiger Buße, und stärke uns, daß wir Früchte bringen, die der Buße gemäß sind. Wo wir gefehlt haben gegen einen unserer Brüder, da gieb uns Gnade, daß wir hingehen und uns mit ihm versöhnen, ehe wir kommen zu deinem heiligen Tische. Wo wir geneigt sind, einen Bruder zu richten wegen seiner Sünden, oder ihm zu zürnen wegen seiner Verschuldung gegen uns, da erinnere uns, daß wir alle Sünder sind vor dir, und daß du nur denen ihre Schulden vergeben willst, die auch selbst ihren Schuldnern vergeben von Herzen. Tilge allen Groll, allen Haß und Neid aus unserm Innern und hilf uns das Böse überwinden mit Gutem. Erwecke in uns einen lebendigen Hunger und Durst nach deiner Gerechtigkeit, auf daß wir mit Ernst verlangen nach dem, der uns zuruft: Kommet zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben. Mache das Gefühl deiner unendlichen Gnade in Christus so lebendig und mächtig in uns, daß fortan keine Verlockung der Sünde uns zu scheiden vermöge von dir, sondern wir allezeit bleiben in deiner seligen Gemeinschaft. Segne dazu, o barmherziger Vater, unsere Selbst⸗ prüfung und unser Gebet und laß uns die Kraft des heiligen Mahles in reichem Maße an unserm inwendigen Menschen erfahren. Gieb, daß wir am Tische des Herrn mit dem Trost der Vergebung unserer Sünden erquickt und zu einem neuen, dir geweihten Leben gestärkt werden. So wollest du, lieber himmlischer Vater, dieses Fest deiner Kirche und diese Feier des heiligen Abendmahls gereichen lassen zur Förde⸗ rung deines Reiches unter uns und zur Ehre deines heiligen Namens durch Jesus Christus unsern Herrn. Amen. Gebete nach der Abendpredigt an Kommunionstagen. 1. Herr, unser Gott und Vater in Christus! Wir beugen unsere Kniee vor deiner allerhöchsten Majestät und kommen mit freudigen Danksagungen vor dein heiliges Angesicht. Aus lauter Liebe und väterlichem Erbarmen hast du uns deinen Sohn geschenkt und uns durch ihn erlöst von der Macht und Finsterniß der Sünde. Diese Offenbarung deiner Gnade in Christus hast du uns an dem heutigen festlichen Tage nicht bloß auf's Neue verkündigen, sondern auch be⸗ kräftigen und besiegeln lassen bei seinem heiligen Abendmahle durch den Genuß der Zeichen seines gekreuzigten Leibes und vergossenen Blutes, dieser köstlichen Pfänder deiner erbarmenden Liebe und unserer Erlösung zur Seligkeit. Ach, daß wir geschickt wären, deinen Namen dafür würdig zu preisen und deinen Ruhm zu verkündigen! Aber da wir arme Men⸗ schen dazu viel zu schwach sind, so bitten wir dich, daß du selbst uns deine Gnade verleihest, damit wir dich mit Herz und Mund wahr— haftig preisen und unser ganzes künftiges Leben dir darbringen zu einem Dankopfer, das dir gefällig ist. ———— Abend Herrn lischer unser pflicht und d mit d unserr alle b. Tuger Schen Nacht Herzei ander ö imme der H Geiste 21 Liebster Heiland! Wir haben uns heute bei deinem heiligen Buße, Abendmahl aufs neue verpflichtet, daß wir dir, unserm Erlöser und ö sind. Herrn, angehören und in deiner Nachfolge den Willen deines himm⸗ HO lischen Vaters thun wollen in Heiligkeit und Gerechtigkeit alle Tage Ewir unsers Lebens. Befestige in uns den Vorsatz, dieser unserer Ver⸗ Enen pflichtung treu zu bleiben und uns mit Leib und Seele in deinen n und deines Vaters Dienst zu ergeben. Erfülle uns je mehr und mehr ünder mit deines Geistes Kraft, und laß ihn fortan Wohnung machen in willt, unsern Herzen, daß er uns auf allen unsern Wegen leite und führe, alle bösen Neigungen in uns tödte, uns hingegen mit allen christlichen n und Tugenden erfülle und ganz und gar zu deinem Dienste heilige. In Schenke uns auch die Gnade, daß wir in Kraft unsers heutigen iß wir Nachtmahlgelübdes einander alles Unrecht und alle Beleidigung von r alle, Herzen verzeihen und als Glieder eines Leibes uns lieben und ein⸗ Mache ander dienen, wie du uns geliebet und dich für uns dahin gegeben hast. E O Herr, laß nicht von uns mit deiner Gnade, sondern zieh uns nmo zu immer mehr zu dir, bis wir einst ganz mit dir vereint im Reiche seligen der Himmel das Abendmahl mit dir halten werden und du mit uns. Belbst⸗ Dir, o hochgelobter Heiland, sammt dem Vater und dem heiligen 4.—— Geiste sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. inserer 2. Kirche Erhebet euere Herzen zu Gott und betet mit Andacht: Förde⸗ Noch einmal nahen wir uns zu dir, Herr unser Gott, um dir die Opfer des Dankes und der Anbetung zu bringen. Bei dir, o Wtens Herr, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Wer kann deine großen Thaten genugsam preisen! Auch heute hast du uns den Reichthum deiner Gnade vor Augen gestellt und uns deine Wahrheit verkündigen lassen. Du hast uns gewürdigt, am Tische unsers Herrn zu erscheinen, und uns neu belebt und gestärkt mit deinen himmlischen Gaben. O so schütze und pflege die Keime des neuen Lebens, welche du durch diese festliche Feier und den Genuß unsere des heiligen Abendmahles in uns geweckt hast. Speise unsere Seelen udigen ö allezeit mit dem Brote des ewigen Lebens, und stelle uns immerdar he und das Kleinod unserer Berufung vor in Christo Jesu, damit wir alles id uns Irdische und Vergängliche gering achten gegen dieses ewige Heil. Hilf Diese uns kämpfen den guten Kampf des Glaubens, und stärke uns, daß utigen wir Widerstand thun mögen am Tage der Versuchung und das Feld ich be— behaupten. Gieb, daß wir täglich zunehmen in allem Guten und durch laß uns deine Gnade nicht vergeblich empfangen. Breite, o Herr, ossenen ů dein Reich aus in allen Landen und besonders auch in unserm Vater⸗ inserer lande, daß alles Volk immer mehr begehre, dein Volk zu sein und dir zu dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit. Mache alle Haus⸗ dig zu haltungen zu Stätten, da deine Ehre wohnet, und verbinde alle Men⸗ Glieder derselben in deiner Liebe, daß sie wandeln als deine Erlöseten ost uns und einander fördern in dem, was zu ihrem Frieden dient. Weihe wahr⸗ jedes Herz zu einem Tempel, in welchem dir dargebracht werden Opfer, gen zu die dir gefallen. Befestige uns alle durch deinen Geist in den Wegen der Wahrheit und des Heiles, und verherrliche deinen Namen auch 22 an denen, die deiner Gnade noch widerstreben. Herr, wir trauen auf dich; laß uns nicht zu Schanden werden. Sei und bleibe du unser Gott und Vater, der da ist über uns alle und durch uns alle und in uns allen. Amen. Weihnacht. Erstes Gebet vor der Predigt. Kommet, lasset uns dem Herrn frohlocken! Lasset uns vor sein Angesicht treten mit Danksagung und in seine Vorhöfe mit Loben! Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi! Ge⸗ lobet sei dein heiliger Name immer und ewiglich. Du hast Großes an uns gethan, Wunder der Gnade und Barmherzigkeit, und deine Verheißungen alle sind Ja und Amen. Denn uns ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr. Darum frohlocket unsere Seele, und unser Herz freut sich vor dir, daß wir nun nehmen können Gnade um Gnade. Ehre sei dir, o Gott in der Höhe! Du hast die Welt also ge⸗ liebet, daß du deinen eingebornen Sohn dahin gegeben. Schenke uns das Heil, das du in ihm bereitet hast, und ziehe uns zu ihm hin, daß er uns der Weg, die Wahrheit und das Leben werde und wir in ihm bleiben und er in uns. Ehre sei dir, Herr Jesus Christus, unser Heiland! Du bist arm geworden, damit wir reich würden, ein Menschensohn, damit wir Gottes Kinder würden. Du hast dich erniedrigt zur Knechtesgestalt, auf daß wir durch dich zum Bilde Gottes erneuert würden. Ach Herr, wir saßen in Finsterniß und Schatten des Todes, in Angst und Traurigkeit; aber du hast uns zugewendet das herzliche Erbarmen Gottes, und hast Friede und Freude herniedergebracht, die allem Volke widerfahren soll. Durch dich ist Friede auf Erden, und an den Menschen ein Wohlgefallen. Hosianna in der Höhe! Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn! O ziehe ein, Herr Jesus Christus, in unsere Herzen und erfülle sie mit allen Gaben und Gnaden deiner himmlischen Milde und Güte. Der du gekommen bist, das Verlorne zu suchen, errette uns von allem Elend der Sünde, mache uns zu Erben deines Reiches hier und dort in Ewigkeit; erbarme dich über uns und segne uns. Segne jetzt an uns allen die festliche Verkündigung deiner gnadenreichen Er— scheinung und die Feier des heiligen Abendmahls, auf daß wir in dir je mehr und mehr gegründet und gewurzelt werden, und du lebest in uns und wir in dir, zum Preise unsers Gottes und Vaters. Amen. Unser Vater u. s. f. Zweites Gebet vor der Predigt. Ehre sei Gott in der Gemeinde in Christo Jesu von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Herr, unser Gott! Wir nahen uns dir mit Lob und Dank für 23 trauen deine große Liebe, die du der Welt erzeiget hast durch die Sendung ibe du deines Eingebornen voll Gnade und Wahrheit. In Dunkel und ns alle Finsterniß lag die Welt, da hast du über ihr aufgehen lassen das Licht aus der Höhe. Wir gingen allesammt in der Irre, da hast du uns den rechten einigen Hirten gegeben, daß er suche das Verirrte und die Verlornen wiederbringe. Du hast deines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben; durch ihn dürfen wir dich unsern Vater nennen und sind deine Kinder und Erben. O laß es uns jetzt in unserer gemeinsamen Feier und am Tische 9968 des Herrn neu ermessen, wie elend wir wären ohne ihn, durch wel— G6⸗ chen der Zutritt uns offen steht zu dem Throne deiner Gnade, auf Hroßes daß auch wir miteinstimmen in den Lobgesang der Engel: Ehre „deinte sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden, an den Menschen ein Keiland Wohlgefallen. Was jetzt noch ferne ist von dir, das bringe durch Ansere die Freudenbotschaft des heutigen Festes nahe. Wo noch eine Stätte konnen des Streites oder ein Herz voll Unfriedens ist, da laß wiederkehren Frieden und Freude in dir. Was dir an uns noch mißfällt, das 9 ge⸗ nimm hinweg. Schenke uns bußfertige Herzen, und schaffe in uns, ke uns was dir wohlgefällig ist, daß wir durch Christus neue Menschen n hin werden, die dich loben und lieben in Ewigkeit. ů d Wir Sei mitten unter uns in deinem Heiligthum, und wo heute in aller Welt die Wunder deiner Liebe verkündigt werden, da gieb dem Worte des Lebens Kraft und verschaffe ihm einen reichlichen Eingang Wir in die Herzen, auf daß in Jesu Namen sich beugen alle Kniee und estalt ö alle Zungen bekennen, daß er der Herr sei, zum Preise deiner ewigen Herr Gnade. Amen. und Unser Vater u. s. f. Armen Volke Erstes Gebet nach der Predigt. n den Erhebet euere Herzen in froher Andacht zu Gott und betet: et sei, Liebreicher Gott, gnädiger Vater in Christo! Wir sagen dir Lob und Dank, daß du deinen geliebten Sohn, unsern Herrn Jesus Chri⸗ erfülle stus, in die Welt gesendet hast, das Verlorene zu suchen und selig Güte. zu machen. Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns ge⸗ von wohnet; wir haben seine Herrlichkeit gesehen als die Herrlichkeit des hier Eingebornen vom Vater voll Gnade und Wahrheit. Nimm in Gnaden Segne an, o Gott, unsere Dankgebete und Lobgesänge zu deiner und deines n Er⸗ Sohnes Ehre, und gieb, daß diese Freudenbotschaft unter uns nicht ir in nur verkündigt und gepriesen, sondern auch geglaubt werde und Früchte d du bringe zum Heil unserer Seelen. Mache fest und lebendig in uns aters. die beseligende Gewißheit, daß du uns deinen Sohn und mit ihm alles schenkest. Laß das Licht seines Evangeliums sich ausbreiten über alle Völker der Erde, daß es auch denen leuchte, die noch in Finsterniß und Schatten des Todes sitzen; und wo unter uns noch Zweifel und igkeit Unglaube die Seelen verdunkelt, da komm unserer Schwachheit zu 0 Hülfe. Mehre uns den Glauben an deinen Sohn und die feste Zu— versicht, daß er ist Christus, gestern und heute eben derselbe und in die Ewigkeit. 24 Hochgelobter Heiland, der du den Glanz der Herrlichkeit ver⸗ lassen hast, um unser Retter und Versöhner zu werden, o nimm uns hin zu deinem Eigenthum, daß wir allem ungöttlichen Wesen ent⸗ sagen und mäßig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt. Der du selbst ein Kind geworden bist und willst, daß die Kinder zu dir kommen, lege auch uns, den Eltern und Lehrern, die rechte und heilige Liebe zu ihnen in's Herz, daß wir sie dir, ihrem gött⸗ lichen Heilande, zuführen und sie erziehen zu seligen Mitgenossen deines himmlischen Reiches. Vereine uns alle als die Deinen in der Liebe, mit der du uns geliebet hast, daß wir auch über diese heiligen Tage unserer armen Brüder eingedenk seien und sie an Leib und Seele erquicken. Laß dein Licht leuchten in alle Finsterniß unserer Seelen hinein, daß wir durch den Glauben gereinigt und geheiligt werden, und mache uns tüchtig in deiner Gemeinschaft zu dem Erbtheil der Heili⸗ gen droben im Lichte, wo Freude und Wonne über ihnen sein wird ewiglich. Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Lasset uns beten: Herr, unser Gott! Von deiner Gnade wollen wir singen und deine Wahrheit verkündigen für und für; denn die Nacht ist ver⸗ gangen und das wahre Licht scheinet jetzt in der Welt. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben, und die ihn aufnehmen, denen gibt er Macht, Kinder Gottes zu werden. Gott, unser Vater, laß doch diese große Gnade in uns allen immer kräftiger wirken. Wo ein Herz noch todt ist in Sünde, da wecke es auf, und laß ihm das Licht aufgehen, das alle Menschen erleuchten soll. Wo eine Seele Leid trägt und seufzet nach deiner Gnade, da laß sie den Trost erfahren, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen. Und wo in uns angefangen ist das gute Werk, da wollest du es bewahren und voll— enden auf den Tag Jesu Christi. Gieße deinen Segen aus über alles Volk. Verleihe den Dienern deines Wortes, daß sie allezeit mit Freudigkeit bezeugen und ver⸗ künden das erschienene Leben und Heil. In alle Häuser laß dringen die frohe Botschaft: Euch ist der Heiland geboren. Schenke den Eltern die Gnade, daß sie ihre Kinder ihm zuführen, und uns alle laß wachsen an ihm, der das Haupt ist. Gieb, daß die Hohen und Reichen der Erde Demuth und barmherzige Liebe lernen bei dem, der sich selbst erniedrigt und Knechtesgestalt angenommen hat, und daß alle Armen und Elenden der großen Weihnachtsgabe sich freuen und durch sie reich werden an himmlischen Gütern. Die Kranken wollest du erquicken mit dem Troste deiner Gnade und die Sterbenden im Frie⸗ den abscheiden lassen, nachdem ihre Augen dein Heil gesehen haben. Laß die Sonne der seligmachenden Wahrheit auch denen auf⸗ gehen, die noch in Finsterniß und Schatten des Todes sitzen, daß die Völker vom Aufgang bis zum Niedergang ihre Kniee beugen vor deinem Gesalbten, und aller Welt Enden schauen dein Heil. diesen that, lösers uns f deiner glaub hat f aus d heit d thum: deine lischer Erder gründ deinen Obrie verehr Rüste Vorb allen eingel von 1 das ei uns! zu lel Muth Herrl dem Ewig t ver⸗ n uns nent⸗ Rinder rechte gött⸗ nossen u uns armen inein, „ und Heili⸗ wird heiner n die uns voll⸗ enern ver⸗ ingen tern e laß ichen r sich alle durch st du Frie⸗ üben. auf⸗ 3die vor 25 Herr, allmächtiger Gott! Was wir bedürfen nach Leib und Seele, was zu unserm Besten dient— du weißt es. Wir werfen alle unsere Sorgen auf dich. Hast du uns deinen Sohn geschenkt, wie solltest du uns mit ihm nicht alles schenken! Deine Gnade ist unser Ruhm, deine Vaterliebe in Christo unser Trost, dein heiliger Geist unser Licht und unser Friede. Amen. Drittes Gebet nach der Predigt. Lobet mit mir den Herrn, und lasset uns seinen Namen erhöhen! Herr, unser Gott und Vater in Christo Jesu! Wir preisen an diesem festlichen Tage deine ewige Güte für die unschätzbare Wohl— that, die du uns in der Sendung deines lieben Sohnes unsers Er— lösers erwiesen hast. Nach deiner großen Barmherzigkeit hast du auf uns sündige Menschen herabgesehen, und als die Zeit erfüllet war, deinen eingebornen Sohn uns geschenkt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Er hat sich erniedrigt und Knechtesgestalt angenommen, damit er uns aus der Knechtschaft der Sünde erlöse und uns in die herrliche Frei— heit deiner Kinder und Erben versetze. O welch eine Tiefe des Reich— thums der Weisheit und der Erkenntniß Gottes! Herr, wir beten deine unergründliche Weisheit und Liebe an und rufen mit den himm⸗ lischen Heerschaaren: Ehre sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen! Erhalte deine Kirche, die Christus der Herr sich auf Erden ge— gründet hat, und laß alle Völker der Erde, die noch fern sind von deinem Heil, durch ihn erleuchtet werden. Lenke die Herzen aller Obrigkeiten dahin, daß sie deinen Sohn als ihren Herrn und König verehren und seinen heiligen Willen beständig vor Augen haben. Rüste deine Diener aus mit dem Geiste Jesu Christi, auf daß sie Vorbilder deiner Heerde werden. Sende Hülfe, Trost und Errettung allen Armen, Betrübten, Kranken und Sterbenden. Und da dein eingeborner Sohn in die Welt gekommen ist, damit er uns erlösete von unsern Sünden und reinigte sich selbst ein eigenthümliches Volk, das eifrig sei in guten Werken, so bitten wir dich, o Gott, du wollest uns durch deinen Geist tüchtig machen, mäßig, gerecht und gottselig zu leben in dieser Welt. Ja hilf uns, daß wir also mit getrostem Muth warten mögen auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unsers Heilandes Jesu Christi, welchem sammt dir und dem heiligen Geiste sei Lob, Preis und Dank gesagt jetzt und in Ewigkeit. Amen. Gebet am Schlusse des Jahres nach der Predigt. O Herr, allmächtiger Gott, barmherziger, liebreicher himmlischer Vater! Bald legen wir durch deine Gnade abermals hin ein Jahr, das nicht wieder kommt. Darum danken wir dir von ganzem Herzen für alle deine vielfältigen Gutthaten, welche du im verflossenen Jahre uns und den Unsrigen an Seele und Leib erzeiget hast. Nicht weniger danken wir dir dafür, daß du so manches Böse durch das ganze Jahr treulich und väterlich von uns abgewendet hast. Du hast uns durch dieses Jahr gegönnet dein heiliges, ewiges Wort, das wir zu Hause sicher lesen und in der Gemeinde ohne Ge⸗ fahr hören konnten. Damit hast du unsere Seelen gespeiset, uns gelehret, gestärket, getröstet, aufgerichtet und uns den Weg zur ewigen Seligkeit gezeiget. Ueber alle hohen Feste dieses Jahres hast du uns bereitet deine heilige Tafel und uns genießen lassen die Zeichen, Siegel und Pfande unserer Erlösung. Du hast auch dieses Jahr mit viel⸗ fachem Segen gekrönt und uns aus so mancher Noth und Gefahr errettet.