N N N l * ö . 7— 2ι 7 7*•* * 25 7 . 22.—,—.— 22—— *—0* 2 it. — iiitüini. — G —. . —— 4 27 DπH⅛Æν— 483 .— ö 2 2 27½—— 7 73 77½⁷½ 2 5 2. 2 2. 2—*— 2 igiliiiiiu N Cvangelisch⸗lutherisches Gesangbuch 6 der Hannoverschen Landesklirche SE E V DNEN 07 — Diese Notenausgabe(III. Auflage) mit melodienvordruck ist heraus⸗ gegeben vom Landeskirchenamt mit Schrift und 4 gellruckt, gebun⸗ Buchschmuck von 7 den und verlegt stari mohrmann v. kaler& Krische in hannover, ostern 1927 Unwv.-Siol. — 2125880 — A. Sonntãgs- und festtagslieder. eite 1 I. Sonntagslieder(Ur. 1 217. II. Adventslieder(Nr. 22— 35)5) 19 III. Weihnachtslieder(Nr. 36—57) 33 2 XI. Cieder für die Kleineren feste 1. Darstellung Jesu(Ur. 154— 156) 14 2. Uerkündigung mariä(Nr. 157) 11 3. fest Johannes des Täufers (u. 158 17 15² 4. Mariäâ heimsuchung(Ur.160-161) 155 5. Michaelisfest(Ur. 102- 164) ͤ157 IV. neujahrslieder(Ur. 58- 66) 55 V. Fpiphaniaäaslieder(r. 66— 72). 6³& VI. Passionslieder(r. 75 103). 69 V VII. osterlieder(r. 104- 12600. 101%˙ VIII. himmelfahrtslieder(Ur. 127- 135). 123 19 IX. Pfingstlieder(r. 1361477) 13¹1 W X. Trinitatislieder(Ur. 148- 153). 143 5 7 2 B. Cieder von der firche und den 6nadlenmitteln. XII. Cieder von der christlichen firche (Hr. 105 180)· 161 XIII. Tieder vom Worte õottes (lir. 187- 1085]öz.. 181 XIV.Tauf und stonfirmationslieder (Nr. 109 208)..* 10⁵ XV. Abendmahlstieder(ur. 200-225) 205 C. Cieder vom christlichen Leben. XVI. Buß- und Beichtlieder(ur. 226 261) 225 SEE SS Lieder vom õlauben und von der Rechtfertigung(Ur. 262— 291) „Jesuslieder(Ur. 292-333) Lieder vom christlichen Leben und Wandel(Nr. 334- 376) Lieder vom Gebete(Ur. 377-383) 409 sereuʒ · und Trostlieder Nr. 384-40) In strankheit(Ur. 432-436) 474 Lob- und Danklieder Nr. 437-46⁵) D. Cieder für besondere Ständle, Zeiten und Uerhältnisse. XXIII. morgen⸗·, Tisch⸗ und Abendlieder a. Morgenlieder(Ur. 466-492). 51 b. Lischlieder(r. 403 49) 545 c. Abendlieder(Nr. 496- 517). 4⁷ XXIV. Berufs- und Standeslieder (Nr. 518- 540 XXV. Iieder für besondere Zeiten und verhältnisse(Ur. 542- 569) E. Lieder von den letzten Dingen. XXVI. Sterbe⸗ und Begräbnislieder (Ir. 570-613) XXVII. Cieder von der Auferstehung (Ir. 614-67) XXVIIll. Cieder vom berichte (r. 618-62l) XXIX. Lieder vom ewigen Leben (ur. 22— 58). Anhang Verzeichnis der Dichtteerr Gottesdienstordnung am Schluß. SSSSS Alphabetisches Register. fl. m. Ach bleib bei uns, herr.. 170 Ach bleib mit deiner õnade 18 Ach erkennet, liebste Seelen 456 Ach Gott, gib du uns deine 345 Ach Gott, ich muß dlirs. 234 Ach Gott, ich muß in.. 60⁷ Ach õott und herr... 238 Ach Gott, verlaß mich nicht 364 Ach Gott, vom himmel sieh 166 Ach Gott, wie manches.. 388 Ach herre, du gerechter..559 Ach Jesu, dessen Treu...297 Ach lieber õott, behüte...531 Ach mein herr Jesu, dein. 329 Ach sagt mir nichts von.. 303 Nch treuer 6ott... 401 Ach wär ich schon dort.. 635 Ach was sind wir ohne..254 Ach wie flüchtig, ach wie 593 Ach wie laufen doch die.. 63 Ach wundergroßer Sieges- heidd 133 Allein õott in der höh sei 149 Allein zu dir, herr Jesu.. 232 Alle menschen müssen.. 597 Alles ist an ottes Segen. 350 Alle Welt, was lebt und.. 4 Also heilig ist der Tag... 104 Am Grabe stehn wir stille oo An dir allein, an dir hab ich gesündigttt.... 25 An Gott will ich gedenken 416 Ur. Auf, auf, ihr Reichsgenossen 24 Auf, auf, mein ganz 460 Auf, auf, mein herz, mit. 116 Auf hristi himmelfahrt. 132 Auf dich hab ich gehoffet. 33 Auf diesen Tag bedenken. 128 Auferstanden, auferstan⸗ Auferstehn, ja auferstehn 617 Auf Gott nur will ich.. 536 Auf Gott und nicht auf. 423 Auf meinen lieben Gott.. 389 Aus einem tief vor dir... 260 Aus 6naden soll ich selig. 284 Aus Lieb läßt Gott der..162 Aus meines herzens.... 469 Aus tiefer Not laßt uns.. 231 Nus tiefer Not schrei ich b. Befiehl dem herren deine 415 Befiehl du deine Wege... 399 Bei dlir, Jesu, will ich... 208 Bescher uns, herr, das..355 betgemeinde, heilge dich 383 bewahre mich, o freund dler Seeie. 371 Bis hieher hat mich Gott 452 Bist du gleich ferne von.. 567 bringt her dem herren Lob undslchr. 4⁵⁷ Brunn alles heils, dich... 14 C. Ur. Christe, du Beistand deiner 174 Christe, du bist der helle.. 497 Christe, du[Camm sottes. 73 Christ fuhr gen himmel.. 127 Christ ist erstanden. 10⁵ Christ lag in Todesbanden 108 Christ unser herr vum... 109 Christus der ist mein Leben 583 D. Da Christus geboren war. 42 Da Jesus an des sreuzes.. 81 Dank, Jesu, dir! Nch sind 224 Dank sagen wir alle..... 16 Dank sei õott in der höhe 472 Das alte Jahr vergangen. 59 Das Jahr geht still zu Ende 65 Dãs ist eine selge Stunde„106 Das Cand wollst du..... 550 Das walte Gott, der helfen kann Das walt Gott Vater und. 470 Dein Erbe, herr, das du.. 367 Deines Gottes freue dich.. 426 Dein Jesus rufet dich zur. 258 Dein stönig kommt in.. 35 Dein Wort, herr, ist die.. 101 Dein Wort, o herr, ist.... 108 Den stönig schütze deine.. 321 Der Abend kommt, die..513 Der am streuz ist meine. 93 Der Bräutgam wird bald rufen Der du bist drei in Einig; keit Der du, herr Jesu, Ruh... 101 ur. Der du zum heil erschienen 170 Der 6laube macht allein.271 Der heilge christ ist... 57 Der herr ist meine Zuver⸗ sicht 4²⁵ Der herr ist mein getreuer 428 Der hölle Pforten sind... 115 Der lieben Sonne licht..304 Der mond ist aufgegangen 515 Der Tag der ist so 4⁰ Der Tag ist hin; mein õeist 510 Der Tag ist hin, mein Jesu 50⁵ Des Morgens, wenn ich.. 468 Dich bitt ich, liebster Jesu. 155 Dich Jesum laß ich ewig.. 328 Die Ernt ist nun zu Ende. 563 Die 6nade sei mit allen.. 15 Die güldne Sonne 47⁷ Die helle Sonn leucht jetzt 46⁷ Die herrlichkeit der Erden 592 Die himmel rühmen des. 461 Die Hacht ist hin, wach auf 487 Die llacht ist kommen, drin 499 Die lacht ist nunnn. 478 Die schönensonntagsstun⸗ den... 21 Dies ist der Tag, den ott. 56 Dies ist die HNacht, da mir. 52 Die Sonn hat sich mit... 503 Dies sind die heilgen zehn bebot.... 18⁵ Dir, dir, Jehova, will ich 381 Du bist ein Mensch, das.. 400 Du bists, dem Ruhm.. 46² Du bist jwar mein.. 61⁰ Du brunnquell aller Lieve 99 Du friedefürst, herr Jesu. 542 VI E ur. Du großer Schmerzenmann 84 Du herr der Seraphinen. 163 Du lebensbrot, herr Jesu Christ. 214 Durch Adams fall ist ganz 230 Du weinest vor Jerusalem 391 Du wesentliches Wort... 33 E. Chre sei dir, Christe. 74 Eine herde und tin hirt. 182 Einer ists, an dem wir.. 180 Eines wünsch ich mir.. 10⁰0 Ein feste burg ist unser öott 168 Ein seind geborn zu 36 Ein Cämmlein geht und. 85 Ein reines herz, herr, schaff 2** Eins ist not, ach herr..312 Ein Wetter steiget auf..557 Ei wie so sanft entschliefest 6o⸗ Erhalt uns, herr, bei... 169 Erhör, o Gott, das heiße.. 207 Ermuntert euch, erquickte 486 Ermuntert euch, ihr from⸗; men Ermuntre dich, mein... 46 Erneure mich, o ewigs licht 360 Erschienen ist der herrlich 100 Erstanden ist der heilig.. 106 Es ist dlasHeil uns kommen 2064 Es ist gewißlich an der Zeit ²20 Es ist nicht schwer, ein.. 357 Es ist noch eine Ruh Es kostet viel, ein Christ ju 350 Es mag dlies haus, das.. 61 Es wolle Gott uns gnädig 165 ur. Cuge Liebe, mein emüte 281 Ewge IWahrheit, deren...422 f. fahre fort, fahre fort, ꝛzion, jahre jort... 17⁰ fang dein Werk mit Jesu. 489 freu dich sehr, o meine.. 587 freuet euch der schönen. 553 freuet euch, ihr hristen alle, freue sich freuet euch, ihr õotteskin; ller ·... freut euch, ihr christen alle, Goti schennt... 14⁰ freut euch sehr, ihr Berg⸗ ieut abe 54¹ fröhlich soll mein herze.. 48 früh am morgen Jesus.. 402 früh morgens, da diesonn 112 für dich sei ganz U. 4 ff... 327 b. õeh aus, mein herr. 548 beh hin nach õottes illen 37⁵ beht hin, ihr gläubigen. 285 õeht nun hin und grabt. 60⁵ Geist vom Vater und vom 146 belobet sei der herr, der.. 158 belobet sei der herr, mein 448 Gelobet sei Israels Gott.. 159 belobet seist du, Jesu christ 37 6en himmel aufgefahren 129 sesegn uns, herr, die.... 493 Gesetz und vangelium.. 195 Gib dlich jufrieden und sei 402 bib mir ein frommes herz 309 VII Ur. 6nädigster Erbarmer...538 Gott, deine oüte reicht.. 373 Gott, den ich als Ciebe... 433 Gott, der du Berg und... 537 bott der Vater, wohn uns 148 bott des himmels und der 473 6ott, dles Zepter, Stuhl und 252 6ott, du Licht, das eiwig.. 488 Gottes Stadlt ist fest... 18³ Gott ist gegenwärtig... 13 Gott ist mein hort.. 197 Gott ist mein Liel.... 46³ bott ist und bleibt getreu. 412 6ottlob, der Sonntag... 7 Gottlob, die herbstzeit...551 Gottlob, die kalte Winter⸗ zeit 552 Gottlob, die schöne Som⸗ merzeii. 55⁰ Gottlob, die Stund ist.... 608 Gottlob, ein Schritt zur... 62 Gottlob, ich bin im.. 27⁴4 6ottlob, nun ist erschollen 345 Gottlob, nun Kommt dlie 540 6ott Lob und Dank, die.. 436 Gott sei Dank durch alle.. 30 Gott sei gelobet und..... 221 Gott und Vater, nimm... 205 bGott Vater, denk an Christi 245 6ott Uater, höre unsre Bitt 201 Großer ott von alten.. 8 6roßer mittler, der zur.. 321 halleluja, jauchzt, ihrchöre 124 halleluja! Cob, Preis und ehr.. 15² Ur. halleluja, schöner morgen 12 hãlt im õedlächtnis Jesum chiist.. 315 harre meine Seele...... 431 heiland, deine menschen⸗ liebe. 32² heilge infalllt 366 helft mir õotts Güte..... 58 herr, dein Wort, die edie. 103 herr, der du mir das eben 314 herr, die ęrde ist gesegnet 564 herr, du wollst uns..... 2²2⁰ herr, es ist von meinem.. 509 herr Gott, dich loben wir, herr öott... 43³⁷ herr Gott, dich loben wir, regier.... 546 herr õott, nun schleuß den 586 herr 6ott, nun sei geprie⸗ sen herr, höre, herr, erhöre..518 herr, ich bekenn von.... 267 herr, ichbin deintigentum 63⁷ herr, ich habe mißgehan⸗ llelt herr Jesuchrist, deinteures 91 herr Jesu christ, dich vJůudu. 3 herr Jesu christ, du höch; stes Gut, du Brunnquell aller õnaden, wir Rom⸗ herr Jesu christ, du höch; stes 6ut, usw., sieh doch 236 herr Jesu christe, mein ge⸗ treuer hirte 211 herr Jesu christe, mein prophet.. VIil nr. herr Jesu christ, mein... 318 herr Jesu christ, meins Le- bens Licht:. herr Jesu christ, wahr Mensch und ott...... herr Jesu, deine Angst und 92 herr Jesu, dir seĩ preis...213 herr Jesu, onadensonne.352 herr Jesu, licht der heiden 156 herr Jesu, zieh uns für und 130 herr, nun lässest du deinen 154 herr, nun laß in friede.. 594 herr, öffne mir die 189 herr, unser õott, laß nicht 543 herr von unendlichem er; barmemn herr, was sind wir, daß.. 164 herr, wie du willst, so.. 338 herr Zebaoth, dein heiligs 100 herzlich lieb hab ich dich.337 herzlichtut mich verlangen 582 herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 79 herz und herz vereint.... 365 heutist des herrenkuhetag 2 heut ist uns der Tag..... 15⁷ heut triumphieret Gottes. 111 hier bin ich, herr, du rufest 368 hier legt mein Sinn sich.. 358 hilf, helfer, hilf in Angst. 581 hilf, herr Jesu, laß gelingen 60 hilf mir, mein Gott, hilf 339 hilf uns, herr, in allen.. 344 himmelan geht unsre... 631 himmelan, nur himmelan 638 hinunter ist der Sonne.. 408 hirte deiner Schafe 2** 2*** 2 2 Ur. höchster Tröster, zomm.. 147 hört auf mit Trauren und 578 hört heut der Weisen große frãge hosianna! Davids Sohn, kommt in 32 hüter, wird die Nacht... 485 2. Ich armer mensch doch gar 570 Ich bete an die Macht..327 Ich bin ein õast auf Crden 595 Ich bin getauft auf deinen 204 Ich bin getrost und freue. 273 Ich bin gewiß in meinem 276 Ich bin ja, herr, in deiner 591 Ich ergebe mich dem Lillen 400 Ich erhebe mein öemüte. 261 Ich freue mich der frohen 16 Ich glaub an Einen Gott. 268 Ich habe nun den 6rund. 279 Ich hab in õottes herz und Sinn mein herz Ich hab in guten Stunden 435 Ich hab mein Sach oott.. 580 Ich hab mich õott ergeben 588 Ich hãb von ferne 6³⁰ Ich komme, herr, und suche 219 Ich ruf zu dir, herr Jesu.. 334 Ich sag es jedlem, daß Cr.. 126 Ich singe dir mit herz.... 446 Ich steh an deiner Krippe 47 Ich steh in meines herren 4330 Ich sterbe täglich,l und mein leben eilt 60¹ Ich trau auf meinen Gott 434 Ich und mein haus, wir.526 yyůPpf p— ————— X Nr. Ich weiß, an wen ich glãube 27² Ich weiß, an wen mein. 288 Ich weiß ein lieblich..... 6²² Ich weiß, es kann mir... 410 Ich weiß, mein Gott, daß. 34⁷ Ich weiß, woran ich glaube 291 Ich will dich lieben, meine 304 Ich will mich mit dir... 319 Ich will, o Vater, allezeit. 5 Ich will von meiner..... 2⁴4⁷ Ich wollt, daß ich daheime wär Ihr christen auserkoren. 45 Ihr Eltern, hört, was... 529 In allen meinen Taten.. 393 In Angsten ruf ich, herre. 429 In christi unden schlaf. 57⁷ In dir ist freue 293 In Gottes Namen fahren. 566 In Gottes Namen fang ich 481 Ist õott für mich, so trete. 270 Jot. Jauchzet, ihr himmel. 55 Je größer streuz, je näher. 418 Jerusalem, duhochgebaute Stallt Jesaia dem Propheten. 210 Jesu, deine Passion. 89 Jesu, deine tiefen unden 80 Jesu, der du meine Seele. 242 Jesu, geh voran.. 320⁰0 Jesu, großer Dunderstern 70 Jesu, meine freude...... 30⁰0 Jesu, meiner Seele Leben. 306 Jesu, meines Lebens Leven 90 Jesus Christus herrscht... 326 Jesus christus, unser hei⸗ land, der den Tol.. 107 Jesus christus, unser hei⸗ land, der von uns.. 209 Jesus, Jesus, nichts als.. 307 Jesus lebt, mit ihm auch ich 123 Jesus, meine Zuversicht. 614 Jesus nimmt die Sünder. 278 Jesus soll die Losung sein 64 Jesu, Trost der armen.. 7 K. seinen hat 6ott verlassen 390 somm, Gottes õeist, omm 145 somm, heiliger õeist, erfull 136 stomm, heiliger õeist, herre 158 somm, o Gott Schöpfer..137 somm, o komm, du õeist 145 sommst du, Kommst du.. 29 stommt her zu mir, spricht 33³ sommt, seinder, laßt uns. 372 ommt, laßt euch den... 341 stommt und laßt uns... 50 sönig, dem kein König.. 323 stönig Jesu, streite, siege.. 184 styrie(Citaneiĩ 229 I. Cah dich öoTlr 406 Caß dich, herr Jesu Christ. 323 Lasset die Rindlein. 20⁰0⁰ Lasset mich voll freude.. 203 lasset uns den herren prei⸗ sen, o ihr Christen.. 113 lasset uns den herren prei⸗ sen und vermehren. 455 Lasset uns mit Jesu ziehen 343 Nr. Iaß mich dein sein und.. 17 Iaßt mich gehen. 333 Laßt uns doch Christo.. 82 Liebe, die du mich zum... 305 Liebe, die nicht. 317 Liebster Jesu, der du mich 361 Ciebstier Jesu, sei... 31 Ciebster Jesu, wir sind hier, lleinem Liebster Jesu, wir sind hier, llich Liebster Vater, soll es sein 432 Citanei Cobe den herren, den.... 450 Cobe den herren, o meine 458 Cobe, mein herz, deinen.. 628 lobet den herren alle, die 476 P ë hũi——— 2 dp Cobet den herrn, ihr.... 67 lobt õott, ihr Christen alle 41 M. Maͤche dich, mein õeist.. 351 Machs mit mir, Gott, nach 589 Macht hoch dlie Tür, die Tor 23 Maͤg ich denn nicht von.. 394 Man lobt dich in der Stille 444 meine lebenszeit 60⁰⁴ meinen Jesum laß ich nicht 30² mein erst õefühl sei Preis und Dank meine Seele erhebet den. 16⁰ meine Seele, laß dich....210 meine Seel, ermuntre dich 96 meine Seele senket sich... 414 meine Seel ist stille 411 Meines Lebens bestefreude 308 Mein 6ott, die Sonne geht 10 —* ͤ—— 2 ur. Mein heiland nimmt die. 282 Mein heiland sitzet droben 131 Mein herz, ach rede mir.. 324 Mein herz, gib dich 42¹ Mein herz und Seel den.. 161 Mein Jesu, der du vor dem Scheitlen Mein Jesus kommt, mein 60⁰ mein Jesus lebt, was soll. 120 Mein Jesu, süße Seelenlust 313 Mein Lauf, oottlob, ist bald 590 Mein lieber ott, gedenke 359 Mein schönste Zier und.. 298 Mein Schöpfer, steh mir bei 206 Mir ist Erbarmung 290 Mir nach, spricht Christus 340 Mit Ernst, o menschenkin· dler.. Mit freude will ich heben 540 Mit fried und freud ich.. 572 Mit meinem 6ott geh ich. 507 Mitten wir im Leben sind 571 Morgenglanz der twigkeit 482 müde bin ich, geh zur Ruh 5³4 22*** 4*** 22*2*2* II. llichts Betrübters ist..... 53⁵5 llicht so traurig, nicht so 390 llie bist du, höchster..... 289 uimm von uns, herr...235 Uimm von uns, herre õott 2²² nun bitten wir den 139 Nun bricht die finstreacht 20 Nun danket alle Gott. 442 nun danket alle oott.. 443 nun danket all und Nun freut euch, liebe.. 262 22*2** 2*** XI ur. nun hilf uns, o herr Jesu. 532 nun jauchzet all, ihr.. 25 nun jauchzt dem herren.1 nun kommt das neue.. 22 nun laßt uns den Leib... 573 nun laßt uns gehn und.. 61 Nun laßt uns Gott dem.. 440 Uun lieg ich armes..... 609 nun lob, mein Seel, den.438 nun preiset alle.. 5061 nun ruhen alle Wälder.. 502 nun schlaf, mein liebes. 528 nun sich der Tag geendet nun sich der Tag geendet, mein herz nun singet und seid froh. 44 nun tret ich wieller 0. 0O Bergwerksschöpfer...539 O daß ich tausend Zungen 454 O du iebe meiner Liebe.. 94 0O du Schöpfer aller Dinge 248 worttt 62⁰ O Cwigkeit, du freuden⸗ Wwort.... 6²⁷ O frommer und getreuer. 243 0O gläubig herz, gebenedei 459 0O Gott, der du das 560 0O Gott, du frommer 6ott. 340 0O Gott, du höchster.... 186 0 Gottes Sohn, herr Jesu. 269 0O Gott, von dem wir alles 562 0O Gott, wir ehren deine.. 153 0O hãaupt voll Blut und... 88 nr. O heilger 6eist, kehr bei.. 141 O heilige Dreieinigkeit... 520 0 heilige Dreifaltigkeit.. 471 O hilf, Christe, sottes Sohn 76 0O Jesu christe, wahres Licht 17²2 0O Jesu christ, mein schön⸗ stes Licht 0O Jesu christ, meins Lebens 584 O Jesu, du mein Brͤutigam 212 0O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. 296 0O Jesu, meines Lebens Licht 400 O Jesu, meine Wonne.. 223 0O Jesu, süßes Licht... 48⁴ 0O Jesu süß, wer dein.... 294 O fönig aller chren..... 66 0O stönig, dessen Majestät. 255 Oamm sottes, unschuldig 75 O Lebensbrünnlein tief.. 295 O Liebe, die den himmel. 54 0O meine Seel, du sollst den 441 0O selig haus, wo man dich 527 0O Tod, wo ist dein Stachel 114 0O Traurigkeit, o herzeleid 102 O treuer heiland, Jesu... 342 0O bater, allmächtiger Gott 226 0O bater, deine Sonne.. 554 0O bater der Barmherzigkeit 244 0O vaterherz, olicht, oeben 370 0O vater, unser Gott, es ist. 378 0O Uelt, ich muß dich lassen 574 O Welt, sieh hier dein Leben 86 0O wie fröhlich, o wie selig 50 0O wie selig seid ihr doch.. 62 0O wir armen Sünder.. 77 V. preis, Chr und Lob sei dir 522 XI R. nr. kede, liebster Jesus, rede. 187 Reich des herrn. 181 kinge recht, wenn Gottes. 36³ Rüstet euch, ihr. 36² ᷓ. Schaffet, schaff e 353 Schaff in mir, õott, ein... 253 Schmücke dlich, o liebe Seele 215 Schmückt das ßest mit. 144 Schönster herr Jesu..... 310 Schwing dlich auf, mein.. 459 Schwing dich auf jvJu.. 398 Seele, geh auf oolgatha.. 98 Seele, mach dich heilig auf 95 Seelenbräutigam. 311 Seele, was ermüdst du dich 316 Sei getreu bis an das Ende 346 Sei õott getreu, halt seinen 348 Sei Cob, Chr, Preis und.. 150 Sei Lob und Chr dem..44 Sel mir tausendmal 87 Sei stille, müdgequältes.. 427 Sei willkommen, Davids. 33 Sende, Vater, deinen Geist 382 Siegesfürste, Chrenkönig. 135 Sieh, hier bin ich.. 251 Sieh, wie lieblich und wie 354 So führst du doch recht.. 413 So hab ich nun den fels.. 283 So hãb ich obgesieget.... 611 So hoff ich denn mit festem ui 287 2**** Gott So ist die Woche nun... 517 ur. Sollt es gleich bisweilen.. 40⁵ Sollt ich meinem Gott nicht singen So nimm denn meine hän⸗; dle und führe mich.... 376 Sorge doch für meine...530 So ruhest du, o meine Ruh 103 So tret ich demnach an.. 470 So waͤhr ich lebe, spricht.. 239 Speis uns, Uater, deine.. 405 Stãrk ist meines Jesu hand 332 Steht auf, ihr lieben..... 466 Straf mich nicht in deinem 3orn..... 25⁰ Such wer da will ein..299 Tag des 3ornns 618 Teures Wort aus Gottes. 102 Treuer 6ott, ich muß dir.241 Treuer hirte deiner herde 177 Treuer Jesu, wache du... 308 Treuer Wächter Israel..344 Tut mir auf die schöne... 11 II. Unsern Ausgang segnesott 19 Unter Lilien jener freuden 60²2 Unumschränkte Liebe.... 280 U. valet will ich dir geben.. 585 Vãter, laß mich õnade fin⸗ den, tröste meinen....240 Uater unser im Uerleih uns frieden..... 519 Versuchet euch doch selbst. 272 XIII Nr. Uerzage nicht, du häuflein 171 Vollendet hat der Tag die 516 vom himmel hoch da... 38 vom himmel kam der.. 39 von Gott will ich nicht.. 386 vor deinen Thron tret ich. 474 vor 6'richt, herr Jesu, steh 237 . Wach auf, du Geist der. 178 Wach auf, mein herz, die. 119 Wach auf, mein herz, und 47⁵ Wachet auf, ruft uns die.621 Wacht auf, ihr Christen alle 10 Wär Gott nicht mit uns.. 167 Wärn meiner Sünd auch. 265 Warum betrübst du dich. 385 Warum sollt ich mich denn 39²⁷ Warum willst du draußen 27 Was alle Weisheit in der. 151 Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, es bleibt.. 40⁷ Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, so denlnen 565 Was ists, daß ich mich. 424 Was mein Gott will. 384 Was mich auf dieser Welt 408 Was willst du dich.. 392 Ueicht, ihr Berge, fallt, ihr hüge.... 27⁵ UWeil ich Jesu Schäflein bin 533 UWeine nicht, oott lebet... 417 UWeit ade, ich bin dein... 596 Uenn alle untreu werden 331 Wenn dein herzliebster.. 206 Wenn dich Unglück hat. 380 Uenn ich ihn nur habe.. 330 Nr. Wenn ich, oschöpfer, deine 44 Wenn kleine himmelser⸗ benn meine Sünd mich. 83 Uenn mein Stündlein..575 Wenn wir in höchsten..233 Uenn wir in Wassersnöten sein Werde licht, du Stadt.... 68 Werde munter, mein.... 501 Uer Gott vertraut, hat.. 387 UWer ist wohl wie du..... 314 Uer nur den lieben öott. 403 UWer sind die vor õottes. 632 Wer weiß, wie nahe mir. 599 Wie fleugt dahin der... 598 Wie ott mich führt, so.. 420 Wie groß ist des Wie lieblich ist der Maien 547 Wie lieblich sind doch.. 117 Wie mein getreuer Vater. 404 Wie mit grimmgem.. 569 Wie schön ists doch, herr.524 Wie schön leucht uns der. 292 Wie selig ist der Ort..... 9 Wiesoll ichdichempfangen 28 Wie wird mir dann... 6³⁴ Wie wohl hast du gelabet, o liebster ZJeswuuuus 22²2 Wie wohl ist mir, o Freund 30 Willkommen, held im...121 Wir danken dir, herr Jesu hrist, daß du für uns. 78 Wir danken dir, herr Jesu hrist, daß du unser... 500 Wir danken dir, herr Jesu christ, daß du vom Tod 110 XIV ur. Wir danken õott für seine 404 Wir glauben all an Einen Gott Wir liegen hier ju deinen 256 Lir menschen sind zu dem 188 Wir singen dir, mmanuel 49 Wohl auf, mein herz, zu. 370 ohl einem haus, da. 325 o ist ein solcher oott... 286 Womit soll ich dich wohl. 453 Wort des höchsten mundes 194 Wo soll ich fliehen hin.. 240 Wo willst du hin, weils.. 118 Wunderanfang, herrlichs 410 Nr. underbarer önadenthron 31 underbarer önig.... 451 I. Zeuch, Chrenkönig, bei.. 34 Zeuch ein zu deinen Toren 142 Zeuch hin, mein ind.. 612 Zeuch uns nach dir...... Zion, gib dich nur Zion klagt mit Angst und Schmerzen.. Zu deinen füßen liege ich 225 Zu dir, herr Jesu, komme 257 Zween der Jjünger gehn.. 122 Psalm 92, 2. Das ist ein köstlich ding dem heErrn danken und lobsingen deinem namen, du höchster. bpheser 5, 18 20. Werdet voll eistes und redet unter einander von Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem herrn in eurem herzen; und saget Dank allezeit für Alles öott und dem vater, in dem namen unsers herrn Jesu christi. XV SNE IEEEEEEEEEEEE FIN Onntagslieder: S Psalm 100. — Eigene melodie. 1508, — e, en, v n,virh.ldx,s æ. her, ju sei⸗nem dienst euch stellt; kommt mit froh ⸗lok⸗ken, I +0 II. + * IIIIT säu⸗met nicht, kommt vor sein hei⸗lig An-ge sicht! 2. Erkennt, daß Gott ist unser 3. Er hat uns ferner wohl be⸗ herr, der uns erschaffen ihm jur dacht und uns ju seinem Voll chr, und nicht wir selbst, durch gemacht, zu Schafen, die er ist Gottes 6nad ein jeder menschbereit zu führen stets auf gute sein Leben hat. Weid. 1 SEEEEEEEE-.—---—— Sonntãg DDEEEEEE 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen To⸗ ren ein mit Loben durch der Psal⸗ men slang, zu seinem Vorhof mit õesang. 5. Dankt unserm Gott, lobsin⸗ get ihm, rühmt seinen nam mit lauter Stimm, lobsingt und dan⸗ ket allesamt! Gott loben das ist unser Amt. 6. Er ist voll öüt und freund⸗ lichkeit, voll Cieb und Treu zu jedler Zeit; sein nade währet dlort und hier, und seine Wahr⸗ heit für und für. 7. Gott Uater in dem höchsten Thron und Jesus christ, sein ein⸗ ger Sohn, samt Gott dem wer⸗ ten heilgen 6eist sei nun und immerdar gepreist. David Denicke() g. 16003 4 1680(nach Corn. Becker). Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. nikolaus herman 1560. 22————— 2 e heut ist des her⸗ ren Ru⸗he⸗tag, ver ⸗ges⸗ set 1+.—— + — 4 + 1 ——. 1 — I—— *—— Sor⸗ge, müh und plag, treibt eu⸗re Wo⸗chen ⸗ar-beit nicht, —.————. Y I ́——— ———.·——2— 2 — kommt vor des höch-sten An⸗ge⸗sicht! hal ⸗le⸗Ilu⸗ja! 2. ommt her und fallt auf eure senie vor Gottes Majestät allhie! Cs ist sein heiligtum und haus, wer Sünde liebt, gehört hinaus. halleluja! 3. Ganz unerträglich ist sein brimm, doch hört er gern der Armen Stimm; deswegen lobt ihn allesamt, das ist der Christen rechtes Amt. halleluja! 4. Rühmt unsers õottes meister · tãt, da er aus nichts erschaffen hat den himmel und die ganze elt und was dieselbe in sich hält. Halleluja! 5. Denkt auch, daß heut ge⸗ schehen ist die Ruferstehung Jesu christ, dadurch die wahre freu⸗ digkeit in aller Not uns ist be⸗ reit. Halleluja! b. Drum wollen wir begehn mit fleiß den Tag nach rechter hristen Weis, wir wollen auf⸗ tun unsern mund und sagen —————F————————————— — 8888888883 Sonntãg dlies von herzensgrund: hal⸗ leluja, 7. O Gott, der du den Erden⸗ kreis erschaffen haͤst ju deinem preis, uns auch bewahrt so manches Jahr in vieler Trübsal und Gefahr, halleluja, 8. hilf, daß wir alle deine Wern voll Weisheit, üte, macht und Stärk erkennen und je mehr und mehr ausbreiten dei⸗ nes Namens Chr. Halleluja! 9. O liebster heiland Jesu christ, der du vom Tod erstanden bist, richt unsre herzen auf zu dir, dlaß sich der Sündenschlaf ver⸗ lier. halleluja! 10. 6ib deiner Nuferstehung straft, daj dieser Trost ja bei uns haft, und wir uns drauf ver⸗ lassen fest, wenn uns nun alle Welt verläßt. halleluja! 11. 0 heilger Geist, laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, daß sich in uns dlurch deine Lehr 6laub, Lieb und hoffnung reichlich mehr. halleluja! 12. Erleuchte uns, du wahres Licht, entzieh uns deine onade nicht, all unser Tun auch so regier, da wir õott preisen für und für. halleluja! 13. Gott Uater, Sohn und Geist, verleih, daß dieser Tag dir heilig sei, wir auch die Sabbathsruh und freud erlangen drauf in Ewigkeit. hallelusa! U. 1—-12 Hhannov. 6sb. 1646. U. 13 hannov. 6sb. 1657. Elgene melodie. Rhythmische form. 1648. IL— I 1 —— 3—⁵m— herr Je-su christ, dich ju uns wend, den I + — — +—— —— — —— — heil⸗gen Geist du zu uns send, mit hülf und 6nad, herr, —— + I I 1 — — uns re-gier und uns den Weg zur Wahrheit führ! odler: Eigene Melodie. plane oder isometrische form. 1— V. ——.— + 1 ——— +— 1 herr je-su christ, dich zu uns wend, den Sonntãg + +— + — +— heil ⸗gen õeist du zu uns send, mit hülf und önad, herr, V 2+..— I II I + II I— I 1 uns re⸗gier und uns den Weg zur Wahr-heit führ! 2. Tu auf den und jum Lo⸗ be dein, bereit das herz zur undacht fein, den 6lauben mehr, stärk den Uerstand, daß uns dein nam werd wohl be⸗ kannt; 3. Bis wir singen mit Gottes heer: heilig, heilig ist õott der herr! und schauen dich von Angesicht in ewger freud und selgem licht. 4. Chr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen 6eist in Einem Thron, der heiligen Drei⸗ einigkeit sei Lob und preis in Ewigkeit! Altenvurg 1648. eigene melodie. Psalm 1oo. Nuch nach melodie nr. 473 zu singen. J. Crüger 1653. 4 4 + I..‚ 1— * Al- le Uelt, was lebt und We ⸗ wäas nur Stimm und Zung er- he · ——————...e.—— .,. dm nn. L,———— III— e n Ponm..- e — 1 bet, was in feld und häu⸗-sern ist, die · net ihm, wer bet, jauch e Gott ju se der frist —. ů 2—— 4 200* +* ½ *— + H die-nen kann, kommt mit Cust ju ihm her⸗ an! 2. Sprecht: Der herr ist unser Ruhm, seine Schaf und eigen⸗ meister, er hat uns aus nichts tum. gemacht, er hat unsre Leib und 3. sehet ein zu seinen pforten, Geister an die lichte Welt ge⸗geht durch seines Vorhofs Gang, bracht; wir sind seiner Allmacht lobet ihn mit schönen Worten, 4 EEonntag saget ihm Lob, Preis und Dank! Geist, daß dein Ruhm bei uns Denn der herr ist jederzeit voller groß werdle, Beistand selbst und 6nãd und freundlichkeit. hülf uns leist! oib uns sträfte 4. Gott des himmels und der und egier, dich zu preisen für Erde, Vater, Sohn und heilger und für! b. 1—3 Joh. franck g. 1618 4+ 1677. v. 4 hannov. 6sb. 1639. Mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai(0) 1500. II 5 ++— 4222——— 2—— — 1 6 Ich will, o ba⸗ ter, al-le-zeit er⸗ mich hast be⸗ hü⸗ tet wun⸗der⸗bar, wie SSDIIEEI‚.—— H. 2... DSSIIIIIIIIE DDiEEEEE he⸗ben dei ⸗ne 6ü⸗tig⸗keit, daß du von so viel Jah⸗ren ichs mein Lebtag im⸗mer⸗dar, auch die-se Woch er ⸗fah⸗ren. — *. V. —— +— 1 + + 2. I 1 2— I 1 +— 1 SPSPSP SPSP P PBPꝑPIP PIPPII......——— Sin-get, brin get 6ott dem her ren nah und fer⸗ ren 2* 1 + +———* 2— 12 1—. + +— I 1—. Dank und ch ⸗ re, je ⸗der⸗mann sein cob ver ⸗ mey ⸗rer 2. Du führst durch deinen öna⸗gen. nimm jur versöhnung denschein aus aller Trübsal, Hot Christi Blut, der uns gelitten hat und pein den, der zu dir nur zu gut und völlig abgetragen, schreiet. durch christum gibstwas sich täglich noch für Sün⸗ du deinen 6eist, der uns densden in uns finden; drum wir Ueg jur Buße weist und inner · Schwachen ju dem onadenthron lich erfreuet. LCaß mich, bitt ich, uns machen. deine õöüte im emüte fort emp⸗ 4. mein'n Leib, mein Seel und finden, ohn Anfechtung mei⸗all das mein, laß dir, o herr, ner Sünden. befohlen sein, ich will mich dir 3. herr, sieye du doch ja nicht ergeben. Wend ab not, Angst an das, was ich wider dich und herzeleid, du Vater der getan in nächstverwichnen Ta-Barmherzigkeit, in meinem 3 Sonntãg DEEEE ganzen Leben, deinen Willen mög erfüllen, stets dich lieben, auch die Lieb am nächsten üben. 5. Gib, daß mir deiner Ruhe Tag mein innre Ruh befoͤrdern mag durch deines Wortes Stär⸗ ke; daß mir dasselb ins herze dlring und hundertfältig früchte bring, des ölaubens rechte Wer; ke. Von dir laß mir Brünnlein fließen, sich ergießen, daß ich Eigene melodie. . bleibe stets ein ölied an deinem Leibe. 6. Uerleihe, daß in dieser Welt mein hoffnung sei auf dich ge⸗ stellt und ich dir ganz vertraue, dlaß ich die wahre Ruh und freud erlange dort ohn ei⸗ nig Leid, wenn ich õott immer schaue. durch dich werd ich große 6aben ewig haben bei dir oben; deinen namen will ich loben. annov. 6sb. 1657. daß ich fröhlich Joh. Rud. Ahle 1664. A. — LSH 6 ——— + 2 + + .. u— N VW — 1 — 1 lieb-ster Je- su, wir sind hier, dlich len ke Sin ne und be⸗gier auf 1 1 + N— II 1 + 1 +— S.I—— E—.— +. I + J 2 2— 1...— II 1 V NI. +7 N* und dein Wort sü⸗ßen himmels⸗leh-ren, dlie an n daß die her ⸗ jen ö + — + 1 + I + ů 2—— N von der Er⸗ den 2. Unser Wissen und Verstand isi mit finsternis verhüllet, wo nicht deines seistes hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten mußt du selbst in uns ver⸗ ganj ju dir ge ⸗ jo-gen wer⸗den. 3. 0 du Glanz der herrlichkeit, licht vom Licht, aus Gott ge⸗ boren, mach uns allesamt be⸗ reit, öffne herzen, mund und Ohren! Unser Bitten, flehn und Singen laß, herr Jesu, wohl ge⸗ richten. lingen! rov. ciausnitzer g. 1618 1 1684. mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. ninolaus herman 1560. 7 1* 1 4 +2 12— M᷑d 4 — 1 I 2 2....— E 6ott Cob, der Sonn⸗tag kommt her ⸗bei, die 0 Sonntãg — 1—— 1— II —— ge ⸗ macht, mein heil hat mir das 2. Das ist der Tag, da Jesus christ vom Tod für mich erstan⸗ den ist und schenkt mir die berechtigkeit, crost, eben, heil und Seligkeit. hallelusa! 3. Das ist der rechte Sonnen⸗ tag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit õott ver⸗ Le⸗ben bracht. hal ⸗le · lu ⸗ja:! söhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Find. Halleluja! 4. ein Gott, laß mir dein Ce; benswort, führ mich zur him⸗ melsehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lob⸗ singen ewiglich! Halleluja? Joh. Olearius g. 1611 4 1684. Mel.: Gott des himmels und der Erden. Eine neuere Umbildung im Anhang. heinrich Albert 1642. 8 4—— I.ee +—— +* 2 + +— 1 A Au 1. V 8—... + L E.— ů.—.—— 6ro-Ber Gott von al-ten Zei⸗ten, dles ⸗sen Treu auf al-len Sei ⸗ten 2 x 22—.—H—— 4 N I* II** — + N 1 4—6 II II—— —.— 1— I— dles-sen hand die Ubeit re⸗giert ini t des mich von Ju⸗gend auf ge⸗führt, Heunr ieouehn —— ö— ö Y *— 1 4 +.— I 1 I NI——— — 1 23 2— 4— V Td-ges Lauf mich zu lau- ter An⸗dacht auf. 2. Nch wie lieb ich diese Stun⸗ den, denn sie sind des herren fest, das mit so viel Trost ver; bunden, da mein 6õott mich ru⸗ hen laßt und durch seinen guten Geist mir den Weg jum Leben weist. 3. hãbe Dank für diesen Mor⸗ gen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der mensch an Gott gedenkt und von herzen bet und singt, daß es durch die Wolken dringt. Sonntag FEXEXEXEERAENANENENENEα 4. Was ist schöner als Gott die- 5. O mein Gott, sprich selber nen, was ist süßer als sein Wort, Amen, denn wir sind dein Ei⸗ dda wir sammeln wie die Bie⸗ gentum. Alles preise deinen Ha⸗ nen und den honig tragen fort? men, alles mehre deinen Ruhm, Selig ist, wer Tag und nacht bis es künftig wird geschehn, also naäch dem himmel tracht. daß wir dich im himmel sehn. RKasp. Ueumann g. 1648 1715. mel.: Wer nur den lieben 6ott läßt walten. Mel. 2. 1690. 9— E* —.% wie se⸗nig ist der ort ju nen⸗nen, wo Licht und Recht ganz hel le bren⸗nen, 2— — +— + + 4+— +— II—— + ů— wo ot-tes Wort im Schwan⸗ge geht, aa und 3i- on nie⸗-mals wü · ste steht, .———*DDe 2—— + I..X * I 2..— + 8... I... I 1 mãn im Schmuck der hei⸗lig⸗keit dem her ⸗ren op⸗fert al⸗le⸗zeit! 2. Weh aber, wo die Lebens⸗ 4. So treten wir im 6eist zu⸗ worte so rar und teuer worden sammen, so singen wir des her⸗ sind, daß man an solchem wü⸗ren Lied, so bringen wir die sten orte von oott nur dunkle Opferflammen, auf welche Gott Spuren findt! Wie billig wird in önaden sieht; so lesen wir ller ort beweint, wo õottes ort und hören an, was Gottes Wort entfernet scheint. uns lehren kann. 3. Uir dürfen keinen Zweifel 5. Nch herr, gib selber das tragen, als wär allhier nicht sedeihen, laß doch Rein Wort Gottes häus; wo wir nach 6ot⸗ vorübergehn, laß uns die See⸗ tes Worte fragen, da macht er lenspeis erfreuen, laß unser eine Kirche draus: sie sei nun herz erquicket stehn, gib unsrer zahlreich oder klein, so muß sie Einfalt deutlich ein das, was ihm doch heilig sein. uns kann erbaulich sein: 8 EEEE Sonntãg 6. Erhalt uns bei dem Glau⸗ bensgrunde, den du den(ck⸗ stein hast genennt, daß man llich nicht nur mit dem munde, aulch mit dem herzen selbst be⸗ kennt. Wenn uns die Welt Ver; folgung dräut, so gib, o herr, Beständigkeit! 7. Jã bãu du selbst in unsrer Seele dir ein lebendig Gottes⸗ haus, so wird in dieser Jam⸗ merhöhle ein angenehmer Sab; bäth draus, bis wir in jenen Tempel gehn und vor des LCam⸗ mes Stuhle stehn. Bensamin Schmolck g. 1672 4 177. Mel.: herr Jesu christ, dich ju uns wend. 1648. 10. 1 +—. I —— mein Gott, die Son»ne geht her ⸗für, sei 1 I— 1— +— + I. + 4 I 2. + I— du die Son- ne selbst in mir, du son- ne der 6e⸗ 2+2..— + 1 — 4 1 E. + I I 1 N I 2 rech ⸗tig ⸗Keit, ver · treib der 2. Mein erstes Opfer ist dein kuhm, mein herz ist selbst dein Eigentum; ach kehre gnadig bei mir ein, du mußt dir selbst den Tempel weihn. 3. Gib, daß ich meinen fuß be⸗ wahr, eh ich mit deiner sirchen⸗ schar zum hause Gottes wallen geh, daß ich auch heilig vor dir steh. 4. Bereite herje, mund und fjand und gib mir Weisheit und Verstand, daß ich dein Wort mit Andacht hör, zu deines großen namens chr. Sün-den Dun-kel-heit! 5. Schreib alles fest in meinen Ssinn, daß ich nicht nur ein höͤrer bin; verleihe deine sraft dlabei, daß ich zugleich ein Täter sei. 6. Hilf, daß ich diesen ganzen Tag mit Ceib und Seele feiern mag; bewahr mich vor der ar · gen Welt, die deinen Sabbath sündlich hält. 7. So geh ich denn mit freude hin, wo ich bei dir zu hause bin. mein herz ist willig und bereit, o heilige Dreieinigkeit! Bensamin Schmolck g. 1672 1737. Sonntãg AE Joach. Heander() 1680. mel.: Weicht, ihr Berge, fallt, ihr hügel. 1 .— 1 232...— 2——— — Tut mir auf dlie schö⸗ ne pfor-te, Nch wie wird an dlie sem or- te ‚iA—— IIII 75. 2— + e ,., udu D.. —..—.—.— R——— —.t...—... H 2.. 2 füh ⸗ret mich in 3i⸗ on ein! mei⸗ne see⸗ le fröh-lich sein! bier ist bot tes 2—— E I 20* R SS 4. 2 S— 2— + + 1 An-gesicht, 2. Ich bin, herr, zu dir ge⸗ kommen, komme du nun auch zu mir! Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter him⸗ mel hier. JZeuch in meinem herzen ein, laß es deinen Tem⸗ pel sein! 3. LCaß in furcht mich vor dich treten, heilige du seib und Geist, ddaß mein singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. heilige du smund und Ohr, zeuch dlas herze ganz empor! 4. Mache mich zum guten Lan· dle, wenn dein Samkorn auf mich fällt; gib mir Licht in dlem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge du im herzen ein, laß es mir zur frucht gelleihn! hier ist lau ⸗ ter Mel.: Weicht, ihr Berge, fallt, ihr hügel. Trost und(icht. 5. Stark in mir den schwachen 6lauben, laß dein teures selein; od mir nimmer aus dem her⸗ zen rauben, halte mir dein Wort stets für, daß Ues mir zum Leit⸗ stern dient und zum Trost im herzen grünt. 6. Rede, herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit himmel⸗ brot, tröste mich in aller ot! 7. Uffne mir die grünen Ruen, dlaß dein Lamm sich weiden kann; lasse mir dein Mmanna tãuen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, herr, zu dleinem chrensaal! Benjamin Schmolck g. 1672 1 1737. Joach. Neander(0 1680. 12 I —2 V. +— + +— + + + + + +.* hãl=le lu heu ⸗te fühl ich * 1 1 NI 3— „ja, schö⸗ner mor⸗gen, kei ne Sor ⸗-gen, 10 IEEANNEENREINNN Sonntag ͥ‚..=— III 73 10 .qiieeee‚Ee-..—.———.— —— 1 I +. 1 schö⸗ner als man den-ken mag, 11— denn das ist ein lie bver Tag,(er durch sei ⸗ne — E& N 14—— S ———.——.— 1 Cieb-lich ⸗Keit recht das In ner ste er-freut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntäag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln höhlen, Zeit, in der der Segen fließt! Stunde voller Seligkeit, du ver; treibst mir alles Ceid. 3. Nch wie schmeck ich Gottes büte recht als einen Morgentau, lie mich führt aus meiner hütte zu des Vaters grüner Nu; da hat wohl die orgenstund ed⸗ len Schatz und Gold im mund. 4. Ruht nur, meine UWeltge⸗ schäfte, heute hab ich sonst ju tun, denn ich brauche alle sträfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. heut schickt keine Arbeit sich als nur õotteswerk für mich. 5. Wie soll ich mich heute schmücken, daß ich õott gefallen mäag? Jesus wird die seleider schicken, die ich ihm zu Chren trag. Sein Blut und 6erechtig· keit ist das schönste Sonntags⸗ kleid. Mel.: Unumschränkte Lebe. Auch nach melodie Ur. 451 zu singen. 6. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein, denn ld sammle ich die fülle von len höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen 6eist mit dlem Wort des Lebens speist. 7. herr, ermuntre meine Sin⸗; nen und bereite selbst die Brust, laß mich Lehr und Trost gewin · nen, gib zu deinem manna(ust, daß mir deines Wortes hall recht tief in mein herze fall. 8. Segne deiner snechte Leh; ren, öffne selber ihren und; mach mit allen, die dich hören, heute deinen önadenbund, daß wenn maͤn hier bet und singt, solches in dein herze dringt. 9. Gib, daß ich den Tag be⸗ schließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der dlu herr des Sabbaths bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Saãbbath halten mag. Jon. strause g. 1701 1 1762. F. h. Meyer 1741. —4 1 13*IAUIIAIII—— 1— 1— I + ott ist ge⸗ gen ⸗wär⸗tig, las-set bott ist in der mitten, al-les 1¹ Sonntag 2 SSe * V. + 4 +. + 4 und in und sich uns an ⸗be⸗ ten in uns schwei⸗ ge hrfurcht vor ihn tre⸗ ten! 1 + 4 in-nigst vor ihm beu⸗ge! 4 4 4 I —— 1 Ler ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Au⸗ gen —— 1 4 1 4 Y DIDT—J——— nie der, kommt, er⸗ gebt kuch Wie ⸗der! 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und nacht gebücket dienen; heilig, heilig, heilig singen ihm zur Chre aller Engel hohe höre. herr, ver⸗ nimm unsre Stimm, da auch wir seringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zjum Eigentum ergeben. du allein sollst es sein, unser oott und herre, dir gebührt die Chre. 4. Majestätisch esen, möcht ich recht dich preisen und im õeist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie dlie ngel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster õott, in allen! 5. Du durcharingest alles, laß dlein schönstes Lichte, herr, be⸗ mel.: herr Jesu christ, dich ju uns wend. rühren mein 6esichte! Wie die zarten Blumen willig sich ent⸗ falten und der Sonne stille hal⸗ ten, laß mich so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken lassen! 6. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanfte und im stil · len frieden; mach mich reines herzens, daß ich deine slarheit schauen mag im õeist und Lahr · heit; laß mein herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben! 7. Herr, komm in mir wohnen, laß mein'n Geist auf Erden dir ein heiligtum noch werden! somm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken! Gerh. Tersteegen g. 1697 4 1769. 16⁴8⁸. +—— 14 I— Brunn al ⸗les heils, lich eh ren wir und 12 Sonntãg + +* uunn uar ————————.— öff nen un ⸗-sern mund vor dir; aus dei⸗ ner bott · heit * 1— + N q‚WRRRP‚‚‚II‚e‚‚iiIIEI‚IIR‚I‚tl.. 4.————.— WSIHAIAll hei⸗lig ⸗ tum dein ho her se⸗- gen auf uns komm! 2. Der herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er segne uns nach Seel und Leib, und uns behüte seine acht vor allem Ubel Tag und nacht! 3. Der herr, der heiland, unser Licht, uns leuchten laß sein An· gesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig sei. Offenb. Mel.: christus der ist mein 4. Der herr, der Tröster, ob uns schweb, sein Antlitz über uns erheb, daß uns sein Bild werd eingedrückt, und geb uns frieden unverrückt. 5. Jehova! Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchfleuß herz, Sinn und Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens voll! berh. Tersteegen g. 1697 4 1769. 22, 21. Leben. Ursprüngliche form im anhang. 1609. 15— 1— I..—.—— LO..—. + 1—. 1DDDDH‚‚J——— ———— Die 6na⸗- de sei mit al-len, die + I—.— 35 7 I I I + 1 2— I. Z.T —. + 1 1— + I + 1 * I— 1 I 1 6na-de un⸗-sers herrn, des herrn, dem wir hier ü f I — I 1 I + — 2— + I + * 1—. + 1. wal-len und sehn sein kom⸗ men gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns gar kein Tritt, es gehe seine 6nade denn bis zum Ende mit. 3. Auf 6nãde darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns ja will grauen, so bleibts: Der herr ist treu. 4. Wird stets der Jammer grö⸗- ßer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst; so komme doch! 15 Sonntäag EXIEXAEIENEIAENENEIE 5. Damit wir nicht erliegen,‚ 7. Bald ist es überwunden muß 6õnade mit uns sein; denn nun durch des Lammes blut, sie flößt zu den Siegen Gedulddas in den schwersten Stunden und Glauben ein. dlie größten Taten tut. 6. So scheint uns nichts ein]8. herr, laß es dir gefallen! Schädle, was man um Jesum noch immer rufen wir: die mißt, der herr hat eine onade, 6nade sei mit allen, die 6nade dlie über alles ist. sei mit mir! Phil. friedr. hiller g. 1699 14 1769. Eigene melodie. Altkirchlich.— Deutsch 1545. 10—.—— I +1 Dank sa ·gen wir al ⸗le öott unserm her ⸗ren 1 I I I I— + und uns er ⸗ lö-set hat mit sei⸗nem Blu ⸗ te von des — +—— IJ—.—..———— — + + + I +— + 1 Teufels 6e⸗ walt. Den sol⸗len wir al⸗ le mit sei nen Engeln ————— +——— 15½½ n 5.. K * — lo-ben mit Schal⸗le, sin⸗gen: Preis sei Gott in der hö⸗he! Ritkirchlich.— Deutsch 1523. Mel.: herzlich tut mich verlangen. RKhythmische form. 1601. 1 7 L 4 5 I +— 1 IE + I 1—ñ D————— Caß mich dein sein und blei⸗ ben, du von dir laͤß mich nichts trei ben, halt 14 Sonntag treu er Gott und herr. ö W unch uei gei- net Leyr; In r — I +— .:.,,... —.——...— wan⸗ken, gib mir be⸗stän-dig- keit, ga⸗ ——————— + A !⸗?..:; m== für will ich air dan-ken in al ⸗ie E wig ⸗keit. Hikol. Selnecker g. 1530 1 1592. oder: mel.: herzlich tut mich verlangen. plane oder isometrische form. ————+ +—.— 1 1 1— 2. ᷓVI + +—...— +— I I*+——— Llaß mich dein sein und blei⸗ ben, du von dir laß mich nichts trei-ben, halt —.— ————ß——— b +0*—— 1—4 19:2—— treu er 6ott und herr ö ld mich bei dei- ner(ehr! herr, mich nur nicht 15— I I* 1 + + + + FF· +·⁊+ꝓ95— wan⸗RKen, gib mir be⸗ stän⸗-dig keit, dã · 2— 1 +4 1 I A V——D..—*—. + I + 2— 1 + ͤJ—..‚I 2—. n 12.. 1 II —————— DEDD für will ich dir dan- Ken in al-le E- wig-keit. Uikol. Selnecker g. 1530 1 1502. Sonntag 2S8838S 2* N Mel.: christus der ist mein Leben. Ursprüngliche form im Anhang. 1609. 1 8 +—„ E 1 1 +— TLSg... + 1 +— + + +— *W.... 1 1 23—..... A 2 E.—3 I.—. + L— 2—.— Nch bleib mit dei⸗ ner 6na⸗ de bei 4— ꝗ 4 4 + + I + 1————— 2— + + 1—. + I 3 — 1— 1 + +. 1 uns, herr Je- su Christ, daß uns hin ⸗-fort nicht + 1 + N —. I + 2 1 N 2— + 1* 1 + 1* 1. scha⸗de des bö ⸗ sen fein ⸗des List. 2. Nch bleib mit deinem Worte] nad und alls Vermögen in bei uns, Erlöser wert, daß uns uns reichlich vermehr! beid hier und dorte sei üt und heil beschert. 3. Nch bleib mit deinem õlanze bei uns, du wertes Licht, dein Wahrheit uns umschanze, da⸗ mit wir irren nicht. 4. Nch bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher herr, dein mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. +. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker held, daß uns der feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt. 6. Nch bleib mit deiner Treue bei uns, mein herr und ott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann g. 1588 1632. Rud. Ahle 1664. ——— pᷓͤᷓ E.— 1—— 1.— Un· sern Nus · gang seg · ne Gott, un · seg ne un ⸗ ser täg⸗lich Brot, seg · ———————— RIꝗIꝑYꝑqꝑHImi˖́˖ e:e.eeieeeeieieieʒe teeeeeet sern Ein⸗gang glei⸗cher⸗ma⸗ßen, seg ⸗ ne uns mit ne un⸗ ser dun und Las⸗sen, f————3———11 ——— 4⁴½2.— ——...——...—. SISIIII—......J. ————— 14..—.— sel gem Ster · den und mach uns ju him⸗mels⸗ er ben! 10 hartmann schenck g. 1034 + 1681. * 888883238 Sonntag Am Sonntag Abend. Mel.: un—— der 5—n— Um 1660. . nun bricht di finst re Racht 91 ein, des + 4. + I+.Ie 2..— 1 —. ——.5——— 1 d- ges Gläanz ist tot; se· loch, mein herz, schlaf I— ++— EEH SSPSIPIPISISISISISISISISIIII II—— noch nicht ein, geh, re de erst mit Gott! 2. O Gott, du großer herr der Welt, den niemand sehen kann, du siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an! 3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, der war besonders dein; drum haͤt er auch bis in dlie nacht mir sollen heilig sein. 4. Uielleicht ist dieses nicht ge⸗ schehn, denn ich bin fleisch und Blut und pfleg es öfters zu ver⸗ sehn, wenn gleich der Wille gut. 5. nun such ich deinen naden; thron, sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug getan. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unsre herzen ein und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein. 7. Erhalte ferner noch dein Wort und tu uns immer wohl, damit man stets an diesem ort Gott diene, wie man soll. 8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gib mir deinen Engel ju, daß er mein Wächter sei. 9. Gib allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dlich gestrebt. 10. Wofern dir auch mein Tun gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf. 11. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den himmel ein, dda wird in deiner herrlichkeit mein Sabbaͤth ewig sein. Rãspar eumann g. 1648 4 1715. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak() ca. 1400. 21 4 LI + + I +*. 1 I — Die schö⸗nen Sonn ⸗tags 17 stun⸗den sind Sonntag —9—— 1 1 .— —— LZIi 657 schwun ⸗den, uns grüßt die A-bend⸗ ———— Ar 1 —.——.————— +* IIAI —4— 1 1 ——— — ruh; nun will ich all mein dich⸗ten zu dir nach o ⸗ben 4 + hnt ö DS *— 7511— AWl — — — — rich ⸗ten, An ⸗ fang und 2. Herr, dir sei Preis und Chre für alle ieb und Lehre, die ich empfangen heut; du bist allein zu loben für jedes Licht von oben, das diesen Tag hat ein⸗ geweiht. 3. Der olanz von deinem chro⸗ ne, das Lort von deinem Sohne, dler hauch von deinem Geist, was unser sSinn gespüret, was unser herz gerühret— für alles, alles sei gepreist. 4. Iaß diesen Strahl des Lebens, dlies Licht doch nicht vergebens für uns entzündet sein! noch in den dunklen Stunden, wenn alles sonst verschwunden, leucht es in unser herz hinein! 5. Was dieses Licht verdunkelt, obs noch so gleißt und funkelt, dlãs bleib uns ewig fern. Sei du SSSe En„de blei⸗ best du. allein die Sonne des Lebens und dlie Wonne des herzens und des Auges Stern! 6. Wenn sich die Nugen senken, dlann laß dein Angedenken nicht völlig schlafen ein! Laß in dlen finsternissen dein Wort und mein õewissen die beiden treuen Wächter sein! 7. Ein Strahl von deinem lichte erleuchte mein õesichte auch in der finstern acht! Im tiefsten Schoß der Stille entschlummert jeder Wille, du aber bists, der ewig wacht. 8. herr, schenke mir indessen ein seliges Vergessen von allem eitlen Wahn! mag auch kein Aug mich schauen, sieh von des himmels Auen nur du, mein Gott und herr, mich an! Chr. heinr. Puchta g. 1808 4 1858. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. Uik. herman 1560. 22* x x 24——— 1 . 2 1 +.... L IZ..e 1J— — 1 1 1..4. nun kommt das neu- e sir⸗chen · jahr, des —+.. LI 1 1+.. Z 24 D.. — 1 1— ů— L +— 2— III LII + 1 freut sich al⸗le chri⸗sten ⸗schar. Dein kö⸗nig kommt, drum I +. 1— + E—— 1 1 I 1 1 LI +—V+ Z.— VZ....—— 42J— SSDIiEIIIEIPIEIIIIII——.— —— 7 freu-e dich, du wer⸗tes zi⸗ on, e⸗wig ⸗lich! hal · le⸗lu-ja! 2. Uir hören noch das 6önaden⸗; wort vom Anfang wieler immerfort, das uns den Weg zum Leben weist; Gott sei für seine 6nad gepreist. Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahr⸗ heit lehrt, die unsern olauben stets vermehrt, laß in uns blei⸗ eigene melodie. ben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. halleluja! 4. Chr sei dem Vater und dem sohn, dem heilgen Geist in Einem chron; der heiligen Drei⸗ einigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. halleluja! Joh. olearius g. 1611 1 1684. 17⁰⁴. 1 2— 23 — 2. I— 1— 19 —ꝛ.—.—..—.— 2..— reich, ein hei⸗land — V al-ler Weit zu⸗gleich, der heil und *— 1 I* 2 V ——— +—. + —— I 1.— 1 I 1.——3 232....— le-ben mit sich bringt; der ⸗hal⸗ben jauchjt, mit freu ⸗den 2..— + 1 singt: 6e⸗lo-bet sei mein ott, mein Schöp⸗fer reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein 6efährt, sein Königskron ist heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Hot zum End er bringt, llerhalben jauchzt, mit freuden singt: elobet sei mein Gott, mein heiland groß von dat! 3. 0 wohl dem Land, o wohl ler Stadt, so diesen önig bei sich hat! Wohl allen herzen ins⸗ gemein, da dieser Rönig ziehet ein! Er ist die rechte freuden⸗ sonn, bringt mit sich lauter freud und Wonn. Gelobet sei mein 6ott, mein Tröster früh und spat! 4. Maͤcht hoch die Tür, die Tor macht weit, eur herz zum Tempel zubereit! Die Zweiglein der Gott⸗ seligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und freud, so kommt der stö⸗ nig ãuch ju euch, ja heil und Le⸗ ben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tãt, voll 6nad! 5. somm, o mein heiland Jesu hrist, meins herzens Tür dir of⸗ fen ist; ach jeuch mit deiner õna; dle ein, dein freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur eiw; gen Seligkeit. Dem Namen dein, o herr, sei eiwwig Preis und Chr! Georg Weissel g. 1300 4+ 1635. mel.: Rus meines herzens Erunde. Zweite melodie im Anhang. 1508. ———] 1 E—— 2ISE Nuf, auf, ihr Reichs ge ⸗ nos⸗ sen, eur sõ ⸗ nig emp ⸗fa ⸗het un ⸗ ver dros⸗ sen den gro⸗hen W I — — I ** 1 —3 — AIIXE 1 + 1 Iü 2 I I I kommt her ⸗ an, Uun ⸗ dermann! Ihr chri-sten, * geht her ⸗ für, laßt 20 0 — an nd sin gen mit 2. Auf, ihr betrübten herzen, der stönig ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der hel⸗ fer ist schon da; seht, wie so man· cher ort hochtröstlich ist ju nen ⸗ nen, da wir ihn finden können im nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, ler sönig ist nicht fern seid fröh · lich, ihr Uerzagten, dort kommt der morgenstern; der herr will in der Hot mit reichem Trost euch speisen, er will euch hülf erwei⸗ sen, ja dampfen gar den Tod. 4. nun hört, ihr frechen Sün⸗ der: Dder könig merket drauf, wenn ihr verlornen sinder im vollen Lasterlauf auf Arges seid bellacht, ja es tut ohne Sorgen; gar nichts ist ihm verborgen, er gibt auf alles acht. 5. Seid fromm, ihr Untertanen, der stönig ist gerecht. Caßt uns die Weg ihm baähnen und mächen alles schlicht. fürwahr, er meint es gut, drum lasset uns dlie plagen, die er uns schickt, er· tragen mit unerschrocknemmut. b. frisch auf in ott, ihr Armen, der sönig sorgt für euch, er will durch sein Erbarmen euch ma⸗ chen groß und reich; der an ein Tier gedacht, der wird auch euch 21 hei ⸗li ger be⸗gier. ernähren; was menschen nur be⸗ gehren, das steht in seiner Macht. 7. frisch auf, ihr hochbetrübten, der Rönig Kommt mit macht; an uns, sein herzgeliebten, hat er schon längst gedlacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnäadlen läßt seine sinder sein. 8. So lauft mit schnellen Schrit⸗ ten, den önig zu besehn, die⸗ weil er Kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön; nun tretet all heran, den heiland zu begrüßen, der alles sereuz ver⸗ süßen und uns erlösen kann. 9. Der stönig will bedenken die, welch er herzlich liebt, mit köst⸗ lichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine õnad und Wort. Ja, stönig, hoch er⸗ hoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 10. nun, herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unver⸗ gleichlich, du jagst den Sündern nach; drum wolln wir all in ein dlie Stimmen hoch erschwingen, ein hosianna singen und ewig dankbar sein. gohann Rist g. 160⁷ 4 1067. ——— 22....... ——— Advent! mel.: Nus meines herzens 6 runde. Zweite melodie im Anhang. 1598. — 2 5 2 + 1 1— D—(2 92— E.... LZISE I 1 23...— 1.— 1.— nun jauch-zet all, ihr from men, in die ⸗ ser weil un⸗ ser heil ist Kom ⸗men, der herr der * + — I I = I EDI—=——— I+SI. — 6nã-den zeit, herrzlich · keit; jwar oh- ne stol⸗je bracht, doch + +— + I +* +——— + I— — 2— I SI8..— 1— — 1 1— 1 ñ + mäch-tig, ju ver hee ren und gänzlich — 2—— + 1——— + I I + +. 2— TS.2 1 1 I H I——— N 1 1— IL II zu jer 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein und stellt sich in die mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich 6ut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut. 3. sein Zepter, keine strone sucht er auf dieser Welt, im hohen himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und majestät ver⸗ hüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 4. Jyr mächtigen auf Erden, nehmt diesen sönig an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem hummel führt; sonst, wo ihr ihn 22 stö ren des deu⸗-fels Reich und maͤcht. verachtet und nur nach hoheit trachtet, des höchsten ZJorn euch rührt. 5. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohl⸗ gemut, laßt eure Lieder klingen und tut dem stönig singen, der ist eur höchstes Gut. 6. Er wird nun bald erscheinen in seiner herrlichkeit und all eur flag und Weinen verwan⸗ deln ganz in freud. Er ist, der helfen kann; halt eure Lam⸗ pen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer g. 1006 7 1613. edvent mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 15²72. 20 2...——— FFET 1 vun +—.— òCCI— hnall 2——— XII LJ.e 2 4— 1—— 1—— 83— mit ernst, o menschen ⸗ kin-der, das da- mit das heil der sSün⸗der, der —. I᷑II E 2 —————.——.——— —— 1 II 1 2 herz in euch de-steilt erz in euch be»stellt, gro⸗he Wun⸗der held, den Gott aus Gnad al 1—— D———— —— 1 I 1 lein der Welt zum Licht und le · ben g9e⸗ —*.... 1 + 1 1 1 +. IZ.n —.—. 2 II I 1 XI I bNICEEC —— 1— XI 1—— ELIEEEI sen-det und ge ge⸗ben, bei 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, waãs er haßt; macht alle Bahnen recht, die Tal laßt sein erhöhet, maͤcht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht! 3. Ein herz, das Demut übet, bei Gott am höchsten steht; ein herz, das hochmut liebet, mit v. 3 valentin chilo mel.: freu dich sehr, o meine Seele. * euch auch keh-re ein. Angst zu grunde geht; ein herz, dãs richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht berei⸗ ten, ju dem nommt Jesus christ. 4. Nch mache du mich Armen ju dieser heilgen Zeit aus üte und Erbarmen, herr Jesu, selbst be⸗ reit! Zeuch in mein herz hinein vom Stall und von der frippen, so werden herz und Lippen dir alljeit dankbar sein. g. 1607 + 1662. b. 4 hannov. 6sv. 1657. 1551. N 2 1 + + + — — War⸗- um willst Caß dir, bei *) 1. Mos. 24, 31. 2³ I———— du drau-hen ste ⸗hen,) mir ein ⸗ ju⸗-ge⸗ hen, Adoent ddu Ge⸗ seg- ne⸗ter wohl ge⸗fal-len, du V des herrn? mein Stern! N II I ou mein je-su, * ——— I——— 14—4— 1+. 1 1———— + mei-mne freud, hel⸗ser in der rechten Zeit, hilf, o heiland, meinem her⸗jen von den Wunden, die mir schmer⸗zen! 2. Meine lbunden sind der Jam⸗; mer, welchen oftmals Tag und nacht des 6esetzes starker ham⸗ mer mir mit seinem Schrecken macht. 0 der schweren Donner⸗ stimm, die mir õottes 3orn und Grimm also tief ins herze schlä⸗ get, daß sich all mein Blut be⸗ weget! 3. Dazu kommt des Teufels Cü⸗ gen, der mir alle 6nad absagt, als müßt ich nun ewig liegen in ller hölle, die ihn plagt. Ja auch, waãs noch ärger ist, so zermartert und jerfrißt mich mein eigenes sewissen mit vergiften Schlan⸗ genbissen. 4. Will ich denn mein Clend lindern und erleichtern meine pein bei der Welt und ihren sein; dern, fall ich vollends tief hinein: da ist Trost, der mich betrübt, freude, die mein Unglück liebt, helfer, die mir herzleid machen, gute freunde, die mein lachen. 5. In der Weit ist alles nichtig, nichts ist, das nicht krastlos wär; hab ich hoheit, die ist flüchtig; hãab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? hab ich Cust, was ist sie wert? was ists, das mich heut er⸗ freuet, das mich morgen nicht gereuet? b. Aller Trost und alle freude ruht in dir, herr Jesu Christ; dlein Erfreuen ist die Weide, lla man sich recht fröhlich ißt. Leuchte mir, o freudenlicht, ehe mir mein herze bricht, laß mich, herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! 7. freu dich, herz, du bist er; höret, setzo zeucht er bei dir ein; sein 6ang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihim zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein 6emüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 2⁴ advent 8. Was du Böses hast began⸗ gen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünde macht und fraft. christi Sieg behält das feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter 6lück und Segen. Mel.: Valet will ich dir gebe 9. Alles dient zu deinem from⸗; men, was dir vbös und schädlich scheint, weil dich Christus ange⸗ nommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den engeln droben ihn dort ewig werdlest loben. paul erharat g. 1607 4 1676. N. 28 +2——— 2— L. N + NI I 12.— +... — 1.——— wie soll ich dich emp⸗ fan ⸗gen und 0 al- ler Welt ver ⸗ lan- gen, o ————‚———— + 14..4 I 1.4 I Kl LI. I I 1— 1——. wie be-gegn ich dir, mei ⸗ner See öle Zier? 9½%½%, Na, set un mir ....— 12 —.——* DE 1..—.— 1——.— selbst die fak ⸗kKel bei, da ⸗- mit, was dich er · 1 1— I= — NI dull 1 II 1 1 I II * 1686— · get je, mir kund und wis⸗send sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Pfalmen ermuntern meinen sinn. mein herje soll dir grünen in stetem Lob und preis und deinem namen dienen, so gut es kann und weiß. 25 3. Vas hast du unterlassen ju meinem Trost und freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da fried und freu⸗ de lacht, da bist du, mein heil, kommen und haͤst mich froh gemacht. Adoent 4. Ich läg in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schan⸗; den, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Chren und schenkst mir gro⸗ ßes 6ut, das sich nicht läßt ver ⸗ zehren, wie irdisch Keichtum tut. 5. lichts, nichts hät dich ge⸗ trieben zu mir vom himmelszelt als das geliebte LCieben, damit du alle Welt in ihren tausend plagen und großen Jammerlast, die kein mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein herze, du hochbetrübtes heer, bei de⸗ nen 6ram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die hülfe vor der Tür, der eure herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes maͤcht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Cieb Elgene melodie. und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht er⸗ schrecken vor eurer sünden⸗ schuld, nein, esus will sie decken mit seiner LCieb und huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren heil, schafft, daß bei ottes Rindern verbleib ihr Erb und deil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der feind und ihrer Tück? Der herr wird sie zer⸗ streuen in Einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein sö⸗ nig, dem wahrlich alle feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Ueltge⸗ richte, jJum fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen freudensaal! paul õerharat g. 1607 4+ 1676. 16⁵⁵. 29 T— 12ꝙ*Bnöôe. ...— 4—.—.— 2..—— —— stommst du, kommst du, licht der hei den? + E J EEI x —0.— ů — 2+—. 1 12 I 1— ————— Jd du kommst und säu⸗ mest nicht, weil du weißt, was V. V . — 4 unnn +— 1— uns ge⸗bricht; 0 du star · ker Unw.-Siol. Gless I Trost im Lei⸗den, H Advent — 2 —...— LII qe- su, meines her⸗zens Tür steht dir of⸗sen, omm ju mir! 2. Jã du bist bereits zugegen,] 4. Jesu, rege mein 6emüte, du UWeitheiland, Jungfraun⸗ Jesu, öffne mir den mund, sohn; meine sinne spüren schon daß dich meines herzens õrund deinen gnadenvollen Segen, innig preise für die õüte, die deine Wunderseelenkraft, deine du mir, o Seelengast, lebens⸗ frucht und herzenssaft. zeit erwiesen hast. 3. Adle mich durch deine iebe, 5. Laß durch deines õeistes Gã⸗ jesu, nimm mein flehen hin, ben, Liebe, Glauben und Ge⸗ schaffe, daß mein õeist und Sinn duld, durch Bereuung meiner sich in deinem Lieben übe; sonst Schuld, mich zu dir sein hocher⸗; zu lieben dich, mein licht, steht haben. Dann so will ich für in meinen sträften nicht. und für hosianna singen dir. ernst christ. homburg g. 1603 1 1681. kigene melodie. Zweite melodie im Anhang. vorreformatorisch. 30 V ů I.— 0— SE SSS...— NC. NI 1— —— Gott sei dank durch al ⸗ le Uelt, ——.—— 12—— 2 HrI 11 A. ꝰ⁊Iw»%.... 1— 2 — 1 I 1 1 1* 1 I I I 1 der sein Wort be⸗ stän dig hält und der Sün ⸗der 4 14 +* 2* * ‚ 1 Trost und Rat zu uns her ⸗ ge⸗ sen-det haͤt! 2. Was der alten Väter Schar! 4. Sei willkommen, o mein höchster Wunsch und Sehnen heil! Dir hosianna, o mein war, und was sie geprophezeit, Teil! Richte du auch eine Bahn ist erfüllt nach herrlichkeit. dir in meinem herzen an! 3. Zions hülf und Abrams 5. Zeuch, du Chrenkönig, ein, cohn, Jakobs heil, der Zungfrau ses gehöret dir allein; mach es, Sohn, der wohl zweigestammte wie du gerne tust, rein von held hat sich treulich eingestellt.¶ aller sünden Wust! 27⁷ Advent 6. Und gleich wie dein Ankunft war voller Sanftmut, ohn 6e⸗ fahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich 8. Tritt der Schlange fopf ent⸗ zwei, daß ich aller Angste frei dir im 6lauben um und an selig bleibe zugetan, 9. Daß, wenn du, du Lebens-⸗ fürst, prächtig wiedler kommen wirst, ich dir mög entgegen gehn zu hoch für mich vermißt. und vor dir gerecht bestehn. heinrich heid g. 1020 4 1650. mel.: Alle menschen müssen sterben. Mel. 2. 1681. 2 2 31— +— — 1 +— — Lieb-ster Je — R su, sei will⸗-kom⸗ men dda dlu kaum wirst auf ge⸗ nom⸗- men, 1 — 1 2 .——— hier in die⸗ ser bö⸗ sen l dla man dich verächt-lich hält. bit, Ich, ich will dich * V + I 1 —* +— — 1 II. —— — I + 1 2— — l— nicht ver⸗scher ⸗zjen, woh⸗ne nur in mei- nem her⸗jen! 4 4 + +—— 2. + ISY — 1 1 12———— 4— Du bist mein, und ich bin dein, 2. Zwar du kommest gar nicht prächtig, aber ich bin schon ver; gnügt; du bist dennoch reich und mächtig, hast mir alles zugefügt, wäs mich sSünder, was mich Schwachen kann gerecht und selig machen. du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein. 28 ich will Kei nes an⸗dern sein. 3. Dein so armes ummerleben soll mein steter Reichtum sein; bin ich dir nur ganz ergeben und vertrau ich dir allein, so wirst du mir schon gewähren, wäas mein herz nur kann be⸗ gehren. du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein. 2˙˙ Advent 4. Will dich alle Welt gleich meiden, dennoch find ich mich zu dir; dich und mich soll nie wäs scheiden, sondern ich will für und für in dir leben, an lich gläuben, tot und lebend dlein verbleiben. Du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein. 5. Deine Schmach und deine Schande, so dir diese Welt an⸗ tut, dienet mir zum höchsten pPfande und versichert meinen mut, daß du mir in jenem ceben wirst die höchste Chre geben. du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein. 6. nun, mein herze steht dir offen, zeuch, mein heiland, bei mir ein, laß mich nicht vergeb· lich hoffen, laß mich stets dein eigen sein! Tilge du all mein Verbrechen, so kann ich stets fröhlich sprechen: Du bist mein, und ich bin dein, ich will Reines andern sein. friedr. fabricius g. 1642 4 1705. mel.: meinen Jesum laß ich nicht. mel. 1. Joh. Ulich 1674. 32—. F.—. I 1— NIIII.*. + A + 2—.ID —. 1— 0*si an- na! Dda ⸗vids Sohn ach be rei- tet ihm dlen chron, 2..—..—+— + 1 +——.— +—— JZ.iEII— II II. 1 1. ISSI I AI 2 14— —— I 1.— + 1 II.—— 2.. kommtin Zi- on ein⸗ge⸗ jo- gen; treu et pal ⸗ men setzt ihm tau⸗sendl ch·ren ⸗bvo⸗ gen, 65 * +* I R +— ———— V⁰ +—. 4— 80 1 1— +—— 1— II I— 1 I— I 1—.—— ma⸗ chet Bahn, daß er Ein ⸗jug hal-ten kann. 2. hosianna, sei gegrüßt!ist unsre Siegesbeute. deine stomm, wir gehen dir entgegen; unser herz ist schon gerüst, will sich dir ju füßen legen. Zeuch zu unsern coren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. hosianna, friedensfürst, ch renkönig, held im Streite! Al⸗ les, Wãas du schaffen wirst, das Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. hosianna, lieber õast! Wir sind deine Keichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein! 29 ——:: Adoent 5. hosianna! Steh uns bei! 0 herr, hilf, laß wohl gelingen, dlaß wir ohne heuchelei dir das herz zum opfer bringen. du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6. hosianna! Laß uns hier an den ölberg dich begleiten, bis wir einstens für und für dir ein Psalmenlied bereiten; dort Eigene melodie. ist unser Bethphage: hosianna in der höh! 7. hosianna nah und fern! kile bei uns einzugehen, du besegneter des herrn, warum willst du draußen stehen?) hosianna! Bist du da? Ja du kommst, halleluja! . mos. 24. 3i. Benjamin Schmolck g. 1072 4 1737. f. h. Meyer 1741. —....‚...— H EUEUE. 1—— 2 Sei will⸗Rom⸗men, Da⸗vids Sohn, der in sei⸗nes sich er he⸗bet auf den Thron ü⸗ber Jakobs + + I I—— —— N —————H 2 720 V— D— — 1 + vaters na · men haus und Sa- men, wel⸗ch em Gott ein Reich be⸗stimmt, + 4.ä— I— I + + +.. I + + + 1 dem die Rei ⸗-che dlie ⸗ ser * — Er⸗den al-le müs⸗ sen +——— + —— +— 1 1 1— + + H + 1 1 +2— 2. + mmnWn dienstbar wer⸗ den, 2. Sei gesegnet, teures Reich, das ein solcher herr besitzet, dlem kein herr auf Erden gleich, dler das Recht mit nachdruck schützet. Schwinge dlich in stetem flor groß durch frieden, reich an freuden unter Juden, unter heidden mit vermehrtem 6lanz empor! das kein En- de je ⸗mals nimmt. 3. Deines Rönigs Masestät müsse sedes Volk verehren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermeh⸗ ren. Selbst der kleinen seinder Mmund mache zum Verdruß der feinde und zur freude seiner freunde seinen großen namen kund. 30 CAI114 Adbent 4. Schreibe mich, herr, auch mit an unter deinen Unter⸗ tanen; ich will dir, so gut ich kann, in mein herz die Wege bahnenz ich geselle mich im 6eist zu denselben großen Reihen, dlie das hosianna schreien, wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr sträfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Sin; nen! Jesus und sein önaden⸗ reich wird bei euch nun Raum gewinnen. ommt und schwört den huldgungseid, Rkommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach daß niemand außen bliebe, Mel.: Lobt õott, ihr christen alle gleich. hier, ach hier ist Seligkeit. Joh. Jak. Rambach g. 1603 1 1735. Hik. herman 1554. V.— LII + I 1 1.— Zeuch, ch ⸗ ren· 22 —— kö-nig, bei mir ein, komm, V — 1 1 1—— I 1 I 1 I 1 I komm, ver⸗wei⸗le nicht! stomm, laß mich gaänz dein 2 ——— N DDIII... 2— EEH 24. Deeeeeeeeeel ei gen sein, komm, o mein 6Gna⸗ den-licht! 2. stomm, Jesu, meiner Seele Ja komm, herr Jesu, komm, Teil, ach komm, ich liebe dich. mein heil, mach ewig selig mich! 173⁵ O. E. Hille 1884. Eigene melodie. I.2 N 1 3 5—— 1 +— —— dein ö ⸗ nig kommt in nie ⸗dern * V. V +.—.— 2— ů 2 nuun. ů 4 4 hül⸗len, ihn trägt der last⸗barn Es⸗ lin fül ⸗len, emp⸗ 31 Advent fang ihn froh, Je ⸗ru⸗- sa-lem! — + + 1 4 1. EE 55 ge⸗ gen frie dens pal- men, be⸗streu den * E L 4 4 4—4 + 1 pfad mit grũ⸗nen hal · men! So 2. 0 mächtger herrscher ohne heere, gewaltger ampfer ohne Speere, o friedensfürst von gro⸗ ßer macht! és wollen dir der Erde herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du ge- winnst ihn ohne Schlächt. 3. Dein Keich ist nicht von die⸗ ser Erden, doch aller Erde Rei⸗ che werden dem, das du grün⸗ dest, untertan. Bewaffnet mit dles 6laubens Worten zieht deine Schar nach den vier orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest herge⸗ jogen, dãa ebnen sich des eeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, 1 II ists lem herren angenehm. auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund ju stiften, und schlägst in fessel Sünd und Todl. 5. 0 herr von großer huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, dlaß du selbst hienieden kommst zu erneuen deinen frieden, da; gegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der finster⸗ nis erliegen und lösch der Zwie⸗ tracht ölimmen aus, daß wir, die Völker und die chronen, vereint als Brüder wieder woh⸗ nen in deines großen Vaters haus. friedrich Rückert g. 1788 4 1800. SSS 1l AN. EAhnachtslieder EEEE kigene meloate. vorreformatorisch.— Tossius 1553. — 30 2 IX——— — 1..— * 1. Ein stind ge⸗born zu beth⸗le- hem, des 2. hier liegt es in dem scrip⸗pe ⸗-ölein, ohn 3. für sol che gna⸗- den ⸗-rei che Zeit sei 4. Cob, Chr der heilgen Drei-fal tig keit von *— * , 2...—— 2— +— Z....2 + 1 1 —.——— n EE freu⸗et sich Je⸗ ru ⸗sa⸗lem. hal⸗le⸗lu ⸗ja, hal- le ⸗ lu-ja! En⸗de ist die herrschaft sein. hal⸗le⸗lu⸗-ja, hal le ⸗ lu-ja! Gott ge⸗lobt in C⸗ wig⸗keit. hal⸗le⸗lu ⸗-ja, hal- le ⸗ lu-ja! nun an bis in C-wig⸗-keit. hal⸗le-lu ⸗-ja, haͤl le lu-ja! odler: ————— — 22———..——————— 1— LT * Ein sind ge born ju beth⸗le⸗ hem, zu hier liegt es in dem strip⸗- pe⸗älein, dem für sol⸗ che gnä⸗ den-rei-che Zeit,— Lob, Chr der heilgen Drei⸗fal- tig ⸗keit, Drei· 33 — 8 Beth 2 le 2 hem, striß pe- lein, ohn des freu et sich Je ⸗ru⸗ sa ⸗ En ⸗de ist die herr⸗schaft rei che Zeit sei 6ott ge⸗-lobt in E⸗ wig ⸗ fal tig- keit von nun an bis in E⸗wig⸗ —— 65 866————— lem. hal le ⸗ lu ⸗ ja, hal dde⸗ ilu ⸗ ja! sein. hal le ⸗ lu ⸗ ja, hal le⸗ lu-ja! keit. hal le ⸗ lu ⸗ ja, hal le⸗ lu ⸗-ja! keit. hal le ⸗ lu ⸗- jqa, hal le⸗ lu ⸗-ha! Nus dem 14. Jahrh. ach dem Lateinischen Puer natus in Bethlehem. kigene melodie. Vorreformatorisch.— Joh. Walther 1524. I* —— 4 22—.—— + + 1 I. I T7 ——3 —— 1 66 ⸗ lo-bet seist du, Je-su christ, ———— —— 2 2.. 2..—— ———— 323237.....— dlaß du mensch ge ⸗ bo-ren bist von ei⸗ ner Jung⸗frau, I. V— + + —— 2—444.——91.——— A — dlãs ist wahr, des freu⸗et sich der Engel Schar. Hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Des ewgen vaters einig seind jetzt man in der strippe findt in unser armes fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Halleluja! 3. Den aller Welt freis nie be⸗ schloß, der liegt in marien Schoß; er ist ein Rindlein wor⸗ den klein, der alle Ding erhält allein. halleluja! 4. Das ewge Licht geht da her⸗ ein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der nacht und uns zu Lichtes seindern macht. Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, õott von Art, ein õast in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erb'n in seinem Saal. Halleluja! 3⁴ * —...‚..‚‚‚..‚....— eeihnacht! 6. Er ist auf Erden kommen7. Das hat er alles uns getan, arm, daß er unser sich erbarm sein groß Lieb zu zeigen an. und in dem himmel mache reich Des freu sich alle Christenheit und seinen lieben Engeln gleich. und dank ihm des in wig⸗ Halleluja! keit! halleluja! U. 1 14. Jahrhundert. V. 2-7 martin Luther g. 1483 + 1546. Eigene melodie. Dr. Martin Cuther() 1539. I 1 +—— W bom him⸗mel hoch da komm ich her, ich ——..——— bring euch gu te neu e mär; der gu⸗ten mär bring — I I.Z..— I 1— II SEEEEEEEEEEIIU— J— H —————— DDDSDD‚D... ich so viel, da ⸗ von ich 2. Fuch ist ein sindlein heut geborn von einer Jungfrau aus⸗ erkorn, ein Rindelein so zart und fein; das soll eur Ffreud und Wonne sein. 3. Es ist der herr Christ unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, dlie oott der Vater hat bereit, dlaß ihr mit uns im himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 3 8o merket nun das Zeichen recht, die strippe, Windelein so schlecht, da findet ihr das seind gelegt, das alle Welt erhalt und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns singn und sa ⸗- gen will. hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein herz, und sieh dort hin: was liegt doch in dlem strippelein? Wes ist das schöne indelein?(s ist das liebe Jesulein. 8. Willkommen sei, du edler Gäst! den sSünder nicht ver⸗ schmähet hast und Rommst ins Elend her ju mir; wie soll ich immer danken dir? 9. Nch herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Kkind und Esel aß. 10. Und wär die Welt viel⸗ mal so weit, von Cdelstein und Gold bereit, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 35 Weihnacht 11. Der Sammet und die Seide dein das ist grob heu und Win; lelein, darauf du stͤnig, groß und reich, herprangst, als wärs llein himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, dlie Wahrheit anzuzeigen mir: Wie aller Welt Macht, Chrund Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13 nch mein herzliebes Jesu⸗ lein, mach dir ein rein sanft bettelein, zu ruhn in meines herzens Schrein, daß ich nim⸗ mer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit herzenslust den süßen Ton. 5. Lob, chr sei ott im höch⸗ sten Thron, der uns schenkt sei⸗ nen eingen Sohn! Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. martin cuther g. 1483 + 154⁰. mel.: Vom himmel hoch da komm ich her. Nuch nach melodie Ur. zu singen. Dr. M. Tuther(0 1539. 39 — + + + + V. +—. — + J.. nunr— I I + schien den hir ten of⸗fen⸗bar; sie saͤg ⸗ten ihn'n: Ein ——.—...—.— f — 1.— * 7 stindlein zart das liegt dort 2. Zu bethlehem, in davids Stadtt, wie micha“) das verkün⸗ dlet hat; es ist der herre Jesus christ, der euer aller heiland ist. mich. 5, 1. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß õott mit euch ist wor; den ein. Er ist geborn eur fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewge 6ut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? ihr habt mit euch den wahren Gott. LCaßt zürnen Teufel in der strip ⸗pe hart, und dlie höll, 6otts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zu⸗ versicht. Es mögen euch viel fech · ten an, dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Cwigkeit, geduldig, fröhlich allezeit! martin cuther g. 1483 + 1546. tigene melodie. Altkirchlich.— 14. Jahrhundert. Str. 1 22*5— . + +—— 11.—* 2 2 c. der tag der ist so freu⸗den⸗reich denn 6ot⸗tes Sohn vom him ⸗mel⸗reich al · ler stre à ·/ tu re, i ·ber die na · tu · re von ei⸗ner zung⸗frau ist gevorn; ma⸗ —————— ů——— — + 1 I I= L— wwt: Str. 2 57 ri-a, du bist aus-er⸗Rkorn, daß du mut- ter * 1 2 +* D II Il HEILIEA n wä ⸗rest. Was ge⸗schah so wun ⸗ der⸗-gleich? Str. 1 ——— 1—* 1— 2—...—— —*——..—. +— + Er —— II 2 1—.— 2. Ein findelein so löbelich ist wärn wir alljumal verlorn, das uns geboren heute von einer heil ist unser aller. Ei, du süßer Jungfrau säuberlich, zu Trost Jesu christ, daß du Mensch ge⸗ uns armen Leuten. Wär uns boren bist, behüt uns vor der das stindlein nicht geborn, so hölle. b. 1 14. Jayhrhundert. U. 2 1525. Uach dem Cateinischen Dies est laetitiae. kigene melodie. Uik. herman 1554. 41......— —. 1.—.— — lobt Gott, ihr Christen al le gleich, in —— 4— ·—— ———— J‚—— sei-nem höch-sten Thron, der heut schleußt auf sein 37 Weihnacht L 1— 235———.— 2.— 1 E A him ⸗-mel-reich und schenkt uns sei nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Va⸗; ters Schoß und wird ein gind⸗ lein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem srip⸗ pelein. 3. Er äußert sich all seiner 6'Walt, wird niedrig und ge⸗ ring und nimmt an sich eins senechts Gestalt, der Schöpfer al · ler Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, ihr ilch die ist sein Speis, an dem die ngel sehn ihr Lust, denn er ist Davids Reis, durch welchen Gott aufrichten wollt sein Reich, die Christen⸗ heit. 6. Er Wechselt mit uns wunder⸗; lich, Fleisch und Blut nimmt er an und gibt uns in seins Vaters Reich die klare õottheit dran. 7. Er wird ein senecht und ich ein herr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnt er doch sein freundlicher, das herzejesulein. 8. heut schleußt er wieder auf dlie Tür zum schönen paradeis, der Cherub steht nicht mehr 5. Dãs seinem Stamm entsprie- dafür. Gott sei Lob, Chr und ßen sollt in dieser letzten Zeit, Preis! nikias herman 1561. kigene melodie. Vorreformatorisch. — I 11 A EE TIIS +*.— LI + LE LI 12..— 42² +— 14— +.— I LI— ——————— 1 X L... 1 1 1— 1—— En⸗gel Schar, san⸗gen all mit hau⸗fen schön: Chr sei E+ + E—— PSPSPSPSPSPSPSPSPSPCPCP'PSPꝑPPIPæI —. 1 LI— + 1 1—... Gott im höch⸗sten Thron! Got-tes Sohn ist Mensch ge⸗born, — hat versöhnt des Va⸗ters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. 2. Die hirten erschraken ganz hörten fröhlich neue Mär, daß vor des Engels hellem 6lanz, Christus geboren wär. Gottes 38 Sohn ist mensch geborn, hat ver; söhnt des Vaters Zorn; freu sich, dlem sein Sünd ist leid. 3. Sie suchten das seindelein, eingehüllt in Windelein, wie der Engel hatt vermeldt, welches trägt die ganze Welt. Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat ver; söhnt des Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. 4. Sie fäanden das seindlein zaͤrt liegen in der strippe hart bei dem Vieh im finstern Stall, das dliie Stern erschaffen all. bottes Sohn ist mensch ge⸗ born, hat versöhnt des Vaters ů 15⁰⁰. kigene melodie. Weihnacht zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. 5. Aus der snutter Brust so rein nähret sich das sindelein, das durch seine göttlich sraft allem Vieh sein futter schafft. Gottes Sohn ist mensch geborn, hat ver/ söhnt des Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. 6. Solche groß Barmherzigkeit laäßt uns preisen allezeit in Goltsfurcht und Glauben rein, mit Geduld gehorsam sein. Gottes Sohn ist mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. nach dem Lateinischen In natali Domini. undr. hammerschmidt 1646. 2 1 1 1 E + 1 I +—* freuet euch, ihr Chri⸗sten al le, freu⸗e sich. wer 1 1 I 1 *** —. im⸗mer kann Gott hat viel an uns ge⸗tan! freu⸗ et euch mit x————— 2.;— EE — 1 + + E * gro-sem Schal⸗le, daß er uns so hoch ge⸗acht, sich mit uns be⸗ ——ẽ⁵m 2..—..2 —— H —— freundt ge⸗ macht. freu de, freu de ü⸗-ber freu⸗de: ——— x EXN 2—. S— ..—.—.— Chri ⸗stus weh ret al-lem Lei-de. Won-ne, Won ⸗-ne 39 ü⸗ber Lon⸗ne: ckhri⸗stus 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dlein heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der srippe höhle harte lieget dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. freude, freude über freude: christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: christus ist dlie 6nadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr. So laß mich von dir nicht wanken, nimm mich dir zu eigen hin, so emp⸗ ist dlie findet herz und Sinn freude, freude über freude: Thristus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die 6nadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner ölie⸗ der ferner auch in önaden an, schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder, gib dler ganzen Thristenschar frie⸗ de und ein selges Jahr! freu⸗ dle, freude über freude: Chri⸗ stus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: christus ist die onadensonne. christ. Reymann g. 1607 4 1662. 6nã⸗ den ⸗-son ne. Eigene melodie. Vorreformatorisch. Str. 4 44 2 I V I + LE. V LII*.•..e‚— — Z...II— 2—......—.. + 1 1 LI 1 1 1 nun sin⸗-get und seid froh, jauchjt all und so: Un-sers her⸗-zens Won⸗-ne liegt in der — tr. 2 ar. wnd. nanr. Pmr.nmn en nmm n Enmn pu— —— strip- pe bloß und leucht doch als die son-ne in seiner mut⸗ter Schoß. Du bist N und o, du bist A und o. 4⁰ 2. Sohn Gottes in der höh, nach dlir ist mir so weh, tröst mir mein 6emüte, o seindlein zart und rein, durch alle deine 6üte, o liebstes Jesulein, jeuch mich hin nach dir:: 3. Groß ist des Vaters huld, der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir eihnacht! und Eitelkeit, so hat er uns erworben die ewge himmels⸗ freud; eia, warn wir da:: 4. Wo ist der freudenort? Nir⸗ gend sonst als dort, da die ngel singen mit den heilgen all, und dlie Psalmen klingen im hohen himmelssaal. Cia, wärn wir warn all verdorben durch Sünd Mel.: Valet will ich air geven. da: hannov. osb. 1646. Uach dem Lateinischen In dulci jubilo. —* melch. eschner. 1615. 45 L— 1 1 ——— Ihr shri⸗-sten aus ⸗er ko-ren, freut „. Aer, hei⸗land ist ge bo-ren! Kecht 8——. 4—ů.— 1—— ———— 1——— euch von her ⸗zen sehr: gu. seu 5 mar! Des en sich dort o; ben—.— 2————dd41—— — I + 1 + +4 ——— heil/ gen—9 Schar und bott den va⸗ ter * 2;— x + 1 + 1 I — 2 + + 1 V **— · lo- ben setzt und fort im ⸗ mer- dar. 2. So singen sie mit Schalle: Ihr hristen insgemein, freut euch von herzen alle ob diesem sein⸗ dlelein! Cuch, euch ist es gegeben und hat das heil bereit, daß ihr bei Gott sollt leben in steter Seligkeit. 3. sein Mensch sich ja betrübe, denn dieses indelein euch brin· get süße Liebe; was wollt ihr traurig sein? Den himmel wills 41 dem schenken, der an ihn glau⸗ bet fest; daran sollt ihr geden⸗ ken, euch freuen auf das best. 4. Nun seid ihr wohl gerochen an eurer feinde Schar, denn christus hat jerbrochen, was euch zuwider war. Tod, Teufel, Sünd und hölle sind ganz und gar geschwächt, bei Gott hat seine Stelle das menschliche 6e⸗ schlecht. Ueihnacht 5. Drum wir auch nun dich lo⸗¶auch in unsre herzen und bleibe ben, Jesu, zweistammger held, für und für, daß weder 6lück ddaß du herab von oben bist noch Schmerzen uns trennen ab kommen in die Welt. somm von dir. v. 1-4 6. Werner g. 1580 + 1643. U. 5 hannov. ösb. 1657. Eigene melodie. Joh. Schop 1641. EN 1 — +——— I Crmunt-re dich, mein schwa⸗cher Geist, und ein klei⸗ nes sind, das ba-ter heißt,“) mit I——.— 1 + trã⸗ ge groß Ver n-nen, ö freu-de zu emp⸗fan · 9010 Dies ist die Uacht, dar in es ,,, li., ——.—— 2————— 14— kam und mensch-lich e⸗ sen an sich nahm, da⸗ I N— 2111— 2— I L N — 1 + 22 E I—4—.— 1—4— + ————.— N durch die Welt mit Treu en als sei- ne Braut zu frei⸗ en. 2. Willkommen, süßer Bräuti⸗ gam, du sconig aller hren, will⸗ kommen, Jesu, ottes Lamm, ich will dein Lob vermehren, ich will dir all mein Lebenlang von herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist ensch geboren. 3. O großer Gott, wie konnt es sein, dein himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt hinein, dla nichts denn Neid und hassen? Wie konntest du die großemacht, dlein sönigreich, die freuden⸗ pracht, ja dein erwünschtes Le⸗ ben für deine feind hingeben? Jes., 6. 4. Ist doch, herr Jesu, deine Braut ganz arm und voller Schanden, dennoch hast du sie dlir vertraut am sereuz in Todes; bandlen; ist sie doch ganz und gar befleckt, mit dem Verderben an⸗ gesteckt, und du willst ihret⸗ wegen den Zepter von dir legen! 5. Du fürst und herrscher die⸗ ser Welt, du friedenswieder⸗ bringer, du kluger Rat und tapfrer held, du starker höllen⸗; zwinger, wie war es möglich, dlaß du dich erniedrigtest so sämmerlich, als wärest du im orden der Bettler mensch ge⸗ worden? 4²2 6. O freudenzeit, o Wunder⸗ nacht, dergleichen nie gefun⸗ dlen, du hast den heiland herge⸗ bracht, der alles überwunden, du hast gebracht den starken mann, der feur und Wolken zwingen kann, vor dem die himmel zittern und alle Berg er⸗ schüttern. 7. O liebes stind, o süßer snab, holdselig von 6eberden, mein Bruder, den ich lieber hab als alle Schätz auf Erden, Komm, Schönster, in mein herz hinein, komm eilend, laß die srippe sein, komm, komm, ich will bei Zeiten dein Lager dir bereiten. Eigene melodie. Ruch nach melodie Ur. 20 zu singen. Weihnacht 8. Sãg an, mein herzensbrauti; gam, mein hoffnung, freud und Lleben, mein edller Zweig aus Jakobs Stamm, was soll ich dir dloch geben? NAch nimm von mir Leib, Seel und õeist, nimm alles, was mensch ist und heißt: ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. 9. Cob, Preis und Dank, herr Jesu christ, sei dir von mir ge⸗ sungen, daß du mein Bruder worden bist und hast die Welt bezwungen; hilf, daß ich deine Gütigkeit stets preis in dieser Gnadlenzeit und mög hernach lort oben in Cwigkeit dich loben. Johann List g. 1607 4 1667. Joh. Seb. Bach(0 1736. 4⁴ * V—— Ich steh an dei⸗ner serip⸗ pe hier, o Je⸗su, ich komme, bring und schen⸗ke dir, was du mir — du mein Le-ben, hãst—— ben. 30 nimm hin, es ist mein beist und sinn, herz, * — Seel und mut, nimm al⸗les hin md laß dirs wohl· ge⸗ sal⸗ len! 2. Du hast mit deiner Lieb er; füllt mein Adern und Geblüte; dlein schöner 6lanz, dein süßes Bild liegt mir ganz im 6emüte. Und wie mag es auch anders sein, wie könnt ich dich, o herze 43³ mein, aus meinemherzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, dã bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dlich kannt, erkoren. Ch ich durch deine hand gemacht, daã hast du schon bei dir bedacht, wie duͤ mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, freud und Wonne. 0 Sonne, die das werte Licht des 6laubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Ffreude an und kann mich nicht satt sehen, und weil ich nun nichts weiter kann, so tu ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! b. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, mit[obezu erhöhen die Huglein, die sounverwandtnach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der gülanen Sterne Schar, dlies' Auglein sind viel schöner. 7. O daß doch ein so lieber Stern soll in der srippe liegen! für eclle inder großer herrn ge⸗ hören güluͤne iegen. Ach heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, purpur wärenrecht, dlies indlein drauf zu legen. 8. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das heu, ich will mir Blu⸗ men holen, daß meines heilands Cager sei auf stränzen und Vio⸗ kigene melodie. Nuch nach Melodie Ur. 97 oder 397 zu singen. len; mit Rosen, nelken, Ros⸗ marin aus schönen 6ärten will ich ihn von oben her bestreuen. 9. Zur Seite will ich hie und dar viel weiße Lilien stecken, die sollen seiner Nuglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt vielmehr das dürre 6ras dies sindelein als alles das, was ich hier nenn und denke. 10. Du fraͤgest nicht nach Lust dler Welt noch nach des Leibes freuden; du hast dich bei uns eingestellt an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele herr; lichkeit durch dein selbsteignes herzeleid, das will ich dir nicht Wehren. 11. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein heiland, nicht ver⸗ sagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein stripplein sein, komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine freuden! 12. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde; dlu bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du ein so frommer 6aͤst, dlaß du noch nie verschmähet hast dlen, der dich gerne siehet. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Joh. Crüger 1653. 2.— 1 1 1 I 48 * 4 +— e fröh ⸗lich soll mein her⸗ze sprin gen 44 * — die-ser Zeit, da vor freud al ⸗le En⸗gel sin ⸗ögen. x 1— 1.—2———3——— *— + 1 +— hört, hört, Wie ͤ vol- len Cho- ren + 1 al-le Lust lau- ie ruft: 2. heute geht aus seiner am; mer Gottes held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird mensch, dir, mensch, ju gute, Gottes tind das verbindt sich mit unserm blute. 3. Sollt uns Gott nun können haͤssen, der uns gibt, was er liebt über alle maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem chron seiner macht und chren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns bottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. hätte vor der menschen or⸗ den unser heil einen oreul, wär er nicht ensch worden; hätt er Cust ju unserm Schaden, ei so würd unsre Bürd er nicht auf sich laden. 6. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir getan, gibt sich an, unser Lamm zu werden, unser Lamm, das für uns stirbet und bei 6ott für den Tod õnad und fried erwirbet. 45 Chri-stus ist 7. Nun, er liegt in seiner frip· pen, rust zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahrn, o lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt, ich bring alles wieder. 8. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, oroß und slein, eilt mit großen haufen. Ciebt den, der vor Ciebe brennet, schaut den Stern, der euch gern licht und Labsal gönnet. 9. Die ihr schwebt in großem Leide, sehet, hier ist die Tür ju der wahren freude. faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein sereuz wird rühren. 10. Uer sich fühlt beschwert im herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei ge⸗ trost: hie wird gefunden, der in Eil maächet heil die vergiften Wunden. 11. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens hände: hier sind alle guten 6aben und das Gold, da ihr sollt euer herz mit laben. ge ⸗ bo⸗ren. eihnacht 12. Süßes heil, laß dich um· fangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zu⸗ frieden geben. . meine Schuld kann mich nicht drücken, denn du hast meine Last all auf deinem Rücken. sein fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Sünden. mel.: erschienen ist der herrlich Tag. 14. Ich bin rein um deinet⸗ willen, du gibst gnug Chr und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will dich ins herze schließen, o mein Ruhm, edle Blum, laß dlich recht genießen! 15. Ich will dich mit fleiß be⸗ wahren, ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. mit dir will ich endlich schweben voller freud ohne Zeit dort im andern Leben. paul serharat g. 1007 4 1676 Uik. herman 15⁰0 +.—.3.—41—1. C— — +7 +2 Wir sin⸗gen dir, Im ma⸗ nu⸗ el, du Le⸗bens; — ½ e L 50 1 H— I 1 —5. L LI fürst und öna den⸗quell, du him⸗mels blum und mor ⸗gen⸗ — — +—.— I— 2 . E I—— —— stern, du Jung ⸗ frau⸗sohn, herr 2. Wir singen dir in deinem heer aus aller straft Cob, Preis und hr, daß du, o lang ge⸗ wünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. halleluja! 3. Uon Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch herz nach dlir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Pro⸗ pheten Schar: Halleluja! 4. Nch daß der herr aus Zion kãm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die hülfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein.) Halleluja! 9 f. 14, 7. 4⁰ al ler herrn. hal ⸗le⸗lu⸗ja! 5. Nun, du bist hier, da liegest du, hältst in dem stripplein deine Ruh; bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. halle⸗ luja! b. Du kehrst in fremder hau⸗ sung ein, und sind doch alle him⸗; mel dein; trinkst milch aus dleiner Mutter Brust und bist lloch selbst der engel Lust. halle⸗ luja! 7. Du bist der süße enschen⸗ freund, doch sind dir so viel Menschen feind; herodis heer hãlt dich für õreul, und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja! 8. Ich aber, dein geringster senecht, ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dlich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja! 9. Der Will ist da, die sraft ist Klein, doch wird dir nicht zu⸗ wider sein mein armes hers, und waäs es kann, wirst du in 6nallen nehmen an. halleluja! 10. Darum so hab ich guten Mut, du wirst auch halten mich für gut. o Jesulein, dein from⸗ mer sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Hallelusa! 11. Bin ich gleich sünd⸗ und lastervoll, hab ich gelebt nicht Eigene melodie. Weihnacht wie ich soll, ei kommst du doch deswegen her, daß sich der Sün⸗ der zu dir kehr. halleluja! 12. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei, du trägst den zorn, du würgst den Tod, ver⸗ kehrst in freud all Angst und not. halleluja! 13. Du bist mein haupt, hin · wiederum bin ich dein olied und Eigentum und will, so viel dein õeist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. halleluja! 14. Ich will dein halleluja hier mit freude singen für und für, und dort in deinem Chrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja! paul Gerharat g. 1607 4 1676. Vorreformatorisch.— 14. Jahrhundert. —.— 1 50— 2—33 4.4 stommt und laßt uns chri ⸗stum eh ⸗ren, f— I + 1 r. I 1 1 1—. 12 1 1 1 L.. 2222— 1 — 1 120— 1 1 X 1 V— herz und Sin nen ju ihm keh⸗ren, sin ⸗ get fröh ⸗lich, —.— +—*.— 2——— 1 1 12 1— 1 II —— 1 laßt euch hö⸗ren. wer ⸗ites voln der chri- sten⸗heit! 2. Sund und hölle mag sich grä⸗ 3. Sehet, was hat õott gegeben! men, Tod und Teufel mag sich Seinen Sohn zum eiogen Leben. schämen, wir, die unser heil Dieser kann und will uns heben annehmen, werfen allen Rum⸗aus dem Leid ins himmels mer hin. freud. 47 Weihnacht E 4. Seine Seel ist uns gewogen, Cieb und õunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der höh. 5. Jakobs Stern ist aufge⸗ gangen, stillt das sehnliche Ver; langen, bricht den sopf der alten Schlangen und jerstört der hölle Reich. 6. Unser sterker, da wir saßen und mit Sorgen ohne maßen EEEEEEEEE uns das herje selbst abfraßen, ist entzwei, und wir sind frei. 7. O du hochgesegn'te Stunde, ddd wir das von herzensgrunde gläuben und mit unserm mun⸗· dle danken dir, o Jesulein! 8. Schönstes sindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schaälle dich der eEngel heer erhöht. paul õerharat g. 1607 4 1676. Mel.: Da christus geboren war. Vorreformatorisch. 51—4 1— 2—.— 12——— 24.— H.—.— 2.., innLn Luemn I 1—... SDSJ......— ⁰— E— WDun⸗derba-rer õna⸗den · thron, Got-tes und a· ů—dtÄ—.— I 1211 I Diiiii‚E e. Dee .+ D— 4 4— —— — TIP————— in der Wü⸗ pe findt! Gro⸗ her held von E⸗-wig ⸗keit, des:sen + + XV— + 1 1 N Macht und herr⸗lich Keit rühmt die gan⸗ ze chri⸗sten⸗heit! 2. Du bist arm und machst zu⸗ gleich uns an Leib und Seele reich, du wirst klein, du großer õott, und machst höll und Tod zu Spott. Aller Welt wird offen⸗ bar, jã auch deiner feinde Schar, dlaß du, 6ott, bist wunderbar. 3. Laß mir deine õüt und Treu täglich werden immer neu, õott, mein 6ott, verlaß mich nicht, wenn mich nlot und Tod anficht. Iaß mich deine herrlichkeit, dei⸗ ne Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit! Joh. olearius g. 1011 + 1684. 48 einacht 17³8. 12—. ———— mel.: o daß ich tausend Zungen hätte. 5 2 1—— E——3— ——.— dies ist die nacht, da mir er · schie: nen dãs sind, dem al le En⸗-gel die- nen, 1 +4 —— EI——..— des gro-en Got⸗tes freundlich ⸗ keit; bringt licht in mei⸗ne dun · kelheit, und die·ses Welt⸗ und +. 1 + N 1 —— I 1 ů SISESIIee — + 1 him ⸗mels⸗licht weicht hun⸗dert ⸗ tau ⸗send Son⸗nen nicht. 2. Caß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den 6na⸗ denschein! Der 6lanz in dlieser kleinen höhle streckt sich in alle Weit hinein, er treibet weg der hölle macht, der Sünde und dles sereuzes Uacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Selig⸗ keit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dlieses licht mit seinem Schein dein himmel und dein alles sein. 4. Caß nur indessen helle schei⸗ nen dein 6laubens- und dein Ciebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dit diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weih ⸗ nachtssonne, bestrahle mich mit deiner õunst! Dein Licht sei mei⸗ ne Weihnachtswonne und lehre mich dlie Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. sasp. friedr. Nachtenhöfer g. 16²24 + 1685. mel.: 0 Gott, du frommer Gott. Mel.I. 3345 du we⸗sent⸗l ches Wort, von An ⸗fang her ge⸗ du Gott, von Gott ge⸗ zeugt, von E· wig⸗ keit er · 16⁴48. E ———— A 4— 2— —.— E I we sen, le · sen jum heil der gan-zen Welt, o mein herr Je⸗su 40 ———— ———————— Ueihnacht; 40 I + 1 christ, will⸗Rom⸗men, der du 2. somm, o selbständigs Wort, und sprich in meiner Seelen, daß mirs in wigkeit an Trost nicht solle fehlen; im õlauben wohn in mir und weiche nimmer nicht, laß mich auch nicht von dir abweichen, schönstes Licht! 3. Du wesentliches Wort warst bei Gott, eh geleget der õrund dler großen Welt, da sich dein herz beweget zur Liebe gegen mich; ja du warst selber Gott, dlamit du machtst im fleisch Sünd, höll und Tod zu Spott. 4. Was hat, o Jesu, dich von unfang doch bewogen? Was hat vom himmelsthron dich in die Welt gezogen? uch deine große Lieb und meine große not hat deine ölut entflammt, dlie stärker als der Tod. 5. Du bist das Wort, wodurch die ganze Welt formieret, denn alle Dinge sind durch dich ans Licht geführet. Ach so bin ich, mir zum heil ge⸗bo ren bist. mein heil, auch dein õeschöpf und Gab, der alles, was ich bin, von dir empfangen hab. 6. Gib, daß ich dir jum Dienst mein ganzes herz ergebe, auch dir allein zum preis auf dieser Erde lebe; ja, Jesu, laß mein herz ganz neu geschaffen sein und dir bis in den Tod gewid⸗ met sein allein! 7. Nch laß nichts in mir sein, wäas du nicht hast geschaffen, reut alles Unkraut aus und brich des feindes Waffen! Was bös, ist nicht von dir, das hät dler ßeind getan, du aber führ mein herz und fuß auf ebner Bahn! 8. Das Leben ist in dir und alles Licht des Lebens; laß an mir deinen 6lanz, mein Gott, nicht sein vergebens! Weil du dlãs Licht der Welt, so sei mein Lebenslicht, o Jesu, bis mir dort dein Sonnenlicht anbricht. Caurent. Caurenti g. 1660 1722. Eigene Melodie. 17⁰⁴4. 2 5 4.— urn.— ———— 0 Liebe, die wãs für ein Trieb len himmel hat zer · ris· sen, die hat dlich be wegen müssen, der 1 It E— sich ju mir ins E⸗lend nie ⸗der⸗ueß, dich ju mir ins Jammer ⸗tal ver⸗ wies? 30 die Lie ⸗ve hat es — selbst ge · tan, sie schaut als mut · ter mich in meinem Jammer an. 2. Die Ciebe ist so groß in dei⸗ nem herzen, daß du für mich dlas größte under tust; die Ciebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir ju gut du unter Dornen ruhst. 0 uner⸗ hörter Liebesgrad, der selbst des vaters Wort ins fleisch gesen⸗ ket hãt! 3. Die Liebe ist mein Anver⸗; wandter worden, mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit, der Gottheit Ouell lebt nun in mei⸗ nem orden, die Cwigkeit ver⸗ mählt sich mit der Zeit, das Le· ben selbst ist Mensch geborn, der 6lanz der herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die mensch⸗ heit ausgesöhnet, die Reinig⸗ keit der Seele wiederbracht; sie wird als Braut der õottheit nun gekrönet, da sie der himmel selbst so angelacht. Die Mensch⸗ heit wird nun ganz erneut und als ein reiner Thron der Gott⸗ heit eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wie⸗ dler auf der Erden,) dadurch ddas paradies im nenschen grünt; nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des herren dazu dient; * Sprüche 8, 30.31. 51 die wohl geborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem llrsprung rührt. 6. sein Clend kann nun un⸗ serm herzen schaden, Immanuel ist bei uns in der Not. Ich gehe nur zu ihm, dem Ouell der 6na⸗ den, so dient mir selbst das Clend und der Tod; der Jam⸗ mer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädllich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, dieweil sie selbst durch ihn verdammet ist. Was schaden nun der Seele ihre flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Im⸗ manuel löscht ihren Trieb, er läßt die Seele nicht, er hat sie viel ju lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Le⸗ ben funden, viel Reichtum, chr und Wohllust schenkt er mir; ich bin mit ihm, er ist mit mir ver⸗ bunden, den ich in mir mit Ciebeswirkung spür. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus sei⸗ ner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geist, ver⸗ giß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser Liebesmacht! Des himmels straft und 6lanz be⸗ewig, ewig wohl ist mir, daß strahlt dich wieder, und der Ver⸗ich in Christo nun ein Wohlge⸗ lust ist völlig wiederbracht. fallen spür. chr. fr. Richter g. 1676 + 1711. mel.: Lobe den herren, den mächtigen König der Chren. Joach. Neander(0 1660(). X. E 35 I I + Jduch- jet, ihr 2 4 9 2——L21 I 1 him⸗-mel, froh ⸗lok⸗ket, ihr Sin get dem her⸗ren, dem heiland der 1— eng ⸗schen Chö⸗re! Men· schen zur Ch⸗re! Se het dloch da, Gott will so freund-lich und nah zu den 2. Jauchzet, ihr himmel, froh⸗ locket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu freunden nun werden; frie⸗ de und freud wird uns verkün⸗; dliget heut; freuet euch, hirten und herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der höchste hier beuget; sehet die Ciebe, die endlich als Liebe sich zeiget! oott wird ein seind, trãget und hebet die Sünd. Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im fleische: wer kann dlies Geheimnis verstehen? hier ist die Pforte des Lebens nun 52 Uer ⸗lor⸗nen sich keh ⸗ren. offen zu sehen; gehet hinein, mächt euch dem sinde gemein, dlie ihr jum Vater wollt gehen. 5. hãst du denn, höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein herze der Liebe mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut ersenken? 6. sönig der Chren, aus Ciebe geworden zum seinde, dem ich auch wieder mein herze in Liebe verbinde, du sollst es sein, den ich erwähle allein: ewig ent⸗ sag ich der Sünde. 7. Süßer Immanuel, werd auch geboren inwendig, komm doch, mein heiland, und laß mich nicht länger elendig! Wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir und mich belebe be⸗ ständig! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben, laß mich doch einzig nach dei⸗ nem 6efallen nun leben: gib mir auch bald, Jesu, die inder⸗ gestalt, an dir alleine zu Kleben. 6erh. Tersteegen g. 16007 1+ 1760. Mei.: vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Tuther) 1539. 5⁰ 1— + 1— —— + Dies ist der Tag, den sott ge⸗macht, sein werd in al⸗ler Weit ge⸗dacht, ihn prei ⸗se, was durch + TJZ.... N — 1—%L Je ⸗ sum christ im 2. Die völker häaben dein ge⸗ harrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte 6ott von sei⸗ nem chron das heil der Welt, llich, seinen Sohn. 3. Venn ich dies Wunder fassen will, so steht mein õeist vor Chr⸗ furcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Cieb unend⸗ lich ist. 4. Damit der Sünder 6nad er- hält, erniedrigst du dich, herr der Weit, nimmst selbst an uns⸗ rer menschheit teil, erscheinst im fleisch und wirst uns heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir;»ich komm, im buche steht von mir: Gott, deinen Wil⸗ him-mel und auf Er⸗den ist. len tu ich gern.« Gelobt sei, der dla Rommt im herrn! 6. herr, der du mensch ge⸗ boren wirst, Immanuel und friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, õott Messias, bet ich an. 7. Du unser heil und höchstes Gut, vereinest dich mit fleisch und Blut, wirst unser freund und Bruder hier, und Gottes seinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein mittler ists, der sie erhält. Was zagt der mensch, wenn der ihn schützt, der in des vaters Schoße sitzt? 53 Weihnacht e 9. Jauchit, himmel, die ihr] 10. Dies ist der Tag, den bott ihn erfuhrt, den Tag der heilig⸗gemacht, sein werd in aller Welt sten eburt, und Erde, die ihn gedacht, ihn preise, was durch heute sieht, sing ihm, dem herrn, Jesum hrist im himmel und ein neues Lied! auf ęrden ist. chr. f. õellert g. 1715 4 11⁰9. MNel.: Aus meines herzens orunde. Zweite melodie im Anhang. 2— ——‚——.ĩ————— DIEEEE der heil⸗gechrist ist kom ⸗men, der sü⸗ ße des freun sich al le from men am höchsten 6ot ⸗ötes-sohn, er · ů him mels⸗ 1 duch was auf rden st, muß Diee — e. prei-sen hoch und lo ⸗ ben mit al len Lunvie,* 2 +——.—. 1 + 1—. + + + 2..— En⸗-geln dro- ben den lie⸗ben heil gen christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange nacht ist hin, die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn, die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baäun weite himmelsbrücken aus sedem schmalsten Steg. 3. Uerwaiset sind die inder nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder in seinen 6nadenschoß; er will, daß alle, rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen hulden, gehn in den himmel ein. 4. Drum freuet euch und prei⸗ set, ihr Kindlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heilge Christ ist da; er ruft so freundlich drein mit süßen Lie⸗ besworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr seinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt g. 1769 + 1860. 34 Mel.: Von sott will ich nicht lassen. V— 4 I I 159 I — 1 helft mir 6otts Gu⸗ te prei⸗-sen, ihr mit 6'sang und an⸗ dern Wei⸗sen ihm E+ 2.... +—— I 1—. 2— + II 7 Chri⸗-sten ins⸗ ge⸗ mein, all-jeit dank⸗bar sein, vor-nehmuch zu der Zeit, da * + 1— 1 + * 1 + + 1— + III 2+— * r sich das Jahr ge⸗en-det, die sonn sich zu uns +* 1 1 1 I + 1 L 1 ——*EE ——— + + wen det, das neu Jahr ist nicht weit. 2. Erstlich laßt uns betrachten 4. Er hat unser verschonet aus des herren reiche nad und soväterlicher nad; wenn er sonst gering nicht achten sein unzäh⸗ hätt gelohnet all unsre misse⸗ lig Wohltat; stets führen zu öe⸗ tat mit gleicher Straf und Pein, müt, wie er dies Jahr gegebenwir wären längst gestorben, in all Notdurft diesem Leben undmancher Not verdorben, die wir uns vor Leid behüt; voll Sünden sein. 3. LCehramt, Schul, stirch erhal⸗ 5. Uach Vaters Art und Treuen ten in gutem fried und Ruh; er uns so gnädig ist; wenn wir nahrung den Jjung und Altendie Sünd bereuen und glaubn bescheret auch dazu und mit gar an Jesum christ herzlich ohn milder hand sein 6üter ausge⸗heuchelei, tut er all Sünd ver⸗; spendet, Verwüstung abgewen⸗geben, lindert die Straf da⸗ llet von diesem ort und Cand.] neben, steht uns in nöten bei. 53 Heujahr 6. All solch dein 6üt wir prei⸗bitten ferner dich: õib fried in sen, Vater im himmelsthron, diesem Jahre, vor allem Leid be⸗ die du uns tust beweisen durch wahre und nähr uns milcliglich! hristum, deinen Sohn, und Mel.: Vom himmel hoch da komm ich her. +. Paul Eber g. 1511 + 1509. Dr. M. Cuther() 1539. 39 1 di rnrn nirni.,er —. I 1 + 1* 2 Das al⸗te Jahr ver gan⸗-gen ist, wir + 1 * * — 1 + I....———— ————— — dan-ken dir, herr Je- su christ, daß du in not uns — * II 1 1 + N 2Z.. +— — +—2—.— 1.̃—..— LII und 6e fahr be⸗ wah ⸗· ret 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein arme christenheit bewahren ferner allezeit. 3. Daneben gib uns fried und kRuh und was uns nötig ist dlaʒu, durch deine starke 6na⸗ denhand beschütze uns und un⸗ ser Cand! 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih, ein gut 6ewissen Eigene melodie. Nuch nach melodie Ur. 246 zu singen. 553 hast viel zeit und Jahr. stets verleih, gib, daß wir deines namens chr ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o herr, gefällt, uns abzufordern aus der Welt, so gib ein selig Ende hier, daß wir dort ewig sein bei dir. 6. O Jesu christ, erbarme dich, hör unsre bitte gnadiglich, durch dein Verdienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Not! v. 1-2 1508. U. 3-6 hannov. 6sb. 164. Joh. Schop 1642. . 1 1 + ISS. +—a..rn +*— 2+ I + I——4 — SZ.‚‚‚‚.ee‚ee..‚].. *2 —— hilf, herr Je⸗ su, laß ge⸗lin ⸗-gen, hilf, das Söoe. 1 +— +—— 2.....—— 1 +——— 2Z2..— n ö neu e Jahr geht an; laß es neu-e gräf-te brin⸗gen, 50 aausahr 4— — +.— N 1+4 I + N 2— 1 1 I + IE — +5.—— daß aufs neu ich wan⸗ deiln kann; neu⸗es Glück und E+ — + 4 I +— + I + + 1 1 LIII IEEE + neu ⸗es Le⸗ben wol⸗lest du àus 6na- den ge⸗ben! 2. Meiner haände Werk und Ta; ten, meiner Zunge Red und ort müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort; neue straft laß mich erfüllen, ju verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mãche, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wäche, wollest du, herr, vei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, steh mir zur Seiten! 4. Laß mich beugen meine seniee nur zu deines namens Chr; hilf, dlaß ich mich stets bemühe, dich zu preisen mehr und mehr; laß mein bBitten und mein flehen doch im himmel vor dir stehen! 5. Caß mich, herr, in deinem namen fröhlich nehmen Speis und Trank; 6üter, die von dir herkamen, fordern ja von mir den Dank. Deine Weisheit kann mich stärken zu der Lieb und guten Werken. 6. Mein Gebet das müß auf⸗ steigen, herr, vor deinen öna⸗ denthron; dann wirst du ju mir dlich neigen wie zu deinem lie⸗ ben Sohn. herr, ich weiß, es wird vor allen dies mein opfer dir gefallen. 5⁷ 7. Laß dlies sein ein Jahr der 6nade, laß mich büßen meine Sünd, hilf, daß sie mir nimmer schade und ich bald Uerzeihung find, herr, in dir denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 8. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, jd voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 9. Hherr, du wollest 6nade ge⸗ ben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und heuchelei, daß ich noch allhie auf Eraͤen fromm und selig möge werden. 10. TCaß mich armen Sünder ziehen deinen Weg der fröm⸗ migkeit, läaß mich Stolz und hoffart fliehen, eifrig beten sederzeit; laß mich Schand und Unzucht meiden, laß mich willig Unglück leiden! 11. Jesus richte mein Begin⸗ nen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zähme mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir in 6edanken, Jesus lasse nie mich wanken. ReusebrEEEEEEEEEE 12. Jesu, laß mich fröhlich freudig will ich dich um⸗ enden dieses angefangne Jahr, fassen, wenn ich soll die Welt trage stets mich auf den hän⸗verlassen. den, halte bei mir in Gefahr! Johann Kist g. 1607 4 1667. MNel.: nun laßt uns õott dem herren. Uikol. Selnecker 1587. *. ö. + 1 L———— D—— 4 + + I. + IE nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit 1——— 1—— 2—— ——— +———ñ——.— ꝛꝛ Sin ⸗-gen und mit be⸗ ten jum herrn, der un · serm ——— 1 I +— 4——3— 2 ID———————IIIIDIiDIDIITDIDImIImIr * Ce- ben bis 2. Wir gehn dahin und wan ⸗; dern von einem Jahr zum an; dern, wir leben und gedeih en vom alten bis zum neuen, 3. Durch so viel Angst und Pla⸗ gen, durch Zittern und durch Zagen, durch strieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen müt⸗ tern in schweren Ungewittern dlie indlein hier auf Erden mit fleiß bewahret werden, 5. Also auch, und nichts minder läßt Gott ihm seine seinder, wenn not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Nch hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und machen, wo nicht dein Nugen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den hie ⸗ her sraäft ge⸗ ge⸗ben. starken händen, die alles herz⸗ leid wenden. 8. Caß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in un⸗ serm sereuz und LCeiden ein Brun⸗ nen unsrer freuden! 9. Gib mir und allen denen, dlie sich von herzen sehnen nach dir und deiner hulde, ein herz, dlãs sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammer⸗ pforten und laß an allen orten, wo strieg und blutvergießen, die freudenströme fließen! 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß 6roßen und auch seleinen die 6nadensonne scheinen! 12. Sei der Verlaßnen Vater, dler Jrrenden Berater, der Un⸗ versorgten õabe, der Armen õut und habe! 38 eufahr 13. hilf gnadig allen ranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, dlie sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das mei⸗ ste, füll uns mit deinem eiste, der uns hier herrlich jiere und dort zum himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare jum selgen neuen Jahre! paul õerharat g. 100⁷ 1 1676. mel.: Du Levensbrot, herr Jesu christ. Nuch nach Melodie Ur. 2o zu singen. peter Sohren 1668. — 4 62— — SZ.—..* 1——— —— Er I Gott ⸗lob, ein Schritt zur E⸗wig⸗Reit ist ju dir im fort ⸗gang die⸗ser Zeit mein ——8——3 +7 4— — 1 + 1———.— — LII 4— à · ber⸗ mals voll ⸗en ⸗det: herz sich sehn ⸗lich wen⸗det, 0o Quell, dar ·aus mein Le⸗ben 1——.— I 2.— fleußt und al· ie nade sich er·g 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, wäs sterblich ist in mir, ver⸗ schlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheim⸗ gestellt die rechte Zeit und Stun · de, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit herz und munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte mei⸗ nen Lauf, daß ich dir RKomm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe eußt in mei⸗ne Seel jum ce·ben. trennen, und daß ich frei vor jedermann dich darf den Bräut· gam nennen, und du, o teurer Lebensfürst, dich dort mit mir vermählen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dlieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Ppfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn auch die hände lässig sind und meine niee wanken, so biet mir deine hand ge⸗ schwind in meines Glaubens 309 laß aufsteige. Ueujahr INKN.* IX X Schranken, damit durch deine scraft mein Hherz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unter⸗ 7. Geh, Seele, frisch im olauben dran und sei nur unerschrocken, laß dich nicht von der rechten Bahn die ust der Welt ablocken! So dlir der Cauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit flügeln süßer Liebe! 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du häͤst, weil du voll Liebe bist, mich ganz ju dir gezogen. fahr hin, wäs heißet Stund und Zeit, ich bin schon in der wigkeit, weil ich in Jesu lebe. Aug. herm. francke g. 1063 1 1727. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. 63*—— ö—— +T + + + L I 1 —— uch wie lau- fen doch dlie Jah-re, und ich blei von der bah=re be + 1 1— I + + —...—— SI. ——— — I II + ——— III 224— —* wie verschwin-det doch die 3 noch bis die sen cag be⸗freit./ eit, zch weiß wohl, o + ́—— + +—— 1 — —— I ————— Le⸗benslicht, daß ein Tag jum andern spricht: Al· les, was von 4 + I N 1 + DEEE— SZII I—————— A-dlams er-ben, öroß und felei- ne müs⸗sen ster ⸗ben. 2. Doch du hast durch deine üte wie ein Wächter mich be⸗ wächt, daß der Tod die Leibes- hütte noch nicht in das 6rab gebracht. Ach wie soll ich das verstehn, da doch andre schla⸗ fen gehn, und gar viele schon begraben, die noch nicht mein Alter haben? 3. herr, ich bin jãa zu geringe dieser großen õütigkeit. Wenn ich mein Verzeichnis bringe der bisher genoßnen Zeit, so ent⸗ fällt mir aller ut, weil die kechnung gar nicht gut. Wie viel Jahre sind verdorben, da ich nicht der Welt gestorben! 4. Doch ich will auf mittel den · ken und auf Buße sein bedacht; Jesus kann die Schuld versen⸗ ken, die ich bis hieher gemacht. Lieber Vater, steh mir bei, daß EEEEEEEEEEEEEEE eujahr nur keine heuchelei sich in mei; nem herzen finde, wenn ich des mich unterwinde. 5. Willst du mich noch ferner lassen hier in dieser bösen Welt, ach so hilf mir alles hassen, was dlem Geiste nicht gefällt. Stärke mich von deiner höh, so wird auch das größte Weh, das mir oft zu schwer geschienen, mir zu meinem besten dienen. 6. Steh mir allezeit zur Rech⸗ ten, denn du bist j Sonn und Schild; hilf uns, deinen armen mel.: meinen Jesum laß ich nicht. Mel. 1. senechten, wie und wo und wann du willt. Wenn die Tage böse sein, ach so ruf ins herz hinein: Lernt euch in die Zeiten schicken, so wird alles heilsam glücken. 7. Endlich, wenn der Lauf zu ende, so befehl ich meinen Geist dir in deine treuen hande, der du Gott und Uater heißt. Ach ich freu mich schon darauf, daß ich nach vollbrachtem Lauf dort der freude soll genießen, wo Wir keine Zeit mehr wissen. christoph Pfeiffer g. 1089 4 1758. Joh. Ulich 1674. — ———.— 2— + 6⁴— Je-sus soll Je-su na ⸗ da ein de nen die Lo⸗sung sein, me soll al⸗lein — I 2 2— I 1.— 11+— 1— neu es Jahr er⸗schie nen: zum pa- nie re die-ö nen, V* 1 1 + 1 Bun-de stehn und auf 2. Jesu name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen, und so oft wir an den ort, der nach ihm genennt ist, wallen, mache seines lamens Ruhm unser herz zum heiligtum! 3. Unsre Wege wollen wir nur in Jesu namen gehen. seht uns dieser Leitstern für, so wird sel- nem Ue-ge gehn. alles wohl bestehen, und durch seinen önadenschein alles voller Segen sein. 4. Alle Sorgen, alles Ceid soll der Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen seummer stillt. senjamin schmolck g. 1672 1+ 1757. 01 neujahr SSSSRRRRR mel.: herilich tut mich verlangen. 16⁰1. 1 + 4 65 Das Jahr geht stül zu En⸗de, nun sei auch In Got⸗-tes treu⸗e hän⸗-de leg ich nun Ziten r tihie nmnn.mrirenrnni 4 12.——— 133 still mein herz. freud und Schmerz und was dies Jahr um schlos ⸗ sen, — +— 1* +2— —.—.....ii 1...— 14 was 6ott der herr nur weiß, die krä- nen, —* +* I H —.—— H ͤ SISI— +I— H die ge ⸗· flos sen, die Wun⸗ den bren⸗ nend heiß. 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes 6lück nur gibt? war⸗ um denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen und maͤncher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes herz warum? 3. Daß nicht vergessen werde, waäas man so gern vergißt: daß dliese arme éErde nicht unsre heimat ist. Es hat der herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen hallen ein heimatrecht erkauft. 4. hiet gehen wir und streuen dlie Tränensaat ins feld, dort werden wir uns freuen im sel⸗ Eleonore fürstin Re gen himmelszelt; wir sehnen uns hienieden dorthin ins vater⸗ haus und wissens: Die geschie⸗ dlen, die ruhen dort schon aus. 5. O dlãs ist sichres 6ehen durch dliese Erdenzeit: nur immer vor⸗; wärts sehen mit selger freudig⸗ keit; wird uns durch 6rabes⸗ hügel der klare Blick verbaut, herr, gib der Seele flügel, daß sie hinüberschaut. b. hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts! Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem frieden uns hier schon selig sein! uß geb. öräfin zu Stolberg g. 1835 + 1003. 6² annn nn piphaniaslieder Mel.: Valet will ich dir geben. melchior Teschner 1615. + DEEE 0 ö-nig al⸗ler Ch⸗ ren, herr Je-su, dein Reich soll e⸗ wig wäh ⸗ren, im him⸗mel —32 va-vids Sohn, ͤ ist dein Thron; ö hilf, daß all ⸗hier auf Er⸗den den Heneen weit und b reit dein Reich be⸗kannt ———— ö R SPSPSPSPISIPSPIPIPIPICPIPIPIPIP PIPAPIAI..I.I— * 7— 21——. mög wer⸗den jur see⸗ len se⸗lig-keit. 2. Uon deinem Reich auch zeu⸗ gen die Leut aus Morgenland, dlie Enie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt; der neu Stern auf dich weiset, da⸗ zu das göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, daß du bist unser hort. 3. Du bist ein großer sönig, wie uns die Schrift vermeldt, lloch achtest du gar wenig ver⸗ gänglich out und 6eld, prangst nicht auf teurem Rosse, trägst keine güldne feron, sitzst nicht im steinern Schlosse, hier haͤst dlu Spott und hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, dein 6lanz erstreckt sich weit, dein 6üt allzeit regieret und dein õerechtigkeit. Du wollst die frommen schützen durch dein maͤcht und Gewalt, daß sie im frieden sitzen, die Bösen stürzen baldl. 5. Du wollst dich mein erbar⸗ men, in dein Reich nimm mich auf, dein õüte schenk mir Armen und segne meinen Cauf! den feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not! 63 Cpiphanias 6. Du wollst in mir entzündendaß ich dich erkenne und mit dein Wort, den schönen Stern, der Christenheit dich meinen daß falsche Lehr und Sünden fönig nenne jetzt und in wig⸗ sein meinem herzen fern. hilf, Keit. martin Behm g. 1557 T 1622. Mel.: nun freut euch, liebe Christen g'mein. 15²2⁴. 6———————————— + 1 Co-bet den herrn, ihr hei den all, lobt preist ihn, ihr völ-ker all ⸗zu- mal, dankt dlaß er euch auch er · wäh⸗let 7. 23 7 x V ott von her⸗-zens grun ⸗de, ihm ju al⸗ ler Stun-de,) e e e —— hat und mit⸗ge⸗tei ⸗let seiꝛ ne õnad in Christo, sei nem Soh⸗ne. 2. Denn seine groß Barmherzig⸗Iund währet bis in Cwigkeit, keit tut über uns stets walten, schenkt uns aus önad die Selig⸗ sein Wahrheit, onad und öütig⸗keit, drum singet halleluja! keit erscheinet Jung und Alten 10⁰9. Eigene melodie. Zweite melodie im Anhang. Auch nach melodie Ur. 246 zu singen. 1738. + 4 8 V 1 11 Wer-de licht, au stadt der hei⸗den, Schau e, welch ein 6Glanz mit freu⸗den ninien nrinni inern.n— 1 + und du Sa-lem, wer de licht! ÜU-ber dei-nem haupt an-bricht!) 4 + + + 4 + II— — XI 2. 2 nicht ver ges⸗sen, die im fin stern sind ge⸗ses⸗ sen. 64 6ott häͤt de⸗ rer EE 2. Ach wie waren wir verblen; llet, ehe noch dies Licht brach an! Jã dã hatte sich gewendet schier vom himmel jedermann; unsre Augen und 6eberden klebten einzig an der Erden. 3. Gottes Rat war uns verbor⸗; gen, seine 6nade schien uns nicht; selein und öroße mußten sorgen, sedlem fehltꝰ es an dem Licht, das zum rechten himmelsleben sei⸗ nen 6lanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen ist der Nufgang aus der höh, haben wir das Licht empfangen, Welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, laß nichts Dunkles überblieben. 5. Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die finsternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewiß; Jesu, deine ieb und Segen leuchten uns auf unsern Wegen. b. Nun, du wollest hie ver⸗ bleiben, liebster Jesu, Tag und lacht, alles finstre ju vertrei⸗ ben, das uns so viel Schrecken macht; laß uns nicht im Dun⸗ keln wallen noch ins Sünden⸗ meer verfallen! 7. Schenk uns, herr, das Licht dler onaden, das ein Licht des lebens ist, ohne welches leicht in Schäden fallen kann ein frommer Thrist; laß uns dieses Licht erfreuen, wenn wir aus der Tiefe schreien. 8. 6ib, herr Jesu, straft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch geliebte olaubens⸗ werke folgen in Gerechtigkeit und hernach im freudenleben heller als die Sterne schweben. 9. Dein Erscheinung müß erfül · len mein õemüt in aller Not, dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod; herr, in freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 10. Jesu, la mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter sronen in der schönsten stlarheit wohnen. zohann Rist g. 16007 4 1667. mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 155¹1. 1— + Le + * —— 12.—..—. freu⸗et euch, ihr Got⸗tes ⸗ Kin der, prei:set freu et euch, ihr ar⸗ men Sün⸗der, laßt der mit mir Got= tes rracht Weit den Stolz und Pracht! freut euch, daß euch Sott 6⁵ 22 LII 1..— 12..— re⸗-giert und ju sei⸗ner stir⸗che führt, daß wir ar ⸗men — I + I 12⁴11 15 — N 4 II hei den kön ⸗ nen uns nun 2. Seine herrschaft sich erstrecket über alles, was dlã lebt, seine hand schützt und bedecket, was sich reget, lebt und schwebt; wenn er spricht, so geht sein Wort schnell wie Blitz und Donner fort; das durchdringet õeist und Leben, das kann Trost und Le⸗ ben geben. 3. nun, ihr sünder hier auf Erden, wollt ihrs endlich haben gut, wollt ihr Gottes sinder werden, ei so ändert euren Mut, 6ot-tes sin⸗der nen⸗nen. preiset ottes 6üt und Macht, so wird er euch geben sKraft, daß ihr auch zu ihm könnt kommen und euch freuen mit den from⸗ men. 4. Aller heiden Trost ist kom⸗ men, Jesus, unser freudenlicht, der Beschirmer aller frommen, unser Schutz und Zuversicht; preiset seine öüt und Treu, die uns noch wird immer neu, so wird er euch allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. Joh. Olearius g. 1011 1684. mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. 7⁰0⁰— jJe-su, gro⸗ ßer Wun ⸗der⸗-stern, der aus mei ne Ssee le will so gern dir an — I I 1 3a⸗kob ist er · schie ⸗nen, dleinem fe · ste die- nen; — nimm doch, nimm doch 1 I N — 1 1— I gnä⸗dig an, was ich Ar mer schen⸗ken kann. 60 1411 — 111 et E N Epiphänias 2. Nimm das Gold des Glau⸗ bens hin, wie ichs von dir selber hãbe und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste 6abe. Caß es auch bewährt und rein in dem streuzesofen sein. 3. imm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir ge⸗ nügen; herz und Lippen sollen stets ihn zu opfern vor dir lie⸗ Mel.: Erhalt uns, herr, vei deinem Wort. gen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf! 4. imm die myrrhen bittrer keu! Ach mich schmerzet meine Sünde, aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und 6nade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann neumeister g. 1671 + 1756. Dr. M. Cuther(0) 1543. 4 * 1 +..—..— 1 W DII — I 6. J — herr Je⸗-su chri⸗ste, mein Pro ⸗phet, der 143 + — 1 1 +—— **Y* 7 aus des Ua-ters Scho ße geht, mach mir den va⸗ter + +— I— of⸗fen ⸗ bar und 2. Iehr mich in allem, weil ich blind; mach mich gehorsam wie ein kind, andächtig und stets eingekehrt, so werd ich waͤhrlich gottgelehrt. 3. Gib, daß ich auch vor jeder⸗ mann von deiner Wahrheit zeu⸗ gen kann und allen zeig mit Wort und Tat den schmalen, sel⸗ gen himmelspfad. 4. Mein hoherpriester, der für mich am sereuzesstamm geopfert sich, mach mein Gewissen still und frei. mein ewiger ẽrlöser sei! sei nen lieb ⸗sten il-len klär! 5. Gesalbter heiland, segne mich mit 6eist und önade kräftiglich, schließ mich in deine fürbitt ein, bis ich werd ganz vollendet sein. 6. Ich opfre auch, als Priester, dir mich selbst und alles für und für; schenk mir viel Andacht zum Gebet, die stets im 6eist ju dlir aufgeht. 7. Mein himmelskönig, mich regier, mein Alles unterwerf ich dir; rett mich von Sünde, Welt und feind, die mir sonst gar zu mächtig seind. 67 piphanias EEEE 8. So kehr du in mein herʒ hin; ein und laß es dir jum Throne sein, vor allem Ubel und Gefahr mich als dein Cigentum bewahr! 9. hilf mir im königlichen Geist, mich selbst beherrschen aller⸗ meist, Begierden, Willen, Lust Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. mel. 3. und Sünd, und daß mich nichts Geschaffnes bind. 10. Du hoch erhabne majestät, mein sönig, Priester und Pro· phet, sei du mein Ruhm, mein Schaãtz und freud von nun an bis in Ewigkeit! 6erh. Tersteegen g. 16007 1 1769. 17⁸⁵. + R— +—.— 1 2 +2—* 72 hört heut der Wei ⸗sen gro e fra⸗ge: o sind die Wei⸗ sen heut ju Tã-ge, — 1 WWo ist das neu ⸗ge⸗bor ⸗ne die fra⸗gen, wo man Je⸗-sum findt?/ gind?) von heut an soll + 15 + 1+. 1—4 — * GA, TE..— L —— 1 4 + 2—. 1 + I ꝓSS 2. Bis ich ihn ganz in meiner nähe, bis ich ihn selbst von An gesicht, im õlauben hier, dort wirklich sehe, bis ich ihn finde, ruh ich nicht. Von heut an soll mir dies allein die allergrößte Sorge sein. 3. Behalte, Welt, die tollen freu; den, womit dein Volk sein herz berauscht; es häben heut die weisen heiden das Jesuskind mir dies al-lein die al⸗-ler⸗höch⸗ste eis-heit sein. drum eingetauscht, und Jesum finden soll allein auch meine höchste freude sein. 4. Erbebt vor ihm, ihr maje⸗ stäten, die ihm nicht herzlich untertan, und kommt, dies stindlein anzubeten, nicht in he⸗ rodis Sinn, heran! Vor ihm sich beugen wird allein die Chre seiner heilgen sein. chr. st. C. v. Pfeil g. 1712 4 1784. LEEE 68 . AIIOSder SSISSSSS... kigene melodie. 15²8. 73— 12—Z—.—— 1 1 Chri⸗-ste, du Lamm 6ot⸗ 35 der du trãgst die Str. Iu- 2—— XXIXIII + I* 3..— * LI 1 1 1 42——— + I AN —....—* Sun⸗de der wett derbarm dich un⸗ser!.. inen. 2. Christe, du Camm Gottes, 3. christe, du Lamm ottes, der du trägst die Sünde derder duträgst diesSünde der Welt, UWelt, erbarm dich unser! gib uns deinen frieden! Amen. 1526. nach dem Tateinischen Agnus Dei. Mel.: O wir armen sSünder. 15. Jahrhundert. 7 4 I— 1.— ee e ch-re sei dir, Chri⸗ste, der du lit⸗test Uot, an dem Stamm des streu · jes für uns bit · tern Tod, 1 +*— 2 42.—— ————. + +* herr ⸗schest mit dem ba⸗ter in der CE- wig ⸗keit; hiülf uns ar- men sün⸗- dern zu der se lig-keit! —— seh ri · e e-lei ⸗son, Chri⸗ ste e⸗lei⸗son, sty-rise e⸗lei ·son! A. d. 14. Jahrh. U. d. Cat. Laus tibi Christe fibers. v. J. Spangenberg. 1568. 60 Pafsion cigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. 15⁴²2. 7⁵ 1 1 2——ñ— 1 1 1 O Lamm 6ot- tes, un-schuldig am Stamm all Zeit er⸗fun⸗den ge dul-dig, wie wohl LXI —2—2—.— — + des streu ⸗zes ge⸗schlach⸗tet, du wur⸗dest ver ach ⸗tet, all Sünd hast du ge⸗tra⸗ gen, —ꝛ X. + sonst müß⸗ten wir ver ⸗za ⸗gen. 2. O IJamm Gottes, unschuldig am sStamm des streuzes ge⸗ schlachtet, all Zeit erfunden ge⸗ duldig, wiewohl du wurdest verachtet, all Sünd hast du ge⸗ tragen, sonst müßten wir ver⸗ zagen. Erbarm dich unser, o erbarm dich un ⸗ser, o Je⸗su! 3. O Lamm Gottes, unschuldig am sStamm des freuzes ge⸗ schlachtet, all Zeit erfunden ge⸗ duldig, wiewohl du wurdest verachtet, all Sünd hast du ge⸗ tragen, sonst müßten wir ver⸗ zagen. 6ib uns dein'n frieden, Jesu! o Jesu! Mel.: christus, der uns selig macht. nicolaus Decius 4 1529. Altkirchlich. 1531. 7⁰ EE.———— +— 0O hilf, Christe, 6ottes Sohn, durch dein bit⸗ter ́Pf—;..—————————— 4 97 7—— Cei-den, daß wir dir stets un⸗ter⸗tan all Un⸗tu⸗gend mei⸗den, x ͤ——⁰ + — 2——— dei⸗nen Tod und sein Ur⸗sach frucht bar⸗-lich be⸗den⸗ken, ů—————.— ——— dlã-fuir, wie⸗wohl arm und schwach, dir Dank⸗op⸗fer schen⸗ken. Michael Weiß 1 134. 70 ,.:;,l· Ill an bässion kigene melodie. 15. Jahrhundert. +. Str.2.4.0 Stug 77 E + +— N 12— +— 114 1 2* +——— 0O wir ar⸗men Sünder, uns⸗re mis⸗se⸗tat, Str.2 Str.2 — x 1——— 2* 42— X nuü ge⸗ bo⸗-ren sind, dlar- in wir emp · fangen 8t. u 2. 2.Z. S. N 1 — 12 hat ge⸗bracht uns al · le in solch gro⸗ 5e not, — ö.— 12—— v. 20 dlaß wir un ⸗ter ⸗ wor ⸗ fen sind dem ew⸗ gen dod. —.*—. I * N Mehr N Hn.. SDSSSDDDDDDDDSSSSEE. E sey rise e ⸗älei ⸗son, chri⸗ste e ⸗lei ⸗son, sy:rie Ie⸗lei · son! 2. Aus dem cod wir konntenin den Tod des sreuzes ju unsrer durch unser eigen ernk nimmer Seligkeit. syrie eleison, Christe werdn gerettet, die Sünde war eleison, gyrie eleison! ju stark; daß wir würdn erlöset, 5. Des solln wir uns trösten so konnts nicht anders sein, denn gegen Sünd und Tod und ja õottssohn mußtleiden descodes nicht verzagen vor der hölle bittre pein. seyrie eleison, christe õlut denn wir sind gerettet aus eleison, styrie eleison! aller fährlichkeit durch Chri⸗ 3. so nicht wär gekommen stum unsern herren, gelobt in christus in die Weit und an sich Kwigkeit. seyrie eleison, christe genommen unsre arm 6estalt eleison, syrie eleison! und für unsre Sünde gestorben 6. Darum wolln wir loben und williglich, so hätten wir müssen danken allezeit dem Vater und werden verdammet ewiglich. dem Sohne und dem heiligen syrie eleison, Christe eleison, Geist, bitten, daß sie wollen scyrie eleison! behüt'n uns vor Gefahr, und 4. Solche große 6nade und vä-daß wir stets bleiben bei sei⸗ terliche 6unst hat uns õott erzei⸗nem heilgen Wort. gyrie elei⸗ get lauterlich umsonst in Christo, son, Christe eleison, curie elei⸗ seinem Sohne, der sich geben hat son! germann Bon g. 1504 + 1548. 71 Pafsion Eigene Melodie. Nuch nach mielodie ur. 373 zu singen. Hik. herman 1500. + 1 + X. + 78 T 2 + —— lbir dan ⸗ken V IIu— Q dir, herr Je-su christ, daß — 4— 10. 1 NI — H2—— 1 +*— — SII +— du für uns ge⸗ storben bist und hast uns durch lein — +2 ——— + + 2+— I N II... V teu ⸗res 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch deine heilgen unden rot: Erlõs uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not! 3. Behüt uns auch vor Sünd und schand und reich uns dein allmächtge hand, daß wir im Erste eigene Melodie. Blut ge⸗ maͤcht vor 6ott ge recht und gut. streuʒ geduldig sein, uns trösten dleiner schweren pein; 4. Und schöpfen draus die Zu⸗ versicht, daß du uns werdst ver⸗ lassen nicht, sondern ganz treu⸗ lich bei uns stehn, daß wir durchs sreuz ins Leben gehn. hristoph Vischer g.? 4 1507. Joh. crüger 1640. V—+ 4— I 1 + + H 1 I herz⸗lieb⸗ster Je + 2.— 1 + su, was hast du ver⸗brochen, V 1 IE + 1 —. + 2..— daß man ein solch scharf Ur⸗teil hat ge⸗ sprochen? Was ist die * 4 1 + I E — 12.— + + IEII —— —. Schuld? In was für Mis se⸗ tã-ten bist du ge⸗ ra ten? odler: Zweite eigene melodie. 1552. ——— 1 + + +— + ** herzlieb⸗ster Je-su, was hast duͤ ver ⸗bro⸗chen, 72 dlaß man ein solch scharf Ur⸗ teil hat ge · prochen? was ist die + 2 410 + 42..— ——— D 4 —— +—— LZie Schuld? In was für mis⸗se⸗ 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht ge⸗ schlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans sreuz gehenket. 3. Vaãs ist doch wohl die IIrsach solcher Plagen? Nch meine Sün⸗ den haben dich geschlagen; ich, ach herr Jesu, ich hab dies ver⸗ schuldlet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe] Der gute hirte lei det für die Schafe, die Schuld bezahlt der herre, der erechte, für seine knechte. 5. Der fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider oott mißhandelt; der mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, du wirst ge⸗ fangen. b. Ich war von fuß auf voller Schand und Sünden, bis ju der Scheitel war nichts 6uts ju fin⸗ den; dafür hätt ich dort in der hölle müssen ewiglich büßen. 7. O große Lieb, o ieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Ueit in Cust und freuden, und ta- ten bist du ge: ra· ten? 8. Nch großer cönig, groß u allen Zeiten, wie kann ich gnug⸗ sam solche creu ausbreiten? sreins Menschen herz vermag es auszudenken, was dir ju schenken. 9. Ich kanns mit meinen Ssin; nen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung ju vergleichen: wie kann ich dir denn deine Ciebestaten im Werk erstatten? 10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des fleisches Lüste dampfundzähme, daß sie aufs neu mein herze nicht entjünden mit alten Sünden. 11. Veils aber nicht besteht in eignen sräften, fest die Begier den an dãs sereuʒ ʒu heften, so gib mir deinen Geist, der mich re⸗ giere, zum 6uten führe. 12. Alsdann so werd ich deine huld betrachten, aus Lieb ju dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, herr, deinen Willen stets ju erfüllen. 13. Ich werde dir zu chren alles wagen, kein sreuz nicht achten, keine Schmach und Pla⸗ gen, nichts von Uerfolgung, nichts von Todesschmerjen neh · du mußt leiden. men zu herzen. 7³ —————— Passion 14. Dies alles, ob es zwar für schlecht zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; in 6naden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht be⸗ schämen. 15. Wenn, o herr Jesu, dort vor deinem Throne wird stehn auf meinem haupt die chren⸗ krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Joh. heermann g. 1585 4 1647. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. Rhythmische Form. 1551. 30—.— —— Je-su, deime tie-fen Wun⸗den, dei- ne Oual ge⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗den Trost in Leibs⸗ 4* hn + I 1 + 1— 2 1 + 1 und bitt-rer Tod und See⸗len⸗not. fällt mir et was Ar ⸗- ges ein, 13 —— denk ich bald an dei ne pein: die ver ⸗-lei det mei ⸗ nem her⸗zen, mit der Sün de nicht zu scher ⸗zen. oder: mei.: freu dich seyr, o meine seele. plane oder isometrische form. 2 I——. + 2.—— 7 Je- su, lei-ne tie · fen un⸗- den, dei- ne Oual ge ⸗ ben mir zu al-len Stun⸗-den Trost in Leibs- —.— H — 4* 1 I— 2— I. 1 1 + und bitt ⸗rer Tod und See⸗len⸗not. faällt mir ct was Ar ⸗ ges ein, 74 5* 7 U 5• —* 2— I I I— +I denk ich bald an dei⸗- ne pein: die ver ⸗lei ⸗ det —— —* I — 4.———— III + 8—— * mei⸗nem her⸗zen, mit der 2. Vill sich denn in Wollust wei⸗ den mein verderbtes fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Lei⸗ den: bald wird alles wieder gut. stommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine 6nad und 6nadenzeichen: bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein herze führen auf die breite Wollust⸗ bahn, da nichts ist als Jubilie⸗ ren, alsdann schau ich emsig an deiner Maͤrter Zentnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Cust vertreiben. 4. Jã für alles, das mich krän; ket, geben deine Lunden sraft; wenn mein herz hinein sich sen⸗ ket, Krieg ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit wendt kigene melodie. + sün⸗de nicht ju scher ⸗jen. in mir das bittre Ceid, der du mir das heil erworben, da du für mich bist gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Ver⸗ trauen, du bist meine Zuver- sicht; dein Tod hat den Tod zer· hauen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe Teil, bringet mir Trost, Schutz und heil; deine önade wird mir geben Auferstehung, Licht und leben. 6. hab ich dich in meinem her. zen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Fampf und Streit. Ich verberge mich in dich, welch feind kann verletzen mich? Uer sich legt in deine Wunden, der haͤt glücklich überwunden. Joh. heermann g. 1585 + 1647. Nus dem 15. Jahrhundert. 1— 6————*— —— 1—— — 1— da Je-sus an des streu-zes Stamm der I I— —.— 10—— 8 +— 1 1— ů— l 2— —. 1 2 gan ⸗ jen Welt Sünd auf sich nahm, sprach 75 Passion — * I 1 1 1 3— 1 + 8 1 —— +—— er in sei⸗ nen Schmer⸗-zen noch sieben Wort, die x—.— x—— AN en en Ee n=ie, 2 las⸗ set uns er ⸗ wä⸗ gen wohl im her⸗-zen. 2. Zum ersten: Vater, strafe nicht an ihnen, was mir jetzt geschicht, weil sie es nicht ver⸗ stehen. Vergib uns, Gott, wenn wir auch noch aus Irrtum Sünd begehen. 3. Zum andern er des Schächers dlacht: fürwahr, du wirst noch vor der nacht in meinem Reich heut leben. O herr, nimm uns auch bald ju dir, die wir im klend schweben. 4. Zum dritten: Deinen Sohn sieh, Weib; Johannes, ihr ju Dienste bleib und sie als Mutter liebe! Uersorg, herr, die wir lassen hier, daß niemand sie be⸗ trübe. 5. Zum vierten saͤgte er: Mich dürst. oO Jesu, großer Lebensfürst, du hast Durst und UVerlangen nãch unsrer Seligkeit, drum hilf, dlaß wir sie auch empfangen. 6. Zum fünften: 0 mein ott, mein Gott, wie läßt du mich so in der not! hier wirst du, herr, verlassen, daß uns Gott wiedler dort aufnãhm den Trost laß uns wohl fassen! 7. Zum sechsten: hiemit ists vollbracht und alles nunmehr gut gemacht. Gib, daß wir auch durchüringen, und was du, herr, uns auferlegst, hilf selig⸗ lich vollbringen! 8. Zum letzten: Ich nun meine Seel, o oott mein vater, dir vefehl zu deinen treuen händen. Dies Wort sei unser letzter Wunsch, wenn wir das Ceben enden. 9. Wer oft an diese orte denkt, wenn seine missetat ihn kränkt, der wird es wohl genießen, weil er durch Gottes nad erlangt ein ruhiges õewissen. 10. Uerleih uns dies, herr Jesu Christ, der du für uns gestorben bist, gib, daß wir deine Dunden, dlein LCeiden, Mmarter, sreuʒ und Tod betrachten alle Stunden. 82 kigene melodie. hannov. 6sb. 1646. nach Joh. Böschenstain g. 1472 4 140. 15²⁵. — V . A I 1 1 1 1T= I———— — Jaßt uns doch Chri⸗-sto dank⸗bar sein, daß auch laßt uns sein der Sün-de feind, weil 76 eebassion er für uns in gro⸗ße pein sich wil⸗lig hat ge ⸗ ge⸗ben; wir mit õott ver ⸗ süh⸗net seind, nach sei- nem Willen le⸗ ben; *— —— ö .— dlie Lieb er⸗zjei⸗ gen je⸗ der-mann, wie chri ⸗stus —— + — + + I 1— + 1 1 T r haät an uns ge⸗- tan mit sei⸗ nem bit⸗tern Lei ⸗den. —2 2 +* + +* D 77 1 2——— + —— 1 zorn die sSün⸗de schlägt, be müh dich, sie zu mei⸗ den. shannov. Gsb. 1646. nach Seb. heyden g. 1404 1501. Eigene melodie. 15. Jahrhundert. 83—.— N 4 14 IEEEEEE—*——. 2— —— ꝗ——— 1 wbenn mei ne sünd mich krän⸗ken, o so laäß mich wohl be⸗ den⸗-ken, wie 0 12——— + I + mein herr Je-su christ, du ge-stor⸗ben bist und al⸗le meine Schulden⸗last am I +— 1 Stamm des heil⸗gen streu ⸗jes auf dich ge⸗nom⸗men hast. 7 assion 2. 0 Wunder ohne maßen, wenn mans betrachtet recht: es hãt sich martern lassen der herr für seinen Knecht; es haͤt sich selbst der wahre õott für mich verlornen menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schãden der Sünden große Zahl? Ich bin bei 6ott in 6naden, die Schuld ist allzumal bezaählt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der hölle Oual und 6lut. 4. Drum saͤg ich dir von herzen jetzt und mein Lebenlang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. ö 5. herr, laß dein bitter Ceiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sund; kigene melodie. liche Begier; daß mir nie komme alls dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein streuz und meine Pla; gen, sollts auch sein Schmäch und Spott, hilf mir gedluldig tragen; gib, o mein herr und Gott, daß ich verleugne diese elt und folge dem Cxempel, llas du mir vorgestellt. 7. Iaß mich an andern üben, wäas du an mir getan, und meinen nächsten lievben, gern dienen jedermann ohn Eigen⸗; nutz und heuchlerschein und, wie ddu mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Caß endlich deine LWunden mich trösten kräftiglich in mei⸗ ner letzten Stunden und des ver⸗ sichern mich: Weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius g. 1601 4 1673. Auch nach melodie Ur. 340 zu singen. 166³. 84 e Hn Hu.— SS Du 9ro m ßer Schmer⸗ zen mann, vom — ů +— + + J. + 2— 2—— 1.—.— bva⸗-ter so ge ⸗ schla gen, herr ze⸗ zu, du sei * —.— 1 + H1 + + 1 4 4 2 4— + 1——— Dank für al⸗ le dei⸗ ne pla gen, für dei ⸗ne SESbhyhassion SI 4 +—— + + 1 +7 See⸗ len angst, für dei⸗ ne band und not, für + 1 dei ne bei⸗he⸗lung, für dei⸗nen bit⸗tern dod. 2. NAch dãs hãt unsre Sünd und Missetat verschuldet, was du an unsrer Statt, was du für uns er⸗ duldet. Ach unsre Sünde bringt dlich an das streuz hinan, o unbeflecktes Camm, was hast du sonst getan? 3. Dein Kampf ist unser Sieg, dlein Tod ist unser Leben; in deinen Banden ist die freiheit uns gegeben; dein sereuz ist un · ser Trost, die uunden unser heil, dein Blut das Cösegeld, der ar; men Sünder Teil. 4. O hilf, daß wir uns auch zum sämpf und Leiden wagen und unter unsrer Last des greu⸗ zes nicht verzagen; hilf tragen mit õeduld durch deine Dornen⸗; kEigene melodie. kron, wenns kommen soll mit uns jum blute, Schmach und hohn. 5. Dein Angst komm uns zu gut, wenn wir in Angsten lie⸗ gen; durch deinen Todeskampf laß uns im Tode siegen; durch deine Bande, herr, bind uns, wie dirs gefällt; hilf, daß wir kreuzigen durch dein freuz fleisch und Welt. b. Laß deine Wunden sein die heilung unsrer Sünden, laß uns auf deinen Tod den Trost im Tode gründen, o Jesu, laß an uns durch dein streuz, Angst und pein dein Ceiden, sereuz und Angst ja nicht verloren sein! Ndam chevesius g. 1300 + 1652. Ursprüngliche form im Anhang. 1525. 8³ I + SZ.e.. 1 1— I 1 ein ämmuein geht und trägt die schuld der es geht und bü⸗ ßet in s6e⸗duld die I I 4 + +. LE II + II 1 1 +* I weit und ih⸗rer kein ⸗der; Sün ⸗den al · ler Sün⸗der; es geyt da⸗hin, wird matt 709 Passion S 1 1 er⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank, be⸗ und krank, ———* ——————3— *2— + 1— + + — * I— — XYV 1 e hohn und spott, Angst, un⸗- den, Strie⸗- men, I + N 1 1 4 1 +. 1 * — ‚ reuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei⸗ den. 2. Das Cämmlein ist der große freund und heiland meiner See; len, den, den hat Gott jum Sündenfeind und Sühner wol⸗ len wählen. 6eh hin, mein seind, und nimm dich an der sinder, die ich ausgetan zur Straf und Jornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie maächen los durch Sterben und lurch Bluten. 3. Jd, Vater, ja von herzens⸗ grund, leg auf, ich will dies tragen; mein Wollen hängt an deinem mund, mein Dirken ist dein Sagen. 0 Wunderlieb, o Ciebesmacht, du kannst, was nie kein mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen; o liebe, Ciebe, du bist stark, du streckest den ins 6rab und Saͤrg, vor dem die felsen springen; 4. Du marterst ihn am streuzes⸗ stamm mit nägeln und mit Spießen, du schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst herz und Adern fließen, das herze mit der Seufzer straft, die Adern mit dem edlen Saft des purpurroten Blutes. 0 süßes Lamm, was soll ich dir erweisen dafür, daß du mir erweisest so viel õutes? 5. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dlich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen faͤssen; du sollst sein meines herzens Licht, und wenn mein herz in Stücke bricht, sollst du mein herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiemit zu dleinem Eigentum beständiglich verschreiben. 6. Ich will von deiner Lieblichm keit bei Lacht und Taͤge singen, mich selbst auch dir ju aller Zeit zum freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem namen für und 8⁰0 bässion für in Dankbarkeit ergießen, und was du mir ju gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein 6edächtnis schließen. 7. Erweitre dich, mein herzens; schrein, du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als himmel, meer und Erden. Weg Chr und Stand ler eitlen Welt, weg Reichtum, Gold und alles Geld, ich hab ein Bessers junden; mein großer Schatz, herr Jesu christ, ist dieses, wäs geflossen ist aus deines leibes Wunden. 8. Das soll und will ich mir zu nutz zu allen Zeiten machen, im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein La⸗ chen, in fröhlichkeit mein Sai⸗ tenspiel, und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies manna speisen; im Durst Einsamkeit mein Sprachgesell ju haus und auch auf Reisen. 9. Was schadet mir des Todes 6ift?ꝰ dein Blut das ist mein Le⸗· ben. Wenn mich der Sonne hitze trifft, so kanns mir Schat⸗ ten geben; setzt mir der Schmerz der Wehmut ju, so find ich bei dir meine Ruh, wie auf dem Bett ein sranker: und wenn des streuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein Anker. 10. Uenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darin klei⸗ den; es soll sein meines haup⸗ tes seron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlge⸗ schmückte Braut an deiner Seite solls sein mein Wasserquell, in stehen. paul erharat g. 1007& 1670. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. Heinr. Isaak() 1400. V 1 +— 86—— 1 I. o Uett, siey hier dein Le- ben am V I + + hnan 2 —. x— 1 ——— 2 Stamm des Kreu-jes schwe · —— ben, dein heil sinkt in den tod! der gro ße fürst der Ch⸗ren läßt wil ⸗lig sich be⸗ 81 Pafsion *X I f 3274.— 1 8——— 1 — 3 121.———— — —— schwe⸗ren mit Schlä⸗gen, hohn und gro⸗ßem spott. 2. Tritt her und schau mit flei· ße:Sein Leib ist ganz mit Schwei; ße des Blutes überfüllt, aus seinem edlen herzen vor uner⸗; schöpften Schmerzen ein Seufzer nãch dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein heil, und dich mit Plagen so Ubel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre sinder, von ÜUbeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, llie sich wie Rörnlein finden des Sandes an dem meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Mar⸗ terheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen an händen und an füßen ge⸗ bunden in der höll; die 6ei⸗ ßeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat ver⸗ dienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken dlie Casten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich jum Bürgen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dor⸗ nen, die dich höhnen, und leidest alles mit õeduld. 8. Du springst ins Todes Ra; chen, mich frei und los zu ma⸗ chen von solchem Ungeheur; du stirbst, daß ich nicht sterbe noch ewiglich verderbe; o unerhör⸗ tes Liebesfeur! 9. Ich bin, mein heil, verbun⸗ den all Augenblick und Stun⸗ den dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an dleinen Dienst und hr. 10. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: Es soll dlein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem herzen ruhn. 11. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergetzen, ich sei auch wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und un⸗ verfälschten Treu. I2. Wie heftig unsre Sünden den frommen sott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie zornig seine fluten, will ich aus diesem Leiden sehn. 13. Ich will daraus studieren, wie ich mein herz soll zieren mit stillem, sanftem ut und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit erken, so dlie Bosheit tut. 8² N eN on 14. Wenn böse Zungen stechen, mir 6limpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem nächsten seine Schulden verzei⸗ hen gern und williglich. 15. Ich will mich mit dir schla⸗ gen ans streuz und dem absa⸗ gen, was meinem fleisch gelüst. Was deine Augen hässen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 16. Dein Seufzen und dein Stöh⸗ nen und die viel tausend Trä⸗ nen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und hände begleiten zu der ewwygen Ruh. paul õerhardt g. 16007 1+ 1676. mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. — 1 8 LTS + + Sei mir tau · send/ mal ge⸗ grü Je-su, der du selbst ge — bü · 1 1 + I —.— 1+— + 2— Auur * + ‚‚TI‚te 2— 1— 1 — 2— + +— 1 se und je ge⸗liebt, Ich mit ich dlich be⸗trübt. wie ist mir doch so wohl, 2 — + — +* — 1 + 22. ů ve nã, I 1 1— 1 1 wenn ich knien und lie · gen soll an dem sereu-ze, 2—— — 0 ————— da du stir-best und um 2. Ich umfange, herz und küsse der gekränkten Wunden Zahl und dlie purpurroten flüsse, deine füß und nägelmal. o wer kann doch, schönster fürst, den so hoch nach uns gellürst, deinen durst und Liebsverlan⸗ gen völlig fassen und umfan⸗ gen? mei⸗ ne See⸗le wir⸗best. 3. heile mich, o heil der Seelen, wo ich Krank und traurig bin; nimm die Schmerjen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams fall ge⸗ braächt und ich selber mir ge⸗ macht. Wird, o Arit, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 8³ 4. Schreibe deine blutgen Wun⸗ dlen mir, herr, in das herz hin; ein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes herze ruht, laß mich hie zu deinen füßen deiner Lieb und 6unst genießen! 5. Diese füße will ich halten auf llas best ich immer kann. Schaue meiner hände falten und mich selber freundlich an von dem hohen sereuzesbaum und gib meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauren schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. paul erhardt g. 16007 4 1676. Mel.: herzlich tut mich verlangen. Rhythmische form. 1601. 1 + 88 1 22—— u.— 7 O haupt voll Blut und Wun⸗den, voll o haäupt zum Spott ge⸗ bun- den mit +˙ ID᷑—. —.—..—..——.—. 2..... + + I 1 II 2— 1 Schmerz und vol ⸗ler Eon 0— ei⸗ner Dor⸗nen⸗-Rron,7“ haupt, sonst schöͤn ge + I—— PPPPP——— ne-ret mit höch ster Chr und zler, jetzt I I* I 1 N 1 L + .3..— a ber hoch schimp ⸗fie ⸗ret, — SSDD.——.— ge⸗ grü-ßet seist du mir! odler: Mel.: herjlich tut mich verlangen. plane oder isometrische form. I 1* J I ———————— haupt voll blut und Wun⸗ den, voll 0 haupt zum Spott 3e bun ⸗den mit 8⁴ alssion —— I.— +— 2—.— +—— ————— 2—— —.—— Schmerz und vol ler hohn, 0 ei ner dor-nen⸗Kron, Haupt. sonst schon Re SSSSS. 2ꝛ— 1— 1 2 4—.—3 ie ret mit höch ster Chr und Zier, jetzt —* 1 3Z.— i‚iD‚i‚‚‚....——....—— —— +———— EE à-ber hoch schimp ⸗fie ret, ge⸗ grü-ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit! wie bist du so er⸗ bleichet! Wer hat dein Augen· licht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht? 3. Die farbe deiner Wangen, der roten Lippen bracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes macht hat aͤlles hinge⸗ nommen, hat alles hingerafft, und daher bist du RKommen von deines Leibes straft. 4. Nun, was du, herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du ge⸗ tragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hãt; gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner 6önad! 5. Erkenne mich, mein hüter, mein hirte, nimm mich an! Von dir, ouell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein mund hat mich gelabet mit milch und sü⸗ 85 ßer stost, dein õeist hat mich begabet mit mancher himmels⸗ lust. 6. Ich will hie bei dir stehen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein herze bricht: wenn dein herz wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm undSchoß. 7. Cs dient zu meinen freuden und tut mir herjlich wohl, wenn ich in deinem(eiden, mein heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem sereuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl ge⸗ schähe mir! 8. Ich danke dir von herzen, o Jesu, lievster freund, für dei nes Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte ju dir und deiner Treu, und wenn ich nun er· kalte, in dir mein ende sei. Passion E 9. Wenn ich einmal soll schei⸗ dlen, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür! Wenn mir am allerbängsten wird um das herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und pein! MNel.: christus, der uns selig macht. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner streuzesnot! Da will ich nach dir blicken, da will ich · glaubensvoll dich fest an mein herz drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. paul õerharat g. 1607 4 1676. Altkirchlich. 1531. 89 *. 4 — + * 12 Je-su, dei-ne Pas-si⸗ on will ich jetzt I+ + + IAI — — AI 1— * — be⸗ dlen ken; wol-lest mir vom him⸗-mels-thron I ————————. ——..—.— 4— 4 6eist und An⸗ dacht schen ken! In dem bil⸗de —— — du, un⸗-ser heil zu sein, 2. Meine Seele sehen mach deine Angst und Bande, deine Spei⸗ chel, Schläg und Schmach, deine sereuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer- und nägel⸗ wunden, deinen Tod, o Gottes⸗ sohn, der mich dir verbunden. lit ⸗test al le Schmer ⸗jen. 3. Laß mich aber nicht allein deine marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die frucht verstehen. Ach die lr⸗ sach war auch ich, ich und meine Sünde, diese hat gemartert dich, dlaß ich 6nade fünde. •beassion 4. Jesu, lehr bedenken mich dies in Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde nicht martre dich aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großem Leiden? 5. Uenn mir meine Sünde will machen heiß die hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle, dich und deine Pas⸗ Eigene melodie. sion laß mich gläubig fassen! Lebet mich sein leber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das streuʒ nachtrage, daß ich demut von dir lern und Gelluld in plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen,(bessern Dank ich dorten geb,) Jesu, dir gefallen! Sigism. v. Birken g. 1026 + 1681. 1661. 901⁹ — IEI ¹ι 1 4— H+ * + +— + — Je · su, mei⸗nes Le:bens e ben, Je- su, mei⸗nes der du dich für mich ge ⸗ge ⸗ ben in die tief ·ste To-des Tod, See⸗len not, in das äu⸗-ßer ⸗ste Ver⸗ der ben, nur dlaß SZI.. V* —— I n — I1 ————— — ——— 2* 4 5 I 1 1 1 1 mal sei dir, lieb ⸗ster 2. Du, ach du hast ausgestan · den Lästerreden, Spott und hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Got⸗ tessohn, nur mich Armen ju er⸗ retten von des Teufels Sünden⸗ ketten. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 87 Je- su, dank da-für! 3. Du hãst lassen Wunden schla⸗ gen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh. Nch du hãst zu meinem Segen lassen dich mit fluch belegen. Tausend⸗ tãusendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! pässion 4. Man hat dlich sehr haͤrt ver· höhnet, llich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich ge⸗ krönet; was hat dich dazu be⸗ wegt? daß du möchtest mich er getzen, mir die Chrenkron auf⸗ setzen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafur! 5. Du hast wollen sein geschla⸗ gen zu Befreiung meiner pein, fälschlich lassen dich anklagen, dlaß ich könnte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, haͤst du sonder Trost gehangen. Tausendtausendmal sei dir, lieb ster Jesu, Dank dafür! 6. Du haͤst dlich in Not gestecket, hast gelitten mit õeduld, gar len herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld; daß MNel.: herr Jesu christ, meins Lebens licht. ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗ tãusendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 7. Deine demut hat gebüßet meinen Stolz und Ubermut, dein Tod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir zu gut; dein Uerspotten, dein Verspeien muß zu hren mir gedeihen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dlafür! 8. Nun, ich danke dir von her; zen, Jesu, für gesamte Not, für dlie Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für dein NAch und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst hrist. homburg g. 1605 + 1681. 16²⁵. 2 49——8— + I 9¹ 2 +— 1 I herr Je⸗su christ, dein teu⸗res Blut ist meiner I 4 1— 1 1 322 ——. +— 1 4 4.. —— 1.—.————— 1*——.* See-le höch⸗-stes Gut, das stärkt, das läabt, das 1— 1.——, Hα 1 — 1 1 1i* 1. 1 maͤcht al⸗ lein mein herz von al-len sün⸗-den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, 3. O Jesu Christe, ottes Sohn, mein Chrenkleid, dein Unschuld s mein Trost, mein heil, mein ona⸗; und Gerechtigkeit macht, daßdenthron, dein teures Blut, dein ich kann vor Gott bestehn und Lebenssaft gibt mir stets neue zu ler himmelsfreud eingehn. Tebenskraft. 8⁸ paässion 4. herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, höll und Tod, so laß ja dies mein mel.: Aus tiefer Hot schrei Cabsal sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. Joh. Olearius g. 16011 + 1684. ich zu dir. Mel. I. 15²⁴4. 22 1— 1 1 herr Je-su, dei- ne Angst und pein und laß mir vor Au⸗ gen all- zeit sein, die dein be⸗trübtes Lei ⸗den sün⸗de ju ver ⸗mei⸗dlen. Laß mich an deine große Not und — (— 8 I— 507 —— 2. Caß deiner Seele höllenqual, dein Angst und blutig Schwitzen und übrig Elend allzumal, dar; in du mußtest sitzen, mir öfter ⸗ malen fallen ein und eine starke Warnung sein vor Sünd und Missetaten! 3. Die unden alle, die du hast, hãb ich dir helfen schlagen, auch meine große Sündenlast dir aufgelegt zu tragen. Ach liebster heiland, schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß önade vor Recht gehen! 4. Du häst verlassen deinen Thron, bist in das lend gangen, ertrugest Schläge, Spott und hohn, mußtest am sereuze han⸗ * llei ⸗nen her⸗ben bit · tern Tod, die-weil ich le⸗ be, den⸗ken! gen, auf daß du für uns schaff⸗ test Rãt und unsre schwere Misse⸗ tãt bei Gott versöhnen möchtest. 5. Drum will ich jetzt zvur Dank⸗ bärkeit von herzen dir lobsin⸗ gen, und wenn du zu der Selig⸗ keit mich wirst hinkünftig brin⸗ gen, so will ich daselbst noch viel mehr, zusamt dem ganzen himmelsheer, dich ewig dafür loben. 6. herr Jesu, deine Angst und pPein und dein betrübtes Leiden laß meine letzte Zuflucht sein, wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod fein sanft beschließe meine not und selig sterbe. Amen. nach tov. clausnitzer() g. 118 + 1684. 80 Passion S MNel.: Werde munter, mein bemüte. Joh. Schop 1642. 2— 3 I 1 1 der am streuz Ueg ihr ar⸗ 1 ist mei⸗ ne Cie-be, mei⸗ne gen See⸗lendie ⸗be, Sãtan, * 12.— N— 2——..—. EN—— 2 * + Lieb ist Je⸗sus christ. Welt und flei ⸗sches List! eu re tieb ist nicht von bott, D + 1— eu re Lieb ist gar der rod. der am(creuz ist I +I 4 I 1 N SISSSI— SSSS....... ä..IIIIII. mei ⸗ ne lie⸗be, weil ich 2. Der am streuʒ ist meine Liebe. frevler, was befremdet dlich, daß ich mich im 6lauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. So ward er mein friedeschild, aber auch mein Lebensbild. der am streuj ist meine Lieve, weil ich mich im 6lauben übe. 3. Der am streuz ist meine(iebe. Sünde, du verlierst den Sturm. Leh mir, wenn ich den be⸗ trübe, der statt meiner ward ein LWurm! freuzigt' ich nicht Gottes Sohn? trät ich nicht sein blut mit hohn? der am streuʒ ist meine Liebe, weil ich mich im 6lauben übe. 4. Der am streuz ist meine Lieve. Schweig, õewissen, oott vergibt. 90⁰ mich im Glau⸗ben ü⸗be. Daran preist sott seine Liebe, daß sein Sohn stirbt, der mich liebt. Uer verdammt nun? 6ott ist hier, õott verjeiht durch chri⸗ stum mir. der am streuz ist meine Liebe, weil ich mich im 6lauben übe. 5. Der am streuʒ ist meine Liebe. steine uot, schwer, hart und groß, hunger, Blöße, henners⸗ hiebe, nichts macht mich von Je⸗ su los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein fürstentum. der am streuz ist meine Liebe, weil ich mich im 6lãuben übe. b. Der am streuz ist meine Liebe. stomm, Tod, komm, mein bester freund! Wenn ich wie ein Staub Sypassion zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Llamm, meiner Seele Bräuti⸗ Eigene melodie. gam. der am sreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glau⸗ ben übe. Ahäsverus fritsch(?) g. 1620 T 1701. cã. 1740. x + S 1 U 4.— + 2— + O du lie⸗-be mei ⸗-ner LCie be, du er⸗ der du hdich aus höch⸗stem Trie ⸗ve in das + 1 E 1— H* N 2— I 2 2a — I wünschte Se⸗lig⸗keit, sam-mer⸗vol le Leid dei⸗nes Lei⸗dens mir ju gu⸗te + ‚ 55.—— I— ——— I I +— * +7 dei-nem Blu ⸗ te dl-le 2. Ciebe, die mit Schweiß und Tränen an dem ölberg sich be⸗ trübt, LCiebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest ge⸗ liebt, iebe, die mit allem Willen ottes Zorn und Eifer trägt, dlen sonst niemand konnte stil· len, den hat dein Tod hinge⸗ legt. 3. Liebe, die mit staͤrkem her⸗ zen alle Schmach und hohn ge⸗ hört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod 91 mis⸗ se⸗ tat der Uelt; versehrt, iebe, die sich liebend jeiget, als sich raft und Atem endt, iebe, die sich liebend nei⸗ get, als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit so viel Wun⸗ den gegen mich als seine Braut unauflöslich sich verbundlen und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmerzen, mei⸗ nes Cebens Jammerpein in dem blutverwundten herzen sanft in dir gestillet sein! bässion 5. Ciebe, die für mich gestorben und ein immerwahrend 6ut an dem streujesholz erworben, ach wie dank ich deinem blut, ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den Leidensstunden sanft in deiner Seite ruh! Mel.: christus, der uns selig macht. 6. Liebe, die sich tot gekranket und für mein erkaltet herz in ein kaltes 6rab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! habe Dank, daß du gestorben, dlaß ich ewig leben kann, und der Seele heil erivorben: nimm mich ewig liebend an! elisaveth v. Senitz g. 1029 14 1670. Altkirchlich. 1531. 95 DD—— E+— DEDDE* LI I * T See ⸗le, mach dich hei⸗lig auf, Je⸗sum zu be⸗ LIL +. 4 — + E + 4+.— + +—E— 1 * +—— glei⸗-ten gen Je ru ⸗sa ⸗lem hin⸗auf, tritt ihm an die Sei ten! — +—— —— + — In der An⸗dacht folg ihm nach ju dem bit⸗ tern Lei⸗ den, — N 4 1 +—— — 2 I 1 + I 1 + +—— + * 8—— 1— IL —— bis du aus dem Uln ge⸗ mach zu ihm wirst ver ⸗schei⸗den. 2. Seele, siehe, 6ottes Lamm gehet zu dem Leiden, deiner Seele Bräutigam als zu hoch⸗ zeitfreuden. 6eht, ihr Töchter von Zion, Jesum zu empfangen, sehet ihn in seiner ron unter Dornen prangen! 3. Du ziehst als ein Rönig ein, wirst auch so empfangen, aber bande warten dein, dich damit zu fangen. für die hre hohn undl Spott wird man dir, herr, geben, bis du durch des freuzes Tod schließen wirst dein Leben. 4. Das streuz ist der sönigs⸗ thron, drauf man dich wird setzen, dein haupt mit der Dor· nenkron bis in Tod verletzen. Jesu, dein Reich auf der Welt ist in lauter Leiden; so ist es von dir bestellt bis zum letzten Scheiden. 92 —— 5. Du wirst, herr der herrlich⸗ keit, ja wohl müssen sterben, dlaß dles himmels Fwigkeit ich dadurch mög erben. Aber ach, wie herrlich glänzt deine fron von ferne, die dein siegreich haupt bekränzt, schöner als die Sterne! 6. Liebster Jesu, nun 6lück zu! Es muß dir gelingen; nach der Stillen ⸗Ffreitags · Ruh wirst du mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. + freude bringen. Tritt nur auf dlie Todesbahn, die gestreuten palmen bilden dir den Sieg vor; an aus den osterpsalmen. 7. Laß mich diese Leidenszeit fruchtbarlich bedenken voller Andacht, Reu und Ceid, mich dlarüber kränken! Auch dein Ceiden tröste mich bei so vielem Jammer, bis nach allem Leiden ich geh zur Ruhekammer. Abraham sflesel g. 16036 1 170². Rud. nyie 1604. + 90⁰ 24— — V — *„ mei⸗ ne Seel, wie er für er · munt- re llich, dich gi-bet sich, I — + + 2—.— dei- nes Je su Lieb be⸗den ⸗ke; dar-auf dei- ne An⸗-dacht len-ke! uch er⸗wäg die 1—— 1 8— 1 Li/ 4 + gro- ße Treudge und dich dei⸗ nes Je⸗su freu-e! 2. Sleh, der wahre Gottes Sohn ist für dich ans holz gehänget, sein haupt trägt die Dornen⸗ kron, sein Leib ist mit Blut ver · menget, er läßt sich für dich verwunden; wo ist größre Lieb gefunden? 3. Du, du solltest große Pein ewig leiden in der hölle und von Gott verstoßen sein wegen vieler Sündenfälle; aber Jesus trägt die Sünden, laßt dich wie· ler 6nade finden. 93 4. Durch sein Leiden ist gestillt dleines oottes 3orn und Rache, er hat dlas Gesetz erfüllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod bezwuungen und den himmel dir errungen. 5. Ich kann nimmer, nimmer· mehr das Geringste nur ver ⸗ gelten, er verbindt mich allzu; sehr; meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet und noch gar mit Sünd betrübet. Passion b. Du, mein Jesu, du, mein heil, dir will ich mich ganz verschrei⸗ ben, daß ich dir als meinem Teil einzig will getreu verbleiben, dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, dir zu meiden. 7. Du, mein Jesu, sollst es sein, den ich mir zum Zweck gesetzet, wie du mein, so will ich dein bleiben stets und unverletzet; waäs du liebest, will ich lieben, wäs dich kränkt, soll mich be⸗ trüben. Eigene melodie. Nuch nach melodie Ur. 307 zu singen. 8. Was du willst, das sei mein Will, dein Wort meines herzens Spiegel wenn du schlãgest, halt ich still. Dein Geist bleibt mein Pfand und Siegel, daß ich soll den himmel erben; darauf kann ich freudig sterben. 9. Nun, so bleibt es fest dabei: Jesus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, des ich sei, nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst, Jesu, mich nicht lassen, ewig will ich dich umfassen. Joh. sasp. Schade g. 1666 4 1698. F + —— * — Je-su, Trost der ar⸗ men See⸗Ien, au läßt dich 1— Wil⸗lig⸗lich mei⸗net ⸗ we⸗ gen quã⸗len. Ach wie kann ich nun U — + 1 IIS I— — 1 + 4⁴ 1 4 — * —— ver a·gen? denn du hast al · le Last mei: ner Schuld ge⸗ tra⸗gen. 2 Dein blut rann mit reichen flüssen, dessen graft uns ver⸗ ichafft, daß wir Trost genießen. laß mich diese flut erquicken, meinen 6eist, der dich preist, zu dlir hin zu rücken. 3. Dieser Strom führt in den himmel; dort, ach dort ist der ort, wo kein Weltgetümmel. Dahin steht nun mein Verlan⸗ 9⁴ gen; Chr und õut soll den mut nimmer wieder fangen. 4. Dein Blut soll mich stets ver⸗ gnügen, ich wüll nun in dir ruhn und ganz sicher liegen. Ich will zu den Wunden eilen, denn hier kann jedermann seine strankheit heilen. 5. srank bin ich an Sünden· wunden; krank und schwach iuinn. passion schrei ich nach dir, bis ich dich funden. Ich will zu dir, Jesu, fliehen, doch du mußt aus dem Wust mich selbst zu dir ziehen, 6. Vie du an dem streuʒe tatest, als du dort, liebster hort, fur die feinde batest. ob mich spät die sünden reuen, hoff ich doch mich wird noch deine önad erfreuen. 7. Ich will mich mit Tränen netzen und mein herz soll im Schmerz sich zum streuze setzen. hier will ich dich ganz umfassen, Gottes Lamm, Bräutigam, du wirst mich nicht lassen. 8. Laß mich nicht am letzten Ende! Da hilf mir, wenn zu dir ich mich gläubig wende; da laß mich dein Blut erquicken! 5o kann ich seliglich mich zum Sterben schicken. Ph. Balth. sinold g. 1657 + 1742. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³3. I — 98 + 1 + See · le, geh und be den-ke, was dich da auf 6ol- gä ⸗ tha, setz dlich für ein —E 1 N I 2 I I + +.—+ — un ⸗ter Je- su streu- je trieb zur Bu- e rei-je. winst au un ⸗emp⸗ nn:nn:nen arre inn m=, 1 1 +. 1 I II I 1 find lich sein, o soj 2. Schaue doch das Jammer⸗ bild zwischen Erd und himmel hangen, wie das Blut mit Strö⸗ men quillit, daß ihm alle sraft vergangen. Ach der übergroßen not: es ist gar mein Jesus tot! 3. O Lamm õottes ohne Schuld, alles das hätt ich verschuldet, und du hast aus großer huld pein und Tod für mich erduldet; daß ich nicht verloren bin, gibst du dich ans sreuze hin. bist du mehr als Stein. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine iebe; schaue von des streuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe; dein im blute wallend herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Nun, was schenk ich dir da⸗ für? Ich will dir mein herze geben, dlieses soll beständig hier unter deinem streuze leben. Wie du mein, so will ich dein le⸗ bend, leidend, sterbend sein. 95 — Passion 6. Caß dein herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Tü⸗ re; da hinein will ich stets gehn, wenn ich streuz undot verspüre, wie ein hirsch nach asser dürst, bis du mich erquicken wirst. 7. streuzige mein fleisch und Blut, lehre mich, die Welt ver⸗ schmähen, laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den sreuze mich wunderlich, nur seliglich! 8. Endlich laß mich meine lot auch geduldig überwinden, nir; gend sonst wird mich der Tod, als in deinen Wunden finden; wer darin sein Bette macht, spricht zuletzt: Es ist vollbracht. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. Augen sehen, führ in allem 11411 ——— Mmel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. aak(0 ca. 1490. 99 4 1 Q Ea I 12— Du brunn⸗quell al- ler Lie-be gabst * 1 4 2.—.—*——. 2— dich aus Lie- bes- trie be ir uns in tie ⸗se st —2..—— + I I b 1 1— LII. I— b6 not; du woll⸗test Blut unl Le⸗ben für uns zum op ⸗ ser ͤf 1——⁷ H f —————— EA **—— d,n en.Er. f ge⸗ben, uns ju er„ret-ten von dem tod. 2. Du liebtest die Gemeine undnen õeist und õaben auch unsre machtest sie ganz reine von Sün⸗herzen laben in wahrer 6lau⸗ den durch dein Blut; du hei⸗ bensfreudligkeit! ligtest die Seelen, die dich vum 4. Die alte Lust der Sünden hilf ͤ Schatz erwählen, durch dliese teure Lebensflut. 3. Ach laß dein heilig Ceiden auch unsre Seelen kleiden mit Schmuck der heiligkeit, laß dei⸗ uns nun überwinden als dein erlöste Schar! Da deine 6nad erschienen, so stell uns, dir ju dienen, voll neuer straft und Lebens dar! beter Busch g. 1682 T 1744. 90 2. 2 bpassion Eigene melodie. 17³⁵. 1 I I I 1 — I.. + ki⸗aes wünsch ich se⸗lig läßts im mir vor al ⸗ lem Trã⸗- nen · tal sich — ISI ** — I an-dern, ci · wenn dies Ei — — ne Spei ⸗-se ne früh und spät; n · mit uns geht: Un⸗-verrückt auf Ei nen mann iu han en auf sein der mit blut⸗gem Schweiß und To des ⸗grau⸗en 1 1 1 +— + + 1—— + EFII Ant.Iih nie derann und den teich des va⸗ters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend am des sereuzes Stamm; wie er aür⸗ stend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Cs ist voll⸗ vrächt. 3. Jã, mein Jesu, laß mich nicht vergessen meine Schuldl und dei⸗ ne huld. Als ich in der fin⸗ mir õeduld, hattest längst nach dleinem Schaf getrachtet, eh es auf des hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich er kauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein, sprich du dar⸗ auf ein Amen! Treuster Jesu. du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein herz hinein! mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, un⸗ sternis gesessen, trugest du mit /ser Bund. niw. fnapp g. 1708 + 1864. Begräbnis Jesu. mel.: nun laßt uns den ceib vegraben. Georg Rhau 1544. 14 1 I— + 10¹— 1 4 — 3 22 der du, herr Je⸗ su, Ruh und Raͤst in 9² dei-nem 6rab ge⸗-hal-ten hast, gib, daß wir in dir — — ru-hen all, und un ser le⸗ ben dir ge⸗fall. H H H — — 05 —— + 2. Uerleih, o herr, uns Stärk 3. Wir danken dir, o Gottes- und mut, die du erkauft mit lamm, getötet an des streuzes deinem blut, und führ uns in Stamm. Caß ja uns Sündern des himmels Licht zu deines VUa⸗deine pein den Eingang in das ters Angesicht! leben sein! beorg Werner g. 1580 T 1643. Uach dem Lat. Qui jacuisti mortuus. kigene melodie. RKhythmische form. 16²8⁸. 40 — —2 2 Eee — H—— 0O Trau-rig- keit, o y her⸗-ze⸗ leid, ist das nicht zu be⸗ kla- gen? Gott des va-ters + + .. I — 1—— +— 1 —— 1 1 1 1 —— +/ ei nigs seind wird ins Grab ge⸗ trã⸗- gen. oder: Eigene melodie. plane oder isometrische form —*. V 2 I— 1 D ᷓBEEE — 1 . +—— E L..* E * + 3 0 trau-rig-keit, 98 her- je-leid, E E Ur Il. nes Uus. —— V — 4 I 1 1 IIT 4 U + — + 2*. 1 IL 1 I 1+—— ei nigs sin wird ins 6rab ge 2. O große not, des Todes Tod ist selbst am sreuz gestorben, hat dadurch das himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hät dieses angerichtet, da du durch die missetat warest gãanz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gottes- lamm, liegt hie mit blut be⸗ flossen, welches es ganz mildig⸗ lich hat für dich vergossen. 5. O süßer mund, o 6laubens- grund, wie bist du doch zer⸗ trã ⸗ gen. schlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dlich ja beklagen. 6. O lieblichs Bild, schön, zart und mild, du Schmerzsohn der Jung· frauen!· Niemand kann dein hei⸗ ßes Blut sonder Reu anschauen. 7. hochselig ist zu jeder frist, der dieses recht beclenket, wie der herr der herrlichkeit wird ins Grab versenket. 8. O Jesu, du mein hülf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: hilf, daß ich mich bis ins Grab möge naͤch dir sehnen. bv. 1 Wwürzvburg 1628. U. 2-8 Johann Rist g. 1607 + 1667. mel.: o craurigkeit. 16²8. 103* 12——* De ILI I 1.—— C CE 1+2—— LST===. 1— +— I I—..— 12——.——.——— 4— Sso ru-hest du, mei · ne Ruh, —p—— ÜU———— en— — E 4+. 2..—..Z.‚.—. 4— —..Wl +. 1.— I 1 1— 1.— in dei⸗ ner Gra⸗ bes⸗- höh-le, und er⸗wek⸗kest ——— unu H durch den Tod mei- ne to · te See-le! 99 bassion 2. Man senkt dich ein nach vie· ler pein, du meines Lebens Le⸗ ven ldich hat jetzt ein felsengrab, fels des heils, umgeben. 3. Nch bist du kalt, mein Trost und halt! Das macht die heiße Liebe, die dich in das kalte 6rab lurch ihr feuer triebe. 4. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig herz vor der õruft erschrecken? 5. Sie wird mir sein ein m⸗· merlein, da ich auf kosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und 6õrab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, der Ceib nur stirbt, doch wird er auf⸗ erstehen und in ganz verklärter Zier aus dem õrabe gehen. 7. Indes will ich, mein Jesu, dlich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo franck g. 1650 4 1725. Elgene melodie. 3. Jahrhundert. 104 ⁹ *DD..— Al-so heilig ist der Tag, daß ihn niemand — I 2=.. 441— 1—.—— E 1 +4 I 1 1 1 I + — mit Lo⸗ben er ⸗fül⸗len mag; denn der ei ⸗ ni⸗ge õot⸗ tes⸗sohn, —j— + +— — 1 1 der die höl-le ü⸗ bersüdin und ä den lei⸗- di-gen —— 1 E—— N*— H+ 1 + E— 1 + + —— 4 Teu-fel dar- in- nen band, da⸗ mit er-ölöst der 4 * IEE + +22—— 2— 2+— ö— +2 herr die Chri:sten ⸗heit, das war christ sel · Wer⸗ scH ri-e⸗leis! Nus dem 15. Jahrhundert. nach dem Tatein. des venantius fortunatus im 6. Jahrhundert: Salve, festa dies. 101 I — 1 1 I= E östern EEELEEEEEEEEE kigene Melodie. Strophe 1. 12. Jahrhundert. 10⁵— + f. l— 1 hrist ist er ⸗ stan den von der mar ter al-le; dees solln wir al le froh sein, —*= + + 1 2— I 1 N + E +—— N — + I +—— hrist will un ser Trost sein. hal- le⸗-lu-jal Strophe 2. ——— H rnn; i I 2.....——.... ——————— wär er nicht er ⸗stan den, so wär die Ubeit 2——.— 122 ͤ— 4 F ren ein n mue ne ne e wi num ,, ver gan-gen; seit daß er er ⸗-stan⸗den ist, so +*— +2 + P + 1 H — + 1— I I —*+— + 2... +2 N lob'n wir den ba⸗ ter Je⸗ su hrist. hal le-lu-ja! Strophe 3. 2— 2——2——— .... I.. La————2. I* 1 *——— I—— + — hal ⸗-le-lu-ja, hal-le-lu⸗-ja, hal-le ⸗lu ⸗ja! Des solln wir —* 2..—— 4 1 —— EI EP E alle froh sein, Christ will un⸗ ser Trost sein. hal ⸗le⸗lu⸗ja! Nus dem 13. Jahrhundert. 10² — 1144. Ostern Elgene melodie. 14. Jahrhundert(). e— TL 100 + 33. I * III— 1 + 1.— Er-stan den ist der hei⸗lig christ, — —.——— —.———..̃—.—.— hal-le lu ⸗- ja, hal⸗-le ⸗ lu⸗ ja, der al⸗ ler Welt —— 1 I N ein Trö⸗ ster ist, hal-le 2. Und wär er nicht erstanden hehr, halleluja, halleluja, die Welt alsdann vergaängen wär, halleluja, halleluja! 3. Doch seit daß er erstanden ist, halleluja, halleluja, so lo- ben wir den herren Christ, hal · leluja, hallelusa! 4. 0 Jesu, lieber herre Gott, halleluja, halleluja, behüt uns *** lu-ja, hal-le- lu⸗-Jal vor der Sünden not, halleluja, halleluja! 5. Gib, daß wir von dem Tod erstehn, halleluja, halleluja, mit dir ins neue Leben gehn, hal⸗ leluja, halleluja! 6. Zu dlieser österlichen Zeit, hallelusa, halleluja, sei õott der herr gebenedeit. halleluja, hal⸗ leluja! Aus dem 14. Jahrhundert. nach dem Cat. Surrexit Christus hodie. kigene melodie. Jos. slug 1535. A....... I LI + 1 1—ILI 2— Je-sus chri⸗-stus un⸗ ser hei ⸗land, 1 1 I 1 —— SSPSPIPIꝗIPIPIꝗRSRTSTBHꝑBꝑ‚HIB‚R‚B‚I‚I‚I‚I‚‚I‚I‚I‚It...... ler den Tod U ⸗ ber⸗wand, ist auf ⸗er ⸗östan ⸗den, ——— — + + + 1 — 4 die Sünd hat er ge⸗ fan⸗ gen. hal-le lu-Ja! indung sStr.3. 10³ Ostern DEEEEEEEEE 2. Der ohn sSünden war ge⸗ 3. Tod, Sünd, Leben und 6e⸗ born, trug für uns ottes 3orn; nad, alls in händen er hat; hat uns versöhnet, daß uns 6ott er kann erretten alle, die zu sein huld gönnet. Halleluja! Eigene melodie. ihm treten. halleluja! Martin Tuther g. 1483 140. Joh. Walther 1524. 1⁰⁸9 — I—. + christ lag in To⸗des-ban⸗ den, für uns⸗ re der ist wie⸗der er ⸗stan den und hat uns I I 1 n. AHN, si 1 IIIAI .. Sünd ge⸗ ge-ben, bracht das Ce ⸗ben; dles wir sol⸗len fröh⸗lich sein, pott lo⸗ ben 2 —H—4.——.3— 2...—.—— I.— + und dank⸗bar sein und sin⸗gen hal⸗le ⸗lu⸗ja. hal⸗le ⸗lu⸗ja! 2. Den Tod niemand zwingen konnt bei allen menschenkin⸗ dern; das macht alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. davon kam der Tod so bald und nahm über uns 6ewalt, hielt uns in sein'm Reich gefangen. halleluja! 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan; damit dem cod genommen allsein Recht und sein õewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren. halleluja! 4. Cs War ein wunderlich strieg, lã Tod und seben rungen; das leben behielt den Sieg, es hat *) Bindung Str. I. den Tod verschlungen. Dieschrift hat verkündet das, wie ein Tod llen andern fraß, ein Spott aus dlem Tod ist worden. halleluja! 5. Hie ist das recht Osterlamm, dlavon wir sollen leben, das sich an des streuzes Stamm in heißer Lieb gegeben; des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der 6laub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. halleluja! b. So feiern wir das hoh fest mit herzensfreud und Wonne, dlas uns der herr scheinen läßt. Er selber ist die Sonne, der durch seiner önade Glanz erleucht't unsre herzen ganz; der Sünden naͤcht ist vergangen. halleluja! Ostern 7. Wir essen und leven wohl will die Speise sein und speisen zum süßen Brot geladen, derdie Seel allein; der laub will alt Sauerteig nicht soll sein bei keins andern leben. halleluja! dlem Wort der önaden. Christus Eigene melodie. Martin uther g. 1483 + 15406. Uik. herman 1560. I I 2—— 109 S SPSISI. IIIIII Er · schie ⸗ nen ist der herr⸗lich Tag, dran sich I+I..— 1 Z —— 7— I. LI + 1 1— nie mand gnug freu xen mag; christ, un ser herr, heut 1 1 1— + — 1 V—4 1 I 1 I— + 1 I + ö tri um· phiert, all sei ⸗ne feind ge ·fan · gen führt. hal · le · lu · jã 2. Die alte Schlang, die Sünd und Tod, die höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus christ, der heut vom Tod erstanden ist. halleluja! 3. Sein Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm herr, zjerstört ist nun all seine macht, Christ hat das Ieben wiederbracht. halleluja! Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 4. Die Sonn, die Erd, all srea⸗ tur, alls, was betrübet war zu⸗ vor, das freut sich heut an die⸗ sem Tag, da der Welt fürst dar · nieder lag. Halleluja! 5. Drum wir auch billig fröh ⸗ lich sein, singen das halleluja fein und loben dich, herr Jesu Christ; ju Trost du uns erstan; den bist. halleluja! nik. herman 4 1561. Uik. herman 1560. 110 ö + E 2— E 24½1 I 4 Wir dan-ken dir, herr Je-su Christ, daß du vom —— 1½=2= — 4 1 —LEI + 1 + IX 1 LI —— tod er-stan⸗den bist und hast dem Tod zer⸗-stört sein Macht 10⁵ Ostern EEEEEE 1 I.I + —. + N — 1 ·21— —— und uns das Le- ben wie⸗der⸗bracht. hal-le⸗ lu-ja! 2. Wir bitten dich durch deine! 3. Gott Vater in dem höchsten 6nad, nimm von uns unsre chron samt seinem eingebornen sllissetat und hilf uns durch die Sohn, dem heilgen beist in glei⸗ Güte dein, daß wir dein treuen scher Weis in Ewigkeit sei Cob Diener sein. halleluja! und Preis. Halleluja! Thomas hartmann g. 1548 1600. kigene melodie. 16001.— Auch nach meiodie ur. 100 ju singen, wenn man die eingeklammerten halleluja fortläßt. — ——⁴H ů—‚‚‚‚.. III +— heut tri ⸗ um⸗ phie⸗ret 6ot-tes Sohn, der —2——— * I 1———..——— I I 2.ꝗ— 2—4—. LE ZSL 1.—.—1..— LXY r* —— — 12 mit gro⸗Ber Pracht und herr-lich KReit; des dank'n wir —* — 4 + 2 1 1 Amn: —— . + — + — — N ——. —....——..—‚ * ihm in(-wig ⸗keit. hal-le ⸗iu · Ja.(hal- le · lu jaij 2. Dem tdeufel hat er all sein macht zerstört und ihn zu Boden bracht halleluja, halleluja,) wie pflegt ju tun ein großer held, der seinen feind gewaltig fällt. halleluja.(hallelujaij 3. O auferstandner Jesu christ, der du der Sünder heiland vist Halleluja, halleluja, führ uns durch dein Barmherzigkeit mit freuden in dein herrlichkeit. Halleluja. hallelujalj 4. hie ist doch nichts als Angst und not, von sindheit an bis in den Tod(Halleiuja, halleluja.) dort aber in des himmels Thron folgt auf den Kampf die chren· kron. halleluja. anleiujahj 5. Nun kann uns kein feing schaden mehr: ob er gleich murrt, SSSSSSISISIIIIIIIII ostern ists ohn 6efäahr shalleluja, halle⸗ luja,) darnieder liegt der arge feind, wir aber õottes sinder seind. Halleluja. Hallelujaij 6. Des danken wir ihm allzu⸗ gleich und sehnen uns ins him⸗ melreich(Halleluja, halleluja). Es ist am End, Gott helf uns mel.: erschienen ist der herrlich dag. alln, so singen wir mit großem Schalln: halleluja.(Hallelusa]) 7. Gott Vater in dem höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn,(halleluja, halleluja,) lem heilgen 6eist in gleicher Weis in Cwigkeit sei Cob und Preis halleluja. hallelujaij stasp. Stolshagen() g. 1550 + 1504. Ilik. herman 1560. 1—— 112 14— 4 — LI 29 früh 2—.— + + mor- gens, da die Sonn auf⸗geht, mein * +— I L II Ir L hei⸗land chri ⸗stus auf er:steht. Uer⸗trie⸗ben ist der Sün⸗den — —** nächt, Licht, heil und Le⸗ben wie⸗der ⸗bracht. hal ⸗le⸗lu⸗-ja! 2. Denn ich des nachts oft lieg in not verschlossen gleich als Wär ich tot, läßt du mir früh die önadensonn aufgehn, nãch Trauren freud und Wonn. halleluja! 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein heiland bleibt im Todeszwang; am dritten Tag durchs õrab er dringt, mit hren seine Siegsfahn schwingt. hal⸗ leluja! 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am streuz ge⸗ fangen hält, drauf folgt der zabbaͤth in dem 6rab, darin ich zuh und frieden hab. Halleluja! 10⁷ 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein ostertag ist schon im Cauf; ich wach auf durch des herren Stimm, veracht den Tod mit seinem örimm. halleluja! 6. Der herr den Tod zu Boden schlägt, da er selbst tot, und sich nichts regt; geht aus dem 6rab in eigner sraft, Tod, Teufel, höll an ihm nichts schafft. halle⸗ luja! 7. 0 Dunder groß, o starker held, wo ist ein feind, den er nicht fällt? sein Angststein liegt so schwer auf mir, er wäljt ihn von des herzens Tür halle⸗ lusa! Ostern EAEEEEEELEEEEEELEEEEE 8. stein streuz und keine not sich ndt, die Christi Sieg nicht Uberwindt. Er führt heraus mit seiner hand, wer mich will hal⸗ ten, wird zu Schand. Halleluja! 9. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herjlich liebt; wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. hal⸗ leluja! 10. Er nährt, er schützt, er trö⸗ stet mich. Sterb ich, so nimmt er mich zu sich; wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein ölied seins Leibes bin. halleluja! II. Durch seiner Nuferstehung straft komm ich zur Engelbrü⸗ derschaft; durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, die feindschaft ist ganz abgelehnt. halleluja! 12. ein herz darf nicht ent⸗ setzen sich, dott und die Engel lieben mich; die freude, die mir ist bereit, vertreibet furcht und Traurigkeit. halleluja! 13. für diesen Trost, o großer held, herr Jesu, dankt dir alle elt. dort wollen wir mit größerm fleiß erheben deinen Ruhm und Ppreis. Halleluja! Joh. heermann g. 1585 1647. Mel.: Sollt ich meinem sott nicht singen. 3 Ursprüngl. form und zweite melodie im Anhang. Joh. Schop 1642. XI 1— 0 E—— — LI —́———— —.— 1 1 Las-set uns den her⸗ ren prei⸗ sen, o ihr stom ⸗met, daß wir Dank er · wei· sen un· serm 2—. E..—.——. — —.— n f H E. HEE—— 1 2...—.—..— 1%. S... chri-sten Uü⸗ ber-all! oott mit si⸗em Schall!) Es ist frei von To⸗des⸗banden 7* 4 I + I — 1 4 ——— + 0 —— 0 1—— 2— Sim-son, der vom him- mel kam, und der cöw aus H I 1 *. — * 4 N 4 I + I + 1 ö 170 4 NV 69— — u da Stamm; chri-stus Je-sus ist er⸗-stan⸗-den, 88808§4„ 1.— I—. nun ist hin der lan ⸗ge Streit. 2. Christus selbst hat überwun⸗ den desergrimmtencodesmacht. Der in Tüchern lag gebunden, hãt dlie Schlang jetzt umgebracht; Satans Reich ist ganz verheeret, Christushat es nachdlerzuhausge⸗ tilget und daʒu Belial sein Schloß zerstöret, daß wir haben freĩ õe⸗ leit. freue dich, o Christenheit! 3. Warest du, o held, gestorben? warest du ins 6rab gelegt? Ei dlu bleibest unverdorben; da sich nur der fels erregt, held, da bist dlu wieder kommen, haͤst das Ceben und die macht aus der schwarzen 6ruft gebracht und dles Todes Raub genommen, schenkst uns nun die Seligkeit. freue dich, o Christenheit! 4. Tod, wo sind nun deine Waffen? hölle, wo ist dein Tri⸗ umph? Satan konnte gar nichts schaffen, seine pfeile wurden stumpf. Thristus ist sein 6ift gewesen, ja der hölle Seuch und pest; Lelt und Sünde liegen fest, und wir menschen sind genesen nur durch seinen tapfern Streit. freue dich, o Christenheit! 5. Ex ist aus der Angst gerissen und mit Chren angetan; wer ist, der sein Leben wissen und die Läng ausreden kann?“ christus ist der ckstein worden. Zes. 33,8. freue dich, o chri ⸗sten⸗heit! Gott, das ist von dir geschehn, wie wir jetzt vor Augen sehn; wir sind aus der Sünder Orden hingerissen durch den Streit. freue dich, o Christenheit! 6. Gib, herr Jesu, deine 6nade, daß wir stets mit Reue sehn, wie so groß sei unser Schade, daß wir dir gleich auferstehn. Brich hervor in unsern herzen, überwinde Sünde, Tod, Teufel, Welt und höllennot, dampf in uns pein, Angst und Schmer⸗ zen samt der Seele Traurigkeit! freue dlich, o Christenheit! 7. Meinen Leib wird man ver⸗ graben, aber gleichwohl ewig nicht; bald werd ich das Leben haben, wenn das letzte Weltge⸗ richt alle õraber wird aufdecken, und der Engel feldgeschrei zei⸗ gen, was vorhanden sei; dann wird mich mein õott aufwecken und beschließen all mein Leid. freue dlich, o Christenheit! 8. Dann so werden meine 6lie⸗ dler, die jetzt staub undAsche sein, unverweslich leben wieder und erlangen solchen Schein, dessen gleichen hier auf Erden nimmer⸗; mehr zu finden ist. Ja, mein Leib, herr Jesu christ, soll dem deinen ähnlichwerden, vollerprachtund herrlichkeit. freue dich, o Chri⸗ stenheit! Joyann Rist g. 1607 + 1667. 00 Mel.: Hun freut euch, liebe Christen g'mein. 15²24. 1¹⁴ — O tod, wo ist dein Stachel nun? Do ist Was käann uns jetzt der Teu⸗fel tun, wie grau; a— +. EIZ.— + H =—— I I TIH 1 1 1 * — herr⸗lich hat nach dlie · sem rieg durch Je⸗ sum Christ ge ge⸗ ben! 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, da christus mit ihr kämpfte! mit List und macht sie auf ihn drang, jedennoch er sie dlampfte. oOb sie ihn in die fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht, der sopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig hristus kommt herfür, die feind nimmt er gefangen, zerbricht der hölle Schloß und Tür, trägt weg den kaub mit Prangen. nichts ist, dlas in dem Siegeslauf dlen star· ken held kann halten auf, alls liegt da überwunden. 4. Des herren Rechte die be⸗ hält den Sieg und ist erhöhet, dles herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegen stehet. Tod, Teufel, höll und alle feind durch Christi Sieg gedämpfet seind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Cs War getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder! Weil nun das haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, dlie õlieder.So semand Christi Worten gläubt, im Tod und 6rabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit hristo auferstehet, ist llort vom andern Tode frei; der selb ihn nicht angehet. Genom⸗; men ist dem Tod die Macht, Un · schuld und Leben wiedlerbracht und unvergänglich Lesen. 7. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: fried, freude, heil, oerechtigkeit im himmel und auf Erden. hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ahnlich dort Christi verklartem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o hölle? Was kann uns setzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? bott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem serieg durch Jesum(hrist gegeben! hannov. 6sb. 1657. Uach 6e. Weissel g. 1590 1 1635. 11⁰ VDFPFꝗFYFꝗFꝗYFIYIꝗPꝗPIPIPIPIPIPITITITITRTITITIAIAIAIAIAIITTI— mel.: Nun freut euch, liebe Christen g'mein. 11⁵ ö — Der höl-le Pfor-ten sind zer ⸗stört, der Tod ist les Sãtans Reich ist ganz ver⸗heert, Lob sei dir, nun ver ⸗· schlun gen, Gott, ge · sun⸗gen. der sün⸗de macht ist ab⸗ge⸗tan, durch 2. Was uns des alten Adanis Schuld im paradies verloren, llas und noch mehr hat Christi huld uns wiederum erkoren. Der starke held aus Davids Stamm hat seines Vaters Zornes; flamm gelöscht mit seinem Blute. 3. heut ist er aus dem Grab herfür mit großer Macht gebro⸗ chen und stecket auf des heils pãanier, gleichwie er hat verspro⸗ chen. Er bringt nach wohlge⸗ führtem Streit uns wieller fried und freudigkeit, ja alle him⸗ melsschätze. 4. Drum lasset uns in fröhlich; keit herz und 6emüt erheben, weil uns ist diese önadenzeit vom himmel wiedergeben. Wir Eigene melodie. haben christi Reich und Macht; er ist hinweg, der Tag und nacht vor 6ott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Not, liegt in dem Staub der Erden, der vormals starke Seelentod hat müssen kraftlos werden; dles Lammes Blut hat ihn be⸗ kriegt, sein wahres Zeugnis ob; gesiegt und uns zum heil er; halten. b. Uir werden auch nach die⸗ ser Zeit wie Christus auferstehen und mit ihm in die herrlichkeit und himmelsfreud eingehen; denn wo das haupt geblieben ist, da müssen auch zu aller frist dlie andern ölieder wohnen. Mich. Schirmer g. 1606 + 1673. Joh. rüger 1648. + ! —.. 1 I— +I Auf, aduf, mein herz, mit freu- den nimm Wie Kommt nach 11¹ gro⸗hem Lei- den nun Ostern + 1.. I——— währ, was heut ge⸗schicht! Mein hei⸗land war ge⸗legt ein so gro-ßes(icht! ——.— 1—— —III——— 4 A dld, wo man uẽns hin— trägt wenn, von uns * 1 3— 1 1 2— Ii3i F. I I 1 1 L N un ⸗ ser b6eist gen him mel ist ge reist. 2. Er war ins õrab gesenket, der feind trieb groß õeschrei. Ch ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Uictoria! schwingt fröhlich hier und da sein fähnlein als ein held, der feld und mut behält. 3. Dãs ist mir anzuschauen ein rechtes freudlenspiel; nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Thrist aus Lieb erworben ist. 4. Ich hang und bleib auch han⸗ gen an christo als ein Glied; wo mein haupt durch ist gan⸗ gen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch not, er reißet durch die höll, ich bin stets sein Gesell. 5. Er dringt jum Saal der Ch- ren, ich folg ihm immer nach und brauch mich nicht ju kehren an einzig Ilngemach; es tobe, was dda Rann, mein haupt nimmt sich mein an, mein heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 6. Er bringt mich an die pfor; ten, die in den himmel führt, llaran mit güldnen Worten der keim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. paul õerharat g. 1607 4 1676. Mel.: Du friedefürst, herr Jesu christ. 1601. +— 1H1⁷ 1— Wie lieb⸗lich sind doch dei ne füß, wie Wie trö-stet mich dein Wort so süß, o stern 1 1 1.— — +—22. ..—.— N 4 ———— + freund⸗lich ist dein mundr mei-nes Glau-bens 6rund, ddu gu⸗- ter Bot, du +* +. 1 111 V + + + l To- des cdod, 2. nun ist des höchsten Wort erfüllt, sei froh mein ganzer Sinn; nun ist des herren Zorn gestillt, nun ist das Zagen hin. Mein Jesus hat an meiner Statt dlie Sündenschuld gebüßet. 3. Der friede õottes herrscht in mir, der über die Vernunft; mir öffnet sich des himmels Tür, weg, weg, du höllenzunft! Du schreckst mich nicht, mein hei⸗ land spricht, mit mir soll sein der friede. 4. Wenn mich die Welt erbarm⸗; lich plagt und setzt mir heftig zu, von einem ort zum andern jagt, so schafft mir Jesus Ruh. Ddie Welt schreckt nicht, mein heiland spricht, mit mir soll sein ller friede. 5. Wenn mich die not und Trübsal drückt, wenn mich mein freund verstößt, werd ich doch kräftiglich erquickt, mir bleibt du frie-dens wie ⸗der- brin ⸗ger! des herren Trost. Die Not schreckt nicht, mein heiland spricht, mit mir soll sein der friede. 6. Wenn mich mein fleisch un⸗ ruhig macht und reizt jur Sün⸗ denbahn, wird doch sein Wille nicht vollbracht, ruf ich nur Jesum an. Das fleisch schreckt nicht, mein heiland spricht, mit mir soll sein der friede. 7. Wenn auf mich dringt der grimme cod und rufet: Du bist mein, so will auch in der Todes; not mein heiland bei mir sein. Der Tod schreckt nicht, mein hei⸗ land spricht, mit mir soll sein ller friede. 8. Dank sei dir, o du friede⸗ fürst, für das erworbne Gut, das du mir wohl erhalten wirst; in dlir mein herze ruht: und wenn es bricht, erschreck ich nicht, ich fahre hin im frieden. Gottfr. Wilh. Sacer g. 1635 + 1690. Mel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. Dr. M. Cuther) 1543. E.e VL. 118 4 N. 1 + + III o willst du hin, weils A-bend ist, o 113 Ostern EEEEEE — I I.. IIFIFIFIFIII—3I——— D— lieb ⸗ster pil⸗grim Je⸗-su christ? Komm, laß mich so glück —— 2—— ů——.— 1 —— R—. 1* se⸗lig sein, und nehr in mei⸗nem her⸗»zen ein! 2. Laß dich erbitten, liebster freund, dieweil es ist so gut ge⸗ meint; du weißt, daß du ju aller frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat dler Tag sich sehr ge⸗ neigt, die Nacht sich schon von ferne jeigt; drum wollest du, o währes Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sünden⸗ nacht mich nicht verführt noch irre macht. 5. Bevorab aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod! herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht 119 verläßt. 16⁷⁴ 0). mel.: Nun freut euch, liebe hristen g'mein. 15²2⁴4. ä.... E—— 2 Wach auf, mein herz, die nacht ist hin, die er · munt re dei ⸗ nen Geist und Sinn, den 1231 IN x I— ——.—.—.————— Sonn ist ãauf⸗ge⸗ gan⸗gen, hei⸗land zu emp⸗fan⸗gen, der heute durch des To⸗des Tür ge⸗ — 2—— · V 2.m — 2— brochen aus dem õrab her⸗ für 2. Steh aus dem õrab der Sün · de auf und such ein neues Leben, vollführe deinen 6laubenslauf und laß dein herz sich heben gen himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 2 er ganzzen Welt zur Wonne. 3. Uergiß das, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein herʒ zu jeder frist zu Jesu sei erhoben. tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem himmelszelt, wo Jesus ist ju finden. 11⁴ DI——— ᷓSDꝗSꝗDꝗSꝗDSꝗSDS‚PIPIPIPIPISIRRSRRSSRSSDeEE 4. Quält dlich ein schwerer Sor⸗ genstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein christ bei screuzespein in freud und Won⸗; ne leben. Wirf dein Anliegen auf den herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Geh mit maria magdalen und Salome zum õrabe, die fruh dlahin aus Ciebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, dlaß Jesus Christ vom Tod heut auferstanden ist und nicht im õrãb ju finden. 6. Es hät der LCöw aus Juda Stamm heut siegreich überwun⸗ dlen, und das erwürgte Gottes⸗ lamm haͤt uns zum heil gefun⸗ den das eben und Gerechtig⸗ keit, weil er nach überwund⸗ nem Streit die feinde schauge⸗ tragen.d)) col. 2, 15. 7. Drum auf, mein herz, fang an den Streit, weil Jesus über; wunden; er wird auch über⸗ winden weit in dir, weil er ge⸗ bunden der ßeinde macht, daß du aãufstehst und in ein neues leben gehst und 6ott im Glau⸗ ben dlienest. 8. Scheu wedler Teufel, Welt noch Tod, noch gar der hölle Rachen, dein Jesus lebt, es hat kein not, er ist noch bei den Schwachen und den 6eringsten in der Welt als ein gekrönter Siegesheld drum wirst du über⸗ winden. 9. Nch mein herr Jesu, der du bist von Toten auferstanden, rett uns aus Satans macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern, und ewig in der herrlichkeit von allen Uberwindern, die über⸗ wunden durch dein Blut: herr Jesu, gib uns straft und Mut, dlaß wir auch überwinden. Caurent. Caurenti g. 16060 4 1722. mel.: Wer nur den lieven Gott läßt walten. Mel. 2. 1690. + + 4 4 2— 12 0 ISN. nun 1 9— — V + 2—— mein Je⸗-sus lebt, was soll ich ster ben? hier So muß ich sa das Ce-ben er- ben, weil — + — + I steht mein haupt und tri⸗ um⸗-phiert. not und Tod die macht berliert⸗) seein Trauer⸗ 11⁵ ——.... —.— EEEEEEEE fHN —..—.———.—. dild er·schrecet mich mehr, mein Je⸗sus lebt, das õrab ist leer. 2. ein Jesus siegt, drum liegt zu füßen, was mir das Leben rauben kann. Der Tod wird völlig weichen müssen, mir wird der Satan untertan. Der hölle Abgrund selber bebt, denn über⸗ all schallt: Jesus lebt. 3. Mein Jesus lebt, das õrab ist offen, so geh ich freudig in die 6ruft. hier kann ich auch im Todde hoffen, daß mich sein Wort ins Leben ruft. Wie süß erschallt dlie Stimme hier: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. 4. Mein Jesus bleibt also mein Leben, er lebt in meinem herzen hier; und soll ich ihm das Leben geben, kommt mir mein Tod nicht schrecklich für, weil er mich in den himmel hebt, so wahr als Jesus ist und lebt. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. mel.: christus der ist mein Leben. Ursprüngliche Form im Anhang. 1609. 2 121 Will⸗ Kom⸗men, held im Strel ⸗te, aus dei⸗nes I VL I* + I. 2.— A *+* 1— * D I + 6rã-bes seluft! Wir trium⸗phieren heu⸗te um dei⸗ne lee⸗re õruft. 2. Der feind wird schaugetra⸗; gen“) und heißt nunmehr ein Spott, wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott.„ coi. 2, 15. 3. In der 6erechten hütten schallt schon das Siegeslied; du trittst selbst in die itten und bringst den Osterfried. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen 6liedern aus, wir alle kommen heute deswegen in dein haus. 5. Iaß unser aller Sünden ins 6rab verscharret sein und einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 6. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für! 7. Wir wollen hier ganz fröh⸗ lich mit dir zu 6rabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dlir auch auferstehn. 8. Der Tod kann uns nicht scha⸗ den, sein pfeil ist nunmehr stumpf, wir stehn bei 6ott in 6naden und rufen schon dTri⸗ umph! senj. Schmolck g. 1672 + 1737. 116 Hi.ter..... —.e.— 4414 mel. Jesu, meines Levens Leven. 16⁰1. 122 ter n ——.—.—..—.. + + — 7 Zzween der jün⸗ ger gehn mit Seh⸗nen ih re Au- gen sind voll Trä⸗- nen, 2S.—J— N— + N N ISI— ih- re See-le voll ver⸗druß,) 2. +— 1— I 2„ 1 . wor-te; doch es ist von ih- rem or-te un ⸗ser Je⸗sus 4 I. + 2 1 1 1 1 1 + + gar nicht weit und ver⸗treibt die Trau-rig ⸗keit. 5 2. Nch es gehn noch manche her; zen ihrem stillen Kummer nach, ö sie vejammern ihre Schmerzen, ihre Uot und Ungemach; man⸗ ches wandert gar alleine, daß es nur zur 6nüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. 3. Wenn zwei Seelen sich be⸗ sprechen, so ist er der dritte Mann; er bemerket die õebre⸗ chen, redet, was uns trösten kann. Denn er kann uns nicht versäumen, wie wir glaubens⸗ los oft träumen, er hat alles im Gesicht, seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; o der 11⁷ unglückselgen Zeit, die man der ⸗ gestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wieder bracht. 5. hat sich eine lot gefunden, so ließ er mich nicht allein; Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich bei ihm beschwere, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner hülfe da. 6. Treuster freund von allen freunden, bleibe ferner noch bei mir! stommt die Welt, mich an⸗ zufeinden, ach so sei du auch all⸗ hier! Will der Teufel mich betrü⸗ gen, laß in deinem Schutz mich liegen! stomm, in meinem 6eist Ostern EE zu ruhn: was du willst, das will ich tun. 7. Bin ich traurig und betrü⸗ bet, so gib nur in meinen Sinn, dlaß mich deine Seele liebet, und dlaß ich der Deine bin. Caß dein Wort mich feste gründen, laß es duch mein herz entzünden, daß es voller iebe brennt und dich immer besser kennt. 8. Trõst auch andre fromme See⸗ len, wenn sie tief in srummer stehn; wenn sie in verborgnen Wäldern gehn, ihrem ummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: liebes sind, was trauerst du? 9. annst du bei der Weit nicht weilen, ach so nimm mich auch mit dir, laß mich deine freuden teilen, sei und bleibe stets bei mir! Bleibe doch in unsrer mit⸗ ten, wie dich deine tinder bitten. Dank sei dir, o lieber õast, daß du mich getröstet hast. höhlen, Kammern, feld und Johann neunherz g. 1653 + 1737. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. I. 2 Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. 1 3 S IIIIIIII— E— VI 1 I Je-sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo er, er lebt und wird auch mich von den —— 2——— I + N ů˙a— 2.—— I 2 —.— + I 2 +F.— +.—%—— 5——— E II.— — sind nun dei⸗ ne Schrek · To- ten auf er wek Ren) er ver⸗ klärt mich D— + 1 2— + SIH I 2. Jesus lebt; ihm ist das Reich über alle Weit gegeben, mit ihm werd ich auch zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott er⸗ füllt, was er verspricht: dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes chre; mei⸗ ne Zu-ver-sicht. 6nade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. 6ott ver⸗ stößt in Christo nicht: dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt; sein heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben; reines herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben. Er 118 Ostern verläßt den Schwachen nicht: dlies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu schei⸗ dlen, keine Macht der finsternis, keine herrlichkeit, kein Leiden. Seine Treue wanket nicht: dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt; nun ist der Tod mir ein Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: herr, herr, meine Zuversicht! chr. f. Gellert g. 1715 + 1769. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Phil. Nicolai() 1509. hal-le- lu⸗ja, 2 4 Ursprüngliche form im Anhang. LH — 1 34—. 0 2 1— E HPII——————— — jauchzt, ihr Chö ⸗re, singt Je ·su Er, der held, jer riß die Ban⸗den des To⸗-des * 4 + I I— + T. I — 1 I 2— 22—— —— chri⸗-sto Lob und Ch⸗re! Wie und ist auf er⸗-standen, er, groß, wie hei ⸗lig ist bean der für uns im õra⸗ be laͤg. I — — 12 + 1 —— 8..„·Z + —* 6e⸗- walt und macht, preis ihm, er 2 hats voll-bracht! hal ⸗le ⸗lu „jaã! Er haäats voll-bräacht, er, + 1 1 — * +— 1— *m 12 — L — ler die macht des To- des und des Gra⸗- bes hat. 2. Glorreich hat der held ge⸗; rungen, hat mächtig Satans keich bezwungen, von dodes- ketten uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder sind nun mit ihm versöhnt, sind stinder und Erben seiner Seeligkeit. Bald, 119 bald entschlafen wir, entschla⸗ fen, christe, dir, ruhn im frieden die kurze lacht, bis deine maͤcht dlen Tag der wigkeiten ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedlecken, du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Ostern Schöpfer bist. Du wirst unver⸗ gänglich Leben und sraft und herrlichkeit ihm geben, dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein, halleluja! Tod und bericht erschreckt uns nicht, denn Jesus, unser mittler, lebt. 4. Tag des ebens, Tag der Won; ne, wie wird uns sein, wenn mel.: Sollt ich meinem sott nicht singen. Gottes Sonne durch unsers õra⸗ bes Dunkel bricht! 0 was werden wir empfinden, wenn nacht und finsternis verschwin⸗ den, und uns umstrahlt des himmels Licht! Vollender, führe ddu uns diesem Tage ju, uns, die Deinen! diecodesbahn gingst du voran, wir folgen dir in deine Ruh. cottfr. Bened.funk g.173411814. Joh. Schop 1642. 2„ Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. 2 + 1* NAuf⸗er · standen, auf · er · stan⸗den ist der 0 wie hat nach Schmerz und Ban⸗den õott mit V — S — + LII — herr, der uns ver⸗söhnt.) ch· ren ihn ge⸗krönt!/ Dort ju sei nes Va ⸗ ters Rech ⸗ten + + — 1 1— Ü-ber schmach und tocl er⸗-höht herrscht er nun in — — 1 — +— I I..—— 1 Mã · je ·stãt. freut euch W ⁷7⁷— ei ner, ihr õe⸗ rech ⸗ ten, und ihr, D——* ei ne fein de, bebt! hal ⸗le-lu-ja, Je⸗sus lebt! 2. Singt dem herrn, er ist er ·verhieß, geschah. Wer, wer kann standen, er, der starb auf ool⸗ihm widerstreben? Mãchtig gatha. Rühmt es, rühmts in dringt der held empor, im Tri⸗ allen Landen: Das sein Wort umph bricht er hervor; und des + 3 D + s ostern Abgrunds Pforten veben, da ihr Sieger sich erhebt. halleluja, Jesus lebt! 3. Uns vom Tode ju befreien, sank er in des 6rabes nacht; uns jum(eben einzuweihen, stand er auf durch õottes Macht. Tod, durch ihn bist du beiwun⸗ gen, deine Schrecken sind zer⸗ streut, von der furcht sind wir befreit, uns ist Leben neu er⸗ rungen; jauchzt ihr, die man einst begräbt, jauchjt dem höch; sten, Jesus lebt! 4. Aus dem 6rab uns ju er⸗ heben, ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm jur ehre leben, haltet unter Cust und Leiden im Gellächtnis Jesum christ, der vom Tod erstanden ist. Unver⸗ gänglich sind die freuden des, der naäch dem himmel strebt. Singet, preiset,)esus lebt! 5. freut euch seiner, õottes sein · der, er sei euer Cobgesang! bringt dem Todesüberwinder ewig chre, Lob und Dank! kühmts in der Versuchung stun· den, wenn euch sünd und Clend droht, rühmts in eurer Todesnot: Unser herr hat über⸗ wunden! und wenn er euch zu sich hebt, dann rühmts ewig: Jesus lebt! dann ist Sterben uns ewinn. nach dem osnabrücker 6esangvuch Joh. Samuel Diterich() g. 1721 + 1707. mel.: nun danket all und bringet Ehr. Joh. crüger 1653. .— x 4313. — 1+.— ——— Ich sag es je dem, daß Er lebt und mit te schwebt und e⸗ wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt 3. Jetzt scheint aieleit dem neu⸗ es seinen freunden gleich, daßen Sinn erst wie ein vaterland, vald an allen orten tagt das ein neues Leben nimmt man hin neue himmelreich. entjückt aus seiner hand. 121 Ostern 4. hinunter Meer versank des Todes 6raun, und jeder kann nun leicht und hehr in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den himmel aus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Uaterhaus. b. Nun weine keiner mehr all⸗ hie, wenn eins die Augen in das tiefe schließt; vom Wiedlersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat ein seder frischer glühn, denn herrlich wird ihm diese Saat in schönern fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns ver⸗ läßt, und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverfüngungsfest. friedt. v.hardenverg g. 1772 4 1801. 12² · imelfahrtsliłder 2 7 Eigene melodie.— ö 12. Mhthnncht — +. — I I + 1————1 — 1 1 H+ +———— +—.—— ́—.— —3—— uns her ⸗nie der? Den crö⸗ster, den hei ⸗ U⸗gen Geist, ju le lu-ja, hal-le- lu- ja, hal-le- lu⸗ja! Des sol len wir 2— +— V I 1 1 — 2.. + 1 + II al· le froh sein, christ will un ⸗ser Trost sein. hal le⸗lu⸗-Ja! Nus dem 15. Jahrhundert. Eigene melodie. nuch nach melodie nr. 202 zu singen, ohne hallelusa. 1557. 128 ⁰ Ruf die-sen Tag be⸗ den⸗-Ren wir, daß und dan⸗-ken ott aus höch⸗ster B'gier, mit 1——.— * 3*—.— ᷑—ũ— —.* 12—— II+ 1..— 5—.....—.—4.— 17——.—.— I— christ gen himm'l ge⸗fah ⸗ren, gitt, er woll be⸗ wah-ren 123 uns ar me Sün ⸗der himmelfäahrt d 1 EE...— 12........ + 1 31 — 1 1— 1 hie auf Erd, die wir von we⸗ gen man⸗cher 6saͤhrd ohn ——— 1 1— 1 + N + + + +—— ihn kein hoffnung ha⸗ben. hal ⸗le ⸗lu⸗ja, hal ⸗le ⸗ lu⸗-ja! 2. Drum sei õott Cob, der Weg ist g'macht, uns steht der himmel of⸗ fen, Christus schließt auf mit gro⸗ ßer Pracht, vorhin war alls ver⸗ schlossen. Wers glaubt, des herz ist freudlenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem herren nachzu⸗ folgen. halleluja, halleluja! 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut, dem ists nicht Ernst zum herren; denn der wird auch vor fleisch und Blut sein him⸗ melreich versperren. Am 6lau⸗ ben liegts, wird der sein recht, wird auch gewiß das Leben recht zu Gott im himmel g'richtet. halleluja, halleluja! kigene melodie. 4. Solch himmelfahrt fäht in uns an, wenn wir den Vater fin⸗ den und fliehen stets die weltlich Bahn, tun uns zu Gottes tindern: dlie sehn hinauf, der Vater h'rab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie jusammen kom⸗ men. hallelusa, halleluja! 5. Dann wird der Tag erst freu⸗ denreich, wenn uns Gott zu ihm nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, wie wir denn jetzt beͤkennen. Da wird sich fin⸗ den freud und snut zu ewoger Zeit beim höchsten öut. Gott woll, daß wirs erleben! halle⸗ luja, halleluja! johann Zwick g. um 1400 + 1542. Melchior franck 1628. O 4——** E +*————— 4. „ 6en him-mel auf⸗ge⸗fahren ist, hal ⸗ X EE 1 V.— I 2..I— lUI. K ——.——.— E le ⸗-lu⸗ ja, der stönig der CEh ren, Je·sus christ. hal ⸗le⸗lu⸗ja] 2. Er sitzt zu õottes rechter hand, hallelusa, herrscht über himm'l und alle Cand. halleluja! 3. Nun ist erfüllt, was g'schrie⸗ ben ist, halleluja, in Psalmen von dem herren christ.Halleluja! ½ Bindung für U. 6.) Pause für U. 2—6. bimmelfahrt 4. Nun sitzt beim herren Davids herr, halleluja, wie ju ihm g'sprochen hat der herr. hal⸗ leluja! 5. Drum jauchzen wir mit gro⸗ ßem Schalln, hallelusa, dem Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher õeist. herren hrist zum Wohlgefalln. Halleluja! 6. Der heilgen Dreieinigkeit, hallelusa, sei[ob und Preis in Ewigkeit! halleluja! 1609. Nach d. Cat. Coelos ascendit hodie. Joh. Schop 1641. 130 2——.————— IE·— + J DRD— —* AIEE 8— herr Je⸗-su, zieh uns für und für, daß nur o⸗-ben woh⸗ nen stets bei dir, in + 1.— +L N 1 I 1 42—4 1— + H 2 + TE + II wir mit den 6e ⸗ mü⸗ tern dei ⸗ nen himmels ·—— tern; laß un⸗sern Sitz und Wan⸗del + + 1 ———————— 2— 1H— N dei nem lbe⸗ sen, das himm lisch ist, ge⸗ ne⸗ sen. 2. Hilf, daß wir suchen unsern Schãtz nicht hier in diesem Leben, hingegen dort, wo du den platz wirst õottes sindern geben; ach laß uns streben fest und wohl nach dem, was künftig werden soll, so können wir ergründen, wo dein Gezelt zu finden. 3. Zieh uns dir nach, so lau; fen wir, gib uns des 6laubens flügel: hilf, daß wir fliehen weit von hier auf Zions freu⸗ denhügel. mein sott, wann 12⁵ fahr ich doch dahin, wo ich ohn Ende fröhlich bin? Wann werd ich vor dir stehen, dein Angesicht zu sehen? 4. Wann soll ich hin ins Pa⸗ radies ju dir, herr Jesu, Kom⸗ men? wann kost ich Engelfreu⸗ de süß? wann werd ich aufge⸗ nommen? mein heiland, Komm und nimm mich an, auf daß ich fröhlich jauchzen kann und klop⸗ fen in die hände: 6elobt sei 6ott ohn Ende! Johann Rist g. 1607 4 1667. himmelfahrt 8 mel.: nun lob, mein Seel, den herren. 15⁴0. 131 K.e I P...—— n dullu———.. — H 2.— 1. + Mein hei⸗land wo · selbst ihn sit zet dro-ben zu Gott des herrlich lo ben der En ⸗gel * + I 2 ! E bã⸗ters rech ter hand, Chor; in sol⸗chem Stand ist un · ser fleisch qu fin⸗den; o + 1 1 + 1 + 1 +— — 220— E U—— welch ein Ruhm und chr! Es müs⸗se nun ver⸗ — ** . 1 1 —— 1 II * I 1 LI I 1 4 DSESISISASSE——— 1— +— 1.—. E 1 schwin⸗ den, was uns be⸗trübt so 2 lenn un · ser — sehr; I I I.. HH2—ñ— hin er uns auch flih⸗ ret nach uns⸗ rer Wall⸗ fahrts-zeit. 2. Cob sei dir, herr, gesungen, daß du dich aus selbsteigner macht gen himmel hast ge⸗ schwungen und den criumph dlavon gebracht, daß du hast auf· geschlossen des himmels güldne Tür und uns zu Reichsgenossen verordnet für und für. Ach laß es Uns gelingen, den lieben En · geln gleich ein Loblied dir zu singen in deines Vaters Reich! Johann Rist g. 16007 + 1667. 32 Mel.: Nun freut euch, lieve christen g'mein. 15²24. +. B—.— Nuf chri⸗sti him-mel⸗fahrt al⸗lein ich und al-len Zwei⸗fel, Angst und pein hier⸗ 126 10. 4 + 1— +—— 1 VI 1— 2 22— ——— — Ine nach⸗ fahrt grün ⸗ de me 5 5 mit stets ü⸗ ber-win ⸗ 21 Irun wei das Hauht I* E — n ari,.,. rnimn nn: un—— —— 12——— *———— 1 im him ⸗ mel ist, wird sei ⸗ ne 6lie- der —— 4——.— 255 H ——— — de-sus ckhrist zur rech⸗ ten Zeit nach⸗ ho⸗-len D 2. Weil er gezogen himmelan undô große 6ab empfangen, mein herz auch nur im him⸗ mel kann, sonst nirgends, Ruh erlaͤngen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch stets mein herz und Sinn, nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach herr, laß diese 6nade mich von deiner Auffahrt spü⸗ ren, daß mit dem wahren õlau⸗; ben ich mag meine naͤchfahrt zieren und dann einmal, wenns dlir gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. herr. höre doch mein flehen! Rugsburg 1634. nach Josua Wegenn g. 1604 1640. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. —— form im Anhang. Phil. Nicolal 6. 1509. 133 3 wun · 4e. gro⸗ ßer Sier ges held, du zur Rech ten von des Va⸗-ters Kraft, der + 1. 2+—— Zam mmin —.—— x—.—.——*— Sün⸗den-trä-ger al ⸗ ler Welt, heut hast du dich ge⸗ fein de Schar ge⸗bracht zur haft, bis auf den dod ver⸗ + — 1 4 — 2— + set · zet let · jet; mäch⸗tig, präch⸗tig tri ⸗ um⸗ phie⸗rest, ju⸗vi⸗ 12⁷ himmelfahrt SSSSS 2 H +* I——. I I I + —.——————— —— r lie ⸗rest; Tod und Le⸗ben, dir ist al les un ⸗ter ⸗ge⸗ben. 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich großen Siegsmann loben, weil dlu den Segen wiederbracht, mit majestat und großer macht zur õlorie bist erhoben. Singet, klin · get, rühmt und ehret den, so fähret auf gen himmel mit po⸗ saunen und 6etümmel. 3. Du bist das haupt, hingegen wir sind Gliedler, sa es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Ceben; heil, fried und freude, Stärk und ftraft, Erquickung, Cabsal, herzenssaft wird uns von dir gegeben; bringe, zwin⸗ ge mein 6emüte, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegs⸗ herrn Ehr erweise. 4. ZJeuch, Jesus, uns, zeuch uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Rei⸗ che trachten. Caß unser Tun und Wandel sein, wo Zucht und De⸗ Mel.: Nch 6ott und herr. mut tritt herein, all Uppigkeit verachten. Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die önadle sei zu finden. 5. Sei, Jesus, unser Schutz und Schãtz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen; laß suchen uns, was droben ist; auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lũ⸗ gen, Trügen, Angst und plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. herr Jesu, komm, du 6na⸗ denthron, du Siegesfürst, held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins heiligtum ge⸗ gangen. somm schier, hilf mir! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende fröhlich klopfen in die hande. ernst christ. homburg g. 1605 + 1681. 16²⁵. B E * II—9 I + I 2— zeuch uns nach dir, so kom- men wir I— mit herz-li- chem Vver-lan- gen hin, da du bist, 128 *— ——— IIIIA/ 2 Himmelfahrt — Y + SSSD—. 111 I.— U * II J. ‚* herr Je-su christ, aus die⸗ser Weit ge⸗ gan⸗gen. 2. Jeuch uns naͤch dir, herr Christ, und führ uns deine him⸗ melsstege! Wir irrn sonst leicht, sind abgeneigt vom rechten Le⸗ benswege. 3. Zeuch uns nach dir, so fol⸗ gen wir dir nach in deinen him⸗· mel, daß uns nicht mehr allhier Mel.: Alle menschen müssen sterben. Mel. 1. beschwer das böse Weltgetüm⸗ mel. 4. JZeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nach · fahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwähl⸗ ten Scharen! friedr. funcke g. 1642 4 16090. J. hintze 1678. I— 135 —.—......‚.‚‚ I Sie ges⸗-für-ste, Ch-ren⸗kö- nig, höchst⸗ al-le him ⸗ mel sind ju we⸗nig, du 4 + + 1 +* SSIII.T— e e, e mn, uns,1. — ver⸗klär-te ma ⸗- je-stät, bist drü⸗ber hoch er ⸗höht; R— WVI sollt ich nicht zu fuß dir fal- len, und mein herz vor freu de wal-len, wenn mein +— 1— + —— 1 19—41 blau- bens · aug be· tracht dei · 2. Seh ich dich gen himmel fahren, seh ich dich zur Rechten dla, seh ich, wie der Engel Scha; ren alle rufen 6loria, sollt ich nicht ju fuß dir fallen, und mein herz vor freude wallen, 1²⁰ 3J— 1.— H ne Glo-rie, dei-ne macht? dlã der himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du himmels- sonne, deine slarheit sich er⸗ geußt und mit neuem Glanz und Wonne alle himmelsgeister bimmeifahrt speist: prächtig wirst du einge⸗ nommen, freudig heißt man llich willkommen; schau, ich ar⸗ mes seindlein hier schrei auch hosianna dir. 4. Sollt ich deinen stelch nicht trinken, da ich deine õlorie seh? Sollt mein Mut noch wollen sin · ken, da ich deine macht versteh? Meinem sönig will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grau⸗; en, nur in Jesu namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und straft nun über⸗ fließen; drum wirk in mir kräf⸗ tiglich, bis jum Schemel deiner füßen alle feinde legen sich. Aus Zion den Zepter sende, weit und breit bis zur elt Ende, mache dir auf Erden Bahn, alle herzen untertan! 6. Du kannst alles aller Orten nun erfülln und nahe sein; mei⸗ nes armen herzens Pforten stell ich offen, komm herein. stomm, dlu stonig aller EChren, du mußt duch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in dleinem himmelsthron! Gerh. Tersteegen g. 1697 4 1769. t 0 n * Niingst⸗ liederch NIEEEEEETNEEE EE EI U—-——————* V ——ä———————————— —4 — ·ON 40 ö ö Eigene melodie. Altkirchlich. —————— .n 1.— 16 142—— SSSIITt Ett..T...... somm, hei ⸗li⸗ ger õeist, er ⸗füll die — 1 XI 4—³ — +— + + her⸗-zen dei⸗ ner Gläu—bi- gen und ent⸗ zünd in *— DDI ZD..II I +— I LI +— 1 + 2— 1— + 1 1 + 2 ——— +L der du durch man-nig ⸗fal-tig⸗-Keit der Zun- gen die + NL—— * völ-ker der gan-zen Welt ver ⸗sam⸗melt hast in Ei ⸗ nig · *— 1 1 +.—.. I—— + LI 2—* ι⁰ι½½ν V44⁴½ LE SZ‚I keit des Glau- bens. hal le⸗ lu-ja, hal-le-lu-sa! 11 Ritkirchlich. Pfingsten XXXIXILILITILILI kigene elodie. Altkirchlich.— Joh. Walther 1524. 1— IEI 3 + I. I— omm, o ott Schöp⸗er, heil ⸗ger 6eist, be⸗ ———V—:0vc 1+.— ů H+ 8 D I 1 en L. I. 1— 1— wie du weißt, daß dein 66-schöpf soll vor dir sein. 2. Denn du der Tröster bist ge⸗ nannt, des Allerhöchsten Gabe teur, ein geistlich Salb an uns gewandt, des Cebens Brunnen, Lieb und feur. 3. Zünd uns ein licht an im ver· stand, gib uns ins herz der Lie⸗ be Brunst, des fleisches Schwach⸗ heit, dir bekannt, stärk allzeit durch dein straft und Gunst! 4. Du bist mit 6öaben mannig⸗ falt der finger Gottes rechter hand, des vaters Zusag mit sewalt durch Zungen geht in alle Cand. kigene melodie. 5. Des feindes List treib von uns fern, den frieden gib durch deine onad, daß, wie du führst, wir folgen gern und meiden, wäas der Seele schadt. 6. Den VUater uns wohl kennen lehr und Jesum christum, sei⸗ nen Sohn, daß wir auch geben gleiche Ehr dir, beider õeist, in Einem Thron. 7. Gott unser Vater, sei allzeit aus herzensgrund von uns ge⸗ preist, ob sei, hjerr Jesu, dir be⸗ reit mit õott dem werten heilgen Geist! martin cuther g. 1483 + 1546. Vorreformatorisch. Ursprüngliche form im Anhang. 13 8— 1 1— +.2 E. 1 1. 1 — 1 LI 1 2.. somm, hei⸗li⸗ger eist, herre oott, er⸗fül IIIE— mit dei⸗ner ona-de 6ut dei-ner Gläub--gen herz, mut I. H— 2 —— — + + N IE— 2— I und Sinn, dein brün⸗stig cieb entjünd in ihn'n! 0 herr, *) Teilung Str. 3. 13² ———————————————7 277777271 ISxFxqDN¶„&-Fx- 2.—.— I.. 222. + Pfingsten 2 1..—— durch dei ⸗ nes Lich ⸗ tes Clam zu dem 6lau⸗ben ver⸗ sam ⸗melt l 0 2—— + —— IE herr, zu Lob ge⸗ sun-gen. hal le-lu⸗-ja, hal-le-lu⸗ja! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns, Gott recht erkennen, von herzen Vater ihn nennen! o herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Mei⸗ ster suchen mehr denn Jesum hrist mit rechtem lauben und ihm aus ganzer macht vertrau⸗ en. halleluja, halleluja! *) Bindung Str. 2.*) Teilung Str.2. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und ge⸗ trost in dein'm Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben! 0 herr, durch dein scraft uns bereit und stark des fleisches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Ceben ju dir dringen. 4457— l Halleluja! v..hrh⸗ b. 2-3 martin Cuther g. 1483 + 1546. Eigene melodie. Ursprüngl. Form im Anhang. mitte des 13.Jahrh. 1 N— 39 1 2... e dn Fxn V nun bit= ten wir den hei⸗- li⸗ gen Geist + +. 1 1 + 1 2.— U I 1 um den rech⸗ ten Glau ⸗ — ben äl⸗ ler-meist, daß +— +— V —— RRPI — SD—‚—=..... V er uns be⸗ hü⸗-te an un ⸗-serm En de, wenn wir 7 — N + LII E ———— ————3— heim-fahrn aus die⸗sem( *) Bindung Str. 4. len- de. sy⸗- ri e⸗leis! 13³ Ppfingsten 2. Du wertes Llicht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen hei⸗ land, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. syrieleis! 3. Du süße Lieb, schenk uns lleine 6unst, laß uns empfinden der Ciebe Brunst, daß wir uns von herzen einander lieben und im friede auf Einem Sinn blei⸗ ben. seyrieleis! 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schäand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der feind wird das eben ver; klagen. syrieleis! U. 12. Jahrh. V.2-4 Martin Cuther g. 1483 1546. mel.: Aus meines herzens 6runde. zweite melodie im Anhang. 1598. 140— u 1 + I LI +L freut euch, ihr chri⸗sten al-le, Sott lobt ihn mit gro⸗ßem Schal⸗le, er — E n I HA I 1 + schenkt uns sei⸗ nen Sohn; 3* schickt vom him⸗mels⸗ thron/ uns sei nen wer⸗ ten Geist der uns durchs Wort recht leh ·— lles Glau· bens nͤn V +— A 1——— N +H+ I 24 Licht ver⸗ mehret un! uns auf chri- stum weist. 2. Es lässet offenbaren 6ott, un · ser höchster hort, uns, die wir unweis waren, sein himmlisch Gnadenwort. Wie groß ist sei⸗ ne 6üt! nun können wir ihn kennen und unsern Vater nen⸗ nen, der uns allzeit behüt. 3. Uerleih, daß wir dich lieben, o Gott von großer huld, durch Sünd dich nicht betrüben, ver; gib uns unsre Schuld, führ uns auf ebner Bahn, hilf, daß wir dlein Wort hören und tun nach deinen Tehren. das ist recht wohl getan. 4. Uon oben her uns sende den beist, den edlen õast, der stärket uns behende, wenn uns drückt sereuzeslast; tröst uns in Toddles pein, mach auf die himmels⸗ türe, uns mit einander führe ju deinem freudenschein! beorg Werner g. 1589 4 1643. 13⁴ ———= Ppfingsten el.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im anhang. H. Phil. Iicolat(0) 1500. 12. e SDSDSSDSESESIIIS 41 0 heil⸗ger eist, hñehr bei uns ein undl Du him⸗-melslicht, laß dei⸗nen Schein bei IE* 1 + I 1 1. r 1. + laß uns dei ⸗= ne woh⸗nung sein, o komm, du her ⸗-zens⸗ uns und in uns kräf tig sein zu ste⸗-ter freud und . LXXL.— Ei sonne! Won-ne! Sonne, Wonne, himm⸗ lisch Le⸗ben willst du ge⸗ven, 4 + 1 1 4 4 4 I 1 + III I EI — 5305—— wenn wir be⸗ ten; zu dir 2. Du OQuell, draus alle Weis⸗ heit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in ölaubens⸗ einigͤkeit auch können aller Christenheit dein wahres Zeug⸗ nis lehren. höre, lehre, daß wir können herz und Sinnen dir ergeben, dir zu Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit dei⸗ nem Raͤt und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. 6ib uns Be⸗ ständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir uns leiden müssen. Schaue, baue was zerrissen und geflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 135⁵ kom⸗ men wir ge⸗ tre ⸗ ten. 4. Taß uns dein edle Balsam- kraft empfinden und zur Ritter; schaft dadurch gestärket wer⸗ dlen, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller feinde Trutz mit freudigen Geberden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück über⸗ winden. 5. O starker fels und Lebens- hort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern herzen brennen, dlaß wir uns mögen nimmer⸗ mehr von deiner weisheitrei⸗ chen Lehr und reinen Liebe tren; nen. fließe, gieße deine 6üte ins Gemüte, daß wir können hristum unsern heiland nen nen. pfingsten 6. Du süßer himmelstau, laß dlich in unsre herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe; kein neid, kein Streit dich betrübe, fried und Liebe müssen schwe⸗ ben, fried und freude wirst du geben. Eigene melodie. Ruch nach melodie Ur. 460 zu singen. 7. Gib, dlaß in reiner heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Litel⸗ keit, des fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe un; ser Sinnen und Beginnen von dler Erden, daß wir himmels⸗ erben werden. mich. Schirmer g. 1606 4 1673. Joh. Crüger 1653. + +——— E= 1⁴4³ zeuch ein dler du, u lei · nen To-ren, sei dla ich ge⸗bo-ren, mich I 22•½½½½— +— FE.— —.— 4311. mei nes her⸗jens bast, o hoch⸗ge⸗liev-ter eist des neu ge⸗bo-ren haäst, +4 + 11444.— 13———4 205— 2—5....e.eeeeee‚‚..e... +L +7 bd- ters und lles Soh nes, mit bei den 1 1—— 2—..—..— + + 1 N ————— EII EI glei ches Thro⸗ nes, mit 2. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den und schmecken deine straft, die sraft, die uns von Sünden hülf und Errettung schafft. Ent⸗ sündge meinen Sinn, daß ich mit reinem 6eiste dir Chr und Dienste leiste, die ich dir schul⸗ dlig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du bei den gleich ge⸗-preist! hast ihn umgebracht und in der Tauf erstickt als wie in einer flute mit dessen Tod und blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge öle, da⸗ durch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem herren Jesu hrist vJum wahren igentum, zum priester und propheten, zum stönig, den in nöten Gott schützt vom heiligtum. 13⁰ Pfingsten it 3. Du bist ein oeist, der lehret, wie man recht beten soll; dein 5 Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, es steigt um him⸗ E mel an, es steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der + allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der freuden, von Trauren hältst du nichts, 5. erleuchtest uns in Leiden mit deines Trostes Licht. Nch ja, wie maͤnches mal hast du mit süßen 1 Worten mir aufgetan die Pfor⸗ ten zum güldnen freudensaal. 7. Du bist ein Geist der LCiebe, ein freund der freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe 5 zorn, Zank, haß, neid und Streit. Der feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebes⸗ flammen sich wieder tun jusam⸗ — men, die voller Zwietracht seind. — 8. Du, herr, hãst selbst in hän;⸗ den die ganze weite Welt, kannst menschenherzen wenden, wie dir Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 473 zu singen. es Wohlgefällt; so gib doch dei⸗ ne 6nad zum fried und Liebes- banden, verknüpf in allen Lan⸗ den, was sich getrennet hat. 9. Erfülle die õemüter mit rei· ner 6laubenszier, die häuser und die 6üter mit Segen für und für! vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein herz ergetzet, aus unserm herzen reißt. 10. 6ib freudigkeit und Stär⸗ ke, zu stehen in dem Streit, den Sãtans Reich und Werke uns täglich anerbeut. hilf Kämpfen ritterlich, damit wir überwin⸗ den, und ja jum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 11. Richt unser ganzes Leben allieit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins To⸗ dles Rachen hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröh⸗ lich sterben und nach dem Tod ererben des ewygen Lebens haus! paul õerharat g. 1607 4 1676. 1693. + ů 143.— * 1 —— 1 1 somm, o komm, du 6eist des Dei ne fraft sei Ce-bens, nicht ver ge⸗ bens, EEI — 4 + + waäah- rer Gott von C-wig⸗ekeit! er-füll uns se⸗der-jeit, sie so wird 6eist und * X.. + 1 + +— + DH + I 1 I I cicht und schein in dem 137⁷ dun ⸗Rein her⸗zen sein. Pfingsten 2. Gib in unser herz und Sin· nen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir andres nichts beginnen, als nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los! 3. Zeige, herr, die Wohlfahrts⸗ stege! Das, was wider dich ge⸗ tan, rãumeferner aus dem lbege, schlecht und recht sei um und an; wirke Reu an Sünde statt, wenn der fuß gestrauchelt hat. 4. Caß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes seinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich not und Drangsal findt. denn des vaͤters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reij uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller freudigkeit, seußz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und dlie Zuversicht vermehrt. mel.: Jesu, meine freude. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das herz oft rufen muß: Nch mein Gott, mein Gott, wielangeꝛei, so mach uns den Be⸗ schluß, sprich der Seele tröstlich zu und gib mut, oeduld und Ruh! 7. O du Geist der fraft und Stärke, du gewisser, neuer seist, fördre in uns deine erke, wenn ddes Satans macht sich weist; schenk uns affen in dem srieg und erhalt in uns den Sieg! 8. herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und 6ott. Saͤgt daäs fleisch gleich immer nein, laß dein Wort ge⸗ wisser sein! 9. Venn wir endlich sollen ster⸗ ben, so versichre uns je mehr, als des himmelreiches Erben, jener herrlichkeit und Chr, die uns unser õott erkiest und nicht auszusprechen ist. heinrich held g. 1620 1+ 1650. Joh. Crüger 1656. 2. ö 144 ½91. Schmückt das fest mit mai ⸗en,“) las-set denn der 6eist der öna⸗den hat sich 2—— W E+ 4—* Bhn —1.I—.. Blu-men streu en, zün det op-fer an! ein ge⸗ la⸗ den; ma⸗chet ihm die Bahn, nehmt ihn V I 4— I I 4 — I 1 + IEI—— 1 +.„.. ein, so wird sein Schein euch mit Licht und 59. 118, 27. 138 SIScWKLeMc ꝛaͥ;hhe- pfingsten 1 1 1 + heil er ⸗ fül ⸗len 2. Tröster der Betrübten, Siegel der õeliebten, õeist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, frie⸗ llensüberbringer, Licht auf un⸗ serm Pfad, gib uns straft und Lebenssaft, laß uns deine teuren äben zur 6enüge laben! 3. Iaß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ dlen Geist empor, gib uns sraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor, gib uns Mut, du höchstes 6ut, tröst uns krästiglich von oben bei der fein⸗ ddle Toben! 4. Guldner himmelsregen, schüt⸗ te deinen Segen auf das stirchen⸗ feld, lasse Ströme fließen, die das Tand begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es getleih, hundertfältig früchte bringe, es ihm stets gelinge. 5. Schlage deine flammen über uns zusammen, waͤhre Ciebes⸗ glut, laß dein sanstes Wehen auch bei uns geschehen, dampfe ßleisch und Blut, laß uns doch und den stum- mer stil⸗-len. dlas Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen! 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus, wohn in unsrer Seele, und udles herzens höhle sei dein eigen haus! Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das sereuze süße, und durch finsternisse sei du unser Licht, trag nach Zions hügeln uns mit 6laubensflügeln und ver⸗ laß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will ju felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen nim⸗ mermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im õuten grü⸗ nen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter hort, bei den grünen himmelsmaien ewig uns erfreuen. Bensamin Schmolck g. 1672 + 1737. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1500. . I + 1⁴4⁵ . — 4 * Homm, 6ot- tes Geist, komm, höch'ster Gast, somm, of-fen-ba ⸗ 130 re dlich auch mir. 8 Inngsten EXIILLILLII — 1 III 1——.—..— 2 herr, den der him-mel nicht um-faht, noch die ser Kreis bott heil⸗ger éeist, daß ich in dir ein öeist mit chri⸗ +—3——...—— 2— — 4 1 I + —— der Er-de! sto wer⸗de. Lei-te heu⸗te 6eist und Sin nen, mein be⸗ V. — I N I I 4— + I 4 LI +. + ——— — + gin⸗ nen und mein ce⸗ ben, dei⸗ner Lie ⸗be nach · ju ⸗stre ⸗ben. 2. Komm, teures 6ut, komm, höchster Schatz, komm in mein herz und mache pPlatz, dich glau⸗ big einzunehmen. Ich glaube fest, mein heil und Licht, du teurer Tröster wirst dich nicht ller armen hütte schämen. cile, heile herz und Seele mit dem öle deiner önaden, mache gut den Sündenschaden! 3. Entzünd in mir die Liebes- glut und mache brünstig Geist und mut, du flamme reiner Liebe! Laß mich mit dir versie⸗ gelt sein, damit in not und Todespein ich steten Glauben lbe. Rühre, führe mein 6e⸗ müte, Gottes Güte zu erken⸗ nen, christum meinen herrn zu nennen. 4. Erquicke mich, du sanfter Wind, du Brunn, wo Lebens⸗ waässer rinnt, du süße freuden⸗ quelle, die allen Durst der Seele stillt und aus der õottheit Tiefe quillt ganʒ rein und ewig helle. fließe, gieße deine 6aben, mich zu laben, wenn ich sitze in der Angst und Seelenhitze. 5. Sei meiner ohnmacht straft und macht, mein helles Licht in dunkler acht, mein eg, wenn ich verführet, mein Lehrer in Unwissenheit, mein starker bei⸗ stand in dem Streit, bis mich llie srone zieret. Schütze, stütze, herr, mich Schwachen, stark zu machen meinen Glauben, laß mir nichts die rone rauben! 6. hilf mir in meiner letzten Hot, versüße mir den bittern Tod! Wenn herz und Rugen brechen, so sei du meines Lebens Licht, laß, wenn die Zunge nichts mehr spricht, dein Seußßzen für mich sprechen! Laß mich endlich selig scheiden zu den freuden aller frommen! Ach wann werd ich dahin kommen! Joh. Ernst Wenigk g. 1701 4 1745. 14⁰ V* Geist vom va· LLLLLypfingsten snel.: freu dich seyr, o meine Seele. 1551. 140 12——— —. t 1 Z. 221— —2 ter und vom Soh-ne, der du und von un⸗sers oot tes Thro-ne hülfreich I + 1 I 1— — 1 1 XI — 4 2— 2 e, —— I I 1 un ⸗ser drö⸗ster bist auf uns Schwa⸗che siehst, ste⸗he du mir mächtig bei, ——*— DI — I H— 1 dlaß ich Gott er ⸗ ge⸗ ben sei, dlaß mein gan jes 4 2 +. + — +.— 1 + +— I. N —— + 4 I1. herz auf Er- den mög ein cem pel 6ot-tes wer⸗den. 2. LCaß auf jedem meiner Wege deine eisheit mit mir sein und, daß ich nicht irren möge, deine Wahrheit mich erfreun! Suchen laß mich in der Welt nichts, als waäas dir wohlgefällt: lehrst du mich, was recht ist wäͤhlen, werd ich nie mein heil verfehlen. 3. Hilf, daß ich, von dir ge⸗ trieben, meinem õott und Vater treu, ihn mög über alles lieben, und mir nichts so wichtig sei, als mich seiner huld zu freun und drum sSünden stets zu scheun, seinen Namen zu erhöhen, seine Wege gern zu gehen. 4. Stärke mich, wenn zu der Sünde mein 6emüt versuchet wird, daß sie mich nicht über⸗ winde. hab ich irgend mich ver⸗ irrt, o so stärke selbst mein herz, dlaß ich unter Reu und Schmerz mich vor Gott demütig beuge, meinen Sinn jur Beßrung neige. 5. fehlt mir srraft zu guten Derken, treibe zum Gebet mich an, das zur Tugend Schwache stärken, Träge neu beseelen kann. Laß mich aber mein Ver⸗ traun nie auf meine Tugend baun, nie der Taten Cohn ver⸗ langen, was Gott gibt, als 6nad empfangen. 6. Steh in allen meinen Leiden mir mit deinem Troste bei, daß ich auch alsdann mit freuden dleiner führung folgsam sei. Still im Sterben Angst und Schmerz, daß noch da mein bre⸗ chend herz deines Trostes straft empfinde, männlich kämpf und überwinde. häannov. ösb. nach 6. Hoffmann und s. Diterich. 1⁴¹ Pungsten IX ILLLILLII mel.: Jesu, crost der armen Seelen. 17⁰⁴. V. 14⁷ + 1— 1 1 .— höch ⸗ster Trö ⸗ster, komm her⸗nie-der, 4 5 1 + 4 + 1 1 1 I + 4 II + N +. 334 6lie der! er, der nie sein wort ge⸗bro⸗ chen, —— 2——— + + + I.. 2 164.55 1 I —— ge-sus hät dei⸗ nen Rat 2. Schöpfer unsers neuen Le⸗ bens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Ach das Seelenwerk ist wichtig: wer ist wohl, wie er soll, treu zu han⸗ deln tüchtig? 3. herr, wir fallen dir zu fuße. Eins ist not für den Tod: Buße, wahre Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, daß das herz Angst und Schmerz, Reu und Scham empfinde. 4. Zeig unsdestrlöserslbunden, ruf uns zu:Ihr habtRuh, ihr habt heil gefunden; eure Sünd ist schon gerochen, Jesu Blut machet gut, was die Welt verbrochen. 5. VDeck uns auf vom Sünden⸗ schlafe, rette doch heute noch die verlornenschafe, reiß dielbeltaus dem Verderben, laß sie nicht im bericht der Uerstockung sterben! 6. Geist der Weisheit, gib uns allen durch dein licht Unterricht, — LI 2— sei ⸗ nem volk ver⸗spro⸗chen. wie wir 6ott gefallen. ehr uns, recht vor Gott zu treten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 7. Hilf den Kampf des Glau⸗ bens kämpfen, gib uns mut, fleisch und Blut, Sünd und elt zu dämpfen. Caß uns Trübsal, streuz und Leiden, Angst und not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden! 8. hilfuns nach dem besten/)stre⸗ ben, schenk uns straft, tugend⸗ haft und gerecht zu leben. Gib, dlaß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines orts zu gehen. 9 cor. 12, 31. 9. Sei bei Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze! führ, wenn sott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist freu⸗ dig in die freude! Ehrenfr. Liebich g. 1713 1 1780. kinitätislieder ott der bva⸗- ter, wohn uns bei und mach uns al ⸗- ler Ssün den frei und 1 1— V N 1E +— SIE hilf uns se⸗lig ster ben!)/ dir uns las⸗ sen ganz und 2 laß uns nicht ver⸗ der-ben,— Vor dem Teu-fel uns be⸗ — 4— I * I— 1 wahr, halt uns bei fe⸗ Ram Gau⸗ ben und auf dich laß uns gar, mit al-len rechten Chri⸗ sten ent⸗fliehn des Teu⸗fels —. LXI V II + EII . + bau- en, aus her⸗-zens-grund ver⸗trau-en, Aumen Li-sten, mit Waf⸗fen 6otts uns fri⸗sten! I I. N 7 N 1 N—4. + N LI N 1 + + +* +* TE + 1 WII H men, das sei wahr, so sin gen wir hal⸗le-lu-ja! 2. Jesus hristus, wohn uns] 3. heiliger 6eist, wohn uns bei und laß uns nicht verder⸗ bei und laß uns nicht verder⸗ ben, usw. ben, usw. nach einem vorreformator. Ciede a. d. 15. Jahrh. martin Cuther g. 1483 T 1540. 5 7 Eigene melodie. 15 Aitkirchlich —. 149.ñ—.— TI. 1 2— —.—— ITI ——4— ⁊2—4 1. + I 1 Al-lein 6ott in der höh sei Chr und dlar-um dlaß nun und nim mer mehr uns 145 Dank für sei⸗ ne 6na ⸗ de, A rüh · ren kann kein Scha— de. Ein bohl-ge⸗falln Gott * * + —.— +. IIl 147 0 an uns hat; nun ist groß fried ohn Z.iieee —*——— 12......— HQ᷑◻ẽ +— e E 3 3466.————.— 9n—.—.—. ꝗ ————. SSESE EEE Un⸗-ter-laß, all 2. Wir loben, preisn, anbeten llich für deine hr, wir danken, laß du, Gott UVater, ewiglich regierst ohn alles anken. Ganz ungemessn ist deine Macht, fort g'schieht, was dein Will hat be⸗ dacht: wohl uns des feinen herren! 3. 0 Jesu christ, Sohn einge⸗ born deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, fehl hat nun ein En-de. du Stiller unsers haders,[Camm Gottes, heilger herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4. O heilger 6eist, du größtes Gut, du all'rheilsamster Tröster, vors Teufels 6'walt fortan be⸗ hüt, die Jesus christ erloset durch große mart'r und bittern Tod, abwend all unsern Jamm'r und not! Dazu wir uns verlassen nach Decius 4 1529.(Oloria in excelsis.) mel.: Herr Jesu christ, dich ju uns wend. 16⁴48⁸. 1 50 +— X I....—— 4 + II. Sei Lob, Chr, Preis und herr ⸗-lich Keit dem 4 2— +— +.—.— +— +— Vat'r in al⸗-le E-wig-keit, der al le ding er⸗ + + I + 4 N 1 1 1 + + ꝓIIII 1 + I. X schaf⸗fen hat und sie er⸗hält durch sei ne Gnal. 14⁴ SEE. trinitatis 2. Chr sei auch seinem lieben Sohn, der alles öute uns getan, der an dem streuze für uns starb und so den himmel uns erwarb. 3. Chr sei auch ott dem heil⸗ gen Geist, der uns durch sein Gnad allermeist die Wahrheit machen woll bekannt und uns eröffnen den Verstand. 4. 0O heilige Dreifaltigkeit, o währe einige Gottheit, erhör uns aus Barmherzigkeit und führ uns ju der Seligkeit! Böhmische Brüder 1366. Mel.: christ unser herr zum Jordan kam. Auch nach melodie Ur. 165 zu singen. Joh. Walther 1524. 4541.——— — —— E.—— —— Was alle Ueis-heit in der Welt bei das läßt Gott aus dem him-mels ⸗-jelt in ———— —.—— uns hier kaum kann lal-len, al-le Uelt er-schal-len, — daß er al⸗lei:ne scõ · nig —— 1 14.—1. + I—4 + ——.———— sei, hoch ü⸗ ber al-le 6öt-ter, groß, mäch ⸗tig, + N I +* I N f 4*2—— r wernma—— 2.—— freund-lich, fromm und treu, deͤr from ⸗ men Schutz und Ret⸗ ter, Ein 2. Gott Vater, Sohn und heil⸗ ger Geist heißt sein hochheilger name; so kennt, so nennt, so rühmt und preist ihn der ge⸗ rechte Same, Gott Abrahams, Gott Isdaks, Gott Jakobs, den er liebet, herr Zebaoth, der acht 14³ Ue-sen, drei Per-so-nen. und Tag uns alle 6aben gibet und Wunder tut alleine. 3. Der Vater hat von Cwigkeit den Sohn, sein Bild, erzeuget; der Sohn hat in der füll der Zeit im fleische sich gezeiget; der õeist geht ohne Zeit herfür vom Trinitatis vater und vom Sohne, mit bei⸗ den gleicher Chr und Zier, gleich ewig, gleicher rone und un⸗ geteilter Stärke. 4. Sieh hier, mein Herz, das ist dein 6ut, dein Schatz, dem kei⸗ ner gleichet; das ist dein freund, dler alles tut, was dir zum heil gereichet, der dich gebaut nach seinem Bild, für deine Schuld gebüßet, der dich mit wahrem õlauben füllt und all dein sreuz durchsüßet mit seinen heilgen Worten. 5. Crhebe dlich, steig zu ihm zu und lern ihn recht erkennen! Denn solch Erkenntnis bringt dir kuh und maͤcht die Seele bren· nen in reiner Liebe, die uns nahrt zum ewgen freudenleben, da, was allhier kein ohr gehört,“) 6ott Wird zu schauen geben den Nugen seiner sinder. *) 1 cor. 2, 9. b. Weh aber dem verstockten dlet, õott von sich stößt und sei⸗ ne Chr auf streaturen wendet! Dem wird gewiß des himmels Tür einmal verschlossen bleiben; denn wer 6ott von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne. 7. Ei nun, so gib, du großer held, õott himmels und der Er⸗ dlen, daß alle enschen in der Welt zu dir bekehret werden. Erleuchte, was verblendet geht, bring wieder, was verirret, reiß adus, was uns im Uege steht und freventlich verwirret die Schwachen in dem 6lauben. 8. Auf daß wir also allzugleich zur himmelspforte dringen und lermaleins in deinem Reich ohn alles Ende singen, daß du alleine scönig seist, hoch über alle 6ötter, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, ler frommen Schutz und heer, das sich hie selbst verblen⸗; ketter, in Wesen, dreiĩ Personen. pPaul Gerhardt g. 1607 4 1676. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche Form im Anhang. Phil. Nicolai() 1599. — II TEE 8 8 ——.— +7 ů hal-le⸗ lu- ja! Lob, Preis und chr sei bon(C-wig⸗keit zu E- wig ⸗keit sei — un⸗ serm 6ott je mehr und mehr für al⸗le sei ⸗ ne m uns al- len ihm be-reit dank, Weisheit, Kraft und V trinitatis IL—0 I IESAI EE — + 1 I + I— +— 4 — 3*——— wer⸗Re! i ö n Star Bel) hlin-get, in-get: her⸗g, hel ⸗uig, hoch ung —p—.— 1——4 ———. uuu 124.——1. ——* herr⸗-lich, hei⸗lig ist ott, un ⸗ser Gott, der herr Ze · bã- oth! 2. Hallelusa! Preis, Chr und Maͤcht sei auch dem õotteslamm gebracht, in dem wir sind er⸗ wählet; der uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. heilig, selig ist die freundschaft und 6emeinschaft, dlie wir haben und darinnen uns erlaben. 3. halleluja! Gott heilger 6eist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, Mel.: Es wolle oott uns gnädig sein. dlen Hochzeittag erkoren. heil uns, heil uns, da ist freude, da ist Weide, da ist anna und ein ewig hosianna. 4. halleluja! Lob, Preis und chr sei unserm ott je mehr und mehr und seinem großen Ua⸗ men! Stimmt an mit aller him· melsschar und singet nun und immerdaͤr mit freuden: Amen, Amen! selinget, singet: heilig, heilig, hoch und herrlich, heilig ist 6ott, unser Gott, der herr Zebaoth! 1698. Dr. Mäartin Tuther 1524 3 — 1 1 0O Gott, wir eh ren dei- ne macht und nach wel cher du uns wert ge⸗aͤcht, dich I D + 2 —— * 6na-de zu uns Ar- men, un-ser zu er⸗ bar⸗-men. Wir ů sind voll Sün-de, — 4—T= + 1 — +— 4* voll Gnad, — du wir tot, du bist das(e=- ven 14⁷ ....— 2. Wir beten dich als Vater an, du liebest uns als ginder; so hast du dich ja kund getan, zum Trost der armen Sünder. dein zorn weicht deiner Lieb und Huld, dein väterlich 6emüte ist voll Erbarmen, voll Geduld, voll langmut, creu und Güte, o lieb⸗ reich Vaterherze! 3. O Jesu, teurer õottessohn, du Licht vom wahren Lichte, vor dlir, lem rechten önadenthron, wird Sund und Tod zunichte; du bist ller õrund der Seligkeit, Worauf wir Armen hoffen, dein 6na⸗ llenbrunn steht allezeit für uns⸗ re Seelen offen, du Ausfluß alles ei ⸗-gen ge ben, o ab- grund al-ler Lie-be! 4. 0 Geist der onade, wahrer 6ott, komm, steure dem Uerder⸗ ben, laß uns durch Christi streu; jestod der Lelt und uns ab⸗ sterben, ja schlag das ganze höl⸗ lenreich in unsrer Seel danieder, damit wir Jesu hristo gleich und seines Leibes 6lieder durch dleine önade bleiben. 5. So ehren wir in Linem Thron llich, unsern oott und Vater, samtchristo deinem lieben Sohn, als unserm heilserstatter, und ott dem werten heilgen beist von gleicher macht und Wesen. hilf, der du dreimal heilig heißt, laß wir in dir genesen und llich Segens! dlort ewig loben. cudiw. Andr. otter g. 1661 4 1735. N* ieder · für: die kleineren EFeste EEIEENNN S 1. Darstellung Jesu. Cobgesang Simeons.(NHune dimittis.) Ev. Cuc. 2, 290- 32. kEigene melodie psalmton 8. 1— 4 5 4 LIIHE +*———— N:IE— ——— 1. herr, nun läs⸗ sest du dei⸗ nen 2. denn mei⸗- ne Au- gen ha⸗ ben 3. Ein licht, zu er⸗leuch-ten die 4. ch- re sei dem ba⸗- ter und 5. Uie es war im An⸗fang, setzt . 2—, —— 1. Die ner im frie den fah⸗- ren, wie—— 2. dei nen hei-land ge ⸗- sehn, den du be⸗ 3.———— hei⸗den und zum preis 4J. dem———* Sohn und dem— 5. undi———— immerdar, und von C- „„* 7. 41 1 ——. III 1.—— du ge⸗saget häaͤst; 2. rei-tet haͤst vor al-len bvöl-kern, 3. dei- nes—— bolks 78-ra-el. 4.——— heili⸗ gen 6ei-ste, 5. wig-keit WT!— ju(⸗ wig⸗- keit. A⸗ men. 140 ö seleinere feste mel.: Vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Luther(0 1539. — X I 15⁵ 1—— Dich bitt ich, lieb⸗ster Je ⸗su mein, komm ö V x I— 2— x + + IINN 1— +.. 2 1 2—.—. *. zu mir in mein herz her-ein, ddaß ich an dir hab + +. I‚... ——I————⁵ +2 + 1 +— +...— 1 H + 2. Denn du mein heil und Le⸗ ben bist, so mir von Gott gege⸗ ben ist; mach rein mein herz, rein meinen Mmut, auf deinem Leg mich halt in hut! 3. Zeig mir die Bahn mit dei⸗ nem licht, daß ich ja fehl des himmels nicht wend ab von mir mel.: Valet will ich dir geben. TLust und freul wie Ssi⸗ me⸗ on im dem-vpel heut. all Straf und Pein und la mich ganz dein eigen sein! 4. Dein Antlitz sei auf mich ge⸗ richt, im Tod und Leben laß mich nicht, so will ich gern aus dieser Welt zu dir heimgehn, wenn dlirs gefällt. ö Johann mylius 1506. MNelchior TLeschner 1615. + +. Z. 15— I LI L + * herr Je- su, Licht der hei- den, der wir kom-men jetzt mit freu- den durch + I— 1— — m.— 4 2 —— uin 11 +7 +— 4 from men Schatz und Lieb, dlei- nes 6ei⸗ stes Trieb in die⸗- sen dei⸗ nen ——— + I——— 4 + rem-pel und su- chen mit be⸗ gier, nach ——.. si me ⸗ ons — IIIIEE IIEKleinere feste + I 1 10 I + —.———————.— ExX · em ⸗pel, dich gro 2. Du wirst von uns gefunden, o herr, an jedem ort, dahin du dlich verbunden durch dein Ver; heißungswort; vergönnst noch heut zu Tage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensar⸗ men trage, wie hier der alte Greis. 3. Sei unser 6lanz in Wonne, ein helles Licht in pein, in Schrecken unsre Sonne, im sereuz ein 6nadenschein, in Zagheit 6lut und flamme, in not ein freudenstrahl, in rankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todes- qual! 4. Herr, laß auch uns gelingen, dlaß letzt wie Simeon ein jeder hrist kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit frieden mein Augen zuge⸗ dlrückt, nachdem ich schon hie⸗ nieden den heiland hab erblickt. 5. Jd, jd ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem herzen, und in lem meinen du, uns scheiden keine Schmerjen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. hier blickst du zwar juweilen so streng und hart mich an, daß oft vor Angst und heulen ich llich nicht kennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares licht. Johann franck g. 1618 1677. 2. Uerkündigung mMaria. Mel.: Werde licht, du Stadt der heiden. Zweite melodie im Anhang. 1738. 1 5 7** 4+—. Ln 4 +— 20 8 —— + 1— heut ist uns der dag er ⸗schie nen, wie auch Ja- kob und samt ih⸗nen 1 + — 1 1 + — aa.— I— ν⁷ 2 I 1— wor-qauf A- dam schon soj al-ler bvDä⸗-ter dran sich A⸗· brã· Schar ge-hofft, 151 — ham er⸗-quik-Ret, als er ihn im 6eist er⸗-blik⸗ket. 2. 0 des Tages voller Wonne und dem sonst kein Tag nicht gleicht, seit von Anbeginn die Sonne hat um dieses Rund ge⸗ leucht, o der vielgewünschten Stunden, die sich nunmehr ein⸗ gefunden! 3. O du Anfang unsrer freuden, sei gegrüßt, gewünschtes Licht, als mit dem uns armen heiden jetzt ein neuer Trost anbricht, und vor welchem wir indessen stets in lauter Nacht gesessen. 4. Nnunmehr trieft ein heiles· regen oben durch den himmel ab, auch dlie olken schütten Segen und 6erechtigkeit herab: ott der herr kommt selbst auf Erden und beginnt ein mensch zu werden. 5. Gott wird mensch und trägt die Sünde, Allmacht kehrt bei Schwachheit ein, selbst der Schöp⸗ fer wird zum seinde, sein 6e⸗ schöpf soll mutter sein. herr⸗ lichkeit kommt zu uns Armen, dus der Rache wird Erbarmen. 6. O Geheimnis, dessen gleichen man auf érden nie gesehn! Dieses ist ein underzeichen, das von Gott heut ist geschehn, wel⸗ ches kein vernünftig Sinnen kann begreifen noch gewinnen. 7. Uater, und doch Kind da⸗ neben,)) unser Bruder, fleisch und Blut, ach was können wir dir geben für dies allzu große Gut? hilf, daß wir mit herz und Sinnen geistlich dich emp⸗ fangen können. Jes. 9, 6. Johann franck g. 1618 4 1677. 3. fest Johannes des Täufers. Lobgesang des Zacharias.(Das Benedlictus.) Eo. Cuc. 1, 68— 79. Eigene melodie. neunter Pfalm- oder pilgerton 1529. 1587 12.— R 2—— —.————— 2 2 2 lo-bet sei der herr, der hat uns auf ge-rich⸗tet * 1. Gott J5-ra ⸗els, denn er hat 2. ein horn des hells be-sucht in lem hau ⸗- se sei⸗ EE L&.„ 88=nn[s —.**2* I. —— *———— 1. unc c.. l sert sein voll, N men. 2. nes— Die- ners da ⸗ vidl; 3. Wie er vor Zeiten geredet hat durch den und seiner heiligen Propheten, 4. Daß er uns errettete von unsern feinden und von der hand aller, die uns hässen, 5. Und die Barmherzigkeit er⸗ zeigte unsern Vätern und gedlächte an seinen heili⸗ gen Bund 6. Und an den Cid, den er ge⸗ schworen haͤt unserm Vater Abraham, uns zu geben, 7. Daß wir, erlöset aus der hand unserer feinde, ihm dieneten ohne furcht unser Lebenlang 8. In heiligkeit und õerechtig⸗ keit, dlie ihm gefällig ist. 9. Und du sindlein wirst ein Prophet des höchsten heißen, du wirst vor dem herrn her⸗ gehen, daß du seinen Weg be⸗ reitest 10. Und Erkenntnis des heils gebest seinem Volk, dlie da ist in Vergebung ihrer Sünde, 11. Durch die herzliche Barm⸗ herzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besuchet hat der Nufgang aus der höhe, 12. Auf daß er erscheine denen, dlie da sitzen in finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere füße auf den Weg des friedens. 13. Cob und Preis sei õott, dem Uater und dem Sohn und dem heiligen Geiste, 14. Wie es war im Anfang, setzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Cwigkeit. Amen. Mel.: Vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Cuther(0 1530. * — 19 E— ———— —— — — LI * 12— + 6e-lo-bet sei 75-ra- els Gott, der 1 + I..* 2 1 I 2——* —.—— *— herr, der sein volk in der 153 not und, da es gänz-lich — —— —2... — . 1I. + +. war ver⸗-flucht, mit gro⸗ hen 6na ⸗den hat be⸗sucht. 2. Er hat uns seinen Sohn ge⸗ sandt, der allen 3orn ganz ab⸗ gewandt und uns erlöset kräf⸗ tiglich; des kann Israel freuen sich. 3. Da mit uns schon war alles alls, in seines dieners Davids haus hat er ein horn der Selig⸗ keit gesetzt zu Trost der Christen · heit, 4. Wie uns vor Zeiten machte kund der heiligen Propheten und; dadurch er uns hat an⸗ gemeldt, er woll uns retten als ein held. 5. Der feinde crutz, des hassers hand, ob sie vor Zorn gleich sind entbrannt, woll er zerbrechen als der mann, der Tod und Teufel zwingen kann. b. Hierzu hat ihn sein herz be⸗ wegt, das sich mit 6nad und 6üte trägt; er hat an seinen Bund gellacht, vorlängst mit Abraham gemacht, 7. Wie auch an dieses, was er hat geschworen ihm an eides Statt, zu geben denen, die da sind von ihm gejeugt, auch sein · dles⸗sind, 8. Auf daß, wenn wir erlöset sein vom Teufel, Tod und höllen⸗ pein, ihm dienete sein Leben lang ein jeder ohne furcht und zwaͤng, 9. Gerecht und heilig in der Welt nach solcher Art, die ihm gefällt, nicht, wie es Menschen Witz erdennt, damit man sich vergebens kränkt. 10. Du feindlein, du wirst ein Prophet des höchsten heißen, der da geht vor seinem herren fein voran und macht ihm richtig seine Bahn. II. Du wirst verkündigen das heil, an dem der mensch soll haben teil, dem seine Sünd und Missetat der fromme Gott ver⸗ geben hat, 12. Aus herzlicher Barmherzig⸗ keit, kraft deren uns in unserm Ceid der Aufgang aus der höh besucht. Das ist der Ciebe Gab und frucht, 15. Auf daß, die er im finstern findt, und die ins Todes Schatten sind, des Lichtes cinder können sein durch seinen hellen Glanz und Schein, 14. Daß ihre füße richtig stehn und auf dem Weg des friedens gehn, ja endlich allesamt ju- gleich mit freuden gehn ins himmelreich. Joh. heermann g. 1583 + 1647. 13⁴ III Klemmere Feste 4. Maria heimsuchung. lobgesang der maria.(Das magnificat.) Eu. Cuc. 1, 46 55. Eigene melodie. Nneunter psalhm- oder pilgerton 1529. 1⁰⁰ 2— SSI—— 2 U◻ 2 2— 2— E. I 1. mMei ne See le er 2. denn er hat sei- ne e⸗len · rmagt +— 2—3 —— 2—.8.——— ——.— WWWW...—— +——.I +— 1. hebet den her-ren, und mein 6eist freu⸗ 2. n 34 se hen; sie he, von nüun ZStr. 11.—— I—9 I I N DDSSS‚‚‚eDeeeeeeteeee‚+l ——— 1. et sich Got-tes, meines hei⸗lan ⸗des, 2. an wer⸗den mich A- men. se⸗lig prel-sen 7le 3. Denn er hat große hing an mir getan, der da mächtig ist, und des name heilig ist, 4. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. 5. CEr übet Gewalt mit seinem Arm und jerstreut, die hoffärtig sind in ihres herzens Sinn. b. Er stößet die õewaltigen vom Stuhl und erhebet die niedrigen. 7. Die hungrigen füllet er mit 6ütern 15⁵ sin⸗-des-Kind, und lässet die Reichen leer. 8. Er dlenket der Barmherzig⸗ keit und hilft seinem Diener Israel auf, 9. Wie er geredt hat unsern vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich. 10. Lob und Preis sei õott dem vater und dem Sohn und udem heiligen Geiste, 11. Uie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Cwigkeit zu Cwigkeit. Amen. Kleinere feste kigene Melodie. 1542. 1 I + 1 +. + + 1 —2 1 I— —— 1—— W3..IIIE I 7 mein herz und seel den her⸗ren hoch er⸗ I I———3—— I + —————..— 12..— 28 ů **..—...— I +—.— I 1+. I 1 LI 12. he⸗bet, den gro- hen sott, der e⸗ wig herrscht und 1 I —— znmn r:... ———33———— 2½ 1257—15——. + 1 le⸗bet; mein 6eist in mir sich mei⸗ nes hei-lands 1 2—— —..—‚—— — I.I + 1 freut und sei nen Ruhm 2. Denn er hat mich Clenden angesehen und mein 6ebet er⸗ höret und mein flehen; es hat ler herr mich Armen nicht ver⸗ acht, er hat mit 6önad und Ret⸗ tung mich bedacht. 3. Gott, dessen macht nicht kann ergründet werden, und dessen lam im himmel und auf Erden hochheilig ist, hat große ding getan an mir, die ich nicht alle zählen kann. 4. In keiner not hat er mich je verlassen, Barmherzigkeit ist bei ihm ohne maßen und wäh⸗ ret von Geschlecht fort zu 6e⸗ schlecht, wo man ihn fürcht und hoch hält seine Recht. ver⸗meh⸗ret al le⸗zeit. 5. Er übt 6ewalt mit seines Armes Stärke, daß jedermann muß spüren seine Werke; die stolz und hoch in ihren herzen seind, zerstreuet er und ist den⸗ selben feind. b. Er stößet, die gewaltig sind vor allen, von ihrem Stuhl, daß sie erschrecklich fallen; die nie⸗ drigen erhebet er davor und steliet sie ganz unverhofft em⸗ por. 7. Die hungrigen, die ihn vor Augen haben, erfüllet er mit 6ütern und mit 6aben; die keichen läßt er leer beim Uber⸗ fluß, daß not und Angst darauf erfolgen muß. 15⁰ giemere feste 8. Er denket der Barmherzig⸗verläßt uns, seine seinder, nicht, keit und 6üte, daß er fortan weil zu ihm steht all unsre Zu⸗ uns väterlich behüte und seine versicht. seirch im ganzen Erdenkreis er⸗10. Gott Vater, dir sei Dank ge⸗ halt und schütz zu seines na⸗ sagt und Chre, herr Jesu Christ, mens Preis. den 6lauben in uns mehre, o 9. Die Treu, die er im neuen heilger 6eist, erneu uns herz Bund und alten geredet hat, die und mund, daß wir dein Lob wird er ewig hälten, der herr ausbreiten jede Stund. häannov. 6sb. 1652. 5. Michaelisfest. mel.: Aus tiefer Not schrei ich ju dir. Mel. 2. Ursprüngliche form im Anhang. 15²⁵. 2 16² A— 7 + HE1 + + Aus Tieb läßt Gott der chri⸗sten⸗heit viel aus Cieb häat er ihr ju-bereit viel 1.— I᷑—ẽ— I H 4—— 1I 2— r.r. *—.————3— —— + 6u⸗-tes wi⸗ der ⸗fah ⸗ren, 1 +. + II —... v.——— — 8 + sin⸗ gen mag heut ist ler gu⸗- ten ....——— H StcMœ=b.:: En- gel Tag, die uns gaͤr wohl be⸗ wah-ren. 2. Sie lagern sich, wenn kommt Rachen. Darum man fröhlich die not, in Cil gefaßt sich singen mag: heut ist der guten machen und reißen die, so fürch⸗Engel Tag, die immer für uns ten Gott, aus ihrer feindeswachen. 15⁷ IN kleinere feste E 3. Sie führen auf den Straßen wohl die oroßen und die glei⸗ * nen, auf daß ihr fuß nicht straucheln soll im Stoßen an den N Steinen.) Darum man fröhlich singen mag: heut ist der guten Engel Tag, die uns mit Treue meinen. Pf. 91, 12. 4. Solch Wohltat denen wird erzeigt, die nach dem herren fragen; die Engel ihnen sind geneigt, den Satan sie ver⸗ jagen. Darum maͤn fröhlich singen mag: heut ist der guten Engel Tag, die uns gen himmel tragen. eorg Reimann g. 1570 4 1615. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Naak() 1400. 16a 4 + 1——— + L du herr der se⸗ra⸗- phi⸗- nen, dem + 2—— II 1 1 a- 12 1 I —. * — tau-send En⸗ gel die- nen und zu 6e⸗bo-te stehn, du — + * 2— 42 · 34— 1+J...... , ü⸗ ber⸗- gro- ßer Mei · ster dler wun⸗der ⸗- schö⸗nen + + + 4 + 1 1 1 I + + EH 1 + VI 1 2. Die fürsten und die chro⸗ nen, die in dem himmel woh⸗ nen, gibst du zu meiner Wacht; sie sehn dein Angesichte in höchst vollkommnem lichte, doch neh · men sie mich auch in acht. 3. Das sind die starken helden, dlie deinen Rat vermelden, du herr in JIsrael! Das sind die + bei-ster, mein mund soll dei- nen Ruhm er⸗-höhn. feuerflammen, die schlagen stets zusammen um frommer chri⸗ sten Leib und Seel. 4. Ich preise deine oüte mit dankbarem 6emüte für dliese Wunderschar, ich rühme deine Rechte für diese önadenknech⸗ te, die mich behüten vor 6e⸗ fahr. 158⁸ 0. — — — — lleinere feste 5. Lãß ferner mich behüten vor aller feinde Wüten durch diese himmelswach, laß sie auf mei⸗ nen Wegen die hand mir unter⸗ legen, so bleib ich frei von Un⸗ gemach. 6. Doch sollen sie nicht weichen, so laß mich ihnen gleichen in währer heiligkeit; wie sie die seinder lieben und sich in Demut üUben, so mach auch mich dazu bereit! Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 7. Sie tun ja deinen Willen, dlen laß mich auch erfüllen; sie leben keusch und rein, o laß mich nichts beflecken und mich an allen Ecken vor diesen reinen Geistern scheun! 8. Und endlich, wenn ich scheide, so führe mich zur freude auf ihren Armen ein! Da werd ich llich erst loben und in dem him· mel droben dir und den Engeln ähnlich sein. Benjamin Schmolck g. 1672 1 1737. 1550. 16⁴ 2 E. herr, was sind wir, daß du eEn- gel men-schen sind wir vol ⸗ler män ⸗gel, 1 + II 4 4 + ** uns ju un-sern Wäch-tern gibst? den-noch liebst.) Men⸗schen, die du En-gel, die dich — I all-zeit sehn, sol- len uns zu Dien⸗sten stehn; En ⸗gel hü⸗ten + I —*— N x 2— — + + ͤ— EI uns als sein der, heil⸗ ge En-gel schüt⸗zen Sün ⸗-der. 2. Engel sinds, die nach denruhn, die gehorsam, keusch und proben nun beständig Gutes rein, die der menschen freunde tun, die dich unaufhörlich lo⸗sein, die ihr Antlitz ohne flecken ben, die in deinem himmelldoch vor dir in Demut decken. 13⁰ . ö ö ö* 0 Kleinere feste 3. heere, welche die bewachen, dlie dich fürchten, großer Gott, dlie ein schrecklich Iager machen gegen aller feinde Rott, diese sehn in deinem licht, Vater, stets dlein Angesicht, Diener, die zu dleinen füßen dir in Chrfurcht dlienen müssen. 4. Gott der Engel, herr der hel · dlen, ach was sind wir menschen doch, daß wir so viel vor dir gelten? O wie hältst du uns so hoch! Deine engel dienen uns, sind die Zeugen unsres Tuns. Caß uns auch mit diesen Chören ewig dich im himmel ehren! Phil. friedr. hiller g. 1009 4 1769. 21 INN6 — — ILLI ..—44 5—464— seder. von ders •n 27 Ein· Ieste. Bur kigene meiodie. bsalm 67. Dr. Martin Tuther 1524. SSIRARAAAAIAATTTE — 1—— Es wol-le Gott uns gnä⸗dig sein und sein ant-litßz uns mit hel⸗lem Schein er; — 4 1 +—— — — E sei nen se⸗ gen ge⸗ben, ö leucht zum ew ⸗ gen e. beu daß wir er Ren„nen * S* — + +— 2.2.— en, u Im aarDa.———— IIJ————— sei ⸗- ne Werk und was ihm lieb auf eEr⸗den, und +. + 2 1——— Je-sus öhri- stus heil und Stärk be⸗ kannt den .Y.* 22——— 2.. —————— 4 2— 1 +. 4 1 4 N —..—. 4....— 21. —.— zei den wer den und sie ju sott be⸗ keh-ren. * * 2. So danken, Gott, und loben mit großem Schalle, daß du auf dlich die Völker überalle, und Erden Richter bist und läßt die alle Welt die freue sich und sing Sünd nicht walten; dein Wort tenung für Str.z. 161 Christl. firche die hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu waällen. 3. Es danke, Gott, und lobe llich das Volk in guten Taten; dlaãs LCand bringt frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl eigene melogie. Psalm 12. geraten. Uns segne Vater und ler Sohn, uns segne Gott der heilge Geist! Dem alle Welt die hre tu, vor ihm sich fürchte allermeist! Nun sprecht von her⸗ zen Amen! martin cuther g. 1483 + 1540. Dr. Martin Tuther 1524. 1⁰⁰— IL + I 1 —— 12.— ch Gott, vom him ⸗-mel sieh dar ⸗ein wie we⸗nig sind der heil- gen dein, — + + a. —— 1 I EET und laß dich des er bar-men, I dei ein ort man ver⸗las- sen sind wir Ar⸗ men./ 0 1 1— 1 1 I — 1 + + 4....— n läßt nicht ha⸗ ben wahr, dder Glaub ist auch ver⸗ V. 4— + + —— —— ½. IWAaann 1— 1. lo-schen gar bei 2. Sie lehren eitel falsche list, Wãs eigen Witz erfindet; ihr herz nicht Eines Sinnes ist, in õottes ort gegründet. der wählet dlies, der andre das, sie trennen uns ohn alle maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten ganz und gar, die falschen Schein uns lehren und deren Zung stolz offenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben kecht und macht allein, was wir al-len men⸗schen kin- dern. setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht õott: Ich muß auf sein, die Armen sind ver⸗ störet; ihr Seußzen dringt zu mir herein, ich hab ihr selag er· höret. mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die straft dler Armen. 5. Das Silber, durchs feur sie⸗ benmal bewährt, wird lauter funden; am Gotteswort man 16² 4 FV NN Christl. firche warten solldesgleichenallestun⸗ den. Es will durchs sereuz be⸗ währet sein; da wird sein graft erkannt und Schein und leucht stark in die Cande. 6. Das wollst du, õott, bewah ⸗ ren rein vor diesem argen Eigene meioagie. Psalm 124. G'schlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos hauf sich umher findt, wo dliese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. martin cuther g. 1483 + 1546. Joh. Walther 1524. I I.. 10— Wär 6ott nicht mit uns die⸗ se Zeit, so wär ott nicht mit uns die ⸗se Zeit, wir soll Js-rã-el sa⸗ gen, hät ten müßn ver⸗za⸗gen, llie so ein ar⸗mes häuf ⸗lein sind, N R. N + * 2. Auf uns so jornig ist ihr Sinn; hätt Gott es jugegeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; wir wärn, als die ein flut er⸗ sãuft, und uber die groß Wasser läuft und mit 6ewalt ver⸗ schwemmet. 