Y EHE — 4 2 27 27 2it. B. . **. 5 —71 SSrrTTSTSTSTSTSTCTCTCTCTCTCTS wSPSPSF—...——.—— Dem christlicen Chepaar am Isc. Gegenl. 10 in der ue eagee Cauhe erhe, ga Haudclacue, zum Treubund fürs Leben getraut und gesegnet sei dieses Goiteswort Freude und Schmuck in guten Tagen, Trost und hilfe in schweren Stunden, Wehr und Waffen zu Kampf und Sieg! +. 7, e Sman, wwu Male, ö aTuui, a u udie,, Hie hbeecig eel. 1 5 ö Lebe. 4 Harra, 22..... N. 2 Luuu, eega. vih, m 1 Sauba, nuiie, Hleu. DDLLLLLLLL 2227222222222222222222222222222222 2 Schwert des Geistes Gottes Wort für den täglichen Gebrauch ausgewählt, mii Leitwort und Lesetafel versehen von 5. Schöttler 71.—80 Tausend Berlin W 35. Derlag des Evangelischen Bundes. 121. H 646 TFCCACAC6CCC6CC6GH6H6CH6H4ACH e ⁶f?ðͤGa664ααα⁷εnς8—6666ααε⁶½G 64t cscecc Druck von C. Schulze& Co., G. m. b. H., Cräfenhainichen. Unw.Ss. Siessen Inhalt. Die Erziehung zum Siege. I. Aus der Offenbarung der Arzeit. 3. Das Lied der Schöyosung Seite 19 2. die würde des Menschen 20 3. Uclaute der Erlosunng 21 à. Der Fiuch der bösen Ctt 23 5. Das Gottesgericht über die sündige Welt 24 6. Die Rettung der Srommueen 25 Line neue ECdeeeeeee 26 II. Aus der Vorgeschichte des Heils. Der Entdecker einer neuen Welt. I. der mann des Glaubeeninnnö 27 2der mann des Friecens 28 3. Brudertreue und heldenmununt 29 3. Gott, des Frommen Schild und ohchnn 30 5. Abrahams Fürbitte 31 6. Die Bewährung des Glaubens 33 Das haus der Erzväter. 1. Das Geschlecht des Glaubeens 3⁴ 2. die werhung um nebenßae 36 3. Zwei prüder— zwei welten 38 4. Die Strafe für TLug und Truununs 30 5. Der erbe des Sedenss d 41 6n fremdem dienntt 42 7. Aus der Srxemde zur Heimat 43 der Gottesnämpferrrrrr 15 9. der Menschenberwindeer 16 1 5 inhalt. Dom Erzväterhaus zum nomadenstamm. 1. Daterliebe und Bruderneilln Seite 2. Derraten und vernauftt 3. Heiliger murt 3. Undank der Renschen 5 5. Der Wohltäter Agyptes 6. Guf der höhe der Macht. 7. Der Cag der bergeltuugg 8. Ldle ach( 9. Schuid und Sühne 10. Die Bewährung u 25 N. Das Wiedererkennen vͤ„ 12. Des Vaters Segen baut den Kindern das haus 13. KAuf nach ptenRBnnüö 13. Imn bendfrieden. ñ 15. Der letzte Ahschiel ũ 16. In heimischer ctttt;o 17. Prudertreute III. Zum Weltvolk Gottes hindurch. Rose, der dbolkserzieher. 4. von Gott erwahhrtrtrtrtrtrtrtrt w5 2. von Gott erogen T 2. Don Gott berusen 6. Don Gott ausgeruüstertrtrtr v᷑ᷣ᷑ 5. Mose vor Pharaooo ũꝛ 6. Die Not des vollesssssss rvðw 7. Das BundesmahhRhnnrrt* 3. Der Auszug 9. Durchs rote Meerl 10. Moses Siegesile m 11. Brot vom himmel 12. Not und husssseeeee 13. Die Rraft des Gebeees. 1½. Der Bund mit dem heiligen Gott 15. Das Bundesgesetz des Dolkes Gottes 650 16. Der Tanz um das goldne Rallrlbh 17. Mose Sürbiite 18. Strafgericht ungd Zühnne ũ 19. Mose, der Sreund Gottts. 20. Die Erneuerung des Bundeedss 21. volnswohhhll 22. heimatschlrrr 23. dem Herrn geweihhhhtttt rw5.. Inhalt. ä 2. Vom herrn gesegnetlil Seite 25. Seist von oden 26. Die eherne Schlange 27. Auch Mose ein Zweiflerll. 2 0 28. Mose's Segen und Lldldr Aus den Tagen der Richter. „Religion unch uittuurr n deoeonn os von den Gocer Das Gotte urteelllll männer an diie Zronttt!!!! hier Schwert des herrn und Giceonl! „Simson— stärker als ein Lpöwel! „Simson— schwächer als ein Weibbn Des helden Coö0000c0c ꝛñv— O ο ꝗ& 5samuel, der letzte Richter unckh erste Prophet. von Gott berufennns 2. von Gott echortt 3. 5as Recht des fönigsss david, ein Hhönig von Gottes Gnaden. 1. Der Cetzte— und doch der Erste 2 heinge Kunntttttttt ĩ heidenmutt a. Heldentas ũTĩJ⸗, 5. Der Sreundschaftsvunilllalada. 5. Sreundestreuue 7. Der letzte FreundesdienYl. SDer absche 9. Ciebet eure Feinddededmdm 10. Den gefallenen BeldeeÄmnnn H.die drei heiennnn 7 12. Gottes Segen über Davids Bauuus 12. Davids dannk 14. Davids Froßmuurrrͥͥͥ/ 15. Daoids Sreveltett 16. Gottes Strafgericht 17. Die Sünde der bäter der Tod der Rinder 16. Davids Dermächiniisͤ% Elias, der Erneuerer des Bundes. 1. Gottes Strafgericht und HBilffreßäoàô 2. Dein Sohn lediii 7 znhalt. 3. Götzendienst und Gottesgericht.„Seite 130 a) Sie haben Ohren— und b 10 30 5) Der herr ist Gort!l! 4. An Gott verzagtl!!!!! 132 5. Don Gott gestärkt1!! 13³3 IV. friegs- und Siegeslieder der Gottesstreiler im allen Bunde. 1. heil dem Frommen— wehe den Gottlosenl..134 2. Der ewige königAnu!!!!.. 13⁵ S. herr, hilf dochhh 136 u. Des Menschen wardde 136 5. Der gestirnte himmel über uns— das Gottesgesetz insuns 13⁴ 6. Heil dem Konigel 138 7. Don Soti verigssẽnn! 139 8. Der gute hire ꝝ 10 9. Ddem fönig der Chrennn!!! 10. mn zwiefacher Not!!! m Nat . Unter GSoites Schuthyÿl.) 14 12. Du hist mein Gottt rn 2 15. Zelig dler Schuüldfrei 143 14. Preis dem AllmächtigeeIIII. 15. Im Ichatten dles Toces 144 16. Gott undldie Seele 17. Ein' feste Burg ist unser Gott! D 18. Opsere Gott Dankl 19. Gott, sei mir Zünder gnäcgg. 18 20. Zei nur stit!! 19 2. Dennochl!l!!! 149 22. Golt unsre Zuslucht! U 150 23. Unter dem Schirm cdles Böchsteen 49 81 24. Wuncler wirken Lieder! 2 25. Dem hirten dler völkerr“ 15² 26. Cobe den herrn, meine Seelels 15 27. Preis und Anbetung sei unserm Gott! 15⁴ 28. Der messias— ein ewiger RönigBl!.156 29. Danket dem herrn, denn er ist freundlich! 5 30. Gott dler Menschenhüterr mß 15 51. Wir sinck freii¶! 158 32. Tränensaat und Freudenernte159 33. An Gottes Segen ist alles W 159 34. Der haussegen 16⁰ 35. Aus der Ciese 160 IENS 36. Gottes dugelll w Seite 3. Gote ist ewig treunllnnnnm V. Die Herolde des Sieges. jesalas, der Evangelist unter den Propheten. 1. Die Berufung zum Prophetten 2. Das große Licht 3. Das Reis vom Stamme Daviikkk 4. Danklied der Eriostenmm 5. Heimneh m Gottes Frosmi d. Siehe, da ist euer Gottiiiiii 8. Der Rnecht des herrnl.. 9. Der knecht des herrn in seinem Wirken 10. Menschenschuld und Gottesgnadeel 11. Gott vergißt die Seinen nichttl. 12. heil und Erloͤsung dem volke Gottes 13. Der knecht des herrn in seinem eidenl 1½. Gottes unwandelbare Creüwu 15. Gottes Gedanken und Gottes Wort 16. Mache dich auf, werde ichttl. 17. Das Daterunser des Alten Bundesl jeremias, der Bote des neuen Bundes. Der wahre nummmmm. Dolksnot und Gotteshiltte wer Gott vertraut, hat wohl gebaut! Das menschenher)) ũ. Crost für die Gefangnen! ius lauter Guteen mẽ Der neue Bundd F O hesekilel, der kBünder von Geist und Ceben. 1. Juf heilnger wachtt 2. Neues Cebenn E 3. Die Geistescaureee. Daniel, ein Mann mit Gottl 1. Hharte Jugend— heilige Jugerdaaa. 2. heilige Weisbeittt a) Sie stammt nicht von menschen b) Sie kommt von Gottll. 16⁰ 16¹ ðITèA 3. heiliger Ernst a) Gottes Hand b) Gottes Gericht 4. Heiliger Mut! a) Don menschen verfolgt! b) Don Gott gerettet! Joel, ein Hünder der neuen Gemeinde. 1. Die Not des Dolkes 2. Die Umkehr zu Gott 3. Die Ausgießung heiligen Geistes bhabakuk, der Prophet des Glaubens. Gerecht durch Glauben! Sacharjda, der Seher des neuen Jerusalem. Dom ewigen Rönig und seinem Reich — Der Sieger. Der dborläufer. In Geist und fraft des Elias Nicht Christus! Der Wegweiser zu Jesus! Seiner Stellung gewiß .m ampfe für Recht unck Wahrheit Auf dem Platze geblieben 1 1 1 x ͤ x Der Welt⸗Hheiland. I. Sein Werden. 1. Das Reis aus Davids Stamm 2. Der Trost JIsraels 3. Der Stern der Weisen 4. Im hause des Daters II. Sein Wirken. Mit den Waffen des Lichtsl 1. Der Prophet in seinem Daterlande 2. Das Grundgesetz des Reiches Gottes 103 107⁷ 98 70 109 20⁰ 0 20² 205 nhalt. ½. alz und cich² Nicht auflösen, sondern erfüllen!. heilige Stille— heilige Sreuleeel „Nicht sammeln— nicht sorgeeenn Das einzige Gedborll!! M Die enge hforrtrl ũ⅝u— MRancherlei Gleichnis. 1. vom herzensacker 2. Wachsen lassen 3. Leben und neichtwmmmm V. Warten können! 5. Wie oft vergeben? 6. Jedem schlägt seine Stunde F 7. Weh dem, der seine Stunde versäumt! 8. Wie das versäumen anfängggt. 9. Wo das versäumen enger loawacherl Ai. wirkerlllll 12. Was bleibt für die Ewigkeitꝰ 13. Der barmherzige Samaritter 14. Der reiche Kornvdauer 15. Der unbarmherzige haushalter 16. Der unfruchtbare SeigenbauuRmmm 17. Es ist noch Raum doaoaalm... I 18 Das verlorne Schas... 19. Der verlorne Groschhnns. 20. Der verlorne 5chnn 21. Der ungerechte haushaltter 22. Der reiche Arme und der arme Reiche 23. Pharisder unc Söllneerrr 24. Der Zinsgroschenmnm 101 25. Das Scherflein der wirtwwwe 26 Der gute hirtee ᷣ. Der helfer in Not und Cod. Der Freudenmeister von Rane Er hat Gewalt!!!!!! ch wil!t 72317 Dein Zohn lebeetttttt ũů—é Der mann, über den sich Jesus wundert Der Gichwrüchiaaee ũvv Sonntagsardeit . Meeressturm + 209 9. Geisterstum Seite 25 10. Zesus am Sterbebett 230 ö 14. zesus am Sarge ũq 2⁴⁰ 12. Speisung der Sünftauseen 20 ö‚ 13. 34, Herr, aber doch! 1½. Der dankbare ZSamariterrrr l 15. Tue dich aufff 22 16. wenn du könntest glauben 2³2 öů 17. Was willst du, daß ich dir tun solll“....23 18. Cazarus, unser Sreund, schläftt 19. Aus dem Grab in's Ceben zurüccl!l!! 235 Der Arzt der Seele. 1. Don neuem geboren ũñ; 2⁴ 2. m Jakobsbrunnen 2⁴⁷ 3. Die erste Eente. 239 ö ö 4. Ber reiche zunglinngg 25⁰ 3. hein Zuruchk 25⁰ Il. d. 6. Rein Nückfalllll 25¹ 7. Diel vergedben 252 L. Heute heinlll 253 ö 9. Sündige hinfort nicht mehhii 25³3 10. Den ersten Stein¶!ł!éLüu 25 11. Der Blinde sehend— die Sehenden blind!... 255 ö 12. wehe den heuchternn¶/! 257 13. Wehe über Jerusalemmv 259 14. Er wemte über sie 259 Der eingeborne Sohn Gottes. ö 1. Der Geist des Daters über inim.. 20 2. Dem Pater gehorsam 6 260⁰ ö 3. Am Wer des vaters 261* 4. Das Zeugnis dles Dateeess –Gv 262 A 5. Mit dem Worte dles hatees ĩꝝ☚ñ6lz• 26³3 6. mit der BVollmaͤcht des vaters rv 264 7. Vom vater verklärtttttę 265⁵ 8. Das Ebenbild des Daters 26⁵5 W.1 9. In der Gemeinschaft des Daters 266 10. Der Sohn des lebendigen Gottes 267 ů UN. Wwohm ohne iss 267 Der helch unch seine Streiter. 1. Die erste werbunÖ˖g 267 2. ZJum menschenfischer berusren . lnhalt. z. vom Söllner zum Kpostel 1. Rein Fasten für Freudendoteeenn 269 5 die Sendung dler zänger 270⁰ 6. Die berufung dler Apostel 271 7. Nicht Frieclen, sondern das Schwertt 272 Eimns ist norr 27¹ 9. wer sinc meine Prüder:iy 27 10. Solcher ist das himmelreichh 27¹ in. wahre GrohhGee 27⁵ 2. Die Erben des neicy 276 13. Sie hat getan, was sie onnte 276 13. Dem äarenze entgeger᷑rnn!!: 2⁰⁷ a) Auf der höhe des ebess 27 b) Im Glanz der Derklärunng 27⁷⁷ c) An der Schwelle des Ceideen 278 15. 58— vermacheniss 278 III. Der Erlöser. i. Der emzug in Zerufsalm v 279 2. Der letzte Strenmn 28⁰ Der lehte Nat 281 4 Das lehie miahꝭnhtt 282 5 05 letzte Beispiell 283 6. 5as letzte Suchen 28¹ Die letzte verheßang 285 8Das lette Gleichnis 286 9. 505 letzte Sie ũ 287 1o. Das letzte Gevbet 289 ver letzte Kamp 291 12. Die ietzte Ereuuee:::sssͥsͥͥͥͥͥͥͥͥͥ w 292 13. Das letzte Gerichhhhrtrtt 293 1. 5 tietzte eid 29⁴ 15 lecte verh 29⁴ 16 Die letzte Schmachhhhht 295 17. Die letzten Weggenossens 296 IV. Der Aberwinder. Dem Tode die macht genommenl 1. desliette Nningenmdd 297 2 Die lebte Srage. 297 Die letzte Liede – 298 4. Der letzte Siegdddg ũ 298 5. Die letime nuhe ᷣ 298 *— 2 — 2— 2 4fr Ean ntnn Inhalt. Das Ceben ans(icht gebrachtl Die Osterboten v Das leere Graood ð Das Ostererlebnis. Das Osterzenggymisss „ Die Ostergemeingee n Osterbekenntnisͤ Osternachhlanzg Jur nechten dles vaterls ½ο= Die Eroberung der Welt. I. Petrus. petrus, der Gründer der ersten Gemeinde. „Die Gemeinde der Jnger Die Ausgießung des heiligen Geisttes Die Gründung der christlichen RKirche Das erste Zeugnis von Jessuou. Das erste Ceiden um Jesu willlen Der erste Rampf mit der Wetlt. Die erste Sichtunngz ᷑t Die erste verfolgung rBꝛt „Gam)lieis Rat Das erste iebeswer:!ͤ Der erste Blutzeuggghgge à) Seine verhaftuuug b) Seine verteigigungg ) Zeine annlagh”nCRϰ d) Sein heldentoolol m 12. Das erste Missionsweererkk 13. Die Bekehrung des Mohren 1. Die Bekehrung des Rõöõmeer 15. Der erste kirchenstrel Der Menschenfischer an der Arbeit. „wiedergeboren zu einer lebendigen Boffnung „Allein aus Gnacllen p Adel verpflichttetrtrtrtrtree% In Jesu Jußstapfen Das Zeugnis der Ccztv S= —— Die Ostertatsache Seite 309 31⁰ 312 3¹³3 314 315 316 31⁷ 318 319 32⁰ 32⁰ 320⁰ 32²2 32³3 32⁴ 32⁵ 326 32 33⁰ 33¹ 332 332 333 ⁰⁰ 10 e 25 +. 311 5 0 . 317 8 . 10 + 2•⁰ ³⁰ 2—⁰ 4.24 459—3 1 20 . 3⁵⁵ 3⁰ 80 4. 501 35² 2. 35 ³ Inhalt. 6. Durch Ceiden zum UberwindennÆn. Seite 334 7. Leiden mit Christudöp 33¹ 8. hut und herle nvJd 33⁵ II. Paulus. Paulus, der Überwinder der Hheiclenwelt. 1 Sauis Bekehrungg 336 2. Der verfolger— ein verfolgter 337 2. Die ersten„Christen M 338 A. Den zuden ein zudwuee 339 5. Den Griechen ein Griechkeeeee 340 6. Kämpfe und Segeee—3⁴⁰ ur Sreihee—⁴ 8. Nach uropoa 3⁴⁰¹ 9. Die erste Christengemeinde in Europpee 3¹⁵ 10. Das Evangelium in der Weltstadut 3³6 11. Das Evangelium in der Werksttre 338 12. paulus in Cphesisssss 3¹ 13. Geschäftschristentemiumʒdme. 3⁵5⁰ 11. Geschäftsheidenmmmmmm 35 15. Auf cler Heimfahrttttt 352 16. Der Abschiek v. 35³ 17. Im Schatten der zukunft D 3⁵⁴ 16. da5 Geludbd 35⁵ 19 In der hand der Seinaaee 356 20. Die letzte Rede an das Volk Israeel 35⁷ 21. Der römische Bürger vor dem judischen Gericht 359 Don jerusalem nach Rom. I. m römischer Schutzhafv85˙p 3⁰ 2. jüdische Rläger— römische Kichteer 362 3.„Ich berufe mich auf den Kaiser!! 36³ A. Dor Königen und herrscheen wð 36 5.„Es sehlt nicht viel*öd 385 6. Im letzten Sturmm 36⁷ 7. Ein Herr aller im Glauben, ein anecht aller durch (aie ievbcee 369 8. Nichts kann euch schadern 370 9. In Raisers Geleit und Schl 37¹ Stunden mit paulus. I. Das Evangelium eine Gotteskratft 37² 2. Alizumal schurdigt 37³3 3. Gerecht durch Glaubeen 373 Inhalt. A7. 46. Heillger Ruhhnunhnm rD⁊ SIwei weaeeͥe Swei Gesetzee Das hohelied des Glaubennnns „Gottes wege. „Vernünftiger Gottescienstee Gottes Oranunngz Der wert des Lehen)) Die Corheit des äreuzs 4 „Ailes ist euer Im Wettkampf des Ledbenn . Um des Bruders willenl. Mancherlei Gaben— ein Geissttt. Dgs hohelled der Lie vn Das Bohelied der hosfnung ñͤfn Mannhaftes Christentum... Irdische Schwachheit— ewige Rraærskrfe „Uich vergeduchh rk 5tolz Unn Hemuutt elbsterlebteems Das neue eben Gottes Sohn unch Gottes Kinder Sagt unck Lruite Der nettte wß“ le en eiser wande Die christliche hausordnung... „Seinde ringsum— Waffen ringsumRQ. Sterbensfreude und Cebensmuunerre Christi Zinn in christii Gliederr r-. „Die KRunst, zu vergessen „teuce alleweg meister der Cebenskunst Himmeian christucher gdel Kincter ckes Lichtss „Fromme wünsch õᷓmmmm m „Der Dornehmste unter den Sundeen „Die erste Kürgerpflicht:t:: Der große Gewinnmnrn n Der Segen einer frommen muttter Der sterbende helilddi„ 3⁷7⁴⁴ — II. Zoh V. Ve M. Di —— te IA 7⁰ o 7⁰ Inhalt. III. Zohannes. don dem jünger, den der hert lieb hatte. SE„ Imenfang Seite ßfahruns alsche Led m Woahre eeeee Gott ist CLiebdee Sieghafter Glauddem IV. ZJakobus. Jakobus,„ein rechter JIsraeliter“. 1. 2. 3. 4. Durch Rampf zur Rronnene Dater des Wwortoess Eine gefährliche Großmachit Rur gedutdig! ũ V. Vom alten Bund zum neuen. . 2. 3. heicen des Glaubenlss. Ostermahnung und Ostersegeen Der Soioee ũ VI. Der Seher von Palmos. 1. Sein austcag 2. Cue die ersten Wwerkel!l!l!! 3. Getreu bis an den CoůVölsss. 90— 4. In der Hochburg des heidentum 5. 105 von der berführunggg 6. werde wac᷑ꝭhhhhh 7Die offene Furrr 8. 9 10 11 12 Weder kalt noch warmnmmm Die dier Retterrrrrrrrrrrr 63 Die Schar der Lrlostfen den heimgegangenenn Die neue welilt 398 22222 222222 22²2²²2 22²22 V Die Erziehung zum Siege ü„Also ist das Gesetz unser Erzlehet ge⸗ wotden auf Christus!“ der Apostel paulus. SS Wtecettcetcet 66666 e4CCεά4⁶4αεαακεεααπ EEE schttiet, Schwert des Geistes. 2 E 1. schuf e leer, Gottes Oerde das U1 Hinster Wreegereeeeetetesetteetetteetetteerteteettetestteetercdercetceteeceere Die Erziehung zum Siege I. Aus der Offenbarung der Arzeit. 1. Das Lied der Schöpfung.(. mos. 1, 1—25.) Am Anfang schuf Gott himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach:„Es werde Cicht!“ Und es ward Licht. Uncdl Gott sah, daß das Licht gut wat. Da schieck Gott das Licht von der sinsternis und nannte das(icht Cag und die Finsternis Nnacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Cag. Und Gott sprach:„Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen dlen Wassern.“ Da machte Gott die Feste und schiect das Wasser unter der seste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. Und Gott nannte die Seste bimmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere CTag. Und Gott sprach:„Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orter, daß man das Crockene sehe.“ Und ues geschah also. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach:„Es lasse die Erde aufgehen Gras und Rraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner frt Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden.“ Und es geschah also. Und die Erde ließ auf⸗ gehen Gras und KRraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Srucht trugen unc ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Und Gott sprach:„Es werden Lichter an der SFeste des Hhimmels. die da scheiden Cag und Nacht und geben Zeichen. 2 19 Offenbarung der Urzeit. Zeiten. Tage und Jahre und seien Lichter an der Seste des himmels, daß sie scheinen auf Erden!“ Und es geschah also. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Cicht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die nacht regiere, dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Seste des himmels, daß sie schienen auf die Erde und den Cag und die Nacht regierten und schieden Licht und Sinsternis. Und Gott sah. daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Cag. Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Seste des himmels!“ Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, das da lebt und webt. davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevoögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott segnete sie und sprach:„Seid fruchtbar und mehret euch und erfullet das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erdenl“ Da ward aus Abend und morgen der fünfte Cag. Und Gott sprach:„Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: bieh. Gewürm und Ciere auf Erden, ein jegliches nach seiner Hrt.“ Und es geschah also. Und Gott machte die CTiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das bieh nach seiner Art und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. 2. Die Würde des Menschen.(. mos. 1. 26—31. 2) Und Gott sprach: Casset uns menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Sische im meer und über die Dögel unter dem himmel und über das Dieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das qauf Erden kriecht.“ Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn: und schuf sie, einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen:„Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan, und herrschet über die Sische im Meer und über die vögel unter dem himmel und über alles Getier, das auf Erden kriechtl“ 20 — allerle allecle und Hhimm sie al Und! siehe Morg Mlorg hatte allerl Baun Ecker in de Und! solls von Böse dus d —— este des geschah großes das die e sie an rde und icht und ard aus sser mit liege auf oit schuf nd Webt, ch seiner hes nach tbar und und das hend und ebendige ürm und Und es xden, ein einer ftt lrt. Und ) Und Bild, das im Ieer das auf hen ihm hn: un Und Gott nd mehtet artan, un ˖el unter U krlechtl Offenbarung der Urzeit. Und Gott sprach:„Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Rraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen zu eurer Speise. und allem Getier auf Erden und allen vögeln unter dem himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Rraut essen.“ Undues geschah also. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward eaus Abend und MRorgen der sechste Tag. Und Gott der herr pflanzte einen Garten in Eden gegen morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bãume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Tebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und Gott der herr nahm den Mmenschen und setzte ihn in clen Garten Eden, daß er ihn baute und bewahrte Und Gott der hert gebot dem Menschen und sprach:„Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen: denn welches Cages du davon issest, wirst dueudes Todes sterben!“ 3. Urlaute der Erlösung.(1. mos. 3.) Und die Schlange war listiger denn alle Ciere auf dem Selde, die Gott der herr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe:„Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allerlei Bãäumen im Garten?“ Da sprach das Weib zu der Schlange:„Witr essen von den Srüchten der Bäume im Garten, aber von den S§rüchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret's auch nicht an, daß ihr nicht sterbet.“ Da sprach die Schlange zum Weibe: Ahr werdleet mit nichten des Codes sterben, sondern Gott weiß. daß. welches Cages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und daß er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Srucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß. Da wurden ihrer beiden ugen 21 Offenbarung der Urzßeit. aufgetan, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren. und flochten S§eigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten ging, da der Cag kühl geworden war. Unck Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des herrn unter die Bäume im Garten. Und Gott der hert rief Gdam und sprach zu ihm:„Wo bist du7?“ Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum versteckte ich mich.“ Und er sprach:„Wer hat dir's gesagt. daß du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?“ Da sprach Adam:„Das Weib. das du mir zugesellt haͤst, gab mir von dem Baum, und ich aßl“ Da sprach Gott der hert zum Weibe:„Warum hast du das getan?“ Das Weib sprach:„Die Schlange betrog mich also, daß ich aß.“ Da sprach Gott der hHerr zu der Schlange:„Weil du solches getan hast, seist du ver⸗ flucht vor allem dieh und vor allen Tieren auf dem Selde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Ceben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dit und dem Weibe und zwischen deinem Samen undtihrem sSamen. Derselbe soll dir den fopf zer⸗ treten, und du wirst ihn in die Serse stechen.“ Und zum Weibe sprach er:„Ich will dit viel Schmerzen schaffen, wenn du Mutter wirst: und Udein Derlangen soll nach deinem Maͤnne sein, und er soll dein herr sein.“ Und zu Adam sprach er:„Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, da⸗ von ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen,. — verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit kummer sollst du dich darauf nähren dein eben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen. und sollst das Rraut auf dem Selde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, dadon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“ Und dam hieß sein Weib Eoa, datrum daß sie eine Mutter ist aller Cebendigen. 22 Offenbarung der Urzeit. 4. Der Fluch der bösen Tat.(6. mos. 4.) Adam hatte zwei Söhne, Rain und Abel. Und Abel war ein Schäfer, Rain aber ein Ackersmann. Es begab sich aber, daß Rain dem herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes; und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner herde und von ihrem Fett. Und der herr sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Rain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte siain sehr, und seine Gebärde verstellte sich. Da sprach der Herr zu fiain:„Warum ergrimmst duꝰ und warum verstellt sich deine Gebärde? Ist's nicht also? wenn du fromm bist, so bist du angenehm: bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Tür. und nach dir hat sie berlangen; du aber herrsche über sie.“ Da redete fain mit seinem Bruder Abel. Und ues begab sich, da sie auf dem Selde waren, erhob sich Rain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. Da sprach der herr zu Rain:„Wo ist dein Bruder Abel7“ Er sprach: ch weiß nicht: soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Et aber sprach:„Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde. Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen händen empfangen. Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dit hinfort sein dDermögen nicht geben. Unstät und flüchtig sollst du sein auf Erden!“ kain aber sprach zu dem Herrn:„Meine Sünde ist größer, denn daß sie mir vergeben werden möge. Siehe, du treibst mich heute aus dem Cande, und ich muß mich vor deinem ngesicht verbergen und muß unstät und flüchtig sein auf Erden. 8o wird mir's gehen, daß mich totschlage, wer mich finget.“ Aber der herr sprach zu ihm:„Mein: sondern wer Rain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden.“ Und der herr machte ein Zeichen an Rain, daß ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. Also ging fain von dem An⸗ gesicht des herrn und wohnte im Cande Nod, jenseit Eden. gegen Morgen. bon fain aber stammt Lamech. Und Tamech nahm zwel Weiber; eine hieß Ada, die andere Zilla. 23 Offenbarung der Urzeit. und camech sprach zu seinen Weibern: „Ada und Zilla, höret meine Rede: ihr Weiber Lamechs, merket, was ich sage: kEinen Mmann erschlug ich für meine wunde. einen jüngling für meine Striemel wird Kain siebenmal gerächt, so Lamech siebenundsiebzigmal!“ 5. Das Gollesgericht über die sündige Welt.(1. mos. 6. Da sprach der herr: Die menschen wollen sich vdon meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Sleisch. lch will ihnen noch Srist geben hundertundzwaͤnzig Jahre.“ Da aber der herr sah. daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Crachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, daß er die menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem herzen. und er sprach:„ch will die MRenschen. die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde. vom menschen an bis auf das vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die bögel unter dem himmel; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe.“ Aber Noah fand Gnade vor dem herrn. da sprach Gott zu Nogah:„Alles Sleisches Ende ist dor mich gekommen: denn die Erde ist voll Srevels von ihnen: und siehe da. ich will sie verderben mit det Etde. mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Rammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig. Ein Senster sollst du daran machen, obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Undmer soll drei Boden haben, einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Hhöhe. Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser 3kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten, und du sollst in den Rasten gehen mit deinen Soͤhnen, mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern. Unckh du sollst in den sasten tun allerlei Ciere von allem Fleisch. je ein Paar. Münnlein und Weiblein, daß sie lebendig bleiben bei dir.“ Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot. 2⁴ allerl Erder ihrer hatte Gott ihner wasse ihnte hand unter Wässe alles auff der ĩ und Gew aber des Geb Hast. slleg Wäf von gefa (a fast Etdt sich Selte n, Cen mmen in ein 0 auf Bund deinen eibern. allem bendig Offenborung der Urzeit. 6. Die Rettung der Frommen.(. mos. 7. 8.) In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Cage des zweiten Monats, das ist der Tag, da auf⸗ brachen alle Brunnen der großen Tiefe und taten sich auf die Senster des himmels und kam ein Regen auf Erden vierzig Cage und vierzig Nächte. Eben am selben Tage ging noah in den Rasten mit Sem. ham und japheth, seinen Söhnen, und mit seinem Weibe und seiner Söhne drei Weibern; dazu allerlei Getier nach seiner Art. allerlei bieh nach seiner Art, allerlei Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Dögel nach ihrer Art, alles, was fliegen konnte, alles, was Sittiche hatte, das ging alles zu Noah in den fasten, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der herr schloß hinter ihnen zu. Da kam die Sintflut vierzig Cage auf Erden, und die wasser wuchsen und hoben den Rasten auf und trugen ihn empor über die Erde. Und das Gewässer nahm üÜber⸗ hand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen himmel bedeckt wurden. Und das Ge⸗ wässer stand auf Erden hundertundfünfzig Tage. Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles bieh, das mit ihm in dem Rasten war, und ließ Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen. Und die Brunnen der Ciefe wurden verstopft samt den Fenstern des himmels. und dem Regen vom himmel ward gewehrt. Und das Gewasser verlief sich von der Erde immer mehr und nahm ab nach hundertundfünfzig Cagen. Am siebzehnten Cage des siebenten Monats ließ sich der Rasten nieder auf das Gebirge Ararat. nach vierzig Cagen tat Noah das Senster auf an dem flasten, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben aus⸗ fliegen; der flog immer hin und wieder her. bis das Ge⸗ wasser vertrocknete auf Erden. Darnach ließ er eine Taube von sich ausfliegen, auf daß er erführe, ob das Gewässer gefallen wäre auf Erden. Da aber die Taube nicht fand. d ihr Suß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Rasten;: denn das Gewässer war noch auf dem ganzen Erdboden. da tat er die Hand heraus. und nahm sie zu sich in den fasten. 25 Offenbarung der Urzeit. Da harrte er noch weitere sieben Cage und ließ aber⸗ mals eine Taube fliegen aus dem fasten. Die kam zu ihm zur Abendzeit, und siehe. ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da merkte Noah, daß das Gewässer gefallen wäre auf Erden. Also ward die Erde ganz trocken am siebenunckzwanzigsten Tage des zweiten Monats. 7. Eine neue Erde.(1. mos. 8..) Da redete Gott mit Noah unck sprach: „Gehe aus dem fasten, du und dein Weib, deine Söhne und deiner sSöhne Weiber mit dir. Allerlei Getier, das bei dit ist, von allerlei Sleisch, an vögeln, an vieh und an allerlei Gewürm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, daß sie sich regen auf Erden und frucht⸗ bar seien und sich mehren auf Erden.“ Also ging Noah heraus mit seinen söhnen und mit seinem Weibe und seiner Söhne Weibern, dazu allerlei Getier, allerlei Ge⸗ würm, allerlei bögel und alles, was auf Erden kriecht, das ging aus dem Rasten, ein jegliches mit seinesgleichen. noah aber baute dem herrn einen Altar und nahm von allerlei reinem bieh und von allerlei reinem Geflügel und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem herzen:„Ich will hinfort nicht meht die Erde verfluchen um der menschen willen: denn das dichten des mensch⸗ lichen herzens ist böse von jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles. was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht. soll nicht aufhören Saat und Ernte. SFrost unchhitze, Sommert und Winter, Cag unch Nacht.“ Und Gott segnete Nogh und seine Söͤhne und sprach: „Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erdel Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle vögel unter dem himmel. über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Sische im meer: in eure hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne KRraut habe ich's euch alles gegeben. Allein esset das Sleisch nicht. das noch lebt in seinem Blut. Auch will ich eures Ceibes 26 aber⸗ ihm ochen das Erde beiten Noah doͤhne „das h und gehe frucht⸗ Hoah und ei Ge⸗ riecht, eichen. m bon el und ch den hwill n der ensch⸗ nd ich ot, Wie nicht mmel sprach: Erdel re auf 0 alles, sche imn sich firaut h nicht. ů Leibes ö Der Entdecker einer neuen Welt. Blut rächen, und will's an allen Tieren rächen und will des Menschen eben rächen an einem jeglichen Menschen. als dem, der sein Bruder ist. Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden: denn Gott hat den menschen zu seinem Bilde gemacht. Und Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen mit ihm: „Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem samen nach euch!“ Und Gott sprach:„Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir undl euch uncdl allen lebenden Seelen bei euch hinfort ewiglich: meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mit und der Erde. Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wwolken. Alsdann will ich geclenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Sleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles sleisch verderbe. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe undl geclenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.“ II. Aus der Vorgeschichte des Heils. Der Entdecker einer neuen Weit. 1. Der Mann des Glaubens.(1. mos. 12.) Und der Hert sprach zu Abram:„Gehe aus deinem vaterlande und von deiner Freunchschaft unch aus deines vaters hause in ein Cand, das ich dir zeigen will. Unck ich will dich zum großen dolk machen unch will dich segnen und dir einen großen namen machen, und sollst ein Segen sein. Jch will segnen, die dich segnen, unch verfluchen, die dich ver⸗ fluchen: undl in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ 27 vorgeschichte des Heils. Da zog Abram aus, wie der hert zu ihm gesagt hatte. und Lot zog mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig jahre alt, da er dus haran zog. Also nahm Abram sein weib sarai und Cot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer habe, die sie gewonnen hatten. und die Seelen, die sie er⸗ worben hatten in Haran: und zogen aus, zu reisen in das Cand fanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Cand, zog Abram durch bis an die Stätte Sichem und an den hain More. Es wohnten aber zu der Zeit die Rana⸗ niter im Cande. Da erschien der herr Flbram und sprach:„Deinem Samen will ich dies Cand geben!“ Und uer baute daselbst dem herrn einen Altar, der ihm erschienen war. Darnach brach er auf von dort an einen Berg, der lag gegen Morgen von der Stadt Beth⸗El, und richtete seine hũtte auf, daß er Beth⸗El gegen Abend und di gegen Morgen hatte. und baute daselbst dem herrn einen Altar und predigte von dem Namen des herrn. 2. Der Mann des Friedens.(1. mos. 13.) Abram aber war sehr reich an Dieh. Silber und Gold. Und das Cand konnte es nicht ertragen, daß sie beieinander wohnten: denn ihre habe war groß, und sie konnten nicht beiein⸗ ander wohnen. Und es war immer Zank zwischen den Hhirten über Abrams vieh und zwischen den Hirten über Cots Dieh. Da sprach Abram zu Lot:„Caß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen hirten; denn wir sind Brüder. Steht dir nicht alles land offen? Scheide dich doch von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten: oder willst du zut Rechten. so will ich zur Cinken!“ Da hob Cot seine Augen auf und besah die gaͤnze Gegencl am Jordan. Denn ehe der herr Soclom und Go⸗ morra verderbte, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des Herrn, gleichwie Agyptenland. Da erwählte sich Cot diie ganze Gegend. am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern, daß Abram wohnte im Cande fandan und Cot in den Städten der Jordangegend und setzte seine Hütte gen Sodom. 28 aber Cand )nten: eiein⸗ n den ber Jank leinen alles Iu zur echten, ganze Go⸗ 0ar nland. n und n dem nd lot hütte Dder Entdecker einer neuen Welt. da nun cot sich von Hbram geschieden hatte, sprach der herr zu Abram:„Hebe deine Augen auf und siehe von der Stätte an, da du wohnst, gegen Mitternacht, gegen mittag, gegen Morgen und gegen Abend. Denn alles das Cand. das du siehst, will ich dit geben und deinem Samen ewiglich: und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Rann ein Mensch den Staub auf Erden zählen. der wird auch deinen Samen zählen. Darum so mache dich auf und ziehe durch das Cand in die Cänge und Breite: denn dir will ich's geben.“ Also erhob Abram seine Hütte, kam und wohnte im hain Mamre, der zu hebron ist, und baute daselbst dem herrn einen Altar. 3. Brudertreue und Heldenmuk.(. mos. 19.) Es begab sich zu der Zeit fedor⸗-Caomors, des Rõnigs von Elam, daß die Ronige von Sodom und Gomorta mit drei andern Königen zusammenkamen in das Cal Siddim, da nun das Salzmeer ist, und rũsteten sich, zu streiten im Tal Siddim mit Redor cdomor und den andern önigen, die mit ihm waren. denn sie waren zwölf Jahre unter dem önig Redor⸗ Caomor gewesen, und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen. Das Tal Siddim aber hatte biel Erd⸗ harzgruben: und die fönige von Sodom und Gomorra wurden in die Slucht geschlagen und fielen da hinein, und was übrig blieb, floh auf das Gebirge. Da nahmen sie alle habe zu Sodom und Gomorta unck alle Speise und zogen davon. Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Brudersohn, und seine habe, denn er wohnte zu Sodom. und zogen davon. Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem Auslander, der da wohnte im hain des Amoriters mamtre, welcher ein Bruder war Eskols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde. Als nun Abram hörte, daß sein Bruder gefangen war. wappnete er seine finechte. dreihundertundachtzehn, in seinem hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan und teilte sich, fiel des Nachts über sie mit seinen sinechten und schlug sie und jagte sie bis gen hoba, das zur Cinken der Stadt Damaskus liegt; und brachte alle habe wieder, dazu auch Cot, seinen Bruder, mit seiner habe, auch die Weiber und das Dolk. 20 vorgeschichte des heils. Als er nun wiederkam von der Schlacht des Redor⸗ (Cdomor und der gönige mit ihm, ging ihm entgegen der Rönig von Sodom in das Seld, das KRönigstal heißt. Aber Melchisedek, der Rönig von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach:„Gesegnet seist du, Abram, dem höchsten Gott, der himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott der höchste, der deine deinde in deine handbeschlossen hat.“ Und demselben gab Abram den Zehnten von allem. Da sprach der Röonig von Sodom zu Hbram:„Gib mir die Ceute, die Güter behalte dir.“ Aber Abram sprach zu dem Rönige von Sodom:„ch hebe meine händle auf zu dem Herrn, dem höchsten Gott, der himmel und Erde be⸗ sitzet. daß ich von allem, das dein ist, nicht einen§aden noch einen Schuhriemen nehmen will, daß du nicht sagest, du habest Abram reich gemacht!“ 4. Gott, des Frommen Schild und Lohn.(. mos. 15. 17. 18. nach diesen Geschichten begab sich's, daß zu Abram ge⸗ schah das Wort des heren im Gesicht und sprach:„Sürchte dich nicht, Abram! lch bin dein Schild undedein sehr großer Cohn.“ Abram sprach aber:„Herr, herr, was willst du mir geben? lch gehe dahin ohne Rinder; und dieser Elieser voͤn Damaskus wird mein haus besitzen.“ Und siehe, der herr sprach zu ihm:„Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem eibe kommen wird. der soll dein Erbe sein!“ Und uer hieß ihn hinausgehen und sprach:„Siehe gen himmel und zähle die Sterne: kannst du sie zählen?“ Und sprach zu ihm:„Also soll dein same werden.“ Abram glaubte dem herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. Als nun Abram neunundneunzig)ahre alt war, erschien ihm der herr und sprach zu ihm:„ch bin der all⸗ mächtige Gott, wandle vor mit unckh sei fromm. Und uich will meinen Bund zwischen mir unch dir machen und will dich gar sehr mehren.“ Da fiel Abram auf sein Angesicht. Unch Gott redete weiter mit ihm und sprach:„Siehe, ich bin's uncdl habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Dater vieler Völker werden. Darum sollst du nicht mehr Abram heißen. 30 sonder dich ge fruchtl lassen, auftich Samer Bund nach e das L Hanae an de Und drel! entge duf d dot d Über. Hüße Willee labet, zu eut gesag 8 undn Er ab Halb Und das Der Entdecker einer neuen Welt. sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Dater vieler Doͤlker. Und will dich gar sehr fruchtbar machen, und will von dit Dölker abstammen lassen, und sollen auch önige von dir kommen. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mit und dir und deinem Samen nach dir, bei ihren Hachkommen, daß es ein ewiger Bund sei, also daß ich dein Gott sei und deines Samens nach dir. Und will dir und deinem Samen nach dir geben das and, darin du ein Fremdling bist, das ganze Cand Hanqan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein!“ Unch der Herr erschien ihm im hain Mamre, da er saß an der Tür seiner Hütte, da der TCag am heißesten war. Und äals er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Cür seiner hütte und bückte sich nieder auf die Erde und sprach:„Hert, habe ich Gnade gefunden vor deinen gugen, so gehe nicht an deinem kͤnecht vor— über. Man soll euch ein wenig Wasser bringen und eure süße waschen, und lehnet euch unter den Baum. Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, daß ihr euer herz labet; darnach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem sinecht gekommen.“ Sie sprachen:„Cue, wie du gesagt hast.“ Abraham eilte in die Hütte zu Sara und sprach:„Eile und menge drei Maß Semmelmehl, knete und backe fuchen.“ Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes alb und gab's dem snechte; der eilte und bereitete es zu. Und uer trug auf Butter und milch und von dem Raibe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen. Da sprachen sie zu ihm:„Wo ist dein Weib Sara?“ Er ant⸗ wortete:„Drinnen in der hütte!“ Da sprach er:„ch will wieder zu dir kommen über ein Jahr; siehe, so soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben!“ 5. Abrahams Fürbikte.(1. mos. 16.) Dao standen die männer auf vdon dannen und wandten sich gen Sodom: und Abraham ging mit ihnen, daß er sie geleitete. Da sprach det herr:„Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue? Sintemal er ein großes und mächtiges olk soll 31 dorgeschichte des heils. — werden und alle voͤlker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen. Denn ich weiß, er wird befehlen seinen in⸗ dern und seinem hause nach ihm, daß sie des herrn Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf daß der hert auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat.“ Und der Herr sprach:„Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist groß, und ihre Sünden sind seht schwer. Darum will ich hinabfahren und sehen. ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich ge⸗ kommen ist, oder ob's nicht also sei, daß ich's wisse.“ Und die Männer wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom: aber Abraham blieb stehen vor dem Herrn und trat zu ihm und sprach:„Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? Es möchten vielleicht fünfzig Ge⸗ rechte in der Stadt sein: wolltest du die umbtingen und dem Ort nicht vergeben um fünßig Gerechter willen, die darin wären? Das sei ferne von dir, daß du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen, daß der Gerechte sei gleichwie der Gottlose! Das sei ferne von dit, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten!“ Der herr sprach:„Sinde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen dem ganzen Ort ver⸗ geben.“ Abraham antwortete und sprach:„Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem herrn, wiewohl ich Erde und Asche bin. Es möchten vielleicht fünf weniger denn fünßig Gerechte darin sein: wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen?“ Er sprach: „Iinde ich darin fünfundvierzig. so will ich sie nicht der⸗ derben.“ Und uer fuhr fort mit ihm zu reden und sprach:„Man möchte vielleicht vierzig darin finden.“ Er aber sprach: „ch will ihnen nichts tun um der vierzig willen.“ Abra⸗ ham sprach:„Zürne nicht, Hert, daß ich noch mehr rede. man möchte vielleicht dreißig darin finden.“ Er aber sprach:„Sinde ich dreißig darin, so will ich ihnen nichts tun.“ Und er sprach:„Ach, siehe, ich habe mich unter⸗ wunden mit dem herrn zu reden. Man möchte vielleicht zwaͤnzig darin finden.“ Et antwortete: Ich will sie nicht 3² —— werden n fin⸗ ie des nd gut se, was Sodom nd seht ob sie nich ge⸗ e.“ Und 5odom; trat zu mit dem ßig Ge⸗ gen und llen, die tust und Gerechte der du nlꝰ der m in der Ort ver⸗ ich habe wohl ich weniget denn die sprach: nicht ber⸗ „an 4 Abrd⸗ jeht lece. Et abel en nichts unter⸗ Sel se nich Der Entdecker einet neuen weli. berderben um der zwaͤnzig willen.“ Und uer sprach:„Ach. zürne nicht, herr, daß ich nur noch einmal rede. Man möchte vielleicht zehn darin finden.“ Er aber sprach:„ch will sie nicht verderben um der zehn willen.“ Und der herr ging hin, da er mit Abraham ausge⸗ tedet hatte; und Abraham kehrte wiedler um an seinen Ort. 6. Die Bewährung des Glaubens.(1. mos. 22.) Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: „Abraham!“ Und uer antwortete:„Hier bin ich.“ Und er sprach:„Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb⸗ hast, und gehe hin in das Cand Morijd und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.“ Da standl Abraham des Morgens früh auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei KRnechte und seinen Sohn Isaak; und spaltete Hols zum Brandopfer, machte sich auf unck ging hin an dlen Ort, davon ihm Gott gesagt hatte. Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne und sprach zu seinen knechten:„Bleibet ihr hier mit dem Esel; ich und der Rnabe wollen dorthin gehen: und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.“ Und Abra⸗ ham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine haͤncd; uncl gingen die beiden miteinancker. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham:„Mein Dater!“ Abraham antwortete:„Hler bin ich, mein Sohn.“ Und er sprach:„Siehe, hier ist Seuer und Folz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?“ Abraham antwortete:„Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf jzum Brandopfer.“ Und gingen die beideen miteinander. Unck als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott gesagt hatte, baͤute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darduf und band seinen Sohn JIsaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine hand aus und faßte das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des herrn vom himmel und sprach: „Abraham! Abraham!“ Er antwortete:„Hier bin ich.“ Er sprach: Cege deine hand nicht an den Rnaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchteft Schottlet, Schwert des Geistes 3 3³3 borgeschichte des heils. und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinet⸗ willenl“ Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der hecke mit seinen hörnern hangen: und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieß die Stätte:„Der Herr siehet.“ Daher man noch heutiges Tages sagt:„Auf dem Berge, da der herr siehet.“ Und der Engel des herrn rief AHbraham abermals vom himmel und sprach:„Ich habe bei mir selbst geschworen.“ spricht der herr,„dieweil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, daß ich deinen samen segnen und mehren will wie die Sterne am himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Core seiner Seinde, und durch deinen samen sollen alle bölker auf Erden gesegnet werden, darum daß du meiner Stimme gehorcht hast.“ Also kehrte Abraham wiedker zu seinen snechten, und sie machten sich auf und zogen miteinander gen Beerseba: und er wohnte daselbst. Das haus der Erzväter. 1. Das Geschlecht des Glaubens.(1. mos. 24) Hbraham war alt und wohlbetagt, und der herr hatte ihn gesegnet allent⸗ halben. Und er sprach zu dem ältesten finecht seines hauses. der allen seinen Gütern vorstand:„Schwöre mir bei dem Herrn, dem Gott des himmels und der Erde, daß du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Töchtern der Kananiter. unter welchen ich wohne; sondern daß du ziehest in mein Daterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib.“ Der snecht sprach:„Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies Cand, soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Cand, daraus du gezogen bist?“ Abraham sprach zu ihm:„Davor hüte dlich, daß du meinen sohn nicht wieder dahin bringest. Der Herr, der Gott des himmels, der mich von meines Daters hause genommen hat und von meiner Hheimat, der mir geredet hat und mit auch geschworen hat und gesagt: Dies Cand will ich deinem ———.— samen daß du das W. lllein einen undef snecht dus d herrl⸗ hand U Ich U trunhze llef ab selnen schwie Gnad enen * ——— neinet⸗ einen angen; n zum n hieß eutiges Is vom voren,“ id hast deinen himmel Same leinen segnet t hast.“ N, und elseba: am wat allent⸗ hauses, el dem meinem nanitet. in mein meinem ir nicht n Sohn bistd meinen zott des ommen ind mie Gdeinem: Ddas haus der Erzoäter. Samen geben,— der wird seinen Engel vor dir her senden, daß du meinem Sohn daselbst ein Weib nehmest. so aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides quitt. Allein bringe meinen Sohn nicht wiecker dorthin!“ Der knecht schwur ihm solches und nahm zehn Kamele von den ftamelen seines herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Güter seines herrn, und machte sich auf und 30g nach Mesopotamien zu der Stadt Nahors. Da ließ er die Kamele sich lagern draußen vor der Stadt bei einem Wasserbrunnen, des Abends um die Zeit, wo die Weiber pflegten herauszugehen und Wasser zu schöpfen, und sprach: „Hert, du Gott meines herrn Abraham, begegne mir heute, und tue Barmherzigkeit an meinem herrn Abraham. Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, undl der Ceute Töchter in dlieser Stadt werdlen herauskommen, Wasser zu schöpfen. Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: neige deinen Krug und laß mich trinken, und sie sprechen wird: CTrinke, ich will deine Ramele auch tränken: das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran werde ich erkennen, daß du Baͤrmherzigkeit an meinem herrn getan habest!“ Unck ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, Bethuels Tochter, der ein Sohn der Milka war. welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib war, und trug einen krug auf ihrer Achsel. Die stieg hinad zum Brunnen und füllte den frug und stieg herauf. Da lief ihr der knecht entgegen und sprach:„Caß mich ein wenig Wasser aus deinem firuge trinken.“ Und sie sprach:„Trinke, mein Hherr!“ und eilend ließ sie den Krug herniecler auf ihre hand und gab ihm zu trinken. Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: »Ich will deinen Famelen auch schöpfen, bis sie alle ge⸗ trunken haben!“ Und eilte und goß den frug aus in die Cränke und lief abermals zum Brunnen, zu schöpfen, undl schöpfte allen seinen famelen. Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg still, bis er erkennete, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht. Da nun die Ramele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Reif, ein halbes Cot schwer. und zwei 3 35 borgeschichte des heils. Armringe an ihre hände, zehn Cot Goldes schwer, und sprach:„Meine Tochter. wem gehorest du an? Das sage mir doch. haben wir auch Raum in deines Vaters Hause zu herbergen?“ Sie sprach zu ihm:„Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den sie dem Nahor gehoren hat.“ Und sagte weiter zu ihm:„Es ist auch viel Stroh und Sutter bei uns und Raum genug zu herbergen.“ Da neigte sich der Mann und betete den herrn an, und sprach: „Gelobt sei der herr, der Gott meines herrn Abraham, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem herrn; denn der herr hat mich den Weg geführt zum hause des Bruders meines Herrn.“ 2. Die Werbung um Rebekka.(1. mos. 23.) Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter hause. Uncd Rebekka hatte einen Bruder, der hieß Caban; und Caban lief zu dem Mann draußen bei dem Brunnen. Und als er sah den Reif und die Frmringe an seiner Schwester Händlen und hörte die Worte Rebekkas, seiner Schwester, daß sie sprach:„Also hat mir der Nann gesagt.“— kam er zu dem mann, und siehe, er stand bei den Ramelen am Brunnen. Und uer sprach:„Romm herein, du Gesegneter des Herrn! warum stehst du draußen7 lch habe das haus gerdumt und für die amele auch Raum gemacht.“ kllso führte er den Mann ins haus und zäumte die amele ab und gab ihnen Stroh und Sutter, und Wasser zu waschen seine Süße und die Süße der Männer, die mit ihm waren; und setzte ihm Essen vor. Er sprach aber: „Ich will nicht essen, bis daß ich zuvor meine Sache vor⸗ gebracht habe.“ Sie antworteten:„Sage an!l“ Er sprach: Ich bin Abrahams necht. Und der h̃ert hat meinen hHerrn reichlich gesegnet, daß er groß geworden ist, und hat ihm Schafe und Ochsen. Silber und Gold, Knechte und Mägde, KRamele und Esel gegeben. Und mein herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt:„Du sollst meinem sohn kein Weib nehmen von den Töchtern der kananiter, in deren Cand ich wohne; sondern ziehe hin zu meines Daters hause und zu meinem Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib.“ Ich sprach aber zu meinem herrn:„Wie. wenn mir das Weib nicht folgen will?“ Da 36 Keune wo ni Rechte Bethu könne Gutes daß f hert bor d goldet ihrem trank —— er, und as sage 5 hause Hethuels gehoren roh und d neigte sprach: am, der Issen hat geführt lie Dirne se. Und dLaban d als er händen daß sie rzu dem grunnen. 3 herkn! getãumt umte die d Wasser „ die mit ich abet: Iche bol⸗ hert hat orden ist „fnechte nein herr „Du solst htern der he hin zu meinem - de das haus der Erzodtert. sprach er zu mir:„Der herr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, daß du meinem Sohn ein Weib nehmest von meiner Sreundschaft und meines Daters hause!“ Also kam ich heute zum Brunnen. Seid ihr nun die, so an meinem herrn Freundschaft und Treue beweisen wollen, so sagt mir's: wo nicht, so sagt mir's auch, daß ich mich wende zur Rechten oder zur Unken.“ Da antworteten Caban und Bethuel und sprachen:„Das kommt vom herrn, darum können wir nichts wider dich reden, weder Böses noch Gutes. Da ist Rebekka vor dir, nimm sie und zieh hin, daß sie das Weib sei des Sohnes deines herrn, wie der hert geredet hat.“ Da diese Worte hörte Abrahams fnecht, bũckte er sich vor dem herrn zur Erde; und zog hervor silbernen unck goldenen Schmuck und fileider und gab sie Rebekka; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er KRleinode. Do aß unck trank er samt den Männern, die mit ihm waren, und blieb über Nacht allda. Des Morgens aber stand er auf und sprach:„Caßt mich ziehen zu meinem herrn!l“ Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen:„Caß doch die Dirne einen Cag oder zehn bei uns bleiben, darnach sollst du ziehen.“ Da sprach er zu ihnen:„Haltet mich nicht auf, denn der herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasset mich. daß ich zu meinem herrn ziehel“ Da sprachen sie:„Caßt uns die Dirne rufen und fragen, was sie dazu sagt!“ Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr:„Willst duͤmit diesem Mann ziehen?“ Sie antwortete:„Ja. ich will mit ihm.“ Also ließen sie Rebekka, ihre Schwester. ziehen mit ihrer Amme samt Abrahams snecht und seinen Ceuten. Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr:„Du bist unsre Schwester; wachse in viel tausendmal tausend und dein Same besitze die Core seiner Seinde.“ Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf die kRamele und zogen dem Mmaͤnne nach. Und der fͤnecht nahm Rebekka und zog hin. lsaak aber kam oom„Brunnen des Cebendigen, der mich sieht“, denn er wohnte im Cande gegen Mittag, und war ausgegangen zu beten auf dem Selde um den Abend: und hob seine Augen auf und sah. daß famele daher⸗ 3⁷ borgeschichte des heils. kamen. Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak: da stieg sie eilend vom Ramel und sprach zu dem finecht: „Wer ist der Mann, der uns entgegenkommt auf dem Selde?ꝰ Der finecht sprach:„Das ist mein herr.⸗ Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich. Und der necht erzählte saak alle Sachen, die er ausgerichtet hatte. Da führte sie Isaak in die Hütte seiner Mutter Sard und nahm die Rebekka, und sie ward sein Weib. und er gewann sie lieb. Also ward Jsaak getröstet über seine Mutter. 3. Zwei Brüder— zwei Wellen.(1. mol. 227) Und es be⸗ gab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esou, seinen älteren Sohn. und sprach zu ihm:„Mein sohn!“ Er aber antwortete ihm:„hier bin ich!“ Und er sprach:„Siehe, ich bin alt geworden und weiß nicht, wann ich sterben soll. So0 nimm nun dein Geräte, Röcher und Bogen, und geh aufs Seld und fange mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, daß ich esse, daß dich meine Seele segne, ehe ich sterbe.“ Rebekka aber hörte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, daß et ein Wildbret jagte und heimbrächte. Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn:„Siehe, ich habe gehört deinen vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen: Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, daß ich esse und dich segne vor dem herrn, ehe ich sterbe. So höre nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heiße. Gehe hin zu der herde und hole mit zwei gute Böcklein, daß ich deinem Dater ein Essen davon mache. wie er's gerne hat. Das sollst du deinem Dater hinein tragen. daß er esse, auf daß er dich segne vor seinem Code.“ Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka:„Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, und ich glatt: so möchte vielleicht mein Dater mich betasten, und ich würde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betrügen wollte, und brächte über mich einen Sluch und nicht einen Segen.“ Da sprach seine Mutter zu ihm:„Der gluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir!“ Da ging er hin und holte und brachte es seiner 38 — Mutte Dater Höstlie sie Ja den war e es gei ging Er ar gebor steh⸗ mich „Meit Worte Isaak taste Jakol sprac sind hänc er se Esau briné daß el af Isaat mich sein Ger det und SUll Suß Mu Wer Rae Haah: inecht: jeldeꝰ sie den Isaak Isaak bekha, Also es be⸗ flugen Sohn, wortete bin alt ꝗ nimm ls Held sen, wie se, daß seinem daß et zebekka deinen Bringe ich esse 50 höke Gehe Zin, daß gerne et esse sprach Esau ist ter mich ich ihn uch und auf mir nd hole 5 seiner Das haus der Erzoäter. mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein vater gerne hatte, und nahm Esau's, ihres älteren Sohnes. köstliche Kleider, die sie bei sich im hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem jüngeren Sohne. Aber die Selle von den Böcklein tat sie ihm um seine hände, und wo er glatt war am halse. Und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs hand. ihres Sohnes. Und et ging hinein zu seinem vater und sprach:„mein Vater!“ Er antwortete:„Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn?“ Jakob sprach zu seinem Dater: Jch bin Esau, dein erst⸗ geborner Sohn: ich habe getan, wie du mir gesagt hast: steh auf, setze dich, und iß von meinem Wildbret, auf daß mich deine Seele segne.“ Isaak aber sprach zu seinem Sohn: mein Sohn, wie hast du so bald gefunden?“ Er ant⸗ wortete:„Der hert, dein Gott, bescherte mir's.“ Da sprach Isaak zu Jakob:„Critt herzu, mein Sohn, daß ich dich be⸗ taste, ob du mein Sohn Esau seist oder nicht!“ Also trat jakob zu seinem vater Isaak: und da er ihn betastet hatte, sprach er:„Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die hände sind Esaus händel“ Und er kannte ihn nicht, clenn seine hande waren rauh wie Esaus, seines Bruders, hände; und er segnete ihn und sprach zu ihm:„Bist du mein Sohn Esau?“ Er antwortete: Ja, ich bin's.“ Da sprach er:„80 bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret. daß dich meine Seele segne.“ Da brachte er's ihm, und er aß: und trug ihm auch Wein hinein. und eer trank, und Isaak. sein Dater, sprach zu ihm:„Romm her und küsse mich, mein Sohn!“ Er trat hinzu und küßte ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn unch sprach:„Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der herr gesegnet hat. Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Settigkeit der Erde und fiorn undl Wein die sülle. Dölker müssen dir dienen, und Ceute müssen dir zu Fuße fallen. Sei ein Herr über deine Brüder, und deiner mutter Kinder müssen dir zu Fuße fallen. Derflucht sel. wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnetlꝰ 4. Die Strafe für Lug und Trug.(1. mol. 27. 28.) Ells nun saak vollendet hatte den segen über Jakob. und Jakob 39 borgeschichte des heils. ·ICJ⁴ʃ6—ꝗ 3I—)7—„———* kaum hinausgegangen war von seinem Dater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd und machte auch ein Essen und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm:„Steh auf, mein Vater, und iß von dem Wildbret deines Sohnes, daß mich deine Seele segne.“ Da antwortete ihm Isaak, sein Dater:„Wer bist du?“ Er sprach:„Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn.“ Da entsetzte sich Isaak über die Naßen sehr und sprach:„Wer ist denn der Jäger. der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Et wird auch ge⸗ segnet bleiben.“— Als Esau diese Rede seines Daters hörte, schrie er laut und ward über die Maßen sehr betrübt und sprach zu seinem Dater:„Segne mich auch, mein Vater!“ Er aber sprach:„Dein Bruder ist gekommen mit Cist uncl hat deinen Segen hinweg.“ Da sprach er:„Hast du mir denn keinen segen vorbehalten?“ Isaak antwortete und sprach zu ihm:„Ich habe ihn zum Herrn über dich gesetzt, und alle seine Brüder habe ich ihm zu Rnechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen; was soll ich doch dir nun tun, mein Sohn?“ Esau sprach zu seinem Vater:„Hast du denn nur einen segen, mein vater? Segne mich auch, mein Vater!“ und hob auf seine Stimme und weinte. Da antwortete Isaak, sein vater, und sprach zu ihm:„Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Settigkeit der Erde und ohne Cau des himmels von oben her. Don deinem Schwerte wirst du dich nähren undl deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß du auch ein herr sein und sein Joch von deinem hHalse reißen wirst.“ Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem herzen:„Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen bater Ceid tragen muß: dann will ich meinen Bruder Jakob erwürgen.“ Da wurden Rebekka angesaͤgt diese Worte ihres älteren Sohnes Esau; und sie schickte hin uncl ließ Jakob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm:„Siehe, dein Bruder Esau droht dir, daß er dich erwürgen will. Und nun höre meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Caban gen Haran und bleib 40 Bethue und E 5. aus v⸗ Ott, d gegan ihn ʒ Undi die ki Engel stand deiner du sie Same ausge Mlitta alles siehe binz —— da auch prach dbret oktete h bin Isaak säget, essen, ge⸗ laut ch zu Aber leinen einen ch zu d alle Horn ch dit einen und saah, st eine e Cau Wilst à Wild th bon en, mit seinem neinen Jakob eihtes Jakob. iehe n Will ich auf bleib Das haus der Etzodter. eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt, und bis sich sein 3orn wider dich von dir wendet und er vergißt, was du an ihm getan hast: so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beidcer beraubt werden auf einen Cag?“ Und Rebekka sprach zu Isaak:„Mich verdrießt zu leben dor den Töchtern heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Töchtern heth wie diese, von den Töchtern des Candles, was soll mir das Ceben?“ Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm:„Nimm nicht ein Weib von den Töchtern anaans; sonclern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum hause Bethuels. des bDaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Cöchtern Labans, des Bruders deiner Mutter. Aber der allmächtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein haufe Völker; und gebe dir den Segen Abrahams, dit und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Cand, darin du Sremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat.“ Also fertigte Ilsaak den Jakob ab, daß er nach mesopotamien 3og zu LCaban. Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter. 5. Der Erbe des Segens.(1. mos. 28. 20.) Aber Jakob zog aus von Beerseba und reiste gen haran und kam an einen Ort, da blieb er über Nacht: denn die Sonne war unter⸗ gegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen häupten und legte sich an dem Ort schlafen. Und ihm träumte; und siehe, eine Ceiter stand auf der Erde. die rührte mit der Spitze an den himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder: und der herr stand oben darauf und sprach: Ich bin der h̃err, Abrahams, deines Daters, Gott und Isaaks Gott; das Cand, darauf du liegst, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht unck mittag: und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, woo du hinziehst. und will dich wieder herbringen in dies 11 borgeschichte des heiis. tand. Denn ich will dich nicht lassen, bis daß ich tue alles, was ich dit geredleet habe.“ Da nun Jakob oon seinem Schlaf aufwachte. sprach er:„Gewiß ist der herr an diesem Ort, und ich wußte es nicht; und fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stättel Hier ist nichts andetes denn Gottes haus, und hier ist die Pforte des himmels.“ Und J)akob stand des Morgens frũh auf und nahm den Stein, den er zu seinen häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal und goß Ol oben darauf und hieß die Stätte Beth⸗El. Und Jakob tat ein Gelũbde und sprach:„So Gott wird mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und fileider anzuziehen und mich mit Srieden wieder heim zu meinem Dater bringen, so soll der herr mein Gott sein, und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem mal, soll ein Gotteshaus werden: und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.“ Da hob Jakob seine Füße auf und ging in das Cand, das gegen Morgen liegt, und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Selde, und siehe, drei Hherden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen pflegten sie die herden zu tränken, undd ein großer Stein lag vor dem Coch des Brunnens. Und sie pflegten die herden alle da⸗ selbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wälzen und die Schafe zu tränken, und taten alsdann den Stein wieder vor das Coch an seine Stätte. Und Jakob sprach zu ihnen:„Liebe Brüder, wo seid ihr her?“ Sie antworteten:„Wir sind von haran.“ Er sprach zu ihnen: „fiennt ihr auch Caban, den Sohn Nahors7“ Sie ant⸗ worteten:„Wir kennen ihn wohl!“ Er sprach:„Geht es ihm auch wohl7“ Sie antworteten:„Es geht ihm wohl: und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen!“ 6. In fremdem Dienst.(. mos..) Da aber Jakob sah Rahel, die Cochter abans, des Bruders seiner Hutter. unch die Schafe Cabans, des Bruders seiner Iutter, trat er hinzu und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens und etränkte 42 ——— die 56 hüßte ihres! undes⸗ Jakob hetzte erzähl zu ihr Unde sprach solltes soll d die dl ein b Jakob sieben Labar ander sieben Cage, ein he lea u aber, „War Hahel daß dieser den diene Da 0 dls le 7 game sprad btach tum aß sch akob st der ürchtete nichts Pforte hm den lichtete nd hieß tt wird den ich juziehen oringen, den ich werden: Zehnten 18 Land, iehe, da herden gten sie por dem alle da⸗ menloch alsdann 0 Jahob * Sie uihnen: Sie ant⸗ Geht es m Wohl: nit den Das haus der Erzodter. — die Schafe Labans, des Bruders seinec Mutter. Unch er küßte Rahel und weinte laut und sagte ihr an, daß er ihres Daters Bruder wäre und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem bater an. Da aber Caban hörte von jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und küßte ihn und führte ihn in sein haus. Da erzählte er dem Caban alle diese Sachen. Da sprach Caban zu ihm:„Wohlan, du bist mein Bein und mein Sleisch.