(Du hast uns durch das ganze Jahr hindurch geschenkt den theuren Frieden im Lande, so daß kein feindliches Schwert ist gezückt worden. Kirchen und Schulen sind zu gesetzten Tagen und Stunden geöffnet, Gericht und Rath sind gehalten worden, der Pflug im Feld hat nicht stille stehn müssen, uns ist Ernte und Herbst zu lieb ge⸗ worden.) Du hast das Vaterland in Gnaden behütet, in Tagen der Heimsuchung hast du uns deine Nähe erfahren lassen, und an allen Mühseligen und Beladenen, die zu dir gekommen sind, deine Ver⸗ heißung erfüllt, daß sie Ruhe finden sollen bei dir. Ja, deiner Gut⸗ thaten, womit du das abgewichene Jahr so reichlich gekrönet hast, sind so viele, daß sie weder mit Gedanken erreicht, noch mit der Zunge würdig können gepriesen werden. Darum danken wir dir, so viel wir vermögen, aus unserm ganzen Herzen, und bitten dich, o himmlischer Vater: Stärke uns in unserer Schwachheit, und laß dir wohlgefällig sein das Lob unseres Mundes und die Erhebung unserer Herzen zu dir! Wir bitten dich, allgütiger Vater, verzeihe uns um Jesu Christi willen alle die schweren und großen Sünden, die wir dieses vergangene Jahr und alle vorhergehende Zeit unsers Lebens wider deine heilige Majestät begangen haben mit Sinnen und Gedanken, mit Gelüsten und Begierden, mit Worten und Werken, mit Thun und Lassen, wider dich und den Nächsten, wissentlich und unwissentlich, aus Un⸗ bedachtsamkeit und aus Vorsatz, und wie sie immer sind begangen worden. O Herr, wir bekennen unsere Sünden, und unsere Ueber⸗ tretungen sind immerdar vor uns. Verzeihe, o Herr, verzeihe uns um Jesu Christi willen! Laß doch mit dem alten hinfliehenden Jahre todt und begraben sein alle unsere Sünden. Herr, wer kann merken, wie oft er fehlet? vergieb uns unsere verborgenen Fehler. Gedenke nicht der Sünden unserer Jugend, noch der Uebertretungen unserer reiferen Jahre; gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit, o Herr, um deiner Güte willen! Wir bitten dich ferner um deinen heiligen Geist, daß er uns beistehe im Kampfe wider die Sünde, und wir mit dem neuen Jahre neue Kreaturen werden zu deiner Ehre. Fahre fort, o Herr, mit deiner großen unverdienten Gnade. Laß sie groß über uns sein auch das künftige Jahr, groß über die Regenten und das Volk, über Kirchen und Schulen, über alle frommen Haushaltungen, über alle Seelen, die den Herrn Jesum lieb haben. Segne und erfülle das künftige Jahr mit allem Guten, und bewahre uns in dem Laufe dessel unser mals du ur kenner was lehre den. und d Berge Gott Stror blühe deine ist offe und H deine Wer gethat sicher in En wir d Sohn sonne, Zang seinen Lobes nahe, segne zum Shristi ngene eilige lüsten assen, Un⸗ ungen leber⸗ uns Jahre erken, denke iserer Herr, uns jahre mit auch über alle das Laufe ö 27 desselben nach deinem heiligen Willen vor allem Bösen. Und da unsere Jahre unvermerkt dahin eilen, und die Zahl derselben aber— mals um eines vermehrt ist, so bitten wir dich um die Gnade, daß du uns lehrest die flüchtige Hinfälligkeit unseres Lebens wohl zu er⸗ kennen, uns Schätze im Himmel zu sammeln, und immer zu suchen, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zu deiner Rechten. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir weise wer⸗ den. Alles um Jesu Christi, unsers Herrn und Heilandes willen. Amen. Neujahr. Gebet vor der Predigt. Unser Anfang geschehe im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt erschaffen war, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Unsere Jahre eilen dahin wie ein Strom, sie sind wie ein Traum und wie eine Blume, die am Morgen blühet und des Abends verwelket; du aber bleibest, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Wir sind Sünder und unsere Schuld ist offenbar vor deinem Angesichte; du aber, o Gott, bist unser Vater und Helfer, von Alters her ist das dein Name. Wer will auskünden deine Großthaten und genugsam preisen die Werke deiner Hand? Wer will vergelten alle Gnade und Barmherzigkeit, die du an uns gethan? O Gott, wie theuer ist deine Güte, daß die Menschenkinder sicher ruhen unter dem Schatten deiner Flügel! Darum sucht dich unsere Seele, du unsere Hülfe und unser Trost in Ewigkeit! Allerbarmer, Vater unsers Herrn Jesu, in dessen Namen wir das neue Jahr antreten wollen, laß ihn, deinen eingebornen Sohn, heute neu aufgehen in unsern Herzen als die wahre Gnaden⸗ sonne, die da Licht und Leben bringt vom Aufgang bis zum Nieder⸗ gang, und verleihe, daß wir immerdar unser Heil suchen allein in seinem Namen. Laß dir, o Gott, in Gnaden wohlgefallen dieses erste Opfer des Lobes und Dankes, das wir dir bringen im neuen Jahre; sei uns nahe, so oft wir an dieser heiligen Stätte vor dir erscheinen, und segne unsere Gebete und Gesänge und die Predigt deines Wortes zum Lobe deiner Herrlichkeit! Amen. Unser Vater u. s. f. Gebet nach der Predigt. Erhebet euere Herzen zu Gott und betet: Herr, unser Gott, liebreicher Vater in Christo! Wir sagen dir Lob und Dank für alle die unzählbaren Gnaden und Wohlthaten, die wir in dem abgelaufenen Jahr an Leib und Seele aus deiner Hand empfangen haben, und legen das demüthige Bekenntniß vor dir ab, daß wir viel zu gering sind aller der Barmherzigkeit und Treue, die du an uns erzeiget hast. Du sahest unsere Sünden; alle Gedanken, Worte und Werke, womit wir dein heiliges Gebot übertreten haben, sind offenbar vor dir; ihrer sind mehr, als daß wir sie zählen könnten. Aber du bist immerdar langmüthig, gnädig und von großer Güte. Treuer Vater, verlaß uns auch im neuen Jahr nicht; laß deine Gnade alle Morgen neu über uns aufgehen, neues Heil über einen jeden und das ganze Vaterland, daß wir deine Herrlichkeit sehen und dich dafür preisen. Laß das Reich der Wahrheit und Gerechtigkeit, das Reich deines geliebten Sohnes, unter uns wachsen, und gieb, daß er uns immer völliger werde, was sein großer, herrlicher Jesusname uns sagt, ein Heiland, der selig machet von Sünden. Die Diener deines Wortes erfülle mit Muth und Freudigkeit, dein Evangelium zu predigen, und segne ihre Predigt an denen, die sie hören. Dein Schutz und Schirm walte über deiner Kirche und vereinige ihre Glieder im gemeinsamen, lebendigen Glauben. Sende und erhalte Frieden auf Erden, Frieden dem theuern Vaterlande. Knüpfe immer fester das heilige Band der Eintracht und Treue unter seinen Bewohnern. Laß uns das hohe Gut der Freiheit würdig genießen und in treuem Gehorsam gegen deinen heiligen Willen die Ordnungen unsers Gemeinwesens ehren. Segne einen jeden von uns in seinem Stand und Beruf. Laß die Ehegatten in deinem Frieden und in wahrer Gottseligkeit ver⸗ bunden sein. Gieb Eltern und Lehrern Weisheit und Gnade, die Kinder zu dir zu führen, und beschütze du sie in allen Anfechtungen der Welt und des Fleisches. Heilige uns alle in deiner Wahrheit! Wenn wir sündigen, so züchtige uns väterlich; wenn wir über unsere Sünden trauern, so erquicke uns mit deiner Gnade; wenn wir versucht werden, so stärke uns; wenn wir uns verirren, so bringe uns durch den treuen Hirten wieder zurecht; den Reichen bewahre vor Stolz, den Armen vor Verzagtheit. Sei du ein Vater der Armen, ein Versorger der Wittwen und Waisen, unser Schirm und Schild in aller Noth und Traurigkeit des Lebens, eine heilige Zu⸗ versicht aller, die im Glauben zu dir aufschauen! Bereite selbst mit deines Geistes Gnade die, welche du abrufen willst; erbarme dich der Sterbenden in ihrer letzten Noth! Und wenn in diesem Jahre die Zahl unserer Tage voll werden sollte, Herr, dein Wille geschehe! Gieb, daß wir alle wandeln nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, daß wir fest stehen im Glauben, wachen und beten, kämpfen und ausharren bis ans Ende; laß uns dir leben, daß wir in deiner Gnade sterben, und im Ver⸗ trauen auf deine Barmherzigkeit und das Verdienst deines Sohnes getrost und freudig hinübergehen in das ewige Vaterland, wo kein Wechsel von Tagen und Jahren mehr sein wird, und wo wir mit allen Erlösten im Anschauen deiner Herrlichkeit selig sein werden ewiglich. Amen. 2 genug eingeb Leiden 6 also z derune an die Sohne für ur dersell 8 daß dr Sünd hätten Leiden auf di Erbar Heils 2 Leiden damit nicht daß u imme Jesus ist, au werde komm t und Werke, r vor u bist Vater, torgen ganze reisen. deines immer t, ein igkeit, n, die e und heuern tracht ut der deinen herden Gebet in der Charwoche nach der Predigt. Erhebet euere Herzen zu Gott und betet mit Andacht: Barmherziger Gott, himmlischer Vater! Wie können wir dir genug danken für deine unendliche Liebe, die dich bewogen hat, deinen eingebornen Sohn Jesus Christus für uns dahinzugeben in bitteres Leiden und schweren Tod. Gieb uns doch diese Liebe in dem Lichte deines heiligen Geistes also zu erkennen, daß unsere Herzen dadurch zu dankbarer Bewun⸗ derung und herzlicher Gegenliebe gebracht und im lebendigen Glauben an dich gestärkt werden. Lehre uns das Leiden und den Tod deines Sohnes erkennen und annehmen als eine vollkommene Versöhnung für unsere Sünden, damit wir durch diesen Glauben der Vergebung derselben und deiner Huld versichert werden. Herr Jesu, theuerster Menschenfreund! Laß uns nie vergessen, daß du um unserer Uebertretungen willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen wurdest, damit wir durch dich Frieden hätten und durch deine Wunden gesund würden. Laß uns aus deinem Leiden in allem unserm Leiden Geduld und Trost schöpfen und immer auf dich sehen, du erhabener Dulder! Aus dem reichen Schatze deiner Erbarmung laß uns alle Fülle der Gerechtigkeit, des Friedens, des Heils und der Seligkeit hernehmen. Verleihe uns die Kraft, daß wir durch das Andenken an dein Leiden und Sterben alle sündlichen Regungen des Fleisches besiegen, damit der sündliche Leib kraftlos gemacht werde und wir der Sünde nicht mehr dienen. Drücke in unsere Herzen dein heiliges Vorbild, daß wir im Aufsehen auf dich immer demüthiger und geduldiger, immer sanftmüthiger und versöhnlicher werden. So laß es uns, himmlischer Vater, gelingen, daß, wie dein Sohn Jesus Christus durch Leiden und Tod in seine Herrlichkeit eingegangen ist, auch wir einst als seine treuen Nachfolger in dieselbe aufgenommen werden, und dir alsdann, was wir jetzt noch nicht vermögen, voll— kommen danken. Amen, um deiner theuren Liebe willen, Amen. Charfreitag. Erstes Gebet vor der Predigt. Lasset uns aufsehen auf den Anfänger und Vollender des Glau— bens, Jesus, welcher für die Freude, die ihm vorgelegt war, das Kreuz erduldet, die Schande verachtet und sich zur Rechten des Thro⸗ nes Gottes gesetzt hat. Ewiger Gott, barmherziger Vater! Wir sagen dir Lob und Dank für deine unaussprechliche Barmherzigkeit, daß du uns armen Sündern diesen Mittler und Erlöser geschenkt und uns durch ihn deiner Liebe und Gnade versichert hast. Deines eigenen Sohnes hast du nicht verschonet, sondern ihn für uns in den Tod dahin gegeben. Nun sind wir gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend eine Gewalt 30 uns scheiden kann von deiner Liebe, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn. Herr Jesus Christus, du Mittler des neuen Bundes, demüthige uns heute aufs tiefste durch den Anblick deines heiligen Leidens und Sterbens. Wir haben dir Mühe und Arbeit gemacht mit unsern Sünden, und um unserer Uebertretungen willen bist du verwundet worden. Aber du hast durch deinen Tod das große Werk unserer Erlösung vollbracht, du hast in deinem Tode wie in deinem Leben deine Liebe gegen uns verherrlicht. O laß heute die Predigt von deinem Kreuze und das heilige Gedächtnißmahl deines Todes ge⸗ segnet sein! Ergreife uns mit der Kraft deines Geistes, und versetze uns in die Gemeinschaft deines Lebens, daß von heute an unser alter Mensch mit dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Kreuz nachtragen in Glauben und in Geduld. Barmherziger Gott, verleihe jetzt deinen Dienern, mit Kraft zu reden von den Wundern deiner Erbarmung und das Wort vom Kreuze in Lauterkeit und Wahrheit zu verkündigen, und segne an uns allen das Gedächtniß des Leidens und Sterbens unsers Heilandes. Amen. Unser Vater u. s. f. Zweites Gebet vor der Predigt. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn dahingegeben hat, auf daß wir durch ihn lebten. Herr Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi und durch ihn unser Vater! Wir kommen vor dein heiliges Angesicht und beten dich an mit Lob und Dank, daß du in dem, der von keiner Sünde wußte, die Welt mit dir selbst versöhnet hast, auf daß wir in ihm die Gerechtigkeit erlangen, welche vor dir gilt. O gieb uns allen heute zu erkennen die Tiefe des Reichthums deiner ewigen Liebe, daß unser Mund voll werde deines Lobes und wir mit allen Gläubigen dir ewig Dank und Hallelujah singen. Du Gott voll Gnade und Barmherzigkeit! Du wendest dich zu denen, die zerbrochenen Herzens sind. O so brich in unsern Herzen allen Hochmuth und alle Selbstgerechtigkeit, und hilf uns in auf⸗ richtiger Demuth unsere Sünden bereuen vor dir. Laß uns nicht mehr unsere eigenen Wege gehen in selbsterwählter Weisheit, sondern ziehe uns hin zu dem, den du uns gemacht hast zur Weisheit und Gerechtig⸗ keit, zur Heiligung und Erlösung. Ach Herr, wir erkennen unsere Ueber⸗— tretungen, und unsere Sünde ist uns wohlbewußt. Darum bitten wir dich: Verbirg dein Antlitz nicht vor uns; blicke nicht auf unsere Schuld, sondern auf die Gerechtigkeit deines geliebten Sohnes, und um seinet⸗ willen laß auf uns ruhen dein Wohlgefallen. Nimm uns hin zu deinem völligen Eigenthum, und erquicke heute uns alle unter dem Kreuze deines Sohnes mit der freudigen Zuversicht der Versöhnung mit dir. Segne an uns allen das Gedächtnißmahl des Todes unsers Herrn, daß es uns ein Pfand sei unserer Versöhnung mit dir, und wir, gestärkt durch dasselbe am inwendigen Menschen, immer mehr heran⸗ wachsen an ihm, der das Haupt ist. an un; großer den w. Aufopf gegebe zur S Nun d Wir h welcher Heil u verlore Glaub ein Ve von S Mühse für ih und S I auch in du bist für hin und er wegeen auch n — meinsch freuen, Hilf u Todes die seg L̃ Herrn hangen E 9 auf d Kreuze lösung sches u gerechtt V unsern Hundet nuserer Leben t von 5ge⸗ ersetze alter ß wir dein ft zu vom n uns lmen. ornen ) ihn beten zünde ihm allen daß bigen ch zu erzen auf⸗ nicht idern htig⸗ eber⸗ wir huld, inet⸗ inem reuze dir. rrn, wir, ran⸗ 31 O Vater, sei mit uns, und verherrliche auch in dieser Stunde an uns die Kraft deiner ewigen Liebe zum Heile unserer Seelen. Amen. Unser Vater u. s. f. Erstes Gebet nach der Predigt. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, langmüthig und von großer Güte und Treue! Wie können wir dir genug danken für den wunderbaren Beweis deiner Barmherzigkeit, den du uns in der Aufopferung deines geliebten Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, gegeben hast! Du hast den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm gerecht würden vor dir. Nun dürfen wir nicht verzagen unter der Last unserer Sündenschuld. Wir haben einen Fürsprecher bei dir in dem Heiligen und Gerechten, welcher ist die Versöhnung für unsere und der ganzen Welt Sünde. Heil uns! Es ist dein Wille, daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Hilf uns zu diesem Glauben, und gieb uns ein recht demüthiges und bußfertiges Herz, ein Verlangen nach der Erlösung, die in Jesu Christo geschehen ist. Herr, unser Heiland, du hast uns geliebet und uns gereiniget von Sünden mit deinem Blute. Dank, ewiger Dank sei dir! Allen Mühseligen und Beladenen, die zu dir kommen, willst du Ruhe geben für ihre Seelen; in dir findet der Heilsbegierige seine Gerechtigkeit und Stärke. In allen unsern Leiden trägst du uns das Kreuz voran; ja wir sind auch im Tode getrost, denn du hast dem Tode seine Macht genommen, du bist der Ueberwinder des Todes und der Hölle. Nimm uns da— für hin zum Opfer, das da lebendig, heilig und dir wohlgefällig sei, und erwecke in uns herzliche Bereitwilligkeit, dir auf deinem Kreuzes⸗— wege nachzufolgen und mit dir in den Tod zu gehen, damit wir auch mit dir zur Herrlichkeit erhoben werden. O welche Gnade ist uns geschenkt, daß wir deiner seligen Ge⸗ meinschaft, du ewiger Mittler zwischen Gott und den Menschen, uns freuen, und dieselbe bei deinem heiligen Mahle erneuern dürfen! Hilf uns, daß wir dieses Gedächtnißmahl deiner Liebe und deines Todes mit gläubiger Andacht und inniger Dankbarkeit feiern und die segensvolle Kraft desselben in reichem Maße erfahren. Laß uns auch durch deine Liebe gedrungen werden, dich, unsern Herrn und Heiland, mit Mund und Herzen zu bekennen, dir anzu⸗ hangen im Glauben und in der Liebe, dir zu leben und zu sterben. Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Erhebet eure Herzen zu Gott und betet: Heiliger, allmächtiger Gott! Wir bitten dich, schaue gnädig herab auf deine Gemeinde, für welche dein Sohn, Jesus Christus, den Kreuzestod erduldet hat! O laß uns der so theuer erworbenen Er— lösung theilhaftig werden; reinige uns von aller Befleckung des Flei⸗ sches und des Geistes; heilige und stärke uns, daß wir aller Un⸗ gerechtigkeit absterben und dir allein leben und dienen! Vater unsers Herrn Jesu Christi und unser Vater! Nimm die 32 Gebete gnädig an, die wir vor dich bringen für die ganze Kirche also und alle Glieder derselben, für uns und alle Menschen! Erfülle mit emy der Kraft deines heiligen Geistes alle, welche du zu Hirten und Lehrern von gesetzt hast; verleihe und erhalte deinen Segen dem Amte, das die Ver⸗ ö deln söhnung predigt! Vereinige alle Gläubigen unter dem Kreuze Jesu Ver Christi durch den Geist des Friedens und der Eintracht, und gieb, daß sie die dich preisen durch ihren Wandel und ihr Licht leuchten lassen in der Welt! Erquicke alle Traurigen und Leidtragenden, die in ihrer Noth unse und Bedrängniß zu dir flehen, und hilf uns allen in jeglichem An⸗ x Süi I liegen um unsers Mittlers und Heilandes Jesu Christi willen. folg * Erwecke die Unbußfertigen zur Buße, damit auch sie Antheil das haben an der Versöhnung, die durch Jesus Christus geschehen ist. ob e Laß ihnen das Wort vom Kreuze eine Gotteskraft werden, sie selig heilt zu machen von ihren Sünden. Verherrliche deine Gnade an allen du Völkern, die den heilbringenden Namen deines Sohnes noch nicht dein kennen. Gieb, daß sie die Freudenbotschaft annehmen, wenn der Ruf zu ihnen dringt: Lasset euch mit Gott versöhnen! Vereinige sie heili alle mit uns zu einer Heerde unter dem einen Hirten, auf daß Ewi deine Verheißungen Ja und Amen seien an der ganzen Menschheit, und wir alle, die Nahen und die Fernen, Erben deiner ewigen Herr⸗ lichkeit werden. Dir, dem Vater der Gnade, der du uns berufen hast zum Erb— theil der Heiligen im Lichte, dir, dem Sohne des Vaters, der du—90 am Kreuze diese Gnade uns geoffenbaret hast, dir, dem Geiste des Gna Vaters und des Sohnes, der du uns Zeugniß gibst von der Kind— ö nde schaft Gottes, sei Preis und Ehre in Ewigkeit. Amen. 3—— dir Ostern. Herr locken Erstes Gebet vor der Predigt. der j Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Der ihn Herr lebt und wir sollen mit ihm leben. und Erhebet euere Herzen zu Gott und betet: überl Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Herr Christi! Wir kommen vor dein heiliges Angesicht mit Dank und zu S Lobpreisung deines herrlichen Namens. Du hast deinen eingebornen alle Sohn, der um unserer Sünden willen dahin gegeben war, um unserer schau Gerechtigkeit willen wieder auferweckt. Du hast damit herrlich be— keit. ö siegelt das Werk deiner Gnade, die Erlösung der Welt. Nach deiner die d großen Barmherzigkeit sind wir wiedergeboren durch die Auferstehung Wieis Christi von den Todten zu einer lebendigen Hoffnung auf ein un⸗ keit, vergängliches, unbeflecktes und unverwelkliches Erbe, das uns im Chrif Himmel aufbehalten wird. O Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, daß die du an uns offenbaren willst. Wie können wir dich genugsam Wort erheben! Vollende du selbst dein Werk an uns, das Werk der Wieder uns! geburt zum ewigen Leben. Gieb, o himmlischer Vater, daß, wie und Christus auferweckt ist von den Todten durch deine herrliche Macht, und 1 e Kirche ülle mit Lehrern die Ver⸗ ze Jesu „daß sie in der er Noth em An⸗ en. Antheil hen ist. sie selig n allen ch nicht nn der inige sie luf daß nschheit, n Herr⸗ m Erb⸗ der du iste des r Kind⸗ en. Der rn Jesu ink und ebornen unserer lich be⸗ )deiner stehung ein un⸗ ins im Treue, nugsam Wieder⸗ iß, wie Macht, 33 also auch wir in uns die Kraft seiner Auferstehung je mehr und mehr empfinden. Laß uns, ergriffen von der Kraft deines heiligen Wortes, von dem Tode der Sünde erwachen und in einem neuen Leben wan⸗ deln und also entgegen gehen der Auferstehung der Todten, da dies Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit und dies Sterbliche die Unsterblichkeit. O Herr Jesu, du Fürst des Lebens, du Anfänger und Vollender unserer Seligkeit, gieb durch deine siegreiche Kraft, mit der du die Sünde und den Tod überwunden hast, daß auch wir in deiner Nach⸗ folge Sünde und Tod überwinden. Du bist die Auferstehung und das Leben. So erfülle an uns dein Wort, daß wer an dich glaubt, ob er gleich stirbt, doch leben wird. Laß uns besonders durch dein heiliges Mahl also mit dir, unserm Haupte, vereinigt werden, daß du in uns lebest und wir in dir, bis wir einst ganz vollendet in deine Herrlichkeit eingehen. Dir, unserm auferstandenen Erlöser, sammt dem Vater und dem heiligen Geiste sei Anbetung und Dank und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Unser Vater u. s. f. Zweites Gebet vor der Predigt. Preiset den Herrn, alle Völker, dienet ihm mit Freuden; kommet vor sein Angesicht mit Frohlocken; denn der Herr ist gütig, seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit von einem Geschlechte zum andern. Allmächtiger, ewiger Gott, himmlischer Vater! Wie können wir dir genugsam danken für das Wunder deiner Gnade, daß du unsern Herrn Jesus Christus von den Todten wiedergebracht hast. Froh⸗ locken schallet in den Hütten der Gerechten, und alle Lande sind voll der freudigen Botschaft: Der Herr ist auferstanden. Die Welt hat ihn mit Schmach bedeckt, aber du hast ihn hoch zu Ehren gebracht und ihm einen Namen gegeben über alle Namen; die Welt hat ihn überliefert zum Tode, aber du hast ihn erhoben zur Macht und Herrlichkeit, daß in seinem Namen alle Kniee sich beugen. Du hast zu Schanden gemacht alle Arglist des Bösen und hinweggenommen alle Verzagtheit der Schwachen, und mit aufgedecktem Angesichte schauen wir in der Verherrlichung deines Sohnes deine ewige Herrlich⸗ keit. Nun ist der Tod verschlungen in den Sieg und das Licht hat die Finsterniß überwunden. O' Herr, wie unergründlich ist deine Weisheit und wie unerforschlich deine Liebe. Dir sei Dank in Ewig⸗ keit, daß du uns den Sieg gegeben hast durch unsern Herrn Jesus Christus. Segne jetzt das Wort deiner Knechte in der ganzen Christenheit, daß sie das Evangelium von dem Auferstandenen predigen als ein Wort des Lebens zum Leben. Laß die Osterfreude also mächtig in uns werden, daß wir auferstehen zu einem neuen Leben, wo Sünde und Tod keine Macht mehr über uns haben und wir nur dir leben und unserm verherrlichten Erlöser Jesus Christus. Amen. Unser Vater u. s. f. Erstes Gebet nach der Predigt. Hochgelobet seist du, Gott unser Vater, daß du deinen Sohn Jesus Christus von den Todten auferwecket und mit Preis und Ehre gekrönet hast, damit er das lebendige Haupt und der Herr der Ge⸗ meinde sei auf ewig. Von Herzen preisen wir deine große Liebe, mit der du uns in Christo geliebet. Du hast nicht zugegeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe, du hast ihm aufgethan den Weg zum Leben und ihn zum Herrn und Christus gemacht. Heil uns! Er ist die Auferstehung und das Leben, und ruft es heute allen deinen Bekennern zu: Ich lebe und auch ihr werdet leben. O so hilf uns, daß wir uns mit ihm erheben in das wahrhaftige Leben und durch den Glauben theilhaftig werden seines großen Sieges und aller herrlichen Früchte seines Todes und seiner Auferstehung. Gieb, daß wir hinfort nicht mehr uns selbst leben, sondern ihm, der für uns gestorben und auferstanden ist. Himmlischer Vater, erbarme dich aller, die von der Kraft der Auferstehung deines Sohnes noch nichts erfahren haben an ihren Seelen und noch todt sind in ihren Sünden; laß zu ihnen dringen deine mächtige Stimme: Wache auf, der du schläfst und stehe auf von den Todten, so wird dich Christus erleuchten. Erwecke sie, daß sie das finstere Grab der Sünden verlassen und als Kinder des Lichts in einem neuen Leben wandeln. Herr Jesu, der du durch deine Auferstehung Leben und Freude wiedergebraͤcht hast, schenke deinen Frieden allen Bekümmerten und Angefochtenen, daß sie getrost seien in dir, und erhebe sie im Geiste zu der Heimat, wo Gott alle Thränen abwischen wird von ihren Augen. Erbarme dich über alle Kranken und Sterbenden, die mit dem Tode kämpfen, mache sie zu lebendigen Zeugen von der Kraft deiner Auferstehung, daß sie in seliger Erfahrung sagen können: Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Und wenn auch wir einst durch das dunkle Thal des Todes wandern müssen, alsdann, o Herr, bleibe bei uns mit deiner Gnade! Laß uns deine heilige Nähe, deinen Trost und Frieden empfinden! Laß deine Auferstehung das sichere Pfand sein, daß auch uns auf⸗ behalten ist das himmlische Erbe des ewigen Lebens, das du bereitet hast allen denen, die deine Erscheinung lieb haben. Gott des Friedens, der du von den Todten wiedergebracht hast den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus Christus, mache uns kräftig, in allem guten Werke deinen Willen zu thun und zu jagen nach der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird, durch Jesus Christus, deinen geliebten Sohn, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Lasset uns unsere Herzen zu Gott erheben und beten: Herr Gott, himmlischer Vater! Wir sagen dir Lob und Dank für alle Barmherzigkeit und Treue, die du an uns gethan. Du hast uns den Rathschluß deiner erlösenden Liebe geoffenbaret und ihn herrlich ausgeführt durch unsern Herrn Jesus Christus. O laß uns den Reichthum dieser Liebe im Lichte seiner Auferstehung immer besser — wir hein wuf gezo in der daht um Got wirf denn sere stün Gut dam n Sohn nd Ehre der Ge⸗ be, mit ng sehe, Herrn ind das ind auch min das n seines d seiner t leben, raft der nihren dringen tehe auf sie, daß der des Freude ten und 1 Geiste Augen. nit dem t deiner h weiß, Todes Gnade! finden! us auf⸗ bereitet cht hast „mache und zu n wird, hre von d Dank Du hast ind ihn aß uns r besser — erkennen! Ja, also hast du die Welt geliebet, daß du deinen ein⸗ gebornen Sohn dahingegeben hast, auf daß wir durch ihn lebten— und nun giebst du uns in seiner Auferstehung das Zeugniß, daß er das Werk der Erlösung vollbracht, nun stellest du selbst ihn uns dar als Sieger über Welt und Tod. O so gieb auch uns aufs neue Theil an seinem Siege. Hilf uns, daß wir seine lebendigmachende Kraft erfahren an unsern Herzen, und schenke uns die Gnade, daß wir ablegen den alten sündlichen Menschen und mit Christus auf— erstehen zu einem neuen Leben. Mache uns in ihm zu neuen Menschen, bei denen das Alte vergangen und alles neu geworden ist. Lehre uns die wunderbaren Wege deiner Weisheit auch jetzt wieder erkennen und verehren. Durch Todesleiden hast du unsern Herrn eingehen lassen in seine Herrlichkeit, und auch uns willst du auf dem Wege des Kreuzes zum Heil und Leben führen. O so ver⸗ leihe uns, daß wir in Noth und Anfechtung niemals verzagen und im Kampf und Streit dieser Welt nicht unterliegen. Erfülle uns mit der Hoffnung, die nicht läßt zu Schanden werden, auf daß wir fröh⸗ lich glauben, du werdest auch in unserm Leben alles herrlich hinaus— führen. Und wenn du uns abrufen willst aus diesem Leben, so mache uns dessen gewiß, daß wer an ihn glaubt, ob er schon stirbt, doch leben wird, damit wir freudig bekennen: Christus ist unser Leben und Sterben ist unser Gewinn. So laß uns denn, allgütiger Gott, diese festlichen Tage dazu gesegnet sein, daß der Auferstandene aufs neue in unsern Herzen wohne und lebe. Mehre in uns und in unserm ganzen Volke den Glauben an ihn und die Liebe zu ihm, damit wir nicht nur mit dem Munde bekennen, sondern auch mit unserm Wandel der Welt bezeugen: Der Herr ist auferstanden, er lebt, gestern und heute der⸗ selbe und in die Ewigkeit. Amen. Drittes Gebet nach der Predigt. O Herr Gott, liebreicher Vater in Christo! Abermals haben wir mit einander hören und betrachten können das göttliche Ge— heimniß unserer theuren Erlösung. Deinem eingebornen, geliebten Sohne, der von keiner Sünde wußte, hast du auferlegt die Strafe unserer Sünden. Er ward gezählt unter die Uebelthäter und hat sein heiliges Leben geendet in dem bittersten Tode; aber du hast ihn als den großen Hirten der Schafe von den Todten allmächtig wieder gebracht. Er ward dahingegeben um unserer Sünden willen, aber wieder auferweckt um unserer Gerechtigkeit willen. Amen, Hallelujah! Heilig, heilig, heilig bist du, der Herr Gott, der Allmächtige, der du warest, der du bist, und der du sein wirst. Himmel und Erde werden deiner Ehre und Herrlichkeit voll; denn dir allein gehört die Kraft und das Heil und die Ehre. Un⸗ sere Seele, unser Mund und alles was in uns ist, lobe täglich und stündlich deinen heiligen Namen. O Herr, du einziger Ursprung alles dessen, was der Mensch Gutes hat und ist, wir bitten dich um Erleuchtung unserer Seelen, damit wir im Lichte der Auferstehung unsers Herrn je mehr und mehr 35 PPPFIIIIIFIFFIII E᷑Eñ:t᷑t᷑E᷑R᷑E᷑lͤ S—...