2¹— ver-acht von so viel enschen⸗Kind, die an uns setzen al⸗le. 3. Gott ob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks Kommt ab, ist unsre Seei entgangen. Strick ist entzwei, und wir sind frei; des herren name steht uns bei, des õottes himm'ls und Erden. Martin Cuther g. 1483 + 1540. Psalm 46. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. Dr. Martin Cuther 1529. 168 4 + + +— + Ein fe⸗ ste Burg ist un⸗ser Gott, ein er hilft uns frei aus 10³ al-ler not, die hrti. irche EXLLLLELE —— gu-te Wehr und 119f Ken. 5 der alt bö-se feind mit uns jetzt häat be⸗ trof ⸗fen. I— 1 ¹ TD 24. 2... 1—.— ernst ers jeüt meint, groß macht und viel List sein I + V 1 4+.—— — E 1 + LI.— 1 grau ⸗ sam Rü-stung ist, auf Erd ist nicht seins 6lei chen. 2. it unsrer maͤcht ist nichts getan, wir sind gar bald ver⸗ loren; es streit für uns der rechte mann, den Gott hat selbst er⸗ koren. fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗ fel wär und wollt uns gar ver⸗ schlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der fürst dieser Welt, eigene melodie. wie saur er sich stellt, tut er uns doch nichts; das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stan und kein Dank dazu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem 6eist und 6a⸗ ben. Uehmen sie den Leib, öut, Chr, sind und Weib, laß fahren dahin, sie habens kein ewinn, ddas Reich muß uns doch bleiben. martin cuther g. 1483 + 1540. Dr. Martin uther 1543. + V. +. I 1— —— 1 I— 2— —44... 2.—.— —— 240—— ů 2 Er · halt uns, herr, bei dei⸗nem Wort, und — +—*— *— Hπ⁰π⁰π⁰⁷¹⁰— —— II— 1 steu re dei⸗ner ßfein de mord, n Je- sum chri ⸗stum L +. —ñ— I +. 4 +— *——— 2— 1⁰⁴ FN hristl. Kirche 2. Beweis dein macht, herr3. Gott heilger õeist, du Tröster Jesu christ, der du herr aller wert, gib dein'm Volk ein'rlei herren bist, beschirm dein arme Sinn auf Cra, steh bei uns in christenheit, daß sie dich lob in der letzten Not, g'leit uns ins Ewigkeit. Leben aus dem Tod! Martin uther g. 1483 1 1540. mel.: Erhalt uns, herr, vei deinem Wort. Dr. M. Cuther 1543. 4 — 1H—*— — E—— 0 n * *—— Nch bleib bei uns, herr Je ⸗su christ, weil +2 + + 1 — I— 1 E—— es nun N-bend wor⸗den ist; dein gött lich Wort, das * I + + + 1 + I 4 a 7—944 ** I + 1 ꝙj+:t N — 1— hel le Licht, laß ja bei 2. In dieser schwern betrübten Zeit verleih uns, herr, Bestän; dligkeit, daß wir dein Wort und Sakrament behalten rein bis an dlãs Cnd. 3. herr Jesu, hilf, dein seirch erhalt, wir sind sonst sicher, faul und kalt; gib õlück und heil zu dleinem Wort, gib, daß es schall an manchem ort. 4. Crhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und mord, gib deiner seirche nad und huld, fried, Einig- keit, ut und Geduld! 5. Ach Gott, es geht gar ubel zu, auf dieser rd ist RKeine Ruh, viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen haufen kommt herbei. uns aus- l6-»schen nicht! 6. Den stolzen seistern wehre dloch, die sich mit 6walt erheben hoch und bringen stets was Heu⸗ es her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Chr, herr Jesu hrist, nicht unser, sondern dein ja istʒ ddarum so steh du denen bei, dlie sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers herzens Trutz und deiner irche wahrer Schutz, dabei erhalt uns, lieber herr, daß wir nichts Andres suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in dei⸗ nem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen him; melssaal. b. 1—2 mürnberg 1611. U. 3-9 nik. Seinecker g. 1530 + 1502. 16⁵² Christl. Kirche IIIIUUIILT Mel.: sommt her zu mir, spricht oottes Sohn. Ursprüngliche form im Anhang. 155⁰. 17¹ L—— + 24—— —.— Ver⸗ja-ge nicht, du häuf⸗lein klein, ob⸗ +————— — H2 ——F + schon die fein de wil ⸗lens sein, dich gänj⸗-lich zu ver⸗ ö een narenurHun—— 1——. ..——— stö⸗ren, und su⸗chen dei⸗ nen Un⸗ter⸗gang, da ⸗von dir —— 2...]—14— 7 I + 1— VI wird recht angst und bang; es wird nicht lan⸗ge wäh⸗ren. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist ottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten! Er wird durch seinen öideon), den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort er⸗ halten. Eichter 6, 5. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Welt, Teufel mel.: Erhait uns, herr, vei deinem Wort. und höllenpfort und was dem tut anhangen endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns und wir mit õott: den Sieg wolln wir erlangen. Dies cied lie õustav Ndolf am morgen der Schlacht bei Lützen, am 16. Hovem⸗ ber 1632, beim feldgottesdienst singen.) michael Altenburg g. 1584 1640. Dr. M. Cuther 1543. 17²2 4½% 4 n . L + 18. +. — ——... 1........— 2— 4 — — 0 Je su chri-ste, wah ⸗res Licht, er · 1 4 + + —siii——— leuch-te, die dich ken nen nicht, und brin⸗ge sie zu 166 PIN hristl. Kirche H 1 +— dei-ner herd, daß ih re Seel auch se⸗ lig werd. 2. Erfülle mit dem 6naden⸗ schein, die in Jrrtum verführet sein; auch dlie, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein fal⸗ scher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit 6nad und ihr verwundt 6e⸗ wissen heil, laß sie am himmel haben teil! 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, dlie nicht beͤkennen wollen frei, wãs ihres herzens 6laube sei. 5. Erleuchte, die da sind ver; blendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zu⸗ gleich auf Erden und im him⸗ melreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche önade prei⸗ sen dich. Joh. heermann g. 1585 1647. Jesaias 49. Eigene melodie. Joh. Crüger 1640 13 +— — 1 + + zi-on klagt mit Angst und Schmer⸗zen, die er trägt in sei»nem her⸗jen, I 1 1* 11..—. E— — 4.. I zi- on, Got-tes wer te Staädt die er ihm er · wäh ⸗let 54.—— Ach, spricht sie, wie X * 2 — + 1 I+. +— I I* + 2‚‚.I..22 hat mein 6ott mich ver⸗las-sen in der not und läßt mich so har⸗te pres⸗sen! mei⸗ner hat er ganz ver⸗ges⸗sen. 16⁷ Christl. Kirche LXL.UIENIL 2. Der Gott, der mir hat ver⸗Io du meine Zier; mein herz prochen jeinen beistand jeder ⸗hast du mir besessen, deiner kann jeit, der läßt sich vergebens su⸗ich nicht vergessen. chen jetzt in meiner Traurigkeit. 5. LCaß dich nicht den Satan Nch will er denn für und für blenden, der sonst nichts als so gar grausam jürnen mir? schrecken kann; siehe, hier in stann und will er sich der Ar:meinen haänden hab ich dich ge⸗ men jetzt nicht wie vorhin er⸗schrieben an. Wie mag es denn barmen? anders sein? Ich muß ja ge⸗ Sion o du vbielgeliebte,‚ dennen dein, deine mauren muß wrach zu ihr des herren und,ich vauen und dich fort und fort iwar bist du jetzt die Betrübte‚ anschauen. Seel und Geist ist dir verwundt,‚ 6. Du bist stets mir vor dlen doch stell alles Trauren ein! Lonugen, du liegst mir auf meinem maͤg eine mutter sein, die ihr Schoß, wie die stindlein, die eigen ind kann hassen undnoch saugen; meine dreu zu dir aus ihrer Sorge lassen? ist groß. Ddich und mich kann 4. Jaã wenn du gleich möchtest keine Zeit, keine not, õefahr finden einen solchen muttersinn,‚ und Streit, ja der Satan selbst dlã die iebe kann verschwinden, nicht scheiden; bleib getreu in jo bleib ich doch, der ich bin. allem Leiden! Meine creue bleibet dir, Zion, Joh. heermann g. 1585 T 1647. kigene melodie. 7 4 Auch nach inelodie Ur. 79 zu singen. Matth. N. v. Cöwenstern 1644. I 1 +— VL E DI—— 1 2 ——— hri-ste, du bei⸗stand dei⸗ner streuz⸗ 1 —...——— ——.—.—....—ᷣnn4ↄ ++ II— ge⸗ mei- ne, ei⸗le, mit hülf und ket⸗tung uns er⸗ —j— ů ů— 8——————— —— 1 an X 2 + I schei⸗ ne! steu re den fein den, ih ⸗ re blut⸗ —— V. 2.—. I— 4 1 N ——— N 1 PPP.‚PI‚IIIIIIIIIIITITEIEIEII.. —— +1 ge⸗dich- te ma⸗che zu nich te, ma⸗che zu nich-te! 168 1—— — + NEN shristl. Kirche 2. Streite doch selber für uns arme stinder, wehre dem Teufel, seine macht verhinder, alles, was kämpfet wider deine 6lie⸗ der, stürze darnieder! 3. friede bei sirch und Schulen uns beschere, friede zugleich der obrigkeit gewähre, friede dem mel.: Zion klagt mit Angst und Schmerzen. herzen, friede dem Gewissen gib zu genießen! 4. Also wird jeitlich deine 6üt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen herde, himmel und Erde. Matth. Apelles v. Löwenstern g. 1504 T 1648. Joh. Crüger 1640. — 17⁵ —— 4— + 4 I + + 4 III E. 3zi-on, gib dich nur zu⸗frie den, Gott ist du bist nicht von ihm geschie den, er haͤt +7 1 1. — 2 2 IqI=..II — V 1 1 1+.— noch bei dir dar-in, ei- nen Va ⸗ ter⸗sinn. wenn er strast, so lebt er +. + I— 2⁵5 +2 + DE LI +——2 Y — auch, dies ist sein be⸗lieb ter Brauch; Zi⸗- on, ler ne dies be⸗ 4.— IXI I I— N I— + I den⸗-Ken, war um willst du dich so krän ⸗ ken? 2. Treiben dich die meereswel⸗ len in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein heiland still dazu gleich als in der sansten Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, dliese flut wird sich bald legen. 3. Berge, felsen möchten wei⸗ chen, ob sie noch so feste stehn, sa die ganze Welt desgleichen 169 möchte gar auch untergehn: den · noch hat es keine Not in dem eben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müssen schon allhie die Trä⸗ nen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöh; nen schon das beste Cied dir sein, muß dein Ppurpur sein das Blut, und der mangel hab und christl. kirche LELLALATEL Gut: Zion laß dlir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Drãut man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zu schanden, denk nur an die Cwigkeit! Sei nurfröhlich, wohl⸗ gemut, denn der herr ists, der es tut. Zion, Gott wird dich schon stärken, dieses mußt du eben merken. 6. freue dlich, nun ist das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes hände, ler dich nun will machen frei. für die Trübsal, Spott und hohn gibt er dir die freuden⸗ kron. Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß dlie Welt nur machen! 7. halleluja! deine Wonne, lie; bes Jion, wird nun groß, denn llie schöne önadensonne nimmt llich recht in ihren Schoß, gibt dlir einen freudengruß und den rechten Liebeskuß. Zion, wo ist nun dein selagen? Jetzt kannst du von freude sagen. 8. O ihr Engel, himmelserben, freuet euch mit Zion hier! Denn llie jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schö⸗ nen himmelssaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen freuden? Joach. Pauli g. 1635(6) T 1708. Offenb. Joh. 2 und 3. Eigene melodie. 17⁰⁴4. 1 0——. L. 2— +——.. SZ.......— +. —— 7**.—— + I. — Hü‚‚‚——..— 1 I.. 2— 4..ß7— —.. 122.—— cie· be nicht, su⸗che stets die Ce bens⸗quel le! Zion, drin⸗ge 1* In* + I V. 244— 1 2. 2—— durch die en⸗ ge pfort, fah-re fort, fah re fort! 2. Ceide dich, leide dich, ion, mit Spott und hohne, sei bis leide ohne Scheu Trübsal, Angst in den Tod getreu, siehe auf die 17⁰0 christl. Kirche Cebenskrone! Zion, fühlest du ler Schlangen Stich, leide dich, leide dich! 3. folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen; achte nichts ihr 6ut und 6eld, halt am Beten und am Wachen! Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den 6eist, der dir ruft zu beiden Seiten; tue nicht, wäs er dich heißt, laß nur dei⸗ nen Stern dich leiten! Zion, beides das, was Krumm und schlicht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott, stärke dich mel.: freu dich sehr, o meine Seele. mit õeist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die straft, für heuchelschein, dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in seraft, weil dlie Bruderliebe brennet, jeige, waäs der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! 7. halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß dlich ja nicht laulich finden! Nuf, das seleinod rückt herbei, auf, ver⸗ lasse, was dahinten! Zion, in dem letzten sampf und Strauß halte aus, halte aus! Joh. Cusebius Schmidt g. 1670 1 1745. 1551. — —..— 2..— 4 + 177 T. + V Treu- er hir-te dei ner her de, dei⸗ner sieh doch, wie die Asch und Er ⸗de, gro⸗ßer õlie⸗-der star ⸗-ker Schutz, Gott, mit rimm und Trutz tobt und wü⸗ tet wi⸗ der dich —— + +— 4— — I 2 I L — H + 1 und ver-mißt sich fre vent-lich, dei ne kir⸗che + IX + — III 4 + 1 2— zu jer-stö ren und dein 17¹ ** erb ⸗teil zu ver⸗hee-ren. Christl. Kirche 2. Du, herr, bist ja unser König, wir sind dein mit Leib und Seel, menschenhülf ist hier zu wenig, wo nicht du, Immanuel, zu der Deinen Rettung waͤchst und dich selbst zu felde machst, für dein währes Wort zu kämpfen und ller feinde Rat zu däͤmpfen. 3. Es trifft deines amens Chre, deiner Wahrheit heiligtum, Jesu, deine olaubenslehre, dei- nes Leidens straft und Ruhm und uden Dienst, den dir allein wir zu leisten schuldig sein; dazu kannst du ja nichtschweigen, dei⸗ ne machthand wirst du zeigen. 4. Stärke nur den schwachen 6lauben, den bei so betrübter Zeit fleisch und Satan uns zu rãuben und mit furcht und Blö⸗ digkeit uns zu schrecken sind be⸗ müht. Deine Weisheit kennt und sieht deiner inder schwach Uermögen und wird nicht zu viel auflegen. 5. hilf den Deinen und bekehre der Verfolger blindes heer, der Verfolgung steur und wehre, dlaß sie uns nicht werd zu schwer. nimm dich der Bedrängten an, leit auch die auf rechter Bahn, die noch jetzt durch Satans Lügen sich selbst um ihr heil betrügen. 6. Laß uns recht und redlich handeln und in Taubeneinfalt dir ganz gelassen heilig wan⸗ dleln, doch dabei uns klüglich hier schicken in die böse Zeit und vor falscher heiligkeit, auch der feinde List und Wüten uns mit Schlangenklugheit hüten. 7. Iaß mit Beten und mit Wa⸗; chen stets uns stehn auf unsrer hut und nur dich, herr, lassen mächen, so wird alles werden gut. Jesus streitet für uns hier und vertritt uns dort bei dir, bis Wir auf der neuen Erden mit ihm triumphieren werden. henr. Kath. v. Gersdorf g. 1648 T 1720. Mel.: Dir, dir, Jehova, will ich singen. 1690. I + I— 17 — Wach auf, du 6eist der er-sten Zeu⸗gen, dlie Tag' und UHäch ⸗ie nim⸗mer schwei ⸗gen 4 I 18— E— 1 I L—— + die auf der maur als treu e Wäch-ter stehn, a und die ge⸗trost dem feind ent ge⸗ gen gehn, I 1— 1 4.— de ren Schaͤll die gan ⸗- 172 ze UWelt durch- dringt so — 14444 HS.S. E 9RNKNKR„‚. e r 1 I —.——. und al⸗- ler völ⸗ ker 2. O daß dein feur doch bald entbrennte, o möcht es doch in alle Cande gehn! Ach herr, gib dloch in deine Ernte viel sKnechte, dlie in treuer Arbeit stehn. 0 herr der Ernt, ach siehe doch darein, die Ernt ist groß, da Wwenig kenechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern mund gelegt. 0O siehe, wie an allen orten sich deiner sinder herz und Sinn bewegt, dich hier⸗ um herzinbrünstig anzuflehn; drum hör, o herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. Wie kannst du uns denn dlies versagen, was uns dein Sohn selbst deutlich bitten heißt? Wie denkst du dieses abzuschla⸗ gen, wozu du uns selbst treibst durch deinen eist? denn daß wir hierum brünstig zu dir flehn, das ist allein durch dei⸗ nen beist geschehn. 5. So gib dein Wort mit gro⸗ ßen Scharen, die in der sraft Evangelisten sein; laß eilend hülf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit acht hin⸗; ein! O breite, herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus ju deines namens preis! Scha ⸗- ren 17³ — 2..— SI— ju dir bringt. 6. Nch daß die hülf àus Zion käme! O daß dein Geist so, wie dlein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme! 0 würd es doch nur bald vor Abends licht! Ach reiß, o herr, den himmel bald entzweiĩꝰ) und komm herab zur hülf und mach uns frei! ZJes. E4. I. 7. Nch laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein ort ohn dessen olanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit hau⸗; fen der heiden füll in allen To; ren ein! Ja wecke doch auch Israel bald aàuf und also segne deines Wortes Cauf! 8. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach rãum aus jedlem Wege! Vertilg, o herr, den falschen 6laubens- wähn und mach uns bald von sedem mietling frei, daß seirch und Schul ein 6arten Gottes sei. 9. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines gu⸗ ten Geistes sein, ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze stirche flehn und schrein. Christl. Kirche XIXNUTATE 10. Du hast uns hirten ja ver · sprochen, die du nach deinem herzen geben willt; nun wird dlein Wort niemals gebrochen, ein jedes Wort wird Punkt für punkt erfüllt; drum halt ich dlieses Klare Wort dir vor, ach denke dran und neig uns herz und Ohr! Mel.: Valet will ich dir geben. 11. herr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin. du, als der Brunnquell aller üte, gibst selber mir etiwas von deinem Sinn, daß mich der menschen Elend jammern kann; drum bitt ich, herr, o nimm mein bitten an! stãrl Heinr. v. Bogatzky g. 1690 4 1774. Nelchior Teschner 1613. + I I 179 1 1 VX 1 E.— der du jum heil + LI + 1 +7 er ⸗-schie nen der und von den che⸗ ru⸗ bi⸗- nen zu + 2 I——— —— II 1 1 LC 1 + + 1 — 1 al-äler ärm-sten Welt 9e.„ seit, den sie mit Sün⸗dern dich fre ⸗chem +. III 0 II ver⸗höhnt für sei ⸗ ne huld, als du am u 1 1 1 + 1 XI T.Ie 1 1 N 1 II 1— ** 1 +7 dür- ren hol ⸗ ze 2. Damit wir sinder würden, gingst du vom bater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bau⸗ test uns ein haus; von Westen und von Süden, von morgen ohne Zahl sind 6äste nun be⸗ schieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen hochzeitkleide, oon allen flecken rein, führst ver⸗söhn-test — ih re Schuld: du zu deiner freude die völker⸗ scharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein heil verheißen war, die bringen nun entsün⸗ dligt dir Preis und Chre dar. 4. Drum kann nicht Ruhe wer⸗ den, bis deine Ciebe siegt, bis dlieser sereis der Erden zu dei⸗ nen füßen liegt, bis du im neuen 17⁴ 5——.l Christl. Kirche Leben die ausgesöhnte leit dem, laben, der dir vom herjen ler sie dir gegeben, vors Ange⸗ quillt. sicht gestellt. 6. So sprich dein göttlich Wer⸗ 5. Und siehe, tausend fürsten de, laß deinen odem wehn, mit Völkern ohne Licht stehn in daß auf der finstern Erde die ler Lacht und dürsten nach dei⸗Toten auferstehn; daß, wo man nem Angesicht; auch sie hast 6ötzen frönet und vor den Teu⸗ du gegraben in deinen priester⸗feln kniet, ein willig Volk ver⸗ schild,) am Brunnquell sie zuföhnet ju deinem Tempel zieht. 2 mos. 28, 20. nibert napp g. 1708 4 1864. mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. ursprüngliche form im Anhang. phil. nicolai() 1300. 180——3—.—— ù S. Ei-ner ists, an dem wir han⸗gen, der Uns-re Cei- ber, uns⸗re her⸗- jen ge⸗ RDIDRRTRRt— — + S+Z... + HHι*‚ + 42. I—.2.. AI — 4.———— für uns in den Toc ge⸗ gaän- gen und uns er⸗kauft mit hö-ren dir, o mann der Schmer⸗jen, in dei⸗ner Lie ⸗be A — 1 4— — I — — + — I ͤ— 1 N „ sei—nem blut. ruht sichs gut. — 1 X 1 425— I 4 4 + 1 1 I 1— + 1 23—3..—— 1 1— I *———— +— 2D2— dir zvum Ruhm dei- ne sin⸗der, ver⸗birg uns nicht das Uimm uns zum i⸗ gen⸗ tum, be⸗ rei te ** + m 4 1 ——— 6nã- dlen-licht von dei- nem heil⸗ gen An-ge⸗sicht! 2. nicht wir haben dich er ⸗schwach und nichtig, und keiner wählet, du selbst hast unsre Zahl ist vum Werke tüchtig, der nicht gezählet nach deinem ewgenvon dir die Stͤrke hat. Drum 6nadlenrat. Unsre straft ist brich den eignen Sinn, denn 175 Christl. Kirche Armut ist oewinn für den him· mel; wer in sich schwach, folgt, herr, dir nach und trägt mii Ehren deine Schmach. 3. O herr Jesu, hrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter we⸗ nig, drum sende treue Zeugen dus! Sende sie hinaus in 6na⸗ den, viel frohe õãste einniladen jum mahl in deines Vaters haus. Wohl dem, den deine Wahl be⸗ rust zum Abendmahl im Reich 6ottes! Da ruht der Streit, da währt die freud heut, gestern und in Cwigkeit. Albert snapp g. I79s + 1864. Mel.: fahre fort. 170⁰4. I8I 8 äA Reich des herrn, Reich des herrn, — I I I ꝗ PBꝑIꝑPꝑPIPIPIA“PIPII.IEP‚ brich her⸗vor in vol⸗lem Tag, dei⸗- ner Strah len — I 2 1— FFIFFFITIJ—— + I— 1 1 Macht er · hel⸗le, was in co⸗ des- schat ten lag. + x‚—— —— ———3—————— 4— Wolk und Zwei ⸗fels ne⸗bel ———— fäl le, sen de Licht und ———— i. SPSISISISPIPIPISISIISISIIISIIIIIIII FIII FPFIIIIIIIIAI.... ..E üt; Wär- me nah und fern, Reich des herrn, Reich des herrn! 2. Siege bald, siege bald, komm, das kalte Reich der nacht aller Enden zu zerstören! Sieh, es sammelt seine macht, doch wer kann denSieg dir wehren? denn die Sonne der õerechtigkeit führt llen Streit, führt den Streit. 17 3. Gottes held, õottes held, mit der 6nade Siegsgewalt schlage feind an feind darnieder, vring in deine herrschaft bald alles Abgefallne wieder! dann um⸗ armen freud und friede sich ewiglich, ewiglich. 6 IU — . S IN u Christl. irche 4. Uberall, überall laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden sereis der Erden deinen Nnamen hell erkannt, deine scraft ver ⸗ herrlicht werden, bis du als der Völker friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. 5. Nenschenhuld, menschen⸗; huld klopft in deiner milden Brust, unter menschenkindern wohnen das ist deines herzens Cust. Nimm, o nimm die na⸗ tionen, nimm zum Wohnsitz alle Cänder ein, sie sind dein, sie sind dein. b. Aber ihr, aber ihr, die der sönig ãausgesandt, geht voran in alle ZJonen, bahnt die Weg und macht bekannt unter allen nationen, wie die onade, wo der herr regiert, triumphiert. triumphiert. 7. Welch ein herr, welch ein herr! ihm zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dien⸗ stes pflegen, lohnt er unsrer schwachen hand armes Werk mit reichem Segen. Wallen wir, so wallt sein friede mit Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 8. ommt herbei, kommt her · bei, frohe Zeiten säumet nicht, dlaß der herr sich offenbare als der Völker Recht und licht. sommt, daß alle Welt erfahre, wie die enschenherd ihr großer hirt weiden wird, weiden wird. searl Bernh. Garve g. 1763 + 18⁴¹ Mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. 182 SSISSISISISISISIIIIIII I.I........... — Ei⸗- ne her-de und Ein hirt! Wie wird wenn sein Taͤg er ⸗schei⸗nen wird! freu e dann dir sein, o dlich, du klei ne Er-Ae, her ⸗-de, mach dich —— I I + + M 1—— I I 1 I I I wer⸗ de licht: 2. hüter, ist der TLag noch fern? Schon ergrüntes aufdenleiden, und die herrlichkeit des herrn 17²⁷ je- sus hält, was er ver-spricht. nahet dammernd sich den hei⸗ dlen, blinde pilger flehn um licht: Jesus hält, was er verspricht. Christl. Kirche 3. somm, o komm, getreuer hirt, daß die Uacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäf⸗ lein irrt fern von dir und deiner herde! sleine herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das heer der nebel flieht vor des Morgenrotes helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet orgenlicht: Je⸗ sus hält, was er verspricht. 5. Graber stehen aufgetan; rauscht, verdorrete 6ebeine, macht dem Bundesengel Bahn, großer Taͤg des herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O dles Tags der herrlichkeit! Jesuschristus, du dieSonne, und duf Erden weit und breit Licht undlbahrheit, friedundlbonner mach dlich auf! es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Frdr. Ad. Krummacher g. 1767 4 1845. mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. 18 —— 6ot-tes Stadt ist fest ge ⸗grün ⸗det auf den ⸗noch steht sie und wird ste ⸗ hen, man n.,n;, annen:E. ia— 4 1 LII. 1—+ 1* + V 4—— 1* Phil. Micolai() 1500. + „ ——.— 2*———— —.— heil⸗gen ber⸗gen, es ver⸗bün⸗det sich wi⸗der sie die wird an ihr mit stau- nen se-hen, wer hier die hut und 4 +. — — PFI———————— — der hüter 35 ra-els ist ih res gan ⸗-je Ueit; Wa⸗che hält. —.——— —....2 3—3— 12 + I + N dem 6e-schlecht, das in ihr hat das Bür-ger-recht! 178 ᷣI- EENL hristl. Kirche 2. Zions Tore liebt vor allen der herr mit gnädgem Wohlge⸗; fallen, macht ihre Riegel stark und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich lem zu lohnen, der ihn nur tun und wälten läßt. Wie groß ist seine huld, wie trägt er mit Geduld all die Seinen! 0 Gottes Stallt, du reiche Stadt, die sol⸗ chen herrn und Rönig hat! 3. Große, heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine ahr⸗ heit, du hast den õeist und hast dlie selarheit, die alle finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuer werte Wort ewoger 6näade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ew⸗ gem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon ver⸗ nommen, die fernsten völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. Denen, die im fin⸗ stern saßen, wird auch der herr noch predgen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn, wo ist sein öna⸗ dlenthron? wird man fraͤgen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der herr in herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen, man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! voll Erstaunen wird man schauen, wie vott sein Zzion mächtig bauen und herr⸗; lich weitern wird einmal. Er⸗ hebet herz und Sinn! Es ist die naͤcht schier hin für die heiden; es Rommt ihr Tag, sie werden waͤch, und Israel folgt ihnen nãch. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden die mutter aller Völker werden, die ewwges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie am Reigen, wird einst von dir jum himmel steigen! Ddie Lebens- brunnen sind in dir. In dir das Wasser quilit, das alles Dürsten stillt. halleluja! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur Einer, Zions Gott! fl. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1850. mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1500. 18⁴4 +..— + 1I 4 I— 1 +— + 22332— scö- nig Je-su, strei te, sie ge, daß Blick auf dei- ne frie⸗dens-bvo- ten, laß 17⁰ — XI al-les bald dir un ⸗-ter ⸗lie-ge, was lebt und webt in we-hen dei-nen Le⸗bens o-dem durchs gan⸗ze wei ⸗te V +—.—. un. —— I D .— dlie ser Uelt.— 10 en) Er ⸗hö⸗re un⸗ser flehn und laß es A*—.—* f 241—..—. — I 4 1 + LII SZ..I + 1 E———-——. 20 —— bald ge⸗schehn! A⸗men, A⸗ men! Sso rüh⸗-men wir und ——* I 1 III EEFEFEIEIUETEUII————— +—. Z..— ETE II 4. sauch⸗ jen dir ein hal⸗le⸗lu⸗ ja für und für! 1852. S ———8 ‚CRBIERROORECNMNM ieder vom: T orte Gottes. 2 Dies sind die heil⸗gen zehn Ge⸗bot, die — 1 0⁷ 0—— 4 7—.— —— I— I 1 1— uns gab un⸗ser her re sott durch mo⸗sen, sei ⸗ nen +— + 232— 235 4....— I——23 5 + +—33 Die-ner treu, hoch auf dem berg si⸗- na ⸗-i. Ky-ri- e⸗leis! 2. Ich bin allein dein õott der herr, kein õötter sollst du haben mehr; du sollst mir ganz ver⸗ trauen dich, von herzensgrund lieben mich. syrieleis! 3. Du sollst nicht führen zu Un⸗; ehrn den amen Gottes, deines herrn; du sollst nicht preisen recht noch gut, ohn was Gott selbst reüt und tut. scyrieleis! 4. Du sollst heilgen den siebten Tag, daß du und dein haus ruhen mag; du sollst von dein'm Tun lassen ab, daß Gott sein Werk in dir hab. Kyrieleis! 5. Du sollst ehrn und gehor⸗ sam sein dem Vater und der Mutter dein und wo dein hand ihn'n dienen kann, so wirst du langs Teben habn.(yrieleis! 181 6. Du sollst nicht töten jornig⸗ lich, nicht hassen noch selbst rã⸗ chen dich, Geduld haben und sansten mut und auch dem feind tun das Gut. scurieleis! 7. Dein Ch sollst du bewahren rein, daß auch dein herz kein andre mein', und halten keusch dlas Ceben dein mit Zucht und Mäßigkeit fein. cyrieleis! 8. Du sollst nicht stehlen õeld noch õut, nicht wuchern jemands Schweiß und bBlut; du sollst auf⸗ tun dein milde hand den Armen in deinem Land. syrieleis! 9. Du sollst kein falscher Zeuge sein, nicht lügen auf den näch⸗ sten dein; sein Unschuld sollst auch retten du und seine Schand decken zu. scyrieleis! Wort ottes NN 10. Du sollst deins nächsten Weib und haus begehren nicht, noch etwas draus; du sollst ihm wünschen alles ut, wie dir dein herz selber tut. styrieleis! 11. Die 6'bot all uns gegeben sind, dah du dein Sünd, o men· lernen wohl, wie man vor Gott leben soll. styrieleis! 12. Das helf uns der herr Jesus christ, der unser mittler wor⸗ den ist; es ist mit unsrem Tun verlorn, verdienen doch eitel 3orn. styrieleis! schenkind, erkennen sollst und martin cuther g. 1483 1 1540. Mel.: herr Jesu christ, dich zu uns wend. 16⁴48. 1 86 +——.——.—. 2 ** S.E—̃ 1—— I— 1 0O Gott, du höch ster Gna · dlen⸗hort, ver; —*—— + + E leih, dlaß uns dein göͤtt · lich Wort von Oh ren so zu + HN 1 I— 1 1— I 2— her⸗zen dring, daß es sein sraft und Schein voll⸗bring. 2. Der einge 6laub ist diese] 3. Uerschaff bei uns allch, lieber seraft, der fest an Jesu christo herr, daß wir durch deinen õeist haft; die erk der Lieb sind je mehr in dein'r Erkenntnis dlieser Schein, dadurch wir chri · nehmen zu und endlich bei dir sti zünger sein. finden Ruh. sconrad huber g. 1507 4 13⁷⁷. el.: freu dich sehr, o meine Seele. 155¹. 1 8 N 4 1 LI 7 LS I 1 1 1 N 4 +* * 1—....—.— Re-öde, lieb-ster Je⸗sus, re deé, denn Stãr-ke mich, denn ich bin blö⸗de, daß —— 12—— Q᷑èẽ—— 7 + +— + 4 + ů——— dein ind gibt acht dar⸗auf. ich mei nes(e⸗bens Lauf air zu eh:ren set ie sort 182 2 II H + Wort Gottes — 2— I I LII T Nch so laß dein hei⸗ lig Wort in mein her⸗ je 22 —.—— N — +— +.— 21 sein ver⸗schlos ⸗sen, dir zu fol- gen un⸗ver⸗dros⸗sen. 2. Nch wer wollte dich nicht hören, dich, duliebster menschen; freund? Sind doch deine Wort und Lehren alle herzlich wohl ge⸗ meint. Sie vertreiben alles Ceid auch des honigs Süßigkeit muß vor deinen Worten weichen, ih ⸗ nen ist nichts ju vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken, dessen ich mich trösten kann, wenn der Teufel mich will schrecken auf der schmalen Le⸗ bensbahn; diese führen ohne Qual mich hin durch des Todes Tal, diese sind mein Schirm und Stütze wider alle sreuzesblitze. 4. Jesu, dein Wort soll mich laben, deine trostgefüllte LCehr will ich in mein herz vergraben. Ach nimm sie ja nimmermehr hier von mir in dieser Zeit, bis ich in der Fwigkeit werde RKom⸗ men zu den Chren, dich, o Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein flehen, liebster Jesu, höre mich: laß mich fest bei dir bestehen! Ich, ich will dich ewiglich prei⸗ sen mit herz, Sinn und mund, ich will dir zu jeder Stund cshr und Dank in demut bringen und dein hohes Lob besingen. Anna Sophia, candgräfin zu hessen⸗Darmstadt g. 1638 + 1683. mel.: Es ist das heil uns kommen her. Vorreformatorisch. +. .— + + 2=I— I I 1+— Wir mnen⸗schen sind ju dem, o Gott, was dein We⸗ sen, Wil⸗le und 6e-bot ist geist lich ist, un ⸗tüch ⸗tig; viel ju hoch und wich ⸗-tig; wir wis-sens und ver⸗ SW 2—. I 1* 1 ste hens nicht, wo uns dein gött-lich Wort 185 Wort ottes N — 1 + + I 1 1 —22 — ää‚.. —. und licht den 2. Drum sind vor Zeiten aus⸗ gesandt Propheten, deine senech⸗ te, daß durch dieselben würd be⸗ kannt dein heilger Will und Rechte; zum letzten ist dein ein · ger Sohn, o Vater, von des him⸗ mels Thron selbst kommen uns zu lehren. 3. für solches heil sei, herr, gepreist! Ca uns dabei verblei⸗ ben und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläu⸗ ben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Chrfurcht, Lieb und freud als Gottes, nicht der menschen. 4. hilf, daß der losen Spötter hauf uns nicht vom Wort ab⸗ wende; denn ihr 6espött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein ende. Gib du selbst deinem Worte straft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. Offn uns die ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und ceid, in ęreud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird so⸗ fort vom Teufel hingenommen; in fels und Steinen kann das ——— Weg zu — dir nicht wei-set. Wort die Wurzel nicht bekom⸗ men; der Sam, so in die Dor⸗ nen fällt, von Sorg und Wol⸗ lust dieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Ach hils, herr, daß wir wer⸗ den gleich dem guten fruchtbarn lande und sein an guten Wer⸗ ken reich in unserm Amt und Stande, viel früchte bringen in Gecluld, bewahrendeinecehrund huld im feinen, guten herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Leg der Sünder mei⸗ dlen, gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden. Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weitsorg überall und böse Lüste dämpfen! 9. Dein ort, o herr, laß all⸗ weg sein die Leuchte unsern fü⸗ ßen, erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus ge⸗ nießen sraft, Rat und crost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß ju deiner Ehr dein Wort sich weit aus⸗ breiten, hilf, Jesu, daß uns deine lehr erleuchten mög und leiten, o heilger seist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, õeduld und hoffnung! David Denicke g. 1603 4+ 1660. 18⁴ WeeWort ottes el.: Hherr Jesu christ, dich ju uns wend. 1648. 189 12 I 1.— I I— I herr, öff ne mir die her⸗zens ⸗tür, zeuch i⸗...... nd—5 N 49— mein herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort be⸗ der⸗ 22 Za, ra. H rn 1 + 1 1 0 wah-ren rein, laß mich dein kind und er-be sein! in 2. Dein Wort bewegt des her⸗ 3. Chr sei dem Vater und dem nd jens 6rund, dein Wort macht Sohn, dem heilgen oeist in ei⸗ 1 Leib und Seel gesund, dein Wort nem chron! Der heiligen drei⸗ 4 ists, das mein herz erfreut, dein einigkeit sei Lob und Preis in an Wort gibt Trost und Seligkeit.Cwigkeit! Joh. Olearius g. 16011 1 1684. en. dl, all Mel.: hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir. Ursprüngliche form im anhang. 1520. ä. 190 2— 4..—..—— herr 3e⸗ ba⸗ oth, dein hei⸗ligs Wort, aas in daß wir dar nach an al-lem ort solln N ES——.— 11 Deeee—— ö du uns hast ge⸗ge⸗ben, 1 r rich ten Lehr undg Le⸗ben, ist wor den kund aus dei⸗ nem V——— V 1.— +——.——...—. 15 —— mund und in der Schrift be⸗ schrie ben rein, schlecht und ——.—— +—. — ⏑——— recht durch dei ⸗ne stnecht, vom heil ⸗gen õeist ge⸗trie⸗ben. 18³ Wort öottes N 2. Dies Wort, das jetzt in Schrif⸗ ten steht, ist fest und unbeweg⸗ lich; zwar himmel und die Erd vergeht, 6otts Wort bleibt aber ewig; kein höll kein Plag noch jüngster Tag vermag es zu ver⸗ nichten; drum denen soll sein ewig wohl, die sich darnach recht richten. 3. Es ist vollkommen hell und klar, ein Richtschnur reiner Leh⸗ re; es zeigt uns auch ganz offen;⸗ bãr Gott, seinen Dienst und Chre und wie man soll hier leben wohl, Lieb, hoffnung, ölauben ben; drum fort und fort wir dlieses Wort von herzen sollen lieben. 4. Im streuz gibts Luft, in Trau⸗ rigkeit zeigt es die freuden⸗ quelle; den Sünder, dem die Sünd ist leid, entführet es der hölle; gibt Trost an hand, macht duch bekannt, wie man soll wil⸗ lig sterben, und wie zugleich das himmelreich durch hristum zu ererben. 5. Sleh, solchen Nutz, so große strãft, die nimmer ist zu schätzen, lles herrn Wort in uns wirkt und schafft; darum wir sollen setzen zurück Gold, õeld und was dlie Welt sonst herrlich pflegt zu achten, und jederzeit in Cieb und Ceid nach dieser Perle trachten. 6. Nun, herr, erhalt dein heiligs Wort, laß uns sein sraft emp⸗ finden, den feinden steur an allem oOrt, zeuch uns zurück von Sünden! So wollen wir dir für und für von ganzem herzen dan⸗; ken. herr, unser hort, laß uns dlein Wort fest halten und nicht wänken! 1008. Mel.: hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir. —— L +——.— 9 ursprüngliche form im unhang. 127. . — Dein Wort, herr, ist die rech te Lehr, ein ein Schild zu uns-rer 6e⸗gen⸗-wehr, ein I + 1 Licht, das uns er⸗leuch⸗tet, Tãu, der uns be⸗feuch⸗tet,/ ein Stärkungstrank, wenn wir uns * —, 12.——————— —————— — 93 krank an Seel und 6eist be⸗ fin den, ein fe⸗stes 18⁰ V 1U⏑ HHna — ort Gottes 12*—.— — band, das uns-re hand mit 2. So führe denn auf rechtem pfad durch dies dein Licht mich Blinden, laß mich durch deinen Schutz und Kat den Satan über⸗ winden! Die Süßigkeit laß alle⸗ zeit von deinem Wort mich schmecken, und deine 6unst in mir die Brunst der õegenlieb erwecken! 3. Uerleih auch deinen guten Geist, der alles das versiegle, worin dein Wort mich unter⸗ weist, daß ich mich drin bespiegle, dei ⸗ner kann ver⸗bin ⸗den. und immerdar dies, was ich war und was ich bin, erkenne, auch niemals mehr von deiner Lehr in Sünd und Irrtum renne. 4. Gib meinem 6lauben Stärk und straft, die alles kann voll⸗ bringen, damit durch dessen Ei⸗ genschaft ich ritterlich kann rin⸗; gen und sereuz und Not, jã gar den Tod viel lieber woll erleiden, als daß ich hier vom Wort und dlir mich ließ aus stleinmut schei⸗ den. 17¹4. mel.: Gott des himmels und der éErden. Umbildung im Anhang. + heinr. Albert 1642. J— 192— * II + — *4 — Teu-res Wort aus Got-tes mun ⸗ de, dlich al lein hab ich zum 6run ⸗de — + + llas mir lau- ter mei⸗- ner se⸗lig-keit ge se⸗gen trägt, legt: in dir treff ich — I I I S +7 1 + 4 + 2... — al-ͤles an, Was 2. Will ich einen Vorschmack haãben, welcher nach dem him⸗ mel schmeckt, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir ein Tisch gedeckt, der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebens· wässer tränkt. ju sott mich 187 füh ⸗ren kaͤnn. 3. Du, mein Paradies auf Er- dlen, schließ mich stets im õlau· ben ein, laß mich täglich klüger werden, daß dein heller öna⸗ llenschein mir bis in die Seele dlringt und die frucht des Le⸗ bens bringt. Wort õottes 4. Geist der õnade, der im Wor; te mich an Gottes herze legt, öffne mir des himmels Pforte, daß mein 6eist hier recht erwägt, wäas für Schätze Gottes hand dlurch sein Wort ihm zugesandt. 5. Iasse mich in diesen Schran⸗ ken sonder eitie Sorgen sein, schließe mich mit den 6eclanken in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich gar nicht stört, wenn mein herz dich reden hört. 6. Gib dem Samkorn einen Acker, der die frucht nicht schul⸗ dlig bleibt; mache mir die Nugen waäcker, und was hier dein fin⸗ ger schreibt, präge meinem her⸗ zen ein, laß den Zweifel ferne sein! Mel.: O du liebe meiner ebe. + 7. Was ich lese, laß mich mer⸗ ken; was dlu sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den 6lauben stärken, laß es nicht dabei be⸗ ruhn, sondern gib, daß auch da⸗ bei ihm das Leben ähnlich sei. 8. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn. Was ich hier zum 6runde lege, müsse wie ein felsen stehn, daß mein 6eist auch Rat und Tat in den größten nöten hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel in der folge Jesu sein, drücke drauf ein önadensiegel, schließ den Schatz im herzen ein, llaß ich fest im õlauben steh, bis ich dort zum Schauen geh. Benfamin Schmolck g. 1672 1737. cã. 1740. 103j—— ++ — 2— —— +——— herr, dein Wort, die ed ⸗le 6a-be, denn ich zieh es al ⸗kler ha⸗be 2 n i———4— ————————— die sen Schatz er ⸗ hal ⸗- te mir, und dem größ⸗ten Reichtum für. ur: t 3 2—— f—. 22— — 1—1— Wort nicht mehr soll gel⸗ ten, wor⸗ auf soll der —— 1 V— 1 E — 1 — II 1 + ruhn? Mir ists nicht um tau- send 188 s[Al ——13 441 + IIII WeeeeUort Hottes 1 22.. + I 1 + rin, n.n.—— I1 2. 40=— +..— Wel⸗ten, d ber um dein UDort zu tun. 2. halleluja, Ja und Amen!] dienen früh und spat und zu⸗ herr, du wollest auf mich sehn, gleich zu deinen füßen sitzen, daß ich mög in deinem namen wie maria tat. fest bei deinem Worte stehn; laß mich eifrig sein beflissen, dir zu MNel.: Jesu, meine freude. U. U. C. v. Zinzendorf g. 1700 4 1760. U. 2 christian öregor g. 1725 1 1801. Joh. Crüger 1650⁰. b.. LTIIAA. + * — Wort des höch-sten mun⸗des, En⸗gel bald, da wir ge ⸗ fal-len, lie⸗ hest I— + un — I + +— 2 EE ů—— 2——— 145—8 1— — LI 2—— II*——.— mei⸗nes Bun-des, Je ⸗su, un⸗ ser Ruhm, ei»ne sraft, die du er-schal- len C-van-ge⸗-li⸗ um, —.— J— ——. AD—.—— — ö— 1— 0——*.— Glau- ben schafft, ei ne Bot-öschaft, die 23—— N * 2— IJ.I N + I 122 IECES F T + 1 NII RL.—1—. 1 + + zum(e⸗ ben uns von dir 2. Was sein Wohlgefallen vor der Zeit uns allen fest bestimmet hat, was dler opfer Schatten längst verkündet hatten, das vollführt sein Rat. Was die Schrist verspricht, das trifft alles ein in Jesu namen und ist Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Jesu õnade wendet allen Zorn und Schuld. 189 ge ge⸗ ben. Jesus ist gestorben, Jesus hät erworben alle 6nad und huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und chre; ach erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünden Toten ma⸗ chen Jesu Boten dieses eben kund. Cieblich sind die füße, und die Lehren süße, teuer ist dler Bund. Aller Welt ist nun Wort öottes N vermeldt durch der guten Bot⸗ schaft Lehre, daß man sich be⸗ kehre. 5. sommt, jerknirschte herzen, dlie in bittern Schmerzen das besetz jerschlug, kommt zu dessen 6naden, der für euch beladen alle Schmerzen trug. Jesu blut stärkt euren Mmut, Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergibet. 6. Dieser õrund bestehet; wenn dlie Welt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bau⸗ en; so soll mein Vertrauen evan⸗ gelisch sein; auch will ich nun würdiglich dieser strast, die mir gegeben, evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke schaffet lliese Werke, stehe du mir bei! llichts kann mich nun scheiden, hilf denn, daß mein Leiden evan⸗; gelisch sei. Laß auch mich einmal auf dlich, als ein ind mit dir zu erben, evangelisch sterben! heinr. cornelius hecker g. 1690 4 1743. MNel.: Es ist das heil uns kommen her. NAuch nach melodie Ur. 620 zu singen. Vorreformatorisch. 195 4 EEE·‚ũ +———— DDRSASESIIIJ—— 6e⸗setz unl E-van- ge⸗li⸗ um sind die wir in un⸗serm christen⸗tum be⸗ *2+— — — 12— bei de Got⸗ tes stän⸗dig nö- tig ha ⸗ben; a· ben⸗ doch bleibt ein gro⸗ her —— — 2— + I— 1 + 1— L nur ein sol-ches 2——— — N 1 12— N I + 1 1 1 1 ,H, Au- ge sieht, das 6ot 2. Was Gott in dem Gesetz ge⸗ beut, ist uns ins herz geschrieben: Wir sollen nämlich jederzeit õott und den nächsten lieben. Daß aber Gott die Welt geliebt und seinen Sohn für sSünder gibt, dlas muß er selbst entdecken. -tes Geist er⸗öleuch-tet. 3. In dem Gesetz wird unsre Pflicht uns ernstlich vorgetra⸗ gen; das Evangelium kann nicht als nur von önade sagen; jens zeigt dir, was du tun sollst, an, lies lehrt, was Gott an dir ge⸗ tan; jens fordert, dieses schenket. 19⁰0 ————— e Uort Gottes 4. Was das Gesetz dir guts ver⸗ spricht, wird dir nicht zugewen; dlet, es sei denn, daß du deine Pflicht vollkommen haͤst vollen; llet; was Christi 6nade guts ver; heißt, wird dem, der gläubig sich erweist, frei und umsonst gegeben. 5. Wo das Gesetz den Sünder findt, da schlägt es ihn danie⸗ der; das vangelium verbindt und heilt die Wunden wieder; sens predligt Sünde, 3orn und fluch, dies öffnet dir das ebens; buch in des Erlösers Wunden. b. Jens decket dir dein Elend auf, dies saget von Erbarmen; jens schläget unbarmherzig drauf, dies hebt und trägt die Armen; jens zeigt und drohet dir den Tod, dies hilfet dir aus Tod und not und bringt dir beist und Leben. 7. Was das Gesetz ju sagen hat, gehört für rohe herzen, für heuchler, die schon reich und satt, die mit der Sünde scherzen: ddes nadenwortes Balsamöl senkt sich in eine kranke Seel, dlie elend und beladen. 8. Wenn das 6esetz den Zweck erreicht, so hört es auf zu fluchen; sein Zwang, sein blitz, jein Drohen weicht, wenn man will 6nade suchen; es treibt jum Kreuz des mittlers hin, wenn ich an diesen gläubig bin, so hat der Trost kein Ende. 9. Mein Gott, laß diesen Unter⸗ schied mich in der Tat erfahren, nãch Sündenangst laß Trost und fried sich in der Seele paaren! Treib mich durch des Gesetzes fluch, daß ich die nade gläubig such in des Erlösers Armen. 10. õib ãaus dem vangelio mir sträfte, dich zu lieben und als dein ind mich frei und froh in dem 6esetz zu üben. 6ib 6na⸗ de, daß ich meine Pflicht mit heiligkeit und Zuversicht in LCieb und Glauben leiste. Joh. Jak. Rambach g. 1693 + 1735. mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 1661. 4 — 19⁰0 1 1+2 + I 7—n— H V Das ist ei⸗ ne sel⸗ ge sStun⸗de, und das herz von her-zens- grun⸗de de-su, da man dein ge⸗denkt wahr⸗Aich, nichts als tief in dei⸗ ne Wun⸗den senkt. 10¹ S Wort bottes I—. + ů 124 — ᷣa. II III. II. — I Je-sum ken⸗ nen, Je⸗ sum su chen, fin den, nen⸗nen, X. * I 2— I —— + + 1 H — I + + das er ⸗ful ⸗let uns⸗re Zeit mit der höch⸗sten Se⸗lig⸗keit. 2. Jesus, deine 6nadenquelle fließt so gern ins herz hinein, dleine Sonne scheinet helle, denn du willst genossen sein; und bei aller Segensfülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, un⸗ aufhörlich schöpfen soll. Mel.: Nch Gott und herr. 3. Nun, so laß auch diese Stunde dlein õedächtnis in uns sein, in dlem herzen, in dem munde leb und herrsche du allein! Caß uns dleiner nie vergessen! Wie aria still gesessen, da sie deinen Mund gehört, also mach uns einge⸗ kehrt! C. 6. Woltersdorf g. 1725 + 1761. 16²⁵. ⁷ 1 I. V +— + 6ott ist mein hort, und auf sein Wort soll mei ne See le trau- en. Ich wand⸗ 1 T +7 hier, mein V. 1 +* 1 II ;. ar.—— + 0 a R.— E —— — I + II + II 6ott, vor dir im 6lau- ben, nicht 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine sträfte schmecken, laß keinen Spott, o herr mein 6ott, mich von dem Glauben schrecken! 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahr⸗ im Schau-en. heit lehrte? 6ott, ohne sie ver⸗ stünd ich nie, wie ich dich wür⸗ llig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 192 eeeeDWort bottes 5. Dein ewuger Rat, die misse⸗ tat der Sünder zu versühnen, den kennt ich nicht, wär mir dies Licht nicht durch dein Wort er⸗ schienen. 6. Nun darf mein herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen. nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abbã sagen. 7. ich zu erneun, mich dir ju weihn, ist meines heils õe⸗ schäste. Durch meine müh ver⸗ maͤg ichs nie, dein Wort gibt mir die sträfte. 8. herr, unser hort, laß uns dies Wort, denn du hasts uns gegeben. es sei mein deil, es sei mir heil und sraft jum ewgen Leben! Chr. f. Gellert g. 1715 4 17⁰69. Mel.: Was sott tut, das ist—— U 1681. 12 DSDSDSPSPSPSISISISISI‚II..... E + — dein Wort, o herr, ist mil⸗der Tau für Laß kei⸗-nem pflänjchen dei ⸗ner Nu den ö I—.—. II——— ů 2— trost ·be ⸗ dürft ge See ⸗len. him⸗mels · bal · sam feh ⸗ len; er⸗quickt durch ihn laß .,,,.:,:.,.,...., je⸗ des blühn und in der zu- kunft +. I— N é.½5 ů + 4 FEAHA S Ta· gen dir frucht und Ssd · men tra · gen! 2. Dein Wort ist, herr, ein flammenschwert, ein seil, der felsen spaltet, ein feuer, das im herzen jehrt und mark und Bein durchschaltet. O laß dein Wort noch fort und fort der sünde macht jerscheitern und alle herjen lautern! 193 3. Dein Wort ist uns der Wun⸗ derstern für unsre pilgerreise, es führt auch Toren hin jum herrn und macht die Einfalt weise. dein himmelslicht ver⸗ lösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich ver⸗ fehle. Wort ottes N 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der onade mein Labsal, meine Zuversicht, die fackel meiner Pfa⸗ de. Sie zeigte mir den Weg zu lir und leuchtet meinen Schrit⸗ ten bis zu den ewygen hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn ju dir, dem sichern horte. o wendet ich mich anders hin? herr, du hast Lebensworte. Noch hör ich dlein: Komm, du bist mein! Das rief mir nicht ver⸗ gebens ein Wort des ewgen Le⸗ bens. 6. Auf immer gilt dein Segens· bund, dein Wort ist Ja und Amen. nie weich es uns aus Geist und und und nie von unserm Samen, laß immerfort dein hel⸗ les Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten! 7. 0 sende bald von ort zu Ort den Durst nach deinen Leh · ren, den hunger aus, dein Le⸗ benswort und deinen Geist zu hören; und send ein heer von Meer zu meer, der herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen. starl Berny. Garve g. 1763 + 1841. NN 10⁴4 D auf- und Ronfit⸗ mationsliederé OSOOEIOE Bei der Taufe. Eigene melodie. I I 1— 9 9 Auch nach melodie Ur. 165 zu singen. Joh. Walther 1524. hrist un ser herr zvum Jor⸗dan kam von sanct Jo⸗hanns die Tau fe nahm, 1— R..—— 12— 2 + 2:..— 1 1 1 + + E +—.—— nach sei ⸗nes va-ters Wil-len, sein Werk und Amt zu er-fül⸗len. Da wolit er suifrten IXIIL ù² IZI 1 uns ein Bad, ju wa⸗- schen uns von sün ⸗öden, er⸗ ——— 1—— — + + 1 I—2 E I 1 säu ⸗fen auch den bit⸗tern Tod durch sein selbs Blut und — 2—‚..—— 2— 1 4 1 + 1 I + 1— 1— —— Dun- den; es galt ein neu ⸗- es LCe⸗- ben. * IXI 2. So hört und merket alle Wasser sei, doch nicht allein wohl, was Gott heißt selbst dieschlecht Wasser, sein heiligs Wort Taufe, und was ein christe glau⸗ist auch dabei mit reichem Geist ben soll, zu meiden etzerhau⸗(ohn maßen: der ist allhie der fen. Gott spricht und will, daßTäufer. 105 3. Solchs hat er uns bewiesen klar mit Bildern und mit Wor; ten. Des Vaters Stimm man offenbar daselbst am Jordan hörte; er sprach: Das ist mein lieber Sohn, an dem ich hab õe⸗ fallen; den will ich euch befoh · len habn, daß ihr ihn höret alle und folget seinem Lehren. 4. Auch Gottes Sohn hie selber steht in seiner zarten menschheit, dler heilge õeist herniederfährt, in Taubenbild verkleidet, daß wir nicht sollen zweifeln dran: Wenn wir getaufet werden, all drei Person getaufet habn und so bel uns auf Erden ju wohnen sich begeben. 5. Seinꝰ Jünger heißt der herre christ: õeht hin, all Weit zu leh· ren, daß sie verlorn in Sünden ist, sich soll jur Buße kehren; wer glaubet und sich taufen läßt, TLaufe u. Konfirm.0l soll dadurch selig werden; ein neugeborner mensch er heißt, der nicht mehr könne sterben, das himmelreich soll' erben. 6. Uer nicht gläubt dieser gro⸗ ßen önad, der bleibt in seinen Suünden und ist verdammt jum ewgen cTod tief in der hölle 6runde. nichts hilst sein eigne heiligkeit, all sein Tun ist ver · loren, die Erbsünd machts zur lichtigkeit, darin er ist geboren; er kann ihm selbst nicht helfen. 7. Das Aug allein das Wasser sieht, wie menschen Wasser gie⸗ ßen; der 6laub im Geist die straft versteht des Blutes Jesu christi; und ist für ihn ein rote flut, von Christus Blut gefärbet, dlie allen Schäden heilen tut, von Adam her geerbet, auch von uns selbst begangen. martin cuther g. 1483 1 1540. mei.: von oott will ich nicht lassen 15rꝛ. *..—— * e n SE.SEE TIIS — Las-set die sind-lein Rom⸗men zu sie sind mein freud und Won-ne, ich ————.——— mir, spricht 6ot-tes 7 bin ihr Schild und kron;—— Zuth tün uieh kent aler⸗ ———1 EI ꝗIJ———— 25 SI— lein, daß sie nicht wärn ver ⸗loren, bin ich ein 19⁰ + SII ..... ‚t‚‚‚ — Tdufe u.sonfirm. + V. ‚ ————‚‚..—J—..— r 4 4 + + I + seind ge⸗ bo⸗-ren, drum 2. Der herr gar freundlich küsset und herzt die sinderlein, be⸗ zeugt mit Worten süße, der him; mel ihr soll sein, dieweil sein teures Blut, das aus den heilgen Wunden am sereuzesstamm ge⸗ ronnen, auch ihnen kommt zu gut. 3. Drum nach christi verlangen bringet die inder her, damit sie 6nad erlangen, niemand es ih · nen wehr! führet sie Christo zu, mel.: Nuf dich hab ich gehoffet, herr. sie mein ei ⸗gen sein. er will sich ihr erbarmen; legt sie in seine Arme, darin sie fin · den Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, ihr Seele ott gefällt; denn sie sind Gottes Erben, lassen die schnöde Welt. Sie sind frei aller 6'fahr, brauchen hie nicht zu leiden und loben 6ott mit freuden dort bei der Engel Schar. Cornelius Becker g. 1561 + 1604. 15. Jahrhundert. 20— +— V 4 —— + + 1 V ott Ua⸗- ter, hö⸗re uns⸗re bitt: ceil — I + — EE N ———— 1.— die-sem sind den se-gen mit, er⸗zjeig ihm dei⸗ne 1 1 — + + + + 1 1 1 4 2 I.. —*— sSünd, daß ihm die ⸗ selb nicht scha ⸗ de. 2. herr Christe, nimm es gnãa⸗ zeitsein im Leben undimsterben. dlig auf durch dieses Bad der heil· 3. Und du, o allerwertster Geist, gen Tauf zu deinem 6lied und samt Vater und dem Sohn Erben, damit es dein mög all⸗gepreist, wollst gleichfalls zu uns 197 Taufe u. Konfirm. OI kommen, damit jetzund in dei⸗sei cob, ehr und dank vereit nen Bund es werde aufgenom⸗ für diese große üte! 6ib, daß men. 4. O heilige Dreieinigkeit, dir Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 4 dlafür wir dienen dir, vor Sün⸗ den uns behüte! Joh. Bornschürer g. 1625 4 1677. Kud. Ahle 1664. E+ *. 1—— 4 I.. I— — ciev-ster 3e— su, wir sind hier, del⸗ Die ⸗ses sein d-lein kommt zu dir, weil 12 I + —.—.—.—— ᷣS‚ H— 83 H— du den be⸗-fehn ge⸗ge ben, daß man sie ju * „—.— V 1.— ———— Iun WI — 2 ESAH chri-sto flh re, denn das him- melreich ist ihre. 2. Jã es schallet allermeist die⸗ ses Wort in unsern ohren: Wer dlurch Lasser und durch eist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kom⸗ men. 3. Darum eilen wir zu dir; nimm dies Pfand von unsern Armen, tritt mit deinem 6lanz herfür und erzeige dein Erbar⸗ men, daß es dein ind hier auf Erden und im himmel möge werden. 4. Wasch es, Jesu, durch dein blutvon den angeerbten flecken, laß es bald nach dieser flut deinen Purpurmantel decken, schenk ihm deiner Unschuld Sei⸗ dle, daß es sich in dich vernleide. 5. ache Licht aus finsternis⸗ setz es aus dem Zorn in önade, heil den tiefen Schlangenbiß durch die srrast im underbade, laß hier einen Jordan rinnen, so vergeht der Aussatz drinnen. 6. hirte, nimm dein Schäflein an, haupt, mach es zu deinem liede, himmelsweg, jeig ihm die Bahn, friedefürst, schenn ihm den friede, Weinstock, hilf, daß dliese Rebe auch im lauben dich umgebe. 7. Nun, wir legen an dein herz, waäs von herjen ist gegangen; führ die Seufßer himmelwärts underfülledasverlangen, ja den namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. 198 11111 ꝗKxM HOSOSOO aufe u.Konfirm. Mel.: Jesu, meines evens Leben. 16⁰1. + V 203, ne= enn n n— IEEE Las-set mich voll freu ⸗de spre⸗chen: dler bei mensch⸗li⸗chen 6e⸗ bre⸗chen 1 EHN 1 D Ich bin ein ge⸗tauf-ter christ, ein kind 6ot-tes ist. uas sind al ie den ⸗noch —— Schätze nüt⸗je, da ich ei⸗ nen Schatz be ⸗sit · je, der mir al ⸗ les * + 1 + I 1 1 — 12—— heil ge⸗-bracht und mich e · wig se⸗ lig mächt. 2. seine Sünde macht mir ban⸗; ge, ich bin ein getaufter Christ; denn ich weiß gewiß: So lange llieser Trost im herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ, und llamit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist. Dã ich bin jur Taufe kommen, ist dir alle acht genommen, und von lleiner Tyrannei machet Gottes Bund mich frei. 100 4. freudig sag ich, wenn ich ster · be: Ich bin ein getaufter Christ; dlenn das bringet mich zumErbe, das im himmel droben ist. Cieg ich gleich im Todlesstaube, so ver⸗ sichert mich der õlaube, daß mir auch der Taufe serast Ceib und Leben wieder schafft. 5. Nun so soll ein solcher Segen mir ein Trost des Cebens sein. Muß ich mich zu 6rabe legen, schlaf ich auch auf solchen ein. ob mir herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist. Erdmann neumeister g. 1671 + 1756. Taufe u. Konfirm. mel.: Wer nur den lieben 6ott läßt walten. Mel. 3. 178⁵. 204——=2.— I——³4 ö—4 Ich bin ge⸗tauft auf dei ⸗nen na⸗ men, ich bin ge⸗zählt zu dei- nem Sa⸗-men, Gott Va-ter, Sohn und heil⸗ger Seist, zum Volk, das dir ge⸗ hei⸗ligt heißt; ich bin in chri⸗stum —⁷ P.— M —.— H ————— m —— ein ⸗ge⸗senkt, ich bin mit 2. Du hast ju deinem sind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, du hast die frucht von dleinem Sterben, mein treuer heiland, mir gewährt, du willst in aller Hot und Pein, o guter beist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch furcht und Liebe, Treu und õehorsam zugesagt; ich habe mich aus rei⸗ nem triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins 6rab des Satans schnö⸗ den Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf dei⸗ ner Seite bleibt dieser Bund wohl feste steyhn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein stind, zu önaden an, wenn ich hab einen fall getan. sei nem 6eist be schenkt. 5. Ich gebe dir, mein 6ott, aufs neue Leib, Seel und herz zum Opfer hin, erwecke mich ju neuer Treue und nimm besitz von mei⸗ nem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, herr, deinen Willen tut. 6. Weich, weich, du fürst der finsternisse, ich bleibe mit dir unvermengt. hier ist zwar ein befleckt õewissen, jedoch mit Jesu Blut besprengt. Weich, eitle Welt, du Sünde, weich! 6ott hört es, ich entsage euch. 7. LCaß diesen Vorsatz nimmer waänken, Gott Vater, Sohn und heilger õeist! halt mich in dei⸗ nes Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 17335. 2⁰⁰ SI6 W‚eE& INC (OOOO aufe u.onfirm. Mel.: Cebster Jesu, wir sind hier. Rud. Ahle 1664. 2 — 4—— 4—— I—— + 1 1 1 1t— 6ott und Va⸗ ter, nimm jetz und die⸗ nimm es auf in dei⸗ nen Bund und — I E— EM 4 + Z.e 1+—*— EI I ——.IDEDEEEeI 1 + I H ———— II I + I— — ses sind von un-»sern Ar- men, er zeig ihm dein er⸗ bar men, 7 und ie + A + I IEI 4 H III + 1 II Ce- bens-ta- ge dei⸗ner seind⸗schaft Zei- chen tra ⸗ ge. 2. Waͤsche es mit deinem Blut,‚ 3. Und du, werter heilger Geist, treuer Jesu, von den Sünden,schenk ihm deine önadenkräfte, laß in seiner Taufe flut den ge⸗treibe, wie dein Bund verheißt, erbten fluch verschwinden und selbst in ihm das heilsgeschäfte. sein Leben auf der Erden deinem daß es stets an Jesu Leibe ein vorbild ähnlich werden. lebendig 6liedmaß bleibe. Joh. Jak. Spreng g. 1690 + 17⁰08 Bei der stonfirmation. eigene melodie. f. h. meyer 1741. * + + + 2 1— LT.— + 4 I I 1 22—2—+—G———50èν.́ìux——4. mein Schöp⸗fer, steh mir bei, sei ddlein Au ge lei te mich, bis V N 1 — %— I 1 +— I —— mei- nes Ce-bens licht; mir mein NAu⸗- ge bricht. hier leg ich her und X. —*— I I 1— + 1 + I— N I ** 7 Glie-der vor dir zum op⸗fer nie der und wid⸗ me 201 Taufe u. Konfirm.— willst, daß ich der Dei⸗ ne sei, mein Schöp⸗fer, steh mir bei! 2. ein heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle flecken tiigt und lauter Wunder tut. Schließ die ver⸗ irrte Seele in deine Wunden⸗ höhle, daß sie von Zorn und Sünde hier wahre freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dlich, mein heiland, wasche mich! 3. ein Tröster, gib mir sraft, Wenn sich Versuchung zeigt, re⸗ giere meinen 6eist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen her⸗ ren nennen, sein önadenwort verstehen, auf seinen Wegen ge⸗ hen. du bist, der alles õute schafft, mein cröster, gib mir scraft! 4. Gott Vater, Sohn und Seist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein 6emüte zum Tempel deiner 6üte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen! Wohl mir, wenn du der mei⸗ ne heißt, oott Vater, Sohn undd beist! Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 1735. stonfirmationslied, wie es die 6emeinde singt. Mel.: Komm, heiliger 6eist, herre Gott. 2 0 7 Ursprüngliche form im anhang. Vorreformatorisch +— I V —————— Er-hör, o Gott, das hei ße flehn der I H— +— 5 1*————— +— I L sn irinn t n sie her ⸗nie der, denn dein sind sie, sind chri ⸗sti 20² (OOO aufe u. Konfirm. V ö 14*X * — — + II — V* 1 I — + + * dei ⸗nen 6a⸗- ben, laß sie mit dir 6e⸗mein:schaft — 1 N ——— +— — ů—————— 72— ö ha⸗ben, er⸗bar⸗ me dich, er⸗bar me dich! 0 — — 4 Wie es die stonfüirmanden singen. Erhör, o Gott, das heiße flehn Segen, den dein Wort verheißt, von uns, die wir hier vor direrfüll uns du mit deinen 6aben, stehn! Erbarmend blick auf uns laß uns mit dir 6emeinschaft hernieder, denn dein sind wir, haben, erbarme dich, erbarme sind hristi lieder. 6ib uns,dich! Gott Uater, Sohn und Geist, den clieser stüster g. 1732 4 1700. mel.: O du Liebe meiner liebe. cã. 1740. 208 aerie. H+H ˖ qꝑqDeewh e — +— 1.— +— bei dir, Je⸗ su, will ich blei⸗ben, nichts soll mich von dir ver⸗trei- ben, 1 1 HN +— —— 1+22..+ — stets in dei- nem dien-ste stehn, will auf dei- nen Ue-gen gehn. du bist mei ⸗ nes I ² le⸗bens Le⸗ven, mei⸗ner See⸗le Trieb und sraft, wie der 20³ — 4 I + — + VI* 1 V. I + un— I + 1 Taufe u. Konfirm. EU — C 1 I I I TZ. TH ————— + LI + Wein· stock sei ⸗ nen Re ⸗ ben zuströmt straft und Le⸗bens ⸗saft. 2. stöonnt ichs irgend besser ha⸗ ben als bei dir, der allezeit so viel tausend önadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden als bei dlir, herr Jesu christ, dem im himmel und auf Erden alle macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein herr zu fin⸗ len, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sün; den mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht an⸗ gehören, der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und brab? 4. Jã, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Cwigkeit. auch des Rufs aus dieser Welt; dlenn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend ju dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tãg sich neigt, wenn es nun will Abend werden, und die nacht herniedersteigt. ege segnend dann die hande mir aufs müde, schwache haupt, sprechend: Sohn, hier gehts zu Ende, aber llort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod als dem kühlen, scharfen Wehen vor dem himmelsmor⸗ genrot. Wird mein Auge dunk⸗ ler, trüber, dann erleuchte mei⸗ nen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der hei⸗ mãt reist. Deines Winks bin ich gewärtig, st. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1859. SSSEOESSSEEIUE TIIIAIAII P 14115 22 141144 BRRRFIIn, bendmählslieder: Eigene melodie. 15²⁴. I 1 I + 2 0 9 Ursprüngliche form im Anhang. A + Z. 2— Je ⸗ sus chri-stus, un⸗ser hei⸗land, S u —— I + I 2——.—— D + I + + + I. — — —— der von uns den 6ot⸗tes-zorn wandt, durch das bitt ⸗re + 1* 2 1 2— 1 * I + + lei den sein half 2. Daß wir nimmer des ver⸗ gessen, läßt er seinen Leib uns essen mit dem Brot und uns zu gut auch trinken mit dem Wein sein Blut. 3. Uer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl Ncht auf sein Sachen; wer unwürdig hin⸗ zugeht, für das eben den Tod empfäht. 4. Du sollst õott den Vater prei⸗ sen, daß er dich so wohl wollt speisen und für deine missetat in den Tod sein Sohn geben haͤt. 5. Du sollst glauben und nicht wänken, daß es Speise sei den stranken, deren herz von Sün⸗ den schwer und vor Angst ist betrübet sehr. 6. Solch groß õnad und Barm⸗· herzigkeit sucht ein herz in gro⸗ er uns aus der höl⸗ le pein. ßer Arbeit,ꝰ) ist dir wohl, so bleib davon, daß du nicht kriegest bösen Lohn. 9 d.1. in Seelennot. 7. Ex spricht selber: Rommt, ihr Armen, laßt mich über euch er⸗ barmen; kein Arjt ist dem Star· ken not, sein sunst wird an ihm gar ein Spott. 8. hättst dudirwas konnterwer⸗ ben, was braucht ich für dich zu sterben? dieser disch auch dirnicht gilt, so du selber dir helfen willt. 9. Glãaubst du das von herjens· grunde und bekennst es mit dem munde, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquickt. 10. Diefrucht soll auch nicht aus bleiben: deinen lächsten sollst du lieben, daß er dein genießen kann, wie dein õott an dir hat getan. nach Johann huß. martin uther g. 1483 T 1540. 20⁵ Abendmahl LE Jes. o. tigene melodie. Dr. martin cuther 152. ————H— IST———— ů———⁵1 828 — ——— Je-sai-a dem pro- phe⸗-ten das ge⸗schah, *V V I +— ——*— V——. 1— +— —.—.——3.* — 1—— ho⸗ hen Thron, in hel⸗lem 6lanz. Sei-nes(klei⸗ D + 1 ——— ——————— 9—1 ddes Saum den chor fül-let ganz. Es stan ⸗den —j ————— EE17— —— AWSrrr zween se raph bei ihm dar⸗an, sechs flül= gel + V — sah er ei ⸗ nen se den habn. mit zween ver⸗ —.III‚‚‚......—..—— üi 4.——.— bar⸗gen sie ihr Ant ⸗litz klar, mit zween be⸗deck⸗ten sie die * 56656— N —————— 7 fü⸗ße gar und mit den an⸗dern zween sie flo⸗gen frei. 2...——.—— ———— ö 6en an der rie fen sie mit gro⸗ßem schrei: 206 2 8 0 1 * HER FII Dreimal H. V* hei⸗lig ist õott, der her⸗ re Ze- ba· oth, Sein chr die *— . I 2—— I 1 2——— * 1 1—— 1 ——— gan⸗- 3je UWelt er⸗ fül let hat. Von dem Schrei 1 N— +— + 1 +—— A jit- tert Schwell unl Bal- ken gar, das haus + N — 21 —— 21 —— 7·*S—— auch ganz voll Rauchs und ne⸗ bel war. Martin Luther g. 1483 + 1540. + mel.: Gott sei gelobet und gebeneleiet. 55. Jahrhundert. 52, herr Je· su chri ste, mein ge⸗ treu · er Bei dir al lei- ne find ich heil und I V 1 + 4 1 + XI ** II hir⸗te, komm, mit 6öna⸗ den mich be⸗wir⸗te! Ru· ri · e. Ce-ben, was mir fehlt, kannst du mir ge⸗ben. — + + 2*— V lei son! dein arm Schäf⸗lein wol-lest du wei⸗ was⸗ ser führn, da slãs Le- ben her tut rũßrn. sey ri-e-lei-son! 20² Abendmahl UTE 2. All andre Speis und Trank ist ganz vergebens, du bist selbst das Brot des Cebens, kein hun⸗ ger plaget den, der von dir isset, alles Jammers er vergisset. sey; rieleison! Du bist die lebendige Quelle, zu dir ich mein herz⸗ krüglein stelle; laß mit Trost es fließen voll, so wird meiner Seele wohl. styrieleison! 3. Laß mich recht trauren über meine Sünde, doch den õlauben auch anzünde, den wahren õlau⸗; ben, mit dem ich dich fasse, mich auf dein Verdienst verlasse. sey; rieleison] õib mir ein recht buß; fertig herze, daß ich mit der sünde nicht scherze noch durch meine Sicherheit mich bring um dlie Seligkeit. syrieleison! 4. hestig beschweret find ich mein 6ewissen; ach laß reichen Trost drein fließen aus deinen Uunden, welche du empfangen, dlã du bist am streuzʒ gehangen. styrieleison! Wenn mein herz dlamit wird gerühret, wirds von Stund an still und gezieret durch dein Blut mit 6lauben schön, kann in dir vor Gott bestehn. schrieleison! 5. Der b'darf des Arztes, den dlie strankheit plaget, mit Begier er nach ihm fraget. o süßer Jesu, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden! styrieleison! Du bist ja der Arzt, dlen ich rufe, auf den mit ver⸗ langen ich hoffe. hilf, o wahrer mensch und Gott! hilfst du nicht, so bin ich tot. yrieleison! 6. Du rufest alle, herr, zu dir in õnaden, die muhselig und be⸗ laden; all ihre missetat willst du verzeihen, ihrer Bürden sie befreien. yrieleison! Nch komm selbst, leg an deine hände und dlie schwere Last von mir wende, mache mich von Sünden frei, dir zu dienen straft verleih! gyri⸗ eleison! 7. Mein 6eist und herze wollst du zu dir neigen, nimm mich dir, gib mich dir eigen! Du bist der Weinstock, ich bin dei⸗ ne Rebe, nimm mich in dich, daß ich lebe. styrieleison! Nch in mir find ich eitel Sünden, in dir müssen sie vald verschwinden; in mir find ich höllenpein, in dir muß ich selig sein. Kyrieleison! 8. stomm, meine freude, komm, dlu schönste strone, Jesu, omm und in mir wohne! In mir will ich dich mit õebet oft grüßen, ja mit Cieb und õlauben küssen. schrieleison! Bringe mit, was alle Welt erfreut: deiner Liebe süße Lieblichkeit, deine Sanst⸗ mut und 6eduld, die frucht dei⸗ ner õnad und huld. cyrieleison! 9. Dies sind die Blümlein, die mich können heilen und mir Le⸗ benssast erteilen, daß ich aus 20⁸ U — EAbendmahl mir nun all Untugend reiße, Brünnlein ist stets voll. Caß mich dir zu dienen mich befleiße. sey ⸗ ewig sein in dir und bleib ewig rieleison! In dir hab ich alles, auch in mir! syrieleison! wäs ich soll, deiner 6nade kigene melodie. Joh. heermann g. 1585 + 1647. Joh. Eccard 1507. —— + A — „ —— 1—— I L.—— * 4 o Je-su, du mein Brãu- ti-gam, der du aus + + hast, ge ⸗ nom⸗ men 2. Ich komm zu deinem Abend⸗- mahl, verderbt durch manchen Sündenfall; ich bin krank, un⸗ rein, nackt und bloß, blind und arm; ach mich nicht verstoß! 3. Du bist der Arzt, du bist dlas CLicht, du bist der herr, dem nichts gebricht; du bist der Brunn der heiligkeit, du bist das rechte hochzeitskleid. 4. Drum, o herr Jesu, bitt ich dlich, in meiner Schwachheit hei; le mich, was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen 6nadenschein! 5. Erleuchte mein verfinstert herz, jünd an die schöne 6lau⸗ benskerz, mein Armut in Reich ⸗ tum verkehr und meinem flei⸗ sche steur und wehr, weg der 20 sün- den(ast, 6. Daß ich das wahre himmels⸗ brot, dich, Jesu, wahrer mensch und Gott, mit solcher Chrerbie⸗ tung nehm, wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Jösch alle Caster aus in mir, mein herz mit Cieb und 6lau⸗ ben jier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanʒ in mir zu deiner Ehr! 8. 6ib, was mir nütz an Seel und Leib, was schädlich ist, fern von mir treib, komm in mein herz, laß mich mit dir vereinigt bleiben für und für! 9. Hilf, daß durch dieses mah · les straft das Böos in mir werd abgeschafft, erlassen alle Sün⸗; denschuld, erlangt des Vaters Lieb und huld. Abendmahl 10. Uertreibe alle meine feind, dlie sichtbar undunsichtbar seind, dlen guten Vorsatz, den ich führ, durch deinen Geist mach fest in mir! 11. mein Ceben, Sitten, Sinn und Pflicht nach deinem heilgen Willen richt, ach laß mich meine Tag in Ruh und friede christ⸗ lich bringen zu, 12. Bis du mich, o du Lebens- fürst, zu dir in himmel neh⸗ men wirst, daß ich bei dir dlort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Joh. heermann g. 1585 1647. Mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. + Phil. Nicolai() 1590. .½—— I 2 — — herr Je ⸗su, dir sei Preis und Dank Im brot und Wein dein Leib und blut 1. 1 für dlie ⸗se See⸗len⸗speis und Trank, da ⸗mit du uns be⸗ kommt uns wahrhaf⸗tig wohl zu gut und unsere her⸗en ů II V 12 V.—.•— —...————2..— 2—— ga-bet 233 la-bet. Daß wir nun dir in dem al⸗len wohl 9e· ——— I—————.— 4.. H ..— S— 5. IH —.——.2 123—• SEE 11 5——— fal⸗len, hei⸗lig le⸗ben, sol⸗ches wol⸗lest du uns ge⸗ben! 2. Du kehrest, o Immanuel, ja selber ein in unsre Seel, dir Wohnung da zu machen; drum uns ein solches herz verleih, das von der Weltlieb ledig sei und allen eitlen Sachen. bleibe, trei⸗ be unser Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, alles Irdsche zu verachten. 3. Nch herr, laß uns doch neh · men nicht dein wertes nacht⸗ mähl zum öericht! Ein jeder recht bedenke, daß er mit diesem Lebensbrot im Glauben stille 2¹⁰ N —2.—— ... Abendmahl seine lot; der fels des heils uns tränke,“) züchtig, tüchtig dich dort oben stets ju loben, bis wir werden zu dir kommen von ler Erden. cor. 10, 4. 4. O daß wir solche Seligkeit erwarten möchten allezeit in hoffnung und Vertrauen, unel folgends aus dem Jammertal gelangen in den himmelssaal, da wir Gott werden schauen tröstlich, köstlich, uns als Gäste Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 236 zu singen. auf das beste bei ihm laben und ganz volle 6önüge haben. 5. Das gib du uns von dei⸗ nem chron, o Jesu christe, Gottes Sohn, gibs durch dein bitter Ceiden! Dasselbe, weil wir leben hier, laß uns betrachten für und für, all Böses darum meiden! Amen, Amen, hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen alle Sünden, hilf uns fröhlich überwinden! U. 1,3,4 Bernh. Derschow g. 1501 + 1639. U. 2 u. 5 hannov. 6sb. 1657. bpeter Sohren 1068. 214 + DDDD.= bc aAü 3—— du Le⸗bens⸗brot, herr Je⸗-su christ, der nach dem him⸗ mel hung⸗rig ist + S XI— I E + 4 I 4 +— I— 1 kann dich ein Sün der ha ⸗ Weh. und sich mit dir will la⸗ ů o hitt ich —* IA+ — 33...... ö!—. DT—— dich de mü-tig-lich, du wol-lest so be⸗ +* + I + 1 — 1 ——— 2. 14 rei⸗ten mich, daß ich 2. Auf grüner Nue wollest du mich diesen Tag, herr, leiten, dlen frischen Wassern führen zu, llen Tisch für mich bereiten. Ich bin zwar sündlich, matt und krank, doch laß mich deinen recht wür ⸗dig 21¹ wer ⸗de. 6nadentrank aus deinem be⸗ cher schmecken! 3. Du angenehmes himmels- brot, du wollest mir verzeihen, dlaß ich in meiner Seelennot zu dir muß kläglich schreien. Dein Abendmahl IE 3. Glaubensrock bedlecke mich, auf daß ich möge würdiglich an deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen haß und Bitter⸗ keit, o herr, aus meinem herzen, laß mich die Sünd in dieser Zeit bereuen ja mit Schmerzen! Des neuen Bundes Osterlamm, du meiner Seele Bräutigam, laß mich dich recht genießen! 5. Zwaͤr bin ich deiner 6unst nicht wert, als der ich jetzt er⸗ scheine mit Sünden allzuviel be⸗ schwert, die schmerzlich ich be⸗ weine. In solcher Trübsal tröstet mich, herr Jesu, daß du gnãdig⸗ lich der Sünder dich erbarmest. 6. Ich bin ein mensch, krank von der Sünd, laß deine hand mich heilen! krleuchte mich, Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. + dlenn ich bin blind, du kannst mir 6õnad erteilen. Ich bin ver⸗ dammt, erbarme dich! Ich bin verloren, rette mich und hilf aus lauter 6nade! 7. ein Brãutigam, komm her zu mir und wohn in meiner Seele, daß sie dich liebe für und für und sich mit dir vermähle. ch laß doch deine Süßigkeit für meine Seele sein bereit, und stille ihren Jammer! 8. Du Lebensbrot, herr Jesu christ, komm, selbst dich mir ju schenken! 0 blut, das du ver- gossen bist, komm eiligst, mich zu tränken! Ich bleib in dir, du bleibst in mir, drum wirst du, meiner Seele Zier, mich einst auch auferwecken. Johann Rist g. 1007 + 1667. Joh. Crüger 1649. + 0 21 4 — IIi — Schmük · ke komm ans dich, o lie⸗be See⸗le, hel⸗le Licht ge⸗ gan⸗gen, D==... EH— +—— iaß die aunn ie Sün-den- höh-ie, fan ge herr⸗lich an ju pinegenz denn der 1 1 X 1 + I.RNRD ..I I 1 1—% 2—. herr voll heil 2¹² und 6na⸗ den will dich jetzt ju EAbendmahl 1. + 1 6a-ste la⸗ den; der den him mel kann ver⸗ 4 4* + I I HN 1— + ¶ wal-ten, will jetzt her 2. Eile, wie Uerlobte pflegen, dleinem Bräutigam entgegen, der daã mit dem önadenhammer klopft an deine herzenskammer. ffn ihm bald die õeistespforten, red ihn an mit schönen Worten: stomm, mein heil, laß dich um⸗ fassen, von dir kann ich nim⸗ mer lassen. 3. Zwar in saufung teurer Waren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst für die õaben deiner huld kein beld nicht haben,ꝰ) weil in allen Bergwerksgründen kein solch Kleinod ist zu finden, das den Trank in diesen Schalen und dies manna kann bezahlen. Zes. 35, 1. 4. Nch wie hungert mein 6e⸗ müte, snenschenfreund, nach dei⸗ ner 6üte; ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach deiner stost zu sehnen; ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank dles Lebensfürsten, wünsche, daß er als der meine mich durch sich mit Gott vereine. 5. Beides, Zittern und Ergetzen, will mich in Bewegung setzen; 21³ berg in dir hal⸗- ten. dlas Geheimnis dieser Speise und dlie unerforschte Weise machet, dlaß ich früh vermerke, herr, dlie 6röße deiner Stärke. Ist auch wohl ein mensch zu fin⸗ dlen, der dein Allmacht sollt er · gründen? 6. Nein, Vernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies rot nie wird verzehret, ob es gleich viel Tausend nähret, und daß mit dem Saft der Reben uns wird christi Blut gegeben. O der gro; ßen heimlichkeiten, die nur õot⸗ tes Geist kann deuten! 7. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Cebensquell und Licht der Sin⸗ nen, hier fall ich ju deinen füßen, laß mich würdiglich ge⸗ nießen dieser deiner himmels⸗ speise mir zum heil und dir zum preise! 8. herr, es hat dein treues Lie⸗ ben dich vom himmel herge⸗ leben in den Tod für uns ge⸗ geben und dazu ganz unver⸗ trieben, da du willig hast dein Abendmahl dlrossen, herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 9. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens sei zu deinem disch geladen. Iaß mich durch dies Seelenessen deine iebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mag dein õaͤst im himmel wer⸗; den. oder mir vielleicht um Schaden Johann franck g. 1618 4 1677. Mel.: Jesu, meines Lebens Leven. 1661. + E+ 4 210.— mei ne See —— 4—— 4 + ++I. le, laß dich fin den auf der dlich mit Chri ⸗ sto zu ver ⸗bin⸗Aen; tu ihm — + 2—.———4 + I I II —I —— II rex— + +2 wah⸗ren 6lau⸗bens-bahn, auf, er klop-fet an. — den die him mel nicht um⸗ ————„——— 4— 2....— 14— 2—.——. —————. +2 x— 1— fas⸗ sen, will in dir sich nie der las⸗ sen, Je-sus I I H 1 1 I. 1 4 + + E 1 H JI..—. E. I + I..— 2———— TU —*— will im brot und Wein we 2. O geheimnisvolle Weise, die kein menschenwitz ermißt! hier gibt sich ein Lamm zur Speise, das der Erihirt selber ist; hier will zu der 6äste Leben sich der Wirt zur Speise geben, und zum Opfer stellt sich hier selbst der hohepriester für. 3. O wie hungert nach den See⸗ len selbst das wahre Lebensbrot! Selig, die dies brot erwählen für des Geistes hungersnot! Seht, sent⸗-lich zu ge⸗gen sein. an dieser heilgen Stelle lechzet selbst die Lebensquelle nach der drmen Sünder heil. Jesus ist ihr bestes Teil. 4. Sieh, o mensch, den Schatz der önade, den dir Jesus aufge⸗ tan; rühre nicht die Bundes⸗ lade mit verwegnen händen an! Soll nicht Gottes 6rimm erwa⸗ chen und dich gar zu nichte ma⸗ chen, armer Sünder, so tritt du zitternd und mit furcht herzu! 21⁴ Abendmahl 5. Jesu, mache meine Sinnen und mein ganzes herze rein, laß jetzt deine unden rinnen, senke tief mein herz hinein! Romm, dlu stönig aller Chren, eile, bei mir einzukehren unter meines herzens Dach, obs gleich niedrig, arm und schwach. mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. — 6. Jesu, laß mich 6nade finden und vertreib mir alles Weh, laß die purpurroten Sünden weißer sein als oll und Schnee! ssomm, mein herz voll lauben, hoffen, Lieb und Sehnsucht steht dir of⸗ fen, laß dein herz, das ewig rein, und mein herz Ein herze sein! Salomo franck g. 1050 + 1725. Jos. selug 1535. 2. herr Je⸗-su christ, du höch⸗stes Gut, du wir kommen, dei⸗ nen Leib und blut, wie Brunn⸗quell al-ler na⸗den, du uns haäͤst ge⸗la⸗- den, zu dlei-ner Lie-be herr ⸗lich · LEI 22 2..— 3.— 3.—— E 2. O Jesu, mach uns selbst be⸗ reit ju diesem hohen Werke, schenk uns dein schönes Chren⸗; kleid durch deines õeistes Stär; ke! hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ewgen himmelswesen. keit und unsrer See⸗len Se⸗lig ⸗Kkeit zu es⸗ sen und zu trin⸗ken. 3. Bleib du in uns, da wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls scraft in deines himmels Bürger⸗ schaft dort ewig selig werden. 17¹. eigene melodie. f. h. Meyer 1741. 218—— 4——.—— V r Mein Je⸗ su, der du vor dem Schei⸗ uns haͤst die früch ⸗te 215⁵ dei ner Lei ⸗ Abendmahl T EE —.—— I 1— den in dei ner letz ⸗ten Trau-er⸗nacht den in ei⸗ nem de ⸗ sta⸗ment ver⸗macht, es prei⸗sen gläu⸗ H— A + 27— * I bi⸗ge 6e · mi⸗ ter dlich, Stif⸗ter die ⸗ser ho⸗hen 6⸗ ter. 2. So oft wir dieses mahl ge⸗ nießen, wird dein Gedächtnis bei uns neu; man kann aus frischen Proben schließen, wie brünstig deine iebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmer⸗ zen verneuern sich in unserm herzen. 3. Es wird dem zagenden 6e⸗ wissen ein neues Siegel aufge⸗ druckt, daß unser Schuldbrief sei jerrissen, daß unsre handschrift sei zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blut⸗ gen Wunden finden. 4. Das Band wird fester zuge⸗ jogen, das dich und uns zu⸗ sammenfügt; die freundschast, die wir sonst gepflogen, fühlt, wie sie neue Stützen kriegt; wir werden mehr in solchen Stun⸗ den mit dir ju einem Geist ver⸗ bunden. 5. Dies Brot kann wahre nah⸗ rung geben, dies Blut erquicket unsern õeist; es mehrt sich unser innreseben, wenn unser olaube dich geneußt; wir fühlen neue strast und Stärke in unserm ampf und 6laubenswerke. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes 6liedern ein, mit denen wir in solchem Stande Ein herz und Eine Seele sein; der 6eist muß mehr zusammen⸗ fließen, da wir Ein fleisch und blut genießen. 7. Dein fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser fleisch, dlas schwachheitvoll, einst herr⸗ lich aus dem Staube grünen und unverweslich werden soll, ja daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle 6a; ben hast du in dieses mahl ge⸗ legt. Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist un⸗ ser Geist verpflegt! Dies mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Uorschmack jener freuden. 9. Dir sei Lob, Chr und preis gesungen! ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig sein. Wird unser õeist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommner loben. Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 17³3³. 216 1111 bendmahl Mel.: Ein ämmlein geht und trägt die Schuld. 2 9 Ursprüngliche form im Anhang. 1525. 1 1 H* L— 1 1 1 1 + Ich kom- me, herr, und su⸗ che dich, 6ott, mein Er ⸗ bar ⸗ mer, würd ⸗ge mich müh ⸗se⸗ lig und be⸗la⸗den. des Wun⸗ders dei- ner öna⸗den! Ich lie⸗ge hier vor I +— deinem chron, Sohn bot⸗tes und des men ⸗schen Sohn, mich N 1444 ———— II dei ⸗ner zu ge ⸗trö⸗sten; ich füh ⸗le meiner Sün ⸗den müh, ich 2. Dich bet ich juversichtlich an, du bist das heil der Sünder, du hast die handschrift abgetan, und wir sind ottes Finder. Ich dlenk an deines Leidens macht und an dein Wort: Cs ist voll⸗ bracht! Du hast mein heil ver; dienet, du hast für mich dich dlargestellt, õott war in dir und hat die Welt in dir mit sich ver · sühnet. 3. So freue dich, mein herz, in mir! r tilget deine Sünden 2¹⁷ und läßt an seiner Tafel hier llich õnad um önade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir ver; geben, du bist in meinen Tod getauft und du wirst dem, der llich erkaust, von ganzem herzen leben. 4. Dein ist das õluck der Selig; keit, bewahr es hier im ölauben und laß durch keine Sicherheit dir deine rone rauben! Sieh, Abendmahl ich vereine mich mit dir, ich bin dler einstock, bleib an mir, so wirst du früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und llurch die Ciebe gegen mich wird dlir der Sieg gelingen. 5. Jd, herr, mein õlück ist dein Gebot, ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um straft zu meinem Uillen. Caß mich von nun an würdig sein, mein ganzes herz dir, herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Caß mich den Ernst der heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt be/ weisen! Chr. f. Gellert g. 1715 4 1769. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Hicolai(0 1500. 2⁰ 1 2—..—.—2 ——ͤ—.——— — herr, du wollst uns Le-ben Caß uns, vor⸗be⸗ rei⸗ten zu emp⸗fa⸗ hen, eeei ine, ,.. r, k.a ,„ ——————.—— — 1—— ——————— zu del⸗ nes mah⸗les Se⸗ligkei-ten, sei mit ⸗ten un ⸗ter mit glau⸗ bens · vol ⸗lem her ⸗ zen na⸗hen und sprich uns los von * V* N 1 I —* + + — + * 2 dr. virtirt Sir uns, o Gott! Sünd und Tod! Wir sind, o Je⸗su, dein; dein laß uns I* + CLII 1 4 ——— e⸗wig sein! A⸗ men, men! An ⸗ be⸗tung dir! N Einst fei ern wir das gro · ; ße N· bend⸗mahl bei dir. nach fr. Gottl. Klopstoc g. 1724 + 1803. 218 MNI 8 2. ZIIIT SSSS8S6 Abendmahl tigene melodie. nach dem Abendmahle. 15. Jahrhundert — viun 1 22¹— Gott sei +7 ge⸗lo- bet und ge⸗ be⸗ ne⸗ mit sei⸗nem flei ⸗ sche und mit sei nem V * I N + + V + EH + + H INI — I — FP.+ E — 2—— * WDDDP dei ⸗et, der uns sel ⸗ber hat ge ⸗ spei ⸗set au ri- e⸗ Blu-te; das gib uns, herr ott, zu gu-te! —. 9)— 0— 4 4* 4 + I I 1 4 —— ++ +— + +— ä....... * + lei son! herr, durch dei nen hei ⸗li⸗ gen(eich⸗ +* W — 2— —— — 1 ͤ nam, der von dei⸗ner mutter a⸗ ri- a kam, und das hei⸗ 2 li-ge Blut hülf uns, herr, aus 2. Den heilgen Leib hat er für uns gegeben jum Tod, daß wir dladurch leben. Nicht größre õü⸗ te konnte er uns schenken, da⸗ bei wir sein solln gedenken. styrieleison! herr, dein Lieb so groß dich g'zwungen hat, daß dlein Blut an uns groß Wunder tat und bezahlt' unsre Schuld, ddaß uns Gott ist worden hold. sehrieleison! al ler ot! Ku⸗ri-e ⸗-lei ⸗son! 3. Gott geb uns allen seiner 6nade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. syrieleison! herr, dein heilig õeist uns nim· mer laß, der uns geb ju halten rechte Maß, daß dein arm chri⸗ stenheit leb in fried und Einig· keit. syrieleison! Maͤrtin uther g. 1483 + 1546. ) Bindung Str. 2 u. 3.*) Teilung Str. 2 u. 3. 2¹⁰ Abendmahl I.— mel.: nun lob, mein Seel, den herren. 222 Wie wohl hast du ge ⸗ la ⸗ bet, o ja mich so reich be⸗ ga bet, dlaß leb⸗ 5 2e. su, dei- nen ast, ich jetzt füh⸗le freud und Rast. o wun⸗der-sa⸗ me —.—...—.— 122 EARSEEE Spel-se, o sü ⸗her Ce · benstrank, o Liev · mahl, das ich * V 2—— P=.— E— S.SSSS I IIII IIIIIIIII— ————.—.— prei se mit ei ⸗nem cob⸗ ge⸗ sang, in ⸗ dem es wPꝑ‚P..‚PI.III— ..... I 1—— I—.——= 24———— hat er quik ⸗ket mein ce⸗ben, herz und mut; mein — + LI LI IAIAn — +. E 1 4 —.—.— ——. LII õeist der hat er ⸗blik ⸗Ret das al ⸗ler⸗ böch⸗ ste öut. 2. Du hast mich jetzt geführet, o herr, in deinen 6nadensaal, daselbst hab ich berühret dein edllen üter allhjumal; da hast du mir gegeben umsonst und mildiglich das werte Brot zum leben, das sehr erquicket mich; du hast mir zugelassen, dlaß ich dden Seelenwein im Glauben 2²⁰ möchte fassen und dir vermäh⸗ let sein. 5. Bei dir hab ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit; du hast mir vollgemessen den edllen seich, der mich erfreut. Ach Gott, du hast erzeiget mir Armen solche unst, daß billig jetzt sich neiget mein herz vor — äCKKrK N — n! — EAbendmahl Liebesbrunst. Du hast mich lassen schmecken das köstlich himmels⸗ brot; hinfort kann mich nicht schrecken Welt, Teufel, Sünd und Tod. 4. So lang ich leb auf Erden, o liebster Jesu, preis ich dich, daß dlu mich lässest werden gesäͤttigt von dir und durch dich. Du hast mich selbst getranket mit deinem teuren Blut und dich ju mir ge⸗ lenket, o unvergleichlichs Gut! nun werd ich ja nicht sterben, weil mich gespeiset hat der nim; mer kann verderben, mein Trost, Schutz, hülf und Rat. 5. WDie kann ichs aber fassen, herr Jesu, daß du mit Begier dlich hast so tief gelassen vom himmelssaal herab ju mir? Du Schöpfer aller Dinge besuchest deinen snecht; ach hilf, daß ich dir bringe ein herz, das fromm und recht, das glaubig dir ver; traue, damit nach dlieser Zeit ich ja dein Antlitz schaue dort in der Cwigkeit. 6. Du bists, der ewig bleibet, ich aber bin dem Schatten gleich, dlen bald ein Wind vertreibet; herr, ich bin arm, und du bist reich. Ddu bist sehr groß von 6üte, kein Unrecht gilt bei dir; ich, sündhast von 6emüte, kann fehlen für und für. Doch Kom⸗ mest du hernieder und nimmst dich meiner an; was geb ich dlir dloch wieder, das dir gefallen kann? 7. Ein herz durch Reu jerschla⸗ gen, ein herz, das ganz jerknir · schet ist, das, weiß ich, wird be⸗ hagen, mein heiland, dir ju jeder frist. Du wirst es nicht verachten; demnach ich emsig bin, nach deiner 6unst ju trach · ten; nimm doch in önaden hin dlãs Opfer meiner zZungen, denn billig wird jetzund dein teurer kuhm besungen, herr Gott, durch meinen Mund. 8. Wohl mir, ich bin versehen mit himmelspeis und Lebens⸗ trank; nun will ich rüstig stehen, zu singen dir ob, ęhr und Dank. fähr hin, du Weltgetümmel, dlu bist ein eitler Tand, ich seufze nãch dem himmel, dem rechten Vaterland. fahr hin, dort werd ich leben ohn Unglück und Ver⸗ druß; mein õott, du wirst mir mel.: nun laßt uns ott dem herren. geben der Wohllust Überfluß. Johann Rist g. 16007 4 1667. Uikol. Selnecker 1587. 22⁷ O Je-su mei⸗ ne Won⸗ ne, du mei ⸗ ner 22¹ .—..........——— DPDPDPP‚.PPSPS‚ xxxttT.ttTTTTTT............ —— 1.— 12..2— 2 see le sSon ne, du freund⸗- lich— ster auf Er⸗den, laß mich 2. Wie kann ich gnugsam schät⸗ jen dies himmelsüß ergetzen und diese teuren 6aben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dir es danken, o herr, daß du mich sranken gespeiset und getranket, jã selbst llich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, der du so viel empfunden. 5. Dir dan ich für dein Leiden, dlen Ursprung meiner freuden: dlir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßnen Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, dlas standhaft ist geblieben; dir dlank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein 6emüte dlein übergroße õüte; dies teure pfand der 6naden tilgt allen meinen Schaden. dir dank ⸗ bar wer ⸗öden! 8. herr, laß michs nicht ver; gessen, daß du mir zugemessen llie kräftge himmelspeise, wofür mein herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich annoch empfinde, aus mei⸗ nem fleische treiben und kraftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich los gezählet von Sündlen und vermählet mit dir, mein liebstes Leben. Was kannst ddu Werters geben? II. Caß, Schönster, meine Seele dloch stets in dlieser höhle des Leibes mit Verlangen an deiner Liebe hangen! I2. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten! 3. Nun kann ich nicht verder⸗ ben; drauf will ich selig sterben und freudig auferstehen, o Jesu, llich zu sehen. Johann Rist g. 160⁷7 + 10⁰⁷ mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern Ursprüngliche form im Anhang. * Phil. Nicolai() 1500. *+ 14.7 + 1— 22⁴4 IEXI * + Dank, Je⸗- su, dir! Nch sind wirs wert, Erst bis zum Tocl am streuz uns liebst, 22²2 — — daß so viel heil uns wi⸗ der⸗fährt, du un⸗ser so ge⸗ nun solch ein Pfand der Lieb uns gibst, ach dich so ganz uns — I! I 1 + + + +— +— 1 E 1— + + uum. E.*—— 22 Wewün⸗ beiluns! heil uns! wir emp.sin·den, rein von * x +* N I 1—4* 1 — +.... +———t— 1 1 1——— +— 1 hal. 72—7— 5 Sün⸗-den, õot-tes frieden. mehr noch ist uns dort be⸗schieden. Vor der Abendmahlsfeier eines ranken. mel.: Vater unser im himmelreich. val. Schumann 1339. *——— CEr— H— *— + fr Zu dei⸗nen fü⸗ ßen lie ⸗ge ich, mein —.— + 1 + 1—— L—— + I——— 1— ——....———— +———.— I +— ——*——— I 4* B. * ller⸗mann, der al⸗-le⸗zeit er ⸗ret ⸗ ten kann; drum, bin ich gleich von hül⸗fe bloß, so ist doch mein Ver⸗trau- en groß. 2. Mein crost und meines her⸗ Uerbrechen gut, und dann gib, zens Teil, mach erstlich meine nach vergebner Schuld, bei Seele heil, besprenge sie mitmeiner Schwachheit auch 6e⸗ dleinem Blut und mache meinduld! 2²3 Abendmahl L LE 3. Berühre mich mit deiner hand, die so viel Böses abge⸗ wandt. Dein Leib mich speise, dã ich Krank, dein Blut sei mei· ner Seele Trank! Ich will, wie Cajarus, allein, auch wenn ich krank, der Deine sein. 4. Wenns meiner Seele selig ist, so heile mich, herr Jesu Christ; soll sterben aber besser sein, wohl mir, auf Jesum schlaf ich ein. maäch du es, Jesu, durch dein Blut mit mir an Leib und Seele gut! christ. heinr. Zeibich g. 1077 1+ 1748. WDDDE 2²2⁴ Quß Beicht Oedber kigene melodie. Altkirchlich. 220 O0 ba-ter, all⸗mäch⸗- ti- ger Gott, zu dir schrei⸗en wir in der not: durch dei ne gro⸗ße Barm⸗ + +—— + + + her ⸗ ig keit er barm dich ü⸗ ber uns! — + + hri ⸗ste, wollst uns er hö⸗ren, für uns bist du ge⸗ 1 — V 2——4 D 7 T. —.— ů + 2.— —————1 Stunde, für uns bist du ge· stor · ben. er ⸗barm dlich u · ver uns! 225 Buße u. Beichte EN f 1IXIIIIAI I 1 — 4 4 — 4—.—— 1 1 + 2—. jeit heri-lich zu lie ben und nach dei ⸗ nem — 1 +—— +. V Uil⸗-len ju le⸗ben. eEr-barm dich ü⸗- ber uns! Rithirchlich.— Deutsch durch J. Spangenberg g. 1484 4 1550. kigene melodie. I.(Einzeine Stimmen.)(chor.) 2———— + 0 1 1 12 —* nimm von uns, her-re sott, all NV I I 1 uns⸗-re sünd und mis- se-tat, auf daß wir mit —— SI—=.—.—v˙ I.. I +—.— 4 I —— rech tem Glau-ben und rei⸗ nem her ⸗jen in dlei-»nem dienst er fun ⸗ den wer- den. II.(6em.) — ö—— ö 7 —— 21.—. 4——— Volks, oö chrin- ste, das du er ⸗ lö⸗ set häst Esessuße u.leichte — I 1— ——0.— + ————— ll mit dei- nem teu⸗- ren, heil gen blu=te. III. V. I 1——— I J—— Er ⸗ hör uns, er ⸗ hör uns, er⸗ hö⸗ re uns=-re ———SS———— ——— +.—— + —— + +— Bitt, 6ott ba ⸗ ter, Schöp⸗ fer al- ler 1 + 1 1 4 ‚D —.—5 din ge, hilf uns und sei uns gnä ⸗ dig! IV. — 1 — 4.—.————— er hör uns, er ⸗ hör uns, er⸗ hö⸗re uns⸗re X I 1 — P + I 1 1 42—5 + 1 1 I bitt, o chri ⸗ste, al- ler Uelt hei-land, bitt für uns und sei uns gnä⸗ dig! V. — I 1 ꝗꝗRIRDIDIDITIIIIeeee 8 21 1——— Er ⸗ hör uns, er ⸗ hör uns, er ⸗ hö⸗- re uns⸗re — 4 ů—.—— 4 — 2 0—... bitt, 6ott heil ger Seist, du ein ⸗ ger 2²27⁷ Buße u. Beichte N — ——— + L 1 44 —— 4 + 2—— + 1 IEIH +— Trö-ster, er leucht uns und sei uns gnä⸗ dig! vI.(chor.) 1 I + 1 1 1 1 I 1 I— Ss0 währ ich le⸗be, spricht 6ott der her ⸗re, +—* TI—— E N —.—— H daß er sich be⸗ keh re und le⸗ be. A men. Altkirchlich. pPsalm 130. eigene melodie. mel. I. 15²4. 228 1 1 +. 1 +.— +4 + 1..+ 1 + 1⁴¹m⁵ LI... + 1 7— 5 + +* nus tie- fer not schrei ich zu dir, herr dein gnä⸗dig oh⸗ren kehr zu mir und —..— I 12——— ————.— 1.. 21 2—.————— ——. 1. 1— 2 + 1 Gott, er ⸗hör mein Ru= fen, 1 mei⸗ner Bitt sie öff⸗ ne! denn so du willst das —— L. 1•7N 1 1— ——————:. E.— 2— +.u HM H.. — +* I +* 1 2— se⸗ hen an, was sünd unn Un recht ist ge⸗ 22³ 44912 ęèND EessssssssAhuße u eichte — i.—. A *—— rn..—— E — 1— 1 tan, wer kaäͤnn, herr, vor llir blei ben? oder: 560 Ursprüngliche ßorm im Anhang. 15²25. — 4* I. S.r.. + 1 —.—*——— hen 1— 1.ꝛ.. I4 Aus tie fer not schrei ich zu dir, herr dein gnä⸗ dig oh ⸗ ren kehr ju mir und „ ö — 12— +——— ..——— ——— LI— I I I— Gott, er hör mein Ku⸗-fen, 9— 1 o du wj 8 mei⸗ner bitt sie öff⸗ ne!—ᷣ—.— 1 I——5 I — 0.. ö—— se hen an, was sünd und uUn⸗- recht ist ge⸗ —* + 4—— 1 —..— 1/— I + IIII NI + 1—.— 4 —.]—. 1 1 tan, Wer kann, herr, vor dir blei ben? 2. Bei dir gilt nichts denn õnad und 6unst, die Sünde zu verge⸗ ben; es ist doch unser TLun um⸗ sonst auch in dem besten Leben. vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dich fürchten ů sedermann und deiner önade ö leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, aufmein bDerdienst nicht bau⸗ en; ãuf ihn mein herz soll lassen sich und seiner õüte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort. Das ist mein Trost und treuer gort, ues will ich alljeit härren. ——H0 4. Und ob es währt bis in die llacht und wieder an den mor⸗ gen, doch soll mein herz an Got⸗ tes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem 6eist erzeuget wärd, und seines oottes harre! 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei ott ist viel mehr önade; sein hand zju helfen hat kein Zlel, wie groß auch sei der Scha⸗ de. Er ist allein der gute hirt, dler Israel erlösen wird aus sei⸗ nen Sünden allen. martin cuther g. 1483 4 1540. Buße u. Beichte eigene melogie. Die Litänei. Ritkirchlich. Wechselgesang zwischen dem chor(oder seistlichen) und der semeinde. I. II. 7 EN 1 H+— +— EH 1I II. I. 12— EH Chri-ste, Ele⸗- i: on! seh ri-e, II. 1I II — + + 4 I 1 Z.I II +.H ——— I I 1 uE + 4.— +H E-le⸗i⸗- son! Chri-ste, er hö⸗- re uns! 1 II. —2.2— 1 I LI LI +.*+ En I +— + herr 6ott VUa⸗ ter im him⸗mel, er⸗barm dich ü⸗ ber uns! herr Gott Sohn, der elt hei⸗land, er⸗barm dich ü⸗ ber uns! herr 6ott hei-li-ger 6eist, er⸗barm dich ü⸗ber uns! —— + N J— += II— I E +— +— 1 ——— Sei uns gnä⸗lig, ver⸗schon uns, lie⸗ ber her⸗re Gott! Sei uns gnällig, hilf uns, lie ber her⸗re Gott! Vor al⸗len Sün ⸗uen, vor al-lem Irr-sal, vor al-lem U-bel be- hüt uns, lie⸗ber herre Gott! herr„H. Ervarme aich. 10. ö 250 cKuße u.Beichte vor des Teu⸗-fels Trug— undlist, vor bö⸗sem schnel-len cod, vor pe ⸗ sti lenz und teu⸗rer Zeit be⸗hüt uns, lie ·ber her⸗re õott! I — Vor srieg und Blut- ver⸗gießen, vor Auf-ruhr und— Zwietracht, vor ha⸗ gel und Un-ge⸗witter, vor feu⸗ er⸗ und assers-not, vor dem e⸗ wi ⸗ gen cod bethüt uns, lie⸗ber her⸗re Gott! ————.— —.—— SS.... Durch dei- ne hei li-ge b6e⸗burt, durch dei- nen To⸗des-Kampf und— blu-ti-gen Schweiß, durch—————— dein streuz und dod durch dein hei ⸗li⸗ges Nuf ⸗er ⸗ stehn und him ⸗mel ⸗fahrt In uns-rer letz ten not, ö* huf uns, Iie ⸗ver her re Gott!“ am süng'sten Ge⸗richt hilf uns, lie ber her re õott! Wir ar⸗men Sün=der bit ⸗ten: 231 SuhenSeh EEEEEEE I 4 2—.— 55 E — 1 + I 1 du wol⸗lest uns er ⸗ hö ren, lie ber herre Sott! I. —— ——8 2 2 2——— 2 Uund dei⸗ ne hei li⸗- ge christ Ui⸗- che al le ih re Ddie ner, Wäch⸗ ter und heil sa ⸗ men Wort und hei li⸗ gen(e⸗ *— 2—— I— sir · che re gie ⸗ ren und füh ⸗- ren, hir · ten im ben** +* +* er haͤl ⸗- ten, II. I. +7—— ——— + E + LEI Allen Rot ten und Ar · ger · al-le Ir- ri- ge und Ver⸗ er · hör uns, lie ber her⸗ re õott! den Satan un · ter uns=re II. 8 EILEEE x u uu Hꝗ Z—.s——..—— EEE—— nis sen weh⸗ren, führ ⸗te wie⸗der · brin⸗gen, fü ßehtre ten, er⸗hör uns, lie⸗ber her⸗re Gott! I. — SS — 2 2 2 2 2 2 2 2—. I Treu-e Ar ⸗-bei⸗ ter in dei- ne Ern te sen⸗den, dlei⸗nen õeist und frast zum Ioor te ge⸗ben, al · len Be · trüb · ten und Blö ⸗den hel · fen umd sie trõ ·sten, 25² GHI 14111 — e ete I. +——— —————— un- se⸗re o⸗-bern, er ⸗hör uns, lie· ber her ⸗re õott! un⸗sern Kat, Schule und ** IE 4 3 —————ĩ—— + I — 2—— bemeinde segnen und be⸗hü⸗ten, er⸗hör uns, lie⸗ber her⸗re 6ott! +— U— 2 2 2 Al- len, so in not und 66 ⸗-fähr sind, al- len Schwan ge ren ungd Säu ⸗gen⸗ den ler stin der und stran ken pfle⸗ gen al- le un ⸗schul- dig 6õe ⸗-fan-ge ⸗-nen al- le Uit wen und Wai ⸗- sen ver-tei⸗ * E E +—— 2—*— IDII ———— mit hül ⸗ fe +* +*—— er-schei⸗ nen, fröh⸗li⸗ che frucht und b6e⸗ dei- hen ge⸗ben, ————**—— und war-ten, los und le dig läas⸗- sen, di- gen und— +*—— ver⸗sor-gen, II. I. 1 +4——— + N— AN LD 1..— NM. + V. + 1 7 1 ů 1 4 2———— I= 233 Buße u. Beichte Un · sern feinden, Verfolgern—9— Lã · stesrern ver · ge · ben er · hör uns, lie · ber her · re ott! die früch⸗te auf dem can⸗de ge⸗ I— + I +— M I IX S— ———— III 1 ——.. und sie— be⸗keh⸗-ren, ben und— be⸗wah⸗ren,) er⸗hör uns, lie⸗ber her⸗re sott! Je:su chri⸗ste, õot⸗tes sohn, er⸗hör uns, lie⸗ ber her⸗re Gott! I. — I 2 2— 2 2—.... o du s6ot-tes-lamm, das der Ueit Sün-de trägt, er⸗barm dich ü⸗ ber uns! o du sot⸗tes-lamm, das der Weit Runsere Deiche, Dämme ung schleusen in deine gnädige ovyhut nehmen (ür emeinden, welche am Wasser wohnen) und dieses Bergwerk gnädiglich erhalten undg segnen(für die 6emeinden auf dem har). 2³⁴ NXMMNX 13 1 2—— sssußeubeichte II. 4 II 1 1 +2. + IL + + 7..—.—.....———— ——— sün de trägt, ver⸗- leih uns ste⸗ien fried! SSS,, Chri: ste, er ⸗hö⸗re uns! suy riz e, E-le⸗ i⸗son! ——DDD christe, C-le⸗i⸗son! Ry ⸗ri⸗-e, E⸗-le-i⸗son A men. Altkirchlich.— Deutsch durch martin Luther g. 1483 + 1540. Eigene melodie. Jos. selug 1535. 30 2.——— 2 ů 2.— ö 57 durch A⸗dams fall ist ganz ver⸗derbt dlas-selb 6ift ist auf uns geꝛ erbt, — nin. e.— mensch⸗-lich na⸗ tur und UUe- sen, daß wir nicht konn ten g'ne⸗sen Wen e +——.— ñ—...E‚‚.——.— 2—..——.3.— 14 — D2 der uns er-löst hat von dem gro⸗ ßen Schã⸗den, dar-ein die Schlang- va bezwang, 6otts Zorn auf sich ju la⸗den. 2. Weil denn die Schlang Cva] dadurch sie in uns allen bracht hãt bracht, daß sie ist abgefallen hat den Tod, so war ja not, daß von Gottes Wort, das sie veracht, uns auch Gott sollt geben sein 237 Buhße u. Seichte N lieben Sohn, der 6naden Thron, in dem wir möchten leben. 3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhöhnet, also hat uns ein fremde huld in Christo all versöhnet; und wie Wwir all durch Adams fall sind ewigs Tods gestorben, also hat bott durch Christi Tod verneut, was war verdorben. 4. So er uns denn sein Sohn geschenkt, da wir sein feind noch waren, der für uns ist ans reuz gehenkt, getöt, gen himm'l ge⸗ fahren, dadurch wir sein von Tod und pein erlöst, so wir ver⸗ trauen auf diesen Hort, des Va⸗ ters Wort: wem wollt vor Ster; ben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Le; ben, des Vaters Rat und ewigs ort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein macht noch 6'walt aus seiner hand wird rauben. 6. Der mensch ist gottlos und verflucht, sein heil ist auch noch ferne, der Trost bei einem men⸗ schen sucht und nicht bei Gott dem herren; denn wer sich will ein andres Ziel ohn diesen Trö⸗ ster stecken, den mag gar bald des Teufels 6'walt mit seiner CList erschrecken. 7. Wer hofft auf oott und dem vertraut, wird nimmermehr zu schanden; denn wer auf diesen felsen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Unfalls hie, hab ich dloch nie den menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Got⸗ tes Trost; er hilst sein'n oläub⸗ gen allen. 8. Ich bitt, o herr, aus herzens- grund, du wollst nicht von mir nehmen dein heilges Wort aus meinem mund, so wird mich nicht beschͤmen mein Sünd und Schuld; denn in dein huld setz ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein'n füßen ist dein heil· ges Wort ein Leuchte nah und ferne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieser Mor⸗ gensterne in uns aufgeht, so bald versteht der mensch die hohen 6aben, die Gottes õeist denen verheißt, die hoffnung darauf haben. Cajarus Spengler g. 1470 1534. mel.: Nus tiefer not schrei ich zu dir. mel. 1. 15²24. 231—— +. I. 1 +* %2——— +— Aus tie⸗ fer not laßt uns zu Gott von bit-ten, daß er durch sei ne onad uns 23⁰ viel mehr, die kein mensch kann —* EsssRueueichte A+ ——2———— 1.— ———— 2211 ö 75 5 1——— 1 1 mii— gan ⸗jem her⸗zen schrei⸗ en, woll vom U⸗-bel frei en und al-le sünd und — 4 — — I + 2— I V** 1 2—— + T öR ——. Mis⸗ se⸗ täat, die un ⸗ser fleisch be ⸗ gan ⸗gen 1 + N 1 N —— —4 1 + 4 4 1 hat, uns 2. Und sprechen: vater, sieh dloch an uns Armen und Elen⸗ den, sehr übel haben wir getan mit herjen, Mund und handen; verleih uns, daß wir Buße tun und die in christo, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden. 3. Zwaͤr unsre Schuld ist groß und schwer, von uns nicht aus⸗ zurechen, doch deiner önade ist aussprechen; die suchen und be⸗ gehren wir, hoffend, du wirst es, herr, an dir nicht lassen uns gebrechen. 4. Du willst nicht, daß der Sun ·⸗ der sterb und in Verdammnis fahre, sondern daß er mehr õnad erwerb und sich darin bewahre: so hilf uns nun, o herre Gott, damit uns nicht der ewyge Tod in Sünden widerfahre. 5. Uergib, vergib und hab Ge⸗ duld mit uns Armen und Schwa⸗ chen, laß deinen Sohn all unsre Schuld durch sein Verdienst gut va ⸗ter ⸗ lich ver machen! nimm unsrer Seele jei hen; eben wahr, daß ihr kein Scha⸗ den widerfahr, wollst gnädig sie bewachen! 6. Wenn du nun vor 6erichte gehn und mit uns wolltest rech · ten, wie würden wir vor dir be⸗ stehn, und wer würd uns ver⸗ fechten? O herr, sieh uns barm⸗ herzig an und hilf uns wieder auf die Bahn zur Pforte der berechten! 7. Wir opfern uns dir arm und bloß, durch Reue tief ge⸗ schlagen; o nimm uns auf in deinen Schoß und laß uns nicht verzagen! 0O hilf, daß wir ge⸗ trost und frei, ohn arge List und heuchelei dein Joch zum Ende tragen. 8. Sprich uns durch deine Bo; ten ju, gib Zeugnis dem 6e⸗ wissen, stell unser herz durch sie zu Ruh, tu uns durch sie zu wissen, wie Christus vor dein'm Angesicht all unsre Sachen hab geschlicht; des Trosts laß uns ge; nießen! Sien B 9. Erhalt in unsers herzens namen vollenden mit bestän⸗ 6rund dein Wort, den edlen digkeit und so der stron der Samen, und hilf, daß wir den herrlichkeit versichert werdlen. neuen Bund in deines Sohnes Amen. michael Weiß 4 1534. Eigene melodie. 2 3 2 Ursprüngliche form im Anhang. 1541(½. V I— V — LI I— 1 Al-lein zu dir, herr Je⸗-su christ, mein Ich weiß, daß du mein crö⸗-ster bist, kein hoff⸗nung steht auf Er ⸗den. Trost mag mir sonst wer⸗den. von zuber zuun ut VX* 1 +—— I 1 nichts er⸗korn, auf Er⸗ den war kein mensch ge; born, der mir aus nö⸗ ten hel⸗fen kann: Ich * 1 + I.I... 2 +7 y—— ruf dich an, ju dem ich mein ver⸗trau-en hab. 2. Mein Sünd sind schwer unddeinem Vater an, daß du hast übergroß und reuen mich von gnug für mich getan, so werd herjen; derselben mach mich ich los der Sünden Last; herr, quitt und los durch deinen Tod halt mir fest, wes du dlich mir und Schmerzen und jeig michversprochen hast. 238 CKRTS n Esesuße u.beichte 3. Gib mir nach dein'r Barm⸗ herzigkeit den wahren christen· glauben, auf daß ich deine Sü⸗ ßigkeit mög inniglich anschau⸗ en, vor allen Dingen lieben dich und meinen nächsten gleich als mich. Am letzten End dein hülf mir send, damit behend des Teu⸗ fels List sich von mir wend. 4. Chr sei oott in dem höchsten chron, dem vater aller Güte, und Jesu christ, sein'm liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und sott dem werten heilgen Geist, der uns sein hülfe allzeit leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und vollends in der wignkeit. stonr. huber g. 1507 4 1577. 2 Chronika 20. kigene melodie. mel. 1. franjös. Pfalmmelodie 1547. —— —— H +— 1 2 1 1— Wenn wir in höch⸗sten nö⸗ ten sein und V +— 1 I 1 —... —.———— wis-sen nicht, wvo aus noch ein, und fin ⸗den we ⸗ der * I 7 I ———— — — ——= 12——— — 2 +7 hülf noch Rät, ob wir gleich sor⸗gen früh und spat, 2. So ist dies unser Trost allein, dlaß wir zusammen insgemein anrufen dich, o treuer õott, um kettung aus der Angst und not, 3. Und heben unser Aug und herz ju dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begna⸗ digung und aller Strafen Lin⸗ derung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich im namen deins Sohns Jesu hrist, der unser heil und für⸗ sprech ist. 5. Drum kommen wir, o herre Gott, und klagen dir all unsre not, weil wir jetzt stehn ver⸗ lassen gar in großer Trübsal und befahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns davon aus ona⸗ dle los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen plagen frei, 7. Auf daß von herzen können wir nachmals mit freude dan⸗ ken dir, gehorsam sein nach dei⸗ nem Wort, dich allzeit preisen 2³⁰ hie und dort. paul cver g. 15111 1569. Mmel.: herzlich tut mich verlangen. 16⁰1. 234 1 + 1— 2—1 L 1 1 1 I— 4——— X—...... 14 + 42—. 1— uch Gott, ich muß dirs kla⸗ gen, daß snein herz will mir ver⸗ja⸗ gen, mein 1 IE* 1 + 1 1— E— + ich so kE⸗lend bin: sünd liegt mir im sinn; ich kann ihr nicht ver —— uun, Bun 4 muur—. n— —ü—ü—ͤ— Ss,s- ges⸗sen, sie ist zu groß und schwer, sie hat mich — 330— ra. H — SEEEE*. ganz be⸗ses⸗sen, sie kränkt und aualt 2. In sünd bin ich empfan⸗ gen, in Sünden auch geborn, viel Sünd hab ich begangen, dar · um bin ich verlorn; ich kann nicht freudig werden, den him⸗ mel anzusehn, und schäme mich, auf Erden vor dir, mein Gott, zu stehn. 3. Nun sollt ich ja vertrauen dein'm Sohne Jesu christ, auf sein Verdienst fest bauen, weil er mein fürsprach ist; doch schreckt mich mein õewissen, das zweifelt immerdar und spricht, dich werd verduͤrießen, daß ich die Sünd nicht spar. 4 Ich wollt auch herzlich gerne bessern das even mein, mit Wern, Wort und 6eberden fromm und gehorsam sein; ich kanns so nicht vollbringen, wie — mich sehr. ichs oft hab bedacht, ich laß mich davon dringen durch Satans Cist und macht. 5. Was soll ich denn nun ma⸗ chen? Wie kann ich doch bestehn? Ich fäll der höll in Rachen, wenn ich dir will entgehn. herr, zu dir Romm ich wiedler und such Barmherzigkeit, ich falle vor dir nieder, mein Sünde ist mir leid. 6. Du hast dein Sohn gegeben für aller menschen Sünd, daß jedlermann sollt leben, der an ihn glauben könnt. Will gleich mein herz nicht trauen, so glaub ich dennoch fest; hilf du meinem Unglauben, dein hülfe ist die best. 7. Ich bin nicht wert der 6üte, die du an mir getan, daß für 2⁴⁰ LCLIL—— * Esuße u.beichte mich mit sein'm blute bezahlt dein lieber Sohn; bedarf es doch notwendig und glaub dem Wor⸗· te dein, das mir zusagt bestän⸗ llig: Wer glaubt, wird selig sein. 8. So wahr, als ich selbst lebe, sprichst du, mein herr und Gott, ungern ich übergebe den Sünder in den Tod; ich will, daß er umkehre und ewig leb bei mir. Darum komm ich, mein herre, ich komm wieder zu dir. 9. Mit deinem heilgen 6eiste den schwachen 6lauben mehr, mir hülf und Beistand leiste zu dleines Hamens Chr! Leit mich auf ddeinem Stege, vor aller Sünd und Schand, vors Teufels Strick Mel.: Vater unser im himmelreich. und Wege bewahr mich deine hand! 10. Segne mein Leib und Leben, auch mein Beruf und Werk, was du mir haͤst gegeben, behüt durch deine Stärk! Erhör, o herr, mein Schreien und mein furchtsames Wort, daß ich mich dein kann freuen, verachten Saãtans Mord. 11. Zuletzt laß mich abscheiden mit einem selgen End und nimm aus diesem eiden mein Seel in deine hand! Dafür will ich dich preisen mit steter Dankbarkeit; du wirst mir õnad erweisen und helfn in Cwigkeit. hann. 6sb. 1646. N. ein. ält. Ciede 1582. Ual. Schumann 1539. — 235 nimm von uns, herr, du treu⸗er Gott, die + V +— 1 1— ——————— 1 4 ——— — L— 2— 113 schwe ⸗re Straf und gro- e no t, lie wir mit Sün⸗den oh · ne + — —— Zahl ver ⸗die⸗net ha · ben all · ju · mal. Be hüt vor Krieg + 1 4* V. 4 + +* I N I 1233.—— 1 + 2 H —.— E.—. — 2 — und teu-rer Jeit, vor Seu⸗chen, ßeur und gro-ßem Leid! 2. Erbarm dich deiner bösenwolltst nach unserm Tun, so senecht, wir bitten nad und müßt die ganze Welt vergehn, nicht das Recht; denn so du, herr, und könnt kein mensch vor dir den rechten Lohn uns gebenbestehn. Buße u. Beichte SN 3. Nch herr õott, durch die Treue dlein mit Trost und Rettung uns erschein! beweis an uns dein große 6nad und straf uns nicht auf frischer Tat, wohn uns mit deiner öüte bei, dein Jorn und 6rimm fern von uns sei! 4. Gedenk an deins Sohns bit⸗ tern Tod, sieh an sein heilgen Wunden rot! Die sind ja für dlie ganze Welt die Zahlung und Eigene melodie. ddas Cösegeld; des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rechten hand und segne unsre Stadt und Land; gib uns allzeit dein hei⸗ ligs Wort, behüt vors Teufels List und mord verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. martin moller g. 1547 + 1606. Ursprüngliche form im Anhang. 1587. 250 SSEAESESS——— SS. I— 1 herr Je⸗su christ, du höch ⸗stes Gut, du sieh doch, wie ich in mei⸗ nem mut mit — — I — 1 + + HM I I Brunn⸗queli al · ler 6nã-den, Schmer⸗zen bin be⸗ la ⸗den +7 und in mir hab der I* 2 +— + 20— — +— 1 ———— Pfei le viel, die im b6e · wis⸗ sen oh- ne V*— I IH— ———— 1 ————————— AWIN 4* 1— Ziel mich dlr men Sün-der drük- ken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem her; zen, dieweil du sie gebüßet hast am holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden unter⸗ geh und ewiglich verzage. 3. fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag' begaͤngen, so fällt mir auf das herz ein Stein, und bin mit furcht umfangen; ja ich weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das herje wieder lacht 2⁴² 2 EN EEssuße u.Heichte und neu beginnt ju springen; dlieweil es alle 6nad verheißt lenen, die mit jerknirschtem Geist ju dir, o Jesu, kommen. 5. Und weil ich denn in mei⸗ nem Sinn, wie ich zuvor gekla⸗ get, auch ein betrübter Sünder bin, den sein 6ewissen naget, und gerne möcht im Blute dein von Sünden abgewaschen sein, wie David“) und manasse,“) 92 Sam. 12, 3. 0 2 chron. 33, 13. b. So komm ich auch zu dir allhie in meiner Not geschritten und tu dich mit gebeugtem senie von ganzem herzen bitten: Ver; zeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf krden hab begangen. 7. O herr, vergib, vergib mirs doch um deines Hamens willen und tu in mir das schwere Joch ler Ubertretung stillen, daß sich mein herz zufrieden geb und dir hinfort zu Chren leb mit kind⸗ lichem õehorsam. 8. Stãrk mich mit deinem freu⸗; dengeist, heil mich mit deinen Wunden, tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im rechten Gläuben von der Welt ju dei⸗ nen Auserwählten! Barthol. Ringwaldt g. 1330 4 1509. mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 1577. 23 7 EE 12.* 1 1 1 + Vor 6'richt, herr Je⸗su, steh ich hie, ju mein groß und vie- le mis⸗se ⸗tat mich + 4 4 4 1 4 + + + +*. dir beug ich meins her hier und dort ver ⸗ dam »jens snie, kann mir selbst met haͤt. doch will ich —‚‚ I 1— I 2 ., Min- H H +.. L 1 1 +— 1 1 1 * gar nicht ra ⸗ten. nicht ver ⸗ za ⸗gen. Herr Je-su christ, dein Blut allein I— 2 R 0 — +——— + + ͤI. vd +7 macht mich von al-len Sün- den rein, weil ich in 2⁴43 Buße u. Beichte NEN I +** 1 + + 2..—— — 12 wah ⸗rer Reu und Buß an dlich gläub und dir fall 1 1 +———.— 1 +.. + ö 4 I 2— zu fuß. herr Je- su christ, des dank ich dir, des * I 1 + 111 + + 1— +* + + VYr + 12— dank ich dir, ich will mich bes⸗sern, hilf du mir! hannov. 6sb. 1646. nach einem älteren Liede 10os. Eigene melodie. 16²⁵. 1a1 + mmi ———— sind mein be⸗gang- nen sün⸗den! da ist nie⸗mand, der 1 1 I νπν II — * — + I +—— ISZI el fen kann, in 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr ende und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab ver⸗ dienet. Nch Gott, jürn nicht, geh nicht ins 6'richt, dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls jã so sein, da Straf und pein auf Sünde folgen müssen, die ser Uelt zu fin ⸗-den. so fahr hie fort, nur schone dort und laß mich hier wohl büßen! 5. 6ib, herr, õeduld, vergiß die Schuld, gib ein gehorsam herze, laß mich ja nicht, wies oft geschicht, mein heil murrend verscherzen! 6. handle mit mir, wies dün· ket dir, durch dein önad will ichs leiden; wollst mich nur nicht dlort ewiglich von deiner Liebe scheilen! 2⁴⁴ 6²⁵. SessssVußen.Seichte 7. Gleichwie sich fein ein Vöge⸗ lein in hohle Bäum verstecket, wenns trüb hergeht, die Luft unstät menschen und Vieh er⸗ schrecket, 8. Also, herr Christ, mein Zu⸗ flucht ist die höhle deiner Wun⸗ dlen; wenn Sünd und Tod mich bracht in Not, hab ich mich drein gefunden. mel.: vater unser im hunmelreich. 9. Darin ich bleib; ob Seel und leib hie von einander scheiden, so werd ich dort bei dir, mein hort, sein in ewigen freuden. 10. Chre sei nun Gott Vater, Sohn und heilgem 6eist zusam⸗ men! Ich zweifle nicht, weil christus spricht: Wer glaubt, wird selig. Amen. U. 1-6 Rutilius() g. 1550 + 1618. U. 7— 10 Joh. 6roß(0 g. 1564 1 1674. Ual. Schumann 1539. I 239— 99 RBnrn + 4 1 II 1 + — so wahr ich le⸗be, spricht dein ott, mir + + 1— 1 + ——— ist nicht ieb des sün⸗ders Tod, viel-mehr ist dies mein *—.—— X 14 1 I I..—* bunsch und Will, daß er von Sün-den hal-te still, von ——.— V* 2.— 4 12— 1 I 1 I — + + + + 4—.— sei ⸗ner Bos⸗heit keh re sich und le ⸗be mit mir e⸗wig⸗lich. 2. Dies Wort bedenk, o men⸗· schenkind, verzweifle nicht in dleiner Sünd! hier findest du Trost, heil und 6nad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem dlie Sünd ist leid! 3. Doch hüte dlich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wenn ich des Le⸗ bens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmher; igkeit, doch wer auf 6nade sündigt hin, fährt fort in seinem Buße u. Beichte SN bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnãd hat dlir zugesaget õott von wegen christi Blut und Tod, zusagen hat er nicht gewollt, ob dlu bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6. heut lebst du, heut bekehre dlich! Eh morgen kommt, kanns ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. 7. Hilf, o herr Jesu, hilf du mir, dlaß ich noch heute omm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner heimfahrt sei bereit. Joh. heermann g. 1585 + 1647. mel.: Auf meinen lieben sott. 15⁷4. + 539½m9* I +* + I I 4 + 24⁴⁰ + I e 1 2— + 1. Wo soll ich flie⸗ hen hin, weil ich be⸗ . I +*— D + 2 7 + 1 I I + 1 1 4 schwe⸗ret bin mit viel und gro- ßen sün-den? Wo 1 1 I—. I—*— 1— 1— kann ich ket tung fin den? LWenn al-le Weit her +. + + 1 N E 1 — 1 1 —— I. kä⸗- me, mein Angst sie nicht 2. O Jesu voller õnad, auf dein bebot und Rat kommt mein be⸗ trübt Gemüte zu deiner großen Güte, laß du auf mein õewissen ein 6nadentröpflein fließen! 3. Ich, dein betrübtes gind, werf alle meine Sünd, so viel ihr in mir stecken und mich so hestig schrecken, in deine tiefen — weg⸗ näh⸗ me. Wunden, da ich stets heil ge⸗ funden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein herz verbinde und ihrer nicht ge⸗ denke, ins meer sie tief versenke! 5. Du bist der, der mich tröst, weil du mich selbst erlöst; was 2⁴⁰ SSSEERD Buße u. Beichte ich gesündigt habe, hast du ver · darf ich nur jeigen, so muß ihr scharrt im õrabe; da hast du es Trutz bald schweigen. verschlossen, da wirds auch blei⸗ 9. Dein blut, der edle Sast, hat ben müssen. solche Stärk und krast, daß auch 6. Ist meine Bosheit groß, so ein Tröpflein kleine die ganze werd ich ihr doch los, wenn ich Uelt kann reine, sa gar aus dein Blut auffasse und mich dar⸗ Teufels Rachen frei, los und selig auf verlasse. Uer sich zu dir machen. nur findet, all Angst ihm vald 10. Darum allein auf dich, herr verschwindet. christ, verlaß ich mich. Jetzt 7. mir mangeit zwar sehr viel; Kann ich nicht verderben, llein doch was ich haben will, ist Reich muß ich ererben, denn du alles mir ju gute erlangt mit hast mirs erworben, dã du für deinem Blute, damit ich über⸗ mich gestorben. winde Tod, Teufel, höll und 11. führ auch mein herz und Sünde. Ssinn durch deinen õeist dahin, 8. Und wenn des Satans heer daß ich mög alles meiden, was mir ganz entgegen wär, darf ich mich und dich kann scheidlen, doch nicht verzagen; mit dir und ich an deinem Leibe ein kann ich sie schlagen. Dein Blut 6liedmaß ewig bleibe. Joh. heermann g. 1585 + 1647. mel.: Werde munter, mein Gemüte. Joh. Schop 1642. 21 EE 1 creu- er 6ott, ich muß dir kla-gen ob dir wohl sind mei ⸗- ne Plã · gen E 1 I....— SISIESIIII——— D uu.—— ————— 11.— 1 mei · nes her⸗ jens Jam-mer⸗stand,„„ bes. ser ais mir felbst beEnt h. *. AII 1 1 ich bei mir in An ⸗fech ⸗tung ost⸗mals spür, wenn der 1—————.— 1—.— N e EEI 1 5 1 —.... Sã · tan al· len Glau-⸗ben will aus mei⸗nem her zen rau:ben. 2⁴4²⁷ Buße u. Beichte 2. Du, Gott, dem nichts ist ver ⸗ borgen, weißt, daß ich nichts von mir hab, nichts von allen meinen Sorgen; alles ist, herr, dleine 6ab. Was ich Gutes find an mir, das hab ich allein von dir; auch den 6lauben mir und allen gibst du, wie dirs mag gefallen. 3. 0 mein Gott, vor den ich trete jetzt in meiner großen Not, höre, wie ich sehnlich bete, laß mich werden nicht zu Spott, mach zunicht des Teufels Werk, meinen schwachen Glauben stärk, daß ich nimmermehr ver⸗ zage, Christum stets im herzen trage. 4 Jesu, du Brunn aller öna⸗ dlen, der du niemand von dir stößt, der mit Schwachheit ist be⸗ ladlen, sondern deine Jünger tröst, sollt ihr ölaube auch so klein wie ein kleines Senfkorn sein, wolltst du sie doch würdig schätzen, große berge zu ver⸗ setzen: 5. ILaß mich õnade vor dir fin· den, der ich bin voll Traurig⸗ keit; hilf du mir selbst über · winden, so oft ich muß in den Streit; meinen õlauben täglich mehr, deines Geistes Schwert verehr, damit ich den feind kann schlagen, alle Pfeile von mir aͤgen. 6. heilger Geist ins himmels Throne, gleicher 6ott von Cwig⸗ keit mit dem Vater und dem Sohne, der Betrübten Trost und freud, der du in mir angezündt, so viel ich an lauben find, über mir mit 6nade walte, ferner dleine 6ab erhalte! 7. Deine hülfe zu mir sende, o du edller herzensgast, und das gute Werk vollende, das du an; gefangen hast. Blas das kleine fünklein auf, bis ich nach voll⸗ brachtem Lauf allen Auserwähl⸗ ten gleiche und des 6laubens Zliel erreiche. 8. 60ott, groß über alle 6ötter, heilige Dreieinigkeit, außer dir ist kein Erretter, tritt mir selbst zur rechten Seit, wenn der feind dlie Pfeil abdrückt, meine Schwachheit mir aufrückt, mir will allen Trost verschlingen und mich in Verzweiflung brin⸗; gen. 9. Zeuch du mich aus seinen Stricken, die er mir geleget hat, laß ihm fehlen seine Tücken, lrauf er sinnet früh und spat. Gib straft, daß ich allen Strauß ritterlich mög stehen aus, und so oft ich noch muß kämpfen, hilf mir meine feinde dampfen! 10. Reiche deinem schwachen seinde, das auf matten füßen steht, deine önadenhand ge⸗ schwinde, bis die Angst vorüber geht. Wie die Jugend gängle mich, daß der feind nicht rühme sich, er hätt ein solch herz ge⸗ fället, das auf dich sein hoff⸗ nung stellet. 2⁴⁸ euße u. beichte 11. Du bist meine hülf, mein Leben, mein fels, meine Zuver⸗ sicht, dem ich LCeib und Seel er; geben; Gott, mein õott, verzeuch lloch nicht! Eile, mir zu stehen bei, brich des feindes Pfeil entzwei, laß ihn selbst zurücke prallen und mit Schimpf jur hölle fallen: Eigene melodie. 12. Ich will alle meine Tage rühmen deine starke hand, daß ddu meine Plag und stlage hast so herzlich abgewandt. Nicht nur in der Sterblichkeit soll dein kuhm sein ausgebreit, ich wills auch hernach erweisen und dort ewiglich dich preisen. Joh. heermann g. 1585 + 1647. Nuch nach Melodie Ur. 9o zu singen. 16⁴². 12 + 4 4 242 + Feiñ— + 1 I — Je-su, der du mei- ne sSee⸗ le haäst aus dles Teu-fels fin⸗-stern höh ⸗le und XI 1 1 4 + + + 1 81 x x durch dei nen bit ⸗tern Toc e. a.— der schwe⸗ren Sün⸗den⸗not kräf tig lich her aus ge IE— 1+...——— 1— 44...————ß7r— — T*—— ris⸗sen und mich sol ⸗ches las⸗sen wis⸗sen durch dein I— 1 ⁷ — N an-ge⸗neh-mes Wort, sei doch jetzt, o sott, mein hort! 2. herr, ich muß es ja beken⸗ nen, daß nichts utes wohnt in mir; das zwar, was wir ollen nennen, halt ich meiner Seele für; aber fleisch und Blut zu zwingen und das Gute zu vollbringen folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht will, tu ich wohl. 3. Aber, herr, ich kann nicht wissen, wie viel meiner fehler sein; mein õemüt ist ganz jer⸗ rissen durch der Sünden Schmerz und pein, und mein herz ist mätt von Sorgen; aͤch vergib mir, was verborgen, rechne nicht die Missetat, die dich, herr, erzürnet hat. 4. Jesu, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut; laß es, o Erlöser, kommen mei⸗ ner Seligkeit ju gut, und die⸗ weil du so zerschlagen hast dlie Sünd am screuʒ getragen, ei so Buße u. Beichte sprich mich endlich frei, daß ich ganz dein eigen sei. 5. Wenn ich vor Gericht soll retten, da man nicht entfliehen kann, ach so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an. Du allein, herr, kannst es wehren, daß ich nicht den fluch darf hören: Jyr ju meiner lin⸗ ken hand seid von mir noch nie erkannt. 6. Du ergründest meine Schmer; zen, du, herr, kennest meinebein. Es ist nichts in meinem herzen als dein herber Tod allein. Dies mein herz, mit Leid vermenget, durch dein teures Blut bespren⸗ get, so am sreuz vergossen ist, geb ich dir, herr Jesu christ. 7. Nun ich weiß, du wirst mir stillen mein õewissen, das mich plagt; es wird deine Treu er⸗; füllen, was du selber hast ge⸗ sagt: daß auf dieser weiten Er⸗ dlen keiner je verloren werden, sondern ewig leben soll, wenn er nur ist glaubensvoll. 8. herr, ich glaube, hilf mir Schwaäͤchen, laß mich ja verder⸗ ben nicht! Du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod anficht. Deiner õüte will ich trauen, bis ich fröh · lich werde schauen dich, herr Jesu, nach dem Streit in der sũ· ßen Cwignkeit. johann Rist g. 16007 4 1667. mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1 französ. Pfalmmelodie 1547. 2 — O from-mer und ge⸗ treu er Gott, ich 1 1— VSVIZe... I— + +— I.. hab ge⸗bro-chen dein 6e⸗ bot und sehr ge⸗ sün⸗digt 4 1 V. I + + 1 I N ———FF ISSSSEEDSEEE — E 1 + L.I — + +2 + Wi der diche das ist mir leid und reu et mich. 2. Du aber, o mein gnädger 3. Auf dies Wort, lieber Vater 6ott, hast nicht 6efalln an mei⸗ fromm, ich armer Sünder zu dlir nem cod, und ist dein herzliches omm, hilf mir durch Christi begehrn, daß ich soll Buß tun, bittern Tod und heilige fünf mich bekehrn. Wunden rot! 2³⁰ —— 4 4111 R.H 1 11114 GeKuße u.keichte 4. Jã, herr, ich bitt durch Je⸗ sum christ, der mir zu gut mensch worden ist: Laß deine 6nad und õütigkeit mehr gelten denn Gerechtigkeit! 5. Uerschon, o herr, laß deine huld zudecken alle meine Schuld, so werdl ich arm verlornes seind ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o herr, nach dei⸗ nem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der mel.: Nch õott, vom himmel sieh darein. Seligkeit. 1643. nach Johann Leon 4 1507. Dr. M. uther 1524. 24⁴ Ti.— IE Nii IE o ba ⸗ter ver⸗ stoß den der Barm⸗ her ig ⸗Keit, ich nicht, der zu dlir schreit und 1 Tii.i=..e V I 4 1 I E S— + —— fal⸗le dir zu fu ⸗-ße, tut noch end⸗-lich Bu ⸗ße. Was ich be⸗ gan ⸗gen + E. 1.— — 23.— 225 12. +——.....—— —⅛—.————— wi ⸗der llich, ver⸗ zeih mir al-les gnã · — iun E*— — 2— I———— E.—— 123—.—— dig-lich durch dlei ne gro⸗ ße 6ü⸗ te! 2. Durch deiner Allmacht Wun · dertat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worin es mir sonst fehlet; gib Willen, Mittel, sräft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und voll⸗ ende. 3. O Jesu christe, der du hast am streuze für mich Armen ge⸗ tragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! O wah· rer Gott, o Davids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, sieh an mein kläglich Rufen! 4. Caß deiner Wunden teures blut, dein Todespein und Ster· ben mir kommen krästiglich ju gut, daß ich nicht müß verder; ben. Bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Ge⸗ bühr, wie ich es hab verschuldet. 25¹ SaeSeihte EEEEE 3. 0 heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der 6edannen, wenn mich die Sündenlust an⸗ sicht, laß mich von dlir nicht wanken! Verleih, daß nun doch nimmermehr begierd nach Wol⸗ lust, õeld und Ehr in meinem herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trotz und List durch Christi Sieg mög dämpfen, auf daß mir strankheit, Angst und Not und dlann der letzte feind, der Tod, Mmel.: Vater unser im himmelreich. nur sei die Tür zum Leben. Däavid Denicke g. 1603 1+ 1680. Ual. Schumann 1339. — *— 1 FGbn—2+ I— 4. — ⁊—————— ott VUã-ter, denk an chri⸗sti Tod, sieh 1—.——— SZ... + ** I 12.́— + +2.. + D—ỹT I.II * + an deins Soh»nes unden rot, die sind sa für die — 1.— E— LE gan-je Welt die Zah- lung und das o- se⸗geld; des + +I— V— 24— II! 2 + II 2— N in 1. + RII LI * T + ———— trö ·sten wir uns al le⸗zeit und hof⸗fen auf Barm⸗her ⸗zig ⸗kKeit. 2. Den sönig leit mit deiner hand, beschütz und segne unser and, gib überall dein heilig Wort, wend ab pest, Teurung, Rrieg und mord, all denen, die in nöten sein, mit Rettung, hülf und Trost erschein! 3. Amen, dies alles werde waähr, erhör und hilf uns im⸗ merdar, o Vater in dem höchsten chron, durch Christum deinen eingen Sohn, daß du, dein Sohn und beider õeist in allem von uns werd gepreist. U. 1-2 Martin moller g. 1541 4 1606. U. 3 gannov. 6sb. 1657. 2³² S ußeu. Beichte eigen Melodie. Joh. crüger 1649. 1— DSS herr, 4* * ich ha⸗ be miß⸗ ge⸗handelt, ich bin nicht den Weg ge⸗waän⸗delt, + . I LII 1 n — 1 1 1 + 1 2 II 1 1— + ja mich drückt der Sün ⸗den Cast, ö I— 1.—. 1— gern aus Schrek ⸗KRen mich vor 2. Doch wie könnt ich dir ent⸗ fliehen? du wirst allenthalben sein; wollt ich über See gleich nehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum, ich muß es nur be⸗ kennen, herr, ich habe mißge⸗ tan, darf mich nicht dein sind mehr nennen. Ach nimm mich zu önadlen an, laß die menge meiner sünden deinen Zorn nicht ganz entzünden! 4. Gönnt ein mensch den Sand gleich zählen an dem großen, weiten meer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. leĩ · nem zorn ver ⸗sten ⸗ken. sünden heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszu⸗ sprechen. 5. Wein', ach wein' jetzt um die Wette, meiner beiden Ru⸗ gen Bach! o daß ich gnug Zãh· ren hätte ju betrauern meine Schmach! 0 daß aus dem Trã⸗ nenbronnen käm ein starker Strom geronnen! 6. Dir will ich die Last auf⸗ vinden, wirf sie in die tiefste See, wasche mich von meinen sünden, mache mich so weiß als Schnee, laß den guten beist mich treiben, einzig stets bei llir zu bleiben. zohann franck g. 118 + 07. Jos. stlug 1535. —— 24⁴⁰— — ů I *——.——————— — — Ich win von mei- ner mis⸗se ⸗tat jum du wor-lest selbst mit hülf und Rat hie⸗ 233 Buße u. Beichte N * I 12 ᷓPx——.— —— I E IIII TV her ren mich be kh ⸗ ren; ju, o Hott, be⸗scheren und * I 4 Nũ. II 1 I. — ² 6ei-stes fraft, der neu e her ⸗ zen + +—— 235— ——.——— FH +*— 1 x E— * — + 1— in uns schafft, aus 6na 2. Ein mensch kann von na⸗ tur doch nicht sein Clend selbst empfinden; er ist ohn deines beistes Licht blind, taub, ja tot in Sünden, verkehrt ist Will, Uerstand und Tun. Des großen Jammers wollst du nun, o Va; ter, mich entbinden! 3. slopf durch Erkenntnis bei mir an und führ mir wohl zu Sin;⸗ nen, was Böses ich vor dir getan; du kannst mein herz gewinnen, daß ich aus stummer und be⸗ schwer laß über meine Wangen her viel heiße Tränen rinnen. 4. Die hast du doch auf mich gewandt den Reichtum deiner 6naden! mein eben dank ich deiner hand, du hast mich über · laden mit Chr, õesundheit, Ruh und Brot, du machst, daß mir noch keine not bis hieher kön⸗ nen schaden. 5. hãst auch in Christo mich er;⸗ wählt tief aus der hölle flu⸗ ten, da niemals mir es hat ge⸗ fehlt an irgend einem 6uten; und daß ich ja dein eigen sei, hast 2³⁴ de mir ge⸗wäh⸗ren! du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. b. hãb ich denn nun auch gegen lich õehorsams mich beflissen? nein, eines andern zeihet mich mein herz und mein Gewissen; dlarin ist leider nichts gesund, an allen orten ist es wund, vom Sündenwurm gebissen. 7. Die Torheit meiner jungen Jahr und alle schnöden Sachen verklagen mich zu offenbar; was soll ich AZrmer machen? Sie stel⸗ len, herr, mir vors Gesicht dein unerträglich Zorngericht und deiner hölle Rachen. 8. Bisher hab ich in Sicherheit ganz unbesorgt geschlafen, ge⸗ sagt: Es hät noch lange Jeit, bott pflegt nicht bald zu strafen, er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat õeduld ler herr mit seinen Schafen. 9. Dies alles jetzt zugleich er⸗ wächt, mein herz will mir zer · springen; ich sehe deines Don⸗ ners macht, dein feuer auf mich dringen; du regest wider mich — l Esguße u.̃eichte zugleich des Todes und der hölle Reich, die wollen mich ver⸗ schlingen. 10. herr Jesu, nimm mich zu dlir ein, ich flieh in deine Wun⸗ dlen; laß mich da eingeschlossen sein und bleiben alle Stunden: dlir ist ja, o du otteslamm, all meine Schuld am streuzesstamm zu traägen aufgebunden. 11. Dies stelle deinem Vaͤter für, daß er sein herze lenke und gnãlig sich kehr her ju mir, nicht meiner Sünden denke, auf daß er meine Sündenlast, die du auf dich genommen haͤst, ins tiefe Meer versenke. 12. hierauf will ich zu jeder Zeit mit Ernst und Sorgfalt mei⸗ den der bösen Lüste Citelkeit und lieber alles leiden, denn dlaß ich Sünd aus Vorsatz tu: ãch herr, gib du stets strast dazu, bis ich einst werd abscheiden. U. 1-10 1653. U. 11- 12 hannov. 6sb. 1657. Mel.: Werde munter, mein öemüte. Joh. Schop 1642. I x——— 248 7 I —— o du sSchöp-fer al⸗ler din⸗ge, hö⸗re, das ich jet ⸗ 3o vor dich brin ⸗ge, weil mein *V 1 LEII 1 4 4 TEI + + EI 2 14— ++ 1 1 1 + hö⸗ re mein 6e⸗bet, herz in Ang ⸗ sten steht. mei⸗ne sün-den äng⸗sten mich, V. I.* 22 ——————————— ẽ——.—..—.— „a dar-um komm ich auch vor dich und be⸗ ken⸗- ne 1 N — + 1 + +— I x ů 4 7 2..:.—..—.......—..— DDDee‚‚.. meiꝛne sün⸗den, ach herr, laß mich 6na⸗ de fin⸗den! 2. Weil du heißest alle Rom⸗ men, die beladen sind, zu dir, bin ich auch nicht ausgenommen noch gewiesen von der Tür dei⸗ ner önade, sondern du willst und wirst mich noch dazu von den Sünden, die mich drücken, ganz entbinden und erquicken. 3. Dein Wort bleibet ungebro⸗ chen, das du einmal hast ge⸗ redt; nun hast du, o Gott, ge⸗ sprochen: Such mein Antlitz im Buße u. Beichte N Gebet! Darum komm ich auch vor dich, such dein Antlitz; ach laß mich bei dir Trost und ona;⸗ cle finden, sprich mich los von meinen sünden! 4. Sieh die handschrift, die ich gebe dir in deine händ, o Gott! Drin sprichst du: So wahr ich lebe, ich will nicht des Sünders Tod, sondern daß er sich bekehr von den sünden und begehr ewiglich mit mir zu leben, so will ich die Sünd vergeben. 5. Nun wohlan, du wirst nicht lügen, ich halt mich an deine Wort, will darauf in Demut biegen meine sinie an diesem ort und bekennen meine Sünd; ich bin das verlorne ind, das vom Teufel oft verblendet deine õü⸗ ter hat verschwendet. 6. Deiter will ich nichts mehr sagen und allein an meine brust mit dem armen Zöllner schla⸗ gen: Gott, es ist dir wohl bewußt, dlaß ich hab gesündigt dir; aber sei doch gnädig mir! Ich fall mel.: Werde munter, mein Gemüte. dir in deine Arme, ach herr, meiner dich erbarme! 7. Ich verleugne nicht die Sün · len, ich verleugne nicht die Schuld; aber laß mich 6nade finden, trage, herr, mit mir 6e; duld Alles, was ich schuldlig bin, zahlt mein Jesus, nimm nur hin lie Bezahlung meines Bürgen, ller sich ließ für mich erwürgen. 8. Nun, o Vater aller onaden, siehe dessen eiden an! Dieser hat ersetzt den Schaden und für mich genug getan; durch ihn bin ich ganz erlöst, dessen ich mich gänz⸗ lich tröst, weil in seinen tiefen Wunden ich nun fried und Ruh gefunden. 9. Ich will auch hierauf genie⸗ ßen, Jesu, deinen Leib und Blut meiner Seele und õewissen zur Erquickung und ju gut. Gib, daß würdig ich genieß dich, o herr, und schmeck, wie süß und wie freundlich du bist denen, die sich nach dir herzlich sehnen. christoph dietze g. 1041 4 1oz. Joh. Schop 1642. 249 1 x E+ I 4 2 ba-ter, laß mich 6na de fin-den, ler ich We⸗ gen mei⸗ ner Sün ⸗ den I 1 I 1 4 4 I 1 XNI EA — 1 trö-ste mei⸗ nen blö⸗den Sinn, so be⸗trübt und trau ⸗rig bin. sie—he, mein Sott, 25⁰ EesKuße u.keichte —— + wie ich hier jetzt vor dei⸗ner õna⸗dlen⸗tür mit dem Zöll⸗ ner V 2— I 1 N 1 + I +— — + IH SISSSPSISII + schäam⸗rot ste he und dich um ver⸗ge⸗bung fle⸗he. 2. Du bist heilig, ich hingegen bin voll Ungerechtigkeit, muß mich bloß aufs Bitten legen und auf deine õütigkeit setzen meine Zuversicht; denn so du, herr, dlein Gericht ließest ohne 6nad ergehen, würd es übel um mich stehen. 3. Aber, herr, nach deiner Lehre willst du keines Sünders Tod, sondern daß er sich bekehre und frei werde seiner Not. Dieser Trost erquicket mich, als der ich auch ängstiglich Reu und Leid bei mir empfinde über meine schwere Sünde. 4. Denke, daß dein Sohn auf krden drum vergossen hat sein Blut, àuf daß könne selig wer⸗; dlen, wer im 6lauben Buße tut. Ach sein streuz und Dornenkron bring ich hier vor deinen Thron, seinen Tod und Blutvergießen laß mich Armen auch genießen. Eigene melodie. Psalm 6. 5. Zwaͤr ich sollte längst sein kommen, da es noch war rechte Zeit, doch ist dladurch nichts be⸗ nommen deiner großen Gütig⸗ keit. steine Buße ist zu spät, wenn sie nur von herzen geht, darum wird dir auch mein fle; hen setzo noch zu herzen gehen. 6. Großer Gott, voll Cieb und Treue, laß durch Jesu Wunden loch meine späte Buß und Reue vor dir etwas gelten noch! Denke doch nicht weiter dran, was ich habe mißgetan, laß mein arges Sündenleben mir aus 6nade sein vergeben! 7. Wirst du nun mir armen Sünder, o mein 6ott, barmher · zig sein und in die Zahl deiner seinder wiederum mich nehmen ein, so will ich von herzen dich dlafür preisen ewiglich. Drum in Jesu christi Nlamen wollst du mich erhören! Amen. christ. oensch v. Breitenau g. 1638 1 1732. 2õtu Straf mich Ach laß 25²⁷ 16⁵⁵. I 1 1— 1—LI 1 4+ +—L4 1 + + nicht in dei-nem Jorn, mich nicht sein ver⸗-lorn, PpP.. CWHE——— ꝑ S.S F I P I IIIII gro⸗her 6ott, ver ⸗scho ⸗ nel 5 nach ber⸗ dlenst nicht loh=nel) Bat die Sund dich ent: zünat, —* +——DD 7 IAI 11 1 H ** 2——— 24 + 1 —..— +* laß um chri⸗-sti wil ⸗len 2. herr, wer denkt im Tode dlein? Wer dankt in der höllen? kette mich aus jener pein der verdammten Seelen, daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob sage. 3. Zeig mir deine Vaterhuld, stärk mit Trost mich Schwachen! Ach herr, hab mit mir Geduld, wollst gesund mich machen, heil dlie Seel mit dem ol deiner gro; ßen 6naden, wend ab allen Schaden! 4. Nch sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren; meine See⸗ le gar nicht kann deiner hülfe harren; ich verschmacht, Tag und nacht muß mein Lager flie⸗ ßen von den cränengüssen. Eigene melodie. dlei-nen Zorn sich stil ⸗len! 5. Nch ich bin so müd und matt von den schweren plagen, mein herz ist der Seufzer satt, die nach hülfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwwermutshöhle! 6. Ueicht, ihr feinde, weicht von mir, õott erhört mein Beten; nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel, weich, hölle, fleuch! Was mich vor ge⸗ kränket, hat mir õott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, wie auch christo gleicherweis, der allzeit zu loben, heilger Geist, sei ge⸗ preist, hoch gerühmt, geehret, dlaß du mich erhöret. Joh. Ge. Aibinus() g. 1024 + 1670. 1698. 251 x— ——* —— —* Sieh, hier bin ich, Ch⸗ ren · kõ ⸗nig, le⸗ge H Lu. 2——————— mich vor dei⸗nen Thron, schwa⸗ che crä⸗nen, kind-lich 25⁸ NITITUUITIAT EII 9*9999 ußeu. Heichte Seh⸗nen bring ich dir, du men⸗schen ⸗sohn. Caß dich fin den, II. +—— — I——.—— +—————— I laß dich fin den von mir, der ich Asch und Ton. 2. Sieh doch auf mich, herr, dich liebt in der Tat. Caß dich ich bitt dich, lenke mich nach dei⸗ finden, laß dich finden, der hat nem Sinn! Dich alleine ich nur alles, wer dich hat. meine, dein erkaufter Erb ich 4. Dieser Zeiten kitelkeiten, bin. LCaß dich finden, laß dich Reichtum, Wollust, Chr und finden, gib dich mir und nimm freud sind nur Schmerzen mei⸗ mich hin! nem herzen, welches sucht die 3. Ich begehre nichts, o herre, Ewigkeit. Caß dich finden, laß als nur deine freie õnad, die dudich finden, großer oott, ich bin gibest, den du liebest und derbereit. Joachim neander g. 1630 4 1680. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. 5 +* + + + I— LT.SSI I I 1 1 1 + 2 —. +. —— ott, des Zep⸗ter, Stuhl und sro⸗ ne ler du dei- nem her⸗zens⸗soh ⸗ne — 1 ö E E! L + 2. herr⸗schet ü⸗ ber al ⸗le Uelt, air ei- ne hoch-zeit hast be⸗stellt, sei Dank ohn — 1 1— H LI 1 —— 4—.— N + LI + P III I IIIIIIIII. Sün-den-stra-ßen du mich auch hast la⸗den las⸗-sen. 2. herr, wer bin ich? Und hin⸗an den Wegen, du der sönig gegen wer bist du? Was deine großer macht; ich Staub, Erde, pracht? Ich dem Wurm gleichschwach, voll Not, du der herr 259 Buße u. Beichte N õott Zebaoth; ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, du der herr der Cwigkeiten. 3. Ich grundbös und ganz ver⸗ dlorben, du die höchste heiligkeit, ich verfinstert und erstorben, du dles Lebens Licht und freud; ich ein armes Sündenkind, lahm und sprachlos, taub und blind, du dãs Wesen aller Wesen, ganz vollkommen, auserlesen. 4. Und doch lässest du mich laden zu dem großen hochzeit⸗ mahl. O der übergroßen 6na⸗ dlen: ich soll in des himmels Sadl mit dem lieben Gottes⸗ lamm, meiner Seele Bräutigam, bei der Engel Chor und Reihen mich in Cwigkeit erfreuen! 5. Wen nun dürstet, soll sich laben mit dem Cuell, der ewig fleußt, wen nun hungert, der soll haãben, Brots genug für seinen beist. O ein angenehmer ort, da sich õottes herz und Wort seiner Braut und hochzeitgästen gibt als Speis und Trank zum besten! b. O du großer herr und stönig, ller du rufst: stommt, kommt herbei! ich bin zu gering und wenig aller deiner Lieb und Treu; ach ich kann dir nimmer⸗ mehr danken gnugund also sehr, wie ich schuldig bin und sollte, Wie ich auch wohl gerne wollte. 7. Zeuch du mich, dein mahl zu schmecken, aus der finstern Erdenkluft, laß mein ohr die Stimme wecken, die so hell und liebreich ruft: somm, o mensch, komm eilend, Romm zu dem Lebensquell und Strom! omm zum brot, davon zu zehren und den 6eist damit zu nähren. 8. Iffne, herr, mir doch die Ohren zu dem Ruf, der also klingt, der zu deinen freuden⸗ toren, o Jerusalem, mich bringt; laß den, den du teur erkauft und auf dlich selbst hast getauft, ja nicht in der Toren Reihen sich ller eitlen Weltlust freuen! 9. Laß dlas eitle Deltgetümmel, dliese Dämpfe, die bald fliehn, von des Lammes mahl im him⸗ mel, das stets bleibt, mich nicht abjlehn! scleide, Jesu, in der Zeit mich mit deinem hochzeitskleid, daß ich deine hochzeitsehren möge feiern ohn Aufhören. heinr. Georg Heuß g. 1654 1710. Psalm 51, 12— 14. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. Jos. Klug 1335. 25³ 1— + + Schaff in mir, 6ott, ein rei⸗ nes herj es flüh let von der Sünde Schmerz, 2⁰⁰ EssseeRcuße u. heichte I* 1 SIII I— I 1—*.—..— EI I nud—— D 2—.—.— 1— 1— mein herz ist ganz ver⸗der- bet; ö TTTTITT— — noch tut ohne Scheu. ch ma⸗ che, daß es 4—* 1———— 4 + 21 —— +— + 1— wie⸗ der sei, wie du es erst er⸗-schaf-fen. 2. Gib mir auch einen neuenbleibe; beherrschet mein herz, Geist, der wie du sei gesinnet, Sinn und mut der heilge Geist, der stets dir anhang allermeist so ist es gut im Leben und im und was du willst, beginnet. Sterben. Gib, daß er hasse fleisch und 5. Mit deiner hülfe tröste mich, Blut, und Glauben übe in De⸗ hilf und vergib die Sünden; mut, Zucht, Sanftmut, hoffnung, wenn meine Seele suchet dich, Ciebe. so laß dich von ihr finden und 3. Uerwirf von deinem Ange⸗dein Verdienst, herr Jesu christ, sicht, ob ich es gleich verdienet,‚ darinnen Trost und hülfe ist mich, allerliebster Vater, nicht, trotz Sünde, Tod und Teufel. weil Jesus dich versühnet; läaß 6. Dein freudger Geist erhalt nimmer, nimmer, nimmermehr mich doch mit seinem freuden⸗ mich dein sind also fallen sehr,‚ öle, damit nicht das Verzweif⸗ daß du es von dir würfest. lungsjoch verderbe meine Seele. 4. Den heilgen õeist nimm nicht Sei meine freude du allein, ach von mir, den bösen 6eist ver⸗laß mich deine freude sein und treibe, damit er mich nicht neh ⸗führe mich jur ßreude! me dir, und ich stets dein ver⸗ cudamilia Clisaveth, õräfin ju Schwariburg-Rudolstadt g. 1640 1672. mel.: herr, ich habe mißgehandelt. Joh. Crüger 1649. A +. +— 4½ +. 1 + + 4⁴⁴9 +— L.— I + * nch Was sind wir oh- ne Je- sus? ach was sind wir? vol- ler E-lend. 201 dlürf ⸗tig, jäm⸗ mer⸗lich und arm; caß dich uns · re ch herr Je⸗ su, dich er ⸗ barm! —— — not be⸗ we⸗ gen, die wir 2. Wir sind nichts ohn dlich, herr Jesu, hier ist lauter finster· nis; dazʒu quäalet uns gar heftig jener giftge Schlangenbiß; dieses Gift steigt zu dem herzen und verursacht stete Schmerzen. 3. Nch ohn dich, getreuer Jesu, schreckt der Teufel und die höll, slie Derdammnis macht mich zit⸗ tern, da ich steh auf dlieser Stell; mein 6ewissen ist erwachet, und dler Abgrund flammt und kra⸗ chet. 4. Ohne dlch, herzliebster Jesu, kommt man nicht durch diese Welt; sie hat fast auf allen We⸗ gen unsern füßen netz gestellt, sie kann trotzen, sie kann heu⸗ cheln und hält uns mit ihrem Schmeicheln. 5. Ach wie kraftlos, Herzens⸗ jesu, richten sich die ranken auf unsre macht ist lauter Ohn; maäacht in dem müden Lebens- lauf. Denn man sieht uns, da wir wallen, öfters straucheln, oftmals fallen. 6. Darum stärk uns, liebster Je· su, sei in finsternis das Licht, öff· ne unsre herzensaugen, zeig dein 4—— dir vor Au- gen le⸗ gen. freundlich Angesicht! Strahl, o Sonn, mit Lebensblicken, so wird sich das herz erquicken. 7. Tritt den Satan, starker Jesu, unter unsern schwachen fuß, komm zu deiner Braut gegan⸗ gen, biet ihr deinen friedens⸗ gruß, daß sie himmelsfreud verspüre und kein Leid sie mehr berühre. 8. fäß uns an, o süßer Jesu, führ uns durch die Pilgerstraß, daß wir auf den rechten Wegen gehen fort ohn Unterlaß; laß uns meiden alle Stricke und nicht wieder sehn zurücke! 9. LCaß den Geist der srast, herr Jesu, geben unserm Geiste srast, daß wir brünstig dir nachwan· deln nach der Liebe Cigenschaft; ach herr, mach uns selber tüchtig, so ist unser Leben richtig. 10. Dann wird Lob und Dank, herr Jesu, schallen aus des her; zens 6rund; dann wird alles jubilieren, und dir singen herz und nund; dann wird auf der ganzen érden Jesus hoch gelobet werden. peter Lackmann()) g. 1659 + 1715. 2⁰² Euße u. ĩeichte Mel.— Ein Cämmlein geht und trägt die Schuld. Ursprüngliche form im anhang. 15²⁵. 255 1 I— I ID + * O stö- nig, dles-sen ma- je⸗stät weit dem Erd und meer ju Dien ⸗ ste steht, vor U⸗ ber al-les stei⸗get, dlem die Welt sich nei ⸗get, * der him⸗ mel ist dein hel· les 1 1 +—. + ä——-h T scleid, du bist voll macht und herr⸗lich⸗keit, sehr SISISISISISISISISI‚I‚Z‚Z‚I‚I‚...... groß und wun⸗ der⸗ tä⸗ tig; ich ar · mer Wurm 2—— DDIDiIIIRie ver mag nichts mehr, als daß ich ruf ju 1 1 4 1 1 + N —* 1 + . 1 + 4 14 dei ner khr: Gott, sei 2. hier steh ich, wie der Zöllner tat, beschämet und von ferne, ich suche deine hülf und 6nad, o herr, von herzen gerne; doch Weil ich voller fehler bin und, wo ich mich nur wende hin, des Ruhmes vor dir ledig, so schlag ich nieder mein 6esicht vor dir, mir Sün-öder gnä⸗ dig! du reines himmelslicht. sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein 6e⸗ wissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von herzen büßen. Ich bin, o Vaͤter, ja nicht wert, daß ich noch wandle Gott, 2⁰³ Buße u. Beichte duf dler ęrd: doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bängem 6eist, der gleichwohl dlich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, den önadenthron der Sün⸗ der, der für die Welt genug getan, durch den wir Gottes seinder im gläubigen Vertrauen sind, der ists, bei dem ich Ruhe find, sein herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes herz mitleidig bricht. 6ott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein herz und sinn in diesem ganzen Leben! Du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen õlauben immerdar sein durch die Liebe tätig! Und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Ster· ben ruht allein auf deiner õna; de; mir geh es gleich bös oder gut, gib nur, daß es nicht schade. sommt dann das letzte Stünd- lein an, so sei mir auf der Todes· bahn, mein Jesu, selbst beirätig! Und wenn ich nicht mehr spre⸗ chen kann, so nimm den letzten Seufjer an: Gott, sei mir Sün⸗ dler gnädig! valent. Ernst coscher g. 1673 + 1740. mel.: Wer nur den lieben sott läßt walten. mel. 1. Georg neumark 1640(). 2 5 0 Ursprünglche form im Anhang. V. I 4 — 22— Wir lie gen hier zu dleei-nen fü⸗ hen, und füh⸗ len lei der im 6e⸗wis ⸗sen, * ——— I I 1 — 1 4 4 2— +— . JZJI 2 „ ach herr von gro · her 6lt und Treu, wie sehr dein Zorn ent⸗bren⸗net sei. Das maß der I—— + SHI Sün⸗den ist er⸗fllllt, ach wey uns, wenn du stra-fen Willt. 2. Du bist gerecht, wir lauter ten Wegen gehn. gein Wunder, Sünder, wie wollen wir vor dir wenn uns pest und Schwert bestehn? Wir sind die unge⸗und hunger längst schon aufge⸗ ratnen ginder, die auf verkehr⸗zehrt. 20⁴ 5 E 0 ssbuße u. Heichte 3. Doch, Vater, denk an deinen namen, gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Jã und Amen, dein Cidschwur jeuget selbst davon. Du willst ler Sünder Tod ja nicht. Nch geh nicht mit uns ins Gericht! 4. Wir liegen vor dir in dem Staube, und unser herz ist ganz jerknirscht; nur tröstet uns al⸗ lein der olaube, daß du dich dloch erbarmen wirst. Ach hast du noch ein Vaterherz, so siehe dloch auf unsern Schmerz! 5. Der mittler steht ja in der Mitten, wir schaun zu seinen unden auf; er hat für unsre Schuld gelitten und leistet dir dlie Zahlung drauf. Uerbirgst du deinen õnadenschein, so muß sein Blut verloren sein. b. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barm⸗; herzigkeit. Schau doch von dei⸗ nem 6nadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch 6nade haäͤst erzeigt, dein herz dem sünder jugeneigt. 7. Nch laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre haupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner hut verlassen stehn. Nch sammle uns in dei⸗ nen Schoß und maͤch uns aller plagen los! 8. Steck ein das Schwert, das uns will fressen, den Würger laß vorübergehn, gib deinen kein⸗ dern Brot ju essen, laß keine solche Zeit entstehn, daß man dlein Wort uns teuer macht, und unser herz dabei verschmacht. 9. Gib fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohl⸗ feile Zeit, laß ieb und Treu sich stetig küssen und föordre die 6e⸗ rechtigkeit, krön unser feld mit leinem ut, nimm seirch und haus in deine hut! 10. So wollen wir dir Opfer bringen, dein eigen sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen himmel dringen, und dein er; löstes Isrãel stimmt in den Jubel Zions ein: Der herr soll mein 6ott ewig sein! Benjamin Schmolck g. 1672 1737. mel.: herzlich lieb hab ich dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 1577. 2 57 Hu,——— ILCT I. VI I..V„— I 1——.—.—— 2 1 1 zu dir, herr Je-su, kom me ich, nach⸗ Mich drük ⸗Ket mei ner Sünden Last, sie ————— + dem du gar so freund-lich mich ju kuh noch Raͤst; würd sie mir nicht be⸗ läßt mir kei ⸗ ne dlir hast hei ⸗hen Buße u. Beichte S 1 I SZ.... .————.— 24 II**— 12233———..2——— ni HHL 5* 4 ů 1 1++—— 7 Hammen so müßt dar · un ·ter 1 T ich ver⸗gehn, ich +— + 1 —— rhn* II— 2*— +7 könn te nicht vor sott be⸗stehn, vor dem die himmel + +. 1 1* 4 1 +—XE I— 1 selbst nicht rein, ich müßt ein seind des do⸗des sein. 1„ 1— — 1..——— I 1— herr Je⸗ su christ, mein Trost und Licht, mein Trost —.—*— 15 PSPI——— und Licht, er ⸗ quik ke 2. Das Sündenjoch ist mir zu schwer, es drückt mein herze all⸗ zusehr, du, herr, wollst es zerbre⸗ chen! õedlenke, daß du diese cast darum für mich getragen hast, llamit nicht möchte rächenderba⸗ ter, was ich hab verschuldt, viel mehr, daß seine õnad und huld mir Armen wieder würd zuteil. mach mich durch deine Wun⸗ llen heil, herr Jeju christ, und für mich bitt, und für mich bitt, wenn satan wider mich auftritt. 3. Zu dir steht meine Zuversicht, ich weiß von keinem helfer nicht ohn dlich, o Arzt der Sünder. All andre helfer sind zu schlecht, du bist allein vor Gott gerecht, lles Todes Uberwinder, die frei- statt und der sichre ort, das jeste mich und laß mich nicht! Schloß, der Schild und hort, der mittler und der onadenthron, des VUaters herz und liebster Sohn. herr Jesu christ, das glau⸗ be ich, das glaube ich, ach stärk in solchem ölauben mich! 4. hinfort will ich nun jederzeit auf mich zu nehmen sein bereit llein Joch, die sanste Bürde; dar⸗ unter find ich friel und Ruh, ich wachs und nehm im 6uten zu. Und ob ich drunter würde aus Schwachheit, die dir ist bekannt, ermüden, wird doch deine hand mir immer wieder helfen auf, um zu vollenden mei⸗ nen Lauf. herr Jesu christ, durch llich allein, durchdich allein kann ich hier und dort selig sein. J. Anast. freylinghausen g. 1670 4 1739. 266 essssssußeubeichte Mel.: Uer nur den leven sott läßt walten. mel. 1. Ursprüngliche form im Anhang. eorg Ueumark 1640(D. — I I—— I 258 9 1 — I 1 + Dein V jJe-sus ru-fet dich zur Bu⸗ße, ssomm, fal-le ihm doch bald zu fu⸗ ße V — N— 1 +* + +— 1 komm, bring dein ar mes herz her⸗bei! zeig ihm dei⸗ ner See ⸗le und Eöhn die das Ge⸗ 2. Dein Jesus rust dich auch zum läuben durchs süße(vange⸗ lum und will aus Gnade dir erlauben, zu werden ganz sein Eigentum, daß du nun durch sein wertes Wort sollst selig wer⸗ den hier und dort. Eigene melodie. setz in uns erregt, wenn man Leid ü⸗ ber Sün ⸗de trägt. 3. So säubre, Jesu, meine Sin⸗; nen und schaff in mir das herze rein, laß mich von neuem nur beginnen, was dir, mein Jesu, lieb kann sein, und hilf, daß ich nach deinem Sinn recht gläubig und auch heilig bin. 17³4. Joh. Chr. Rühnau 1786. + 1 An dir al-lein, an dir hab ich ge⸗ ᷓEP 1 V 1 LI sün digt uund ü⸗ bel oft vor dir ge⸗ tan; du + 4— —.—...—..——— siehst die Schuld, die mir den fluch ver ⸗ kün⸗ (Buße u. Seichte — 1 —— I 4 1 + + I IEI — 1** I 1 digt, sieh, 6ott, auch mei nen Jam⸗-mer an! 2. Dir ist mein flehn, mein Seufzen nicht verborgen, und meine trͤnen sind vor dir. Nch 6ott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen? Wie lang entfernst du dich von mir? 3. herr, handle nicht mit mir nach meinen sSünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich; laß mich dein Antlitz finden, du õott der Lang; mut und 6eduld! 4. früh wollst du mich mit dei· ner önade füllen, õott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich mel: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. el. 1. um deines namens willen, du bist ein öott, der gern erfreut. 5. Iaß deinen Weg mich wiedler freudig wallen und lehre mich dein heilig Recht, mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen; du bist mein õott, ich bin dein senecht. 6. herr, eile du, mein Schutz, mir beizustehen und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrein, der herr erhört mein flehen und nimmt sich meiner Skele an. chr. f. Gellert g. 1715 1 17⁰9. Joh. crüger 1640. I— 1 1 4 + I + I 2⁰⁰—— Aus ei- nem tief vor dir ge⸗beug ⸗ten IE —— II. 322—3—3—.— 1 + 1 1 77 I 34‚* 1 her ⸗ jen ruf ich zu dir in mei⸗ nen sün-den- chre S———— schmer jen: 0 ma⸗- che mich, Gott, mei⸗- nes — I 1 ———— * 7 stum mers le-dig und sei mir gnä⸗dig! 2⁰⁸ scuße u. Zeichte 2. Beschämt erkenn und fühl ich meine Sünden, laß, Uater, mich Erbarmung vor dir finden! Wilist du auf Schuld und ÜUber⸗ tretung sehen, wer wird be⸗ stehen? 3. Bei dir allein, herr, steht es, zu vergeben, du willst nicht, daß wir sterben, sondern leben; uns soll die 6röße deiner Liebe lehren, dich treu zu ehren. 4. Uerzeihe mir in Christo mei⸗ ne fehle! Dein harrt im 6lau⸗ ben meine müde Seele; laß Trost und Ruh um des Versöhners willen mein herz erfüllen! 5. Uom Abend an bis ju dem frühen morgen hoff ich auf dich, o stille meine Sorgen! Du schen; kest ja Beladenen und müden gern deinen frieden. 6. Jã hoffe nur, mein herz, auf Gottes Gnãde, sie ist viel größer als dein Seelenschade, und end- lich wird sie dich von allem Bösen gewiß erlösen. Nach frdr. K. v. Moser g. 1723 + 1708 von Joh. Sam. Diterich. 4½•„ Jesu, meines Lebens Leben. 20¹ EN Ich er-he denn ich ken= ne be mein 6e⸗mü-te sehn; dlei- ne 6ü⸗-te, o I 1 + HINI Z. f x——— 223— — suchts-voll, mein Gott, wie teu ⸗ er ist ju llir, sie mir! Gott der Lie-be und + 1— 1 + —— I * + „— 15 I 1 ddles Le- bens, kei⸗- ner harrt auf dich ver⸗ ge⸗bens, —.— + 4 1 MN —I 1 1—4 + H EII — nur ver⸗ äch ⸗ter dei⸗ner huld stür⸗jet ih ⸗re eig ne Schuldl. 2. Cehre mich, herr, deine We⸗siehest mein Vertrauen; sicher ge, zjeige deinen Willen mir, daßkann ich auf dich bauen, deine ich nicht mehr irren möge; füh⸗Uatertreue ist ewig, wie du sel⸗ re du mich selbst ju dir! Gott, duber bist. Buhe u. Beichte E 3. Nch gedlenke an die Sünden meiner Jugenchahre nicht, laß mich Armen 6nade finden, Gott, vor deinem Angesicht! Alle sünden, die uns reuen, willst du, Vater, ja verzeihen. o so höre denn auch mich, meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders leben, seine Seele ist dir wert. 6nãdig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. mit · ten duf ddem Sündenwege machst du sein ewissen rege. Wohl lem, der zu seiner pflicht um⸗ kehrt, den verwirfst du nicht. 5. Du erquickest die Clenden, lleren herz sich dir ergibt, die sich flehend zu dir wenden über ihre Schuld betrübt. freude schenket deine õöüte dem geängsteten 6e⸗ müte, welchem du die Sünden⸗ last liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn er⸗ geben; Gott, mein sott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, herr, vor deinem Angesicht! steine schnöde Lust der Sünden müsse mich mehr überwinden! ach bewahr, ich bitte dich, meinen seist und stärke mich! ach J. Rasp. Cavater g. 1741 + 1801 von Joh. Sam. Diterich SSE 2⁰ ieder vom: Glauben · und Avon dͤer Rechtfertigung Eigene melodie. 20² ö 1— nun freut euch, lie vbe chri⸗sten g'mein, daß wir ge⸗trost und all in ein V 1 1 +. +—— +— +—* + I+ 2 I.I— und laßt uns fröh⸗ lich sprin ⸗ gen, T mit Cust und Lie- be sin ⸗ gen, I——⁰ 1. 2 ——..————.—* . 2— 1 + H * + 4—ν uns ge⸗ wen ⸗ det hãt und sei ne si ße * x +—.ꝛ— N 4 1— MEER 137— ——— + Wun ⸗dertat; gar teur 2. Dem cTeufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein sünd mich quälte nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hattꝰ mich be⸗ sessen. 3. Mein guten Werk die galten nicht, es war mit ihn'n ver⸗ dlorben; der frei Will haßte Gotts bericht, er waͤr zum Gut'n er⸗ storben; die Angst mich zu ver; — hat ers er⸗ wor⸗ ben. zWeifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur hölle mußt ich sinken. 4. Da fammert Gott in Cwig⸗ keit mein Elend übermaßen; er llacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen. Er wändt zu mir das Vaterherz; es war bei ihm fürwahr kein Scherz, sein Bestes ließ ers kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Jeit ist hie, ju erbar⸗ men; fahr hin, meins herzens blauben u. Rechtf. ,V,ʒ werte stron, und sei das heil dlem Armen und hilf ihm aus dler Sünden not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben! 6. Der Sohn dem vater g'hor⸗ sam ward; er kam zu mir auf krden von einer Jungfrau rein und zart, er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner arm Gestalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelin⸗ gen; ich geb mich selber ganz für llich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da solist du sein, uns soll der feind nicht scheiden. 8. Uergießen wird er mir mein llas leid ich alles dir zu gut; llas halt mit festem 6lauben. Den cod verschlingt das(eben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 9. Gen himmel zu dem vbaͤter mein fahr ich von diesem Le⸗ ben; da will ich sein der meister dlein; den 6eist will ich dir geben, der dich in Trübnis trö⸗ sten soll und lehren, mich er⸗ kennen wohl, und in der Wahr⸗ heit leiten. 10. Was ich getan hab und ge⸗ lehrt, das sollst du tun und ley· ren, damit das Reich Gotts werd gemehrt ju Lob und seinen Ehren. Und hüt dich vor der mlenschen Satz, davon verdirbt ller edlle Schatz! Das laß ich dir zur Letze.“) jum Ayschied. Blut, dazu mein eben rauben; Eigene melogie. Martin Luther g. 1483 1540. Ursprüngliche form im Anhang. 1417. * + —4 — + „ 26³ PI.q. I..... * LI Wir glau- ben all an ki⸗ nen ott, — d. 1 I—3 +7 I— 1 L Schöp ⸗fer him⸗mels und der er⸗den, der sich zum Va⸗ ter I — 22——— + — 2— ge⸗ben hat, daß wir sei ne kin der wer⸗den. 272 ,. WIRIIIRI un —12VPyII blauben u. Rechtf. —————.——ę 1 Er will uns all⸗- zeit er ⸗ näh⸗ ren, Leib und ie 4 r n r sSeel auch wohl be⸗ wah⸗- ren; al⸗lem Un-fall & SSDSSSS r will er weh⸗ ren, kein(eid soll uns wi⸗ der- —.—.———— 4 IPIIR ö fah ren. Er sor⸗ get für uns, hüt und wacht, es. Schluß 5 1 II H . x—— E A ——.———— 1 I e e e steht al les in sei ⸗ ner mächt. A: men. 4 ö 2. Wir glauben auch an Jesum 3. Wir glauben an den heilgen t hrist, seinen Sohn und unsernGeist, 6ott mit Vater und dem herren, der ewwig bei dem Vater Sohne, der aller Blöden Tröster ist, gleicher 6ott von Macht und heißt und mit õaben zieret schö⸗ hren, von maria der Jung⸗ frauen ist ein wahrer mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben; für uns, die wir warn verloren, am sreuz ge⸗ storben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. ne, die ganz christenheit auf brülen hält in ELinem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; das fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Clend ist bereit uns ein Leben in ẽwig · keit. Amen. martin rutyer g. 1483 + 154⁰. Römer 3, 23-28. eigene melodie. .. vorreformatorisch. 2⁰⁴4 I + 78* Y 1.— + Es ist das heil uns kom- men her von dlie Werk die hel ⸗ fen nim⸗mer⸗mehr, sie 27³ blauben u. Rechtf. — Gnad und lau- ter 61¹ te, kön ⸗nen nicht be⸗ hü⸗ ten; der 6laub sieht Je⸗ sum I. x — +. ů—3...— I E —— 12—— 52— chri-stum an, der hat gnug für uns all ge⸗ tan, er 2. Was Gott im 6'setz geboten hat, da man es nicht konnt hal⸗ ten, erhub sich 3orn und große not vor sott so mannigfalte; vom fleisch wollt nicht heraus dler Geist, vom 6'setz erfordert allermeist; es war mit uns ver⸗ loren. 3. Es war ein falscher Wahn llabei: Gott hätt sein 6setz drum geben, als ob wir könnten selber frei nach seinem illen leben. So ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die ündig Art in unserm fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen strästen lassen; wiewohl es oft versuchet ward, lloch mehrt sich Sünd ohn ma⸗ ßen; denn 6leißners Derk Gott hoch verdammt, und jedem fleisch der Sünde Schand all⸗ zeit war angeboren. 5. Doch mußt das 6᷑setz erfüllet sein, sonst wärn wir all ver⸗ dorben. Drum schickt Gott sei⸗ nen Sohn herein, der selber mensch ist worden; das ganz ist der mitt ler wor-den. besetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. b. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt hal⸗ ten, so lerne jetzt ein jrommer christ des ölaubens recht 6e⸗ stalte. Hicht mehr denn: Lieber herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifeltrag, dein Wort kann nicht betrügen. nun sagst du, daß kein mensch verzag(das wirst du nimmer lügen): er glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der himm'l erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, dler diesen lauben fasset; der Glaub gibt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem nächsten wird llie ieb uts tun, bist du aus Gott geboren. 27⁴ ́IDIDIIIDCC tauben u. Rechtf. 9. ECõ Wird die Sünd durchs 6᷑setz erkannt undschlägt das õ'wissen nieder; das Cvangelium kommt zu hand und stärkt den Sünder wieder. Es spricht: Nur kreuch zum sereuz herzu, im 6'setz ist wedler Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Dbie Werk die kommen g'Wißlich her aus einem rechten 6lauben; denn das nicht rechter 6laubewär, wolltstihn der Werk berauben. doch macht allein ler laub gerecht; die Werk die sind des Nächsten snecht, dabei wirn Glauben merken. 11. Die hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zu freud, setzt öott kein g'wisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dlich es nicht er⸗ schrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht ent· dlecken. Sein Wort laß dir ge⸗ wisser sein, und ob dein fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei[ob und hr mit hohem Preis um dieser uttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist! Der woll mit onad erfül⸗ len, was er in uns ang'fangen hat, zu Chren seiner majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd g'scheh wie im him⸗; melsthrone, das täglich Brot jaã heut uns werd; wollst unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, laß uns nicht in Uersuchung stehn, lös Wir ihm vertrauen. Mel.: Nuf dich hab ich gehoffet, herr. uns vom lbel! Amen. pPaul Speratus g. 1484 + 1551. 15. Jahrhundert. + 265 ů — ärn mei⸗ ner sünd auch noch so viel, ——— +——.— —— Z— —— 1.. — den noch ich nicht ver-za- gen will, christ will ——..* ——*— 1 1—— HE + 4 4 12.—..—... 1 ich las-sen wal- ten; der al-le sünd weg nimmt 27⁵ bᷣlauben u. Rechtf. * ů—— 11 I I 2 und trägt, 2. Sein tröstlich Wort hab ich gehört, damit hat er mein herz gerührt; wer glaubet seinem Sohne, der wird verloren wer⸗ dlen nicht, empfängt der freu⸗ dlen serone. 3. Cs traure, wer da trauren Will, mein herz aufspringt vor freude viel, kein Leid kann mich nicht rühren; kein Unfall mich abwenden soll von christo, mei⸗ nem herren. 4. O Jesu christ, mein herr und õott, dir trauen hilfst allein aus der wird mich auch er hal ⸗-ten. 6lauben, so kann mich auch der bittre Tod aus deiner hand nicht rauben. 5. frisch und fröhlich, mein lie⸗ be Seel, dir ist beschert das eiw⸗ ge heil, deinꝰ feind sind all ge⸗ ddämpfet! Den Streit der nicht verlieren kann, der in dem olau⸗ ben kämpfet. 6. Dank sei dir, 6ott, in Ewigkeit, o Vater der Barmher⸗ igkeit, samt Christo, meinem herren! dein Lob ich allzeit preisen will, stets deinen namen llot, hilf meinem schwachen Aus dem ehren. niederdeutschen des h. Wepse, um 1580. Mlel.: Nch õott, vom himmel sieh darein. Dr. Martin cuther 1524. — —————— Auch nach melodie nr. 20 zu singen. 2 66 I I 7* 1— 14— IN— ‚.— I + +X E. ——— + * enn dein heri ⸗lieb⸗-ster Sohn, o ott, und hätt, da ich in Sün-den tot, —.——— IWHAHr—. 1 Rrun + 1.-: I II 1——.— —. I 4I.—— NI +.— 2 vun II NXI L. I 1— I 1— II— 1. nicht wär auf er⸗ den kom-men— mein fleisch nicht an ge ⸗ nom⸗men, so müßt ich ——..=.——— .—. + 2—. 2 ar mes Wür⸗me⸗lein zur höl⸗le wan⸗ dern SSSDEDIDITIIITII—. I— ·7 42+..— 4.——FIIIUTUII —.———J—..——— in die pein um mei ner sün-de wil ⸗-len. 27⁰ stauben u. Rechtf. 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Rãst, darf nimmermehr verza⸗; gen, weil er die schwere Sün⸗ denlast für mich hat selbst ge⸗ tragen. Er hat mit dir versöhnet mich, da er am sereuz ließ töten sich, auf daß ich selig würde. 3. Drum ist getrost mein herz und mut mit kindlichem Ver⸗ trauen; auf dies sein rosenfarb · nes Blut will ich mein hoffnung bauen, das er für mich vergossen hät, gewaschen ab dlie Missetat und mir das heil erworben. 4. In seinem blut erquick ich mich und komm zu dir mit freuden; ich suche 6nad demü⸗ tiglich, von dir soll mich nichts scheiden. Was mir erworben Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. hat dein Sohn durch seinen Tod und marterkron, kann mir kein Teufel rauben. 5. ichts hilft mir die õerech tigkeit, die vom õesetz herrühret, wer sich in eignem Werk er ⸗ freut, wird jämmerlich verfüh⸗ ret. Des herren Jesu Werk allein das machts, daß ich kann selig sein, der ichs mit lauben fasse. 6. Gott Vater, der du alle Schuld auf deinen Sohn geleget, herr Jesu, dessen Cieb und huld all meine sünde träget, o heilger Geist, des 6nad und strast al lein das Gute in mir schafft, laß mich ans End beharren! U. 1-5 Joh. heermann g. 1585 + 1647. U. 6 hannov. 6sb. 1652. + TII— 267⁴4 2——. herr, ich be Kenn von her⸗jens⸗grund, dlaß nie⸗mand sonst mein hei⸗land ist auch mit dem mund, nichts soll mich da⸗-von wen ⸗den, als Je- sus christ, der wahre 6ott ohn en-de, Den 2..— — 2 1 õlauben u. Rechtf. 2 = ——½½ 1 7 — 3.— 72—— E— 25 —— an, drum er nicht kann mich 2. Geborn ist er ein kleines stind für meine sSünd, in Windeln eingehüllet; die Jugend mit mühseligkeit, Armut und Leid ist worden ganz erfüllet; er hat gewacht, sich matt gemacht; er ward gestäupt, sein heilig haupt mit Dornen scharf gekrönet. 3. Er ward ans streuzesholz ge⸗ henkt, mit all getränkt und fiel in Todesbanden; doch wie⸗ derum am dritten Tag nach sei⸗ ner Plag ist er vom Tod erstan; den, mit herrlichkeit zur him⸗ melsfreud gegangen ein, frei aller Ppein, gesetzt zu deiner Rechten. 4. So schaue deinen Sohn doch an, Was er getan, laß 6nad in ihm mich finden! Du hast mich Armen nicht veracht, ganz frei gemacht von meinen schweren sünden. Durchs Sohnes cTod hast du aus Not den senecht er⸗ löst; wer sich dles tröst, den kannst du nicht verdammen. 5. Der treue hirt jetzt kommt vor dlich und träget mich, sein Schaf, auf seinem Rücken, das Schaf, das ganz verirret war, ging mit õefahr, es war in Sa⸗ tans Stricken; das hat er bracht aus eigner macht, wie du be⸗ gehrt, zu deiner herd, jur her⸗ dr- men Sünder has ⸗sen. o. Mich, den die eit ganz listig · lich von dir zu sich mit ihrer Lust gezogen, bringt jetzt dein Sohn in deinen Schoß von Sün⸗ llen los, aus Lieb hierzu bewo⸗ gen. Ich, der sich weit durch Eitelkeit von deiner önad ent⸗ fernet hat, ich bin jetzt wieder kommen. 7. Was Satanas mit bösem sinn geraubet hin und von dir weggetrieben, das bringt dein Sohn zu deiner herd aufs neu bekehrt, ju denen, die dich lie⸗ ben. er stellet dir jetzt wieder für dein tind, das sich mutwillig⸗ lich von dir verlaufen hatte. 8. Also hab ich nun 6nad, o 6ott, durch Christi Tod, den er für mich erduldet. Und ob ich wohl bei mir befind, daß meine Sünd all höllenpein verschuldet, so hab ich doch die Hoffnung noch durch deinen Sohn, den 6nadenthron: ich werd nicht sein verloren. 9. Die Tür zum schönen para⸗ dlies hat er gewiß durch sein Blut aufgeschlossen, das aus den Wunden mildiglich am streuze sich mit Strömen hat ergossen. Ich glaube fest, daß du nicht läßt, o frommer 6ott, in Angst und not, der dies mit olauben de der õerechten. fasset. 3oy. heermann g. 1385 + 1647. 278 sW ʃ +- UF EE 6lauben u. Rechtf. Eigene Melodie. 15²⁵. 41 208— 1“ 50 9.. Ich glaub an ki⸗ nen ott al-lein, ig· dler auch mich selbst aus lau-ter önad n.IIII————— n· 2.. 1.——— PP— bo⸗ dler al⸗le Din ge groß und klein, den him⸗mel ⸗ zu sei⸗ nem dienst er ⸗-schaf- fen hat, mir Leib und er e,———— ———————— n nebst der Er den aus nichts hat las⸗ sen drrn Durch in Seel ge⸗ ge⸗ben, Sinn und Ver⸗nunft da⸗ ne⸗ben. 'Ee. N ˙. 22.8 + 1 + — + 1—— ir 5 g· sei⸗ ne Weis-heit, macht und 6üt all sein 6e⸗ schöp ⸗fe 0—————— r—— er be⸗-hüt. Er ist mein Va-ter und mein ott, der mir , 1——— 1 N —29—1 2—2 ⁊++ ů ju hül-se kommt in not, mich schüt⸗jet und er- näh' ret. 2. Ich glaube auch an Jesum Christ, der õott vom Vater ewig ö ist und dann ein mensch gebo⸗ ren, daß ich nicht würd ver⸗ loren; der mir des Vaters huld erwarb, am Stamm des sreuzes für mich starb, fuhr zu der hölle nieder, stund auf vom code wieder. 279 Und zu vollenden seinen Lauf, fuhr er jum himmelsthron hin⸗ auf; von da er Kommen wird einmal, daß er die menschen richte all, die Lebenden und Toten. 3. Ich glaub auch an den heil⸗ gen Geist, der gleich ist wahrer 6ott und heißt ein Lehrer unsrer Glãuben u. Rechtf. Sinnen, der ewig ohn Beginnen vom bater und vom Sohn aus⸗ geht, der den Betrübten hier bei⸗ steht, daß sie Vergebung finden von allen ihren Sünden. Ich glaube, daß erhalten werd ein allgemeine sirch auf Erd, bei dler stets bleib des õeistes õab. Ich glaub, daß dieses fleisch vom õrab werdauferstehn zumeben. Justus 6esenius g. 1601 1 1673, oder David denicke g. 1603 1 1680. mlel.: Es ist gewißlich an der Zeit. Jos. lug 1335. 209 +—————* .... 21 1— o ot-tes Sohn, herr Je-su christ, nicht je⸗ der ⸗man⸗nes ding so ist, — 4* m.———————— 1—3— .—.—.—.— ——2—1 V daß man recht kön- ne gläu-ben, noch stand⸗ hast ju ver-blei-ben. Drum hilf du —.—•E— x—4 +———— ů + E S SPS S S PSP PIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPPIPIPI‚I‚I‚IIIIIII.‚ mir von o⸗-ben her, des wah ⸗ ren Glau-bens — 1*—— 2—— H .I F.FII———————————— mich ge- währ und daß ich drin be⸗ harre. 2. Tehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, o Jesu Christe, dich den Sohn dles höchsten nenne, daß ich auch ehr den heilgen eist, zugleich gelobet und gepreist in lem dreieingen Wesen. 3. Caß mich vom großen 6na⸗; dlenheil die wahr Erkenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergibst die Sün· den. hilf, daß ichs such, wie mirs gebührt; du bist der Weg, der mich recht führt, die Lahr⸗ heit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, es wohl ins herze fasse, daß sich mein õlaube immerfort auf dlein Verdienst verlasse, daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sünden bin beschwert, dlein sereuztod zugerechnet. 28⁰ lauben u. Rechtf. 5. Den 6lauben, herr, laß trö⸗ sten sich des Bluts, so du ver⸗ gossen, auf daß in deinen Wun⸗ den ich bleib allzeit eingeschlossen und durch den 6lauben auch die Welt und was dieselb am höchsten hält, allzeit für Scha⸗ llen achte. 6. Wär auch mein õlaube noch so klein, und da man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine 6nad mich stärke, die das zerstoßne kohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends nicht aus⸗ löschet in den Schwaͤchen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig sei, den ölauben ju behalten, ein gut õewissen auch dabei, und dlaß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit 6erechtigkeit erfüllt und ihren früchten. 8. herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken, daß er sei tätig durch lie ieb, mit freude und 6e⸗ dluld sich üb, dem Uächsten fort zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die seraft, daß vollends bei dem En · dle ich übe gute Ritterschaft, ju lir allein mich wende in meiner letzten Stund und Not, des õlau: bens End durch deinen Tod, die Seligkeit, erlange. 10. herr Jesu, der du ange⸗ zündt das fünklein in mir Schwaͤchen: was sich vom Glau⸗ ben in mir findt, das wollst du stärker machen. Was du gefan · gen an, vollführ bis an das End, daß dort bei dir auf 6lauben folg das Schauen. David Denice g. 1603 4 1680. Römer 8. Mel.: Valet will ich dir geben. Melchior Teschner 1615. + 1— 2⁰⁰ —.——— 1 Ist Gott für mich, so tre⸗-te gleich so oft ich ruf und be-te, weicht 1 DEIII 1 + — 1 + I. LI 1— 4— al-les wi der mich; hab ich das haupt jum al-les hin ⸗-ter sich. —.—.— + ömN * x + 1*— E +* freun de und bin ge⸗ liebt bei 6ott, was 281 lauben u. Rechtf. 4 + 1 4 I I H I 1 1 1+ I 1 H ——. E +— I +— II +—— L.. I + 21 III *— S· kann mir tun der fein ⸗de 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß 6ott, der höchst und Beste, mir gänzlich günstig sei, und daß in allen fallen er mir jur Rech⸗ ten steh und dmpfe Sturm und ellen und was mir bringet Weh. 3. Der õrund, da ich mich grün· dle, ist Christus und sein Blut; dlas machet, daß ich finde das kwge, wahre 6ut. An mir und meinem leben ist nichts auf dlie · ser Erd; was Christus mir ge⸗ geben, das ist der Ciebe wert. 4. nnein Jesus ist mein chre, mein 6lanz und schönes licht. Wenn der nicht in mir wäre, so durst und könnt ich nicht vor 6ottes Augen stehen und vor dem Sternensitz, ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in feuershitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiz, was ist rot. In Ihm kann ich mich freuen, hab einen heldenmut, darf kein öerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 6. lichts, nichts kann mich ver⸗ und Wi- der-sa- cher Rott? mein herz; die höll und ihre flammen, die sind mir nur ein Scherz; kein Urteil mich er⸗ schrecket, kein Unheil mich be⸗ trübt, weil mich mit flügeln decket mein heiland, der mich liebt. 7. Sein õeist wohnt mir im herzen, regiert mir meinen sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen tummer hin; gibt Segen und 6edleihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abbã schreien aus aller meiner scraft. 8. Und wenn an meinem orte sich furcht und Schrecken finat, so seufit und spricht er orte, die unaussprechlich sind mir War und meinem munde, sott aber wohl bewußt, der an des herzens 6runde ersiehet seine Cust. 9. Sein Geist spricht meinem eiste manch süßes Trostwort zu: wie Gott dem hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein eclle neue Stallt, da Nug und herze schauet, wäs es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prachtig zugericht wenn ich dammen, nichts nimmet mir gleich fall und sterbe, falit doch 282 E 6lauben u. Rechtf. mein himmel nicht. muß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet ö alles Ceid. 11. Wer sich mit dem verbin⸗ llet, den Satan fleucht und haßt, ler wird verfolgt und findet ein hohe schwere Laͤst zu leiden und zu tragen, gerät in hohn und Spott, das sereuzʒ und alle Plagen die sind sein täglichs Brot. 12. Das ist mir nicht verbor⸗ gen, doch bin ich unverzagt; 6ott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab, an dir will ich fest kleben und nimmer laͤssen ab. 13. Die Welt die mag zerbre⸗ ö chen, du stehst mir ewiglich; Mel.: Es ist das heil uns kommen her. A kein Brennen, hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine pein, kein Zorn der großen fürsten soll mir ein hindrung sein. 14. stein Engel, keine freuden, kein Thron, kein herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst und fährlichkeit, wäas man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. ein herze geht in Sprün⸗· gen und kann nicht traurig sein, ist voller fFreud und Sin· gen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir läaͤchet, ist mein herr Jesus Christ, das, was mich singen machet, ist, was im himmel ist. paul õerharat g. 1607 4 1670. Vorreformatorisch. RN.— + 27¹ +. I I + —— Der Glau-be macht al⸗ lein ge-recht kein Werk er⸗wirbt das him⸗-mel-recht, — ne EIN——— —— 2 durch chri-stum, ders er⸗ 90. 180h. weil als an uns ver⸗dor-ben.„ Doch ist ohn 2 FE- E. 2—. 25—— Lieb der 6lau-be tot; drum willst du mei⸗ den 283 blauben u. Rechtf.— * * 1 N — + 1 I 5.5 eib ge not, so glaub, tu Buß, üb lie ⸗vbe! 2. Die Liebe sei des nächsten Schmerzen und seinen Tod du senecht, die tu aus gutem her⸗seist gerecht, und flieh, zu sein zen. Dabei nun glaube recht undder Sünde senecht. õott woll uns schlecht, daß bloß durch christiall benehren! christoph Runge g. 1610 4 1681. 2 Cor. 13, 5. mel.: 0 Gott, du frommer sott. mel. 1. 1648. 272 I + + I— + +. 1. 12 L VUer ⸗su⸗chet euch doch selbst, ob ihr im ob chri-stus in euch ist, ob ihr ihm EZ..— +. E 2, HI + — II I 218 XEE.— blãu · ben ste- het, auch nach ge⸗ het Fin De- mut und 6e⸗ duld, in — ö——U— —— +———— Sanst mut, freund- lich keit, in Lieb dem 12— ES= +— EAHA .—*—.— näch- sten stets zu die ⸗ nen seid be reit. 2. Der Glaube ist ein Licht im herzen tief verborgen, bricht als ein õlanz hervor, scheint als der helle morgen, erweiset seine straft, macht Christo gleich ge⸗ sinnt, erneuert herz und mut, macht uns zu Gottes gind. 3. Er schöpft aus Christo heil, berechtigkeit und eben und tut in Einfalt es dem nächsten wie⸗ der geben; dieweil er überreich in hristo worden ist, preist er dlie õnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwer⸗ mut wird verjaget; sieh, wie der 28⁴ 6tauben u. Rechtf. Glaube bringt die hoffnung an den Tag, hält Sturm und Uet⸗ ter aus, besteht im Ungemäach. 5. Aus hoffnung wächst die Cieb, weil man aus õottes hän⸗ den nimmt alle Dinge an, nicht zürnet, tut nicht schänden; denn alles uns zu Nutz und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf freunde und auf feind. 6. Wir waren Gottes feind, er gibt uns in dem Sohne sein eingebornes seind ju einem öna⸗ llenthrone, setzt Liebe gegen haß. Wer gläubig dies erkennt, wird bald in Lieb entzündt, die allen haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott getan, tun wir dem nächsten eben; droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Leben; flucht er, so segnen wir; in Schande, Spott und hohn ist unser bester Trost dles himmels Chrenkron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, ein schweres sreuz zu tragen: dler laube bringt Geduld, er⸗ leichtert alle Plagen; statt ur; ren, Ungeberd wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und not von Sott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur dadurch sein Clend recht verstehen wie auch des höchsten Güt, hält an mit bitten, flehen, verzaget an sich selbst, erkennet sich für nichts, sucht bloß in Christo srast, im Ursprung alles Lichts, 10. hält sich an sein Uerdienst, erlanget 6eist und Stärke, in solcher Zuversicht ju üben gute Uerke; steht ab vom igensinn, flieht die Uermessenheit, hält sich in ottesfurcht in õluck und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet, denn hristi Leben ists, wonach der Glaube strebet; erst machet er gerecht, dann heilig, wirket Lust zu allem guten Werk; sieh, ob du auch so tust. 12. 0 herr, so mehre doch in mir den wahren 6lauben, so kann mich keine Macht der gu⸗ ten Werk berauben; wo licht ist, geht der Schein freiwillig davon aus. Du bist mein õott und herr, bewahr mich als dein haus! Erfurt 1687. mel.: Was mein ott will, das g'scheh allieit. 2 7 Ursprüngliche form im Anhang. cd. 1530. 1 4 V — 1 LII 1 ⁊.. Ich bin ge⸗trost und freu e mich, weil ich lieg und schla ⸗fe 28³ si cher ⸗lich in 6lauben u. Rechtf. I I. N—— + +— iii‚ꝑ‚.ꝑ‚‚ꝑIII— +— + ich hab Je⸗ sum fun⸗den: sei⸗ em Schoß und Wun⸗den. dies ist der ort, all ⸗ wo — VV — + 1.— mich nicht Sünd, Tod und höl-le schrek⸗ket, weil mir in —— 1— 1 1 2. Er spricht zu mir: Ich bin ganz dein, und du bist mein hinwieder, ich mache dlich frei aller Pein, drum singe friedens- lieder! Ich fülle dich mit mei · ner freud und kröne dich mit Wonne, dich schmückt mein schö⸗ nes Unschuldskleid viel schöner als die Sonne. 3. Was will mich nun von Christi huld und seiner Liebe scheiden? Verklagt mich meine Sündenschuld, so faß ich Christi Leiden; dies stellet mich in mel.: valet will'ich dir geben. Chri-sto nichts ge⸗ bricht, und sei- ne Macht mich dek⸗ ket. Sicherheit und stillet mein Ge⸗ wissen; so krieg ich fried und freudligkeit jum Schild und sanf⸗ ten seissen. 4. hab Dank, o Jesu, Gottes-⸗ sohn, der du den frieden brin⸗ gest, der du den höchsten All⸗ machtsthron verlässest und be⸗ zwingest, was uns den teuren frieden stört. Laß mich jum Tempel werden, wo nichts als fried und freud einkehrt, sei selbst mein fried auf Erden! 17¹⁴. melchior Teschner 1615. 1 I 2⁰ + LII I 1 1 2— ott- lob, ich bin im Glau⸗-ben, wer Wenn höll und sa⸗- tan schnau- ben, so + D Kd I — —— I + 1 EZIIIIZZ‚.—.‚.‚...—— KꝶUc.= will mir Ein⸗trag tun? kann ich si⸗ cher ruhn. mich schrek ket lein 6e⸗ 286 blauben u. Kechtf. + + 4 I I + I +. ꝙ1— — I I 1 + hi EEE + 12 — + II 1J..—— II.. 2— ———— tüm ⸗ mel, kein fall, der sonst ver ⸗öletzt; mein —pIII——— ——— I——— + + 12 I —— wan⸗del ist im him-mel, mein Glau-be fest ge⸗ seht. 2. fragt semand nach dem 6runde, dem bin ich allezeit mit herzen und mit munde zur Re⸗ chenschaft bereit. der 6rund, auf den ich baue, ist Christus ganz allein, und weil ich dem vertraue, so muß ich selig sein. 3. Auf mein Verdienst und Wer; ke vertrau und bau ich nicht, im herren hab ich Stärke und feste Zuversicht. Was mir den od verschuldet und mich in Not ge⸗ brächt, dafür hat er geduldet und mich gerecht gemacht. 4. Dies bleibet meine freude, wenn ich in Angsten bin; jã risse mich noch heute ein schneller Tod dahin, so laß ich mir nicht grauen, dieweil mein Glaube spricht: Geh, eile, dott zu schau⸗ en, dein hoffen trüget nicht. 5. Drum will ich nimmer wan⸗; ken, mein heiland, halte mich! Erhalte die Gedanken, wenn furcht und Schrecken sich zu meinem fall verbinden, wenn die Uerfolgung blitzt, Gefahr undg not sich finden, und sich dlie höll erhitzt. b. Uennich sodann amschwäch⸗ sten, wiewohl nicht trostlos bin, so sei du mir am nächsten und stärke meinen Sinn, daß ich dlabei gelassen und voller utes sei, mich als ein Christ ju fassen; hilf, herr, und steh mir bei! 7. Ich will dich feste halten, wenn Trübsalshitze sticht; und wenn ich werd erkalten, so laß ich dich doch nicht. Dein Geist spricht meinem Geiste Trost und Erquickung ein, herr, stärke mich und leiste mir straft, dir treu zu sein! 8. Nun, herr, du gibst den Wil len, verleihe mir jugleich auch sträfte zum Erfüllen, so bin ich ewig reich. Drum reiche mir die hände, so bleib ich unverletzt und bis zum Lebensende im Glauben festgesetzt. Martin 6ünther g. 16090 17 Joach. neander() 1680. Auch nach melodie Ur. 473 zu singen. 4 V LTS.— —+ — tigene melodie. *+**22—. + Hr Weicht, ihr 6ot · tes 287 2—— ——— Ber-ge, fallt, ihr hü⸗gel, 6na- de hat das Sie-gel, * õlãuben u. Rechtf. ———— , nn, Eine Eune. Wf, umrn mr. S———— 1— 1 LI—— I— bre⸗chet, al ⸗le fel⸗sen, ein: ö sie wiül un-ver⸗ än- dert sein.) Laß die Weit iu trüm⸗mern gehn, Gottes 2. Gott hat mir ein Wort ver⸗ sprochen, oott haͤt einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat voll⸗ bracht. Er. Aie Wahrheit, trü⸗ get nicht, was er saget, das geschicht. 2. Seine 6nade soll nicht wei⸗ chen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist jromm und gut und treu, ob die Welt voll heu⸗; chelei. 4. Will die Welt den frieden brechen, hat sie lauter strieg im Sinn, 6ott hält immer sein Ver; sprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immer⸗ dlar, was er ist und was er war. 5. Taßt sein Antlitz sich ver⸗ stellen, ist sein herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen fällen, daß ich sein geliebtes 6na- de wird be⸗stehn. seind, dem er beide hände reicht, wenn auch 6rund und Boden weicht. 6. Er will friede mit mir halten, wenn die Welt gleich Lärmen maächt; ihre Liebe mag erkal⸗ ten, ich bin bei ihm wert ge⸗ acht, und wenn höll und Ab⸗· grund brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der herr, ist mein Erbar⸗ mer, so hat er sich selbst genennt; dãs ist Trost, so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen lãßt nicht zu, daß er mir was Leides tu. 8. Nun es bleibt mein ganz Uertrauen auf ihn ankerfest ge⸗ richt; auf ihn will ich felsen bauen, denn ich weiß, daß es ge⸗ schicht. Erd und himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. mel.: Wer nur den lieben sott läßt walten. mel. 2. 1690. 27⁰ 1 1— Ich bin ge⸗ wiß in mei⸗nem Glau⸗ben, Wer kann mir die⸗ ses selein-od rau⸗-ben, 288 llei 2 0 1e 0 9 O i ö ö ö —— blãuben u. Rechtf. ———.— x 1 — 4 + N— IEI + I— ——— — das mir sein Blut und der mich in hri ⸗ stum ein ⸗ver · leibt. cod verschreibte) Sein I. — I1— — — * 2— * — + b teu res Wort Kkräf 2 tigt dlies, 2.—.7— 1 I. + + — I —— * 2 sagt mein 6laub: 2. Ich bin gewiß in meiner Liebe, dlie nur an meinem Jesu klebt, dlaß, wenn ich mich im Lieben üübe, mein Jesus in dem herzen lebt. Sein Lieben ist mein Para⸗ dlies, er liebet mich, ich bin gewiß. 3. Ich bin gewiß in meinem Ceben, daß Jesu 6nade beiĩ mir ist; die hilft mir allen RKummer heben. Wenn sich mein herz an seines schließt, so acht ich keiner hindernis, õott sorgt für mich, ich bin gewiß. 4. Ich bin gewiß in meinem Leiden; kein Engel und kein fürstentum maͤg mich von mei⸗ nem Jesu scheiden, er ist mein heil, mein Teil, mein Ruhm. So schadet mir kein Schlangen⸗ biß, Geduld sagt doch: Ich bin Ich bin ge ⸗ wiß. 5. Ich bin gewiß in meinem hoffen; was gegenwärtig ist, vergeht, mein künstig Erbteil steht mir offen, dahin sich auch mein Geist erhöht. Die hoffnung macht die Wermut suß, weil sie stets singt: Ich bin gewiß. 6. Ich bin gewiß in meinem Sterben, daß mich der Tod nicht töten kann. lach ihm macht mich mein 6ott zum Erben von lem beglückten anaan. Ein ander Leben folgt auf dies: mein Jesus lebt, ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, so soll es heißen, bis aus dem Glauben Schauen wird es soll mich nichts von Jesu reißen, ich bin sein Schaf, er ist mein hirt. In ewigkeit folgt hier kein Riß, die losung bleibt: Ich bin gewiß. gewiß. mel.: nun lob, mein Seel, den herren. Benjamin Schmolck g. 1672 1737. 1540. + E 1 27¹ 1 I1 —·˖....‚‚ 1 — 1 Ich weiß, an wen ich gläu⸗ be: mein bei des⸗jen Wort ich blei-be, 280 und õlauben u. Rechtf. Je- sus das be⸗- ken- net ist des Glau-bens Grund; herz und mund. —— ber⸗ nunst darf * 40 ...HH— Blut will fra⸗ gen, der 1——.— J.— I . + 1 I 1— D 1 4 fällt in Selbst⸗be⸗ötrug. Ich folg in Glau⸗- bens- I + — I + ————— + + 1 2 1 I 4 I ISIII lehren der heil⸗gen Schrift al ⸗lein; was die ⸗ se SSZJ— — II— I +* +7 hö ⸗ren, muß — mich läßt 2. Herr, stärke mir den 6lau; ben, denn satan trachtet nacht und Tag, wie er dies seleinod rauben und um mein heil mich bringen mag. Wenn deine hand mich führet, so werd ich sicher gehn; wenn mich dein Geist re· gieret, wirds selig um mich stehn. Nch segne mein Vertrauen und bleib mit mir vereint, so laß ich mu nicht grauen und fürchte keinen feind. 1 LI un-be⸗-trüg-lich 3. Laß mich im õlauben leben! Soll auch Verfolgung, Angst und Ppein mich auf der Welt um⸗ geben, so laß mich treu im 6lau⸗ ben sein! Im 6lauben laß mich sterben, wenn sich mein LCauf beschließt, und mich das Leben erben, das mir verheißen ist. Uimm mich in deine hände bei Leb⸗ und Sterbenszeit, so ist dles Glaubens Ende der Seele Seligkeit. kErdmann neumeister g. 1671 1 1756. sein. 290 ei V õlauben u. Rechtf. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. Mel. 2. 16090. 2⁷— 1 I — 1 + — jqe-sus nimmt die sün-der an. Sa⸗ get welche von der rech-ten Bahn auf ver⸗ III 1— + I doch dies Trost- wort al ⸗ölen, kehr⸗ ten Weg ver⸗fal⸗len. hier ist, was sie — 1 1 NRII — + 1 7 24— ret ten kann: Je ⸗ sus 2. feiner 6nade sind wir wert; dloch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die 6nadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt dlie Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren isi, suchet es ein treuer hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treu; lich das Uerirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. sommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes stinder. 6lãubt es doch und denket dran: Jesus nimmt dlie Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein heiland, mich bei dir 6nade zur VUergebung finden, 291 nimmt die sün ⸗ der an. dlaß dlies Dort michtrösten kannz Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrostes Muts; ob die Sünden blutrot wären, müßten sie kraft deines Bluts dennoch sich in schneeweiß keh⸗ ren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 7. Mein 6ewissen schreckt mich nicht; will mich das Gesetz ver · klagen, der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abge⸗ tragen, daß mich nichts ver⸗ dammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt dlie Sünder an, mich hat er auch angenommen und eden himmel aufgetan, daß ich selig ju ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann neumeister g. 1071 4 175⁰. õlauben u. Rechtf. X mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 17³8⁸. 279 E Ich hã · be Wo an⸗ders, als in nun den 6rund ge⸗fun⸗ Je⸗ su Wun⸗ den, der mei nen An⸗ker e⸗ wig hält. den? da lag er vor der Zeit der Ueit, der 6rund, der I 2* +.— 32—3 4 N — 1——— — 1 LII— I— 1 un ⸗be ⸗weg ⸗lich steht, wenn erd und him⸗ mel un ⸗ter⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, dlas alles Denken übersteigt; es sind die offnen(iebesarme dles, dler sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll ge⸗ holfen sein; deswegen kam der Sohn auf Crden und nahm hernach den himmel ein, des⸗ wegen klopft er für und für so stark an unsers herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sün⸗ den durch Christi Tod verschlun; gen haät! Das heißt die Wun⸗ de recht verbinden, da findet kein Verdammen statt, weil christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit! Barmherzig⸗ keit! 5. Darein will ich mich gläu⸗ big senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes herzen schaun; da findet sich zu aller zeit unendliche Barmherzig- keit. 6. Dird alles andre wegge⸗ rissen, was Seel und Leib er⸗ quicken kann, soll ich von kei⸗ nem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Erret⸗ tung noch so weit: mir bleibet dlie Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu dlrücken, ja häuft sich RKummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eit⸗ len Dingen mühen muß, werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 202 II! tauben u.Rechtf. 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewan⸗ delt bin, viel Unvollkommen⸗ heit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin, doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Wil· len, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein herze stillen, damit es das nur nicht kigene melodie. 4 vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 10. Bei diesem õorunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich ein⸗ stens höchst erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe g. 1088 4+ 1758. F. h. Meyer 1741. 1 I + 280 Un⸗ um⸗schränk⸗ te Lie- be, gön⸗ ne daß sie I in die Strah-len dei⸗ ner =— I INA blö⸗den NAu- gen, die sonst kaum auf Er ⸗den tau · gen, Cangmut blik⸗-ken, die den trd ⸗Kkreis warmend schmük ⸗ken + + I L + + ‚ 1— H. 3— + + 1 1 D 2—*— I 1— und zu⸗- gleich freu den reich bö⸗ sen und den —.——. x 1 N 2——* + 1 +* ISI =— VI ——— dei nen mit der Son- ne schei nen. 2. Wasser, Luft und Erde, sa ben immer herrlicher erhoben. dein ganz Gebiete ist ein Schau⸗(O wie weit, o wie breit über platz deiner õüte. Deiner Lang⸗Berg und hügel streckt sie ihre mut Chre wird durch neue Pro⸗ flügel! 203 6lãuben u. Rechtf. X 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schat⸗ ten nur zu nennen. kag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schul⸗ den und dazu ohne Ruh lieben für das hassen, herr, wer kann las fassen! 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte drauet und erbarmt sich wieder, legt die feile gerne nie⸗ der,) welche doch immer noch neue Schuld erreget, wenn sie 5. herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der öna⸗ le Recht empfangen; wer zu dei⸗ nen füßen sich mittränen senket, dem wird Straf und Schuld ge⸗ schenket. Unser Schmerz rührt dein herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. önig, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Lerken lohnest. Deiner hand sei hre, die so wohl re⸗ gieret und mit Ruhm den Zep⸗ ter führet. fahre fort, Zions hort, Langmut auszuüben und kaum geleget. 9PP. 7, 14. mel.: Werde munter, mein 6emüte. dlie Welt zu lieben. Joh. Jak. Ramvach gev. 1603 + 1735. Joh. Schop 1642. 281 1 +— + Ew-ge LCie- be, mein 6e ⸗· müꝛ⸗ te — wã- get in den Abgrund dei ⸗ ner 6ü⸗ te; send ihm 1 1 I + + 1 I+.I +. L.* EIEE ——— 1.— —* Hs- II. ei ⸗ nen küh ⸗nen hlick eizuen Piich zue Füch ei-nen blick voll hei⸗ter⸗ Reit, — 1— 2— der die fin ⸗ster nis jzer⸗streut, die mein blö⸗ des * 1+.— + 1 1 1 I II SSSS Nu-ge drük-Ret, wenn es nach dem(ich-te blik-ket. 204 2. .ö E6lauben u. Bechtf. 2. Ich verehre dlich, o Liebe, daß du dich beweget hast und aus einem reinen tkriebe den er⸗; wünschten Schluß gefaßt, der im fluch versenkten Welt durch ein teures Lösegeld und des eignen Sohnes Sterben 6nad und freiheit ju erwerben. 3. O ein Katschluß voll Erbar⸗ men, voller huld und freund⸗- lichkeit, der so einer Welt voll Armen 6nade, Trost und hülfe beut. Liebe, die den Sohn nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt um die Sünder zu er⸗ retten aus den schweren Sün⸗ denketten. 4. Doch du häst, o weise Liebe, eine oraͤnung auch bestimmt, dlaß sich der darinnen übe, der am Segen anteil nimmt. Wer nur an den mittler glaͤubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern heil und Leben sehen. 5. Diesen ölauben anzuzünden, dler ein Werk des himmels heißt, lässest du dich willig finden, dei⸗ nen teuren, guten Geist denen, dlie gebeuget stehn, die ihr Un⸗ vermögen sehn und zum chron der õnade eilen, gern und willig mitzuteilen. b. WDo du nun vorher ge⸗ sehen, daß ein ensch auf dieser Erd deinem Geist nicht wider ⸗ stehen noch sein Werk ver⸗ hindern werd, sondern ohne 205 heuchelschein werd im õlauben feste sein, diesen hast du aus- erwählet und den Deinen zu⸗ gezählet. 7. Du hast niemand zum Ver⸗ dlerben ohne õrund in Bann ge⸗ tãn; die in ihren Sünden sterben, die sind selber Schuld daran. Ler nicht glaubt an deinen Sohn, der hat fluch und Tod jum Lohn, sein mutwillig Wider⸗ streben schließt ihn aus vom heil und Leben. 8. Liebe, dir sei[ob gesungen für den höchst gerechten Schluß, den die Schar verklärter Zungen rühmen und bewundern muß, den der 6laub in Demut ehrt, die Vvernunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie dessen Tief ergründet. 9. Liebe, laß mich dahin stre⸗ ben, meiner Wahl gewiß zu sein; richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem LDillen ein, daß dles Glaubens frucht und ferast, den dein eist in mir geschafft, mir zum Zeugnis dienen möge, llaß ich auf dem himmelswege. 10. Laß mich meinen namen schauen in dem buch des Le⸗ bens stehn, dann so werd ich ohne õrauen selbst dem Tod ent⸗ gegen gehn. seine sreatur wird mich, den du liebest, ewiglich dleiner hand entreißen können noch von deiner Liebe trennen. Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 17³5. blauben u. Rechtf.— tigene meiodie. 17⁴⁴. 2 282——————.— mein hei ⸗land nimmt die Sün⸗der kein mensch, kein en ⸗ gel trö ⸗sten . an, die un ter ih ⸗rer(ast der Sün ⸗den de⸗ kann, die nir-gends Ruh und Ret⸗-tung fin-den. ———————.— nen die wei⸗ te Welt zu klein, die sich und Gott ein + 1— 4— 1 4 I 1 1— — I I I 1 + —.— +— 4 4 2 ET 2.2... + 2— +—— ———.HI‚‚‚— 1.. ——— und sie der höl le zu⸗ ge⸗ spro⸗chen, wird die ⸗se frei⸗statt + 4 + 1— N 1 .— + 2— auf-ge⸗tan: mein heiland nimmt die sün ⸗-der an. 2. Sein mehr als mütterliches gegeben und seinem Vater gnug herz trieb ihn von seinem Throngetan, so heißts: Er nimmt die auf Erden, ihn drang der Sün⸗Sünder an. der Weh und Schmerz, an ihrer 3. nun ist sein aufgetaner Stätt ein fluch zu werden. Er Schoß ein sichres Schloß ge⸗ senkte sich in ihre not und jagter Seelen; er spricht sie schmeckte den verdienten Tod; von dem Urteil los und tilget nun, da er denn sein eigen Le⸗ bald ihr ängstlich Ouälen. Es ben jur teuren Zahlung hin⸗wird ihr ganzes Sündenheer ins 29⁰ tauben u. Rechtf. unergründlich tiefe Meer durch seinen Tod und Blut versenket und ihnen Gottes Geist geschen · ket, der freudig Abba rufen kann. mein heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen starken Lieves⸗ armen; das neiget denn den Vatersinn zu lauter ewigem Er; barmen. Er nimmt sie an an seindes Statt; ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und selbst die Tür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgetan. Mein heiland nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn als wenn ihr Auge vor ihm tränet! Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zachäi haus, wie sanft stillt er der Magdalenen den milden fluß erpreßter Tränen und denkt nicht, was sie sonst getan! mein heiland nimmt dlie Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, ob er gleich noch so tief gefallen! nun, dies hat er nicht nur getan, da er auf Erden mußte wallen, nein, er ist im⸗ mer einerlei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie er ist er auf dem Thron aer freu; den den Sündern liebreich zu⸗ getan. mein heiland nimmt die Sünder an. 7. So Romme denn, wer Sün⸗· der heißt, und wen sein Sün⸗ dlengreul betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, der sich gebeugt ju ihm begibet. Wie? willst du dir im Lichte stehn und ohne not verloren gehn? willst du der Sünde langer die⸗ nen, da dich zu retten er er⸗ schienen? o nein, verlaß die Sündenbahn! mein heiland nimmt die Sünder an. 8. somm nur mühselig und gebückt, komm nur so gut du weißt ju kommen. Wenn gleich dlie Cast dich niederdrückt, du wirst auch kriechend angenom⸗ men. Sieh, wie sein herz dir offen steht und wie er dir ent⸗ gegen geht! Wie lang hat er mit vielem flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armer Wurm, heran! Mein heiland nimmt die Sün⸗; ller an. 9. Sprich nicht: Ich habs ju grob gemacht, ich hab die õüter seiner önade zulangundschänd⸗ lich durchgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dlus nur jetzt redlich meinst und dleinen fall mit Ernst beweinst, unter Schmach und Leiden, so 297 so soll ihm nichts die hände blauben u. Rechtf. X binden, du sollst auch jetzt noch Gnade finden, er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. mein heiland nimmt die Sünder an. 10. Doch sprich auch nicht: Cs ist noch Zeit, ich muß erst diese Tust genießen, ott wird ja eben nicht gleich heut die off⸗ nen 6nadenpforten schließen. nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden händen zu! UUer seiner Seele heut ver⸗ träumet, der hat die onadenzeit versäumet, ihm wird hernach nicht aufgetan. heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Jã jeuch uns selber recht zu dir, holdselig süßer freund der Sünder, erfüll mit sehnen⸗ der Begier auch uns und alle Adamskinder, zeig uns bei un; serm Seelenschmerz dein aufge⸗ schloßnes Liebesherz! Und wenn wir unser Clend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis dlaß ein jeder sagen kann: Gott Lob, auch mich nimmt Jesus an! Leop. franz friedr. Tehr g. 1700 1744. mel.: Wie wohl ist mir, o freund der Seele. Zweite melodie im anhang. 1785. 283————— I—— —.—. — so hab ich nun den fels er»rei⸗chet, Ein fels, der kei—nen Stürmen wei⸗chet, * 1 I I + ——— + 1 1 1 E 1 + ..—..—..47.0..—..—.—— wor⸗-auf ein fels, mein mat-ter 6lau- be ruht.„ und wärs die an dem die wil- de flut, mein herz, ver⸗ 1— I — 1—.— R-‚‚..‚..—— — gan- je macht der höl len, ent ⸗ kräf⸗-tet muß zu⸗ ban ⸗ ne furcht und 6rau ⸗en, hier mußt du dir nun ———— 1 N 1 1— IZIII rük⸗ ke prel⸗len, schließt mich in sei ⸗ne Schutz-wehr ein. hüt⸗ten bau ⸗en, hier muß dein e⸗ wig ohn⸗haus sein. 298 sel —22 ˙ 22 HEES. I„C MX& 6C* n 15 18 tt F-Hf-1 *— blauben u. Rechtf. 2. Mich warf die menge mei⸗ ner Sünden als ein erbostes meer herum, ich ward ein traurig Spiel den Winden und des Uerderbens igentum, mir drohte mein befleckt õewissen mit ewig bangen finsternissen und einem vollen maß der not, ich schwwamm auf diesen wilden Wellen verzagend an dem Rand der höllen und rang mit Leben und dem Tod. 3. Doch mitten in den Todes- nöten erblickte Jesus meinen Schmerz, ihm drang mein trä⸗ nenvolles Beten in sein erbar⸗ mend mutterherz. er zeigte mir dlie offnen Wunden, die er als Mittler hat empfunden; er rief: Erlöster, eil herzu, omm, komm, dlies sind die felsenritzen, die llich vor Ffluch und hölle schützen, eil, Seele, eil, hier findst du Ruh. 4. Nun laß die Tiefen immer brausen, seid, Wind und meer, nur ungestüm, laß selbst des Todes fluten rauschen, ver⸗ dlopple, Satan, deinen 6rimm! Jhr werdet mich nicht viel er⸗ schrecken, mein fels weiß mich schon zu bedlecken auch in der allerschlimmsten Zeit. Caß alle Berge untergehen, mir bleibt mein felsen ewig stehen und wird udie Tür zur Seligkeit. Ceop. franz friedr. ehr g. 1700 4 1744. Epheser 2, 8. 9. mel.: Wer nur den lieven ott läßt walten. mel. 3. 1785. 28⁴4— I I—— —.—.— e 4+ — Nus 6nã⸗- den soll ich * se lig wer ⸗· Was willst du dich so blöd o ge⸗ ber⸗ +. 4 1 — I +— 1 IX 1— 1 1 1—— 4 1 I den. herz, glaubst dus, o ⸗der glaubst dus nicht? so den? Ists Wahr-heit, was die Schrist ver⸗spricht, 2 ö DIr;:.... — ß auch die- ses Wahr ⸗ heit sein: Aus Glauben u. Rechtf. X 2. Aus 6naden! merk dies Wort: Aus 6naden, so oft dich deine Sünde plagt, so oft du immer bist beladen, so oft dich dein 6ewissen nagt; was die Uernunft nicht fassen kann, das beut dir 6ott aus Gnade an. 3. Nus 6naden! Dieser õrund wird bleiben, so lange Gott währhaäftig heißt. Was alle senechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, wor⸗ auf all unser olaube ruht, ist: 6nade durch des Sohnes blut. 4. Aus 6önaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller heu⸗ chelei! Dann, wenn der sün⸗ ler sich bekehret, so lernt er mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. erst, was nãade sei; beim Sünd⸗; gen scheint die õnad gering, dem 6lauben ists ein Wunderding. 5. Nus 6naden bleibt dem blõ· dlen herzen das herz des Vaters aufgetan, wenns unter größter Angst und Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Ibo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn 6naͤde nicht mein Anker war? 6. Aus 6naden! hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch mir ist wohl. Ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die onade selig macht. christ. Cudw. Scheidt g. 1700 + 17⁰1. 173³8⁸. 285 * V 1 +— —.—— +7 beht hin, ihr gläu⸗bi⸗gen 6e⸗ dan⸗ken, er⸗hebt euch U⸗ ber al ⸗le Schran⸗ken + I 2 +— 1 +—— + 1 II— + 1 — ins wei⸗ te feld der* wig keit,. der al-ten und der neu-en Zeit,) er- Wägt, daß Gott . + 1+*..*— I 1—— III die kie-be sel, die e⸗ wig alt und e⸗ wig neu. 2. Der 6rund der Welt warder mir das Beste zugedacht; nicht geleget, der himmel warda ich noch nicht geschaffen war, noch nicht gemacht, da hat da reicht' er mir schon 6nade ott schon den Trieb geheget, dar. 300 * —=— 8— * ir's Pien lauben u. Rechtf. 3. Sein Katschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir jum mittler geben, den macht' er mir zum önadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. 0 Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren sein⸗ llern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o 6nadentrieb, der mich ins Buch dles Cebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein 6emüte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der õüte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Ver bin ich unter Millionen der streaturen seiner macht, die in der höh und Tiefe wohnen, dlaß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Jã freilich bin ich ju geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dlein bin ich, herr, und bleibe llein. 8. Im sichern Schatten deiner flügel find ich die ungestörte ses Siegel: Wer dein ist, herr, den kennest du. Laß Erd und himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem sampfe schwe⸗ rer Leiden der Seele mut und straft gebricht, so salbest du mein haupt mit freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes(raft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Du lässest auch vom Gut der Erden mir, was du willst nach deinem Sinn, jedoch weit mehr zu teile werden, als ich im kleinsten würdig bin. mein herz zerfließt, wenn es bedenkt, wie treulich mich dein Auge lenkt. 11. Die hoffnung schauet in die ßferne durch alle Schatten dlieser Zeit, der olaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Fwigkeit; da jeigt mir deine milde hand mein Erbteil und gelobtes Cand. 12. 0 sollt ich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhör⸗ lich liebst? Sollt ich mit Un⸗ dank dich betrüben, da du mir fried und freude gibst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wär ich selbst mein ärgster feind. 13. Nch könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Cob⸗ kuh. Der feste örund hat die⸗ lied stimmt ich an! éEs sollten blauben u. Rechtf. — Erd und himmel hören, was du, mein õott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön als, höchster Vater, dich erhöhn. 14. Doch nur Gedluld! Cs kommt die Stunde, da mein dlurch dich erlöster õeist im höhern chor mit frohem munde dlich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein herz aus dlieser Zeit und sehnt sich nach ler CEwigkeit. Joh. Gottfr. herrmann g. 1707 4 1701. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Phil. Nicolai() 1500. 2—— Ursprüngliche form im Anhang. S ——. Wo ist ein — sol cher Gott wie du? Du Ein Ab⸗grund der Barm ⸗her jig · keit ver — + + —— 1— 1 1 schaffft den mü den su · he Ruh, Ruh, die nicht ju er⸗ schlingt ein meer voll her⸗je⸗leid; du herr, ver⸗ gibst die ——— —— I I 4 + 1 +— —— ———————— grün den. ů. Zün den.) 24⸗su, au, au läht aich wur⸗gen, als den I— Dn —— — E — I. Bür⸗gen, al ler Sün ⸗den mich auf e⸗wig zu ent⸗bin⸗den. 2. herr, unsere Gerechtigkeit, wie hoch wird dessen õeist er⸗ freut, der dich im lauben ken⸗ net! Du bist sein Schmuck, die Gottespracht, die ihn vollkom⸗ men herrlich macht, die ihm ddas herz entbrennet. Caß mich ewig, himmels⸗Sonne, Seelen⸗ wonne, dich genießen und in deinem Lob zerfließen. 3. Holdselig süßer friedefürst, wie hat dich nach dem heil ge⸗ dürst der abgewichnen sinder! Du stellest dich als mittier dar, verbindest, was getrennet war, 6ott und verdammte Sünder. freude! beide werden eines; un⸗ gemeines Werk der 6üte! Jesu, dlu bist unser ßriede. 4. O süßes Camm, dein treuer Sinn nimmt Schuld und Strafe von mir hin, sie liegt auf dei⸗ nem Rücken. Du blutest an des sereuzes Pfahl, da muß dich 30² tauben u. Eechtf. unerhörte Oual nach Leib und Seele drücken; diese süße flut der 6nãdlen heilt den Schaden, durch die Wunden hab ich heil und frieden funden. 5. Mitleidender Immanuel, es ist mein Leben, Leib und Seel voll mängel und 6ebrechen; dloch ist dein herz auch voller 6nad, willst weder Sünd noch Missetat am armen Staube rãa⸗; chen; deine reine mutterliebe steht im Triebe, hier im Leben täglich reichlich ju vergeben. 6. Die 6nade führt das Regi⸗ ment, sie macht der Sklaverei ein end, besiegt õesetz und Sün⸗ den; drum, willst du frei und fröhlich sein, laß Jesum und die Gnade ein, so kannst du über⸗ winden; all dein Selbstpein, stümmernisse, finsternisse, Sün⸗ denwerke weichen vor der öna; de Stärke. 7. Gib, Jesu, Blut und Wasser her und nimm dadurch je mehr und mehr die Schlacken recht herunter! du häͤst mich dir, Immäanuel, gar teur erkaͤuft mit Leib und Seel, jum preise dleiner Wunder. seleiner, reiner muß ich werden noch auf Erden, bis ich uroben dich kann ohne Süizdlen loben. J. Cudw. fonr. Allendorf g. 1603 + 1773. mel.: ommt her ju mir, spricht oottes Sohn. Ursprüngliche form im Anhang. 1530. Ii! 11 — * x„— E + 4... ——— I 5 M + e- ben. 6ott ist ein ba⸗- ter, der ver⸗zeiht, haͤt — U◻+ + LI 1 + öüss mir das Recht zur Se⸗lig · keit in sei⸗nem Sohn ge⸗ ge⸗ ben. blauben u. Rechtf. — 2. herr, welch ein unaussprech · lich heil, an dir, an deiner önade teil, teil an dem himmel haben! Im herzen durch den 6lauben rein dich lieben und versichert sein von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt göttliche Zu⸗ friedenheit, wenn wir es treu bewahren. es spricht uns Trost im clend zu, versüßet uns des lebens Ruh und stärkt uns in befahren. 4. Erhalte mir, o herr mein hort, den olauben an dein gött⸗ lich Wort, um deines namens willen, laß ihn mein Licht auf Erden sein, ihn täglich mehr mein herz erneun und mich mit Trost erfüllen! chr. f. Gellert g. 1715 + 1769. Vorreformatorisch. mel.: es ist aas heil uns hommen her. 2 8 8 4. I+I I I + + * +. 1— Ich weiß, an wen mein Glaub sich hält, Als Bür-ger ei ⸗ ner bes⸗sern Welt 2—.—— + 1 kein feind soll mir ihn rau-ben. im 6Glau-ben, ů—— morteschan ich. leb ich hier nur I* wäas ich hier 0 glaubt. wer u. ller mir mein —— I——— A — 2——.— EI Erb ⸗teil raubt? Cs ruht in Je⸗- su hän⸗ den. 2. ein Leben ist ein kurzer Streit, lang ist der Tag des Sie⸗ ges. Ich kämpfe für die cwig⸗ keit. Erwünschter Cohn des strieges! Der du für mich den tod geschmeckt, durch deinen Schild werd ich becleckt; was kann mir denn nun schadlen? 3. O herr, du bist mein ganzer Ruhm, mein drost in diesem Leben, in jener eit mein igen⸗ tum, du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein selein⸗ od ju, drum eile ich ihm freu⸗ dig zu, du reichst mir meine strone. 30⁴ lauben u. Rechtf. 4. herr, lenke meines 6eistes Blick von dieser Welt õetümmel auf dich, auf meiner Seele ölück, auf Fwigkeit und himmel. Die Welt mit ihrer herrlichkeit ver;⸗ geht und währt nur kurze Zeit; im himmel sei mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieser Leib be⸗ schwert, ist mir noch nicht er⸗ schienen, wãs jene beßre Welt ge⸗ währt, wo wir Gott heilig die⸗ nen. dann, wenn mein Auge nicht mehr weint, und mein ẽr; lösungstag erscheint, dann werd ichs froh empfinden. b. Im dunkeln seh ich hier mein heil, dort ist mein Antlitz heiter; hier ist die Sünde noch mein ceil, dort fuhl ich sie nicht Weiter. hier ist mein Wert mir noch verhüllt, dort wird er sicht⸗ bar, wenn dein Bild mich, ott, vollkommen schmücket. 7. Zu dliesem 6lück bin ich er; kauft, o herr, durch deine Lei⸗ den; auf deinen Tod bin ich getauft; wer will mich von dir scheiclen? Du zeichnest mich in deine hand; herr, du bist mir, ich dir bekannt. Mein sind des himmels freuden. 8. Wie groß ist meine herrlich · keit! Empfinde sie, o Seele, vom Tand der ęrde unentweiht er; hebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend nichts vergeht, nur des berechten Ruhm besteht durch alle wigkeiten. 176⁵. nach Christ. hr. Sturm g. 1740 4 1786. mel.: machs mit mir, õott, nach deiner öüt. Joh. 5. Schein 1628. —— — 1 + nie bist du, höch-ster, von uns fern, o ich nur bin, herr al äler herrn, du wirkst an al⸗ len en⸗ den. in dei⸗ nen hän⸗-den.) bin ich Durch dich nur leb und at me ich, denn 30⁵ dei ⸗ne Rech⸗te schüt⸗ jet mich. 6lãuben u. Rechtf. — 2. Das ich gedlenke, Gott, weißt ddu, du prüfest meine Seele, du siehst es, wenn ich outes tu, du siehst es, wenn ich fehle. nichts, nichts kann deinem Aug ent⸗ fliehn und nichts mich deiner hand entziehn. 3. Du merkst es, wenn des her. jens Rat verkehrte Wege wäh⸗ let; und bleibt auch eine böse rat vor aller Weit verhehlet, so weißt du sie und strafest mich zu meiner beßrung vä⸗ terlich. 4. Uenn ich in stiller einsam⸗ keit mein herz an dich ergebe und über deine huld erfreut lobsingend dich erhebe, so hörst du es und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sei. 5. Du hörest meinen Seußzern zu, daß hülfe mir erscheine; voll mitleid, vater, zählest du die Tränen, die ich weine; du siehst und wägest meinen Schmerz und starkst mit deinem Trost mein herz. 6. 0 drück, Allgegenwärtiger, dlies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o herr, mein herz zur Zuflucht wähle, daß ich dein heilig Auge scheu und fromm ju leben eifrig sei. 7. Caß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln und stärke mich dann auch mit straft, vor dir getrost ju wan⸗ dleiln. Daß du, o õott, stets um mich seist, das tröst und beßre meinen seist. nach christ. chr. Sturm von David gruhn g. 1727 +T 1782. 290½ mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. mel. 5. 178⁵. 2 ů 1— —.— mir ist Er ⸗bar⸗ mung wi⸗ der- fah · das zähl ich juü dem Wun-der-ba⸗ .‚.— — e ren, Er⸗bar- mung, Ue ren herz hats nicht be⸗ gehrt. ren, mein stol- zes ich nicht wert; nun 1 1— 1 1 1 I wei) ich das und —22—— I —. rüh · me lie Barm her dig keit. N ISIE blauben u. Rechif. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei õott in 6naden sein, õott hat mich mit ihm selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. IDo kam dies her? warum ge⸗ schichts? Erbarmung ists und Weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Mel.: Valet will ich dir geben. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein ein· zig Rühmen sein; auf dies Er⸗ barmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dlieses duld ich in der Not, auf dlieses hoff ich noch im Toll. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbar⸗ men nicht von mir und führe llurch den Tod mich Armen durch meines heilands Tod ju dir Da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. phil. friedr. hiller g. 1000 4 1760. Melchior Telchner 1615. + 1—.— 201— + 12— I 2 — Ich weiß, wor⸗ an ich glau⸗-be, ich waänn al⸗ les hier im Stau-be wie +* +. N I ů—5 mn, LI II 1 1 1.— weiß, was fest be ⸗steht, sand und Staub ver- weht;) ich weiß, was e⸗ wig — I 1 1—.—3 ——— D.— —42——X 2+ 1 +——— 22— blei⸗ bet, wo al- les wankt und fällt, wo DH—.—* 1 N 1 1 A 1 à 1 1 1 N 1 + 1 LSII Wahn die Wei⸗sen trei⸗ bet und Trug die selu ⸗gen prellt. 307 blauben u. Rechtf. X 2. Ich weiß, was ewig dauret, ich weiß, was nimmer läßt, mit Diamanten mauret mirs Gott im herzen fest, ja recht mit Cdel· steinen von allerbester Art hat sott der herr den Seinen des herzens Burg verwahrt. 3. Ich kenne wohl die Steine, dlie stolje herzenswehr, sie fun⸗ keln ja mit Scheine wie Sterne schön und hehr; die Steine sind dlie orte, die Worte hell und rein, wodurch die schwächsten Orte gar feste können sein. 4. Auch kenn ich wohl den mei⸗ ster, der mir die feste baut, er heißt der fürst der 6eister, auf dlen der himmel schaut, vor dem dlie Seraphinen anbetend nie⸗ derknien, um den die engel dienen: Ich weiß und kenne ihn. 5. Das ist das Licht der höhe, das ist der Jesus Christ, der fels, auf dem ich stehe, der dia⸗ maͤnten ist, der nimmermehr kann wanken, der heiland und der hort, die Leuchte der 6e⸗ danken, die leuchten hier und dort. 6. So weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht; ich weiß, was in dem 6rauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen schon himmelsblumen treibt. ernst moritz Arndt g. 1760 + 1860. 308 — FS DLLLILIIIIIIL kigene melodie. Psalm 45. pyil. Nicolai() 1509. — + Ursprüngliche form im Anhang. 292— — — ie schön leucht uns der Mor⸗ gen ⸗ stern Ddu sohn da-vids aus Ja-kobs Stamm, TL + 1 voll 6nad und Wahr⸗heit von dem herrn, die sü ⸗ße Wur ⸗ zel mein sö ⸗ nig und mein Brãu ⸗ ti · gam, hast mir mein herz be⸗ 1 + Jes-sel ses ⸗sen./ Lieb-lich, freundlich, schön und herr⸗lich, groß und + +*— 4 1 N — ehr⸗lich, reich von 6a⸗ben, hoch und sehr präch⸗tig er ⸗ha⸗ben. 2. 0 meines herzens werte seron, wahr Gottes und marien Sohn, ein hochgeborner König! Mit freude rühm ich deine Chr, dleins heilgen Wortes süße Lehr istüber milch und honig. herzlich 30⁰0 will ich dich drum preisen und erweisen, daß man merke in mir deines Geistes Stärke. 3. Geuß sehr tief in mein herz hinein, o du mein herr und Gott allein, die flamme deiner Liebe, daß ich in dir nun immer bleib, und mich kein Zufall von dir treib, nichts kränke noch betrübe. In dir laß mir ohn Hufhören sich vermehren Lieb und freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. betrübet. Ei ja, ei ja, himm⸗ lisch Leben wird er geben mir dlort oben, ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Singt unserm sotte oft und viel und laßt andächtig saiten⸗ spiel ganz freudenreich erschal· 4. Uon 6ott kommt mir ein len, dem liebsten Jesu nur allein, freudenlicht, wenn du mit dei⸗dem wunderschönen Bräutgam nem Angesicht mich gnadig tust mein, zu Chren und Gefallen. anblicken; o Jesu, du mein trau⸗ Singet, springet, jubilieret, tri⸗ tes Gut, dein Wort, dein Seist, Umphieret, dankt dem herren, dein Leib und Blut mich inner⸗ groß ist der önig der chren. lich erquicken. Tröst mich freund⸗ 7. Wie bin ich doch so herzlich lich, hilf mir Armen mit er⸗ froh, daß mein Schatz ist das N barmen, hilf in 6naden, auf und o, der Anfang und das dein ort komm ich geladen. Ende. er wird mich auch zu 5. Gott Vater, o mein starker seinem preis aufnehmen in das held, du hast mich ewig vor der Paradeis, des klopf ich in die UWelt in deinem Sohn gelievet; hände. Amen, Amen, komm, dein Sohn hat mich ihm selbst du schöne freudenkrone, bleib vertraut, er ist mein Schatz, ich nicht lange, deiner wart ich mit seine Braut, kein Unglück mich Uerlangen. bigene melodie. hannov. 6sb. 1640. nach Phil. nicolai g. 1550 1 1608. 293 In dir ist freu-de Durch dich wir ha⸗ben himm·⸗li sche 6ã⸗ben, in al- lem Lei-de, — 1 +. 1 —.——— I.————— SISISASeetEFEFꝗ.‚.. —— EDEEE— .n an. 12 4. o du du der wah re heiland bist; 31⁰0 sUßer Je⸗sus 4. von Schan⸗den, 3 u dlei- ner Gü⸗ te ◻ 144.1— 14444. — .* K„n ret test von banden; steht un ⸗ser õe ⸗ mü te, wer dir ver⸗ trau⸗et, an dir wir. kle⸗ im Tod .— hãt wohl I 9 + fl— n 21 . wird e⸗-wig und(e⸗- ben, nichts kann uns ge⸗-bauet, 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hasts in händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die not. blei ⸗ben, hal ⸗le⸗lu⸗ja! schei en. hal ⸗le-luja! vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde, halleluja! Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dlein Macht dort oben mit herz Drum wir dich ehren, dein Lob und Mmunde. halleluja! 1508. Mel.: herr Jesu christ, meins Lebens licht. 16²⁵. 294——— 2—————* Oo je-su süß, wer dein ge⸗ denkt, reneen er e.— I dles herz mit freu de wird ge⸗ tränkt, doch fü⸗ßer les ist, 2. Jesu, der herzen freud und Wonn, des Lebens Brunn, du währe Sonn, dir gleichet nichts auf dieser Erd, in dir ist, was man je begehrt. 3. Dein Lieb, o süßer Jesuchrist, des herzens beste Labung ist; Üü- ber al ⸗ wo du, herr Je-su, sel⸗ber bist. sie machet satt, doch ohn Ver⸗ druß, der hunger wächst im Überfluß. 4. O Jesu, meine Süßigkeit, du Trost der Seel, die zu dir schreit, dlie heißen Tränen suchen dich, dlas heri zu dir schreit inniglich. 5. Jd wo ich bin auf Erden hier, so wollt ich, Jesus wär bei mir; freud über freud, wenn ich ihn fänd, selig, wenn ich ihn halten könnt! b. In dir mein herz hat seine Cust, herr, mein Begierd ist dir bewußt, auf dich ist all mein Ruhm gestellt, Zeju, du heiland aller Welt. 7. Du Brunnquell der Barm⸗ herzigkeit, dein õlanz erstreckt sich weit und breit; der Traurig⸗ keit Gewölk vertreib, das Licht dler 6lorie bei uns bleib! 8. Dein Lob im himmel hoch erklingt, kein Chor ist, der nicht von dir singt; Jesus erfreut die ganze Welt, die er bei õott zu fried gestellt. 9. Jesus in fried regieren tut, der übertrifft all zeitlich Gut; ler fried bewahr mein herz und Sinn, so lang ich hier auf krden bin. 10. Und wenn ich ende meinen Lauf, so hole mich zu dir hinauf, Jesu, daß ich da fried und freud bei dir genieß in Cwigkeit. 11. Jesu, erhöre meine bitt, Jesu, verschmäh mein Seufjen nicht, Jesu, mein hoffnung steht zu dlir, o Jesu, Jesu, hilf du mir! hannov. 6sb. 1646. nach dem lateinischen hymnus: Jesu duleis memoria. Psalm 65, 10. eigene melodie. 1603. 295 2. 1 1 —.—— o(e-bens-brünn⸗-lein tief und groß, der du dich uns hast of⸗fen-bart * 1— 1 — 6ott ohn En ⸗de, ö ju uns wen-de! denn wie ein hirsch nach 4⁴— I ů— In 12 fri scher auell, so schreit ju air mein 31²2 ar- me Seel 2. 0 Lebensbrünnlein, durch dein Wort hast du dich uns an allem ort ergossn mit reichen 6aben, voll Wahrheit und gött⸗ licher 6nad, die uns erscheinen früh und spat, das matte herz zu läben. O frischer Ouell, o Brünnelein, erquick und laß die Seele mein in dir das Leben haben! 3. Wie ein Blümlein im dürren Land, durch Sommerhitz sehr ausgebrannt, vom Tau sich tut erquicken, also wenn mein herz in der Uot verschmacht, hält sichs an seinem Gott und läßt sich nicht ersticken; jã wie ein grüner palmenbaum unter der Last ihm machet Raum, lässet sichs nicht erdrücken. 4. 0(ebensbrünnlein, Jesu Christ, dein õüte unerschöpflich ist, niemand kann sie ermessen; darum mir auch nichts mangeln wird, wenn mich versorgt der treue hirt, der mir mein herz besessen. mit seinem vangelio maͤcht er mein herz im Leib so froh, daß ich sein nicht vergesse. 5. O Lebensbrünnlein tief und weit, du stillest Durst in Cwig⸗ keit und läßt niemand verder⸗; ben. 6ib mir, der ich aus deiner füll mit rechtem õlauben schöp· aus die ser Welt E⸗ len-de. fen will, Trost wider Tod und Sterben, daß ich blüh wie ein Röselein zu Saron“) und durch dlich allein das ewyge Leben erbe. Jesaia 35, 2. Hohelied 2, 1. 2. 6. Mein herz ist vrünstig mir und heiß nach dem himmlischen paradeis, des ich hoff zu ge⸗ nießen. denn ich weiß, wenn ich dlahin komm, da wird ein ewgerfreudenstrom ohn maßen sich ergießen. freu dich, mein Seel, und wenn gleich Gott dich kommen läßt in Angst und Not, so laß dichs nicht verdͤrießen. 7. All unser Leid auf dieser Erd ist nicht im allerg'ringsten wert, wenn wir das recht bedenken, der übergroßen herrlichkeit und wunderschönen himmelsfreud, dlie Christus uns wird schenken. Da, da wird er uns allzugleich in seines lieben Vaters Reich mit ewger Wonne tränken. 8. Gott selbst wird sein mein Speis und Trank, mein Ruhm, mein lied, mein Lobgesang, mein Cust und Wohlgefallen, mein Reichtum, Zierd und werte sron, mein selarheit, Licht und helle Sonn, in ewger freud zu waällen; ja daß ichs sag mit einem Wort, was mir Gott wird bescheren dort: Er wird sein alls in allen. 9. hüpf auf, mein herz, spring, die lievsten inder sein allzeit tanz und sing, in deinem oott das screuz hat troffen. Drum sei guter Ding, der himmel steyt sei getrost und gläube fest, daß dir offen. Caß dich Schwermut du noch hast das allerbest in nicht nehmen ein, denn auch jener elt zu hoffen. Joh.Mühlmann g. 1573 1 1613. Mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Phil. Nicolai(?) 100. + 2— 2 9 6 Ursprüngliche form im anhang. 2 1 + ———4— I 0 je-su, du weißt es, ge-su, Got⸗ tes Sohn, mein llaß ich rede wahr, vor Bruder und mein ona⸗denthron, mein Schãtz, mein Freud und der ist al ⸗les son⸗nen⸗Rlar und kla⸗- rer als dlie — HEE—— SISII— + LIIII—.... 2. — 2..——— DPIꝑIIIIIIIII.. Don-ne, Son-ne. heri⸗lich lieb ich mit 6e⸗fal ⸗len llich vor 1 I H + Z.— 2. Dies ist mein Schmerz, dies kranket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag ju Tag entzündt, je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine õüte ins õemüte lieb · lich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine straft treff ich dlas Ziel, daß ich, so viel ich soll und will, dich allzeit lieben möge. llichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, freud und 6eld, wenn ich es recht besinne, kann mich ohn dich gnugsam laben; ich muß haben reine Liebe; die tröst, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem herzen fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen. Es gehihm, wiees woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das sereuʒ verzehrt, soll er doch 31⁴ sß —ESEESESSS= Errer dein genießen. In Glück ewig nach dem Leide große freude wird er finden, alles Trauren muß verschwinden. 5. sein ohr hat semals dies gehört, kein mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der iebe bleiben. Gründllich läßt sich nicht errei⸗ chen noch vergleichen den Welt⸗ schätzen dies, was uns dort wird ergetzen. b. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeldt, aus Ciebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit freuden ju dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßig⸗ keit, die jetzt gerühmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn dein lieb⸗ reich Angesicht mit unverwand⸗ tem Augenlicht ohn alle furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dein'm Throne mit der schö⸗ nen Lebenskrone. joh. heermann g. 1585 + 1647. Nel.: 0 Sott, du frommer Gott. mel. 2. 1693. 297½ E. 2— 2— 1 I + Uch Je-su, des⸗ sen Treu im him⸗ durch kei⸗ nes en⸗schen mund kann gnug ——. w un wn en i.. — ige prlesen wer den.) ich dan⸗ze air, daß au, ein ge⸗-prie-sen wer⸗ den, +* + I 4 .— ö d rer nn In—— I I I 8+ 1 I wah ⸗ rer mensch —* ge ⸗ born, häst von mir — + + I VI db ge⸗ wandt‚, daß ich nicht bin ver ⸗-älorn. 2. Vornehmlich wird in mirso lieblich ist, als den mir all herzensangst gestillet, wenn gibt dein nam, der süße mich dein süßer nam mit sei⸗Jesusnam, du fürst aus Davids nem Trost erfüllet. stein Trost Stamm! 31⁵ 3. 0O Jesu, höchster Schatz, du kannst nur freude bringen, es kann nichts lieblicher als Jesu name klingen. Ich kann nicht traurig sein, weil Jesus heißt so viel als heiland oder held, der selig machen will. 4. Wenn sSatan sich bei mir mit Anfechtung will regen, so ist mir Jesu nam zum Trost, Schutz, fried und Segen, zur Weisheit und Arznei in aller Angst und not, daß ich nicht fürchten darf dlen Teufel und den Tod. 5. Daß ich ein Zornkind bin, llas maächt dlie schnöde Sünde, dlein Jesusnam macht mich zu einem 6nadenkinde, er nimmt von mir hinweg die Schuld und mlissetat, bringt mir die Selig⸗ keit und deines Vaters Gnad. 6. Ei nun so heilge mich, der ich bin ganz beflecket, der heilge Je⸗ susnam, der alle Sünde decket; er kehre ab den fluch, den Segen zu mir wend, sei meine Stärk, da⸗ durch sich alle Schwachheit endl. 7. Er sei mein Licht, das mich in finsternis erleuchte; er sei des himmels Tau, der mich in hitz anfeuchte; er sei mein Schirm und Schild, mein Schatten, Schloß und hut, mein Reichtum, Ehr und Ruhm, er sei mein höch⸗ stes Gut. 8. Er sei mein himmelsweg, die Wahrheit und das Leben und wolle mir zuletzt aus 6na⸗ den dieses geben, daß ich als⸗ dann in ihm dies Leben schließe wohl, wenn meine Sterbenszeit und Stunde kommen soll. 9. Inmittelst helf er mir, so lang ich hier noch wandle, daß ich in meinem Tun treu und aufrichtig handle; er steh mir allzeit bei mit seines õeistes õab, Wwenn ich in meinem Amt was zu verrichten hab. 10. Jesu, in deinem nam bin ich heut aufgestanden, in ihm vollbring ich heut, was mir kommt unter handen. In dei⸗ nem namen ist der Anfang schon gemacht, das mittel und der Schluß wird auch durch ihn vollbracht. 11. Dir leb ich und in dir, in dir will ich auch sterben; herr, sterben will ich dir; in dir will ich ererven das ewyge himmel⸗ reich, das du eriworben mir; von dlir verklart will ich dir dienen für und für. hannov. 6sb. 1648. nach Joh. heermann g. 1585 + 1647. Eigene melodie. F. W. Arnold 1860. 298 Auch nach Melodie Ur. 336 zu singen. 2 + 1 + I + I I +— 1 1 — +—— mein schön ste Zier und(lein ⸗od 316 ss 4 111114 RE 4 —.—.—.—— bist auf er den au, herr Je-su christ, dich H— I ä 14 +. IJZ.—— 4 ——————— will ich las⸗ sen wal⸗ ten und al⸗le⸗ jeit in * 1 I + + 1 + . II Lieb und Leid in 2. Dein Lieb und creu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, solchs muß man frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht ot von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, wäas es verspricht, im Tod und Eigene melodie mei⸗nem her ⸗jen Nuch nach melodie nr. 2o ju singen. hal ⸗ten. auch im Leben. du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab, ach schön · ste Zier, herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht aus⸗ löschen nicht bei uns allhie auf Erden! 16³0. 299 —. 14 * sSuch wer da will ein an⸗ der Ziel, die mein herz al-lein be⸗dacht soll sein, auf I II —— 1— Se-lig- keit zu fin ⸗-den, Chri-stum sich zu grün⸗den; sein Wort ist wahr, sein — I + +— ö»H»Inmms 4 —— — Werk sind klar, sein heil ger mund hat 317 seraft all und Grund, feind 2. Such wer da will nothelfer viel, die uns doch nichts er⸗ worben, hier ist der mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das heil durch ihn zuteil, uns macht ge⸗ recht der treue necht, der für uns ist gestorben. 3. Nch sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das heil begehret! Er ist der herr, und keiner mehr, der euch das heil gewähret. Sucht ihn all Stund von her⸗ zensgrund, sucht ihn allein, denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. zu U- ber⸗ win-den. 4. eins herzens ron, mein freudensonn sollst du, herr Jesu, bleiben, laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit ver⸗ treiben, bleib du mein preis, dein Wort mich speis, bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dlich stets fest ju gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich in streuz nicht zagen! Ubeich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen! hilf mir zur freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser slag dort ewig dir Lob sagen. eorg Weissel g. 1500 1635. Joh. crüger 16506. 1 + 1 + —— 4 — Eigene melodie. 4 V I I 2 LCIL V 300 T6..‚‚ —1——— —— Je-su, mei ne freu- de, mei ⸗ nes ach wie lang, ach lan ge ist dem *** +* — + 1 n 3—.—.8 TZ.SISI....— DSDEI I—— XII LII I LII I——— I LII LI I U L II—— her-jens ei ⸗de, 3e⸗ su, mei ⸗ne zier, Got-tes her ⸗ zen vban ge und ver langt nach dir! —— N + LI I I I + 1 ——— 1 Lamm, mein Bräu- ti gãm, 318 mir auf Er⸗den 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller feinde frei. Caß die Erde zittern, laß dlie Welt erschüttern, mir steht Jesus bei. Ob es itzt gleich kracht und blitzt, obgleich Sünd und hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, ö Trotz dem Todesrachen, crotz der furcht dazu! Tobe, Welt, und springe, ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Ab; grund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen, du bist mein Ergetzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Chren, ich maãg euch nicht hören, bleibt mir D nichts sonst Lie bers wer ⸗den. mel.: Ich ruf zu dir, herr Jesu christ. unbewußt!(lend, Not, streuj, Schmach und Tod soll mich, muß ich gleich viel leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! 6ute acht, o Stolz und Pracht, dir sei ganz, o Lasterleben, gute acht ge⸗ geben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein freudenmeister, Je- sus, tritt herein. denen, die Gott lieben, muß auch ihr be⸗ trüben lauter freude sein. Duld ich schon hie Spott und hohn, dennoch bleibst du auch im Lei; de, Jesu, meine freude. Johann franck g. 1618 4 1677. Jos. slug 1535. ö ö ö ENAISEEEEEEEEE o de⸗su ccrist, mein schön estes licht, daß ich es nicht so hoch mich liebst, I + —— — ller du in dei⸗ ner See⸗len aus-sprechen kann noch zäh⸗len, gib, daß mein herj dich e Han Irn. 1 1 — + I ä— 4 +—— + wiedler um mit Lie⸗ven und Uer⸗lan⸗-gen mög um ⸗fan⸗ 319 20 gen und als dein ei⸗-gen⸗tum nur ein⸗zig an dir han⸗gen. 2. Gib, daß sonst nichts in mei⸗ ner Seel als deine LCiebe wohne; gib, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schatz und srone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will tren⸗ nen und nicht gönnen, daß all mein mut und sinn in deiner Ciebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wenn diese steht, kann nichts entstehn, das meinen G6eist be⸗ trübe. Drum laß nichts And⸗ res denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren als lleine Cieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. Mein heiland, du bist mir zu Lieb in Not und Tod gegangen und hast am streuz als wie ein Dieb und mörder da gehangen, verhöhnt, verspeit und sehr ver; wundt. àch laß mich deine Wunden alle Stunden mit Lieb im herzensgrund auch schmer⸗ zen und verwunden! kigene melodie. mel. 1. 5. Du hast mich je und je ge⸗ liebt und auch nach dir gezo⸗ gen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon ge⸗ wogen. Ach laß doch ferner, edller hort, mich diese iebe lei⸗ ten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. 6. Laß meinen Stand, darin ich steh, herr, deine Liebe zie⸗ ren und, wo ich etwa irre geh, alsbald zurechte führen; laß sie mir allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steu⸗ ren, wehren der Sünd und nach der Tat bald wieder mich bekehren! 7. Laß sie sein meine freud im Leid, in Schwachheit mein Uermögen; und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur kuhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, herr Jesu, bei mir stehen, Lust zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein keich eingehen. pPaul Gerhardt g. 1607 4 1676. Joh. Ulich 1674. 30² N I 1 4 + 1— — — EH — mei⸗nen Je-sum laß ich nicht; weil er so er⸗for⸗dert mei ⸗ne pflicht, klet ⸗ten· 32⁰ 1DIn VD sch für mich ge ge. ben, weis an ihm ju kle-ben.— 2 mei nes — N ‚ I 1 I 1 e ⸗vbens licht, mei nen Je⸗sum laß ich nicht. mel. 2. oder: 100. —— +— + + 4 0 I 22——. ö—— mei⸗ nen Je⸗ sum so er ⸗for⸗dert laß ich nicht; weil er mei⸗ ne bflicht, klet-ten⸗ sich für mich ge ⸗ge⸗ben, weis an ihm ju kle⸗ ben. er ist mei⸗ nes lebens licht, 2. Jesu m laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht, meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das esicht, hören, Schmecken, fühlen wei⸗ chen, laß das letzte Tages⸗ licht mich auf dieser Welt er⸗ reichen: wenn dles Lebens faden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. mei nen Je⸗ sum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin ge⸗ länget, wo vor seinem Ange⸗ sicht meiner VUäter olaube pran⸗ get. ich erfreut sein Angesicht, meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach him⸗ mel nicht meine Seel sich wünscht und sehnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit ott versöhnet, mich befreiet vom bericht; meinen Jesum laß ich nicht. Jesus b. Jesum laß ich nicht von mir, zu dem Lebensbächlein leiten. geh ihm ewig an der Seiten; Selig, wer mit mir so spricht: hristus läßt mich für und für Meinen Jesum laß ich nicht. christian Keymann g. 1607·f 1602. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 17³8. 3 03— LV 1.+ . L. 2 1 1 Nch sagt mir nichts von Gold und Schät zen, es kann mich ja kein ding er ⸗get⸗ jen, + + 1 1 I + 1 EE +j+I— I2n— EIN E + von Pracht und Schönheit die ⸗ser eit; las mui die lelt vor Au⸗ gen stellt. ein je⸗der + II— 1 5n + + 4 HN 2Z...——— IXI lie⸗be, was er will, ich lie be Je⸗sum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, in dem ich meine Hugen weide und finde, was mein herze stillt. Ein jeder liebe, wäs er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Cüsten, des fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles dlas verwüsten, was menschen⸗ hände zugericht. Ein jeder liebe, waäs er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich ver · geht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen (hren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein allerschönstes Angesicht und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder lie⸗ be, wãs er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. b. Er kann mich über alls er⸗ heben und seiner stelarheit ma⸗ chen gleich, er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd un⸗ erschöpflich reich. Ein jeder liebe, waäs er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 32² 7. Und ob ichs zwar noch mußseiner herrlichkeit. Drum tu entbehren, so lang ich wandrenich billig, was ich will, und in der Zeit, so wird er mirsliebe Jesum, der mein Ziel. doch wohl gewähren im keiche Eigene melodie. Johann Scheffler g. 1024 1 1677. — Auch nach melodie ur. 403 zu singen, wenn 17³8⁸. 2— +— 3 04 man die eingeklammerten Worte mitsingt. A. 1— Ich will dich lie⸗ ben, mei ne Stär⸗ke, ich will dich lie⸗ ben mit dem Wer ⸗ke I V— 1211.—— 1 + 1 + 2.. VS+.. +——— 2—— SIEN + 1 I LI IL 1 ich will dich lie ben, mei- ne Zier, i will di und im⸗ mer⸗ wäh ⸗ren der be⸗gier, h 5 +—. 2.—... 1 nun 1— III 5—— +— LE LEII 2. Ich will dich lieben, o mein Ceben, als meinen allerbesten freund, ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein slanz bescheint, ich will dich lieben, õotteslamm, als meinen Eeelen⸗) Bräutigam. 3. Nch daß ich dich so spät er · kennet, du hochgelobte Schön⸗ heit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes ut und wahre Ruh! Es ist mir leid und bin betrübt, daß ich so spät lalich hab) geliebt. 4. Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, ich suchte dich und fand dlich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das lie⸗ ben, schön⸗stes Licht, bis mir laͤer Toch) das 85 her-ze bricht. geschaffne Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dlich lendlich) hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein ölanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du himmelswonne, uaß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du gülaͤner mund, daß du mich lwieder) machst gesund. 6. Crhalte mich auf deinen Ste⸗ gen und laß mich nicht mehr irre gehn, laß meinen fuß in dleinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn, erleucht mir Leib und Seele ganz, du lewig) starker himmelsglanz! 7. Gib meinen Augen süße crã · nen, gib meinem herzen heilge Brunst, laß meine Seele sich ge⸗ wöhnen zu üben in der Liebe stunst, laß meinen Geist, Sinn und Verstand stets sein zu dir lallein) gewandt! 8. Ich will dich lieben, meine strone, ich will dich lieben, mei; nen Gott, ich will dich lieben ohne Lohne auch in der aller⸗ größten lot, ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir(der Tod) ddas Herze bricht. Johann Scheffler g. 1624 1677. Mel.: Gott des himmels und der Erden. neuere Umvildung im Anhang. 5j. Albert 104². 223 305 * uuu— 2 —0. + 1——— E ———.——. Lie be, die du mich zum bil⸗ de Lie-be, die du mich so mil- de x EXI 4..N + 1 I —— +7 + +7 +7 dei-ner sott-heit hast ge⸗macht,—— 3—— nach dem fall hast wie ⸗der⸗bracht, lie-be, dir er 1—.— 2.— + E 4 —‚II——————— — geb ich mich, dein 2 Ciebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war, Liebe, dlie du mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar, Lie⸗ be, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit, Ciebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewig⸗ lich. 4. Ciebe, die du sraft und Leben, Licht und Wahrheit, õeist ä———8 zu blei⸗ ben + e⸗ wig-lich. und Wort, Liebe, die sich bloß ergeben mir zum heil und See⸗ lenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, lein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein herze hat dahin, Lie⸗ be, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt, Liebe, dlie das Cösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt, Ciebe, dir 32⁴ IIELEL ewiglich. ergeb ich mich, dein ju bleiben lichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der 7. CLiebe, die mich wird er⸗herrlichkeit, iebe, dir ergeb ich Wecken aus dem 6rab der Sterb⸗mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler g. 1624 7 1677. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 16⁰1. — . 1—1 +—+ T*——.— +— + 122—9—1.— 3— EE —— 2 4.— ꝗSSD3...—— *—— Je-su, mei⸗ner see le le⸗vben, dir will ich mich ganz er ge⸗ ben 4 ——— mei⸗ nes her⸗zens höch ⸗ste set 3o und in freud, mei⸗nen ott will E- wig-keit; Iii 2 XI ** ii ich dich nen- nen und vor al⸗ler Welt be⸗Ken ⸗ nen. Ich bin 2 IX + 1 + N *— 1— D + +— 1 II ———— II 1³4 1 +—n 8Jr᷑iqI:q————..——..— dein, und du bist mein, ich will kei⸗ nes an⸗dern sein. 2. Deine Güt hat mich umfan⸗; gen, als mich erst die Welt emp⸗ fing; dir bin ich schon ange⸗; häͤngen, als an mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, wenn mein herz nur zu dir kommen. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Nuf der sindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines õeistes Trieb und kegen regte mir oft das emüt, so ich etwa ausgetreten, daß ich wieder käm mit Beten. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 4. Jã in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht ge⸗ führt; du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauf regiert; deine üt, die täglich währet, hat mich immerdar er⸗ nähret. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines an⸗ dern sein. Jesus 5. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf. Ist es, daß ich mich betrübe, tröst sie mich in meinem Lauf. bin ich arm, gibt sie mir õüter; haßt man mich, ist sie mein hüter. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 6. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im himmel beigelegt; ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dlir, Jesu, in die freude; Trotz, daß mich was von dir scheide! Ich bin dein, und du bist mein, ich will Keines andern sein. 7. Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein ECigentum, an dlich ich mich ganz ergebe, du bist meiner Seele Ruhm, meine Zu⸗ versicht und freude, meine Sü⸗ ßigkeit im Leide. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 8. höre, Jesu, noch ein flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab: Uenn mein Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine raft mehr hab, mit dem und was vorzu⸗ tragen, laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 1684. nach christ. Scriver g. 1620 1 1603. Mel.: Gott des himmels und der Erden. soll mein Wunsch sein und mein Ziel. daß ich will, was Je⸗ sus will; neuere Umpllaung im Anhang. 5. Rlbert 1642. 307 41 4 1 + 1—4 +. 2—.— 2— + 1 1 2 V—.— I—— E LI — + 1————— 2. 2— Je-sus, Je-sus, nichts als Je- sus Jetz⸗und mach ich ein Ver⸗bünd- nis, 7 + x N 1 SSIIEEISIIIIET —— 1—.—1 1 denn mein herz mit + RII I + 1 ⁊+. + 1 1* II— 1 2— — 1 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh und spat; Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat. Ich bin in + ihm er⸗füllt ru⸗fet nun: herr, wie du willt! dein Blut verhüllt, führe mich, herr, wie du willt! 3. Scheinet was, es sei mein 6lücke, und ist doch zuwider dir, 320 ach so nimm es bald zurücke, Jesu, gib, was nützet mir. Gib dlich mir, herr Jesu mild, nimm mich dir! herr, wie du willt! 4. Und vollbringe deinen Wil⸗ len in, durch und an mir, mein Gott, deinen Willen laß erfüllen mich im Leben, freud und not, cudamilia clisaveth, õräfin zu Mel.: Gott des himmels neuere Umbildung im Anhang. sterben als dein Ebenbild, herr, wann, wo und wie du willt. 5. Sei aãuch, Jesu, stets geprie⸗ sen, daß du dich und viel dazu mir geschenket und erwiesen, dlaß ich fröhlich singe nu: Mir geschehe, oott, mein Schild, wie dlu willt! herr, wie du willt! Schwarzburg-Kudolstadt, g. 1640 4 1672. und der Erden. 5. Albert 1642. 8 —— I— —— I —— — mei⸗ nes le⸗-bens — II +— L be⸗ste freu-de mei- ner See le Trost und Wei⸗ de — I +* 77 I 4 —*—— 2II TI 1 ö — 1... ist der him⸗mel, ist mein Je⸗sus, 6ot-tes Thron; 6ot-tes Sohn. +7 +7 Was mein her⸗ je EI 1 + + Dq‚ + 1 recht er ⸗freut, ist in 2. Andre mögen sich erquicken an den Gütern dieser Welt, ich will nach dem himmel blicken und zu Jesu sein gesellt; denn dler Erde ut vergeht, Jesus und sein Reich besteht. 3. Reicher kann ich nirgends werden, als ich schon in Jesu bin; alle Schätze dieser Erden sind ein schnöder Angstgewinn. Jesus ist das rechte ut, das der Seele sanfte tut. 32⁷ se ner herr-lich-keit. 4. Glänzet gleich das Weltge⸗ pränge, ist es lieblich anzusehn, währt es doch nicht in die Cänge, und ist bald damit geschehn; plötzlich pfleget aus zu sein die⸗ ses Lebens 6lanz und Schein. 5. Aber dort des himmels 6ã; ben, die mein Jesus inne hat, können herz und Seele laben, machen ewig reich und satt; es vergeht zu keiner Zeit jenes Lebens herrlichkeit. b. Rost und otten, Raub und feuer schaden auch der freude nicht, die mein Jesus, mein 6e⸗ treuer, und sein himmel mir verspricht. Dort ist alles abge⸗ tan, was dlie Seele kränken kann. 7. Einen Tag bei Jesu sitzen ist viel besser, als die Welt tau· send Jahr in freuden nützen; aber ewig sein gestellt zu des herren rechter hand bleibt ein auserwählter Stand. Eigene melodie. 8. Trinken, essen, tanzen, sprin gen labet meine Seele nicht, aber nach dem himmel ringen und auf Jesum sein gericht, ist der Seele schönste Zier, geht auch aller freude für. 9. Nch so gönne mir die freude, Jesu, die dein himmel hegt; sei du selber meine Leide, die mich hier und dort verpflegt, und in dir recht froh zu sein, nimm mich in den himmel ein! Salomo Liscow g. 1640 + 1680. Zzweite melodie im Anhang. 1785. 309 2.—.—— 2...— 1 I 2.........* III IEDEIEI 1 1 + 4—.——— — 12—.—— Wie wohl ist mir, o freund der See⸗ Ich stei⸗ ge aus der Schwer⸗muts⸗höh⸗ —. x E 12 EEDEEee TTNTNTRNRNREEEE —— L. 24— ID= I— 1 le, wenn ich in lei ner Lie be ruh. le und ei⸗le dei⸗nen Ar⸗men ju. Yhier ist mein — 2— EE..—— SS... 1..—— —.— 42——⁴— I 2 nacht des Trau-rens schei- den, wenn mit so an ⸗ge⸗ him-mel schon auf Er ⸗den; wer woll-te nicht ver⸗ —* — H n n n———— 81 n hm E. 3, Lem EHꝗ * ö—— gnü⸗get wer ⸗den, der in dir 328 —..—ñ— .2 5„„t— 2 * L· Jesus 2. Die Welt mag meine ßein⸗ din heißen, es sei also; ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen bei einem freundlichen 6esicht. In dir ver⸗ gnügt sich meine Seele, du bist mein freund, den ich erwähle, du bleibst mein freund, wenn freundschaft weicht. der Welt hãß kann mich doch nicht fällen, Weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen mir deine Treu den An⸗ ker reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken, blitzt auf mich des besetzes Weh, droht Straf und hhölle meinem Kücken, so steig ich gläubig in die höh und flieh zu leinen heilgen Wunden; da hab ich schon den ort gefunden, wo mich kein fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein heil. Wer will verdammen? Die liebe nimmt sich meiner an. 4. führst du mich in die sereuzes· wüsten, ich folg und lehne mich auf dich. Du nährest aus den Wolkenbrüsten und labest aus dem felsen mich./) Ich traue dei⸗ *i cor. 10, 2-4. nenlUunderwegen, sieenden sich in Cieb und Segen; genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß: Uen du mit chr willst zieren und über sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, herz und mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes leben, ruht. Wen kann des Weges End erschrecken, wenn er aus mördervollen hecken gelan⸗ get in die Sicherheit? Mein licht, so will ich auch mit freuden aus dlieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Cwigkeit. b. Wie ist mir dann, o freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! ich kann Welt, not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem 6emüte nach deiner unum⸗ schränkten Güte des himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! nichts kann, als Jesus, mich er⸗ freuen. O reicher Trost: Mein freund ist mein! Wolfg. Christ. Deßler g. 16060 1 1722. 4.— 310 +LS— 8—WH)—.... Eigene melodie. 1842. I.... 1 1 ..... 1 + 4 II +....—.——— — + Schön⸗ster herr Je ⸗ su, herr · scher al · ler II n L 1—.—.2 + 1—.—— a I N 32. 2.—....—.— 1 1 1 I 1..—2 +. I ——3 1— 6ot tes en-den, und ma ⸗ ri-en Sohn, 4 II + + 1 1 I I 1 + IEI x—2: llich will ich lie ben, dich will ich ——— Str. 4 3—* 1 I I 1 H — 1 I— I 1 + 1— I — 1—4 H TID——— I III‚ le mei ⸗ner see⸗ eh ren, du 2. Schön sind die Wälder, noch schöner die felder in der schö⸗ nen frühlingszeit; Jesus ist schö⸗ ner, Jesus ist reiner, der unser traurig herz erfreut. 3. Schön leucht die Sonne, noch schöner der monde und die — — freud und stron! schöner, Jesus leucht reiner als all die Engel im himmels- saal. 4. Alle die Schönheit himmels und der Erde ist nur gegen ihn wie Schein, keiner auf Erden lieber kann werden als der Sterne allzumal; Jesus leuchtschönste Jesus mein. 167⁷⁷. bigene melodie. 1698. H*V. 311———— DEe. ——.5.— I I I 1—2— 2 12 —.——....—— See⸗len⸗bräu⸗ti gam, Je-su, Gottes a— 12 Hn — I— + +— — 1 1 1 I I lLamm, ha⸗- be dank für dei- ne Lie-be, ——.—4 —— + 1 + ———.—— E. + 1———. dlie mich zieht dlls rei nem Trie be —.——— M + + 2— ————————.—— von der sün ⸗de Schlamm, Je⸗su, 6ot-tes Lamm! IA „ 2. Deine liebesglut stärket mut] 3. Wahrer mensch und sott, und Blut; wenn du freundlich Trost in not und cod, du bist dar⸗ mich anblickest und an deine um mensch geboren, zu ersetzen, Brust mich drückest, macht mich was verloren, durch dein Blut so wohlgemut deine Liebesglut. rot, wahrer mensch und sott. 330 ————— 4. Meines 6laubens Licht laß verlöschen nicht, salbe mich mit freudenöle, daß hinfort in mei⸗ ner Seele ja verlösche nicht mei⸗ nes Glaubens licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in ihr dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. b. Deinen frieden gib aus so großer Lieb uns, den deinen, llie dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen frieden gib! 7. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nim⸗ mermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife llich. 8. hier durch Spott und hohn, dort die Chrenkron; hier im hoffen und im 6lauben, dort im häben und im Schauen; denn die Chrenkron folgt auf Spott und hohn. 9. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich über⸗ winde und in deinem Sieg emp⸗ finde, wie so ritterlich du ge⸗ kämpft für mich. 10. Du mein Ppreis und Ruhm,‚, werte himmelsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dlir nur kann gefallen, werte himmelsblum, du mein preis und Ruhm! Adam Drese g. 1020 ol. Co. Cuc. 10, 42. 1 Cor. 1, 30. Eigene mMelodie. 17⁰4. 312 2 1 I + + + I 0 1 + Eins ist not, ach herr, dies Ei⸗ ne Al- les and-re, wies auch schei⸗ ne, ———— EDD..—.2 —— 4—— ++ ——*.—. H. H 24— 4h.; 2.. 21. FN V V— leh»re mich er- ken ⸗ nen doch! dar- ist ja nur ein schwe⸗res Joch, +.———.—4 ——— x—.— 1—— H . un · ter das her⸗je sich na⸗ get und pla⸗- get und + I 1 1 +L 4 * + I I I I— 1——.— S.—.— +. CL. L 1 ECI —* + 1 I— 2 1.——— IXII TE + r 4. den ⸗noch kein wah ⸗res Ver gnü⸗gen er⸗ja ⸗get. er⸗ ö E— 2— SPSPIPI ISI S.PIIIII I————————— lang ich dies ki⸗- ne, das al⸗- les er ⸗-setzt, so E..— I x H . 908———..— ͤ——ẽœꝛd—41—4 H + ++—3—... 12 21. ——— 2— werd ich mit ki⸗- nem in al-lem er ⸗getzt. 2. Seele, willst du dieses fin ⸗ dlen, suchs bei keiner greatur, laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur! Wo ott und die menschheit in Ci⸗ nem vereinet, wo alle voll⸗ kommene fülle erscheinet, da, dld ist das beste, notwendige Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes heil. 3. Wie maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich ju Jesu füßen voller An⸗ dacht niederließ: ihr herze ent⸗ brannte, dies einzig zu hören, wãs Jesus, ihr heiland, sie wollte belehren, ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlan⸗ gen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir! ob viel auch umkehrten zum größe⸗ sten haufen, so will ich dir den · noch in Liebe nachlaufen, denn dlein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste fül⸗ le in dir ja verborgen liegt. 6ib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut undd Einfalt regieret und mich zu dler Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Leisheit vollkommenen Preis. 6. nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes ut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein rosenfarbes blut. Die höchste Gerechtig⸗ keit ist mir erworben, da du bist am Stamme des streuzes gestorben; die seleider des heils ich da haͤbe erlangt, worin⸗ nen mein 6laube in Cwigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, 332 M2Wdw.,. ν WV CWCWG mir zur heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wan⸗ del und Leben, ist in dir, mein heiland, mir alles gegeben; ent⸗ reiße mich aller vergänglichen Cust, dein eben sei, Jesu, mir einzig bewußt! 8. Jd Was soll ich mehr ver⸗ langen? mich beströmt die öna; dlenflut. Du bist einmal einge⸗ gangen in das heilge durch dein Blut; da hast du die ewoge Er-· lösung erfunden, daß ich nun der höllischen herrschaft entbun⸗ den; dein Eingang die völlige freiheit mir bringt, im kindli⸗ chen õeiste das Abbã nun klingt. 9. Uolles önügen, fried und freude jetzo meine Seel ergetzt, weil auf eine frische Leide mein hirt Jesus mich gesetzt. Uichts Süßes kann also mein herze er · laben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im 6lauben erblickt. 1o. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen heuchelschein! Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichen Stege, und leite mich, höchster, auf ewigem Wege, gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod, und Jesum gewinne: dies Eine ist not. Joh. heinr. Schröder g. 1667 4 16909. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. + Phil. Nicolai(7) 1509. H 313— E mein Je · — I LI su, sll ße See⸗len⸗Lust, mir dlie-weil dein Blick so lieb⸗lich ist, daß * 1 + 1 1 I + I— 2... +—.— H— +* + ist nichts au- ser dir be⸗wußt, wenn du mein herz er⸗ man auch sei⸗ner selbst ver⸗gißt, wenn du den 6eist ent⸗ X. 4 1 —— + 1 2. + Aum⸗Heit daß ich in dich aus dem krie-ve rel⸗ ner zük-kest, + 1— II 1 4 1 4 2 + + + 1 N 1 — ——— 12=⁊..— LI —— CLie-be von der Er de ü⸗ ber mich ge⸗3o⸗gen wer⸗de. Jesus 2. Was hatt ich doch für Trost und Licht, als ich dein holdes Angesicht, mein Jesu, noch nicht kannte? Wie blind und töricht ging ich hin, da mein verkehrter fleischessinn von Weltbegierden brannte, bis mir von dir Licht und Leben ward gegeben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu brennen. 3. Die arme Welt hat zwar llen Schein, als wär ihr schlechtes fröhlichsein ein herrliches Ver⸗ gnügen. Allein wie eilend gehts vorbei, da sieht man, daß es blendwerk sei, wodurch wir uns betrügen. drum muß Jesus mit den Schätzen mich ergetzen, llie bestehen, wenn die Weltlust muß vergehen. 4. Wer Jesum fest im 6lauben hält, der hat die strast der andern Uelt hier allbereit zu schmecken. Pflegt Jesus gleich ju mancher Zeit bei großer herzenstraurig; keit sein Antlitz ju verdecken, ist lloch sein Joch sanft und feiner, als wenn einer auf dem bette dlieser Welt zu schlafen hätte. 5. So weiß ich auch aus deinem Wort, daß du dich, liebster See; lenhort, nicht ewiglich ver⸗ steckest;) du tust vor mir die Augen zu, auf daß du desto größre Ruh hernach in mir er⸗ weckest, wenn ich treulich als ein kebe an dir klebe auch im Leide, nicht nur in der süßen freude. ) Jesaia 34, 7. 8. Joh. 14, 18. 10 und 16, 10—22. 6. Derhalben soll mich keine not, mein Jesu, wär es auch der Tod, von deinem Dienst ab⸗ schrecken. Ich weiß, daß mich dein herze liebt, darum so geh ich unbetrübt mit dir durch Dorn und hecken. plage, schlage, ich bin stille, ists dein Wille, mich zu kränken, du wirst meiner dloch gedenken. 7. Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein süßes manna nicht allhier in dieser Zeit empfinden, so will ich doch zufriedlen sein und werde deinen 6naden⸗ schein in jenem Leben finden, dla man stets kann, sich zu laben, Jesum haͤben, stets erblicken und ihn in die Arme drücken. 8. Allein, du holder menschen⸗ sohn, ich kenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen; dein herz, das mich in Trauren setzt und sich verschließt, muß doch zuletzt vor lauter Liebe brechen; drum füllt und quilit in mein herze nach dem Schmer⸗ je deine Süße, die ich noch all⸗ hier genieße. 9. Du salbest mich mit freu⸗ denöl, so daß sich öfters Leib und Seel rechtinniglich erfreuen. Ich weiß wohl, daß du mich be⸗ trübst, ich weiß auch, was du denen gibst, die sich davor nicht scheuen. drum gib den cTrieb, unabwendig und beständig treu zu bleiben und recht fest an dliich zu gläuben. 33⁴ rsðsrrens hand und hält dich als ein festes Band, ach stärke meinen 6lau⸗ ben! Im Glauben kann dich niemand mir, im õlauben kann mel.: Seelenbräutigam. * 10. Der Glaub ist eine starke mich niemand dir, o starker Je⸗ su, rauben, weil ich fröhlich Welt unddrachen kann verlachen und dlie Sünden durch den 6lauben überwinden. Joh. christ. Lange g. 1669 4 1756. 1698. ——.—. 1 TLG 2.— 124—— I—++— +—53— Wer ist wohl wie du, Je⸗ su, sü⸗e Ruh? 1 + — I H ———2 +— J 1— + Un⸗- ter vie⸗ len aus- er ko⸗ ren, Le⸗- ben de⸗- rer, XV. X 4 XV I + IHn 4 +.— +— + En + +—53————— H die ver⸗lo⸗ren, uncl ihr Licht da-zu, Je⸗-su, sü⸗he Ruh; 2. Ceben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zu; gedlecket und mich aus der Uot hat geführt zu Gott. 3. Glanz der herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser fleisch versenket in der füll der Zeit, õlanz der herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, höll und Welt, alle srraft des gro⸗ ßen Drachen hast du wolln zu schanden machen durch das Löse; geld deines Bluts, o held! 5. höchste Majestat, sönig und prophet, deinen Zepter will ich klissen, ich will sitzen dir zu füßen, wie maria tät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein igentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Ciebe brennen als dein kigen⸗ tum, allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild, dei⸗ ner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolj sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein 6ewinn, gib mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in sei⸗ nem netze Satan halte auf; förd⸗ re meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib! 11. Wenn der Wellen macht in dler trüben nacht will des her⸗ zens Schifflein decken, wollst du leine hand ausstrecken; habe auf mich acht, hüter, in der acht! 12. Einen heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinet⸗ willen lasse und des fleisches Cüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures blut! 13. Solls jum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur herrlichkeit geleiten, daß ich einst mãg sehn mich zur Rechten stehn. Joh. Nnast. freylinghausen g. 1670 1 1739. 2 Timoth. 2, 8. Mel.: Es ist das heil uns kommen her. E vorreformatorisch. + I. 1 III 4 halt im 6e⸗dächt- nis Je-sum christ, vom Thron des him⸗-mels kommen ist, V. S....22 HIn 1 + 11. 2 U= W. 1 + 1 2 IL 0o mensch, der auf dlie er den 3 dein bru- der da ju wer⸗ den; ver—giß nicht, —.——— E————, n daß er dir ju gut —— +7 haät an ⸗ ge⸗ nom⸗- men x 41. 4 + S —————— fleisch und Blut, dank ihm für die se lie⸗be! 2. halt im 6edächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, sa gar am streuz gestorben ist und dadurch hat bestritten Welt, Sünde, Teufel, holl und Tod und dlich erlöst aus aller Not, dank ihm für diese Liebe! 3. halt im 6edächtnis Jesum christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Be⸗ denke, daß er fried gemacht, sein Unschuld Ceben wieder bracht, dlank ihm für diese Liebe! 33⁰ Jesus 4. haͤlt im Gedlächtnis Jesum hrist, der nach den Leidens⸗ zeiten gen himmel aufgefahren ist, die Stätt dir ju bereiten, dlã du sollst bleiben alleʒeit und sehen seine herrlichkeit, dank ihm für diese LCiebe! 5. halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wieder⸗ kommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenom⸗ mel.: meinen Jesum laß 4 men. o denke, daß du da be⸗- stehst unel mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich ju dan⸗ ken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem 6Glauben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus dem herjen lassen, daß dessen ich in aller not mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins eben dringen. cyriacus õünther g. 1650 + 104. ich nicht. Mel. 2. 1690. 4 1— 31⁰ See-le, was er⸗ müllst du dich in den die doch vald ver ⸗jeh⸗ren sich und zu 1— SIIN I ö H *= 2 —. 4— 4. + 1— IIE— Din · gen dle ser er⸗den, lau- ter nichts dir wer⸗ den? su-che Je⸗ sum =I. 1*— — 1— 1 I 1 und sein(icht, al ⸗ les 2. Sammle den jerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, richt ihn stets zum himmel hin, laß ihn in die 6nad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilst dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dlein betrübtes herz zu laben: eil jur Lebensquell hinzu, da and-re hilft dair nicht. Suche Jesum und sein licht, alles andre hilft dir nicht. 4. fliehe die unselge Pein, so dlas finstre Reich gebieret, laß nur den dein Cabsal sein, der jur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein licht, alles andre hilst dir nicht. 5. Ach es ist ja schlecht genug, dlaß du sonst viel Zeit verdor; kannst du sie reichlich haben. ben mit nichtswürdigem 6esuch, Jesus slabei dufast bist erstorben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken, õott wird aus dem Liebesmeer lich, den ranken, wohl er⸗ quicken. Suche Jesum und sein licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz ander Wesen he⸗ get, als dem höchsten wohl⸗ gefällt und dein Ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 8. Du bist ja ein hauch aus ott und aus seinem 6eist ge⸗ boren, darum liege nicht im Tod, bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9. Schwinge dich fein oft im Geist über alle himmelshöhen, mel.: Werde munter, mein 6emüte. laß, was dlich jur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen! Suche Jesum und sein licht, al les andre hilst dir nicht. 10. nahe dich dem lautern Strom, der vom chron des Cam⸗; mes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in rei⸗ chem maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dlir nicht. I1. Laß dir seine majestat im⸗; merdar vor Augen schweben, laß mit brünstigem Gebet sich dlein herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 12. Sei im übrigen ganz still, du wirstschon zum Ziel gelangen, glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf g. 1084 + 1754. Joh. Schop 1642. 1 4— 31⁷ +— + 1 II 1 + Lie-be, die nicht aus ⸗-zu⸗ spre- chen! Sei-ne hand will nicht jer bre ⸗chen — I + + 1 + — +— EEI + llas jer-stoß · ne Je- sus hebt, was schwach, em ⸗por. Glau-bens-rohr, *+7 sei ne huld ver⸗ 338 Kii.——.—.—— schmä⸗ het nicht mei⸗ nes Glau⸗-bens schwa-ches 3—— N — 2———— ddas kaum glimmt und fãst er- blei-chet. 2. Ob ich gleich mit Petro sinke, gibt mir Jesus doch die hand und die süßen Liebeswinke, er erkennt den schwachen Stand. Wie ein Vaterherz gesinnt gegen sein noch kleines sind, so trägt 6ott auch mit Erbarmen schwa⸗ che Kinder auf den Armen. matth. 14, 30. 3. Beut mein hirte nicht den kücken seinem schwachen Schäf⸗ lein an? stranke Seelen zu er⸗ quicken, tritt er auf die Todes- bahn. Selbst die höchste straft ver⸗ schmacht, da sie ruft: Es ist voll⸗ bracht, daß ich Schwacher möge siegen in den letzten Todeszügen. 4. Jesu, starke straft der Schwa; chen, stärke mich, denn ich bin schwach. du, du kannst mich stärker machen, höre doch mein seufjend Nch! hebe du das schwa⸗ che Rohr meines õlaubens selbsi empor, daß es bei dem Sturm dler Sünde um dein streuz sich feste winde. 5. feuchte mit dem 6nadenöle meines õlaubens Döchtlein an in dler Campe meiner Seele auf der dunkeln Todesbahn! Stehe mir, o Allmacht, bei, daß ich stark in Schwaͤchheit sei, daß ich dich, bis ich erkalte, fest mit schwa⸗ chen händen halte. Salomo franck g. 1659 1 1725. Psalm 73, 25- 28. mel.: herzlich lieb hab ich dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 157⁷. anI V. 4 + 1 herr Je⸗ su Christ, mein höch-stes Gut, ich blei⸗ be den noch stets an dir; I.. + V 1 E ů— 2——— I 14 + I mein See⸗-len-schatz, mein her ⸗zens mut und al ⸗ler so ist auch nichts, das dich von mir und uns re 339 —— ͤI.— + Sin · ne freu· lle, Lie be schei⸗de. —— ——— · *7 und führst den ce⸗ bens-lauf und hil ⸗fest mei⸗ner * — 1.—. I N 3—..—.. —.— 1 du bist mein Licht; ich fol 2. Du leitest mich nach deinem Kãt, ler andres nichts beschlossen hãt, als was mir Segen bringet ehts gleich zu Zeiten wunder⸗ lich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. nach hartem dritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Chren an, wo mich vor deinem chron erfreut die strone der serechtigkeit. herr Jesu christ, ach mit Begier, ach mit begier wünsch ich zu sein, mein sott, bei dir. 3. Nein Alles ist auf dlich ge⸗ richt; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach himmel und nãch ge dir, so irr ich nicht. Erden. denn wär der himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend himmeln werden. Wärst du nicht schon duf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein, denn auch die ganze weite Weit haãt nichts, das mir wie du gefällt. herr Jesu christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch sereuʒ und not, durch marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten, dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine hölle wär, mein 34⁰0 A½ 6laube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein heil und meines herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dlich allein auch Ceib und Seele selig sein. herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß dei⸗ ne straft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine freu⸗; kigene melodie. dle. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein fels, der nicht zerbricht, in freudl und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein in meinem herz und mun⸗; dle sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Nch möchte solches bald geschehn! herr Jesu christ, ich warte drauf, ich warte drauf, komm, komm, mein Schatz, und nimm mich auf! Erdmann neumeister g. 160671 1756. Auch nach melodie Ur. 46 zu singen. 1850⁰. 31 9 2. I 1.—— + * 1 Ich wiüll mich mit dir ver⸗-lo-ben, wirst von mir aus(lieb er⸗ho⸗ben, X 1— 1 +— + 1 1 + 1 1 1 + E—* — ———— — sü- ßer Je⸗ su, du al-lein und ich bin nun gänz⸗lich dein. zwar die Welt wird mich T 1 I LI 1 1 1— 4 * 12 I + 1— V* + stets has⸗sen, denn sie has⸗ set dich ju⸗ gleich; kann ich 1 + 4 1 4 + 1 EI 41 2 1 1 1 N I +— 11 ã-ber dich um ⸗fas⸗sen, so 2. Alles soll mir Ekel machen, was zur Citelkeit gehört, und in allen meinen Sachen werde desus nur geehrt. Sollt ich Jesum denn nicht lieben, der mich vor der UWelt erwählt? Sollt ich Jesum bin ich ver⸗gnügt und reich. noch betrüben, der mich ihm schon zugezählt? 3. Nein, die ganze Welt soll wissen, daß ihr Tun mir nicht gefällt; alles andre will ich missen, weil er mich in Armen hält. Seine Lieb hat mich ge⸗ fangen, und ich will die frei⸗ heit nicht, denn mein sehnliches Uerlangen ist allein auf ihn gericht. 4. O wie lang hab ich verzogen, wie lang hab ich dich veracht! O wie oft ward ich betrogen und von dir hinweggebracht! Aber nun soll uns nichts scheiden, nicht das Leben, nicht der Tod, nicht das streuz, nicht Schmach und Leiden, weder Unglück, Schmerz noch not. 5. Stärke du mir meinen Wil⸗ len wider meiner feinde list, Mel.: Seelenbräutigam. denn du mußt in mir erfüllen, was dem fleisch unmöglich ist; laß mich nicht mehr von dir wänken, ach wo soll ich auch sonst hin? weil ich nicht nur in Gedlanken, sondern wirklich bei dir bin. 6. So sei tausendmal gegrüßet, Jesu, meine süße Lust! Sei auch tãausendmal geküsset, sei du mir allein bewußt, sei mein Wunsch und mein verlangen, sei mein Bräutigam und hort, sei du meiner Seele Prangen, sei mein Alles hier und dort! py. Balth. Sinold g. 1657 + 1742. 1698 320 2 ———— 2E Je-su, geh voran auf der Le⸗bens⸗ X V + I I L N +—I ——————e ——————————— bähn, und wir wollen nichtver wei⸗len dir ge⸗treu⸗lich V *. +* I 1 I— — I.— I I— 1 ET II 1 4 .— + nach zu⸗ ei⸗len; führ uns an der hand bis ins Va⸗-ter-land! 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste steyn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen, denn durch Trüb · sal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz ir⸗ gend unser herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib 3⁴² Geduld zu beiden, richte unsern Sinn auf das Ende hin! 4. Ordne unsern õ6ang, Lieb; ster, lebenslang! führst du uns durch rauhe Lege, gib uns auch dlie nötge Pflege! Tu uns nach dem Cauf deine Türe auf! Nik. Tudw. v. Zinjendorf g. 1700 1 1760. mel.: nue menschen müssen sterven. mel. 2. 2 I I I 321—— 6ro- her mitt-ler, und die Schar von 4 — + der zur Rech ⸗ten sei nen senech ⸗ten I 1 4 —— + 1 2 4 V TS.H — sei⸗ nes gro ßen va-ters in dem Reich der 6öna⸗- de schützt, sitzt den adauf dem er ⸗ + 343.5 + = + 4—— — — hab ⸗nen Thro⸗ne, * in der kö⸗nig⸗ li- chen Kro ⸗ne, al ⸗les * EE l —— 1 + + EHN 1 + I I+ 8 1 2——* heer der E-wig-Reit mit ver⸗ hüll⸗ tem Ant-litz scheut, 2. Dein Geschäft auf dieser Er⸗ den und dein opfer ist voll⸗ bracht, was vollendet sollen wer⸗ den, das ist ganzlich ausgemacht. Da du bist für uns gestorben, ist uns 6nad und heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein õeschäfte in dem obern heiligtum, die er⸗ worbnen Segenskräfte durch lein Cvangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der 6nade eilen, nun wird uns llurch deine hand heil und Se; gen jugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust,“) und an den gerechten Samen lenkest du mit vieler Lust. Du 2 Mos. 30, 14. vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des Vaters haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch die⸗ nen, nicht, weil dein herz dir vor Erbarmen über ihrem lend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Wer⸗ ken lohne, daß er andre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. b. Zwar in deines fleisches Ta; gen, da die Sünden aller Welt dlir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, bald mit Seufzen, bald mit Wei⸗ nen für die Sünder zu erschei⸗ nen; o mit welcher niedrigkeit batest du zur selben Zeit! 7. Aber nun wird deine bitte von der Allmacht unterstützt, da in der vollkommnen hütte ꝰ) die verklärte enschheit sitzt. Nun kannst du des Satans stlagen majestätisch nieder schlagen, und nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. * hebr. 9, 11. 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst munmehr mit freuclen deine teur erlöste Schar, daß er wolle straft und Leben deinem volk auf Erden geven und die Seelen ju dir zieyn, die noch ͤ deine freundschaft fliehn. 9. Großer mittler, sei gepriesen, ddaß du in dem heiligtum so viel Treu an uns bewiesen, dir sei Chre, Dank und Ruhm! Laß uns dein verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten, sprich für uns in letzter Not, wenn den mund verschließt der Tod. zoh. Jak. Rambach g. 1693 + 17³5. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. Ursprüngliche ßorm im Anhang. 24 Joh. Crüger 1640. I 322 +. 1 1 1 I 2— —— —— hei⸗land, dei ne men ⸗schen ⸗lie ⸗be 34⁴ die dein treu es herz be⸗ wo⸗gen, + 1 I N 1 LI +— 1 + 5— II +— I.I 2— T——— waͤr die Ouel- le dei⸗-ner Trie-be, V lich in un ser fleisch ge 1990 a. 2— mun. F Fun.. nre. e. + I I 1—.—* 1 1 U⸗- ber⸗ dek ket, dich vom streuz ins Grab ge⸗ ——. 4—————— ——* V— + I + strek Ket. 0 der un ⸗ge⸗ mei- nen trie- be * 1 +1 N —————————— lei- ner treu ⸗en Men ⸗ schen ⸗ lie- be! 2. Uber seine feinde weinen, llie jedermann mit hülf erscheinen, och sich dler Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der en, Betrübten selagen hören, sich in so andrer Dienst verzehren, sterben lir für die ärgsten Sünder, das ist aß Lieb, o Menschenkinder! n 3. 0 du Zuflucht der Clenden, 11. wer hat nicht von deinen hän⸗ . den Segen, hülf und heil ge⸗ Er nommen, der gebeugt zu dir ge⸗ ö kommen? 0O wie ist dein herz gebrochen, wenn dich stranke an · gesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das ebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den seleinen sich zu bücken, dlie Unwissenden zu lehren, die Uerführten zu bekehren, Sünder, llie sich selbst verstocken, täglich liebreich zu sich locken, war mit Schwächung deiner sträste dein gewöhnliches Geschäfte. 5. O wie hoch stieg dein Erbar⸗ men, da du für die àrmsten Ar- men dein unschätzbar teures Le⸗ ben in den ärgsten Tod gegeben, da du in der Sünder orden aller Schmerzen Ziel geworden und, den Segen zu erwerben, als ein fluch hast wollen sterben! b. Deine lieb hat dich getrieben, Sanstmut und 6eduld ju üben, ohne Schelten, Drohen, Schlagen andrer Sschmach und Last zu tra; gen, allen freundlich zu begeg⸗ nen, für die[asterung zu segnen, für der feinde Schar ju beten und dlie mörder ju vertreten. 7. Demut war bei Spott und hohne deiner Liebe Schmuck und strone; diese machte dich zum snechte einem sündllichen Geschlechte, diese war gleich wie die Tauben ohne falsch, voll Treu und Glauben, mit Gerechtigkeit gepaaret, durch Vorsichtigkeit bewaͤhret. 8. omm, laß deine siebe decken meiner Sünden meng und flecken! Du hast dlas Gesetz er⸗ füllet und desselben fluch ge⸗ stillet; laß mich wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild be⸗ schirmen! heilge meines herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe! Joh. Jak. Rambach g. 1603 4 1735. mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. Ursprüngliche form im Anhang. + Joh. Crüger 1649. 323.0 x—.— —. IEE 4 I 1 + I. + AELISI + I +———— 1 * +———.——— st ⸗ nig, dem kein sö nig gleichet, dem als Gott das Reich ge⸗ büh ⸗ret, + + N +— + S 2 2———.—— — 1 I les⸗ sen Ruhm kein mund er⸗rei⸗ 0 der als mensch das Zep⸗ — ter flih-ret, dem das Recht so viel ein ⸗ gem Voll-Rom- — ů— krö- nen, iie ren und be ⸗ glei-ten: 2. himmel, Wasser, cust und er. de nebst der ungezählten herde ller õeschöpfe in den feldern, in den Seen, in den äldern sind, herr über Tod und Leben, dir jum kigentum gegeben; Tiere, menschen, õeister scheuen, men⸗ schensohn, dein mächtig dräuen. 3. In des 6nadenreiches 6ren⸗ jen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem haupt er⸗ wählen, die durchs Zepter dei⸗ nes mundes nach dem Recht lles 6nadenbundes sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Chren kann man stets dich loben hören von dem himmlischenseschlechte, von der menge deiner senechte, Rhythmische form. dlie dort ohne furcht und 6rauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und llir hr und Dienst erweisen. 5. herrscher du in dreien Rei⸗ chen, dir ist niemand zu ver⸗ gleichen an dem Uberfluß der Schätze, an der ordnung der õe- setze, an Vortrefflichneit der 6ã· ben, welche deine bürger haben; du beschützest deine freunde, du bezwingest deine feinde. b. herrsche auch in meinem herzen über Zorn, furcht, Lust und Schmerzen, laß mich deinen Schutz genießen, laß mich dich im õlauben küssen, ehren, fürch⸗ ten, loben, lieben und mich im behorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herr⸗ schen dir zur Seiten! Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 1735. mel.: machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. Joh. 5. Schein 1628. 324 — mein herz, ach re⸗ade mir nicht drein, ich muß bei mei⸗ nem Je- su sein. 3⁴⁰ E — Il! UU I Was soll ich muß von hin⸗ nen ei⸗len, ich hier ver⸗wei⸗len, wo Ei⸗ tel- Reit, wo +— 1 I + — 1 2 + 1 11¹ 9— SZ — 1.— — kei- ne Ruh? snein 6eist eilt nach dem him⸗mel zu. oder: Mel.:—.——88 mit mir, ott, nach deiner öüt, plane oder isometrische form. . 1 VꝗQ — — —— 8——— + 12——— mein herz, ach rende mir nicht drein, ich ich muß bei mei⸗ nem Je⸗- su sein. Was +* 1— 1—1.— X muß von hin ⸗ nen soll ich hier ei-len, ver wei ⸗-len, wo ki-tel-keit, wo 4 + + L + +.— + IEI * I + N + 1 + + + * + +—. ** ** kei- ne Ruh? mein 6eist eilt nach dlem him · mel zu. 2. ein herzensfreund, dich laß ich nicht, ich kann nichts Bessers haben, in dir ist freude, Trost und Licht, du kannst voll⸗ kommen laben. nichts ist, das mir Vergnügen gibt, als wenn mich Jesus herzlich liebt. 3. Du, du bist mein, und ich bin dein, wir sind in eins ver; bunden; dies gute Teil hab ich allein durch deine heilgen Wun; dlen. du bist mein fels, der mich nicht läßt, auf dir ruht meine Seele fest. 3⁴⁷ 4. Hherr Jesu, ohne dich muß mir die Welt zur hölle werden; ich habe, hang ich nur an dir, den himmel schon auf Erden. Es quillt mein Cebenstrank von slir, das Cebensmanna gibst du mir. 5. O selge Stunde, da man dich kann recht ins herze schließen! ie läßt du da so süßiglich heil, nad und friede fließen! Sso oft das herze nach dir blickt, wird es mit himmelslust er⸗ quickt. 6. Das schwerste Kreuz wird leicht und klein, denn du selbst hilfst es tragen; du richtest es zum besten ein, kannst nicht von herzen plagen. Dein Ruten⸗ streich ist voller huld, du for⸗ llerst von uns nur Geduld. 7. führst du mich nun gleich wunderlich, mein freund, durch Ceid und freude, weiß ich den⸗ noch, daß alles mich von deiner Cieb nicht scheide. Es führet mich dein Wunderpfad ju dir, in meines Vaters Stadt. J. Tudw. Konr. Allendorf g. 1693 1 1775. Mel.: Wer nur den lieben sott läßt walten. mMel. 3. 1785. 32 +— 1 +— —— herr von un⸗ end⸗ U⸗ chem Er⸗bar⸗ ich dan ⸗ ke Uir mit an⸗dern Ar · 4 1 + I + 2— + I 1 1 + 1 1 TSII 1 S S I‚IPI.‚.I.I.Iꝑ.IPIPIPIP.PIꝑ.PIPIIPITICTIII.—.—. men, du un ⸗-er⸗ gründ-lich Lie ⸗bes ⸗meer, für men, mit ei⸗ nem gan ⸗ jen Sün⸗der⸗heer 2 2 ö— dei- ne huld in K i Christ, dlie —* 1 * V 1 1 + L vor dler Weit en üe en ist. 2. für dein so allgemein Er⸗ lösen, für die Bezahlung aller Schuld, für deinen Ruf an alle Bösen und für das Wort von deiner huld, ja für die straft in deinem Wort dankt dir mein herze hier und dort. 3. für deinen heilgen õeist der Ciebe, der 6lauben wirkt in unserm õeist, weil doch des olau; bens straft und Triebe ein Werk 348 der Allmacht Gottes heißt; für dlie Befestigung darin dankt dir mein neugeschaffner Sinn. 4. für dein so tröstliches Ver⸗ sprechen, daß deine õnade ewig sei; wenn berge bersten, hügel brechen, steht doch dein Bund und deine Treu; wenn Erd und himmel weicht und fällt, so lebt doch ott, der õlauben hält. 1. EESE 5. für deine teuren Sakra⸗ mente als Siegel deiner wah⸗ ren Schrift, wo Gott, damit ich glauben könnte, ein Denkmal seiner Wunder stift: für diese 6nadlen in der Zeit dankt dir mein herz in Cwigkeit. 6. Jã Mund und herze soll dir danken, doch bittet auch mein herz und mund: Laß weder Mund noch herze wanken und gründe mich auf diesen 6rund! Erhalte nur durch deine Treu mich bis ans Ende auch dabei! Eph. I, kigene melodie. 7. Laß mich in Ciebe heilig le⸗ ben, unsträflich, dir zum Lobe, sein; versichere mein herz dar⸗ neben, es reiße keine Lust noch Pein mich von der Liebe Gottes hin, weil ich in Jesu christo bin. 8. Tod, Leben, Trübsal, Angst und Leiden, was Welt und hölle in sich schließt, nichts soll mich von der Liebe scheiden, die da in Christo Jesu ist. Ja Amen, Vater aller Treu, zähl mich den Nuserwählten bei! pyil. friedr. hiller g. 1009 4 17⁰0. 21.22. uch nach Melodie Ur. 350 zu singen. 1853. 320 + 1 Je-sus chri⸗stus herrscht als ö⸗ nig, —.: 1 + V% —— 1+ + ott ju fuß. Al-le Zun⸗ge soll be⸗Ken⸗ nen, Je⸗sus sei der I—.—0 + 1 N —u—— 4 2 ban ——— EP.I. 1E herr zu nen nen, dem man ch⸗re ge⸗ben muß. 2. fürstentümer und Gewal⸗ ten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die herrlich · keit. Alle herrschaft dort im him · mel, hier im irdischen oetüm⸗ mel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Engel und erhabne chronen, dlie beim ewgen Lichte wohnen, nichts ist gegen Jesum groß. Alle namen hier auf Erden, wie sie auch vergöttert werden, sie sind Teil aus seinem Los. 4. Gott ist herr; der herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn der ist ihm gleich. Dessen Stuhl ist un⸗ umstößlich, dessen Leben unauf⸗ löslich, dessen Reich ein ewig Reich. 5. Gleicher Macht und gleicher ehren sitzt er unter lichten chö⸗ ren über allen Cherubim. In ller Weit und himmel enden hat er alles in den händen; denn ler Vater gab es ihm. b. Gebt, ihr Sünder, ihm die herzen, klagt, ihr strannen, ihm lie Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Hot! Er kann alle Lun· den heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, eben schenkt er nach dem Tod. Eigene melodie. 7. 3Zwar auch streuz drückt chri⸗ sti Glieder hier auf kurze Zeit darnieder, und das seiden geht zuvor. nur Geduld, es folgen freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr haupt zieht sie empor. 8. Jauchz ihm, menge heilger senechte, rühmt, vollendete 6e⸗ rechte, und du Schar, die pal⸗ men trägt, und du Blutvolk in der serone, und du chor vor seinem Throne, der die oottes⸗ harfen schlägt! 9. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch pilgrim bin. Jesus christus herrscht als stönig, alles sei ihm untertänig! Ehret, liebet, lobet ihn! pyil. friedr. hiller g. 1000 1 1769. Demetrius Bortnianskuy 1825. 327—3—— 1 4 i e +TZI. 12.. 11. H—4¹n—— u4.N—— Ich be⸗te an die macht der Lie-be, ich geb mich hin dem frei en Trie-be, * 11+————— S... 2 8 1—:. 2*———. die sich in Je⸗ su of-fen bart;* wo⸗durch ich Wurm ge lie bet ward;! —.—.— 2En en——————— ich will, an ⸗ statt an mich ju den ken, EEEEIIE —.—.— I * ins meer der Lie⸗be mich ver-sen ⸗ken. 35⁰ EE esus 2. Wie bist du mir so zart ge⸗ wogen, und wie verlangt dein herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen neigt sich mein Alles auch zu dir, du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. 3. Ich fühls: du bists, dich muß ich haben; ich fühls: ich muß für dich nur sein. nicht im 6e⸗ schöpf, nicht in den 6aben, mein Ruhplatz ist in dir allein. hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. für dich sei ganz mein herz und Leben, mein süßer Gott, und all mein vut; für dich hast du mirs nur gegeben, in dir es nur und selig ruht. hersteller meines schweren falles, für dich sei ewig herz und alles! 5. Ehr sei dem hohen Jesus⸗ namen, in dem der Liebe Ouell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen hände! 6. O Jesu, daß dein Name bliebe im 6runde tief gedrücket ein! Möcht deine süße Jesusliebe in herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Lerk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen g. 1697 4 1769. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1681. + 328—— — Dich Je⸗sum laß ich e⸗-wig nicht, Du kennst dies herz, das red⸗lich spricht: * 11 0 4 ———.—.———.————.—. —— EE dlir bleibt mein herz er⸗ge ⸗ nem will ich le ⸗ nur ki⸗ + + 2 * ◻ I L I I sollst es sein, dlu sollst mein Trost auf 1 I 4 I 11⁴ ‚D‚Dmus ——...HI mein 6Glück im him ⸗mel wer den. 2. Dich Jesum laß ich ewig nicht, ich halte dich im 6lau⸗ ben. nichts kann mir meine Zuversicht und deine õnade rau⸗; ben. der Glaubensbund haͤt festen orund: die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich Jesum laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins õericht und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um dleines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich Jesum laß ich ewig nicht, du stärkest mich von oben. Zu dir steht meine Zuversicht, wenn meine feinde toben. Ich Eigene melodie. +. flieh zu dir, du eilst vu mir: wenn mich die feinde hassen, wirst du mich nicht verlaͤssen. 5. Dich Jesum laß ich ewig nicht, das streuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes 6lie⸗ des Pflicht, mit seinem haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit, bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich Jesum laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wänken. Und wenn des Leibes hütte bricht, sterb ich mit dem Gellanken: mein freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. chrenfried lievich g. 1713 4 1780. E. hille 1884. 1— 1 2.2 2 + Nch mein 5 +— err Je⸗-su, dein na⸗ he ⸗ sein r r bringt gro ßen frie den ins herz hin ⸗ein, und dein — 1—— 1— 6õnã⸗ dlen ⸗ an-blick macht uns so se⸗lig, daß Leib und —2—— I—— 12 —— 2.—.—..—.—.—.—. — See le dar ü⸗ ber fröh⸗-lich und dank⸗bar wird. 35² 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht voll huld und õnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kanns schon gewaͤhren, du kännst dich fühlbar gnug offenbaren, auch ungesehn. 3. 0 wer nur immer bei cag und nacht dein zu genießen recht wär bedacht! der hätt ohne Ende von 6lück ju sagen, und eib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, gedul⸗ dlig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stilln und trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als freund begegnen, ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostba⸗ ren heil uns alle Tage voll⸗ kommnen deil und laß unsre Seele sich immer schicken, aus not und iebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. Eigene meiodie. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blu⸗ tigen Todsgestalt, ja die laß uns immer vor Augen schweben und llein wahrhaftiges Inunsleben zu sehen sein! 7. Ein herjlichs Wesen und seind⸗ lichkeit sei unsre Zierde zu aller Jeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei freud und Leid! 8. So Werden wir bis in humm'l hinein mit dir vergnügt wie alie stindlein sein; muß man gleich lie Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das herz nur an dir stets letzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durch · grabne hand, die soviel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt däastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. christian regor g. 1723 + 1801. K. Breidenstein 1825. — 330— + x L 1 1— 4 ——— Uenn ich ihn nur ha⸗ be, wenn er V—— X. I 1————V+.— ——.— I I 1 1 4 —— mein nur ist, wenn mein herz bis hin zum Gra⸗be + 12—=—. 1.Se 1 ————22— —— +— + 1 —— ——.—— ei ⸗ ne Treu e nie ver⸗gißt, 353 weiß ich nichts von Cei-de, füh⸗le nichts als An⸗ dacht, Lieb und freu⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe, 4. Wenn ich ihn nur haͤbe, laß ich alles gern, folg an mei⸗ hab ich auch die Welt, und des nem Wanderstabe treugesinnt himmels reiche 6öabe meinen nur meinem herrn, lasse still Blick nach oben hält; hingesenkt die andern breite, lichte, volle im Schauen, kann mir vor dem Straßen wandern. Irdischen nicht grauen. 3. Wenn ich ihn nur habe, 5. Wo ich ihn nur habe, is⸗ schlaf ich fröhlich ein; ewig wird mein Vaterland, und es fäll zu süßer Labe seines herzens mir jede 6abe wie ein Erbteil flut mir sein, die mit sanftem in die hand; längst vermißte zwingen alles wird erweichen PBrüder find ich nun in seinen und durchdringen. Jüngern wieder. friedr. v. hardenberg g. 1772 4 1801. Mel.: herzlich tut mich verlangen. 1601. 331 a.. LO LEE + I 1—— I IDSEA + 4 1 I.. —.———+— wenn al- le un ⸗-treu wer · den, so daß Dank-bar- keit auf Er⸗ den nicht —.——— bleib ich dir doch treu, 4 ö aus- ge- stor ben sei. für mich um fing dich N — L +— +— 2—. 2 + +. + I— + + N TI.— I I— 1 1— 1— TID. I 7 Cei-den, ver⸗ gingst für mich in Schmerz; drum H211— Wi I I =:...——— + EE 1 3.. ILII +— 30 ich dir mit freu den auf e- wig die ⸗ses herz. 2. Oft muß ich bitter weinen,‚ nur durchüͤrungen hast du so daß du gestorben bist, und viel getan, der Welt das heil maäͤncher von den deinen dich errungen, doch keiner denkt lebenslang vergißt. Von Liebe]daran. 33⁴ ER 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu; die treuste Lie- be sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmie⸗ get sich kindlich an dein senie. 4. Ich häbe dich empfunden; o lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Cinst schauen meine brüder auch wiedler himmel⸗ wärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans herz. friedr. v. härdenberg g. 1772 4 1801. ulel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16³³. 3 3 2 1— — + I 1 I— Stark ist mei⸗ nes Je-su hand, hat zju viel an mich ge⸗waändt, I I—.—— 2 N 1— 1 1 1 I — 22—— — 1 — +—.— „ und er wird mich e⸗ wig um mich wie der los zu- saf en, en E. af sen. mein Er⸗ bar mer I—— FEHN 1 — 1 1 1 1—— LI läßt mich nicht, das ist 2. Sieht mein fleinmut oft õefahr, fürcht ich auch zu unter; liegen: christus beut den Arm mir dar, Christus hilft der Ohn⸗ macht siegen. Daß mich Gottes held verficht, das ist meine Zu⸗ versicht. 3. Wenn der seläger mich ver⸗ klagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 355 mei ne zu-ver-»⸗jicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Nusgang wüßte und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte: christus ist mein Stab und Licht, das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt im mißge⸗ schick leben odler ängstlich kla⸗ gen, ohne halt ist all ihr 6lück, wahrlich sie hat örund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, dlas ist meine Zuversicht. b. Will mein herr durch sanfte Zucht mich nach seinem bild Jesus gestalten, o so will ich ohne flucht seiner hand nur stillerhal⸗ ten. Dann erschreckt mich kein bGericht, das ist meine Zuversicht. 7. Seiner hand entreißt mich nichts, sollt ich ihn mit selein⸗ mut schmahen? mein Erbarmer selbst versprichts, sollt ich ihm sein Wort verdrehen? nein, er läßt mich ewig nicht, das ist meine Zuversicht. sarl Bernh. Garve g. 1763 + 1841. eigene melodie. C. Hilie 1884. 3 3 3 1—* 1 2 LSII. 1% I 1 1 △1x⁊φꝛ 1 12— IZ.. — 2 1.. Ilaßt mich gehn, laßt mich gehn, — 1 x——* E + 1 + + 1 I + + 1 + 1+....— 1 I— 2Z.— —..˖; 1—— 1..488—— 1 laß ich Je⸗ sum mö⸗ ge sehn! mei⸗ ne Seel * I I —— 2— 1 — I I. 1 1 1 I 1 ist voll ver ⸗ lan⸗ gen, ihn auf e⸗ wig ju —= N .II.I..I.I..I......... um-fan- gen und vor sei⸗ nem chron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes(icht, Sonn, die durch die Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen frommen schau dein holdes An; gesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Cobgetön! hätt ich flügel, hätt ich flügel, flög ich über Tal und hügel heute noch nach Zions höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! herr mein 6ott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies, wie ist dleine frucht so süß! Unter dei⸗ nen lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, herr, ins paradies! Gust. frdr. cudw. snan g. 1806 + 1878. *— ieder: vom⸗christlichen 65 ö TLeben-und-Glandel Ein Lied zu bitten um 6lauben, hoffnung, Liebe und ein seliges ende. Eigene melodie. Jos. slug 1535. I 7 I ů ⸗ ᷑z—— 24——. —⁴1n ͤ4 + 1 Ich ruf ju dir, herr Je⸗-su christ, ich ver-leih mir onad zu die ⸗-ser frist, laß — + I —.—.— I————— ——1— —o.——— bitt, er hör mein fla⸗gen, mich doch nicht ber sa⸗ gent 3 den rech-ten otau⸗ben, 2Z..— herr, ich mein, den wol ⸗ lest du mir dr. irrrn. ge⸗ ben, dir ju le⸗ben, dem näch ⸗sten nütz + I + P T— NM I 1 1n I + +— H ——— 1 I— — 1 1 ju sein, dein Wort zu hal⸗ ten e⸗ben. 2. Ich bitt noch mehr, o herreall mein eigen Tun; sonst wirds ott, du kannst es mir wohl mich ewig reuen. geben, daß ich nicht wieder werd3. Uerleih, daß ich aus her⸗ zu Spott: die hoffnung gib zensgrund den feinden mög daneben, voraus wenn ich mußver geben: verzeih mir auch ju hie davon, daß ich dir mögdieser Stund, schaff mir ein vertrauen und nicht bauen auf neues Leben! dein Wort mein 35⁷ Leben u. Wandel I SEEEEE Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch furcht von dir in dieser Weit abwenden, beständig sein ans End gib mir, du hasts allein in handen; und wem dus gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine 6nad, die uns er⸗ rett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und wider⸗ streb, hilf, o herr Christ, dem Schwachen! un deiner önad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. stommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße. Du kaͤnnst machen, daß mirs nicht bringt Gefäahr; ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola() g. 1402 + 156b. Co. Matth. 11, 28. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. V N 1 . E 35 stommt her zu mir, spricht Got-tes Sohn, . 24 7 — — 1 H —— all die ihr seid be⸗ schwe⸗ ret nun, mit Sün⸗den hart be⸗ I 1 — —— ——— la-den, ihr Jun⸗gen, Al-ten, frau und mann, ich will 411 ͤ.—. N 1H— + —————..— euch ge⸗ben, was ich hab, will hei⸗len eu-ren Scha⸗den. 2. Mein Joch ist süß, mein Bürd gering; wer mirs nach= trägt, in dem beding wird er ler höll entweichen; ich will ihm treulich helfen tragn, mit meiner hülf wird er ersagn das ewge himmelreiche. 358 3. Was ich getan und g'litten hie in meinem Leben spat und früh, das sollt ihr auch erfüllen. as ihr gedenkt, ja redt und tut, das wird euch alles recht und gut, wenns g'schieht nach Gottes Willen. LEEU EE leben u. Wandel 4. Gern wollt die Welt auch selig sein, wenn nur nicht wär slie schwere pein, die alle christen leiden; nun aber kanns nicht anders sein, darum ergib dich nur darein, willst euvyge Pein du meiden. 5. All streatur bezeuget das; was lebt in Wasser, Cuft und Grãas, sein Leiden kanns nicht meiden. Wer denn in Gottes nam nicht will, der muß ju⸗ letzt des Teufels Ziel mit schwe⸗ rem 6'wissen leiden. 6. heut ist der mensch schön, sung und schlank, sieh, morgen ist er schuwach und krank, bald muß er auch gar sterben; gleich wie die Blumen auf dem feld, also wird auch die schöne Welt in einem nu verderben. 7. Die Welt erzittert ob dem Tod; liegt einer in der letzten not, dann will er gleich fromm werden; der schaffet dies, der andre das, seinr armen Seel er ganz vergaß, dieweil er lebt' auf Erden. 8. Und wenn er nicht mehr leben kann, hebt eine große selag er an, will sich nun Gott ergeben; ich fürcht fürwahr, dlie göttlich 6nad, die er allzeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. 9. Dem Reichen hilft doch nicht sein öut, dem Jungen nicht 35⁵ sein stolzer ut, er muß aus diesem maien; wenn einer hätt die ganze Welt, Silber und 6old und alles Geld, doch muß er an den Reihen. 10. Dem 6lehrten hilft doch nicht sein sunst, die weltlich pracht ist gar umsonst, wir müssen alle sterben. Wer sich in christo nicht bereit, weil er lebt in der önadenzeit, ewig muß der verderben. I1. höret und merkt, ihr lie⸗ ben Kind, die setzo Gott ergeben sind: Laßt euch die Müh nicht reuen, halt't stets am heilgen Gotteswort, das ist eur Trost und höchster hort, oott wird euch schon erfreuen. 12. nicht Ubel ihr um Ubel gebt! Schaut, daß ihr hie un⸗ schuldig lebt, laßt euch die Welt nur äffen, gebt Gott die Rach und alle Chr, den engen Steig geht immer her! Gott wird die Uelt schon strafen. 13. Wenn es ging naͤch des fleisches mut in 6unst, õesund⸗ heit, großem 6ut, würdt ihr gar bald erkalten; darum schickt Gott dlie Trübsal her, damit eur fleisch gezüchtigt wär, zu ewger freud erhalten. 14. Ist bitter euch das sereuz und schwer, gedenkt, wie heiß dlie hölle wär, darein die Welt Ceben u. Wandel H EE tut rennen, mit Leib und Seel muß leidend sein ohn Unter⸗ laß die ewge Pein und kann lloch nicht verbrennen. 15. Ihr aber sollt nach dieser zeit mit Christo haben ewge freud; dahin sollt ihr gedenken. sein mann lebt, der aussprechen kann die Wonne und den ewgen ohn, den euch der herr wird schenken. 16. Und was der ewig gütge bott in seinem Wort versprochen hat, geschworn bei seinem na⸗ men, das hält und gibt er g'Wiß fürwahr. Der helf uns zu dler Engel Schar durch Jesum Christum! Amen. 1530⁰. Psalm 31, 1—-6. Eigene Melodie. 15. Jahrhundert. 330 — + + —— 1— + I +— auf dich hab 1c ge⸗hof⸗fet, herr, hilf, Y 1 + ———p + 1 * 2—— + I daß ich nicht zu Schan⸗ den werd noch e⸗wig-lich zu Spot⸗ te. das bitt ich dich: kEr⸗ hal=te 10 2 Hn mich in dei ner Treu, herr 60t ⸗te! 2. Dein gnädig ohr neig her zu mir, erhör mein bitt, tu llich herfür, eil bald, mich zu erretten! In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir aus meinen nöten! 3. ein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei meine Burg, llarin ich frei und ritterlich mög streiten wider mein' feind, der gar viel seind an mir auf beidlen Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein ßels, mein hort, mein Schild, mein serãft, sagt mir dein Wort, mein hülf, mein heil, mein Leben, mein starker 6ott in aller Not; Wer kann mir widerstreben? 5. Mir haͤt die Welt trüglich gericht mit Lügen und durch 3⁰0 ESEUUELRLEE eben u.Wandel falsch Gedlicht viel netz und heimlich Stricke; herr, nimm mein waͤhr in der 6efahr, hüt mich vor falscher Tücke! 6. herr, meinen Geist befehl ich dir, mein 6ott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine hände! O wahrer Hott, bigene melodie. aus aller Not hilf mir am letzten Ende! 7. Cob, Preis und chr und herrlichkeit sei öott Vater und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit namen! Die göttlich seraft mach uns sieghaft durch Jesum hristum! Amen. Adam Reusner g. 1406 178. Urspüngliche form im Anhang. 1577. H 1—— +——.— 3 3 7 I 4 5— I 1 + + + I— + herz-lich lieb hab ich dich, o herr; die gan-ze Weit er⸗freut mich nicht, + 1 + + ———— + 1 1 + + 32 1 Y I. 1 ich bitt, wollst sein von mir nicht sern mit dei⸗ ner nach Erd und him⸗mel frag ich nicht, wenn ich dich 1—9 —————IIII———— +—— + —————..— 1 2— 1 I I +— 6üt und 6na⸗den. nur kann ha⸗ben. Und wenn mir gleich mein ———— 4 I + 1 I—— + + 1 + + T/* + VY herz jer⸗bricht, bist du doch mei⸗ ne Zu⸗ver⸗ sicht, mein I ꝛ— 1—.— 5 ů—.——— u Teil und mei⸗nes her⸗zens Trost, der mich durch sein Blut — en, ren.den,öneneirnn. en.an. snrerre. —— I——— .—— hat er⸗löst. herr Je⸗su christ, mein ott und herr, mein 361 Leben u. WWandel ELLELEE Gott und herr, in Schan-den laß mich nim mer⸗mehr. 2. Es ist jã, herr, dein 6schenk und 6ab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem ar⸗ men Leben; damit ichs brauch zum Tobe dein, zu nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein önade geben. Behüt mich, herr, vor falscher Lehr, des Satans mord und Lügen wehr, in allem streuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. herr Jesu christ, mein herr und Gott, mein herr und 6ott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Nch herr, laß deine Enge⸗ lein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tra⸗ gen, den Leib in sein'm Schlaf⸗ kämmerlein gar sanst ohn einge Oual und pein ruhn bis zum jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Nugen sehen dich in aller Ffreud, 0o Gottessohn, mein heiland und mein 6nadenthron! herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling g. 1532 + 1608. mel.: Nus tiefer Not schrei ich ju dir. Mel. 2. Ursprüngliche form im Aanhang. A 15²⁵. 2. 338 I* — 2. +‚— 1 1 I —— —.— herr, wie du willst, so schicks mit mir al-älein zu dir steht mein be⸗gier, —— H— I —— 1 2— —— im(e⸗ben und im Ster-ben, laß mich, herr, nicht ver der- ben! Er ⸗halt mich nur * V I I I +* 1 »⸗!-.s.⸗⸗⸗)ss ⸗ in dei⸗ ner huld, jsonst wie du willst; gib sqW.—————————eeee +—— 1 1— I— mir Ge⸗ duld, denn dein Wül ist der be»ste. 262 * nn 11191 EEEEELLRETeben u. Wandel 2. Zucht, Chr und Treu verleih mir, herr, und Lieb zu deinem orte, vehüt mich, herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu mei⸗ ner Seligkeit, wend ab all Un⸗ gerechtigkeit in meinem ganzen leben! 3. Soll ich einmal nach deinem kat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit freu⸗ den. mein Leib und Seel befehl ich dir, o herr, ein seligs End gib mir durch Jesum Christum! Amen. staspar Bienemann g. 1540 + 1501. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. Auch nach Melodie ur. 384 ju singen. 15²⁷. .—— 339————— I 1 + SZ— + 1..— hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir und ich dich su che mit be⸗gier, —+ von her-jen mich ver-lan-ge 1 wenn mir wira angst und ban⸗ge. Uer ⸗ieih, daß ich mit +—. 2— 1* 1 WH7 — 380— freu de dich in mei- ner Angst bald fin de; gib mir den * EL. 1 —2 1 1 1 +— +.. ——— Sinn, daß ich fort hin meid al-le Schand und Sün⸗de. 2. Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz mich deiner Gnad ergebe, habtäglich ein zerknirsch⸗ tes herz, in wahrer Buße lebe, vor dir erschein, herzlich bewein all meine missetaten, die hͤnde fein laß milde sein, dem Dürf⸗ tigen zu raten. 3. Die Lust des fleisches dampf in mir, daß sie nicht überwinde; rechtschaffne Lieb und Lust zju dir in meinem sSinn anzünde, llaß ich in Not bis in den Tod dich und dein Wort bekenne, und mich kein Trutz noch Eigennutz von deiner Wahrheit trenne. Leben u. Dandei E 4. Behüte mich vor ZJorn und 6rimm, mein herz mit Sanft⸗ mut ziere, auch alle hoffart von mir nimm und mich zur Demut führe! Was sich noch findt von alter Sünd durch deinen 6eist ausfege, gib, daß allzeit Trost, fried und freud sich in mir Armen rege. 5. Den Glauben stärk, die Lieb erhalt, die hoffnung mache feste, daß ich von dir nicht wanke bäld, Beständigkeit ists Beste; dlen Mund bewahr, daß nicht befahr durch ihn mir werd er⸗ Wecket; gib Brot dem Leib, doch daß er bleib von Wollust un⸗ beflecket. Eigene melodie. mel. 1. 6. Gib, daß ich treu und fleißig sei in dem, was mir gebühret, daß ich auch nicht durch heu⸗ chelei und Chrgeiz werd ver⸗ führet. Leichtfertigkeit, haß, zank und neid laß in mir nicht verbleiben, verstockten Sinn und Diebsgewinn wollst du fern von mir treiben. 7. hilf, daß ich folge treuem Rãt, von falscher meinung trete, lem Armen helfe mit der Tat, für freund und feind stets bete, llien jedermann, so viel ich kann, dlas Böse haß und meide nach lleinem Wort an allem ort, bis ich von dannen scheide. Joh. heermann g. 1585 4 1647. 16⁴8. 40 1—— 2... 7 —— —I—— 0 Gott, du from-mer Gott, du Brunn⸗ ohn den nichts ist, was ist, von dem 22.— 11 I—4 2— + 1 4—LE x P 18 I— I + + 1 +———4— I——————*—— quell gu- ter 6a⸗ ben, wir al ⸗ies ha ⸗„ven, r en kei Hit — 1 1* 1 +. N 1 1 1 1—+ + 1 +* 5 ————..— D—— mir, und daß in sol chem leib ein un⸗ ——— I 7 — I L 1I..— I LI .— 4.— TIIIe rrtrKKE E 2 H ver-letz⸗ te Seel und rein 6e⸗ wise⸗ sen bleib. 30⁴ ———14434 11141 ——— RRlLeben u. Wandel Mel. 2. odler: 1603. 2 ‚ I E—4 2 ei min 0 Gott, du from⸗ mer 6ott, du bBrunn · ohn den nichts ist, was ist, von dem L +—II. + I II ————————————————— quell gu- ter Ga⸗ ben, wir al ⸗les ha⸗ den, 1 iun den keis A —— 2.——.— D. —.—.— ů—— 4— 1— 1 1 I 1 1 1 mir, und daß in sol⸗ chem leib ein un⸗ ———— I H ——— 1— EH ————— 1 —.— ün— SDS ver ⸗letz⸗ te seel und 2. Gib, daß ich tu mit fleiß, was mir ju tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Standle führet. 6ib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll; und wenn ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich redle stets, wo⸗ mit ich kann bestehen; laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten sraft und nachdruck, ohn Verdruß! 4. findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gib einen helaͤenmut, das streuꝛ hilf selber tragen! 6ib, daͤß ich meinen feind mit Sanftmut rein 6e⸗- wis⸗ sen bleib. überwind, und wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jelermann in fried und freundschaft leben, so Weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dlies dlabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. b. Soll ich auf dieser Welt mein leben höher bringen, durch manchen sauren critt hindurch ins Alter dringen, so gib 6e⸗ duld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, daß ich mit Chren trag all meine grauen haar. 7. Iaß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden, die Seele nimm jzu dir hinauf ju Ceben u. Wandel H deinen freuden, dem Leib ein Rkäumlein gönn bei frommer Christen õrab, auf daß er seine kuh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so tu auch deine hand zu meinem 6rãb ãusstrecken, laß hören dei⸗ ne Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten hauf! joh. heermann g. 1585 + 1647. E. Matth. 5. mel: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. 3 41 2——— H + 5 22 I + 1 Z — sommt, laßt euch den her⸗ ren leh-ren, wel-che dlie sind, die ge⸗ hö⸗ ren XI + I M I —— I + +* 1———— kommt und ler⸗ net all-zu- mal, die ju der rech⸗ten chri⸗sten Zahl, be⸗ Ken nen mü⸗-hen sich da⸗ne⸗ben, guts zu tun, so lang sie le⸗ben. 2. Selig sind, die Demut haben und sind allzeit arm im Geist, rühmen sich gar keiner Gaben, daß Gott werd allein gepreist, dlanken dem auch für und für, denn das himmelreich ist ihr. Gott wird noch zu Chren setzen, lie sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig sind, die Ceide tragen, dla sich göttlich Trauren findt, dlie beseufzen und beklagen ihr 300 und andrer Leute Sünd, die dleshalben traurig gehn, oft vor ott mit Tränen stehn. Diese sollen noch auf Erden und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen her zen, da man Sanftmut spüren kann, welche hohn und Trutz verschmerzen, weichen gerne sedermann, die nicht suchen eig ne Kach und befehlen ott dir em lei· eck irt 47. Lat — 3 e EEEELL Leben u. Wandel Sach. Diese will der herr so schützen, daß sie noch das Cand besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich stre⸗ ben nach õerechtigkeit und Treu, dlaß an ihrem Tun und Leben nicht Gewalt noch Unrecht sei, dlie da lieben gleich und recht, sind aufrichtig, fromm und schlecht, Geih, Betrug und Un⸗ recht hassen. Die wird Gott satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Erbar⸗ men sich annehmen fremdaer not, sind mitleidig mit den Armen, bitten treulich für sie õott; die behülflich sind mit Rat, auch wo möglich mit der Tat, werden wiedler hülf empfangen und Bäarmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die funden wer⸗ den reines herzens jederzeit, die in Werk, Wort und õeberden lie⸗ ben Zucht und heiligkeit. Diese, welchen nicht gefällt die unreine Cust der Welt, sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schau⸗ en Gott mit freuden. 8. Selig sind, die friede machen und drauf sehn ohn Unterlaß, dlaß man mög in allen Sachen fliehen hader, Streit und haß: dlie da stiften fried und Ruh, raten allerseits dazu, sich auch friedens selbst befleißen, wer⸗ den Gottes stinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dul· dlen Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht verschulden und gerecht befun · den sein. Ob des freuzes gleich ist viel, setzet õott doch Maß und Ziel, und hernach wird ers be⸗ lohnen ewig mit den chren⸗ kronen. 10. herr, regier zu allen Zeiten meinen Wandel hier auf Erd, dlaß ich solcher Seligkeiten auch aus 6naden fähig werd. Gib, dlaß ich mich acht gering, meine sclag oft vor dich bring, Sanft⸗ mut auch an feinden übe, die bwerechtigkeit stets liebe; 11. Daß ich Armen helf und diene, immer hab ein reines herz, die in Unfried stehn, ver⸗ sühne, dir anhang in freud und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn und durch deines Geistes Stärke mich befleiße rechter Werke. hhäannov. 6sb. 1648. Uach Joh. heermann g. 1585 4 1647. el: Es ist gewißlich an der Zeit. 3os. Klug 1335. 2—— 0 34² 0O treu-er sa auch für hei⸗-land, Je- su christ, der mich ge⸗stor- ben bist, laß Leben u.Wandel UEE Tn, I 1—‚ 1 + + n. nmnin- oe n dun.: i ait. kudn, —— L— I— II 1— 8. du auch mir ge⸗ bo-ren, Er · lloch nicht sein ver ⸗ lo⸗ren an mir das groß er 1 +. + N I 2* i n,. 2 + —— i 4.——— lö ⸗ sungs- werk, viel mehr gib 6na ⸗-de, 4 I I. +..—.— I + STR——— —.. I— 1—II serast und Stärk, in brün ⸗-stig dir 2. 6ib 6nade, daß ich dich hin · fort als meinen heiland liebe, lir lebe und in deinem Wort mich treu und fleißig übe. Und wie du, herr, gestorben bist, so hilf mir auch, zu jeder frist den Sünden abzusterben. 3. Du standest von den Toten auf, brachst durch des 6rabes Türen; drum laß mich einen neuen Lauf voll Geist und Tu⸗ gend führen, laß mich von Mel.: Sollt ich meinem Gott nicht singen. Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. V 1 zu dan- ken! Sünden auferstehn, in deinen heilgen Wegen gehn und dir zu Chren leben! 4. Laß hier in deinem Reiche mich dir treu, beständig dienen, in guten Werken fruchtbarlich stets wachsen, blühn und grü⸗ nen, bis du nach meinem pil⸗ grimslauf mich nimmst in dei⸗ nen himmel auf, wo du zur Kechten sitzest. 16³³. Joh. Schop 1642. * 343 ———*—. — Cas⸗- set uns mit Je⸗ su zie⸗ hen, in der Welt der Welt ent⸗flie hen +. Wäch — 1 — +—. —. — 1— + — 1 558 +7 I AIIXIX sei- nem Vor⸗-bild fol⸗-gen nach er uns brach, 368 auf der Bahn, die im mer ⸗ fort zum + sei DIED EEEUERRRQLLeben u.Wandel ———— him ⸗-mel rei-sen, ir disch noch schon himm»lisch — sein, glau⸗ ben recht und le⸗ ben fein, in der 1 N 1 1 —.—— 2— I1—* 2 lieb den Glau- ben wei ⸗ sen. Treu er Je ⸗su, — x—.——— L ———— LI. I +—— LI bleib bei mir, ge⸗ he vor, ich fol ge dir. 2. Tasset uns mit Jesu leiden, seinem vorbild werden gleich; naͤch dem Leide folgen freuden, Armut hier maͤcht dorten reich, Tränensaat die erntet Cachen, hoffnung tröstet mit õeduld; es kann leichtlich Gottes huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen not. Caßt fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben; weil er auferstanden ist, muß das 6rab uns wiedergeben. Jesu, unser haupt du bist, wir sind dei⸗ nes Leibes 6lieder, wo du lebst, dlã leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter freund, für dleine Brüder! Dir, o Jesu, leb ich hier und dort ewig auch bei dir. uns töten, weil wir leben, unser Sigism. v. Birken g. 1026 1 1681. Psalm 118. mel.: Werde munter, mein emüte. Joh. Schop 1642. 1 I 4— 4 nnnm im hilf uns, herr, in al-len Din ⸗gen, wohl an⸗ fan⸗ gen und voll- brin⸗gen, 309 Leben u. Wandel H 1— ddaß wir un⸗ ser Amt und Werk gib uns Weis⸗heit, Kraft und Stärk!/ oh ne dei⸗ ne 2. hilf uns, herr, an allen or⸗ ten, wo wir dein bedürftig sein, brich der hölle Macht und Pfor; ten und gib deinem häufelein, leiner armen Christenheit, Lie⸗ be, fried und Cinigkeit! hilf uns, herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! 3. hilf uns, herr, in allen Nö⸗ ten, aller Trübsal und Gefahr, laß uns keine Drangsal töten, nimm doch unser also wahr, laß screuz, lend und Verdruß uns zum besten dienen muß. hilf uns, herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! ——. e ur. —— D——— hülf und Gunst ist all un ⸗ ser Werk um⸗ — + + 1 +— —————— sonst; hilf uns, herr, in al⸗ len din ⸗ gen + + ů 1 ————— und laß al-les wohl ge ⸗ lin ⸗ gen! 4. Hilf uns, herr, aus allem Leide in der letzten Todesnot, laß uns fahren hin mit freude und durch deinen bittern Tod kommen in das paradeis, uns zur freude, dir jum Preis! hilf uns, herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! 5. hilf uns, herr, in letzten Zů; gen, hilf! Nach unsrer Zuversicht laß uns ritterlich obsiegen und zu Schanden werden nicht! 0 herr Jesu, deine hand leist uns hülfe und Beistand, daß wir nach vollbrachtem Kingen Lob und Dank dir ewig singen. nach martin RKinckart g. 1586 T 1649. Mel.: Kommt her zu mir, spricht ottes Sohn. Ursprüngliche form im Anhang. 1530. 345 Uch Gott, gib du uns dei- ne 6nad, daß 370 — INL — EEELLR eben u. Wandel I——— *— ———.—— 8—— DEE——— —..—.= wir all Sünd und mis⸗ se⸗tat buß ⸗fer ⸗tig⸗lich er ⸗ken · nen und glau-ben fest an Je⸗sum christ, der uns zu V ——— 1 I +S 4. I 1 +— 1. +* helfn ein mei⸗ster ist, wie er sich selbst tut nen⸗nen. 2. Hilf, daß wir auch nach dei⸗regier, auf ebner Bahn jum nem Wort gottselig leben im⸗himmel führ durch Jesum Chri⸗ merfort zu chren deinem na⸗stum. Amen. men; daß uns dein guter Geist Samuel Zehner() g. 104 + 1635. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. 340—— H — +—.—. ů + sei ge⸗-treu bis an das en ⸗de, dich von dei⸗ nem je⸗ su wen ⸗de, LN I I— I I 1 + + I +* I— +*—— ů—— dda- mit kei- ne Qual und not sei ihm treu bis in den dod!) Ach das Cei⸗-den — +—EIA—. + I I — L I— I VD dlie ⸗ser Zeit ist nicht wert der herr⸗ lich Keit, die dein Je · sus ——a x5 +—x— I 1—— N — 1 + + + + IH ——+ — 2— dlir will ge ben dort in sei⸗ nem freu⸗den le⸗ ben. Leben u. Wandel 2. Sei getreu in deinem 6lau⸗ ben, laß dir dessen festen õrund jã nicht aus dem herzen rauben, halte treulich deinen Bund, den dein herz durchs Wasserbad fest mit Gott geschlossen hat. Ewig ist der mensch verloren, der ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; aulch die Cieb am Uächsten übe, Wwenn er dich gleich oft betrübt. Denke, wie dein heiland tat, als er für die feinde bat; du mußt, soll dir 6ott vergeben, auch ver⸗ zeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden und laß dich kein Ungemach, keine not von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! denn du maäachest deine Schuld größer durch die Ungeduld; selig ist, wer willig träget, was sein õott ihm auferleget. 5. Haãt dlich reuz und Not be⸗ troffen, und õott hilft nicht also⸗ fort, bleibe treu in deinem hof⸗ fen, traue fest auf ottes ort! hoff auf Jesum festiglich, sein mel.: Nuf dich hab ich gehoffet, herr. herz bricht ihm gegen dich, seine hülf ist schon vorhanden; hoff⸗ nung mächet nie zu Schanden. 6. Sei getreu in allen Sachen, in dem Anfang, mittel, Schluß, fürchte õvott und laß ihn machen, hüte dlich vor Joabs stuß,“) such in allem Gottes Ruhm, führ ein währes christentum, sei zwar klug in deinem 6lauben und dloch ohne falsch wie Tauben! *) 2 Sãm. 20, 9. 7. Sei getreu in Todesstunden, halt dich glaubensvoll an Gott, flieh getrost in Christi Dunden, sei getreu bis in den Tod! Wer mit Jesu glaubig ringt, ihn wie Jdkob hält und zwingt, dem will er in senem Leben seine freudenkrone geben. 8. Nun wohlan, ich bleib im Ceiden, lauben, LCieb und hoff⸗ nung fest, ich bin treu bis an llas Scheiden; Jesus, der mich nicht verläßt, ist, den meine Seele liebt, dem sie sich im sereuz ergibt; ihm befehl ich meine Sãchen, denn ich weiß, er wirds wohl machen. Leipzig 1659. 15. Jahrhundert. — I 1— 347 22 ů — * ———— ———— Ich weiß, mein Gott, daß all mein I 44⁰—⁷⁰ — + — f Id +.. .—— dlei- nem Wil⸗len ruhn, von 37²2 ge EFEUEReben u.Wandel *— 1 4—— +——ꝛ ——— + dir kommt 6lück und se⸗ gen; was du re⸗gierst, das +. I + ——— I— + 4 H 1 + — I geht und steht auf rech-ten, 2. Es steht in keines enschen Maächt, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines 6angs sich freue; des höchsten Rat der machts allein, daß menschenrat gelleihe. 3. Oft denkt der mensch in sei⸗ nem mut, dies oder jenes seĩ ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was dloch Gott selbst erwählet. 4. So fängt auch mancher weise mann ein gutes Werk jwar fröhlich an und bringts doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes haus, doch nur auf lauterm Sande. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn fast über Berg und Spitzen hin, und eh er sichs versiehet, so liegt er da, und hat sein fuß vergeblich sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du seron und Zepter trägst in dei⸗ nem chron und aus den Wolken blitzest, vernimm mein Wort undl höre mich vom Stuhle, da du sitzest. 7. Uerleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und gu⸗- ten UWe ⸗gen. da der rechten Weisheit sraft durch deine seraft erwecket. 8. Gib mir Verstand aus deiner höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen seĩ du mein freund und treuer Rat, wãs recht ist, zu er⸗ füllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein; was fleisch und Blut erwählet, das verwehre! Der höchste Zweck, dãs beste Teil sei deine Cieb und Chre! 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; waãs dir zuwider, laß mich nicht in Wern und Tat verüben! 11. Ists Werk von dir, so hilf ju Glück, ists Menschentun, so treib zurück und andre meine sinnen! Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurjem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unser feind an dem, was dein herz gut gemeint, beginnen sich zju rächen, ist das mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich könnest brechen. ceben u. Wandei LLEEE 13. Tritt zu mir zu und mache leicht, was mir sonst fast un; möglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner hände. 14. Ist ja der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seufßzen und zu be⸗ ten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, da ihn sonst vor graut, mit tapfrem mut be⸗ zwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 16. der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, herr, durch deinen Geist, wo freud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein seind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller 6önüge. So hilf nur, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 18. Dein soll sein aller Ruhm und chr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreu⸗ ter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, er⸗ zählen. Paul Gerhardt g. 1607 4 1676. el.: Was mein Gott will, das g'scheh allzeit. 2 V 2— Ursprüngliche ßform im Anhang. 348 Z..— + E ů 4 Sei 6ott ge⸗ treu, halt sei nen Bund, leg die-sen stein zum er ⸗ästen 6rund, 1 L 12— o mnensch, in dei⸗nem Le ⸗ ben 5 4** ib i ͤ ö uf in bleib ihm al-lein er⸗ ge-ben! enk an den Kauf i — + I 1—4 1 1 + dei ner Tauf, da er sich dir ver⸗ schrie⸗ ben bei V Y I.— 1 THI +.E + 1 + sei-nmem Eid, in — E- Uig⸗-Kkeit als Va-ter dich zu 37⁴4 lie-ben. (s EEQL eben u.Wandel 2. Sei Gott getreu, laß keinen Wind des streuzes dich abkehren! Ist er dein Vater, du sein gind, was willst du mehr begehren? Dies höchste öut macht rechten Mut; kann seine huld dir wer; dlen, nichts Bessers ist, mein lie⸗ ber Christ, im himmel noch auf Erden. ö 3. Sei Gott getreu von Jugend duf, laß dich nicht Lust noch Lei⸗ den in deinem gaͤnzen Lebens⸗ lauf von seiner Liebe scheiden! Sein alte Treu wird täglich neu, sein Wort steht nicht auf Schrau⸗ ben; was er verspricht, das bricht er nicht; das sollst du kühnlich glauben. 4. Sei Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner hand, wer ist, der dich verletzet! Wer seine 6nad zur Brustwehr hãt, kein Teufel kann ihm scha⸗ den; steht diese ehr um einen her, dem bleibet wohl geraten. 5. Sei Gott getreu, sein liebes Wort standhaftig zu bekennen, steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen! Was dliese Welt in Armen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt ewig fort ohn alles Wanken stehen. 6. Sei Gott getreu, als welcher sich läßt treu und gnädig fin⸗ den; streit unter ihm nur ritter · lich, laß über dich den Sünden jã wider Pflicht den Zügel nicht! Wär je der fall geschehen, so sei bereit, durch Buß beizeit nur wieder aufzustehen. 7. Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwen⸗ dlen! Er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrun; gen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du Gott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine seron zum önadenlohn im him⸗ mel dir aufsetzen; da wirst du dlich fort ewiglich in seiner Treu ergetzen. mich. franck g. 1600 1 1667. Mel.: Machs mit mir, Gott, nach deiner 6üt. Joh. h. Schein 1628. 3 49 Ryuthmische form. D— I—.—— J + 15———.—..— —.—— . Mir nach, spricht Chri- stus, un-ser held, Uer-leug net euch, ver-aßt die Weit, Leben u. Wandelse — 2 2* 41— mir nach, ihr chri⸗sten al-le! folgt mei nem Ruf und Schal-le! neymt eu er streuz und + +— + N 4 1 J + 4 + 4 1 +— +— ——— ö 4 —— Un⸗ ge⸗ mach auf euch, folgt mei- nem Wan ⸗- del nach! oller: mel.: machs mit mir, õott, nach deiner öüt. plane oder isometrische form. +.. 2— +*—— 12 + aun. uu. 1.— ͤöäů‚9.44.1.!ꝛ.ꝛ?)ᷓ8 Mir nach, spricht Chri ⸗stus, un ⸗ser held, mir Uer⸗-leug net euch, ver⸗-laßt die Welt, folgt 45 1 1 D— — 1t7——— GI—.—ßt.— In*— 14..—*..J—.. 4——— 4...— + + 1 nach, ihr Chri⸗sten al-le! mei nem Ruf und Schal-le! nehmt eu ⸗er sereuz und 174 + ——— c AFAFFFPIPEIFE Un⸗ge⸗ mach auf euch, folgt mei- nem Wan ⸗-del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht 4. Ich jeig euch, das was schäd⸗ euch für mit heilgem Tugend⸗lich ist zu fliehen und zu meiden leben; wer zu mir kommt und und euer herz von arger List zu folget mir, soll nicht im finstern reingen und zu scheiden. Ich schweben. Ich bin der Weg, ich bin der Seele fels und hort und weise wohl, wie man wahrhaf⸗ führ euch zu der himmelspfort. tig wandeln soll. 5. fällts euch zu schwer, ich geh 3. Mein herz ist voll Demütig⸗voran, ich steh euch an der Seite, keit, voll Iiebe meine Seele; mein ich kämpfe selbst, ich brech die mund der fließt zu jeder Zeit Bahn, bin alles in dem Streite. von süßem Sanftmutsöle; mein Ein böser senecht, der still mag Geist, öemüte, sraft und Sinn stehn, wenn er den felaͤherrn ist õott ergeben, schaut auf ihn. an sieht gehn. 376 — 1411I1 EEEEELLE ceben u. Wandel 6. Uer seine Seel zu sinden meint, wird sie ohn mich verlie⸗ ren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in õott einfüh · ren. Uer nicht sein sereuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht 7. So laßt uns denn dem Ueben herrn mit unserm sereuz nach · gehen und wohlgemut, getrost und gern in allem Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die seron des ewgen Lebens nicht Wert und meiner Zier. davon. Johann Scheffler g. 1624 1677. Eigene melodie. 1738. 3 50 2——.. —. nl-les ist an 6ot-tes Se⸗gen und an .EE D. vè,.n ee —— sei⸗ner 6nal ge⸗le- gen, ü⸗ber al-ies Geld und out I — I— I RIRR * 1 2 1 —————— SS— 2·. 1 wer auf öott sein hoff⸗nung set-jet, der be⸗hält ganz — 2.— 2 4 4— + 1—— +——— IHH Al D—— 23— II—. 2—— EZE— 1.—ñ——— 7 33 un- ver⸗let jet ei⸗ nen frei en hel· den- mut. 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein. Der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein helfer sein. 3. Uiel bemühen sich um sã; chen, die nur Sorg und Unruh maächen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was Vergnügung pflegt zu bringen und man jetzt gar selten findt. 4. hoffnung kann das herz er⸗ quicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders 6ott gefällt. meine Seele, Leib und Lleben hab ich seiner õnad erge⸗ ben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Uerlangen zu er⸗ füllen, es hat alles seine Jeit. Ich hab ihm nichts vorzuschrei⸗ ben, wie Gott will, so muß es bleiben, wann sott will, bin ich bereit. 37²⁷ Ceben u. Dandelse 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben, lloch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt ich verlasse mich auf ihn; ist wie ein Strom dahin. 167⁰. Matth. 26, 41. mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn. 1655. 351 E——— I. 1— — +— Ma- che dich, mein Geist, be»reit, daß dlich nicht die bö ⸗-se Zeit 2—1—— 1— 1. H A. —— Wa e n ue enn es ist Sã ⸗tans(ist un-ver⸗hofft be⸗tre⸗te; ——— 1 1— — — EEr + ILII ü⸗- ber vie le from-men zur ver⸗su-chung Kom-men. 2. Aber waͤche erst recht auf von dem Sündenschlafe, denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden un⸗ vermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser herr erleuchten; wäche, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die füll seiner 6nadlengaben offne Augen ha⸗ ben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf maͤg finden, weils ihm sonst ein Leichtes ist, dlich zu überwinden; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 37⁸ 5. Wache, daß dich nicht die elt durch ewalt bezwinge odler, wenn sie sich verstellt, wie· ller an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von fal⸗ schen Brüdern unter deinen 6lie⸗ dlern. 6. Wache dazu auch für dich, für dlein fleisch und herze, damit es nicht freventlich Gottes 6nad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen, denn der herre muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und be⸗ strickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. —— 141114 EEEER Teben u.Wandel 8. Jã er will gebeten sein, wenn er Wãs soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, feind, Welt, fleisch und sünden kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im bebet anflehen, denn er will Eigene melodie. Rhythmische form. uns mit füll seiner unst be⸗ schütten, wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so laßt uns immer⸗; dar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und 6efahr im· mer näher treten. Denn die Zeit ist nicht weit, da uns ott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burch. freustein g. 1671 4 1718. 1524. V H 2—.— + 1 + 1 I I — LI. —— — 1.— laß Le⸗be herr Je⸗su, öna- den- son ne, wahr· n, Licht und Won- ne mein —.WCI ———— 2.......— + 14..—..— haf-tes le-bens-licht, blö-des An- ge⸗sicht nach dei⸗ner 6nad er ⸗freu⸗en ——— I 24 Y +W + LI— ̈⁰SE. —..—‚..—... 12—— —. 1—.—.— LII + 1.— und mei⸗nen 6eist er ⸗ neu⸗ en, mein Gott, ver⸗sag mirs nicht! oller: kigene melodie. plane oder isometrische form. + 1 1—2 1 LHE 7.— 1— 1 +—— XII—1. ũ 1 + 19. +.. + —— 1—— 1—. + 1 herr Je- su, 6na⸗- den ⸗ son ne, wahr⸗ laß le-ben, licht unl Won- ne mein I I— 0 ‚——..—. haf⸗tes Le⸗benslicht, blö⸗des An-ge-sicht nach dei ⸗ ner õnad er ⸗ freu=en 370 Ceben u. Wandel HVDED und mei⸗nen 6eist er neu oen, mein 6ott, ver ⸗sag mirs nicht! 2. Uergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich, laß deine friedensgaben mein armesherze laben, ach herr, erhöre mich! 3. Uertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Chren lebe, Weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis, herr, durch dlein heilig Wort, damit ich an dlich gläube und in der Wahr⸗ heit bleibe zu Trutz der höllen⸗ pfort. 5. Mit deiner straft mich rüste zu kreuzgen mein Begier und alle bösen Lüste, auf daß ich für und für der sündenwelt ab⸗ sterbe und nach dem fleisch ver; derbe, hingegen leb in dir. 6. Nch zünde deine Liebe in mei⸗ ner Seele an, daß ich aus innrem Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen be⸗ ständig möge wallen auf rechter lebensbahn. 7. Nun, herr, verleih mir Stär⸗ ke, verleih mir raft und Mut, denn das sind 6nadenwerke, dlie dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und beginnen ist böse und nicht gut. 8. Darum, du õott der 6naden, ddu Uater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu! 6ib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, und steh mir kräftig bei! cudw. Andr. Gotter g. 1661 4 1735. 353 Phil. 2, 12. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. Rhythmische form. 1551. 2 +——4 22 + + +— I + 2— 2—1—— J— E—— + 7 I — NI— **— Schaf-fet, schaf ⸗fet, en ⸗ schen ⸗kin · det, bau- et nicht, wie fre⸗ che Sün ⸗der, nan n ů L E I.— ET ——— l 1 schaf⸗fet eu⸗re se⸗lig keit, nur auf ge⸗gen⸗wärt ·—* son ⸗dern schau et HLILE III HII Eeeben u. Wandel —— 1 — — 1 +* +—— + II. — — mü⸗het euch auf Er⸗den, wie ihr mö⸗get se⸗lig wer ⸗den. odler: mel.: freu dich sehr, o meine Seele. plane oder isometrische form. F 2 2 xPxPPPüPPP‚PPPPPPPPP Schäf⸗fet, schaf fet, men⸗schen-Kkin ⸗der, bau-et nicht, wie fre che sSün ⸗der, öävn. riirreeenrr.. ———— + schaf⸗ fet eu re se⸗-lig⸗keit, nur auf ge⸗gen⸗wärt⸗ge Zeit, son-dern schau et V — — ueaa— —— ·J.·‚·.‚.‚... 1.———— + 1 1 I ü-ber euch, ringet nach dem him- mel⸗reich und be⸗ 2. Daß nun dieses mög gesche⸗ hen, müßt ihr nicht nach fleisch und Blut und nach dessen nei⸗ gung gehen, sondern was Gott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag fleisch und Blut in allen übel oder wohl gefallen. mü het euch auf Er den, wie ihr mö⸗get se lig wer⸗den. 3. Ih r hãabtllrsach zubekennen, dlaß in euch noch Sünde steckt, daß ihr fleisch vom fleisch ju nennen, daß euch lauter Clend deckt, und daß Gottes 6naden⸗ kraft nur allein das 6ute schafft, sd daß außer seiner önade in euch nichts denn Seelenschade. Ceben u.Wandel EULLEE 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, selig, wer im ampf besteht und die Sünde in sich slämpfet, selig, wer die Velt ver · schmäht. Unter Christi streuzes- schmach jaget man dem frieden nach, wer den himmel will er⸗ erben, muß zuvor mit Thristo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure neigung zu bezwin⸗ gen, so bricht eure hoffnung ein. ohne tapfern Streit und serieg folget niemals rechter Sieg, währen Siegern wird die frone nur zum beigelegten Lohne. b. Mit dler Welt sich lustig ma; chen hãt bei Christen keine Statt, fleischlich reden, tun und lachen schwächt den eist und macht ihn matt. Ach bei hristi reuzes· fähn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem herzen sicher wolle tun und scherzen. 7. furcht muß man vor Gott stets tragen, denn er kann mit Ceib und Seel uns zur hölle niederschlagen, er ists, der des seistes öl und nach dlem es ihm beliebt ollen und Voll⸗ bringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um önade an⸗; zuflehen. 8. Und dann schlagt die Sün⸗ denglieder, welche Adam in euch regt, in den streuzestod danie- dler, bis ihm seine Macht gelegt. hauet händ und füße ab, was euch ärgert, senkt ins 6rab“) und denkt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! ½) matth. 3, 30. 9. Jittern will ich vor der Sün⸗ de und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in dler 6nade zu bestehn. Ach mein heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins õericht, gib mir deines seistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen! 10. Amen, es geschehe, Nmen! Gott versiegle dies in mir, daß ich so in Jesu namen meinen Glaubenskampf vollführ. Er, er gebe straft und Stark und re⸗ giere selbst das Werk, daß ich waãche, bete, ringe und also zum himmel dringe. Cudw. Andr. Gotter g. 1661 T 1735. Eigene melodie. Um 1740. +— + + 1— 3 5 2 22— H Sieh, wie lieb lich und wie fein — I — + +— I I 1 —— J S‚í ists, wenn Brü⸗der fried-lich sein, wenn ihr Tun ein ⸗ 382 EEULELRL Leben u. Wandel EE I * + — + II ECE träch tig ist, 2. Diesen ja verheißt der herr reichen Segen nach Begehr und dlas Ceben in der Zeit und auch dlort in wigkeit. 3. Aber ãch, wie ist die Lieb so verloschen, daß kein Trieb mehr auf Erden wird gespürt, der des andern herze rührt. 4. Jedermann lebt für sich hin in der Welt nach seinem Sinn, denkt an keinen andern nicht; wo bleibt da die Ciebespflicht? 5. 0 herr Jesu, Gottes Sohn, schaue doch von deinem chron, schaue die Zerstreuung an, die ein mensch nicht bessern kann. b. Sammle, großer menschen⸗ hirt, alles, was sich hat verirrt, laß in deinem önadenschein alles ganz vereinigt sein! 7. Gieß den Balsam deiner sraft, der dem herzen Leben schafft, tief in unser herz hinein, strahl in uns den freudenschein! oh-ne falsch⸗ heit, Trug und list. 8. Bind jusammen herz und herz, laß uns trennen keinen Schmerz, knüpfe selbst durch deine hand das geweihte Pru⸗ dlerband! 9. So wie vater, Sohn und 6eist drei und doch nur eines heißt, wird vereinigt ganz und gar deine ganze Liebesschar. 10. Was für freude, was für Cust wird ihr da nicht sein be⸗ wußt! Was sie wünschet und begehrt, wird von õott ihr selbst gewährt. 11. Alles, was bisher verwundt, wird mit Lob aus Einem mund preisen Gottes Liebesmaächt, wenn er alls in eins gebraͤcht. 12. straft, Cob, Chr und herr⸗ lichkeit sei dem höchsten allejeit, der, wie er ist drei in ein, uns in ihm läßt eines sein. b. 1-2 mlich. Müller g. 1073 4 1704. U. 3- 12 J. christ. Hehring g. 1671+ 17⁶. mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1. französ. Pfalmmelodie 1547. Kyuthmische form. 3 5 5 2.— ö 1 +.——EI— 1 + + IL..— Ein rei ⸗nes herz, herr, schaff in mir, —— 4 I. 5—4 I 12 2—.——— ‚ —. EIPEe InE +—.—.—— 1. 1 1 1—— schließ ju der sün⸗de Tor und Tür, ver⸗ trei⸗ve sie und 383 Leben u. Wandel — +—— EIE II 1 + — E.— — m,x ——— DE 11 laß nicht ju, daß sie in mei⸗nem her- jen ruh. odler: Mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. Mel. 1. plane oder isometrische form. 2 4 1 4— 4—— — B» Ein rei- nes herz, herr, schaff in mir, schließ e Fenteüden wnretrrem mreren DRñII‚III———————— zu der sün de dTor und kür, ver⸗ trei-be sie und *. 1 — äAAIIII. * rrEr E — + 1— + laß nicht zu, daß sie in mei⸗ nem her⸗zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, 4. Und mache dann mein herz ach komm und wohne du bei zugleich an himmelsgut und Se⸗ mir, treib all Unreinigkeit hin⸗gen reich, gib WDeisheit, Stärke, aus aus deinem Tempel und Rat, Verstand aus deiner milden Wohnhaus! 6nadenhand! 3. LCaß deines guten õeistes Licht 5. So will ich deines HNamens und dein hellglänzend Angesicht Ruhm ausbreiten als dein éi⸗ erleuchten mein herz und 6e⸗gentum und dieses achten für müt, o brunnen unerschöpfter ewinn, wenn ich nur dir er⸗ Güt! geben bin. heinr. Georg ueuß g. 1654 1 1716. kigene melodie. 17⁰⁴4. —5 3 + D—— Es ko⸗stet viel, ein christ qu sein und 4 ——— + I E————— nach dem sinn des rei- nen 6ei⸗- stes le- ben, denn 384 t6 RSRIIIIIIIcxꝑEENANKAERErnnc R Teben u. Wandel —— —— —— 2—2 ů— der na⸗tur geht es gar sau er ein, sich im · mer⸗ dar in — I——— ———.——— I———— 12——.— ——.—.—. 4—.———— *— 1— chri-sti Tod ju ge⸗ben; und ist hier gleich Ein u E— , e, de, e nin.... t. ampf wohl aus-ge⸗richt, 2. an muß hier stets auf Schlangen gehn, die ihren Gift in unsre fersen bringen; da kostets üh, auf seiner hut ju stehn, daß nicht der õist kann in clie Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der mühe wert, wenn man mit Ernst die herrlichkeit erwäget, die ewig⸗ lich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets aufs himm⸗ lische geleget. Es hat wohl Müh, dlie õnade aber macht, daß mans nicht acht. 4. Man soll ein sind des höch· sten sein, ein reiner õölanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so stark, so hell und rein, so herrlich sein, so lieblich im õe⸗ sichte, dieweil ihn da die wesent⸗ liche Pracht so schön gemacht. 5. Dã wird das stind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre das maächts noch nicht. gehn und es mit õott ju Einem beist verbinden. Wer weiß, was dã im õeiste wird geschehn? Wer mags verstehn? 6. Dã gibt sich ihm die Weisheit ganz, die es hier stets als mutter hat gespüret,) sie krönet es mit ihrem perlenkranz und wird als Braut der Seele zugeführet. Die heimlichkeit wird da ganz offen· bar, die in ihr war.“) 5 Spr. 8, I. 31. 1 cor. 2, 9. 1o. 7. Vaãs Gott genießt, genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in ott gegeben; der himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! nichts höher wird an sraft und Würde sein als õott allein. 8. Nuf, auf, mein õeist, ermüde nicht, dich durch die macht der finsternis zu reißen. Was sorgest du, daß dirs an straft gebricht! bedenke was für straft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn,) wie Strom wird es da ganz durch⸗ wohl wirds tun! offenv. 14, 15. christ. friedr. Richter g. 1076 4 1711. 585 Leben u. Wandel LEEIIE Mel.: Es kostet viel, ein Christ zu sein. ⁷— *——— + — + + Es ist nicht schwer, ein christ ju sein und — I I +7 ——.— — — +—....— —— nach dem Sinn des rei nen b6ei ⸗stes le ⸗ ben; jwar — + —— + + + 1.— x—4— 1 H 2—PIPI‚IIIIIsssI!IRIs.... der na ⸗tur geht es gar sau ⸗er ein, sich im⸗mer⸗dar in — I + + qD——— —— 4—2* hri-stii Toc zu ge⸗ ben, doch führt die 6na⸗ de 44³ I N + TEI 2 1 ————— — —.— —2 1 I + selbst ju al ⸗ler Jeit 2. Du darfst ja nur ein sindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. o blöder õeist, schau dloch, wie gut ers mein', das kleinste sind kann ja die smutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr, es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das herz, daß er es selbst mit reiner 6nade fülle; der fromme Gott mächt dir gar keinen Schmerz, dlie Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig in den Tod, so hats nicht not. 4. Wirf nur getrost den sum· mer hin, der nur dein herz ver · den schwe ⸗— ren Streit. geblich schwächt und plaget; er⸗ Wecke nur zum 6lauben deinen Sinn, wenn furcht und Weh dein schwaches herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! so ists getan. 5. Faß nur dein herze in õeduld, Uenn du nicht gleich des Vaters hülfe merkest. VUersiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die 6nade stärkest; so ist dein fehl und kindliches Uersehn als nicht ge⸗ schehn. b. Laß nur dein herz im 6lau⸗ ben ruhn, wenn dich wird Hacht und finsternis bedlecken; dein Vater wird nichts Schlimmes mit 386 LEE WE . Ceben u. Wandel dlir tun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken, ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur! 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, und wirst dein heil mit größrer selarheit schauen; was slu geglaubt, wirst du dann vor dlir sehn; drum darfst du nur dem frommen baͤter trauen. 0 Seele, sieh doch, wie ein wahrer christ so selig ist. 8. Auf, auf, mein Geist, was sãumest du, dich deinem bott ganj kindlich ju ergeben? beh ein, mein herz, genieß die süße Ruh, in friede sollst du vor dem vater schweven. Die Sorg und Cast wirf nur getrost und kühn allein auf ihn. christ. friedr. Richter g. 176 4 1711. kigene Melodie. 1684. 3 5 8—* +— 1 1* + 1— IZ.e— + TE 42+.— 3 4+..—— 11u 1 1— hier legt mein sinn sich vor dlir + + 1 4 1 4 4— 4— ö— 1 1— + nie- der, mein beist sucht sei⸗ nen Ur ⸗sprung 1 1 +— + 1 V. + 4+.....—— 2.— EETTT————— ——————— wie⸗ der; laß dein er⸗freu—end An- ge- sicht + 4 I 1— 1 + 1 + I— UI——. 1— 1— —— 33 zu mei ⸗- ner Ar · mut sein ge ⸗öricht! 2. Schau her, ich fühle mein Ver⸗ derben, laß mich in deinem Tode sterben o könnte doch in deiner pein die eigenheit ertötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Wil⸗ len mit der õelassenheit erfüllen, brich der Natur õewalt entzwei und mache meinen Willen frei! 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, nur ist von der Unlauterkeit die iebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf die⸗ ser rden durch deinen õeist ge⸗ heiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der fuß muß unbeweglich stehn. b. Ich weiß mir zwar nicht selbst ju raten, hier gelten nichts der menschen Taten; wer macht sein 38⁷7 Ceben u. Wandel si ETLLEL herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treu⸗ es Cieben, du bist noch immer treu geblieben; ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche kegung dämpfen, bis du dir dleine Zeit ersiehst und mich aus solchen netzen ziehst. 9. In hoffnung kann ichfröhlich sagen: Gott haͤt der hölle Macht geschlagen, õott führt mich aus dlem stampf und Streit in seine kuh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach drücke tief in mei⸗ nen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst hieran gedlenke und mich in deinen Ab· grund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein herz wird von dir erquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, dlie ebe bist. christ. friedr. Richter g. 1076 1 1711. Mel.: Wer nur den lieven oott läßt walten. mel. 3. 17⁸⁵. +—* +— mein lieber 6ott, ge⸗ den⸗ke mei⸗ enn au-ßer dir ist nir ⸗gend kei · —— een,n e, n n 2— ꝗ*ꝗWRD ner im besten jetzt und al-le-jeit, ven ner, der mich mit kat und Trost er-freut. + — —.— 4 42—— SII—— 1—— Uort macht mich voll zu ver-sicht und * Z 1— 144 +n + 1 + N — 20 1 1 IEtI sagt mir: Du ver gißt mein nicht. LBEEEE Teben u.Wandel 2. Gedlenke meiner, wenn ich höre dein süßes Evangelium, und mache mir diehimmelslehre zu Saft und straft im Christen · tum, daß so dein Same wohl ge⸗ ling und hundertfältig früchte bring. 3. Gedlenke meiner, wenn ich bete, und merke stets in önadlen drauf! Weil ich in Christo vor lich trete, so schließ dein herz und ohren auf, doch gib mir nichts als dies allein, was mir kann gut und selig sein. 4. Gedlenke meiner, wenn ich falle, und wirf mich nicht im zorne hin! Weil ich wie andre Menschen alle im fleische schwach und blöde bin, so fordre meinen õang und Stand durch straft und Stärke deiner hand! 5. Gellenke meiner, wenn ich leicle! Wen hab ich sonst, als dich allein, der bei der Menschen haß und neide mein freund und Tröster könnte sein? Una hab ich dlich, so lacht mein ut, wenn Uelt und Teufel böse tut. 0. Gellenke meiner auch in allen, woran ich nicht gedenken kann, und blicke mich mit Wohlgefal · len in meinem ganzen Leben an! denn gibst du mir, was dir ge⸗· fällt, so ists um mich recht gut bestellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe, und wenn mich alle Welt vergißt; versetze mich in jenes erbe, wo du mein Teil und Leben bist. Denn bliebst du nicht im himmel mein, so wollt ich nie geboren sein. 8. Ich will mich Uber nichts be⸗ trüben, in deine hände hast du mich ju heil und Segen ange⸗ schrieben; drum sieht die hoff⸗ nung bloß auf dich und denkt, im Glauben ungekränkt, daß bvott im besten meiner denkt. Erdmann neumeister g. 1671 1 1750. mel.: herr Jesu christ, meins lebens Licht. 16²⁵. 36⁰ * . NI LCI I——— E. er⸗neu re mich, o e⸗-wigs Licht, und 4 In 1 1 1 n— + II — E LI + 1 H — 4 I+—— ———.3... ——* 4 laß von dei⸗ nem An⸗ge⸗sicht mein herz und Seel mit 1 LI— I SP‚P‚‚.PFF F P P PIPIPIPIPI I——..— 2— 1 1 + + LI * dei⸗nem Schein durch-leuch tet und er-fül⸗let sein! 389 Leben u. Wandeis L 2. Ertõt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sündenwust, ach rüst mich aus mit fraft und Mmut, ju streiten wider fleisch und blut. 3. Schãff in mir, herr, den neuen beist, der dir mit Lust ehorsam leist und nichts sonst, als was du willst, will, ach herr, mit ihm mein herz erfüll! 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, laß sie nach dem, was dro· ben, stehn, bis ich dich schau, o ewigs Licht, von Angesicht zu Angesicht. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 4 Joh. friedr. Ruopp 1708. Rud. Ahle 1664. — 4 IL 4 5601 +— I— + Lieb ⸗ster Je su, und auf des⸗ sen +7 der du mich sel· na-men ich als ber durch dein Blut er⸗kau⸗fet, ein chri—fte bin ge⸗tau-fet,) laß mich dei ⸗nen + I ISITCT 1 +. + + + bGeist re ⸗gie ren, sol chen 2. Laß mich meiner Taufe Bund ernstlich immerdar betrachten, laß mich doch von herzensgrund Satan, Welt und fleisch ver⸗ achten, laß hingegen stets mich üben, Gott und menschen recht zu lieben. 3. Laß mich, herr, den schmalen UWeg durch die enge Pforte gehen, laß auf dleines Wortes Steg einzig meine Nugen sehen, gib oeduld T + na- men recht zu füh⸗ren. in sreuz und Leiden, daß sie nie mich von dir scheiden. 4. somm, vermähle selber dich, liebster Jesu, meiner Seelen, gön · ne, daß auf ewig ich dich zu mei⸗ ner Lust mag wählen, gib, daß keine Trübsalsfluten löschen uns⸗ rer iebe öluten. 5. Laß mich hier in dieser elt als ein wahrer Christe leben und so⸗ dlann, wenn dirs gefällt, christlich 39⁰ „ Eeben u. Wandel meinen beist aufgeben, auch im] nur mein christentum werde ich himmel zu den frommen und dort wiederfinden, wo mit schö⸗ den wahren christen kommen. nen Chrenkronen 6ott will wah⸗ b. Chre, Glucke, unst und Ruhm ren Christen lohnen. laß ich dieser Weit dahinten, aber] seinr. on. Weyrenverg g. 16511 1715. mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. phil. icolai(0 1500. 3⁰——— L 4 NI—.. AI + 2——...—— — Rül· stet euch, ihr Chri · sten»leu-te! Die wapp-net euch mit 6ot tes Wor-te und 1— I 1. fein de su-chen euch zur Beu⸗te, sa Sã ⸗ tan selbst hat kämp-fet frisch an se⸗dem or-te, da:mit ihr blei⸗bet * 4 4+ —— — — 21 24 * eur be⸗gehrt; un ⸗ ver⸗sehrt. Ist euch der feind zu schnell, hier ist + —.——— — Im- ma- nu- el. ho- si ⸗an- na! Der Star · ke fällt durch R F———.— H —.— 22—..———.—.—— ——.—— 1 — ö— die-sen held, un wir be⸗ hal⸗ ten mit das feld. 1 I—.— 2. Reinigt euch von euren Lü⸗ ist freude. Wohlan, so seid jum sten, vesieget sie, die ihr seid chri stampf bereit, so krönet euch die sten, und stehet in des herren Ewigkeit. seraft! Stͤrket euch in Jesu Na⸗ 3. Streitet rechtdiewenigJahre, men, daß ihr nicht strauchelt wie eh ihr kommt auf die Totenbah; die cahmen. Wo ist des õlaubensre; kurz, kurz ist unser Lebens⸗ Eigenschaft? Uer hier ermüden lauf. Wenn Gott wird die Toten will, der schaue auf das Ziel, da wecken, und Christus wird die 301 * Ceben u. Wandel Welt erschrecken, so stehen wir mit freuden auf. Gott Lob, wir sind versöhnt! Daß uns die WDelt noch höhnt, währt nicht lange, und 6ottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Chren⸗ kron. 4. Jesu, stãrke deine tinder und maäch aus denen Überwinder, Eigene melodie. SEEEE dlie du erkauft mit deinem blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gieß àus auf uns den Geist, dladurch die Liebe fleußt in die herzen, so halten wir getreu an dir im Tod undeben für und für. Wilh. Erasmus Arends g. 1677 1721. I I 1 363 23—8 kin-ge recht, wenn Got⸗-tes 6na ⸗de 9—2—5.— 4 4 I + + 1 dich nun zie het und be „»Kehrt, daß dein 6eist sich 7 1 I 1 4 ——— L Z—.— +— ů + — recht ent la⸗de von der 2. stãmpfe bis aufs Blut und se⸗ ben, dringhinein in õottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich! 3. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste iebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 4. Nimm mit furcht ja deiner Seele, deines heils mit Zittern wahr; hier in dieser eibeshöhle schwebst du täglich in õefahr. Cast, die ihn be⸗schwert. 5. hãlt sã deine strone feste, halte männlich, was du hast; recht be⸗ harren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 6. Laß dein Auge ja nicht gaffen nãch der schnödentitelkeit, bleibe Tag und naͤcht in Waffen, fliehe Träg- und Sicherheit! 7. Wahre treuliebtchristilbege, steht beherzt auf ihrer hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut, 392 IEAAIELEE Ceben u. Wandel 8. Denkt bei jedem Nugenblicke, obs vielleicht der letzte sei, vringt dlie Campen ins 6eschicke, holt stets neues öl herbei. 9. Liegt nicht alle Welt im Bö⸗ sen? Steht nicht Soclom in der õlut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 10. Eile, wo du dich erretten und nicht mit verderben willt, mach dlich los von allen getten, fleuch wie ein gejagtes Wild! 11. Lauf der Welt doch aus den händen, dring ins stille Zoar“) ein, eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein! mose 19, 22. 25. 12. Taß dir nichts am herzen kleben, fleuch vor dem verborg⸗ nen Bann, such in õott geheim ju leben, daß dich nichtsbeflecken kann. 13. Eile, zãhle Tag und Stunden, bis dein Brãutgam kommt und winkt und, wenn du nun über ⸗ wunden, dich zum Schauen sottes bringt. 14. Cile, lauf ihm doch ent · gegen, sprich: mein Licht, ich bin bereit nun mein hüttlein abzulegen, mich dürst nach der Ewigkeit. Joh. Jos. Winckler g. 1070 1+ 1722. mel.: 0 Gott, du frommer Gott. Mel. 1. 1648. * * 1.2 + 1 504 —t I..—.— Nch 6ott, ver⸗laß mich nicht, gib mir die ach füh re mich, dein kind, daß ich den —.—— T....˖e 4——.———— f 1—.—— —.— 4....——..— x — 1.— 6na-den- hän-öde, Cauf voll en-de ju mei⸗ner se- lig- keit, sel * IXS N + 4 AINININ 4 1 4 + IS— 2 + 1 —— du mein Ce ⸗ bens ——— »licht, mein Stab, mein 1 + 1 + I +2— 1— 1 1 hort, mein Schutz, ach Hott, ver⸗laß mich nicht! 393 Leben u. Wandelsa ELL 2. Nch Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen, ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen; gib mir den gu⸗ ten õeist, gib ölaubenszuversicht, sei meine Stark und straft, ach 6ott, verlaß mich nicht! 3. Nch Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus herzensgrunde, ach höchster, stärke mich in jeder bö⸗ sen Stunde! Wenn mich Versu⸗ chung plagt und meine Seel an; sicht, so weiche nicht von mir, ach Gott, verlaß mich nicht! Mel.: O du Liebe meiner Lieve. 2 4. Nch Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen, ach vater, Kröne doch mit reichem himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt, ach 6ott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich bleibe dir ergeben; hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht, hilf mir in not und Tod, ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo franck g. 1650 + 1725. Um 1740. I + 36— — *— ——— — herz und herz ver eint ju ⸗ sam⸗men, Las- set eu re lie⸗bes ⸗ flam: men —— 10 + sucht in Got-tes her⸗jen Ruh! lo-dern auf den hei-land zu! er das Haupt, wir —————— ů, Euun Muuun +X 1 + + + sei-ne 6lie der, er das(icht, + I. 1— 1 17 und wir der Schein, er der „— + 1 4 IZI W—— + mei⸗ster, wir die Brü⸗der; er ist un ser, wir sind sein. 2. stommt, ach kommt, ihr öna⸗ jensgrund! Und wenn eurer denkinder, und erneuert euren Liebeskette festigkeit und Stärke bund, schwöret unsrem Über⸗fehlt, o so flehet um die Wette, winder Lieb und Treu von her⸗bis sie Jesus wieder stählt. 394 E EEEEEEE E Leden u.Wandel 3. Legt es unter euch, ihr ölieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das leben lassen kann. So hat uns der herr geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie ihr ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag tut. 4. hãlleluja! welche höhen, wel⸗ che Tiefen reicher õnad, daß wir dem ins herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater aller beister, der der underbgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. 5. Ach du holder freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie sich so herzlich meine, wies dein letzter Wille war; ja verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner selarheit in der Tat er; 6. So wird dein oebet erfüllet, daß der Vater alle die, welche du in dich verhüllet, auch in seine Ciebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch einessein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 7. Ciebe, hast du uns geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten trägen õei⸗ ster lebensvoll, unde an die Lie· besflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von Einem Stamme, stehen auch für Einen Maͤnn. 8. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser erden kein getrenntes lied mehr ist, und allein von deinem rennen neh⸗ me unser Licht den Schein; also wird die elt erkennen, daß wir leuchtet ist. deine Jünger sein. 1778. nach n. C. v. Zinzendorf g. 1700 1 1760 von chr. õregor g. 17²³ 1801. mel.: kinge recht, wenn Gottes snade. Um 1740. . 1 + 30⁰ 2 —.— 1— heil ⸗ge Ein ⸗falt, na ⸗den ⸗wun ⸗der, —. —..—....—+——— +* 1— tief ste eis⸗heit größ⸗te kraft, schön ⸗ste Zier ⸗de, 1 721 + H —— Cie bes⸗ zun-der, Werk, das ott al-lei-ne schafft! 395 Ceben u. Wandel LEEELEER 2. Alle freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zu Schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Uenn wir in der Einfalt ste⸗ hen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so ver · geht uns das Gesicht. I. Einfalt ist ein ind der onade, eine kluge Ritterschaft, die auf ihrem schmalen Pfade nicht nach dem und jenem gafft. 5. Einfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an len ewigen maͤgnet. 6. Einfalt quillt aus Jesu Lun· dlen mit dem teuren Gottesblut; wer sie da nicht hat gefunden, der ist fern von diesem 6ut. 7. Wer nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; 8. Wer nur geht auf seinem Pfa; de, wer nur sieht bei seinem licht, Wer nur stets verlangt nach öna⸗ dle und mag alles andre nicht; 9. Uer ihn so mit Inbrunst lie bet, daß er seiner selbst vergißt, wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; 10. Wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den fels erbauet und ein seligs önadenkind. f. 6. Spangenverg g. 1704 1 1702. v. 4 von n. C. v. Zinzengorf. Eigene melodie. F. H. Meyer 1741. —— 36⁷⁰ I V — *.— I 12 Dein Er⸗-be, herr, das du er-kauft, mit dãs, als es Ward auf dich ge⸗tauft, sich + 1 17 1 ——— h. 22„ 1 1 1 dem du freund-schaft auf-gerich: tet, —ᷣwz——— 12 zu des sa⸗ tans haß verpflich-tet, küht m — 2—— 2 es selbst sich nicht be ⸗ schir» men kann, und 5. ru fet dich um sieg und bei⸗ stand an. 396 S TDEEEEEE Ceben u. Wandel 2. Du hast der Schlange sopf zer· stört, ihr õist gedaͤmpft, ihr Reich bejwungen: es hat dein Tod den Tod verheert und ihn in frohem Sieg verschlungen, die Schuld ge· tilgt, die freche Welt besiegt, daß nun der feind zu deinen füßen liegt. 3. Doch weil hier noch die Probe⸗ jeit, hast du ihi so viel macht ge⸗ lassen, daß er uns kann durch stampf und Streit bei unserm fleisch und Blute fassen. CEs stimmt die Weit, als die ihm folgt, mit ein; hier ist es not, auf seiner hut zu sein. 4. Mit so viel feinden finden wir, o herr, uns überall umge⸗ ben. Der eine reizt und schmei; chelt hier, dort droht ein and⸗ rer unserm Leben, sa allesamt sind sie darauf bedacht, daß un· ser õeist werd um sein heil ge⸗ brächt. 5. Ver ist hier tüchtig zu bestehn und über Lust und furcht zu sie⸗ gen? Soll es durch unsre fstraft unterliegen. Die feinde sind zu listig, stark und groß, wir aber stehn von macht und Weisheit bloß. b. Doch was uns fehlt, das fin· den wir, erwürgtes Lamm, in deinen Schätzen; dein Beistand ist uns gut dafür, daß uns kein Satan kann verletzen; du iehest uns mit sraft und Weis heit an, daß unser eist weit überwinden kann. 7. Gib nur, daß wir nicht trãge sein noch selbst die Waffen nie⸗ derlegen; flöß uns die sraft des Glaubens ein, damit wir mutig streiten mögen; bewahre uns vor weicher Zärtlichkeit, wenn fleisch und Blut sich vor dem sereuze scheut. 8. So wollen wir, wenn nach dem Streit die frohen Sieges⸗ lieder klingen, in jener stillen Cwigkeit, o heiland, deinen Ruhm besingen, wenn du den Tod, den letzten feind, besiegt, und alles nun zu deinen füßen geschehn, so werden wir bald liegt. nach Gottfr. Arnold g. 1666 + 1714 von Joh. Jak. Rambach g. 1693 + 17⁵5. mel.: herr Jesu christ, meins ebens licht. 16²⁵. I —22——... + 2.— + 2—— 308 hier bin ich, herr, du ru ⸗fest mir, du 30⁷ I Leben u. Wandel SEEE — 2. 1 4 1 — —.— 1 — *— nie⸗hest mich, ich fol ge dir. du for⸗derst von mir herz 1 + 2 LI —.r.— ......... 4.—ß.— 1I + 1 ——.— + P— und Sinn, 2. Ich hãb oft deinen Wink ver; schmäht, es isi mir leid, ich kom; me spät; doch ist mir lieb, daß dleine 6üt noch auf mich armen Sünder sieht. 3. Ich waͤg es aber länger nicht, zu unterlassen meine pflicht, ich komme, herr, voll Reu und Buß; ach aber, ach wie wankt mein fuß! 4. Es gehtmir, wiees Petro ging: dlort kommt ein Sturm, ich sink, mein Schöp ⸗fer, ich sink. Ach reiche mir die starke nimm, ach nimm es hin! hand, so wird das Sinken ab⸗ gewandt. 5. Du riefest mich, nun ruf ich dir. Mein heiland, 4komm ju hhülfe mir! mein matter fuß kann nirgend fort, ach trage mich an Stell und ort! 6. Flößt du mir Matten srafte ein, so werd ich künstig stärker sein, so folg ich dir, mein herr und Gott, durch flut und 6lut, durch Not und Tod. Joh. Jak. Rambach g. 1603 T 1735. 309 mel.: o oott, au frommer sott. mei. 2. 1603. 1 2— 6ib mir ein from⸗mes herj, du Das soll mein keich tum sein, den —— 6e- ber al⸗ ler Ga- ben!) ů de venn Wasen er ——— +* 1 + 5 1 Ruhm, mein sSchmuck und schön ste pracht, denn 398 Ceben u. Wandel 1. + 205 fromm sein wird bei 6ott und En⸗gein hoch ge⸗acht. 2. 6ib mir ein frommes herz in allem meinem denken, wenn sich mein eitler Sinn auch will zum Bösen lenken. Ach schrecke mich dloch ab von der õottlosen Weg und führe mich, o Gott, den rech · ten himmelssteg! 3. Gib mir ein frommes herz, dlãs sich nicht läßt verführen, laß deinen guten õeist dasselbe kräf⸗ tig rühren! herr, laß mich nim⸗; mermehr auf böses Beispiel sehn, vielmehr mit aller Treu in christi Stapfen gehn! 4. Gib mir ein frommes herz, wenn ich viel Böses höre, daß die bewohnheit nicht mich auch zu; letzt betöre; schließ meine Oohren zu, gib deinem Worte straft, das sagt, du forderst auch von Wor; ten Rechenschaft. 5. Gib mir ein frommes herz, wenn ich die Welt betrachte, daß ich die Eitelkeit und Sündenlust verachte. Es muß dlie schnöde Welt mit ihrer ust vergehn, den frommen aber bleibt der him⸗; mel offen stehn. 6. Gib mir ein frommes herz, dlaß ich fromm sei und bleibe und nur, was dir gefällt, in mei; nem leben treibe. heut fromm sein, morgen bös, und so in Wankelmut bald 6uts, bald Bõ- ses tun, stürzt in die höllenglut. 7. 6ib mir ein frommes herz, dlaß ich nicht von dir weiche und nicht der schnöden Welt in ihren sSünden gleiche. Ich wüll von ihrem Tun mich sondern gänz⸗ lich ab und in der õottesfurcht beharren bis ins 6rab. 8. Gib mir ein frommes herz, so wird mirs auch wohl gehen; du wirst mein Beistand sein, wenn Unglückswinde wehen. Dden frommen ist ja onad und hülfe zugesagt, wenn die ver· diente Straf der Bösen Rotte plagt. 9. Gib mir ein frommes herz, so kann ich selig sterben und als ein õotteskind das himmelreich ererben. Im himmel wird ja einst die frömmigkeit gekrönt, slie auf der ęrden nur von Bösen wird verhöhnt. 10. 6ib mir ein frommes herz! enn du mir das wirst geben, so will ich dankbar sein in mei⸗ nem ganzen Leben, so wird mein herz und Sinn sich lenken him⸗· melwärts. Drum bitt ich noch einmal: 6ib mir ein frommes herz! Joh. Friedr. Starck g. 16080 4 1756. Leben u. Wandel s T kigene melodie. F. h. Meyer 1741. 70 + I T— —— 2=.— 0 ba-ter-herz, o Licht, o Le- ben, o dir bin ich ein ⸗mal U⸗ber⸗ge⸗ben, dir, —— treu er hirt, m ma ⸗- nu ⸗el, mei-ne Seel. dir ge⸗hö»ret Ich will mich nicht mehr * 4 D I i1 + 1 + 1 2 II —— — sel ber fuh ren, der Va⸗ter soll das ind re⸗gie ⸗ren; so ———— S.— —————— 11 IE.— geh nun mit mir aus und ein und lei⸗te mich nach —— 4———— +7 41 al-len Trit-ten! Ich geh, ach hör, o herr, mein PD bit-ten, für mich nicht ei⸗ nen Schritt al lein. 2. Was kann dein schwaches seind vollbringen? Ich weiß mir gar in keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schã⸗ men, ich kann dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und dlas Ende machen, dann stellt sich lauter Segen ein. 4⁰⁰ 3. Du gängelst mich, ich kann nicht gleiten; dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn, ja deine õüt und dein Erbarmen soll mich umfangen und um⸗ armen. o daß ich nur recht kind · lich sei, bei allem glaubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. ——ß..—— 2 EEERQ eben u.Wandel 4. O daß ich auch im seleinsten merke auf deine Weisheit, 6üt undTreu, damitich mich im õlau⸗ ben stärke, dich lieb und lob und ruhig seĩ und deine lbeisheit lasse walten, stets oOrͤnung, maß und Ziel zu halten; sonst lauf ich vor, dlã lauf ich an. Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen; was du nur tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, da ich dir immer fol· gen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn! LCaß mich nichts mehr für mich ver; langen, ja laß mir nichts am her ⸗ zen hängen als deines großen namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden; ach laß mirs nie verrücket werden, denn ich bin ja dein Cigentum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen õeist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Nch offenbare deine lie⸗ be und wirke doch die heißen Triebe der wahren õegenlieb in mir, durchuüringe dadurch herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen in deiner Lieb und Lob nur spür. 7. Ich sehne mich, nur dir zu leben, der du mein herr und Bräutgam bist. Was dir sich nicht will ganz ergeben und was nicht deines Willens ist, das strafe bald in dem Gewissen, laß Blut und Wasseraufmich fließen undltilge, waãs nicht lauter heißt. Caßh nur dlein Lob zur Lust mir merden und dann das heil der armen herden, nach einer reinen Lieb im Geist! 8. So lob und lieb ich in der Stille und ruh als sind in dei nem Schoß. Das Schäflein trinkt aus deiner fülle, die Braut steht aller Sorgen bloß; sie sorget nur allein in allen, dir, ihrem Bräut⸗ gam, ju gefallen, sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach jeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; wäs du nicht bist, laß ganz zer⸗ rinnen, o reiner ölanz der wig· keit! starl Heinr. v. Bogatzky g. 1600 4 177⁷4. 1petri 1, 4. 5. mel.: Wie wohl ist mir, o freund der Seele. Zweite melodie im Anhang. + 178⁵. I + 2— 37¹1 — 1 ze⸗wah⸗re mich, o freund der See⸗ hier gibts noch mör⸗ der vol- le höh ⸗ 40¹ ————— Ceben u. Wandel EE +. 1 1 +—1 I II— AEAI ́—— ARSIR 23 —————— *——— le, durch dei- ne macht len, von au⸗ßen furcht, von zur se⸗lig-keit; viel in- nen Streit, bei 2. Der Schutz steht nicht in mei⸗· nen händen noch in der srea⸗ turen Mmacht, zu dir, zu dir will ich mich wenden, dein Nug und herz hat auf mich acht. Wie du mir nun das heil erworben, da dlu für mich am streuz gestorben, so mußt du wahrlich auch allein vor aller macht der höllenscha⸗ ren mich zu der Seligkeit bewah⸗ ren und mir mein Schild und Sonne sein. 3. Mein Vater, du hast mir das Erbe von Ewigkeit ja zubereit; ach sorge, daß ich nicht verderbe durch schnöde Trag⸗ und Sicher· heit, was du dem Glauben 4⁰² ů̃— I——————+— — tau- send män- gel und 6e ⸗ bre ⸗ chen, die ö so viel Schlin-gen, netz und Strik ken, da⸗ 2—— en n. *—. SSI 1— mut und Glau- ben kön- nen schwä-chen. mit der feind sucht zu be rük ⸗ ken, „Zue Ern Hürte, mtin En wirrt, —— 8————853 6Ee wiß ich wür- de noch ge⸗ fällt wenn mich nicht 6ot tes macht er ⸗ hält./ beigeleget. Wenn feindes List und macht sich reget, mir das geschenkte gute Teil aus herz und händen sucht zu bringen, so laß mich wachen, beten, ringen, ja wache selber für mein heil! 4. Immanuel, in deine hände ergeb ich mich mit Leib und Seel; mein Nund o, Anfang und Ende, dlu bist mein Teil, das ich erwãhl; du bist im stand, mich zu erhalten und so in deiner macht ju wal⸗ ten, daß feindes macht ju schan; dlen wird. Er muß trotz allem 6rimm und hassen dein Schaf dir in den händen laͤssen; du, lu, Jehova, bist mein hirt. LEEUELLTLeben u. Wandel 5. Dein Geist, der ewwig bei uns bleibet, dein õeist, der alle dinge schafft, dein öeist, der uns belebt und treibet, ist unser mit der Salbungskraft. Er ist der mahl⸗ schãtz, Pfand und Siegel, ein star⸗ ker Beistand, Schloß und Riegel, dlie Wehr und mauer, so uns schützt, ein Ouell, der auf die Dürren fließet, den Traurigen dãs Ceid versüßet, und der die Schwachen unterstützt. 6. Ist õottes acht da zum Be; währen, so lach der Sünd und hölle Macht! Du wirst zu dei⸗ nem heil erfahren, wenn alles stürmet, blitzt und kracht, wie Gottes Wort dich nicht betrüget, wie seine hand gewaltig sieget; verzage nur an eigner Kraft! UWirst du mit deinem Unver⸗ mögen in ottes macht dich gläubig legen, so übst du gute RKitterschaft. 7. Auf jenes seleinod mußt du schauen, das seleinod deiner Se- ligkeit, und hör nicht auf, ihm zu vertrauen, der täglich dir die hände beut; du wirst wahr⸗ haftig überwindlen und endlich alles, alles finden, õerechtigkeit und heiligkeit, verklärt bei õott und Engeln wohnen, in höchster CEhr mit Christo thronen, voll Lob, voll Licht, voll Ffried und freud. J. Tudw. sonr. Allendorf g. 1093 1 1773. mel.: Von sott will ich nicht lassen. 15²². L. 4 1 4 372 — +— 4 stommt, stin ⸗der, laßt uns ge⸗hen, der es ist ge⸗fähr⸗lich ste⸗hen in 7 x 1— I᷑N—— H r. r A- bend kommt her⸗bei: Heeseenwüts ezadlei, ommt, stär- net eu: ren vrnanr. yr rinu, Wxrer rir n. L.hrr E—— ut, zur C⸗ wig-keit zu wan⸗ dern, von Leben u. Wandel ei ⸗ ner sraft zur an ⸗dern; 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen jã den Treuen, der uns gerufen hat; kommt, folgt und trauet dem, ein seder sein õesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem! 3. sommt, seinder, lat uns ge; hen, der Vater gehet mit. Er selbst will bei uns stehen in jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach jd, Wir habens gut. 4. Ein jeder munter eile, wir sind vom Ziel noch fern. Schaut auf die feuersaule,“) die õegen: waärt des herrn! Das Rug nur eingekehrt, da uns die Liebe winket und den, der folgt und sinket, den wahren Nusgang lehrt. 2 mose 13, 21. 5. ommt, seinder, laßt uns wändern, wir gehen hand an hand, eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. sommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten;) die eEngel uns begleiten als unsre Brüderlein. mose 45, 24. b. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu, man trag, man helfe allen, man pflanze Cieb und Ruh! stommt, 4⁰⁴ es ist das En ⸗de gut. bindet fester an, ein jeder sei der scleinste, doch auch wohl gern der Reinste, auf unsrer Liebesbahn! 7. fommt, laßt uns munter waändern, der Weg kürzt immer abʒ ein Tag der folgtdem andern, bäald fällt das fleisch ins Grab; nur noch ein wenig mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt jum eio; gen Gut! 8. Es Wird nicht lang mehr währen, haͤlt't noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach hãus; dã wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen frommen llaheim zum vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds tun! 9. Drauf wollen wirs denn wa⸗ gen, es ist wohl Waͤgens wert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesuleiten hin in die twigkeiten, es soll nur Jesus sein. 10. o freund, den wir erlesen, o allvergnügend Gut, o ewigblei⸗ bend LDesen, wie reizest du den Mut! Wir freuen uns in dir, du unsre Wonn und Leben, worin wir ewig schweben, du unsre ganze Zier! Gerh. Tersteegen g. 1007 1 1169. eil E 373 Reben u.Wandel 4—— ist gewißlich an der Zeit. Jos. selug 1535. Gott, dei—»ne 6ü=⸗ te reicht so weit, so du krönst uns mit Barm ⸗her ⸗ zig ⸗Keit und nud. N 4 SSISSBI‚‚‚ E‚‚— ——— 7 weit die Wol⸗Ren ge⸗ hen; eilst uns bei ⸗-zu⸗ste ⸗ hen. herr, mei ne burg, mein 2 x 2*. — + + + +1——— 238 fels, mein hort, ver nimm mein flehn, merk — D‚I‚ꝑ‚ꝑ‚i‚ꝑ‚ꝑi‚i‚i‚‚... ———.—..——— auf mein Wort, denn ich will vor dir be⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Uberfluß und Schätze dieser Erden, laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner onade werden; gib mir nur Weisheit und Uerstand, dich Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Chr und kuhm, so sehr sie Menschen rüh; ren, des guten Namens Eigen⸗ tum laß mich nur nicht verlieren! mel.: Machs mit mir, õott, nach deiner 6üt. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer freunde Ciebe. 4. So bitt ich dich, herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im 6lücke Demut, ut in Not, das wollest du mir geben. In deiner hhjand steht meine ZJeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im code finden! chr. f. õellert g 1715 + 1769. Joh. 5. Schein 16²28. +— + 374 80 der treibt mit 1 + se⸗maͤnd spricht, ich lie be Gott, 6ot- tes Wahr⸗ heit Spott 6 7 2 PqD‚D‚‚‚‚ n. Ceben u. Wandel εE V — 1 + 1 E I 1 +— und haßt doch sei ne Brü⸗der, und reißt sie ganz dar⸗ nie der.) V. V Gott ist die Lieb und 4 12— — 1—— — H 1 I 1+ N will, daß ich den näch⸗sten lie be gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und herrn, sind Eines Leibes 6lieder, urum diene deinem nächsten gern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein nächster ist sein stind wie ich. 3. Ein heil ist unser aller 6ut. Ich sollte Brüder hassen, die õott lurch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, hab ich lies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du herr von meinen Ta⸗; gen, ich aber sollte nicht õecluld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du ver; gibst, und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den frommen hier getan, dem sleinsten auch von dliesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein ensch noch sein und 6ott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges sericht wird über den ergehen, der nicht barmherzigist, der nicht dierettet, dlie ihn flehen. Drum gib mir, 6ott, durch deinen õeist ein herz, dlas dich durch Ciebe preist. Chr. f. Gellert g. 1715 1769. MNel.: Von Gott will ich nicht lassen. 15²7²2. ĩ—— IE 1 1 + +— 6eh hin nach 6ot⸗-tes Wil⸗len in lern das 6e- bot er fül len, sein —* II I— + T T de⸗ mut und ver⸗ traun, zu baun. 40⁰ gro- ßes feld frag nach der Ern⸗-te EE 1 HEEE NCeben u. Wandel . „— 4 4 — + — ——.—— 33ʒ;s nicht, du darfst den Lohn iR nicht mes⸗sen, mußt freud + I 1— 1 1 L LEA + VII E EE + I AI HFr n —— 1 + 1 0—— 4 1—. und kust ver ges⸗sen, nur sehn auf dei ne pflicht. 2. Uillst du nur sein geborgen und vor der Welt geehrt, so kannst du nicht besorgen, was deinem herrn gehört; sieht je⸗ mand auf õewinn, sucht Schätze nur auf Erden, um glücklicher zu werden, der hat den Lohn lahin. 3. Doch hast du deine Gaben dem dienst des herrn geweiht, so wirst uu Nugen haben zu sehn, was er gebeut. Das tue still und Eigene melodie. gern, du darfst nicht zaudernd wählen, nicht rechnen und nicht jahlen; er ruft, du folgst dem herrn. 4. nur frisch an allen enden die Arbeit angefaßt! it unver · droßnen händen sei Wirksam ohne Rast! Das ist dler rechte ut. Streu aus den edlen Samen und wirk in Gottes HNamen, so keimt und wächst es gut. Joh. friedr. Möller g. 1780 1861. fr. Silcher 1842. 7⁰⁰ * so nimm denn mei ne hän de und bis an mein se⸗ lig en · de, und H+ N I x 1—.— —.—— 2. H 1 x ö —.—— 1 füh re mich jch mag e⸗wig-lich! al lein nicht ge⸗hen, dun 1 1 1 I1„/0 1FE— am—.—.— t— 2— 1———.—— + 1—1 1 + 2— Laugagän nicht ei nen Schritt: wo du wirst DPIP R R R RIRIRIRIRIRIRISIDCDIDIIiiieeeeeeeeeeee—— ISSSS SSSSSEEEEESEER——— — 1 1 8 4 ů Leben u. Wandel LEEELEE — 1 N 4 I — + 1 gehn ste ⸗hen, 2. In dein rbarmen hülle mein schwaches herz und mach es gänz⸗ lich stille in freud und Schmerz; laß ruhn zu deinen füßen dein armes stind: es wird die Nugen schließen und glauben blind. und dlã nimm mich mit! 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner macht, du führst mich doch zum Ziele, auch durch dlie Lacht. So nimm denn meine hände und führe mich bis an mein selig Ende, und ewiglich! Julie v. hausmann g. 1825 4 1001 seder vom. Gebeke Eigene Melodie. val. Schumann 1539 ——— 377 IIE———— ö AI hei ßest gleich Brü⸗ de er sein 1 SII—34. nn —.— +—— j7....... EE— 1—— und dich ru⸗ fen an und willst das be= ten 1— + 1 4 IIIFFIIFFIIIIF—F——————— ——— 1——— von uns habn, gib, daß nicht vet al · lein der — x— ,r —.——..J‚..— mund, hilf, daß es 2. Geheiligt werd der name dein, dein Wort vei uns hilf hal ten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Hnamen würdiglich. Behüt uns, herr,u vor falscher ehr, das arm, ver · führte Volk bekehr! 3. Cs komm dein Reich ju dieser zeit und dort hernach in wig⸗ keit, der heilge õeist uns wohne vei mit seinen õaben mancherlei, des Satans Zorn und groß be⸗ walt jerbrich, vor ihm dein seirch erhalt! gey von her⸗ jens ⸗grund. 4. Dein Will gescheh, herr Gott, ö zugleich auf Erden Wie im him⸗; melreich, gib uns õeduld in Cei⸗ densjeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, wehr und steur allem fleisch und Blut, das wider dei⸗ nen Willen tut. 5. 6ib uns heut unser täglich Brot und wãs man braucht jur Leibesnot, vehüt uns, herr, vor Unfried, Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem friede stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 4⁰⁹ vombebete EEEEELLEILEI 6. All unsre Schuld vergib uns, herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schul⸗ dligern ihr Schuld und fehl ver⸗ geben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Cieb und Einigkeit! 7. führ uns, herr, in Versu⸗ chung nicht! Wenn uns der böse beist anficht, zur linken und zur rechten hand hilf uns tun star; ken Liderstand, im õlauben fest und wohl gerüst und durch des heilgen seistes Trost! Mel.: Wär Gott nicht mit uns diese Zeit. 8. Von allem Ubel uns erlös, es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not, be⸗ scher uns auch ein seligs End, nimm unsre Seel in deine händ! 9. Amen, das ist, es werdewahr, stãrk unsern ölauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten habn auf dein Wort, in dem namen dein; so sprechen wir das Amen fein. martin cuther g. 1483 + 1546. Joh. Walter 1524. 378 + E.——— 2 —— ba⸗- ter, un- ser Gott, es ist un⸗ wie du recht an⸗-zu ⸗ ru⸗ fen bist, man 4 + * — 1— S.—— ö H ——= mög ⸗ͤlich aus ⸗ ju- sin-nen, kanns nicht eins be⸗ gin⸗nen. Des- hal-ben geuß, wie ** + 4 1 4 S SIII..I.......... .—ę du ver⸗ heißt, selbst ü⸗ ber uns aus dei⸗ nen fin., La E Himirnriiiri: i ri ninnnnt. — 4—..—— SJJl beist der 6nad und des 6e ⸗ be ⸗tes, 2. Daß er bei dir uns kräftig · Caß nicht nur plappern unsern lich mit Seußzen mög vertreten, mund, hilf, daß zu dir aus her⸗ so oft wir kommen, herr, vor zensgrund, o großer õott, wir dich ju danken und zu beten. rufen. 41⁰ bomsebete 3. Zeuch unser herz zu dir hin⸗ auf im Beten und im Singen und tu uns auch die Lippen auf, ein opfer dir zu vringen, das dir gefalle, wenn allda das heri ist mit den Lippen nah und nicht von dir entfernet. 4. Im Geist und Wahrheit laß zu dir das herʒ uns immer rich ten, mit Andacht beten für und für, ohn fremdes Denkn und Dichten. oib uns des Glaubens Zuversicht, daß wir die bitte zwei⸗ feln nicht durch Christum zu er· halten. 5. Hilf, daß wir keine Zeit und Maß im Beten dir vorschreiben, anhalten ohne Unterlaß, vei dlem allein auch bleiben, was dein Will ist, was deine hr und unsre Wohlfahrt uns noch mehr be⸗; fördert hier und ewig. b. Laß uns im herzen und õe⸗ müt auf unsre erk nicht bauen, auf deine unaussprechlich Güt laßeinzig uns vertrauen. ob wir es gleich nicht würdig sein, wollst du aàus lauter 6nad allein uns 7. Du, Vater, weißt, was uns gebricht, so lang wir sind im Le· ben; es ist dir auch verborgen nicht, in was õefahr wir schwe⸗ ben. Um Beistand flehen wir dich an, dein vaterherze uns nicht kann verlassen, deine ginder. 8. Wir haben ja die freudigkeit in Jesu christ empfangen, der 6nadenstuhl ist da bereit, die hülfe zu erlangen. Drum laß hier und an allem End uns stets auf⸗ heben heilge händ, ju dlir gen himmel schreien! 9. Dein nam, o Gott, geheiligt werd, dein Reich laß zu uns kom; men, dein Will geschehe auch auf erd, gib Brot, fried, Nutz und frommen, all unsre Sünden uns verzeih, steh uns in der Versu⸗ chung bei, erlös uns von dlem lbel! 10. Dies alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfüllen. Er⸗ hör und hilf uns immerdar um Jesu christi willen, denn dein, o herr, ist allezeit von Ewigkeit ju wigkeit das Reich, die Macht doch die Bitt gewähren! und Chre. David Denicke g. 1603 + 1680, oder Zustus Gesenius g. 1601 + 1075. miel.: o Gott, du frommer Gott. mel. 2. 1003. 23 2.....— 370— 1 Wohl auf, dlaß dein mein herz, ju ott dein Wunsch und 6e⸗bet durch 41¹¹ dmmosde ELLLEEE 4+2— N— 1 + 4 N r An-dacht fröh ⸗lich brin ⸗ge, ãdl- le Wol- ken drin-ge.) wen aich oott ve.ten heißt, weil dlich sein lie ber sohn so — 4.— 2 4 freu⸗dig tre ⸗ten heißt vor sei⸗nen 6na- den-thron. 2. Dein Vater ists, der dir be; fohlen hat zu beten; dein Bruder ists, der dich vor ihn getrost heißt treten; der werte Tröster ists, der dlir die Lort gibt ein:drum muß auch dein õebet gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du õottes herʒ, das dlir nichts kann versagen. Sein mund, sein teures Wort ver⸗ treibt ja alles JZagen. Was dich mel.: Werde munter, mein õemüte. unmöglich deucht, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir so viel Hot abgewanddt. 4. ssomm nur, komm freudig her in Jesu christi lamen, sprich: Cieber Vater, hilf, ich bin dein seind, sprich Amen! Ich weiß, es wird geschehn, du wirst mich lassen nicht, du wirst, du willst, du kannst tun, was dein Wort verspricht. Joh. olearius g. 1011 4 1684. Joh. Schop 1642. 1 1 NI 380 + 1 1.— r Wenn dich Un⸗ glück hat be⸗tre⸗ten, mußt du flei-ßig zu Gott be⸗ten, LI I 4 — EI — + + o'üp' wenn du steckst in Angst und not, not und tdod, be⸗-ten hilft in 1+ +7 aaß du Got-tes * * — + ͤ I 1 1 — + )J. un ge-sicht auch im 4¹² sereu auf dich ge · SISITTT —— O0. I——— —.— I 1 richt kannst aus sei—nem Wort er ⸗ blik ken —. 1 + ——— 2 2 H und llein herz mit Trost er quk-ken. 2. steiner wird jemals zuschan; den, der sichseinemott vertraut: kommt dir gleich viel llot zuhan⸗ den, hast du auf ihn wohl gebaut. obs gleichscheint, als hörter nicht, weiß er doch, was dir gebricht; deine Not mußt du ihm klagen und in keiner Not verzagen. 3. Rufen, schrein, anklopfen, be⸗ ten ist der christen beste Kunst, allzeit freudig vor ihn treten fin· det hülfe, onad und õunst. Wer õott fest vertrauen kann, ist der allerbeste mann der wird allz eit Rettung finden, kein feind wird ihn überwinden. 4. Cerne Gottes Weise merken, die er bei den Seinen hält, er will ihren ölauben stärken, wenn sie Unglücküberfallt. Unser oott der lebt ja noch, schweigt er gleich, so hört er doch. Schrei getrost, slu mußt nicht jagen, dein Gott kann dir nichts versagen. 5. Laß dlich õottes Dort regieren, merke, was die Wahrheit lehrt; Satan wird dich nicht verführen, der die ganʒe Weit verkehrt. Got⸗ tes Waͤhrheit ist dein Licht, dein Schutz, Trostund Zuversicht. Trau nur 6ott, der kann nicht lügen, bet, du wirst gewiß obsiegen. 0. Lob sei õott für seine önadle! Seine große õüt und creu mächt, daß mir kein feind nicht schade, sie ist alle morgen neu. Drum will ich mein Lebenlang immer sagen Lob und dank meinem Gott in allen dingen, fröhlich halleluja singen. Joh. Olearius g. 111 4 1684. Co. Joh. 16, 23—30. Eigene melodie. 1690. 381 V——0—3 A... H+ 22— L M H 4 —.— SDSISIDSDISI‚‚—.— dir, dir, J9e⸗ ho⸗ va, will ich sin ⸗gen, bir will ich mer⸗ ne lie ⸗der brin ⸗gen, 4¹³³ dmordet EELLTLLEI —— + + + I. 1 + 122 DLE l.,. denn wo ist doch ein sol cher Gott wie du? daß ach gib mir dei⸗ nes Gei⸗sies Kraft da- zu, I. 1— ich es tu im na⸗ men je⸗ su christ, so — I. +— H EEEE ÆE 1 +— 1.—. + V+ 1 II wie es dir 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir, dein õeist in meinem herzen wohne und mei⸗ ne Sinne und Verstand regier, llaß ich den frieden õottes schmeck und fühl und dir darob im her· zen sing und spiel. 3. Uerleih mir, höchster, solche Güite, so wird geiwiß mein Sin⸗ gen recht getan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an, so hebt dein õeist mein herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seußzern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht glaubig beten, gibt zeugnis meinem 6eist, daß ich dein ind und ein Miterbe Jesu christi sei, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem her⸗ zen schallet durch deines heilgen beistes sraft und Trieb, so bricht dein Vaterherzʒ und wallet ganz durch ihn 4¹⁴ ge ⸗- fäl ⸗ lig ist. brünstig gegen mich vor heißer Cieb, da mirs die bitte nicht ver sagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht und wird ge⸗ wiß von dir erhöret, weil es im namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein ind und Erbe bin und nehme von dir 6õnãd um 6nade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeug· nis habe! Drum bin ich voller Trost und freudigkeit und weiß, slaß alle gute õabe, die ich vondir verlange jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu namen, der mich zu deiner Rech⸗ ten selbst vertritt; in ihm ist alles Jã und Amen, was ich von dir im 6õeist und õlauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in wig⸗ keit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! Bartyol. crasseuus g. 1667 f 1724. Hboomocvete Mel.: 2965 Jesu, wir sind hier. Rud. Nyle 1064. —— II. 382 2— Sen de, va-ter, daß, wie du mich N 1 dei-nen Geist, da sel ⸗ver heißt, ich V — 2 RI— SSSSEIIE— — 1——— ich vor dein Ant-litz tre⸗te, ö im 6eist und Wahr-heit ve=te. ley re mich, aich LII 1— recht er · ken ⸗ nen und dich Ab · ba, Va⸗-ter nen⸗ nen. Brich die Tragheit, ieh die Sin · nen aus der Welt zu dir von hinnen! 4. heilige Dreieinigkeit, Ur⸗ sprung aller guten Gaben, laß mich wahre freudigkeit und im herjen Zeugnis haben, daß du stets nach deinem Willen wollest meine bitt erfüllen. Joh. herm. Schrader g. 1684 1 1737. 2. Süßer Jesu, hilf du mir, daß ich bet in deinem namen, daß, was Gott verheißt in dir, mir auch werde Ja und Amen. Sprich für mich und laß mich sehen dich jur Rechten õottes stehen! 3. heilger seist, erleuchte mich und entzünde mein Verlangen, daß ich õottes huld durch dich voller Inbrunst mög empfangen. mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn. +H 38—— —————.— 14 * zet⸗ge⸗ mein ⸗de, heil ⸗geUdich mit dem ge-su 6eist er- gie ße sich dir in DD................... 2..— heil⸗gen 8„le, a den mene e e ötie herz und Seele, 4¹⁵ vomoebete ELLE —— + 4 13 + — EE II von 6e bet und kle⸗ hen hei-lig U⸗ber⸗ge⸗hen! 2. heilige den heilgen Brand, dleines 6eists Verlangen, dem, dlers Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen. heilger Rauch sei es auch, der zu Gott aufgehet, wenn dein herze flehet. 3. Dãs õebet der frommen Schaͤr, waãs sie fleht und bittet, das wird dllf dem Rãuchaltar vor õott aus; geschüttet, und da ist Jesus hrist Priester und Versühner aller sei⸗ ner diener. 4. sann ein einiges õebet tiner gläubgen Seelen, wenns zum herzen õottes geht, seines Zwecks nicht fehlen, was wirds tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? 5. Wenn die heilgen dort und hier, 6roße mit den fleinen, Engel, enschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht Ein bebet aus von ihnen allen, wie muß das erschallen! 6. O dler unerkannten macht von der heilgen Beten, ohne das wird nichts vollbracht so in freud als nöten; Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der freunde so jum End der feinde. 7. O so betet alle drauf, betet immer wieder, heilge hände he; bet auf, heiligt eure olieder, hei⸗ liget das Gebet, das zu Gott sich schwinget, betet, daß es dringet! 8. Betet, daß die letzte Zeit voll · ends übergehe, daß man chri⸗ sti herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der eEngel Sehnen nach dem tdag, lem schönen! 9. Cure Bitten, die ihr tut zu Gott von der Erden, sollen eine heilge 6lut des Altares werden. Aber eur eignes feur lasset weit von dannen von der heilgen Pfannen.“) ) 3 mos. 9, 23. 24; 10, 1. 2 10. Dãas Gebet hat hristi 6unst, wo mans ernstlich übet; und dlãs ist der heilgen Runst: bitten, wie ers liebet, daß gescheh je und je, wie ers vorgenommen auf sein endlichs ommen. I1. Dies VUerlangen muß vorher in der Seele glimmen, so macht aus dem Bitten er Donner, blitz und Stimmen; die ergehn und geschehn, daß die feinde beben und 6ott Chre geben. Chr. arl Cudw. v. Pfeil g. 1712 1784. 4¹⁰ TTTLITITXIX reuia Tro stlieder eigene melodie. . 3 8 4 Ursprüngliche form im Anhang. ca. 1530. get! 2* oll⸗* zn was mein öott will, ge⸗scheh all-jeit, zu hel-fen ist er dem ve⸗ reit, g, I I 1 2—————. I A + I4½ I I 5 sein Will der ist der be⸗ ste 1 der an ihn glau-bet se ste.) er hüft aus not, der eit— 1 en 1 + 1 + 20—: ————...!—‚66 2 from me Gott, und tröst die Welt ohn t, .........— je ma ⸗-ßen; wer b6ott ver⸗ traut, fest auf u een, t ihn baut, den will er nicht ver⸗ las⸗sen. 2. Gott ist mein Trost und Zu · für uns tracht, auf daß uns gar versicht, mein hoffnung undnichts fehlet. mein Leben; was mein õott will 3. Drum, muß ich Sünder von daß mir geschicht, will ich nicht der Welt hinfahrn nach Gottes widerstreben. Sein Wortistwahr, Willen zu meinem Gott, wanns denn all mein haar er selber hat ihm gefällt, will ich ihm halten gezählet. Er hüt und wacht, stets stille. mein arme Seel ich Gott 4¹⁷ FKreuz u. Trost EE befehl in meiner letzten stunden, anficht, laß mich, herr, nicht ver⸗ slu frommer õott, Sünd, höll und zagen, hilf und auch wehr, ach rod hast du mir überwunden. Gott, mein herr, zu hren deinem 4. noch eins, herr, will ich bitten namen! Wer das begehrt, dem dlich, du wirst mirs nicht versa- wirds gewährt. Drauf sprech ich gen: Denn mich der böse oeist fröhlich: Amen. Albrecht, herzog von Preußen g. 1400 4 1568. Eigene melodie. 15⁰5. SISISSIEESESSESEESEE—— ar ⸗ um be⸗trübst du dich, mein du, an——2.—— I— 13.— — 1 +—3—— f 8+ 18—3— 1— 222— herz, be⸗küm»merst dich ung trä⸗gest Schmerz nur I I ILD 4 ———.——.ü—.—.2. um dlas zeit lich 6ut? ber- trau du dei · nem — 40*—— H— 1 — DII—————.— E herrn und bott, der 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß auch wohl, was dir gebricht, himmel undl Crd ist sein. mein Vater und mein herre õott, der mir beisteht in aller not! 3. Veil du mein õott und vater bist, wirst du dein ind verlassen nicht, du väterliches herj. Ich bin ein armer Erdenkloß, auf erden weiß ich keinen Trost. 4. Der Reich verlãßt sich auf sein But, ich aber will dir traun, mein dott; ob ich gleich werd veracht, al—ie ding er schaf sen hat. so weiß ich und glaub festiglich, Wer dir vertraut, dem mangelts nicht. ö 5. Nch bott, du bist noch heut so reich, als du gewesen ewiglich, mein traun steht ganz zu dir. mach mich an meiner Seele reich, so hab genug ich ewiglich. b. Zeitlich hr will ich gern ent · behrn, wollst mir das Euoge nur gewährn, das du erworben hast durch deinen herben bittern dod; llas bitt ich dich, mein herr und Gott! 41⁸ ——————14 68. 65. — —d— — — I — — 2— — + 9 I.EI— reu u. Trost 7. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei old, Silber oder Geld, Reichtum und jeitlich 6ut, dlas währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nicht zur Selig⸗ kkit. 8. Ich dank dir, Christ, o oottes Sohn, daß du mir solches und Eigene melodie. getan durch dein göttliches Wort. Verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seele Seligkeit! 9. Cob, chr und Preis sei dir ge⸗ sagt für alle dein erzeigt ohltat; ich bitt demütiglich: Laß mich nicht von dein'm Angesicht ver⸗ stoßen werden ewiglich! 15⁶5. 15²2. + 80 + + x— — 27 SISISISISIieeiiee von Gott will ich nicht las⸗ sen, denn führt mich auf rech ⸗ ter Stra⸗ en, da er läßt nicht von mir, E ich sonst irr te sehr. rreicht mir sei ⸗ ne —— —— *.—* 1H.— — 1 + len A⸗- bend und den mor⸗ gen tut er mich * I 4 ů—— *— +* E wohl ver⸗sor⸗ gen, wo ich auch sei 2. Wenn sich der enschen hul⸗ sle und Wohltat all verkehrt, so findt sich õott gar balde, sein Macht und õnad bewãahrt; hilft mir in aller Not, errett von Sünd und Schanden, von setten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann im(and. mir gar nicht grauen, er wendet alles Ceid. Ym seies heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Le; ben sei õott dem herrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den herren christ, ja, seinen lieven Sohn; durch ihn er uns Kreuz u. Trost EENIITTIHE bescheret, was LCeib und Seel er · nähret, lobt ihn ins himmels Thron! 5. Cobt ihn mit herz und mun; de, welchs er uns beides schenkt; dlas ist ein seige Stunde, darin man sein gedenkt; sonst verdirbt alle Zeit, die man zubringt auf Erden. Wir sollen selig werden und bleibn in Fwigkeit, b. Auch wenn die Lelt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht. Wir werden nach dem Tod tief in die ẽrd be⸗ graben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß; der Eigene melodie. Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein ind und Erb des herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listge Art. 8. Darum ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt dloch die wigkeit, die aller freu⸗ dle voll; dieselb ohn einigs Ende, llieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Dãs ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat õuts die fulle erwworben uns und 6nãd; auch Gott der heilge Gõeist im 6lauben uns regieret, zum Reich der himmel führet. m sei Cob, Chr und Preis! cudwig heimvold g. 1532 + 1508. Joh. crüger ĩc0o. + 1 +— 3 8 4 Ruch nach melodie ur. 384 zu singen. 1 Wer sott ver-traut, hat wohl ge⸗ vaut wer sich ver⸗ läßt auf Je⸗ sum christ, * im him⸗mel und auf Er ⸗den, dem muß der him⸗mel wer⸗den. par um auf dich all hoff⸗nung ich ganz ———— fest all ⸗ zeit tu set ⸗ jen, herr Je ⸗ su 1 +.—. + + 4 1* N 1 E christ, mein Trost du vist in To-des not und Schmer⸗zen. 4²⁰ * Iuhnn IIPIERENAN — rei u. Trost 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Weit zu⸗ wiler, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlagt darnie⸗ der. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem 6eist und 6naden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mirs wohl geben, was mir ist not, getreuer 6ott, in dies'm und je⸗ nem leben. õib wahre Reu, mein herz erneu, errette Leib und Seele! Nch höre, herr, dies mein Begehr und laß mein bitt nicht fehlen! U. 1 Joach. magdeburg g. 1525 4 nach 1587. U. 2 u. 3 1507. mel.: vater unser im himmelreich. Val. Schumann 1339. 388 — III L + LTSSI.— + — IJ. * — 55„ Nch Gott, wie man ches her ⸗je⸗ leid be⸗ geg net mir zu die ⸗ ser Zeit; der schma ⸗-le ö——.——.— Ubeg ist trüb⸗ sal- voll, den ich zum him⸗mel — 10——— +*—— +7* wan⸗ dern soll; wie schwer doch läs⸗ set fleisch 2—2 7 N E: ern tt.i und blut sich zwin⸗ gen ju dem ew⸗ gen ut! 2. Wo soll ich mich denn wenden Iverlassen ist, der hat getraut auf hin? Zu dir, herr Jesu, steht mein Sinn; bei dir mein herz Trost, hülf und Kat allzeit gewiß ge⸗ funden hat; niemand jemals Jesum christ. 3. Du bist der große Wunder⸗ mann, das zeigt dein Amt und lein person. Welch Lunderding Kreuz U. rost EEE hat man erfahrn, daß du, meln Gott, bist Mensch geborn und führest uns durch deinen Tod ganz wunderlich aus aller lot. 4. Jesu, mein herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein crauren sein so schwer, dein süßer llam erfreut viel mehr; kein Elend kann so bitter sein, dein süßer Trost der lnderts fein. 5. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so weißt du, herr, daß ichs nicht acht; wenn ich dlich hab, so hab ich wohl, was kwig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit eib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und höll? 6. stein beßre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, herr Jesu christ: ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest, du bist mein rechter treuer hirt, der ewig mich behüten wird. 7. Jesu, mein freud, mein Chr und Ruhm, meins herzens Schatz und mein Reichtum, ich kanns doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer 6laub und Cieb im herzen hãt, der wirds erfahren mit der 8. Drum hab ichs oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht freude hätt, so wollt den Tod ich wünschen her, ja daß ich nie ge; boren wär; denn wer dich nicht im herzen hat, der ist gewiß le⸗ bendig tot. 9. Jesu, du edler Brãutgam wert, mein höchste Zer auf dieser Erd, an dir allein ich mich ergetz weit über alle gülaͤnen Schätz: so oft ich nur gedenk an dich, all mein õemüt erfreuet sich. 10. Wenn ich mein hoffnung stell ju dir, so fühl ich fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein herz recht guter Ding; dein õeist be⸗ jeugt, daß solches frei des ewygen lebens Vorschmack sei. 11. Drum will ich, weil ich lebe noch, das streuʒ dir frõhlich tra⸗ gen nach. Mein õott, mach mich dlazu bereit, es dient zum besten dllezeit: hilf mir, mein Sach recht greifen an, daß ich mein LCauf vollenden kann. 12. hilf mir auch zwingen fleisch und Blut, vor Sünd und Schan⸗; den mich behüt, erhalt mein herz im õlauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: o mein heiland, Tãt. wär ich bei dir! martin moller g. 1547 4 1600. Elgene melodie. 1574. 3 89 2 1 +—* 1 2 .—.—— Nuf mei ⸗ nen lie ⸗ ben 6ott trau ich in 42² EEEEEE sreuz u. crost +. I +— + + I + 1— + Angst und not. der kann mich all⸗ jeit ret⸗ ten aus * * Z. Kni. Trüb ⸗sal, Angst und nö⸗ ten, mein Un ⸗ glück ——— 1 4+. N + 1 4 EI kann er wen⸗den, steht alls in sei ⸗nen hän ⸗den. 2. Ob mich mein Sünd aͤnficht, will ich verzagen nicht; auf chri⸗ stum will ich bauen und ihm al⸗ lein vertrauen; ihm tu ich mich ergeben im Toc und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein õoewinn, und Christus ist mein Leben dem tu ich mich ergeben. Ich sterb heut ocler morgen, mein Seel wird er 4. O mein herr Jesu christ, der ddu gedluldig bist für mich am sereuz gestorben, mir hast das heil erwworben, führ uns alle zugleiche zJum ewgen himmel⸗ reiche! 5. Amen ju aller Stund sprech ich aus herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen namen ewiglich preisen. Amen. versorgen. 1or. Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 582 zu singen. 1609. 3 90 E+... Kin stei⸗ nen hat Gott ver las⸗ sen, der ob ihn dar⸗um viel has⸗sen, so *— ———— ihm ver⸗traut all-Wzeit; bringts ihm doch kein Leid. oott will die Sel⸗=nen 42³ Kreuz u. Trost EEE + 2 12— 0..—. * + 1.— 1 + schüt zen, zu-letzt er he⸗ ben hoch, ge⸗ben, ————. +..2.— 4— 4—2Z.— LCZ— 4.. + 1 4 + + 1 TEII was ih- nen nüt⸗-jet hie zeit lich und auch dort. 2. Allein ichs õott heimstelle, er machs, wies ihm gefällt, zu utze meiner Seele. In dieser argen Uelt ist doch nur Not und Leiden, und muß auch also sein, denn dlie zeitliche freude bringt uns in ewge bein. 3. Treulich will ich Gott bitten und nehmen zum Beistand in allen meinen nöten, ihm beßr als mir bekannt; wie könnt er mich denn lassen, der treu Not⸗ helfer mein? Ja wenn die not am größten, so will er bei mir sein. 4. All Unglück und all Glücke las kommt allein von Gott; ich weiche nicht zurücke und fleh in meiner not. Um 6G'duld tu ich stets bitten in allm Anliegen mein, er wird mich wohl behü⸗ ten und mein Nothelfer sein. 5. Reichtum und alle Schätze, waãs sonst der Welt gefallt, drauf ich mein Sinn nicht setze in dieser argen Welt. Ein Schatz ist mir im himmel, der Jesus Christus heißt; er ist üb'r alle Schätze, schenkt uns den heilgen Geist. 6. Jhn hab ich eingeschlossen in meines herzens Schrein. Sein Blut haͤt er vergossen für mich arms Würmelein, mich damit zu erlösen aus ewger Angst und pein; wie könnt auf dieser Erde loch größre Liebe sein? 7. Nun sollt ich mich erzeigen dlankbar für solche õnad: ich geb mich Gott zu eigen mit allem, wãs ich hab. Wie ers will weiter machen, sei ihm alls heimgestellt ich b'fehl ihm all mein Sachen, er machs, wies ihm gefällt. 8. Amen, nun will ich schließen dlies schlichte Liedelein. herr, durch dein Blutvergießen laß mich dein Erben sein, so hab ich alls auf Erden, was mich erfreu; et schon, im himmel soll mir wer⸗ dlen die euyge 6nadenkron. 1011. Mel.: Allein zu dir, herr Jesu Christ. 4 Ursprüngliche form im Anhang. V 1 15⁴1 U. +. —=S— 391 +— 1— Du wei⸗nest vor Je⸗ru ⸗sa · lem, herr be⸗ zeugst, es sei dir an⸗ ge⸗ nehm, wenn 4²⁴ 14* —— + —. e, ö Je-su, lich te Zäh ⸗ren, sün ⸗der sich be · keh ⸗ren; wenn ich vor dir mit 2...‚Z.‚.‚.‚...‚‚‚‚‚ SIII....I — 1 +/ — + — Buß er⸗schein und U⸗ ber mei ne sün ⸗den — I + 4 1 3 2 — + + +.—— 1 IV —— UIUmUUU——J—————— 2 — +.. Iũ— 8 wein, so wäschst du ab aus laãu- ter 6nad die Mis- se⸗ tat, die mich bis- 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von wegen meiner sündle, zu deinen Tränen ich mich wend; da ich rquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; wer damit seine Sünde netzt, den blickt õott an mit Gü; tigkeit zu jeder Zeit und sein be· trübtes herz erfreut. 3. hier muß ich auch im Tranen; haus vor großer Angst oft wei⸗ nen, der Welt aushalten man⸗· chen Strauß, sie martert stets die deinen. Auf allen Seiten, wo sie kann, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller frist, herr Jesu christ: in not du auch gewesen bist. 4. Du zählest alle Tränen mein; ich weiß, sie sind gezählet; und ob sie nicht zu zählen sein, den· noch dir keine fehlet. So oft vor dir sie regen sich, so oft bewwegen her ge⸗ quä-let haͤt. sie auch dich, daß du dich mein erbarmen mußt. Dir ist vewußt mein sreuʒ, drum hilfst du mir mit Cust. 5. Wer jetzund säet Tränen aus, hält in Geduld Gott stille, wird fröhlich sein in deinem haus, wo freude ist die fülle, ja solche freu; de, die kein mann mit seiner Zung aussprechen kann, und die dã bleibt in wigkeit. nein sereuz und Leid wird werden dort ju lauter freud. 6. für diese Tränen dank ich dir, daß du die freudenkrone, herr Christ, dadurch erworben mir beĩ dir ins himmels Throne. Uenn du michholen wirsthinauf zu deiner Nuserwählten hauf, dann will ich recht lobsingen dir⸗ o höchste Zier, für deine Tränen für und für. Joh. heermann g. 1585 + 1647. 4²³ Rereuz u. Trost AUEE Mel.: Von ott will ich nicht laßßen. 15⁷². ————..—* —— + x + — Was willst du dich be⸗ trü⸗ben, o Tu äden nur herzlich lie vben, der 42..——.— F+—— 4 4 7 7 1 11.— 12.. 1— r + +7 +7 mei⸗ ne lie⸗be Seel? heißt Im⸗ ma⸗ nu- el. j ver⸗trau dich ihm al ⸗ lein, er I 4 1 + 1—..— — EIIm‚—————— wird gut al ⸗ les ma- chen und för ⸗ dern 2———* n I+. + + 2—˖——0—E. LI —— 2— 1 dei ne sa⸗- chen, wie 2. Denn Gott verlässet keinen, ller sich auf ihn verläßt; er bleibt getreu den Seinen, die ihm ver; trauen fest. LCaßtsichs an wunder⸗ lich, so laß dir doch nicht grauen; mit freude wirst du schauen, wie 6ott wird retten dich. 3. Nuf ihn maͤgst du es wagen getrost mit frischem Mut, mit ihm wirst du ersagen, was dir ist nütz und gut. Denn was sott haben will, das kann niemand verhindern aus allen menschen⸗ kindern, so viel ihr sind im Spiel. 4 Wenn auch gleich aus der höllen der Satan selber sich dir wollt entgegenstellen und unter⸗ treten dich, so muß er doch mit dirs wird se ⸗lig sein. Spott von seinen Ranken lassen, womit er dich will fassen, denn dein Werk fördert Gott. 5. Er richts ju seinen chren und deiner Seligkeit. Solls sein, kein mensch kanns stören, wenns ihm wär noch so leid. Will Gott es aber nicht, so kanns niemand forttreiben, es muß zurücke blei⸗ ben. Was Gõott will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, dem sei es heimgestellt; nach nichts mehr sonst ich strebe denn nur, was ihm gefällt. Sein LWill ist mein Begier; der ist und bleibt dler beste, das glaub ich steif und feste. Wohl dem, der glaubt mit mir! Joh. heermann g. 1585 + 1647. 12⁰ 2———8—8— kreuz u. Trost Mel.: O Velt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang.⸗ heinr. Naak(/) ca. 1400. — A 393. In al⸗ len mei⸗ nen Ta⸗- ten laß 2—— V. 4 4 +2— 1 ——— ich den höch ⸗sten ——..— f x +*—— . — — rã ⸗-ten, der al ⸗les kann und — 1— +— hat; er muß zu al⸗ölen din⸗gen, solls an⸗ders wohl ge⸗Uin ⸗gen, 2. lichts ist es spät und frühe um alle meine mühe, mein Sor; gen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Wil len machen, ich stells in seine batergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als wãs er hat versehen und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers gibet, was ihm von mir beliebet, daãsselbe hab auch ich erkiest. 4. Ich traue seiner õnaden, die mich vor allem Schaden, vor al· lem bel schützt; leb ich nach sei · nen Sätzen, so wird mich nichts verletzen und nichts mir fehlen, was mir nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in önaden mich entbinden, durch⸗ streichen meine Schuld; er wird —— mir sel⸗ ber auf mein VUerbrechen nicht stracks dlas Urteil sprechen und haben noch mit mir 6eduld. 6. Leg ich mich spate nieder, er · wach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden und was mir stößt zu handen, so tröstet allzeit mich sein Wort. 7. hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Uerhängnis gehn; kein lUnfall unter allen wird mir zu harte fallen, mit õott will ich ihn über⸗ stehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder mor; gen, dafür laß ich ihn sorgen, er Weiß allein die rechte Zeit. Kreuz u. rost 9. S80 sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der höhe dler weiß zu allen Sachen Rat. NAuf der Reise. 10. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, an den er mich bestellt; sein Segen wird mich lassen was gut und recht ist fassen, zu dienen treulich seiner Uelt. I1. Bin ich in wilder Wüste, so bin ich doch bei Christo, und christus ist bei mir; der heifer in Gefahren der kann mich doch bewahren, wie dorten so auch sicher hier. 12. Er wird zu diesen Reisen gewünschten fortgang weisen, wohl helfen hin und her, Gesund⸗ heit, heil und ceben, Zeit, Wina und etter geben und alles, was ich sonst begehr. 13. Sein engel, der getreue, maͤcht meine feinde scheue, tritt iwischen mich und sie; durch sei⸗ nen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen und wissen selber fast nicht wie. 14. Gefällt es seiner 6üte, und sagt mir mein õemüte nicht was Vergeblichs zu, so werd ich õott noch preisen mit manchen schö⸗ nen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 15. Indes wird er den meinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein, wird beiderseits gewähren, was unser Uunsch und Zähren ihn bitten werden überein. pPaul fleming g. 1600 1 1640. Mel.: herr, ich vekenn von herzensgrund. Ursprüngliche form im Anhang. 1535. 394 5—— mag ich denn nicht von Angst und pein so weiß ich doch, daß mei⸗ ne schuld * * Aurch Got ⸗tes huldl in be ⸗frei—et sein, muß noch im Un: glück schwe⸗ben, chri ⸗sto ist ver ge⸗ben. X. A+ + +— 4 3.—.— 2. 2 — 2.— —..— + 4²⁸ vV SE. Eg em u.Trost — 1 1— doch ret⸗tet gern, die sei 2. Der menschen hülf in mei⸗ ner Sach ist viel zu schwach, dar⸗ innen Rat ju finden; der Trost des höchsten ist der best und bleibet fest, das Zeitliche muß schwinden. Das ewge öut macht rechten Mut; dabei ich bleib, wag õut und Leib: õott helf mir überwinden! nem Wort nachle⸗ ben. 3. Allein ju dir mein hoffnung ist, herr desu christ, du wirst mir stehn jur Seiten und sehen auf das Unglück mein, als wär es dein, wenns wider mich tut strei⸗ ten. Ich bitte dlich, erlose mich! herr, wie du willt, du bist mein Schild und wirst mich wohl be⸗ gleiten. hannov. ösb. 1648. ach dem Liede herzog Albrechts von preußen g. 1490 1 1508: mag ich Unglück nicht widerstan. mel.: hilf mir, mein sott, hilf, daß nach dir. 1327. ursprüngl. form imRnyang. Ruch nach mnelodie ur. 384 ju singen. 12. +— 2e—2—— SS..............— 14— 1— SZ..— 11.— r;. Ich hab in Got-tes heri und Sinn mein Was bö ⸗se scheint, ist mir 6e⸗winn, der herz und Sinn er⸗ ge⸗ ben. Lod selbst ist mein Le⸗ven. Ich bin ein 720 des, 5,——— ñ—— der den chron des him ⸗ mels auf—ge — ů 2— —*— 1..——..— ir—— 1— gleich schlägt und(kreuz II. 1 1 1—1 doch sein herz ge ⸗ wo- gen. 4²⁰ auf-legt, bleibt Kreuz u. Trost TNETINTI.LIL 2. Dãs kann mir fehlen nimmer· mehr, mein Vater muß mich lie⸗ ben. Wenn er mich auch gleich wirft ins meer, so will er mich nur üben und mein 6emüt in seiner öüt gewöhnen fest zu ste⸗ hen; halt ich denn stand, weiß seine hand mich wieder zu er; höhen. 3. Ich bin sa von mir selber nicht entsprungen noch formie⸗ ret, mein Gott ists, der mich zu⸗ gericht, an eib undseel gezieret; es ist sein Arm, der alles warm, gesund und fröhlich machet; was er nicht hält, das bricht und fällt; was er erfreut, das lachet. 4. Zudem ist Weisheit und Ver⸗ stand bei ihm ohn alle maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm be· kannt ju tun und auch zu lassen. Er weiß, wann freud, er weiß, wann Leid uns, seinen gindern, diene, und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Lãst dein õlũck und heil beschwe⸗ ret, hast vat und früh viel Sorg und müh, an deinen Wunsch zu kommen, unddenkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem frommen. 6. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem kat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und eden Deinen allen; laß ihm doch zu, daß er nur tu nach sei⸗ nem Wohlgefallen. 7. Wenns Sott gefällt, so muß es sein, eswird dich letzterfreuen; waãs du jetzt nennest sereuz und pein, wird dir zum Trost gellei⸗ hen. Waͤrt in Geduld, die õnad und huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Oual wird duf einmal gleich wie ein dampf verschwinden. 8. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine hände; nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes nde, wie ddu wohl weißt, daß meinem beist dadurch sein Nutz entstehe, und deine Chr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 9. Willst du mir geben Sonnen⸗; schein, so nehm ichs an mit freu; den; solls aber sereuz und Un⸗; glück sein, will ichs gedluldig lei⸗ den. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 10. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straße reisen, wohläan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen wei⸗ sen. Du bist mein hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewwig möge erren. paul oerharot g. 1007 1076. 4³⁰ E Ereuz u. Trost kigene Mmelodie. Joh. 6. Ebeling 1666. —⁴ EEEEEE 2 ——— I nicht so trau rig, nicht so sehr, daß dir Gott Glück, 6ut und Ehr —.—. ö IZI wut, de, Hi, mei- ne See⸗le, sei be⸗trübt, 1.— nicht so viel wie an⸗dern gibt. nimm für ⸗lieb mit —— 4 — + TEH + 1 1 I + * dei ⸗nem bott! hast du 6ott, so hats nicht not. 2. Du noch sonst ein menschen⸗ 6. Aber was die Seele nährt, kind häbt ein Recht in dieser Gottes huld und Christi Blut, UWelt; alle, die geschaffen sind, wird von keiner Zeit verzehrt, ist sind nur 6äst im fremden Zelt: und bleibet allzeit gut. Erdengut bott ist herr in seinem haus, wie zerfällt undbricht, Seelengutdas er will, so teilt er aus. schwindet nicht. 3. Bist du doch darum nicht hier, 7. Nch wie bist du doch so blind daß du rden haben sollt; schau und im Denken unbedacht! Au⸗ den himmel über dir, da, da ist gen hast du, Menschenkind, und dein edles old; da ist hre, dashast doch noch nie betracht deiner ist Freud, freud ohn End, Ehr RNugen helles õlas: siehe, welch ohne neid. ein Schaͤtz ist das! 4. Der ist albern, der sich Kränkt 8. Zähle deine finger her und um ein hand voll kitelkeit, wennder andern 6lieder Zahl: keins ihm õott dagegen schenkt Schätze ist, das dir unwert wär, ehrst der Beständigkeit. Bleibt der und liebst sie allzumal; keines Zentner dein öewinn, fahr der gäbst du weg um Gold, wenn heller immer hin! man dirs abnehmen wollt. 5. Schaue alle õöüter an, die dein 9. mun so gehe in den örund herz für 6üter hält: keines mit deines herzens, das dich lehrt, dir gehen kann, wenn du gehest wie viel õutes alle Stund dir von aus der Lelt; alles bleibet hinter oben wird beschert; du hast mehr dir, wenn du trittst ins 6rabes als Sand am meer und willst Tür. doch noch immer mehr. Kreuz u. Trost UEIEEE 10. Wüßte der im himmel lebt, daß dir wäre nütz und gut, wo⸗ nãch so begierig strebt dein ver⸗ blendet fleisch und Blut, würde seine frömmigkeit dich nicht las⸗ sen unerfreut. 11. Gott ist deiner Ciebe voll und von ganzem herzen treu; wenn du wünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaf⸗ fen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, ists dein Schade, spricht er nein. 12. Unterdessen trãgt sein õeist dlir in deines herzens haus man; na, das die engel speist, ziert und schmückt es herrlich aus, ja erwählet dir zum heil dich zu seinem 6ut und Teil. Elgene melodie. 13. Ci so richte dich empor, du betrübtes Angesicht, laß dasSeuf⸗ zen, nimm hervor deines Glau⸗ bens freudenlicht! Das behalt, wenn dich die Nacht deines um· mers traurig macht. 14. Setze als ein himmelssohn dleinem Willen maß und Ziel, rühre stets vor õottes Thron dei⸗ nes Dankens Saitenspiel, weil dir schon gegeben ist mehr noch, als du würdig bist. 15. führe deines Cebens LCauf alljeit õottes eingedenk: wie es kommt, nimm alles auf als ein wohlbedacht õeschenk! õeht dirs widrig, laß es gehn, Gott und himmel bleibt dir stehn. paul õerharat g. 1607 4 1670. 6. Ebeling 1666. 397 War⸗- um sollt ich mich denn grä⸗men? ..— 2. + ä—ü—ñ— 22 jab ich doch chri⸗stum noch, wer will mir den ———Z... 4 S.—..— E 12.— E H E 12 —.. 2 1—. 2 44 E 633—— neh · men? Wer wiüll mir den him⸗ mel rau⸗ ben, den ———— SIIJ— H2 ö N L.r, rExIr. 2 4— mir schon Got⸗- tes Sohn bei ⸗ge⸗legt im Glau · ben? 43³² Bee I E e 2. nackend lag ich auf dem Bo; dlen, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schaãtten fliehen. 3. Gut und Blut, Ceib, Seel und leben ist nicht mein, õott allein ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein sereuz zu tragen, dringt herein Angst und pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wen⸗ den; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hãt mich bei guten Tagen oft ergetzt, sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein õe⸗ richt, kann mich nicht ganz und gar verlassen. b. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Caß sie spot· ten, laß sie lachen! Gott, mein heil, wird in Eil sie ju schanden machen. 7. Unverzagt und ohne õrauen soll ein christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wolltihn auch der Eigene melodie. Tod aufreiben, soll der snut den;· noch gut und fein stille bleiben. 8. sãnn uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend nöten, schließt das Tor der bittern Ceiden und macht Bahn, da man kann gehn ju himmelsfreuden. 9. Alldã will in süßen Schatzen ich mein herz auf den Schmerj ewiglich ergetzen; hier ist kein recht õut zu finden; was die Weit in sich hält, muß im nu ver⸗ schwinden. 10. Was sind dieses ebens 6l⸗ ter? Eine hand voller Sand, summer der õemüter. Dort, dort sind die edlen õaben, da mein hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 11. herr, mein hirt, Brunn aller freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns schei⸗ den. Ich bin dein, weil du dein eben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben; 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht. aus dem herzen lasse. Caß mich. laß mich hingelangen, da du mich, und ich dich leiblich werd umfangen. Mel. I. Nuch nach elodie Nr. 70 zu singen. paul õerhardt g. 1607 4 1676. Joh. crüger 1653. 398 1 4 1 + 1 1 EI + .—— Schwing dich auf zu dei⸗ nem Sott, War · um legst du ott zum Spott 4³³ Kreuj u. rost EEE 2 1 5 2—— +— 1 * du be⸗ trüb- te See-le! + in der schwer⸗muts⸗höh ⸗le? snnerkst du nicht des 1 +*— 1 I j IPIPISISISqPSI‚IS‚S‚I‚ISISI‚I‚I‚ISISI‚I‚I‚I..‚I.I.I.......‚.....I....I — 4 22 u H— 2 Sd- tans Cist? Er will durch sein Rämp⸗fen dei⸗ nen N 1 4 + —.—..— +*— —.—. Trost, den Je⸗ sus Christ dir er⸗wor⸗vben, däͤmp ⸗fen. Mel. 2. oller: 6. Ebeling 1660. — 12—— ——— Schwing dich duf ju ddei nem Gott, ar ⸗ um liegst du Gott zum Spott — LI* 1 EE— 2— E. 1. 22 1 L 1—..1 du be⸗ trüb⸗te See⸗le! in der Schwer⸗muts ⸗höh ⸗le? merust du nicht dees I 1 4W611— + 1 1 + 1 S——— Sa-tans List? Er will durch se * ——— in Rämp⸗-fen dei⸗nen 2 * 1 + IE I +— I 1 1 1 12.— LII Trost, den Je-sus christ dir er⸗wor⸗ ben, dämp:fen. 2. Schüttle deinen opf und sprich: fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dlir doch der stopf jerknickt, und ich bin durchs Ceiden meines heilands dir entrückt in den Sãdal der freuden. 3. Wirfst du mir mein Sundgen für? Wo hat Gott befohlen, daß mein Urteil ich bei dir Uber mich soll holen? Wer hat dir die acht 4³⁴ 90 di SEEAEEESESES III„BKetee reuz u. Trost geschenkt, andre zu verdammen, der du selbst doch liegst versenkt in der hölle flammen? 4. hãb ich was nicht recht getan, ist mirs leid von herzen; dahin · gegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; denn das ist das Cösegeld meiner Missetaten, bring ich dies vor õottes Thron, ist mir wohl geraten. 5. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine frone, sein Verdienst mein Eigentum, dlã ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein feind kann fällen, brächt er gleich da⸗ vor Geschoß und 6ewalt der hollen. b. Stürme, Teufel, und du Tod: wäs könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not bott mit seiner önaden, der õott, der mir seinen Sohn selbst ver· ehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und hohn mich nicht dort betrübe. 7. Schreie, tolle Welt, es sei mir bott nicht gewogen. Es ist lauter Täuscherei und im 6rund erlo⸗ gen; wäre õott mir gram und feind, würd er seine Gaben, die mein eigen worden seind, wohl behalten haben. 8. Denn was ist im himmels⸗ zelt, was im tiefen meere, was ist öutes in der Welt, das nicht mir gut wäre? für wen brennt das Sternenlicht? Woju ist gegeben Luft und Wasser? Dient es nicht mir und meinem Leben? 9. Ich bin Gottes, õott ist mein, wer ist, der uns scheide? Dringt dãs liebe sereuʒ herein mit dem bittern Ceide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten händen, und geschwindjerbricht sein Joch, wenn es Hott will wenden. 10. sinder, die der Vater soll ehn zu allem õuten, die gedei⸗ hen selten wohl ohne Zucht und Ruten. Bin ich denn nun Gottes stind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sund auf was 6uts will ziehen? 11. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hie jeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat voll⸗ kommne lust dort in christi õar ten(dem er einig recht bewußt) endlich zu gewarten. 12. Gottes sinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen; denn es ommt die Erntezeit, da sie 6arben mã⸗ chen da wird all ihr Gram und Ceid lauter freud und Lachen. 13. Ei so faß, o christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes sterzen dich entzünden mehr und mehr, gib dem großen namen deines õottes Preis und chr! Er wird helfen. Amen. paul éerharat g. 1607 4+ 1676. 4³⁵⁷ Kreuz u. Trost Psalm 37, 5. Elgene melodie. 15³2. 25——— 2 12..— 7½.. 4... 12— * Be⸗fiehl du dei- ne We- ge und was der al ⸗ler ⸗treu⸗-sten Pfle⸗ ge des, der 2 dein her ⸗je krännkt ů den hun-mel lenkt; der Wol⸗Ren, cust und Win uen 4 + I 1 IZ. 1 rn d 1 gibt UDe⸗ ge, Cauf und Bahn, der Wird allch H— –— .———8 ö 4 I II— I.— 2 e- ge fin den, da dein fuß ge⸗ hen kann. oder: Mel. Ur. 582. Plane oder isometrische Form. 1601. 1 4 14* 1 —— —. I 1 + 1 2 SS Be-fiehl du dei- ne e⸗-ge und was dein der al-ler⸗-treu-sten Pfle⸗ge des, der den ———. x I— ——=— 2 2.— EEI—EE..——ꝛt— dn de, ar on dn, an oe unn —— gibt UWe⸗ ge, Lauf und bahn, der wird auch —I 2 + + 1 TN ii 4 4 4 1 + + I 1 Ube⸗ ge fin⸗ den, da dein fuß ge⸗ hen kann. 3⁰ — nan nn hhn ieee gehn, auf sein Werk mußt du EEEEEEEE Kreuz u. Trost 2. Dem herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl er⸗ schauen, wenn dein Werk soll bestehn. mit Sorgen und mit 6rämen und mit selbsteigner pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und 6nade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen õeblüt; und was du dann er⸗ lesen, das treibst aͤu, starker held, und bringst zum Stand und Uesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an mittein fehlt dirs nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein 6ang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen findern ersprießlich ist, willst tun. 5. Un d ob gleich alle Teufel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel õott nicht ju⸗ rücke gehn; was er ihm vorge⸗ nommen und was er haben will, das muß dloch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. b. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der höhle, da dich der stummer plagt, mit großen 6naden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken 7. Nuf, auf, gib deinem Schmer⸗ je und Sorgen gute nacht, laß fahren, was das herje betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, õott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ih n, ihn laß tun und wal⸗ ten, er ist ein weiser fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunder⸗ barem Rat das Werk hinaus⸗ geführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird jwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in sei⸗ nem Sinn er deiner sich begeben; und, solltst du für und für in angst und nöten schweben, so frag er nichts nach dir. 10. Uirds aàber sich vbefinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein herze lösen von der so schwe⸗ ren Last, die du ju keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du find der Treue, du hast und trãgst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Chrenkron; Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte hand, und du singst freudenpsalmen dem, der dein die Sonn der schönsten freud. eid gewandt. Kreuz u. Trost EEE 12. ãch End, o herr, machPflege und Treu empfohlen sein, Ende an aller unsrer Not! Stark so gehen unsre Wege gewiß jum unsre füß und häͤnde und laß himmel ein. bis in den Tod uns allzeit deiner Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher 6eist. Paul 6õerhardt g. 160⁷ 1 1676. Joh. Schop 1641. 40⁰⁰ 1 + 1 +— — du bist ein mensch, das weißt au die oott der höchst al lei ne — + + + E + IE 1 + N EE! wohl, was strebst du denn nach din“: gen, soll und kann ju Wer⸗ke brin ·—03. Duhahin + + + N + + 1 I— I 1 + +. TE 1 + mit dei⸗ nem litz und Ssinn + + + durch so viel 1—— unu. + qñ‚‚... D.— 2———— tau- send Sor⸗ gen hin und denkst: Wie wills auf +* 2 I I + N ———j H — Er den doch 2. Es ist umsonst. Du wirst für · wahr mit allem deinem Dichten auch nicht ein einges kleinstes haar in aller Welt ausrichten, und dient dein öram sonst nir; gend ju, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst undschmer⸗ zen stürzest und selbst das Leben kürzest. 3. Willst du was tun, was Gott gefällt und dir zum heil ge⸗ deihet, so wirf dein Sorgen auf end ⸗ lich mit mir wer ⸗ den? dlen held, den rd und himmel scheuet, und gib dein Leben, Tun und Stand nur fröhlich hin in Gottes hand, so wird er dei⸗ nen Sachen ein fröhlich Ende machen. 4. Durch wessen sunst steht dein 6ebein in ordentlicher fülle? Wer gab den Augen Licht und Schein, dem Leibe haut und hülle? Wer jog die Adern hie und dort ein jed an ihre Stell 358 rei u. Trost und ort? Wer setzte hin und wie⸗ der so viel und schöne õlieder? 5. heb auf dein haupt, schau überall hier unten und dort oben, wie õottes Sorg auf allen fall vor dir sich hab erhoben: dein Brot, dein Wasser und dein seleid war eher noch als du bereit; die Milch, die du erst nahmest, war auch schon, da du kamest. 6. Und dennoch soll dein Ange; sicht lein ganzes Leben führen; du traust und gläubest weiter nicht, als was dein Nugen spü⸗ ren. Was du beginnst, da soll allein dein Ropf dein Licht und Meister sein; was der nicht aus · erkoren, das hältst du als ver⸗ loren. 7. nun siehe doch, wie viel und oft ist schändlich umgeschlagen, was du gewiß und fest gehofft mit händen zu erjagen; hin⸗ gegen wie so manches mal ist das geschehn, was überall kein mensch, kein Rat, kein Sinnen ihm hat ersinnen können. 8. Vie oft bist du in große Not durch eignen Willen kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fürs Leben angenommen; und hätte Gott dein Werk und Tat ergehen lassen nach dem Rat, in dem dus angefangen, du wärst zu 6runde gangen. 9. Der aber, der uns ewig liebt, trübt, und führt uns, wo wir irren; und daju treibt ihn sein 6emüt und die so reine Vatergüt, in der uns armen sünder er trägt als seine Kinder. 10. Nch wie so oftmal schweigt er still und tut doch, was uns nützet, da unterdessen unser Lili und herz in Angsten sitzet, sucht hier und da und findet nichts, will sehn und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden und kann den Weg nicht finden. 11. Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen Wegen, er geht und bringt uns an den ort, da Wind und Sturm sich legen. hernachmals, wenn das Werk geschehn, so kann alsdann der Mensch erst sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rat geführet. 12. Drum, liebes herz, sei wohl · gemut und laß von Sorg und 6rämen! Gott hat ein herz, das nimmer ruht, dein Bestes vor⸗ junehmen: er kanns nicht lassen, glaube mir; sein Innerstes ist mir und dir und uns hier allzusam⸗ men voll allzusüßer flammen. 13. Tu als sein ind und lege dich in deines vaters Arme, bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme, so wird er dich durch seinen õeist auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nach wohlgehaltnem Ringen macht gut, was wir verwirren, aus allen Sorgen bringen. erfreut, wo wir uns selbst be · paul õerhardt g. 1607 4 1676. 4³⁵⁰ Rreui u. Trost Mel.: Nus tiefer not schrei ich ju dir. mel. 2. Ursprüngliche form im anhang. 15²⁵. 40¹ 24.— nW.— + Nch treu er bott, barm⸗her-zigs Herz, ich weiß, daß mir dies Kreuz und Schmerz + + +— 3, 20 I— I IE RπI 1 des 6ü⸗-te sich nicht en dein Va⸗ ter⸗-her ze sen det, det.) Ja, herr, ich weih, — +* 1 + +4 +. + —— 2. Denn das ist alljeit dein 6ve· brauch: wer stind ist, muß was leiden, und wen du liebst, den stãupst du auch, schickst Trauren vor den freuden; führst uns zur höͤlle, tust uns weh und führst uns wieder in die höh; und so geht eins ums ander. 3. Das hat, herr, dein geliebter Sohn selbst wohl erfahrn auf Erden, denn eh er kam zum chrenthron, mußt er gekreuzigt werden; er ging durch Trübsal, Angst und not, ja durch den herben, bittern Tod drang er zur himmelsfreude. 4. hat nun dein Sohn, der fromm und recht, so willig sich ergeben, was will ich armer I + + + I + I. daß die- se last du mir aus(ieb er-tei- let 2————— ů 221 hast und gar aus kei ⸗ nem has se. streben? Er ist der Spiegel der õeduld, und wer sich sehnt nach seiner huld, der muß ihm ähn⸗ lich werden. 5. Ach liebster Vater, wie so schwer ists der vernunft, zu gläuben, daß du demselben, den du sehr schlägst, solltest günstig bleiben! Wie macht doch greuz so lange Zeit, wie schwerlich will sich Lieb und Leid zusammen lassen reimen. b. Was ich nicht kann, das gib du mir, o höchstes Gut der from⸗ men, gib, daß mir nicht des Glaubens Zier durch Trübsal werd entnommen. Erhaite mich, o starker hort, befestge mich in deinem Wort, behüte mich vor Sündennnecht dir viel Juwider 44⁴⁰ Murren! —— 4144 * * Illlt S TH ꝗ Ereuß u. Trost 7. Bin ĩch jã schwach, laß deine Treu mir an die Seite treten, hilf, daß ich unverdrossen sei zum Rufen, Seußzen, Beten. Sso lang ein herze hofft und gläubt und im 6ebet beständig bleibt, so lang ists unbezwungen. 8. Nch Jesu, der du worden bist mein heil mit deinem blute, du weißt gar wohl, was sereuze ist, und wie dem sei zu mute, den sereuz und großes Unglück plagt drum wirst du, was mein herze klagt, gar gern zu herjen fassen. 9. Ich weiß, du wirst in deinem Ssinn mit mir mitleiden haben und mich, wie ichs jetzt dürftig bin, mit 6nad und hülfe laben. Nch stärke meine schwache hand, ach heil und bring in bessern Stand das Straucheln meiner füße! 10. Sprich meiner Seel ein herze zu und tröste mich aufs beste, der Schwachen Turm und Ueste, ein Schatten vor der Sonnen hitz, ein hütte, da ich sicher sitz im Sturm und Ungewitter. 11. Und weil ich ja nach deinem Rãt hie soll ein wenig leiden, so laß mich auch in deiner önad als wie ein Schäflein weiden, daß ich im õlauben die õeduld und durch õeduld die edle hjuld nach schwerer Prob erhalte. 12. O heilger õeist, du freuden· öl, das 6ott vom himmel schicket, erfreue mich, gib meiner Seel, was mark und Bein erquicket! Du bist der õeist der herrlichkeit, weißt, was für freud und Selig⸗ keit mein in dem himmel warte. 13. Daselbst wirst du in ewger lust aufs süßte mit mir handeln, mein greuz, das dir und mir be⸗ wußt, in freud und Chre wan · deln. Da wird mein Weinen lauter Wein, mein Achzen lauter Jauchjen sein. Das glaub ich, denn du vist ja der müden Ruh, hilf mir! Amen. paul õerharat g. 160⁷ + 1676. Eigene melodie. Jakob hintze 1670. V 2— 4 2—— 1— + 2— 4— 40² 6ib dich ju⸗ frie-den und sei stil ⸗le In ihm ruht al ⸗ler freu de fül ⸗le, + * ————— + 4 1 +— in dem 6ot⸗- te dei⸗ nes ohn ihn mühst du dich ver — I 4 er ist aem ge⸗ bens; 4⁴¹ Kreuz u. Trost EEINL +*—.— I‚‚‚e.e..‚:.... +— ———ꝛ—— 2— Quell und dei ⸗ ne son⸗- ne, scheint täg ⸗lich + 1 1 I N 1 N + +* 1 + 21 hell ju dei⸗ ner Won ⸗ne. 2. Ex ist voll Cichtes, Trosts und önaden, ungefärbtes, treuen herzens; wo er steht, tut dir kei⸗ nen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens. sreuz, Angst und not kann er bald wenden, sã auch den Tod hat er in hän; den. õib dich zufrieden! 3. Wie dirs und andern oft er gehe, ist ihm wahrlich nicht ver; borgen; er sieht und kennet aus dler höhe der betrübten herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zu hauf all unser Sehnen. 6ib dich zu⸗ frieden! 4. Denn gar kein einger mehr auf ęrden, dessen creue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich örämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. õib dlich zufrieden! 5. Ex hört die Seufʒer deiner See⸗ len unddes herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzah⸗ len, magst du õott gar kühnlich sagen. er ist nichtfern, stehtinder Mitten, hört bald und gern der Armen bitten. Gibdichzufrieden! 6ib dich ju ⸗öfrie⸗den! 6. Laß dlich dein Elend nicht be⸗ zwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle fluten einher gingen, dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein fürst, dich schon erhöret. õib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Iebenhatge⸗; geben, wird auch Unterhalt be; scheren. Erhatein hand, vollaller 6ãben, da See und Cand sich inuß von laben. oib dich zufrieden! 8. Der allen Uöglein in den Wäl⸗ dern ihr bescheidnes sörnlein weiset, der Schaf und Rinder in den feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird ja auch dich eingen füllen, den hunger dir zur Notdurft stillen. õib dich zu · frieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts jum Besten. Denn das ist ottes chren; titel: helfen, wenn die Uot am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen. õib dich zufrieden! I nnre— reuz u. Trost 10. Bleibt gleich die hülf in et· wäs lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das harren angst und bange, glaube mir, es ist dein frommen. Was langsam schleicht, faßt man ge⸗ wisser, und was verzeucht, ist dlesto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Himm nicht zu herzen, was dlie Rotten deiner feinde von dir dlichten; laß sie nur immer weid⸗ lich spotten, ott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein freund und deiner Sachen, was kann dein feind, der mensch, groß machen? õib dlich zufrieden! 12. hãt er doch selbst auch wohl dlas Seine, wenn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein ölück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden! Eigene melodie. mel. I. 13. Es kann und mag nicht an · ders werden, allemenschen müs⸗ sen leiden; was webt und lebet auf der rden, Rann das llngluck nicht vermeiden. Des sreuzes Stãb schlägt unsre enden bis in dlas õrab, daã wird sichs enden. Gib dlich zufrieden! 14. Es ist ein Ruhetag vorhan · den, da uns unser õott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Ceibs und al⸗ lem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der aual uns sämtlich bringen. 6ib dlich jufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und 6e⸗ treuen, die hier mit frieden ab · gefahren, sich auch nun im frie⸗ den freuen, da sie den 6rund, der nicht kann brechen, den ew· gen mund selbst hören sprechen: bGib dlich zufrieden! paul õerharat g. 1607 4 1076. 6eorg Neumark 1640. +—— 4 0* Ursprüngliche form im Anhang. — 1 1 * NN Wer nur den lie⸗ ven sott läßt den wird er wun ⸗ der- lich er · S—— Sq——.—. wal ten und hof fet auf ihn al⸗le⸗ 1. Wer hal ⸗ ten in al ⸗-ler not und Trau⸗- rig-keit. —* 1*—— ————. 6ott dem Al ler höch ⸗ sten traut, der 4⁴³ kei nen 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Nch? Was hilft es, daß wir alle orgen beseußzen unser Un⸗ gemach? Wir machen unser sereuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes 6nadenwille, wie sein Allwissen⸗ heit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten freuden; stunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei. Wenn er uns nur haͤt treu erfunden und merket keine heuchelei, so kommt ott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel 6uts geschehn. Sand ge⸗ baut. 5. Denk nicht in deiner Drang⸗ salshitze, daß du von Gott ver⸗ lassen seist, und daß Gott der im Schoße sitze, der sich mit stetem õlücke speist; die folgezeit ver · andert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind sa Gott sehr leichte Sachen, und ist dem höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen dber groß und reich; õott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn wer nur seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlaßt er nicht. eorg Neumark g. 1621 + 1681. Mel.: herr Jesu Christ, du höchstes ut. 40⁴ Ursprüngliche form im Anhang. 15⁸⁷. 2——=+— x 4.— SRR + 4— 1 3—————— Lie mein ge⸗ treu ⸗er vã ⸗ter will in so halt ich ihm auch ger-ne still und + + 1 — II— 4 + + — 1 + + 2 al-len die ⸗sen sa ⸗ chen, laß es ihn nur ma chen. 4⁴⁴ +7 6ott weiß wohl, was mir Ereuz u. Trost , e Eu Hi L it. nütz und gut, und wird aus vä⸗ ter U⸗ chem ————— .— n mut für mei— ne Wohl⸗ fahrt wa ⸗ chen. er- 2. Ob ich gleich denke dies und 4. Indessen leid ich mit õoeduld, jem dlas, was ich doch soll beginnen, bis Gott sich wiederfinde, denn und gräme mich ohn Unterlaß alles dies hab ich verschuldt hte mit hochbetrübten Sinnen, so mit meiner großen Sündle. Ich ten kann ich durch mein herzeleid weiß, õott wird mich wunder⸗ kin dler großen liderwärtigkeit doch bar erretten aus der Angstge⸗ ien nie was abgewinnen. fahr, was ich jetzt nicht ergründe. dler 3. Drum laß ichs gehen, wie es 5. Wird mich mein 6ott, mein ald geht, und sende meine Tränen Seelenlicht, vom Zweifel nur be⸗ vor Gottes hohe majestät mit freien und nur des ölaubens Zu⸗ ttes bitterm herzenssehnen. Gottwirdversicht mir gnädiglichverleihen, lur doch wiederum einmal nach so muß mir dieses große Leid lels dieser schweren herzensqual der samt aller iderwärtigkeit doch bei 6litigkeit erwähnen. endlich wohl gedeihen. Hur Georg neumark g. 1621 T 1681. eht, 681. Eigene melodie. 1715. 40—. 7 I —— — Sollt es gleich bis wei⸗len schei⸗ nen, 127— +— in na als wenn Gott ver⸗-laß die Sei- nen, o so glaub und e öꝑᷓäReDettWdk — 888 r—— E—— ö weiß ich dlies: Gott hilft end⸗ lich doch ge⸗wiß. 4⁴⁵ Krellj U. Trost IEE 2. hülfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht ju jeder frist, hilst er doch, wenns nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, wonach ihre sinder stre· ben, so hält Gott auch Maß und Ziel, er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrö⸗ sten, wenn die not am aller⸗ größten; er ist gegen mich, sein gind, mehr als väterlich gesinnt. 5. LCaß die Welt nur immer nei⸗ den! Will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts dar· nach, Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der him· mel bleiben; wenn ich nur den himmel krieg, hab ich alles zur Genüg. 7. Nch herr, wenn ich dich nur hãbe, sag ich allem andern abe: legt man mich gleich in das örab, ach herr, wenn ich dich nur hab! christoph Tietze g. 1641 4 10z. Eigene melodie. 17¹⁴4. 400 1 I f— — 12— aß dlich Gott, du ber ⸗laß- ner, V. 2 + 1——— V ——— + + 4 2—.—— SSSSAEU———— still dein Sor⸗gen, dlei ne oual und dei ne not —%—.— N— —— 4— + +— — 1 f 1. 4— —ł 1———— 1:.— + — 6 ist dem höch⸗ sten un ver⸗bor⸗ gen, hlist er —— +— A ——..—‚——.—— heut nicht, hilft er mor ⸗gen. laß dlich Gott! 2. halt õott still, denn er vrau ⸗ 3. Gott ist nah, wenn er dlir ent⸗ chet Liebesschläge, wodurch erfernet scheinet; ist nicht gleich die lich vessern will, daß sich Rindes⸗Rettung da, ist es dir zum Nutz furcht errege. Traue seiner vater · gemeinet; er hilst, wenn dugnug pflege, halt õott still! geweinet. Gott ist nah. 4⁴⁰ —l 2344644343444 — 11111 Ereuz u. Trost 4. Gott ist dein, so du ihm dich nur ergibest; deine Pein wird freude sein, wenn du ihn vor allem liebest und mit Unmut nicht betrübest. Gott ist dein. 5. Lehr 6ott nicht, wie und waͤnn er dich soll hören. Sein Aug steht auf dich gericht. Währt dein streuz lang, laß es währen, endlich wird es sich doch kehren. Lehr Gott nicht! b. CLiebst du õott, wandelst treu auf seinen Wegen, wird kein sereuz, kein ot, kein Tod dein vertrauen niederlegen. Alles die⸗ net dir zum Segen, liebst du õott. Anton Ulrich, heriog zu Braunschweig-Wolfenbüttel g. 1655 + 1714. Eigene melodie. 1681. II 2 + LLILL 13.* E IOII * +.. r Was Gott tut, das ist wohl⸗ ge-tan, es wie er fängt mei ⸗ ne Sã· chen an, will — bleibt ge recht sein Wil ⸗le ich ihm hal ⸗ ten stil ⸗le. 0 er ist mein sott, der .. ———— 111——.—— 6* 0 in der not mich wohl + weiß ju er⸗ hal-ten, +. 1 1 —.———*— I * 4 drum laß ich ihn nur wal⸗- ten. 2. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, er wird mich nicht be⸗ trügen, er führet mich auf rechter Bahn; so laß ich mir genügen an seiner huld und hab õeduld, er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen händen. 3. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, er wird mich wohl be⸗ 4⁴²⁷ dlenken; er als ein Arjt und Wun⸗ dermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; õott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner 6üte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann ich will mich ihm ergeben Rreuz u. Trost UEEN in freud und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; muß ich den stelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergetzt mit süßem Trost Eigene melodie. im herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Das Gott tut, das ist wohl⸗ getan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn not, Tod und Elend treiben, so wird õott mich ganz vãterlich in seinen Armen halten, drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast g. 1640 1 170s. f. h. Meyer 1741. 4 2— +—. 408 D——— Was mich auf die ⸗ ser Welt be⸗trübt, was aà⸗ ber mei⸗- ne See⸗le liebt, ddas wäh⸗ ret kur⸗-ze Zeit, E- wig= keit. das bleibt in — — drum fahr, o Ueit, mit I— 1 —— 1 — + 1 1 L. + 2* Chr und 6eld und dei- ner Wol-lust hin, in Kreuz und +— +— N —3 II Spott kann mir mein 6ott er ⸗quik-Ren mut und sinn. 2. Die Torenfreude dieser IWDelt, wie süß sie immer lacht, hat schleunig ihr õesicht verstellt und den in Ceid gebracht, der auf sie baut; wer aber traut allein auf õottes Treu, der siehet schon die himmelskron und freut sich ohne Reu. 3. ein Jesus bleibet meine freud, was frag ich nach der Welt? Weit ist nur furcht und Traurigkeit, die endlich selbst zerfällt. Ich bin ja schon mit bottes Sohn im õlauben hier ver; traut, der droben sitzt und hier beschützt sein auserwählte Braut. 4¹⁸ 1 1444 2— — U lit reuz u. Trost 4. Nch Jesu, töt in mir die elt mich ganz festiglich an dich, o und meinen alten Sum, der herr, mein hort, so irr ich nicht sich dir stets entgegenstellt; herr,‚ in deinem Licht bis an die him; nimm mich selber hin und binde] melspfort. Joh. Jak. Schütz g. 1640 1 1000. mel.: Sollt ich meinem Gott nicht singen. Joh. Schop 1642. 4 0 9 Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. *— —. 1 1..—. JZ. Ich er ge-be mich dem il ⸗-len der wird wohl an mir er ⸗-fül⸗ölen, — I 4 + Ful— + + mei-nes 6ot- tes ganz und gar; was mir nüt⸗ zet im⸗- mer⸗ dar. 4— 2— Sie he, höch ster X* + — 4 1 4 + I— 1 + + 1— + 2—— Gott, her nie-der, was ich le · 9Ee vor dlich hin, — ———————— *— 1— herj, 6e⸗ dan- ken, mut und Sinn, mich und al ⸗le f + 5 5—————— SISESEEEEEEEEEEEEEEEF———— mei⸗- ne 6Glie- der; ma⸗- che dar⸗- aus, was du willt, 3 2 RN ᷣPPEEE — I was du willt, mein Gott und Schild! 2. Nch ich kenne dich ja eben, ist ott, der heilge õeist. hab ich daß du selbst mein Vater bist; denn nun jum Regierer dich, o ich kenn auch mein liebstes Leben, du dreieinger Gott, so erschreckt dlas allein ist Jesus Christ; und mich keine lot. weiß einen treuen führer, der 3. Und wie könnt ich doch verza⸗ den rechten Weg mir weist, der] gen, ging es noch so wunderlich, 4⁴⁰ Kreuz u. Trost E dda ich kann bis heute saͤgen, ddaß Gott wohl geführet mich. Soll ich denn erleben morgen, ei so lebet oott auch noch, bei dem ich versichert doch, daß er sein sind wohl versorgen und sein Schäflein führen wird, weil er vater ist und hirt. 4. Ginge mir es, wie ich wollte, stünd es wohl gar selten gut, wenn mein Wunsch geschehen sollte, da er õott mißfallen tut; ach wie würde mein Verderben ich erwählen gar zu oft, wenn was Gutes ich gehofft: darum Will ich mich bewerben, meinem bott zu halten still. Mir geschehe, was Gott will. 5. Das Gott will, geschehe im⸗ mer; was ich will und schädlich ist, das laß jãà geschehen nimmer, Gott, der du so gütig bist; und weil dir mein Invermögen, was du willst zu tun, bekannt, ach so laß doch deine hand meiner Schwachheit straft beilegen, daß ich könne folgen dir. Was du willst, geschehe mir. Ludämilia Flisabeth, oräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt g. 1640 1672. mel.: Alles ist an ottes Segen. 17³8. 410——ẽ 1* —— 1. UDun⸗-der⸗an-fang, herr⸗-lichs En ⸗de, —— ů—* ————— wo die wun⸗ der⸗ wei⸗ sen hän de 6ot⸗ tes ——— ———— — I—— 1— füh ren ein und aus. Wun-der- weis-lich ZSSIIII..—— ————————— ist sein Ra⸗ ten, wun ⸗der⸗-herr⸗lich sei ne ka⸗ten, — I + N 24 P P P...—— und dlu sprichst: Wo wills hin ⸗ aus? 4⁵⁰ 2. Denke doch: Es muß so gehen, was Gott weislich heißt gesche⸗ hen, ihm und dir zurherrlichkeit. ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet, friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den flüs⸗ sen und in großen Wassergüs⸗ sen, und du spürst nicht seinen fuß:) so auch in dem meer der Sorgen hält õott seinen Pfad ver⸗ borgen, daßman nachihm suchen muß. 0) pf. 77, 20. 4. stein Besinnen kann ersin⸗; nen, wo man könne hülf ge⸗ winnen, die Vernunft ist hier zu blind; ihre halb gebrochnen Augen nicht in das Verborgne tãugen, dem sie allzublöde sind. 5. Gott muß manin allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem 6ott ver⸗ trauen, sei getrost und gutes Muts! Er fürwahr, er wird es führen, daß dus wirst am Ende spüren, wie er dir tutlauter õuts. 7. Du wirst an den fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein streuʒ versüßen, daß du wirst be⸗ kennen müssen: underanfang, Mel.: Jesu, meine freude. herrlichs End! 6. N. Stocisleth g. 1645 + 170s. Joh. Crüger 1650. * LTEEE— + E ——. ů *—— = mei- ne Seel ist stil le zu ott, mein herz ist ver⸗ gnü⸗get mit dem, 22 2255————. SE S.......... — 1 I. 1.— LII I—.— des⸗sen Wil ⸗le mir zu hel⸗fen gent. beht es wies 6ott fü⸗ get, nimmt an, wie es geht. V. I— + II +* + + 1—— 74—I. I I 2.—.**——— Li 4 B I ju, und bleibt Je⸗ sus Ii 2 + A U 1 — I un ⸗ ge⸗schie- den, so 4⁵¹ bin ich ju ⸗-frie⸗ den. Kreuz u. Trost IIEEE 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller rt und Zeiten, und mãg keinen leiden, der ihr rede ein; von der Welt Chr, Lust und Geldl, wornach so viel sind be⸗ flissen, mag sie gar nichts wissen. 3. NHein, ach nein, nur kiner, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus der ge⸗ treue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wiedler mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß! Lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in bott ju schicken, den kann er er⸗ quicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust; sie wird stark durch hoffen was sie je betroffen, träget sie mit Cust, fasset sich ganz männiglich durch õeduld und õlauben feste: am End kommt das beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht er⸗ fahrn, wie õott seinen tindern pflegt das streuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wendt das zuerst gekoste Leiden, und gehn an die freuden. Joh. Kasp. Schade g. 1666 + 1608. el.: 0 Gott, du frommer 6ott. Mel. I. 1648. 41² + I 1 2 ——— + * ott ist und bleibt ge⸗ treu, sein her ⸗ze pflegt er gleich öf ⸗ ter mal die Sei⸗ nen +— 1 L + + bricht von Lie ⸗ben, zu be⸗trü⸗ben. er prü-fet durch das sreuz, wie +. ů 11 ISII— rein der Glau- be ei, wie stand- hafst —* ri.——— 1 H— 1 dlie 66 duld; 6ott ist und blelbt ge⸗ treu. 4² Kreuz u. Trost 2. Gott ist und bleibt getreu; er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Cast der schwe⸗ ren plagen. Er braucht die Ru⸗ ten oft und bleibet doch dabei ein VUater, der uns liebt; Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu; er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zu viel den Schwachen aufzulegen. er macht sein Israel von Last und Banden frei, wenn große Not entsteht; õott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu; er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber nacht die freu⸗ streuzessturm im Augenblick vorbei; sei, Seele, nur getrost! bott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu; er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Trübsalsglut bewähren. nimm an von Gottes hand den sereuz⸗ kelch ohne Scheu, der LCebens⸗ becher folgt; õott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu. Caß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende maͤchen, daß alles sereuz und not dir ewig nützlich sei. So liebt der höchste dich. Gott densterne scheinen. Es geht derist und bleibt getreu. 1605. eigene meloaie. 16098. 413 .üĩñ.———3 So führst du doch recht se⸗lig, herr, die Wie könn⸗-test du es bö-se mit uns *˙ 1* * 4 + +— * +.—— T 1* + r +— Dei⸗ nen, sa se⸗ lig und doch mei⸗ stens wun ⸗der ⸗lich. mei⸗nen, da dei- ne Treu nicht kann ver⸗leug nen sich? — f I 4—* 1 —.——— 1.—.——‚ — die We⸗ ge sind oft Rrumm und doch ge⸗rad, dar⸗ L 4 x 1j—— 2—— ñHHHHDDD—— auf du läßt die sin der zu dir gehn; da 3³ Kreuz u. Trost EEE —— ů i. —*—— pflegt es wun⸗der- selt sam aus ⸗ zu⸗- sehn, doch +— HN ————. 2535 I— + 1— + L I +— 141 tri- um-phiert ju⸗-letzt dein ho ⸗ her Rkat. 2. Dein 6eist hängt nie an menschlichen Gesetzen, so die Uer; nunft und gute meinung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nach dem es dir gefällt. Dureißest wohl die stärksten Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sin; ken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; dann geht dein fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre slugheit will zu⸗ sammenfügen, teilt dein Ver⸗ stand in ost und Westen aus; wäas mäncher unter Joch und Last will biegen, setzt deine hand frei an der Sterne haus. Die Welt jerreißt, und du verknüpfst in straft; sie bricht, du baust, siebaut, du reißᷣest ein; ihr õlanz muß dir ein dunkler Schatten sein, dein Geist bei Toten sraft und Leben schafft. 4. Will die Dernunst was fromm und selig preisen, so hast dus schon aus deinem Buch getan; wem aber niemand will dies zeugnis weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisãer läßt du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Ab⸗ grund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, großer herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm kann dir nicht taugen, du gibst dlie straft durch deines Geistes Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Cob: sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei, wer Nu⸗; gen hat, sieht sie doch nicht so frei die Sachen sind zu fein, der Sinn zu grob. 6. O herrscher, sei von uns ge⸗ benedleiet, der du uns tötest und lebendig machst. Wenn uns dein beist der Weisheit Schatz ver⸗ leihet, so sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die eisheit spieltꝰ) bei uns, wir spielen mit; bei uns zu wohnen ist dir lauter Cust, die reget sich in deiner Vaterbrust und gängelt uns mit zartem seinderschritt. ) Sprüche 8, 30. 31. 7. Baldl scheinst du etwwas hart uns anzugreifen, bald fährest 4⁴ — ůIN....„„„„uʃKC„„Ct4. nr„— — E. Ereuf u. Trost du mit uns ganz säuberlich. Ge⸗ schiehts, daß unser Sinn sucht auszuschweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden Augen hin, dlu küssest uns, wir sagen Beß; rung zu; drauf schenkt dein 6eist dem herzen wieder Ruh und hält im Zaum den ausgeschweiften Sinn. 8. Du kennst, o Vater, wohl das schwache lDesen, die ohnmacht und der Sinne Unverstand: man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache sein⸗ der sei bewwandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht und zeigest uttertreu wo niemand meint, dlaß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäflein je und je. 9. Also gehst du nicht die ge⸗ meinen Wege, dein fuß wird selten öffentlich gesehn, damit du sehst, was sich im herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst dlu vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast; wer meint, er habe deinen Rat gefaßt, dler wird am End ein andres oft gewahr. 10. O Auge, das nicht Trug noch heucheln leidet, gib mir der slug; heit scharfen Unterscheid, dadurch natur von önad man unterschei⸗ det, das eigne Licht von deiner heiterkeit. Caß doch mein herz llich niemals meistern nicht, brich ganz entzwei den Willen, der sich liebt, erweck die ust, die sich nur dir ergibt und tadelt nie dein heimliches Gericht. 11. Will etwa die Vernunst dir widlersprechen und schüttelt ih⸗ ren stopf zudeinem lbeg, so wollst du die Befestung niederbrechen, dlaß ihre höh sich nur beĩ Zeiten leg. stein fremdes feuer sich in mir anzünd, das ich vor dich in Torheit bringen möcht?) und dir wohl gar so zu gefallen dächt. Ach selig, wer dein Licht ergreift und findt!*) 3 mos. 10, 1. 12. So zieh mich denn hinein in deinen Willen und trag und heg und führ dein armes seind! Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen, dein 6eist die furcht und Lüste überwind! Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein, dein õeist regt sich ganz kräftiglich in mir, ich brenne nun nach dir in Ciebsbegier, wie oft erquickt mich deiner selarheit Schein! 13. Drum muß die streatur mir immer dienen, kein Engel schämt nun der 6emeinschaft sich; die beister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen beist ein herz, das dich und mich und alle christen liebt! Ists möglich, daß mich etwas noch betrübt? ssomm, freuden⸗ quell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnold g. 1666 T 1714. 4⁵³⁵ Kreuz u. Trost EEE Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 4 4 Ursprüngliche form im Anhang. + 1 LI + — 1 mei- ne see⸗le sen⸗ ket sich hin i und er⸗war⸗tet ru⸗ hig ⸗lich sei ⸗=ner —V —— E Got-tes herz und hän ⸗de lbe⸗ ge Ziel und Een de, liegt fein stil ⸗le, ——..— säeer nrrererere. —.——————.— 42— I.— H näckt und bloß in des 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was dler eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden. Was die Ungeduld erregt, ist in Christi brãb gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, wäs gleich spitzen Dornen sticht und den frieden nur kann krän⸗ ken. Sorgen hört dem Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen ott im Leiden. scummer, der das herze bricht, lieb sten Va⸗ters Schoß. trifft und angstet nur die heiden. er 6ott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaͤget nicht, lenn sie weiß von keinen öten, hängt an Gottes Angesicht, auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich fleisch und Blut beklagt, wird das freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die zZunge bleibt gebunden. Also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleich wie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und chr. Joh. J0s. Winckler g. 1670 4 1722. mel.: Wer nur den lieben sott läßt walten. mel. 1. Ursprüngliche form im Anhang. beorg Neumark 1640(). V 1 4¹⁵ + 1 1 + — I ver⸗trau Be⸗ fiehl dlem her⸗ren e 45⁰ dei ne sei ⸗ ner bva- ter · Eereuß u. Trost ——— 1 + — 1 + — 2— +—0 + 1 1 27 2—— SDD3— + lbe⸗ ge und ma- che dich von Sor-gen los, das pfle-ge, vor ihm ist nichts zu schwer und groß, W0r— 2——— er zu sei⸗ nes na ⸗ mens preis nicht ——— herr lh aus ju ⸗ füh ⸗ ren weiß. 2. Wo du ihn nur hast raten lassen, da hat er alles wohl ge⸗ macht; denn was dein Denken nicht kann fassen, das hat er längst juvor bedlacht; wie dirs sein Rat hat ausersehn, so und nicht anders muß es gehn. 3. Uie werden deine Lebens⸗ tage so manches stummers sein befreit, wie leicht wird alle Not und plage dir werden hier in dlieser Zeit, wenn du nichts wün⸗; schest in der Welt, als was Gott will und ihm gefällt. 4. Dir wirds an keinem Gute fehlen, wenn duͤ dein herz ge⸗ wöhnst und lehrst, nur Gottes Willen zu erwählen, und dei⸗ nem eignen Willen wehrst, den stets sein eigne ahl betreugt, so gut ihm oft sein Wollen lleucht. 5. Gib meinem herjen solche Stille, mein Jesu, daß ich sei ver gnügt mit allem, was dein ona⸗ denwille mit mir und meinem eben fügt. nur nimm dich meiner Seele an, so hab ich, was ich wünschen kann. 6. Ich Weiß, du tusts; sie ist die dleine und kostet dir dein teures Blut; behalt sie dir nur schön und reine, laß dies dein mir vertrautes õut nur einzig meine Sorge sein, so trifft mein ganzes Wünschen ein. 7. Indes sei stets, mein heil, gepriesen für alle Sorgfalt, die du mir, noch eh ich war, schon hãst erwiesen, da du, mein süßer Jesu, dir zum Eigentum mich hast erwählt und deinen Scha⸗ fen zugezählt. 8. Dir sei auch ewig Lob ge⸗ geben, daß du so unermüdet hãst für mich gesorgt in meinem Leben. So lang ich bin der Erde Gãst, ist alles liebreich, nütz und gut, was deine Schickung mit mir tut. 4⁵⁷ reuʒ u. Trost 9. Dort werd ich deiner Ciebe] Seligkeit erkennen, wie dein Taten erst preisen in Vollkom-Wille mir so gut gewesen für menheit, wenn nun mein hoffen und für. ist geraten, daß ich kann in der] benr. gath. v. ersdorf g. 1046 + Irrõ. Mel.: Von ott will ich nicht lassen. 157²2. —— 4¹1⁰ —— += ESEES— — un sott will ich ge⸗den⸗Ren, denn benn mich die Sor-gen krän-ken, so ö ö— e D ½½ SDD— er ge⸗ denkt an mich. ju mei⸗ nem sott em⸗ hebt mein her ze sich * V— ——— +. 5— RE 1 1— + por; ball wei- chen al- le Schmer⸗ zen, denn LII— 1 er stellt — +* 1 1 + —— I ++ 12 I ö ——————‚— mei- nem her⸗zen nichts 2. Denk ich an seine Liebe, wie werd ich doch entzückt, daß wenn es noch so trübe, mir gleich die Sonne blickt. Da kommt mir immer ein: er hat sich hoch ver; messen, er will mich nicht ver; gessen. Wie könnt ich traurig sein? 3. Denk ich an seine Güte, die alle Morgen neu, so freut sich mein 6emüte bei solcher Vater⸗ treu; die Last werf ich auf ihn, so wird die Arbeit süße, wenn ich den Schweiß vergieße, denn bott ist mein 6ewinn. 101 als Ver gnü⸗ gen vor. 4. Denk ich an sein Erbarmen: er schenket mir sein seind, o 6nade für mich Armen! heißt dlãs nicht treu gesinnt? Gott ist in christo mein; Gott müßte Jesum hassen, wenn er mich wollte lassen, das kann unmög⸗ lich sein. 5. Drum will ich an Gott den · ken ʒdie Lelt mag immerhin den Sinn aufs Eitle lenken, hier ist ein andrer Sinn. Ich trage õott allein im herzen und im munde, so kann mir keine Stunde allhier zu lange sein. 4⁵⁸ —. + I—. II! NX inn Ereuz u. Trost 6. An Gott will ich gedlenken, so lang ich denken kann. Wird man ins Grab mich senken, so geh ich zwar die Bahn, da mein dlie Welt vergißt, doch glaub ich dlieses feste, ott denket mein aufs beste, wo sein õedächtnis ist. Benjamin schmolck g. 1672 1 1757. mel.: straf mich nicht in deinem Zorn. 16³³⁵ 4417 2.—— 1—— —* 1 45— Lei—ne nicht, Gott le-bet noch, Drückt dich gleich ein har ⸗ tes Joch 2— —.———— du be⸗trüb-te See⸗. un 6e-duld, 6ot- tes huld in dler Trau-er⸗-höh-le, +——— + + ————— I— 1 ——* 1—— 1 + —.——— läßt oft nach dem UWei-nen auch die Son-ne schei nen. 2. Ueine nicht, oott denkt an dlich, ob dus gleich nicht denkest. Oftermals verbirgt er sich, wenn du dich sehr kränkest, da die Uelt eh jerfällt, eh er dich wird hãssen, odler gar verlassen. 3. Ueine nicht, õott siehet dich, scheint er gleich verstecket. WVenn du nur geduldiglich seinen selch geschmecket, reichet er Labsal her und gibt nach dem Leiden wie; der Trost und freuden. 4. Weine nicht, õott höret dich, wenn dein herz nur girret.“) hast du dich gleich wunderlich in der not verwirret, ruf ihn an, denn er kann deinen Unglückswellen Ziel und õrenzen stellen. ) Zes. 38, 14. 5. Ueine nicht, õott liebet dich, wenn die Welt betrübet und so manchen Schlangenstich deinem herzen gibet. Uichts betrübt, den Gott liebt; will gleich alles kra⸗ chen, õott kann fröhlich machen. 6. Ueine nicht, õott sorgt für dlich, ei, was kann dir fehlen? Was willst du dich stetiglich mit den Sorgen quälen? Wirf auf ihn alles hin, er wird deine Sa⸗ chen gut und besser machen. 7. Weine nicht, õott tröstet dich nach den Tränengüssen; endlich wird eder srummer sich ganz ver⸗ lieren müssen. Durch den Tod stirbt die Hot, und wenn der er⸗ scheinet, hast du ausgeweinet. nach Benj. Schmolck g. 1672 + 1737. 459 sereuz u. Trost III mel.: Wer nur den lieben 6ott läßt walten. mel. 1. Georg neumark 1640(). * 4I8 1 — Je grö-ßer bei Sün⸗ den-lust sereuj, je nä= her und lelt ge⸗ V * V* +I— + I ——— 31 I — +— + 1 1 — + — P———— —— + E 4.— 5 lber oh⸗- ne Kreuz, ist ver⸗ gißt man höl⸗le, fluch und Tod him-mel. tüm- mel oh ⸗ ne 106 5 0 —— 40 2—,——— ——— se ⸗ lig ist ller mann ge-öschätzt, den + 4 O0. 7— + 1+— +— + —— ‚,, Gott in sereuʒ und Trüb ⸗ sal setzt. 2. Je größer sereuz, je stärker Glaube. Die Palme wächset bei dler Last, die Süßigkeit fleußt aus dler Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Am streuze wächset uns der ut, wie Perlen in ge⸗ salzner flut. 3. Je größer srreuz, je mehr õe⸗ bete. Geriebne sräuter riechen wohl; wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem pol. Wo kämen Davids Pfalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 4. Je größer sreuz, je lieber Ster⸗ ben. man freut sich recht auf seinen Tod, denn man entgehet dem verderben, es stirbt auf einmal alle not. Das streuze, das die räber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 5. Je größer screuz, je jchöner strone, die õottes Schatz uns bei⸗ gelegt, und die einmal vor sei⸗ nem chrone der Uberwinder Scheitel trägt. Nch dieses teure stleinod macht, daß man das größte sereuz nicht acht. 6. Gekreuzigter, laß mir dein streuze je länger und je lieber sein! Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches herz mir ein, das õlaube, Lieb und hoffnung hegt, bis dort mein streuz die strone trägt. Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. 4⁰⁰ süT SA II SI SS HNI — inni Kreuz u. Trost mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. Mel. 3. 178⁸⁵. 4¹9⁰ 1— I —— Ich Weiß, es kann mir nichts ge⸗sche⸗ als was des höch ⸗ sten Rat ver⸗se⸗ I + —n—. 42— + ——e—“ hen in mei⸗ner gan⸗-zen le⸗ bens-frist, hen, und was mir nütz und 6e us Ut. berr, I x * 1223——3 —— 1 4 2— /E:DI:‚DiD/‚/;,; maãch es, wie du willst, mit mir, ich A I 1 N 1 + + LTEH 1* VI blei be den- noch 2. Du leitest mich bei meiner Rechten und führest mich durch Wohl und Weh, du bist mein licht in Trübsalsnächten, mein(eit⸗ stern auf der wilden See. herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. 3. Du maͤgst mich küssen oder schlagen, ich weiß doch, daß du Vater bist; dein herje kann mir nichts versagen, was hier und dort mir selig ist. herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. stets an dur. 4. Drum soll mein herze stand⸗ hãft stehen, ob mancher Lind des sereuzes weht; es kann mir nie⸗ mals übel gehen, wenn es nach Gottes Willen geht. herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. 5. Mein Gott, dir bleib ich ganz ergeben, herr, leite mich auf rech · ter Bahn und nimin mich einst nach dliesem Leben mit önadlen und mit Chren an! herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. Salomo franck g. 1650 + 17²5. mel.: Nus tiefer Not schrei ich zu dir. Mel. 2. Ursprüng iche form im Anhang. 13²⁵. + +.—— +— 4⁴³⁰ wie 6ott mich führt, so will ich gehn ge⸗ schieht, was er mir aus-er ⸗sehn, 4⁰¹ ohn al⸗-les fi⸗ gen⸗wäh ⸗len; wird mirs an kei- nem feh⸗len. wie er mich führt, so I 1 + I. I 25— —— ö 1— 7 geh ich mit und fol- ge wil ⸗ lig Schritt I* 2——— I H 2—*—..——— I. I I I— 1—. vor Schritt in kind 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im fleisch der Cigenwill will öfters widerstreiten. Wie 6ott mich führt, bin ich bereit in Zeit und auch in Cwigkeit, stets seinen Schluß zu ehren. 3. Uie õott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen hän⸗ den. Wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehren, wen⸗ dlen, sei ihm hiermit ganz heim⸗ gestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie oott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat li-chem ber⸗trau-en. bedlacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie õott mich führt, so bleib ich treu im ölauben, hoffen, Lei⸗ den. Steht er mit seiner graft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in eduld mich fest; was õott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten die⸗ nen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und hecken. Von vornen läßt sich Gott nicht sehn, zuletzt wird ers auf⸗ lecken,)) wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl ge⸗ führet hat. Dies sei mein 6lau⸗ bensanker. 2. mose 33, 23. Lampertus Gedicke g. 1683 + 1736. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. heinr. Jaak(7) ca. 1400. ö I 1—.—.. Ursprüngliche Form im Anhang. 42¹— öäISII e — I 1 mein herz, gib dich zu ⸗-frieden und 4⁰² —“ — 11141 III 11141 —. — ⏑. ————.——2 * Lr IINinl IIII — 1— D——— blei⸗be ganz ge⸗ schie ⸗den von Sor-ge, furcht und DDDDDDDDeeeeeee= 1—* 6ram! die not, die dich jetzt drük⸗-Ret, haät Gott dir ——— x 1 9 —. i⸗ 1—. EE Sämd. —ꝛ . ju-ge-schik-ket; sei still und halt dich wie ein Lamm! 2. Mit Sorgen undl mit Zagen und unmutsvollen slagen häufst du nur deine Pein; durch Stille· sein und hoffen wird, was dich setzt betroffen, erträglich, sanft und lieblich sein. 3. fanns doch nicht ewig wäh; ren; oft hat ott unsre Zähren, eh mans meint, abgewischt; wenns bei uns heißt: Wie lange wird mir so angst und bange! so hãt er Leib und Seel erfrischt. 4. Gott pflegt es so ju machen, nach Weinen schafft er Lachen, nach Regen Sonnenschein; nach rauhen Wintertagen muß uns dler enz behagen: er führt in höll und himmel ein. 5. Indes ist abgemessen die Last, dlie uns soll pressen, auf daß wir werden klein; was aber nicht ju traͤgen, darf sich nicht an uns wägen, und sollts auch nur ein Quentlein sein. 6. Denn es sind Liebesschläge, wenn ich es recht erwäge, womit er uns belegt; nicht Schwerter, sondern Ruten sinds, damit õott zum Guten die Seinigen hienie⸗ den schlägt. 7. Er will uns dadurch zjiehen zu seindern, die da fliehen das, wäs ihm mißbehaägt, den alten Menschen schwächen, den igen; willen brechen, die Lust ertöten, die uns plagt. 8. Er Will uns dadurch lehren, wie wir ihn sollen ehren mit 6lauben und õeduld, und sollt er uns in Höten auch lassen, ja gar töten, uns doch getrösten seiner huld. 9. Denn was will uns auch schei⸗ den von ott und seinen freu⸗ den, daʒu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, so bleibet uns dlãs Erbe des himmels ewiglich lloch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, so muß uns, seinen Reben, der Tod sein ein öewinn; er maͤg die Leibeshöhle jerbrechen, doch die Seele fliegt auf zum bau des him⸗ mels hin. 46³ Kreuz u. Trost RR 11. Drum gib dich ganz zu⸗ bald senden, die dich auf ihren frieden, mein herz, und bleib händen hintragen in die herr⸗ geschieden von Sorge, furcht lichkeit. und Leid! Vielleicht wird ott7. Anast.Freylinghausen g. 1670 4 1730. MNel.: Jesu, meines Lebens Leben. 16⁰1. + 4²⁷— —— 1 + I— + — Ewb- ge Wahr⸗heit, de ⸗ren Treu e ich be⸗ ken— ne und be⸗ reu-e, I— IIAIII —2.————— 1.— 2—4— ——.—2—————— uns⸗re hoff-nung stützt und hält, dlaß mich Zwei fel mut be Inn an wie hängt — — F———— eeeee—— mein herß an din⸗gen, die mich nicht zur 2—— I ne;———— +— —.— E——————— Ru- he brin- gen; ãch wie leicht ver geß —.—— H DPDꝑDꝑPꝑDꝑIꝑIꝑIꝑIIIIIIIIIII I— ich dein, wenn mein Trost soll 2. Nch vergib mir diese Sünde, nimm die Strafe von mir hin, schenke deinem armen kinde, Vater, einen andern Sinn, den nicht falsche hoffnung bindet, die wie dünner Reif verschwindet, llie wie leichter Rauch verfleucht und das herz zur Erde zeucht. 3. Caß mich eitlesorgenmeiden, weil du für mich sorgst und wachst und im Trauren wie in sicht bar sein. freuden dich um mich zur mauer machst. Caß, herr, auf dein Wort mich hoffen, das noch allzeit ein · getroffen; hoffnung, die auf õott nicht baut, wird zuletzt beschämt geschaut. 4. Laß den Anker meiner Seelen unter aller Stürme LDut nur dein herz jum 6rund erwählen, da er fest und sicher ruht, so wird sich kein Zwelfel wagen, mir 4⁰⁴ EIIt S?E IH FP EEEE sreuz u. TTost mein Schifflein umzuschlagen; ich werd unbeweglich stehn, wenn selbst Berge untergehn. 5. Laß mein herz versichert wer⸗; den, daß dein Wort wahrhastig sei, o so werd ich auf der Erden vieler Sorg und Unruh frei, so werd ich im olauben beten und erhöret von dir treten, so wankt meine Zuversicht, so wankt mei; ne hoffnung nicht. 6. Meine hoffnung darf ich gründen, Uater, auf des Sohnes Tod; sein Verdienst das läßt mich finden õrund und Trost in meiner not; durch sein siegreich Auferstehen kann ich neu ge⸗ boren gehen als ein Bürger jener Welt, wenn der Erdenbau jer⸗ fällt. 7. Da mein haupt sich aufge⸗ schwungen und auf õottes Thron gesetzt, so bin ich mit durchge⸗ drungen und den Engeln gleich geschätzt. Ich besitz ein ewig Le⸗ ben, das er selber mir gegeben; ich bin in der hoffnung schon mit versetzt auf seinen Thron. 8. Ich bin nur ein 6ast auf Er· len, oben ist mein Vaterland: wird dlie Welt zerstöret werden, so geht an mein hrenstand. Ich erwaͤrte nur der Stunden, da ich von der Sünd entbunden mei⸗ nen heiland werde sehn und vor ihm verkläret stehn. 9. Unterdessen laß mich hoffen auch in Trübsal auf dein Licht, laß mich sehn den himmel offen, so schreckt Tod und 6rab mich nicht. Caß mich voller Trost und freuden aus dem Tal der Trànen scheiden und was ich gehofft all⸗ hier, mich dort schauen, herr, bei dir! Joh. Jak. Rambach g. 1603 4 1755. mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1681. TAr ꝛß. 423 E— ,s; ů 3 — EI Nuf Gott und dem, und nicht auf mei⸗ nen dder mich er ⸗-schaf ⸗fen — —.—— 2 — Raãt will hat, mit gan ⸗ jer See- V ich mein 6lük ⸗ke bau⸗ en à Er, der die le trau⸗-en. + 1 1 + I. + + ——— öäKKeDnn * Lelt all- mäch-tig hält, wird mich in mei⸗ nen 4⁰⁵ E Kreuz u. Trost CIIIIIA + I I 1 15 — EE I — I 1 ca- gen als 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmte meine(ebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des 6lau⸗ bens chre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnãädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. licht was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes 6lück weit schwerer oft zu tra ⸗· gen, als selbst das widrige 6e⸗ schick, bei dessen Last wir kla⸗ 6ott und ba⸗ ter tra ⸗ögen. gen? Die größte not hebt doch der Tod, und Chre, õlück und habe verläßt mich dloch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glück⸗ lich macht, läßt ott es keinem fehlen; 6esundheit, Chre, lück und pracht sind nicht das 6lück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut bewissen die Trübsal auch ver; süßen. 6. Was ist des ebens herrlich keit? Wie bald ist sie verschwun⸗ dlen! Was ist das Ceiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! hofft auf den herrn! Er hilst uns gern seid fröhlich ihr öerechten! ller herr hilst seinen Enechten. chr. f. oellert g. 1715 1 1760. el.: 0 Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Jaak(7) cã. 1400. CARE—— ., Was ists, daß ich mich quä⸗ le? harr E X*V. +. 1— + 4 +1—..— + D—— + ‚— .—* sei ⸗ ner, mei ne See-le, harr und sei un-ver⸗ zagt! Du 4 — —— weißt nicht, was dir nüt⸗ zet, 6ott weiß es, und 40⁰ — —r—— EDDDLLππππ½νμ⁰μιιν e u crost +— 1 1 1 + 1 + — 1 S— 6ott schüt⸗jet, er schüt-zet den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein 6lück und meine Pplaͤge, eh ich die Welt noch sah. ch ich mich selbst noch kannte, eh ich ihn bater nannte, war er mir schon mit hülfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient ju meinem frieden, wärs auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um glücklich hier ju werden, die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den õrund zum 6lück zu legen, das ewig wie mein beist besteht. 5. Was dieses 6lück vermehret, seil mir von aur gewähret, Gott, du gewährst es gern. Was dieses Glück verletzet, wenns alle Welt auch schätzet, sei, herr mein ott, mir ewig fern. 6. Sind auch der strankheit Pla gen, der mangel schwer zu tra⸗ gen, noch schwerer haß und Spott, so harr ich und bin stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh, o Gott. 7. Du bist der müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren wenn 6ott mich will vewahren? Und er, mein Gott, bewahret mich. chr. f. ellert g. 1715 + 17⁰9. mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 168 4 5 20 . ISI. + 4 + 2— — II N— 1— — + + —— I der herͤr ist mei-ne Zu- ver⸗ dem fehlt es nie an trost und E 2., Eũ. EI———— * 70 1 IJ LSE +S.— ů 1 1— I 1 1.— sicht, mein einz⸗ ger crost im le⸗ ben. Gott ist sein — licht, der sich dem herrn er ge⸗ben. 55ͤͤ..— ———.e———— Gott, auf sein 6e⸗ vot wird sei ne See m le 4⁰⁷² sereuʒ u. Trost EEEE I I TEIH — 4Z. 8 23 ———— stil le, ihm 2. Wer wollte dir, herr, nicht vertraun? Du bist des Schwa⸗ chen Stärke. Die Augen, welche aduf dich schaun, sehn deine Wunderwerke. herr, groß von Rat und stark von Tat, mit gna; denvollen händen wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Not um⸗ gibt, doch deinen Trost genießen. Des frommen herz wird frei von Schmeiz, der Sünder eitles Dichten pflegst du, herr, zu zer⸗ nichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf 6ott! Der Toren Trost verschwin⸗ det, wenn der õerechte in der not das herz des Schöpfers fin⸗ det. Wenn jener fällt, ist er ein held; er steht, wenn jene zittern, als fels in Ungewittern. 5. Virf nicht die große hoffnung hin, die dir dein õlaube reichet. Verflucht sind, die ju senschen 17⁰⁵. gnügt des va⸗ ters UWil-le. fliehn, verflucht, wer von Gott Weichet. Dein heiland starb; er, er erwarb aufseinemTodeshügel dir deines ölaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her sich Ungewitter sammeln. 6ott hilft, wenn Christen freu⸗ denleer zu ihm um 6nade stam⸗ meln. ie Zeit der Oual, der Tränen Jahl zählt er, er wiegt llie Schmerzen und wälzt sie von lem herzen. 7. herr, du bist meine Zuver⸗ sicht, auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem 6Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz aluj dich, Allmächtiger, verlassen und sich im srummer fassen? 8. In deine hand befehle ich mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dlich, dir will ich mich ergeben. Sei du mein 6ott und einst im Tod mein fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. nach christ. chr. Sturm g. 1740 1 1786. mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott. mel. 1. Joh. crüger 16353. * N 2 I. 4²613 + + 1 4 Ti + ——— ——— — Dei nes bot- tes er nicht vä⸗ter-lich, Sor ⸗get freu e dich, dank daß 4⁰⁸ I—— 33—— .. Win.——.— 4—— 11— ihm, mei ne See; kein 6ut dir seh 41 0 Schützt dich sei ⸗ne Vor ⸗sicht V. * 2 1——.— nicht, wenn 6e⸗ fah⸗ ren dräu- en? Ists nicht — —— Hęèꝗẽ — 1.— EEEE A — se-Ug keit und pflicht, sei ⸗ ner dich ju freu ⸗en? 2. Jã, mein Gõott, ich hab an dir, was mein herz begehret, einen bater, welcher mir, was mir nützt, gewähret, der mich durch sein göttlich lort hier zum õuten lenket und mit himmelswonne dort meine Seele tränket. 3. Uenn ich dich, mein herr und Gott, kindlich fürcht und liebe, wenn ich redlich dein 6e⸗ bot und mit freuden übe, o wie ist mir dann so wohl, wie ist mein 6emüte seliger Empfin⸗ dung voll, voll von deiner Güte! 4. Dann daͤrf ich mit Zuversicht auf zum himmel blicken, meine eiden fühl ich nicht, wie sie mich auch drücken, hoffnung und Zu⸗ friedenheit wohnen mir im her· jen, trösten und erhöhn mich weit über alle Schmerzen. 5. Du bist mein! so jauchz ich dann, wer ist, der mir schade? heil mir, daß ichs rühmen kann: meine Wohlfahrt wert, du gabst mir das eben, wirst auch, was mein Leben nährt und erfreut, mir geben. 6. Jesus ist nach deinem Rat in dlie Welt gekommen, alle meine Missetat hat er weggenommen. Ihm vertrau ich, bet ihn an, glaub an seine Leiden, folg ihm treulich, und so kann nichts von ihm mich scheiden. 7. Dich, du Trost der Sterblich keit, heil des bessern Lebens, himmlische Vollkommenheit, such ich nicht vergebens. Uenn mein Cauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein mittler Jesus hrist mich zu seinen freu⸗; den. 8. Gib mir nur, so lang ich hier als ein pilger walle, das Bewußt⸗ sein, daß ich dir, herr mein Gott, gefalle. Diese sanfte freudigkeit, die ju dir ich habe, sei mein õluck in dieser Zeit und mein Trost am mein ist deine önade! Dir ist Grabe. 4⁰ Kreitz u. Trost EE 9. Laß die Lust zur Sünde nienen 6eist, der mich und mein dlieses heil mir rauben, rüste Tun regiere, daß ich mein Ver⸗ selbst mich wider sie mit ent · traun auf aich ewig nicht verliere. schloßnem õlauben! õib mir dei⸗ Balthasar münter g. 1733 + 1703. Mel.: Was Sott tut, das ist wohlgetan.—4 1681. 1 XX.I᷑.I 4²⁴⁷. —— 5ei stil-le, müd⸗ ge ⸗ quäl-tes richt die 6e⸗ dan- ken him-mel⸗ ———— XNI + N ——.. de,, 1 1 1. 2 IIVII 1.—— herz, das nur am stum-mer kle-bet, ver⸗· wärts, hin, wo dein vba⸗ ter le-bet! zu: leut ver — 1—.— 20 1 4 4—————— 1 —— 2. ñ———— zagt, wer im⸗-mer klaͤgt. In Gott sollst du dich . — fas⸗sen; er kann dich nicht ver- las⸗ sen. 2. Sei stille, sinne nicht zu weit, was willst du dir ersinnen? Was wirst du mit Vermessenheit je gegen õott gewinnen?ꝰ? Du bist ja Stãub; ermann dlich, glaub: Gott hat es schon versehen, auch was wir nicht verstehen. 3. Sei stille, such bei enschen nicht, was menschen nicht ver; mögen; halt fest an õott mit Zu⸗ versicht, darauf liegt aller Segen. folg seinem Rat, geh seinen Pfad, laß clir den herrn der Lelten weit über menschen gelten! 4. Sei stille, hast du lang ge⸗ weint und wirds noch immer trüber, sag nicht: Weil mir kein Licht erscheint, die hülfe ist vorüber. 0 harre fort, du hast sein Wort; er wird, so ists verhei⸗ ßen, dich noch aus allem reißen. 5. Sei stille, laß der Zweifel macht nicht immer dich besiegen, laß Gottes Wahrheit in der Nacht dles stummers überwiegen! du suchest Ruh? Die hinderst du, so lang dich Zweifel quͤlen; nur Glaube stillt die Seelen. 47⁰ 11171 b. Sei stille, endlich mit dem Tod muß alle Sorge schweigen; dann wird sich von dem Stand der not ller rechte Anblick zeigen; da, da erscheint, wie gut gemeint die Leidensproben waren. herr, laß michs froh erfahren! Joh. Gottfr. Schöner g. 1740 4 1818. Psalm 23. Mel.: Nun freut euch, lieve Christen g'mein. 15²⁴. 428— 1— 4 —.— . der herr ist mein ge⸗ treu er hirt, der hü- ter, der nicht schläft noch irrt, — +— ñ— 1—+ 7 1— 2 ——— IIREE 5———— — *— + + mir wird kein Gu ⸗tes feh ⸗len; kann mir nur heil er ⸗ wäh ⸗len. er wei⸗det mich — ——— 1 — 2—.—— —.* (Ce⸗- bens- taäau des b6ei⸗ stes sei-ner 6nã-öde. 2. Er führet mich jum reinen Quell, der mein öemüt beglücket, zum Wasser, welches frisch und hell den schwachen muterquicket. Er leitet mich auf rechter Bahn, er nimmt sich meines 6öanges an um seines amens willen. 3. Und ob ich wall im finstern Tal, fürcht ich doch keinen Scha⸗; den; sein Auge wachet überall, ich bin der Sorg entladen. Sein 4⁷¹ Stab und Stecken trösten mich, auf seine Treu und macht kann ich gar ruhig mich verlassen. 4. Du machst mir einen Tisch be· reit im Nuge meiner feinde, ver⸗ scheuchest Angst und Traurigkeit, sprichst freundlich zu dem freun⸗ dle; du salbst mein haupt mit öl, ddu schenkst mir voll den Becher ein und lenkst jvum himmel hin mein Ssehnen. Kreuz u. rost EEE 5. Jã Gutes und Barmherzigkeit Und ist des Lebenslballfahrt aus, wird lebenslang mir werden; dann trägt mich in sein Vater⸗ ich bleib im haus des herrn die haus der flügel treuer Liebe. Zeit, die ich noch leb auf ECrden. Joy. friear. v. meyer g. 1772 1 1840. mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein. Mel. 2. Auch ohne syrieleis nach mel. 1 zu singen. H. Pape 1648. 4 23— 2— 2— —3.—. In Ang⸗ sten ruf ich, her ⸗re, dich, die —. —— U ber mich, mit + IA flu ten ge ⸗ hen V V* ctc- sae +— 1 I X.. 1 mei ner not bin ich al- lein: hilj, N + II I ii herr, er hö⸗re du mein Schrein!(Ky ri e⸗leish) 2. Du häast den himmel aus⸗] 4. Der Jünger zu versinkendacht, gespannt und hältst die Erd in da aàuf dem meer du gingst in dleiner hand, den Sperling achtst acht; laß deine hand mich fas⸗ du nicht gering; hilf, daß diessen, oott, und mach den feind an höll mich nicht bezwing!(Kyrie⸗mir ju Spott!(Kyrieleish) leis) 5. Caß sehen, 6ott, die Wasser 3. Zu deinem fuß die Sünderindich,“) laß sie dich schaun und goß ihre Salb mit einen hin; ängsten sich, mein herr, mein herr, ewger õott, barmherzgerheil zu aller frist, der du für mich hort, sprich auch ju mir ein frie⸗gestorben bist!(syrieleis.) denswort!(Kyrieleis) pf. 77, 17. 6. Chr. Rdolf v. harleß g. 1806 4+ 1870. 47² s T A —[— 14 — 11111 SESEEE SSA reuz u. Trost Mel.: Nus tiefer Uot schrei ich zu dir. mei. 2. Ursprüngliche form im Anhang. 15²⁵. I I I 1 4* EE Ich steh in mei⸗ nes her⸗ren hand nicht Er⸗ den⸗not, nicht Er⸗ den⸗-tand 1— SIN—— + II + 1 12— 2 und will drin ste hen blei-ben, soll mich dar-aus ver⸗-trei-ben; und wenn ier⸗ 4 200— —— EEEE— 4 + + J.. —————— WWW fällt die gan⸗ je Weit, wer sich an ihm, und + 2—..—..—.... öWRRB‚i‚I‚I‚I‚IDI‚I.iD‚ie ——————2 1 wen er hält, 2. Er ist ein fels, ein sichrer hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein herz es froh und unverzaͤgt und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen; ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. wird wohl- be⸗ hal-ten blei⸗ben. 4. Jã wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. ILas böse scheint, ist gut gemeint, er ist doch nimmermehr mein feind undgibt nur liebesschläge. 5. Und meines ölaubens Unter⸗ pfand ist, was er selbst verhei⸗ ßen: daß nichts mich seiner star⸗ ken hand soll je undjeentreißen. Das er verspricht, das bricht er nicht. Er bleibet meine Zuver⸗; sicht, ich will ihn ewig preisen. c. J. Pyil. Spitta g. 1801 + 18350. Elgene melodie. C. Malan 1827. 43 1—. D 1 3 2 1 +I + I.. LZD 2— 2——— har re mei⸗ne See⸗-le, harre des 4²⁷³ 1 I— 1 1— 1 12— I 1 ++ IEE„..LD— II ——— herrn, al les ihm be⸗feh-le, hilft er doch so 55. e,—..——— — gern! sei un⸗ ver⸗zagt, bald der mor- gen taägt, —— DI— I +— —— 2 2— E. I—— .—— I und ein neu⸗er früh⸗-ling folgt dem Win ⸗-ter I EI εν + +. +S 2.— ————— * nach. In al⸗ len Stür⸗-men, in al⸗-ler not —.F — csgs.«s wird er dlich be⸗ schir⸗ men, der treu-e Gott. 2. harre meine Seele, harre des als der helfer ist die lot ja nicht. herrn, alles ihm befehle, hilft er Cwige Treue, Retter in lot, rett doch so gern! Wenn alles bricht, auch unsre Seele, du treuer oott! Gott verläßt uns nicht; größer Joh. friedr. Räder g. 1815 + 1872. In strankheit. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. Joh. Rud. Ahle 1664. +. X 2 + 2.. 1 —.— 1 + Lieb-ster Va- ter, soll es sein, daß letzt- mals mit 6e⸗ bet er⸗schein und . ————— S——— E — I— ich heut an die⸗ sem ca⸗- ge dir mei ne not vor- tra-ge, ach so rich ete V +.— + + I N + + 27 mei- ne Sin nen ju den ho⸗ hen him-mels-zin- nen! 47⁴ In strankheit E —— E. .. ——2—3—— In grankheit 2. Tausend und viel tausend maãl sei du, Vater, hoch gepriesen, dlaß in deiner tinder Zahl du mir eine Stell gewiesen, daß ich dich hãb lernen kennen und in christo vater nennen. 3. heilig, heilig, heilig sei deines großen namens chre, deine õüte mancherlei, deine strastund wah⸗ re Lehre! Ich will dich dort ewig loben, wenn ich bin zu dir er⸗ hoben. 4. Dein Reich hast du auch ju mir hier in önaden lassen kom⸗ men, mich berufen und zu dir aus des Satans macht genom⸗ men: J3esus hat mir heil undfrie⸗ len durch sein Blut und Tod be⸗ schieden. 5. Darum wart ich mit Begier gãanñ getrost aufs Reich der hren, nichts durchaus mehr ist allhier, dlas mich soll davon abkehren; komm, o stönig, laß erscheinen, wãs ich wünsch und all die Dei⸗ nen. 6. Deinem Willen tu ich mich ganz zu einem opfer geben. hab ich hier nicht völliglich nach dem⸗; selben können leben, so werd ich doch dort erfüllen mit den ngeln deinen Willen. 7. Tãglich Brot und allerlei, was zu meinem Stand gehöret, hast du, Vater, mild und treu mir zeitlebens auch bescheret; nun du himmelsbrot willst geben, laß ich gern dies arme Leben. 4²⁷⁵ 8. Bleiben gleich die meinen hier, die mich länger möchten sehen, weiß ich doch, daß nur bei dir steht ihr Leh und Wohl⸗ ergehen. Ich befehle deiner 6üte, was mir lieget im emüte. 9. Nur, o vater, la du mir alle Schulden sein vergeben, daß ich rein und frei zu dir fahr aus die sem Sündenleben. Jesus hat mir 6nãd erworben, mit ihm ist die Schuld gestorben. 10. So vergeb ich auch gar leicht, wie du, Vater, hast geheißen; aller 3orn und Rach entweicht, ich will lauter Lieb erweisen; weil du, Gott, so viel erlassen, will ich ensch auch niemand hassen. II. Rückt der letzte tampf herzu, tobet heftig Sünd und hölle, daß sie mir die himmelsruh raub und meinen 6lauben fälle, so steh du auf meiner Seiten, die Versu⸗ chung zu bestreiten. 12. ach mich alles Ubels los, gib der Sündennot ein Ende! Ich ergebe ganz und bloß mich in dleine Vaterhände; wollest mich von allem Bösen, wie du weißt und kaͤnnst, erlösen. 13. An dem allen zweifl ich nicht, denn du bist der himmelskönig zu dir ist die Zuversicht, Welt und höll ist dir zu wenig, deine seraft wird ewig stehen, deine herr⸗ schaft nie vergehen. 1600⁰. nach v. C. v. Seckendorf g. 1626 4 1602. In frankheit AUE klgene melodie. 1714. 33 11E. + — 2 1ꝗ—...——— Gott, den ich als lie be ken⸗ ne, II 2.— ——. V— 1—— der du fRrank-heit auf mich legst und des Lei⸗ dens D I Z.. 4 +* — 4.— H+ ——— ** + flamm er⸗-regst, daß ich da⸗ von hitz und bren ⸗ne, I Bedr.—.—.— I——.——..—.—.— —..— bren ne doch das Bö-se ab, das den Geist bis⸗ ——* + 12.— + + +.— 2 her ge⸗ hindert, das der Lie-be Re⸗ gung II + ISI 2— 1* —————— +7 83 min ⸗dert, die ich of 2. In der Schwachheit sei du krãstig, in dem Schmerze sei mir süß, schaffe, daß ich dich genieß, wenn die fKrankheit streng und heftig. Denn was jetzt den Leib bewegt, was mein fleisch und Mark verzehret, was den Körper setzt beschweret, hat die Liebe selbst erregt. 3. Leiden ist jetzt mein õeschäfte, andres kann ich jetzt nicht tun, ters von dir hab. als nur in dem Leiden ruhn. Cei⸗ den müssen meine straste, eiden ist jetzt mein oewinnst, das ist setzt des Vaters Wille, den verehr ich sanft und stille, eiden ist mein Gottesdienst. 4. Gott, ich nehms aus deinen händen als ein Liebeszeichen an, denn in solcher Leidensbahn willst du meinen 6eist vollenden. Auch die Labung, die man mir 47⁰ Iii! ιπππι⁰ι⁰π SEEE In krankheit zu des Leibes notdurft gibet, kommt von dir, der mich ge⸗ liebet, alles kommt, mein Sott, von dir. 5. Iaß nur nicht den 6eist er⸗ müden bei des Leibesmattigkeit, daß er sich ju aller Zeit in dich senk in Lieb und frieden. Caß dles Leibes Angst und Schmerz nicht der Seele Nuffahrt hindern und die Ruhe in mir mindern, unterstütze du das herz! 6. hilf mir, daß ich ganz beschei⸗ dlen, ganz in Ruh mit freundlich; keit, sanfte mit ehorsamkeit mög auf meinem bette leiden. Denn wer hier am fleische leidt, wird errettet von den Sünden, so den storper ost entzünden, und an seinem Geist erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Le⸗ ben und dem streuze meinen Leib: gib, daß ich mit freude bleib an llich völlig übergeben. Dann so Weiß ich festiglich, ich mag leben ocdler sterben, daß ich nicht mehr kann verderben, denn die Liebe reinigt mich. christ. friedr. Richter g. 1076 4 1711. Mel.: Nuf meinen lieben sott. 15⁷⁴. 434 . x e, 2 D — 1— Ich träau auf mei⸗ nen 6ott in X * 4 +— I— 1 — + 1 I 1 1 +. dl-ler Angst und not; haät mich viel streuz be⸗ + + I.—...— 2— +2..——— D‚— troffen, will ich doch auf ihn hof⸗fen, er wird mir — +— + 1 + + 4 — +—— hül⸗fe sen⸗den und al⸗les E-lend wen ⸗den. 2. Ist gleich mein Leib voll Schmerz, und ängstet sich mein herz, will es vor Leid und pla; gen fast ganz in mir verzagen, wird Gott nach seinem Willen dloch alles wieder stillen. 3. hält schon die Schwachheit an, daß ich daher nicht kann dlas hãus des herren schauen und mich daselbst erbauen, soll mir mein Lager dienen, mit 6ott mich zu versühnen. 1²⁷⁷ 4. ein õott, du hörtest mich so oft und gnädiglich, ach hör mein flehn und Sehnen, zähl jetzt auch meine Tränen und kehre dies mein Leiden in Trost und süße freuden! 5. Dies bitt ich, dies geschicht; und kommt die Rettung nicht in dliesem Weltgetümmel, so gib In Krankheit EEE mir nur den himmel, wo lauter Licht und Sonne, wo stete freud und Wonne. 6. Nun mach es auf der—elt, mein Gott, wie dirs gefällt. hilf mir aus allen Höten, und wirst du mich auch töten, will ich im Tod und Leben mich dir doch ganz ergeben. nach dem hannov. 6sb. 1740. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Naak(7) ca. 1400. 5 D. 1— + Ich hab in gu- ten Stun den des +* 1. I. * +* * le-bens 6lück emp fun den und freu den oh⸗ne *—— HlA E— 1+.—.— E 142— 2 —— 2— II— —— I— I1 Zahl, so will ich denn ge⸗las-sen mich auch in Lei⸗ den l 2. Jã herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der ensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich eh erdulden, das doch zu meinem besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den herrn. Dir, . EH 4 —— i—— ————— — faäs⸗sen; welch Le⸗ ben hat nicht sei ne Oual? Gott, will ich vertraͤuen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Caß du mich 6nade finden, mich alle meine Sünden erken; nen und bereun. Jetzt hat mein beist noch seräfte; sein heil laß mein 6eschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 47⁸ In frankheit 5. Uenn ich in Christo sterbe, bin ich des himmels Erbe; was schreckt mich 6rab und cTod? Auch auf des Todes Pfade ver- trau ich deiner önade, du, herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem stummer weh⸗ ren, õott durch õeduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. chr. f. ellert g. 1715 4 1769. Morgenlied eines stranken. Mel.: Es ist gewißlich an II der Zeit. Jos. slug 1335. 430. n L J 1 . RI. 6ott Lob und dank, die nacht ist hin, auf, schwa- cher Geist und mat ⸗-ter Sinn, — 40%— · I + 4—.—— Inn Bun u—+ L 1155 I— + E. IDZ. I II—2=.———.— * 1 1— 41 es kommt der lie be mor⸗ gen; ͤ ͤ w cir ist ha un-ver⸗ bor- gen, 5 ie an die 4 + V I 30 PSS.............— ,———— finst re schmer⸗-zens⸗nacht in 6ot⸗- tes Schut⸗-je + +—— I + +—————— EH —— +7 + zu ge⸗ bräacht und glück 2. Als ich mich zu der Ruh ge⸗ legt, war ich mit Schmerz um⸗ geben; ich sprach, durch Schmerz und furcht bewegt: Werd ich auch morgen leben? die fast verdorrte Zunge frug, so oft die Uiertelstunde schlug: Wann lich ü⸗ ber⸗ stan-den. 3. Gott hat mir mein õebet ge⸗ währt, ich kann das Licht noch sehen. Drum will ich ihn, der mich erhört, mit Dank und preis erhöhen und flehn, daß er es diesen Tag mit mir und meinem sreuze mag nach seinem Willen wird der Tag erscheinen? 4²⁰ machen. In strankheit H 4. Leb ich nicht fröhlich, frisch, gesund, bin ich dennoch zufrie⸗ dlen hat schon der Schmerz mein herz verwundt, will ich doch nicht ermüden; ich trage dieses harte Joch auch diesen Tag und weiter noch, so lang es Gott be⸗ liebet. 5. Mein Elend ist um Tag und nacht nun gleichwohl kürzer worden; Gott, der mich so getreu bewacht, wird nebst der Engel orden auch heute mit und bei mir sein und hülfe, Rat und Trost verleihn; er weiß wohl, was mich drücket. 6. Jhm will ich meinen schwa⸗ chen õeist und Kranken Leib be. fehlen; was Jesus, der mein hel⸗ fer heißt, erwählt, will ich auch wählen; so geht es mir im Leben wohl, und wenn ich heute ster⸗ ben soll, kann mir der Tod nicht schadlen. 7. Ich bin ja, herr, dein liebes stind und werd es ewig bleiben, kein Schmerzenssturm, kein sereuzeswind soll mich von Jesu treiben. Ach bleib bei mir bis an mein End und nimm die Seel in deine händ, so bin ich wohl versorget. 1731. ob⸗- und Dank liedenꝛs NNNNNNRS Eigene melodie. Str. I. chor I. nus dem 4. Jahrhundert(9. 43 7 +7— 1 IH 1 I — herr 6ott, dlich lo ⸗ ben wir, chor II. 1 I 1 1 HA —————— IA A herr Hott, wir dan ken dlir. chor l. ——...— Dich ba; ter in—E ibig keit Chor II. ů ö——.— FH ehrt llie Welt weit und breit. chor l. ———————— All Een-gel und him- mels heer Chor II. — E und was die net dei ner Chr, Cob u. Dank auch che ru⸗ bim und se ⸗ ra⸗- phim Chor II. + 1 I 1 1 N I ————— V3u 2..————— — II I sin„ gen im ⸗ mer mit ho ⸗ her sStimm: Chor I. u LII —————— hei lig ist un ser Gott, Chor II. 1 1 ½.. ———.—— hei· lig ist un ser Gott. gelde chõre. 1+...— I I N 1 1 —— hel lig ist un⸗ser Gott, der her re Ze⸗-ba-oth! Str. 2. Chor I. Dein gött lich macht und herr lich keit Der hei U⸗ gen zwölf Bo ⸗- ten Zahl die teu ren märt-rer all zu- mal Die gan ze wer⸗ te chri⸗ sten heit Dich, Gott ba⸗ ter im höch- sten Thron, den hei li- gen Geist und krö- ster wert 452 MAEES.— 14 RRA — 114944 ri * —1n II1 E —22 LIDLDLVD. sob u. Dank Chor II. ..,.—————.2 1 ——————————— geht ü⸗ ber him⸗ mel und Er de weit. ung dlie lie ben pro phe ⸗ ten äaͤll, lo-ben dich, herr, mit gro- ßem Schall. rühmt dich auf er: den al le Jeit. dlei nen rech ten und ein gen Sohn, mit rech⸗tem Dienst sie lobt und ehrt. Str. 3. chor I. EEEEEE I n eiaWt W,᷑E— Du stö ⸗ nig der ch⸗ ren, Je su Christ, der Jung- frau Leib nicht häst ver-schmäht, 48³ Du hast dem cod jer-stört sein macht Du sitzst zur Rech ten 6ot- tes gleich Ein Rich ter du zu- künf ⸗ tig bist Chor 11 5 ö———— 3 6ott ba⸗- ters e⸗ wi-ger Sohn du bist; zu erlö-sen ddas mensch⸗lich 6e-»schlecht. und all hri sten jum him mel brächt. mit al-ler Chr ins bva ters Reich. all des, was tot und le-bend ist. Str. 4. hor I. Tangsamer. ——— EH —:———.———— nun hilff uns, herr, ddlen die nern dein, Chor II. Tangsamer. ........... I IIIIII ———.—.—— II die mit dein'm teurn blut er lö ⸗- set sein, 4551.DanE.UL.L.LLL chor I. vorige bewegung. ————.— H ————* EE laß uns Im him ⸗ mel ha ⸗- ben teil chor II. vorige Bewegung. 12—3.— 11— EEE— 81 mit den hei U⸗ gen in e⸗wi⸗gem heil! Chor I. I 1 I —. * E——— hHilf dei⸗ nem Uolk, herr siu Christ, Chor II. 1 I 1 III öäe— — und seg ne, das dein erb tell ist, chor I. I 1 V 2—.— 2 1. — 1 3m 1— wart und pfleg ihr 3 aller Zeit Chor II. und heb sie hoch in E: wig-keit! Str. 5. chor l. ö + + I 1 + 1 IH —— RI INI 113441 srl 2—4 77. 111 . S (Cob u. Dank = und ehrn dein na ⸗ men ste tig ů»lich. chor I. 1 1 1 1 LI .———— DIDIDĩD‚ Be ⸗ hüt uns heut, 0 treu · er Gott, Ssei uns gnä= dig, 0 her re ott, zeig uns ddlei⸗ ne barm ⸗ her ig- keit, chor II. ——*——. —————— vor al ler sünd und mis ⸗ se ⸗ taäat! sei uns gnä ⸗- dig in au ler not! wie uns re hoff nung ju dir steht. chor I. uu uu 22 unu. 12 + 1 +. +— +I... + 1 LI — 1—— 1—. 1—. 1 VD Auf dich hof fen wir, lie ber herr, Chor II. 1 4 14 1 1 4 A + 1 +. +— II I 1 in Schan ⸗ den laß uns nim ⸗ mer mehr! Beide chõre. 2 I 1—*— 1 —.— 1 + 1— 1=‚. 21 N men. Martin uther g. 1483 + 1546. Uach dem Latein. Le deum laudamus. 48⁵ Lob u. Dank EII. I Psalm 103. Eigene melodie. 1540. + 2 .Et— 4 1 4 LI—— 2 +.—— 4 1 I nun lob, mein Seel, den her⸗ren, was Sein Wohl⸗tat tut er meh ⸗ren, ver⸗ 1H2— f I— 1.—— — E 1. 121.—.—— in mir ist, den na⸗ men sein! 9ih n es iüht, 6 her je Meil 3 Hat zclr ctin — I + 1— +..... 1 + 1— ö groß, er ⸗rett dein ar mes Le ⸗ ben, nimmt llich in +— 1 1——.ß. sei⸗ nen Schoß, mit rei chem Trost be⸗schüt ⸗tet, ver⸗ V 2.... + + 1—— 1 1—— — I 1 1 I +— 4........ 5— III jüngt dem Nd-ler gleich; der stön'g schafft Recht, be⸗ — 1 I 1 I I—2 1. 2—2— 2. 2* 4 hu= tet die Lei den den im Reich. 2. Er hãt uns wissen lassen sein onad tut er nicht sparen, den heilig Recht und sein õericht, da⸗Blöden ist er hold. Sein 6üt ist zu sein õüt ohn maßen, es man⸗hoch erhaben ob den'n, die gelt an Erbarmung nicht. Sein fürchten ihn; so fern der ost Zorn lãßt er wohl fahren, straft vom Abend, ist unsre Sünd da; nicht nach unsrer Schuld; diehin. ellung Str.s. 48⁰ saan „B4EHE= S————— ——— L.—— ob u. Dank 3. Wie sich ein Vat'r erbarmet ob seiner jungen stindlein klein, so tut der herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Geschlechte und weiß, wir sind nur Staub, gleichwie das 6ras von Rechte, ein Blum und fallend Caub; der Lind nur drüber wehet, so ist es nimmer da, also der mensch ver · gehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die õottesgnad alleine steht fest und bleibt in Cwigkeit bei seiner lieben ö'meine, die steht in seiner furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im himmelreich; ihr starken Engel waltet seins Cobs und dient zu⸗ gleich dem großen herrn ju ch; ren und treibt sein heilig Lort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Sei ob und Preis mit Chren Gott Vater, Sohn und heilgem beist! Der woll in uns vermeh⸗ ren, was er aus önade uns ver⸗ heißt, daß wir ihm fest ver⸗ trauen, uns ganz verlaßn auf ihn, von herzen auf ihn bauen, dlaß unser herz und Sinn ihm allezeit anhangen. Drauf singen wir zur sStund: Amen, wir werdens erlangen, glaub'n wir von herzensgrund. U. 1-4 Joh. Gramann g. 1487 1541. U. 5 1559. mel.: nun freut euch, liebe Christen g'mein. 15²4. 4 I — 1 1 + I 430 O gläu- big herz, ge⸗ be⸗ ne⸗ dei und 6e⸗denk, daß er dein va⸗-ter sei, wel⸗ +— — —— + —.— I D. — + 1 —— —7—.— 1 gib ob dei- nem her r chen du stets sollst 00 5 die-weil du kel ⸗ ne eh-ren, I 1— 1 I — Stund ohn ihn mit al- ler sorg in dei⸗ nem — EI ͤ»KK rr DSr — sinn dein le- ben kannst er näh⸗ ren. 48⁷ Cob u. Dank 2. Er ists, der dich von herzen liebt und sein öut mit dir teilet, dlir deine missetat vergibt und lleine Wunden heilet, dich waff⸗ net jum geistlichen grieg, daß dlir der feind nicht oben lieg und lleinen Schatz jerteile. 3. Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Ubermut zu seiner Waͤhrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Cauf zur Seligkeit vollenden. 4. Wie sich ein treuer Vater zeigt und 6uts tut seinen sindern, also hãt sich auch õott geneigt zu uns, den armen Sündern; er hat uns lieb und ist uns hold, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Uberwindern. 5. Er gibt uns seinen guten beist, verneuet unsre herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, wenns auch das fleisch mag schmerzen, er hilft uns hie mit 6nad und heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von seinen ewgen Schätzen. Eigene melodie. A. 6. Nach unsrer Ungerechtigkeit hãt er uns nicht vergolten, viel mehr erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten; mit seiner 6nad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihn von herzen lieben. 7. Was Gott nun angefangen hãt, ddlas will er auch vollenden. nur geben wir uns seiner önad, opfern uns seinen händen und tun daneben unsern fleiß, hof⸗ fend, er werd zu seinem Preis all unsern andel wenden! 8. O Vãter, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein selig Ende. O leucht uns mit dein'm hellen Wort, dlaß uns an diesem dunklen ort kein falscher Schein verblende. 9. O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir in Einfalt singen, und laß dein Wort mit freiem stlang durch unsre herzen drin · gen! O hilf, daß wir mit deiner straft durch eine gute Ritterschaft dles[ebens sron erringen. michael weiß 4 1534. Nik. Selnecker 1587. ..—— +. 2— —. e— nun laßt uns Gott dem her⸗ren dank * V* 1— I— +— + + 4+...————— II sa⸗ gen und ihn eh ren für al le sei- ne 488 Lob u. Dank 6a4 ben, die wir emp 2. Den Leib, die Seel, das eben hãt er allein gegeben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem LCeibe; lie Seele muß ãuch bleiben, wie⸗ wohl tödliche lunden sind om⸗ men von der Sünde. 4. Ein Arjt ist uns gegeben, der selber ist das Leben, christus, für uns gestorben; der hat das heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein nachtmahl dient wider allen fan gen ha ⸗ben. Unfall; der heilge õeist im olau; ben lehrt uns darauf vertrauen. b. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben, im himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, daß sie uns fort behüte, die oroßen mit den seleinen; du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche freiheit, ju preisen leinen namen durch Jesum hristum. Amen. cudwig heimvold g. 1532 4+ 1508. Psalm 103. Eigene melodie. Joh Crüger 1653. I 1 441 S — 1 I.I * o mei⸗-ne Seel, du sollst den her ⸗ren * I 1 4 i + I H„— 1 + LI 1 1 Iũ — 2——— prei⸗sen, was in mir ist, das muß ihm ehr er⸗ + 1 I 3 1 I + DEII + 1 H◻ ——— + +— 1 1+— 1—— 1 wei⸗sen, auf, auf, mein herz, und ma che dlich be⸗ V 1 I 1 — + II— + 4 2—— reit! Uer giß sa nicht, ver⸗giß nicht, mein be⸗ 480 Lob u. Dank EI 1—* I 4 —— + =D* mü- te, was dir der herr für wun⸗ der ⸗ ba⸗re . + + I 4 I + 1— l u,—III ——. L 6ü-te er⸗-wie ⸗sen hat die gan⸗je le⸗bens-jeit. 2. Denn er hat dich von Sün⸗ den losgesprochen und denkt nicht mehr, was du bisher ver⸗ brochen, er machet dich von Schwachheit heil und rein. Es haͤt der herr dein Leben vom verderben erlöst, daß du nicht ewig müssest sterben, dein Gott will dir forthin barmherzig sein. 3. Er krönet dich mit 6nad und mildem sSegen, will deinen Mund mit reicher fülle pflegen, er machet dich von seinen õöütern satt, daß du mit Lust darüber dlich erfreuest und deine straft gleich Adlern gar verneuest, weil er mit heil dich überschüttet hat. 4. Der herr läßt Recht denselben widerfahren, die vor bedrängt und unterdrücket waren; er hat sein Tun dem mose kund getan und seine Recht Jsrael wissen lassen; er ist voll 6üt und will nicht immer hassen noch ewig⸗; lich mit örimm uns sehen an. 5. Der herr ist fromm, barm⸗ herzig und sanftmütig, voll 6nad und 6unst, geduldig, treu und gütig, er handelt nicht mit uns nach unsrer Schuld, vergilt auch nicht nach unsern schweren sünden. s8o weit die höh des himmels ist zu finden hier von der rd, so weit reicht seine huld. 6. So weit der õrund sich schei det von der festen, so weit der ost ablieget von dem Westen, so weit läßt er die Sünden von uns sein. Sein 6nadlenblick muß über die stets walten, die ihn mit furcht für ihren helser halten, und rettet sie aus ihrer not und pein. 7. Wie unter uns ein Vaterherz erbarmen mit seindern hat, so tut der herr uns Armen, es stehet bott dlen frommen kräftig bei. Er kennet ja uns dürftgen Erdentöpfe,“) ihm ist bewußt, daß dlieses sein öeschöpfe ein leichter Staub und schwaches Werkzeug sei.) cclag. Jer. 4, 2. 8. Ein mensch muß stets des Lebens End erwarten, er ist wie 6rãs, wie eine Blum im Garten, die sich sehr schön und lieblich lässet an: wenn aber nur der Wind darüber fähret, ist ihre Zier hinweg und so verehret, daß man die Stätt auch nicht mehr finden kann. 9. Des herren õnad ist aber über⸗ schwenglich, währt für und für und bleibet unvergänglich; auf 400 — nunranz Lob u. Dank sindeskind wird seine õüt ge⸗ braͤcht bei denen, die den õottes- bund stets üben und sein Befehl von ganzem herzen lieben und sein õebot ju halten sind bedacht. 10. Es ist sein Stuhl im himmel zubereitet, sein herrschaft ist um diese Welt gebreitet, sein Reich und chron umschließt den Er⸗ lenkreis. Jhr Engel lobt, lobt ihn, ihr starken helden, die ihr sein Tun und Willen an müßt melden, lobt unsern ott und sagt ihm Ruhm und Preis! 11. Lobt unsern Gott, ihr alle seine Scharen, die ihr ihm dient und hin und her müßt fahren auf sein Geheiß; lobt ihn an jedem ort, an dem er herrscht; lobt ihn, ihr seine Lerke, rühmt seine straft, rühmt seiner All⸗ maächt Stärke; lob ihn, mein herz, o lob ihn fort und fort! 12. Gott Vater, Sohn und 6eist, sei stets gepriesen für alle üt, die du an mir erwiesen von seindheit an bis jetzt auf diese Zeit. herr, steh mir bei, laß deine 6nad sich mehren, so will ich drum dir danken und dich eh · ren auf Erden hier und dort in Ewigkeit. U. 1-11 Joh. franck g. 16018 + 1677. U. 12 hannov. 6sb. 1657. Sirach 50, 24. kigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. + 1 I 2 1 +. * nun dan ⸗- ket al⸗ le ott mit der gro· ße din ge tut an + 4— 1— + IE 1 1 4 1 I I ——— + her⸗zen, Nund und hän⸗den, En-den, uns und al ⸗-len ler uns von mut ⸗ ter · X + 1 + + + //˖i˖ic/Ritic;t;c;ö-... 12—*⁊.— I leib und sin ⸗ des-bei- nen an un ⸗-jäh-lig J—...ZH‚‚‚‚‚.—— + 4 + N 1 + 4 + +— T r viel ju gut und noch setz⸗ und ge ⸗ tan. ————————————— Cob u. Dank 2. Der ewig reiche 6ott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich herz und edlen frieden geben und uns in seiner önad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. 3. Cob, Ehr und Preis sei Gott, dem vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höch; sten himmelsthrone, dem drei⸗ malinensott, wie es ursprüng⸗ lich war und ist und bleiben wird jetzund und immerclar. Martin Rinkart g. 1586 1 1640. Joh. Crüger 1648. 4⁴³ 2 *— + L 2— 1 12. 1—— E nun dan ket al- le ott mit dder gro ße Ddin ⸗- ge tut hier — W—— + her ⸗jen, Mund und hän⸗den, En-den, und an al len aer le⸗bend uns er⸗ ——. 1 1 hält von mut-ter-lei be an und tut uns + + I + 1 1 II + 1 1 TEH al-les 6uts, mehr als 2. Es wolle unser õott ein fröͤh · lich herz uns geben, er lasse uns, sein Volk, in frieden immer leben forthin zu unsrer Zeit, daß seine onad und Treu bei uns und unserm Land allweg be⸗ ständig sei. 3. Der große, starke õott woll uns von allem Bösen und was uns schaden kann gewaltiglich erlösen, er schütz und rette uns, man zäh⸗- len kann. er helf uns allezeit, so lang er uns allhier das eben noch ver⸗ leiht. 4. Gott Vater, dir sei Preis hier und im himmel oben, õott Sohn, herr Jesu christ, wir wollen dich stets loben, Gott heilger Geist, dein Ruhm erschalle mehr und mehr, o herr, dreieinger Gott, dir sei ob, Preis und Chr! hannov. 6sb. 1657. 40² ob u. Dank Mel.: nun lob, mein Seel, den herren. 15⁴⁰0. 2 444—— LS.S— + D man lobt dich in der Stil ⸗öle, du des Rüh- mens ist die fül ⸗ le vor — SISI— 8 N —2— 1ʒ—....— WW—..— ——— ISSS hoch er ⸗ hab⸗ ner Zi⸗ons-Gott, dir, o herr 6ott Ze⸗ ba-oth. +2 ou bist doch, * * 1 — 1 2 I— 4— + I 1 +— +— ů ——. 4 herr, auf Eer⸗den der from men Zu⸗ver-sicht, in ö—.———— ——— 5 L en. d——..— 4— 4.——— Trüb sal und be⸗ schwer—den läßt du die 2— I 1 I1 ö Dei⸗nen nicht. Drum soll dich stünd⸗lich eh ren mein +—2 x x — dnm muu— —2—.— 1 I I 1 und vor je ⸗ der- mann und dei ⸗ nen kRuhm ver meh⸗ ren, so 2. Es müssen, herr, sich freuen von gänzer Seel und jauchzen schnell, die unaufhörlich schrei⸗ en: Gelobt sei der oott srael!) Sein name sei gepriesen, der Pf. 40, 17. 4093 lang er lal⸗ len kann. große Lunder tut und der auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut. nun, das ist meine freude, daß ich an ihm stets kleb und niemals von ihm scheide, so lang ich leb und schweb. Cob u. Dank 3. herr, du hast deinen lamen sehr herrlich in derlbelt gemacht, denn als die Schwachen kamen, hãst du gar bald an sie gedacht. Du hast mir nad erzeiget; nun wie vergelt ichs dir? Nch bleibe mir geneiget, so will ich für und für den stelch des heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leven und dlort in Fwigkeit. Johann Rist g. 1607 4 1667. Sirach 50, 24. Eigene melodie. Auch nach melodie ur.[ u singen. on cruger 1653 — ++ 1—— — + 445 + ENE= 18 W—— — I — 7 +— 1..+— nun dan⸗ — net all und brin ⸗get chr, 13 —— — 2——— SWSI.———— —. EE —— —— 2 iyr men ⸗schen in aer weit, dem, des⸗sen —— I I 2 — — ———.— + + — N nulm inat— N 2—.—.—.— 2———— H + I—...... 1 — I Lob der En⸗gel heer 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3. Der uns von mutterleibe an frisch und gesund erhalt, und wo kein mensch nicht helfen kann, sich selbst jum helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, dlie Straf erlãßt, die Schuld ver; gibt und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich herz, erfrische öeist undsinn und werf all Angst, furcht, Sorg und Schmerz ins meeres Tiefe hin. im him⸗-mel stets ver⸗ melllt. 6. Er lasse seinen frieden ruhn in unserm Volk und Land, er gebe 6lück zu unserm Tun und heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Cieb und 6üt um, bei und mit uns gehn; was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dlieses eben währt, sei er stets unser heil, und wenn Wir scheiden von der Erd, verbleib er unser deil. 9. Er drücke, wenn das herze bricht, uns unsre Nugen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. paul õerharat g. 100⁷ + 107b. 49⁴ 1111 Iob u. Dank Eigene melodie. mel. 1. Nuch nach meiodie nr. 41 zu singen. 17⁵8⁸.) I + V* 44⁰ + LII — Ich sin ge dir mit herz und Mund, herr, f I 7 1—* I* —— + 1 1 + 2..—.. 2—..—. 1—— 1 mei ⸗ nes her⸗ zens(ust, ich sing und mach auf — ᷣꝑ‚EKWFE:...ö..— I‚ꝑPSPIPIPIꝑSPSI‚ISISISI‚ISSISISISI IAIAI..— Er den kund, was mir von dir be⸗ wußt. Mel. 2. oder: Th. Stade 1644. E* + I 1.— I.. 1 1 Ich sin ge dir mit herz und mund, herr, 1 1 V.. Hzu 2— I ι¹ + π¹ϰπ 1 1 + +..—— 3— 1— 1———— EII 2— ꝙ+— + 2.. 1..— 1 —. 1 L.. II 1 +———. *.— 1 mei nes her⸗ zens lust, ich sing und mach auf 1 12.—— E N 1 1 L...— 1 1 II Er- den kund, was mir von dir be⸗ wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn dler 6nad und ewoge QOuelle seist, dlaraus uns allen früh und spat viel heil und 6utes fleußt. 3. Was sind wir doch? Was ha⸗ ben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne himmels· zelt hoch über uns gesetzt? Wer 495 ist es, der uns unser feld mit Tau und Regen netzt? 5. Uer wärmet uns in stalt und frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man öl und most zu seinen Zeiten findt? 6. Uer gibt uns Leben und 6e⸗ blüt? Wer hält mit seiner hand den güldnen, werten, edlen fried in unserm Vaterland? Lob u. Dank E 7. Ach herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun, du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in befahr geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit õe⸗ duld und schlägst nicht allzusehr, jã endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser herze seufjt und schreit, wirst du gar leicht er⸗ weicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Chren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein christe wein, und was sein stummer sei; kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Tebens mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des himmels haus, wenn uns die Erd ent⸗ geht. Eigene melodie. 13. Wohlauf, mein herze, sing und spring und habe guten mut, dlein õott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und deil, dein olanz und freu⸗ dlenlicht, dein Schirm und Schilcl, dein hülf und heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in dei⸗ nem Sinn und grämst dich Tag und nacht? nimm deine sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. hãt er dich nicht von Jugendd duf versorget und ernährt? Wie manches schweren Unglücks Lauf hãt er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment, nein, was er tut und läßt ge⸗ schehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier im frieden ruhn und ewig fröhlich sein. pPaul õerharat g. 16007 4 1676⁵. Joh. Schop 1642. I en 1 4 7 Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. 44* I —. 4 1 — Sollt ich mei⸗ nem ott nicht sin⸗gen? denn ich seh in al-len Din⸗gen, + + +. Sollt ich ihm nicht dank⸗bar sein? mit mir mein. wie so gut ers Ist doch nichts als 406 ◻◻0 SVI 14141 — EESHARESCHEIIn S8 11 SSIIII,H„&S-& Tob u. Dank — — —234 — — + läu- ter Lie⸗ ben, das sein treu es her⸗ je regt, I — — + 1 + 1— + + + 4j..—.N — 4 + + 4 +— + + 2————‚————— Ddienst sich U- ben. Al⸗ les ding währt — 1 I + 1 I 1— 1 II sei ne Zeit, 6ot- tes lieb in K⸗ wig-keit. 2. Wie ein Adler sein öefieder hellen ölaubenslicht, das des Uber seine Jungen streckt, also Todes macht jerbricht und die haͤt auch hin und wieder mich hölle selbst macht stille. Alles dles höchsten Arm bedleckt alsoDing währt seine Zeit, ottes ieb bald im mutterleibe, da er mirin Cwigkeit. mein Wesen gab und das Leben, 5. Meiner Seele Wohlergehen dlas ich hab und noch diese Stun · hat er ja recht wohl bedacht; will dle treibe. Alles Ding währt sei⸗dem Leibe Not zustehen, nimmt ö ne Zeit, õottes(ieb in Cwig⸗ers gleichfallswohlin acht. Wenn keit. mein önnen, mein Vermögen 3. Sein Sohn ist ihm nicht junichts vermag, nichts helfen teuer, nein er gibt ihn für mich Kaänn, kommt mein Gott und hin, daß er mich vom ewgenhebt mir an sein VDermögen bei⸗ feuer durch sein teures Blut ge⸗ zulegen. Alles Ding währt seine winn. o du ungegründter Brun⸗Zeit, õottes Lieb in Cwigkeit. nen, wiewill dochmein schwacher 6. himmel, Erd und ihre heere beist, ob er sichgleichhochbefleißt‚ hat er mir zum Dienst bestellt; deine Tief ergründen können? wo ich nur mein Aug hinkehre, Alles Ding währt seine Zeit, õot · find ich, was mich nährt und hält: tes Lieb in wigkeit. Tier und seräuter und Getreide, 4. Seinen Geist, den edlen füh⸗in den öründen, in der höh, in rer, gibt er mir in seinem Wort, den Büschen, in der See, uberall daß erwerdemein Regierer durch ist meine Weide. Alles Ding dlie Welt zur himmelspfort, daß währt seine Zeit, oottes ieb in er mir mein herz erfülle mit dem Cwigkeit. 4⁰² Cob u. Dank 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein õe⸗ müt, daß ich alle liebe orgen schaue neue Lieb und 6üt. Wäre mein 6ott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles dDing währt seine Zeit, oottes ieb in CEwig; keit. 8. Wie so manche schwere plage wird vom Satan hergeführt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher gerührt; Gottes En⸗ gel, den er sendet, hat das Böse, wäs dler feind anzurichten war gemeint, in die ferneweggewen⸗ det. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Cwigkeit. 9. Wie ein Vater seinem sinde sein herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, õot⸗ tes Lieb in Cwigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, den · noch, wenn ichs recht erwäge, sind esꝛeichen, daß mein freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, (lie uns hart gefangen hält, durch dlãs streuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, oottes Cieb in Cwigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: christenkreuz haͤt seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausge⸗ schneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, õot · tes Lieb in Cwigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine händle zu dir, Vater, als dein ind, bitte, wollst mir 6nade geben, dich aus aller meiner macht ju umfangen Tag und lacht hier in meinem gan⸗ zen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. paul Gerharat g. 1607 4 1676. mel.: Nun danket alle Gott. Joh. Crüger 1648. x 8 Ursprüngliche form im Anhang. 1 1 1 1 I—————— 6e lo · mein Schöp bet sei der herr, mein fer, der mir hat mein 498 [◻ S8 IIIEV Il —— n DDIR Gott, mein(icht, mein Le-ben, ge ⸗ ge⸗ben, eib und Seel memn ba ⸗-ter, der mich Nu · gen 2. Gelobet sei der herr, mein 6ott, mein heil, mein Leben, des vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hãt mit seinem teuren Blut, der mir im õlaubenschenkt das aller · höchste Gut. 3. Gelobetseider herr, mein sott, mein crost, mein Leben, des Va;⸗ ters werter öeist, den mir der sohn gegeben, der mir mein heri erquickt, der mir gibt neue strast, der mir in aller Not Rat, Trost und hülfe schafft. Guts an mir ge⸗taän. 4. Gelobet sei der herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüf⸗ ten schwebet, gelobet seĩ der herr, des amen heilig heißt, Gott vater, Gott der Sohn und 6ott der werte Geist! 5. Dem wir das heili g jetzt mit freudlen lassen klingen und mit der Engelschar das heilig, heilig singen, den herjlich lobt und preist die ganʒe christenheit. õe⸗· lobet sei mein õott in alle Ewig⸗ keit! Joh. olearius g. 1011 + 1684. mel.: Es ist das heil uns kommen her. Nuch nach merodlie Nr. 214 zu singen. vorreformatorisch. E. I— I 1— 440 E sei kob und chr dem höch-sten sut, dem Gott, der al · le Wun-der tut, I dem va⸗ ter al- ler Gü· te, dem Gott, der mein 6e⸗ mü⸗ te mit sei⸗nem rei⸗ chen 4⁰⁹ Cob u. Dank Trost er-füllt, dem bGott, der al- len —— ö— a E— + —— 4..— E+ꝗ Jam- mer stillt. 6evt un-serm 6ott die ch⸗ re! 2. Es danken dir die himmels- heer, o herrscher aller Thronen, und die auf rden, cuft und meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt un · serm Gott die Chre! 3. Was unser Gott geschaffenhaͤt, sdlas will er auch erhalten, dar⸗ über will er früh und spat mit seiner öüte walten. In seinem ganzen sönigreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott dlie Chre! 4. Ich rief jum herrn in meiner not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gelleihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket oott mit mir! õebt un; serm Gott dlie Chre! 5. Der herr ist noch und nimmer nichtvon seinem volk geschieden, er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, heil und frieden. mit Mutterhänden leitet er die Sei⸗ nen stetig hin und her. õebt un; serm Gott die Chre! 6. VDenn trost und hülf erman⸗ geln muß, die alle Weit erzeiget, so Rommt, so hilst der Uberfluß, dler Schöpfer selbst, und neiget dlie Vateraugen denen zu, die sonsten nirgend inden Ruh. õebt unserm bott die Chre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o õott, von nun an ehren, man soll, õott, deinen obgesang an allen orten hören. Mein gan⸗; zes her ermuntre sich, mein 6eist und Leib ersreue dich! õebt un;⸗ serm Gott die Chre! 8. Ihr, die ihr Christi Hamen nennt, gebt unserm Gott diechre, ihr, die ihr dottesmachtbekennt, gebt unserm Gott die hre! Die falschen 6ötzen macht zu Spott, ller herr ist oott, der herr ist 6ott./) Gebt unserm õott die chre! ) stön. 18, 30. 9. So kommet vor sein Angesicht mit sauchzenvollem Springen, bejahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fuhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. ebt unserm õott die chre! Joh. Jak. Schütz g. 1640 1 1000. 5⁰⁰ Cob u. Dank Eigene melodie. Joach. Neander() um 1660. — H——* 2 AI. lo-be den her⸗ren, den mäch ⸗ti⸗gen mei- ne ge⸗ lie be⸗ te See⸗le, das ö nonm rier nmnrrm⸗, Rrerintᷣ.; 0——II——————— sö- nig der ch⸗ ren, ist mein be⸗ geh- ren. som⸗ met iju hauf, 0 I —7.:— 1— + + u Psal- ter und har fse, wacht auf, + 4 + + 1 N I 1 + 4 +/ 2*..—————— läas⸗ set den LCovb ge ⸗ sang hö ⸗- ren! 2. Tobe den herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses ver⸗ spüret? 3. Tobe den herren, der künst· lich und fein dich bereitet, der dir õesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel not hat nicht der gnädige Gott über dir flügel gebreitet! Eigene melodie. Zweite melodie im Anhang. + 4. Cobe den herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem himmel mit Strömen der Ciebe geregnet. denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was odlem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht, Lobende, schlie⸗ ße mit Amen! Joachim neander g. 1650 4 1680. Joach. Neander(7) 1680. + + +— 1 1 — — I Uun-der- ba- rer fo nig, herr · scher Dei- ne 30¹ ba-öter-gü⸗ te hast du Lob u. Dank EIEEIII + + ——— II * — von uns al⸗-len, laß dir un ser Lob ge⸗fal-len! las-sen trie⸗- fen, ob wir schon von dir weg⸗lie ⸗fen. 1 11— un SSISSSSSSESe——— —— 1 hülf uns noch, stärk uns doch, laß die Zun-ge — S.Die„. 15— DPDꝑ‚ꝑ‚I‚ꝑ‚ꝑ‚‚‚ ꝑIꝑIꝑ'E'E'Eéꝑ éßé‚Et‚... S= II 1 1— sin gen, laß llie Stim me klin gen! 2. himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Taten mehr als aller menschen Staaten; großes Licht ller Sonne, schieße deine strah⸗ len, die das große Rundbemalen; lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen herren! 3. O du meine Seele, singe fröh · lich, singe, singe deine laubens⸗ lieder! Was den odem holet, jauchze, preise, Rlinge! Wirf dich in den Staub darnieder! er ist 6ott Zebaoth, er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. halleluja bringe, wer den herren kennet, wer den herren Jesum liebet; halleluja singe, welcher Christum nennet sich von herjen ihm ergibet. O wohl dlir! Glaube mir: Endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim neander g. 1650 4 1680. Mel.: Allein õott in der hõh sei chr. Auch ⁊— melodie Ur. 262 zu singen. Altkirchlich. 45 2 2 222...— 23—..— 2— bis hie⸗ her hat mich 6ott ge⸗ bis hie⸗ her hat er Tag und — * — 1 bracht durch sei ne gro⸗ he ou ⸗te, 21— nacht be⸗ wahrt herz und 6e⸗ mü te, bis hie ⸗her SSee ——————— 1 2 hat er mich ge⸗ leit, bis hie⸗her hat er 5⁰² RSAESES„ 1 s=e Cob u. Dank ——— mich er ⸗ freut, bis hie her mir ge ⸗ hol ⸗-fen. 2. hãb Lob und chre, Preis und 3. hilf fernerweit, mein treuer Dank für die bisherge Treue, die hort, hilf mir zu allen Stunden, ddu, o Gott, mir lebenslang be⸗ hiülf mir an all und jedem ort, wiesen täglich neue. In mein hilf mir durch Jesu unden, hilf bellächtnis schreib ich an: Der mir im Leben, Tod und Not, durch herr hat große Ding getan an Christi Schmerzen, Blut und Tod, mir und mir geholfen. hilf mir, wie du geholfen. Amilie Juliane, õräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt g. 1637 T 1706. Mel.: Jesu, meines Cebens Leben. 1661. H. 453 7—=SF——. 2.. 1.—I— 4 EEE Uo- mit soll ich dich wohl lo⸗ben, Sen de mir da- ju von o⸗ben 8——8—88 wayrvarn mäch ti ⸗ ger herr ze ⸗ ba⸗oth? dei-nes el stes(rast, mein sott! venn 0 2— 1— 1 +— + 235——— + ͤᷓ́ᷓ.. Cie- bes jei— chen. Tdu- send tau · send mal ö EE ö 42.t—...——. 1* 1 .— sei dir, gro ßer sö- nig, dDank da ⸗ für! 503 Lob u. Dank 2. Herr, entzunde mein oemüte, dlaß ich deine Wundermacht, dei⸗ ne 6nade, Treu und Güte stets erhebe TLag und nacht; denn von lleinen önadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗ tausendmal seĩ dir, großer König, Dank dafür! 3. Uater, wenn mein herz be⸗ dlenket, wie dich meine Sünden⸗ schuld oft betrübet, oft gekrän⸗ ket, und wie deine ieb und huld mich aus Cangmut doch getra⸗ gen, so muß ich beschämet sagen: Tausendtausendmal sei dir, gro- ßer Rönig, Dank dafür! 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und 6ütigkeit du dlurch so viel underwege mich geführt die Cebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden noch den õrund hier zu ergründen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! 5. 0 wie haͤst du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sünden höhle möchte zu den unden fliehn, die mich ausgesõhnet haben und mit straft zum Leben laben. Tausendtau⸗ sendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Bald mit Lieben, bald mit leiden kamst du, herr mein Gott, zu mir, nur mein herze zu berei⸗ ten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches erlangen möcht an deinem Willen hangen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, großer stönig, Dank dafür! 7. Wie ein Vater nimmt und gibet, nachdems sindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, herr mein 6ott, zu jeder frist und dich meiner angenommen, Wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausendtausendmal sei dir, groer öonig, Dank da⸗ flir! 8. Mich hast du auf Adlersflũ⸗ geln oft getragen väterlich, in len Talern, auf den hügeln wun⸗ derbar errettet mich. Wenn schien alles ju zerrinnen, ward doch dei⸗ ner hülf ich innen. Tausendtau⸗ sendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! 9. Vater, du hast mir erzeiget lauter 6nad und 6ütigkeit, und du häst ju mir geneiget, Jesu, deine freundlichkeit, und durch dlich, o õeist der önaden, werd ich stets noch eingeladen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! 10. Tausendmal sei dir gesun; gen, herr mein Gott, Preis,(ob und Dank, daß es mir bisher ge⸗ lungen. Nch laß meines Lebens 6ang ferner doch durch Jesu Lei⸗ ten nur gehn in die Cwigkeiten! Da will ich, herr, für und für ewig, ewig danken dir. cudw. Andr. sotter g. 1661 4 1735. 30⁴ Tob u. Dank Eigene melodie. — 1738. +. +— 1 AIIII O daß so stimmt ich da⸗- mit ich tau⸗send Zun⸗gen hät; in die Uet⸗ + 1 + + + 1 + + I +—— I—— 190 4 + 11— +* 2 V te und ei⸗ nen tau⸗-send ⸗fa chen mund, te vom al⸗ler ⸗-tief sten her⸗zens grund ein Lob· Ned + 1— I + + +=. + 1——— — I— HN +—— + II —— —— 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! 0 daß mein blut mit Jauchjen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Nch wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein esang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine sträfte? Auf, auf, braucht allen euren fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes meines herren Preis! mein Leib und Seele, schicke dich und lobe bott herzinniglich! 4. Ihr grünen blätter in den Wäldern, vewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken 6räschen in den feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Nch alles, alles, was ein leben und einen odem in sich hat, soll sich mir vum õehülfen 30⁵ nach dem an⸗dern an von dem, was 6ott an mir ge⸗tan. geben, denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? bist du es nicht, o reicher ott? Ler schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o herr 6ott Zebaoth! du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige 6eduld. 7. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes mal ge⸗ spürt, daß du mich unter vieler Plãge durch Not und Trübsal hast geführt, denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller freude in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Ceide nicht triumphie⸗ rend einher gehn? Und fiele allch der himmel ein, so will ich dloch nicht traurig sein. Lob u. Dank I.IE 9. Jch will von deiner 6üte] 10. Ach nimm das arme Lob singen, so lange sich die 3unge auf Erden, mein oott, in allen regt; ich will dir freudenopfer onadlen hin! Im himmel soll es vbringen, so lange sich mein herzbesser werden, wenn ich bei dei⸗ bewegt; ja wenn der mundnen engein bin. da sing ich dir wird kraftlos sein, so stimm ich im höhern chor viel tausend dloch mit Seufßzen ein. halleluja vor. johann mentzer g. 1658 1+ 1734. Eigene melodie. f. 5. Meyer 1741. 4⁵— cas-set uns den herren prel sen stim-met an die sil⸗ hen IWei⸗-sen, ö E=SRKRS. E I. — + EEEIIE 1—— är 5 und ver⸗meh ren sel⸗nen Ruhm, 440 die iyr seig sein Ei⸗ gen- tum. E wig wäh ⸗ret LII I—————— ——..— e un n. an;w un—— * 4 I 1 12 + I — 83— +— 1— 2* 4 ar⸗ men mit der sü⸗ ßen lie bes ⸗huld, x—4 SPSPS SISI.I I I.II.I I I— nicht ge⸗ den-ken uns⸗rer Schuld. Prei-set kE⸗wig +* + 4 1 + + + 4—— +—. 2— EEE— 2. sei⸗ nen na⸗ men, die ihr seicl von A= brams * * 4 4 + 1 4 ꝝ +. 1 I +——— LI 2 22 +.——— Sd men, rüh⸗ met e⸗ wig sei—ne ler ⸗ke, 30⁰ „„•I4r... SS NNNRNNRC. yC WMWvx ob u. Dank bet ihm Lob, chr n üü el 2. Che noch ein mensch gevoren, hat er uns zuvor erkannt und in christo auserkoren, seine huld uns zugewandt. Selbst der himmel und die rden müssen uns zu Dlenste werden, weil wir durch sein liebstes ind seine stinder worden sind. Ewig solche 6nade währet, die er uns in ihm bescheret; ewig wollen wir uns üben, über alles ihn ju lieben. 3. Jã Wir wollen nun mit freu⸗; den zu dem lieben Vater gehn, uns ãn seiner iebe weiden, wie die tun, die vor ihm stehn, heilig, heilig, heilig singen. hallelusa soll erklingen unserm õotte und dem Lamm, unserm holden Brãutigam. Lasset seinen Ruhm erschallen und erzählt sein Werk vor allen, daß er ewig uns er⸗ wählet und zu seinem volk ge⸗ zählet. 4. Cernet euren Jesum kennen, der euch teur erkaufet hat, lernet ihn fein lieblich nennen euren Bruder, freund und Rat, euren starken held im Streiten, eure Cust in fröhlichkeiten, euren crost und euer heil, euer aller · vestes Teil. CEwig solche Güte währet, die euch durch ihn widerfähret; ewig soll das Lob erklingen, das wir ihm ju chren singen. 5. Tretet nur getrost jum Thro⸗; ne, da der õnadenstuhl zu sehn; es kann euch von Gottes Sohne nichts als ieb und huld ge⸗ schehn. Er erwartet mit ver⸗ langen, bis er könne uns um· fangen und das allerhöchste õut uns mitteilen durch sein blut. Große 6nad ist da zu finden, er will sich mit uns verbinden, und soll niemals etwas können uns von seiner iebe trennen. b. Er hat nunmehr selbst die fülle seiner Gottheit aufgetan, und es ist sein ernster Wille, daß nun komme jedermann. seiner soll sich hiebei schämen, sondern Gnad um 6nade nehmen; wer ein hungrig herie hat, wird aus seiner fülle satt. Ewig solche fülle währet, die uns so viel Guts bescheret; Wonne, die uns ewig tränket, wird uns daraus eingeschenket. 7. nun, du Liebster, unser Callen, damit wir dir dankbar sein, laß dir gnädig wohlgefal · len, bis wir alle insgemein ewig deine õütigkeiten mit gesamtem Cob ausbreiten, da wir merden 50⁷ Cob u. Dank Gloria singen und hallelusa. preis, Ehr, Ruhm, Dank, Macht und Stärke und was rühmet Eigene melodie. 24 seine Lerke werde unserm Gott gegeben! Laßt uns ihm zu chren leben! chr. Jakob foitsch g. 1671 + 1734. 17⁰⁴. Hꝗ 45% 1 4 12 I + nch er⸗ken- net, lieb ste See⸗len, hel-fet sei nen Ruhm er⸗zäh ⸗len, ——I. +—1 + 1— — 1—— + II— +— un⸗- sers 6ot- tes Gü⸗ tig die ihr sein 6e⸗schöp ⸗se eit, RN seid.) Luch ge⸗büh ret —— 9 ————* Dank zu dem, der kuch viel ge ⸗ ben + — ů — 6uts ge⸗ tan und sich eu⸗- er noch daͤ⸗ + + ne ⸗ ben nimmt mit 2. Denket, da wir gar nichts wa; ren, hat er uns zu was gemacht, er hat uns von Jahr ju Jahren wunderbarlich fort gebracht. lichts ist, was wir an uns haben, dlas nicht alles von ihm fließt; es sind lauter Gottesgaben, die der arme Mensch genießt. 3. Uer ist, der ihn hat verbun · dlen, dich zu schaffen, enschen⸗ kind? Wer, daß wir zu diesen Stunden frisch, gesund und fröh⸗ lich sind? Wer gibt uns die Leibes· — +2 N + N II + IXI — sol cher Treu· e all. kräfte, das VUermögen, den Ver⸗ stand, zu verrichten dieseschäfte? llichts denn Gottes önadenhand. 4. ferner will er noch erhalten, was er uns gegeben hat; seine 6nade läßt er walten über alle früh und spat; er will uns vor allem Schrecken, vor des Satans Trug und List unter seinem Schutz bedlecken, da man recht gesichert ist. 5. Casset darum, liebste Seelen, laßt uns alle, groß und klein, 30⁸ ——•...2: Lob u. Dank ihm den besten Dank erwählen, Welcher heißt: gehorsam sein. Co⸗ bet sein allweises fügen, rühmet alles, wãas er schickt; wer sich läßt daran genügen, bleibet immerfort beglückt. friedr. Konr. hiller g. 1062 4 1726. mel.: Es ist das heil uns kommen her. Auch nach Melodie ur. 140 zu singen. Vorreformatorisch. * * I— 1 I 4⁷ —— bringt her dem her⸗ ren Lob und ehr ein se⸗ ler 6ot⸗ tes Ruhm ver⸗ mehr I —— 1 — V 2. E —— + +— —— I + 2..—. + 2——.— aus freu-di- gem 6e⸗ mü⸗ 16 3 nch io- vet, und prei- se sei- ne 6U=- te. 22 1—= I 1 ..eee 2———ß—t;ßti[—— 24 4 lo bet al-le Gott, der uns be ⸗ frei-et —* 2..— N 227 + + 1 I 4— + 11 +— + IIEI aus der not, und dan- ket sei- nem na⸗ men! 2. Cobt õott und rühmet alle⸗ jeit die großen Wunderwerke, lie Majestät und herrlichkeit, dlie Weisheit, straft und Stärke, dlie er beweist in aller Welt und dladurch alle Ding erhalt; drum danket seinem namen! 3. Cobt Gott, der uns erschaffen hãt, Leib, Seele, õeist und Leben aus lãuter väterlicher nad uns allen hat gegeben, der uns durch seine Engel schützt und täglich gibet, was uns nützt; drum danket seinem Hamen! 30⁰⁹ 4. Cobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, der für uns ist ge⸗ storben und uns die selge ebens- kron durch seinen Toderworben, ller worden ist der hölle õift, der frieden hat mit Gott gestift; drum danket seinem Namen! 5. Cobtõott, der in uns durch den Geist den ölaäuben angezündet und alles õute noch verheißt, uns stärket, kräftigt, gründet, der uns erleuchtet durch sein Wort, regiert und treibet fort und fort; drum danket seinem namen! Cob u. Dank 6. Lobt Gott, der auch dies gute erk, so in uns angefangen, vollführen wird und geben Stark, das stleinod zu erlangen, slas er hat allen dargestellt und seinen 6läubgen vorbehält; drum danket seinem namen! kigene melodie. 7. Cobt Gott, ihr starken Sera⸗ phim nebstñürstentum undchro⸗ nen! Es loben Gott mit heller Stimm, die hier auf erden woh · nen! cobtsottundpreistihnfrüh und spat, ja alles, was nur odem hät, das danke seinem namen! cyrlacus õünther g. 1650 1+ 1704. Psalm 140. 166⁴/⁰⁵. 458———— Lo-be den her⸗ ren, o weil ich noch Stunden mei- ne duf er- den +L 12— 1 I I— 1 I—— 1 — K— 2 See le! Ich will ihn lo ben bis in cdod;“ jäh-le, will ich lob fin gen mei-nem Gott.) — + 2—..— 4— IL 1—— 2— N— I ————— 3————— H REE + I +** 22 +—— 2—————/ der leib und seel ge⸗ge- ben hat, wer de ge⸗ n— I +* LI— 7 prie-sen früh und spat: hal 2. fürsten sind menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun dlas 6rab nimmt seinen Raub. Ueil denn kein mensch uns hel⸗ sen kann, rufe man 6ott um hülfe an. halleluja, halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des hülfe der õott Ja⸗ le-lu-ja, hal⸗-le-lu-ja] kobs ist, welcher vom 6lauben sich nicht läßt trennen und hofft getrost àuf Jesum christ. Wer diesen herrn zum beistand haͤt, findet am besten Rat und Tat. halleluja, halleluja! 4. Dieser hat himmel, meer und die ęrden und was darinnen ist gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns 51⁰ Cob u. Dänk einmal jugedacht. Er ists, der herrscher aller Welt, welcher uns ewig 6lauben hält. halle⸗ lujã, Hhalleluja! 5. Jeigen sich welche, die Un⸗ recht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; hungrigen will er jur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart oebundnen macht er frei, und seiner önad ist mancherlei. halleluja, halleluja! 6. Sehende Augen gibt er den blinden, erhebt die tief gebeu⸗ get gehn; wo er kann einige fromme finden, die laßt er seine Ciebe sehn. Sein Aufsicht ist des fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, halleluja! 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker hand zurück, daß sie nur machen ver; kehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der herr ist sönig ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, halleluja! 8. Rühmet, ihr menschen, den hohen namen des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hãt, rufe Nmen und bringe Lob mit frohem mut. Ihr seinder bottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen 6eist! halle⸗ luja, halleluja! J. D. herrnschmiat g. 1675 14 17²23. Mel.: Jesu meines Lebens Leben. 16⁰61. 22 E I———, 4⁵⁹ Schwing dich auf, mein ganz 6e= mü-te, denn es muß des höch-sten 6ü⸗ te EE— Tĩ˖⅜ EE + +—2————— ——————*— und geh in den him mel ein, nch mit hier und dort ge⸗ prie- sen sein. I + 1 4 12— + L— + + I 1.—..—. — tau- send ⸗ tau- send ma⸗ len kann ich ihm das 1 EH äKK== eꝝoꝓ⸗l.:& ů nicht Cob u. Dank + 1 +— 1— + H ———.— + + + IH Rat und kat le⸗ bens⸗-lang er⸗ wie⸗sen hat. 2. Herr õott Vater, lauter Segen trieft von deiner milden hand, den du mir hast allerwegen, wie ich wünsche, zugewandt; aus Wie viel Bekümmer nissen hast du mich, mein Gott, gerissen! Tau⸗ sendtausendmal sei dir, treuer Vater, Dank dafür! 3. O herr Jesu, heil und Leben ist in deinem blute mein, alle Sünden sind vergeben, und ich bin gerecht und rein ja du willst in meiner Seelen deine Woh⸗ nung dir erwählen. Tausend⸗ tausendmal sei dir, liebster hei⸗ land, Dank dafür! 4. heilger 6eist, an deinen 6a⸗ ben spür ich keinen mangel nicht; und was wollt ich größers haben als ddies gnadenvolle Licht, daß ich weiß, an wen ich glãube, und ein Gotteskind verbleibe. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, werter Tröster, Dank dafür! 5. Nch daß alle meine 6lieder lauter Zungen möchten sein, daß ich mich durch Lobelieder könnte recht in õott erfreun, und daß lauter Preis und chre so ein süßes Opfer wäre, das ihm würde Tag und lacht tausendtausendmal gebracht. 6. Doch du wirst mein schwaches Iallen, o õott Vater, Sohn und bGeist, dir auch lassen wohl gefal⸗ len, das dich hier auf Erden preist, bis ich dlich im himmel oben mit dlen Engeln werde loben. Ja da lob und preis ich dich ewig, ewig, ewiglich. Erdmann neumeister g. 1071 1756. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. heinr. Isaak()) ca. 1400. — Auf, auf, mein ganz Ursprüngliche form im Anhang. 460 705 +2 x 2.— ——.— 6e⸗ mü⸗-te, und —* 4 — 2—.—ß78— H 4—————————.— prei-se 6ot- tes 6ü⸗-te, die se und e⸗-wig währt, die öMA....e—— ——4.—.—.—.——— adl-les haät ju ge⸗-ben, was man im gan⸗ jen 51¹² Tob u. Dank .————————————.— e-ben zum se⸗ gen wün-schet und be⸗ gehrt. 2. Gott hat sie lässen walten und mich dadurch erhalten von mutterleibe an; ich spüre sie noch täglich, daß also mir un⸗ säglich viel õutes wird durch sie getan. 3. Gott macht sie alle Morgen durch väterlich Versorgen an Leib und Seele neu; er lässet sie des· gleichen beiĩ lacht nicht von mir weichen, daß sie mein Schild und Sonne sei. 4. Sie fordert meine Werke, da ich mit freude merke, wie Gott mir freundlich ist; kein Kummer darf mich stechen noch mein Ver⸗ gnügen brechen, weil sie mich in dlie Arme schließt. Eigene melodie. 5. Wenn durch betrübte Tage manch streuz und manche Plage mir an die Seele tritt, so ist sie auch zugegen und bringet crost und Segen aus meines Gottes liebe mit. 6. Jã wenn die Not am größten, so folgt, daß man am besten die Güte Gottes spürt; zuletzt muß doch erscheinen, daß õottes hand dlie Seinen zwar wunderlich, doch selig führt. 7. Drum preise, mein õemüte, die wunderbare 6üte, die dir von Gott geschicht. Im Leben und im Sterben läßt sie dich nicht ver; derben, denn 6ott verläßt dlie Seinen nicht. Erdmann neumeister g. 1671 1 1756. Joh. Fr. Doles 1758. — IAI 4⁰¹ SSSSS— —...—— 1 1 44 1 I 1—+I4 .I— die him-mel rüh-men des C⸗ wi⸗ gen 1 ———....—— 2 4 4 * — 3——— * — ihr Schall pflanzt sei-» nen na⸗ men +. I 4 1 I 1 + 1 LII—.— fort, ihn rühmt der Erd- Kreis, ihn prei ⸗ sen die 513 Lob u. Dank EEEE H 1 1 + 1 1 4 — I + mee re; ver⸗ nimm, o mensch, ihr 2. Uer trägt der himmel un⸗ zählbare Sterne? Wer führt die Sonn aus ihrem Zeit? Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne und läuft den Weg gleich als ein held. 3. Uernimms und siehe die Wunder der Werke, die die Na; tur dir aufgestellt! Verkündigt Weisheit und oränungundstär⸗ ke dir nicht den herrn, den herrn der Welt? 4. sannst du der Wesen un⸗ jählbare heere, den kleinsten Elgene melodie. ——.