“ Und do er nun einen Monat lang bei ihm gewesen war, sprach Caban zu Jakob:„Wiewohl au mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Cohn sein?“ Caban aber hatte zwei Cöchter: die ältere hieß Cea, und die jüngere Rahel. Aber Lea hatte ein blödees Gesicht, Rahel war hübsch unch schön. Unch Jakob gewaͤnn die Rahel lieb und sprach:„Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngere Cochter, dienen.“ Caban antwortete:„Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir.“ Also diente Jakob um Rahei sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als wären's einzelne Cage, so lieb hatte er sie. Da lud Caban alle eute des Orts ein und machte ein Hochzeitsmahl. Des Abends aber nahm er seine Tochter Cea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihc. Des Morgens aber, siehe, da war es Ced. Und er sprach zu Laban: „Warum hast du mir das getan? habe ich dir nicht um Rahel gedient)? Warum hast du mich denn betrogen?“ Caban antwortete:„Es ist nicht Sitte in unserm Tande, daß man die jüngere ausgebe vor der älteren. Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst.“ Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Caban Rahel, seine Tochter, zum Weibe. Also ging er auch zu Rahel ein und hatte Rahel lieber als Ced; und diente bei ihm fürder die andern sieben Jahre. 7. Aus der Fremde zur Heimat!(. mos. 31.) Und ees kamen vor Jakob die Reden der Rinder Cabans, daß sie sprachen:„akob hat alles Gut unsers Daters an sich ge⸗ bracht, und von unsers Daters Gut hat er solchen Reich⸗ tum zuwege gebraͤcht.“ Und Jakob sah an das Angesicht 4³ borgeschichte des Hheils. Cabans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern. Und der herr sprach zu jakob:„Ziehe wiedler in deiner bäter Cand und zu deiner Freundschaft: ich will mit dir sein.“ Da sandte jakob hin und ließ rufen Rahel und Ced aufs Feld zu seiner hercle und sprach zu ihnen:„ch sehe eures Vaters Fngesicht, daß es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern: aber der Gott meines vaters ist mit mir gewesen. Und ihr wisset, daß ich aus allen meinen fräften eurem Dater gedient habe. Und er hat mich getäuscht und nun zehnmal meinen Cohn ver⸗ ändert: aber Gott hat ihm nicht gestattet, daß er mir Schaden täte. Und der Engel Gottes sprach zu mir im Craum: Jakob! Und ich antwortete: hier bin ich. Er aber sprach: Ich habe alles gesehen, was dir Caban tut. sch bin der Gott zu Beth⸗El, da du den Stein gesalbt hast und mir daselbst ein Gelübdle getan. Nun mache dich auf und zieh aus diesem Cande, und zieh wieder in das Cand deiner Freundschaft.“ Da antworteten Rahel und Cea, und sprachen zu ihm: „Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsers Daters hause. hat er uns doch gehalten wie die Sremden; denn er hat uns verkauft und unsern Cohn verzehrt; darum hat Gott unserm Dater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern Kindern. Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tuel“ Also machte sich Jakob auf und lud seine fincler und weiber auf Ramele und führte weg all sein Dieh unck alle seine habe, die er zu Mmesopotamien erworben hatte, daß er käme zu Isaak, seinem Dater, ins Cand fstanaan. jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esqau ins Cand Seir, in die Gegend Edoms, und befahl ihnen und sprach:„Also sagt meinem Hherrn Esau: Dein sinecht Jakob läßt dir sagen: Ich bin bis daher bei Caban lange außen gewesen und habe Rinder und Esel, Schafe, sinechte und Mägde; und habe ausgesandt, dir, meinem herrn, anzusagen, daß ich Gnade vor deinen Augen fände.“ Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen:„Wir kamen zu deinem Bruder Esau, und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann.“ Da fürchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange: und teilte das Dolk, das bei 2 — gestern „Zlehe sschaft; rufen ach zu gegen meines ich dus Und er n der⸗ er mit mit im ch. Er dan tut. gesalbt mache jedet in zu ihm: aters n denn darum zu uns agt hat, der und und alle tte, daß mn. Bruder befahl Ur Dein iLaban Schafe, meinemn fänce.“ l:„Dir ar auch 0 Jabob das bel Ddas haus der Erzoäter. ihm war. und die Schafe und die Rinder und die Ramele in zwei heere, und sprach:„So Esau kommt auf das eine heer, und schlägt es, so wird das übrige entrinnen!“ 8. Der Golleskämpfer.(1. mof. 32.) Und Jakob betete zum herrn und sprach:„Gott meines Daters Abraham und Gott meines Daters Isaak, hert, der du zu mit gesagt hast: Zieh wieder in dein Cand und zu deiner Sreundschaft, ich will dir wohltun! Ich bin zu gering aller Barm— herzigkeit und aller Treue, die du Uan deinem Rnechte getan hast: denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, da ich über diesen Jordan ging. und nun bin ich zwei heere geworden. Errette mich von der Hhancd meines Bruders, von der hand Esaus; denn ich fürchte mich vor ihm, daß er nicht komme und schlage mich, die Mütter samt den findern. Du hast gesagt: Ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am meer, den man nicht zählen kann vor der Menge.“ Und uer blieb die Nacht da und nahm von dem, das er vor handen hatte, ein Geschenk für seinen Bruder Esau: 200 Ziegen, 20 Böcke, 200 Schafe, 20 Widder und 30 säugende Ramele mit ihren Füllen, 40 fühe und 10 Sarren, 20 Eselinnen mit 10 Füllen; und tat sie unter die hand seiner knechte, je eine herde besonders, und sprach zu ihnen: „Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer herde nach der andern;“ und gebot dem ersten und sprach: „wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: wWem gehörst du an und wo willst du hin und wes ist's, was du vor dir treibst? Sollst du sagen: Es gehört deinem knechte Jakob zu, der sendet Geschenk seinem Hherrn Esau und zieht hinter uns her.“ Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen, die den herden nachgingen, und sprach:„Wie ich euch gesagt habe, so saget zu Esau. wenn ihr ihm begegnet: und saget ja auch: Siehe, dein necht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte: Ich will ihn versohnen mit dem Geschenk, das vor mir her geht; darnach will ich ihn sehen, vielleicht wird Uer mich an⸗ nehmen.“ Also ging das Geschenk vor ihm her; aber er blieb die⸗ selbe Nacht beim Heer und stand auf in der Nacht und 25 borgeschichte dles heils. nahm seine zwei Weiber unch die zwei Mägde und seine elf findler und zog an die Surt des Jabbok, nahm sie und führte sie über das Wasser, daß hinüberkam, was er hatte; und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte an⸗ brach. Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührte er das Gelenk seiner hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach:„Caß mich gehen, denn die Morgenröte bricht an!“ ber er antwortete:„Ich lasse dich nicht, du segnest mich dennl“ Er sprach:„Wie heißest du?“ Er antwortete: „Jakob.“ Er sprach:„Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Jsrael; denn du haͤst mit Gott und mit menschen gekämpft unckh bist obgelegenl“ 9. Der Menschenüberwinder.(1. mos. 35.) Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vier⸗ hundert Mann. Und er teilte seine Kindler zu Ced unck Rahel und zu den beiden Mägden und stellte die mägde mit ihren findern vornean und ea mit ihren indern her⸗ nach und Raͤhel mit Joseph zuletzt. Und ͤer ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam. Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn; und sie weinten. Und er hob seine ugen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach:„Wer sinck diese bei dir?“ Er ant⸗ wortete:„Es sind Rinder, die Gott deinem finecht beschert hat.“ Und ödie Mägde traten herzu mit ihren Rinclern und neigten sich vor ihm. Ceg trat auch herzu mit ihren Rindern und neigten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu und neigten sich auch vor ihm. Und er sprach: ⸗Was willst du mit all dem heere, dem ich begegnet bin?“ Er antwortete:„Daß ich Gnade fände vor meinem herrn.“ Esau sprach:„Ich habe genug, mein Bruder; behalte, was du hast.“ Jakob antwortete:„Ach nicht! Habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner hand: denn ich sah dein Angesicht, als sähe ich Gottes Engesicht; und laß dir's wohlgefallen von mir. Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mir's beschert. und ich habe alles genug.“ Also 46 — nöͤtigte jottziel sprach finder Wenn ganze hin.] biehn! zu me doch antwe boren Oiede und Subke Sicher siesoz der 5 hemo selbst elnen Vstde —— d seine sie und hatte, öte an⸗ krührte hüfte Und er ht ank egnest vortete: heißen, d mit b seine lit bier⸗ ed und mãgde en her⸗ rihnen seinem te ihn einten. nit den Er ant⸗ heschert rn und zindern Rahel sprach: bin?“ Hertn.“ te, Ods Gnade meinel Gottes m doch denn * fllso bom Ertzoäterhaus zum Nomadenstuamm. nötigte er ihn, daß er's nahm. Und er sprach:„Caß uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen.“ Er aber sprach zu ihm:„Mein herr, du erkennest, daß ich zarte kinder bei mir habe, dazu säugende Schafe und Rũhe: wenn sie einen Tag übertrieben würden, würde mir die ganze Herde sterben. Mein herr ziehe vor seinem snechte hin. Ich will gemächlich hintennach treiben, nach dem das bieh und die kinder gehen köͤnnen, bis daß ich homme zu meinem herrn nach Seir.“ Esau sprach:„S8o will ich doch bei dir lassen etliche vom Dolk, das mit mir ist.ꝰ Er antwortete:„Was ist's vonnöoten? Laß mich nur Gnade vor meinem herrn finden.“ Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir. Und Jakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus und machte seinem bieh Hütten; daher heißt die Stätte sukkoth. Darnach zog Jakob mit Srieden zu der Stadt Sichems, die ira Cande fanqaan liegt, nachdem er aus mResopotamien gekommen war, und machte sein Cager vor der Stadt und kaufte ein Stück Acker von den Kindern hemors, des Daters Sichems, um hundert Groschen; da⸗ selbst richtete er seine Hütte auf. Und er richtete daselbst einen Altar zu und tief an den Hamen des starken Gottes Israels. bom Etzoäterhaus zum Nomadenstamm. 1. Vaterliebe und Bruderneid.(. mos. 37) Jakob aber wohnte im Cande, darin sein Dater ein Sremdling gewesen War, im Cande fandan. Israel aber hatte Joseph lieber denn alle seine finder, darum daß er ihn im Alter gezeugt hatte; und machte ihm einen bunten Rock. Da nun seine Brüder sahen, daß ihn der vater lieber hatte denn alle seine Brũder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen. Dazu hatte Joseph einmal einen Craum und sagte seinen Brüdern davon: da wurden sie ihm noch feinder. Denn er sprach zu ihnen:„hHöret doch, was mir geträaumt hat. Nich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stand: und eure Garben umher neigten sich vor meiner Garbe.“ Da sprachen seine Brüder zu ihm:„Solltest du 7 vborgeschichte des heils. unser Rõnig werden und ũber uns herrschen?? Unck wurden ihm noch feinder um seines Craumes und seiner Rede willen. Undmer hatte noch einen andern Traum, den er⸗ zählte er seinen Brüdern und sprach:„Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt; mich deuchte, die Sonne und der mond und elf Sterne neigten sich vor mir.“ Und da das seinem vater und seinen Brüdern gesagt ward, strafte ihn sein dater und sprach zu ihm:„Was ist das für ein Traum, der dir gettãumt hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brüder Rommen und vor dir niederfallen?“ Unc seine Brüder beneideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. Da nun seine Brüder hingingen zu weidlen das vieh ihres Daters in Sichem, sprach Israel zu Joseph:„Hüten nicht deine Brüder das vieh in Sichem? Romm, ich will dich zu ihnen senden.“ Er aber sprach:„Hier bin ich.“ Und er sprach:„Gehe hin und sieh, ob's wohl stehe um deine Brüder und um das bDieh, und sage mir wiedler Ant⸗ wort.“ Und uer sandte ihn aus dem Tal Hebron, daß er gen Sichem ginge. Da fand ihn ein Mann, daß er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach:„Wen suchest du?“ Er antwortete: Ich suche meine Brüder; sage mir doch an, wo sie hüten.“ Der Mann sprach:„Sie sind oon dannen gezogen; denn ich hörte, daß sie sagten: Caßt uns gen Dothan gehen.“ Da folgte Joseph seinen Brũdern nach und fanck sie zu Dothan. 2. Verraten und verkaufk.(1. mos. 37.) Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe denn er nahe zu ihnen kam, machten sie einen Anschlag, daß sie ihn töteten, und sprachen unter⸗ einander:„Seht, der Träumer kommt daher! so kommt nun und laßt uns ihn erwürgen und in eine Grube werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Cräume sind.“ Da das Ruben hörte, wollte er ihn aus ihren händen erretten und sprach:„Caßt uns ihn nicht töten.“ Unck weiter sprach Ruben zu ihnen: „Vergießt nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube, die in der Wüste ist, und legt die hand nicht an ihn.“ Er wollte ihn aber aus ihrer hand erretten, daß er ihn seinem vater wiederbrächte. Als nun Joseph zu seinen Brüdern kam, zogen sie ihm seinen Rock. den bunten Rock. aus. 48 Do —— den et Grube; Und set Ind Ismaeli trugen! ügypter uns, de bergen! daß sic unser E ihm. U zogen den Jsn nach t und fat wieder da, wo schlacht vurden TRede den er⸗ de hoch nd der da das fte ihn Craum, ddeine d seine Worte. ꝗs Dieh „Hüten sch will in ich.“ ehe um let Ant⸗ daß er er lłte „ben er: sage die sind n: Laßt rüdern yn nun nachten n untet⸗ kommt werfen rd man hötte. „laßt ö ihnen: ube, die nꝰ E seinem grüdern K. Aus, Dom Erzoäterhaus zum Rnomadenstamm. den er anhatte und nahmen ihn und warfen ihn in cdlie Grube; aber die Grube war leer unch kein Wasser darin. Undd setzten sich niecker, zu essen. Indes hoben sie ihre Augen auf und sahen einen haufen lsmaeliter ommen von--Gilead mit ihren KRamelen; die trugen Würze, Balsam und Mmöorche unckl zogen hinab nach Agypten. Da sprach Juda zu seinen Brüdern:„Was hilft's uns, daß wir unsern Bruder erwürgen und sein Blut ver⸗ bergen? Rommt, laßt uns ihn den Ismaelitern verkaufen, daß sich unsre Hände nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch uncl Blut.“ Und sie gehorchten ihm. Und da die Midianiter, die Raufleute, vorüberreisten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den)Jsmaelitern um zwanzig Silberlinge; die brachten ihn nach ägypten. Als nun Ruben wiecler zur Grube kam unch fand Joseph nicht darin, zerriß er sein sleict und kam wieder zu seinen Brüdern und sprach:„Der nabe ist nicht da, wo soll ich hin?“ Da nahimnen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut und uschickten den bunten Rock hin und ließen ihn ihrem Vater bringen und sagen:„Diesen haben wir gefunden; sieh, ob's deines Sohnes Rock sei, oder nicht.“ Er kannte ihn aber und sprach:„Es ist meines Sohnes Rock; ein böses Tier hat ihn gefressen, ein reißendles Tier hat Joseph zerrissen.“ Und Jakob zerriß seine sleider und legte einen Sack um seine Cenden uncdl trug Leich um seinen Sohn lange Zeit. Und halle seine Söhne und Töchter traten auf, daß sie ihn trösteten; aber er wollte sich nicht trösten lassen und sprach: „Ich werde mit Ceid hinunterfaͤhren in die Grube zu meinem sSohn.“ Und sein Dater beweinte ihn. Aber die Midianiter verkauften ihn in gypten dem Poti⸗ phar, des Pharao Rãmmerer und hauptmann der ceibwache. 3. Heiliger Mut!(1. mos. 39.) Joseph ward hinab nach kigypten geführt; und Potiphar, ein ägyptischer Mann, des Pphardo Kämmerer und hauptmann, kaufte ihn von den Jsmaelitern, die ihn hinab brachten. Unch der herr war mit Joseph, daß er ein glücklicher Mann ward; und er war in seines herrn, des ägypters, hause. Unch sein herr sah, daß der herr mit ihm war; denn alles, was er Schottler, Schwert des Geistes. 49 borgeschichte des heils. tat, dazu gab der herr Glück durch ihn, also daß er Gnade fand vor seinem herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn über sein haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine hande. Und von der Zeit an, da er ihn über sein haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der herr des Agypters haus um Josephs willen und war eitel Segen des hHerrn in allem, was er hatte, zu hause und auf dem Selde. Darum ließ er alles unter Josephs häanden, was er hatte; und er nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur daß er aß und trank. Und Joseph war schön und hübsch von Angesicht. Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines herrn Weib ihre Augen auf ihn warf und wollte ihn ver⸗ führen. Et aber sprach zu ihr:„Siehe, mein hertr nimmt sich keines Dinges an vor mir. was im hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine händle getan und hat nichts so Großes in dem hause, das er vor mir verhohlen habe, außer dir. indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch groß Ubel tun und wider Gott sündligen?“ Und sie trieb solche Worte gegen Joseph tãglich und er⸗ wischte ihn bei seinem Kleid. Aber er ließ das Kleid in ihrer hand und floh und lief zum hause hinaus. Da sie nun sah. daß er sein sileid in ihrer sand ließ, und hinaus entfloh, rief sie dem Gesinde im hause und sprach zu ihnen:„Sehet, er hat den hebräischen Mann zu uns hereingebracht, daß er seinen Mutwillen mit uns treibe. Dda er aber hörte, daß ich ein Geschrei machte und rief. dd ließ er sein fileid bei mir und floh, und lief hinaus!“ Und sie legte sein Kleic neben sich. bis sein herr heim kam und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: „Der hebräische finecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein sileid bei mir und floh hinaus!“ fls sein herr hoͤrte die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach:„Also hat mit dein finecht getan. ward er sehr zornig. Da nahm ihn sein herr und legte ihn ins Gefangnis, darin des fönigs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefängnis. 50⁰ darnac der Bã ügypte famm. üÜber d des ha lag. I ihnen Undlhe Bäcker eglich hatte ihnen er siel antwo mand gehoͤr oberst Mir hatte seine Phare deũck die UI Dtel! dein daß e Weise Wenn daß fhte V -gtg:. daß er d. Der tat er n über ete det ar eitel se und jänden, solange oh War seines hn ver⸗ nimmt st, und e getan vor mit st. Die in und und er⸗ leicl in jeß, und Usprach 3 uns 3 tleibe. ind lief, hinausl' Et heim sprach: cht has. dq ließ sie ihm b. ward ihn ins vbom Erzoäterhaus zum Nomadenstamm. Aber der herr war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis, daß er ihm unter seine hand befahl alle Gefangenen im Gefängnis, auf daß alles, was da geschah, durch ihn geschehen mußte. Denn der Amtmann über das Gefängnis nahm sich keines dinges an; denn der herr war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der Hert Glũck. 4. Undank der Menschen!(1. mos. 40.) Und es begab sich darnach, daß sich der Schenke des sönigs in Agypten und der Bäcker versündigten an ihrem herrn, dem König in kigypten. Und pharao ward zornig über seine beiden Rämmerer, über den Amtmaͤnn über die Schenken unc über den Amtmann über die Bäcker, und ließ sie setzen in des hauptmanns haus ins Gefängnis, da Joseph gefangen lag. Und der Hauptmann setzte Joseph über sie, daß er ihnen diente; und sie saßen etliche Tage im Gefängnis. Undmes träumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Bäcker dem KRönigs von ägypten, in einer Nacht einem jeglichen ein eigener Traͤum: und eines jeglichen Craum hatte seine Bedeutung. Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hineinkam und sah, daß sie traͤurig waren, fragte er sie und sprach:„Warum seid ihr heute so traurig?“ Sie antworteten:„Es hat uns geträumt, und wir haben nie⸗ mand, der es uns auslege.“ Joseph sprach:„Auslegen gehört Gott zu: doch erzählt mir's!“ Da erzählte der oberste Schenke seinen Traͤum Joseph und sprach zu ihm: „Mir hat geträumt, daß ein Weinstock vor mir wäre, der hatte drei Reben, und er grünte, wuchs und blühte, und seine Trauben wurden reif: und ich hatte den Becher Phargos in meiner hand und nahm die Beeren und zer— drückte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die hand.“ Joseph sprach zu ihm:„Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Cage. Uber drei Cage wird Pharao dein haupt erheben und ͤdich wiecler an dein Amt stellen, daß du ihm den Becher in die hand gebest nach der vorigen weise, da du sein Schenke warst. Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, daß du Pharao erinnerst, daß er mich aus diesem hause führe. Denn ich bin aus dem(ande der fjebrꝗer heimlich * 5 vorgeschichte des heils. gestohlen: dazu habe ich auch allhier nichts getan, daß sie mich eingesetzt haben.“ Da der oberste Bäcker sah, daß die Deutung gut war, sprach er zu Joseph:„Mir hat auch geträumt, ich trüge drei weiße Röorbe auf meinem haupt und im obersten Rorbe allerlei gebackene Speise für den Pharao: und die Dögel aßen aus dem forbe auf meinem Haupt.“ Joseph ant⸗ wortete und sprach:„Das ist seine Deutung. Drei Rörbe sind drei Cage; und nach drei Cagen wird dir Pharao dein haupt erheben und dich an den Galgen hängen, und die vögel werden dein Fleisch von dir essen.“ Und es geschah des dritten Cages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine mahlzeit allen seinen kinechten und erhob das haupt des obersten Schenken und das haupt des obersten Bäckers unter seinen finechten: und setzte den obersten Schenken wieder in sein Schenkamt, daß er den Becher reichte in Pharaos hand; aber den obersten Bäcker ließ er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte. Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph. sondern vergaß ihn. 5. Der Wohltäter Agyplens.(1. mos. 1.) Und nach zwei jahren hatte Pharao einen Craum, wie er stünde am Nil und sähe aus dem Wasser steigen sieben schöne, fette siühe; die gingen auf der Weide im Grase. Nach diesen sah er andere sieben Rühe aus dem Wasser aufsteigen; die waren häßlich und mager und htraten neben die Rühe an das Ufer am Wasser. Und die häßlichen und mageren fraßen die sieben schönen, fetten kühe. Da erwachte Pharao. Und er schlief wiecer ein, und ihm träumte abermals, und er sah, daß sieben ähren wuchsen aus einem halm, voll und dick. Darnach sah er sieben dünne ähren auf⸗ gehen, die waren vom Ostwind versengt. Unckudlie sieben mageren ähren verschlangen die sieben dicken und vollen hren. Da erwachte Pharao und merkte, daß es ein Trcaum war. Und da es Morgen ward, war sein Geist bekümmert; und uer schickte aus und ließ rufen alle Wahrsager in Agypten und alle Weisen und erzählte ihnen seine Cräume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte. 5² „Ich g ward ins Ge uns be Deutut Jungli Unche seinen denn gehen lleßen schere Phara getrdl daber so har sptach Gutes U Ufer b schoͤne Undhr undn land und fiühe. nicht hãßli sah 6 halm dütte ähter es de deute sind Die s guten —— in, daß ut war, h trüge n forbe e bögel ph ant⸗ i förbe Pharao en, und Pharao n seinen zen und nechten⸗ enkamt, her den gedeutet Joseph. ach zwei am il te fũhe sah er e waren an das fraßen do. hermals, N halm, ren auf⸗ i sieben Gvollen Craum ummert, saget in Crdume. gonnte. Dom Erzväterhaus zum nomadenstamm. Da redete der oberste Schenke zu Phargo und sprach: „Ich geclenke heute an meine Süncke. Da pPharao zornig wardüber seine sͤnechte und mich mit dem obersten Bäcker ins Gefängnis legte in des hauptmanns hause, da träumte uns beiden in einer Nacht einem jeglichen sein Traum, des Deutung ihn betraf. Da war bei uns ein hebräischer Jüngling, des hauptmanns knecht, dem erzählten wir's. Uncher deutete uns unsere Träume, einem jeglichen nach seinem Craum. Unch wie er uns deutete, so ist's ergangen; denn ich bin wiedler in mein Amt gesetzt, unch jener ist gehenkt.“ Da sandte Phargo hin unck ließ Joseph rufen; unck sie ließen ihn eilench aus dem Gefängnis. Unck er ließ sich scheren unc zog andere KRleicer an und kam hinein zu Pharao. Da sprach Phardo zu ihm:„Mir hat ein Craum geträumt, und ist niemand, der ihn ceuten kann; ich habe aber gehört von dir sagen, wenn du einen Traum hörst, so kannst du ihn deuten.“ Joseph antwortete Pharao und sprach:„Das steht bei mir nicht; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen.“ Pharao sprach zu Joseph:„Mir träumte, ich stand am Ufer bei dem Wasser und sah aus dem Wasser steigen sieben schöne fette kühe, die gingen auf der Weide im Grase. Unch nach ihnen sah ich andlere sieben dürre, sehr häßliche und magere fühe heraussteigen. Ich habe in ganz gypten⸗ land nicht so häßliche gesehen. Unch die sieben mageren und häßlichen kühe fraßen auf die sieben ersten fetten ühe. Und uda sie die hineingefressen hatten, merkte man's nicht an ihnen, daß sie dlie gefressen hatten, unck waren häßlich gleichwie vorhin. da wachte ich auf. Und ich sah abermals in meinem Traum sieben ähren auf einem halm wachsen, voll und dick. Darnach gingen auf sieben dürre ähren, dünn und versengt. Unch die sieben dünnen Ahren verschlaͤngen die sieben dicken ähren. Unch ich habe es den Wahrsagern gesagt; aber die können's mir nicht deuten.“ joseph antwortete Pharao:„Beide Cräume Pharaos sind einerlei. Gott verkündigt Pharao, was er vorhat. Die sieben schönen Kühe sindl sieben Jahre, und die sieben guten ähren sind auch die sieben Jahre. Es ist einerlei 53 vorgeschichte des heils. Craum. Die sieben mageren und häßlichen fũhe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre; und die sieben mageren und versengten Ahren sind sieben Jahre teure Zeit. Das ist nun, wie ich gesagt habe zu Pharado, daß Gott pPharao zeigt, was er vorhat. Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Agyptenland. Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen, daß man vergessen wird aller solcher Fülle in Agyptenland: und dlie teure Zeit wird das Cand verzʒehren, daß man nichts wissen wird von der gulle im Cande vor der teuren Zeit, die hernach kommt; denn sie wird sehr schwer sein. Daß aber dem Pharao zum andern Mal geträumt hat, bedeutet, daß solches Gott ge⸗ wiß und eilend tun wird. nun sehe Pharao nach einem verständigen und weisen mann, den er über Agyptenland setze, und' schaffe, daß er Amtleute verordne im Cande und nehme den Sünften in Agyptenland in den sieben reichen Jahren und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen wercdlen, daß sie Getreide aufschütten in Pharaos kornhäuser zum Dorrat in den Städten und es verwahren, auf daß man Speise verordnet finde dem Cande in den sieben teuren jahren. die über Agyptenland kommen werden, daß nicht das Cand vor Hunger verderbe.“ 6. Auf der Höhe der Macht.(. moi. n.) Die Rede gefiel phardo und allen seinen Knechten wohl. Unck Pharao sprach zu seinen knechten:„Wie könnten wir einen solchen mann finden, in dem der Geist Gottes sei?“ Und sprach zu Joseph:„Weil dir Gott solches alles hat kundgetan, ist keiner so verständig und weise wie du. Du sollst über mein haus sein, und deinem Wort soll all mein Dolk gehor⸗ sam sein; allein um den königlichen Stuhl will ich höher sein als dul Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich über ganz ägyptenland gesetzt.“ Und er tat seinen Ring von seiner hand und gab ihn joseph an seine hand und kleidete ihn mit köstlicher Lein⸗ wand und hing ihm eine goldene fette an seinen Hals. Und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und ließ 5⁴ oot ihr sehte i Joseph seine h Und er Deib, Also 3 er Od föͤnig dutch Hülle; im Lo Das Wuche Getrei also d zähler die te des Mane gesser Den „hat x‚ fi0f dave in d Da — he, die er Und nJahte 45 Gott eJahte nselben ergessen ure Zeit ird von hommt: do zum hott ge⸗ weisen daß er nften in sammle daß sie vorrat u Speise jahten, icht das e gefiel Pharao solchen H sprach lst über gehol⸗ hoͤher ich habe gab ihn her Lein⸗ sen hals und ließ vom Erzoäterhaus zum Nomadenstamm. dor ihm her ausrufen:„Der ist des Candes Dater!“ Und setzte ihn über ganz Agyptenland. Uncd Pharao sprach zu joseph:„Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll niemand seine haͤnd oder seinen Suß regen in ganz Agyptenland.“ Und uernannte ihn zum geheimen Rat. Und gab ihm ein Weib, Asnath, die Cochter Potipheras, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus, das Cand Agypten zu besehen. Und er war dreißig Jahre alt, da er vor Pharao stand, dem fönig in gypten; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz Agyptenland. Und das Cand trug in den sieben reichen Jahren die Fülle; und sie sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Cande„gypten waren, und taten sie in die Stãdte. was für Speise auf dem Selde einer jeglichen Stadtt umher wuchs, das taten sie hinein. Also schüttete Joseph das Getreide auf, über die Maßen viel wie Sand am Meer, also daß er aufhörte zu zählen; denn man konnte es nicht zählen. Und Joseph wurden zwei Ssõhne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, welche ihm gebar Asnath. Potipheras, des Priesters zu On, CTochter. Undäer hieß den ersten manasse;„denn Gott.“ sprach er,„hat mich lassen ver⸗ gessen alles meines Unglücks und all meines Vaters hauses.“ Den andern hieß er Ephraim;„denn Gott,“ sprach er. „hat mich lassen wachsen in dem Cande meines Elends.“ da nun die sieben reichen Jahre um waren im Cande gypten, da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen. davon Joseph gesagt hatte. Und ees ward eine Teuerung in allen Canden; aber in ganz Agyptenland war Brot. Da nun das ganze Agyptenland auch hunger litt, schrie das volk zu Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen Agyptern:„Gehet hin zu Joseph: was euch der sagt. das tut.“ Als nun im ganzen Cande Teuerung war, tat Joseph allenthalben fornhäuser auf und verkaufte den Agyptern. Denn die Teuerung ward je länger je großer im ande. Und alle Cande kamen naͤch gypten, zu kaufen bei Joseph: denn die Teuerung war groß in allen Canden. 7. Der Tag der Vergeltung.(. Mos. 32.) Da aber Jakob sah. dah Getreide in Agypten feil war, sprach er zu seinen 55 borgeschichte des heils. Söhnen:„Was sehet iht euch lange um? Siehe, ich höre. es sei in Agypten Getreide feil: ziehet hinab und kauft uns Getteide, daß wir leben und nicht sterben.“ Also zogen hinab zehn Brüder Josephs, daß sie in Agypten Getreide kauften. Aber Benjamin, Josephs Bruder, ließ jakob nicht mit seinen Brüdern ziehen: denn er sprach: Es möchte ihm ein Unfall begegnen. Also kamen die flinder Istaels, Getreide zu kaufen,. samt anderen, die mit ihnen zogen; denn es war im Cande Randan auch teuer. Aber Joseph war der Regent im Cande und verkaufte Getreide allem Volk im Cande. Da nun seine Brüder kamen, fielen sie vor ihm nieckler zur Erde auf ihr Antlitz. Undl er sah sie an uncd kannte sie und stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen:„Woher kommt ihr?“ Sie sprachen:„Aus dem Cande Kandan, Speise zu kaufen!“ Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht. Und Joseph gedachte an die Träume, die ihm von ihnen geträumt hatten, und sprach zu ihnen: Ahr seid Kundschafter und seic gekommen zu sehen, wo das Land offen ist.“ Sie antworteten ihm: „Nein, mein Herr, deine knechte sind gekommen Speise zu kaufen. Wir sind alle eines Mannes Söhne: wir sind redlich, uncl deine knechte sinc nie Rundschafter gewesen.“ Er sprach zu ihnen: Mein, sondern ihr seid gekommen zu ersehen, wo das Tand offeri ist.“ Sie antworteten ihm: „Wir, deine nechte, sinc zwölf Brüder, eines Mannes Söhne im Lande Rangan, und der jüngste ist noch bei unserm vater; aber der eine ist nicht mehr vochanden.“ Joseph sprach zu ihnen:„Das ist's, was ich euch gesagt habe: Rundschafter seid ihr. Daran will ich euch prüfen: bei dem Leben Pharaosl ihr sollt nicht von dannen kommen, es komme denn her euer jüngster Bruder. Sendet einen unter euch hin, der euren Bruder hole; ihr aber sollt ge⸗ fangen sein. lso will ich prüfen eure Recle, ob ihr mit Wahrheit umgeht oder nicht. Denn wo nicht, so seick ihr, bei dem Ceben Pharqgosl, Rundschafter.“ Und öer ließ sie beisammen verwahren drei Tage lang. Am dritten Cage aber sprach er zu ihnen:„Wollt ihr leben, so tut also; denn ich fürchte Gott. Seich ihr redlich, so laßt eurer Brüder einen gebunden liegen in eurem 56 bo! —— Hefaͤngn gehauft hruder; sterben Unterein. schüldet, anflehte, nun die und spre euch nic Rlun wit es Josep Dolmets⸗ Da eren ledete, hten f 8.0 man ih gabe, e auf den shre We elner se — ch hoͤte, 1hauft AHllso gypten er, ließ sprach: haufen, NLande nlande Od nun Tde duf d stellte Isprach lus dem Mer sie ledachte en, und ommen en ihm: peise zu vir sind Wesen.“ imen zu en ihm: mannes joch bei anden.“ gesagt ptũfen ñommen, et einen sollt ge⸗ iht mit seich iht ließ sie Holll iht Dom Erzoäterhaus zum Nomaͤcdleenstamm. Gefängnis: ihr aber ziehet hin und bringet heim, was ihr gekauft habt für den hunger. Und bringt euren jüngsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, daß ihr nicht sterben müßt.“ Und sie taten also. Sie aber sprachen untereinanckler:„Das haben wir an unserm Bruder ver— schuldlet, daß wir sahen dlie Angst seiner Seele, da er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhören; darum kommt nun diese Trübsal über uns.“ Rguben antwortete ihnen und sprach:„Sagte ich's euch nicht, da ich sprach: Dersündigt euch nicht an dem Rnaben, unch ihr wolltet nicht hören? nun wird sein Blut gefordert.“ Sie wußten aber nicht, daß es Joseph verstaͤnd denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher. Unckh er wandte sich von ihnen unch weinte. Da er nun sich wiecler zu ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihnen Simeon unch band ihn vor ihren Augen. 8. Edle Rache.(1. mos. 42.43.) Und Joseph tat Befehl, daß man ihre Säcke mit Getreide füllte unc ihr Geld wieder⸗ gäbe, einem jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg: und man tat ihnen also. Unck sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen. Da aber einer seinen Sack auftat, daß er seinem Esel Sutter gäbe in der herberge, ward eer gewahr seines Gelcles, das oben im Sack lag, und sprach zu seinen Brüdern:„Mein Geld ist mir wieder geworden, siehe, in meinem Sack ist es.“ Da entfiel ihnen ihr herz, und sie erschraken untereinandler und sprachen:„Warum hat uns Gott das getan?“ Da sie nun heim kamen zu ihrem Dater Jakob ins Cand fanqgan, sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war. und sprachen:„Der Mann, der im Cande herr ist, redete hart mit uns und hielt uns für Runclschafter des Candes. Unch da wir ihm antworteten: Wir sinch recklich und nie undschafter gewesen, sondern zwölf Brüder, unsers Daters Söhne; einer ist nicht mehr vorhanden, und der jüngste ist noch bei unserm vater im Cande Ranaan,“ sprach der Herr im Cande zu uns:„Daran will ich merken, ob ihr redlich seid: einen eurer Brüder laßt bei mir und nehmt die Not⸗ durft für euer haus und ziehet hin; und bringt euren jüngsten Bruder zu mit, so merke ich, daß iht nicht Rund⸗ 57 borgeschichte des Heils. schafter, sondern redlich seid, so will ich euch auch euren Bruder geben, und ihr mögt im Cande werben.“ Da sprach Jakob, ihr DVater. zu ihnen:„Hr beraubt mich meiner Rinder; Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin wollt ihr hin⸗ nehmen; es geht alles über mich!l“ Ruben antwortete seinem bater und sprach:„Wenn ich dir ihn nicht wiecler⸗ bringe, so erwürge meine zwei Söhne; gib ihn nur in meine haͤnd, ich will ihn dir wiedlerbringen.“ Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinab⸗ ziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein übrig geblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete. den ihr reiset, würdet ihr meine grauen haare mit Herze⸗ leich in die Grube bringen.“ Die TCeuerung aber drückte das Cand. Und da es verzehrt war, was sie an Getreide qus Agypten gebraͤcht hatten, sprach ihr Dater zu ihnen:„Ziehet wiecler hin und kauft uns ein wenig Speise.“ Da antwortete ihm Juda und sprach:„Der Mann band uns das hart ein und sprach: Ihr sollt mein ngesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch. Ist's nun, daß du unsern Bruder mit uns sendest, so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen. Ist's aber, daß du ihn nicht sendest, so ziehen wir nicht hinab. Ddenn der Maͤnn hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein An⸗ gesicht nicht sehen, euer Bruder sei denn mit euch.“ Jsrael sprach:„Warum habt ihr so übel an mir getan, daß ihr dem Mann ansagtet, daß ihr noch einen Bruder habt?“ Sie antworteten:„Der Mann forschte so genau nach uns und unsrer Freundschaft und sprach: Cebt euer Vater nochꝰ habt ihr auch noch einen Bruder? Da sagten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir wissen, daß er sagen würde: Bringt euren Bruder mit hernieder?“ Da sprach Judda zu Istael, seinem Dater:„Caß den Rnaben mit mir ziehen, daß wir uns aufmachen und reisen, und leben und nicht sterben, wir und du und unsre Rincklein. Ich will Bürge für ihn sein, von meinen Händken sollst du ihn fordern. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will ich mein Ceben lang die Schulch traͤgen. Denn wo wir nicht hätten verzogen. wãren wir schon wohl zweimal wiedergekommen.“ 58 De —— Da dlso Küchter hinab: Datteln und da worden rttum euch ai allmäch daß er Ich abe laubt i da sah halter: lichte det M die Me sie in sindhhe Sachen Uns h nehme raten det he Mal! herbe eines Gewi haber 3u Ha unste Euer gegel et fül —— uch euren .5 T beraubt orhanden, llt iht hin⸗ Intwortete ht Wieder⸗ )n nur in ich hinab⸗ lein übrig begegnete. mit herze⸗ nd da es n gebracht er hin und ihm Juda und sprach: uer Bruder ins sendest, aufen. Ists ucht hinab. mein fn⸗ ch. srael m, daß iht det habtꝰ⸗ bom Erzväterhaus zum Nomadenstamm. Da sprach Israel, ihr Dater zu ihnen:„Muß es denn ja also sein, so tut's und nehmt von des sandes besten Srüchten in eure Säcke und bringt dem Manne Geschenke hinab: ein wenig Balsam und Honig. Würze und Myrrhe, Datteln und Mandeln. Nehmt auch anderes Geld mit euch: und das Geld, das euch oben in euren Säcken wieder ge⸗ worden ist, bringt auch wieder mit euch. Dielleicht ist ein lrrtum da geschehen. Dazu nehmt euren Bruder. macht euch auf und kommt wieder zu dem Manne. Aber der allmächtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne. daß er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin. lch aber muß sein wie einer, der seiner kinder gar be⸗ raubt ist.“ 9. Schuld und Sühne.(. mos. 33. 3a.) Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefältig mit sich und Benjamin, machten sich auf, zogen nach gypten und traten vor Joseph. Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem haus⸗ halter:„Führe diese Männer in's haus und schlachte und richte zu; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen.“ Unck der Maͤnn tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und führte die Männer in Josephs haus. Sie fürchteten sich aber, daß sie in Josephs haus geführt wurden und sprachen:„Wir sind hereingeführt um des Geldes willen, das wir in unsern Sãcken das erste Mal wieder gefunden haben, daß ex's auf uns bringe und fälle ein Urteil über uns, damit er uns nehme zu eigenen snechten samt unsern Eseln.“ Darum traten sie zu Josephs haushalter und redeten mit ihm vor der haustür und sprachen:„Mein Herr, wir sind das erste mal herabgezogen Speise zu kaufen, und da wir in die herberge kamen und unsere Säcke auftaten. siehe, da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit völligem Gewicht; darum haben wir's wieder mit uns gebracht, haben auch anderes Geld mit uns herabgebracht, Speise zu kaufen; wir wissen aber nicht. wer uns unser Geld in unsre Säcke gesteckt hat.“ Er aber sprach:„Gehabt euch wohl, fürchtet euch nicht. Euer Gott und eures Daters Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Sacke. Euer Geld ist mir geworden.“ Und er führte Simeon zu ihnen heraus und führte sie in Josephs 50 vorgeschichte des heils. haus, gab ihnen Wasser, daß sie ihre Füße wuschen, unch gab ihren Eseln Futter. Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis daß Joseph kam auf den Mittag; denn sie hatten gehört, daß sie da⸗ selbst das Brot essen sollten. Da nun Joseph zum hause einging, brachten sie ihm ins haus das Geschenk in ihren händen und fielen vor ihm nieder zur Erde. Et aber grüßte sie freundlich und sprach:„Geht es eurem Dater, dem alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Cebt er noch?“ Sie antworteten: „Es geht deinem snechte, unserm Dater, wohl, under lebt noch.“ Und sie neigten sich und fielen vor ihm nieder. Und er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, unch sprach:„Ist das euer jüngster Bruder, oon dem ihr mir sagtet?“ Und sprach weiter: „Gott sei dir gnädig, mein Sohn!“ Und Joseph eilte, denn sein herz enibrannte ihm gegen seinen Bruder, und suchte, wo er weinte, uncdl ging in seine kaͤmmer und weinte da⸗ selbst. Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt sich fest und sprach:„Cegt Brot auf!“ Und man trug ihm besonders auf, und jenen auch besonders, und den àgyptern, die mit ihm aßen, auch besonders. Denn die Agypter duürfen nicht Brot essen mit den Hebräern, denn es ist ein Greuel vor ihnen. Und man setzte sie ihm gegen⸗ üÜber, den Erstgebornen nach seiner Erstgeburt und den jüngsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich untereinander. Und man trug ihnen Essen vor von seinem CTisch: aber dem Benjamin ward fünfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden fröhlich mit ihm. Und Joseph befahl seinem haushalter und sprach:„Sülle den männern ihre Säcke mit Speise, soviel sie führen können, und lege jeglichem sein Geld oben in den Sack;: und meinen silbernen Becher lege oben in des Jüngsten Sack mit dem Gelde für das Getreide.“ Der tat, wie ihm Joseph gesagt hatte. Des Morgens, da es licht ward, ließen sie die Männer ziehen mit ihren Eseln. 10. Die Bewährung.(1. mos. 4½) Da sie aber zur Stackt hinaus waren unck nicht ferne gekommen, sprach Joseph zu seinem haushalter:„Auf, und jage den Männern nach. 6⁰ Do — und wei iht Gut mein he getanke orte. solche U zu tun. dachen, fangan gestohle wirdhun dauch W sei, wie der sei eilten,! hen, und Joseph 5 sie da⸗ m hause in ihten et grüßte m alten, vorteten: id er lebt ler. Und enjamin, jungster 9 Weitet: te, denn nd suchte, einte da⸗ „ging el uf' Und esondkets, rs. Denn ern, denn m gegen⸗ und den n sie sich on seinem denn den mit ihm Ich:„Hulle ie fühten den Sach. Jüngsten wie ihm e männer Zur Stadt ich Joserb nern nach. dom Erzväterhaus zum Nomadenstamm. und wenn du sie ereilst, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten? Ist's nicht das, daraus mein herr trinkt und damit er weissagt? Iht habt übel getanl“ Und als er sie ereilte, redete er mit ihnen solche Worte. Sie antworteten ihm:„Warum redet mein herr solche Worte? Es sei ferne von deinen finechten, ein solches zu tun. Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unsern Säcken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Cande fangan. Und wie sollten wir denn aus deines herrn hause gestohlen haben Silber oder Gold? Bei welchem er gefunclen wird unter deinen fnechten, der sei des Codes; dazu wollen auch wir meines herrn fnechte sein!“ Er sprach:„Ja, es sei, wie ihr gereclet habt. Bei welchem er gefunden wird, der sei mein fͤnecht; ihr aber sollt ledig sein.“ Undd sie eilten, und ein jeglicher legte seinen Sack ab auf die Erde, und ein jeglicher tat seinen Sack auf. Und er suchte und hob am Altesten an bis auf den Jjüngsten; da fand sich der Becher in Benjamins Sack. Da zerrissen sie ihre Rleicdler und belud ein jeglicher seinen Esel und zogen wiedler in die Stadt. Und juda ging mit seinen Brüdern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst: und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde. Joseph aber sprach zu ihnen:„Wie habt ihr das tun dürfen? Wisset ihr nicht, daß es ein solcher mann, wie ich bin, erraten könne7“ Juda sprach:„Was sollen wir sagen meinem herrn, oder wie sollen wir reden, und womit können wir uns rechtfertigen? Gott hat die Misse⸗ tat deiner fnechte gefunden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Rnechte.“ Er aber sprach:„Das sei ferne von mir, solches zu tun! Dder Maͤnn, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein sinecht sein; ihr aber ziehet hinauf mit friecken zu eurem Dater.“ Da trat Juda zu ihm und sprach:„Mein herr, laß deinen finecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn ergrimme nicht über deinen finecht; denn du dist wie Phardo. Mmein herr fraͤgte seine Rnechte und sprach:„Habt ihr auch einen Vater oder Bruder? Da antworteten wir: ‚Wir haben einen Dater, der ist alt, und einen jungen knaben, in seinem Alter geboren; undk sein 61 borgeschichte des heils. Bruder ist tot, und er ist allein übrig geblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb.“ Da sprachst du zu deinen sinechten: Bringet ihn herab zu mit; ich will ihm Gnade erzeigen“ ir aber antworteten meinem herrn: Der fnabe kann nicht von seinem Dater kommen; wo er von ihm käme, würde der sterben.“ Da sprachst du zu deinen finechten: ‚Wo euer jüngster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.“ Da zogen wir hinauf zu deinem Rnecht, meinem Dater, unck sagten ihm an meines herrn Rede. Da sprach unser Dater: Ziehet wieder hin und kauft uns ein wenig Speise.“ Wir aber sprachen:„Wir können nicht hinabziehen; es sei denn unser jüngster Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen; denn wir können des Mannes Angesicht nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht mit uns ist.“ Da sprach dein finecht, mein bater zu uns: Ihr wisset, daß mir mein Weib zwei Söhne geboren hat; einer ging hinaus von mir, und man sagte: Er ist zerrissen: urid ich habe ihn nicht gesehen bisher. Werdet ihr diesen auch von mir nehmen unck widerfährt ihm ein Unfall, so werdet iht meine grauen haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen. Nun. so ich heim kãme zu deinem finecht., meinem Dater, und der Rnabe wäre nicht mit uns, an des Seele seine Seele hanget, so wird's geschehen, wenn er sieht, daß der Rnabe nicht da ist, daß er stirbt; so würden wir, deine Rnechte, die grauen haare deines sinechts, unsers Daters, mit herzeleid in die Grube bringen. Denn ich, dein Rnecht, bin Bürge geworden für den Rnaben gegen meinen Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Ceben lang die Schuld tragen. Darum laß deinen necht hier bleiben an des finaben Statt zum Rnecht meines Herrn und den finaben mit seinen Brüdern hinaufziehen. Denn wie soll ich hinqaußiehen zu meinem Vater, wenn der knnabe nicht mit mir ist?) Ich würde den Jammer sehen müssen, der meinem Dater begegnen würde.“ 11. Das Wiedererkennen.(. mos. 45.) Da konnte sich Joseph nicht länger enthalten vor allen, die um ihn her standen, undäer rief: Laßt jedermann von mir hinausgehen!“ Und stand kein Mensch bei ihm, da sich Joseph seinen 6² Don —ꝛßi— brüdern fgypter seinen Brl seine Brũ vor seinen doch het bin Josep ö Und enun datum 3l eltes leb dles sind noch fün slber Go behalte Ercettun Gott, de herrn üb land. Ei sagt ihn hat mich zu mit, und na findest Was du sind no derbest eute Au laß ich ale me sehen h hleherk hals u halse. ihnen. 12. Moi. Voephe und al Hge bom Erzodterhaus zum Nomadenstamm. n seiner st du zu Vill ihm herrn: Oo er t du zu nit euch )en. Da ter, und er hater: ise Wir sei denn bziehen; an, Venn ach dein ein Deib mir, und gesehen aen und grauen N. Nun, und der e hanget, be nicht chte, die herzeleid in Bürge dsptach: ben lang bleiben und den Wie soll abe nicht ssen, der ich joseph gehenl seinen Brüdern zu erkennen gab. Undͤer weinte laut, daß es die gypter und das Gesinde Pharaos hörten, und sprach zu seinen Brüdern: Jch bin Joseph. Cebt mein dater noch?“ Und seine Brũder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem ngesicht. Er aber sprach zu seinen Brüdern:„CTretet doch her zu mir!“ Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph. euer Bruder, den ihr nach gypten verkauft habt. Und nun bekümmert euch nicht undl denkt nicht, daß ich darum zürne, daß ihr mich hieher verkauft habt; denn um eures Cebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt. Denn dies sind zwei Jahre, daß es teuer im Cande ist; und sind noch fünf Jahre, daß kein Pflügen noch Ernten sein wirc. Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, daß er euch übrig behalte auf Erden und euer Ceben errette durch eine große Etrettung. Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich Phardo zum Dater gesetzt und zum herrn über all sein haus und zum Fürsten in ganz Agypten⸗ land. Eilet nun und ziehet hinauf zu meinem Datet und sagt ihm: Das läßt dir Joseph, dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum herrn in ganz Agypten gesetzt: komm herab zu mir, säume nicht: du sollst im ande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Rinder und deine Rindeskinder, dein kleines und großes vieh und alles, was du hast. Ich will dich daselbst versorgen: denn es sind noch fünf Jahre der Ceuerung. auf daß du nicht ver⸗ derbest mit deinem hause und allem, was du hast. Siehe, eure Fugen sehen und die Augen meines Bruders Benjamin. daß ich mündlich mit euch rede. Derkündigt meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Agypten und alles, was ihr ge⸗ sehen habt; eilet und kommet hernieder mit meinem Dater hieherl“ Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den hals und weinte: und Benjamin weinte auch an seinem halse. Und er küßte alle seine Brüder und weinte über ihnen. Darnach redeten seine Brũder mit ihm. 12. Des Vaters Segen baut den Kindern das Haus. 1. Moj. 45.) Und da das Gerücht kam in Phataos Haus, daß Josephs Brũder gekommen waren, gefiel es Pharao wohl und allen seinen nechten. Und Pharao sprach zu Joseph: „Sage deinen Brüdern: Cut also, beladet eure Tiere, ziehet 6³ borgeschichte des heils. hin; und wenn ihr kommt ins Cand Ranaan, so nehmt euren vater und alle die Euren und Rommt zu mir; ich will euch Güter geben in Agyptenland, daß iht essen sollt das Matk im Cande; und gebiete ihnen: Cut also, nehmet zu euch aus Agyptenland Wagen für eure Rinder und Weiber und fuühret euren bater und kommt; und seht euren haustat nicht an: denn die Güter des ganzen Candes Agypten sollen euer sein.“ Die Kinder Jsraels taten also. Und Joseph gab ihnen wagen nach dem Befehl Phargos und Zehrung auf den weg. Unch gab ihnen allen, einem jeglichen ein Feierkleicl; aber Benjamin gab er dreihundert Silberlinge und fünf Seierkleider. Und seinem Dater sandte er dabei zehn Esel. mit Gut aus Agypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreicke und Brot und Speise seinem vater auf den Weg. lso ließ er seine Brüder von sich, und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen:„Ianket nicht auf dem Wege!“ Also zogen sie hinauf von gypten und kamen ins Cand Handan zu ihrem dater Jakob und verkündigten ihm und sprachen: FJoseph lebt noch und ist ein herr im ganzen Agyptenland.“ Aber sein herz dachte gar viel anders, denn er glaubte ihnen nicht. Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und da er sah die Wagen, die ihm Joseph gesandt hatte ihn zu führen, ward der Geist Jakobs, ihres vaters, lebendig, und Istael sprach: Ich habe genug. daß mein Sohn Joseph noch lebt; ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe!“ 13. Auf nach Agypken!(. mos. 46.) Jsrael zog hin mit allem, was er hatte. Und da er gen Beerseba kam, opferte er Opfer dem Gott seines Daters Isaak. Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht:„Jakob. Jakobl“ Et sprach: „Hier bin ich.“ Unck er sprach:„Ich bin Gott, der Gott deines Daters; fürchte dich nicht nach ägypten hinabzu⸗ ziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen. ch will mit dir hinab nach ägypten ziehen und will dich auch wiedler heraufführen; und Joseph soll seine hände auf deine Augen legen.“ Da machte sich Jakob auf von Beer⸗ seba: und die fRinder Jsraels führten Jakob, ihren Dater. mit ihren sindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao 6⁴ Hof gesandt hte hab gamen d ihm, seir Lochtet brachte e Und ihn anw Da span seinem b sah, fiel Halse. 1 sterben, noch leb Jose Ich Will sprechen mir geke hicten,, leines sie mitg sagen:, sinechte duf bish Möget i den flgt 14. sagte es Itüdet, haben, sehe s einen! Dhatao antwor äter“, bei eud nicht u Lancß Hosen S00 ——— nt euren vill euch 13 Matk uch aus Ud fuhret licht an; ler sein.“ b ihnen auf den ierkleid, ind fünf ehn Esel, men mit len Weg. hin; und el ins land ihm und ganzen anders, zu ihnen m Joseph hs, ihles aug. dah n sehen, hin mit , opferte ott sptach 1 sprach det Gott hinabzu⸗ machen. will dich aͤnde auf von Beet⸗ en batel. Photae bom Erzoäterhaus zum Homadenstamm. gesandt hatte, ihn zu führen; und nahmen ihr bieh und ihre habe, die sie im Lande Ranqaan erworben hatten, und kamen also nach Agypten, Jakob und all sein Same mit ihm, seine Söhne und seine stindessöhne mit ihm. seine Töchter und seine Rindestöchter und all sein Same; die brachte er mit sich nach Agypten. Und uer sandte Juda vor sich hin zu Joseph, daß dieser ihn anwiese zu Gosen; und sie kamen in das Cand Gosen. da spaͤnnte Joseph seinen Wagen an und 3og hinauf, seinem bater Istael entgegen, nach Gosen. Und da er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem halse. Da sprach JIstael zu Joseph:„ch will nun gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe. daß du noch lebest.“ Joseph sprach zu seinen Brũdern und seines Vaters hause: „Ich will hinaufziehen und pharao ansagen und zu ihm sprechen:„Meine Brüder und meines Daters haus sind zu mitr gekommen aus dem ande Ranaan, unc sind bieh⸗ hirten, denn es sind eute, die mit bieh umgehen; ihr kleines und großes bieh undl alles, was sie haben, haben sie mitgebracht.“ Wenn euch nun Pharao wird rufen unc sagen:„Was ist eure Nahrung?“ So sollt iht sagen:„Deine Knechte sind Ceute, die mit bieh umgehen, von unster Jugend auf bisher, beide, wir und unsre Väter,“ auf daß ihr wohnen mõget im Cande Gosen. Denn was biehhirten sind. das ist den Agyptern ein Greuel.“ 14. Im Abendfrieden.(. mos. 7.) Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach:„Mein Dater und meine Brüder, ihr kleines und großes bieh und alles, was sie haben, sing gekommen aus dem Lande fanqan; und siehe, sie sind im Candle Gosen.“ Und er nahm aus allen seinen Brüdern fünf und stellte sie vor Pharao. Da sprach pPhargo zu seinen Brüdern:„Was ist eure nahrung?“ Sie antworteten:„Deine sinechte sind viehhirten, wir und unsere bäter“, und sagten weiter zu Phargo:„Wir sind gekommen bei euch zu wohnen im Lande; denn deine finechte haben nicht Weide für ihr vieh, so hart drückt die Teuerung das Cand fandan; so laß doch nun deine snechte im LCande Gosen wohnen.“ schottlet, Schwert des Geistes.= 65 borgeschichte des henls. Pharao sprach zu Joseph:„Es ist dein Dater und sind deine Brüder: die sind zu dit gekommen: das Cand AHgypten steht dit offen: laß sie am besten Ort des Candes wohnen. laß sie im Cande Gosen wohnen: und so du weißt. daß Ceute unter ihnen sind, die tüchtig sind, so setze sie über mein bieh.“ joseph brachte auch seinen vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao. Pharao aber fragte Jakob:„Wie alt bist du7“ Jakob sprach zu Pharao:„Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertdreißig Jahte: wenig und böse ist die Zeit meines Cebens und langt nicht an die Zeit meiner väter in ihrer Wallfahrt.“ Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm. Aber joseph schaffte seinem Dater und seinen Brüdern Wohnung und gab ihnen Besitz in Agyptenland. am besten Ort des Candes, im Cande Ramses, wie Pharao geboten hatte. Und uer versorgte seinen bater und seine Brüder und das ganze haus seines vaters mit Brot, einen jeglichen, nach dem er Kinder hatte. Also wohnte Jstael in gypten im Cande Gosen. und hattens inne und wuchsen und mehrten sich sehr. Und jakob lebte siebʒzehn Jahte in Agyptenland, daß sein ganzes Alter ward 147 Jahre. 15. Der letzte Abschied.(. mos. 48. 69. Da nun die Zeit herbeikam. daß Istael sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm:„Habe ich Gnade vor dit ge⸗ funden, so schwöre mir, daß du die Ciebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht in Agypten; sondern ich will liegen bei meinen bätern, und du sollst mich aus Agypten führen und in ihrem Begräbnis begraben.“ Et sprach: Ich will⸗tun, wie du gesagt hast.“ Er aber sprach: „50 schwöre mir.“ Und uer schwur ihm. Da neigte sich srdel zu häupten des Bettes. Darnach ward Joseph gesagt: Siehe, deinbater ist krank. Und uer nahm mit sich seine beiden Söͤhne Manasse und Ephraim. Da ward's Jakob angesagt:„Siehe. dein Sohn joseph kommt zu dir.“ Und lstael machte sich stark und setzte sich im Bette. Und sprach zu Joseph:„Der allmächtige Gott erschien mir zu Bethel in fandan, und segnete mich 66 und spt mehten dies Lai 50 solle die dit men bir dlb duf Ep Ranaff denn I und sp und Isc geweser det mie daß sie und Isa biel we „dlehe, euch w gebot zu meit Höhle. fachen! die Ab und sind Eigypten Wohnen, eißt, daß sie über und stellte Pharao sprach zu ßig)ahte; ingt nicht ind Jakob m. klber Wohnung n Ort des ten hatte. und das hhen, nach josen, und eht. Und ein ganzes i die Zel inen 5ohn ot dit ge⸗ Creue di. . sonden ö mich dus aben“ Et bet sprach neigte si Dom Erzoäterhaus zum Nomadenstamm. und sprach zu mit:„Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum haufen Volks machen unck will dies Cand zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich.“ 50 sollen nun deine zwei Söhne, Ephraim und manasse, die dir geboren sind in gyptenland, ehe ich hereingekom⸗ men bin zu dir, mein sein gleichwie Ruben und Simeon.“ Aber lsrael streckte seine rechte hand aus und legte sie auf Ephraims, des jüngeren haupt, und seine linke auf manasses haupt, und tat wissend also mit seinen händen, denn manasse war der erstgeborene. Und er segnete Joseph und sprach:„Der Gott, vor dem meine väter, Abraham unch Isaak, gewandelt haben, der Gott, der mein hirte gewesen ist mein Ceben lang bis auf diesen Tag, der Engel, der mich erlöset hat von allem Übel, der segne die Rnaben, daß sie nach meinem uncdl nach meiner väter, Abrahams und Jsaaks, Namen genannt werden, daß sie wachsen und diel werden auf Erden.“ Unch Jsrael sprach zu Joseph: „Siehe, ich sterbe; und Gott wircdl mit euch sein, undl wird euch wiecdlerbringen in das Cancd eurer bDäter.“ Und er gebot ihnen uncl sprach zu ihnen:„Ich wercdle versammelt zu meinem Dolk; begrabt mich zu meinen Vätern in der Höhle auf dem Acker Ephroas, des hethiters, in der zwie⸗ fachen hoͤhle, die gegenüber Mamre liegt, im Lande Ranaan, die Abraham kaufte samt dem cker von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegräbnis. Daselbst haben sie Abraham begraben und Sarqa, sein Weib. Daselbst haben sie auch lsaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich auch LCea begraben, in dem Acker und der Höhle, die von den Rindern heth gekauft ist.“ Und da jakob vollendet hatte die Gebote an seine KRinder, tat er seine Füße zusammen aufs Bett und ver— schiec und ward versammelt zu seinem Volk. 16. In heimischer Erde.(. mos. 50.) Da fiel Joseph auf seines baters Angesicht und weinte über ihn und küßte ihn. Und Joseph befahl seinen Rnechten, den arzten, daß sie seinen Vater salbten. Unch die ärzte salbten Israel, bis daß vierzig Tage um waren; denn so lange währen die Salbetage. Und die ägypter beweinten ihn siebzig Cage. Da nun die Ceidtage aus waren, redete Joseph mit Pharaos 5* 67 Gesinde und sprach:„Habe ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit Phacao und sprecht: Mein Dater hat einen Eid von mir genommen und gesagt:„Siehe, ich sterbe; be⸗ grabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Cande Ranqan gegraben habe.“ 50 will ich nun hinaufziehen undl meinen Dater begtaben und wiedlerkommen.“ Pharao sprach:„Zieh hinauf und begrabe deinen Datet, wie du ihm geschworen hast.“ Also zog Joseph hinquf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle sinechte Phacqos, die Altesten seines hauses und alle Altesten des Candes Agypten: dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brüder und das Gesinde seines Vaters. Allein ihre inder, Schafe und Ochsen ließen sie im Cancdle Gosen. Und ses zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und war ein sehr großes Heer. da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des jordans liegt, da hielten sie eine gar große und bittere klage; und er trug über seinen Dater Leid sieben Tage. Und seine kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte, und führten ihn ins Cand fiandan und begruben ihn in der zwiefachen höhle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegräbnis von Ephron, dem Hethiter, gegenüber Mamre. 17. Brudertreue.(. mos. 50.) Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach Agypten mit seinen Brüdern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen bater zu begraben. Die Brüder aber Josephs fürchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph möchte uns gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm getan haben. Darum ließen sie ihm sagen:„Dein vater befahl vor seinem Cod und sprach: Also sollt ihr joseph sagen: Dergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, daß sie so übel an dir getan haben. So ver⸗ gib doch nun diese missetat uns, den Dienern des Gottes deines baters.“ Aber Joseph weinte, da sie solches mit ihm redeten. Und seine Brũder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen:„Siehe, wir sind deine knechte.“ Joseph sprach zu ihnen:„Fürchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott. Iht gedachtet's böse mit mir zu machen: aber Gott gedachte es gut zu machen, 68 — daß er diel be sorgen freundl Alls und le dritte fiinder „Ich ste lande Jabob den fil suchen statb) undule War lebtt Wußt des Wohl so di sie sii streit voͤgt aber und spra bore lebe eine efunden, at einen be; be⸗ fanqan meinen chr„Zieh schworen eglaben. Altesten en; dazu und das dOchsen mit ihm hes heer. nseit des id bittere jen Cage. atte, und n in det luft hatte n hethiter, begraben Brückern en, seinen fürchteten n: Joseph at, die wir jen:„Dein o sollt iht issetat und 50 bel⸗ zum weltoolk Gottes hin durch. daß er täte, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten oiel bolks. So fürchtet euch nun nicht: ich will euch ver⸗ sorgen und eure Rinder.“ Und er tröstete sie undl redlete freuncllich mit ihnen. Also wohnte Joseph in Agypten mit seines Vaters hause und lebte 110 Jahre und sah Ephraims füinder bis ins dritte Glied. Auch wurden dem Machir, Manasses Sohn, finder geboren. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: „Ich sterbe, und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Cande führen in das. Cand, das er Abraham, Isaak und jakob geschworen hat.“ Darum nahm er einen Eict von den Rindern Istael und sprach:„Wenn euch Gott heim— suchen wird, so führet meine Gebeine von dannen.“ Also starb Joseph. da er war 110 Jahre alt. Und sie salbten ihn und legten ihn in eine Cade in Agypten. III. Zum Welivolk Gottes hindurch! Mose, der Dolkserzieher. 1. Von Gott erwählt.(2. mos. 1) Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brüder und alle, die zu der Zeit ge⸗ lebt hatten, da kam ein neuer Rönig auf in Agypten, der wußte nichts von Joseph und sprach zu seinem volk:„Siehe, des Dolks der finder Israel ist viel und mehr denn wir. wohlan, wir wollen sie mit List dampfen, daß ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein frieg erhöbe, möchten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Cande ausziehen.“ Und man setzte Fron⸗ vöͤgte über sie, die sie mit schweren Diensten drücken sollten: aber je mehr sie das volk drũckten, je mehr es sich mehrte und ausbreitete. Da gebot Pharao all' seinem Volk und sprach:„Alle Söhne, die von den hebräischen Weibern ge⸗ boren werden, werfet in's Wasser, und alle Töchter lasset leben!“ Und ues ging hin ein Mann vom hause Cevdi und nahm eine Tochter Cevi. Und sie gebar ihm einen sohn. Und 69 3zum weltvolk Gottes hindurch. da sie sah, daß es ein feines Rind war, verbarg sie ihn drei Monate. Und da sie ihn nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Rästlein von Rohr und verklebte es mit Erdhatʒ und Pech und legte das find darein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers. Aber seine Schwester stand von ferne, daß sie erfahren wollte, wie es ihm gehen. würde. Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wolite baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Rästlein im Schilf sah. sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen. Und da sie es quftat, sah sie das ind: und siehe, das finäblein weinte. Da jammerte es sie und sprach:„Es ist der hebräischen Rindlein eins.“ Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: „Soll ich hingehen unch der hebräischen Weiber eine rufen. daß sie dir das Rindlein säuge?7“ Die Cochter Pharaos sprach zu ihr:„Gehe hin.“ Die Jungfrau ging hin und rief des Rindees Mutter. Da sprach Pharaos Tochter zu ihr:„Nimm hin das findlein und säuge mir's; ich will dir lohnenl“ Das Weib nahm das sind und säugte es. Und da das Rind groß war, brachte sie es der Cochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hieß ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.“ 2. Von Golt erzogen.(2. mos. 2.) Zu den Zeiten, da Mose war groß geworden, ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihre Cast unc ward gewahr, daß ein gypter schlug seiner Brüder, der hebrdischen, einen. Undeer wandte sich hin und' her, und da er sah, daß kein mensch da war, erschlug er den ägypter und scharrte ihn in den Sand. Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebräische Männer sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten:„Warum schlägst du deinen Nächsten?“ Er aber sprach:„Wer hat dich zum Obersten oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch erwürgen, wie du den gypter erwürgt hast?“ Da fürchtete sich Mose und sprach:„Wie ist das laut geworden?“ Undes kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, daß er ihn erwürgte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb 70 — m Lane Oeiester Wasser baters! sie dave tankte hamen, Sie spr den Hi Et iht den zu esser dohn, sie ihn honnte, es mit teihn in er stand .Würde. d Wollte an dem Hilf sah, 2dda sie Weinte. rdischen Hhargos: ne tufen. Phargos hin und hin das as Welb nd groß vard iht jch habe da Mose ern und schlug nate sich dd Oal, N Sand. sah zwei sprach zu achten““ Richtel ö Oie du lose und lose, daß nd bließ mMose. im cande midian und wohnte bei einem Brunnen. Der Priester aber in Midian hatte sieben Töchter, die kamen Wasser zu schöpfen, und füllten die Rinnen, daß sie ihres vaters Schafe tränkten. Da kamen die Hirten und stießen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen unck trankte ihre Schafe. Und da sie zu ihtem bater Reguel kamen. sprach er:„Wie seid ihr heute so bald gekommen?