——— 36 erkennen deine unendliche Liebe, mit der du deinen einigen, geliebten Sohn für die Welt dahingegeben, und die Liebe deines Sohnes, in der er gehorsam geworden bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. Verleih' uns, daß wir alles, was sonst uns Gewinn zu sein scheint, für Schaden erachten, damit wir Christus gewinnen und nicht mehr unserer eigenen Gerechtigkeit uns rühmen, sondern der Gerechtigkeit, die du in ihm uns geoffenbaret hast. Herr Jesu, du Sohn des Höchsten, wie tröstlich ist uns die Wahrheit, daß du lebest in alle Ewigkeit, uns vor Gott zu vertreten als unser einziger Mittler. Hilf auch, daß nun unser keines mehr sich selbst lebe, sondern allein dir, der du für uns gestorben und wieder aufer⸗ standen, der du ein Herr bist, beides, der Lebendigen und der Todten. Herr, komm auch allezeit zu Hülfe deiner Kirche. Sende allent— halben den lieben Frieden, und wenn deine Gemeinde in der Welt Bedrückung erleidet, so gieb Kraft und Gnade, daß wir deine Schmach höher achten als alle Schätze der vergänglichen Welt. Dir, o heiliger Vater, sammt unserm Herrn und Heiland Jesus Christus, in Einigkeit des heiligen Geistes, sei Dank, Lob, Preis und Majestät nun und in alle Ewigkeit. Amen. Himmelfahrt. Erstes Gebet vor der Predigt. Lobsinget Gott, lobsinget unserm König! Denn er sitzet auf dem Throne seines Reiches und herrschet über die Völker. Alle Welt falle vor ihm nieder, und alle Zungen sollen ihn preisen. O Herr, allmächtiger Gott! Wir kommen vor dein heiliges An⸗ gesicht mit freudigen Danksagungen, daß dein eingeborner Sohn, unser Herr und Heiland, von dieser Welt aufgenommen ist in den Himmel. Er hat sein Werk vollendet, das Werk, das du ihm gegeben in der Erlösung und Beseligung der Menschen. Aus seiner tiefen Erniedrigung hast du ihn wieder erhöhet und ihn in die ewige Herrlichkeit eingehen lassen. Du hast ihn gesetzt zum Herrn und Haupte der Gemeinde. Dafür steigen unsere Gebete und Lobgesänge zu dir empor. Höre unser Gebet und nimm gnädig an unsern Dank, daß du ihm, dem An⸗ fänger und Vollender des Glaubens, einen so herrlichen Ausgang ge⸗ geben, und wir im Aufblick zu ihm nun freudige Zuversicht haben zu dir. Herr, unser Heiland, wir freuen uns deines Sieges, wir nehmen Theil an deiner Verherrlichung. Laß uns mit dir als unserm Haupt immer mehr vereinigt werden, und sende die Kraft deines Geistes auf uns herab, daß unsere Seelen stark werden im Glauben und muthig dir nachzufolgen in Kreuz und Leiden. Deine Verheißung stehet fest, daß du bei uns sein wollest alle Tage bis an das Ende der Welt. Laß uns deine heilige Nähe immer mehr erfahren, und richte unsere Herzen empor zu der Herrlichkeit, in die du eingegangen bist. Heilige unser Herz und unsern Wandel, und lehre uns trachten nach dem, was droben ist, nicht nach dem was auf Erden ist. Und wenn einmal unsere Pilgerschaft vollendet ist, so nimm uns auf zu dir in deine Herrlichkeit und laß uns ewig sein wo du bist. Amen. Unser Vater u. s. f. iiiiijijyyjD— eliebten nes, in Kreuze. zu sein en und ern der ins die ten als ch selbst aufer⸗ Todten. allent⸗ r Welt ochmach d Jesus is und zet auf e Welt es An⸗ „unser immel. in der rigung ngehen neinde. Höre m An⸗ ing ge⸗ zu dir. iehmen Haupt Geistes nmund eißung Ende „und zangen achten Und iuf zu Amen. ——.—.—...—.— 37 Zweites Gebet vor der Predigt. Ich will dem Herrn danken von ganzem Herzen und alle seine Wunder erzählen. Ich will mich in dir freuen und frohlocken und deinem Namen lobsingen, o Höchster! Ewiger Gott, barmherziger Vater in Christo Jesu! Du hast deinen geliebten Sohn erhöhet zu deiner Rechten in den Himmel und ihm einen Namen gegeben über alle Namen, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle Kniee und alle Zungen bekennen, daß er der Herr sei zum Preise deiner ewigen Gnade. Darüber freut sich unser Herz und lobpreiset dich unsere Seele. Du hast in ihm, der unser Freund und Bruder geworden ist, auch uns erhöhet und uns eine Wohnung im Himmel bereitet. In gläubigem Warten auf deine Gnade heben wir unsere Augen empor zu dem Heiligthum, wohin er uns vorangegangen ist. Mehre und stärke in uns den Glauben an ihn, der allein der Weg, die Wahr⸗ heit und das Leben ist, und ohne den keiner zu dir kommen kann. Mache uns seine Verherrlichung zu einer reichen Quelle des Trostes und rüste uns im Aufblick zu unserm verherrlichten Erlöser von neuem aus mit dem Geiste der Verheißung, dem heiligen, welcher ist das Pfand unsers Erbes. Richte unsere Gedanken, Wünsche und Hoffnungen von der Erde hinauf zu den Höhen, von welchen die Hülfe kommt, und mache uns eifrig, zu trachten nach den himm⸗ lischen Gütern, die in Christo Jesu sind. Behüte uns gnädig, daß wir den Himmel, den Christus uns aufgeschlossen hat, nicht selbst uns wieder zuschließen durch einen Wandel im Dienste der Sünde und des Todes. Stehe den Dienern deines Wortes bei mit Kraft aus der Höhe und segne ihre Arbeit an uns allen, daß wir in einem Geiste kommen zu dir, unserm himmlischen Vater, und zu deinem Sohne, der mit dir lebt und regiert in Einigkeit des hei⸗ ligen Geistes, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. Unser Vater u. s. f. Erstes Gebet nach der Predigt. Erhebet euere Herzen zum Himmel, da Jesus ist, unser Erlöser, und sprechet mit Andacht: O Gott, allmächtiger Vater! Lob und Ehre, Preis und Dank sei dir, daß unser Herr Jesus Christus, dein eingeborner und ewiger Sohn, von dieser Welt aufgenommen worden ist in den Himmel. Du hast ihn erhöhet zu der Rechten deiner Majestät, du hast ihm gegeben einen Namen über alle Namen, in welchem alle Kniee sich beugen und alle Zungen bekennen, daß er sei der Herr, o himm⸗ lischer Vater, zu deinem Preise. Herr Jesu Christ, du Sohn des Vaters, der du sitzest zu seiner Rechten, erbarme dich unser; sieh auf uns herab von deiner heiligen Wohnung und segne uns! Dir haben sich aufgethan die himmlischen Pforten, dein Reich ist ein ewiges Reich, du bist der rechte König der Ehren. Du bist aufgefahren zu deinem Gott und zu unserem Gott, zu deinem Vater und zu unserem Vater; du stirbst nicht mehr, sondern lebst ewig, um uns zu vertreten; du vermagst vollkommen selig zu machen uns und alle, die durch dich zu Gott kommen. 38 Zugleich danken wir dir, Herr Jesu Christ, daß du uns die gnädige Versicherung gegeben, du wollest auch uns durch einen seligen Heimgang zu dir nehmen, damit wir seien, wo du bist, auf daß, wie wir getragen haben hier auf Erden das Bild des irdischen, fündlichen und sterblichen Menschen, wir alsdann auch dein Bild tragen, das Bild des Himmlischen, Heiligen und Unsterblichen. Schütze indessen, Herr Jesu, deine Kirche gegen ihre Feinde! Dir hat der Vater alle Gewalt übergeben im Himmel und auf Erden. Offenbare deine Macht zur Beschützung deiner Herde. Ver⸗ mehre die Zahl deiner Jünger und Verehrer, und schaffe, daß vom Aufgang bis zum Niedergange dein Name groß werde unter den Menschen, und demselben aller Orten ein reines Opfer der Dank⸗ sagung gebracht werde. Allermeist behüte uns, erhabener Heiland, daß wir den Himmel, welchen du uns aufgeschlossen hast durch deine Erhöhung, nicht uns selbst zuschließen durch ein undankbares und sündliches Leben. Hilf Herr, daß wir dereinst am jüngsten Tage in deiner herrlichen Wiederkunft Theil haben an der Auferstehung der Gerechten, so daß wir alsdann dir entgegenkommen mit Freuden und eingehen in das himmlische Vaterland, und kommen zu dem Berge Zion, in die Stadt des lebendigen Gottes, in das himmlische Jerusalem, zu der Gemeinde der Erstgebornen, zu den Seelen der vervollkommneten Gerechten, zu dir, des Neuen Testamentes einigem Mittler, und zu Gott, deinem und unserem Vater, welchem sammt dir und dem heiligen Geiste sei Dank, Lob, Preis und Ehre nun und in alle Ewigkeit. Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Lan⸗ den! Wie groß ist deine Macht im Himmel und auf Erden! Noch einmal erheben wir Herzen und Hände zu dir und sagen dir Lob und Dank für alle die große Gnade und Wohlthat, die du in der Verherrlichung deines Sohnes auch uns hast zu Theil werden lassen. Du hast den, der gehorsam war bis zum Tode, über alle Maßen erhöhet, und dadurch auch allen denen, die im Glauben mit ihm verbunden sind, ein unvergängliches, unbeflecktes und unverwelkliches Erbe im Himmel verbürgt. Laß uns dieses köstliche Erbtheil deiner Gnade nicht durch eigene Schuld und Thorheit verlieren. Reiße unser Herz los von den Banden der Sünde, daß wir nicht länger in den vergänglichen Dingen dieser Welt unser Leben suchen, sondern unablässig trachten nach dem, was droben ist, wo Christus ist. Laß allen deinen Kindern das Licht aufgehen und Freude den frommen Herzen. Trockne die Thränen der Betrübten und tröste alle Müh⸗ seligen und Beladenen mit der fröhlichen Zuversicht, daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen. Barmherziger Gott, du hast durch Christus, unsern Herrn, Großes an uns gethan; vollende das Werk deiner Gnade an unsern Seelen. Ziehe uns alle empor zu ihm, der unser Herr und Haupt ist, und laß es uns aufs gewisseste erfahren, daß er in der Kraft seiner Herrlichkeit alle Tage bei uns ist bis ans Ende der Welt. Mache uns stark und unverdrossen zum guten Kampfe des Glaubens, 4*— uns die seligen Feinde! ind auf . Ver⸗ aß vom ter den Dank⸗ heiland, ch deine es und Lage in ing der Freuden zu dem imlische len der inigem sammt re nun n Lan⸗ Noch ir Lob in der lassen. Maßen it ihm lkliches deiner Reiße länger ondern Laß mmen Müh⸗ in, die Herrn, unsern Haupt Kraft Welt. übens, 4— 39 und laß uns alles andere für Schaden achten, auf daß wir nur Christus gewinnen. Zerbrich in uns alle Fesseln der Trägheit und der Weltliebe und laß uns in der Nachfolge unsers Erlösers aus⸗ harren bis ans Ende, auf daß wir das Ende unsers Glaubens, die Seligkeit der Seele, erlangen. Du hast uns in deinem Sohne, dem geliebten, alles geschenkt; mache uns dessen so völlig gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Höhe noch Tiefe uns zu scheiden vermögen von deiner Liebe, die da ist in Christo Jesu un⸗ serm Herrn. Amen. Pfingsten. Erstes Gebet vor der Predigt. Gelobet sei Gott, der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns mit allem geistlichen Segen in den Himmeln durch Christus ge⸗ segnet hat. Allmächtiger Gott, unser Vater in Christo! Lob und Ehre sei dir, daß du dich geoffenbaret hast in deinem Sohne und durch die Ausgießung des heiligen Geistes dir eine Gemeinde auf Erden ge⸗ sammelt. Auch uns willst du von deiner heiligen Höhe deine theuren Gnadengaben senden und das helle Licht des Evangeliums in unsern Herzen aufgehen lassen. Laß uns dieses Wunder deiner Gnade über diese festlichen Tage mit heiliger Andacht betrachten. Laß deinen Geist hernieder auf alle Versammlungen, welche dieses Fest in christlicher Gemeinschaft be⸗ gehen, und auf alle Herzen, die im stillen Kämmerlein dich anrufen; in allen erwecke ein ernstliches Verlangen nach deinem Reiche, einen heiligen Hunger und Durst nach deiner Gerechtigkeit, daß sie zur Erkenntniß der Wahrheit kommen und dein Geist Zeugniß gebe un⸗ serm Geiste, daß wir Kinder Gottes sind. Segne dazu, treuer Heiland, dein theures Verdienst an uns allen, und erfülle an uns die gnadenvolle Verheißung deines heiligen Geistes; gieb auch, daß wir ihm nicht widerstreben, sondern daß unser ganzes Leben geheiligt werde durch ihn. Heiliger Geist, du Geist der Wahrheit! wir sind einmüthig ver— sammelt im Gebet und Flehen und warten auf die Verheißung von oben. Komm herab und erfülle uns mit deiner alles durchdringen⸗ den Kraft. Erleuchte uns zum Verständniß des Wortes, in welchem du uns den Rathschluß Gottes zu unserer Seligkeit offenbarest; zer⸗ streue alle Finsterniß aus unsern Herzen und reinige uns von Sün⸗ den, daß wir wiedergeboren werden im Geiste und auch an uns heute der Tag der Pfingsten erfüllet werde. Laß dazu, allgütiger Vater, die Verkündigung deines heiligen Wortes gesegnet sein, und vereinige uns in der Feier des heiligen Abendmahles mit allen, die dich anrufen, zu einer Gemeinschaft der Heiligen, die deinen Willen thun und dich preisen immer und ewig, um Jesu Christi willen, durch die Kraft deines heiligen Geistes. Amen. Unser Vater u. s. f. Zweites Gebet vor der Predigt. Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, lobe seinen heiligen Namen. Allmächtiger Gott und Vater in Christo Jesu! Wir kommen vor dein heiliges Angesicht, um dir zu danken für die gnadenreiche Ausgießung deines heiligen Geistes über die Jünger deines Sohnes. Du hast am Tage der Pfingsten die Erstlinge der Gemeinde erfüllt mit Kraft aus der Höhe und von da an nicht aufgehört, deinen Geist auszugießen über alles Fleisch. Auch uns und unsern Kindern hast du diese Verheißung gegeben und allen, die fern sind, so viele du, Herr unser Gott, herzurufen wirst. Wir sagen dir Lob und Dank für jede Gabe deines Geistes, mit der du uns bisanhin gesegnet hast, und bitten dich, du wollest in diesen festlichen Tagen deine theure Verheißung auf's neue an uns erfüllen. O Herr, wir müssen es in Demuth bekennen, daß wir deinen heiligen Geist schon oft betrübt haben mit allerlei bösen Ge⸗ danken, Worten und Werken. Vergieb es uns um deiner Gnade willen, verwirf uns nicht von deinem Angesicht, sondern schaffe in uns ein reines Herz und erneuere in uns einen befestigten Geist. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen und gieb, daß wir in deinen Wegen wandeln und deine Rechte halten und thun. Erfülle die Diener deines Wortes mit heiligem Ernste und freudigem Muthe, daß ihr Zeugniß bestehe in Erweisung des Geistes und der Kraft, und schenke dem Worte ihrer Predigt willige Auf⸗ nahme und reichliche Frucht bei allen, die es hören. Erwärme un-— sere kalten und trägen Herzen mit dem Feuer deines guten und heiligen Geistes, und erneuere uns dadurch zu lebendigen Gliedern der Gemeinde, die da rechtschaffen seien in der Liebe und in allen Stücken heranwachsen an ihm, der das Haupt ist, Christus. Laß uns besonders auch bei dem heiligen Abendmaͤhle das Zeug— niß deines Geistes empfangen, daß wir deine Kinder seien. Vereinige uns im gläubigen Genusse desselben mit dir und deinem geliebten Sohne und lege deinen Segen auf das Gelübde unserer Treue. Erhöre uns um Jesu Christi willen, in dessen Namen wir dich anrufen: Unser Vater u. s. f. Erstes Gebet nach der Predigt. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse sein Angesicht über uns leuchten! Liebreicher und gnädiger Vater in Christo Jesu! Mit Dank und Freude nahen wir uns deinem Gnadenthron an diesem Gedächt⸗ nißfeste der Ausgießung des heiligen Geistes über die Apostel in der gläubigen Zuversicht, daß du auch uns und allen deinen Kindern die Gnadengaben desselben verleihen und vermehren werdest. Du hast durch deinen Sohn uns bezeuget, du wollest deinen heiligen Geist geben allen, die dich darum bitten. So schenke uns denn, treuer Vater im Himmel, um Jesu Christi willen die werthe Gabe deines heiligen Geistes. Herr Jesu, du Sohn Gottes, der du durch deinen heiligen Geist die Apostel tüchtig gemacht hast zu dem Amte, das die Versöhnung pred das than Wui habe Gna und leuch ben, lehre allen und Tem allen allen dich einen und und Jesu über und dir, neue dir, alle vor heili reich daß dein Kire bist Gru alles Erke und Licht Erfü dam als „ lobe mmen nreiche ohnes. erfüllt deinen indern viele zeistes, wollest n uns swir n Ge⸗ Bnade ffe in Geist. ir in und zeistes Auf⸗ e un⸗ und edern allen Zeug⸗ inige ebten ufen: esicht Dank ächt⸗ der dern Du ligen denn, Habe Beist mung 41 predigt, wir danken dir herzlich für dieses Zeugniß deiner Knechte, das sie in deiner und deines Geistes Kraft allen Völkern kund ge⸗ than durch einen heiligen und unsträflichen Wandel und mit vielen Wundern bestätigt und endlich auch mit ihrem Blute versiegelt haben. Mache dasselbe kräftig an unsern Herzen und gieb uns Gnade, daß auch wir es aufnehmen und erfahren als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. O heiliger Geist, du Geist des Vaters und des Sohnes, er⸗ leuchte unsern dunkeln Verstand; lehre uns für und für recht glau⸗ ben, recht beten, recht thun und lassen, recht reden und schweigen; lehre uns alles, was zur Seligkeit nothwendig ist. Behüte uns vor allem gefährlichen und verderblichen Irrthum; heilige unseren Willen und unser ganzes Gemüth; wohne in uns als in deinem heiligen Tempel. Tröste uns in allen unsern Anfechtungen; stehe uns bei in allen Versuchungen; führe, ziehe und treibe uns ohne Unterlaß zu allem Guten. Bleibe bei uns so beständig und mächtig, daß wir dich nimmermehr mit beharrlichen Sünden betrüben. Mache unser einen jeden tüchtig zu seinem Berufe in Christus. Heilige uns ganz und gar, durch und durch, damit unser ganzer Geist sammt Seele und Leib unsträflich bewahret werde auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Dir, dem Vater aller Gnade, der seinen Geist ausgießen will über alles Fleisch; dir dem Sohne des Vaters, der durch sein Leiden und Sterben uns armen Sündern den heiligen Geist erworben hat; dir, dem Geiste des Vaters und des Sohnes, der unsere Herzen er⸗ neuert und alle Erlösten vereinigt zu der heiligen christlichen Kirche; dir, dem dreieinigen Gott, sei Lob und Ehre, Preis und Dank in alle Ewigkeit! Amen. Zweites Gebet nach der Predigt. Neige dich, o Gott, zu unserm Gebet und verbirg dich nicht vor unserm Flehen. Herr, unser Gott, wir sagen dir Lob und Dank, daß du über diese heiligen Tage uns abermals begehen lässest das Gedächtniß der gnaden⸗ reichen Ausgießung des heiligen Geistes über die Apostel deines Sohnes. Wir preisen dich für diese theuerwerthe Gabe und danken dir, daß du die Botschaft des Heiles auch zu uns gesendet und durch deinen Geist uns geheiligt hast zu einer Gemeinde des Herrn. Deine Kirche stehet fest in deiner Kraft, denn du bist bei ihr allezeit; du bist ihre Zuversicht und ihre Stärke; du wirst sie erhalten auf dem Grunde, auf