— gött ⸗lich Wort! Staub fühllos beschaun? Durch wen ist alles? O gib ihm die chre! Mir, rust der herr, sollst du ver⸗ traun. 5. Mein ist die sraft, mein ist himmel und erde, an meinen Uertken kennst du mich. Ich bins und werde sein, der ich sein wer de, dein õott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und 6üte, ein õott der ordnung und dein heil; ich vins, mich liebe von ganzem õemüte und nimm an meiner õnade teil! Chr. f. Gellert g. 1715 1 1769. Joh. fr. Doles 1758. 1—— J+.. 2— 1 1.—— 1 —— — I 1 —— + Du bists, dem Ruhm und(h⸗re ge⸗ i,d v..:evrdeirn ritrn..,— ————. —....— 2— d8— büh- ret, und Ruhm und ch⸗re bring ich dir. —* ————.‚.‚..‚I...... —.— f — UU———— 3—..—...— du, herr, hast stets mein Schick-sal re⸗ gie-ret, x SIee N E+ —.— EE IE 2* ——— und dei ne hand War Uü; ber mir. 51⁴ EELLLLL Cob u. Dank 2. Denn not ju meiner hütte sich nahte, so hörte õott der herr mein flehn und ließ nach seinem gnãdigen kate mich nicht in mei⸗ ner not vergehn. 3. Ich sank in Schmerz und strankheit danieder und rief: o herr, errette mich! Da half mir bott, der mächtige, wieder, und mein 6ebein erfreute sich. 4. Uenn mich der haß des fein; dles betrübte, klagt ich õott kind· lich meinen Schmerz. Er half, daß ich nicht kache verübte, und stärk⸗ te durch Gecluld mein herz. 5. Uenn ich verirrt vom rich⸗ tigen Pfade mit Sünde mich um⸗ fangen sah, rief ich zu ihm, dem Vater der nade, und seine õna⸗ dle war mir nah. 6 Um Trost war meine Seele so bange, denn õott verbarg sein Angesicht. Ich rief zu ihm: Ach herr, wie so lange? und õott ver⸗ ließ den Schwachen nicht. 7. Er half und wird mich fer⸗ ner erlösen, er hilft, der herr ist fromm und gut; er hilst aus der Uersuchung zum bösen und gibt mir zu der Tugend mut. kigene melodie. 8. Dir dank ich für die Prüfung dler Ceiden, die du mir liebreich zugeschickt, dir dank ich für die häufigern freuden, womit mich deine hand beglückt. 9. Dir danł ich für die õüter der Erdlen, für die õeschenke deiner Treu; dir dank ich, denn du hie⸗ ßest sie werden, und deine 6üt ist täglich neu. 10. Dir dank ich für das Wun⸗ dler der õüte: selbst deinen Sohn gabst du für mich; von ganzer Seel und ganzem 6emüte, von allen straften preis ich dich. 11. Erhebt ihn ewig, göttliche Werke! Die Erd ist voll der uld dles herrn. Sein, sein ist Ruhm und Weisheit undstärke, er hilft und er errettet gern. 12. Er hilft; des Abends währet dlie tlage, des orgens die Zu⸗ friedenheit. Nach einer Prüfung weniger Taͤge erhebt er uns zur Seligkeit. 13. Uergiß nicht deines Gottes, o Seele, vergiß nicht, was er dlir getan; verehr und haͤlte seine befehle und bet ihn durch õehor; sam an! chr. f. õellert g. 1715 + 1769. Joh. fr. Doles 1758. H .— + * 1+— 2 + 4 +— 4⁰³ 6ott ist mein Liel, er ist der oott der + 1 4 + 1— + * + + Stär-ke, herr ist sein nam, und groß sind sei ⸗ ne 315 Cob u. Dank Uer Rke, und 2. CEr will und sprichts, so sind undlebenlbelten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die himmel wieler in ihr nichts. 3. Licht ist sein leid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als 6ott, und seines Thrones feste ist Wahrheit und serechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein eer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott, und 6ott in ewgen Zeiten! herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im himmel, Erd und meere, das kennet sott, und seiner Werke heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor odler nachmals tue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest ocler gehest, ob du ans eer, ob du gen himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt mir gnadig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein al-le him ⸗ mel mel.: Es ist das heil uns kommen her. sein 6e⸗biet. Buch, wie lang ich leben sollte, llã ich noch unbereitet war. 10. Uichts, nichts ist mein, das Gott nicht zugehöre. herr, im⸗ merdar soll deines hamens Ehre, lein ob in meinem munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jedler Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöp⸗ fers Macht. 12. Der kleinste halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Cand, führst uns auf grüne Weiden, und näacht und Tag und sorn und Wein und freuden empfangen wir aus deiner hand. 14. sein Sperling fällt, herr, ohne deinen lbillen, solltich mein herz nicht mit dem Troste stillen, dlaß deine hand mein Leben hält? 15. Ist 6ott mein Schutz, will 6ott mein Retter werden, so frag ich nichts nach himmel und nach Erden und biete selbst der hölle Trutz. chr. f. oellert g. 1715 4 17⁰0. Vorreformatorisch. 4⁰⁴ + + 1— 1 I ISWW3.— —————— 1. Uenn ich, o Schöp-fer, dei- ne macht, dlie Cie be, die für al-le waächt, 516 LLDDLob u. Dank — SI. I* 11— + 1+..— + die Weis-heit dei ⸗ ner lbe ⸗ ge, an—be-tend U ber le ge, so weiß ich DE e—— 1.——— r n, von be-wund ⸗rung voll nicht, wie ich aich er⸗ + V* I 1——D 2 I 1 4 1 4— ———————— SS...... he-ben soll, mein sott, mein herr und va ⸗- ter. 2. ein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Wer⸗ ke: Der himmel, prächtig aus⸗ geschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? er kleidet sie mit snajestãt? Wer ruft dem heer der Sterne? 3. Uer mißt dem Linde seinen Iauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer schlieyßt den Schoß dler Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? o sott der macht und herrlichkeit, ott, deine 6üte reicht so weit, so weit die olken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am mneere. Bringt, rust auch der geringste urm, bringt meinem Eigene melodie. Eine andere melodie im Anhäang. + Schöpfer Chre! mich, ruft der baum in seiner pracht, mich, ruft die Saat, hat 6ott gemacht, bringt unserm Schöpfer hre! 5. Der mensch, ein Leib, den dleine hand so wunderbar be⸗ reitet, der ensch, ein õeist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet, der mensch, der Schöpfung Ruhm und preis, ist sich ein tãg · licher Beweis von deiner Güt und 6röße. b. erheb ihn ewig, o mein õeist, erhebe seinen hlamen! oott un⸗ ser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Weit fürcht ihren herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte õott nicht dienen? chr. f. õellert g. 1715 4 1769. Phil. Em. Bach 1787. 4⁰⁵ —. III I 2. I + — wie groß ist des All-mächt⸗gen 6l- te! dler mit ver här⸗-te- tem 6e⸗ müte 51⁷7 80u. DankEEEEEI + 1 1 I —— 2*— 2 1.— Ist der ein mensch, den sie nicht dant7 5 nein den dank er-stickt, der ihr ge⸗ bührt? .·.·.......... S2 sei ne lie be zu er⸗mes⸗sen sei e⸗ wig D— — 1—————— mei„ ne größ te bflicht. der herr hat mein noch —.. nie ver⸗ ges⸗sen, 2. Ver hat mich wunderbar be⸗ reitetꝰ Der õott, der meiner nicht bedlarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den frieden im ewissen? Wer gibt dem õeiste neue fraft? Wer läßt mich so viel olück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein seist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du mit herrlichkeit um · geben õott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht ju diesen freuden, durch õottes õüte sind sie dein: sieh, darum mußte hristus leiden, damit du könn⸗ test selig sein. 4. Und diesen õott sollt ich nicht ehren und seine õüte nicht ver · steyn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir jeigt, nicht gehn? Sein Will ist ver-giß, mein herz, auch sei⸗ner nicht! mir ins herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille, ich soll vollkommen sein, wie er. Indem ich dies be bot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. 0O Gott, laß deine 6üt und liebe mir immerdar vor Augen sein, sie stärk in mir die guten Trieve, mein ganzes Leben dir zu weihn, sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des õlũcks und sie besieg in meinem herzen die furcht des letzten Augenblicks! chr. f. õellert g. 1715 +4 17⁰9. 318 ———2.—— — a. Morgenlieder. mel. Vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Cuther(ꝰ) 1530. 4⁰⁰ H1 V. I 1 1 1 Steht auf, —— ihr lie⸗ben ein ⸗der⸗lein, der I sulor⸗gen stern mit hel ⸗lem Schein 15— 05 90 sehn gleich⸗ 2. Willkommen sei, du schöner Stern] du bringst uns christum, unsern herrn, der unser lieber heiland ist; darum du hoch ju loben bist. 3. Ihr stinder sout bei diesem Stern erkennen christum, un⸗ sern herrn, marien Sohn, den treuen hort; der leuchtet uns mit seinem Wort. wie ein held und leuch-tet in die gan ⸗ ze Ubeit. 4. Gotts Wort, du bist der mor⸗ genstern, wir können dein gar nicht entbehrn, du mußt uns leuchten immerdar, sonst sitzen wir im finstern gar. 5. Leucht uns mit deinem 6län⸗ jen klar und Jesum christum offenbar', treib aus der finster · nis Gewalt, daß nicht die Lieb in uns erkalt. 31⁰ Morgen 6. Willkommen sei, du lieber Tãag, vor dir die Nacht nicht blei⸗ ben mäg; leucht uns in unsre herzen fein mit deinem hellen himmelsschein! 7. 0 Jesu hrist, wir warten dein: dein heiligs Wort leucht' uns so fein! Am End der Welt bleib nicht lang aus und führ 8. Du bist die liebe Sonne klar; wer an dich gläubt, der ist für⸗ waͤhr ein ind der ewgen Selig· keit, die deinen Christen ist be⸗ reit. 9. Wir danken dir, wir loben dlich hie zeitlich und dort ewig · lich für deine groß Barmherzig; keit von nun an bis in wigkeit. uns in deins Vaters haus! Erasmus Alberus g. um 1500 1 15535. mel.: herr Jesu(hrist, dich zu uns wend. 1648. 467 d ee kser„r e Hat Hee 2— n— ZSS... 1— I 1— I die hel⸗le Sonn leucht jetzt her ⸗für, fröh · — — —— +— —.— 575 ö — 1 E die— se nacht be⸗ 2. herr christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine õüt! Laß deine lie· ben engelein unsre hüter und Wächter sein! 3. Daß unser herz in 6'horsam hüt häat vor des keu-öfels macht! nicht widerstreb, daß wir dich stets vor Nugen habn in allem, das wir fangen an. 4. Caß unser Lerk geraten wohl, dãs ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, üh und fleiß ge⸗ leb, dein'm Wort und Willn reich 3u deinem LCob und preis. niklas herman 101. mel.: Wenn wir in höchsten UHöten sein. mel. 1. französ. pfalmmelodie 15⁴⁷. + I SSS 4 J..— 2 468 1.— + I I des mor- gens, wenn ich früh auf · steh, 52⁰ teh. lorgen 1— v. .—.—3——.——V—— — S222... 1.—— und ãa- bends, wenn ju bett ich geh, sehn mei⸗ne I 1 4 1 1— IEI N —————0.— 1. E ——— Au-· gen, herr, auf dich, herr Je⸗-su, dir be⸗fehl ich mich. 2. In den heilgen fünf lunden dein da kann ich ruhn und sicher sein mit Leib und Seele, hab und 6ut, mein Schutz ist nur dein heilges Blut. 3. Denn, o herr christ, am streu⸗ zesstamm dein heilges Blut die Sünd hinnahm, drum, ich wach odler schlafe ein, wollst du, herr, 4. Dein' Engel mir stets halten Wacht, drum ich Tod, Teufel, höll nicht acht, denn wo ich bin, bist du bei mir, mein Glück und sereuz Kommt alls von dir. 5. Ich leb ocl'r sterb, so bin ich dein, darum ich dir die Seele mein befehl jetzund und auch im Tod, nimm sie zu dir, o treuer alljeit bei mir sein] 6ott! 15³². Eigene melodie. zweite melodie im Anhang.— 1508⁸. 4⁰ ** Aus mei⸗ nes her⸗-zens 6örun de sag in die⸗ser mor⸗ gen stun de, da⸗ S ich dir Lob und Dank zu mein Le-ben lang, o sott in dei⸗nem chron, dir — I I + +—— —— ** 1— I+.———— — 1 1 1 I ju lob, preis und ch⸗ren durch chri⸗- stum, 1 1—— N 2.. X I== + I— I—.— un-sern her⸗Sren, dein ein ge⸗ bor⸗ nen Sohn, 52¹ Morgen 2. Daß du mich hast aus õnaden in der vergangnen nacht vor 6'fahr und allem Schaden be⸗ hütet und bewacht. Ich bitt de⸗ mütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Le⸗ ben ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels CList und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor feur und Was⸗ sersnot, vor Armut und vor Schanden, vor stetten und vor Banden, vor bösem schnellen Tod. 4. Mein Leib, mein Seel, mein Leben, mein Chr und 6ut be⸗ währ! Dir will ich übergeben setzund und immerdar als dein Geschenk und 6ab mein Eltern und verwandten, 6efreundte und Bekannten und alles, was ich hab. mel.: herr Jesu christ, dich ju uns wend. 5. Dein' engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Sãtan ju vertreiben, auf daß der bös feind hier in diesem Jam⸗ mertal sein Tück an mir nicht lbe, nicht Leib und Seel betrübe und mich nicht bring zu fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten, mein Vor⸗; nehmen und Sach! Ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir sonst geben; er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen ihm wohlgefallen lan. Und streck nun aus mein hand, g eif an das Werk mit freuden, dazu mich Gott beschiedlen in mein'm beruf und Stand. 1302. 16⁴8. 4⁴⁰ + 1— 1 Das wält Gott Ua- ter und Gott Sohn, Gott X 7* — +* 4 4 n + 1 38..—. — —— heil⸗ger õeist ins him⸗mels Thron! Man dankt dir, eh dlie * Ssonn auf-geht, wenns Licht an⸗bricht, man vor dir steht. 52² I 6 . Hrv 28222 morgen 2. Drum beug ich diesen mor⸗ gen früh in rechter Andacht mei⸗ ne senie und ruf zu dir mit heller Stimm, dein Oohren neig, mein ked vernimm! 3. Ich rühm von herzen deine 6üt, weil du mich gnädig hast behüt, daß ich nun hab die finstre nacht in Ruh und friede zuge⸗ braächt. 4. Mein sott, ich bitt durch chri⸗ sti Blut, nimm mich auch diesen Tag in hut, laß deine lieben En· gelein mein ächter und õefähr; ten sein! 5. Dein õeist mein Leib und Seel regier und mich mit schönen õa; ben zier, er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib Gnãd, daß ich mein Werk und Pflicht mit freude diesen Tag verricht zu deinem Lob und mei⸗ nem nutz und meinem Nächsten tue Guts. 7. Bewahr mein herz vor Sünd undschand, daß ich vom lbel ab · gewandt mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein 6ewis⸗ sen nicht versehr. 8. Mein'n Nus- und Eingang heut bewahr, daß mir nichts lbels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir hülf ist not. martin Beym g. 1557 + 1622. mel.: herr Jesu christ, meins evens Licht. 16²⁵. 4* 47¹1 4.———— + ———— 0 hei⸗-Ui⸗ge drei⸗- fal-tig-keit, o hoch⸗ge⸗ lob-te Ei- nig⸗keit, ott Va ⸗ ter, Sohn und Hen⸗ ger Geist, heut die ⸗sen rag mir bei ⸗stand leist! 2. ein Seel, ceib, chr und out 3. Des Vaters huld mich heut bewahr, daß mir kein Böses anblick, des Sohnes 6üte mich widlerfahr, daß mich der Satanerquick, des heilgen õeistes õölanz nicht verletz noch mich in chandund Schein erleucht meins fin⸗ und Schaden setz. stern herzens Schrein! 323³ Morgensl 4. ein Schöpfer, steh mir kräf⸗ 5. herr, segne und behüte mich, tig bei, o mein Erlöser, bei mirerleuchte mich, herr, gnädiglich, sei, o Tröster wert, weich nicht herr, heb auf mich dein Ange⸗ von mir, mein herz mit deinen sicht und deinen frieden aufmich bãben zier! Eigene melodie. richt! hannov. 6sb. 1657. nach martin Zeym g. 1557 + 1022. Nuch nach melodie Ur. 582 zu singen. 1605. 4 EEE—— ZZ 7 2 222— 4 ö 2 4.——— Dank sei Gott in der 5ö⸗ he zu durch den ich wiedr auf ste ⸗ he vom IXIN x 4 I— +* — L 4 1 + dlie ser mor⸗-gen⸗-stund, Schlaf frisch und ge⸗ sund. ic hat⸗ te fest ge⸗ + 1——— DRDꝑDꝑIꝑ‚ꝑ ‚xxxxxx.....x....... —p—————————..——.— bun den mit fin⸗ster nis die nacht, ich hab sie 1* 1 x N — 2— 1 + 1 + 1 1 LZII — 4—...— I— J.—5 — 1— 1— Ü⸗ber⸗ wun ⸗den durch Gott, der mich be⸗-wacht. 2. WDiedrum tu ich dich bitten, o Schutzherr Jsrael, du wollst treulich behüten den Tag mein Leib und Seel. Allchristlich obrig⸗ keiten, auch Schule und õemein in diesen bösen Zeiten laß dir be⸗ fohlen sein! 3. Erhalt uns durch dein 6üte bei deiner reinen Lehr, vor set⸗ zerei behüte, streit für dein Wort und Chr, daß wir und unser Sa⸗ me hinfort in einem õeist beken· nen: herr, dein Name sei groß und hochgepreist! 4. Dem Leibe gib daneben nah⸗ rung und guten fried, gesund und mäßig Leben, dazu ein froh 6emüt, daß wir in allen Stän⸗ den Tugend und chrbarkeit lie⸗ ben und fleiß drauf wenden, als rechte christenleut. 5. Gib mildiglich dein Segen, daß wir nach dein'm õeheiß nur gehn auf guten Wegen, tun unser Amt mit fleiß, daß jeder seine lletze auswerf und auf dein Wort sein Trost mit Petro setze; so geht die Arbeit sort. 32⁴ +.* .... Morgen 6. Was dir gereicht zu Chren und der õemein zu Nutz, das will ller Satan wehren mit List und großem Trutz; doch kann ers nicht vollbringen, weil du, herr Jesu christ, herrschest in allen Dingen und unser Beistand bist. Eigene melodie. 7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, dar; an wir wachsn und leben und bringen frucht dazu. hilf, daß wir an dir bleiben und wachsen immer mehr; dein guter Geist uns treibe zulberken deiner Chr! joh. mühimann g. 1573 + 1613. neuere Umbildung im Anhang. 5. Albert 1642. 47 3 4 I—— 4 I I ———1—*.— J— + Gott des him-mels und der Er⸗ den, der es daͤg und nacht läßt wer⸗den, 2 I 2 I 1 — —— ba-ter, sohn und heil⸗ ger Geist, sonn und mond uns schei⸗nen heiht.) des ⸗sen star ke hand die Weit und was drin—nen ist er-hält, 2. Gott, ich danke dir von her⸗ zen, daß du mich in dieser uacht vor Gefahr, Angst, uot und Schmerzen hast behütet und be⸗ wächt, daß des bösen feindes list mein nicht mächtig worden ist. 3. Taß die nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht ver; gehn; o herr Jesu, laß mich fin⸗ den deine Wunden offen stehn, dlã alleine hülf und Rat ist für meine missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Mor; gen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein 6ericht, ich llavor erschrecke nicht. 5. führe mich, o herr, und leite meinen õang naͤch deinem ort, sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein hort! Nir⸗ gends als von dir allein kann ich recht bewahret sein. 52⁵ Morgen 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Uerstand, großer Gott, ich dir befehle unter leine starke hand. herr, mein Schild, mein Chr und Ruhm, nimm mich auf, dein Cigentum! mel.: herr Jesu Christ, meins Lebens Licht. 7. Deinen engel zu mir sende, der des bösen feindes macht, List und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Ncht, der auch endlich mich zur Ruh trage nãch dem himmel zu. heinrich Niwert g. 1004 4 1651. 1625. 4 2.2+½½ιι¹ 1 +— +2— u 47⁴4 vor dei⸗nen Thron tret ich hie-mit, 1 LI 2 ——— SZ———— L — .——— + L o sott, und dich de- mütig bitt: Wend doch dein I 2.———— 1..—.— L I 1— +— gnä⸗dig An-ge⸗sicht von mir blut ⸗ar⸗men Sün⸗der nicht! 2. Du hast mich, o Gott Vater mild, gemacht nach deinem Eben⸗; bild; in dir web, schweb und lebe ich, vergehen müßt ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderbar und unver⸗ hofft, da nur ein Schritt, ja nur ein haar mir zwischen Tod und leben war. 4. Uerstand und chr hab ich von dir, des Cebens Notdurft gibst du mir, daʒu auch einen treuen freund, der mich in olück und Unglück meint. 5. Gott Sohn, du hast mich durch dlein Blut erlöset von der höllen; glut, das schwer 6esetz für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt. 6. Uenn Sünd und Satan mich anklagt und mir mein armes herz verzagt, alsdann brauchst du dein mittleramt, daß mich dler Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein fürsprach alle⸗ zeit, mein heil, mein Trost und meine freud, ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und lort selig sein. 8. Gott heilger õeist, du höchste seraft, des 6nade in mir alles schafft, ist etiwas outs am Leben mein, so ist es wahrlich alles dein. 9. Dein ists, daß ich õott recht erkenn, ihn meinen herrn und Vater nenn, sein wahres Wort und Sakrament behalt und lieb bis an mein End; 5²⁰ ————— Morgen 10. Daß ich fest in Anfechtung steh und nicht in Trübsal untergeh, dlaß ich im herzen Trost empfind, zuletzt mit freude überwind. 11. Drum danke ich mit herz und mund dir, Gott, in dieser Morgenstund für alle õüte, Treu und 6nad, die meine Seel emp⸗ fangen hat, 12. Und bitt, da deine õnaden; hand bleib über mir heut aus⸗ gespannt; mein Amt, õut, Chr, freund, eib und Seel in deinen Schutz ich dir befehl. I3. Hilf, daß ich sei von herjen fromm, damit mein ganzes Chri; stentum aufrichtig und recht⸗ schaffen sei, nicht Nugenschein und heuchelei. 14. Crlaß mir meine Sünden⸗· schuld und hab mit deinem senecht õeduld, zünd in mir ölau⸗ ben an und sieb, zu jenem Leben hoffnung gib 15. Ein selig Ende mir bescher, am jüngsten Tag erweck mich, herr, daß ich dich schaueewiglich. Amen, Amen, erhöre mich! nach dem hannov. 6sb. 1646. Bodo v. hodenberg() g. 1604 1 1650. Mel.: nun laßt uns õott dem herren. + Uik. Selnecker 1587. 475—.— + I EAEE 2— 1....——— Wach auf, mein herz, und sin⸗ ge dem — 2=————— + 1— 6.. — I 1 I— 1—— Schöp⸗fer al· ler Din- ge, dem 6e⸗ ber al- ler 1 I 1 1— I 1— I 1 1— 1 2—23 6l ter, dem from men men⸗ schen hü ter. 2. heint)), als die dunkeln Schatten mich ganz umgeben hãtten, hat Satan mein begehret, 6ott aber hats gewehret. heute nacht. 3. Jd, Uater, als er suchte, daß er mir schaden möchte, lag ich in deinem Schoße, dein flügel mich umschlosse. 4. Du sprachst: mein sind, nun liege, Trotz dem, der dich betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 5. Dein Wort das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen, von not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich verneuet. 6. Du willst ein Opfer haben: hie bring ich meine 6öaben, mein Weihrauch und mein Widder sind mein õebet und Cieder. 52⁷ Morgen 7. Die wirst du nicht verschmã⸗ hen, du kannst ins herze sehen, denn du weißt, daß zur öabe ich ja nichts Bessers habe. 8. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf sei⸗ nen händen trage. Eigene melodie. 9. Sprich ja ju meinen Taten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, mitt und ende, ach herr, zum Besten wende! 10. ich segne, mich behüte, mein herz sei deine hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen himmel reise. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Joh. Crüger 1653. + 23 H 47⁰ 21 —. 1 * [o-bet den her⸗-ren al le, die ihn * x— H+ 4 1——— Baane 1—.—.— — 2——— fürch⸗ ten, laßt uns mit freu de sei⸗ nem na⸗ men ————— + — 1 N + 1 +I 20. E—— Z......‚2—— + SS222 2—*———n—t sin gen und Preis und Dank 3u sei nem ————* f N ———— — FHHA * I* Al- tar brin- gen. Co- bet den her ren! 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser nacht so väter; lich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket. Lobet den herren! 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können und haänd und füße, Zung und Lippen regen, dlas hãben wir zu danken seinem Segen. Cobet den herren! 4. Daß feuerflammen uns nicht alljusammen mit unsern häu⸗ sern unversehns gefressen, das machts, daß wir in seinem Schoß gesessen. Cobet den herren! 5. Daß Dieb und Rãuber unser 6ut und Leiber nicht angetast und grausamlich verletzet, da⸗ wiler hat sein ngel sich gesetzet. Cobet den herren! 328 Morgen 6. O treuer hüter, drunnen aller Güter, ach laß doch ferner über unser Leben bei Tag und nacht dlein hut und Güte schweben. Cobet den herren! 7. Gib, daß wir heute, herr, durch dein õeleite auf unsern lLegen unverhindert gehen und uberall in deiner onade stehen. Cobet den herren! 8. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen, lehr uns ver⸗ richten heilige oeschäfte, und wo Eigene melodie. Wir schwach sind, da gib du uns sträfte! Cobet den herren! 9. Richt unsre herzen, daß wir jã nicht scherzen mit deinen Stra⸗ fen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden. Cobet den herren! 10. herr, du wirst kommen und all deine frommen, die sich be⸗ kehren, gnädig dahin bringen, dã alle ngel ewig, ewig singen: Lobet den herren! paul õerharat g. 1007 4 1676. 6. Ebeling 1666. 47⁷ 1— 1— Son-ne voll freud und Die güld ⸗ne —4 n Lune— — I——————— 1 1. 1— 3— on⸗- ne bringt un-sern 6ren⸗ zen mit ih rem ———. 2—D —— I 4 I——1— 2 SSSEEAEAI 6län-jen ein herz⸗er⸗ quik-ken-des, lieb- U⸗ ches —— I I I 1 Licht. Mein haupt und 6lie der die la⸗- gen dar⸗ V. V + E— I x 2 1— — +— nie-der, d-ber nun steh ich, + bin mun⸗ter und 1 II I—..9 ——ꝛ— 1 — — —— fröh ⸗lich, schau e den him⸗ mel mit mei⸗ nem 6eꝛ·sicht. 3²⁹ Morgen 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Chren und uns ju lehren, wie sein Ver⸗ mögen sei mächtig und groß, und wo die frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit frieden von hinnen geschie⸗ den aus dieser Erde vergäng⸗ lichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöp⸗ fer bringen 6üter und Gaben, was wir nur haben, alles sei otte zum opfer gesetzt. Die besten 6üter sind unsre 6emü⸗ ter, dankbare Lieder sind Weih · rauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergetzt. 4. Abend und morgen sind seine Sorgen; segnen und meh⸗ ren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch dlroben all meine Sinnen; laß mein beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn! Laster und Schande, des bösen feinds Bande, fallen und Tücke treib ferne zurücke, laß mich auf dei⸗ nen 6eboten bestehn! 6. Laß mich mit freuden ohn alles neiden sehen den Segen, dlen du wirst legen in meines Bruders und nähesten haus. Geiziges Brennen, unchristliches das tilge geschwinde von mel⸗ nem herzen und wirf es hin⸗ aus! 7. Menschliches Lesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald die Lüfte des Todes drein wehn; alles in allen muß brechen und fallen, himmel und Erden die müssen das werden, was sie gewesen vor ihrem Entstehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken, seine Gedlanken, sein ort und Wille hat ewigen 6rund. Sein heil und 6naden die nehmen nicht Schaden, heilen im herzen die tölllichen Schmerjen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine srone, vergib und schone, laß meine Schulden in 6nad und hulden aus deinen Augen sein abegewandt! Son- sten regiere mich, lenke und füh · re, wie dirs gefället, ich habe ge⸗ stellet alles in deine Beliebung und hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so la mich hören allzeit im her · zen dies heilige Wort: Gott ist ddas Größte, das Schönste und Beste, ott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von plagen ich auch was trägen, kennen nach 6ut mit Sünde, wohlan, so mach es, wie dir es 33⁰ morgen beliebt. Was gut und tüchtig, wãs schädllich und nichtig mei; nem 6ebeine, das weißt du alleine, nie hast die deinen ju sehr du betrübt. 12. streuz und blende das nimmt ein Ende; nach meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. freude die fülle und seliger Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten; dahin sind meine õedanken gericht. paul Gerharat g. 1607 4 1676. Mel.: herilich tut mich verlangen. 1601. 4 8 x I— + I 1 I 1*— NIII II... 1 1 D ¹α + + I—— + 1 — Die nacht ist nun ver · gan gen, der die sonn hat an ge⸗ fan- gen ju E— x 4 + 1 I hel⸗le kag bricht an, lau · fen ih re Bãhn; * mein herz soll auch auf⸗ + 1+.. 1 + 1 1. —— 2 +—6—— 15 stei gen, und al ⸗ les, was ich bin, sich 3u der 1*— + 1 +.H —„„ I— + I 1 N 4— I..——. 1 1 7 1 N +1. 1 +— 1.——.— +4 247 1 I Er- de nei · gen aus de muts- vol lem Sinn. 2. Die himmel all erzählen des höchsten Gottes Chr; das haus der frommen Seelen und aller Engel heer weist uns durch so vielsterne die überschönebracht, auf daß wir hier von ferne da⸗ hin auch sein bedacht. 3. Mein 6ott, laß mich verach; ten, was irdisch, eitel ist, und nach dem himmel trachten in dieser ebensfrist, laß mich den Tag hinbringen in der õottselig; keit und ritterlich durchdringen zur ewgen himmelsfreud! Georg Ph. Hharsdörfer g. 1607 4 1678. mel.: Nuf meinen lieben Gott. 15⁷⁴ 470 U 1 — 1— 1 T 2— 50 tret ich dem-nach an, so gut ich 331 N —+— II. im⸗ mer kaͤnn, mein Amt, I. I. 4 +— n—————— 30. .‚.—————— — u da- zu mich 6ott er ⸗le ⸗ sen; der wird mir 12 I* 55—4. +— N 4 1——.——.——4 ———m—e. jei nen se⸗ gen auch wis sen bei ⸗ju⸗-le ⸗ gen. 2. Dir, Vater, sag ich Dank, daß du mein Lebenlang so reichlich mich ernahret und manche önad bescheret; laß deine õüt und 6ãa; ben mich heute ferner laben! 3. Nch mein herr Jesu christ, dler du mein helfer bist, ach segne meine Werke, mich selbst vom himmel starke, damit ich deinen Willen in allem mög erfüllen. 4. Behüte Seel und Leib und alles von mir treib, was meine näahrung hindert und deinen Segen mindert; ja laß in fried und freuden mich dann von hinnen scheiden! Joh. heinr. von hippen 4 1676. mel.: 0 Ewigkeit, du Donnerwort. Joh. Schop 1642. 4——.... + 48⁰ SSPSPSISSISIPIIIII... — nun tret ich wie der aus der Ruh llicht weiß ich, was für neu e plag ———— + — ꝗ———————— + ä——— 1——j———— 1 und geh dem sau⸗ ren Ta- ge zu, wie mir ist mir heu⸗te * noch be⸗ geg- nen mag; doch weiß ich, I I 1 1 N + I J 1 ZI — 0 4 +4 1 — H duf er ⸗ le ⸗öget. daß mich trä⸗ get *— ö 8— 4 * X mein from- mer Gott in sei⸗-ner ———— H ——————————.——.— E 11 S— 4———.—— hut, daß mir die(ast nicht Schäa⸗ den tut. 33²½ slllorgen 2. Zwar meine Bürd ist täglich neu, doch ist mein ott auch täglich treu, der träget meine Sorgen. Vor abends keiner recht vernimmt, was ihm den Tag all ist bestimmt; es bahnt ein seder Morgen mir einen frischen lbeg jur pein, der kann mit bott erstiegen sein. 3. Wie wenig hab ich oft ge⸗ dlacht, daß so würd sein zu End gebracht die saure Tagesbürde; dloch hab ich abends wohl ge⸗ spürt, daß du mich, höchster õott, geführt, daß mich dein Schein und Würde geleitet, mir geleuch · tet hat auf meinen Weg und sereuzespfad. 4. Weil ich denn des versichert bin, was traurest du, verzagter Sinn, die Burd auf dich zu legen? Trag, was du kannst, õott träget mit; der herr der Welt der strauchelt nicht, beĩ ihm ist lauter Segen. mit ihm geh ich denn frisch daran und scheue nicht die Leidensbahn. 5. So ist getrost mein frischer Mut, wenn ich mich in des höch; sten hut kann eingeschlossen sehen; doch daß ich des versichert sei, muß ich von Sünden leben frei und Gottes Wege gehen: mein õott geht nimmer meinen Steg, wo ich nicht wandle seinen Weg. b. Drum, liebster õott, leit mei⸗ nen fuß, daß ich dir folg in währer Buß, und läutre mich von Sünden! 8o kann ich als ein kühner held bestreiten diese böse Welt, mit dir sie überwin⸗ dlen; so tret ich mutig an den Tag und scheue nicht, was Kom⸗ men mag. 7. Ich leg auf dich, mein Gott und herr, was mir zu tragen wird zu schwer, die Last, die mich gebogen; ich lege meine Würd und Stand in deine große All⸗ machtshand, die du mir nie ent; zogen; mit der hast du von Ju⸗ gendauf geleitetmeinen Lebens- lauf. 8. Ich leg in deinen Schoß hin⸗; ein, die meine Blutsverwandte sein; da sind siewohl beschlossen; ich lege meine arme Seel in Jesu sichre Wundenhöhl; du wirst sie nicht verstoßen, wenn sie vom Leibe scheidt der Tod. Ich leg mich ganz in dich, mein Gott. Anton Ulrich, herzog zu Braunschweig⸗Wolfenbüttel g. 1633 + 1714. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. Jos. slug 1535. —— I— + 481 In 6ot-tes na-men fang ich an, was mit Gott wird al- les wohl ge⸗ tan und 333 mir zu tun ge⸗büh-ret, glück-lich aus ge⸗ füh ⸗ret. as man in ot-tes + +. 1 + LEI J..* — I VL L ILIXE R X .— la · men tut,‚ ist al lent hal ⸗ ben 4 V. 1 an 1 I —P—— recht und gut und kann 2. Gott ist, der das Vermögen schafft, was Gutes zu vollbrin⸗ gen, er gibt uns Segen, Mut und straft und läßt das Werk gelin⸗ gen; ist er mit uns und sein õe⸗ lleihn, so muß der Zug gesegnet sein jum reichen Uberflusse. 3. Uer erst nach õottes Reiche tracht und bleibt auf seinen We⸗ gen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch Gottes milden Segen. Da wird der fromme immer satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der frommen Schild und Lohn, er krönet sie mit ona· den; der bösen Welt ihr neid und hohn kann ihnen gar nicht schaden. õott decket sie mit sei⸗ ner hand, er segnet ihre Stadt und Land und füllet sie mit freude. uns auch ge⸗dei⸗hen. 5. Drum komm, herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken, laß du mit deiner 6nade dich bei meiner Arbeit merken, gib dein õedeihen selbst ddau, daß ich in allem, was ich tu, ererbe deinen Segen. 6. Kegiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu mei⸗ den, daß das, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter freuden; hilf, daß ich dir mit aller Treu auf dein õebot gehor⸗ sam sei und meinen nächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner hän⸗ de befehl ich, liebster heiland, dir, hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens herrlichkeit, und gib, daß ich zur Abendlzeit erwünschten Cohn empfange. Salomon Liscow g. 1640 4 1680. 33⁴ Eigene melodie. + 48 2⁰ a 7 + +— * ů Mor-gen⸗glanz der 4= wig-keit, schick uns die se mor⸗gen-ijeit 4 I N——— — L.. 1 + 1 I licht vom un„er„schöpf⸗ten(ich-te, und dei—ne strah-len ju 6e- sich-te rrxrr,,Ar Lan nrwnrern e oe 1*—4 + 2— N + ver treib durch dlei- ne macht uns⸗ re nacht! 2. Deiner õüte orgentau fall auf unser matt 6ewissen; laß die drre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar! 3. Gib, daß deiner Ciebe 6lut unsre kalten Werke töte, und er · Weck uns herz und ut bei ent⸗ standner morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht auf⸗ stehn. mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 4. Ach du Nufgang aus der höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leichnam aufersteh und entfernt von aller Plage sich auf sener freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte nadensonne, führ uns durch das Tranenfeld in das Tand der süßen Wonne, da die Cust, die uns erhöht, nie vergeht. hr. snorr v. Kosenroth g. 1636 1689. Uik. herman 1560. 483* 1 + I 3E3se R Li L Das wal- te 6ott, der hel⸗fen — EII I.. 4— D E. H 1 1 +.̃— 1— 1 1 + + 1 2— —2 à* +— I 2. 1 —.— I..I „ 1 ott nur geht es glück lich fort, drum ist auch 335 dies mein er ⸗stes 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert von Gott graft und Stärk; mein herz sucht õot⸗ tes Angesicht, drum auch mein mund mit freude spricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilst, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, dlã gebrichts; Gott gibt und tut mir alles õuts, aͤrum sprech ich nun auch gutes uts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein da⸗ für; auf sein Wort werf ich aus mein netz und sag in meiner Ar⸗ beit stets: Das walte Gott“ 5. Anfang und mitte samt dlem end stell ich allein in Gottes händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder frist: Das walte Gott! 6. Legt õott mir seinen Segen bei nach seiner großen 6üt und Treu, so gnüget mirs zu jeder Stund, drum sprech ich auch von herzensgrund: Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück, un⸗ verzagt! ist dloch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnä⸗ llig stehen bei, drum dies auch Wort: Das wal· meine Lofung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat, er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das wWaälte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller lot und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten baterbrauch tut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn sott nichts glückt und seine 6unst, nichts hilft Verstand, Witz oder unst; mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! II. Teilt õott was mit aus õü⸗ tigkeit, so acht ich keiner feinde neid; lah hassen, wers nicht las⸗ sen kann, ich stimme doch mit freude an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit Got⸗ tes Rãt, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl ge⸗ raten muß, drum sprech ich nochmals zum beschluß: Das walte Gott! johann Betichius g. 1650 + 1722. 33⁰ 0 je-su, sü-ßes Licht, nun ist die nun haͤt dein 6na⸗den-glanz aufs neu ⸗e 1 — 4 u . + 1 I 2— * II—2— — + nacht ver- gan · gen, nun ist, was an mir ist, vom mich um ⸗ fan ⸗gen, 4 I I— — ITI...Tu —.—.———— Schla fe auf ge⸗- weckt und hat nun 2—.————.—.— EAHA ——— + I 1— 1 1 1— in be⸗ gier zu dir sich aus ge⸗östreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine 6nad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts ver; mag. 3. Drum siehe da, mein Gott, dã hast du meine Seele, sie sei dein igentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen 6eist, dar; innen wollst du dich verklären allermeist! 4. Da sei denn auch mein Leib zum dempel dir ergeben, jur Wohnung und zum haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die stleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bilanis einge⸗ präget im gülaͤnen 6laubens⸗ schmuck, in der õerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte chren; kleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit UWeisheit und mit Liebe, mit seuschheit, mit Gedluld durch deines Geistes Triebe, auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angetan. 53⁷ 7. Gib, daß mir diesen Tag stets 8. Nch segne, was ich tu, ja rede vor den Rugenschwebe, daß dein und gedenke; durch deines õei⸗ Allgegenwart mich wie die Luftstes strast es also führ und lenke, umgebe, auf daß mein ganzesdaß alles nur gescheh zu deines run durch herz, durch sinn und namens Ruhm und dlaß ich un · mund dich lobe inniglich, mein verrückt verbleib deintigentum. bott, zu aller Stund. Joachim range g. 1670 1 1744. kigene melodie. 17⁰04. 48⁵½— 1 hü⸗ ter, wird die nacht der Sün ⸗den 4 I I + V0¹ 100 I+ IIII— nicht ver⸗schwin⸗den? hül ter, ist aie nacht schler hin? 3 1 I 1 I 1 I 1 L ird die fin-ster-nis der Sin nen bald jer⸗ —— 1 I I— Di——— rin nen, dar ein ich ver⸗ wik kelt bin? 2. Möcht ich wie das Rund der 3. Das Uernunstlicht kann das Erden licht doch werden; Seelen Leven mir nicht geben, Jesus und sonne, gehe auf! Ich bin finster, sein heller Schein, Jesus muß das kalt und trübe; Zesu, Liebe, herz anblicken und erquicken, komm, beschleunige den cauf! Jesus muß ulle Sonne sein. 3. ir sind ja im neuen Bunde, 6. nur die Decke vor den Nugen da die Stunde der erscheinung kann nicht taugen, seine stlarheit kommen ist, und ich muß mich nann nicht ein; wenn sein helles stets im Schatten so ermatten, Licht den Seinen soll erscheinen, weil du mir so ferne bist. muß das Auge reine sein. 4. Wir sind ja der nacht ent⸗7. Jesu, gib gesunde Nugen, die nommen, da du kommen, aber was taugen, rühre meine nugen ich bin lauter acht; darum an!Denn dlas ist die grote plage, wollst du mir, dem deinen, auch wenn am Tage man das(icht erscheinen, der nach Licht und nicht sehen kann. Rechte tracht. christ. friedr. Richter g. 1076 4 1711. 33⁰ 48⁰7 mel.: Wer nur den lieven 6ott läßt walten. Mel. 2. 1690. E I 1 1— S 4— 1 +4— 4* 1 1*...—.— Er · mun⸗ tert euch, er quick te 6lie⸗der, der lie be mor⸗gen zeigt sich wie ⸗der 11 1 *V 4 4 LXI I + 4 + — EIEE 7 die dun-keln Schät ten sind vor-bei; und ma⸗- chet 6ot- tes 6U· te— SPSPS........ llie mich in die ser nacht be ⸗ deckt — und nun zur ar beit auf ge weddt. 2. Gott Lob, der mich vor allem Schaden bei meiner stillen Ruh bewacht, daß mich der Reichtum seiner onaden ju seinem Preise tüchtig macht; ich bin vergnügt, ich bin erquickt und warte, was bott heute schickt. 3. Sein guter Geist wird mich regieren, der leite mich auf ebner bahn und helfe mir mein Werk vollführen, in seinem namen fang ichs an; sein Segen wird mein Sonnenschein und seine huld mein Schatten sein. 4. Mein Gott, so laß dich gnadig finden, dir hab ich alles heimge⸗ stellt, ach nur behüte mich vor sünden! Doch wenn das fleisch aus Schwächheit fällt, so richte mich durch Jesum auf und sei du selbst mein Lebenslauf! 5. Weil jeglicher von unsern Ta⸗ gen auch seine Plage mit sich führt, mein Gott, so laß mich nicht verzagen, wenn mich ein sreuz und Unglück rührt. Deck mich durch deine 6önaden⸗ hand, so wird es glücklich ab⸗ gewandt. b. nun, Seel und Ceib sei dir er· geben, bei dem sie wohl verwah⸗ ret stehn; und soll der Rest von meinem Leben noch diesen Tag zu Ende gehn, so mache du durch christi Blut auch meinen letzten Abschied gut! 3³ Morgens 7. Vohlan, des trost ich mich im soll mein stetes dennmal sein, 6lauben:Im 6õluck und Unglück das mir im sinn und herzen bin ich dein, aus deiner hand liegt: Was mein bott fügt, macht kann mich nichts rauben. drum mich vergnügt. Erdümann neumeister g. 1671 7 1756. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1681. I L X. 4——— —+—*———.—— —.— I + 24 ů die nacht ist hin, wach auf mein laß dei- ne flü⸗ gel him⸗mel⸗ —————— 1—.1 I— — 1 II —— — herz, du sollst ein op⸗fer wärts sich nach den Wol⸗ken brin ⸗gen, schwin⸗gen! denn bot-tes 4 I 4 1j— —.— 1.— 1—.——.— ——.——— I 1 I — +—— treu ist wie der neu, er hat dir Licht und ů Bu,, E I..— le ben von neu em jetzt ge ⸗ ge⸗ben. 2. Bring deines Weihrauchs Wohlgeruch vor deines Schöpfers chrone, komm, bitte Segen für len fluch in Christo seinem Soh; ne! Die önadentür ist offen hier, so lasse denn dein Beten zu õottes herzen treten. 3. Du Sonne der sserechtigkeit, vertreib die nacht der Sünden und laß an diesem morgen heut vielonadentaumich finden! hast du die Uacht mich wohl bewacht, so sel auch nun am Tage ein schutz vor aller Plage! 4. Das Gute wende du ju mir, ddas Böse laß mich fliehen und deine hand mich für und für nur nach dem himmel ziehen! bib Rat und Tat so früh als spat zu allen meinen lberken, laß deinen beist mich stärken! 5. Ich werfe meine Last auf dich, ach, hilf ietreulich tragen, machs wie du willst, nur seliglich, ich will es auf dich wagen. stein sereuz ist mir zu schwer bei dir. es tut mir deine Rute auch heute was zu gute. 34⁰ NxN CCCEM N6MM MNM CO ETEI E Morgen 6. Du bist mein Gott, das weiß ich wohl, laß mich nur dein ver; dleiben und was ich heute wir; ken soll, zu deinen chren trei⸗ ben! dein segen blüh durch meine müh, daß, wenn ich Schweiß vergieße, er nicht um⸗ sonst mir fließe. Mel.: Werde munter, mein 6emüte. 7. Jaß ãuch die meinen diesen Tag dein 6nadenauge leiten! Und weil ich gar nicht wissen mag das Ende meiner Zeiten, so gib, daß ich mich stetiglich des letzten Tages freue und meine Schuld bereue. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1757. Joh. Schop 1642. 488 1 — ** Gott, du Licht, das — x e⸗- wig blei-bet, das die fin-äster-nis ver⸗trei ⸗bet, — 2 1 II —.——3—— das ohn al⸗- len Uech-sel ist,; der du biei-best, wie du—.— anh:.. 1. , L,. mei ne kuh. ku se: UWer de licht! mir 1—— ——. Ü—— 2315. —1 x 4.̃——— zu, daß ich, der ich nacht und er de, — Ii—.— Hꝗ —— 42—.—— durch dein Llicht ver klä ⸗ ret wer- de. 2. Vecke, da der Leib geschlafen, ich wiedler sehe und in deinem auch die Seele geistlich auf, gib Lichte gehe. ihr deines Lichtes Waͤffen, richt und leite ihren LCauf, laß mich sein des lichtes ind, hilf mir, der ich geistlich blind, Jesu, daß 3. Schenke mir, herr, und ge⸗ währe, was die arme Seele stillt, ach erneure und verkläre stets in mir dein benbild, sende mir 54¹ Morgen slen õeist der sraft, der ein neues Lleben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und Ein õeist mit Christo werde. 4. Segne meiner hände Werke und befördre meine pflicht, blei⸗ be meiner Schwachheit Stärke, meines Lebens straft und licht, laß mein Lebensziel allein dei⸗ nes Hamens chre sein, hilf, daß Mel.: Schwing dich auf zu deinem ott. Mel. 2. ich stets wahre iebe gegen mei⸗ nen nächsten übe. 5. führ mich bald zu jenem lichte deiner höchsten Mmajestät, Wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht heller als dler Sonnenschein, schön, un⸗ sterblich, engelrein; laß sie sein mit dir vereinet, wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo franck g. 1650 + 17²5. 6. Ebeling 1666. Z. + 489 1+2—*1— — 2 —— — 1— 1 fang dein werk mit Je ⸗ su an, Je-sum ruf zum bei⸗-stand an, .————— x 2 ö + 1— II 1 1 U LII )e- sus hats in hän⸗den; e sus wirds wohl en⸗ den.) Ste) mit hesu —.——*—2..— ——— mor⸗-gens auf, geh mit„su schla⸗ 7 führ mit 12— — ——ꝛ—— LEXXI — + 1 j—2— Je-su dei⸗ nen Lauf, 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein helfer sein stets in allen nöten. morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. las- se Je-sum schaf⸗fen! 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die feinde wüten, er wird dlich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 54² ..„KCKKKLKNKCKG morgen 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen 6lück und heil hier in diesem Leben, endlich wird dir 6ott dein Teil 5. Nun herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach dei⸗ nem Uillen mach auch im Tod und Leben! All mein Werk greif ich setzt an, herr, in deinem Na⸗ men, laß es doch sein wohlgetan! auch im himmel geben. Ich sprech darauf Amen. um 1720. Eigene melodie. 1505. 490 4— 1 f 1 + 47⁰ +.—. I +.— + +—— + Z......—. EE—— +—.—.33——2—— —— 0 je-su, mei- nes le⸗-bens(icht, 1 IE— 12 1— I 1.— + I nun ist die nacht ver gan⸗gen; mein bei ⸗stes ⸗ aug — zu dir sich richt, 2. Du häst, da ich nicht sorgen konnt, mich vor õefahr bedecket undauch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. 3. Mein eben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir ver; schrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag ju lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl, im Geiste dlich verkläre: dein Uerkzeug nur sei meine Seel, den Leib bewahr und nähre! 5. Durchdring mit deinem Le⸗ benssaft herz, Sinne und õedan⸗; ken, bekleide mich mit deiner seraft, in proben nichtzuwanken. 6. Mein treuer hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, N + N +— + I 2 H 1— 1I... I dein An-blick ju emp⸗-fan-gen. und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Le⸗ ben! seein andres Teil sei mir be⸗ wußt, dir bin ich ganz ergeben. 8. JZeig mir in jedem Augen⸗ blick, wie ich dir soll gefallen, zeuch mich vom bösen stets zu⸗ rück, regiere mich in allen! 9. Gib, daß ich meinen Wandel führ im Geist, in deinem lichte, und als ein fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 10. Nch halt mich fest mit deiner hand, daß ich nicht fall noch weiche; jeuch weiter durch der Ciebe Band, bis ich mein Ziel er · reiche. serh. cersteegen g. 1607 4 1760. 543 H+ ri. H+ E —.... 2— 2——— + I —.——— 1 4.— 1I+.——— 1 I + 1 er heb ihn, mei ne See⸗le! der herr hört L— v. 2un l..— — dei⸗nen Cob ⸗-ge⸗ sang, lob 2. Mich selbst zu schützen ohne macht lag ich und schlief in frie· den. Wer schafft die Sicherheit der nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher ju bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 4. Du bist es, herr und õott der Weit, und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhalt und mirs jetzt neu gegeben. 5. Gelobet seist du, 6ott der macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Uacht mich dieses Tags erfreue. 6. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. Mel.: ommt und laßt uns hristum ehren. »sing ihm, mei ne See ⸗ le! 7. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine Seele, sei mir ein Retter in õefahr, ein vater, wenn ich fehle. 8. 61b mir ein herz voll Zuver; sicht, erfüllt mit Cieb und Ruhe, ein weises herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 9. Daß ich als ein getreuer senecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine õnade lebe; 10. Daß ich dem nächsten beizu⸗ stehn nie fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohler⸗ gehn und ihrer Tugend freue; II. Daß ich das õluck der ebens · jeit in deiner furcht genieße und meinen Lauf mit freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. chr. f. õellert g. 1715 1+ 17⁰9. 14. Jahrhundert. *— 2222.2..— 492 1— I 2— früh am mor ⸗gen Je-sus ge-het 344 treuer strebe, zerecht beihu⸗ scheue, johler; eue; ebens⸗m e und igkeit, eße. + 17⁰9. hundert. — het ischlieder — ö INI 1 1.. · 2. 9—— ——— — — und vor al-len Tü⸗ ren ste⸗ het, klop⸗fet an, wo ———— ——— man ge⸗fle⸗het: stomm, herr Je⸗ su, 2. Nun so lasset ihn nicht dor⸗ ten, tut ihm auf des herzens pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns blei⸗ ben, alle feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schrei⸗ ben und der gute hirte sein; un-ser Gast! 4. Ueiden uns auf grüner Au⸗ en, daß wir deine fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen und wir werden fröhlich sehen, dlaß er uns nicht läßt allein. Gerh. Chr. 5. Stip g. 1800 1 1882. b. Tischlieder. Mel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. + Dr.. Tuther(½) 1543. + I. E... ——2—....——..——— S.—ESPDiD‚e 6e⸗segn uns, herr, die 6a⸗ben dein, die 493 1— 2 1 Tar 1 — j— +—— ***+* Speis laß uns⸗re nah-rung sein, hilf, daß da⸗durch er⸗ — 12——.— I N 1..—— quik-Ret werd der dürft⸗ ge Leib auf die ⸗ ser Erd. 2. Doch dies zeitliche Brot allein 3. Drum gib uns beides, herre kann uns nicht gnug zum LebenGott! hilf endlich auch aus aller sein, dein göttlich Lort die Seele Not! So preisen wir dein õütig; speist, hilft uns jum Leben aller ⸗·¶ keit hier und auch dort in Cwig; meist. keit. b. 1u. 2 1561. v. 3 1685. 34⁵ Lischlieder Vor dem Essen. Mel.: herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1648. 494 2—.—— — Wir dan⸗ken Gott für sei ne Gabn, die + + +—————— 4 — +———EI + x wir von ihm emp⸗fan⸗ gen habn, und bit ⸗ ten un · sern — E + I + 12 — + 4 I 1— ID le-ben herrn, er woll uns all-zeit mehr be⸗schern, 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Nch lieber herr, du wollst uns gebn nach dieser Zeit dlas euoge Lebn! naͤch dem Essen. 3. Wir danken dir, herr Jesu] nicht not, du bist das rechte Le⸗ christ, daß du uns'r õast gewesen bensbrot. bist. Bleib du bei uns, so hats erasmus Alberus g. um 1500 + 1553. mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1649. 49 5—— D—— 1 4 + + 2———— + I Li—...—. —— Speis uns, va⸗ ter, dei-ne sein ⸗der, sprich den se⸗ gen ju dlen 6a-ben, — 1 +. N—— —.. J—.— 1 1— + + J.. I II 15 LI — trö-ste die be⸗trüb-ten Sün-der, die wir jet⸗ 30 vor uns ha-ben, daß sie uns ju 1 15 + 1*— — + + I——— 195 ——.—— 2— 1 + + 1 1 1 I +— die-sem le⸗ ben Stär-ke, sraft und nah- rung 54⁰ — ge⸗ben, bis wir end⸗ lich zu den from⸗ men an die him ⸗ mels ta⸗- fel kom ⸗ men. nach Joh. heermann g. 1585 4 1647. c. Abendlieder. 4 9 6 eigene melodle. nituirchlich. Der du bist drei in(i⸗ nig- keit, ein x—.— 24 V 2— — wah-rer 6ott von C- wig⸗keit, die sonn mit dem cag 1 + 12. 2——— 2—————— ——————822 + D von uns weicht, laß leuch ten uns dein gött-lich Licht! 2. Des morgens, Gott, dich lo- 3. Gott Vater dem sei ewig chr, ben wir, des Abends auch beten Gott Sohn, der ist der einge herr, vor dir; unser armes Lied rüh⸗(und dem Tröster, dem heilgen met dich jetzund, immer und 6eist, von nun an bis in Cwig⸗ ewiglich. keit. martin cuther g. 1483 + 1546. Nach dem Tateinischen O lux, beata trinitas. Eigene melodie. 1568. 497 —* a‚nͤ Chri-ste, du bist der hel le kag, vor 54²⁷ *. V + + + +— II I + + r 4 vã · ter 2. Nch lieber herr, behüt uns heint“) in dieser nacht vorm bösen feind und laß uns in dir ruhen fein und vor dem Satan sicher sein.*) heute nacht. 3. Ob schon die Nugen schlafen ein, so laß das herʒ doch wacker sein, halt über uns dein rechte hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Wir bitten dich, herr Jesu Christ, vehüt uns vor des Teufels CList, der stets nach unsrer Seele tracht, daß er an uns hab keine Macht. Nel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. her und bist des Lich tes pre-di⸗ ger. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein teures blut; das war des ewogen Vaters Rãt, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl dem Engel, daß er komm und uns bewach, dein Eigentum, gib uns die lieben Wächter zu, daß wir vorm sa⸗ tan haben Ruh. 7. So schlafen wir im namen llein, dieweil die ngel bei uns sein. Du heilige Dreieinigkeit, wir loben dich in Cwigkeit. kErasmus Alberus g. um 100 + 153. nach dem Lateinischen Christe, qui lux es et dies. Dr. u. Tuther(ꝰ) 1543. V I N I + +I—4 L +. 4 I 4— H— 1 N— hin ⸗un-ter ist der Son ne Schein, die — ͤöäRARRM3h)˖˖e‚2=,˖e.x *— 5 Ksi finst · re nacht bricht stark her ⸗ ein, leucht 2.2 1 I 1.— +4 —.——— 4— —.— + D 1—‚— uns, herr christ, du wah ⸗ res licht, laß S 6mr — uns im fin-stern 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Schad, õefahr und man⸗; cher Plag durch deine Engel hast behüt aus 6nad und väterlicher büt. 3. Womit wir, herr, erzürnet dlich, dlasselb verzeih uns gnädig⸗ lich und rechn es unsrer Seel Eigene melodie. Auch nach melodie Nr. 70 nicht zu, laß schlafen uns mit fried und Ruh! 4. Die Engel dein zur Wach be⸗ stell, daß uns der böse feind nicht fall; vor Schrecken, Angst und feuersnot behüt uns heint'), 0o lieber Gott!) heute nacht. niklas herman 4 1501. ju singen. 1550. 499— — 1 EN +.— + Die naächt ist kom- men, drin wir 2 AE I 7— + 1+———„⁸— A...— — Iur Hhir Ear LAE 1— 2S.. F 1EE —— 2——.1. 2....— ru hen sol-len; Gott walts ju frommen nach ⁊Z— I— 2 1——.—— 1 SZ... 2...— 1 ——— VL 2 I— sein'm Wohl ge⸗ fal-len, daß wir uns le⸗-gen, 1 V + 1 — Fl, 1 + —.——— 2...—5 1.— I I+=..—— +— — + + 4 durch sein 6ẽleit und se gen der Ruh zu pfle⸗gen. 2. Treib, herr, von uns fern die unreinen õeister, halt die Nacht· wach gern, sei selbst unser Schutz · herr, schirm beid, Leib und Seel, unter deine flügel, send uns 3. Iaß uns einschlafen mit guten 6edanken, fröhlich auf⸗ wachen und von dir nicht wan⸗ ken. Caß uns mit Züchten unser Tun und dichten zu dein'm Preis dlein Engel! richten! 5⁴⁹ Abend 4. Pfleg auch der stranken durch dleinen 6eliebten, hilf den 6e⸗ fangnen, tröste die Betrübten! Pfleg auch der sinder, sei selbst ihr Vormünder, des feinds neid hinder! 5. Uãter, dein name werd von uns gepreiset, dein Reich ju⸗ komme, dein ill werd bewei⸗ set; frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns! Amen. petrus hervert 4 1517. Mel.: herr Jesu christ, meins ebens Licht. 16²⁵. 22.— H I 1——— + 50⁰ Wir dan-ken dir, herr Je-su christ, I + E 1 4+.— + SISIII.— ——— 1.. . — daß du un-ser Er ⸗lö- ser bist und schüt ⸗zest uns vor .— al ⸗ler 6'fahr durch dei ner lie⸗ ben en⸗gel Schar. 2. Uir gehn nun hin zu unsrer Ruh; ach rechn es unsrer Seel nicht ju, was leider wir gesün⸗ digt habn, vergib uns alls, o Gottes Sohn! 3. Deinꝰ ngel laß stets um uns sein, die allzeit uns bewachen fein, daß Satan habe keine macht an uns bei Tage noch bei ächt. 4. Uor feur, vor Seel/ und Lei⸗ besnot behüt uns, lieber herre Eigene melodie. 6ott, in deinem nam laß schla⸗ fen ein uns, deine lieben sein; lerlein! 5. Es g'scheh, was mag, wir sind ja dein, erlöst durch dein fünf Wunden rein; dir leben wir, dir sterben wir, dein fin⸗ der sind wir für und für. 6. Amen, Amen ju guter nacht, der Engel oottes uns bewacht. 6ott Lob und Dank in(wigkeit, wir gehn zur Ruh ohn alles Leidd. nikolaus Selnecker g. 1530 + 1502. Joh. Schop 1642. 50⁰¹ 1 4—4 I 1 1 2.— 4 Uer de mun-ter, mein 6e⸗ mü⸗ te, slaß ihr prei ⸗set 6ot-tes 6ü=- te, 35⁰ + SUASSSN CEI Nbend — ½ 4 +— I + — 20.—=— + 3—. E und ihr sin ⸗ne, geht her⸗ für,. dlen em ahatzage⸗ tänausan mie) ass er mich aen .— 5—..—.— ——— ö— gan jen kag so man-cher — + +. 1—̃ 4 —— 1 40 1*+— 1 + 1 1 + plag, vor ze⸗ trüb- nis, Schand und Scha⸗ den ——— + + IA ‚III— treu be ⸗ hü⸗ tet hat in 6nã ⸗öden. 2. Cob und Dank sei dir gesun; gen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelun⸗ gen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die feind hinweg getrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. seine slugheit kann ver⸗ stehen deine öüt und Wunder⸗ tãt, sa kein enschenkind kann sehen, was dein hand erwiesen hat. Deiner Wohltat ist zu viel, sie hat weder maß noch Ziel. herr, du hast mich so geführet, daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieser Tag ist nun vergan⸗ gen, die betrübte nacht bricht an; es ist hin der Sonne Pran⸗ gen, so uns all erfreuen kann. Stehe mir, o Vater, bei, daß dein Glanz stets vor mir sei und mir auch im finstern scheine, denn ich hoff auf dich alleine. 5. herr, verjeihe mir aus 6na; den alle Sund und Missetat, die mein armes herz beladen und so sehr vergiftet hat; treib des Satãns List und Tück, õott, durch deine straft zurück, du alleine kannst mich retten, strafe nicht mein Ubertreten! 6. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, stell ich mich doch wieder ein; hãt uns doch dein Sohn ver; glichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht dlie Schuld, aber deine nad und huld ist viel größer als die Sün· de, die ich stets in mir befinde. 7. O du licht der frommen See⸗ len, o du 6lanz der Cwigkeit dir will ich mich ganz befehlen dliese Nacht und allezeit; bleibe dloch, mein õott, bei mir, weil es nunmehr dunkel schier; tröste mich mit deiner LCiebe, daß kein Unfall mich betrübe. 55¹ 8. Wenn mein Augen schon sich schließen und ermüdet schlafen ein, muß mein herz dennoch ge⸗ flissen und auf dich gerichtet sein. meiner Seele mit Begier träume stets, o Gott, von dir, daß ich rein an Seel und Leibe und auch schlafend dein ver⸗ bleibe. ö 9. Laß mich diese acht empfin· den eine sanft und süße Ruh, alles Ubel laß verschwinden, dlecke mich mit Segen zu! Leib und Seele, smut und Blut, Weib und seinder“), hab und ut, freunde, feind und hausgenos⸗ sen sein in deinen Schutz ge⸗ schlossen. all die meinen. 10. Nch bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Uber · fall, laß mich strankheit nicht dufwecken, treibe weg des strie⸗ ges Schall, wend ab feur und Wassersnot, pestilenz und schnel⸗ len Tod, laß mich nicht in Sün⸗ den sterben noch an Leib und Seel verderben! 11. 0 du großer Gott, erhöre, waäs dein sind gebeten hat, Je⸗ su, den ich stets verehre, bleibe sa mein Schutz und Rat! Und mein hort, du werter 6eist, der du freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlichs flehen! Amen, ja es soll geschehen. johann Rist g. 16007 + 1667. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche ßorm im Anhang. heinr. Naak V cã. 1490. I—— 1 + I + + 1 m! * nun ru⸗ hen al-le Wäl⸗-der, vieh, + H+ —.— + + —— * 1 * Men⸗ schen, Stadt und fel-der, 1 4 + I ö——— . 2 es schläft die gan-je 4 3 1 2 80 E. Welt; ihr a⸗ber, mei ne Sin⸗nen, auf, auf, ihr sollt be⸗ 7. 1 1 L + + 1 + II 1 1 1 1 + 1 — gin ⸗ nen, was eu rem Schöp ⸗ fer wohl⸗- ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? die nacht hat dich vertrieben, dlie Nacht, des Tages feind fahr hin, ein andre Sonne, mein Je⸗ sus, meine Wonne, gar hell in meinem herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, dlie güldnen Sterne prangen am blauen himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus dliesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das stleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die ieh ich aus, dagegen wird chri⸗ stus mir anlegen den Rock der Ehr und herrlichkeit. 5. Das haupt, die füß und hände sind froh, daß nun jum Ende die Arbeit kommen sei; herz, freu dich, du sollst werden vom tlend dieser ęrden und von dler Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten ölieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kom⸗ men Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten jur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdros⸗ sen, im nu sind sie geschlossen; wo bleibt dann Leib und Seel? nimm sie zu deinen önaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter 7srael! 8. Breit aus die flugel beide, o Jesu, meine freude, und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: Dies seind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch õefahr; õott laß euch selig schlafen, stell euch die güld · nen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar! paul õerhardt g. 1007 4 107⁰. mel.: mein herz und Seel den herren hoch erhebet. 1542. I. 1———— +———— —....——— —— HN — II. —— V wen⸗det und was sie soll auf die-sen kag voll⸗ —— D‚=... + —— EIE *. en ⸗det; die dunk le nacht dringt al ⸗ lent · hal · ben 55³3 Abend + +. EII—* ——— L t4 2 — ju, bringt men⸗schen, viey und al⸗ie Welt jur Ruh. 2. Ich preise dich, du herr der nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Not und Plage durch deine 6önad und hochge⸗ lobte macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3. Uergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet, laß alle Schuld durch deinen önaden⸗ schein in Ewigkeit bei dir er⸗ loschen sein! 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich dler trüben lacht vertraue, und daß der Ceib auf diesen schweren Taͤg sich seiner straft fein sanft erholen mag. Eigene melodie. 5. Uergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen feind im Schlafe sicher sei. 6. herr, wenn mich wird die lange llacht bedecken und in die kuh des tiefen 6rabes strecken, so blicke mich mit deinen Nugen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. 7. Und laß hernach zugleich mit allen frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kom⸗ men, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine laͤcht sein Licht und slarheit nimmt. 1648. 30⁴4 der lie ben Son-ne Licht und pracht hat die Welt hat sich jur Ruh ge⸗macht; tu, + 1 H———⁴4⁵——*—— +— 4 II— V0*— + EI 4 +—— G— —..— I II.— 1 +— +*—— nun den kag voll⸗füh-ret, Seel, was dir ge⸗ büh⸗ ret, an die him⸗ mels —. 1 + + um— + 1 — T.„ + + + tür und bring ein Lied her⸗für, laß dei ⸗-ne —— nu · gen, 35⁴ 632‚ IIIPP n, 4 +Z......—..—.— 1 EI + 42— Dunl 4 — + —————.— herz und Sinn auf 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl und gebet eure Strahlen, ihr maͤcht die Uacht des Lichtes voll; doch noch zu tausend malen scheint heller in mein herz die ewge himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm. mein Schutz, mein Schatz und Eigentum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht bei enschen und bei Lieren; doch Einer ist, der oben waäͤcht, bei dem kein Schlaf ju spüren. Es schlummert, Jesu, nicht dein Aug, auf mich gericht, drum soll mein herz auch wächend sein, daß Jesus wache nicht allein. 4. Uerschmähe nicht dies schlich te Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem herzen ist kein fried, bis ich es ju dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an! Es ist doch herzj⸗ lich gut gemeint, o Jesu, meiner Seele freund. )e-sum sein ge⸗ rich tet hin! 5. Mit dir will ich ju Bette gehn, dir will ich mich befehlen, du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn zum besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit freude wieller aufersteht. 6. So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein õeist um⸗ fangen; so vielmal sich mein herz bewegt, soll dies sein mein Uerlangen, daß ich mit lautem Schall möcht rufen überall: Nch Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 7. nun, matter Leib, gib dich zur Ruh und schlafe sanft und stille, ihr müden Nugen schließt euch zu, denn das ist õottes Wille. Schließt aber dies mit ein: herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun Jesu, Jesu, gute Nacht! christian scriwer g. 1629 1 1603. mel.: mein herz und Seel den herren hoch erhebet. 15⁴². — +——— 0 der tkag ist hin, mein Je⸗ su, bei mir 2—2 2—— SEAEEE L. ..Iee-....... 4 1 blei⸗ be! 0 See⸗len-licht, der Sün⸗den nacht ver⸗ 55³ Abend *. * E ————.xe, 23——— W—IF— 110 EH Luunn;; 1 ö—— 2———. trei⸗be, geh auf in mir, 6lanz der 6e⸗ rech⸗ tig⸗ H E+———. N ——..+ E E* D 12— H a munutn 80. keit, er leuch te mich, ach herr, denn es ist Zeit. 2. Cob, Preis und Dank sei dir, mein Got, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. nur eines ist, das mich emp; findlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o herzenskün⸗ dliger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Uergib es, herr, was mir sagt mein 6ewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Eigene melodie. Es ist mir leid, ich stell mich wie⸗ dler ein, da ist die hand:du mein, und ich bin dein. 5. JIsraels Schutz, mein hüter und mein hirte, qu meinem Trost dlein sieghaft Schwert umgürte, bewaͤhre mich durch deine große Macht, wenn mir der feind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Nch laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich laß ich nicht, mein fels. Der Tag ist hin. Joachim Ueander g. 1650 1 1680. Um 1660. 1 LE— 50⁰ — V + V. ——— + 2— nun sich der Tag ge⸗en⸗det hat und I. 1 + „ SSISSS.S.... 1 1 kei ne Sonn mehr scheint, schläft al ⸗wles, was sich 1 1 V. 1— —— + 4—— + 1—— 1—.I ab ge⸗ matt und was ju vor ge⸗ weint 35⁰ t. Abend 2. nur du, mein õott, hast keine Rãst, du schlafst noch schlummerst nicht; die finsternis ist dir ver · haßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, herr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht! 4. Zwar fühl ich wohl der Sün· den Schuld, die mich beiĩ dir klagt an; ãch aber deines Sohnes huld hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir vum Bürgen ein, wenn ich muß vors õericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. mel.: Nuf dich hab ich gehoffet, herr. 6. Drauf tu ich meine Augen iu und schlafe fröhlich ein, mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? 7. Ueicht, nichtige õedlanken, hin, wo ihr habt euren Lauf, ich baue jetzt in meinem Sinn oott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich, herr, in himmel ein jur auserwählten Zahl! 9. Und also leb und sterb ich dir, mein oott, herr Zebaoth, im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und not. Joh. friedr. herjog g. 104⁷ + 1690. 15. Jahrhundert. I + 507 F + IEDEI— + E 1— 1 —— SESES.———— —— Æ E.— 2 —— tu in friel mein Au- gen ju, denn 6ott im — — — 1853 II 1— + 1—...— I 1 I 1 1— —. 1—4 4.——— 4—— 2———— him mels thro- ne U⸗- ber mich waächt bei —.———....... + L.. ——.————— .*——— Tag und nacht, schafft, daß ich si⸗ cher woh-ne. 2. Ich ruf ju dir, herr Jesuchrist, 3. Befiehl, o herr, den Engeln der du allein mein helser bist, laß dein, daß sie stets um und bei mich kein Leid erfahren, durchuns sein; all Ubel von uns wen⸗; deinen Schutz vors Teufels Trutz de! Gott heilger Geist, dein hülf cdein engel mich bewahren! uns leist an unserm letzten Ende! 357⁷ Abend 4. herr, meinen 6eist befehl ich dlir, mein 6ott, mein õott, weich nicht von mir, nimm mich in deine hände! 0 wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende! 5. Lob, Preis und hr und herr · lichkeit sei öott Vater und Sohn bereit, dem heilgen õeist mit la· men! die göttlich sraft mach uns sieghaft durch Jesum Thri⸗ stum! Amen. 1690. U 1 cornelius Becker g. 1561 1 1604. U. 4 u. 5 Adam Reusner g 1406 1 1578. Siehe sesang 336, Vers 6 u. 7. mel: meinen Jesum laß ich nicht. mel. 2. +. 1690. 2 1 1 508 K— + + —⁰ —— + — RSDDDRDRDISISEEIEEIEEIEI‚‚IE— 7 +7 L Treu-er Je su, wa⸗che du, denn setzt gib mir und den mei⸗nen Ruh, bleib, o +— — N + 4 IE 1 I.* —.—— I I geh ich ein ⸗ zu-schla ⸗fen; 7 hirt, bei dei nen Scha- fen, schmeh le tü z ren — 2 1— —————— sel ber zu, treu er Je⸗ su, wa ⸗ che du! 2. Treuer Jesu, weiche nicht, sonst wird 6rauen, furcht und Schrecken, das oft mit der Nacht einbricht, uns mit Ach und Weh erwecken. Bleib bei uns, o öna⸗; denlicht, treuer Jesu, weiche nicht! 3. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der 6eist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, und kein feind uns solchen rau; be. Deine hülfe mach uns frei, treuer Jesu, steh uns bei! 4. Treuer Jesu, kommt es nun einst einmal mit mir jum Ster · ben, so bring mich zu deiner kuh, mache mich zum himmels⸗ erben, schließ mir selbst die Augen zu, treuer Jesu, meine Ruh! 5. Treuer Jesu, nimm zu dir endlich mich und all die meinen! Bricht dereinst der Tag herfür, dla du selber wirst erscheinen, ach so führ uns insgemein, treuer Jesu, ju dir ein! 1607. 55⁸ Abend mel.: Werde munter, mein 6emüte. Joh. Schop 1642. + + 4 300 + +— 1 12 4 herr, es ist von mei- nem le⸗ben leh re mich nun Ach- tung ge-ben, —.— 2——— x— ————————————.—— ob 1 1 wie⸗ der um ein Tag daäa ⸗- un. ich fromm ge⸗ we⸗ sen bin; —.. I II 1 1 + I sel⸗ver an, so ich was nicht recht ge⸗tan, und hulf jetzt in ————— 2—2—— 12—.. E Bu E SISISSSIIIEIe 11* al-len sa chen gu-ten fei- er a-vend ma- chen. 2. freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, denn ich bin noch voller Sün⸗ den in Gedanken, Wort und Tat, und vom morgen bis jetzund pfleget herze, hand und mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du õott der 6naden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich noch dei⸗ nen lbillen künftig mehr als heut erfüllen. 4. heilige mir das 6emute, daß der Schlaf nicht sündlich sei, decke mich mit deiner õüte, auch dein Engel steh mir bei! Löͤsche feur und Lichter aus und bewahre sonst das haus, daß ich morgen mit den meinen nicht in Un⸗ glück müsse weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten, die im finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so jer· störe du den Rat und verhindere dlie Tat Wend auch alles andre Schrecken, das der Satan kann erwecken. 6. herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird, denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter hirt, der auch in der finstern acht über seine herde wacht; darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 55⁰ Abend 7. Laß mich denn gesund er⸗; waãchen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich jerner meine Sachen richte dir zu chren ein. Oder hast dlu, lieber õott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine hände. Rãspar Heumann g. 1648 1715. MNel.: O Traurigkeit. 16²28. IO E. 1 1 383 5—— 1 L———3— der rag ist hin; mein Geist und D.——.—.—.—.—— I—— 453 sinn sehnt sich nach je nem da⸗- ge, der uns I H 1 +— +— — I EE 7 2. Die Hacht ist da; sei du mir nah, Jesu, mit hellen sterzen, treib der Sünden Dunkelheit weg aus meinem herzen! 3. Der Sonne licht uns jetzt ge⸗ bricht; o unerschaffne Sonne, brich mit deinem licht hervor mir zur freud und Donne! 4. Des Mondes Schein fällt nun herein, die finsternis zu min⸗; dern; ach daß nichts Ueränder⸗ lichs meinen Lauf möcht hin⸗ dern! 5. Dãs Sternenheer zu õottes chr am blauen himmel flimmert; wohl dem, der in sener Welt gleich den Sternen schimmert! völ lig ma- chen wird frei von al ⸗ ler pla-ge. 6. Was sich geregt, uvorbewegt, ruht jetzt von seinen Werken; laß mich, herr, in stiller Ruh dein Werk in mir merken! 7. Ein jeder will bei solcher Still ler süßen Ruhe pflegen; laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, bald sich legen! 8. hãlt dlu dlie IDach, damit kein Ach und Schmerz den 6eist be⸗ rühre, sende deiner Engel Schar, llie mein Bette ziere. 9. WDann aber soll der Wechsel wohl der Tag und nächte wei⸗ chen? Wenn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu glei⸗ chen. 3⁰⁰ 8 10. Alsdann wird nicht der ohn Abwechselung heilig, heilig Sonne licht Jerusalem verlieren, singet. denn das Lamm ist selbst das 12. O Jesu, du mein hülf und Licht, das die Stadt wird zieren. Ruh, laß mich dahin gelangen, 11. halleluja! Ci wär ich da, da daß ich mög in deinem 6lãnj vor alles lieblich klinget, da mandir ewig prangen. J. Anast. freylinghausen g. 1670 4 1759. Mel.. Jesu, meine freude. Joh. Crüger 1656. E—.—— TE— 4— 8 V.—— 1 1—— 33 hir te dei⸗ ner Scha ⸗ se, dler von dlei ne Wun⸗ der- gü⸗ te war mein * I +—*—— I. HN— 2. eee..— 1 +=——+—— 1+. I l 1——— nei nem Schla se et- was wis⸗sen mag, Schill und hüt⸗ te den ver⸗gang⸗nen dag. + + 1 + I ‚....— nacht auch auf der Wacht und laß mich von X V — 1 1 1 1 II I 1 1 I 4 4 1 — Z.. — EE 2.— + 1— 1 — dei nen Scha⸗ ren um 2. Decke mich von oben vor der feinde Toben mit der Vaterhuld, ein versöhnt õewissen sei mein Ruhekissen, drum vergib die Schuld! denn dein Sohn hät mich davon durch die tief ge⸗ schlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine not betrüben, sie sind mein und — und um be⸗ wah ⸗-ren! dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein! Du bei mir und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in frieden. 4. somm, verschließ die Ram· mer und laß allen JZammer ferne von uns sein! Sei du Schloß und Riegel, unter deinen flügel nimm dein üchlein ein, decke ju mit 5⁰¹ Abend Schutz und Ruh, so wird uns kein 6rauen wecken noch der Satan schrecken. 5. Wie, wenn ich mein bette heut zum õrabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du be⸗ schlossen, daß mein Ziel verflos⸗ sen, kommt die Todesnot, so will ich nicht wider dich; lieg ich nur Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue in ver · gnügter Ruhe snund und Nugen zu. Seele, Leib und eben hab ich dlir ergeben, o du huter du! õute nacht! nimm mich in acht! Und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck g. 1672 1737. heinr. Jaak(7) ca. 1400. 1 E 2— 4 + 51²2—— 1———— nun sich der Tag ge⸗en ⸗det, mein + + — 4. E. ———————————— Herz zu dir sich wen⸗ det und dan⸗- ket in ⸗· nig 2 — I + E— — ö E—¹—— lich; dein hol⸗des An- ge⸗sich⸗ te zum se⸗ gen auf mich — ‚m‚m‚pspt —+* + + 1 rich te, 2. Ich schließe mich aufs neue in deine vatertreue und Schutz und herze ein, die fleischlichen Geschafte und alle finstern sräfte vertreibe durch dein Nahesein! 3. Daß du mich stets umgibest, dlaß du mich herzlich liebest und rufst ju dir hinein, daß du ver; gnügst alleine so wesentlich, so — er äleuch te und ent jün de mich! reine, laß früh und spat mir wichtig sein! 4. Ein Tag der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Cwigkeit. O Cwig⸗ keit so schöne, mein herz an dich gewöhne! mein heim ist nicht in dieser Zeit. Gerh. Tersteegen g. 1697 4 1760. 5⁰² 41411 Nbend 15⁴². 5 1 + 4 E — —— DEEE 4.—— — +* der A⸗bend kommt, die Son⸗ne sich ver⸗ ——.5 1—9 III5 — 2— + + —— 1...— 1.— + dek ⸗Ret, und al-öles I sich jur Ruh und Stil-le —————— ꝗSSSSSSEEEEEEEII —— A strek⸗Ret; o mei⸗ ne Seel, mer auf, wo blei best —.— SSSSSSS.— E 1.—— 1 1 1—— I— du? In sot-tes Schoß, sonst nir⸗gend findst du Ruh. 2. Der Wandersmann legt sich ermüdet nieder, das Vöglein fleugt nach seinem lestchen wie⸗ der, das Schaflein auch in seinen Stall kehrt ein, laß mich in dich, mein Gott, gekehret sein! 3. Nch sammle selbst Begierden und õedanken, die noch so leicht aus Schwachheit von dir wan⸗ ken; mein Ruheplatz und hei⸗ mat, tu dich auf, daß ich in dich von allem andern lauf. 4. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, vewahrt, verschont, gestärket und geweidet; ich bins nicht wert, daß du so gut und treu; mein Alles dir vum Dank ergeben sei. 5. Uergib es, herr, wo ich mich heut verirret und mich zu viel durch dies und das verwirret; es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn; nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 6. Dã nun der Leib sein Tages · werk vollendet, mein 6eist sich auch zu seinem Werke wendet, ju beten an, zu lieben inniglich, im stillen örund, mein Gott, zu schauen dlich. 7. Die Dunkelheit ist da, und alles schweiget, mein Geist vor dlir, o Majestät, sich veuget; ins heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein, herr, rede du, la mich ganz stille sein! 8. Mein herʒ sich dir zum Abend · opfer schenket, mein Wille sich in dich gelassen senket; Begierden, schweigt! Vernunft und Sinne, stilli Mein müder õeist im her· ren ruhen will. 3⁰⁵ Abend 9. Dem Leib wirst du bald seine kuhe geben, laß nicht den 6eist zerstreut in Unruh schweben, mein treuer hirt, führ mich in llich hinein, in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. 10. Im finstern sei des õeistes licht und Sonne, im ampf und sereuz mein Beistand, srast und Wonne, deck mich bei dir in dei⸗ ner hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbathsruh. berh. Tersteegen g. 16907 4 1769. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Naak() ca. 1400. I E H 314—. 1 E herr, uler du mir das Le-ben bis —— E 1 + + II + ——— 1 die sen Tag ge⸗ ge⸗ ben, 1— I +.. — dich bet ich kind ⸗lich ** X——— E— — EE ö— ————— 1— an. Ich bin viel ju ge⸗ rin ⸗ ge der Treu-e, . I 1 I +— I 3—.— 4— ö 2 2 71—. die ich sin ge, und dlie 2. Mit dankendem õemüte freu ich mich deiner õüte, ich freue mich in dir. Du gibst mir seraft und Stärke, õedeihn zu meinem Werke und schaffst ein reines herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, naͤch deines Worts Befehlen ein⸗ her im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im õeist den himmel offen und dort den Preis des õlau; bens sehn! du heut an mir ge⸗tan. 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in 6naden, und in dem himmel ist mein Teil. 5. Belleckt mit deinem Segen eil ich der Ruh entgegen: dein ame sei gepreist! mein Leben und mein Ende ist dein, in deine hände befehl ich, VDater, meinen Geist. chr. f. oeuert g. 1715 1+ 1700. 5⁰⁴ FN Abend Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 574 zu singen. A. P. Schulj 17090. 2—. 31⁷— N 1 — der mond ist auf⸗ge⸗ gan⸗ gen, die +—..—— +— 1 — 1 1ñ— 1 E◻ — 1— SDꝑDꝑDPD‚ITITISIIII....... Wie⸗sen stei-get der wei e ne⸗bel wun ⸗der ⸗bar. 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung hülle so trau⸗ lich und so hold, als eine stille stammer, wo ihr des Tages Jam⸗; mer verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort ste⸗ hen? er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir ge⸗ trost belachen, weil unsre Rugen sie nicht sehn. 4. Wir stolze menschenkinder sind eitel arme Sünder und wis⸗ sen gar nicht viel; wir spinnen Tuftgespinste und suchen viele stünste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß uns dein heil schau; en, auf nichts Vergänglichs trau⸗ en, nicht itelkeit uns freun! Laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie seinder fromm und fröhlich sein! 6. Wollst endlich sonder õrämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod, und wenn du uns genommen, laß uns in himmel kommen, du un · ser herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder! falt ist dler Abendhauch. Uerschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kran⸗ ken nachbar auch! matthias Claudius g. 1740 1+ 1815. 5⁰⁵ Mel. Vater unser im himmelreich. V I EEEE V EEEE — U· ber⸗ licht der A⸗ bend aus ⸗-ge⸗ tan, und L—— ,. — E 2.—— all die dunk- le nacht die Zeit der Ru⸗ he IIII— — + Lail— +— L— her ge⸗bracht. rei⸗- cher Gott, nun seg ⸗ ne ..— + H —————— 1E1 du uns die se nacht zu gu ⸗ ter Ruh! 2. Was du uns Gutes hast be⸗ schert, wie du uns heut versorgt, ernährt, in aller fährlichkeit beschützt, uns zugewendet, was uns nützt: wir danken dafür inniglich, und herz und Lippen preisen dich. 3. Was aber Ubels wir getan, dlas rechn aus 6naden uns nicht an; wir klagen dirs mit Reu und Schmerz und zeichnen unser hãus und herz mit deines lieben Sohnes Blut zu Glaubenstrost und 6laubensmut. 4. Nnun gib uns Ruhe, die er⸗ quickt, nach der das müde Auge blickt; des ächters hut und Waͤchsamkeit, der Tor und Rie⸗ gel festigkeit, das Cager weich und warm und dicht, das alles gibt die Kuhe nicht. 5. hältst du nicht selbst im her ⸗ zen auf der Sorgen und 6edan⸗; ken Lauf, so fährt es aufgeregt einher wie ein von Sturm be⸗ wegtes meer, und manche Stun⸗ de stiller acht wird ruhesuchend hingebracht. Nbend 6. Drum bring du unser herzuns! Dann sei dir unser Dank jur Ruh und schließ uns baldʒgebracht für dein Geschenk, die die Nugen zu, mit deiner 6üte gute Uacht. dlecke uns, zu rechter Zeit erwecke ft. J. Phil. Spitta g. 1801 T+ 1859. Am Schlusse der Woche. mel.: Wer nur den Uieven sott läßt walten. Mel. 2. 1 2* 5 E 17 PE— ** L 1 I 4—— 4 + — + ge · schlos· sen. S8o ist die Wo⸗che nun Wie sich dein Se⸗gens-quell er ⸗gos⸗sen, EE 1 I + 1 EI +— + 4 I—— II + 1 + + 2—.—.—. I 1—— I— 2 doch, treu er öott, dein her-ze nicht. Zzu- ver · scht) so bin ich noch der SDii——— —..—.— 1 1 1 0 1 dlaß er sich wei⸗ ter ⸗ hin er- gießt ——.— 2, nntiHlin., —. 1 U III und un er ⸗ schöpf ⸗ölich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit hand und munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von her · jensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. hãt mich bei meinen Wochen⸗ tagen das liebe sereuj auch mit besucht, so gäbst du auch dlie strast jum Tragen. Zudem, es ist voll heil und frucht in deiner Ciebe, herr, ñ3u mir, und darum dank ich auch dafür. 4. nur etwas bitt ich über alles, ach du versagst mir solches nicht: Gedenke keines Sünden· falles, weil mich mein Jesus auf. gericht, mein Jesus, der die misse· tat auf ewig schon gebüßet hat. 3⁰⁷ Abend 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen, und brichst ihn nicht in Cwigkeit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht ster ben, sondern gnadenvoll als ein berechter leben soll. 6. Mein 6laube hält an diesem Segen und will also den Wochen⸗; schluß vergnügt und froh zu⸗ rücke legen, da der Trost mich ergetzen muß, daß ich in Christo solle dein und schon in hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zuge⸗ nommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hãst bestimmt, die mich zu dir in himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue den Sonntag wieder sehen kann, so blickt die Sonne leiner Treue mich auch mit neu⸗ en 6naden an; ach ja, da teilt dlein Wort und haus den erst und besten Segen aus. 9. S0 will ich das im voraus preisen, was du mir künftge oche gibst. Du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann neumeister g. 16071 4 1756. Am Sonntag Abend siehe Ur. 20. 21. Siehe auch Ur. 528. 531. 534. für die drei hauptstͤnde. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. heinr. Jaak() ca. 1400. Ursprüngliche form im Anhang. 51 8 7 + 2 S... + J.==. —— I XIXL l I — =2=——— — 1 LI herr, hö⸗re, herr, er hö-re, breit + I 2* 1 4— —— + H3! 1 I I I + 1 — +—— 2 +* +— 122—3———.— dei nes na⸗- mens ch- re an-len or⸗- ten E— + 1 +*— +——3 — I 833.3.——.2 2 +—3 EEE— 1 1—2 I ů—.: 1 2—— 1 hän-de, schütz sir che, O-brig⸗Reit und haus! 2. Nch laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen ju unsrer Seelen Nutz! Bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahr; heit spotten, biet allen deinen feinden Trutz! 3. Gib du getreue Cehrer und unverdroßne hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernte reiche früchte ein! 4. Gib unserm stönig Glücke, laß deine 6nadenblicke auf den Gesalbten gehn, schütz ihn auf 5⁰ seinem chrone und lasse seine srone allzeit in vollem Glanze stehn! 5. Laß alle, die regieren, ihr nmit getreulich führen, schaff jedlermann sein Recht, daß fried und Treu sich müssen in unserm lande küssen, und segne beide, herrn und senecht! 6. Wend ab in allen önaden serieg, ßeuer, Wasserschaden, treib Sturm und haͤgel ab, be⸗ währ des Landes früchte und mache nicht junichte, was deine milde hand uns gab. Beruf u. Stand 7. Gib uns den lieben friede, mach alle feinde müde, verleih gesunde Luft, laß keine teuren Zeiten in unsre õrenzen schrei⸗ ten, daß man nach Brot ver⸗; gebens ruft. 8. Die hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst ver irret gehn. Die Litiwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um hülfe flehn. 9. Sei Vater aller stinder, der Schwangern ihr Entbinder, gib Säugenden 6edeihn, zieh unsre zarte Jugend zur frömmignkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. Eigene melodie. Str. 1. 10. omm als ein Arzt der sranken, und die im lauben wänken, laß nicht jugrunde gehn! Die Alten heb und traͤge, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der Verfolgten Stütze, dlie Reisenden beschütze, die Ster · benden begleit mit deinen En⸗ gelscharen, daß sie im frieden fahren ju Zions freud und herr; lichkeit. 12. nun, herr, du wirst er⸗ füllen, was wir nach deinem Willen in demut jetzt begehrt. Lir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen, so ist ge⸗ wiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck g. 1672 1+ 1737. fürbitte für die obrigkeit. Str. J altkirchlich. Str. 2 Joh. Walther 1566. + +.— jj—— — — +— 519—5 Ver⸗leih uns frie den gna⸗dig ⸗lich, herr + I— * 1— — LI + L 6ott, zu un⸗-sern Zei ten! éEs ist doch ja kein + 1 1. — ——*— +* du un- ser Gott eruf u. Stand 4 + 1 —.—— I ½ 1+. 2.— * 1 0-brig⸗ keit fried stö ni ge und al ⸗ler 2 II I +* unl gut Re ⸗ gi⸗- ment, daß wir un ⸗ ter ih nen ein ge⸗ ru⸗ hi⸗ ges und stil ⸗les —. ⁵ r Eans, 4‚—— J.—— 4— 4+.—. S—.——— ceben füh-ren mö⸗ gen in al⸗ler Gott-se⸗lig⸗ * x 2————— 1 1 4 + + + + II— 1 I 1...——.! 1 —— 2—— D keit und! khr- var⸗keit. 1A men. b. I martin Tuther g. 1483 1 1546. U. 2 Johann Walther g. 1490 1570. mel.: herr Jesu Christ, meins Lebens licht. 16²⁵. ** 24.—. 1.—————— o hei⸗U⸗ ge drei⸗ei⸗ nig-keit, ö 2 12 I——4 1 ———.—*SIIIJ—..————— +* er ⸗ halt uns uns- re 0; brig ⸗keit, die dei ne treu ⸗e ba ⸗ter-hand ge⸗ set⸗zet selbst in die ⸗sen Stand. 57¹ Beruf u. Stand I 2. dein guter beist sie leit und 3. damit wir führen unter ihr ö führ und segne ihr Tun für und ein still geruhig leben hier und b für, daß sie voll Weisheit und dermaleinst mit ihr, mein hort, fl verstand regiere christlich ceut vestehen wohl im himmel dort. 6 und Land, Amilie Zuliane, õrafin zu Schwarzwurg⸗ l 8 8 Kudolstadt g. 1637 + 1700. Mel.: herzlich lieb hab ich dich, o herr. 5 2 Ursprüngliche form im Anhang. 15⁷⁷. V. I +—. + 12— +— den sö-nig schüt-je dei-ne macht! er, du, der in ihm so viel uns gibt, schenn I 4———— I— + EIEEE NV 2 dder für uns⸗ re Wohl⸗fahrt wacht, ist uns von dir ge⸗ ihm, der vä⸗ ter lich uns liebt, das froh ⸗ste, läng · ste N I—— A — I 1 +—— — T* I ge⸗ben. A. ö ceabeitr att schütt auf ihn und auf sein haus die — 1 —.——.— ** +7 2+ 2 be⸗ sten dei- ner se⸗ gen aus, laß sei ⸗ner Rä⸗te + 1 I. 1— Tun ge⸗deihn, Recht, ord⸗-nung, Treu das Land er⸗ IV.* V*7* * ——— ö ö— 1—. freun! herr un ser sott, in dei⸗- ner hand ist HN II + I I N 1 ———— ö un⸗-ser Land, be⸗ glück es, seg ne je⸗ den Stand! N 57² 2. Uernimm der Leidenden õe; bet, dem, der zu dir im Clend fleht, hilf, daß er nicht erliege. Gieß Trost in jedes wunde herz, die sranken lab in ihrem Schmerz, hilf Sterbenden zvum siege! Doch du tust mehr als wir verstehn, kannst mehr ge⸗ währen als wir flehn, weißt besser, was uns nützt, als wir: wir überlassen ganz uns dir. herr unser õott, durch alles Leid der Pprüfungszeit führ uns ju deiner herrlichkeit. hannov. 6sb. 1740. mel.: nun danket alle oott. Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. 522——— + D—..— ————‚.‚‚‚‚ preis, chr und Lob sei dir, in wir bis jur Stund all-hier viel SISSSEEEEEEEE— PSPSPFPIFIFI I P——— dles⸗sen Schirm und Schat- ten er ãau u je⸗der hent ii senteh⸗Ren har⸗ ten, er r ——* X.. —. + + A2 1 2—— 1.— 8.—..— 1 I + 1 1 1 1 1 frist all mäch tig nah und fern ein herr — + — 4 1 11 + 1 1— —.. 1 und hel fer ist des 2. Du hast ihm lebenslang den odem treu bewahret und auf manch strengem õang dich huld⸗ voll offenbaret; du hast in seiner hand das Zepter stark gemacht und unser Vaterland mit rei⸗ chem Gut bedacht. stö ⸗nigs, un-sers herrn. 3. Du wollest deinen Geist auf seine Stirne legen, der klar ihn unterweist, des hohen Amts zu pflegen; du wollst oerechtigkeit und milder önade Lust ihm stellen an die Seit, ihm pflanzen in die Brust. 57⁵ Beruf u. Stand AEEIE 4. Du wollest allezeit in deinem bleis ihn lenken und Zucht und frömmigkeit in ihm dem Lande schenken, auf daß er Vorbild sei von jeder Tugendart und hülf und Schutz verleih, wo man den 6lauben wahrt. 5. Du wollest seine Treu vergel⸗ ten durch die Treue, womit ihn täglich neu ein gutes Volk er⸗ freue, daß dein õebot im Bund von ihm und uns gescheh, und seines Thrones õrund in unserm herzen steh. 6. O segne, was wir flehn an seinem Jahresfeste, und gib zum ohlergehn ihm deiner õaben beste! 6ib, daß ers nie vergißt noch wir, wie du so gern ein herr und helfer bist des sönigs, un⸗ sers herrn. starl 6. Grüneisen g. 1802 4 1878. für den hausstand, für cheleute und Eltern. mel.: 0 Gott, du frommer Gott. Mel. 2. 1693. 323— * 1—— — 1+ + 1 Caß dich, herr Je ⸗ su christ, durch komm in mein haus und herz und — 4 X EH 1H— + 1 — 6——I‚.— 4.. *— * mein 6e⸗ bet be⸗ we⸗ gen, brin ge mir den se⸗gen! Ar beit, müh und X* — —.. — I rrr.— stunst ohn dich nichts rich tet aus, wo du mit 1 I + I 1 4+. I EEH + 1 12— I 1 + 6na- de bist, kommt se gen in das haus. Mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. E.a Joh. heermann g. 1585 + 1647. Phil. Nicolai(7) 1500. ITII——— 524 —.—.—.—.—.—..—.— 2— + T Wie schön ists doch, herr Je⸗ su christ, Wie steigt und neigt sich dei ne Gab S IIU FE FF — 2——.— B CF 1in nrne — im Stan⸗-de, da dein Se⸗ gen ist, im Stan⸗de heil ⸗ ger und al⸗-les Gut so mild her⸗ ab aus dei⸗ner heil ⸗gen 1 + * 1 — 4 H Al- ten, die im or⸗-den Ei⸗ nes Le⸗bens ei nig wor⸗den. 2. Uenn mann und Weib sich wohl verstehn und unverrückt beisammen stehn im Bande rei; ner Treue, da geht das õluck in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel hauf im himmel selbst sich freue. stein Sturm, kein Wurm kann jerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem pãaãr, das in ihm sich liebet. 3. Vor allem gibt er seine 6nad, in deren Schoß er früh und spat sein hochgeliebten heget; da spannt sein Arm sich täglich aus, da faßt er uns und unser haus, gleich als ein Vater pfleget; da muß ein ßuß nach dem andern gehn undwandern, bis sie kommen in das Zelt und Sitz der frommen. 4. Der mann wird einem Bau⸗ me gleich, an Asten schön, an zweigen reich, das Weib gleich einem Reben, der seine Traublein trãgt und nahrt und sich je mehr und mehr vermehrt mit früch · ten, die da leben. Wohl dir, o zier, Mannes Sonne, hauses Wonne, chrenkrone! Gott denkt dein bei seinem Throne. 5. Dich, dich hat er ihm aus⸗ erkorn, daß aus dir ward her⸗ ausgeborn das Volk, das sein Reich bauet; sein Wunderwerk geht immerfort, und seines mundes starkes Wort mächt, daß dein Auge schauet schöne Söhne, Töchter züchtig, die fein tüchtig nähn und spinnen und mit stunst die Zeit gewinnen. 6. Sei gutes uts! wir sind es nicht, die diesen orden aufge⸗ richt, es ist ein höhrer Vater der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste freund und Ra⸗ ter; Anfang, Ausgang aller Sachen, die ju machen wir ge⸗ denken, wird er wohl und weis⸗ lich lenken. 57⁵ Beruf u. Stand 7. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, dla man Teides voll die cTränen lässet schießen; jeclennoch, wer sich in Gedluld ergibt, des Ceid wird Gottes huld in großen freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig, unser stönig wird behende machen, daß die Angst sich wende. 8. Wohl her, mein stönig, nah herzu! 6ib Rat in sereuz, in nöten Ruh, in Angsten Trost und freude! Des sollst du haben Ruhm und preis, wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen na⸗ men ewig loben werden. Amen. paul õerharat g. 1007 4 1676. Mel.: herr Jesu Christ, meins evens Licht. 16²⁵. + I I 22 —.— LI.S. 5— b. +——— 2—— — 1 1 —4 I —..— — Wohl ei⸗ nem haus, da de · sus christ I + + 1 + 1 3232.. 1 — 1 1 N +.—3—— 2— DZ E +— DEI 2..„nn! al-lein das All in al-lem ist. Ja wenn er nicht dar⸗ 1 1— TII I De D. 1 1 in⸗nen wär, wie e⸗lend 2. Wohl, wenn sich Mann und eib und sind in CEinem Glau⸗ benssinn verbindt, zu dienen ihrem herrn und õott nach sei⸗ nem Willen und 6ebot. 3. Wohl, wenn ein solches haus ller Welt ein Vorbild vor dtie Augen stellt, daß ohne Gottes· dlienst im õeist das àußre IDern nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet beständig in die höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und 6ottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer hand ein jegliches nach seiner wärs, wie arm und leer! Art den õeist der intracht offen · bart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläu⸗ big sind und wenn sie ind und seindeskind versäumen nicht am ewgen Glück. Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem haus, denn es gedleiht; die Eltern werden hoch⸗ erfreut, und ihren stindern sieht mäns an, wie 6ott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem hause die⸗ sen Bund: Wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein haus stehn bei dem herrn. chr. starl TCudw. v. Pfeil g. 1712 + 1784. 370 I 134483 ELeruf u. Stand mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. phil. Nicolai() 1509. 52—— *—————— Ich und mein haus, wir sind be»reit, du sollst der herr im hau-se sein, I——3 x 4 — dir, herr, die gan ⸗je le⸗bens-jeit mit Seel und Leib zu gib dei ⸗nen se⸗gen auch dar⸗ein, daß wir dir wil ⸗lig 1 —— F .. II I * ́IH — 1— —2228 dlie-nen. llie nen. ki:ne klei⸗ ne, from.me, rei · ne haus · ge · mei· ne I 7 1 HN —— T 1 HE P + 1— 4— E —. I —— SSE CEI — mach aus al⸗len! dir nur 2. Cs wirke durch dein kräftig Wort dein guter 6eist stets fort und fort an unser aller Seelen! Es leucht uns wie das Sonnen⸗; licht, damits am rechten Lichte nicht im hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, dlie wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen frieden auf das haus und alle, die drin wohnen, aus, im 6lauben uns verbinde, laß uns in Liebe allezeit zum dulden, cragen sein bereit, voll Demut sanft und linde! Liebe übe sede Seele, keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. soll sie wohl⸗ge⸗fal ⸗len. 4. LCaß unser haus gegründet sein auf deine õnade ganz allein und deine große õüte! Ruch laß uns in der nächte raun auf deine treue hülfe schaun mit kindlichem 6emüte, selig, fröh⸗ lich, selbst mit Schmerzen in dem herzen dir uns lassen und dann in õedluld uns fassen. 5. Gibst du uns irdsches Glück ins haus, so schließ den Stolz, dlie Weltlust aus, des Reichtums böse 6äste! Denn wenn das herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns dlas Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 57⁷ Seruf u. Stand EIEI 6. Und endlich flehn wir aller ⸗/ Ordnung hält, der alles liebreich meist, daß in dem haus kein ziere. Sende, sende ihn uns allen, andrer 6eist als nur dein õeist bis wir wallen heim und oben regiere. Der ists, der alles wohldich in deinem hause loben. bestellt, der gute Zucht und K. J. Pyll. Spitta g. 1801 17 1850. Eigene melodie. C. f. Becker 1841. 5 2 7 4.— I + 1 4— +*— 2.. + L + +———j————— 0 se 7 lig hãus, wo man llich duf · e· wo un⸗-ter al⸗len Gä⸗sten, die da + 1 + 1 — I + + 12— DE —*.3—....—— I 2—— 1— — —*—* nom⸗men, du wah ⸗rer See⸗len⸗-freund, herr Je-sus kom-men, du der ge⸗fei ert ste und lieb ⸗ste ——5 wo al ⸗-ler her ⸗ zen dir ent · ge⸗gen schla⸗gen, und 5 —3 + 1.— + 12 IPPPPU———————————————— al- ler RAu- gen freu dig auf dich sehn, wo I 7* + + 4—́I 4 14 +—..— H+ 2—41 IE 23. al- ler Lip pen dein 6e⸗ bot er⸗ frã—gen, und I 1—. — 2•——— — X al- le dei- nes Uinks ge ⸗ wär⸗ötig stehn. 2. O selig haus, wo mann und6laubensgrunde anders ist ge⸗ Weib in Einer, in deiner Liebe sinnt; wo beide unzertrennbar Eines Geistes sind, als beide CEi⸗an dir hangen, in Lieb und Leid, nes heils gewürdigt, keiner im õemach und ingemach, und nur 18 II 1111 2U E Peruf u. Stand bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag. 3. O selig haus, wo man die lie· ben stleinen mit händen des 6e⸗ bets ans herz dir legt, du freund ler stinder, der sie als die Seinen mit mehr als mutterliebe hegt und pflegt; wo sie ju deinen fü⸗ ßen gern sich sammeln und hor⸗ chen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mitfreuden stammeln, sich deiner freun, du lieber heiland du. 4. O selig haus, wo senecht und magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in Einem Ekifer Mel.: Nun sich der Tag geendet hat. brennen, daß es nach deinem UWillen maͤg geschehn; als deine Diener, deine hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, dlas Ihre schaffen froh und un⸗ verdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig haus, wo du die freu⸗ de teilest, wo man bei keiner freudedein vergißt; oselighaus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher dler Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. fl. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1850. Um 1660. — u 4 328— — nun schlaf mein lie⸗ ves sin ⸗de ⸗lein, 1 24— + + + 1 —— j 1 +— + + 1+.— —————.—.—.— und tu dein Aug-lein zu, denn 6ott der will dein 35— EHAH ba⸗- ter sein, drum schlaf in gu⸗ ter Ruh! 2. Dein Vater ist der liebe Gott und wills auch ewig sein, der Leib und Seel gegeben hat dir durch die Eltern dein. 3. Er schenkt dir seinen lieben Sohn, den schenkt er in den Tod: der Kam auf Erd vom himmels· thron, half dir aus aller Not. 4. Er schickt dir seine Engelein zu hütern Tag und lacht, daß sie bei deiner Wiege sein und halten gute Wacht. 5. Dem vater und der mutter dein befiehlt er dich mit fleiß, daß sie dir treue Pfleger sein, ziehn dich zu õottes Preis. 357⁰ Beruf u. Stand I EEEEEEEE 6. Das liebe Jesulein will sein dein lieves Brüderlein, drum schlaf, du liebes sindelein, so wirst du selig sein. 7. Der heilge õeist der segne dich, bewahr dich alle Zeit, sein heilger nam behüte dich, schütz dich vor allem Leid! 8. So nimm du recht an 6nade zu, an Alter und Verstand, und halte deine indesruh in Jesu mel.: erhalt uns, herr, vei deinem Wort. + Schoß und hand! nach oh. mathesius g. 1304 + 1565. Dr. Mn. Tuther(½) 1543. 529 4 2— 5 +2 V—.— Jhr El ⸗tern, hört, was Christus spricht: Den ĩ—‚..III —————————. stin⸗dern sollt ihr weh⸗ren nicht, son dern sie las⸗ sen dr, — I—— 28———2—— I zu mir nahn, daß mei⸗ ne hand sie 2. Er nimmt sie auf ins himmel⸗ reich, und was ist dem auf rden gleich? mit aller Welt Cust, õut und ehr hats bald ein End und ists nichts mehr; 3. Das himmelreich kein Ende nimmt, darein uns Jesus Chri⸗- stus bringt durch seine Lehr, dazu er will, daß man die sinder sen · den soll. 4. Gehorchet ihm und bringt sie her, daß man von Jugend auf sie — 0 seg nen kann. lehr in stirchen und in Schulen wohl, wie man Gott recht erken; nen soll. 5. hãbt ihr sie lieb mit treuem Sinn, so führet sie zu Jesu hin; wer dies nicht tut, ist ihnen feind, wie hoch er sie zu lieben meint. 6. Was hilft den stindern nur viel õeld und Acker viel in jedem feld? Wer sie von 6ott recht lehren läßt, der tut für sie das Allerbest. nach cudw. heimvold g. 1532 + 1508. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. 530——.— H2 +L + 1 IZ. 1 4 I 2 1 +— Sor- 9e doch für mei ⸗ ne sin-der, ob sie gleich vor dir sind Sün-der, 380 va-ter, nimm dich ih ⸗rer an! und durch dei · nes sind sie dir doch zu ge ⸗tan Soh⸗-nes Blut gleichwohl dein er⸗ worbnes õut, dar · um I + +— + I———— N —— I +— wirst du sie aus 6na⸗den wohl be⸗ schutzen und be⸗ rã ten. 2. Sie sind dir von tindesbeinen und von ihrer ersten Stund zu; geworfen als die Deinen,) und durch deinen önadenbund hast du sie in ihrer Tauf väterlich ge⸗ nommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines keiches Erben. 9 Pf. 22, 11. 3. Du hast sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr als väͤterlich gewehret, der sie hier und überall hätte leicht⸗ lich umgestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vater⸗ treue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sollt ich nicht für solche õüte immer dir verpflichtet sein und mit dankbarem 6emüte solchen 6lücks⸗ und Segensschein rüh · men und vor sedermann deine Wohltat jeigen an, ach so müßt ich ganz vermessen Gottes, mei⸗ nes heils, vergessen. 5. Sammeln andre großeschätze, dlaß ihr haus in solchem heil sich an Geld und õut ergetze, so bist du mein einzʒig Teil. Bleib auch meiner sinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem streuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 6. Schütze sie vor bösen LCeuten und vor der Verführer Schar, daß ihr fuß nicht möge gleiten. Caß sie ihrelebensjahr in der Tugend bringen ju, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle õrab ver⸗ senken und die Seligkeit uns schenken. 7. sönnen sie in diesem Ceben hier und wo es dir gefällt was zu deinen chren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Tun und Lassen stets in ihre herzen fassen. 8. Endlich wenn die Zeit ver⸗ flossen, daß sie diese ebenszeit hãben ehrlich hier genossen und sie in die wigkeit ihren ẽintritt 581 Beruf u. Stand IEEEEI sollen tun, so laß alle Schmerzen ruhn und laß sie in ihrem Ster⸗ ben glaubensvoll den himmel erben! 9. Gönne mir die große freude, llaß am lieben jüngsten Tag nach so vielem sreuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier und die sein · dler, die du mir hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein nam geehret! Cudw. heinr. Schlosser g. 1665 1 1723. für ginder. mel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. 2 + 1 — + Dr. Mn. Cuther(7) 1543. V — 2— 4 + I +— * 531 LG * — 2 Uch lie⸗ ber Gott, be⸗ hü⸗ te mich und *— 1 + + — ——— E— — mei⸗ ne el⸗tern gnä⸗ dig ⸗lich, auch mein 6e· schwi · ster I— 1 I N — 11—— + 1 1—— ————* 1 + I. ————* 1 465— +I vor 6e⸗fahr mit dei⸗ nem star- ken Arm be⸗-wahr! 2. Und alle, die uns sind ver⸗Sünd, hilf, daß ich werd ein wandt, beschütz durch dleinerech⸗frommes seind. te hand! Behüte mich vor aller Joh. heermann g. 1585 + 1647. 33² mel.: herr Jesu Christ, meins Lebens Licht. 16²⁵. 2 +— SSISSS...— nun hilf uns, o herr je- su cshrist, 553 — E — + ITZ. —.—— D —— der du einst hier ge we⸗sen bist ein freund ⸗i- ches und — — — — 1 + 1 I — + + — 1 1 — I—* I 7 — 1—— from mes seind, ohn al⸗le Schuld, ohn al- le Sünd. 382 E Leruf u.Stand 2. Vir stinder bitten ines nur‚ 3. 6ib deinen Geist in unsre versags nicht, herr, der Rreatur: Prust, hilf lernen uns mit kin; hilf uns in deinem Willen ruhn, deslust, damit wir legen rechten lehr uns nach deinem Vorbildõrund und ewig stehn in deinem tun! Bund. Böhmische Brüder(). Elgene melodie. 1784. 533 EEE Weil ich Je⸗ su Schäf⸗lein bin, freu ich E 44 I—..— Z— x—.— —* mich nur im mer hin ü⸗ ber mei nen gu⸗ ten hir⸗ten, —.— na.—4 /˖ SSSISII..— der mich schön weiß zu be⸗-wir- ten, der mich lie- bet, P P.—— + 2——..— — 2——— der mich ͤkennt und bei mei⸗ nem na⸗- men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab geh ich aus und ein und hab unaus; sprechlich süße Weide, daß ich keinen hunger leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein, da ich sein bin und er mein? denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des hirten Arm und Schoß. brunnquell hin. Amen, ja, mein 6luck ist groß! henr. Cuise v. hayn g. 1724 T 1782. Eigene melodie. 1856. 33 4——— mü⸗- de bin ich, geh jur Ruh, ◻++ f— 4— I. Har 10—— Im SS———— 58³ Beruf u. Stand EUEI — + +— — + Hu ⸗ gen dein ü⸗ ber 2. hab ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an, dei⸗ ne õnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner hand, mei nem bet ⸗öte sein! alle menschen groß und klein sollen dir befohlen sein. 4. sranken herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu, laß den Mond am himmel stehn und die stille Welt besehn! 1816. Cuise hensel g. 1708 4+ 1876. für Ditwen. Mel.: Zion klagt mit Angst und Schmerzen. Joh. Crüger 1640. 335—— —— 1 +— + 1 nichts Be⸗ trüb⸗-ters ist auf Er-den, als Wenn ar⸗ me UWit- wen wer⸗den, 12 + EAI 1———— nichts kann so zu her⸗zen gehn, wenn ver⸗laß- ne Wai⸗ sen stehn 90—— ne va⸗ ter, oh · ne + —— +—.— +—.— * 4* ——... 1.— I. 1 mut, oh ⸗ne freun ⸗de, oh- ne 6ut. UWit-wen sind ver⸗ ——.—— I N 4 I I + 1 I laß ⸗ ne frau⸗en, wer tut auf die Wai⸗sen schau-en? 2. Witwen sind in Gottes Ar⸗ men, Waisen sind in õottes Schoß; ihrer will er sich erbarmen, wär dlie lot auch noch so groß. Ein solch ungerechter mann tastet 6ottes Augen an, der die armen Waisen drücket und der Witwen herz bestricket. —— 3. Wenn sie bleiben in den Schranken, darein Gott sie hat gestellt, und von seinerTreunicht waäͤnken, weil er sich zu ihnen hält, sollen sie im himmelsschloß werden alles ummers los. Da soll nicht mehr, wie auf Erden, Witwennot gehöret werden. nach michael hunold g. 1621 4 1672. Eeruf u. Stand Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. heinr. Naak(/) ca. 1400. 1 7 1— 3 Ursprüngliche form im Anhang. + 1 N + 1 1 LI Auf 6ott nur will ich se⸗ hen, er hört der Wit wen fle-hen, sieht ih re drä⸗nen *2*— 224 + I. 1 1 D— SSSSE————— 14— + LII 1— an; in je⸗dem Schmerz und lei-de ist bott mir trost —— EEAEEEEE EESEEEEIEEEFHA . und freu de, mein fels, den ich um ⸗fas⸗ sen kann. 2. Wie viel, die in der ammer dlir klagten ihren Jammer, o Gott, erhörtest du! Dein väter⸗ licher Segen hielt sie; auf ihren Uegen war friede, Sicherheit und Ruh. 3. Wo seit viel tausend Jahren betrübte lDitwen waren, die hast du treu gepflegt, wenn sie dich nicht verließen und gläubig dir ju füßen des stummers schwere Cast gelegt. 4. In dir will ich mich stärken, dein Aug wird auf mich merken, und auf mein flehn dein ohr. bei Tag und nacht mit flehen will, herr, vor dir ich stehen und seufjen still zu dir empor. 5. Ich will mein Joch nun tra⸗ gen; dir, Vater, darf ich sagen, was jã mein herz bedrückt; bist du nicht in der Nähe, du, den ich zwar nicht sehe, und den mein Glaube doch erblickt? 6. Mit Ernst und frohen utes will ich nach sträften Gutes vor deinen Augen tun, will mich der Uelt entziehen, Lärm, Tand und Torheit fliehen und nur in dei⸗ nem Schoße ruhn. 7. Dann eilen meine Tage mit seder Not und Plage leicht wie ein Traum dahin; dann leg ich froh die ölieder aufs Sterbebette nieder, wenn ich zum himmel reifer bin. 58⁵ Beruf u. Stand EEEEIE 8. fort auf dem Dornenpfade! mich tröst des heilands 6nade, er träget meine UNot. Uicht ewig werd ich weinen, ich kzomme zu len einen, bald seh ich sie bei meinem Gott. für den Bergmann. mel.: Nus meines herzens 6runde. Zweite melodie im Anhang. 9.(Kommt her, ihr meine lbaisen, den herrn mit mir zu preisen, der uns erhalten kann. Dir, Gott, will ich sie bilden; schau, herr, mit deiner milden erbarmung dleine Schaflein an) nach J. K. Cavater g. 1741 1801. Bei der Einfahrt. — 1 H◻+* + L 3.. +. 5—————.. Rinm +. 6ott, der du Berg und hül= gel selbst wor⸗ in du als im Spie⸗ gel mir I—— 42..— H—4 1— ·q‚q‚IIIrI‚I..‚... II II EEE T 1 1— ö jeigst dei-ne 6ütig⸗ ar- men Er⸗ den-gast D I + L— — + + u keit, du Schöp= fer al-ler Din-ge, hör, was ich — 9e, 2. Dir, herr, vring ich vor allen mein morgenopfer hier, ach laß es dir gefallen! Cob, Preis und Dank sei dir, daß du in dieser lacht auf mein demütig Bitten in meiner armen hütten mich so getreu bewacht. 3. Nun will ich wieder gehen in meinen Arbeitsschacht, wozu mein herz ist dir ge⸗weiht. du mich ersehen, eh ich ans Licht gebracht. Ich will von herzen gern, so lang die räfte grünen, dir, mein 6ott, treulich dienen, und meinem Landesherrn. 4. Uergib mir meine Sünden, llie ich bisher getan, und laß mich 6nade finden, schauchristilDun⸗ den an! Nch schenk mir deinen 55⁰ 3* EE Leruf u. Stand Geist, damit ich deinen Willen maͤg jederzeit erfüllen so, wie dein Wort mich heißt. 5. O herr, wenn ich einfahre, gib, daß mein herz vedenkt, wie bald man von der Bahre mich so ins 6rab versenkt, bis du, mein Le⸗ bensfürst, einst meines Leibes õlieder aus dunklen 6rüften wieder zu Tage führen wirst. b. Wenn ich mein Werk beginne bei meiner Arbeitsschicht, so len⸗ ke herz und Sinne auf deines ortes Licht! Laß mich so Tag als naͤcht nach solchen Schätzen gra⸗ ben, die nichts vom Eitlen haben, das Sorg und stummer macht. 7. herr, segne die õewerken und gib õedleihen hier, laß deine straft mich starken zur Arbeit für und für! Veredle 6äng und luft durch deinen milden Segen, mit stetigem Vermögen in jeder fahrt und Gruft! 8. Laß deiner ngel Scharen stets meine Wächter sein, die mich, dein stind, bewahren, wenn ich fahr an und ein. Laß keine fahrt eingehn, laß keinen Bau ein⸗; brechen, hilf, daß in allen Zechen wir deinen Segen sehn. 9. Zuletzt laß mich stets denken an jene himmelsstadt, wo man ohn Sorg und stränken dich selbst und alles hat. Da darf ich weiter nicht nach eitlen Schätzen graben, dlã werd ich alles haben, was mir allhie gebricht. nach der Ausfahrt. mel.: Jesu, meine freude. Joh. Crüger 1656. *„ X + + 8 I P— + 1 — I 4 4 — 1 + I — —— 6nä- dig ⸗ster Er ⸗ bar- mer, zu dir Du häst heut aus 6na⸗- den mich vor L I I———.— EE komm ich Ar⸗ mer nach voll-brach- ter fahrt. al lem Scha- den als dein kind be-wahrt.) 1 1 + — + * + 2 1 + 4 I I — EHA I — 1 2 —. 8— 2.—— —33——— Kei ne not, kein keid, kein ol hat, o ba ter, 1— 1. x N 7 4 12— II EE EEEE— 1 x + 4 1——— 221 X..— mich be⸗ rüh ⸗ret, weil du mich ge⸗ füh-ret. 5⁰⁷ Beruf u. Stana ENEEIE 2.0 wie war mein Leben von 6efahr umgeben in der tiefen selust! Wetter, SZruch und ände drohten mir das nde in der fin · stern õruft. Doch du hast bei aller Cast deinen Schutz an mir erneuet und mich nun befreiet. 3. herr, auf meinen Wegen hab ich leinen Segen überall gespürt. Du hast meine tritte und all mei⸗ ne Schritte gnädiglich regiert. nun kaͤnn ich mit freude dich, meinen hort und helfer, preisen und dir Dank erweisen. 4. Jã dich will ich loben hier und einst dort oben und mich deiner freun. Stets soll mein emüte für die große öüte fromm und dankbar sein. Doch, mein Licht, verlaß mich nicht, schütze ferner Ceib und Seele, die ich dir be⸗ fehle. Bei Bergfesten. mel.: Nuf dich hab ich gehoffet, herr. 15. Jahrhundert. 1 1 I 330 ö — — + 1 4 1 + II o serg⸗werks-schöy- fer, hoͤch ster I + +. 2——..—.— — + 1— 1 3——— 1 6ott, all⸗mäch-ti ger herr 3e- ba oth, sei von uns — I +— 1 + 12 + + I + I + 4 + 1 + 1 + + 82 1 N— II— hoch ge⸗ prie„ sen! zu al- ler Stund, aus —2 * I— + 7 3.— H 1 1—.—— E * 4—.——————— —* her ⸗-jens grund sei dir Lob, Chr er ⸗ wie-sen! 2. Dein Allmacht ist doch lobens · wert, du hast geschaffen in der kErd nach deinem Wohlgefallen undschenkst uns frei öold, Silber, Blei, auch allerlei etallen. 3. Die õang tust du veredeln gar und lässest auch noch immerdar Er wachsen in der Erden; dein göttlich seraft stets Mittel schafft, dlaß wir erhalten werden. 4. O reicher õott, wir bitten dich, segn unser Bergwerk mildiglich, gib Notdurft diesem eben! Dein Vaterherz woll uns gut Erz, auch reichlich asser geben! 5. Dein reines Wort bei uns er; halt, behüt die Bergleut jung und alt, tu reich Nusbeut besche⸗ ren! So wollen wir auch danken dir und deinen Namen ehren. mattyaus Wieser g. 1017 + 1078. 388 CIXIISSe⁰ni.-e &L —————;x᷑ÿ2u«a3 E eruf u. Stand Mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im anhang. Phil. Nicolai(7) 1509. ——— 3⁴⁰ II— Mit freu de will ich he⸗ ben an, den Auf, auf, ihr christ li chen Berg⸗leut, rühmt I — 1 1— +1 2— + 2. höch⸗sten ott, so viel ich kann, zu lo⸗ben und ju 6ot⸗tes groß All⸗mäch=tig ⸗KReit, heift mir sein cob ver⸗ + + 4 IEEE. 2— —— 12— I—.— nehren?) kroöy.lich, ev⸗uch ju⸗ vi⸗uie ret, tri- um⸗ meh⸗ren! —— J..—— 1 + + 1— +.J.. + 4.—..... 1 + + 1 N — + + + SI 1 LII — — phie⸗ret, sin ⸗get al⸗le und lobt õott mit gro⸗Bem Schal⸗le! 2. Zuvörderst lasset uns mit fleiß dem herren sagen Dank und Preis, daß er uns hat ge⸗ schenket sein reines Wort, das höchste Eut, das Ceib und Seel erquicken tut, so oft man sein gedenket. fröhlich, lieblich ju⸗ bilieret, triumphieret, singet alle und lobt 6ott mit großem Schalle! 3. Glück, heil und Segen man⸗; nigfalt, Nahrung daʒu für Jung und Alt hat er nach Notdurft ge⸗ ben. Sein õnade wäͤhret immer; dar; sie hat nun lange Zeit und Jahr gefristet unser Leben. fröh · lich, lieblich jubilieret, trium⸗ phieret, singet alle und lobt õott mit großem Schalle! 4. Wenn wir ausfahren oder ein, sendt er uns seine Engelein, dlie himmlischen heerscharen, und tut denselbigen Befehl, sie sollen unser Leib und Seel vor allem Leid bewahren. fröhlich, lieblich jubilieret, triumphieret, singet alle und lobt dott mit großem Schalle! 5. herr Jesu christ, du edler hort, erhalt uns nur dein reines Wort, drum wir dich herzlich bitten. Tu auf dein reiche milde zand und segne unser ganzes Land, all Bergwerk und Schmelz⸗ hütten! hilf, herr, vescher ölück auf Erden, bis wir werden ju dlir kommen, in den himmel auf⸗ genommen. matthäus Wieser g. 1017 4 1678. 389 Seruf u.Sand IIE mel.: Nch ernennet, levste Seelen. Ioa. 541 1 E. f.— 2 freut euch sehr, ihr Berg⸗leut al-le, lo- bet 6ott mit vol⸗ lem Schal-le, —— II 11 ui 1 0 11 LI + 4 U + EI die ihr rech te chri⸗sten seid, dan ⸗ket sei⸗ ner 6l-tig- keit, Hnere iien +— 22 x 2—— Wort ge⸗ ge-ben und den heil⸗gen 6eist da ⸗ zu, daß er 4 +.— +— — II — +— 3— 7 H. fri stet un⸗ ser Le⸗ ben und 2. Cob und Dank solln wir er⸗ weisen der heilgen Dreieinig⸗ keit und des herren Namen prei⸗ sen, der uns treulich hülfe leiht; in dem himmel hoch dort oben singen ihm die Engel fein, hier auf Erden solln Gott loben all, llie seine Diener sein. 3. Brot und Wein wächst aus der Erde und der menschen herz erfreut, daß uns allen sichtbar Werde seine õüt und freundlich; keit; Gold und Silber, Erz und Steine haut man aus den ber; gen viel, davon leben roß und scleine, wer sich redlich nähren will. ver ⸗leiht uns fried und Ruh. 4. Tief wir Bergleut sind ver; borgen in den Schächten tief und lang, trauen ott und wolln nicht sorgen, loben laut ihn mit besang; Schlägl und tisen führn in händen, das soll unsre Nah⸗ rung sein, ott woll uns sein kngel senden, fröhlich fahrn wir aus und ein. 5. Wagen müssen wir das Leben in das edle Bergwerk'nein, uns tief unter selüft begeben, hauen Erʒ aus festem Stein; olück und Segn bedürfen alle, ei, das geb uns Gott mit freud, daß wir lo; ben ihn mit Schalle hier und dort in wigkeit. matthäus Wieser g. 1017 1 16rs. Lrrr NXN ieder⸗für⸗besondere: Zoiten-uDerhältnisse SSFFSPFSIISSSSSS Bei strieg und frieden. ——.— Eigene melodie. 1601. 54½ Ddu frie⸗ de⸗äfürst, herr Je⸗ su christ, ein star ker Uot⸗- hel⸗fer du bist * * * I + währ mensch und wah ⸗rer nn drum wir al⸗ lein im Le- ben und im tod. 1— +* 1— + Z— H ———.. + 42.—* 12 H+ꝗ SSS......... T——— im na- men dein zu dei⸗ nem ba⸗ter schrei⸗ en. 2. Recht große Not uns stößet an von srieg und Ungemaäach, daraus uns niemand helfen kann denn du, drum führ die Sach! Den Vater bitt, daß er ja nicht im Jorn mit uns woll fahren. 3. Gellenk, herr, jetzo an dein Amt, daß du ein friedfürst bist, und hilf uns gnädig allesamt setzo zu dieser frist! Laß uns hin⸗; fort dein göttlich Wort im fried noch länger schallen! 4. UVerdienet habn wir alles wohl und leidens mit eduld; doch größer deine õnad sein soll denn unsre Sünd und Schuld; dlarum vergib nach deiner Lieb, dlie du fest zu uns trägest. 5. Erleucht doch unsern Sinn und herz durch den õeist deiner 6nad, daß wir damit nicht trei⸗ benscherz, der unsrer Seele schad. 0O Jesu christ, allein du bist, der solchs wohl kann ausrichten. Jakob fbert g. 1540 + 1614. 591 krieg u. frieden Mel.: Herjliebster Jesu, was hast du verbrochen. Joh. Crüger 1640. 343³— —— —— 1 +* I—p — herr un⸗-ser Gott, laß nicht zu schan⸗den + 1 I —— 1 1 —————— +—. 1—IV* wer den die, so in ih⸗ren nö⸗ ten und be⸗ I 1 + — 1 — —— schwer den bei kag und nacht auf dei ⸗ ne ——.—.— n j;——3—5—. ———————— 6u- te hof fen und ju dir ru ⸗sen. 2. Mache zu schanden alle, die dlich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen; ach kehre dich mit önade zu uns Armen, laß dichs erbarmen! 3Und schaff uns beistand willer unsre feinde! Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald freunde, sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein slied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ists, auf enschenhülfe bauen; mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, die feinde damp- fen. 5. Du bist der held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu amen: hilf, helfer! Amen. joh. heermann g. 1585 + 1647. Mel.: Da christus geboren war. Vorreformatorisch. 5 44 4 1— I 1+. 4—— +— 1 Dn +1 IIIII LI 2— 2 SEESSSSS— Treu- er Wäch ⸗ter . J75 rã-el, des sich E * 392 DDDIDRDR R II Kkrieg u. frieden — 2.—— I 1⁴0 ——ßꝛ;t—— I — BR — freu⸗et mei- ne Seel, der du wei⸗ßest al-les(eid 4—— +— I II ar · men hri- sten- heit, o dlu 1I 1—— r T N IAI — VI II I *4. Wäch⸗ ter, der du nicht schläfst noch schlum-merst, 1—— + 1 4 4 I I 4 + 1 +— +*—— S22 + 4 3....—.— — I EII.......—— + 1.— ju uns richt dein hülf-rei-ches 2. Schau, wie große not und Oual trifft dein Volk jetzt über; all; täglich wird der Trübsal mehr. hilf, ach hilf, schütz deine Lehr! Wir verderben, wir ver⸗ gehn, nichts wir sonst vor Au⸗ gen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. hoherpriester Jesu christ, der du eingegangen bist in den heil⸗ gen ort zu õott durch dein freuz und bittern Tod, hast versöhnt uns durch dein Blut, ausgelöscht dler hölle olut, wiederbraͤcht das höchste Gut, 4. Sitzst auch heut ins Vaters keich, ihm an macht und Chre gleich, unser einger önaden⸗ thron, seine höchste Ffreud und seron, den er in dem herzen trägt, wie sich selbst zu liehen pflegt, dem er keine bitt ab; schlägt: 393 An-ge»sicht! 5. släglich schreien wir zu dir, klopfen an die 6önadentür, wir, dlie du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum, dein Er; bärmen haͤt kein End, deines baters Zorn abwend, der jetzt wie ein feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus hülfe leist! hilf mit deiner staͤrken hand, Menschen⸗ hülf hät sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem feinde davor grau und mit Zit⸗ tern sie anschau. 7. Treuer hort Immanuel, du Beschützer meiner Seel, õott mit uns in aller Hot, neben uns und in uns Gott, õott für uns ju aller Zeit, Trutz dem, der uns tu ein Ceid! Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Iaß setzt sehen deine macht, Krieg u. frieden drauf wir hoffen Tag und lacht, unsrer feinde Schar zertrenn, dlaß dich alle Welt erkenn, aller herren herren nenn. 9. Andre traun auf ihre fraft, auf ihr 6lück und Kitterschaft, leine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Caß sie werden nicht zu schand, bleib ihr helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der held und mann, der den sriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar ver⸗ brennt und der menschen herzen wendt, daß der frieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer friedensfürst, der der Schlange hat zerknirscht ihren sopf durch seinen Tod, wiedlerbracht den fried bei Gott, gib uns frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich, da⸗ für ewig preisen dich. Joh. heermann g. 1585 + 1647. mel.: nun lob, mein Seel, den herren. 154⁰. 5 4 5 4„ E2 1 1 + 1 + +—2— +. 4 97. HIAII 1 2D 4 + +7 338 7 6ott Lob, nun ist er ⸗ schol len das daß nun⸗mehr ru⸗ hen sol- len die I II + 1 1 1 1 + + 1 1 1 I— 2 2—.—— + LII T ecl ⸗le fried- und freu Spieß und Schwer ter und den-wort, ihr Mord.) wohl-auf ung — N 1 1 I +*— 1 nimm nun wie⸗ der dein Sal- ten-spiel her wor, o 1 + 4 4 + —— S—— 7 „I.... EAE — Deutsch⸗-land, und sing Cie · . —..— ũ der im ho- hen, vol ⸗len XEVI +—— .2 1 1 +* 1 +.— 1 1 — In + Chor! be srieg u. frieden + 1 1 +— — e H 1 Hizz E ———.— 4—5..— 4..— 53—— dei nem 6ott und sprich: herr, dei- ne I 2... ·...... I 1607½41 2——————— — I +——.— — + +* nad und 6U= te bleibt 2. Wir haben nichts verdienet als schwere Straf und großen zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sün⸗ dendorn. Wir sind fürwahr ge⸗ schlagen mit harter, scharfer kut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der rieg und sein Geschrei. 3. Sei täusendmal willkom⸗ men, du teure, werte friedens· gah! Jetzt sehn wir, was für frommen dein Beiunswohnen in sich hab. In dir hat vott ver⸗ senket all unser olück und heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das herʒje und löͤscht aus lnverstand die güldne freudenkerze mit seiner eignen hhand. 4. Das drückt uns niemand besser in unsre Seel und herz hinein als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen fel⸗ der, mit frischer Saat bestreut, den ⸗ noch e⸗ wig ⸗lich. jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste heid, ihr oräber voller Leichen und blutgen hel⸗ denschweiß, der helden, deren gleichen auf Erden man nicht weiß. 5. hier trübe deine Sinnen, o mensch, und laß den Tränen⸗ bach aus beiden ANugen rinnen, geh in dein herz und denke nach! Was Gott bisher gesen⸗ det, das hast du ausgelacht; nun hat er sich gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu dei⸗ nem heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. 6. Nch laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken llich schnell und plötzlich über · fällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknes uts, der friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die ehre ge⸗ ben: Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei õott leben in evbgem fried und Ruh. paul Gerhardt g. 16007 4 1670. 595 EKrieg u. frieden Mel.: nun danket alle Sott. 340 Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. +* II— 1 1 1—— 1 1 herr 6ott, dich lo—ben wir, re⸗ laß dlei nes 6ei⸗ stes 6lut in N* 7288 . K 2. 1 + I. + 1. + flamm, ach komm zu uns all⸗ hier, so sin- gen SDSDIꝑIꝑIꝑPꝑIꝑIIII‚I IIxIꝑI EE... * 1 wir mit lust: herr sott, dich lo ben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir, wir preisen deine öüte, wir rüh⸗ men deine macht mit herzlichem 6emüte. Cs steiget unser Lied bis an des himmels Tür und tönt mit großem Schall: herr Gott, dich loben wir. 3. herr 6ott, dich loben wir für deine großen önaden, daß du ddlas Vaterland von striegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: herr 6ott, dich loben wir. 4. herr Gott, dich loben wir, die wir in vielen Jahren der Waffen schweres Joch und fre⸗ chen 6rimm erfahren. Jetzt rühmet unser mund mit herz⸗ licher Begier: ott Lob, wir sind in Ruh! herr õott, wir dan· ken dir. 5. herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, spieß und Schwert jerbrochen und zer⸗ schlagen. Der Strick ist nun ent⸗ wWei, darum so singen wir mit herjen, zZung und mund: herr 6ott, wir danken dir. 6. herr Gott, dich loben wir, laß du uns jwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht ganz hast weggeraffet; es hat die Vater⸗ hand uns deine önadentür jetzt wieder aufgetan: herr Gott, wir danken dir. 7. herr 6ott, wir danken dir, daß du Cand, stirch und häuser, den edlen fürstenstamm und 596 Jahreszeiten dessen grüne keiser bisher erhal⸗ ten hast; gib ferner 6nad all⸗ hier, daß auch die achwelt sing: herr õott, wir danken dir. 8. herr ott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in stolzer kuhe leben. srön uns mit dei⸗ nem õut, erfüll jetzt nach Begier, o Vater, unsern Wunsch! herr Gott, wir danken dir. Johann franck g. 1618 4 1677. Jahresjeiten. Mel.: Valet will ich dir geben. melchior Teschner 1615. + + 1 34⁴⁷ I +— 1 + +7 —— Lie lieb lich ist der mai⸗-en aus daß sich die men⸗schen freu en, weil I N — J— 1 I I 2+.— I 1 1 2— lau-ter 6ot-tesgüt, die dier sieht man setzt al-les grünt und blüht. — ——— 1 — — — — 1 1 1— + —— + sprin gen mit Lust auf grü⸗ ner Weid, die Vög ⸗-lein —‚———II— hört man sin⸗ gen, die 2. herr, dir sei ob und chre für solche 6aben dein! Die Blüt jur frucht vermehre, laß sie ersprieß; lich sein! ẽs steht in deinen hän; den, dein acht und 6üt ist groß, drum wollst du widerwenden Meltau, frost, Reif und Schloß! 3. herr, laß die Sonne blicken ins finstre herje mein, damit sichs möge schicken fröhlich im Geist zu sein, die größte Lust ju 1o ben sott mit freudi. haäben allein an deinem Wort, dlas mich im sreuz kann laben und weist des himmels Pfort. 4. ein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem namen dein und laß mir wohl gelingen, im 6eist fruchtbar zu sein, die lümlein laß aufgehen von Tugend man⸗ cherlei, damit ich möͤg bestehen und nicht verwerflich sei. Maͤrtin Beym g. 1557 + 1622. 59⁷ Hik. herman(5) 1560. — I + — 1 —.—— 6eh aus, mein herz, und su ⸗ che .— H2 2——— 2———..— + + + I + +.... + 1 1— I I— freul in die ⸗ ser lie⸗ ben Ssom⸗-mers⸗jeit an H— u e 2—— SPIPSPIPIPIPISIIIIIIIIIII. — E. ddei-nes Got-tes 64-ben, schäau an der schö⸗ nen —————— I——. + +—— + 2—.— Haͤr ⸗ ten zier und sie he, wie sie mir —.̃—— 5 L +— * +.—— 2 u AH und dir sich aus ge⸗- schmük-ket had-ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Stãub mit einem grünen seleide; Harzissen und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an als Saãlomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in dlie Iuft, das Tãublein fleugt aus seiner seluftꝰ) und macht sich in die Wälder; die hochbegabte lachtigall ergetzt und füllt mit ihrem Schall Berg, hügel, Tal und felder.) Jerem. 48, 28. 4. Die olucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und be⸗ Wwohnt sein haus, das Schwälb⸗ lein speist die Jungen; der schnelle hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner höh ins tiefe 6ras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich in ihrem Rand mit schattenreichen myrten; die Wiesen liegen hart dlabei und klingen ganz vom lustgeschrei der Schaf und ihrer hirten. 6. Die unverdroßne bienen⸗ schar fleugt hin und her, sucht hie und dar ihr eclle honigspeise; des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und straft in seinem schwachen Reise. 3098 — Hiu E RW— II—- 9 Jahreszeiten 7. Der Weizen wächset mit 6e⸗ walt; darüber jauchjet Jung und Alt und rühmt die große Güte dles, der so uberflüssig labt und mit so manchem 6ut begabt dlas menschliche 6emüte. 8⸗Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem höchsten klingt, aus meinem herzen rinnen. 9. Nch, denk ich, bist du hier so schön und läßt dus uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dlieser Welt dort in dem rei⸗ chen himmelszelt und güldnen Schlosse werden? 10. Welch hohe Lust, welch hel⸗ ler Schein wird wohl in Christi Garten sein? Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit eingestimmtem und und Stimm ihr halleluja singen? 11. 0 wär ich da! 0 stünd ich schon, ach süßer õott, vor deinem Nel.: Erschienen ist der herrlich Tag. Thron und trüge meine Palmen! so wollt ich nach der Engel Weis erhöhen deines Hamens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, Weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht ganz stille schweigen; mein herze soll sich fort und fort an diesem und an allem ort zu deinem sobe neigen. 3. hilf mir und segne meinen beist mit Segen, der vom himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, daß der Sommer deiner 6nãd in meiner Seele früh und spat viel 6laubensfrücht erziehe. 14. ach in mir deinem 6eiste kaum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich wohl bekleiben“). Verleihe, daß ju deinem Ruhm ich deines õartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben.*) fest wurzeln. 15. Erwähle mich jum Paradeis und laß mich bis zur letzten Reis an Ceib und Seele grünen, so will ich dir und deiner Chr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen. paul õerharat g. 1607 4 1670. Uik. herman 1560. + 4 * 4⁰ 2 L * XS ——2. — 14.59——— —— 1 1 2 6ott Cob, nun kommt die früh ⸗Ungs· V * I 1 2 + + 1 — 1 — an ——— I I + + — 1 1 — * — * — D zeit, da sich die gan-ie Weit er ⸗ neut, es 39 grünt, es blüht, es singt und springt, daß V— 2Z.——.——— +Z.— I +. I 1 I 2 + EI + 4*.—.——.—..—— I ——— 1— 6ot-tes Lob und Ruhm er⸗klingt. hal le lu⸗-ja! 2. Mein 6õott, gib mir bei dieser freud des herzens wahre Dank⸗ barkeit, daß ich dir diene für und für und sing dir fröhlich dlort und hier. halleluja! Joh. Olearius g. 16011 7 1684. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. Uik. herman 1560. 550 + E 1 SZSISZSZ..nn IEE 2. I.I LI 1 Gott Lob, die schö⸗ne som⸗mer⸗zeit ist 2—8— +. H 1— + 1 0 2—— 4—— 1— dã, die mir mein Herz Er freut, Caub und Graͤs 4*— + x— 12 x— ——— 149—. 4 SISZI..2—. W‚CUMWͤß al les wohl ge⸗ macht. hal le ⸗ lu-ja! 2. Mein Gott, laß mich dlieletzte Sommertag, daß man dir krntefreud erinnern meiner ewig singen mag. Halleluja! herrlichkeit, wenn Rommt der Joh. Olearius g. 1611 4 1684. boo IIN SS IPRI 5 11111 — —.——— r Jãhreszeiten nik. herman 1560. 551 * ** Gott Lob, die herbst⸗zeit jei⸗get + +=.. 1 1 I.— sich, öott seg net das Land mil- dig-älich: was V. V* I 1 1 + + — 1 1 + 1 —.— 1 I 1 1 +— 1—* 1— 1. ——. nah rung bringt, Was uns el freut, dãs 1 — 1 1 —. 1 0 schenkt uns 6ott zu die ser Zeit. hal le-iu⸗ ja! 2. Mein õott, laß deine õüt und mein herz erfreut, gib mir dort 6onad mich dankbar finden frühdeine Seligkeit! halleluja! und spat, gib mir, was hier Joh. olearius g. 1011 4 1684. mel.: erschienen ist der herrlich Tag. nin. herman 1560. 552* 1 1 1 +.. SDSDSSSE— T Gott Lob, die kal⸗ te Win-öter⸗ *—— 5 H. P— jeit bringt uns die wer te Ueih⸗nachts freud, das 1 — — IS. · ön — jahr geht aus, diie freud ist da, das 6⁰1 1 Zur hagelfeier E —— — I I 1 1 2 — + I Licht, das neu e Jahr . ist da. hal-le- lu-ja! 2. mein sott, gib mir dasmein trost, mein Licht und wahre Licht! Uenn mir gleichFreud, daß ich dir sing in Ewig⸗ Licht und freud gebricht, sei duReit. alleluja! Joh. Olearius g. 1611 + 1684. Mel.: kinge recht, wenn ottes önade. Um 1740. 1— 1 1 IIV 1— freu et euch der schö⸗ nen Er ⸗de, 1 LI .. .. — 1 I 1— denn sie ist wohl wert der freul. 0 was hat für —— 1 N —————UHUIITUJ—: ———— 3— herr ⸗lich kei · ten 2. Und doch ist sie seiner füße reichgeschmückter Schemel nur, ist nur eine schön begabte wun⸗; llerreiche sreatur. 3. freuet euch an mond und Sonne und den Sternen allzu⸗ mal, wie sie wandein, wie sie leuchten über unserm erden; tãl. 4. Und doch sind sie nur Ge⸗ schöpfe von des höchsten Gottes hand, hingesät auf seines chro⸗ nes weites, glänzendes ewand. 5. Wenn am Schemel seiner füße und am Thron schon solcher Schein, o was muß an seinem herzen erst für õlanz und onne sein! a J. pyil. Spitta g. 1801 1 1850. Zur hagelfeier. lilel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mei. I. französ. Pfalmmelodie 1547. —— Hun 4 1 0 Ua- ter, 1 1 1—+.— + 1+ dei- ne son- ne scheint auf 60² — 4——1 E 114016 ...——— 2— 2————— n 2*8499—+9w24 ———'Okt.‚.‚9 7. 2 uVur hagelfeier —— H RN I —— — 4— JI.. ....—.— 1. + —. 2. Du machst die Berg und Auen naß und läßt drauf waͤchsen Laub und 6ras, damit die Tĩere mannigfalt im feld sich nähren und im Wald. 3. Uns menschen gibst du Brot und Wein, daß unser herz kann fröhlich sein; du machst, daß es dlie ęrde bring, und unsre Arbeit uns geling. 4. Uir bitten deine 6nad und 6üt: Dein eigne Wohltat uns behüt, die frücht der Erde uns bewahr und gib uns ein geseg⸗ net Jahr! 5. Ein fruchtbar Wetter uns bescher, frost, hagel, Mißwachs von uns kehr! Wind, Regen, Tau und Sonnenschein muß dei⸗ nem Wort gehorsam sein. b. Wiewohl sich Sünde bei uns findt, denk, da wir deine stein; der sind, und tu auf deine milde hand, dein fußstapf segne unser Cand! Um Sonnenschein. 7. Den himmel mach von Wol⸗ ken rein, auf daß die Sonn beständig schein und bald er⸗ wärme und aufricht, was sonst verdirbt und wird junicht. Um Regen. 8. O Gott, erhöre unsre Bitt und teil uns milden Regen mit, daß wir genießen deine õ6ab, und auch das Uieh sein futter hab. 9. Wenn deine önad das Jahr lenn krönt, sind wir mit deinem but belehnt; tu aber dieses noch dazu und gib õesundheit, fried und Ruh! 10. Bei dir steht alles, herr, allein, wir wolln dir treu und dankbar sein und deines großen namens chr dafür ausbreiten mehr und mehr. hann. 6sv. 1640. nach Hiklas herman 1 1561. mel.: Erhalt uns, herr, vei deinem UWort. Dr. M. Cuther(7) 1543. .7 + 4 +— 2— 355 D.——— Be · scher uns, herr, das täg ⸗lich Brot, vor 60ʒ Zur haͤgelfeier +— + * 1— 1 *— E + + 1 Teu⸗ rung und vor hun⸗gers· +*——— not be⸗ hüt uns durch dein 4— 1— I .]— 1 —— 4 1 N + lie ben sohn, 6ott Va⸗-ter 2. 0 herr, tu auf dein milde hand, mach uns dein õnad und õüt bekannt, ernähr uns, deine seinderlein, der du speist alle vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre bitt, herr, auch vernimm, denn aller ding dlu Schöpfer bist und allem Vieh sein futter gibst. 4. Gedlenk nicht unsrer missetat und Sünd, die dich erzürnet hat; mel.: herr Jesu, snadensonne. 11111½1• in dem höch-sten Thron! laß scheinen dein Barmherzig⸗ keit, daß wir dich lobn in wig⸗ keit. 5. O herr, gib uns ein frucht⸗ bars Jahr, den lieben tornbau uns bewahr, vor Teurung, hun⸗ ger, Seuch und Streit behüt uns, herr, zu dieser Zeit! 6. Du unser lieber Vater bist, weil hristus unser Bruder ist; drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. ninias herman 4 1561. + * .— + + L I 1 . W.. ιι I —4 B3nt Luuti + * + = 2—— *— Das Land wollst du und sein be⸗den⸗ken mit 6e⸗pflüg ⸗tes trän⸗ken, mit + + N 1 —.—.* —— dei⸗ nem se⸗ gen reich Re ⸗ gen ma ·chen weich; laß sein b6e⸗wächs es t + + 1 + 4 I 1 + —— + D.* — ge⸗ben ur not- durft die sem —.. IIIRII e beim bewitter — +7 + 4 1— 1— 42— I — 2 1 1 + —— + ce- ben! Uir wolln dir dank · bar sein. Uincentius Schmuck g. 1565 1 1628. Beim õewitter. Mel.: Ruf meinen lieben Gott. 15⁷⁴. . 2 +2 + 4 55⁷.. a5 ein Wet- ter stei get auf. mein FJ————— 2 +. 2— 1— 27 herz, ju 6ott hin⸗ auf! fall ihm ge⸗schwind ju V — +* + ——2— 22— +— +—1—— I fu ße durch wah re Reu und Bu⸗ße, da⸗ mit gleich — + E. 2.— —— +. 2. herr, der du gut und fromm, ju dir ich gläubig komm, bitt mir aus dein Erbarmen, hab hristum auf den Armen; um dessentwillen schone, mir nicht nach Sünden lohne! 3. Durch christi teures Blut mach mir ein herz und mut, das sich nicht knechtisch scheue, das vielmehr deiner Treue in allem kindlich traue und auf dein hel⸗ fen baue. dlei- ne sün⸗den durch Chri⸗-sti Tod ver⸗-schwin⸗den. 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganʒ ergeben sein; dein flü⸗ gel wird uns decken, verjagen alles Schrecken und lassen uns aus 6naden das Ietter gar nicht schaden. 5. Wohlan, verlaß uns nicht, bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieben auch jetzt an uns sich üben! So wolln wir, weil wir leben, dir Preis und chre geben. Nmilie Juliane, õrafin ju Schwarivurg⸗Kudolstadt g. 1637 + 1700. 6⁰⁵ Bei anhalt. Dürre EEEEEE nach dem Gewitter. 558 mel.: herr Jesu, önadensonne. 15²⁴. 5 5 8. 1 1 4 — V —— + herr 6ott, nun sei ge⸗prie⸗sen, daß uns Schutz und Schirm er wie ⸗sen in I . + I 1—— + I— 2 1 — ISSHDD‚II‚ + 4.— du zu die ⸗ser Zeit der 6e⸗fähr⸗lich · keit des Don-ners, der uns schreck⸗te, V. + 1 + I 1 1— — + 2—— 1.—..—..— 2* 1 ——.. LI — — + + — I + des Blit-jes, der sich streck⸗te auf un⸗ser hof und haus. 2. Wir haben klar gesehen, herr, deine große macht, vor dir kann nichts bestehen; denn wenn dein Donner kracht, und sich dein blitz entzündet, ach Gott, ach so befin⸗ det sich alles in Gefahr. 3. Das Wetter ist vergangen, vorbei ist die õefahr, wir haben Schutz empfangen durch Gott, der bei uns war; haus, hof, õut, Leib und Leben und was er sonst ge⸗ geben blieb uns ganzunversehrt. 4. So voller oüt und 6naden ist der getreue õott, der uns be⸗ waͤhrt vor Schaden in so sehr großer Not; drum wir ihn herzj⸗ lich loben, sein Ruhm sei hoch er hoben, so weit der raͤkreis geht. 5. Laßt uns uns fertig machen, daß, wenn der jüngste Tag mit donnern und mit srachen viel· leicht bald RKommen mag, wir alle so bestehen, daß wir mit õott eingehen zur ewgen Seligkeit. 17¹⁰ Bei anhaltender Dürre. mel.: Nus tlefer not schrei ich iu dir. mel. 13²⁴. 559 x———.— —U——————— öD= Nch her⸗re, du ge⸗rech⸗ter Sott, wir mit uns rer sünd und mis⸗ se ⸗tat, daß 60⁰ I —— I — 14443 —. 11111 S E ⏑& ⁰D E.. IX 114* hä-bens wohl ver die ⸗ net un-ser keld nicht grü⸗ net,) daß vieh ung mem(schen — E——— + —— 12.———— trau-rig sein. Wenn du zu schließt den him ⸗mel —— I + SDSPꝑPꝑPSPSPSPIPSPIPIPIPIPIIII......— dlein, dann müs⸗ sen wir ver ⸗ schmach-ten. 2. herr, unsre Sünd erkennen wir, die wollst du uns verzeihen; all unsre hoffnung steht zu dir, Trost, hulf tu uns verleihen; gib Regen und den Segen dein um deines namens willn allein, herr, unser õott und Tröster! 3. Gedlenke, herr, an deinen Bund! Um deines namens wil⸗ len bitten wir dich von herzens⸗ grund, tu unsre Not doch stillen vom himmel mit dem Regen dlein! Dein ist der himmel ja allein, ohn dich kann es nicht regnen. 4. Es steht in keines andern hand, dlaß er sollt Regen geben; den himmel hast du ausgespannt, dlarinnen du willst schweben. Allmächtig ist der name dein, solchs kannst du alles tun allein,‚ herr, unser õott und Tröster! 1552. Bei anhaltender nässe. Mel.: Nus tiefer Uot schrei ich ju dir. Mel. 1 15²⁴. 1 +— 50⁰ ö I. n—. ** o ott, der du das fir- ma- ment mit der du im ⸗glei⸗chen kannst ve⸗ hend das —— N—.—— 2 —— + 4—. + 1 * Wol-ken tust be⸗ dek⸗ ken, son-nen⸗licht er wek⸗ ken, palt doch mit vie ⸗lem boꝛ 4. + 2. Die felder trauern weit und breit, die früchte leiden Schaden, weil sie von vieler feuchtigkeit und mässe sind beladen; dein Se- gen, herr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erde neigt und will fast ganz verschwinden. 3. Das machet unsre missetat und ganz verkehrtes Leben, so deinen Zorn entzündet hat, daß wir in Höten schweben; herr, wir bekennen unsre Schuld: weil wir die Buße nicht gewollt, so muß der himmel weinen. Eigene melodie. Lland sich freu-e. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast versprochen, und wohne uns in 6nade bei, dlie wir dich kindlich suchen. Wie hält so hart sich dieser Zeit dein herz und sanste freundlichkeit; dlu bist ja unser Vater. 5. 6ib uns von deinem him⸗ melssaal dein klares Licht und Sonne und laß uns wieder über; all empfinden freud undibonne, ddaß alle Welt erkenne frei, daß außer dir kein Segen sei im him⸗ mel und auf érden. Mich. Schirmer g. 1606 1673. um erntedankfest. N. R. v. Cöwenstern 1644. — — Iqũ— 2— 36¹ — + nun prei⸗set al⸗le 6ot-tes Barm⸗ LII I * . + 1 1— her ⸗zig-Reit, lob ihn mit Schal-le, wer te-ste —W 1——— 1 —.—.—.—.——.—..—.. ux +* + I•.—2—— chri ⸗-sten heit! Er läßt llich freund-lich zu sich 6⁰0⁸ SuH 22722.2.22 I 2 E —s. la-den, freu e dlich, Js- ra-el, 2. Der herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles ju fuß ihm fällt. Uiel tau⸗ send Engel um ihn schweben, Psalter und harfen ihm chre geben. 3. Wohl auf, ihr heiden, lasset dlãs crauern sein, zur grünen IWeide stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkün⸗; dlen, machet uns ledig von allen Sünden. sei⸗ ner 6na ⸗den! 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Uaters eise sättigt er alljumal; er schaffet früh und späten Regen, füllet uns alle mit seinem segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob ver⸗ mehre, werteste christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall scha⸗ den, freue dich, Israel, seiner 6naden! matthaäus Rpelles v. Cöwenstern g. 15904 + 1048. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. 30² 33—— 1 1 2— 0 Gott, von dem wir al-les ha⸗ben, du àa⸗- ber tei⸗lest dei⸗ ne G6a ⸗ben recht wie ein Va⸗- ter drin- nen aus. * dein se⸗ gen macht uns al-le reich, ach lie⸗ber oott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? doch muß die notdurft keinem fehlen, denn du weißt allen vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Cand sein Brot be; kommt aus deiner hand. 3. Du machst, da man auf hoff⸗ nung säet und endlich auch die frucht genießt; der Wind, der durch dlie felder wehet, dielbolke, so das Land begießt, des himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 6⁰⁰ nach der Ernte eE 4. Und also wächst des enschen Speise, der Acker selbst wird ihm ju Brot, es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien als wär es tot, bis zu der Ernte Jung und Alt erlanget seinen Unter⸗ halt. 5. Nun, herr, was soll man erst bedlenken? Der Wunder ist hier gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel, denn immer wird uns mehr beschert, als Wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und herz und Mund soll levenslang für unsre nahrung sagen Dank. sãspar Ueumann g. 1648 7 1715. nach der Ernte. mel.: Von sott will ich nicht lassen. I — ——..— er. Iin⸗ 5 63 Auch nach melodie Ur. 460 zu singen. 15²2. 2 4 I die Ernt ist nun zu En⸗ de, der wor⸗aus Gott * al-le Stän-de satt, + + +. —— 4 +— + 1 1 —— I 1 + V — Sse ⸗gen ein ⸗ ge-brächt, reich und fröh⸗-lich mächt. der al-te ott lebt 1 2 — 12 S««AE8c8—m — I * —R—...— — 4⁴9411 + — + noch, man kann es deut⸗lich mer Ren an so vie V I 1 1 1 7 SI.— 4 Lie bes⸗ wer⸗- ken, drum prei ⸗ sen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine 6üte, die uns dãs feld bestellt und oft uns ohne bitte getan, was uns ge⸗ fällt; die immer noch geschont, ob Wir gleich gottlos leben, die fried und Ruh gegeben, daß je⸗ der sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen hãt böses Tun verderbt, den win auf guten Wegen sonst hätten noch ererbt; doch hat ott mehr getan aus unverdienter õüte, als Mund, herz und emüte nach Würden rühmen kann. 61⁰0 1433 34 Ahei reichl. Ernte 4. Er hãt sein herz geneiget, uns Zzünder zu erfreun, genugsam sich bezeuget dcurch Tau und Son⸗; nenschein. Wards aber nicht ge⸗ acht, so hat er sich vervborgen und durch verborgne Sorgen zum Be⸗ ten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große 6naden; herr 6ott, Wir danken dir. 6. Zum danken kommt das bit⸗ ten: Du wollest, frommer ott, vor feuer uns behüten und aller andern not, gib friedensvolle Jeit, erhalte deine öaben, daß wir uns damit laben, regier die Obrigkeit! 7. Besonders laß gedeihen dein reines, wahres Wort, daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm ort dies gute Samkörn⸗· lein verlangte früchte bringe, und wir in allem dinge recht fromme Leute sein. 8. 6ib, daß zu dir uns lenket, wãs du jum Unterhalt des Leibes haͤst geschenket, daß wir dich männigfalt in deinen 6aben sehn, mit herzen, Mund und Le⸗ ben dir Dank und(hre geben. O laß es doch geschehn! 9. ommt unser Lebensende, so nimm du unsern 6eist in deine vaterhände, wo er der Ruh ge⸗ neußt, wo ihmikein Leid bewußt; so ernten wir mit freuden, nach ausgestandnem Leiden die õar- ben voller Lust. Gottfried Tollmann g. 1680 1766. Bei reichlicher Ernte. mel.: Nch erkennet, liebste Seelen. 1704. 1 + 1 T — I + + 36⁴ herr, die Er-de ist ge⸗seg⸗-net Güt und mil-de haͤt ge⸗-reg⸗ net, X I + H* — 2—— V——— I I 1 1 I——383 + I*+*— von dem ohl-tun dei⸗ ner hand, dein 6e⸗-schenk be⸗deckt das Cand.)/ X* * Auf den hü⸗ geln, + 1 I I+. I + ————.—.—. ESEE in den 6rün⸗-den ist dein Se⸗gen aus ⸗ge⸗streut; un ⸗ser 611 War⸗ten ist ge⸗krö ⸗net, un ⸗ser herz hast du er ⸗freut. 2. Aller Nugen sind erhoben, herr, auf dich zu seder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest seden Mund. Und du öffnest deine hände, dein Ver⸗ mögen wird nicht matt, deine hülfe, onad und Spende machet alle froh und satt. 3. Gnãdig hast du ausgegossen deines Uberflusses horn, ließest 6rãs und strauter sprossen, lie⸗ ßest wachsen frucht und sorn. mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und õefahr, und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 4. herr, wir haben solche õüte nicht verdient, die du getan; un; ser Wissen und õemüte klagt uns vieler Sünden an. herr, verleih, dlaß deine onade jetzt an unsre Seelen rührt, daß der Reichtum dleiner ilde unser herz zur Buße führt. 5. Hilf, daß wir dies ut der krden treu verwalten immer⸗ fort; alles soll geheiligt werden durch 6ebet und Gottes Wort. Alles, was wir 6utes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaus⸗ sprechlich reich und groß. chr. Rud. heinr. puchta g. 1808 4 1858. 565 Bei sparsamer ernte. Mel.: Was Gott tut, das ist wohl getan. 1681. — + X.I * 5.— I 1 1 I +— 1 — Was 6ott tut, das ist wohl ge⸗ Ubenn man nicht reich⸗lich ern ⸗ten +* 4—* 1—— —— — 8 1 —— — I + tan, so den⸗-ken 6ot- tes kein ⸗der. kann, liebt er uns doch nicht min ⸗der. er fieht das — 1 +. 2ͤRöer,iði. i—..—.— 1 1 her; doch him⸗mel⸗ wärts, ob wir gleich oft auf 61² 2857 2— 71 E S bei den ert 2. Was Gott tut, das ist wohl getan. Im nehmen und im 6e⸗ ben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, weil er uns liebt, und seine haͤnde müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohl getan. er zeigt uns oft den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die hoffnung legen; weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre 6üter und bessert die õemüter. 4. WDas Gott tut, das ist wohl getan. Es geh nach seinem il⸗ len. Caßt sich es auch jum hunger an, weiß er ihn doch zu stillen, cünev. 6sb. 1767. st 5— man-gel trau- rig wer ⸗den. obgleich das feld nicht viel ent⸗ hält. man kann bei wenig Brocken satt werden und froh⸗ locken. 5. Uas Gott tut, das ist wohl getan. Das feld mag traurig ste⸗ hen, wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebens- kraft, es nennt uns õottes Erben, wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohl getan, so wollen wir stets schlie⸗ ßen. Ist gleich bei uns kein ga; naan, wo milch und honig flie⸗ ßen, doch ists genung zur Sätti⸗ gung, wenn õott das Wenge seg. net und uns mit huld begegnet. nach denjamin Schmolck g. 1672 + 1737. Auf Reisen. mel.: Dies sind die heilgen jehn ebot. I3. Jahrhundert. + *2 n I T. 2 + ** VI — WI* — l In 6ot-tes na · men fah * 1 + I— wir, sein heil ⸗ ger En · gel geh uns für wie ——9.—— + — I 1 dem Volk in HA:· gyp- ten-Cand, 0¹³ das ent · uf Reisen —— ging Pha ⸗-ra ⸗- o · nis 2. herr, du wollst unser 6'leits · mann sein und mit uns gehen aus und ein und zeigen alle Steig und steg, wehre dem Unfall auf dem Weg! syrieleis! 3. So wird kein Berg noch tiefes Tal, Kein Waßr uns irren über⸗ all; fröhlich kommn wir an hand. yy ri e· leis! unsern ort, wenn du uns gnä⸗ dig hilfest fort. styrieleis! 4. herr Christ, du bist der rechte Weg zum himmel und der einge Steg; hilf uns Pilgrim ins Vater⸗ land, weil du dein Plut hast dran gewandt. fyrieleis! niklas herman 15%1. Eigene melodie. 1710. 30¹⁷ S... JITFm — 1 1 2.̃— 1 Bist du leich fer ne von Be · U + +— + + E. 1 1 42.. 12 1— 1—— kann-ten, was scha⸗ dets, da dir früh und 157 I 2—65— spät ein heer von glän ⸗ijen den Trã XI 1 1 + 4 + 1— 42— ban ⸗ten um- her um dei- nen Wa⸗ gen steht! 2. Was schadets, wenn diefreun⸗3. Die finstre nacht darf dich de scheiden, und kein Gefährte nicht schrecken, die über LCand mit dir geyt, da dich die engeli und meere fällt; will gleich dlie selbst begleiten, und Jesus dirSonne sich verstecken, dein Jesus zur Seite steht? ist das Licht der Welt. 6¹⁴ errmUWassersn. 4. Er, der die Sonne selbst for. mieret, vedarf des fremden Lich⸗ tes nicht wenn dessenweisehand dlich führet, ist dir die acht auch selbst ein Licht. 5. Ich weile hier im fremden Iande, allein in õottes kigen⸗ tum; find ich gleich lauter Unbe⸗ kannte, so kennt mich doch mein höchster Ruhm. 6. Mein hort, in dem mein herz versenket, zeigt mir sein holdes Angesicht und spricht: Mein sind, sei ungekränket, dein treuer Vater läßt dich nicht. Siehe auch Ur. 393, U. 10—15. Bei Sturm und Wassersnot. mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. Mel. 1. französ. Pfalmmelodie 1547. 568 XSSISI E +———— Uenn wir in Was · sers nö⸗ ten sein, *— EEE 1. E..... 12—.—. so ru-fen wir zu dir al lein, o treu- er Gott, und 1 1 — jv— II — 1 I 1 1 1 ——— 20 12 + E 9 I. —— Y T bit ten dich: hilf uns doch jet 3o gnä⸗ dig»lich! 2. Der Sturmwind braust und saust gar jehr, das Meer bewegt und schlägt noch mehr, das Was⸗ ser steiget in die höh und dräuet uns bei voller See. 3. Die Deiche sind gar nicht im⸗ stand, zu schützen unser festes Land, wo nicht, o Gott, dein All⸗ machtshand befestigt unser Land und Strand. 4. Drum steur und wehr, o Va; ter, ab, daß nicht das eer werd unser õrab; verhüte, daß durch deinen õrimm wir nicht im Was⸗ ser kommen um! 5. Dein Schutz sei unser damm und Deich, so sind beschützet Arm und Reich; dein Schutz halt aller orten Wach, sonst ist verloren unsre Sach. 6. Sieh, herr, nicht unsre Sün⸗ den an und was der mensch ver⸗ sehen kann, durch Jesum laß uns gnädig nach die Sünd und alles Ungemach! 7. Des Wassers schreckliche 6e⸗ walt in 6önaden hemm und rett uns baed So soll dich preisen scindesl.ind, wir auch, wenn wir erlöset sind. Christian v. Stöcken g. 1633 1684. 61⁵ SturmaWassersn.. Eigene Melodie. Joh. Falk 1822. I 5⁰9— 1 +. Uie mit grimm gem un ⸗ver⸗ + +—.— + + —* ——— stand Wel len sich be we⸗gen! nir- gends 1 1 1 + + I 1 4 1 1 —. ——— 1 1 1 +7 2. Wie vor unserm Angesicht mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Steuer bricht, wo nun Rettung finden? Wo sonst als nur bei dem herrn? Seht ihr nicht den Abendstern? christ yrie, komm zu uns auf dlie See! 3. Einst, in meiner letzten Uot, laß mich nicht versinken! Sollt ich von dem bittern Strom Well *) herr. kRet- tung, nir · gends Cand vor des Sturm-winds 4—+ 1 1 12 1 II. + 1 +I.—— I II— —— 1..———* 2——— Schlä⸗gen! ki⸗ ner ist, der in der nacht, — v Lum Ee e een 3— 12 + + J——— 1 1 1——— 1 I Ei ner ist, der uns be⸗ wacht: christ +* Fur. 1 1 P 1— —.— 1+2..— n + —————————————: 1 1* 1 I— Ky ri e), komm zu uns auf die See! auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, herr, herr, deine laubenshand! Christ sey · rie, komm zu uns auf dlie See! 4. Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen, loben dich mit heri und mund, loben dich zu jeder Stund. Christ seyrie, ja dir ge⸗ horcht dlie See! Joh. Daniel falk g. 1768 + 1820. 616 ä terbeu-Begräbnislieder DDDRDRDRDETETTETTEREEEREERE mm 1 1430 mbildung im Anhang. 6 C0—— .———....... , Ich wollt, da)ß ich da⸗ hei⸗ me ————— N ——. —— 1 +— 1 ist 65 ö wär und al- ler Ubelt Trost hätt nicht mehr. 2. Ich mein, daheim im him⸗ 7. Da sind doch tausend Jahr melreich, da ich õott schaue ewig⸗wie heut, und nichts, das dich lich. verdrießt und reut. nir 3. Dohlauf, mein Seel, und richt 8. Wohlauf, mein herz und all rr, dich dar, dort wartet dein der mein mut, und such das õut ob Ku· Engel Schar. allem Gut! 4. Denn alle Welt ist dir zu Klein‚ 9. Was das nicht ist, das schätz bir du kommest denn erst wieder gar klein und sehn' dich allzeit en, heim. wieder heim. lob 5. Daheim ist Leben ohne Tod, 10. Du hast doch hie kein Blei⸗ erz und ganze freud ohn alleben nicht, obs morgen oder heut der not. geschicht. ge⸗ b. Da ist Gesundheit ohne 11. Da es denn anders nicht Weh und währet heut und je kann sein, so fleuch der Welt viel 820. und je. falschen Schein! b1² Sterben u. Begräbnis 12. Bereu dein Sünd und beßre] 13. Ade, Welt, Gott gesegne llich, als wolltst du heut gendich! Ich fahr dahin gen him⸗ himmelreich. melreich. nach heinrich v. Loufenberg 4 1455. Eigene melodie. Vorreformatorisch. I 14 E it ten wir im se⸗ ben sind en suchn wir, der hül ⸗= fe tu, „„ —— 2 mit dem cod um- fan-gen. daß wir õnad er un gent).=ü + ———. + 4 ——.—————. die; dich, herr, er zür net hat. hei ⸗ li⸗-ger —n x H + + + 1 + I 2— 1 IS.. + I I AI H 2 2— I—. 1——.——— her re Gott, hei li ⸗ger, star ⸗ ker Gott, — V. — + I—2 4—.. Dl TZ. Lu 4.—— 2——.— 12.—— L. 1 TLII ¹ 2.—— I LE 2— hei li⸗ ger, barm-her ⸗zi⸗ ger hei ⸗ land, du V— V. 1 + + II 1+ + + I„——.— —* e⸗- wi- ger 6ott, laß uns nicht ver sin ⸗ ken ois ES SESESS E —.———.—...—.—..—.— EEEE Sterben u. Begräbnis I. 1 N 1 + EE— * 22 *— 1..— —:.—— 2— 1 in des bit-tern To- des not! sty ri e⸗lei ⸗son! 2. Nitten in dem Tod anficht uns der hölle Rachen. Wer will uns ãaus solcher Not frei und le⸗ dig machen? Das tust du, herr, alleine. Es jammert dein Barm; herzigkeit unsre Sünd und gro⸗ ßes Leid. heiliger herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger heiland, du ewi⸗ ger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen hölle õlut! fyri⸗ eleison!(Erbarm dich unser.) (Erbarm dich unser.) 3. Mitten in der hölle Angst unsre Sünd uns treiben. Wosolln wir denn fliehen hin, da wir mö⸗ gen bleiben? Zu dir, herr Christ, alleine. Uergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. heiliger herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmher⸗ ziger heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten laubens Trost! Ryri⸗ eleison!(Erbarm dich unser.) Märtin Luther g. 1483 4 1546. Uach dem Lateinischen uotkers des ältern Media vita in morte sumus. Eo. Cuc. 2, 29- 32. Elgene melodie. Dr. Maͤrtin Cuther 1524. Ursprüngliche form im Anhang. 1 +. mit fried und freud ich fahr daͤ⸗ ——5 4 + E — — +— 4.— + I 1 hin in 6ot-tes Wil ⸗le, ** —— ge ⸗ trost ist mir mein — ———— +H — H + —2 —— herz und Sinn, sanst und V. —— stil le. Wie 6ott mir ———— —— + 1 I 1 + I + + + 1 + ...—...... ver ⸗hei⸗ ßen hat: der cod inaung Str. 4. 5) ceulung Str. A. Hie—H—. ist mein Schlaf wor⸗ den. ) Bindung Str. 2.% Teilung Str.2. 019 Sterben u. Begräbnis EEEEE 2. Dds macht Christus, wahr 6ottes Sohn, der treue heiland, den du mich, herr, hast sehen lan und g'macht bekannt, daß er mir das eben sei und heil in not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt mit großen önaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen la⸗ den durch dein teuer heilsam Wort, an allem ort erschollen. 4. Er ist das heil und selge Licht für die heiden, zu erleuchten, die dich kennen nicht, und zu wei⸗ den. Er ist deins Volks Jsrael Preis, Chre, freud und onne. Martin LCuther g. 1483 + 140. Gemeinde. Eigene melodie. beorg Rhãu 1544. 573 4——.— L Eant ů I 41 nun laßt uns den Leib be⸗ gra⸗ben und X. + 1 ——— IE+ I— * dlar-an kein Zwei ⸗fel hã ⸗ben, er werd am jüng ⸗ sten 1 4 I— I 4 + + ZI —cseccciiiiiiic— I 1 I— rag auf-stehn unl un⸗ver⸗wes⸗lich her⸗vor-gehn. 2. Erd ist er und von der ęrden, wird auch zu erd wieder werden und von der Erd wieder auf⸗ stehn, wenn õotts Posaune wird angehn. 3. Sein Seele lebt ewig in 6ott, der sie allhie aus lauter nad von aller sünd und missetat durch seinen Sohn er⸗ löset hat. 4. Sein Jammer, crübsal und Elend ist kommen zu ein'm sel⸗ gen End. Er hat getragen chri⸗ sti Joch, ist gestorben und lebet lloch. 5. Die Seele lebt ohn alle slag, der Leib schläft bis an jüngsten Tãg, an welchem ihn Gott ver⸗ klären und ewge freude wird gewähren. 6. hie ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger freud und Wonne leuch; ten wie die helle Sonne. 7 Nun lassen wir ihn hie schla⸗ fen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem fleiß, denn der Tod RKommt uns gleicher Weis. michael weiß 4 1534. 6²⁰ neeeee ⁊X14141471 9Rs S Sterben u. Begrabnis chor. 1. So traget mich nun immer hin, da ich so lang verwahret bin, bis õott, mein treuer Seelen⸗ hirt, mich wieder auferwecken wird. 2. Jã freilich durch den Tod ich werd zu Asche wieder und ju Erd, doch wird das schwache fleisch und Bein von meinem 6ott verwahret sein. 3. Mein Leib bleibt hie der Würmer Spott, die Seele lebt bei ihrem sott, der sie durch jein so bittres Leid erlõset hat jur Seligkeit. 4. Was mich für Trübsal hat verletzt, wird nun in höchste Lust versetzt; die Weit ist nur ein Jammertal, dort ist ein rechter freudensaal. 5. Wenn alle eit zu Trümmern bricht, und ott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verkläret stehn und in das him⸗; melreich eingehn. 6. Die manche Widerwärtig⸗ keit hatt ich bei meiner Lebens· zeit! nun aber ist mir nichts bewußt als aller Nuserwählten Cust. 7. So laßt mich denn in sanfter Ruh und geht nach eurer Woh· nung ju, ein jeder denke Tag für Tag, wie er auch selig werden maãg. õemeinde und chor. 8. Dãs helf uns Christus, unser Trost, der uns hat durch sein blut erlöst vons Teufels 6'walt und ewger pein. Ihm sei Lob, Preis und Chr allein! seorg Neumark g. 1621 1 1681. U. 8 Martin luther. Eigene melodie. heinr. JIsaak(0) ca. 1400. +. 2 IE 1 Ursprüngliche form im Anhang. 1 4 +.. 3 74— ISEISISS 1 1 0 Ubelt, ich muß dich las⸗- sen, ich —— 5 6——.— — I— fahr da ⸗-hin mein Stra-ßen ins ew⸗ ge ba⸗-ter⸗land. S.DD I—n—n—— ——————— mein Geist will ich auf ge⸗ ben, da ⸗ ju mein VI.., 12 IIII 21 ** ceib und Le- ben set⸗-jen in sot-tes gnäcl-ge hand. 6²¹ Sterben u. Begräbnis ETEEE 2. Mein Zeit ist nun vollendet, ller Tod das eben endet, Sterben ist mein 6ewinn; kein bleiben ist auf Erden, das Cwge muß mir werden, mit fried und freud fahr ich dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen lie elt, von öott gezogen durch Schand und Büberei, will ich lloch nicht verzagen, sondern mit 6lauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf õott steht mein Vertrau; en, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum christ, der für mich ist gestorben, des Vaters huld erworben, mein mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd kann mir nicht schaden, erlöst bin ich aus na⸗ den umsonst durch Christi Blut. sein Werk Rommt mir zu from⸗; men, so ich will zu ihm ommen; allein der christlich 6laube gut. 6. Ich bin ein unnütz senechte, mein cun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit Eigene Melodie. dlas ewoge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich ster⸗ ben, das himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit; hie kann ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. 0 Uelt, tu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; tu dich zu Gott bekehren und von ihm 6nad begehren, im 6lauben sei du auch nicht schwach! 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen, sonst all irdische Sachen sollst du gut⸗ willig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade, ju Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. hüt dich vor pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu herzen! meins bleibens ist jetzt hie nicht mehr. 15⁵5³. 1569. + 1 5 5 1 7 LTS—— ISES 2— 4 + 1 n Wenn mein Stünd lein vor⸗ han ⸗den 1.—— —— +— —.—..—1 SSS.......... 2 I— 1.— ist, und soll hin⸗fahrn mein Stra · ße, so g'leit du ——2— L + —3— + +.— + 1 I * mich, herr Je ⸗ su hrist, mit hülf mich nicht ver ⸗las ⸗se! 6²² 7.— —11111 . 1 I ErnSE. ninn ininn E Sterben u. Begräbnis I + I 2.2...* ee * X — nein seel an mei- nem letz ten End be⸗fehl ich dir in dei- ne händ, du wollst sie mir be⸗wah ⸗ren! 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein 6'wissen wird mich nagen, denn ihr sind viel wie Sand am meer; doch will ich nicht verzagen, geden⸗ ken will ich an dein Tod, herr Jesu, und dein Wunden rot, die werdlen mich erhalten. 3. Ich bin ein ölied an deinem Leib, des tröst ich mich von her⸗ zen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmer⸗ zen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewigs Leben hast du mir mit deinem Tod er; worben. U. Mel.: Vater unser im himmelreich. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im õrab nicht blei⸗ ben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Tods furcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, dlã Romm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin, drum fahr ich hin mit freuden. 5. Ich fahr dahin zu Jesu Christ, mein Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein mensch kann mich auf⸗ wecken denn Jesus christus, Gottes Sohn; der wird die him· melstür auftun, mich führn zum ewgen Leben. 14 ninlas herman 4 1561. v. 5 1582. Val. Schumann 1539. *. 172 + + AE—— + V — — herr Je su dhrist, wahr mensch und 41 — + 1 2— + +— I I + — I 1 SS —— +— 4.— 6ott, der du littst mar ter, Angst und Spott, für + 1 1 1 + +—— mich am sereuz auch + I 1— 7 end ⸗-lich starbst und mir deins 6²³ Sterben u. Begrabnis — * 4 + II 1 2—— bã- ters huld er⸗warbst, ich bitt durchs bitt re + 1 1 —+. — I 4 + II —— + 4 Cei den dein, du wollst mir Sün⸗ der gnä⸗dig sein! 2. Uenn ich nun komm in Ster⸗ bensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein 6esicht und meine ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein herz zerbricht, 3. Wenn mein verstand sich nicht besinnt und mir all mensch· lich hülf zerrinnt: so komm, o herr christ, mir behend zu hülf an meinem letzten end und führ mich aus dem Jammertal, ver; kürz mir auch des Todes Oual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem 6eist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Ceib abwendt. 8o nimm sie, herr, in deine händ! Der Leib hãb in der ẽrd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn ver; leih, am jüngsten 6'richt mein fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus önade Mel.: Vater unser im himmelreich. mir das Leben schenk! Wie du hast jugefaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: b. Furwahr, fürwahr, euch sage ich: Wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins 6ericht und ewig den Tod schmecken nicht; und ob er gleich hie jeitlich stirbt, mit nichten er drum ganz verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er denn mit mir zugleich in freude leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnä⸗ lliglich! 8. Nch herr, vergib all unsre Schuld! hilf, daß wir warten mit õeduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser õlaub stets wacker sei, deinm Wort zu trauen festiglich, bis wir ent⸗ schlafen seliglich. paul tber g. 1511+ 1560. Val. Schumann 1339. 37⁷ V + —— — — —2..... — *V In chri · sti —.— Wun⸗den schlaf ich ein, die 6²⁴ terben u. Begräbnis — —— ma- chen mich von sün den rein, chri ⸗sti blut 1 n un.=e u.... 2.——.— + + + und b6e⸗ rech⸗tig⸗keit das ist mein schmuck und —— Z... ——— — + 1— 1 Ch⸗ren⸗-kleid; da mit will ich vor Gott be⸗ + Va — +. I 4 1 1 4 1 * 21 — + + + 1 — — — TI + 1 1 2—— —*— 1.. .* stehn, wenn ich jum him⸗ mel werd ein ⸗geyn. 2. Mit fried und freud fahr ich wandre ich mit hristi Blut ge⸗ dahin, ein ootteskind ich allzeit reinigt fein. herr Jesu, stärk bin. Dank hab, mein Tod, du]den 6lauben mein! 16³⁸e führest mich, ins ewge Leben mel.: nun laßt uns den Leib vegraben. 6eorg Rhau 1544. 5 4 4————— 1.— 78 1 hört auf mit Trau⸗ren und sela ⸗gen, ob dem Tod soll nie-mand za ⸗ gen; er ist ge⸗ stor ⸗ben —— 2— + 1 +. 2* + I 1.— als ein christ, sein Tod ein 6ang zum le⸗ben ist. 6²⁵ Sterben u. Begräbnis 2. Der Sarg und 6rab drum wird geziert, der Leib ehrlich be⸗ graben wird, damit wir glaubn, er ist nicht tot, er schlaft und ruhet sanst in Gott. 3. Wohl scheints, es sei nun alls dahin, weil er da liegt ohn mut und Sinn; doch soll ihm bald kehren wieder Lebn und fraft in alle ölieder. 4. Bald werden diese Totenbein erwarmen und sich fügen fein zusammen mit straft und Leben, Gott wirds herrlich wieder ge⸗ ben. 5. Ein Weizenkörnlein in der Erd liegt erst ganj tot, dürr und unwert, doch kommts hervor gar schön und jart und bringt viel frucht nach seiner Art. b. Der Leib gemacht vom Erden⸗ kloß soll liegen in der Erde Schoß und soll da ruhen ohne Leid, bis daß er wieder aufer⸗ steht. 7. Der Seele haus sollt er hier sein, die blies õott mit sein'm Atem drein, ein edles herj, recht mut und Sinn war durch die 6ãbe Christi drin. 8. Den sörper nun die Erd be⸗ lleckt, bis ihn ott wieder auf⸗ erweckt, der seins öeschöpfs ge⸗ denken wird, welchs war nach seinem bild formiert. 9. Ach daß nun käm der selge Tãg, dã Christus nach seiner Zu⸗ sag hervor wird bringen ganz und gar, was in der Erd ver⸗ scharret war. 13⁰1. nach dem Lateinischen des Rurelius prudentius Jam moesta quiesce querela. mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1. französ. Pfalmmelodie 1547. I + +— 370 LS + W— 3.——— 1 I + mer mensch loch gar Ich ar — 1*—— +— I nichts bin, 6otts Sohn al⸗- lein ist mein Ge⸗ — en— SSSSSSSIIIIII.I— winn; daß er mensch wor⸗ den ist mein 2ꝛ——4 N =D +◻— 1—— 12— 4—————— trost, er hat mich durch sein Blut er⸗löst. 626 ——.—h.riiídiiii, SE Sterben u. Begrabnis 2. O Gott Vater, regier du mich mit deinem 6eiste stetiglich, laß dleinen Sohn, mein Trost und Cebn, allzeit in meinem herzen schwebn! 3. Und wenn die Stund vor⸗ handen ist, nimm mich zu dir, herr Jesu christ, denn ich bin dlein, und du bist mein, wie gern wollt ich bald bei dir sein! 4. herr Jesu christe, hilf du mir, dlaß ich ein Zweiglein bleib an dir und nachmals mit dir aufersteh, zu deiner herrlichkeit eingeh. U. 123 7. heune g. 1514 1581. U. 4 Mm. Moller g. 1547 4 1606. nach dem Cateinischen des ph. Melanchthon Mil sum, nulla miser novi solatia. Eigene melodie. 1589. 5 80* 1 + +— LI 2— + +——1 1 L — ö— 2— 2— Ich hab mein Sach 6ott heim ⸗-ge⸗ IE — + I....— + 2 + — 1 + stellt, er machs mit mir, * — wies ihm ge⸗jällt; ich + + I + E + +— + IZ... V——.. will, soll ich hier län⸗ ger lebn, nicht wi⸗ der⸗ 2 2— E— H nnn nrii ninernin ninenitre& Errrtir strebn, sein'm Willn tu 2. Mein Zeit und Stund ist, wann 6ott will; ich schreib ihm nicht vor maß noch Ziel. Es sind gezählt all härlein mein, beid groß und klein, fallt keines ohn den Willen sein. 3. Cs ist allhie ein Jammer⸗ tal, Angst, not und tdrüb⸗ sal überall; des bleivens ist ein kleine Zeit, Mühseligkeit, und, wers bedenkt, ein steter Streit. ich mich ganz er-gebn. 4. Was ist der mensch? Ein Erdenkloß, von Mutterleib be nackt und bloß, er bringt nichts mit auf diese Welt, kein Gut noch Geld, nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt. 5. Es hilft kein Reichtum, Geld noch 6ut, kein unst noch õunst noch stolzer ut; fürn Tod kein strãut gewachsen ist, mein from· mer christ, alles, was lebet, sterblich ist. 0²² Sterben u. Begräbnis I 6. heut sind wir frisch, gesund und stark, und liegen morgen tot hat im Sarg heut blühn wir wie die Rosen rot, bald rank und tot; ist allenthalben müh und not. 7. Man trägt eins nach dem an⸗ dern hin, wohl aus den Augen und dem Sinn; die Weit vergisset unser bald, ob jung, ob alt, auch unsrer Chren mannigfalt. 8. Ach herr, lehr uns vbedenken wohl, daß wir sind sterblich all⸗ zumal, auch wir allhie kein Blei⸗ bens habn; müssn all davon, gelehrt, reich, jung, alt oder schön. 9. Dãs mãcht die Sund, du treuer bott, dadurch ist Rommn der bitt⸗ re Tod, der nimmt und frißt all menschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, wes Stands und ehrn sie sind. 10. Ich hab hier wenig guter rãg, mein täglich Brot ist müh und stlag. Venn mein sott will, so will ich mit hinfahrn in fried; sterbn ist mein'winn und schadt mir nicht. 11. Und ob mich schon mein sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht, ich weiß, daß mein getreuer õott für mich in rod sein liepsten sohn gegeben ã 12. Derselbe mein herr Jesus christ für all mein Sünd gestor⸗ ben ist und auferstanden mir zu gut, der hölle ölut gelöscht mit seinem teuren blut. 13. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm der Tod selbst mich nicht scheidt. Ich leb od'r sterb, so bin ich sein, er ist allein der einig Trost und helfer mein. 14. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in allem streuz und craurig⸗ keit. Ich weiß, daß ich am jüng⸗ sten Tag ohn alle lag werd auf⸗ erstehn aus meinem 6rab. 15. mein lieben Gott von An⸗; gesicht werd ich anschaun, dran sWeifl ich nicht, in ewger freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, preis in Ewigkeit! 16. O Jesu christe, dottes Sohn, dler du für uns hast gnug getan, ach schließ mich in die Wunden dein, du bist allein der einig Trost und helfer mein. I7. Amen, mein lieber frommer õott, bescher uns alln ein selgen Tod! Hilf, daß wir mögen all⸗ jugleich in deinem Reich bald mit dir leben ewiglich. Johann Leon 4 1507. mel.: Uenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1. französ. Pfalmmelodie 1347. 5 8¹ 2 ö—— E.. I. 1— +—. hilf, hel ⸗fer, hilf in Angst und not, er ⸗· 6²⁸ E. Sterben u. Begräbnis EEE —..——.—.——— barm dich mein, du treu-er sott! Ich bin ja doch dein 1* H— 1 ———— + 1. —* lie⸗bes find trotz Teu-fel, Welt und al⸗ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o oott mein herr. Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab sa dich, herr Jesu christ, du mein Gott und Erlöser bist. Eigene melodie. 3. Des freu ich mich von herzen fein, bin gutes uts und harre dlein, verlaß mich gänzlich auf dlein Wort. hilf, helfer, hilf, du treuer hort! 130⁰. nach nik. Seinecker g. 1530 + 1502. 1601. * 58² 1 + + + 4 + 1— X +7 1 4 1 + 1 + 1 Mq—— herz⸗lich tut mich ver ⸗lan⸗ gen nach weil ich hie bin um⸗ fan⸗ gen mit ——. 1 — 11 + I + I 1 — ei nem sel gen End, rrüp-sal und E. lend. Ich hab kust ab zu=schei⸗ 1 I+..— 1 + den von die ⸗ser ar⸗- gen Ulelt, sehn' mich nach +* 1 1 N — H +— 2—* + + III +———==— + + 1 4 N 2 1 1—2...— +. I..I 2+• 2 22 933—— 43 ew⸗ gen freu den; o Je⸗ su, komm nur bald! 2. Du haͤst mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, höll, es hat dein Blut gekostet; drauf ich mein hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vor hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich tu bauen, bin ich ein selges Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, ju sterben willig dir. Ich weiß ein besser 6² Sterben u. Begräbnis SSSSSS Leben, da meine Seel fährt hin; lles freu ich mich gar eben, Ster. ben ist mein 6ewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden von Würmern wird verzehrt, doch auferwecket werden durch hristum schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne ot in himmelsfreud und Wonne; was schadt mir denn dler Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, zu bleiben länger hier, und mir duch immer zeiget chr, õeld, out, all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte, es währt nur kurze Zeit; dlas himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheile von meinen freunden gut, was mir und ihn'n bringt Leide, doch tröst mir meinen mut, dda wir in größern freuden zu⸗ sammen werden kommn und bleiben ungeschieden im him⸗ melischen Thron. 7. Ob ich auch hinterlasse be⸗ trübte Waiselein, dern Hot mich uber maße jammert im herzen mein, will ich doch gerne sterben wird sie wohl versorgen, retten aus aller lot. 8. Vas tut ihr so sehr zagen, ihr armen Waiselein? Sollt euch õott hülf versagen, der speist die Ra· ben klein? frommer Witwen und Waisen ist er der Vater treu, er kann und will sie speisen; das glaubt ohn alle Scheu. 9. Gesegn euch ott der herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauret nicht allzu sehre über den Ab⸗ schied mein! Bestandig bleibt im Glauben! Wir werdn in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Cwigkeit. 10. Nun will ich mich ganz wen⸗· den zu dir, herr Christ, allein: 6ib mir ein seligs Ende, send mir die ngel dein, führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Uerdienst. II. Hils, daß ich ja nicht wanke von dir, herr Jesu christ, den schwachen Gläauben stärke in mir zu aller frist! hilf mir rit⸗ terlich ringen, dein hand mich halt mit Macht, daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es ist und trauen meinem ott; er vollbracht! Christoph fenoll g. 1563 + 1621. Philipper 1, 21. kigene melodie. 583 Uriprüngliche form im Anhang.— 2 1609. A. I 2— 1 — 1 chri-stus der ist mein lLe⸗ ben, und 6³⁰ —....—....— Sterben u. Begräbnis ———— ster ben mein 6e winn; ihm hab ich I 2— r mich er ge⸗ben, mit freud fahr 2. Mit freud fahr ich von dan; nen zu christ, dem Bruder mein, dlaß ich mag ju ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden sereuz, Leiden, Angst und Not, durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine sräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, wenn ich nicht mehr kann sprechen, herr, nimm mein Seußzen auf! 5. Mein herz, Sinn und õedan· ken zergehn schon als ein licht, ich da⸗- hin. dlas hin und her tut wanken, Wenn ihm die flamm gebricht. b. Drum laß mich an dir kleben Wie eine slett am seleid, und ewig bei dir leben in deiner Se⸗ ligkeit! 7. fein selig, sanst und stille, gleich als vom süßen Ton, schlaf ich, weils õottes Wille, mein Trost ist 6ottes Sohn. 8. Ich sing im himmelsthrone ihm nun Cob, Chr und preis, wo ich nun ewig wohne in jenem paradeis. 1609. nach dem hannov. 6sb. 1740. eigene melodie. 16²5⁵. 3584 1—1 + 1 I 1 3 + 1 I 1 + hherr Je- su ckhrist, meins Le⸗bens DSDSDSD‚i‚ii‚i‚‚eeeee— —— 1 + Du— licht, mein hort, mein Trost, mein Zu-ver-»sicht, —* d., ,, e, ennr. auf Er den bin ich nur ein Gäst, I I + + LIUI — aune;ain,ntnm./. nr, e, —.— + 1 + und drückt mich sehr ller Süin den Cast. 63 Sterben u. Begraäbnis ISIITT 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis ju dir ins himmlisch para⸗ dleis; da ist mein rechtes Vater; land, woran du hast dein Blut gewandt. 3. Zur Reis ist mir mein herz sehr matt, der Leib gar wenig sträfte hat, allein mein Seele schreit in mir: herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das leiden dein in meiner letzten To⸗ despein, dein Blutschweiß mich tröst und erquick, mach mich frei dlurch dein Band und Strick! 5. Dein Backenstreich und Ruten frisch der Sünden Striemen mir abwisch, dein hohn und Spott, dlein Dornenkron, laß sein mein Ehr, mein freud und onn! 6. Dein Durst und Gallentrank mich lab, wenn ich sonst keine Stͤrkung hab, dein Angstge⸗ schrei komm mir zu gut, bewahr mich vor der hölle 6lut! 7. Wenn mein mund nicht kann reden frei, dein õeist in meinem herzen schrei, hilf, daß mein Seel den himmel find, wenn meine Augen werden blind. kigene melodie. 8. Dein letztes ort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das her· je bricht, vehüte mich vor Unge⸗ berd, wenn ich mein haupt nun neigen werd. 9. Dein streuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heilges 6rab, die reinen 6rabetücher dein laß meinen Sterbekittel sein! 10. Auf deinen Abschied, herr, ich trau, darauf mein letzte heim⸗ fahrt bau; tu mir die himmels⸗ tlir weit auf, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. I1. Am jüngsten Tag erweck mein Leib, hilj, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein õericht, welchs das er⸗ schrecklich lrteil spricht. 12. Alsdann mein Leib verneu⸗ re ganz, daß er leucht wie der sonne 6lanz und ähnlich sei llein'm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 13. Wie werd ich dann so fröh lich sein, werd singen mit den eEngeln dein und mit der Nus⸗ erwählten Schar dein Antlitz schauen ewig klar! martin Behm g. 1557 + 1622. Melchior Teschner 1615. 585 +* 1 1 + 1 1 — + ba-let will ich dir ge⸗ben, du dein sünd-lich vbö ⸗-ses le⸗ben durch⸗ 6³² —.—..—.—.——— SES ü 1 1 — I fal sche Uelt, ar- ge, aut miir nicht ge⸗ falt.) din hürt ie: i. W 14.— SH+ 1— —————0 1 I 1 1 1—.— ——————— woh⸗»nen, hin⸗auf steht mein Be⸗ gier, da wird Gott —.— 1 x TEEAHAH —.—— us EEEAHAH ——.——..—. 2— herr lich loh ⸗nen dem, der ihm dient all-hier. 2. Rat mir nach deinem herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich jã dulden Schmerzen, hilf mir, herr hrist, davon, verkürz mir alles leiden, stärk meinen blöden mut, laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut! 3. In meines herzens runde dein nam und sereuz allein fun⸗ kelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. eErschein mir in dem bilde zu crost in meiner not, wie du, herr Christ, so milde dich hast geblut zu Tod. Eigene melodie. 4. Uerbirg mein Seel aus 6na⸗ den in deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schadlen zu deiner herrlichkeit! Der ist wohl hie gewesen, wer kommt ins himm⸗ lisch Schloß; ewig ist der genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen nam aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel gar feste ins schöne Bündelein der, die im himmel grünen und vor dir le· ben frei, so will ich ewig rühmen. daß dein herʒ treue sei. valerius herverger g. 1562 + 1627. mich. Altenburg 16²0. 580—————— herr sott, nun schleuß den him⸗ mel ich hab voll en- det mei⸗ nen A.eeeeeeee ee e=. iiiieieiieieieieiieieiiiiieee auf, mein zeit zum end sich nei ⸗ get; cauf, des sich mein Seel sehr freu et. bab gnug 6³³ Sterben u. Begrabnis N —............. ——— S.—. — ge ⸗ lit-ten, mich mül ge⸗strit ⸗ ten, schick —— + .....3.——— mich fein zu zur ew⸗ gen Ruh, laß fah⸗ren, +— E L Was auf Er · den, will lie ⸗ ber se · lig Wer- den. 2. Wie du mir, herr, vefohlen hast, hab ich mit wahrem 6lau⸗ ben mein lieben heiland auf⸗ gefaßt in mein Arm, dich zu schauen. hoff zu bestehen, will frisch eingehen vom cränental zum freudensaal, laß fahren, was auf Erden, will liever selig Werden. 3. Iaß mich nur, herr, wie Simeon im frieden zu dir fah· ren, befiehl mich Christo deinem Sohn; der wird mich wohl be⸗ wahren, wird mich recht führen, im himmel zieren mit Chr und stron; fahr drauf davon, laß fah · ren, was auf Erden, will lieber selig werden. Tobias stiel g. 1584 4 1627. 38⁷ kigene melodie. 1551. — 2 2— —.— D— freu dich sehr, o mei⸗ ne see⸗ le, weil dich nun chri-stus, dein her re, * 7 ———— ö———... —— 1— I— und ver-giß all not und oual,—— ruft aus die ⸗-sem Jam-mer⸗tal./ 2—— A — 8—— — 2—— Augst und reid sollst du fah ren in aie freua, 6³⁴ —.———— terben u. Begräbnis rn iii. n nnr,dinn. ö ĩü——— die kein oOhr je hãt ge hö ret, ——————— llie in E.· wig ⸗keit auch wäh ⸗ret. 2. Tag und laͤcht hab ich ge⸗ rufen zu dem herren, meinem Gott, weil mich stets viel sereuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wan⸗; dlersmann, daß sich ende seine bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Ieben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen unter Dornenspitzen gar, also auch die Christen gehen stets in Angsten und õefahr. Wie die Meereswellen sind und der un· gestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Cauf voll von Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und hölle, unser eigen fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem mut. Wir sind voller Angst und plag, lauter sreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wenn die morgenröt her ⸗ leuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und stummer daher schleichet, üh sich findt sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen, ist auch lauter sclag und Weinen. b. Drum, herr Christ, du Mor⸗ gensterne, der du ewiglich auf⸗ gehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit fried und freud mög von hinnen fah; ren heut, ach sei du mein licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. In dein Seite will ich flie⸗ hen bei dem bittern Todesgang, durch dein Wunden will ich ziehen in das himmlisch Vater⸗ land. In das schöne Paradeis, drein der Schächer tat sein Reis, wirst du mich, herr Christ, ein · führen und mit ewger selarheit zieren. 8. Ob mir schon die Nugen brechen, das 6ehör auch ganz verschwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Ver⸗ stand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht und hort, Leben, UWegq und himmelspfort, du wirst selig mich regieren und die an allem End. Unsre Tränen bahn jum himmel führen. 6³³⁵ Sterben u. Begrabnis ISSEEEEE 9. IJaß dein ngel mit mir fah· ren auf Clias Lagen rot, meine Seele wohl bewahren, wie einst Laarum im Tod. Laß sie ruhn in deinem Schoß und erfülle sie mit Trost, bis der Ceib kommt aus der rden und sie beid ver; einigt werden. 10. freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all not und Oual, weil dich nun Christus, dein herre, ruft aus diesem Jammer⸗ tdl. Seine freud und herrlich⸗ keit sollst du seyn in Cwigkeit, mit den Engein jubilieren und auf ewig triumphieren. eꝛo. mel.: Herzlich tut mich verlangen. 1601. + +—— + 1— I 1——9 ———— + S I 1 Ich hab mich Gott — er ge⸗ ben, dem hier ist kein Im⸗ mer⸗le- ben, es * 1— I ——— 913 x 1 — 1 I I 1 1 1 . III lieb⸗sten Va⸗ ter mein; muß ge⸗schie den sein. der Tod kann mir nicht + + + + —.. I I— + 1—.q‚tSssseeeEr I—....—— 2. Wl— — scha ⸗den, er ist nur mein 6e⸗winn, in ot-tes III. — uERRE I 1 11 + 1 I V H — fried und 6na⸗- den fahr 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Uelt, was acht ich dein? Der himmel ist mir lieber, da muß ich trachten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich wegfertig bin, in õottes fried und onaden fahr ich mit freud dahin. 3. Ach selge freud und Wonne hat mir der herr bereit, da ich mit freud da ⸗hin. christus ist die Sonne, eben und Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei christo bin? In Gottes fried und 6na⸗ den fahr ich mit freud dahin. 4. Gesegn euch 6ott, ihr mei⸗ nen, ihr Liebsten allzʒumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner oual. den 6³⁰ +.——. H-—-ꝗ““9-eedS. Sterben u. Begräbnis rechten Port noch heute nehmt fried und freude fahrt mir bala fleißig ja in acht, in sottes alle nach! v. Johann Leon 4 1557. b. 2-4 Johann Siegfried g. 1560 4 1637. Eigene melodie. Rhythmische form. Joh. 6. Schein 1628. 589 275 1 2..— —. + 1—.— I* machs mit mir, õott, nach dei ⸗ner Güt, Kuf ich dich an, ver⸗saͤg mirs nicht! —— 1—— 1. 1 I H hilf mir in mei⸗ nem Hei⸗uen.) wenn mei⸗ne Seel will schei⸗den, so nimm sie, herr, ——— I H —————— H 1 4 —— + in dei⸗ne händ! Ist al-les gut, wenn gut das End. odler: kigene melodie. plane oder isometrische form. — 2— + 1 +—— + üSS⸗.ssggggggg machs mit mir, Gott, nach dei-ner 6üt, hilf Ruf ich dich an, ver⸗sag mirs nicht! Wenn Tun 1 N———— +—— 1—— mir in mei- nem(ei⸗ den! ö mei- ne Seel will schei den, — 2 + + 1 + 1 + + 1 I* + + 1 + +—.— dei- ne händ! Ist al-les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster meine liebsten freund, die's mit herr, du wirst mirs nicht ver⸗mir herzlich gut gemeint. derben. Ich du bist dloch von 3. Ruht doch der Leib sanft in mir nicht fern, wenn ich gleich der Erd, die Seel ju dir sich hier muß sterben, verlassen schwinget, in deine hand sie 6³⁷7 Sterben u. Begräbnis EEEEEEE unversehrt durch Tod ins Ceben dringet. hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not, müh, Arbeit überall. 4. Tod, Teufel, höll, die elt, dlie Sünd mir können nichts mehr schaden, an dir, o herr, ich Rettung find, ich tröst mich lleiner önaden. dein einger Sohn aus Cieb und huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was wollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Un· schuld rein wie eine Braut her · gehe? Gehab dlich wohl, du schnöde Welt, bei ott zu leben mir gefällt. Joh. herm. Schein g. 1586 1 1630. Mel.: herr, ich beͤkenn von herzensgrund. 5 9 0 Ursprüngliche form im Anhang. 25 I —2— + 1 — 7 mein Cauf, 6ott Lob, ist bald voll⸗ In Je⸗ su na ⸗- men sanft und r rr.rarth. Ae; rrxnnèvàêpnn PPFPFP D———— bracht, elt, gu te nacht, wir müs⸗ sen uns nun stül ich wan⸗ dern will zur se ⸗ lig- keit mit III—.——.— 7— EI. 7n———...— *—— schei den.) 1— freu ⸗den. In dlieser Welt war mir be⸗stellt nur Angst X*V V V* + + + — +* EII + 1— und not, zu-letzt der Tod, jetzt en det sich mein Lei ⸗den. 2. In Jesu lamen schlaf ich ein, er führt allein mich aus dem Tod ins seben sein an dem streuʒ vergoßnes Blut kommt mir zu gut, macht fröhlich mich da⸗ neben. der edlle Saft bringt rechte straft, stärkt mir mein herz in Todesschmerz, kann freud und Wonne geben. 3. In Jesu namen fahr ich hin, dlenn mein 6ewinn ist Christus, wenn ich sterbe. Ich weiß, daß 6³⁸ Sterben u. Begräbnis er mich nicht verläßt, und glaube] Gottes Sohn die chrenkron, das fest: Im Tod ich nicht verderbe, rechte himmelserbe. mir ist bereit in Cwigkeit von Georg Werner g. 1589 + 1643. kigene melodie. mel 1. heinr. Albert 1648. 5 91 8— 4— Ich bin ja, herr, in dei⸗- ner macht, du ken-nest mei ner mon den Zahl, I—2— + 4.—* H — —.— + 2—.—— du häst mich an dies Licht ge bracht, du un ⸗ter⸗ weißt, wann ich die⸗ sem Jammer tal auch wie ⸗der ———— hältst mir auch das Le⸗ ben; gu ⸗te nacht muß ge⸗ben; wo, wie und wann ich ster ben soll, das weißt du, Ua⸗ ter, mehr als wohl. mel. 2. oler: f. h. meyer 1741. LIHHA 4 +1 N XXXTL. + I* 1 1 + 1 Ich bin ja, herr, in dlei ner macht, ddu ken ⸗- nest mei⸗ ner mon⸗- den Zaͤhl, + 1 +— 1— 2———. + + + I*. +—..' — 24— du häst mich an dies Licht ge-bracht, du un ⸗ter⸗ weißt, wann ich die ⸗ sem Jam- mer ⸗ tal auch wie ⸗der 2..—I + 0 +——— ————— I—..—— I +— hältst mir auch das Le⸗ben; gu- te nacht muß ge⸗vben; 6³⁰ wo, wie und wann ich Sterben u. Begräbnis α —— 4 S —— +— ster ben soll, das weißt du, Va⸗ ter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun, als dich allein, der mir in meiner letzten pein mit Trost und Rat weiß bei⸗ zuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode rin; gen, wenn aller Sinne straft ge⸗ bricht? Tust du es, õott mein heiland, nicht? 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor mir in großer hitz, ohn seraft, ohn Zier, mit höchster her · zensangst befallen, oehör und kedle nehmen ab, die Augen werden mir ein 6rab, doch kränkt dlie Sünde mich vor allen, dles Satans Anklag haͤt nicht Ruh, setzt mir auch mit Ver⸗ suchung zu. 4. Ich höre der Posaunen Ton und seh auch den 6erichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fällen. hier weiset mein bewissensbuch, da aber des 6e⸗ setzes fluch mich Sündenkind hinab zur höllen. Wer hilft mir nun in dieser Not, wo du nicht, 5. Der Teufel hat nicht Macht an mir, ich habe bloß gesündigt dlir, dir, der du Missetat ver; gibest. Was maßt sich Satan lessen an, der kein õesetz mir geben kann, nichts hat an dem, Wãs du, herr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin, ich weiß, llaß ich des herren bin. 6. herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeugs mit dleinem eignen blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? stomm, rette deines eidens Chre! Was gibest du mich fremder hand und häst so viel an mich ge⸗ waͤndt? 7. Hein, nein, ich weiß gewiß, mein heil, du lassest mich, dein währes Teil, zu tief in deinen Wunden sitzen. hie lach ich aller maͤcht und not, es mag Gesetz, höll oder Tod auf mich her don; nern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines fremden sein. 6ott, du Todes Tod? Simon Dach g. 1605 + 1650. MNel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Jaak()) ca. 1400 5— 2 E+ I 1 11 I 1 + 1— Die herr ⸗lich · keit der Er⸗ den muß Rauch T. N 898 169413— — ———— Un un ————.—e Sterben u. Begräbnis ü‚— und A⸗- sche wer⸗ den, kein fels, kein Erz kann stehn. I — + LI 2— 1— Dies, was uns kann er⸗get ⸗ * V jen, was wir für e⸗wig + x *—4 ——..2— G.— ——. schät⸗zen, wird als ein leich⸗ter craum ver⸗gehn. 2. Was sind doch alle Sachen, die uns so trotzig machen, als schlechte llichtigkeit? Was ist des menschen Leben, der immer um muß schweben, als nur ein Schattenbild der Zeit? 3. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Lahn; sobald der Geist gewichen, und dlieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 4. Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterschied. Was nützt dler Schlösser Renge? Dem hie dlie Welt zu enge, dem wird ein enges 6rab zu weit. 5. Dies alles wird zjerrinnen, was müh und fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Wassmenschen hierbesitzen, kann für den Tod nicht nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 6. Ist eine Lust, ein Scherzen, llãs nicht ein heimlich Schmerzen mit herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? Wo wirst du Chr erlangen, die nicht in hohn und Schmach verfällt? 7. Was pocht man auf die Thro⸗ ne, da keine macht noch srone kann unvergänglich sein? Cs mag vom cotenreihen kein Zep⸗ ter dich befreien, kein Purpur, Gold noch edler Stein. 8. Wie eine Rose blühet, wenn man die Sonne siehet begrüßen dliese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehns ab⸗ fällt, 9. S0 wächsen wir auf Erden und denken groß zu werden und schmerz⸗ und sorgenfrei, doch eh wir jugenommen und recht zur Blüte Kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 10. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der éErde sagen gute lacht. 6⁴¹ Sterben u. Begräbnis I1. Nuf, herʒ, wach und beden· ke, daß dlieser Zeit õeschenke den Hugenblick nur dein. Was du zuvor genossen, ist als ein Strom verschossen, und wessen wird slas stünftge sein? 12. Uerlache Welt und chre, furcht, hoffen, 6unst und Lehre und geh den herren an, der Eigene Melodie. +4 immer sönig bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig machen kann. 13. Wohl dem, der auf ihn trauet, er hat recht fest gebauet. Und ob er hier gleich fallt, wird er doch dort bestehen und nim⸗ mermehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas öryphius g. 1616 + 1664. Michael franck 1652. E + +— 505 W uch wie flüch- tig, ach wie nich ⸗tig — HA I——ieeee W— 1——.eͤ LII ben! Uie ein ne- bel ist des men⸗schen ce 2— 4 + I L bald ent-ste⸗ het und 17 auch wie der vald ver⸗ — 4 H 1 + I + 4 IIII —.— 1—.— 2 ————————— 2—.. ge⸗ het, so ist un ⸗ ser le⸗ ben, se⸗het! 2. Nch wie nichtig, ach wie flüch · tig sind der menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Nch wie flüchtig, ach wie nichtig ist der menschen freude! Wie sich wechsein Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, fried und Streiten, so sind unsre fröh · lichkeiten. 4. Nch wie nichtig, ach wie flüchtig ist der enschen Schö⸗ ne! Wie ein Blümlein bald ver; gehet, wenn ein rauhes Lüft⸗ lein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Nch wie flüchtig, ach wie nichtig ist der menschen ölücke! Wie sich eine ugel drehet, die bald da, bald dorten stehet, so ist unser õlücke, sehet! —— —— ꝛͥuae',;rn: SSS Sterben u. Begrabnis 6. Nch wie nichtig, ach wie flüch · tig ist der enschen Chre! Uber den, dem man hat müssen heut die hände höflich küssen, geht man morgen gar mit füßen. 7. Nch wie flüchtig, ach wie nichtig ist der menschen Wissen! Der das Wort konnt prächtig führen und vernünftig diskur⸗ rieren, muß bald allen Witz ver; lieren. 8. Nch wie nichtig, ach wie flüch· tig ist der menschen Dichten! Der, so stunst hat lieb gewon⸗ nen und maͤnch schönes Werk ersonnen, ist dem Tode nicht entronnen. 9. Nch wie flüchtig, ach wie nich · tig ist der menschen Prangen! Der in Ppurpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dlessen wird im Tod vergessen. 10. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist des menschen herr⸗ schen! Der durch macht ist hoch gestiegen, muß zuletzt aus Un⸗ vermögen in dem 6rab ernie⸗ lrigt liegen. 11. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der menschen Schätze! Es kann 6lut und flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trüm⸗ mern gehen. 12. Nch wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Sa⸗ chen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen; wer Gott fürcht, wird ewig ste⸗ hen. michael frand g. 1600 1 1667. Eigene melodie. 1694. 5 5 4 H2 22 x H herr, nun laß in frie- de, —— H x H E + 1 1.. + le⸗ bens⸗ satt und mü⸗ de, dei ⸗ nen die ⸗ ner SI—‚—‚— D 1 SDSISISSISESESIIe............. **— IL fah ren zu den him mels · schã ren se— lig 1 IEI + ———— +— und im Stil len, doch nach dei⸗ nem UWil-len! 6⁴³ Sterben u. Begraäbnis 2. Gerne will ich sterben und den himmel erben; christus mich geleitet, welchen õott be⸗ reitet zu dem Licht der heiden, dlas uns setzt in freuden. 3. hier hab ich gestritten, Unge; mach erlitten, ritterlich gekämp⸗; fet, manchen feind gedämpfet, Glauben auch gehalten richtig mit den Alten. 4. Trãnen muß ich lassen, wei⸗ nen ohne maßen, schwere 6öänge laufen mit der Christen haufen, über Sünde klagen, sereuz und Trübsal tragen. 5. nunmehr soll ichs wenden, sampf und Lauf sich enden, Gott will mich erlösen bald von allem Bösen; es soll besser wer⸗ dlen, als es war auf Erden. 6. friedlen werd ich finden, ledlig sein von Sünden und auf allen Seiten nicht mehr müssen streiten mich soll ganz umgeben himmlisch freudenleben. 7. Mir ist beigeleget, wo man Zepter träget, eine schöne Krone schon zum 6nadenlohne; da werd ich ergetzet und jur Ruh gesetzet. 8. Mein Erlöser levet und mich selber hebet aus des Todes am· mer; da liegt aller Jammer. fröhlich, ohne Schrecken, will er mich aufwecken. 9. Dieser Leib soll gehen und in stlarheit stehen, wenn die Toten werden erstehn von der Erden: christum werd ich schauen, dar auf kann ich trauen. 10. Christo will ich singen, Cob und chre bringen, rühmen seine 6üte mit Seel und öemüte, preisen seinen nNamen ohn Auf⸗ hören. Amen. David Behme g. 1605 1 1657. Psalm 110, 19. 59— mel.: herilich tut mich verlangen. 1001. +— L.n — 2 JZ. Ich bin ein 6ast auf Er⸗ den und der him mel soll mir werden, da VXITL 4 4 ........eeeee.. — +* AI I 1 4 1 II I 1 +4— + I hab hier keil-nen stand, ist mein Va⸗ter-land.) hier reisß ich aus und + — Luuuuur. a Banv W———3 3 —.—— 23.— D 4——1— d- be, dort in der ew⸗gen kuh ist Got⸗-tes 6⁴⁴ —————————„ů.Kłñͤ&łHꝛ:d..⸗-⸗„ 43 — +—.———— E. NS — — +— 6na⸗- den- ga⸗ be, 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als müh und not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so man⸗ chen Morgen, so manche liebe nacht mit stummer und mit Sorgen des herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch haͤrter Sturm erschreckt, blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, haß und neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hãb ich doch müssen leiden und tragen mit õeduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am guten Rat; sie zogen hin und wieder, ihr sreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des õrabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in glei· ches lück und Ceid; was will ich besser leben als solche große Ceut? Es muß ja durchgedrun⸗ gen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch dlenk ich nicht zu bleiben in die⸗ sem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, die zu der heimat dlie schließt all Ar-öbeit führt, da mich ohn alle maße mein bater trösten wird. 7. Mein heimat ist dort droben, dlã aller ngel Schar den großen herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen handen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nach dems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlan⸗ gen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wenger find ich freud, die meinem 6eist ge⸗ falle, das meist ist herʒeleid. 9. Die herberg ist ju böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein 6ott, und löse mein herz, wenn dein herz will. Komm, mach ein selges Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und straft! 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausge⸗ haͤuchet, so schaͤrrt man mich ins Grãb. II. Du aber, meine freude, du, meines LCebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor zu. 6⁴⁵ Sterben u. Begräbnis E dein Angesicht, ins haus der ew· gen Wonne, da ich stets freuden⸗ voll, gleich als die helle Sonne, nebst andern leuchten soll. 12. Dã will ich immer wohnen, und nicht nur als ein 6ast, bei Eigene melodie. dlenen, die mit ronen du aus; geschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem gro⸗; ßen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem erbteil ruhn. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Joh. Rosenmüller 1679. 590— .— —.—...—. +————.. 1.— 12 Leit a- de, ich bin dein mü⸗de, 1... 2— 12 E——.,— ich Will nach dem him mel zu; da wird sein der 7 I 2—— E. 4—2—.———.— DEEE 2.— ——.———* — rech te frie de und die stol-ze See⸗len ⸗ruh. Welt, bei —.—— — LII ——. 1— I dir ist srieg und Streit, nichts denn lau ter ei ⸗ tel-Keit, ————I. 2.ʒ— N 2— +. 2112 27 in dem him⸗mel al-le⸗zeit friede, Ruh und Se⸗lig; kelt 2. Wenn ich werde dahin Kom⸗ men, vin ich aller rankheit los und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanft in õottes Schoß. In der Welt ist Angst und not, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit friede, Ruh und Seligkeit. 3. Was ist doch der Erde freude? nebel, Dampf und herzeleid: hier auf dlieser schwarzen heide sind dlie Caster ausgestreut. Welt, bei dir ist rieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit, in dem himmel allezeit friede, Ruh und Seligkeit. 4. Unaussprechlich schöne singet Gottes auserwählte Schar, hei⸗ lig, heilig, heilig klinget in dem himmel immerdar. Welt, bei dir ist Spott und hohn und ein steter Jammerton; aber dort ist allezeit friede, freud und Seligkeit. iin Feehinmn rsini .222 88 Sterben u. Begräbnis 5. Uichts ist hier denn lauter beinen, keine freude bleibet nicht; will uns gleich die Sonne scheinen, so verhemmt die lacht dlas Licht. Welt, bei dir ist Angst und not, Sorgen und der bittre Tod, in dem himmel allezeit friede, Ruh und Seligkeit. 6. Nun, es wird dennoch gesche⸗ hen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen heiland werde sehen in der großen herrlichkeit. Denn bei uns ist lauter Not, Müh und furcht, zuletzt der Tod; aber dort ist allezeit friede, freud und Seligkeit. 7. O wer nur daͤhin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten stronen pranget und die Stimme schwingt empor! Denn die Welt hat strieg und Streit, all ihr Tun ist Eitelkeit, in dem himmel allezeit friede, kuh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch an · brechen? Stunden, owann schla⸗ get ihr, drinnen ich mich kann besprechen mit dem schönsten für undfür? Welt, du hast nur Sturm und Streit, lauter Oual und Traurigkeit; aber dort ist alle· zeit friede, freud und Seligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig ma⸗ chen, daß mein Tun vor sott be⸗ steh, daß, wenn alles wird zer⸗ krachen, es heißt: omme! und nicht: Geh! Welt, bei dir ist Angst⸗ geschrei, Sorge, furcht und heu⸗ chelei, in dem himmel allejeit friede, Ruh und Seligkeit. Joh. Georg Albinus g. 1624 1679 oder Joh. Rosenmüller g. 1615 + 1686. Eigene melodie. Mel. J. Jak. hintze 1678. 39⁷ f——.— H 5—.—— Al-le men⸗-schen müs⸗sen ster⸗ven, was da le⸗ bet, muß ver⸗ der-ben, HN —— 8 f ———— +— ———— al-öles fleisch ver ⸗geht wie heu: die ser Leib soll es an ⸗- ders wer den neu. .— —.2— H— 2 ler muß ver ⸗ we⸗ sen, wenn er an- ders 6⁴² Sterben u. Begräbnis lich keit, die den from men ist be»reit. mel. 2. oller: 1681. +. 1 35„ —————— I + Al le inen-schen müs⸗ sen ster ⸗-ben, was da ie⸗ bet, muß ver⸗der-ben, V + f LDIENI —.888—2— +— 2* W...— 1—.—..—..——.— I— Iii 4 al-äles fleisch ver geht wie heu; ai soll es an⸗ders wer den. die„ser Leib + 1 + —— dder muß ver ⸗ we⸗ sen, wenn er an-ders + + +*+* sol! ge⸗ ne⸗ sen der so gro ßen herr- — ́— 1 +—H PFPIPSPSPSPSPSDSꝑiꝑiꝑH'é'éꝑIꝑéꝑéꝑéꝑéEꝑ‚I‚EEEEX —— 1 lich keit, die den from men ist ve? reit. 2. Drum so will ich dieses Leben schon Erlösung funden, und weil es meinem Gott beliebt, auch mein Trost in Todesnot ist des ganz willig von mir geben, bin herren Jesu Tod. darüber nicht betrübt. Denn in 3. Jesus ist für mich gestorben, meines Jesu Wunden hab ich und sein Tod ist mein ewinn, Sterben u. Begräbnis er hat mir das heil erworben; drum fahr ich mit freud dahin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, dã ich werde allezeit schauen die Dreieinigkeit. 4. Dã Wird sein das freudenle⸗ ben, dã viel tausend Seelen schon sind mit himmelsglanz umge⸗ ben, dienen 6ott vor seinem Thron; da die Seraphinen pran⸗ gen und das hohe Lied anfan⸗ gen: heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, dlie Propheten alljumal; wo auf ihren Chrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle frommen hingefahren; da wir unserm Gott zu Chrn ewig halielusa hörn. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Nch wie lieblich Cobgetöne hört man da in sanster Ruh! der großen freud und Wonne, jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an dler Tag, der Kein Ende nehmen mag! 7. NAch ich habe schon erblicket alle diese herrlichkeit, jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen himmelskleid, mit der güldnen Chrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche freude an, die Rein nde neh⸗ men kann. Joh. Rosenmüller g. 1615 1 1686 oder Joy. Georg Aldinus g. 1624 7 1679. mel.: Ich hab mein Sach sott heimgestellt. 1589. 1 +— —⁰⁷ wie fleucht aa ⸗ hin der men ⸗ schen 1 + Seit, wie ei let +* jvurr E⸗ wig-keit! Wie + 1 *.——— — 1—.—. L—— ö — + we⸗- nig den- ken an die stun von her-⸗zjens- + + —.— 1— —— ů—..— 1— —— 1 N grund, wie schweigt hie ⸗ von der trä- ge mund?ꝛ 6⁴⁰ Sterben u. Begräbnis EEEEEEEe 2. Das Teben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum; im Augenblick es bald vergeht und nicht be⸗ steht, gleichwie ihr dieses täglich seht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir dlas, wãs du bist, ich traue dir; laß Berg und hügel fallen hin, mir ist ewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der hütte wohn, so lehre mich, o ottes Sohn, gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. Eigene melodie. * 5. Was hilfst die Welt in letzter not? Lust, hr und Reichtum in lem Tod? O mensch, du läufst lem Schatten zu, bedlenk es nu, du kommst sonst nicht zur wah; ren Ruh. 6. Weg Citelkeit, der Narren Cust, mir ist das höchste Gut be⸗ wußt, das such ich nur, das blei⸗ bet mir. O mein Begier, herr Jesu, zieh mein herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dlich seh und bald vor deinem Throne steh! Du unterdessen leh; re mich, dlaß stetig ich mit klugem herzen suche dich. Joachim neander g. 1650 1680. 1741. 599— — + .ZZIAIIIMTITITSHZZZZ.ee Wer weiß, ach wie —2.— — wie na ⸗ he mir mein ge⸗schwinde und vbe⸗ —* + 2— ——— IIV En- de? hin geht die hen ⸗ de kann kom⸗ men zeit, her kommt der mei ne To- des- — 44 I..„ 2 0 mein sott, ich bitt durch chri= sti Zü 55— blut: machs nur mit mei nem En de gut! 6³⁰ 11112 Sterben u. Begräbnis Mit Verdoppelung des»mein Gott«: Str. 1—11. P SPIIPIIIIIIIIIIIIII ñ‚‚ee—.—.—— 3.. mein 6ott, mein Gott, ich bitt durch Chri ⸗ sti — 8 + f— ⸗⸗⸗⸗⸗-⸗c qggKkl⸗!lmñz;a;:32xw¶/ʒ Blut: Maͤchs nur mit mei · nem En ⸗- de gut! Str. 12. — 1— 3*— + 83, IAIMnnWSsSs durch dei- ne, durch dei ne 6nad und chri- sti * N 1— I f + — 7—..5 + 22— + hiin EH+ ————— S. Blut machst dus mit mei- nem en ⸗de gut. 2. Es kann vor Nacht leicht an ⸗ ders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser rden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 3. herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu unden senken und ja nicht sparen meine Buß. mein bott, ich bitt durch Christi Blut: Maͤchs nur mit meinem Ende gut! 4. Iaß mich beizeit mein haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen fällen: herr, wie du willst, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 5. Mach immer süßer mir den himmel und immer bittrer mir dlie Welt, gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Fwigkeit sei vorgestellt. mein Gott, ich bitt durch hristi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 6. Nch VDater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu ju, dlarein ich mich festgläubig winde; das gibt mir recht er⸗ wünschte Ruh. Mein bott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 6⁵¹ Sterben u. Begräbnis 7. Ich weiß, in Jesu blut und unden hab ich mir recht und wohl gebett; da find ich Trost in Todesstunden und alles, was ich gerne hätt. mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 8. lichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die hand in seine Seite und sage: Mein herr und mein 6ott! mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Lãuf; du bist mir auch daher ge⸗ wogen, hast mich zum seind ge⸗ nommen auf. mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 10. Ich habe Christi eib geges⸗ sen, ich hab sein Blut getrunken hier: nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 11. So komm mein End heut odler morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! I2. Ich leb indes in dir vergnü⸗ get und sterb ohn alle ümmer; nis. Mir gnüget, wie mein õott es füget; ich glaub und bin des ganz gewiß: Durch deine 6nad und christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane, 6räfin zu Schwarzburg⸗-Kudolstadt g. 1637 1 1706. Mel.: herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. Joh. Crüger 1640. + + +— I. + 60⁰0 LG 2 +—— + + mein Je · — sus kommt, mein Ster ⸗ben I I.... 1 — 1 + uII I ist vor⸗ han⸗den, ich wer de frei von diie-ses .————— 2.— A ꝙ— 1 —.—...————..—— —— Cei- bes Ban ⸗ den. Wie soll ich d · ber er in mir. mein sott, ich bitt EEEEEE Sterben u. Begräbnis 1— 1 1—. 1 1 I + De —..— wohl und se⸗lig ster-ben, 2. Uie du, mein Jesus, bist am sreuz gestorben und haͤst da⸗ durch das Leben uns erwor⸗ ben, so laß auf deinen Tod mich auch abscheiden zu deinen freu⸗ llen. 3. Und was du noch zuletzt hast ausgesprochen und deines Va⸗ ters herz damit gebrochen, das will ich dir, indem die Augen brechen, getrost nachsprechen: 4. Uergib, o Vater, denen, die mich hassen, die wider mich neid, ifer ausgelassen; vergib doch, weil die feinde nicht ver; stehen, was sie begehen. 5. Uergib auch mir, o Vaͤter, meine sünde und was ich jetzt noch Böͤses an mir finde; ich bin von fleisch und Blut oft über⸗ eilet von dir geteilet. 6. Ich hab, o Jesu, Seele, Leib und seben in meinem Testament dir übergeben, du wirst die mei⸗ nen auch heut oder morgen hier wohl versorgen. 7. Ich übergebe sie zu deinen handen, behüte sie vor Sünden, Schmach und Schanden; du wirst, o Vater, diesen meinen Willen an mir erfüllen. 8. Drauf wendet sich mein herz von dieser rden. Dein Paradies dein Reich er er ⸗ben? dlas soll mir eigen werden, dein paradies, das schöne, das wird heute mir stehn zur Beute. 9. Ach Jesu, zeige mir jetzt deine Güte, gib mir ein himmeldrin⸗ gendes emüte, daß ich ergreife dort jum 6nadenlohne die schö⸗ ne strone. 10. Zwar hölle, Teufel fangen an zu quälen und streben mir nach meiner armen Seelen, weil ich dein Wort in dieser Sünden⸗ hütten hab überschritten. I1. Ich aber will die Seufzer tie· fer fassen: ein 6ott, mein Gott, du wirst mich nicht verlassen, dieweil du selbst von Gott verlas⸗ sen hingest und mich umfingest. 12. Mein herze dürstet nach dir undlich ächze, ich seufße nach dem himmel, ach ich lechze nach dir, nach dir mit großem Durst, ich Armer, du mein Erbarmer! 13. Nch laß mich nicht in meiner not versinken, laß mich die seraft aus deinen unden trinken, ich dürste wie ein hirsch, laß dich erblicken, mich zu erquicken. 14. Jetzt kommt der Trost, mein herz hat sich gelabet, Jesu, mit deinem Blut bin ich begabet; es ist vollbracht, was übrig ist gewesen, ich bin genesen. 6⁵³ Sterben u. Begrabnis IIIIIT 15. Nun ist vollbracht mein Lei⸗ den, streuz und Jammer; mein schwacher Leib schläft sanft in seiner tammer und wartet nur, bis Jesus diese õlieder mir gibet wieder. 16. Ich gebe dir den Geist in deine hande, o Jesu, löse nun lles Teibes Bande! Ich bleibe dir, ich sterbe deinem namen. Jesu, sprich Amen! Michael hunold g. 1621 7 1672. el.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. mel. 1. Ursprüngliche ßorm im Anhang. 6. Neumark 1640(D. V 4 6⁰¹ ——— 2 Ich ster be täg⸗-lich, und mein Uer kann mir ei⸗ nen Bür⸗ gen /—..: DDiiIi.. 4— E*;·.———————— le- ben eilt im⸗-mer-fort zum Gra⸗- be hin. ge ⸗ ben, ob ich noch mor⸗ gen le⸗ bend bin? ————— die zeit geht hin, der Toc kommt her; —— 4 2.... E+ HIHI‚I.‚.——— 2.— ach Wer nur im ⸗ mer fer tig wär! 2. Ein mensch, der sich mit Sün · dlen träget, ist immer reif zu Sarg und 6rab; der Apfel, der den Wurm schon heget, fällt endlich unversehens ab. der alte Bund schließt keinen aus, mein Leib ist auch ein Toten; haus. 3. Es kann vor Abend anders Werdlen, als es am morgen mit auf Erden, den andern auf der Totenbahr. Ein einzger Schritt ist nur dahin, wo ich der Lürmer Speise bin. 4. Es schickt der Tod nicht immer Boten, er kommet oft unange⸗ meldt und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der haus und herz bestellt, denn ewig Unglück oder ölück hängt nur mir war; den einen fuß hab ich an Einem Augenblick. 6⁵⁴ Sterben u. Begräbnis 5. herr aller herren, Tod und Ceben haͤst du allein in deiner hand, wie lange du mir frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt. hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Ab⸗ schied denken mag. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, wenn fall und Tod bei⸗ sammen sein. Doch schlage nur mit Vaterhänden und schließ in christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, dlie Seel an Jesu streuz sich hält. 7. Uielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Ruge, mund und ohr sich schleußt; drum bet ich bei gesunden Tagen: herr, Eigene melodie. 4 ich befehl dir meinen õeist. Ver⸗ schließen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 8. sann ich nicht segnen mehr die meinen, so segne du sie, herr, für mich, und wenn sie bittre cränen weinen, o Tröster, so er· barme dich und lasse der Ver⸗ laßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein! 9. Dringt mir der letzte Stoß zjum herzen, so schließe mir den himmel auf, verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf, so wird mein Abschied keine pein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin schmolck g. 1672 + 17³7. C. Voigtländer 1853. 602..—. 12— —..——.——. Un ⸗ ter Li⸗-lien se⸗ ner freu⸗den ——— inmi. di. —————ß;tt— —— 4——.2. sollst du wei⸗ den, See-le, schwin ⸗ ge dich —- E nn H eee den Frrn 1. e vene: e nn ammn, unn em⸗- por! Als ein Ad · ler fleug be ⸗ hen⸗de! + 2½550 12..—.— 1I—...——. —.— 4 4..—— H —— S 1 1 33— Je-su hän⸗de öff nen schon das per · len ⸗tor. 6³³ Sterben u. Begräbnis 2. Iaßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem haufen derer, die ddles Lammes chron nebst dem chor der Seraphinen schon be⸗ dienen mit dem reinsten Jubel⸗ ton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, lloch die Ruder meines Schiff⸗ leins, laß mich ein in den sichern friedenshafen zu den Schafen, die der furcht entrücket sein. 4. lichts soll mir am herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? nein, ich eil ins himmelszelt. 5. herzensheiland, laß den Glauben, mir nichts rauben, Glauben der durch alles dringt. nach dir sehnt sich meine Seele in der höhle, bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser mund erfüllet sei, du kannst durch des Todes Türen träu⸗ mend führen und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf ge⸗ tragen, furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt danieder, meine 6lieder werden fröhlich auferstehn. 8. Gotteslamm, dich will ich loben hier und droben mit der herzlichsten Begier. Du hast dlich zum ewgen Leben mir gegeben, hole mich, mein Gott, zu dir! J. Cudw. sonr. Allendorf g. 1603 4 1773. Um 1660. —— mel.: nun sich der Tag geendet hat. — — 1 Ei wie so sanft ent⸗schlie⸗fest du * * — 1 I 1 I 1 +X 4 1 1 ——.—— 1— 1 1 V. 1 1 1 1 II ——— + + 4 EII I — 1 1 2 la in fü⸗ßer Ruh in 2. Sein Leiden hat dich frei ge⸗ dlei nes hei⸗lands hand. 3. Du läßt dich zur Uerwande⸗ macht von aller Angst und pein‚ lung in dies Gefilde sän mit sein letztes Wort: Cs ist voll⸗ hoffnung und versicherung, viel bracht, das singt dich lieblich ein.schöner aufzustehn. 65⁰ I 28Rn 2 8— SF.-“ SEterben u. Begräbnis 4. Uerbirg dich unserm Ange⸗ sicht im kühlen Erdenschoß! Du hast das deine ausgericht, emp⸗ fängst ein selig Los. 5. Wir wissen, daß der Brãuti⸗ gam, der ewig treue hirt, dich, sein schon hier geliebtes Camm, auch dort nicht lassen wird. 6. Er führe seine ganze herd, dlie sich zu ihm gesellt und die ihm ist so teur und wert, auch vollends durch die Welt! 1778. nach Gottfr. neumann g. 1685 1 177800). mel.: Jesus, meine Zuversicht. 16³³. * — + 6 0 4 Ursprüngliche form im Anhang. 1 + 4.— + 1 mei⸗ ne Le bens-jeit ver⸗streicht, stünd · we- nig Ta⸗ ge sind viel⸗-leicht, die SE—— ——— Er...—. lich eil ich zu dem 6ra-be: le ben ich noch zu hã-be. denn, o mensch, E I... + 1 I 1 + I.I N —0— I— an dei⸗- nen dod, 2. Cebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst gelebt ju haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir menschen ga⸗ ben, nichts wird dich im Tod er; freun, diese õüter sind nicht dein. 3. nur ein herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges õewissen, das der wahre 6laube gibt, wird dir deinen Tod versüßen. Dieses herz, von Gott erneut, ist des Todes freudigkeit. I. Daß du dieses herz erwirbst, fürchte 6ott und bet und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst, leine Zeit ist õottes Sache. Cern säu⸗ me nicht, denn Eins ist not. nicht nur, den Tod nicht scheun, lern auch, seiner dich erfreun. 5. Uberwind ihn durch Ver⸗ traun, sprich: Ich weiß, an wen ich gläube, und ich weiß, ich werd ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: Cs ist vollbracht, nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein õebein versenken, sprich: herr, daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenken! Lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. chr. f. oeulert g. 1715 4 17⁰0. 6³²⁷ Sterben u. Begräbnis EEEEE Mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16³³. 60⁵ 1— 1— — 4——— eht nun hin und grabt mein Grab, von der Er- de scheil ich ab, denn ich bin des Wan⸗derns mü ⸗- de, him⸗- mels frie- de, denn mir ruft des 1 I — + V I 2 SII denn mir E 1.— — 2 ruft die fü⸗ ße Ruh von 2. Geht nun hin und grabt mein 6rab, meinen Lauf hab ich voll⸗ endet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? Ddenn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Linde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in frieden schei⸗ dlen! Deine hoffnung, ach, ist hohl, deine freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbe⸗ stand, eitel ahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und mond und liebe Ster· ne, fahret wohl mit eurer Pracht, denn ich reis in weite ferne, den en-gein dro⸗ven zu. reise hin zu jenem õlanz, worin ihr erbleichet ganz. 6. Ihr, die nun in Trauren geht, fahret wohl, ihr lieben freunde! Was von oben nieder⸗ weht, tröstet froh des herrn 6e⸗ meinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irr⸗ tum will, aus den Schatten, aus den Schemen), aus dem Eitlen, aus dem lichts hin ins Cand des ewgen lichts. esenlose Bilger. pf. 30, 7. 8. Weinet nicht: mein süßes jeil, meinen heiland hab ich funden und ich habe auch mein Teil in den warmen herzens⸗ wunden, woraus einst sein frommes blut floß der ganzen UWelt zu gut. 6³⁸ iuhi ö Aerben u. Begräbnis 9. Ueint nicht: mein Erlöser der olaube, und die ewge Liebe lebt; hoch vom finstern erden⸗spricht: Kind des Vaters, zittre staube hell empor die hoffnungnicht! ö schwebt, und der himmelsheld, ernst moritz Arnat g. 1760 4 1860. mel.: Christus der ist mein Leben. Ursprüngliche form im Anhang. 109. . *.N— N 1 1 +—— LS I +— 1 Am 6ra- be stehn wir stil ⸗ le 2 +. I N 1 — L..ee I + sä ⸗en Trä ⸗- nen⸗- saat, des * — 1 — — II 7 1 + + I 1 I + + —. VJ.. II 1 II pll- gers hülle, der aus ge ⸗; pil · gert hãt. 2. Er ist nun angekommen, wir pilgern noch dahin; er ist nun angenommen, der Tod war ihm 6ewinn. 3. Er schaut nun, was wir glau⸗ ben, er hat nun, was uns fehlt, ihm kann der feind nichts rau⸗ ben, der uns versucht und quält. 4. Ihn hat nun als den Seinen der herr dem Leid entrückt, und — während wir hier weinen, ist er so hoch beglückt. 5. Er trägt die Lebenskrone und hebt die Palm empor und singt vor õottes Throne ein Led im höhern chor. 6. Vir armen bilger gehen hier noch im Tal umher, bis wir ihn wiedersehen und selig sind wie er. st. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1859. Siehe auch Ur. 42 vis 436. Beim Tode der Chefrau. mel.: Wenn mein Stündlein vorhanden ist. 1509. 60 12 x + 5 II 1— 1 I + *———————— nch 6ott, ich muß in draurig- keit 65 Sterben u. Begräbnis S.............. mein e⸗ ben nun be⸗schlie⸗en, die„ weil der dod x* V 1 II n. 1 +. I+.. 2—— 1 .— 1 I 1 von mei⸗- ner Seit so ei⸗-lends hat 1— r ge ⸗ris⸗sen mein I 1 ————— ö— ‚...e=. treu es herz, der cu⸗-gend Schein, des muß ich jetzt 1 X 1 1 1 1 I 1 1„ I 1 I 1 1 1 SESII. be ⸗-rau-bet sein. Wer kann mein C- lend wen⸗-den? 2. Wenn ich an ihre freundlich⸗ keit gedlenk in meinem herzen, dlie sie mir hat zu jeder Zeit in freud und auch in Schmerzen er⸗ wiesen ganz bestandiglich, mein sereuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser UWelt rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht 6lauben hält, die Treu will gar ver⸗ schwinden. Ich glaub und rell es ohne Scheu: Die best ist doch getraute Treu, die muß ich jetzt entraten. 4. fürwahr mir geht ein schar⸗ fes Schwert jetzund durch meine Seele, die abzuscheiden oft be⸗ gehrt aus ihres Leibes höhle. Wo du nicht, herre Jesu Christ, in solchem sereuz mein Tröster bist, muß ich in Leid verzagen. 5. O treugeliebtes, selges herz, zu dir will ich mich wenden in dliesem meinem großen Schmerz, ob sich mein Angst möcht wen⸗ den. Ich will betrachten deinen Stand, wie õott dir alles streuʒ gewandt in höchste freud und Wonne. 6. sein Angst, kein Trübsal, Weh und not kann dich jetzund verletzen; im himmel tut der fromme õott mit Liebe dich er⸗ getzen. Die Seele schaut mit Lust und freud die heilige Dreifaltig⸗ keit mit allen Auserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben, ich aber komm hinauf zu dir. Da werd ich mit dir schweben in höchster freude, Wonn und Cust, die deine Seele täglich kost, drauf ich mich herzlich freue. 65⁰ ‚kn iin 1 ⁴ Sterben u. Begrãbnis 8. O wie mit großer freudig⸗ keit wolln wir einander ken⸗; nen! Da wird uns dann zu kei⸗ ner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Nch welche freude wird dann sein, wenn ich die, die ich jetzt bewein, mit freude werd umfangen! 9. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu emüte führen, er; warten in Geduld die Zeit, wie christen will gebühren. Gott alles Trostes steh bei mir und mich durch seinen õeist regier ju seines Namens Chre! Joh. heermann g. 1585 1 1647. Tod und Begräbnis von seindern. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Naak(½) ca. 1400. 608— x I— .. 123— I en 2 Gott Lob, die Stund ist kom⸗men, da * I 11 ** —+— X I 1 1 I 1 + 1.————— I.III..— 1 1..— 4 I—— =....— * ich werd auf ge⸗ nommen ins schö⸗ ne ba-rã · lleis. 4 I— 1 +.— 1*. ——— 2— I + 1— * Ihr El-tern dürft nicht kla⸗ gen, mit freu de sollt + II EEI —— I 1 1 1 4 — 4 i — 2˙ ᷣ— —— ihr sa⸗ gen: dem höch ⸗sten sei 2. surz ist mein irdisch Ceben, ein bessers wird mir geben 6ott in der Cwigkeit. Da werd ich nicht mehr sterben, in keiner not verderben, mein eben wird sein lauter freud. 3. Gott eilet mit den Seinen, läßt sie nicht lange weinen in diesem Tränental. Ein schnell Cob, Chr und Preis! und selig Sterben ist schnell und glücklich erben des schönen him· mels Chrensaal. 4. Wie öfters wird verführet manch seind, an dem man spüret rechtschaffne frömmigkeit! Die Welt voll List und Tücke legt heimlich ihre Stricke, bei Tag und nacht, ju jeder Zeit. 6⁰1 Sterben u. Begräbnis ITT 5. Ihr netze mag sie stellen, mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir tun kein ceid. Denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird setzen ins Schloß vollkommner sicherheit? 6. Zuvor bracht ich euch freude, jetzt, nun ich von euch scheidle, betrübt sich euer herz. Doch wenn ihrs recht betrachtet und waäs Gott tut hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmerz. 7. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Lunden, er kennet jedermann. nichts ist jemals geschehen, das er nicht vorgesehen, und was er tut ist wohlgetan. 8. Wenn ihr mich werdet fin⸗ den vor 6ott, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Siegespalmen in händen und mit Psalmen des herren Lob und Ruhm erhöhn, 9. Da werdet ihr euch freuen, es Wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der ottes Willen gedenket ju erfüllen und ihm sich in õeduld ergibt. 10. Ade, nun seid gesegnet! Was jetzund euch begegnet, ist andern auch geschehn, viel müs⸗ sens noch erfahren. nun, sott woll euch bewahren! Dort wol⸗ len wir uns wiedersehn. Joh. heermann g. 1585 + 1641. mel.: herr Jesu christ, meins Lebens Licht. 16²⁵. 609 4———— ee 1—4.—. — 1 nun lieg ich ar · mes Wür me ⸗lein 7——— + — DD. — IIIIITIII———————— und ruh in meinem stãm mer ⸗lein, ich bin durch ei · — rern 1— 1.—.——.— 2.— nen sanf ten cod ent⸗gan⸗· gen al ⸗ler Angst und not. 2. Was schadet mirs, daß mein3. In solchemSchmuck, in solcher 6ebein muß in das õrab ver⸗Zier prang ich vor õottes Thron scharret sein? mein Seele schiwe · allhier; mein Jesus ist all meine bet ohne Leid in himmelsglanz Lust, mein Labsal, meine beste und herrlichkeit. sost. b² —— 11414 1I; II 1111 SSS Sterben u. Begräbnis 4. Was frag ich nun nach jener Welt? mein Jesus hier mich küßt und hält, in ihm erfreu ich mich allein, ohn ihn kann ich nicht fröhlich sein. 5. mit Weinen war ich erst geborn, zum Jauchzen bin ich auserkorn; ich singe mit der Engelschar das ewig neue Jubel⸗ jahr. 6. lichts iebers meine Zunge singt, nichts reiner meinen Ohren klingt, nichts Süßers mei⸗ nem herzen ist als mein herz⸗ liebster Jesus christ. Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 7. Drum, liebe Eltern, höret auf zu klagen meinen kurzen Lauf, ich bin vollkommen worden bald; wer selig stirbt, ist gnug⸗ sam alt. 8. Drum legt die hand auf euren mund und seht auf Gott, der euch verwundt, der euch zu hei len ist bereit, wenns dienet eurer Seligkeit. 9. An jenem Tag wir werden gehn, da vor 6ott 6roß und seleine stehn, zur himmelischen Christtagsfreud mit höchster Ehr und herrlichkeit. mich. Schirmer g. 1606 1 1673. Joh. Schop 1641. 22 61⁰ +—— 2*— * 1 + du bist 3 doch bist war mein und blei⸗ best du nicht nur mein al⸗ — + I — + 1 I I. 1 1 EEEl 1 1 1 I—I 1— H —*— + mein,(wer will mir lein, der herr von an · ders ew ⸗ gen 565—— sa Tã gen?) gen der hat das mei⸗ ste kecht an — for dert und dlir, der + I 1 1 4 ν + 1— 1 1 ——— er ⸗ hebt von IV. + mir dich, o mein Sohn, mein 1 + I 1— SS 2.— + ——* Wil ⸗ le, mein her: un! Wun-sches fül= Ie. 66³ Sterben u. Begraäbnis 2. Nch gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut wil⸗ liglich mir wünschen und er⸗ wählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir, du sollst sein meines hauses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein herz und meint es gut, ott aber meints noch besser. öroß ist die Cieb in mei⸗ nem mut, in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, õott ist der Väter haupt und Chr, ein Ouell, da Alt und Jungen in aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben will, daß er nah an seinem Thron im himmel solle leben. Ich sprech: Nch weh, mein licht verschwindt, Gott spricht: Will⸗ komm, du liebes sind, dich will ich bei mir haben und ewig reich · lich laben. 5. O süßer Kat, o schönes Wort und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser ort, kein Unglück und kein stränken, kein Angst, kein mangel, kein Uersehn, bei oott kann keinem Ceid geschehn; wen sott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Wir menschen sind ja auch bedlacht die Unsrigen ju zieren; wir geyn und sorgen Tag und lacht, wie wir sie wollen führen in einen feinen, selgen Stand, und ist doch selten so bewandt mit dem, wohin sie kommen, dls wirs uns vorgenommen. 7. Wie manches junges, from⸗ mes Blut wird jammerlich ver⸗ führet durch bös Exempel, daß es tut, was Christen nicht ge⸗ bühret. Dda häts denn Gottes zorn ju Lohn, auf Erden nichts als Spott und hohn, der Vater muß mit 6Grämen sich seines sindes schämen. 8. Ein solches darf ich ja nun nicht an meinem Sohn erwar⸗ ten; der steht vor ottes Ange⸗; sicht und geht in Christi õarten, hãt freude, die ihn recht erfreut, und ruht von allem herzeleid; er sieht und hört die Scharen, dlie uns allhier bewahren. 9. Er sieht und hört der Engel munda, sein münalein hilft selbst singen; weiß alle Weisheit aus dlem õrund und redit von solchen Dingen, die unser keiner noch nicht weiß, die auch durch un⸗ sern fleiß und Schweiß wir, weil wir sind auf Erden, nicht aus⸗ studieren werden. 10. Ach sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Hamen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch bã SSSS Sterben u. Begraäbnis den du auch geheiligt bist: ich weiß, ich würde müssen vor freude Tranen gießen; 11. Ich würde sprechen: Bleib allhier, nun will ich nicht mehr klagen: Ach mein Sohn, wärst . du noch beiĩ mir! nein, sondern: . stomm, du Wagen Clias, hole mich geschwind und bring mich dlahin, da mein sind und so viel liebe Seelen so schöne Ding erzählen! 12. Nun es sei ja und bleib aljo, ich will dich nicht mehr weinen: du lebst und bist von herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger freud und Ruh; hier leb und bleib nun immerzu, ich will, wills Gott, mit andern auch bald hinüber wandern. paul Gerhardt g. 1007 4 1676. Sso hab ich ob-ge MNel.: herzlich tut mich verlangen. 1601. 61¹ 1.—— +— 1— I N— XXII——— I 1—— fsle⸗get, mein ich bin gar wohl ver gnü⸗ get, zu 443—— DSEAEAEESAEESA— + + I I 41— 1 Cauf ist nun voll-bracht,* tãu-sen gu⸗ ter naͤcht! e mi wn in d Lie-ben, tut nicht so äng ⸗stig lich! Was wollt ihr + 1 ———— — I I 1 1 + + I ——.—— ine nn n euch be⸗ trü-ben? Stehts doch sehr gut um mich. 2. Denkt, Vater, wie viel Sor; gen, wie manche wäͤche naͤcht, wie manchen düstern Morgen ein liebes ind oft macht. Was ihm kann widerfahren, das fürchtet, wer es liebt. Den 6⁵ stummer könnt ihr spaͤren, drum seid nicht so betrübt. 3. Ach mutter, laßt die Zähren, stellt euer lagen ein, des höch · sten sein Begehren das muß erfüllet sein. Warum ihr setzo Sterben u. Begrabnis SSISSRSSRRee weinet und gar zu kläglich tut, dãs ist sehr wohl gemeinet: Gott machet alles gut. 4. Die freude, die sich reget bei einem Wandersmann, wenn er dlie Reis hinleget und Rommet glücklich an; die freude, die empfindet ein Schiffer, wenn sich schier ein sichrer hafen fin; det, die spür ich jetzt bei mir. 5. fahr hin, o Angst und Schmer; zen, fahr immer, immer hin! Ich freue mich von herzen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend freuden in meines Schöpfers hand; da trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 6. Schmückt meinen Sarg mit stränzen, wie sonst ein Siegs⸗ mann prangt. Aus jenem him⸗ melslenzen hat meine Seel er⸗ langt die eiwig grüne srone; dlie werte Siegespracht rührt her von Gottes Sohne, der hat mich so bedacht. 7. Doch netzet ihr die angen, ihr Eltern, über mir, euch hat dlas Ceid umfangen, das herze Eigene melodie. 4 bricht euch schier; des Vaters treue Liebe sieht sehnlich in mein 6rab, die mutter stehet trübe und kehrt die Nugen ab. 8. Ich war euch nur geliehen auf eine kurze Zeit, will Gott mich zu sich ziehen, so werfet hin ddas Ceid und sprecht: Gott hats gegeben, õott, nimms, du hast dlas Recht, bei dir steht Tod und leben, der mensch ist Gottes senecht. 9. Daß ihr mein 6rab müßt sehen, zeigt unsern schwachen Stand daß es sobald geschehen, tut 6ottes Vaterhand. Gott wird lãs Ceid euch stillen; ich sterbe nicht zu jung, wer stirbt nach Gottes Willen, der stirbt schon alt genung. Machruf der Betrübten.) 10. fahr wohl, o liebe Seele, genieß der süßen Lust! Uns in ller Trauerhöhle ist nichts hievon bewußt. Wann wird doch ange⸗ langen desselben Tages Schein, dlaß du uns wirst empfangen? o möcht er heute sein! Sottfr. Wilh. Sacer g. 1035 + 1690. Rud. Ahle 1662. V. 1 + — I IEESE 1 2 1 * 1 ——.. — 6 1 — — 1 zeuch hin, mein Kind, denn 6ott selbst Ich lei ⸗ de jwar, dein Tod ve⸗ bob WI A 7 I * * iunnn*=..D—— 2 1. 522—2 —— I—— +* II + for dert dich aus trü-bet mich, doch weil dlie · ser K ar gen Ubelt. 6ott ge⸗fällt, — +— + I—— + + LI I 1 1 7 +7 so un ⸗ter laß ich al ⸗les stla⸗gen und will mit ‚ ‚I‚I‚IP.‚IEEiit‚‚‚‚'s‚I‚Iii ‚ü‚‚ e —————.— EES stl⸗lem bei ste sa ⸗gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein gind, der Schöpfer hat dich mir nur in der UWelt geliehn. Die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, õott hat es so versehen, was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein seind! 3. Zeuch hin, mein sind, im himmel findest du, was dir die Uelt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, da wird kein Schmerz erfragt. hier müssen wir in Angsten schwe⸗ ben, dort kannst du ewig fröh⸗ lich leben. Zeuch hin, mein stind! 4. Zeuch hin, mein seind, hin⸗ auf in õottes Schul, da õott selbst Lehrer ist, da lauter ust, da du vor Gottes Stuhl beim Chor der Engel bist. Da kannst du deinem Jesu singen, die himmelslieder lassen klingen. Zeuch hin, mein seind! 5. Zeuch hin, mein sind, wir folgen alle nach, so bald es Gott befiehlt. Du eilest fort, eh sich das Ungemach in deine Jahre spielt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide, wer frühe stirbt, Rommt bald zur freude. Zeuch hin, mein seind! 6. Zeuch hin, mein sind, die Engel warten schon auf deinen frommen 6eist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die strone weist. nun wohl, dein Seele ist entbunden, du hast im herren überwunden. Zeuch hin, mein stind! Hottfr. Hoffmann g. 1658 + 1712. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Naak()) ca. 1400. 6¹³ —2H2 + 1— II 42 1 + I 1 2 La 17 Wenn klei ⸗ 6⁷ ne him ⸗mels er⸗ben in Sterben u. Begräbnis — + 1 — + — 1— + ——..— I ein, sie * wer den nur dort o-ben vom ba ⸗- ter + + — + + * — —— 5 12 II duf-ge⸗ ho⸗ben, da ⸗mit 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für chri⸗ stum eingeweiht und noch bei Gott in önaden; was sollt es ihnen schaden, daß Jesus sie ju sich entbeut? + sie un ⸗- ver⸗lo-ren sein. 3. 0 wohl auch diesem seinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes ind! Du gehest ja nur schlafen und blei⸗ best bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe g. 1688 4 1758. iedervonder Auferstehung IEE SEEEEEE EI Eigene melodie. er Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. 21 6¹14 1üiäi— ——— 1 27 + + Je-sus, mei ne Zu-ver-sicht und Die ses weiß ich; soll ich nicht dar⸗ 2— 2—— EINI—.. C. ‚PI—— DE +— 1—— 2— I— ei hei-land, ist i—4— b • ö mein hei⸗land, i im e-ben. ö 9 um mich zu⸗ frie den ge⸗ ben, Ihs kit lan⸗e E+ 15— SIS.E...... 8..— 2——.——— 759 EE 2.. I I ů 1—. ro des nacht mir auch für b6e⸗ dan- ken macht? 2. Jesus, er mein heiland, lebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Crlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der hoffnung band zu genau mit ihm verbun⸗ dlen, meine starke ölaubenshand wird in ihm gelegt befunden, dlaß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin fleisch und muß da; her auch einmal zu Asche wer; dlen; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, 6⁰9 dlaß ich in der herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen licht wird ihn, meinen heiland, ken⸗ nen, ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner ieve bren; nen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein ab· getan. 6. Was hie kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herr⸗ lich gehen; irdisch werd ich aus· gesät, himmlisch werd ich auf⸗ erstehen; hie geh ich natürlich ein, dort da werd ich geistlich sein. Auferstehung A= VI YVO V s./ blSei 0— 0 0 7. Seid getrost und hoch er⸗ freut, Jesus trägt euch, meine blieder! 6ebt nicht statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, chri⸗ stus ruft euch wieder, wann die letzt Posaun erklingt, die auch durch die oräber dringt. „8. Lacht der finstern Erden⸗ kluft, lacht des Todes und der höllen, denn ihr sollt euch durch die Cuft eurem heiland zuge⸗ sellen.) Dann wird Schwachheit und berdruß liegen unter eurem fuß.*) thess. 4, 17. 9. Nur daß ihr den oeist erhebt von den Lusten dieser ęrden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das herze da hinein, wo Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. ihr ewig wünscht zu sein. gunge 6sv. 1053. Phll. Nicolai(ꝰ) 1500. 6¹⁵ L. 2= 1—— —1——...— + + I + II II + I0„—— 1..——. —2— Es mag dies haus, das aus der 6ott selbst will die sen bau voll⸗ —————ͤ Er ⸗den, nur im⸗ mer⸗ hin jer brochen wer⸗den, füh ren, mit ew- ger him mels · Klar heit zie ren, II — I 11—— D—.— —..—.—.—— * ein and⸗ res haus wird uns ——— er ⸗baut. dran man nichts Un ⸗ voll ⸗-Romm nes schaut.) 9 —— +— 1 ———— 33—7— I0—* 20 was ir⸗ disch heißt! mein herz und gan⸗zjer eist +.* n... 2*— 3— fleugt von hin ⸗ nen, er greift dies Wort und 67⁰0 ininee VXI EAENENAAEN Nuferstehung —————.——— —.———————— 2— ist schon dort an 2. Da wird kein Vorhang an⸗ getroffen, das Allerheiligste steht offen; o seligste Zufriedenheit! hier, wo sich Fried und freude küssen, gibt süße Wonne zu ge⸗ nießen die heiligste Dreieinig⸗ keit. Es näht uns freundlich hier der engel schöne Zier, alle frommen umfassen sich recht brüderlich; o herz und Seele, freue dich! se ⸗ nem sel⸗ gen freu ⸗den-ort. 3. hier ist nur lauter Licht und freude, hier kleidet uns nur weiße Seide der allerreinsten heiligkeit; wir tragen lauter güldne stronen, wir sitzen hier auf güldnen chronen, hier Wech; selt sich gar keine Zeit. hör auf, mein blöder Sinn, wo willst du endlich hin? Stille, stille! õeh ruhig ein, wo Gott allein wird alles und in allem sein. Jakob Baumgarten g. 1668 4 1722. mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan 1681. 61 0 IIIAT —ᷣ— 2— 22.—. 2 5 ¹— 2—.—— —. Ich freu Ee mich der fro— hen und 6ott in schön⸗-ster herr ⸗lich Zeit, da ich soll auf er- keit und mei ⸗ nen hei⸗land 5 4. da ich soll +— der aus- er⸗ wähl=-ten sein in der 6e⸗ mein * x— AN —— EA 13.— eRl —224 from men und zu den bä⸗ tern kom⸗ men. 6²¹ Auferstehung A 2. Nch kãme bald der Tag her; an, der Tag, dran mein Erlö⸗ sung, der Tag, an dem ich hoffen kann die freiheit und õenesung; da Engeln gleich im Engelreich ich werd ein Leben haben, wo loben, Lieben, Caben. 3. Ich weiß durch meinen Je⸗ sum Thrist, an den ich herzlich gläube, der meine Nuferstehung ist, daß ich im Tod nicht bleibe, Eigene melodie. und dieser Tag mir nicht sein maͤg ein Tag der Schmach und Schmerzen, wie den verruchten herzen. 4. Ich hoffe dann den önaden· lohn durch Christum zu erlangen und vor des Allerhöchsten Thron im schönsten Schmuck zu pran⸗ gen. stomm, süße Zeit! herr, mich bereit, daß sie mich mög erquik⸗ ken und ewiglich beglücken. peter Busch g. 1682 1744. Joh. Chr. scittel 1803. 617 T+⁴——* 4—+.—.—.*—3— — SS..e.‚.. —— Auf ⸗er · stehn, sa auf er- stehn Wirst —— I uue + + 1 4 1 4 +— W 2—56 2.t.— 2Z....— du, mein Staub, nach kur ⸗zer Ruh. Un ⸗sterb⸗lichs Le⸗ +— + + * 2— I N + ——* 1 I— ——— ben wird, der dich schuf, dir 2. Wieder aufʒublühn werd ich gesät. Der herr der Ernte geht und sammelt 6arben uns ein, uns ein, die starben. halleluja! 3. Tag des Danks, der freuden⸗; tränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im örabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. ge⸗ben. hal le ⸗ lu⸗ja! 4. Wie den Trumenden wirds dann uns sein. mit Jesu gehn wir ein zu seinen freuden. Der müllen pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Nch ins Allerheiligste führt mich mein mittler dann, lebt ich im heiligtume zu seines Ua⸗ mens Ruhme. halleluja! Fr. Gottl. Klopstoc g. 1724 4 1803. er kigene melodie. Vorreformatorisch. * V. V. 1 1— 4— PFPttII..... 1. Tag des ZJorns, o kTag voll Grau⸗- en, 2. Zit- tern in der Er⸗ de b6rün⸗den 7. Was soll dann ich Ar⸗ mer sa⸗ gen? 8. furcht bar hoch er hab⸗ ner Rö⸗nig, 13. Du, der lossprach einst ma⸗ ri- en 14. 6Gar un- wür⸗dig ist mein fle⸗hen, I + + + I + E— 1. da die Weit den herrn soll schau en nach dem Wort, dem 2. wird des Rich ⸗ters nahn ver⸗Kün⸗den, der die her ⸗zen — 8. 13. 14. wer mich zu ver⸗tre- ten wa⸗gen, wo selbst die Ge⸗ Ouell der Lie be, hei⸗land gnä⸗lig, mach du mich der und dem Schä⸗cher hast ver⸗zie hen, hast auch hoffmung laß du, hei⸗land, 6nad mich se⸗ hen, nicht ins ewy ⸗ ge X— NM 5—— ů— 66— 2 u— ————— ——— 1 + .wir ver⸗trau- en! 3. Wun-der bar po⸗- sau- nen⸗ will er⸗grün-den. 4. Erd und Tod wird sehn mit rech-ten ja⸗ gen? 9. Je- su, dei- ner Lieb ge⸗ Sün⸗-den le⸗ dig! 10. Bist voll Schmerz mich su⸗chen mir ver-lie-hen. 713 von den Bök-ken wollst mich feu⸗- er ge-hen! 16. Ruf, wenn in die ew⸗ gen J + — 4 + 4— — Vr 1— +——————— IHHIHIIUHIHIJIJIIIIJ——— ———— ·* hal-len wird durch se des 6rab er ⸗-schal-len, auf, Be-ben das 6e⸗schöpf der 6ruft ent⸗schwe⸗ben, Ant⸗ den⸗ke, daß du für mich kamst, be⸗ den-ke, dar⸗ gan⸗-gen, hast für mich am sreuz ge⸗han⸗gen, nicht schei⸗den, zu den Scha⸗fen mich ge⸗lei⸗ten, stelln flammen sin-ken, die du willst ver⸗dam ⸗men, mit 673 5. ent-hal- ten, ü⸗ ber die 6e-richt zu dericht EEEEL ————— 3. jum chro⸗-ne! ru-fend al-len. V5. Und ein buch 4. wort sei⸗ nem herrn zju ge⸗ben./ 6. Wenn er nun 9. um einst mir öna⸗ de schen⸗Ke! 11. Rich ⸗ter der 10. um⸗sonst sei Tod und Ban⸗gen. 12. Gleich Ver⸗worf⸗ 15. zu dei⸗ ner rechten Sei⸗ten. 16. den dei⸗ nen mich Isamanemn rr Lih +——4 51—.— ——.———— 5. wird sich ent fal-ten, drin die Schuld der UWeit 6. sitzt auf dem Thro-ne, kommt als bald vor Got⸗ 11. ge-rech ten Ra⸗ che, dei- ner huld mich teil⸗ 12. nen fühl ich Ban⸗gen, Schuld macht glü⸗hen mei⸗ 17. streck ich die hän⸗de, zum Zer⸗knirsch-ten, herr, ——— RI ñIieRTRRTI— I—. + 1——— +—.... b. tes Soh⸗ne 11. haft ma-che, hal-ten. al-les zu ver⸗ dien-tem Loh ⸗-ne. eh der Tag des Jorns er-wa ⸗ mnun ne Wan⸗gen; mein 6e⸗bet laß 6önad er lan ⸗gen! dlich wen de, o gib mir ein sel- ges En ⸗ de! * I 1 ——.———.—...—.—.—j + ** + IXI soll schau- en, auf⸗er⸗ste hend aus dem Gra-be! * IEIII + + E— 2—.— Uimm die Schuld, herr, al⸗ len a⸗ be! frommer Je ⸗su, 6²⁷⁴ [[w XIIIIE AEEIIIIIIIIIII bericht X*X * +— + 1 1— — 4 hei⸗land du, schen·ke alln die ew ⸗ ge Ruh! NA· men. Aus dem Tateinischen des Thomas von Celano um 1250: Dies irae, dies illa. Übersetzung von Bunsen. Eigene melodie. 1540. 619*— E I + — 1—.—. Wacht auf, ihr chri⸗ sten al-le, — 2.— — W V 1. I— DSDSDSS—— wacht auf und seid be⸗reit in diie ⸗ sem * I I— EEES‚——— ů H+ 4H——— 1— 2.——.—.——— 1.. 1.——2—..—— Jam- mer ta· — le, wacht auf, es ist schon Ii I WDHNV 1 * + 1 4 ———.. Zeit! der herr wird nun bald kom ⸗ men und —.—— I* — 2. 1 4.— I.. I 1. — II +... 1 4+2.. + 2..— 1— DM.—— zum 6e ⸗-örich⸗- te gehn, die Sünd'r wird er +—. + 21 1 1 1— ‚ N ver dam⸗ men; wer wird 2. Geld, Gut kann dã nicht raten, es hilft nicht hoher mut, du mußt es kurz verlassen, wenn kommt dler bittrecod. Bist du gleich schön von farben, bist du gleich jung undreich, oottkanndichbaldver⸗ derben im Augenblick der Zeit. 67⁵ vor ihm be⸗ stehn? 3. Darum ihr Christen alle, die hier beisammen seid, laßt euren hochmut fallen und wartet auf dlie Zeit! Wollt ihr bei Jesu le⸗ ben, so sucht das ewuyge 6ut, er wirds euch reichlich geben und helfen aus der Not. bericht 4. Gotts Wort ist uns gegeben aus groß'r Barmherzigkeit, daß wir darnach solln leben und machen uns bereit. So laßt uns dlas nun fassen und halten fest dlaran; wolln wir das nun ver; lassen, so ists mit uns getan. 5. Nch wär der nicht geboren, der Gottes Wort veracht! Es ist mit ihm verloren, er wan⸗ ö dert ganz in Hacht, voll Laster mit Gotts Wort; o weh, die pöl⸗ lenbande erwarten ihn schon dort. 6. Der Armen not und õramen laßt euch zu herzen gehn, daß sie euch nicht beschämen, wenn ihr vor 6'richt sollt stehn. Denn wer den Armen gibet, erlangt den 6nadenlohn; den, der sie hier betrübet, verdammt einst Gottes Sohn. und voll Schande und spottet 1545. nach dem hannov. ésb. 1048. Eigene melodie. Jos. slug 1535. 62⁰ DD..——— + —IDDeee— Es ist ge-wiß-lich an der Jeit, daß in sei ⸗ner 2r0⸗Hen herr ⸗lich ⸗ Keit, zu va...—. ——*—.—— NIA 6ot-tes Sohn wird kom⸗ men rich ten bös und——— me. 2.— 6— .,.,—————— Ca- chen wer⸗den teur, wenn al- les wird ver⸗ —.m 30 +— ö ö———— 1—. gehn im feur, wie 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten ende, dar⸗ ö auf bald werden auferstehn all Toten gar behende; die aber der herr von Stunde an ver⸗ ( noch das Leben habn, die wird é wandeln und verneuen. ) 2 petri 3. 7. be- trus“) da ⸗- von schrei⸗-bet. 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, waãs alle enschen, jung und alt, auf Erden habn getrieben; da denn gewiß ein jedermann wird hören, was er hat getan in sei⸗ nem ganzen Leben. 67⁰ — 2 ⏑— N— berich EEEEEbericht 4. O weh demselben, welcher hat des herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem 6ut getrach⸗ tet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem satan müssen gehn von Christo in die hölle. 5. 0 Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden. Daran ich lenn auch zweifle nicht, denn dlu hãst jã den feind gericht und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein fürsprecher sei, wenn du nun wirst erschei⸗ nen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen; auf daß ich samt den brüdern mein mit dir geh in den himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesuchrist, dumachst eslang mit deinem jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage; komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in 6na⸗ dlen los von allem Ubel! Amen. Barthol. Ringwaldt g. 1530 1 1509. nach dem Lateinischen Dies irae, dies illa. Cv. Matth. 25. kigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Hicolai() 1509. beI ——— ———— — 2— Wa-chet auf, ruft uns die Stim me der it ⸗ter⸗nacht heißt die se Stun de; sie .——.—.— I Z ——— I +* I—— Wäch-ter sehr hoch auf der Zin ⸗ ne, wach auf, du Stadt ru-fen uns mit hel-lem mun⸗de: Wo seid ihr klu⸗ . N IXX I + * + —— Je · ru- sa · lem! gen Jungfrau en? Wohl⸗-auf, der Bräut⸗gam kömmt, steht * * 4 1 I +— 1 — + + 1— + TEI——— + +D‚J‚‚‚.‚..ĩJ—.— E— duf, die Cam:pen nehmt! hal o²² — le ⸗lu-ja! maͤcht euch be⸗ 6 7 ht Ert- *.*. ——— + ů + ůh· i.ee..— +. VL—..————.—. + —— reit zu der hoch⸗zeit, ihr müs⸗set ihm ent ge⸗gen gehn! 2. Zion hört dlie Wächter singen, dlãs herʒ tut ihr vor Ffreude sprin; gen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr freund kommt vom himmel prächtig, von 6nade stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte sron, herr Jesu, Gottes Sohn! hosianna! Wir folgen all jum freudensaal und halten mit das Abendmahl. 3. Gloriã sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzun⸗ gen, mit harfen und mit Zim⸗ beiln schön. Von zwölf perlen sind die TLore an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. sein Aug hat je gesehn, kein Ohr hat je gehört solche freude. Drum sauchzen wir und singen dir dlas halleluja für und für. philipp nicolai g. 155% 160s. — m ———3J‚FF ‚I‚FIII — *V N ieoer vomꝛewigen 7 ¶ꝘèLeben S ꝗSSS Eigene melodie. +—— +— + + 6²2² 8—— Ich weiß ein lieb⸗lich En ⸗gel ⸗spiel, da V S+=... 44—4 +— + + 1— 1 ——— ist alls Ceid zer ⸗ gan⸗gen; im him⸗mel⸗reich ist freu de H +—— + 1 + 4 viel ohn En ⸗des-ziel, da- hin soll uns ver⸗lan⸗-gen. 2. Weil uns Gott durch die 6nade sein wollt lieblich dahin weisen, so steh auf, edle Seele mein, tracht da hinein, sein Cob sollst immer preisen. 3. Der Winter kalt, der Sünden Zeit die haben bald ein Ende; kehr dich zu Gott, der dir ver; zeiht; darum ihn bitt mit herzen und mit händen! 4. Schlaf odler wach, lieg oder geh, so steh allzeit in Sorgen, bitt Gott, daß er dir gebe Reu all mel.: Valet will ich dir geben Tage neu den Abend und den Morgen. 5. Aus herzen tief andächtiglich sollst du mit Reue sprechen: Ach reicher 6ott vom himmelreich, nun wollst du dich an meiner Sünd nicht rächen! 6. Ich Weiß, daß Gott ist also gut, daß er dir nad will geben, kehrst du von Sünden deinen Mut. Wer also tut, der ommt ins ewge Leben. nach heinrich v. Loufenberg 4 1455. Melchior Teschner 1615. + I ² 1 + 1 H2—ñ 1 aa der bräut-gam wird bald hilf Gott, daß 670 ru · sen: wir nicht schla⸗fen, — 2— ͤ—— S.S.SPSPISSPSPISISISIIIII II.. —— 4— ommt all, ihr hoch⸗zeit— gäst! ö — V——..—.(— ————————————— 1 un⸗sern hän⸗den die Lam⸗-pen, öl und licht und +— 1 1 + A 1— * E uns nicht müs⸗ sen wen⸗den von dei⸗ nem An⸗ ge ⸗sicht. 2. Dã werden wir mit freuden den heiland schauen an, der durch sein Blut und LCeiden den himmel aufgetan, die lieben pa; triarchen, Propheten allzumal, die artrer und Npostel bei ihm in großer Zahl. 3. Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein. Wir werden alle treten zur Rechten Jesu christ, als unsern Gott anbeten, der unsers fleisches ist. 4. Gott wird sich zu uns kehren, ein'm jeden setzen auf ein gülane sron der Chren und herzen freundlich drauf, wird uns an sein Brust drücken aus ieb ganz väterlich, an Leib und Seel uns schmücken mit 6aben mildig; lich. 5. Dã wird man hören klingen dãs rechte Saitenspiel, die musik⸗ kunst wird bringen in Gott der freuden viel, die ngel werden singen, all heilgen Gotts ju⸗ gleich, mit himmelischen Zungen ewig in Gottes Reich. 6. Er wird uns fröhlich leiten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zubereiten zu seinem Lob und preis; da wird sein freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus Gottes Schätz und Bronne und ewig werden neu. 7. Also wird Gott erlösen uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, von Trauren, Weh und felagen, von strankheit, Schmerz und Leid, von Schwer⸗ mut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit. zohann Walther g. 1400 4 1570. Kbwiges Leben bigene melodie. 2 * I— + 4 +— ²⁴ + + ge ru-sa-lem, du hoch-ge⸗ bau⸗te mein sehn⸗lich hern so groß Ver⸗lan⸗ gen Stadt, wollt 6ott, ich wär in dir! welt haät und ist nicht mehr bei mir. ͤ —— 1 EE—— ü⸗ber berg und Ta-le, weit ü⸗ber bla⸗ches feld schwingt —.— I———— + 12— 4 + 4 1 BII 4——— N + +—— J+.— es sich ü ⸗ber 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit heil anlände in senem vaterland? 3. Im Augenblick wird sie er⸗ heben sich bis an das firmament, wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der Cle⸗ ment, fährt auf Clias Wagen mit heilger Engelschar, die sie in händen tragen, umgeben ganz und gar. 4. O Chrenburg, sei nun ge⸗ grüßet mir, tu auf der 6nade Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin 6R¹ al-le und ellt aus die-ser elt. kommen fort aus jenem bösen leben, aus jener lichtigkeit, und 6ott mir hat gegeben das Erb der CEwigkeit. 5. Was für ein Volk, was für ein edlle Schar kommt dort ge⸗ zogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich dlie beste stron, die Jesus mir, ler herre, entgegen hat gesandt, dlã ich noch war so ferne in mei⸗ nem Tränenland. b. Propheten groß und patri⸗ archen hoch, auch Christen insge; mein, die weiland dort trugen sles streuzes Joch und der Tyran⸗; nen pein, schau ich in Chren schweben, in freiheit überall, mit selarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. Ewiges Ceben 7. Wenn dann zuletzt ich ange⸗ langet bin im schönen baradeis, von höchster freud erfüllet wird dler Sinn, der mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine singt man in heiligkeit, das hosianna feine ohn end in Ewigkeit, Eigene melodie. 8. Mit Jubelklang, mit Instru; menten schön, mit Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der freudensaal, mit hundert tau⸗ send zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang ge⸗ sungen das große himmelsheer. Joh. matty meyfart g 1300 + 1642. Joh Crüger 1648. V———— — 1 — + iö 8 o wie se lig seid ihr doch, ihr 99Z——1 I 1 — D‚D.——— + 1 1 2—. 1 lel — 1— 1— I + I + 1 from men, die ihr durch den Tod ju * E—— — a 1— + I + 1 + 4I— EEE— 1 + + 1 I—L+ — 1—.— 1——— + 1 L 6ott ge⸗ kom⸗ men! Ihr seid ent gan ⸗- gen —— N 1—.——. 2 V4a⁷ 4 + + 1 EE 2...— I.— 2...—— + 1 1 II — — al-ler not, die 2. uß man doch hier wie im sterker leben, da nur Sorge, furcht und Schrecken schweben; wäs wir hie kennen, ist nur Müh und herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer stammer sicher und befreit von allem Jammer, kein sreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen, ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen, euch wird uns noch hält ge⸗ fan ⸗gen. gesungen, was durch keines Ohr allhie gedrungen. 5. Nch wer wollte denn nicht gerne sterben und den himmel für die Lelt ererben? Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. somm, o hriste, omm, uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dlir, o Sonne, ist der frommen Seelen freud und Wonne. Simon Dach g. 1605 1 1655. Ewuiges Leben Eigene melodie. Joh. Schop 1642. 62⁰ 1217——— E— T—— 2—— ‚——— — PPPP E-· wig·⸗keit, du Ddon⸗-ner⸗wort, o o-wig⸗keit, Zeit oh ne Zeit, ich ———— + I—— + 4Z..— +— 2ul H BE———.— —— SSEE Schwert, das durch die See-le bohrt, o an-fang weiß vor großer Trau rig ⸗keit nicht, wo ich V. I ......— —5 T. 1—— ‚ +—* ————— 111—— 2 —— son der En-de! ich hi schrock⸗ nes her mich hin men⸗de. Wein Bant en sch herꝛ —— I H — 22———— ö ö ——— 1 nen n— EAH —WEW.....‚. 1— EE— E ———— er bebt, daß mir die Zung am 6au-men klebt. 2. sein Unglück ist in aller UWelt, das endlich mit der Zeit nicht fallt und ganz wird auf⸗ gehoben; die Cwigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab ju toben, ja wie mein heiland selber spricht, aus ihr ist Kein Erlösung nicht. 3. 0 Cwigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ist zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen. drum, wenn ich dliese lange nacht zusamt der großen pein betracht, erschreck ich recht von herzen; nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Nch Gott, wie bist du so ge⸗ recht, wie strafest du die bösen senecht so hart im pPfuhl der Schmerzen: auf kurze Sünden dlieser Welt hast du so lange pein bestellt. Ach nimm dies wohl ju herzen und merk auf dies, o menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist dloch hohe Zeit, es kommt heran die wigkeit, dir deinen Lohn ju geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag: wer weiß doch, wie man sterben mag? 68³ b. O Cwigkeit, du Donnerwort,vor großer Traurigkeit nicht, wo o Schwert, das durch die Seele ich mich hinwende. Uimm du bohrt, o Anfang sonder Ende! mich, wenn es dir gefällt, herr Cwigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß Jesu, in dein Ffreudenzelt! Mel.: 0 Cwigkeit, du Donnerwort. Johann Rist g. 1007 + 1667. Joh. Schop 1642. 6.— 2— T 2 4—.—..... 11...— D E n d—— ——.——. 147511 0 E⸗ wig ⸗ keit, du. freu- den⸗-wort, 0 E⸗ wig-keit, freud oh„ne(eid, 3— 1—2.—⁰ * n———.— das mich er ⸗ quik-Ret fort und fort, o An · fang gar nichts mehr I + E + + 1 1 + I —— * son⸗der En ⸗ de! vom(⸗ len-de, das sonst in die ⸗sem le-ben VJ..— L— 1 III ————.— + f H + I + +— LI — 1 L 1 1 1 I TII —* 5 E plagt, weil mir die E⸗ wig ⸗ keit be⸗-hägt. 2. sein herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; die wigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen, ja wie der heilge Petrus spricht, ihr Erbe das verwelket nicht.“)*petr. 1. 4. 3. O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß dies auf⸗ höret. Ddrum, wenn ich diese langeZeit erwäge samt derelig· keit, die gar nichts mehr zerstöret, so acht ich alles eiden nicht, dlas kaum den Nugenblick anficht. 4. Im himmel lebt der christen Schar bei Gott viel tausendtau⸗ send Jahr und werden des nicht müde. Sie stimmen mit den En⸗ geln ein, sie sehen stets der õott⸗ heit Schein, sie haben güldnen friede, da Christus gibt, wie er verheißt, das anna, das die Engel speist. 5. Nch wie verlanget doch nach dir mein mattes herze mit Be⸗ gier, du überselges Leben! Wann werd ich doch einmal dahin 68⁴ Ewiges Leben gelangen, wo mein schwacher Sinn stets pfleget nach zu streben! Ich will der Welt vergessen ganz, mich seynen nach des himmels 6lanj. 6. 0O Ewigkeit, du freudenwort, dãas mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder nde! O Cwig⸗ keit, freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich omm dahin. sdspar heunisch g. 16²0 + 1090. Mel.: Da christus geboren wär. Vorreformatorisch. 628 SESIIIIFFFJ————————— — 4 34 23..——.— 1. ————————— CLo-be, mein herz, dei-nen Gott, — x——— ..————— ———.— 1222.———.—— der dir hilft duls al-ler not, der dir al- le Sün⸗ —.— 2222 + x D qDq‚ ‚q‚D‚D i‚iiie e. — · E 1——— den- schuld schenkt aus lau-· ter 6nad und —w4. x——..— —.—— H— 42.0 2.—————..— I...EEEe 2— S..‚..—.—— —— r— huld, der ir— 6e-rech-tig-Reit, 6na de, Trost I— I. EI II 1 1 1 1 * — I I — 12 DEIt!eEE 1 1.— und hei⸗ lg-Keit 2. Dã ist eben, fried und freud, da ist Chr und herrlichkeit, da ist deines Vaters haus, da ist alles Weinen aus; was kein Nug sieht jederzeit, was kein ohr hört weit und breit, hast du dort in Ewigkeit. 3. Da will dein õott alles sein, da wird 6ott, dein freuden⸗ schein, Leib und Seel verneuen ganz gleich dem schönen Sonnen; und dort gibt die Se lig-keit. glanz; da ist õott dein crost und Schild, der dein herz mit freude füllt, weil du bist sein benbild. 4. Dir, herr, zu Lob, Chr und dank will ich meinen Lobgesang fröhlich singen immerdar mit der Auserwählten Schar, wenn mein Ceib und Seel erfreut in des himmels herrlichkeit woh · nen wird in Cwigkeit. joh. Olearius g. 1611 1 1684. 68³ Ewiges Leben Mel.: valet will ich dir geben. Nelchior Teschner 1615. I 1 b² + 12 ͤ——*.—— HEE——— 2—.— 2 2 dler er · mun tert euch, ihr A;· bend from⸗-men, ist ge kom⸗- men, + — — I. I *. I 1 I 1 e—— jeigt llie eu ⸗-rer Lam⸗-pen Schein, finst ore nacht bricht ein. E hat sich auf=ge⸗ —— I— 1 4 +— ma chet der Bräu ⸗ti⸗ gam mit bracht; auf, be tet, 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit öi und seid des heils gewärtig, bereitet Leib und Seel! die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, begegnet ihm im Reihen und singt halleluja! 3. IJhr klugen Jungfraun alle, hebt nun das haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor! Die Tür ist aufgeschlossen, die hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsge; nossen, der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein: man sieht die Bäume blühen, der schönste frühlingsschein ver; heißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag 686 ,,,. 3 kämpft und wa ⸗ chet, bald ist es mit ⸗-ter nacht. von weiten, vor dem das Dunkle weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, dlie ihr Zion liebt, mit reudigen beberden und seid nicht mehr betrübt! Es sind die freuden⸗ stunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwun⸗ len, die rone nun vertraut. b. Die ihr eduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nãch sereuz und selagen in freu; dle sonder Ceid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphie⸗ ren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße sleid, hier stehn die Weihenhalmen im frie⸗ den nach dem Streit und nach den Wintertagen, hier grünen 11177 twiges Ceben die Gebein, die dort der Tod er-verlangte Sonne, und fördre schlagen, hier schenkt man freu⸗ deinen Lauf! 0 Jesu, mach ein denwein. ende und führ uns aus dem 8. O Jesu, meine Wonne, komm Streit, wir heben haupt und balll und mach dich auf, geh auf, hände nach der Erlösungszeit. mel.: nlle menschen müssen sterven. Mel. 1. Caurentius Laurenti g. 1660 T 1722. J. hintze 1678. 63⁰ 1 + 116451 —+* X * 0o wie fröh-lich, o wie se⸗lig wer⸗den Dro⸗ben ern⸗ten wir un-zäh⸗lig uns⸗re — — + —— AV — 2i—— freu⸗den ⸗ gar ⸗ben ein. hen wir hier hin und wei⸗ wir im him ⸗ mel In.) 6e I 1 — ——— ———* — — + H. ——— 2— I — 1 1 nen, dor-ten wird die Son-ne schei nen, dort ist Tãg *. —— IIII T II 1— 2—.. 2..—— SEEEI + 2— + 4— 2——— AE—. 2.— 1— 1—0 und kei ne nacht, wo man 2. Cs ist dloch um dieses Ceven nur ein jämmerliches Tun, und dlie Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem bend bis zum orgen kämp· fen wir mit lauter Sorgen, und die überhãufte Not heißet unser täglich Brot. 3. Nch wer sollte sich nicht seh· nen, bald in Zion dort ju stehn und aus diesem Tal der cTranen in den freudenort ju gehn, wo das sereuʒe sich in Palmen, unser stlãgelied in Psalmen, unsre Last nach den tkrä- nen laͤcht. in Lust verkehrt, und das Jauch· jen ewig währt! 4. Dã wird unser Aug erblicken, waãs ganz unvergleichlich ist; da wird unsern mund erquicken, waãs aus Gottes herzen fließt; da wird unser ohr nur hören, was dlie freude kann vermehren; da empfindet unser herz lauter Wohllust ohne Schmerz. 5. O wie werden wir so schöne bei der slarheit õottes sein! Wie wird da das Tobgetöne seiner engel uns erfreun! Wie wird 68² Ewiges Ceben unsre strone glänzen bei so vielen Siegeskränzen, wie wird unser scleid so rein, heller als die Son · ne sein! 6. NAch wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald auf⸗ genommen in den schönen him⸗ melsbau, dessen õrund den per⸗ len gleichet, dessen 6lanz die Sonne weichet, dessen wunder⸗ volle Pracht alles õold beschamet macht? 7. Nun, ich sterbe vor Verlangen, o du großer Lebensfürst, laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unter⸗ dlessen laß auf Erden schon mein herze himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. mel.: Jesus, meine Zuversicht. 2. himmelan schwing dich, mein beist, denn du bist ein himmlisch esen und kannst das, was ir⸗ dlisch heißt, nicht ju deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleuchter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. himmelan! die Welt kann dir nur geborgte 6üter geben, deine himmlische Begier muß nach solchen Schätzen streben, dlie uns bleiben, wenn die Welt in ihr erstes ichts zerfällt. Ursprüngliche form im Anhang. 16³³. 65 —— 4.— him ⸗- mel- an geht uns⸗re bahn, bis wir hin nach fa ⸗- na ⸗ an —.—— SS———— +— 1 II N 4 IIII.I—. LE— 1.2 —1——— l 2 + II ů n wir sind 6ä⸗ ste nur auf Er-den, hier ist durch die Wü⸗ste kom ⸗ men wer-den. EE. ο—. 11—— 4— .ũ— 17.⁴.71 I=I 12.— 1—C un· ser pil ⸗ grim⸗stand, dro ben un⸗ ser Va⸗öter⸗land. 4. himmelan! Ich muß mein herz auch bei meinem Schatze haben, denn es kann mich an⸗ derwärts kein so großer Keich⸗ tum laben, weil ich schon im himmel bin, wenn ich nur ge⸗ dlenk an ihn. 5. himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Dorte höre; llas weist mir den ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn ich dieses Wort bewahrt, halt ich eine himmelfahrt. R.. IIITKI t48 Skbwiges Leben b. himmelan! denk ich allzeit, wenn er mir die Tafel decket, und mein sõeist hier allbereit eine sträft des himmels schmecket. nach der stost im Jammertal folgt des Lammes hochzeitmahl. 7. himmelan! mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne daß mein herz schon auf⸗ wärts steigt über Sonne, Mond und Sterne, denn ihr licht ist viel zu klein gegen jenen 6lanz und Schein. 8. himmelan wird mich der Tod in die rechte heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren; Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig fol⸗ gen kann. 9. himmelan! ach himmelan! das soll meine Losung bleiben, ich will allen eitlen Wahn durch die himmelslust vertreiben. himmelan nur steht mein Sinn, bis ich in dem himmel bin. Benjamin Schmolck g. 1672 T 1737. Offenb. Joh. 7, 9— 17. mel.: Weicht, ihr Berge, fallt, Iyr hügel. Joach. Neander() 168⁰. + 63 2 3 — I I + + E.... + 1 1 1. — —.50 Wer sina die vor 6ot⸗-tes chro⸗ne? Trä-get se⸗ der ei- ne kro ⸗ne, SPSPSPSPSP‚P‚D‚D‚E.EE EEEE...... Uas ist das für ei⸗ ne alar.) el.. ie u-ja I N S I—————— —— — 1. + III sin gen all, lo · ben 2. Ver sind die, so Palmen tra; gen wie ein Sieger in der hand, welcher seinen feind geschlagen, hingestrecket in den Sand? Wel⸗ cher Streit und welcher serseg hat gezeuget diesen Sieg? 3. Ver sind die in reiner Seide, welche ist õerechtigkeit,) an⸗ getan mit weißem sleide, das 9 off. 10, 8. Gott mit ho⸗ hem Schall. bestäubet keine Zeit und veral⸗ tet nimmermehr? Wo sind dliese kommen her? 4. Cs sind die, so wohl ge⸗ rungen für des großen Got⸗ tes Chr, haben Welt und Tod be⸗ zwungen, folgend nicht dem sündgen heer, die erlanget auf den strieg durch des Lammes Blut den Sieg. 680 kiwiges Leben 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im õebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten õott; nun hat dlieser mampf ein End, õott hãt all ihr Ceid gewendt. 6. Es sind3weigeeinesstammes, der uns huld und heil gebracht, haben in dem blut des Cammes ihre stleider hell gemacht; sind geschmückt mit heiligkeit, pran · gen nun im Chrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem herrn, Tag und nacht bereit zu dienen, Ceib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im heiligtum. 8. Dahin streck auch ich dlie hände, o herr Jesu, zu dir aus, mein õebet ich zu dir wende, der ich noch in deinem haus hier duf łrden steh im Streit: Treibe, herr, die feinde weit! 9. Hilf mir in dem stampfe sie⸗ gen wider Sünde, höll und Welt, laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. führe mich aus aller not, herr, mein fels, mein treuer Gott! 10. Daß mein ceil sei bei den frommen, welche, herr, dir ähn; lich sind, und auch ich der otent⸗; nommen als dein dir getreues seind dann genahet ju demchron nehme dlen verheißnen Lohn. 11 Uelches Wort faßt diese Wonne, wenn ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Cob sei dir bereit, Dank und Preis in Cwigkeit! heinr. cheobald Schenk g. 1656 1 1727. hebr. 4, 9. mel.: Wie wohl ist mir, o Ffreund der Seele. 6 3 3 Zweite melodie im Anhang. 1785. — + +. 1..———.— Es ist noch ei ⸗ ne Ruh vor⸗ Du seuf zest hier in lei · nen —————— runt. muui. ni-,, ————————.——.————— — 1—* han⸗den, auf, mü⸗ des herzj, und wer ⸗de licht! Ban- den, und dei ⸗ ne Son- ne schei⸗ net nicht. —— N 1 1 N— —— 1 I I 2 +—.— H1 1 +— + 2— LE.———...— — E————.— 2— Sieh auf das amm, das dich mit freu· Bald Ist der schö ne stampf 9e2 en⸗ 690 aernvin Kit e, 2——1———.——— den dort wird vor sei⸗ nem Stuh ⸗le weiĩ⸗ e· dlet, bald, bald der sau re Lauf voll en⸗ D ——————————— EAH . den, wirf hin die kast und eil her-u! det, so gehst du ein zu dei ⸗ ner Ruh! 2. Die Kuhe hat Gott auser⸗ koren, die Ruhe, die Rein Ende nimmt; es hat, da noch kein 5 mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gottes⸗ lamm wollt darum sterben, uns e dliese Kuhe zu erwerben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr mü⸗ den Seelen und ihr frommen, versäaumet nicht, heut einukom⸗ men zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3 So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt, eilt, eilt aus euren stummerhöhlen, geht nicht mehr traͤurig und gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein; ihr seid mein Volk, gezeugt vonoben, ob Sünde, elt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein! 4. Was mag wohl einen sran⸗ ken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben und sanste darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergetzen, wie sind sie veide so vergnügt! Doch dlies 60¹ sind kurze Ruhestunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Dã wird man freudengarben bringen, denn unsreTränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Va⸗ terhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird müs⸗ sen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lamm dort sehn, es wird beim Brünnlein uns erfrischen, die Tranen von den Augen wischen; wer weiß, waãs sonst noch soll geschehn? 6. sein Durst noch hunger wird uns schwächen, denn die Er⸗ quickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Llamm ist seinem Volke nah, es will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und preis. Es werden die ebeine grünen; der große Sabbath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Dã ruhen wir und sind im frieden und leben ewig sorgen⸗; los. NAch fasset dieses Wort, ihr Ewiges Leben —— Müllen, legt euch dem Lamm inschon die frohe Schar. fort, fort, seinen Schoß! Nch flügel her, wir]mein Geist, zum Jubilieren! Be⸗ müssen eilen und uns nicht län⸗gürte dich zum Triumphieren! ger hier verweilen, dort wartet Nuf, auf, es Kommt das Ruhejahr! Joh. Sigism. sunth g. 1700 4 1770. Mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Phll. Nicolai(0) 1500. I 2 Ursprüngliche form im Anhang. 63 4 + 44— 2 12— E — 4258—.—. +— 24—— E 12——— 1.— Wie wird mir dann, 0 dann mir von kei ⸗ ner sün⸗de mehr ent⸗ 2 I + 1 II—— .—.— 6—2..— 4—H äPꝓ ꝓ ꝓ Pꝓ P I sein, wenn ich, mich ganz des herrn zu freun, in weiht, ent läa⸗- den von der Sterb ⸗ uch keit, nicht ——— I ——— ů SSEEE + 1—.—— IL 1—1—33. ihm ent ⸗ schla⸗fen wer · de, mehr der mensch von er=de! freu dich, See-le, 2. Ich freue mich und bebe doch: so drückt mich meines Clends Joch, der fluch der Sünde nieder. Der herr erleichtert mir mein Joch, es stärkt durch ihn mein herz sich doch. glaubt und erhebt sich wiedler. Jesus Christus, laß mich streben dir zu leben, dir zu sterben, deines Vaters Reich zu erben. ———.