“ Sie sprachen:„Ein ägyptischer Mann errettete uns don den hitrien und schöpfte uns und tränkte die Schafe.“ Er sprach zu seinen Coͤchtern:„Wo ist er? Darum habt ihr den Mann gelassen, daß ihr ihn nicht ludet mit uns zu essen7“ Und mose willigte darein bei dem Manne zu bleiben. Und uer gab Mose seine Tochter Zippota. Die gebar einen 5ohn, und uer hieß ihn Gersom: denn er sprach: Ach bin ein§remdling geworden im fremden Cande.“ Cange Zeit aber darnach starb der Rönig in Agypten. Und udie KRinder Istael seufzten über ihre Arbeit und schrien; und iht Schteien über ihte Arbeit kam vor Gott. Unck Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham. Isaak und Jakob; und er sah darein und nahm sich ihrer an. 3. Von Gott berufen.( mos. 5.) Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervatetrs, des Driesters in midian. und trieb die Schafe hinter die Düste ung kam an den Berg Gottes Horeb. Und hder Engel des Herrn er— schien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Unch er sah. daß der Busch mit seuet brannte und Ward doch nicht verzehrt, und sprach: ch will dahin und beschauen dies große Gesicht. warum der Busch nicht verbrennt.“ Da abet det herr sah. daß er hinging zu sehen,. cief ihm Gott aus dem Busch und sprach:„Mose. Mosel“ Et antwortete: „Hiet bin ich.“ Et sprach:„Critt nicht herzu. zieh deine Schuhe aus don deinen Füßen: denn der Orct, darauf du stehst, ist ein heinig[and!“ Und sprach weiter:„Ich bin der Gott deines baters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Und Mose verhüllte sein engesicht: denn er fürchtete sich Gott anzuschauen. Unch der Herr sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Dolks in 71 3um Wweltvolk Gottes hindurch. Agypten und habe ihr Geschrei gehört über die, so sie drängen; ich habe ihr Leid erkannt und bin hernieder⸗ gefahren, daß ich sie errette von der Agypter hanch unck sie ausführe aus diesem Cande in ein gutes unch weites Cand, in ein Cand, darin milch und honig fließt. Weil denn nun das Geschrei der findersrael vor mich gekommen ist und ich auch dazu ihre Angst gesehen habe, wie die Agypter sie ängsten, so gehe nun hin, ich will dich zu phardo senden, daß du mein Volk, die Rinder Istael, aus Agypten führest.“ Mose sprach zu Gott:„Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehe und führe die inder Jsrael aus kigypten?“ Er sprach:„ch will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein bolk aus Agypten geführt hast, werdet iht Gott opfern auf diesem Berge.“ Mose sprach zu Gott:„Siehe, wenn ich zu den Rindern lsrael komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heißt sein Name? was soll ich ihnen sagen?“ Und Gott sprach weiter zu Mose:„Also sollst du zu den Kindern Jsrael sagen: Der herr, eurer Däter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein geclenken für und für. Darum so gehe hin und versammle die ältesten in Israel und sprich zu ihnen: Der herr, eurer väter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Jch habe euch heimgesucht undl gesehen, was euch in Agypten widlerfahren ist, und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Agyptens führen in das Cand der Rana⸗ niter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, heviter unch Jebusiter, in das Cand, darin Milch undl honig fließt. Uncl wenn sie deine Stimme hören, so sollst du unc die Altesten in Israel hineingehen zum Rönig in 4gypten unch zu ihm sagen: „Der herr, der hebräer Gott, hat uns gerufen. S8o laß uns nun gehen drei Cagereisen in die Wüste, daß wir opfern dem Herrn, unserm Gott.“ Aber ich weiß, daß euch der Rönig in 4gypten nicht wircl ziehen lassen, außer durch eine starke hand. Denn ich wercle meine Band ausstrecken und ägypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin 72 — tun wer will die wenn il seglich! fordern iht auf tern zu 4.2 sprach: Stimme elschien in dein und er Handle and der he Oott J Un in deir 3og sie el spre sie Wiet sie wie nicht einen bei def nicht Wasse 0 Wit hast, bin je der Je habe Mund . e, so sie erniecker⸗ Ind und d Weites st. Ieil gommen Oie die dich zu del, aus ich, daß del aus Hdas soll Wenn du iht Gott findern ter Dätet den: Wie u zu den Hott, der lobs, hat ch, dabei gehe hin zu ihnen: der Gott und hat ds euch will euch ler sanda⸗ Jebusiter, wenn sie in Jstael m sagen 50 laß hir opfeln euch der her durch Usstlechen ich dalin amo se. tun wercle. Darnach wird öer euch ziehen lassen. Unch ich will diesem Volk Gnadle geben vor den ägyptern, daß, wenn ihr auszieht, ihr gicht leer ausziehet; sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und hausgenossin fordern silberne und goldene Gefäße und fleider: die sollt ihr auf eure Söhne und Töchter legen und von den Agyp— tern zur Beute nehmen.“ 4. Von Gott ausgerüstet.(2. mos. 4) Mose antwortete und sprach:„Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hoͤren, sondern werden sagen: Der herr ist dir nicht erschienen.“ Der herr sprach zu ihm:„Was ist's. was du in deiner hand hast7“ Er sprach:„Ein Stab.“ Er sprach: „Wirf ihn von dir auf die Erde.“ Und er warf ihn von sich: da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr. Aber der Herr sprach zu ihm:„Strecke deine hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz.“ Da streckte er seine hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner hand.„Darum werden sie glauben, daß dir erschienen sei der herr, der Gott ihrer Däter, der Gott Abrahams, der Gott Jsaaks, der Gott Jakobs!“ Und der herr sprach weiter zu ihm:„Stecke deine hand in deinen Busen.“ Und er steckte sie in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da war sie aussätzig wie Schnee. Unch er sprach:„Tue sie wieder in deinen Busen!“ Und uer tat sie wieder in den Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch.„Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hören bei dem einen Zeichen, so werden sie doch glauben deiner Stimme bei dem andern Zeichen. Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hören, so nimm wasser aus dem Strom und gieß es auf das trockene Cand, so wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Cande.“ mose aber sprach zu dem herrn:„Ach mein hert, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, auch nicht seit der Zeit, da du mit deinem fnechte geredet hast: denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.“ Der herr sprach zu ihm:„Wer hat dem Menschen den mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Cauben 73 zum weltvolk Gottes hindurch. oder Sehenden oder Blinden gemacht? habe ich's nicht getan, der herr? s80 gehe nun hin: Ich will mit deinem muande sein undl dich lehren, was du sagen sollst.“ Mose sprach aber:„Mein herr, sende. welchen du senden willst.“ Da ward der Herr sehr zornig über Mose und sprach:„Weiß ich denn nicht, daß dein Bruder Aaron aus dem Stamm(levi beredt ist7 Und siehe, er wird heraus⸗ gehen dir entgegen; und wenn er dich sieht, wird er sich von herzen freuen. Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Unch ich will mit deinem und seinem munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt. Und uer soll für dich zum Dolk reden: er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein. Unch diesen Stab nimm in deine hand, mit dem du Zeichen tun soilst.“ Mose ging hin unc kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm:„Caß mich doch gehen, daß ich wieder zu meinen Brüdern Komme, die in Agypten sind, und sehe, ob sie noch leben.“ Jethro sprach zu ihm: „Gehe hin mit Frieden!“ Also nahm Mose sein Weib und seine Söhne und führte sie auf einem Esel und zog wieder nach Agyptenland und nahm den Stab Gottes in seine hand. Und der herr sprach zu Garon:„Gehe hin mose entgegen in die Wüste.“ Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küßte ihn. Und Mose sagte Haron alle Dorte des herrn, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. Unch sie gingen hin und versammelten alle ältesten von den Kindern Israel. Und Aaron redete alle Porte, die der herr mit Mose geredet hatte, unc er tat die Zeichen vor dem volk. Und das Volk glaäubte. Und da sie hörten, daß der Herr dlie kinder Jsrael heimgesucht und ihr Elend angesehen hätte, neigten sie sich und beteten an. 5. Mose vor Phargo.(. mos. 5.) Darnach gingen Mose unck Garon hinein und sprachen zu Phargo:„80 sagt der Herr, der Gott Israels: Caß mein Volk ziehen, daß mir's ein Fest halte in der Wüste.“ Pharao antwortete:„Wer ist der herr, des Stimme ich hören müsse unch Jsrael ziehen lassen? Ich weiß nichts von dem herrn, will auch Israel 7³ nicht las uns gert die Wüst nicht wi foͤnig in Wollt ih. hin an Dolks is felern he Dar Dolbs u Ihr geben, hingehe Regel, wohl at darum unserm ganzel Stroh! „rfülle Und a Pharac Oard gestern b. fimtler Willst o fnecht uns 6 schlage Me . ——— chs nicht Dill mit Das du du senden ose und aron aus d heraus⸗ ird er sich die Worte nd seinem Und er sein, und um deine o, seinem och gehen, ugypten h zu ihm: und fuͤhtte Hand und jert sptach iste“ Und ottes Und des hercn, befohlen le Altesten Wofte, die lie ZJeichen ie hoͤlten, B. Elend mose. nicht lassen ziehen.“ Sie sprachen:„Der Hebräer Gott hat uns gerufen; so laß uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wüste unclsdem Herrn, unserm Gott, opfern, daß uns nicht wiclerfahre Pestilenz ocler Schwert.“ da sprach der Rönig in Agypten zu ihnen:„Du Mose undl Haron, warum wollt ihr das Dolk von seiner Arbeit freimachen? Gehet hin an eure Dienste!“ Weiter sprach Phargo:„Siehe, des Dolks ist schon zu viel im Cande, und ihr wollt sie noch feiern heißen von ihrem Dienst!“ Darum befahl Pharao desselben Tages den vögten des volks und ihren Amtleuten und sprach: „Ihr sollt dem Volk nicht meht Stroh sammeln unch geben, daß sie Ziegel machen wie bisher: laßt sie selbst hingehen uncl Stroh zusammenlesen; und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleich⸗ wohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen müßig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. Man drücke die Ceute mit Arbeit, daß sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede!“ Da gingen die vögte des Dolks und ihre Amtleute aus und sprachen zum Dolk:„S8o spricht Phargo: Man wird euch kein Stroh geben; gehet ihr selbst hin und sammelt euch Stroh. wo ihr's findet: aber von euter Arbeit soll nichts gemincdlert werden.“ Da zerstreute sich das Dolk ins ganze Cand ägypten, daß es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh hätten. Unch die vögte trieben sie unch sprachen: „Erfüllet euer Tagewerk, gleich als da ihr Stroh hattet!“ Unck die Amtleute der Rinder)srael, welche die Vögte Phargos über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt:„Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetztes Tagewerk getan wie bisher?“ 6. Die Not des Volkes.(2. mos. 6.) Da gingen hinein die Amtleute der Rinder JIsrael und schrien zu Pharao:„Warum willst du mit deinen knechten also faͤhren? Man gibt deinen knechten kein Stroh und sie sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; und siehe, deine knechte werden ge⸗ schlagen und dein Dolk muß schuldig sein. Phargo sprach: „Ihr seict müßig, müßig seid ihr: darum sprecht ihr: Wir 75 3um weltvolk Gottes hindlurch. wollen hinziehen und dem herrn opfern. s8o gehet nun hin und frönet; Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl Ziegel sollt ihr schaffen!“ Da sahen die Amtleute der finder)Jsrael, daß Ues ärger ward, weil man sagte: „Ihr sollt nichts mindern von dem Tagewerk an den Ziegeln!“ Und da sie von Phardao gingen, begegneten sie Mose uncl Garon und traten ihnen entgegen und sprachen zu ihnen:„Der Herr sehe auf euch und richte es, daß ihr unsern Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen snechten und habt ihnen das Schwert in ihre hände ge— geben, uns zu töten!“ Mose aber kam wieder zu dem herrn und sprach:„Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandtt? Denn seit dem, daß ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.“ Der herr sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Phardo tun werde; denn durch eine starke hand muß er sie lassen ziehen, er muß sie noch durch eine starke hand aus seinem Cande von sich treiben.“ Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm:„Ich bin der herr und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmächtige Gott; aber mein Name Herr ist ihnen nicht offenbart worclen. Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, daß ich ihnen geben will das Cand Ranaan, das Cand ihrer Wallfahrt, darin sie Fremdlinge gewesen sinc. Auch habe ich gehört die Wehklage der Rinder Israel, welche die Agypter mit Frönen beschweren, und haͤbe an meinen Bundl gedacht. Darum sage den Rincdlern Israel: Ich bin der herr uncl will euch ausführen von euren Lasten in ägypten und will euch erretten von eurem Frönen unck will euch erlösen durch ausgereckten Arm und große Gerichte; und will euch annehmen zum Volk unck will euer Gott sein, daß ihr's erfahren sollt, daß ich cler herr bin, euer Gott, der euch ausführt von der Cast Agyptens und euch bringt in das Tand, darüber ich habe meine hand gehoben, daß ich's gäbe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich der Herr.“ 76 srel ul ein jegli zu einer [amm Hachba das Lan nehmen alt, vol soll's Und eir gegen beice bestteic also da und ur essen. sonder und Ei gegürt Stdbe ellen selben schlag dem! der g sein o sehe l sahre selerr zurse Hebe . —— jehet nun „aber die Amtleute gan sagte: an den sie Mose lachen zu iht unsern nd seinen hände ge⸗ ach:„Hert, m hast du gegangen amen, hat dein Dolh n sollst du eine starke durch eine 2 ihm:„ch saak und je hert ist inen Bund das land remdlinge Hlage der eschweten. sage den ausfühten ketten von 15elechten men 3ulsi sollt, Gaf u on del latüber ich ham, Moat , ich Eel mose. 7. Das Bundesmahl.(2. mos. 12. 13.) Der Hert aber sprach zu Mose und Aaron in Agyptenland:„Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein; und von ihm sollt ihr die monate des Jahres anheben. Saget der ganzen Gemeincke Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein LCoamm, wo ein hausvater ist, je ein Camm zu einem haus. Wo ihrer aber in einem hause zu einem Comm zu wenig sind, so nehme er's und usein nächster nachbar an seinem hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Camm aufessen können. Ihr sollt aber ein solches Camm nehmen, daran kein Sehl ist, ein männlein unck ein Jahr alt: von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen. Und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag ades Monats. Und ein jegliches häuflein im ganzen srael soll's schlachten gegen Abend. Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, darin sie es essen. Unchsollt also das Sleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot. und sollt es mit bitteren Kräutern essen. Yhr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten. sondern am Seuer gebraten, sein haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden, und sollt nichts davon übrig lassen bis morgen; wo aber etwas übrig bleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. Also sollt ihr's aber essen: Um eure Cenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren süßen haben und Stäbe in euren händen, und sollt's essen als die hinweg⸗ eilen; denn es ist des herrn Passah. Denn ich will in der⸗ selben Nacht durch Agyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Agyptenland, unter den Mmenschen unck unter dem Dieh. Und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Agypter, lch der hert. Und das Blut soll euer Zeichen sein an den hãusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorübergehe und euch nicht die Plage wider⸗ fahre, die euch verderbe, wenn ich Agyptenland schlage. Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedãchtnis und sollt ihn feiern dem herrn zum Sest. ihr unckh alle eure Nachkommen. zur ewigen Weise. Und wenn ihr in das Cand kommt, das euch der Herr geben wird. wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. Und 77 zum weitoolk Gottes hindurch. wenn eure Rinder werden zu euch sagen:„Was habt ihr da für einen Dienst?“, sollt ihr sagen:„Es ist das Passah⸗ opfer des Herrn, der an den Kinclern Jsrael vorüberging in ägypten, da er die ägypter plagte und unsre häuser errettete.“ Dat neigte sich das Volk und betete an. Und die Rindker Israel gingen hin und taten, wie der herr Mose und Haton geboten hatte. 8. Der Auszug. C. mos. 12. 13.) Und zur mitternacht schlug der Ferr alle Erstgeburt in Agyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis undd alle Erstgeburt des Diehs. Da stand Phargo auf und alle seine knechte in derselben Nacht und alle Agypter, und ward ein großes Geschrei in ägypten; denn es war kein haus, darin nicht ein Toter war. Und her forckerte Mose unch daron in der Nacht und sprach:„Macht euch auf und ziehet aus von meinem Dolk. ihc und die Kinder Istael; gehet hin und dienet dem Herrn, wie ihr gesagt habt. Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin undl segnet mich auch.“ Unck die ägypter drängten das Volk, daß sie es eilend aus dem Cande trieben; denn sie sprachen:„Wir sind alle des Todes.“ Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, führte sie Gott nicht auf der Straße clurch der Philister Cand, die am nächsten war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn sie den Streit sähen, und sie möchten wieder nach gypten umkehren. Darum führte er das Dolk um auf die Straße durch die Wüste am Schilfmeer. Und die finder Jsrael zogen gerüstet aus igyptenland. Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den KRindern Israel genommen und gesprochen: „Gott wird euch heimsuchen; so führet meine Gebeine mit euch von hinnen.“ fllso zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wüste. Und der herr zog vor ihnen her des Cages in einer Wolkensäule, daß er sie den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete zu reisen Cag und Nacht. Die Wolkensäule 78 habt ihr 5 Passah⸗ tberging re häuser Und die Mose und litternacht bon dem 5, bis auf und alle alle seine ind watd ein haus, Rose und und ziehet Nel; gehet . Hehmet sagt habt. es eilend sind alle te sie Gott „die am das boll en Wiedet Volk um Und die Und Mose wich nimmer von dem volk des Tages noch die Seuer⸗ säule des Machts. 9. Durchs rote Meer!. mos. 14.) Und der Herr redete mit Mose und sprach: Rede mit den Rindern Istael und sprich, daß sie sich herumlenken und sich lagern ans Reer. Denn pharao wird sagen von den Kindern Jsrael:„Sie sind oerirrt im Cande, die Wüste hat sie eingeschlossen.“ Unch ich Will sein herz verstocken, daß er ihnen nachjage. und will an Phargao und uan aller seiner Macht Ehre einlegen, und die ägypter sollen innewerden, daß ich der Herr bin.“ Und sie taten also. Undedates dem önig in Agypten angesagt ward, daß das Volk geflohen war, ward sein hetz verwandelt und das herz seiner fnechte gegen das Volk, und sie sprachen: „Warum haben wir das getan, daß wir Jsrael haben ge— lassen, daß sie uns nicht dienten?“ Und er spannte seinen wagen an und nahm sein bolk mit sich und nahm sechs⸗ hundert auserlesene Wagen und was sonst von Wagen in gypten war und die hauptleute über all sein heer. Denn der Herr verstockte das herz Phargos., des fönigs in gypten, daß er den Kindern Jstael nachjagte. Aber die Rinder Istael waren durch eine hohe hand ausgezogen. Und die ägypter sagten ihnen nach und ereilten sie, da sie sich gelagert hatten am Meer. Und da pharao nahe zu ihnen kam. hoben die Kinder lsrael ihre Hugen auf, und siehe, die gypter zogen hinter ihnen her: und sie fürchteten sich sehr und scheien zu dem herrn und sprachen zu Mose:„Waren nicht Gräber in ägypten, daß du uns mußtest wegführen, daß Wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das getan, daß du uns aus Agyoten geführt hast? Ist's nicht das, das wir dir sagten in gypten: höote auf und laß uns den ägyptern dienen? denn es wäre uns ja besser den gyptern dienen als in der Wüste sterben.“ MRose sproch zum Volk:„Fürchtet euch nicht. stehet fest und sehet zu. was für ein Heil der hert heute an euch tun wird. Denn diese Agypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. Der herr wird für euch streiten, undeihr werdet still sein.“ 79 5 um Weltvolk Gottes hindurch. Der herr sprach zu Mose:„Was schreist du zu mirꝰ sage den sindern Jstael, daß sie ziehen. Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine hand uber das Meer und teile es voneinander, daß die Rinder JIstael hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen. Siehe, ich will das herz der Agypter verstocken, daß sie euch nachfolgen. S80 will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner macht, an seinen Wagen und Reitern. Und hdie Agypter sollen innewerden, daß lch der herr bin, wenn ich Ehre ein⸗ gelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern.“ Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer sraels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolken⸗ säule machte sich auch von ihrem Angesicht unc trat hinter sie und kam zwischen das heer der gypter und das heer jsrdels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, daß sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten. Da nun Mose seine hand reckte über das Meer, ließ es der herr hinwegfahren durch einen staͤrken Ostwind die gaͤnze Nacht und machte das meer trocken: und die Wasser teilten sich voneinander. Und die finder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen für Mauern zur Rechten und zur Cinken. Und die ägypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer. Als nun die Morgenwache kam, schaute der Hert auf der gypter heer aus der Seuersãule und Wolke und machte einen Schrecken in ihrem heer und stieß die Räder von ihren Wagen, stürzte sie mit Ungestüm. Da sprachen die gypter:„Caßt uns fliehen von Istael: der Herr streitet für sie wider die àgypter!“ Aber der herr sprach zu Mose: „Recke deine hand aus über das meer, daß das Wasser wieder herfalle über die gypter, über ihre Wagen und Reiter.“ Da reckte Mose seine hand aus über das Meer, und das Mmeer kam wieder vor morgens in seinen Strom, und die Agypter flohen ihm entgegen. Also stürzte sie der hert mitten ins Meer, daß das Wasser wiederkum und be⸗ deckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, daß nicht einer aus ihnen übrig blieb. 8⁰ zu mixꝰ hel hebe leer und ingehen, will das gen. S0 ler seiner Agypter Chre ein⸗ Reitern.“ lem heer Wolten⸗ at hinter das heet cleuchtete ne, nicht ne hand en durch Ichte das del. Und auf dem suern Zut gten ung d Wagen hert auf id machte äder von achen dlie 10. Mose's Siegeslied.(2. Mos. 15.) lch will dem Herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Roß und Mann hat er ins Reer gestürzt. Der herr ist meine Stärke und mein Lobgesang undmist mein heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. Der herr ist der rechte Rriegsmann Jehova ist sein Namel Die Wagen Pharaos und useine Macht warf er ins meer. Seine auserwählten Hauptleute versanken ins Schilfmeer. Die Tiefe hat sie bedecket; sie fielen zu Grunde wie Steine. Herr, deine rechte haͤnd tut große Wunder; Herr, deine rechte hand hat die Feinde zerschlagen. Mit dleiner großen herrlichkeit hast du deine Widersacher gestürzt; da du deinen Grimm ausließest verzehrte er sie wie Stoppeln! Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im MReer! Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen unck meinen Mut an ihnen kühlen! Ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben! Da ließest du deinen Winch blasen, und das Meer bedeckte sie; und sie sanken unter wie Blei im mächtigen Wasser. Schonttet, Schwert des Geistes. 65. 81 zum Weltvolk Gottes hinducrch. herr, wer ist dir gleich unter den Götternꝰ wer ist dir gleich, der so mächtig, heilig. schrecklich, löblich und wundertãätig sei da du deine rechte hand ausrecktest, verschlang sie die Erdel! Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Dolk, das du erlöset hast; und hast sie geführt durch deine Stãrke zu deiner heiligen Wohnung. Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf den Bergen deines Erbteils, den du, Herr, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem heiligtum, Herr, das deine hand bereitet hat. Der herr wird Rönig sein immer und ewiglichl Casset uns dem herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan! Roß und Mmann hat er ins Meer gestürzt! 11. Brot vom Himmel. E. mos. 16) Und es murrte dlie ganze Gemeinde der Rinder lsrael wider Mose und Aaron in der Wüste und sprachen:„Wollte Gott, wir wären in gypten gestorben durch des herrn hand, da wir bei den Sleischtöpfen saßen und hatten die Sülle Brot zu essen; denn ihr habt uns darum ausgeführt in diese Wüste, daß iht diese ganze Gemeinde hungers sterben lasset!“ Und der herr sprach zu Mose:„Ich habe der finder Jsrael Murten gehört. Sage ihnen: Gegen Abencd sollt ihr Sleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und innewerden, daß ich der herr euer Gott bin.“ Uund am Abend kamen Wachteln herauf und bedleckten das heer. Und am Morgen lag der Tau um das heer her. Und als der Cau weg war, siehe, da lag's in der Wüste rund und klein wie der Reif auf dem Cande. Und da es die finder Jsrael sahen, sprachen sie unter⸗ einander:„Man hu“[d. h. was ist das 7I: denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen:„Es ist das Brot, das euch der herr zu essen gegeben hat. Das ist's aber, was der Herr geboten hat: Ein jeglicher sammle, 82 soblel er eglich he Und dief der ande fand der nicht dar jeglicher Und dadon ul 12. der find Wie ihner a hatte init sslose Rose spr bersucht! nach lba hast au unsre ii schtle zu lunꝰ E. Her Hert Rimm et Hab in hir Hels am Wasser! vor den und ie laß sie Herr un hast, glich! murkte die und Haron Wäten i wir bei des essen: Gent te, daß ihl 4 Und del el Murten Heisch 30 2 0 unt mose. soviel er für sich essen mag, unck nehme ein Maß auf ein jeglich haupt nach der Zahl der Seelen in seiner hHütte.“ Unddie Rincler Iscael taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber da man's mit dem Maße maß, fand der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er für sich essen mochte. Und Mose sprach zu ihnen:„Niemanch lasse etwas davon übrig bis morgen!“ 12. Not und Hilfe.(2. mos. 17.) Und die ganze Gemeinde der Rindeer Jsrael zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der herr befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Oa hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie zankten mnit Mose und sprachen:„Gebt uns Wasser, daß wir trinken!“ Mose sprach zu ihnen:„Was zankt ihr mit mir? Warum bersucht ihr den herrn?“ Da aber das Volk daselbst dürstete nach Wasser, murrten sie wicker Mose und sprachen:„Warum hast au uns lassen aus ägypten ziehen, daß du uns, unsre Kinder und unser dieh Durstes sterben ließest?“ Mose schrie zum Herrn und sprach:„Wie soll ich mit dem Volk un? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen.“ Der Herr sprach zu ihm:„Gehe hin vor dem volk unck nimm etliche älteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin. Siehe, ich will daͤselbst stehen vor dir auf einem bels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, daß das Volk trinke.“ Mose tat also vor clen ältesten von Jsrael. Da hieß man den Ort Massa unckh Meriba um des Zanks willen der Rinder Jsrael, und daß sie den herrn versucht und gesagt hatten:„st der herr unter uns oder nicht?“ 13. Die Kraft des Gebets. 2. mos. 17) Do kam Amalek undestritt wider Israel in Raphidim. Und Mose sprach zu Oosud:„Erwähle uns Männer, zieh aus und streite wider 4amalek; morgen will ich auf des hügels Spitze stehen und den Stab Gottes in meiner hancl haben.“ Und Josua tat, sü wie Mose ihm sagte, daß er wider Amalek stritte. Mose anm ober und Garon und hur gingen auf die Spitze des hügels. 6⁷ 83 zum weltvolk Gottes hincdlurch. Und wenn Mose seine hand empor hielt, siegte Israel; wenn er aber seine hand niederließ, siegte Amalek. Aber die hände Moses wurden schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, daß er sich darauf setzte. Haron aber und hur stützten ihm seine Häncle, auf jeg⸗ licher Seite einer. Also blieben seine häncke fest, bis dlie sonne unterging. Und Josud dämpfte den Amalenk und sein Volk durch des Schwertes Schärfe. Und der herr sprach zu Mose:„Schreibe das zum Ge— dächtnis in ein Buch und befiehl's in die Ohren Josuas: denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, daß man sein nicht mehr gedenke.“ Und Mose baute einen Altar und hieß ihn: Der herr mein Panier. Denn er sprach:„Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des Herrn. daß der Herr streiten wird widler Amalek von Rind zu Rindeskind.“ 14. Der Bund mit dem heiligen Gokt. E. mos. 19.) Im dritten Monat nach dem Ausgaͤng der finder Istael aus Agyptenland kamen sie in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste daselbst gegenüber dem Berge. Unck Mose stieg hinauf zu Gott. Und der hert rief ihm vom Berge und sprach:„5o sollst du sagen zu dem hause jJakob und verkündigen den Kindern Jsrael: Ihr habt gesehen, was ich den Agyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf dlerflügeln und habe euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner stimme gehorchen und meinen Bund ehalten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen bölkern; denn die ganze Etde ist mein. Uncl ihr sollt mir ein priesterlich Rönigreich undhein heiliges volk sein. Das sind die Worte, die du den findern Istael sagen sollst.“ Mose kam und forderte die ältesten im volk und legte ihnen alle diese Worte vor. die der herr geboten hatte. Und alles Volk antwortete zugleich und sprach:„Alles, was der herr geredet hat, wollen wir tun!“ Als nun der dritte Cag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze volk aber, das im Cager wat. erschrak. Und 8³ — Mose fül es tldt! rauchte. mit Heue Ofen, de Con wa wortete 15. bin der bin ein Misset. dierte! geit ar Jsrael, R. Abet ie einen Uf setzte. auf jeg⸗ bis die lek und zum Ge⸗ Josuas, Ustilgen, Ite einen Denn er 5 hertn, Rind zu 19.) Im rdel aus sagerten je. Und hm dom m hause hr habt wie ich euch zu Stimme ollt iht enn die mit ein K sein. en solst“ und legte Mose führte das volk aus dem Cager Gott entgegen, unc es trat unten an den Berg. Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum daß der herr herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, daß der ganze Berg seht bebte. Und öder Posaune Ton ward immer stärker. Mose redete, und Gott ant⸗ wortete ihm laut. 15. Das Bundesgesetz des Volles Goltes.. mos. 20)„Ich bin der herr, dein Gott, der ich dich aus Agypten⸗ land, aus dem Diensthause, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleich-⸗ nis machen, weder des, das oben im himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn lch der herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Däter missetat an den kindern bis in das dritte und oierte Glied, die mich hassen; unchtue Barmherzig— keit an dielen Causenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des herrn. deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der herr wirch den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. Gedenke des Sabbattags, daß du ihn hei— ligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und halle deine dinge beschicken: aber am siebenten Tage ist der Sabbat des herrn. deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, noch dein sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein dieh noch dein Sremdling., der in deinen Coren ist. denn in sechs Tagen hat der herr himmel und Erde gemacht und das meer und alles, was datinnen ist, und ruhete am siebenten Cage. darum segnete der herr den Sabbattag und eheiligte ihn. Du sollst deinen dater unc deine Mutter ehren. auf daß du lange lebest in dem Cande, das dir der herr, dein Gott, gibt. 8⁵ Zum Weltoolk Gottes hinckurch. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis redlen wicler deinen Nãchsten. Laß dich nicht gelüsten cleines Nächsten hauses. Laß dich nicht gelüsten cheines Nächsten Weibes noch seines snechtes noch seiner Magck noch seines Ochsen noch seines Esels noch alles, was dein Nächster hat.“ 16. Der Tanz um das goldne Kalb.(2. mos. 32.) Da aber das Volk sah, daß Mose verzog von dem Berge zu kommen, sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm:„Auf unck mache uns Götter, die vor uns hergehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann mose widerfaͤhren ist, der uns aus gyptenlaͤnd geführt hat.“ Aaron sprach zu ihnen:„Reißet ab die goldenen Ohrenringe an den Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Töchter und bringet sie zu mir.“ Da riß alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren und brachten sie zu Karon. Und er nahm sie von ihren händen und entwarf's mit einem Griffel unclt machte ein gegossenes Ralb. Unck sie sprachen:„Das sindl deine Götter, Jsrael, die dich aus Agyptenland geführt haben!“ Da das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach:„Morgen ist des Herrn Festl“ Und sie standen des Morgens früh auf und opferten Brand⸗ opfer unck brachten dazu Dankopfer. Darnach setzte sich das Dolk. zu essen und zu trinken, und standen auf. zu spielen. Der Herr sprach aber zu Mose:„Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus ägyptenland geführt hast, hat's derderbt. Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Ralb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und ge⸗ sagt: Das sind deine Götter, JIsrael, die dich aus Agypten⸗ land geführt haben!“ Und der Herr sprach zu Mose:„ch sehe, daß es ein halsstarriges bolk ist. Und nun laß mich, daß mein Zorn 86 über sie großen L . dem her will deir großet gefuͤhtt⸗ Er hat si m Gebi dich von des ÜUbe Abrahan schworen Wie die heißen k besitzen er droht Mof Cafeln e duf beie selber d bolks ist ein s ist r und unt lanzes.“ Als den Re Cafeln und ne schmelz stäubte lintzen getan, Haron Du wes lache hicht, v sand g —X kdeinen hauses. Weibes h seines ds dein Da aber kommen, m:„Auf Denn wir N ist, der prach zu en Ohten Gbringet von ihten n sie von dmachte ind deine haben! ihm und rn Hetl“ Brand⸗ sehte sich auf. zu über sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum großen Volk machen!“ 17. Mose's Fürbitte.(2. mos. 32) Mose aber flehte vor dem herrn, seinem Gott unck sprach:„Ach herr, warum will dein orn ergrimmen über dein Volk, das du mit großer raft und starker hancdl hast aus Agyptenland geführt? Warum sollen die Agypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglück ausgeführt. daß er sie erwürgte im Gebirge und vertilgte sie von dem Erdboden? fehre dich von dem Grimm deines Zorns unck laß dich gereuen des Übels über dein volk. Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst ge⸗ schworen und verheißen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am himmel, und alles Cand. das ich ver⸗ heißen habe, will ich eurem Samen geben. und sie sollen's besitzen ewiglich.“ Also gereute den Hherrn das Ubel, das er drohte seinem Dolk zu tun. mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten. Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben. Da nun Josud hörte des bolks Geschrei, daß sie jauchzten, sprach er zu Mose:„Es ist ein Geschrei im Lager wie im Streit.“ Er antwortete: „Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich höͤre ein Geschrei eines Singe⸗ tanzes.“ Als er aber nahe zum Cager kam und das fialb und den Reigen sah. ergrimmte er mit zorn und warf die Tafeln aus seiner hand und zerbrach sie unten am Berge; und nahm das falb, das sie gemacht hatten, und zer⸗ schmelzte es mit§euer und zermalmte es zu Pulver und stäubte es aufs Wasser und gab's den Rindern srael zu trinken; und sprach zu Aaron:„Was hat dit das Dolk getan, daß du eine so große Sünde über sie gebracht hast7“ Aatron sprach:„Mein herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. du weißt, daß dies Dolk böse ist. Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die vor uns hergehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus Agypten⸗ and geführt hat. Ich sprach zu ihnen: Wer Golc hat, der 8⁴ 3zum weltoolk Gottes hincklurch. reiße es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Seuer; darqus ist das Ralb geworden!“ 18. Strafgericht und Sühne.(2. mol. 32) Da nun Mose sah, daß das Dolk zuchtlos geworden war,(denn Karon hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwätz bei ihren Wider⸗ sachern.) trat er in das Cot des Lagers und sprach:„Her zu mir, wer dem herrn angehört!“ Da sammelten sich zu ihm alle Rinder evi. Und er sprach zu ihnen:„So spricht der herr, der Gott Jsraels: Gürte ein jeglicher sein Schwert um seine enden und durchgehet hin und zurück von einem Tor zum andern das Cager, und erwürge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nächsten.“ Die inder Cevi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Dolk dreitausend Mann. Des Morgens sprach Mose zum Volk:„Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem herrn, ob ich vielleicht eure Sünde versöhnen möge.“ Als nun Mose wieder zum herrn kam, sprach er:„Ach., das volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich goldene Götter gemacht. Nun vergib ihnen ihte Sünde; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast.“ Der herr sprach zu Mose:„Was? lch will den aus meinem Buch tilgen, der an mir sündigt. So gehe nun hin und fühte das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir hergehen. lch werde ihre Sünde wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen.“ Also strafte der herr das Volk, daß sie das Ralb hatten gemacht, welches Haron gemacht hatte. 19. Mose, der Freund Gokles.(. mos. 33.) Und Mose sprach zu dem herrn:„Siehe, du sprichst zu mitr: Fühte das Dolk hinauf, und läßt mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, so du doch gesagt hast: lch kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen ugen gefunden. habe ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so laß mich deinen Weg wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde.. Undl siehe doch, daß dies Dolk dein Dolk ist.“ 88 deinen mit ul vor al D Will ie gefun „50 l I Güte Rame ich g barn gann mich beien nun Helsk ich U Wirst man en sich zu 0 spricht Schwert on einem jeglichet det Levj es Cages habt eine zu dem ge.“ flls Ach, das aben sich e sunde; „das du vas? Ich digt. 30 it gesagt hen. Ich Heine Zeit 4us Dolk, ö gemacht mNose. Er sprach:„Mein Fingesicht soll vorangehen. damit will ich clich leiten.“ Er aber sprach zu ihm:„Wo nicht dein Angesicht voran⸗ geht, so führe uns nicht von dannen hinqauf. Denn wobei soll doch erkannt werden, daß ich unch dein Dolk vor deinen Hugen Gnade gefunden haben, außer wenn du mit uns gehst, auf daß ich und dein bolk gerühmt werden vor allem volk, das auf dem Etrdboden ist?“ Der herr sprach zu Mose:„Was du jetzt geredet hast. will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit namen.“ Er aber sprach: „50 laß mich deine herrlichkeit sehen!“ Und er sprach: ch will vor deinem Angesicht alle meine Güte vorübergehen lassen und will austufen des Herrn Hamen vor dir. Wem ich aber gnädig bin, dem bin ich gnädig: und wes ich mich erbarme, des er— barme ich mich.“ Und sprach weiter:„Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein mensch wird leben, der mich sieht.“ Und der herr sprach weiter:„Siehe, es ist ein Raum bei mit; da sollst du auf dem Sels stehen. Wenn denn nun meine herrlichkeit vorübergeht. will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine hand ob dit halten, bis ich vorüũbergehe. Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.“ 20. Die Erneuerung des Bundes. E. mos. 34.) Und der hert sprach zu Mose:„Haue dir zwei steinerne Cafeln, wie die ersten waren, daß ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren. welche du zerbrochen hast. Und sei morgen bereit, daß du frũh auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze. Und laß niemand mit dit hinaufsteigen. daß niemand ge- sehen werde um den gaͤnzen Berg her: auch kein Schaf noch Rind laß weiden gegen diesen Berg hin.“ Und mose hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stand des Morgens früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der hert geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand. 8⁰ zum weltobolk Gottes hinchurch. Und der herr ging vor seinem Angesicht vorũber und rief: Ich, der herr bin Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und TCreuel der da bewahret Gnade in tausend Gliecler unch vergibt Missetat, Übertretung und Sünde; vor welchem niemand unschuldig ist: der die Missetat der Däter heimsucht auf kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.“ Und mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an und sprach:„Habe ich, herr, Gnade vor deinen Gugen gefunden, so gehe der herr mit uns; denn es ist ein hals⸗ starriges Dolk; daß du unsrer Missetat und Sünde gnädig seist und lassest uns dein Erbe sein.“ Und er sprach:„Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen anden und unter allen Dolkern; und alles Dolk, darunter du bist, soll sehen des Herrn werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde.“ 21. Volkswohl. 6. mos. 25.) Rede mit den Rindern JIstael und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Cand kommt, das ich euch geben werde, so soll das Cand seinen Sabbat dem herrn feiern, daß du sechs jahre dein Seld besäest unc sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammlest die Früchte ein; aber im siebenten Jahr soll das Canc seinen großen Sabbat dem herrn feiern, darin du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. Was aber von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Crauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sdabbatjahr des Candes ist. Aber was das Cand während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein necht, deine Magd, dein Cagelöhner, dein Beisaß, dein Sremdling bei dir, dein Dieh und die Ciere in deinem Cande: alle Srüchte sollen Speise sein. Und du sollst zählen solcher Sdbbatjahre sieben, daß sieben Jahre siebenmal gezählt werden und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre. Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Cand am zehnten Cage des siebenten Monats. eben am Tage der versöhnung. Und ihr sollt das fünfʒigste Jahr heiligen und 9⁰ sollt ei Wohne bei eue homme De sollst o ragen ienge mose. sollt ein Freijahr ausrufen im Cancle allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr; da soll ein jeglicher bei euch wiedler zu seiner habe und zu seinem Geschlecht kommen. Denn das fünfzigste Jahr ist euer Halljahr: ihr sollt nicht säen, auch was von selber wächst nicht ernten, auch was ohne Arbeit wächst im Weinberge nicht lesen. Wenn du önun etwas deinem Nächsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder übervor⸗ teilen, sondern nach der Zahl der Jahre vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen mögen, so hoch soll er dir's verkaufen. Nach der menge der Jahre sollst du den fauf steigern und nach der Wenige der Jahre sollst du den Rauf verringern; denn er soll dir's, nach dem es tragen mag, verkaufen. 530 übervorteile nun keiner seinen Nächsten, sondlern fürchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der Herr, euer Gott. Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, daß ihr darnach tut, auf daß ihr im Cande sicher wohnen möget. 22. Heimalschutz. G. mos. 25.) Darum sollt ihr das Cand nicht verkaufen für immer; denn das Cand ist mein. und ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir, und sollt in all eurem ande das Cand zu lösen geben. wenn dein Bruder verarmt und verkauft dir seine habe und sein nächster bDerwaͤndter kommt zu ihm, daß er's löse. so soll er's lösen, was sein Brucler verkauft hat. Wenn aber jemaͤnd keinen Cöser hat und kann mit seiner hand so viel zuwege bringen. daß er's löse, so soll er rechnen von dem Jahr, da er's verkauft hat, und was noch übrig ist, dem Räufer wieclergeben, und also wieder zu seiner habe kommen. Rann aber seine hand nicht so viel finden, daß er's ihm wiedergebe, so soll, was er verkauft hat, in der hand des Räufers sein bis zum Halljahr; in demselben soll es frei werden und uer wieder zu seiner habe kommen. Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein ganzes Jahr Frist dasselbe wieder zu lösen: das soll die Zeit sein, daxrin er es lösen kann. 91 5um Weltvolk Gottes hincklurch. wo er's aber nicht löst, ehe denn das ganze Jahr um ist, so soll's der Räufer für immer behalten und seine Nach⸗ kommen, und es soll nicht frei werden im Hall)ahr. Ist's aber ein haus auf dem Dorfe, um das keine Mauer ist, das soll man dem Seld des Candes gleich rechnen. und es soll können los werden und im halljahr frei werden. 23. Dem Herrn geweiht. 6. mos. 6.) Und der Herr redete mit Mose und sprach:„Sage den findern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib ein besonderes Ge⸗ lübde tut, dem Herrn sich zu enthalten, der soll sich Weins und starken Getränks enthalten; Weinessig oder Essig von starkem Getränk soll er auch nicht trinken, auch nichts das aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch dürre Weinbeeren essen. Solange solch sein Gelübde währt, soll er nichts essen, das man vom Weitistock macht, vom Weinkern bis zu den Hülsen. Solange die Zeit solches seines Gelübdles währt, soll kein Schermesser über sein haupt fahren, bis daß die Zeit aus sei, die er dem herrn gelobt hat; denn er ist heilig und soll das haar auf seinem haupt lassen frei wachsen. Die ganze Zeit über, die er dem Herrn gelobt hat, soll er zu keinem Toten gehen. Er soll sich auch nicht verun⸗ reinigen an dem Tod seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Gelübde seines Gottes ist auf seinem Haupt. Die ganze Zeit seines Gelübdes soll er dem herrn heilig sein.“ 24. Vom Herrn gesegnet!(6. mos. 6) Der Herr segne dich und behüte dich! Der herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnäclig! Der Hherr hebe sein Angesicht über dich unch gebe dir Friechen! 25. Geist von oben! 6. mol. 11.) Und der herr sprach zu Mose:„Sammle mir siebzig Männer unter den Altesten lsrdels, von denen du weißt, daß sie Alteste im Volk und 92 —— selne fin und stel und mit dir ist,! des Dol Une Worten des bol hert he nahme die sieb kuͤhte, Es der ein „Eldad Josua, und sp sprach Gott, det 5 20 niter, hoͤtte, schafte Da ge „Wem ht um Nach⸗ Hauer N, und erden. redete sprich es Ge⸗ Weins 9 don ts dds e noch essen, zu den ct, soll lie Zeit heilig achsen. at, soll berun⸗ seines seines herrn segne et lt und rach 50 Altesten Und mose. seine Amtleute sind. und nimm sie vor die Hũtte des Stifts und stelle sie daselbst vor dich. so will ich herniederkommen und mit dir daselbst reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, daß sie mit dir die Cast des Dolkes tragen, daß du nicht allein tragest.“ Und mose ging heraus und sagte dem Volk des Herrn Worte und versammelte siebzig Männer unter den Altesten des Dolks und stellte sie um die hütte her. Da kam der herr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und ulegte ihn auf die siebzig ältesten Männer. Und da der Geist auf ihnen ruhte, weissagten sie und hörten nicht auf. Es waten aber noch zwei Männer im Lager geblieben: der eine hieß Eldad, der andere medad, und der Geist ruhte auf ihnen; denn sie waren auch angeschrieben und doch nicht hinausgegaͤngen zu der Hütte, und sie weis⸗ sagten im Lager. Da lief ein nabe hin und sagte es Uose an und sprach: „Eldad und medad weissagen im Cager!“ Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, Moses Diener, den er erwählt hatte, und sprach:„Mein herr Mose, wehre ihnen!“ Aber Mose sprach zu ihm:„Bist du der Eiferer für mich)? Wollte Gott, daß all das bolk des herrn weissagte und der Herr seinen Geist über sie gäbel“ 26. Die eherne Schlange.(4. Mos. 21½ Und da der Rana⸗ niter, der Rönig von Arad, der gegen Mittag wohnte, hörte, daß Istael hereinkommt durch den Weg der Rund⸗ schafter, stritt er wider lsrael und führte etliche gefangen. Da gelobte Jsrael dem herrn ein Gelübde und sprach: „wWenn du dies Dolk unter meine hand gibst, so will ich ihre Städte zum Banngut machen!“ Und uder Hert erhörte die Stimme Jsraels und gab die Rananiter, und sie ver⸗ nichteten sie samt ihren Stadten und hießen die Stätte horma. Da zogen sie von dem Berge Hhor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, daß sie um der Edomiter Cand hinzögen. Und das dolk ward verdrossen auf dem Wege und redete wider Gott und wider Mose:„Warum hast du uns aus Agyptenland geführt. daß wit sterben in der Wüste? Denn —³ Jum Wweltvbolk Gottes hin durch. es ist kein Brot noch Wasser hier, und unste Seele ekelt dor dieser magern Speisel“ Da sandte der herr feurige Schlangen unter das Volk: die bissen das Volk, daß viel Volks in Jsrael starb. Da kaͤmen sie zu Mose und sprachen:„Wit haben gesündigt, daß wir wickler den herrn und wider dich ge⸗ redet haben; bitte den Herrn, daß er die Schlangen von uns nehmel“ Mose bat für das Volk. Da sprach der herr zu Mose: „Mache dir eine eherne Schlange unch richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.“ Da machte Mose eine eherne Schlaͤnge und örichtete sie auf zum Zeichen; unck wenn jemanden eine Schlange biß, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben. 27. Auch Mose ein Zweifler!(6. mos. 20.) Und die Rinder Israel kamen mit der ganzen Gemeindle in die Wüste Sin im ersten Monat, und das Dolk lag zu sades. Und Mirjam starb daselbst und ward daselbst begraben. Und die Ge⸗ meinde haͤtte kein Wasser, und sie versammelten sich wicker Mose und daron. Und das Dolk haderte mit Mose und sprach:„Ach, daß wir umgekommen wären, da unsere Brüder umkamen vor dem herrn! Warum habt ihr die Gemeindke des herrn in diese Wüste gebracht, daß wir hier sterben mit unserm bieh? Unck warum habt ihr uns aus Agypten geführt an diesen bösen Ort, da man nicht säen kann, da weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel sind und dazu kein Wasser zu trinken?“ Mose und Aaron gingen von der Gemeinde zur Tür der Hütte des Stifts undl fielen auf ihr Angesicht, undl die Herrlichkeit des herrn erschien ihnen. Unch der Herr redete mit Mose und sprach:„Nimm den Stab und versammle die Gemeindke, du und dein Bruder HAaron, und redet mit dem Fels vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. Also sollst du ihnen Wasser aus dem Fels bringen und die Gemeinde tränken und ihr vieh.“ Da nahm mose den Stab vor dem herrn, wie er ihm geboten hatte. Uncd mose und Haron versammelten die Gemeinde vor den Sels, und er sprach zu ihnen:„Höret, ihr Ungehorsamen,. werden wir euch auch Wasser bringen aus diesem Fels?“ Und 5R9⁴ Mose ho zweimal trank Ul aaron: den hei nicht in Das dem he 28. lecleteer den Ber Jericho, Vrdel; Berge, zu dein- Bergef daß ihi orael, unter e dir seh nicht h Die slinder „Die Allle Sie und E Der und Zuf und Und und Iotd der da ah ehelt Dolk, haben ch ge⸗ Nbon Mose: eichen eben.“ ie duf iß, so Ander te Sin litjam ie Ge⸗ Wider e und unsere ht die ir hier 15 Qu⁵ t sãen tãpfel 1 CTür nd die redete ule die it dem Allso d die se den de voł amen, Und mose hob seine hand auf und schlug den Fels mit dem Stab zweimal. Da ging viel Wasser heraus, daß die Gemeinde trank und ihr bieh. Der herr aber sprach zu Mose und Aaton:„Darum daß ihr nicht an mich geglaubt habt, mich. den heiligen, zu ehren vor Israel, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Cand bringen, das ich ihnen geben werde.“ Das ist das haderwasser, darüber die Rincker Istrael mit dem herrn haderten und er sich verherrlichte an ihnen. 28. Mose's Segen und Tod. G. mos. 32. 35.) Und der herr redete mit Mose desselben Cages und sprach:„Gehe auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterland, gegenüber Jericho, und schaue das Cand Ranaan, das ich den Rindern lstael zum Eigentum geben werde; und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufgekommen bist, und versammle dich zu deinem Dolk. gleichwie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge hor und sich zu seinem DVolk versammelte, darum daß ihr euch an mir versündigt habt unter den Rindern lsrael, bei dem haderwasser, weil ihr mich nicht ehrtet unter den Rindern Jsrael; denn du sollst das Cand vor dir sehen, das ich den Rindern lsrael gebe; aber du sollst nicht hineinkommen!“ Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Rinder Jsrael vor seinem Code segnete: „Wie hat der herr die Ceute so liebl Alle seine Heiligen sind in seiner hand: Sie werden sich setzen zu deinen§Füßen und werden lernen von deinen Worten. Es ist kein Gott, als der Gott des Gerechten! Der im himmel sitzt, der sei deine hilfe, und des herrlichkeit in den Wolken ist. Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Und er wird vor dir her deinen Seind austreiben und sagen:„Sei vertilgt!“ srael wird sicher allein wohnen; der Brunnen Jakobs wird sein in dem Lande. da Rorn und Most ist; dazu sein himmel wird mit Cau triefen. — 3um Weltvolk Gottes hinchurch. Wohl dir Istael, wer ist dir gleich? O Volk, siegreich durch den herrn, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges istl Deinen Seinden wird's fehlen, aber du wirst auf ihren Höhen einhertreten!“ Und mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegenüber jericho. Und der herr zeigte ihm das gaͤnze Cand unc sprach zu ihm:„Dies ist das Cand. das ich Abraham, Isaak und jakob geschworen habe und gesagt: ch will es deinem samen geben. Du hast es mit deinen Kugen gesehen; aber du sollst nicht hinübergehen!“ Also starb Mose, der snecht des h̃errn, daselbst im Cande der Moabiter nach dem Wort des herrn. Und er begrub ihn im Cal, im Cande der Moabiter, gegenüber Beth-Peot. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Cag. Und mose war 120 Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und seine Rraft war nicht verfallen. Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der herr erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht. Aus den Tagen der Richter. 1. Religion und Kulkur. ichter 2) Als Josud das Dolk von sich gelassen hatte und die Kinder Israel hingezogen waren, ein jeglicher in sein Erbteil, das Canc einzunehmen. diente das Dolk dem herrn, solange Josud lebte und die Altesten, die noch lange nach Josug lebten und alle die großen Werke des herrn gesehen hatten, die er Jstael ge⸗ tan hatte. Da nun Josug, der Sohn Nuns, gestorben war, der hnecht des herrn, als er 110 Jahre alt war, begruben sie ihn in den Grenzen seines Erbteils zu Chimnath-heres auf dem Gebirge Ephraim. Da auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren vätern versammelt wurden, kam nach ihnen ein anderes Geschlecht auf, das den herrn nicht kannte noch die Werke, die er an Israel getan hatte. Da taten die Rinder Istrael übel vor dem herrn und dienten den Baalim und verließen den herrn, ihrer Däter Gott, 9⁰ —— der sie du: Göttern ne wohnten, denn sie! undéden herrn übe daß diese ihter Hein geinden v war dest herr ihne hart gedr Denn hert mit e solange 0 iht Wehhl Denr berderbte Göttern sleßen ni stattigen Über Iste Übertretet gehorcher die feice starb, do Lege de Dater ge Also hetktleb, Jes istl uf den enüber d und „Isaab leinem Qbet Lande begrub h⸗Peot. eutigen Seine Ift War WIstael ngesicht 48 Dolk gezogen jehmen, und die alle die rael ge⸗ en Odl, egruben h⸗heres deł Zeit n, kam n herkn n hatte. dienten et Oott, Die Richtet. der sie aus Agyptenland geführt hatte, und folgten andern Göttern nach von den Göttern der Dölker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten dlen hHerrn; denn sie verließen je und je den herrn uncd dienten Baal und den Astharoth. s5o ergrimmte denn der Zorn des herrn über srael und gab sie in die hand der Räuber, daß diese sie beraubten, und verkaufte sie in die hãnde ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren seinden widerstehen, sondern wo sie hinaus wollten, da war des Hherrn hand wider sie zum Unglück, wie denn der herr ihnen gesagt und geschworen hatte: und wurden hart gedrängt. Wenn aber der hertr ihnen Richter erweckte, so war der herr mit dem Richter und half ihnen aus ihrer Feinde hand, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den herrn ihr Wehklagen über die, so sie zwangen und drängten. wenn aber der Richter staͤrb, so wandten sie sich und derderbten es mehtr denn ihre Däter, daß sie andern Göttern folgten, ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie ließen nicht von ihrem Dornehmen noch von ihrem hals⸗ starrigen Wesen. Darum ergrimmte denn des herrn Zorn über Istael, daß er fprach:„Weil dies Dolk meinen Bund üÜbertreten hat, den ich ihren Dätern geboten habe, und gehorchen meiner Stimme nicht, so will ich auch hinfort die heiden nicht vertreiben, die Josua hat gelassen, da er starb, daß ich Jsrael durch sie versuche, ob sie auf dem wege des hHerrn bleiben, daß sie darin wandeln, wie ihre bäter geblieben sind, oder nicht.“ Also ließ der herr diese heiden, daß er sie nicht bald vertrieb, die er nicht hatte in Josuas hand übergeben. 2. Gideon. Michter 6) Und da die ftiinder Israel übel taten vor dem herrn, gab sie der herr unter die hand der midianiter sieben Jahre. Und da der Midianiter hand zu stark ward über lsrael, machten die finder Israel fũt sich lüfte in den Gebirgen und höhlen und Festungen. Und wenn Istael etwas säte, so kamen die Micktianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande herauf über sie und lagerten sich wider sie und verderbten das Gewãchs auf dem Cande bis hinan gen Gazda und ließen nichts Schottler, Schwert des Geistes. 7 97 zum Weltvolk Gottes hin durch. übrig von Nahrung in Jsrael, weder Schafe noch Ochsen noch Esel. Denn sie kamen herauf mit ihrem vieh und Hütten wie eine große Menge heuschrecken, daß weder sie, noch ihre kamele zu zählen waren, und fielen ins Cand, daß sie es verderbten. Also ward JIsrael sehr gering vor den Mi⸗ dianitern. Da schrien die Rinder Israel zu dem herrn. Als sie aber zu dem herrn schrien um der Miclianiter willen, sandte der herr einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen:„So spricht der Herr, der Gott Israels: jch habe euch aus Agypten geführt und aus dem Dienst⸗ hause gebracht und habe euch errettet von der Agypter hand und von der hand aller, die euch drangten, und habe sie vor euch her ausgestoßen und ihr Cand euch ge⸗ geben und sprach zu euch: Ich bin der herr, euer Gott; fürchtet nicht der Amoriter Gott, in deren Cande ihr wohnet. Und ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.“ Gideon aber, der Sohn des Joas, drosch Weizen in der felter, daß er ihn bärge vor den Midianitern. Da erschien ihm der Engel des herrn ung sprach zu ihm:„Der herr mit dir, du streitbarer held!ꝰ Gideon aber sprach zu ihm:„Mein herr, ist der herr mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? Und wo sincl alle seine Wunder, die uns unsre Däter erzählten und sprachen: Der herr hat uns aus Agypten geführt? Nun aber hat uns der herr verlassen und unter der Midianiter hände gegeben.“ Der hert aber wandte sich zu ihm und sprach: „Gehe hin in dieser deiner Rraft, du sollst Jsrael erlösen aus der Midianiter händen. Siehe, ich habe dich gesandt.“ Er aber sprach zu ihm:„Mein herr, womit soll ich Jstael erlösen? Siehe, meine Freundschaft ist die geringste in manasse, und ich bin der fileinste in meines Vaters Hause.“ Der Herr aber sprach zu ihm:„Ich will mit dir sein, daß du die Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann.“ 3. Los von den Götzen!»ichter 6.) Und in derselben lacht sprach der Herr zu ihm: Nimm einen Farren unter den Ochsen, die deines Daters sind, und einen andern Sarren, der siebenjährig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und haue ab das Götzenbild, das 9⁸ ——— labeisteht, set höhe d simm den dem hohz nahm Gick Wle ihm e solches zu leuten in e leute in de var der Hl ubgehauen fltar, der „Oer hat lagten, w. las getan. „Oib deine Iltar Badl gehauen h sanden: Ler um ih Hott, o te ste bon d aal lecht 4. Das ind fmale Ochsen ten wie ch ihte 5 sie es en Ri⸗ herrn. dianiter en, der Itaels: Dienst⸗ Agypter en, und euch ge⸗ 21 Gott; nde iht rcht.“ n in det rach zu on aber warum sind alle prachen: ber hat hände sprach: erlösen esandt. h Jstael ngste in hause. ein, daß Mmann“ lerselben en untel andern hadls Id, 40 Die Richter. — dabeisteht, und baue dem herrn, deinem Gott, oben auf der Höhe dieses Felsens einen Altar und rüste ihn zu: und nimm den andern Farren und opfere ein Brandopfer mit dem Holz des Götzenbilckes, das du abgehauen hast.“ Da nahm Gidleon zehn Männer aus seinen fnechten und tat, wie ihm der herr gesagt hatte. 4ber er fürchtete sich, solches zu tun des Tages, vor seines Daters haus und den Ceuten in der Stacdt, und tat's bei der Nacht. Da nun die Leute in der Stadt des Morgens früh aufstanden, siehe, da war der Altar Baals zerbrochen und das Götzenbild dabei abgehauen und der andere Sarre ein Braͤndopfer auf dem klltar, der gebaut war. Und einer sprach zu dem andern: „Wer hat das getan?d“ Und da sie suchten und nach— fragten, ward gesagt:„Gideon, der Sohn des Joas, hat das getan.“ Da sprachen die Ceute der Stadt zu Joas: „Gib deinen Sohn heraus; er muß sterben, daß er den AUltar Baals zerbrochen und das Götzenbild dabei ab⸗ gehauen hat.“ Joas aber sprach zu allen, die bei ihm standen:„Wollt ihr um Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer um ihn hadert, der soll dieses Morgens sterben. Ist er Gott, so rechte er um sich selbst, daß sein Altar zerbrochen ist.“ Von dem TCag an hieß man ihn Jerubbaal und sprach: „Baal rechte mit ihm, daß er seinen Altar zerbrochen hat.“ 4. Das Goltesurtkeil.(ichter 6) Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenland sich zuhauf versammelt hatten und zogen herüber und lagerten sich im Grunde Jesreel, erfüllte der Geist des herrn Gideon; und uer ließ die Posaune blasen und rief die streitbaren männer, daß sie ihm folgten, und sandte Botschaft zu den nachbarstämmen und rief sie an, daß sie ihm auch nach⸗ folgten; die kamen herauf ihm entgegen. Unch Gideon sprach zu Gott:„Willst du Israel durch meine hand erlösen, wie du gereclet hast, so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wirdl der TCau auf dem Fell allein sein und die ganze Erde umher trocken, so will ich merken, daß du Jsrael erlösen wirst durch meine hand. wie du geredet hast.“ Und es geschah also. Und da er des andern Morgens früh aufstand, drückte er den Tau aus vom Fell und füllte eine Schale voll des Wassers. *˙ 90 zum weltvolk Gottes hindurch. und Gideon sprach zu Gott:„Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, daß ich noch einmal rede. Ich will's nur noch einmal versuchen mit dem Sell. Es sei allein auf dem Sell trocken und Tau auf der ganzen Erde.“ Und Gott tat also dieselbe Nacht. daß es trocken wat allein auf dem Fell und Cau auf der ganzen Erde. 5. Männer an die Front! Gichter 7.) Da machte sich Gideon früh auf und alles Dolk, das mit ihm war. Der hert aber sprach zu Gideon:„Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, daß ich sollte Midian in ihre hände geben; stael möchte sich rühmen wider mich und sagen: Meine hand hat mich erloͤst. 5o laß denn austufen vor den Ohren des Dolks und sagen: Wer blöde und verzagt ist, der kehre um und hebe sich alsbald vom Gebirge Gileadl“ Da kehrten des Dolks um 22000, daß nur 10000 übrig blieben. Und der herr sprach zu Gidleon:„Des bvolks ist noch zu viel. Führe sie hinab ans wasser, daselbst will ich sie dir prüfen: und von welchem ich dir sagen werde, daß er mit dit ziehen soll, der soll mit dir ʒiehen; von welchem aber ich sagen werde, daß er nicht mit dir ziehen soll, der soll nicht ziehen.“ Und er führte das volk hinab ans Wasser. Und der herr sprach zu Gideon:„Wer mit seiner Zunge Wasser leckt, wie ein hund leckt, den stelle besonders; desgleichen, wer auf seine Knie fällt zu trinken.“ Da war die Zahl derer, die geleckt hatten aus der hand zum Mmund drei⸗ hundert Mann; das andere volk alles hatte kniend ge⸗ trunken. Und der err sprach zu Gideon: Durch die drei⸗ hundert Maͤnn, die geleckt haben, will ich euch erlöͤsen und die Midianiter in deine ände geben; aber das andere volk laß alles gehen an seinen Ort. Unck sie nahmen Zehrung für das Dolk mit sich und ihre Posaunen. Aber die andern Istaeliten ließ er alle gehen, einen jeglichen in seine hütte; die dreihundert Mann aber behielt er. Und das heer der Midianiter lag unten vor ihm im Grunde. 6. hier Schwert des Herrn und Gideon!„ichter 7) Und der Herr sprach in derselben Nacht zu ihm:„Stehe auf und gehe hinab zum Cager; denn ich habe es in deine hande gegeben. SFürchtest du dich aber hinabzugehen, so 10⁰ —— laß deine daß du he stack sein, Giceon n der Schile niter und sich niede und ihte Wie der siehe, da prach: löstetes und da warf sie daß das Da denn da Jorgeliter mit den CLraum gam wie denn de gegeben saufen hand u hnen: ich vor Wenn ie sollt iht sprecher fls lager 3 de Wä und ze — dr- ie hie Dosaur hle! segliche Dard Die Richter. nme nicht nur noch dem gell chen Dal Lde. achte sich War. Der diel, das de geben, en: Meine den Ohten der kehte ⁰ kehrten ben. Und ch zu diel lir pruͤfen, er mit di m aber ich soll nich asser. Unt nge Wasset lesgleichen laß deinen Diener Pura mit dir hinabgehen zum(ager, daß du hörest, was sie reden. Darnach werden deine hände stark sein, und du wirst hinabziehen zum Lager.“ Da ging Gideon mit seinem Diener Pura hinab vorn an den Ort der Schildwächter, die im Cager waren. Unch die Midia⸗ niter und Amalekiter und alle aus dem Morgenland hatten sich niedergelegt im Grunde wie eine mRenge heuschrecken; und ihre Ramele waren nicht zu zählen vor der Menge wie der Sand am Ufer des Meeres. Da nun Gideon sah. siehe, da eczählte einer einem andern einen Craum und sprach:„Siehe, mir hat getraumt; mich dleuchte, ein ge⸗ röstetes Gerstenbrot wälzte sich zum heer der Mickianiter; und da es kam an die Gezelte, schlug es dieselben und warf sie nieder und kehrte sie um. das Oberste zu unterst, daß das Gezelt am Boden lag.“ da antwortete der andere:„Das ist nichts anderes denn das Schwert Gideons, des Sohnes des Joas, des lsrdeliten. Gott hat die Midianiter in seine hände gegeben mit dem ganzen heer.“ Da Gideon den hörte solchen CTraum erzählen und seine Auslegung. betete er an und kam wieder ins Heer Israels und sprach:„Macht euch auf. denn der herr hat das heer der Midiqniter in eure hände gegeben!“ Und er teilte die dreihundert Mann in drei haufen und gab einem jeglichen eine Posaune in seine hand und leere sirüge und Sackeln darin und sprach zu ihnen:„Sehet auf mich und tut auch also; und siehe, wenn ich vor das Cager komme, wie ich tue, so tut ihr auch. wenn ich die Posaune blase und alle, die mit mir sind, so sollt ihr auch die Posaunen blasen ums gaͤnze heer und sprechen: Hie herr und Gideon!“ Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm vor das Cager zu Anfang der mittelsten Nachtwache, da sie eben die Wächter aufgestellt hatten, und bliesen mit Posaunen und zerschlugen die Rrüge in ihren händen. Also bliesen alle drei haufen mit Posaunen und zerbrachen die Rrüge. Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken hand und die posaunen in ihrer rechten hand, daß sie bliesen, und riefen: „Hie Schwert des herrn und Gicleonsl“ Uncd ein jeglicher stand auf seinem Ort um das Cager her. Da ward das ganze heer laufend. und schrien und flohen. 10¹ 3um Weltvolk Gottes hin durch. Unck indem die dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der herr, daß im ganzen heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis an die Grenze. Unch Gicleon sancte Botschaft auf das ganze Ge⸗ birge Ephraim und ließ sagen:„Kommt herab, den Midia⸗ nitern entgegen, und gewinnt das Wasser vor ihnen und auch den Jordan.“ Da eilten zusammen alle, die von Ephraim waren, uncl gewannen das Wasser vor ihnen und den Jordan. Unc fingen zwei Fürsten der Miclianiter und sie jagten die Midianiter über den Jordan. 7. Simson— stärker als ein Löwe!(nichter 14.) Simson ging hinab gen Thimnath und sah ein Weib unter den Töchtern dler Philister. Unch da er heraufkam, sagte er's an seinem bater und seiner Mutter und sprach:„ch habe ein Weib gesehen unter den Töchtern der Philister: gebt mir nun diese zum Weibe.“ Sein Dater unckh seine Mutter sprachen zu ihm:„Ist denn nun kein Weib unter den Töchtern deiner Brũder und in allem deinem Dolk, daß du hingehst unck nimmst ein Weib bei den Philistern?“ Simson sprach zu seinem Vater:„Gib mir diese, denn sie gefällt meinen Augen!“ Aber sein Vater uncl seine Mutter wußten nicht, daß es von dem Hherrn wäre; denn er suchte Ursache wider dlie Philister. Die Philister aber herrschten zu der Zeit über Israel. Also ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner mutter. Unck als sie kamen an die Weinberge, siehe, da kam ein junger Cöwe brüllend ihm entgegen. Unchuder Geist dles Herrn geriet über ihn, undl er zerriß ihn, wie man ein Böcklein zerreißt, und hatte doch gar nichts in seiner hand. Und sagte es nicht an seinem Dater noch seiner Mutter, was er getan hatte. Da er nun hinabkam, redete er mit dem Weibe, undl sie gefiel Simson in seinen ugen. Unch nach etlichen Tagen kam er wieder, daß er sie nähme; und trat aus dem Wege, daß er das Aas des Cöwen besähe. Siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Ceibe des Cöwen uncl honig. Und er nahm ihn in seine haͤncdt und aß davon unterwegs und ging zu seinem Dater unch zu seiner Mutter und gab ihnen, daß sie auch aßen. Er sagte ihnen aber nicht an, daß er den honig aus des Cöwen Ceibe genommen hatte. ö 10² — Und Simson e pflegen. Hesellen zu ihnen mit das o will i hleider. mir dre Und sie hören!“ Er 6 Und xlm „berres wir wer brennen machet, und spr Du hast und ha „Siehe, gesagt Cage d Cage se das Rt det Std Aing:„ lowe?⸗ mit me Hetroffe ging hnen de das Zorn un Weibev Lehört —— osaunen, Schwert an die Midciia⸗ nen und phraim ind den und sie Simson ter den Igte er's jch habe et; gebt e Muttet Löchtern hingehst sprach meinen en nicht, he wider jeit über id seinet jehe, da Und der ihn, wie ichts in ch seiner , redete Augen. ß er sie gas des in dem in seine m hater ch Ahen. alls des Die Richter. Und da sein Dater hinabkam zu dem Weibe, machte Simson daselbst eine hochzeit, wie die Jjünglinge zu tun pflegen. Und da sie ihn sahen, gaben sie ihm dreißig Gesellen zu, die bei ihm sein sollten. Simson aber sprach zu ihnen:„ch will euch ein Rätsel aufgeben. Wenn ihr mir das erratet und trefft diese sieben Cage der Hochzeit, so will ich euch dreißig bemden geben und dreißig Seier⸗ kleider. Rönnt ihr's aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreißig hemden und dreißig Feierkleider geben.“ Und sie sprachen zu ihm:„Gib dein Rätsel auf; laß uns hören!“ Er aber sprach zu ihnen: „Speise ging aus vom Sresser, und Süßigkeit von dem Starken.“ Und sie konnten in drei Cagen das Rätsel nicht erraten. Am siebenten Cage sprachen sie zu Simsons Weibe: „Uberrede deinen Mann, daß er uns sage das Rãtsel, oder wir werden dich und deines vaters haus mit Feuer ver⸗ brennen. habt ihr uns hieher geladen. daß ihr uns arm machet, oder nicht?;“ Da weinte Simsons Weib vor ihm und sprach:„Du bist mir gram und hast mich nicht lieb. Du hast den kRindern meines Volks ein Rätsel aufgegeben und hast mir's nicht gesagt.“ Er aber sprach zu ihr: „Siehe, ich habe es meinem Dater und meiner Mutter nicht gesagt und sollte dir's sagen?“ Und sie weinte die sieben Tage vor ihm, da sie Hochzeit hatten; aber am siebenten Cage sagte er's ihr, denn sie drͤngte ihn. Und sie sagte das Rãtsel ihres Dolkes Rindern. Da sprachen die Männer der Stadt zu ihm am siebenten Cage, ehe die Sonne unter⸗ ging:„Was ist süßer denn Honigꝰ Was ist stärker denn det Cöwe?“ Aber er sprach zu ihnen:„Wenn ihr nicht hättet mit meinem kalbe gepflügt, ihr hättet mein Nätsel nicht getroffen.“ Und der Geist des herrn geriet über ihn, und er ging hinab gen Askalon und schlug dreißig Mann unter ihnen und nahm ihr Gewand. und gab Seierkleider denen. die das Rätsel erraten hatten. Und ergrimmte in seinem zorn und ging herauf in seines Daters haus. Aber Simsons weib ward einem seiner Gesellen gegeben, der ihm zu⸗ gehörte. 10³ szum Weltovolk Gottes hindurch. 8. Simson— schwächer als ein Weib! ichter 16.) Dar⸗ nach gewann er ein Weib lieb, die hieß Delila. Zu der kamen der Philister Sürsten hinauf und sprachen zu ihr:„Übertede ihn und siehe, worin er solche große Rraft hat und womit wir ihn übermögen, daß wir ihn binden und zwingen, so wollen wir dir geben ein jeglicher 1100 Silberlinge.“ Und Delila sprach zu Simson:„Sage mir doch, worin deine große KRraft sei und womit ma⸗ dich binden möge, daß man dich zwinge?“ Simson sprach zu ihr:„Wenn man mich bände mit sieben Seilen von frischem Bast, die noch nicht berdorrt sind, so würde ich schwach und wäre wie ein anderer Rensch.“ Da brachten der Philister Sürsten zu ihr hinauf sieben Seile von frischem Bast, die noch nicht verdorrt waren; und sie band ihn damit. Man lauerte ihm aber auf bei ihr in der fammer.) Und sie sprach zu ihm:„Die Philister über dir, Simson!“ Er aber zerriß die Seile, wie eine flächsene Schnur zerreißt, wenn sie ans Seuer riecht; und es ward nicht kund, wo seine Rraft wäre. Da sprach Delila zu Simson:„Siehe, du haͤst mich getäuscht und mir gelogen; nun, so sage mir doch, womit kann man dich binden?“ Er antwortete ihr: „Wenn sie mich bänden mit neuen Stricken, damit nie eine Arbeit geschehen ist, so würde ich schwach undl wie ein andeter Mensch.“ Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit und sprach:„Philister über dir, Simsonl“ Man lauerte ihm aber auf in der Rammer.) Und er zerriß sie von seinen Armen herab wie einen§Saden. Delila aber sprach zu ihm:„Bisher hast du mich getäuscht undk mir gelogen. Sage mir doch, womit kann man dich binclen?“ Er antwortete ihr:„Wenn du die sieben Cocken meines Haupts zusammenflöchtest mit einem Gewebe und heftetest sie mit dem Nagel ein.“ Und sie sprach zu ihm:„Philister über dir, Simson!“ Er aber wachte auf von seinem Schlaf und zog die geflochtenen Locken mit Nagel und Gewebe heraus. Da sprach sie zu ihm:„Wie kannst du sagen, du habest mich lieb, so dein herz doch nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich getäuscht und mir nicht gesagt, worin deine große KRraft sei.“ Da sie ihn aber drängte mit ihren Worten alle Cage und ihn zerplagte, ward seine Seele matt bis an den Tod. 10⁴ — und er sa st nie ein ich bin ei man mick schwach l Daen hatte, sar und sager all sein ß/ ht herau Und sie li⸗ der ihm sie fingee gewichen Smsonkꝰ el: Ich W Will mich ihm gey stachen 9.5 Hürsten Opfer z hat uns deögleic denn sie unste he diele ers —— o) Dar⸗ sprachen he große wir ihn jeglicher „Sdage nit ma⸗ n sprach ilen von ürde ich brachten frischem and ihn ummer.) Simson!“ zelleißt, und, Wo iehe, du sage mit rtete iht: tnie eine Wie ein nd band (uan zecriß sie lila abet und mir hinden?ꝰ Die Richter. und er sagte ihr sein ganzes herz und sprach zu ihr: Es ist nie ein Schermesser auf mein haupt gekommen: denn ich bin ein Geweihter Gottes von Mutterleibe an. Wenn man mich schöre, so wiche meine fraft von mir, daß ich schwach würde und wie alle anderen Menschen.“ Da nun Delila sah, daß er ihr all sein Herz offenbart hatte, sandte sie hin und ließ der Philister Fürsten rufen und sagen:„Hommt noch einmal herauf; denn er hat mir all sein herz offenbart.“ Da kamen der Philister Sürsten zu ihr herauf und brachten das Geld mit sich in ihrer hand. Und sie ließ ihn entschlafen auf ihrem Schoß und rief einem, der ihm die sieben Cocken seines haupts abschöre. Und sie fing an ihn zu zwingen: da war seine fraft von ihm gewichen. Und sie sprach zu ihm:„Philister über dir. Simson!“ Da er nun von seinem Schlaf erwachte, gedachte er: ch will ausgehen, wie ich mehrmals getan habe, ich will mich losreißen; und wußte nicht, daß der Herr von ihm gewichen war. Aber die Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus und führten ihn hinab gen Gaza und banden ihn mit zwei ehernen Retten,. undler mußte mahlen im Gefaͤngnis. Aber das haar seines hauptes fing an wieder zu wachsen, wo es geschoren war. 9. Des Helden Tod.(ichter 16.) Da aber der Philister sürsten sich versammelten, ihrem Gott Dagon ein großes Opfer zu tun und sich zu freuen, sprachen sie:„Unser Gott hat uns unsern Seind Simson in unsre hände gegeben.“ Desgleichen, als ihn das bolk sah, lobten sie ihren Gott: denn sie sprachen:„Unser Gott hat uns unsern Seind in unsre hände gegeben, der unser Cand verderbte und unser oiele erschlug.“ Da nun ihr herz guter Dinge war, sprachen sie:„Caßt Simson holen, daß er vor uns spiele.“ Da holten sie Simson aus dem Gefängnis, und er spielte vor ihnen, und sie stellten ihn zwischen die Saulen. Simson aber sprach zu dem finaben, der ihn bei der hand leitete:„Caß mich. daß ich die Säulen taste, auf welchen das haus steht, daß ich mich dranlehne.“ Das haus aber war voll Mͤnner und Weiber. Es waren auch der Philister Sürsten alle da, und auf dem Dach bei dreitausend, Mann und Weib, die zusahen, wie Simson 10⁵ zum weltoolk Gottes hindurch. spielte. Simson aber rief den Herrn an unch sprach: „Herr herr, gedenke mein und stärke mich doch, Gott, diesmal, daß ich für meine beiden Augen mich einmal räche an den Philistern!“ Und er faßte die zwei Mittel⸗ säulen, auf welche das haus gesetzt war und darauf es sich hielt, eine in seine rechte und die andere in seine linke hand, und sprach:„Meine Seele sterbe mit den Philistern!“ und neigte sich kräftig. Da fiel das 5aus auf die Sürsten und auf alles Volk, das darin war, daß der Toten mehr waren, die in seinem Tod starben, denn die bei seinem Ceben starben. Da kamen seine Brüder herniecler und seines Daters ganzes haus und hoben ihn auf unch trugen ihn hinauf und begruben ihn in seines Vaters Grab. Er richtete aber Israel zwaͤnzig Jahre. Samuel, der letzte Richter und erste Prophet. 1. Von Gott berufen.(. Sam. 3.) Unch da Samuel, der knabe, dem herrn diente unter Eli, dem Priester zu Silo, war des herrn Wort teuer zu derselben Zeit. Uncl es begab sich, zur selben Zeit lag Eli an seinem Ort, und seine Augen fingen an dunkel zu werden, daß er nicht sehen konnte. Und Samuel hatte sich gelegt im Cempel des herrn, da die Cade Gottes war, und die Campe Gottes war noch nicht verloschen. Und der herr rief Samuel. Et aber antwortete:„Siehe, hier bin ich!“ Und lief zu Eli und sprach:„Siehe, hier bin ich; du hast mich gerufen!“ Er aber sprach:„Ich habe nicht gerufen: gehe wieder hin und lege dich schlaͤfen!“ Und er ging hin und legte sich schlafen. Der Herr rief abermals:„Samuel!“ Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach:„Siehe, hier bin ich; du hast mich gerufen!“ Er aber sprach:„Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin und lege dich schlafen.“ Aber Samuel kannte den herrn noch nicht, unch Udes herrn Wort ward ihm noch nicht offenbart. Und der Herr rief Samuel wiedleer zum dritten Mal. Und er stand auf undl ging zu Eli und sprach:„Siehe, hier bin ich; du hast mich gerufen!“ Dda merkte Eli, daß der herr den inaben rief, und sprach zu ihm:„Gehe wiecdler hin und 10 sege dich Herk, den sich an se Dab „Samuel, dein kn Und Ding in] heicen O El, Was sangen v laß ich! Mlissetat r hielten, u hause EIl icht ver Ppeisopf Und auf am besicht k mein 50 Et sü schweige Mit etwe hm San prach: ö San siel hein Janz Jr Samuel . prach: ch, Gott, )einmal i Mittel⸗ arauf es ine linke ilistern! e Hürsten ten meht ei seinem der und auf und 28 Daters het. nuel, det zu Silo, Und es Ort, und er nicht mpel des ottes dl Et aber 70u hast getufen. ging hin Samuell' 9„dehe. dach: ö und lege att. Ung det stano in ich: 00 hert den hin ung samuel. lege dich schlafen; und so du gerufen wirst, so sprich: Rede, Herr, denn dein finecht hört.“ Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. Da kam der herr und trat dahin und rief wie vormals: „Samuel, Samuell“ Und Samuel sprach:„Rede, denn dein Knecht hört.“ Und der Herr sprach zu Samuel:„Siehe, ich tue ein Ding in Jsrael, daß, wer das hören wird, dem werden seine beiden Ohren gellen. An dem Tage will ich erwecken über Eli, was ich wider sein haus geredet habe; ich will's an⸗ fangen und vollenden. Denn ich habe es ihm angesagt, daß ich Richter sein will über sein haus ewiglich um der Missetat willen, daß er wußte, wie seine Kinder sich schäncllich hielten, und hat ihnen nicht gewehrt. Darum habe ich dem hause Eli geschworen, daß die Missetat des hauses Eli solle nicht versöhnt werden wedler mit Schlachtopfer noch mit Speisopfer ewiglich.“ Und Samuel lag bis an den Morgen und tat die Cüren auf am hause des herrn. Samuel aber fürchtete sich, das Gesicht Eli anzusagen. Da rief ihn Eli und sprach:„Samuel, mein Sohn!“ Er antwortete:„Siehe, hier bin ich!“ Er sprach:„Was ist das Wort, das dir gesagt ist? ver⸗ schweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigst, das dir gesagt ist.“ Da sagte es ihm Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach:„Es ist der hert; er tue, was ihm wohlgefällt!“ Samuel aber nahm zu, und der herr war mit ihm, und fiel keines unter allen seinen Worten auf die Erde. Und ganz Jsrael, von Dan an bis gen Beersebe, erkannte, daß Samuel ein treuer Prophet des herrn war. Und der hHerr erschien hinfort zu Silo; denn der herr war Samuel offen⸗ bart worden zu Silo durchs Wort des herrn. Und Samuel fing an zu predigen dem gaͤnzen IJSrael. 2. Von Golt erhört.(1. Sam. 7.) Samuel sprach zum gaͤnzen hause Jsrael:„So ihr euch mit ganzem herzen bekehret zu dem herrn, so tut von euch die fremden Götter und die Götzenbilder und richtet euer herz zu dem Herrn und dienet ihm allein, so wird er euch erretten aus der Philister hand.“ Da taten die finder Israel von sich die fremden 10⁷ zum weltvolk Gottes hindurch. Götter und dienten dem h̃errn allein. samuel aber sprach: „Dersammelt das ganze srel gen Mizpa, daß ich für euch bitte zum herrn!“ Und sie kamen zusammen gen Mizpa und schöpften Wasser und gossen's aus vor dem Hherrn unc fasteten denselben Cag und sprachen daselbst:„Wir haben an dem herrn gesündigt.“ Also richtete samuel die stinder srdel zu Mizpa. Da aber die Philister hörten, daß die Rinder Israel zu⸗ sammengekommen waren gen Mmizpa, zogen die Fürsten der Philister hinauf wider lsrael. Da das die KRinder srdel hörten, fürchteten sie sich vor den Philistern und sprachen zu Samuel:„Caß nicht ab für uns zu schreien zu dem herrn, unserm Gott, daß er uns helfe aus der Philister handl“ Samuel nahm ein Milchlämmlein und opferte dem Herrn ein ganzes Brandopfer und schrie zum herrn für srael: und der hert erhörte ihn. Und inclem Samuel das Brandopfer opferte, kamen die Philister herzu zu streiten wider Istael. Aber der herr ließ donnern einen großen Donner öber die Philister desselben Tages und schreckte sie, daß sie vor Jsrael geschlaͤgen wurden. Da zogen die Manner Istaels aus bon Mizpa und jagten die Philister und schlugen sie. Da nahm Samuel einen Stein und hieß ihn Eben-⸗-Ezer und sprach:„Bis hiehet hat uns der herr geholfen!“ Also wurden die Philister gedampft und kamen nicht mehr in die Grenze Israels: und die hand des errn war wider die Philister, solange Samuel lebte. Also gewann Istael die Städte wieder, die die Philister ihm genommen hatten, und srdel hatte Srieden. Samuel aber richtete Israel sein Leben lang. 3. Das Recht des Königs.(. Sam. 8.) Da aber Samuel alt ward, setzte er seine Söhne zu Richtern über Istael. Aber seine Söhne waͤndelten nicht in seinem Wege, son⸗ dern neigten sich zum Geiz und nahmen Geschenke und beugten das Recht. Da versammelten sich alle Altesten in lsrael und kamen zu Samuel und sprachen zu ihm:„Siehe, du bist alt geworden, und deine Sõohne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen Rönig über uns. der uns richte, wie alle heiden haben.“ Das gefiel Samuel übel, 10⁸ daß sie Und 50 zu Samt was sie sondern sein. 5 Cage di Cag, ur haben. ihnen 1 der übe Un von ihr foͤnig Söhne und d . e sprach: für euch nMiʒpa ern und it haben je findet sTdel zu⸗ e Hütsten e findet tern und hreien zu Philister ferte dem Herrn füt muel das u streiten n gloßen schtecte nd jagten uel einen hiehet men nicht jerrn wat philse . Samuel samuel. daß sie sagten:„Gib uns einen Rönig, der uns richte.“ und Samuel betete vor dem herrn. Der herr aber sprach zu Samuel:„Gehorche der Stimme des volks in allem. was sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich. sondern mich verworfen, daß ich nicht soll öonig über sie sein. Sie tun dir, wie sie immer getan haben von dem Cage an, da ich sie aus Agypten führte, bis auf diesen TCag, und sie mich verlassen und andern Göttern geclient haben. 80 gehorche nun ihrer Stimme. Doch bezeuge ihnen und verkündige ihnen das Recht des Hönigs. der über sie herrschen wird!“ Und Samuel sagte alle Worte des herrn dem Volk, das oon ihm einen fönig forderte und sprach:„Das wird des königs Recht sein, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er nehmen zu seinem Wagen und zu Reitern, und daß sie vor seinem wagen herlaufen, unck zu haupt⸗ leuten über tausend und über fünfzig und zu Ackerleuten, die ihm seinen Acker bauen,. und zu Schnittern in seiner Ernte, und daß sie seine friegswaffen und was zu seinen wagen gehört machen. Eure Töchter aber wird er nehmen, daß sie Salben⸗ bereiterinnen, Röchinnen und Bäckerinnen seien. Eure besten cker und weinberge und Olgärten wird er nehmen und seinen sinechten geben. Dazu von eurer Saat und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und seinen Rämmerern undfinechten geben. Und eure finechte und Magde und eure schönsten jüng⸗ unge und eure Esel wird er nehmen und seine Geschäfte damit ausrichten. von euren herden wird er den zehnten nehmen, und ihr müßt seine Knechte sein. wenn ihr dann schreien werdet zu der Zeit über euren Rönig, den ihr euch erwählt habt, so wird euch der Hert zu derselben Zeit nicht erhöͤren!“ Aber das volk weigerte sich zu gehorchen der Stimme samuels, und sprachen:„Mit nichten, sondern es soll ein Rönig über uns sein. daß wir auch seien wie alle Heiden, daß uns unser fõnig richte und vor uns her ausziehe und unsere friege führe.“ 109 Zum Weltoolk Gottes hindurch. Und da Samuel alle Worte des Volks gehört hatte, sagte er sie vor den Ohren des herrn. Der herr abet sprach zu Samuel:„Gehorche ihrer Stimme undl mache ihnen einen ghönig!l“ Und Samuel sprach zu den Männern Jsraels:„Gehet hin, ein jeglicher in seine Stadlt.“ David, ein König von Gottes Gnaden. 1. Der Letzte— und doch der Erste.(1. Sam. 16.) Und der Herr sprach zu Samuel:„Wie lange trägst du Leict um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht Rönig sei über Israel? Fülle dein 5orn mit öl und gehe hin; ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen Rönig ersehen!“ Samuel aber sprach: „Wie soll ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erwürgen.“ Der herr sprach:„Nimm ein Ralb von den Rindern zu dir undͤsprich: lch bin gekommen dem herrn zu opfern. Undd sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, daß du mit salbest, welchen ich dir sagen werde.“ Samuel tat, wie ihm der herr gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die Altesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen:„st's Friede, daß du kommst?“ Er sprach:„Ja, ich bin gekommen, dem Herrn zu opfern; heiliget euch und kommt mit mir zum Opfer.“ Und er heiligte den Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer. Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und ugedachte, der sei vor dem herrn sein Gesalbter. Aber der herr sprach zu Samuel:„Siehe nicht an seine Gestalt noch seine große Person; ich habe ihn verworfen. Denn es geht nicht, wie ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der herr aber sieht das Hherz an.“ Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach:„Diesen hat der herr auch nicht erwählt.“ Da ließ Isai vorübergehen Samma. Er dber sprach:„Diesen hat der herr auch nicht erwählt.“ Da ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorũbergehen 110 wahltl —. sher Samu Und5a EFt aber spr er hutet di⸗ Iin und ld is er hiehe uUnqder war uhdd det he O⁴nahm5 einen Brũ Dablck don sch auf un . heil Uich von 5 O0 sprache Helst mack shechten, bet auf de de Gest laß es bef Da spr Rann, der Rnicke Da „Jehe, ich let sst der sletbat u let hert Da sa ende de sl⸗ dan Weln und einen Sol bor ihm, Daffentro Haß Dad dot mein Wenr Dodig 0 nd der d um über ll dich oͤhnen prach: mich nden herrn ill ich elchen ham Stadt Gaß dem zum Ud lud Eliab Albter. seine orfen ensch tdas Imuel auch 1. Er ahlt.“ gehen David. Aber Samuel sprach zu Isai:„Der herr hat der keinen er⸗ wählt!l“ und Samuel sprach zulsai:„Sind das die Enaben alle7 Et aber sprach:„Es ist noch übrig der jüngste; und siehe, er hütet die Schafe!“ Da sprach Samuel zu Isai:„Sende hin und laß ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hieherkomme.“ Da sandte er hin und ließ ihn holen. und er war bräunlich, mit schoͤnen Hugen und guter Gestalt. Und der herr sprach:„Aufl und salbe ihn; denn der ist's!“ Da nahm Samuel sein Olhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Hherrn geriet über David von dem Cage an und fürder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama. 2. Heilige Kunst.(1. Sam. 16.) Der Geist aber des herrn wich von Saul, und ein böser Geist machte ihn sehr unruhig. da sprachen die Rnechte Sauls zu ihm:„Siehe, ein böser Geist macht dich sehr unruhig. Unser herr sage seinen inechten, die vor ihm stehen, daß sie einen Mann suchen. der auf der harfe wohl spielen könne, auf daß, wenn der böse Geist über dich kommt, er mit seiner Hand spiele, daß es besser mit dir werde.“ Da sprach Saul zu seinen finechten:„Sehet nach einem mann, der des Saitenspiels kundig ist, und bringet ihn zu mir!“ Da antwortete der Jünglinge einer und sprach: „Siehe, ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, der ist des Saitenspiels kundig: ein rũstiger Mann und streitbar und verständig in seinen Reden und schön, und der Herr ist mit ihm.“ da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: „Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen istt? da nahm Isai einen Esel mit Brot und einen Schlauch wein und ein Ziegenböcklein und sandte es Sdiul durch seinen Sohn David. Also kam David zu Saul und diente vor ihm, und er gewann ihn sehr lieb. uncdler ward sein Waffenträger. Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: „Caß David vor mir bleiben; denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen.“ wenn nun der böse Geist über Saul kam, so nahm David die Harfe und spielte mit seiner hand; so erquickte 111 zum wWweltodolk Gottes hin durch. sich Saul, und es ward besser mit ihm, und der böse Geist wich von ihm. 3. Heldenmul.(. Sam. 17.) Die Philister sammelten ihre heere zum Streit und kamen zusammen in Juda und standen auf einem Berge jenseits, und die Jstaeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war. Da trat hervor aus den Cagern der Philister ein Riese, mit namen Goliath. von Gath, sechs Ellen und eine hand breit hoch, und er hatte einen ehernen helm auf seinem haupt und einen schup⸗ pichten Panzer an, und das Gewicht seines Panzers war 5000 Cot Erz: und hatte eherne Beinharnische an seinen Schenkeln und einen ehernen Schild auf seinen Schultern. Und der Schaft seines Spießes war wie ein Weberbaum, und das Eisen seines Spießes hatte sechshundert Cot Eisen; und sein Schildträger ging vor ihm her. Und er stand und rief zu dem heer Jsraels und sprach zu ihnen:„Was seid ihr ausgezogen, euch zu rüsten in einen Streit? Bin ich nicht ein Philister und ihr Sauls inechte? Etwählet einen unter euch, der zu mir herab⸗ komme. vermag er wider mich zu streiten und schlägt mich. so wollen wir eure sinechte sein; vermag ich aber widler ihn und schlage ihn, so sollt ihr unste Rnechte sein, daß iht uns dienet!“ Und der Philister sprach: Ich habe heutiges Cages dem heere Israels h5ohn gesprochen: Gebt mir einen und laßt uns miteinander streiten!“ Aber der Philister trat herzu früh morgens und abends und stellte sich dar vierzig Tage. Isai aber sprach zu seinem Sohn David:„Nimm für deine Brüder dieses Maß geröstete Rörner und diese zehn Brote und lauf ins heer zu deinen Brüdern, und diese zehn frischen käse und bringe sie dem hauptmann und besuche deine Brüder, ob's ihnen wohl gehe, und nimm, was sie dir befehlen.“ da machte sich David des Morgens früh auf und ließ die Schafe dem hüter und trug und ging hin, wie ihm Isai geboten hatte, und kam zur Wagenburg. Und jeckermann in Jsrael sprach:„Habt ihr den Mann gesehen herauftretenꝰ Denn er ist heraufgetreten, srael hohn zu sprechen. Und wer ihn schlägt, den will der Ronig sehr reich machen und ihm —112 —— seine Coch machen in de bei il diesen Phi denn Wer heer des bolb Wie schlägt.“ Undl aͤnnern „Darum dle wenig deine ber Denn du Dabid an mic's nich einen ane antwortet Und Agten sie sprach zu deswillen seiten!“ gehen Oul ein finab auf“ D Schafe se und rug nach un Und da- Datt un Leschlag Hun die lelten ihte dstanden jem berge at hervot Goliath, d er hatte len schup⸗ nzers War an seinen Schultern. berbaum, Lot Eisen, ind sprach cüsten in iht Zauls nir hetab⸗ lãgt mich ber Wickel 3„, daß iht e heutiges mit einen jlistet trat ar dierzig flt deine jehn Brote diese zehn nd besuche , 00⁰⁸ si f und lich je ihm Id jedermamn auftleten Und u David. seine Cochter geben und will seines Vvaters haus frei⸗ machen in lsrael.“ Da sprach David zu den Männern, die bei ihm standen:„Was wird maͤn dem tun, der diesen Philister schlägt und die Schande von Jsrael wendet ꝰ denn wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, der das heer des lebendigen Gottes hoͤhnt?“ Da sagte ihm das volk wie vorhin:„5o wird man tun dem, der ihn schlägt.“ Und Eliab, sein altester Bruder, hörte ihn reden mit den mannern und ergrimmte mit Zorn wider David und sprach: „Warum bist du herabgekommen? Und wem hast du die wenigen Schafe dort in der Wüste gelassen? Ich kenne deine vermessenheit wohl und deines Herzens Bosheit. denn du bist herabgekommen, daß du den Streit sehest!“ David antwortete:„Was habe ich denn nun getan? Ist mir's nicht befohlen?“ Und waͤndte sich von ihm gegen einen andern und sprach, wie er vorhin gesagt hatte. Da antwortete ihm das Dolk wie vorhin. Und da sie die Worte hörten, die David sagte, verkün⸗ digten sie es vor Saul; undter ließ ihn holen. Und David sprach zu Saul:„Es entfalle keinem Menschen das herz um deswillen: dein finecht soll hingehen und mit dem Philister streiten!ꝰ Saul aber sprach zu David:„Du kannst nicht hin⸗ gehen wider diesen Philister, mit ihm zu streiten; denn du bist ein Rnabe, dieser aber ist ein riegsmann von seiner Jugend auf.“ David aber sprach zu Saul:„Dein finecht hütete die Schafe seines Daters, und es kam ein Cöwe und ein Bär und trug ein Schaf weg von der herde; und ich lief ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Maul. Und da er sich über mich machte, ergriff ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn und tötete ihn. Also hat dein knecht geschlagen beide, den Cöwen und den Bären. So soll nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein gleich wie deren einer; denn er hat geschändet das heer des lebendigen Gottes.“ Und David sprach:„Der Herr, der mich von dem Cowen und Bären errettet hat, der wirch mich auch erretten von diesem Philister.“ Uund Saul sprach zu David:„Gehe hin, der Herr sei mit dir!“ Schattlet, Schwert des Geistes. 8 113 szum weltoolk Gottes hinckurch. 4. Heldentat.(. Sam. 17.) Und Saul zog David seine Kleicker an und setzte ihm einen ehernen helm auf sein haupt und legte ihm einen Panzer an. Und David gürtete sein Schwert über seine Kleicer und fing an zu gehen; denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: „Ich kann nicht also gehen, denn ich bin's nicht gewohnt;“ und legte es von sich und nahm seinen Stab in seine hand und erwählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die hirtentasche, die er hatte, und in den Sack und nahm die Schleuder in seine hand undl machte sich zu dem Philister. Und der Philister ging auch einher und machte sich zu David, und sein Schildträger vor ihm her. Da nun der Philister sah und schaute David an, ver⸗ achtete er ihn; denn er war ein Knabe, bräunlich und schoͤn. Und der philister sprach zu Dadic:„Bin ich denn ein hund, daß du mit Stecken zu mir kommst?“ Und fluchte dem David bei seinem Gott und sprach zu David:„Komm her zu mir, ich will dein Fleisch geben den bögeln unter dem himmel und uden Tieren auf dem Feldlel“ David aber sprach zu dem Philister:„Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß unck Schilckh; ich aber Komme zu dir im Namen des herrn Zebaoth, des Gottes des heeres Jsraels, das du gehöhnt hast. heutiges Tages wird dich der herr in meine hand überantworten, daß ich dich schlage unck nehme dein haupt von dit und gebe die Leichname des heeres der Philister heute den bogeln unter dem himmel und dem Wild auf Erden, daß alles Cand innewerde, daß Israel einen Gott hat, und daß alle diese Gemeinde innewerde, daß der herr nicht durch Schwert noch Spieß hilft; denn der Streit ist des Herrn, und eer wird euch geben in unsre Händel“ Da sich nun der Philister aufmachte und daher ging und nahte sich gegen Davicl, eilte Davicl und lief auf das Heer zu, dem Philister entgegen. Unch Davich tat seine hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und uschleuclerte unck traf den Philister an seine Stirn, daß der Stein in seine Stirn fuhr uncl er zur Erde fiel auf sein Ungesicht. Also überwaͤnd David den pPhilister mit der Schleuder und mit dem Stein und schlug ihn. Und da David kein 11 —— Ichwert il Philister u und tötete (lie Philist Unde Ind riefen Ius Cal u fllen erse Oath une um donee lager. 1 blachte es Ane Hütt 5. De unddavic Halte ihn Loch, den Hlantel,se Dadic 30 Hüguch. l gefiel Es b Les Phsli Vrdels l daul ent Ind die plachen: ausend Dott ub Hgeben Herdenl and hinf lol ube Plelte du Ind Sal und gede ber 0 dor Rul Jet V . —— oid seine auf sein id gürtete zu gehen, zu Saul: jewohnt;“ eine hand )und tat Sack und ch zu dem id machte et. an, der⸗ und schoͤn. denn ein nd fluchte „Homm zeln unter abid abet mit mit mme zu Gottes Heutlges intworten, n dit und heute den Tden, daß und daß icht duch des herlũ. ahet ging d Uef auf Dabid tat in dardls 5rn, Gf el auf sein Schleucel oabid Kell David. Schwert in seiner hand hatte, lief er und trat zu dem philister und nahm sein Schwert und zog's aus der Scheicke und tötete ihn und hieb ihm den Ropf damit ab. Da aber die Philister sahen, daß ihr Stärkster tot war, flohen sie. Und die Männer Israels und Judas machten sich auf und riefen und jagten den Philistern nach, bis man kommt ins Tal und bis an die Tore Ekrons. Uncd die Philister fielen erschlagen auf dem Wege zu den Coren bis gen Gath und gen Fkron. Und die finder Jscael kehrten um von dem Nachjagen der Philister und beraubten ihr ager. David aber nahm des Philisters haupt und brachte es gen Jerusalem: seine Waffen aber legte er in seine Hütte. 5. Der Freundschaftsbund.(1. Sam. 18.) Und jonathan und David machten einen Bund miteinander; denn Jonathan hatte ihn lieb wie sein eigen herz. Under zog aus seinen Rock, den er anhatte, und gab ihn David, dazu seinen Mantel, sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel. Und david zog aus, wohin ihn Saul sandte, und hielt sich klüglich. Und Saul setzte ihn über die friegsleute: und er gefiel wohl allem Dolk, auch den knechten Sauls. Es begab sich aber, da er wiedergekommen waͤr von des Philisters Schlacht, daß die Weiber aus allen Städten sraels waren gegangen mit Gesang und Reigen, dem Roͤnig saul entgegen, mit Pauken, mit Freuden und mit Geigen. Und die Weiber sangen gegeneinander und spielten und sprachen:„Saul hat tausend geschlagen, aber David zehn— tausend.“ Da ergrimmte Saul sehr, und gefiel ihm das Wort übel, und sprach:„Sie haben David zehntausend gegeben und mir tausend; das Rönigreich will noch sein werden!“ Und Saul sah David sauer an von dem Cage und hinfort. Des andern Cages geriet der böse Geist von Gott über Saul, und er raste daheim im hause; David aber spielte auf den Saiten mit seiner hand, wie er täglich pflegte. Und Saul hatte einen Spieß in der hand und schoß ihn und gedachte: Ach will David an die Wand spießen!“ Davich aber wandte sich zweimal oon ihm. Und Saul fürchtete sich vor Davicl; denn der herr waͤr mit ihm und war von Saul gewichen. 8* 115 zum weltvolk Gottes hindurch. 6. Freundestreue.(. Sam. 19) Saui aber redete mit seinem Sohn Jonathan und emit allen seinen sͤnechten, daß sie Davicd sollten töten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte David sehr lieb und verkündigte es ihm uncd sprach: mein vater Saul trachtet darnach, daß er dich töte. Nun, so bewahre dich morgen und bleib verborgen und ver⸗ stecke dich. Ich aber will herausgehen und neben meinem bater stehen auf dem Selde, da du bist, und von dir mit meinem Dater reden; und was ich sehe, will ich dir Rund⸗ tun.“ Und Jonathan redete das Beste von David mit seinem bater Saul und sprach zu ihm:„Es versündige sich der Rönig nicht an seinem Rnechte Davicd; denn er hat keine Sünde wider dich getan, und sein Cun ist dir sehr nütze, und er hat sein Ceben in seine hand gesetzt uncl schlug den Philister, und der herr tat ein großes heil dem ganzen lsrael. Das hast du gesehen und dich des gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, daß du David ohne Ursache tötest?!“ Da gehorchte Saul der Stimme Jonathans und schwur:„5o wahr der Herr lebt, er soll nicht sterben!“ Da rief Jonathan David und sagte ihm alle diese Worte und brachte ihn zu Saul, daß er vot ihm war wie zuvor. Es erhob sich aber wieder ein Streit: und David z3og aus und stritt wider die Philister und tat eine große Schlacht, daß sie vor ihm flohen. Aber der böse Geist kam über sSaul, und er saß in seinem hause und hatte einen Spieß in seiner hand: David aber spielte auf den Saiten mit der hand. Und Saul trachtete, David mit dem Spieß an die Wand zu spießen. Er aber riß sich von Saul, und der Spieß fuhr in die Wand. David aber floh und entrann dieselbe Nacht. saul sandte aber Boten zu Davids Haus, daß sie ihn verwahrten und töteten am Morgen. Das verkũndigte dem David sein Weib Michal und sprach:„Wirst du nicht diese Nacht deine Seele erretten, so mußt du morgen sterbenl Da ließ ihn Michal durchs Senster hernieder, daß er hin⸗ ging, entfloh und entrann. Und Michal nahm ein Götzen⸗ bild und legte es ins Bett und legte ein Ziegenfell zu seinen haupten und deckte es mit fileidern zu. Da sandte Saul 116 —— Boten, da glank.ꝰ und sprac daß er ge d lag d haͤupten. bettogen Nlichal sp odel ich t⸗ 3am zus ihm Saul sie bliebei I. De bon Maje Das ha habe ich leben stet licht stert noch flei solte der licht sof Hater we unden h nicht wif let hert ichtitt: Iu Davie Dav 0 ich u laß ich les dlit hrich:, Radl, i dem Hl 60 wohl icst du Hun Ba nit, de cber ei . ecete mit hten, daß hn, hatte d sprach: öte. Nun, und ver⸗ nmeinem n dir mit dit kund⸗ nit seinem e sich del hat keine seht nütze schlug den m ganzen t. Warum ligen, daß Saul del hert lebt und sagte daß er vol David 309 ine großt böse Geis und hati te auf gel jd mit dem bon Saul floh un ah sie ihl ndigte den nicht diet n serhen laß er hil ein 6ne 1130 fein andl 50 David. Boten, daß sie David holten. Sie aber sprach:„Er ist krank.“ Saul aber sandte Boten, nach David zu sehen. und sprach:„Bringet ihn herauf zu mir mit dem Bette, daß er getötet werdel“ Da nun die Boten kamen, siehe, da lag das Bild im Bette und ein Ziegenfell zu seinen häupten. Da sprach Saul zu Michal:„Warum hast du mich betrogen und meinen Feind gelassen, daß er entrönne?“ Michal sprach zu Saul:„Er sprach zu mit: LCaß mich gehen, oder ich töte dich!“ꝰ David aber entfloh und entrann und kam zu Samuel nach Ramda und sagte ihm an alles, was ihm Saul getan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und sie blieben daselbst. 7. Der letzte Freundesdienst.(. Sam. 20.) David aber floh von Najoth in Rama und kam und redete vor Jjonathan: „wWas habe ich getan? Was habe ich mißgehandelt? Was habe ich gesündigt vor deinem Dater, daß er nach meinem Leben steht?“ Er aber sprach zu ihm:„Das sei ferne: du sollst nicht sterben. Siehe, mein Dater tut nichts, weder Großes noch sleines, das er nicht meinen Ohren offenbare; warum sollte denn mein Vater dies vor mir berbergen? Es wird nicht so sein.“ Da schwur David weiter und sprach:„Dein bater weiß wohl, daß ich Gnade vor deinen Augen ge⸗ funden habe, darum wird er denken: Jonathan soll solches nicht wissen; es möchte ihn bekümmern. Wahrlich, so wahr der herr lebt, und so wahr deine Seele lebt, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem TCodel“ jonathan sprach zu David:„Ich will an dir tun, was dein herz begehrt.“ David sprach zu ihm:„Siehe, morgen ist der Neumond. da ich mit dem siönig zu Cisch sitzen sollte; so laß mich, daß ich mich auf dem Felde verberge bis an den Abend des dritten Cages. Wird dein Dater nach mir fragen, so sprich:„David bat mich, daß er gen Bethlehem, zu seiner Stadt, laufen möchte; denn es ist ein jährlich Opfer daselbst dem ganzen Geschlecht.“ Wird er sagen: Es ist gut, so steht es wohl um deinen necht. Wird er aber ergrimmen, so wirst du merken, daß Böses bei ihm beschlossen ist. So tue nun Barmherzigkeit an deinem inecht; denn du hast mit mir, deinem fnecht, einen Bund im herrn gemacht. Ist aber eine Missetat an mir, so töte du mich; denn warum 117 3um Wweltvolk Gottes hinckurch. wolltest du mich zu deinem vater bringen?“ Jonathan sprach:„Das sei ferne von dir, daß ich sollte merken, daß Böses bei meinem bater beschlossen wäre über dich zu bringen, und sollte es dir nicht ansagen.“ David aber sprach:„Wer will mir's ansagen, so dir dein Dater etwas hartes antwortet7“ Jonathan sprach zu David:„Romm, laß uns hinaus aufs Feld gehen.“ Und gingen beide hinqaus aufs Feld. Und Jonathan sprach zu ihm:„Morgen ist der Neumond, so wird man nach dir fragen; denn man wird dich vermissen, wo du zu sitzen pflegst. Des dritten Cages aber komm bald hernieder und gehe an einen Ort, da du dich verbergest am Werktage, und setze dich an den Stein Asel. So will ich zu seiner Seite drei Pfeile schießen, als ob ich nach dem Ziele schösse. Und siehe, ich will den kinaben senden: Gehe hin, suche die Pfeilel Werde ich zum sinaben sagen: Siehe, die Pfeile liegen hierwärts hinter dir, hole sie! so komm, denn es ist Friecle und hat keine Gefahr, so wahr der herr lebt. Sage ich aber zum Jüng⸗ ling: Siehe, clie pfeile liegen dortwärts vor dir! so gehe hin, denn der herr hat dich lassen gehen. Was aber du unck ich miteinancker gereclet haben, da ist der Herr zwischen mir unch dir ewiglich!“ 8. Der Abschied.(1. Sam. 20.) Davicl verbarg sich im Felde. Und da der Neumond kam, setzte sich der Rönig zu Tische, zu essen. Da sich aber cler Rönig gesetzt hatte an seinen Ort, wie er gewohnt war, an der Wand, stand Jonathan auf: Abner aber setzte sich an die Seite Sauls. Und man vermißte Davict an seinem Ort. Und Saul recdete des Cages nichts. Des andern Cages nach dem Neu⸗ moncl, da man Davich vermißte an seinem Ort, sprach Saul zu seinem Sohn jonathan:„Warum ist der Sohn Isais nicht zu Cisch gekommen, wecker gestern noch heute?“ Jonathan antwortete Saul:„Er bat mich sehr, daß er gen Bethlehem ginge, und sprach: Caß mich gehen; denn unser Geschlecht hat zu opfern in der Stadt, unck mein Bruder hat mir's selbst geboten; habe ich nun Gnade vor deinen Augen gefundleen, so will ich hinweg unck meine Brüder sehen. Darum ist er nicht gekommen zu des siönigs Cisch.“ Da ergrimmte der Zorn Sauls widleer Jonathan, und er 11⁸ —— ptach Zu wohl, da deiner I olange d Jein Röni hn hethe antwortet solher ste Ipieß na⸗ daß bei! hten, un aß des denn er also verd Des! et David und spra Hfeile, di Amen Pf den Ott, hm Jone bor dick sehe nie auf und luchts de Hache. prach; Herfnal and flel hleler, eande . —— Jonathan hen, daß dich zu wick aber tet etwas „Romm, jen beice Morgen enn man es Ulitten einen Ort, ch an den schießen, 5will den le ich zum kts hinter hat keine um Jung⸗ so gehe aber du d ist der 9 sich in Fönig 30 hatte an nd, stand ite Sauls Und Saul dem Ileu⸗ ct, sprach rohn Isai heutel laß et gen senn unsel in Brudet ot deinen ne Blüde Daoid. sprach zu ihm:„Du ungehorsamer Bösewicht! ich weiß wohl, daß du den Sohn Isais auserkoren hast, dit und deiner Mutter, die dich geboren hat, zur Schande. Denn solange der Sohn Isais lebt auf Erden, wirst du, dazu auch dein Königreich, nicht bestehen. Sso sende nun hin und laß ihn herholen zu mir; denn er muß sterben.“ Jonathan antwortete seinem vater Saul und sprach zu ihm:„Warum soll er sterben? Was hat er getan?“ Da schoß Saul den Spieß nach ihm. daß er ihn spießte. Da merkte Jonathan. daß bei seinem Vater gänzlich beschlossen war, David zu töten, und stand auf vom Tisch mit grimmigem Zorn unch aß des andern Cages nach dem Neumond kein Brot: denn er war bekümmert um David, daß ihn sein Vater also verdammte. Des Morgens ging Jonathan hinaus auf's Seld, dahin er David bestimmt hatte, und ein kleiner sinabe mit ihm, und sprach zu dem snaben:„Cauf, und suche mir die pfeile, die ich schießel“ Da aber der knabe lief, schoß er einen Pfeil über ihn hin. Und als der knabe kam an den Ort, dahin Jonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihm jonathan nach und sprach:„Der Pfeil liegt dortwärts vor dir!“ Und rief abermals ihm nach: Rasch! eile unck stehe nicht still!“ Da las der snabe Jonathans die Pfeile auf und brachte sie zu seinem herrn. Und der Rnabe wußte nichts darum; allein Jonathan und David wußten um die Sache. Da gab Jonathan seine Waffen seinem naben und sprach zu ihm:„Gehe hin und trage sie in die Stadt., Da der finabe hineinkam, stand David auf vom Ort gegen Mittag und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder, und sie küßten sich miteinander und weinten mit⸗ einander, David aber am allermeisten. Und Jonathan sprach zu David:„Gehe hin mit Sriecen! Was wir beide geschworen haben im Namen des herrn und gesagt: Der herr sei zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen,— das bleibe ewiglich!“ 9. Liebet eure Feinde!(1. Sam. 23.) Und David zog hin⸗ auf von dannen und barg sich auf den Berghöhen zu Engedi. Da nun Saul wiederkam von den Philistern, ward im gesagt:„Siehe, David ist in der Wüste Engedil“ Und 119 3zum Wweltoolk Gottes hinchurch. Sdul nahm dreitausend junger Mannschaft aus ganz srdel und zog hin, David samt seinen Männern zu suchen auf den Selsen der Gemsen. Und da er kam zu den Schaf⸗ hürden am Wege, war daselbst eine höhle, und Saul ging hinein. David aber und seine männer saßen hinten in der höhle. Da sprachen die Männer Davids zu ihm:„Siehe, das ist der Cag, daovon der herr dir gesagt hat: Siehe. ich will deinen Seind in deine hände geben, daß du mit ihm tust, was dir gefällt.“ Und David stand auf und schnitt leise einen Zipfel vom Rock Sduls. Aber darnach schlug ihm sein herz, daß er den Zipfel Ssauls hatte abgeschnitten, und uer sprach zu seinen Männern:„Das lasse der Herr ferne von mir sein. daß ich das tun sollte und meine hand legen an meinen herrn, den Gesalbten des herrn; denn er ist der Gesalbte des Herrn!“ Da aber Saul sich auf⸗ machte aus der höhle und ging des Weges, machte sich darnach David auch auf und ging aus der Höhle undhrief saul hinten nach und sprach:„Mein Herr Rönigl“ Saul sah hinter sich. Und David neigte sein Antlitz zur Erde und fiel nieder und sprach zu Saul:„Warum gehorchst du der Menschen Wort, die da sagen: David sucht dein Un⸗ glück? Siehe, heutiges Cages sehen deine Augen, daß dich der hert heute hat in meine hand gegeben in der höhle, und es ward gesagt, daß ich dich sollte erwürgen. Aber es ward dein verschont; denn ich sprach: Ich will meine hand nicht an meinen herrn legen: denn er ist der Ge⸗ salbte des herrn! Mein Dater, siehe doch den Zipfel von deinem Rock in meiner hand, daß ich dich nicht erwürgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Rock schnitt. Er⸗ kenne und sieh, daß nichts Böses in meiner hand ist noch keine ÜUbertretung. Ich habe auch an dir nicht gesündigt, und du jagst meine Seele, daß du sie wegnehmest. Der hert wird Richter sein zwischen mir und dir und mich an dir rächen; aber meine hand soll nicht über dir sein!“ Und Saul hob auf seine Stimme und weinte unc sprach zu David:„Du bist gerechter denn ich. Du hast mir Gutes bewiesen; ich aber habe dir Boses bewiesen. Und du hast mir heute angezeigt, wie du Gutes an mir getan hast, daß mich der hert hatte in deine hände beschlossen und du mich doch nicht erwürgt hast. Wie sollte jemand seinen 120⁰ — Heind fine Hert delg getan ha wikst, une stehen.? duskottest nicht aus schwur 5 Männern „Die Ede Ole sind dagts n berkünde daß sich daß nich ht berg noch äc denn de Lget Schi Det Bog und da- von der daul un sind au schnelle und stã Ir Töc let eue mnasch Wie sin Pnath. ks sstn ic hat Heine 8 Oie sl und d inz Jsrael schen auf n Schaf⸗ aul ging en in der 1„Siehe, lt: Siehe, iß du mit ndschnitt ich schlug eschnitten, der hert ine hand en; denn sich auf⸗ achte sich e und rief 9* Saul ʒut Etde horchst du dein Un⸗ daß dich let hoͤhle en. dber vill meine st der Oe⸗ ipfel von erwürgen ynitt. E⸗ na ist l esündigs es. Del d mich al dit seinl ind sprach mit Gutes nd du has hast, daf und du ind seinen David. Feind finden und ihn lassen einen guten weg gehen? Der herr vergelte dir Gutes für diesen Cag, wie du an mit getan hast. Nun siehe, ich weiß, daß du föonig werden wirst, und das Rönigreich Israel wird in deiner hand be⸗ stehen. sSo schwöre mir nun bei dem herrn, daß du nicht austottest meinen Samen nach mir unck meinen Namen nicht austilgest von meines Daters hause.“ Und David schwur Saul. Da zog Saul heim; David aber mit seinen männern machte sich hinauf auf die Berghöhe. 10. Den gefallenen Helden!(2. Sam. 1. „Die Edelsten in Jstael sind auf deiner höhe erschlagen. Wie sind die Helden gefallen! sagt's nicht an zu Gath. verkündet's nicht auf den Gassen zu Askalon, daß sich nicht freuen die Töchter der Philister. daß nicht frohlocken die Töchter der Heiden! hr Berge zu Gilbog, es müsse weder tauen noch regnen auf noch dcker sein, davon hebopfer kommen: leuch denn daselbst ist den helden ihr Schild abgeschlagen, der Schild Sauls, als wäre er nicht gesalbt mit Ol. Der Bogen Jonathans hat nie gefehlt, und das Schwert Sauls ist nie leer wiedlergekommen von dem Blut der Erschlagenen und vom Mark der Helden. 5aul und Jonathan, holdselig und lieblich in ihrem Cehen, sind auch im Tode nicht geschieden: schneller waren sie denn die Adler und stärker denn die Löwen. Ihr Töchter Jsraels, weinet über Saul, der euch kleidete mit Scharlach säuberlich und schmũückte euch mit goldenen fleinoden an euren fileidern. wie sind die helden so gefallen im Streit! jonathan ist auf deinen höhen erschlagen, Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonathan: ich habe große§reude und Wonne an dir gehabt: deine Ciebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist. Wie sind die helden gefallen und die Streitbaren umgekommen!l“ 121 zum weltvolk Gottes hindurch. 11. Die drei Helden.. Sam. 23.) David aber war daʒu⸗ mal an sicherem Ort: aber der Philister Volk lag zu Beth⸗ lehem. Und David ward lüstern und sprach:„Wer will mir Wasser zu trinken holen aus dem Brunnen zu Beth⸗ lehem unter dem Tor?“ Da brachen dlie drei helden ins Cager der Philister und schöpften wasser aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor undtrugen's und brachten's Dabid. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goß es aus dem herrn und sprach:„Das lasse der Herr fern von mir sein, daß ich das tuel Ist's nicht das Blut der Männer, die iht Leben gewagt haben und dahingegaͤngen sind7“ Und wollte es nicht trinken. Das taten die drei helden. 12. Golles Segen über Davids Haus. E. Sam. 7.) Da nun der Rönig David in seinem hause saß und der Herr ihm nuhe gegeben hatte von allen seinen Seinclen umher. sprach er zu dem Propheten Nathan:„Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Cade Gottes wohnt unter den Cep⸗ pichen.“ Nathan sprach zu dem Rönig:„Gehe hin: alles, was du in deinem herzen hast, das tue; denn der herr ist mit dirl“ Des Nachts aber kam das Wort des Herrn zu nathan unck sprach: „Gehe hin und sage zu meinem finechte David: So spricht der herr: Solltest du mir ein haus bauen, daß ich darin wohne? habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Cage, da ich die inder JIsrael aus gypten führte, bis auf diesen Cag, sondern ich habe gewaͤndelt in der hütte und Wohnung. Wo ich mit allen Rindern Israel hin wandelte, habe ich auch je gerecet mit irgend der Stämme sraels einem, dem ich befohlen habe, mein Volk Jsrael zu weiden, und gesagt:„Warum bauet ihr mir nicht ein Zedern⸗ haus?“ 50o sollst du nun so sagen meinem snechte David: 5o spricht der herr Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhürden, daß du sein solltest ein Sürst über mein volk Israel, und bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe alle deine Seinde vor dir ausgerottet und habe dir einen großen Namen gemacht wie der Name der Großen auf Erden. Unch ich will meinem Volk Israel einen Ort setzen und will es pflanzen, daß es daselbst wohne und nicht mehr 12² — In der l meht dee Hichter ũ dlr Ruhe bertündi Vill. We Dätern elwechen, Will ich ein haus leichs be el soll Wlll ich hinders nicht vo habe vo über de sein ewi slehen.“ 6. und all Fönig, sch, hert hieher g fert he hon fetr Weise, f lit? d 1f.5 ingese Datum heiner bit mi. —— dar dazu⸗ zu Beth⸗ Wer will zu Beth⸗ eldden ins Brunnen drachten's n goß es fern don Männer, en sind! ei helden. da nun hert ihm het, sprach in einem den Tep⸗ hin: alles, ler Hert ist Heren zu abid: 30 „ daß ich gewohnt ten fühtte jelt in del lordel hin Stãmsie KStael zu ain Zedern: hte David. mmen bon über mein gegangen lotlet In ehen ul b00 mer David. in der)rre gehe und es die Rinder der Bosheit nicht meht drängen wie vormals und seit der Zeit, daß ich Richter über mein Volk Israel verordnet habe: unck will dir Ruhe geben von allen deinen Feinden. Und der herr verkündigt dir, daß der herr dir ein haus machen will. Wenn nun deine Zeit hin ist, daß du mit deinen bätern schlafen liegst, will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe kommen soll; dem will ich sein Reich bestätigen. Der soll meinem Namen ein haus bauen, und ich will den Stuhl seines Rönig⸗ reichs bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, unc er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat tut, will ich ihn mit Menschenruten und mit der Menschen⸗ kinder Schlägen strafen; aber meine Barmherzigkeit soll nicht von ihm entwaͤndt werden, wie ich sie entwaͤndt habe von Saul, den ich vor dit habe weggenommen. ber dein haus und dein fiönigreich soll beständig sein ewiglich vor dir, und dein Stuhl soll ewiglich be⸗ stehen.“ 13. Davids Dank. 2. Sam. 7.) Da Nathan alle diese Worte und all dies Gesicht David gesagt hatte, kam David. der fiönig, und blieb vor dem herrn und sprach:„Wer bin ich, herr herr, und was ist mein haus, daß du mich bis hieher gebracht hast? Dazu hast du das zu wenig gegchtet, herr herr, sondern hast dem hause deines inechtes noch von fernem Zukünftigem geredet, und das nach Menschen⸗ weise, herr herr! Und was soli David mehr redleen mit dir? Du erkennst deinen knecht, herr herr. Um deines Wortes willen und nach deinem herzen hast du solche große Dinge alle getan, daß du sie deinem knecht kund tätest. darum bist du auch groß geachtet, hert Gott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott als du, nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben. Denn wo ist ein volk auf Erden wie dein Volk Israel, um welches willen Gott ist hingegangen, sich ein Volk zu erlösen und sich einen Namen zu machen und solch große und schreckliche Dinge zu tun in deinem Cande vor deinem volk, welches du dir erlöst hast von ‚gypten, von den heiden und ihren Göttern? Und du hast dir dein Dolk 12³ zum Weltvolk Gottes hindurch. Israel zubereitet, dir zum Dolk in Ewigkeit: und du. herr, bist ihr Gott geworden. 50 bekräftige nun, herr Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen knecht und über sein haus geredet hast, und tue, wie du geredet hast. So wird dein Name groß werden in Ewigkeit, daß man wird sagen:„Der Herr Zebaoth ist der Gott über Israel:“ unck das haus deines knechtes David wird bestehen vor dir. Denn du, Herr Zebaoth., du Gott Istaels, hast das Ohrt deines finechtes geöffnet und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Rnecht sein Herz gefunden, daß er dies Gebet zu dir betet. Nun, herr herr. du bist Gott, und deine Worte werden Wahrheit sein. Du hast solches Gute über deinen fnecht geredet. 5so hebe nun an und segne das haus deines inechtes, daß es ewiglich vor dit sei; denn du, Herr Herr. hast's geredet, und mit deinem Segen wird deines sinechtes haus gesegnet werden ewiglichl⸗ 14. Davids Großmul. E. Sam. 9.) Und David sprach:„Ist auch noch jemand überblieben von dem hause Sauls, daß ich Barmherzigkeit an ihm tue um jonathans willen?“— Es war aber ein finecht vom hause Sauls, der hieß Ziba; den riefen sie zu David. Und der Rõnig sprach zu ihm:„Bist du ziba?“ Er sprach:„Ja. dein sinecht!ꝰ Der fönig sprach:„Ist noch jemand vom hause Sauls, daß ich Gottes Barmherzig⸗ keit an ihm tue?“ Ziba sprach zum fönige:„Es ist noch da ein Sohn Jonathans, lahm an den süßen!“ Da sandte der Rönig David hin und ließ ihn holen. ö Da nun mRephiboseth, der Sohn Jonathans, des Sohnes sduls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und beugte sich niecer. David aber sprach:„Mephiboseth!“ Er sprach: „Hier bin ich, ein hinecht!“ David sprach zu ihm:„Sürchte dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um jonathans, deines Vaters willen, und will dir allen Acker deines Daters Saul wiedergeben; du aber sollst täglich an meinem Cisch das Brot essen.“ Er aber fiel nieder unck sprach: „Wer bin ich. dein fnecht, daß du dich wendest zu einem toten hunde, wie ich bin?“ Da rief der Rõnig Ziba, den Diener Sauls, und sprach zu ihm:„Alles, was Sauls Eigentum gewesen ist und seines 12 —.— ganzen 5 50Jarbeit und snec dohnes d Leines he Uschke Und licha, u des fͤni 15.4 Oor, zur Dadich Jo daß sie lagetten. daß Dar ging au en Wel Hestalt. stagen, Ellams, Der sandte Aellet Wendet sterber den Or 4a die Voad, und 1 und gebot Seits föͤnig 0 nal man x Luch x snech And Aandt . du, hert, Ewigheit, 5 geredet ein Name „Der hert Us deines t das Oht ein haus nden, daß bist Gott, ast solches nan und ch vor dit nit deinem ewiglichl prach: 5uls, daß illen?— Ziba: den .„Bist du prach: II armheczig⸗ ist noch d sandte de des ĩohnes und beugte Et sptach .„Hucht David. ganzen hauses, habe ich dem Sohn deines herrn gegeben. 50 arbeite ihm nun auf seinem Acker, du und deine Rindler und Knechte, und bringe es ein, daß es das Brot sei des sohnes deines herrn, daß er sich nähre; aber Mephiboseth. deines herrn Sohn, soll täglich das Brot essen an meinem Tisch!“ Und mephiboseth hatte einen kleinen Sohn, der hieß micha, und wohnete zu Jerusalem; denn er aß täglich an des Rönigs Cisch, und er hinkte mit seinen beiden Süßen. 15. Davids Frevellat.(2. Sam. 11.) Und da das Jahr um war, zur Zeit, wann die soͤnige pflegen auszuziehen, sandte David Joab und seine Rᷣnechte mit ihm und das ganze Israel, daß sie die Rinder Ammon berderbten und Rabba be⸗ lagerten. David aber blieb ʒu Jerusalem. Und es begab sich. daß David um den Abend aufstand von seinem Cager und ging auf dem Dach des sönigshauses und sah vom Dach ein Weib sich waschen; und das Weib war sehr schöner Gestalt. Und David sandte hin und ließ nach dem Weibe fragen, und man sagte: AIst das nicht Bathseba, die TCochter Eliams, das Weib Urias, des hethiters?“ Des Morgens schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria. Er schrieb aber also in den Brief: „Stellet Uria an den Streit, da er am härtesten ist, und wendet euch hinter ihm ab, daß er erschlagen werde und sterbe.“ Als nun Joab um die Stadt lag, stellte er Uria an den Ort, wo er wußte, daß streitbare männer waren. Und da die Männer der Stadt herausfielen undd stritten wider Jodap, fielen etliche des Dolks von den finechten Davids. und Urid, der hethiter, starb auch. Da sandte Joab hin und ließ David ansagen allen handel des Streits; und gebot den Boten und sprach:„Wenn du allen handel des Streits hast ausgeredet mit dem könig und siehst, daß der Ronig sich erzürnt und zu dir spricht: Warum habt ihr euch so nahe zur Stadt gemacht im Streit? Wisset ihr nicht, wie man pflegt von der Mauer zu schießen? Warum habt ihr euch so nahe zur Nauer gemacht? so sollst du sagen: Dein kinecht Uria, der Hethiter, ist auch tot!“ Der Bote ging hin und kum und sagte an David alles, datum ihn Joab ge⸗ sandt hatte. Und der Bote sprach zu David:„Die Männer 12⁵ Z3um Weltvolk Gottes hindurch. nahmen überhand wicdleer uns und fielen zu uns heraus aufs Feld; wir aber waren an ihnen bis vor die Tür des Tors: und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Rnechte und töteten etliche von des Röonigs ͤnechten; dazu ist Uria dein snecht, der Hethiter, auch tot.“ David sprach zum Boten:„So sollst du zu Joab sagen: Caß dir das nicht übel gefallen; denn das Schwert frißt jetzt diesen, jetzt jenen. Fahre fort mit dem Streit wicdler die Stadt, daß du sie zerbrechest, und seid getrost!“ Und da Urias Weib hörte, daß ihr Mann, Uria, tot war, trug sie Leid um ihren Eheherrn. Da sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und ließ sie in sein haus holen, und sie ward sein Weib undl gebar ihm einen Sohn. Aber die Tat gefiel dem Herrn übel, die Davic tat. 16. Gokles Strafgericht.(2. Sam. 12.) Und der herr sandte nathan zu David. Da der zu ihm kam, sprach er zu ihm: „Es waren zwei Männer in einer Stadt, einer reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder: aber der Arme hatte nichts denn ein einziges kleines Schäf⸗ lein, das er gekauft hatte; und er nährte es, daß es groß ward bei ihm und bei seinen findern zugleich; es aß von seinem Bissen und trank von seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und ͤer hielt es wie eine Tochter. Da aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, schonte er zu nehmen von seinen Schafen und Rindern, daß er dem Gast etwas zurichtete, der zu ihm gekommen war, und nahm das Schaf des armen Maͤnnes und richtete es zu dem mann, der zu ihm gekommen war.“ Da ergrimmte David mit großem 3orn wider den Mann und sprach zu Nathan:„5o wahr der Herr lebt, der Mann ist ein Rind des Todes, der das getan hat! Dazu soll er das Schaf vierfältig bezahlen. darum daß er solches getan und nicht geschont hat!“ Da sprach Nathan zu David:„Du bist der mann! So spricht der herr, der Gott Istaels: lIch habe dich zum Rönig gesalbt über)srael und habe dich errettet aus der hand Sauls und habe dir deines herrn haus gegeben, dazu seine Weiber in deinen Schoß, und habe dir das haus)srael und Juda gegeben; und ist das ʒu wenig, will ich noch dies und das dazu tun. Warum hast du 126 —— denn das dor seinen schlagen u genommei sinder Am licht lasse und das sse dein N 50 sp elWechen Oelber ne ächsten Wul dies Oa sp den herrn Hert deiné slber weil chichte l st. des T. V. Ind mlatt 4ʃs Utias Dard. U. ind faste kide. D0 Dosten if and aß 0 sald das m anzuf Ahe, 0. mn und Ostd er x 0 aber Rethte, 4 O uf bon andere f Rlete an dufrager . —— 5 heraus e CTür des auf deine ten; daʒu ab sagen: Dert frißt Wider die Und da „tlug sie lert hatte, „ Und sie die Cat ert sandte zu ihm: reich, det d Rinder; Hes Schäl— es gloß 5 aß von schlief in Dd abel nehmen Ast etwas Las Schaf n, der 3u t großem 50 Wahl der das hatle ö Mannl lich zun ettettet rn haus habe die ù Wenlg. hast du David. denn das Wort des Herrn verachtet, daß dlu solches Ubel vor seinen Augen tatest? Uria, den Hethiter, hast du er⸗ schlagen mit dem Schwert: sein Weib haͤst du dir zʒum Weib genommen; ihn aber haͤst du erwürgt mit dem Schwert der Rinder immon. Nun, so soll von deinem hause das Schwert nicht lassen ewiglich, darum claß du mich verachtet hast und das Weib Urias, des hethiters, genommen hast, daß sie dlein Weib sei. 50 spricht der herr: Siehe, ich will Unglück über dich erwecken aus deinem eigenen hause und will deine Weiber nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben. Denn du hast es heimlich getan; ich aber will dies tun vor dem ganzen Israel und an der Sonne!“ Da sprach Davidl zu Nathan:„Ich habe gesündigt wider den Hherrn.“ Nathan sprach zu David:„So hat auch der herr deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben! Aber weil duͤ die Feinde des herrn hast durch dliese Ge⸗ schichte lästern gemacht, wirckl der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben!“ 17. Die Sünde der Bäter der Tod der Kinder.(2. Sam. 12.) Und Nathan ging heim. Und öder herr schlug das find. das Urias Weib David geboren hatte, daß es todkrank ward. Unck David suchte Gott um des Knäbleins willen und fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde. Da standen auf die ältesten seines hauses und wollten ihn aufrichten von der Erde; er wollte aber nicht und aß auch nicht mit ihnen. Am siebenten Tage aber starb das Kind. Und die fnechte Davids fürchteten sich ihm anzusagen, daß das find tot wäre. Denn sie gedachten: „Siehe, da das Rind noch lebendig war, redeten wir mit ihm. und er gehorchte unsrer Stimme nicht: wie viel meht wird er sich wehe tun, so wir sagen: Das kind ist tot.“ Da aber David sah, daß seine fnechte leise redeten, und merkte, daß das Rind tot wãre, sprach er zu seinen nechten: „Itt das Rind tot?“ Sie sprachen:„J⁴a.“ Da stand David auf von der Erde und wusch sich undl salbte sich und tat andere Rleider an und ging in das haus des herrn und betete an. Und da er wiedler heimkam, hieß er ihm Brot Guftragen und aß. Da sprachen seine Knechte zu ihm: 127 zum weltvolk Gottes hindurch. „Was ist das für ein Ding, das du tust? Da das Rind lebte, fastetest du und weintest: nun es aber gestorben ist, stehst du auf und issest?“ Er sprach:„Um das Kind fastete ich und weinte, da es lebte: denn ich gedachte: Wer weiß, ob mir der herr nicht gnädig wird, daß das Rind lebendig bleibe. Uun es aber tot ist, was soll ich fasten? KRann ich es auch wiederum holen? lch werde wohl zu ihm fahren; es kommt aber nicht wieder zu mir!“ 18. Davids Vermächtnis.(1. Kon. 2) Als nun die Zeit herbeikam, daß David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: „ch gehe hin den Weg aller Welt; so sei getrost und sei ein Mann und warte des Dienstes des herrn, deines Gottes, daß du wandelst in seinen Wegen und haltest seine Sitten, Gebote und Rechte und Zeugnisse, wie geschrieben steht im Gesetz Moses, auf daß du klug seist in allem, was du tust und wo du dich hinwendest; auf daß der hert sein Wort erwecke, das er über mich gerecdlet hat und ge⸗ sagt: Werden deine Rinder ihre Wege behüten, daß sie vor mir treulich und von ganzem herzen und von ganzer Seele waͤndeln, so soll dir nimmer gebrechen ein Mann auf dem Stuhl Jsraels!“ Also entschlief David mit seinen bätern unck ward be⸗ graben in der Stadt Davids. Die Zeit aber, die Davbid Rõnig gewesen ist über Isrdel, ist vierzig Jahre. Sieben jahre war er fönig zu hebron und dreiunddreißig Jahre zu Jerusalem. Und Salomo saß auf dem Stuhl seines Daters David, und sein önigreich ward sehr beständig. Elias, der Erneuerer des Bundes. 1. Goltes Strafgericht und Hilfe.(. Kon. 17) Und es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Bürgern Gileads, zu Ahab: „5o wahr der herr, der Gott lsraels, lebt, vor dem ich stehe, es soll diese Jahre wedler Cau noch Regen kommen, ich sage es denn!“ Und das Wort des Herrn kam zu ihm und sprach:„Gege weg von hinnen und wende dich gegen Morgen und verbirg dich am Bach firith, der gegen 128 — Sen Jorda habe den Horgen.“ kE und ging sen Jotda heisch der Hach. Ur eltlockne Da he lich auf! Ind bleib geboten, e ging gen sehe, da iht undef daß ich t Ind sprac Prach:„ Hebachen Henig Ol lusgelese Sohn zur Elia Rach's, lleines 0 dber Une Denn al m Cop hrug so hert te and Md. luch une uicht ve vorde 2.0 matd de anhe Heb. shaffen Scot —— mind lebte, mist, stehst fastete ich T Oeiß, ob lebendig fiann ich m fahren, in die Zeit inem Sohn ꝛtrost und rrn, deines altest seine geschtieben allem, Pas 5 der ßent at und ge⸗ daß sie vol hon ganzel ein Mann d ward bẽ uber Jsrat zu Hebrof ners Daosl Elias. den Jordan fließt, und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben geboten, daß sie dich daselbst sollen ver⸗ sorgen.“ Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn und ging weg und setzte sich am Bach Krith, der gegen den Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot unck sleisch des Morgens unch des Abends, und er trank vom Bach. Und hes geschah nach etlicher Zeit, daß der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande. Da kam das Wort des herrn zu ihm und sprach:„Mache dich auf uncl gehe gen Zarpath, welches bei Sidon liegt, und bleibe daͤselbst; denn ich habe daselbst einer Witwe geboten, daß sie dich versorge.“ Under machte sich auf und ging gen Zarpath. Uncdl da er kam an das Cor der Stadt, siehe, da war eine Witwe und las Holz auf. Und er rief ihr und sprach:„Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß., daß ich trinke!“ Da sie aber hinging zu holen, rief er ihr und sprach:„Bringe mir auch einen Bissen Brot mit!