dem sie gebaut ist, Jesus Christus. Gott aller Gnade, gieße deinen Geist immer reichlicher aus über alles Fleisch, daß alle Herzen sich dir aufthun, und alle Lande deiner Erkenntniß voll werden. ö Segne, du Geber aller Gaben, insbesondere unsere Obrigkeit und alle, die da vorstehen der Gemeinde. Erleuchte sie mit dem Lichte deiner Weisheit und weihe sie zu Werkzeugen deines Reiches. Erfülle mit deinem Geiste alle Diener deines heiligen Evangeliums, damit dein göttliches Wort unter uns wachse und zunehme und sich als ein Wort des Lebens zum Leben erweise an allen, die es ver⸗ 42 kündigen und die es hören. Heilige alle Haushaltungen und Schulen zu Wohnungen deiner Ehre, damit ein frommes Geschlecht aufblühe und die Tugenden dessen verkündige, der uns von der Finsterniß berufen hat zu seinem wunderbaren Lichte. Schenke den Geist der Geduld allen Bekümmerten und Angefochtenen, richte auf die Ge⸗ beugten, tröste die Leidtragenden, und laß uns jederzeit durch den Geist deines Sohnes einen freien Zugang finden zu deiner Gnade. Barmherziger Gott und Vater! Rüste auf die Zeit der letzten Noth uns aus mit deinem heiligen Geiste, daß er uns vertrete mit unaussprechlichen Seufzern, wenn wir nicht mehr beten können. Hilf uns unsern Lauf selig vollenden und mache uns tüchtig, einzugehen in die Versammlung der Gerechten, welche dich sammt dem Sohne und dem heiligen Geiste loben und preisen von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen. Drittes Gebet nach der Predigt. Lasset uns nochmals unsere Herzen zu Gott erheben und beten: Herr, allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Wir preisen dich an dem heutigen Tage mit demüthigem und dankbarem Herzen für deine Segnungen in Jesus Christus, die du uns bekräftigt und be— siegelt hast in der Ausgießung deines Geistes über seine Jünger und Apostel. lHerr unser Gott, laß die Gnadenwirkungen deines heiligen Geistes immerfort an uns kräftig sein. Gieb denselben noch immer— dar deinen Dienern, durch welche du dein Evangelium uns verkün⸗ den lässest, daß ihre Predigt nicht bestehe in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft. Mache uns alle nach Seele und Leib zu Tempeln deines Geistes, daß er in uns wohne und mit seinem Lichte alle Finsterniß aus unsern Herzen vertreibe. Hilf uns wandeln in unserm Berufe, wie es sich gebührt, mit aller Demuth, Sanftmuth und Geduld, daß wir einander tragen in der Liebe und uns befleißen, zu halten die Einigkeit des Geistes durch das Band des Friedens. Lehre uns allezeit thun nach deinem Willen, dein guter Geist leite uns auf ebener Bahn. Wenn wir straucheln und fallen, so überlaß uns nicht unserm eigenen, irrgeleiteten Geiste, sondern gieb uns einen neuen, gewissen Geist, der uns aus der Versuchung heraus⸗ führe und uns lehre wachen und beten, damit wir fest und standhaft werden in allem guten Wandel. In allen Trübsalen und Anfechtungen gieb uns den heiligen Geist als den rechten Tröster in unsere Herzen, damit unser Glaube in der Kreuzesprobe nicht abnehme, sondern vielmehr gemehret und gestärkt werde. Denen, die um ihrer Sünden willen angefochten und geängstigt sind, bringe wieder die Freude deines Heils und richte sie auf, daß sie gewiß werden des Trostes der Vergebung. Uns allen, die wir heute im heiligen Abendmahle das Pfand deiner erlösenden Liebe in Christo empfangen möchten(haben), gieb in deinem heiligen Geiste das Siegel unserer Kindschaft und das Pfand unsers Erbes auf den Tag unserer vollkommenen Erlösung, 4 un lic lig dal du: seli lob hei Ge Er schi in so ein im alle und bef der ang Kir das nich er (M Schulen ufblühe nsterniß eist der die Ge⸗ uch den Gnade. letzten ete mit Hilf jugehen Sohne Ewig⸗ beten: en dich en für nd be⸗ er und eiligen mmer⸗ erkün⸗ Gorten Kraft. zeistes, ß aus e, wie „ daß en die Geist »n, so 1 gieb raus⸗ idhaft iligen laube t und gstigt „daß fand gieb das sung, ————9 43 und verleihe uns, daß wir diesen Geist niemals betrüben mit fleisch⸗ lichem Sinn und leichtsinnigem Weltleben. Herr, unser Gott, lehre, leite und stärke uns durch deinen hei⸗ ligen Geist in unserm ganzen Lebenslaufe, auf daß wir ihn auch dann als einen kräftigen Tröster in uns spüren mögen, wenn wir durch das finstere Todesthal aus dieser Welt eingehen werden in die selige Ewigkeit, wo wir dich und deinen geliebten Sohn ewiglich loben und mit allen Verklärten frohlocken werden: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, unser Gott! Amen. Die heiligen Handlungen. Die heilige Taufe. . Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Unsere Hülfe steht in der Kraft des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat. Wertheste Taufzeugen! Da ihr hier an heiliger Stätte er⸗ schienen seid, um dieses Kind(diese Kinder) durch die heilige Taufe in die Gemeinschaft unseres Herrn Jesu Christi aufnehmen zu lassen, so höret und bedenket, wie unser Herr und Heiland die Taufe als ein Bundeszeichen des Neuen Testamentes eingesetzt hat. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker und taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.(Matth. 28, 18— 20.) Abkürzung für den Gebrauch in großen Gemeinden, in denen die Taufe beim Gottesdienst verrichtet wird: Wertheste Taufzeugen! Ihr wollet, daß dieses Kind(diese Kinder) durch die heilige Taufe in die Gemeinschaft unsers Herrn Jesu Christi aufgenommen werde(werden) nach seinem Worte: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker und taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch be— fohlen habe. Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.(Matth. 28, 18—20.) Vernehmet darum u. s. w. Vernehmet ferner, wie Jesus auch die Kinder zu seinen Reichs⸗ angehörigen erklärt hat, als er zu seinen Jüngern sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm sie in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. (Mark. 10, 14-16.) Weil nun der Herr auch der Kinder Heiland sein will, so lasset —44 uns dieses Kind(diese Kinder), so viel wir vermögen, ihm zubringen, das ist, durch die Taufe in seine Gemeinschaft aufnehmen, und ihm (ihnen) das Zeichen des Bundes und Volkes Gottes geben. Gott verleihe seine Gnade dazu! Also lauten die Artikel des christlichen Glaubens, darauf das Kind(die Kinder) getauft und darauf es(sie) auch soll(sollen) unter⸗ wiesen werden. Ich glaube an einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn. Der empfangen ist von dem heiligen Geiste, geboren aus Maria der Jungfrau. Der gelitten hat unter Pontius Pilatus, ist gekreuziget, gestorben und begraben worden, hinabgefahren zu der Hölle. Am dritten Tage wiederum auferstanden von den Todten. Aufgefahren ist in die Himmel, wo er sitzt zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vakers. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Ich glaube an den heiligen Geist. Eine heilige, allgemeine, christliche Kirche, die da ist eine Gemein⸗ schaft der Heiligen. Verzeihung der Sünden. Auferstehung des Leibes. Und ein ewiges Leben. Amen. Lasset uns nun Gott bitten für dieses Kind(diese Kinder) um den Glauben, und daß die Taufe inwendig durch den heiligen Geist geschehe und betet alle mit einander also: Allmächtiger Gott, liebreicher, himmlischer Vater! Wir bitten dich im Namen unsers Herrn Jesu Christi, du wollest nach deiner unendlichen Barmherzigkeit gnädig ansehen dieses dein Kind(diese deine Kinder) und an ihm(ihnen) die Taufe, dieses Bundeszeichen deiner Gnade, kräftig sein lassen. Schenke ihm lihnen) die geistlichen Bundesgüter und Segnungen, die dadurch bezeichnet und versiegelt werden, die Kraft des Blutes Jesu zur Verzeihung der Sünden, und die Wirkung des heiligen Geistes zur Heiligung. Erhalte, barmherziger Vater, dieses Kind, das(diese Kinder, die) dir im Glauben übergeben wird(werden), in deiner Liebe. Umfasse es(sie), o theurer Heiland, mit deiner Gnade! Leite und regiere es(sie), o du Geist der Erkenntniß und des Lebens, mit deinem Licht und deiner Kraft, damit es(sie) im Bekenntniß der Wahrheit und im Fleiße der Tugend und Gottseligkeit aufwachsen möge(mögen). Schenke zu dem Ende hin, barmherziger Vater, den Eltern und Taufzeugen die Gnade, daß sie es(dieselben) in deiner Furcht und Erkenntniß als ein Glied(Glieder) der Kirche Christi zu einem frommen Christenwandel auferziehen, damit es, seines(sie, ihres) Taufgelübdes eingedenk, Jesu täglich nachfolge(nachfolgen) und ihm in freudigen sowohl als widerwärtigen Tagen mit wahrem Glauben, fester Hoffnung und inbrünstiger Liebe anhange(lanhangen), auf daß bitt und eine soll erm cher stän Kin wer uns So Tar auck und lüb trer getz Erd der ringen, id ihm Gott If das unter⸗ chöpfer unsern Maria torben . Hand n und mein⸗ ) um Geist bitten deiner (diese eichen lichen iegelt nden, halte, rim (seh, (sie // und im gen). und und inem hres) ihm iben, daß — 4⁵ es(sie) endlich dieses hinfällige Leben nach deinem Willen in wahrer Buße und unter Versicherung verziehener Sünden getrost verlassen und am jüngsten Tage, an dem allgemeinen Gerichte deines Sohnes, unerschrocken erscheinen und die ewige Seligkeit finden möge(mögen), durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit dir lebt und regiert, in Einigkeit des heiligen Geistes, ein Gott in Ewigkeit. Amen. Abkürzung für den Gebrauch in großen Gemeinden, in denen die Taufe beim Gottesdienst verrichtet wird: Nach den Worten: dieses Bundeszeichen deiner Gnade kräftig sein lassen: Erhalte, o Vater, dieses Kind(diese Kinder) in deiner Liebe, und schenke den Eltern und Taufzeugen die Gnade, daß sie es als ein Glied(dieselben als Glieder) der Kirche Christi zu einem frommen Christenwandel auferziehen, damit es, seines(sie, ihres) Taufgelübdes eingedenk, in freudigen und widerwärtigen Tagen Jesu nachfolge(nachfolgen) und endlich unter Versicherung verziehener Sünden vor dem Ge⸗ richte deines Sohnes erscheinen und die ewige Seligkeit finden möge(mögen), durch unsern Herrn Jesus Ehristus, der mit dir lebt und regiert, in Einigkeit des heiligen Geistes, ein Gott in Ewigkeit. Amen. Betet weiter mit Andacht: Unser Vater u. s. f. Wertheste Taufzeugen! Da ihr euch von den Eltern habet er— bitten lassen, dieses Kind(diese Kinder) zur heiligen Taufe zu bringen und in ihrem Namen hier öffentlich zu bezeugen, daß es(sie) durch eine christliche Auferziehung dem Herrn, unserm Gott und Heiland, solle(sollen) zugeführt werden, so seid ihr in diesem unsern Herrn ermahnet, dieselben, wo es die Noth erfordert, dieses ihres Verspre⸗ chens und ihrer Schuldigkeit ernstlich zu erinnern, und nach euern Um⸗ ständen und Vermögen zu rathen und zu helfen, daß dieses Kind(diese Kinder) zur Ehre Gottes, dem wir es(sie) hier darbringen, erzogen werde(werden). So ihr nun solches thun wollet, so sprechet Ja. Wollet ihr nun, daß dieses Kind getauft werde in der Taufe unsers Herrn Jesu Christi, so sprechet Ja und nennet das Kind. N. N. Ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.— Gott verleihe dir(euch), daß, wie du(ihr) jetzt in der heiligen Taufe mit reinem Wasser bist(seid) begossen worden, du(ihr) also auch am jüngsten Tage von Sünden gereinigt vor Gott erscheinen und ewig selig werden mögest(möget). Uns allen aber verleihe Gott die Gnade, uns unsers Taufge⸗ lübdes ernstlich zu erinnern, und demselben in unserm Wandel ge⸗ treu zu verbleiben, damit wir uns dessen im Leben und im Sterben getrösten können. Amen. 2. Unsere Hülfe stehet in der Kraft des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat. Amen. 2— Sehet, welche große Liebe uns der Vater erzeigt, daß wir Kin⸗ der Gottes heißen sollen. Er hat uns zu Erstlingen seiner Geschöpfe 46 gemacht durch das Wort der Wahrheit, und will uns alle sammeln zu einer Herde unter einem Hirten. Darum hat der Heiland zu seinen Jüngern gesprochen: Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, und taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch be— fohlen habe. Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt. Und auch die Kinder will er aufnehmen in sein Reich nach seinem Wort: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. So weihen wir ihm denn auch dieses Kind(diese Kinder) und bezeugen, daß es(sie) getauft werden soll(sollen) auf den Glauben an Gott, den allmächtigen Schöpfer und Vater, der uns berufen hat zu seiner Kindschaft und zum ewigen Leben, an Jesus Christus, den Sohn Gottes, in welchem wir die Erlösung haben von unsern Sünden und die Versöhnung mit Gott, und an den heiligen Geist, der Glauben, Liebe, Hoffnung in uns wirkt und uns erneuert nach dem Bilde Gottes zu wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. Wir ertheilen ihm(ihnen) die heilige Taufe als Zeichen, Siegel und Pfand, daß es(sie) innerlich gereinigt werden soll(sollen) von aller Sünde durch die Gnade Gottes in Christus. Darum seid ihr, wertheste Taufzeugen, hier an heiliger Stätte (vor versammelter Gemeinde) erschienen, um dieses Kind(diese Kinder) aufnehmen zu lassen in den Schoß der christlichen Kirche, und im Namen der Eltern öffentlich zu bezeugen, daß es(sie) zur Ehre Gottes und in der Zucht und Ermahnung des Herrn erzogen werden soll (ollen). Ihr nehmet damit die Verpflichtung auf euch, zu einer solchen Erziehung den Eltern nach Kräften beizustehen, und diesem Kinde (diesen Kindern) mit Rath und That christliche Handreichung zu thun. Uns allen aber, die wir dieser Feier beiwohnen, gebe Gott die Gnade, uns unsers Taufgelübdes zu erinnern und zu bedenken, was wir, die Gemeinde der Erwachsenen, den Kindern schuldig sind, damit wir keinem dieser Kleinen ein Aergerniß geben und allezeit das Wort unsers Herrn vor Augen haben: Was ihr einem dieser Geringsten thut, das habet ihr mir gethan! Und wer ein solches Kind auf⸗ nimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Und so lasset uns Gott anrufen um seinen Segen: Ewiger Gott, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, in deine Hand legen wir dieses Kind(diese Kinder), daß du es(sie) segnest. Laß durch deine Kraft an ihm(ihnen) zur Wahrheit werden, was die äußere Hand⸗ lung dieser Taufe ihm(ihnen) abbildet und verbürgt. Tauche es(sie) ein in den Lebensstrom deiner Gnade und heilige es(sie) dir zum Eigenthum. Nimm es(sie) auf in dein Reich. Laß es dein Kind(sie deine Kinder) sein in Jesu Nachfolge und drücke das Bild seines Lebens und Sterbens von früh auf in seine(ihre) Seele, damit es (sie) nicht sich selbst lebe(leben), sondern ihm, der es(sie) theuer er⸗ kauft hat. Erfülle es(sie) mit deinem heiligen Geiste, dem Geist der Wahrheit und der Liebe. Laß nimmer ab von ihm(ihnen) mit deiner Gnade, sondern behüte und stärke, läutere und heilige es(sie) fort und fort, daß es sei und bleibe(sie seien und bleiben) ein le⸗ —— nmeln nd zu n alle Reich ret es )und auben erufen ristus, insern Geist, nach Wir und aller Stätte inder) d im Ehre en soll olchen Kinde thun. tt die was damit Wort igsten auf⸗ was wir deine hand⸗ (sie) zum d(sie seines lit es r er⸗ t der mit (sie)⸗ n le⸗ ————————*———.—.— bendiges Glied(lebendige Glieder) in der Gemeinde deiner Heiligen, die gebaut ist auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist. Ewiger, heiliger Gott, mache den Segen der Taufe allezeit unter uns wirksam, und laß die Gemeinde, die dich im Geist und in der Wahrheit anbetet, wachsen mit jedem Tage, daß die Erde voll werde deiner Erkenntniß. Amen. Unser Vater u. s. f. Wollet Ihr denn, daß dieses Kind(diese Kinder) getauft werde (werden) in der Taufe unsers Herrn Jesu Christi, so sprechet Ja und nennet das Kind(die Kinder). N. N. Ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Der Gott aller Gnade, der dich(euch) berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Jesu Christo, der wolle dich(euch) völlig berei⸗ ten, kräftigen, festgründen und durch seine Macht bewahren zum ewigen Leben. Er wolle uns allen seine Gnade und seinen Frieden schenken, damit wir sein seien im Leben und im Sterben. Amen. Konfirmation. Anfangsgebet. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserm Herrn Jesus Christus. Amen. Lasset uns mit Andacht und im Glauben beten: Herr, allmächtiger Gott, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir nahen dir mit Lob und Dank für die Gnade, daß du uns den Weg der Erkennt⸗ niß und des Heiles aufgeschlossen hast, und alle die unaussprechlichen Segnungen, die du uns in deiner erbarmenden Liebe durch unsern Herrn Jesus Christus bereitet hast, treten in dieser feierlichen Stunde vor unsere Seele. Laß uns den Ernst derselben bedenken; sie erinnert uns, wie du ein Geschlecht nach dem andern dem Ziele der ewigen Herrlichkeit entgegen führen willst. Auch an dieser hier versammelten Kinder⸗ schaar willst du deine Gnade offenbaren; wir preisen dafür deinen hei⸗ ligen Namen. Du hast sie in der heiligen Taufe schon als deine Kinder in Christo angenommen, hast sie bisher gnädig erhalten und ihnen den Weg zur Erkenntniß und zum Glauben gebahnt; wir sagen dir Lob und Dank für alle Barmherzigkeit und Treue, die du an ihnen gethan, und bitten, daß du uns um Jesu Christi willen vergebest, wo wir es am heiligen Ernste haben fehlen lassen, sie dir und deinem geliebten Sohne, unserm Herrn und Heiland, zuzuführen. Treuer Vater, erneuere heute deine Gnade an ihnen, und be⸗ gleite sie und uns alle, die wir betend vor dir stehen, mit deinem heiligen Geiste in dieser Stunde, in der sie das Bekenntniß ihres Glaubens und das Gelübde ihrer Treue vor dir ablegen wollen. Rüste du ihre Seelen, erleuchte und erwecke sie, daß sie nicht bloß mit dem Mund bekennen, sondern es tief in ihrem Herzen empfin⸗ den, das sei das ewige Leben, daß sie erkennen dich, den einigen wahren Gott, und den, welchen du gesendet hast, Jesus Christus. Herr, unser Heiland, nimm du selbst sie auf unter die Schafe deiner Herde, und nimm dich ihrer Schwachheit an; verzeihe ihnen die Sünden ihrer Jugend, und laß sie in dieser Stunde die ver⸗ söhnende Kraft deines Todes erfahren, daß das heilige Verlangen sie erfülle, dir anzugehören im Leben und im Sterben, daß nichts mehr sie von deiner Liebe scheide. Laß diesen Kindern und uns allen, die wir hier mit unserer Fürbitte sie umgeben, diese Stunde gesegnet sein, daß wir alle be⸗ festigt werden im Glauben und in der Liebe zu dir, unserm Herrn und Heiland, Jesus Christus. Amen. Unser Vater u. s. f. (Konfirmationsrede.) Bekenntniß und Gelübde. Bereitet euch nun, vor Gott und seiner Gemeinde das Bekennt⸗ niß euers Glaubens und das Gelübde euerer Treue abzulegen. 1. Glaubet ihr an Gott, den allmächtigen Schöpfer und Vater, also daß ihr ihn über alles ehren und lieben und seinem heiligen Willen gehorchen wollet alle Tage euers Lebens, so sprechet: Ja,(Gott stärke uns!) 2. Glaubet ihr an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der uns von Sünde und Tod erlöset und uns das ewige Leben erworben hat, und begehret ihr als seine Jünger treu an ihm zu hangen und in ihm zu bleiben, so sprechet: Ja,(mit Gottes Gnade!) 3. Glaubet ihr an den heiligen Geist, der auch eure Seelen erneuern, trösten und heiligen will, und wollet ihr immerdar ernst⸗ lich um seinen Beistand bitten, euch seiner Leitung ohne Wanken überlassen, und euch auf den Grund des Wortes Gottes als treue und lebendige Glieder der evangelischen Kirche erweisen, so sprechet: Ja,(Gott helfe uns!) Einsegnung. Das bestätige Gott der Vater, der Sohn und der heilige Geist Amen. Ihr habet nun durch euer Bekenntniß und Gelübde feierlich den Bund euerer Taufe bestätigt, und als verordneter Diener Christi bekräftige auch ich im Namen des Herrn euch alle damit verbunde— nen Verheißungen und Segnungen, und gebe euch die Erlaubniß, auf das kommende heilige Fest am Tische des Herrn zu erscheinen und von nun an Theil zu nehmen an der Feier des heiligen Abendmahles. Kommet mit einem Herzen voll Buße und Glauben, und nehmet mit den heiligen Zeichen des Leibes und Blutes Christi das Pfand der Gnade Gottes, nehmet ihn selbst, euern Herrn, in euere Seelen auf, daß er in euch lebe und in euch bleibe. Der Herr segne euer erstes Abendmahl, und lasse euch heran⸗ wachsen zu lebendigen Gliedern seiner Gemeinde. (Bestätiget nun euer Bekenntniß durch ein Handgelübde vor Gott.) noch die d mit d Ja u in d und führe Sünd Wein Vater hören deiner und hernie der H sich se und 1 vor d sie tr. schwar wiede sie du sie ei alle X das und l Herrn auch i betend stärkt kämpf keit,‚ d 2 Jesus ganz bewah munior tagsgeb 0 niß de den einigen Christus. die Schafe zeihe ihnen de die ver⸗ Verlangen daß nichts nit unserer dir alle be⸗ erm Herrn s Bekennt⸗ legen. und Vater, m heiligen et: 5, der uns erworben jangen und ure Seelen rdar ernst⸗ e Wanken als treue o sprechet: ilige Geist e feierlich ner Christi verbunde⸗ übniß, auf einen und ndmahles. ud nehmet jDas Pfand re Seelen ich heran⸗ vor Gott.) Schlußgebet. Gnädiger und barmherziger Gott und Vater! Zu dir erheben wir noch einmal unsere Herzen in heißem Gebet und Flehen für diese Kinder, die du in deinen Gnadenbund aufgenommen, und die nun von Neuem mit dir und deinem geliebten Sohne in heilige Gemeinschaft getreten sind. O sprich du selbst jetzt zu ihrem Bekenntniß und Gelübde das Ja und Amen, vollziehe du die Geistesweihe an ihnen und nimm sie in die heilige Obhut deiner Gnade und Liebe. Deiner Leitung und Führung übergeben wir sie für die ganze Zeit ihres Lebens; führe sie an deiner treuen Vaterhand, daß keines verirre, keines in Sünden verloren gehe, sondern alle lebendige Schosse werden an dem Weinstocke, und Früchte bringen zu deiner Ehre. Theurex Heiland, siehe sie an, diese Schafe deiner Herde, die der Vater in deine Hand gegeben. Dir wollen sie folgen und deine Stimme hören, daß du ihnen das ewige Leben gebest, und Niemand sie aus deiner Hand reiße. Sei du ihr Licht und ihre Kraft, ihre Freude und ihr Trost, und laß den vollen Segen des Gottesreiches auf sie hernieder. Laß sie in beständigem Wachen und Beten nach dem Ziele der Heiligung ringen; hilf ihnen im Kampfe mit der Welt und mit sich selbst zum Siege; hilf ihnen zu den rechten Höhen des Glaubens und der Liebe empor; bewahre sie in der Demuth, und behüte sie vor dem Bösen, vor aller Trägheit und allem Wankelmuth. Wenn sie treu bleiben, so laß sie dir die Ehre geben; wenn sie im Kampfe schwach sind, so sei du ihre Kraft; wenn sie straucheln, so richte sie wieder auf; wenn sie Freude haben, so schenke ihnen Weisheit; wenn sie durch Trübsale wandeln, so leuchte du ihnen voran; und wenn sie einmal von der Welt scheiden, so nimm sie zu dir und erfülle alle Verheißungen deiner Gnaͤde an ihnen. Geist des Vaters und des Sohnes, komm hernieder und vollende das Werk der Gnade an ihren Seelen. Leite sie in alle Wahrheit und bleibe bei ihnen in Ewigkeit, daß sie dem Herrn leben und dem Herrn sterben, eingedenk ihrer himmlischen Berufung. Erneuere aber auch in uns allen das Gedächtniß der feierlichen Stunde, da wir also betend vor Gott, unserm Herrn, standen, daß wir alle innerlich ge⸗ stärkt und erbaut hinweg gehen, einen guten Kampf des Glaubens kämpfen, und uns dereinst beigelegt werde die Krone der Gerechtig⸗ keit, die du verheißen hast allen, welche deine Erscheinung lieb haben. Anbetung, Preis und Ehre sei dir, dem Vater, und dem Sohne Jesus Christus und dem heiligen Geiste. Amen. Gehet nun hin im Frieden! Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar, daß euer ganzer Geist sammt Seele und Leib unsträflich bewahrt werde auf die Zukunft Jesu Christi, unsers Herrn. Amen. Das heilige Abendmahl. Am Schlusse des Festgebetes ist das nachfolgende Votum zu lesen. Am Kom⸗ munionstage vor dem Beitage tritt dasselbe an den Schluß eines gewöhnlichen Sonn⸗ tagsgebetes. Gott verleihe uns armen Sündern, daß wir das Wiedergedächt⸗ niß des Leidens und Sterbens Jesu Christi seines Sohnes, mit buß⸗ 4 fertigem, gläubigem und versöhnlichem Herzen mit einander begehen mögen. Er wolle auch alle Glieder unserer christlichen Gemeinde, welche wegen Krankheit oder anderer unvermeidlicher Hindernisse nicht mit der uns zum Tische des Herrn gehen können, die tröstliche Versicherung ö 6 erfahren lassen, daß auch sie ohne das äußerliche Genießen des Brotes ů(6, und Weines durch die Kraft des heiligen Geistes mit ihrem Herrn ö Leb neu vereinigt und im Glauben seines Verdienstes theilhaft werden lebe können. x ich Diejenigen Glieder unserer Gemeinde, welche das heilige Abend⸗ wal mahl(ijetzt) nicht mit uns genießen, werden entlassen unter dem Segen moeit des Herrn(und mit der Bitte, der Armen in ihrem Almosen eingedenk in zu sein). ů ö ist g Die heilige Handlung. 1 3089 ö Verf ö hat Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. ö Andächtige und Geliebte! Da uns Gott zum Genusse des heiligen des Abendmahls einladet, so lasset uns ihn um seinen Beistand und Segen ö anrufen: ö O allmächtiger, ewiger Gott! Verleihe uns armen Sündern, der daß wir die Feier der Danksagung, die dein eingeborner Sohn, unser ö Herr und Erlöser Jesus Christus, zum Gedächtniß seines Todes ver⸗ 4 und ordnet hat, mit rechter Treue und Glauben vollbringen durch Jesus Christus deinen Sohn, der mit dir lebt und regiert in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott in die Ewigkeit! Amen. ö Gott. Vernehmet nun die Ermahnung des Apostels Paulus zu einem würdigen Genusse des heiligen Abendmahls(1. Kor. 11, 26- 29): ö die 2 So oft ihr dieses Brot esset und diesen Kelch trinket, sollet ihr den ů Tod des Herrn verkündigen, bis daß er kommt. Welcher nun un⸗ 5 würdig dieses Brot ißt oder diesen Kelch trinkt, der wird schuldig ö schaft sein des Leibes und Blutes des Herrn. Der Mensch aber bewähre ö sich selbst und also esse er von dem Brote und trinke von dem Kelche. ö Denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich selbst das Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Erhebet nun euere Andacht und preiset die Gütigkeit unseres Gottes: 4 unser⸗ Ehre sei Gott in den Höhen! 2 Und Friede auf Erden! und 3 An den Menschen ein Wohlgefallen! 2536 Wir loben dich, wir preisen dich. sich se Wir beten dich an, wir verehren dich. ob er Wir sagen dir Dank um deiner großen Ehre und Gutthat willen, ö Gnade o Herr Gott, himmlischer König, Vater, Allmächtiger! sich ni O Herr, du eingeborner Sohn, Jesu Christ, du Lamm Gottes, sich a der du hinnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser! christli Der du hinnimmst die Sünden der Welt, nimm an unser Gebet! Der du sitzest zu der Rechten des Vaters, erbarme dich unser! barnn Denn u bist der Heilige wir: gehen welche t mit erung zrotes Herrn derden hend⸗ Segen zedenk ligen ligen degen dern, unser ver⸗ Jesus t des inem 29): den un⸗ üldig ähre elche. das ttes: llen, ttes, bet! ser! 51 Du bist der Herr. Du bist der Höchste, o Jesu Christ, mit dem heiligen Geist, in der Ehre Gottes des Vaters. Amen. Vernehmet ferner die Worte Jesu aus dem Evangelium Johannes (6, 47. 48. 51. 55, 56. 63.).; Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. So jemand von diesem Brot ißt, der wird in Ewigkeit leben. Aber das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Der Geist aber ist es, der da lebendig macht, das Fleisch ist gar nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und Leben. Gott sei gelobt und ihm gedankt. Er wolle uns jetzt eine freudige Versicherung der Vergebung unserer Sünden schenken, wie er verheißen hat denen, die da glauben und sich zu ihm bekennen. Lasset uns nun ein öffentliches Bekenntniß unsers Glaubens ablegen: Ich glaube an einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn. Der empfangen ist von dem heiligen Geiste, geboren aus Maria der Jungfrau. Der gelitten hat unter Pontius Pilatus, ist gekreuziget, gestorben und begraben worden, hinabgefahren zu der Hölle. Am dritten Tage wiederum auferstanden von den Todten. Aufgefahren ist in die Himmel, wo er sitzt zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Ich glaube an den heiligen Geist. Eine heilige, allgemeine, christliche Kirche, die da ist eine Gemein⸗ schaft der Heiligen. Verzeihung der Sünden. Auferstehung des Leibes. Und ein ewiges Leben. Amen. Lasset uns nun, liebe Christen, nach der Ordnung und Einsetzung unsers Herrn Jesu Christi das Brot essen und den Trank trinken, wie er uns geheißen hat, zum Wiedergedächtniß seiner Liebe, zu Lob und Dank dessen, daß er den Tod für uns erlitten und sein Blut um unserer Sünden willen vergossen hat. Darum prüfe und bewähre sich selbst ein jeder, ob ihm seine Sünde von Herzen leid sei, und ob er seine Zuversicht und seinen Glauben einzig und allein auf die Gnade Gottes setze, die uns in Jesus Christus erschienen ist, damit sich niemand für einen Gläubigen ausgebe, der es aber nicht sei, und sich an dem Tode des Herrn verschulde, auch niemand sich an der christlichen Gemeinde als dem Leibe Christi versündige. Darum erhebet euere Herzen zu Gott und betet: O Herr, allmächtiger Gott, der du nach deiner unendlichen Er⸗ barmung uns als deine Kinder aus freien Gnaden aufgenommen, wir sagen dir Lob und Dank für die große und unaussprechliche Wohlthat, daß du deinen einigen geliebten Sohn, unsern Herrn Jesus Christus, für unsere Sünden in den Tod gegeben hast. Schenke uns die Gnade, daß wir mit keiner Heuchelei oder Falschheit dich, die un⸗ betrügliche Wahrheit, erzürnen. Herr, behüte uns, daß dein Name und deine Ehre um unsers Lebens willen nirgends geschmähet werde. Herr, mehre in uns allezeit den wahren, durch die Liebe thätigen Glauben und das kindliche Vertrauen zu dir, der du lebest und regierest, Gott in die Ewigkeit! Amen. Unser Vater u. s. f. Jetzt höret mit Ernst und Glauben, wie Christus Jesus das Nacht⸗ mahl begangen, und wie er dasselbe mit Glauben und Dankbarkeit zu begehen eingesetzt habe: Jesus, in der Nacht, da er verrathen und in den Tod hingegeben ward, hat Brot genommen, und als er es gesegnet, hat er es gebrochen und den Jüngern gegeben und gesprochen: Nehmet, esset; dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird; das thut, meiner zu ge⸗ denken. Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt, hat er ihnen denselben gegeben und gesprochen: Trinket aus diesem alle; denn das ist mein Blut, das Blut des Neuen Testamentes, welches vergossen wird für viele zur Verzeihung der Sünden. Gott verleihe uns die Gnade, daß wir das heilige Abendmahl würdig, in Glauben und Liebe mit einander begehen mögen. Amen. Nach dem Genu sse des heiligen Abendmahls. Andächtige und Geliebte! Dieweil wir nun das heilige Abend⸗ mahl mit einander genossen haben, so lasset uns des Herrn Gnade mit Herz und Mund lobpreisen: Ich will dich loben, mein Gott, und deinen Namen preisen immer und ewiglich. Denn alles Erdreich ist deiner Güte, Treue, Herrlichkeit und Barmherzigkeit voll. Darum danke dem Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, preise seinen heiligen Namen. Der alle deine Missethat verzeiht und heilet alle deine Gebrechen. Barmherzig und gnädig ist der Herr, langmüthig und von großer Güte. Er hat mit uns nicht gehandelt nach unsern Sünden, und hat uns nicht vergolten nach unserer Missethat und nach unserm Verdienen. Denn so hoch der Himmel ob der Erde ist, und so weit der Aufgang von dem Niedergange; also weit übertrifft seine Güte und Barmherzigkeit alle unsere Missethat. Und wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmet, also hat sich Gott über uns erbarmet. Denn da wir noch in Sünden und seine Feinde waren, gab er uns seinen einigen Sohn, daß wir durch ihn lebten. Der hat uns sein Fleisch und Blut zu einer rechten Speise ge⸗ macht, und uns mit seinem Tode zum ewigen Leben gebracht. Der ist das Lamm Gottes, die Begnadigung für unsere Sünden, das einzige und vollkommene Gnadenpfand. 9 hesus ö Denn so uns Gott seinen lieben Sohn geschenkt und denselben uns für uns in den Tod gegeben hat, wird er uns nichts mehr versagen, un⸗ sondern immerdar gnädig, treu und barmherzig sein. dame Darum soll mein Mund und Herz des Herrn Lob auskünden erde. und hoch preisen.— ö tigen Und alle Menschen seine Güte und Erbarmung immer und ewig erest, loben, durch unsern Herrn und Heiland, Jesus Christus. Amen. Jetzt bedenket mit Ernst, was für eine große, heilige Handlung wir nach der Verordnung des Herrn begangen. Wir haben nämlich acht⸗ bezeuget in dankbarem Glauben, daß wir alle arme Sünder, aber kieit durch den hingegebenen Leib und das vergossene Blut uͤnsers Herrn Jesu Christi von Sünden gereinigt und von dem ewigen Tode er⸗ löset seien. Auch haben wir gelobet, christliche Liebe, Treue und jeben Dienstfertigkeit je eines gegen das andere zu halten. So sollen wir ochen nun Gott treulich bitten, daß er uns allen verleihe, das Gedächtniß S ist des bittern Leidens und Sterbens unsers Heilandes mit festem Glau⸗ ge⸗ ben also zu bewahren, daß wir täglich allem Bösen absterben und it er durch seinen Geist zu allem Guten gestärkt werden, damit Gott in alle uns gepriesen und der Nächste von uns erbauet und geliebet lches werde.