— ́————————— stär ke, trö⸗ ste dlich, Er lö⸗ ste, mit dem 22..8.— h PSPPIIII.II.. ——. n E Le⸗ ben, das dir dann dein 6ott wird ge- ben. 3. UDerachte denn des codes 6raun, mein 6eist, er ist ein Weg zum Schaun, der Weg im finstern Tale. Er sei dir nicht mehr fürchterlich, ins Allerhei⸗ ligste führt dich der Leg im fin⸗ stern Tale. õottes Ruh ist unver; gänglich, überschwenglich; die Erlösten wird sie unaussprech⸗ lich trösten. 60² CRBRCf.8KCW66RK4ʃ + t- — — 11141 Ebiges Leben 4. Herr, herr, ich weiß die Stun⸗ dle nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen To⸗ ten sammelt. Vielleicht umgibt mich ihre Nacht, eh ich dies fle⸗ hen noch vollbraͤcht, mein Lob dlir ausgestammelt. Vater, Va⸗ ter, ich befehle meine Seele dei⸗ nen händen, jetzo, Vater, deinen händen. 5. Uielleicht sind meiner Tage viel, ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die srone schimmert. Bin ich von meinem Zlel noch weit, die hütte meiner Sterblichkeit wird sie erst spät zertrümmert, laß mich, vater, gute Taten, gute Taten mich be⸗ gleiten vor den Thron der wig· keiten! 6. UWie wird mir dann, ach dlann mir sein, wenn ich, mich ganz des herrn zu freun, ihn dort anbeten werde, von keiner Sünde mehr entweiht, ein mit⸗ genoß der Ewigkeit, nicht mehr der ensch von Erde! heilig, heilig, heilig singen wir dir, bringen preis und chre dir, der war und sein wird, Chre! fr. Gottl. Klopstoct g. 1724 1 1803. mel.: Christus der ist mein ceben Ursprüngliche form im Anhang. 1609. .— 635—==. 2——— uch wär ich schon dort dro ⸗ ben, ——— —.—.——.— mein hei⸗ land, wär ich da, wo dlich die — E 1— V=I — 233——— IEE 1 Scha ren lo- ben, und säng hal le ⸗lu-ja! 2. Wo wir dein Antlitz schauen, dla sehnꝰ ich mich hinein, da will ich hütten bauen, denn dort ist Zut zu sein. 3. Da werd ich alles sehen, dlen großen Schöpfungsrat, was durch dein Blut geschehen, und leines õeistes Tat. 4. Da feiern die õerechten, die ungezählte Schar, mit allen 603 deinen snechten das große Ju⸗ beljahr. 5. Mit göttlich süßen Weisen wird mein verklärter munddich ohne Sünde preisen, du meines Cebens 6rund! b. Dã werden meine Trãnen ein Meer voll freude sein. Ach stille baldl mein Sehnen und hole mich hinein! E. 6. Woltersdorf g. 1725 1701. Ewiges eben kigene melodie. + E. Hille 1884. EE— 0 6 TE . 4.—¹ I I. ́LI + SSEEE— Ich hab von fer⸗ne, herr, dei ⸗nen und hät te ger⸗ne mein herz vor⸗ ——— 4 chron er-blickt aus„ge⸗ schnat) und hät te gern mein mü⸗des I* + n en. + 1— 1 FE. I +— u HIM + 1— 2. Dãs War so prächtig, was ich im Geist gesehn; du bist all⸗ mächtig, drum ist dein Licht so schön. sönnt ich an diesen hellen Thronen doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur ich bin sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bün⸗ dlig dein heilger 6eist gezeigt. Ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich jeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin jufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn er⸗ müden will ich ihr näher gehn und ihre hellen golanen õassen lebenslang nicht aus den Nugen lassen. Joh. Tim hermes g. 1738 1821. Mel.; Straf mich nicht in deinem Zorn. 16⁵⁵² 0⁷ I— 4 1 VI— — herr, ich bin dein Ei⸗ gen⸗-tum, dein mir zum heil und dir jum Ruhm hast V. 7 V. — I 1 01 b— —*——1 iht alch mnein Le bes, A e e ö du es ge⸗ ge⸗ben. bä⸗-ter-lich führst du mich 609⁴ — IIIIE bwiges Ceben ———— H+ H —— +—— 1 —.—.— — 2555 SEE auf des Le- bens We⸗ gen meinem Ziel ent ⸗ge⸗gen. 2. Einst kommst du mit großer straft zum Gericht auf Erden, und ich soll zur Rechenschaft dann gerufen werden. Dein õe⸗ richt schonet nicht, Richter aller Welten; du, du willst vergelten. 3. Ueh dann mir in Cwigkeit, wenn ich deine Gabe, meine seräfte, meine Zeit hier gemiß; braucht habe. Wehe mir, hab ich hier sie nicht treu verwendet, sorglos sie verschwendet. 4. Möchte täglich dein 6ericht mir vor Augen schweben, möcht ich immer meiner Pflicht treu zu bleiben streben, daß ich nie töricht sie außer Nugen setze, nie sie frech verletze. 5. Lehre mich gewissenhaft mel⸗ ne Tage zählen, eingedenk der Rechenschaft nur was gut ist wählen. Gib, daß ich ernstlich mich täglich und auch heute dar;⸗ auf vorbereite. 6. Zeigt sich erst die Ewigkeit furchtbar in der Nähe, o dann ist es nicht mehr Zeit, daß ich önad erflehe. Wenn der Tod schon mir droht, kann ich deinen Willen, herr, nicht mehr erfüllen. 7. Mein 6ewissen strafe mich gleich bei jeder Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich 6nade such und finde. Rufe du dann mir zu: Such in mir dein Leben, dann ist dir vergeben. 8. Einst am Tage des Gerichts werd ich mit den frommen zu ndem Anschaun deines Lichts gnädig aufgenommen. Wonne⸗ voll, Jesu, soll dich im höhern leben dann mein Dank erheben. nach dem Bayr. 6sb. Balthasar münter g. 1735 + 1793. Eigene melodie. + 1822. + 1 638 1—— — him⸗- mel⸗ an, nur him⸗ mel⸗ an Uas die from- men wün ⸗schen, kann I 0 1½1. I.—— 1 ;nin i miini: nii.,i n n soll der Wan-del gehn. dort erst ganz ge—— schehn, auf Er den Ewiges Ceven ů——— 3.—. +* 1. .. nicht; freu de wech ⸗ selt hier mit Leid. Kicht ——*— * 1—11 2. himmelan schwing deinen Geist jeclen Morgen auf! surz, ach kurz ist, wie du weißt, unser pilgerlauf. fleh täglich neu: bott, der mich zum himmel schuf, präg ins herz mir den Beruf, mach mich getreu! 3. himmelan haͤt er dein Ziel selbst hinaufgestellt. Sorg nicht mutlos, nicht zu viel um den Tand der Welt! flieh diesen Sinn! nur was du dem himmel lebst, dir von Schätzen dort er⸗ strebst, das ist dewinn. 4. himmelan erheb dich gleich, wenn dich stummer drückt, weil dlein Vater treu und reich stünd⸗ lich auf dich blickt. Was quält dlich so? Droben, in dem Land ddles Lichts, weiß man von den Sorgen nichts, sei himmlisch froh! 5. himmelan wallt neben dir alles Volk des herrn, trägt im himmelsvorschmack hier seine Iasten gern. 0 schließ dich an! sfämpfe drauf, wie sichs ge⸗ bührt, denke: auch durch Leiden führt die himmelsbahn. b. himmelan ging Jesus christ mitten durch die Schmach; eil, weil du sein jünger bist, seinem — hin ⸗auf zur herr⸗lich keit dein An- ge msicht! vorbild nach! Er litt und schwiegz hält dlich fest an Gott wie er, statt zu klagen bete mehr, erkämpf den Sieg! 7. himmelan führt seine hand durch die Wüste dich, ziehet dich im prüfungsstand näher hin zu sich im himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter, gehts zum himmel hin. 8. himmelan führt dich zuletzt selbst die TLodesnacht. Seis, daß sie dir sterbend setzt kurze Schrecken macht, harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell, nach dem Tod erblickst du schnell des Vaters haus. 9. Halleluja! himmelan steig dein Dank schon hier! Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir in wigkeit. Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu in Cwigkeit. 10. Halleluja singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein zur Ruh in den himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom sereuz jum Throne stieg, hilft dlir àus ju diesem Sieg. Gelobt sei er! Joh. Gottfr. Schöner g. 1740 + 1818. 696 N V II — ——.. Ursprüngliche form. Anhang — Allein zu dir, herr Jesu Christ. Aus meines herzens 6runde. Zweite melodie V 2 — 2 e. I4ʃ 4 in! 833 2 5 1— IIHE ⁴⁷ /%„ U IH f IMN Aii ss 8 ** 7 ++ 17 8 1 Tiii I I + 2 7* — 5 I + 0 2 BII 3—* —— S IV H E= 2—— 2 S , MA S e ü N — +I* III 5 +7ν II 47—— ‚6. S3 5 2 5 3—— I 4 S 0 1— H1 —8 5 1.* ‚ +. —.—2 h— 7 7—— S 2—— IIXI—— * 8 8 ——— V + 2 7** 5 I 1—— ———3 ů— * 0 + +— 3 X +— — + 2 I 15 —.—4 14 — IE Ursprüngliche form. ö S — E 0 1 X Ein Cämmlein geht und trägt die Schuld. Di IER rn n VI.Gne + 22 XIIIHITU Tas 7— I+. I * 2— 2. II.% ö V 1 + + 1. 14 10 2 I S— 14 11—— IA — +— 2— *— II 2 1i II — IXIii— II H 8— II — ◻—— I +— 4 5 Lii———4 + 77— + AI 24 S l S8 — ö. V S III IIIA ö ,.— 2 I——. ——— 5 7 S 1 8 ——— S S— 5 8 SEE ‚ 2H S5 —— öii +4* ö—— II E— 10— X +. N S 2( 8 5 ——— 16 II— 14 I 32 2½ 2 + H 4 O 2 IX——. A **— 1 4 2—.— annu—* III— II S IHAN RA I— 2 * ö 8 2 ů I ö E— 11 385 H 3 iia 44 Ff ö 22 AH—— 2 ö HHI Af 2 Ursprüngliche ßorm. Ursprüngliche form. herr Jesu Christ, du höchstes Gut. herzlich lieb hab ich dlich, o herr. FHAil INRN In ů isHH fiRH AIst. fl + 1— 14j 16 ff ö— 3 I V IIt . += Fß— —d— 1* + 5 IA s fH HRe UM S i —0—+ + + 4 x E Eun — H S=. S 2 2 I 4* S 5 S *— S. ö S x + I3‚— + 2— ——— 7 9—0 I +* S 5 I 1 I— SSU V 4 N„ 6 FD I A 8 *— ö A AIstt— F ff.—I* 5 II ö 11 I 2.— 3 IIiI +* FE F 11* x n ö 14 l W +s n 22 * 2 Anhang Jesus Christus, unser heiland, der von uns. Ursprüngliche Form. ͤW‚DDOD‚DmP — V— A +— 2— 1 + +I 1 +— + 4—. I= I.— I 1 + 28—..— VI 2. ————.———.——— —. — I I—— I —́IEI 1— 2— + 14 N —— 4+ II Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form. — + +— 4 I 1— X .— +4.— — 31 dn 1 ——— I 22.2. EH 4.—— 2 47 Komm, heiliger Geist, herre Gott. Ursprüngliche Fform. — V I—— + 2 —... + I I 1 0 4 1 70³ WI ellenn Iule Irri Iiin! D.I Nl MH I II Ral R f E 1** Ab RATTZ + ö „ 2 +— ͤ— ö II R 2— ö ö eH 15 N 7*I.— * 4 N 1 ½ 1— 5 2 + IEIE—*+ Iiĩĩ III 4. Tiit + ö—4 H7 E 1— 2 2 x‚ + Ei 110— S—.+—2 II 75——2— ⁷ ö — I 3* TNH SUUH+ a9„ + ö + 2. 2 2 8 —.— 1— 1— 4 +* 4 II FIHU F1 A.—— ů 35 Isss. Rif n 2. +—— FUHH 11 üs AA. —1 + 5.— + SHR„ As En — S E— + —— IIMN.=— T SUTE EIr— x 7 + IS. 8—„ E 1 7 + 5 8 +— i ö + 7 + 42 + ö ö ö reilung str. 1—3 . 2 —— V 8 Ursprüngliche form. Ursprüngliche form. Ursprüngliche Form. nun danket alle Gott. Teilung Str. 4 Teilung Str. 1—3 H — suit fried und freud ich fahr dahin. nun bitien wir den heiligen beist. 2 ä Teil. Str. 1,3,4 Teil. Str.? I1. LIIAA ö x 24 ½% anhang IN + * + 1 +— — — * + AINN Ursprüngliche Form. O LCamm sottes, unschuldig. 1 — — E D Iü. I —— 200 I 3.3.. — III —— — * 0 Weit, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form. 70⁰ Ursprüngliche form. Schmücke dlich, o liebe Seele. ursprüngliche form Sollt ich meinem Gott nicht singen. III EE e ern ihhn rrrr II iirnrtr Gottfr. Boltze 1788 4 I 24 1 1 + — I —* 2. — 12— —* — 2 — — + * —— —— S 2 S I ö +— R= + 60 2——— N 1 S +. B 1 0— 2 HEtrr ———.⁰***— 188 —. 5 E +* S28 1 V 5 L — ii 2„ 0„OS N* A = 2 IIr 42 2— 2 2 ¶+ 4.——— 2 EEH IN A 2* + 8. 5— IIIA + S*— — H FHA EAA 8 S 7= N +LG — ..—— ***0—8..— —.— —— —.—1.— * 15 —— + — + — —.— —— 4 —+1 —— Teilung Ur. 61 2 —— — ———— — 1 + — ů + 23—— i J. W. C. Sauerbrey 1838. Werde licht, du Stadt der heiden. Zweite melodie as mein Hott will, das g'scheh allzeit. Ursprüngliche form. &SI e 14 IxTir Hn aies-n Trr *. 7 2 5 — 5— iii— Ifff 4 RI +/ IF —— F. + II. ö 2— 1 +——.————— ö 7— SFff E 2— IA— 14 N*..2— + ö— +=S 1 I—— — ⁴* — +—— ii AIIIS 2— +9½7 + —= S— 82— +*— 20 Füh S + IE— S I IIII ö 13 * S +5—— 8 I 3 2 5 2 A n S ff I 2 S5* 25—* + 2 ◻+ 5 10 ⁰˙ IAr iHR* 200— 5——* . π— 4* + +— — IHH S a S s ——.— +.„— 2— NVINI 7 7 Pe 1— 35 4 0—.——— 2118 —— 2 I1r—.———ů—27 147 —.— 443 7 + 7 + ͤV 6 V—* f +* 55 0 RIII, S2— H —*—— 2 IIII ID— * Ii + — ö IanE V. + HH. noa. — + — + + ——. * Zweite melodie. Wie wohl ist mir, o Freund der Seele. U1UH EHH N II 1 I J.I —— —— 1U 2— + Wir glauben all an Einen Gott. Ursprüngliche form. * 7¹¹ —. 1210. * önig. Aut Anhang (Gott ist gegenwärtig.) Zweite melodie. — underbarer K6 * L. ur 1+2.— + ———— 3 . L III E 7¹² —. LH ꝗ EE INI SSIIII Uerzeichnis der Dichter. Agricola, Johann, mitwerfasser des Interim, g. 1402 zu Eisleben, 1 1566 als Hofprediger zu Berlin. 334(). Rlbert, heinrich, g. 1604 zu Lobenstein im Vogtlande, 1651 als Organist zu sönigsberg i. Pr. 473. lberus, crasmus, g. um 1500 zu Engelroth in der Wetterau, 4 1553 nach be⸗ wegtem Leben als Superint. zu eubrandenburg in mecklbg. 466. 404. 407. Albinus, Johann Seorg, g. 1624 zu Unternessa vei Weißenfels, 4 1670 als pfarrer ju naumburg. 250(). 300(O. 307(). nlbrechtder Altere, herjog von Ppreußen, g. 1400 zu Ansbach, zum geist⸗ lichen Stande bestimmt, 1511 zum hochmeister vom Deutschorden in preußen gewählt. Ruf Luthers Rat führte er in yreußen die Reformation ein und machte preußen jum weltlichen herzogtum. 154 Gründung der Universität Königsberg. 4 1568 nach längerem Leiden. 384. 304. Rllendorf, Joh. Cudw. sonrad, g. 1603 zu Josbach bei Marburg, 1773 als pastor und Scholarch zu halle. 286. 324. 371. 602. Altenburg, michael, g. 1584 zu Alach bei Erfurt. 160s Pastor zu Mvers⸗ gehofen. 1611 in Tröchtetheim, 1631 in Sömmerda, 1637 in erfurt. + 1640. 171 0). Amilie Juliane, 6emahlin des õrafen Albrecht Anton zu Schwarzburg⸗; kudolstadt, geb. öräfin von Barby, g. 1637, + 1706. 452. 520. 557. 300. Angelus Silesius siehe Scheffler. annaà Sophia, fandgräfin zu hessen-Darmstadt, g. 1638, 1683 als Abtissin des Stifts Ouedlinburg. 187. anton Ulrich, herzog ju Braunschweig⸗LCüneburg, g. 1633, regierender herjog von Braunschweig-Wolfenbüttel seit 1685, trat 1710 ju Bamberg öffentlich zur römischen kirche über, 4 1714 zu Saljdahlum. 400. 480. RArends, Wilh. Erasmus, g. 1677, 4 1721 als Pastor ju halberstadt. 362. Arndt, Ernst Moritz, g. 1769 ju Schoritz auf Kügen, 4 1860 als Professor emer. der eschichte zu Bonn. 37. 291. 605. Arnold, Gottfried, g. 1666 ju Annaberg im fönigreich Sachsen, Professor zu Gießen, 4 1714 als pastor und Inspektor zu Perleberg. 367. 413. saumgarten, Jakob, g. 16ës zu Wolmirstedt bei magdeburg, Inspektor des pädagogiums in Halle, 4 1722 als pastor ju Berlin. 615. Becker, Cornelius, g. 1561 ju Leipzig, 4 1604 als Professor der Theologie und pastor daselbst. 200. 507. zbehm, martin(Beyemb, Bohemus), g. 1557 zu lauban in der oberlausitz, + 1622 als pastor prim. daselbst. 66. 470. 471. 547. 584. behme, David, g. 1603 zu Bernstadt in Schlesien, + 1657 als ölsnischer Hof⸗ prediger und Konsistorialrat daselbst. 304. getichius, Johann, g. 1650 zu Steckby in Anhalt-Zerbst, T 1722 als Diakonus zu Zerbst. 483. gienemann, staspar(melissander), g. 1540 ju Hürnverg, 1 1501 als General⸗ superintendent ju Ritenburg. 338. 71³ Eichter S von Birken, Sigismund(Betulius), g. 1626 zu Wüldstein bei Eger, 4 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 89. 343. von Bogatzky, scarl heinrich, g. 16900 zu Jankowe in Schlesien, 4 1774 als Privatmann im Waisenhause zu halle. 178. 370. Böhmische oder mährische Brüder. 130. 332(D. Siehe auch Michael Weiß und petrus herbert. Bon, hermann, g. 1504 zu Ouakenbrück in hannover, + 1348 als Super- intendent zu Lübeck. Reformator von Osnabrück. 77. Bornschürer, Johann, g. 1625 zu Schmalkalden, 1677 als Dekan zu Thann in mittelfranken. 201. böschenstain, Johann, g. 1472 zu Eßlingen in Württemberg, Lehrer der hebräischen Sprache, 4 1540 zu uördlingen. 81. bruhn, david, g. 1727 zu memel, 4 1782 als pastor zu Berlin. 2890. von bunsen, christian Karl Josias, g. 1701 zu KRorbach, preuß. Gesandter in Rom und London, 4 in Bonn 1860. ab 1833 ein Allgemeines evange⸗ lisches esang- und Gebetbuch heraus. 618. Busch, beter, g. 1682 zu Lübeck, vastor zu hüldesheim, 1744 als Pastor an der sreuzkirche in hannover. herausg. des hildesheimschen Gesangbuchs von 1710(iederkerns). 90. 616. Claudius, matthias, der Wandsbecker Bote, g. 1740 zu Reinfeld bei cübeck, + 1815 als Bankrevisor zu Altona. 515. Clausnitzer, Tobias, g. 1618 zu Thum bei Annaberg, + 1684 als kur⸗ pfälzischer irchenrat zu Weiden in der oberpfalz.. 92(). Crasselius, Bartholomäus(Crasselt), g. 1667 zu Wernsdorf im stönigreich Sächsen, 4 1724 als Pfarrer zu Düsseldorf. 381. creutzberg, Nmadeus, Schriftstellername für Sinold. Dach, Simon, g. 1605 zu memel, 4 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr. 591. 625. Decius, nicolaus(nik. Tech aus Hof[Curia]), 1501 in Leipzig Student, 1505 Baccalaureus, 1510 Probst äam Benediktiner nonnenkloster zu Steterburg, 1524 pastor an St. Uikolai in Stettin. 4 1529. 75. 140. denicke, David, g. 1603 in Zittau im Königreich Sachsen, 4 1680 als Kümmer⸗ und gonsistorialrat in hännover, gab in Gemeinschaft mit Gesenius das(New ordentlich) hännöversche esangbuch von 1646, 1648 165², 1657 usw. heraus. 1. 188. 244. 268. 209. 378. Dderschow, bernhard, g. 1301 zu sönigsberg 1. Pr., 1630 als Profesfor der Theologie, Konsistorialrat und oberpfarrer daselbst. 213. Deßler, Wolfgang Christoph, g. 1660 zu nürnberg, 4 1722 als sonrektor der Schule jum heil. eist daselbst. 309. Diterich, johann Samuel, g. 1721 zu Berlin, 4 1707 als Oberkonsistoriatrat und pastor daselbst. herausgeber der Lieder für den öffentlichen Gottes⸗ dienst, Berlin 1765, in welchem Buche er die sKirchenlieder auf das will⸗ kürlichste umarbeitete. 125(7. 146. 260. 201. 71⁴ S EEEEE Ddrese, RAdam, g. 1620 zu Weimar(), 4 1701 als fürstlich Schwarzburgischer sapellmeister zu Arnstadt in Thüringen. 311. Eber, baul, g. 1511 ju fitzingen in Unterfranken, freund Luthers, 1560 als Generalsuperintendent und professor der Theologie zu Wittenberg. 358. 233. 570. Ebert, Jakob, g. 1540 zu Sprottau in Schlesien, 4 1614 als Professor der Theologie zu fränkfurt a. d. O. 542. kKleonore, fürstin Reuß, gev. oräfin Stolberg-⸗Wernigerode, g. zu Gedern 1835, 7 zu Asenburg 19003. 65. fäbrictus, friedrich, g. 1642 ju Stettin, 4+ 1703 als Pastor daselbst. 31 falk, Johannes Daniel, g. 1768 zu Danzig, 4 1826 als Legationsrat ju Weimar. 569. fisch er siehe Vischer. fleming, paul, g. 1600 zu hartenstein im Königreich Sachsen, 4 1640 als Doktor der medizin zu hamburg. 303. fränck, Johann, g. 1618 zu Guben in der niederlausitz, 4 1677 als Bürger⸗ meister daselbst. 4. 156. 157. 215. 240. 300. 441. 346. franck, michael, g. 16000 zu Schleusingen in Thüringen, 1 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg. 348. 303. franck, Salomo, g. 1639 zu Weimar, 4+ 1725 als Oberkonsistorialsekretär daselbst. 103. 216. 317. 364. 410. 488. francke, August hermann, g. 16⁰³ zu Cübeck, Begründer der franckeschen Stiftungen in halle, 4 1727 als Professor der cheologie und pastor zu haile. 62. freylinghausen, Johann Anastasius, g. 1670 ju Gandersheim in Braun⸗ schweig, Schwiegersohn franckes, T 1730 als Pastor und Direktor der fraͤnckeschen Stiftungen zu Halle. 257. 314. 421. 510. freystein, Johann Burchard, g. 1071 ju Weißenfels, 4 1718 als Hof⸗ und Justizrat zu Dresden. 351. fritsch, Ryasverus, g. 1620 zu mücheln vei mersevurg, 4 1701 als Kanzlei⸗ direktor und sonsistorialpräsident zu Rudolstadt. 93(). funcke, friedrich, g. 1642 zu Uossen im Erigebirge, stantor zu Lüneburg, + 1690 als Pastor ju Römstedt bei üneburg. 134. sunk, Sottfried Benedikt, g. 1734zu hartenstein im Königreich Sachsen, 1 1814 als Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums ju magdeburg. 124. 6arve, starl Bernhard, g. 1763 zu Jeinsen bei hannover, bis 1836 Prediger der Brüdergemeinde zu Neusalz a. d. 0. T+ 1841 zu herrnhut. 181. 108. 332. 6edicke, tampertus, g. 1633 ju Gardelegen in der Altmark, 4 1736 als feldpropst zu Berlin. 420. Gellert, christian fürchtegott, g. 1715 zu hainichen im sächsischen Erigebirge, + 11⁶0 als außerordentlicher Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und moral zu Leipzig. 36. 123. 107. 210. 259. 287. 373. 374. 425. 424. 455. 401. 402. 463. 464. 465. 401. 514. 604. SEEEEEE 6ensch von Breitenau, christoph, g. 1638 ju Haumburg, hofrat des herzogs von plön und dänischer eheimrat, 4 1732 als privatmann zu Txübeck. 240. 6erhärcdt, baul, g. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651- 1657 Propst zu mittenwalde in Brandenburg, 1657— 1667 Diakonus zu Berlin, + 1676 als Archidiakonus zu Lübben. 27. 28. 47. 48. 40. 50. 61. 85. 86. 87. 88. 116. 142. 151. 270. 301. 347. 305. 300. 307. 308. 300. 400. 401. 402. 445. 446. 447. 475. 476. 477. 302. 524. 345. 348. 305. 610. von sersdorf, henriette matharina, g. von friesen, g. 1048 zu Sulzbach, Gemahlin des kursächsischen eheimrats v. 6. in Dresden, Großmutter Zinzendorfs, + 1726 zu 6roßhennersdorf bei herrnhut. 177. 415. besenius, Justus, g. 1001 zu Esbeck in hannover, 1673 als oberhofprediger u. Generalfuperintendent ju hannover(iehe Denicke). 83. 268(). 378(). 61gas siehe heune. 6otter, Ludwig Andreas, g. 1661 zu Gotha, 4 1735 als Hof⸗ und Assistenzrat daselbst. 153. 352. 353. 453. 6ramann, Johann(boliander), g. 1487 zu neustadt in Bayern, freund Cuthers, 1541 als Pastor zu Königsberg i. Pr. 438. 6regor, christian, g. 1723 zu Dirsdorf in Schlesien, 4 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf. herausgeber des Brüdergesang⸗ buchs von 1778. 193. 329. 6roß, Johann(masor), g. 1564 zu Reinstedt in Thüringen, 4 1654 als Professor der Theologie zu Jena. 238(). 6rüneisen, sarl Georg, g. 1802 zu Stuttgart, 4 1878 daselbst als Hof⸗ prediger und oberkonsistorialrat. 522. 6ryphius, Andreas, g. 1016 ju õroßglogau in Schlesien, 4 1664 als LCand⸗ schaftssyndikus daselbst. 502. 6ünther, Cyriacus, g. 1650 zu Goldbach bei Gotha, 1704 als ehrer am 6ymnasium zu Gotha. 315. 457. 6ünther, martin, g. um 1690 zu Großrückerswalde bei marienberg im sächsischen Erzgebirge, hauslehrer bei Löscher, seit 1721 pfarrer zu Klin⸗ genmünster in der bayr. Pfalz. 274. von hardenberg, friedrich Ceopold, freiherr(Novalis), g. 1772 auf Gut Wiederstedt im mansfeldischen, 4 1801 als Assessor zu Weißenfels. 120. 330. 331. von harleß, sottfried christoph Rdolf, g. 1800 zu nürnberg, brofessor der Theologie zu Erlangen und Leipzig, zuletzt präsident des pro⸗ testantischen oberkonsistoriums in münchen, 1 1870 daselbst. 429. harsdörfer, seorg pPhilipp, g. 1607 zu nürnberg, T 1658 als Ratsherr daselbst. 478. hartmann, chomas, g. 1548 zu Cucca, 1604 Archidiakonus zu Eisleben, + 1609. 110. von hausmann, Julie, g. 1825 zu mitau, langjährige Leiterin der St. An⸗ nenschule in petersburg, 4 1001 ju Wössö in Esthland. 370. 7¹⁰ * t Dichter I von hayn, henriette Tuise, g. 1724 zu Jastein in Nassau, 4 1782 als Oberin der ledigen Schwestern zu herrnhut. 533. hecker, heinrich Cornelius, g. 16900 zu hamburg, 4 1743 als Pfarrer zu Meuselwitz bei Altenburg. 104. heermann, Johann, g. 1585 zu Raudten im fürstentum Wohlau in Schlesien, pastor zu Köben in Schlesien, 4 1647 zu Lissa in posen. 79. 80. 112. 139. 172. 175. 211. 212. 230. 240. 241. 266. 267. 206. 207. 330. 340. 341. 301. 302. 405. 523. 531. 543. 544. 607. 608. heinrich v. Loufenberg, priester und dekan zu freiburg im Breisgau, + 1455. 570. 622. held, heinrich, g. 1020 zu Guhrau in Schlesien, Advokat in Ffraustadt, 1657 Städtsekretär in Altdamm, 4 1650 zu Stettin. 30. 143. helmbold, Ludwig, g. 1332 zu mühlhausen in chüringen, 4 1508 als Superintendent und Ppfarrer daselbst. 386. 440. 520. hensel, Cuise, g. 1708 zu Linum bei fehrvellin, Tochter eines evange⸗ lischen Pfarrers, trat 1818 zur römischen sirche über, Erzieherin, 4 1876 zu Paderborn. 534(gedichtet 1816). herberger, valerius, g. 1562 ju fraustadt in Posen, 4 1627 als Pfarrer dlaselbst. 585. herbert, betrus, 4 1571 als Konsenior der böhmisch-mährischen Brüder⸗ gemeinde zu Eibenschütz. 400. herman, niklas, 4 1561 in hohem Alter als Kantor zu Joachimsthal in Böhmen. 41. 109. 467. 408. 554. 555. 506. 575. hermes, Johann Timotheus, g. 1738 zu petznik bei Stargard in pommern, + 1821 als oberkonsistorialrat, Superint. und pastor prim. zu Breslau. 636. herrmann, Johann ottfried, g. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, 4 1701 als Oberhofprediger und oberkonsistorialrat ju Dresden. 285. herrnschmidt, Johann Daniel, g. 1675 zu Bopfingen in Württemverg, + 17²3 als professor der Theologie und mitdirentor der franckeschen Stiftungen zu halle. 458. herzog, Johann friedrich, g. 1647 zu Dresden, 4 1690 als Rechtsanwalt daselbst. 500. heune, Johann(6igas), g. 1514 zu Hordhausen, T 1581 als pastor ju Schweidnitz in Schlesien. 570. heunisch, stäaspar, g. 1620 ju Schweinfurt in Unterfranken, + 1690 als Superintendent daselbst. 627. heyden, Sebald, g. 1404 ju nürnberg, T 1561 als Rektor der Sebalds- schule daselbst. 82. hiller, friedrich Konrad, g. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruchsal, + 1726 als fäanzleiadvokat zu Stuttgart. 456. hiller, Philipp friedrich, g. 1090 zu mühlhausen in Württemberg, T 1769 als Pfarrer zu Steinheim am Ralbuch in Württemberg; 1751 verlor er seine Stimme. 15. 164. 200. 325. 326. SElchter von hippen, Johann heinrich, g. zu Wohlau in Schlesien, 4 1676 als Limburgischer(in Schlesien) Rat und Hofmarschall. 470. von hodenberg, bodo, g. 1604 zu celle, 4 1650 als Candarost zu osterode am harz. 474(). hoffmann, õottfried, g. 1058 ju plagwitz bei Löwenberg in Schlesien, 41712 als Rektor des 6öumnasiums zu Zittau im Königreich Sachsen. 146. 612. homburg, Ernst Christoph, g. 16005 zu mühla bei kEisenach, 4 1681 als Rechtskonsulent zu naumburg. 209. 90. 133. huber, sonrad(Hhuober, hubert), g. 1507 zu Bergzabern in der Pfalz, 4 17⁷ als Diakonus zu Straßburg. 186. 232. hunold, michael, g. 1621 ju Leisnig im Königreich Sachsen, 4 1672 als Archidiakonus zu Rochlitz a. d. Mulde. 335. 600. seymann, christian, g. 16007 zu pankraz in Böhmen, 1662 als Rektor des 6ymnasiums zu Zittau im Rönigreich Sachfen. 43. 302. seiel, Tobias, g. 1584 zu Ballstedt bei otha, 16006 Lehrer in Gotha, 1618 1626 pastor in éEschenbergen bei 6otha, 4 1627. 586. slesel, Abraham, g. 1636 zu fraustadt in posen, + 1702 als oberpfarrer zu Jauer in Schlesien. 95. Klopstock, friedrich ottlieb, g. 1724 ju Ouedlinburg, 4 1803 als badischer hofrat und dänischer Legationsrat zu hamburg. 220. 617. 634. stnak, Gustav friedrich Cudwig, g. 1806 zu Berlin, 4 187s als pastor ju Berlin in Dünnow bei Stolpmünde. 333. senapp, Albert, g. 1708 zu Tübingen, 4 1864 als Stadtpfarrer zu Stuttgart. 100. 1709. 180. senoll, Christoph, g. 1563 zu Bunzlau in Schlesien, 4 1621 als pastor zu Wittgendorf in Schlesien. 382. snorr von Rosenroth, christian, g. 1636 zu Rltraudten in Schlesten, 4 1680 als Geheimrat u. Kanzleidirektor ju Suljbach in der bayr. oberpfalj. 482. Koltsch, christian Jakob, g. 1671 zu meißen, Inspektor am pädagogium zu Hälle, 4 1734 als Rektor zu Elbing. 455. strause, Jonathan, g. Lol zu hirschberg in Schlesien, 4 1762 als Super⸗ intendent zu Liegnitz. 12. serummacher, friedrich Rdolf, g. 1767 zu Tecklenvurg in Westfalen, 4 1845 als reform. pPastor emerit. ju Bremen. 182. sunth, Johann Sigismund, g. 1700 zu Liegnitz, 4 1770 als Superintendent zu Baruth in der mark Brandenburg. 633. üster, Elieser ottlieb, g. 1732 zu Watzum im Braunschweigischen, + 17⁰0 als Pastor und 6eneralsuperintendent ju Braunschweig. 207. Lackmann, peter, g. 1659 ju Lübeck, 4 1713 als oberpfarrer ju oldenburg in holstein. 254(). lange, Joachim, g. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, T 1744 als Professor der Theologie zu halle. 484. lange, Johann christian, g. 1660 ju Leipzig, professor in Gießen, 4 1756 als Generalsuperintendent zu Jastein in Nassau. 313. 71⁸ EDichter II Caurenti, caurentius(Corenz Corenzen), g. 1660 zu husum in Schleswig, + 1722 als musikdirektor und Kantor zu Bremen. 53. 119. 629. Lavater, Johann staspar, g. 1741 zu Zürich, 4 1801 als reform. Prediger daselbst. 261. 336. Lehr, Leopold franz friedrich, g. 1700 zu sronenverg bei frankfurt a. M., + 17⁴4 in magdevurg als Diakonus an der luth. girche ju Röthen. 282.283. Leon, Johann, g. zu ohrdruf in Thüringen, 4 1507 als Pastor ju Wölfis bei Ohrdruf. 243. 580. 588. Liebich, chrenfried, g. 1713 zu probsthain vei Ciegnitz, 4 1780 als Pastor zu Lomnitz bei hirschberg in Schlesien. 147. 328. Liscow, Salomon, g. 1640 zu niemitzsch in der Lausitz, 4 1680 als Diakonus zu Wurzen im Königreich Sachsen. 308. 481. LlLoufenberg siehe heinrich. Cöscher, valentin Ernst, g. 1673 ju Sondershausen, 4 1740 als Oberkonsi⸗ storialrat und Superintendent zu Dresden. 255. von Löwenstern, matthäus Rpelles, g. 1504 zu polnisch eustadt vei oppein in Schlesien, 4 1648 als kaiserlicher Kat zu Breslau. 174. 501. Cudämilia(lisfabeth, sräfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, g. 1640, + 1672 als Braut des Grafen christian Wilhelm von Schwarzburg⸗ Sondershausen. 253. 307. 400. Luther, martin, g. 10. Nov. 1483 ju kislevben, T am 18. februar 154 daseibst. 37. 38. 39. 107. 108. 137. 138. 139. 148. 165. 166. 167. 168. 169. 185. 100. 209. 210. 221. 228. 220 262. 263. 377. 437. 406. 519. 571. 572. 575. magdeburg, Joachim, g. 1525 ju Gardelegen in der Altmark, ev. Prediger in Efferaing(österreich), 1584 Geistlicher in Essen, 1580 in öln, bis 1587 in Essen, 4(). 387. masor siehe 6roß. mathesius, Johann, g. 1304 ju Rochlitz im sönigreich Sachsen, als Student tuthers haus- und Tischgenosse, 4 1565 als Pastor ju Joachimsthal. 328. melissander siehe Bienemann. mentzer, Johann, g. 1658 zu Jahmen in der Lausitz, T 1754 als Pastor ju semnitz bei Bernstadt in der Lausitz. 454. von meyer, Johann friedrich, g. 1772 zju frankfurt a. M., 1 1849 als Bürgermeister und Bundestagsgesandter der Reichsstädte daselbst. 428. meyfart, Johann matthäus, g. 1500 ju Jena, + 1642 als Professor der cheologie und pastor ju Erfurt. 624. moller, martin, g. 1547 zu stropstädt bei Wittenberg, 4 1606 als Pastor prim. zu Görlitz in der Lausitz. 235. 245. 388. 570. möller, Johann friedrich, g. 1780 ju Erfurt, 4 1861 als beneralsuper⸗ intendent und Konsistorialdirektor zu Magdeburg. 375. von moser, friedrich Karl, freiherr, g. 1723 ju Stuttgart, hessen⸗Darm⸗ städtischer minister, 4 1708 als Privatmann ju Tudwigsburg. 260. mühimann, Johann, g. 1573 zu pegau vei feipiig, 1 1013 als Professor der Theologie und Archidiakonus ju Leipzig. 295. 472. 719 Eicter EEE müller, michael, g. 1673 zu Blankenburg a. Harz, 4 1704 als Kandidat der Theologie zu Schaubeck in Württemverg. 354. münter, Balthasar, g. 1735 ju Lübeck, 4 1703 als pastor an der deutschen kirche zu hopenhagen. 426. 637. mylius, Johann, aus Themar in chüringen, 1306 pastor in chüngen in Unterfranken. 155. nachtenhöfer, saspar friedrich, g. 1624 zu halle, 4 1685 als Pastor zu stoburg. 32. neander, Joachim, g. 1650 ju Bremen, 4 1680 als reform. Diakonus daselbst. 251. 40. 451. 505. 308. nehring, Johann christian, g. 1671 iu sotha, Inspektor am Waisen⸗ hause zu halle, 4 1736 als Pastor zu mori bei halle. 354. neumann,(aspar, g. 1648 ju Breslau, 4 1715 als geircheninspektor und Pastor prim. daselbst. 8. 20. 300. 562. neumann, ottfried, g. 1685 in meerholz, 4 als mitglied der grüder⸗ gemeinde Ende 1778 oder Anfang 1770 in meerholz. 60oz3. neumark, 6eorg, g. 1621 ju Langensalza in Thüringen, 1681 als Biblio⸗ thekar und Archivsekretär zu Weimar. 403. 404. 573. neumeister, Erdmann, g. 1671 iu lchtritz bei Weißenfels, 4 1756 als häuptpastor zu hamburg. 70. 203. 277. 278. 318. 330. 450. 460. 486. 317. neunherz, Johann, g. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, 4 1737 als ober⸗ pfarrer zu hirschberg. 122. neuß, heinrich 6eorg, g. 1654 ju Elbingerode im harz, + 1716 als stonsi⸗ storialrat und Superintendent zu Wernigerode. 252. 355. nicolai, Philipp, g. 1556 ju mengeringhausen in Waldeck, + 1608 als hauptpastor zu hamburg. 202. 621. novalis siehe hardenberg. olearius, Johann, g. 1611 zu halle, T 1684 als oberhofprediger und beneralsuperintendent zu Weißenfels. 7. 22. 51. 69. 91. 189. 379. 380. 448. 540. 550. 551. 352. 628. Ppauli, Joachim, g. 1635 oder 1636 zu Wilsnack in der mittelmark, 1674 Ppastor in ostrau am fuß des petersberges bei halle, 4 17os daselbst. 175. Pfeiffer, christoph, g. 1680 zu öls, 4 1758 als Pastor zu Stolj bei franken⸗ stein in Schlesien. 63. von Pfeil, christoph starl Ludwig, g. 1712 zu rünstadt in der bayr. Pfalz, württembergischer geh. Legationsrat, 4 1784 als preuß. Geheim⸗ rat und minister zu Deufstetten im Ansbachschen. 72. 383. 325. poliander siehe öramann. Puchta, christian Rudolf heinrich, g. 1808 zu Kadolzburg in mittelfranken, + 1858 als Pastor zu Rugsburg. 21. 564. Räder, Johann friedrich, g. 1815 ju Elberfeld, 4 1872 daselbst als handlungs⸗ gehülfe. 431. kambach, Johann Jakob, g. 1003 ju Halle, 1735 als professor der cheo⸗ logie und Superintendent zu 6ießen. 33. 195. 204. 200. 218. 280. 281. 321. 322. 323. 367. 368. 422. 7²⁰ Sichter I keimann, eorg, g. 1570 zu Leobschütz in Schlesien, 4 1615 als Professor der Beredsamkeit zu Königsberg in Preußen. 162. keusner, Adam(Reißner), g. 1406 zu mindelheim, õeheimsenretär öeorgs von frundsberg, ein Anhänger Schwenkfeldts, 4 1578 in seiner vater⸗ stadt. 330. 307. Richter, christian friedrich, g. 1676 ju Sorau in der Lausitz, 2 1711 als Arjt ddles Waisenhauses ju halle. 34. 336. 357. 358. 433. 485. kingwaldt, Bartyholomäus, g. 1530 zu frankfurt a. d. oder, 4 1500 als Pfarrer ju Langenfeld in der ueumark. 236. 620. Rkinkart, martin, g. 1586 zu kilenburg in der provinz Sachsen, 4 1640 als Archidiakonus daselbst. 344. 442. Rist, Johann, g. 1607 zu ottensen bei hamburg, + 1667 als pastor ju Wedel d. d. Elbe in Holstein. 24. 46. 60. 68. 102. 113. 130. 131. 214. 222. 223. 242. 444. 501. 620. kodigast, Samuel, g. 1640 ju 6röben bei Jena, + os als Rektor am grauen sloster ju Berlin. 407. kosenmüller, Johann, g. um 1615 im Kurfürstentum Sachsen, 4 1686 odler 1682 als Käpellmeister zu Wolfenbüttel. 506(D. 507()). kothe, Johann Andreas, g. 1688 ju Lissa vei Görlitz in der LCausitz, pfarrer zu Berthelsdorf, 4 1758 als lutherischer pastor ju Dommendorf in der Lausitz. 279. 613. Rückert, friearich, g. 1788 zu Schweinfurt am main, professor in Erlangen und Berlin, 4 1866 als preußischer oeheimrat zu Ueuseß bei Koburg. 335. Runge, christoph, g. 1010 zu Berlin, Buchdrucker, 4 1681 daselbst. 271. Ruopp, Johann friedrich, g. zu Straßburg, 4 170s als Adjunkt der theolo⸗ gischen fakultät ju Halle. 360. Rutilius, Martin(Rüdel), g. 1550 zu Düben in der Provinz Sachsen, 4 1618 als Archidiakonus zu Weimar. 238(). Säcer, Sottfried Wilhelm, g. 1635 zu naumburg, 1 1690 als Kammer⸗ advokat zu Wolfenbüttel. 117. 611. Schade, Johann saspar, g. 1666 zu Rühndorf, rafschaft henneberg, 4 1608 als Diakonus an St. icolai zu Berlin. 96. 411. Schalling, Martin, g. 153² zu Straßburg, 100s als Pastor zu Hürnberg. 337. Scheffler, Johann(Angelus Silesius), g. 1624 ju Breslau, Leibarzt des her- zogs von öls, trat 1653 zur römischen kirche über, geistlicher Rat des fürstbischofs, 4 167⁷ im Rloster St. Matthias ju Breslau. 303. 304. 305. 340. Scheicht, hristian Cudwig, g. 1700 zu aldenburg bei Schwäbisch-Hall in Württemberg, 4 1761 als hofrat und Bibliothekar ju hannover. 284. Schein, Johann hermann, g. 1586 zu 6rünhain bei Zwickau im sönigreich Sächsen, 4 1630 als musikdirektor zu Leipzig. 589. Schenck, häartmann, g. 1634 ju Ruhla bei Eisenach, 1681 als Pfarrer zu Ostheim vor der Rhön. 19. Schenk, heinrich Theobald, g. 1656 ju heidelbach a. d. Schwalm in hessen, + 17²½⁷ als Stadtpfarrer zu 6ießen. 632. 721 SEseDichter Schirmer, michael, g. 1606 zu Leipzig, 4 1673 als Konrektor emerit. des 6ymnasiums jum grauen Kloster zu Berlin. 25. 115. 141. 560. 600. Schlosser, Ludwig heinrich, g. 1663 zu Darmstadt, 4 1723 als Prediger zu frankfurt a.. 530. Schmidt, Johann Cusebius, g. 1670 ju hohenfelden bei Erfurt, 4 1745 als pastor zu Siebleben bei otha. 176. Schmolck, Johann Benjamin, g. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, + 1737 als Pastor prim. und Inspektor zu Schweidnitz. 9. 10. 11. 32. 64. 98. 120. 121. 144. 163. 102. 202. 250. 275. 276. 416. 417. 418. 487. 511. 518. 365. 601. 630. 631. Schmuck, Uincentius, g. 1565 zu Schmalkalden, 4 1628 als Professor der Theologie, Pastor und Superintendent zu Leipzig. 336. Schöner, Johann Gottfried, g. 1740 zu Rügheim bei Würzburg, 1 1818 als Stadtpfarrer zu Hürnberg. 427. 638. Schräcler, Johann hermann, g. 1684 ju hamburg, 4 1737 als Propst und fonsistorialrat zu Tondern in Schleswig. 382. Schröcder, Johann heinrich, g. 1667 zu hamelspringe bei hannover, 1 1690 als Pfarrer zu meseberg bei Wolmirstedt in der Provinz Sachsen. 312. Schütz, Johann Jakob, g. 1640 zu frankfurt a. M., + 1690 als Advokat und verschiedener Reichsstände Rat daselbst. 408. 440. Scriver, christian, g. 1020 zu Rendsburg, bastor zu magdeburg, T 1693 als Oberhofprediger und firchenrat zu Ouedlinburg. 306. 504. von Seckendorf, veit cudwig, Reichsfreiherr, g. 1026 zu herzogenaurach bei Bamberg, 4 1602 als Brandenburgischer oeheimrat und Ranzler der Universität halle. 432. Selnecker, Uikolaus, g. 1530 zu hersbruck bei Hürnberg, Schüler Melanch⸗ thons, Professor in Leipfig und Jena, auch Superintendent in hildes⸗ heim, mitarbeiter an der Konkordienformel, 4 1502 als Professor der Theologie und Superintendent ju Leipzig. 17. 170. 300. 581. von Senitz, klisaveth, g. 1620 ju Rankau in Schlesien, hoffräulein am hofe zu Brieg und zu öls, 4 1679. 94. Siegfried, Johann, g. 1560, 4 1637 als Superintendent zu Schleiz. 588. Silesius siehe Scheffler. Sinold, philipp Balthasar, gen. von Schütz(Imadeus Creutzverg), g. 1657 zu Königsberg bei Gießen, 4 1742 als Solmsscher 6eheimrat zu Laubach in der Wetterau. 97. 310. Spangenberg, Johann, g. 1484 zu hardegsen in hannover, seit 1324 der erste evangelische predliger an St. Blasien in Nordhausen, 4 1550 als Generalsuperintendent zu Eisleben. 226. spängenberg, August Gottlieb, g. 1704 zu slettenberg bei Walkenried, als Bischof der Brüdergemeinde lange Zeit in Amerika tätig, 4 1702 zu Berthelsdorf. 366. Spengler, Lazarus, g. 1470 zu Nürnberg, Rechtsgelehrter und Ratsschreiber daselbst, freund Cuthers und Beförderer der Reformation, 1534 ju nürnberg. 230. 72² SEichter Speratus, paul(Spret), g. 1484 zu Rötlen bei Ellwangen, 1524 Hofprediger heriog Albrechts von Preußen, luth. Bischof von bomesanien, + 15⁵¹ zu Marienwerder. 264. Spitta, sarl Johann philipp, g. 1801 zu hannover, 4 1830 als Super⸗ intendent ju Burgaorf bei hannover. 183. 208. 430. 516. 526. 527. 553. 606. Spreng, johann Jakov, g. 1690 ju Basel, reform. Prediger in Dudweiler bei Saarbrücken, + 1768 als Professor der Geschichte und griechischen Sprache zu Basel. 205. Starck, Johann friedrich, g. 1080 zu hildesheim, 1 1756 als Pãstor und sonsistorialrat ju frankfurt a. M. 369. sStegmann, Josua, g. 1588 ju Sulifeld bei meiningen, 4 1632 als Professor der Theologie und Superintendent zu Kinteln. 18. Stip, Gerhard Chryno herm., g. 1800 ju norden in ostfriesland, einige Jahre pastor in osteel vei norden, als rivatmann 1882 ju Potsdam. 402. von stöcken, christian, g. 1633 ju Rendsburg, 4 1684 daselbst als General⸗ superintendent von Schleswig-holstein, Kirchenrat und Propst. 568. Stockfleth, heinrich Arnold(Dorus), g. 1643 ju Alfeld in hannover, 1708 als stirchenrat, oberhofprediger und seneralsuperintendent zu Mönchs⸗ berg bei Bayreuth in mittelfranken. 410. Stolshagen, staspar, g. 1530 ju Bernau bei Berlin, 1374- 1586 Pastor Ju Stendal, 4 1504 als Superintendent zu Iglau in mähren 111(). Sturm, christoph christian, g. 1740 zu Rugsburg, 1786 als hauptpastor zu häamburg. 288. 289. 425. Tersteegen, serhard, g. 1607 zu Mörs, 1769 als Bandmacher zu mülheim a. d. Ruhr(reform.). 13. 14. 53. 71. 135. 327. 372. 400. 512. 515. chebesius, Rdam, g. 1500 ju Seifersdorf in Schlesien, + 1652 als Pfarrer zu Liegnitz. 84. chllo, valentin, der jüngere, g. 16007 zu önigsberg i. Pr., 4 166² als Pro⸗ fessor der Beredsamkeit daselbst. 26. Tietze, christoph(Titius), g. 1641 zu Wilkau bei Breslau, + 1703 als Pastor zu hersbruck bei lürnberg. 248. 405. Tollmann, Sottfried, g. 1680 ju TLauban in der Lausitz, 1760 als Pastor ju Leube bei 6örlitz in der LCausitz. 565. vespasius siehe Wepse. vischer, christoph, g. O) iu Joachimstal, 134 magister in Wittenverg. Nuf Tuthers Empfehlung kam er im selven Jahre als Pastor an die Lieb· frauenkirche in Jütervock, 1352 Stiftsprediger und Superintendent in Schmalkalden, 1571 seneralsuperintendent in meiningen, 1574 Pastor adj. des Generalsuperintendenten Bonsack in Celle, 1577 Pastor prim. an der martinikirche in haiberstadt, 1583 Generalsuperintendent in belle, + 1507 ju Celle. 78. Walther, Johann, der alte uther⸗Kantor, g. 1400 zu sahla, 1520 hofkantor in Torgau, 4 1570 als Kapellmeister zu Dresden. 519. 623. Wegelin, Josua, g. 1604 Ju Nugsburg, 4 1640 als evangelischer Pfarrer ju preßburg in Ungarn. 132. 7²³ schter Wehrenberg, heinrich Jonathan, ein Urenkel ph. melanchtyons, g. 1651 zu kilenburg, Prov. Sachsen, 4 1713 als Superintendent ju Lüneburg. 361. Weiß, michael, g. zu neiße, mönch in Breslau, 1524 in Wittenverg, bastor in Landskron an der dortigen Brüdergemeinde, 1331 herausgabe des 1. Deutschen Gesang buches der böhmischen Brüder, 4 1534 zu Landskron. 76. 231. 439. 573. Weissel, seorg, g. 1590 zu Domnau in ostpreußen, 4 1635 als Prediger zu stönigsberg in Preußen 23. 114. 200. Wenigk, Johann Ernst, g. 1701 ju Gotha, 4 1745 als Ppfarrer zu Bischleben bei Arnstadt in Thüringen. 145. Wepse, hermann(Vespasius), um 1580 Prediger in Stade. 265. Werner, seorg, g. 1580 zu pr.-Holland, + 1643 als Diakonus ju Königsberg in Preußen. 45. 101. 140. 590. Wieser, matthäus, g. 16017 ju 6räßlitz bei hof. Bergmann und sSteiger da⸗ selbst, 1672 als xulant in freiberg, 4 1678. 539. 340. 541. Winckler, Johann Josef, g. 1070 ju Lucka in der Lausitz, 4 1722 als stonsisto⸗ rialrat und Domprediger zu magdevurg. 363. 414. Wolf, Jakob Gabriel, g. 1084 zu Greifswald, + 1754 als hofrat und Professor emerit. der Rechte zu halle. 316. Woltersdorf, Ernst sottlieb, g. 1725 zu friedlrichsfelde bei Berlin, 4 1761 als Stadtyfarrer zu Bunzlau in Schlesien. 106. 635. zehner, samuel, g. 1504 ju Suhl in Thüringen, 4 1635 als Superintendent zu Schleusingen. 345(). Zeibich, christoph heinr., g. 1077 zu mölbis bei Leipzig, 4 1748 als Professor der Theologie, Konsistorialassessor und propst zu Wittenberg. 223. von Zinjendorf, sraf nikolaus Cudwig, g. 1700 zu Dresden, Stister der evangelischen Brüdergemeinde, 4 1760 zu herrnhut. 103. 320. 365. 366. Zwick, Johann, g. 1406 zu stonstanz, 4 1542 als reform. Pfarrer seiner Vater⸗ stadt zu Bischofzell in der Schweiz während der pest. 128. Unbekannt sinddie berfasser folgender Lieder: 2. 3. 5. 16. 34. 36. 40. 42. 44. 59. 67. 73. 104. 105. 106. 118. 127. 120. 130. 152. 101. 184. 100. 101. 217. 224. 227. 234. 237. 247. 258. 272. 273. 203. 204. 208. 310. 335. 342. 340. 350. 385. 389. 300. 412. 434. 430. 468. 469. 480. 403. 503. 308. 521. 532. 337. 538. 558. 559. 567. 574. 577. 578. 583. 587. 614. 610. SSSSSSSSSESS 72⁴ ... v.. Eiit Vit indt. in. zum evangelisch⸗ [utherilschens Gesangbuche der Hannoverschen Landes kirchess INN e S E Seite 1. Um Geist und õnade recht zu beten.. 5 I. Gebete zum tägl. Gottesdlienste. 2—10. Morgengebete 11—12. Tischgebete 13—21. Abendgebete II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. õebete für die früchte des feldes und den Bergbau. 23. Dankgebete 4. Zum beginn der Arbeit 55. Um bottes Segen in haus und Beruf. 17 20. Gebet christlicher heleute Gebet dler Eltern für ihre Rinder Gebet nach der Taufe eines indes, auch von Gevattern ju beten Schulgebete Zwei Gebete für onfirmanden für die stirche für dlie obrigkeit für die früchte des feldes —99—99999——————.————————— ——.—....—2.—.—..—2...2.22 & 5—— .SSSSSS Um den lieven Sonnenscheiin. 2⁴ 3. Um einen fruchtbaren Regen... 25 30. Beim Anfang der erntee 2⁵ Dankgevet nach der ernte 20 Um göttlichen Segen zum Bergwerk. 26 III. Gebete in allerlei Not. Um Geduld in Leidensʒꝛeiii 27 40. In unsechtungenÆn 28 0 41. In Krieghsgeien 29 22. In teurer Seiiitt 29 43. Bei großem Ungewitter... 30 44. Bei Sturm und Wasserfluten 31 0 — 56. ——— H— U— SSSEEEEE — Bei Seuchen und in Sterbenszeiten.... 31 Ilm tägliche Bereitschaft zum Sterben„32 Gebet für ein krankes Rin..... 72 Gebete eines srranjkeen 33 Dankgebet eines enesenden. 34 Um 6eduld in langwieriger srankheit 35 Sprüche aus Gottes Wort für ranke.. 35 morgengebet eines stranen 36 Abendgebet eines Rranken. 36 bebet eines sranken, der sich zum Ster; 54. ven schickt„ 37 bendleen 37 Sprüche, dem Sterbenden zuzusprechen 38 RAbschiedsgjege+rrrr 38 sebet nach dem Tode eines tindleins.. 39 An Begrabnistagen. 39 ISEEEEEEE W. Beicht⸗ u. Abendmahlsgebete. ä Seite 57-63. An Beichttagen 40 1 6472. An Abendmahlstagen 4⁰ U& 25 v. Das allgemeine Kirchengebet. 30 VI. Gebete für feste und Wochengottesdlienste der girche. nach Oordnung des Kirchenjahrs.. 55 74-86. Gebete für die vornehmsten feste Am buhtaggge. 65 „Am bibelsesiitie 66 IAm feste der heidenmissioo 67 Am Jahresfeste der inneren Mission. 8 für die Arbeit an den 6laubensgenos⸗ sen in der Zerstreuunnn 69 94. für wöchentliche Betstunden..... 70⁰ für kirchliche Bibelstundern. 71 sollekten. 0 2 für bestimmte Tage und Zeiten. 73 83. Allgemeine follekten 8³ Versikeli.... 91 DEI ENNENN EEEEEEEE MWWMWDDNNMW DMNMWMMN õebete. MMNMNNNMNNNNND herr, tu meine Lippen auf! 1. Um 6eist und õnade recht zu beten. 0 ewiger, barmherziger Gott, du vater unsers herrn Jesu Christi, weil wir nicht wissen noch begreifen können, was und wie wir beten sollen, du aber überschwenglich tun kannst über alles, was wir bitten odler verstehen, so schreien wir zu dir: Gie über uns aus nach deiner verheißung den seist der nade und des õebets, der uns bei dir ver; trete mit unaussprechlichem Seuf⸗ zen, auf daß wir dich mit Mund und herzen andächtig in rechtem Ernst anrufen und dir ein ange⸗ nehmes Lobopfer bringen mögen. herr, tu unsere Lippen auf, daß unser mund deinen Ruhm verkün⸗; dige. Erwecke unsere Seele und õe⸗ müt, daß wir uns nicht nur mit unserm munde zu dir nahen und dich allein mit den Lippen ehren, aber das herz ferne von dir sei, sondern verleih uns õnade, daß wir als die rechtschaffenen Anbeter dich im sõeiste und in der Wahrheit, ohne andere und fremde õedanken, an· rufen mit herzlicher Rufmerkung unseres oemütes, ohne heuchelei und chrgeiz, und daß wir nichts von dir begehren als nur allein, was dein göttlicher Wille, dein Lob und Chre, dazu unserer Seelen Seligkeit ist. Verleih auch, daß wir alles dasjenige, was wir von dir bitten, mit starkem 6lauben und gewisser Zuversicht von deiner mil⸗ den 6üte zu erlangen ungezweifelt hoffen, auch dir hierin nicht Zeit, Ziel oder maß der hülfe setzen, son⸗ dern uns deinem gnädigen Willen, der allewege der beste ist, in allen Dingen mit starker hoffnung und Geduld in Demut unserer herzen gänzlich unterwerfen. Dazu gib Gnade, daß wir vor dir liegen mit unserm Gebet nicht auf unsere 6e⸗ rechtigkeit, sondern auf deinegroße barmherzigkeit und in dem llamen deines lieben Sohnes Jesu christi, in welchem wir freudigkeit haben, vor deinen 6nadenstuhl zu treten und dich mit kindlicher Zuversicht unsern lieben vater zu nennen. Stärke uns auch, daß wir vom be⸗ ten nicht abgeschreckt werden um unserer Unwürdigkeit willen. so hilf nun, du heiliger õott, daß wir an allen orten aufheben heilige hände, ohne Zorn und Zweifel, und emsiglich anhalten mit flehen, mit Bitte, Gebet, fürbitte und Dank⸗ sagung für alle menschen, damit wir nach deiner Verheißung und deinem gnädligen Wohlgefallen allerlei zeitlicheundhimmlische Ga⸗ ben empfangen in christo Jesu, un· serm herrn, der da lebet und re⸗ gieret in wigkeit. Amen. MM N I. oebete zum täglichen oottesdlienste. I. Gebete zum täglichen bottesdienste. Morgengebete. fülle uns frühe mit deiner önade. 2. LCuthers Morgensegen. Das waäͤlte Gott Vater, Sohn und heiliger öeist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer himmels und der Erde. Ich glaube an Jesum christum, Gottes eingebornen Sohn, unsern herrn, der empfangen ist vom hei⸗; ligen 6eist, geboren von der Jung⸗ frau maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedlergefahrenzurhölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen him⸗ mel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er Kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen eist, eine heilige christliche Rirche, die bemeine der heiligen, Uergebung der Sünden, Auferstehung des flei⸗ sches und ein ewiges Leben. Amen. Vater unser, der du bist im himmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. dein Wille geschehe, wie im himmel, also auch auf Er⸗ den. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Uersuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die straft und die herr; lichkeit in Ewigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, dei; nen lieben Sohn, daß du mich diese nacht vor allem Schaden und 6e⸗ fahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Ubel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hande; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der bösefeind keine maͤcht an mir finde. Amen. 3. Morgengebet am Sonntag. Barmherziger, getreuer Gott, du kwiger Vater unsers herrn Jesu Christi, der du mit deinem Sohne und dem heiligen Geiste regierest in Ewigkeit, wir sagen dir Lob und Dank für alle ohltaten, die wir ohne Unterlaß von deiner milden 6üte empfangen, daß du uns die ganze Zeit unsers Lebens, wie auch die vergangene nacht, so väterlich behütet und uns den heutigen Tag gesund hast lassen er · leben. Insonderheit danken wir dlir, da du bei uns das helle Licht dleines Cvangeliums hast läassen aufgehen, bei welchem wir dich und deinen Willen recht erkennen und lernen mögen, wie wir christlich leben und selig sterben sollen. Wir bitten dich, gütiger ł * E= ——2—— t—————— RMn 1. 6ebete zum täglichen ottesdienste. WM= Gott, du wollest solch önadenlicht des vangeliums uns und unsern nachkommen erhalten; und damit wir dein angenehmes volk sein und bleiben können, so vergib uns alle unsere Sünde und missetaten um deines lieben Sohnes, unsers heilandes Jesu christi willen, und heilige uns durch deinen heiligen beist je länger je mehr, daß wir der Welt und allen weltlichen Lüsten von herzen entsagen und unsere freude und Lust darin suchen, daß wir dir dienen in heiligkeit und werechtigkeit, die dir gefällig ist. öffne unsere ohren und herzen, daß wir dein heiliges ort mit freuden hören, mit fleiß erwägen und in reinem herzen behalten, dich getrost anrufen und nicht allein diesen Tag, sondern auch alle übrigen Tage unsers Lebens von allen bösen Werken feiern, bis wir endlich zu dem ewigen Sab⸗ bäthtag gelangen, da wir mit eEngelzungen und-herjen deine großen Taten mit allen Auser⸗ wählten, engeln und menschen, rühmen und preisen werden in alle Ewigkeit. Amen. 4. noch ein morgengebet am Sonntag. herr. unser ott, heilig und un⸗; begreiflich, der du das(icht scheinen lässest aus der finsternis, der du uns erquickt hast durch nächtlichen Schlaf und wieder er⸗ weckt, deinen Ruhm zu preisen und deine 6nade anzurufen, nimm setzt an von uns nach deiner grundlosen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unsers Dankes und gewähre uns alle heilsamen bitten. Richte uns ju, o herr, zu sindern des LCichts und des Tages und ju Er; ben deiner ewigen 6üter. edenke, herr, nach der fülle deiner Erbar⸗ mungen deines ganzen Volks, aller, die mit uns beten, und aller unserer Mitchristen, die zu Lande oder ju meer oder wo sonst in deinem weiten Reich deiner önade und hülfe bedürfen, und schütte über sie und uns alle aus den Reich- tum deiner Barmherzigkeit, auf daß wir, erlöset nach Seel und Leib, unverrückt in festem Glau⸗ ben, deinen heiligen und wunder⸗ barennamen ewig rühmen mögen. Amen. 5. Morgengebet am montag. Barmherjiger, mildreichster Gott und bater, in dieser orgenstun⸗; de erscheine ich vor dem chrone dei⸗ ner göttlichen öüte mit herzlichem Danke, daß ddu nach zurückgelegter sinsterer lacht mich abermals ge⸗ sund und frisch hast aufstehen lassen. 0 vater, deine hand haͤt mich geschützet, daß mich der Satan nach seinem Willen nicht hat be⸗ trüben oder beschädigen können. Ddamit nun ferner mein mund dei⸗ nes Ruhmes und deines Preises täglich voll sei, so vergib mir alle meine Sünde und tu mir wohl. Gedlenke nicht der Sünden meiner jugend noch meiner Übertretung, gedlenke aber meiner nach deiner WMNDD Barmherzigkeit um deiner Güte willen, und regiere mich heute, diese angehende Woche und die ganze Zeit meines Lebens, daß ich in allem meinem vornehmen dei⸗ nem Worte folge. Behüte mich, lieb · ster VUater, vor der Uersuchung des Satans und meines eigenen flei⸗ sches und Blutes, daß ich nichts Übels tue noch willer dich sündige. Caß deine heiligen ngel mich auf allen meinen Wegen behüten, daß ich vor allem Schaden väterlich be⸗ währt werde. Denn dir, o Gott, übergebe ich meinen Leib und Seele (mein haus und hof, mein Weib und seind und alle die meinen). Behüte, schütze und erhalte mich, daß sich kein Ubel ju mir nahe. Sei ddu mein Schild und Schirm, segne I. Gebete jum täglichen Gottesdienste. M meinen ingang undRusgang und verlaß nicht, die deinen namen kennen. Tröste alle Betrübte und stranke. hilf allen otleidenden und Uerlassenen. Und wenn auch eine trübe Unglückswolke nach deinem Willen über mich kommen sollte, so gib mir õecluld und Rat. Gesegne auch, liebster Vater, heute und die ganze Woche über meine Arbeit und nahrung und die erke meines Berufs, daß meine mühe und Arbeit nicht verloren sei. Caß mich stets an dich gedenken, dich in meinem herzen behalten und deine furcht vor Augen haben, daß ich christlich lebe und selig sterbe. Das verleihe mir um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, wil⸗ len. Amen. b. Morgengebet am dienstag. Gelobet seist du, o sott, mein Schöp⸗ fer, gelobet seist du, o Gott, mein heiland, gelobet seist du, o Gott, mein höchster Tröster, der du mein Schild und horn meines heils und mein Schutz bist und mich die ver. gangene nacht wiederum vor allen geistlichen und leiblichen feinden so väterlich bewahret haͤst. Ich bitte dich demütiglich, du wollest auch diesen Tag deine 6üte Uber mich ausstrecken und mich mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, auch vor Sünden und allem übel gnädiglich behüten. Umgib mich, o herr, rings mit deinem Schilde, daß der böse ßeind und seine Werkzeuge mir keinen Schaden zufügen können. Erhalte mich in deiner furcht, daß ich nicht sündige, sondern dich herz⸗ lich liebe und dein senecht(deine magch sei ewiglich. Verleih mir auch deine önade, daß ich dielberke meines Berufes treulich und fleißig ausrichte. 6ib dein õedeihen zu meinem Amt und Stand, segne mein Brot und Wasser und richte all mein Vorhaben, Tun und Ar⸗ beit ju deinem Lob, auch zu mei⸗ ner zeitlichen und ewigen Wohl⸗ fahrt. Wende von mir alle bösen strankheiten und was mir an Seel und Leib schädlich sein mag. In⸗ sonderheit aber behüte mich vor einem bösen, schnellen Tode und vor allerlei herzeleid. Dein heiliger Geist weiche nur nicht von mir. dein guter Engel sei allezeit zwi⸗ schen mir und len meinen fein; den, daß sie keine hand an mich legen können. deine önade und Segen sei ewiglich ob mir. Amen. 8 8 S su RMWSqh I. õebete jum täglichen Gottesdienste. M . Morgengebet dm Mittwoch. O herr sott, Vater und herr meines Lebens, ich danke dir von 6örund meiner Seele, da du auch in dieser vergangenen nacht die hand deiner väterlichen Barmherzigkeit über mich gehalten, mich durch denschutz deiner heiligen Engel behütet hast und mich zu deinem Lobe wieder aufstehen lassen. Ich bitte dich durch christum, deinen Sohn, laß mich dir diesen Tag ju gleicher 6nade, Liebe und fürsorge befohlen sein. Regiere mein herz, Sinn und Gedlanken, Worte undlberke durchdeinenwer⸗ ten und heiligen õeist, daß ich nichts Ubels tue. Leite mich aufebner Bahn und laß mein herz deinen Tempel und Wohnung sein. Nch herr, all⸗ mächtiger Gott, du bist mein Vater, ich dein gind; verlaß mich nicht, denn auf dich bin ich gewworfen aus mutterleibe, mein heil steht allein bei dir. In deinem Hamen, o bater, fange ich alles an, gib, daß ich mein Derk in deiner sraft vollbringe, für deinen väterlichen beistand lir danke, mit dem, was mir deine 8. Morgengebet Wir loben, preisen und rühmen dlich, wir danken dir, du Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der nacht herausgeführt und uns von neuem das(icht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: Sei gnädig über unsere missetat unl nimm an unser õoebet nach der fülle deiner Erbarmung. denn du bist unsere Glite verliehen hät, mich kindlich begnügen lasse und nicht nach mehr odler nach berbotenem trachte. Zeuch mich von der Welt und ihrer Lust db, ich begehre ihrer nicht. Sei du mir nur, mein 6ott, nicht schrecklich in der Not, denn wenn ich nur dich hãbe, so frage ich nichts nach him⸗ mel und Erde. Du bist mir werter, als alle Schätze der Welt. Ach gib, llaß ich dich, du süße Liebe, nimmer. mehr verlasse. Bleibe diesen Tag und allezeit bei mir. Himm dich auch nach deiner großen Liebe aller Armen und notleidenden, aller Be- klimmerten und cTrostlosen, aller Verlornen und Irrenden, insonder- heit deiner verlorenen Schafe aus dem hause Israel an, sei das ewige heil deiner irche und laß auch mich in derselben ein wahres und leben. dliges 6lied sein, da, wenn ich aus lliesem Leben scheiden soll, ich ju dir in den himmel aufgehoben werdle. Ach Vater, erhöre mich und gewähre mich meines õebets, in dem namen deines Sohnes Jesu. Amen. am Donnerstag. Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger 6ott. Caß scheinen in unsere herzen die wahrhaftige Son- ne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern verstand und behüte unsere Sinne, auf daß wir als am Taͤge ehrbar wandeln den Weg deiner Gebote und auch dermaleinst im ewigen freudenlichte dich selig schauen mögen. Amen. 9. Morgengebet am freitag. herr Jesu, deine Liebe ist in der vergangenen nacht mein Schild 9 und Schirm gewesen. Ich danke dir für alle deine 6üte, die du an mir DGDD 1. Gebete zum tägl armen und elenden menschen so gnädig bewiesen, und vitte dich, jeige mir auch heute diesen Tag deine Gestalt, denn sie ist lieblich. Erfreue dlie Seele deines indes mit deiner heiligen öegenwart. Stärke mich mit dem Beistande deines wer⸗ ten heiligen öeistes. Vergib mir alle meine sSünde und missetat, mit welcher ich bisher wider dich und deine heilige Liebe mißgehandelt habe, und regiere heute und alle⸗ zeit mein ganzes Leben und meine Werke, daß ich nichts Böses tue, nichts öutes unterlasse. herr Jesu, stärke meinen ölauben, mehre mei⸗ ne Liebe zu dir und gib mir ein festes bertrauen zu deinem heiligen Uersöhnungsblute. Zeuch mich nach dir, so werde ich den Weg deiner 6e⸗ bote nimmermehr vergessen. herr Jesu, der du an dem heutigen Tage 10. Morgengebe herr Gott, himmlischer Vater, in dlieser Morgenstunde befehle ich dir meinen Leib und meine Seele in deine liebreiche Regierung, in deinen mächtigen Schutz, in deine väterliche Aufsicht und Treue. Caß mir und den lieben meinigen heute nichts Übels begegnen und keine plage unserm hause sich nahen. Laß deinen heiligen õeist uns kräftig regieren und unser herz zum kind; lichen Gehorsam lenken, daß wir von den Wegen der wahren Gott⸗ seligkeit nicht abweichen. Segne mich heute an Leib und Seele, segne meinen Nusgang und éEingang, seg⸗ ne meine haushaltung und nah⸗ rung. Caß mir in allen meinen Geschäften und Vornehmen dein ichen 6ottesdlienste. M deinen heiligen Leib in das 6rab hãst legen lassen, ach gib mir deine 6nade, daß ich meine Sünde tief vergrabe und sie nimmermehrüber mich herrschen lasse. Sei mit mir in allen meinen verrichtungen, laß sie wohl geraten, wenn sie in dir getan sind. Erbarme dich auch aller, dlie dir anhangen, und gib einem jeden sein täglich Brot und ver⸗ laß deine õemeine nicht, deren Erj⸗ hirte du bist. 6ib uns ferner die Süßigkeit deiner heiligen Liebe zu genießen, und wenn wir endlich am Ende unsers Levbens den Weg des Todes gehen sollen, so laß dei⸗ nen cod unser Leben und dein hei⸗ liges 6rab unsere Ruhe sein, daß wir durch den Tod zum Leben ein⸗ gehen. Erhöre uns, o Jesu, um dei⸗ nes namens und um deiner Liebe willen. Amen. t am Sonnabend. himmlisches Licht leuchten, deine sraft mich stärken, deine Liebe mich dringen, daß ich in serechtigkeit wandlle, meinen Taufbund stets vor gugen habe und meinem nachsten mit aufrichtiger Liebe vegegne. Gib, daß ich die Zeit, die ich noch zu leben habe, wohl undchristlich anwende, ju deines herrlichen Na. mens Ehre, meines Uächsten Dienst und meiner selbst Besserung. Gib mir auch die önade, daß ich mich meiner Sterblichkeit stets erinnere und meine 6edanken allezeit aus dem Zeitlichen in das himmlische und Cwige richte. Und wenn ich dann meinen Lauf vollendet und das Ziel, welches du mir in önaden gesetzt, erreicht habe, so verleih mir 10⁰ MMDN I. Gebete zum täglichen Gottesclienste. N nach deiner großen Barmherzig⸗ sanftes, fröhliches und seliges Ende. keit um Jesu christi willen ein Amen. Tischgebete. 11. Vor dem ẽssen. Aller Hugen warten auf dich, herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine hand auf und sãttigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. herr öott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine 6aben, die wir von deiner milden 6üte zu uns nehmen, durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 12. Nach dem Essen. Danket dem herrn, denn er ist freundlich und seine 6üte währet ewiglich. Wir danken dir, herr Gott Vater, durch Jesum christum, unsern herrn, für alle deine Wohltaͤt, der du lebest und regierest in Cwig⸗ keit. Amen. Abendgebete. herr, bleib bei uns, denn der Tag hat sich geneiget. 13. Cuthers Abendsegen. as walte ott Vater, Sohn und heiliger eist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer himmels und der Erde. Ich glaube an Jesum christum, sottes eingebornen Sohn, unsern herrn, der empfangen ist vom hei⸗ ligen õeist, geboren von der Jung⸗ frau maria, gelitten unter Pontio Ppilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen him⸗ mel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmãchtigen baters, von dannen er kommen wird, zu richten die leben; digen und die Toten. Ich gläube an den heiligen Geist, eine heilige christliche irche, die bemeine der heiligen, Vergebung cdler Sünden, Auferstehung des flei⸗ sches und ein ewiges Leben. Amen. vater unser, der du bist im himmel. 11 beheiliget werde dein name. Dein keich komme. dein Wille geschehe, wie im himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Uersuchung. Sondern erlöse uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die strast und die herrlichkeit in wigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum christum, dei⸗ nen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan habe, und mich diese Uacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hande; dein hei⸗ liger Engel sei mit mir, daß der böse feindkeine macht an mir finde. Amen. DMDDD 1. bebete zum täglichen ottesdienste. 14. Abendgebet am Sonntag. err, allmächtiger õott, barmher⸗ ziger vater, ich danke dir herzlich, daß du mich heute so gnädig behütet und 6nade verliehen häst, dein Wort zu hören, deinen Namen an⸗ zurufen und auch der leiblichen kuhe und Erquickung zu genießen. herr, wie groß ist deine 6üte, die du uns armen menschen erweisest. vergib mir, o lieber Vater, alle meine sünde um christi willen und regiere mich durch deinen hei⸗ ligen Geist, daß ich dem, was ich heute aus deinem heiligen Worte gelernt, in beständigem Glauben, gottseligem Leben und fröhlicher õeduld fleißigundvon herzen nach⸗ komme. Und gleichwie dein lieber Sohn, mein einiger heiland Jesus christus, an diesem Tage fröhlich von den Toten auferstanden ist, also verleih mir nade, in einem neuen 15. Noch ein Abend Helobt seist du, o Gott, allmächti⸗ ger herrscher, der du den Tag erleuchtest durch dein Sonnenlicht und die nacht durch feurige Strah⸗ len erhellst, der du uns gnädig die Bahn dles Tages hast durchwandeln lassen und uns zur stillen Nacht ge⸗ bracht. höre auf unser ebet und auf das Gebet deines ganzen Vol⸗ kes, und vergib uns alle unsere wissentlichen und unwissentlichen Übertretungen. nimm an unsere Abendgebete und schütte aus über uns, dein Erbe, die fülle deiner Barmherzigkeit und deiner Siege. Leben vor dir zu wandeln. Ich bitte dlich auch, lieber Vater, du wollest diese lacht in deinen väterlichen Schutz nehmen meinen Leib undsee⸗ le und alles, was du mir gegeben hast, daß der böse feind und seine Werkzeuge keine acht an mir fin. dlen. Dein heiliger Geist erleuchte mich, daß ich dein nimmermehr vergesse. Deine allmächtige hand erhalte mich. Dein heiliger Engel beschützemich. Deineväterliche 6üte segne und erquicke mich, damit ich morgen gesund und mit freuden aufstehen und dir nach deinem Wil⸗ len dienen möge. Und wenn ich im zeitlichen Tode werde entschlafen sein, so gib durch die Nuferstehung Jesu hristi, da ich an jenem Tage fröhlich aus dem Tode wiederum hervorgehen mögezur ewigen herr⸗ lichkeit. Amen. gebet am Sonntag. Engeln, rüste uns mit den Waf⸗ fen der 6erechtigkeit, umschanze uns mit deiner Wahrheit, be⸗ waäche uns mit deiner macht, rette uns vor allem Unfall und allen näͤchstellungen des Widersachers und gib 6nade, daß wir diesen Abend und diese Nacht, sowie alle Tage unsers Lebens, untadelig, hei⸗ lig, friedllich, von Sünde, Anstoß und Schrecken frei verleben mö⸗ gen. Denn bei dir ist Erbarmung und Erlösung, herr, dreieiniger Gott, und dir bringen wir Ruhm und preis, jetzt und in Cwigkeit. Umschirme uns mit den heiligen Amen. 12 M 1. öebete jum täglichen Gottesdienste. D 16. Abendgebet am montag. Allmächtiger, treuer Gott, ich dlanke dlir, da du mich und die meini⸗ gen diesen Tag über väterlich be⸗ hütet und alles Unglück gnädiglich von uns abgewendet hast. Ich will mich nun in deinem Namen jur Ruhe begeben und auf meinem Lager un⸗ ter deinem Schutze sanft entschlafen. Uerzeih mir doch, lieber Vater, alle meine Sünden und fehltritte, mit denen ich dich diesen Tag wissentlich oller unwissentlich beleidigt uncker⸗ zürnt habe. 6ib mir eine ruhige nacht und einen stillen Schlaf, daß ich nicht erschreckt werde. Du hüter Israels, der du weder schläfst noch schlummerst, wache über mich. blei⸗ be bei mir, denn es ist Abend wor⸗ den, und der Tag hat sich geneiget. Sei du in finsternis meiner Seele helles Licht, daß ich mich, ob ich schon im finstern schlafe, doch nicht fürch⸗ te. Laß meine Seele in dir ruhen, und ob mich der Tod erschleichen wollte, so erhalte mein herz und meinen seist, daß ich zu dir wache und dein sei im Leben und im Tode. Ich befehle dir auch all die einen, meine freunde und nachbarn, dazu auch haus und Hof. Gib, o treuer Vater, eine stille, ruhige Nacht auch allen denen, die in Kümmernis, srankheit, herzeleid, ot und An⸗ fechtung sind, die ohne deine wun⸗ derbare hand vor Leibes und der Seele Schmerzen den Schlaf nicht finden. Behüte uns vor allem Ibel. Wecke mich frühe sanst auf zu deines namens chre und lehre mich deinen Willen tun nach deinem Wohlge⸗ fallen. Und wenn ich an meinem letzten Ende meine Rugen zuschließe und selig indeiner önade einschlafe, so erwecke mich am Tage der Aufer⸗ stehung alles fleisches fröhlich zum ewigen Leben. Amen. 17. Abendgebet am Dienstag. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tãg so gnädiglich angesehen, der ich dloch alles uten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach mei⸗ nen Sünden und mir nicht vergol⸗ ten nach meiner missetat. Das danke ich dir von ganzem herzen. O herr, laß dir angenehm sein, was ich die⸗ sen Tag in deinem namen getan habe; vergib mir, was ich wider deinen göttlichen illen gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen dãs Licht des 6laubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich über⸗ 13 fallen die grausame finsternis der Unwissenheit, des Inglaubens und dler Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der finsternis erhalten möge, denn du allein, mein õott. hilf uns, so wir wächen, daß wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses haus und vertreibe davon äalle Schrecken des feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. dein heiliger Segen bleibe lber uns durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. DWMD D 1. Gebete zum täglichen Gottesdienste. 18. Abenugebet am mittwoch. Ich sage dir Dank, du wahres, ewi⸗ ges Licht, daß du mich in dem õlanze deiner göttlichen önade und deines Geistes in dieses natürlichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Caß nun, o Gott, der du dienacht dem gebrechlichen eibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ru- hen und frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und 6edanken laß samt händen und füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen 10. Abendgebet err õott Vater, voll nade und Güte, der du Barmherzigkeit er. weisest bis in das tausendste 6lied, wie soll ich deinem lamen genug⸗ sam Chre und Ruhm geben, daß du mich so herzlich geliebt und diesen Tag ohne allen Schaden und 6efahr hast hinbringen lassen. Nch Vater, nimm an meiner Sstatt das vollkom⸗ mene opfer deines liebsten Sohnes Jesu christi an und sei mir um sei⸗ netwillen auch ferner gnädig und bäarmherzig, denn ohne dich, mein bott, bin ich in der finsternis dieser nacht verloren. Du aber bist mein Licht und starker hort, nimm mich in deine 6önadenarme, o Gott, der du verheißen, meiner nimmermehr zuvergessen. Verg ibmirmeinesün⸗ den und schaffe in mir einen neuen, freudligen Geist, daß ich allezeit in Schlafe. Caß ja nicht mein träges fleisch die armeseele überwältigen, daß sie dein vergesse des llachts. Dir befehle ich meinen Geist, o hirte, ju treuen händen; du hast ihn erlöset, herr, du treuer oott. LCa mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen flügeln. Lenn Tag und nacht sich scheiden, so wecke mich und verleih mir wiedler das Licht, darin ich hie wändeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum chri⸗ stum. Amen. am Donnerstag. Abba lieber Vater! Deiner väter⸗ lichen fürsorge übergebe ich auch diese Nacht meinen Leib, Seele und all das eine. Waͤche über mich, daß ich vor allem Leid behütet in deiner önade wiedler erwache und dich preise. Tröste auch in dieser nacht alle Bekümmerten und be⸗ trübten und laß allen, die den namen deines Sohnes Jesu in wah⸗ rem 6lauben anrufen, hülfe wider⸗ fahren. Und weil der Schlaf ein vorbote des Todes ist, so verleih mir, o gütiger Vater, deine 6nade und den Beistand deines Geistes, daß ich mich also bereite, daß ich am nile meiner Tage zur ewigen Kuhe des himmels aufgenommen wer⸗ de. Erhöore mich und erbarme dlich mein, o õott, um der kraftigen für⸗ bitte deines Sohnes Jesu willen. kindlichem Vertrauen zu dir rufe: Amen. 14 MMW II. Dankgebete. Berufsgebete. Fürbitten. WD 20. Abendgebet am freitag. 0O berr Jesu christe, du geduldiges Gotteslamm und heiliges Sühn. opfer für all meine Sünde, ja nicht allein für meine, sondern auch für der ganzen Welt Sünde, dir danke ich aäbermal von 6rund meines herzens, daß du mich an Leib und Seele durch deinen Schutz diesen Tag so väterlich behütet hast. Dich bitte ich, du wollest mir alle meine sünden, so ich heute diesen Tag aus Schwaͤchheit meiner verderbten Na⸗ tur und Anreizung des bösen 6eistes getan habe, welche mein herz und bewissen sehr beschweren undurük— ken, gnädiglich verzeihen und ver⸗ 21. Abendgebet Barmherziger 6ott und VUater, ich sage dir von herzen Lob und Dank, daß du dich meiner die Zeit meines Lebens so väterlich ange⸗ nommen und mich diesen Tag über und sonderlich die ganze Woche bis auf diese Stunde vor allem Un⸗ glück Leibes und der Seele gnädig behütet hast. Ich bitte dich ferner, du wollest alle meine Sünden, llie ich heut und die ganze Loche widler dich und meinen nächsten wissentlich und unwissentlich ge⸗ tan, durch deine õnade, welche alle bußfertigen Sünder bei dir ha⸗ geben. Und weil ich mich nun zur Kuh und Schlaf will niederlegen, wollest du deine 6nade über mich ausbreiten, daß ich darunter in fried und Ruh diese nacht mit dem Leibe schlafen, mit der Seele aber allezeit ju dir wachen möge. Iaß mich also deiner herrlichen Zu⸗ kunft zum jüngsten õericht wahr⸗ nehmen und mit herzlichem Seuf⸗ jen auf dich warten, bis ich der⸗ maleinst gar zu dir selig von hinnen fahre. Dazu hilf mir, treuer heiland, mit dem Vater und hei⸗ ligen 6eiste hochgelobet in Ewig⸗ keit. Amen. am Sonnabend. ben, zudecken und ihrer nimmer⸗ mehr gedenken. hilf gnädiglich, daß ich aus der alten Woche in ein neu christlich Leben trete, dir und allen Nuserwählten im himmel ge⸗ fallen möge, und laß mich diese angehende nacht in deine gnädigen Arme befohlen sein, daß ich sicher ruhen und schlafen, frisch und ge⸗ sund ju deinem ferneren ob wieder aufstehen möge; und wenn mein Stündlein vorhanden ist, nimm mich zu dir, herr Jesuchrist, denn ich bin dein, und du bist mein, wie gern wollt ich bald bei dir sein. Amen. II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. bebete für die früchte des ß eldes und den Bergbau. meine Rede müsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des herrn. 22. Danksagung für Gottes Wohltaten. Cwiger, allmächtiger ott, du bist Staub der Erde und unterwindle mein Leben, meine Wohlfahrt, mich, vor deinem Angesicht allhier meine Seligkeit, ich aber bin einzu stehen und dich zu loben. Uerwirf 15 mein armes Lobgebet nicht, o herr, und nimm mein Dankopfer in christo Jesu gnädig an. du hast mich von Anfang meines ebens bis auf diese Stunde an Leib und Seele gespeist und ernährt. Du hast mich vor unzählbaren Gefähr⸗ lichkeiten Leibes und der Seele be⸗ währt oder daraus errettet. Du hast mich mit Langmut getragen, zum Wege meiner Seligkeit ohne Unterlaß und auf mancherlei Weise gerufen und zu meinem seligen Christenstande bekehrt. Das alles hast du mir getan um Jesu christi willen, der sich allen meinenschmer⸗ zen, Strafen und Schanden und zu⸗ letzt meinem Tode unterworfen hat, auf dlaß ich endlich beĩ dir in ewiger Seligkeit fröhlich sein könnte. Wie soll ich dir, o mein õott und Vater, für alle deine Treue und Mein Gott und herr, ich sage dir Cob und Dank, daß du mich nach deinem Ebenbilde geschaffen, durch dãs teure Blut deines Sohnes erlöst, durch die Taufe in die Zahl deiner seinder aufgenommen und mit dem Sakramente des Leibes und Blutes christi mannigmal erquicket hast. Ich sage dir Dank, du treuer Gott, daß du mir von meiner Jugend auf bis auf dliese Stunde so viele sünden zu gute gehalten und auf meine Buße gewartet, mich so manches mal aus großen uöten errettet, an Ewiger, barmherziger bott, ich will nun wieder frisch an meine Ar⸗ beit gehen und die Werke meines DMD U. Dankgevete. Berufsgebete. fürbitten. MM Barmherzigkeit danken? Wie soll ich dir danken, herr Jesu, der du mit deinem Verdienste, mit Leben und voller 6enüge, ja mit dir selber den armen Sünder speisest und tränkest? Ich vermag alle⸗ wege nichts Gutes, wie sollte ich danken können? Gib du selbst, o herr, mir in meine hände, was ich bin und habe, und verleih mir alsdlann, daß ich zum schwaͤchen Danke dir wieder übergebe und opfere, was ich bin und habe, und mein opfer von deinem Altare nicht wieder raube, so lange ich lebe. Dein heiliger Wille allein werde in mir, an mir, durch mich in allen dingen vollbracht und mein Leben zu deinem preis voll⸗ führt, so lange es noch währt. Das hilf mir nach deiner großen Liebe. Amen. 23. noch ein Dankgebet. Ceib und Seele behütet und mir 6e⸗ sundheit, friede und Wohlfahrt die Zeit meines Lebens verliehen haͤst. Ich bitte ferner, du wollest mich in solcher deiner önade und 6ütigkeit erhalten, alles, was dir zuwider ist, von mir abtun und vor allem Ubel und Unfall mich behüten. Caß mich mein leben nach deinem Willen und Wohlgefallen vollenden und endlich mit freuden zu deiner herr · lichkeit kommen. Das bitte ich dich, du treuer oott und Vater unsers herrn Jesu christi. Amen. 24. Zum Beginn der Arbeit. Berufes, darein du mich gesetzethast, getrost angreifen und nach deiner õãbe ausrichten, meinem lächsten 10 r. DWD II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. MMMD dadurch zu dienen und mein Brot zu erwerben. Darum bitte ich dich herjlich, du wollest mir zu solchem Werk nach deiner gnadenreichen berheißung Weisheit und Ver⸗ stand, seil und Segen, auch oesund⸗ heit verleihen, damit ich es nicht allein wohlanfangen, sondern auch durch deine väterliche hülfe in dei⸗ nem namen nützlich vollführen und meines Amtes jederzeit in deiner furcht mit reinem6ewissen treulich warten möge. Dir befehle ich meine UWerke; laß meine Anschläge fort⸗ gehen und laß mir gelingen, was ich mir in deinem HNamen vorneh⸗ me, daß das Licht auf meinem Lege immer scheine, dir ju lob und Preis, mir und den meinen, auch meinem nächsten zur Wohlfahrt und from⸗ men, durch deinen lieben Sohn Je⸗ sum christum, unsern herrn. Amen. o herr Jesu, in deinem Namen und auf dein Wort will ich mein netz auswerfen. o herr, hilf, o herr, laß wohl gelingen. Amen. 25. Um Gottes Segen in haus und Beruf. 0 allmächtiger, ewiger und barm⸗ herziger Gott, dieweil du mit Worten und Werken genugsam be⸗ wiesen hast, daß du als ein getreuer bater für uns sorgest, und hast uns gnädiglich ju Kindern angenom⸗ men und einem jeden seinen Beruf gegeben, darinnen er dir und dem nächsten dienen soll, so bitten wir dich von herzen, lieber Vater, gib 6nadle, daß wir unsers Berufes flei⸗ ßig wahrnehmen und im õehorsam als deine treuen seinder allezeit er⸗ funden werden. fördere die Werke unsers haushaltens also, daß wir jã unsere herzen nicht an die õüter dieser Welt hängen noch jemand dadurch Argernis geben, sondern laß uns alle jeitlichen Güter und 6aben, so wir durch deinen Segen empfangen haben, in stillem esen mittäglicher Danksagunggenießen und gebrauchen. Wollest auch von uns äbwenden allen müßiggang, unnötige Sorge der nahrung und alles, was dir mißfällt, und bei uns und in uns fördern alles, was dir wohlgefällt, auf daß wir in all unserm Tun deinem befehle nach⸗ gehen und alle Sorge und Anliegen aus rechtem õlauben auf dlich wer⸗ fen. Denn du weißt alles, was uns mangelt und not ist; das wollest dlu uns gnädliglich verleihen. Amen. 26. Gebet christlicher cheleute. Barmherjiger, gnädiger ott, lie⸗ ber Vater, du hast uns nach dei⸗ nem gnädigen illen und gött⸗ licher Vorsehung in den heiligen Chestand gesetzt, daß wir nach dei⸗ ner ordnung darin leben sollen. Darum trösten wir uns auch deines Segens, da dein Wort sagt: Wer eine hefrau findet, der findet was Gutes und bekommt Segen vom herrn. Ach lieber ott, laß uns jd in deiner göttlichen furcht bei einander leben. Caß uns vor allen Dingen dein Wort lieb haben, daß wir sein mögen wie ein Baum am Waässer gepflanzet, der seine frucht bringet ju seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Caß uns 17 M II. Dankgebete. Berufsgebete. Fßürbitten. mit einander in frieden und Einig· keit leben und unsern Chestand in Zucht und Chrbarkeit führen, daß dein Segen bei uns wohne, und wir einen ehrlichen Namen haben mögen.(õib õonade, daß wir unsere seinder in der furcht und Ermah;· nung zu deinen göttlichen Chren auferziehen, daß du aus ihrem munde dir ein Lob bereiten mögest. bib ihnen ein gehorsames herz, daß es ihnen möge wohl gehen, und sie lange leben auf Erden.) 6ib uns auch das tägliche Brot und segne unsere nahrung. Und wenn du uns jã, lieber Gott, streuz und Trübsal zusenden willst, so gib uns Geduld, daß wir uns gehorsamlich deiner väterlichen Züchtigung unterwer⸗ fen, und mache es gnätlig mit uns. fallen wir, so wirf uns nicht weg, sondern halt uns bei der hand und richte uns wiedler auf. Lindere uns unser streuz und tröste uns wieder und verlaß uns nicht in unserer not. Gib auch, daß wir das Zeit⸗ liche nicht lieber haben denn das Ewige; wir haben ja nichts in die UWelt gebracht, werden auch nichts mit hinaus bringen. Laß uns nach⸗ jagen dem 6lauben und der Liebe und ergreifen das ewige Leben, dazu wir berufen sind. Gott der vater segne uns und behüte uns. Gott der Sohn erleuchte sein Ange⸗ sicht über uns und sei uns gnädig. Gott der heilige oeist erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns friede. Die heilige Dreieinigkeit bewahre unsern ingang und Nus- gang von nun an bis in Cwigkeit. Amen. 27. Gebet der Eltern für ihre inder. Hetreuer, lieber oott und Vater, Schöpfer und Erhalter aller srea⸗ turen, wir danken dir von herzen für die sinder, die du uns durch leinen Segen gegeben hast, und bitten dich herzlich, weil du gesagt hast, du wollest deinen heiligen Geist geben allen, die dich darum bitten, begnade auch unsere ar⸗ men seinder mit deinem heiligen Geiste, der in ihnen die wahre furcht Gottes anzünde, welche der Weisheit Anfang ist. Beselige sie mit deiner wahren Erkenntnis, laß sie in dem wahren selig⸗ machenden 6lauben und in aller Gottseligkeit aufwachsen und dar⸗ in bis ans Ende verharren. 6ib ihnen ein gläubiges, gehorsames, Uerstand, daß sie wachsen und zu⸗ nehmen an Alter und 6nade bei dir und den enschen. Pflanze in ihr herz die Liebe deines göttlichen Wortes, daß sie seien andächtig im bebet und õottesdienst, ehrerbietig gegen die Diener des Wortes und gegen jedermann, schamhaftig in Worten, treu in Werken, fleißig in Geschäften, glückselig in Verrich⸗ tungen ihres Berufes, verständig in Sachen, richtig in allen Dingen, sanftmütig und freundlich gegen alle enschen. Behüte sie vor allen Argernissen dieserlDelt, sei ihrschutz in aller i õefahr, daß sie nicht plötz⸗ lich umommen. Laß uns ja nicht Unehre und Schande, sondern freu⸗ de und c hre an ihnen erleben, daß demütiges herz, auch Leisheit und durch sie auch dein Reich vermehret 18 MWW II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. MMM und die Zahl der öläubigen groß werde, daß sie auch im himmel um deinen Tisch her sitzen mögen als die himmlischen öͤlzweige und dich mit allen Auserwählten ehren, lo⸗ ben und preisen mögen, durch Je⸗ sum christum, unsern herrn. Amen. Darauf bete den 127. u. 128. Psalm. 28. Gebet nach der Taufe eines Kindes, auch von 6evattern zu beten. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der rechte Vater bist ber alles, was da sinder heißt im himmel und auf Erden, wir sagen dir von herzen ob und Dank, daß du dieses ind uns geschenkt und ihm verliehen hast, daß es durch die heilige Taufe zum ewigen Leben wiedergeboren und deinem lieben Sohne, unserm herrn Jesu christo, einverleibt wor⸗ den ist. Wir bitten dich demütig, du wollest dieses Kind, welches nun. mehr dein dind und Erbe geworden ist, beĩi der empfangenenTaufgnade bewahren, damit es nach allem dei⸗ nem Wohlgefallen jur Chre deines namens treulich auferzogen werde, im wahren õlauben bis zum seligen Ende beständig verbleibe und end⸗ lich das verheißene Erbteil im him⸗ mel mit allen heiligen empfange, dlurch Jesum christum, deinen lie⸗ ben Sohn, unsern herrn. Amen. 29. Schulgebete. 1. Luthers Morgensegen siehe 6e⸗ bet 2. 2. Lieber herr und õott, der du dei⸗ nem volke im Gesetz befohlen hast: Sechs Taͤge sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken, laß auch uns in unserer Arbeit deinen heili⸗ gen Willen erkennen und alle un; sere Werke mit fleiß und Treue ver⸗ richten. Weil aber ohne deinen Se⸗ gen mühe und Arveit vergeblich ist, so bitten wir dich, laß dein himm⸗ lisches Gedeihen auf unsere Arbeit reichlich herabfließen gleich dem Morgentau, der das dürre Cand befeuchtet. Laß uns unsere õeschäfte in deinem namen anfangen und in stiller hoffnung auf deine hülfe glücklich hinausführen, dir zur Chre, uns zur freude und den men⸗ schen zum Wohlgefallen. herr, un⸗ ser õott, sei uns freundlich und för; dere das Werk unserer hände, ja dlas Werk unserer hände wollest dlu fördern. Amen. 3. Abba, lieber Vater, dir sei Cob und Dank gesagt, daß du uns diesen Tag hast gesund erleben lassen und uns wieder die onade verleihst, ge⸗ meinsam deinen Hamen anjurufen. Dein lieber Sohn hat versprochen, daß er mitten unter denen sein wolle, die in seinem namen ver⸗ sammelt sind. Caß auch jetzt seine gnädige berheißung an uns erfüllt werden. Weil du aber nur denen nahe bist, die dich fürchten, so gib eine kindliche furcht vor deiner hei⸗ ligen majestät in unsere herzen. Er; leuchte unsern Verstand und lenke unsern Willen zum 6ehorsam, daß dir all unser Tun und Lassen wohl; gefalle. Laß uns waͤchsen an Weis⸗ heit, Alter und õnade beiĩ dir und den menschen nach dem Exempel deines heiligen tindes Jesu. Amen. 19 MMW II. Dankgebete. Berufsgebete. Fßürbitten. WMM 4. In deinem namen, lieber himm⸗- lischer Vater, schicken wir uns jetzt wiedler an, die Arbeit unsers Be⸗ rufes auszurichten und zu lehren und zu lernen, was uns befohlen ist. Sende daʒu dein LCicht und deine Waährheit und gib uns erleuchtete Hugen unsers Verstandes. Vor allen Dingen aber laß deine furcht un⸗ serer Weisheit Anfang und deinen beist unser aller Lehrer und Leiter sein. Mache unsere herzen zu einem tiefen, weichen und reinen Lande und laß guten Samen darauf fal⸗ len, daß er darin wurzele und auf⸗ gehe und frucht bringe jum ewigen Leben. Amen. 5. Allgegenwärtiger õott, deine Ru; gen sehen auf eines jeglichen Weg, und du schauest auf alle unsere Gänge. du erkennest unser herz, und es ist alles bloß und aufgedeckt vor deinen Rugen. Vor dir ist auch dlie finsternis licht, und die Uacht leuchtet wie der helle Tag. 6ib uns dloch einen tiefen Eindruck davon in unser herz, daß wir allezeit vor dleinen heiligen Nugen offenbar sind, damit wir uns vor der Sünde fürchten lernen und vor deinem Angesicht wandeln. Schaffe in uns ein reines herz, tilge alle heimliche Unlauterkeit aus unserm Leben und mache uns aufrichtig vor dir und den menschen. den Aufrichti⸗ gen lässest du es gelingen und be⸗ schirmest dlie frommen. Das erfülle an uns nach deiner Barmherzigkeit. Amen. 6. Wir danken dir, herr Gott, für alle deine Wohltat, die du uns er- jeiget hast, daß du uns zu ver⸗ nünftigen menschen geschaffen hast und hast uns erlöset durch das un⸗ schuldige blut deines lieben Sohnes und durch dein Wort und deinen beist zum ewigen Leben berufen. Wir bitten dich, lieber vater, verleih uns deine õnade, dein heiligesDort wohl zu lernen, christlich zu leben und selig zu sterben, durch Jesum christum, deinen lieben Sohn, un⸗ sern herrn. Amen. 7. herr, leite uns in deiner Wahr⸗ heit und lehre uns, denn du bist der Gott, der uns hilst; täglich harren wir dein. õedenke, herr, an deine barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Gellenke nicht der Sünden unserer Jugend noch unserer Übertretung, gedlenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Lehre uns tun nach dei⸗ nem Wohlgefallen, denn du bist unser Gott; dein guter 6eist führe uns auf ebener Bahn. Und dein friedle, der höher ist denn alle Uer⸗ nunst, bewahre unsere herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen. 8. Wir danken dir, lieber himm⸗ lischer bater, daß du den Schlummer der Nacht von uns verscheucht und uns wieder versammelt häst, un. sere hände zu dir aufjuheben. Caß uns nun die Arbeit des Tages mit freuden angreifen und die 6abe, welche du einem jeden verliehen hãst, mit Treue und Demut gebrau⸗ chen. 6ib uns ein sehendes Auge, ein hörendes ohr und ein waches Gewissen. fülle uns frühe mit dei⸗ ner önade und segne die Werke unserer hände. deinem heiligen 2⁰ ZIIII‚mr M II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. MM namen sei Ruhm und preis jetzt und in Cwigkeit. Amen. 9. herr Jesu Christe, der du die gin. dler zu dir zu bringen befohlen und sie in dein Reich aufnunehmen ver⸗ heißen hast, wir danken dir, daß du uns in der heiligen Taufe zu dir ge⸗ jogen und mit denütern deines Rei⸗ ches gesegnet hast. Laß uns nun bei dir bleiben und als lebendige, grü⸗ nende und fruchtbare Reben an dir, dem rechten Weinstock, erfunden werden. Vollführe das gute Werk, dlãs du in uns angefangen hast, und behalte uns in der Aufsicht deiner Liebe und unter der Zucht deines Geistes, daß wir geschickt werden, dir hier in deinem Reiche zu dienen, und einst nach wohl vollbrachtem leben auf Erden den Eingang fin · den zu deinem ewigenkeiche. Amen. 10. Wir danken dir, lieber himm⸗ lischer Vater, für die große 6nade, dlaß du dein heiliges Wort uns ge⸗ geben hast. Drücke es ein und ver⸗ siegele es in unsern herzen, daß wir danach tun, leben und sterben. LCaß uns in deiner Erkenntnis wachsen und zunehmen, dich, ewiger Gott, anrufen, loben, ehren und preisen und alles, was wir tun und lassen, nach deinen heiligen 6eboten an⸗ stellen, damit wir hier allezeit als gehorsame sinder erfunden und zuletzt des ewigen Lebens, das uns durch Jesum christum erworben ist, teilhaftig werden mögen. Amen. 11. Um Schlusse der Woche.) Allmächtiger Gott, lieber himm⸗ lischer Vater, da wir ohne deines heiligen Geistes Licht und 6nadle nichts vermögen, so bitten wir dich, 21 du wollest unsern Verstand erleuch⸗ ten, unser õedächtnis stärken und unsern Willen regieren und hei⸗ ligen, daß wir alles, was wir lesen und hören, recht verstehen, was wir verstehen, wohl behalten, und was wir behalten, wohl anwenden und in ein christliches Leben verwan⸗ dleln. Befestige du selbst alles, was wir gehört und gelernt haben, und bestätige das Gute, das du in uns angefangen haͤst, zu deines hamens Lob und Preis um Jesu christi, un- sers heilandes, willen. Amen. 12. Gum Schlusse der Schule.) Lob und Dank sei dir, du õott aller 6nade und Barmherzigkeit, daß du uns bis hieher geholfen haͤst. Dein Rufsehen hat unsern odem bewahrt, du hast uns esundheit, scraft und freudigkeit ju unserm Werke gegeben, und was an un⸗ serer Arbeit nicht vergeblich gewe⸗ sen, das danken wir allein deiner üte. Wir sind zu geringe aller barmherzigkeit und aller Treue, die du an uns getan hast. Tilge alle unsere Sünde und Ubertretung um Jesu christi willen. herr, wer kann merken, wie oft er fehle? Verzeih uns auch die verborgenen fehler und laß keinen ein böses õewissen und unvergebene Schuld mit sich hinwegnehmen. behalte uns in deiner õnade, erhalte uns ein fröh · liches herz, laß uns unter einander durch das Band des friedens und durch herzliche Liebe verbunden bleiben.(Caß deinen Segen die be⸗ gleiten, welche von uns scheiden; laß ihn auch bei uns bleiben, die wir erfrischt und gestärkt unser DWW l. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. AMMD Werk wieder aufzunehmen geclen Eingang von nun an bis ju ewigen ken.) Behüte unsern Nusgang undZeiten. Amen. 30. Zwei õebete für onfirmanden. 1. Ich lanke dir, mein himmlischer vater, daß du mich durch die heilige Taufe in den Bund der 6nade und dles friedlens aufgenommen, in dei⸗ nem Worte mich unterwiesen und nun diese Zeit mich hast erleben lassen, in der ich ju meiner Konfir⸗ mation mich bereiten und rüsten soll. hilf, lieber Vater, daß diese Zeit eine heilige und gesegnete Zeit und ein geistlicher frühling für mich werde. mache mich völ⸗ liger im kindlichen öehorsam, an; dächtig im Gebet, eifrig ju deinem Wort, treu in meiner Arbeit, fried- sam und ehrerbietig gegen jeder⸗ mann. bewaͤhre mich und alle, die mit mir auf dem Wege sind, vor Argernis und allem leichtfer⸗ tigen Wesen. Caß uns wachsen in deiner Erkenntnis und stark wer⸗ den durch deinen 6eist an dem inwendigen menschen, daß wir am Tage unserer onfirmation ein gu; tes Bekenntnis tun und würdig zu deinem Tische kommen mögen. Amen. 2. herr Gott, himmlischer vater, weil dein liever Sohn versprochen hat, daß du deinen heiligen Geist denen geben wollest, die dich dar⸗ um bitten, so bitten wir dich herz⸗ lich in dem namen Jesu christi, deines geliebten Sohnes, du wollest uns deinen heiligen Geist geben, daß er uns in alle Wahrheit leite, uns zu allem 6uten antreibe, re⸗ giere und führe. heilige uns durch denselben durch und durch und er⸗ fülle uns mit seinen heiligungs⸗ gaben, damit wir als deine inder wandeln, Christo angehören und deine Rechte halten mögen, um der teuren Verheißung und fürbitte deines geliebten Sohnes Jesu christi willen. Amen. 31. für die seirche. 0 vater aller Barmherzigkeit, der du dir eine heilige õemeine und stirche auf Erden durch dein Wort und heiligen õeist sammelst und erhältst, wir bitten dich, du wollest deine kleine herde, das arme häuf⸗ lein, so dein ort durch deinesnade angenommen hat, ehret und beför⸗ dert, bei der rechten, erkannten, reinen und allein seligmachenden lehre, auch bei dem rechten õebrau⸗ che der heiligen Sakramente wider alle pforten der hölle, wider alles Wüten und Toben des leidigen Teu- fels, wider alle Bosheit und Tyran⸗ nei der argen Welt beständig und fest erhalten. Erhalte dein Schifflein samt deinen christen mitten auf dem ungestümen meere, unter allen Wellen und Wasserwogen, daß es nicht sinke noch untergehe. Laß deine liebe stirche fest und unbeweg⸗ lich auf dem 6rundfels stehen, dar. auf sie gebauet ist. O Gott Zebaoth, wendedlichdoch, schauevomhimmel und siehe an und suche heim deinen Weinstock und halte ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzt hat, und 22 XV. ν2. N ——2422————K„ʃ6————2—..————7ß— 2 . MMW II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. MN den du dir festiglich erwählt hast, auf daß sein öewächs ausgebreitet und seine Zweige groß werden. Uimm uns, deine Schafe, in deinen Schutz, daß uns niemand aus deiner hãnd reiße. Behüte uns vor allen denjenigen, welche die Vertilgung der rechten Lehre und die Aufrich · tung und bestätigung der schänd⸗ lichen Abgötterei suchen. Caß dein liebes Wort, das helle und unwan⸗ delbare Licht, so uns jetzt scheint, nicht unterdrückt ocler ausgelöscht werden, sondern tu hülfe durch dei⸗ nen großen und ausgestreckten Arm und erhalte deine Kirche und 6e⸗ meine unter so viel Anstößen in der Uelt, auf da du unter uns hier auf Erden auch ein Volk habest, das dich erkenne, ehre und anbete und dei⸗ nem heiligen namen mit reinem herzendiene. Ach herr, schonedeines Volkes und laß uns nicht entgelten unsere Sünden, der du die missetat vormals vergeben hast deinem Vol⸗ ke und alle ihre Sünde bedeckt, der du vormals hast allen deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem 6rimme deines Zorns, tröste uns, Gott unser heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns. Be⸗ schütze deinechristenheit, welche sich auf dich allein verläßt, daß die bfor: ten der hölle sie nicht überwältigen. Sei und bleibe du mitten unter uns und weiche nicht von deiner emei⸗ ne. Tu solches um deines Namens willen, daß derselbe nicht entheili⸗ get werde, ja tu es um Jesu christi, deines lieben Sohnes, willen. Amen. 32. für die obrigkeit. herr aller herren und stönig aller stönige, du herrscher über den ganzen Erdenkreis, der du alle obrigkeit eingesetzet und gesaͤget haͤst durch deinen werten Apostel: Es istkeineobrigkeit, ohnevonsott, und wer derobrigkeit widerstrebet, der widerstrebet ottes Ordnung, laß uns die obrigkeit für deine ord- nung erkennen, dieselbe fürchten, lieben und ehren. 6ib nade, daß wir durch sie mit õerechtigkeit re⸗ giert werden und unter ihrem Schutz ein stilles, geruhiges Leben führen mögen in aller ottseligkeit und chrbarkeit. Und weil du, lieber Vater, der öonige herzen in deiner hand hast und leitest dieselben wie Wasserbäche, so regiere auch unsere liebe obrigkeit mit deinem heiligen beist, dlaß sie vor allen dingensottes Vort lieb haben, ihre Tore weit ma⸗ chen und die Türen in der Welt hoch, dlaß in ihren Landen der fonig der chren einziehe. Gib ihnen deine himmlische Weisheit, die um deinen Thron ist, durch welche die Könige regieren und die Ratsherren das Recht setzen. Caß sie das õeschrei der Armen hören und kecht und õerech· tigkeit handhaben. Caß siefürstliche bellanken haben und darüber hal⸗ ten. õib ihnen die Liebe der õerech· tigkeit, beständigen ut und Tap⸗ ferkeit wider alle Ungerechtigkeit, glücklichen fortgang ihrer Anschlä⸗ ge, getreue, verständige, kluge Räte, gesundes und langes Leben. Behüte sie vor heuchlern und Schmeichlern, vor striegen und Blutvergießen. 2³ M II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. RMWM Schütze sie durch deine heiligen En- gel. Segne das ganze Land undschaf⸗ fe unsern õrenzen friede, durch Je. sumchristum, unsern herrn. Amen. 33. für die früchte des feldes. im Tage der hagelfeier.) err, allmächtiger õott, ein tönig himmels und der Erde, der du durch deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei früchten zierest und erfüllest, von welchen menschen und Vieh ihre nahrung haben, wir bitten dich um deiner Baͤrmherzigkeit willen, du wollest unser Land segnen, daß es seine früchte und Vermögen gebe, sintemal wir von uns selber nicht ein störnlein aus der Erde hervor⸗ bringen oder demselben helfen kön⸗ nen, wo du nicht das õedeihen gibst. Darum verleih den lieben früchten eine gnädige Witterung, daß sie wachsen und wohl geraten. Behüte sie vor hagel und Ungewitter, vor verheerung, vor allem Ungeziefer und Schaden. Caß das Land nicht feiern in deinem Zorne, laß es nicht wüste liegen und unfruchtbar blei⸗ ben. Schließ den himmel in deinem 6rimme um unserer Sünde willen nicht zu, daß er nicht wie Eisen, und die Erde so hart wie ęrʒ werde, son⸗ dern gib uns früh⸗ und Spatregen, dazu fruchtbare Zeiten, suche das fand heim und wässere es und mache es sehr reich. Deine Brünn⸗ lein häben Wassers die fülle, so laß denn unser õetreide wohl ge⸗ raten und baue selbst das Land, tränke seine furchen und segne sein oewächs und kröne das Jahr mit deinem 6ut. Laß dir, lieber Gott, den Samen und alle früchte des ganzen Erdreichs in deinen gnädigen Schutz befohlen sein. Be- hüte uns vor Mißwachs, Teurung, hunger und stummer. Siehe, wir bekennen unsere Sünde mit reui⸗ gem herzen und schreien zu dir, unserm Gott, du wollest hören im himmel, in dem Sitze, da du woh⸗ nest, und gnädig sein der sünde deines Volkes und uns nicht mit leiblicher nahrung verlassen, son. dern unser Leben erhalten und uns mit aller notdurft versorgen, auf daß wir in allen dingen deine gött⸗ liche kraft und milde hand mit danksagung erkennen und dich preisen, der du uns an Leib und Seele hier zeitlich und dort ewig⸗ lich reichlich ernährest. Amen. 34. Um den lieben Sonnenschein. Allmächtiger, bäarmherziger Gott, himmlischer Vater, wir haben es mit unsern Sünden wohl verschul⸗ det, daß du uns jetzt mit vielem überflüssigen Regen und betrübtem nassen Wetter strafest und heim⸗ suchst. Aber hilf doch um deines namens willen und laß die liebe sonne wiederum scheinen und leuchten, damit sich die notlei⸗ denden früchte erholen, und wir solchen deinensegen zu unserer not⸗ durft wohl einbringen und mif Danksagung in frieden genießen mögen. Unsere hoffnung und hülfe, unser Trost und unsere Zuflucht ist und bleibt in dir, der himmel und eErde gemächt hat. hilf uns, o Gott unsers heils. Amen. 24 FF.: n-eeeeeeeteeeee 8882 M u. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. MMM 35. Um einen fruchtbaren kegen. Ach himmlischer Vater, allmäch⸗ tiger ott, du hast in deinem Worte gesagt, wenn wir dir nicht gehorchen, so willst du den himmel wie Cisen und die Erde wie Erz mächen, daß es nicht regnen soll, noch die früchte auf dem Lande gecleihen. Wiederum aber hast du verheißen, wenn wir dir gehorchen, dich lieben und dir von ganzem herzen dienen, so wollest du unserm Lande Regen geben zu seiner Zeit. nun sehen wir leider mitschmerzen, daß die lieben früchte, die du aus deiner milden hand bescheret hast, von der Sonnenhitze hart austrock⸗ nen und schier keinen Saft mehr haben, weil die fruchtbaren Regen ausbleiben. Solches alles haben wir mit unsern vielfältigen Sünden als eine Strafe und Rute wohl verdient und wären wohl wert, daß du uns nicht ein örnlein ließest aus der Erde wachsen. Nun wissen wir kein ander mittei, mit welchem wir deinen Zorn könnten stillen und die brennende hitze abwenden, denn daß wir mit einem ernsten, gläu⸗ bigen Gebet, welches die Wolken durchdringt und vor dein Angesicht kommt, auch bei dir viel ausrichtet, dir in die Rute fallen. Bitten deshalb deine unendliche Barmherzigkeit, du wollest den himmel wieder aufschließen und einen lieblichen, fruchtbaren Regen bescheren,(wie denn Clias auch mit seinem Ge⸗ bete erlangte, daß es regnete, da- mit die früchte der Erde erfrischt und erquickt werden, und wir sie mit Dankbarkeit einernten, zur Erhaltung unsers zeitlichen Lebens fruchtbarlich gebrauchen und in deinem Segen vom himmel an Leib und Seele erhalten werden und dich hie zeitlich und dort ewig⸗ lich loben und preisen mögen. Amen. 36. Beim Anfang der Ernte. Allmächtiger Gott und Vater un⸗ sers herrn Jesu christi, der du fröhlich machst, was da webet, beide des orgens und des Abends, bau⸗ est selbst das Land und segnest sein Gewächs: wir danken dir, daß du auch dieses Jahr unser Land heim⸗ gesucht hast und das õetreide wohl geraten lassen. Wir wollen nun deinen Segen einsammeln und bit⸗ ten dich herzlich, du wollest uns da; zu gute und bequeme lUitterung verleihen, das Angesicht der Erde fröhlich machen und deine liebe Sonne scheinen lassen, damit unsere früchte, vor allem Schaden behütet und zu ihrer Vollkommenheit ge⸗ bracht, von uns in gutem frieden fein trocken eingesammelt, mit Danksagung aus deiner milden hand angenommen und zur not⸗ durst unsers Leibes in guter õesund⸗ heit genossen werden. du weißt, lieber Vater, daß wir des täglichen Brotes und deines Erdsegens hoch bedlürfen, weil du es so geordnet, daß der ensch vom Brote lebe und sein herz damit stärke. Darum so gönne uns auch für dieses Jahr dei⸗ nen gezeigten Segen, und wie du angefangen hast, uns zu segnen, so segne uns noch ferner, gib uns 25 MMD II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. unsere Speise zu deiner Zeit, tudeine milde hand auf und sattige uns mit deinem 6õut. herr, du erhörest õebet, dlarum kommt alles fleisch zu dir. höre auch jetzt unser õebet und ver⸗ nimm unser Schreien, auf daß wir dein väterliches herz erkennen und NWM dlich für deine Wohltat loben und preisen, so lange wir leben. Dazu hilf uns, du frommer 6ott, und gib uns, was wir für uns selber nicht vermögen. Ddenn dein ist das Reich und die straft und die herrlichkeit in Cwigkeit. Amen. 37. Dankgebet nach der Ernte(am Erntedankfeste). herr Gott himmels und der Erde, du belleckest den himmel mit Wolken, gibst Regen auf Erden und mächest sie fruchtbar, daß sie gibt Sãmen zu säen und Brot ju essen; du erfüllest die herzen mit Speise und freude und gibst uns allerlei Gutes reichlich zu genießen. Du hast verheißen: So lange die Erde steht, soll nicht aufhören Samen und Ernte, und dieses dein Wort hast du, gnädiger 6ott, auch an uns in dliesem Jahre kräftiglich erfüllt. Unsern Samen haben wir auf hoff⸗ nung ausgesäet, und siehe, nun ernten wir durch deinen Segen reichlich ein. für solche deine 6nade und Wohltat danken wir dir heute in deinem hause mit allem deinem Volke und sagen: Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an alien Enden, der uns vom mutterleibe an lebendig erhält und tut uns alles Gutes. Preise, Jerusalem, den herrn, lobe, Zion, deinen Gott! Dank sei dir, o treuer oott, daß du unsern Saaten Regen und Sonnenschein verliehen, uns die Ernte so treulich behütet, und uns und unsern kein⸗ dern wiedler für ein Jahr Brot ge⸗ geben hast. Bewaͤhre nun ferner, lieber Gott, was du gegeben hast, und gib 6nacdle, daß wir es an⸗ wenden uns und unsern dürftigen nächsten zur Erhaltung und dir zu Lob und Ppreis. hilf, daß wir als deine Kinder dich stets vor Augen häben und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, einst aber wie reife 6arben heimgeholt und am jüngsten Tage durch dei⸗ ne heiligen Engel als guter Wei⸗ zen in deine Scheuern gesammelt werden; so wollen wir dir mit allen heiligen ein ewiges Dank⸗ opfer bringen und sagen: hoch gelobet sei ott in alle wigkeit! Amen. 38. Um göttlichen Segen zum bergwerk. Allmächtiger Gott, Schöpfer him; mels und der Erde, in deiner handl ist, was die ęrde bringt, und dlie höhen der Berge sind auch dein. Groß sind deine Werke, die Erde füllest du mit öütern und lässest auch der Berge öründe nicht leer. Wir sagen deiner majestat Lob und preis, da du diesen unsern ort mit dem elllen Bergsegen begnadigt, die Gebirge mit fündigen slüften und Gängen veredlelt und(bei den bis⸗ herigen schweren Zeiten) den lieben bergbau noch gnälig erhalten hast. Insonderheit danken wir deiner Barmherzigkeit, daß du in dem ver- gangenen Jahre viel Unglückväter⸗ lich abgewendet(nach den schweren 20 ‚T- WMMMMN II. õebete in allerlei ot. NNNMN Unglücksfällen uns wieder gnädig angesehem), alles in gutem Stande erhalten und das tägliche Brot mildiglich beschert hast. für diese großen unverdienten Wohltaten bringen wir heute deinem Namen dlas Opfer unserer Lippen und rüh⸗ men deine Allmacht und 6üte mit fröhlichem sunde und dankbarem herzen. Weil wir aber, lieber õott und bater, leider ost undankbar ge⸗ wesen, deine öaben nicht gebührlich erkannt und geachtet, dieselben auch nicht zu deinen Ehren und zu nutzen unsers nächsten angewandt, sondern vielmehr oft mißbraucht hãben, so hast du jur gerechten Stra⸗ se oftmals deine 6aben und Schätze zurückgehalten und deinen Segen entzogen, daß unsere Arveit an vie⸗ len orten verloren und vergeblich gewesen. nun, lieber himmlischer vater, wir bitten dich, gedenke nicht unserer Sünden, sondern gedenke deiner vorigen öüte und önade, die von der Welt her gewesen ist. õib uns deinen õeist, daß wir nicht bloß mit Worten unsere missetat beken⸗ nen, sondern auch durch seine hülfe zu wirklicher und tätiger Bußfer⸗ tigkeit und Besserung des Lebens schreiten mögen. Erhebe du durch deine allmächtige hand, die kräftig allenthalben wirkt, dieses unser bergwerk immer mehr und mehr; tu deine milde hand auf, beschere gute Anbrüche, reich rz und Silber, und laß durch deinen Segen die herrlichen 6aben, die du uns durch schöne Anbrüche jeigst, dauernd sein, daß wir alle dadurch unser täglich Brot haben mögen. Behüte uns vor feuersbrünsten, vor an⸗ steckenden srankheiten, vor lDasser⸗ mäangel und schädlichen Wasser⸗ fluten. Behüte unsere Bergleute bei ihrem Ein- und Ausfahren, wache über unsere Pochwerke und hütten und über alle, die darin arbeiten. Laß ihre Arbeit gedeihn, daß jeder⸗ mann sich deiner väterlichen 6üte und gnädigen hülfe erfreue und die Werke seines Berufs mit Lust verrichte. Schenke den oberen Weis- heit und Liebe, sraft und Treue. Segne unsere Schulen, daß die Weis· heit in ihnen gesucht werde wie Silber und erforscht wie die Schätze, auf dda unsere stinder deine furcht und Erkenntnis finden. Vor allen Dingen aber laß den edlen Schatz deines reinen Worts und Sakra⸗ ments bei uns bleiben und segne uns mit den unvergänglichen Gü⸗ tern deines Reiches, daß wir alle⸗ samt endlich unsere Ausfahrt aus den dunklen 6ängen dieser Erde mit freuden halten und dich ewig loben und preisen, durch hristum, unsern herrn. Amen. III. Gebete in allerlei Not. Ich hatte viel Bekümmernisse in meinem herzen, aber deine Tröstungen ergetzten meine Seele. 39. Um 6eduld in Leidenszeit. Allmächtiger, gütiger õott, der duein Trost der Betrübten, eine Zu⸗ bist eine Stärke der Schwachen, flucht der Uerlassenen, eine hülfe 27 MWDDDMD DMDNNN III. õebete in allerlei Hot. D D der Angefochtenen, ein Leben der Sterbenden, ein ott der õeduld und alles Trostes, du siehest, wie schwach, blöde und verzagt wir sind, und da wir im sreuze ohne deine göttliche hülfe und Beistand nicht bestehen können. Ddeswegen rufe ich zu dir, wenn du mir strank⸗ heit ocler sonst Widerwärtigkeit nach deinem göttlichen Willen und Wohlgefallen zuschickest, du wollest mich darunter fest im ölauben und beständig in der oeduld erhalten. Verleih mir önade, daß ich deine väterliche händ und Züchtigung mit sanftem Geiste und stillem her · zen ertragen möge. õib mir õecluld in Leidenszeit, welche mir hoch von nöten ist, und lehre mich, daß ich llir, meinem oott, stille halte, wenn es mir übel gehet, damit ich die Trübsal nicht achte für ein Zeichen dleiner Ungnade und in meinem herzen nicht etiwa wider dich murre oller sonst ungeduldig werde, son⸗ llern laß mich erkennen, daß, wel⸗ chen du, herr, lieb hast, denselben du auch züchtigest zu seiner Besse⸗ rung; denn die Trübsal bringt Gelluld, Geduld aber bringt Erfah⸗ rung, erfahrung bringt hoffnung, hoffnung aber läßt nicht zu schan⸗ llen werden, und selig ist der mann, dlen du, õott, 3üchtigest. Darum soll sich niemand weigern der Züchti⸗ gung des Allmächtigen, denn du verletzest und verbindest, du jzer⸗ schmeißest, und deine hand heilet. Aus sechs Trübsalen wirst du mich erretten, und in der siebenten wird mich kein Ubel rühren. So hilf nun, ewiger, barmherziger Gott, daß ich meine Seele mit eduld fasse und in gewisser hoffnung unabgewen⸗ llet stets an dir bleibe, auf daß ich mit kindlicher Zuversicht dein vä⸗ terliches herz, unter dem Kreuze verborgen, erkennen möge, mit al⸗ lerlei raft mächtig gestärkt wer⸗ dle nach der großen macht deiner herrlichkeit, und mit aller õeduld und Langmut in aller Anfechtung und Widerwärtigkeit gewappnet stehe und fröhlich mit dankbarem bemüte in aller Not samt allen dei⸗ nen 6läubigen dich preisen möge; auf daß, wie ich mit Christo Jesu, dleinem lieben Sohne, allhier leide, also auch mit ihm zur ewigen herr⸗ lichkeit erhoben werde. Amen. 40. In Anfechtungen. 0 Jesu christe, du mächtiger herr und einiger helfer, der du dich um unsertwillen und uns zu gut hast lassen versuchen, auf daß du den Teufel überwändest, wir bitten llich, rüste uns mit geistlichen Waf⸗ fen, damit wir bestehen können unter dem Schilde des 6laubens gegen die listigen Anläufe des Teu- fels; mach uns stark in der Macht dleiner göttlichen Stärke, daß wir der Welt obsiegen; hilf uns das fleisch durch fasten und Beten be⸗ täuben und im Zaum halten, da⸗ mit wir unumgestoßen in deinem Dienste bleiben und als christliche kitter uns wehren mit dem geist⸗ lichen Schwerte deines Wortes und endlich die rone des Lebens davon bringen, welche du uns geben wirst um deiner Barmherzigkeit willen. Amen. 20 “DYDNN N WMMMpp II. õebete in allerlei Not. NNNMN 0 mein herr Jesu Christe, ich bitte dlich von 6rund meines herzens, sprich mir diese himmelsfreude allezeit in mein herz und schreib sie an mit der goldenen Schrift des Glaubens in mein oemüt, daß du mein Jesus, mein heiland, mein helfer, mein Erlöser, mein õott und herr seiest, damit ich als ein Kind Gottes und Erbe des ewigen Lebens in diesem Elend dich, den Brunn⸗ quell aller freude und Trostes, al⸗ lezeit in meinem herjen trage, auf daß ich alle Anfechtung und Wider- wärtigkeit mit fröhlicher Geduld überwinde, dem Teufel mit fröh⸗ lichem Glauben widerstehe, mit fröhlicher Zuversicht bete, alle Müh · seligkeit meines Berufs mit freu⸗ den dulde und einmal, wenn du willst, in fröhlicher hoffnung ein seliges Ende nehmen möge. Amen. 41. In striegszeiten. ö heiliger und barmherziger Gott, erzeige uns deine õnade und hilf uns. Schwere Wetter steigen auf, striegsgeschrei ist rings um uns her. Ach daß wir unter dem Toben der völker deine Stimme hörten und deinen õeist uns strafen ließen! Mit langmut hast du uns geschont und õeduld mit uns gehabt, aber wir sind über deine õüte um so sicherer geworden, haben deine Wohltaten mißbraucht, dein Wort vergessen, häben viel wider einander ge⸗ murrt, aber wenig für einander ge⸗ betet, haben mit unserer Weisheit, unserm vermögen und WWerk Göt⸗ zendienst getrieben, statt auf dich allein unsere hoffnung zu setzen. Aber nun kommen wir wieder zu dir, err, unser õott. Laß uns eins werden in Erkenntnis unserer Sün⸗ de, daß wir auch eins werden im Uertrauen auf deine Erbarmung. nimm von uns, herr, jegliche Ver; schulcung, um christi willen ver⸗ gib uns unsere Sünde. Deine önade sei unser Trost, dein friede unsere sampfesrüstung. Sei eine feurige mauer um unser Vaterland her und erzeige dich herrlich darinnen. Wächst die Not, so mache die Liebe brennender, daß sie rastlos einher⸗ gehe und den Verwundeten und scranken Pflege bringe, den Armen und hungernden obdach und Spei⸗ se. senüpfe durch die Trübsal neue Bruderbande, führe uns durch stampf und Sieg ju neuen Siegen deines Reiches und laß über unserm deutschen Vaterlande einen frieden aufgehen, der deines Namens chre ist. herr õott, sei uns gnädlig und erbarme dlich über uns, erhöre unser bebet um Jesu christi willen. Amen. 42. In teurer Zeit. Nch herr, du großer und gewalti⸗ ger Gott, reich über alle, die dich anrufen, wir bekennen dir von 6rund unserer herzen, daß wir die Teurung und hungersnot, die uns betroffen, mit unsern vielfältigen Sünden wohl verdient häben. Du, herr, hast dich nicht unbezeugt ge⸗ lassen, sondern uns viel Gutes ge⸗ tan und bisher fruchtbare Zeiten gegeben und unsere herzen erfüllt mit Speise und freude. Wir aber 20 WWVDDMMN IIl. öebete in allerlei ot. NM haben für solche deine Wohltaten dir nicht gedlankt noch gedient. Darum, o gerechter 6ott, hast du uns billig solchen Segen entzogen und den Stab des Brotes zerbrochen. Ach herr, sei uns gnädig und ver⸗ gib uns unsere Sünden um Jesu Christi willen. Tue deine milde hand auf und sättige uns wieder nach deinem Wohlgefallen. Suche dlas LCand heim und wässere es und mäche es fruchtbar, deine Brünn⸗ lein, herr, haben jã Wassers die fül⸗ le. Caß das õetreide wohl geraten, baue das Cand und segne sein Ge⸗ wächs, kröne das Jahr mit deinem Gute. Gott, der du rufen kannst dem, das nicht ist, daß es sei; der du dem Vieh sein futter gibst, den jungen Raben, die dich anrufen, laß doch uns nenschen, die wir nach deinem(benbilde geschaffen, auf deinen namen getauft, ja mit dem teuren Blute Jesu Christi, dei⸗ nes Sohnes, erkauft sind, nicht ver schmachten. Erquicke uns doch wie⸗ der, denn unser aller Nugen sehen auf dlich. herr Jesu, dich hat ja des Volkes gejammert, das nur etliche Tage bei dir verharrt und hunger gelitten hatte, so laß dich doch auch unser Elend jammern, die wir jetzt Teurung und fummer leiden. hebe doch wieder an zu segnen die hände deiner snechte, denn was du, herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich. Verleih auch uns allen wahre, herz⸗ liche Buße und regiere uns durch deinen õeist, daß wir deine väter⸗ liche 6üte besser erkennen und deine 6aben und Wohltaten mit größerer Dankbarkeit gebrauchen. vor allen Dingen aber speise uns mit dem geistlichen Brote deines heiligen Wortes zu unserer Selig⸗ keit und laß uns trachten nach dem, was droben ist, da Christus ist, da⸗ mit wir dermaleinst mit ihm seiner himmlischen öüter genießen mö⸗ gen in alle Fwigkeit. Amen. 43. Bei großem Ungewitter. 0 du großer und erschrecklicher ott, dem Sturmwinde und feuerflammen dienen müssen, der du ãuf den Wolken fährest wie auf einem Wagen und deinen Donner mit hagel und blitzen auslässest, wir armen menschen müßten ja in einem Augenblicke verderben, wenn du deine donnerstrahlen auf uns gehen ließest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die orund⸗ festen der Berge regen sich und be⸗ ben, wenn du jornig bist. herr, wir sehen und hören deine große maͤcht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Pprasseln deines Don⸗ ners. Nch gedenke nicht unserer sünden und missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu hristi willen. Uerfolge uns doch nicht mit deinem Wetter und zerschmettere uns nicht mit deinen Donnerschlägen; bewahre uns Leib und Seele, haus, hof, Vieh und die lieben früchte auf dem felde. Be⸗ hüte uns vor grausamen Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. nimm von uns alle seleinmütigkeit und ungläubige furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Gläuben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche hoffnung und 6eduld, 30 MMqNNN III. õebete in allerlei ot. NNNNNN damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheilen. HUimm uns, o herr, unter den Schatten deiner flügel, bis das Ingewitter vorüber gehe, und behüte uns, daß wir die donnerstimme deines grimmigen Jorns, womit du die õottlosen der- maleinst in das höllische feuer wei⸗ sen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, samt deinem Sohne Jesu christo und dem heiligen Geiste, einigen waͤhren Gott, in wigkeit preisen mögen. Amen. 44. Bei Sturm und Wasserfluten. Allmächtiger, großer und starker Gott, der du himmel und Erde in deiner hand hast, sieh doch an unsere große Not und õefahr, darin wir setzt schweben. du hast die binde mit Ungestüm ausgehen lassen und die Wasserfluten daher rauschen, daß uns bange ist, und unsere herzen wollen verzagen. Nch halt ein, du 6ott aller 6öüte und Barmherzigkeit, vergib uns unsere sünden und missetat, um unsers mittlers und fürsprechers Jesu christi willen. Caß vor dich Kom⸗ men das Seußzen der Bedrängten, behüte dlie Schiffe und alle, die auf dem meere fahren, mache unsere Dämme und deiche fest, bewache unsere häuser und habe, laß die Gefahr und Angst gnädig vorüber⸗ gehn. Du haͤst einst Noah in der großen flut wunderbar erhalten und nachher den Regenbogen ais nädenzeichen in die Wolken ge⸗ setzt, mache auch diesmal den ver⸗ heerenden fluten ein Ende und tu ein Zeichen an uns, daß es uns wohl gehe. Du haͤst dich Elias nach Sturm, feuer und Erdbeben in stil⸗ lem, sanftem Sausen offenbart, laß auch jetzt den Sturm sich wieder le⸗ gen und erquicke unsere bangen herzen mit friedllicher Stille, daß wir deine nãhe merken. herr Jesu christe, du bist der mann, dem Wind und sneer gehorchen muß, stille das Brausen des Windes und dlas Toben der Wellen. Sprich nur Ein Wort, so ist uns geholfen, so wollen wir dir danken um deine 6üte und um deine Wunder, die du an den menschenkindern tust, und deinen namen preisen hie zeitlich und dort ewiglich. Amen. 45. Bei Seuchen und Sterbenszeiten. Ach herr 6ott, gnädig und barm⸗ herzig, von großer üte und Treue, wir erkennen deinen ge⸗ rechten Zorn, welchen wir mit un⸗ sern Sünden wider uns erweckt hã⸗ ben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu chri- sti willen. Strafe uns nicht in dei⸗ nem Zorn und züchtige uns nicht in deinem orimm. Ach herr, sei uns gnãdig, sei uns gnällig nach deiner 6üte und tilge unsere Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner hand. Wende dich, o herr, und errette uns. hilf uns um sleiner õüte willen. heile, herr, alle 31 Schwachen und sranken. Sei bei hnen in der Not. Reiße sie heraus und zeige ihnen dein heil. Himm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde. Leh. re Uns hiebei alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit furcht und WGMMDMNN Ill. Gevete in allerlei Not. MNMNM WMWM caß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte fest⸗ halten, in frieden hinfahren und den Tod nicht seyen ewiglich. Er⸗ höre uns, erhöre uns, erhöre un⸗- sere Bitte, sott Vater, Sohn und heiliger oeist, hochgelobt in Ewig⸗ keit. Amen. zittern unsere Seligkeit schaffen. Darnach lies Psalm 90. 91. 46. Um tägliche Bereitschaft zum Sterben. Ach lieber oott und herr, ich lebe und weiß nicht wie lange, ich muß sterben und weiß nicht wann; du, mein himmlischer Vater, weißt es. Wohlan, soll dieser Tag(oder diese nacht und Stunde) die letzte meines lebens sein, herr, so geschehe dein Wille, der ja allezeit und alle⸗ wege der beste ist. Nach demselben deinem heiligen Willen laß mich allezeit bereit sein, in wahrem 6lau⸗ ben an meinen Erlöser Jesum chri⸗ stum zu leben und zu sterben. Allein, mein frommer oott, gewähre mich dieser Bitte, daß ich nicht plötzlich in meinen sünden sterben undverder⸗ ben möge. Stelle sie mir in diesem leben zu meiner Bekehrung unter Nugen, damit sie mir nicht amjüng⸗ sten Tage zu meiner verdammnis vorgestellet und zugerechnet wer⸗ den mögen. Verleih mir, daß ich noch in der önadenzeit meine man⸗ nigfaltigen schweren Sünden er⸗ kenne, bekenne, sie von herzen be⸗ reue, einen festen Vorsatz fasse, mein leben zu bessern, und auch Verge. bung derselben von dir erlange. glsdann, mein Gott, geschehe dein heiliger Wille; laß mich sterben, wann es dir gefällt, nur gib mir ein sanftes und vernünftiges Ende. Barmherziger oott und Vater, der du bei deinem Leben geschworen hast, du wollest nicht den Tod des Gottlosen, sondern daß er sich von seinem bösen Wesen bekehre und le⸗ be, õott Sohn, der Welt heiland, der du alle, die an dich glauben, bei dei⸗ ner Wahrheit versichert hast, was sie den Vater in deinem Uamen bitten werden, das wolle er ihnen geben, Gott heiliger eist, der du unserer Schwächheit aufhilfsft und wenn wir nicht wissen, was und wie wir erhörlich beten sollen, uns mit un⸗ aussprechlichem Seufzen vertrittst, erbarme llich über mich armen Sün⸗ der undl laß diese meine bitte ja, amen und erhört sein. Indeinehän⸗ de befehle ich meinen seist, du hast mich erlöset, du getreuersott. Amen. 47. Gebet für ein krankes seind. herr Jesu, du treuer und barmher⸗ iger heiland, erbarme dlichunser und dieses kranken sindleins. Du hãst einst das sind des õnigischen gesund gemacht, da sein Vater llich bat, und hast des Jairus Töchterlein vomtodeaufgeweckt; sowissenwir, daß du auch hier gnädiglich helfen 32 MqMqpppp In. öebete in allerlei ot. NNNNNN kannst. Du guter hirte, nimm dich in 6naden dieses deines elenden Schäfleins an. Es ist ja dein Eigen. tum. Du hast es in derheiligendaufe angenommen und zu den deinen hinzugetan; so jiehe doch die hand nicht ab von dem, was dein ist. herr, unser heiland, wir möchten wohl dies tindlein noch behalten. Ist es ihm und uns gut, daß eslängerlebe, so schenke es uns noch einmal und verleih ihm wieder seraft und 6e⸗ sundheit, so wollen wir dich loben für deine Treue und õnade. hast du aber beschlossen, dies gindlein aus dieser argen und sündhaften Welt abzurufen und ju deinem ewigen frieden und zur Schar deiner Aus- erwählten heimzuführen, so gesche⸗ he dlein Wille. Wir weigern uns des sreuzes nicht, das du uns auflegen willst. Stärke nur unsern Glauben und gib uns den seist der heiligen Stille, daß wir aus deinen treuen händen alles dahinnehmen, es ge⸗ falleunsodergefalleunsnicht. herr, erbarme dich unser. An dein herz und in deine häͤnde legen wir dies Kindlein, so ists wohlgeborgen und selig in Zeit und Cwigkeit. Amen. 48. Gebete eines Kranken. 1. O herr, himmlischer Vater, du bist jd ein getreuer õott und lässest nie⸗ mand über sein VUermögen versucht werden, sondern schaffest, daß die versuchung so ein Ende gewinne, daß wir sie ertragen mögen, ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen, laß mir das streuz nicht ju schwer werden. Stärke mich, daß ich es mit Gedluld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nim⸗ mermehr verzage. O christe, des le bendigen Gottes Sohn, der du des sreuzes pein für mich gelitten hast und endlich für meinesünde gestor⸗ ben bist, zu dir rufe ich aus meines herzens 6runde: Erbarme dich über michsündigenmenschen, vergib mir alle meine Ubertretungen, die ich in meinem ganzen Leben begangen habe. Erhalte michimwahrenGlau⸗ ben bis an mein Ende. O Gott hei⸗ liger Geist, du wahrer Tröster in aller Not, erhalte mich in der oeduld und herzlichen Anrufung Gottes, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Leite mich aus diesem Jammertale in das rechte Vater⸗ land. Amen. 2. herr Jesu christe, du hast deinen Boten zu mir geschickt, nämlich diese meine strankheit, und mich zur Bu⸗ ße ermahnen lassen. Siehe, mein herr, ich erenne deinen gnädigen Willen, bin gehorsam und bekehre mich zu dir. ein bott, ich sende dir wiedler einen Boten, nämlich mein armes õebet und mein Seufzen. 0 herr, nimm mein flehen an und laß meineseufzer vor dich ommen. Gefällt dirs, mein Erlöser, und ist mirs gut und selig, daß ich leben soll, wohl, so richte mich auf und hilf, daß es ein neues, gesundes, christliches Leben sei bis an mein Ende. Gefällt dirs nicht, daß ich lebe, sondern soll dies das Ende sein, wohl, so sei es ein seliges En⸗ de. So Romm, herr Jesu, bald und nimm meine sSeele in deine hände. Amen. 33 MMNMNNNNNN I. bebete in allerlei not. DIDIN N 3. O allmächtiger, starker oott, der lu bist gnädig und barmherzig, ge⸗ duldig und von großer öüte und Treue, vergibest Sünde und misse⸗ tãt, zu dir rufe ich, du wollest mir alle meine Sünde aus 6nade verzei⸗ hen und meine Seele wider alle Anfechtung stärken und erhalten. stomm mir zu hülfe und stehe mir bei, daß der 6laube in mir nicht wanke, die hoffnung nicht verzage, die Liebe nicht erkalte, menschliche Schwachheit vorchrecken des dodes nicht versinke. Und wenn mein Stündlein kommt, so laß mich in frieden fahren, denn meine Augen haben deinen heiland gesehen. An lliesen heiland glaube ich und auf ihn hoffe ich. Ach herr, laß mich nicht zu schanden werden, denn du bist meine hülje und Stärke. Siehe mich an mit den Augen deiner Barm⸗ herzigkeit und wende zu mir deine väterliche huld, durch Jesum Chri- stum deinen Sohn, der mit seinem heiligen Leiden und Sterben uns eine ewige Erlösung erworben hãt. Amen. 49. Dankgebet eines oenesenden. err, mein õott, mein Trost, mein Erretter, mein einiger nothelfer, dir danke ich von örund meines herzens für deine unaussprechli⸗ chen, vielfältigen ohltaten, die du mir armen Sünder erzeiget hast, sonderlich aber, daß du in meiner großen Uot, strankheit und Elend mich in 6naden angesehen, mein herz gestärkt, mein õebet erhört und mir so väterlich wiedlerum aufge⸗ holfen hast. Ich danke dir, herr, daß diu zornig über mich gewesen bist, und dein Zorn sich so gewendet hat, daß du mich nun wiedlerum tröstest. Nch wie gut ist mir es, daß du mich gellemütigt hast. Du hast, o lieber Vater, mich gezüchtigt, damit ich nicht mit der gottlosen Welt ver⸗ dammt werde. Um crost war mir sehr bange, aber, herr, du hast dich meinerseele herzlich angenommen, wie soll ich dir vergeiten all das Gute, das du an mir getan hast? Ich will dir danken mein Lebelang und deinen Ruhm verkündigen für antwortetest du mir und errettetest llie nicht, die dich suchen. Du erhörest Gebet, darum kommt alles fleisch zu dir. Du bist nahe denen, die zer. brochenen herzens sind, und hilfst llenen, die zerschlagene öemüter hã· ben. Ach mein ott, verleihe mireine herzliche, beständige Buße durch die seraft des heiligen eistes um Jesu christi willen, damit ich hinfort nicht mehr sündige, auf daß mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern daß ich mich mein cebelang vor solcher Betrübnis meiner Seele hüte. Beschütze mich auch hinfort durch deine heiligen Engel, daß sie mich bewahren auf allen meinen egen. Unddieweil ich doch endlich dieses Leben werde gesegnen und sterben müssen, so erhalte und ver⸗ mehre in mir den wahren, selig⸗ machenden 6lauben, sottesfurcht, elluld und Trost, damit ich ritter⸗ lich kämpfen, selig überwinden und fröhlich in dein himmlisches und flir. Da ich dich, herr, suchte, 34 Reich eingehen möge, dich, o Vater mich aus meiner not. Du verlässest ———44 2—— 2— r SN —2—„ʃ„ER r„n„„„.——ʃ„ʃr‚74„‚— WMMMMqN III. õebete in allerlei Not. NNN aller Barmherzigkeit, samt deinem sen. Dir, o allerhöchster õott, sei cob, sohne und heiligem Geist, den eini· Chre und dank gesagt in alle Ewig- gen wahren õott, ewiglich zu prei⸗Keit. Amen. 50. Um Gecluld in langwieriger srankheit. 0 herr Jesu christe, der du in den Tagen deines fleisches in höchster Geduld all dein lend ausgestanden und uns unsere Seelen mit õeduld ju fassen befohlen hast, du siehst mein betrübtes Elend, hörst mein Seufzen, das ich auf meinem Angst⸗ lãger ausgieße. Du weißt, wie mei ⸗ ne Schwachheit und sebrechlichkeit so groß und heftig ist. Wie soll ich aber tun, du frommer herr? seine Arinei weiß ich als das sräutlein Gelluld. Dieweil aber dasselbe nicht wächst in dem ungebauten Gaͤrten meines fleisches und Blutes, denn der Geist ist ãwar willig, aber das fleisch ist schwach, so stärke du mich Sprüche aus Gotte bange Seufzer: Deine große herz⸗ liche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Ces. 65,15.) Nch duherr, wie lange?(bsalm 6,4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) demütigung vor Gott: Ach herr, unsere missetaten habens ja ver⸗ dient. Oer. 14,7.) So du willst, herr, sünde jurechnen, herr, wer wird bestehen?(Psalm 130,.) Wir liegen vor dir mit unserm õebet, nicht auf unsere serechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.(Dan. 9,18.) Trost des Elaubens: Däs blut Jesuchristi, dessohnessottes, macht uns rein von aller Sünde.(10h. 1, 7.) Alle züchtigung, wenn sie da ist, mit dem õeiste der õnade und des Trostes, gib mir eduld in Teidens- jeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, damit ich wider deine õerichte nicht murre, sondern mit freuden ein halleluja darein singe und gewiß dafür halte, du wollest mitten unter deinen Zuchtruten gedenken deiner väterlichen Barmherzigkeit, mich züchtigen, aber mit maße, mich stra⸗ fen, aber nicht in deinem Zorn, mich töten, aber wiecdlerlebendigmachen, mir eine Last auflegen, aber wieder um aushelfen. Du bist ja der Gott, der da hilst, und der herr herr, der vom Tode errettet, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. s Wort für Kranke. dünket sie uns nicht freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber darnach wird sie geben eine friedsamefrucht deröerechtigkeit denen, diedadurch geübet sind.(hebr. 12, 11.) Selig ist der mann, der die Anfechtung er⸗ duldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die rone des Lebens empfahen, welche õott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. Cak. 1, 12.) die väterliche Stimme Hottes: seann auch ein Weib ihres Rindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselbigen vergäße, so will ich doch dlein nicht vergessen. Siehe, in die hände hab ich dich gezeichnet. Oes. 40, 15. 16.) Ich will dich nicht 35 NWMMMNM III. õebete in allerlei not. DDD verlassen noch versäumen.(hebr. 13,5.) Ich habe dlich je und je gelie⸗ bet, darum habe ich dich zu mir ge⸗ jogen aus lauter 6üte.(Jer. 31,3.) Die 6önadenstimme Jesu christi: Wen da dürstet, der Romme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, dlen werde ich nicht hinausstoßen. Qoh. 7, 37. 6,37.) Laß dir an meiner 6nade genügen, denn meine sraft istin den Schwachen mächtig.(ꝰcor. 12,9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die rone des Lebens geben.(Offenb. 2, 10.) Auch können folgende längere Ab· schnitte göttlichen Wortes von dem sranken gelesen odler ihm vorgele⸗ sen werden: 1petr.5, 6 + 11. Psalm 130. Psalm 25. Psalm 42. Psalm 63, 2—9. Pfalmoi. Klagelieders, 22—42. Röm. 8, 18 27. Röm. 8, 28-39. Ipetr. 1,—9. Pfalm 126. 0Offenb.7, 9—17. 51. Morgengebet eines stranken. O u getreuer õott und Vater un⸗ sers herrn Jesu christi, ich sage dir von herzen Lob und Dank, daß du mich armen, kranken menschen diese nacht über so gnädig erhalten, gestärket und das erquickende Ta⸗ geslicht wieder hast sehen und erle⸗ ben lassen. Gelobt sei deine 6nade und Barmherzigkeit, weiche über mich waltet, so hoch der himmel über der Erde ist. Ich bitte dich, ver· gib mir alle meine Sünde, verneure, vermehre deineiebe undTreue die⸗ sen morgen und allezeit an mir armen menschen und laß deineüte nicht von mir weichen. Tröste und stärke mich mit deinem heiligen 6ei⸗ ste, daß ich in allem nach deinem Willen leben und leiden möge. Ach herr, verlaß mich nun und nimmer⸗ mehr mit deinem Schutze. Caß auf⸗ herr und Gott, dein Wille ist, so mäche meinen schwachen Leib ge⸗ sund, oder bringe mich bald und seliglich aus diesem Elende zu deiner ewigen herrlichkeit durch das bit⸗ tere Leiden und Sterben und durch dlie siegreiche Auferstehung Jesu Christi, deines lieben Sohnes, wel⸗ cher als unser mittler alle unsere srankheit getragen, unsereschmer⸗ zen auf sich geladen und uns durch seinelbunden geheilet hat. Nun, ich befehle dir nochmals meinen Leib, Seele und alles, was du mir gege⸗ ben, in deinen väterlichen Schutz; dein heiliger Engel sei mit mir, daß dler böse feind keine macht an mir finde. Der Segen, Schutz und Kraft Gottes des Vaters, des Sohnes und dles heiligen õeistes sei über, in und bei mir jetzt und in alle Cwigkeit. hören die böse Zeit; wenn es, lieber 52. Abendgebet heiliger herr und 6ott, barmherzi⸗ ger himmlischer Vater, ich danke dlir, da du mir bis hieher so gnädig geholfen und mich nun abermals einenbeschwerlichenstrankheitstag Amen. eines sranken. lassen. Ich bitte dich von örund des herzens, vergib mir um christi, mei⸗ nes höchsten Seelenarztes und hei⸗ landes willen, alle meine Sünde und hilf mir Hranken auch durch in diesem Elend hast zurücklegen diese bevorstehende nacht hindurch 30 —— EenS.— 2—— N ES eSs.——————— 2— S.eee.. 88 W I, so ens MWSGODMMDN I. Gebete in allerlei Not. NNNN mit deiner onade, sraft und Trost. mein Leib will sich zur Ruhe le⸗ gen, ach dieselbe gönne mir gnädig⸗ lich jur Erquickung dieses meines schwachen Leibes. Behüte mich vor der ewigen llacht um der Angst⸗ und Jammernacht Jesu Thristi willen und laß mich das liebe Tageslicht wiederum erfreulich sehen, auch dlermaleinst den ölanz des ewigen Tages in himmlischer herrlichkeit unaufhörlich schauen. Indessen, weil ich meiner selbst nicht pflegen kann, so lege die Wacht deiner hei⸗ ligen ngel zu mir, über meine Seele und seib und alles, was du mir ge⸗ geben, daß mir kein feind noch lin⸗ fall schade. herr õott Vater, erbarme llich diese Nacht über dein armes Geschöpf. herr 6ott Sohn, der Welt heiland, siehe gnädiglich an deinen Diener und erkauftes 6ut. herr õott heiliger õeist, tröͤste und führe mich seliglich in diesem und nach diesem zu dem ewigen Leben. Deine önade und WLahrheit, o du heilige Dreifal · tigkeit, walte über mich in Cwig; keit. Amen. 53. Gebet eines stranken, der sich zum Sterben schickt. 0 Vater aller önade, erbarme dich über meine arme Seele. Vergib mir alle meine Sünde, die ich leider widler dich getan häabe. Ueräͤchte nichtdein armesseschöpf, erschmä⸗ he mich nicht, der ich deiner hände Werk bin. Caß den nicht umRom⸗ men, welchen du gemacht und ge⸗ schaffen hast, denn auf dich hoffe ich, du bist meine hülfe und mein Hott. 0O christe, wahrer heiland, der du bist das Camm Gottes, welches da trägt die Sünde der Welt, der du mich mit deinem Blute gewaschen und gereinigt haͤst, ich bitte dich durch dein bitteres eiden, sonder; lich aber durch die Schmerzen, die dlu zu der Stunde deines Todes emp- funden haäͤst: Erbarme dich über meine arme Seele bei ihrem Aus⸗ gange und führe sie zum ewigen Leben. O Gott heiliger õeist, du süßer Trost, erhalie mein herz wider alle Anfechtung des bösen feindes, stär⸗ ke meinen õlauben, daß ich festiglich glaube eine Vergebung der Sünden und ein ewiges Leben. So befehle ich nun, o heilige dreieinigkeit, mei⸗ nen seist in deine hande. Du treuer Gott, du hast mich erlöset, der du lebest und regierest in Cwiankeit. amen. 54. Gebet der Umstehenden für den Sterbenden. Allmächtiger, gütiger 6ott, der du unser Leben erhältst im Tod und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Nugen der Barmherzigkeit wen⸗ den ju diesem kranken menschen und ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle seine Sünden aus öna⸗ dleines lieben Sohnes, für die Bejah · lung seiner missetat. Er ist ja auch alf desselbigen Hamen getauft und mitdesselbigen blut gewaschen und gereinigt. So errette ihn nun von dles eibes Oual und pein. Uerkürze ihm seine Schmerzen, erhalte ihn den vergeben. Nimm an das Opfer wider die Anklage des ewissens dles unschuldigen Todes Jesu christi, und wider alle Anfechtung des 37 DMDMNN eh I. Gebete in allerlei not. MID N bösen feindes, auf daß er im Glau⸗; ben ritterlich kämpfe und überwin⸗ dle. Verleihe ihm eine selige heim⸗ fahrt jum ewigen Leben. Schicke leine heiligen Engel her, daß sie ihn begleiten zur Versammlung aller Nuserwählten, in christo Jesu, unserm herrn. Amen. herr Jesu hriste, der du allein bist die Tür zum ewigen Leben, daß, wer durch dich eingeht, selig werden mag, wir bitten dich von herzen, du wollest solche 6nadentür diesem Dahinsterbenden auftun und ihn aus der Anfechtung der Sprüche, dem Sterb b ich schon wanderte im finstern Tale, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. christus ist mein Leben, und Sterben ist mein õewinn. Phil. 1, 21. fürchte dich nicht, denn ich habe dlich erlöset, ich habe dich bei deinem na⸗ men gerufen, du bist mein. Jes., J. Der herr wirddich erlösenvon allem Ubel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Cwigkeit zu Cwignkeit! Amen. 2 Tim. 4, 18. herr, ich warte auf dein heil. ö 1os. 40, 18. In der Welt habt ihr Angst; aber Sünde und des Teufels Cist und Macht bald erlösen. Nch herr, hilf ihm, daß er im finstern Tale und Schatten des Todes nicht irre gehe noch verderbe, sondern du, als ein getreuer hirte, nimm auf dieses ver⸗ lorene Schaf und deinen fenecht, laß ihm dein Wort in seinem herzen leuchten, stehe ihm in aller Not bei undzeige ihm dein heil, laß ihn nicht entfallen aus des rechten 6ölaubens Trost, nimm seineseelein deinehän⸗ de und pflege ihrer mit önaden, auf daß sie keine Oual anrühre, und gib also ihm das ewige Leben. Amen. endlen zuzusprechen. seid getrost, ich habe die Welt über⸗ wunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, herr, mein Gott, sei nicht sferne von mir. Cile mir beizustehen, herr, meine hülfe. Psalm 38, 22.23. Also hat õott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16. Wir haben einen 6ott, der da hilst, und den herrn herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. vater, in deine hände befehl ich meinen Geist, du haͤst mich erlöset, herr, du treuer oott. Psalm 31, 6. herr Jesu, nimm meinen 6eist auf. Apgsch. 7, 58. Abschiedssegen. Der allmächtige Gott stärke dich, wider alle Anfechtung ritter⸗ lich zu kämpfen und im wah⸗ ren Glauben bis ans Ende zu ver⸗ harren! der herr Jesus christus sei mit dir und begleite dich in das ewige Leben und verleihe dir am jüngsten Tage eine fröh⸗ liche Auferstehung! Amen, Amen, Amen. 38 WMDMMDDN III. õebete in allerlei Not.- 55. Gebet nach dem Tode eines Kindleins. herr Jesu christe, du ewiger Gott und heiland, der du so freundlich derstindlein dich angenommen und sie zu dir gerufen und gesegnet hast, wir zweifeln nicht, daß du auch die⸗ ses unser liebes indlein zu dir in deineewige freude gerufen undmit leben undseligkeitgesegnethabest. Aber, herr, unser õott und heiland, unsere Seele ist betrübt, und wir tragen Leid, weil du unser liebes seind so frühe dahingenommen. Wenn wir schon wissen, daß du es wohl meinest, da du mit ihm aus diesem bösen Leben geeilet, so will es uns doch fast schwer werden, uns stille in deinen heiligen Willen zu fügen. So hilf du selbst uns durch deinen heiligen 6eist und stärke unsern 6lauben, daß wir deinen Rãt ehren und preisen, auch wenn Wir ihn nicht verstehen. Wirdanken dir, da du unser liebes cindlein in der heiligen Taufe zu deinem stin; de angenommen, es zum ewigen Le⸗ ben wiedlergeboren und ihm das Erbedleshimmelszugesprochenhast. Darum sind wir der guten Zuver⸗ sicht, daß es nunmehr in deinemfrie⸗ den und in der ewigen kuheist. hilf, lieber herr, daß wir umkehren und werden wiedie sinder, auf daß auch wir dereinst mitfreuden einschlafen und zur ewigen Ruhe der heiligen gelangen mögen durch deine ewige 6nade und Barmherzigkeit. Amen. 56. An Begräbnistagen. Barmherziger, gnädiger Sott, der du nach deinem unerforschlichen, aber gewißlich gnädigen Ratschluß uns mit schwerem Leid heimgesucht häst, wir sagen dir Lob und Dank, daß du uns auch deine heiligen Tröstungen darreichestim ortedes lebens. So sind wir nun nicht wie dlie andern, die keine hoffnung ha⸗ ben, sondern wir wissen es, daß du unsere sterblichen Leiber jur herr⸗ lichkeit und zum ewigen Leben auf⸗ erwecken willst am jüngsten Tage. Dessen getrösten wir uns auch heute, (ã wir ein edlles Samenkorn in dei⸗ nen heiligen Acker legen auf den Tag der Nuferstehung. Ach herr, dei · ne Lege sind wunderbar, wer kann sie verstehen? Deine 6erichte sind heilig und hoch, wer darf darüber und dein Wille ist gut und gnãdig, auch wenn du uns heimsuchst mit crauer und herzeleid. Dar⸗ um wollen wir stille sein und dir unsere Sache besehlen. Tröste uns, 6ott, unser heiland, und verlaß uns nicht in unserm Leide. Du bist uns nahe, und dein Ervarmen hat noch kein Ende. Bleibe bei uns und sei unsers herzens Trost und unser Teit. Gib, daß uns nichts von dir und deiner Liebe scheide. In deine hände befehlen wir uns ganz und gar. Erbarme dich unser und sei uns gnädig jetzt und im letzten Stündlein und am Tage des Gerichts, durch Jesum christum, deinen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. Darnach lies 1 Thess. 4, 13- 18. Of⸗ fenb. 7, 9— 17. murren? Du hast allesẽwohlgemacht, 39 MMMoh⸗. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. π IV. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. Sso wir unsere Sünde bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns dlie Sünde vergibt und reiniget uns von aller Untugend. Biblische Abschnitte, deren je etliche an Beichttagen zu lesen und zu be⸗ trachten: Psalm 32.5 1. 130. Jes. 55, 1 —II. Jer. 2, 13. 5, 12. 3. Matth. ʒ. Cuc. 15. Cuc. 18,9— 14. Eph. 4, 22—5,9. Hebr. 10, 10—27. Offenb., 14—22. 57. Um rechtschaffene Buße. bnädiger und barmherziger Sott, dlu bist geduldig, von großer Güte und Treue, du berufest uns täglich durch die önadenpredigt deines Wortes zur christlichen Bekehrung; du lässest in deinem namen allen menschen Buße und Vergebung der Sünden verkündigen. Dazu hast du auch nach deiner Langmut und un; aussprechlichen Baͤrmherzigkeit 6e⸗ dluld mit uns, indem du die Sünder nicht auf frischer Tat in ihren Uber; tretungen plötzlich überfällst, dlie⸗ selben mit deinem gerechten Zorn und 6erichte zu strafen; sondern du gibst Kaum und frist jur Bekeh⸗ rung, also, daß niemand über dich zu klagen hat und dich beschuldigen kann. Denn es ist ja nicht dein Wille, daß jemand verloren werde, son⸗ dern daß sich jedermann zur Buße kehre und das ewige Leben habe. o lieber ott, du weißt unsers fleisches Trägheit und des herzens härtig⸗ keit, daß wir durch die Erbschuld dermaßen verderbt und sotief indie Sünde gefallen sind, daß wir von uns selber nicht aufstehn oder wie⸗ derkehren können. Darum bitte ich dlich durch die unden Jesu christi, unsers herrn: Bekehre du mich, so werde ich bekehrt: heile du mich, so Werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. Entsündige mich, daß ich rein werde, wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Schaffe in mir, Gott, ein reines herz und gib mir einen neuen gewissen õeist. Uerwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen heiligen 6eist nicht von mir. O lieber Gott, siehe mich so gnädig an, wie du ange⸗ sehen hast die bußfertige Sünderin, als sie zu deinen füßen lag und herzlich über ihre missetat weinte, und wie den Zöllner im Tempel, als er an seine Brust schlug und um 6nade bät. Uerleih mir ernstliche keue und Leid über meine Sünde, auch einen wahren 6lauben mit rechter Zuversicht auf deine önade, dlaʒu würdige früchte der Buße. LCaß mich die Zeit meiner heimsuchung erkennen und den Reichtum dei⸗ ner Güte nicht verachten, auf daß ich die angenehme Zeit und den Tag des heils nicht versäume, daß ich meine Buße nicht von einem Tage auf den andern noch auf das letzte Stündlein spare, sondern jetzt diesen Tag mich zu dir bekehre. Amen. 4⁰ —.—— 2.828.——. 8. 8—4—— 28. e V* MMMNN. Beicht⸗ und NAb 58. Um wahre Erke Oheiliger und gerechter öott, barm⸗ herziger Vater, ich bekenne und beklage dir meine angeborne blind⸗ heit, daß ich meine Sünde nicht so vollkommen erkenne noch so herz⸗ lich bereue, als es wohl sein sollte. Ach herr, du stellest unsere uner⸗ kannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte. õib mir die õröße und maͤnnigfaltigkeit meiner Sünden zu erkennen, stelle sie mir in diesem leben unter die Nugen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage unter llie Augen gestellt und ich dadurch vor Engeln und mnenschen ju schan⸗ dlen werden möge. Ach herr, du siehest und weißt meines herzens härtig⸗ keit, die mir angeboren ist: nimm die⸗ selbe von mir hinweg und erweiche mein herz durch dein heiliges ort, daß ich meine Sünde inniglich be⸗ endmahlsgebete. MN nntnis der Sünde. reuen möge. 0 herr Jesu, der du llein heiliges Blut am Stamme des streuzes vergossen hast, auf daß du mein herz dadurch erweichen möch; test, laß dieses dein heiliges Blut und teures Leiden an mir nicht ver⸗ loren sein. Du treuer Lehrer hast in den Tagen deines fleisches ge⸗ rufen: Tut Buße! du wollest jetzo auch kräftiglich in mein herz rufen: Tu buße und bereue deine Sünde! Du stehest vor der Tür meines her · zens und klopfest an, ach gib önade, (laß ich deine Stimme höre, daß ich nicht mein herz verschließe, sondern (lie Tür auftue. O heiliger Geist, du ewiges himmlisches Licht, erleuchte mein finsteres herz, daß ich in dei⸗ nem lichte die finsternis meiner sSünden erkennen und herzlich be⸗ reuen möge. Amen. 59. Bekenntnis der Sünde vor Gott. Herr Jesu Christe, du einiger Arzt dler stranken, du oenesung der verwundeten 6ewissen, der du in der fülle der Zeit auf Erden ge⸗ kommen bist, nicht die öerechten, sondern die Sünder zur Buße zu rufen, wir armen, vom Staͤchel der Sünde tödlich verwundeten men⸗ schen kommen zu dir in Zuversicht auf deine unaussprechliche Güte und siebe, welche du an uns bis in dlen bittern Tod des freuzes gewen⸗; dlet hast. O du, von dem Vater uns zaghaften, erschrockenen Sündern zum 6nadenstuhle aufgerichtet, vor dlein Angesicht bringen wir unser sündiges herz. In uns wohnt das heimliche Laster des Unglaubens, der Eigenliebe, des Ungehorsams 4¹ widler deinen heiligen Willen, der berachtung deiner ewigen Güter. Wie hängt das herz so fest an dieser Welt und ihren vergänglichen Gü⸗ tern! Welch eine große Sorge wen⸗ den wir auf dieses arme Leben und unser sterbliches fleisch! Darin ste⸗ hen wir ganz vertieft und vergessen ller geistlichen 6üter und Gäben. Daju gilt uns unsere Blindheit für Licht, und wollen in nichts vor dir unrecht häben. stalt sind wir und ohne deinen heiligen õeist, ohne õe⸗ rechtigkeit, friede und freude, ohne Ddemut, ohne furcht und Schrecken vor deinen gerechten õerichten. Uer⸗ achtung deiner herrlichkeit, Un⸗ dank gegen deine jahllosen Wohl⸗ tãten ist all unser Leben. NMMMMN IV. Beicht und Abendmahlsgebete. M Wir bekennen dir nun diese man⸗; nigfaltigen, ungestümen Wellen der bösen begierde. Wir gebenunsschul⸗ dlig aller früchte des bösen Baumes, unsers herzens, von dem dein mund mit Wahrheit gesprochen hat, daß nur böse 6edanken und Werke von ihm kommen. Du kennst den bösen Baum, alle seine Wurzeln und Aste und früchte, unser arges herz mit allen seinen trümmungen und Winkeln. Himm uns wieler in dei⸗ ne schaffenden, allmächtigen hän⸗ dle; gib uns ein neues herz, daß wir nicht ewig Dornen und Disteln tragen. fülle uns bald mit deiner 6nale, welche besser ist als Ceben. Iaß durch 6nade unsere Sünde be⸗ lleckt, unsern Geist zu deiner Liebe und furcht erneut werden. Caß ihn deiner önade herrlichkeit preisen im Lande der Lebendigen und im Tale des Todes und in der menge der Seligen und Nuserwählten! Amen. 60. Um Vergebung der Sünde. Herr, dlu haãst gesagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hin · aus stoßen. Auf solche deine Verhei⸗ ßung komme ich zu dir und glau⸗ be festiglich, ich werde nicht hinaus gestoßen werden. Ich komme aber, weil ich mühselig und beladen bin. Es drückt und beschweret mich der Sünden Last, welche ich in dlemütiger beichte vor deinem An⸗ gesicht niederlege. Nch Vater, ich habe gesündigt in den himmel und vor dir, ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Find heiße. Ich maͤg nicht alle meine Sünden er⸗ zählen, es gereuet mich, daß ich sie begangen habe; ich schäme mich, viel Worte davon zu machen. Dies eine sage ich, daß ich viel und große Strafe verdienethabe, welche ich mit meinen sräften nicht abwenden kann. Du aber bist gnädig und bärmherzig und von großer Güte. Darum trete ich mit gläubiger Zu⸗ versicht zu deinem 6nadenstuhle und begehre demütiglich önade. Erlaß mir, o õott, was ich dir schul dlig bin, ich kann nicht zahlen aus Unvermögen, du aber kannst es mir erlassen aus önade. Geh nicht, ach geh nicht mit deinem senechte (mit deiner magd) ins 6ericht. kechne mir die Sünden nicht zu, die mein õewissen beschweren, und verzeih mir auch die verborgenen fehler. Siehe an das Blut deines Sohnes, dasselbe ist vergossen für dlie Sünde der Welt. Ich bin auch in der Welt und bin ein Sünder, llarum ist es auch für mich vergos⸗ sen. Ach herr, du hast mich geschla⸗· gen, verbinde mich; du hast mich zerrissen, heile mich. ib mir 6lau⸗ ben und beständigkeit, daß ich an dleinem Tische ein würdiger 6aͤst sei undein der 6ottseligkeit junehme. führe und regiere mich hinfort, dlaß ich das Gute, so ich mir vorge⸗ nommen, ins Werk richten möge. Beuge das herz zur Gottesfurcht, öffne die ohren jur fleißigen Ruf⸗ merksamkeit deines Wortes, die Lippen zum Lobe deines Namens. Segne meine Arbeit, verleih frieden im hause und öffentlich, wende ab die Argernisse, behüte die Mmeinen und regiere all unser Tun, daß es lir angenehm und den 6läubigen 4² S AE. 3e S. —e. e eresre——.en. — eee. 323242—eee — MMyN IV. Beicht und Abendmahlsgebete. ND heilsam sein möge. höre meindaß ich in dir und du in mir sein Seußzen, o mein Gott, ja erhöre es, und bleiben mögest. Amen. 61. Gebet, wenn man zur Beichte geht. Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unsers herrn Jesu christi, der du llem Donner deines heiligen Wortes straft gibst, du hast mir mein herz mit deinem 6esetze gerührt, daß ich nun meine Sünden erkenne, bereue und nach der gnädigen Uergebung derselben ein herzliches Uerlangen häbe. Darum haͤst du auch nebst dem gepredigten Worte georaͤnet, daß ich armer, verderbter, sünd· hãfter mensch zum Reichtum deiner himmlischen önade Rommen und Uergebung suchen soll. So gehe ich nun hin, meine Sünde dir zu be⸗ kennen, dagegen Trost und Abso⸗ lution zu empfangen; bitte des⸗ wegen, du wollest in mir eine rechte Andacht, Begierde und Ver⸗ langen nach deiner önade anzün⸗ den und mir einen festen lauben an deine Verheißung geben, daß, ob ich wohl schwach und verzagt bin, ich mich dennoch solches nicht irren lasse, sondern die VDergebung dler Sünden mit starkem 6lauben ergreise und dadurch jum rechten Vaterlande komme. Amen. 62. Etliche Beichten. 1. Ich armer Sünder bekenne mich Gott, meinem himmlischen Vater, dlaß ich leider schwwer und mannig⸗ faltig gesündigt habe, nicht allein mit äußerlichen groben Sünden, sondern viel mehr mit innerlicher angeborenerblindheit, Unglauben, zweifelung, sleinmütigkeit, Uinge⸗ dduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem neid, haß und miß⸗ gunst, auch andern Sünden; daß ich auf mancherlei Weise, mit 6e⸗ danken, mit 6ebärden, Worten und Werken die allerheiligsten ebote bottes übertreten habe, wie das mein herr und õott an mir erkennt Und ich leider so vollkommen nicht erkennen kann. Also reuen sie mich und sind mir leid, und be⸗ gehre von herzen önade von Gott durch seinen lieben Sohn, Jesum hristum, und bitte, daß er mir seinen heiligen 6eist jur Besserung meines Lebens mitteilen wolle. Amen. 2. Allmächtiger 6ott, barmherziger Vater, ich armer, elender, sündiger mensch bekenne dir alle meine Sünde und missetat, damit ich dich semals erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewig wohl verdlient habe. Sie sind mir aber alle herz⸗ lich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich durch deine grund⸗ lose Barmherzigkeit und durch das unschuldige bittre eiden und Ster⸗ ben deines lieben Sohnes, unsers herrn Jesu Christi, du wollest mir armen sündhaften menschen gnä⸗ dig und barmherzig sein. Ich will mich durch deine önade hinfort bessern. Amen. 3. Ich armer sündiger mensch be⸗ kenne und klage meinem lieben bGott, daß ich in sünden empfangen und geboren bin, also daß in mir 4³ NMDMDoN V. Beicht- und Abendmahlsgebete. DD von natur nichts õutes, sondern eitel Sünde wohnt, und daß die⸗ selbe angeborne Sünde mich leider oft zu falle bringt in wirkliche Sünde, mit oedanken, Worten und Werken, wider die erste und wi⸗ der die andere Tafel des Gesetzes Gottes. Ich erkenne und bekenne auch, daß ich den bösen Lüsten meines fleisches nicht mit allem fleiß widerstrebe, sondern leider dlie Sünde oft in mir herrschen lasse und dadurch den heiligen Geist betrübe. Ja, wenn ich gleich einen guten Vorsatz habe, hanget mir doch das Böse an, daß ich zum Guten unwillig, kalt, faul und überdrüssig bin; der 6laube ist schwach, die Liebe ist kalt. Ich erkenne aber und weiß auch, daß der Sünden Sold ist Gottes Zorn und der ewige Tod. Derhalben ge⸗ reuen mich meine Sünden und sind mir leid; allein das klage ich, daß ich dieselben, wenn ich sie gleich er · kenne, mir nicht lasse so leid sein, wie es mein lieber öott von mir haben will. Weil aber Jesuschristus in die Welt gekommen ist, die Sün⸗ ler selig zu machen, und mein from⸗ mer, treuer 6ott spricht: So wahr ich lebe, will ich nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich be⸗ kehre und lebe; so kehre und wende ich mich in wahrer Buße durch rech; ten 6lauben ju meinem lieben mitt⸗ ler und Crlöser, Jesu Christo, und bitte dich, du mein himmlischer Vater, du wollest mir aus önaden um desselben deines lieben Sohnes willen alle meine Sünde vergeben und wollest durch deinen heiligen õeist wahre Buße, rechten lauben und beständige Besserung in mir anzünden, stärken, mehren und er⸗ halten. Amen. 4. Ich bekenne vor Gott, daß ich ein drmer Sünder bin und mit orten, Werken und 6edanken Sottes hei⸗ lige Gebote übertreten, viel 6utes unterlassen und viel Böses began⸗ gen habe. Wenn Gott nach seiner strengen 6erechtigkeit mit mir handeln wollte, so hätte ich freilich nichts anderes als jeitliche Strafe und ewige Verdammnis zu er⸗ Warten. Aber ich nehme meine Zu⸗ flucht zu seiner grundlosen Barm⸗ herzigkeit und bitte ihn demütig⸗ lich, er wolle das Seufzen meines bußfertigen herzens erhören und mir um Jesu Christi, meines lieben heilandes, willen alle meine Sün⸗ len vergeben. Ich habe mir ernst⸗ lich vorgenommen, mit der hülfe Gottes und durch den Beistand sei⸗ nes heiligen 6eistes künftig das Böse zu meiden, das õute nach sei⸗ nem heiligen Willen zu tun und von herzen frömmer zu werden, da⸗ zu mir Gott seine onade verleihen wolle um esuchristi willen. Amen. 5. Uater im himmel, ich bekenne dlir, daß ich leider nicht bin, wie ich sein sollte nach deinem heiligen Willen. An dir allein habe ich ge⸗ sündigt; mit Gedanken, Worten und Werken habe ich deineheiligen Gebote übertreten, noch viel mehr es unterlassen, meine Gaben und sträfte in deinen Dienst zu stellen und mein Leben zu führen, wie du es von mir haben willst, und wie mein heiland mir ein Vorbild gelassen hat, daß ich nachfolgen soll seinen fußstapfen. An seinem 4⁴ A gE. S E SHREUS RMoNMN Iv. Beicht- und Abendmahlsgebete. DN vorbilde erkenne ich erst, wie arm und leer mein herz und Leben ist an 6lauben und Treue, an srast und Husdauer, an Demut und Geduld, an wahrer selbstloser, opferwil⸗ liger, vergebender LCiebe, an alle⸗ dem, was unserm Leben Wert gibt vor deinen Augen und Segen für dlie Brüder. Das reut mich jetzt und ist mir leid. Ich begehre von herzen dleine önade zur Vergebung meiner Sünde durch Jesum christum, mei⸗ nen herrn, der auch mich geliebet hãt und sich selbst für mich gegeben. 6ib mir, Vater, den 6eist deines Sohnes und erneure mich nach sei⸗ nem bilde, daß ich in Wahrheit dein stind und Erbe sei und bleibe in Ewigkeit. Amen. b. Ich armer, sündiger mensch be⸗ kenne und beklage vor 6ott und vor euch, daß ich nicht allein in Sün⸗ den empfangen und geboren bin, sondern daß ich auch die zehn 6e⸗ bote Gottes, meines herrn, viel⸗ fältig übertreten habe und mich ge⸗ gen Gott und meinen nächsten oft versündigt. Damit habe ich Gottes zorn und Strafe leider wohl ver⸗ dient. Alle meine Sünden sind mir von herzen leid. Ich berufe mich aber auf die groe 6nade õottes des vaters und auf das teure Verdienst Jesu Christi und auf die Gütigkeit dles heiligen õeistes und Romme deswegen in der Zeit der 6naden und begehre von euch als einem Diener Jesu christi, ihr wollet mich von allen meinen Sünden lossprechen und mir zur Stärkung meines schwachen 6laubens das hochwürdige Sakrament reichen, nämlich den wahren Leib und Blut unsers herrn und heilandes Jesu Christi: ich will mit Gottes hülfe mein Leben bessern. Amen. 7. Vor õericht, herr Jesu, steh ich hie. Zu dir beug ich meins herzens nie, sann mir selbst gar nicht raten. mein groß und viele missetat ich hier und dort verdammet haͤt. Doch will ich nicht verzagen. herr Jesu christ, dein Blut allein macht mich von allen Sünden rein, Veil ich in wahrer Reu und Buß An dich gläub und dir fall zu fuß. herr Jesu christ, Des dank ich dir, Ich will mich bessern, hilf du mir! Amen. 63. Danksagung nach der Absolution. Ich will den herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in mei⸗ nem munde sein. Denn da ich den herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner furcht. Er hat meine Seele beim leben erhalten, er hat meine Trau⸗ rigkeit in freude verwandelt, er hat meine finsternis licht gemacht. Dar⸗ um freue ich mich und bin fröhlich 45 in dir und lobe deinen amen, du Allerhöchster. Laß mich noch ferner vor deinen Augen 6nade finden. Weise mir, herr, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit. Erhalte mein herz bei dem einigen, laß ich deinen Hamen fürchte. Lehre mich tun nach deinem Wohlgefal⸗ len, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener DDNMNN IV. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. NR Bahn. Erhalte meinen õang auf deinen fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten. KRüste mich aus mit seraft ãus der hõhe und mache mei⸗ ne Wege ohne Wandel, damit ich 6lauben und gut õewissen behalte und in deiner önade bleiben möge. Das bitte ich um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, meines einigen Er⸗ lösers und heilandes willen. Amen. nach dir, herr, verlanget mich. Biblische Abschnitte für Abendmahlstage: Pfalm 25. psalm 111. Joh. o, 48-58. Joh. 15, 1 12. Röm. 8, 31-39. I. sor. II, 23—32. Offenb. 22. 64. Morgengebet am Abendmahlstage. Allmächtiger und barmherziger Gott und Vater, ich danke dir von 6rund meines herzens für dei⸗ nen Schutz und Schirm in dieser nacht und für den frohen Morgen. welchen du mich erleben lässest. õe· lobt sei deine Barmherzigkeit, die alle orgen neu ist und mich heute ju deinem hause, zu deinem Altare beruft und einladet. o herr, weil ich nun mit den hau⸗ fen, die da feiern, zu deinem Abend⸗ mahle kommen will, so bereite du mich selbst daju. Willst du eine reine Wohnung in mir finden, so reinige und heilige selbst meinen eib und Seele. Leite mich mit dei⸗ nen Nugen, führe mich mit deiner hand jum Reichtum deiner Güte, tröste mich mit deinem Angesichte. Wie der hirsch schreiet nach frischem wasser, so schreiet meine Seele, Gott, nach dir. erhalte mich in bestän⸗ diger Andacht, vbewahre mich vor bösen 6edanken, nimm mich in deinen besonderen 6nadenschutz und weiche nicht von mir. heiliger Jesu, vereinige du dich an diesem cage mit meinem Leibe und mit meiner Seele. Speise mich mit deinem Leibe, tränke mich mit dei⸗ nem blute, auf daß mein schwacher 6õlaube gestärkt und ich deiner 6nd⸗ de, der vbergebung meiner Sunden und der ewigen Seligkeit versichert werde, daß ich als ein würdiger Gast an deinem kische erscheine. nun, herr õott bater, sei mein Schutz und beistand. herr Jesu, sei meiner Seele Speise, Licht und Leben. Und du, herr õott heiliger õeist, erleuchte mich und erhalte mich in der wah · ren heiligung, daß ich in dem Stãn; de der 6nade, in welchen ich heute aufs neue trete, Zeit meines Lebens verbleiben möge. 0 herr, hilf: o herr, laß wohl gelingen. Deinem heiligen amen sei Lob, hre und dank gesagt immer und ewiglich. Amen. 65. Gebet vor dem heiligen Abendmahle. Herr Jesu Christe, ewiger Gottes sohn, du hast in deiner wahren Menschheit für uns den Tod erlitten und uns von Sünden und der ewi⸗ gen verdammnis erlöͤst; und damit wir solcher deiner Treue nimmer ⸗ mehr vergessen mögen, hãst du in dem letzten AÄbendmahl uns eln 1¹ 58l„.—...‚ MDMDN. Beicht- und Abendmahlsgebete. D ewiges õedächtnis des aufgerichte⸗ ten neuen Bundes gestiftet, darin; nen der Sünde der olãubigen nun und in Cwigkeit nicht mehr soll gedlacht werden. Wir armen, elen⸗ den menschen kommen zu dir, dem brunnen aller önade und Barm⸗ herzigkeit, und bitten dich, tilge unsere Sünden, reinige und er⸗ quicke unsere Seelen und laß uns mit wahrer Reue und Ceid, in festem 6lãuben, mit heiliger chrerbietung dleinen allerheiligsten eib unddein blut zu unserer Seligkeit empfan⸗ gen. hilf, daß durch dieses eheim⸗ nis des neuen Testaments der õlau⸗; be gemehrt, die hoffnung gestärkt, dlie Ciebe entzündet, das schwache Gewissen getröstet, alle Anfechtun⸗ gen überwunden, und wir in un⸗ serm herzen deiner göttlichen huld und ewigwährenden Erlösung un⸗; serer Seelen allenthalben versichert und versiegelt werden. O gütiger herr, gib uns erleuchtete Augen unsers VUerstandes, daß wir erken; nen mögen, welches da sei der Reich⸗ tum deines herrlichennbendmahls, in welchem du uns nebst deinem Leibe und Blute Vergebung der Sünden, wahre Gerechtigkeit und alle himmlischen 6üter ausspen⸗ dest, auf da wir mit herzlicher Be⸗ gierde und Uerlangen dies heilige Sãkrãment würdig empfahen, dei⸗ ne Süßigkeit schmecken, deine LCiebe empfinden und durch dieselbe wie⸗ dlerum gegen dich entzündet wer⸗ dlen. Nimm von uns weg alles, was dlir mißfällt und uns hindert oder von dir wendet, und gib uns, waäs uns zu dir kehrt und fördert, dlamit wir der frucht dieses heil⸗ bringenden Tisches teilhaftig, un⸗ sere hungrigen und durstigen See; len allhier gespeist und getränkt werden, und wir nach dieser Zeit duch in jenem Leben das himm⸗ lische Brot mit dir ewiglich essen. Amen. 66. Im hinzugehen. O Sott vater im himmel, erbarme llich über mich und sei mir gnã⸗ dlig, deinem steinde, welches anjetzt mit kindlicher furcht zu deinem heiligen Altar kommt. Laß mich dleiner himmlischen Mahlzeit ge⸗ nießen, wie du sie mir bereitet hast, nämlich zu meiner Seele Se⸗ ligkeit. 0O Gott Sohn, der Welt heiland, er ⸗ barme dlich Uber mich und laß mich ansetzt bei deinem heiligen Abend⸗ mahl ein dir angenehmer 6aͤst sein. 6ib mir, was du verheißen hast, und laß mich nehmen, was mir von dir beschieden ist, jenes nach deiner Wahrheit und dieses zu meiner öe⸗ rechtigkeit. 0O Gott heiliger Geist, erbarme dich uber mich und verleihe mir deine 6nade, daß ich dieses heilige Sa⸗ krament würdig empfange, da⸗ mit meinen schwachen Glauben stärke, mein kaltes herz mit Liebe entzünde, mein blödes 6ewissen tröste, meine hoffnung erfrische, mein sündhaftes Leben bessere und darauf selig werde. 0 herr, hilf; o herr, laß wohl gelingen. Amen. 47⁷ ..‚‚‚..‚—.‚. IISISISS.Eeeee— MModhd. Beicht und Abendmahlsgebete. D 0 herr Jesu Christe, ich bin nicht würdig, daß du eingehest in mein sündiges herz, du weißt aber und erkennst meine große Armut und not, darum ich von herzen begehre deiner 6egenwart, zu speisen, zu trösten und zu stärken meine arme Seele. Sprich sie an mit Einem Wort, so wird sie gesund. Amen. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 67. Seufjer bei dem Empfange des gesegneten Brotes. Sei mir willkommen, herr Jesu Christe, mit der edlen Speise dei⸗ nes allerheiligsten Leibes, den du mir jetzt im Sakramente des Altars mit dem gesegneten Brote zu essen gibst, wie du ihn für mich in den bittern Tod des streuzes gegeben 68. Seufzer bei dem Empfa Sei mir willkommen, herr Jesu Christe, mit dem edlen Tranke dleines allerheiligsten Blutes, das du mir setzt im Sakramente des Altars mit dem gesegneten Weine hãst zur UDergebung meiner Sünde; lãs laß mir zum ewigen Leben ge⸗ lleihen. herr Jesu christe, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rech · ten 6lauben zum ewigen Leben. Amen. nge des gesegneten selches. sreuze vergossen haͤst zjur Uerge⸗ bung meiner Sünden; das laß mir zum ewigen Leben gedeihen. herr Jesu christe, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten zu trinken gibst, wie du es am blauben zum ewigen Leben. Amen. 69. Wenn man nach empfangenem Leibe und blute Christi wieder an seinen platz getreten. herr Jesu christe, ich sage dir herz⸗ lich Lob und Dank, daß du mich jetzt abermal so gnädig an deinem Tische mit deinem Leibe und Blute gespeist und getränkt hast, und bitte dich von herzen, laß mir sol⸗ ches gedeihen zur Stärkung meines Glaubens, zur Besserung meines lebens, jum Schirm meiner Seele und zu sicherer eleitung aus die⸗ sem Jammertal in das ewige Vater⸗ land. Bleibe in mir, daß ich ewig⸗ lich bleibe in dir. Amen. Mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; Du sollst sein meines herzens Licht, Und wenn mein herz in Stücke ö bricht, Sollst du mein herze bleiben, Ich will mich dir, mein höchster kuhm, hiermit zu deinem Eigentum Beständiglich verschreiben. 70. Danksagung nach dem heiligen Abendmahle. Freundlicher, liebreicher herr Jesu Christe, dir sage ich von herzen Dank, daß du mich mit der köst⸗ lichen und teuren Speise und Trank deines heiligen Leibes und blutes erquickt hast. Nch, wer bin ich, daß 48 2 22*—— 8———272—⁰5ʃ5.ͤrrL A& S... RMMMMN IV. Beicht- und Abendmahlsgebete. MM du mich Unwürdigen gewürdigt hast, von deinem dische zu essen? Ich danke dir für alle deine iebe und Treue, für deine menschwer⸗ dung, für dein holdseliges van⸗ gelium, für deinen Todesmampf und blutigen Schweiß, für dein heiliges Leiden, für die Bezahlung meiner Schuld, für die Versöhnung deines himmlischen Vaters, für die heiligung durch den heiligen seist, für das ewige Leben. Aller dieser Wohltaten hast du mich durch den Glauben teilhaftig gemacht und durch das hohe, teure Pfand deines leibes und Blutes im Sakrament versichert. oib, daß ich deiner gro⸗ ßen Lieve nimmermehr vergesse, deines heiligen Todes stetiglich ge⸗ denke. Dein Leib und Blut heilige und segne meinen Leib und Seele und behüte mich vor allen Sünden. Ach mein Erlöser und Seligmacher, lebe du in mir, und ich in dir. Ver⸗ treib aus meinem herzen alle Un⸗ tugend, behalte und besitze du allein das haus meines herzens. Schmücke und ziere meine Seele mit geistlichem Schmuck, mit star⸗ kem 6lauben, feuriger Liebe, vren⸗ nender hoffnung, mit edler demut, heiliger oeduld, brünstigem sebet, holdseliger Sanftmut, sehnlichem Uerlangen nach dir allein und nach llem ewigen Leben, daß du bei mir und in mir, und ich bei dir und in dir ewig bleibe, von dir rede, singe und sage, ohne Unterlaß an dich gedenke, daß ich möge in diesem Glauben einschlafen, am jüngsten Tage fröhlich auferstehen und in dlie ewige freude eingehen. Amen. 71. Um neuen õehorsam. nun, mein heiland, in deiner straft will ich hingehen, und was noch übrig ist im fleische ju leben, nach deinem Willen zubringen. Weil es dber nicht in eines menschen sraft stehet, wie er wandele und seinen 6aͤng richte, so gib du mir das Voll⸗ bringen. Regiere mich durch deinen heiligen seist, laß deine Güte und treue mich allewege behüten. Caß mich empfinden, daß du durch den õlauben in mir wohnest, durch die Liebe in mir lebest und durch die hoffnung mich täglich stärkest. oib, laß ich ohne heuchelei in Sanstmut und Demut beständig einhergehe, ddamit dein eben an mir offenbar werde. 6ib mir alle Tage neue strast, llaß ich mich verleugne, die Welt 40 verschmähe, dein sreuz auf mich nehme und dir beständig nach⸗ folge. 6ib mir mut und Stärke, daß ich meinen feinden getrost widlerstrebe, die Werke des ceufeis in mir beständig töte, auch die Weit und was in der Welt ist, als Nugen· lust, fleischeslust und hoffärtiges Uesen, mutig untertrete. Caß mich in allen Stücken an dir, meinem hãupte, wachsen und fruchtbar sein in allen guten Werken. Vollführe du selbst das gute Werk, welches du in mir angefangen hast. Bleibe in mir und laß mich in dir bleiben, laß mich in deiner Ciebe und er⸗ kenntnis junehmen, daß ich im 6õlauben bleibe, einen guten Rampf kämpfe und in das ewige Leben DMGMDDN V. Das allgemeine sirchengebet. MN dringe, wo freude die fülle und stehen und singen werde: Lob, Preis liebliches Wesen zu deiner Rechten und Dank und Weisheit und straft ewiglich ist, da ich denn mit allen und Stärke sei unserm Gott von Huserwählten vor deinem Throne Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 72. Abendgebet am Abendmahlstaͤge. Allmächtiger, ewiger Gott, der du allewege unsere Schwachheit ganz väterlich bedlenkest und da⸗ her neben andern unzählbaren Wohltaten, die du uns erzeigest, auch die nacht zur notwendigen kuhe unsers müden Leibes gnädig⸗ lich verordnet haͤst, ich bitte dich von herzen, verzeihe mir und allen dlenen, welche du heute mit himm⸗ lischer Speise und Trank begnädligt hast, alles, wodurch wir deiner himmlischen õüte nach unserer gro; ßen Schwachheit aufs neue unwert geworden sind. 6ib uns, herr, ein ernstlich Mißfallen aller unserer sündlichen Gebrechlichkeiten, ent⸗ zünde in uns durch deinen heiligen Geist eine unauslöschliche Begierde nach der täglichen Besserung. Uer⸗ leihe nun, o herr und getreuer Va; ter, eine stille und ruhige Nacht in deinem frieden mir und allen freu⸗ lenmüden menschen, sowie auch denen, die ohne deine besondere Gabe und Erhörung dieser Bitte vor strankheit, stummer, herzeleid, Anfechtungen oder Leibesschmerzen nicht schlafen könnten. Wache du über uns, du getreuer Vater, er⸗ leuchte die ugen unsers 6emütes, dlaß wir nicht im Tode der Sünden entschlafen, sondern wachen im le⸗ bendigen 6lauben, welcher allezeit in der Lampe unsers herzens bren⸗ ne und seine notwendige nahrung haäbe von dem öle deines heiligen Geistes, auf daß, wenn du Rommst und anklopfest zu der Stunde, die uns verborgen, dir aber allein be⸗ wußt ist, wir dich ohne Verzug mit aller freude einlassen, dir, unserm geliebten Bräutigam, fröhlich ent⸗ gegengehen und dann mit dir ein⸗ gelassen werden in deinen himm⸗ lischen freudensaal, wo du dich mit allen 6läubigen in ewiger Liebe, freude und Seligkeit vereinigen und erfreuen wirst bei deinem ewigen Abendmahle. Amen. 73. V. Dds allgemeine kirchengebet. In den folgenden allgemeinen Kirchengebeten werden bei gege⸗ benem anlaß die an den bezeichneten Stellen in den Anmerkungen gegebenen fürbitten eingeschaltet. Außerdem ist es gestattet, die orts⸗ üblichen fürbitten für den Bergbau, die Schiffahrt, die deiche, die Bienen⸗ jucht usw. sowie die fürbitten für einzelne 6emeindeglieder einzufügen. 1. Allmächtiger oott und VaterTreue, die du uns bisher erwiesen unsers herrn Jesu Christi, wir dan⸗hast, und bitten dich herzlich, du ken dir für alle önade, Liebe und wollestdeineheiligechristlichettirche 30 — 22.nR. CINUTI PEN 9 e- gen rts· len⸗ gen. esen du rche NMMMa V. Das aällgemeine irchengebet. ND mit ihren Dienern, Wächtern und hirten durch deinen heiligen Geist regieren, daß sie bei der rechtschaffe⸗ nen Weide deines seligmachenden Wortes erhalten werden möge, da⸗ durch der wahre laube und die liebe gegen dich und alle menschen in uns erwachse und zunehme. Segne die Arbeit der sission unter Juden und heiden und laß gedeihen alle Werke der Barmherzigkeit an den Elenden in der Christenheit.) Sei du des Deutschen Reiches starker Schutzundschirm. hilf, daß lauben und Treue, frast und Einigkeit un⸗ sers Volkes Ruhm und Chre sei.) Wir bitten dich ferner, lieber himm⸗; lischer Vater, für den hausstand und alle, die daju gehören. Gib gottes⸗ fürchtige Cheleute, Eltern und her⸗ ren, gehorsame seinder, frommes und getreues 6esinde und segne alle ehrliche lahrung und Gewerbe.) Witwen und Waisen und alle, so in Armut, srankheit, indesbanden und andern Anfechtungen sind, auch die, so um deines heiligen a⸗ mens und der Wahrheit willen an⸗ gefochten werden oder sonst Ver⸗ folgung leiden: Tröste sie, o Gott, mit deinem heiligen Geiste, daß sie solches alles für deinen väterlichen Willen aufnehmen und erkennen. Und ob wir zwar mit unsern Sün⸗ den deinen Zorn wohl verdient ha⸗ ben, so bitten wir doch, o treuer, barmherziger vater, gedenke unser nicht nach unsern Sünden, sondern näch dleiner großen Barmherzigkeit. Verschone uns gnädig mit allerlei schweren plagen Leibes und der Seele, beschere uns allen, wenn un⸗ ser Stündlein vorhanden ist, ein seliges Ende und vereinige uns an deinem großen Tage mit allen dei⸗ nen sindern vor deinem Angesicht. 1)(Vor Eröffnung des sreiskirchentages:) Gib auch deinen Segen ju den Beratungen unseres Kreiskirchentages. Küste alle, die daran teilzunehmen berufen sind, mit dem seiste der Weisheit und Kraft, der Lieve und des friedens und laß die Arbeit des sirchentages frucht schahen zum heil unserer emeinden. (Während der Dauer des Landeskirchentages:) Bekenne dich auch in önäaden zu den Beratungen des Landeskirchentages. Sei du selbit in ihrer ⸗mitte mit deinem seiste, dem Geiste des friedens und der Einigkeit, gib heiligen Rat, fröhlichen Mut und gute Werke, und laß alles, was da gehandelt bäuung unserer Landeskirche und zu deines (Dährend der Erledigung des Pfäarramts: und beschlossen wird, gereichen zur Er⸗ heiligen hlamens Ruhm und Fhre. ) Siehe insonderheit diese oemeinde in ö6näaden an, schenke ihr einen Prediger und Seelsorger nach deinem herzen, der dein teures Evangelium lauter und rein verkündigt mit beweisung des Geistes und der seraft, und lenke dazu die herzen aller, denen die Bestellung des Amtes von dir befohlen ist. 2)(Während der Dauer des Feichstags und Landtags:) Segne die Beratungen des keichstags(und des Candtags) zum heil unsers Volkes. (Für den patron der Kirche:) Verleihe dem patron dieser sirche und seinem hause deinen Segen zeitlich und ewiglich. )(Für die Konfirmanden:) Caß dir auch dlie onfirmanden unserer 6emeinde be⸗ fohlen sein. neige ihr herz zu deinen Zeugnissen und bewahre sie vor Argernis und Uerführung, auf daß sie in der heilfamen Lehre recht gegründet an ihrem sonfir⸗ mätionstage ein gutes Bekenntnis tun und würdig ju Vdeinem Tische kommen mögen. 51 MWD DIDN V. Das allgemeine sirchengebet. RMMN Um deines lieben Sohnes, Jesu Christi, willen, der mit dir und dem heiligen õeiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.) 2. herr õott, himmlischer Vater, wir loben undpreisen dichfürallelbohl⸗ taten, die du uns im õeistlichen und Leiblichen ohne alle unser Verdienst und Lürdigkeit erwiesen hast, und bitten dich im namen Jesu Christi, dleines lieben Sohnes, um deinen ferneren Segen. erhalte uns und unsern nachkommen die reinelehre deines heiligen Cvangeliums und den rechten Gebrauch der Sakra⸗ mente und gib deiner seirche Leiter und Regierer, hirten und Lehrer nach deinem herzen. Caß dein keich sich ausbreiten, daß die fülle der heiden eingehe, und auch)Israel sich bekehre und selig werde.) Regiere, herr, mit dem Geiste der Ueisheit und öerechtigkeit alle Obrigkeit.ꝰ) Wir bitten auch um deinen Segen für unser gesamtes deutsches Vater; land. 6ib einträchtigen Sinn unter allen Ständen unsers Volkes und erhalte unsern örenzen einen be⸗ ständigen frieden. Walte mit deinemfrieden in unsern häusern, heiligediethen, gibonade zur Erziehung der Jugend.) Segne alle ehrlichenahrung und 6ewerbe. Uende gnädig von uns ab alle wohlverdienten Landplagen und gib den früchten der Erde gedeih⸗ liche Litterung. Sende allen Trau⸗ rigen Trost, õeduld und serast den straͤnken und Schwachen, õedeihen den müttern und Säuglingen, sei der Witwwen und Waisen Vater. hilf einem jeden in seiner Not, du hei⸗ land aller Menschen, sonderlich dei⸗ ner 6läubigen. Bereite uns alle zu einem seligen Ende. 6ib, daß wir leben in deiner furcht, sterben in deiner õnade, ru· hen in deinem frieden, auferstehen in deiner strast und das ewige lLeben ererben durch Jesum Christum, dei⸗ nen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. 3. Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unsers herrn Jesu Christi, wir dan⸗ ken dir, da du uns in diesem jeit · lichen Leben bisher gnädiglich er⸗ halten und durch das Cvangelium von deinem Sohne jum ewigen Le⸗ ben berufen hast. Du hast uns auch heute dein heiliges Wort in friede und Ruhe hören lassen. 6ib, daß ) Da, wo nach der sottesdienstordnung auf der Kanjel nur die Abkündigungen ge⸗ scheyen, lauten die einzuschiebenden fürvitten: (Für die Nufgebotenen:) Insonderheit bitten wir dich als den Stifter des heiligen Chestandes für die 6lieder unserer oemeinde, welche nun in diesen Stand treten wollen, daß du ihnen verleihen wollest, ihren Chestand in deinem namen anzufangen und unter deinem Segen christlich zu führen. (Danksagung für 6eburten:) Dir danken wir auch mit den Eltern dieser 6e⸗ meinde, weiche du durch die 6eburt eines Kindes erfreut hast; laß dir Mutter und seing(mütter und stinder) ferner befohlen sein, schenke dem seinde(den sindern) bald den Segen der heiligen Taufe und verleih den Eltern, es(sie) in deiner furcht zu erziehen. 52 RP S WMAAUe„ GMNNN V. Das allgemeine stirchengebet. MNN wir es jur Stärkung unsers Glau⸗ bens und zur Besserung unsers Le⸗ bens in einem feinen, guten herzen bewahren. Erhalte uns und unsern nachkommen die predigt deines se; ligmachenden Worts und gib aller orten treue hirten und Lehrer.) nimm unser ganzes deutsches Vater; land in deinen Schutz. Erfülle alle obrigkeiten und Untertanen mit Weisheit, ehorsam und Eintracht und segne sie ju deinem Wohlge⸗ fallen.ꝰ) Segne den christlichen hausstand. 6ib Gnade zur sinderzucht in den häusern und Schulen. heilige die Jugend und bewahre sie vor Arger; nis und Uerführung.“) Gib gedeih⸗ liche Witterung und laß die frucht der Erde wohl geraten. fördere alle ehrliche Arbeit und segne alle, die im Schweiße ihres Angesichts red⸗ lich und treulich ihr tägliches Brot suchen. Wende in 6naden ab alle wohlverdientenCandplagen, grieg, feuer- und Wassersnot, teure Zei⸗ ten, strankheit und Seuchen. 6ib uns und unsern Angehörigen, waäs uns an Leib und Seele gut ist, und umfange uns allezeit mit dei· ner 6üte. 6ib uns deine 6nade, christlich zu leben und selig zu sterben. erhöre uns, lieber bater im himmel, um Jesu Christi unsers heilandes willen, der mit dir und dem heili⸗ gen Geiste sei hoch gelobt in Ewig⸗ keit. Amen. 4. Wir danken dir, allmächtiger, bäarmherziger Gott, Vater unsers herrn Jesu Christi, für alle deine Güte und Wohltaten, insonderheit für die Sendung deines lieben Soh · nes und die onade, die du uns jeizt zur Anhörung deines Worts ver⸗ liehen hast, und bitten dich herzlich, du wollest uns helfen, daß wirs in einem feinen guten herzen bewah⸗ ren und frucht bringen mit 6eduld. Wir bitten dich auch, o gütiger Gott, du wollest deine heilige christliche stirchesamtihrendienern, Wächtern und hirten mit deinem heiligen beist regieren, auf daß sie bei der ge· sunden Weide deines alleinselig⸗ machenden Worts erhalten werden möge, und also der olaube an dich gestärkt werde, und die Liebe ge⸗ gen alle menschen erwachse und zunehme.) Du wollest auch den Stand der welt⸗ lichen obrigkeit segnen und deine ——— (Für die Rvendmahlsgäste:) Laß alle 6lieder unserer 6emeinde, die heute zu deinem rische kommen, das heilige Sakrament des Leivbes und Blutes Jesu christi würdig empfangen und in ihrem 6lauben dadurch gestärkt werden. (Danksagung für die verstorvenen:) Laß dir auch wohlgefallen die opfer unseres Däankes für das 6lied(die õlieder) dieser ꝛBemeinde, welches(welche) du nach deinem unerforsch⸗ lichen Katschlusse aus diesem Erdenleben abgerufen hast. cröste die hinterblievenen und stärke ihren olauben, daß sie sich ergeven in deinen Willen und dich preisen für alles. (vom Sonntag Rogate bis zum Erntedankfeste:) Du wollest auch den Ffrüchten des feldes gute und fruchtbare Witterung verleihen und sie vor allem Schaden und Un⸗ fall bewahren, daß wir deinen Segen fröhlich einbringen und deine milde hand mit Danksagung erkennen. 53 MWD Doded V. Das allgemeine kirchengebet. HDO 6nade verleihen, ihre herzen, Rat⸗ schläge und handlungen regieren und dahin lenken, daß sie allein ʒu leines Hamens Ehre, der stirche und dles Vaterlandes Wohlfahrt gerei⸗ chen mögen, damit die Wahrheit erkannt und bekannt, Recht und Gerechtigkeit aufgerichtet und ge⸗ handhabt werde.) Allen Untertanen aber wollest du geben ein gehorsames herz, und uir, o Gott, was dein ist. Wollest auch durch deinen allmäch· tigen Arm steuern und wehren dem Morden und Drohen aller feinde leiner stirche und uns erretten von dler hand aller derer, die uns hassen.) Wir bitten dich auch, ewiger õott, du wollest gnädiges, fruchtbaresletter geben, die früchte auf dem felde ge⸗ leihen und geraten lassen, auf daß wir durch deinen Segen von der Er; lle das tãgliche Brot empfangen, dir dlafür danken, den Dürftigen und Armen davon mitteilen mögen, und wollest uns gnädig behüten vor hunger und teuren Zeiten, vor pestilenz und bösen Seuchen, vor strieg, Nufruhr und Zwietraͤcht. Wir bitten dich auch für alle, so in Trübsal, Armut und strankheit, in 6efahren zu Waͤsser und zu Lande und in andern nöten sind; tröste sie, o Gott, mit deinem heiligen 6eiste und biete ihnen deine rechte hand, llie alles ändern kann. Endlich so bitten wir dich, himm⸗ lischer Uater, um alles, darum du willst und sollst gebeten werden, um deines lieben Sohnes Jesu Christi, unsers einigen mittlers willen. Amen. 5. Barmherziger, ewiger Gott, du Vater des Lichts und 6eber aller guten und vollkommenen 6abe, du Tröster der Betrübten, du Arit der stranken, laß unser õebet vor dich kommen, in welcherleiĩ Angst und not wir dich anrufen, auf daß alle menschen sich deiner hülfe erfreuen und dir danken. Wir bitten dich, du wollest gnadig deiner Christen; heit ihre Sünden vergeben und sie von allem Irrtum und Übel er⸗ retten, in rechtem ölauben und 6e⸗ horsam gegen dich erhalten, treue hirten und ehrer geben, alleobrig⸗ keit zu deinem Lobe und gemeinem frieden führen und regieren. Du wollest auch alle hausväter samt eib und steind und 6esinde be⸗ waͤhren, Teuerung, strankheit, feu· er · und Wassersnot, strieg und alle wohlverdienten Strafen von uns gnädiglich abwenden oder durch dleine Barmherzigkeit lindern, alie früchte auf dem felde bewahren, die Betrübten trösten, den ranken Gesundheit, den Sündern 6nade zur Besserung ihres Lebens und allen Christgläubigen Barmherzig⸗ keit, deinen heiligen õeist und ewi⸗ ges Leben mitteilen, durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 6. Laßt uns in frieden den herrn anrufen: Um den frieden, der von oben kommt, und das heil unsrer Seelen, um den frieden der ganzen Welt und die Dauer seiner heiligen Kirche, für dieses ihm geheiligte haus und für alle, die mit olauben 3⁴ I k l VI. Gebete für feste und ochengottesdlienste der Kirche. und der furcht Gottes in dasselbe eingehn, für unsre hirten und Ley⸗ rer, daß sie das Wort der Wahrheit recht lehren, für die ganze christliche õemeinde und alle, die ihr dienen im Werk der Leitung und in der Arbeit der liebe, latuns jum herrn beten: herr, erbarme dich!* für unsere obrigkeit, daß õott sie rüste mit raft und Leisheit aus der höhe und wir unter ihrem Schutz ein geruhig und stilles Leben führen in aller Gottseligneit und Ehrbarkeit, laßt uns zum herrn beten: herr, erbarme dich! für diesen Ort, das ganʒe Iand und alle 6läubigen, die darin wohnen, laßt uns jum herrn beten um 6e⸗ sundheit der ust, fruchtbarkeit der Erde und friedliche Zeiten; für die Seefahrenden und Reisenden, für dlie Armen, Elenden, Gefangenen, für die Betrübten und Angefochte⸗ nen, seranken und Sterbenden und für ihr heil, und daß er uns vor aller Trübsal, Gewalt, efahr und not bewahre und uns, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere, laßt uns zum herrn beten: herr, erbarme dlich! nimm dich unser gnädig an, rette und erhalte uns; denn dir allein gebührt der Ruhm und die hreund die Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem heiligen seiste, jetzt und immerdar und von Fwigkeit zu Ewigkeit. Amen. VI. Gebete für Feste und Wochengottesdlienste der Kirche. Wohl denen, die in deinem hause wohnen, die loben llich immerdar. 74. Auf Advent. 0 herr christe, heut freut sich billig dlie ganze wertechristenheit, weil sie deinen heiligen Advent festlich begeht. Die liebe sirche jauchzt als deine Braut, weil du, ihr lieber himmlischer Bräutigam, zu ihr kommst. UWir irrenden Schäflein frohlocken, daß du, o hirt und bi⸗ schof unserer deelen, mitten unter uns deine gnädigesegenmart sehen lässest. Wir sranken freuen uns, weil du uns besuchst, o heilsamer *) Das dreimalige»herr, erbarme dich« werden. 53 Art aller enschen. Wir Armen ju⸗· beln, weil du, obwohl ein reicher herr, dennoch so brüderlich mit gro⸗ ßen, herrlichen öeschenken bei uns einkehrst. Ach herr, weiche nicht von uns mit deiner önade, laß uns dlie Zeit deiner gnädigen heimsuchung dankbar erkennen und deine 31 kunft stets gnadenreich und heilsel sein. scomm täglich zu uns, in M. sere sirchen, in unsere Schuler au unsere Kathäuser und in msere kann auch von der semeinde gesungen VI. Gebete für feste und Wochengottesdienste der kirche. Wohnungen, mit deinem reinen Wort, mit deinen heiligen Sakra⸗; menten, mit deiner Weisheit, mit Beistand, 6lück, Segen und 6nade. Jã, weil du bereits in unsere herzen gekommen bist, so laß uns dich nie wieder verlieren und nimmer ohne Trost erfunden werden. Endlich, weil du einmal kommen wirst zu richten die Lebendigen und die To- ten, so regiere uns, daß wir uns be⸗ reiten und unsern Lauf also be⸗ schließen, daß wir deine Zukunft mit freuden erwarten und dich nicht als einen gestrengen kichter, sondern als einen freundlichen er⸗ löser anschauen und Erben deines keiches werden mögen. Amen. 75. Am Thristfeste. 0O allmächtiger Sott, himmlischer Vater, wir danken dir von örund unserer herzen, daß du aus lauter Wohlgefallen und aus unaus⸗ sprechlicher Liebe deinen eingebor⸗ nen Sohn Jesum christum, den Glanz deiner herrlichkeit und das Ebenbild deines Wesens, in diese Welt gesandt hast, welcher unser armes fleisch und Blut an sich ge/ nommen, auf daß er uns von Sün⸗; dlen, Tod, Teufel und hölle erlösete und mit sich in das Reich der ewwigen Seligkeit versetzte. õelobet sei dei⸗ ne herzliche Barmherzigkeit immer und ewiglich. Erfülle nun an diesem feste unser aller herzen mit deiner õnade, daß wir deine große Liebe und Barmherzigkeit erken⸗ nen, nicht uns, sondern dir leben, dir vertrauen, dich lieben und lo⸗ ben unser Lebenlang. Erhalte bei uns und unsern Nachkommen dein geiliges, seligmachendes Wort, sen⸗ ˙treue diener in deine Ernte. Wir ten auch für alle enschen, in⸗ sonerheit aber für unsere christ⸗ lichegbrigkeit. Regiere sie durch dleinesgeist, daß sie juvörderst und vor alle Dingen bei ihrer Kegie⸗ rung, souel an ihnen ist, das Reich unsers einigen, ewigen Königs Jesu christi befordere und ausbreite und jã ihren Stand und landel auf die⸗ ser Welt also führe, daß sie dermal- einst mit ihm und allen Auser⸗ wählten im himmelreiche in alle Ewigkeit herrschen möge. Siehe deine arme, bedrängte sirche und kleine herde in önaden an, komm ihr zu hülfe und errette sie aus den großen nöten, die sie vetroffen ha⸗ ben. Tröste sie, herr, durch deinen beist, auf dlaß sie sich deiner õüte er· freuen und deinen Namen ewig preisen möge. Laß heute in den her; zen aller Angefochtenen, Kranken, Verfolgten, Witwen, Waisen und aller andern, so in Not und Trüb⸗ sal stecken, eine tröstliche Christ⸗ freude aufgehen. Auch die, welche deinen Sohn Jesum christum noch nicht erkennen, bringe an das Licht deiner Wahrheit, damit sie samt uns und allen Auserwähl⸗ ten, Engeln und menschen, dich loben und im wahren 6lauben und mit herzlicher freudigkeit sin⸗ gen mögen: Chre sei 6ott in der höhe, und friede auf rden und den menschen ein Wohlgefallen! amen. 56 EAÆ X * V. Gebete für feste und Wochengottesdienste der firche. 76. Zum Schlusse des Jahres. Wir dlanken dir, herr Zebaoth, du Gott JIsraels, wir danken dir für alle deine 6üte und deine un⸗ der, die du dies verflossene Jahr hindurch an uns getan hast. Es ist deine üte, daß wir nicht gar aus sind, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, du hast alle unsere Sün⸗ de hinter dich geworfen, unsere õe⸗ brechen geheilt, unser Leben vom Uerderben erlöst und uns gekrönt mit 6nade und Barmherzigkeit; sirche und Schule und haus hast du gesegnet und vor allem ubel be⸗ hütet. Du hast uns LCehrer gegeben zur Gerechtigkeit und uns sagen lassen, daß sich ein jeglicher von seinem bösen Wesen bekehre und sein Leben bessere. Du hast unserer christlichen obrigkeit 6önade und Weisheit verliehen, daß wir unter ihrem Regiment in stiller Ruhe und gutem frieden, wie christen gebührt, häaben unser Leben voll⸗ führen mögen. du haͤst uns viel Gutes getan an Leib und Seele, an Weib und seind, an hab und Gut, in der Stadt und auf dem felde, daß wir nicht alles erzählen kön⸗; nen. Gelobt sei Gott, der Vater un⸗ sers herrn Jesu christi, der uns ge⸗ segnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen õütern durch Christum, der uns so viel Gutes ge; tan, vom himmel kegen und frucht⸗ bäre Zeiten gegeben und unsere herzen erfüllt mit Speise und freude. Danket dem herrn, denn er ist freundlich und seine 6üte währet ewiglich. Saͤgt, die ihr er ⸗ löst seid durch den herrn, die er aus der Not erlöst haͤt, die er errettet aus ihren Angsten: Gelobt sei der herr, der oott Israels, von Ewig⸗ keit ju Cwigkeit, und alles Volk sage Amen und lobe den herrn. belobt sei der herr ewiglich! Amen. Amen. 77. Am neujahrstage. Allmächtiger, ewiger bott, varm⸗ herziger, lieber Vater, wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer pil⸗ grimschaft in diesem irdischen Le⸗ ben zu Ende gebracht und fangen in deinem namen ein neues an. Nch herr und Gott, wie groß ist deine 6üte, die du uns bisher aus väterlichem herzen bewiesen haͤst. Dein heiliges Wort häst du uns samt dem rechten õebrauch der hei⸗ ligen Sakramente rein erhalten, friedliches Regiment beschert, täg⸗ lich Nlahrung gegeben, unsere her; zen mit Speise und freude erfüllt, allerlei Seuchen, Pestilenz, feind⸗ lichen Unfall und viel Unglück in llieser betrübten Zeit von uns gnä⸗ diglich abgewendet. Du hast uns zwäar gezüchtigt um unserer viel⸗ fältigen Sünden willen, aber deine 6nade haͤst du nicht von uns ge⸗ wendet. für solche deine Baärm⸗ herzigkeit sagen wir dir Lob und Dank und bitten dich demütiglich: kechne uns nicht zu unsere vorige und alte Sünde, womit wir dich so oft erjürnt haben, sondern vergib sie uns um unsers herrn Jesu wil⸗ len. Regiere uns, daß wir keine 57⁷ VI. Gebete für ßeste und Wochengottesdlienste der Kirche. alte Unreinigkeit und Missetat in ddas neue Jahr bringen, sondern dlen alten enschen aus ⸗ und den neuen anziehen, der nach dir ge⸗ schaffen ist. fange an, lieber Vater, uns aufs neue zu segnen. Gib uns neugeborne herzen, erneuere deine väterliche iebe und Treue an uns, gib heiligen ut und rechte Werke. Uimm von uns alles herzeleid und wohlverdiente Strafen, und weil keine Stunde noch Nugenblick ver; geht, da wir ohne deinen Schutz nicht in groß lend geraten könn⸗; ten, so halte deine önadenhand väterlich über uns. Barmherziger 6ott und Vater, erhöre unser õebet, erbarme dich aller menschen, er⸗ halte uns dein reines Wort, heilige alle Cehrer und Predliger, erbaue stirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre, starke alle treuen Regenten, fördere guten Rat und Tãt; segne Väter und mütter, re⸗ giere stinder und õesinde; bewahre uns vor strieg und Blutvergießen, wende ab pest und Teurung; steure dem õrimme dles Teufels; sende uns deine heiligen Engel; kröne das Jahr mit deinem 6ut; gib frieden im Lande, unserm herzen freude, unserm Leibe õesundheit, unserer Stãdit(õemeinde) Cinigkeit; bene; deie unsere nahrung, fördere das Werk unserer hände, nähre treue Arbeiter; bekehre die Sünder, kräf⸗ tigediefrommen, bringezurechtaie Irrigen; schütze Wittwwen und Wai⸗ sen, tröste die Elenden, erfreue die Traurigen, pflege der ranken, hilf den hülflosen, errette die Bedräng- ten, sei bei den Sterbenden. Durch Je⸗ sum christum, deinen lieben Sohn, unsern heiland und Erlöser. Amen. 78. Am feste der Erscheinung Thristi. err, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger õott, wir danken deiner göttlichen Majestät, daß du den Weisen aus dem morgenlande dei⸗ nen heiligen und eingebornen Sohnesum christum hast offenbart und daß du auch uns arme hei⸗ den durch den Stern deines selig⸗ machenden Wortes zu seiner heil⸗ samen Erkenntnis hast kommen lassen. Cob, chre, preis und Dank sei dir, barmherziger, gütiger Gott, für diese und alle deine großen Wohltaten. Wir bitten dich herz⸗ lich, regiere uns mit deinem hei⸗ ligen Geiste, daß wir trotz aller hinderungen deinen Sohn, unsern helland und Seligmacher, suchen, finden und erkennen, anbeten, die⸗ nen und ehren. Caß uns im 6lanze des Lichtes, das die ganze Welt er⸗ leuchtet, unsere füße nach dem Scheine des leuchtenden Sternes, deines Wortes, richten, daß wir ein neu christlich Leben beständig füh⸗ ren mögen. Regiere und segne un⸗ sere liebe Obrigkeit und die ganze christliche õemeinde. Tröste alle be⸗ trübten, mit dem Tode ringenden herzen, und erfülle sie mit deiner himmelsfreude. Und weil du willst, daß allen menschen geholfen wer⸗ de und alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, so bitten wir dich: Laß das Licht deiner önade leuchten über alle, die noch in 38 FHFN S.A HES ue gE g.md HE SE= H&. VI. Gebete für feste und Wochengottesclienste der kirche. finsternis wandein, und bringewie du uns verheißen und ver⸗ deine zerstreuten inder zusammen, tröstet hast, durch Jesum christum, auf daß dein Reich komme und deinen lieben Sohn, unsern herrn. Eine herde und Ein hirte werde, Amen. 79. Passionsgebete. 1. O herr Jesus Christus, der du uns armen und verlornen sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden 6önade bei deinem himm⸗ lischen Vater erworben und das ewige Leben wieder gebracht hast, wir danken dir aus herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und not und deinen seligmachenden Tod und bitten dich: Erhalte uns ewig in der Ciebe und im Lobe dei⸗ nes Leidens und gib uns 6nade, die ewige Wohltat der teuren Er⸗ lösung mit dankbarem herzen zu erkennen und zu preisen. Caß uns dladurch im õlauben starker, in der hoffnung fröhlicher, in der Liebe heißer, in der eduld getroster, im õehorsam williger und beständiger werden und unsern Sünden abster⸗ ben. hilf auch, daß wir an unserm Ende deines blutigen Todes uns zur ewigen Seligkeit freuen und trösten, o herr Jesuschristus. Amen. 2. herr Jesus Christus, du Lamm Gottes, wir danken dir von herzen, daß du der Welt Sünde getragen haäst und durch dein Leiden und deinen Tod das Sühnopfer für uns geworden bist. Du hast dich in der Sünder hände hingegeben und bist um unsertwillen verspottet, gegeißelt, mit Dornen genrönt und gekreuzigt worden. Ach, verleih uns 6nade, daß wir durch die an⸗ dächtige Betrachtung deines heili⸗ gen Leidens und Todes von herzen gedemütigt, unter allen Anfech⸗ tungen im Leben und Sterben ge⸗ tröstet und zu dem stampfe wider sünde und Welt mächtig gewaff⸗ net werden. du hast uns, o lieb⸗ ster heiland, ein Vorbild gelassen, daß wir sollen nachfolgen deinen fußstapfen. 6ib, daß wir im Auf. sehen auf dich, den Anfänger und vollender unsers Glaubens, laufen durch Gecluld in dem sampfe, der uns verordnet ist, auch einst des Glaubens Ende, der Seelenseligkeit, davonbringen und dich für deine unaussprechliche Liebe loben und preisen immerdar und ewiglich. Amen. 3. Vir sagen dir von herjen Dank, lieber Vater, für das teure blut deines lieben Sohnes, das er um unsertwillen vergossen hat, durch welches du uns noch täglich in dei⸗ ner heiligen stirche reinigst von allen unsern Sünden. Wir sagen dir Dank für deine große, unaus⸗ sprechliche Liebe, der du uns, die wirs doch nicht wert waren, also geliebt hast, daß du uns durch dei⸗ nen eignen Sohn erlöst hast, durch den hohenpriester, Mittler und ge⸗ treuen hirten, der sich dir zum Op⸗ fer gegeben hat und seine Seele dargegeben für die herde deiner Schäfe, der nun sitzet zu deiner Rechten und bittet für uns. Aber wir bitten und flehen auch ju dir, du gütiger und getreuer Gott, du 59 VI. Gebete für feste und Wochengottesdienste der Kirche. heiland aller menschen, du wollest uns deine önade geben, daß wir llich für alle solche deine Erbar⸗ mung mit deinem Sohne und hei⸗ ligen Geiste in allen Dingen von herzen loben und preisen in Cwig⸗ keit. Amen. 4. Herr Jesu Christe, wir treten un; ter dein streuz und bekennen mit demütigem herzen: Wir, wir ha⸗ ben dir Arbeit gemacht in unsern Sünden und haben dir mühe ge⸗ macht in unseren missetaten. Du aber hast uns durch dein heiliges sreuz und bittern Tod von allen unseren Sünden gnãädig erlöst und die ewige 6erechtigͤkeit uns ge⸗ bracht. Wir danken dir für diese deine große Liebe und Erbarmung. Erleuchte, bewege und entzünde nun, getreuer heiland, unsere her⸗ zen, daß wir dich herzlich wieder lieben und an dir in starkem, festem Glauben haͤngen. hilf, daß wir un⸗ ser ganzes Leben nach deinen ßuß⸗ stapfen richten und unter der fahne deines sieghaften sreuzes in dieser Welt wider die sünde ritterlich streiten, bis du uns nach wohl⸗ vollbraächtem Cauf und stampf in frieden(darum wir dich herzlich bitten) in das ewige seben zu allen Auserwählten abfordern wirst. Da wollen wir ewig rühmen: breis und chre, Anbetung und Dank sei dir, daß du durch deinen hei⸗ ligen sreuzestod von allem un⸗ serm Jammer uns erlöset und ein ewiges heil uns erworben häast. Amen. Am 6ründonnerstage siehe õebet 65. 80. Am sftarfreitage. Wir dlanken dir, herr Jesu Christe, waährer 6ott und mensch, daß du uns arme sünder und ver⸗ llammte menschen ohne alle unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch dein heiliges Leiden, Ster⸗; ben und blutvergießen erlöst hast. 0 herr Jesu christe, wie groß ist dlein Ceiden, wie schwer ist deine pein, wie viel ist deiner Marter, wie tief sind deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod! Wie unaussprechlich ist deine Liebe, womit du uns deinem himmlischen vater versöhnt häst, da du am öl⸗ berge blutigen Schweiß vor gro⸗ ßer Todesangst geschwitzt, daß die blutstropfen auf die Erde gefallen, und daselbst, von allen deinen Jün⸗ gern verlassen, in die hände der Sünder dich willig für uns erge⸗ ben, die dich hart gebunden und von einem ungerechten Richter zu dem andern unbarmherzig geführt haben; daselbst bist du fälschlich verklaäͤgt, verurteilt und verspeit, verhöhnt und mit fäusten in das Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen jerschlagen, gegeißelt und mit Dornen gekrönt; du warst der allerverachtetste und unwerteste, voller Schmerzen und frankheit, also, daß es auch ein heidnisch herz erbarmt hat ju sagen: Sehet, welch ein mensch! Du bist wegen unse⸗ rer Mmissetaten unter die Ubeltäter 60 VN. õebete für feste ung Wochengottesdienste der keirche. gerechnet und als ein fluch aufge⸗ hängt, an händen und füßen mit nägein durchgraben, dazu in dei⸗ nem höchsten Durst mit Essig und Galle getränkt, und mit großen Schmerzen hast du deinen 6eist auf⸗ gegeben, auf daß du unsere Schuld bezahltest, und wir durch deine Wunden geheilt würden. o herr Jesu hriste, für alle diese deine marter und pein sagen wir dir Lob und Dank und bitten dich: Caß dein heiliges, bittres Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben jederzeit von herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehn und be⸗ trachten, daß alle bösen Lüste in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend einge⸗ pflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben und dei⸗ nem Vorbilde nachfolgen, in deine fußstapfen treten, das Ubel mit Gedluld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Das verleih uns, herr Jesu, um deines heiligen, teuren Verdienstes willen. Amen. 81. Am Osterfeste. Lieber herr Jesus christus, du all- mächtiger õott und starker Sie⸗ gesfürst, der du die Bande des To- des zerrissen, in großer Majestät und herrlichkeit aus deinem 6rabe auferstanden und ein Erstling wor⸗ dlen bist unter denen, die da schla; fen: wir danken dir an diesem dei;⸗ nem großen khrentage für dein heiliges Leiden, Sterben und Ruf⸗ erstehung, denn es ist alles uns zu gute geschehen. Du hast die Pforten der hölle zerbrochen, damit wir in ewiger freiheit aus⸗ und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger hand ausgeführt aus dem 6efäng⸗ nis und dem Reiche des Todes, dem du seine maͤcht genommen, und hast uns von der ewigen Dienst⸗ barkeit erlöst. Du bist von den To⸗ ten auferstanden und mit macht hervorgedrungen als unser haupt und hirt, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im 6rabe bleiben, sondern durch dlich zur ewigen herrlichkeit auferstehen sollen. darum rufen wir heute mit fröhlichem munde: Gott sei Cob und Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern herrn Jesum christum. Auch bitten wir dlich: Laß deine heilige Auferste⸗ hung allezeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsere Sünden in deinem 6rabe tief verborgen, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Vaters nicht mehr kommen noch uns be⸗ schämen werden. hilf uns auch endlich alle Todesnot und Schmer⸗ zen durch den freudigen Trost der Auferstehung unserer Leiber kräf⸗ tig überwinden, und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Steht auf, ihr Toten! so öffne unsere öräber und laß uns dir mit freuden entgegen gehn. Dann werden wir dein hei⸗ liges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und hei⸗ ligen 6eist in Ewigkeit preisen. Amen. 0¹ VI. sebete für feste und Wochengottesdienste der sirche. 82. Am feste der himmelfahrt christi. herr Jesus Christus, allmächtiger herr und Gott, wir danken dir, dla du nach erhaltenem Sieg wider alle deine feinde deine fröhliche himmelfahrt mit großer Majestät, mittrriumph unddubel der heiligen Engel gehalten und dich zur Rechten deines himmlischen Vaters gesetzt hãst. So hãt dein streuz und Leiden ein seliges Ende genommen, du bist durch den Tod zu deiner ewigen herrlichkeit eingegangen. Lieber heiland, du bist am Ufer, wir sind noch auf dem wilden meere; du bist im Siege, wir sind noch im Streit. 6ib uns doch deine õnade, daß wir mit unsern herzen und õedanken dir nachsehn, auf daß unser herz sei, wo unser Schatz ist. Caß uns alles IWeltliche mit füßen treten, damit wir uns mit herzlichem õebete, Seuf⸗ zen und flügeln des wahren 6lau⸗ bens zu dir in die höhe schwingen können. Wir glauben und trösten uns festiglich, du werdest uns als deine 6lieder nicht hier im Clend lassen, sondern endlich, wenn wir unsern Lauf vollendet und im wah · ren ölauben beschlossen haben, uns auch ju dir nehmen. Denn du hast ja deinen himmlischen Vater vor deinem heiligen Leiden so inbrün⸗ stig gebeten und gesagt: vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast. Und weil du nicht allein zu deinem, sondern auch zu unserm Vater auf⸗ gehoben bist und deinen Jüngern und uns verheißen hast: Ich will wieder kommen und euch zu mir nehmen, daß ihr seid, wo ich bin, so erfülle deine tröstliche Zusage, lieber Erlöser, und hole uns bald zu dir, denn uns verlangt von herzen nach dlir. Wie gerne wollten wir bei dir in unserm himmlischen Vaterlande sein; wie viel lieber wollten wir das, als länger in dieser elenden pilgrimschaft wallen. õern wollten wir unsere irdischen hütten able⸗ gen. Denn wir sehnen uns nach un⸗ serer Behausung, die im himmel ist, und daß das Sterbliche vom le⸗ ben verschlungen würde und wir daheim wären bei dir. Bis aber unsere Stunde kommt, wollen wir mit unserm 6emüt in den him⸗ mel dringen und mit dem ver⸗ langen daheim sein bei dir, der du bist unsers herjens freud und Wonne, hochgelobt in Cwignkeit. Amen. 83. Am Pfingstfeste. Uir ioben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Uerheißung erfüllt, deinen heiligen belst Uber alles fleisch ausgegossen, deinen himmel aufgetan und uns mit geistlichem Segen in himmli⸗ schen öütern gesegnet hast. Nun hast du alles getan, du õott aller õnade 6² und Vater der Baͤrmherzigkeit, was du dir vorgenommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines namens Chre sind und unser ewiges heil. Du hast den Na⸗ men deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsere herzen ausgegossen. Ja, du willst selbst in che. rün· r, ich e bei hast. nem, auf gern Will mir in, so leber dir, nach Alir ande Wir udlen llten Able⸗ jun; nmel N le- Wir aber Wir Him⸗· Uer- der und keit. was leine let, und Ma⸗ tlärt Tzen st in VI. Gebete für feste und ochengottesdienste der girche. uns wohnen, willst unser õott sein, und wir sollen dein Volk sein. hoch · gelobt sei dein heiliger Name! er; höre nun heute die Gebete deines Uolkes. Tröste uns wieder mit dei⸗ ner hülfe und nimm deinen heili⸗ gen oeist nicht von uns. halte im Bau dlen Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, den du dir festiglich erwählt hast, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Se⸗ gens. Laß deine õemeinde bleiben bei deinem reinen Wort und öffne wiedler ihren mund, daß sie deine großen Taten preise. Tu die Tore deines Keiches weit auf und laß die fülle der heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem beist alle christ · liche Obrigkeit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer hande und leite sie auf rechtem Wege, daß sie tun möge, was dir wohlgefällig und deinem Volke heilsam ist. õieß über unsere häuser den Gõeist der Gnade und des 6ebetes aus und laß die seuchte deines heiligen Wor⸗ tes darin nicht verlöschen. Caß dei⸗ nen Geist, den õeist des Trostes und der straft, die Elenden erquicken, die Traurigen trösten, die Schwa⸗ chen stärken und die aufs beste mit unaussprechlichemSeufzen ver; treten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Voll⸗ ende an uns allen das gute Werk, das du angefangen hast, und maͤche uns würdig, dein ewiges Reich zu erlangen, da die große Schar aus allen heiden und völ⸗ kern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank saͤgt ewig⸗ lich. Dir samt deinem Ueben Soh⸗ ne und dem heiligen 6eiste sei Chre in der oemeinde zu aller Zeit und von(wigkeit ju Ewigkeit. Amen. 84. Am feste der heiligen Dreieinigkeit. herr Gott, allmächtiger Vater, der du die Welt so hochherzlich und unaussprechlich geliebt hast, daß du auch deines einigen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahin gegeben: wir ehren und loben deine majestat, und unser herz freut sich in dir Uber alles, was du uns an Leib und Seele getan hast, und bit; ten dich, du wollest dein väterliches herz nimmermehr von uns wen⸗ den und um Thristi willen, deines Geliebten, unser gnädiger Vater in Ewigkeit sein undbleiben.— OJesu christe, du Sohn des lebendigen õottes, du treuer heiland aller men· schen, wir danken dir auch fürdeine inbrünstige iebe, daß du um un⸗ serer Seligkeit willen deinen himm⸗ lischenThronverlassen, bis jum code am sereuʒ dich erniedrigt und uns den Weg zum ewigen Leben wieder eröffnet hast. O Gott heiliger Geist, du werter Tröster und Lehrer der ganzen christenheit, dich loben wir auch und danken dir für alle deine geistlichen ohltaten, mit denen du deine sirche jierst und schmückst, in allen Anfechtungen und nöten uns herzlich tröstest, und bitten dich, du wollest uns mit deiner önade fer⸗ ner überschatten und erleuchten.— 0O du heilige Dreieinigkeit, weil in deiner Erkenntnis unsere Seligkeit 6³ VI.. Gebete für feste und Wochengottesdienste der Kirche. steht, so erhalte uns fest darin, daß wir dich als unsern Gott allezeit recht ehren, loben und preisen. Uer; laß uns nicht, deine armen streatu⸗ ren, und stärke uns in unserer Pilgerschaft. CLaß einem jeden, der deine hülfe anruft, den Reichtum dleiner Erbarmung kund werden. Breite deine 6nade aus über unser ganzes Land, baue und festige dei⸗ ne firche auf dem fels der Wahr⸗ heit und laß sie unbeweglich stehn willer den Trotz der Welt, ja wider dlie Pforten der hölle. Verleih uns durch deine sraft, daß wir das 6e⸗ heimnis deines Wesens nicht allein mit dem munde, sondern auch mit dler Tat und Wahrheit ehren, daß wir uns dir jum Eigentum über⸗ geben, in dir leben und sterben und dermaleinst mit freuden er⸗ scheinen vor dem Thron deiner ewigen majestät und herrlichkeit. Amen. 85. Am feste der Engel oder Michaelis. Allmächtiger sott, ein herr him⸗ mels und der Erde, der du alles geschaffen hast, beide das Sichtbare und das Unsichtbare, die Thronen und die herrschaften, wir sagen dir Cob und Dank, daß du die himmli⸗ schen heerscharen, die heiligen En; gel, verorunet und ausgesandt hast zum Dienst um derer willen, die er ⸗ erben sollen dieseligkeit. Wirbitten dlich, du wollest ihnen Befehl tun, dlaß sie unsbehüten auf allen unsern Wegen, daß sie uns auf den handen tragen, und wir unsern fuß nicht an einen Stein stoßen. Treibe von uns alle bösen Mächte der finsternis und laß uns deine heiligen Engel allezeit begleiten, schützen und mächtiglich erretten. Laß durchihren Dienst Stadt und Cand, haus und hof, Weib und stind und alles, was wir häben, vor allem Unfall be⸗ währtwerden. ib unswahrebuße in unsere herzen, daß sich die ngel im himmel über uns freuen. Zünde in uns an ein brünstiges õebet und Cob deines Namens, daß wir der Engelnmt verrichten undmitihnen anbeten und rufen: heilig, heilig, heilig ist oott, der herr Zebaoth, alle Lande sind seiner hre voll! õib uns aber auch 6nade, daß wir ihnen nãchfolgen im 6ehorsam gegen dei⸗ nen heiligen Willen und freudig, wie sie, deine Befehle ausrichten. lnd wenn wir aus diesem zeitlichen Leben scheiden sollen, so laß unsere Selen von denEngeln inubrahams Schoß getragen werden und mache uns ihnen gleich am Tage der Aufer⸗ stehung, daßwirmitihnendichewig loben und preisen mögen. Amen. 86. Am Reformationsfeste. Aumächtiger und grundgütiger Gott, wir danken dir von herzen, daß du deinerstirche dich gnädiglich angenommen, das 6efängnis dei⸗ nes bolkes gewendet und am Abend der Welt unserm werten vaterlande durch dein teures Rüstzeug Martin Cuther ein großes Licht angezündet hãst. In deines õeistes fraft hat er den Brunnen Israels gereinigt, die 6⁴ VI. selie Verf Schr ler viel lleir und ten den lig prei Ziol mit und solle Wal keit dl 5 t her arn vor te,( gesi unt viel llein Stri gan Sol reu wei reic erk ich dles ner che. ider uns 5 Ge⸗ Uein mit slaß iber⸗ rben Her⸗ iner keit. be⸗ zuße ngel inde und ller nen ilig, alle uns nen dei⸗ lig, jten. chen Isere ams ache Ifer⸗ Wig nen. inde rtin ndet it er „llie V. 6ebete für feste und Wochengottesdienste der Kirche. seligmachende Wahrheit von aller berführung abgesondert, dieheilige Schrist deutlich Ubersetzt, den Stand der lieben Oobrigkeit gerettet und viel Gutes mehr ju deiner hre und deiner lieben emeinde Erbauung und zur Beruhigung der geängstig⸗ ten ewissen ausgerichtet. Danket dem herrn Zebaoth, daß er so gnã⸗ dig ist und tut immerdar 6utes. preise, Jerusalem, den herrn, lobe, Zion, deinen õott, der sein Wort gibt mit großen Scharen Cvangelisten, und alle, die den herrn fürchten, sollen sagen: Seine 6nade und Wahrheit waltet über uns in wig; keit. Nun, du treuer Gott, du hast uns bisher wider so manche Gefahr, Uerfolgung und berwirrung in die⸗ sem Licht gnädig erhalten, so be⸗ währe es ferner und erhalte den heilsbrunnen der allein seligma⸗ chenden Lehre in fried und Ruhe bei uns und unsern Kindern, daß die Stallit Gottes fein lustig bleibe mit ihren Brünnlein. Erwecke auch bei uns allen wahre Gottseligkeit, daß Wir behalten, was wir haben, und unsern Schatz nicht durch Undank verscherzen, sondern recht evange⸗ lisch, desselben würdig leben und dort dich ewigen 6ott, Vater, Sohn und heiligen õeist, loben und prei⸗ sen mögen in alle wigkeit. Amen. Am Taͤge der haͤgelfeier siehe öebet 33. NAm Erntedankfeste siehe öebet 37. 87. Am Bußtage. armherziger, ewigerõott und Va⸗ ter unsers herrn Jesu Christi, du herr himmels und der Erde, wir armen, elenden Sünder bekennen vordeinem allerheiligsten Angesich⸗ te, da wir leider mit unsernbätern gesündigt, daß wir mißgehandelt und gottlos gewesen mit unsern vielfältigen schweren Sünden, auch deinen gerechten Jorn und allerlei Strafen, sa den endlichen Unter⸗ gang wohl verdient haben. Solche unsere begangenen Sünden reuen uns von herzen, und die⸗ weil du unser aller Uater und lieb · reicher oott bist, der du lich also erklärt hast: So waͤhr als ich lebe, ich habe keinen 6efallen am Tode des ottlosen, so fliehen wir zu dei⸗ ner inbrünstigen und herzlichen Barmherzigkeit, demütig bittend, slu wollest aller unsrer Ubertretung nicht gedenken, sondern vielmehr eingedlenk sein deiner grundlosen 6üte und Barmherzigkeit. Ach VUater und herr, strafe uns nicht in deinem Jorn, züchtige uns nicht in deinem 6rimm. Ach herr, sei uns gnädlig, verstoße uns nicht von deinem An⸗ gesicht und laß es nicht mit uns gar dus sein. Erweise uns deine wun⸗ derliche 6üte, du heiland derer, die auf dich hoffen, und laß unser An⸗ gesicht nicht zu schanden werden. Ach herr, õott Zebaoth, sei du unser õott, mache dich auf zu richten und hilf allen Llenden und Bedrängten auf Erden, jerbrich die Pfeile aller feinde deines allerheiligsten ortes undnamens, laß ihre hände sinken, 6³ VI. Gebete für feste und Wochengottesdienste der girche. laß sie beschließen einen Rat und nichts daraus werden, und zerstreue dlie Völker, die da gerne kriegen. bestatte jã nicht, o treuer Vater, daß dein Weinberg, den du unter uns gepflanzt hast, verwüstet werde. Stehe ãuf, herr, und hilf uns mit lleiner starken hand und deinem allmächtigen Arm, tu wohl diesen und allen andern Landen, in wel⸗ chen du mit deinem Worte deine ohnung häst. 0O lieber herr und bott, sei und bleibe du beiundunter uns, stärkeunderweiteredein keich, slãs dlu aufgerichtet hast, denn es ist dein Werk. Erhalte uns und unsre achkommen bei reiner, gesunder Cehre und bei gewünschtem Land⸗ frieden. Uerschone uns, o treuer sott und vater, mit strieg, Aufruhr und Empörung, mit pestilenz und an⸗ dern gefährlichen Seuchen. Wende ab Teurung, Mißwachs, schädliches Wetter und alle andern Plagen. Sei uns gnädig, zeige uns deine Barm⸗ herzigkeit, ott, unserheil. Erleuchte unsere herzen, daß wir rechtschaf⸗ fene, wahre Buße tun, alle wissent⸗ lichen und vorsätzlichen Sünden fliehen und meiden, hingegen dich und dein heiliges Wort stets vor Augen haben und also dem wohl⸗ verdienten Verderben zeitlich und ewiglich entgehen mögen. Das alles wollest du tun, o treuer, barmherziger Vater, um des teuren, werten verdienstes und der krästi⸗ gen fürbitte willen deines lieben Sohnes Jesu Christi, unsers herrn, welcher mit dir und dem heiligen seiste lebt und regiert in gleicher Majestät und Chre, wahrer Gott und mensch, hochgelobt in Cwig⸗ keit. Amen. 89. Am blbelfeste. herr 6ott, himmlischer Vater, wir däanken dir, daß du uns dein heiliges Wort geschenkt und uns dladurch zur Erkenntnis der selig; machenden Wahrheit geführt haͤst. Wir bitten dich, du wollest uns und unsere achkommen dabei er⸗ halten und uns im rechten Ver⸗ ständnis desselben wachsen und zunehmen lassen. Und weil du gnädig und barmherzig bist und unserer missetat nicht gedenkst, so dergib uns in 6naden, was wir wider dein Wort Ubles getan, und nimm um unsers Ungehorsams willen dasselbe nicht hinweg von unserm munde und herzen, son⸗ lern laß es bleiben unsers fußes Leuchte und ein Licht auf unserm Wege. Verleihe allen, die dir in der Ausbreitung deines ortes dienen, lleinen göttlichen Segen, damit sie ihr Werk ausrichten und darin nicht müde werden. Segne inson⸗ derheit die unter uns gegründeten Anstalten zur Uerbreitung deines Wortes und laß sie wachsen und allerwärts sich mehren jzur Ver⸗ herrlichung deines Namens. führe diejenigen, die noch im Dunkeln wändeln, an das helle Licht deiner 6nade und öffne ihnen die RNugen, daß sie die Schrift verstehen und recht gebrauchen. Caß uns alle mehr und mehr erkennen, wie in deinem Wort verborgen liegen alle 60 VI. Gebete für feste und Wochengottesdlienste der geirche. Schätze der Weisheit und Erkennt⸗schauen, was wir geglaubt haben, nis, auf daß es uns uber alles wert und dich unter deinen Ruserwähl⸗ und teuer sei und immerdar bleibe ten ewiglich rühmen und preisen. unsers herzens freude, bis wirAmen. 90. Am feste der heidenmission. 1. Barmherziger õott und vater, ge⸗ lobt seist du, da du auch uns in dein Gnadenreich auf Erden, in deine heilige kirche berufen und deinen lieben Sohn uns gemacht hast zur Weisheit, zur öerechtigkeit, zur hei⸗ ligung und zur Erlösung. 6ib, daß wir diese 6nade lebendig erkennen und darin durch den 6lauben im⸗; mer fester gegründetwerden. Segne dau die Predigt deines Wortes in allen christlichen Gemeinden und gieße deinen heiligen õeist aus über lehrer und hörer. himmlischer vater! S8o viele millionen men⸗ schen sind noch ferne von dir und deinem frieden, zahlreiche Völker gehen noch in der Blindheit ihres herzens dahin und sind versunken in die Greuel des Götzendlienstes. 0o, erbarme dich ihrer, schenke ih; nen das Licht deines Cvangeliums, öffne ihre Nugen, daß sie dich und die Wunder deiner 6nade erken⸗ nen, und laß sie in deinem Sohne Jesu christo Leben und Seligkeit finden. Sende deine Boten in alle Welt, das Wort des heils zu verkünden aller srreatur. Rüste sie aus mit 6lauben und Liebe, mit ut und Demut, mit Weisheit und Treue, daß sie predigen mit aller freudigkeit und LCauterkeit und als deine Diener wirken in Beweisung dles Geistes und der srraft.—Wir bitten dich auch für diesenigen, 6² welche sich vorbereiten ju diesem schweren Berufe. Erleuchte ihren Verstand, reinige ihr herz, heilige sie durch und durch und mache sie zu tüchtigen Werkzeugen deiner Chre. Schütze und leite die Anstal⸗ ten, darin sie unterwiesen werden, und schenke ihnen allen nach dei⸗ ner Barmherzigkeit einen gesegne⸗ ten fortgang. Uns aber und allen Gliedern deiner seirche verleihe die Gnale, daß wir von herzen mögen bereit sein, ein jeder nach der õabe, die er empfangen hat, mitzuwirken für dlie Ausbreitung deines Reiches im 6lauben und in der Liebe. Es ist jà dein Werk, herr, du hast es angefangen, du wirst es auch voll⸗ enden. CTaß alle, die von orgen und von Abend, von mitternacht und von mittag ju deinem Reiche gekommen sind und noch kommen werden, mehr und mehr waͤchsen zu einer heiligen und seligen 6e⸗ meinde deines Sohnes, bis endlich Eine herde ist unter inem hirten, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der herr sei, zu dei⸗ ner Chre, von nun an bis in wig⸗ keit. Amen. 2. Gelobet seist du, Jesus Christus, dler Weit heiland! Du hast dir durch dein teures Blut alle menschen ju einem Eigentum erkauft und hast verheißen, daß dein Cvangelium soll gepredigt werden unter allen bölkern. dein name ist es, den seder mund bekennen, und in welchem aller seniee sich beugen sollen. Des sind wir fröhlich und sehen mit Uerlangen und mit Zu⸗ versicht hinaus auf die Völker der Erde, zu welchen in dieser Zeit dein Wort als eine neue Botschaft des Lebens läuft. herr, du wirst es nicht lassen leer zurückkommen: du wirst an allen Enden der Welt beweisen, dlaß dein Cvangelium eine straft Gottes ist, die selĩig macht. Wir bitten llich, offenbare dich überall als den barmherzigen heiland, der das Uerlorene sucht und das Verirrte wiedleerbringt, als den herrn, dem gegeben ist alle õewalt im himmel und auf Erden. Sei Sonne und Schild allen, die deinen namen verkündigen; mehre unter den heiden deiner Boten Zahl unl rüste sie mit dleinem seiste aus, dlaß sie das Schwert deines Wortes recht führen gegen alle Bollwerke dler finsternis. Laß sie mitten im sampfe deinen frieden schmecken, und ob sie auch mit Tränen säen, so laß sie doch für sich selbst und für dein Reich mit freuden ern. ten. neige die herzen der Völker zu deinen Zeugnissen; in deiner Christenheit aber erhalte und meh· re den Eifer für dein Wort und für dlie Verherrlichung deines allein seligmachenden namens. Zu dir flehen wir, herr, unser ott! Sei uns gnädig und segne uns; laß uns dein Angesicht leuchten, daß wir auf Erden erkennen deinen Weg, unter allen heiden dein heil. Amen. 91. Am Jahresfeste der inneren Mission. 0 lieber heiland, Jesu hriste, du bist einst auf unsere Erde ge⸗ kommen, um uns, die wir lagen in setten und Banden, zu erlösen von allen Sünden, vom Tode und von der sewalt des Teufels, und dlu hast uns geliebt bis zum Tode, a jum Tode am sereuz, damit wir könnten frei und ledig werden von allem(lend und in deinem keich unter dir leben und dir die; nen in ewiger Gerechtigkeit, Un⸗ schuld und Seligkeit. Du fragst uns von deinem heiligen sreuz herab: Das tat ich für dich, was tust du fur mich? Du willst uns einst richten danach, ob wir dich geliebt haben in den Armen und Elenden, den hungrigen und den nackten und Gefangenen. Ach, lieber heiland, so zünde doch nun deine Liebe in unsern Seelen an, wecke uns auf und erneure uns, daß wir nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 6ib uns ein mitleidig herz, daß wir gedenken unsrer elenden Brüder, die gebun· den sind von den stetten der Sünde und Schande und seufzen unter strankheit und Not, und mache uns eifrig und freudig, daß wir uns willig dir opfern jum Dienst der barmherzigen Liebe. Caß uns eilen Gutes zu tun und nicht müde wer⸗ den, daß Wir wirken, solange es Tãg ist, ehe denn die nacht kommt, dã niemand wirken kann. 68 VI. Gebete für feste und Wochengottesdienste der irche. Tche. und aus, ortes verke n im cken, sden, tund ern· ölker einer meh· für Ulein uU dlir Sei laß „daß einen heil. land, be in 5 auf nicht t der und 5 ein nken ebun; zünde unter je uns uns st dler eilen Wer⸗ EsTag nt, la VI. Gebete für feste und Wochengottesdienste der firche. herr, die rnte ist groß und der Ar⸗ beiter wenig, darum bitten wir dich, du herr der ęrnte, daß du Ar; beiter in deine Ernte sendest. Seg; ne insonderheit alle Anstalten der barmherzigen Liebe und alle Arbeit deiner Jünger an sranken und Ar⸗ men, 6efangenen und lenden jeder Art; gib allen Brüdern und Schwe⸗ stern, die sich den Samariterdienst jum Lebensberuf erwählt haben, deinen heiligen Geist, den õeist des 6laubens und der Selbstverleug⸗; nung, daß sie solchen Dienst mit freuden tun und nicht mit Seufzen. õib ihrer Arbeit reichen Segen und Erfolg, daß dadurch der Not ge⸗ wehret werde, auf daß der Sünden und Seufzer weniger werden im Lande, und viele Seelen errettet und gewonnen werden für dein Reich. Jã, herr, erlöse uns von allem Ubel und nimm uns endlich alle mit Gnädlen aus diesem Jammertal zu dir in dein ewiges himmelreich. amen. 92. für die Arbeit an den laubensgenossen in der Zerstreuung. Herr Gott, Wir danken dir, daß du bis auf diese Stunde dein gött⸗ liches Wort lauter und rein unter uns erhalten hast, daß es bleibe un; sers fußes Leuchte und ein Licht auf unserm Wege. Wir bitten dich, er⸗ halte das teure stleinod deiner selig⸗ machendenlbahrheit uns und allen unsern nachkommen und laß das licht desselben immer mehr über allen Völkern aufgehen. heiliger vater, gib einen hellen Schein der Erkenntnis Jesu Christi in unsre herzen undlaß das Wortvon seinem streuz uns göttliche strast und gött⸗ liche eisheit werden. 6ib uns auch ein offenes Auge, daß wir die Not der 6laubensgenossen in der Zer⸗ streuung sehen, und starke unsern 6läauben auch dazu, daß er in der Liebe juden Brüdern tätig erfunden werde. Schließe zusammen die her⸗ zen aller, die zum vangelium sich bekennen, auf daß wir als 6lieder Einesleibeseinanderhandreichung tun und in Liebe dienen. Mache uns zu Werkjeugen deines Erbarmens, dlaß wir mit vereinten sträften die müden hände stärken, die strau⸗ chelnden seniee festigen, die verjag⸗ ten herzen trösten. Segne dazu die Uereinsarbeitevangelischerbruder⸗ liebe, die wir heute mit Dank und Bitte vor dein Angesicht stellen, auch fernerhin wie bisher. Caß die seir⸗ chen, die sie erbaut, Stätten sein, da alljeitdein lauterestvangeliummit straft und freudigkeit gepredigt wird. Caß in den Schulen, die sie pflegt, in den Anstalten, die sie gründet, ein õeschlecht heranwach⸗ sen, das sich deiner und deines seligmachenden Wortes nicht schämt; laß in den Pfarrhäusern, die sie er; richtet, deinen oeist walten, den Geist dler seraft, der Cieve und der Zucht. herr, von dir allein kommt alles 6e⸗ deihen, darum wollest du unser Werk krönen mitdeinem Segen und uns alle immerdar waͤchsen lassen an dem, welcher unser haupt ist, Thristus. Bringe durch ihn alle Irrenden jurück ju dir, stärke die 69 VI. bebete für feste ung Wochengottesdienste der kirche. sehen, da nach der seligen Verhei⸗ Schwachen, bekehrediellngerechten, erleuchte die Betörten und laß die arme jertrennte menschheit dencag zung deines Wortes eine herde und Ein hirte sein wird. Amen. 93. Gebet für die wöchentlichen Betstunden. Am montag. Barmherziger oott und vater, nach· dem wir abermals eine Woche zurückgelegt und in eine neue ein · getreten sind, so danken wir dir für alle erwiesenen Wohltaten. Du hast dlein Wort und Sakrament unter uns rein und lauter erhalten, uns kuhe und friede, auch tägliche ah; rung bescheret. Du hast uns der vorigen Woche Tage und Pläͤge gnädig überwinden helfen und lässest uns diese Woche mit esund⸗ heit und freude antreten. für sol⸗ che und alle andern õuttaten sagen wir dir von herzen Lob und Dank. Weil wir aber in der vergangenen Woche wider dich, herr unser Gott, vielfältig gesündigt haben, so ist uns solches herzlich leid, und bitten wir alle um 6nade und Verge⸗ bung. Caß uns der heiligen Lei⸗ dens und marterwoche deines lie⸗ ben Sohnes und dessen, was er uns durch sein Leiden, reuz und Tod in derselben erworben haͤt, heil⸗ samlich genießen. Gib, daß wir aus der alten Woche keine alten Sünden mit in die neue nehmen. 6ib uns neue herzen und einen neuen ge⸗ wissen 6eist. CLaß deine 6nade alle morgen über uns neu aufgehen und erhalte uns bei deinem reinen Worte und bei dem rechten 6ebrau⸗ che der heiligen Sakramente. Stärke auch mit sraft aus der höhe alle christlichen Obrigkeiten. fördre gu; ten Kat und nützliche Tat und wende serieg, Pest, Teurung, feuersbrunst, Wassersnot und sonst alles herzeleid in 6naden von uns ab. Gib uns friede und õesundheit, auch ölück und heil ju unser aller Beruf und Stande. Und weil wir nun mit der neuen Woche unsre Amts⸗ und be⸗ rufsarbeit wieder antreten, so fan⸗ ge, o Gott, von neuem an, uns zu segnen. Caß uns das Werk, daʒu du uns beschieden hast, mit Freude an; greifen und führe durch deinen Segen alles, was wir in deinem namen anfangen, zu deiner hre, u unserer und unsers Nächsten Wohl⸗ fahrt glücklich hinaus. Gefällt es dir aber, lieber VUater, uns in der angehenden Woche mit sreuz und Trübsal heimzusuchen, so gib 6e⸗ duld und mache uns das streuz nicht schwerer, als wir es ertragen können. hast du endlich über einen oder den andern von uns beschlos⸗ sen, ihn in dieser Woche durch den zeitlichen Tod aus dieser Welt ab⸗ zufordern, so gib demselben hier ein seliges Ende, daß er dort ewig beidir sei, undwirzuletztinsgesamt, nach aller mühe und Arbeit auf Erden, bei dir im himmel einen Sabbath nach dem andern in ewiger freude und herrlichkeit feiern mö⸗ gen. Das verleihe uns, o Gott, in des heiligen Geistes straft durch Je⸗ sum christum. Amen. 70. dende Unst, beleid uns Glück und it dler d Be⸗ fan; ns zu VI. õebete für feste und Wochengottesdlenste der Kirche. 94. Uoch ein õebet für Betstunden. 0 herr, allmächtiger, varmherziger Uater, wir armen Sünder kom⸗ men vor dein heilig Angesicht und sagen dir aus herzensgrund für alle deine Wohltaten billig Lob und Dank, daß du uns ju deinem Eben⸗; bild erschaffen und nach deiner gro⸗ ßen Barmherzigkeit wiedergeboren und in deinemliebensohne, unserm herrn Jesu Christo, der hoffnung nach ju Erben der ewigen, himm⸗ lischen 6Güter angenommen, auch bisher an Ceib und Seele gnädiglich erhalten hast. Wir bitten dich ferner dlemütiglich, du wollest uns alle unsre Sünden und missetaten aͤurch dlas teure Verdienst deines Sohnes Jesu christi vergeben und um seiner vollgültigen fürbitte willen alle wohlverdienten haus⸗ und Land⸗ plagen gnãdiglich mildern und ab; wenden und deinen heiligen seist verleihen, daß wir uns forthin in unserm Beruf und allem Vorneh⸗ men durch denselben auf ebener Bahn führen und regieren lassen, llamit wir dich, o Gott, stets vor Nu; gen häben und kindlich fürchten, hingegen diesünde mit allem ernste meiden, das liebe sreuʒ mit christ⸗ licher eduld hinnehmen und ge⸗ horsamlich leiden. Wir vefehlen dir auch weiter, o getreuer, allmächti- ger Vater, die ganze christenheit auf Erden, allehohen christlichen haup⸗ ter, desgleichen unsre Obrigkeit, unsre getreuen Lehrer und alle gott; seligen hausväͤter samt ihren Ange⸗ hörigen. Behüte unser liebes Vater; land vor strieg, Mißwachs, hunger, Seuchen und srankheiten, vor feu⸗ ers⸗- und Wassersnöten. Auch laß dir, o milder Vater, die früchte auf dlem Cande und unsere ganze nah · rung wohl befohlen sein. diewollest du segnen und uns gedeihen las⸗ sen, den Armen Brots genug, den scranken õeduld und 6esundheit geben, den Sündern 6nade zur Besserung ihres Lebens, uns und al; lenchristgläubigen Barmherzigkeit und naͤch diesem vergänglichen ddas ewige selige Leben schenken und mitteilen. Durch Jesum Thri⸗ stum, unsern herrn und heiland. Amen. 95. für kirchliche Bibelstunden. Allerheiligster und gnädligster ott, dlu hãst in deinem Wort verspro⸗ chen, daß du wollestzu uns kommen und uns segnen an dem orte, da du deines namens Gellächtnis stisten würdest. Gedächtnis nun zu halten von deinem allerheiligsten Namen sind wir auch allhie versammelt. Darum bitten wir dich herzlich und demütig, du wollest mitten unter uns sein, du wollest uns segnen und zu diesem deinem Dienst geschickt und tüchtig machen. Vergib uns zu dem Ende, himmlischer Vater, alle unsre Sünden, Übeltaten, fehler und Schwachheiten um Jesu christi und seinerblutigen, vollkommenen Aussöhnungwillen undheiligeuns täglich mehr und mehr, der Sünde und Welt abzusterben. Schenke uns 71 ———— VI. bebete für feste und Wochengottesdienste der Kirche. deinen heiligen õeist mit reichem maß, damit dein göttliches Wort von uns mögerecht gelehrt, andãäch · tig gehört, in einem beständig guten herzen bewahrt und in ein christlich leben verwandelt werden. heili⸗ ge unsre Gedanken, reinige unsre 6emütsbewegungen, sammle alle unsre verstreuten Sinne aus der Welt zurück hieher vor dein göttlich Angesicht, daß wirorteundsträfte lles Lebens empfangen. Rühre auch dlen mund und das herʒ deines un. würdigen Dieners, das Wort der himmlischen Wahrheit mit aller freudligkeit und Geisteskraft aus⸗ zureden, und gehe du von Seele zu Seele in der 6emeinde unter uns, einen jeglichen aufzuwecken jum Stande rechtschaffener Bekehrung und zur Erhaltung der gewünschten Seligkeit. Alles um deines lieben Sohnes, unsers herrn Jesu Christi willen. Amen. WMMMMMMMN 72 rche. 5 un· t der aller aus- ele zu uns, jum rung schten leben hristi WMMMMNMdollekten. MMMMMMNN Kollekten. für bestimmte Tage und Zeiten. Auf Advent. 1 Cleber herr ott, wecke uns auf, daß wir bereit sein, wenn dein Sohn kommt, ihn mit freuden zu empfangen und dir mit reinem 2 Herr bott, himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem herzen, daß du uns armen Sündern zu Trost dleinen Sohn hristum zu einem Messias verordnet undgesandthast, dlaß er als ein gerechter niĩg und heiland sein Volk von Sünden erlõ⸗ sen und aus des Teufels Tyrannei und ewigem cdode erretten sollte. Wir bitten dich von herzen, du wol⸗ lest uns durch deinen heiligen õeist 3 Wir bitten dich, lieber herr Gott, dlu wollest unsere herzen durch deiner onade heimsuchung reini⸗ gen, daß dein Sohn, wenn er zu herzen zu dienen, durch denselben deinen Sohn, Jesum(hristum, un⸗ sern herrn. Amen. also erleuchten, regieren und füh⸗ ren, daß wir diesen gerechten Kö⸗ nig und heiland wahrhaftig erken⸗; nen, an ihm allein halten, uns an seiner geringen õestalt, verachtetem orte und Reiche nicht ärgern, sondern in einem rechten Uertrau⸗ en auf ihn ewig selig werden mö⸗ gen, durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. uns kommt, eine bereite ohnung finde, der mit dir lebet und regieret in Cwigkeit. Amen. Am Vorabend des Christfestes. 4 Cieber herr Gott, der du diese ge⸗ weihte Nacht im ölanz des wah⸗ ren Lichts hast scheinen lassen, ver; leih, daß wir dort im himmel der freuden jenes Lichtes inne werden, dessen õeheimnisse du uns hier auf Erden offenbart hast. Durch den⸗ selben unsern herrn Jesum chri⸗ stum, der da ist das wahrhaftige Licht und mit dir lebt und herrschet, währer Gott, immer und ewiglich. Amen. Am christfeste. 5 Hilf, lieber herr 6ott, daß wir der heiligen oeburt deines lieben Sohnes teilhaftig werden und von unsrer sündlichen Geburt erledigt 73 WMMMNNNMNMMN collekten. NNNNNNNNNNWN in der neuen eburt dir dienen, durch denselben deinen liebensohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. 6. Herr Gott, himmlischer Vater, wir dlanken dir für deine groe 6õnã; de und Barmherzigkeit, das du dei⸗ nen eingebornen Sohn in unser fleisch häst kommen lassen und durch ihn uns von Sünden und ewigem Tode gnädiglich geholfen. Wir bitten dich herzgründlich, er⸗ 7 herr bott, der du uns mit dem jahr; lichen Geclächtnis unsrer érlö⸗ sung erfreuest, gib, daß wir deinen eingebornen Sohn, den wir nun fröhlich als einen Erlöser empfan⸗ leuchte unsre herzen durch deinen heiligen õeist, daß wir dir für solche deine onade dankbar sein und derselbigen uns in aller Anfechtung trösten und endlich ewig selig wer⸗ den mögen. Durch denselben deinen Sohn, unsernherrn esumchristum. Amen. gen, auch bei seiner Ankunft zum bericht in sicherem frieden schauen mögen, unsern herrn christum, der mit dir und dem heiligen Geiste le⸗ bet undregieret in wigkeit. Amen. Am neujahrstage. 8. 0 herr ott, himmlischer Vater, wir danken dir für deine väter⸗ liche 6nade, da du dich der armen sünder angenommen und deinen Sohn christum ihnen zu gut unter das Gesetz getan hast, daß er mit seinem vollkommenen Gehorsam dleinen gerechten Zorn stillen und unsern Ungehorsam heilen möchte. Wir bitten dich, du wollest durch Allmächtiger, ewiger Gott, von dem alle gute und vollkommene õãbe herabkommt, wir danken dir für alle deine Wohltat, die du uns im vergangenen Jahre beides geist⸗ lich und leiblich hast erzeiget; und bitten deine Barmherzigkeit, du 9 deinen heiligen õeist unsere herjen also erleuchten, daß wir uns solches 6ehorsams wider unseresündeund das böse Gewissen trösten können und durch die hülfe des heiligenöei⸗ stes auch anfangen, gehorsame kein⸗ ler zuwerden, und endlich dieewige Seligkeit erlangen mögen. Durch Jesum, unsern herrn. Amen. glückseliges und freudenreiches Jahr bescheren, vor Unglück und Gefahr uns gnädiglich behüten und len. Durch Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem hei⸗ wollest uns nun wiederum ein 7. Ewigkeit. Amen. 4 denselben deinen Sohn, Christum mit deinem göttlichen Segen erfül⸗ ligen seiste lebet und regieret in zum auen n, der ste le· men. erjen olches eund nnen nöei⸗ sein⸗ wige Durch istum eiches und nund erfül⸗ einen n hei⸗ ret in WWMDNNNNNNN sollekten. NMNMMNNNNNNMNNNN Am feste der ęrscheinung christi. 10. herr 6ott, himmlischer Vater, der du deinen eingebornen Sohn Je⸗ sumchristum durch die rscheinung eines Sterns den heiden offenbart und uns auch in diesen letzten Zeiten durch das selige Licht deines göttli⸗ chen Wortes zu der Erkenntnis dei⸗ nes lieben Sohnes hast kommen lassen, wir bitten von ganzem her⸗ herr Gott, himmlischer Vater, der du ãn diesem Tage deinen einge⸗ bornen Sohn Jesum(hristum den heiden durch Leitung des Sternes offenbart hast, verleih uns gnädig⸗ lich, daß wir dem seligen Lichte der 11. jen, du wollest uns durch deinen heiligen Geist also begnaden und begaben, daß wir nach solchem lich · te deiner ahrheit immerdar wan⸗; deln, uns mit ganzer Zuversicht un· sers heilandes allzeit erfreuen und also zur ewigen Seligkeit erhalten werden. durch denselben deinen Sohn, unsern herrn. Amen. heidlen immerdar nachwandeln und endlich alle zur Anschauung deiner göttlichen majestätundherr⸗ lichkeit gelangen. Durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, un⸗ sern herrn. Amen. für die Weihnachts⸗- und Epiphaniaszeit. 12. Allmächtiger, ewiger Gott, wir bitten dich, verleih uns, die wir mit dem gnadenreichen Lichte dei⸗ nes neugebornen Sohnes Jesu chri⸗ sti begnadigt sind, daß wir auch herr 6ott, himmlischer Vater, der du ãus väterlicher Ciebe gegen uns arme sSünder deinen Sohn uns geschenkt hast, daß wir an ihn glauben und durch den 6lauben sollen selig werden, wir bitten dich, Allmächtiger, gütiger õott, barm⸗ herziger Vater, erleuchte über uns dein väterliches Angesicht und stärke in uns die Erkenntnis dei⸗ ner Barmherzigkeit, die du uns in deinem lieben Sohne bewiesen hast, 13. 14. mit der Tat vollbringen, was wir im herzen glauben und mit dem munde bekennen. durch denselben deinen lieben Sohn, Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. gib deinen heiligen õeist in unsre herzen, daß wir in solchem ölauben bis an unser Ende beharren und ewig selig werden. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. auf daß wir, zu deinem Lobe ent⸗ zündet mit allem himmlischen heer in allen unsern Worten und Wer⸗ ken dichrühmen und preisen. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 7³ NDMMMDDMMDDMNophinDRkollekten. NWVNNNNNNNNNNNN Am feste der Darstellung Jesu im Tempel. 15. hHerr 60tt, himmlischer Vater, der du deinen Sohn uns jum hei⸗ lande bereitet hast, daß er der hei⸗ dlen Licht und Israels Preis sein sollte, wir bitten dich, erleuchte uns⸗ re Herzen, daß wir deine önade und väterlichen Willen in ihm er⸗ kennen, auch hülfe und Schutz wider die Sünde, Verdammnis und den leidigen Satan an ihm häaben und endlich ewig se⸗ lig werden mögen. Durch densel⸗ ben deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 16. Lieber herr Jesu christ, der du bist das wahre Licht, welches alle menschen erleuchtet, die in diese Welt Kommen, wir bitten dlich, erleuchte unser herz mit dei⸗ nen 6naden, auf daß wir dich mit dem heiligen Simeon als un⸗ sern heiland erkennen und nach dieser Welt Dunkelheit bei dir in himmlischer slarheit ewiglich bleiben, der du lebst und herr⸗ schest mit dem Vater und heiligen Geist von Ewigkeit zu Cwigkeit. amen. Am feste der Verkündigung mariä. 17. herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir für deine unaus⸗ sprechliche õnade, da du uns arme Sünder so gnädig bedacht, deinen Sohn in unser fleisch geschickt und ihn um unsertwillen mensch hast werden lassen. Wir bitten dich von ganzem herzen, u wollest uns durch deinen heiligen õeist önade verlei⸗ hen, daß wir uns seiner enschwer ⸗ dung, seines Leidens und Sterbens trösten, ihn für unsern herrn und ewigen Rönig erkennen und an⸗ nehmen und durch ihn mit dir und dem heiligen õeiste ewig leben und selig werden mögen. Amen. In der fastenzeit. 18. Allmächtiger, ewiger herr ott, dler du für uns hast deinen Sohn des sereuzes pein lassen lei⸗ den, auf daß du von uns des fein; dles Gewalt triebest, verleih uns, also zu begehen und zu danken seinem Leiden, daß wir dadurch der Sünden Vergebung und vom ewigen Tode Erlösung erlangen. durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. 19. Barmheriiger, ewiger 6ott, der du] schont hast, sondern ihn für uns deines einigen Sohnes nicht ver⸗alle dahingegeben, daß er unsere 76 m NNND sollekten. NMMNNNNNNNMNN Sunde am streuʒe tragen sollte, ver⸗ noch verzage. Durch denselben dei⸗ leih uns, daß unser herz in solchem nen Sohn, Jesum Christum, unsern 6lauben nimmermehr erschrecke herrn. Amen. 20. herr 6ott, der du alleʒeit ust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser buß⸗ fertig Gebet und maͤche die, so in banden der Sünde liegen, los und 2 herr Gott, himmlischer Vater, der du aus väterlicher 6nade deines eingeborenen Sohnes nicht ver⸗ schont, sondern ihn in den Tod und an das sereuzʒ hinan gegeben hast, wir bitten dich, gib deinen heiligen 1 ledig naͤch deiner milden Güte. durch unsern herrn Jesum chri⸗ stum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen 6eiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Geist in unsre herzen, daß wir sol⸗ cher 6nade uns herzlich trösten, vor Sünden ferner uns hüten, und was du zu leiden schickest, geduldig tra⸗ gen mögen, auf daß wir durch ihn mit dir ewig leben. Amen. 22. Herr 6ott, Vater aller Barmherzig⸗ keit, wir bitten dich, du wollest gnãdiglich sehen auf dies dein Volk und hausgesinde, um welches wil⸗ len dein lieber Sohn Jesus Christus sich nicht geweigert hat, übergeben herr Jesu, unsre Ruhe und Leben, wir danken dir, daß du unsre Sünde mit dir in dein õrab ge⸗ nommen und darin begraben und uns durch deinen neuen Sabbath im Grabe ewige Ruhe erworben hast. Hilf, daß wir dein rab für unsrer Sünden serker erkennen 23. zu werden in die hände der Sün⸗ dler und zu dulden die schmähliche Pein des sreuzes, der mit dir lebt und herrschet wahrer õott in einig⸗ keit des heiligen Geistes ewiglich. Amen. und uns vor unserm Grabe nicht fürchten, sondern in deiner Er⸗ kenntnis gern und willig in un⸗ ser Ruhekämmerlein schlafen ge⸗ hen, der du mit deinem heiligen Leibe all unsre õräber weihest und heiligest, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. Am õründonnerstage, auch sonst bei der feier des heiligen Abendmahls. 24. 0 herr Jesu christe, der du uns hier dens gelassen hast, wir bitten dich, in dem wunderbaren Sakra⸗gib uns önade, daß wir das heilige mente ein sedächtnis deines Lei⸗ Geheimnis deines Leibes und blutes 77 NRNNNNNNN so ehren und handleln, daß wir dei⸗ ne Erlösung in uns täglich frucht⸗ barlich empfinden, der du mit dem 2 Wir dlanken dir, allmächtiger herr Gott, da du uns durch diese heil: same õabe hast erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, daß du uns 2 Allmächtiger Gott, ewiger Vater, ein stönig der Ehren und ein herr himmels und der Erde, dir sei Cob, Chre und Ppreis, daß du uns würdig geachtet hast, zu diesem Reichtum deiner õnade und seligen Speise zu kommen. Wir bitten dich, lieber Rollekten. WMWMWMWNNNNNMMN vater und dem heiligen õeist lebest und regierest, wahrer Gott, von Ewigkeit zu Cwigkeit. Amen. 5. solches gedeihen lassest ju starkem õlauben gegen dich und zu brünsti⸗ ger LCiebe unter uns allen. Um Jesu Christi, unsers herrn, willen. Amen. 6. vater, du wollest uns deinen heili⸗ gen Geist verleihen, auf daß wir mit herz und oemüte, was droben ist im himmel, suchen und auch gna⸗ diglich finden. Durch denselben dei⸗ nen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. Am osterfeste. 27. Allmächtiger 6ott, Wir bitten dich, verleih uns, die wir das fest der Nuferstehung unsers herrn feiern, daß wir durch Erneuerung deines heiligen õeistes vom Tode der Seelen auferstehn, auf daß wir mit dir ewiglich leben. Durch Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. 28. Allmächtiger ott, himmlischer Va⸗ ter, der du durch den Tod deines Sohnes die Sünde und den cod zunichte gemacht und durch sein Auferstehen Unschuld und ewiges Leben wiedergebracht hast, auf daß wir, von der ewalt des Teufels herr Gott, himmlischer Vater, der duͤ deinen eingebornen Sohn um unsrer Sünde willen dahin ge⸗ geben und um unsrer 6erechtig. keit willen wieder auferwecket hast, hilf, daß wir als õlieder seines 29. erlöset, in deinem Reiche leben, ver⸗ leih uns, daß wir solches von gan⸗ jem herzen glauben und, in solchem Glauben beständig, dich allzeit lo⸗ ben und dir danken. Durch den⸗ selben deinen Sohn, Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. Leibes an ihm, unserm haupte und lebensfürsten, sest hangen und der⸗ maleinst in der herrlichen Nufer ⸗ stehung der õerechten an jenem Tage mit freudigkeit vor ihm er⸗ scheinen und mit ihm in sein 78 · *** ———.—.. WMWMDMMophMh Rkollekten. NMNNMN NMMNINN ewiges Reich eingehen mögen, dadir und dem heiligen 6eiste in er als ein sieghafter Überwinder Cwigkeit lebet und herrschet. aller seiner und unsrer feinde mit Amen. für die freudenzeit. 30. Allmächtiger 6ott, der du uns durch deinen Sohn eröffnet hast den Zugang zum ewigen Leben und durch das eheimnis seiner fröhli⸗ chen Auferstehung der ganzen Welt heil verliehen, wir bitten dich, du wollest unsere Begierde zur schönen Ewigkeit erwecken und uns die himmlische 6abe der vollkomme⸗ nen freiheit verleihen. Durch den⸗· selben deinen Sohn, Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. 51. Cieber herr õott, der du durch die Erniedrigung deines Sohnes die Welt vom tiefen falle aufgerichtet häst, gib deinen 6läubigen allzeit fröhlichen Mut, auf daß sie, von den Schrecken des ewigen Todes Cieber herr 6ott, der du die herʒen deiner 6läubigen mit einerlei Sinn erfüllest, verleih deinem Vol⸗ ke, das zu lieben, was du beflehlst, dãs zu begehren, was du verheißest, auf daß bei dem eitlen Treiben die- 32. errettet, der unvergäͤnglichen freu⸗ den teilhaftig werden. Durch den; selben unsern herrn Jesum chri⸗ stum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen 6eiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. ser Welt unsere herzen droben haf⸗ ten, wo die wahren freuden sind. durch unsern herrn Jesum chri⸗ stum, deinen Sohn, welcher mit dir und udem heiligen 6eiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Am feste der himmelfahrt. 35. Allmächtiger cott, wir vitten dich, verleih, daß unser Sinn alle⸗ zeit dahin stehe, wohin der herr dieses festes mit Ruhm und Preis ist eingegangen, und daß wir dort, wohin wir hier im 6lau⸗ herr Jesu hriste, du Sohn des al- lerhöchsten ottes, der du nun forthin nicht mehr auf Erden arm 34 ben traͤchten, unsern ewigen Nuf⸗ enthalt finden. Durch Jesum Thri⸗ stum, deinen Sohn, der in Einig⸗ keit des heiligen 6eistes mit dir lebet und herrschet in Ewigkeit. Amen. und elend bist, sondern zur Rechten deines Vaters ein gewaltiger herr über alles, was da ist im himmel 20 MMMMMMpMqaoodn kollekten. MM NNNNMNMNMN und auf Erden, alles auch erfüllst und regierst, wir bitten dich, du wollest deinen heiligen 6eist uns senden, fromme seirchendiener ge⸗ ben, dieselbigen begaben und bei deinem Wort erhalten, dem Satan und allen feinden deiner stirche wehren und dein Reich gewaltig⸗ lich erhalten, bis daß alle feinde zu deinen füßen liegen, und wir duch durch dich die Sünde, den Tod und alles überwinden. Amen. Am pfingstfeste. 35. herr Gott, lieber Vater, der du an diesem Tage deiner 6läubi⸗ gen herzen durch den heiligen 6eist erleuchtet und gelehret hast, gib uns, daß wir auch durch densel⸗ 0 herr Jesu Christe, du Sohn des allmächtigen Gottes, wir bitten dich, du wollest deinen heiligen beist durch dein Wort in unsre her⸗ zen geben, daß derselbe uns allezeit nach deinem heiligen Willen re⸗ giere und führe, in allerlei Unglück und Anfechtung tröste und in dei⸗ ner Wahrheit wider allen Irrtum Ewiger sott, gnädiger Vater, der du deinen heiligen õeist und ein neu 6esetz in unser herz zu geben verheißen hast, wir bitten deine milde õüte, du wollest deine armen sinder mit deinem önadengeist be⸗ Am feste der heilig 38 Allmächtiger, ewiger oott, der du uns gelehrt hast, im rechten ölau⸗ ben zu wissen und zu bekennen, daß du in dreien personen gleicher Macht und Chren ein einiger, ewi· ger 6ott und dafür anzubeten bist, 8⁰0 36. 37. ben beist rechten Verstand haben und uns seines Trostes und seiner sraft zu aller Zeit freuen. Um Jesu christi, unsers herrn, willen. Amen. leite und erhalte, auf daß wir im 6lauben fest bestehen, in deiner Liebe und guten erken zunehmen und durch eine gewisse hoffnung leiner erworbenen und geschenk⸗ ten önade ewig selig werden mö⸗ gen, der du mit dem Vater und heiligen 6eiste regierest von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit. Amen. seligen und unsere herzen trösten und erhalten, daß wir bei deinem Wort mit freudigkeit beharren und dlir in oeduld mit wahrer Anru⸗ fung allezeit dienen. Durch Jesum Christum, unsern herrn. Amen. en Dreieinigkeit. wir bitten dich, du wollest uns bei solchem 6lauben allezeit fest erhal · ten wider alles, was uns dagegen mag anfechten, der du lebest und regierest von Ewigkeit zu Cwig⸗ keit. Amen. N DNNNNNNNNNNMNMN Kollekten. MMNMMDDMNMM Am feste Johannis des Täufers. 39. Allmächtiger, ewiger 6ott, verleih, daß dein Volk auf dem Wege des heiles wandle und durch 6e⸗ horsam gegen das Wort des Vor⸗ läufers Johannes ju dem gelange, von dem er geweissagt hat, zu unserm herrn Jesu christo, der mit dir und dem heiligen Geiste lebt und herrschet in alle wigkeit. Amen. Am feste der heimsuchung mariã. 40. Allmächtiger 6ott, der du an der Jungfrau maria große dinge getan und sie zur mutter deines lieben Sohnes, unsers herrn, ge⸗ mäͤcht, auf daß uns kund würde, wie du der Armen, uichtigen und Verachteten dich gnädiglich an⸗ nimmst, gib, daß auch wir uns in aller Demut und 6elassenheit an dein Wort mit wahrem Glauben ergeben und also deines lieben Sohnes teilhaftig werden, welcher mit dir und dem heiligen õeiste le⸗ bet und regieret in Ewigkeit. Amen. Am inichaelisfeste. 41. Allmächtiger, ewiger, barmher⸗ ziger 6ott, der du wunder⸗ barer Weise der Engel und men⸗ schen Dienste geordnet hast, wir bitten dich, verleih uns gnädlig⸗ lich, daß unser Leben hier auf Erden behütet und beschirmt wer · de von denen, die deiner göttli⸗ chen majestät allezeit beiwohnen im himmel. Durch Jesum chri⸗ stum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. Am Reformationsfeste. 42. Wir dlanken dir, allmächtiger Gott und Vater, daß du dich deiner stirche väterlich erbarmt und dein lauteres Cvangelium uns wieder geschenkt und erhalten. Wir bitten dich, du wollest unser aller herzen durch deinen heiligen 6eist regie⸗ für die früchte des feldes. ren, daß wir dem vangelĩum alle· zeit treu und fest anhangen, aber auch nach demselben würdiglich wändeln und auf den Trost dessel⸗ ben leben und sterben. Durch Je⸗ sum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. (Am tage der haͤgelfeier. 43. err, allmächtiger Gott, der du] geschehen kann, gib uns, dei⸗ alles, was da ist, regierest und nen sindern, lieber Vater, ein nährest, ohne dessen önade nichts gnädiges Wetter, auf daß unser 81 MMMMMoMMMM Land durch deinen segen mit seinen früchten erfüllet werde, und wir dich in allen deinen Allmächtiger 6ott, barmherziger Vater, der du durch deine gött⸗ liche straft alles haͤst erschaffen, und was daäa lebet und webet, sättigest nach deinem Wohlgefal⸗ len, wir bitten dich demütiglich, du wollest unsere felder mit dei⸗ nem Segen krönen, und was du 44 sollekten. NNNNNNNDN Wohltaten erkennen und loben. Durch unsern herrn Jesum chri⸗ stum. Amen. zu nutzen der menschen aus der trde waͤchsen lässest, unter deinem Schirme und Schutz gnädiglich er; halten, auch dein ort in unsere herzen pflanzen, daß wir dir viele früchte der öerechtigkeit bringen. Durch deinen Sohn, Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. um erntedankfeste. 45. Allmächtiger õott, barmherziger Vater, der du deine milde hand auftust und sättigest alles, was da lebet, nach deinem ohlgefallen, wir danken dir demütiglich, daß du die felder gekrönet mit deinem Segen und die früchte der Erde uns wiederum hast sammeln las⸗ sen; und bitten dich, segne und behüte auch die ewige Saat deines Wortes in unsern herzen, auf daß wir in reichlichen früchten der 6e⸗ rechtigkeit die rechten Dankopfer dir allezeit darbringen mögen. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. Am Bergfeste. 40. Allmächtiger, ewiger öott, himm⸗ lischer Vater, der du Berg und Tal, slüfte und 6änge erschaffen und lässest Silber und Erz wachsen zur notdurst der menschen, wir bitten deine milde 6üte, du wol⸗ lest unser Bergwerk aus 6naden segnen und uns nach deinem Willen gut Erz bescheren, auch deinen Geist und 6nade uns mitteilen, daß wirs zu deiner Chre und Unterhaltung deines Worts und täglicher Uot⸗ durft seliglich gebrauchen und un⸗; serm lächsten christlich damit die⸗ nen. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. An Buß· und Bettagen. 47. herr Gott, himmlischer Vater, der gern veruerben, sondern willst, du nicht Lust hast an der armendaß sie vekehrt werden und leben, sünder Tode, lässest sie auch nicht wir bitten dich herzlich, du wollest 82² .... 3s C& EEE E— lest MNMMMoDMopaM die wohlverdienten Strafen uns⸗ rer Sünden gnädiglich abwenden, und uns hinfort zu bessern deine Uerschone, herr, verschone unsrer Sünde; und wiewohl den Sün⸗ dern ewige Strafe gebühret, so bit⸗ ten wir doch von ganzem herzen, laß uns alles zu einer zeitlichen, Allgemeine Um den Segen des Wortes Kollekten. 48. MNNNNNNNNNM Barmherzigkeit mildiglich verlei⸗ hen. Um Jesu christi, unsers herrn, willen. Amen. gnädigen Strafe und erträglichen Züchtigung kommen, was wir zum ewigen Verderben gar wohl ver⸗ dient haben. Durch Jesum Christum, dleinen Sohn, unsern herrn. Amen. Rollekten. und rechten Gottesdienst. 49. Allmächtiger herr õott, wir bitten dlich, gib deiner 6emeinde dei⸗ nen 6eist und göttliche Weisheit, daß dein Wort unter uns laufe und wachse, mit aller freudigkeit, wie sichs gebührt, gepredigt, und deine christliche 6emeinde dadurch ge⸗ bessert werde, auf daß wir von aller Anfechtung unversehrt mit beständigem 6lauben dir dienen und im Bekenntnis deines namens bis an unser Ende verharren. Durch Jesum christum, deinen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. 50. herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten dich, du wollest durch dei⸗ nen heiligen õeist uns also regieren und führen, daß wir mit ganzem herzen dein Wort hören und an⸗ nehmen und den Sabbath recht hei⸗ ligen, damit wir durch dein Wort auch geheiligt werden, auf Jesum 51 Wir danken dir, herr ott, himm⸗ lischer Vater, von õrund unsers herzens, daß du uns dein heiliges vangelium gegeben und dein vã⸗ terliches herz hast erkennen lassen. Wir bitten deine grundlose Barm⸗ herzigkeit, du wollest solch selig licht deines Wortes in uns gnä⸗ 8³3 christum, deinen Sohn, all unser Ver. trauen und hoffnung setzen und da⸗ nãch unser Leben nach deinem Wort auch bessern, vor allem Argernis uns behüten, bis wir durch deine 6nade in christo ewig selig werden. Durch dlenselben deinen Sohn, Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. dliglich erhalten und durch deinen heiligen 6eist unsere herzen also leiten und führen, daß wir nim⸗ mermehr davon abweichen, son⸗ dern fest daran halten und endlich dladurch selig werden. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. DNMNDMMNDMNNDNRKollekten. NMNMNMNMNMNNMM 52. Lieber herr und Gott, stärke und behalte uns in deinem lieben rei⸗ nen Wort, durch Jesum hristum, unsern herrn, und hilf uns, daß Crwecke, herr, wir bitten dich, die herzen deiner öläubigen, auf slaß sie die frucht deines göttlichen Wortes immer völliger bringen und deiner 6nade hülfe dabei 53 wirs dankbarlich erkennen und krästiglich mit guten früchten be⸗ zeugen und zieren, dir zu Lob und Dank in Cwigkeit. Amen. immer reichlicher empfangen. Durch unsern herrn Jesum christum, dei⸗ nen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen õeiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. für die ftirche und die Mission. 54. Allmächtiger, ewiger Gott, der du dlie ganze christenheit durch leinen heiligen õeist heiligest und regierest, erhöre unser õebet und gib gnädliglich, daß sie mit allen ihren 6liedern in reinem Glau⸗ Allmächtiger, ewiger 6ott, der du allein große Wunder tust, gieß aus den Geist deiner heilsamen Gnadle über deine Diener und die õemeinden, die ihnen befohlen Allmächtiger, ewiger 6ott und Va⸗ ter, der du leuchten läßt das Licht deiner Wahrheit denen, die da irren, daß sie wieder auf den Ueg der õerechtigkeit kommen mö⸗ hott, unser Schilcl, schaue doch, siehe an dãs Reich deines õesalbten, der sich selbst gegeben hat für alle zur Er · lösung, und verleih, daß vom Nuf⸗ gangder Sonne bis zum lliedergang 55. 56. 57. ben, in heiligkeit und 6erech⸗ tigkeit, so dir gefällig ist, durch deine önade dir diene. Um Je⸗ su christi, deines Sohnes, un⸗ sers herrn und heilandes, willen. Amen. sind, und damit sie dir in der Wahr; heit wohlgefällig seien, so tränke sie allezeit mit dem Tau deines Se; gens. Durch unsern herrn Jesum hristum. Amen. gen, wir bitten dich, gib õnade al⸗ len Gläubigen, daß sie verachten, was deinemnamen entgegen ist, und annehmen, was ihm dienet. durch Je⸗ sum hristum, unsern herrn. Amen. dein Hame herrlich werde unter den heidlen und an allen orten geopfert werde deinem namen ein reines Opfer. Durch Jesum christum, un⸗ sern herrn. Amen. 84 9e HAW* S. NMMMMMDMMMMoN kollekten. DNIDNNNNIN 58. herr 6ott, himmlischer Vater, der du willst, da allen menschen ge⸗ holfen werde, und daß sie jur Er⸗ kenntnis der Wahrheit kommen, wir bitten deine milde üte, sende clie Boten deiner Barmherzigkeit und laß sie verkündigen dein heil allem volke, das im Dunkeln woh⸗ net, auf daß erfüllet werde dasDort dleiner gnädliigen Verheißung, daß die heiden wandeln in deinemlichte und die sönige im 6lanze deiner herrlichkeit. durch Jesum Christum, unsern herrn. Amen. Um Buße und vergebung der Sünden. 59. Allmächtiger und barmherziger Gott, der du nicht willst, daß je· mand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehyre, gib, daß wir aus deinem Worte allezeit unsere mannigfaltige Sünde von herzen erkennen, auch in waͤhrhafti⸗ Wir vitten dich, herr, huldreicher 6ott, gib deinen ölãubigen mil; diglich Uergebung und frieden, auf dlaß sie von allen Sünden ge⸗ reinigt werden und dir mit ge⸗ 60. ger seliger Reue den crost deines õei⸗ stes und õlaubens inniglich wiedler ergreifen, auf daß wir in deinem Sohne gerecht und durch denselben selig werden, der du mit ihm und dem heiligen õeiste lebest und herr schest immer und ewiglich. Amen. trostem herzen dienen. Durch un⸗ sern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem hei⸗ ligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Um 6eist, olauben und göttliches eben. 61 herr 6ott, himmlischer Vater, wir bitten dich, du wollest deinen heiligen õeist in unsere herzen ge⸗ ben, uns in deiner önade ewig zu erhalten und in aller Anfechtung zu behüten: wollest auch allen feindlen 6² herr 6ott, himmlischer Vater, wir bitten dich, du wollest uns den Geist der Wahrheit und des frie⸗ dens verleihen, auf daß wir von ganjem herzen, was dir gefällt, 8³ * dleines Wortes, um deines Hhamens Chre willen, wehren und deine ar; me christenheit allenthalben gnä⸗ dlig befrieden. Durch Jesum chri⸗ stum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. erkennen und dem mit allen sraf⸗ ten allein nachfolgen mögen. durch esum christum, deinen Sohn, un⸗ sern herrn. Amen. DMWMDNMMNNMN Kollekten. 63. Allmächtiger herr õott, gib uns dendamit wir dir und unserm llächsten rechten, wahrhaftigen Glauben nach deinem Wohlgefallen mögen und mehre denselben täglich in uns; dienen. Durch Jesum Christum, dei⸗ gib uns auch Liebe und hoffnung, nen Sohn, unsern herrn. Amen. 64. herr Gott, der du denen, die dich lieben, unsichtbare öüter bereitet hast, geuß deiner Liebe Brunst in unsre herzen, auf daß wir dich in allem und über alles lieben und also deine Verheißung erlangen, 6 herr, wir bitten, gib uns allzeit gnädiglich einen 6eist zu ge⸗ dlenken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne dich nicht sein können, nach dir auch 66. Allmächtiger herr Gott, der du bist ein Beschützer aller, die auf dich hoffen, ohne welches önade niemand etwas vermag noch vor dir gilt, laß uns deine Barmherzigkeit reichlich 67. Allmächtiger herr Gott, himmli⸗ scher Vater, von dem wir ohne Unterlaß allerlei 6utes ganz über⸗ flüssig empfangen und noch täg⸗ lich vor allem Ubel gnädiglich be⸗ hütet werden, wir bitten dich, laß uns solches alles durch deinen seist 6 Allmächtiger, ewiger õott, ein Be⸗ schützer aller, die auf dich hof⸗ fen, mehre über uns deine Barm⸗; herzigkeit, auf daß, so du unser die überschwenglich ist über alles, das wir bitten oder verstehen. durch unsern herrn Jesum chri⸗ stum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen õeiste lebet und regieret in Cwigkeit. Amen. 5. leben mögen. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, wel⸗ cher mit dir und dem heiligen sei⸗ ste lebet und regieret in wigkeit. Amen. widerfahren, auf daß wir durch dein heiliges Eingeben denken, was recht ist, und dasselbige auch durch deine frast vollbringen. Um Jesu christi, unsers herrn, willen. Amen. mit ganzem herzen in rechtem Glauben erkennen, auf daß wir deiner mülden 6üte und Barm⸗ herzigkeit hier und dort ewiglich danken und dich loben. Durch dei⸗ nen lieben Sohn Jesum Christum, unsern herrn. Amen. 8. maßen durch die zeitlichen üter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren. Um Jesu christi, deines lieben Sohnes, unsers herrn, wil⸗ Regierer und führer bist, wir der· len. Amen. 86 MMM N sten ögen „dei⸗ men. Ules, hen. chri⸗ t dlir und jerrn Wel⸗ Gei⸗ Reit. lurch „Was lurch Jesu men. chtem wir arm⸗ iglich h dlei⸗ stum, õüter nicht leines „Wil⸗ VFNN scollekten. RWMMMMMMMM 69. Herr Gott, der du deine straft und herrlichkeit allermeist kund tust im Verschonen und Erbarmen, laß uns deine Barmherzigkeit reich⸗ lich widerfahren, daß wir laufen nach deiner Verheißung und also der himmlischen Güter teilhaftig werden. Durch unsern herrn Je- sum christum, deinen Sohn, wel⸗ cher mit dir und dem heiligen Gei⸗ ste lebet und regieret in wigkeit. Amen. Um frieden und Segen. für die obrigkeit. 