“ Sie sprach:„So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, nur eine hand voll Mehl im Topf und ein wenig Ol im frug. Und siehe, ich habe ein holz oder zwei aufgelesen und gehe hinein uncl will mir und meinem Sohn zurichten, daß wir essen und dann sterben!“ Elia sprach zu ihr:„Fürchte dich nicht: gehe hin und mach's, wie du gesagt hast: doch mache mir am ersten ein kleines Gebackenes davon und bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du darnach auch machen. Denn also spricht der Herr, der Gott Jsraels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt wercen, und dem ol— krug soll nichts mangeln bis auf den Cag, da der hert regnen lassen wird auf Erden.“ Sie ging hin und machte, wie Elid gesagt hatte. Und er aß. und sie auch und ihr haus eine Zeitlang. Das Mehl im Topf ward nicht verzehrt, und dem lkrug maͤngelte nichts nach dem Wort des herrn, das er geredet hatte durch Elia. 2. Dein Sohn lebet!(1. Kon. 17) Und nach diesen Geschichten ward des Weibes, seiner hauswirtin, Sohn krank, und seine Rrankheit war so sehr hart, daß kein Oclem mehr in ihm blieb. Und sie sprach zu Elia:„Was habe ich mit dir zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist zu mir hereingekommen. Schöttler, Schwert des Gelstes. 9 129 zum weltvolk Gottes hinchurch. daß meiner Missetat gedacht und mein Sohn getötet wũrdelꝰ Er sprach zu ihr:„Gib mir her deinen Sohn!“ Und uer nahm ihn von ihrem Schoß und ging hinauf auf den Söller, da er wohnte, und legte ihn auf sein Bett und rief den herrn an und sprach:„Herr, mein Gott, hast du auch der Witwe, bei der ich ein Gast bin, so übel getan, daß du ihren Sohn tötetest?“ Und er beugte sich über das hind dreimal und rief den herrn an und sprach:„Herr, mein Gott, laß die Seele dieses findes wieder zu ihm kommen!“ Uund der herr erhörte die Stimme Elias: und die Seele des kindes kam wieder zu ihm, und es ward lebendig. Unck Elid nahm das fiind und brachte es hinab vom Söller inꝰ's haus und gab's seiner Mutter und sprach:„Siehe da., dein Sohn lebtl“ Und das Weib sprach zu Elia:„Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist. und ädes Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit!“ 3. Götzendienst und Gollesgericht. a) Sie haben Ohren — und hören nicht.(. Kon. 18.) Und über eine lange Zeit kam das Wort des herrn zu Elia, im dritten Jahr, und sprach:„Gehe hin und zeige dich Ahab, daß ich regnen lasse auf Erdenl“ Und Flia ging hin, daß er sich Ahab zeigte. Es war aber eine große Teuerung zu Samaria. Unch da Ahab Elid sah, sprach Ahab zu ihm:„Bist du, der Israel verwirrtß“ Er aber sprach:„ch verwirre Israel nicht, sondern du und deines vaters haus, damit daß ihr des herrn Gebote verlassen habt und wandelt den Baalsgötzen nach. Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir das ganze Istrael auf den Berg fRarmel und die vierhundert⸗ undfünfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten der andern Götzen, die vom Cisch Isebels essen.“ Also sandte fihab hin unter alle Rinder Israel und versammelte die Propheten auf den Berg farmel. Dd trat Elid zu allem Volk und sprach:„Wie lange hinket ihr auf beide Seiten? Ist der herr Gott, so wandelt ihm nach: ist's aber Badl, so wandelt ihm nachl“ Und das Dolk antwortete ihm nichts. Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des herrn; aber der Propheten Baals sind vier⸗ hundertundfünfzig Mann. s80 gebt uns nun zwei Farren, 130⁰ — und laßt sie uss hoh! gen andern gen Heuer Holtes und Hott nun r las ganze Ind Ellatf RMhen Harte Ihdtufet: lalan.“ U Ind richtet ssocgen ar lsslé flbe se hinkten un sslitta Gutl denn Ocer ist ul Ind sie rie Lach ihrer ag de Ran das ls volt lah der 3 Aahl der Hott des ud baut sunn un ammaß men u imet W. buss Hot slens U Hlal⸗ ö um de Und berrop . —— würdel' Und er duf den und rief du auch V daß du das find ert, mein ommenl“ Seele des lig. Und öller ins jehe da, id:„Nun les hertn nOhren ange Zeit saht, und ch regnen ab zeigte. Und da det Istael del nicht, ß iht des aalsgohen Hie zu mi Elias. und laßt sie erwählen einen Sarren und ihn zerstückeln und aufs Holz legen und kein§Feuer daran legen; so will ich den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer daran legen. So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des herrn anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott!“ Und das ganze Volk antwortete und sprach:„Das ist recht.“ Und Elia sprach zu den Propheten Baals:„Erwählet ihr einen Farren und richtet zu am ersten, denn euer ist viel: und rufet eures Gottes Namen an und leget kein Seuer daran.“ Und sie nahmen den Farren, den man ihnen gab. und richteten zu und riefen an clen Namen Baals vom morgen an bis an den Mittag und sprachen:„Baal, erhöre uns!“ Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten. Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Rufet lautl denn er ist ein Gott: er dichtet oder hat zu schaffen oder ist über Feld oder schläft vielleicht, daß er dufwache.“ Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis daß ihr Blut herabfloß. Da aber der mittag vergangen war, lärmten sie bis um die Zeit, da man das Speisopfer tun sollte: und war da keine Stimme noch Untwort noch Aufmerken. b) Der herr ist Gottl G.Ksn. 18) Da sprach Elia zu allem Volk:„Hommt her, alles Dolk, zu mir!“ Und da alles volk zu ihm trat, baute er den Altar des herrn wieder auf, der zerbrochen war, und nahm zwoͤlf Steine nach der zahl der Stämme der Rinder Jakobs, Gu welchem das Wort des herrn redete und sprach: Du sollst Israel heißen.) und baute von den Steinen einen Altar im Namen des herrn und machte um den Altar her eine Grube, zwei Rornmaß weit, und richtete das holz zu und zerstückte den Farren und legte ihn aufs Hholz und sprach:„Holet vier Eimer Wasser und gießet es auf das Brandopfer und aufs Holz.“ Und sprach:„CTut's noch einmal.“ Und sie taten's noch einmal. Und er sprach:„Tut's zum dritten mal.“ Und sie taten's zum dritten Mal. Und das Wasser lief um den Altar her, und die Grube ward auch voll Wasser. Und da die Zeit war Speisopfer zu opfern, trat Elia. der Prophet, herzu und sprach:„Herr, Gott Abrahams. * 13¹ zum weltvolk Gottes hindurch. Isaaks und JIsraels, laß heute kund werden, daß du Gott in Jsrael bist und ich dein Knecht, unch daß ich solches alles nach deinem Wort getan habe. Erhöre mich, Herr, erhöre mich, daß dies bolk wisse, daß du. herr, Gott bist, daß du ihr herz darnach bekehrest!“ Da fiel das Seuer des herrn herab und fraß Brand⸗ ofer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube. Da das alles Dolk sah, fiel es auf sein An⸗ gesicht uncl sprach:„Der ßerr ist Gott, der Herr ist Gott!“ Elid aber sprach zu ihnen:„Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne!“ Und sie griffen sie. Unck Eliq führte sie hinab an den Bach Rison und schlachtete sie da⸗ selbst. Und Elia sprach zu Ahab:„Zieh hinauf, iß unck trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen.“ Und da Ahab hinaußog zu essen und zu trinken, ging Eliqa auf des farmels Spitze und bückte sich zur Erde und tat sein haupt zwischen seine Enie und sprach zu seinem Diener: „Gehe hinauf und schaue zum Meere zu.“ Er ging hinauf und schaute und sprach:„Es ist nichts da.“ Er sprach: „Gehe wieder hin siebenmal.“ Und beim siebenten mal sprach er:„Siehe, es geht eine kleine Wolke auf aus dem meer wie eines Mannes hand.“ Er sprach:„Gehe hinauf und sage Ahab: Spanne an und fahre hinab, daß dich der negen nicht ergreife.“ Und ehe man zusah, ward der himmel schwarz von Wolken und Wind, und kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr und zog gen Jesreel. Und die hand des herrn kam über Elia, und er gũrtete seine Cenden und lief vor Ahab hin, bis er kam gen Jesreel. 4. An Gott verzagt!(. Kön. 19) Und Ahab sagte Isebel an alles, was Elid getan hatte, und wie er hatte alle Pro⸗ pheten Baals mit dem Schwert erwürgt. Da sandte Isebel einen Boten zu Elid und ließ ihm sagen:„Die Götter tun mir dies und das, wo ich nicht morgen um diese Zeit deiner Seele tue wie dieser Seelen einer.“ Da er das sah, machte er sich auf und ging hin um seines Lebens willen unck kam gen Beerseba in Juda und ließ seinen Diener daselbst. Er aber ging hin in die Wüste eine Cagereise und kam hinein und setzte sich unter einen Wacholder und bat, daß seine Seele 13² —— sttbe, une meine Se Und legte an Engel sße Und Iin geröste Oegessen u Und der und rührt 0 hast ei ah Undtr Lage une Und! slacht. Mach zu Ich habe die fünde fltäte ze Awürgt, latnach, kr f den herr Hloßer, rden, daß echt, und ort getan daß cies aß du ihr raß Branc⸗ asser auf in uf sein n⸗ r ist Gottke eten Baalt, . Und Elia htete sie da⸗ Iuf, iß Ung nen.“ Und ng Elia auf Ind tat sein nem Dienel ging hina Er sprach benten Na iuf aus den hehe hinal laß dich di „ward de Id ham es en Jestel gůttete sein gen Jestel Elias. stürbe, und sprach:„Es ist genug, so nimm nun, herr, meine Seele: ich bin nicht besser, denn meine bäter.“ Und legte sich und schlief unter dem Wacholder. Und siehe— ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm:„Stehe auf und ißl“ Und er sah sich um, und siehe, zu seinen häupten lag ein geröstetes Brot und eine Ranne mit Wasser. Und da er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des herrn kam zum andern mal wiecdker und rührte ihn an und sprach:„Stehe auf und iß: denn du hast einen großen Weg vor dir!“ Und er stand auf und aß und trank und ging durch fraft derselben Speise vierzig Cage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes Horeb. Und kam daselbst in eine höhle und blieb daselbst über Hacht. Und siehe, das Wort des herrn kam zu ihm unck sprach zu ihm:„Was machst du hier, Elia?“ Er sprach: Ich habe geeifert um den herrn, den Gott Zebaoth; denn die Rinder Israel haben deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert erwürgt: und ich bin allein übrig geblieben, und sie stehen darnach, daß sie mir mein Leben nehmen!“ Er sprach:„Gehe heraus und tritt auf den Berg vor den herrn!“ Und siehe, der herr ging vorüber und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriß undhdie Selsen zerbrach, vor dem herrn her; der herr aber war nicht im Winde. Nach dem Windle aber kam ein Erdbeben; aber der herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der herr war nicht im seuer. Und nach dem Seuer kam ein stilles sanftes Sausen. Da das Elid hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem mantel und ging heraus und trat in die Cür der Höhle. 5. Von Golt gestärkt!(1. Ron. 19.) Und siehe, da ham eine Stimme zu ihm und sprach:„Was hast du hier zu tun, Elid 7 Er sprach: Ich habe um den herrn, den Gott Zebaoth. geeifert; denn die Rinder Jsrael haben deinen Bund ver⸗ lassen, deine Altäre zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert erwürgt: und ich bin allein übrig geblieben, und sie stehen darnach, daß sie mir das Ceben nehmen.“ Aber der herr sprach zu ihm:„Gehe wiecdlerum deines weges durch die Wüste gen Damaskus und gehe hinein 133³3 friegs⸗ und Siegeslieder und salbe hasael zum Rönig über Syrien, und Jehu, den Sohn Nimsis, zum Rönig über Israel, und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel⸗Mehola zum Propheten an deiner Statt. Und es soll geschehen, daß wer dem Schwert Hasaels ent⸗ rinnt, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa töten. Und ich will lassen übrig⸗ bleiben siebentausend in Israel: alle snie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und allen Mund, der ihn nicht geküßt hat.“ Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, daß er pflügte mit zwölf Jochen vor sich hin; und eer war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel auf ihn. Er aber ließ die Rindet und lief Elia nach und sprach.„Caß mich meinen Dater und meine Mutter küssen. so will ich dir nachfolgen.“ Et sprach zu ihm:„Gehe hin und Komme wieder: bedenke, was ich dir getan habe.“ Und er lief wieder von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte es und kochte das Fleisch mit dem Holzwerk an den Rindern und gab's dem Volk, daß sie aßen. Und machte sich auf und folgte Elia nach und diente ihm. IV Kriegs⸗ und Giegeslieder der Gotiesstreiter im alien Bunde. 1. Heil dem Frommen— Wehe den Gottlosen!(Psalm 1.) wohl dem, der nicht waͤndelt im Rat der Gottlosen. noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzet, da die Spötter sitzen, sondern hat Cust zum Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetze Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht: und was er macht, das gerät wohl! —— ehu, de „ den Sohy leiner Stat. Hasaels en⸗ Wert Jehus issen übiig e sich nich er ihn nich id Elisa, G dor sich hin ging zu ihn ; die Rinus einen Datl“ folgen.“ r; bedeng Joch Rinde m holzwel aßen. Unt nte ihm. iesstreit Ofaim er Gottlosel slachtl ö 4 der Gottesstreiter. Aber so sind die Gottlosen nicht: sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet: darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. Denn der herr kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet! 2. Der ewige König!(Psalm 2. Warum toben die heicken, und die Ceute sinnen aufs Vergebliche? Die fönige im Lancde lehnen sich auf und die Herren ratschlagen miteinander wicler den herrn und seinen Gesalbten: „Casset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seilel“ Aber der im himmel wohnet, lachet ihrer unck der Herr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Jorn und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. „Habe ich doch meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berge Zion! Einen Ratschluß will ich künden, da der herr zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget! heische von mir, so will ich dir die heiden zum Erbe und hder Welt Enden zum Eigentum!(geben Du sollst sie mit einem eisernen Szepter zerschlagen, wie Töpferware sie zerschmeißen!“ 50 laßt euch nun weisen, ihr Höonige, und lasset euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem herrn mit Furcht und freuet euch mit Zittern! Rüsset den Sohn, daß er nicht zürne, und ihr umkommet auf dem Wegel Denn sein Zorn wird baͤld entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen! Kriegs⸗ und Siegesliecker. 3. Herr, hilf doch!(Psalm 5.) Herr, höre meine Worte, merke auf meine Redel Vernimm mein Schreien, mein Rönig und mein Gott, denn ich will vor dir beten. Herr, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken uncl ausschauen. Denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt, wer böse ist, bleibt nicht vor dir! Die Ruhmrecligen bestehen nicht vor deinen Augen, du bist feind allen ÜUbeltätern. Du bringest die Lügner um: der herr hat Greuel an den Blutgierigen und Falschen. Ich aber will in dein haus gehen auf deine große Güte, und anbeten vor deinem heiligen Tempel in deiner Furcht. herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde richte deinen Weg vor mir her! lwillen, Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses, iht Inwendiges ist Herzeleidl. Ihr Rachen ist ein offnes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie. Sprich sie schulclig, Gott, daß sie fallen don ihrem vorhaben; stoße sie aus um ihrer großen Übertretungen willen, denn sie sind dir wiclerspenstig. Caß sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich laß sie rühmen, denn du beschirmest sie; fröhlich laß sein in dir, die cleinen Namen lieben. Denn du, herr, segnest dlie Gerechten, du krönest sie mit Gnacle, wie mit einem Schilckel 4. Des Menschen Würde.(Psalm 8.) Hert, unser hHerrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Canden. du, den man lobet im himmel! 136 —— gus dem um dein⸗ daß du Uenn ick den Mlor Was ist und des Du hast und mit Du hast dles haf dchafe v dzu au die ög was irg Helt, un wie her . der g n Gott, duen. n gefällt ugen, Halschen. sroße Güth iner Furcht iner Feince willen blllen, der Gottesstreiter. gus dem Munde der jungen Kinder und Sauglinge hast du um deiner Feindle willen, leine Macht zugerichtet daß du vertilgest den Seind und den Rachgierigen. wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk. den Mmond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, daß du sein gedenkest. und des Menschen Rind, daß du dich seiner anniminst? du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum herrn gemacht über deiner hände Werk, alles hast du unter seine Süße getan! Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere;: die vögel unter dem himmel und die Fische im meer— was irgend die Meerespfade durchzieht! Herr, unser herrscher. wie herrlich ist dein Name in allen Canden! 5. Der gestirnte Himmel über uns— das Gollesgesetz in uns! Psalm 19.) Die himmel erzählen die Ehre Gottes und die Feste verkündigt seiner hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern und eine Nacht tut es kund der andern! Es ist keine Sprache noch Rede. da man nicht ihre Stimme höre! hre Stimme geht aus in alle Cande und ihre Rede an der Welt Enden, Er hat der Sonne eine Hütte an ihnen gemacht, und dieselbe geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner und freut sich wie ein held zu laufen den Weg.[Rammer Sie geht auf an einem Ende des himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und bleibt nichts vor ihrer hitze verborgen. Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele: 13⁷ Uriegs⸗ und sSiegeslieder das Zeugnis des Herrn ist gewiß und macht die Undverständigen weise; die Befehle des herrn sind richtig unck erfreuen das Herz. Die Gebote des herrn sind lauter und uerfreuen die Augen. Die Furcht des herrn ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des Herrn sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher denn Gold und viel feines Gold; Sie sind süßer denn honig und Honigseim. Auch wird dein fnecht durch sie erinnert und wer sie hält, der hat großen Cohn. Wer kann merken, wie oft er fehlet? verzeihe mir, herr, die verborgenen Fehler. Bewahre auch deinen fnecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen, so werde ich ohne Waͤndel sein und unschuldig bleiben großer Missetat. Caß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines herzens vor dir Herr, mein hort, und mein Erlöser! 6. Heil dem Könige!(Psalm 21. herr, der fonig freuet sich in deiner fraft, und wie sehr fröhlich ist er über deiner hilfel Du gibst ihm seines herzens Wunsch und weigerst nicht, was sein Mund bittet. Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen, du setzest eine güldne Rrone auf sein haupt. Leben bittet er von dir, du gabst es ihm. langes eben immer und ewiglich. Er hat große Ehre an deiner Hilfe. Du legest Lob und Schmuck auf ihn, denn du setzest ihn zum Segen ewiglich: du erfreuest ihn mit§reude vor deinem Antlitz. 138 ines Gold Fehlet. zen, ndes * der Gottesstreiter. Deenn der Hönig hoffet auf den Herrn und wird durch die Güte des Höchsten fest bleiben. „Deine hand wird finden alle deine Feinde; dadäeine Rechte wird finden, die dich hassen. Denn sie gedachten dir Ubles zu tun und machten Anschläge, die sie nicht konnten ausfũhren. herr, erhebe dich in deiner fraft, so wollen wir singen und loben deine Macht!“ 7. Von Golt verlassen!(Aus Psalm 22.) mein Gott, mein Gott, warum hast du mich ver⸗ Ich heule, aber meine hilfe ist ferne. llassen? mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht: und des Nachts schweige ich auch nicht. Und doch bist du der heilige, der du wohnest unter dem Cob Israels. Unsere väter hofften auf dich, und da sie hofften, halfst du ihnen aus. Zu dir schrien sie und wurden errettet. sie hofften auf dich, und wurden nicht zuschandlen. lch aber bin ein Wurm und kein Mensch ein Spott der eute und Verachtung des Dolks. Alle, die mich sehen, spotten mein. sperren das Maul auf und schütteln den Ropf: „Er klage es dem herrn, der helfe ihm aus. und errette ihn, hat er Cust zu ihm.“ Aber du herr, sei nicht ferne, meine Stärke, eile mir zu helfen! ch will deinen Namen predigen meinen Brũüdern; ich will dich in der Gemeinde rühmen. Dich will ich preisen in der großen Gemeine: ich will meine Gelübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. Die Elenden sollen essen und satt werden; und die nach dem herrn fragen, werden ihn preisen; x euer herz soll ewiglich leben! 139 Rriegs⸗ und Siegesliedler 8. Der gule Hirte.(Psalm 23.) Der Hherr ist mein hirte, mir wirch nichts mangeln. Ex weidet mich auf einer grünen Aue, undeführet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und eob uich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglüch, clenn du bist bei mir, dein Stecken unch Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen CTisch im Angesicht meiner Feindke. Du salbest mein haupt mit Gl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im hause des Hherrn immerdlar. 9. Dem König der Ehren!(Psalm 24.) Die Erde ist des herrn, und was darinnen ist; der Erdboden, unckl was darqauf wohnet. Denn er hat ihn an die meere gegrüncket und an den Wassern bereitet. Wer wirch auf des herrn Berg gehen, und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte? Der unschulclige häncke hat und reines hHerzens ist, der nicht Cust hat zu loser Lehre und schwöret nicht fälschlich. Der wird den Segen vom herrn empfangen uncl Gerechtigkeit von dem Gott seines heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz, Gott Jakobs! Machet die Tore weit unchUdie Türen in dler Welt hoch, daß der König der Ehren einziehel „Wer ist derselbige König der Ehren?“ 14⁰ nangeln. al, i mit, it. tfäshlih. der Gottesstreiter. Es ist der herr, stark und mächtig. der herr, mächtig im Streit! Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch. daß der Rönig der Ehren einziehel „Wer ist derselbige Rönig der Ehren?“ Es ist der herr Zebaoth, er ist der Rönig der Ehrenl 10. In zwiefacher Not!(DPsalm 25. Nach dir, Herr, verlanget mich. mein Gott, ich hoffe auf dich! (aß mich nicht zuschanden werden. auf daß sich meine Seinde nicht freuen über mich! Denn keiner wird zuschancdlen, der deiner harret. Aber zuschanden müssen sie werden, die losen Verächter! herr, zeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige! Ceite mich in deiner Waͤhrheit unc lehre mich; denn du bist der Gott, der mir hilft, täglich harre ich dein! Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist.[tretungen,. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Über⸗ gedenke aber meiner nach deiner großen Barmherzigkeit um deiner Güte willen! Bewahre meine Seele und errette mich. laß mich nicht zuschandlen werden, denn ich traue auf dichl Schlecht und recht, das behüte mich. denn ich harre dein. Gott erlöse JIstael aus aller seiner Notl 11. Unter Goltes Schut!(salm 27) Der herr ist mein icht und mein Heil: vor wem sollte ich mich fürchten? Der herr ist meines Lebens Rraft; vor wem sollte mir grauen kriegs⸗ und sSiegesliecdler Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht. Wenn sich frieg wicdler mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn. Denn er decht mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirgt mich heimlich in seinem Gezelt undl erhöhet mich auf einem Felsen. Und wird nun erhöhen mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner Hütte Cob opfern, ich will singen unck lobsagen clem herrn! herr, hoͤre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnäcdlig und erhöre mich! mein herz hält dir vor dein Wort:„Ihr sollt mein Antlitz Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.[suchen!“ Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und uverstoße nicht im Zorn deinen Rnecht. Denn du bist meine Hilfel Caß mich nicht; Tue die hand nicht von mir ab, Gott, mein heil! Denn mein Dater und meine Mutter verlassen mich,. aber der herr nimmt mich auf. herr, weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen. lch glaube aber doch, daß ich sehen werdle das Gute des im Cancdke der Cebendligen! Heren Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt unch harre dles Herrn! 12. Du bist mein Golt!(Psalm 31.) Herr, auf dich traue ich! Caß mich nimmermehr zuschanclen wercdlen; errette mich durch deine Gerechtigkeit! neige deine Ohren zu mir, eilenckh hilf mir! Sei mir ein starker Fels unckl eine Burg, daß du mir helfest! Denn du bist mein Fels und meine Burg. Unch um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. 14²½ — hu Wolle das sle n enn du Iu deine du hast Unch übet D selle Ich abet, Du blst u Iaß leud Hilf mir lebet de He Gldt und der⸗ Zelch ge lle, Gdl Uohled dem die Lohl d im des Denn d lurch u Denn d lah me Datum und ve ich spre da der Um de u dir datum Werder u bi laß i 0 ih wi it, in Antlit suchenl“ l lich le Willen. Gute des heren der Gottesstreiter. du wollest mich aus dem Netz ziehen,. das sie mir heimlich gestellt haben. denn du bist meine Stärkel in deine hände befehle ich meinen Geist: du hast mich erlöset, herr, du getreuer Gott!l Und übergibst mich nicht in die hände des Seindes, Du stellest meine Süße auf weiten Raum! ch aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott, meine Zeit steht in deinen händen! Caß leuchten dein Antlitz über deinen äänecht. hilf mir durch deine Güte! Liebet den herrn, alle seine heiligen! Die Gläubigen behütet der herr und vergilt reichlich dem, der hochmut übt! Seicl getrost und unverzagt, alle, die ihr des herrn harret!l 13. Selig der Schuldfreie!(Psalm 32.) Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind. dem die Sünde bedecket ist. Wohl dem menschen, dem der herr die Missetat nicht zu⸗ in des Geist kein Salsch ist. lrechnet, Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine durch mein täglich Stöhnen![Gebeine Denn deine hand war Tag und Nacht schwer auf mir. daß mein Mark vertrocknete, wie es im Sommer dürre wirc. Darum bekannte ich dir meine Sünde und verhehlte meine Missetat nicht. lch sprach:„Ich will dem herrn meine Ubertretungen be⸗ Da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. lkennen!“ Um deswillen werden alle Heiligen zu dir beten zur rechten Zeit: darum, wenn große Wasserfluten kommen. werden sie nicht an dieselben gelangen. Du bist mein Schirm, du wollest mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar frohlich rühmen kann! „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen. ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Kriegs⸗ und Siegesliedler Seicl nicht wie Rosse unck Maultiere, cdlie nicht verstänclig sinck, welchen man Zaum unckl Gebiß muß ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen. Der Gottlose hat viele Plage; wer aber auf den Herrn hoffet, den wird die Güte umfangen. Freuet euch des herrn unck seich fröhlich, ihr Gerechten, uncl rühmet alle, ihr Frommen! 14. Preis dem Allmächligen!(Psalm 33.) Freuet euch des Herrn ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn schön preisen. Danket dlem herrn mit Harfen und lobsinget ihm auf clem Pfalter mit zehn Saiten! Singet ihm ein neues lied; machet's gut auf Saitenspiel mit Schalle! Denn des herrn Wort ist wahrhaftig, unch was er zusagt, das hält er gewiß. Er liebet Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Güte dles Herrn! Der himmel ist durch daas Wort des herrn gemacht und all sein heer durch clen Geist seines Munckes. Alle Welt fürchte den Herrn, uncdvor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdlbodlen wohnet! Denn so er spricht, so geschieht's, so er gebeut, so stehet's da. Unser herz freuet sich sein, unck wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte sei über uns, herr, wie wir guf dich hoffen! 15. Im Schaͤllen des Todes.(Psalm 39.) Ach Herr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben daß mein Ceben ein Ziel hat, und eich davon muß![muß: Ziehe, meine Tage sindl einer 5and breit bei dir und mein Leben ist wie nichts vor dir! 1¹⁴⁶ —ꝛi— MHe so go dle doch e gehen Ind mach se samme Hun hert, ich hoffe ich Will f. denn du sote meil Ind schw Denn ich Mie alle 10 He der o schteit Hleine 53 Hach der Vann w laß ich sleine E 0 man 0⁰0 st Henn i6 cchütt denn ic der Gottesstreiter. Wie so gar nichts sind doch alle Menschen, die doch so sicher leben! legen, Sie gehen dahin wie ein Schatten und machen sich viele vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wirc. imfangen. Nun ßerr, wes soll ich mich trösten? rechten. ich hoffe auf dich! Ich will schweigen und meinen Mund önicht auftun, denn du hast's getan! höre mein Gebet, Hherr, vernimm mein Schreien und schweige nicht über meinen Tränen! Denn ich bin dein pilgrim unchdein Bürger, wie alle meine bväter! diten! 16. Golt und die Seele.(Psalm 42 und 43.) Wie der hirsch schreit nach frischem Wasser. so schreit meine Seele, Gott, zu dir. meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebencdligen Gott. acht 1448 5 werdle ich dahin Rommen, es. Adaß ich Gottes Angesicht schaue? meine Tränen sincl meine Speise Cag und Nacht, n wohnet! da man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Wenn ich des innewerde, so schütte ich mein Hherz heraus bei mir selbst. Denn ich wollte gerne hingehen mit dem haufen unck mit ihnen wallen zum hause Gottes; mit Frohlocken und mit Danken unter dem haufen derer, die da feiern. ) Was betrübst du dich, meine Seele, nir haben und bist so unruhig in mir? 50 ImußHarre auf Gott! Denn ich wercle ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. schottler, Schwert des Geistes. 10 14⁵ Rriegs⸗ un d Slegesliecher mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir! Darum gedenke ich an dich im Cande am Jordan auf dem kleinen Berge. Deine sluten rauschen daher, daß hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen, all deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der herr hat des Tages verheißen seine Güte und udes Nachts singe ich ihm uncl bete zu dem Gotte meines Lebens. lch sage zu Gott, meinem Sels: Warum hast du meiner vergessen? warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? Es ist als ein Mord in meinen Gebeinen, daß mich meine F§einde täglich schmähen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? was betrübst du dich, meine Seele und bist so unruhig in mir? harre auf Gottl Denn ich werde ihm noch danken, Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wicdler das unheilige Dolk und eerrette mich von den falschen und bösen Ceuten! Denn du bist der Gott meiner Stärke, warum verstößest du mich? wWarum lässest du mich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? Sencle dein Cicht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berge und zu deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine§reude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der harfe danke, mein Gott! 16 daß er meines Angesichts hilfe und mein Gott ist. —— Oas bet und bist sarte d Denn ick daß er! V. Colt ist! Hhe hilfe Iakumm ft uud die Henngle Ind von Innoch ladie he Holt ist Hot hil e held las Erd her her ler Got sommet r auf her den r Dog aad IDa Hd st Wil I wil Her be det 0 Lath de in 0 hse 6 100 der Gottesstreiter. Was betrübest dluudich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts hilfe und mein Gott ist! 2285 17. Ein' feste Burg ist unser Gott!(Psalm 46) Gott ist unsre Zuversicht uncl Stärke, eine hilfe in den großen Nöten, die uns betroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unter⸗ unck die Berge mitten ins Meer sänken.[ginge Wenngleich das Meer wütete und wallete und hvon seinem Ungestüm die Berge einfielen. Dennoch soll die Stackt Gottes fein lustig bleiben mit ihren da die heiligen Wohnungen des Höchsten sincl.[Brünnlein, Gott ist bei ihr darinnen, darum wird sie wohl bleiben, Gott hilft ihr frühe. Die helclen müssen verzagen und die Rönigreiche fallen, das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. Der herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz! 0 Rommet her und schauet die Werke des hHerrn, n Gott i ger auf Erden solch Zerstören anrichtet! he Der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt Leutenl und Wagen mit Feuer verbrennet. „Seick stille undl erkennet, daß ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen unter den heiden, »ich will Ehre einlegen auf Erden!“ Der herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz! 18. Opfere Golt Dank!(Psalm 50.) ott der herr, der Mächtige, redet Miedlergang. Uncl ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem flus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. st,. Unser Gott kommt und schweiget nicht. 10² 14⁷ Kriegs⸗ und Siegeslieder 5ressendes Feuer geht vor ihm her. und um ihn her ein großes Wetter. Er ruft himmel und Erde, daß er sein Volk richte: versammelt mir meine heiligen, die den Bund mit mir geschlossen haben, beim Opfer! „Höre, mein Volk, laß mich reden; lsrdel, laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott! Deines Opfers halben strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir! jch will nicht von deinem Hhause Sarren nehmen, noch Böcke aus deinen Ställen. Denn alle Tiere auf dem Selde sind mein, und das Dieh auf den Bergen, da sie bei Tausenden gehen. ch kenne alle Dögel auf den Bergen, und allerlei Cier auf dem Selde ist vor mir. wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen, denn der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist. meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wollte oder Bocksblut trinkenꝰ Opfere Gott Dank und bezahle dem höchsten deine Gelübdkel Undhrufe mich an in der RNot, 50 will ich dlich erretten unch du sollst mich preisen! wer Dank opfert, der preiset mich.[Gottes!“ Und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil 19. Goll, sei mir Sünder gnädig!(Psalm 51.) Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeitl wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Süncdke ist immerdar vor mir. n dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan. 148 — Ouf daß Lein daf bekbitg and tilg Schaffe und gi betwit undeni Croste und m Helt, ti daß me der Gottesstreiter. auf daß du Recht behaltest in deinen Worten, rein dastehst in deinem Richterspruch. berbirg dein Antlitz vor meinen Süncden und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein reines herz und gib mir einen neuen gewissen Geist, verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! Tröste mich wiecler mit deiner hilfe, und mit einem freudigen Geiste rüste mich aus! herr, tue meine Cippen auf. daß mein mund deinen Ruhm verkünclige! n Opferl len, 20. Sei nur still!(Psalm 62.) meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Hort, meine hilfe, mein Schutz. daß mich kein Fall stürzen wird. wie lange stellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwürget als eine hangende Wand und zerrissene Mauer? ö ö nden gehen. sagen, larinnen. Sie denken nur, wie sie ihn stürzen, fleißigen sich der Lüge, geben gute Worte, aber im herzen fluchen sie. Aber sei nur stille zu Gott, denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Hort, meine hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, 310 deer Fels meiner Stärke, üeh meine Zuversicht ist auf Gott. Kabe hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, mheczig schüttet euer herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuflucht! 21. Dennoch!(AGus Psalm 73.) tsrael hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines herzens ist! 149 Kriegs⸗- unch Siegesliecher Dennoch bleibe ich stets an dir; denn dluE hältst mich bei meiner rechten hanck, du leitest mich nach deinem Rat unch nimmst mich endlich zu Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach himmel undk Erde. Wenn mir gleich Ceib unch Seele verschmachten, so bist cluuclennoch, Gott, meines herzens Trost und mein Teill 22. Gott unsre Zuflucht!(Psalm 90.) Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für undkfür! Ehe denn die Berge wordken undldlie Ercle unch die Welt geschaffen worchen, bist cdu Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Der du hdie Menschen lässest sterben, undk sprichst:„Kommet wiedker, Menschenkincker!“ Denn tausenckl Jahre sinch vor dir, wie dler Tag, der gestern vergangen ist und wie eine Nachtwache. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, unc sindl wie gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird, slein Schlaf, das da frühe blühet unck balct welk wird unchUdes Abends abgehauen wird und verdorret. Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen unckh dein Grimm, daß wir so plötzlich dahinmüssen. Denn unsere Missetat stellest du vor dlich, unsre unerkannte Sünde in das Licht vor deinem Angesicht. Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sinches achtzig Jahre; unckh wenn es köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen, denn es fähret schnell chahin, als flögen wir davon! Wer glaubt es aber, daß du so sehr zürnest; und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm? 15⁰ — hert, l auf da ert, ke und sei Hlle u 0 Woll Und de Undeföt 0, Gdas 25 Uer ur und un det spr mein Denn Und v. Et wit und d deine Daß d vor de bob de Dor de Ob a und; 0 Wil Denn let 5 E5 und! Denn daß x laß Und! HEr el he Et U. der Gottesstreiter. herr, lehre uns becenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werclen! herr, kehre dich doch wiecker zu uns und sei deinen fnechten gnäclig! sülle uns frühe mit deiner Gnadke, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Und dler Herr, unser Gott, sei uns freundllich und fördere das Werk unserer hände bei uns, ja, das Werk unserer hände wolle Er fördern! 23. Unker dem Schirm des Höchsten.(Psalm 91.) wer unter dem Schirm des höchsten sitzet und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibet, der spricht zu dem herrn:„Meine Zuversicht und meine mein Gott, auf den ich hoffe!“[Burg, Denn er errettet dich von dem Strick des Jägers und von der schäcdlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Sittichen decken, und deine Zuversicht wirdl sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm uncd Schild. Daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Cages fliegen, vor der Pestilenz, die im Sinstern schleichet, vor der Seuche, die am Mittag verderbet. Ob tausend fallen zu deiner Seiten und zehntausend zu deiner Rechten. so wird ees doch dich nicht treffen. Denn der herr ist deine Zuversicht, der höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Ubles begegnen, und keine plage wird zu deiner hütte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen. daß sie dich auf den händen tragen. und du deinen Suß nicht an einen Stein stößest. „Er begehret mein, so will ich ihm aushelfen, er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er rufet mich an, so will ich ihn erhoren. 15¹ friegs⸗ unch Siegesliecdler Ich bin bei ihm in dler Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen; ich will ihn sättigen mit langem Leben unc will ihm zeigen mein heil!“ 24. Wunder wirken Lieder!(Psalm 98.) Singet clem herrn ein neues Lied, denn er tut Wuncker! Er sieget mit seiner Rechten unckh mit seinem heiligen Arm. Der herr läßt sein Heil verküncligen, vor den Völkern lässet er seine Gerechtigkeit offenbaren, er geclenket an seine Gnacle uncl Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes! Jauchzet dem Herrn, alle Welt, singet, rühmet unck lobet! Cobet den herrn mit Harfen, mit Haͤrfen und Psalmen; mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem herrn, dem KRönigel Das Meer brause, unck was darinnen ist: dler Erdboden, und die darauf wohnen. Die Wasserströme frohlocken unch alle Berge seien fröhlich vor dem Herrn, denn er kommt, das Erdreich zu richten! Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit unck dlie Völker mit Recht! 25. Dem Hirten der Völker!(Psalm 100.) Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Dienet dem Herrn mit Freuden; kommet vor sein Angesicht mit Frohlocken! Erkennet, daß dler herr Gott ist! Er hat uns gemacht undkd nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weickel Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Coben! Daͤnket ihm, lobet seinen Namen! baren, eJsrael richten cher Gottesstreiter. Denn der herr ist freundlich, unch seine Gnade währet ewig, und seine Wahrheit für und für! 26. Lobe den Herrn, meine Seele!(Psalm 103.) Lobe den herrn, meine Seele, und was in mit ist, seinen heiligen Namenl Lobe den. Herrn. meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. Der dir alle deine Sünden vergibt unck heilt alle deine Gehrechen; der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnadle und Baͤrmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht, und du wiedler jung wirst wie ein Adler. Der herr schaffet Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Rinder Israel sein Tun. Barmherzig undegnädig ist dler Herr, geduldig unch von großer Güte. Er wircle nicht immer haclern,‚ noch ewiglich Zorn halten. Er handlelt nicht mit uns nach unsern Süncken undlvergilt uns nicht nach unserer mRissetat: so hoch cler himmel über der Erde ist, ten. läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürch⸗ 50 fern der Morgen ist vom Abend läßt er unsere Übertretungen von uns sein. wWie sich ein bater über kincker erbarmet, ten. so erbaͤrmet sich der Herr über die, so ihn fürch— Denn er kennet, was für ein Gemächte wir sinck: er gedenket daran, daß wir Staub sind. Ein mensch ist in seinem Ceben wie Gras; er blühet wie eine Blume auf dem Felde. Wenn dkeer Wind darüber gehet, so ist sie nimmer da und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. 15³ KRriegs⸗- und siegesliedler Die Gnade aber des herrn währet von Ewigkeit zu Ewignkeit üÜber die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Rincleskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, daß sie darnach tun! Der herr hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet über alles! Cobet den herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seine Befehle ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Wortes. Cobet den herrn, alle seine Hheerscharen, ihr Diener, die ihr seinen Willen tut! Cobet den herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Cobe den herrn, meine Seelel 27. Preis und Anbetung sei unserm Golt! Psalm 104.) Cobe dlen Herrn, meine Seele! herr, mein Gott, du bist sehr herrlich! Du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast: Du breitest den himmel aus wie einen Ceppich: du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Sittichen des Windes. Du machst deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen! Du hast das Erdreich gegründet auf seinen Boden. daß es bleibet immer und ewiglich. mit der Ciefe decktest du es wie mit einem sileide. und Wasser standen über den Bergen. Aber vor deinem Schelten flohen sie, vor deinem Donner fuhren sie dahin— die Berge gingen hoch hervor Unch dlie Täler setzten sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hastt 15⁴ — Du haf und dꝭ Du läss daß di daß al und de gin der Und sir Du feu du ma du läss Und 56 daß di und de daß se unded- Daß d die Ze Daselb und d die ho unded Du ha die 50 du me da te lle ju undej Uenn undhl 9⁰ 9e undle hett, Duh und Das! 0 U HWroß. Ewigheit tet, Im 10ʃf der Gottesstreiter. Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht unck dürfen nicht wieckerum das Erdreich bedlecken. Du lässest Brunnen quellen in dlen Gründen, daß die Wasser zwischen clen Bergen hinfließen, daß alle Ciere auf dem Felcle trinken undl das Wild seinen Durst lösche. An demselben sitzen die Vögel dles himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her; du machst das Cand voll Früchte, die du schaffest, du lässest Gras wachsen für das Dieh unck Saat zu Nutz den mRenschen, daß du Brot aus der Erde bringest und daß der Wein erfreue dees Menschen herz, daß seine Gestalt schön wercke vom Gl, unck das Brot des Menschen Herz stärke! Daß dlie Bäume dles Herrn voll Saft stehen, die Zedern Cibanons, die er gepflaͤnzet hat. Daselbst nisten dlie Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen, die hohen Berge sinch der Gemsen Zuflucht und dlie Steinklüfte der Kaninchen. Du hast clen Monckh gemacht, das Jahr darnach zu teilen, die Sonne weiß ihren Niedergang; du machst Finsternis, da Ues Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere, die jungen Löwen, dlie da brüllen nach Raub uncd ihre Speise suchen von Gott. Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen. 530 geht dann der Mensch an seine rbeit undl an sein Ackerwerk bis an clen Abenc. Herr, wie sinchscleine Werke so groß unck viell Du hast sie alle weislich geordnet undlcdlie Erdle ist voll deiner Güter! Das meer, das so groß und weit ist, dd wimmelt's ohne Zahl, große und kleine Tiere. 15⁵ Rriegs⸗ und Siegeslieder Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie darin spielen. Es wartet alles auf dich, daß du mihnen Speise gebest zu seiner Zeit: wenn du ihnen gibst, so sammeln sie, wenn du deine hand auftust, werden sie mit Gut gesattigt. verbirgst du dein Antlitz, so erschrecken sie, du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie unckl werden wiedler zu Staub. Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen undl du erneuerst die Gestalt der Erde. Die Ehre des Herrn ist ewig: der herr hat Wohlgefallen an seinen Werken. Er schaut die Erde an— so bebt sie; er rührt die Berge an,— so rauchen sie! Ich will dem herrn singen mein Lebenlang und meinem Gott loben, solange ich bin. meine Rede müsse ihm wohlgefallen; ich freue mich des Herrn. Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, uncddliie Gottlosen nicht mehr sein. Cobe den herrn, meine Seele! Halleluja! 28. Der Messias— ein ewiger König!(Psalm 110.) Der herr sprach zu meinem herrn:Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich deine Seinde lege zum Schemel deiner Süße!“ Der herr wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion; herrsche unter deinen Seinden! nach deinem Siege wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck: deine Kindler werden dir geboren wie Tau aus der Morgentöte. — Der he Du bist nach d Der he Oirde3 el Wile et Wile er Wibe Et Wir datum D. Da Der he undei Nan Die Rle De Re die Re Ich W Und. Del 5 aber ders ist zu Das Und Dies lasse Oße 0 he Helo Uir. der Schn bis Du Meir Dar une gesäͤttigt. haffen DDRRD;hͥn!o. Der herr hat geschworen uncdl läßt's sich nicht gereuen: Du bist ein Priester ewiglich der Gottesstreiter. nach der Weise Melchisedecks. Der herr zu deiner Rechten, wird zerschmettern die Rönige am Tage seines Zornes, er wird örichten unter den heiden; er wird eine große Schlacht tun, er wird zerschmettern das haupt über große Cande. Er wird trinken vom Bach auf dem Wege: darum wird er das haupt emporheben! 29. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich!(aus Psalm 118.) Der herr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein heil! man singet mit§Freuden vom sieg und den hütten der Die Rechte des Hherrn behält den Sieg![Gerechten: Die Rechte des herrn ist erhöhet, die Rechte des herrn behält den Sieg!l lch werde nicht sterben, sondlern leben und des herrn Werke verkündigen. Der herr züchtigt mich wohl, aber er gibt mich dem Tode nicht. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben ist zum Eckstein geworden. Das ist vom herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern ugen. Dies ist der Tag, den der herr machet; lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein! O herr, hilf, o Herr, laß wohl gelingen! Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr vom hause des herrn seicl! Der herr ist Gott, der uns erleuchtet! Schmücket das Sest mit Maien bis an die Hörner des Altars! Du bist mein Gott und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. danket dem herrn, denn er ist freunchlich. und seine Güte währet ewiglich! Krliegs⸗ und siegeslieder 30. Golt der Menschenhüker.(Psalm 121.) sch hebe meine AGugen auf zu uden Bergen bon welchen mir hilfe kommt. meine hilfe kommt von dem herrn, der himmel unch Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen und der dich behütet, schläft nicht! Siehe, der hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hanc. Daß dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Monch des Nachts. Der herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der herr behüte deinen Gusgang und Eingang bon nun an bis in Ewigkeit! 31. Wir sind frei!(Psalm 124.) Wo der herr nicht bei uns wäre— so sage Jsrael— wo der herr nicht bei uns wäre, wenn die MRenschen sich wicler uns setzen, so verschlängen sie uns lebenclig. Wenn ihr Zorn über uns ergrimmte, so ersäufte uns Wasser, Ströme gingen über unsere Seele, so wären über uns dahingegangen die stolzen Wasser! Gelobet sei der Herr, daß er uns nicht gibt zum Raube in ihre Zähne! Unsre Seele ist entronnen wie ein vogel dem Strick des Doglers; der Strick ist zerrissen uncd wir sind frei! Unsere hilfe stehet im Namen des herrn, der himmel und Erde gemacht hat! ten ingang ihnel IIn, der Gottesstreiter. 32. Tränensaat und Freudenernte.(Psalm 126.) wenn der herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Cräumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den heiclen: „Der herr hat Großes an ihnen getan!“ Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich! herr, bringe wieder unsre Gefangnen, wie du die Bäche wiederbringst im Mittagslande. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen —und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben! 33. An Goltes Segen ist alles gelegen!(Psalm 127. Wo der herr nicht das haus bauet, da arbeiten umsonst, die daran bauen. wWo der herr nicht die Stadt behütet, da wachet der Wächter umsonst. Es ist umsonst, daß ihr früh aufstehet und hernach laͤnge sitzet und esset euer Brot mit Sorgen, denn seinen§reunden gibt er's schlafendl. Siehe, finder sind eine Gabe Gottes, und Leibeserben ein Geschenk. Wie die Pfeile in der hand des Starken, also geraten die jungen gnaben! Wohl dem, der seinen Röcher derselben voll hat! Die werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Seinden handeln im Tor! Rriegs⸗ und Siegesliecher 34. Der haussegen.(Psalm 128.) Wohl dem, der dlen herrn fürchtet undl auf seinen Wegen gehet. Du wirst dich nähren deiner hände Arbeit: wohl dir, du hast es gut! Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstoch drinnen in deinem Hause, deine ginder wie Glzweige um deinen CTisch her! Siehe, also wircl gesegnet der Mann, der den Herrn fürchtet. Der herr wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Cebenlang, und sehest deiner Kinder Rinder! Friede über Israel. 35. Aus der Tiefe!(Psalm 130.) Aus der Tiefe rufe ich, herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. 50 du willst, herr, Sündle zurechnen, Hherr, wer wird bestehen Denn bei dir ist die Dergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des Herrn, meine Seele harret unddmich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den herrn von einer Morgenwache bis zur andern. Jsrael hoffe auf den Herrn; denn bei dem herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm! Und er wircd Jsrael erlösen von allen seinen Sünden! 36. Goltles Auge!(Aus Psalm 139.) herr, du erforschest mich uncl kennest mich! Ich sitze ocler stehe auf, —— 0 weiß du bers ch geh Undlsie Denn st das du bon al und he Hoche ich har o sol und w Hhre Letlete siehe, Hahme undeh %0 Wül unded Ppäc o mu Denn unded Inste kfor plle und und labe de wil und m. f e sing S0 nstock nlang, der Gottesstreiter. so weißt du es; du verstehest meine Gedanken von ferne. jch gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Deenn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest. von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine handl über mir! Solche Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch: ich kann es nicht begreifen. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? sühre ich gen himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da! nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meere, so würde mich doch deine hand daselbst führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken! so muß die Nacht auch Licht um mich sein! Denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Cag, Sinsternis ist wie das Licht! Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine; und siehe, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege! 37. Gott ist ewig treu!(Psalm 146.) Cobe den herrn, meine Seele! sch will den Herrn loben, solange ich lebe. und meinem Gott lobsingen, solange ich hier bin. Oerlasset euch nicht auf Fürsten; ö sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. Schöttler, Schwert des Geistes. 11 Die heroldke des Sieges. Denn des Menschen Geist muß davon, und eer muß wiedler zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine nschläge Wohl dem, des hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem herrn, seinem Gott, steht. Der himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, ge⸗ der Glauben hält ewiglich.[macht hat, Der necht schafft denen, so Gewalt leicken, der die Hungrigen speiset. Der hHerr löset die Gefangnen. Der Herr macht die Blinden sehend. Der herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der herr liebet die Gerechten. Der Herr behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen undl kehrt zurück den Weg der Gottlosen. Der herr ist könig ewiglich: dein Gott, Zion, für unch für. Halleluja! MW. Die Herolde des Sieges. Jesaias, der Evangelist unter den Propheten. 1. Die Berufung zum Propheten. Oes. 6) Des Jahres, da der Rönig Usia starb, sah ich den herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und sein Saum füllte den Cempel. Seraphim standen über ihm, ein jeglicher hatte sechs Flügel; mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Süße und mit zweien flogen sie. Undl einer rief zum andlern unck sprach: „Heilig, heilig, heilig ist der herr Zebaoth: alle Cande sind seiner Ehre voll!“ daß die Überschwellen bebten von der Stimme ihres nufens, und das haus ward voll Rauch. 16² — Da sy Ihleiner! uunen Lip gosehen n mit ur Mit de Rund an Guühtt, e Cene Sür Und Wen soll Pach.„ Und Iche „Bis und Und. Denn daß Une berma Lescher we D0l sieh Un sch . en ist, ge⸗ nacht hat, heten. es Jahtes auf einell füllte de icher halt mit zweiel Und eihel oth⸗ nme ihte unreiner Cippen und wohne unter einem volk von un⸗ enen Lippen; denn ich habe den Rönig, den herrn Zebaoth. gesehen mit meinen Augen.“ Da flog der Seraphim einer gerührt, daß deine Missetat von dir genommen werde und Iwen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ Ich aber Höret, und verstehet's nicht, Jesaias. Da sprach ich:„Weh mir, ich vergehel Denn ich bin u mir und hatte eine glühendee Rohle in der hand, die ar mit der Zange vom altar nahm, unck rührte meinen mund an und sprach:„Siehe, hiemit sind deine Cippen leine Süncke versöhnt sei.“ Und ich hörte die Stimme des Herrn, daß er sprach: prach:„Hier bin ich, sencle mich!“ Und er sprach:„Gehe hin und sprich zu diesem Volk: sehet, uncl merket's nicht!— x Verstocke das herz dieses Dolkes x und laß ihre Ohren hart sein 140 und blende ihre Augen, i ö daß sie nicht sehen mit ihren Augen ö noch hören mit ihren Ohren 9 ö noch verstehen mit ihrem herzen ö und sich bekehren uncl genesen!“. Ich aber sprach:„Herr, wie lange?7“ Er sprach: 1010%4 „Bis daß die Städte wüste werden ohne Einwohner ö und die Häuser ohne Ceute, und das Feld ganz wüste liege. Denn der herr wircdl die Ceute wegtun, daß das Cand sehr verlassen wird. Und hob noch der zehnte Teil darin bleibt, so wird es bermals verheeret werden, wie eine Eiche und Cinde, von velcher beim Fällen nur ein Stumpf bleibt. Ein heiliger same wird solch ein Stumpf sein.“ 2. Das große Licht! Ces. 9.) Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes licht, und über die da wohnen im finstern Cande scheinet es helle! ii* Die herolcle des sSieges. N 60 ondern! Du machst des Volkes viel, antoch du machst groß seine Freude! m wire vor dir wird man sich freuen n mit wie man sich freut in der Ernte, Hhelechtig wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. und der Denn du hast das Joch ihrer LCast e Doff und die Rute ihrer Schulter ind die und uden Stecken ihres Treibers salb une zerbrochen wie zur Zeit Midians. ind ein Denn alle Rüstung derer, she un die mit Ungestüm rüsten, laß ihee und die blutigen fleider werden verbraͤnnt ind Loa und mit Feuer verzehrt werden. 10 m A Mell Denn uns ist ein finch geboren denn d ein Sohn ist uns gegeben, bie We und udie herrschaft ist auf seiner Schulter. Uncher heißt: Wuncker-Rat, Gotthelc, Ewigvater, Sriedefürst! 5 an 0 Auf daß seine herrschaft groß werde 0 und des Friedens kein Ende ud tt auf dem Stuhl Davids und in seinem Rönigreich, daß er's zurichte und stärke HPhe, mit Gericht und Gerechtigkeit ch bin von nun an bis in Ewigheit. Aennee and if 3. Das Reis vom Stamme David.(es. 11.) Hrwe Es wird ein Reis aufgehen von dem stammesais aur undeein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Dt ͤ Huf welchem wirderuhen der Geist des herrn, ach der Geist der Weisheit und des verstandes, wu der Geist des Rates unch der Stärke, labst der Geist der Erkenntnis unch der Surcht des Herrn. soche Und Wohlgeruch wird ihm sein die Surcht des Herrn. c Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, bum noch Urteil sprechen, nach dem seine Ohren horen, 16⁴ Jesaias. sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Cande, und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und emit dem Odem seiner Lippen die Gottlosen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Cenden sein Stell. und der Glaube der Gurt seiner hüften. die Wölfe werden bei den Cämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen. galb und junger Cöwe werden zusammen weiden und ein kleiner knabe sie leiten. siühe und Bären werden auf der Weicle gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen. und Cowen werden Stroh fressen wie die Ochsen. man wird nirgend Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Cand ist voll Erkenntnis des Hherrn, wie Wasser das Meer bedeckt. ultet. x ö 4. Danklied der Erlösten. Ces. 12. Ich danke dir, Herr, daß du zornig gewesen bist über mich. unck Udein Zorn sich gewenclet hat, unck tröstest mich! nigteich, Siehe, Gott ist mein heil! Ich bin sicher und fürchte mich nicht: denn Gott der Herr ist meine Stärke und ist mein Psalm und ist mein heil! jhr werdet mit zreuden Wasser schöpfen aus den heilsbrunnen 11) uund werdet sagen zu derselbigen Zeit: mme Jsass,„Danket dem herrn, prediget seinen Namen. bringen] machet kund unter den völkern sein Tun, zertn, verkündiget, wie sein Name so hoch ist!“ les, lobsinget dem herrn, denn er hat sich herrlich bewiesen, hernn solches sei kund in allen Canden! des jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion, denn der heilige Jstaels ist groß bei dir! Ddie herolcle des sSieges. 5. Heimkehr!(Jes. 35.) Stärket die müden Hände und festigt die straͤuchelnden finie, saget den verzagten Herzen: „Seicl getrost, fürchtet euch nicht!“ Siehe, euer Gott, der kommt zur Rache, Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen! Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden unch der Cauben Ohren wercdlen geöffnet werdlen; und es wird daͤselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heißen wird. daß kein Unreiner darauf gehen wird und derselbige wird für sie sein, daß man darauf gehe, daß auch die Toren nicht irren mögen. Die Erlöseten des herrn werden wiedlerkommen uncdl gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freucle wirc über ihrem haupte sein; Freude und Wonnen werden sie ergreifen, unch Schmerz unch Seufzen wirdk entfliehen. 6. Golles Trost!(Jes. 40.) Cröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jerusalem freuncllich und predliget ihr, daß ihre Dienstbarkeit ein Endle hat, denn ihre Missetat ist vergeben, denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der hand des Herrn für alle ihre Süncken. Es ist eine Stimme eines Precdligers: „Jn der Wüste bereitet dem herrn clen Weg! Mmachet auf dem Gefilde eine ebne Bahn unserm Gott! Alle Tale sollen erhöhet werden, unck alle Berge und Hhügel sollen erniedrigt werden, unck was ungleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden. Denn die herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden, und alles Sleisch miteinander wird es sehen. Denn des herrn Mundk hat's geredet.“ 166 —— 66 spli⸗ Undeich alles 5 and all Jon,“ Jerdsa sebe „dieh ———.„. L—J 8 T eN Jesaias. Es spricht eine Stimme:„Predige!“ Und ich sprach:„Was soll ich predigen?“ Alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Selde. Das Gras verdorret, die Blume verwelket, denn des Herrn Geist 1n. ö bläset darein. n. Ja, das Dolk ist das Gras! Das Gras verdorret, die Blume verwelket, n wird, x aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich! darauf geh] Sion, du predigerin, steige auf einen hohen Berg! Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht! lerkomme hebe auf und fürchte dich nicht; sage den Städten Judas: „sSiehe, da ist euer Gott!“ sein. fen, 7. Siehe, da ist euer Gott! Ces. 40.) hen. wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sei? spricht der Herr. hebet eure Hugen in die höhe und sehet: wWer hat solche Dinge geschaffen iht, Und führt ihr heer bei der zahl heraus? Er ruft sie alle mit Namen; sein Dermögen und seine starke Rraft ist so groß. daß es nicht an einem fehlen kann. en. ö warum sprichst du denn, Jdkob, uncl warum sagst du, Israel: „Mein weg ist dem herrn verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber?“ 1 weißt du nicht? hast du nicht gehört? werdlen, 1 Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein verstand ist unausßorschlich! Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögencken. serm Ootl it weaken Die herolcke ches Sieges. Die knaben werdlen müde unck matt, unckhdie Jünglinge fallen; Aber die auf den herrn haͤrten, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit§Slügeln wie 4dler, daß sie laufen unch nicht matt werclen, daß sie waͤncleln unch nicht müdle werclen! S. Der Knecht des Herrn!(es. 41.) Du aber, Jsrael, mein Rnecht; Jdkob, den ich erwählet habe, du Samen Abrahams, meines Geliebten: Der ich dlich gestärkt habe von der Welt Enden her, und habe dich berufen von ihren Grenzen unck sprach zu dir: Du sollst mein Knecht sein! Denn ich erwähle dlich undl verwerfe dich nicht: Fürchte dlich nicht, clenn ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dlein Gott: Ich stärke dich; ich helfe dir auch: ich erhalte dich durch die rechte hanch meiner Gerechtigkeit! Siehe, es sollen zu Spott und zuschanden werclen alle, die dir gram sindk: Es sollen werden wie nichts uncl ein Ende haben die Ceute, die wicker dich streiten. Denn ich bin deer Herr, dein Gott, der deine rechte hand stärkt und spricht: „Fürchte dlich nicht, ich helfe dlir!“ 9. Der Knecht des Herrn in seinem Wirken.(Is. 2.) Siehe, das ist mein snecht, ich erhalte ihn, und emein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen ich habe ihm meinen Geist gegeben;[hat, er wird das Recht unter die heiden bringen. 168 — HC E re — 2. ———— Adlet, en, erdenl ht: Thalte die Kkeitl rden dben Jesaias. Er wird nicht schreien noch rufen und seine Stimme wirck man nicht hören auf dlen Gassen. Das zerstoßene Rohr wird uer nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wirck er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftig halten lehren. Er wird nicht matt wercken noch verzagen, bis er auf Erden das Recht anrichte; und die jnseln werden auf sein Gesetz harren. 30 spricht Gott dler Herr, der die Himmel schafft unck ausbreitet, der die Erde macht und ihr Bewächs, der dem Dolk, so darauf ist, den Oclem gibt unck Uden Geist denen, die darauf gehen: Ilch, der Herr, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und habe dich bei deiner hand gefaßt unck habe dich behütet unck habe dich zum Bunck unter das bolk gegeben zum Licht der heiden; daß du öffnen sollst die Augen cler Blinden uncksdie Gefaͤngenen aus dem Gefängnis führen unck dlie da sitzen in der Finsternis, aus clem Rerker. Ich, der Herr, das ist mein Name uncd will meine Ehre keinem andkern geben, noch meinen Ruhm dken Götzen!“ 10. Menschenschuld und Gollesgnade!(Jes. 45.) Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Jsrael: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Nnamen gerufen: du bist mein! ch, ich bin dler Herr, undeist außer mir kein heilancl. nicht daß du mich hättest gerufen, Jakob. oder daß du um mich gearbeitet hättest, Israel! Die herolde des sieges. Mir hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich geehrt mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopfer, habe auch nicht Cust an deiner Arbeit im Weihrauch! Nur Arbeit haͤst du mir gemacht mit deinen Sünden, uncdl hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. ch, ich tilge deine Ubertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht! jch vertilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sündee wie den Nebel! Rehre dich zu mir, denn ich erlöse clich! 11. Golt vergißt die Seinen nicht!(Jes. 49.) jauchzet ihr himmel, freue dich Erde, lobet ihr Berge mit Jauchzen! Denn der herr hat sein Volk getröstet unck erbarmet sich seiner Elendken. Zion aber spricht: „Der herr hat mich verlassen; „der Hert hat mein vergessen!“ KRann auch ein Weib ihres kindlleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über ihren leiblichen Undhob sie desselbigen vergäße,(sohn⸗ꝛ will ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die häncle habe ich dich gezeichnet, deine Mauern sincl immerclar vor mir. Deine Baumeister werden eilen; l[machen. aber deine Zerbrecher und berstörer werden sich davon⸗ hebe deine Augen auf umher und siehe: Alle diese kommen versammelt zu dir! 50 wahr ich lebe, spricht der Herr, du sollst mit diesen allen wie mit einem Shmuck angetan und wirst sie um dich legen wie eine Braut! Iwerden, 17⁰ indopfes Speisopfer, heihtauch! n Sünden, ů slissetaten. netwillen Wolte . 0 ergessen, leibliche 5ohll machl sch dabr nuck angei —————— werel Jesaias. 12. Heil und Erlösung dem Volke Goltes!(Jes. 52.) Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da Friecen verküncligen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist Königl! Deine Wächter rufen laut mit ihrer Stimme unck rühmen miteinandker; denn maͤn wird's mit Augen sehen, wenn der Herr Zion heimführt. Casset uns fröhlich sein und miteinancker rühmen die Crümmer von Jerusalem. Denn der herr hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der herr hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Heiden, daß aller Welt Encdlen sehen das Heil unsers Gottes. Weicht, weicht, ziehet aus von dannen, rühret kein Unreines an; gehet aus unckl rühret kein Unreines an, die ihr des Herrn Geräte traget! Denn ihr sollt nicht mit Eile ausziehen noch mit Flucht wandeln; denn der herr wird vor euch herziehen und der Gott Israels wird euch sammeln. 