(Amen.) Herr, wir sagen dir Lob und Dank für alle deine Gaben und nahl Gutthaten, der du lebest und regierest, Gott in die Ewigkeit. men. Der Herr segne euch und behüte euch; der Herr lasse sein An⸗ gesicht über euch leuchten und sei euch gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht über euch und gebe euch seinen Frieden. dend⸗ Lasset euch die Armen in eurem Almosen um Gottes willen nade allezeit empfohlen sein. Bittet Gott jederzeit für einander; bittet Gott für uns, das thun wir auch für euch. Und nach Vollendung imer des christlichen Gesanges(nach Verrichtung eines stillen Gebetes) gehet hin im Frieden! Die Gnade Gottes sei mit euch. und 2. mir Andächtige und Geliebte! Wir sind hier versammelt, das heilige Abendmahl zu begehen, chen. das unser Herr Jesus Christus am Abend vor seinem Leiden und von Sterben zu einem Gedächtnißmahl seines Todes eingesetzt hat. Und wie die ersten Christen das Brot brachen und die Speise nahmen hat mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens, so folgen auch wir dem nen. Gebote des Herrn und feiern mit allen Gemeinden des Gekreuzigten der das Stiftungsmahl des neuen Bundes. Auch uns und unsern Kin⸗ dern gilt die Verheißung: Siehe, ich bleibe bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt; und freundlich ruft der Herr uns zu: Kom⸗ met her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben. Er bietet uns die Schätze dar, die er uns errungen ber und durch sein Blut besiegelt hat: ewiges Leben statt des Todes, Gnade statt des Gerichtes, Versöhnung mit Gott statt der Feindschaft, das neue Geschöpf statt des alten. O danket dem ewigen Gott, der uns durch Jesus Christus so reichlich segnet an himmlischen Gütern. Der Herr ist freundlich, seine Güte währet ewig. Er ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln; er weidet mich auf grünen Auen, und füh⸗ und hat 54 ret mich zu stillen Wassern. Lauter Güte und Barmherzigkeit werden mir nachfolgen mein Leben lang. Andächtige und Geliebte! Das Reich der Himmel, spricht der Heiland, ist gleich einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte, und seine Knechte aus⸗ schickte, um zum Freudenmahle zu laden. Damit nun auch wir als würdige Gäste bei dem heiligen Mahle erscheinen, so wollen wir unsere Herzen prüfen nach der Ermahnung des Apostels:„Der Mensch prüfe und bewähre sich selbst und also esse er von diesem Brote und trinke aus diesem Kelche.“ Das Brot, das wir essen, ist uns das Zeichen seines gekreuzigten Leibes, und der Kelch, aus dem wir trinken, ist uns der Kelch des Neuen Bundes, den der Herr mit seinem Blute besiegelt hat. Und im Genießen des Brotes und Weines sollen wir aufs neue inne werden seiner Liebe bis in den Tod, die uns das kräftigste Unterpfand ist der Vergebung unserer Sünden und unserer Versöhnung mit Gott. Darum prüfe sich ein jeder, ob er mit Pau⸗ lus sagen könne: Ich lebe, doch nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir; ob er ein Schoß sei an ihm, dem Weinstock, und Früchte des ewigen Lebens bringe. Und wie wir alle Theil haben an demselben Brot und Wein, so sind wir Glieder des einen Leibes, an welchem Christus das Haupt ist, und jedes Glied dem andern Handreichung thun soll in der Liebe. Darum prüfe sich ein jeder, ob er seine Brüder liebe, wie Christus uns geliebet, und ob er seinen Beleidigern von Herzen vergebe; da⸗ mit wir nicht äußerlich unsere Gemeinschaft mit Christus und den Brüdern feiern, während unser Herz ferne von ihm ist, und wir uns selbst mehr lieben als den Nächsten. Denn wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein,— und wenn ihr den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater euere Fehler auch nicht vergeben, spricht unser Herr. So lasset uns denn, liebe Christen, Gott bitten, daß er uns verleihe, das heilige Abendmahl würdig zu genießen, damit es uns eine kräftige Speise werde für unsere Seelen: Barmherziger Gott, himmlischer Vater! Wie groß ist deine Liebe, mit der du uns in Christus deinem Sohne geliebet hast. O Herr, wir sind nicht werth aller deiner Barmherzigkeit und Treue, denn wir haben vielfach wider dich gesündigt und deine Gnade gering ge⸗ achtet. Aber wenn wir unsere Sünden bekennen, so bist du treu und gerecht, daß du uns die Sünden vergebest und uns von aller Un⸗ gerechtigkeit reinigest. O so gieb uns jetzt ein rechtes Verlangen nach deiner erbarmenden Liebe, und wecke in uns einen Hunger nach der Gerechtigkeit, die vor dir gilt. Beuge die trotzigen Herzen, und richte die bekümmerten Gemüther wieder auf. Wecke die Sichern aus dem Schlafe der Gleichgültigkeit, und laß dich finden von denen, die dich suchen. Mache uns in der Feier des heiligen Mahles dessen gewiß, daß der Tod des Herrn aller Welt Leben ist, und stärke uns durch dasselbe, daß wir fortan nicht mehr uns selbst leben, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist. Und wie du uns deiner Liebe gewiß machst, so wecke auch in uns die Liebe gegen unsere Brü⸗ der, die da langmüthig ist und gütig, die nicht das Ihrige sucht, * die uns auch mah war brocd ist n denk ihner denn verg wür' und hat der kniee und ist, Gutt mit geseg gefal einen Men rden inem aus⸗ als usere Früfe rinke ichen „ist lute wir das serer Zau⸗ lebt des zein, rupt iebe. stus da⸗ den uns licht hler auch uns uns ebe, err, enn ge⸗ und Un⸗ tach der chte hem dich Hiß, irch em, ner rü⸗ cht, die alles trägt, alles hofft, alles glaubt und alles duldet. So laß uns den Tod des Herrn verkünden; laß uns ihn bekennen, damit auch er uns als die Seinen bekenne vor dir. Amen. Unser Vater u. s. f. Jetzt höret mit Ernst und Glauben, wie der Herr das Abend⸗ mahl begangen: Jesus in der Nacht, da er verrathen und in den Tod hingegeben ward, hat Brod genommen, und als er es gesegnet, hat er es ge⸗ brochen und den Jüngern gegeben und gesprochen: Nehmet, esset, dies ist mein Leib, der für euch dahin gegeben; das thut meiner zu ge⸗ denken. Und als er den Kelch genommen und Dank gesagt, hat er ihnen denselben gegeben und gesprochen: Trinket aus diesem alle; denn das ist mein Blut, das Blut des Neuen Testamentes, welches vergossen wird für viele zur Verzeihung der Sünden. Gott verleihe uns die Gnade, daß wir das heilige Abendmahl würdig, in Glauben und Liebe mit einander begehen mögen. Amen. Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. Lasset uns nochmals unsere Herzen zu Gott erheben zum Lob und Preis für seine Güte und Erbarmung, die er uns kund gethan hat im Genusse des heiligen Abendmahles: Heilig, heilig, heilig bist du, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt. Alle Lande sind deiner Ehre und Herrlichkeit voll. Kommet, lasset uns anbeten und uns beugen; lasset uns nieder⸗ knieen vor dem Herrn, der uns gemacht hat. Denn er ist unser Gott und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand. Darum lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, lobe seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht aller seiner Gutthaten. Der alle deine Missethat verzeihet und alle deine Gebrechen heilet. Barmherzig und gnädig ist der Herr, langmüthig und reich an Güte. Wie sollte der, der uns seinen lieben Sohn geschenkt hat, nicht mit ihm uns alles schenken! Gelobet sei Gott, der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen in den Himmeln durch Christus, der uns zuvor bestimmte zur Kindschaft für ihn nach dem Wohl⸗ gefallen seines Willens zum Preise seiner herrlichen Gnade. Sein Reich ist ein ewiges Reich und seine Herrschaft währet von einem Geschlechte zum andern. Ehre sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen. Ja dem, der da kann über alles thun, überschwenglich mehr, als wir bitten und verstehen, ihm sei Ehre in der Gemeinde in Christo Jesu auf alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Der Herr segne euch und behüte euch— die Gnade Gottes sei mit euch(wie bei Nr. 1). Einsegnung der Ehen. I. Unsere Hülfe steht in der Kraft des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat. Amen. Liebe Mitchristen! Diese gegenwärtigen Personen N. und N. wollen den Bund ihrer Ehe durch den Segen der christlichen Kirche weihen lassen. Gott der Herr stehe ihnen dazu in Gnaden bei. Dafür lasset uns ihn anrufen und beten: Lieber himmlischer Vater! Wir erscheinen hier vor dir, um deinen Segen zu erflehen für diese Neuvermählten. O laß sie dessen eingedenk sein, daß wir alles, was wir thun mit Worten oder mit Werken, thun sollen im Namen des Herrn Jesu, also daß wir dir, dem Vater, danken durch ihn. Verleih ihnen die Gnade, daß sie die Heiligkeit der ehelichen Verbindung recht beherzigen. Vereinige sie in deiner Furcht und in dem lebendigen Verlangen, dir und ihrem Erlöser zu dienen; stärke ihren Glauben, heilige ihre Liebe und mache sie reich an Früchten der Gottseligkeit, daß sie einander treulich beistehen mögen auf dem Wege zu ihrem himmlischen Ziele.(Laß jetzt auch das Wort, das soll geredet werden, eine gute Stätte finden in ihren Herzen, und gieb, daß dein Wort ihnen allezeit das Licht sei auf ihrem Wege.) Amen. (Ansprache.) Geliebte in dem Herrn! Das Wort Gottes lehret uns, daß der, so im Anfang den Menschen erschaffen, verordnet hat, daß ein Mann und ein Weib sein solle. Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und diese zwei werden Eins sein. Was nun Gott zusammengefügt hat, spricht unser Herr, das soll der Mensch nicht scheiden.(Matth. 19, 6. Mark. 10, 9.) Und der Apostel sagt: Ihr Männer, liebet euere Weiber, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebet und sich selbst für sie hingegeben hat, auf daß er sie heiligte. Wer sein Weib liebet, der liebet sich selbst; die Weiber aber seien unterthan den Männern; denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus ist das Haupt der Gemeinde. Glaubet diesen Worten, und wie ihr hier vor dem Angesichte des Höchsten den Bund eurer Ehe bestätiget, so liebet einander beständig und aus treuem Herzen nach dem Gebote des Herrn. Seid ihr nun vor Gott entschlossen, euch gegenseitig solches anzugeloben und euere Ehe als eine christliche zu führen, so bekennet das vor dem Angesichte Gottes. (Dann legt der Geistliche die rechten Hände der Neuvermählten in einander und fragt:) N. gelobet Ihr, daß Ihr den Bund der Ehe, den Ihr mit der N. geschlossen habet, in Freude und Leid heilig halten wollet,— so sprechet Ja. N. gelobet auch Ihr, daß Ihr den Bund der Ehe, den Ihr mit dem N. geschlossen habet, in Freude und Leid heilig halten wollet— so sprechet Ja. 21 Das bestätige Gott der Vater, der Sohn und der heilige Geist men. und d N. dirche „um dessen mit dir, e die sie in rlöser reich tögen Vort, „und men. er, so Nann und erden Herr, +0 auch hat, elbst; in ist inde. e des indig lches ennet hlten t der — so mit 't— Geist 57 Der Herr unser Gott schenke euch die Gnade seines heiligen Geistes, daß ihr diesen heiligen Stand im Namen seines Sohnes Jesu Christi führen und dereinst in ihm selig beschließen möget. Er verbinde euere Herzen in christlicher Liebe, Treue und Einigkeit, und segne euere Ehe zu seinem Lob und zu euerem zeitlichen und ewigen Heile! Ihr könnet auch versichert sein, so ihr in euerem Ehestande Treue und Liebe gegen einander haltet, daß der allmächtige Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi euch leiblich und geistig in Zeit und Ewigkeit segnen werde. Lasset uns nun alle unsere Herzen zu Gott erheben und beten: Großer, allmächtiger Gott! In deinem allerheiligsten Namen haben diese Neuvermählten ihre Verbindung bestätigen lassen, und so flehen wir mit ihnen, daß du sie in deiner Liebe und Barmherzigkeit ansehen und ihnen deinen heiligen Geist verleihen wollest, damit sie in gläubigem Vertrauen auf deine Güte in der heiligen Ehe auf eine dir wohlgefällige Weise leben, gemeinschaftlich die Freuden des Lebens froher genießen und ihre Beschwerden leichter ertragen, und mit einem gottseligen Wandel jedermann erbauen mögen. Verbinde sie in Einigkeit und untrennbarer Liebe, damit keine Widerwärtigkeit und keine Sünde den Bund ihrer Ehe wieder auflöse und zerstöre. Laß alle die Gnade und den Segen über sie kommen, die du verheißen hast denen, die dich lieben zu ihrem zeitlichen und ewigen Heile. (Und wenn es dir gefallen wird, sie mit Kindern zu segnen, so gieb ihnen die Gnade, daß sie dieselben dir zur Ehre, ihnen selbst zum Heile und andern zur Freude auferziehen.) So sie aber im Laufe ihres Ehestandes Trübsal und Ungemach erfahren sollen, so hilf du selbst ihnen solches alles geduldig ertragen; erfülle ihre Herzen mit zuversichtlichem Vertrauen auf dich, daß du ihnen tröstlich beistehen und sie niemals über Vermögen wollest ver— sucht werden lassen. Lege eine solche Versicherung deiner Liebe in ihre Seelen, daß sie wissen können, es müssen ihnen alle Dinge zum Besten gereichen. Schenke ihnen die Gnade, dir in kindlichem Ge⸗ horsam zu dienen bis auf den Tag, da du sie in die ewige Selig⸗ keit einführen wirst. Betet weiter mit Andacht: Unser Vater u. s. f. Die Gnade und der Segen Gottes sei mit euch! Gehet hin im Frieden! Der Herr sei mit uns allen! Amen. 2. Unsere Hülfe steht in der Kraft des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen. Lasset uns beten: Lieber, himmlischer Vater! Wir erscheinen hier vor dir, um deinen Segen zu erflehen für diese Neuvermählten. O laß sie dessen eingedenk sein, daß wir alles, was wir thun mit Worten oder mit Werken, thun sollen im Namen des Herrn Jesu, also daß wir dir, dem Vater, danken durch ihn. Verleih ihnen die Gnade, daß sie die Heiligkeit der ehelichen Verbindung recht beherzigen. Vereinige sie in deiner Furcht und in dem lebendigen Verlangen, dir und ihrem Erlöser zu dienen; stärke ihren Glauben, heilige ihre Liebe und mache 58 sie reich an Früchten der Gottseligkeit, daß sie einander treulich bei⸗ stehen auf dem Wege zu ihrem himmlischen Ziele.(Laß jetzt auch das Wort christlicher Ermahnung, das soll geredet werden, eine gute Stätte finden in ihren Herzen, und gieb, daß dein Wort ihnen allezeit ein Licht sei auf ihrem Wege.) Amen. (Ansprache.) Geliebte in dem Herrn! Ihr begehret den Bund euerer Ehe feierlich einsegnen zu lassen. Bedenket denn die Heiligkeit des Ehestandes, den Gott geordnet und auf den er seinen Segen gelegt hat. Auch unser Herr Jesus Christus hat diesen Stand bestätigt und geweihet mit den Worten:„Habet ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer im Anfange sie, Mann und Weib, geschaffen hat und gesprochen: darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe an⸗ hangen; und diese zwei werden Eins sein. So sind sie nun nicht mehr Zwei, sondern Eins. Darum was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ So ist denn die Ehe ein un⸗ auflöslicher Bund der Herzen, der ehrlich gehalten werden soll von beiden bis in den Tod. Wollet ihr nun einander gegenseitig solche Treue angeloben und euere Ehe als eine christliche führen, so bekennet das vor dem An⸗ gesichte des allwissenden Gottes. (Dann legt der Geistliche die rechten Hände der Neuvermählten in einander und fragt:) N. gelobet Ihr, daß Ihr den Bund der Ehe, den Ihr mit der N. geschlossen habet, in Freude und Leid heilig halten wollet— so sprechet Ja. N. gelobet auch Ihr, daß Ihr den Bund der Ehe, den Ihr mit dem N. geschlossen habet, in Freude und Leid heilig halten wollet— so sprechet Ja. ö Das bestätige der treue Gott nach seiner Gnade. Er wolle euch beistehen, daß ihr euerem Gelübde treu bleibet; er verbinde euere Herzen allezeit in christlicher Liebe, Treue und Einigkeit und segne euere Ehe zu seinem Preise und zu euerem zeitlichen und ewigen Heile. Amen. Zu ihm, der da reich genug ist für alle, die ihn anrufen, lasset uns jetzt noch unsere Herzen erheben und beten: Barmherziger Gott, himmlischer Vater! Siehe in Gnaden herab auf diese Neuvermählten und verleihe ihnen deinen heiligen Geist, daß sie ihren Ehestand führen im Glauben an dich und in der Liebe zu ihrem Erlöser, daß sie und ihr Haus dir allezeit dienen mit Beten und Arbeiten. Vereinige sie in deiner Liebe, damit sie alles über⸗ winden, was ihre Herzen von einander trennen, und den Bund, den sie geschlossen, auflösen könnte. Lehre sie ringen nach der Heiligung, ohne welche niemand dich sehen kann, und hilf ihnen, daß sie mit ihrem christlichen Wandel auch andern ein Vorbild werden.