70. Herr 6ott, himmlischer Vater, der du heiligen ut, guten Rat und rechte Werke schaffest, gib deinen Dienern frieden, welchen die Welt nicht kann geben, auf daß unsre Ewiger, allmächtiger Gott, ein herr himmels und der(rde, durch welches seist alles regieret, durch welches Vorsehung alle Din⸗ ge geordͤnet werden, der du bist ein õott des friedens, von welchem alle Einigkeit zu uns kommt, wir 0 allmächtiger herr und Vater, der du durch dein ewiges göttliches Wort alle Dinge erschaffen hast, seg nest und erhältst, wir bitten dich, dlaß du dein ewiges Wort, unsern herrn Jesum hristum, uns wollest offenbaren und in unsre herzen pflanzen, dadurch wir nach deiner õnaãde würdig werden, deinen gött⸗ Allmächtiger sott, du foönig aller sönige, der du die allerhöchste bewalt hast über aller Menschen scönigreiche und ordnest herrschaft und Regiment im menschlichen + 72 13. herzen an deinen öeboten hangen und wir unsere Zeit durch deinen Schutz still und sicher vor feinden leben. Durch Jesum christum, dei⸗ nen Sohn, unsern herrn. Amen. bitten dich, du wollest uns alle unsere Sünde vergeben und uns mit deinem göttlichen frieden und Einigkeit begnaden, damit wir dir in rechter furcht dienen zu Lob und Preise deines Namens. Durch Jesum hristum, unsern herrn. Amen. lichen Segen über alle früchte der Erde und alles, was zur leiblichen lotdurst gehört, zu empfangen und zum preise deines amens und unsers ächsten Dienst zu gebrau⸗ chen. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. beschlechte, wir danken dir für dei⸗ ne gnädige Ordnung und für das weltliche Regiment und unsere lie⸗ be Obrigkeit, darunter du uns ge⸗ setzt hast, wie unter einen Baum, 87 WMWMDMWNNNNNMN unter dessen Schatten wir frieden und Ruhe haben, dein teures Wort zu hören und zu üben. Wir bitten llich, du wollest unsere liebe obrig; keit selbst regieren, führen, be⸗ wahren und beschützen, und in gu⸗ sollekten. SNN tem frieden dein Licht und Wort bei uns erhalten, daß wir ein ge⸗ ruhiges und stilles Leben führen in aller Gottseligkeit und Chrbar⸗ keit. Durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. Um Trost und Stärke. 74. Allmächtiger Gott und Vater, der du der Elenden Seufzen nicht verschmähst und der betrübten herzen Verlangen nicht verachtest, siehe doch an unser õebet, welches wir in unsrer not vor dich brin⸗ gen, und erhöre uns gnälliglich, daß alles, was uns sowohl vom 7³ Herr 6ott, himmlischer Vater, du Weißt, daß wir aus menschlicher Schwachheit in so mancher und gro⸗; ßer õefahr, die uns auf Erden be⸗ fällt, ohne deinen Beistand nicht bleiben noch bestehen mögen; ver; leih uns, beides an Leib und Seele, 76. 0 allmächtiger, ewiger Gott, ein Trost der Traurigen und eine Stärke der Schwachen, laß vor dein Angesicht gnädiglich Kom⸗ men die Bitte aller derer, so in Bekümmernis und Anfechtung ju Teufel als von menschen wider⸗ strebt, zunichte und durch den Kat deiner õütigkeit zerstört werde, auf daß wir, von aller Anfechtung un⸗ versehrt, dir in deiner õemeine dan⸗ ken und dich allezeit loben. Durch Jesum christum, deinen Sohn, un⸗ sern herrn. Amen. Kräfte, daß wir alles, so uns um unserer Sünde willen quält und anficht, durch deine hülse über⸗ winden und durch deine starke hand davon gewaltig errettet wer⸗ den. Um Jesu christi, unsers herrn. willen. Amen. dir seußsen und schreien, auf daß jedlermann in der not deine gött⸗ liche hülfe empfinde und dich da⸗ für ewiglich lobe und preise. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 77. Allmächtiger, ewiger Gott, der du uns durch deinen Sohn Vergebung unserer Sünden, õerechtigkeit und ewiges Leben verheißen hast, wir bitten dich, du wollest unsre herzen durch deinen heiligen õeist also füh· ren und erwecken, daß wir solche hülfe durch tägliches ebet, und ihm suchen und durch festen olauben auf seine Zusagung und auf sein Wort gewiß finden und erlangen. Durch denselben deinen Sohn, un⸗ sern herrn Jesum christum, der mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 88 sonderlich in aller Anfechtung, bei MMNMMMMMMNMNMN kollekten. M NMNMNM DINN D 78. herr 6ott, himmlischer Vater, der du deinen Sohn, unsern herrn Jesum christum, in diese Welt ge⸗ sandt hast, daß er des Teufels Ty- rannei wehren und uns arme men⸗ schen wider solchen argen feind soll schützen, wir bitten dich, du wollest uns vor Sicherheit behüten und in aller Anfechtung durch deinen heiligen õeist, nach deinem Worte zu waändeln, gnädiglich erhalten, daß wir bis an das Ende vor solchem feinde befriedet bleiben und end⸗ lich selig werden mögen. Durch den⸗; selben deinen Sohn, Jesum chri⸗ stum, unsern herrn. Amen. Um christliche Bereitschast, seligen Tod und das ewige Leben. 79. Herr Gott, regiere unsre herzen und õellanken durch deinen heiligen Geist, daß wir allzeit denken an das Ende und an dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser mit dir bleiben mögen. Zeit, auf daß wir dort ewiglich Durch unsern herrn Jesum christum, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Cwig⸗ keit. Amen. 80. Barmherziger, ewiger õott und ba⸗ ter, der du uns in christo Jesu zu einer lebendigen hoffnung des ewi⸗ gen Lebens berufen hast, verleih uns, daß wir durch deinen õeist die Welt und alle Lüste dieses Cebens bestreiten, unser fleisch kreuzigen 81 err, allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, der du uns aus dieser sündigen und verkehr⸗ ten Welt durch den Tod zu dir forderst und hinwegnimmst, auf daß wir nicht durch stetig Sündi⸗ gen verderben, sondern zu dem Ewigen hindurchdringen, wir bit⸗ 8²2 Allmächtiger, ewiger ott, der du durch deinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor 89 und töten und nach dem, was dro⸗ ben ist, am ersten trachten, bis wir im 6lauben, in hoffnung und 6e⸗ luld alles überwinden und vor dei⸗ nem Angesichte gekrönt und ewig⸗ lich erfreut werden. Um Jesuchristi, unsersSeligmachers, willen. Amen. ten dich, du wollest uns solches von herzen lassen erkennen und glauben, auf daß wir uns un⸗ sers Abscheidens freuen und dem Berufe zu deinem Reiche gern und williglich folgen. Durch Jesumchri⸗ stum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. dem ewigen Tode zugesaͤgt haͤst, wir bitten dich, stärke uns durch deinen heiligen Geist, daß wir in NMMDNM MN kollekten. MNNNNNNMNMN solchem Vertrauen auf deine öna; de durch Christum täglich zu⸗ nehmen und die hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern entschlafen 83 0 herr Jesu hriste, der du bist die Auferstehung und das Le⸗ ben und hast uns durch deinen Sieg eine ewige õerechtigkeit, freu⸗ de und herrlichkeit erworben, wir bitten deine 6üte, du wol⸗ lest uns eine fröhliche Auferste⸗ und am jüngsten Tage jum ewi⸗ gen Leben erweckt werden sol⸗ len. Durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. hung des Lebens verleihen und uns in das ewige Paradies und vaterland heimholen, der du von dem cTode bist erstanden und herrschest mit Vater und heiligem Geist von Cwigkeit zu wigkeit. Amen. 9⁰ W Wi⸗- sol⸗ hn, rrn. und und von und gem keit. NMMMMMNNMN ersinel. MMMNMNNSMNMNNM Uersikel. Auf Advent. 1. Bereitet dem herrn den Weg, halleluja. 2. 3. 4 13. 14. Maͤchet seine Steige richtig. halleluja. Machet die core weit und die cüren in der Welt hoch, halleluja. Daß der sönig der hren einziehe. halleluja. hosianna dem Sohne Davids, halleluja. õelobt sei, der da ommt im namen des herrn. halleluja. Am christfeste. Euch ist heute der heiland geboren, halleluja. Uelcher ist Christus der herr. halleluja. Uns ist ein Rind geboren, halleluja. Ein Sohn ist uns gegeben. halleluja. Ktndlich groß ist das gottselige õeheimnis: Halleluja. õott ist geoffenbaret im fleisch. halleluja. Also hat Gott die Weit geliebet, halleluja. Daß er seinen eingebornen Sohn gab. halleluja. Am neusahrstage. Jesus christus gestern und heute, halleluja. Und derselbe auch in Cwigkeit. halleluja. herr õott, du bist unsere Zuflucht für und für, halleluja. Du bist unser õott von wigkeit zu wigkeit. halleluja. Am feste der rscheinung christi. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen, halleluja. Und ein Zepter aus Israel aufkommen. halleluja. Die heiden werden in deinem lichte wandein, halleluja. Und die stönige im 6lanze, der über dir aufgeht. halleluja. für die Weihnachts⸗ und Epiphaniaszeit. Das Wort ward fleisch und wohnete unter uns, halleluja. Und wir sahen seine herrlichkeit. halleluja. Singet dem herrn ein neues Lied, halleluja. Denn er tut Wunder. halleluja. Am feste der Darstellung Jesu im Tempel. Bald wird kommen zu seinem Tempel der herr, den ihr suchet, halleluja. Und der engel des Bundes, des ihr begehret. hallelusa. 91 DWWMWMWMWMNM;o Versikel. MMNMNNNNNNNMN 15. herr, nun lässest du deinen diener in frieden fahren, halleluja. denn meine Augen haben deinen heiland gesehen. halleluja. Auf mariã Verkündigung. 16. Dies ist der Tag, den der herr gemacht hãt, hallelusa. Lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein. halleluja. 17. christus kommt her aus den Vätern nach dem ßleische, halleluja. Ueicher ist oott über alles, gelobet in wigkeit. hallelusa. für die fastenzeit. 18. hilf uns, herr, unser helfer, um deines Hamens chre willen, errette uns und vergib uns unsere Sünde um deines Hamens willen. 19. christus ist um unserer missetat willen verwundet Und um unserer Sünde willen zerschlagen. 20. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir frieden hätten, Und durch seine Wunden sind wir geheilet. 21. Gott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet, Sondern hat ihn für uns alle dahingegeben. 22. Siehe, das ist ottes LCamm, Welches der Welt Sünde trägt. Nuf õründonnerstag, auch sonst beĩ Nbendmahlsfeiern. 23. Er hat ein õedlächtnis gestiftet seiner Wunder, Der gnädige und barmherzige herr. 24. Danket dem herrn, denn er ist freundlich, hallelusa. Und seine 6üte währet ewiglich. halleluja. Am osterfeste und für die freudenzeit. 25. Der herr ist auferstanden, halleluja. er ist wahrhaftig auferstanden. halleluja. 20. Christus ist um unserer Sünde willen dahingegeben, halleluja. Und um unserer serechtigkeit willen auferwecket. halleluja. 27. Christus hat dem Tode die macht genommen, halleluja. Und Leben und unvergänglich Lesen an das Licht gebracht. halle luja. 28. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, halleluja. er wird mich hernach aus der Erde auferwecken. halleluja. 29. Christus, von den Toten auferweckt, stirbt hinfort nicht mehr, halle lusa. Der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. halleluja. 30. Der Tod ist verschlungen in den Sieg, halleluja. Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. halleluja. 92 5. Ujä. llen. MNMNMNMNMNMNNMN versikel. MMMM DNNN 51. Alle Zungen sollen bekennen, daß Jesus Christus der herr sei, halleluja. ö Zur chre sottes des Vaters. halleluja. Nuf christi himmelfahrt. 32. Christus ist aufgefahren in die höhe, halleluja. Und hat den menschen 6aben gegeben. halleluja. 33. Trachtet nach dem, das droben ist, halleluja. Dã Christus ist, sitzend zur rechten hand Gottes. halleluja. Am Pfingstfeste. 34. Ich will meinen Geist ausgießen über alles fleisch, halleluja. Den Geist der önaden und des Gebets. halleluja. 35. Schaffe in mir, õott, ein reines herz, halleluja. Und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Halleluja. 30. Aus Zion bricht an der schöne 6lanz sottes, halleluja. Unser õott ommt und schweiget nicht. halleluja. 37. Uir haben einen kindlichen 6eist empfangen, halleluja. Durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! halleluja. 38. Sie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen, halleluja. Der herr liebet die dore Zions. halleluja. Am feste der heiligen Dreieinigkeit. 39. Wir loben sott den Vater, Sohn und heiligen Geist, halleluja. Und preisen ihn von nun an bis in Cwigkeit. Halleluja. 40. heilig, heilig, heilig ist oott, der herr Zebaoth, halleluja. Alle ande sind seiner chre voll. halleluja. Am feste Johannis des Täufers. 41. Siehe, ich sende meinen engel vor dir her, halleluja. Der deinen Weg vor dir bereiten soll. halleluja. 42². Gelobet sei der herr, der oott Israels, halleluja. Denn er hat besucht und erlöset sein Volk. halleluja. ö Auf marid heimsuchung. 55. Ich freue mich in dem herrn, halleluja. Und meine Seele ist fröhlich in meinem sott. halleluja. 44. neine Seele erhebet den herrn, halleluja. Und mein eist freuer sich õottes, meines Heilandes. halleluja. Am inichaelisfeste. 5. Lobet den herrn, ihr starken Engel, halleluja. Die ihr seinen Befehl ausrichtet. halleluja. 93 WMMWMNMNMNNNNMN Versikel. WMMWMNMNMNMNM NMMN 46. Er hat seinen engeln befohlen über dir, halleluja. Daß sie dich vehüten auf allen deinen Wegen. halleluja. Am Reformationsfeste. 47. halt im Bau deine öemeinde, die du gepflanzet hast, halleluja. Die du dir festiglich erwählet häst. halleluja. 48. Dein Wort ist eine rechte Lehre, halleluja. heiligkeit ist die Zierde deines hauses ewiglich. halleluja. un Buß · und Bettagen, auch sonst um Buße und Vergebung der Sünden. 49. herr, handle nicht mit unꝛ nach unsern Sünden, Und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. 50. Gott, sei uns gnädig nach deiner Güte, Und tilge unsere ünden nach deiner großen Barmherzigkeit. 51. herr 6ott Zebaoth, tröste uns, Laß leuchten dein Angesicht, so genesen wir. 52. Uerwirf uns nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen beist nicht von uns. 53. herr, gehe nicht ins õericht mit deinen senechten, Vor dlir ist kein Levendiger gerecht. 54. Bekehre du uns, herr, so werden wir bekehret, hilf du uns, so ist un geholfen. 55. Barmherzig und gnädig ist der herr, halleluja. Gecluldig und von großer Güte. halleluja. am Tage der hagelfeier und am Erntedankfeste. 56. herr, erzeige uns deine Gnade und 6üte, halleluja. Daß unser Land sein öewächs gebe. hallelusa. 57. Aller Rugen warten auf dich, herr, halleluja. Und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. hallelusa. 58. Das Land gibt sein 6ewächs, halleluja. Es segne uns Gott, unser Gott. halleluja. 59. Du krönest das Jahr mit deinem Gut, halleluja. Und deine fußstapfen triefen von fett. halleluja. Wort, Lehre, ottesdienst. 60. dein Wort ist meines fußes Leuchte, halleluja. Und ein Licht auf meinen Wegen. halleluja. 61. herr, erhalte uns dein Wort, halleluja. dein Wort ist unsers herzens freude und Trost. hallelusa. 62. heiliger Vater, heilige uns in deiner Wahrheit, halleluja. dein Wort ist die Wahrheit. Halleluja. 04 6³ 66 br 68 7. 7². 73. 74. 65. 76. 77. 78. 79. MMNMNDMMWMqMqMpe ersikel. MNMNMNMMNNNM 63. 64. 65. 66. br. 68. 69. 70. 71. 7². 73. 74. 75. 76. 77. 78. 79. herr, ich habe lieb die Statte deines hauses, halleluja. Und den ort, da deine chre wohnet. halleluja. Dienet dem herrn mit freuden, halleiuja. stommt vor sein Angesicht mit frohlocken. hzalleluja. stirche und mission. Tu wohl an Zion nach deiner önade, halleluja. baue die mauern zu Jerusalem. hallelusa. Hilf, herr, die heiligen haben abgenommen, Und der õlaubigen ist wenig unter den Menschenkindern. Gott gedenket der Barmherzigkeit, halleluja. Und hilst seinem Diener Jsrael auf. Halleluja. Dds Volk, so im finstern wandelt, siehet ein großes Licht, halleluja. Und über die, so da wohnen in finsternis, scheint es helle. halleluja. Lobet den herrn, alle heiden, halleluja. Preiset ihn, alle Völker. halleluja. Alle fönige werden ihn anbeten, halleluja. Alle heiden werden ihm dienen. halleluja. Cob und Dank. Der name des herrn sei gelobet und gebeneleiet, halleluja. Uon nun an bis in Cwigkeit. halleluja. Preiset mit mir den herrn, halleluja. Und lasset uns mit einander seinen namen erhöhen. halleluja. Ich will den herrn loben, so lange ich lebe, halleiuja. Und meinem oott lobsingen, weil ich hier bin. haileluja. freuet euch des herrn, ihr õerechten, halleluja. Die frommen sollen ihn schön preisen. halleluja. Der herr denket an uns und segnet uns, halleluja. er segnet, die ihn fürchten, beide leine und Große. halleluja. Um göttliche Regierung, hülfe und Segen. herr, lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen, halleluja. Dein guter seist führe uns auf ebener Bahn. hallelusa. herr, laß Christum durch den olauben in unsern herzen wohnen, hallelusa. Und uns durch die ciebe fest gewurzelt und gegründet werden. hallelujsa. herr, zeige uns deine Wege, halleluja. Und lehre uns deine Steige. halleluja. Bei dem herrn findet man hülfe, halleluja. Und deinen Segen über dein volk. halleluja. 9⁵ DMWNNMNNNNNNMNNN ersikel. MMMNNNMNNMNNMNNNNN 80. hilf deinem Volke und segne dein erbe, hallelusa. Weide sie und erhöhe sie ewiglich. Halleluja. 31. Gott, gib fried in deinem Lande, halleluja. Glück und heil zu jedem Stande. halleluja. 32. Bittet, so werdet ihr nehmen, halleluja. Daß eure freude vollkommen sei. halleluja. In not und Trübsal. 83. Ruse mich an in der Uot, 5o will ich dich erretten, und du sollst mich preisen. 84. Ich hoffe darauf, daß du so gnädig bist, halleluja. Mein herz freuet sich, daß du so gerne hilfst. hallelusa. 35. herr, du wollest deine Baͤrmherzigkeit nicht von uns wenden, Caß deine õüte und Treue uns allewege behüten. 36. Das Uerlangen der lenden hörest du, herr, halleluja. Ihr herz ist gewiß, daß dein ohr darauf merket. halleluja. Tod und Sterben. 87. herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen. Ruf daß wir klug werden. 88. Leben wir, so leben wir dem herrn, halleluja. Sterben wir, so sterben wir dem herrn. halleluja. 89. In deine hände befehle ich meinen Geist, Du hast mich erlöset, herr, du getreuer Hott. 90. Selig sind die Toten, die in dem herrn sterben, hallelusa. Sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Uerke folgen ihnen nach. halleluja. õericht und ewiges Leben. 91. Siehe, der herr kommt mit viel tausend heiligen, bericht zu halten über alle. 92. Siehe, es kommt dler herr, der herrscher, halleluja. Und in seiner hand ist das Reich und die straft und die herrlichkeit. hallelusa. 93. Vor dir ist freude die fülle, halleluja. Und lievliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich. halleluja. DMMNMMM 90 näch. Heit. MM —— Epistein und Eväangelien nebst den epistolischen und evangelischen Cektionen ̃ASSS duf ãlle Sonn- und festtage A sowie die aus den vier Cvangelisten zusammengejogene 6eschichte von dem Ceiden, Sterben und Ruferstehen unsers herrn Jesu christi und die Be⸗ schreibung der Zerstörung Jerusalems ᷓSRSISISSSSSIEeEEeeeeeeEeeeEEeeEEEEeEEEEEeE. .... anlage jum Evang.⸗-lutherisch. õesang⸗ vuch der hannov. Candeskirche. Druck und verlag v. Edler& srische, hannover E ... V.N.... 1. Adoent. Vormittags. Epistel. Röm. 13, 1114.(Die Stunde ist da, aufiustehen vom Schlaf.) Und weil wir solches wissen, näm⸗ lich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufustehen vom Schlaf; sintemal unser heil setzt näher ist, denn da wir es glaubten; die Nacht ist ver · gangen, der Tag aber herbeikom⸗ men: so laßt uns ablegen die erke der finsternis, und anlegen die Waffen des Lichts. LCaßt uns ehrbar⸗ lich wandeln als ain Tage; nicht in fressen und Saufen, nicht in am⸗ mern und Unzucht, nicht in hader und neid; sondern ziehet an den hErrn Jesum hristum, und waͤrtet dles Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium. Matth. 21, 1- 9.(Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des herrn.) Dã sie nun nahe bei Jerusalem kã; men, gen Bethphage, an den ölberg, sandte Jesus seiner ünger jween, und sprach ju ihnen: Gehet hin in den flecken, der vor euch liegt; und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein füllen bei ihr; löset sie auf und bringet sie zu mir. Und so euch jemand etiwas wird sa; gen, so sprechet: Der heErr bedarf ihrer: so bald wird er sie euch lassen. Dãs geschah aber alles, auf daß er; füllet würde, das gesagt ist durch len r pheten, der da spricht:»Saget ller Tochter Zion: Siehe, dein önig kommt ju dir sanstmütig, und rei⸗ tet auf einem Esel und auf einem füllen der lastbaren Eselin.« Die Jünger gingen hin, und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die selin und das füllen, und legten ihre sleider drauf und setzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete die stleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Leg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: hosianna dem Sohn Davids! Ge⸗ lobet sei, der da KHommt in dem namen des herrn! hosianna in der höhe! Epistolische Cektion. Offenb. Joh. 1, 4—8.(Der da ist, und der da war, und der da RKommt.) Johannes den sieben öemeinen inwaͤr, und der da RKommt, und von Asien: õnade sei mit euch, und frie⸗den sieber Geistern, die da sind vor dle von dem, der da ist, und der da seinem Stuhl, und von Jesu Christo, DWWMMDMMDN MNWMDNDNN I. ndvent. MNNMNM ND welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von den Toten und ein fütst der stonige auf Erden. Der uns geliebet hat und gewaschen von den sünden mit seinem blut, und haͤt uns zu stönigen und Priestern ge⸗ macht vor 6ott und seinem Vater, demselbigen sei hre und Gewalt, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen, und die ihn gestochen haben; und werden heulen alle õeschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das N und ddas O, der Anfang und das Ende, spricht der hErr, der da ist, und der dda war, und der da kommt, der Allmächtige. odler: Psalm 40, 6- 18.(Im buch ist von mir geschrieben.) heErr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine 6edanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen, und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind. Opfer und Speis⸗ opfer gefallen dir nicht; aber die ohren haͤst du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sünd⸗ opfer. Da sprach ich: Siehe, ich kom; me im Buch ist von mir geschrieben. Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein õesetz habe ich in meinem herzen. Ich will predigen die õerechtigkeit in der großen 6e⸗ meine; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, hErr, das weißt du. Deine õerechtigkeit ver⸗ berge ich nicht in meinem herzen; von deiner Wahrheit und von dei⸗ nem heil rede ich; ich verhehle deine 6üte undTreue nicht vor der großen Gemeine. du aber, heErr, wollest lleine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laß deine õüte und Treue allewege mich behüten. Ddenn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden er⸗ griffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn haare auf mei⸗ nem haupt, und mein herz hat mich verlassen. Caß dirs gefallen, herr, dlaß du mich errettest; eile, hErr, mir zu helfen! Schämen müssen sich und zu schanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fal⸗ len und zu schanden werden, die mir Übels gönnen. Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien:»Da, dale Es müssen sich freuen und fröhlich sein alle, dlie nach dir fragen; und die dein heil lieben, müssen sagen allewege:»Der hErr seĩ hochgelobetl« Denn ich bin arm und elend, der herr aber sorget für mich. Du bist mein helfer und krretter; mein bott, verziehe nicht! Ebäangelische Cektion. Cuc. 17, 20- 30.(Das Reich Gottes ist inwendig in euch.) Dã er aber gefraget ward von denan wird auch nicht sagen: Siehe, Pharisaern: Wann kommit das Reich hie oder: da ist es. Denn sehet, das Gottes? antwortete er ihnen undReich ottes ist inwendig in euch. sprach: Das Reich Gottes kommt Er sprach aber zu den Jüngern: Es nicht mit äußerlichen oebärden. wird die Zeit kommen, daß ihr ¶=..2. N öC N MNNNNNNNNNNNNNMN werdet begehren, zu sehen Einen Tãg des snenschen Sohnes, und wer⸗ det ihn nicht sehen. Und sie werden ju euch sagen: Siehe hie, siehe da. behet nicht hin, und folget auch nicht. Denn wie der Blitz oben vom himmel blitzt und leuchtet über alles, das unter dem himmel ist, also wird des menschen Sohn an seinem Tage sein. Zuvor aber muß er viel leiden, und verworfen wer⸗ den von diesem 6eschlecht. Und wie es geschah ju den Zeiten Noahs, so wird es auch geschehen in den Tagen dles Menschen Sohnes. Sie aßen, sie 1. Advent. NNNNNNNNNNNNN tranken, sie freieten, sie ließen sich freien bis auf den Tag, da Noah in dlie Arche ging, und kam die Sint⸗ flut, und brachte sie alle um. Des⸗ selbigen gleichen, wie es geschah zu den Zeiten LCots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauf⸗ ten, sie pflanzten, sie baueten; an dem Tage aber, da Cot aus Sodom ging, da regnete es feuer und Schwefel vom himmel, und brachte sie alle um. Auf diese Weise wird es auch gehen an dem Tage, wenn des enschen Sohn soll offenbaret werden. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testãamente. 1. Mos. 3, 115.(Die Weissagung nach dem Sündenfall.) lnd die Schlange war listiger, denn alle Tiere auf dem felde, die Gott, ller hErr gemacht hatte, und sprach zu dem Leibe: Ja, sollte õott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von al⸗ lerleĩibãumen im õarten? Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den früchten der Bäume im Garten; aber von den früchten les Baums mitten im Garten hat bott gesagt: Esset nicht davon, rüh · ret es auch nicht an, daß ihr nicht sterbet. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mit nichten des Todes sterben; sondern Gott weiß, ddaß, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie öott, und wissen, wãs gut und böse ist. Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut ju essen wäre, und lieblich anzusehen, dlaß es ein lustiger Baum wäre, weil er Klug machte; und nahm von der frucht, und aß, und gab ihrem manne auch davon; und er aß. Da wurden ihrer beider Augen auf⸗ getan, und wurden gewahr, daß sie nackend waren; und flochten feigenblätter jusammen und mach⸗ ten sich Schürzen. Und sie hörten die Stimme Gottes des hérrn, der im Garten ging, da der Tag kühl worden war. Und Ndam versteckte sich mit seinem Leibe vor dem An· gesicht ottes des hErrn unter die Bäume im Gaͤrten. Und Gott der herr rief Ndam, und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich höͤrte deine Stümme im õarten, und fürch⸗ tete mich, denn ich bin nackend; darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dirs gesagt, daß du nackend bist? hast du nicht ge⸗ gessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Das Weib, DWMMNMMDMN MDNMN 2. Ndvent. NNNNNNNMD das du mir zugesellet hast, gab mir von dem Baum, und ich aß. Da sprach Gott der herr zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Ueib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aß. Da sprach Gott der herr zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem vieh und vor allen Tieren auf dem felde. Auf deinem Bauch sollst du gehen, und Erde essen dein Leben lang. Und ich will feindschast setzen zwischen dir und dem UWeibe, und zwischen deinem samen und ihrem sSamen. der⸗ selbe soll dir den stopf zertreten: und du wirst ihn in die ferse stechen. Cektion aus dem Neuen Testamente. Röm. 2, 12 24. Du kannst dich nicht entschuldigen.) Uelche ohne õesetz gesündigethaben, dlie werden auch ohne õesetz verloren werden; und welche am 6esetz ge⸗ sündiget haben, die werden durch dlãas Gesetz verurteilt werden; sinte. mal vor Gott nicht die das Gesetz hören, gerecht sind, sondern die das besetztun, werden gerecht sein. denn so die heiden, die das õesetz nicht haben und doch von natur tun des Gesetzes Werk, dieselbigen, dieweil sie das Gesetz nicht haben, sind sie ihnen selbst ein öesetz, damit, daß sie beweisen, des esetzes Derk sei beschrieben in ihren herzen, sinte⸗ mal ihr õewissen sie bezeuget, dazu auch die Gedanken, die sich unter⸗ einander verklagen oller entschul⸗ digen, auf den Tag, da Gott das berborgene der menschen durch Je⸗ sum christ richten wird, laut meines Evangelii. Siehe aber zu, du heißest ein Jude, und verlässest dich auf das besetz und rühmest dlich õottes, und weißt seinen Willen; und weil du aus dem besetz unterrichtet bist, yrũ⸗ fest du, was das Beste zu tun sei, und vermissest dich, zu sein ein Lei⸗ ter der Blinden, ein Licht derer, die in finsternis sind, ein Züchtiger der Törichten, ein Lehrer der einfältigen, hast die form, was zu wissen und recht ist, im Gesetz. Nun lehrest du andlere, und lehrest dich sebst nicht du predigest, man solle nicht ste len, und du stiehist; du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die che; dir greuelt vor den ötzen, und rauvest õott, was sein ist; du rühmest dich des õesetzes, und schän⸗ dest ott durch Übertretung des Gesetzes; denn»eurethalben wird Gottes name gelästert unter den heidene, als geschrieben stehet. 2. Advent. Vormittäags. Cpistel. Röm. 15, 1-13.(die verheißung, den vätern gescheyen.) Wir aber, die wir stark sind, sollen ber haben: es stelle sich aber ein jeg· der Schwachen Gebrechlichkeit tra⸗licher unter uns also, daß er seinem gen, und nicht õefallen an uns sel⸗nächsten gefalle zum Guten, zur 6 —==rreeeeNLe4Rrnl ⸗⸗ 9„ ‚„— EEEHS. E/ NNMMMMMNMMMN 2. Advent. NNNDND besserung. Denn auch Christus nicht an ihm selber 6efallen hatte, son⸗ dern wie geschrieben stehet:»Die Schmach derer, die dich sjchmähen, ist über mich gefallen.« Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch õeduld und Trost der Schrist hoffnung haben. Gott aber der 6e⸗ duld und des crostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seid unterein⸗ ander nach Jesu christo, auf daß ihr einmütiglich mit Einem munde lo⸗ bet õott und den Vater unsers hẽrrn Jesu christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleich wie euch christus hat aufgenommen zu sottes lobe. Ich sage aber, daß Jesus chri⸗ stus sei ein Ddiener gewesen der beschneilung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestätigen die Verheißung, den Vätern geschehen; daß die heiden aber õott loben um der Barmherzigkeit willen, wie ge⸗ schrieben stehet:»Darum will ich dich loben unter den heiden, und deinem namen singen.« Und aber⸗ mal spricht er:»freuet euch, ihr heiden, mit seinem Volk!« Und abermal:»Iobet den herrn, alle heiden, und preiset ihn, alle Völ⸗ ker le Und abermal spricht Jesaias: »Es Wird sein die Wurzel Jesses, und der auferstehen wird, zu herr⸗ schen über die heiden; auf den wer⸗ llen die heiden hoffen.« Gott aber dler hoffnung erfülle euch mit aller freude und frieden im 6lauben, daß ihr völlige hoffnung haͤbet durch die strast des heiligen õeistes. Evangelium. Cuc. 21, 2536.(WDerdet würdig ju stehen vor des menschen Sohn. Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und mond und Ster⸗ nen: und auf Erden wird den euten bange sein, und werden zagen; und das neer und die Wasserwogen werden brausen; und die menschen werden verschmachten vor furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn duch der himmel sträfte sich bewe⸗ gen werden. Und alsdann werden sie sehen des menschen Sohn kom⸗ men in der Wolke mit großer straft und herrlichkeit. Wenn aber dies anfänget, zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure haupter auf, darum daß sich eure Erlösung nahet. Undd er sagte ihnen ein öleichnis: Sehet an den feigenbaum und alle Bäu⸗; me, wenn sie setzt ausschlagen, so sehet ihr es ihnen an und merket, llaß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich 6ottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies õeschlecht wird nicht ver⸗ gehen, bis daß es alles geschehe. himmel und Erde werden verge⸗ hen; aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure herzen nicht beschweret werden mit fressen und Saufen und mit Sorgen der nahrung, und komme dieser Tãg schnell über euch; denn wie ein fãllstrickwird er kommen über alle, dlie auf ęrden wohnen. So seid nun wäcker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entflie⸗ hen diesem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor desmnenschensohn. DMNNNNNMNMN DNNMN 2. Ndvent. NNNNN Cpistolische Lektion. offenb. Joh. 2, Und dem engel der 6emeine zu Ephesus schreibe: Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner kech · ten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern: Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und daß du die Bösen nicht tragen kannst; und hast versucht die, so da sagen, sie seien Apostel, und sind es nicht, und hast sie Lügner erfunden; und verträgst, und hast eduld, und um meines namens willen arbeitest du, und bist nicht müde worden. Aber ich 7. Och werde deinen Leuchter wegstoßen.) habe wicler dich, daß du die erste Liebe verlässest. Gedenke, wovon du gefallen bist; und tue Buße, und tue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich dir kommen bald, und deinen Leuchter wegstoßen von sei⸗ ner Stätte, wo du nicht Buße tust. Aber das hast du, daß du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse. Wer ohren hat, der hö⸗ re, was der 6eist den emeinen sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem holi des Lebens, das im paradies Gottes ist. oder: Jes. 55, 1— 13.(Kaufet ohne õeld und umsonst.) Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! und die ihr nicht eld habt, kommt her, kaufet und esset; kommt her und kaufet ohne õeld und umsonst bei⸗ de Wein und milch! Warum zählet ihr õeld dar, da kein Brot ist, und eure Arbeit, da ihr nicht satt von werden könnet? höret mir doch ju, und esset das Gute, so wird eure Seele in ollust fett werden. Nei⸗ get eure ohren her, und kommt her zu mir; höret, so wird eure Seele leben; denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, näm⸗; lich die gewissen 6naden Davids. Siehe, ich habe ihn den euten zum zeugen gestellet, zum fürsten und Gebieter den völkern. Siehe, du wirst heiden rufen, die du nicht kennest, und heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des hErrn willen, deines Gottes, und des heiligen in Jsrael, der dich preise. Suchet den herrn, weil er zu finden ist; rufet ihn an, Weil er nahe ist. Der õottlose lasse von seinem Wege, und der ÜUbeltäter seine õedlanken, und bekehre sich jum herrn, so wird er sich sein erbaͤrmen, und zu unserm ott, denn bei ihm ist viel Vergebung. denn meine 6edanken sind nicht eure 6edlanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der herr; sondern so viel der himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine õedanken denn eure Gedlanken. Denn gleich wie der Regen und Schnee vom him⸗ mel fällt und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde, und macht sie fruchtbar und wach send, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen: also soll das Wort, so aus meinem munde ge⸗ het, auch sein. Es soll nicht wie⸗ der zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm 8 NNNNNNNMNMNNNN 2. Advent. NNMNNNNDNN gelingen, dazu ich es sende. denn ihr sollt in freuden ausziehen, und im frieden geleitet werden. berge und hügel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm, und alle Bäume auf dem felde mit den händen klappen. Es sollen Tannen für hecken wachsen, und myrten für dornen; und dem herrn soll ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde. Evängelische Cektion. Cuc. 13, 18-30.(Wem ist das Reich õottes gleich?) er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich es vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein mensch nahm, und warf es in seinen öarten: und es Wuchs, und ward ein großer baum, und die vögel des himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, wel⸗ chen ein Weib nahm, und verbarg ihn unter drei Scheffel mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Städte und märkte, und lehrete, und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer ju ihm: herr, meinest du, da we⸗ nige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet darnach, daß ihr durch die enge pforte eingehet; lenn viele werden, das sage ich euch, darnach trachten, wie sie hin; ein kommen, und werden es nicht tun können. Von dem an, wenn der hauswirt aufgestanden ist, und die Tür verschlossen hat, da werdet ihr dann anfangen draußen ju ste⸗ hen, und an die Tür klopfen, und sagen: herr, heErr, tue uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr dann anfangen zu sagen: Wir ha⸗ ben vor dir gegessen und getrun⸗ ken, und auf den 6assen hast du uns gelehret. Und er wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euch nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltäter! Da wird sein heulen und Zähnklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isãak und Jakob und alle pro⸗ pheten im Reiche õottes, euch aber hinausgestoßen. Und es werden kommen vom morgen und vom Abend, von mitternacht und vom Mittag, die ju Tische sitzen werden im Keich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Cetzten sein. nachmittags. Cektion aus dem alten Testamente. I. Mos. 9, 1 19.(Der Bund mit Noah.) Und sott segnete noah und seine Erde. Cure furcht und Schrecken Söhne, und sprach: Seid fruchtbar sei über alle Tiere auf rden, über und mehret euch, und erfüllet die alle vögel unter dem himmel und 9 VNNNN Uber alles, was auf dem Erdboden kreucht; und alle fische im Meer seien in eure hände gegeben. Alles, wãs sich reget und lebet, das sei eure Speise; wie das grüne kraut habe ich es euch alles gegeben. Al⸗ lein esset das fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut. Denn ich will auch eures Leibes Blut rächen, und will es an allen Tieren rächen; und will des menschen Leben rächen an einem seglichen menschen, als der sein Bruder ist. Wer enschenblut vergeußt, des blut soll auch durch menschen vergossen werden; denn ott hät den Menschen ju seinem Bilde gemacht. Seid fruchtbar und mehret euch, und reget euch auf Erden, daß euer viel drauf werden. Ueiter sagte õott ju Noah und sei⸗ nen sSöhnen mit ihm: Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch und mit allem lebendigen Tier bei euch, an Vogeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, das aus dem stasten ge· gangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. Und richte meinen Bund also mit euch auf, daß hinfort nicht mehr alles fleisch verderbet soll werden mit dem Wasser der sint⸗ flut, und soll hinfort keine Sintflut 2. Advent. DDNNN mehr kommen, die die Erde ver. derbe. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich ge⸗ macht habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier bei euch hinfort ewiglich: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soll das Zeichen sein des Bundes jwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen bogen sehen in den Wol⸗ ken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier in allerlei fleisch, daß nicht mehr hin· fort eine Sintflut komme, die alles fleisch verderbe. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe, und gedenke an den ewigen Bund zwischen ott und allem lebendigen Tier in allem fleisch, das auf Erden ist. Dasselbe sagte õott auch ju Noah: Dies sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem fleisch auf Erden. Die Söhne noahs, die aus dem stasten gingen, sind diese: Sem, ham, Ja⸗ pheth. ham aber ist der Vater Ka⸗ naans. Das sind die drei Söhne noahs, von denen ist alles Cand besetzt. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Röm. 3, 1- 18. a ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. Uas haben denn die Juden Vorteils? oder was nützt die Beschneidung? zwar fast viel. Zum ersten: ihnen ist vertrauet, was Gott geredet hat. Daß aber etliche nicht glauben an dasselbige, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube sottes 6lauben auf⸗ 10 heben? Das seiferne! Es bleibeviel⸗ mehr also, daß õott sei wahrhaftig, und alle menschen falsch; wie ge⸗ schrieben steht:»Nuf daß du ge- recht seiest in deinen Worten, und überwindest, wenn du gerichtet wirst. Ist es aber also, daß unsre e*œKq&. x 9dltlnlln MNMNNMNNMNMNMNMNMNMN 3. Advent.—DD Ungerechtigkeit ottes öerechtigkeit preiset: was wollen wir sagen? Ist denn õott auch ungerecht, daß er darüber jürnet? Och redle also auf enschen⸗Weise.) Das sei serne! Wie könnte sonst õott die Lelit richten? Denn so die ahrheit oottes durch meine Lügen herrlicher wird zu sei⸗ nem Preise, warum sollte ich denn noch als ein Sünder gerichtet wer⸗ den? Und nicht viel mehr also tun, wie wir gelästert werden, und wie et⸗ liche sprechen, daß wir sagen sollen: „Lasset uns Ubels tun, auf daß Gu⸗ tes daraus komme?« Uelcher Ver⸗ ddammnis ist ganz recht. Was sagen wir denn nun? haben wir einen Vorteil? 6ar keinen. denn wir haben droben bewiesen, daß beicle Juden und õriechen alle unter der Sünde sind: wie denn geschrieben stehet:»Da ist nicht, der gerecht sei, duch nicht iner; da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach õott frageꝛ sie sind alle abgewichen, und allesamt untüchtig worden: dã ist nicht, der õutes tue, auch nicht Einer. IJyr schlund ist ein offen orab, mit ihren zungen handein sie trüg lich, Otterngift ist unter ihrencippen. Ihr mund ist voll fluchens und Bit⸗ terkeit. re füße sind eilend, Blut zu vergießen; in ihren egen ist eitel Unfall und herzeleid, und den Weg dles friedens wissen sie nicht. Es istkei⸗ ne furcht õottes vor ihren Augen. 3. Advent. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 4, 1—7. Richtet nicht vor der Zeit) Daflir halte uns jedermann, näm⸗ lich für Christi Diener und haus⸗ halter über õottes õeheimnisse. Nun sucht man nicht mehr an den haus⸗ haltern, denn daß sie treu erfundlen werden. mir aber ist es ein 6e⸗ ringes, daß ich von euch gerichtet werde odler von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich seibst nicht. Ich bin mir wohl nichts be⸗ wußt; aber darinnen bin ich nicht gerechtfertigt; der herr ist es aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der hErr kom⸗ me, welcher auch wird ans licht bringen, was im finstern verborgen ist, und den Rat der herzen offen⸗ baren; alsdann wird einem jeg⸗ lichen von Gott Lob widerfahren. Solches aber, lieben Brüder, habe ich auf mich und Apollo getleutet um euretwillen, daß ihr an uns lernet, daß niemand höher von sich galte, denn setzt geschrieben ist, auf daß sich nicht einer wider den andern um jemandes willen auf⸗ blase. Denn wer hat dich vorgezo⸗ gen? Was hast du aber, daß du nicht empfangen hast? So du es aber empfangen hast, was rühmest du dich denn, als der es nicht emp⸗ fangen hätte? Evangelium. matth. 11, 2— 10.(Bist du, der da kommen soll 7) Dãa aber Johannes im 6efͤngnis die jner Jünger zween, und ließ ihm Verke Christi hörete, sanate er sei ⸗sagen: Bist du, der da kommen soll, 11 DWMoDMMMNMMNNNMN. All oller sollen wir eines andern war⸗ ten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin, und saget Jo⸗ hanni wieder, was ihr sehet und höret: ie blinden sehen, die Lah⸗ men gehen, die Russätzigen werden rein, und die Tauben hören, die Toten stehen auf, und den Armen wird das vangelium gepredigt; und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert. Da die hingingen, fing Je⸗ sus an zu reden zu dem volk von Jo- hannes: Was seid ihr hinausgegan. vent. MNNNNMNMNMN ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webet? oder was seid ihr hinausgegangen u sehen? Woll⸗ tet ihr einen Menschen in weichen seleidlern sehen? Siehe, die da weiche seleider tragen, sind in der õnige häusern. oder was seid ihr hinaus- gegangen zu sehen? Wolltet ihr einen bropheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Pro⸗ phet. Denn dieser ists, von dem ge⸗ schrieven stehet:»Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der dei⸗ gen in die Wüste zu sehen? Wolltet nen Weg vor dir bereiten soll. Epistolische Lektion. Offenb. Joh. 5, 1-1. Und dem ęngel der õemeine zuSar; des schreibe: Das sagt, der die õeister Gottes hät und die sieven Sterne: Ich weiß deine Lerke, denn du hast den namen, daß du lebest, und bist tot. Sei wacker und stärke das an⸗ dere, das sterben will; denn ich habe deine Werke nicht völlig er⸗ funden vor 6ott. So gedlenke nun, wie du empfangen und gehöret hast, und halte es, und tue Buße. Sso du nicht wirst wachen, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stun⸗ de ich über dich kommen werde. Du hast auch wenige llamen zu Sardles, die nicht ihre Kleider besudelt ha⸗ ben; und sie werden mit mir wan⸗ deln in weißen seleidern; denn sie sind es wert. Wer überwindet, der soll mit weißen seleidern angelegt werden, und ich werde seinen Na⸗ men nicht austilgen aus dem buch des Lebens, und ich will seinen Na⸗ men bekennen vor meinem vater und vor seinen Engeln. Wer ohren (halte, was du hast.) hat, der höre, was der õeist den õe⸗ meinen sagt. Und dem Engel der Gemeine zu philadelphia schreibe: Dãs sagt der heilige, der Waͤhrhaf⸗ tige, der da hat den Schlüssel Da. vidds, der auftut, und niemand juschließet; der zuschließet, und nie· mand auftut: Ich weiß deinelUerke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tür, und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft, und hast mein Wort behalten, und häst meinen Namen nicht verleugnet. Siehe, ich werde geben aus Satanas Schule, die da sagen, sie sind Juden, und sind es nicht, sondern lügen: siehe, ich will sie machen, daß sie kommen sollen, und anbeten zu deinen füßen, und erkennen, daß ich dich geliebet ha⸗ be. Dieweil du häst behalten das Wort meiner seduld, will ich auch dich behalten vor der Stunde der bersuchung, die kommen wird über der ganzen Welt sereis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. Siehe, 1²2 pllen, „und Pt hã⸗; dãs auch e dler über ichen, iehe, MNNNNMMMNN 3. Nduent. DNNDNNMN D D ich omme baldz halte, was du hast, daß niemand deine srone nehme. Wer überwindet, den will ich ma⸗ chen zum Pfeiler in dem Tempel meines sottes, und soll nicht mehr hinausgehen; und will auf ihn schreiben den lamen meines Gottes Oder: haggaĩ 2, 2- 10.(Es so Am ein und jwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des herrn Wort durch den Propheten haggai und sprach: Sage zu Serubabel, dem Sohne Sealthiels, dem fürsten Ju⸗ dds, und zu Josua, dem Sohne Jo- zadaks, dem hohenpriester, und zum übrigen Volk und sprich: Wer ist unter euch überblieben, der dies haus in seiner vorigen herrlichkeit gesehen hat? Und wie sehet ihr es nun an? Ist es nicht also, es dün⸗ ket euch nichts sein? Und nun, Se⸗ rubabel, sei getrost! spricht der herr; sei getrost, Josua, du Sohn Jojadaks, du hoherpriester! sei ge⸗ trost, alles Volk im Lande! spricht ler herr, und arbeitet; denn ich bin und den namen des neuen Jeru⸗ salem, der Stadt meines Gottes, die vom himmel herniederkommt von meinem 6ott, und meinen namen, dden neuen. Wer ohren hat, der höre, was der 6eist den 6öemeinen sagt. ll Kommen aller heiden Trost.) lach dem Wort, da ich mit euch einen Bund machte, da ihr aus Agyp⸗ ten zoget, soll mein õeist unter euch bleiben. fürchtet euch nicht! Denn so spricht der heErr Zebaoth: Es ist noch ein leines dahin, daß ich him⸗ mel und ẽrde, das neer und crockne bewegen werde. Ja, alle heiden will ich bewegen. Da soll dann kommen aller heiden Trost; und ich will dies haus voll herrlichkeit machen, spricht der herr Zebaoth. denn mein ist beide Silber und Gold, spricht der hẽrr Zebaoth. Es soll die herrlichkeit dieses letzten hauses größer werden, denn des ersten ge⸗ wesen ist, spricht der herr Zebaoth: und ich will frieden geben an die⸗ mit euch, spricht der herr Zebaoth. sem ort, spricht der herr Zebaoth. Evangelische Cektion. Joh. 12, 35- 50.(õlaubet an das Licht, dieweil ihr es habt.) Dã sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, llaß euch die finsternis nicht über⸗ falle. Wer in der finsternis wan⸗ lelt, der weiß nicht, wo er hingehet. õlaubet an das Licht, dieweil ihr es habt, auf daß ihr des LCichtes inder seid. Solches redlete Jesus, und ging weg, und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht Spruch des Propheten Jesaias, den er sagt: vhrr, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des hErrn offenbaret?« darum konnten sie nicht glauben, denn Je⸗ saias sagt abermal:»Er haͤt ihre Augen verblendet und ihr herz ver⸗ stocket, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem herzen ver⸗ nehmen, und sich vekehren, und ich ihnen hülfe.« Solches sagte Jesaias, da er seine herrlichkeit sah, und an ihn; auf daß erfüllet würde der redete von ihm. Doch der obersten 13 glaubten viele an ihn: aber um der pharisäer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan würden. denn sie hatten lieber die Chre bei den enschen denn dlie chre bei oott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glau; bet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der sie· het den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Weit ein Licht, auf daß, wer an mich glaubet, nicht in der finsternis bleibe. Und wer meine Worte höret, und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; NDDMDNNNNNMNMNMN 3. Advent. MMNNNNNNNN denn ich bin nicht kommen, daß ich die Weit richte, sondern daß ich die Uelt selig mache. Wer mich verach· tet, und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: dlas Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am jüngsten Tãge. denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, dler mich gesandt hat, der hat mir ein ebot gegeben, was ich tun und reden soll. Und ich weiß, daß sein 6ebot ist das ewige Leben. darum, das ich redle, das rede ich also, wie mir der Vater gesagt hãt. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 1. Mos. 22, 1 18.(Die verheißung an Abraham.) nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham. und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: hie bin ich. Und er sprach: Himm Jsaak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land so⸗ rija, und opfere ihn daselbst jum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abra⸗ häm des morgens frühe auf, und gürtete seinen sel, und nahm mit sich zween senaben und seinen Sohn Isdãk; und spaltete holj jumBrand- opfer, und machte sich auf, und ging hin an den ort, davon ihm Gott ge⸗ sagt hatte. Am dritten Tage hub nbraham seine Nugen auf, und sah dlie Stͤtte von ferne; und sprach ju seinen senaben: Bleibet ihr hie mit dem Esel; ich und der nabe wol⸗ len dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wle⸗ der zu euch kommen. Und Abra⸗ ham nahm dlas holz zum Brand⸗ opfer, und legte es auf seinen Sohn Isaak:; er aber nahm das feuer und messer in seine hand, und gingen die beide miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: mein vater! Abraham antwortete: hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist feuer und holz wo ist aber das Schaf jum Brand⸗ opfer? Abraham antwortete: ein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schãf jum Brandopfer. Und gingen die beide miteinander. Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott sagte, baute Abraham daselbst einen Altar, und legte das holj drauf, und band seinen Sohn JIsaak, legte ihn auf len Altar oben auf das holʒ, und reckte seine hand aus, und faßte das messer, daß er seinen Sohn schlach · tete. Da rief ihm der Engel des hErrn vom himmel und sprach: 14 I einen f,und esihn 3,und te ddas hlach⸗ el des prach: NNNNNNNMNNNNDDMNIN Abraham! Abraham! Er antwor. tete: hie bin ich. Er sprach: Lege deine hand nicht an den naben, und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest, und haft deines einigen Sohnes nicht ver⸗ schonet um meinetwillen. da hub Abraham seine Nugen auf, und sah einen Widder hinter sich in der hecke mit seinen hörnern hangen; und ging hin und nahm den Wid⸗ der, und opferte ihn zum Brand⸗ opfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieß die Stätte: Der herr siehet. Daher man noch heutiges Tages sagt: Nuf dem Berge, da der 3. Allvent. NNMNNNNNNNNNN herr siehet. Und der ngel des herrn rief Abraham abermal vom him⸗ mel und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der hErr, dieweil du solches getan hast, und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet, daß ich deinen Samen segnen und mehren will, wie die Sterne am himmel und wie den Sand am Ufer des meers; und dein Same soll besitzen die Tore seiner feinde; und durch deinen Samen sollen alle völker auf Erden gesegnet werden; darum daß du meiner Stimme gehorcht hast. Cektion aus dem ueuen Testamente. Röm. 10, 18- 11, 6.(Ich habe meine hände ausgestreckt zu dem Volk, llas sich nicht sagen läßt.) Ich sage aber: haben sie es nicht ge⸗ höret? Zwar es ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte. Ich sage aber: haͤt es Israel nicht erkannt? Der erste oses spricht:»Ich will euch eifern machen über dem, das nicht mein Volk ist; und über einem un⸗ verständigen Volk will ich euch er⸗ zürnen.« Jesaias aber darf wohl sagen:»Ich bin erfunden von de⸗ nen, die mich nicht gesucht haben, und bin erschienen denen, die nicht nach mir gefragt haben.« Zu Israel aber spricht er:»den ganzen cag habe ich meine hände ausgestrecket zu dem Volk, das sich nicht sagen läßt, und widerspricht« Sso saͤge ich nun: haͤt denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn ich bin auch ein Jsraeliter von dem Samen Abrahams, aus dem 6e⸗ schlecht Benjamin. Gott hat sein 15 Volk nicht verstoßen, welches er zuvor versehen hat. oder wisset ihr nicht, was die schrist sagt von Clias? wie er tritt vor ott wider Isrãel und spricht:»hErr, sie haben deine Propheten getötet, und ha⸗ ben deine Altäre ausgegraben; und ich bin allein überblieben, und sie stehen mir nach meinem Leben.⸗ Aber was saͤgt ihm die göttliche Antwort?»Ich habe mir lassen überbleiben sieben tausend mann, die nicht haben ihre seniee gebeuget vor dem Baal.« Also gehet es auch jetzt ju dieser Zeit mit diesen Uberge⸗ bliebenen nach der Wahl der öna⸗ den. Ist es aber aus 6naden, so ist es nicht aus Verdienst der Werke; sonst würde 6nade nicht nade sein. Ist es aber aus Uerdienst dler Werke, so ist die õnade nichts; sonst wäre Verdienst nicht Ver⸗ dlienst. Ir.— MWMODNN MNMMoN 4. Advent. MMND DMN 4. Advent. Vormittäags. Epistel. phu. 4, 4— freuet euch in dem hrrn allewege, und abermal sage ich: freuet euch! Eure Cindigkeit lasset kund sein allen menschen. Der herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der friede Gottes, welcher höher ist denn alle bernunft, bewahre eure herzen und 9.(Der hErr ist nahe.) Sinne in christo Jesu! Weiter, lie. ben Brüder, was währhaftig ist, wäas ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lau⸗ tet, ist etiva eine Tugend, ist etiwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehöret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der herr des friedens mit euch sein. Ebangelium. Joh. 1, 190- 34.(Die Stimme des Predigers in der Wüste.) Und dies ist das Zeugnis Johannis, lla die Juden sandten von Jerusa⸗ lem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte, und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Clias? Er sprach: Ich bin es nicht. Bist du ein Prophet? Ulnd er antwortete: Hein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß Wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines predigers in der Wüste: Kichtet den Weg des hErrn! wie der Prophet Jesaias gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern; und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum tãufest du denn, so du nicht christus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ists, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht Wert bin, daß ich seine schuhriemen auflöse. Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes tãaufte. Des andern Tages siehet Jo⸗ hannes Jesum zu sich kommen, und spricht: Siehe, das ist Gottes Camm, welches der Welt Sünde trägt. Dieser ist es, von dem ich ge⸗ sagt habe: ach mir kommt ein mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und ich kannte ihn nicht; sondern auf daß er offenbar würde in J7srael, darum bin ich kommen, zu tau⸗ fen mit Wasser. Und Johannes zeugete und sprach: Ich sahe, daß der õeist herabfuhr wie eine Taube vom himmel, und blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, derselbige sprach zu mir: Über Welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, derselbige ist es, der mit dem heili⸗ gen õeist taufet. Und ich sahe es, und zeugete, daß dieser ist õottes Sohn. 16 ö WMWNMNNNNNNNNNNNMNMN 4. Advent. NNNNNDNMN Epistolische Cektion. Offenb. Joh. 3, 14- 22.(Ich stehe vor der Tür und klopfe an.) Und dem Engel der emeine zu Caodicea schreibe: Das sagt Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der sreatur õottes: Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist, und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien dus meinem munde. Du sprichst: Ich bin reich, und habe gar saͤtt, und bedarf nichts; und weiß nicht, daß du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß. Ich rate dir, daß du old von mir kaufest, das mit feuer durchläutert ist, daß du reich werdest; und weiße feleider, daß du dich antust, und nicht offenbaret werde die Schande dei⸗ ner Blöße; und salbe deine Nugen mit Augensalbe, daß du sehen mögest. Welche ich lieb habe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße. Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine stimme hören wird, und die Tür auftun, ju dem werde ich eingehen, und das Abendmahl mit ihm halten, und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf mei⸗ nem Stuhl zu sitzen, wie ich über⸗ wunden habe, und bin gesessen mit meinem vater auf seinem Stuhl. Wer ohren haͤt, der höre, was der beist den emeinen sagt. odler: Jerem. 23, 1-8.(Man wird ihn nennen herr, der unsre bGerechtigkeit ist. Wehe euch hirten, die ihr die herde meiner Weide umbringet und jer; streuet! spricht der hErr. Darum spricht der herr, der ott Israels, von den hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine herde zer⸗ streuet, und verstoßen, und nicht besucht. Siehe, ich will euch heim⸗ suchen um eures bösen Wesens wil⸗ len, spricht der herr. Und ich will die Ubrigen meiner herde sam⸗ meln aus allen Ländern, dahin ich sie verstoßen habe; und will sie wieder bringen zu ihren hürden, daß sie sollen wachsen und viel werden. Und ich will hirten über sie setzen, die sie weiden sollen, daß sie sich nicht mehr sollen fürchten, noch erschrecken, noch heimgesucht werden, spricht der herr. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der herr, dlaß ich dem David ein gerecht be⸗ wächs erwecken will; und soll ein scönig sein, der wohl regieren wird, und Recht und serechtigkeit auf Erdlen anrichten. Zu desselbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird: herr, der unsre 6e⸗ rechtigkeit ist. Darum siehe, es wird dlie Zeit kommen, spricht der 5Err, daß man nicht mehr sagen wird: So waͤhr der hErr lebt, der die słin · dler Israels aus Agyptenland ge⸗ führt hat, sondern: So wahr der herr lebt, der den Samen des hau⸗ ses Jsrael hat herausgeführt und gebracht aus dem TCande der mitter · nãcht und aus allen Canden, dahin ich sie verstoßen hatte, daß sie in ihrem Lande wohnen sollen. 17 I NMDMDMNMDM N 4. Advent. MNDDMDOMDMDNMN Evaͤngelische Cektion. matth. 11, 11—19.(Das himmelreich leidet õewalt.) Wahrlich, ich jage euch: Unter allen, dlie von Weibern geboren sind, ist nicht aufkommen, der größer sei denn Johannes der Tãufer; der aber der Kleinste ist im himmelreich, ist größer denn er. Aber von den Tagen Johannis des Täufers, bis hieher leidet das himmelreich õewalt, und dlie õewalt tun, die reißen es zu sich. Denn alle Propheten und das oesetz haben geweissaͤget bis auf Johan⸗ nes. Und(o ihr es wollt annehmen) er ist Clias, der da soll zukünftig sein. Wer ohren hat, zu hören, der höre. Wem soll ich aber dies õeschlecht vergleichen? Es ist den gindlein gleich, die an dem markt sitzen, und rufen gegen ihre õesellen und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir hãben euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen. Johannes ist kom. men, aß nicht und trank nicht, so sagen sie: Er hat den Teufel. Des en. schen Sohn ist kommen, isset und trinket, so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein fresser und einleinsäu⸗ fer, der Zöliner und der Sünder 6e- sellel Unddielbeisheit muß sich recht. fertigen lassen von ihren Kindern. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testãamente. 1. Mos. 49, 8- 12. OCakobs Segen über Juda.) Juda, du bist es; dich werden deine Brüder loben. Deine hand wird dei⸗ nen feinden auf dem halse sein: vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. Juda ist ein junger Cöwe. Du bist hoch kommen, mein Sohn, durch große Siege. Er hat niedlergeknieet, und sich gelagert Wie ein Löwe und wie eine Löwin; Wer will sich wider ihn auflehnen? Es Wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein meister von seinen füßen, bis daß der held komme; und demselben werden dlie Volker anhangen. Er wird sein füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an den edlen keben. Er wird sein sleid in Wein waschen und seinenmantel inlDein⸗ beerblut. Seine Rugen sind rötlicher denn Wein, und seine Zähne weißer denn milch. Cektion àus dem leuen Testamente. Röm. 11, 16- 32.(õott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf ldlaß er sich aller erbarme.) Ist der Anbruch heilig, so ist auch der gen zerbrochen sind, und du, da du Teig heilig; und so die urzel heilig ein wilder öͤlbaum warest, bist un⸗ ist, so ind auch die Zweige heilig. ter sie gepfropfet, und teilhaftig Ob aber nun etliche von den Zwei⸗worden der Wurzel und des Sasts 18 S 1.D ES. eee= 2= 3——9—5„‚„eenet MMDMDMDMMNMNN 1. Weihnacht. NNNNNMN im ölbaum, so rühme dlich nicht wider die Zweige. Rühmest du dich aber wider sie, so sollst du wissen, daß du die[Uurzel nicht trägst, sondern die Wurzel trägt dich. So sprichst du: Die Zweige sind zer. brochen, daß ich hineingepfropfet würde. Ist wohl geredet. Sie sind zerbrochen um ihres Unglaubens willen; du stehest aber durch den 6lauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich. haͤt Gott der natürli⸗ chen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht dein auch nicht ver; schone. Darum schaue dlie õüte und den Ernst ottes; den Ernst an de; nen, die gefallen sind, die õüte aber an dir, sofern du an der 6üte blei⸗ best; sonst wirst du auch abgehau⸗ en werden. Und jene, so sie nicht bleiben in dem Unglauben, wer⸗ den sie eingepfropfet werden; Gott kann sie wohl wieder einpfropfen. Denn so du aus dem ölbaum, der von natur wild war, bist ausge⸗ hauen, und wider die Hatur in den guten ölbaum gepfropfet, wieviel mehr werden die natürlichen ein⸗ gepfropfet in ihren eigenen öl⸗ baumꝰ Ich will euch nicht verhalten, lieben Brüder, dieses eheimnis, auf daß ihr nicht stolj seid. Blind⸗ heit ist Israel eines Teils wider⸗ fahren, solange bis die fülle der heiclen eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet:»Es wird Rom⸗ men aus Zion, der da erlöse, und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde wegnehmen.« nach dem Evangelio hälte ich sie für ßeinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Vater willen. Gottes 6aben und Berufung mögen ihn nicht gereuen. denn gleicher Weise, wie auch ihr weiland nicht habt geglaubet an 6ott, nun aber habt ihr Barmherzigkeit über⸗ kommen über ihrem Unglauben: also auch jene haben jetzt nicht wol⸗ len glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Baͤrmherzigkeit überkom⸗ men. Denn 6ott hat alles beschlos⸗ sen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 1. Weihnacht. Vormittags. Epistel. Tit. 2, 11— 14.(Es ist erschienen die heilsame önade Sottes.) Denn es ist erschienen die heilsame 6näde Gottes allen enschen, und züchtiget uns, daß wir sollen ver⸗ leugnen das ungöttliche Lesen und die weltlichen üste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und warten auf die selige hhoffnung und Erscheinung der herrlichkeit des großen õottes und unsers heilandes, Jesu christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Cigentum, dãs fleißig wäre zu guten Wer⸗ ken. 19 MNNMNNNNMNMNNNN 1. Deihnacht. NNNNNNNN Evangelium. Luc. 2, 1- 20.(Cuch ist heute der heiland geboren.) Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein õebot vom staiser Nugustus aus- ging, daß alle Welt geschätzet wür⸗ de. Und diese Schätzung war die allererste, und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging hin, daß er sich schatzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläàa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stallt Davids, die da heist Bethle⸗ hem, darum daß er von dem hause und Geschlecht Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, sei⸗ nem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst wa⸗ ren, RKam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine srippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der herberge. Und es waren hirten in derselbigen degend auf dem felde bei den hürden, die hüteten des nachts ihrer herde. Und siehe, des herrn Engel trat zu ihnen, und die stlarheit des hẽrrn leuchtete um sie: und sie fürchteten sich sehr. Und dler Engel sprach zu ihnen: fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der heiland geboren, welcher ist Christus, der hErr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: qr werdet finden das ind in Win. deln gewickelt und in einer strippe liegen. Und alsbald war bei dem Engel die menge der himmlischen heerscharen, die lobeten õott und sprachen: Chre sei õott in der höhe, und friede auf Erden, und den menschen ein Wohlgefallen! Und slã die ngel von ihnen gen himmel fuhren, sprachen die hirten unter. einander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem, und die öeschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der herr kund getan hat. Und sie kamen eilend, und fanden beide, Mariam und Joseph, dazu das sind in der srippe liegend. Da sie es aber ge⸗ sehen hatten, breiteten sie das Wort dus, welches ju ihnen von diesem sinde gesagt war. Und alle, vor lie es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die hirten gesagt hatten. Mãriaã aber behielt alle diese Dorte, und bewegte sie in ihrem herzen. Und die hirten kehreten wieder um, priesen und lobten 6ott um alles, dlas sie gehoret und gesehen hatten, wie denn ju ihnen gesagt war. Epistolische Cektion. 1. Joh. 4, 1-6.(Die Liebe, die õott zu uns hat. Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeg⸗ihr den 6eist ottes erkennen: Cin lichen õeist, sondern prüfet die öei-jeglicher eist, der da bekennet, ster, ob sie von Gott sind; denn es daß Jesus Christus ist in das fleisch sind viel falsche Propheten ausge⸗Rommen, der ist von Gott; und gangen in die Welt. Daran solltein jeglicher öeist, der da nicht 20 NNMMMMMMNNMNNN. Weihnacht. DDDNNNNNMN bekennet, daß Jesus christus ist in das fleisch kommen, der ist nicht von ott. Und das ist der beist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehöret, daß er kommen werde, und ist jsetzt schon in der Welt. seindlein, ihr seid von Gott, und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer, denn ler in der Welt ist. Sie sind von der Welt; darum reden sie von dler Welt, und die Welt höret sie. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der höret uns; welcher nicht von Gott ist, der höret uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den 6eist dles Irrtums. oder: Micha 4, 1-8.(Der hErr wird sönĩig über sie sein.) In den letzten Tagen aber wird der berg, darauf des hrrn haus stehet, gewiß sein höher denn alle Berge, und über die hügel erhaben sein. Und die Völker werden herzulau⸗ fen, und viel heiden werden gehen und sagen: ommt, laßt uns hin⸗ auf zum Berge des héErrn gehen und zum hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir auf seiner Straße wandeln; denn aus Zion wird das õesetz aus; gehen, und des hErrn Wort aus Je- rusalem. Er wird unter großen völkern richten, und viel heiden strafen in fernen Landen. Sie wer. den ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße ju Sicheln machen. Es Wird kein Volk wider das andre ein Schwert aufheben, und werden nicht mehr kriegen lernen. Ein seglicher wird unter seinem Wein⸗- stock und feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der Mmund des hErrn Zebaoth hat es gereldet. Denn ein jseglich Volk wird wan⸗ deln im Namen seines Gottes; aber wir werden wandeln im namen des hErrn, unsers õottes, immer und ewiglich. Zur selbigen JZeit, spricht der heErr, will ich die Cah⸗ men versammeln und die Ver⸗ stoßenen zuhauf bringen, und die ich geplagt habe. Und will die Ilahmen machen, daß sie Erben hãben sollen, und die VUerstoßenen jum großen Volk machen; und der hErr wird stöonig über sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit. Und du, Turm Eder, eine feste der Tochter Zion, es wird deine goldene Rose kommen, die vorige herrschaft, das önig⸗ reich der Tochter Jerusalem. Evängelische Cektion. Matth. 1, 18 25.(Er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.) Die õeburt Christi war aber also ge⸗ tan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholte, erfand sichs, daß sie schwanger war von dem heiligen Geist. Joseph aber, ihr mann, war fromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber, sie heimlich zu ver⸗ lassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des hErrn im Traum und sprach: Jo- seph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, aria, dein õemahl, zu dir ju nehmen; denn das in ihr geboren 21 WMWMWMMMMN ꝛ2. Weihnacht. NNMNNNMN ist, das ist von dem heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebä⸗ ren, des namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren sünden. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllet würde, das der herr durch den Propheten gesagt haͤt, der da spricht:»Siehe, eine Jung⸗ frau wird schwanger sein, und einen Sohn gebären, und sie wer⸗ den seinen hnamen Immanuel hei⸗ ßen, das ist verdolmetschet: Gott mit uns.« Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm dles héErrn Engel befohlen hatte, und nahm sein 6emahl zu sich; und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen namen Jesus. lachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Michã 5, 1- 4.(Er soll aus Bethlehem kommen.) Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Tausenden in Judlã, aus dir soll mir der kommen, der in Israel hErr sei, welches Aus⸗ gang von Anfang und von Ewig⸗ keit gewesen ist. Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, geboren habe; da wer⸗ len dann die übrigen seiner Brüder wiederkommen zu den sindern 78- rael. Er aber wird auftreten, und weiden in straft des hErrn und im Siege des Hamens seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selbigen Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Dazu werden wir auch frieden haben vor dem Assur, der jetzt in unser Land ge⸗ fallen ist, und unsre häuser zer⸗ treten hät. Denn es werden sieben hirten und acht fürsten über ihn erweckt werden. Cektion aus dem neuen Testamente. 1. Tim.3, 14— 16.(Kündlich groß ist das gottselige õeheimnis.) Solches schreibe ich dir, und hoffe, aufs schierste zu dir zu ommen; so ich aber verzöge, daß du wissest, wie ddu wandeln sollst in dem hause Gottes, welches ist die Gemeine des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und 6rundfeste der Wahrheit. Und kündlich groß ist das gottselige beheimnis: Gott ist offenbaret im fleisch, gerechtfertiget im Seist, erschienen den Engeln, geprediget den heiden, geglaubet von der Welt, aufgenommen in die herr⸗ lichkeit. 2. Weihnacht. Vormittags. Epistel. ébr. 1, 1 14.(Gott hat am letzten geredet durch den Sohn) Nachdem vor Zeiten 6ott manchmal] hat er am letzten in diesen Tagen und mancherlei Weise geredet hat zu uns geredet durch den Sohn, wei⸗ zu den Vätern durch die Propheten,chen er gesetzet hat zum Erben über 22 WM wer⸗; Uhei⸗ Gott vom ihm atte, sich; ihren inen MDMMNMM;qMMMoppp 2. Weihnacht. DNNMMN alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat; welcher, sintemal er ist der õlanz seiner herrlichkeit und das Cbenbild seines Wesens, und trägt alle Dinge mit seinem kräfti⸗ gen Wort, und hat gemacht die Rei⸗ nigung unsrer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rech · ten der majestat in der höhe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen höhern amen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt:»Ddu bist mein Sohn, heute habe ich dich ge· zeugetoꝰ? Und abermal:»Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«? Und abermal, da er einführet den Erstgebornen in die Uelt, spricht er:»Und es sollen ihn alle Engel ottes anbeten.« Von den Engeln spricht er zwar:»Er maãcht seine Engel õeister und seine diener feuerflammeng; aber von dem Sohne:»Gott, dein Stuhl wäh⸗; ret von Cwigkeit zu wigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast geliebet die õerech; tigkeit, und gehasset die Ungerech; tigkeit: darum haͤt dich, o Gott, ge· salbet dein oott mit dem öle der freuden über deine 6enossen.« Und: »Du, hErr, hast von Anfang die Erde gegründet, und die himmel sind deiner hände Werk. Dieselbi⸗ gen werden vergehen, du aber wirst bleiben; und sie werden alle ver⸗ alten wie ein leid; und wie ein 6ewand wirst du sie wandeln, und sie werden sich verwandeln; du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhören.« Zu wel⸗ chem Engel aber hat er jemals ge⸗ sagt:»Setze dich ju meiner Rechten, bis ich lege deine feinde zum Sche⸗ mel deiner füße«? Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausge⸗ sandt jum Ddienst um derer willen, dlie ererben sollen die Seligkeit? Evangelium. Joh. 1, 118.(Das Wort ward fleisch.) Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei 6ott, und 6ott war das Wort. Dasselbige war im An⸗ fang bei õott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne das· selbige ist nichts gemacht, was ge⸗ mächt ist. In ihm war das Leben, und das Ceben war das Licht der menschen. Und das Licht scheinet in der finsternis, und die finsternisse hãben es nicht begriffen. Es ward ein mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht jeu; gete, auf daß sie alle durch ihn glaub; ten. Er war nicht das Licht, jondern dlaß er jeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle enschen erleuchtet, die in diese UWelt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie vieleihn aber aufnahmen, denen gab er macht, õottes stinder zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem 6e⸗ blüt, noch von dem Willen des flei⸗ sches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward fleisch 25 WSMNNMMMo 2. Veihnacht. MNNNNMNWN und wohnete unter uns, und wir sahen seine herrlichkeit, eine herr⸗ lichkeit als des eingeborenen Sohnes vom bater, voller önade und Wahr⸗ heit. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt häbe: nach mir wird kommen, der vor mir ge⸗ wesen ist; denn er waͤr eher denn ich. Und von seiner fülle haben wir alle genommen 6nade um 6nade. Denn das besetz ist durch mosen gegeben; die önade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden. niemand hat Gott je ge⸗ sehen der eingeborne Sohn, der in dles Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündiget. Epistolische Cektion. Röm. 8, 28-39.(Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken.) Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge jum Besten dlienen, die nach dem Vorsatz be⸗ rufen sind. Denn welche er zuvor versehen hat, die hat er auch ver⸗ ordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbige der Erstgeborne sei unter vielen Brüdern. Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht ge⸗ macht; welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn hiezu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? UWelcher auch seines eigenen Sohnes nicht hãt verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schen⸗ ken? Wer will die Nuserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hie, odler: Jes. 49, 1-13. Das höret mir ju, ihr Inseln, und ihr Völker in der ferne, merket auf! Der heErr hat mich gerufen von Mutterleibe an; er hat meines namens gedacht, da ich noch im Mutterleibe war; und hat mei⸗ nen mund gemacht wie ein scharf Schwert; mit dem Schatten seiner der da gerecht macht. Wer will verdlammen? christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist jur Kech· ten Gottes, und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal, oder Angst, oder Uerfolgung, oder hunger, oder Blö. ße, odler fährlichkeit oder Schwert! Wie geschrieben stehet:»Um deinet⸗ willen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit um des wil⸗ len, der uns geliebet hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch fürsten. tum noch 6ewalt, wedler Gegen⸗ wärtiges noch Zukünftiges, weder hohes noch Tiefes, noch keine an⸗ dere reatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm herrn. heil bis an der Welt Ende.) hand hat er mich bedecket; er hat mich zum reinen pfeil gemächt, und mich in seinen söcher gesteckt, und spricht zu mir: Du bist mein snecht, Israel, durch welchen ich will gepriesen werden. Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich, und brächte meine straft umsonst und 2⁴ W wen NMMMMMMqp ꝛ. Veihnacht. NNNNNNNNMNM unnützlich zu, wiewohl meine Sache dles hErrn und mein Amt meines Gottes ist. Und nun spricht der herr, der mich von mutterleibe an zju seinem snechte bereitet hat, daß ich soll Jakob zu ihm bekehren, auf dlaß Israel nicht weggerafft werde; darum bin ich vor dem herrn herr; lich, und mein õott ist meine Stär⸗ ke, und spricht: Es ist ein öeringes, daß du mein senecht bist, die Stãm⸗; me Jakobs aufzurichten, und das berwaährloste in Jsrael wieder ju bringen; sondern ich habe dich auch zum licht der heiden gemacht, daß du seiest mein heil bis an der Welt Ende. So spricht der herr, der Erlöser Israels, sein heiliger, zu der verachteten Seele, zu dem Volk, des mäan 6reuel hät, zu dem senechte, der unter den Tyrannen ist: Könige sollen sehen, und aufstehen, und fürsten sollen anbeten um des herrn willen, der treu ist, um des heiligen in Jsrael willen, der dich erwählt hät. So spricht der hErr: Ich habe dich erhöret zur gnädi⸗ gen Zeit, und habe dir am Tage des heils geholfen; und habe dich behütet und zum Bund unter das volk gestellet, daß du das Cand dufrichtest, und die verstöͤrten Erbe einnehmest; zu sagen den 6efange⸗ nen: Gehet heraus! und zu denen in der finsternis: Kommt hervor! dlaß sie am Wege sich weiden, und auf allen hügeln ihre Weide haben. Sie werden wedler hungern noch dürsten, sie wird keine hitze noch Sonne stechen; denn ihr Erbarmer wird sie führen, und wird sie an dlie Wasserquellen leiten. Ich will alle meine Berge zumlbege machen, und meine Pfade sollen gebahnet sein. Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene von mit⸗ ternacht, und diese vom meer, und sene vom Lande Sinim. Jauchzet, ihr himmel, freue dich, erde, lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! denn der hErr haͤt sein Volk getröstet, und erbarmet sich seiner lenden. Evangelische Lektion. Joh. 6, 32- 39.(Das Brot vom himmel.) Da sprach Jesus zju ihnen: Wahr⸗ lich, wahrlich, ich sage euch: Moses haͤt euch nicht Brot vom himmel gegeben, sondern mein Vaͤter gibt euch das rechte Brot vom himmel. denn dies ist das Brot Gottes, das vom himmel kommt, und gibt der Weit das eben. Da sprachen sie zu ihm: herr, gib uns allewege solch Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom himmel kommen, nicht, daß ich meinen Willen tue, sondern dles, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des VUaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, das er mir gegeben haͤt, sondern daß ich es auferwecke am jüngsten Tage. 25 NMWMDMMMNMWMMMN 2. Veihnacht. NNNNNNMNIN nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. 2. Sam. 7, 1 13.(Der Tempelbau durch Davids Sohn.) Dã nun der sönig in seinem hause saß, und der hErr ihm Ruhe gege⸗; ben hatte von allen seinen feinden umher, sprach er zu dem Propheten nathan: Siehe, ich wohne in einem Zellernhause, und die Lade Gottes wohnet unter den Teppichen. na⸗ than sprach zu dem Könige: Gehe hin, alles, was du in deinem herzen hãst, das tue denn der hẽrr ist mit dlir. Des Nachts aber kam das Wort des hErrn zu Nathan und sprach: behe hin, und sage zu meinem senechte David: So spricht der hErr: Solltest du mir ein haus bauen, dlaß ich drinnen wohnte? habe ich tloch in keinem hause gewohnet seit dem Tage, da ich die sinder Israãel aus Agypten führte, bis auf diesen Tag, sondern ich habe ge⸗ wändelt in der hütte und Woh⸗ nung. Wo ich mit allen sindern Israel hinwandelte, habe ich auch se geredet mit irgend der Stämme Israels einem, dem ich befohlen habe, mein Voln Israel zu weiden, und gesagt: Warum bauet ihr mir nicht ein Zedernhaus? So sollst du nun so sagen meinem snechte Da⸗ vidl: So spricht der hErr Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhürden, daß du sein solltest ein fürst über mein Volk Jsrael; und ich bin mit dir gewesen, wo du hingegängen bist, und häabe alle deine feinde vor dir ausge⸗ rottet, und habe dir einen großen namen gemacht wie der Name der roßen auf Erden. Und ich will meinem volke Israel einen ort setzen, und will es pflanzen, daß es dlaselbst wohne, und es nicht mehr in der Irre gehe, und es die Rinder ler Bosheit nicht mehr drängen wie vorhin, und seit der Zeit ich Richter über mein Volk JIsrael verordnet habe; und will dir Ruhe geben vor allen deinen feinden. Und der hErr verkündiget dir, daß der hẽrr dir ein haus machen will. Wenn nun deine Zeit hin ist, daß du mit deinen bätern schlafen liegst, will ich lleinen Samen nach dir erwecken, ller von deinem Leibe kommen soll; dem will ich sein Reich bestätigen. Der soll meinem namen ein haus bãuen, und ich will den Stuhl seines Königreichs bestätigen ewiglich. Cektion aus dem Neuen Testamente. Ebr. 2,—18.(Er mußte allerdinge seinen Brüdern gleich werden.) Wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? Welche, nachdem sie erstlich gepre⸗ dligt ist durch den hErrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es ge⸗ höret haben; und õott hat ihr Zeug; nis gegeben mit Zeichen, Wundern 20 und mancherlei sträften und mit Austeilung des heiligen eistes nach seinem Willen. denn er hat nicht den ngeln untergetan die zu⸗ künftige Welt, davon wir reden. Es bejeuget aber einer an einem ort und spricht:»Was ist der mensch, MMNMNMMN N donntag näach Deihnacht. DD DMDND daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heim⸗ suchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit preis und Chre hast du ihn gekrö· net, und hast ihn gesetzt über die Werke deiner hände; alles hast du untergetan zu seinen füßen.« In dem, daß er ihm alles hat unterge⸗ tan, hãt er nichts gelassen, das ihm nicht untertan seĩ; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles unter; tan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durchs Ceiden des Todes gekrönet mit preis und Chre, auf daß er von õottes 6naden für alle den Tod schmeckte. Denn es ziemte dem, um des willen alle Din. ge sind, und durch den alle Dinge sind, der da vĩel stinder hat zur herr⸗ lichkeit geführet, daß er den herzog ihrer Seligkeit durch Leiden voll⸗ kommen machte. Sintemal sie alle von Einem kommen, beide der da helliget und die da geheiliget wer; den. Darum schämet er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, und spricht:»Ich will verkündigen dei⸗ nen namen meinen brüdern, und mitten in der oemeinde dir lob· singen.« Und abermal:»Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal:»Siehe da, ich und dlie inder, welche mir Gott gege⸗ ben hat.« nachdem nun die Ein⸗ der fleisch und Blut haben, ist er es gleichermaßen teilhaftig wor⸗ dlen, auf daß er durch den Tod die macht nähme dem, der des Todes Gewalt hätte, das ist, dem Teufel, und erlösete die, so durch furcht dles Todes im ganzen Leben snechte sein mußten. Denn er nimmt nir⸗ gend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich. Daher mußte er allerdinge seinen Brüdern gleich werden, auf dlaß er barmherzig würde und ein treuer hoherpriester vor Gott, zu versöhnen die Sünde des Volks. Denn darinnen er gelitten hat, und versucht ist, kann er helfen denen, die versucht werden. Sonntag nach Weihnacht. vormittags. Epistel. Apgsch. 6, 8-15 und 7, 54-59.(Und steinigten Stephanum.) Stephanus aber, voll Glaubens und sräfte, tat Dunder und große Zei⸗ chen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner und der styre⸗ ner und der Alexanderer und derer, die aus Cilicien und Asien waren, und befragten sich mit Stephano. Und sie vermochten nicht, zu wider; stehen der Weisheit und dem eiste, dus welchem er redete. Da richteten 2⁷ sie zu etliche männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöret Lästerworte reden wider mosen und wider ott. Und bewegten das Volk und die Altesten und die Schristgelehrten; und traten herzu, und rissen ihn hin, und führeten ihn vor den Rat; und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser mensch höret nicht auf, zu reden Lästerworte wider dliese heilige Stätte und das Gesetz. NMNMDMD N Sonntaäag näch Weihnacht. NNND Denn wir haben ihn hören sagen: Jesus von nazareth wird diese Stätte zerstören, und ändern die Sitten, die uns Moses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im kat saßen, und sahen sein An⸗ gesicht wie eines Engels Angesicht. Dã sie solches höreten, ging es ihnen durchs herz, und bissen die Zähne zusammen über ihn. Als er aber voll heiligen Geistes war, sahe er auf gen himmel, und sahe die herr⸗ lichkeit Gottes, und Jesum stehen zur Rechten Gottes, und sprach: Sie; he, ich sehe den himmel offen, und des menschen Sohn zur Rechten sot⸗ tes stehen. Sie schrieen aber laut, und hielten ihre ohren ju, und stürmeten einmütiglich auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus, und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre seleider zu den füßen eines jünglings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanum, der anrief und sprach: herr Jesu, nimm meinen 6eist auf! Er knie⸗ te aber nieder, und schrie laut: hErr, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, ent⸗ schlief er. Evangelium. Matth. 23, 34- 39.(Ihr habt nicht gewollt.) Darum siehe, ich sende zu euch Pro⸗ pheten und Weise und Schriftge⸗ lehrte; und derselbigen werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme alle das ge⸗ rechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerech · ten Abel bis aufs Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr ge⸗ tötet habt zwischen dem cempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Je- rusalem, die du tötest die Prophe- ten, und steinigest, die zu dir ge⸗ sandt sind! Wie oft habe ich deine sinder versammeln wollen, wie eine henne versammelt ihre füch⸗ lein unter ihre flügel und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer haus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von setzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: õelobet sei, der da kommt im Namen des hErrn! Epistolische Cektion. Judlã 17- 25.(Erbauet euch auf euren allerheiligsten ölauben.) Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Nposteln unsers herrn Jesu christi; da sie euch sagten, daß zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen Lusten dles gottlosen Wesens wandeln. Diese sind, die da Rotten machen, ßleischliche, die da Reinen Geist ha⸗ ben. JIyr aber, meine Lieben, er⸗ bauet euch auf euren allerheilig. sten 6lauben durch den heiligen 28 W 6ot⸗ laut, und mein, „und Ugen Ußen ulus, Aer Jesu, knie⸗ laut: ünde „ent⸗ WMNMNNNMNN sonntag näach WDeihnacht. NNDNN õeist, und betet, und behaltet euch in der Liebe õottes, und waͤrtet auf llie Barmherzigkeit unsers herrn Jesu christi, zum ewigen Leben. Und haältet diesen Unterschied, daß ihr euch etlicher erbarmet, etliche aber mit furcht selig machet, und rücket sie aus dem feuer; und hasset den befleckten Rock des fleisches. Dem aber, der euch kann behüten ohne fehl, und stellen vor das An⸗ gesicht seiner herrlichkeit unsträf⸗ lich mit freuden, dem bott, der allein weise ist, unserm heilande, seiĩ hre und masestãt und õoewalt und macht nun und zu aller Fwwigkeit! Amen. Evangelische Lektion. Joh. 8, 12 19. Gch bin das Licht der Welt) Da redete Jesus abermal zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der finsternis, sondern wird das Licht des Cebens häben. Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du zeugest von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So ich von mir selbst zeugen würde, so ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, von wannen ich kommen bin, und wohin ich gehe; ihr aber wisset nicht, von wannen ich kom⸗ men bin, und wo ich hingehe. Ihr richtet nach dem fleisch; ich richte niemand. So ich aber richte, so ist mein 6ericht recht; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. Auch stehet in eurem besetze geschrieben, daß zweier enschen Zeugnis wahr sei. Ich bin es, der ich von mir selbst zeuge; und der Vater, der mich gesandt hat, zeuget auch von mir. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennet weder mich, noch meinen Vater; wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. llachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Jes. 12. Der herr ist meine Stärke und mein heil.) zZu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, err, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und tröstest mich. Siehe, õott ist mein heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn õott der herr ist meine Stärke und mein Psalm, und ist mein heil. Ihr werdet mit freuden Wasser schöpfen aus den heilsbrunnen. 29 Und werdet sagen zu derselbigen Zeit: Danket dem herrn, prediget seinen Namen, macht kund unter den Völkern sein Tun, verkündliget, wie sein Name so hoch ist. Lobsinget dem herrn, denn er hat sich herr. lich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion: denn der heilige Israels ist groß bei dir. MWMDoDDNN Sonntaäg nach Weihnacht. NDMDNM Cektion ãaus dem Ueuen Testamente. 2. stor. 1, 3— 20.(Alle õottes-Verheißungen sind in ihm Ja und Amen.) Gelobet sei öott und der Vater un⸗ sers hErrn Jesu christi, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in aller unsrer Trübsal, daß wir auch trö⸗ sten können, die da sind in allerlei Trübsal, mit dem Trost, damit wir getröstet werden von 6ott. Denn gleich wie wir des Leidens christi viel haben, also werden wir auch reichlich getröstet durch Christum. Wir haben aber crübsal oller Trost, so geschiehet es euch jugut. Ist es Trübsal, so geschiehet es euch ju Trost und heil; welches heil bewei⸗ set sich, so ihr leidet mit eduld, dermaßen, wie wir leiden. Ist es Trost, so geschiehet es euch auch zu Trost und heil. Und stehet unsre hoffnung fest für euch, dieweil wir wissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch dles Trostes teilhaftig sein. Denn wir wollen euch nicht verhalten, lieben Brüder, unsre Trübsal, die uns in Asien willerfahren ist, da wir über die maße beschweret wa⸗ ren und über macht, also daß wir uns auch des Lebens erwegten, und bei uns beschlossen hatten, wir müßten sterben. Das geschah aber darum, daß wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst stelleten, son. dern auf Gott, der die Toten aufer⸗ wecket, welcher uns von solchem Tode erlöset hat und noch täglich erlöset; und hoffen auf ihn, er werde uns auch hinfort erlösen, durch hilfe eurer fürbitte für uns; auf dla über uns für die Gãbe, die uns gegeben ist, durch viel Personen viel Danks geschehe. denn unser Ruhm ist der, nämlich das Zeugnis unsers ewissens, daß wir in Ein. fältigkeit und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, son⸗ dern in der onade Gottes auf der Welt gewandelt haben, allermeist aber bei euch. Denn wir schreiben euch nichts anders, denn das ihr leset und auch befindet. Ich hoffe aber, ihr werdet uns auch bis an das Ende also befinden, gleich wie ihr uns zum keil befunden häbt. denn wir sind euer Ruhm, gleich wie auch ihr unser Ruhm seid auf dles hErrn Jesu Tag. Und auf solches Uertrauen gedaͤchte ich jenes mal zu euch zu kommen, auf daß ihr abermal eine Wohltat empfinget, und ich durch euch in Mazedonien reisete, und wiederum aus Maze⸗ donien zu euch kãme, und von euch geleitet würde in Judaa. habe ich aber einer Leichtfertigkeit gebrau⸗ chet, da ich solches gedlachte? Oder sind meine Anschläge fleischlich? nicht also; sondern bei mir ist Jã Jd, und nein ist nein. Aber, o ein treuer Gott, daß unser Wort an euch nicht Ja und Nein gewesen ist. denn der Sohn Gottes, Jesus christus, der unter euch durch uns gepredligt ist, durch mich und Sil⸗ vanum und Timotheum, der war nicht Ja und nein, sondern es war Jã in ihm. Denn alle Gottes-Uer⸗ heißungen sind Ja in ihm, und sind Amen in ihm, sott zu Lobe durch uns. 30 SESEMuRERSAEEU NMNMNMMNMMMN neujahr. MDMNMM Ueujahr. Vormittags. Epistel. 6al. 3, 23 4, 7. hr seid alljumal einer in christo.) he denn aber der ölaube kam, wurden wir unter dem 6esetz ver⸗ währet und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbaret werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf christum, ddaß wir durch den ölauben gerecht würden. Nun aber der ölaube kom⸗ men ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Ddenn ihr seid alle Gottes inder durch den õlau⸗; ben an hristum Jesum. denn wie viele euer getauft sind, die haben christum angezogen. hie ist kein Jude noch Grieche, hie ist kein snecht noch freier, hie ist kzein mann noch Weib denn ihr seid alljumal Einer in christo Jesu. Seid ihr aber christi, so seid ihr ja Abrahams Samen, und nach der Uerheißung Erben. Ich sage aber, solange der Erbe ein ind ist, so ist unter ihm und einem senechte kein Unterschied, ob er wohl ein herr ist aller õüter; sondern er ist unter den vormündern und pfle⸗ gern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir stinder waren, waren wir gefangen unter den äußerlichensatzungen. Da aber llie Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das 6esetz getan, auf daß er die, so unter dem õesetz waren, erlösete, daß wir die Kind⸗ schaft empfingen. Weil ihr denn sinder seid, hat oott gesandt den beist seines Sohnes in eure herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hie kein necht mehr, sondern eitel Einder; sind es aber sinder, so sind es auch Erben Gottes durch Christum. Evangelium. Cuc. 2, 21.(Da ward sein Name genannt Jesus.) Und da acht Tage um waren, daß welcher genannt war von dem En⸗ das stind beschnitten würde, da]gel, ehe denn er im mutterleibe ward sein name genannt Jesus, empfangen ward. Epistolische Cektion. Psalm 33. Einget dem herrn ein neues Lied.) freuet euch des herrn, ihr õerechten: die fFrommen sollen ihn schön prei⸗ sen. Danket dem hErrn mit harfen, und lobsinget ihm auf dem psalter von zehn Saiten; singet ihm ein neues Cied; machet es gut auf Sat⸗ tenspielen mit Schalle. Denn des herrn Wort ist wahrhaftig, und wäas er jusagt, das hält er gewiß. 31 Er liebet õerechtigkeit und sericht. Die Erde ist voll der oüte des herrn. Der himmel ist durch das Wort des hErrn gemaͤcht, und all sein heer durch den õeist seines mundles. Er hält das Lasser im meer zusammen wie in einem Schlauch, und legt die Tiefe in das Verborgene. Alle Welt fürchte den herrn, und vor ihm NMMWMMMNMNM neujahr. NNNNNNNNNMN scheue sich alles, was auf dem Erd- boden wohnet. Denn so er spricht, so geschiehts; so er gebeut, so stehts da. Der herr macht zunichte der heidlen Rat, und wendet die õedan⸗ ken der Völker. Aber der Rat des herrn bleibet ewiglich, seines her⸗ zens Gedanken für und für. Wohl dem Volk, des der hErr sein Gott ist; das Volk, das er zum Erbe er⸗ wählet hat! Der heErr schauet vom himmel, und siehet aller menschen sinder. Von seinem festen Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen. Er lenket ihnen allen das herz; er merket auf alle ihre Werke. Einem sönĩige hilst nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große sraft. Rosse hel⸗ fen auch nicht, und ihre große Stär⸗ ke errettet nicht. Siehe, des herrn Auge siehet auf die, so ihn fürchten, die auf seine öüte hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode, und er. nähre sie in der Teurung. Unsreseele harret auf den herrn: er ist unsrehil⸗ se undSchild. Denn unser herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine 6üte, hErr, sei über uns, wie wir auf dͤichhoffen. Eväangelische Cektion. Cuc. 4, 16-21.(Das angenehme Jahr des hErrn.) Und er kam gen nazareth, da er er · zogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sab⸗- bathtage, und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des propheten Jesaias gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den ort, da geschrieben stehet:»Dder Geist des héErrn ist beĩ mir, derhal⸗ ben er mich gesalbet hät, und ge⸗ sandt, zu verkündigen das Cvan⸗ gelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu predigen das angenehme Jahr des hErrn. Und als er das Buch zutat, gab er es dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule wa⸗ ren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen ju ihnen: heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 67.(Es wolle bott sei uns gnãdig, und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten! Selã. Daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen heiden sein heil. Es danken dir, Gott, die völker; es danken dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, 6ott uns gnãdig sein.) daß du die seute recht richtest, und regierest die eute aàuf Erden. Sela. Es danken dir, õott, die Völker; es danken dir alle Völker. Das Land gibt sein 6ewächs. Es segne uns 6ott, unser 6ott. Es segne uns Gott, und alle Weit fürchte ihn! 32 0 W erke. roße ettet hel⸗ ;tär; Errn hten, 5 er der⸗ Seele ehil · reuet inen Err, ffen. uden Uen, und und ligen rrn.a Und Wa⸗· gan, lliese und Sela. er; Es Land uns 6ott, NMMMMMNMNMNMMMMMNMN cpiphanias. NNNNMN Cektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Tim. 6, 13— 19.(Die hoffnung auf den lebendigen sott.) Ich gebiete dir vor ott, der alle Ddinge lebendig macht, und vor christo Jesu, der unter pontio pi- lato bezeuget hat ein gut Bekennt⸗ nis, daß du haltest das õebot ohne flecken untadelig, bis auf die Er- scheinung unsers herrn Jesu Chri⸗ sti, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein 6ewaltige, der stönig aller Rönige und herr aller herren, der allein Unsterblich. keit hat, der da wohnet in einem Licht, da niemand zukkommen kann, welchen kein mensch gesehen hat, noch sehen kann; dem sei chre und ewiges Reich! Amen. Den Reichen von dieser Welit gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen aduf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dargibt reichlich allerlei zu genießen; daß sie 6utes tun, reich werden an guten UWer- ken, gerne geben, behilflich seien, Schätze sammeln, ihnen selbst ei⸗ nen guten 6rund aufs Zukünf⸗ tige, daß sie ergreifen das ewige Leben. Epiphäanias. Vormittägs. Epistel. Tit.3,38. Die freundlichkeit oottes, unsers heilandes.) denn wir waren auch weiland un⸗ weise, ungehorsame, irrige, die⸗ nend den Lüsten und mancherlei Wollüsten, und wandelten in Bos- heit und neid, und hasseten uns untereinander. a aber erschien die freundlichkeit und Leutselig- keit Gottes, unsers heilandes, nicht um der Werke willen der oerechtig⸗ keit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung oder: Jes. 60, 1-6. Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die herr⸗ lichkeit des héErrn gehet auf über dir. Denn siehe, finsternis bedeckt ddãs Erdreich und Dunkel die Völ⸗ ker; aber über dir gehet auf der herr, und seine herrlichkeit erschei⸗ des heiligen Geistes, welchen er dusgegossen hat über uns reich⸗ lich durch Jesum hristum, unsern heiland, auf daß wir durch des⸗ selbigen önade gerecht und Erben seien des ewwigen Lebens nach der hoffnung. das ist je gewißlich waäahr. Solches will ich, daß du fest lehrest, auf daß die, so an õott gläubig sind worden, in einem Stande guter Werke gefunden wer⸗ den. Solches ist gut und nütze den Menschen. Dein Licht kommt.) net über dir. Und die heiden wer⸗ den in deinem Lichte wandeln, und die sönige im 6lanz, der über dir aufgehet. hebe deine Nu⸗ gen auf, und siehe umher! diese alle versammelt kommen zu dir. deine söhne werden von ferne 33 WMMMWMWMM Cpiphanias. NNNNNNN kommen, und deine Töchter zur Seite erzogen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbre⸗ chen, und dein herz wird sich wun⸗ dern und ausbreiten, wenn sich dlie menge am meer zu dir be⸗ zu dir kommt. denn die men⸗ ge der Kamele wird dich be⸗ decken, die Läufer aus midian und Epha Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Ueih⸗ rauch bringen, und des herrn Lob kehret, und die macht der heiden Evang verkündigen. elium. Matth. 2, 1— 12.(Die eisen vom Morgenlande.) Dahesus geboren war ju Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des stönigs herodes, siehe, da kamen die UWeisen vom morgenlande gen Je⸗ rusalem, und sprachen: Wo ist der neugeborne stönig der Juden? Wir haben seinen stern gesehen im morgenlande, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der gönig herodles hörete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle hohepriester und Schristgelehrten unter dem Volk, und erforschte von ihnen, wo Chri⸗ stus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jü⸗ dischen Lande; denn also stehet ge⸗ schrieben durch den Propheten:»lund du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist mit nichten die kleinste unter den fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der herzog, der über mein Volk Israel ein herr sei. lich, und erlernte mit fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem, und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem seindlein; und wenn ihr es findet, so saget mirs wieller, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den önig ge⸗ höret haͤtten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im orgen. lande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das sindlein war. Dã sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, und gingen in das hãus, und fanden das sindlein mit Maria, seiner mutter, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und yrrhen. Und bvott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu herolles lenken. Und zogen durch einen Da berief herodes die Weisen heim⸗; andern Weg wieder in ihr Land. CEpistolische Cektion. ph. 2, 1 12. Ohr waret ohne õott in der Welt. Und auch euch, da ihr tot waret durch Ubertretung und Sünden, in welchen ihr weiland gewandelt hãbt nach dem auf dieser Welt und nach dem fürsten, der in der Luft herrschet, nämlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk haͤt in den sindern des Unglaubens, unter welchen wir auch alle weiland un⸗ sern Wandel gehabt haben in den den Willen des fleisches und der 34 Cüsten unsers fleisches, und taten — S.&AMꝗrrug. E D e ern„ MMDMDMNNNNNNNMNN cpiphanias. ND NDNMMN bernunft, und waren auch sinder ddles Zorns von naͤtur, gleich wie auch die andern; aber õott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebet hat, da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt christo lebendig gemacht,(denn dus 6naden seid ihr selig worden) und hat uns samt ihm auferwecket, und samt ihm in das himmlische UWesen versetzt in Christo Jesu, auf dlaß er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reich⸗ tum seiner önade durch seine õüte uber uns in Christo Jesu. Denn aus õnãdlen seid ihr selig worden durch den 6lauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes õabe ist es; nicht Oder: Jes. 42, 1— 12.(Er wird das Siehe, das ist mein senecht, ich er⸗ halte ihn, und mein Auserwählter, an welchem meine Seele Wohlge⸗ fallen hat. Ich habe ihm meinen beist gegeben, er wird das Recht unter die heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das zerstoßene Rohr wird er nicht jerbrechen, und den glimmenden docht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahr⸗ haftiglich halten lehren. Er wird nicht mürrisch noch greulich sein, duf dla er auf Erden das Recht an; richte; und die Inseiln werden auf sein öesetz warten. 3o spricht Gott, der heErr, der die himmel schaffet und ausbreitet, der die rde macht und ihr ewächs, der dem Volk, so dlrauf ist, den Odem gibt, und den beist denen, die drauf gehen: Ich, aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen õott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin⸗ nen wandeln sollen. Darum ge⸗ denket daran, daß ihr, die ihr weiland nach dem fleisch heiden gewesen seid, und die Vorhaut ge⸗ nannt wurdet von denen, die ge⸗ nannt sind die Beschneidung nach dem fleisch, die mit der hand ge⸗ schiehet, daß ihr zu derselbigen Zeit Waäret ohne christum, fremde und außer der Bürgerschaft Israels, und fremde von den Testamenten der verheißung; daher ihr keine hoff⸗ nung hattet, und waret ohne Gott in der Welt. Recht unter die heiden bringen.) der hẽrr, habe dich gerufen mit õe⸗ rechtigkeit, und habe dich bei deiner handgefasset, undhabedlichbehütet, und habe dlich zum Bund unter das Volk gegeben, zum licht der heiden: dlaß du sollst öffnen die Augen der bBüunden, und die oefangenen aus dlem 6efäͤngnis führen, und die da sitzen in der finsternis, aus dem sterker. Ich, der hErr, das ist mein Name: und will meine hre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den ötzen. Siehe, was Rommen soll, verkündige ich zuvor, und ver⸗ kündige neues; ehe denn es auf⸗ gehet, lasse ich es euch hören. Singet dem herrn ein neues Lied, sein kuhm ist an der Welt Ende, die im meer fahren, und was drinnen ist, die Inseln, und die drinnen wohnen! Rufet laut, ihr Wüsten und die Städte drinnen samt den 35 MMDMDMDMD NDDMDN epiphanias. NNNNMNNN Dörfern, da sedar wohnet. Es jauch · zen, die in felsen wohnen, und Casset sie dem hẽrrn die hre geben, und seinen Ruhm in den Inseln rufen von den höhen der Berge. verkündigen. Evangelische Lektion. Matth. 3, 13 17. ie Stimme vom himmel.) Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Jo⸗ hannes wehrte ihm und sprach: Ich bedlarf wohl, daß ich von dir ge⸗ tãuft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß jetzt also sein; also ge⸗ bühret es uns, alle õerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er es ihm zu. Und ddã Jesus getaust war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tãt sich der himmel auf über ihm. Und Johannes sahe den õeist Gottes, gleich als eine Taube, herab⸗ fahren, und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom him⸗ mel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohl⸗ gefallen habe. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 1. scönige 10, 1 18.(Clias auf horeb.) Und Nhab sagte Isebel an alles, was Clia getan hatte, und wie er hätte alle Propheten Baals mit dem Schwert erwürgt. Da sandte Isebel einen Boten zu Clia, und ließ ihm sagen: Die õötter tun mir dies und dãs, wo ich nicht morgen um diese Zeit deiner Seele tue, wie dieser See len einer. Da er das sah, machte er sich auf und ging, wo er hin wollte, und kam gen beer⸗Seba in Juda, und ließ seinen naben daselbst. Er aber ging hin in die Wüste eine a⸗ gereise, und kam hinein, und setzte sich unter einen Wacholder, und bat, daß seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug, so nimm nun, herr, meine Seele; ich bin nicht besser denn meine Väter. Und legte sich, und schlief unter dem Wachol⸗ der. Und siehe, der engel rührte ihn, und sprach ju ihm: Stehe auf, und iß! Und er sah sich um, und siehe, ju seinen häupten lag ein geröstet Brot und eine danne mit Wasser. Und da er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des hEęrrn kam zum andern malwieder, und rührte ihn, und sprach: Stehe auf, und iß: denn du hast einen großen Weg vor dir. Und er stund auf, und aß und trank, und ging durch frast der⸗ selben Speise vierzig Tage und vier⸗ zig ächte bis an den Berg Gottes horeb; und kam daselbst in eine höhle, und blieb daselbst überlacht. Und siehe, das Wort des hërrn kam zu ihm, und sprach zu ihm: Was machst du hie, lia? Er sprach: Ich habe geeifert um den herrn, den Gott Zebaäoth; denn die kinder Israel haben deinen Bund verlas⸗ sen, und deine Altäre zerbrochen, und deine Propheten mit dem Schwert erwürget; und ich bin 30 VIWooOBFä-xMͤ—*— SEEE-Sss——— 8 MNNMNMNMNMWMWMMN cpiphanias. MMNNMNNIN allein überblieben, und sie steyen darnach, daß sie mir mein Ceben nehmen. er sprach: Gehe heraus, und tritt auf den Berg vor den herrn! Und siehe, der herr ging vorüber und ein großer starker Wind, der die Berge zerri5, und die felsen zerbrach, vor dem herrn her der herr aber war nicht im Winde. nach dem Winde aber kam ein Erd· beben; aber der herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein feuer; aber der herr war nicht im feuer. Und nach dem feuer kam ein still sanftes Sausen. Da das Elia hörte, verhüllte er sein ant⸗ liz mit seinem mantel, und ging heraus, und trat in die Tür der höhle. Und siehe, da kam eine Stim⸗· me zu ihm und sprach: Was hast du hie zu tun, lia? er sprach: Ich habe um den herrn, den Gott Ze⸗ baoth, geeifert; denn die sinder Jsrael haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine Pro⸗ pheten mit dem Schwert erwürget; und ich bin allein überblieben, und sie stehen darnach, daß sie mir das Leben nehmen. Aber der hẽrr sprach zu ihm: ʒõehe wiederum deines We⸗ ges durch die üste gen Damaskus, und gehe hinein, und salbe hasael jum stönige über Syrien, und Jehu, den Sohn Uimsis, zum sönĩige über Israel, und Clisa, den Sohn Sa⸗ phats, von Abel⸗mehola, zum pro⸗ pheten an deiner Statt. Und soll geschehen, daß, wer dem Schwert hasaels entrinnet, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnet, den soll Elisa töten. Und ich will lassen überbleiben sieben tausend in Israel, nämlich alle seniee, die sich nicht gebeuget haben vor Baal, und allen mund, der ihn nicht geküsset hat. Cektion aus dem ueuen Testamente. stol. 1, 19— 29.(Das von der Weit her verborgene Geheimnis gepredigt unter aller streatur.) Denn es ist das Wohlgefallen ge⸗ wesen, daß in ihm alle fülle woh⸗ nen sollte, und alles durch ihn ver⸗ söhnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im himmel, damit, daß er frieden machte durch das Blut an seinem streuz durch sich selbst. Und euch, die ihr weiland fremde und feinde waret durch die bernunft in bösen Werken, nun aber hat er euch versöhnet mit dem leibe seines fleisches durch den Tod, auf daß er euch darstellete heilig und unstraflich und ohne Tadel vor ihm selbst; so ihr anders bleibet im Glauben gegründet und fest, und unbeweglich von der hoffnung des Evangelii, welches ihr gehöret habt, welches geprediget ist unter aller streatur, die unter dem himmel ist, Welches ich, Paulus, Diener worden bin. Nun freue ich mich in meinem Ceiden, daß ich für euch leide, und erstatte an meinem fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in chri⸗ sto, für seinen Leib, welcher ist die bemeine, welcher ich ein diener worden bin nach dem göttlichen Predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, daß ich das Wort õottes reichlich predigen soll, nämlich das beheimnis, das verborgen gewesen 37 WMWD N 1. Sonntag nach Epiphanias. NDNDM ist von der Welt her, und von den zeiten her, nun aber offenbaret ist seinen heiligen, weichen Gott ge⸗ wollt hat kund tun, welcher da sei der herrliche Reichtum dieses Ge⸗ heimnisses unter den heiden, wel⸗ cher ist Cyristus in euch, der da ist die hoffnung der herrlichkeit, den wir verkündigen, und vermahnen alle enschen, und lehren alle men · schen mit allerWeisheit, auf daß wir dlarstellen einen jeglichen menschen vollkommen in Thristo Jesu; dar⸗ an ich auch arbeite und ringe, nach dler Wirkung des, der in mir kräf⸗ tiglich wirket. 1. Sonntag nach Epiphanias. bormittags. Epistel. omer 12, 1-6. Das opfer, das da lebendig ist.) Ich ermahne euch, lieben Brüler, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber vbegebet jum opfer, das da levendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger öottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Weit gleich, sondern verändert euch durch Ver⸗ neuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da seiĩ der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gottes-Wille. Denn ich sage durch die onade, die mir daß niemand weiter von sich hal⸗ te, denn sichs gebühret zu halten; sondern daß er von ihm mäßig⸗ lich halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicher Ueise, als Wir in Einem Leibe viel 6lie⸗ der haben, aber alle 6lieder nicht einerlei eschäfte haben, also sind wir viele Ein Leib in christo, aber untereinander ist einer des andern Glied; und haben män⸗ cherlei 6aben nach der 6nade, die gegeben ist, jedermann unter euch, uns gegeben ist. Evangelium. Cuc. 2, 41-52. Ich muß sein in dem, das meines Vaters ist.) Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gin; gen sie hinauf gen Jerusalem nach 6ewohnheit des festes. Und da dlie Tage vollendet waren, und sie wie · der zu hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten es nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den 6efährten, und kamen eine Tagereise, und suchten ihn unter den õefreundten und be⸗ kannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich, nach ureien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete, und sie fragte. Und alle, die ihm zuhöreten, verwunderten sich sei⸗ nes Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine mutter sprach ju ihm: mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Das ist es, daß ihr mich gesucht habt! 38 277.., 34ʃ0 K§ͤ*+ E SOS. S.= E. R MNMNNRNMN I. Sonntag nach Cpiphanias. MNNWD Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in zareth, und war ihnen untertan. dem, das meines Vaters ist? Undund seine mutter behielt alle diese sie verstunden das Wort nicht, das Worte in ihrem herzen. Und Jesus er mit ihnen redete. Und er ging nahm zu an Weisheit, Alter und mit ihnen hinab, und kam gen na⸗ 6nade bei Gott und den Menschen. Epistolische ektion. 1. sor. 1, 2031.(Was töricht ist vor der Welt, das hat ott erwählet.) Wo sind die lugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Welt⸗ weisen? hat nicht Gott die Weisheit llieser Welt zur Torheit gemacht? Denn dieweil die Weit durch ihre eisheit Eott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es oott wohl, durch törichte Predigt selig zu ma; chen die, so daran glauben; sinte⸗ mal die Zuden Zeichen fordern, und die oriechen nach Leisheit fragen. Wir aber predigen den gekreuzigten christum, den Juden ein Argernis und den 6riechen eine orheit. De⸗ nen aber, die berufen sind, beide Juden und 6õriechen, predigen wir christum, göttliche seraft und gött⸗ liche eisheit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, denn die men⸗ schen sind, und die göttliche Schwach⸗ heit ist stärker, denn die menschen sind. Sehet an, lieben Brüder, euren Beruf; nicht viel Weise nach dem fleisch, nicht viel ewaltige, nicht viel edle sind verufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählet, daß er die Leisen ju schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat õott er⸗ wählet, daß er zu schanden mache, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat õott erwählet, und das da nichts ist, daß er zunichte mache, was etwas ist, auf daß sich vor ihm kein fleisch rühme. Von welchem auch ihr her⸗ kommt in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von sott zur Weisheit und zur õerechtigkeit und zur hei⸗ ligung und jur Erlösung, auf daß, (wie geschrieben stehet,) wer sich rühmet, der rühme sich des herrn. Evãngelische(ektion. Joh., 35 51.(stommt und sehet es.) des andern Tages stund abermal Johaͤnnes und zween seiner Jün⸗ ger. Und als er sah Jesum wan⸗ deln, sprach er: Siehe, das ist Gottes lamm. Und zween seiner Jjünger höreten ihn reden, und folgten Jesu nach. Jesus aber wandte sich um, und sahe sie nachfolgen, und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen ju ihm: Rabbi(das ist ver⸗ dolmetschet: meister), wo bist du 39 jur herberge? er sprach zu ihnen: scommt und sehet es. Sie kamen, und sahen es, und blieben densel⸗ bigen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. Einer aus llen zween, die von Johanne höre⸗ ten und Jesu naͤchfolgten, war Andreas, der pruder Simonis petri. Derselbige findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: ir haben den messias gefunden DDDDNMDMDN N 1. Sonntag nach Epiphanias. MNNNNNMN (welches ist verdolmetschet: der õe⸗ sawte). Und führete ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Si⸗ mon, 3onas Sohn; du sollst Rephas heißen(das wird verdolmetschet: ein fels). des andern Tages wollte Jesus wieder in Galiläam ziehen, und findet philippum, und spricht ju ihm: folge mir nach! Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stallt Andreas und petrus. Philip- pus findet nathanael, und spricht ju ihm: Wir haben den gefun⸗ den, von welchem moses im besetz und die Ppropheten geschrieben ha⸗ ben, Jesum, Josephs Sohn von nazareth. Und nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? philippus spricht ju ihm: somm, und siehe es. Jesus sah nathanael ju sich kommen, und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in welchem kein falsch ist. Nathanael spricht ju ihm: Woher kennest du mich? Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Che denn dich Philippus rief, da du unter dem feigenbaum warest, sahe ich dich. Nathanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Jsrael. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem feigen. baum; du wirst noch Größeres denn das sehen. Und spricht ju ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Von nun an werdet ihr den himmel offen sehen, und die engel Gottes hinauf und herab fahren auf des enschen Sohn. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Ppsalm 122. Ons haus des herrn nach Jerusalem.) Ich freue mich des, das mir geredet ist, daß wir werden ins haus des herrn gehen; und daß unsre füße werden stehen in deinen Toren, Je⸗ rusalem. Jerusalem ist gebauet, daß es eine Stadt sei, da man ju⸗ sammenkommen soll, da diestäm⸗ me hinaufgehen sollen, nämlich die Stämme des herrn, zu predi⸗ gen dem volk Jsrael, ju dlanken dem namen des herrn. Denn da⸗ selbst sitzen die Stühle jum Gericht, die Stühle des hauses Davids. Wün⸗ schet Jerusalem 6lück! Es müsse wohl gehen denen, die dich lieben! Es müsse friede sein inwendig in deinen mauern und 6lück in dei⸗ nen palästen! Um meiner Brüder und freunde willen will ich dir frieden wünschen. Um des hauses willen des herrn, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen. Cektion ãaus dem Neuen Testamente. Cbr. 3, 1—14. (Moses ein necht in seinem hause, christus ein Sohn über sein haus.) derhalben, ihr heiligen Brüder, die ihr mit berufen seid durch den 4 himmlischen Beruf, nehmet wahr des Apostels und hohenpriesters, 0 icht, ün· üsse pen! 3in lleĩ· ider dlir uses ttes, us.) ahr ters, MNMMNMN 2. Sonntag nach Epiphanias. MDDMD den wir bekennen, christi Jesu, der da treu ist dem, der ihn gemacht hat,(wie auch Moses) in seinem ganzen hause. Dieser aber ist größ⸗ rer Ehre wert denn moses, nach⸗ dem der eine größere chre am hãuse hat, der es bereitet, denn das hãus. Denn ein jeglich haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet, das ist öott. Und Moses war war treu in seinem ganzen hause als ein necht, zum Zeugnis dles, das gesagt sollte werden, Chri⸗ stus aber als ein Sohn über sein haus; welches haus sind wir, so wir anders das Vertrauen und den Ruhm der hoffnung bis an das Ende fest vehalten. darum, wie der heilige 6eist spricht: oheute, so ihr hören werdet seine Stimme, so verstocket eure herzen nicht, als ge⸗ schah in der Uerbitterung, am Tage der Versuchung in der Wüste; da mich eure väter versuchten; sie prüften mich, und sahen meine Werke vierzig Jahre lang; darum ich entrüstet ward über dies 6e⸗ schlecht, und sprach: Immerdar irren sie mit dem herzen; aber sie wußten meine Wege nicht; daß ich auch schwur in meinem Zorn, sie sollten ju meiner Ruhe nicht kom⸗ men.« Sehet zu, lieben Brüder, daß nicht jemand unter euch ein arges, ungläubiges herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott; sondern ermahnet euch selbst alle Täge, solange es heute heißt, daß nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Sünde. denn wir sind christi teilhaftig worden, so wir anders das ange⸗ fangene Wesen bis an das Ende fest behalten. 2. Sonntag nach Epiphanias. Vormittaͤgs. Ppistel. Rõm. 12,6— 16.(Mancherlei õnadengaben in mancherlei erweisungen.) Und haben mancherlei õaben nach der 6nade, die uns gegeben ist. hãt jemand Weissagung, so sei sie dlem 6lauben ähnlich. hat jemand ein Amt, so waͤrte er des Amts. lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. 6ibt jemand, so gebe er einfältiglich. Regieret semand, so sei er sorgfältig. Übet semand Barmherzigkeit, so tue er es mit LCust. Die Liebe sei nicht falsch. hasset das Arge, hanget dem õuten an. Die brüderliche Ciebe unterein⸗ ander sei herzlich. Einer komme 41 dem andern mit Chrerbietung zu⸗ vor. Seid nicht träge, was ihr tun sollt. Seid brünstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid fröh · lich in hoffnung, geduldig in Trüb⸗ sal, haltet an am ebet. nehmet euch der heiligen Notdurst an. her· berget gerne. Segnet, die euch ver⸗ folgen; segnet und fluchet nicht. freuet euch mit den fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. sjabt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter ju den niedrigen. MWWDDD D 2. Sonntag nach Epiphanias. MMN Evangelium. joh. 2, 1 11. Das erste Zeichen seiner herrlichkeit.) Und am dritten Tage ward eine hochzeit zu stana in Galilãa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine zünger wurden auch auf die hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die utter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mut. ter spricht ju den Dienern: Was er euch sagt, das tut. ECs waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge gesetzt nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen je in einen zwei oder drei maß. Jesus spricht zu ihnen: füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fülleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun, und bringet es dem Speisemeister. Und sie brachten es. Als ãber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam,(die Diener aber wußten es, die das Wasser geschöpft hatten,) rufet der Speisemeister den Bräuti⸗ gam, und spricht zu ihm: Jeder- mann gibt jum ersten guten Wein, und wenn die 6äste trunken wor⸗ den sind, alsdann den geringern; du hast den gutenlbein bisher behal⸗ ten. Das ist das erste Zeichen, das Je- sus tat, geschehen zu tana in Galiläa, und offenbarete seine herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Epistolische Cektion. 1. stor. 2.(Die Beweisung des Geistes und der skraft.) Und ich, lieben Brüder, da ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch zu verkündigen die göttliche Pre⸗ lligt. Denn ich hielt mich nicht da⸗ für, daß ich etwas wüßte unter euch, ohne allein Jesum christum, den Gekreuzigten. Und ich war bei euch mit Schwachheit und mit furcht und mit großem Zittern; und mein Wort und meine predigt war nicht in vernünftigen Reden menschlicher UWeisheit, sondern in beweisung des Geistes und der straft, auf daß euer õlaube bestehe, nicht auf en; schen Weisheit, sondern auf Gottes straft. Da wir aber von reden, das ist dennoch Weisheit bei den Voll⸗ kommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen, son⸗ dern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit 6ottes, wel⸗ che ott verordnet hat vor der Weit zu unsrer herrlichkeit, welche kei⸗ ner von den obersten dieser Welt ernannt hat; denn wo sie die er· kannt hätten, hätten sie den herrn der herrlichkeit nicht gekreuziget; sondern wie geschrieben stehet:»Das kein Nuge gesehen hat, und kein ohr gehöret hat, und in keines menschen herz Kommen ist, das Gott bereitet hat denen, die ihn lieben. Uns aber hat es Gott offenbaret durch seinen õeist; denn der Geist erforschet alle Dinge, auch die diefen der õottheit. Denn welcher mensch weiß, was im menschen ist, ohne der õeist des Menschen, der in ihm 4² N MMM MN 2. Sonntaͤg nach Epiphanias. DDNDND ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, ohne der 6eist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den 6eist der Welt, sondern den õeist aus 6ott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weis⸗ heit lehren kann, sondern mit Lor⸗ ten, die der heilige õeist lehret, und richten geistliche sachen geistlich. Der natürliche mensch aber vernimmt nichts vom Geist õottes; es ist ihm eine Torheit, und kann es nicht er⸗ kennen; denn es muß geistlich ge⸗ richtet sein. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerich⸗ tet. Denn wer hat des herrn Sinn er⸗ kannt? oder wer will ihn unterwei⸗ sen? Wir aber haben Christi Sinn. Ebängelische Cektion. Joh. 5, 2256.(Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen.) Darnach kam Jesus und seine Jün⸗ ger in das jüdische Land, und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen, und taufte. Johannes aber taufte auch noch ju Enon, nahe bei Salim, denn es War viel Wassers daselbst; und sie kamen dahin, und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht in das 6efängnis gelegt. Da erhub sich eine frage unter den Jüngern Johannis samt den Juden über die Reinigung; und kamen zu Johanne, und sprachen zu ihm: meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugetest, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm. Johannes antwor⸗ tete und sprach: Ein mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom himmel. Ihr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt hãbe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm hergesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der freund aber des Brͤutigams stehet, und höret ihm zu, und freuet sich hoch über des Bräutigams Stimme. Dieselbige meine freude ist nun er⸗ füllet. er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde, und redet von der Erde. Der vom him⸗ mel kommt, der ist über alle, und jeuget, was er gesehen und gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt nie⸗ mand an. Wer es aber annimmt, der versiegelt es, daß ott wahr⸗ haftig sei. Denn welchen Gott ge⸗ sandt hat, der redet õottes Wort; denn õott gibt den õeist nicht nach ddem maß. Der Vater hat den Sohn lieb, und hat ihm alles in seine hand gegeben. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohne nicht glaubet, der wird das seben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibet über ihm. nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. 5. Mos 18, 15—22. Och will meine Worte in seinen mund legen.) Einen Piopheten wie mich, wirdaus dir und aus deinen Brüdern; ller herr, dein 6ott, dir erwwecken dem sollt ihr gehorchen. Wie du 45 NNMVN D 2. Sonntag nach Epiphanias. NM denn von dem heErrn, deinen Gott, gebeten hast zu horeb am Tage der bersammlung, und sprachest: Ich will fort nicht mehr hören diestim. me des herrn, meines õottes, und das große feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe. Und der herr sprach ju mir: Sie haben wohl ge⸗ redlet. Ich will ihnen einen Pro- pheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern, und meine Worte in seinen mund geben; der soll zu ihnen redlen alles, was ich ihm ge⸗ bieten werde. Und wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem namen reden wird, von dem will ichs fordern. Doch wenn ein Pprophet vermessen ist, zu reden in meinem namen, das ich ihm nicht geboten habe zju reden, und welcher redet in dem Hamen and⸗ rer 6ötter, derselbe Prophet soll sterben. ob du aber in deinem her · jen sagen würdest: Wie kann ich merken, welches Wort der herr nicht geredet hat? Wenn derProphet redlet in dem namen des herrn, und wird nichts draus, und ommt nicht, das ist das Wort, das der hęrr nicht geredet hat; der Prophet hat es àus Uermessenheit geredet, dar⸗ um scheue dich nicht vor ihm. Cektion aus dem neuen Testamente. 6dl. 1, 6— 16.(Ich habe es von keinem menschen gelernt, sondern durch die offenbarung Jesu christi.) mich wundert, daß ihr euch sobald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die önade christi, auf ein ander Lvangelium; so doch kein anderes ist; ohne, daß etliche sind, die euch verwirren, und wol⸗ len das Cvangelium christi verkeh· ren. Aber so auch wir oder ein engel vom himmel euch würde Cvange⸗ lium predigen anders, denn das wir euch gepredligt haben, der sei verflucht. Wie wir jetzt gesagt hã⸗ ben, so sagen wir auch abermal: so semand euch vangelium pre⸗ dligt anders, denn das ihr empfangen hãbt, der sei verflucht. Predige ich denn jetzt menschen oder oott zum Dienst? oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein? Uenn ich den menschen noch gefällig wäre, so wãre ich christi necht nicht. Ich tue euch aber kund, lieben Brüder, dlaß das Cvangelium, das von mir ge⸗ prelligt ist, nicht menschlich ist. Denn ich häbe es von keinem menschen empfangen, noch gelernet, sondern durch die offenvarung Jesu christi. denn ihr habt je wohl gehöret mei⸗ nenlbandel weiland im Zudentum, wie ich Uber die maße die õemeine 6ottes verfolgte, und verstörete sie, und nahm zu im Judentum über viele meinesgleichen in meinem õeschlecht, und eiferte über die ma ße um das väterliche Gesetz. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner mutter Leibe hat aus⸗ gesondert und verufen durch seine 6nadle, daß er seinen Sohn offen⸗ barete in mir, daß ich ihn durch das vangelium verkündigen soll⸗ te unter den heiden: alsobald fuhr ich zu, und besprach mich nicht darũber mit fleisch und Blut. 4⁴ — Im —* MNMNMMD 3. Sonntäg nach Epiphanias. DND 3. Sonntag nach Epiphanias. Vormittags. Epistel. Römer 12, 17—21.(Die alles überwindende macht der Liebe.) haltet euch nicht selbst für klug. vergeltet niemand Böses mit Bö⸗ sem. fleißiget euch der hrbarkeit gegen jedermann. Ist es möglich, soviel an euch ist, so habt mit allen menschen frieden. Rächet euch sel⸗ ber nicht, meine Liebsten, sondern ge⸗ bet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben:»Die Rache ist mein, ich will vergeiten, spricht der herr.« So nun deinen feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Lenn du dãs tust, so wirst du feurige stoh; len auf sein haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit 6utem. Evangelium. Matth. 8, 1-13.(S§prich nur ein Wort, so wird mein necht gesund.) Dã er aber vom berge herabging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Nussätziger kam, und be⸗ tete ihn an und sprach: hErr, so du willst, kannst du mich wohl reini⸗ gen. Und Jesus streckte seine hand dus, rührte ihn an, und sprach: Ich will es tun, sei gereinigt! Und als- bald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach ju ihm: Siehe ju, sage es niemand, sondern gehe hin, und jeige dich dem Prie⸗ ster, und opfere die õabe, die oses befohlen hat, zu einem Zeugnis über sie. Da aber Jesus einging zu stãpernaum, trat ein hauptmann zu ihm, der bat ihn und spraͤch: hErr, mein snecht liegt zu hause, und ist gichtbrüchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn gesund machen. Dder hauptmann aͤntwortete und sprach: herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein senecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der obrig⸗ keit untertan, und habe unter mir sriegsknechte; noch wenn ich sage zu einem: 6ehe hin! so geht er; und jum andern: omme her! so kommt er und zu meinem stnechte: Tue das! so tut ers. Da das Jesus hörte, verwundlerte er sich, und sprach zu denen, die ihm nachfolg⸗ ten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Gläuben häbe ich in Jsrael nicht gefunden. Aber ich sage euch: Uiele werden kommen vom morgen und vom Abend, und mit Abra⸗ ham und Isaak und Jakob im himmelreich sitzen; aber die inder des Reichs werden ausgestoßen in dlie ãußerste finsternis hinaus; da wird sein heulen und Zähnklap⸗ pen. Und Jesus sprach zu dem hauptmann: Gehe hin, dir ge⸗ schehe, wie du geglaubt hast. Und sein snecht ward gesund zu der⸗ selbigen Stunde. 4⁵ WMSMDMMN 3. Sonntag nach Epiphanias. MNNMNM Epistolische Lektion. Römer 1, 13— 25. Das Evangelium eine straft Gottes, selig u mächen.) Ich will euch aber nicht verhalten, lieben Brüder, daß ich mir oft habe vorgesetzt, zu euch ju ommen,(bin aber verhindertbisher) daß ich auch unter euch frucht schaffte gleich wie unter andern heiden. Ich bin ein Schuldner beide der oriechen und der Ungriechen, beide der Weisen und der Unweisen. Darum, soviel an mir ist, bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Cvangelium zu pre⸗ digen. denn ich schäme mich des vangelii von Christo nicht; denn es ist eine rast õottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. Sintemal darinnen ge⸗ offenbart wird dieserechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben stehet:»der serechte wird seines ölaubens leben.« Denn Gottes 3orn vom himmel wird offenbaret über alles gottlose We⸗ sen und Ungerechtigkeit der men ⸗ schen, die die Wahrheit in Un⸗ gerechtigkeit aufhalten. Denn daß man weiß, daß Gott sei, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbaret, damit, daß Gottes un⸗ sichtbares Wesen, das ist, seine ewige strast und õottheit, wird er⸗ sehen, so man des wahrnimmt an den Werken, nämlich an der Schöp⸗ fung der Weit; also daß sie keine entschuldigung haben; dieweil sie wußten, daß ein õott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen sott, noch gedlanket, sondern sind in ih· rem bichten eitel worden, und ihr unverständiges herz ist verfinstert. Dã sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren worden; und haben ver⸗ wandelt die herrlichkeit des unver⸗ gänglichen Gottes in ein Bild, gleich lem vergänglichen enschen, und der vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. Darum hat sie auch õott dahin gegeben in ihrer herzen 6elüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an ih · nen selbst; die õottes Wahrheit ha · ben verwandelt in die Lügen, und haben geehret und gedienet demõe⸗ schöpf mehr denn dem Schöpfer, der dã gelobet ist in Ewigkeit. Amen. Evangelische Cektion. Joh. 4, 5- 26. Och sehe, daß du ein bprophet bist.) Dã kam er in eine Stadt Samariä, die heißt Sichar, nahe bei dem dörf⸗ lein, das Jakob seinemSohne Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde. Da ommt ein Weib von Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: õib mir zu trin⸗ ken. Denn seine Jjünger waren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kauften. Spricht nun das samariti⸗ sche Ieib zu ihm: Wie bittest du von mir zu trinken, so du ein Jude bist, und ich ein samaritisch leib?(Denn die Juden haben keineöemeinschast mit den Samaritern.) Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihr: Wenn du erkennetest die õabe õottes, und 4⁰ ‚ ũꝑNNIöö NCICCNINACEIAIACAAARA*„ NM hen.) gnen un⸗· seine d er; it an chöp⸗ geine il sie aben Gott, in ih⸗ dihr lstert. nd sie ver⸗; nver; gleich „und und hat ihrer eit, zu an ih⸗ it hã· „und me⸗ er, der WMMNMNMNNM 3. Sonntäg näch Epiphanias. NNNNMN wer der ist, der zu dir sagt: oib mir zu trinken, du bätest ihn, und er gabe dir lebendiges asser. Spricht ju ihm das Leib: herr, hast du noch nichts, damit du schöpfest, und der brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser? Bist du mehr denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? und er hat daraus getrunken und seine sinder und sein Vieh. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer dlieses Wasser trinkt, den wird wie⸗ der dürsten; wer aber des Wassers trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; son⸗ dern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brun⸗ nen des assers werden, das in das ewige Leben quillet. Spricht das Weib zu ihm: herr, gib mir dassel· bige Wasser, auf daß mich nicht dürste, daß ich nicht herkommen müsse, zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen mann, und komm her. Das LDeib antwor⸗ tete und sprach zu ihm: Ich habe keinen mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: ich habe keinen mann. fünf männer hast du ge⸗ habt, und den du nun hast, der ist nicht dein mann; da hast du recht gesagt. Das Weib spricht ju ihm: herr, ich sehe, daß du ein prophet bist. Unsre väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle. Jesus spricht zu ihr: eib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem bBer⸗ ge, noch zu Jerusalem werdet den Uater anbeten. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit, und ist schon setzt, daß die wahr⸗ haftigen Anbeter werden den vater anbeten im õeist und in der Wahr⸗ heit; denn der Vater will auch ha⸗ ben, die ihn also anbeten. Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im 6eist und in der Wahrheit anbeten. Spricht das Weib zu ihm: Ich weiß, daß messias kommt, der dachristus heißt. enn derselbige kommen wird, so wird er uns allesverkündigen. esusspricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet. nachmittags. Cektion aus dem alten Testamente. Jes. 61, 1-7.(Der õeist des Der Geist des hErrn, herrn ist über mir, darum haͤt mich der herr gesalbet. er hat mich gesandt, dlen Clenden zu predigen, die zer⸗ brochenen herien zu verbinden; zu predigen den öefangenen eine Er⸗ ledigung, den 6ebundenen eine öffnung; zu predigen ein gnädiges Jahr des hërrn und einen Tag der Rãche unsers õottes; zu trösten alle 4⁷ herrn hat mich gesalbet.) Traurigen; zu schaffen den Trauri⸗ gen ju Zion, daß ihnen Schmuck für Asche, und freudenöl für Trau⸗ rigkeit, und schöne gleider für einen betrübten õeist gegeben wer⸗ den; daß sie genannt werden Bäu⸗ me der serechtigkeit, pflanzen des hErrn jum preise. Sie werden die alten Wüstungen bauen, und was vorzeiten zerstöret ist, aufbringen; WMDND D 4. Sonntäg nach Epiphanias. MNNNNMN sie werden die verwüsteten Städte, so für und für zerstört gelegen sind, verneuen. fremde werden stehen, und eure herde weiden, und Nus- länder werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. Jyr aber sollt priester des hrrn heißen, und man wird euch Diener unsers Got⸗ tes nennen; und werdet der heiden Güter essen, und über ihrer herrlich⸗ keit euch rühmen. für eure Schmach soll Zwiefältiges kommen, und für die Schande sollen sie fröhlich sein auf ihren Ackern. Denn sie sollen Zwiefältiges besitzen in ihrem Lan⸗ de, sie sollen ewige freude haben. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Tim. 6, 1-5. (gleibe bei den heilsamen Worten unsers herrn Jesu Christi.) Die senechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre herren aller chren wert halten, auf daß nicht der Name Got⸗ tes und die Lehre verlästert werde. Uelche aber gläubige herren ha⸗ ben, sollen dieselbigen nicht ver⸗ achten(mit dem Schein), daß sie brüder sind, sondern sollen viel mehr dienstbar sein, dieweil sie glãubig und geliebet und der Wohl· tat teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne. So jemand anders lehret, und bleibet nicht beiĩ den heilsamen Worten unsers herrn Jesu christi und bei der Lehre von der õottselig⸗ keit, der ist verdüstert und weiß nichts, sondern ist seuchtig in fragen und Wortkriegen, aus welchen ent⸗ springet neid, hader, Casterung, bö⸗ ser Argwohn, Schulgezänke solcher Menschen, die zerrüttete Sinne ha; ben und der Wahrheit beraubet sind, die da meinen, õottseligkeit sei ein 6ewerbe. Tue dich von solchen. 4. Sonntäͤg nach Epiphänias. Vormittägs. CEpistel. göm. 13, 1- 10. Die alles vollbringende macht der ciebe) Jedermann sei untertan der obrig; keit, die õewalt über ihn hat. Denn es ist keine obrigkeit, ohne von Gott; wo aber obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun willer die obrigkeit setzet, der wi⸗ derstrebet Gottes Ordnung: die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen. denn die 6e⸗ waltigen sind nicht den guten Wer⸗ ken, sondern den bösen zu fürchten. Willst du dich aber nicht fürchten vor dler obrigkeit, so tue õutes, so wirst du Lob von derselbigen ha⸗ ben. Denn sie ist õottes Dienerin dir zu gut. Tust du aber Böses, so flirchte dlich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Diene· rin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses tut. So seid nun aus not untertan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müsset ihr auch Schoß geben; denn sie sind ottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß gebüh; ret; Zoll, dem der Zoll gebühret; furcht, dem die furcht gebühret; 48 — 2——Enu.‚K„„„ W WMMMNMN 4. Sonntäg näach Epiphänias. NNNNDRMD Ehre, dem die hre gebühret. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den anderen liebet, der hat das besetz erfüllet. Denn das da gesagt ist:»Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeug; nis geben; dich soll nichts ge⸗ lüsten;« und so ein ander 6ebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset:»Du sollst deinen näch⸗ sten lieben als dich selbst.« Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. so ist nun die Lievbe des Gesetzes Erfüllung. Evangelium. Maͤtth. 8, 23— 27.(Die allgebietende macht des hErrn.) Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm. Und siehe, da erhob sich ein groß Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Lellen bedeckt ward; und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und spra⸗ chen: hErr, hilf uns, wir verderben! Da sagte er zu ihnen: Ihr sclein⸗ gläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stund auf, und be⸗ drohte den Wind und das meer da waärd es gänz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und spra⸗ chen: Was ist das für ein ann, daß ihm Wind und meer gehorsam ist? Epistolische Lektion. Rõm. 7, 6—25. Das Gesetz ist geistlich, ich aber bin fleischlich.) nun aber sind wir von dem õesetze los und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes, und nicht im alten Wesen des Buch; stabens. Was wollen wir denn nun sagen? Ist das 6esetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht, ohne durch das Gesetz. Denn ich wußte nichts von der Lust, wo daäs Gesetz nicht hätte gesagt: vsaß dich nicht gelüsten. Da nahm aber die Sünde Ursach am Gebot, und erregte in mir allerlei Lust. Denn ohne das sesetz war die Sünde tot. Ich aber lebte etwa ohne Gesetz. Da aber das Gebot Kam, ward die Sünde wieder lebendig; ich aber starb, und es befand sich, daß das 6ebot mir zum Tode gereichte, das mir doch jum Leben gegeben war. Denn die Sünde nahm Ursach am bebot, und betrog mich, und tötete mich durch dasselbige Gebot. Das besetz ist je heilig, und das õebot ist heilig, recht und gut. Ist denn, das da gut ist, mir ein Tod worden? Das sei ferne! Aber die Sünde, auf daß sie erscheine, wie sie Sünde ist, hãt sie mir durch das õute den Tod gewirket, auf daß die Sünde würde überaus sündig durchs ebot. Denn wir wissen, daß das 6esetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter dlie Sünde verkauft. Denn ich weiß nicht, was ich tue; denn ich tue nicht, slas ich will, sondern das ich hasse, dlãs tue ich. So ich aber das tue, das ich nicht will, so willige ich, daß das Gesetz gut sei. So tue ich nun 49 MMDMNMNMNN 4. Sonntag nach Epiphanias. MMDIN D llasselbige nicht, sondern die Sünde, dlie in mir wohnet. Denn ich weiß, dlaß in mir, das ist in meinem fleische, wohnet nichts Gutes. Wol⸗ len habe ich wohl, aber Vollbringen slãs 6Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, llas tue ich. So ich aber tue, das ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sünde, die in mir woh⸗ net. So finde ich in mir nun ein Gesetz, der ich will das ute tun, ich habe Lust an Gottes oesetz nach lem inwendigen menschen. Ich sehe aber ein ander sesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem sesetz in meinem semüte, und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Glie⸗ slern. Ich elender mensche wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Tolles? Ich danke õott durch Jesum christ, unsern herrn. So diene ich nun mit dem 6emüte dem esetz Gottes, aber mit dem fleische dem daß mir das Böse anhanget. denn bGesetz der Sunde. Ebaͤngelische Lektion. Joh. 4, 27— 42.(Dieser ist c Und über dem kamen seine Zünger, und es nahm sie wunder, daß er mit dlem Weibe redete. Doch sprach nie⸗ mand: Was fragest du? oder: Was rellest du mit ihr?ꝰ Da ließ das Weib ihren strug stehen, und ging hin in dlie Stadt, und spricht zu den Leuten: stommt, sehet einen menschen, der mir gesagt hat alles, was ich getan hãbe, ob er nicht Christus sei? Da gingen sie aus der Stadt, und amen ju ihm. Indes aber ermahnten ihn die jünger und sprachen: Rabbi, iß. Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, da wisset ihr nicht von. Da sprachen die Jünger untereinander: hat ihm jemand zu essen gebracht? Jesus spricht zu ihnen: meine Speise ist die, daß ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Sagt ihr nicht selbst: Es sind noch vier Monate, so kommt die ęrnte? Siehe, ich sage euch: hebet eure Rugen auf, und sehet in das feld; denn es ist 30 hristus, der Welt heiland.) schon weiß zur Ernte. Und wer da schneidet, der empfanget Lohn, und sammelt frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, dler da säet, und der da schneidet. Denn hie ist der Spruch wahr: Die⸗ ser säet, der andre schneidet. Ich habe euch gesandt, zu schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; andre haben gearveitet, und ihr seid in ihre Arbeit kommen. Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus derselbigen Stadt um des Wei⸗ bes Rede willen, welches da zeugete: er hat mir gesagt alles, was ich ge⸗ tan habe. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, daß er bei ihnen bliebe; und er blieb zween Tage da. Und viel mehr glaubten um seines orts winen, und sprachen zum Weibe: Wir glau⸗ ben nun fort nicht um deiner kede willen; wir haben selbst gehöret und erkannt, daß dieser ist wahr⸗ lich Christus, der Welt heiland. — WWDMNNRNM 5. Sonntäg nach Epiphanias. NDND nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 93.(Die 6röße des herrn über großen Wassern.) Der hErr ist Föonig und herrlich ge⸗ schmückt; der herr ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, so⸗ weit die Delt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll. Uon dem an stehet dein Stuhl fest; du bist ewig. herr, die asserströme erheben sich, dlie Wasserströme erheben ihr Brau⸗ sen, die Wasserströme heben em⸗ por die Wellen, die Wasserwogen im meer sind groß und brau⸗ sen greulich; der hérr aber ist noch größer in der höhe. Dein Wort ist eine rechte Lehre. heilig⸗ keit ist die Zierde deines hauses ewiglich. Cektion àus dem Ueuen Testamente. 1. sor. 4,— 20.(Dãs Reich Gottes steht nicht in orten, sondern in straft. Ich halte aber, õott habe uns Apo; stel für die Allergeringsten darge⸗ stellet, als dem Tode übergeben. denn wir sind ein Schauspiel wor⸗ den der Welt und den Engeln und den menschen. Wir sind Harren um christi willen, ihr aber seid klug in christo: wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Bis auf diese Stunde leiden wir hunger und Durst, und sind nackend, und werden geschlagen, und haben keine gewisse Stätte, und arbeiten und wirken mit unsern eigenen händen. man schilt uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir es; man lästert uns, so flehen wir; wir sind stets als ein fluch der Welt und ein fegopfer aller Leute. lliicht schreibe ich solches, daß ich euch euch, als meine lieben tinder. Denn ob ihr gleich zehntausend Zucht⸗ meister hättet in Christo, so habt ihr lloch nicht viel Vater; denn ich habe euch gezeuget in Christo Jesu durch das Cvangelium. Darum ermahne ich euch, seid meine achfolger. Aus dlerselben Ursache habe ich Timo⸗ theum zu euch gesandt, welcher ist mein lieber und getreuer Sohn in lem herrn, daß er euch erinnere meiner Wege, die da in christo sind, gleich wie ich an allen Enden in allen 6emeinen lehre. Es blähen sich etliche auf, als würde ich nicht zu euch kommen. Ich will aber gar kürzlich zueuchkommen, so der herr will, und erlernen, nicht die Worte ler Nufgeblasenen, sondern die srãft. Denn das Reich õottes stehet beschäme, sondern ich ermahne nicht in Worten, sondern in Kraft. 5. Sonntäg nach Epiphanias. Uormittags. CEpistel. gol. 3, 12—4, 1. Das Band der Vollkommenheit.) So ziehet nun an, als die Nuser-⸗liebte, herzliches Erbarmen, freund⸗ wählten Gottes, heilige und Ge⸗lichkeit, demut, Sanstmut, eduld, 5¹ RMMNMMDN 5. Sonntaͤg nach(piphanias. MDMN D und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so je⸗ mand stlage hat wider den andern; gleich wie Christus euch vergeben hãt, also auch ihr. Uber alles aber niehet an die Liebe, die da ist das band der Vollkommenheit; und der friede õottes regiere in euren herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem seibe; und seid dann⸗ bar. Casset das Wort christi unter euch reichlich wohnen in aller eis- heit; lehret und vermahnet euch selbst mit Pfalmen und Lobgesän⸗ gen und geistlichen, lieblichen Lie⸗ dern, und singet dem herrn in eu⸗ rem herzen. Und alles, was ihr tut mit orten oder mit Werken, das tut alles in dem namen des herrn Jesu, und danket 6ott und dem Vater durch ihn. Ihr Ueiber, seid untertan euren männern in dem herrn, wie sichs gebühret. yrmän⸗ nicht bitter gegen sie. Iyr sinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist dem herrn gefällig. Ihr väter, erbittert eure seinder nicht; auf daß sie nicht scheu werden. Ihr snechte, seid gehorsam in allen dingen euren leiblichen herren, nicht mit dienst vor Nugen, als den menschen zu gefallen, son⸗ dern mit Einfältigkeit des herzens und mit sottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von herzen, als dem hErrn, und nicht den menschen; und wisset, daß ihr von dem herrn empfangen werdet die Vergeltung les Erbes; denn ihr dienet dem herrn christo. Wer aber unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der person. JIhr herren, Was recht und gleich ist, das bewei⸗ set den nechten, und wisset, dla„ ihr auch einen hErrn im himmel ner, liebet eure Weiber, und seid hãbt. Eväangelium. matth. 15, 24-30 und 36-43. Cangmut und Weisheit des serrn.) er legte ihnen ein ander öleichnis vor, und sprach: Das himmelreich ist gleich einem menschen, der guten Samen auf seinen Acker säete. Da aber die Leute schliefen, kam sein feind, und säete Unkraut zwischen den Weizen, und ging davon. da nun das straut wuchs, und frucht brachte, da fand sich auch das Un⸗ kraut. Da traten die nechte zu dem hausvater, und sprachen: herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesäet? Woher hat er denn dãs UInkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der feind getan. Da spra⸗ chen die snechte: Willst du denn, 32 daß wir hingehen, und es aus⸗ jãten? er sprach: Nein: auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit aus⸗ rãufet, so ihr das Unkraut ausjätet. Lasset beides miteinander wachsen bis ju der ęrnte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sa⸗ gen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Dã ließ Jesus das Volk von sich, und kam heim. Und seine Jjünger traten zu ihm, und sprachen: Deute uns dieses leichnis vom Unkraut auf lem Acker. Er antwortete und WM nder, allen Errn eure scheu rsam ichen Igen, son; riens was dem hen; Errn tung dem recht 18 er kein ren, wei⸗ dlaß mel rn.) us- ihr ius- tet. sen nte sa· aut, aß jjen rn. ind ten Ins auf ind MMMM 5. Sonntäag nach Epiphanias. NNN sprach zu ihnen: Des enschen Sohn ist es, der da guten Samen säet. der Acker ist die Welt. Der gute same sind die sinder des Reichs. Das Unkraut sind die sinder der bosheit. Der feind, der sie säet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die engel. 6leich wie man nun das Unkraut ausjätet, und mit feuer verbrennet, so wird es auch am ende dieser Welt gehen. Des Men⸗ schen Sohn wird seine Engel sen⸗ den; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse, und die da Unrecht tun, und werden sie in den feuerofen wersen; da wird sein heulen und Zähnklap⸗ pen. dann werden die õerechten leuchten, wie die Sonne, in ihres vaters Reich. Wer ohren hat, zu hören, der höre! Epistolische Lektion. Röm. 8, 1—11.(er christi õeist nicht hat, der ist nicht sein.) 5o ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Denn das oesetz des Geistes, der da lebendig mãcht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn das dem 6e⸗ setz unmöglich war,(sintemal es durch das fleisch geschwächet ward/) das tat Gott, und sandte seinen Sohn in der õestalt des sündlichen fleisches, und verdlammte die Sün⸗ de im fleische durch Sünde, auf daß die õerechtigkeit, vom Gesetz erfor⸗ dert, in uns erfüllet würde, die wir nun nicht nach dem fleisch wan⸗ deln, sondern nach dem õeist. Denn die da fleischlich sind, die sind fleisch · lich gesinnet; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnet. Aber fleischlich gesinnet sein, ist der Tod, und geistlich gesinnet sein, ist Leben und friede. Denn fleischlich gesinnet sein, ist eine feindschaft wider õott; sintemal es dem õesetze õottes nicht untertan ist; denn es vermag es auch nicht. Die aber fleischlich sind, mögen sott nicht gefallen. Yr aber seid nicht fleischlich, sondern geist · lich, so anders Gottes õeist in euch wohnet. Wer aber christi õeist nicht hãt, der ist nicht sein. So aber chri⸗ stus in euch ist, so ist der eib iwar tot um der Sünde willen, der õeist aber ist das eben um der 6erech; tigkeit willen. So nun der õeist des, der Jesum von den doten aufer⸗ wecket hat, in euch wohnet, so wird auch derselbige, der Christum von den Toten auferwecket hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen um des willen, daß sein 6eist in euch wohnet. Evangelische Cektion. joh. 5, 1 18.(mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch.) Darnach war ein fest der uden, und Jesus jog hinauf gen Jerusa- auf ebrãisch Bethesda, und hat füns hallen, in welchen lagen viel ran⸗ lem. Es ist aber zu Jerusalem beike, Slinde, Cahme, Dürre, die war⸗ dem Schafhause ein Teich, der heißt teten, wenn dlas Wasser sich bewegte. 53 MMMDMDMN 5. Sonntag nach Epiphanias. DG MWNNWMW Denn ein engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich, und bewegte das Uasser. Welcher nun der erste, nach⸗ dem das Wasser beweget war, hin⸗ einstieg, der ward gesund, mit wel⸗ cherlei Seuche er behaftet war. Es war aber ein mensch daselbst, acht und dreißig Jahre Krank gelegen. Da Jesus denselbigen sah liegen, und vernahm, daß er so lange ge; legen war, spricht er zu ihm: Wilist du gesund werden? der granke antwortete ihm: herr, ich habe kei⸗ nen menschen, wenn das Wasser sich bewegt, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steigt ein andrer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett, und gehe hin! Und als⸗ bald ward der ensch gesund, und nahm sein bette, und ging hin. Es wäar äber desselbigen rages der Sabbath. Da sprachen die Juden zu dlem, der gesund war worden: Es ist heute Sabbath; es ziemt dir nicht, llas Bette zu tragen. eEr antwortete ihnen: Der mich gejund machte, der sprach zu mir: nimm dein Bette, und gehe hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der mensch, der zu dir gesagt hat: limm dein Bette, und gehe hin? Der aber gejund war Worden, wußte nicht, wer er war; denn Je. sus war gewichen, da so viel Volks an dem orte war. darnach fand ihn Jesus im tempel, und sprach ju ihm: Siehe ju, du bist gesung wor⸗ den; sündige hinfort nicht mehr, ddaß dir nicht etiwas Argeres wider⸗ fahre. Der mensch ging hin, und verkündigte es den Juden, es sei Jesus, der ihn gejund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesum, und suchten ihn zu töten, daß er solches getan hatte auf den Sab⸗ bath. Jesus aber antwortete ihnen: mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch. Darum trachteten ihm die zuden nun viel mehr nach, daß sie ihn töteten, daß er nicht allein den Sabbath vrach, sondern jagte auch, Gott sei sein Vater, und machte sich jelbst Gott gleich. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jerem. 24.(õesicht von guten und bosen feigen.) Siehe, der herr zeigte mir zween feigenkörbe, gestellt vor dem dem⸗ pel des h-Errn, nachdem der sönig zu Babel, nebukadnezar, hatte weg⸗ geführt Jechanja, den Sohn Joja⸗ Rims, den sönig Judas, samt den fürsten Judas, Zimmerleute und Schmiedle von Jerusalem, und gen Babel gebracht. In dem einen gorbe Waren sehr gute feigen, wie die er⸗ sten reifen feigen sind; im andern storbe waren sehr böse feigen, daß 34 man sie nicht essen konnte, so böse waren sie. Und der herr sprach zu mir: Jeremia, was siehest du? Ich Prach: feigen; die guten feigen sind sehr gut, und die bösen sind sehr böse, daß man sie nicht essen kann, so böse sind sie. Da geschah sles hErrn Wort zu mir, und sprach: So spricht der hẽrr, der oott Israels: õleich wie diese feigen gut sind, also will ich mich gnädiglich annehmen der õefangenen aus Juda, welche MSMMNN. Sonntäg näch Epiphanias. MNM ich hãbe aus dieser Stätte lassen zie hen in der Chaldaer Land: und will sie gnädiglich ansehen, und will sie wiedler in dies Land bringen, und will sie bauen, und nicht abbrechen; ich will sie pflanzen, und nicht aus⸗ raufen; und will ihnen ein herz geben, daß sie mich kennen sollen, daß ich der herr sei. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; denn sie werden sich von gan; jem herzen zu mir bekehren. Aber wie die bösen feigen so böse sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der herr, also will ich dahin geben Zellekia, den stbnig Judas, samt sei · nen fürsten, und was übrig ist zu Jerusalem und übrig in diesem Lande, und die in Agyptenland wohnen. Ich will ihnen Unglück zufügen, und sie in keinem König⸗ reich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen ju schanden werden, zum Sprichwort, zur fabel und zum fluch an allen orten, dahin ich sie versto · ßen werde. Und will Schwert, hun⸗ ger und pestilenz unter sie schicken, bis sie umommen von dem Lande, dãs ich ihnen und ihren Vätern ge; geben habe. Cektion aus dem leuen Testamente. 1. 0h. 5, 1421.(Es ist etliche sünde nicht zum docle. und das ist die freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß, so wir etwas bitten nach seinem Willen, so höret er uns. Und so wir wissen, daß er uns höret, was wir bitten, so wissen wir, daß wir die Bitte haben, die wir von ihm gebeten haben. So je⸗ maͤnd siehet seinen Bruder sündigen eine Sünde nicht zum Tode, der mag bitten, so wird er geben das Leben denen, die da sündigen nicht zum Tode. Es ist eine Sünde zum Tode; dafür sage ich nicht, daß jemand bitte. Alle Untugend ist Sünde; und es ist etliche Sünde nicht jum Tode. Wir wissen, daß wer von Gott geboren ist, der sündiget nicht, sondern wer von Gott geboren ist, der bewahret sich, und der Arge wird ihn nicht antasten. Wir wissen, daß wir von õott sind, und die ganze UWelt liegt im argen. Wir wissen aber, daß der Sohn õottes ommen ist, und hat uns einen Sinn gegeben, dah wir erkennen den Wahrhafti⸗ gen und sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesu christo. Die⸗ ser ist der wahrhaftige ott und das ewige Leben. seindlein, hütet euch vor den Abgöttern. Amen. 6. Sonntäg näch Epiphäaniäs. Vormittags. Epistel. 2. petri 1, 16—21. Das feste prophetische Wort.) denn wir haben nicht den klugen] gesehen, da er empfing von Gott, fabeln gefolget, da wir euch Kund dem Uater, Chre und Preis durch getan haben die rast und Zukunst eine Stimme, die zu ihm geschah unsers herrn Jesu christi, sondern von der großen herrlichkeit derma; wir haben seine herrlichkeit selber ßen:»Dies ist mein lieber Sohn, an 55 MMMMD N 0. Sonntäag nach piphanias. D DN dem ich Wohlgefallen habe.« Und dliese Stimme haben wir gehöret vom himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir haben ein festes, prophetisches Wort; und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das dã scheinet in einem dunkeln ort, bis der Tag anbreche und der Mor· genstern aufgehe in euren herzen. Und das sollt ihr fr das erste wis⸗ sen, daß keine Weissagung in der Schrift geschiehet aus eigener Rusle⸗ gung. Denn es ist noch nie einelbeis. sagung aus menschlichem Willen hervorgebraͤcht, sondern die heili⸗ gen menschen 6ottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist. Evangelium. matth. 17, 1- 9. Oesus verklärt, Moses und Elias mit ihm redend.) Und naͤch sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrum und Jakobum und Johannem, seinen Bruder, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward verkläͤret vor ih · nen; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine gleider wurden weiß als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Moses und Clias, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: herr, hie ist gut sein; willst du, so wollen wir hie drei hütten maächen, dir eine, Mosi eine und Elias eine. Da er noch also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus ler Wolke sprach: Dies ist mein lie⸗ ber Sohn, an welchem ich ohlgefal⸗ len have: den sollt ihr hören. Da das dlie jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht, und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührete sie an, und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht; da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie nie⸗ mand denn Jesum allein. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies õesicht niemand sagen, bis des menschen Sohn von den coten auf⸗ erstanden ist. Epistolische Cektion. Röm. 10, 1— 17.(christus ist des õesetzes nde.) CLieben Brüder, meines herzens Wunsch ist, und flehe auch Gott für Israel, daß sie selig werden. Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um Gott, aber mit Unver⸗ stand. Denn sie erkennen die 6e⸗ rechtigkeit nicht, die vor sott gilt, und trachten, ihre eigene õerechtig; keit aufzurichten und sind also der berechtigkeit, die vor õott gilt, nicht untertan. Denn hristus ist des öe⸗ setzes Ende; wer an den glaubt, der 36 ist gerecht. Moses aber schreibt wohl von der serechtigkeit, die aus dem besetz kommt:»elcher mensch dies tut, der wird drinnen leben.« Aber die õerechtigkeit aus dem 6lauben spricht also:»Sprich nicht in deinem herzen: Wer will hinauf gen him⸗ mel fahren?«(Das ist nichts anders, denn christum herabholen.) Oder: »—er will hinab in die Tiefe fah⸗ ren?«(Das ist nichts anders, denn christum von den doten holen.) VV herjen. te wis⸗ in der Ausle- eIDeis⸗ Willen heili⸗ eredet, 1 Geist. end.) ne aus ein lie Igefal⸗ Da das ie auf n sehr. ührete uf und er ĩhre le nie⸗ Ind da gebot r sollt bis des n auf⸗ t wohl 15 dlem sch dlies Aber auben leinem uhim· nders, Oder: se fah· „uenn holen. MMMD.N 6. Sonntäag nach Epiphanias. NNNNN Aber was sagt sie?»Das Wort ist dir nahe, nämlich in deinemmunde und in deinem herzen.« Dies ist das Wort vom 6lauben, das wir predi⸗ gen. Denn so du mit deinem munde bekennest Jesum, daß er der hErr sei, und glaubest in deinem herjen, daß ihn 6ott von den Toten aufer⸗ wecket hat, so wirst du selig. Denn so man von herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem munde bekennet, so wird manselig. denn die Schrift spricht:»Wer an ihn glaubt, wird nicht zu schanden werden.« Es ist hie kein Unterschied unter Juden und 6riechen; es ist aller zumal Ein herr, reich über alle, die ihn anrufen. Denn»wer den namen des hẽrrn wird anru⸗ fen, soll selig werden.« Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber glau⸗ ben, von dem sie nichts gehöret ha; ven? Wie sollen sie aber hören ohne prediger? Wie sollen sie aber pre⸗ digen, wo sie nicht gejandt werden? Wie denn geschrieben stehet:»Wie lieblich sind die füße derer, die den frieden verkündigen, die das Gute verkündigen!« Aber sie sind nicht alle dem Cvangelio gehor⸗ sam. Denn Jesaias spricht:»herr, wer glaubet unserm predigen?« So kommt der 6laube aus der Predigt, das Predigen aàber durch das Wort Gottes. Evängelische Lektion. Joh. 5, 3147.(Moses hat von mir geschrieben.) Sso ich von mir selbst jeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein an⸗ drer ist es, der von mir zeuget; und ich weiß, daß das Zeugnis wahr ist, das er von mir jeuget. Hr schicktet ju Johanne, und er zeugete von der Wahrheit. Ich aber nehme nicht zeugnis von menschen; sondern solches sage ich, auf daß ihr selig werdet. Er war ein vbrennend und scheinend licht; ihr aber wolltet eine kleine Weile fröhlich sein von seinem Lichte. Ich aber habe ein größer Zeugnis denn Johannis zeugnis; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, daß ich sie vollende, dieselbigen Werke, die ich tue, jeugen von mir, daß mich der vater gesandt habe. Und der Vater, der mich gesandt hat, derselbige hat von mir gejeuget. Ihr habt nie we⸗ der seine Stimme gehöret, noch sei⸗ ne Gestalt gesehen; und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnend; denn ihr glaubet dem nicht, den er gesandt hat. Suchet in der Schrist, denn ihr meinet, ihr habt das ewige Ceben darinnen; und sie ists, die von mir zeuget; und ihr wollt nicht zu mir kommen, daß ihr das eben häben möchtet. Ich nehme nicht Ehre von menschen; aber ich kenne euch, daß ihr nicht Gottes iebe in euch habt. Ich bin kommen in mei⸗ nes Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein andrer wird in seinem eigenen lamen kommen, den werdet ihr annehmen. Wie könnet ihr glauben, die ihr hre voneinander nehmet? und die chre, die von Gott allein ist, suchet ihr nicht. Ir sollt nicht meinen, daß ich euch vor dem Vater verklagen werdeꝛ es ist einer, der euchverklaͤgt, 3⁷ NNNMNMNNMNNN. Sonntag na der moses, auf welchen ihr hoffet. Uenn ihr mosi glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir ch Epiphanias. DDD geschrieben. so ihr aber seinen Schristen nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben? naͤchmittags. Cektion aus dem 2. Mos. 3, 1—15. Mose aber hütete der schafe Jethros, seines Schwähers, des priesters in Midian, und trieb die Schafe weiter hinein in die Wüste, und kam an den Berg sottes horeb. Und der engel des herrn erschien ihm in einer feurigen flamme aus dem Busch. Und er sah, daß der Busch mit feuer brannte, und ward doch nicht verzehret; und sprach: Ich will dlahin, und besehen dies große 6e⸗ sicht, warum der Busch nicht ver⸗ brennet. Da aber der herr sah, daß er hinging, zu sehen, rief ihn Gott alls dlem Busch und sprach: Mose, Mmose! er antwortete: hie bin ich. er sprach: critt nicht herzu, ziehe deineschuhe aus von deinen füßen; denn der ort, da du auf stehest, ist ein heilig Land. Und sprach weiter: Ich bin der öott deines Vaters, der ott Abrahams, der sott Isaaks und der Gott Jakobs. Und mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, dott anzuschauen. Und der hErr sprach: Ich habe gesehen dlas lend meines bolks in Agypten, und habe ihr õeschrei gehöret über lie, so sie treiben; ich habe ihr Leid erkannt, und bin herniedergefah⸗ ren, daß ich sie errette von der Agyp⸗ ter hand, und sie ausführe aus die⸗ sem Lande in ein gut und weit Land, in ein and, darinnen milch und honig fließet; nämlich an den Alten Testamente. (Mosis Berufung.) riter, Pheresiter, heviter und Jebu⸗ siter. Weil denn nun das Geschrei ler inder Israel vor mich kommen ist, und habe auch dazu gesehen ihre Angst, wie sie die Agypter ängsten, so gehe nun hin, ich will dich Iu Pharao senden, daß du mein Volk, dlie sinder Israel, aus Agypten füh⸗ rest. Mose sprach zu ott: Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehe, und führe die inder Israel àus Agyp⸗ ten? er sprach: Ich will mit dir fein. Und das soll dir das Zeichen sein, llaß ich dich gesandt habe: enn du mein Volk aus Agypten geführet hast, werdet ihr õott opfern auf die⸗ sem berge. mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern 75. rãel komme, und spreche zu ihnen: Der õott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir jagenwer⸗ llen:»IDie heißt sein Lame?« was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: Aiso solist du zu den sindern Israel sagen: Ich werds sein, der hat mich zu euch ge⸗ sandt. Und Gott sprach weiter 3u Mose: Also sollst du zu den Kin⸗ lern Israel sagen: der herr, eurer Uäter Gott, der oott Abrahams, dler Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. das ist mein name ewiglich, dabei soll man meiner gedenken für und Ort der sananiter, hethiter, Amo- 38 fuir. WMMNMDN. Sonntäag nach Epiphanias. MMW Cektion aus dem Heuen Testamente. hebr. 11, 8 35.(Sie haben die Verheißung von ferne gesehen.) Durch den ölauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, aus· zugehen in das Cand, das er ererben sollte; und ging aus, und wußte nicht, wo er hinkäme. Durch den blauben ist er ein fremdling gewe⸗ sen in dem verheißenen Lande als in einem fremden, und wohnte in hütten mit Jaak und Jakob, den Miterben derselbigen Verheißung; denn er waͤrtete auf eine Stadt, die einen örund hat, welcher Baumei⸗ ster und Schöpfer Gott ist. Durch den 6lauben empfing auch Sara seraft, daß sie jchwanger ward, und gebar über die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es ver⸗ heißen hatte. Darum sind auch von Einem, wiewohl erstorbenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am himmel und wie der Sand am Ran⸗; dle des Neers, der unzahlig ist. Diese alle sind gestorben im ölauben, und häben die Verheißung nicht emp⸗ fangen, sondern sie von ferne ge⸗ sehen, und sich der vertröͤstet und sich wohl begnügen lassen, und be⸗ kannt, daß sie 6aste und fremd⸗ linge auf Eraͤen sind. Denn die sol ches sagen, die geben zu verstehen, daß sie ein Vaterland suchen. Und zwar, wo sie das gemeint hätten, von welchem sie waren ausgezogen, hãtten sie ja Zeit, wieder umzukeh⸗ ren. nun aber begehren sie eines bessern, nämlich eines himmli⸗ schen. Darum schämet sich Gott ihrer nicht, zu heißen ihr õott; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet. durch den 6lauben opferte Abra⸗ hãam den Isaak, da er versucht ward und gab däaͤhin den ingeborenen, da er schon die Verheißung emp⸗ fangen hatte, von welchem gesagt war: vIn Isaak wird dir dein Same geheißen werden«; und dachte, Gott kann auch wohl von den Toten er⸗ wecken; däher er auch ihn zum Vorbilde wieder nahm. Durch den Glauben segnete Jsaak von den zu⸗ künftigen Dingen den Jakob und Esfau. Durch den 6lauben segnete Jakob, da er starb, beide Sohne Jo⸗; sephs, und neigte sich gegen seines Zepters Spitze. Durch den ölauben redete Joseph vom Auszug der sein⸗ dler Israel, da er starb, und tat Be⸗ fehl von seinen õebeinen. Durch den Glauben ward moses, da er gebo⸗ ren waͤr, drei monate verborgen von seinen Eltern, darum, daß sie sahen, daß er ein schön sind war, und fürchteten sich nicht vor des sönigs Gebot. Durch den 6lauben wollte moses, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos, und erwählte viel lieber, mit dem Volk Gottes Unge⸗ mach zu leiden, denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben, und achtete die Schmach Christi für grö⸗ ßern Reichtum denn die Schätze Agyptens; denn er sah an die be⸗ lohnung. Durch den 6lauben ver⸗ ließ er Agypten, und fürchtete nicht des sönigs örimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Durch den 6lauben hielt er die ostern und das Blutgie- ßen, auf daß, der die ęrstgeburten 30 NMNMNNMW Am Sonntag würgete, sie nicht träfe. Durch den Glauben gingen sie durch das rote Meer als durch trocken Cand; wel⸗ ches die Agypter auch versuchten, und ersoffen. Durch den olauben flelen die mauern zu Jericho, da sie sieben Tage umhergegangen Waären. Durch den Glauben ward dlie hure Rahab nicht verloren mit den Ungläubigen, da sie die tund- schafter freundlich aufnahm. Und was soll ich mehr sagen? Die Zeit würde mir ju kurz, wenn ich sollte erzählen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den pro- Septuagesimaä. MMMDNDN pheten, welche haben durch den Glauben stönigreiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirkt, die Verhei⸗ ßung erlanget, der Cöwen Rachen verstopfet, des ßeuers srast aus. gelöscht, sind des Schwerts Schärfe entronnen, sind kräftig worden aus der Schwachheit, sind stark worden im Streit, haben der frem. dlen heer darniedergelegt. Die lbei. ber haben ihre Toten von der Ruf erstehung wieder genommen; die andern aber sind jerjchlagen, und haben keine Erlösung angenom⸗ men, auf daß sie die Nuferstehung, die besser ist, erlangeten. Am Sonntaͤg Septuagesimä. Vormittags. Epistel. 1. Ror. o, 2427.(Einer ergreifet das sleinod.) Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Einer erlanget das gleinod? CLaufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche krone empfangen, wir aber eine unver⸗ gängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die suft streichet; son dern ich betäube meinen Leib, ung jähme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Eväangelium. matth. 19, 27— 20, 16.(Die Letzten werden die Ersten und die ersten die Letzten sein.) Da äantwortete petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles ver⸗ lassen, und sind dir nachgefolget; waäas wird uns dafür? Jesus aber sprach ju ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nach⸗ gefolget, in der iedergeburt, da les enschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhle seiner herrlichkeit, wer⸗ llet ihr auch sitzen auf zwölf Stüh⸗ len, und richten die zwölf õeschlechter Israels. Und wer verläßt häuser 60 oder Brüder oder Schwestern oller Vater oder mutter oder Eeib oller stinder oder Acker um meines na⸗ mens willen, der wird es hundert. faltig nehmen und das ewige Leben ererben. Aber viele, die da sind die ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die ersten sein. das himmelreich ist gleich einem haus⸗ vater, der am morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Wein⸗ berg. Und da er mit den Arbeitern mver⸗ „nicht also, t son· „und ndern verde. rsten oller oller 5 Na⸗ Idert⸗ eben li llie d die Das dus · zing, Jein⸗ tern MWDMN Am Jonntaäg Septuagesimä. WDDDNNN eins ward um einen õroschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sah andere am markte müßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Aber; mals ging er aus um die sechste und neunte Sstunde, und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus, und fand andre müßig ste⸗ hen, und sprach zu ihnen: Was ste⸗ het ihr hie den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach ju ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der herr des Wein⸗ bergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter, und gib ihnen den Lohn, und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen 6ro⸗ schen. da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr em⸗ pfangen; und sie empfingen auch jeglicher seinen oroschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den hausvater, und sprachen: Diese letzten haben nur ine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Cast und hitze getragen haben. Er antwor⸗ tete aber und sagte zu einem unter ihnen: mein freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen õroschen? llimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem Letzten geben gleich wie dir. oder habe ich nicht maächt, zu tun, was ich will, mit dem meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die Ersten und dlie Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Epistolische Cektion. Phil. 1, 27—2, 4.(Wandelt würdiglich dem Cvangelio.) Wandelt nur würdiglich dem van⸗ gelio Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch, oder abwesend von euch höre, daß ihr stehet in inem beist und Einer Seele, und samt uns kãmpfet für den ölauben des Cvan⸗ gelii, und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Wider⸗ sachern, welches ist eine Anzeige, ihnen der Verdammnis, euch aber ller Seligkeit, und dasselbige von Gott. Ddenn euch ist gegeben, um christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch um seinetwillen leidet, und habet 0 denselbigen ampf, welchen ihr an mir gejehen habt, und nun von mir höret. Ist nun bei euch Ermahnung in christo, ist Trost der iebe, ist õe⸗ meinschaft des õeistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so erfüllet meine freude, daß ihr ines Sinnes seid, gleiche Ciebe habt, einmütig und einhellig seid; nichts tut durch Zank oder eitie chre, sondern durch Demut ächtet euch untereinander einer den andern höher denn sich selbst. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, dlas des andern ist. NMMM um Jonntag Septuagesimä. MDMDI Ebäangelische Cektion. Cuk. 9, 18—26.(Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst.) Und es begab sich, da er allein war, und betete, und seine Jünger bei ihm, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Ceute, daß ich sei? Sie antworteten und sprachen: Sie sa⸗ gen, du seiest Johannes, der Täufer: etliche aber, du seiest Clias; etliche aber, es sei der alten propheten einer auferstanden. Er aber sprach zu ihnen: Wer sagt ihr aber, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christ ottes. Und er bedrohete sie, und gebot, daß sie das niemand sagten und sprach: Denn lles Menschen Sohn muß noch viel leiden, und verworfen werden von den Altesten und hohenpriestern und Schriftgelehrten, und getötet werden, und am dritten Tage auf. erstehen. Da sprach er ju ihnen allen: Wer mir folgen will, der ver⸗ leugne sich selbst, und nehme sein sereuʒ auf sich täglich, und folge mir nach. Ddenn wer sein Leben erhal⸗ ten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verlieret um meinetwillen, der wird es erhal⸗ ten. Und was nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt ge⸗ wönne, und verlöre sich selbst, oder beschälligte sich selbst? Wer sich aber mein und meiner Worte schämet, dles wird sich des Menschen Sohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner herrlichkeit und sei⸗ nes Vaters und der heiligen Engel. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 2. Mos. 10, 3- 8.(Ihr sollt mir ein heilig volk sein.) Und smose stieg hinauf zu öott. Und dler herr rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen ju dem hause Jakob, und verkündigen den sindern Israel: Ihr habt gesehen, was ich den Agyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln, und habe euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen, und meinen Bund halten so sollt ihr mein eigen; tum sein vor allen Völkern; denn dlie ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein priesterlich tönigreich und ein heiliges Volk sein. Das sind dlie Worte, die du den indern 78⸗ rãel sagen sollst. Mose kam, und for⸗ llerte die Altesten im Volk, und legte ihnen alle diese Worte vor, die der hErr geboten hatte. Und alles Volk antwortete zugleich und sprachen: Alles, was der herr geredet hat, wollen wir tun. Und mose saͤgte die Relle des Volks dem hErrn wieder. Cektion aus dem Heuen Testamente. 1. Thess. 1, 1—10.(Wir wissen, wie ihr auserwählet seid.) Paulus und Silvanus und Timo-Jesu christo. 6nade sei mit euch theus der õemeine zu chessalonich, und friede von öott, unserm bater, in Gott, dem Vater, und dem herrn und dem herrn Jesu christo! Wir 6² NNNNMNN um Sonntag Sexagesimä. NN danken Gott allezeit für euch alle, und gedlenken euer in unserm õebet ohne Unterlaß, und gedenken an euer Werk im 6lauben und an eure Arbeit in der Ciebe und an eure õe⸗ duld in der hoffnung, welche ist unser hErr Jesus hristus, vor Gott und unserm vater. Denn, lieben brüler, von Gott geliebet, wir wis⸗ sen, wie ihr auserwählet seid, daß unser vangelium ist bei euch ge⸗ wesen nicht allein im Wort, sondern beide in der frast und in dem heili⸗ gen Geist, und in großer oewißheit; wie ihr wisset, welcherlei wir gewe⸗ sen sind unter euch um euretwillen. Und ihr seid unsrellachfolger worden und des hErrn, und habt das Wort aufgenommen unter vielen Trüb⸗ salen mit freuden im heiligen Geist, also daß ihr worden seid ein Vor⸗ bildallen öläubigen inmazedonien und Achaja. Denn von euch ist aus⸗ erschollen das Wort des hẽrrn, nicht allein in mazedonien und Achaja, sondern an allen orten ist auch euer 6laube an Gott ausgebrochen, also dlaß nicht not ist, euch etiwas zu sa⸗ gen. Denn sie selbst verkündigen von euch, was für einen ingang Wir zu euch gehabt haben, und wie ihr bekehret seid zu oott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendi⸗ gen und wahren 6ott, und zu war⸗; ten seines Sohnes vom himmel, welchen er auferwecket hat von den Toten, Jesum, der uns von dem zu· künftigen Zorn erlöset hat. Am Sonntag Sexagesimä. vormittags. Epistel. 2. gor. 12, 1- 10. Caß dir an meiner nade genügen.) Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf dlie õesichte und offenbarungen des herrn. Ich kenne einen menschen in Christo, vor vierzehn Jahren(ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich es nicht; ocler ist er außer dem leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht; Gott weiß es); derselbige ward entzückt bis in den dritten himmel. Und ich kenne denselbigen menschen(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es). Er ward entzückt in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche kein mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen; von mir selbst will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, täte ich da⸗ rum nicht törlich; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthatte mich aber des, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir höret. Und auf dlaß ich mich nicht der hohen Offen. barung überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit fäu⸗ sten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem hErrn geflehet habe, daß er von mir wiche; und er hat zu mir ge⸗ sagt: Laß dir an meiner 6nade genügen; denn meine seraft ist in dlen Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten 63 NMNNMNNNNNN am Sonntag Sexagesimä. WMDDMIN rühmen meiner Schwachheit, auf llaß die straft Christi bei mir woh; in nöten, in Verfolgungen, in Angsten, um Christi willen; denn ne. Darum bin ich gutes muts wenn ich schwach bin, so bin ich in Schwachheiten, in Schmachen, stark. Evangelium. Cuc. 8, 4 15.(Es ging ein Saemann aus, zu säen.) Dã nun viel volks beieinander war, und aus den Städten zu ihm eile⸗ ten, sprach er durch ein oleichnis: Es ging ein Säemann aus, zu säen seinen Samen; und indem er säete, fiel etliches an den Leg, und ward vertreten, und die Vogel unter dem himmel fraßen es auf. Und etliches fiel auf den fels; und da es auf⸗ ging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf, und er⸗ stickten es. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf, und trug hundertfältige frucht. Da er das sagte, rief er: Wer ohren hat, ju hören, der höre! Es fragten ihn aber seine jünger, und sprachen, wãs dlieses oleichnis wäre? Er aber sprach: Cuch ist es gegeben, ju wissen das 6eheimnis des Reiches Gottes; den andern aber in 6leich⸗ nissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht ver⸗ stehen, ob sie es schon hören. Das ist aber das 6leichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hoͤren; darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem fels, sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit freuden an; und die haben nicht Durjel; eine Zeitlang glauben sie, und ju der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören, und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Le⸗ bens, und ersticken, und bringen keine frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind die das Wort hören und behalten in einem fei⸗ nen, guten herzen, und bringen frucht in õeduld. Epistolische Cektion. Phil. 1, 12— 26.(hristus ist mein Leben.) Ich lasse euch aber wissen, lieben brüder, daß, wie es um mich stehet, dãs ist nur mehr zur förderung des Evangelii geraten, also daß meine Bande offenbar worden sind in christo in dem ganzen Richthause und bei den andern allen, und viel Brüder in dem heErrn aus meinen Banden Zuversicht gewonnen, desto 6⁴ türstiger worden sind, das Wort zu redlen ohne Scheu. Etliche jwar pre⸗ digen Christum auch um haß und haders willen; etliche aber aus guter meinung. Jene verkündi⸗ gen christum aus Zank, und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal juwenden meinen Banden. Diese aber aus iebe; denn ——— EnEHEED EE=rD RNM , in lenn N ich ver⸗; Das Same an ie es aufel, hrem uben aulf ie es mit nicht n sie, tung dlie jren, gen, Le⸗ igen dlem Vort fei⸗ igen rt ju pre⸗ und aus ndi· licht llen nen enn WNNMNMMMN Am Sonntäg sie wissen, daß ich zur UDerantwor⸗ tung des vangelii hie liege. Was ist ihm aber denn? Daß nur chri⸗ stus verkündiget werde allerlei UWeise, es geschehe zufallens oder rechter Weise, so freue ich mich doch darinnen, und will mich auch freu⸗ en; denn ich weiß, daß mir das⸗ selbe gelinget zur Seligkeit durch euer õebet und durch handreichung dles Geistes Jesu christi; wie ich end⸗ lich warte und hoffe, daß ich in keinerlei Stück zu schanden werde, sondern daß mit aller freudigkeit, gleich wie sonst alle Zeit, also auch jetzt Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch eben Sexãgesima. NMN oder durch Tod. Denn christus ist mein Leben, und sterben ist mein 6ewinn. Sintemal aber im fleisch leben dienet, mehr frucht ju schaf⸗ fen, so weiß ich nicht welches ich erwählen soll. Ddenn es liegt mir beides hart an: Ich habe Lust, ab⸗ zuscheiden und bei Christo zu sein, Welches auch viel besser ware; aber es ist noͤtiger, im fleisch bleiben um euretwillen. Und in guter Zuver⸗ sicht weiß ich, daß ich bleiben, und bei euch allen sein werde, euch zur forderung und zur freude desõlau⸗ bens, auf da ihr euch sehr rühmen möget in Christo Jesu an mir durch meine Zukunst wieder zu euch. Evängelische Cektion. Joh. 11, 20— 46.(Ich bin die Auferstehung und das Ceben.) Als artha nun hörte, daß Jesus kommt, gehet sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen. Da sprach Maͤrtha zu Jesu: hérr, wä⸗; rest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben; aber ich weiß auch noch, daß, was du bittest von Gott, das wird dir ott geben. Je⸗ sus spricht ju ihr: Dein Bruder soll auferstehen. artha spricht ju ihm: Ich weiß wohl, daß er auferstehen wird in der Nuferstehung am jüng⸗ sten Tage. Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Nuferstehung und das Le⸗ ben; wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer dã lebet, und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: hErr, jã; ich glaube, daß du bist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen ist. Und da sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre 65 Schwester maria heimlich, und sprach: Der meister ist da, und ruft dich. Dieselbige, als sie das hörte, stund sie eilend auf, und Ram zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in den flecken kommen, sondern war noch an dem ort, da ihm martha war entgegenkommen. Die Juden, die bei ihr im hause waren und trösteten sie, da sie sahen Maria, daß sie eilend aufstund und hin⸗ ausging, folgten sie ihr nach, und sprachen: Sie gehet hin zum 6ra⸗ be, daß sie daselbst weine. Als nun Maria Ram, dã Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen füßen, und sprach ju ihm: herr, wärest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als Jesus sie sah weinen, und die Juden auch wei⸗ nen, die mit ihr kamen, ergrim⸗ mete er im 6eist, und betrübte sich selbst, und sprach: Wo habt ihr ihn NMMDMDDNNDD Am onntäg Sexägesimä. RNMDD DD hingelegt? Sie sprachen zu ihm: hErr, komm, und siehe es. Und Jesu gingen die Nugen über. Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn so lieb gehabt! Etliche aber unter ihnen sprachen: Konnte, der dem blinden die Augen aufge⸗ tan hat, nicht verschaffen, daß auch dieser nicht stürbe? Jesus aber er; grimmete abermal in ihm selbst, und kam zum 6rabe. Es war aber eine sluft, und ein Stein darauf gelegt. Jesus sprach: hebet den Stein ab. Spricht ju ihm martha, die Schwester des Uerstorbenen: herr, er stinket schon denn er ist vier Tage gelegen. Jesus spricht ju ihr: habe ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du solltest die herriichkeit Gottes sehen? da huben sie den Stein ab, daã der Verstorbene lag. Jesus aber hub seine Nugen empor, und sprach: Vater, ich danke dir, dlaß du mich erhöret hast; doch ich Weiß, daß du mich allezeit hörest; sondern um des Volks willen, das umher stehet, sage ich es, daß sie glauben, du habest mich gesandt. Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazare, komm her⸗ dus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Gräbtü⸗ chern an füßen und händen, und sein Angesicht verhüllet mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ih⸗ nen: Löset ihn auf, und laßt ihn gehen. viele nun der Juden, die zu maria kommen waren, und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern, und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. nachmittags. Cektion ãus dem Alten Testamente. Amos 8, 1— 12.(Sie werden des hErrn Wort suchen und nicht finden.) Der hErr, hErr zeigte mir ein 6e⸗ sicht, und siehe, da stund ein Korb mit obst. Und er sprach: Was siehest du, Amos? Ich aber antwortete: Einen sorb mit obst. Da sprach der hẽrr zu mir: Das Ende ist kommen über mein Volk Israel; ich will ihm nicht mehr übersehen. Und die Lie der in der stirche sollen in ein heu⸗ len verkehret werden zur selbigen Zeit, spricht der heErr, hErr es wer⸗ den viel tote Leichname liegen an allen orten, die man heimlich weg⸗ tragen wird. höret dies, die ihr den Armen unterdrückt, und die Elen⸗ den im Lande verderbet, und spre⸗ chet: ann will denn der eumond ein Ende haben, daß wir Getreide verkaufen, und der Sabbath, daß wir sorn feilhaben mögen, und den Epha ringern, und den Sekel steigern, und die Wage fälschen; auf daß wir die Armen um Geld, und die Dürstigen um ein Paar Schuhe unter uns bringen, und Spreu für storn verkaufen? Der herr hãt geschworen wider die hof⸗ fart Jakobs: Was gilt es, ob ich solcher ihrer Werke ewig vergessen werdle? Sollte nicht um solches wil⸗ len das Land erbeben müssen, und alle Finwohner trauern? Ja, es soll ganz wie mit einem Wasser über⸗ laufen werden, und weggeführet 60 — 29777t,.. 120 24729999999‚tttntt S.— – HE e..————— — MMDDMNN Am Sonntag Sexagesimä. DNMN und überschwemmet werden wie mit dem fluß in Agypten. Zur sel· bigen Zeit, spricht der herr, hErr, will ich die Sonne im mittage un⸗ tergehen lassen, und das Cand am hellen Tage lassen finster werden. Ich will eure ßeiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln; ich will über alle en; den den Sack bringen, und alle scpfe kahl machen, und will ihnen ein Trauern schaffen, wie man über einen einigen Sohn hat: und sollen ein sämmerlich Ende nehmen. Sie⸗ he, es kommt die Zeit, spricht der hErr, hErr, daß ich einen hunger ins ILand schicken werde, nicht einen hunger nach brot, oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des hErrn, zu hören: daß sie hin und her, von einem meer zum andern, von mitternacht gegen morgen um⸗ laufen, und des héErrn Wort suchen, und doch nicht finden werden. Cektion aus dem neuen Testamente. 2. stor. 1, 23—2, 7.(Ein õeruch des Todes jum Tode, ein õeruch des ebens zum Leben.) Ich rufe aber ott an zum Zeugen auf meine Seele, daß ich euer ver⸗ schonthabe, in dem, daß ich nicht wie⸗ der gen storinth kommen bin. nicht, daß wir herren seien über euren 6lauben, sondern wir sind öehilfen eurer freude; denn ihr stehet im slauben. Ich gedachte aber solches bei mir, daß ich nicht abermal in Traurigkeit zu euch käme. Denn so ich euch traurig mache, wer ist, der mich fröhlich mache, ohne der da von mir betrübet wird? Und das- selbige habe ich euch geschrieben, daß ich nicht, wenn ich käme, trau⸗ rig sein müßte, über welche ich mich billig sollte freuen; sintemal ich mich des zu euch allen versehe, daß meine freude euer aller freude sei. Denn ich schrieb euch in großer Trüb⸗ sal und Angst des herzens mit viel Tränen; nicht, daß ihr solltet be⸗ trübt werden, sondern auf daß ihr die iebe erkennetet, welche ich habe sonderlich zu euch. So aber jemand eine Betrübnis hat angerichtet, der hat nicht mich betrübet, ohne zum Teil, auf daß ich nicht euch alle be⸗ schwere. Es ist aber genug, daß der · selbige von vielen also gestraft ist, dlaß ihr nun hinfort ihm desto mehr vergebet, und tröstet, auf daß er nicht in allzu großer Traurigkeit versinke. Darum ermahne ich euch, daß ihr die Ciebe an ihm beweiset. Denn darum habe ich euch auch ge⸗ schrieben, daß ich erkennete, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam zu sein in allen Stücken. Welchem aber ihr etwas vergebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, so ich etwas vergebe jemandem, das vergebe ich um euretwillen, an christi Statt, auf daß wir nicht ibervorteilt wer⸗ den vom Satan; denn uns ist nicht unbewußt, was er im Sinn hat. Da ich aber gen Troas kam, zu predigen dlas vangelium christi, und mir eine Tür aufgetan war in dem hErrn, hatte ich keine Ruhe in mei⸗ nem 6eist, da ich Titum, meinen bruder, nicht fand, sondern ich machte meinen Abschied mit ihnen, und fuhr aus in mazedonien. Aber 6² MM Am Sonntäag Ouinquagesimä oder Esto mihi. M Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo, und offenba⸗ ret den õeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen orten. denn wir sind õott ein guter õeruch Chri⸗ sti, beide unter denen, die selig wer; den, und unter denen, die verloren werden: diesen ein Geruch des To; des zum Tode; jenen aber ein 6e⸗ ruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hiezu tüchtig? denn wir sind nicht, wie etlicher viele, die dlas Wort Gottes verfälschen, son. dern als aus Cauterkeit und als aus Gott, vor Gott, reden wir in Christo. Am Sonntag Ouinquagesimä oder Esto mihi. Vormittägs. Epistel. 1. Kor. 13,1—13. Wenn ich mit menschen ⸗ und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erʒ oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte, und wüßte alle õeheimnisse und alle Er; kenntnis, und hätte allen 6lauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine habe den Armen gäbe, und ließe meinen seib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre es mir nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Ciebe eisert nicht, die Liebe treibt nicht utwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig; sie suchet nicht das )re, sie läßt sich nicht erbittern, sie trachtet nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie vertrãget alles, sie glaubet alles, sie Die herrlichkeit der Ciebe.) hoffet alles, sie duldetalles. Dieciebe höret nimmer auf, so doch die Weis· sagungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und das Erkenntnis aufhören wird. denn unser Wissen ist Stückwerk, und un⸗ ser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkom⸗ mene, so wird das Stückwerk auf⸗ hören. Da ich ein ind war, redete ich wie ein ind, und war klug wie ein sind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich es stückweise; dann aber werde ich es erkennen, gleich wie ich erkannt bin. Nun aber bleibet Glaube, hoffnung, Liebe, diese drei aber die Ciebe ist die großeste unter ihnen. Evangelium. Cuc. 18, 31- 43.(Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem.) Er nahm aber zu sich die Zwölfe, geschrieben ist durch die Propheten und sprach zu ihnen: Sehet, wir ge⸗von des enschen Sohn. Denn er hen hinauf gen Jerusalem, und es wird überantwortet werden den wird alles vollendet werden, das heiden; und er wird verspottet und 68 2 MM aAm sSonntag Ouinquagesima oller Esto mihi. MN geschmähet und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und töten; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber ver⸗ nahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was da gesagt war. Es ge⸗ schah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, und bettelte. Da er aber hörte das Volk, ddas durchhinging, forschte er, was dlas wãäre. Da verkündigten sie ihm: Jesus von Uazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vornean gingen, bedrohe⸗ ten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille, und hieß ihn ju sich führen. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er sprach: hErr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! dein õlaube hat dir geholfen. Und alsobald ward er sehend, und folgte ihm nach, und preisete ott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott. Epistolische Cektion. Röm. 5, 1 11.(Die Liebe õottes ist ausgegossen in unser hjerz. nun wir denn sind gerecht worden durch den 6lauben, so haben wir frieden mit õott durch unsern hErrn Jesum christ, durch welchen wir auch einen Zugang haben im 6lau⸗ ben zu dieser önade, darinnen wir stehen, und rühmen uns der hoff⸗ nung der juͤkünftigen herrlichkeit, dlie õott geben soll. Nicht allein aber llas, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal eduld bringet; 6e⸗ duld aber bringet Erfahrung; Er; fahrung aber bringet hoffnung; hoffnung aber läßt nicht zu schan⸗ den werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser herz durch den heiligen õeist, welcher uns ge⸗ geben ist. Ddenn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist sür uns õottlose gestorben. nun stirbt kaum jemand um des kechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand ster⸗ ben. Darum preiset õott seine iebe gegen uns, daß Christus für uns ge⸗ storben ist, da wir noch Sünder wa⸗ ren. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir 6ott versöhnet sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch feinde waͤren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnet sind. nicht allein aber llãs, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern herrn Jesum hrist, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben. Eväangelische Cektion. Joh. 11, 47— 12, 8.(Kalphas Rat und die Salbung Jesu durch marla.) Dã versammelten die hohenpriester sprachen: Was tun wir? Dieser und die Pharisäer einen Rat, und nensch tut viel Zeichen. Cassen wir 609 e iTsüĩìnnninͥ- NN Am Sonnta gouinquagesimã oller Esto mihi. NMMWMD ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Rö- mer, und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, sai⸗· phas, der desselbigen Jahrs hoher⸗ priester war, sprach zu ihnen: Iyr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, Ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das gänze volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern, die⸗ weil er desselbigen Jahrs hoher⸗ priester war, weissagte er; denn Je; sus sollte sterven für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern daß er die stinder õottes, die zer⸗ streuet waren, zusammenbrächte. von dem Taͤge an ratschlagten sie, wie sie ihn töteten. Jesus aber waͤn⸗; delte nicht mehr frei unter den Ju⸗ den, sondern ging von dannen in eine õegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt, genannt phrem, und hatte sein esen daselbst mit seinen jüngern. Es war aber nahe die ostern der Zuden; und es gingen viele hinauf gen Jerusalem aus der õegend vor den ostern, daß sie sich reinigten. Da stunden sie, und frag⸗ ten nach Jesu, und redeten mitein⸗ ander im Tempel: Was dünket euch, Es hatten aber die hohenpriester und pharisãer lassen ein ebot aus gehen, so jemand wüßte, wo er wäre, daß er es anzeigte, daß sie ihn griffen. Sechs Tage vor den ostern kam Jesus gen Bethanien, da Laja⸗ rus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und martha dienete; Caʒarus aber war der einer, die mit ihm ju Tische saßen. Da nahm marià ein Pfund Salbe von un⸗ gefälschter, köstlicher Narde, und salbte die füße Jesu, und trocknete mit ihrem haar seine füße; das haus aber ward voll vom seruch der Salbe. Dã sprach seiner Junger einer, Judas, Simonis Sohn, Isha⸗ riothes, der ihn hernach verriet: Warum ist die Salbe nicht verkauft um drei hundert öroschen, und den Armen gegeben? das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel, und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus Laßt sie mit frieden; solches hat sie behal ten zum Tage meines Begräbnisses. denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht daß er nicht kommt auf das fest! allezeit. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. jeremias 8, 4- 12.(mein volk will das Recht des hẽrrn nicht wissen.) Darum sprich zu ihnen: So spricht der herr: Wo ist jemand, so er fällt, der nicht gerne wieder aufstünde? Wo ist jemand, so er irre gehet, dler nicht gerne wieder zurecht käme? noch wi. ja dies Volk zu Jerusalem irre gehen für und für. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollen abwenden lassen. Ich sehe und höre, laß sie nichts Rechtes lehren. seiner ist, dem seine Bosheit leid wäre, und spräche: Was mäche ich doch? Sie laufen alle ihren Cauf wie ein 70 I — 1400— —=S.S.En SEE=EEHE.c b WMm 1. Sonntag in den fasten, genannt Invocavit. grimmiger hengst im Streit. Ein Storch unter dem himmel weiß seine Zeit, eine Turteltaube, kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, waͤnn sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des herrn nicht wissen. Wie möget ihr doch sagen:»Dir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns?« Ist es doch eitel ügen, Waäs dlie Schristgelehrten setzen. Da⸗ rum müssen solche Lehrer zu schan⸗ len, erschreckt und gefangen wer⸗ den; denn was können sie 6utes lehren, weil sie des herrn Wort verwerfen? Darum so will ich ihre Weiber den fremden geben, und ihre Acker denen, so sie verjagen werden. Denn sie geizen allesamt, beide klein und groß, und beide Priester und Ppropheten lehren fal⸗ schen Gottesdienst, und trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen:»friede! friedel« und ist doch nicht friede. Darum werden sie mit Schanden bestehen, daß sie solche 6reuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschändet sein und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen über einen hau⸗ fen, und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie fallen, spricht der hErr. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 1. J0h. 4, 7 15. Oarin stehet die viebe: nicht, daß wir õott geliebet haben.) Ihr Lieben, lasset uns untereinan⸗; der lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer lieb hat, der ist von Gott geboren, und kennet 6ott. Uer nicht lieb hat, der kennet oott nicht; denn sott ist die Liebe. Da⸗ ran ist erschienen die iebe Gottes gegen uns, daß 6ott seinen einge⸗ bornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sol⸗ len. Darinnen stehet die Liebe: nicht, ddaß wir Gott geliebet haben, son⸗ dern daß er uns geliebet hat, und gesandt seinen Sohn zur Versöh⸗ nung für unsre Sünden. Ihr lie⸗ ben, hat uns Gott also geliebet, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat õott jemals ge⸗ sehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibet oott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem 6eist gegeben hat. Und wir häben gesehen und jeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hãt zum heiland der Weit. Weicher nun bekennet, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet oott, und er in Gott. Am 1. Sonntag in den fasten, genannt Invocavit. Vormittags. Epistel. 2. gor. 6, 1 10. Cn allen dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes.) Uir ermahnen aber euch, als mit⸗spricht:»Ich habe dlich in der ange⸗ helfer, daß ihr nicht vergeblich die nehmen Zeit erhöret, und habe dir 6näde sottes empfanget. Denn eram Tage des heils geholsen. Sehet, 71 DD um 1. Sonntag in den fasten, genannt Invocavit. MWWMW jetzt ist die angenehme Zeit, setzt ist der Tag des heils. Casset uns aber niemand irgend ein Argernis ge⸗ ben, auf daß unser Amt nicht ver⸗ lästert werde; sondern in allen dingen lasset uns beweisen als die Diener sottes, in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Angsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in nufruhren, in Arbeit, in Wachen, in fasten, in steuschheit, in erkennt⸗ nis, in Iangmut, in freundlichkeit, in dem heiligen õeist, in ungefärb⸗ ter LCiebe, in dem Wort der Wahr⸗ heit, in der srast Gottes, durch Waffen der erechtigkeit jur Rech⸗ ten und zur Linken; durch hre und Schande, durch vöse erüchte und gute 6erüchte; als die Verführer, und doch wahrhaftig; als die Un⸗ bekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir le⸗ ben; als dlie õezüchtigten, und doch nicht ertötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als dlie Ar⸗ men, aber die doch viele reich ma⸗ chen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evangelium. matth. 4, 1— 11. Oesus ward vom Teufel versucht.) Dda ward Jesus vom 6eist in die Wüste geführet, auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte ge⸗ fastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm, und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrieben:»Der mensch lebt nicht vom brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den mund 6ottes gehet.“ Da führete ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach ju ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es stehet geschrieben:»er wird seinen ngeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf den hän⸗ den tragen, auf daß du deinen fuß nicht an einen Stein stoßest.“ Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum ste⸗ het auch geschrieben:»Du sollst Gott, deinen herrn, nicht versuchen. UWiederum führte ihn der deufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre herrlichkeit, und sprach ju ihm: Dies alles will ich dir ge⸗ ben, so du niederfällst, und mich anbetest. Da sprach Jesus ju ihm: hebe dich weg von mir, Satan! denn es stehet geschrieben:»Du solist anbeten Gott, deinen herrn, und ihm allein dienen.« Da verließ ihn der ceufel; und siehe, da traten die engel ju ihm, und dieneten ihm. Epistolische Lektion. cbr. 4, 14-5,9.(ersucht allenthalben, doch ohne sünde.) Dieweil wir denn einen großen hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen himmel ge⸗ ben Bekenntnis. denn wir hä⸗ ben nicht einen hohenpriester, der nicht konnte mitleiden haben mit unfrer Schwachheit, sondern der fahren ist, so lasset uns halten an 72 Am 1. Sonntag in den fasten, genannt Invocavit. N versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde. Darum las⸗ set uns hinzutreten mit Ffreudigkeit zu dem 6nadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen, und 6näde finden auf die Zeit, wenn uns hilfe not sein wird. Denn ein jeglicher hoherpriester, der aus den menschen genommen wird, der wird gesetzt für die Menschen gegen Gott, auf daß er opfere 6aben und oOpfer für die Sunder der da könnte mit leiden über die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwaͤchheit. Darum muß er auch, gleich wie für dlas Volk, also auch für sich selbst op⸗ fern für die Sünden. Und niemand nimmt ihm selbst die chre, sondern ller auch berufen seĩ von õott, gleich wie der Naron. Also auch Christus hãt sich nicht selbst in die ehre ge⸗ setzt, daß er hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat:»Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget.« Wie er auch am andern ort spricht:»Du bist ein Priester in Ewigkeit, nach der Ordnung mel⸗ chisecleks. Und er hat in den Tagen seines fleisches Gebet und flehen mit starkem 6eschrei und Tränen geopfert ju dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhöret, darum daß er õott in Ch; ren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, das er litt, dehorsam gelernet. Und da er ist vollendet, ist er worden allen, die ihm gehorsam sind, eine Ur⸗ sache jur ewigen Seligkeit. Evangelische Lektion. Cuc. 22, 31-44.(Er rang mit dem Tode.) Der herr aber sprach: Simon, Si⸗ mon, siehe, der Satanas hat euer begehret, daß er euch möchte sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dlich gebeten, daß dein ölaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleinst dlich bekehrest, so stärke deine Brü⸗ dler. Er sprach aber zu ihm: hErr, ich bin bereit, mit dir ins Gefäng⸗ nis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petre, ich saͤge dir, der haãhn wird heute nicht krähen, ehe denn du dreimal verleugnet häͤst, daß du mich kennest. Und er sprach zu ihnen: S8o oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Man⸗ gel gehabt? Sie sprachen: Nie kei⸗ nen. Da sprach er ju ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der neh · me ihn, desselbigen gleichen auch die Tãsche, wer aber nicht hat, verkaufe sein seleid, und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das ãauch vollendet werden an mir, dlas geschrieben stehet: v»Er ist unter dlie Ubeltäater gerechnet.« Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: herr, siehe, hie sind zwei Schwerter. Er aber sprach ju ihnen: Es ist genug. Und er ging hinaus nach seiner 6ewohn⸗; heit an den ölberg. Es folgten ihm aber seine jünger nach an densel⸗ bigen ort. Und als er dahin Kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf, und knieete nieder, be⸗ tete, und sprach: Vater, willst du, 73 YD um 1. Sonntãg in den fasten, genannt Invocavit. NM so nimm diesen stelch von mir; doch ihn. Und es kam, daß er mit dem nicht mein, sondern dein Wille ge⸗Tode rang, und betete heftiger. Es schehe! Es erschien ihm aber ein ward aber sein Schweiß wie Bluts⸗ engel vom himmel und stärkte tropfen, die fielen auf die erde. nachmittags. Cektion àus dem alten Testãmente. Jeremias 17, 5— 14.(Uerflucht ist, der fleisch für seinen Arm hält.) So spricht der héErr: Verflucht isi der Mann, der sich auf enschen verläßt und hält fleisch für seinen Arm, und mit seinem herzen vom herrn weicht. Der wird sein wie dlie heide in der Wüste, und wird nicht sehen den zukünftigen Trost, sondern wird bleiben in der Dürre, in der Wüste, in einem unfrucht⸗ baren Lande, da niemand wohnet. besegnet aber ist der ann, der sich auf den herrn verläßt, und der hErr seine Zuversicht ist. Der ist wie ein baum am Wasser gepflanzet, und am Bach gewurzelt, denn ob⸗ gleich eine hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blät⸗ ter bleiben grün; und sorget nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringet ohne Nufhören früchte. Es ist das herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich der herr kann slas herʒ ergründen, und die ulieren prüfen, und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den früch⸗ ten seiner Werke. Denn gleich wie ein Vogel, der sich über Eier setzet und brütet sie nicht aus, also ist der, so unrecht 6ut sammelt; denn er muß davon, wenn er es am wenigsten achtet, und muß doch zuletzt Spott dazu haben. Aber dlie Stätte unsers heiligtums, näm⸗ lich der Thron göttlicher chre, ist allezeit fest geblieben. Denn, hErr, du bist die hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zu schan⸗ den werden, und die Abtrünnigen müssen in die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den heErrn, die Ouelle des lebendigen Wassers. heile du mich, hErr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm. Cektion aus dem neuen Testamente. 1. 0h. 3, 7 12.(Wer Sünde tut, der ist vom deufel.) stindlein, lasset euch niemand ver⸗ führen. Wer recht tut, der ist ge· recht, gleich wie er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündiget von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zer⸗ störe. Wer aus õott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibet bei ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von õott ge⸗ boren. daran wird es offenbar, welche die sinder ottes und die sinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von õott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat. 74 H SEEgEUDEEEEESESFESEEEEH— —— 22— 22— 2 MAm 2. Sonntag in den fasten, genannt Reminiscere. M Denn das ist die Botschaft, die ihr war, und erwürgte seinen Bruder. gehöret habt von Anfang, daß wir Und warum erwürgte er ihn? Daß uns untereinander lieben sollen. seine erke böse waren, und seines nicht wie sain, der von dem ArgenPruders gerecht. Nm ꝛ⁊. Sonntãg in den f asten, genanntReminiscere. Vormittags. Epistel. 1. chess. 4, 1—12.(Das ist der Wille õottes, eure heiligung.) Weiter, lieben Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem herrn Jesu,(nachdem ihr von uns emp⸗ fangen habt, wie ihr sollt wandeln und Gott gefallen) daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche õebote wir euch gegeben hã; ben durch den hErrn Jesum. Denn slas ist der Wille õottes, eure heili⸗ gung, daß ihr meidet die hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein faß zu behalten in heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche, wie die heiden, die von 6ott nichts wissen; und daß niemand zu weit greife, noch vervorteile seinen Bru⸗ dler im handel; denn der hErr ist der Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget hã⸗; ben. Denn õott hat uns nicht beru⸗; fen zur Unreinigkeit, sondern zur heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht menschen, sondern Gott, der seinen heiligen õeist gege⸗ ben hat in euch. Von der brüderli⸗ chen Liebe aber ist nicht not, euch zu schreiben, denn ihr seid selbst von bott gelehret, euch untereinander zu lieben. Und das tut ihr auch an al⸗ len Brüdern, die in ganz Mazedo⸗ nien sind. Wir ermahnen euch aber, lieben Brüder, daß ihr noch völ⸗ liger werdet, und ringet darnach, dlaß ihr stille seid, und das Cure schaffet, und arbeitet mit euren eigenen händen, wie wir euch geboten haben, auf daß ihr ehr· barlich wandelt gegen die, die draußen sind, und ihrer keines bellürfet. Evangelium. matth. 15, 21- 28. Oa, hErr— aber doch) Und Jesus ging aus von dannen, und entwich in die oegend Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kana⸗ näisch LDeib ging aus derselbigen 6renze, und schrie ihm nach und sprach: Nch hErr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! meine Tochter wird vomteufel übel geplaget. Und er antwortete ihr Kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den ver; lornen Schafen von dem hause 78- rãel. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder und sprach: hErr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Cs ist nicht fein, daß man den stindern ihr Brot nehme, und werfe es vor die hunde. Sie sprach: Ja, herr; aber doch essen die hündlein von 7⁵ Vam 2. Sonntaäg in den fasten, genannt Reminiscere. M den Brosamlein, die von ihrer her⸗dein 6laube ist groß! dir geschehe, ren Tische fallen. da antwortete wie du willst. Und ihre Tochter Jesus und sprach ju ihr: O Weib, wardgesundzuderselbigenstunde. Epistolische Lektion. Röm. 3, 10-31.(Uir werden ohne verdienst gerecht.) Wir wissen aber, daß, was das 6e⸗ setz sagt, das sagt es denen, die un · ter dem Gesetz sind, auf daß aller mund verstopfet werde, und alle Uelt õott schuldig sei; darum daß kein fleisch durch des esetzes erke vor ihm gerecht sein mag, denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Nun aber ist ohne Zutun dles Gesetzes die õerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbaret, und be⸗ zeuget durch das õesetz und die Pro: pheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeitvorsott, diedaommt durch den õlauben an Jesum Christ zu allen und auf alle, die da glau⸗ ben. denn es ist hie kein Unterschied⸗ sie sind alljumal Sunder und man⸗; geln des Ruhms, den sie an õott ha⸗ ben sollten; und werden ohne Ver⸗ dienst gerecht aus seiner nade, durch die Erlösung, so durch Chri⸗ stum Jesum geschehen ist, welchen ott hat vorgestellt ju einem 6na⸗ denstuhl durch den ölauben in sei⸗ nem blut, damit er die öerechtigkeit, die vor ihm gilt, darviete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anhero geblieben war unter gött⸗ licher Geduld, auf daß er zu diesen Zeiten darböte die õerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein ge⸗ recht sei, und gerecht mache den, der dlã ist des 6laubens an Jesum. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist aus. Durch welches õesetz? Durch der Wer⸗ ke Gesetz? nicht also, jondern durch dles ölaubens Gesetz. So halten wir es nun, daß der ensch gerecht wer⸗ de ohne des 6esetzes Werke, allein durch den 6lauben. Oder ist Gott allein der Juden õott? Ist er nicht auch der heiden öott? Ja freilich, auch der heiden õott. Sintemal es ist ein einiger õott, der da gerecht macht dlie Beschneidung aus dem õlauben und die borhaut durch den õlauben. Wie? heben wir denn das õesetz auf durch den 6lauben? Das sei ferne! sondern wir richten das õesetz auf. Eväangelische Lektion. Cuc. 22, 45 62.(Und der herr wandte sich und sahe Petrum an.) Und er stund auf von dem Gebet, und kam zu seinen jüngern, und fand sie schlafen vor Traurigkeit; und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf, und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Da er aber noch redete, siehe, die Schar; und einer von den Zwölfen, ge⸗ nannt Judas, ging vor ihnen her, und nahete sich zu Jesu, ihn zu küs⸗ sen. Jesus aber sprach ju ihm: Ju- dã, verrätst du des enschen Sohn mit einem stuß? Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: heErr, sollen wir mit dem Schwert drein⸗ schlagen? Und einer aus ihnen schlug des hohenpriesters snecht, 7⁰ Mm 2. Sonntaͤg in den fasten, genannt Reminiscere. M und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Jesus aber antwortete und sprach: Caßt sie doch so serne machen. Und er rührte sein ohr an, und heilete ihn. Jesus aber sprach zu den hohen⸗ priestern und hauptleuten des Tem⸗; pels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Ihr seid, als ju einem mörder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen. Ich bin tãglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die macht der finsternis. Sie griffen ihn aber, und führeten ihn, und brachten ihn in des hohenprie⸗ sters haus. Petrus aber folgte von ferne. Dã jündeten sie ein feuer an mitten im Palast, und setzten sich zusammen und petrus setzte sich un⸗ ter sie. Da sah ihn eine agd sitzen bei dem Licht, und sah eben auf ihn und sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht. Und über eine kleine Weile sah ihn ein andrer, und sprach: Du bist auch derer einer. Petrus aber sprach: ensch, ich bin es nicht. Und über eine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte es ein andrer, und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein alilãer. Petrus aber sprach: ensch, ich weiß nicht, was du sagest. Und alsbald, ddd er noch redete, krähete der hahn. Und der héErr wandte sich, und sahe petrum an. Und pe⸗ trus gedachte an des heErrn Wort, das er ihm gesagt hatte: che denn der hahn krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und petrus ging hinaus und weinete bitterlich. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 130.(Aus der Tiefe rufe ich zu dir.) NAus der Tiefe rufe ich, herr, zu dir. hẽrr, höre meine Stimme, laß deine ohren merken auf die Stimme mei⸗ nes flehens! Sso du willst, 5Err, sünde zurechnen, hErr, wer wird bestehen? denn bei dir ist die Ver⸗ gebung, daß man dich fürchte. Ich harre des hErrn; meine Seele har ⸗ ret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den hErrn von einer morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den hẽrrn; dlenn bei dem herrn ist die õnade und viel Erlösung bei ihm; und er wird Israel erlösen aus allen sei⸗ nen Sünden. Cektion aus dem leuen Testamente. 2. sor. 7, 1 12.(Die göttliche Traurigkeit.) Dieweil wir nun solche Uerheißung haben, meine Liebsten, so lasse uns von aller Befleckung des fleisches und des 6õeistes uns reinigen, und fortfahren mit der heiligung in der 7²7 furcht õottes. fasset uns; wir haben niemand seid getan, wir haben nie⸗ mand verletzt, wir haben niemand vervorteilet. icht saͤge ich solches, euch ju verldammen; denn ich habe M am 3.Sonntäg in den fasten, genannt Oculi. N uroben zuvor gesagt, daß ihr in un · sern herzen seid, mit zu sterben, und mit zu leben. Ich rede mit großer freudigkeit zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllet mit Trost; ich bin überschwenglich in freuden in aller unsrer Trübsal. Denn da wir in mazedonien kamen, hatte unser fleisch keine Ruhe, sondern allent; halben waren wir in Trübsal; aus⸗ wendig Streit, inwendig furcht. Aber Gott, der die oeringen tröstet, der tröstete uns durch die Zukunft Titi. Nicht allein aber durch seine Zukunft, sondern auch durch den Trost, damit er getröstet war an euch, und verkündigte uns euer Uerlangen, euer lbeinen, euren ẽifer um mich, also daß ich mich noch mehr freute. denn daß ich euch durch den Brief habe traurig ge⸗ macht, reuet mich nicht. Und ob es mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübet hat, so freue ich mich doch nun, nicht darüber, daß ihr seid be⸗ trübt worden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Reue. Denn ihr seid göttlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden ir⸗; gend worinnen nehmet. Denn die göttliche Traurigkeit wirket zur Se⸗ ligkeit eine Reue, die niemand ge⸗ reuet; die craurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Siehe, dasselbige, daß ihr göttlich seid betrübt wor⸗ den, welchen fleiß hat es in euch ge; wirket, dazu Verantwortung, Zorn, furcht, Verlangen, Eifer, Rache! Ihr hãbt euch bewiesen in allen Stücken, dlaß ihr rein seid an der Tat. Darum, ob ich euch geschrieben habe; so ist es doch nicht geschehen um des wil⸗ len, der beleidiget haͤt, auch nicht um des willen, der beleidiget ist, sondern um des willen, daß euer fleiß gegen uns offenbar würde bei euch vor Gott. Am 3. Sonntag in den fasten, genannt Oculi. Vormittaägs. Epistel. ephes.5. 1-.(Er hat sich selbst dargegeben für uus.) So seid nun Gottes Nachfolger als dlie lieben sinder, und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet, und sich selbst darge⸗ geben für uns zur Gabe und Opfer, 6ott ju einem süßen õeruch. hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den heiligen zustehet, duch schandbare Worte und narren⸗; teidinge oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. denn das sollt ihr wissen, daß kein hurer oder Unrei⸗ ner oder 6eiziger, welcher ist ein Götzendiener, erbe hat an dem Reich Christi und õottes. Casset euch nie⸗ mand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dlieser willen kommt der Zorn Gottes über die sinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland finsternis, nun aber seid ihr ein LCicht in dem herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts; die frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit. 78 ———,,,/⸗/⸗,,/ 6/gee,ffeeeeceeeeee“?eeee,)//f,,,ee IIIREdS EENöN ANONACCCNNNR WAm 3.Sonntäg in den */——ëẽ. b).—..—.—.—..—.—...—.. fãsten, genannt oculi. M Evangelium. Cuc. 11, 14 28.(C Und er trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stum- me. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beel⸗ zebub, den obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und begehreten ein Zeichen von ihm vom himmel. Er aber vernahm ihre õedanken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein haus fällt über das andre. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich be⸗ stehen? dieweil ihr saget, ich treibe dlie Teufel aus durch Beelzjebub. Sso aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure sinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch õottes finger die Teufel aus· treibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker oewapp⸗ neter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit frieden. Wenn r ward geschmãht.) aber ein Stärkerer über ihn kommt, und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen harnisch, darauf er sich verließ, und teilt den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mir sam⸗ melt, der zerstreuet. Wenn der un⸗ saubre õeist von den menschen aus · fähret, so durchwandelt er dürre Stätten, suchet Ruhe, und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wiedler umkehren in mein haus, llaraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er es mit besemen gekehret und geschmücket. dann geht er hin, und nimmt sieben 6ei⸗ ster ju sich, die arger sind, denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sieda, und wird hernach mit demselbigen menschen ärger denn vorhin. Und es beg ab sich, da er sol ches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme, und sprach zu ihm: Se⸗ lig ist der eib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die 6ottes Wort hören und bewahren. Epistolische Lektion. Ebr. 12, 113.(Er ach Darum auch wir, dieweil wir sol⸗ chen haufen Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt, und träge macht, und lasset uns laufen durch õeduld in dem ampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des 6lau⸗ bens; welcher, da er wohl hätte mögen freude haben, erduldete er dãs streuʒ, und achtete der Schande tete der Schande nicht.) nicht, und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl õottes. õedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erdul⸗ det hat, daß ihr nicht in eurem mut matt werdet, und ablasset. Denn ihr hãbt noch nicht bis aufs Blut wider⸗ staͤnden über dem ämpfen wider die Sünde, und habt bereits ver⸗ gessen des Trostes, der zu euch redet als zu den findern:»snein Sohn, 70 NW Am 3. Sonntäg in den fasten, genannt oculi. MND achte nicht gering die Züchtigung des hErrn, und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst; denn, welchen der hErr lieb hat, den züch · tiget er; er stäupet aber einen jeg· lichen Sohn, den er aufnimmt.« So ihr die Züchtigung erduldet, so er · bietet sich euch Gott als indern, dlenn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtiget? Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sie alle sind teil · haftig worden, so seid ihr Bastarde, und nicht sinder. Nuch so wir ha⸗ ben unsre leiblichen VUäter zu Züch⸗ tigern gehabt, und sie gescheuet, sollten wir denn nicht vielmehr untertan sein dem geistlichen Vater, dlaß wir leben? Und jene zwar ha⸗; ben uns gezüchtiget wenige Tage, nach ihrem dünken; dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine hei⸗ ligung erlangen. Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dunkt sie uns nicht freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame frucht der õerechtig· keit denen, die dadurch geübet sind. Darumrichtet wieder auf dielassigen hande und die müden seniee, und tut gewisse Tritte mit euren füßen, daß nicht semand strauchele wie ein ah · mer, sondernvielmehr gesundwerde. Evaͤngelische Lektion. Cuc. 22, 63 71. Cie schiugen ihn ins Angesicht.) Die manner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und schlugen ihn, verdeckten ihn, und schlugen ihn ins Angesicht, und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist es, der llich schlug? Und viel andre Läste⸗ rungen saͤgten sie wider ihn. Und als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die hohenprie⸗ ster und Schriftgelehrten, und führ⸗ ten ihn hinauf vor ihren Rat, und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er sprach aber zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und laßt mich doch nicht los. Darum von nun an wirddesmenschensohn sitzen zur rechten hand der straft õot⸗ tes. Dã sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saͤget es, denn ich bin es. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugnis? Wir haben es selbst gehöret aus seinem Munde. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jeremias 26, 1- 15.(Ob sie vielleicht hören wollen, und sich bekehren.) Im Anfang des sönigreichs Josa⸗ kims, des Sohnes Josias, des stonigs Judas, geschah dies Wort vom hErrn und sprach: So spricht der herr: Tritt in den Vorhof am hause dles hErrn, und predige allen Städ⸗ ten Judas, die da hereingehen, an⸗ zubeten im hause des herrn, alle 8⁰ Worte, die ich dir befohlen habe ih · nen zu sagen; und tue nichts davon. Ob sie vielleicht hören wollen, und sich bekehren, ein jeglicher von sei⸗ nem bösen Wesen, damit mich auch reuen möchte das Ubel, das ich ge⸗ denke ihnen zu tun um ihres bö⸗ sen Wandels willen. Und sprich zu W am 3. Sonntag in den fasten, genannt oculi. NM ihnen: So spricht der herr: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr in meinem 6esetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe, daß ihr höret die Worte meiner snechte, der Prophe⸗ ten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hören woll⸗ tet: so will ich es mit diesem hause machen wie mit Silo, und diese Stadlt zum fluch allen heiden auf erden machen. Dãa nun die Priester, propheten und alles Volk hörten Jeremia, daß er solche Worte redete im hause des eërrn, und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, was ihm der herr befohlen hatte, allem volk zu sagen, griffen ihn die Prie⸗ ster, propheten, und das ganze Volk, und sprachen: du mußt sterben! Uarum darfst du weissagen im Na; men des herrn und sagen: Es wird diesem hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüste werden, daß niemand mehr drinnen woh⸗ ne? Und das ganze Volk sammelte sich im hause des herrn wider Jere· mia. Da solches hörten die fürsten Judlas, gingen sie aus des sönigs hause hinauf ins haus des hérrn, und setzten sich vor das neue Tor des hErrn. Und die Priester und Pro⸗ pheten sprachen vor den fürsten und allem volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie ihr mit eu⸗ ren ohren gehört habt. Aber Jere⸗ mia sprach zu allen fürsten und zu allem Volk: Der hErr hat mich ge⸗ sandt, daß ich solches alles, das ihr gehört habt, sollte weissagen wider dies haus und wider diese Stadt. So bessert nun euer Wesen undan⸗ del, und gehorchet der Stimme des herrn, eures ottes, so wird den herrn auch gereuen das Ubel, das er wider euch geredlet hat. Siehe, ich bin in euren handen; ihr möget es machen mit mir, wie es euch recht und gut dünkt. Doch sollt ihr wis⸗ sen: wo ihr mich tötet, so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und shre Ein⸗ wohner. Denn wahrlich, der hErr haͤt mich zu euch gesandt, daß ich solches alles vor euren ohren reden soll. Cektion àus dem neuen Testamente. 2. stor. 6, 1118. ¶Die stimmt christus mit Belialꝰ) 0 ihr sorinther! unser mund hat sich zu euch aufgetan, unser herz ist getrost. Unserthalben dürst ihr euch nicht ängsten. Daß ihr euch aber ängstet, das tut ihr aus herj⸗ licher meinung. Ich rede mit euch als mit meinen sindern, daß ihr euch auch also gegen mich stellet, und seid auch getrost. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubi⸗ gen. denn was hat die öerechtigkeit für enieß mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für õemeinschaft mit der finsternis? Wie stimmt christus mit Belial?ꝰ Oder was für ein Teil hat der õlãubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tem⸗ pel Gottes für eine oleiche mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen 6ottes; wie denn õott spricht: oIch will in ihnen woh⸗ nen, und in ihnen wandeln, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein volk sein. Darum gehet aus 8¹ RMW Am 4. Sonntag in den fasten, genannt Lätare. M von ihnen, und sondert euch ab, nehmen, und euer Vater sein, und spricht der herr, und rühret kein ihr sollt meine söhne und Töchter Unreines an, so will ich euch an⸗sein, spricht der allmächtige herr. Am 4. Sonntäg in den faͤsten, genannt Lätare. Vormittäags. Epistel. cbr. o, 11—15.(er sich selbst ohne Wandel 6ott geopfert.) christus aber ist kommen, daß er sei ein hoherpriester der zukünfti⸗ gen Güter, durch eine größere und vollkommenere hütte, die nicht mit dler hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist, auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut Einmal in das heilige eingegangen, und hat eine ewige Erlösung er⸗ funden. denn, so der ochsen und der Böcke Blut und die Asche von dler uh, gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinig⸗ keit, wie viel mehr wird das Blut christi, der sich selbst ohne allen andel durch den heiligen eist 65tt geopfert hat, unser ewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen 6ott! Und llarum ist er auch ein mittler wor⸗ den des neuen Testaments, auf dlaß durch den Tod, so geschehen ist zur Crlösung von den Übertretun⸗ gen, die unter dem ersten Lesta⸗ ment waren, die, so berufen sina, das verheißene ewige Erbe emp⸗ fangen. Evangelium. Joh. 8, 46-59.(Uer unter euch kann mich einer Sünde jeihenꝛ) Uelcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hö⸗ ret Gottes Wort; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Dã antworteten die ñuden und spra; chen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist, und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen vater, und ihr unehretmich. Ich suche nicht meine chre; es ist aber einer, der sie suchet, und rich⸗ tet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Zuden zu 8² ihm: uun erkennen wir, daß du dlen Teufel hast. Abraham ist ge⸗ storben und die bropheten, und du sprichst: So jemand mein—Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? und die Propheten sind gestor- ben. Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selbst ehre, so ist meine chre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, wel⸗ chen ihr sprechet, er seĩ euer õottz und kennet ihn nicht: ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, gleich wie ihr seid. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. Abraham, —...—7..—— NM am 4. Sonntag in den fasten, genannt Lätare. NWMW rufet, der ohne Ansehen der Person euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sahe ihn, und freuete sich. Da spra⸗ chen die Zuden zu ihm: Du bist noch nicht funßzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Che denn Abraham ward, bin ich. Dã huben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber desus verbarg sich, und ging jum Tempel hinaus, mitten durch sie hinstreichend. Epistolische Lektion. 1. Petri 1, 17- 25. una sintemal ihr den zum vater an⸗ richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hie wallet, mit furcht, und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder 6old erlöset seid von eurem eiteln Wandel nach väterli⸗ cher Weise, sondern mit dem teuren blute Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt brund geleget ward, aber offenba⸗ ret ju den letzten Zeiten um euret⸗ willen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten, und ihm die herrlich⸗ Das teure blut.) und hoffnung zu sott haben möch⸗ tet. Ind machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den seist, qu ungefärbter Bruder⸗ liebe, und habt euch untereinander brünstig lieb aus reinem herjen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, näm⸗; lich aus dem lebendigen Wort sot⸗ tes, dãs dã ewiglich bleibet. Denn valles fleisch ist wie õras, und alle herrlichkeit der menschen wie des 6õrases Blume. Das Grãs ist verdor· ret, und die Blume abgefallen; aber des hErrn Wort bleibet in Ewigkeit.« Das ist aber das Wort, Reit gegeben, auf daß ihr õölauben welches unter euch verkündiget ist. Evängelische Cektion. Matth. 27, 1- 10. Och habe unschuldig Blut verraten.) des morgens aber hielten alle ho⸗ hepriester und die Altesten des bolks einen Rat über Jesum, daß sie ihn töteten. Und banden ihn, führeten ihn hin, und überantwor⸗ teten ihn dem Landpfleger Pontio pilato. Da das sah Judãs, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war jum Tode, gereuete es ihn, und brachte wieder die dreißig Silber⸗ linge den hohenpriestern und den Altesten, und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig blut ver⸗ raten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tem. pel, hub sich davon, ging hin, und erhängte sich selbst. Aber die hohen⸗ priester nahmen die Silberlinge, und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den otteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat, und kauften einen Töpfers⸗Ncker darum, zum Begräb⸗ nis der pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis 8³ W Am 4. Sonntäag in den auf den heutigen Tag. Da ist erful⸗ let, das gesagt ist durch den pro⸗ pheten Jeremias, da er spricht:»Sie haben genommen dreißig Silber⸗ linge, damit bezahlet ward der fasten, genannt Cätare. NM Uerkaufte, welchen sie kauften von den steindern Israel, und haben sie gegeben um einen töpfers⸗ Acker, als mir der herr befohlen hãt. Nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. maleachi 2. 1- 10. Ohr priester seid von dem Uege abgetreten.) Und nun, ihr Priester, dies õebot gilt euch. Wo ihr es nicht hören noch zu herjen nehmen werdet, daß ihr mei⸗ nem namen die chre gebet, spricht der herr Zebaoth, so werde ich den fluch unter euch schicken, und eu⸗ ren Segen verfluchen, ja, verfluchen Werde ich ihn, weil ihr es nicht wollt zu herzen nehmen. Siehe, ich will schelten euch samt dem Samen, und llen stot eurer feiertage euch in das Angesicht werfen, und soll an euch kleben bleiben. So werdet ihr dann erfahren, daß ich solch õebot zu euch gesandt habe, daß es mein Bund sein sollte mit Levi, spricht der herr Zebaoth. denn mein Bund war mit ihm zum Leben und frieden, und ich gab ihm die furcht, daß er mich fürchtete und meinen namen scheu⸗ ete. Das Gesetz der Wahrheit war in ses in seinen Lippen gefunden. er wandelte vor mir friedsam und auf⸗ richtig, und bekehrte viele von Sün⸗ len. Denn des priesters Lippen sol⸗ len die Lehre bewahren, daß man aus seinem munde das oesetz suche; lenn er ist ein engel des herrn Ze⸗ baoth. Ihr aber sein von dem Wege abgetreten, und ärgert viele im Gesetz, und habt den Bund Levis verbrochen, spricht der herr Zeba⸗ oth. Darum habe ich auch euch ge⸗ macht, daß ihr verachtet und un⸗ Wert seid vor dem ganzen voll, weil ihr meine Uege nicht haͤltet, und sehet Personen an im Gesetz. Denn haben wir nicht alle Einen Vater? hat uns nicht Ein Gott ge⸗ schaffen? Warum verachten wir denn einer den andern, und ent⸗ heiligen den Bund, mit unsern va⸗ seinem munde, und ward kein Bö⸗ tern gemacht? Cektion aus dem Ueuen Testamente. Ebr. 7, 11—28.(Der hohepriester, der da ist heilig, von den Sündern abgesondert.) Ist nun die Vollkommenheit durch dlas levitische Priestertum geschehen, (denn unter demselbigen hat das Uolk das Gesetz empfangen) was ist denn weiter not, ju sagen, daß ein andrer Priester aufnommen soi⸗ 8⁴ le nach der orunung melchisedens, und nicht nach der oranung Rarons! Denn wo das priestertum verändert wird, da muß auch das Gesetz ver⸗ ändert werden. denn von dem sol· ches gesagt ist, der ist aus einem HSEAHUSFAUunE . Er Sün· n sol⸗ man Cevis ʒebã· Jolk, Iltet, esetz. inen t ge⸗ wir ent⸗ VDa⸗ lern eks, ms? dert ber⸗ sol· lem *—————(— 2—.——....——e. m.s MWM Auf das fest der Verkündigung ariä usw. MM andern 6eschlecht, aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hät. denn es ist ja offenbar, daß von Judlã ãufgegangen ist unser herr; zu welchem Geschlecht Moses nichts geredet hat vom priestertum. Und es ist noch klärlicher, so nach der Weise melchisedeks ein andrer Prie; ster aufkommt, welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen Gebots gemacht ist, sondern nach der sraft des unendlichen Lebens. denn er bezeuget: v»du bist ein Priester ewig⸗ lich nach der ordnung melchise⸗ dleks.« Denn damit wird das vorige besetz aufgehoben, darum daß es zu schwach und nichts nütze war; (denn das 6esetz konnte nichts voll⸗ kommen maͤchen;) und wird ein⸗ geführet eine bessere hoffnung, durch welche wir zu ott nahen; und dazu, das viel ist, nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Prie· ster worden, dieser aber mit dem Eidle, durch den, der zu ihm spricht: »Der hErr hat geschworen und wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Prie⸗ ster in Ewigkeit nach der Oruͤnung Melchisedens. Also gar viel eines bessern Testaments Ausrichter ist Jesus worden. Und jener sind viel, die priester wurden, darum daß sie der Tod nicht bleiben ließ; dieser aber darum, daß er bleibet ewiglich, hat er ein unvergänglich Priester⸗ tum. Daher er auch selig machen kann immerdar, die durch ihn zu õott kommen, und lebet immerdar, und bittet für sie. denn einen solchen hohenpriester sollten wir haben, der da wäre heilig, unschuldig, unbe⸗ fleckt, von den Sündern abgeson⸗ dert und höher, denn der himmel ist; dem nicht täglich not wäre, wie jenen hohenpriestern, zuerst für eigene Sünde opfer ju tun, darnach für des Volks Sünde; denn das hat er getan Einmal, da er sich selbst opferte. Denn das õesetz macht en; schen zu hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem õesetz gesagt ist, setzt den Sohn ewig und voll⸗ kommen. Auf dãs fest der Verkündigung suariä, so am Sonntãg Judicà gefeiert wird. Vormittags. Epistel. 3cs. 7, 10—15.(Den wird sie Immanuel heißen.) Und der hérr redete abermal zu Ahas und sprach: fordere dir ein Zeichen vom herrn, deinem Gott, es sei unten in der hoͤlle oder dro; ben in der höͤhe. Aber Nhãas sprach: Ich Will es nicht fordern, daß ich den herrn nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so höret ihr vom häuse David: Ist es euch zu wenig, daß ihr die eute beleidiget, ihr müsset auch meinen 6ott beleidigen? Daͤr⸗ um so wird euch der herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jung⸗ frau ist schwanger, und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel. Butter und honig wird er essen, daß er wisse, Böͤses zu ver; werfen, und 6utes ju erwählen. 3³ NNNNNMNMNMN nuf das fest der berkündigung Marid, Eväangelium. Cuc. I, 2638.(Er wird groß sein.) Und im sechsten onat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die da heißt Hazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem manne, mit namen Joseph, vom hause David; und die Zungfrau hieß maria. Und der Engel kam zu ihr hinein, und sprach: Gegrüßet seiest du, holdse⸗ lige! Der herr ist mit dir, du õebe; nedeiete unter den eibern. da sie ihn aber sah, erschrak sie über seine Rede, und gedachte: Welch ein oruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: fürchte dich nicht, Maria, du hast 6nade bei oott gefunden. Sie⸗ he, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, des lamen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des höch⸗ sten genannt werden; und oott der herr wird ihm den Stuhl seines Vaters Davicl geben; und er wird ein sönig sein über das haus Jakob ewiglich, und seines sönigreichs wird kein Ende sein. da sprach ma⸗ ria zJu dem engel: Wie soll das ju⸗ gehen? sintemal ich von keinem Maͤnne weiß. Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige õeist wird über dich kommen, und die strast des höchsten wird dich über⸗ schatten; darum auch das heilige, dãs von dir geboren wird, wird sot⸗ tes Sohn genannt werden. Und sie⸗ he, Elisabeth, deine öefreunate, ist auch schwanger mit einem Sohne in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten Monat, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sei. denn bei bott ist kein ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des herrn magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der ęngel schied von ihr. Epistolische Cektion. Röm. 5, 12- 21. Der andere Adam.) Derhalben, wie durch Cinen men⸗ schen die Sünde ist kommen in die UWelt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen men⸗ schen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben;(denn die Sünde war wohl in der Weit bis auf das Gesetz, aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sünde nicht; sondern der cod herrschte von Adam an bis auf ose, auch über die, die nicht gesündigt haben mit gleicher Ubertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der jukünftig war. Aber nicht hält sichs mit der abe 86 wie mit der Sünde. denn so an Eines Sünde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes 6nade und Gdbe vielen reichlich widerfahren dlurch die 6nade des einigen men⸗ schen, Jesu christi. Und nicht ist die Gäbe äallein über Cine Sünde, wie durch des einigen Sünders einige Sünde alles Uerderben. denn däas Urteil ist kommen aus Einer Sünde zur Verdammnis; die Gabe aber hilft auch aus vielen Sünden jur berechtigkeit. Denn so um des Eini⸗ gen sünde willen der cTod ge⸗ herrschet hat durch den Einen, viel so am Sonntag Judica gefeiert wird. MNNDN mehr werden die, so da empfan⸗ gen die fülle der önade und der babe jur Gerechtigkeit, herrschen im leben durch Einen, Jesum Christ.) Wie nun durch Eines Sünde die Verdammnis über alle men⸗ schen kommen ist, also ist auch durch Eines õerechtigkeit die Recht⸗ fertigung des Lebens über alle menschen kommen. denn gleich wie durch Eines menschen Unge⸗ horsam viel Sünder worden sind, also auch durch Eines 6ehorsam werden viel erechte. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf daß die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig worden ist, da ist doch die õnade viel mäch · tiger worden, auf daß, gleich wie die Sünde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die nade durch die erechtigkeit zum ewi⸗ gen Leben durch Jesum christ, un⸗ sern herrn. Eväangelische Lektion. Matth. 27, 11-31.(Der dornengekrönte fönig.) Jesus aber stund vor dem Candpfle⸗ ger; und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden sönig? Jesus aber sprach ju ihm: Du sagst es. Und da er verklagt ward von den hohenpriestern und Altesten, antwortete er nichts. Da sprach pilatus zu ihm: hörest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Wort, also daß sich auch der landpfleger sehr verwwunderte. Auf slas fest aber hatte der Landpfleger die ewohnheit, dem Volk Einen befangenen loszugeben, welchen sie wollten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonder⸗ lichen vor andern, der hieß Barab⸗ bãs. Und da sie versammelt waren, sprach pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbuam oder Jesum, von dem gesagt wird, er seĩ Christus? Denn er wußte wohl, daß sie ihn aus Neid überantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhle saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sa; gen: habe du nichts ju schaffen mit diesem 6erechten; ich habe heute viel erlitten im Traͤum von seinet⸗ wegen. Aber die hohenpriester und dlie Altesten überredleten das Volk, daß sie um Barabbas bitten sollten, und Jesum umbrächten. da ant⸗ wortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zween, den ich euch soll losgeben? Sie sprachen: Barab⸗ bãm. Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Caß ihn kreuzi⸗ gen! der Landpfleger sagte: Was hãt er denn Ubels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! da aber bilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß viel ein größer Getümmel ward, nahm er Wasser, und wusch die hände vor dem Volk, und sprach: Ich bin unschuldig an dem blut dieses õerechten; sehet ihr zju! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsre inder! Da gab er ihnen Barabbam los; aber 8⁷ MN auf das fest der vVeründigung mariã usw. M Jesum ließ er geißeln, und über⸗ antwortete ihn, daß er gekreuziget würde. Da nahmen die Kriegs⸗ knechte des Landpflegers Jesum zu sich in das Richthaus, und sammel⸗ ten über ihn die ganze Schar; und zogen ihn aus, und legten ihm einen Purpurmantel an; und floch⸗ ten eine Dornenkrone, und setzten sie auf sein haupt, und ein Rohr in seine rechte hand, und beugten die Eniee vor ihm, und spotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seiest dlu, der Juden sönig! lund speieten ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen damit sein haupt. Und da sie ihn verspottet hatten, jogen sie ihm den mantel aus, und jogen ihm seine stleider an, und führten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Uachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Psalm 2.(Sie lehnen sich auf wider den herrn und seinen besalbten.) Warum toben die heiden, und die Leute reden so vergeblich? Die gRö⸗ nige im Lande lehnen sich auf, und llie herren ratschlagen miteinander wider den heErrn und seinen 6e⸗ salbten:»Lasset uns jerreißen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seileleé Aber der im himmel woh⸗ net, lachet ihrer, und der herr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem 6rimm wird er sie schrecken.»Aber ich habe meinen sönig eingesetzt auf meinen heili⸗ gen Berg Zion.« Ich will von einer herr ju mir gesagt hat:»Du bist mein Sohn, heute habe ich dich ge⸗ jeuget; heische von mir, so will ich dlir die heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum Eigentum. du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie jerschmeißen.« Sso laßt euch nun weisen, ihr gönige, und laßt euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem heErrn mit furcht, und freuet euch mit Zittern! süsset den Sohn, daß er nicht zürne, und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Jorn wird bald anbrennen. solchen Weise predigen, daß der Aber wohl allen, die auf ihn trauen! Cektion aus dem Neuen Testamente. stol. 2, 6— 15.(Er hat die õewaltigen schaugetragen.) Wie ihr nun angenommen habt len herrn christum Jesum, so wan⸗ llelt in ihm, und seid gewurzelt und erbauet in ihm, und seid fest im Glauben, wie ihr gelehret seid, und seid in demselbigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch nie⸗ mäand beraube durch die Philoso⸗ phie und lose Verführung nach der 88 menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo. Denn in ihm wohnet die ganze fülle ller Gottheit leibhastig. Und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das haupt aller fürstentümer undobrigkeit; in welchem ihr auch beschnitten seid mit der beschnei⸗ dung ohne hände, durch Ablegung 9 59 57³3 888595„A3‚rrle WMMNN Am Sonntäg des fündlichen Leibes im fleisch, nãmlich mit der Beschneidung chri⸗ sti, in dem, daß ihr mit ihm begra⸗ ben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden lurch den Glauben, den õott wirket, wel · cher ihn auferwecket hät von den Toten; und hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sünden und in der vor⸗ haut eures fleisches; und hat uns Am Sonntãg vormi palmarum. MNMNMN geschenket alle Sünden, und aus⸗ getliget die handschrist, so wider uns War, welche durch Satzungen entstund, und uns entgegen war, und haͤt sie aus dem Mittel ge⸗ tan, und an das sereuz geheftet; und hat ausgezogen die fürsten tümer und die õewaltigen und sie schaugetragen öffentlich, und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst. palmarum. ttãgs. Epistel. ohil. 2,5— 13.(õehorsam bis zum rode am streuj.) ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus christus auch war, welcher, ob er wohl in göttlicher öestalt war, hielt er es nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern äußerte sich selbst, und nahm senechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer mensch, und an Gebärden als ein mensch erfunden; erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja jum code am sereuz. Darum hat ihn auch õott erhöhet, und hat ihm einen namen gegeben, der über alle sich beugen sollen alle derer seniee, die im himmel und auf Erden und unter der erde sind, und alle ñZungen bekennen sollen, daß Jesus christus der herr sei, zur hre Gottes, des Vaters. Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner õegenwär⸗ tigkeit, sondern auch nun viel mehr in meinem Abwesen; schaffet, daß ihr selig werdet, mit furcht und Zittern. Denn ott ist es, der in euch wirket veide das Wollen und das Voll⸗ namen ist, daß in dem namen Jesu bringen nach seinem Wohlgefallen. Evangelium. Jes. 53. ¶Um unsrer Sũ Siehe, mein senecht wird weislich tun, und wird erhöhet und sehr hoch erhaben sein: daß sich viele über dir rgern werden, weil seine Gestalt häßlicher ist denn andrer Ceute, und sein Ansehen denn der menschenkinder. Aber also wird er vieie heiden besprengen, daß auch sönige werden ihren mund gegen ihn zuhalten. Denn welchen nde willen zerschlagen.) nichts davon verkündiget ist, die selben werden es mit Lust sehen; und die nichts davon gehöret ha ⸗· ven, die werden es merken. Aber wer glaubt unsrer predigt? Und wem wird der Arm des herrn offen· baret? Denn er schießt auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus durrem ęrdreich. Er hatte keine õestalt noch Schöne; wir sahen ihn, 80 NRNRNMNRNNN Am Sonntag palmarum. HMDMDIR W aber da war keine õestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Aller⸗ verachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und strannheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet. fürwahr, er trug unsre Krankheit, und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von õott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unfrer Misse⸗ tãt willen verwundet, und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß Wir frieden hatten; und llurch seine Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre wie Schãfe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der herr warf unser aller Sün⸗ de auf ihn. Da er gestraft und ge; martert ward, tat er seinen mung nicht auf wie ein camm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummet vor sei⸗ nem scherer, und seinen mund nicht duftut. er ist aber aus der Angst seines Lebens Cange ausredenꝰ Denn er ist aus dem Lande er Lebendigen weggerissen, da er um die missetat meines Volks geplagt war. Und er ist begraben wie die oottlosen, und gestorben wie ein Reicher, wiewohl er niemand unrecht getan hat, noch betrug in seinem munde gewesen ist. Aber der herr wollte ihn also jerschlagen mit strankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer ge⸗ geben hat, so wird er Samen hã· ben, und in die Länge leben, und dles hErrn Vornehmen wird durch seine hand fortgehen. Ddarum dla5 seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen, und die fülle hã; ben. Und durch sein Erkenntnis Wird er, mein snecht, der oerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm große menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube ha⸗ ben, darum daß er sein Leven in den Tod gegeben hat, und den Ubeltätern gleich gerechnet ist, und er vieler Sünde getragen hat, und und 6ericht genommen; wer will für die Ubeltäͤter gebeten. Epistolische Lektion. Gal. 2, 16-21. ch bin mit christo gekreuzigt.) Doch weil wir wissen, daß der miensch durch des Gesetzes iberne nicht gerecht wird, sondern durch dden Glauben an Jesum christum, so glauben wir auch an christum esum, auf daß wir gerecht werden durch den 6lauben an Christum, und nicht durch des esetzes erke; denn durch des Gesetzes Lerke wird kein fleisch gerecht. Sollten wir aber, die da suchen durch christum 9⁰ gerecht zu werden, auch noch selbst Sünder erfunden werden, so wäre christus ein Sündendiener. das sei ferne! Uenn ich aber das, so ich jerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem Übertreter. Ich bin aber durchs õesetz lem õesetz gestorben, auf llaß ich Gott lebe; ich bin mit christo gekreuziget. Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus E. S. SV MMMMDpp um Sonntag palmarum. VNNM lebet in mir. Denn was ich jetzt lebe im fleisch, das lebe ich in dem õlau⸗; ben des Sohnes Gottes, der mich ge⸗ liebet hat, und sich selbst für mich dargegeben. Ich werse nicht weg die 6nadle Gottes; denn so durch das Gesetz die oerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. Evängelische Cektion. Cuc. 23, 2638.(Sie führten ihn hin, daß er gekreuzigt würde.) Und als sie ihn hinführeten, er⸗ griffen sie einen, Simon von sy. rene, der kam vom selde, und legten das streuʒ auf ihn, daß er es jesu nachtrüge. Es folgte ihm aber nach ein großer haufe Volks und Ueiber, die Klagten und beweine⸗ ten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töch ter von Jerusalem, weinet nicht Uber mich, sondern weinet über euch selbst und über eure feinder. denn siehe, es wird die Zeit kom⸗ men, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die eiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie anfangen, ju sagen ju den Bergen: fallet über uns! und zu den hügeln: Decket uns! denn so man das tut am grünen holz, was will am dürren werden? Es wurden auch hinge⸗ sie mit ihm abgetan würden. Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schäclelstätte, kreuzigten sie ihn daseibst und die Ubeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: bater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Und sie teilleten seine Kleider, und warfsen das Los darum. Und das volk stund und sah zu. Und die obersten samt ihnen spotteten sein und sprachen: Er hat andern ge⸗ holfen, er helfe ihm selber, ist er christ, der Ruserwählte Gottes. Es verspotteten ihn auch die seriegs⸗ knechte, traten zu ihm, und brach⸗ ten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden Rönig, so hilf dir selber. Es war auch oben über ihm geschrieben die Uberschrist mit griechischen und laäteinischen und ebräischen Buchstaben: Dies ist der führet zween andre Ubeltäter, daß juden fönig. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Jeremias 18, 1 14.(Das Regenwasser verschießt nicht so bald, als mein volk meiner vergißt.) Dies ist das Wort, das geschah vom hErrn ju Jeremia und sprach: Mache dich auf und gehe hinab in des Töpfers haus; daselbst will ich dich meine orte hören lassen. Und ich ging hinab in des Töpfers haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und der Topf, den er aus dem Ton machte, mißriet ihm unter den händen. Da maͤchte er wieder⸗ um einen andern Topf, wie es ihm gefiel. Da geschah des herrn Wort 91 WWMMDMMDMMDMN Grüngonnerstag. MNN N N zu mir und sprach: Gann ich nicht duch also mit euch umgehen, ihr vom hause Israel, wie dieser Töp⸗ fer? spricht der herr. Siehe, wie ler Ton ist in des Tõpfers hand, al· so seid auch ihr vom hause Jsrael in meiner hand. Plötzlich rede ich wider ein Volk und sönigreich, daß ich es ausrotten, zerbrechen und verderben wolle. Wo sichs aber bekehret von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soll mich auch reuen das Unglück, das ich ihm ge⸗ dachte zu tun. Und plötzlich rede ich von einem volk und fönig⸗ reich, daß ich es bauen und pflan⸗ zen wolle. s8o es aber Böses tut vor meinen Angen, daß es meiner Stimme nicht gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun. So sprich nun ju denen in Juda und zu den Bürgern zu Jerusalem: So spricht dler herr: Siehe, ich bereite euch ein Unglück zu, und habe Gedan⸗ ken wider euch; darum kehre sich ein jeglicher von seinem bösen lbe⸗ sen, und bessert euer Wesen und Tun. Aber sie sprechen: Da wird nichts aus; wir wollen nach un⸗ sern öedanken wandein, und ein jeglicher tun nach öedünken seines bösen herzens. Darum spricht der hErr: fragt doch unter den hei⸗ dlen, wer hat je desgleichen gehört, daß die Jungfrau Jsrael so gar greulich Ding tut? Bleibt doch der Schnee länger auf den Steinen im felde, wenn es vom libanon her⸗ abschneiet, und das Regenwasser verschießt nicht so bald, als mein Volk mein vergißt. Cektion aus dem Neuen Testamente. 1. Tim. 1, 12— 17.(Das teuer werte Wort.) Und ich danke unserm herrn chri⸗ sto Jesu, der mich starn gemacht und treu geachtet hat, und gesetzet in das Amt, der ich zuvor war ein Lãsterer und ein Verfolger und ein Schmaäher; aber mir ist Barmher⸗ jigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan im Unglauben. Es ist aber desto reicher gewesen die 6nade unseres heErrn samt dem Glauben und der Liebe, die in chri- sto Jesu ist. Denn das ist je gewiß⸗ lich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus kommen ist in die Lelt, die Sünder selig zu mãchen, unter welchen ich der vor⸗ nehmste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf daß an mir vornehmlich Jesus christus erzeigete alle õeduld, zum Exempel denen, die an ihn glau⸗ ben sollten zum ewigen(eben. Aber 6ott, dem ewigen sönige, lem Unvergänglichen und Unsicht⸗ baren und allein Weisen, sei chre und Preis in wigkeit! Amen. ründonnerstag. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 11, 23—32.(Das ist mein Leib, das ist mein Blut.) Ich habe es von dem hẽrrn empfan · denn der herr Jesus, in der nacht, gen, das ich euch gegeben habe.da er verraten ward, nahm er das 2² Brot, spra Leib, solch Desse nãch Diese in m ihr e nis. Brot trin verk Wele sem che Vor Jesu men ging liebe War Und ller lĩ Ischi ihn dler! gege men er v selei und Was Jün trod er v Sim iu il füß —eeeeeeeeeeeeesssssssss WD WMMNMNNN Gründonnerstag. NNNNNDNN den richt euch lan⸗ sich We⸗ und Hird un⸗ ein nes ler Brot, dankte, und brach es, und sprach: Uehmet, esset, das ist mein leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem 6edächtnis. Desselbigen gleichen auch den selch nach dem Abendmahl, und sprach: Dieser selch ist das neue Testament in meinem blut; solches tut, so oft ihr es trinket, qu meinem Gedächt⸗ nis. Denn so oft ihr von diesem brot esset, und von diesem felch trinket, sollt ihr des hErrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Uelcher nun unwürdig von die⸗ sem Brote isset, oder von dem seel⸗ che des hErrn trinket, der ist schul· dig an dem eibe und Blute des herrn. der mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot, und trinke von diesem felche. denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket ihm sel· ber das õericht, damit, daß er nicht unterscheidet den Leib des herrn. Darum sind auch so viele Schwache und stranke unter euch, und ein gut Teil schlafen. Denn so wir uns sel⸗ ber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem hErrn gezüchtiget, auf daß wir nicht samt der Welt verdammet werden. Evangelium. Joh. 13, 1— 15.