13. Der Knecht des Herrn in seinem Leiden!(Jes. 53.) Fürwahr, er trug unsre frankheit undl lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für dlen, der geplaget und von Gott geschlagen unch gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundket und um unsrer sSünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Friedlen hät— und durch seine Wunclen sind wir geheilet.(Üten, 17¹ Die herolde des sSieges. wir gingen alle in der rre wie Schafe. Ein jeglicher sah auf seinen Weg. aber der Herr warf unser aller Süncke auf ihn. Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf: wie ein CLamm, das zur Schlachtbank geführet wird und wie ein Schaf, das verstummet vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. Er ist aber aus Angst und Gericht genommen— wer will seines Lebens Länge ausreden? Denn er ist aus dem Cande der Cebendigen weggerissen, dd er um die Missetat meines volkes geplagt war. Und man gab ihm bei den Gottlosen sein Grab und bei den Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemancl Unrecht getan hat, noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. Aber der Herr wollte ihn also zerschlagen mit Rraͤnkheit. wenn er sein Ceben zum Schuldopfer gegeben hat. so wird Uer Samen haben und in die Cänge leben und des herrn Dornehmen wird durch seine hand fortgehen. Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Cust sehen und die Fülle haben, Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Rnecht, der Ge⸗ viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sündlen.[rechte, 14. Golles unwandelbare Treue.(CJes. 54 ch habe dich einen kleinen Augenblick verlassen: aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. ch habe mein Angesicht im gugenblick des Zornes ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Hoahs, da ich schwut, daß die Wasser Noahs nicht meht sollten über den Erdboden Also habe ich geschworen, gehen. daß ich nicht über dich zürnen noch dich schelten will. 17²2 eggetissen, war. Ab J—J———..... sirankhe! hat, eben Ufortgehen det Oe en. recht⸗ 500% ssen. sammeln ornes en ö verborgel 14 erbarmel 10 aichschull n iobodn gehen 4 jesaias. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bundemeines Friedens solhnicht hinfallen, spricht der herr, dein Erbarmer. 15. Goktes Gedanken und Gottes Wort.(Jes. 55.) meine Gedaͤnken sinchnicht eure Gedanken,(herr. und eure Wege sindenicht meine Wege, spricht der Sondern soviel der himmel höher ist denn die Er de, so sindl auch meine Wege höher denn eutre Wege und meine Gedlanken denn eure Gedlanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee dom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen: also soll das Wort, so aus meinem Munde ausgeht, auch Es soll nicht wieder leer zu mir kommen.[sein. sondern tun, was mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende. 16. Mache dich auf, werde licht!(Jes. 60.) mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des herrn gehet auf über dit! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich uncdl Dunkel die Völker; aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dlit! Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die hönige im Glanz, der über dir aufgeht. hebe deine Augen auf und siehe umher! Diese alle kommen versammelt zu dit, Deine Söhne werden von ferne kommen und deine TCöchter auf dem EHrme hergetragen werden. 173 Die herolche dces sieges. Dann wirst duͤ deine Lust sehen unck in Freude ausbrechen, unch dein herz wirck sih wundern und ausbreiten, wenn sich dlie RMenge am Meer zu dir bekehrt, undldlie Macht der Heiden zu dir kommt. Sie werclen aus Sabga alle Rkommen, Gold uncdl Weihrauch bringen und des Herrn Cob verkündigen. 17. Das Vaterunser des Allen Bundes.(Jes. 63.) Bist du doch unser Vater! Denn Abraham weiß von uns nicht, unch Jsrael kennt uns nicht, Du aber, herr, bist unser vater undk unser Erlöser, bon alters her ist das dlein Namel Jeremias, der Bote des neuen Bundckes. 1. Der wahre Ruhm.(Jerem. 9.) „Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, daß er mich wisse und kenne, daß ich der Hherr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden; „‚denn solches gefällt mir, spricht der Herr!“ 2. Volkesnot und Golteshilfe.(Jerem. 14.) Ach Herr, unsre Missetaten haben's ja verdient, aber hilf doch um dleines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, damit wir wider dich gesüncligt haben. Du bist der Trost Jsraels und sein Nothelfer— warum stellst du dich, als wärest du ein Gast im Cancle unck ein Fremcker, der nur über Nacht darin bleibt? breiten, htt, 1 Jeremias. warum stellst du dich, wie ein held, der verzagt ist, wie ein Riese, der nicht zu helfen vermag? Du bist ja doch unter uns, herr, unch wir heißen nach cleinem Namen,— berlaß uns nicht! 3. Wer Golt vertraut, hat wohl gebaut! Cerem. 17.) Derflucht ist czer Mann, der sich auf Menschen verläßt uncd hält Fleisch für seinen Arm und mit seinem herzen vom herrn weicht. Der wird sein wie die Heiclee in der Wüste und wird unicht sehen den zukünftigen Trost, sondern wird bleiben in der Dürre, in einem Canckle, da niemancl wohnet. Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verläßt unch des Zuversicht der herr ist! Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflaͤnzt unck am Bache gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und sorget nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. 4. Das Menschenherz.(erem. 17.) Es ist das herz ein trotzig und verzagt Ding, wer kann es ergründen? ch der herr, kann das herz ergründen und die Nieren prüfen, ich gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke. heile du mich, herr, so werde ich heil: hilf du mir, so ist mir geholfen. denn du bist mein Ruhm! 17⁵ Die heroldle des sieges. Siehe, sie sprechen zu mir: „Wo ist clenn des herrn Wort? Caß es doch kommen!“— Aber was ich gepredigt habe, das ist recht vor dit! Sei dlu mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in dler Not! 5. Trost für die Gefangnen!(Jerem. 29.) Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch führen ließ, und betet für die zum herrn, clenn ihr Wohl ist euer Wohll Denn so spricht der Herr: „Wenn zu Babel siebzig Jahre aus sinck, so will ich euch besuchen, unch will mein gnäcdliges Wort über euch erwechen, daß ich euch wiedlerbringe an diesen Ort.“ Denn ich weiß wohl, was für Gedlaanken ich über euch habe nämlich Geclanken des Friedlens unck nicht des Leidles, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. Unc ihr werdet mich anrufen unckh hingehen unck mich bitten, unck ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen unch finclen! Denn so ihr mich von ganzem herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Hert! 6. Aus lauter Güte!(Jerem. 31.) 30o spricht cler herr:„Das Volk. so übrig geblieben vom Schwert, hat Gnade gefunclen in der Wüste: Israel zieht hin zu seiner Ruhe! Der herr ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je undh je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte! 9. ließ, euer Wohl chen, r euch habe ö 5 Leides, werdet, t det hell . nae. Jeremias. Wohlan, ich will dich wieckerum bauen,. daß du sollst gebauet heißen! jungfrau Israel, zu lustigem Reigen sollst du herausgehn, zu fröhlichem Tanz, Du sollst Weinberge pflanzen an den Bergen Samariens; pflanzen wirct man sie und uihre Früchte genießen. Denn es kommt noch die Zeit, da cufen die hüter auf Ephraims Bergen: „Huf, laßt uns hinaufziehn gen Zion,. zu dem Herrn, unserm Gott!“ 7. Der neue Bund!(Jerem. 31.) Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr. da will ich mit dem hause JIsrael und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. licht wie der Burid gewesen ist, den ich mit ihren Dätern machte, da ich sie bei der hand nahm, daß ich sie aus ägyptenland führte; diesen Bund haben sie nicht gehalten, und ich mußte sie zwingen. Sondern das soll der Bund sein, SctHer, Sowert des Geistes. 12 den ich mit dem hause Jsrael machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: lch will mein Gesetz in ihr herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein bolk sein. o will ich ihr Gott sein! Unch wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen:„Erkenne den herrn!“ Sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der herr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Süncle nimmermehr gedenken. Ddie herolde des Sieges. hesekiel, der Ründer von Geist uncl Ceben. 1. Auf heiliger Wacht!(Hesek. 3.) Du menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das haus lsrael; du sollst aus meinem munde das Wort hören undl sie von meinetwegen warnen. wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht. damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüte, auf daß er lebendig bleibe: so wirch der Gottlose um seiner sünde willen sterben: aber sein Blut will ich von deiner hand fordern. Wo du aber den Gottlosen warnst undg er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Sünde willen sterben: aber du haͤst deine Seele errettet. Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeil wendet und tut Böses, so werde ich ihn lassen anlaufen, daß er muß sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnt hast, wird er um seiner Sünde willen sterben müssen, und seine Gerechtigkeit, die er getan hat, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner hand fordern. Wo du aber den Gerechten warnst, daß er nicht süncligen soll, und er sündigt auch nicht, so soll er leben. denn er hat sich warnen lassen: und du hast deine Seele errettet 2. Neues Leben!(Hesek. 37) Und des Herrn Hand kam über mich, und er führte mich hinaus im Geist des Herrn und stellte mich auf ein weites Seld, das voller Coten⸗ gebeine lag. Und er führte mich allenthalben hindurch. Und siehe, des Gebeins lag sehr viel auf dem Seld; und siehe, sie waren sehr verdorrt. Und er sprach zu mir:„Du menschenkind, meinst du auch, daß diese Gebeine wieder lebendig werden7“ Und ich sprach: herr, Herr. das weißt du wohl. Und er sprach zu mir:„Weissage von diesen Gebeinen und sprich zu ihnen: Ihr verdortten Gebeine, höret des herrn Wortl 50 spricht der herr herr von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, daß ihr sollt lebendig werden. Ich will euch Adern geben und Sleisch lassen übel 178 ——— guch wa Odem g soslt erfe Und Tause Und die Iu seinet Flcern u sogen; 6 Mrachzu Aind un Fommek Ihleten Messag A und shre Hafß Une Mune si Uste E chien, u Ahne WMlber Miaush Ol elfe KEofnet Ufbe, Wleder Ohle eif 2 duch ————— Leben. schenkinc das haus das Woh n. mußt des und sag dot seinen dig bleibs ice Wille einer hahh varnst un osen Wesei nde wille tet. Gerechtigse en anlauft. icht gewalh müssen, I. t angesehe sand fotden icht suͤndige ben, denn Seele ertelt nhand hl 0965 Pei vollet Lolt pen hindlt m desoꝛ Hhesekiel. uch wachsen unck euch mit haut überziehen und will euch oclem geben, daß ihr wiecler lebendig werdet; und ihr pllt erfahren, daß ich der herr bin.“ Und ich weissagte, wie mir befohlen war; und siehe, ⁴ rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, hnd die Gebeine kamen wiedler zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein. Unckh ich sah, unch siehe, es wuchsen lern und Fleisch darauf, und sie wurden mit haut über⸗ ogen; es war aber noch kein Odem in ihnen. Undkuer syrach zu mir:„Weissage zum Winde; weissage, du Menschen⸗ and und sprich zum Wind: So spricht der herr herr: Wind, somm herzu aus den vier Winden und blase diese Ge— teten an, daß sie wieder lebendig werdlen!“ Unch ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam Odem in se, und sie wurden wieckler lebendig und richteten sich auf hre Füße. Und ihrer war ein sehr großes heer. Uncker sprach zu mir:„Du menschenkind, diese Ge⸗ heine sinck das ganze haus Jsrael. Siehe, jetzt sprechen sie: Iasre Gebeine sinch verdlorrt, und unsre Hoffnung ist ver⸗ ren, und es ist aus mit uns. Darum weissage und sprich ihnen: So spricht der herr herr: Siehe, ich will eure Graber auftun und will euch, mein Volk, aus denselben hirausholen und euch ins Cand Jsrael bringen; und ihr shit erfahren, daß ich der herr bin, wenn ich eure Gräber gffnet und euch, mein Volk, aus denselben gebracht hobe. Und eich will meinen Geist in euch geben, daß ihr meder leben sollt und will euch in euer Land setzen; und sit erfahren, daß ich der herr bin. Jch rede es und tue auch.“ spricht der Herr. 3. Die Geistestaufe.(Hes. 36.) lch will rein Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet. Don all eurer Unreinigkeit und von all euren Götzen will ich euch reinigen! Und uich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben 1* 179 die herolde des sSieges. uncd will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und ͤeuch ein fleischernes Herz geben. ch will meinen Geist in euch geben und solche Ceute aus euch machen. die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und darnach tun! Und sollt wohnen im Lande, das ich euren bätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein! Daniel— ein Maͤnn mit Gott! 1. harte zugend— heilige Jugend.(Oan. 1) Im dritten jahr des Reiches Jojakims, des Rõnigs in Juda, Ram Nebu⸗ kadnezar, der Rönig zu Babel, vor jJerusalem und be⸗ lagerte es. Und der Herr übergab ihm Jojakim, den fionig Juda's, und etliche Gefäße aus dem hause Gottes; die ließ er führen ins Cand Sinear, in seines Gottes Haus, unc tat die Gefäße in seines Gottes Schatzkammer. Unc der Röonig sprach zu Aspenas, seinem obersten Rämmerer, er sollte aus den stindern Isrdel vom königlichen Stamm undl herrenkindern wählen kinaben, die nicht gebrechlich waͤten. sondern schöne. vernünftige, weise, kluge und verständige⸗ die da geschickt wären zu dienen an des Rõnigs Hofe und zu lernen chaldaische Schrift und Sprache. Solchen be⸗ stimmte der höͤnig, was man ihnen täglich geben solllis von seiner Speise und von dem Wein, den er selbst trans. daß sie also drei Jahre aufetzogen würden und darnach bor dem fionig dienen sollten. Unter diesen waren Daniel, hananja, Misael und Asara von den Rindern Juda. Und der oberste Hämmerer gab ihnen Namen und nanntes Daniel Beltsazar und hananjd Sadrach und Misael Mesach und Asarja Abed-Nego. Aber Daniel setzte sich vor in seinem herzen, daß en sich mit des Rõnigs Speise und mit dem Wein, den er selbst 18⁰ ——ꝛß7— Tank. famme Holt ge und gn Nich ve And Cr Angesid rules f Ceben.“ oberste sohlen Lage v linten Faber Hatnac Undei Fehn L Und be Speise Und T. Hnabe Und u sichten Haß Vberst König efun Ware, Wnd und v arhe sotes tl 1) Im dih da, kam si alem und im, den fol rottes; die tes aus, V mer. Und! fammetel Daniei. tank., nicht verunreinigen wollte, und bat den obersten ämmerer. daß er sich nicht müßte verunreinigen. Und hott gab Daniel, daß ihm der oberste Rammerer günstig und gnädig ward. Derselbe sprach zu ihm:„Ich fürchte nich vor meinem herrn, dem Rönig, der euch eure Speise und Trank bestimmt hat: wo er würde sehen, daß eure angesichter jämmerlicher wären denn der andern gnaben eures Alters, so brächtet ihr mich bei dem önig um mein leben.“ Da sprach Daniel zu dem Aufseher, welchem der oberste flmmerer Daniel, 5ananja, Misael und Asarja be⸗ phlen hatte:„Dersuche es doch mit deinen sinechten zehn lage und laß uns geben Gemüse zu essen und Wasser zu tinken und laß dann vor dir unsre Gestalt und der naben, so von des fiöͤnigs Speise essen. besehen; und arnach du sehen wirst, darnach schaffe mit deinen inechten.“ Und uer gehorchte ihnen darin und versuchte es mit ihnen sehn Cage. Und nach den zehn Tagen waren sie schöner und besser bei eibe denn alle hinaben. so von des Rõnigs zpeise aßen. Da tat der Aufseher ihre verordnete Speise und Crank weg und gab ihnen Gemüse. Aber diesen vier naben gab Gott Runst und Verstand in allerlei Schrift Ind Weisheit;: Daniel aber gab er Derstand in allen Ge⸗ schten und Träumen. Und da die Zeit um war, die der fionig bestimmt hatte, (laß sie sollten hineingebracht werden. brachte sie der oöberste Bämmerer hinein vor nebukadnezar. Und äder fönig redete mit ihnen, und ward unter allen niemand gefunden, der Daniel. hananjqa, Misael und Asarja gleich bäre; und sie wurden des Rönigs Diener. Und der Rönig sand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmal klũger und verständiger denn alle Sternseher und Weisen in seinem ganzen Reich. Und Daniel erlebte das erste Jahr des fõnigs fores. 2. Heilige Weisheit. an. 2.) a) Sie stammt nicht von Nenschen. Im zweiten Jahr des Reiches Nebukadnezars hatte Nebukadnezar einen Craum, davon er erschrak. daß er aufwachte. Und uer hieß alle Sternseher undl Weisen und zauberer und Chaldäer zusammenfordern, daß sie dem önig seinen Craum sagen sollten. Und sie kamen und 18¹ die serolche cles Sieges. traten vor den Rönig. Und der söͤnig sprach zu ihnen: „ch habe einen Craum gehabt. der hat mich erschreckt; und ich wollte gern wissen, was es für ein Traum gewesen sei.“ Da sprachen die Chaldãer zum Rönig auf chaldäisch: „Der Rönig lebe ewiglich! Sage deinen Rriechten den Craum, so wollen wir ihn deuten!“ Der König antwortete und sprach zu den Chalddern:„Es ist mir entfallen. Werdet ihr mir den Craum nicht anzeigen und ihn deuten, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure häuser schändlich zerstört werden. Werdet ihr mir aber den Traum an⸗ zeigen und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und große Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den Craum und seine Deutung!l“ Sie antworteten wiedlerum und sprachen:„Der könig sage seinen finechten den Craum, so wollen wir ihn deuten!“ Der Rönig ant⸗ wortete und sprach:„Wahrlich. ich merke es, daß iht Frist sucht, weil ihr seht, daß mir's entfallen ist. Aber werdet ihr mir nicht den Craum sagen, so geht das necht über euch, als die ihr Lügen und Gedichte vor mit zu reden euch vorgenommen habt, bis die Zeiten sich ändern. Darum so sagt mir den Craum, so kann ich merken, daß ihr auch die Deutung trefft!“ da antworteten die Chaldder vor dem önig und sprachen zu ihm:„Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen könne, was der Rönig fordert. So ist auch kein König, wie groß oder machtig er sei, der solches von irgendeinem Sternseher, Weisen oder Chaldäer fordere. Denn was der Rönig fordert, ist zu hoch, und ist auch sonst niemand. der es vor dem KRönig sagen könne, ausgenommen die Götter, die bei den Menschen nicht wohnen.“ Da ward der Rönig sehr zornig und befahl, alle weisen zu Babel umzubringen. Und das Urteil ging aus, daß man die weisen töten sollte: und Daniel samt seinen Gesellen ward auch gesucht, daß man sie tötete. Da erwiderte Daniel klug und verständig dem Arioch, dem obersten Richter des hönigs, welcher auszog zu töten die Weisen zu Babel. Und er fing an und sprach zu des fönigs vogt Arioch:„Warum ist ein so strenges Urteil vom stönig ausgegaͤngen?“ Und Arioch zeigte es dem Daniel an. Da ging Daniel hinein und bat den Rönig. daß er 182 —— Ihm He moͤchte. Geselle cles hir halber, andern 0 verbor Datübe Pyach: Toigh andert in; et hlen 1 Wei licht. (aß d batt Ins 0 schlh Uih büng dem alene o der e x Heltj Heset olg Hele Henn Oolt Her fün Hett Ole ——— ch zu ihner ch erschrech lum gewesn If chaldaish den Ttaun Wortete un len. Werch deuten,“ er schändlt CTraum a Gaben un igt mir de en Wiederur mechten d Hönig ah es, Gaß i sen ist. fle so geht d ichte dol n je Zeiten st in ich merhe 1 föönig l. en, det saqt kein flöͤndg irgenceine denn was d nst niemami ommen 20 Da Wal sen zu b Haß man 0 hefellen wul Daniel. hm Frist gäbe, damit er die Deutung dem fönig sagen nöchte. Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, hananja. Misael und Asarja, daß sie den Gott les himmels um Gnade bäten solches verborgenen Dinges halber, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkämen. b) Sie kommt von Gottl Da ward Daniel solch derborgenes Ding durch ein Gesicht des Nachts offenbart. darüber lobte Daniel den Gott des 5immels, fing an und sprach:„Gelobet sei der name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein ist beides, weisheit und Stätkel Er andert Zeit und Stunde; er setzt Ronige ab und setzt fönige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den verständigen hren Verstand: er offenbart, was tief und verborgen ist: er weiß, was in der Sinsternis liegt, denn bei ihm ist eitel licht. lch danke dir und lobe dich, Gott meiner bäter, daß du mir Weisheit und Stärke verleihest und jetzt offen⸗ bart hast, darum wir dich gebeten haben: denn du hast uns des Rönigs Sache offenbart.“ Da ging Daniel hinein zu Arioch, der vom stonig Be⸗ fehl hatte die Weisen zu Babel umzubringen, und sprach zu ihm also:„Du sollst die Weisen zu Babel nicht um⸗ bringen, sondern führe mich hinein zum Rönig. ich will dem Rönig die Deutung sagen.“ Arioch brachte Daniel eilends hinein vor den Rönig und sprach zu ihm also: Es ist einer gefunden unter den Gefangenen aus Juda. der dem fönig die Deutung sagen kann.“ Der fiönig antwortete und sprach zu Daniel, den sie Beltsazar hießen:„Bist du. der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung anzeigen kann?“ Daniel fing an vor dem fönig und sprach:„Das ver⸗ borgene Ding, das der Hönig fordert von den Weisen, Gelehrten, Sternsehern und Wahrsagern, steht in ihrem vermögen nicht dem önig zu sagen. Aber es ist ein Gott im himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren: der hat dem Ronig Nebukadnezar angezeigt, was in künftigen Zeiten geschehen soll. mit deinem Craum und deinen Gesichten. da du schliefest, verhielt sich's also: Du Rönig dachtest auf deinem Bette, wie es doch hernach gehen würde; und der, so verborgene 183 Die heroldle des sSieges. Dinge offenbart, hat dir angezeigt, wie es gehen werde. 50 ist mir solch verborgenes Ding offenbart, nicht durch meine Weisheit, als wäre sie größer denn aller, die da leben; sondern darum, daß dem Rönig die Deutung an⸗ gezeigt würde und du deines herzens Gedanken erführest. Du fiönig sahest, und siehe, ein großes und hohes und seht glänzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen. Des Bildes haupt war von feinem Golde, seine Brust und Arme waren von Silber, sein Bauch und seine enden waren von Etz, seine Schenkel waren Eisen, seine Füße waren eines Teils Eisen und eines Teils Ton. Solches sahest du, bis daß ein Stein herabgerissen ward ohne hände; der schlug das Bild an seine Füße, die Eisen und Ton waren, und zermalmte sie. Da wurden miteinander zermalmt das Eisen, Con, Erʒ. Silber und Gold. und wurden wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, daß man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild schlug, warcl ein großer Berg, daß er die ganze Welt füllte.— Das ist der Craͤum. Nun wollen wir die Deutung vor dem König sagen: Du, Rönig, bist ein fönig aller Ronige, dem der Gott des himmels Rönigreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat und alles, da Ceute wohnen, dazu die Tiere auf dem selde und die bögel unter dem himmel in deine Hände gegeben und dir über alles Gewalt verliehen hat. Du bist das goldene Haupt. Nach dir wird ein anderes Rönig⸗ reich aufkommen, geringer denn deines. Darnach das dritte Rönigreich, das ehern ist, welches wird über alle Cande herrschen. Und das vierte wird hart sein wie Eisen; denn gleichwie Eisen alles zermalmt und zerschlägt, ja wie Eisen alles zerbricht, also wird es auch diese alle zermalmen und zerbrechen. Das du aber gesehen hast die Füße und Zehen eines Teils Ton und eines Teils Eisen: das wird ein zerteiltes Rönigreich sein; doch wirct von dles Eisens Art darin bleiben, wie du denn gesehen hast Eisen mit Ton vermengt. Und daß die Zehen an seinen Füßen eines Teils Eisen und eines Teils Con sind: wird's zum CTeil ein staͤrkes und zum Ceil ein schwaches Reich sein. Und daß du gesehen hast Eisen mit Con vermengt: werden sie sich 18⁴ bebete PPeis Hanie ein föͤnt du d Hele Janz allel lber ssesa am He Dalt Dat, une Hed Heib Hold U Ha gehen werl. „nicht dun aller, die d Deutung a hen erfuͤhit ohes undseh ich anzusehn le, seine Ba seine Lendi , seine Hah Lon. Solch Ward ohy die Eisen un miteinanct „und wurch ind verwehl ste. Der l Berg, daß: Deutung d dem der G Ehre gegebe Hiere auf ca deine Hont 3 hat. Du ndetes Koͤsh Darnach irch über 0 ein wie Iisn lägt, Ja d 16 vermahnd die Huße in · das Ml. Daniel. wohl nach Menschengeblüt untereinander mengen, aber sie werclen doch nicht aneinancker halten, gleichwie sich Eisen mit Ton nicht mengen läßt. Aber zur Zeit solcher königreiche wirchler Gott des himmels ein fönigreich aufrichten, das nim— mermehr zerstört wirch: unckh sein königreich wirch auf kein ander volk Bommen. Es wirdhsalle diese königreiche zermalmen und verstören: aber es selbst wirck ewiglich bleiben. Wie duu dlenn gesehen hast einen Stein, ohne häncle vom Berge herabgerissen. der das Eisen, Erz, Ton, Silber und Gold zermalmte. Also hat der große Gott dem fönig gezeigt, wie es hernach gehen werdle, und der Craum ist gewiß, und die Deutung ist recht.“ Da fiel der Rönig Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete an vor dem Daniel und befahl, man sollte ihm Speisopfer und Rauchopfer tun. Und der Rönig antwortete Daniel und sprach:„Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle Götter unck ein herr über alle Rönige, der da kann verborgene Dinge offenbaren, weil du dies verborgene Ding hast können offenbaren.“ Unch der fonig erhöhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über die ganze Candschaft Babel und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen zu Babel. Und Daͤniel bat vom Rönig, daß er über die Amter der Candschaft Babel setzen möchte Sadrach. mesach, Abed⸗Nego; und er, Daniel, blieb bei dem Rönig am hofe. 3. Heiliger Ernst.(Dan. 5.) a) Gottes hand. fönig Belsazer machte ein herrliches Mahl seinen tausend Ge— waltigen und soff sich voll mit ihnen. Und da er trunken war, hieß er dlie goldenen undl silbernen Gefäße her⸗ bringen, die sein Dater Nebukadnezar aus dem Tempel zu lerusalem weggenommen hatte, daß der Rönig mit seinen ewaltigen, mit seinen Weibern undl mit seinen Rebs⸗ weibern daraus tränken. Also wurden hergebracht die goldenen Gefäße, die aus dem Tempel, aus dem haus Bottes zu Jerusalem, genommen waren; und hder KRönig, seine Gewaltigen, seine Weiber und febsweiber tranken 185 Ddie heroldle des Sieges. daraus. Und da sie so soffen, lobten sie die goldenen. silbernen, ehernen, eisernen. hölzernen und steinernen Götter. Eben zur selben Stunde gingen hervor Singer wie einer menschenhand; die schrieben. gegenüber dem Ceuchter, auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal: und der könig ward gewahr der hand, die da schrieb. Da ent⸗ färbte sich der Röͤnig. und seine Gedanken erschreckten ihn. daß ihm die Lenden schütterten und die Beine zitterten. Und der fionig rief überlaut, daß man die weisen, Chaldäer und Wahrsager hereinbringen sollte. Und er ließ den Weisen zu Babel sagen:„Welcher Mensch diese Schrift liest und sagen kann, was sie bedeute, der soll mit Purpur gekleidet werden und eine goldene sette am Halse tragen und det dritte hert sein in meinem fönigreiche.“ Da wurden alle weisen des Rönigs hereingebracht: aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem Rönig anzeigen. Darüber erschrak der Rõnig Belsazer noch härter und verlor ganz seine Farbe; und seinen Gewaltigen ward baͤnge. Da ging die fsiönigin um solcher Sache des Rõnigs und seiner Gewaltigen willen hinein in den Saal und sprach: „Der fönig lebe ewiglich! Caß dich deine Gedanken nicht so erschrecken und entfärbe dich nicht alsol Es ist ein Mann in deinem fönigreich, der den Geist der heiligen Götter hat. Denn zu deines vaters Zeit ward bei ihm Erleuchtung gefunden, slugheit und weisheit, wie der Götter Weisheit ist: und dein Dater, Rönig Nebukadnezar, setzte ihn über die Sternseher, weisen, Chaldauer und Wahr⸗ sager, darum, daß ein hoher Geist bei ihm gefunden ward, dazu verstand und Klugheit, Cräume zu deuten, dunkle Sprũche zu erraten und verborgene Sachen zu offen⸗ baren: nämlich Daniel, den der Rönig ließ Beltsazar nennen. 80 rufe man nun Daniel. der wird sagen, was es bedeutet.“ Da ward Daniel hinein vor den fönig gebracht. Und der Rönig sprach zu Daniel:„Bist du der Daniel, der Gefangenen einer aus Juda, die der Rönig, mein Dater, aus Juda hergebracht hat Ich habe von dir hören sagen. daß du den Geist der Götter habest und Erleuchtung, Ver⸗ stand und hohe Weisheit bei dir gefunden sei. Nun habe ich vor mich fordern lassen die Rlugen und Weisen, daß 186 se mi hedeut bedeu geben die 56 sollst: goldenen, rnen Götter er Wie einet euchter, auß l1 und dei b. Da ent⸗ rechten ihn, ne zitterten n, Chaldaet den Weisen jt liest unc ut gekleice jen und 1 Wurden all nnten wecht 9 anzeigen N und verlo vard bange fönigs und und sprac) 2 Gedanh alsol Eo der heiligel Daniel. sie mir diese Schrift lesen und anzeigen sollen, was sie becleutet; und sie können mir nicht sagen, was solches bedeutet. Don dir aber höre ich, daß du könnest Deutungen geben uncdl das Verborgene offenbaren. Rannst du nun die Schrift lesen und mir anzeigen, was sie bedeutet, so sollst du mit Purpur gekleidet werden und eine goldene sette an deinem Halse tragen und der dritte herr sein in meinem königreiche.“ b) Gottes Gericht. a fing Daniel an und redete vor dem flönig:„Behalte deine Gaben selbst und gib dein Geschenk einem andern; ich will dennoch die Schrift dem könig lesen und anzeigen, was sie bedeutet. herr slönig, Gott der höchste hat deinem Dater, Nebukad⸗ nezar, flönigreich, Macht, Ehre, und Herrlichkeit gegeben. Und vor solcher Macht, die ihm gegeben war, fürchteten und scheuten sich vor ihm alle Völker, Ceute und Zungen. Er tötete, wen er wollte; er ließ leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte; er demütigte, wen er wollte. Da sich aber sein herz erhob und er stolz und hochmütig ward. ward eer vom königlichen Thron gestoßen und verlor seine Ehre und ward. verstoßen von den Leuten hinweg, und sein herz ward gleich den Cieren, und er mußte bei dem Wild laufen und fraß Gras wie Ochsen, und sein Leib lag unter dem Tau des Himmels, und er ward naß, bis daß er lernte, daß Gott der höchste Gewalt hat über der Uenschen königreiche und gibt sie, wem er will. Und du, Belsazer, sein Sohn, hast dein h5erz nicht ge⸗ demütigt, ob du wohl solches alles weißt, sondern hast dich wider den herrn des himmels erhoben, und die Gefäße seines hauses hat man vor dich bringen müssen, und du. deine Gewaltigen, deine Weiber und deine Rebsweiber habt daraus getrunken, dazu die silbernen, goldenen, ehernen, eisernen, hölzernen, steinernen Götter gelobt, die weder sehen noch hören noch fühlen: den Gott aber, der deinen Ocdem und ualle deine Wege in seiner hand hat, hast du nicht geehrt. Darum ist von ihm gesandt diese hand und diese Schrift, die da verzeichnet steht. Das ist aber die Schrift, allda verzeichnet: Nene, mene, tekel, u-pharsin. Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein köͤnigreich gezählt und ihm ein Ende gemacht. 187 Die herolde des sSieges. Cekel, das ist, man hat dich in einer Wage gewogen unck zu leicht gefunden. peres. das ist, dein stönigreich ist zerteilt uncleden mecdlern und Persern gegeben.“ Da befahl Belsazer, daß man Daniel mit Purpur kleiden sollte und ihm eine goldene fette an den Hals geben, und ließ von ihm verkündigen, daß er der dritte herr sei im königreich. Aber in derselben Nacht ward der Chaldãer Rönig Belsazer getötet. 4. Heiliger Mut! Oan. 6) a) Von Menschen ver⸗ folgt! Und Darius aus Medien nahm das Reich ein, da er zweiundsechzig Jahre alt war. Und Darius sah es für gut an, daß er über das gaͤnze Rönigteich setzte hundert⸗ undzwaͤnzig Candpögte. Über diese setzte er drei Sürsten, deren einer Daniel war, welchen die Candvögte sollten Rechnung tun, daß der hönig keinen Schaden litte. Daniel aber übertraf die Fürsten und Candvögte alle, denn es war ein hoher Geist in ihm; darum gedachte der Rönig ihn über das gaͤnze Königreich zu setzen. Derhalben trachteten die Sürsten und Landvögte danach, wie sie eine Sache an Daͤniel fänden, die wider das Rönig⸗ reich wäre. Aber sie konnten keine Sache noch Ubeltat finden; denn er war treu, daß man keine Schuld noch Übeltat an ihm finden mochte. Da sprachen die Männer: „Wir werdlen keine Sache an Daniel finden, außer seinem Gottesdienst.“ Dda kamen die Fürsten und Landvögte zuhauf vor den sönig und sprachen zu ihm also:„Der flönig Darius lebe ewiglich! Es haben die Fürsten des fönigreichs, die herren, die Landvögte, die Räte und hauptleute alle gedacht, daß man einen königlichen Befehl solle ausgehen lassen und ein strenges Gebot stellen, daß, wer in dreißig Cagen etwas bitten wird von irgendeinem Gott oder Menschen, außer von dir Rönig allein, sollte zu den Cöwen in den Graben geworfen werden. Datum, lieber Rönig, sollst du solch Gebot bestätigen und dich unterschreiben, auf daß es nicht wiecler geändert werde, nach dem Rechte der Meder und Perser, welches nie⸗ mand aufheben darf.“ also unterschrieb sich der fiönig Darius. ö 188 — Als Däte, gi vller o Lages ⸗ einem e dese Ii bol sein sonig o nicht e Lagen Hensche lowen ahtWort det Me Voltete fangen⸗ Hebot, AWleima gewogen und den ur kleiden eben, und jert sei im Chaldder“ hen bei⸗ ch ein, d sah es fil e hundelt⸗ ei Hürsten gte sollten tte. Danie „ denn 6 der föni Ite danac das fonig ch Ubellol chuld no se Männes her seine Candoögt also: fürsten ds Räte Daniel. Als nun Daniel erfuhr, daß solch Gebot unterschrieben wäre, ging er hinein in sein haus;(er hatte aber an seinem Söller offene Fenster gegen Jerusalem); unch er fiel des TCages dreimal auf seine knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er denn bisher zu tun pflegte. Da kamen diese NMänner zuhauf unck fancdlen Daniel beten und flehen bor seinem Gott; und traten hinzu und recleten mit dem köonig von dem königlichen Gebot:„Herr Rönig, hast du nicht ein Gebot unterschrieben, daß., wer in dereißig TCuagen etwas bitten würde von irgendeinem Gott oder mRenschen, außer von dir önig allein, solle zu den Löwen in den Graben geworfen werclen?“ Der Rönig antwortete und sprach:„Es ist wahr, unch das Recht der meder und Perser soll niemaͤnd aufheben.“ Sie ant⸗ worteten und sprachen vor dem önig:„Daniel, der Ge⸗ fangenen aus Juda einer, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du verzeichnet hast; denn er betet des Cages dreimal!“ Da der König solches hörte, warch er sehr betrübt und tat großen Fleiß, daß er Daniel erlöste, uncl mühte sich, bis die Sonne unterging, daß er ihn errettete. Aber die männer kamen zuhauf zu dem Rönig und sprachen zu ihm:„Du weißt, Herr Rönig, daß der Meder und perser Recht ist, daß alle Gebote und Befehle, so der Rönig beschlossen hat, sollen unverändlert bleiben. Da befahl der Rönig, daß man Daniel herbrächte; und sie warfen ihn zu den Cöwen in den Graben. Der fönig aber sprach zu Daniel:„Dein Gott, dem du ohne Unter— laß dienst, der helfe dir!“ Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Tür am Graben; den versiegelte der fönig mit seinem eigenen Ring und mit dem Ring seiner Gewaltigen, auf daß nichts anderes mit Daniel ge— schehe. Und der gRönig ging weg in seine Burg und blieb ungegessen und ließ kein Essen vor sich bringen, konnte auch nicht schlafen. b) Don Gott gerettet! Des Morgens früh, da der Tag anbrach, stand der Rönig auf und ging eilend zum Graben, da die Cöwen waren. Und sals er zum Graben kam, rief er Daniel mit kläglicher Stimme. Unch der Rönig sprach zu Daniel:„Daniel, du necht des lebendigen 189 Die herolde des Sieges. Gottes, hat dich auch dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienest, können von den Cöwen erlösen?“ Daniel aber redlete mit dem Rönig:„Der sönig lebe ewiglich! Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Cöwen den Rachen zugehalten hat, daß sie mir kein Leid getan haben; denn vor ihm bin ich unschuldig erfunden; so habe ich auch wicler dich, Herr Rönig, nichts getan.“ Da ward der Rönig sehr froh und hieß Daniel aus dem Graben ziehen. Und sie zogen Daniel aus dem Graben, und man spürte keinen Schaden an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraͤut. Da hieß dler Rönig die Männer, so Daniel verklagt hatten, herbringen und zu den Cöwen in den Graben werfen samt ihren Rinclern und Weibern. Und ehe sie auf den Bocden hinabkamen, er⸗ griffen sie die[Löwen uncl zermalmten alle ihre Gebeine. Da ließ der Rönig Darius schreiben allen Dölkern, Ceuten und Zungen auf der gaͤnzen Erde:„Diel Friede zuvor! Das ist mein Befehl, daß man in der ganzen Herrschaft meines Königreichs dlen Gott Daniels fürchten und scheuen soll. Denn er ist der lebendige Gott, der ewiglich bleibt, unch sein Königreich ist under⸗ gänglich, und seine herrschaft hat kein Ende. Er ist ein Erlöser und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wuncker im himmel unch auf Erden. Der hat Daniel von den Cöwen erlöst.“ Und Daniel ward gewaltig im Rönigreich des Darius unck auch im Fönigreich des Rores, des Persers. Joel, ein hünder der neuen Gemeinde. 1. Die Not des Volkes.(Joel 1.) Hört dlies, ihr Altesten, und merket auf, alle Einwohner im Cande, ob solches geschehen sei zu euren Zeiten oder zu eurer Däter Zeiten! Saget euren Rindern davon, unck lasset's eure Kincler deren Kindern sagen und diese Kinder dem künftigen Geschlecht! 19⁰ —ꝛß7— Dds dl ds fle Und w das fle Und w Dacht: hellet, Aenn e Denne en mo das ho en Ge Oas be and st. schält daß d Naset lufet e EHjtter denn kin ffi Eln dl Eln w kin Ul Oeich dlobr Fomm esgle undes eo Dor Ind as aber Ind! hein leid erfunden, getan.“ miel aus aus dem m/ dem önig die Id zu den lern und imen, ex⸗ Gebeine. boͤlkern, iel Hriede r ganzen fürchten jott, Gel! Joel. Was die Raupen lassen, das fressen die Heuschrecken! Und was die heuschrecken lassen, das fressen die Räfer! Unc was die Käfer lassen, das frißt das Geschmeiß! Wacht auf, ihr Trunkenen, unch weinet, heulet, ihr Weinzecher, um den Most, denn er ist euch vor eurem Maul weggenommen! Denn es ziehet herauf in mein Cand ein mächtiges Volk und ohne Zahl, das hat Zähne wie Cöwen und ein Gebiß wie Cöwinnen. Das verwüstet meinen Weinberg und streift meinen Feigendaum ab: schält ihn unck verwirft ihn, daß alle seine Zweige weiß dastehen. Blaset mit der Posaune zu Zion, rufet auf meinem heiligen Berge: erzittert, alle Einwohner im Lande, denn der Cag des herrn kommt und ist nahel Ein finsterer Cag! Ein dunkler Tag! Ein wolkiger Tagl Ein nebliger Tag! Gleichwie sich die Morgenrote ausbreitet über die Berge, kommt ein großes und mächtiges Volk. desgleichen vormals nicht gewesen ist und hinfort nicht sein wird zu ewigen Zeiten für und für! Dor ihm her geht ein verzehrend Feuer und naͤch ihm eine brennende Flamme; das Cand ist vor ihm wie ein Tustgarten. aber hinter ihm wie eine wüste Einöde und niemand wird ihm entgehen! Die herolde ches Sieges. 2. Die Umkehr zu Gott.(JIoel 2.) Bekehret euch zu mir vdon ganzem herzen mit Fasten. mit Weinen, mit Rlagen! Zerreißet eure Herzen unckh nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädlig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, unck reuet ihn bald der Strafe! 50 wird denn der herr um sein Canck eifern und sein Dolk verschonen. Fürchte dich nicht, du liebes Cand, sondern sei fröhlich unch getrost, denn der hert kann auch große Dinge tun! 3. Die Ausgießung heiligen Geistes.(JIoel 3.) Nach diesem will ich meinen Geist ausgießen auf alles Sleisch. und eure Söhne unc Töchter sollen weissagen, eure ältesten sollen Cräume haben, eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über meine Rnechte und Mägde meinen Geist ausgießen. Undhich will Wunderzeichen geben am himmel und auf Erden: Blut, FSeuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwaͤndelt werden, ehe denn er kommt, der große unch schreckliche Cag des Herrn! 192 —— Und es bel des der soll Denn av Ind zu. Mie det Och füt die det sler f undet unde Under Der f Schtei daß e Deel 0 sei Und. Und Fehe habakuk.— Sacharja. —IRI Unnd es soll geschehen. wer des herrn Namen anrufen wird. der soll errettet werden. Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird ͤueine Errettung sein,. wie der herr verheißen hat; auch für dlie andern übrigen. die der herr berufen wird. Habakuk, der Prophet des Glaubens. 1. Gerecht durch den Glauben!(Hab. 2.) hier stehe ich auf meiner hut und trete auf meine Warte und schaue und sehe zu. was mir gesagt wird und was die Antwort sein soll aͤuf mein Rechten. Der Herr aber antwortet mir und spricht: Schreibe das Gesicht und male es auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft: Die Weissagung wird ja noch erfüllet werden ö zu seiner Zeit und wird endlich frei an den Cag kommen V und enicht außen bleiben. ö 1 Ob sie aber verzieht, 13 alles hlesst so harre ihrer. Sie wird gewißlich Rkommen 10 unck nicht ausbleiben. Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem herzen haben. Der Gerechte aber wirdl seines Glaubens lebenl Sacharja, der Seher des neuen Jerusalem. 1. Vom ewigen König und seinem Reich.(Sach. 9 u. 12.) 3 Du Tochter Zion, freue dich sehr, undduu Tochter Jerusalem, jauchzel 140˙ Siehe, dein Rönig kommt zu dir. V schottler, Schwert des Geistes. 13 193 4* Die herolde des Sieges. ein Gerechter undl ein hHelfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin“ 10 10* Aber über das haus Davids und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und udes Gebets. Und sie werdlen den ansehen, welchen sie zerstochen haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Rind. Und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um ein erstes Rind. Zu der Zeit wird das haus Davids und die Bürger zu Jerusalem einen freien offenen Born haben wider die Sünde und Unreinigkeit. Zu der Zeit wird der herr Rönig sein üÜber alle Cande. Zu der Zeit wird der herr nur einer sein und sein Name nur einer. Der Sieger „Dank sel Gott, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesus Christus.“ Der Apostel paulus. ccccecccCECCCCάέαεαι Teccecc 1. In Inhehnte Iomlius Ih blerfü Hefsüest: Hsanias: Foheptie Uhhonnes Ihalle G Rdem br VEs beteit Unde Flle 8 Unde Und! Und Ind SSeestees der vorläufer 1. In Geist und Kraft des Ellas.(cut. 3. 1—1⁸) In dem fünfzehnten Jahr des faisertums faisers Tiberius, da Pontius Pilatus Candpfleger in Judda war, und herodes ein bierfürst in Galilädg, und sein Brucder Philippus ein Dierfürst in Jturad und in der Gegend Crachonitis, und Tysanias ein Dierfürst in Abilene, da hannas und fsaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu johannes, des Zacharias Sohn, in der Wüste. Und er kam in alle Gegend um den Jordan und uöpredigte die Caufe der Buße zur bergebung der Sünden; wie geschrieben steht in dem Buche der Reden Jesaias des Propheten, det da sagt: „Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: bereitet den Weg des herrn und machet seine Steige richtig! Elle Täler sollen voll werden und alle Berge und hügel sollen erniedrigt werden: und was krumm ist, soll richtig werden. und was uneben ist, soll schlichter Weg wercken. Und alles Sleisch wird den heiland Gottes sehen!“ ö da sprach er zu dem volk, das hinausging, daß es sich von ihm taufen ließe:„Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn ent— rinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Früchte der Buße und nehmet euch nicht vor, zu sagen: Wit haben lbraham zum bvater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen sinder erwecken. Es ist schon die xt den Bäumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Srucht bringt, wird abgehauen und in das Seuer geworfen. Und das bolk fragte ihn und sprach:„Was sollen wir denn tun?“ Er antwortete und sprach zu ihnen:„Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat: und wer Speise hat, tue auch also.“ 197 Der Dorläufer. Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm:„Meister, was sollen clenn wir tun?“ Er sprach zu ihnen:„Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist.“ Da fraͤgten ihn auch die Kriegsleute und sprachen: „Was sollen denn wir tun?“ Und uer sprach zu ihnen: „Cut niemand Gewalt noch Unrecht und lasset euch ge⸗ nügen an eurem Soldke.“ Als aber das Volk im Wahn war und dachten alle in ihren herzen von Johannes, ob er vielleicht Christus wäre, antwortete Johannes und sprach zu allen:„Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflöse; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. In seiner hand ist die Wurfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln, und die Spreu wird er mit ewigem seuer verbrennen.“ Und viel andleeres mehr ermahnte er das Dolk und ver⸗ kündigte ihnen das heil. 2. Nicht Christus! Coh. 1, 10—28.) Dies ist das Zeugnis des Johaniies, da die Juden sandten von Jerusalem Priestet und Leviten, daß sie ihn fragten:„Wer bist du7“ Unc er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte:„Ich bin nicht Christus.“ Und sie fragten ihn:„Was denn? Bist du Elias?“ Er sprach:„Ich bin's nicht.“„Bist du der Pro⸗ phet?“ Und uer antwortete:„Nein.“ Da sprachen sie zu ihm:„Wer bist du denn? daß wir Antwort gehen denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?“ Er sprach:„ch bin eine Stimme eines Predigers in det wüste: Richtet den Weg des herrn! wie der Prophet Jesaias gesagt hat.“ Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern. Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: „Warum taufst du denn, so du nicht Christus bist noch Elias noch der Prophet?“ Johannes antwortete ihnen und sprach:„Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ist's, der nach mir nommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse.“ ö 19 — Dles Whannes J. de lages sie Hehe, d Hgt. Dese I Mam Hel den laß er sommen ud spta laube o Iu icht Plach z Raobfah Hallgen Heser t Des sinet Hahe, Holken Londte Whgg: ö Aabdt Rbeige —— ufen lleßen denn wh nehr, dem sprachen zu ihnen et euch ge hten alle istus wale taufe eut h mit, den iner Schuh st und ms Ifel, unde en in sehn nit ewigen HK und dez I⁰s Jeugsh lem Ptiest 7* Und le: Ach vs nnꝰ Bist d Iu det o Ichen sie ehen desel ir sabt“ ers in G Der dorläufer. Dies geschah zu Bethabara, jenseits des Jordans, wo johannes taufte. 3. Der Wegweiser zu Jesu! Goh. 1, 2—39.) Des andern Cages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen unck spricht: „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Süncke trͤgt! Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Unckh ich kannte ihn nicht: sondeern auf daß er offenbar würcdle in Jsrael, darum bin ich ge— kommen zu taufen mit Wasser.“ Und Johannes zeugte und sprach:„Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Uaòĩbe vom himmel unck blieb auf ihm. Unch ich kannte ihn nicht; aber der mich sanckte zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren undl auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem heiligen Geist tauft. Und ich sah es und zeugte, daß dieser ist Gottes Sohn.“ Des andern Tages stanc abermals Johannes und zwei seiner jünger. Und uals er sah jesum wandeln, sprach er: „Siehe, das ist Gottes Lamm!“ Und die zwei Jünger Hörten ihn reden und folgten Jesu nach. Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu iühnen:„Was suchet ihr?“ Sie aber sprachen zu ihm: „Rabbi(das ist verdeutscht: Meister), wo bist du zur Herberge?7“ Er sprach zu ihnen:„Rommt und sehet's!“ Sle kamen und sahen's und blieben den Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. 4. Seiner Stellung gewiß. 00h. 3. 2536.) Da erhob sich eine Frage unter den jüngern des Johannes mit den Juden über die Reinigung. Und sie kamen zu Johannes und prachen zu ihm:„Meister, der bei dir war jenseit des sordans, von dem du zeugtest, siehe, der tauft, und jeder⸗ mann kommt zu ihm!“ johannes antwortete und sprach: Ein mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn legeben vom himmel. Ihr selbst seich meine Zeugen, daß V* ch gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm er gesandt. 199 Der vborläufer. wer die Braut hat. der ist der Brautigam: der§Freund aber des Bräutigams steht und hört ihm zu und freut sich hoch über des Bräutigams Stimme. Diese meine Sreude ist nun erfüllt. Er muß wachsen, ich abet muß ab⸗ nehmen. Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und reclet don det Erde. Dder vom himmel kommt, der ist über alle und zeugt, was er gesehen und gehört hat: und sein Zeugnis nimmt niemandean. Wer es aber annimmt, der bestätigt's, daß Gott wahrhastig sei. Denn welchen Gott gesanckt hat, der tedet Gottes Wotte; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der vater hat den Sohn lieb undöhat ihm alles in seine hond sgegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das seben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“ 5. Im Kampfe für Recht und Wahrheit.(Mark. 6. 17. 18, matth. 11, 2—14) herodes aber hatte ausgesandt und johannes gegtiffen und ins Gefängnis gelegt um der Herodiqas willen, seines Bruders Philippus Weib: denn et hatte sie gefreit. Johannes aber sprach zZu Herodes:„Es ist nicht recht, daß du deines Bruders weib habest.“ Da aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi hötte, sandte er seiner jünger zwei und lleß ihm sagen:„Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten?“ Jesus antwortete und sprach zu ihnen:„Gehet hin und saget Johannes wieder. was ihr sehet und höret: Die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein und die Cauben höten, die Toten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt: und selig ist, der sich nicht an mit argert.“ Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von)ohannes:„Was seid ihr hinausgegaͤngen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her bewegt? Oder was seid ihr hinausgegaͤngen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kkleidern sehen? Siehe, die da weiche Rleider tragen, sind in det Rönige häusern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage 20⁰ —— buch, det s bon ingel e Uahrlich Holen si. Ihannes lach, ist 4e Cduf e es stl aud das 1⁸ 0 Uer 0.2 (bet ste Ischt. f laß er vahtte u ger luf sein Fauptle de Coc Ferodes sonig: W di Mst o Meines slulter Phanr Ele zu Lebest 5 Co Islen sasen onig In 15 lan, eine Rd ———— der Freun dfteut sic ine Hreuch muß ab⸗ alle. Wer let don de T alle ung in Zeugnis bestätigts esandt haz Geist nich b undéhal den Sohh Sohn nich n det Jon Katk. 6,. sandt unt gt um d ib; denn 4 kodes: H habest“ l Hristi hölt agen: nes andel gen:„Oehl Der borläufer. euch, der auch mehr ist denn ein Prophet! Denn dieser st's, vdon dem geschrieben steht:„Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dit beceiten soll.“ Dahrlich ich sage euch: Unter allen, die von Weibern ge— boren sind, ist nicht aufgekommen, der größer sei denn lohannes der Täufer; der aber der sileinste ist im himmel— teich, ist größer denn er. Aber von den Tagen)johannes des Cdufers bis hieher wird das himmelreich gestürmt, und die es stürmen, die reißen es an sich. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis zu Johannes. Und(so ihr's Wollt annehmen)) er ist Elias, der da soll zukünftig sein. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ 6. Auf dem Platze geblieben.(mark. 6, 1—29.) Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte nicht. Herodes aber fürchtete Johannes: denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und ver⸗ wahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern. Und es kam ein gelegener TCag, daß herodes auf seinen Jahrestag ein Abendmaͤhl gab den Obersten und hauptleuten und bornehmsten in Galiläa. Dasuttat hinein die Cochter der herodias und tanzte und gefiel wohl dem herodes und denen, die am Cisch saßen. Da sprach der Ronig zum mägdalein:„Bitte von mit, was du willst, ich will dir's geben!“ Und schwur ihr einen Eid:„Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die Hälfte meines fiönigreichs.“ Sie ging hinaus und sprach zu ihter mutter:„Was soll ich bitten?“ Die sprach:„Das haupt jJohannes des Cäufers.“ Und sie ging alsbald hinein mit kile zum Rönig., bat und sprach:„Ich will, daß du mit gebest jetzt zur Stunde auf einer Schüssel das haupt Johannes des Cdufersl“ Der Rönig war betrübt;: doch um des Eides willen und derer, die am Cische saßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun. Und alsbald schickte hin der Ronig den henker und hieß sein haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und trug her sein Baupt auf einer Schüssel und gab's dem Mägd— lein, und das Mägdlein gab's ihrer utter. Und da das seine jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leib und legtern ihn in ein Grab. 20¹ Der Wwelt: Hheilana I. Gein Werden. 1. Das Reis aus Davids Stamm.(cun. 2, 1-20.) Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Raiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Tandpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Joseph aus Galilãa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Cand zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Mariq, seinem vertrauten Weibe. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie ge⸗ bar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der herberge. Und ses waren hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des herrn Engel trat zu ihnen, und die KRlar⸗ heit des herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:„SFürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem volk widerfahren wirch; denn euch ist heute der heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Staclt Davicks. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Rind in Windeln gewickelt und in einer firippe liegen.“ Und alsbald war da bei dem Engel die menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:„Ehre sei Gott in der höhe, und ßriede auf Erden, und den MRenschen ein Wohl⸗ gefallenl“ hu 20²2 Und hlachen Hen hethl die v silend ur find in hleiteten sinde ge sch der Mar Hiem he Und Holt um Kenn zu Hebe Me auf den Id ihr Hest, er en Oe Haun d nd len, v Luf fei sset 0 299% — In —— ) Es begab dem Rasse ürde. Unt zu der 30 gedermamh er in seins da, aus di Idt Davids dem haus hätzen lief sie dasehj Und sie ge indeln ust onst keina d auf den ihte Helct d die flt sein Wercken. Unch da die Engel von ihnen gen himmel fuhren, prachen die hirten untereinander:„Caßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen st, die uns der herr kundgetan hat.“ Und sie kamen eilenc undl fandeen beide, Marid und Joseph, dazu das find in der KRrippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem ginde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Mariq aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in hrem herzen. Und hdie hirten kehrten wiecler um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. 2. Der Trost Israels.(cuk. 2, 25—40.) Und siehe, ein Rensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und der⸗ selbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete guf den Crost Jsraels, und der heilige Geist war in ihm Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Beist, er sollte cken Toc nicht sehen, er hätte denn zuvor den Gesalbten des herrn gesehen. UndlUer kam aus An⸗ cegen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:„Herr, nun lässest du deinen Diener im Friecken fahren, wie du ge— sagt hast; denn meine Augen haben deinen heiland ge— sehen, welchen du bereitet haͤst vor allen Dölkern, ein Licht, zu erleuchten die heiden, und zum Preis deines Dolkes Jsraell“ Und sein bater und seine Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Mariq, seiner Mutter:„Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Jsrael und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird,(und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen.) auf daß vieler herzen Geclanken offenbar werden.“ Und ses war eine Prophetin, hannga, eine Tochter Pha⸗ nuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und 20³ sSein Werden. hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer jungfrauschaft und war nun eine Witwe bei vierund⸗ achtzig Jahren; die kam nimmer vom Cempel, diente Gott mit Fasten und Beten Cag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries den herrn und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem war⸗ teten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des herrn, kehrten sie wieder nach Galilda zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das kind wuchs unck ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnadle war über ihm. 3. Der Stern der Weisen.(matth. 2. 1-20.) Da Jesus ge⸗ boren war zu Bethlehem im jüdischen Cande, zur Zeit des fönigs herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgen⸗ land gen Jerusalem und sprachen:„Wo ist der neugeborene fönig der juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlaͤnd und sind gekommen ihn anzubeten.“ Da das der Rönig herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem: und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm:„Zu Bethlehem im jücdischen Cande; denn also steht geschrieben durch den Propheten:„Und du Bethlehem im suüdischen Cande bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dit soll mir kommen der herzog. der über mein volk JIsrael ein Herr sei.““ Da berief herodes die Weisen heimlich unck erlernte mit sleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach:„Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Rindlein: und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß ich auch komme und es anbetel“ Als sie nun den Rönig gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über. da das findlein war. da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das haus und fanden das kindlein mit Maria, feiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Möorche. Und Gott befahl ihnen 20⁴ —— m Craum. enhen; un H Land. Da sie let Engel ehe auf Ar und fli I sage; en suche, hahm das and entwi lom Cod selt durch Sahpten Da he Hat, wake sinder zu se da zwe mit Fle Has gesag uf dem sugens, Ind wollt Ihnen.“ Da at Hgel des und sptac slutter 3u Uorben, fand sch und sichelaus uoces, laum e b gall le da Hsagt it 4. In Hagen 0 —— ch ihter dierunc nte Goth ch hinzu lete don em Wak⸗ ich dem zu ihtet st, volle sesus ge Jeit des Morgen; gebotest ehen in Da ds ihm das prieste chte dos je saglel Ilso steht ehem i nter del hetja sein WDerden. im Traum, daß sie sich nicht sollen wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Cand. Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des herrn dem Joseph im Craum und sprach: „Stehe auf und nimm das Rindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach Agyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß herodes das Rindk⸗ lein suche, dasselbe umzubringen.“ Und er staͤnd auf und nahm das flindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Agyptenland; und blieb allda bis nach dem Cod des Herodes, auf daß erfüllet würde, was der herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:„Aus agypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Da herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle ftinder zu Bethlehem töten und an seinen ganzen Grenzen. die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte. Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremias, det da spricht: „Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört. viel flagens, Weinens und heulens: Rahel beweinte ihre Rinder und wollte sich nicht trösten lassen: denn es war aus mit ihnen.“ Da ader ferodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des herrn dem Joseph im Craum in gyptenland und sprach:„Stehe auf und nimm dus Rindlein und seine mutter zu dir und zieh hin in das Cand Istael: sie sind gestorben, die dem Rinde nach dem LCeben standen!l“ Und er stand auf und nahm das sindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Cand lsrael. Da er aber hörte, daß Archelaus im jũdischen Cande fönig war statt seines Vaters herodes, fürchtete er sich. dahin zu kommen. Und im Craum empfing er Befehl von Gott und zog in die Orter des galilaischen Landes und kam und wohnte in der Stadt, die da heißt Nazareth: auf daß erfüllet würde, was da gesagt ist durch die Propheten: Et soll Nazarenus heißen!“ 4. Im Hause des Vaters.(cul. 2. 41—52.) Unch seine Eltern oingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und 20⁵5 sein Wir-ken. da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach hause gingen, blieb das Rind jJesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten's nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Cagereise weit und suchten ihn unter den Verwaͤndten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fandlen, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und ues begab sich, nach drei Cagen faͤnden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Cehrern, wie er ihnen zuhörte unck sie fragte. Unc alle, die ihm zuhörten, ver⸗ wunderten sich seines Verstandlees unck seiner Antworten. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Unck seine Mutter sprach zu ihm:„Mein Sohn, warum hast du uns das ge⸗ tan? Siehe, cdlein bater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“ Und er sprach zu ihnen:„Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, caaß ich sein muß in dem, das meines Daters ist?“ Undk sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab unck kam gen Nazareth und war ihnen unter⸗ tan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den menschen. M. Gein Wirken. Mit dlen Waffen des(lichts! 1. Der Prophet in seinem Vakerlande.(Cun., 14—30.) Und Jesus kam wieder in des Geistes Rraft nach Galiläg; und das Gerücht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte. Und er lehrte in ihren Schulen und waͤrd von jeckermann gepriesen. Unch er kam gen Nazareth, da er erzogen wat, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbat⸗ tage, und stand auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaias gereicht. Unc da er das Buch auftat, fand er den Ort, da geschrieben steht: 20 —— „er Ge darum, Er hater zu heile zu pred und der und der und zu Und o sch. Und u. Und chlift er Nugnis v sse aus set Hephs 5 sielch zu Henn wie Heschehen! lach abe Aenehm il 0 elch: d der Inh Wepta 6 Dalen in erusalen dollendg das fine icht. WII hameh ö Wandten ingen sen 1 sie ihy er ihnyn ten, der ItWorten e Mutte dds ge chmethe iht mio muß il erstandhy ging nnd en untl in ihien 4 Onalh v ilda: u den Ol dermalt E bhu h er 0 eht. Waffen des(ichts. „Der Geist des Herrn ist über mir, darum, daß er mich gesalbet hat. Er hat mich gesandt, zu verkũnden die Srohbotschaft den zu heilen die zerstoßenen Herzen,[Armen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen und den Blinden das Gesicht, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen. und zu verkünden das angenehme Jahr des herrn.“ Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und uer fing an, zu sagen zu ihnen:„heute ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren!“ Und sie gaben alle zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem munde gingen, und sprachen:„st das nicht josephs Sohn?“ Und ser sprach zu ihnen:„Ihr werdet freilich zu mir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört, zu Rapernaum geschehen! Tu auch also hier, in deiner vaterstadt.“ Er sprach aber:„Wahrlich, ich sage euch: sein Prophet ist an⸗ genehm in seinem Daterlande. Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viele Witwen in Israel zu Elias Zeiten. da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate, da eine große Ceurung war im ganzen Cande und zu deren keiner ward Elias gesandt denn allein gen Sarepta der Sidonier zu einer Witwe. Und viele Aussätzige waren in Jsrael zu des Propheten Elisa Zeiten: und deren keiner ward gereinigt denn allein Naeman aus Syrien.“ Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das hörten, und standen auf unck stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn auf einen hügel des Berges, darauf ihre Stadt gebaut war, daß sie ihn hinabstürzten. Hber er ging mitten durch sie hinweg. 2. Das Grundgesetz des Reiches Gottes.(matth. 5, 1-10.) Da er aber das Dolk sah. ging er auf einen Berg und setzte sich: und seine Jjünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind. die da geistlich arm sind: denn das himmelreich ist ihr. 207 Sein Dirken. Selig sind. die da eid tragen: denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen: denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind. die da hungert und dürstet nach der Gerechtig⸗ denn sie sollen satt werden. lkeit: Selig sind die Barmheczigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines herzens sind: denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen: denn sie werden Gottes KRincker heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmeltreich ist ihr. 3. Salz und Licht.(mattp. 5. 11—20) Selig seicʒ ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und teden allerlei Ubles wider euch. so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost: es wird euch im himmel wohl belohnt werden. denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind. Ihr seid das Salʒ der Erde. Wo nun das Salz dumm wird., womit soll man salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn daß man es hinausschütte und lasse es die Ceute zertreten. jhr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht derborgen sein. man zündet auch nicht ein LCicht an unck setzt es untet einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter: so leuchtet es denn allen, die im hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den euten, daß sie eure guten Werke sehen und euten vater im himmel preisen! Ihr solit nicht wähnen, daß ich gekommen bin das Gesetz oder die Propheten aufzulssen: ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch waht⸗— lich: Bis daß himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Punkt dom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Ge— boten auflost und lehrt die Ceute also, der wird det fleinste heißen im himmelreich: wer es aber tut und lehtt, det wird groß heißen im Himmeltreich. 200 —.—.— 4. Ni- Denn ich f denn der licht in de ht he sscht töten Eln. Ich e sal ist des agt. Rach Harcl der du deine& gelenk, de asda vor Hulsoͤhne d opste delne Heweil du Har iders⸗ and der Ri- den fiet sscht von Heler beze ht he schehebt echtig⸗ heih Oerden 1, Weh perfolgeh jen. belohhl jeten, M um Wil ltze, Gesh ;ertreth 1, ie a es Ill uchtet“ leuchts Waffen des(ichts. 4. Nicht auflösen, sondern erfüllen!(matth. 5, 21—38.) Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Phatisäer, so werdet ihr nicht in das himmelteich kommen. Ihtr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig: wer aber sagt: Du nart! der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf den Altar opferst und wirst allda ein⸗ gedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann Romm und opfre deine Gabe. Sei willfähtig deinem Didersacher bald, dleweil du noch bei ihm auf dem Dege bist, auf daß dich der Didersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und Werdest jn den ferker geworfen. Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht don dannen herauskommen, bis du Auch den letzten Heller bezahlest. lht habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, hret zu begehten, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen n seinem herzen. argert dich aber dein rechtes Auge, so teiß es aus und wirf's von dir. Es ist dit besser, daß eins leiner Glieder verderbe und nicht der ganze TCeib in die ßölle geworfen werde. Argert dich deine rechte hand, so daue sie ab und wirf sie von dit. Es ist dit besser, daß tins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in lie Hölle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, ler soll ihr geben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Der sich von seinem Weibe scheidet, es sei denn um Ehe⸗ bruch, der macht, daß sie die Ehe bricht: und wer eine üÜbgeschiedene freit, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehört, daß zunden Alten gesagt ist: Du ollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten. Jch aber sage euch, daß iht überhaupt nicht schwören Ollt, weder bei dem himmel, denn er ist Gottes Stuhl; noch Schortler, Schwert des Gelites. 16 209 sSein Wirken. bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen nönigs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem haupt schwöten; denn du vermagst nicht, ein einziges haat weiß oder schwarz zu machen. Eute Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was darüber ist, das ist vom Ubel. ht habt gehört, daß da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. lch aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Ubel, sondern so dir jemand einen Streich gibt auf deinen cechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel. Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen seind hassen. ch aber sage euch: Liebet eure Seinde; segnet, die euch fluchen: tut wohl denen, die euch hassen: bittet für die, so euch beleidigen und ver⸗ folgen, auf daß ihr Rinder seid eutres Daters im Himmel, denn et läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fuͤt Lohn haben? Cun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und so ihr euch nur zu euren Brüdern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zöllner auch also? Darum sollt ihr vollͤkommen sein, gleichwie euer Dater im Himmel vollkommen ist. 5. Heilige Stille heilige Freude!(matth. 6, 1—18.) Hütet euch, daß ihr eute Gerechtigkeit nicht übet vor den Ceuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Cohn bei eutem vDater im himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie don den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Cohn dahin. Wenn du abet Almosen gibst, so laß deine linke hand nicht wissen, was die cechte tut, auf daß dein Almosen verborgen sei: und dein bater, det in das berborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich. 21⁰0 — Un dle da (kcken d Velden. lahin. und sch bofrgene Hird di ht nich se were hr euch beduͤrfef Dat noch bei luch sollst bermagst machen. ruber ist I0e, Jahn lerstreben teich gibl auch dat, nen Roch h jemano „ del dich tgen wil llächsten ich: Liebe lenen, G und bel⸗ himmah undube. Ingerecht! let iht fu ner? I t,. Was o7 Dachh m hinm 18) hule Daffen des(ichts. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die heuchler, die da gern stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den euten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn aber du betest, so gehe in dein Rämmerlein und schließ die Cür zu unck bete zu deinem Vater im ver⸗ borgenen; und dein vater, der in das Derborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichstellen. Euer Dater weiß, was ihr bedürfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: „Unser vater in dem Himmell Dein Name werde geheiligt! Dein neich kommel Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel! Unser täglich Brot gib uns heute! Und uvergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldligern! Und führe uns nicht in Versuchung. sondern erlöse uns von dem Ubel! Denn dein ist das Reich und die Rraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. Denn so ihr den menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wirck euch euer Dater eure Fehler auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf daß sie vor den Ceuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Cohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein haupt und wasche dein Angesicht, auf daß du nicht scheinest vor den Ceuten mit deinem sasten, sondlern vor deinem Dater, welcher verborgen ist; undl dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's bergelten öffentlich! 6. Nicht sammeln— nicht sorgen!(matth. 6, 1—34 Ihr sollt euch nicht Schãtze sammeln auf Erden, da sie die Motten 99 21¹ sein Wirken. und der Rost fressen. und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im himmel. da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer hHerz. Das Auge ist des eibes(icht. Wenn dein fuge einfältig ist, so wird dein gaͤnzer Leib licht sein; ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein gaͤnzer Leib finster sein. Wenn nun das innere Licht in dir Sinsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! niemand kaͤnn zwei herren dienen. Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben; oder er wird dem einen anhangen uncl den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen unc dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise, und der eib mehr denn die fleidung7 Sehet die bögel unter dem himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himm⸗ lischer Dater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel meht als sie? Wer ist aber unter euch, der mit seiner Sorge seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen könnte7 Und warum sorget ihr für die fleidung? Schauet die Lilien auf dem Selde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins. 50 denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr klein⸗ gläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen:„Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wit uns kleiden?“ Nach solchem allem trachten die heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedütfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes undh nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern Morgen: denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Cag seine eigene Plage habe. 21²2 — 7.L lah iht hl licht Raß iht du aber sscht ge Latsst d Pltter deine lus deit 0us deil Ischt der dle däue Oten§l Bitt sopfet Her emp Ihlopft ohn se Odet so blete?? ellten fi Haler in 3 —— aben und iel, da sie jiebe nicht!“ ist, da st. Je einfältig dein fuge in. Wenn groß Wird ler er Wirc er er Wir chten. Iht Leben, Wos euten lei meht deni ing? Sehe „sie ernten uer himn t diel meht Aner Solhe Ind walüll n auf del“ spinnen st. allet seine selben eiss leidet, gewolst o iht Hlen Waffen des(ichts. 7. Das einzige Gebot!(matth. 7. 1—12.) Richtet nicht. auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht iht richtet, werdet ihr gerichtet werden: und mit welcherlei maß ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?7 Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder:„Halt, ich will dir den Splitter aus deinem uge ziehen“, und siehe, ein Balken ist in deinem guge! du heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem guge: darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders guge ziehest. Ihr sollt das heiligtum nicht den hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Saue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen. Bittet, so wird euch gegeben: suchet, so werdet iht finclen; klopfet an, so wird euch aufgetaͤn. Denn wer da bittet, der empfängt: und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft. dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet um einen Sisch, der ihm eine Schlange biete? sSo denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren findern gute Gaben geben, wie viel mehr wird euer bater im himmel Gutes geben denen, die ihn bitten. Alles nun, was ihtr wollt, daͤß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch: das ist das Gesetz und die Propheten. 8. Die enge Pforte.(matth. 7, 12—29.) Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, det zur berdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf waͤndeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Ceben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafs⸗ kleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende WDölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Rann man auch Crauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Srüchte; aber ein fauler Baum bringt arge Frũchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Frũchte bringen. Ein jeglicher Baum, 213 sSein Wirken. der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins§Feuer geworfen. Darum an ihren Srüchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, herrl in das bimmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines daters im himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Daͤnn werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltäter! Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den ver⸗ gleiche ich einem klugen Mann, der sein haus auf einen Selsen baute. Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stießen an das haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegründet. Und uwer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Maͤnne gleich, der sein haus auf den Sand baute. Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewässer und wehten die Winde und stießen an das haus, da fiel 's Undl tat einen großen Fall.“ Und ees begab sich, da Jesus diese Reden beendet hatte, untsetzte sich das Volk über seine ehre; denn er redete lus Gottes Vollmacht, und nicht wie die Schriftgelehrten. Mancherlei Gleichnis. 1. Vom Herzensacker.(matth. 13, 1—23.) Fin demselben Tage ging Jesus aus dem hause und setzte sich an das Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saß. und alles Dolk stand am Ufer. Und er redete zu ihnen maͤncherlei durch Gleichnisse und sprach: „Siehe, es ging ein Säemann aus zu säen. Und indem er säte, fiel etliches an den Weg: da kamen die Dögel und fraßen's auf. Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und er⸗ 214 ssckten elliches chen! M une une Une Der Une Une auf Une un une i Ohren Pheten Indeh ndh hon 0 Hct Weg Helche Sm 0s sich had Kge w —— ns Heller ckennen. I: hert, ern die 5 Werden d„ haben wir nicht Wir nicht derde ich Oeiche den der⸗ Iuf einen Gewässel raus, fie egründet t, der V den Sant Gewässe , da flt det hate er Ledet gelehtten lben Lag leer. Ii = — liches f ‚ und( MRancherlei Gleichnis. stickten's. Etliches fiel auf ein gutes Cand undetrug Srucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches dreißig⸗ fältig. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ Und udie jünger traten zu ihm und sprachen:„Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?“ Er antwortete unc sprach:„Euch ist's gegeben, daß ihr das Geheimnis des himmelreichs verstehet; diesen aber ist's nicht gegeben. Ddenn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Unch über ihnen wird die Weissagung des Jesaias erfüllt, die da sagt: „Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen unch werdet es nicht vernehmen! Denn dieses volkes hertz ist verstockt und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen, unch mit den Ohren hören und mit dem herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe!“ xlber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören! Wahrlich ich fage euch: Diele Pro— pheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu hören, was ihr höret, und haben's nicht gehört. s5o höret nun ihr dieses Gleichnis don dem Sãemann: Wenn jemand das Wott von dem Reich hoͤrt und nicht versteht, so kommt der Arge und reißt hin⸗ weg, was da gesäet ist in sein herz; und das ist der, bei welchem an dem Wege gesäet ist. Das aber auf das Steinige gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hött und es alsbald aufnimmt mit Freuden; aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch: wenn sich Crübsal und verfolgung erhebt um des Wortes willen, so nimmt er gleich Anstoß. Das aber unter die Dornen gesät ist. das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser 21⁵ sSein Wirken. welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort. und er breingt nicht Frucht. Das aber in das gute Tand gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und versteht es und dann auch Srucht bringt: und etlicher trägt hundert⸗ fältig, etlicher aber sechzigfältig, etlicher dreißigfältig. 2. Wachsen lassen!(matth. 13, 24—30. 36—43) Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das himmel⸗ reich ist gleich einem Menschen, der guten qamen auf seinen Acker säte. Dda aber die(eute schliefen. kam sein Seind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das firaut wuchs und Srucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die snechte zu dem haus⸗ vater und sprachen:„Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?) Woher hat er denn das Unkraut7“ Er sprach zu ihnen:„Das hat der Seind getan.“ Da sprachen die fnechte:„Willst du denn, daß wir hingehen undtes ausjäten?“ Et sprach:„Neinl auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit austaufet, so ihr das Unkraut ausjätet. Casset beicees miteinander wachsen bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sam⸗ melt mir in meine Scheuer.“ Da ließ Jesus das dolk von sich und kam heim. Und seine junger traten zu ihm und sprachen:„Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem cker.“ Er antwortete und sprach zu ihnen:„Des Menschen Sohn ist's, der da guten Samen sät. Der cker ist die Welt. Der gute Same sind die inder des Reichs. Das Unkraut sind die fiinder der Bosheit. Der Seind., der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit§Feuer verbrennt. so wird's auch am Ende dieser Welt gehen. des menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle ärgernisse und die dd untrecht tun. und werden sie in den Feuerofen werfen, da wird sein heulen und Zähneklappen. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Daters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ 216 3.1 Inderes Ismmelt Hahm u unter 1ĩ glö ogel ur zwelgen Ein ch it huimene lucchsät dbsbe Oh n, une 0 ehe — ort, und adR gesaͤt ksteht es hundett⸗ ltlg. Et legte Himmel⸗ uf seinen in Heind hingehen iht nicht Unkraut 30 Gl chnittern let es il zen sam:⸗ im. Und uns das atwoctett Jder d Ite dalld je Hindet Iel. N lie Enge t gehest und lie und d Welfe; Weclh els Relch mancherlei Gleichnis. 3. CLeben und Reichtum.(matth. 13, 31-33. 4—6.) Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach:„Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und säte es auf seinen Acker; welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwächst, so ist es das größte von den Stauden und wirdeein Baum, daß die Dögel unter dem himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen.“ Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen:„Das himmel⸗ reich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengte ihn unter drei Scheffel Mehl, bis daß es ganz durchsäuert warck. Abermals ist gleich das Fimmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand unch verbarg ihn, und ging hin vor Freuden über denselben und uver— kaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermals ist gleich das himmelreich einem RKaufmann, der gute Perlen suchte. Uncl da er eine köstliche Pecle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. 4. Warten können!(Matth. 13. 752.) Abermals ist gleich das Hhimmelreich einem netze, das ins Meer geworfen ist, womit man allerlei Gattung fängt. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gesäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wirdeUes auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und ädie Bösen von den Gerechten scheicen und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird seulen und Zähneklappen sein.“ Und jesus sprach zu ihnen:„Habt ihr das alles ver— standen?“ Sie sprachen:„Ja, Herr.“ Da sprach er:„Darum ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelteich gelehrt, ist gleich einem hausvater, der aus seinem Schatz Neues und ltes hervorträgt.“ 5. Wie oft vergeben?(matth. 18, 21—35.) Da trat Petrus ju ihm und sprach:„Herr, wie oft muß ich denn meinem Zruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist's genug sieben— mal7“ jesus sprach zu ihm:„Ich sage dir, nicht siebenmal, ondern siebzigmal siebenmal. Darum ist das himmel⸗ 217 sSein Wirken. reich gleich einem König, der mit seinen finechten rechnen wollte. Unch als er anfing zu rechnen. kam ihm einer vot, der war ihm zehntausend pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der herr verkaufen ihn und sein Weib unckh seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel dler knecht niecler unch betete ihn an und sprach:„Herr, habe Gedulc mit mir, ich will dir's alles bezahlen.“ Da jammerte den herrn des snechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe snecht hinaus und fand einen seiner mRitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldlig: und er griff ihn an und würgte ihn und sprach:„Bezahle mir, was du mir schuldig bist!l“ Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn uncd sprach:„Habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen!“ Er wollte aber nicht, sondern ging hin unck warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. a aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen undhbrachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich unck sprach zu ihm:„Du Schalks⸗ knecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dlich erbarmt habe?“ Und sein herr warck zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezaͤhlte alles, was er ihm schulcdig war. Also wird euch mein himmlischer Dater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.“ 6. Jedem schlägt seine Stunde.(Matth. 10, 27—30; 20, 1—16) Da antwortete petrus und sprach zu ihm:„Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt: was wird uns dafür7“ Jesus aber sprach zu ihnen:„Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet bei der wiederkunft, da des mRenschen Sohn wirch sitzen auf dem Thron seiner herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen unc richten die zwölf Geschlechter Jsraels. Und wer verläßt häuser oder Brũder oder Schwestern oder vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder äcker um meines Namens willen, der wird's hundertfältig nehmen und das ewige 218 leben e sdle leht Das forgen Ind da um Ca ging av Rarkte hin in Und sie undene gunde Ind spr müßig gedingt Oeinbes Da seine lohn u samen, in jeg Reinter uch ei ingen, Hese Hast sie lle hit Weine Untech bosch aber d hicht l lu dt lahten Rsle f . Indi bl 31 onig MRancherlei Gleichnis. ten rechnen! n einer vot d ers nun en ihn und leben ererben. Aber viele, die da sind die Ersten, werden die Cetzten uncl die Cetzten werden die Ersten sein. Das Himmelreich ist gleich einem hausvater, der am Morgen ausging Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg. —70 u Uncda er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen tete Ihn an Wint Ucirs als“ zum Tagelohn, saͤndte er sie in seinen Weinberg. Uncd tes, und en ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem h. ö markte müßig stehen und sprach zu ihnen:„Gehet ihr auch cen sene hin in den Weinberg: ich will euch geben, was recht ist!“ ulcig: unt Und usie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste uncl neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte 15 Stunde aller ging er aus und fand andere müßig stehen . und sprach zu ihnen:„Was stehet ihr hier den ganzen Cag nir 10 Di müßig7“ Sie sprachen zu ihm:„Es hat uns niemand naern an gedingt.“ Er sprach zu ihnen:„Gehet ihr auch hin in den bepaplt Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden!“ chte solchs Da es nun Abend ward, sprach der herr des Weinbergs Edrache“ zu seinem Schaffner:„Rufe die Arbelter und gib lhnen den Da foccecl Cohn und heb an an den letzten bis zu den erstenl“ Da Schl kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und empfing dieweil d ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, armen 2 meinten sie, sie würdlen mehr empfangen; und sie empfingen amt habe/ auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den emp⸗ ite Ihn dh fingen, murrten sie widler den hausvater und sprachen: m schulch„Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du auch tun.] hast sie uns gleich gemacht, die wir des Cages Cast und cher seines die hitze getragen haben.“ Et antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen:„Mein Freuncd, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen 9) 25, 0 Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will Slehe, u1aber diesem letzten geben gleich wie dir. Oder habe ich ds l14 nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst hahtlich 0 du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die det beh Cetzten die Ersten, und die Ersten die Cetzten sein. Denn n Auf h diele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“ nerun per veil 7. Weh dem, der seine Stunde versäumt!(Matth. 22, 1—14⁴.) eruu Und Jesus antwortete und redete abermals durch Gleich⸗ 3 Hamel nisse zu ihnen und sprach:„Das himmelteich ist gleich einem 0095 e¹ει Konige, der seinem Sohn hochzeit machte und sandte seine 210 sein Wirken. Rnechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen: und sie wollten nicht kommen. Abermals sandte er andere fnechte aus und sprach:„Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist ge⸗ schlachtet und alles bereit: kommt zur Hochzeit!“ Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner hantietung. Etliche aber griffen seine kinechte, höhnten und töteten sie. Da das der Rönig hörte, ward her zornig und schickte seine heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen knechten:„Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert. Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet!“ Und udie fnechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und udie CTische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hoch⸗ zeitlich kleid an, und sprach zu ihm:„Freunc, wie bist du hereingekommen unchhast doch kein hochzeitlich fleid an?“ Er aber berstummte. Da sprach der Rönig zu seinen Dienern: „Bindet ihm hände und Füße und ewerfet ihn in die Finsternis hinaus da wird sein heulen und Zähneklappen; denn viele sind becufen, aber wenige sincl auserwählt.“ 8. Wie das Versäumen anfängk.(matth. 21. 23—32.) Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrte, die hohenpriester und die Altesten im Volk unck sprachen: „Hus was für Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben?“ Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: „Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was für Macht ich das tue: Woher war die TCaufe des Johannes? War sie vom himmel oder von den Menschen?“ Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom himmel gewesen, so wirdeer zu uns sagen: Watrum glaubt ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so müssen wir uns vor dem Dolk fürchten; denn sie halten alle Jo— hannes für einen Propheten. Und sie antworteten Jesu und sprachen:„Wir wissen's nicht.“ Da sprach er zu ihnen:„80 sage ich euch auch nicht, aus was für Macht ich das tue.“ 220 DVDas Iud ging nd arbe cr und Ihn, und! Ich ai d ging IIhen ge hlach zu Rnen m channes and iht aubten scht Buf 9. U Mderes andere selter de ttnern IM der. Hern, daf sillnerf den snechte, Heich al Luch; bet die ander ind sein ahd stie —— Nr und si ere finechte ie sslahhheh dieh ist ge Aber si inen flches lffen seine önig hoͤtte nd bracht jelt ist zwar rum gehh iht findett d brachten die Cische lse Gäste zu Kein hoch Wie bist di sileid ant ö en Dienem le hinstenns“ denn olc Z32) li spraches die Mach u ihnesl Ods sagt. ich 405 lle mancherlei Gleichnis. Was dünkt euch aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne, und ging zu dem ersten undt sprach:„Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberge.“ Er antwortete aber und sprach:„ch will's nicht tun.“ Darnach reute es ihn, und er ging hin. Undeer ging zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und sprach:„Herr, ja“: und ging nicht hin. Welcher unter den zweien hat des daters Willen getan?“ Sie sprachen zu ihm:„Der erste.“ Jesus sprach zu ihnen:„Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und Dienen mögen wohl eher ins himmelreich kommen denn ihr. johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg. und ihr glaubtet ihm nicht: aber die Zöllner und Dirnen glaubten ihm. Unch ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet. 9. Wo das Versäumen endet.(matth. 21, 33—6.) Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein hausvater, der pflanzte einen Weinberg unch führte einen Zaun darum und grub eine Relter darin und baute einen Curm und utat ihn den Wein— gärtnern aus und zog über Cand. Da nun herbeikam die Zeit der Früchte, sandte er seine ünechte zu den Weingärt— nern, daß sie seine Früchte empfingen. Da nahmen die Wein— gärtner seine fnechte; einen stäͤupten sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie. Abermals sandte er andere Rnechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach:„Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.“ Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie unter— einander:„Das ist der Erbe; Rommt, laßt uns ihn töten und sein Erbgut an uns bringen!l“ Und sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weinberge hinaus undlütöteten ihn. om Himme. el sch scht gewesen, genn ihH 0 müsseh en alle 0 n es 5 iynen:. Gd0⁰⁸ be. Wenn nun der herr des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Weingärtnern tun?“ Sie sprachen zu ihm:„Et wird die Bösewichte übel um⸗ bringen und seinen Weinberg andern Weingärtnern austun, die ihm die Srüchte zu rechter Zeit geben.“ Jesus sprach zu ihnen:„Habt ihr nie gelesen in der Schrift:„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. von dem herrn ist das geschehen, und es ist wundechar vor unsern Hugen“? Darum sage ich euch: Das 221 sein Wirken. Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt. Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wirck er zermalmen.“ Und da die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, verstanclen sie, daß er von ihnen redete. Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen; aber sie fürchteten sich vor dem Volk; denn es hiel ihn für einen Propheten. 10. Wachel!(matth. 25, 1—13.)„Dann wirddas Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre ampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Campen; aber sie nahmen nicht Gl mit sich. Die klugen aber nahmen Gl in ihren Gefäßen samt ihren Campen. Da nun der Bräutigam verzog, wurdken sie alle schläfrig unchschliefen ein. Zur Mitternacht aber waͤrch ein Geschrei: „Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus, ihm entgegenl“ Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihte Campen. Die törichten aber sprachen zu den klugen:„Gebt uns von eurem Gl, denn unsre Campen verlöschen.“ Da antworteten die klugen uncdl sprachen:„Nicht also, auf daß nicht uns unclt euch gebreche; gehet aber hin zu den KRrämern und kaufet für euch selbst!“ Unch da sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen:„hert, Herr, tu uns auf!“ Er antwortete aber und sprach:„Wahr⸗ lich, ich sage euch: ch kenne euch nicht.“ Darum wachet; denn ihr wisset weckler Cag noch Stuncdke, in welchet des menschen Sohn kommen wird. 11. Wirket!(matth. 25, 11—30.) Gleichwie ein Mensch, der über Canc zog, rief seine knechte und tat ihnen seine Güter aus; und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seiner Begabung, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte und handelte mit ihnen unch gewaͤnn andere fünf Zentner. Desgleichen, der zwei Zentner emp⸗ 22²2 angen empfan lde un tom det Do tlat andere fnf Ze nf Zei d fron gelreu Leines! empfan Zentner Jewont —— inem bolhe nd wer auf Iber er fal priester und sie, daß u Wie sie ihy enn es hie Himmellesh ahmen unt fünf une Die tölichth Ol mit seh. samt ihin Ale schlarh, ein Gescul wentgegenb! nückten Hun Iso, ufc len Rrãmmed n zu Hahs gen mit ihs, ssen. Zul Hen: el Ich:„Dohl Im wacht in Welchtl Mensch d seim Gu mndern 0. abung 30 unf Zen na gewdt entner u/ Mancherlei Gleichnis. fangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines herrn Geld. Uber eine lange Zeit kam der herr dieser kͤnechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach:„Hert, du hast mit fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fänf Zentner gewonnen.“ Da sprach sein herr zu ihm:„El. du frommer und getreuer snecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen: gehe ein zu deines herrn Sreude!“ Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach:„Herr, du hast mir zwei Zentner ausgetan: siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen.“ Sein herr sprach zu ihm:„Ei, du frommer und getreuer finecht, du bist über wenigem getreu gewesen. ich will dich Über viel setzen; gehe ein zu deines herrn §reudel“ Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatt und sprach:„Herr, ich wußte, daß du ein harter mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, da du nicht gestreut hast: und fürchtete mich, ging hin und ver⸗ barg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deinel“ Sein herr aber antwortete und sprach zu ihm: „Du Schalk und fauler fnechtl wußtest du, daß ich schneide. da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe, so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen ware, hätte ich das Meine zu mit genommen mit Zinsen. Darum nehmet von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat! Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Sülle haben: wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen kRnecht werft in die Sinsternis hinqus; da wird sein heulen und Zähneklappen! 12. Was bleibt für die Ewigkeit?(matth. 25.3146.) Wenn aber des Menschen Sohn kommen wirc in seiner Herrlich⸗ keit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Chron seiner herrlichkeit und werden vor ihm alle bolker versammelt werden. Und uer wird sie voneinander scheiden, gleich als ein hirte die Schafe von den Böcken 22³ sein Wirken. scheicet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Cinken. Da wird daͤnn der Rönig sagen zu denen zu seiner Rechten:„Kommt her, ihr Gesegneten meines Daters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Jch bin ein Gast gewesen, und ihtr habt mich be⸗ herbergt. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich be⸗ kleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mit gekommen!l“ Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: „Hert, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dich getränkt? Wann haben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt, oder nackt und haben dich bekleidet) Wann haben wit dich krank oder gefangen gesehen und sind zu ditr ge— kommen?“ Und uder Rönig wird antworten und sagen zu ihnen:„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ Dann wirdͤer auch sagen zu denen zur Cinken:„Gehet hin von mit, ihr Verfluchten, in das ewige§euer, das be⸗ reitet ist dem Ceufel und seinen Engeln!“ Ich bin hungrig gewesen, und iht habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränkt. Ich bin ein Bast gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt. Ich bin nockt gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht be— sucht.“ Da werden sie ihm auch antworten und sagen: „hert, wann haben witr dich gesehen hungrig oder durstig odet als einen Gast oder nackt oder krank oder gefangen und haben dir nicht gedient?“ Dann wird uer ihnen ant⸗ worten und sagen:„Wahrlich ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt iht mir auch nicht getaͤnl“ Und sie werden in die ewige Pein gehen: aber die Gerechten in das ewige Leben.“ 13. Der barmherzige Samariter.(cun. 10. 23—37) Jesus wandte sich zu seinen jüngern und sagte ihnen besonders: -Selig sind die Augen, die sehen, was iht sehet! Denn 224 h sage ö Las iht hl höret Und ö Und Iuoge el n esel Mdspra hetzen, 1 Aaszeme n spte x 0 Wllst ö ö h spta dbao ö ging e Möre ö gen d dher zuf cdae lat. do — Lin M sah, he Dut ein! sM de lhoschen ——— stellen und sagen zu ten meines Flnbeginn UGiht habt habt mich ot mich be⸗ t mich be⸗ ch besucht. Rommenlé nd sagen ind haben kKt? Wann deherberg haben WIl zu dit ge⸗ d sagen u tan habt Brüdern, en:„Gehe , Cas bei n hunglo In ulsih ch bin ell 91. I bst et. Ich b nicht b' ind sagen let dutsi gefangel ihnen ost 15 iht i bt iht mi ein gehes 7.) e pesondetz jll Denl —. mancherlei Gleichnis. sch sage euch: Diele Propheten und flönige wollten sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und hören, was iht höret, und haben's nicht gehört.“ Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach:„Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Ceben ererbe7“ Et aber sprach zu ihm:„Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du?“ Er antwortete und sprach:„Du sollst Gott, deinen herrn, lieben von ganzem herzen, von ganzer Seele, von allen Rräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten als dich selbst.“ Er aber sprach zu ihm:„Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.“ Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu:„Wer ist denn mein nächster?“ Da antwortete Jesus und sprach:„Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber zufällig, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog: und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Cevit: da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein ôl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte ihn. Des andern Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: »Pflege ihn: und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme!“ Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der nãächste jel gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?7“ Er prach:„Der die Barmherzigkeit an ihm tat.“ Da sprach Jesus zu ihm:„so gehe hin und etue desgleichenl“ 14. Der reiche Kornbauer.(cus. 12. 12—21.) Es sprach Aber einer aus dem volk zu ihm:„Meister, sage meinem Btruder, daß er mit mit das Erbe teile.“ Et aber sprach zu Ihm:„Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter Aber euch gesetzt?“ Und er sprach zu ihnen:„Sehet zu und hütet euch vor dem Geiz: denn niemand lebt davon, gaß ec viele Güter hat.“ Schottier, schwert des Geistes. 15 225 sSein Wirken. Uncer sagte ihnen ein Gleichnis uncdlsprach:„Es war ein reicher Mensch, des Feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? lch habe nicht, da ich meine§rüchte hinsammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen, und will drein sammeln alles, was mit gewachsen ist, und meine Güter; und will sagen zu meiner Seele:„Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und habe guten Mut!“ Aber Gott sprach zu ihm:„Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern: und wes wird's sein, das du bereitet hast?“ Also geht es, wer sich Schätze sam⸗ melt und ist nicht reich in Gott. 15. Der unbarmherzige Haushalker.(cun. 12. 35—48.) Casset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen: und seid gleich den Menschen, die auf ihren herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf daß., wenn er kommt und anklopft, sie ihm alsbald auftun. Selig sind die snechte, die der herr, so er kommt. wachend findet. Wahrlich ich sage euch: Er wird sich auf⸗ schürzen und wird sie zu Tische setzen undl vor ihnen gehen und ihnen dienen. Und so er kommt in der andern Wache und ein der dritten Wache und wird's also finden: selig sind diese Rnechte! Das sollt ihr aber wissen, wenn ein ßhausherr wüßte, zu welcher Stunde der Dieb käme, so wachte er und ließe nicht in sein haus brechen. Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kom⸗ men zu der Stunde, da ihr's nicht meinet.“ petrus aber sprach zu ihm:„herr, sagest du dies Gleich⸗ nis zu uns oder auch zu allen?“ Der hert aber sprach: „Wie ein großes Ding ist's um einen treuen und klugen haushalter, welchen der Herr setzt über sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit ihre Gebühr gebel Selig ist det inecht, welchen sein herr findlet also tun, wenn er kommt. wahrlich ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. So aber der fnecht in seinem herzen sagen wird: Mein herr verzieht zu kommen“; und fängt an zu schlagen knechte und Mägde, auch zu essen und zu trinken und sich 226 —.— Achusauf Ige, da icht v Ihen Lol Der K 0 nicht I+ Wild Nah, hat Riche le RMd mar m Wird 1b. 2 Iudten ab I den Wumischt Menet i sesen , son 0 umt Uhe de wesen sge: e auch Ersa Asenba hum —— „Es war 3. Und et tun? Ich nd sprach: echen und „Oas mit zu meinet t auf diele Iten Mutl⸗ Hacht wilt vird's sein, chäte sam⸗ 8) Lasse nnen: unt en Watten, daß, Wesl m. er kommn d sich alk hnen geheh dern Dach nden: selg „wenn ell b Küme, sh ꝛn. Daluh wird lem mancherlei Gleichnis. vollzusaufen: 3o wird des sinechtes herr kommen an dem Cage, da er sich's nicht versieht, unc zu der Stunde, die er nicht weiß, und wird ihn zerscheitern unck wird ihm seinen Cohn geben mit den Ungläubigen. Der fnecht aber, der seines herrn Willen weiß und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche leicken müssen. Der es aber nicht weiß, hat aber getan, was der Streiche wert ist, wird wenig Streiche leiden. Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und welchem oiel befohlen ist, von dem wird man viel fordern! 16. Der unfruchtbare Feigenbaͤum.(cuk. 13, 1—9.) Es waren aber zu der Zeit etliche dabei, die verkündigten ihm don den Galiläern, deren Blut pilatus mit ihrem Opfer dermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder gewesen sind, dieweil sie das erlitten haben? Ich sage: Hein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdlet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Curm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen Menschen, die zu Jerusalem wohnen? ch sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet iht alle auch also umkommen.“ Et sagte ihnen aber dies Gleichnis:„Es hatte einer einen seigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge: und et kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da prach er zu dem Weingärtner:„Siehe, ich bin nun drei ahte lang alle Jahre gekommen und habe Srucht gesucht nuf diesem Feigenbaum und finde sie nicht; haue ihn ab, pas hindert er das Cand7“ Er aber antwortete und sprach zu ihm:„hHerr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn rabe und bedünge ihn, ob er wollte Srucht bringen: wo nicht, so haue ihn darnach ab!l“ 17. Es ist noch Raum da!(cuk. 14, 16—2½) Es war ein Nensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele lazu. Und sandte seinen necht aus zur Stunde des Abend⸗ mahls, zu sagen den Geladenen:„Rommt, denn es ist alles pereitl“ Und sie fingen an alle nacheinander sich zu ent— 1* 227 sein Wirken. schuldigen. Der erste sprach zu ihm:„Ich habe einen fcker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen: ich bitte dich, entschuldige mich!“ Und der andere sprach:„ch habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.“ Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen.“ Und der fsinecht kam und sagte das seinem herrn wieder. Da ward der hausherr zornig und sprach zu seinem fnechte:„Gehe aus schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und srũüppel und Cahmen und Blinden herein.“ Und der finecht sprach:„Hert, es ist geschehen, was du befohlen hast: es ist aber noch Raum da!“ Und der Herr sprach zu dem knechte:„Gehe aus auf die Candstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, auf daß mein haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen waten, mein Abendmahl schmecken wird!“ 18. Das verlorne Schaf.(un. 15, 1—7.) Es nahten aber zu ihm allerlei Z6llner und Sünder, daß sie ihn hörten. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: „Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen!“ Et sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:„Welcher mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verliert, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wüste und hingehe nach dem verlorenen, bis daß er's finde? Und ewenn er's gefunden hat, so legt er's auf seine Achseln mit ireuden. Und wenn er heimkommt, ruft er seine dreunde und Nachbarn und spricht zu ihnen:„Freuet euch mit mir⸗ denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren wark“ Ich sage euch: Also wird auch§Freude im himmel sein Über einen sünder, der Buße tut, vor neunund⸗ neunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. 19. Der verlorne Groschen.(un. 15, 8—10.) Welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verliert, die nicht ein Cicht anzünde und kehre das haus und suche mit Sleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre d§reundinnen und Hachbarinnen und spricht: „5reuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen 228 — Hefünder Mad Hee Wnder, 20.2 Wel Söl Oater:„ ind er ammelte lber Lan Ou er n Lauerun satben. bes Lanc Rten. U He dle; da Hein ba funger! behen u san him lch ich Lagelöh Une HWaber Aad es nd Hüf habe 06 sfott: Hat bat flic sugere unget sen U st Hefun be sahe zu Ind rie Hate. Mancherlei Gleichnis. ——— e einen l gefunden, den ich verloren hatte.“ Also auch, sage ich euch. hen: ich br wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen H„Ich hale sünder, der Buße tut. t hin sie zu nd der diie, 20. Der verlorne Sohn.(cun. 15, 1152.) Ein Mensch hatte um gann 0 zwei Söhne; und der jüngste unter ihnen sprach zu dem e das sein Dater:„Gib mir, Dater, das Teil der Güter, das mir gehört.“ und spiac; Und mer teilte ihnen das Gut. Und unicht lange daͤrnach Straßen un sammelte der jüngste Sohn alles zusammen und zog ferne Hirüppel um dber Cand; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. prach:„Hen Da er nun all das Seine verzehrt hatte, ward eine große st aber not!) Teuerung durch dasselbe ganze Cand, und er fing an zu lechte:„Oah larben. Und ging hin und hängte sich an einen Bürger ind noͤtiges; des Candes, der schickte ihn auf seinen Acker die Säue zu lde. Ich sah hüten. Unck er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, aden wau, die die Säue aßen; und niemand gab sie ihm. Da schlug er in sich und sprach: Wieviel Tagelöhner hat mein Dater, die Brot die Sülle haben, und ich verderbe im nahten abt ßunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Dater horten. I gehen und zu ihm sagen:„Dater, ich habe gesündigt gegen ind spracht len Himmel und vor dir und bin hinfort nicht mehr wert, ihnenl laß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner ich:„Dashe. Tagelshner!“ at, und sot Unch er machte sich auf uncl kam zu seinem vater. Da eunzig nal r aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Dater, aß ers flcl und es jammerte ihn, lief uncl fiel ihm um seinen Hals seine schel und küßte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm:„Dater, ich seine aunt babe gesündigt gegen den himmel und vor dir: ich bin auch mit ul hinfort nicht mehr wert, daß ich clein Sohn heiße.“ Aber KLloten wl(er Dater sprach zu seinen knechten:„Bringet das beste Aimmelseh tleic hervor und tut es ihm an, und gebet ihm einen Tneunoht gingerreif an seine hand und Schuhe an seine Füße; und bedütst dringet ein gemästet kalb her und schlachtet's; lasset uns sen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot veches Li und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und erleet U3 st gefunden worden.“ Undd sie fingen an fröhlich zu sein. suchen ö Aber der älteste Sohn war auf dem Felcle; und als er 0 efusc gahe zum hause kam, hörte er das Gesänge und den Reigen Dun Iund rief zu sich cer Knechte einen undl fragte, was das bare. Der aber sagte zu ihm:„Dein Bruder ist gekommen, 229 sein Wirken. und dein vater hat ein gemästet falb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat.“ Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Dater heraus und bat ihn. Er aber antwortete und sprach zum Dater:„Siehe, so viel jahre diene ich dir und habe dlein Gebot noch nie über⸗ treten: und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen§reunden fröhlich ware! Nun aber dieser dein sohn gekommen ist, der sein Gut mit Dirnen berschlungen hat, hast du ihm ein gemästet salb geschlachtet.“ Er aber sprach zu ihm:„Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes Muts sein; denn dieset dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden: er war verloren und ist wiedlergefunden.“ 21. Der ungerechte haushalter.(uk. 16. 19) Er sprach aber auch zu seinen Jjüngern:„Es war ein reicher Mann, der hatte einen haushalter; der wurde bei ihm wegen verschleuderung seiner Güter angezeigt. Er forderte ihn vor und sprach zu ihm:„Wie höte ich das von dir? Cu Rechnung von deinem haushalten; denn du kannst hinfort nicht haushalter sein.“ Der haushalter sprach bei sich selbst. was soll ich tun? mein herr nimmt das Amt von mit, graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Ami gesetzt werde, daß sie mich in ihre häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Pächter seines herrn und sprach zu dem ersten:„Wieviel mußt du meinem herrn liefern? Er sprach:„Hundert Connen Ol.“ Und uer sprach zu ihm. „Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig!' Darnach sprach er zu dem andern:„Du aber, wiediel mußt du liefern?“ Er sprach:„Hundert Malter Weizen.“ Und uer sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig!“ Und der herr lobte den ungerechten haushalter, daß ei klüglich gehandelt hatte; denn die Rinder dieser Welt sind klüger als die finder des Cichtes in ihrem Geschlecht. Und ich sage euch auch: Macht euch§reunde mit dem schnöden Mammon, auf daß, wenn's damit zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen hütten! 230 — 22. 1e War und Rõ Heu ger lag sättie selen, e Es lagen Ober st⸗ holle u sah bt el kief und se Dasser diese Llaß di charu Hetröste wische 0a Wol Ind ai ptach Heines siel Odt de sloses Iber l —— chtet, daß e und wollh und bat ihn diehe, so vi sch nie Ubis ben, daß i0 dieser deh. berschlunge let.“ Er abe bei mir, ul aber froͤhlo war tot ult. oren und 9.) Et spiat eicher Mah ihm wehn fordette 0 5on dil? H annst hinst bei sich sehl mt don ml betteln. von dem fi ehmen. m und ps ercn liefem rach zu 05 fünßh aber, u Ilter Wehe ö und schl ö altel, 5 Deb 1 U mancherlei Gleichnis. 22. Der reiche Arme und der arme Reiche.(Cun. 16, 10—31.) Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher einwand und lebte alle Cage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Cür voller Schwären und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die hunde und leckten ihm seine Schwäten. Es begab sich aber, daß der Arme starb und ward ge⸗ tragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Cazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach:„Dater Abraham, erbarme dich mein' und sende Cazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins wasser tauche und kũhle meine Zunge: denn ich leide Pein in dieser Flammel“ Abraham abet sprach:„Gedenke, Sohn. daß du dein Gutes empfangen hast in deinem eben, und Cazʒarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, daß, die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht. und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren.“ Da sprach er:„5o bitte ich dich, Dater, qaß du ihn sendest in meines baters haus: denn ich habe noch fünf Brüder, daß er sie beschwoöre, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort dler Qual.“ Abraham sprach zu ihm:„Sie haben moses und die Propheten: laß sie dieselden hören.“ Er aber sprach:„Nein, Datet Abcaham; nur dann, wenn einer don den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun!“ Er sprach zu ihm:„Hören sie Moses und udie Pro⸗ pheten nicht, so werden sie auch nicht glauben. wenn jemanduvon den Toten aufstünde.“ 23. Pharisãer und Zöllner.(cun. 18.—14½.) Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären. und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Pharisäer, der andete ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: ch danke dit, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber. Ungerechte, 23¹ dein PDirken. Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe.“ Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine flugen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach:„Gott, sei mir Sünckler gnädigl“ lch sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wirch erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ 24. Der Zinsgroschen.(un. 20, 20—26.) Und sie stellten ihm nach und sandten aurer aus, die sich stellen sollten, als wären sie fromm, auf daß sie ihn in der Rede fingen, damit sie ihn überantworten könnten der Obrigkeit und Gewalt des Candpflegers. Und sie fragten ihn unc sprachen:„Meister, wir wissen, daß du aufrichtig redest und lehrest und achtest keines Menschen Ansehen, fondern du lehrest den Weg Gottes recht. Ist's recht, daß wir dem Haiser den Schoß geben, oder nicht?“ Er aber merkte ihre Cist und sprach zu ihnen:„Was ver⸗ suchet ihr mich? Zeiget mir einen Groschen; wes Bild und Überschrift hat er?“ Sie antworteten und sprachen:„Des fiaisers!ꝰ Er aber sprach zu ihnen:„5o gebet dem faiser, was des Raisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Und sie konnten sein Wort nicht tadeln vor dem bolk unck verwunderten sich seiner Antwort und schwiegen still. 25. Das Scherflein der Witwe.(nark. 12. 41½½½) Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schaute wie das volk Geld einlegte in den Gotteskasten; und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherf⸗ lein ein; die machen einen ßeller. Und er rief seine jünger zu sich und sprach zu ihnen:„Wahrlich ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihte ganze Nahrung, eingelegtl“ 23² ö 4— x ö. stte. d etling hd ieh sseht, Ur sletling Hel Iche schl behannt Unne de lad ich Halle, u mme — 2 — 5 E— — —— ste zwelmas n, Was ich eine ugen seine Brot 1 tigt in sein „der with , Ger wil stellten ihm sollten, d ecle fingen, igkeit und ihn und chtig Lecel) N, sondenn ß wit den „Was del⸗ 25 Bildt und chen:„e m Halse, les istl⸗ dem boh piegen sil Und Jesi e Wie d0i piele Reich wei Scheh rief sele ich saht Otteshastn hatte. Iha Der helfer in not und Cod. 26. Der gule Hirte. 0h. 10, 12—16.) ch bin der gute hirte. Der gute hirte läßt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; unch der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe. Der mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. lIch bin der gute hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den bater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine herde und eein hirte werden. Der helfer in Not und CTod. 1. Der Freudenmeister von Kana. Coh. 2. 111.) Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Hand in Galiläa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm:„Sie haben nicht Wein!“ lesus spricht zu ihr:„Weib. was habe ich mit dir zu schaffen? meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Seine Mutter spricht zu den Dienern:„Was er euch sagt, das tut!“ Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge gesetzt nach der Weise der jüdischen Reinigung, und ging in je einen zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen:„Süllet die Wasserkrüge mit Wasser.“ Und sie füllten sie bis oben⸗ an. Uncher spricht zu ihnen:„Schöpfet nun und bringet's dem Speisemeister.“ Und sie brachten's. Als aber der Speise⸗ meister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, woher er kam,(die Diener aber wußten's, die das Wasser geschöpft hatten.) ruft der Speisemeister den Brãutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten.“ Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu flianq in Galiläd, und offenbarte seine herrlichkeit. Und seine jünger glaubten an ihn. 23³ sein Wirken. 2. Er hat Gewalt!(mart. 1, 14—36.) Nachdem aber Jo⸗ hannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläg und predigte das Ebangelium vom Reich Gottes unch sprach: Die Zeit ist erfüllet, un das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! Da er aber an dem galiläischen Meer ging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen: denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: „Solget mir nach: ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Alsobald verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. Und als er von da ein wenig weiter ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedädus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die netze im Schiff flickten: und alsbald rief er sie. Und sie ließen ihten Dater Zebedqdus im Schiff mit den Tage⸗ löhnern und folgten ihm nach. Und sie gingen gen Rapernaum; und alsbald am Sabbat ging er in die Schule und lehrte. Und sie entsetzten sich über seine Cehre; denn er lehrte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten. Unch es wat in ihrer Schule ein Rensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie und sprach: „Halt, was haben wir mit dir zu schaffen. Jesus von Naza⸗ reth? Du bist gekommen uns zu verderben. Ich weiß, wer du bist, der heilige Gottes!“ Und Jesus bedrohte ihn und sprach:„Derstumme und fahre aus von ihm!“ Und der un⸗ saubere Geist riß ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm! Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen:„Was ist das? Was ist das für eine neue ehre? Er gebietet mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm.“ Und sein Gerücht erscholl alsbald umher in das galiläische Cand. Und sie gingen alsbald aus der Schule und kamen in das hous des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwiegermutter Simons lag und hatte das Fieber, und alsbald sagten sie ihm von ihrt. Und uer trat zu iht und richtete sie auf und hielt sie bei der hand: und das Sieber verließ sie, und sie diente ihnen. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Rranke und Besessene. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Cür. Und er half vielen KRraͤnken, die mit 23⁴ manch dus Ul hinau daselb ihmen „Feder gehen gekon Oalilé ing. tam anns hand gekein Und. onde de& lber 4 nals ema U flo nach hhnah Uhnd Wune Wih Lsus enf mn. Hech sosch ihm. * Her! m aber Jo⸗ 5aliläa und und sprach; Gottes f6 bt an das ah er Simon je ins Meel ch zu ihnen. rn machen nach. Und IKobus, dn der, daß se er sie. Unt den Cogé am Sabba atsetzten sh Ud nicht Wl ein Mensch. und sproc 5 bon slcge 0 OWeiß, Vl“ hte ihn uI Und del. ht aus Wl Itereinandt Das ist co unsauben ucht erhl 4 hamen 10 Joham Der Helfer in not und Cod. mancherlei Seuchen belaclen waren, und trieb viele Teufel aus und ließ die Teufel nicht recken; denn sie kannten ihn. Unch des Morgens vor Tage stand er auf und ging hinaus. Und zesus ging in eine wüste Stätte und betete daselbst. Und Petrus mit dlenen, die bei ihm waren, eilten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: „edermann sucht dich!“ Under sprach zu ihnen:„Caßt uns in die nächsten Stäckte gehen, daß ich daͤselbst auch predige; denn dazu bin ich gekommen.“ Und eer predigte in ihren Schulen in ganz Galiläg unck trieb die Ceufel aus. 3. Ich will!(matth. 8. 1—½.) Da er aber vom Berge herab⸗ ging, folgte ihm viel volks nach. Und siehe, ein Aussätziger kam und betete ihn an und sprach:„Hert, so du willst, kannst du mich wohl reinigen!“ Und jesus streckte seine Hanck aus, rührte ihn an und sprach:„Ich will's tun, sei gereinigt!“ Und alsbald wardher von seinem gussatz rein. Und jesus sprach zu ihm:„Siehe zu, sage es niemand, sondern gehe hin undl zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat, zu einem Zeugnis üÜber sie.“ 4. Dein Sohn lebet! 00h. 4% 46—54½) Und Jesus kam aber⸗ mals gen sand in Galiläd, da er das Wasser hatte zu Wein gemacht. Undes war ein Hofbeamter, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser hörte, daß Jesus kam aus Judäa nach Galiläa, und ging hin zu ihm undh bat ihn, daß er hinabkäme und hülfe seinem Sohne; denn er war todkrank. Unch jesus sprach zu ihm:„Wenn ihr nicht Zeichen unc Wundeer sehet, so glaubet ihr nicht.“ Der hofbeamte sprach zu ihm:„Herr, komm hinab, ehe denn mein kind stirbt!“ jesus spricht zu ihm:„Gehe hin, clein Sohn lebt!“ Der MRensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkündigten ihm und sprachen:„Dein Kind lebt!“ Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Undd sie sprachen zu ihm:„Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Sieber!“ Da merkte der Dater, daß es um die Stundee wäre, in welcher Jesus 2³⁵ sein Wirken. zu ihm gesagt hatte:„Dein Sohn lebt!“ Und er glaubte mit seinem ganzen hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus tat, da er aus Judùa nach Galilda kam. 5. Der Mann, über den sich Jesus wunderk.(Cuk. 7. 1—10.) achdem er aber vor dem Dolk ausgeredet hatte, ging er gen Rapernaum. Und eines hauptmaͤnns sinecht lag tod⸗ krank, den er wert hielt. Da er aber von Jesu hörte,. sandte er die ültesten der Juden zu ihm und bat ihn, daß er käme und seinen necht gesund machte. Da sie aber zu Jesu kamen, baten sie ihn mit§leiß und sprachen:„Er ist es wert, daß du ihm das erzeigest: denn er hat unser Volk lieb, und die Schule hat er uns erbautl“ jJesus aber ging mit ihnen hin. Da sie aber nun nicht ferne von dem hause waren, sandte der hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen:„Ach herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest; darum habe ich auch mich selbst nicht würdig ge⸗ achtet, daß ich zu dir käme; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch. der Obrigkeit untertaͤn, und habe firiegsknechte unter mit und spreche zu einem:„Gehe hin!“ so geht er hin; und zum andern:„Romm her!“ so kommt er; und zu meinem kinecht:„Cu das!“ so tut er's.“ Da aber Jesus das hörte, verwunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Jsrael nicht gefunden!“ Unck da die Gesandten wiecerum nach hause kamen, fanden sie den kranken änecht gesund. 6. Der Gichtbrüchige.(mark. 2. 1—12.) Unc über etliche Tage ging er wiederum gen Rapernaum; und es wurde bekannt, daß er im hause war. Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten auch draußen vor der Cür; und er sagte ihnen das Wort. Und es kamen etliche zu ihm, dlie brachten einen Gichtbrüchigen, von vieren getragen. Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem bvolk, deckten sie das Dach auf, da er war, und gruben's auf und ließen das Bett hernieder, darin der Gicht⸗ brüchige lag. 2³6 solche dlein Jaß si bas Heichte Hnde wandl Nacht I de geln! bor d undef 7 Mals ene 0 am 56 hn h. Lortte oll leben sh Larsto Hane ward aen Umbt les Und m 5 0 el 0 —— T glaubte e Zeichen, aam. Ul. 7, 11⁰0) te, ging et lag tock esu höͤtte, t ihn, daß d sie aber ichen:„Er hat unset nun nicht auptmann , bemüͤhe nein Dach vurdig ge⸗ Wort, so in Mensch unter mit hin: un ju meinen dds hötie um uno sage euch Idenl“ se kamen, Der helfer in not und Cod. Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen:„Mein Sohn, deine Süncklen sind dir ver⸗ geben!“ Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saßen allda und dachten in ihrem herzen:„Wie reclet dieser solche Gotteslästerung? Wer kann Sünclen vergeben denn allein Gott?“ Und Jesus erkannte alsbald in seinem Geist, daß sie also dachten bei sich sell'st und sprach zu ihnen: „Was denket ihr solches in euren herzen? Welches is leichter, zu dem Gichtbrüchigen zu sagen: Dir sinch deine sünden vergeben; oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sünden auf Erden(sprach er zu dem Gichtbrüchigen:) lch sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim!“ Und alsbald stand er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, also daß sie sich alle entsetzten uncl priesen Gott und sprachen:„Wir haben solches noch nie gesehen!“ 7. Sonnlagsarbeil?(mark. 3,1—6.) Und uer ging aber⸗ mals in die Schule. Undl Ves war da ein Mensch, der hatte eine gelähmte hand. Uncdd sie lauerten darauf, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, auf daß sie eine Sache wider ihn hätten. Und uer sprach zu dem Menschen mit der ver⸗ dorrten hand:„Tritt hervor!“ Und her sprach zu ihnen: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Ceben erhalten oder töten?“ Sie aber schwiegen still. Und er sah sie umher an mit Zorn und ward betrübt über ihr verstocktes herz und sprach zu dem menschen:„Strecke deine hand ausl“ Und er sireckte sie aus, und die hand ward ihm gesund wie die andere. Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des herodes Dienern über ihn, wie sie ihn umbrächten. 8. Meeressturm.(mark. 4, 351½) Und an demselben Cage des Abends sprach er zu ihnen:„Caßt uns hinüberfahten!“ Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war: und es waren mehr Schiffe bei ihm, Und es erhob sich ein großer Wirbelwinc und warf die Wellen in das Schiff, also daß das Schiff voll ward. Und er war 23⁷ Sein Wirken. hinten auf dem Schiff unck schlief auf einem kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm:„Meister, fragss du nichts darnach, daß wir verderben?“ Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer:„Schweig und verstumme!“ und der Wind legte sich, und es ward eine große Stille. Und mer sprach zu ihnen:„Wie seich ihr so furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt 7* Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: „Wer ist der? denn Wind und Meer sind ihm gehorsam!“ 9. Geistersturm.(mart. 5. 1—20.) Und sie kamen jenseit des Meeres in die Gegend der Gadarener. Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Grä— bern ein besessener NMensch mit einem unsaubern Geist, der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit ketten; denn er war oft mit Sesseln und fetten gebunden gewesen und hatte die setten abgerissen und udie Sesseln zertieben, und niemand konnte ihn zähmen. Und er war allezeit, Cag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich mit Steinen. Da uer aber Jesum sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut unck sprach:„Was habe ich mit dir zu tun, o jesu, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, daß du mich nicht quälest!“ Denn er sprach zu ihm:„Sahre aus, du unsauberer Geist, von dem menschen!“ Und eer fragte ihn:„Wie heißest du?“ Und uer antwortete und sprach:„Cegion heiße ich; denn wir sind unser viele.“ Undler bat ihn sehr, daß er sie nicht aus der Gegenc triebe. Undees war daselbst an den Bergen eine große herde Säue auf der Weicke. Und die Teufel baten ihn alle und sprachen:„Caß uns in die Säue fahren!“ Und alsbald er⸗ laubte es ihnen Jesus. da fuhren die unsaubern Geister aus und fuhren in die Säue; unch die herde stürzte sich von dem Abhang ins Meer(ihrer waren aber bei zwei⸗ tausench, undtersoffen im Meer. Undldie Sauhirten flohen und verkündigten das in der Stadt und auf dem Lande. Und ösie gingen hinaus zu sehen, was da geschehen war, und kamen zu Jesu und sahen den, der von den CTeufeln besessen war, daß er saß und war bekleidet und vernünftig. 238 — Iind fuͤcc hen, We Vuen. Und Hgend: Und ö lh eten ö hndern cn Deir det f Ing hin I.e grof huwund U0.. Hss Wi Wals zu Uhhm der nd da = D —— ssen. Unund furchteten sich. Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Sauen. ster, frags stand auf „Schweig es Watc ie seid iht abt!“ keinandet. sehorsam“ nen jensel dls et aus den Gr⸗ Geist, del ind konnte ar oft mit die fietten nd Konne 01, Quf den 0 sich Mit er zu und 15 habe i chöchstenl qudlesté heter Oeis. eißest oul⸗ ich: denh daß el si Dder helfer in not und Cod. Und sie fingen an und baten ihn, daß er aus ihrer Gegend zöge. Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, ö daß er möchte bei ihm sein. Aber Jesus ließ es nicht zu. sondern sprach zu ihm:„Gehe hin in dein haus und zu den deinen und verkündige ihnen, wie große Wohltat dir der herr getan und sich deiner erbarmt hat!“ Und er ging hin und fing an auszurufen in den Zehn⸗Städten, wie große Wohltat ihm Jesus getan hatte; und jedermann berwundeerte sich. 10. Zesus am Sterbebelt.(mart. 5, 21—23. 35—43.) Und da jesus wieder herüberfuhr im Schiff, versammelte sich viel bolks zu ihm, und er war an dem meer. Und siehe, da kam der Obersten einer von der Schule, mit Namen Jairus; und da er ihn sah, fiel er ihm zu Füßen und bat ihn sehr und sprach:„Meine Tochter ist in den letzten Zügen; du wollest kommen und deine hand auf sie legen, daß sie gesund werde und lebe!“ Und er ging hin mit ihm: und es folgte ihm viel Dolks nach, und sie drängten ihn. Da kamen etliche vom Gesinde des Obersten der Schule und sprachen:„Deine Tochter ist gestorben: was bemöhest du weiter den Meister?“ Jesus aber hörte alsbald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem Obersten der Schule: „Iürchte dich nicht, glaube nurl“ und ließ niemand ihm nachfolgen denn betrus und jakobus und Johannes. den Bruder des Jakobus. Und er kam in das haus des Obersten der Schule und sah das Getümmel und die da seht weinten und heulten. Unduer ging hinein und sprach zu ihnen:„Was tummelt und weinet ihr? Das kind ist nicht gestorben, sondern es schläft!' Und sie verlachten ihn. Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den vater des Rindes und dlie Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, da das Rind lag, und ergriff das Rind bei der hand und sprach zu ihr: „Calitha kumil“ das ist verdeutscht:„Mägdlein, ich sage dir, stehe aufl“ 239 Sein Dirken. Und alsbald stand das mägdlein auf und wandelte; es war aber zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich über die Mmaßen. Und er verbot ihnen hart, daß es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben. 11. Zesus am Sarge.(cuk. 7, 1117) Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging: und seiner jünger gingen viele mit ihm unck viel Dolks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselben, und er sprach zu ihr:„Weine nicht!“ und trat hinzu und rührte den Sarg an, und die Cräger standen. Und er sprach:„Jüngling, ich sage dir, stehe aufl“ Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter. Undl es kam sie alle eine Furcht an, und sie priesen Gott und sprachen:„Es ist ein großer Pro⸗ phet unter uns aufgestaͤnden, und Gott hat sein Volh heimgesucht!