(Wenn du ihnen Kinder schenken willst, so rüste sie aus mit Weisheit, daß sie dieselben erziehen in der Zucht und Ermahnung des Herrn.) Erfülle ihre Herzen mit lebendigem Vertrauen auf dich. Wenn du sie mit guten Tagen erfreuest, so laß sie deiner nicht vergessen und dir die Ehre geben, von dem alle gute Gabe kommt; und wenn du Trübsal über sie verhängst, so daß dich die da uns. wal uns hat, Leb. inn unse aber klein als seien fasse Wel und Und Wel and bekü emp dens dein und sei unse Ger lebe unse )bei⸗ auch gute llezeit Ehe ndes, Auch deihet r im arum eHan⸗ nicht hat, un⸗ von und An⸗ nen. asset erab daß ezu eten ber⸗ den ing, rem nen ben rzen gen von gst, so hilf sie ihnen geduldig ertragen und wecke in ihnen den Glauben, daß du sie nicht über Vermögen versuchen wollest und daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken müssen. Schenke ihnen die Gnade, dir in kindlichem Gehorsam zu dienen bis auf den Tag, da du sie in die ewige Seligkeit einführen wirst. Betet weiter mit Andacht: Unser Vater u. s. f. Form bei Beerdigung von Erwachsenen. Geliebte in unserm Herrn und Heiland Jesus Christus! Da der allmächtige Gott, der Herr unsers Lebens, aus dieser Zeit in die Ewigkeit abgerufen hat N. N., und euch beliebt, denselben(dieselbe, dieselben) nach christlichem Gebrauche zu seinem(ihrem) Begräbnisse zu begleiten und ihm lihr, ihnen) damit zu beweisen die letzte Ehre: so lassen euch deßhalb seine(ihre) Hinterlassenen.... nebst übrigen nächsten Freunden und Verwandten zum freundlichsten danken, mit Anerbietung aller christlichen Diensterwiederung in Freude und Leid. Der barmherzige Gott verleihe uns den rechten Trost in der Stunde der Trübsal. Damit wir aber bei dem Begräbniß unserer Abgestorbenen unserer allgemeinen Sterblichkeit uns auch erinnern, und allezeit mit wahrem Glauben und bußfertigem Leben zu einem seligen Abschied uns vorbereiten, so lasset uns Gott anrufen und sprechen: 4. O barmherziger Gott, himmlischer Vater! Da es dir gefallen hat, dieses unser Mitglied aus diesem zeitlichen und trübseligen Leben abzufordern und dadurch uns alle unserer Sterblichkeit zu er⸗ innern, so bitten wir dich von Herzen: Lehre uns erkennen, daß unser Leben ist wie ein Hauch, der eine kleine Zeit währet, bald aber verschwindet, und wie eine Blume auf dem Felde, die eine kleine Zeit blühet, bald aber verwelket. Erinnere uns, daß wir als sündliche Adamskinder alle sterblich, aber der Stunde ungewiß seien. Lehre uns unsere Tage zählen und weislich zu Herzen fassen, damit nicht die Liebe dieser Welt und dessen, was in der Welt ist, uns irre führe, sondern wir allezeit wachen und beten und nirgends von deiner Hand unvorbereitet überfallen werden. Und wann unser Stündlein ausgelaufen, daß auch wir aus dieser Welt abscheiden müssen, oder wo sonst zu dieser jetzigen Stunde andere Glieder unserer christlichen Gemeinde krank, angefochten und bekümmert sind, da wollest du, o treuer Gott, uns alle kräftig empfinden lassen den gnadenreichen und süßen Trost des bittern Lei⸗ dens und Sterbens deines Sohnes Jesu Christi, und uns durch deinen Geist wider alle Schrecken des Todes und des Gerichtes stärken und fest machen in dem Glauben, daß Jesus Christus wahrhaftig sei unsere Gerechtigkeit, die Auferstehung und das Leben, daß er um unserer Sünden willen in den Tod dahingegeben und um unserer Gerechtigkeit willen wiederum auferstanden und wir sein seien, wir leben oder wir sterben. Erwecke uns alle, daß wir die Pilgerfahrt unseres zeitlichen Lebens in deinem Gehorsam zubringen, einen guten 60 Kampf kämpfen, den Lauf vollenden, den Glauben behalten und endlich mit ruhigem Gewissen in deinem Frieden abscheiden, fröhlich wiederum auferstehen und die Krone der Gerechtigkeit empfangen mögen, durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Erlöser Jesus Christus, welcher uns also gelehret hat beten: Unser Vater u. s. f. Der Herr segne euch u. s. w. 2. Barmherziger Gott, himmlischer Vater! Du stellest uns heute wieder ein Bild der Vergänglichkeit und des Todes vor Augen. Eines geht nach dem andern dahin, und der Mensch ist gleich einem Hauche, seine Tage sind gleich einem Schatten, der vorübergeht. Du lässest uns aber auch schauen die Weisheit und Güte, mit der du unsere Schicksale ordnest. Denn wie du das Leben giebst, so nimmst du es wieder nach deinem Wohlgefallen zur rechten Zeit und Stunde. Wohl erweckt der Anblick des Todes in uns Traurigkeit; aber du schenkest uns auch nach deiner väterlichen Gnade die freudige Zuver⸗ sicht, daß Christus dem Tode die Macht genommen und Leben und Unsterblichkeit hervor an das Licht gebracht hat durch das Evange⸗ lium, also daß die Todten, die in ihm sterben, selig sind von nun an. Für gewöhnliche Fälle. So laß uns auch jetzt am Grabe dieses Gliedes(dieser Glieder) unserer christlichen Gemeinschaft die Weisheit deiner Wege erkennen und aufblicken zu deiner Gnade. Wir danken dir für all' das Gute, das du dem(der) Verstorbenen in seinem(ihrem) ganzen Leben bis an sein(ihr) Ende erwiesen(insbesondere für alle Erquickung, die du ihm(ihr) in langem und schwerem Leiden geschenkt) hast, und bitten dich, daß du deine erbarmende Gnade in Christo in alle Ewig— keit an ihm verherrlichen mögest.(Erscheine mit deinem kräftigen Troste allen denen, die seinen(ihren) Hinschied betrauern. Lehre sie ihre Seelen in Geduld fassen und deinem heiligen Willen in Demuth sich unterwerfen, daß auch sie dazu gelangen mögen, in der Heim⸗ suchung, die sie jetzt erfahren haben, deinen Namen zu preisen.) Er⸗ barme dich aller Kranken und Angefochtenen und hilf ihnen in ihren Leiden und Beschwerden; den Sterbenden schenke ein sanftes, seliges Ende, daß sie abscheiden können in deinem Frieden. Bei Beerdigung eines Jünglings oder einer Jungfrau. Mit trauerndem Herzen haben wir jetzt die sterbliche Hülle eines jungen Gliedes unserer christlichen Gemeinschaft dem Grabe übergeben. Mitten in seinem(ihrem) Laufe hast du den Verstorbe— nen(die Verstorbene) abgerufen und durch seinen(ihren) frühen Hingang manche Freuden und Hoffnungen seiner(ihrer) Angehörigen und Freunde für diese Welt zu nichte gemacht. Wer kann deinem Rathe widerstreben, wer darf dich fragen: Warum machest du es also? Fürwahr, du bist ein verborgener Gott, aber du bist ja die Liebe und hast Gedanken des Friedens und nicht des Leides über uns. Darum geschehe es, wie du willst. Wir beten deine Wege an, hlich ngen zesus heute ügen. inem Du r du mmst Unde. r du uver⸗ und inge⸗ nan. eder) nnen Zute, bis „die und wig⸗ tigen e sie nuth eim⸗ Er⸗ ühren liges rau. Hülle rabe orbe⸗ ühen rigen inem u es die über an, auch wenn sie uns unerforschlich sind. Du hast, o getreuer Gott, den Entschlafenen(die Entschlafene) von Kindheit auf mit väterlicher Liebe geleitet und ihm(ihr) auch in seinem(ihrem) kurzen Laufe an Leib und Seele viel Gutes gethan. Du hast ihn(sie) von Jugend auf unterwiesen und deine Vaterhand nach ihm lihr) ausgestreckt, ihn(sie) zu dir zu ziehen aus lauter Güte. Verherrliche nun auch deine erbarmende Gnade in Christo Jesu an ihm(ihr) in alle Ewigkeit. (Erscheine mit deinem kräftigen Troste— deinen Namen zu preisen.) Bei Beerdigung eines Hausvaters oder einer Hausmutter. Blicke jetzt auch auf uns gnädig herab, die wir in tiefer Trauer hier versammelt sind. Deine Gedanken sind nicht unsere Gedanken und unsere Wege sind nicht deine Wege, sondern wie die Himmel höher sind als die Erde, also sind auch deine Wege höher als unsere Wege und deine Gedanken höher als unsere Gedanken. Hilf uns, daß wir auch jetzt deinem unerforschlichen Rathschluß mit kindlicher Ergebung uns unterwerfen und bei allem Schmerz, der uns er⸗ griffen hat, uns fest an das Wort des Trostes halten: Was Gott thut, das ist wohlgethan. Stehe mit deiner göttlichen Gnade dem verwaisten Hause bei und erwecke ihm treue Freunde in seiner Noth. Nimm alle Glieder des Hauses in deine gnädige Obhut; erhalte sie im Glauben an dich und laß ihnen diese schmerzliche Prüfung ewig zum Besten dienen. Bei Beerdigung einer betagten Person. Du hast Großes gethan an dem(der)(hoch-) betagten Pilger, dessen(Pilgerin, deren) entseelte Hülle wir jetzt zur Grabesruhe be⸗ gleitet haben. Du hast an ihm lihr) wahr gemacht das theure Wort deiner Verheißung: Ich will euch tragen bis ins Alter, und bis ihr grau werdet; ich will es thun, ich will heben und tragen und erretten. Lob und Dank sei dir gesagt für alle die weisen, väterlichen Führungen, wodurch du dich in einer so langen Reihe von Jahren an dem(der) Verstorbenen verherrlicht, für alles Gute, das du ihm(ihr) nach Leib und Seele erwiesen hast. In deine Hände übergeben wir ihn(sie) mit der gläubigen Bitte, daß du dich an ihm(ihr), wie in den Tagen seines(ihres) langen Pilgerlaufes, so in alle Ewigkeit als den Gott der Liebe und Erbarmung er⸗ weisen mögest.(Erscheine mit deinem kräftigen Troste— deinen Namen zu preisen.) Uns allen aber, o gnädiger Gott, öffne die Augen über unsere Hinfälligkeit und Sterblichkeit, daß wir nicht auf das Fleisch säen zu unserem Verderben, sondern auf den Geist, zu ernten das ewige Leben, und stärke uns in wahrer Gottesfurcht und lebendigem Glau⸗ ben, dir zu dienen alle übrigen Tage unsers Lebens. Leite es in Gnaden, daß die letzte Stunde uns nicht unvorbe⸗ reitet überfalle, sondern uns wachend finde, und stehe uns dann bei mit deines Geistes Kraft in der letzten Noth, daß wir gläubig auf⸗ 62 sehen zu unserm Herrn und Heiland Jesus Christus und in ihm er⸗ greifen die selige Hoffnung des ewigen Lebens. Hilf uns also kämpfen den guten Kampf des Glaubens, getreu sein bis in den Tod, selig überwinden und empfangen die Krone der Gerechtigkeit. Amen. Unser Vater u. s. f. Der Herr segne euch u. s. w. 3. Liebreicher, treuer Vater im Himmel! Du erinnerst uns heute wiederum, daß alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Ein Geschlecht um das andere gehet dahin, du aber bleibest der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Darum schauen wir in allem Wechsel der Zeit auf zu dir und getrösten uns deiner ewigen Vaterliebe, die im Leben und Sterben über uns waltet.(Sei auch jetzt den Leidtragenden nahe, und lasse sie es erfahren, daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken müssen. Sende ihnen deinen heiligen Geist als den rechten Tröster, und laß ihnen dein Wort zu einem Stabe werden, der ihre Schritte stütze.) Lehre uns glauben, daß das Wei⸗ zenkorn in die Erde gelegt werden und sterben muß, wenn es Frucht bringen soll, und daß du uns in Christus den Sieg geben willst über Tod und Grab. O Herr, wir sind Gäste und Pilgrime auf Erden und haben hier keine bleibende Statt; denn du hast uns berufen zu Mitbürgern der Heiligen und zu deinen Hausgenossen. Hilf uns, daß wir diese unsere Berufung allezeit vor Augen haben als das Ziel, dem wir nachstreben in aller Vergänglichkeit des Irdischen. Unsere Tage fliegen dahin wie ein Pfeil, und den Tag und die Stunde, da du uns abrufen wirst, wissen wir nicht. Darum laß uns durch Freude und Wonne, durch Kampf und Noth dieses Erdenlebens empor⸗ dringen zu dir. Lehre uns trachten nach dem, was droben ist, und in treuer Liebe unserm Herrn nachfolgen, der sich für uns dahinge⸗ geben hat. Mache uns zu guten Haushaltern deiner mannigfaltigen Gaben, damit wir wirken, so lange es für uns Tag ist. Hilf uns kämpfen den guten Kampf des Glaubens und ergreifen das ewige Leben, damit wir dein seien, wir leben oder wir sterben. Und wann unsere letzte Stunde kommt, dann sei du bei uns, du starker und treuer Gott; dann verleihe uns, daß wir den Tod überwinden im Glauben an unsern Erlöser und mit ihm freudig sprechen können: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Amen. Unser Vater u. s. w. Der Herr segne euch u. s. w. Form bei der Beerdigung eines Kindes. Geliebte in unserm Herrn und Heiland Jesus Christus! Da der allmächtige Gott, der Herr unsers Lebens, aus dieser Zeit in die Ewigkeit abgerufen hat N. N., und euch beliebt, dasselbe(den⸗ selben, dieselben) nach christlichem Gebrauche zu seinem(ihrem) Be⸗ — —— Wer⸗ etreu rone heute des idere men fzu und ahe, zum als tabe Wei⸗ ucht Hillst G....————— 63 gräbnisse zu begleiten, so lassen euch deßhalb seine(ihre) hinter⸗ lassenen(Eltern, Großeltern, Geschwister) nebst übrigen nächsten Freunden und Verwandten zum freundlichsten danken, mit Aner⸗ bietung aller christlichen Diensterwiederung in Freude und Leid. Der barmherzige Gott verleihe uns den rechten Trost in der Stunde der Trübsal. Damit wir aber an diesem Grabe unserer allgemeinen Sterb⸗ lichkeit uns erinnern und in demüthiger Unterwerfung unter Gottes heiligen Rath und Willen uns befestigen, so lasset uns mit Andacht und Glauben also beten: Herr, unser Gott, und Vater über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden! Durch deine Gnade sind wir ins Leben gerufen, und die Zahl unserer Tage hast du bestimmt; du lässest die Menschen sterben und sprichs: Kommet wieder, ihr Mens schenkinder. Laß uns deinen heiligen Rathschluß erkennen auch an dem Grabe des(der) frühe Vollendeten, an dem wir stehen. Wir danken dir für alle Barmherzigkeit, die du ihm(ihnen) während seines(ihres) kurzen Erdenlebens erzeigtest. Du hast es(sie) jetzt den Versuchungen und Mühseligkeiten des Lebens entzogen, du hast es(sie) zu dir ge⸗ nommen in deine ewige Herrlichkeit. Sende darum, Vater der Barmherzigkeit, d Gott alles Trostes, in die Herzen derer, die über den frühen Hinschied dieses Kindes (dieser Kinder) betrübt sind, die Tröstungen deines seligmachenden Wortes, daß sie in stiller Demuth und kindlichem Gehorsam sich deiner heiligen Fügung unterwerfen und sprechen: Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, gelobet sei der Name des Herrn! Es ist ja nicht dein Wille, daß eines dieser Kleinen verloren gehe. Du hast sie berufen zum ewigen Leben; du wirst an ihnen mehr thun in deinem Reiche, als wir bitten und verstehen können. Gieb uns aber auch die Gnade, daß wir nichts versäumen an denen, die du unserer Sorge anvertraut hast, und laß uns des gegebenen heiligen Versprechens eingedenk sein, sie dir, unserm Herrn und Heilande, zu⸗ zuführen, damit sie durch deine Gnade in der Heiligung zunehmen, und wir einst getrost mit ihnen vor dir erscheinen und sagen können: Herr, hier sind sie, die du uns gegeben hast; wir haben ihnen deinen Namen geoffenbart. Herr des Lebens und des Todes, stelle du uns allen unsere Hin⸗ fälligkeit und Vergänglichkeit recht vor Augen, daß wir in täglicher Buße auf unsere Sterbestunde uns vorbereiten, wachen und beten, und wann du uns zu dir rufst, unsere Pilgerfahrt im Frieden be⸗ schließen und die ewige Seligkeit erlangen. Dazu bereite und stärke uns im Glauben an unsern Herrn Jesus Christus. Amen: Unser Vater u. s. f. Der Herr segne euch u. s. w Seite. Begrüßung der Gemeinde. 1 Gebete für den Sonntags⸗ Morgengottesdienst. Vor der Predigt 1. 1 Vor der Predigt 2. 3 Vor der Predigt 3. 4 Nach der Predigt 1. 4 Nach der Predigt 2. 6 Nach der Predigt 3.. 8 Nach der Predigt 4. 9 Kinderlehrgebete. Vor der Kinderlehre 1.. 10 Vor der Kinderlehre 2 10 Vor der Kinderlehre 3. 11 Nach der Kinderlehre I.. 11 Va der Kinderlehre 2.. 12 Nach der Kinderlehre 3.. 12 Gebete für den Nachmittags⸗ gottesdienst. Vor der Predigt 1. 13 Vor der Predigt 2. 13 Nach der Predigt 1. 14 Nach der Predigt 2. 15 Wochengebete. Vor der Wochenpredigt.„ 15 Nach der Wochenpredigt. 16 Vor d. Samstag Abend Pred. 16 Nach der Predigt. l Festgebete. Vorbereitungsgebet auf die Kommunionstage nach der Predigt 0 Gebet nach der Mecdigt an Kommunionstagen 1. 2 Weihnacht. Vor der Predigt 1. Vor der Predigt 2. Nach der Predigt 1. Nach der Predigt 2. Nach der Predigt 3. Gebet am Schlusse des Jah⸗ res nach der Predigt Inhalt. 23 Neujahr. Vor der Predigt Nach der Predigt. Gebet in der Charwoche nach der Predigt Charfreitag. Vor der Predigt 1. Vor der Predigt 2. Nach der Predigt 1. Nach der Predigt 2. Ostern. Vor der Predigt 1. Vor der Predigt 2. Nach der Predigt 1. Nach der Predigt 2.. Nach der Predigt 3. Himmelfahrt. Vor der Predigt 1. Vor der Predigt 2. Nach der Predigt 1. Nach der Predigt 2.. Pfingsten. Vor der Predigt 1. Vor der Predigt 2. Nach der Predigt IJ.ͤ Nach der Predigt 2. Nach der Predigt 3. Die heiligen Handlungen. Die heilige Taufe 1.. Die heilige Taufe 2. Die Konfirmation. Anfangsgebet Bekenntniß und Gelübde Einsegnung 217 Schlußgebet Das heilige Abendmahl 1. Das heilige Abendmahl 2. Einsegnung der Ehen. Form der Beerdigung von Erwachsenen 1. dasselbe 2. dasselbe 3. Form der Beerdigung ei⸗ nes Kindes— IIII. .—— — ——77.——— Dy —— 8* —„* V. 2— 2 —— N—— V. 46— *