(Er liebte die Seinen bis ans Ende.) vor dem fest aber der ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit kom· men war, daß er aus dieser Welt ginge jum Vater, wie er hatte ge⸗ liebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon dler Teufel hatte dem Judas Simonis Ischarioth ins herz gegeben, daß er ihn verriete, wußte Jesus, daß ihm der VUater hatte alles in seine hände gegeben, und daß er von õott kom⸗; men war, und zu õott ging: stund er vom Abendmahl auf, legte seine sleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hub an, den jüngern die füße ju waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er ju Simon petro: und derselbige sprach ju ihm: herr, solltest du mir meine füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Himmermehr sollst du mir die füße waschen. Jesus antwortete ihm: Uerde ich dich nicht waschen, so hãst du kein Teil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: herr, nicht dlie füße allein, sondern auch die hände und das haupt. Spricht Je⸗ sus ju ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht, denn die füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; dar⸗; um spraͤch er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihrefüße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und setzte sich wiedler nieder, und sprach abermal ju ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und hẽrr, und saget recht daran, denn ich bin es auch. So nun 9³ Nh ründonnerstag. WMMNMWMM ich, euer herr und meister, euch die waschen. Ein Beispiel habe ich euch füße gewaschen habe, so sollt ihr gegeben, daß ihr tut, wie ich euch auch euch untereinander die füße] getan habe. Epistolische Cektion. 1. sor. 10, 14— 21.(Uiele Cin Leib.) Darum, meine Liebsten, fliehet von dlem õötzendienst. Als mit den selu⸗ gen rede ich; richtet ihr, was ich sa⸗ ge. Der gesegnete stelch, welchen wir segnen, ist der nicht die emeinschaft lles Blutes christiꝰ Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die öemeinschaft dles Leibes Christi? Denn Ein Brot ist es, so sind wir viele Ein Leib: die. weil wir alle ines Brotes teilhaftig sind. Sehet an den Israel nach dem fleisch. Welche die Opfer essen, sind Altars? Was soll ich denn nun sa⸗ gen? Soll ich sagen, daß der õötze etiwas sei? oder, daß das 6ötzenop⸗ fer etwas sei? Aber ich sage, daß die heiden, was sie opfern, das opfern sie den Teufelin, und nicht ott. Nun Will ich nicht, daß ihr in der Teufel nicht jugleich trinken des herrn stelch und der cTeufel feich: ihr könnet nicht zugleich teilhaftig sein lles herrn Tisches und der Teufel die nicht in der õemeinschast des Tisches. Evangelische Lektion. Joh. 6, 47.58.(Wer mich isjet, wird leben.) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Cure Väter haben manna gegessen in der üste, und sind ge⸗ storben. Dies ist das Brot, das vom himmel kommt, auf daß, wer da· von isset, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, vom himmel kom⸗ men. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in wigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein fleisch, welches ich geben werde für das eben der Welt. Da zankten die Juden untereinander, und sprachen: Wie kann dieser uns sein fleisch zu essen geben? Jesus sprach zu ihnen:Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das fleisch des menschen Sohnes, 9⁴ und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein fleisch isset, und trinket mein Blut, der hãat das ewige Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken. denn mein fleisch ist die rechte Speise, und mein blut ist der rechte Trank. Wer mein fleisch isset, und trinket mein Blut, der bleibet in mir, und ich in ihm. Wie mich ge⸗ sandt hat der lebendige bater, und ich lebe um des Vaters wil⸗ len, also, wer mich isset, derselbi⸗ ge wird auch leben um meinet⸗ willen. Dies ist das Brot, das vom himmel kommen ist; nicht, wie eure Väter haben manna geges⸗ sen, und sind gestorben. Wer dies Brot isset, der wird leben in Cwig⸗ keit. ö õemeinschaft sein sollt. Ihr könnet MWMDMDMDNMDMNMNMNMNMN(aarfreitag. MNNNNNMNNMNMN Karfreitãg. Vormittags. Epistolischesektion. 2. gor.5, 14 21. Casset euch versöhnen mit sott.) denn die Liebe Christi dringet uns also; sintemal wir halten, daß, so Einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben, und er ist darum für alle gestorben, auf daß die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie ge⸗ storven und auferstanden ist. Dar⸗ um von nun an kennen wir nie⸗ maãnd nach dem fleisch; und ob wir duch Christum gekannt haben nach dem fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. Darum, ist jemand in christo, o ist er eine neue sreatur: das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versöhnet hat durch Jesum chri⸗ stum, und das Amt gegeben, das die versöhnung predigt. Denn sott war in Christo, und versöhnte die Uelt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu, und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Uersöhnung. So sind wir nun otschafter an christi Statt; denn 6ott vermahnet durch uns, so bitten wir nun an christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner sSünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die õerechtigkeit, die vor Gott gilt. oder: Psalm 22. ¶ Darum haͤst du mich verlassen?ꝰ) mein 6ott, mein õott, warum haͤst du mich verlassen? Ich heule, aber meine hilfe ist ferne. Mein Gott, des lages rufe ich, so antwortest du nicht; und des achts schweige ich auch nicht. Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lobe Jsraels. Unsre Väter hofften auf dich, und dã sie hossten, halsest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie, und wurden er⸗ rettet; sie hofften auf dich, und wur⸗ den nicht zu schanden. Ich aber bin ein Wurm und kein mensch, ein Spott der eute und Verachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf, und schütteln den stopf: vEr klage es dem herrn, der helfe ihm aus, und er⸗ rette ihn, hat er Lust ju ihm.« Denn du hast mich aus meiner mutter leibe gezogen; du warest meine Zu⸗ versicht, da ich noch an meiner mut; ter Brüsten war. Auf dich bin ich geworfen aus Mmutterleibe; du bist mein 6ott von meiner Mutter Leibe an. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein helfer. öroße farren haben mich umgeben, fette ochsen haben mich umringet; ihren Rachen sperren sie auf widler mich wie ein brüllen⸗ der und reißender Löwe. Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle mei⸗ ne 6ebeine haben sich zjertrennet; mein herz ist in meinem Leibe wie jerschmolzen Wachs. meine sräfte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an mei⸗ nem 6aumen, und du legest mich in des Todes Staub. denn hunde haben mich umgeven, und der Bö⸗ sen Rotte hat sich um mich gemacht: 9³ NMNMNNMNMNMNkarfreitag. NNN sie haben meine hände und füße durchgraben. Ich möchte alle meine bebeine zählen. Sie aber schauen, und sehen ihre Lust an mir. Sĩe tei⸗ len meine sleider unter sich, und werfen das Los um mein 6ewand. Aber du, hrr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen! Errette meine Seele vom Schwert, meine einsame von den hunden! hilf mir aus dem Rachen des Cöwen, und errette mich von den Einhörnern! Ich will deinen namen prelligen meinen brüdern; ich will dich in der õemeine rühmen. Rühmet den herrn, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Jsraels. Denn er hat nicht verachtet, noch verschmähet das Elend des Armen, und sein Antlitz vor ihm nicht ver⸗ borgen; und da er zu ihm schrie, hörete er es. Dich will ich preisen in der großen õemeine: ich will meine fürchten. die lenden sollen essen, daß sie satt werden; und die nach dem hẽrrnfragen, werden ihnprei⸗ sen; euer herz soll ewiglich leben. Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich vum herrn bekehren, und vor ihm anbeten alle õeschlech⸗ ter der heiden. Denn der herr hat ein Reich, und er herrschet unter den heiden. Alle fetten auf Erden wer⸗ den essen und anbeten; vor ihm werden seniee beugen alle, die im Stãube liegen, und die, so Rümmer⸗ lich leben. Er wird einen Samen hãben, der ihm dienet; vom heErrn wird man verkündigen zu stindes⸗ kind.Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predligen dem volk, dlas geboren wird, daß er es tut. Evangelische Lektion. Cuc. 23, 39-49. Aber der Ubeltater einer, die da ge⸗ henkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte ihn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher VDerdamm⸗ nis bist? Und zwar wir sind billig urinnen: denn wirempfangen, was unsre Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesu: herr, gedennke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: heute wirst du mit mir im Paradiese sein. Und es War um die sechste Stunde, und es ward eine finsternis über das Des herrn Tod.) ganze LCand bis an die neunte Stun; de. Und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tem⸗ pels zerriß mitten entzwei. Und Je⸗ sus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen õeist in deine hän; dle] Und als er das gesagt, verschied er. Da aber der hauptmann sah, was da geschah, pries er õott und sprach: fürwahr, dieser ist ein from⸗ mer mensch gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wie⸗ der um. Es stunden aber alle seine verwandten von ferne, und die Weiber, die ihm aus õalilãa waren nachgefolget, und sahen das alles. 90 Gelübde bezahlen vor denen, die ihn W VV isen in meine Stun; ihren Tem⸗ dJe- er, ich hän· schied sah, t und from⸗ alles h, dld ugen Wie⸗ seine l dlie aren alles. WMWMDMDMNMMMMN. ostertag. MMMMMNMNMNMO näachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Micha 6, 1-8.(Was habe ich dir getan, mein Volk?) höret doch, was der hErr sagt: Ma; che dich auf, und schilt die Berge, und laß die hügel deine Stimme hören! höret ihr Berge, wie der herr strafen will, samt den starken õrundfesten der ẽrde denn der hrr will sein Volk schelten, und will 7⸗ rãel strafen. Was habe ich dir ge⸗ tan, mein Volk? Und womit habe ich dich beleidiget? Das sage mir! hãbe ich dich doch aus Agyptenland geführet, und aus dem Diensthause erlöset, und vor dir hergesandt o⸗ sen, Naron undmirjam. mein Volk, denke doch dran, was Balak, der sönig in Moab, vorhatte, und was ihm bileam, der Sohn beors, ant⸗ wortete, von Sittim an bis gen Gil⸗ gal; daran ihr ja merken solltet, wie der hErr euch alles 6ute getan hat. Womitsollich denherrn versöhnen? mit Bücken vor dem hohen Gott? Soll ich mit Brandopfern und jäh⸗ rigen slbern ihn versöhnen? Mei⸗ nest du, der hęrr habe õefallen an viel tausend Widdern? Oder am öl, wenn es gleich unzähligeströme voll wären? oder soll ich meinen ersten Sohn für meine Ubertretung geben? odler meines Leibes frucht für die Sünde meiner Seele? Es ist dir gesagt, mensch, was gut ist, und waãs der hErr von dir fordert, nm⸗ lich Gottes Wort halten, und Liebe uben, und demütig sein vor deinem Gott. Cektion àus dem Heuen Testamente. 1. Joh. 2, 1- 6.(Er ist die Versöhnung für unsre Sünden.) meine sindlein, solches schreibe ich seine õebote halten. Wer da sagt: euch, auf daß ihr nicht fündiget. Ich kenne ihn, und hält seine 6e⸗ Und ob jemand sündiget, so haben wir einen fürsprecher bei dem Va⸗ ter, Jesum Christum, der gerecht ist. Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden; nicht allein aber für die unseren, sondern auch für der ganzen Weit. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir bote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist waährlich die iebe öottes vollkom⸗ men. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer dã sagt, daß er in ihm bleibet, der soll auch wandeln, gleich wie er gewandelt hat. 1. Ostertãg. Vormittags. Epistel. 1. or.5, 6-8.(Wir haben auch ein osterlamm.) Cuer Ruhm ist nicht fein. Wisset Darum feget den alten Sauerteig ihr nicht, daß ein wenig Sauer⸗aus, auf daß ihr ein neuer Teig teig den ganjen Teig versäuert?seid, gleich wie ihr ungesäuert 7 NMNMNNNMNMNNNNNNMN. ostertag. NNNNNNNMN seid. denn wir haben auch einauch nicht im Sauerteige der Bos⸗ osterlamm, das ist christus, für uns heit und Schalkheit, sondern in geopfert. Darum lasset uns ostern dem Süßteige der Lauterkeit und halten, nicht im alten Se uerteige, der Wahrheit. Evangelium. Marc. 16, 1-8.(Er ist auferstanden.) Und da der Sabbath vergangen war, kauften maria magdalena und maria Jakobi und Salome Spejerei, auf daß sie kämen und salbeten ihn. Und sie kamen zum 6rabe an einem Sabbather sehr frü⸗ he, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des õrabes Tür? Und sie sahen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzet waär; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das rab, und sahen einen Jüngling zur rechten hand sitzen, der hatte ein lang weiß seleid an; und sie enisetzten sich. er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Ihr suchet Jesum von naza⸗ reth, den õekreuzigten; er ist auf⸗ erstanden, und ist nicht hie; siehe dã die Stätte, da sie ihn hinlegten. õehet aber hin und saget es seinen Jüngern und petro, daß er vor euch hin gehen wird in Galilãa; da wer⸗ let ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus, und flohen von dem 6rabe; denn es War sie Zittern und Entsetzen ankommen; und sagten niemand nichts; denn sie fürchteten sich. Epistolische Cektion. 1. sor. 15, 12—28.(Der erstling unter denen, die da schlafen.) So aber Christus geprediget wira, dlaß er sei von den Toten auferstan; den, wie sagen denn etliche unter euch, die Nuferstehung der Toten seĩ nichts? Ist aber die Nuferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber christus nicht auferstanden, so ist unsre pre; digt vergeblich, so ist auch euer slaube vergeblich. Wir würden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, daß wir wider õott gezeuget hätten, er hätte Christum aufer⸗ wecket, den er nicht auferwecket hätte, sintemal die Toten nicht auf⸗ erstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in eu⸗ ren Sünden; so sind auch die, so in christo entschlafen sind, verloren. hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elen. desten unter allen menschen. nun aber ist Christus auferstanden von den Toten, und der ęrstling worden unter denen, die da schlafen. Sinte⸗ mal durch einen menschen der Tod, und durch einen menschen die Nuf⸗ erstehung der Toten kommt. denn gleich wie sie in Adam alle sterben, also werden sie in christo alle leben; dig gemacht werden; ein jeglicher 98 MMMMMoMDMM. ostertag. MMNMNNMNNMNMMMMN aber in seiner Oruͤnung: Der Erst⸗ ling Christus; darnach die Christo angehören, wenn er kommen wird:; darnach das Ende, wenn er das keich õott und dem Vater überant⸗ worten wird, wenn er aufheben wird alle herrschaft und alle obrig⸗ keit und õewalt. Er muß aber herr · schen, bis daß er alle seine feindeun; ter seine füße lege. Der letzte feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn er hat ihm alles unter seine fü⸗ ße getan. Wenn er aber sagt, daß es alles untertan sei, ist es offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles untergetan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untergetan hãt, auf daß õott sei alles in allen. oder: Czechiel 37, 9— 14.(Ich will eure õraber auftun.) Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde: weissage, du men⸗ schenkind, und sprich zum Winde: Sso spricht der hErr, héErr: Wind, komm herzu aus den vier Winden, und blase diese etöteten an, daß sie wieder lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam odem in sie, und sie wurden wieder lebendig, und rich⸗ teten sich auf ihre füße. Und ihrer waͤr ein sehr groß heer. Und er sprach ju mir: du menschenkind, diese Beine sind das ganze haus 75· rãel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsre Beine sind verdorret, und unsre hoff⸗ nung ist verloren, und ist aus mit uns. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der hErr, herr: Siehe, ich will eure öräber auftun, und will euch, mein Volk, aus den⸗ selben herausholen, und euch in das Land Israel bringen; und sollt er· fahren, daß ich der hErr bin, wenn ich eure öräber geöffnet, und euch, mein Volk, aus denselben gebracht haäbe. Und ich will meinen Geist in euch geben, daß ihr wieder leben sollt; und will euch in euer Cand setzen; und sollt erfahren, daß ich der herr bin. Ich rede es, und tue es auch, spricht der herr. Evängelische Cektion. Joh. 20, 1 10.(Das leere õrab.) un der Sabbather einem kommt Mariã magdalena früh, da es noch finster war, zum 6rabe, und siehet, daß der Stein vom 6rabe hinweg waär. Da läuft sie, und Kommt zu Simon petro und ju dem andern Jüi.ger, welchen Jesus lieb häͤtte, und spricht zu ihnen: Sie haben den hẽrrn weggenommen aus dem 6rãbe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andre Jünger hinaus, und kamen jum Grabe. Es liefen aber die jween miteinander, und der andre Jünger lief juvor, schneller denn petrus, und kam am ersten zum Grabe, gucket hinein, und sie⸗ het die einen gelegt; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon petrus ihm naͤch, und ging hinein in das 6rab, und siehet die Leinen ge⸗ legt, und das Schweißtuch, das Je- su um das haupt gebunden war, nicht bei die einen gelegt, sondern 90 MMMSMMMNNNN. ostertag. MMM NNNNNNMN beiseits, eingewickelt, an einem be⸗glaubte es. denn sie wußten die sonderen ort. da ging auch der Schrift noch nicht, daß er von den andre 3ünger hinein, der am ersten zum Grabe kam; und sah, und Toten auferstehen müßte. Da gin⸗ gen die Jünger wieder zusammen. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 118, 14—29. (Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist vum Eckstein worden.) Der herr ist meine acht und mein Psalm, und ist mein heil. Man singet mit freuden vom Sieg in den hütten der õerechten: Die Kechte dles hErrn behält den Sieg; die Rechte des hErrn ist erhöhet; die Rechte des hErrn behält den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern le⸗ ben, und des hErrn Werk verkün⸗ dligen. der herr züchtiget mich wohl; aber er gibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der õe⸗ rechtigkeit, daß ich da hineingehe und dem herrn danke. Das ist das Tor ddes hérrn; die õerechten wer⸗ den da hineingehen. Ich danke dir, da du mich demütigest, und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein wor⸗ dlen. Das ist vom heErrn geschehen, und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der hErr maͤcht; laßt uns freuen, und fröhlich drinnen sein. o hErr, hilf! o HErr, laß wohl gelingen! Gelobet sei, der da Kommt im namen des hErrn! Wir segnen euch, die ihr vom hause des hErrn seid. Der herr ist oott, der uns erleuchtet. Schmücket das fest mit maien bis an die hörner des Altars! Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Ddanket dem hErrn, denn er ist freundlich, und seine 6üte währet ewiglich. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Offenb. Joh. 5, 1— 14. (Es hãt überwunden der Cöwe aus dem Stamm Juda.) Und ich sahe in der rechten hand dles, der auf dem Stuhl saß, ein Buch, geschrieben inwendig und auswendig, versiegelt mit sieben Siegeln. Und ich sahe einen star · ken Engel predigen mit großer Stimme: Wer ist würdig, das Buch aufjutun, und seine Siegel zu bre⸗ chen? Und niemand im himmel noch auf Erden noch unter der Erde konnte das Buch auftun, und dar; 10⁰ ein sehen. Und ich weinte sehr, daß niemand würdig erfunden ward, ddas Buch aufzutun, und zu lesen, noch darein zu sehen. Und einer von den Altesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat über⸗ wunden der Löwe, der da ist vom bHeschlecht Juda, die IDurzel Davids, aufzutun das Buch, und zu brechen seine sieben Siegel. Und ich sahe, und siehe, mitten im Stuhl und den n b t u 0 u i 5 W dlie len in · en. vier Tieren und mitten unter den Altesten stund ein amm, wie es er; würget wäre, und hatte sieben hör⸗ ner und sieben Nugen, welches sind die sieben õeister õottes, gesandt in alle LCande. Und es kam, und nahm las Buch aus der rechten hand des, der auf dem Stuhl saß. Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die vier und zwanzig Alte⸗ sten vor das[Camm, und hatten ein jeglicher harfen und goldene Scha; len voll Räuchwerks, welches sind dlie õebete der heiligen. Und sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig, zu nehmen das Buch, und aufʒutun seine Siegel; denn du bist erwürget, und hast uns Gott er⸗ kauft mit deinem Blut aus allerlei Geschlecht und zZungen und Volk und heiden, und hast uns un⸗ serm bott zu öonigen und Priestern MMNNNNMMMNMMN 2. Ostertag. MMMNNNNNNMNM gemacht, und wir werden sönige sein auf Erden. Und ich sahe, und hörte eine Stimme vieler Engel um den Stuhl und um die Tiĩere und um dlie Altesten her und ihre Zahl war viel tãusendmal tausend. Und spra; chen mit großer Stimme: Das Lamm, dlãs erwürget ist, ist würdig, zu neh · men straft und Reichtum und Weis; heit und Starke und Chre und Preis und Lob. Und alle sereatur, die im himmel ist und auf raen und un· ter der Erde und im meer, und alles, was drinnen ist, hörete ich sagen zu dem, der auf dem Stuhl saß, und ju dem Lamm: Lob und Chre und Preis und õewalt von Ewigkeit zu CEwigkeit! Und die vier Tiere sprachen: Amen. Und dlie vier und zwanzig Altesten fie⸗ len nieder, und beteten an den, der dlã lebet von wigkeit zu Kwigkeit. 2. Ostertag. Vormittägs. Epistel. Apgsch. 10, 34-41.(Denselbigen hat öott auferwecket.) petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: nun erfahre ich mit dler Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Yr wisset wohl von der Predigt, die õott ju den sindern Jsrael gesandt hat, und verkündigen lassen den frie⸗ den durch Jesum christum,(welcher ist ein herr uber alles) die durch das ganze jüdische Land geschehen ist, und angegangen in Galiläa nãch der Taufe, die Johannes pre⸗ dligte: wie ott denselbigen Jesum von nazareth gesalbet hat mit dem heiligen õeist und sraft; der um⸗ hergezogen ist, und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältiget waren; denn 6ott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, das er getan hat im jüdischen Lande und zu Jerusa⸗ lem. Den haben sie getötet und an ein holz gehänget. Denselbigen hat bott auferwecket am dritten Tage, und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrun⸗ ken haben, nachdem er auferstan len ist von den Toten. 1⁰¹ MMMMM DMDDNN 2. ostertag. MMNMNMNMDD Ebangelium. Cuc. 24, 13- 35.(Durch Leiden zur herrlichkeit.) Und siehe, ween aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen flek; ken, der war von Jerusalem sechzig feldweges weit, des name heißt Emmaus. Und sie redeten mitein⸗ ander von allen diesen 6eschichten. Und es geschah, da sie so redeten, und befragten sich miteinander, nähete Jesus zu ihnen, und wan⸗ llelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber ju ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer, mit lamen seleophas, und sprach zu ihm: bist du allein unter den fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen dlarinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Taten und orten, vor õott und allem Volk; wie ihn unsre hohenpriester und obersten über⸗ antwortet haben zur Uerdammnis dles Todes, und gekreuziget. Wir aber hofften, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. Auch haͤben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sind frühe bei dem 6rabe gewesen, haben sei⸗ nen Leib nicht gefunden, kommen und saͤgen, sie haben ein õesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum õrabe, und fanden es also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges her⸗ zens, zu glauben alle dem, das die propheten geredet haben; mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner herrlichkeit eingehen? Und fing an von mose und allen bpropheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesaͤgt waren. Und sie kamen nahe zum flecken, da sie hingingen; und er stellte sich, als wollte er fürder ge⸗ hen. Und sie nötigten ihn und spra⸗ chen: bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen ju bleiben. Und es ge⸗ schah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach es, und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Under verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brann⸗ te nicht unser herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrist öffnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt, und dlie bei ihnen waren, welche spra ⸗ chen: Der hErr ist wahrhaftig auf⸗ erstanden und Simoni erschienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, dlã er das Brot brach. 10² NMNMMMMN ꝛ2. ostertag. MNNNNN Epistolische Cektion. 1. stor. 15, 35- 58.(Der To ist verschlungen in den Sieg.) möchte aber jemand sagen: Wie werdlen die Toten auferstehen? und mit welcherlei eibe werden sie kommen? du narr, das du säest, wird nicht lebendig, es sterve denn. Und was du säest, ist ja nicht der leib, der werden soll, sondern ein bloß sorn, nämlich Weizen, oder der andern eins. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib. Nicht ist alles fleisch einerlei fleisch, sondern ein anderes fleisch ist der enschen, ein anderes ddes Uiehes, ein anderes der fische, ein anderes der Vögel. Und es sind himmlische störper und irdische Kör⸗ per. Aber eine andre herrlichkeit häben die himmlischen, und eine andre die irdischen. Eine andre stlarheit hat die Sonne, eine andlre stlarheit haͤt der mond, eine andre stlarheit haben die Sterne: denn ein Stern übertrifft den andern nach der selarheit. Also auch die Nufer · stehung der Toten. Es wird gesäet verweslich, und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesäet in Un⸗; ehre, und wird auferstehen in herr; lichkeit. Es wird gesäet in Schwach⸗ heit, und wird auferstehen in strast. Es wird gesäet ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. hat man einen natürlichen Ceib, so hat man auch einen geistli⸗ chen Leib. Wie es geschrieben stehet: Der erste ensch, Ndam, ist gemacht in das natürliche Leben; und der letzte Adam in dis geistliche Leben. Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; dar⸗ nach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andre mensch ist der hErr vom him; mel. Welcherlei der irdische ist, sol cherlei sind auch die irdischen; und welcherlei der himmlische ist, sol cherlei sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen häben das Bild des irdischen, also werden wir auch traͤgen das Bild des himmli⸗ schen. Daͤvon sage ich aber, lieben Brüder, daß fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; duch wird das Verwesliche nicht er⸗ ben das Unverwesliche. Siehe, ich sage euch ein õeheimnis: Wir wer· den nicht alle entschlafen, wir wer⸗ den ãber alle verwandelt werden; und dasselbige plötzlich in einem Augenblick, zu der Zeit der letzten posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auf⸗ erstehen unverweslich, und wir wer⸗ den verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen das Un⸗ verwesliche, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen slas Unverwesliche, und dies Sterb⸗ liche wird anziehen die Unsterblich⸗ keit, dann wird erfüllet werden das Wort, das geschrieben stehet: Dercod ist verschlungen in denSieg. Tod, wo ist dein Stachel? hölle, wo ist dein Sieg?« Aber der Stachel des Todles ist die Sünde; die straft aber der sünde ist das 6esetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gege⸗ ben hat durch unsern hErrn Jesum 10³ christum. Ddarum, meine lieben brüder, seid fest, unbeweglich, und nehmet immer zu in dem Wern WMMMNVN 2. ostertag. MMMMDDMNMMDNM dles herrn, sintemal ihr wisset daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem herrn. Oder: Jes. 25, 1-8.(Er wird den cod verschlingen ewiglich.) herr, du bist mein õott: dich preise ich. Ich lobe deinen amen, denn du tustlbunder. deine Uornehmen von Altem her sind treu und wahrhaf⸗ tig. Denn du machst die Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, daß sie auf einem haufen liegt, der frem⸗ dlen Palast, daß nicht mehr eine Staclt sei, und nimmermehr ge⸗ bauet werde. Darum ehret dich ein mächtig volk, die Städte gewaltiger heiden fürchten dich. Denn du bist dler 6eringen Stärke, der Armen Stãarke in Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der hitze, wenn die Tyrannen wü⸗ ten wie ein Ungewitter wider eine Wand. Du demütigest der fremden Ungestüm wie die hitze in einem dürren ort, daß die hitze den Reben der Tyrannen verderbe, und die olke dennoch Schatten gebe. Und der hErr Zebaoth wird allen Völ⸗ kern machen auf diesem Berge ein fett Mahl, ein mahl von reinem Lein, von fett, von mark, von Wein, darinnen keine hefe ist. Und er wird auf diesem Berge das hül⸗ len wegtun, damit alle Völker verhüllet sind, und die Decke, da⸗ mit alle heiden jugedeckt sind; denn er wird den Tod verschlin⸗ gen ewiglich; und der heErr, hErr wird die Tränen von allen Ange⸗ sichtern abwischen, und wird auf⸗ heben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der héerr hat es gesagt. Eväangelische Cektion. Joh. 20, 11— 18.(Was weinest du?) Maria aber stund vor dem 6rabe, und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das 6rab, und siehet zween Engel in weißen Klei⸗ dlern sitzen, einen zu den häupten und den andern zu den füßen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hat⸗ ten. Und dieselbigen sprachen ju ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet Jesum stehen, und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was wei⸗ nest du? Wen suchest du? Sie meinet, 10⁴ es sei der Gartner, und spricht ju ihm: herr, haͤst du ihn weggetra⸗ gen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da waändte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißt: Meister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren ju meinem Vater. behe aber hin zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf ju meinem Vater und zu eurembater, zu meinem õott und zu euremott. Mariamag⸗ dalena kommt, und verkündiget den Jüngern: Ich habe den heErrn gese⸗ hen, und solches hat er zu mir gesagt. —.r„rnENEEreS.. E.. L WMMNMqMDq R 2. ostertag. MMNNMNNMNN nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. Pfalm 16.(Du wirst nicht zugeben, daß dein heiliger verwese.) Bewahre mich, õott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagt zu dem hrrn: Du bist ja der hẽrr, ich muß um deinetwillen leiden, für die hei· ligen, so auf Erden sind, und für die herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden groß herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem blut nicht op; fern, noch ihren lamen in meinem munde führen. Der herr aber ist mein õut und mein ceil: du erhaltst mein Erbteil. Das Cos ist mir gefal len aufs LCiebliche; mir ist ein schön Erbteil worden. Ich lobe den herrn, dler mir geraten hat; auch züchtigen mich meine nieren des Uachts. Ich hãbe den heErrn allezeit vor Nugen: denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein herz, und meine Ehre ist fröhlich; auch mein fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der hölle lassen, und nicht zugeben, daß dein heiliger verwese. Du tust mir Kund den Weg zum Leben; vor dir ist freude die fulle und lieblich esen zu deiner Rechten ewiglich. Cektion àaus dem ueuen Testamente. Apgsch. 1, 26 41.(Er hat die Verwesung nicht gesehen.) Ihr manner, lieben Brüder, ihr sin⸗ der des õeschlechts AÄbraham, und die unter euch õott fürchten, euch ist das Wort dieses heils gesandt. Denn die zu Jerusalem wohnen und die Obersten, dieweil sie diesen nicht kannten, noch die Stimme der Pro; pheten,(welche auf alle Sabbathe gelesen werden/ haben sie dieselben mit ihren Urteilen erfüllet. Und wiewohl sie keine Ursach des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pila · tum, ihn ju töten. Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm ge⸗ schrieben ist, nahmen sie ihn von dem Holz, und legten ihn in ein õrab. Aber õott hat ihn auferwecket von den Toten; und er ist erschienen viele Tage denen, die mit ihm hin⸗· auf von Galilãa gen Jerusalem ge⸗ gangen waren, welche sind seine zeugen an das Volk. Und wir auch verkündigen euch die Uerheißung, dlie ju unsern Vätern geschehen ist, dlaß dieselbige õott uns, ihren sin; dern, erfüllt hat in dem, daß er Jesum auferwecket hat; wie denn im andern Psalm geschrieben stehet: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dlich gezeuget. v Daß er ihn aber hat von den Toten auferwecket, daß er hinfort nicht mehr soll verwesen, spricht er also:»Ich will euch die 6nade, David verheißen, treulich halten. Darum spricht er auch am andern ort:»Ddu wirst es nicht zu⸗ geben, daß dein heiliger die Ver⸗ wesung sehe.« denn David, da er zu seiner Zeit gedienet hatte dem Willen õottes, ist er entschlafen, und zu seinen Vätern getan, und hat die verwesung gesehen. Den aber 6ott 10⁵ auferwecket hat, der hat die Ver⸗ wesung nicht gesehen. So sei es nun euch kund, lieben Brüder, daß euch verkündiget wird Vergebung dler Sünden durch diesen und von dem allen, durch welches ihr nicht konntet imõesetz mosis gerecht wer⸗ den. Wer aber an diesen glaubet, Mm I. Sonntag nach ostern, genannt Ouasimodogeniti. MN der ist gerecht. Sehet nun zu, daß nicht über euch komme, das in den propheten gesagt ist:»Sehet, ihr Verächter, und verwundert euch, und werdet zunichte; denn ich tue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es euch jemand erzählen wird. Am 1. Sonntag nach ostern, gen. Ouasimodogeniti. vormittägs. Epistel. 1.30h.5,— 13.(Was von öott gevoren ist, berwindet dieiweit) Wer da glaubet, daß Jesus sei der christ, der ist von Gott geboren; und wer da liebet den, der ihn ge⸗ boren hat, der liebet auch den, der von ihm geboren ist. Daran erken⸗ nen wir, daß wir õottes inder lie⸗ ben, wenn wir sott lieben, und seine sebote halten. denn das ist llie Liebe zu õott, da wir seine õe⸗ bote halten; und seine õebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Uelt; und unser ölaube ist der Sieg, dler die Lelt überwwunden hat. Wer ist aber, der die elt überwindet, ohne der da glaubet, daß Jesus sot⸗ tes Sohn ist? Dieser ist es, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus christus, nicht mit asser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ist es, der da zeuget, daß beist ahrheit ist. Denn(arei sind, dlie da zeugen im himmel: der Va⸗ ter, das Wort und der heilige õeist; und diese drei sind ins. Unq) drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das asser und das Blut; und die drei sind beisammen. Sso wir der menschen Zeugnis anneh⸗ men, so ist oottes Zeugnis größer; denn 6ottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn sottes, der hat solches Zeugnis bei ihm. er Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubet nicht dem Zeugnis, das Gott zeuget von seinem Sohne. Und das ist das Zeugnis, daß uns Gott das ewige leben hat gegeben, und solches Le⸗ ben ist in seinem Sohne. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das eben: wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glau⸗ bet an den Namen des Sohnes Got⸗ tes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habet, und daß ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes. Evangelium. Joh. 20, 1931.(Friede sei mit euch.) Am Abend uùber desselbigen Sab-aus furcht vor den Juclen, kam Je⸗ baths, da die jünger versammeltsus, und trat mitten ein, und spricht und die Türen verschlossen waren zu ihnen: friede sei mit euch! Und 10⁶ SeSSe ————2——.22—.—. E7 2= HEe&r I. M dlaß den ihr euch, tue lches euch itl. jelt. der Aut; So neh⸗ ßer; 18 er hne. ttes, hm. acht Übet Uget dlds bige Le- len en; ller abe all· 5t- dlas ihr nes Je- icht nd Nm 1. Sonntag nach ostern, genannt Ouasimodogeniti. M als er daãs sagte, zeiate er ihnen die hande und seine Seite. Da wurden dlie J3ünger froh, daß sie den hErrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: friede sei mit euch! õleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und spricht ju ihnen: nehmet hin den heiligen õeist! Wel· chen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas äaber, der Zwölfen einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus Kam. Da sag⸗ ten die andern jünger ju ihm: Wir haãben den heErrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen handen sehe die Nägel male, und lege meinen finger in dienägelmale, undlegemeinehand in seine Seite, will ich es nicht glau⸗ ben. Undüber achtTagewaren aber⸗ mal seine Jünger drinnen, und cho; mãs mit ihnen. stommt Jesus, da dlie Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein, und spricht: friede sei mit euch! Darnach spricht er ju Thomas: Reiche deinen finger her, und siehe meine hände, und reiche deine hand her, und lege sie in mei⸗ ne Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas antwor⸗ tete und sprach zu ihm: ein hErr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubest du. Selig sind, dlie nicht sehen, und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jjüngern, die nicht ge⸗ schrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glau⸗ bet, Jesus sei Christ, der Sohn Got⸗ tes, und daß ihr durch den 6lau⸗ ben das Leben häbt in seinem namen. Epistolische Lektion. 1. Petri 1,— 16.(Die lebendige hoffnung.) belobet sei ott und der Vater un⸗ sers hErrn Jesu christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wie; dergeboren hat ju einer lebendigen hoffnung durch die Auferstehung Jesu christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das be⸗ halten wird im himmel, euch, die ihr aus Gottes maͤcht durch den Glauben bewahret werdet jur Se⸗ ligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit(wo es sein soll) traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf dah euer 6laube rechtschaffen und viel nöstlicher e er · funden werde denn das vergäng⸗ liche Gold, das durchs feuer bewäh; ret wird, zu Cob, Preis und Chre, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch lieb habt, und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht se⸗ het, so werdet ihr euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher freude, und das Ende eures 6lau⸗ bens davonbringen, nämlich der SeelenSeligkeit. Nach welcher Selig⸗ keit haben gesuchet und geforschet (lie Ppropheten, die von der jukünf⸗ tigen önade auf euch geweissaget haben, und haben gesorschet, auf 10² Welche und welcherlei Zeit deutete der õeist Christi, der in ihnen war, und zuvor bezeuget hat die Leiden, dlie in Christo sind, und die herrlich · kkit dlarnach; welchen es offenbaret ist. Denn sie haben es nicht ihnen selbst, sondern uns dargetan, wel⸗ ches euch nun verkündiget ist durch dlie, so euch das Cvangelium ver⸗ kündiget haben durch den heili⸗ gen Geist, vom himmel gesandt; Welches auch die Engel gelüstet zu schauen. Darum so begürtet die Nm 1. Sonntag nach ostern, genannt Ouasimodogeniti. MN Evangelische Lektion. Lenden eures emüts, seid nüch⸗ tern, und setzet eure hoffnung ganz auf die õnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, als gehorsame ginder, und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in Unwissenheit nach den lüsten lebtet, sondern nach dem, der euch berufen hat, und heilig ist, seid auch ihr heilig in alle eu⸗ rem Wandel. Denn es steht ge⸗ schrieben:»Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.⸗ Joh. 21, 1-19.(Simon Johanna, hast du mich lieb?) Darnach offenbarte sich Jesus aber⸗ mal den J3üngern an dem meer bei Tiberias.Er offenbarte sich aber also. Es Waren beieinander Simon petrus undchomas, der da heißt Zwilling, und nathanael von Fana aus Ga⸗ liläa, und die Söhne Zebedäi und anderezween seiner Jünger. Spricht Simon petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: S5o wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald, und in derselbigen nacht fingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen ward, stund Jesus am llfer; aber die jünger wußten es nicht, daß es Jesus war. Spricht Je⸗ sus zu ihnen: seinder, habt ihr nichts zu essen? Sieantworteten ihm: Nein. Er ãber sprach zu ihnen: Werfet das netz zur Rechten des Schiffs, so wer; llet ihr finden. Da waͤrfen sie, und konnten es nicht mehr ziehen vor ler enge der fische. Da spricht der Jünger, welchen Jesus lieb hatte, ju Petro: Es ist der hẽrr! Da Simon 108 petrus hörte, daß es der hErr war, gürtete er das hemd um sich,(denn er war nackendy) und waͤrf sich in dlas eer. Die andern Jünger aber kamen auf dem Schiffe,(denn sie waren nicht ferne vom Lande, son⸗ dern bei zweihundert Ellen,) und zogen das netz mit den fischen. Als sie nun austraten auf das Cand, sa · hen sie Kohlen gelegt und fische drauf und Brot. Spricht Jesus ju ihnen: bringet her von den fischen, (lie ihr jetzt gefangen habt. Simon betrus stieg hinein, und jog das netz auf dlas Iand voll großer fische, hundert und drei und funfzig. Und wie wohl ihrer so viele waren, zer⸗ riß doch das Uetz nicht. Spricht Je⸗ sus zu ihnen: Rommt und haltet slas ahl. Niemand aber unter den Jüngern durfte ihn fragen: Wer bist dlu? Denn sie wußten es, daß es der hErr war. Da kommt Jesus, und nimmt das Brot, und gibt es ihnen, desselbigen gleichen auch die fische. Das ist nun das dritte mal, daß Nm 1. Sonntag nãch ostern, genannt Ouasimodlogeniti. M Jesus offenbaret ist seinen Jün⸗ gern, nachdem er von den coten auferstanden ist. Da sie nun das maähl gehalten hatten, spricht Je⸗ sus zu Simon petro: Simon Jo- hanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? eEr spricht zu ihm: Ja, herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum andern mal zu ihm: Simon jJohanna, hast du mich lieb? er spricht zu ihm: Ja, herr, du weißt, dlaß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er jum dritten mal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb?ꝰ Petrus ward traurig, daß er zum dritten Mal ʒu ihm sagte: hast du mich lieb? und sprach zu ihm: herr, du weißt alle dDinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus juihm:ei· de meine Schafe! Wahrlich, wahr⸗ lich, ich sage dir: Da du jünger wa; rest, gürtetest du dich selbst, und wändeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine hände ausstrecken, und ein andrer wird dich gürten, und füh⸗ ren, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber, zu deuten, mit wel⸗ chem Tode er ott preisen würde. Dã er aber das gesagt, spricht er zu ihm: folge mir nach! nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Jes. 52, 1 10. Die füße der Boten auf den Bergen.) Mache dlich auf, mache dich auf, zi⸗ on! Ziehe deine Stärke an, schmücke dich herrlich, du heilige Stadt Je⸗ rusalem! denn es wird hinfort kein Unbeschnittener oder Unreiner in dir regieren. Mache dich aus dem Staube, stehe auf, du gefangene Jerusalem! mache dich los von den Banden deines halses, du gefan⸗ gene Tochter Zion! denn also spricht der heErr: Ihr seid umsonst ver⸗ kauft; ihr sollt auch ohne õeld er⸗ löset werden. denn so spricht der herr, herr: Mein volk zog am ersten hinab in Agypten, daß es daselbst ein õast ware; und Assur hat ihm ohne Ursach oewalt getan. Aber wie tut man mir jetzt allhie! spricht der herr. Mein Volk wird umsonst verführet; seine herrscher machen eitel heulen, spricht der hErr, und mein name wird immer täglich gelästert. Darum soll mein Volk meinen namen kennen zu dersel⸗ bigen Zeit; denn siehe, ich will selbst reden. Wie lieblich sind auf den Bergen die füße der Boten, die da frieden verkündigen, 6utes pre⸗ digen, heil verkündigen; die da sagen zu Zion: Dein Gott ist Rönig! Deine Wächter rufen laut mit ihrer Stimme, und rühmen miteinan⸗ der; denn man wird es mit Nugen sehen, wenn der heErr Zion bekeh; ret. Lasset fröhlich sein, und mit⸗ einander rühmen das Wüste zu Jerusalem; denn der hrr hat sein Volk getröstet, und Jerusalem er⸗ löset. der hErr hat geoffenbaret seinen heiligen Arm vor den Nugen aller heiden; daß aller Welt Ende siehet das heil unsers Gottes. 10⁰ Am ꝛ2. Sonntag nãch ostern, genannt ilisericordias Domini. Cektion aus dem neuen Testamente. 2. Kor. 5, 1— 10.(Das haus, das ewig ist im himmel.) Wir wissen aber, so unser irdisch haus dieser hütte jerbrochen wird, dlaß wir einen Bau haben von Gott erbauet, ein haus, nicht mit handen gemacht, das eiwig ist, im himmel. Und über demselbigen sehnen wir uns auch nach unsrer Behausung, die vom himmel ist, und uns ver⸗; langet, daß wir damit überkleidet werden; so doch, wo wir bekleidet, und nicht bloß erfunden werden. Denn dieweil wir in der hütte sind, sehnen wir uns, und sind beschwe⸗ ret; sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, sondern überklei⸗ det werden, auf daß das Sterbliche würde verschlungen von dem Le⸗ ben. Der uns aber zu demselbigen bereitet, das ist ott, der uns das Pfand, den õeist, gegeben hat. Wir sind aber getrost alle Zeit, und wissen, daß, dieweil wir im Lei⸗ be wohnen, so wallen wir dem hErrn; denn wir wandeln im 6läauben, und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, außer dem Leibe zu waͤllen, und daheim ju sein bei dem hErrn. Darum fleißigen wir uns auch, wir sind daheim, oder waällen, daß wir ihm wohlgefallen. denn wir müssen alle offenbar werdlen vor dem Kichtstuhl Christi, auf daß ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Lei⸗· bes Leben, es sei gut oder böse. Nin 2. Sonntäg nach Ostern, genannt Misericordias Domini. Vormittags. Epistel. 1. petri 2, 10-25.(Ihr waret wie die irrenden Schafe.) Denn das ist önade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Übel verträgt, und leidet das Un⸗ recht. denn was ist das für ein kRuhm, so ihr um missetat willen Streiche leidet?ꝰ Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, dlas ist 6nade bei 6ott. Denn dazu seid ihr berufen; sintemal auch christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen fußstapfen; welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem munde erfunden; welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht drohete, da er litt; er stellte es aber dem heim, der da recht richtet; wel· cher unsre Sünde selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf dlaß wir, der sSünde abgestorben, der bserechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem hirten und Bischof eurer Seelen. Ebangelium. Joh. 10, 12- 18. Och bin ein guter hirte.) Ich bin ein guter hirte. Ein guter Ein mietling aber, der nicht hirte hirte laßt sein Leben für die Schafe. ist, des die Schafe nicht eigen sind, 110 RSSSA, ide ler cht ber el⸗ hat duf ler hes nn fe; em rte nd, um 2. Sonntag nãch ostern, genannt sllisericordias Domini. siehet den Wolf kommen, und ver⸗ läßt die Schafe, und fliehet und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schäfe. Der Mietling aber fliehet; denn er ist ein mietling, und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter hirte, und erkenne die sneinen, und bin bekannt den meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andre Schafe, die sind nicht aus die· sem stalle; und dieselbigen muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine herde und Ein hirte werden. Darum liebet mich mein bater, daß ich mein Leben lasse, auf daß ich es wieder nehme. niemand nimmt es von mir, son⸗ dern ich lasse es von mir selber. Ich habe es Macht zu lassen, und habe es acht wieder zu nehmen. Sol⸗ ches Gebot habe ich empfangen von meinem bater. Epistolische Lektion. Röm. 14, 6—13.(Wir sind des hẽrrn.) Uelcher auf die Tage hält, der tut es dem hErrn; und welcher nichts darauf hält, der tut es auch dem hErrn. Welcher isset, der isset dem herrn, denn er danket õott; wel⸗ cher nicht isset, der isset dem hErrn nicht, und danket õott. Denn unser keiner lebt ihm selber, und keiner stirbt ihm selber. Leben wir, so leben wir dem herrn; sterben wir, so ster ben wir dem herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben, und auferstanden, und wieder lebendig worden, daß er über Tote und Lebendige heErr sei. du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du andrer, was ver⸗ achtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richtstuhl christi dargestellet werden; nach dem geschrieben stehet:»So wahr als ich lebe, spricht der hẽrr, mir sollen alle niee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott be⸗ kennen.« So wird nun ein jeglicher für sich selbst õott Rechenschaft ge⸗ ben. Darum laßt uns nicht mehr einer den andern richten; sondern dãs richtet vielmehr, daß niemand seinem bruder einen Anstoß oller Argernis darstelle. Evängelische Cektion. Joh. 14, 1 14.(sch bin der Weg, die Wahrheit und das leben.) Und er sprach zu seinen jüngern: Cuer herz erschrecke nicht. olaubet ihr un Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters hause sind viel Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die Stätte ju be⸗ reiten. Und ob ich hinginge, euch die Stätte ju bereiten, will ich doch wiederkommen, und euch ju mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: hErr, wir wissen nicht, wo du hingehest; und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das 111 Am 2. Sonntãag nach Ostern, genannt Misericordias Domini. Ceben niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch mei⸗ nen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: herr, zeige uns den vater, so genüget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennest mich nicht? Philippe, wer mich siehet, der siehet den Vater; wie sprichst du lenn: Zeige uns den Vater? 6lau⸗ best du nicht, daß ich im VUater, und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, derselbige tut die erke. 6laubet mir, daß ich im Vater, und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die erke auch tun, die ich tue, und wird größere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater, und wãs ihr bitten werdet in meinem namen, das will ich tun, auf daß der vater geehret werde in dem Sohne. as ihr bitten werdet in meinem namen, das will ich tun. nachmittags. Cektion dus dem Alten Testamente. hesekiel 34, 11- 16.(Ich will mich meiner herde selbst annehmen.) Denn so spricht der heErr, herr: Siehe, ich will mich meiner herde selbst annehmen, und sie suchen. Wie ein hirte seine Schafe suchet, wenn sie von seiner herde verirret sind, also will ich meine Schafe suchen, und will sie erretten von allen örtern, dahin sie zerstreuet waren zu der Zeit, da es trübe und finster war. Ich will sie von allen Völkern ausführen, und aus allen Ländern versammeln, und will sie in ihr Land führen, und will sie weiden auf duen Bergen Israels und in allen Nuen und auf allen Angern les Candes. Ich will sie auf die beste Weide führen, und ihrehürden wer⸗ den auf den hohen bergen in Israel stehen; daselbst werden sie in sanf⸗ ten hürden liegen, und fette Weide haben auf den Bergen J7sraels. Ich will selbst meine Schafe weiden, und ich will sie lagern, spricht der hErr, hErr. Ich will das Uerlorene wie⸗ dersuchen, und das Verirrte wieder⸗; bringen, und das Verwundete ver⸗ binden, und des Schwachen war⸗ ten; und was fett und stark ist, will ich behüten, und will ihrer pflegen, wie es recht ist. Cektion aus dem Neuen Testamente. 1. Petri 4, 12 19.(Der õeist der herrlichkeit in der Schmach.) Ihr Lieben, lasset euch die hitze, so euch begegnet, nicht befremden,(die euch widerfährt, daß ihr versuchet werdet) als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der offenbarung sei⸗ ner herrlichkeit freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmähet werdet über dem namen christi; denn der õeist, der ein õeist der herrlichkeit und öottes 11² hjgEEE WaAm 3. Sonntäg nach ostern, genannt Jubilate. WWMW ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er ge⸗ priesen. Niemand aber unter euch leide als ein örder oder Dieb oder Übeltäter, oder der in ein fremd amt greist. Ceidet er aber als ein christ, so schäme er sich nicht; er ehre aber õott in solchem fall. Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem hause Gottes. So aber ju⸗ erst an uns, was will es für ein Ende werden mit denen, die dem Cvangelio Gottes nicht glauben? Und so der õerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen, als dem treuen Schöpfer, in guten Werken. um 3. Sonntag nach ostern, genannt Jubilate. ö vormittags. Cpistel. 1. petri 2, 1118.(Als die fremdlinge und pilgrime.) Cieben Brüder, ich ermahne euch, als die fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen üsten, welche wider die Seele strei⸗ ten, und führet einen guten Wan⸗ del unter den heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Ubel⸗ tätern, eure guten Werke sehen, und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid unter⸗ tan aller menschlichen Orͤnung um des herrn willen, es sei dem soͤnige, als dem obersten, oder den haupt⸗ leuten, als den 6esandten von ihm jur Rache über die Ubeltäter und ju Lobe den frommen. denn das ist der Wille õottes, daß ihr mit Wohl· tun verstopfet die Unwissenheit der törichten enschen, als die freien, und nicht, als hättet ihr die freiheit jum Deckel der Bosheit, sondern als die snechte Gottes. Tut chre jedermann. habt die Brüder lieb. fürchtet 6ott. Chret den sönig. Iyr snechte, seid untertan mit aller furcht den herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. Evangelium. Joh. 16, 16 23.(Cure freude soli niemand von euch nehmen.) Uber ein seleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber über ein slei⸗ nes, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etlichẽ unter seinen jüngern unter. emander: Was ist das, das er sagt ju uns: Uber ein seleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein stleines, so werdet ihr mich se⸗ hen, und daß ich zum Vater gehe? Dã sprachen sie: Was ist das, das er sagt: Uber ein sͤleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fragt ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Über ein gleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdlet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich jreuen; ihr 11³ KRMW Am 3. Sonntag nach ostern, genannt Jubilate. N aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebie⸗ ret, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist kommen. Wenn sie aber dlãs stind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der freude willen, daß der ensch zur Weit ge⸗ boren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wie⸗ dersehen, und euer herz soll sich freu⸗ en, und eure freude soll niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Epistolische Cektion. 1. Joh. 3, 1-6.(Wir werden ihn sehen, wie er ist. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes stin⸗ ler sollen heißen! Darum kennet euch die Lelt nicht; denn sie kennet ihn nicht. eine Lieben, wir sind nun Gottes sinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein wer. den. Wir wissen aver, wenn es er⸗ scheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche hoffnung hat ju ihm, der reiniget sich, gleich wie er auch rein ist. Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist dlas Unrecht. Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre sSünde wegnehme, und ist nkeine Sünde in ihm. Wer in ihm blei⸗ bet, der sündiget nicht; wer da sündiget, der hat ihn nicht gesehen, noch erkannt. Evängelische Lektion. Joh. 12, 20- 26. Die Zeit ist kommen, daß des menschen Sohn verkläret werde.) Es Waren aber etliche öriechen un⸗ ter denen, die hinaufkommen wa⸗ ren, daß sie anbeteten auf das fest. Die traten zu philippo, der von Bethsaida aus Galiläa war, baten ihn, und sprachen: herr, wir woll⸗ ten Jesum gerne sehen. Philippus kommt, und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagten es weiter Jesu. Jesus aber antwor⸗ tete ihnen und sprach: Die Zeit sst Rommen, daß des menschen Sohn verkläret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, ddaß das eizenkorn in die Erde falle, und ersterbe, so bleibt es allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel früchte. Wer sein Leben lieb hat, der wird es ver⸗ lieren; und wer sein Leben in die⸗ ser Welt hasset, der wird es erhalten zum ewigen Leben. Wer mir die⸗ nen will, der folge mir nach; undd wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 23.(Der hẽrr ist mein hirte.) Der herr ist mein hirte mir wird auf einer grünen Aue, und füh · nichts mangeln. Er weidet michret mich zum frischen Wasser; er 11⁴ MWW Wum 4. Sonntag nach ostern, genannt Cantate. W lt ge⸗ nun Wie⸗ freu· d von oigen agen. u, der auch r tut le ist dlaß unsre keine blei⸗ + dd ehen, N lenn, Erde 't es t, so sein ver- dlie⸗ alten dlie⸗ und sener enen hren. füh erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Lisch gegen meine feinde. Du sal. best mein haupt mit öl, und schenkest mir voll ein. utes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im hause des hérrn im⸗ merdar. Cektion aus dem neuen Testamente. 2. Tim. 1, 3 14.(Der heilige Ruf.) Ich danke 6ott, dem ich diene von meinen voreltern her in reinem 6e⸗ wissen, daß ich ohne Unterlaß dein gedenke in meinem õebet Tag und lacht. Und mich verlanget, dich ju sehen, wenn ich denne an deine Tränen, auf daß ich mit freude er⸗ füllet würde; und erinnere mich des ungefärbten ölaubens in dir, welcher juvor gewohnet hat in dei⸗ ner öroßmutter Loĩs und in deiner mutter Cunike; bin aber gewiß, daß auch in dir. Um welcher Sache willen ich dich erinnere, daß du er⸗ weckest die õabe Gottes, die in dir ist durch die Nuflegung meiner hände. denn Gott hat uns nicht ge⸗ geben den õeist der furcht, sondern der straft und der LCiebe und der Zucht. Darum so schäme dich nicht des Zeugnisses unsers herrn, noch meiner, der ich sein 6ebundener bin, sondern leide dich mit dem Cvangelio, wie ich, nach der straft Gottes; der uns hat selig gemacht, und berusen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, die uns gegeben ist in christo Jesu vor der Zeit der Welt, jetzt aber ossenbaret durch die Er⸗ scheinung unsers heilandes Jesu christi, der dem Tode die macht hat genommen, und das eben und ein unvergänglich Wesen an das Licht gebracht durch das Evange⸗ lium, zu welchem ich gesetzt bin ein prediger und Rpostel und Leh· rer der heiden. Um welcher Sache willen ich solches leide; aber ich schäme michs nicht; denn ich weiß, an welchen ich glaube, und bin gewiß, daß er kann mir meine Bei⸗ lage bewahren bis an jenen Tag. halte an dem Vorbilde der heil⸗ samen Worte, die du von mir ge⸗ höret hast, vom 6lauben und von der Liebe in Christo Jesu. Diese gute Beilage vewahre durch den heiligen Geist, der in uns wohnet. um 4. Sonntag nach Ostern, genannt Cantate. vVormittags. Cpistel. Zan. 1, 12—21.(õezeuget durch das Wort der Wahrheit.) Selig ist der mann, der die Anfech⸗ tung eraͤuldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die srone des niemand sage, sebens empfangen, welche õott ver⸗ heißen hat denen, die ihn lieb haben. wenn er versucht 1⁵ wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott ist nicht ein Ver⸗ sucher zum Bösen, er versuchet nie; mand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eignen Cust gereizet und gelocket wird. Darnach, wenn die Lust empfangen hãt, gebieret sie die Sünde; die Sün⸗ de aber, wenn sie vollendet ist, ge⸗ bieret sie den Tod. Irret nicht, lieben Brüder. Alle gute öabe und alle vollkommene 6abe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Ver⸗ änderung, noch WDechsel des Lichts W Am 4. Sonntag nach ostern, genannt Cantate. MM und der finsternis. Er hat uns ge. zeuget nach seinem Willen durch dlas Wort der Wahrheit, auf daß wir wären érstlinge seiner srea⸗ turen. Darum, lieben Brüder, ein jeglicher mensch sei schnell,z uhören: langsam aber, zu reden, und lang. sam zum Zorn. denn des menschen Jorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Un⸗ sauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanst⸗ mut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Evangelium. Joh. 16, 5 15.(Es ist euch gut, daß ich hingehe.) nun aber gehe ich hin zu dem, dersehet; um das õericht, daß der fürst mich gesandt hat; und niemand dieser Welt gerichtet ist. Ich habe unter euch fragt mich: Wo gehest du hin? Sondern, dieweil ich sol⸗ ches zu euch geredet habe, ist euer herz voll Trauerns worden. Aber ich saͤge euch die Lahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber hin; gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der Wird die Welt strafen um die Sünde und um die õerechtigkeit und um das Gericht: Um dlie Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um dlie õe⸗ rechtigkeit aber, daß ich jvum Vater gehe. und ihr mich hinfort nicht euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der 6eist der aͤhrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wirdnicht von ihm selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Derselbige wird mich verklären; denn von dem meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der vater hat, das ist mein. Darum häbe ich gesagt: Er wird es von dem meinen nehmen, und euch verkündigen. Epistolische Cektion. 2. Tim. 2, 8 13.(Sterben wir mit, so werden wir mit leben.) Halte im Gellächtnis Jesum Chris⸗ich mich leide bis an die Bande als tum, der auferstanden ist von denein Ubeltäter; aber õottes Wort ist Toten, aus dem Samen Davids, nach nicht gebunden. Darum dulde ich meinem kvangelio; über welchem alles um der Ruserwählten willen, 11⁰ EEE — SSSH IIE oeeee ⅛yʃF¾FFFvFF oooe IW DWW Am 4. Sonntäg nach ostern, genannt Cantate. M auf daß auch sie die Seligkeit er⸗werden wir mit herrschen; ver⸗ langen in Christo Jesu mit ewiger leugnen wir, so wird er uns auch herrlichkeit. Das ist je gewißlich verleugnen; glauben wir nicht, so wahr: Sterben wir mit, so werden bleibet er treu; er kann sich selbst wir mit leben; dulden wir, so] nicht leugnen. Evängelische Lektion. Joh. 6, 60- 71.(Wollt ihr auch weggehen?) S ge⸗ lurch llaß creã· „Eein zren; ang⸗ schen recht Un⸗· und anst⸗ ist, selig Fürst hãabe ihr jenn heit, Falle licht was den, uer vird dem und ller rum von euch als t ist ich len, biele nun seiner Jünger, die das höreten, sprachen: Das ist eine harte Relle; wer kann sie hören? Da Jesus aber bei sich selbst merkte, daß seine Jünger darüber murreten, sprach er ju ihnen: Argert euch das? Wie, wenn ihr denn sehen werdet des Menschen Sohn auffahren dahin, dlã er zuvor war? Der seist ist es, der da lebendig macht; das fleisch ist kein nütze. Die orte, die ich rede, die sind õeist und sind Leben. Aber es sind etliche unter euch, die glau⸗ ben nicht. Denn Jesus wußte von Anfang wohl, welche nicht glau⸗ bend waren, und welcher ihn ver⸗ raten würde. Unã er sprach: Darum hãbe ich euch gesagt: iemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem vater gegeben. Von dem an gingen seiner Jünger viel hinter sich, und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weg⸗ gehen? Da antwortete ihm Simon petrus: héErr, wohin sollen wir gehen? du hast Worte des ewigen lebens; und wir haben geglaubet, und erkannt, daß du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus antwortete ihm: habe ich nicht euch Zwölfe erwählet? und euer einer ist ein Teufel. Er redete aber von dem Judas Simon Ischa- rioth; derselbige verriet ihn her⸗ nach, und war der Zwölfen einer. nächmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jesdias 57, 11- 21.(Er erquickt das herz der Zerschlagenen.) vor wem bist du so sorgfältig, und fürchtest also, so du doch mit Lügen umgehest, und denkest an mich nicht, und nimmst es nicht ju her⸗ zen? meinest du, ich werde allewege schweigen, daß du mich so gar nicht fürchtest? Ich will aber deine 6e⸗ rechtigkeit anzeigen und deine lUer- ke, daß sie dir kein nütze sein sollen. Wenn du rufen wirst, so laß dir deine haufen helfen. Aber der Lind wird sie alle wegführen, und Citel⸗ keit wird sie wegnehmen. Aber wer auf mich trauet, wird das Cand er;⸗ ben, und meinen heiligen Berg be⸗ sitzen, und wird sagen: machet bahn, machet Bahn, räumet den Weg, hebet die Anstöße aus dem UWege meines Volks! denn also spricht der hohe und Erhabene, der ewiglich wohnet, des Name heilig ist: Der ich in der höhe und im heiligtume wohne, und bei denen, so jerschlagenen und demütigen beistes sind, uf daß ich erquicke den Geist der oedemütigten und das 11⁷ herz der Zerschlagenen, ich will nicht immerdar hadern, und nicht ewiglich zürnen, sondern es soll von meinem Angesicht ein õeist weben, und ich will Odem machen. Ich war zornig über die Untugend ihres beizes, undl schlug sie, verbarg mich, und zürnete; da gingen sie hin und her im Wege ihres herzens. Aber da ich ihre Wege ansah, heilte ich sie, und leitete sie, und gab ihnen wie⸗ MMoN um 5. Sonntag nach ostern, genannt Rogate. MMM dler Trost, und denen, die über sene Ceid trugen. Ich will frucht der Lippen schaffen, die da predigen: friede, friede, beide denen in der ferne und denen in der nähe, spricht der hErr, und will sie heilen. Aber dlie Gottlosen sind wie ein ungestüm Meer, das nicht stille sein kann, und seine Wellen ot und Unflat aus⸗ werfen. Die Gottlosen haben nicht frieden, spricht mein Gott. Cektion àaus dem Ueuen Testamente. 2. Lim. 2, 14- 23.(Der hErr kennet die Seinen.) Solches erinnere sie, und bezeuge vor dem herrn, daß sie nicht um Worte zanken, welches nichts nütze ist, denn zu verkehren, die da zu; hören. Befleißige dich, õott ju er⸗ zeigen einen rechtschaffenen und unsträflichen Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit. Des ungeistlichen, losen 6eschwätzesent⸗ schlage dich; denn es hilft viel zum ungöttlichen Wesen. Und ihr Wort frißt um sich wie der strebs; unter welchen ist hymenäus und Phile⸗ tus, welche der Waͤhrheit gefehlet haben, und sagen, die Ruferstehung sei schon geschehen, und haben et⸗ licher 6lauben verkehret. Aber der feste örund 6ottes bestehet und hat dlieses Siegel: Der hErr kennet die Seinen; und: Es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den namen hristi nennet. In einem großen hãuse aber sind nicht allein goldene und silberne 6efäße, sondern auch hölzerne und irdene, und etliche ju Ehren, etliche aber zu Unehren. So nun semand sich reiniget von sol⸗ chen Leuten, der wird ein geheiligt faß sein zu den Chren, dem haus⸗ herrn bräuchlich, und zu allem gu⸗ ten Werk bereitet. fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der õe⸗ rechtigkeit, dem 6lauben, der Lie⸗ be, dem frieden mit allen, die den sErrn anrufen von reinem herzen. Aber der törichten und unnützen fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebären. Am 5. Sonntag nach Oostern, genannt Kogate. Vormittäags. Epistel. Zak. 1, 22—27.(Der reine und unbefleckte oottesdienst.) Seid aber Täter des Worts, und nichtsein leiblich Angesicht in einemspie⸗ hörer allein, damit ihr euch selbstgel beschauet. Denn, nachdem er sich betrüget. Ddenn so jemand ist ein beschauet hat, gehet er von Stund hörer des Worts, und nicht ein Tä⸗an davon, und vergißt, wie er ge⸗ ter, der ist gleich einem anne, derstaltet war. Wer aber durchschauet 118 MM am 5. Sonntag nach ostern, genannt Rogate. M in das vollommene besetz der frei heit, und darinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher hoͤrer, son⸗ dern ein Täter, derselbige wird se⸗ lig sein in seiner Tat. So aber sich semand unter euch läßt dunken, er dliene ott, und hält seine Zunge nicht im Zaun, sondern verführet sein herz, des Gottesdlienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottes· dienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer crübsal besuchen, und sich von der UWelt unbefleckt vehalten. Evangelium. Joh. 16, 23-33.(Bittet, Waährlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten wer⸗ det in meinem Namen, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort geredet. Es kommt aber die Zeit, llaß ich nicht mehr durch Sprich⸗ wort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem vbaͤter. An demselbigen Ta⸗ ge werdet ihr bitten in meinem na⸗ men. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von öott ausgegan⸗ gen bin. Ich bin vom bater ausge⸗ so werdlet ihr nehmen.) gangen, und kommen in die Welt; wiellerum verlaͤsse ich die Welt, und gehe zum vater. Sprechen ju ihm seine jünger: Siehe, nun redest du frei heraus, und sagst kein Sprich· wort. Nun wissen wir, daß du alle dingeweißt, undbedarfst nicht, daß dich jemand frage; darum glauben wir, daß du von õott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr. Siehe, es ommt dlie Stunde, und ist schon ommen, daß ihr zerstreuet werdet, ein seglicher in das Seine, und mich allein las⸗ set. Aber ich bin nicht allein denn der Vater ist bei mir. Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Epistolische Cektion. 1. im. 2, 1-6.(Fürbitte für alle menschen.) so ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue bitte, Gebet, fürhitte und Danksagung für alle menschen, für die öonige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein ru⸗ higes und stilles Leben führen mö⸗ gen in aller õottseligkeit und chr⸗ barkeit. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor õott, unserm heilande, welcher will, daß allen menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der Wahrheit ommen. denn es ist Ein õott und Ein mitt⸗ ler zwischen õott und den menschen, nämlich der mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle jur Erlösung, daß solches ju seiner Zeit geprediget würde. 110 NMDN Am 5. Sonntag nach ostern, genannt Rogate. MM Evaͤngelische Cektion. Joh. 17, 1— 11.(Ich bitte für die, die du mir gegeben hast.) Solches redete Jesus, und hub seine Augen auf gen himmel, und sprach: Vater, die Stunde ist hie, da du dei⸗ nen Ssohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläre; gleich wie du ihm acht hast gegeben über al⸗ les fleisch, auf daß er das ewige Le- ben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dlaß sie dich, da du allein wahrer bott bist, und den du gesandt haͤst, Jesumhristum, erkennen. Ichhabe dlich verklaret auf rden, und voll⸗ endet das Werk, das du mir gege; ben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich, du Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Delt war. Ich habe deinen amen offenbaret den menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und dlu hast sie mir gegeben, und sie ha⸗· ben dlein Wort behalten. Nun wis⸗ sen sie, daß alles, was du mir gege⸗ ben hast, sei von dir. denn dielborte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; und sie haben es an⸗ genommen, und erkannt wahrhaf⸗ tig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich ge⸗ sandt hast. Ich bitte für sie, und bitte nicht für die Welt, sondern für dlie, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, dlas ist mein; und ich bin in ihnen verkläret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der—Welt, und ich komme zu dir. heiliger Va; ter, erhalte sie in deinem amen, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleich wie wir. nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. Psalm 102, 12- 29.(Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen.) meine Tage sind dahin wie ein Schatten, und ich verdorrewie 6ras. Du aber, heErr, bleibest ewiglich, und dein 6edächtnis für und für. Du wollest dich aufmachen, und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnãdig seiest, und dlie Stunde ist kommen. Denn dei⸗ ne senechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, dla ihre Steine und stalk zugerich; tet würden; daß die heiden den namen des herrn fürchten, und alle stönige auf Erden deine Chre, daß der hrr Zion bauet, und er; scheinet in seiner Chre. Er wendet sich zum 6ebet der Verlassenen, und verschmähet ihr oebet nicht. Das werde geschrieben auf die nach⸗ kommen; und das Volk, das ge⸗ schäffen soll werden, wird den hErrn loben. Denn er schauet von seiner heiligen höhe, und der hẽrr siehet vom himmel auf Erden, daß er das Seußzen des 6efangenen höre, und losmache dlie sinder des Todles; auf daß sie zu Zion predi⸗ gen den namen des herrn und sein Lob zu Jerusalem, wenn die Völker zusammenkommen und die 12⁰ det ud Jds ch⸗ ge· len on Err aß len les lli- nad lie lie MWMMMMMMN himmelfahrt. MNNNNNMMDNNNM stönigreiche, dem heErrn zu dienen. er demütiget auf dem Wege meine straft, er verkürzet meine Tage. Ich sage: Mein 6ott, nimm mich nicht weg in der hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die rde gegründet, und die himmel sind deiner hände Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle ver⸗ alten wie ein oewand; sie werden verwandelt wie ein sleid, wenn du sie verwandeln wirst; du aber bleibest, wie du bist, und deine jahre nehmen kein Ende. Die seinder deiner nechte werden blei· ben, und ihr Same wird vor dir gedleihen. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Thess.5, 14-25.(Beten und danken.) Uir ermahnen euch aber, lieben brüdler, vermahnet die Ungejoge⸗ nen, tröstet die leinmütigen, tra⸗ get die Schwachen, seig geduldig gegen jedermann. Sehet ju, daß niemand Böses mit Bösem jemand vergelte, sondern allezeit saget dem Guten näch, beide untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille ottes in christo Jesu an euch. den 6eist dämpfet nicht, die Weissagung verächtet nicht, prüfet aber alles und das õute be⸗ haltet. Meidet allen bösen schein. er aber, der õott des friedens, heilige euch durch und durch, und euer õeist ganz, samt der Seele und Leib, müsse behalten werden unsträflich auf die Zukunft unsers herrn Jesu christi. õetreu ist er, der euch rufet, welcher wird es auch tun. LCieben brüder, betet für uns. himmelfahrt. Vormittägs. Cpistel. apgsch. 1, 1—11.(er ward aufgehoben zusehends.) Die erste Rede habe ich war getan, lieber cheophile, von alle dem, das Jesus anfing, beide ju tun und zu lehren bis an den Tag, da er aufge⸗ nommen ward, nachdem er den Aposteln(welche er hatte erwählet) durch den heiligen õeist Bejehl ge⸗ tan hatte, welchen er sich nach sei· nem seiden lebendig erzeiget hatte durch mancherlei Crweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verhei⸗ ßung dles Vaters, welche ihr habt gehöret(prach er) von mir; denn johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so ju· sammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: hErr, wirst dlu auf diese Zeit wieder aufrichten daãs Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebühret euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der vater seiner macht vorbehalten hat; sondern ihr werdet die fraft 121 NMNNNNMNMNNMNNN himmelfahrt. NNMNNNMNNNN dles heiligen 6eistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judãa und Sãmaria und bis an das Ende der Erde. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nach; sahen gen himmel fahrend, siehe, ddã stunden bei ihnen zween män⸗ ner in weißen sleidern, welche auch sagten: Ihr männer von 6a⸗ lilãa, was stehet ihr und sehet gen himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen himmel fahren. Evangelium. Marci 16, 14- 20.(Er ward aufgehoben gen himmel.) Zuletzt, da die Elfe zu Tische saßen, offenbarte er sich, und schalt ihren Unglauben und ihres herzens här⸗ tigkeit, daß sie nicht geglaubet hat⸗ ten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: behet hin in alle Lelt, und prediget dlas Evangelium aller streatur. Wer dlã glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammet wer⸗ den. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem namen wer⸗ len sie Teufel austreiben, mit neu⸗ en Zungen reden, Schlangen ver. treiben, und so sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht scha⸗ den; auf die stranken werden sie dlie hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der hErr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, wärd aufgehoben gen himmel, und sitzet zur rechten hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predig⸗ ten an allen orten; und der hErr wirkte mit ihnen, und bekräftigte dlãs Lort durch mitfolgende Zeichen. Epistolische Cektion. Ebr.9, 24— 10, 14.(Christus vor dem Angesichte õottes für uns.) Dennchristus ist nicht eingegangen in das heilige, so mit händen ge⸗ macht ist,(welches ist ein õegenbild dler Rechtschaffenen sondern in den himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesichte õottes für uns; auch nicht, daß er sich oftmals opfere, gleich wie derhohepriester gehet alle Jahre in das heilige mit fremdem Blut; sonst hätte er oft müssen lei⸗ dlen vom Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er Ein· mal erschienen, durch sein eigen opfer die Sünde außßzuheben. Und wie den menschen ist gesetzt, Ein⸗ mal ju sterben, darnach aber das bericht; also ist Christus Cinmal ge⸗ opfert, wegzunehmen vieler Sün⸗ den; jum andern mal aber wird er ohne Sünde erscheinen denen, dlie auf ihn waͤrten, zur Seligkeit. Denn das Gesetz hat den Schatten von den zuͤkünftigen 6ütern, nicht ddas Wesen der 6üter selbst, alle jahre muß man opfern immer einerlei opfer, und kann nicht, die da opfern, vollkommen machen; sonst hätte das Opfern aufgehöret, 12² ———9 55—„„5„————8 SIIAEEOOEOCNIIIIIIAAD SöIAM MMMNMMNMDMNMNN himmelfahrt. MNMNNNNMNNNN wo die, so am Gottesdienst sind, kein õewissen mehr hätten von den sünden, wenn sie inmal gereini⸗ get wären. Sondern es geschiehet nur durch dieselbigen ein Gedächt⸗ nis der Sünden alle Jahre. Denn es ist unmöglich, durch ochsen und Bocksblut Sünden wegnehmen. darum, aͤ er in die Welt kommt, spricht er:»„opfer und 6aben hast du nicht gewollt, den Ceib aber hast du mir zubereitet; Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme, im Buch stehet vornehmlich von mir geschrieben, daß ich tun soll, Gott, deinen Willen.« Droben als er ge⸗ sagt hatte:»opfer und Gaäben, Brandopfer und Sündopfer häst du nicht gewollt, sie gefallen dir Oder: Psalm 110.(Setze Der hErr sprach ju meinem herrn: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine feinde jum Schemel deiner füße lege. Der heErr wird das Zep- ter deines Reichs senden aus Zion. herrsche unter deinen feinden! nach deinem Sieg wird dir dein Volk wil⸗ liglich opfern in heiligem Schmuck. deine Kinder werden dir geboren wie dler Tau aus der morgenröte. Der herr hat geschworen, und wird auch nicht«,(welche nach dem 6e⸗ setz geopfert werden) da sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun, Gott, deinen Willen.« Da hebt er das erste auf, daß er das andre einsetze. In welchem Willen wir sind gehei⸗ liget, einmal geschehen durch das opfer des eibes Jesu christi. Und ein jeglicher priester ist eingesetzt, daß er alle Tage õottesdienst pflege, und ostmals einerlei opfer tue, wel che nimmermehr können die Sün⸗ den abnehmen. Dieser aber, da er hat Ein Opfer für die Sünde ge⸗ opfert, das ewiglich gilt, sitzt er nun zur Rechten õottes, und wartet hin⸗ fort, bis daß seine feinde jum Sche⸗ mel seiner füße gelegt werden. Denn mit Einem opfer hat er in&wigkeit vollendet, die geheiliget werden. dich zu meiner Rechten.) iyn nicht gereuen:»du bist ein priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.« Der herr zu deiner Rechten wird zerschmeißen die Kö⸗ nige zur Zeit seines Zorns; er wird richten unter den heiden; er wird große Schlacht tun; er wird zer⸗ schmeißen das haupt über große Lande. Er wird trinken vom bBach auf dem Wege; darum wird er das haupt emporheben. Epängelische Lektion. Joh. 17, 12- 26.(Nun aber Komme ich zu dir.) Dieweil ich bei ihnen war in der Ueit, erhielt ich sie in deinem ma⸗ men. Die du mir gegeben haͤst, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren, ohne das ver⸗ lorne seind, daß die Schrift erfüllet würde. nun aber komme ich ju dir, und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine freu⸗ de vollkommen. Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Weit hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor 12³ MMMM Mood himmelfahrt. MNMS MS D Do dem ÜUbel. Sie sind nicht von der UWelt, gleich wie auch ich nicht von dler Welt bin. heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahr⸗ heit. 6leich wie du mich gesanddt hãst in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden. Auf daß sie alle eins seien, gleich wie du, vater, in mir, und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Weit glaube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gegeben die herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleich wie wir eins sind, ich in ihnen, und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins, und die Lelt erkenne, daß du mich gesandt hast, und lie⸗ best sie, gleich wie du mich liebest. Vater, ich will, daß wo ich bin, auch llie beĩ mir seien, die du mir gege⸗ ben hast, daß sie meine herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn dlie lbelt gegründet ward. õerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese er⸗ kennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen namen kund getan, und will ihnen kund tun, auf daß die LCiebe, damit du mich liebest, sei in ihnen, und ich in ihnen. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 1. Mos. 14, 14—20.(Priester und önig.) Als nun Abram hörte, daß sein Brudler gefangen war, wappnete er seine nechte, drei hundert und achtjehn, in seinem hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan; und teilte sich, fiel des nachts über sie mit seinen nechten, und schlug sie, und jagte sie bis gen hoba, dlie zur LCinken der Stadt Damaskus liegt; und brachte alle habe wieder, dlazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner habe, auch die Weiber und llds Uolk. Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedlor-Caomor und der sönige mit ihm, ging ihm entgegen der önig von Sodom in das feld, das ftönigstal heißt. Aber meichisedek, der önig von Salem, trug Brot und Wein her. vor. Und er war ein Priester õottes dles höchsten. Und segnete ihn, und sprach: Gesegnet seist du, Abram, dem höchsten ott, der himmel und Erde besitzet; und gelobet sei 6ott, der höchste, der deine feinde in deine hand beschlossen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von allerlei. Cektion àus dem Ueuen Testamente. 1. Petri 3, 1 22. Ohm ist alles untertan.) heiliget aber ott den herrn inder rund fordert der hoffnung, kuren herzen. Seid aber allezeit be⸗die in euch ist, und das mit Sanst. reit jur Verantwortung jedermann, mütigkeit und furcht; und habtein 12⁴ W gut euch uf schn dlel es( Dol Übe stus ten rech und W W Am b. Sonntäg nach ostern, genannt xaudi. NM Idu men nne, lie⸗ best. Uch ege- keit aãst; enn hter icht; er- ãst. nen und du ich hm lom ißt. von her- ttes Ind um, mel sei nde Ind ten ug, uft⸗ ein gut õewissen, auf daß die, so von euch afterreden als von ubeltätern, zu schanden werden, daß sie ge⸗ schmähet haben euren guten Wan⸗ del in Christo. Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, daß ihr von Wohltat wegen leidet denn von Ubeltat wegen. Sintemal auch Chri⸗ stus einmal für unsre Sünde gelit⸗ ten hat, der õerechte für die Unge⸗ rechten, auf daß er uns õott opferte, und ist getötet nach dem fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In demselbigen ist er auch hingegangen, und hat geprediget len õeistern im öefängnis, die etiwa nicht glaubten, da õott einstmals harrete, und eduld haͤtte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurüstete, in welcher wenige, das ist acht Seelen, behalten wurden durchs Wasser; welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am fleisch, son⸗ dern der Bund eines guten 6ewis⸗ sens mit Gott, durch die Auferste⸗ hung Jesu christi, welcher ist zur kechten oottes in den himmel ge⸗ fahren, und sind ihm untertan dlie Engel und die ewaltigen und dlie strafte. Am 6. Sonntag nach Ostern, genannt Exaudi. ormittags. Epistel. 1. petri 4, 8 11.(Die guten haushalter der mancherlei 6nade Gottes.) So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine brünstige liebe; denn die Ciebe decket auch der Sünden menge. Seid gastfrei untereinander ohne murmeln. Und dienet einander, ein jeglicher mit der 6abe, die er empfangen hät, als die guten haushalter der mäncherlei 6nade Gottes. So se⸗ mand redet, daß er es rede als Got- tes Wort. So jemand ein Amt haͤt, dlaß er es tue als aus dem Vermö⸗ gen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen sott gepriesen werde durch Jesum christum, welchem sei Chre und 6ewalt von Cwigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Joh. 15, 26— 16, 4.(Der Geist der Wahrheit wird zeugen von mir.) Uenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom bater, der õeist der Waͤhrheit, der vom Vater ausgeht, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch jeugen; denn ihr seid von An⸗ fang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tötet, wird meinen, er tue bott einen dienst daran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater noch mich er; kennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kom⸗ men wird, daß ihr daran gedenket, dlaß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war beĩ euch. 12⁵ NM Am 0. Sonntag nach ostern, genannt Exaudli. W Epistolische Lektion. ol. 3, 111. Guchet, was droben ist.) Seid ihr nun mit Christo auferstan; dlen, so suchet, was droben ist, da christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, das dro- ben ist, nicht nach dem, das auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit christo in õott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch osfenbar wer⸗; den mit ihm in der herrlichkeit. So tötet nun eure õlieder, die auf Er- den sind, hurerei, Unreinigkeit, schändliche Brunst, böse Lust und den õeiz, welcher ist Abgötterei, um welcher willen kommt der Zorn Gottes über die sinder des Unglau⸗ bens; in welchen auch ihr weiland gewandelt habt, da ihr drinnen lebtet. Nun aber leget alles ab von euch, den Zorn, 6rimm, bosheit Lästerung, schandbare Worte aus eurem munde. Lüget nicht unter⸗ einander ziehet den alten enschen mit seinen Werken aus, und ziehet den neuen an, der da verneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Cbenbilde des, der ihn geschaffen hat; dla nicht ist orieche, Jude, be. schneicung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, senecht, freier, sondern alles und in allen Christus. Evaͤngelische Lektion. Joh. 7, 28- 39.(Ströme lebendigen Wassers.) Dã rief Jesus im Tempel, lehrte, und sprach: Ja, ihr kennet mich, und wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst bin ich nicht kom⸗ men, sondern es ist ein Wahrhafti⸗ ger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennet. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Da suchten sie, ihn zu greifen; aber niemand legte hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht kommen. Aber viele vom Volk glaubten an ihn, und sprachen: Uenn christus kommen wird, wird er auch mehr Zeichen tun, denn die⸗ ser tut? Und es kam vor die Phari⸗ säer, daß das Volk solches von ihm murmelte. Da sandten diepharisäer und hohenpriester snechte aus, daß sie ihn griffen. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin ju dlem, der mich gesandt hat. Ihr werdlet mich suchen und nicht fin⸗ den; und da ich bin, könnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden untereinander: Wo will dieser hingehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er unter die riechen gehen, die hin und her zerstreuet liegen, und die õriechen lehren? Was ist das für eine Rede, daß er saget: Ihr werdet mich su⸗ chen, und nicht finden; und wo ich bin, da könnet ihr nicht hinkom⸗ men? Aber am letzten Taͤge des festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der Komme zu mir, und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen 12⁰ W Am b. Sonntäag nach ostern, genannt Cxauai. NWM Wassers fließen. Das sagte er aber denn der heilige 6eist war noch von dem seist, welchen empfan⸗nicht da; denn Jesus war noch nicht gen sollten, die an ihn glaubten; verkläret. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Psalm 42.(meine Seele dürstet nach Gott.) Wie der hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, õott, zu dir. meine Seele dürstet nach Gott, näach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? meine Tränen sind meine Speise Tag und nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein õott? Lenn ich denn des inne werde, so schütte ich mein herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hin⸗; gehen mit dem haufen, und mit ihnen wallen jum hause Gottes mit frohlocken und Danken unter dem haufen, die da feiern. Was betrü⸗ best du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Ange⸗ sicht. Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und hermonim, auf dem kleinen Berge. Deine fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der hErr hãt des Tages ver eißen seine Güte, und des UNachts singe ich ihm, und bete ju ott meines Lebens. Ich sage ju Gott, meinem fels: Warum haͤst du mein vergessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein feind mich dränget? Es ist als ein ord in meinen bei⸗ nen, daß mich meine feinde schmã⸗ hen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein õott? Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? haͤrre auf Gott; dlenn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts hilfe und mein ott ist. ektion aus dem Ueuen Testamente. Jak. 1, 211.(himmlischer Sinn.) Meine lieben Brüder, achtet es eitel freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet, und wisset, daß euer 6laube, so er rechtschaffen ist, õeduld wirket. Die õeduld aber soll fest bleiben bis ans Ende, auf daß ihr seid vollkommen und ganz, und keinen mangel habet. So aber semand unter euch Weisheit man⸗ gelt, der bitte von õott, der da gibt einfältiglich jedermann, und rückt es niemand auf, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im 6lauben, und zweifle nicht; denn wer dã zweijelt, der ist gleich wie die meereswoge, die vom Winde ge⸗ trieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, daß er etiwas von dem heErrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig in al⸗ len seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner 12²⁷ NMMMMMNNMNMDNMN I. Pfingsttag. MMMNNIN höheʒ und der da reich ist, rühme sich und das 6ras verwelket, und die seiner uiedrigkeit; denn wie eine Blume fällt ab, und seine schöne Blume des õrases wird er vergehen. Gestalt verdirbt: also wird der Die Sonne gehet auf mit der hitze, Reiche in seiner habe verwelken. I. Pfingsttag. Vormittags. Epistel. Apgsch. 2, 1—18.(Sie wurden alle voll des heiligen eistes.) Und als der Tag der Pfingsten erfül · let war, waren sie alle einmütig beieinander. Und es geschah schnell ein Brausen vom himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte dlas ganze haus, da sie saßen. Und man sah an ihnen die Zungen zer. teilet, als wären sie feurig; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und fingen an, zu predligen mit andern Zungen, nach dem der 6eist ihnen gab auszuspre⸗ chen. Es waren aber Juden zu Je⸗ rusalem wohnend, die waren got⸗ tesfürchtige männer, aus allerlei Volk, das unter dem himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die menge zusammen, und wurden verstürzt; denn es hörte ein segli⸗ cher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich, und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht dliese alle, die da reden, aus Gali⸗ laa? Wie horen wir denn ein jeg⸗ licher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und meder und tlamiter, und die wir wohnen in mesopotamien und in Judäa und fappadozien, Ppontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Agypten und an den Enden der Libyen bei styrene und Rusländer von Rom, Juden und Judengenos⸗ sen, sreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden. Sie entsetzten sich aber alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem an⸗ llern: Was will das werden? Die andern aber hatten es ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll süßen eins. Da trat petrus auf mit den Elfen, hub auf seine Stimme, und redete zu ihnen: Ihr Juden, lieben männer, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund getan, und laßt meine Worte zu euren ohren eingehen. denn dliese sind nicht trunken, wie ihr wähnet; sintemal es ist die dritte Stunde am Tage; sondern das ist es, das durch den Propheten Joel zuvor gesaͤgt ist:»Und es soll ge⸗ schehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will ausgießen von mei⸗ nem 6eist auf alles fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sol⸗ len weissagen, und eure Jüng⸗ linge sollen 6esichte sehen, und eure Altesten sollen Träaume haben; und auf meine snechte und auf meine mägde will ich in denselbi⸗ gen Tagen von meinem 6eiste aus⸗ gießen, und sie sollen weissagen.⸗ 128 959.„„.„„‚‚„‚³‚K6Trr‚ʃ‚—9*„. 4 KENKN qCICIIAIJIc‚x NM dldie chöne ller ln. WSMopMopopopʒ 1. vfingsttag. MNNNNMN Evangelium. Joh. 14, 15 31.(ch will euch nicht Waisen lassen.) Liebet ihr mich, so haltet meine õe⸗ bote. Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Trö⸗ ster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den seist der Wahrheit, welchen die Welt nicht zann emp⸗ fangen; denn sie siehet ihn nicht, und kennet ihn nicht. IJhr aber ken⸗ net ihn; denn er bleibet bei euch, und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch um ein seleines, so wird mich die Welt nicht mehr se⸗ hen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An dlemselbigen Tage werdet ihr erken⸗ nen, daß ich in meinem Vater bin, und ihr in mir, und ich in euch. Wer meine õebote hat, und hält sie, der ist es, der mich liebet. Ver mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben, und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischarioth: hErr, was ist es, daß du uns dlich willst offenbaren, und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach ju ihm: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten; und mein vater wird ihn lieben, und wir wer⸗ den zu ihm kommen, und ohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige eist, welchen mein Vater senden wird in meinem namen, derselbige wird es euch alles lehren, und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den frieden lasse ich euch, meinen frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Uelt gibt. Euer herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Jhr habt ge⸗ höret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und Romme wieder zu euch. hättet ihr mich lieb, so wür⸗ det ihr euch freuen, daß ich gesagt hãbe: Ich gehe zum Vater; denn der vater ist größer denn ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt er⸗ kenne, daß ich den Vater liebe, und ich also tue, wie mir der Vater ge⸗ boten hat: stehet auf, und lasset uns von hinnen gehen. Epistolische Cektion. Ephes. 1, 3- 23.(Dãs haupt der õemeine über alles.) Gelobet sei 6ott und der Vater un⸗let hat durch denselbigen, ehe der sers hErrn Jesu christi, der uns ge⸗Welt örund gelegt war, daß wir segnet haͤt mit allerlei geistlichem sollten sein heilig und unsträflich Segen in himmlischen öütern dͤurch vor ihm in der Lieve; und hat uns christum. Wie er uns denn erwwäh⸗verordnet zur indschaft gegen ihn 120 DWNNNMNNNNMNNNMN I. pfingsttag. MNNNNNNNN selbst durch Jesum Christum, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zu Lobe seiner herrlichen 6nade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem 6eliebten, an wel⸗ chem wir haben die ërlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner 6önade, welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weis· heit und slugheit. Und hat uns wissen lassen das öeheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen, und hat dasselbige hervorgebracht durch ihn, daß es gepredigt würde, da die Zeit erfüllet war, auf daß alle Dinge zusammen unter ein haupt verfasset würden in christo, beide das im himmel und auf Er⸗ den ist, durch ihn selbst, durch wel⸗ chen wir auch zum Erbteil kommen sind, die wir juvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirket nach dem kat seines illens, auf daß wir etwas seien zu Lobe sei⸗ ner herrlichkeit, die wir zuvor auf christum hoffen; durch welchen auch ihr gehöret habt das Wort der Wahrheit, nämlich das Cvangeli⸗ um von eurer Seligkeit; durch wel⸗ chen ihr auch, dã ihr glaubetet, ver · siegelt worden seid mitdemheiligen Geist dler Verheißung, welcher ist das Pfand unsers Erbes zu unsrer Erlösung, daß wir sein Eigentum würden zur Lobe seiner herrlichkeit. Darum auch ich, nachdem ich gehö⸗ ret habe von dem 6lauben bei euch an den hẽrrn Jesum und von euer Ciebe zu allen heiligen, höre ich nicht auf, zu danken für euch, und ge⸗ denke euer in meinem Gebet, daß der õott unsers heErrn Jesu Christi, der Vater der herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der of⸗ fenbarung zu seiner selbst rkennt⸗ nis, und erleuchtete Rugen eures verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die hoffnung eures Berufs, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes an seinen heiligen, und welche da sei die überschwengliche 6röße seiner serãast an uns, die wir glauben nach der birkung seiner mächtigenStär⸗ ke, welche er gewirket hat in Chri⸗ sto, da er ihn von den Toten auf⸗ erwecket hat und gesetzt zu seiner Rechten im himmel, über alle für⸗ stentümer, oewalt, maͤcht, herr⸗ schaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen; und hat alle Dinge unter seine füße getan, und hat ihn gesetzt zum häupt der 6emeine über alles, welche da ist sein Leib, nämlich die fülle des, der alles in allem erfüllet. oder: hes. 36, 22-28.(sch will euch einen neuen beist geben.) darum sollst du zu dem hause 78- rael sagen: S8o spricht der herr, herr: Ich tue es nicht um euretwil⸗ len, ihr vom hause Jsrael, sondern um meines heiligen Namens wil⸗ len, welchen ihr entheiliget habt unter den heiden, zu welchen ihr kommen seid. Denn ich will meinen großen namen, der durch euch vor den heiden entheiligt ist, den ihr unter denselbigen entheiliget habt, heilig machen. Und die heiden sol⸗ len erfahren, daß ich der herr sei, spricht der herr, heErr, wenn ich 15⁰ FFFFFFF FF reeeeee WWMMWMMMMM I. pfingsttag. DDNMNNNN mich vor ihnen an euch erzeige, daß ich heilig sei. Denn ich will euch aus den heiden holen, und euch aus allen Canden versammeln und wieder in euer Land führen. Und will rein Wasser über euch spren⸗ gen, daß ihr rein werdet. Von aller eurer Unreinigkeit und von allen euren õötzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neu herz, und einen neuen 6eist in euch geben, und will das steinerne herz aus eu⸗ rem fleisch wegnehmen, und euch ein fleischern herz geben; ich will meinen 6eist in euch geben, und will solche Leute aus euch machen, die in meinen 6eboten wandeln und meine Rechte halten, und dar; nach tun. Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gege⸗ ben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer õott sein. Evangelische Lektion. Joh. 15, 17. Och bin ein rechter Weinstock.) Ich bin ein rechter Weinstock, und mein vater ein Weingärtner. Einen seglichen Keben an mir, der nicht frucht bringet, wird er wegneh⸗ men; und einen seglichen, der da frucht bringet, wird er reinigen, dlaß er mehr frucht bringe. Yr seid setzt rein um des Worts willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibet in mir, und ich in euch. leich wie der kebe kann keine frucht bringen von ihm selber, er bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringet viel frucht; denn ohne mich könnet ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird wegge⸗ worfen, wie ein Rebe, und verdor⸗ ret, und man sammelt sie, und wirft sie ins feuer, und muß bren⸗; nen. Sso ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, wer⸗ det ihr bitten, was ihr wollt, und es Wird euch widerfahren. nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. Jesaias 62.(Die herrlichkeit des neuen Jerusalems.) Um Zions willen so will ich nicht schweigen, und um Jerusalems wil⸗ len so will ich nicht innehalten, bis dlaß ihre õerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz, und ihr heil entbrenne wie eine fackel; daß die heiden se⸗ hen deine Gerechtigͤkeit und alle stönige deine herrlichkeit; und du sollst mit einem neuen Namen ge⸗ nannt werden, welchen des heErrn mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne strone in der hand dles hErrn und ein königlicher hut in der hand deines õottes. Man soll dlich nicht mehr die Verlassene, noch dein Land eine Wüstung heißen, sondern du sollst»meine Lust an ihræ, und dein Cand ↄlieber Buhle⸗ heißen; denn der hErr hat Lust an dlir, und dein Land hat einen lieben 131 WMNNNNNNNNMNNNN I. Pfingsttag. NNNMNNN Buhlen. Denn, wie ein lieber Buhle einen Buhlen lieb hat, so werden dlich deine inder lieb haben; und wie sich ein Bräutigam freuet über ller Braut, so wird sich dein õott über dir freuen. O Jerusalem, ich will Wächter auf deine mauern bestel⸗ len, die den ganzen Tag und die ganʒe llacht nimmer stille schweigen sollen, und die des hërrn gedenken sollen: auf daß bei euch kein Schwei⸗ gen sei, und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem ge⸗ fertiget und gesetzt werde zum Lobe auf rden. Der hęrr hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner macht: Ich will dein öetreide nicht mehr deinen feinden zu essen geben, noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die fremden trin⸗ ken lassen; sondern die, so es ein⸗ sammeln, sollen es auch essen und llen hErrn rühmen; und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines heiligtums. behet hin, gehet hin durch die Tore, bereitet dem Volk den Weg; machet Bahn, machet Bahn, räumet die Steine auf; werfet ein Panier auf über die Völker! Siehe, der herr läßt sich hören bis an der elt Ende: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein heil kommt; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Man wird sie nennen das hei⸗ lige Volk, die Erlöseten des hérrn, und dich wird man heißen die be⸗ suchte und unverlassene Stäadlt. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 8, 14- 25.(Sie beteten über sie um den heiligen Geist.) Dã aber die Apostel höreten zu Je⸗ rusalem, daß Samaria das Wort bottes angenommen hatte, sandten sie ju ihnen petrum und Johannem, welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den heiligen õeist empfingen.(Denn er war noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft in dem Namen christi Jesu.) Da legten sie die hande auf sie, und sie empfingen den heiligen Geist. Da aber Simon sah, daß der heilige Geist gegeben ward, wenn dlie Npostel die hjande auflegten, bot er ihnen õeld an, und sprach: Gebet mir auch die macht, daß, so ich je⸗ mand die hände auflege, derselbige den heiligen õeistempfange. Petrus aber sprach zu ihm: Daß du ver⸗ lammet werdest mit deinem õelde, daß du meinest, õottes 6abe werde durch Geld erlanget! Du wirst we⸗ der Teil noch Anfall haben an die⸗ sem Wort; denn dein herz ist nicht rechtschaffen vor oott. Darum tue Buße für diese deine Bosheit, und bitte Gott, ob dir vergeben wer⸗ den möchte der Tück deines her⸗ zens. Denn ich sehe, daß du bist voll bittrer 6alle und verknüpft mit Ungerechtigkeit. Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den hErrn für mich, daß der keins über mich komme, davon ihr ge⸗ sagt habt. Sie aber, da sie bezeuget und geredet hatten das Wort des hErrn, wandten sie wiedler um gen Jerusalem, und predigten das Evangelium vielen samaritischen flecken. 13²2 MMMMMMop 2. pfingsttag. MNMNN N N 2. Pfingsttag. Vormittags. Epistel. Apgsch. 10, 42—48.(Per heilige Geist fiel auf alle, die dem Worte zuhöreten.) lUnd er hat uns geboten, zu predigen dem volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von die⸗ sem jeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da petrus noch dliese Worte redete, fiel der heilige beist auf alle, die dem Worte zuhö⸗ reten. Und die ölaubigen aus der Beschneidung, die mit Ppetro Rom⸗ men waren, entsetzten sich, daß duch auf die heiden die õabe des heiligen seistes ausgegossen ward; denn sie höreten, daß sie mit Zun⸗ gen redeten, und õott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasser wehren, daß diese nicht getaufet werden, die den heiligen eist empfangen haben, gleich wie auch wir? Und befahl, sie ju täufen in dem namen des heErrn. Evangelium. Joh. 3, 16- 21.(Uer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet.) Also hat ott die elit geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, duf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige eben haben. Denn sott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die elt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glau⸗ bet nicht an den Hamen des einge⸗ bornen Sohnes Gottes. Das ist aber ddds Gericht, daß das Licht in die Weit kommen ist, und die menschen liebten die finsternis mehr denn dlas Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges tut, der hasset das Licht, und kommt nicht an das licht, auf daß seine Werke nicht gestrast werden. Wer aber die Wahrheit tut, der Kommt an das Licht, daß seine erke offenbar werden; denn sie sind in õott getan. Epistolische Lektion. tph. 2, 13 22. Oie Sehausung bottes im õeist. nun aber, die ihr in Christo Jesu seid, und weiland ferne gewesen, seid nun nahe worden durch das Blut Christi. Denn er ist unser frie⸗ dle, der aus beiden Eins hat gemacht, und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, in dem, daß er durch sein fleisch wegnahm die feindschaft, nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellet war, auf daß er aus zween Einen neuen men⸗ schen in ihm selber schaffte, und 13³ NMNMNMMMNMN 2. Pfin frieden machte, und daß er beide versöhnete mit õott in Einem Leibe durch das sereuʒ, und hat die feind ·; schaft getötet durch sich selbst und ist kommen, hat verkündiget im Kvan⸗ gelio den frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren; denn durch ihn haben wir den Zu⸗; gang alle beide in Einem õeiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Oder: Jer. 31, 31 34. Osch will m Siehe, es kommt die Zeit, spricht der hErr, da will ich mit dem hause Israel und mit dem hause Juda einen neuen Bund machen. nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der hand nahm, daß ich sie aus Agyptenland führte; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mußte, spricht der hErr; sondern das soll der Bund sein, den gsttag. NNNNNNNMN Gäste und fremdlinge, sondern Bür⸗ ger mit den heiligen und Gottes hausgenossen, erbauet auf den 6rund der Apostel und Propheten, dda Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau inein⸗ ander gefüget wächset zu einem heiligen Tempel in dem herrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behausung Gottes im Geist. ein Gõesetz in ihren Sinn schreiben.) will nach dieser Zeit, spricht der herr: Ich will mein Gesetz in ihr herz ge · ben, und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern, noch ein Brudler den andern lehren und sagen:»Erken⸗ ne den hErrne, sondern sie sollen mich alle kennen, beide klein und groß, spricht der hErr. Denn ich will ihnen ihre missetat vergeben, und ich mit dem hause Israel machen ihrer sSünde nicht mehr gedenken. Eväangelische Cektion. Joh. 15, 8 16. OIch sage hinfort nicht, daß ihr gnechte seid.) Darinnen wird mein Vater geehret, daß ihr viel frucht bringet, und werdet meine Jjünger. 6leich wie mich mein Vaͤter liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe. So ihr meine 6ebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleich wie ich meines Vaters õebote halte, und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich ju euch, auf daß meine freude in euch bleibe, und eure freude vollkommen werde. Das ist mein õebot, daß ihr euch unterein; ander liebet, gleich wie ich euch lie⸗ be. Niemand hat größere Liebe denn slie, daß er sein eben lasset für seine freunde. Ihr seid meine freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, daß ihr nechte seid; denn ein senecht weiß nicht, was sein herr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr freunde seid; denn alles, waãs ich habe von meinem vater ge⸗ höret, hab ich euch kund getan. Yr habt mich nicht erwählet, sondern ich habe euch erwählet, und gesetzt, daß ihr hingehet, und frucht brin⸗ get, und eure frucht bleibe; auf daß, so ihr den Vater bittet in mei⸗ nem namen, daß er es euch gebe. 13⁴ VW Bür⸗ Ottes den eten, ist, lein⸗ nem „allf erdet zeist. n.) Ert: ge⸗ ben; Will iner llen ken⸗ ollen und will und Ken. seine le, so sage seid; sein sagt, Ales, Tge⸗ Ihr lern setzt, orin⸗ auf mei⸗ gebe. NWMMDD NDI NSINNNN NDN MN Trinitatis. MMMMMNNNNNMNN nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jes. 54, 7-13. Der Bund meines friedens soll nicht hinfallen.) Ich haãbe dlich einen kleinen Augen⸗ blick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sam⸗ meln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger 6nãdle will ich mich dein erbarmen, spricht der hErr, dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser noahs, da ich schwur, daß die Was⸗ ser Hoahs sollten nicht mehr über den CEraboden gehen. Also habe ich geschworen, daß ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen, und hügel hinfallen; aber meine 6nade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines friedens soll nicht hinfallen, spricht der heErr, dlein Erbarmer. du Elende, über dlie alle Wetter gehen, und du Trost- lose! Siehe, ich will deine Steine wie einen Schmuck legen, und will deinen õörund mit Saphiren legen; und deine fenster aus fristallen machen und deine Tore von Rubi⸗ nen und alle deine örenzen von erwählten Steinen; und alle deine sinder gelehrt vom heErrn, und großen frieden deinen Kindern. Cektion aus dem Neuen Testamente. Apgsch. 10, 1-8.(habt ihr den heiligen õeist empfangen?) Es geschah aber, da Apollo zu fo⸗ rinth war, daß Paulus durchwan⸗ dlelte die obern Länder, und kam gen Ephesus, und fand etliche Jün⸗ ger; zu denen sprach er: habt ihr den heiligen õeist empfangen, da ihr gläubig worden seid? Sie spra⸗ chen zu ihm: Wir haben auch nie gehört, ob ein heiliger 6eist sei. Und uer sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf Johannis Taufe. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße, und saͤgte dem Volk, daß sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen sollte, das ist, an Jesum, daß er Thristus sei. Da sie das hörten, ließen sie sich taäufen auf den Na⸗ men des hErrn Jesu. Und da Pau- lus die hände auf sie legte, kam dler heilige Geist auf sie, und re⸗ deten mit Zungen, und weissaͤgten. Und aller der männer waren bei zwölfen. Er ging aber in die Schu⸗ le, und predigte frei drei monate lang, lehrte und beredete sie von dem Reich Gottes. Trinitatis. Vormittäags. ö Epistel. Röm. 11, 33- 36.(Uon ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.) 0O welch eine Tiefe des Reichtums, Gottes! Wie gar unbegreiflich sind beide der Weisheit und rkenntnisseine erichte und unerforschlich 13³ MDMNNMNMNNNNNMNNNNMN Trinitatis. MMNDNNNM seine Wege! denn wer hat des ihm werde wieder vergolten? Denn herrn Sinn erkannt? oder wer ist. von ihm und durch ihn und zu ihm sein Ratgeber gewesen? Oder wer sind alle dinge. Jym sei Ehre in hat ihm etwas juvor gegeben, das Ewigkeit! Amen. Evangelium. joh. 3, 115.(õeburt aus dem Wasser und beist.) Es war aber ein mensch unter den pharisäern, mit Namen nikode⸗ mus, ein oberster unter den Juden; der kam zu Jesu bei der Nacht, und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Waͤhrlich, wahrlich, ich sage dir: Cs sei denn, daß je⸗ mand von neuem geboren werde, kann er das Reich õottes nicht sehen. nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein mensch geboren werden, wenn er alt ist? ann er auch wie⸗ derum in seiner mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus ant⸗ wortete: Wäahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und oeist, so kann er nicht in das Keich Gottes kommen. Was vom fleisch geboren wird, das ist fleisch; und was vom 6eist geboren wird, das ist Geist. Caß dichs nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Uind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommn, und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem õeist geboren ist. Ninodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches ju⸗ gehen? Jesus antwortete undsprach ju ihm: Bist du ein meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, waährlich, ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben; und ihr neh⸗ met unser Zeugnis nicht an. 6lau⸗ bet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen dingen sagen würde! Und niemand fährt gen himmel, denn der vom himmel hernieder⸗ kommen ist, nämlich des enschen Sohn, der im himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des men⸗ schen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht ver· loren werden, sondern das ewige leben haben. Epistolische Lektion. Apgsch. 2, 33 47.(Die õetauften.) nun er durch die Rechte ottes er⸗ist nicht gen himmel gefahren. er höhet ist, und empfangen hat die spricht aber:»Der hẽrr hat gesagt berheißung des heiligen Geistes zu meinem herrn: Setze dich ju vom bater, hat er ausgegossen dies, meiner Rechten, bis daß ich deine das ihr sehet und höret. Denn Davidfeinde lege zum Schemel deiner 13⁰ W jenn ihm ein du du mmt, ein oren und 5 Ju- hrach Srael rlich, eden, das neh · ldu⸗ von ürdet von ürde? nmel, ledler⸗ schen d wie lange men⸗; Ifdlaß t ver⸗; ewige n. Er gesagt ich zu dleine leiner MNNNNNNNNNNNNMN füße. So wisse nun das ganze haus Isrãel gewiß, daß 6ott diesen Jesum, den ihr gekreuzigt habt, ju einem herrn und christ gemacht hat. Da sie aber das höreten, ging es ihnen durchs herz, und sprachen zu petro und den andern Aposteln: Ihrmän⸗ ner, lieben Brüder, was sollen wir tun? petrus sprach zu ihnen: Tut buße, und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu christi zur VUergebung der Sünden, so wer⸗ det ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn euer und eurer sinder ist diese Verheißung, und aller, die ferne sind, welche 6ott, unser hErr, herzurufen wird. Auch mit viel andern Worten be⸗ zeugte er und ermahnte und sprach: Laßt euch helfen von diesen unarti⸗ gen Leuten. die nun sein Wort gerne annahmen, ließen sich taufen; und oder: Jes. 48, 10-22.(Ich bin Siehe, ich will dich läutern, aber nicht wie Silber, sondern ich will dich auserwählt machen im ofen des lendes. Um meinetwillen, ja, um meinetwillen will ich es tun, daß ich nicht gelästert werde; denn ich will meine ehre keinem andern lassen. höre mir zu, Jakob, und du, Israel, mein Berufener: Ich bin es, ich bin der Erste, dazu auch der Letzte. Meine hand hat den Erd⸗ boden gegründet, und meine rechte hand hat den himmel umspannet:; was ich rufe, das stehet alles da. Sãmmelt euch alle, und höret: Wer ist unter diesen, der solches verkün⸗ digen Rann? Der herr liebt ihn; darum wird er seinen Willen an Trinitaãtis. babel und seinen Arm an den chal⸗ WMWMDNMNMNNMN wurden hinzugetan an dem Taͤge bei drei tausend Seelen. Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der õemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam auch alle Seelen furcht an; und ge⸗ schahen viel Wunder und Zeichen durch die NApostel. Alle aber, die gläubig waren worden, waren bei⸗ einander, und hielten alle Dinge gemein. Ihre õüter und habe ver⸗ kauften sie, und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war. Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig im Tempel, und brachen das Brot hin und her in häusern, nahmen die Speise, und lobten oott mit freuden und ein⸗ fältigem herzen, und hatten 6nade bei dem ganzen Volk. Der herr aber tat hinzu täglich, die da selig wur⸗ den, zu der emeine. der ęrste, dau auch der Letzte.) däern beweisen. Ich, sa ich habe es gesagt, ich haͤbe ihn gerufen; ich will ihn auch kommen lassen, und sein Weg soll ihm gelingen. Tretet her ju mir, und höret dies; ich habe es nicht im Verborgenen zuvor ge⸗ redet. Uon der Zeit an, da es geredet wird, bin ich da; und nun sendet mich der hErr, hErr und sein Geist. So spricht der hErr, dein Erlöser, der heilige in Israel: Ich bin der hErr, dein õott, der dich lehret, was nützlich ist, und leitet dich auf dem Uege, den du gehest. O, daß du auf meine 6ebote merktest, so würde dein friede sein wie ein Wasser⸗ strom, und deine öerechtigkeit wie meereswellen; und dein Same würde sein wie Sand, und das 137⁷ MNMMMNM WNNMN Gewächs deines Leibes wie dessel⸗ bigen seies; des Name nicht wür⸗ de ausgerottet noch vertilget vor mir. 6ehet aus von babel, fliehet von den chaldäern mit fröhli⸗ chem Schall; verkündiget und lasset solches hören, bringet es aus bis an der Weit Ende. Sprechet: Der Trinitatis. MNMNNNNNNNN herr haͤt seinen necht Jakob er⸗ loͤset. Sie hatten keinen Durst, da er sie leitete in der Wüste: er ließ ihnen Wasser aus dem felsen flie⸗ ßen; er riß den fels, daß Wasser herausrann. Aber die ottlosen, spricht der heErr, haben keinen frieden. Evängelische Lektion. Matth. 28, 18-20.(Der Hame des Dreieinigen.) Und Jesus trat zu ihnen, redete mit men des Vaters und des Sohnes und ihnen und sprach: Mir ist gegeben des heiligen õeistes; und lehret sie alle õewalt im himmel und auf er ⸗halten alles, was ich euch befohlen den. darum gehet hin, und lehret habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Volker, und taufet sie im Na-alle Tage, bis an der Welt Ende. nachmittags. Lektion àus dem Alten Cestamente. Jes. 6, 1-8.(heilig, heilig, heilig ist der herr Zebaoth.) Des Jahrs, da der stonig llrsia starb, jahe ich den herrn sitzen auf einem hohen und erhavenen Stuhl, und sein Saum füllte den Tempel. Sera· phim stunden über ihm, ein jegli⸗ cher hatte sechs flügel; mit zween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie iyre füße, und mit zween flogen sie. Und einer rief zum an⸗ dern und sprach: heilig, heilig, hei⸗ lich ist der herr Zebaoth, alle Lande sina seiner chre voll! daß die Iber⸗ scywellen vebten von der Stimme ihres Rufens, und das haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin un⸗ reiner Lippen, und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den öͤnig, den herrn Zebaoth, gesehen mit meinen Nugen. Dã flog der Seraphim einer zu mir, und häatte eine glühende sohle in der hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und rührte meinen mund, und sprach:Siehe, hiemit sind deine Lippen gerühret, daß deine Missetat von dir genommen werde, und deine Sünde versöhnet sei. Und ich hörte die Stimme des herrn, daß er prach: Wen soll ich senden? Uer will unser Bote sein? Ich aber sprach: hie bin ich, sende mich! Cektion aus dem Ueuen Testamente. 2. Ror. 13, 113.(Der apostolische 6ruß.) stomme ich zum dritten mal zu euch, es euch zuvor, als gegenwärtig, so soll in zweier oder dreier 3eugen zum andern mnal, und schreibe es munde besteyen allerlei Sache. Ich nun im Abwesen denen, dlie juvor hãabe es euch zuvor gesagt, und sage gesündigt haben, und den andern 138 W er · dã ließ flie⸗ sser sen, nen und t sie hlen euch nde. nter pen; errn gen. mir, le in vom inen sind leine erde, Und zrrn, denꝰ aber I irtig, be es uvor dern NMMMqMMN I. Sonntag nach Trinitatis. NDD allen: wenn ich abermal Komme, so will ich nicht schonen; sintemal ihr suchet, daß ihr einmal gewahr werdet des, der in mir redet, näm⸗ lich Christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist mächtig un⸗ ter euch. Und ob er wohl gekreuzigt ist in der Schwaͤchheit, so lebt er doch in der strast õottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der sraft Gottes unter euch. Uersuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst. Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus hristus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid. Ich hoffe aber, ihr erkennet, daß wir nicht untüchtig sind. Ich bitte dber Gott, daß ihr nichts Ubels tut; nicht, auf daß wir tüchtig gesehen werden, sondern, auf daß ihr das bute tut, und wir wie die Untüch · tigen seien. Denn wir können nichts wider die Wahrheit, sondern für dlie ahrheit. Wir freuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr mächtig seid. Und dasselbige wün⸗ schen wir auch, nämlich eure Voll⸗ kommenheit. Derhalben ich auch solches abwesend schreibe, auf daß ich nicht, wenn ich gegenwärtig bin, Schärfe brauchen müsse nach der Macht, welche mir der hErr zu bes⸗ sern, und nicht zu verderben, gegeben hat. Zuletzt, lieben Brüder, freuet euch, seid vollkommen, tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam, so wird õott der Tiebe und des friedens mit euch sein. õrüßet euch unterein; andler mit dem heiligen stuß. Es grü⸗ ßen euch alleheiligen. Die önade un⸗; sers heErrn Jesu christi und die siebe õottes und die õemeiuschaft des hei⸗ ligenõeistes sei mit euch allen Amen. 1. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. Joh. 4, 16— Gott ist die Ciebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und õott in ihm. Daran ist die Ciebe völlig bei uns, auf daß wir eine freudigkeit haven am Tage des 6e⸗ richts; denn gleich wie er ist, jo sind auch wir in dieser Welt. furcht ist nicht in der Liebe, sonderndie völlige Liebe treibet die furcht aus; denn die furcht hat Pein. Wer sich aber 21.(Gott ist die LCiebe.) fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. LCasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe õott, und hasset sei· nen Bruder, der ist ein Iügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er sott lieben, den er nicht siehet? Und dies oebot hãben wir von ihm, daß werõott lie⸗ bet, daß der auch seinen Bruder liebe. Evangelium. Cuc. 16, 1 9—31.(Er lebte alle Tage herrlich und in freuden.) Es war aber ein reicher ann, der herrlich und in freuden. Es war kleidete sich mit Purpur und köst-aber ein Armer, mit Namen Laza⸗ licher Leinwand, und lebte alle Tage rus, der lag vor seiner Tür voller 13 MWMWMWDMNNNN I. Sonntaͤg nach Trinitatis. NNNNN Schwären, und vegehrte, sich zu sät⸗ tigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch Kã⸗ men die hunde, und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward ge⸗ traͤgen von den Engein in Abra⸗ hams Schoß. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der hölle und in der Oual war, hub er seine Rugen auf, und sah Abraham von ferne und Laza; rum in seinemschoß, rief undsprach: vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Lazarum, daß er das Hußerste seines fingers ins Wasser tauche, und kühle meine Zunge; denn ich leidepein in dieser flamme. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein õutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus slagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das alles ist jwischen uns und euch eine große gluft befestiget, daß, die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren. Da sprach er: Sso bitte ich dich, Vater, da du ihn sendest in meines Vaters haus; denn ich habe noch fünf Brü⸗ der, daß er ihnen bejeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen ort der oual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben mosen und die Propheten: laß sie dieselbigen hören. er aber sprach: nein, Vater Abraham; son⸗ dern, wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. er sprach zu ihm: hören sie osen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Toten auferstände. Epistolische Cektion. Apgsch. 4, 32 37.(Keiner sagte von seinen öütern, daß sie sein wären.) Der menge aber der oläaubigen war Ein herz und Eine Seele; auch kei⸗ ner sagte von seinen õütern, daß sie sein wären, sondern es war ih⸗ nen alles gemein. Und mit großer seraft gaben die Rpostel Zeugnis von der Nuferstehung des heErrn Jesu, und war große õnade bei ih⸗ nen allen. Es war auch keiner un⸗ ter ihnen, der mangel hatte; denn wie viele ihrer waren, die da RAcker odler häuser hatten, verkauften sie dieseiben, und brachten das Geld des verkauften 6uts und legten es ju der Apostel fuhen und man gab einem jeglichen, was ihm not war. Joses aber, mit dem Zunamen von den Apostein genannt Barnabas, (das heißt ein Sohn dles Trosts) vom Geschlecht ein Levit aus Cy⸗ pern, der hatte einen Acker, und verkaufte ihn, und brachte das Geld, und legte es zu der Rpostel füßen. Eväangelische Lektion. matth. 5, 1- 10. Gelig sind die Armen.) Da er aber das Volk sahe, ging er auf einen Berg, und setzte sich, und 1⁴ seine jünger traten ju ihm. Und er tãt seinen mund auf, lehrete sie und 0 W irst s ist oße lten uch, von Daã Uer, ters zrü; 5 sie tder Sie ten; aber son- n iu tun. osen rden iand ren.) Geld en es gab war. von abãs, osts/ Cy· und dds postel ndl er e und Mqñaqqpp 1. sonntag nach Trinitatis. MNNDNMN sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind denn das himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Ceid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanstmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dür- stet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie wer⸗ den Barmherzigkeit erlangen. Se⸗ lig sind, die reines herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Se⸗ lig sind die friedfertigen denn sie werden 6ottes sinder heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das him⸗ melreich ist ihr. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. 5. Mos. 6, 1- 15.(Du sollst den herrn, deinen õott, lieb haben.) Dies sind aber die õesetze und 6ebote und Rechte, die der herr, euer õott, geboten hat, daß ihr sie lernen und tun sollt im Lande, dahin ihr ziehet, dasselbige einzunehmen; daß du den herrn, deinen Gott, fürchtest, und haältest alle seine Rechte und bebote, die ich dir gebiete, du und deine seinder und deine Findeskin⸗ der, alle eure Lebtage, auf daß ihr lange lebet. Israel, du sollst hören und behalten, daß du es tust, daß dlirs wohl gehe, und sehr vermehret werdest, wie der herr, deiner Väter Gott, dir geredet hat ein Land, da Milch und honig innen fließt. höre, Isrãel, der herr, unser õott, ist ein einiger hErr. Und du sollst den hErrn, deinen õott, lieb haben von ganzem herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. Und diese orte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu herzen nehmen; und sollst sie deinen indern schärfen, und davon reden, wenn du in deinem hause sitzest, oder auf dem Uege gehest, wenn du dich nieder; legest, oder aufstehest; und sollst sie binden zum Zeichen auf deine hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein; und sollst sie über deines hauses Pfosten schrei⸗ ben und an die Tore. Wenn dich nun der heErr, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen bätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dir zu geben, große und feine Städte, die du nicht ge⸗ bauet hast, und häuser, alles Guts voll, die du nicht gefüllet hast, und ausgehauene brunnen, die du nicht ausgehauen häst, und Weinberge und ölberge, die du nicht gepflanzt hãst, daß du essest, und satt wirst: so hüte dich, daß du nicht des heErrn vergessest, der dich aus Agypten⸗ land, aus dem Diensthause, gefüh; ret hat; sondern sollst den herrn, deinen õott, fürchten, und ihm die⸗ nen, und bei seinem namen schwö⸗ ren. Und sollst nicht andern Göt⸗ tern nachfolgen der völker, die um euch her sind; denn der hẽrr, dein Gott, ist ein eifriger 6ott unter dir; daß nicht der 3orn des hErrn, deines ottes, über dich ergrim⸗ me, und vertilge dich von der Erde. 1⁴¹ DMDD DNNNN 2. Sonntag nach Trinitatis. MND Cektion àaus dem Neuen Testamente. Jak. 5, 1- 7.(Cuer Reichtum ist verfaulet.) Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommen wird! Luer keichtum ist verfaulet, eure leider sind mottenfräßig worden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird euch zum Zeugnis sein, und wird euer fleisch fressen wie ein feuer. Vr habt euch Schätze ge⸗ sammelt an den letzten Tagen. Sie; he, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, und von euch abgebrochen ist, der schreiet, und dlas Rufen der Ernter ist kommen vor die ohren des héErrn Zebaoth. Ihr habt wohlgelebet auf Erden, und eure Wollust gehabt, und eure herzen geweidet als auf ei⸗ nen Schlachttag. Ihr habt verur⸗- teilt den erechten, und getötet, und er hat euch nicht widerstan⸗ den. So seid nun geduldig, lieben Brüder, bis auf die Zukunft des hErrn. Siehe, ein Ackermann war⸗ tet auf die köstliche frucht der Erde, und ist geduldig darüber, bis er empfange den morgenregen und Abendregen. 2. Sonntag nach Trinitatis. Vormittaäags. Epistel. 1. 0h. 3, 13 24.(Wer in ihm bleibet.) verwundert euch nicht, meine Brü⸗ dler, ob euch dielUeit hasset. Wir wis⸗ sen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir lie⸗ ben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger nicht haͤt das ewige Le- ben bei ihm bleibend. Daran ha⸗ ben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber je⸗ mand dieser Welt oüter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe ottes bei ihm? meine stindlein, lasset uns nicht lie· ben mit Worten, noch mit der Zun⸗ ge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Daran erkennen wir, daß wir aus der ahrheit sind, und können unser herz vor ihm stillen, daß, so uns unser herz verdammet, dlaß õott größer ist denn unser herz, und erkennet alle Dinge. Ihr Lieben, so uns unser herz nicht verdammet, so haben wir eine freudigkeit ju Gott; und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine öebote, und tun, was vor ihm gefällig ist. Und das ist sein õebot, daß wir glauben an den namen seines Sohnes Jesu christi, und lieben uns untereinander, wie er uns ein ebot gegeben hat. Und wer seine 6ebote hält, der bleibet in ihm, und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns blei⸗ bet, an dem Geist, den er uns gege. ben hat. 1⁴² M th. en, nd ei· ur⸗ tet, an⸗ ben dles ar· de, er ind vir, ind len, net, erz, hen, net, ju den wir vãs ist den isti, wie Ind ibet ran NHei⸗ ege⸗ MNMNNMN 2. Sonntag nach Trinitatis. D Cvangelium. Cuc. 14, 16- 24.(Das große Abendmahl.) Er ãber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein groß Abend· mähl, und lud viele dazu. Und sandte seinen necht aus zur Stunde dles Abendmahls, zu sagen den 6e⸗ ladenen: ommt, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an alle nach⸗ einander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinausge⸗ hen, und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andre sprach: Ich häbe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschul· dlige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, daͤr; um kann ich nicht kommen. Und der sinecht kam, und sagte das sei· nem herrn wieder. Da ward der hãusherr jornig, und sprach zu sei· nem senechte: õehe aus bald auf die Straßen und 6assen der Stadt, und führe die Armen und strüppel und lahmen und blinden herein. Und dler senecht sprach: herr, es ist ge⸗ schehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der hherr sprach zu seinem knechte: Gehe aus auf die Candstraßen und an die Zãune, und nötige sie, her⸗ einzukommen, auf daß mein haus voll werde. Ich äber saͤge euch, daß der männer keiner, die da geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistolische Cektion. Apgsch. 5, 1-11.(Die õemeine der ebendigen.) Ein mann aber, mit Namen Ana⸗ niãs, samt seinem Weibe Saphira verkaufte seine 6üter, und ent⸗ wändte etwas vom 6elde mit Wis⸗ sen seines Weibes, und braͤchte ei⸗ nen ceil, und legte es ju der Apostel füßen. Petrus aber sprach: Anania, warum haͤt der Satan dein herz er⸗ füllet, daß du dem heiligen õeist lõ⸗ gest, und entwendetest etiwas vom Gelde des Ackers? hättest du ihn dloch wohl mögen behalten, da du ihn hattest; und da er verkauft war, war es auch in deiner 6ewalt. War; um hast du denn solches in deinem herzenvorgenommen? duhaͤstnicht Menschen, sondern Gott gelogen. Dã aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder, und gab den Geist auf. Und es kam eine große furcht über alle, die dies höreten. Es stun; den aber die Jjünglinge auf, und taͤten ihn beiseits, und trugen ihn hinaus, und begruben ihn. Und es begab sich über eine Weile bei dreien Stunden, kam sein Weib hin⸗; ein, und wußte nicht, was gesche⸗ hen war. Aber petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Acker so teuer verkauft? Sie sprach: Ja, so teuer. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins worden, zu versuchen den Geist des hErrn? Siehe, die füße derer, die deinen mann begraben häben, sind vor der Tür, und werden dich hinaus⸗ tragen. Und alsbald fiel sie ju sei⸗ nen füßen, und gab den õeist auf. 143 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Hhe gebrochen in seinem herzen. Argert dich aber dein rechtes Auge, so reiß es aus, und wirf es von dir. Es ist dir bes⸗ ser, daß eins deiner 6lieder ver. derbe, und nicht der ganze Leib in die hölle geworfen werde. Argert llich deine rechte hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner olieder ver⸗ derbe, und nicht der ganze Leib in die hölle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soll ihr geben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet,(es sei denn um Chebruch,) der maͤcht, daß sie die he bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Die Weisheit baute ihr haus, und hieb sieben Säulen, schlachtete ihr Vieh, und trug ihren Wein auf, und bereitete ihren Tisch, und sandte ihre dirnen aus, zu laclen oben auf die paläste der Stadt: Wer albern ist, der mache sich hieher! und zum narren sprach sie: Kommt, zehret DDNNNNN ꝛ. Sonntag nach Trinitatis.— Dã kamen die Jjünglinge, und fan-Und es kam eine große furcht über den sie tot, trugen sie hinaus, unddie ganze 6emeine, und über alle, begruben sie bei ihrem manne.] die solches höreten. Evängelische Lektion. matty. 5, 27—41. Das besetz im Reiche õottes. Du sollst keinen falschen Eid tun, und sollst oott deinen Cid halten. Ich aber sage euch, daß ihr aller⸗ dinge nicht schwören sollt, weder bei dem himmel, denn er ist Gottes Stuhl; noch bei der Erde, denn sie ist seiner füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist eines roßhen sönigs Städt. NAuch sollst du nicht bei deinem haupte schwören; denn du vermagst nicht, ein einiges haar weiß oder schwarz zu machen. Cure kede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was däarüber ist, das ist vom Ibel. Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht wider⸗ streben sollt dem Ubel, sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so je⸗ mand mit dir rechten will, und dei⸗ nen kock nehmen, dem laß auch den Mantel. Und so dich jemand nötiget Eine meile, so gehe mit ihm zwo. nachmittags. (ektion aus dem Alten Testamente. Sprüche Sal. 9, 1— 11.(Das Gastmahl der Weisheit.) von meinem brot, und trinket des Weins, den ich schenke; verlasset das alberne Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege de⸗ Verstandes. Wer den Spötter züch⸗ tiget, der muß Schande auf sich neh· men, und wer den Gottlosen strast, der muß gehöhnet werden. Strafe 1⁴⁴ 4. H.rEEE —794...H N er DW D D D D N 3. Sonntag nach Trinitatis. MMDMD den Spötter nicht, er hasset dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben. ib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den 6erechten, so wird er in der Lehre zunehmen. Der Weisheit An⸗ fang ist des herrn furcht, und der Verstand lehret, was heilig ist. denn durch mich wird deiner Tage viel werden, und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden. Cektion aus dem leuen Testamente. Jak. 2, 113. Die, welche durch das õesetz der freiheit gerichtet werden.) Lieben Brüder, haltet nicht dafür, daß der õlaube an Jesum Christum, unsern herrn der herrlichkeit, An · sehen der person leide. Denn so in eure Versamlung käme ein mann mit einem goldenen Ringe und mit einem herrlichen seleide, es käme aber auch ein Armer in einem un; sauberen seleide, und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid trägt, und sprächet ju ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprächet zu dem Armen: Stehe du dort, oder setze dich her zu meinen füßen; und beden⸗ ket es nicht recht, sondern ihr wer ⸗ det Richter, und machet bösen Un⸗ terschied. höret ju, meine lieben brüder! hat nicht ott erwählet die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheißen hät denen, die ihn lieb haben? Jhr aber habt dem Armen Unehre getan. sind nicht die Reichen die, die õe- walt an euch üben, und ziehen euch vor õericht? Verlästern sie nicht den guten namen, davon ihr genannt seid? So ihr das königliche Gesetz vollendet nach der Schrift:»Liebe deinen nächsten als dich selbste, so tut ihr wohl; so ihr aber die Person anschet, tut ihr Sünde, und werdet gestrast vom Gesetz als die Ubertre ter. Denn so jemand das ganze 6e⸗ setz hält, und sündiget an Einem, der ist es ganz schuldig. Denn der dã gesagt hat:»Du sollst nicht ehe⸗ brechen«, der hat auch gesagt:»Du sollst nicht töten. So du nun nicht ehebrichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des esetzes. Also redet, und also tut, als die dã sollen durch dãs besetz der freiheit gerichtet wer ⸗ den. Es wird aber ein unbarm⸗ herzig õericht über den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das õericht. 3. Sonntag nach Trinitatis. vormittags. Cpistel. 1. petri 5, 511. Oer Teufel sucht, welchen er verschlinge.) nllesamt seid untereinander unter ·ter die gewaltige hand Gottes, daß tan, und haltet fest an der Demut. er euch erhöhe ju seiner Zeit. Alle denn Gott widlerstehet den hoffärti ⸗eure Sorge werfet auf ihn; denn er gen; aber den Demütigen gibt er sorget für euch. Seid nüchtern und 6nade. So demütiget euch nun un⸗wachet; denn euer Widersacher, 145 MMDMDMWMDMMN 3. Sonntag nach Trinitatis.—MMN dler Teufel, gehet umher wie ein brüllender öwe, und suchet, wel⸗ chen er verschlinge. Dem widerste⸗ het fest im Glauben, und wisset, daß eben dieselbigen Leiden über eure brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller 6önade, der uns be⸗ rufen haͤt ju seiner ewigen herr· lichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräf⸗ tigen, gründen. demselbigen sei Ehre und maͤcht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Cuc. 15, 1— 10.(Jesus nimmt die Sünder an.) Es nãheten aber ju ihm allerlei 36ll⸗ ner und sünder, daß sie ihn höre⸗ ten. Und die Pharisäer und Schrift⸗ gelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an, und isset mit ihnen. Er sagte aber ju ihnen dies öleichnis, und sprach: Welcher mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eins verlieret, der nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste, und hingehe nach dem verlornen, bis daß er es finde? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es auf seine Achsein mit freuden. Und wenn er heim kommt, ruft er seine freunde und nachbarn, und spricht zu ihnen: freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch freude im himmel sein über Einen Sünder, der Buße tut, vor neun und neunzig serechten, dlie der Buße nicht bedürfen. oder welches Weib ist, die zehn öroschen hät, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und kehre das haus, und suche mit fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden haͤt, rufet sie ihre freundinnen und nachbarin⸗ nen, und spricht: freuet euch mit mir; denn ich habe meinen 6Gro- schen gefunden, den ich verloren hatte. Also auch, saͤge ich euch, wird freude sein vor den Engeln õottes über Einen Sünder, der Buße tut. Epistolische Cektion. Apgsch. 3, 1 16.(Im namen Jesu christi stehe auf, und wandele.) petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, da man pflegte ju beten. Und es war ein Mann, lahm von mutterleibe, der ließ sich tragen; und sie setzten ihn täglich vor des Tempels Tür, die da heißt die schöne, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tem; pel gingen. Da er nun sah Petrum und Johannem, daß sie wollten zum Tempel hineingehen, baͤt er um ein Almosen. petrus aber sah ihn an mit Johanne, und sprach: Siehe uns an! Und er sah sie an, waärtete, daß er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Sil⸗ ber und 6old habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: im namen Jesu christi von Nazareth 14⁰ 8 — E27— — rtersgteetreee W jerr⸗ bige Zeit träf⸗ usei it zu Also sein tllt, )ten, Oder chen „llie ũehre leiß, henn tsie irin- mit Gro- oren euch, geln zuße e.) Ilten it er sah ach: an, nen Sil⸗ was im reth MWMM MNMN 3. Sonntãg nach Trinitatis. MMRNNMR stehe auf, und wandele! Und griff ihn bei der rechten hand, und rich · tete ihn auf. Alsobald stunden seine Schenkel und knöchel fest; sprang auf, Ronnte gehen und stehen, und ging mit ihnen in den Tempel, wan⸗ delte und sprang, und lobte Gott. Und es sah ihn alles Volk wandeln, und Gott loben. Sie kannten ihn auch, daß er es war, der um das Almosen gesessen hatte vor der schönen Tür des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und ent⸗ setzens über dem, das ihm wider⸗ fahren war. Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petro und Johanne hielt, lief alles Volk ju ihnen in die halle, die da heißt Salomos, und wunderten sich. Als petrus dãs sah, antwortete er dem Volk: Jyr männer von Jsrael, was wundert ihr euch darüber? oder was sehet ihr auf uns, als hätten wir diesen wandeln gemacht durch unsre eigne fraft oder Verdienst? der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der õott unsrer Väter, haͤt sein ind Jesum verkläret, welchen ihr überantwortet und verleugnet habt vor pilato, da der- selbige urteilte, ihn loszulassen. Ihr aber verleugnetet den hei⸗ ligen und berechten, und batet, daß man euch den Mörder schenk te; äber den fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat oott auf⸗ erwecket von den Toten; des sind wir Zeugen. Und durch den 6lau⸗ ben an seinen namen haͤt er an diesem, den ihr sehet und kennet, bestätiget seinen Namen, und der Glaube durch ihn hat diesem ge⸗ geben diese esundheit vor euren Augen. Eväangelische Lektion. Cuc. 15, 11-32. Der verlorene Sohn.) Und er sprach: Ein mensch hatte jween söhne; und der jüngste unter ihnen sprach jum vater: Gib mir, Vater, das Teil der õüter, das mir gehöret. Und er teilte ihnen das Gut. Und nicht lange darnach sam· melte der jüngste Sohn alles ju⸗ sammen, und jog ferne über Land: und daselbst brachte er sein õut um mit prassen. da er nun alle das Seine verzehret hatte, ward eine große Teurung durch dasselbige ganje and, und er fing an, zu dar⸗ ben. Und ging hin, und hängte sich an einen Bürger desselbigen landes, der schickte ihn auf seinen Acker, die Saue zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch ju füllen mit Trebern, die die Sãue aßen; und nie⸗ mand gab sie ihm. Dã schlug er in sich, und sprach: Wieviel Tãgelöh· ner hat mein vater, die Brot die fülle haben, und ich verderbe im hunger! Ich will mich aufmachen, und zu meinem vater gehen, und ju ihm sagen: vater, ich habe ge⸗ fündiget in den himmel und vor dir, und bin hinfort. nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße: mã; che mich als einen deiner Tagelöh⸗ ner. Und er machte sich auf, und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und jammerte ihn, lief, und fiel ihm um seinen hals und küssete iyn. der Sohn aber 1⁴²⁷ MNMNMMNN MN 3. Sonntag näch Trinitatis. NID sprach ju ihm: Vater, ich habe ge⸗ sündigt in den himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen nechten: Bringet slas beste sleid hervor, und tut ihn an, und gebet ihm einen fingerreif an seine hand und Schuhe an seine füße: und bringet ein gemästet talb her, und schlachtet es; laßt uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot, und ist wieder leben⸗ dlig worden; er war verloren und ist gefunden worden. Und fingen an, fröhlich zu sein. Aber der alteste Sohn war auf dem felde; und als er nahe zum hause kam, hörte er das besänge und den Reigen; und rief zu sich der nechte einen, und fragte, was dlas wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist kommen, und dein vater hät ein gemästet Kalb ge⸗ schlachtet, daß er ihn gesund wieder hãt. Dã ward er zornig, und wollte nicht hineingehen. Da ging sein vater heraus, und bat ihn. Er ant⸗ wortete aber und sprach zum Vaͤter: Siehe, so viel Jahre diene ich dir, und habe dein 6ebot noch nie über⸗ treten; und du hast mir nie einen bock gegeben, daß ich mit meinen freunden fröhlich wäre. Nun aber dlieser dein Sohn kommen ist, der sein õut mit huren verschlungen hãt, hãst du ihm ein gemästet salb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: mein Sohn, du bisi allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes muts sein; denn dieser dein Bruder war tot, und ist wieder lebendig worden; er war verloren, und ist wieder⸗ gefunden. llachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Josua 24, 14-27.(Erwählet euch, welchem ihr dienen wollt.) So fürchtet nun den hErrn, und die⸗ net ihm treulich und rechtschaffen, und lasset fahren die õötter, denen eure väter gedienet haben jenseit dles Wassers und in Agypten, und dienet dem herrn. Gefällt es euch dber nicht, daß ihr dem heErrn die⸗ net, so erwählet euch heute, welchem ihr dienen wollt, dem Gott, dem eure Väter gedlienet haben jenseit des Wassers, oder den 6öttern der Amoriter, in welcher Lande ihr wohnet. Ich aber und mein haus wollen dem herrn dienen. da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, daß wir den hErrn verlassen, und andern 6öt⸗ tern dienen! Denn der herr, unser 6ott, hat uns und unsre Väter aus Agyptenland geführt, aus dem Diensthause, und hat vor unsern Augen jolche große Zeichen getan, und uns behütet auf dem ganzen Lege, den wir gezogen sind, und unter allen Völkern, durch welche wir gegangen sind; und hat aus⸗ gestoßen vor uns her alle Völker dler Amoriter, die im Lande wohne⸗ ten. Darum wollen wir auch dem hlrrn dienen; denn er ist unser Gott. Josua sprach zum Volk: Ihr könnet dem hErrn nicht dienen; denn er ist ein heiliger õott, ein eif⸗ riger ott, der eurer Ubertretung 148⁸ W eder lte sein ant⸗ Uer: lir, ber; nen nen wer ller gen talb 3u zeit iein ber ein; tot, len; ler; Iser aus lem ern an, jen ind lche Us- ket ne⸗ em ser Ihr en; eif⸗ ng MWMDMDM D 4. Sonntag nach Trinitatis. NM und sünde nicht schonen wird. Uenn ihr aber den herrn verlasset, und einem fremden Gott dienet, so wird er sich wenden, und euch pla⸗ gen, und euch umbringen, nachuem er euch Gutes getan hat. Das Uolk aber sprach zu Josua: llicht also, son · dern wir wollen dem herrn dienen. Dã sprach Josua zum Volk: Ihr seid zeugen über euch, daß ihr den herrn euch erwählet habt, daß ihr ihm dienet. Und sie sprachen: Ja. so tut nun von euch die fremden õötter, die unter euch sind, und nei⸗ get euer herz zu dem herrn, dem Gott Israels. Und das Volk sprach zu Josua: Wir wollen dem herrn, unserm Gott, dienen, und seiner Stimme gehorchen. Also machte Josua desselben Tages einen Bund mit dem Volk, und legte ihnen Gesetze und Rechte vor zu Sichem. Und Josua schrieb dies alles ins Gesetzbuch Gottes, und nahm einen großen Stein und richtete ihn auf dlaselbst unter einer Eiche, die bei dem heiligtum des herrn war, und sprach zum ganzen volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge sein jwi⸗ schen uns; denn er hat gehöret alle Relle des herrn, die er mit uns ge⸗ redet hat; und soll ein Zeuge über euch sein, daß ihr euren õott nicht verleugnet. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Jak. 2, 1423.(Der õlaube, der tot ist an ihm selber.) Was hilft es, lieben Brüder, so je⸗ mand säagt, er habe den lauben, und hat doch die erke nicht? Rann auch der ölaube ihn selig machen? So aber ein Bruder oder Schwester bloß wäre, und Mangel hätte der täglichen nahrung, und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch, und sätti⸗ get euch; gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe sie das? Also auch der laube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es möchte je⸗ mand sagen: Du hast den 6lauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen ölauben mit deinen Wer⸗ ken, so will ich auch meinen õlau; ben dir zeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger Gott ist: du tust wohl daran; die Teufel glauben es auch, und zittern. Willst du aàber wissen, du eitler mensch, daß der õlaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Jaak auf dem Altar opferteꝰ Dãa siehest du, daß der 6laube mitgewirket hat an seinen UWerken, und durch die Werke ist der olaube vollkommen worden; und ist die Schrift erfüllet, die da spricht:»Abraham hat Gott ge⸗ glaubet, und ist ihm zur Gerechtig⸗ Reit gerechnet«, und ist ein fFreund Gottes geheißen. 4. Sonntag nach Trinitatis. Vvormittägs. Epistel. Röm. 8, 18— 27. Die neue sereatur.) Denn ich halte es dafür, daß dieser wert sei, die an uns soll offen; Zeit Leiden der herrlichkeit nicht baret werden. denn das ängstliche 14⁰ MNNNNMDN A. Sonntãg nach Trinitatis. DNN harren der streatur wartet auf die offenbarung der seinder Gottes. Sintemal die sereatur unterworfen ist der itelkeit ohne ihren Willen, sondern um des willen, der sie unterworfen hat, auf hoffnung. Denn auch die greatur frei werden wird von dem dienst des vergäng⸗; lichen Wesens zu der herrlichen frei⸗ heit der Rinder oottes. Denn wir wissen, daß alle sereatur sehnet sich mit uns, und ängstet sich noch im⸗ merdar. nicht allein aber sie, son⸗ dern auch wir selbst, die wir haben dles Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kind⸗ schaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. denn wir sind wohl selig, doch in der heffnung. Die hoffnung aber, die man siehet, ist nicht hoff⸗ nung; denn wie kann man des hoffen, das man siehetꝰ So wir aber dles hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch oeduld. Des⸗ selbigen gleichen auch der õeist hilst unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs gebühret, sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seußzen. Der aber die herzen forschet, der weiß, waäs des Geistes Sinn sei; denn er vertrit die heiligen nach Wn dlãs Gott gesauit. Evangelium. Cuc. 6, 31- 42.(Die ginder des Allerhöchsten.) Und wie ihr wollt, daß euch dlie Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr. Und so ihr liebet, dlie euch lieben, was Danks häbt ihr davon? denn die Sünder lieben ãuch ihre LCiebhaber. Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, was Danks häbt ihr davon? Denn die sünder tun dasselbige auch. Und wenn ihr leihet, von denen ihr hof⸗ fet ju nehmen, was Danks habt ihr davon? Denn die Sünder leihen den sündern auch, auf daß sie öleiches wiedernehmen. doch aber liebet eure feinde; tut wohl und leihet, dlaß ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groß sein, und werdet stinder des Allerhöchsten sein: denn er ist gütig über die Undankba⸗ ren und Boshaftigen. Darum seid bäͤrmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Kichtet nicht, so wer⸗ det ihr auch nicht gerichtet. Uer⸗ dammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüt · telt und überflüssig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem maß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein õleichnis: ag auch ein Blinder einem blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die õrube fallen? Der Jün⸗ ger ist nicht über seinen Meister; wenn der Jünger ist wie sein mei⸗ ster, so ist er volllommen. Was sie⸗ hest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht ge⸗ wahr? Oder wie kannst du sagen ju deinem Bruder: halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem 15⁰ WMD MN N A. Sonntäg nach Trinitatis. DM nuge ziehen; und du siehest selbst Ren aus deinem Ruge, und besiehe nicht den Balken in deinem Ruge? dann, daß du den Splitter aus dei· Du heuchler, ziehe zuvor den Bal⸗nes bruders Auge ziehest. Epistolische Cektion. Apgsch. 4, 8- 31.(Alle redeten das Wort sottes mit freucligkeit.) petrus, voll des heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Jyr Obersten des volks und ihr Altesten von J7srael! 5o wird heute werden gerichtet über dieser Wohltat an dem kran⸗ ken menschen, durch welche er ist gesund worden, so sei euch und allem Volk von Israel kund getan, daß in dem Namen Jesu christi von nazareth, welchen ihr gekreuziget habt, den öott von den Toten auf⸗ erwecket hat, stehet dieser allhie vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch bauleuten verworfen, der zum Eckstein worden ist; und ist in kei⸗· nem Andern heil, ist auch kein andrer name den menschen gege⸗ ben, darinnen wir sollen selig wer ⸗ den. Sie sahen aber an die freudig; keit Ppetri und Johannis, und ver⸗ wunderten sich; denn sie waren gewiß, daß es ungelehrte eute und Laien waren, und kannten sie auch wohl, daß sie mit Jesu gewesen waren. Sie sahen aber den men⸗ schen, der gesund war worden, bei ihnen stehen, und hatten nichts da · wider ju reden. Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Kat, und handelten miteinander, und spra⸗ chen: Was wollen wir diesen men⸗ schen tun? denn das Zeichen, durch sie geschehen, ist kund und offenbar allen, die zu Jerusalem wohnen, und wir können es nicht leugnen. Aber damit es nicht weiter einreiße unter das Volk, laßt uns ernstlich sie bedrohen, daß sie hinfort keinem menschen von diesem Namen sagen. Und riefen sie, und geboten ihnen, daß sie sich allerdinge nicht hören ließen, noch lehreten in dem lamen Jesu. petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ih⸗ nen: Richtet ihr selbst, ob es vor õott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn õott. Wir können es ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, was wir gesehen und gehöret haben. Aber sie droheten ihnen, und ließen sie gehen, und fanden nicht, wie sie sie peinigten, um des Volks willen; denn sie lob; ten alle õott über dem, das gesche⸗ hen war. denn der mensch war über vierzig Jahre alt, an welchem dies Zeichen der oesundheit gesche⸗ hen war. Und als man sie hatte las⸗ sen gehen, kamen sie zu den Ihren, und verkündigten ihnen, was die hohenpriester und Rltesten zu ihnen gesagt hatten. Da sie das höreten, huben sie ihre Stimme auf einmü⸗ tiglich zu õott, und sprachen: hErr, der du bist der õott, der himmel und Erde und das meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der du durch den mund Davids, deines snechts, gesagt hast:»arum em· pören sich die heiden, und die Völ⸗ ker nehmen vor, das umsonst ist? Die tönige der Erde treten jusam⸗ men, und die fürsten versammeln sich juhauf widler den herrn und 1⁵¹ widler seinen Christ«: Wahrlich ja, sie haben sich versammelt über dlein heiliges tind Jesum, welchen du gesalbet hast, herodes und pon· tius Pilatus mit den heiden und dlem Volk Israel, zu tun, was deine hand und dein Rat zuvor bedaͤcht hat, das geschehen sollte. Und nun, hErr, siehe an ihr Drohen, und gib deinen Enechten mit aller freudig⸗ NMNMMN a. Sonntag nach Trinitatis. DDD keit zu reden dein Wort, und strecke deine hand aus, daß Gesundheit und Zeichen und under gesche⸗ hen durch den Hnamen deines heili⸗ gen Kindes Jesu. Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, da sie versammelt waren; und wur⸗ dlen alle des heiligen Geistes voll, und redeten das Wort Gottes mit freudigkeit. Evangelische Cektion. Matth. 5, 11 16. Chr seid das Licht der Weit.) Selig seid ihr, wenn euch die men⸗; schen um meinetwillen schmähen und verfolgen, und reden allerlei Übels wider euch, so sie daran lü⸗ gen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im himmel wohl beloh⸗ net werden. denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind. Jr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man salzen? Es ist zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinausschütte, und lasse es lie eute zertreten. Ihr seid das Licht ler Welt. Es mag die Stadt, die auf einem berge liegt, nicht verborgen sein. an zündet auch nicht ein Licht an, und setzt es unter einen Schef⸗ fel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denen allen, die im hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen, und euren Vater im himmel preisen. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 1. Samuelis 3, 1- 19.(Es ist der herr, er tue, was ihm wohlgefällt.) Und da Samuel, der senabe, dem hErrn diente unter Cli, war des heErrn Wort teuer zu derselbigen Zeit, und war wenig Weissagung. Und es begab sich, zu derselben Zeit lag Eli an seinem ort, und seine Augen fingen an, dunkel zu wer⸗ den, daß er nicht sehen konnte. Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel lles hErrn, da die Cade ottes war, ehe denn die Lampe sottes verlosch. Und der hęrr rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hie bin ich! Und 15² lief zu Eli, und sprach: Siehe, hie bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dlich nicht ge⸗ rufen; gehe wieder hin, und lege dlich schlafen. Und er ging hin, und legte sich schlafen. Der herr rief abermal: Samuel! Und Samuel stund auf, und ging zu Cli, und sprach: Siehe, hie bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dlich nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin, und lege dich schlafen. Aber Samuel kannte den WMWWMWDMMD NN 4. Sonntäag nach Trinitatis. NNM herrn noch nicht, und des herrn Wort war ihm noch nicht geoffen⸗ baret. Und der héErr rief Samuel aber jum dritten mal. Und er stund auf, und ging zu Cli, und sprach: Siehe, hie bin ich! du hast mich ge⸗ rufen. Da merkte Eli, daß der herr den snaben rief; und sprach zu ihm: Gehe wieder hin, und lege dich schlafen; und so du gerufen wirst, so sprich: Redle, hérr, denn dein senecht höret. Samuel ging hin, und legte sich an seinen ort. Da kam der herr, und trat dahin, und rief wie vormals: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein senecht höret. Und der herr sprach ju Samuel: Siehe, ich tue ein ding in Israel, daß, wer das hören wird, dem werden seine beiden ohren gel⸗ len. An dem Tage will ich erwecken über Cli, was ich widler sein haus geredet habe; ich will es anfangen und vollenden. Denn ich habe es ihm angesagt, daß ich Richter sein will über sein haus ewiglich um der Missetat willen, daß er wußte, wie seine ginder sich schändlich hielten, und hätte nicht einmal sauer dazu gesehen. Darum habe ich dem hause Eli geschworen, daß diese missetat des hauses Eli soll nicht versöhnet werden, weder mit Opfer noch mit Speisopfer ewiglich. Und Samuel lag bis an den morgen und tat die Tür auf am hause des hérrn. sãmuel aber fürchtete sich, das 6e⸗ sicht Eli anzusagen. Da rief ihn Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hie bin ich! Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesaget ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigest, das dir gesagt ist. Da sagte es ihm Samuel alles an, und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der heErr; er tue, was ihm wohl⸗ gefällt. Samuel aber nahm zu, und dler hErr war mit ihm, und fiel keins unter allen seinen Worten auf die Erde. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 2. petri 1, 2 15. Cut fleiß, euren Beruf und erwählung fest zu mãchen.) bott gebe euch viel õnade und frie⸗ den durch die Erkenntnis Gottes und Jesu christi, unsers hErrn! nachdem allerlei seiner göttlichen straft( was zum Leben und göttlichen Waändel dienet) uns geschenket ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die teuren und allergrößesten Verhei⸗ ßungen geschenket sind, nämlich, daß ihr durch dasselbige teilhaftig werdet der gottlichen Natur, so ihr fliehet die vergängliche Lust der Uelt: so wendet allen euren fleiß daran, und reichet dar in eurem 6lauben Tugend, und in der Tu⸗ gend bescheidenheit, und in der Be⸗ scheidlenheit Mäßigkeit, und in der Mäßigkeit Geduld, und in der 6e⸗ duld Gottseligkeit, und in der Gott⸗ seligkeit brüderliche Liebe, und in der brüderlichen Liebe gemeine Lie⸗ be. Ddenn wo solches reichlich bei euch ist, wird es euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unsers hẽrrn Jesu chri⸗ sti; welcher aber solches nicht hat, 15³ ler ist blind, und tappet mit der hand, und vergißt der Reinigung seiner vorigen Sünden. darum, lieben Brüder, tut desto mehr fleiß, euren Beruf und Erwählung fest zu machen; denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln. Und also wird euch reichlich dargereichet werden der Eingang zu dem ewi⸗ gen keich unsers heErrn und hei⸗ landes Jesu christi. Darum will ich es nicht lassen, euch allezeit solches NMNMNNNMN 5. Sonntag nach Trinitatis. DIN zu erinnern, wiewohl ihr es wisset, und gestärkt seid in der gegenwär⸗ tigen Wahrheit. Denn ich achte es billig sein, solange ich in dieser hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern; denn ich weiß, daß ich meine hütte bald ablegen muß, wie mir denn auch unser herr Jesus christus eröffnet hat. Ich will aber fleiß tun, daß ihr allenthalben habet nach meinem Abschied, sol⸗ ches im Gellächtnis zu halten. 5. Sonntäag nach Trinitatis. ö Vormittags. Epistel. 1. petri 3, 8—15.(heiliget öott den herrn in euren herzen.) Endlich aber seid allesamt gleichge⸗ sinnet, mitleidig, vrüderlich, varm⸗ herzig, freundlich. Uergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheitwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu be⸗ rufen seid, daß ihr den Segen be⸗ erbet, denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nicht Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen, und tue Gutes; er suche Ffrieden, und jage ihm nach. denn die Rugen des herrn sehen auf die õerechten, und seine ohren auf ihr õebet; das Anü gesicht aber des herrn siehet auf dlie, da Böses tun. Und wer ist, ller euch schaden könnte, so ihr dem 6uten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der serechtig⸗ keit willen, so seid ihr doch selig. fürchtet euch aber vor ihrem Trot⸗ jen nicht, und erschrecket nicht; heiliget aber oott den herrn in euren herzen. Evangelium. Cuc.5, 1 11. Oetri fischjug.) Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm draͤng, ju hören das Wort Gottes, und er stund am See 6ene⸗ zareth, und sah zwei Schiffe am See stehen; die fischer aber waren aus⸗ getreten, und wuschen ihre netze: trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und vat ihn, daß er es ein wenig vom Lande fuhrte. Und er setzte sich, und lehrete das 15⁴ Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehört, ju reden, sprach er ju Simon: fahre auf die höhe, und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: meister, wir häben die ganze nacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein ort will ich das netz auswerfen. Und da sie das taten, beschlossen sie — ——————: MWMDMD D MoN 5. Sonntag nach Trinitatis. DMN eine große menge fische, und ihr netz jerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff wa⸗ ren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und fülleten beide Schiffe voll, also daäaß sie sanken. Da das Simon petrus sah, fiel er Jesu ju den senieen, und sprach: herr, gehe von mir hinaus! ich bin ein sün⸗; diger mensch. denn es war ihn ein Schrecken ankommen undl alle, die mit ihm waren, über diesen fischzug, den sie miteinander getan hatten; desselbigen gleichen auch Jakobum und Johannem, die Söh- ne Zevedai, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du enschen fangen. Und sie führeten dlie Schiffe ju Lande, und verließen alles, und folgten ihm nach. Epistolische Cektion. Apgsch. 5, 17- 42.(Sie waren fröhlich, daß sie würdig gewesen der Schmach um cThristi willen.) Es stund aber auf der hohepriester und alle, die mit ihm waren, wel⸗ ches ist die Sekte der Sadauzäer, und wurden voll Eifers, und legten die hande an die Apostel, und war⸗ fen sie in das gemeine 6efängnis. Aber der ęngel des hẽrrn tat in der nacht die Tür des 6efängnisses auf, und führte sie heraus, und sprach: behet hin, und tretet auf, und redet im Tempel zum Volk alle Worte dlieses Lebens. Da sie das gehöret hatten, gingen sie früh in den Tem⸗ pel, und lehreten. Der hohepriester aber kam, und die mit ihm waren, und riefen zusammen den Rat und alle Altesten der sinder von Israel; und sandten hin zum Gefängnis, sie ju holen. Die Diener aber kamen dlar, und fanden sie nicht im 6e⸗; fängnis; kamen wieder, und ver⸗ klindigten und sprachen: Das 6e⸗ fängnis fanden wir verschlossen mit allem fleiß, und die hüter draußen stehen vor den Türen; aber da wir auftaten, fanden wir niemand drinnen. Da diese Rede höreten der hohepriester und der hauptmann des Tempels und andere hoheprie⸗ ster, wurden sie über ihnen betreten, was doch das werden wollte. Da kam einer dar, der verkündigte ihnen: Sehet, die männer, die ihr in das Gefängnis geworfen häbt, sind im Tempel, stehen, und lehren das Uolk. Da ging hin der haupt⸗ mann mit den Dienern, und holeten sie, nicht mit ewalt denn sie fürch teten sich vor dem Volk, daß sie nicht gesteiniget würden; und als sie sie brächten, stelleten sie sie vor den Rãat. Und der ohepriester fragte sie und sprach: haben wir euch nicht mit éErnst geboten, daß ihr nicht solltet lehren in diesem amen? Und sehet, ihr habt Jerusalem ersüllet mit eurer Lehre, und wollet dieses en⸗ schen blut über uns führen. Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: an muß 6ott mehr gehorchen denn den menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesum auf⸗ erwecket, welchen ihr erwürget habt und an das Holz gehänget. den hat Gott durch seine rechte hãand erhöhet zu einem fürsten und 15³ heiland, zu geben Israel Buße und Vvergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen über diese orte, und der heilige eist, welchen õott gegeben hat denen, die ihm ge⸗ horchen. Da sie das höreten, gings ihnen durchs herz, und dachten, sie zu töten. Da stund aber auf im Rat ein Pharisäer, mit Namen Ga⸗; mäliel, ein Schristgelehrter, wohl gehalten vor allem Volk, und hieß die Apostel ein wenig hinaustun. Und sprach zu ihnen: Jhr männer von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen menschen, was ihr tun sollt. Vor diesen Tagen stund auf Theudas, und gab vor, er wäre etwas, und hingen an ihm eine Zahl männer, bei vier hundert; dler ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet und zu⸗ nichte worden. Darnach stund auf Judãs aus Galilãã in den Tagen der NMDDMMDNDN 5. Sonntag nach Trinitatis. DNMN Schatzung, und maächte viel Uolks abfällig ihm nach; und der ist auch umkommen, und alle, die ihim ju- fielen, sind zerstreuet. Und nun sage ich euch: Laßt ab von diesen men⸗; schen, und laßt sie fahren. Ist der Rat oder das WDerk aus den snen⸗ schen, so wird es untergehen; ist es aber aus Gott, so könnet ihr es nicht dämpfen; auf daß ihr nicht erfunden werdet, als die wider Gott streiten wollen. Da fielen sie ihm zu; und riefen die Apostel, stäupten sie, und geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem namen Jesu, und ließen sie gehen. Sie gingen aber fröhlich von des Rats Angesicht, daß sie würdig gewesen waren, um seines namens willen Schmach zu leiden; und höreten nicht auf, alle Tage im Tempel und hin und her in hausern zu lehren und zu predigen das(vangetium von Jesu Christo. Evängelische Lektion. Cuc. 7, 36- 50.(Uiel iebe, wo viel Vergebung.) Es bãt ihn aber der Pharisäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Pharisaers haus, und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein VUeib war in der Stadt, die war eine sünderin. Da die vernahm, daß er zu Tische saß in des Pharisäers hause, brachte sie ein olas mit Sal· ben, und trat hinten ju seinen füßen, und weinete, und fing an, seine füße zu netzen mit Tränen, und mit den haaren ihres hauptes zu trocknen, und küssete seine füße, und salbete sie mit Salben. Da aber dlas der Pharisäer sah, der ihn ge⸗ laden hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet 156 wäre, so wüßte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrühret; denn sie ist eine Sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etiwas zu sagen. Er aber sprach: meister, sage an. Es hatte ein Wucherer zween Schuld⸗ ner. Einer war schuldig fünf hun⸗; dert roschen, der andre fünßzig. Dã sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er es beiden. Sage an, wel⸗ cher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerich· tet. Und er wandte sich zu dem W MMMMqp 5. Sonntag nach Trinitatis. NNM Ueibe, und sprach zu Simon: Sie⸗ hest du dies Weib? Ich bin kommen in dein haus, du hast mir nicht Waässer gegeben zu meinen füßen; diese aber hat meine füße mit crã⸗ nen genetzet und mit den haaren ihres haupts getrocknet. Du hast mir keinen Ruß gegebenz diese aber, nachdem sie hereinkommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine füße zu küssen. Du hast mein haupt nicht mit öl gesalbet; sie aber hat meine füße mit Salben gesalbet. Der⸗ halben sage ich dir: Jyr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebet; welchem aber wenig ver⸗ geben wird, der liebet wenig. Und er sprach ju ihr: Dir sind deine Sün⸗ den vergeben. Dã fingen an, die mit zu Tische saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt? Er aber sprach ju dem Weibe: Dein 6laube hat dir geholfen; gehe hin mit frieden. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. 1. Samuelis 16, 1 13.(Der herr siehet das herz an.) Und der heErr sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht stönig sei über Israel? fülle dein horn mit öl, und gehe hin; ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen. Samuel aber sprach: Wie soll ichhin; gehen? Saul wirds erfahren, und mich erwürgen. Der herr sprach: nimm ein salb von den Kindern zu dir, und sprich: Ich bin kommen, dem herrn ju opfern. Und sollst Isai jum opfer laden: da will ĩch dir weisen, was du tun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dir sagen werde. Samuel tat, wie ihm der hErr gesagt haͤtte, und Ram gen bethlehem. Da entsetzten sich die Altesten der Stadt, und gingen ihm entgegen, und sprachen: Ist es frie· dle, daß du Rommest? Er sprach: Ja, ich bin kommen, dem herrn zu opfern; heiliget euch, und kommet mit mir jum opfer. Und er heiligte den Isai und seine Söhne, und lud sie zvum opfer. Da sie nun herein⸗ kamen, sahe er den Eliab an, und geclachte, ob der vor dem herrn sei sein õesalbter. Aber der herr sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine bestalt, noch seine große berson; ich habe ihn verworfen. Ddenn es gehet nicht, wie ein Mensch siehet. Ein mensch siehet, was vor Augen ist, der hErr aber siehet das herz an. Dã rief Isai den Abinadab, und ließ ihn vor Samuel übergehen. Und er sprach: Diesen hat der hẽrr auch nicht erwählet. Da ließ JIsai vor⸗ lbergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der hErr auch nicht er⸗ wählet. Da ließ JIsai seine sieben Söh ne vor Samuel übergehen. Aber Samuel sprach ju Isai: Der herr hat derer keinen erwählet. Und Samuel sprach ju JIsai: Sind das die snaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der kleinste; und siehe, er hütet der Schafe. Dã sprach Samuel zu Isai: Sende hin, und laß 15⁷ MMDD DNMDD 0. Sonntäag näch Trinitatis. NNM ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hieher komme. Da sandte er hin, und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und guter 6estalt. Und der hErr sprach: Ruf! und salbe ihn; denn er ist es. Da nahm Samuel sein ölhorn, und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des hErrn geriet über David von dem Tage an und fürder. Samuel aber machte sich auf, und ging gen Kama. Cektion aus dem Heuen Testamente. Apgsch. ꝰ, 3243. Cetri Wunderwerk.) Es geschah aber, da Petrus durchog allenthalben, daß er auch zu den heiligen kam, die zu Lydda wohne⸗ ten. Daselbst fand er einen mann, mit namen Aneas, acht Jahre lang auf dem bette gelegen, der war gichtbrüchig. Und Petrus sprach ju ihm: Anea, Jesus christus macit dlich gesund; stehe auf, und bette dir selber! Und alsobald stund er auf. Und es sahen ihn alle, die zu Cydda und zu Sarona wohneten; die bekehrten sich ju dem herrn. Zu Joppe aber waͤr eine Jjüngerin, mit amen Tabea,(welches verdol metschet heißt eine Rehe) die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat. Es begab sich aber zu der⸗ selbigen Zeit, daß sie krank ward und starb. Da wuschen sie diesel⸗ bige, und legten sie auf den Söller. nun aber ydda nahe bei Joppe ist, dã die ZJünger höreten, daß Petrus daselbst war, sandten sie zween männer zu ihm, und ermahneten ihn, daß er sichs nicht ließe ver⸗ drießen, zu ihnen zu kommen. be⸗ trus aber stund auf, und kam mit ihnen. Und als er darkommen war, führeten sie ihn hinauf auf den Söller, und traten um ihn alle Wit⸗ wen, weineten, und jeigten ihm dlie Röcke und stleider, welche die Rehe machte, weil sie bei ihnen war. Und da petrus sie allehinausgetrie⸗ ben hatte, knieete er nieder, betete, und waͤndte sich zu dem Leichnam, und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Rugen auf; und da sie betrum sah, setzte sie sich wieder. Er aber gab ihr die hand, und rich tete sie auf, und rief dieheiligenund dlie Witwen, und stellte sie lebendig dar. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden gläubig an den herrn. Und es geschah, daß er lange Zeit in Joppe blieb bei ei⸗ nem Simon, der ein õerber war. 6. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittäags. ö Epistel. gom. 6,3 14.(Dir sind in christi cod getauft.) Wisset ihr nicht, daß alle, die wirChristus ist auferwecket von den in Jesum christ getaust sind, die] Toten durch die herrlichkeit des Va⸗ sind in seinen Tod getauft? so sind ters, also sollen auch wir in einem wir je mit ihm begraben durch die neuen Leben wandeln. So wir aber Taufe in den cod, auf daß, gleich wie samt ihm gepflanzet werden ü 158 W NMDMDMM DNND 6. Sonntag nach Trinitatis. NNNNMNMN gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, die⸗ weil wir wissen, daß unser alter mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestor⸗ ben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den coten er⸗ weckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herr⸗ schen. Ddenn das er gestorben ist, dãas ist er der Sünde gestorben ju Einem mal; das er aber lebet, das lebet er öott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde ge⸗ storben seid, und lebet oot in chri⸗ sto Jesu, unserm hErrn. So laßt nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr õehor⸗; sam zu leisten in seinen Lüsten. Auch begebet nicht der Sünde eure 6lie⸗ der zu Waͤffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da àus den Toten lebendig sind, und eure õlieder õott zu af⸗ fen der serechtigkeit. denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter lem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Evangelium. Matth. 5, 17-26.(Die serechtigkeit, die besser als die der Pharisäer.) Ihr sollt nicht wähnen, daß ich kom; men bin, das Gesetz oder die Pro- pheten aufzulösen; ich bin nicht kommen, aufzulösen, sondern ju erfüllen. Denn ich sage euch wahr⸗ lich: Bis daß himmel und Erde jer; gehe, wird nicht jergehen der klein· ste Buchstabe, noch Ein Tüttel vom Gesetze, bis daß es alles geschehe. Wer nun Eins von diesen kleinsten Geboten auflöset, und lehret die Leute also, der vird der stleinste hei⸗ ßen im himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groß heißen im himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure õerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Pha⸗ risäer, so werdet ihr nicht in das himmelreich kommen. Jhr habt ge⸗ hört, daß zu den Alten gesaͤgt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, dler soll des oerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem bruder zürnet, der ist des õerichts schuldig; wer aber zu seinem bru⸗ der sagt: Kächa! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du marr! der ist des höllischen feuers schul⸗ dig. Darum, wenn du deine õabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine 6abe, und gehe zuvor hin, und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm, und opfere deine õabe. Sei wilfertigdeinemlbidersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Uege bist, auf daß dich der Wider⸗ sacher nicht dermaleinst überant⸗ worte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem diener, und werdest in den serker geworfen. Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten heller bezahlest. 1⁵⁰ MMD DDD DMDNN 6. Sonntäg nach Trinitatis. MNDNN Epistolische Cektion. Apgsch. 8, 26—38.(Der Rämmerer aus ohrenland.) Aber der Engel des hrrn redete zu philippo und sprach:Stehe auf, und gehe gegen mittag, auf die Straße, dlie von Jerusalem gehet hinab gen Gdzã, die da wuste ist. Iind er stund auf, und ging hin. Und siehe, ein mann aus mohrenland, ein Käm⸗ merer und 6ewaltiger der önigin sandaze in mohrenland, welcher war über alle ihre Schatzkammern, der war kommen gen Jerusalem, anzubeten, und zog wieder heim, und saß auf seinem Waͤgen, und las den propheten Jesaias. Der Geist aber sprach zuphilippo: Gehehinzu, und mache dich bei diesen Wagen. Da lief Philippus hinzu, und hörte, daß er den propheten Jesaias las, und sprach: Uerstehest du auch, was du liesest?ꝰ Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnte Pphilippum, daß er auftrate und setzte sich bei ihn. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser:»eEr ist wie ein Schaf jur Schlachtung geführet, und still wie ein Lamm vor seinem Scherer, also hat er nicht aufgetan seinen mund. In seiner Niedrigkeit ist sein bõericht erhaben. Wer wird aber sei⸗ nes Lebens Länge ausreden? denn sein Leben ist von der Erde wegge⸗ nommen.« Da antwortete der Gam⸗ merer philippo und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Pro. phet solches? Von ihm selbst oder von jemand anders? Philippus aber tãt seinen mund auf, und fing von dieser Schrist an, und predigte ihm das vangelium von Jesu. Und als sie zogen der Straße nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Fammerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert es, daß ich mich taufen lasse? Philippus aber sprach: Glaubest du von ganzem herzen, so mag es wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus chri⸗ stus Gottes Sohn ĩst. Und er hieß den Waͤgen halten, und stiegen hinab in das Wasser beide Philippus und der ämmerer, und er taufte ihn. Eväangelische Cektion. Marc. 4, 26-32. Der Same gehet auf und wächst.) Und er sprach: Das Reich ottes hat sich also, als wenn ein mensch Sa⸗ men aufs Land wirft, und schläft, und stehet auf, Nacht und Tag; und der Same gehet auf, und wächset, dlaß er es nicht weiß; denn die Erde bringt von ihr selbst zum ersten das Grãs, darnach die Ahren, darnach den vollen Weizen in den Ahren. Uenn sie aber die frucht gebracht hãt, so schickt er bald die Sichel hin, dlenn die trnte ist da. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Got⸗ tes vergleichen? und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden? Gleich wie ein Senfkorn, wenn das gesäet wird aufs Cand, so ist es das kleinste unter allen Samen auf Er⸗ den; und wenn es gesäet ist, so nimmt es zu, und wird größer denn alle sohlkräuter, und gewin⸗; net große Zweige, also daß die vögel unter dem himmel unter seinem Schatten wohnen können. 16⁰ W MWM DMNNM N 0. Sonntäag nach Trinitatis. NNNM nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 1. Sam. 24, 1- 20.(Ciebe für haß.) Und David zog hinauf von dannen, und blieb in der Burg Engedi. Da nun Saul wiederkam von den Phi⸗ listern, ward ihm gesagt: Siehe, David ist in der üste Engedi. Und Saul nahm drei tausend junger maͤnnschaft aus ganz Israel, und jog hin, David samt seinen Män⸗ nern zu suchen auf den felsen der 6emsen. Und da er kam zu den Schafhürden am lLbege, war daselbst eine höhle, und Saul ging hinein, seine füße zu dlecken. David aber und seine männer saßen hinten in der höhle. Da sprachen die männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tãg, davon der hrr dir gesagt hat: »Siehe, ich will deinen feind in deine hande geben, daß du mit ihm tust, was dir gefällt.« Und David stund auf, und schnitt leise einen Zipfel vom Rock Sauls. Aber dar⸗ nach schlug ihm sein herz, daß er dlen Zipfel Sauls hatte abgeschnit⸗ ten, und sprach zu seinen männern: Das lasse der herr ferne von mir sein, daß ich das tun sollte, und meine hand legen an meinen herrn, den Gesalbten des hErrn; denn er ist der õesalbte des hErrn. Und Da⸗ vidl wies seine männer von sich mit orten, und ließ sie nicht wider Saul sich auflehnen. Da aber Saul sich aufmachte aus der höhle, und ging auf dem UWege, machte sich darnach David auch auf, und ging aus der höhle, und rief Saul hinten nãch und sprach: Mein herr König! Saul sah hinter sich. Und David neigte sein Antlitz zur Erde, und betete an, und sprach zu Saul: War⸗ um gehorchest du menschen Wort, dlie da sagen: David sucht dein Un⸗ glück? Siehe, heutiges Tages sehen deine Augen, daß dich der herr heute hat in meine hand gegeben in der höhle, und es ward gesagt, daß ich dich sollte erwwürgen. Aber es ward deiner verschonet; denn ich sprach: Ich will meine hand nicht an meinen herrn legen; denn er ist der õesalbte des hErrn. ein vater, siehe doch den Zipfel von dei⸗ nem Rock in meiner hand, daß ich dich nicht erwürgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Rock schnitt. Erkenne und siehe, daß nichts Böses in meiner hand ist, noch keine Uber; tretung. Ich habe auch an dir nicht gesündigt, und du jagest meine Seele, daß du sie wegnehmest. Der hErr wird Richter sein wischen mir und dir, und mich an dir rächen: aber meine hand soll nicht über dir sein. Wie man sagt nach dem alten Sprichwort: Von Gottlosen kommt Untugend. Aber meine hand soll nicht über dir sein. Wem ziehest du nach, önig von Jsrdel? Wem jaͤgest du naͤch? Einem toten hunde, einem einigen floh. Der hErr seĩ Kichter, und rich · te zwischen mir und dir, und sehe drein, und führe meine Sache aus, und rette mich von deiner hand. Als nun David solche Worte zu Saul hãtte ausgeredet, sprach Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein 1⁰¹ Wpoh⸗. Sonntag nach Trinitatis. NM Sohn davicl? Und Saul hub auf sei⸗ ne Stimme, und weinte, und sprach zu David: Du bist gerechter denn ich. Du hast mir utes bewiesen; ich aber habe dir Böses bewiesen. Und du hast mir heute angezeigt, wie du Gutes an mir getan häst, daß mich der herr hatte in deine hände beschlossen, und du mich doch nicht erwürget hast. Wie sollte jemand seinen feind finden, und ihn lassen einen guten Weg gehen? Der heErr vergelte dir õutes für die⸗ sen Tag, das du an mir getan haͤst. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Gal. 3, 1—12.(Die mit des esetzes Werken umgehen.) 0O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen christus Jesus vor die Rugen ge⸗ malet war, und jetzt unter euch ge⸗ kreuziget ist. Das will ich allein von euch lernen: habt ihr den õeist emp⸗ fangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glau⸗ ben? Seid ihr so unverständig? Im beist habt ihr angefangen, wollt ihr es denn nun im fleisch vollen. denꝰ habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist es anders umsonst. Der euch nun den seist reicht und tut solche Taten unter euch, tut er es durch des õesetzes Werke oder durch die Predigt vom 6lauben? Gleich wie Abraham hat Gott geglaubet, und es ist ihm gerechnet zur õerech tigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des laubens sind, das sind Abrahams seinder. Die Schrist aber hät es zuvor ersehen, daß Gott die heiden durch den 6lauben gerecht mache; darum verkündigt sie dem Abraham:»In dir sollen alle hei⸗ den gesegnet werden.« Also werden nun, die des 6laubens sind, gesegnet mit dem gläubigen Rbraham. Denn die mit des õesetzes Werken umge⸗ hen, dlie sind unter dem fluch. Denn es stehet geschrieben:»Uerflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, das geschrieben stehet in dem Buch des õesetzes, daß er es tue.« Daß aber durch das õesetz niemand ge⸗ recht wird vor Gott, ist offenbar; denn»dererechte wird seines lau⸗ bens leben«. Das besetz aber ist nicht des laubens, sondern»der mensch, der es tut, wird dadurch leben«. 7. Sonntäag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. öm. 6, 15— 25. Die õabe oottes ist das ewige leben.) Wie nun? sollen wir sündigen, die⸗ weil wir nicht unter dem 6esetz, sondern unter der õnade sind? Das sei ferne! Wisset ihr nicht, welchem ihr euch begebet zu senechten in be⸗ horsam, des senechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sünde zum code, oder dem õehorsam jur berechtigkeit? Gott sei aber ge⸗ dankt, daß ihr senechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam worden von herzen dem vorbilde der sehre, welchem ihr ergeben seid. denn nun ihr frei worden seid von der Sünde, seid ihr nechte worden der serechtigkeit. Ich muß mensch⸗ lich lavon reden um der Schwach⸗ heit willen eures fleisches. Gleich 16² MMWDDDDNDNN. Sonntäg naäch Trinitatis. DDN wie ihr eure ölieder begeben habt zum Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun auch eure Glieder jum Dienste der 6erechtig⸗ keit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde senechte waret, ddd waret ihr frei von der 6erech · tigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende der⸗ selbigen ist der Tod. Nun ihr aber seic von der Sünde frei und 6ot⸗ tes senechte worden, ha ut ihr eure frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die 6abe Gottes ist das ewige leben in christo Jesu, unserm herrn. Evangelium. Marc. 8, 1-9.(ich jemmert des Volks; sie haben nichts zu essen.) Zu der Zeit, da viel Volks da war, undhatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach ju ihnen: mich jammert des volks; dlenn sie haben nun drei Tage bei mir verharret, und haben nichts zu essen; und wenn ich sie unge⸗ gessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege ver⸗ schmachten. denn etliche waren von ferne kommen. Seine Jün⸗ ger antworteten ihm: Woher neh; men wir brot hie in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brote? Sie sprachen: Sieben. Und er ge⸗ bot dem Volk, daß sie sich auf die Erde läͤgerten. Und er nahm die sieben Brote, und dankte, und brach sie, und gab sie seinen Jün⸗ gern, daß sie dieselbigen vorleg⸗ ten; und sie legten dem Volk vor. Und häͤtten ein wenig fischlein; und er dankte, und hieß diesel⸗ bigen auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt; und huben die übrigen Brocken auf, sieben sörbe. Und ihrer waren bei vier tausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich. Cpistolische Lektion. Apgsch. 9, 1 10.(Um Christi willen habe ich alles für Schaden geachtet.) Saulus ãaber schnaubte noch mit Ddrohen und morden wider die Jünger des héErrn, und ging jum ohenpriester, und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schu⸗ len, zuf daß, so er etliche dieses Weges fände, männer und Weiber, er sie gebunden führete gen Jeru⸗ salem. Und da er auf dem Wege war, und nahe beĩ Damaskus kam, Uumleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom himmel; und er fiel auf die Erde, und hörte eine Stimme, die sprach ju ihm: Saul, Saul, was ver; folgest du mich? Er aber sprach: hErr, wer bist du? Der hErr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest. Cs wird dir schwer werden, wider den Stäachel löcken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: hErr, was willst du, daß ich tun soll? der herr sprach ju ihm: Stehe auf, und gehe in die Stadt; da wird man dir sa; gen, was du tun sollst. Die Männer 16³ aber, die seine 6efährten waren, stunden, und waren erstarret; denn sie höreten eine Stimme, und sahen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Nugen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der hand, und führeten ihn gen Damaskus; und war drei Tage nicht sehend, und aß nicht und trank nicht. Es war aber ein Jjünger zu Damaskus, mit namen Nnanias; zu dem sprach der hErr im õesichte: ANnania! Und er sprach: hie bin ich, hErr. Der herr sprach ju ihm: Stehe auf, und gehe hin in die asse, die da heißt llie richtige, und frage in dem hause Judas nach Saul, mit Namen von Tarsen; denn siehe, er betet, und hãt gesehen im 6esicht einen ann, mit namen Ananias, zu ihm hin⸗ einkommen, und die hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. nnanias aber antwortete: herr, ich häbe von vielen gehöret von diesem manne, wieviel Ubels er WMSMNM; T. Sonntag nach Trinitatis. NMMMMMD deinen heiligen getan hat zu Jeru⸗ salem; und er hat allhie macht von den hohenpriestern, ju binden alle, die deinen Namen anrufen. der herr sprach zu ihm: Gehe hin denn dieser ist mir ein auserwählt Rüst⸗ jeug, daß er meinen HNamen trage vor den heiden und vor den söni⸗ gen und vor den sindern von 75- rdel. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muß um meines Namens willen. Und Ananias ging hin, und kam in das haus, und legte die hände auf ihn, und sprach: Cieber Bruder Saul, der herr hat mich gesandt,(der dir erschienen ist auf dem Wege, da du her⸗ kamest.) daß du wieder sehend und mit dem heiligen õeist erfüllet werdest. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieller sehend; und stund auf, ließ sich taufen, und nahm Speise zu sich, und stärkte sich. Sau⸗ lus aber war etliche Tage bei den Jüngern zu Damaskus. Evangelische Lektion. Matth. 10, 16-26.(Uerkaufe, was du hast.) Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter meister, was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben? ér aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut! niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die oebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre vater und Mutter und:du sollst deinen lläch; 1⁰⁴ sten lieben als dich selbst. Da sprach der jüngling zu ihm: Das häbe ich alles gehalten von meiner Ju⸗ gend auf; was fehlt mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du häst, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im himmel haben, und komm und folge mir nach. Dã der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm; denn er haͤtte viel Güter. Jesus aber sprach zju seinen jüngern: Wahrlich, ich sage r———————.. NMMMMNMN T. Sonntag nach Trinitatis. D euch: ein Reicher wird schwerlich in das himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein amel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Jün⸗ ger höreten, entsetzten sie sich sehr, und sprachen: Je! wer Rann denn selig werden? Jesus aber sahe sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei õott sind alle Dinge möglich. nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. I. stönige 3,5— 14. (Odu wollest deinem snechte ein gehorsames herz geben.) Und der herr erschien Salomo zu õibeon im Traum des nachts, und bott sprach: Bitte, was ich dir geben soll. Salomo sprach: Du hast an mei⸗ nem vater David, deinem senechte, große Barmherzigkeit getan, wie er denn vor dir gewandelt hat in Wahrheit und 6erechtigkeit und mit richtigem herzen vor dir; und hast ihm diese große Barmherzig⸗ keit gehalten, und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Stuhl säße, wie es denn jetzt gehet. Nun, hErr, mein 6ott, du hast deinen senecht zum sönige gemacht an mei; nes Vaters David Statt. So bin ich ein kleiner nabe, weiß nicht we⸗ der meinen Nusgang noch ingang. Und dein senecht ist unter dem Volk, das du erwählet hast, so groß, daß es niemand zählen noch beschreiben kann vor der enge. So wollest du deinem snechte geben ein ge⸗ horsam herz, daß er dein Volk richten möge, und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer ver⸗ mäag dies dein mächtig Volk zu richten? das gefiel dem herrn wohl, daß Salomo um ein solches bat. Und Gott sprach ju ihm: Weil du solches bittest, und bittest nicht um langes Leben, noch um Reich⸗ tum, noch um deiner feinde Seele, sondern um verstand, Gericht ju hören, siehe, so habe ich getan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges herz gegeben, daß deines gleichen vor dir nicht gewesen ist, und nach dir nicht aufkommen wird. Dazu, daß du nicht gebeten hast, habe ich dir auch gegeben, nämlich Reichtum und Chre, daß deines gleichen kei⸗ ner unter den fönigen ist zu dei⸗ nen Zeiten. Und so du wirst in meinen Wegen waͤndeln, daß du hältst meine Sitten und Gebote, wie dein Vater Davicl gewandelt hat, so will ich dir geben ein lan⸗; ges Leben. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 10, 1- 33.(Bekehrung des hauptmanns Cornelius.) Es War aber ein mann zu Cäsarien, fürchtig samt seinem ganzen hause, mit namen Cornelius, ein haupt- und gab dem Volk viel Almosen, mann von der Schar, die da heißt nnd betete immer zu Gott. Der sah dlie welsche, gottselig und gottes· in einem õesicht offenbarlich um die 16⁵ DMWMDD D DD 7. Sonntag nach Trinitatis. NDN neunte Stunde am rage einen Engel Gottes ju ihm eingehen, der sprach zu ihm: Corneli! Er aber sah ihn an, erschrak, und sprach: hErr, was ists? Er aber sprach zu ihm: Dein bebet und dein Almosen sind hinaufkommen in das Geclächtnis vor 6ott. Und nun sende männer gen Joppe, und laß fordern Simon, mit dem Zunamen petrus, welcher ist zur herberge bei einem Gerber Simon, des haus am meer liegt: der wird dir sagen, was du tun sollst. Und da der Engel, der mit Cornelio redete, hinweggegangen war, rief er zween seiner hausknechte und einen gottesfürchtigen striegsknecht von denen, die auf ihn warteten. Und er erzählte es ihnen alles, und sandte sie gen Joppe. Des andern Tages, da diese auf dem Wege wa⸗ ren, und nahe zur Stadt kamen, stieg petrus hinauf auf den Söller, zu beten, um diie sechste Stunde. Und als er hungrig ward, wollte er anbeißen. Da sie ihm aber juberei⸗ teten, ward er entzückt, und sahe den himmel aufgetan, und hernie⸗ derfahren zu ihm ein õefaß, wie ein groß leinen Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und ward niedergelas⸗ sen auf die rde; darinnen waren allerlei vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und õewürm und vögel des himmels. Und geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, petre, schlachte, und iß! Petrus aber sprach: O nein, hErr; denn ich habe noch nie etwas emeines oder Un⸗ reines gegessen. Und die Stimme sprach zum andern mal zu ihm: Was Gott gereiniget hat, das mache du nicht gemein. Und das geschah zu drei smalen: und das õefãß ward wieder aufgenommen gen himmel. Als aber petrus sich in ihm selbst bekümmerte, was das Gesicht wäre, das er gesehen hatte, siehe, da frag· ten die Mmänner, von Cornelio ge⸗ sandt, nach dem hause Simons, und stunden an der Tür, riefen und forschten, ob Simon, mit dem Zu⸗ namen petrus, allda zur herberge wäre. Indem aber betrus sich be⸗ sinnet über dem õesicht, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich; aber stehe auf, steige hinab, und ziehe mit ihnen, und zweifle nichts; denn ich habe sie ge⸗ sandt. Dã stieg Petrus hinab zu den männern, die von Cornelio zu ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich bin es, den ihr suchet: was ist die Sache, darum ihr hie seid? Sie aber sprachen: Cornelius, der haupt⸗ mann, ein frommer und gottes- fürchtiger mann und guten 6e⸗ rüchts bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen vom heiligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein haus, und Worte von dir hören. Da rief er sie hinein, und beherbergte sie. des andern Tages jog Petrus aus mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm. Und des an· dern Tages kamen sie ein gen Cäsa⸗ rien. Cornelius aber wartete auf sie, und rief jusammen seine ver⸗ wandten und freunde. Und als petrus hineinkam, ging ihm Cor⸗ nelius entgegen, und fiel zu seinen füßen, und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf, und sprach: Stehe auf, ich bin auch ein Mensch. Und als er sich mit ihm besprochen 1⁰⁰ NMMMMMN S. Sonntaͤg nach Trinitatis. DD hãtte, ging er hinein und fand ihrer viele, die zusammenkommen wa⸗ ren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnt ding ist einemjüdischen manne, sich zu tun oder zu ommen zu einem frema⸗ ling; aber õott hat mir gezeiget, kei⸗ nen menschen gemein oder unrein zu heißen. Ddarum habe ich mich nicht geweigert, zu kommen, als ich bin hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern? Cornelius sprach: Ich ha⸗ be vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und um dlie neunte Stunde betete ich in meinem hause. Und siehe, da trat ein ann vor mich in einem hellen seleide, und sprach: Corneli, dein õebet ist erhöret, und leiner Almosen ist gedacht wor⸗ len vor ott. So sende nun gen Joppe, und laß her rufen einen Simon, mit dem Zunamen betrus, Welcher ist jur herberge in dem hause des Gerbers Simon an dem meere; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund an zu dir; und du hast wohl getan, daß du Rommen bist. Nun sind wir alle hie gegenwärtig vor Gott, zu hören alles, was dir von Gott befohlen ist. 8. Sonntäg nach Trinitätis. Vormittags. Epistel. Röm. 8, 12—17.(Die stinder Gottes.) 50 sind wir nun, lieben Brüder, Schuldner nicht dem fleisch, daß wir nach dem fleisch leben. Denn wo ihr nach dem fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den õeist des fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben. Denn welche der 6eist ottes treibet, die sind Gottes tinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen õeist emp⸗ fangen, daß ihr euch abermal fürch⸗ ten müßtet, sondern ihr habt einen kindlichen õeist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber vater! Derselbige 6eist gibt Zeug⸗ nis unserm Geist, daß wir Gottes stinder sind. Sind wir denn seinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und miterben christi, so wir anders mit leiden, auf daßg wir auch mit zur herrlichkeit erho⸗ ben werden. Evangelium. Maͤtth. 7, 13- 29.(Von den falschen Propheten.) behet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der UWeg ist breit, der zur VDerdammnis abführet; und ihrer sind viele, die ddarauf wandeln. Und die Pforte ist enge, und der Weg ist schmal, der zum seben führet; und wenige sind ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schaäfskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren früchten sollt ihr sie erkennen. stann man auch Trau⸗ ben lesen von den Dornen, oder feigen von den Disteln? Also ein seglicher guter baum bringet gute früchte; aber ein fauler Baum brin⸗ get arge früchte. Ein guter Baum 1⁰² NNDNNDNNNNN. Sonntäg nach Trinitatis. NDWMN kann nicht arge früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute früchte brin⸗ get, wird abgehauen und ins feuer geworfen. Darum an ihren früch⸗ ten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: herr, herr! in das himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: herr, hErr, haben wir nicht in deinem namen geweissaget? haben wir nicht in deinem Hamen Teufel aus; getrieben? haben wir nicht in dei⸗ nem namen viele caten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich häbe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltäter! darum, wer diese meine Redehöret, und tut sie, den vergleiche ich mit einem klugen manne, der sein haus auf einen felsen baute. Da nun ein platzregen fiel, und ein 6ewässer kam, und weheten die inde, und stießen an das haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen felsen gegründet. Und wer diese meine ke⸗ de höret, und tut sie nicht, der ist ei⸗ nem törichten manne gleich, der sein haus auf den Sand baute. Da nun ein platzregen fiel, und kam ein õe⸗ wässer, und weheten dielbinde, und stießen an das haus, da fiel es undtat einen großen fall. Und es begab sich, dã Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über seiner Lehre, denn er predigte gewaltig, und nicht wie die Schristgelehrten. Epistolische Cektion. Apgsch. 16, 16-36.(Was soll ich tun, daß ich selig werde!) Es geschah aber, da wir zu dem Ge⸗ bet gingen, daß eine magd uns begegnete, die hatte einen Wahr⸗ sagergeist, und trug ihren herren viel Genuß zu mit Wahrsagen. Die⸗ selbige folgte allenthalben Paulo und uns nach, schrie und sprach: Diese menschen sind snechte Gottes dles Allerhöchsten, die euch den Weg ller Seligkeit verkündigen. Solches tat sie manchen Tag. Paulo aber tat das wehe, und wandte sich um, und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem namen Jesu Christi, da du von ihr ausfahrest. Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde. Da aber ihre herren sahen, daß die hoffnung ih· resõenusses war ausgefahren, nah⸗ men sie baulum und Silan, zogen sie auf den arkt vor die obersten, und führeten sie ju den hauptleu⸗ ten, und sprachen: Diese enschen machen unsre Stadt irre, und sind Juden; und verkündigen eine Wei⸗ se, welche uns nicht ziemet anzuneh⸗ men, noch zu tun, weil wir Römer sind. Und das Uolk ward erreget wiler sie; und die hauptleuteließen ihnen die sleider abreißen, und hießen sie stäupen. Und da sie sie wohl gestäupet hatten, warfen sie sie in das 6efängnis, und geboten ddem sterkermeister, daß er sie wohl bewahrete. Der nahm solch Gebot an, und warf sie in das innerste õe⸗ fängnis, und legte ihre füße in den Stock. Um die mitternacht aber be⸗ teten Paulus und Silas, und lobten Gott. Und es höreten sie die õefan⸗ 16⁸ genen. Schnell aber wardein großes NMMDMDMD MD MD N 8. Sonntag nãch Trinitatis.—DM Erdbeben, also daß sich bewegeten dlie 6rundfesten des 6efängnisses. Und von Stund an wurden alle Türen aufgetan, und aller Bande los. Als aber der ferkermeister aus dem Schlaf fuhr, und sah die Türen des 6efängnisses aufgetan, jog er das Schwert aus, und wollte sich selbst erwürgen; denn er meinte, die Gefangenen wären entflohen. paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts Ubels; denn wir sind alle hie. Er forderte aber ein Licht, und sprang hinein, und ward jit⸗ ternd, fiel Paulo und Sila zu den füßen, und führete sie heraus, und sprach: Lieben herren, was soll ich tun, daß ich selig werde? Sie spra; chen: Glaube an den herrn Jesum christum, so wirst du und dein haus selig. Und sagten ihm das Wort des hErrn und allen, die in seinem hau⸗ se waren. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Uacht, und wusch ihnen die Striemen ab: und er ließ sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führete sie in sein haus, und setzte ihnen einen Tisch, und freuete sich mit seinem ganzen hause, daß er an õott gläu⸗ big worden war. Und da es Tag wärd,sandten die hauptleutestädt⸗ diener, und sprachen: Laß die men⸗ schen gehen. Und der Kerkermeister verkündigte diese Rede Paulo: Die hauptleute haben hergesandt, daß ihr los sein sollet; nun ziehet aus, und gehet hin mit frieden. Evangelische Lektion. Matth. 10,32-:4²2. Och will ihn bekennen vor meinem himmlischen bater.) Darum, wer mich bekennet vor den menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen bater. Wer mich aber verleugnet vor den menschen, den will ich auch ver; leugnen vor meinem himmlischen vater. Ihr sollt nicht wähnen, daß ich kommen sei, frieden zu senden auf Crdlen. Ich bin nicht ommen, frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den menschen zu erregen wider seinen vater, und die Tochter wider ihre Mutter, und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des enschen fein⸗ de werden seine eigenen hausge⸗ nossen sein. Wer Vater oder mutter mehr lievt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein sereuz auf sich nimmt, und fol⸗ get mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben ver⸗ lieret um meinetwillen, der wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Pro- pheten aufnimmt in eines Pro- pheten namen, der wird eines propheten Lohn empfangen. Wer einen õerechten aufnimmt in ei⸗ nes Gerechten namen, der wird eines Gerechten Lohn empfangen. Und wer dieser 6eringsten einen nur mit einem bBecher kalten Was⸗ sers tränket in eines Jüngers Na⸗ men, wahrlich, ich saͤge euch, es wird ihm nicht unbelohnt blei⸗ ben. 1⁰9 WMMMMN N Z. Sonntäg näch Trinitatis. DMDMD nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jerem. 23, 16- 32.(Die falschen Propheten.) So spricht der hErr Zebaoth: Ge⸗ horchet nicht den Worten der Pro- pheten, so euch weissagen. Sie be⸗ trügen euch denn sie predigen ihres herzens Gesicht, und nicht aus des herrn munde. Sie sagen denen, llie mich lästern:»Der hErr hat es gesagt, es wird euch wohl gehen;« und allen, die nach ihres herzens Dünkel wandeln, sagen sie:»Es wird kein Unglück über euch kom⸗ men.« Denn wer ist im Rat des herrn gestanden, der sein Wort ge⸗ sehen und gehöret habe? Wer hat seinlbort vernommen und gehöret? Siehe, es wird ein Wetter des hẽrrn mit 6rimm kommen, und ein schrecklich Ungewitter den Gottlo-⸗ sen auf den Kopf fallen. Und des hErrn Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat: hernach werdet ihr es wohl erfahren. Ich sandte die Pro- pheten nicht, noch liefen sie; ich re⸗ lete nicht zu ihnen, noch weissagten sie. Denn wo sie bei meinem Rat blieben, und hätten meine Worte meinem volk gepredigt, so hätten sie dasselbe von ihrem bösen Wesen und von ihrem bösen Leben bekeh⸗ ret. Bin ich nicht ein õott, der nahe ist, spricht der hErr, und nicht ein Gott, der ferne sei?ꝰ meinest du, da sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? spricht der herr. Bin ich es nicht, der him⸗; mel und trae füllet? spricht der hErr. Ich höre es wohl, daß die bro⸗ pheten predigen, und falsch weis⸗ sagen in meinem Namen, und spre⸗; chen: Mir hat geträumet, mir hat geträumet. Wann wollen doch die Propheten aufhören, die falsch weis⸗ sagen und ihres herzens Trügerei weissagen, ung wollen, daß mein Volk meines Namens vergesse über ihren Träumen, die einer dem an⸗ dern predligt; gleich wie ihre Väter meines lamens vergaßen über dem Baal? Ein Prophet, der Traume hat, der predige Trãume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen' spricht der herr. Ist mein Wort nicht wie ein feuer, spricht der hErr, und wie ein ham⸗ mer, der felsen zerschmeißt? Dar⸗ um siehe, ich will an die Propheten, spricht der hẽrr, die mein Wort steh⸗ len einer dem andlern. Siehe, ich will an die Propheten, spricht der hErr, die ihr eigen Wort führen, und sprechen: Er hat es gesagt. Sie⸗ he, ich will an die, so falsche Träu⸗ me weissagen, spricht der hErr, und predligen dieselben, und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losen Teidingen, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befoh⸗ len habe, und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der hErr. Cektion aus dem leuen Testamente. Apgsch. 12, 1 17.(Die Befreiung aus dem sterker.) Um dieselbige Zeit legte der stönig der õemeine, zu peinigen. Er tötete herodes die hände an etliche von aber Jakobum, Johannis Bruder, 17⁰ ..——— NMMDDD dd o. Sonntag nach Trinitatis. DDD mit dem Schwert. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort, und fing Petrum auch. Es waren aber eben die Tage der süßen Brote. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins öefängnis, und über; antwortete ihn vier vierteilen striegsknechten, ihn zu bewahren, und gedaͤchte ihn nach den Ostern dem Volk vorzustellen. Und petrus ward zwar im 6efängnis behalten; aber die õemeine betete ohne Auf⸗ hören für ihn zu õott. Und da ihn herodes wollte vorstellen, in der⸗ selbigen nacht schlief Petrus jwi⸗ schen zween striegsknechten, gebun⸗; den mit zwo setten, und die hüter vor der Tür hüteten des Gefäng⸗ nisses. Und siehe, der Engel des hErrn kam daher, und ein licht schien in dem bemach; und schlug betrum an die Seite, und weckte ihn auf und sprach: Stehe behende auf! Und die stetten fielen ihm von seinen händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich, und tue deine Schuhe an! Und er tat also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen mantel um dich, und folge mir nach! Und er ging hinaus, und folgte ihm, und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig solches geschähe durch den Engel, sondern es deuchte ihn, er sähe ein öesicht. Sie gingen aber durch die erste und andre hut, und kamen zu der eisernen Tür, welche zur Stadt führet; die tat sich ihnen von ihr selber auf, und traten hinaus, und gingen hin eine õasse lang; und alsobald schiedl der Engel von ihm. Und da petrus zu sich selber kam, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, daß der hErr seinen Engel gesandt hat und mich errettet aus der hand herodis und von allem Warten des jüdischen Volks. Und als er sich be⸗ sann, kam er vor das haus Marias, der utter Johannis, der mit dem Zzunamen marcus hieß, da viele beieinander waren und beteten. Als ãber petrus an die Tür des To- res klopfte, trat hervor eine magd, zu horchen, mit Hamen Rhodle. Und als sie Petri Stimme erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor freude, lief aber hinein und verkündigte es ihnen, Petrus stünde vor dem Tor. Sie aber sprachen zu ihr: Du bist unsinnig. Sie aber bestund darauf, es wäre also. Sie sprachen: Es ist sein Engel. petrus aber klopfte weiter an. da sie aber auftaten, sahen sie ihn, und ent⸗ setzten sich. Er aber winkte ihnen mit der hand, ju schweigen, und erzählte ihnen, wie ihn der heErr hätte aus dem 6efängnis gefüh⸗ ret, und sprach: Verkündet dies Jdkobo und den Brüdern. Und ging hinaus, und zog an einen andern ort. 9. Sonntäg näch Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. gor. 10, 1- 13. Das ist geschehen uns zum Vorbilde und zur ö Warnung.) Ich will euch aber, lieben Brüder, sind alle unter der Wolke gewesen, nicht verhalten, daß unsre Väter und sind alle durch das meer 171 NMDWDNMNN 9. Sonntäg nach Trinitatis. NDM gegangen, und sind alle unter ose getauft mit der Lolke und mit dem Meer, und haben alle einerlei geist⸗ liche Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrun⸗ ken; sie tranken aber von dem geist⸗ lichen fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte 6ott kein Wohlgefallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wü⸗ ste. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelü⸗ sten lassen des Bösen, gleich wie jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Ab⸗ göttische, gleich wie jener etliche wurden, als geschrieben stehet:»Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stund auf, zu spie⸗ len.«“ Nuch laßt uns nicht hurerei treiben, wie etliche unter jenen hu⸗ rerei trieben, und fielen auf Finen Tãg drei und zwanzig tausend. Caßt uns aber auch hristum nicht ver⸗ suchen, wie etliche von jenen ihn ver; suchten, und wurden von den Schlan⸗ gen umgebracht. Murret auch nicht, gleich wie jener etliche murreten, und wurden umgebracht durch den verderber. Solches alles widerfuhr ihnen jum Vorbilde; es ist aver ge⸗ schrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt Kom⸗ men ist. Darum, wer sich läßt dünken, er stehe, mag wohl zu⸗ sehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt ver⸗ suchen über euer Vermögen, son⸗ dern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es kön⸗ net ertragen. Evangelium. Cuc. 16, 1— 12.(Die selugheit des ungerechten Haushalterr) Er sprach aber auch zu seinen Jün⸗ gern: Es war ein reicher mann, der hatte einen haushalter; der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine 6üter umgebracht. Und er forderte ihn, und sprach zu ihm: Lie höre ich das von dir? Tue Rechnung von deinem haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr haushäalter sein. der haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? mein herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schäme ich mich, zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, llaß sie mich in ihre hauser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines herrn, und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem herrn schuldig? Er sprach: hun⸗ dlert Tonnen öls. Und er sprach ju ihm: Uimm deinen brief, setze dich, und schreibe flugs funfzig. Dar⸗ naãch sprach er zu dem andern: Du aber, wieviel bist du schuldig? Er sprach: hundert malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreibe achtzig. Und der herr lobte den ungerechten haus⸗ halter, daß er Klüglich getan hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger denn die stinder des Lichts in ihrem Geschlecht. Und ich sage euch auch: Macht euch freunde mit dem ungerechten Mammon, auf dlaß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen hütten. 17² SSIS SSSEASSESEEEEEDSEREA .—.———.——.—..————..—. MMMWMDMDNN N. Sonntag nãch Trinitatis. NNN Wer im 6eringsten treu ist, der ist treu seid, wer will euch das Wahr⸗ auch im 6roßen treu; und wer im haftige vertrauen? Und so ihr deringsten unrecht ist, der ist auch in dem fremden nicht treu seid, im Großen unrecht. So ihr nun inwer will euch geben dassenige, das dem ungerechten Mammon nicht leuer ist? Epistolische Cektion. Apgsch. 17, 16 34.(Das õericht über alle durch einen ann, in welchem ers beschlossen hat.) Dã aber Paulus ihrer zu Athen war⸗; tete, ergrimmete sein Geist in ihm, dlã er sah die Stadt so gar abgöttisch. Und er redete zwar zu den Juden und Gottesfürchtigen in der Schule, auch auf dem markt alle Tage ju dlenen, die sich herzufanden. Etliche aber der pikurer und Stoĩker Phi⸗ losophen zänkten mit ihm. Und etliche sprachen: Was will dieser lotterbube sagen? Etliche aber: Cs siehet, als wollte er neue õötter ver⸗ klündigen. Das machte, er hatte das Cvangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen verkündiget. Sie nãhmen ihn aber, und führeten ihn auf den Richtplatz, und spra⸗ chen: sönnen wir auch erfahren, waãs dlãs für eine neue Lehre sei, die dlu lehrestꝰ Denn du bringest etwas neues vor unsre ohren; so wollten wir gerne wissen, was das sei. Die Athener aber alle, auch die Rus- länder und Gäste, waren gerichtet aufnichts anders, denn etwaslleues zu sagen oder ju hören. Paulus aber stund mitten auf dem Richtplatz, und sprach: Ihr männer von Athen, ich sehe euch, daß ihr in allen Stük. ken allzu abergläubig seid. Ich bin herdurch gegangen, und habe ge⸗ sehen eure õottesdienste, und fand einen Altar, darauf war geschrie⸗ ben: Dem unbekannten 6ott. Nun verkündige ich euch denselbigen, dem ihr unwissend sottesdienst tut. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was drinnen ist, sintemal er ein herr ist himmels und der Erde, wohnet nicht in Tempeln mit hän⸗ den gemacht seiner wird auch nicht von menschenhänden gepflegt, als dler jemandes bedürfte, so er selbst jedermann Leben und odem allent⸗; halben gibt; und hat gemacht, daß von Einem blut aller menschen Geschlechter auf dem gänzen Erd⸗ boden wohnen, und hat Ziel gesetzt, zuvor versehen, wie lang und weit sie wohnen sollen, daß sie den herrn suchen sollten, ob sie doch ihn füh; len und finden möchten; und zwar er ist nicht serne von einem jeglichen unter uns. denn in ihm leben, weben und sind wir; als auch etli⸗ che Poeten bei euch gesagt haben: Wir sind seines öeschlechts. So wir dlenn göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die 6ott; heit sei gleich den goldenen, silber⸗ nen und steinernen Bildern, durch menschliche öedanken gemacht. Und zwar hat Gott die zeit der Unwissen; heit übersehen; nun aber gebietet er allen enschen an allen Enden, Buße ju tun, darum daß er einen Tãg gesetzt hat, auf welchen er rich· ten will den sereis des Cruaͤbodens 17³ — mitõerechtigkeit durch einenmann, in welchem ers beschlossen hat, und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferwecket. Da sie hörten die Nuf⸗ erstehung der Toten, da hatten es etliche ihren Spott; etliche aber NMDDNND d d. Sonntag nach Trinitatis. D sprachen: Wir wollen dich davon weiter hören. Also ging Paulus von ihnen. Etliche Männer aber hingen ihm an, und wurden gläubig; un⸗ ter welchen war dionysius, einer aus dem Rat, und ein Weib, mit Namen Damaris, und andere mit ihnen. Eväangelische Lektion. Matth. 13, 44- 52.(Der eine Schatz und allerlei Gattung.) Abermal ist gleich das himmelreich einem verborgenen Schatz im Rcker, welchen ein mensch fand, und ver. barg ihn, und ging hin vor freuden über demselbigen, und verkaufte alles was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das him⸗· melreich einem aufmann, der gute perlen suchte. Und da er Eine köst⸗ liche perle fand, ging er hin, und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das himmelreich einem Netze, das ins meer geworsen ist, damit man allerlei 6attung fänget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein õefäß jusammen: aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Weit gehen; die ngel werden ausgehen, und die Bösen von den Gerechten scheiden, und werden sie in den feuerofen werfen; da wird heulen und Zähnklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, hErr. Da sprach er: Darum ein jeglicher Schristgelehrter, vum himmelreich gelehrt, ist gleich einem hausvater, dler aus seinem Schatz Neues und Altes hervorträgt. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Sprüche Salomonis 16, 1- 9.(Befiehl dem herrn deine Werke.) der mensch setzt sich wohl vor im herzen; aber vom hErrn kommt, was dliie Zunge reden soll. Einem jeglichen dünken seine Wege rein sein aber allein der hẽrr macht das herz gewiß. Befiehl dem herrndeine Uerke, so werden deine Anschläge fortgehen. der herr macht alles um sein selbst willen, auch den õott⸗ losen zum bösen Tage. Ein stolzes herz ist dem hErrn ein õreuel, und wird nicht ungestraft bleiben, wenn 17⁴ sie sich gleich alle aneinander hän. gen. durch üte und Treue wird missetat versöhnet, und durch die furcht des hErrn meidet man das Böse. Wenn jemandes Wege dem heErrn wohlgefallen, so macht er auch seine feinde mit ihm zufrieden. Es ist besser wenig mit õerechtig· keit, denn viel Einkommens mit Unrecht. des menschen herz schlägt seinen Veg an, aber der hẽrr allein gibt, daß er fortgehe. an · ird llie dlãs lem er len. tig; mit ägt lein ——————— NMMNNNMN 10. Sonntäag nach Trinitatis. NNMN Cekt.on aus dem leuen Testamente. 2. chess., 1= 13.(mit stillem Uesen arbeiten.) Weiter, lieben Brüder, betet für uns, daß das Wort des hrrn laufe, und gepriesen werde wie bei euch, und daß wir erlöset werden von den unartigen und argen menschen. denn der 6laube ist nicht jeder⸗ manns ding. Aber der hẽrr ist treu; der wird euch stärken und bewah · ren vor dem Argen. Wir versehen uns aber zu euch in dem herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir euch gebieten. Der heErr aber richte eure herzen zu der Liebe ottes und zu der eduld christi. Wir ge⸗ bieten euch aber, lieben Brüder, in dem namen unsers hErrn Jesuchri⸗ sti, da ihr euch entziehet von allem bruder, der da unordentlich wan⸗ delt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen häͤt. Denn ihr wisset, wie ihr uns sollt nachfolgen. denn wir sind nicht unordentlich unter euch gewesen, haben auch nicht umsonst das Brot genommen von jemand, sondern mit Arbeit und mühecag und lacht haben wir gewirket, daß wir nicht jemand unter euch beschwerlich wä⸗ ren. Nicht darum, daß wir des nicht Macht haben, sondern daß wir uns selbst zum Vorbilde euch geben, uns nachzufolgen. Und dãa wir bei euch wären, geboten wir euch solches, dlaß, so jemand nicht will arbeiten, ller soll auch nicht essen. Denn wir hören, daß etliche unter euch wan; deln unordentlich, und arbeiten nichts, sondern treiben Vorwitz. Solchen aber gebieten wir, und er; mahnen sie durch unsern hErrn Jesum shristum, daß sie miĩt stillem Wesen arbeiten und ihr eigen Brot essen. r aber, lieben Brüder, wer⸗ det nicht verdrossen, öutes zu tun. 10. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. gor. 12, 1—12.(Alles wirket derselbige einige Geist.) Von den geistlichen õaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht ver⸗ halten. Jhr wisset, daß ihr heiden seid gewesen, und hingegangen zu den stummen õötzen, wie ihr gefüh · ret wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verflu⸗ chet, der durch den õeist õottes redet; und niemand kann Jesum einen herrn heißen, ohne durch den heili⸗ gen õeist. Es sind mancherleisaben; aber es ist Ein 6eist. Und es sind mancherlei Amter; aber es ist Ein herr. Und es sind mancherlei sträf⸗ te; aber es ist Ein õott, der da wirket alles in allen. In einem seglichen erzeigen sich die 6aben des Geistes zum gemeinen nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist zju reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Er⸗ kenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der õlaube in dem· selbigen Geist; einem andern die 6abe, gesund ju machen, in demsel; bigen õeist; einem andern, Wunder 17⁵ zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, õeister zu unterschei⸗ den; einem andern maäncherlei Sprachen; einem andern, die Spra⸗ chen auszulegen. Dies aber alles wirkt derselbige einige 6eist, und NNNNMNNMNNN 10. Sonntäag näch Trinitatis. MNM DN teilt einem jeglichen seines zu, nach dem er will. Denn gleich wie Ein Leib ist, und hat doch viele ölieder, alle õlieder aber eines eibes, wie⸗ wohl ihrer viel sind, sind sie doch Ein Leib: also auch Christus. Evangelium. Cuc. 19, 41- 48.(Der hErr weint über Jerusalem.) Und als er nahe hinzukam, sahe er dlie Stadt an, und weinte über sie, und sprach: Wenn du es wüßtest, so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem frieden dienet. Aber nun ist es vor deimen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine feinde werden um dich und deine seinder mit dir eine Wa⸗ genburg schlagen, dich belagern und an allen orten ängsten; und werden dich schleijen, und keinen Stein auf dem andern lassen; da⸗ rum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an, auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: »mein haus ist ein Bethaus«; ihr aber habt es gemacht zur mörder⸗ grube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die hohenpriester und Schristgelehrten und die Vornehm⸗ sten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächten; und fan⸗ den nicht, wie sie ihm tun sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörete ihn. Epistolische Lektion. Apgsch. 20, 17- 38.(Och befehle euch ott und dem Wort seiner õnade. Aber von miletus sandte er gen Ephesus, und ließ fordern die Alte⸗ sten von der 6emeine. Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Ihr wisset, von dem ersten Tage an, llã ich bin in Asien kommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen, und dem hErrn geclienet mit aller Demut und vielen Tränen und Anfechtun⸗ gen, die mir sind widerfahren von llen Juden, so mir nachstelleten; wie ich nichts verhalten habe, das da nützlich ist, daß ich euch nicht ver; kündiget hätte, und euch gelehret öffentlich und sonderlich; und habe bezeuget beide den Juden und õrie; 17⁰ chen die Buße zu 6ott und den 6lauben an unsern héErrn Jesum hristum. Und nun siehe, ich, im beist gebunden, fahre hin gen Jeru⸗ salem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, ohne, daß der hei⸗ lige 6eist in allen Städten bezeuget und spricht: Bände und Trübsal warten mein daselbst. Aber ich achte ler keines, ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf daß ich vol⸗ lende meinen Lauf mit freuden und dlas Amt, das ich empfangen habe von dem heErrn Jesu, zu bezeugen das vangelium von der 6nade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, DWMWWDMDMD D 10. Sonntag nach Trinitatis. NNNNNN daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, durch welche ich gezogen bin, und geprediget habe dlas Reich õottes. Darum jeuge ich euch an diesem heutigen Tage, daß ich rein bin von aller blut; denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkündiget hätte alle den Rat Gottes. So häbt nun acht auf euch selbst und auf die ganze herde, unter welche euch der heilige Geist gesetzet hat ju Bischöfen, zu weidlen die 6emeine õottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die der herde nicht verschonen werden. Ruch aus euch selbst werden aufste⸗ hen männer, die da verkehrte Leh · ren redlen, die jünger an sich zu ziehen. Darum seic wacker, und denket daran, daß ich nicht abgelas⸗ sen habe drei Jahre, Tag und nacht einen seglichen mit Tranen zu ver⸗ mahnen. Und nun, lieven Brüder, ich befehle euch ott und dem Wort seiner önade, der da mächtig ist, euch ju erbauen, und zu geben das erbe unter allen, die geheiliget werden. Ich häbe euer keines Silber, noch Gold, noch sleid vegehret. Denn ihr wisset selbst, daß mir diese hande ju meiner notdurfst und derer, die mit mir gewesen sind, gedienet haben. Ich habe es euch alles gezeiget, daß man also arbeiten müsse, und die Schwachen aufnehmen, und geden⸗ ken an das Wort des héErrn Jesu, das er gesagt hat:»õeben ist seliger denn nehmen.« Und als er solches gesagt, knieete er nieder und betete mit ihnen allen. Es ward aber viel Weinens unter ihnen allen, und fielen Paulo um den hals, und küsseten ihn, am allermeisten be⸗ trübt über dem Wort, das er sag⸗ te, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen: und geleiteten ihn in das Schiff. Evängelische Cektion. Cuc. 12, 40-56.(Wie prüfet ihr diese Zeit nicht!) Ich bin kommen, daß ich ein feuer anzünde auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennete schon! Aber ich muß mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe; und wie ist mir so bange, bis sie vollendet werde! mei⸗ net ihr, daß ich herkommen bin, friedlen zu bringen auf Erden? Ich sage: nein, sondern Zwietracht. denn von nun an werden fünf in Einem hause uneins sein, drei wider jwei, und zwei wider drei. Es wird sein der vater wider den Sohn, und der Sohn wider den Vater; die mut· ter wider die Tochter, und die Toch; ter wider die mutter; die Schwieger wider die Schnur, und die Schnur wider die Schwieger. Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen vom Abend, so spre⸗ chet ihr bald: Es Rommt ein Kegen; und es geschiehet also. Und wenn ihr sehet den Südwind wehen, so sprecht ihr: Es wird heiß werden; und es geschiehet also. r heuch⸗ ler! die estalt der Erde und des himmels könnt ihr prüfen; wie prüfet ihr aber diese Zeit nicht? 17⁷ NNNNNN 10. Sonntäg näch Trinitatis. DD nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. Jerem. 7, 1 15.(Ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten.) Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom hErrn, und sprach: Tritt in dãs Tor im hause des hẽrrn, und predige daselbst dies Wort und sprich: höret des hErrn Wort, ihr alle von Judla, die ihr zu diesen To- ren eingehet, den hẽrrn anzubeten! 50 spricht der hErr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und Wesen, so will ich beĩi euch wohnen an diesem ort. Uerlaßt euch nicht auf dlie Iügen, wenn sie sagen: hie ist des hErrn Tempel, hie ist des hErrn Tempel, hie ist des hérrn Tempel! Sondern bessert euer Leben und Wesen, daß ihr Recht tut einer gegen den andern; und den fremd⸗; lingen, Waisen und Witwen keine bewalt tut, und nicht unschuldig Blut vergießet an diesem ort; und folget nicht nach andern õöttern zu eurem eigenen Schaden: so will ich immer und ewiglich bei euch woh⸗ nen an diesem Ort, im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. Aber nun verlaßt ihr euch auf Lü⸗ gen, die kein nütze sind. Daneben seid ihr Diebe, Mörder, chebrecher und meineidige, und räuchert dem Baal, und folget fremden 6öttern nãch, die ihr nicht kennet. Darnach kommt ihr denn und tretet vor mich in diesem hause, das nach meinem namen genannt ist, und sprechet: Es hãt keine Lot mit uns, weil wir solche 6reuel tun. haltet ihr denn lies haus, das nach meinem Hnamen genannt ist, für eine mördergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der hErr. õehet hin an meinen ort zu Silo, da vorhin mein Name gewoh⸗· net hat, und schauet, was ich daselbst getan habe um dler Bosheit willen meines Volks Israel. Weil ihr denn alle solche Stücke treibet, spricht der heErr, und ich stets euch predigen lasse, und ihr wollt nicht hören, ich rufe euch, und ihr wollt nicht ant⸗ worten: so will ich dem hause, das nach meinem lamen genannt ist, dlãrauf ihr euch verlasset, und dem ort, den ich euren Uätern gegeben habe, eben tun, wie ich Silo getan häbe; und will euch von mei⸗ nem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure Brüder, den ganzen Samen Ephra⸗ ims. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 14, 8— 20.(Uergötterung und Steinigung des Apostels.) Und es war ein Mann zu systra, der mußte sitzen; denn er hatte böse füße, und war lahm von mutter; leibe, der noch nie gewandelt hatte. Der hörte Paulum reden. Und als er ihn ansah, und merkte, daß er glaubte, ihm mochte geholfen wer⸗ den, sprach er mit lauter Stimme: Stehe aufrichtig auf deine füße! Und er sprang auf, und wandelte. Dã aber das Volk sahe, was Paulus getan hatte, huben sie ihre Stimme auf, und sprachen auf Cykaonisch: Die 6ötter sind den menschen gleich 178 MNMNNMN II. Sonntag nach Trinitatis. NM worden, und zu uns herniederkom⸗ men. Und nannten Barnabam Ju⸗ piter, und Paulum merkurius, dieweil er das Wort führte. Der priester aber Jupiters, der vor ih; rer Stadt war, brachte ochsen und stränze vor das Tor, und wollte op⸗ fern samt dem Volk. Da das die Apostel Paulus und Barnabas hör⸗ ten, jerrissen sie ihre leider, und sprangen unter das Volk, schrieen und sprachen: Jyr männer, was macht ihr da?ꝰ Wir sind auch sterb · liche enschen, gleich wie ihr, und predigen euch das Evangelium, daß ihr euch bekehren sollt von diesen falschen zu dem lebendigen ott, welcher gemacht hat himmel und Erde und das sneer und alles, was drinnen ist: der in vergangenen Zeiten hat lassen alle heiden wan⸗; deln ihre eigenen Wege; und zwar hat er sich selbst nicht unbejeuget gelassen, hat uns viel utes getan, und vom himmel Regen und frucht- bare Zeiten gegeben, unsre herzen erfüllet mit Speise und freude. Und da sie das säͤgten, stilleten sie kaum das Volk, daß sie ihnen nicht opferten. ECs kamen aber dãa· hin Juden von Antiochien und Ronien und überredeten das Volk, und steinigten Paulum, und schleiften ihn zur Stadtt hinaus, meineten, er wäre gestorben. Da ihn aber die Jjünger umringten, stund er auf, und ging in die Staädlt. Und auf den andern cag ging er aus mit barnabas gen Derbe. 11. Sonntag nach Trinitatis. Vormittägs. CEpistel. I. Kor. 15,1- 10.(licht ich sondern õottes õnade, die mit mir ist.) Ich erinnere euch aber, leben brü⸗er gesehen worden von mehr denn der, des Cvangelii, das ich euch ver⸗fünf hundert brüdern auf Ein mal, kündiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet: welcher õestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr es be⸗ halten habt; es wäre denn, daß ihr es umsonst geglaubet hättet. denn ich habe euch zuvörderst ge⸗ geben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sei für unsre Sünden, nach der Schrist; und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage, nach der Schrift; und daß er gese⸗ hen worden ist von ephas, dar nach von den Zwölfen. Darnach ist derer noch viele leben, etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er ge⸗ sehen worden von Jakobo, darnach von allen Aposteln. Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen õeburt, gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, dlaß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die õemeine õottes verfolget habe. Aber von Gottes 6nade bin ich, das ich bin, und seine õnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbei⸗ tet denn sie alle; nicht aber ich, son · dern Gottes 6nade, die mit mir ist. 17⁰ . * NVMVMNMNMM 1. Sonntäaͤg nach Trinitatis. DDA Ebäangelium. Cuc. 18, 9 14.(Pharisaer und Zöllner.) Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wä⸗ ren, und verachteten die andern, ein solch õleichnis: Es gingen zween menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der an⸗ re ein 3öllner. Der pharisäer stund, und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, õott, daß ich nicht bin wie andre Leute, Räuber, Unge⸗ rechte, Chebrecher, oder auch wie dieser Zöllner; ich faste zwweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem, das ich habe. Und der Zöͤllner stund von ferne, wollte auch seine Nugen nicht aufheben gen himmel, sondern schlug an seine Brust, und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Die⸗ ser ging hinab gerechtfertiget in sein haus vor jenem. denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst ernie⸗ driget, der wird erhöhet werden. Epistolische Lektion. 1. Tim. 6, 6— 12.(roßer õewinn.) Es ist aber ein großer 6ewinn, wer gottselig ist und läßt ihm genügen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offenbar ist, wir Werden auch nichts hinausbringen. Lenn wir aber Nahrung und flei⸗ der haben, so lasset uns begnügen. Denn die da reich werden wollen, dlie fallen in Uersuchung und Strik⸗ ke, und viel törichte und schädliche Cüste, welche versenken die men⸗ schen ins Uerderben und Uerdamm⸗ nis. Denn Geiz ist eine urzel alles Übels, welches haät etliche gelüstet, und sind vom 6lauben irre ge⸗ gangen, und machen ihnen selbst viel Schmerzen. Aber, du Sottes⸗ mensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gott⸗ seligkeit, dem 6lauben, der Liebe, dler eduld, der Sanftmut; Kämpfe den guten Fampf des 6laubens; ergreife das ewige eben, daʒu du auch berufen bist, und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vie⸗ len Zeugen. Eväangelische Cektion. Marci 12, 41- 44.(Das Scherflein der Witiwe.) Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten, und schaute, wie das Volk Geld einlegte in den Gottes⸗ kasten; und viel Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, und legte zwei Scherflein ein; die machen einen heller. Und er rief seine Jjünger zu sich, und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den sotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. denn sie haben alle von ihrem Übrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hat, ihre ganze Nah· rung, eingelegt. 18⁰ NMN NMNMNNN I. Sonntäg nach Trinitatis. nachmittags. MWMWMMDMN Cektion aus dem Alten Testamente. Daniel 9, 8— 19.(Auf deine große Barmherzigkeit.) Jã, hErr, wir, unsre stönige, unsre fürsten und unsre Väter müssen uns schämen, daß wir uns an dir versündigt haben. dein aber, hErr, unser Gott, ist die Barmherzigkeit und Uergebung. denn wir sind ab; trünnig worden, und gehorchten nicht der Stimme des hErrn, unsers Gottes, daß wir gewandeit hätten in seinem õesetz, welches er uns vor; legte durch seine snechte, die Pro· pheten; sondern das ganze Jsrael übertrat dein õesetz und wichen ab, daß sie deiner Stimme nicht ge⸗; horchten. Daher trifft uns auch der fluch und Schwur, der geschrieben stehet im õesetz Moses, des snechtes Gottes, daß wir an ihm gesündigt haãben. Und er hat seine Worte ge⸗ halten, die er geredet hat wider uns und unsre Richter, die uns richten sollten, daß er solch groß Unglück über uns hat gehen lassen, daß des· gleichen unter allem himmel nicht geschehen ist, wie über Jerusalem geschehen ist. oleich wie es geschrie⸗ ben stehet im õesetz oses, so ist alle dies große Unglück über uns er⸗ gangen. So beteten wir auch nicht vor dem hErrn, unserm Gott, daß wir uns von den Sünden bekehrten, und deine Wahrheit vernähmen. Darum ist der hErr auch wacker ge⸗ wesen mit diesem Unnglück, und hat es üher uns gehen lassen. Denn der herr, unser õott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut; denn wir gehorchten seiner Stimme nicht. Und nun, herr, unser õott, der du lein Volk aus Agyptenland geführt hãst mit starker hand, und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: Wir haben ja gesündigt, und sind leider gottlos gewesen. Ach heErr, um aller deiner õerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und 6rimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berge. Denn um unsrer Sünde willen und um unsrer Väter missetat willen trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her sind. Und nun, unser Gott, höre das Gebet deines senechts und sein flehen, und siehe gnädiglich an dein heiligtum, das verstöret ist, um des heErrn willen. neige deine ohren, mein Gott, und höre, tue deine Nugen duf, und siehe, wie wir verstöret sind, und die Stadt, die nach dei⸗ nem namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre õerechtigkeit, son⸗ dern auf deine große Baͤrmherzig⸗ keit. Ach, herr, höre! ach, herr, sei gnädlig, ach, hErr, merke auf, und tue es, und verziehe nicht um dein selbst willen, mein õott! denn deine Stãllt und dein Volk ist nach deinem namen genannt. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 15, 4- 22.(Der herzenskündiger zeugete über sie.) Da sie aber darkamen gen Jerusa⸗von den Altesten. Ind sie verkün⸗ lem, wurden sie empfangen von derdigten, wieviel õott mit ihnen ge⸗ õemeine und von den Aposteln und tan hatte. Dã traten auf etliche von 181 NMMDNNMNN 12. Sonntag nach Trinitatis. MI DIN dler Pharisäer Sekte, die gläubig waren worden, und sprachen: man muß sie beschneiden, und gebieten, zu halten das õesetz mosis. Aber dlie Apostel und die Altesten kamen zu⸗ sammen, diese Rede zu besehen. Da mãn sich aber lange gezanket hatte, stund Petrus auf, und sprach zu ihnen: Ihr männer, lieben Brüder, ihr wisset, daß õott lange vor dieser Zeit unter uns erwählet hat, daß durch meinen mund die heiden das Wort des vangelii höreten, und glaubten. Und Gott, der herzens⸗ kündiger, zeugete über sie, und gab ihnen den heiligen õeist, gleich wie auch uns; und machte keinen Unter⸗ schied zwischen uns und ihnen, und reinigte ihre herzen durch den õlau⸗ ben. Was versuchet ihr denn nun 6ott mit Nuflegen des Jochs auf der Jünger hälse, welches wedler unsre bäter noch wir haben mögen tra⸗ gen? Sondern wir glauben, durch die Gnade des herrn Jesu christi selig zu werden, gleicher Weise wie auch sie. Da schwieg die ganze en⸗; ge stille, und höreten zu Paulo und Barnaba, die da erʒahlten, wie gro⸗ ße Zeichen und under Gott durch sie getan hatte unter den heiden. Darnach, als sie geschwiegen hatten, antwortete Jakobus und sprach: Ihr männer, lieben Brüder, höret mir zu. Simon hat erzahlet, wie aufs erste dott heimgesucht hat und an⸗ genommen ein volk aus den heiden zu seinem Namen. Und da stimmen mit der Propheten Reden, als ge⸗ schrieben stehet:»Darnach will ich Wieder kommen, und will wieder bauen die hütte Davids, die jerfal⸗ len ist, und ihre Lücken will ich wieder bauen, und will sie aufrich⸗ ten, auf daß, was übrig ist von enschen, nach dem herrn frage, slaju alle heiden, über welche mein name genannt ist, spricht der herr, der das alles tut.« Gott sind alle seine erke bewußt von der Weit her. Darum beschließe ich, daß man denen, so aus den heiden zu Gott sich bekehren, nicht Unruhe mache, sondern schreibe ihnen, daß sie sich enthalten von lnsauberkeit der Ab⸗ götter und von hurerei und vom Er⸗ stickten und vom blut. denn moses hãt von langen Zeiten her in allen Ställten, die ihnpredigen, und wird alle Sabbathertage in den Schulen gelesen. Und es deuchte gut die Rpo- stel und Altesten samt der ganzen 6emeine, aus ihnen männer zu er. wählen, und zu senden gen Antio⸗ chien mit Paulo und Barnaba, näm⸗ lich Judas, mit dem Zunamen bar⸗ sabãs, und Silas, welche Männer lehrer waren unter den Brüdern. 12. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 2. Kor. 3, 4-9.(das Amt des Geistes.) kEin solch Vertrauen aber haben wirvon Gott, welcher auch uns tüchtig durch Christum zu Gott: licht, daßgemacht hat, das Amt zu führen des Wir tüchtig sind von uns selber, et⸗neuen Testaments, nicht des Buch⸗ was zu denken, als von uns selber,‚ stabens, sondern des õeistes. Denn sondern, daß wir tüchtig sind, istder Buchstabe tötet, aber der Geist 18² 2 RW eaufs dan⸗ eiden nmen Is ge⸗ ill ich ieder erfal⸗ U ich frich⸗ von rage, mein hErr, Halle Lelt man Gott lache, e sich Ab· mer⸗ Noses allen wird ulen Apo- nzen u er- ntio- lãm⸗ Bar; nner lern. chtig des uch⸗ jenn Geist MMDMDMNNN 12. Sonntäg näach Trinitatis. MDNMNN mächt lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben tötet und in dlie Steine ist gebildet, selarheit hätte, also daß die KRinder JIsrael nicht konnten ansehen das Ange⸗ sicht osis um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhöret, wie sollte nicht vielmehr das Amt, dlas den 6eist gibt, stlarheit haben! denn so das Amt, das die Ver⸗ dammnis prediget, stlarheit hat, viel mehr hat das Amt, das die 6e⸗ rechtigkeit prediget, überschweng⸗ liche selarheit. Evangelium. Marci 7, 31-37.(hephatha]) lnd da er wieder ausging von den 6renzen Tyrus und Siclons, kam er an das galiläische Meer, mitten unter die örenze der zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tau⸗ ben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die fin⸗ ger in die Ohren, und spützete und rührete seine Zunge, und sahe auf gen himmel, seußzete, und sprach zu ihm: hephatha! das ist: Tue dich auf! Und alsbald taten sich seine ohren auf, und das Band seiner Zunge waͤrd los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich über die Maße, und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben maächt er hörend und die Sprachlosen redend. Epistolische Cektion. Jak. 3.(heiligung der Zunge.) Lieben Brüder, unterwinde sich nicht jedermann, Lehrer zu sein, und wis⸗ set, da wir desto mehr lrteil emp⸗ fangen werden. denn wir fehlen alle mannigfaltiglich. Wer aber auch in keinem Wort fehlet, der ist ein vollkommener mann, und kann auch den ganzen Leib im Zaum haͤl⸗ ten. Siehe, die Pferde halten wir in Zãumen, daß sie uns gehorchen, und lenken den ganzen Leib. Siehe, die Schiffe, ob sie wohl so groß sind, und von starken Winden getrieben wer⸗ dlen, werden sie doch gelenket mit einem kleinen Ruder, wo der hin will, der es regieret. Also ist auch die zunge ein klein õlied, und rich · tet große Dinge an. Siehe, ein klein feuer, welch einen Wald zündet es an! Und die Zunge ist auch ein feuer, eine lbelt voll Ungerechtigkeit. Also ist die vunge unter unsern 6liedern, und befleckt den ganzen Leib, und zündet an allen unsern Wandel, wenn sie von der hölle entzündet ist. Denn alle Natur der Tiĩere und der vögel und der Schlangen und der meerwunder werden gezähmet, und sind gezähmet von der mensch; lichen Natur; aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödliches õists. Durch sie loben wir 6ott, den Vater, und durch sie fluchen wir den menschen, nach dem bilde ottes gemacht. Aus Einem munde gehet Loben und 18³ MWMMD 12. Sonntäag näach Trinitatis. NMDND fluchen. Es soll nicht, lieben Brüder, also sein. Ouillet auch ein Brunnen aus Einem Toch süß und bitter? sann auch, lieben Brüder, ein ßei⸗ genbaum öl, oder ein Weinstock feigen tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salzig und süß Lasser geben. Wer ĩst weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seinelberkein dersanftmut und eisheit. habt ihr aber bittern neid und Zank in eurem herzen, so rühmet euch nicht, und lüget nicht wicler die Wahrheit. Denn das ist nicht die Leisheit, die von oben her⸗ ab kommt, sondern irdisch, mensch⸗ lich und teuflisch. Denn wo neid und Zank ist, da ist Inordnung und eitel böses Ding. Die Weisheit aber von oben her ist aufs erste keusch, dlarnach friedsam, gelinde, laßt ihr sagen, voll Barmherzigkeit undd guter früchte, unparteiisch, ohne heuchelei. Die frucht aber der 6e⸗ rechtigkeit wird gesäet im frieden denen, die den frieden halten. Eväangelische Cektion. Joh. 8, 37 45. Ohr könnet mein Wort nicht hören.) Ich weiß wohl, daß ihr Abrahams Samen seid: aber ihr suchet mich zu töten, denn meine Rede fähet nicht unter euch. Ich rede, was ich von meinem bater gesehen habe; so tut ihr, was ihr von eurem Vater ge⸗ sehen häbt. Sie antworteten und sprachen ju ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams seinder wäret, so tätet ihr Abrahams Werke. Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen solchen menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehöret häbe. Das haät Abra⸗ ham nicht getan. Ihr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich gebo⸗ ren; wir haben Einen Vater, 6ott. Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebt ihr mich; denn ich bin ausgegangen und RKomme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber kommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnet ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Uaters Tust wollt ihr tun. Derselbige ist ein Mörder von Anfang, und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahr⸗ heit ist nicht in ihm. Wenn er die Lügen redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselbigen. Ich aber, weil ich die lahrheit sage, so glaubt ihr mir nicht. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 62.(meine Seele ist stille zu oott, der mir hilst. meine Seele ist stille zu öott, der mir WWie lange stellet ihr alle Cinem hilft. Denn er ist mein hort, meine nach, daß ihr ihn erwürget, als eine hilfe, mein Schutz, dlaß mich kein hangende Wand und zerrissene fall stürzen wird, wie groß er ist. Mauer? Sie denken nur, wie sie ihn 18⁴ W da WMW ds ist nher⸗; ensch⸗ Neid gund aber eusch, t ihr und ohne + Ge⸗ ieden Gott dlenn mme von T hat t ihr mihr ören. eufel, wollt örder nalen Dahr⸗ T llie inem igner aber, laubt inem eine ssene eihn MSMRNN 13. Sonntaͤg nach Trinitatis. NMNMN dämpfen, fleißigen sich der Lügen; geben gute Worte, aber im herzen fluchen sie. Sela. Aber meine Seele haͤrret nur auf Gott; denn er ist meine hoffnung. Er ist mein Hort, meine hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. Bei bott ist mein heil, meine chre, der fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist auf Gott. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schüttet euer herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. Selã. Aber menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch; sie wägen weniger denn nichts, soviel ihrer ist. Verlasset euch nicht auf Unrecht und frevel, haltet euch nicht zu solchem, dds nichts ist; fällt euch Reichtum zu, so hänget das herz nicht dran. 6õott hãt ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehöret: daß Gott allein mächtig ist. Und du, hErr, bist gnädig, und bezahlest einem jeglichen, wie ers verdienet. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 16, 9 15. Der herr tãt ihr das herʒ auf.) Und paulo erschien ein 6esicht bei der Nacht; das war ein mann aus Mazedonien, der stund, und bat ihn und sprach: Komm hernieder in Mazedonien, und hilf uns! Als er aber das õesicht gesehen hatte, dã trachteten wir, alsobald zju reisen in Mazedonien, gewiß, daß uns der herr dahin berufen hätte, ihnen das vangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Troas; und stracks Laufs kamen wir gen Samo⸗ thrazien, des andern Tages gen ne⸗ apolis, und von dannen gen phi⸗ lippi, welche ist die hauptstadt des Landes mazedonien und eine frei- stadt. Wir hatten aber in dieser Stallt unser Wesen etliche Tage. Des Tages der Sabbather gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, dda man pflegte zu beten, und setz⸗ ten uns, und redeten zu den Wei⸗ bern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfürchtig eib, mit lamen Cydlia, eine Purpurkrämerin aus der Stadt der Thyatirer, hörete zu; welcher tat der herr das herz auf, dlaß sie darauf acht hatte, was von paulo geredet ward. Als sie aber und ihr haus getauft ward, ermahnte sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich gläubig bin an den herrn, so kommt in mein haus und bleibet allda. Und sie zwang uns. 3. Sonntag nach Trinitatis. Vormittägs. CEpistel. 6al. 3, 13 22. Das besetz kann nicht lebendig machen.) christus aber hat uns erlöset von dem fluch des Gesetzes, da er ward ein fluch für uns,(denn es stehet geschrieben:»Verflucht ist jeder- mann, der am holz hanget,) auf daß der Segen Abrahams unter die heiclen käme in Christo Jesu, und wir also den verheißenen õeist emp⸗ fingen durch den ölauben. Lieben Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: veraͤchtet man doch eines menschen Testament nicht, 18⁷ ———.—.—. MRNRN 13. Sonntäg näch Trinitatis. DD D D wenn es bestätiget ist, und tut auch nichts dazu. nun ist je die Verhei⸗ ßung Abraham und seinem Samen zugesaägt. Er spricht nicht:»durch llie sSamen, e als durch viele, sondern als durch inen: ↄdurch deinen Sa; men, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: das Testament, das von Gott zuvor bestätiget ist auf hristum, wird nicht aufgehoben, slaß die Uerheißung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist über vier hundert und dreihig Jahre hernach. denn so das Erbe durch das 6esetz erworben würde, so würde es nicht durch berheißung gegeben; Gott aber hat es Abra⸗ ham durch Verheißung frei ge⸗ schenkt. Was soll denn das Gesetz! Es ist daju kommen um der sünde willen, bis der Same käme, dem dlie Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die hand des Mittlers. Ein mittler aber ist nicht eines Einigen mitt⸗ ler; ott aber ist einig. Wie? Ist lenn das Gesetz wider 6ottes Ver⸗ heißungen? das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das dd könnte lebendigmachen, so käme dlie erechtigkeit wahrhaftig aus lem 6esetz. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die berheißung käme durch den 6lauben an Jesum christum, gegeben denen, die da glauben. Eväangelium. Cuc. 10, 25—42.(Selig sind die Nugen, die da sehen, das ihr sehet.) Und er wandte sich zu seinen Jün⸗ gern, und sprach insonderheit:sSelig sind die Nugen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel propheten und Könige wollten se⸗ hen, das ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und haben es nicht gehöret. Und siehe, da stund ein Schrift⸗ gelehrter auf, versuchte ihn und sprach: meister, was muß ich tun, dlaß ich das ewige eben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im besetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach:»Du sollst bott, dleinen hérrn, lieben von gan⸗; zem herzen, von gaͤnzer Seele, von allen sräften und von ganzem 6e⸗ müte, und deinen Uächsten als dich selbst.« Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach ju Jesu: Wer ist denn mein nächster? Dã antwortete Jesus und sprach: Es war ein mensch, der ging von Je⸗ rusalem hinab gen Jericho, und siel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen dlavon, und ließen ihn halb tot liegen. Es begab sich aber ohn⸗ gefähr, daß ein priester dieselbige Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desselbigen glei⸗ chen auch ein Levit, da er kam bei (lie Stätte, und sah ihn, ging er vor. üÜber. Ein Samariter aber reisete, und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein. sing zu ihm, verband ihm seine Wunden, und goß drein öl und Wein, und hub ihn auf sein Tier, und führete ihn in die herberge, und pflegte sein. Des andern Tages reisete er, und zog 18⁰6 W WMW esetz! ünde dem und urch ittler mitt⸗ Ist Ver; Uenn „dãs zãme DWWMMDDN 13. Sonntäg nach Trinitatis. MNNDNN heraus zween õroschen, und gab sie dem Wirt, und sprach zu ihm: Pflege sein: und so du was mehr wirst dar⸗ tun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wiedlerkomme. Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die mör⸗ der gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. da sprach esus ju ihm: So gehe hin und tue desgleichen. Es begab sich aber, dlã sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib, mit Na⸗ men martha, die nahm ihn auf in ihr haus. Und sie hatte eine Schwe⸗ ster, die hie maria: die setzte sich ju Jesufüßen, und hörteseiner Redezu. martha aber machte sich viel zu schaf· en, ihm zu dienen. Und sie trat hin· ju, und sprach: herr, fragst du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Mar · tha, Martha, du hast viel Sorge und mühe; Eins aber ist not. Maria hat dlas gute Teil erwählet, das soll nicht von ihr genommen werden. CEpistolische Lektion. 1. Petri 2, 110.(Das auserwählte Geschlecht.) 8o leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug undl heuchelei und neid und alles Afterreden: und seid begierig nach der vernünft gen lau⸗ tern milch, als die jetzt gebornen sindlein, auf daß ihr durch diesel⸗ bige zunehmet, so ihr anders ge⸗ schmecket habt, daß der herr freund- lich ist, vqu welchem ihr kommen seid, als zu dem lebendigen Stein, der von den nenschen verworfen, aber bei Gott ist er auserwählt und köstlich. Und auch ihr, als die le bendigen Steine, bauet euch jum geistlichen hause und zum heiligen priestertum, ju opfern geistliche opfer, die ꝛott angenehm sind durch Jesum christum. Darum stehet in der Schrist:»Siehe da, ich lege einen ausecwählten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu schanden werden.« Cuch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich; den Ungläubigen aber ist dler Stein, den die Bauleute verwor⸗ fen haben, und zum(ckstein wor⸗ den ist, ein Stein des Anstoßens und ein fels der Argernis; die sich stoßen an dem Wort, und glauben nicht daran, darauf sie gesetzet sind. IVr aber seid das auserwählte Ge⸗ schlecht, das königliche Priestertum, dlãs heiligebolk, das Volk des Eigen⸗ tums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der finsternis zu seinem wun⸗ derbaren licht. Dieihrweilandnicht ein volk waret, nun aber Gottes volk seid, und weiland nicht inöna⸗ den waret, nun aber in õnaden seid. Evangelische Lektion. Joh. 9, 24-41. Die blinden werden sehend, und die Sehenden werden blind.) Da riefen sie vum andernmal den und sprachen zu ihm: Gib bott die menschen, der blind gewesen war, Chre: wir wissen, daß dieser mensch 187 MNMMNRNNRN 13. Sonntäg nach Trinitatis. DIND ein Sünder ist. Er antwortete und sprach: Ist er ein Sünder, das weiß ich nicht; eins weiß ich wohl, daß ich blind war, und bin nun sehend. Dã sprachen sie wieder zu ihm: Was taãt er dir? Wie tat er deine Nugen auf? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch jetzt gejagt; habt ihr es nicht gehöret? Was wollt ihr es abermal hören? Wollt ihr auch seine Jjün⸗ ger werden? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Jünger; Wir aber sind mosis Jjünger. Wir wissen, daß ott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von waͤnnen er ist. Der mensch ant⸗ wortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan. Wir wissen aber, daß õott die Sun; der nicht höret, sondern so jemand gottesfürchtig ist, und tut seinen Willen, den horet er. Uon der Welt an ist es nicht erhöret, daß jemand einem gebornen blinden die Nugen aufgetan habe. Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren, und lehrest uns? Und stießen ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoßen hatten. Und da er ihn fand, sprach er zu ihm: 6laubest du an den Sohn Gottes? Er ant⸗ wortete und sprach: hErr, welcher ists? auf daß ich an ihn glaube. Jesus sprach zu ihm: Du häst ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Er aber sprach: hErr, ich glau· be; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum õericht auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, seyhend werden, und die da sehen, blind werden. Und solches horeten etliche der Pharisäer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach zu ihnen: Wäret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde, nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend, blei · bet eure Sünde. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Sprüche Salom. 4, 4— 27.(Ich will dich den Weg der Weisheit führen.) Und er lehrte mich und sprach: Laß dein herz meine Worte aufnehmen: halte meine 6ebote, so wirst du le⸗ ben. Uimm an Leisheit, nimm an Verstand; vergiß nicht, und weiche nicht von der Rede meines mundes. Verlaß sie nicht, so wird sie dich be⸗ halten; liebe sie, so wird sie dich be⸗ hüten. Denn der Weisheit Anfang ist, wenn man sie gerne höret, und die selugheit lieber hat denn alle Güter. Achte sie hoch, so wird sie dich erhöhen, und wird dich zu chren machen, wo du sie herzest. Sie wird dein haupt schön schmücken, und wird dich zieren mit einer hübschen srone. So höre, mein seind, und nimm an meine Rede, so werden deiner Jahre viel werden. Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten, dlaß, wenn du gehest, dein õang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, daß du dich nicht anstoßest. fãsse die Zucht, laß nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben. 18⁸ ———.—— DWM MWNNM 13. Sonntäag nach Trinitatis. DDD nicht . Sie ihm: oren, ihn aß sie dlã er ubest ant⸗ Icher lube. t ihn t, der Aau⸗ Jesus liese nicht ie dã Iches ie beĩ ihm: Jesus lind, nihr blei⸗ ren.) Wird und schen und rden will ren; iten, glir du hest. von; ben. somm nicht auf der õottlosen Pfad, und tritt nicht auf den Weg der Bösen. LCaß ihn fahren, und gehe nicht drinnen; weiche von ihm, und gehe vorüber. Denn sie schlafen nicht, sie haben denn übel getan; und sie ruhen nicht, sie haben denn Schaclen getan. denn sie nähren sich von gottlosem Brot, und trin⸗ ken vom Wein des frevels. Aber der erechten Pfad glänzet wie ein licht, das da fortgeht, und leuchtet bis auf den vollen Tag. Der Gott⸗ losen Weg aber ist wie Dunkel, und wissen nicht, wo sie fallen wer⸗ den. ein Sohn, merke auf mein Wort, und neige dein ohr ju mei⸗ ner Rede. Caß sie nicht von deinen NAugen fahren, behalte sie in deinem herzen. Denn sie sind das eben de: nen, die sie finden, und gesund ih⸗ rem ganzen Leibe. gehüte dein herj mit allem fleiß denn daraus gehet dlas Ceben. Tu von dir den verkehr⸗ ten und, und laß das Castermaul ferne von dir sein. Laß deine Nugen stracks vor sich sehen, und deine Augenlider richtig vor dir hinsehen. Caß deinen fuß gleich vor sich gehen, so gehest du gewiß. Wanke weder zur Rechten, noch jur Linken; wende deinen fuß vom bösen. Cektion aus dem Neuen Testamente. Apgsch. 18, 1- 18.(Rede und schweige nicht.) Darnach schied Paulus von Athen, und kam gen sorinth; und fand einen Juden, mit namen Aquila, ller õeburt von Pontus, welcher war neulich aus Welschland Kommen samt seinem Weibe Priscilla,(dar- um, daß der staiser Claudius gebo⸗ ten hatte allen Juden, zu weichen aus Rom). Zu denselbigen ging er ein; und dieweil er gleichen hand⸗ werks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren aber des hand⸗ werks Teppichmacher. Und er lehrte in derschule aufallesabbather, und beredlete beide Juden und 6riechen. Da aber Silas und Timotheus aus mazedonien kamen, drang pau⸗ lum der seist, zu bezeugen den Ju⸗ den Jesum, daß er der Christ sei. Da sie aber widerstrebten und lä⸗ sterten, schüttelte er die seleider aus, und sprach zu ihnen: Cuer blut sei über euer haupt; ich gehe von nun an rein zu den heiden. Und machte sich von dannen, und kam in ein haus eines, mit Hamen Just, der gottesfürchtig war; und desselbi⸗ gen haus war zunächst an der Schu⸗ le. strispus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den hErrn mit seinem ganzen hause; und viel so⸗ rinther, die zuhöreten, wurden gläubig, und ließen sich taufen. Es sprach aber der hErr durch ein 6e⸗ sicht in der Nacht zu Paulo: fürchte dlich nicht, sondern rede, und schwei⸗ ge nicht; denn ich vbin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein groß Volk in dieser Stadt. Er saß aber dlaselbst ein Jahr und sechs monate, und lehrte sie das Wort ottes. Da aber õallion Candvogt war in Acha; ja, empörten sich die ZJuden einmü⸗ tiglich widler Paulum, und führten ihn vor den Richtstuhl, und spra⸗ chen: Dieser überredet die Ceute, 6ott ju dienen dem 6esetz zuwider. 180 DWMMM 14. Sonntäg näch Trinitatis. DMDND Da aber Paulus wollte den mund auftun, sprach allion zu den Ju⸗ dlen:enn es ein frevel oder Schalk⸗ heit wäre, lieben Juden, so hörte ich euch billig; weil es aber eine frage ist von der Lehre und von den Worten und von dem 6esetz unter euch, so sehet ihr selber zu; ich ge; denke darüber nicht Richter zu sein. Und trieb sie von dem Richtstuhl. Da ergriffen alle riechen Sosthe⸗ nes, den Oobersten der Schule, und schlugen ihn vor dem Kichtstuhl; und Gallion nahm sichs nicht an. paulus aber blieb noch laͤnge dlaselbst; darnach machte er sei⸗ nen Abschied mit den Brüdern, und wollte in Syrien schiffen, und mit ihm priscilla und Aqui⸗ la; und er beschor sein haupt zu stenchrea; denn er haͤtte ein Gelübale. 14. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 6al.5, 16—24. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des fleisches nicht vollbringen. denn das fleisch gelüstet wider den 6eist, und den Geist wider das fleisch; dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Regieret euch aber der õeist, so seid ihr nicht unter dem 6esetze. Offenbar sind aber die Werke des fleisches, als da sind thebruch, hurerei, Unreinig⸗ kkit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, feindschaft, hadler, Neid, Zorn, Die frucht des õeistes.) zank, Zwietracht, Rotten, haß, Mord, Saufen, fressen und der⸗ gleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, dlaß, die solches tun, werden das keich Gottes nicht ererben. Die frucht aber des Geistes ist Liebe, freude, friede, oeduld, freundlich⸗ keit, Gütigkeit, ölaube, Sanftmut, steuschheit. Wider solche ist das õe⸗ setz nicht. Welche aber Christo an⸗ gehören, die kreuzigen ihr fleisch samt den Lüsten und Begierden. Evangelium. Cuc. 17, 11 19.(Wo sind aber die Heun?) Und es begab sich, da er reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Sa; märia und Galiläa. Und als er in einen markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die stun⸗ den von ferne, und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und dã er sie sah, sprach er zu ihnen: õehet hin, und zeiget euch den Prie⸗ stern. Und es geschah, dã sie hingin⸗; gen, wurden sie rein. Einer aber un⸗ ter ihnen, da er sah, daß er gesunl worden war, kehrte er um, und preisete 6ott mit lauter Stimme, und siel auf sein Angesicht ju seinen füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber ant⸗ wortete und sprach: Sind ihrer nicht jehn rein worden? Wo sind aber die Neune? hat sich sonst Keiner ge⸗ funden, der wieder umkehrte, und 10⁰ hãß, der⸗ habe juvor, n das Die Liebe, llich⸗ tmut, ds Ge; 0 an; Fleisch en. Er un · esung „und mme, einen II das Tant⸗ Tnicht Häaber er ge⸗ e, und r:::?— NDMMMDMDN 14. Sonntäag nach Trinitatis. DMN gäbe ott die chre, denn dieser Stehe auf, gehe hin; dein 6laube fremdling? Und er sprach ju ihm: hat dir geholfen. Epistolische Cektion. 2. Kor. 4.(Der Schatz in irdenen 6efäßen.) Ddarum, dieweil wir ein solch Amt häben, nachdlem uns Barmherzig⸗ keit willerfahren ist, so werden wir nicht müde, sondern meiden auch heimliche Schande, und gehen nicht mit Schalkheit um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit offenbarung der ahrheit, und be⸗ weisen uns wohl gegen aller men⸗ schen Gewissen vor 6ott. Ist nun unser vangelium verlleckt, so ist es in denen, die verloren werden, vertleckt; beĩ welchen der ott dieser Welt der Ungläubigen Sinne ver⸗ blendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Cvangelii von der sclarheit Christi, welcher ist das Cbenbild Gottes. Denn wir predi⸗ gen nicht uns selbst, jondern Jesum christum, daß er sei der herr, wir aber eure Enechte um Jesu willen. denn Gott, der da hieß das Licht aus der finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre herzen gegeben, daß durch uns ent⸗ stände die rleuchtung von der Er⸗ kenntnis der stlarkeit öottes in dem Angesicht Jesu christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen õe⸗ fäßen, auf daß die überschweng⸗ liche seraft sei õottes, und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trüb⸗ sal; aber wir ängsten uns nicht. Uns ist bange; aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung; aber wir werden nicht verlaͤssen. Wir werden unterdrückt; aber wir kommen nicht um; und tragen um allezeit das Sterben des héErrn Jesu an unserm Leibe, auf daß auch das Ceben des hérrn Jesu an un⸗ serm Leibe offenbar werde. Ddenn Wir, die wir leben, werden immer⸗ dar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen fleische. Darum so ist nun der Tod mächtig in uns, aber dlãs Ceben in euch. Dieweil wir aber denselbigen seist des 6laubens ha⸗ ben,(nachdem geschrieben stehet: »Ich glaube, darum relle ich,«) so glauben wir auch, darum so reden wir auch, und wissen, daß der, so den hErrn Jesum haͤt auferwecket, wird uns auch auferwecken durch jefum, und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles um euretwillen, auf daß die über⸗ schwengliche önade durch vieler Danksagen sottreichlich preise. Dar⸗ um werden wir nicht müde, son⸗ dern, ob unser äußerlicher mensch verweset, so wird doch der inner⸗ liche von Tage zu Tage verneu⸗ ert. Denn unsre crübsal, die zeit⸗ lich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maße wich⸗ tige herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, son⸗ dern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; aber was unsichtbar ist, das ist ewig. 19¹ MNMSDDMDNDR 14. Sonntag nach Trinitatis. NND Ebangelische Cektion. Maätth. 20, 20- 28.(nicht sich dienen lassen, sondern dienen.) Dã trat zu ihm die snutter der scin; dler Zebedäi mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder, und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß dliese meine zween Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rech; ten und den andern zu deiner Lin⸗ ken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. önnet ihr den felch trinken, len ich trinken werde, und euch tau⸗ fen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Jd, wohl. Und er sprach zu ihnen: meinen Relch sollt ihr zwar trin⸗ ken, und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft wer⸗ dlen; aber das Sitzen zu meiner Rech · ten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem vater. Da das die Zehn höreten, wurden sie unwillig über die zween Brüder. Aber Jesus rief sie ju sich und sprach: Ihr wis⸗ set, daß die weltlichen fürsten herr⸗ schen, und die oberherren haben Gewalt. So soll es nicht sein unter euch; sondern, so jemand will un. ter euch gewaltig sein, der sei euer Diener. Und wer da will der Vor⸗ nehmste sein, der sei euer senecht. bleich wie des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er ihm dienen lasse, sondern daß er diene, und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 65, 2- 9.(Daß ich dich mit fröhlichem munde loben sollte.) bott, du bist mein õott, frühe wache ich zu dir; es dürstet meine Seele nach dir, mein fleisch verlanget nach dir in einem trocknen und dürren Cande, da kein Wasser ist. Daselbst sehe ich nach dir in deinem heilig · tum, wollte gerne schauen deine Maächt und Chre. Denn deine 6üte ist besser denn Leben. Meine Lippen preisen dich. Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang, und meine hände in deinem Hamen aufheben. Das wäre meines her⸗ zens freude und Lonne, wenn ich dlich mit fröhlichem munde loben sollte. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich er⸗ wäche, so rede ich von dir. Denn du bist mein helfer, und unter dem Schatten deiner flügel rühme ich. Meine Seele hanget dir an; deine rechte hand erhält mich. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 21,— 19.(Des hErrn Wille geschehe.) Als wir aber Cypern ansichtig wur⸗Und als wir Jünger fanden, blie⸗ den, ließen wir sie zur linken hand, ben wir daselbst sieben Tage. Die und schifften in Syrien, und kamen sagten paulo durch den 6eist, er an ju Tyrus; denn daselbst sollte sollte nicht hinauf gen Jerusalem dlas Schiff die Ware niederlegen. ziehen. Und es geschah, da wir die 102 WM Rech · t mir reitet 5 llie illig Jesus Wis⸗ herr; aben inter un· euer Vor⸗ lecht. n ist enen gebe viele. NMMDMo 15. Sonntäaͤg nach Trinitatis. DND Taãge zugebracht hatten, zogen wir dus und wandelten. Und sie gelei⸗ teten uns alle mit Weibern und sin⸗ dern bis hinaus vor die Stadt, und knieeten nieder am Ufer, und be⸗ teten. Und als wir einander seg⸗ neten, traten wir in das Schiff; jene aber wandten sich wieder zu den hrigen. Wir aber vollzogen die Schiffart von Tyrus, und kamen den Ptolemais, und grüßten die Brüder, und blieben einen Tag bei ihnen. Des andern Tages zogen wir aus, die wir um Paulo waren, und kamen gen Cäsarien, und gingen in das haus Philippi, des vange⸗ listen, der einer von densiebenwar, und blieben bei ihm. Derselbige hãtte vier Töchter, die waren Jung⸗ frauen, und weissagten. Und als wir mehr Tage dablieben, reisete herab ein Prophet aus Judäa, mit namen Agabus, und kam zu uns. Dder nähm den Gürtel Pauli, und band seine hände und füße, und sprach: Das saͤgt der heilige 6eist: Dden mann, des der 6ürtel ist, wer⸗ den die Juden also binden zu Je⸗ rusalem, und überantworten in dler heiden hände. Als wir aber solches höreten, baten wir ihn, und die desselbigen orts waren, daß er nicht hinauf gen Jerusalem zöge. Pãulus aber antwortete: Was macht ihr, daß ihr weinet, und brechet mir mein herz? denn ich bin bereit, nicht allein mich binden ju lassen, son⸗ dlern auch ju sterben zu Jerusalem um des Hamens willen des hErrn Jesu. Da er aber sich nicht überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: Des herrn Wille geschehe. Und nach denselbigen Tagen entledigten wir uns, und jogen hinauf gen Jerusa⸗ lem. Es kamen aber mit uns auch etliche Jünger von Cäsarien, und führeten uns zu einem, mit Hamen nason, aus(ypern, der ein alter Jünger war, bei dem wir herbergen sollten. Da wir nun gen Jerusalem kamen, nahmen uns die Brüder gerne auf. Des andern Tages aber ging Ppaulus mit uns ein zu Jako- bus, und kamen die Altesten alle dahin. Und als er sie gegrüßet hat; te, erjählte er eins nach dem andern, was Gott getan hatte unter den hei⸗ den durch sein Amt. 15. Sonntag nach Trinitatis. ö Vormittags. Epistel. Gal. 5, 25—6, 10.(Was der mensch säet, das wird er ernten.) So Wir im Geist leben, so lasset uns duch im beist wandeln. Casset uns nicht eitler Ehre geizig sein, unter⸗ einander zu entrüsten und ju has⸗ sen. Lieben Brüder, so ein Mmensch etwa von einem fehl übereiletwür⸗ dle, so helfet ihm wieder jurecht mit sanftmütigem 6eist, die ihr geistlich seid; und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so wer⸗ llet ihr das Gesetz Christi erfüllen. So aber sich jemand läßt dünken, er sei etiwas, so er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein selbst llerk, und alsdann wird er an ihm selber RKuhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Cast tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem 193³ DDDNNNMN 15. Sonntäg nach Trinitatis. NNNNMN Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spot· ten. denn, was der mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein fleisch säet, der wird von dem fleisch das Uerderben ernten. Wer aber auf den Geist säet, der wird von dem 6eist das ewige eben ern · ten. Casset uns aber dutes tun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns 6utes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens 6enossen. Evangelium. Matth. 6, 10- 34.(Sorget nicht für euer Leben.) Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Crden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im himmel, da sie wedler motten, noch Rost fressen, und dã die Diebe nicht nach graben, noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Ruge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, finsternis ist, wie groß wird dann die finsternis selber sein! niemand kann zween herren dienen. Entweder er wird einen hassen, und den andern lie· ben; odler wird einem anhangen und den andern verachten. Mr könnt nicht ott dienen und dem mammon. Darum saͤge ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr an⸗ ziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise? und der Leib mehr denn die leidung? Sehet die vögel unter dem himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sam. meln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge Eine Elle zusetzen mö⸗ ge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die sleidung? Schauet die Lilien auf dem felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben eine. So denn Gott das Gras auf dem felde also kleidet, das doch heute stehet, und morgen in den ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr seleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was wer⸗ den wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? nach solchem al⸗ len trachten die heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedlürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich õottes und nach sei⸗ ner serechtigkeit, so wird euch sol⸗ ches alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene plãge habe. 19⁴ C6Kc.-‚‚ ‚.c‚‚xCßSꝗSS6N-NgCS9 CCCr..-eSSMMRNRR RRNRNLN=eCSSIIlI..SSSANð MMMoDW 15. Sonntag nach Trinitatis. MMD Epistolische Cektion. 2. for. 8, 1 15.(Durch seine Armut sind wir reiĩch.) Ich tue euch kund, lieben Brüder, dlie 6nade Gottes, die in den õemei⸗ nen in mazedonien gegeben ist. Ddenn ihre freude war da über⸗ schwenglich, da sie durch viel Trüb · sal bewähretwurden; und wiewohl sie sehr arm waren, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfältig⸗ keit. Denn nach allem Vermögen (das zeuge ich) und über Vermögen waren sie selbst willig, und fleheten uns mit vielem Ermahnen, daß wir aufnähmen die Wohltat und 6e⸗ meinschaft der handreichung, die dla geschiehet den heiligen; und nicht, wie wir hofften, sondern er⸗; gãaben sich selbst, zuerst dem hErrn, und darnach uns, durch den Willen Gottes, daß wir mußten Titum er⸗ mahnen, auf daß er, wie er zuvor hatte angefangen, also auch unter euch solche Wohltat ausrichtete. Aber gleich wie ihr in allen Stücken reich seid, im ölauben und im Wort und in der rkenntnis und in aller; lei fleiß und in eurer Liebe zu uns, also schaffet, daß ihr auch in dieser Wohltat reich seid. Uicht sage ich, daß ich etwas gebiete; sondern, die· weil andere so fleißig sind, versuche ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei. Denn ihr wisset die önade un⸗ sers hErrn Jesu Christi, da ob er wohl reich ist, ward er doch arm um euretwillen, auf daß ihr durch seine Armut reich würdet. Undmein Wohlmeinen hierinnen gebe ich; denn solches ist euch nützlich, die ihr angefangen habtvordemahreher, nicht allein das Tun, sondern auch dds Wollen; nun aber vollbringet auch dãs Tun, auf daß, gleich wie lã ist ein geneigt 6emüt, zu wollen, so sei auch dã ein geneigt õemüt, zu tun von dem, das ihr habt. Denn so einer willig ist, so ist er angenehm, nach dem er hat, nicht, nach dem er nicht hat. Nicht geschiehet das der meinung, daß die andern Ruhe hã⸗; ben, und ihr Trübsal, sondern daß es gleich sei. So diene euer Uberfluß ihrem mangel diese(teure) Zeit lang, auf daß auch ihr Uberfluß hernach diene eurem mangel, und geschehe, das gleich ist; wie geschrie. ben stehet:»Der viel sammelte, hatte nicht Uberfluß; und der wenĩg sam⸗ melte, hatte nicht Mangel. Eväangelische Cektion. Cuc. 12, 15- 23. Der reiche narr.) Und sprach ju ihnen: Sehet zu, und hütet euch vor dem õeiz; denn nie⸗ mand lebet davon, daß er viel õüter hat. Und er sagte ihnen ein Gleich · nis, und sprach: Es waͤr ein reicher mensch, des feld hatte wohl getra; gen. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine früchte hin sammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen ab⸗ brechen, und größere bauen, und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter; und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du haͤst einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun kuhe, iß, trink, und habe guten 19³ NMWDMNMNN 15. Sonntäg näch Trinitatis. NNND mut. Aber Gott sprach zu ihm: Du narr, diese nacht wird man deine Seele von dir sordern; und wes wird es sein, das du bereitet hast? Also gehet es, wer sich Schät⸗ ze sammelt, und ist nicht reich in 6ott. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum säͤge ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen sollt; auch nicht für eu⸗ ren leib, was ihr antun sollt. Das leben ist mehr denn die Speise, und der Leib mehr denn die sclei⸗ dung. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. I. stönige 17, 1- 16.(Ich habe den Kaben geboten, daß sie dich versorgen.) Und es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Bürgern 6ileads, zu Ahab: So wahr der herr, der ott Israels, lebt, vor dem ich stehe, es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kom⸗ men, ich sage es denn. Und das Dort dles hErrn kam zu ihm und sprach: behe weg von hinnen, und wende llich gegen Morgen, und verbirg lich am Bach srith, der gegen den Jordan fließt; und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben geboten, daß sie dich daselbst sollen versorgen. Er aber ging hin, und tat nach dem Wort des herrn, und ging weg und setzte sich am Bach strith, der gegen den Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und fleisch des morgens und des Abends, und er trank des Bachs. Und es geschah nach etlichen Tagen, daß der Bach vertrocknete; denn es War kein Regen im Lande. Da kam das Wort des hérrn zu ihm und sprach: mache dich auf und gehe gen Jarpath, das bei Sidon liegt, und bleibe daselbst; denn ich habe daselbst einer Witiwe geboten, daß sie dich versorge. Und er machte sich auf, und ging gen Zarpath. Und da er kam an die Tür der Stadt, siehe, da war eine lbitwe und las holz auf. Und er rief sie und sprach: hole mir ein wenig Wasser im õefaß, daß ich trinke. Da sie aber hinging zu holen, rief er sie und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brots mit. Sie sprach: So wahr der hErr, dein 6ott, lebt, ich habe nichts debacknes, ohne eine hand voll Mehls im ad und ein wenig oͤl im sruge. Und siehe, ich häbe ein Holz oder zwei auf⸗ gelesen, und gehe hinein und will mir und meinem Ssohne zurichten, ddaß wir essen und sterben. Clia sprach zu ihr: fürchte dich nicht, gehe hin und mache es, wie du ge⸗ sagt hast; doch mache mir am ersten ein kleines Gebacknes davon und bringe mirs heraus; dir aber und deinem Sohne sollst du darnach auch machen. Denn also spricht der hErr, der oott Iraels: Das mehl im stad soll nicht verzehret werden, und dem ölkruge soll nichts man⸗ geln, bis auf den Tag, da der herr regnen lassen wird auf Erden. Sie ging hin, und machte, wie Elia ge⸗ sagt hatte. Und er aß, und sie auch und ihr haus eine JZeit lang. Das mehl im stad ward nicht verzehret, und dem ölkruge maͤngelte nichts, nach dem Wort des héErrn, das er geredet haͤtte durch Elia. 10⁰ W uch: was eu- Das eise, elei⸗ en.) mir ich len, mir Sie ꝛott, hne und ehe, auf⸗ will ten, CElia icht, ge⸗ sten und und lãch der Nehl den, ian; Err Sie ge⸗ auch Das hret, chts, 5 er MMMNMNN 15. Sonntäaͤg naͤch Trinitatis. DND Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 21, 40-22, 22. Pauli berantwortung vor dem volke juJerusalem.) Als er aber ihm erlaubte, trat Pau; lus auf die Stufen, und winkte dem volk mit der hand. Da nun eine große Stille ward, redete er zu ihnen duf brãisch, und sprach: Ihrmän⸗; ner, lieben Brüder und Väter, höret meine berantwortung an euch. Da sie aber höreten, daß er auf Ebräisch ju ihnen redete, wurden sie noch stiller. Und er sprach: Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsen in Cilicien, und erzogen in dieser Stallt zu den füßen õamaliels, ge⸗ lehret mit allem fleiß im väterlichen besetz, und war ein Eiferer um Gott, gleich wie ihr alle seid heutiges Ta⸗ ges. Und habe diesen Weg verfolget bis an den Tod. Ich band sie, und überantwortete sie ins öefängnis, beide männer und Weiber; wie mir auch der hohepriester und der ganje haufe der Altesten Zeugnis gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Brüder, und reiste gen Da⸗ mãskus, daß ich, die daselbst waren, gebunden führte gen Jerusalem, daß sie gepeiniget würden. Es ge⸗ schah aber, da ich hinzog, und nahe bei Damãskus kam, um den mittag, umblickte mich schnell ein großlicht vom himmel. Und ich fiel zum Erd- boden, und hörte eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was ver⸗; folgest du mich? Ich antwortete aber: herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus von Na⸗ zareth, den du verfolgest. Die aber mit mir waren, sahen das Licht, und erschraken; die Stimme aber des, der mit mir redete, höreten sie nicht. Ich sprach aber: heErr, was soll ich tun? Der herr aber sprach zu mir: Stehe auf, und gehe gen Damas⸗ kus; dã wird man dir sagen von allem, das dir ju tun verordnet ist. Als ich aber vor selarheit dieses Lichts nichts sehen konnte, ward ich bei der hand geleitet von denen, dlie mit mir waren, und kam gen Damaskus. Es war aber ein got⸗ tesfürchtiger ann nach dem õesetz, Ananias, der ein gut õerücht hatte bei allen Juden, die daselbst woh⸗ neten; der kam zu mir, und trat bei mich und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, siehe auf! Und ich sah ihn an zu derselbigen Stunde. Er aber sprach: Der õott unsrer Vä⸗ ter hat dich verordnet, daß du sei⸗ nen illen erkennen solltest, und sehen den öerechten, und hören die Stimme aus seinem munde; denn du wirst sein Zeuge zu allen men⸗ schen sein des, das du gesehen und gehöret hast. Und nun, was verzie⸗ hest du? Stehe auf, und laß dich taufen, und abwaschen deine Sün⸗ den, und rufe an den namen des hErrn. Es geschah aber, da ich wie⸗ ler gen Jerusalem kam, und betete im Tempel, daß ich entzückt ward, und sah ihn. Da sprach er zu mir: Eile, und mache dich behende von Jerusalem hinaus; denn sie werden nicht aufnehmen dein Zeugnis von mir. Und ich sprach: herr, sie wis⸗ sen selbst, daß ich gefangen legte und stäupte die, so an dich glaub⸗ ten, in den Schulen hin und wieder: und da das Blut Stephani, deines 10⁷ MPDDND D 10. Sonntäg näch Trinitatis. DNDN Zeugen, vergossen ward, stund ich auch daneben, und hätte Wohlge⸗ fallen an seinem Tode, und ver⸗ wäͤhrte denen die fleider, die ihn töteten. Und er sprach zu mir: behe hin, denn ich will dich ferne unter die heiden senden. Sie höre⸗ ten ihm aber zu bis auf dies Wort, und huben ihre Stimme auf, und sprachen: hinweg mit solchem von dler Erde! denn es ist nicht billig,‚ dlaß er leben soll. 16. Sonntag nach Trinitatis. vormittags. Epistel. ephes. 3, 8—21.(Die ciebe, die alle erkenntnis übersteigt.) mir, dem allergeringsten unter allen heiligen, ist gegeben diese 6nade, unter den heiden zu ver⸗ kündigen den unausforschlichen Reichtum christi, und zu erleuchten jeclermann, welche da sei die 6e⸗ meinschast des õeheimnisses, das von der Welt her in öott verborgen gewesen ist, der alle dinge geschaf⸗ fen hat durch Jesum Christum, auf daß jetzt kund würde den fürsten⸗ tümern und herrschaften in dem himmel an der oemeine die man⸗ nigfaltige Weisheit ottes, nach dlem Vorsatz von der Welt her, wel⸗ che er bewiesen hat in Christo Jesu, unserm herrn, durch welchen wir haben freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den õlauben an ihn. Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trüb⸗ sale willen, die ich für euch leide, welche euch eine hre sind. Derhal⸗ ben beuge ich meine sniee gegen den bater unsers hErrn Jesu christi, der der rechte Vater ist über alles, was däa seinder heißt im himmel und auf Erden, daß er euch srafl gebe nach dem Reichtum seiner herr⸗ lichkeit, stark zu werden durch seinen beist an dem inwendigen menschen, undchristum zu wohnen durch den 6lauben in euren herzen, und durch dlie[iebe eingewurzelt und gegrün det zuwerden; auf daß ihr begreifen möget mit allen heiligen, welches dã seĩ die Breite und die[Cange und dlie Tiefe und die höohe; auch erken. nen, daß christum lieb haben, viel besser ist denn alles Wissen, auf dlaß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der über⸗ schwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach dler seraft, die da in uns wirket, dem sei Chre in der 6emeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Cwigkeit! Amen. Evangelium. Cuc. 7, 111⁷ Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner jünger gingen viele mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da (Ueine nicht!) trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn waͤr seiner mut⸗ ter, und sie war eine Witiwe; und viel bolks aus der Stadt gingmit ihr. und da sie der herr sah, jammerte 198 WM ihn Wei rüh stun ich s rich den Cbr Jaãg mat wel, sehe jem daß auft und nige ein Esat sein abel Sege ist; WMWWM höre⸗; Wort, Ff, und m von billig, eigt. Christi, alles, immel ftraft herr⸗ seinen nschen, rchen Idurch egrün· greifen velches ge und erken· n, Viel n, auf allerlei über⸗ alles, n, nach et, dem llie in it, von WMMWMMN 10. Sonntag näch Trinitatis. NN ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührete den Sarg an; und diecräͤger stunden. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf, und fing an, zu re⸗ den. Und er gab ihn seiner mutter. Und es kam sie alle eine furcht an, und priesen õott und sprachen: Cs ist ein großer prophet unter uns auf⸗ gestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und dieseRedevonihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegende Länder. CEpistolische Cektion. Cbr. 12, 14- 24.(hr seid kommen zu der Stadt des lebendigen Gottes.) Jãgt nãch dem frieden gegen jeder; mann und der heiligung, ohne welche wird niemand den héErrn sehen, und sehet darauf, daß nicht semand Gottes 6nade versäume; daß nicht etwa eine bittre urzel aufwaͤchse, und Unfrieden anrichte, und viele durch dieselbe verunrei⸗ niget werden; daß nicht jemand sei ein hurer oder ein Gottloser wie Esau, der um Einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Wisset aber, daß er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen ist denn er fand keinen Raum zur buße, wiewohl er sie mit Tränen suchte. Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge, den man anrühren konnte, und mit feuer brannte, noch ju dem dunkel und finsternis und Ungewitter, noch zu dem hall der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich weigerten, die sie höreten, daß ihnen das Wort jd nicht gesagt würde;(denn sie mochten es nicht ertragen, was di gesagt ward. Und wenn ein Tier den berg anrührete, sollte es ge⸗ steiniget oder mit einem Geschoß erschossen werden; und allo er⸗ schrecklich war das Gesicht, daß moses sprach: Ich bin erschrocken und zittere.) Sondern ihr seid kom· men zu dem berge Zion und zu dler Stadt des lebendigen Gottes, ju dem himmlischen Jerusalem, und zu der nenge vieler tausend Engel, und zu der öemeine der Erstgebor- nen, die im himmel aͤngeschrie⸗ ben sind, und zu õott, dem Richter über alle, und zu den 6eistern der vollkommenen serechten, und zu dem mittler des neuen desta⸗ ments, Jesu, und zu dem blut der besprengung, das da besser redet denn Abels. Ebangelische Cektion. Cuc. 9, 460- 56.(Wisset ihr nicht, Es Rãm auch ein edanke unter sie, welcher unter ihnen der Größeste wäre. Da aber Jesus den 6edanken ihres herzens sah, ergriff er ein seind, und stellete es neben sich, und sprach ju ihnen: Wer das sind auf- nimmt in meinem namen, der welches Geistes inder ihr seid!) nimmt mich auf, und wer mich auf⸗ nimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Welcher aber der sleinste ist unter euch allen, der wird groß sein. Da antwortete J0o haͤnnes und sprach: meister, wir sahen einen, der trieb die Teufel 199 MMODD 10. Sonntäaͤg nach Trinitatis. NM aus in deinem namen, und wir wehreten ihm; denn er folgte dir nicht mit uns. Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider uns ist, der ist für uns. Es begab sich aber, da die Zeit er- füllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin, und kamen in einen markt der Sama⸗; riter, daß sie ihm herberge bestelle⸗ ten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesicht ge⸗ wendet haätte, zu wandeln gen Je⸗ rusalem. Da aber das seine Jjünger, Jakobus und Johannes, sahen, sprachen sie: herr, willst du, so wollen wir sagen, daß feuer vom himmel falle, und verzehre sie, wie Clias tät? Jesus aber wäandte sich, und bedlrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes sinder ihr seid? des menschen Sohn ist nicht kommen, der men⸗ schen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. hiob 5, 17—26.(Weigere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht.) Siehe, selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum weigere dlich der Züchtigung des Allmächtigen nicht. Denn er verletzet, und verbindet; er zerschmeißet, und seine hand heilet. Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein bel rühren. In der Teu⸗ rung wird er dich vom Tode erlösen und im striege von des Schwertes hand. Er wird dich verbergen vor der õeißel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Uerderben, wenn es kommt. Im verderben und hunger wirst du lachen, und dich vor den wilden Tieren im Lan⸗ de nicht fürchten; sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem felde, und die wilden Tiĩe⸗ re auf dem Lande werden frieden mit dir halten; und wirst erfahren, daß deine hütte frieden hat; und wirst deine Behausung versorgen, und nicht sündigen; und wirst er⸗ fahren, daß deines Samens wirl viel werden und deine Nachkom⸗ men wie das 6ras auf Erden; und wirst im Alter zu örabe kommen, wie Garben eingeführt werden zu seiner Zeit. Cektion àaus dem Ueuen Testamente. RApgsch. 23, 1—17. Cauli Verantwortung vor dem Rat zu Jerusalem) paulus aber sah den Rat an, und sprach: Ihr änner, lieben Brüder, ich habe mit allem guten õewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag. Der hohepriester aber, Ana⸗ niãs, befahl denen, die um ihn stunden, daß sie ihn aufs Maul schlügen. Da sprach baulus zu ihm: Gott wird dlich schlagen, du ge⸗ tünchte Wand! sitzest du, und richtest mich nach dem Gesetz, und heißest mich schlagen wider das oe⸗ setz? die aber umherstunden, spra⸗ chen: Schiltst du den hohenpriester 2⁰⁰ NWM Gotte Brüd der h gesch Volks aber Salld Teil b Män Phari Sohn hoffnu ller T wärd säern mene Sadd ersteh dlie Pl ESs unde säer! sprac an di bGeist dlet, s streitt wärd hãup jerrei hinal So er: ner ir wie darin aller Gedlu andet rig, i spra- lester BMDMN 1. Sonntag nach Trinitatis. MNWM bottes? Und Paulus sprach: Lieben brüder, ich wußte es nicht, daß er der hohepriester ist. Denn es stehet geschrieben:»Dem obersten deines Volks sollst du nicht fluchen.« Als aber Paulus wußte, daß ein deil Sallduzäer war, und der andre Teil Pharisäer, rief er im Rat: Ihr mãänner, lieben Brüder, ich bin ein pharisäer und eines pharisäers Sohn; ich werde angeklagt um der hoffnung und Nuferstehung willen der Toten. Da er aber das sagte, ward ein ANufruhr unter den Pphari⸗ säern und Sadduzäern, und die menge zerspaltete sich. denn die Sadlduzäer sagen, es sei keine Auf⸗ erstehung, noch Engel, noch 6eist; dlie Pharisäer aber bekennenbeides. Es wärd aber ein groß Geschrei; und die Schriftgelehrten, der Phari⸗ säer Teil, stunden auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an diesem menschen; hat aber ein beist oder ein Engel mit ihm gere⸗ dlet, so können wir mit Gott nicht streiten. Da aber der Aufruhr groß ward, besorgte sich der oberste hauptmann, sie möchten Paulum jerreißen; und hieß das seriegsvolk hinabgehen, und ihn von ihnen reißen, und in das Lager führen. Des andern Taͤges aber in der Nacht stund der hęrr bei ihm, und sprach: Sei getrost, Paule denn wie du von mir ju Jerusalem gezeuget haͤst, also mußt du auch zu Rom zeugen. Dã es aber Tag ward, schlugen sich etliche Juden jusammen, und ver⸗ banneten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis daß sie Paulum ge⸗ tötet hätten. Hrer aber waren mehr denn vierzig, die solchen Bund maäachten. Die traten zu den hohen⸗ priestern und Altesten, und spra⸗ chen: Wir haben uns hart verban⸗; net, nichts anzubeißen, bis wir paulum getötet haben. So tut nun kund dem oberhauptmann und dem Rat, daß er ihn morgen zu euch führe, als wolltet ihr ihn besser verhören; wir aber sind bereit, ihn zu töten, ehe denn er vor euch kommt. Dã aber Paulus Schwester⸗ Sohn den Anschlag hörte, kam er dar und ging in das LCager, und verkündigte es Paulo. Paulus aber rief zu sich einen von den Unter⸗ haäuptleuten, und sprach: Diesen Jüngling führe hin zu dem ober⸗ hauptmann; denn er hat ihm et⸗ wãs ju saͤgen. 17. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. ephes. 4, 1—6. So ermahne nun euch ich õefange⸗ ner in dem hErrn, daß ihr wandelt, wie sichs gebührt eurem beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller demut und Sanftmut, mit Gedluld, und vertraget einer den andern in der Liebe, und seid flei⸗- ßig, zu halten die inigkeit im Geist (Ein Leib und Ein õeist.) durch das Band des friedens. Ein leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei hoffnung eures Berufs. Ein herr, Ein ölau⸗ be, Eine Taufe, in õott und VUater unser aller, der da ist über euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. 20 MDND D 1. Sonntäag näch Trinitatis. ND Evangelium. Cuc. 14, 1— 11. Gabbathsleben in Liebe und demut.) Und es begab sich, daß er kam in ein haus eines obersten der Phari⸗ säer auf einen Sabbath, das Brot ju essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus antwortete und sagte zu den Schrift⸗ gelehrten und bpharisäern und sprach: Ist es auch recht, auf den Sabbath heilen? Sie aber schwiegen still. Und er griff ihn an, und hei⸗ lete ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete und sprach ju ihnen: Uelcher ist unter euch, dem sein ochse odler Esel in den Brunnen fällt, und er nicht alsbald ihn herausziehet am Sabbathtage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichnis zu den õasten, da er merkte, wie sie erwählten, obenan ju sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von je- mand geladen wirst jur hochzeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etwa ein Chrlicherer denn du von ihm geladen sei, und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem! und du müssest mit Scham unten⸗ an sitzen. Sondern, wenn du ge⸗ latlen wirst, so gehe hin, und setze dich untenan, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spre⸗ che zu dir: freund, rücke hinauf! dann wirst du Chre häben vor denen, die mit dir ju Tische sitzen. denn wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll er⸗ höhet werden. Epistolische Lektion. Cbr. 6,1- 15. Daß ihr nicht träge werdet.) Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christlichen Lebens jetzt las⸗ sen, und zur Vollkommenheit fah⸗ ren; nicht abermal 6rund legen von buße der toten Werke, vom läuben an Gott, von der Taufe, von der Lehre, vom händeauflegen, von der Toten Auferstehung und vom ewigen 6erichte. Und das wol⸗ len wir tun, so es oott anders zu⸗ läßt. Denn es ist unmöglich, daß dlie, so einmal erleuchtet sind, und geschmeckt haben die himmlische Gabe, und teilhaftig worden sind dles heiligen öeistes, und geschmeckt haben das gütige Wort õottes und dlie Kräfte der zukünftigen Welt, wo sie abfallen, und wiederum ih nen selbst den Sohn sottes Kreuzi⸗ gen, und für Spott halten, daß sie sollten wiederum erneuert werden zur Buße. Denn die Erde, die den Regen trinkt, der ost uber sie ommt, und bequem Kraut trägt denen, dlie sie bauen, empfängt Segen von Gott. Welche aber Dornen und di⸗ steiln trägt, die ist untüchtig und dem fluch nahe, welche man zuleht verbrennet. Wir versehen uns aber, ihr Liebsten, Besseres zu euch, und daß die Seligkeit näher sei, ob wir wohl also reden. Denn õott ist nicht ungerecht, daß er vergesse eures Werks und Arbeit der LCiebe, die ihr 20² W bew ihr dien jegli die ans det, dure Und Mar duf zu ih hing Die vöge Neste nicht er sy mir erlat Ich t vor t gen. heili, men Treus lüber llein so erh groß alle f das l gen a WNMMDMDNDNNDN. Sonntag nach Trinitatis. MDN bewiesen habt an seinemnamen, da ihr den heili en dienetet und noch dienet. Wir begehren aber, daß euer jeglicher denselben fleiß beweise, die hoffnung fest zu behalten bis ans Ende, daß ihr nicht träge wer⸗ det, sondern nachfolger derer. die durch den 6lauben und õeduid er⸗ erben die Verheißungen. Denn als Gott Abraham verhieß, da er bei keinem 6rößeren zu schwören haͤt⸗ te, schwur er bei sich selbst, und sprach:»Wahrlich, ich will dich seg⸗ nen und vermehren.« Und also trug er eduld, und erlangte die Verheißung. Ebängelische Cektion. Cuc. o, 57—62.(Ungeteilte nachfolge des herrn.) Und sie gingen in einen andern Maärkt. Es begab sich aber, da sie duf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wo du hingehest. Und Jesus sprach zu ihm: Die füchse haben öruben, und die bögel unter dem himmel haben lester; aber des enschen Sohn hat nicht, da er sein haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe, und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die oten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich õot⸗ tes. Und ein anderer sprach: herr, ich will dir nachfolgen; aber erlau⸗ be mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Ver seine hand an den pflug legt, und siehet zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes. nachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Psalm 138. Der hẽrr siehet auf das niedrige.) Ich danke dir von ganzem herzen, vor den 6öttern will ich dir lobsin⸗ gen. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel, und deinem na⸗ men danken um deine 6üte und Treue; denn du hast deinen namen über alles herrlich gemacht durch dein Wort. Wenn ich dich anrufe, so erhöre mich, und gib meiner Seele große Kraft. CEs danken dir, hErr, alle siõnige auf Erden, daß sie hören ddas Wort deines mundes, und sin⸗ gen auf den Wegen des herrn, daß dlie cHhre des hrrn groß sei. Denn ller herr ist hoch, und siehet auf das liedrige, und kennet den Stol⸗ zen von ferne. Wenn ich mitten in ler Angst wandle, so erquickest du mich, und streckest dleine hand über den Zorn meiner feinde, und hilfst mir mit deiner Rech⸗ ten. Dder herr wird es ein Ende machen um meinetwillen. herr, deine 6üte ist ewig. Das Wern deiner hände wollest du nicht lassen. 20⁰³3 144 NMMDDD D 1. Sonntäag naäch Trinitatis. DDMN Cektion ãàus dem Neuen Testamente. Apgsch. 24, 1—25. Paulus vor dem andpfleger felix.) Uber fünf Tage zog hinab der hohe⸗ priester Ananias mit den Altesten und mit dem Redner Tertullus; (lie erschienen vor dem Landpfleger wider paulum. Da er aber berufen ward, fing an Tertullus zu verkla⸗ gen, und sprach: Daß wir in gro⸗ ßem frieden leben unter dir, und viel redliche Taten diesem Volk wi⸗ llerfahren durch deine Vorsicht, al⸗ lerteuerster felix, das nehmen wir an allewege und allenthalben mit aller Dankbarkeit. Auf daß ich aber dich nicht so lange aufhalte, bitte ich dich, du wollest uns kürzlich hören nach deiner selindigkeit. UWir haben diesen mann gefunden schäcllich, und der Rufruhr erreget allen Juden auf dem ganzen Erd⸗ boden, und einen Vornehmsten der Sekte der Nazarener, der auch ver⸗ suchet hat, den Tempel zu entwei⸗ hen; welchen wir auch griffen, und wollten ihn gerichtet haben nach unserm 6esetz. Aber Lysias, der hauptmann, unterkam das, und führete ihn mit großer õewalt aus unsern händen, und hieß seine VUer⸗ kläger zu dir kommen; von wel⸗ chen du kannst, so du es erforschen willst, dich des alles erkundigen, um was wir ihn verklagen. Die Juden aber redeten auch daʒu, und sprachen, es hielte sich also. Paulus aber, da ihm der Candpfleger wink⸗ te, ju reden, antwortete: Dieweil ich weiß, daß du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich verantworten; denn du kannst erkennen, daß nicht mehr denn zwölf Tage sind, daß ich bin hinauf gen Jerusalem kommen, anzubeten. Auch haben sie mich nicht gefunden im Tempel mit je⸗ mand reden oder einen Nufruhr machen im Volk, noch in den Schu⸗ len noch in den Städten. Sie kön⸗ nen mir auch nicht beibringen, des sie mich verklagen. Das bekenne ich aber dir, daß ich nach diesem Uege, den sie eine Sekte heißen, diene also dem 6ott meiner väter, daß ich glaube allem, was geschrie⸗ ben stehet im 6esetze und in den propheten; und habe die hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, nämlich, daß zukünftig sei dlie Nuferstehung der Toten, beide der oerechten und Ungerechten. In demselbigen aber übe ich mich, zu häben ein unverletzt 6ewissen al⸗ lenthalben, beide gegen õott und dlie menschen. Aber nach vielen Jah⸗ ren bin ich kommen, und habe ein Almosen gebracht meinem volk und Opfer. darüber fanden sie mich, daß ich mich reinigen ließ im Tem. pel ohne allen Rumor und 6etüm⸗ mel. Das waren aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hie sein vor dir, und mich verklagen, so sie etwas zu mir hätten. Oder laß diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir gefunden haben, dieweil ich stehe vor dem Rat, ohne um des einigen Worts willen, da ich unter ihnen stund und rief: Uber der Nuf erstehung der Toten werde ich von euch heute angeklaget. Da aber felix solches hörte, jog er sie auf; 20⁴ — —.————„K« 2§•„ 2„8 NMqMM).N 18. Sonntäg nach Trinitatis. IDD ND denn er wußte fast wohl uni diesen Weg, und sprach: Wenn cysias, der hauptmann, herabkommt, so will ich mich eures dinges erkundigen. Er befahl aber dem Unterhaupt⸗ mann, Ppaulum zu behalten, und lassen Kuhe haben, und niemand von den Seinen wehren, ihm zu dienen, oder zu ihm zu kommen. nach etlichen Tagen aber kam felix mit seinem Weibe drusilla, die eine Jüdin war, und forderte Paulum, und hörte ihn von dem 6lauben an christum. Da aber paulus redete von der õerechtigkeit und von der seuschheit und von dem zukünfti⸗ gen Gericht, erschrak ßelix, und ant⸗ wortete: Gehe hin auf dies Mal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich her lassen rufen. 18. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 1, 49. Durch christum reich an allen Stücken.) Ich danke meinem Sott allezeit eurethalben für die önade Sottes, lie euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an allen Stücken reich gemacht, an aller lehre und in aller Erkenntnis; wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig worden ist, also daß ihr keinen mangel habt an irgend einer Gabe, und waͤrtet nur auf llie Offenbarung unsers herrn Jesu christi, welcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende, daß ihr un; sträflich seid auf den Tag unsers herrn Jesu Christi. Denn Hott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur õemeinschast seines Sohnes Jesu Christi, unsers herrn. Evangelium. Matth. 22, 34—46. Das vornehmste õebot und der vornehmste Glaubensartikel.) Dã aber die Pharisaer höreten, daß er den Sadduzäern das maul ge⸗ stopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schrift⸗ gelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste bebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm:»du sollst lieben õott, dei⸗ nen herrn, von ganzem herzen, von ganzer Seele, und von gan⸗ jem 6emüte.« Dies ist das vor⸗ nehmste und größte 6ebot. Das andre aber ist dem gleich:»Du sollst deinen nächsten lieben als dich selbst.« In diesen zween 6e⸗ boten haͤnget das ganze esetz Pharisaer beieinander waren, frag⸗ te sie Jesus, und sprach: Wie dünket euch um christo? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im ceist einen herrn, da er sagt:»der herr hat gesagt zu meinem herrn: Setze dich ju meiner Rechten, bis daß ich lege deine feinde zum Sche⸗ mel deiner füße«? s8o nun da⸗ vid ihn einen herrn nennet, wie ist er denn sein sSohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durste auch nie⸗ und die Propheten. da nun die mand von dem tkage an hinfort ihn fragen. 20⁵ MMDMDDD 18. Sonntaͤg nach Trinitatis. NDD Epistolische Lektion. Ebr. 10, 22—39. Es ist schrecklich, in die hande des lebendigen õottes zu fallen So lasset uns hinzugehen mit wahr⸗; haftigem herzen, in völligem 6lau⸗ ben, besprenget in unsern herzen, und los von dem bösen Gewissen, und gewaschen am Leibe mit rei⸗ nem Wasser; und lasset uns halten an dem Bekenntnis der hoffnung, und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken, und nicht ver⸗ lassen unsre Versammlung, wie et⸗ liche pflegen, sondern untereinan⸗ der ermahnen; und das so viel mehr, so viel ihr sehet, daß sich der Tag nahet. Denn so wir mutwillig sündigen, nachlem wir die Er⸗ kenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein an⸗ der Opfer meyr für die Sünde, son; dern ein schrecklich Warten des 6e⸗ richts und des feuereifers, der die Widerwärtigen verzehren wird. benn jemand das 6esetz Mosis bricht, der muß sterben ohne Barm⸗ herzigkeit durch zween oder drei Zeugen. Wieviel, meinet ihr, argere Strafe wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit füßen tritt, und ddas Blut des Testaments unrein achtet, durch welches er geheiliget ist, und den õeist der önade schmä⸗ het? Ddenn wir wissen den, der da sagt:»Die Rache ist mein, ich will vergelten«, spricht der hErr, und abermal:»Der heErr wird sein Volk richten.« Schrecklich ist es, in die hände des lebendigen Gottes zu fällen. Gedlenket aber an die vorigen Taͤge, in welchen ihr, er⸗ leuchtet, erduldet habt einen gro⸗ ßen Kampf des Leidens, zum deil selbst durch Schmach und Trübsal ein Schauspiel worden, zum Teil öe⸗ meinschaft gehabt mit denen, denen es also gehet. denn ihr habt mit meinen banden mitleiden gehabt, und den Raub eurer 6üter mit freuden erduldet, als die ihr wisset, daß ihr bei euch selbst eine bessere und bleibende habe im himmel habt. Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große belohnung hat. Geduld aber ist euch not, auf daß ihr den Willen Gottes tut, und die Uerheißung empfanget. Denn»noch über eine kleine Weile so wird Kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen. Der Ge⸗ rechte aber wird des 6laubens le⸗ ben. Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele kein 6e⸗ fallen haben.« Wir aber sind nicht von denen, die da weichen, und verdammet werden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten. Evängelische Lektion. Matth. 12, 30-37.(Die Lästerung wider den heiligen õeist.) Wer nicht mit mir ist, der ist wiler] melt, der zerstreuet. Darum sage mich; und wer nicht mit mir sam⸗ich euch. Alle Sünde und Lästerung 200 —— n———— —nn ——* MMDNN 158. Sonntäg näch Trinitatis. NNND wird den menschen vergeben; aber dlie Iãsterung wider den õeist wird den menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des men⸗ schen Sohn, dem wird es verge⸗ ben; aber wer etwas redet wider den heiligen seist, dem wird es nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die frucht gut; oder setzet einen faulen Baum, so wird die frucht faul. Denn an der frucht erkennet man dlen Baum. Ihr otterngezüchte, wie könnt ihr Gutes reden, dieweil ihr böse seid? Wes das herz voll ist, des gehet der mund über. Ein guter mensch bringet õutes hervor aus sei⸗ nem guten Schatz des herzens; und ein böser ensch bringet Böses her; vor aus seinem bösen Schatz. Ich sage euch aber, daß die menschen müssen Rechenschaft geben am jüng⸗ sten õericht von einem jeglichen un; nützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerecht⸗ fertigt werden, und aus deinen Wor⸗ ten wirst du verdammt werden. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. selagel. Jerem. 3, 22-40.(Ein jeglicher murre wider seine Sünde.) Die 6ute des hẽrrn ist, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit haͤt noch kein Ende, sondern sie ist alle orgen neu, und deine Treue ist groß. Der hErr ist mein deil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Denn der heErr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraͤget. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein, und auf die hilfe des hErrn hoffen. Es ist ein köstlich Ding einem Maͤnne, daß er das Joch in seiner Jugend trage; daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas über; fällt; und seinen mund in den Stãub stecke, und der hoffnung er⸗ warte, und lasse sich auf die Backen schlagen und ihm viel Schmach an⸗ legen. Denn der hẽrr verstößt nicht ewiglich, sondern er betrübet wohl, und erbarmet sich wieder nach sei⸗ ner großen õüte; denn er nicht von herzen die menschen plaget und be⸗ trübet, als wollte er alle die õefan⸗ genen auf Erden gaͤr unter seine füße zertreten, und eines Mannes Recht vor dem Allerhöchsten beugen lassen, und eines Menschen Sache verkehren lassen, gleich als sehe es der hErr nicht. Wer darf denn sã⸗ gen, daß solches geschehe ohne des sErrn Befehl, und daß weder Bö⸗ ses noch Gutes komme aus dem munde des Allerhöchsten? Wie murren denn die Leute im Leben also? Ein jeglicher murre wider seine Sünde! Und laßt uns for⸗ schen und suchen unser Wesen, und uns zum herrn bekehren! Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 26, 13- 32. Paulus vor dem Könige Agrippas.) mitten am Tage, lieber Fönig, sahe vom himmel, heller denn der Son; ich auf dem Wege, daß ein Lichtne 6lanz, mich und die mit mir 20⁷ MDDDDNM 18. Sonntäag näch Trinitatis. N reiseten, umleuchtete. Da wir aber alle zur Erde niederfielen, hörte ich eine Stimme redlen zu mir, die sprach auf Ebräisch: Saul, Saul, was ver⸗ folgest du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu löcken. Ich aber sprach: herr, wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du ver; folgest; aber stehe auf, und tritt auf deine füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, daß ich dich orune jum Diener und Zeugen des, das du ge- sehen hast, und das ich dir noch will erscheinen lassen; und ich will dich erretten von dem Volk und von den heiden, unter welche ich llich jetzt sende, aufzutun ihre Rugen, daß sie sich bekehren von der fin⸗ sternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans ju Gott, zu emp-; fangen bergebung der Sünden und dlas Erbe samt denen, die geheiliget werden durch den ölauben an mich. Däher, lieber önig Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht ungläubig, sondern verkün⸗ digte zuerst denen von Damaskus und zu Jerusalem, und in alle õe⸗ gend des jüdischen Landes, auch den heiden, daß sie Buße täten und sich bekehreten zu ott und täten rechtschaffene Werke der Buße. Um deswillen haben mich die Ju⸗ den im Tempel gegriffen, und un⸗ terstunden, mich zu töten. Aber durch hilfe ottes ist es mir ge⸗ lungen, und stehe bis auf diesen Tag, und zeuge beide den sleinen und 6roßen, und sage nichts außer dem, das die Propheten gesagt hã⸗ ben, daß es geschehen sollte, und Moses: daß Christus sollte leiden, und der Erste sein aus der Nufer⸗ stehung von den Toten, und ver⸗ kündigen ein Licht dem Volk und den heiden. Da er aber solches zur berantwortung gab, sprach festus mit lauter Stimme: Paule, du ra; sest! die groe stunst macht dich ra· send. Er aber sprach: Mein teurer feste, ich rase nicht, sondern ich rede währe und vernünftige Worte. Denn der sönig weiß solches wohl, zu welchem ich freudig rede. Denn ich achte, ihm sei der keins nicht ver⸗ borgen; denn solches ist nicht im Winkel geschehen. ölaubst du, stö- nig Agrippa, den Propheten? Ich weiß, daß du glaubest. Agrippas aber sprach zu Paulo: Es fehlt nicht viel, du überredest mich, daß ich ein christ würde. Paulus aber sprach: Ich wünschte vor Gott, es fehlte an viel oder an wenig, daß nicht allein du, sondern alle, die mich heute hören, solche würden, wie ich bin, ausgenommen diese Bande. Und da er das gesagt, stund der sönig auf und der Candpfleger und Ber; nice und die mit ihm saßen, und entwichen beiseits, redeten mitein⸗ andler, und sprachen: Dieser nensch haͤt nichts getan, das des Todes oder der Bande wert sei. Aprippas aber sprach zu festo: Dieser ensch hätte können losgegeben werden, wenn er sich nicht auf den staiser berufen hätte. 20⁸ 2 —— HE eV MWMDMMN 10. Sonntäag nach Trinitatis. 19. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. ephes. 4, 17-32.(Das rechtschaffene Wesen in christo.) So sage ich nun und zeuge in dem herrn, daß ihr nicht mehr wandelt, wie die andern heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes, welcher verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissen⸗ heit, so in ihnen ist, durch die blindheit ihres herzens; welche ruchlos sind, und ergeben sich der Unzucht, und treiben allerlei Un⸗ reinigkeit samt dem 6eiz. Ihr aber habt Christum nicht also gelernet, so ihr anders von ihm gehörethabt, und in ihm gelehret seid, wie in Jesu ein rechtschaffen Wesen ist. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten men⸗ schen, der durch Lüste in JIrrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im õeiste eures Gemüts, und ziehet den neuen menschen an, der nach bott geschaffen ist in rechtschaffener berechtigkeit und heiligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem nächsten, sintemal wir unterein⸗ ander õlieder sind. Zürnet, und sun⸗ diget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Ge⸗ bet auch nicht Ra4um dem Lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den händen etwas 6utes, auf daß er habe, zu geben dem Dürfti⸗ gen. Lasset Kein faul õeschwätz aus eurem munde gehen, sondern was nützlich jur Besserung ist, da es not tut, daß es holdselig sei zu hören. Und betrübet nicht den heiligen õeist õot⸗ tes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und õrimm und Zorn und õeschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. Seid àber unter⸗ einander freundlich, herzlich, und vergebet einer dem andern, gleich wie euch õott vergeben hat in christo. Evangelium. Matth. 9, 1—8.(Dem Gichtbrüchigen wird Vergebung und heilung.) Da trat er in das Schiff, und fuhr wieder herüber, und kam in sei⸗ ne Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren 6lauben sah, sprach er zu dem sichtbrüchigen: Sei ge⸗ trost mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, et⸗ liche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert 6ott. Dã aber Jesus ihre õedlanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren herjen? Welches ist leichter, ju sagen: Dir sind deine sünden vergeben; oder ju sagen: Stehe auf, und wandele? Ruf daß ihr aber wisset, daß des enschen sSohn macht habe auf Erden, die sünden ju vergeben, sprach er ju 209 RMWDMNN 19. Sonntäag nach Trinitatis. ND dem 6ichtbrüchigen: Stehe auf, he⸗I Da das Volk das sah, verwunderte be dein Bett auf, und gehe heim! es sich und pries Gott, der solche Und er stund auf, und ging heim. Macht den menschen gegeben haͤt. Epistolische Cektion. stol. 4, 2- 9.(haltet an am Gebet.) haltet an am 6ebet, und waͤchet in lemselbigen mit Danksagung; und betet zugleich auch für uns, auf daß 6ott uns die Tür des Worts auftue, zu reden das õeheimnis christi, dar um ich auch gebunden bin; auf daß i h dlasselbige offenbare, wie ich soll reden. Wandelt weislich gegen die, die draußen sind, und schicket euch in die Zeit. Cure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzet, daß ihr wisset, wie ihr einem jeglichen antworten sollt. Wie es um mich stehet, wird euch alles Kund tun Tychikus, der liebe Bruder und ge⸗ treue Diener und mitknecht in dem herrn, welchen ich habe darum zu euch gesandt, daß er erfahre, wie es sich mit euch hält, und daß er eure herzen ermahne, samt One⸗ simo, dem getreuen und lieben bBruder, welcher von den Euren ist. Alles, wie es hie zustehet, werden sie euch kund tun. Ebäangelische Cektion. Cuc. 18, 1—8.(Sollte oott nicht retten seine Nuserwählten?) Er sagte ihnen aber ein 6leichnisso viel Mühe maͤcht, will ich sie ret· dlavon, da man allezeit beten, und nicht laß werden sollte, und sprach: Es war ein Kichter in einer Stadt, ler fürchtete sich nicht vor ott, und scheuete sich vor keinem menschen. Es War aber eine Witiwe in dersel· bigen Stadt, die kam zu ihm, und sprach: Rette mich von meinem Wi⸗ dersacher! Und er wolltelange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Hott nicht fürchte, noch vor keinem menschen scheue, dieweil aber mir dieselitwe ten, auf daß sie nicht zuletzt komme, und übertäube mich. da spraͤch der héErr: höret hie, was der un⸗ gerechte Kichter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Aus⸗ erwählten, die zu ihm Tag und nacht rufen, und sollte Geduld dlarüber haben? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer fürze. Doch wenn des menschen Sohn kommen wird, meinest du, daß er auch werde olauben finden auf Erden? Nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. hosea 14, 2— 10.(Bekehre dlich, Israel, ju dem herrn.) Bekehre dich, Israel, zu dem herrn, um deiner Missetat willen. HNehmet deinem 6ott; denn du bist gefallen diese orte mit euch, und bekehret 2¹⁰ let ret DMNDDDN 10. Sonntäg näch Trinitatis. NNNM euch zu dem heErrn, und sprechet zu ihm: Vergib uns alle Sünde, und tue uns wohl; so wollen wir opfern die farren unsrer Lippen. Assur soll uns nicht helfen, und wollen nicht mehr auf Rossen reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unsrer hände:»Ihr seid unser 6otte; son; dern laß die Waisen bei dir 6nade finden. So will ich ihr Abtreten wieder heilen; gerne will ich sie lieben; dann soll mein Zorn sich von ihnen wenden. Ich will Jsrael wie ein Tau sein, daß er soll blühen wie eine Rose, und seine Wurzeln sollen ausschlagen wie Libanon; und seine Zweige sich ausbreiten, daß er sei so schön als ein ölbaum, und soll so guten 6eruch geben wie Libanon. Und sollen wieder unter seinem Schaͤtten sitzen; von orn sollen sie sich nähren, und blühen wie ein Weinstock; sein Gedächtnis soll sein wie der Wein am Libanon. Ephraim, was sollen mir weiter die Götzen? Ich will ihn erhören und führen; ich will sein wie eine grü⸗ nende Tanne; an mir soll man deine frucht finden. Wer ist weise, der dies verstehe, und klug, der dies merke? denn die Wege des heErrn sind richtig, und die õerechten wan⸗; deln drinnen; aber die Ubertreter fallen drinnen. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Röm. 14, 14—23. Das Reich sottes ist õerechtigkeit und friedeund freude im heiligen 6eist. Ich weiß und bin es gewiß in dem herrn Jesu, daß nichts gemein ist an ihm selbst; ohne, der es rechnet sür gemein, demselbigen ist es ge⸗ mein. so aber dein Bruder über deiner Speise betrübet wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Lieber, verderbe den nicht mit deiner Speise, um welches wil⸗ len christus gestorben ist. Darum schaffet, daß euer Schatz nicht verlä⸗ stert werde. Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit undfriede undfreude in dem heiligen õeist. Wer darin⸗ nen christo dienet, der ist ott ge⸗ fällig und den menschen wert. Dar⸗ um laßt uns dem naͤchstreben, das zum frieden dienet, und was zur besserung untereinander dienet. Lieber, verstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut dem, der es isset mit einem Anstoß seines Gewissens. Es ist besser, du essest kein fleisch, und trinkest Reinen Wein, oder das, daran sich dein bruder stößt, odler ärgert, oder schwach wird. Hast du den Glau⸗ ben, so habe ihn bei dir selbst vor 6ott. Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht, in dem, daß er annimmt. Wer aber darüber zwei⸗ felt, und isset doch, der ist ver⸗ dammet; denn es gehet nicht aus dem 6lauben. Was aber nicht aus dem 6lauben gehet, das ist Sünde. 21¹ IEEC NMNMNMNNN 20. Sonntäg nach Trinitatis. MIDNDNN 20. Sonntãg nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. ephej. ,821.(Wandeit wie die Kinder des Lichts.) Denn ihr waret weiland finsternis, nun aber seid ihr ein Licht in dem herrn. Wandelt wie die Rinder des Lichts; die frucht des Geistes ist aller · lei õütigkeit und oerechtigkeit und Wahrheit; und prüfet, was da sei wohlgefällig dem herrn. Und habt nicht 6emeinschaft mit den un⸗ fruchtbaren Werken der finsternis, strafet sie aber vielmehr. denn was heimlich von ihnen geschiehet, das ist auch schändlich zu sagen. das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht gestrast wird; denn alles, Wäas offenbar wird, das ist Licht. Darum spricht er:»ache auf, der du schläfest, und stehe auf von den Toten, so wird dich christus erleuch· ten. So sehet nun zu, wie ihr vor⸗ sichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, und schicket euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, wWas däa sei des hérrn Wille. Und saufet euch nicht voll eins, daraus ein unordentlich esen folgt, son⸗ dern werdet voll õeistes, und redet untereinander von pfalmen und lobgesängen und geistlichen Lie⸗ dern, singet und spielet dem herrn in eurem herzen, und saget dannk allezeit für alles 6ott und dem Va⸗ ter, in dem namen unsers herrn Jesu christi; und seid untereinan⸗ der untertan in der furcht Gottes. Evängelium. Matth. 22, 1 14.(Die königliche hochzeit.) Und Jesus antwortete und redete abermal durch õleichnisse zu ihnen, und sprach: Das himmelreich ist gleich einem stönige, der seinem Sohne hochzeit machte; und sandte seine snechte aus, daß sie die õãste zur hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere snechte aus, und sprach: Saget den 6ästen: Siehe, meine mahlzjeit habe ich bereitet, meine ochsen und mein mastvieh ist ge⸗ schlachtet, und alles bereit; kommt zur hochzeit. Aber sie verachteten dlas, und gingen hin, einer auf sei · nen Acker, der andere ju seiner han. tierung. étliche aber griffen seine senechte, höhneten und töteten sie. Da das der föönig hörte, ward er jornig, und schickte seine heere aus, und braͤchte diese örder um, und jundete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen nechten: Die hochzeit ist war bereitet, aber die õäste waren es nicht wert. Darum gehet hin auf llie Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die stnechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen sie fan⸗ den, Böse und õute; und die Tische wurden alle voll. Da ging der tönig hinein, die õäste zu besehen, und sah allda einen menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und 2¹1² ᷓSDSIIII‚‚Y. erennrtr vor⸗ die sen, enn licht llig, Und aus son- edet und CLie; rrn ank Ua⸗ rru an· tes. sie. er Us, ind er ist ren auf eit, hte nd an⸗ che lig ua tte nd NDWMDMDMD N 20. Sonntäg näch Trinitatis. MDN sprach zu ihm: freund, wie bist dude und füße, und werfet ihn in die hereingekommen, und haͤst doch äußerste finsternis hinaus! da wird kein hochzeitlich seleid an? Er aber sein heulen und Zähnklappen; verstummte. Da sprach der Rönig denn viele sind verufen, aber we⸗ zu seinen dienern: Bindet ihm hän⸗nige sind auserwählet. Epistolische Cektion. 1. Thess. 2, 9— 20.(Wandelt würdiglich vor sott.) Jyr seid wohl eingedenk, lieben Brüder, unsrer Arbeit und unsrer mühe; denn Tag und nacht arbei⸗ teten wir, daß wir niemand unter euch beschwerlich wären, und pre⸗ digten unter euch das vangelium Gottes. Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unsträflich wir bei euch, die ihr gläubig waret, gewesen sind. Wie ihr denn wisset, daß wir, als ein vater seine inder, einen jeglichen unter euch ermahnet und getröstet und bezeuget haben, daß ihr wan⸗; deln solltet würdiglich vor oott, der euch berufen hat ju seinem Reich und ju seiner herrlichkeit. Darum auch wir ohne Unterlaß Gott dan · ken, daß ihr, da ihr empfinget von uns das Wort göttlicher Predigt, nahmet ihr es auf, nicht als en⸗; schenwort, sondern(wie es denn währhaftig ist) als ottes Wort, welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet. denn ihr seid Nachfolger worden, lieben Brüder, der 6emei⸗ nen 6ottes in Juda in Christo Jesu, daß ihr eben dasselbige erlitten hãbt von euren Blutsfreunden, das jene von den Juden, welche auch den hErrn Jesum getötet haben und ihre eigenen Propheten, und haben uns verfolget, und gefallen bGott nicht, und sind allen menschen zuwider, wehren uns, ju sagen den heiden, damit sie selig würden, auf daß sie ihre Sünden erfüllen alle⸗ wege; denn der Zorn ist schon endlich über sie kommen. Wir aber, lieben Brüder, nachdem wir euer eine Weile beraubetgewesen sind nach dem An⸗ gesicht, nicht nach dem herzen, haben wir desto mehr geeilet, euer Ange⸗ sicht ju sehen mit großem verlangen. Ddarum haben wir wollen zu euch kommen(ich Faulus) zweimal, und Satanãs hat uns verhindert. Denn wer ist unsere hoffnung oder freude oder rone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unserm herrn Jesu christo zu seiner 3ukunft? Ihr seid ja unsere hre und freude. Evangelische Cektion. matth. 9, 35-38. Cende Arveiter in deine Ernte.) undzesus ging umher in allestädte] Seuche und allerlei Krankheit im und märkte, lehrete in ihren Schu⸗Uolke. Und da er das Volk sahe. len und predigte das Evangelium jammerte ihn desselbigen; denn sie von dem Reich, und heilete allerleiwaren verschmachtet und zerstreuet 21³ NNVNMNNN 20. Sonntäg nach Trinitatis. DDMD wie die Schafe, die keinen hirtensind der Arbeiter. Darum bittet den haben. Da sprach er zu seinen Jün⸗ herrn der Ernte, daß er Arbeiter in gern: Die ernte ist groß, aber wenigseine ernte sende. llachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. Psalm 1.(die Sünder bleiben nicht in der õemeinde der berechten.) Wohl dem, der nicht wandeit im Rãt dler õottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzet, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des herrn, und redet von sei⸗ nem besetz Tag und nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbachen, der seine frucht brin⸗ get zu seiner Zeit, und seine Blãtter verwelken nicht; und was er macht, llas gerät wohl. Aber so sind die õottlosen nicht, sondern wie Spreu, dlieder ind verstreuet. Darum blei⸗ ben die Gottlosen nicht im sericht, noch dlie Sünder in der õemeine der bderechten. denn der herr kennet den Weg der õerechten; aber der bottlosen Weg vergeht. Cektion aus dem ueuen Testamente. Apgsch. 28, 17 31. Caulus in Rom.) Es geschah aber nach dreien Tagen, daß Paulus zusammenrief die vor⸗ nehmsten der Juden. Da dieselbi⸗ gen zusammenkamen, sprach er zu ihnen: Ihr männer, lieben Brüder, ich habe nichts getan wider unser Volk, noch wider väterliche Sitten, und ich bin doch gefangen aus Je⸗ rusalem übergeben in der Romer Hände. Uelche, aa sie mich verhoͤret hatten, wollten sie mich losgeben, dlieweil keine Ursach des Todes an mir war. Da aber die Juden ga⸗ wider redeten, ward ich genötiget, mich auf den saiser zu berufen; nicht, als hätte ich mein Volk etwas zu verklagen. Um der Ursach willen habe ich euch gebeten, daß ich euch sehen und ansprechen möchte; denn Um der hoffnung willen Israels bin ich mit dieser ette umgeben. Sie aber sprachen zu ihm: Wir ha⸗· ben weder Schrist empfangen aus Judäa deinethalben, noch kein bruder ist ommen, der von dir et⸗ was Arges verkündiget oder gesagt habe. Doch wollen wir von dir hören, was du hältst; denn von die⸗ ser Sekte ist uns kund/ daß ihr wird an allen Enden widersprochen. Und ddã sie ihm einen Tag bestimmten, kamen viele zu ihm in die herberge, welchen er auslegte und bejeugte dãs Reich õottes, und predigte ihnen von Jesu aus dem õesetz mosis und aus den Propheten von früh mor⸗ gens an bis an den Abend. Und etliche fielen zu dem, das er sagte; etliche aber glauvten nicht. Da sie aber untereinanger mißhellig wa⸗ ren, gingen sie weg, als Paulus Ein Wort redete, das wohl der heilige Geist gesagt hat durch den prophe⸗ ten Jesaias zu unsern Vatern, und gesprochen:»Gehe hin zu diesem Volk, und sprich: mit den ohren 21⁴ ..... K& IXNN&UNAO.MXR len in MWMDDN 2. Sonntag nach Trinitatis. NN werdet ihr es hören, und nicht ver⸗ stehen, und mit den Augen werdet ihr es sehen und nicht erkennen. Denn das herz dieses Volkes ist ver⸗ stockt, und sie hören schwerlich mit ohren und schlummern mit ihren Augen, auf daß sie nicht dermaleinst sehen mit den Rugen, und höͤren mit den ohren, und verständig werden im herzen, und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe.« So sei es euch kund getan, daß den heiden gesandt ist dlies heil öottes; und sie werden es horen. Und da er solches redete, gingen die Juden hin, und hatten viel fragens unter ihnen selbst. paulus aber blieb zwei Jahre in seinem eigenen õedinge, und nahm auf alle, die zu ihm einkamen: pre; digte das Reich Gottes, und lehrte von dem herrn Jesu mit aller freu⸗ dligkeit unverboten. 21. Sonntäg nach Trinitatis. vormittags. Epistel. ephes. 6, 10— 20.(Des christen Waffenrüstung.) Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dlem hẽrrn und in der macht seiner Stärke. Ziehet an den harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet ge⸗ gen die listigen Anläufe des Teufels. Ddenn wir haben nicht mit fleisch und blut zu kämpfen, sondern mit fürsten und ewaltigen, nämlich mit den herren der Welt, die in der finsternis dieser Welt herrschen, mit llen bösen õeistern unter dem him; mel. Um des willen so ergreifet den harnisch õottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun, und alles wohl ausrichten, und das feld behalten möget. So stehet nun, um⸗; gürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem srebs der berechtigkeit, und an beinen ge⸗ stiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des friedens, damit ihr bereitet seid. Vor allen ingen aber ergreifet den Schild des Glau⸗ bens, mit welchem ihr auslöschen könnet alle feurigen pfeile des Böse⸗ wichts; und nehmet den helm des heils, und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort ottes. Und betet stets in allem Anliegen mit bitten und flehen im Geist, und wächet dazu mit allem Anhalten und flehen für alle heiligen, und für mich, auf daß mir gegeben wer⸗; de das Wort mit freudigem Auf⸗ tun meines mundes, daß ich möge kund machen das 6eheimnis des Cvangelii, welches Bote ich bin in dler gette, auf daß ich darinnen freudig handeln möge, und reden, wie sichs gebühret. Evangelium. Joh. 4, 47 54.(Er glaubte mit seinem ganzen hause.) Und es waͤr ein sönigischer, des zu ihm, und bat ihn, daß er hinab⸗ Sohn lag krank zu sapernaum. käme, und hülfe seinem Sohne; Dieser hörete, daß Jesum kam aus denn er war todkrank. Und Jesus Judäa in Galiläam, und ging hinsprach ju ihm: Wenn ihr nicht 21³ MNMDMNMN 21. Sonntag nach Trinitatis. DNDIN Zeichen und under sehet, so glau⸗ vet ihr nicht. Dergönigischesprachzu ihm: herr, komm hinab, ehe denn mein kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: õehe hin, dein Sohn lebet. der mensch glaubte dem Wort, das Jesus ju ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begeg⸗ neten ihm seine snechte, verkün⸗ dligten ihm und sprachen: dein seind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganjen hause. Das ist nun das andre Zei⸗ chen, das Jesus tat, da er aus Judãa in Galilãam kam. Epistolische Lektion. Ephes. 6, 1-9.(Die christliche haustafel.) Ihr seinder, seid gehorsam euren Eltern in dem herrn; denn das ist billig.»Ehre Vater und mutter,« dlas ist das erste Gebot, das Verhei⸗ ßung hat: vauf daß dirs wohlgehe, und lange lebest auf Erden.« Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht jum Zorn, sondern ziehet sie auf in ller Zucht und Vermahnung zum herrn. Ihr senechte, seil gehorsam kuren leiblichen herren mit furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures herzens, als Christo; nicht mit dienst allein vor Nugen, als den menschen zu gefallen, sondern als die Enechte christi, daß ihr solchen Willen sot⸗ tes tut von herzen, mit gutem Wil⸗ len. Lasset euch dünken, daß ihr dlem herrn dienet, und nicht den menschen, und wisset, was ein jeg⸗ licher Gutes tun wird, das wird er von dem herrn empfangen, er sei ein senecht oder ein freier. Und ihr herren, tut auch dasselbige gegen sie, und lasset das Drohen und wis⸗ set, daß auch euer heẽrr im himmel ist, und ist bei ihm kein Ansehen der Person. Evängelische Lektion. Cuc. 19, 1— 10. Och muß heute zu deinem hause einnehren.) Und er zog hinein, und ging durch Jericho. Und siehe, da war ein maͤnn, genannt Zachäus, der war ein oberster der Zöliner, und war reich; und begehrte, Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dlem Volk; denn er war klein von Person. Und er lief vorhin, und stieg auf einen aulbeerbaum, auf daß er ihn sähe; denn allda solite er durchkommen. Und als Jesus kam an dieselbige Stätte, sahe er auf, und ward sein gewahr, und sprach ju ihm: Zachäe, steig eilend hernie⸗ der; denn ich muß heute zu deinem hause einkehren. Und er stieg eilend hernieder, und nahm ihn auf mit freuden. Da sie das sahen, murre⸗ ten sie alle, daß er beĩ einem Sünder einkehrte. Zachäus aber trat dar, und sprach zu dem herrn: Siehe, hErr, die halfte meiner öüter gebe ich den Armen, und so ich je⸗ mänd betrogen habe, das gebe ich 216 FF——f———hhhZöFöLDNINee W NVMMMMNN 21. Sonntaͤg nach Trinitatis. NMN vierfältig wieder. Jesus aber sprach hams Sohn ist. Denn des menschen zu ihm: heute ist diesem hause heil Sohn ist kommen, zu suchen, und widerfahren, sintemaler auch Abra⸗selig ju machen, das verloren ist. läachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. 2. Sam. 7, 17- 29.(Wer bin ich, hErr, und was ist mein haus?) Dã nathan alle diese Worte und all llies Gesichte David gesagt haͤtte, kam David, der stionig, und blieb vor dem heErrn, und sprach: Wer bin ich, hErr, héErr, und was ist mein haus, daß du mich bis hieher gebracht hast? Dazu hast du das zu wenig geachtet, heErr, hErr, sondern hãst dem hause deines senechts noch von fernem Zukünftigem geredet. Das ist eine Weise eines menschen, der õott der hErr ist. Und was soll David mehr reden mit dir? Du er⸗ kennest deinen senecht, hErr, herr! Um deines Worts willen und nach deinem herzen hast du solche große Dinge alle getan, daß du sie deinem senechte kund tätest. Darum bist du auch groß geachtet, Err, oott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott denn du, nach allem, das wir mit unsern ohren gehört haben. Denn wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um welches willen Gott ist hingegangen, sich ein Volk zu erlösen, und sich einen Namen ju machen, und solch große und schreck⸗ liche Dinge zu tun auf deinem Lande vor deinem Volk, welches du dir erlöset haͤst von Agypten, von den heiden und ihren õottern? Und du häst dir dein Volk Jsrael zubereitet, dlir zum Volk in Fwigkeit; und du, hErr, bist ihr ott wordlen. So be⸗ kräftige nun, hErr, õott, das Wort in Cwigkeit, das du über deinen senecht und über sein haus geredet hãst; und tue, wie du geredet hast: so wird dein Name groß werden in wigkeit, daß man wird sagen: Der hErr Zebaoth ist der õott über Isrãel, und das haãus deines snechts David wird bestehen vor dir. Denn du, hErr Zebaoth, du 6ott Jsraels, hast das Ohr deines snechts geöff⸗ net, und gesagt: Ich will dir ein hãus bauen. Darum hat dein snecht sein herz gefunden, daß er dies bebet ju dir betet. Nun, herr, heErr, du bist õott, und deine Worte wer⸗ dlen Wahrheit sein. Du hast solches but über deinen snecht geredet. So hebe nun an, und segne das haus deines fnechts, daß es ewiglich vor dir sei; denn du, hrr, hęrr, hast es geredet, und mit deinem Segen wird deines sinechts haus gesegnet werden ewiglich. Cektion àaus dem neuen Testamente. 1. sor. 12, 12—27. o Ein 6lied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle õlieder mit.) denn gleich wie ein Leib ist, und viele sind, sind sie doch Ein Leib: hat doch viele ölieder, alle olieder also auch Christus. Denn wir sind aber eines Leibes, wiewohl ihrer durch Cinen Geist alle ju Einem 21⁷7 Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, nechte oder freie, und sind alle zu Einem Geisi getränket. Denn auch der Leib ist nicht Ein Glied, sondern viele. So aber der fuß spräche: Ich bin keine hand, darum bin ich des Leibes õlied nicht sollte er um deswillen nicht des Lei⸗ bes õlied sein? Und so das ohr sprã⸗ che: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes olied; sollte es um deswillen nicht des Leibes slied sein? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das öehör? So er ganz Gehör wäre, wo bliebe der beruch? Nun aber hat oott die olie⸗ der gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle ölieder Ein ölied wären, wo bliebe der Leib? nun aber sind der 6lieder viele; aber der Leib ist Einer. Es kann das Nuge nicht sa⸗ gen zu der hand: Ich darf dein nicht MMMMD M 22. Sonntäg nach Trinitatis. DD ocdler wiederum das haupt zu den füßen: Ich darf euer nicht; sondern viel mehr die 6lieder des Leibes, llie uns dünken die schwächsten zu sein, sind die nötigsten; und die uns dünken die unehrlichsten zu sein, denselbigen legen wir am mei⸗ sten Ehre an; und die uns übel an⸗ stehen, die schmückt man am mei⸗ sten. Denn die uns wohl anstehen, bedürfen es nicht. Aber Gott hat dlen Ceib also vermenget, und dem dlürftigen öliede am meisten Chre gegeben, auf daß nicht eine Spal⸗ tung im leibe sei, sondern die olie⸗ der für einander gleich sorgen. Und so Ein 6lied leidet, so lei⸗ dlen alle ölieder mit; und so Ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle õlieder mit. hr seid aber der LCeib christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. 22. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. ehu. 1, 3—11.(erfüllet sein mit früchten der õerechtigkeit.) Ich danke meinem ott, so oft ich euer gedenke,(welches ich allezeit tue in alle meinem õebet für euch alle, und tue das õebet mit freu⸗ den,) über eurer oemeinschaft am Evangelio vom ersten Tage an bis⸗ her; und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch ange⸗ fangen hat das gute Lerk, der wird es auch vollführen bis an den Tag Jesu christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch al⸗ len halte, darum, daß ich euch in meinem herzen habe in diesem mei⸗ nem befängnis, darinnen ich das 21⁸ Evangelium verantworte und be⸗ kräftige, als die ihr alle mit mir der õnade teilhaftig seid. Denn sott ist mein zZeuge, wie mich nach euch allen verlanget von herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, daß ihr prüfen mö⸗ get, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig bis auf len Tag christi, erfüllet mit früch⸗ ten der öerechtigkeit, die durch Je- sum christum geschehen in euch zu Ehre und Lobe Gottes. —— ——2——— rsg 22294449te DWMWDMDMDNN 22. Sonntag nach Trinitatis. DMN Evangelium. Maͤtth. 18, 21-35.(Der Schalksknecht.) Dã trat Petrus ju ihm, und sprach: heErr, wie oft muß ich denn mei⸗ nem Bruder, der an mir sündiget, vergeben? Ists genug sievenmal? Je- sus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal. Darum ist das himmel⸗ reich gleich einem Könige, der mit seinen nechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte, zu bezahlen, hieß der herr verkaufen ihn und sein Weib und seine inder und alles, was er hat⸗ te, und bezahlen. Da fiel der necht nieder, und betete ihn an, und sprach: herr, habe õedluld mit mir, ich will dirs alles bezahlen. Da jammerte den herrn desselbigen senechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige snecht hinaus und fand einen seiner mitknechte, der war hm hundertõroschen schuldig: und er griff ihn an, und würgte ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mit⸗ knecht nieder, und bat ihn und sprach: habe Geduld mit mir, ich will dirs alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins öefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine itknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und ka⸗ men, und brachten vor ihren herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein herr vor sich, und sprach ju ihm: Du Schalks⸗ knecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch er⸗ barmen über deinen mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein herr ward zornig, und überantwortete ihn den Ppeinigern, bis dlaß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nichtvergebetvoneuremherjen, ein jeglicher seinem bruder seine fehle. Epistolische Cektion. ebr. 13, 121.(Cs ist ein köstlich Ding, daß das herz fest werde.) Bleibet fest in der brüderlichen Lie⸗ be. Gastfrei ju sein, vergesset nicht; dlenn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen ngel beherberget. Gedlenket der oebundenen als die mitgevundenen, und derer, die Trübsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet. Die Che soll ehrlich gehalten werden bei allen, und das chevett unbefleckt; die hurer und chebrecher wird õott richten. Der Waändel sei ohne eiz; und lässet euch begnügen an dem, das da ist. denn er hat gesagt:»Ich will dich nicht verlassen, noch versäumen.⸗ Also daß wir dürfen sagen:»Der herr ist mein helfer, und will mich nicht fürchten; was sollte mir ein mensch tun«? Gedlenket an eure Lehrer, die euch das ort Gottes gesagt haben, welcher Ende schauet an, und folget ihrem õlauben nach. 21¹⁹ Jesus christus gestern und heute, und derselbige auch in Cwignkeit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein köstlich Ding, daß das herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen nutzen haben, die damit umgehen. Wir haben einen Altar, davon nicht macht haben zu essen, dlie der hütte pflegen. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den hohenpriester in das heilige für die Sünde, derselbigen Leichname wer⸗ den verbrannt außer dem Lager. Darum auch Jesus, auf daß er hei⸗ ligte das Volk durch sein eigen Plut, hãt er gelitten außen vor dem cor. So lasset uns nun zu ihm hinaus⸗ gehen außer dem Lager, und seine Schmach tragen. denn wir haben hie keine bleibende Stadt, sondern dlie jukünftige suchen wir. So lasset uns nun opfern durch ihn das Lob· opfer õott allezeit, das ist, die frucht der Lippen, die seinen hamen be⸗ NNMNNNNM 22. Sonntäg näch Trinitatis. DIN kennen. Wohlzutun und mitzutei⸗ len vergesset nicht; denn solche op⸗ fer gefallen oott wohl. Gehorchet euren Lehrern, und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen; auf daß sie das mit freuden tun, und nicht mit Seufzen; denn dlãs ist euch nicht gut. Betet für uns. Unser crost ist der, daß wir ein gut bewissen haben, und fleißigen uns, guten Wandel zu führen bei allen. Ich ermahne euch aber zum Über⸗ fluß, solches zu tun, auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme. bott ãber des friedens, der von den toten ausgeführet hat den gro⸗ ßen hirten der Schafe durch das blut des ewigen Testaments, un⸗ sern herrn Jesum, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefällig ist, durch Jesum Christum; welchem sei Ehre von(wigkeit zu Cwigkeit! Ebangelische Cektion. Amen. Joh. 8, 23-36.(bleibet an meiner Rede.) Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben herab; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich euch gesagt, daß ihr sterben wer⸗ det in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubet, daß ich es sei, so wer · let ihr sterben in euren Sünden. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du dlenn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch relle. Ich hãbe viel von euch zu reden und ju richten; aber der mich gesandt 2²⁰ hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich vor der Welt. Sie vernahmen aber nicht, daß er ihnen von dem vater sagte. Da sprach Jesus ju ihnen: Wenn ihr des menschen Sohn erhö⸗ hen werdet, dann werdet ihr ernen⸗ nen, daß ich es sei, und nichts von mir selbst tue, sondern, wie mich mein bater gelehret haͤt, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was — EEEEESESEE ihm gefällt. Da er solches redete, glaubten viele an ihn. da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: So ihr bleiben wer⸗ dlet an meiner Rede, so seid ihr mei⸗ ne rechten Jünger, und werdet die UWahrheit erkennen, und die Wahr⸗ heit wird euch frei machen. da antworteten sie ihm: Wir sind Abra⸗ hams Samen, sind nie kein mal NMMNM 22. Sonntäg nach Trinitatis. MINNN semandes snechte gewesen; wie sprichst du denn: Ihr sollt frei wer⸗ dden? Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde snecht. Der senecht aber blei bet nicht ewiglich im hause; der Sohn bleibet ewiglich. So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei. näachmittags. Cektion àus dem Alten Testamente. Spr. Salom. 2, 1— 15.(bott laßt es den Aufrichtigen gelingen.) mein seind, willst du meine Rede annehmen, und meine 6ebote bei dir behalten, so laß dein ohr auf eisheit achthaben, und neige dein herz mit fleiß dazu. denn so du mit fleiß darnach rufest, und dar; um betest, so du sie suchest wie Silber, und forschest sie wie die Schätze: alsdann wirst du diefurcht dles hErrn vernehmen, und Gottes erkenntnis finden. denn der herr gibt Weisheit, und aus seinem munde kommt CErkenntnis und Uerstand. Er läßt es den Aufrichti⸗ gen gelingen, und beschirmet die frommen, und behütet die, so recht tun, und bewahret den eg seiner heiligen. dann wirst du ver⸗ stehen öerechtigkeit und Recht und frömmigkeit und allen guten Weg. Wo die lbeisheit dir zu herzen gehet, daß du gerne lernest, so wird dich guter Rat bewahren, und Verstand wird dich behüten, daß du nicht geratest auf den eg der Bösen, noch unter die verkehrten Schwät⸗ ier, die da verlassen die rechte Bahn, und gehen finstere Wege, die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröh⸗ lich in ihrem bösen, verkehrten IWe⸗ sen, welche ihren Weg verkehren, und folgen ihrem Abwege. Lektion aus dem leuen Testamente. 1. stor. ꝰ, 13 23.(Frei von jedermann und jedermanns senecht.) Wisset ihr nicht, daß die da opfern, essen vom opfer? und die des Aitars pflegen, genießen des Altars? Nlso hat auch der hẽrr befohlen, daß die das Fvangelium verkündigen, sol⸗ len sich vom Cvangelio nähren. Ich aber habe der keins gebraucht. Ich schreibe auch nicht darum da⸗ von, daß es mit mir also sollte ge⸗ 22⁴ halten werden. Es wäre mir lieber, ich stürbe, denn daß mir jemanc meinen Kuhm sollte zunichte ma⸗ chen. Denn daß ich das vangelium predige, darf ich mich nicht rüh⸗ men; denn ich muß es tun. Und wehe mir, wenn ich das Cvangel⸗ um nicht predigte! Tue ich es gerne, so wird mir gelohnet; tu ich es aber ungerne, so ist mir das Amt doch befohlen. Was ist denn nun mein Lohn? nämlich, daß ich predige das Evangelium christi, und tue dassel· bige frei umsonst, auf daß ich nicht meiner freiheit mißbrauche am Evangelio. denn wiewohl ich frei bin von jedermann, habe ich mich dloch selbst jelermann zum Knechte gemacht, auf daß ich ihrer viele gewinne. den Juden bin ich wor⸗ den als ein Jude, auf daß ich die Juden gewinne. denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich worden als unter dem Gesetz, auf daß ich WMMM N 23. Sonntag nach Trinitatis. DNDIN dlie, so unter dem 6esetz sind, ge⸗ winne. Denen, die ohne õesetz sina, bin ich als ohne öesetz worden,(so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor ott, sondern bin in dem 6esetz Christi, auf daß ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwa⸗ chen bin ich worden als ein Schwa⸗ cher, auf daß ich die Schwachen ge⸗ winne. Ich bin jedermann allerlei worden, auf daß ich allenthal⸗ ben sa etliche selig mache. Solches aber tue ich um das Cvangelii wil⸗ len, auf daß ich sein teilhaftig werde. 23. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. Phil. 3, 8 21.(Ergriffen sein von christo. Denn ich achte es alles für Schaden gegen die überschwengliche Er⸗ kenntnis christi)esu, meines herrn, um welches willen ich alles habe für Schallen gerechnet, und achte es für Dreck, auf daß ich Christum gewin⸗ ne, und in ihm erfunden werde, dlaß ich nicht habe meine õerechtig⸗ keit, die aus dem Gesetz, sondern llie durch den õlauben an Christum kommt, nämlich die oerechtigkeit, llie von õott dem õlauben zugerech⸗ net wird, zu erkennen ihn und die straft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, damit ich entgegenkomme zur Auferste⸗ hung der Toten. nicht, daß ich es schon ergriffen habe, oder schon voll⸗ kommen sei: ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möchte, nachdem ich von christo Jesu er⸗ griffen vin. meine brüler, ich 2²² schätze mich selbst noch nicht, daß ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist, und jage nach dem vor⸗ gesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Be⸗ rufung 6ottes in Christo Jesu. Wie viele nun unser vollkommen sind, llie laßt uns also gesinnet sein und sollt ihr sonst etwas halten, das laht euch 6ott offenbaren; doch so fern, daß wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, wandeln, und gleich gesinnet seien. folget mir, lieben Brüder, und sehet auf die, dlie also wandeln, wie ihr uns habt zum vorbilde. Denn vielewandein, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit einen, dlie feinde des streuzes Christi, wel⸗ cher Ende ist die Verdammnis, wel⸗ chen der Bauch ihr Gott ist, und 6ich sage I ist, dd vor⸗ nod, Be- Wie ind, und laßt ern, rein und nir, dlie, abt eln, ibe, ien, vel⸗ vel⸗ ind MMMDMD N 23. Sonntag nach Trinitatis. WMMMD N ihre Chre ju schanden wird, derer,cher unsern nichtigen Leib verklä⸗ die irdisch gesinnet sind. Unser ren wird, daß er ähnlich werde Waäandel aber ist im himmel, von seinem verklärten Leibe nach der dannen wir auch warten des hei⸗Uirkung, damit er kann auch alle landes Jesu christi, des herrn, wel⸗dinge ihm untertänig mächen. Evangelium. matth. 22, 135.(õebet õott, was õottes ist.) Da gingen die Pharisäer hin, und hlelten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede; und sandten zu ihm ihre Jjünger samt herodis Dienern, und sprachen: Meister, wir wissen, dla du wahrhaftig bist, und lehrest den Weg bottes recht, und du fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der menschen. Darum saͤge uns, was dünkt dich? Ist es recht, daß man dem saiser Zins gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr heuchler, was versucht ihr mich? Weiset mir die Zinsmünze! Und sie reichten ihm einen 6roschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrist? Sie spra⸗ chen zu ihm: Des staisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem faiser, waäs des saisers ist, und ott, was Gottes ist! Da sie das höreten, ver⸗ wunderten sie sich, und ließen ihn, und gingen davon. An demselbi⸗ gen Taͤge traten zu ihm die Saddu⸗ zãer, die da halten, es sei keine Auf⸗ erstehung, und fragten ihn, und sprachen: Meister, moses hat gesagt: So einer stirbt, und hat nicht sein · dler, so soll sein Bruder sein Weib freien, und seinem Brucler Samen erwecken. nun sind bei uns gewesen sieben Brüder. Der erste freite, und starb; und dieweil er nicht amen hatte, ließ er sein Weib seinem Bru; der; desselbigen gleichen der andre und der dritte bis an den siebenten. Zuletzt nach allen starb auch das Weib. nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehat. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret, und wisset die Schrist nicht, noch die sraft Gottes. In der Auferstehung werden sie we⸗ der freien, noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die engel Gottes im himmel. habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Aufer; stehung, das euch gesaͤgt ist von Gott, dã er spricht: Ich bin der õott Abra; hãms und der õott Isaaks und der 6ott Jakobs?ꝰ Gott aber ist nicht ein bott der Toten, sondern der ebendi⸗ gen. Und da solches das Volk hörte, entsetzten sie sich über seiner Lehre. Epistolische Cektion. Ebr. 4, 1—1.(asset uns fleiß tun, einzukommen zu seiner Ruhe.) Zo lasset uns nun fürchten, daß wires ist uns auch verkündiget, gleich die Uerheißung, einzukommen zuwie jenen; aber das Wort der pre⸗ seiner Ruhe, nicht versaͤumen, undsdͤigt half jenen nichts, da nicht unser keiner dahinten bleibe. denn glaubten die, so es höreten. Denn 2²³ MNMNNMNNN 23. Sonntag nach Trinitatis. DND wir, die wir glauben, gehen in die kuhe, wie er spricht:»Daß ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen.⸗« Und zwar, da die Werke von An⸗ beginn der Welt waren gemacht, sprach er an einem ort von dem siebenten Tage also:»Ind Gott ru⸗ hete am siebenten Tage von allen seinen erken.« Und hie an diesem ort abermal:»Sie sollen nicht kom⸗; men zu meiner Ruhe.« nachdem es nun noch vorhanden ist, daß etliche sollen zu derselbigen kommen, und dlie, denen es zuerst verkündiget ist, sind nicht dazu kommen um des Unglaubens willen, bestimmte er abermal einen Tag nach solcher langen Zeit, und sagte durch David: »heutes, wie gesagt ist, oheute, so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure herzen nicht.« Denn, so Josua sie hätte zur Ruhe gebracht, würde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt ha⸗ ben. darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volk 6ottes. Denn wer ju seiner Ruhe kommen ist, ller ruhet auch von seinen Werken, gleich wie õott von seinen. So lasset uns nun fleiß tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht je⸗ mand falle in dasselbige Exempel des Unglaubens. denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischnei⸗ llig Schwert, und durchdringet, bis dlaß es scheidet Seele und eist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der edanken und Sinne lles herzens. Und ist keine srea⸗ tur vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdͤeckt vor seinen Augen; von dem reden wir. Eväangelische Cektion. Joh. 5, 19—26. Der Sohn macht lebendig, welche er will.) Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von ihm selber tun, denn was er siehet den Vater tun; denn was llerselbige tut, das tut gleich auch dler Sohn. Der Vater aber hat den Sohn lieb, und zeiget ihm alles, was er tut; und wird ihm noch größere Werke zeigen, daß ihr euch verwundern werdet. denn wie der Vater die Toten auferwecket, und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet nie⸗ mand, sondern alles õericht hat er dem Sohne gegeben, auf daß sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehret, der ehret den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Waͤhrlich, wahrlich, ich sage euch: Ler mein Wort höret, und glaubet dem, der mich ge⸗ sandt hat, der hat das ewige Leben, und kommt nicht in das 6ericht, sondern er ist vom Todle zum Le⸗ ben hindurchgedrungen. Wahrlich, waährlich, ich sage euch: ECs kommt dlie Stunde, und ist schon jetzt, daß dlie Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören; und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in ihm selber, also hat er dem Sohne gegeben, das eben zu haben in ihm selber. 2²2⁴ ——.—.—..—252525..6666. ESESEERERSEEES. LEEEE=EENE NM Ruhe ernach gt hã⸗ kuhe Denn en ist, erken, lasset nmen cht je⸗ empel Wort räftig chnei⸗ et, bis beist, st ein Sinne sełeã⸗ ãber einen ehret, ihn rlich, höret, hge⸗ eben, richt, n Le⸗ rlich, mmt „ llaß E dles ie sie eben. n haãt ohne n in WMMMN W 24. Sonntag nach Trinitatis. D WMWMWM näachmittags. Cektion aus dlem Alten Testamente. Psalm 126.(Die mit ranen säen, werden mit freuden ernten.) Wenn der herr die õefangenen Zi⸗ ons erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. dann wird unser mmund voll Lachens, und unsre Zunge voll Rühmens sein. da wird man saͤgen unter den heiden: Der herr hat õroßes an ihnen ge⸗ tan. Der herr hat öroßes an uns getan; des sind wir fröhlich. 5Err, Wende unser öefängnis, wie du die Wasser gegen mittag trocknest. Die mit cränen säen, werden mit freu⸗ den ernten. sie gehen hin und weinen, und tragen edlen Samen; Uund kommen mit freuden, und bringen ihre õarben. Lektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Tim. 4, 1—11.(Oie Gottseligkeit ist zu allen dingen nütze. Der seist aber sagt deutlich, daß in den letztenzeiten werden etliche von dem 6lauben abtreten, und anhan⸗ gen den verführerischen 6eistern und Lehren der Teufel, durch die, so in 6leisnerei vügenredner sina, und Brandmal in ihrem 6ewissen häben, und verbieten, ehelich zu werden, und zu meiden die Speife, dlie õott geschaffen hat, ju nehmen mit Danksagung, den 6läubigen und denen, die die Wahrheit ernen⸗ nen. Denn alle freatur ottes ist gut, und nichts verwerflich, das mit Danksagung empfangen wird: denn es wird geheiliget durch das Wort õottes und öebet. Wenn du den Brüdern solches vorhältst, so wirst du ein guter diener Jesu christi sein, auferzogen in den lbor⸗ ten des 6laubens und der guten Lehre, bei welcher du immerdar gewesen bist. Der ungeistlichen aber und altvettelischen fabein entschla⸗ ge dich; übe dich selbst aber an der Gottseligkeit. denn die leibliche Übung ist wenig nütze, aber die Gottseligkeit ist zu allen dingen nütze, und hat die Verheißung die⸗ ses und des zukünftigen Lebens. Das ist je gewißlich wahr und ein teuer wertes Lort. denn da⸗ hin arbeiten wir auch, und wer⸗ den geschmähet, daß wir auf den lebendigen ott gehoffet haben, welcher ist der heiland aller men⸗ schen, sonderlich aber der 6läubi⸗ gen. Solches gebiete und lehre. 24. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittägs. Epistel. col. 1, 14.(Es hat uns tiichtig gemacht zu dem erbteil der heiligen im lichte.) Derhalben auch wir, von dem rage]mit Erkenntnis seines Willens in an, da wir es gehöret haben, hören allerlei geistlicher eisheit und ver⸗ wir nicht auf, für euch zu beten undl stand, daß ihr wandelt würdiglich zu bitten, daß ihr erfüllet werdet dem herrn, zu allem 6efallen, und 225 WWDMD N 24. Sonntag nach Trinitatis. MNDM fruchtbar seid in allen guten Wer; ken, und wachset in der Erkenntnis Gottes, und gestärket werdet mit aller straft nach seiner herrlichen Maͤcht in aller Geduld und Lang⸗ mütigkeit mit freuden, und dank⸗ saget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat ju dem erbteil der hei· ligen im Licht; welcher uns errettet hãt von der Obrigkeit der finsternis und hat uns versetzet in das Reich sei⸗ nes lieben Sohnes, an welchem wir haben die rlõsung durch sein Blut, nämlich die bergebung der Sünden. Euangelium. Matth. 9, 18- 26. Cege deine hand auf sie, so wird sie lebendig.) Dã er solches mit ihnen redete, siehe, dlã kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: 6Err, meine dochter ist jetzt gestorben; aber komm, und lege deine hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf, und folgte ihm nach und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blut; gang gehabt, trat von hinten zu ihm, und rührete seines Keleides Sãum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Möchte ich nur sein leid an;⸗ rühren, so würde ich gesund. Da wändte sich Jesus um, und sah sie, und sprach: Sei getrost, meine Toch· ter, dein õlaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu der⸗ selbigen Stunde. Und als er in des Obersten haus kam, und sahe die Pfeifer und das 6etümmel des Volks, sprach er ju ihnen: Weichet! denn das mägdalein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlach⸗ ten ihn. Als aber das Volk ausge- trieben war, ging er hinein, und ergriff sie bei der hand; da stund das Mägdlein auf. Und dies 6e⸗ rücht erscholl durchdasselbigeganze Land. Epistolische Cektion. Jdk. 4.(So seid nun õott untertänig.) Woher kommt Streit und strieg un⸗ ter euch? Rommt es nicht daher: dus euren Wollüsten, die da streiten in euren öliedern? JIhr seid begie⸗ rig, und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnet dlamit nichts; ihr streitet und krie⸗ get; ihr habet nicht, darum daß ihr nicht bittet; ihr bittet und krieget nicht, darum daß ihr übel bittet, nämlich dahin, daß ihr es mit euren Wollüsten verzehret. Hr che⸗ brecher und Fhebrecherinnen, wis⸗ set ihr nicht, daß der Welt freund⸗ schaft ottes feindschaft ist? Wer dler Welt freund sein will, der wird Gottes feind sein. Oder laßt ihr euch dünken, die Schrist sage um⸗ sonst:»Den Geist, der in euch woh · net, gelüstet wider den haß?« Und gibt reichlich onadle. Sintemal die Schrist sagt:»Gott widlerstehet den hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er 6nade.« S8o seid nun sott untertänig. Widerstehet dem Teu⸗ fel, so fliehet er von euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Rei⸗ niget die häande, ihr Sünder, und 22⁰ 2cttnnneereeenl .&nn„‚„—„„ 122•— MA HERNN RMMWMMpN 24. Sonntag nach Trinitatis. N mãchet eure herzen keusch, ihr an⸗; kelmütigen. Seid elend und traget Ceid, und weinet; euer Lachen ver; kehre sich in Weinen, und eure freude in Traurigkeit. Demütiget euch vor Gott, so wird er euch erhö⸗ hen. Afterreclet nicht untereinan⸗ der, lieben Brüder. Wer seinem Bruder afterredet, und urteilet sei⸗ nen Bruder, der afterredet dem 6õe; setz, und urteilet das 6esetz. Urtei⸗ lest du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Täter des õesetzes, sondern ein kichter. Es ist ein einiger õesetz · geber, der kann selig machen und verdammen. Wer bist du, der du einen andern urteilest? Wohlan, die ihr nun saget: heute oder mor· gen wollen wir gehen in die oder dlie Stadt, und wollen Ein Jahr da liegen, und hantieren, und gewin⸗ nen; die ihr nicht wisset, was mor⸗ gen sein wird. Denn was ist euer leben? Ein dampf ist es, der eine kleine Zeit währet, darnach aber verschwindet er. Dafür ihr sagen solltet: So der herr will, und wir leben, wollen wir dies oder das tun. nun aber rühmet ihr euch in eurem hochmut. Aller solcher Ruhm ist böse. Denn wer da weiß, 6utes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde. Evängelische Cektion. Joh. 10, 22—30.(iemand wird sie mir aus meiner hand reißen.) Es War aber stirchweihe ju Jerusa⸗ lem, und war Winter. Und Jesus wändelte im Tempel in der halle Sdlomos. Da umringten ihn die Juden, und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsre Seelen auf? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Aber ihr glaubet nicht; denn ihr seid meine Schafe nicht, als ich euch gesagt habe. Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir: und ich gebe ihnen das ewige Le⸗ ben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner hand reißen. Der vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters hand reißen. Ich und der Vater sind eins. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Ppred. Salom. 7, 3 9.(Das herj der Weisen ist im laghause.) Es ist besser, in das slaghaus gehen dlenn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller menschen, und der ebendige nimmt es zu herzen. Es ist Trauern besser denn Lachen; denn durch Trauern wird das herz gebessert. Das herz der Weisen ist im stlaghause, und das herz der laͤrren im hause der freuden. Cs ist besser, hören das Schelten des Weisen denn hören den õesang der naͤrren. denn das Lachen des Nar. ren ist wie das rachen der Dornen unter den Töpfen; und das ist auch 2²27 MMDMDDNN 25. Sonntäg näch Trinitatis. NNDNN eitel. Ein Widerspenstiger machteines dinges ist besser denn sein An⸗ einen Weisen unwillig, und ver⸗fang. Ein geduldiger seist ist bes⸗ derbet ein mildes herj. Das Endeser denn ein hoher 6eist. Cektion àaus dem Neuen Testamente. 2. Tim. 3, 1—13.(Alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden.) Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. denn es werden menschen sein, die von sich selbst hälten, geizig, ruhmredig, hof⸗ färtig, Lästerer, den Eltern unge⸗ horsam, undankbar, ungeistlich, störrig, unversöhnlich, Schändker, unkeusch, wild, ungütig, Uerräter, frevler, aufgeblasen, die mehr lie⸗ ben Wollust denn Gott, die da haben den Schein eines gottseligen We⸗ sens, aber seine rast verleugnen sie. Und solche meicle! Nus densel⸗ bigen sind, die hin und her in die häuser schleichen, und führen die Ueiblein gefangen, die mit Sͤünden beladen sind, und mit mancherlei Lüsten fahren, lernen immerdar, und können nimmer zur Erkennt⸗ nis der Wahrheit kommen. Gleicher Weise aber, wie Jannes und Jam⸗ bres Mosi widerstunden, also wi⸗ derstehen auch diese der Wahrheit; es sind menschen von zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben. Aber sie werden es die Länge nicht treiben; denn ihre Torheit wird of⸗ fenbar werden jedermann, gleich wie auch jener war. Du aber hast erfahren meine Lehre, meine Weise, meine meinung, meinen 6lauben, meine Langmut, meine Liebe, mei⸗ ne õecluld, meine VUerfolgung, mei⸗ ne Leiden, welche mir widerfahren sind zu Antiochien, zu Ronien, zu Cystra, welche Verfolgung ich da ertrug; und aus allen hat mich der herr erlöset. Und alle, die gottselig leben wollen in christo Jesu, müssen Uerfolgung leiden. mit den bösen menschen aber und verführeri⸗ schen wird es se länger se ärger, verführen und werden verführet. 25. Sonntag nach Trinitatis. Vormittägs. Epistel. 1. Thess. 4, 13—18.(oott wird, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen.) Wir wollen euch aber, lieben Brü⸗ der, nicht verhalten von denen, die dlã schlafen, auf daß ihr nicht trau; rig seid wie die andern, die Keine hoffnung haben. denn so wir glau⸗ ben, daß Jesus gestorben und auf⸗ erstanden ist, also wird 6ott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. denn das sagen wir euch, als ein Wort des hErrn, daß wir, die wir leben und über⸗ bleiben in der Zukunft des hErrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, 228 jhes⸗ MMDMDMDMN 25. Sonntäag nach Trinitatis. DDNDIN der herr, wird mit einem feld⸗ geschrei und Stimme des erz⸗ engels und mit der posaune Gottes herniedlerkommen vom himmel, und die Toten in christo werden auferstehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und überbleiben, Werden jugleich mit denselbigen hingerückt werden in den Wol⸗ ken, dem herrn entgegen in der Cuft, und werden also bei dem herrn sein allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten unterein⸗ ander. Evangelium. matth. 24, 15-28. Och habe es euch zuvor gesagt.) enn ihr nun sehen werdet den õreuel der Verwüstung,(davon ge⸗ sagt ist lurch den Propheten Daniel) dlaß er stehe an der heiligen Stätte, (wer das lieset, der merke draufi) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Cande ist; und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etiwas aus seinem hause zu holen; und wer auf dem felde ist, der kehre nicht um, seine seleider zu holen. Wehe aber den Schwan⸗ gern und Säugern zu der Zeit! Bittet aber, daß eure flucht nicht geschehe im Winter oder am Sab⸗ bäth. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewe⸗ sen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein mensch se⸗ lig: aber um der Nuserwählten wil⸗ len werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sa⸗ gen: Siehe, hie ist Christus, oder:da, so sollt ihr es nicht glauben. Denn es Werden falsche christi und falsche Propheten aufstehen, und große Zei⸗ chen und Lunder tun, daß verfüh⸗ ret werden in den Irrtum(wo es möglich wäre) auch die Ruserwähl⸗ ten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der stammer, so glaubet es nicht. Denn gleich wie der Blitz ausgehet vom Rufgang, und scheinet bis jum niedergang, also wird auch sein die Zukunft dles enschen Sohnes. Wo aber ein Aãs ist, da sammeln sich die Adler. Epistolische Lektion. 1. Joh. 2, 12—29.(Wer den Willen Gottes tut, der vleibet in ewigkeit.) Lieben seindlein, ich schreibe euch, dlaß euch die Sünden vergeben wer⸗ den durch seinen amen. Ich schrei⸗ be euch Vätern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich schreibe euch Jjünglingen; denn ihr habt den Bösewicht überwunden. Ich schreibe euch indern; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vätern geschrieben, daß ihrden ken⸗ net, der von Anfang ist. Ich habe euch Jünglingen geschrieben, daß ihr stark seid, und das Wort Gottes bei euch bleibet, und den Bösewicht lberwunden habt. habt nicht lieb dlie Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Ciebe des Vaters. 22⁹ Mh 25. Sonntäag nach Trinitatis. ND D Denn alles, was in der elt ist, nämlich des fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in wigkeit. seinder, es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehöret habt, daß der Wi⸗ dlerchrist kommt, und nun sind viele Widerchristen wordlen; daher erkennen wir, daß die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wo sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber auf daß sie offenbar würden, daß sie nicht alle von uns sind. Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und wisset alles. Ich häbe euch nicht geschrieben, als wüßtet ihr die Lahrheit nicht, son⸗ dlern ihr wisset sie, und wisset, daß keine Lüge aus der Wahrheit kommt. Wer ist ein Lügner, ohne der da leugnet, daß Jesus der Christ seiĩ? Das ist der Widerchrist, der den vater und den Sohn leugnet. Wer dlen Sohn leugnet, der hat auch den vater nicht. Was ihr nun gehöret häbt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei euch bleibet, was ihr von Anfang gehöret habt, so wer⸗ dlet ihr auch bei dem Sohne und vater bleiben. Und das ist die Ver- heißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verführen. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, blei⸗ bet bei euch, und bedürfet nicht, daß euch jemand lehre, sondern wie euch die Salbung allerlei lehret, so ist es wahr, und ist keine Lüge; und wie sie euch gelehret hat, so bleibet bei demselbigen. Und nun, sind⸗ lein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbaret wird, daß wir freu⸗; dligkeit haben, und nicht zu schan⸗ dlen werden vor ihm in seiner Zu⸗ kunft. So ihr wisset, daß er ge⸗ recht ist, so erkennet auch, daß, wer recht tut, der ist von ihm geboren. Eväangelische Lektion. Matth. 10, 16-28.(Wer bis an das Ende beharret, der wird selig.) Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Woölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne falsch wie die Tauben. hütet euch aber vor den menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser, und werden euch geißeln in ihren Schulen. Und man wird euch vor fürsten und sönige führen um meinetwillen, zum zeugnis über sie und über die hei⸗ den. Wenn sie euch nun überant⸗ worten werden, so sorget nicht, wie oller was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, waãs ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures vaters Geist ist es, der durch euch redlet. Es wird aber ein Bruder den andern jum Tode überantworten, und uder Vater den Sohn, und die seinder werden sich empören wider ihre Eltern, und ihnen zum Tode helfen. Und müsset gehasset werden von jedermann um meines na⸗ mens willen. Wer aber bis an das 2³⁰ EEUESEAE MMMMNM/N 25. Sonntag nach Trinitatis. DN Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfol⸗ gen, so fliehet in eine andere. Wahr⸗; lich, ich sage euch: Jyr werclet die Ställte Israels nicht ausrichten, bis des Menschen Sohn kommt. Der Jünger ist nicht über seinen meister, noch der senecht über den herrn. Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein meister, und der necht wie sein herr. haben sie den hausvater Beelzebub geheißen, wieniel mehr werden sie seine hausgenossen also heißen! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, dlds nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, daß man nicht wij⸗ sen werde. Was ich euch sage in der finsternis, das redet im Licht und was ihr höret in das Ohr, das pre⸗ diget auf den Dächern. Und fürch⸗ tet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht mö⸗ gen töten. fürchtet euch aber viel⸗ mehr vor dem, der LCeib und Seele verderben maͤg in die hölle. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 39.(Wie gar nichts sind alle enschen.) Ich habe mir vorgesetzt: Ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich will mei⸗ nen mund zäumen, weil ich muß den Gottlosen so vor mir sehen. Ich bin verstummet und still, und schweige der freuden, und muß mein Leid in mich fressen. Mein herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, werde ich entzündet; ich rele mit meiner Zunge. Aber hErr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle en⸗ schen, die doch so sicher leben! Sela. Sie gehen daher wie ein Schemen, und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln, und wissen nicht, wer es Kriegen wird. Nun, hErr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Crrette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den narren ein Spott werden. Ich will schweigen, und meinen mund nicht auftun; du wirst es wohl machen. Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe dei⸗ ner hand. Wenn du einen züchti⸗ gest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret wie von Motten. Ach, wie gar nichts sind lloch alle enschen! Sela. höre mein sebet, hErr, und vernimm mein Schreien, und schweige nicht über meinen Tränen; denn ich bin bei⸗ dles, dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter. Caß ab von mir, daß ich mich erquĩcke, ehe denn ich hinfahre, und nicht mehr hie sei. Cektion àus dem ueuen Testamente. 2. Thess. 2, 1 17.(6ott wird ihnen kräftige Jrrtümer senden.) Aber der Zukunft halben unsers sammlung zu ihm bitten wir euch, herrn Jesu christi und unsrer Ver⸗lieben Brüder, daß ihr euch nicht 231 bald bewegen lasset von eurem Sinn, noch erschrecken, weder durch beist, noch durch Wort, noch durch Briefe, als von uns gesandt, daß ler Tag hristi vorhanden sei. Casset kuch niemand verführen in keiner; lei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbaret werde der Mensch der Sünde und das sind des Verderbens. der da ist ein Widerwärtiger, und sich überhebt über alles, das ott oder Gottes- dlienst heißt, also daß er sich setzet in den Tempel Gottes als ein Gott, und gibt sich vor, er sei ott. 6e⸗ llenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbaret werde zu seiner Zeit. Denn es reget sich schon bereits die Bosheit heimlich, ohne daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden. Und alsdann wird der Boshaftige offenbaret wer⸗ den, welchen der hErr umbringen wird mit dem 6eist seines Mundes, und wird seiner ein Ende machen dlurch die Erscheinung seiner Zu⸗ kunfst, des, welches Zukunft geschie⸗ het nach der Wirkung des Satans NMDNNMNNN 20. Sonntäg näach Trinitatis. NMN mit allerlei lügenhaftigen sträften und Zeichen und Wundern, und mit allerlei Verführung zur Unge⸗ rechtigkeit unter denen, die verlo⸗ ren werden, dafür daß sie die Ciebe zur Wahrheit nicht haben ange⸗ nommen, daß sie selig würden. Dar⸗ um wird ihnen Gott kräftige Irr⸗ tümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, dlie der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Unge⸗ rechtigkeit. Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, geliebte Brüder von dem herrn, daß euch Gott erwählet hät von Anfang zur Seligkeit, in der heiligung des õei⸗ stes und im ölauben der Wahrheit, darein er euch vberufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen Eigentum unsers hEerrn Jesu christi. So stehet nun, lieben Brüder, und haltet an den Satzungen, die ihr ge⸗ lehret seid, es sei durch unser Wort odler ępistel. Er aber, unser herr Jesus Christus, und õott und unser Vater, der uns hat geliebet, und ge⸗ geben einen ewigen Trost und eine gute hoffnung durch 6nade, der er; mahne eure herzen, und stärke euch in allerlei Lehre und gutem Werk. 26. Sonntäag näach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 2. Thess. 1, 3— 10.(Er wird herrlich erscheinen mit seinen heiligen.) Wir sollen oott danken allezeit um euch, lieben Brüder, wie es billig ist; lenn euer laube wächset sehr, und dlie Ciebe eines jeglichen unter euch nimmt zu gegen einander; also daß wir uns euer rühmen 23²2 unter den 6emeinen Gottes von eurer oeduld und 6lauben in al⸗ len euren Verfolgungen und Trüb⸗ salen, die ihr duldet; welches an⸗ jeigt, daß ott recht richten wird, und ihr würdig werdet zum Reich DWWMWMMMp 20. Sonntäg nach Trinitatis. DN bottes, über welchem ihr auch lei⸗ dlet; nach dem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trübsal denen, die euch Trübsal anlegen. Cuch aber, dlie ihr Trübsal leidet, Kuhe mit uns, wenn nun der herr Jesus wird offenbaret werden vom him⸗ mel samt den Engeln seiner sraft und mit feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht er⸗ kennen, und über die, so nicht ge⸗ horsam sind dem Cvangelio un⸗ sers hErrn Jesu christi; welche werden pein leiden, das ewige verderben von dem Angesicht des heErrn und von seiner herrlichen mächt, wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit sei⸗ nen heiligen und wunderbaͤr mit allen 6ölãubigen. denn unser Zeug⸗ nis an euch von demselbigen Tage hãabt ihr geglaubet. Evangelium. matth. 25, 31- 46.(Vor ihm werden versammelt werden alle völker.) Wenn aber des menschensohn kom⸗ men wird in seiner herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhle seiner herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie von einander schei⸗ den, gleich als ein hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird dlie Schafe zu seiner Rechten stellen und dlie Böcke zur Linken. Da wird dann der sönig sagen zu denen zu seiner Rechten: ommt her, ihr 6e⸗ segneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von An⸗ beginn der Welt! denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig ge⸗ wesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein õast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nak⸗ kend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. dann werden ihm dlie õerechten antworten undsaͤgen: hErr, wann haben wir dich hung; rig gesehen, und haben dich gespei⸗ set? oder durstig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen õast gesehen, und beherber⸗; get? oder nackend, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind ju dir kommen? Und der fõ⸗ nig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das hãbt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen jur Linken: behet hin von mir, ihr Uerfluchten, in das ewige feuer, das bereitet ist lem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Gast gewe⸗ sen, und ihr habt mich nicht beher; berget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewe⸗ sen, und ihr habt mich nicht be⸗ suchet. Da werden sie ihm auch ant⸗ worten und sagen: herr, wann haäben wir dich gesehen hungrig, odler durstig, oder einen õast, oder 2³³ MMD D DDN 20. Sonntäg näch Trinitatis. DID nackend, oller krank, odler gefan-diesen eringsten, das habt ihr gen, und haben dir nicht gedient? mir auch nicht getan. Und sie wer; Dann wirder ihnen antworten undden in die ewige bein gehen; sagen: Wahrlich, ich sage euch: as aber die erechten in das ewige ihr nicht getan habt Einem unter Leben. Epistolische Cektion. Jak. 5, 7— 20.(Seid geduldig bis auf die Zukunst des herrn.) 50 seid nun gedul lig, lieben Brü⸗ ler, bis auf die Zukunft des hErrn. Siehe, ein Ackermann wartet auf llie köstliche frucht der Erde, und ist gedluldig darüber, bis er empfange lenmorgenregen undabendregen. Seid ihr auch geäuldig und stärket cure herzen; denn die Zukunft des hErrn ist nahe. Seufzet nicht wider einander, lieben Brüder, auf daß ihr nicht verdammet werdet. Siehe, ller Richter ist vor der Tür. Nehmet, meine lieben Brüder, zum xempel lles Ceidens und der Gedluld die Propheten, die zu euch geredet ha⸗ ben in dem namen des herrn. Sie⸗ he, Wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld hiobs habt ihr gehöret, und das Ende des héErrn hãbt ihr gesehen; denn der hErr ist barmherzig und ein Erbarmer. Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwöret nicht, weder bei dem him· mel, noch bei der Erde, noch mit keinem andern Cide. Es sei aber euer Wort: Ja, das Ja ist; und: Uein, das nein ist, auf daß ihr nicht in heuchelei fallet. Ceidet jemand unter euch, der bete; ist jemand gu⸗ tes Muts, der singe Psalmen. Ist jemand krank, der rufe zu sich die Altesten von der õemeine, und lasse sie über sich beten, und salben mit l in dem namen des hErrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem seranken helfen, und der hErr wird ihn aufrichten; und so er hat Sün⸗ den getan, werden sie ihm vergeben sein. Bekenne einer dem andern seine Sünden, und betet für ein. ander, daß ihr gefsund werdet. Des berechten 6ebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elias war ein mensch, gleich wie wir; und er betete ein ebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei jahre und sechs monate. Und er betete abermal, und der himmel gãb dlen Regen, und die rdebrachte ihre frucht. Lieben Brüder, so je⸗ mand unter euch irren würde von ler Wahrheit, und jemand be⸗ kehrete ihn, der soll wissen, daß wer den Sünder bekehret hat von llem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom dode geholfen, und wird bedecken die enge der Sünden. Evangelische Cektion. Cuc. 190, 11- 27.(Die anvertrauten Zentner.) Da sie nun zuhöreten, sagte er wei⸗ten, das Reich Gottes sollte alsobald ter ein Gleichnis, darum daß er nahe soffenbaret werden, und sprach: Ein bei Jerusalem war, und sie meine⸗Cdler zog fern in ein Land, daß er 2³⁴ *. SrnAyHNAE............‚. UD SEU NMMNMNNNN 20. Sonntäag nach Trinitatis. DIN ein Reich einnähme, und dann wie⸗ derkäme. Dieser forderte jeyn sei⸗ ner snechte, und gab ihnen zehn Pfund, und sprach ju ihnen: han⸗ dlelt, bis daß ich wiellerkomme. Sei⸗ ne Bürger aber waren ihm feing, und schickten Botschaft nach ihm und ließen ihm sagen: Wir wolien nicht, daß dieser über uns herrsche. Und es begab sich, da er wiederkam, nachdem er das Reich eingenom⸗ men hatte, hieß er dieselbigen snechte fordern, welchen er das Geld gegeben hatte, daß er wüßte, was ein jeglicher gehandeit hätte. Dã trat herju der erste, und sprach: hErr, dein Pfund hat zehn pfund erworben. Und er sprach zu ihm: Ei, du frommer stnecht, dieweil du bist im 6eringsten treu gewesen, sollst du macht haben über zehn Städte Der andre kam auch, und sprach: Herr, dein Prfund hat fünf Pfund getragen. Zu dem sprach er auch: Und du sollst sein über fünf Stäclte. Und der drute Kam, und sprach: herr, sieye da, hie ist dein Pfund, welches ich habe imchweiß⸗ tuch behalten; ich fürchtete mich vor dir, denn du bist ein harter mann; du nimmst, das du nicht gelegt hast, und erntest, das du nicht gesäet hast. Er sprach ju ihm: Aus deinem munde richte ich dich, du Schalk. Wußtest du, daß ich ein har ter mann bin, nehme, das ich nicht gelegt habe, und ernte, das ich nicht gesäet habe; warum haͤst du denn mein 6eld nicht in die Wechselbank gegeben? und wenn ich ommen wäre, hätte ich es mit Wucher er⸗ fordert. Und er sprach zu denen, dlie dabei stunden: Hehmt das pfund vomhm, und gebt es dem, der jehn Pfund hat. Und sie sprachen zu ihm: herr, hat er doch jehn prung. Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden, von dem adber, der nicht hat, wird auch das genommen werden. was er hat. Doch jene meine feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringer her. und erwurger sie vor mir! nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Maleachi 3, 13- 18.(hr sollt sehen, was für ein Unterschied sei zwischen dlem 6erechten und Gottlosen.) Ihr redet hart wider mich, spricht der hErr. So sprechet ihr:»IWas reden wir wider dich?« Damit, daß ihr saͤgt: Es ist umsonst, daß man bott dienet; und was nützt es, daß wir sein ebot halten, und haͤrt leben vor dem herrn Zebaoth füh⸗ ren? darum preisen wir die ver⸗ ächter; denn die ottlosen nehmen ju, sie versuchen ott, und gehet ihnen alles wohl hinaus. Aber die Gottesfürchtigen trösten sich unter. einander also: Der hErr merket es. und höret es, und ist vor iym ein Denkzettel geschrieben für die, jo den herrn fürchten, und an jeinen namen gedenken. Sie sollen, sprichi der hẽrr Zebaoth, des Tages, den ich machen will, mein igentum jein, und ich wul ihrer schonen, wie ein 235 NMVMM;N 22. Sonntag näch Trinitatis. NNNMNN mann seinessohnesschonet, derihm sei zwischen demserechten undott⸗ dienet. Und ihr sollt dagegen wie⸗losen, und zwischen dem. der Gott die · derumsehen, wasfüreinlnterschiednet, und dem, der ihm nicht dienet. Cektion ãàus dem Ueuen Testamente. 2. sor. 9, 6— 15. (Der da saet im Segen, der wird auch ernten im Segen.) Ich meine aber das: Wer da kärg⸗ lich säet, der wird auch kärglich ern⸗ ten; und wer da säet im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeg⸗ licher nach seiner Willkür, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröͤhlichen õeber hat õott lieb. Gvott aber kann machen, daß allerlei 6nade unter euch reichlich sei, daß ihr in allen Dingen volle öenüge habet, und reich seid ju allerlei gu⸗ ten Werken. Wie geschrieben stehet: »Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen; seine berechtigkeit blei⸗ bet in Ewigkeit.« Der aber Samen reicht dem Säemaͤnn, der wird je auch das Brot reichen jur Speise, und wird vermehren euren Samen, und wächsen lässen das ewächs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in allen Dingen mit aller Einfältig: keit, welche wirket durch uns Dank⸗ sagung Gotte. denn die handrei: chung dieser Steuer erfüllet nicht allein den mangel der heiligen, sondern ist auch überschwenglich darinnen, daß viele ott danken für diesen unsern treuen Dienst, und preisen oott über eurem un⸗ tertänigen Bekenntnis des Evan⸗ gelii christi und über eurer ein. fältigen Steuer an sie und an alle. und über ihrem ebet für euch, welche verlanget nach euch, um der überschwenglichen önade Got⸗ tes willen in euch. Gott aber sei dank für seine unaussprechliche 6abe. 27. Sonntäag näch Trinitatis. Vormittäags. Epistel. 2. petri 3. 3- 14.(Wir warten eines neuen himmels und einer neuen Erde.) Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Lagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lu sten wandeln, und sagen: Wo ist die verheißung seiner Zukunft? denn nachdem die bäter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang ller streatur gewesen ist. Aber mut⸗ willens wollen sie nicht wissen, daß der himmel vor Zeiten auch waͤr, ddazu die ęrde aus Wasser, und im Wässer bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit dlie Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der himmel jetzund und die Erde wer den durch sein Wort gesparet, daß sie zum feuer behalten werden am Tage dles õerichts und Verdammnis dler gottlosen menschen. Eins aber 236 ——— eetteeeee,eefff Ve ee= Ee=REA -I ‚ NMNNMM 24. Sonntaäg nach Trinitätis. NDNNMN sei euch unverhalten, ihr cieben, dlaß Ein Tag vor dem herrn ist wie tdusend Jahre, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der herr verziehet nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er hät Geduld mit uns, und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre Es wird aber des herrn Tag kommen als ein dieb in der nacht, in welchem die himmel zjer⸗ gehen werden mit großem srachen: dlie EClemente aber werden vor hitze jerschmelzen, und die Erde und die Werke, die darinnen sind, werden verbrennen. S8o nun das alles soll zergehen, wie jollt ihr denn ge⸗ schickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des herrn, in welchem die himmel vom feuer jergehen und dlie Elemente vor hitze jerschmelzen werden? Wir warten aber eines neuen himmels und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchen öerechtigkeit wohnet. Dar⸗ um, meine Lieben, dieweil ihr dar. auf waͤrten sollet, so tut fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträf⸗ lich im friedlen erfunden werdet. Ebangelium. matth. 25, 1 13.(Siehe, Dann wird das himmelreich gleich sein jehn Jungfrauen, die ihre Tam⸗ pen nahmen, und gingen aus, dem bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf wäaren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen: aber sie nahmen nicht ölmit sich. Die klugen aber nahmen ol in ihren efäßen samt ihren Lam⸗ ben. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig, und ent⸗ schliefen. Zurmitternacht aberward ein õeschrei: Siehe, der Bräutigam kommt: gehet aus, ihm entgegen! da stunden diese Jungfrauen alle auf. und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem öle, Epistolische dler Bräutigam kommt.) denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und spra⸗ chen: Uicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin juden strämern, und kaufet für euch selbst. Und da siehingingen, zu kau⸗ fen, kam der Bräutigam; und wel⸗ che bereit waren, gingen mit ihm hinein zjur hochzeit; und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen, und sprachen: herr, herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des menschen Sohn kom⸗ men wird. Lektion. Offenb. Joh. 21, 1-8.(Das neue Jerusalem.) Und ich sahe einen neuen himmelund das meer ist nicht mehr. Und und eine neue Erde; denn der erste himmel und die erste rde verging, 2³7 ich, Johannes, sahe die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus NDMDNMD DN 22. Sonntag nach Trinitatis. NMN dem himmel herabfahren, zuberei⸗ tet als eine geschmückte braut ihrem manne. Und hörete eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine hütte õottes bei den menschen; und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, õott mit ihnen, wird ihr õott sein; und õott wird abwischen alle Tränen von ihren Hugen; und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch seschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn dlas Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß. Und er sprach ju mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das o, der An- fang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und Uer wird mein Ssohn sein. Den Verzagten aber und Un⸗ gläubigen und öreulichen und dot⸗ schlägern und hurern und Zau⸗ berern und Abgöttischen und allen cügnern, deren Teil wird sein in dem pfuhl, der mit feuer und Schwefel brennet; welches ist der andre Tod. Evängelische Cektion. Cuc. 12, 35 40.(Casset eure Lichter brennen.) Casset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen; und seid gleich den menschen, die auf ihren herrn warten, wenn er aufbrechen wird von der hochzeit, auf daß, wenn er kommt, und anklopft, sie ihm bald auftun. Selig sind die senechte, die der herr, so er kommt, waächend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich aufschürzen; und wird sie zu Tisch setzen, und vor ihnen gehen und ihnen dienen. Und so er kommt in der andern Wache und in der dritten Wache, und wird es also finden, selig sind diese Enechte. Das sollt ihr aber wissen, wenn ein hausherr wüßte, zu welcher Stunde der dieb käme, so wachte er, und ließe nicht in sein haus brechen. Darum seid ihr auch bereit; denn des menschen Sohn wird kommen zu der Stunde, da ihr es nicht meinet. Petrus aber sprach zu ihm: herr, sagest du dies õleich· nis zu uns, oder auch zu allen? Der sErr aber sprach: Wie ein groß ding ist es um einen treuen und klugen haushalter, welchen der herr setzt Uber sein õesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit ihre õebühr gebe! Se⸗ lig ist der senecht, welchen sein herr findet also tun, wenn er kommt. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine öüter setzen. So aber derselbige Enecht in seinem herzen sagen wird: Mein herr verziehet ju kommen; und fängt an, zu schlagen senechte und mäg⸗ de, auch zu essen und zu trinken, und sich voll zu saufen: so wird desselbigen senechts herr kommen an dem Tage, da er sichs nicht ver⸗ siehet, und zu der Stunde, die er nicht weiß, und wird ihn jerschei⸗ tern, und wird ihm seinen Lohn geben mit den Ungläubigen. 2³³⁸ I*—n RRSRDQDCOC⁰S„y„LF“TCITVECVVMVMNM E&e F s! GU;hƷꝛ⸗ vdlblMM„ 27. Sonntag nach Trinitatis. DDNM nachmittags. Cektion àaus dem Alten Testamente. Jes. 65, 12— 19.(Uerwerfung und Erwählung.) Wohlan, ich will euch zählen zum Schwert, daß ihr euch alle bücken müsset zur Schlacht, darum daß ich rief, und ihr antwortetet nicht, daß ich redete, und ihr hörtet nicht, son⸗ dern tatet, was mir übel gefiel, und erwähltet, das mir nicht gefiel. Dar. um spricht der hErr, heErr also: Siehe, meine snechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; siehe, meine senechte sollen trinken, ihr aber sollt dürsten; siehe, meine senechte sollen fröhlich sein, ihr aber sollt zu schan; den werden siehe, meine senechte sol. len vor gutem mut jauchzen, ihr aber sollt vor herzeleid schreien und vor Jammer heulen, und sollt euren Na⸗ men laͤssen meinen Auserwählten zum Schwur; und der heErr, heErr wird dich töten, und seine snechte mit einem andern namen nennen; daß, welcher sich segnen wird auf Erden, der wird sich in dem rechten bott segnen, und welcher schwören wird auf Erden, der wird bei dem rechten õott schwören; denn der vo⸗ rigen Angst ist vergessen, und sind von meinen Augen verborgen. denn siehe, ich will einen neuen himmel und eine neue Erde schaffen, daß mäan der vorigen nicht mehr ge⸗ denken wird, noch zu herzen neh⸗ men; sondern sie werden sich ewig ·⸗ lich freuen und fröhlich sein über dem, das ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr Uolk zur freude. Und ich will fröhlich sein über Jerusalem, und mich freuen über mein Volk; und soll nicht mehr drinnen ge⸗ hört werden die Stimme des Wei⸗ nens, noch die Stimme dles Klagens. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 2. Tim. 4, 1—8.(Ich habe einen guten ampf gekämpfet.) so bezeuge ich nun vor ott und dem hErrn Jesu christo, der da zu- klinftig ist, zu richten die ebendi⸗ gen und die Toten mit seiner Er⸗ scheinung und mit seinem Reich: predige das Wort, hälte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Gedluld und Lehre. denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie ihnen selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die ohren jücken; und werden die ohren von der Wahrheit wenden, und sich zu den fäabeln kehren. du aber sei nüchtern allenthalben, leide dich, tue das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich häabe einen guten stampf gekämpfet, ich habe den Cauf vollendet, ich habe 6lauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt 230 PWD D fest der Daͤrstellung Jesu im Tempel. MNMNM die rone der 6erechtigkeit, wel⸗nicht mir aber allein, sondern auch che mir der herr an jenem Tage, allen, die seine Erscheinung lieb der gerechte Richter, geben wird, haben. Fest der Darstellung Jesu im Tempel. Vormittags. Epistel. maleachi 3, 1-5. Gald wird kommen ju seinem Tempel der herr, den ihr suchet. Siehe, ich will meinen Engel sen⸗ den, der vor mir her den Weg be⸗ reiten soll. Und bald wird Koimmen zu seinem Tempel der herr, den ihr suchet; und der engel des Bun. dles, des ihr begehret, siehe, er kommt! spricht der herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zu⸗ kunft erleiden mögen? und wer wird bestehen, wenn er wird er⸗ scheinen? denn er ist wie das feu⸗ er eines oldschmieds und wie die Seife der Wäscher. Er wird sitzen, und schmelzen, und das Silber rei⸗ nigen; er wird die sinder Levi rei⸗ nigen und läutern wie õold und Silber. Dann werden sie dem herrn Speisopfer bringen in Gerechtig⸗ keit und wird dem hErrn wohlge⸗ fallen das Speisopfer Judas und Jerusalems wie vorhin und vor langen Jahren. Und ich will zu euch kommen, und euch strafen, und will ein schneller Zeuge sein wider die zauberer, Chebrecher und mein⸗ eidligen und wider die, so oewalt und Unrecht tun den Tagelöh⸗ nern, Witwen und Waisen, und den fremdling drücken, und mich nicht fürchten, spricht der heErr Zebaoth. Evangelium. Cuc. 2, 22-40. Dieser wird gesetzt ju einem fall und Nuferstehen vieler in Israel.) Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem besetz mosis kamen, brach⸗ ten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem herrn;(wie denn geschrieben stehet in dem besetz des héErrn:»Allerlei männ⸗ lein, das zum ersten die mutter bricht, soll dem herrn geheiliget heißen;e) und daß sie gäben das opfer, nach dem gesagt ist im õesetz des hErrn, ein Paar Turteltauben oder zwo junge Tauben. Und sie⸗ he, ein mensch war ju Jerusalem, mit namen Simeon; und derselbe mensch war fromm und gottes- fürchtig, und wartete auf den crost Israels, und der heilige õeist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heiligen 6eist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn juvor den christ des hérrn gesehen. Und kam aus Anregen dles õeistes in den Tempel. Und da dlie tern das sind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobete õott, und sprach: 2⁴⁰ MMN fest der Darstellung Jesu im Tempel. WMM hErr, nun lässest du deinen Diener im frieden fahren, wie du gesaͤgt hãst; denn meine Rugen haben dei⸗ nen heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die heiden, und zum preis deines Volkes Israel. Und sein Vater und Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria, seiner mutter: Siehe, die⸗ ser wird gesetzt zu einem ßall und Huferstehen vieler in Israel und ju einem Zeichen, dem widersprochen wird,(und es wird ein Schwert durch deine Seele dringenj auf daß vieler herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine prophetin, hanna, eine Tochter Phanuels, vom beschlecht Asser; die war wohl be⸗ taget, und hatte gelebt sieben Jahr mit ihrem manne nach ihrer Jung⸗ frauschaft; und war nun eine Wit⸗ we bei vier und achtzig Jahren; die kam nimmer vom dempel, dienete õott mit fasten und Beten Tag und nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde, und pries den heErrn, und redlete von ihm zu ällen, die auf die Crlösung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem 6esetz des herrn, kehreten sie wieder in Galiläa zu ihrer Stadt UHazareth. Aber das sind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes önade war bei ihm. Epistolische Cektion. 1. Joh., 1 10. Dãs Leben ist erschienen.) Das da von Anfang war, das wir gehöret haben, das wir gesehen ha; ben mit unsern Augen, das wir be⸗ schauet haben, und unsre hände betaästet häͤben, vom Wort des Le⸗ bens:(und das Ceben ist erschienen, und wir haben gesehen, und zeugen und verkündigen euch das Leben, dlãs ewig ist, welches war bei dem vater, und ist uns erschienen) was wir gesehen und gehöret haben, das verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habet; und unsre õemeinschast sei mit dem vater und mit seinem Sohne, Jesu hristo. Und solches schreiben wir euch, auf daß eure freude völlig sei. Und das ist die VDerkündigung, die wir von ihm gehört haben, und euch verkündigen, daß õott ein Licht 2⁴¹ ist, und in ihm ist keine finsternis. So wir saͤgen, daß wir 6emein⸗ schaft mit ihm haben, und wandeln in der finsternis, so lügen wir, und tun nicht die ahrheit. So wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir oemeinschast un⸗ tereinander, und das Blut Jesu christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verfüh⸗ ren wir uns selbst, und die Wahr⸗ heit ist nicht in uns. So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reiniget uns von aller Untugend. So wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so ma⸗ chen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. MWMd fest der Darstellung Jesu im Tempel. WMMDD bbängelische Cektion. Matth. 21. 33-45.(UWer auf diesen Stein fällt, der wird jerschellen.) horet ein ander öleichnis: Es war ein hausvater. der pflanzte einen Weinberg, und führete einen Zaun dlarum, und grub eine selter drin⸗ nen, und baute einen Turm, und lat ihn den Weingärtnern aus, und zog über Land. Da nun herbeikam dlie Zeit der früchte, sandte er seine snechte zu den Weingärtnern, daß sie seine früchte empfingen. da nahmen die Weingärtner seine senechte; einen stäupten sie, den an. dern töteten sie, den dritten steinig⸗ ten sie. Abermal sandte er andere genechte, mehr denn der ersten wa⸗ ren, und sie taten ihnen gleich also. Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen, und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohne scheuen. da aber die Weingärtner den sohn jahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; Kommt, laßt uns ihn töten, und sein Erbgut an uns vringen! Und sie nahmen ihn, und stießen ihn zum Weinberge hinaus, und töteten ihn. Wenn nun der herr des Weinbergs kommen wird, wäas wird er diesen Weingärt⸗ nern tun? Sie sprachen zu ihm. Er wird die Böosewichter übel um⸗ bringen, und seinen Weinberg an⸗ dern Weingärtnern austun, die ihm die früchte zu rechter Zeit geben Jesus sprach zu ihnen: habt ihr nie gelesen in der Schrist:»Der Stein, den die Bauleute verwor fen haben, der ist jum Eckstein worden. Von dem herrn ist das ge· schehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Nugen?« Darum saͤge ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den heiden gegeben werden, die seine früchte bringen Und wer auf diesen Stein fällt, der wird jerschellen; auf wel⸗ chen er aber fällt, den wird er zer malmen Und da die hohenpriester nund Pharisäer seine öleichnisse ho⸗ reten. vernaymen sie, daß er von ihnen redete. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jesaias 2, 2—5. Uon Zion geht das sesetz aus und das Wort des herrn von Jerusalem.) Es Wird zur letzten Zeit der Berg, da dles hęrrn haus ist, gewiß sein, höher denn alle Berge, und über alle hügel erhaben werden; und werden alle heiden dazu laufen, und viel Völker hingehen, und sagen: stommt, laßt uns auf den Berg des hErrn gehen, zum hause des õottes Jakobs, daß er uns lehre seine Lege, und wir wan· deln auf seinen Steigen! Denn von zion wird das õesetz ausgehen, und des hErrn Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den hei⸗ den, und strafen viel Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflug⸗ scharen und ihre Spieße zu Sicheln mächen. denn es wird kein Volk wider das andre ein Schwert auf⸗ heben, und werden fort nicht mehr kriegen lernen. ommt ihr nun vom hause Jakob, laßt uns waͤn⸗ dein im Licht des hErrn. 2⁴² 8 AcCEHEEUVNE=E ———— /sn e ,Ne WMüMRhN fest Johännis dles Täufers. MMDDI Cektion àaus dem Ueuen Testamente. 1. Joh. 2, 7 11.(Das wahre licht scheinet jetzt. brüder, ich schreibe euch nicht ein neu Gebot, sondern das alte ebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Dãs alte õebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehöret habt. Wieder; um ein neu 6ebot schreibe ich euch, daãs da wahrhaftig ist bei ihm und bei euch; denn die finsternis ist ver; gangen, und das wahre licht schei⸗ net jetzt. Wer da sagt, er sei im Licht, und hasset seinen Bruder, der ist noch in der finsternis. Wer sei⸗ nen bruder liebet, der bleibet im licht, und ist kein Argernis bei ihm. Wer aber seinen Bruder has⸗ set, der ist in der finsternis, und wändelt in der finsternis, und weiß nicht, wo er hingehet; denn dlie finsternis hat seine Nugen ver⸗ blendet. fest Johannis des Täufers. Vormittags. Epistel. Jes. 40, 1-8.(Eine Stimme eines predigers in der Wüste.) Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jerusalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der hand des hErrn um alle ihre Sünde. Es ist eine Stimme eines bre- digers in der Wüste: Bereitet dem hErrn den Weg, machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm 6ott! Alle Tale sollen erhöhet wer⸗; den, und alle Berge und hügel sol· len geniedriget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden; lenn die herrlichkeit des hẽrrn soll geoffenbaret werden, und alles fleisch miteinander wird sehen, daß dles hErrn mund redet. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Al⸗ les fleisch ist heu, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem felde. Das heu verdorret, die Blu- me verwelket; denn des hErrn 6eist bläset darein. Ja, das Volk ist das heu. Das heu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich. Evangelium. Cuc. 1, 57-80.(Du stindlein wirst vor dem herrn hergehen.) Und Clisabeth kam ihre Zeit, daß hatte, und freueten sich mit ihr. sie gebären sollte; und sie gebar ei⸗Und es begab sich am achten Tage, nen Sohn. Und ihre Nachbarn und kamen sie, zu beschneiden das sind⸗ Gefreundte höreten, daß der hérrlein; und hießen ihn, nach seinem große Barmherzigkeit an ihr getan Uater, Zacharias. Aber seine mutter 2⁴³ PMDN fest Johannis des Täufers. MD MD N antwortete und sprach: Mit nich⸗ ten, sondern er soll Johannes hei⸗ ßen. Und sie sprachen zu ihr: Ist dloch niemand in deiner freund⸗ schast, der also heiße. Und sie wink⸗ ten seinem Vater, wie er ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täflein, schrieb und sprach: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle. Und alsbald ward sein mund und seine Zunge aufgetan, und redete und lobte ott. Und es kam eine furcht über alle nachbarn; und diese öeschichte ward alle ruch⸗ bar auf dem ganzen jüdischen se⸗ birge. Und alle, die es hörten, nah⸗ men es zu herzen, und sprachen: Was, meinest du, will aus dem indlein werden? denn die hand des herrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll, weissagte und sprach: belobet seĩ der hErr, der õott Isra; els; denn er hat besucht und erlöset sein Volk; und hat uns aufgerich⸗ tet ein horn des heils in dem hause seines Dieners David, als er vor Zei⸗ ten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten; daß er uns errettete von unsern feinden und von der hand aller, die uns hassen, und die Barmherzigkeit er⸗ zeigte unsern Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund und an len ẽid, den er geschworen hat un; serm Vater Abraham; uns zu ge⸗ ben, daß wir, erlöset aus der hand unsrer feinde, ihm dieneten ohne furcht unser Leben lang in heilig. keit und õerechtigkeit, die ihm ge⸗ fällig ist. Und du, indlein, wirst ein prophet des höchsten heißen; du wirst vor dem herrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntnis des heils gebest seinem Uolk, die da ist in VDergebung ih⸗ rer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unsers õottes, durch Welche uns besucht hat der Rufgang aus der höhe, auf daß er erscheine dlenen, die da sitzen in finsternis und Schatten des Todes, und richte unsre füße auf den Weg des frie; dens. Und das sindlein wuchs, und ward stark im 6eist; und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel. Epistolische Cektion. Jes. 40, 9 31.(Siehe, da ist euer Gott.) Zion, du Predigerin, steige auf ei⸗ nen hohen berg; Jerusalem, du pre- lligerin, hebe deine Stimme auf mit macht, hebe auf, und fürchte dich nicht; sage den Stäͤdten Judas: Sie⸗ he, da ist euer Gott! Denn siehe, ller herr, hErr kommt gewaltiglich, und sein Arm wird herrschen. Sie⸗ he, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Er wird seine herde weiden wie ein hirte; er wird die Cämmer in seine Arme sammeln, und in seinem Busen tra⸗ gen, und die Schafmütter führen. Wer misset die asser mit der faust, und fasset den himmel mit der Spanne, und begreist die rde mit einem dreiling, und wiegt die Ber⸗ ge mit einem õewicht und die hü⸗ gel mit einer Lage? Wer unter⸗ richtet den oeist des hErrn, und welcher Ratgeber unterweiset ihn? 24⁴4⁴ BBBPIIPP‚‚‚.‚„‚‚— ‚—— +.——⏑n rr NVNNMNNNMN Uen fragt er um Rat, der ihm Ver⸗ stand gebe, und lehre ihn den Weg dles Rechts, und lehre ihn die Er⸗ kenntnis, und unterweise ihn den Weg des Uerstandes? Siehe, die hei⸗ dlen sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherflein, so in der Wage bleibt. Siehe, die)nseln sind wieeinstäub- lein. Der Libanon wäre zu gering zum feuer, und seine Tiere zu ge⸗ ring zum Brandopfer. Alle heiden sind vor ihm nichts, und wie ein llichtiges und Kities geachtet. Wem wollt ihr denn 6ott nachbilden? odler was für ein 6leichnis wollt ihr ihim zurichten? Der Meister gießt wohl ein Bild, und der oldschmied übergoldet es, und macht silberne stetten dran. Desgleichen wer eine arme hebe vermaͤg, der wählt ein holz, das nicht fault, und sucht ei; nen klugen meister dazu, der ein Bild fertige, das beständig sei. Wis⸗ set ihr nicht? höret ihr nicht? Ist es euch nicht vormals verkündiget? habt ihr es nicht verstanden von Anbeginn der Erde? Er sitzt über dem streis der CErde, und die drauf wohnen, sind wie heuschrecken. Der den himmel ausdehnet wie ein dunnes fell, und breitet sie aus wie eine hütte, da man innen wohnet; der die fürsten zunichte macht, und fest Johannis des Täufers. NNNNNMNNM dlie Richter auf Erden eitel macht, als hätte ihr Stamm weler Pflan⸗ zen noch Samen noch Lurzel in der Erde, daß sie, wo ein Wind unter sie wehet, verdorren, und sie ein Windwirbel wie Stoppeln wegfüh⸗ ret. Wem wollt ihr denn mich nach · bilden, dem ich gleich sei? spricht der heilige. hebet eure Augen in dlie hohe, und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen, und führet ihr heer bei der Zahl heraus, der sie alle mit Hamen rufet? Sein Ver⸗ mögen und starke straft ist so groß, daß nicht an Einem fehlen kann. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: ein Weg ist dem herrn verborgen, und mein Recht gehet vor meinem Gott über? Weißt aͤu nicht? hast du nicht ge⸗ hört? Der herr, der ewige 6ott, der dlie Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem müden straft und Stärke ge⸗ nug dem Unvermögenden. Die scnaben werden müde und maäͤtt, und die Jjünglinge fallen; aber die auf den herrn harren, kriegen neue straft, daß sie auffahren mit flügeln wie Adler, daß sie lau⸗ fen, und nicht matt werden, daß sie wandeln, und nicht müde werden. Eväangelische Lektion. Marci 6, 17- 29.(Johannis Enthauptung.) Er aber, herodes, hatte ausgesandt, und Johannem gegriffen und in ddas 6efängnis gelegt um herodias willen, seines Bruders Philippi Weib; denn er hatte sie gefreiet. Johannes aber sprach zu herodes: 24⁵ Es ist nicht recht, daß du deines bru⸗ ders Weib habest. herodlias aber stellte ihm nach und wollte ihn tö⸗ ten, und konnte nicht. herodes aber fürchtete Johannem; denn er wuß · te, daß er ein frommer und heiliger NNNMINN. mann war; und verwahrete ihn, und gehorchte ihm in vielen Sachen, und hörte ihn gern. Und es kam ein gelegener Tag, daß herodes auf seinen Jahrestag ein Abendmahl gab den obersten und hauptleuten und Vornehmsten in Galiläa. Da trat hinein die Tochter der herodias, und tanzte, und gefiel wohl dem herodes und denen, die am dische saßen. Da sprach der önig zum mägallein: Bitte von mir, was du willst, ich will dirs geben. Undd schwur ihr einen Cid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die hälftemeinesstönigreichs. Sie ging hinaus, und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das haupt Johannis, fest Johannis des Täufers. dles Tãufers. Und sie ging balu hin. ein mit Cile zum stönige, bat und sprach: Ich will, daß du mir gebest jetzt sobald auf einer Schüssel das haupt Johannis, des Täufers. Der scönig ward betrübt; doch um des Eides willen und derer, die am Ti- sche saßen, wollte er sie nicht lassen eine fehlbittetun. Und baldschickte hin der önig den henker, und ließ sein haupt herbringen. der ging hin, und enthauptete ihn im 6e⸗ fängnis, und trug her sein haupt auf einer Schüssel, und gab es dem Mägdlein, und das mägdlein gab es ihrer Mutter. Und da das seine Jünger höreten, kamen sie, und nahmen seinen Leib, und legten ihn in ein örab. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Maleachi 4, 4-6.(Ich will euch senden den propheten Elia.) Gellenket des õesetzes moses, meines senechts, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge horeb an das ganze Israel samt den eboten und Rech⸗ ten. Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des hErrn. Der soll das herz der Väter bekehren zu den indern und das herz der Kinder zu ihren vätern, llaß ich nicht komme, und das Erd⸗ reich mit dem Bann schlage. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Kor. o,— 20. Preiset õott an eurem Leibe und in eurem 6eiste.) Wisset ihr nicht, daß die Ungerech⸗ ten werden das Reich Gottes nicht ererben? Laßt euch nicht verführen! Weder die hurer, noch die Avgötti⸗ schen, noch die Chebrecher, noch dlie UWeichlinge, noch die senavenschän⸗ der, noch die Diebe, noch die 6eizi⸗ gen, noch dieTrunkenbolde, noch die Cästerer, noch die Räuber werden dlas Reich õottes ererben. Und solche sind eurer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaͤschen, ihr seid geheili⸗ get, ihr seid gerecht worden durch den namen des herrn Jesu und durch den 6eist unsers ottes. Ich hãbe es alles macht; es frommt aber nicht alles. Ich habe es alles Macht; es soll mich aber nichts gefangen nehmen. die Speise dem Bauche, und der Bauch der Speise; aber oott 2⁴⁰ DMWWMDDMDWW *0 „9095—3‚‚„95‚„KnK‚2eeee„ ISIRn Runnhn les ter ds NMMDMNN fest dler heimsuchung mariä. MMMDMMD wird diesen und jene hinrichten. Der Leib aber nicht der hurerei, son⸗ dern dem hęrrn, und der hErr dem Leibe. Gott aber hat den hErrn auf⸗ erwecket, und wird uns auch aufer⸗ wecken durch seine seraft. Wisset ihr nicht, daß eure Leiber hristi olieder sind? Sollte ich nun die õlieder christi nehmen, und hurenglieder draus machen? Das sei ferne! oder wisset ihr nicht, daß wer an der hure hänget, der ist Ein Ceib mit ihr? Denn sie werden(spricht er) zwei in Einem fleische sein. Wer aber dem herrn anhaäͤnget, der ist Ein 6eist mit ihm. fliehet die hurerei. Alle Sünden, die der mensch tut, sind außer seinem Leibe; wer aber huret, dler sündiget an seinem eigenen Lei⸗ be. Oder wisset ihr nicht, daß euer leib ein Tempel des heiligen õeistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer sebst? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset dott an eurem Leibe und in eurem 6eiste, welche sind sottes. fest der heimsuchung Maria. Vormittags. Epistel. Jes. 11, 15.(Es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais.) Und es wird eine Rute aufgehen von dem sStamm Isais, und ein Zzweigausseiner lburzel fruchtbrin⸗ gen; auf welchem wird ruhen der Geist des héErrn, der õeist der Weis · heit und des Uerstandes, der Geist dles Rats und der Stärke, der õeist der Erkenntnis und der furcht des hErrn. Und sein Riechen wird sein in der furcht des hErrn. Er wird nicht richten, nach dem seine Nu⸗ gen sehen, noch strafen, nach dem seine ohren hören, sondern wird mit õerechtigkeit richten die Armen, und mit õericht strafen die lenden im sande; und wird mit dem Stabe seines mundes die Erde schlagen, und mit dem odem seiner Lippen den Gottlosen töten. Gerechtigkeit wird der 6urt seiner enden sein, und der 6laube der Gurt seiner llieren. Evangelium. Cuc. 1, 39- 56.(Selig bist du, die du geglaubet hast.) Maãriã aber stund auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge endelich zu der Stadt Zudas, und kam in das haus Zachariàs, und grüßte Elisa⸗ beth. Und es begab sich, als Elisa⸗ beth den oruß mariä hörte, hüpfte das stind in ihrem Leibe. Und Cli⸗ sabeth ward des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: Ge⸗ benedeiet bist du unter den Wei⸗ bern, und gebenedeiet ist die frucht deines Leibes. Und woher Kommt mir das, daß die mutter meines heErrn ju mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines 6rußes hörte, hüpfte mit freuden das sind in mei;⸗ nem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubet hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem héerrn. Und maria 24²⁷ MMWDDodod est der heimsuchung mariä. NMNM sprach: meine Seele erhebet den heErrn, und mein 6eist freuet sich Gottes, meines heilandes. Denn er hãt die lliedrigkeit seiner magd an⸗ gesehen. Siehe, von nun an wer⸗ den mich selig preisen alle Rindes⸗ kinder. denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, und des Nname heilig ist; und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürch⸗ ten. Er übet õewalt mit seinem Arm, und zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres herzens Sinn. Er stößet dlie õewaltigen vom Stuhl, und er⸗ hebet die Niedrigen. Die hungrigen füllet er mit 6öütern, und läßt die keichen leer. Er denket der Barm⸗ herzigkeit, und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat un⸗ sern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich. Und maria blieb bei ihr bei drei Monate; darnach kehrte sie wiederum heim. Epistolische Lektion. Psalm 145.(ein mund soll des herrn Lob sagen.) Ich will dich erhöhen, mein Gott, dlu stbnig, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich loben, und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Der hErr ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unaussprechlich. sindeskinder werden deine Werke preisen, und von deiner Gewalt sagen. Ich will reclen von deiner herrlichen schönen Pracht und von deinen Wundern; daß man solle reden von deinen herrlichen Ta⸗ ten, und daß man erzähle deine herrlichkeit; daß man preise deine große 6üte, und deine Gerechtig⸗ keit rühme. 6nädlig und barm⸗ herzig ist der hErr, geduldig und von großer 6üte. Dder herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seiner Werke. Es sollen dir dan⸗ ken, hErr, alle deine Werke, und deine heiligen dich loben, und die Ehre deines önigreichs rühmen, und von deiner õewalt reden, daß den menschenkindern deine 6e⸗ walt kund werde und die ehrliche brächt deines stönigreichs. dein Reich ist ein ewwiges Reich, und deine herrschaft währet für und für. Der hErr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschla⸗ gen sind. Aller Nugen warten auy llich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der hErr ist ge⸗ recht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken. Der hErr ist nahe allen, die ihn anru⸗ fen, allen, die ihn mit Ernst an⸗ rufen. Er tut, was dlie Gottes-⸗ fürchtigen begehren, und höret ihr Schreien, und hilft ihnen. Der hErr behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlo- sen. mein mund soll des hérrn Lob sagen, und alles fleisch lobe seinen heiligen lamen immer und ewiglich. 248 —————— .SSt»HNIJͤ A„ S XXNSO MoyrMhpphN fest der heimsuchung ariä. NNMMN Eväangelische Cektion. Matth. 12, 46-50.(Wer den Willen tut meines Vaters im himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und mutter.) Daã er noch also zu dem Volk redete, siehe, daã stunden seine mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer ju ihm: Siehe, deine Mutter und dei⸗ ne brüder stehen draußen, und wollen mit dir reden. Er antwor⸗ tete aber und sprach zu dem, der es nachmittags. ihm ansagte: Wer ist meine Mutter? und wer sind meine Brüder? Und reckte die hand aus über seine jun; ger, und sprach: Siehe da, das ist meine mutter und meine Brüder. denn wer den Willen tut meines vaters im himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und mutter. Cektion àus dem Alten Testamente. psalm 80, 2-22. Och habe David, meinem senechte, geschworen.) Ich will singen von der 6nade des herrn ewiglich, und seineDahrheit verkündigen mit meinem munde für und für, und sage also: Daß eine ewige 6nade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treu⸗ lich halten im himmel.»Ich habe einen Bbund gemacht mit meinen Huserwählten; ich habe David, mei⸗ nem senechte, geschworen: Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen für und für.« Selã. Und die himmel werden, hErr, deine under preisen, und deine Wahrheit in der õemeine der heili⸗ gen. denn wer mag in den olken dem hErrn gleich gelten, und gleich sein unter den Kindern der õötter dem hẽrrn? Gott ist fast mächtig in der Uersammlung der heiligen und wunderbarlich über alle, die um ihn sind. herr, õott Zebaoth, wer ist wie du ein mächtiger õott? und deine Wahrheit ist um dich her. Du herrschest über das ungestüme sleer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Du schlägst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine feinde mit deinem staͤrken Arm. himmel und Erde ist dein; du hast gegrün⸗; det den Erdboden, und was drin⸗ nen ist. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und her; mon jauchzen in deinem namen. du häst einen gewaltigen Arm; stark ist deine hand, und hoch ist dleine Rechte. Gerechtigkeit und Gericht ist dleines Stuhls festung, 6nade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! herr, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln; sie werden über deinem namen täglich fröhlich sein, und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch deine 6näade wirst du unser horn erhöhen. Denn der herr ist unser Schild; und der heilige in Israel ist unser sö⸗ nig. Dazumal redetest du im Gesicht zu deinem heiligen und sprachest: »Ich häbe einen held erweckt, der helfen soll, ich habe erhöhet einen 2⁴⁰ RMoMo fest der Engel odler Michaelis. DDMM Auserwählten aus dem Volk; ich nem heiligen öle. Meine hand soll habe gefunden meinen senecht Da⸗ ihn erhalten, und mein Arm soll vid, ich habe ihn gesalbet mit mei⸗ihn stärken.⸗ Cektion aus dem Ueuen Testamente. 2. Joh. 6 11.(Wer in der Lehre Christi bleibet, der hat beide, den Vater und den Sohn.) Und das ist die Ciebe, da wir wan; dleln nach seinem õebot; das ist das sebot, Wie ihr gehöret habt von Anfang, auf daß ihr daselbst innen wandelt. Denn viel Verführer sind in die Welt Kommen, die nicht be⸗ kennen Jesum christum, daß er in das fleisch kommen ist. Dieser ist dler Verführer und der Widerchrist. Sehet euch vor, daß wir nicht ver⸗ lieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen. Wer übertritt, und bleibet nicht in dler ehre Christi, der hat keinen 6ott; Wer in der Lehre christi blei⸗ bet, der hat beide, den Vater und den Sohn. So jemand zu euch kommt, und bringet diese Lehre nicht, den nehmet nicht zu hause, und grüßet ihn auch nicht. denn wer ihn grü⸗ ßet, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke. fest der Engel odler michaͤelis. Vormittags. Epistel. Psaim 34.(Der Engel des hẽrrn lagert sich um die her, so ihn fürchten.) Ich will den heErrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem munde sein. meine Seele soll sich rühmen des hErrn, daß die Elen⸗ den hören, und sich freuen. Preiset mit mir den hẽrrn, und lasset uns miteinander seinen namen erhö⸗ hen. Da ich den heErrn suchte, ant⸗ wortete er mir, und errettete mich aus aller meiner furcht. Welche ihn ansehen und anlaufen, derer An⸗ gesicht wird nicht zu schanden. Da dlieser lende rief, hörte der hErr, und half ihm aus allen seinen nö⸗ ten. Der Engel des hẽrrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. Schmecket und se⸗ het, wie freundlich der herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! fürch⸗ tet den hErrn, ihr seine heiligen! dlenn die ihn fürchten, haben kei⸗ nen mangel. Die Reichen müssen darben und hungern; aber die den hErrn suchen, haben keinen man⸗ gel an irgend einem 6ut. stommt her, inder, höret mir zu; ich will euch die furcht des hErrn lehren. Wer ist, der gut Leben begehrt, und gerne gutetage hätte? Behüte deine Zunge vor bösem, und deine Lippen, daß sie nicht falsch reden. Caß vom bösen, und tue õutes; suche frieden und jage ihm nach. Die Augen des herrn sehen auf die õerechten, und seine ohren auf ihr Schreien; das Antlitz aber des hErrn stehet über sdie, so Böses tun, daß er ihr õedlächt⸗ nis ausrotte von der Erde. Wenn die (Eerechten) schreien, so höret der herr, und errettet sie aus aller ihrer not. Der hErr ist nahe bei denen, dlie zerbrochenes herzens sind, und 2⁵⁰ R.&nu —— HED.rr2. —.. ere NMMNMMN;fest der Engel oder ichaelis. DNN hilft denen, die zerschlagen 6emütsssen wird das Unglück töten, und häben. Der serechte muß viel lei⸗die den õerechten hassen, werden den; aber der herr hilft ihm aus Schuld haben. der herr erlöset ddem allen. Er bewahret ihm alledie Seele seiner nechte, und alle, seine 6ebeine, daß derer nichtdie auf ihn trauen, werden keine eins zerbrochen wird. Den Gottlo⸗ Schuld haben. Ebangelium. Matth. 18, 1—11.(Ihre Engel im himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im himmel.) Zu derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu, und sprachen: Wer ist doch der örößeste im himmel⸗ reich? Jesus rief ein stind zu sich, und stellete es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die inder, so wer ⸗ det ihr nicht in das himmelreich kommen. Wer sich nun selbst ernie. driget wie dies seind, der ist der õrößeste im himmelreich. Und wer Ein solches ind aufnimmt in mei⸗ nem namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser öeringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein mühlstein an seinen hals gehänget, und er er⸗ säufet würde im meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt, der Ar⸗ gernis halben! Es muß ja Argernis kommen: doch wehe demmenschen, durch welchen Argernis kommt! Sso aber deine hand oder dein fuß dich argert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daj du ñqum Leben lahm oder ein rüppel einge⸗ hest, denn daß du zwo hände und Ween füße habest, und werdest in dds ewige feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf es von dir. Es ist dir besser, dlaß du einãugig zum leben einge⸗ hest, denn daß du zwei Rugen habest, und werdest in das höllische feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen sleinen verach⸗ tet. Denn ich sage euch: Vre Engel im himmel sehen allezeit das Ange⸗ sicht meines Vaters im himmel. denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, das verloren ist. Epistolische Cektion. Psalm 103. Cobet den hẽrrn, ihr seine Engel.) Lobe den héErrn, meine Seele, und wãs in mir ist, seinen heiligen Na⸗ men! Cobe den herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir utes getan hat! Der dir alle deine Sünde vergibt, und heilet alle deine 6e⸗ brechen; der dein Leben vom Ver⸗ derben erlöset, der dich krönet mit 6nade und Barmherzigkeit: der dei⸗ nen mund fröhlich macht, und du Wieder jung wirst wie ein Adler. Der hErr schaffet oerechtigkeit und 6e⸗ richt allen, die Unrecht leiden. Er hãt seine Wege Mose wissen lassen, dlie tinder Israel sein Tun. Barm⸗ herzig und gnädig ist der hErr, ge⸗ duldig und von großer Güte. Er wird nicht immer hällern, noch ewiglich Zorn halten. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden, 25¹ WWMMVotp fest der Engel odler Michaelis. NNM und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der himmel über der Erde ist, laßt er seine nade walten über die, so ihn fürchten. So fern der morgen ist vom Abend, läßt er unsre Ubertretung von uns sein. Wie sich ein VUater über sinder er⸗ barmet, so erbarmet sich der héErr über die, so ihn fürchten. Denn er kennet, was für ein 6emächte wir sind; er gedenket daran, daß wir Stãub sind. Ein mensch ist in seinem Leben wie 6õras, er blühet wie eine Blume auf dem felde; wenn der Wind darüber gehet, so ist sie nim⸗ mer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. Die 6nade aber des Errn währet von Cwigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine serechtigkeit auf sindes- kind, bei denen, die seinen Bund halten, und gedenken an seine õe⸗ bote, daß sie darnach tun. Der hErr hat seinen Stuhl im himmel berei⸗ tet, und sein Reich herrschet über alles. Tobet den herrn, ihr seine Engel, ihr starken helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Dorts! Cobei den heErrn, alle seine heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut! Tobet den hErrn, alle seine UWerke, an allen orten seiner herr⸗ schaft! Cobe den hẽrrn, meine Seele! Evängelische Lektion. Cuc. 10, 16-20.(Freuet euch, daß eure llamen im himmel geschrieben sind.) Wer euch höret, der höret mich; und wer euch verachtet, der veraͤchtet mich; wer aber mich veraͤchtet, der verachtet den, der mich gesandt hat. Die Siebenzig aber kamen wiedler mit freuden, und sprachen: herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem namen. Er sprach aber zu ihnen: Ich sahe wohl den Sata⸗; nãs vom himmel fallen als einen Blitz. Sehet, ich habe euch Macht ge⸗ geben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle ewalt des feindes; und nichts wird euch beschädligen. Doch darinnen freuet euch nicht, daß euch dlie õeister unter · tan sind. f̃reuet euch aber, daß eure namen im himmel geschrieben sind. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 91.(Er hat seinen Engeln befohlen über dir.) Wer unter dem Schirm dles höchsten sitzet, und unter dem Schatten des Allmãchtigen bleibet, der spricht zu dem hẽrrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er errettet mich vom Strick des Jãgers und von der schad⸗ lichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken müssest vor dem 6rauen des Uachts, vor den pfeilen, die des Tages flie- gen, vor der Pestilenz, die im fin; stern schleichet, vor der Seuche, die im mittag verderbet. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehn tausend zu deiner Rechten, so wird es dloch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit deinen Nugen deine Lust sehen, und schauen, wie es den 25² M W NNNNMNNNNNDW 6ottlosen vergolten wird. denn der herr ist deine Zuversicht, der höchste ist deine Zuflucht. ECs wird dir kein Übels begegnen, und keine Pplage wird zu deiner hütte sich nahen. denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dlich behüten auf allen deinen We⸗ gen, daß sie dich auf den händen tragen, und du deinen fuß nicht an einen Stein stößest. Auf den Reformationsfest. NMWMMMDMDM Cöwen und ottern wirst du gehen, und treten auf den jungen Löwen und Drachen.»eEr begehret mein, so will ich ihm aushelfen: er ken · net meinen namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der not, ich will ihn heraus⸗ reißen, und zu chren machen: ich willihn sättigen mit langem leben, und will ihm jeigen mein heil.« Lektion aus dem Ueuen Testamente. Offenb. Joh. 7, 9— 17.(Die große Schar vor dem Stuhle Gottes.) Darnach sahe ich, und siehe, eine große schar, welche niemand zäh⸗ len konnte, aus allen heiden und völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mit weißen seleidern, und palmen in ihren händen, schrieen mit großer Stimme und sprachen: heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm õott und dem Lamm! Und alle Engel stunden um den Stuhl und um die Altesten und um die vier Liere, und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht, und beteten õott an: und sprachen: Amen, Lob und Chre und Weisheit und Dank und Preis und straft und Stärke sei un⸗ serm Gott von Ewigkeit zu Cwig⸗ keit! Amen. Und es antwortete der Altesten einer, und sprach zu mir: Wer sind diese, mit weißen seleidern angetan? und woher sind sie om⸗ men? Und ich sprach zu ihm: hErr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die kommen sind aus großer Trübsal, und haben ihre selei⸗ der gewaschen, und haben ihre selei⸗ der helle gemacht im Blut des Lam⸗· mes. Darum sind sie vor dem Stuhl 6ottes, und dienen ihm Tag und llacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird über ih⸗ nen wohnen. Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine hitze. Denn das Camm mitten im Stuhl wird sie weiden, und leiten zu den lebendigen Was⸗ serbrunnen, und sott wird abwi⸗ schen alle Tränen von ihren Augen. Reformationsfest. Vormittägs. Epistel. 6al. 5, 1= 15.(Bestehet in der freiheit. So bestehet nun in der freiheit, da⸗ mit uns christus befreiet hat, und laßt euch nicht wiederum in das kKnechtijche Joch fangen. Siehe, ich paulus sage euch: lůo ihr euch be⸗ schneiden laßt, so ist euch Christus kein nütze. Ich zeuge abermal ei⸗ nem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er noch das ganze Gesetz schuldig ist ju tun. Ihr habt(hri⸗ stum verloren, die ihr durch das besetz gerecht werden wollt, und 25³ NMNNNMNNNNMNNNNMN seid von der önade gefallen. Wir aber waͤrten im 6eist durch den blauben der õerechtigkeit, der man hoffen muß. Denn in Thristo Jesu gilt wedler Beschneidung noch Vor⸗ haut etwas, sondern der Glaube, dler durch die Ciebe tͤtig ist. Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehal⸗ ten, der Wahrheit nicht zu gehor⸗ chen? Solch Uberreden ist nicht von dlem, der euch berufen hat. Ein we⸗; nig Sauerteig versäuert den gan⸗ zen Teig. Ich versehe mich zu euch in dem herrn, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irre macht, der wird sein Ur⸗ teil tragen, er sei, wer er wolle. Ich aber, lieben Brüder, so ich Reformationsfest. NMNNNNNNNNMNNMN dlie Beschneicuung noch predlige, wärum leide ich denn verfol⸗ gung? so hätte das Argernis des sereuzes aufgehöret. Wollte Gott, dlaß sie auch ausgerottet würden, die euch verstören! Ihr aber, lie. ben Brüder, seid zur freiheit be⸗ rufen; allein sehet zu, daß ihr durch die freiheit dem fleisch nicht kaum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle 6esetze werden in Einem Wort erfüllet, in dem:»Liebe dei⸗ nen nächsten als dich selbst.« So ihr euch aber untereinander bei⸗ ßet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehret werdet. Evangelium. Psalm 110, 29- 52.(Ich rede von deinen Zeugnissen vor sönigen.) Wende von mir den falschen Weg, und gönne mir dein õesetz. Ich habe den Weg der Wahrheit erwählet; leine Rechte habe ich vor mich ge⸗ stellet. Ich hange an deinen Zeug⸗ nissen hErr, laß mich nicht zu schan⸗ den werden! Wenn du mein herz tröstest, so laufe ich den Weg deiner sebote. Zeige mir, hErr, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewaͤhre dein 6esetz, und halte es von ganzem herzen. führe mich auf dem Steige deiner õebote: denn ich habe Lust daʒu. Neige mein herz zu deinen Zeugnissen, und nicht zum Geij. Wende meine Nugen ab, daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. LCaß deinen senecht dlein õebot festiglich für dein Wort halten, daß ich dich fürchte. Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Sĩe⸗ he, ich begehre deiner Befehle: er⸗ quicke mich mit deiner õerechtigkeit. hErr, laß mir deine õnade wider; fahren, deine hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten möge mei⸗ nem lästerer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein 6esetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle fröhlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Rönigen, und schä⸗ me mich nicht, und habe Lust an deinen oeboten, und sind mir lieb, und hebe meine hände auf zu dei⸗ nen 6eboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten. edenke dleinem senechte an dein Wort, auf welches du mich lässest hoffen. Das ist mein Trost in meinem Elend; 25⁴ W lige, łfol⸗ des 6ott, den, „lie- be⸗ ihr licht die lern. nem llei· 80 bei⸗ dlaß hret NMNNMNNNNNN Reformationsfest. MNNNNNNMNNMN denn dein Wort erquicket mich. die nem 6esetz. herr, wenn ich geclenke, Stoljen haben ihren Spott an mir; wie du von der Welt her gerichtet dennoch weiche ich nicht von dei⸗hast, so werde ich getröstet. Epistolische Cektion. 1. Kor. 3, 11 23.(Einen andern örund kann niemand legen.) Einen andern örund kann jzwar niemand legen außer dem, der ge⸗ legt ist, welcher ist Jesus Christus. So aber jemand auf diesen örund bauet Gold, Silber, Cdelsteine, holz, heu, Stoppeln, so wird eines jegli⸗ chen Werk offenbar werden; der Tag wird es klar machen; denn es wird durchs feuer offenbar werden, und welcheriei eines jeglichen Werk sei, wird das feuer bewähren. Wird semandes Werk bleiben, das er dar- auf gebauet hat, so wird er Cohn empfangen. Wird aber jemandes erk verbrennen, so wird er des Schadlen leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch, als durchs feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr õot⸗ tes Tempel seid, und der õeist õottes in euch wohnet? so jemand den Tempel sottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. Nie⸗ mand betrüge sich selbst. Welcher sich unter euch dünkt, weise zu sein, der werde ein arr in dieser Welt, daß er möge weise sein. Denn die⸗ ser Weit Leisheit ist Torheit bei6ott. denn es stehet geschrieben:»Ddie Ueisen erhaschet er in ihrer slug⸗ heit.« Und abermal:»der herr weiß der Weisen oedanken, daß sie eitel sind.« Darum rühme sich nie⸗ mand eines menschen. Es ist alles euer: Es sei Paulus oder Apollo, es sei stephas odler die Welt, es sei das leben oder der Tod, es sei das õegen; wärtige oder das Zukünftige, alles ist euer, ihr aber seid christi, chri⸗ stus aber ist õottes. Evängelische Cektion. Matth. 11, 20- 30. (sommt her ju mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.) Da fing er an, die Städte zu schel⸗ ten, in welchen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert: Wehe dlir, Chorazin! wehe dir, BethsaidallDä⸗ ren solche Taten zu Tyro und Sidon geschehen, als bei euch geschehen sind, sie hätten vor Zeiten im Sack und in der Asche Buße getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyro und Si- don erträͤglicher ergehen am jüng⸗ sten ericht denn euch. Und du, stãpernaum, die du bist erhoben bis an den himmel, du wirst bis in dlie höllehinuntergestoßen werden. Denn so zu Sodlom die Taten gesche⸗ hen wären, die bei dir geschehen sind, sie stünde noch heutiges Tages. Doch ich saͤge euch: Es wird der So⸗ domer Lande erträglicher ergehen am jüngsten 6ericht denn dir. Zu dlerselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, VUater und herr himmels und der Erde, sdlaß du solches den Weisen und slu⸗ gen verborgen hast, und haͤst es den Unmündigen offenbaret. Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig 25⁵ NDMDh semeinsamer buß- und Bettäg. DM gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der vater; und nie⸗ mand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. stommet her zu mir alle, die ihr mühselig und bela⸗ den seid, ich will euch erquicken. nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir; denn ich bin sanft⸗ mütig und von herzen demü⸗ tig; so werdet ihr Ruhe fin⸗ den für eure Seelen. denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. psalm 46.(Der hErr ist bei ihr drinnen.) bott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürch⸗ ten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, und die Berge mitten ins meer sänken, wenn gleich das eer wütete und walle⸗ te, und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Sela. Dennoch soll dlie Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die hei⸗ ligen Wohnungen des höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, dar⸗ um wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr frühe. Die heiden müssen verzagen, und die Königreiche fal⸗ len; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. Der hErr Zebaoth ist mit uns; der 6ott Ja⸗ kobs ist unser Schutz. Sela. RKommt her, und schauet die Werke des hErrn, der auf Erden solch Zerstö⸗ ren anrichtet; der den sriegen steuert in aller Welt; der Bogen jerbricht, Spieße zerschlägt, und Wagen mit feuer verbrennt. Seid stille, und erkennet, daß ich Gott bin. Ich will Chre einlegen unter den heiden; ich will hre einlegen auf Erden. Der heErr Zebaoth ist mit uns; der õott Jakobs ist unser Schutz. Sela. Cektion àaus dem Ueuen Testamente. Ebr. 13, 79.(õedenkt an eure Lehrer.) Gedenket an eure Lehrer, die euch auch in wigkeit. Lasset euch nicht das Wort õottes gesagt haben, wel mit mancherlei und fremden Leh⸗ cher Ende schauet an, und folget ren umtreiben; denn es ist ein ihrem 6lauben nach. Jesus christus] köstlich Ding, dlaß das herʒ fest wer · gestern und heute, und derselbige sde, welches geschiehet durch 6nade. Gemeinsamer Buß⸗und Bettag. Vormittägs. Epistolische Cektion. göm. 2, 1-11.(berachtest du den Reichtum seiner öüte, oecluld und Langmütigkeit?) Darum, o mensch, kannst du dlich der da richtet; denn worinnen du nicht entschuldigen, wer du bist,einen andern richtest, verdammest 25⁰ M nest NNMNMN semeinsamer Buß- und Bettag. NNNN du dich selbst sintemal du eben das selbige tust, das du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht über die, so solches tun. Den⸗ kest du aber, o ensch, der du rich· test die, so solches tun, und tust auch dasselbige, daß du dem Urteil õot⸗ tes entrinnen werdest? oder ver· achtest du den Reichtum seiner 6üte, õedluld und Cangmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich öottes õüte zur Buße leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen her · zen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten oerichts Gottes, Welcher geben wird einem seglichen nach seinen Werken: namlich Ppreis und hre und unver⸗ gängliches Wesen denen, die mit Gedluld in guten Werken trach⸗ ten nach dem ewigen Leben: aber denen, die da zãnkisch sind, und der Wahrheit nicht gehorchen, ge⸗ horchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn; Trübsal und Angst über alle Seelen der men⸗ schen, die da Böses tun, vornehm⸗ lich der Juden und auch der õrie⸗ chen; Preis aber und cChre und friede allen denen, die da Gu⸗ tes tun, vornehmlich den Juden und auch den õriechen. Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. Ebangelische Cektion. Cuc. 13, 1—9.(Er suchte frucht am feigenbaume und fand sie nicht.) Es Waren aber ju derselbigen Zeit etliche dabei, die verkündigten ihm von den 6aliläern, welcher Blut pilatus samt ihrem opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß dliese oalilãàer vor allen aliläern sSünder gewesen sind, dieweil sie dãs erlitten haben? Ich sage: Nein; sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkom⸗ men. Oder meinet ihr, daß die acht⸗ zehn, auf welche der Turm in Siloa fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich saͤge: nein; sondern, so ihr euch nicht bes⸗ sert, werdet ihr alle auch also um⸗ kommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen fei; genbaum, der war gepflanzt in sei⸗ nem UWeinberge; und kam, und suchte frucht darauf, und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Wein⸗ gäͤrtner:Siehe, ich bin nun drei Jah · re lang alle Jahre kommen, und hãbe frucht gesucht auf diesem fei; genbaum, und finde sie nicht; haue ihn ab; was hindert er das LCand? Er aber antwortete und sprach ju ihm: herr, laß ihn noch dies Jahr, bis dãß ich um ihn grabe, und bedn⸗; ge ihn, ob er wollte frucht bringen: wo nicht, so haue ihn darnach ab. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. psalm 85.(hẽrr, erzeige uns deine õnade, und hilf uns) herr, der du bist vormals gnädig! die õefangenen Jakobs erlöset; der gewesen deinem Lande, und hast du die missetat vormals vergeben 2³⁷ hast deinem Volk, und alle ihre Ssünde bedecket, Sela; der du vor; mals hast allen deinen ZJorn aufge; hoben, und dich gewendet von dem 6rimm deines Zorns; tröste uns bott, unser heiland, und laß ab von lleiner IUngnade über uns! Willst dlu denn ewiglich über uns zürnen, und deinen Zorn gehen lassen im⸗ mer für und für? Wilist du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dlein Volk über dich freuen möge? herr, erzeige uns deine nade, und hilf uns! Nch, daß ich hören sollte, daß õott der herr redete, daß er RMRNMNN bemeinsamer Buß- und Bettag. RRNNNN frieden zusagte seinem Volk und seinen heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch ist sa seine hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in unserm Lande Chre wohne; daß 6üte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und friede sich küssen; daß Treue auf der Erde wachse, und öerech⸗ tigkeit vom himmel schaue; daß uns auch der heErr Gutes tue, dlamit unser Cand sein õewächs gebe; daß Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe, und im Schwange gehe. Lektion aus dem leuen Testamente. offenv. 22, 1-5: 10—15. Ciehe, ich omme bald, und mein Lohn mit mir. Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein stristall; der ging von dem Stuhl Gottes und des Tammes. mitten auf ihrer Gasse und auf beiden Seiten des Stromes stund holz des Cebens, das trug zwölferlei früchte, und brachte seine früchte alle Monate; und die Blätter des holzes dienten zu der 6esundheit der heiden. Und wird kein Ver⸗ banntes mehr sein; und der Stuhl Gottes und des CLCammes wird dar⸗ innen sein; und seine senechte werden ihm dienen, und sehen sein Angesicht; und sein name wird an ihren Stirnen sein. Und wird keine nacht da sein, und nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der hẽrr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Kwigkeit 2³⁸ zu Ewigkeit. Und er spricht zu mir: Uersiegele nicht die Lorte der Weis· sagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe. Wer böse ist, der sei immerhin böse; und wer unrein ist, der sei immerhin unrein; aber wer fromm ist, der sei immerhin fromm; und wer heilig ist, der sei immerhin heilig. Und siehe, ich komme bald, und mein Cohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das N und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Selig sind, die seine oebote halten, auf daß ihre acht sei an dem hHolj des[ebens, und zu den Toren ein⸗ gehen in die Stadt. Denn draußen sind die hunde und die Zauberer und die hurer und die Totschlãger und die Abgöttischen und alle, die lieb haben und tun die ügen. nir: els· die sei rein wer hin sei ich mit wie bin und ehte. Iten, Holzʒ ein · hen erer ãger llie MMNNNMNR Die Geschichte des Ceidens, Sterbens und der Nuf⸗ erstehung unsers heErrn und heilandes Jesu christi, aus den vier vangelisten zusammengezogen. Erste Abteilung. Das Leiden Jesu am ölberge. Da Jesus und seine Jünger(nach dem õenuß des Osterlamms und der Einsetzung des heiligen Abend⸗ mahls) den Cobgesang gesprochen haͤtten, ging er hinaus nach seiner bewohnheit über den Bach sidron an den ölberg. ẽs folgten ihm aber seine jünger nach. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle argern an mir, denn es stehet geschrieben:»Ich werde len hirten schlagen, und die Schafe der herde werden sich zerstreuen. Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in 6alilãda. Pe⸗ trus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an Uir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: heute, in dieser Lacht, ehe denn der haãhn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, wollte ich dich nicht verleugnen. Desselbigen glei⸗ chen sagten auch alle Jünger. Dã kam Jesus mit ihnen zu einem hof, der hieß õethsemane; da war ein õarten, darein ging Jesus und seine jünger. Judas aber, der ihn verriet, wußte den ort auch, denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jjüngern. Da sprach Je⸗ sus zu ihnen: Setzet euch hie, bis daß ich dorthin gehe, und bete. Und er nahm zu sich Petrum und Jako⸗ bum und Johannem, die zween Söhne Zebedäi, und fing an, ju trauern, ju zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hie, wachet mit mir und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Und er riß sich von ihnen beĩ einem Steinwurf, und knieete nieder, fiel duf sein Angesicht auf die Erde, und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüberginge; und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles möglich; überhebe mich dieses selchs; dloch nicht, was ich will, sondern was du willst. Und er kam zu seinen Jjüngern, und fand sie schlafend, und sprach ju petro: Si⸗ mon, schläfst du? vermöchtest du nicht, Eine Stunde mit mir zu wa⸗ chen? Waͤchet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der õeist ist willig, aber das fleisch ist schwach. zum andern mal ging er hin, be · tete und sprach: ein Vater, ist es nicht möglich, daß dieser selch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille. Und er Ram und fand sie abermal schlafend, denn ihre Rugen waͤren vollschlafs, und wußten nicht, was sie ihm 2⁵⁰ NMDMDNMN Die õeschichte des eidens, Stervens und der antworteten. Und er ließ sie, und ging abermal hin und betete zum dritten Mal, und redete dieselbigen Worte. Es erschien ihm aber ein Engel vom himmel und stärkte ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es war aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Crde. Und er stund auf vom 6ebet, und kam zu seinen Jjüngern, und fand sie schlafen vor Traurigkeit, und sprach zu ihnen: Ach! wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug. Sehet, die Stunde ist kommen und des menschen Sohn wird über⸗ antwortet in der Sünder hände; stehet auf, und lasset uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in An; fechtung fallet. Und alsbald, da er noch redete, Ram Jullãs, der Zwölfen einer, da er hat · te zu sich genommen die Schar und Diener der hohenpriester undphari⸗ säer, der Altesten und Schristgelehr⸗ ten, ging vor ihnen her, und kam dahin mit fackeiln, Lampen, mit Schwertern und mit Stangen. Als nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus, und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von nazareth. Jesus sprach zu ih⸗ nen: Ich bins. Judas aber, der ihn verriet, stund auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bins, wichen sie jurück und fielen u Bo⸗ den. Dã fragte er sie abermat: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von nazareth. Jesus antwortete: Ich habe es euch gesagt, daß ich es sei; suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen. Auf daß das Wort erfüllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir ge; geben hast. Der Verräter aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und ge⸗ sagt: Welchen ich küssen werde, der ists; den greifet, und führet ihn ge · wiß. Und alsobald trat er ju Jesu, ihn zu küssen, und sprach: egrüßet seist du, Rabbi! und küssete ihn. Jesus aber sprach zu ihm: mein freund, warum bist du Rommen? Judaã, verrãtst du des snenschen Sohn mit einem fuß? Da traten sie hinzu, und legten die hande an Jesum, und griffen ihn. Dã aber sahen, die um ihn waren, wäs da werden wollte, sprachen sie ju ihm: heErr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Da hatte Simon petrus ein Schwert, und jog es aus, und schlug nach dles hohenpriesters necht, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der senecht hieß Malchus. Jesus aber antwortete und sprach: LCaßt sie doch so ferne machen. Und zu petro: Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen. oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf egionen Engel? Wie würde aber die Schrist erfüllet? Es muß also geschehen. Soll ich den selch nicht trinken, den mir mein Vater ge⸗ geben hat? Und rührete sein ohr an, und heilete ihn. Zu der Stunde sprach Jesus zu den hohenpriestern und hauptleuten des Tempels und den Altesten, die 20⁰ TC XæM NNNNRe ..—— Auferstehung unsers hErrn und heilandes Jesu Christi. über ihn kommen waren: Ihr seid als u einemmörder mit Schwertern undmitstangenausgegangen, mich zu fangen; bin ich doch täglich bei euch gewesen und habe gelehret im Tempel, und ihr habt keine hand an mich gelegt; aber dies ist eurestundle und die macht der finsternis, auf dlaß die Schrift erfüllet werde. Dã verließen ihn alle Jünger, und flo⸗ hen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Lein · wänd gekleidet auf der bloßen haut; und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Ceinwand fahren, und flohe bloß von ihnen. Zweite Abteilung. Das Leiden Jesu vor dem geistlichen serichte. Die Schar aber und der oberhaupt⸗ mann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn, führeten ihn aufs erste zu hannas; der war saiphas Schwäher, wel⸗ cher des Jahrs hoherpriester war. Es War aber staiphas, der den Ju⸗ den riet, es wäre gut, daß Einmensch würde umgebracht für das Volk. Und sie führten ihn zu dem hohen; priester Raiphas, dahin alle hohen⸗; priester und Schriftgelehrten und Altesten sich versammelt haͤtten. Simon petrus aber folgte Jesu von ferne und ein andrer Jünger bis an den palast des hohenpriesters. Derselbe Jünger war dem hohen⸗ priester bekannt, und ging mit Je⸗ su hinein in des hohenpriesters Pa⸗ lãst. Petrus aber stund draußen vor ler Tür. Da ging der andre Jün⸗ ger, der dem hohenpriester bekannt wär, hinaus, und redete mit der Türhüterin und führte Petrum hin⸗; ein. Es hãtten aber die snechte und Diener ein Kohlfeuer gemacht mit⸗ ten im palast, denn es war kalt, und wärmeten sich. Petrus aber setzte sich mitten unter sie, und wärmete sich, auf daß er sähe, wo es hinaus· wollte. Aber der hohepriester fragte Jesum um seine jünger und um seine Leh; re. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt; ich hãabe allezeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Ju⸗ dlen jusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragst du mich darum? frage dlie darum, die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt hãbe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabei stunden, Jesu einen Backenstreich und sprach: Solltest du dem hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: ha⸗ be ich übel geredet, so beweise es, daß es Unrecht sei; habe ich aber recht geredlet, was schlägst du mich? Und hannas hatte ihn gebunden gesandt ju dem hohenpriester sai; phãs. Die hohenpriester aber und die Al- testen, und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihm zum cdode brächten, und fanden keins, wiewohl viel fal⸗ sche Zeugen herzutraten; denn ihre Zeugnisse stimmeten nicht überein. Zuletzt traten herzu jween falsche 2⁰1 Zeugen und sprachen: Wir haben gehöret, daß er sagte: Ich kann und will den Tempel Gottes, der mit händen gemacht ist, abbrechen, und in dreien Tagen einen andern bau⸗ en, der nicht mit händen gemacht ist. r Zeugnis aber stimmete noch nicht überein. Und der hoheprie⸗ ster stund auf unter sie, und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich jeugen? Jesus aber schwieg stille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der hohepriester abermal, und sprach ju ihm: Ich beschwöre dlich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn des hochgelobten Gottes? Jesus sprach: Du saͤgest es, ich bin es; dloch saäge ich euch: Uon nun an werdet ihr sehen des menschen Sohn sitzen zur rechten hand der straft, und Kommen in den Wolken dles himmels. Da zerriß der ho⸗ hepriester seine seleider, und sprach: Er hat Gott gelästert; was dürfen wir weiter Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine õotteslͤsterung ge⸗ hört. Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Die män⸗ ner aber, die Jesum hielten, verspot; teten ihn, und speieten aus in sein Angesicht, und schlugen ihn mit fäusten. Etliche aber verdeckten ihn, und die snechte schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist es, der dich schlug? Und viel andere Lästerung sagten sie wider ihn. Simon petrus aber waͤr(wie vor⸗ hin erzählt worden) draußen im Palast; da kam des hohenpriesters WMMNNMNN Nedie beschichte des Ceidens, Sterbens und der 2⁰² mägde eine, die Türhüterin, und dã sie Petrum unter den senechten bei dem feuer sahe, schauete sie ihn an und sprach zu ihm: Ind du wa⸗ rest auch mit dem Jesus aus Galilda. Er aber verleugnete vor ihnen al⸗ len, und sprach: Weib, ich bins nicht, ich kenne ihn nicht, ich weiß auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof und der hahn krähete. Und als er zur Tür hinaus⸗ ging, sahe ihn nebst der vorigen eine andere magd, die sprachen zu denen, die dabei stunden: Dieser war auch mit dem Jesu von Naza⸗ reth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger einer? Und ein anderer sprach: Du bist auch der einer. Und er leugnete aber⸗ mal und sprach: mensch, ich bins nicht, und schwur dazu: Ich kenne des Menschen nicht. Und über eine kleine Weile bei einer Stunde be⸗ kräftigte es ein anderer mit denen, die dabei stunden, und sprachen: Wahrlich, du bist auch der einer, denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verrät dlich. Spricht des hohenpriesters snechte einer, ein Gefreundter des, dem petrus dlãs Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dlich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an, sich ju verfluchen, und zu schwören: Ich kenne den menschen nicht, von dem ihr saget. Und als⸗ bald, da er noch redete, xrahete der hahnzum andernmal. Und der hjrr waändte sich um, und sahe Petrum an. Dãa gedlachte betrus an das Wort Jesu, das er zu ihm gesagt hatte: Che der hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus, und weinetebitterlich. ler und ten ihn Waã⸗· läa. wal⸗ icht, auch zing ahn aus- igen n iu ieser Idid- Bist Und auch wer⸗ bins enne eine ebe⸗ nen, chen: uner, und richt iner, etrus he ich Da nd ju schen Hals- te ller HeErt trum Wort e: Che st dlu nd er erlich. Nuferstehung unsers herrn ung heilandes Jesu Christi. MM Ddes morgens aber versammelten sich alle hohenpriester, Schristge⸗ lehrten und die Altesten des Volks, dlaju der ganʒe Rat, und hielten ei⸗ nen Rat über Jesum, daß sie ihn töteten. Und führten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und laßt mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des menschen Sohn sitzen jur rechten hand der sraft Gottes. Dã sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin es. Sie aàber sprachen: Was dürfen wir weiter Zeugnis? Wir haben es selber gehöret aus seinem munde. Dritte Abteilung. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen serichte. Und der ganze haufe stund auf, und banden Jesum, führeten ihn von staiphas vor das Richthaus, und überantworteten ihn dem Land⸗ pfleger Pontio Pilato. Und es war noch früh. Dã dlas sah Judas, der ihn verraten hãtte, daß er verdammt war zum Todle, gereuete es ihn, und brachte wieder die dreißig Silberlinge den hohenpriestern und den Altesten, und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten hãbe. Sie sprachen: Was gehet uns dlas an? dã siehe du zu. Und er warf dlie Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhängte sich selbst; und ist mitten entzwei⸗ geborsten und sein ingeweide aus- geschüttet. Aber die hohenpriester nahmen die Silberlinge, und spra⸗ chen: Es taugt nicht, daß wir sie in den 6otteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat, und kauften einen Töpfers⸗ Acker darum, zum Begräbnis der pilger. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also daß derselbige Acker genannt wird auf ihre Sprache Akeldama, das ist, ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Je⸗ remias, da er spricht:»Sie haben genommen dreißig Silberlinge, da; mit bezahlet ward der Uerkaufte, welchen sie kauften von den sein⸗ dern Israel, und haben sie gegeben um einen Töpfers⸗-Acker, als mir der heErr befohlen hat.⸗ Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern die ostern essen möchten. Da ging pilatus zu ihnen heraus, und sprach: Was bringet ihr für eine lage wider diesen mlenschen? sie antworteten und sprachen ju ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach pi⸗ latus ju ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem 6e⸗ setz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten. Auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, wel⸗ ches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde. Dã fingen an die hohenpriester und Altesten ihn hart zu verklagen und sprachen: Diesen finden wir, daß er 2⁰³ das Uolk abwendet, und verbietet, den Schoß dem staiser zu geben, und spricht: Er sei Christus, ein König. Da ging pilatus wieder hinein in dãs Richthaus, und rief Jesum und fragte ihn und sprach: Bist du der Juden sfönig? Jesus aber stund vor llem Landpfleger, und antwortete: Reclest du das von dir selbst, odler ha· ben es dir andre von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die hohen⸗ priester haben dich mir überant⸗ wortet, was hast du getan? Jesus antwortete: mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von llieser Welt, meine Diener würden dlarob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dan · nen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein stönig? Jesus antwortete: Du saͤgst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren, und in die Welt kommen, daß ich die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stim⸗ me. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das ge⸗ sagt, ging er wiedler hinaus zu den Juden, und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und llie hohenpriester und Altesten be⸗ schuldigten ihn hart, er aber aͤnt⸗ wortete nichts. Da fragte ihn Pilato abermal und sprach: Antwortest du nichts? hörest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Lort mehr, also dlaß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hielten an, und sprachen: Er hat das Volk er⸗ reget, damit daß er gelehret hat 2⁰⁴ NMMNMDNMN Die öeschichte des eidens, Sterbens und der hin und her im ganzen jüllischen lande, und hat in õalilãa angefan; gen bis hieher. Dã aber Pilatus õalilãa hörte, fragte er, ob er aus õalilãa wäre? Und als er vernahm, daß er unter herodis oObrigkeit gehörte, übersandte er ihn ju herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aber herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret, und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts. Die hohenpriester aber und Schristge⸗ lehrten stunden, und verklaͤgten ihn hart. Aber herodes mit seinem hofgesinde verachtete und verspot⸗ tete ihn, legte ihm ein weißes seleick an, und sandte ihn wieder zu pilato. Auf den Tag wurden pilatus undhe⸗ rodles freunde miteinander; denn zuvor waren sie einander feind. Pi- latus aber rief die hohenpriester und die obersten und das Volk zu⸗ sammen, und sprach zu ihnen: Ihr hãbet dliesen menschen zu mir braͤcht, als der das Volk abwendet; und siehe, ich habe ihn vor euch verhöret und finde an dem menschen der Sãchen keine, die ihr ihn beschuldi⸗ get; herodes auch nicht; denn ich hãbe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn bracht, das des Todes wert sei. Darum will ich ihn jüchtigen und losgeben. Auf das Osterfest aber mußte der Landpfleger nach ewohnheit dem Volke einen öefangenen losgeben, welchen sie begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen 6efangenen, einen Sr2s—.—• EEEE — — SSS s⸗ee = — — Nuferstehung unsers hErrn und heilandes Jesu Christi. M sonderlichen vor andern, der hieß Barabbas, welcher war um eines Aufruyrs, der in der Stadt geschahe, und um eines mordes willen in das Gefängnis geworfen. Und das Volk ging hinauf, und bat, daß er täte, wie er pflegte. Und da sie versam⸗ melt waren, sprach bilatus zu ihnen: Ir habet eine oewohnheit, daß ich euch einen losgebe auf ostern wel · chen wollet ihr, daß ich euch losgebe? Barabbam oder Jesum, den sönig der Juden, von dem gesagt wird: Er seichristus? Denner wußte wohl, dlaß ihn die hohenpriester aus Neid lberantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhle saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: habe du nichts zu schaf⸗ fen mit diesem 6erechten, denn ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die hohenpriester und Alte⸗ sten überredeten und reizten das Volk, daß sie um Barabbas bitten sollten, und Jesum umbrächten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wol⸗ let ihr unter diesen zween, den ich cuch soll losgeben? Da schrie der ganjehaufeundsprach: hinweg mit liesem, und gib uns Barabbam los. Da rief Pilatus abermal zu ihnen, und wollte Jesum loslassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird: Er sei Christus, und den ihr beschuldi⸗ get, er seĩ ein Rönig der Juden? Sie schrieen abermal: sreuzige, kreu⸗ zige ihn! Er aber sprach jum drit⸗ ten mal ju ihnen: Was hat er denn Ubels getan? Ich finde keine Ursache sles Todes an ihm; darum will ich ihn jüchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem 6eschrei, und forderten, daß er gekreuzigt würde. Und ihr und der hohen⸗ priester õeschrei nahm überhand. Da aber Ppilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß viel ein grö⸗ ßer etümmel ward, gedachte er, dem volke genug ju tun und ur⸗ teilte, daß ihre Bitte geschähe, nahm Wasser, und wusch die hande vor dem Volk, und sprach: Ich bin un; schuldig an dem blute dieses õerech· ten; sehet ihr zu! da antwortete (las ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsre finder! Da gab er ihnen Ba; rabbam los, der um Nufruhrs und ords willen war ins 6efängnis geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum ließ er geißeln, und überantwortete ihn, daß er gekreu⸗ ziget würde. Da nähmen die striegsknechte des landpflegers Jesum ju sich in das Richthaus, und riefen zusammen dlie ganze Schar, und jogen ihn aus, und legten ihm einen Ppurpurman⸗ tel an; und flochten eine rone von Dornen, und setzten sie auf sein haͤupt, und gaben ihm ein Rohr in seine rechte hand, und beugten die sniee vor ihm, spotteten ihn und sprachen: 6egrüßest seist du, der Juden onig! und gaben ihm Backenstreiche, speieten ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen dlamit sein haupt. Dã ging Pilatus wieder heraus, und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erken⸗ net, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus, und 2⁰³ trug eine Dornenkrone und pur- purkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein ensch! Da ihn die hohenpriester und die Diener sa⸗ hen, schrieen sie und sprachen: Rreu; zige, Kreuzige ihn! pilatus spricht zu ihnen: nehmet ihr ihn yim, und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. die Juden ant⸗ worteten ihm: Wir haben ein 6e⸗ setz, und nach dem 6esetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu ottes Sohn gemacht. Da pilatus slas Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr und ging wieder hinein in dlas Richthaus, und spricht zu Jesu: von wannen bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu Kreuzigen, und Macht hãbe, dich loszugeben. Jesus ant⸗ wortete: Du hättest keine macht über mich, wenn sie dir nicht wäre NMNNNNNNN N Die beschichte dles Leidens, Sterbens und der von oben herab gegeben; darum, ler mich dir überantwortet haͤt, der hats größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn los ließe. Die Juden aber schrieen, und sprachen: Lässest du diesen los, so bist du des faisers freund nicht; denn wer sich selbst zum sönige macht, der ist wider den saiser. Dã Ppilatus das Wort hörete, führete er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl, an der Stätte, die dda heißt hochpflaster, auf Ebräisch aber 6abbatha. Es war aber der Rüsttag in ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Ju⸗ dlen: Sehet, das ist euer onig! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! kreuzige ihn! Spricht pilatus ju ihnen: Soll ich euren önig kreu⸗ zigen? Die hohenpriester antworte⸗ ten: Wir haben keinen tönig denn den staiser. Da überantwortete er ihn, daß er gekreuziget würde. Vierte Abteilung. Die streuzigung und der dod Jesu. Da nähmen die striegsknechte Je⸗ sum,(den sie verspottet hatten) zo⸗ gen ihm den mantel aus, und zogen ihm seine eigenen sleider an, und führten ihn hin, daß sie ihn kreu⸗ gten; und er trug sein reuz. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen menschen, der vorüberging, von syrene, mit amen Simon, der vom felde kam, der ein Vater Alex⸗ andri und Rufi war; den zwangen sie, und legten das sreuz auf ihn, daß ers Jesu nachtrüge. Es folgte ihm aber nach ein großer haufe Volks und Weiber, die klag⸗ ten und beweineten ihn. Jesus aber 206 wanate sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet lber euch selbst und über eure stin⸗ ler. Denn siehe, es wird die Zeit Rom⸗ men, in welcher man sagen wira: Selig sinddieUnfruchtbaren unddie Leiber, die nicht geboren haben, und dlie Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie anfangen, zu sagen zu den Bergen: fallet über unsꝛ und ju den hügeln: Decket uns! Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführet wWeen andre Übeltäter, daß sie mit 1 S. S.—e AE Nuferstehung unsers herrn und heilandes Jesu christi. MM ihm abgetan würden. Und sie brach⸗ ten ihn an die Stätte, die da heißt duf Ebrãisch õolgatha, das ist ver· deutschet Schädelstätte, und sie ga ben ihm myrrhen im Wein zu trin⸗ ken; und da ers schmeckte, wollte ers nicht trinken. Und sie kreuzigten ihn daselbst und die zween Ubeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen jur Linnen, Jesum aber mitten inne. Da ward dlie Schrift erfüllet, die da sagt:»Er ist unter die Ubeltäter gerechnet.⸗ Jesus aber sprach: vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Pilatus aber schrieb eine Überschrist, und setzte sie auf das streuʒ oben zu seinem haupt, als die Ursache seines Todes. Es war aber geschrieben: Jesus von Uazareth, der Juden sö- nig. Diese Uberschrist lasen viel Ju⸗ den; denn die Statte war nahe bei dler Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebrä⸗ ische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die hohenprie⸗ ster der Juden zu Pilato: Schreib nicht: Dder Juden stönig, sondern dlaß er gesagt habe: Ich bin der Ju⸗ den sönig. pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Und die sriegsknechte, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen seine Rleider, und machten vier ceile, ei⸗ nem jeglichen sriegsknecht ein deil, dlazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an ge⸗ wirket durch und durch. Da spra⸗ chen sie untereinander: Laßt uns den nicht jerteilen, sondern darum losen, wes er sein soll. Auf daß er · füllet würde die Schrist, die da sagt: »Si haben meine stleider unter sich geteilet, und haben über meinen Rock das Cos geworfen.« Solches taten die sriegsunechte. Und sie saßen allda, und hüteten sein. Cs war aber um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Und das Uolk stund, und sah zu. Die aber vorübergingen, lästerten ihn, und schüttelten ihre söpfe, und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel, und bau⸗ est ihn in dreien Tagen, hilf dir sel⸗ ber! Bist du 6ottes Sohn, so steige herab vom streuz! Desgleichen auch dlie hohenpriester verspotteten ihn untereinander mit den Schriftge⸗ lehrten und Altesten samt dem Vol⸗ ke, und sprachen: Er hat andern geholfen, und kann ihm selber nicht helfen. Ist er Christus, der stonig von 7srael, der Nuserwählte sottes, so helfe er ihm selber, und steige nun vom streuz, auf daß wirs se⸗ hen, und glauben ihm. Er hat sott vertraut, der erlöse ihn nun, lüstet es ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten ihn auch dlie friegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber. Aber der Ubeltäter einer, die da ge⸗ henkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte ihn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, ler du doch in gleicher VDerdammnis bist? Und zwar wir sind billig drin⸗ nen, denn wir empfangen, was unsre Taten wert sind; dieser aber 2⁰²⁷ MMDMNMNMDN Die Geschichte hat nichts Ungeschicktes gehandlelt. Und sprach zu Jesu: herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich Rommst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein. Es stunden aber bei dem Kreuze Jesu seine mutter und seiner mutter Schwester maria, sleophas Ieib, und maria magdalena. Da nun Je⸗ sus seine mutter sahe, und den Jün⸗ ger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Zünger: Siehe, das ist deine mutter: und von Stund an nahm sie der Jünger zu sich. Und von der sechsten Stunde an ward eine finsternis über das ganze Land bis an die neunte Stunde, und dlie Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Cli, Cli, lama asab· thani? das ist: ein oott, mein oott, warum hast du mich verlassen? Et⸗ liche aber, die dabei stunden, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Clias. Darnach, als Jesus wußte, daß jchon alles vollbracht war, daß die Schrist erfüllet würde, spricht er: Mich dür⸗ stet. Da stund ein oefäß voll Essig, und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen schwamm, und füllte ihn mit Essig, und steckte ihn auf ein Rohr von Vsop, und hielts ihm dar jum munde, und tränkete ihn, und sprach mit den andern: halt, laß sehen, ob Elias komme und ihn herabnehme. da nun Jesus den Es⸗ sig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und abermal rief er les Ceidens, Sterbens und dler meinen 6eist in deine hande. Und als er das gesagt, neigte er das haupt, und gab seinen Geist auf. Und siehe da, der vVorhang im Tem⸗ pel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die erde er- bebte, und die felsen zerrissen, und die õraber taten sich auf, und stun⸗ den auf viel Leiber der heiligen, llie da schliefen, und gingen aus llen õräbern nach seiner Aufersteh⸗ ung, und kamen in die heilige Stãdt, und erschienen vielen. Aber der hauptmann, der dabei stund gegen ihm über, und die bei ihm waren, und bewahreten Je⸗ sum, da sie sahen, daß er mit sol⸗ chem öeschrei verschied, und sahen das Crdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr, und priesen öott und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer mensch und Hottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und jusah, da sie sahen, Was dã geschah, schlugen sie an ihre brust und wandten wieder um. Es stunden aber alle seine berwand⸗ ten von ferne, und viele Weiber, dlie ihm aus Galiläa waren nach⸗ gefolget, unter welchen war maria mlagdalena und maria, des klei⸗ nen Jakobus und Joses mutter, und Sdlome, die mutter der ginder ze⸗ bedläi, und viele andere, die mit ihm gen Jerusalem gegangen waren, und hatten ihm gedienet, und sa⸗ hen das alles. Die Juden aber, dieweil es der Rüst⸗ tag war, daß nicht die Leichname am streuze blieben den Sabbath über,(denn desselbigen Sabbaths Tag war groß,) baten pilatum, laut, und sprach: vater, ich befehle 2⁰8⁸ ddaß ihre Beine gebrochen, und sie Huferstehung unsers hErrn und heilandles Jesu Christi. M abgenommen würden. da kamen llie sriegsknechte, und vrachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber ju Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der sriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es be; zeuget, und sein Zeugnis ist wahr; und derselbige weiß, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, dlaß die Schrift erfüllet würde:»Ihr sollt ihm kein bein zerbrechen.« Und abermal spricht eine andre Schrift:»Sie werden sehen, in wel⸗ chen sie gestochen haben.⸗ fünfte Abteilung. Das Begräbnis Jesu. Daͤrnach am Abend, weil es der küsttag war, welcher ist der Vor⸗ sabbath, kam ein reicher ann von Arimathia, der Stadt der Juden, mitllamen Joseph, der war ein Rats- herr, ein guter frommer mann, Welcher auch auf das Reich Gottes wartete; der hatte nicht gewilliget in ihren Rat und handel, denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus furcht vor den Juden. der wägte es, und ging zu Pilato, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. pPilatus aber ver⸗ wunderte sich, daß er schon tot war, und rief den hauptmann, und fragte ihn: ob er längst gestorben wäre? Und als er es erkundet von dem hauptmann, befahl er, man sollte Joseph den Leichnam Jesu geben. Und Joseph Kaufte eine Leinwand. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der lacht ju Jesu Rom⸗ men war, und brachte Myrrhen und Aloe untereinander bei hun⸗ dert Pfunden. Da nahmen sie den Ceichnam Jesu, und wickelten ihn in eine reine Leinwand, und ban⸗ den ihn in leinene Tücher mit Spe; zereien, wie die Juden pflegten zu begraben. Es war aber an der Stätte, dã er gekreuziget ward, ein 6arten, und in dem õarten ein neu⸗; es Grãb, das war Josephs, welches er hätte lassen in einen felsen hauen, in welches niemand je geleget war. Daselbst hin legten sie Jesum um dles Rüsttages willen der Juden, dlieweil der Sabbath anbrach und das 6rab nahe waͤr, und wälzeten einen großen Stein vor die Tür des 6rãbes, und gingen davon. Es wa⸗; ren aber allda maria magdalena und maria Joses und die Weiber, dlie mit Jesu kommen waren aus Gäliläa, die folgeten nach, setzten sich gegen das örab und beschaueten, wohin und wie sein Leib gelegt wäard. Sie kehrten aber um, und bereiteten Spezerei und Salben. Und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttage, kamen die hohen⸗ priester und Pharisäer sämtlich zu Pilato, und sprachen: herr, wir haben gedacht, daß dieser Verfüh⸗ rer sprach, dã er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. 2⁰ Darum befiehl, daß man das õrab verwahre bis an den dritten Tag, auf da nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn, und sagen jum Volke: Er ist auferstanden von den Toten; und werde der letzte Betrug NMNMNMNNMNNN die öeschichte des(eidens, Sterbens undaler arger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habet ihr die hüter; gehet hin und verwahret es, wie ihr wisset. Sie gingen hin, und verwahrten das 6rab mit hütern, und versiegelten den Stein. Sechste Abteilung. Die Nuferstehung und himmelfahrt Jesu. Zur ersparung des Raums ist das in den vangelien hiervon Enthaltene nur dem In⸗ halte nach angeführt, das Ubrige aber in harmonischer oraͤnung ausführlich beigefügt worden. Als die im vorigen Abschnitt be⸗ naͤnnten gottseligen Weiber und etliche mit ihnen an dem ersten Sabbather(d. i. Wochentage) mit dem Anbruch des Tages sich nach ddem õrabe Jesu begaben, um ihn mit den zubereiteten Spezereien zu salben, wird noch vor ihrer An. kunst das õrab Jesu bei seiner Nuf⸗ erstehung unter einem Erdbeben durch einen Engel zur großen Be⸗ stürzung der hüter eröffnet. Siehe das Fvangelium am 1. ostertage, vergl. mit Matth. 28 und Cuc. 24, 1. Unter ihnen kommt maria magda⸗; lena ju dem õrabe und siehet, daß der Stein vom 6rabe hinweg war. Dã läuft sie, Rommt zu Simon petro und dem andern Jünger, welchen Jesus lieb hatte, und spricht ju ihnen: Sie haben den herrn weg; genommen aus dem 6rabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hin⸗ Siehe das vangelium des 1. ostertages, Unterdessen ging petrus und der andre 3ünger auf die von der ma⸗- ria agdalena erhaltene nachricht hinaus und kamen zum Grabe. Es liefen aber die zween miteinander, und der andre Jünger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam am ersten zum 6rabe, gucket hinein, und siehet die Leinen gelegt; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon gelegt haben. Auch die übrigen Weiber sehen den Stein abgewälzt und gehen hinein in das 6rab, wo sie den Leib Jesu nicht finden, aber ju verschiedenen malen durch Engel die Versicherung seiner Nuf⸗ erstehung und den Auftrag er⸗ halten, solche seinen jüngern zu verkündigen. vergl. mit matth. 28 und Luc. 24, 2—11. in das 6rab, und siehet die ceinen gelegt, und das Schweißtuch, das Jesu um das haupt gebunden war, nicht bei die Leinen gelegt, sondern beiseits, eingewickelt, an einem be⸗ sondern ort; und es nahm ihn wunder, wie das zuginge. Da ging auch der andre J3ünger hinein, der am ersten zum 6rabe kam; und sah, und glaubte es. denn sie Petrus ihm nach, und ging hinein 27⁰0 wußten die Schrift noch nicht, daß ——. 822„ůr—RnSe‚‚ — 2 2.———— —.— Nuferstehung unsers hErrn und heilandes Jesu Christi. MM er von den Toten auferstehen müß⸗ te. Da gingen die Jünger wieder zusammen. Jesus aber, daã er auferstanden war früh am ersten Tage der Sabbather, erschien er am ersten der Maria Maͤgdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Diese Maria nämlich(die Petro und dem andern Jünger gefolgt und bei leren Weggehen zurückgeblieben waär) stund vor dem 6rabe, und weinte draußen. Als sie nun wein⸗ te, guckte sie in das 6rab, und siehet zween Engel in weißen seleidern sitzen, einen ju den häupten und den andern zn den füßen, da sie den leichnam Jesu hingelegt hatten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zu · rück, und siehet Jesum stehen, und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Uen suchest du? Sie meinet, es sei der õärtner, und spricht ju ihm: herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo haͤst du ihn hinge⸗ legt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um, und spricht ju ihm: Rab · buni, daß heißet meister. Spricht Jesus ju ihr: Rühre mich nicht an: denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem vater. õehe aber hin zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf ju meinem Vater und zu eurem bater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria magda⸗; lena kommt, und verkündiget den Jüngern, die mit ihm gewesen wa⸗ ren, die da Ceid trugen und weine⸗ ten: Ich häbe den hErrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. Und dieselbigen, da sie hörten, daß er lebte und wäre ihr erschienen, glaubten sie nicht. Gleich nach dieser ersten Erschei⸗ nung des hérrn Jesu geschah die zweite den übrigen Weibern, als sie auf dem Wege waren, um die Ver⸗ kündigung der Engel den Jüngern anzuzeigen. Zu welcher Zeit auch die hüter des örabes den hohenprie⸗ stern von demsenigen, was gesche⸗ hen war, nachricht bringen, aber von selbigen durch Bestechung zur Uerfälschung der Wahrheit verlei⸗ tet werden. Jesus offenbarte sich hierauf noch an dem Tage seiner Auferstehung dlen zween Jüngern, die nach Em⸗ maus gingen. nach dem kvangelio des zweiten ostertages, wo zugleich die nach 1. Kor. 15, 5 dem betro besonders geschehene Erscheinung erwähnt wird. Und am Abend desselbigen Tages seinen versammelten Jüngern, siehe den ersten deil des Evangelii am ersten Sonntage nach ostern, vergl. mit Marc. 16, 14, Cuc. 24, 36—44. denen er acht Tage darauf im Beisein des Thomas zum andern male erscheinet. Siehe den andern deil des vangelii am ersten Sonntage nach ostern. 27¹ Darnach offenbarte sich Jesus aber· mals den Z3üngern an dem meer bei Tiberias. er offenbarte sich aber al⸗ so: Es waren bei einander Simon Petrus und Thomas, der da heißt zwilling, nathanael von tana aus Galilãa, und die Söhne Zebedäi und andere zween seiner Jünger. Spricht Simon petrus ju ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in dlas Schiff alsobald, und in der⸗ selbigen Nacht fingen sie nichts. Da es äber jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ilfer; aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: stinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: lein. er aber sprach zu ihnen: Werfet das netz zur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie, und konnten es nicht mehr ziehen vor der menge der fische. Da spricht der Jünger, wel⸗ chen Jesus lieb hatte, zu petro: Es ist der herr! Da simon petrus hör⸗ te, daß es der hërr war, gürtete er dlas hemd um sich,(denn er war nackendy und warf sich in das meer. Die andern Jünger aber kamen auf dlem Schiffe,(denn sie waren nicht ferne vom tande, sondern bei zwei⸗ hundert Ellen) und zogen das Netz mit den fischen. Ais sie nun aus⸗ traten auf das cand, sahen sie Roh· len gelegt und fische drauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Brin- get her von den fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon betrus stieg hinein, und jog das netz auf das cand voll großer fische, hundert Die õeschichte des Ceidens usw. unsers hErrn und heilandes. wohl ihrer so viele waren, zerriß doch das letz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: sommt und haltet das Mahl. niemand aber unter den Jüngern durfte ihn fragen: Wer bist du? Denn sie wußten es, daß es der hErr war. Da kommt Jesus, und nimmt das Brot, und gibt es ihnen, desselbigen gleichen auch die fische. Das ist nun das dritte Mal, ddaß Jesus offenbaret ist seinen Jün⸗ gern, nachdem er von den dotenauf⸗ erstanden ist. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon petro: Simon Johanna, hãst diu mich lieber, denn mich diese hã⸗; ben? er spricht zu ihm: Ja, hErr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum andern Mal ju ihm: Simon Johanna, häst du mich lieb? er spricht zu ihm: Ja, hjErr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weicle meine Schafe! Spricht er zum'drit⸗ ten mal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? petrus ward traurig, daß er zum dritten mal zu ihm sagte: hast du mich lieb? und sprach zu ihm: herr, du Weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weicle meine Schafe! Wahrlich, waährlich ich sage dir: Da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wan⸗ deltest, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine hände ausstrecken, und ein andrer wird dich gürten, und führen, wo du nicht hin willst. das sagte er adber, zu deuten, mit welchem docle er Gott preisen würde. Da er aber und drei und funfzig. Und wie 27² das gesagt, spricht er u ihm: folge — s„„ — U h M die beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. MM mir nach! Petrus aber wandte sich um, und sah den Jünger folgen, Welchen Jesus lieb hatte, der auch an seiner Brust am Abendessen ge⸗ legen war, und gesagt hatte: hErr, wer ist es, der dich verrät? Da pe⸗ trus dliesen sah, spricht er zu Jesu: hErr, was soll aber dieser? Jesus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dlich an? folge du mir nach! Da ging eine Rede aus unter den Brü⸗ dern: Dieser Jünger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbt nicht, sondern: so ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies ist der Jjün⸗ ger, der von diesen dingen zeuget, und hat dies geschrieben; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr⸗ hãftig ist. hierauf erfolgte die Offenbarung des Erlösers auf einem berge in Galiläa. nach matth. 28, vergl. mit dem ELvangelium am himmelfahrtstage. Wohin auch wahrscheinlich die nach 1. for. 15, U. 6 mehr denn fünf⸗ hundert Brüdern widerfahrene Erscheinung gehört.— Nach selbiger ist er gesehen worden von Jakobo; darnach von allen Apostein, Siehe die Epistei am 11. Sonntage nach drinitatis. bei seiner himmelfahrt. er füyrte sie nämlich hinaus bis aber beteten ihn an, und kehrten gen bethania, und hob die hände wiedler gen Jerusalem mit gro⸗ auf und segnete sie. Und es geschah,‚ ser Ffreude, und waren allewege da er sie segnete, schied er von im Tempel, priesen und lobeten ihnen und fuhr gen himmel. Sie Gott. Slehe auch das Evangelium und die Epistel am himmelfahrtstage. Unga in ansehung der dem paulo nach der vorhin angezogenen Epistel geschehenen sehr merkwürdigen offenbarung Apostelgesch. Kap. 9. Die Beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. Als das vormals von Gott so außer; ordentlich begnadigte Volk der Ju- den das aß seiner gehãuften Sün⸗ den durch die verwerfung und streuzigung des unter ihnen erschie⸗ nenen heilandes der Welt erfüllet hatte, so näherte sich dasselbe dem⸗ jenigen erschrecklichen Strafgerichte immer merklicher, welches durch dlie propheten und den mitleidigen Erlöser selbst mit Tranen juvor ver⸗ kündiget war und in der gänzlichen Zerstörung Jerusalems und des ganzen jülischen Keichs der Welt ein belehrendes Denkmal vor Augen legte, wie schwer der Zorn Gottes gegen beharrliche Verächter seiner 6nade, und wie groß insonderheit die Verschuldung sei, die dieses un⸗ glückliche Volk durch die vergießung des unschuldigen und heiligen Blu⸗ tes Jesu Christi auf sich geladen. 27³ Mdie beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. NMD Josephus erzählt verschiedene vor dem Nusbruche dieser õerichte 6ot⸗ tes hergegangene Zeichen; allein dlie sicherste und nächste Anzeige da · von war wohl das sich in dem jü⸗ dlischen Reiche immer weiter aus⸗ breitende gänzliche berderben. man verließ nun völlig die heiligen 6e⸗ setze õottes, setzte die ganze Religion nur in eine abergläubische be⸗ obachtung äußerlicher Gebräuche, und überließ sich mit einem frechen Leichtsinn allen Castern. Daher nah⸗ men Unordnungen und Spaltun⸗ gen in allen Ständen immer mehr liberhand; Jerusalem und das gan⸗ ze Land ward mit Räubern und mördern angefüllt, und die ganze näation beschleunigte ihren Unter⸗ gang durch ihre eigene Zerrüttung mehr, als die oewalt der Römer. Diese beherrschten seit den Zeiten Jesu christi das jüdische Land durch Landpfleger, welche durch õeiz und härte das römische Joch den Juden noch unerträglicher machten. Ges⸗ sius florus, der zuletzt diese Stelle verwaltete, übertraf hierin alle seine vorgänger. Er beförderte alle Unordnungen, auch selbst die öffentlichen Räubereien, wenn er nur seine unersättliche öewinnsucht dabei befriedigen konnte; vergriff sich sogar an dem Schatz des Tem⸗ pels, und war recht geflissen, das Volk immer mehr wider die Roömer aufzubringen. hieraus entstanden in mehreren ö6egenden des LCandes sehr blutige Eémpörungen, und flo⸗ rus ließ selbst bei einem Nufstande in Jerusalem über 3000 Juden er- schlagen und viele der Angesehen⸗ sten geißeln und kreuzigen. Die Ju; den suchten zwar in diesen Bedräng⸗ nissen bei dem syrischen Statthalter Cestius Gallus hülfe; allein florus wußte nicht nur solche zu vereitein, sondern auch die Unruhen also zu vermehren, daß endlich Cestius ge⸗ nötigt ward, mit einem heere anzurücken. nach vielen Verwü⸗ stungen drang er mit selbigem in Jerusalem, schloß die Juden in dem innern Teile der Stadt und dem Tempel ein, und würde dem sriege ein Ende gemacht haben, wenn nicht die Juden schwereren serich⸗ ten wären aufbehalten gewesen. So aber verleitete florus den cestius durch List und VUerräterei zur Ver⸗ zogerung, die Juden gewannen Zeit zur 6egenwehr und nötigten sogar den syrischen Statthalter mit einem sehr beträchtlichen Verlust zum Ab⸗ zuge. Dieser anscheinende Vorteil vermehrte ihnen zu ihrem Unglück den mut. Die damals fast allge⸗ meine Erwaͤrtung eines irdischen Erretters und mächtigen beherr⸗ schers stärkte ihre eitle hoffnung, sich von der Beherrschung der Rö⸗ mer zu befreien, und der strieg wi⸗ der selbige ward mit großer heftig⸗ keit beschlossen. man machte dazu überall die stärksten Zurüstungen, wählte in Jerusalem den Joseph, einen Sohn 6orions, nebst dem ho⸗ henpriester Ananus, in Jdumäa dlen Cleazar und in Galiläa Jose⸗ phum, einen sehr verständigen und tapfern mann, der diese õeschichte hinterlassen hat, zu Anführern und fing die feindseligkeiten in ver⸗ schiedenen oegenden, doch mehren. teils mit sehr großem Verlust, an; wie denn allein vor der Stäadt 27⁴ M die beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. NM Ascalon uber 18000 Judenihr seben einbüßten. Die christen hingegen waren der Warnung ihres heilandes einge⸗ denk, und setzten sich durch ihre flucht in die benachbarte Stadt Pella in Sicherheit. Als der römische stãiser Nero diesen allgemeinen Aufstand der jüdischen nation erfuhr, trug er dem Uespa⸗ sianus, einem sehr erfahrenen ßeld⸗ herrn, den srieg wider die Juden auf, der nebst seinem Sohne, dem Titus, mit einem zahlreichen heere den Anfang desselben in Galiläa mächte. Josephus hätte daselbst 1000⁰⁰0 mann versammelt; allein der Schrecken jerstreuete solche so⸗ gleich bei der Ankunft der Römer, und Josephus ward genötigt, mit dem Rest seiner Truppen sich in die festung Jotapatãa zu werfen, welche nach einer tapfern Verteidigung erobert und 40000 Juden dabei er; schlagen wurden. Josephus geriet selbst in die õefangenschaft der Rö⸗ mer; erhielt aber durch die für⸗ sprache des Titus, und weil er dem Uespasian die künftige 6elangung zur kaiserlichen Würde vorhersagte, sein Leben und nach der Erfüllung dieser seiner UDermutung auch dlie freiheit. Uespasian bemächtigte sich gar bald des ganzen Galiläa, wo⸗ bei viele Tausende erschlagen oder als Ceibeigene verkauft oder sonst in eine elende Sklaverei geführt wurden. In Jerusalem und den übrigen 6e⸗ genden des jüdischen Landes häufte sich gleichfalls Rufruhr und Clend. Die Partei derer, die auf den serieg drangen, verübte gegen diesenigen, dlie zum frieden rieten, die ãußer; sten öewalttätigkeiten. mit ihnen verband sich unter der Anführung sles Eleazar eine andre Art von Räu⸗ bern, die Zeloten oder Eiferer ge⸗ nannt wurden, weil sie unter dem vorgeben eines besondern Eifers für Religion und freiheit die größ · ten 6rausamkeiten begingen; und plünderung und mord breiteten sich allenthalben aus. Der hohepriester Ananus suchte in Jerusalem dieser bösen Rotte inhalt zu tun; als aber Johannes von Giscala, ein sehr be⸗ rüchtigter Bösewicht, nach Jerusa⸗ lem kam, und die Zeloten daselbst auf seine Seite brachte, auch 20 000 Idumäer in die Stadt jog, so ward llie partei des Ananus überwältigt, und dieser hohepriester, den Jose- phus als einen der besten männer der damalĩigen Zeit beschreibt, nebst 12000o der vornehmsten inwohner getötet. Uespasianus eroberte in dem fol⸗ genden Jahre unter vielem blut⸗ vergießen die um Jerusalem liegen⸗ den festen örter und näherte sich darauf dieser hauptstadt des judi⸗ schen Landes. Sein heer verlangte, daß er solche, bei der darin herr; schenden Uneinigkeit, unverzüglich angreisen möchte; allein der römi⸗ sche felaͤherr hielt ratsamer, einem Volke, das sich selbst aufrieb, und welches Gott, wie er sagte, in die hande der Rõömer geben würde, zur eigenen Beförderung seines Unter⸗ ganges längern Raum zulassen. Der Tod des Nero und die darauf folgen; den österen Veränderungen mit dem rõmischen staisertum verzöger; ten die belagerung noch weiter; und 27⁵ ——. x x ö *** RMM die beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. M ö ö dls Uespasian selbst zum staiser er ⸗ wählt ward, begab er sich nach Rom, und überließ die fortsetzung des serieges dem Titus. Die durch die unerhörten õrausam⸗ keiten des Johannes und der Zelo⸗ ten äußerst beängstigten Cinwoh⸗ ner in Jerusalem hatten in dieser zeit ein neues heer von Räubern unter einem Anführer namens Si⸗ mon in die Stadt gelassen, um lurch sie von jenen Ungeheuern be⸗ freit ju werden; allein diese aber⸗ malige Verblendung vergrößerte nur ihr Elend. Denn dieser Simon, ller bereits in Jdumäa die fürchter⸗ lichsten Verwüstungen angerich⸗ tet, Übertraf annoch den Johannes an 6rausamkeit und Blutbegierde, zwang denselben, sich in den Tem⸗ pel zurückzuziehen, und da auch des⸗ sen partei sich trennte, und ein Teil lerselben unter dem Cleazar den innern Tempel behauptete, so be⸗ kriegten diese drei räuberischen haufen sich untereinander auf das heftigste, opferten eine große menge dler Cinwohner ihrer Wut auf, ver⸗ larben durch Raub und Brand den in der Stadt befindlichen Vorrat der Lebensmittel, und legten dadurch den õrund zu der bald nachher er⸗ folgenden erschrecklichen hungers⸗ not. Bei einer solcher Verfassung rückte Titus im siebenzigsten Jahre nach Christi 6eburt im Anfange des Aprils mit seinem wohlgerüsteten heere und in Begleitung des Jose⸗ phus vor die Stadt Jerusalem. Sel- bige war mit einer dreifachen sehr starken mauer und vielen Türmen versehen und faßte, außer dem sehr befestigten Tempel, die Burg Anto⸗ nia und andre feste Schlösser in sich. Die feier des osterfestes hatte auch damals eine ungewöhnliche menge Juden in derselben versammelt, wodurch sowohl die hungersnot desto geschwinder vermehrt, als duch der auf der ganzen Nation ru⸗; hende fluch um so deutlicher offen⸗ bar wurde. Bei dem Anfange der belagerung vereinigten sich zwar dlie drei aufrührerischen Rotten jum tapfern Widerstande gegen die Rö⸗ mer, fügten ihnen durch heftige Ausfälle vielen Schaden zu, und setzten bei einem derselben selbst den Titus in die äußerste 6efahr. Allein jene vereinigung dauerte nicht lange. Johannes überwältigte durch List und õewalt die Partei des Eleaʒar, und bemächtigte sich unter vielem blutvergießen des ganzen Tempels. die berteidigung der Stadt war also jwischen ihm undd dem Simon geteilet, die aber gleich· falls nicht aufhörten, sich unterein⸗ ander zu bekriegen, sobald nur die Römer ihnen einige Ruhe ließen. nachdem Titus den Juden vergeb⸗ lich den frieden hatte anbieten las⸗ sen, ward die Belagerung mit gro⸗ ßem Eifer fortgesetzt und gegen das ende des Aprils die erste mauer und fünf Tage nachher die andre ein⸗ genommen, und obwohl die Juden sich der letztern wieder bemachtig⸗ ten, ward solche doch nach einer dreitägigen Bestürmung mit einer großen miederlage der Juden völlig behauptet. Wenige Tage nachher ward der Angriff auf die Burg 27⁰ ‚—9—97—————————ę——————774.... 4 46 ectte,,rr// N ie beschrelbung von der Zerstoͤrung Jerusalems. N Antonla gerichtet. Titus ließ nach seiner gütigen und mitleidigen õe; sinnung die Belagerten abermals durch den Josephus zur Ubergabe ermahnen; allein ob dieser gleich durch eine sehr nachdrückliche Rede und mit cranen sie ju bewegen such; te, so wurden doch alle Vorstellun⸗ gen nur mit Schimpfworten und so⸗ gar mit Pfeilen erwidert. Viele Ein· wohner suchten indes durch die flucht ihre Errettung und erhielten auch solche, wenn sie der Wachsam; keit und den Schwertern der Besat⸗ jung zu entgehen vermochten, aͤurch dlie õelindigkeit des Titus. Die aber in die hande der Rõmer flelen, wur; den in so großer enge in dem An; gesichte der Stadt gekreuzigt, daß nach Josephi Nusdruck es zuletzt an kaum und holz zu streuzen man⸗ gelte. Ein gewiß sehr merkwürdi⸗ ger Anblick vor einer Stadt, deren Einwohner die streuzigung(hristi dem pilatus mit der größten Wut abgedrungen haͤtten. Titus lieh in· zwischen diese õrausamkeit ju, um ju versuchen, ob vielleicht die furcht vor einer gleichen Bestrafung die hartnãckigkeit der Belagerten über⸗ winden möchte. Aber sowenig die⸗ ses, als die bereits sehr vunehmende hungersnot, noch auch die wieder⸗ holten Warnungen des römischen feldherrn, die Stadt, den Tempel und ihr eigenes Leben ju retten, vermochten etwas bei diesen gänz⸗ lich Uerstockten auszurichten; sie erklärten vielmehr dem Titus selbst mit untermengter Verschmähung, daß sie lieber sterben, als sich erge· ben wollten, und beriefen sich da⸗ bei frech auf den Schutz õottes, des⸗ sen Verächter sie doch waren. Die fortsetzung ihrer verzweiflungs⸗ vollen Gegenwehr nötigte endlich dencitus, die Stadt mit einer sauer völlig einzuschließen. hierdurch wärd dasjenige aufs genaueste er⸗ füllet, wie Christus vorher geweis⸗ saget, und die erschrecklichehungers⸗ not nebst allem damit verbundenen äußersten Elend nahm nun völlig überhand. Ausgejehrte menschen suchten bei Tausenden vergeblich ihre Erhaltung. Die bewaffneten Räuber fielen in die häuser, be⸗ mächtigten sich aller Nahrungsmit⸗ tel, und qualten mit den entsetzlich · sten Martern alle und jede, auf welche nur der Verdacht einiger Verbergung fiel. Die Eltern rissen ihren findern, und diese ihren El⸗ tern und Geschwistern den letzten Bissen aus dem unde. Viele, die diesem Jammer durch die flucht zu dlen Römern zu entrinnen suchten, wurden von den Soldaten in der Uermutung, daß sie õold verschlun; gen, lebendig aufgeschnitten. Man suchte durch die unnatürlichsten Mittel die Stillung des hungers, und eine bemittelte Mutter, die durch diese Plage zur ãußersten Ver jweiflung gebracht war, schlachtete und kochte ihr eigenes seind und bot, da sie einen Teil desselben ver; zehret, den grausamen striegsknech⸗ ten die andere hälfte dar. Alle Straßen waren mit Leichen bedeckt, und das Sterben war so häufig, daß vom 14. April bis zum 1. Julius 115 880 Leichen zu einem Tore hin- ausgebracht und ooο ooο über die 27²⁷ mauer geworfen wurden. Titus ward durch diese erschrecklichen Umstande ãußerst gerührt und be⸗ zeugte mit gen himmel gehobenen händen, daß er an diesen unnatür⸗ lichen 6rausamkeiten unschuldig sei, und solche unerhörte 6reuel unter den Trümmern der Stadt be⸗ graben werden müßten. nachdem die Burg Antonia unter vielem Blutvergießen erobert und völlig niedergerissen war, mußte nun auch der sowohl durch seine lage als die stãrksten smauern aus · nehmend feste Tempel angegriffen werden, ju welcher Zeit denn auch ddas tägliche opfer in demseiben aufhörte. Titus, der für dieses herrliche õebãude und für den 6ot⸗ tesdlienst der Juden eine bewun⸗ derungswürdige hrerbietung äu⸗ ßerte, ließ sich dessen erhaltung mit der äußersten Sorgfalt angelegen sein, und ermüdete nicht, sowohl in eigener Person als durch den Jo- sephus, den Johannes mit seinem gottlosen haufen durch wiederholte rührende Vorstellungen zu bewe⸗ gen, daß sie durch ihren fortgesetz. ten frevel das heiligtum Gottes nicht entweihen, vielmehr durch eine endliche Ubergabe es dem Un⸗· tergange entreißen möchten, ver⸗ sprach ihnen auch die ungestörte fortsetzung ihres Gottesdienstes. Allein diese Bösewichter verschmäh⸗ ten dieses alles, besetzten die Tore des Tempels mit striegsmaschinen und machten denselben durch Raub und blutvergießen nach christi Worten nun völlig zur mördergru⸗ be. Daher sah sich Titus endlich ge⸗ nötigt, die äußerste ewalt zu ge⸗ M Die beschreibung von der Zerstoͤrung Jerusalems. RW brauchen, und nach verschiedenen abgeschlagenen Stürmen an die To⸗ re desselben feuer legen zu lassen, welches denn alle vedeckten 6änge um den Tempel ergriff. er gab zwar sogleich den Befehl, das feuer zu löschen, um das noch unversehrte hauptgebãude des Tempels zu er; halten, aber keine menschliche Vor ⸗ sicht vermochte den Ratschluß Gottes zu verhindern. Ein hestiger Rusfall der Juden zog das õefecht in die nähe des Tempels, und ein römi⸗ scher Soldat warf aus eigenem An⸗; triebe, oder vieimehr von einer höhern hand geleitet, einen feuri⸗ gen Brand in ein fenster der an dlen Tempel gebauten Zimmer. So; gleich breitete sich das feuer in die· sem nebengebäude aus. Titus eilte alsbald den Brand zu löschen, aber seine befehle wurden nicht vernom⸗ men. Die römischen Legionen dran⸗; gen wütend auf den Tempel zu, unterhielten die immer weiter um sich greifenden flammen, und er⸗ füllten alles mit Blut und Leichen. Titus begab sich mit einigen seiner heerführer selbst in den Tempel, be;⸗ sah dessen heiligtum und die dar⸗ in befindlichen eräte und fand, dlaß die Pracht alle Nachrichten da; von weit überträfe. Er erneuerte die eifrigsten Bemühungen, dieses Innere des Tempels zu retten, aber vergeblich; der ganze Tempel ward, wie Josephus bemerkt, an eben dem Tage, da der erste von den Ba- byloniern verbrannt worden, durch die flammen völlig verzehrt. Ein allgemeiner Raub und die blutigste niederlage verbreitete sich ohne 278 einiges berschonen in dem ganjen SSSSSSE S SEueasse.&&* HERn S5HEeEe 6S&-.- KnI Mdie beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. MM kaum des Tempels. Die römischen Soldaten pflanzten an das östliche Tor desselben ihre griegeszeichen, brachten daselbst ihre heidnischen Opfer, und riefen den Titus als Sie- ger aus. Eine Anzahl priester, so auf der auer des Tempels ihre Sicherheit gesucht, flehte vergeblich um ihr Leben: Titus antwortete, die zeit der Begnadigung sei geendet, und sie mußten nunmehr mit ihrem Tempel umkommen. Die Nufrührer hatten sich inzwischen mit gewaffneter hand den Weg aus dem Tempel geöffnet und verlang⸗ ten eine Unterredung mit dem di⸗ tus. Dieser erbot sich, ihnen das Leben ju schenken, wenn sie sogleich dlie affen niederlegen und sich er⸗ geben würden; als sie sich aber dessen, unter der VUorschützung eines Eides, weigerten und einen freien Abjug verlangten, versagte er ihnen alle önade, übergab die untere Stadlt der Plünderung und dem feuer, und griff den noch übrigen Teil derselben an, in welchen sich die samtlichen Aufrührer unter dem Simon und Johannes gejogen hat⸗ ten. Sobald die römischen Maschi⸗ nen auch hier die mauer durch⸗ brochen, überfiel diese hartnäckigen die mutloseste Verwirrung. Voll furcht und Schrecken verließen sie die von ihnen besetzten sehr festen Türme, versuchten vergeblich durch die römischen Verschanzungen zu entkommen und verbargen sich endlich in unterirdische höhlen. Die Römer bemächtigten sich also d uch der ganzen oberen Stadt, plün· dlerten selbige und zundeten sie nach der entsetzlichsten iederlage unter den Einwohnern mit feuer an. Dieses geschah am 8. September ddes Jahres 70 nach Christi õeburt. Als Litus in die nun völlig eroberte Stadt ging und die ungemeine festigkeit ihrer auern und Türme bewunderte, brach er in dieses ihm rühmliche öeständnis aus: Wir ha. ben mit Gottes Beistand strieg ge⸗ führt; es ist õott, der die Juden aus dliesen festungen herausgetrieben hat, denn was würden menschliche hände und maschinen gegen solche Türme vermögen? bleich nach der ECroberung wurden die noch ubrigen Aufrührer sämtlich getötet. Die ansehnlichsten Jüng⸗ linge wurden zum Triumphe des Titus, die brigen õefangenen aber zu den römischen Schauspielen oder zu schweren Arbeiten bestimmt: die, so unter 17 Jahren, wurden ver⸗ kauft. Die Zahl aller in dem gan⸗ zen striege 6efangenen rechnet Jo⸗ sephus auf 97 o00 und der in der Belagerung Umgekommenen auf 1oo ooo, außer der großen menge, dlie sonst in diesem striege ihr leben verloren, und macht jene große An. zahl aus der unter dem Cestius be- rechneten Zahl der Osterlämmer be⸗ greiflich. Simon und Johannes ge⸗ rieten aus ihren höhlen auch end⸗ lich in die hände der Römer. Sie wurden gleichfalls zum Triumph des Titus aufbehalten und nach sel· bigem der erste zum Tode, der andre aber jeitlebens zum 6efängnis ver⸗ urteilt. die sämtlichen Überbleibsel der Stãdit, außer dreien Türmen und einem ceil der mauer, wurden auf Titi Befehl dem Erdboden gleich 27⁹ M die beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. gemacht. Jerusalem wurde also nãch Christi Weissagung völlig ge⸗ schleist. Wie nun diese merkwürdige 6e⸗ schichte nebst der ganz sonderbaren krhaltung der jüdischen Nation bei ihrer großen Zerstreuung die õött⸗ lichkeit der Lehre Jesu ausnehmend bestätigt, so muß einem jeden, der solche bekennet, bei einer mitleidi⸗ gen Erwägung dieser õerichte õot⸗ tes jene arnung des Apostels stets wichtig bleiben: Sei nicht stolz, son⸗ dern fürchte dich. hat õott der na⸗ türlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielieicht dein auch nicht ver. schone. Darum schaue die õüte und dlen Ernst oottes: den Ernst an denen, die gefallen sind; die vüte aber an dir, sofern, du an der õute bleibest, sonst wirst du auch abge⸗ hauen werden. WMDMDMMWMMNMMMDDν 28⁰ ronung des Baupt⸗ Goltesdienstes an Sonnu Festtagen SDSDSDSPSPSSSSSSITTTTITT 1. Eingang. Der Gottesdlienst beginnt mit dem öesange des Introitus oder einem Eingangsliede. Beides schließt mit: chre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen eiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Cwigkeit zu wigkeit. Amen. 2. Kurie. pastor: heErre Gott, õemeinde: + I,— 4 oder er bar⸗me dich! er bar⸗-me dich! pastor: Thriste, 6emeinde: — I II N —— oller er bar- me dich! er bar⸗- me dich! pastor: herre ott, 6emeinde: —— 1 I„ EE oder er bar- me dich! er ⸗bar me dich ü⸗ber uns! 1 haupt-Gottesdienst 3. Glorid. Pãästor: Chre sei öott in der höhe Chor oder 6emeinde: . *—— I — I— und frie · n. — schen e n festtagen: Wir loben dich, wir benedeien dich, wir beten dlich an, wir preisen dich, wir sagen dir Dank um deiner gro⸗ ßen herrlichkeit willen, herr 6ott, himmlischer sönig, all⸗ mächtiger Vater! herr, ein⸗ geborener Sohn, Jesus Christus! hErr Gott, du Lamm Gottes, Sohn dles Vaters, der du die Sünde der Welt trägst, erbarme llich unser! der du die Sünde ler Welt trägst, nimm an unser bebet! Der du sitzest zur Rechten dles Vaters, erbarme dlich unser! dlen en- ein Wohl⸗ ge ⸗ fal-len! Denn du allein bist heilig, du allein bist der heErr, du allein bist der Allerhöchste, Jesus Chri⸗ stus, mit dem heiligen Geiste in der herrlichkeit ottes des baters. Amen.) 6emeinde: Allein Gott in dler höh sei Chr und Dank für seine önade, darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohl⸗ gefalln Gott an uns hat; nun ist groß fried ohn Unterlaß, all fehd hat nun ein Ende. 4. Gruß. Pastor: Der herr sei mit euch 6emeinde: E N EE———— —. und mit dlei; nem Geist! pastor betet 2.. hbaupt-Hottesdienst 5. dlie follekte. 6emeinde: N— 2——.— I—3 oder A men. N men. pastor verliest 6. die Epistel odler, wenn über dlie Epistel gepredigt wird, die epistolische Lektion lles Tages. Chor oder Gemeinde: 2 E. 1 I L 1 I—— TLIIIeeee..——————.————..—.—....—.. —.— 1— 1 hal-le-lu-ja! hal-le- lu-ja! hal⸗-le ⸗ lu ⸗ja! 7. Gemeindelied. pastor verliest 8. das vangelium odler, wenn über das vangelium gepredigt wird, die evangelische Cektion des Täages. chor oder oemeinde: 4+. 1 1 + 1 1 N ..— I 1 I + H ASEDDDUU——. 1— 1 1— 144 1—..— 1... 4—. 11½ Lob sei dir, Thri ⸗ ste! N men 9. Glaubensbekenntnis: pastor spricht das Npostolische olaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott den Vater, vom heiligen õeist, geboren von den Allmächtigen, Schöpfer der Jungfrau maria, gelitten himmels und der Erde. Ichunter Pontio Pilato, gekreuziget, glaube an Jesum christum, gestorben und begraben, nieder⸗ Gottes eingeborenen Sohn, un⸗gefahren zur hölle, am dritten sern hErrn, der empfangen ist Tage auferstanden von den 3 Haupt-Gottesdienst Toten, aufgefahren gen himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dan⸗ nen er kommen wird, zu richten dlie Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen 6eist, eine heilige christliche firche, dlie Gemeine der heiligen, Ver⸗ gebung der Sünden, Aufer⸗ stehung des fleisches und ein ewiges Leben. Oder das uicänische ölaubensbekenntnis: Ich glaube an einen einigen, allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer himmels und der Erde, Alles, das sichtbar und unsicht⸗ bar ist. Und an einen einigen herrn, Jesum christum, õottes einigen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, õott von Gott, Licht von Licht, wahr⸗ haftiger 6ott vom wahrhaftigen 6ott, geboren, nicht geschaffen, mit dlem bater in einerlei Wesen, lurch welchen Alles geschaffen ist. Welcher um uns menschen und um unsrer Seligkeit willen vom himmel kommen ist, und leibhaftig worden durch den heiligen õeist von der Jungfrau Mariãa und mensch worden, auch für uns gekreuziget unter pontio Pilato, gelitten und begraben, und am dritten Tage aufer⸗ 6emeinde: 22 standen nach der Schrift, und ist aufgefahren gen himmel, sitzet zur Rechten des Vaters, und wird wiederkommen mit herrlich⸗ keit, zu richten die Lebendigen und die Toten, des Reich kein Ende haben wird. Und an den herrn, den hei⸗ ligen 6eist, der da lebendig mächt, der vom Vater und dem Sohn ausgehet, der mit dem vater und dem Sohn jugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet haͤt. Und eine einige, heilige, christ liche, apostolische stirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und waärte auf die Nuferstehung der Toten und ein Leben der zu⸗ klinftigen elt. 12— + 1 —— DDI——— — A: men, HN men, N 10. Gemeindelied. II. Die predigt. 12. Gemeindelied. 4 E 13. Gebet, entweder: oller: Das allgemeine stirchengebet. Die Abhündigungen und der Die danksagungen u. fürbitten. kriedenswunsch. Vater Unser. bemeindelied. die Abkündigungen und der kirchengebet vor dem Altar. friedenswunsch. vater Unser. bemeindelied. 14. Abendmahlsfeier. 6emeindelied oder 6esang des firchenchors: Schaffe in mir, õott, ein reines nicht von deinem Angesicht und herz und gib mir einen neuen nimm deinen heiligen Geist gewissen 6eist, verwirf michnicht von mir. Während des 6esanges treten die RBbendmahlsgäste vor den Altar. pastor: Der heErr sei mit euch 6emeinde: + I. N TII.SI.— + 1 II und mit dei nem 6ei ⸗ste! Pastor: Empor die herzen! 6emeinde: EE —4 I 1 Z L..— +. 1 + +———— Uir haäa⸗- ben sie bei dem her»ren. Pastor: Dank sagen lasset uns dem hErren, unserm Gott. Gemeinde: Wür⸗ dig ist das und ist recht. 3 hauptGottesdienst Pastor: Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists, daß wir slir, heiliger heErr, allmächtiger Vater, ewiger õott, allezeit und uberall Dank sagen durch Chri⸗ stum, unsern herren, durch Uelchen deine majestãt loben die bngel, anbeten die herrschaften, fürchten die mächte, die himmel und aller himmel sträfte samt den seligen Seraphim mit ein⸗ helligem Jubel preisen. mit ihnen laß auch unsre Stimmen uns vereinen und anbetend zu dir sprechen: 6emeinde: +4 I I DIH +—— ——— + I ——. 1 1. hei lig, hei⸗lig, hei⸗ lig ist Gott, der herr I—.—Z.— H+ —.—+ II I LI + I 2..— Z... —— I I L. I..—————— ——.DDIIJ‚J‚‚.—.— I— 1— 3e- ba- oth. Al-le lan- de sind sei ner ch⸗re —.—..———— SS SIS.. I I I I I II IPAIIAIIIII— voll. h0o si⸗ an ⸗ na in der 5 her ᷣ—* + ‚ 2.— 6e ⸗ lo-bet sei, der da kommt im na⸗ men des + 1——22——— + uu. I..— 1 Ia +— Dn —— I 1. 2— III — L.I 1—......SCHNNSN hErrn! ho si⸗ an ⸗ na in der 50-he! pastor liest die Vvermahnung: Meine õeliebten in dem herrn. Wer da würdig will essen und trinken dies heilige Sakrament, der soll zwei Dinge tun: Er soll glauben, was hristus sagt, und tun, was er gebeut. Er saͤgt: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, das ist mein Blut, slas fur euch vergossen wird zur vergebung der Sünden. Solches sollet ihr glauben. Er gebeut aber: nehmet hin, esset, und trinket alle daraus und ge⸗ dlenket meiner. Solches sollet ihr tun nach seiner onade Wort und Befehl. Daß uns aber der . haupt-oottesdienst allmächtige 6ott und barm⸗ beten von orund des herzens ein herzige vater seinen heiligen andächtiges Vater Unser. beist reichlich mitteilen wolle, Vater unser, der du bist im auf daß wir durch desselbigen himmel, geheiliget werde dein 6nade uns dieser zweier Stücke Name, zu uns komme dein Reich, von Grund des herzens be⸗dein Wille geschehe wie im fleißigen mögen und also das himmel auch auf der Erde, unser heilige Sakrament würdiglich täglich Brot gib uns heute und empfahen zur Stärkung unseres vergib uns unsere Schuld, als schwachen 6laubens und Besse⸗(wir vergeben unsern Schuldi⸗ rung unseres sündlichen Lebens: gern, und führe uns nicht in so wollen wir ihn darum an⸗ Uersuchung, sondern erlöse uns rufen und in dem Hamen christi von dem Ubel. 6emeinde: I III V 2 1 III 2—— 1. N men. oller: Chor odler Gemeinde: 4 1 1 I+II—— LI denn dein ist das keich und die sraft und die herr lich keit in C- wig⸗ keit! N:· men. pastor: Unser herr Jesus christus,, Desgleichen nahm er auch den in der nacht, da er verraten fteich nach dem Abendmahl, ward, nahm er das Brot, dankte dankte, gab ihn und sprach: und brachs und gabs seinen Trinket alle daraus, dieser gelch jüngern und sprach: nehmet ist das neue Testament in mei⸗ hin und esset, das ist meinnem blut, das für euch vergossen eib, der für euch gegeben wird zur vergebung der Sün⸗ wird. Solchs tut zu meinem 6e⸗den. Solchs tut, so oft ihrs dlächtnis. trinket, zu meinem 6edächtnis. 7 baupt-Gottesdlenst Darnach erfolgt die Rusteilung mit den Worten: nimm hin und iß, das ist Uimm hin und trink, das ist der Leib christi, der für dich das Blut des neuen testaments, gegeben ist. Der starke und er⸗das für deine sSünde vergossen halte dich zum ewigen Leben! ist. Das stärke und erhalte dich Amen. zum ewigen Leben! Amen. 15. Schluß. Pastor: dDanket dem herrn, denn er ist freundlich. Hallelusa! Gemeinde: 2 X + wig ⸗ lich. hal.ie iu. a Pastor betet die Kollekte: Wir danken dir, allmächtiger] gedeihen lassest zu starkemlau⸗ herr sott, daß du uns durch ben gegen dich und zu brün⸗ dliese heilsame õabe hast er⸗stiger Liebe unter uns allen, quicket, und bitten deine Barm⸗um Jesu Christi, unseres herrn, herzigkeit, daß du uns solches willen. 6emeinde: 4.— I—— 2————— A 7 5 men. Pastor erteilt den Segen. semeinde: 2— +—— I— N DSDSDIꝑPꝑꝑꝑIEIxII IETTTTTT. —— S...— 1—— A- men, A men, A men. (findet keine Abendmahlsfeier statt, so schließt sich an Ur. 13 sofort Versikel und sollekte an.) 8 Das I. Advent(Ton 5). freue dich sehr, du Tochter zion, und jauchze, du Tochter de r us a lem. Dein sönig kommt zu dir, ein õerechter und ein hel· fer. Nach dir, herr, verlanget mich, mein ott, ich hoffe auf llich. Laß mich nicht ju Schanden wer den, „und von cwigkeit daß sich meine feinde nicht freuen über mich. herr, jeige mir deine Wege und lehre mich deĩ ne Steige. Chre sei dem vater und dem Sohne und dem Ih ei ligen 6eiste. Uie es war im Anfang,/ jetzt und im mer dar —i Ewig keit. I. und II. Amen. 2. Weihnachten(don 5). Uns ist ein find geboren, zein Sohn ist uns gege ben, welches herrschaft ist auf seiner Schulter, und er heißt: Wunderbar, Rãt, seraft, held, ewig-U a ter, friedefürst. Singet dem herrn ein neues Lied, denn er tut Uun der. „Zauchjet dem herrn alle Welt! Singet, rüh met und lo. bet!— khre sei usw. Am Sonntaͤge nach Weihnachten(St. Stephanstäg) (Ton 5). Der Stein, den die Bauleute verworfen h 4 ben, ist jum Eck stein gewor den. ist vom herrn ge— schehen II. und ein Wunder vor un⸗ sern Au gen. Die Kechte des hérrn ist er⸗ hHhet, die Rechte des hErrn be⸗ hält den sieg.— chre usw. TT 4. Neujahr Con. I. Ich hebe meine Nugen auf ju den b5er gen, II. von denen mir hülfe kommt. I. Meine hülfe Kommt von dem hEr ren, II. der himmel und Erde ge⸗ macht haͤt. I. Er wird deinen fuß nicht gleiten lassen, II. und der dlich behütet, schläft nicht. I. Der herr behüte dlich vor allem Ubel, II. er behüte deine Seele. I. Der herr behüte deinen Aus gang und Ein gang II. von nun an bis in Ewig⸗ keit.— Chre usw. oder: CTon. I. herr õott, du bist unsre Zu⸗ flucht fr und für. II. Che denn die Berge worden, bist du õott von Ewigkeit zu Ewigkeit. I. fulle uns jrühe mit dei ner 6nade, II. so wollen wir rühmen und fröhlich sein un ser Leben⸗ lang. I. Zeige deinen nechten deine Wer ke II. und deine ehre ih ren Kin⸗ dlern.— Chre usw. 5. Epiphäanienzeit(con 8). I. Der herr ist könig, des freue sich das Er d reich, und seien fröhlich die Insein, so viel ihrer ist. I. Zion hörts un d ist froh, und die Töchter Juda sind .I . I. Gott, wir warten deiner 6ũte II. in dei nem Tem pel. I. Gott, wie dein name, so ist 10 fröhlich, hrr, über deinem Regimente. I. Denn die herrlichkeit des herrn soll geoffenbaret wer⸗ dlen, II. und alles fleisch mit einander wird sehen, daß des hErrn mund redet.— chre usw. Am feste der Darstellung Jesu im Tempel(on 8). auch dein Ruhm bis an der Welt En de. II. Deine Rechte ist v oll 6e⸗ rechtig keit. Introiten II. darum habe ich dich zu mir mein Wort soll nicht wieder sondern tun, das mir ge⸗ Siehe, das ist 6ottes Iamm, welches der Welt sünde fürwahr, und lud auf sich un sre Die Strafe liegt auf ihm, auf Träufelt, ihr him mel, von Die erde tue sich auf Groß ist der herr und hoch · berühmt in der Stadt unse⸗ res 60ttes, II. auf seinem heiligen Ber · ge.— Ehre usw. An den Sonntagen Septuagesimae und Sexagesimae (CTon 8). „Ich habe dlich se und je ge⸗ liebet, gezogen aus lauter 6Ute. leer ju mir kom men, faälit, da ju ichs sen de. I. Ich will rühmen oottes Wort, II. ich will rüh men des hErrn Wort. I. Dein Wort, herr, ist die II. rechte Leh re, heiligkeit ist die Zierde dei⸗ nes hau ses ewiglich.— chre usid. In deer fästenzeit vom Sonntage Ouinquagesimae an und arfreitag(con 7). trägt. er trug un sre stra n k heit schmerjen. daß wir frie de hätten, . II. „und durch seine Wunden sind wir gehellet. Gedenke, herr, an deine barmherzig keit und an deine 6üte, die von der Weit her gewesen ist. Daß nicht unsere ßeinde über uns herrschen. Fott Iraels, erlöse uns aus aller unsrer not. hre usib. 9. Am feste der Verkündigung mariä(con Y. oben, und die Wolken regnen die berechtig keit. 11 II. I. II. und bringe das heil. Die himmel erzählen llie Eh re Gottes, und die feste im mn seiner hände Werk. chre ulw. Introiten Der herr hat ein õedächtnis dler gnädige und barm⸗ „Uie der hirsch schreit nach Der herr ist auferstanden. „Er ist wahrhasftig aufer⸗ „Gellenkt daran, was er euch Des menschen Sohn muß Singet dem herrn halleluja! Denn er tut Wun der, hallelusa! „or den völkern läßt er Ihr männer von Galiläa, halleluja! WUie ihr ihn gesehen habt 10. Am 6ründonnerstage(con 3). gestiftet sei ner Wun der, herüge herr. frischem Wasser, I. Euu so schreiet meine Seele, 6ott, ju dir. eine Seele d ur stet nach Gott, nach dem lebendi gen 6otte.— chre usw. 11. Ostern(on 5). halle lu ja! standen. hallelu ja! sagte. halle lu ja! I. gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen! halleluja! nit chre und Schmuck hast du ihn gekrönt und hast ihn zum heErrn ge⸗ setzt über deiner hände erk.— khre usw. 12. freudenzeit(Ton). ein neues Liea. II. Er sieget mit seiner Rech ten II. seine serechtigkeit offen⸗ baren. Halleluja, hj a l le lu ja! und mit seinem heiligen Ar me.— Chre usw. 13. himmelfahrt(con 5). waãs stehet ihr und sehet gen him mel? gen himmel fahren, wird er kom men. 12 Halleluja! halleluja! hal- le luja! frohlocket mit händen alle Uöl ker und jauchzet õott mit fröh · lichem sch a lle. ehre usw. Introiten II. II. 14. Pfingsten(on 8). Aus Zion bricht an der schöne Glanz 60ttes, unser sott kommt und schweiget nicht. So spricht der heErr: Ich will Wasser gießen auf die Dur⸗ st i gen und Ströme auf die Dür⸗ ren. I. Ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen II. und meinen segen auf deine nach Kom men. I. Der herr ist ott, der uns erleuchtet. II. Schmücket das fest mit maien bis an die hörner des Altars!— Chre usw. 15. In der Trinitatiszeit. A.(Ton 8). Hott, unser Schild, schaue doch, siehe an das Reich dei nes 6e salb ten. Denn ein Taͤg in deinen vor⸗; höfen II. ist besser, den n sonst t au; send. I. Wie lieblich sind deine Woh⸗ nungen, herr Zeb aoth. II. Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den vor⸗ höfen des hErren.— Chre usw. B.(con S. herr, neige deine ohren und erhöre mich! hilf du, mein õott, deinem senechte, der sich verläßt a Uf dlich. herr, sei mir gn ädig, II. denn ich rufe täglich zu llir. I. Erfreue die Seele deines sen ech tes, ö II. denn nach dir, 5Err, ver⸗ langet mich.— Chre usw. C. CTon 8). stommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem heErrn, der uns gemacht hat. Denn er ist unser ott und wir das Volk seiner Weide 13 II. und Schase seiner hand. I. stommt herzu, laßt uns dem herrn froh locken I. und jauchzen dem hort unsers heils.— khre usw. AIUIntrolten D. Con). für dlie drei letzten Sonntage des sirchenjahrs. I. Seid stille in dem herrn, denn des herrn großer Tag ist nahe, II. er ist na he und ei let sehr. I. Wenn der herr die 6efan⸗ genen 3Zions erlösen wira, II. so werden wir sein w Ie dlie Träu menden. I. Dann wird unser mund voll Lachens II. und unfre Zun ge voll Rüh⸗ mens sein. I. Siehe, ich komme bald, spricht der hErr. II. halte, was du hast, daß nie⸗ mand deine serone rau⸗ be.— Chre usw. 16. Am feste Johannis des Täufers(on 3). I. Der herr hat mich von Mutterleibe gerufen mit meinem namen II. und hat meinen mund ge⸗ maächt wie ein scharfes Schwert. I. it dem Schatten seiner hand hat er mich be⸗ decket. II. Er hat mich zum rei nen Pfeil gemacht. I. Es ist ein köstlich Ding, dem hEr ren dan ken II. und lobsingen deinem ma⸗ men, du höch ster.— Chre usw. 17. Am feste der heimsuchung mariä(con y. I. Die himmel werden, 5Err, deine Wunder preisen II. und deine Wahrheit in der õemeinde der heiligen. I. Gott ist fast mächtig in der Ssammlung der heiligen, II. und wunderbarlich über alle, die um ihn sind. 14 I. nein herz dichtet ein feines lied, II. ich will singen von e i nem seönige, I. ich freue mich in dem hEr ren, II. und meine Seele ist fröhlich in meinem 6otte.— hre usw. Introiten II. II. Dennoch soll die Stadt õottes „Gott ist bei ihr darinnen, obe den herrn, und-was in mir ist, seinen „Cobet den herrn, ihr seine ihr starken helden, die ihr Aus der Tiefe rufe ich, herr, Iaß deine ohren merken auf So du willst, hErr, Sünde herr, wer wird ve ste hen? 18. Am Reformationsfeste(con 0. fein lustig bleiben mit ih ren Brünnlein, dlã die heiligen Lohnungen lles hö ch sten sind. darum wird sie wohl bleiben, 6ott hilft ihr frühe. I. Gott ist unsere Zu flucht und St är ke, II. eine hülfe in den großen nöten, die uns getr offen ha ben. I. Der herr Zeba oth ist mit uns, II. der õott JaRobs ist unser Schutz.— Chre usw. 19. Am sllichaelis- und Ernte⸗Dankfeste Con 5). meine S ee le heiligen na men. En gel, seine Befehle ausrichtet, daß man höre die stimme sei; nes Uar tes. I. Cobet den herrn, alle seine heer scha ren, II. seine Diener, die ihr seinen illen tut. I. Lobet den herrn alle seine Werke, an allen orten seiner herr schast. II. Iobe den herrn, mei ne Seele.— chre usw. 20. Am Bußtage(con 2). zu dir. hErr, höre meine Stim me. llie Stimme meines flehens. zurech nen, I. Denn bei dir ist die Ver⸗ gebung, daß man dich für ch te. heErr, wir liegen vor dir mit unserm b6ebete, nicht auf unsere õerechtig⸗ keit, sondern auf deine große Barm her jigkeit.— thre usw. II. . II. — ,s,——..—— SSSISSSSSSSeeeeeeeee———2——— SSIIIIII ISS S —— W äI— — D V ———————— 2——— SSSSDSSSS SSN S&A—— .— 6*** 8——— 2 40—— I - t-.Hi S ——— FF* B