“ Und diese Recle von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegenden Cänder. 12. Speisung der Fünflausend.(mark. 6, 52—4½.) Und er fuhr da in einem Schiff zu einer wüsten Stätte besonders. Und das Volk sah sie wegfahren; und viele kannten ihn und liefen dahin miteinoander zu Fuß aus allen Städten und kamen ihnen zuvor uncl kamen zu ihm. Unck Jesus ging heraus und sah das große Volk, undl es jammerte ihn derselben; denn sie waren wie die Schase, die keinen hirten haben; und uer fing an, sie lange zu lehren. Da nun der Tag fast dahin war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen:„Es ist wüst hier, und dler Tag ist nun dahin; laß sie von dir, daß sie hingehen umher in die Dörfer und Märkte und kaufen sich Brot; denn sie haben nichts zu essen.“ Jesus abet antwortete und sprach zu ihnen:„Gebt ihr ihnen zu essen!“ Und sie sprachen zu ihm:„Sollen witr denn hingehen und für zweihundert Groschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben?“ Er aber sprach zu ihnen: „Wieviel Brote habt ihr? Gehet hin und sehetl“ Und 2⁴⁰ ise, au Wichten, Hac et n m himr oüng se et v A sie h ch Hsche Und. 6.3 0 dus Thus un derse ch her Iugtet x Whein Iwandelte, n sich übet es niemand geben. S begab sich ging, und Dolks. gil trug man war seinel IEs aus det „ Jammette nichtl“ Und ger standen aufl“ Und und er gab Furcht Oh, großer Pi⸗ t sein boh holl in ds Ländet. 11*) Und e besondetz annten ihn sen Städha Und Jes 5 Jammelt die Heinel ahlen. Dder helfer in not und Cod. —2.—..— da sie es erkundet hatten, sprachen sie:„Funf, und zwei sische.“ Und er gebot ihnen, daß sie sich alle lagerten, tisch⸗ weise, auf das grüne Gras. Und sie setzten sich nach schichten, je hundert und hundert, fünfzig und fünfzig. Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische, und sah auf zum himmel und dankte und brach die Brote und gab sie den jüngern, daß sie ihnen vorlegten, und die zwei Sische eilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt. Und sie hoben auf die Brocken, zwölf Rörbe voll, und von den Fischen. Und die da gegessen hatten, waren fünftausend Maͤnn. 13. Ja; Herr;— aber doch!(mart. 15, 21—28.) Und Jesus Ung aus von daͤnnen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kananäisches Weib kam uus derselben Gegend und schrie ihm nach und sprach: Ach herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! meine Cochter wird vom Ceufel übel geplagt!“ Und er antwortete ht kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen:„Caß sie doch von dir, denn sie schreit uns ach.“ Et antwortete aber und sprach:„Ich bin nicht gesandt enn nur zu den verlorenen Schafen von dem hause Israel.“ e kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach:„Herr, Hilf mir!“ Aber er antwortete und sprach:„Es ist nicht fein, daß nan den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die hunde.“ Sie sprach:„Ja, hert: aber doch essen die hund-⸗ bkin von den Brosamlein, die von ihrer herren Cisch fallen!“ Da antwortete Jesus und sprach zu ihr:„O Weib, dein Hlaube ist groß; dir geschehe, wie du willst!“ Und ihre Lochter ward gesund zu derselben Stunde. 14. Der dankbare Samariter.(un. 17. 1 10.) Und es begab sch. du er reiste gen jerusalem, zog er mitten durch Samatien umd Galiläd. Und als er in einen Markt kam, begegneten him zehn aussätzige Männer, die standen von ferne und hoben ihre Stimme und sprachen: Hesu, lieber Meister, barme dich unserlꝰ Und da et sie sah, sprach er zu ihnen: schsttler, Schwert des Gelstes. 16 24¹ Sein Wirken. „Gehet hin und zeiget euch den Priestern!“ Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah. daß er geheilt war kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel auf sein Angesicht zu seinen süßen und daͤnkte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und spracht „Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? hat sich sonst keiner gefunden. der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser FSremdling?“ Und er sprach zu ihm:„Stehe auf, gehe hin: dein Glaube hat dir geholfen!“ 15. Tue dich auf!(marn. 7, 31—7) Und da er wiedet ausging aus der Gegend von Tyrus und Sidon, kam et an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn: Stadte. Und sie brachten zu ihm einen CTauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die hand auf ihn legte Und uer nahm ihn von dem volk besonders und legte ihn die Finger in die Ohren und spützte und rührte seine zunge und sah auf gen himmel, seufzte und sprach 5 ihm:„hephathal“ das ist!„Cu dich aufl“ und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und uer redete recht. Und er ver⸗ bot ihnen, sie sollten's niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und sie wunderten sich über die Naßen und sprachen:„Er hat alles wohl gemacht: die Cauben macht er hoͤrend und die Sprach⸗ losen redendl“ 16. Wenn du könntest glauben!(mark. o. 100) Und ei kam zu seinen jüngern und sah viel volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten. Und alsbald 4a alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu unt grüßten ihn. Und uer fragte die Schriftgelehrten:„Wah befragt ihr euch mit ihnen?“ Einer aber aus dem vo antwortete und sprach:„Meister, ich habe meinen Sohl hergebracht zu dit, der hat einen sprachlosen Geist: um wo er ihn erwischt, so reißt er ihn: und er schäumt umd knirscht mit den Zähnen und verdorrt. lch habe mi deinen jüngern geredet, daß sie ihn austrieben. und s ö V D Imhen? Odu u an? l Ru 1 Uihnee Rd Wäl Me lar Ion fir KWotfer Helbar Wihm: MWglich Ices d Hert, ht Dar Maubes sbeteo I sah M eht ch aue Acer! Und Mdlerg. prad lch be I Ddt ma VI.. M se Id ister, —3—— es geschah, geheilt wat, me und fit. Rte ihm. Un e und sprach, sind aber d ader umhehsh llingꝰ Cein Glaub da er Wiech idon, kamt biet der Ach/ en, det stut auf ihn est und legte cühtte sell Ind sprach und das dul Und er u meht et sie wuncen hat alles u0 0 de du Der helfer in not und Cod. konnen's nicht.“ Er antwortete ihm aber und sprach: „O du unglaubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch tragen? Bringet ihn her zu mir!“ Und sie brachten ihn her zu ihm. Unck alsbalc, da ihn der Geist sah, riß er ihn; und er fiel auf die Erde und wälzte sich und schäumte. Und er fragte seinen Vater: Wie laͤnge ist's, daß es ihm widerfahren ist?“ Er sprach: Don kind auf: und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbrächte. Rannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Jesus aber sprach ju ihm:„Wenn du könntest glauben; alle Dinge sind noglich dem, der da glaubtl“ Und alsbald schrie des iindes Dater mit Cranen und sprach: Ach glaube, lieber serr: hilf meinem Unglauben!“ Da nun Jesus sah, daß das Dolk zulief, beclrohie er den unsaubern Geist und sprach zu ihm:„Du sprachloser und auber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn!“ Da schrie er und riß hn sehr und fuhr aus. Und er ward, als ware er tot, (uß auch viele sagten:„Er ist tot.“ Jesus aber ergriff ihn lei der hand und richtete ihn auf: und uer stand auf. Und da er heimkam. fragten ihn seine Jünger be⸗ bnders:„Warum konnten wir ihn nicht austreiben?“ Und c sprach:„Diese rt kann mit nichts ausfahren denn (urch Beten und Fasten.“ Und sie gingen von da hinweg ind wandelten durch Galiläd; und uer wollte nicht, daß s semand wissen sollte. 17. Pas willst du, daß ich dir kun soll?(mark. 10 46—52. Ind sie kamen gen jericho. Und da er aus Jericho ging. und seine Jjünger und ein großes Volk, da saß ein klinder, Bartimdus,(des Cimaus 5ohn.) am Wege und bettelte. Und da er hörte, daß es Jesus von Nazareth nar, fing er an zu schreien und zu sagen:„Hesu, du Sohn bavids, erbarme dich mein!“ Und viele bedrohten ihn, er Ullte stillschweigen. Er aber schrie viel meht:„Du Sohn bavids, erbarme dich mein!“ Und Jesus stand still und luß ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen ihm:„Sei getrost, stehe auf, er ruft dich!“ Und er warf sen sileid von sich, stand auf und kam zu Jesu. Und jesus 10* 2¹³ Sein Wirken. antwortete und sprach zu ihm:„Was willst du, daß ich dir tun soll?“ Der Blinde sprach zu ihm:„Meister, daß ich sehend werdel“ Jesus aber sprach zu ihm:„Gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen!“ Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege. 18. Cazarus, unser Freund, schläft! Coy. 11, 1—26.) Es lag aber einer krank, mit Namen Cazarus, von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha. Maria aber war, die den herrn gesalbt hat mit Salbe und seine Süße getrocknet mit ihrem haar; deren Bruder Cazʒarus war krank.) Da sandten seine Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen:„herr, siehe, den du liebhast, der liegt krank. Da Jesus das höôrte, sprach er:„Die srankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, daß der Sohn Gottes da⸗ durch geehrt werde.“ Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und LCazarus. Als er nun hörte, daß elr Rrank war, blieb er zwei Cage an dem Ort, da her wat. Darnach spricht er zu seinen Jungern:„Caßt uns wieder nach Judda ziehen!“ Seine Junger sprachen zu ihm: „Meister, jenes Mal wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dahin ziehen?“ jesus antwortete:„Sind nicht des Cages zwolf Stunden/ wer des Cages wandelt, der stößt sich nicht: denn er sieht das Licht dieser Welt. Wer aber des Nnachts wandelt, der stößt sich: denn es ist kein Licht in ihm.“ Solches sagte er. und darnach spricht er zu ihnen:„Cazarus, unser Streund. schläft: aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke.“ Da sprachen seine jünger:„Herr, schläft er, so wird's besser mit ihm.“ Jesus aber sagte von seinem Tode: sie meinten aber, er redete vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Cazarus ist gestorben, und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dagewesen bin, auf daß ihr glaubet: aber lasset uns zu ihm ziehenl“ Da sprach Chomas, der genannt ist Zwilling, zu den Jüngern:„Caßn uns mitziehen, daß wir mit ihm stecben.“ Da kam jesus und fand ihn, daß er schon vier Tage im Grabe gelegen hatte. Bethanien aber war nahe bei Jexusalem, bei fünfzehn Seld Weges: und viele Juden waren zu Martha und Marid gekommen. sie zu trösten 2⁰¹ — Iber Ihter fommt, ge shen. Da wesen, veiß auch Ae Gott e luferstehe Martl ustehen v Jesus las Leber eich stür HDjrd nim 19.2 Rarthaef chtistus, lad da shwester ud ruft. luf und lchen g⸗ Hartha't m hause se ellend hrachen: fl nun Vseinen Der helfer in not und Cod. über ihren Bruder. Als Martha nun hörte, daß Jesus kommt, geht sie ihm entgegen: Mariq aber blieb daheim sitzen. Da sprach Martha zu Jesu:„Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben; aber ich weiß auch noch, daß, was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.“ Jesus spricht zu ihr:„Dein Bruder soll auferstehen!“ martha spricht zu ihm:„Ich weiß wohl, daß er auf⸗ erstehen wird in der Auferstehung am jüngsten Tage.“ jesus spricht zu ihr:„Ich bin die Auferstehung und das Ceben; wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ 19. Aus dem Grab in's Leben zurück! Coh. 11. 277.) martha spricht zu ihm:„Herr, ja: ich glaube, daß du bist chtistus, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.“ Und da sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sprach:„Der Meister ist da und ruft dich!“ Dieselbe, als sie das hörte, stand sie eilend auf und kam zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in den slecken gekommen, sondern war noch an dem Ort, da ihm martha war entgegengekommen. Die Juden, die bei ihr im hause waren und sie trösteten, da sie sahen Maria, doß sie eilend aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach und sprachen:„Sie geht hin zum Grabe, daß sie daselbst weine.“ Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Füßen und sprach zu ihm:„Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben!“ Als Jesus sie sah weinen und die Juden auch weinen, die mit ihr kamen, ergrimmte er im Geist und betrübte sich selbst und sprach: „Wo habt ihr ihn hingelegt?“ Sie sprachen zu ihm:„herr, komm und sieh es!“ Und Jesu gingen die Augen über. Da sprachen die Juden:„Siehe, wie hat er ihn so lieb gehabtl“ Etliche aber unter ihnen sprachen:„Honnte, der dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht verschaffen, daß auch dieser nicht stürbe?“ Da ergrimmte Jesus abermals in sich selbst und kam zum Grabe. Es war aber eine Gruft, und ein Stein darauf gelegt. Jesus sprach:„Hebt den Stein ablꝰ Spricht zu ihm 2⁰⁵ Sein Wirken. martha, die Schwester des Derstorbenen:„Hert, er riecht schon; denn es ist ja schon vier Cage!“ Jesus spricht zu ihr:„Habe ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du solltest die herrlichkeit Gottes sehen?“ Da hoben sie den Stein ab, da der Derstorbene lag. Jesus aber hob seine Augen empor und sprach:„Dater, ich danke dir, daß du mich erhört hast; doch ich weiß, daß du mich allezeit hörst aber um des Volks willen, das umhersteht, sage ich's, daß sie glaͤuben, du habest mich gesandt.“ Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme:„Cazarus, komm heraus!“ Und der Verstorbene kam heraus, ge⸗ bunden mit Grabtüchern an§üßen uncl Händen, und sein Angesicht verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen:„Bindet ihn los und lasset ihn gehen!“ Viele nun der Juden, die zu Maria gekommen waren, und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Der Arzt der Seele. 1. Von neuem geboren. C0h. 3, 12¹) Es war aber ein mensch unter den Pharisdern, mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden; der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm:„Meister. wir wissen, daß du bist ein Cehrer von Gott gekommen: denn niemand kann die Zeichen tun, die dus tust, es sei denn Gott mit ihm.“ Jesus antwortete und sprach zu ihm:„Wahrlich, wahrlich ich sage dit: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus spricht zu ihm:„Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er ein Greis geworden ist?ꝰ“ Jesus antwortete:„Wahrlich. wahrlich ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Sleisch: und was vom Geist geboren wird. das ist Geist. Caß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe:„Ihr müsset von neuem geboren werdenl“ Der Wind blast, wo er will. und du hörst sein Sausen wohl: aber du weißt nicht, woher et 2⁴ —— vommt ur Hem Geist Hlikod asches zu Isst du ei hahtlich gugen, w Rugniser sllischen ch euch Hlemand Redergeh Immel i Ahoht ha luf daß ondern e Also ungebo hn gla las ew Ihn nie ondern gaubt, e lir ist samen 6 Helscht, fenscher Hre Werk und kom Hetraft —— et klecht igt, so du 5 sehen lag. Jesus ich danhe ; du mich mhersteh ndt.“ D „Iazarus raus, ge: und sein spricht zu en waken, liche abel ten ihnen raber en emus,en der Mlach bist eh sie Zeiche ntwottet je d: 65 so hall splicht 0 ann et e wahlsc petde dll 0 Golls st Heish 1 Uh lüsset 00H Oill, 10 ů vohel( ö Der Arzt der Seele. kommt und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.“ Nikodemus antwortete und sprach zu ihm:„Wie mag solches zugehen?“ Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich. wahrlich ich sage dir: Wir reclen, was wir wissen, und zeugen, was wir gesehen haben; und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würcde7 Und niemand fährt gen himmel, denn der vom himmel her⸗ niedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im himmel ist. Unck wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden. auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden. sondern das ewige LCeben haben. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen sSohn gab, auf daß alle, die an ihn glaͤuben, nicht verloren werden,„sondern das ewige eben haben, denn Gott hat seinen sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet; denn er glaubt nicht an den namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Cicht in die Welt gekommen ist, und die menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges tut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das(icht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.“ 2. Am Jakobsbrunnen. 00b. 4, 1—22.) Da nun der hherr wahrnahm. daß vor die Pharisaer gekommen war, wie Jesus mehr jünger machte und taufte denn Johannes,(wiewohl jesus selber nicht taufte, sondern seine Jjünger,) verließ er das Cand Jjudâúd und zog wieder nach Galiläa. Er mußte aber durch Samarid reisen. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißt Sichar. nahe bei dem Seld. das Jakob 2⁰ν sSein Wirken. seinem Sohn Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen: und es war um die sechste Stunde. da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr:„Gib mir zu trinkenl“ Denn seine jünger waren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kauften. Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: „Wie bittest du von mir zu trinken, so dͤu ein Jude bist, und ich ein samaritisch Weib?“(Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.) Jesus antwortete und sprach zu ihr:„Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser.“ Spricht zu ihm das Weib:„Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfest, und der Brunnen ist tief: woher hast du denn lebendiges Wasser? Bist du mehr denn unser Dater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine FKinder und sein Dieh.“ Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihr:„Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werdlen, das in das ewige Ceben quillt.“ Spricht das Weib zu ihm:„herr, gib mir dieses Wasser, auf daß mich nicht dürste und ich nicht herkommen müsse zu schöpfen!“ Jesus spricht zu ihr: „Gehe hin, rufe deinen Mann unck komm herl“ Das Weib antwortete und sprach zu ihm:„ch habe keinen mann.“ Jesus spricht zu ihr:„Du hast recht gesagt: ich habe keinen Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein Mann; da hast du recht gesagt.“ Das Weib spricht zu ihm:„herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. Unsere väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle.“ Jesus spricht zu ihr:„Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem wercket den Vater anbeten. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Jeit und ist schon jetzt, daß die waͤhrhaftigen Anbeter 2⁴⁸ —— Werden denn der sst Geist Heist u Ueib zu hristus uns alle. der mit Und wunder, mand:, Da ließ Stadt Ur Nenscher ob er ni . 7 uter aus mahnter st Jakobs eise, sehn lie sechse Dasser zu trinken „ daß se b zu ihm Jude bs en haben ntwortete be Gollez inken, pPplich womit d du denn ter Jakob It datal⸗ esus as ser ttinh. er trinłen t dulsten das Dit 3 in I1 Hett, gb ich nich t zu ihl erlꝰ Do he helnef esagt: 0 habt, u0 10 lehl ehe, O06 sem belge Stätte,0 b; glaube sem belli E anbekes, Lon fnben Der Arzt der Seele. werden den Dater anbeten im Geist und in der Wahrheit: denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. Gott ist Geist, unc die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Spricht das Weib zu ihm:„Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn derselbe kommen wird, so wird er's uns alles verkündigen.“ Jesus spricht zu ihr: Ich bin's. der mit dir redet!l“ Undeüber dem kamen seine Jünger, und es nahm sie wunder, daß er mit dem Weibe redete. Doch sprach nie⸗ mand:„Was fragst du7“ oder:„Was redlest du mit ihr?“ Da ließ das Weib ihren frug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Ceuten:„Rommt, sehet einen mRenschen, dler mir gesagt hat alles, was ich getan habe, ob er nicht Christus sei?“ 3. Die erste Ernke. Coh. 4, 30—½.) Daa gingen die Sama⸗ riter aus der Stadt und kamen zu ihm. Indes aber er⸗ mahnten ihn die Jünger und sprachen:„Rabbi, iß!“ Er aber sprach zu ihnen:„Ich habe eine Speise zu essen, von der wisset ihr nicht.“ Da sprachen die Jünger unterein⸗ ander:„Hat ihm jemanck zu essen gebracht7“ Jesus spricht zu ihnen:„Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen dles, der mich gesancht hat, und vollende sein Werkl Saget ihr nicht: Es sind noch vier Monate, so kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: hebet eure Augen auf und sehet in das Feld denn es ist schon weiß zur Ernte. Uncd wer da schneidet, der empfängt Cohn uncl sammelt Frucht zum ewigen Ceben, auf daß sich miteinander freuen, der da sät und der da schneidet. Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser sät, der andere schneiclet. Ich habe euch gesandtt zu schneiclken, was ihr nicht gearbeitet habt: andere haben gearbeitet, und ihr seict in ihre Arbeit ge⸗ kommen!“ Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus der Stadt um des Weibes Rede willen, welches da zeugte:„Er hat mir gesagt alles, was ich getan habe.“ Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, daß er bei ihnen bliebe: und er blieb zwei Tage da. Und viel mehr glaubten 2⁴9 sSein Wirken. — um seines Wortes willen und sprachen zum Weibe:„Wir baren, glauben nun hinfort nicht um deiner Rede willen: wir hingehst. haben selber gehört und erkannt. daß dieser ist wahrlich Gluben, Christus, der Welt heiland.“ ober des Aber nach zwei Cagen zog er aus von dannen und Und zog nach Galiläa. Denn er selber, Jesus, zeugte. daß ein ber spra Prophet daheim nichts glilt. gehe un Ihm:„Le 4. Der reiche Jüngling.(marzk. 10. 17⁷½) Und da er hin und hinqusgegangen war auf den Weg. lief einer herzu, kniete Und vor ihm und fragte ihn:„Guter Meister, was soll ich tun, aber etl daß ich das ewige Ceben ererbe?“ Aber Jesus sprach zu mit dene ihm:„Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn Jesu der einige Gott. Du weißt ja die Gebote wohl: Du sollst Hug le nicht ehebrechen. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht deich 6⁰ stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand täuschen. Ehre bater und Mutter.“ Et ant⸗ 6. K wortete aber und sprach zu ihm:„Meister, das habe ich Leufel a alles gehalten von meiner Jugend aufl“ Und Jesus sah Leufel a ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm:„Eines fehlt dit: derwund Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den lieibt di Armen, so wirst du einen Schatz im Bimmel haben: und Laufel komm, folge mir nach und nimm das freuz auf dich.“ an Zeic Er aber ward unmutig über die Rede und ging traurig Er a davon; denn er hatte viele Güter. En je Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Vird u „Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes ber Sata kommenl“ Die Junger aber entsetzten sich über seine Rede. htehen Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Lellzehu „Ciebe flinder, wie schwer ist's, daß die, so ihr Dertrauen lucch auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommenl Es ist e wuef leichter, daß ein hamel durch ein Nadelöhr gehe, denn Wafl daß ein Reicher ins Reich Gottes kommel“ Sie entsetzten— sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander:„Wer ble kann denn selig werden?7“ Jesus aber sah sie an und 5. sprach:„Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei sune Gott: denn alle Dinge sind möglich bei Gott.“ 10 e 5. Kein Zurück!(cun. 9. 57⁵½) Und sie gingen in einen andern Markt. Es begab sich aber. da sie auf dem Wege 0 dubc ; 25⁰ :„Wit en, Wit dahrlich en und daß ein da er „ Knlete ich lun, rach z ut denn Du solst lst nicht h)u solt Et ant⸗ habe ih esus sch ehlt dil: ib's d en: u0 uf dich' trault jungem. Golles ne Rede ihnen erttauen s he, dehl. entsetlel let. Hel an u0 nicht bei In eiel U Der Arßt der Seele. waren, sprach einer zu ihm:„Ich will dir folgen, wo du hingehst.“ Und Jesus sprach zu ihm:„Die Füchse haben Gruben, und die bögel unter dem himmel haben Nester; aber des enschen Sohn hat nicht, da er sein haupt hinlege.“ Uncker sprach zu einem anckern:„Jolge mir nach!l“ Der sprach aber:„herr, erlaube mir, daß ich zuvor hin⸗ gehe und meinen vater begrabe.“ aber Jesus sprach zu ihm:„Caß die Toten ihre TCoten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes.“ Und ein anderer sprach:„Herr, ich will dir nachfolgen: aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind.“ Jesus aber sprach zu ihm:„Wer seine hand an den Dflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes!“ 6. Kein Rückfall!(cun. 11, 14—28.) Und uer trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Ceufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Dolk derwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen:„Er treibt die Ceufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel.“ Die andern aber versuchten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm vom himmel. Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüst, und ein haus fällt über das andere. Ist nun der Satanas auch mit sich selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? Dieweil ihr sagt, ich treibe die Ceufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Ceufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Rinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Singer die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahrt, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stäckerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen harnisch. darauf er sich verließ, und teilt den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Wenn der unsaubere Geist don dem Menschen ausfahrt, so durchwandelt er dũrre Statten, sucht Ruhe und findet sie 25¹ sein Wicrken. nicht: so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein haus, datdus ich gegangen bin.“ Und wenn er kommt. so findet er's gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind, denn er selbst: und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und mes wird hernach mit demselben Menschen ärger denn zuvor.“ Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im volk die Stimme uncd sprach zu ihm:„Selig ist der Ceib, der dich getragen hat, und die Brust, an der du gelegen hast!l“ Er aber sprach:„Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“ 7. Viel vergeben!(cun. 7. 36—50) Es bat ihn aber der Pharisäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Pharisäers Haus und setzte sich zu Tisch. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, daß er zu Tische saß in des Pharisäers Hause, brachte sie ein Glas mit Salbe und trat hinten zu seinen züßen und weinte und fing an seine Süße zu netzen mit Tränen und mit den haaren ihres haupts zu trocknen und küßte seine Füße und salbte sie mit Salbe. Da aber das der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte:„Wenn dieser ein Prophet waäre, so wüßte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn an⸗ rührt; denn sie ist eine Sünckerin.“ Jesus antwortete und sprach zu ihm:„Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Er aber sprach:„Meister, sage an!l?— „Es hatte ein Gläubiger zwei Schuldner. Einer war schuldig fünfhundert Groschen, der andere fünfzig. Da sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er's beiclen. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben?“ Simon antwortete undl sprach:„Ich achte, dem er am meisten geschenkt hat.“ Er aber sprach zu ihm:„Du hast recht geurteilt.“ Undeer waͤndte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: „Siehest du dies Weib? Ich bin gekommen in dein haus, du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Füßen: diese aber hat meine Füße mit Cranen genetzt und mit den haaren ihres hauptes getrocknet. Du hast mir keinen Ruß gegeben: 25² —— dese abe abgelasse nicht mi gesalbt. geben, d geben w Und Da finge sch selbs lt aber holfen: 8.f ang du Jachdus Undtert nicht vo et lief v el ihn f Une Reckte nleder Und er x ha sie d Anhehrt „Kehef und so wleder. Hell wi denn d. u mac 9. War ein — n mein Rommt, t er hin I„ denn sie da, er denn an Welb ler leib, gelegen 9Wott Iber det 9 hineln nd siehe. kin. Do hauft u seinen ahen mi nen unt Iber d05 h et de wate s ihn ol⸗ ich habe e anl inet wal Der Arzt der Seele. diese aber, nachdem sie hereingekommen ist, hat sie nicht abgelassen meine Füße zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Ol gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viele Sünden ver⸗ geben, denn sie hat viel geliebt; welchem aber wenig ver⸗ geben wirc, der liebt wenig.“ Und er sprach zu ihr:„Dir sindt deine Sünden vergeben!“ Da fingen an, die mit zu Tische saßen, und sprachen bei sich selbst:„Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt?“ Er aber sprach zu dem Weibe:„Dein Glaube hat dir ge⸗ holfen; gehe hin mit Srieden!“ 8. Heute Heil!(cuk. 10, 1—10.) Under zog hinein und ging durch Jericho. Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner und war reich. Und er begehrte Jesum zu sehen, wer er ware, und konnte nicht vor dem volk; denn er war klein von Person. Unck er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sähe; denn allda sollte er durchkommen. Und als Jesus kam an die Stätte, sah er auf und be⸗ merkte ihn und sprach zu ihm:„Zachäus, steig eilend her⸗ nieder: denn ich muß heute in deinem hause einkehren!“ Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murrten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachãus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: „Siehe herr, die hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder.“ Jesus aber sprach zu ihm:„Heute ist diesem hause heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist. denn des Menschen Sohn ist gekommen zu suchen und selig zu machen, das verloren ist.“ 9. Sündige hinfort nicht mehr. Coh. 5. 1—16) Darnach war ein Sest der Juden, und Jesus ʒog hinauf gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich. der heißt auf hebräisch Bethesda und hat fünf Hallen, in welchen lagen viele ranke, Blinde, Cahme, Abgezehrte, die warteten, wann sich das Wasser bewegte. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich und bewegte das wasser. Welcher nun zuerst, nachdem das Wasser bewegt 25⁹ sSein Wirken. war, hineinstieg, der warct gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war.) Es war aber ein Mensch daselbst, achtunddreißig Jahre lang krank gelegen. Da Jesus ihn sah liegen und vernahm, daß er so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm:„Willst du gesund werden?7“ Der Kranke antwortete ihm:„herr, ich habe keinen Mmenschen, wenn das Wasser sich bewegt, der mich in den Teich lasse;: und wenn ich komme, so steigt ein anderer vor mir hinein.“ Jesus spricht zu ihm:„Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin!“ Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber desselben Cages der Sabbat. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund geworden war: „Es ist heute Sabbat; es ziemt dir nicht, das Bett zu tragenl“ Er antwortete ihnen:„Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm dein Bett und gehe hin!“ Da fragten sie ihn:„Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und gehe hin?“ Der aber gesund geworden war, wußte nicht. wer es war: denn Jesus war gewichen, da so viel bolks an dem Ort war. Darnach fand ihn Jesus im Cempel und sprach zu ihm: „Siehe zu, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Argeres wicker⸗ fahre.“ der mensch ging hin und verkündigte es den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesum und suchten, ihn zu toͤten, daß r solches getan hatte am Sabbat. 10. Den ersten Stein! Coh. 8, 1—11.) Jesus aber ging an den lberg. Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Dolk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten ein Weib zu ihm, im EPhebruch ergriffen, und stellten sie in die mitte dar und sprachen zu ihm:„Meister, dies Weib ist ergriffen auf frischer Tat im Ehebruch. Moses aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen; was saͤgst du?“ Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, auf daß sie eine Sache wider ihn hätten. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 254 tö— klls undespte Werfe de nieder u Da Gewissen ltesten lassen al aber ric Uelb, sp glaͤgerꝰ Sle 50 bete Uinfott! 11. Und Jest Dar. Un wer hat geboren' — Sellche ig Jahre ernahm, „Willlt :„hert, bewegt, so steigt „Stehe hm sein Sabbat. en Wat: ragenl Hte, del fragten NRimm en Wal, hen, d0 ʒu ihm hinfott Widet⸗ es Gell Darum en, Gah ging 0 in eh sich uno ten eil in di Weib it LI uns Das Sache. ö schieb Der Arzt der Seele. Als sie nun anhielten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen:„Wer unter euch ohne Sündke ist, der werfe den ersten Stein auf siel“ Unch bückte sich wieder nieder und schrieb auf die Erde. Da sie aber das hörten, gingen sie hinaus, von ihrem Gewissen überführt, einer nach dem andern, von den Altesten an bis zu den Geringsten: und Jesus ward ge⸗ lassen allein unc das Weib in der Mitte stehend. Jesus aber richtete sich auf; und da er niemand sah denn das Weib, sprach er zu ihr:„Weib. wo sincd sie, deine Der⸗ kläger? hat dich niemand verdammt?“ Sie aber sprach:„Herr. niemand.“ Jesus aber sprach: „S5o verdamme ich dich auch nicht: gehe hin und sündige hinfort nicht mehr.“ 11. Der Blinde sehend— die Sehenden blind! Ooh. 9, 11. Unch Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen:„Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?“ Jesus antwortete:„Es hat weder dieser ge⸗ sündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm. Ich muß wirken die Werke des. der mich gesandt hat, solange es Tag ist: es Kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.“ Da er solches gesagt, spützte er auf die Erde und machte einen fot aus dem Speichel und schmierte den Kot auf des Blinden Augen und sprach zu ihm:„Gehe hin zu dem Teich Siloah(das ist verdeutscht: gesandt) und wasche dichl“ Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Die Nachbarn und die ihn zuvor gesehen hatten, daß er ein Bettler war, sprachen:„Ist dieser nicht, der dasaß und bettelte7“ Etliche sprachen:„Er ist's“; etliche aber: „Er ist ihm ähnlich.“ Er selbst aber sprach:„ch bin's.“ Da sprachen sie zu ihm:„Wie sindl deine Augen aufgetan worden7“ Er antwortete und sprach:„Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Rot und schmierte meine Hugen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich. lch ging hin und wusch mich und ward sehend.“ Da sprachen sie zu ihm:„Wo ist er?“ Er sprach: Ich weiß nicht.“ 25⁵ sein Wirken. Da fũührten sie ihn zu den Pharisäern, der weiland blind war.(Es war aber Sabbat, da Jesus den Rot machte und seine Hugen öffnete) Da fragten ihn abermals auch die Pharisder, wie er wäre sehend geworden. Er aber sprach zu ihnen:„Rot legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend.“ Da sprachen etliche der Phari⸗ saer:„Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den Sabbat nicht hält.“ Die andern aber sprachen:„Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?“ Und es ward eine Zwietracht unter ihnen. Sie sprachen wiecler zu dem Blinden:„Was sagst du von ihm, daß er hat deine ugen aufgetan?“ Et aber sprach:„Er ist ein Prophet.“ Die Juden glaubten nicht von ihm, daß er blind ge⸗ wesen und sehend geworden wäre, bis daß sie riefen die Eltern des, der sehend war geworden, fragten sie und sprachen: st das euer Sohn, von welchem ihr sagt, er sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend?“ Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen:„Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daß er blind geboren ist: wie er abet nun sehend ist, wissen wir nicht: oder wer ihm hat seine Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug. fraget ihn, laßt ihn selbst für sich reden.“ Solches sagten seine Eltern; denn sie fürchteten sich vor den Juden. Denn die juden hatten sich schon vereinigt, so jemand ihn für Christus bekennte, daß er in den Bann getan wũrde. Darum sprachen seine Eltern:„Er ist alt genug, fraget ihn selbst.“ Da riefen sie zum andern Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm:„Gib Gott die Ehre: wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist.“ Et ant⸗ wortete und sprach:„st er ein Sünder, das weiß ich nicht: einles weiß ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend.“ Da sprachen sie wieder zu ihm:„Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf?“ Etr antwortete ihnen: ch habe es euch schon gesagt: habt ihr's nicht gehört? Was wollt ihr's abermals hören? Wollt ihr auch seine Jjünger werden?“ Da schalten sie ihn und sprachen:„Du bist sein Jünger: wir aber sind des Moses Jjünger. Wir wissen, daß Gott mit Moses geredet hat: woher aber dieser ist, wissen wir nicht.“ Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen:„Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, woher er sei; 256 undler he bott die uchtig is belt an i Hunden d Hott, er ke Uihm: Ind stieße Eõ sa er ihn Hohn Got sr auf du hast i lber spra Und) ghommer and die de b Phati Ind wir t blind, Mit sind .V ssus zu. uf Mose flles nun, Altet une ah sse so were u senschen ht mit aß l H-e denk Ioß. Sle 0 haber d don 0 ber et 1 Uln.“ er i Hogine nd blind hte und luch die sprach ch Wusch TPhaki⸗ Sabbat ann ein ard eine zu dem e glugen lind ge⸗ iefen die sie unl gt, et se ne Elten 15 Geser e et dbel hat seine lt genug n. Denn ihn l „Dalul n selbse del blind lie łhie: Et asl ich nich. sehend WDie 0 Der Arzt der seele. und er hat meine Augen aufgetan. Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht hört, sondern so jemand gottes⸗ fürchtig ist und tut seinen Willen, den hört er. Don der Welt an ist's nicht erhört, daß jemand einem geborenen Blinden die Augen aufgetan habe. Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts tun.“ Sie antworteten und sprachen zu ihm:„Du bist ganz in Sünden geboren und lehrst uns? Und stießen ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoßen hatten. Und da er ihn fand, sprach er zu ihm:„Glaubst du an den sohn Gottes 7“ Er antwortete und sprach:„Herr, welcher ist's7 auf daß ich an ihn glaube.“ Jesus sprach zu ihm: „Du hast ihn gesehen, und der mit dit redet, der ist's.ꝰ Er aber sprach:„Herr, ich glaube,“ und betete ihn an. Und jesus sprach:„Ich bin zum Gericht auf diese Welt gekommen, auf daß, die da nicht sehen, sehendl werden. und die da sehen, blind werden.“ Und solches hörten etliche der Pharisqder, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: „Sind wir denn auch blind7 Jesus sprach zu ihnen:„Wäret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprecht: „Wir sind sehend“, bleibt eure Sünde.“ 12. Wehe den Heuchlern!(matth. 23, 1—33.) Da redete jesus zu dem volk und zu seinen Jjüngern und sprach: „Auf Moses' Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäder. kllles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollet, das haltet und tut's: aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun; sie sagen's wohl, und tun's nicht. Sie binden aber schwere und unertraägliche Bürden und legen sie den menschen auf den Hals: aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. lle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Saume an ihren fleidern groß. Sie sitzen gern obenan über Cisch und in den Schulen und haben's gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den menschen Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Und sollt niemand Vater heißen auf Erden; denn einer ist euer bater, der im himmel ist. Und iht Schattlet, Schwert des Geistes. 17 257 Sein VDirken. sollt euch nicht lassen Meister nennen: denn einer ist euer meister, Christus. Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst ernieckrigt, der wird erhöht. weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das himmelreich zuschließet vor den Menschenl Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen. weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen häuser fresset und wendet laͤnge Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Derdammnis empfangen. wWeh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler. die ihr Cand und Wasser umziehet. daß ihr einen Juden⸗ genossen machet; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Rind der Hölle, zwiefältig mehr, denn ihr seicll weh euch, verblendete Leiter, die ihr sagt:„Wer da schwört bei dem Tempel. das ist nichts: wer aber schwoͤrt bei dem Gold am Tempel, der ist's schuldig.“ Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt „Wer da schwört bei dem Altar, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Opfer, das darauf ist, der ist's schuldig.“ Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heiligt? Darum, wer da schwört bei dem Altar, der schwörtt bei demselben und bei allem, was darauf ist. Und wer da schwört bei dem Tempel, der schwört bei demselben und bei dem, der darin wohnt. Und wer da schwört bel dem himmel, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. weh euch, Schriftgelehrte und Pharisder. ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel und lasset dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr verblendeten Ceiter, die iht mücken seihet und Ramele verschluckt! weh euch, Schriftgelehrte und Pharisder, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Sraßes! Du blinder 25⁸ —— Ilharisder, nd Schüs eh, le iht gl luswendig otengebes cheinet iht voller Wehse se iht de Hlechten Uhater Zeite nstihnen uch selbst lopheten VWohla Hlangen, Audammse 13. De sende; Rdderen Mudet ihr schen von mme all dem Sharlas Ischen d ssosche ruse anigst, d — ist euer er Diener rniedtig, Heuchlet, enschen! laßt ihr heuchle, let lange dammnis Heuchser en Juden macht ihl n iht sei „Der 00 er schwol ht Hatten Cempe. ichts l der sst Göher:(l er school Und va zwischen dem Cempel und Altar. Wahrlich ich sage euch, teinigft, die zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine sinder versammeln wollen, wie eine henne versammelt hre füchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt. iehe, euer haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich uage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr Hrecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des herrn!“ hinzukam, sah er die Stadt an und weinte über sie unch Prach:„Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Der Arzidler Seele. Pharisäer, reinige zum ersten das Inwenclige an Becher und Schüssel, auf daß auch das Auswendige rein werdkel Weh, euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Cotengebeine und alles Unflats! Also auch ihr; von außen scheinet ihr vor den menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugenc. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräber und sprecht:„Wären wir zu unsrer Däter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut.“ 80 gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr finder seid derer, die die Propheten getötet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Däter! Ihr Schlangen, ihr Otterngezüchte! wie wollt ihr der höllischen berdammnis entrinnen? 13. Wehe über Jerusalem!(matth. 23, 34.—39.) Darum siehe. sch sendle zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen und werdet sie ver⸗ olgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch omme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, don dem Blut des gerechten Abels an bis aufs Blut des zacharias, des Sohnes Berechja's, welchen ihr getötet habt laß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und 14. Er weinte über sie.(cun. 10, 1—48.) Und als er nahe 19 259 0 —ꝛi— sSein Wirken. Zeit, was zu deinem Srieden dient! Aber nun ist's vor hndernev deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich hottes ge kommen, daß deine Seinde werden um dich und deine Da fl Kinder mit dir eine WDagenburg schlagen, dich belagern und und stellt⸗ an allen Orten ängsten, und werden dich schleifen und im:„Bis keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht seht gesch erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.“ am, und Unduer ging in den Cempel und fing an auszutreiben, al deiner die darin verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: esus zu Es steht geschrieben:„Mein haus ist ein Bethaus:“ ihr abet bott, deir habt's gemacht zur Mördergrube. Und er lehrte täglich Wiec im Tempel. Aber die hohenpriester und Schriftgelehrten sohen be und die bornehmsten im volk trachteten ihm nach, daß sie serlichte ihn umbrächten, und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten; bau niecd denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn. hebe dick lusollst a ö Da v Der eingeborne Sohn Gottes. angel zu 1. Der Geist des Vaters über ihm.(matth. 3, 12—17) Zu 3. An der Zeit kam Jesus aus Galilãa an den Jordan zu Johannes. vottete i daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte luch“ ihm und sprach: ch bedarf wohl, daß ich von dir getaust hach, daf werde, und du kommst zu mir?“ Jesus aber antwortete hach, sor und sprach zu ihm:„Caß es jetzt also sein; also gebührt es sch Helbst uns alle Gerechtigkeit zu erfüllen.“ Da ließ er's ihm zu⸗ Da 0 Und uda Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus aahrlich dem Wasser: und siehe, da tat sich der himmel auf uber ihm. ser tun Und uer sah den Geist Gottes gleich als eine Caube herab⸗set tut fahren und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme sher hat vom himmel herab sprach:„Dies ist mein lieber Sohn. u wite an welchem ich Wohlgefallen habel!“ awunc I 2. Dem Vater gehorsam.(matth. 4. 1⁷ι¹ Da ward Jesus—— vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Ceufel Wten versucht würde. Und da er vietzig Cage und vierzig nächte asle ö gefastet hatte, hungerte ihn. Und der versucher trat zu n 99 ihm und sprach:„Bist du Gottes Sohn, so sprich. daß diese Wnth Steine Brot werdenl“ Und uer antwortete und sprach: E steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. i 260 —— n ist's vot t über dich und deine lagern un leifen un I5 du nich st.“ Szuttelben zu ihne“ 5m iht abt“ ete tägsh iftgelehten ich, Gaß s. tun solllen 13¹⁷⁷ V Johanns ines Wehll“ dit geiall antwoll gebuͤhl 6 s ihn heraufe uf übet hn aube heu ine umst ber 50 — Der eingeborene sSohn Gottes. sondern von einem jeglichen Wort, das durch clen Mund Gottes geht.“ Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm:„Bist du Gottes Sohn, so laß dlich hinab; denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf den hänclen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ Da sprach jesus zu ihm:„Wiederum steht auch geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.“ Wieclerum führte ihn cdler Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre herrlichkeit undl sprach zu ihm:„Das alles will ich dir geben, so du niederfͤllst undt mich anbetest!“ Da sprach Jesus zu ihm: »„Hebe dich weg von mir, Satan! denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen herrn, und ihm allein dienen.“ Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.“ 3. Am Werk des Valers. Coh. 5, 17—29.) Jesus aber ant⸗ wortete ihnen:„Mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch.“ Darum trachteten ihm die Juden nun viel mehr nach, daß sie ihn töteten, daß er nicht allein den Sabbat brach, sondern saͤgte auch. Gott sei sein Dater, und machte sich selbst Gott gleich. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen:„Wahrlich. wahrlich ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern was er sieht den Vater tun; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Der Vater aber hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut: und wird ihm noch größere Werke zeigen, daß ihr euch verwunckern werdet. Denn wie der Vater die Toten auf⸗ erweckt und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand., sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben, auf daß sie alle den sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Dater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige 261 Sein Wirken. Ceben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Todle zum Leben hindurchgecdlrungen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es kommt die Stunde unck ist schon jetzt, daß die Coten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören; und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie dler Dater das Ceben hat in ihm selber, also hat er dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in ihm selber, und hat ihm Macht gegeben auch das Gericht zu halten, darum daß er cles Menschen Sohn ist. Derwundckert euch des nicht. Denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in clen Gräbern sind, werclen seine Stimme hören und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Cebens, die aber Ubles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ 4. Das Zeugnis des Valers.(0h. 8, 17—56.)„Auch stehl in eurem Gesetz geschrieben, daß zweier Menschen Zeugnis wahr sei. Ich bin's, der ich von mir selbst zeuge; und der Vater, der mich gesaͤnckt hat, zeugt auch von mir.“ Da sprachen sie zu ihm:„Wo ist clein Vater?“ Jesus antwortete:„hr kennet wecdler mich noch meinen Dater; wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Dater.“ Diese Worte redete Jesus an dlem Gotteskasten, da er lehrte im Tempel: unck niemanch griff ihn, denn seine SĩStunde waͤr noch nicht gekommen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen:„Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen uncl in eurer Süncke sterben. Wo ich hingehe, da könnet ihr nicht hinkommen.“ Da sprachen die Juden:„Will er sich denn selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, da könnet ihr nicht hinkommen7“ Uncl er sprach zu ihnen:„Ihr seickt von unten her, ich bin von oben her; ihr seick von dieser Welt, ich bin nicht von clieser Welt. 50 habe ich euch gesagt, daß ihr sterben werdlet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubet, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Süncken.“ Da sprachen sie zu ihm:„Wer bist du denn?“ Und Jesus sprach zu ihnen:„Erstlich der, der ich mit euch recle. Ich habe viel von euch zu reden unc zu richten; aber der mich gesanckt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich vor der Welt.“ Sie verstanden aber nicht, daß er ihnen von dem Vater sagte. 26² Da fs Hon erh. es sei une mein bate hat, ist n enn ich Da er un Jesus leiben w unger u helt wird da a Ind niem lenn: Ihr Jesus et ist vom die Stunct Hmme des die werden ihm selber haben in las Gelich sst. die Stunde rden sein da Gules aber Ubles „Auch se en Zeugns“ euge, unt! on mik.“ er Jet nen batei, nen bau“ en, d denn seit he hinog terben. W. 0 42.* er plich 7 α bon obeh 1 . 0 Uelt.“ atet 0 Der eingeborene sohn Gottes. Da sprach Jesus zu ihnen:„Wenn ihr des Menschen sohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es sei und nichts von mir selber tue; sondern, wie mich mein Dater gelehrt hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der vater läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.“ Da er solches redete, glaubten viele an ihn. Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten:„So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten jünger und werdet die Wahrheit erkennen, undl die Wahr⸗ heit wird euch frei machen.“ Da antworteten sie ihm:„Wir sind Abrahams Samen, sind niemals jemandes nechte gewesen; wie sprichst du denn: Ihr sollt frei werden?“ ö Jesus antwortete ihnen und sprach:„Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sündke kinecht. Der Rnecht aber bleibt nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibt ewiglich. S50o euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.“ 5. Mit dem Vorte des Vaters. 0oh. 8, 4659.)„Welcher unter euch kann mich einer Süncdle zeihen? 5o ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht; Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.“ Da antworteten die juden und sprachen zu ihm:„Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und hast den Teufel7“ Jesus aͤnt⸗ wortete:„ch habe keinen CTeufel, sondern ich ehre meinen bater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht und richtet! Wahrlich, wahr⸗ lich ich sage euch: s8o jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich!“ Da sprachen die juden zu ihm:„Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben uncl die Propheten, und du sprichst: 50 jemand mein Wort hält, der wirdl den TCod nicht schmecken ewiglich. Bist cdu mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?“ Jesus ant⸗ wortete:„So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr 26³3 sSein Wirken. sprecht, er sei euer Gott, und kennet ihn nicht: ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Cügner, gleichwie ihr seic. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham, euer Dater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte: und er sah ihn und freute sich.“ Da sprachen die Juden zu ihm:„Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?“ Jesus sprach zu ihnen:„Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.“ Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus. 6. Mit der Vollmacht des Valers. Coh. 10, 18—31)„Nie⸗ maͤnd nimmt mein Ceben von mir, sondern ich lasse es von mir selber. lch habe Macht es zu lassen, und habe MRacht es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich emp⸗ fangen von meinem Vater.“ Da ward abermals eine Zwietracht unter den Juden über diese Worte. viele unter ihnen sprachen:„Er hat den Teufel und ist unsinnig: was höret ihr ihm zu?“ Die andern sprachen:„Das sind nicht Worte eines Be— sessenen: kann der Teufel auch der Blinden Augen auf⸗ tun? Es ward aber firchweihe zu Jerusalem und war Winter. Und jesus wandelte im Cempel in der halle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm:„Wie lange hältst du unsre Seele auf?7 Bist du Christus, so sage es uns frei herausl“ Jesus antwortete ihnen:„Ich habe es euch gesagt, und ihr glaͤubet nicht. Die Werke, die ich tue in meines baters Namen, die zeugen von mir. Aber iht glaubet nicht; denn ihr seich von meinen Schafen nicht, wie ich euch gesagt habe. Denn meine Schafe hören meine Stimme, unch ich kenne sie, und sie folgen mir: und eich gebe ihnen das ewige Ceben, und sie werden nimmermehr umkommen, und nie⸗ mand wird sie mir aus meiner hand mreißen. Der Dater, der mir sie gegeben hat, ist gröͤßer denn alles; und nie⸗ maͤnd kann sie aus meines baters handureißen. lch und der vater sindeeins!“ 20⁴ Da stelnigte 7. J elllche E daß sie bon bett „hert, u und sag weiter „ie Zei Wercle. daß de sterbe, bringt Wird's hasset, Genen Rein Di wird me Was soll datum! leinen! habe iht hrach d Hand, antwort Wlllen 0 helcht: —— Ilch aber ihn nicht, fülber ich ham, eber ollte; und noch nicht ich sage kfen. fber us. 1)„Mie⸗ ch lasse und habe ich enny den Judhh „Et hal! ihm eines he lugen 0bF oat Wintel mos 1 „Wie ange so sage G ch habe die ich Abet i afen nich ai en 0s euld Der eingeborene sSohn Gottes. Da hoben die Juden abermals Steine auf, daß sie ihn steinigten. 7. Vom Bater verklärt. Coh. 12, 20—33.) Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinagufgekommen waren, daß sie anbeteten auf dem Sest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galiläa war, baten ihn und sprachen: „Herr, wir wollten Jesus gerne sehenl“ Philippus kommt und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: „Die Zeit ist gekommen, daß des Mmenschen Sohn verkläret werde. Wahrlich wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und uer— sterbe, so bleibt's allein: wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte. Wer sein Ceben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wirc's erhalten zvum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach: und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wircl, den wird mein Dater ehren. Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Dater, hilf mir aus dieser Stundel Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Dater, verkläre deinen Namen!“ Da kam eine Stimme vom Hhimmel:„Ich habe ihn verklärt, und will ihn abermals verklärenl“ Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte:„Es donnerte!“ Die andern sprachen:„Es redete ein Engel mit ihm!“ Jesus antwortete und sprach:„Diese Stimme ist nicht um meinet⸗ willen geschehen, sonclern um euretwillen. Jetzt geht das Gericht über dlie Welt: nun wirck der Fürst dieser Welt aus⸗ gestoßen werden. Uncdl ich. wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen!“ Das sagte er aber, zu deuten., welches Todes er sterben würde. 8. Das Ebenbild des Vakers. Coh. 14, 1—14.) Und er sprach zu seinen Jjüngern:„Euer herz erschrecke nicht. Glaubet an Gott und glaubet an mich. In meines Daters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will 285 ich wieclerkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seicl, wo ich bin. Unckl wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch.“ Spricht zu ihm Chomas:„Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; und wie können wir den Weg wissen?“ Jesus spricht zu ihm:„Ich bin cler Weg unchUdlie Wahrheit unch das Ceben; niemancl kommt zum bpater denn durch mich. Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen!“ Spricht zu ihm Philippus:„Herr, zeige uns den Dater, so genügt uns.“ Jesus spricht zu ihm:„So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht chen dater: wie sprichst du clenn: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin unc der bater in mir ist? Die Worte, cdlie ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der DVater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaͤubet mir, daß ich im Vater uncl der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen! Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wirdl großere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Hamen, das will ich tun, auf daß der Vater geehrt werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdeet in meinem Namen, das will ich iun!“ 9. In der Gemeinschaft des Vaters.(matth. 11, 25—30.) Zu dker Zeit antwortete Jesus und sprach:„Ich preise dich, Vvater uncl herr Hirnmels unck der Erde, daß du solches den Weisen und klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Dater; denn es ist also wohl⸗ gefällig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem bdater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater: unck niemanch kennet den vater denn nur der sSohn, uncl wem es der Sohn will offenbaren. kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seidl, ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mit;: denn ich bin sanftmütig unck von herzen chemütig: so werdet ihr Ruhe fincken für eure Seelen; dlenn mein Joch ist sanft unch meine Last ist leicht. 266 10. Da ham undefrag daß des sesst eliche, e Er fü Da antw les leb und spre lenn He Mein Oe Hetrus, Reinde, waltiger geben: m himt sen wi senen) Lsus, de 1. sollen lebens aaß di hottes. —— — — E —— daß iht t iht, und Ht, wo du sus spricht heit und un ducch ch meinen gesehen“ Dater, so in ich bei Der mich nn: Jeige Dater bin euch ledi⸗ jer, der aß ich in aubet mi h ich sa ch tun, em Sohli. llich unk „1, 5¹ reise dich du soschs ö .s.ss Der heldhund seine Streiter. 10. Der Sohn des lebendigen Gottes.(natth. 16, 1320) Dda kam Jesus in die Gegend der Stadt Cäsared Philippi und fragte seine jünger und sprach:„Wer sagen die Ceute, daß des Menschen Sohn sei?“ Sie sprachen:„Etliche sagen, du seist Johannes der Cäufer; die andern, du seist Elias: etliche, du seist Jeremias ocdler der Propheten einer.“ Er sprach zu ihnen:„Wer sagt denn ihr, daß ich sei?* Da antwortete Simon petrus und sprach:„Du bistChristus, des lebendigen Gottes Sohn.“ Und Jesus antwortete und sprach zu ihm:„Selig bist du, Simon, Jonas' Sohn: denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart; sondern mein vater im Bimmel. Und ich sage dir auch: Du bist petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Ge⸗ meinde, und die Pforten der hölle sollen sie nicht über⸗ wältigen. Und ich will dir des himmelreichs Schlüssel geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden loͤsen wirst, soll auch im himmel los seinl“ Da verbot er seinen jüngern, daß sie niemand sagen sollten, daß er. Jesus, der Christus wäre. 11. Wohin ohne ihn? Coh. 6, 68—69.) Herr, wohin sollen wir gehen? du hast Worte des ewigen lebens: und wir haben geglaubt und erkannt, daß du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Der hHeldl und seine Streiter. 1. Die erste Werbung. C0h. 1, 40—51) Einer aus den zweien, die von johannes hörten und Jesu nachfolgten. war Andreas, der Bruder des Simon petrus. Der findet am ersten seinen Brucler Simon und spricht zu ihm:„Wir haben den messias gefunden,(welches ist verdeutscht: der Gesalbte)“ und führte ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er:„Du bist Simon. Jonas Sohn; du sollst Rephas heißen,(das wird verdeutscht: ein Fels.) Des anclern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm:„Folge mir nach!“ Philippus aber war von Bethsaida, aus der 267 sein Wirken. Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet Nathangel und spricht zu ihm:„Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben. Jesum, Josephs Sohn von nazareth.“ und Nathanqel sprach zu ihm:„Was kann von Hazareth Gutes kommen?“ Philippus spricht zu ihm:„omm und sieh esl“ Jesus sah Nathangel zu sich kommen und spricht von ihm:„Siehe, ein rechter Istaeliter, in welchem kein Falsch ist!“ Nathangel spricht zu ihm:„Woher kennst du mich?“ Jesus antwortete und sprach zu ihm:„Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Seigenbaum warst. sah ich dich.“ Nathangel antwortete und spricht zu ihm: „Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der Rõnig von Israell“ jesus antwortete und sprach zu ihm:„Du glaubst, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem seigendaum: du wirst noch Größeres denn das sehen.“ Und spricht zu ihm:„Wahrlich. wahrlich ich sage euch: Don nun an werdet ihr den himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf und herab fahren auf des Menschen Sohnl“ 2. Zum Menschenfischer berufen.(cuk. 5. 1—11) Es begab sich aber, do sich das Dolk zu ihm drͤngte, zu hören das Wort Gottes, daß er stand am See Genezareth und sah zwei Schiffe am See stehen: die Schiffer aber waren aus⸗ getreten und wuschen ihre netze. Da trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, daß er's ein wenig vom Cande führte. Unc er setzte sich und lehrte das dolk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu simon:„Fahre auf die höhe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut!“ Und Simon antwortete und sprach zu ihm:„Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!“ Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Sische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kãmen und hülfen ihnen ziehen. Unch sie kamen und füllten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Simon petrus sah, fiel er Jesu zu den finieen und sprach:„Herr, gehe von mir hinaus! ich bin ein sün⸗ 28 ———— Gger N gommei Hschzug Iakobu Oesellen denn d htten ihm na 3. esus v sthen, d Und er et zu und S0l Da das „Darur —— lathanael den, von eschrieben Mazareth mm und nd spricht them gein Hennst du Ehe denn um Wals. t zu ihm. yn Jstaell' t, Weil i0 inter dem as sehen euch: don die Enge en Sohnb' Es begad hoͤten das Kund sh aren dus der Sf 5 ers N lehtte do rach el Der held und seine Streiter. diger menschl' Denn es war ihn ein Schrecken ange⸗ kommen, ihn und alle, die mit ihm waren, über diesen Sischzug, den sie miteinancder getan hatten, desgleichen auch jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon:„Fürchte dich nicht: denn von nun an wirst du menschen fangen!“ Und sie führten die Schiffe zu Cande und verließen alles und folgten ihm nach. 3. Vom Zöllner zum Apostel.(matth 2, 9—13.) Und da jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und sprach zu ihm:„Folge mir!“ Und er stanch auf und folgte ihm. Und es begab sich, da er zu Tische saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sũünder und saßen zu Tische mit Jesu und seinen Jjüngern. Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen jüngern: „Warum isset euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?“ Da das Jesus hörte, sprach er zu ihnen:„Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Rranken. Gehet aber hin und lernet, was das sei:„ch habe Wohlgefaͤllen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin gekommen die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Gerechten!“ 4. Kein Fasten für Freudenboken!(cun. 5, 33—39. 6, 1—5.) Sie aber sprachen zu ihm:„Warum fasten des Johannes jünger so oft und beten so viel, desgleichen der Pharisäer jünger; aber deine Jünger essen und trinken?“ Er sprach aber zu ihnen:„Ihr könnt die Hochzeitleute nicht zu fasten treiben, solange der Bräutigam bei ihnen ist. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Brãutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.“ Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis:„Niemand flickt einen Cappen von einem neuen fleid auf ein altes Kleid: sonst zerreißt er das neue, und der Lappen vom neuen reimt sich nicht auf das alte. Und niemand faßt Most in alte Schläuche; sonst zerreißt der Most die Schläuche unch wird verschüttet und die Schläuche kommen um. Sondern den Most soll man in neue Schläuche fassen, so werden sie beide erhalten. 269 Sein Wirken. Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald neuen; denn er spricht: Der alte ist milder!“ Undues begaͤb sich an einem Sabbat, daß er durchs Getreide ging, und seine jünger rauften ähren aus und aßen und rieben sie mit den händen. Etliche aber der Pharisäer sprachen zu ihnen:„Warum tut ihr, was sich nicht zlemt zu tun an den Sabbaten?“ Uncd Jesus antwortete unck sprach zu ihnen:„Habt ihr nicht das gelesen, was Davic tat, da ihn hungerte unck die mit ihm waren? Wie er zum hause Gottes einging unck nahm die Schaubrote undeaß und gab auch denen, die mit ihm waren; die doch niemand durfte essen, als die Priester allein?“ Unck er sprach zu ihnen:„Des menschen Sohn ist ein herr auch des Sabbats!“ 5. Die Sendung der Jünger.(Cun. 10, 1—20., Darnach sondleerte der Herr andere siebzig aus und sandte sie je zwei und zwei vor ihm her in alle Städtte und Orte, da er wollte hinkommen; und sprach zu ihnen:„Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige; bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Erntel Gehet hin; siehe, ich sende euch als die Cämmer mitten unter die Wölfe. Traget keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßet niemand auf der Straße. Wo ihr in ein haus kommt, da sprecht zuerst: Friecle sei in diesem hausel Und so daselbst wird ein Kinc des Frieclens sein, so wircl euer Friecke auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friecke wiecker zu euch wenclen. In dem Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Cohnes wert. Ihr sollt nicht von einem hause zum ancklern gehen. Und wo ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen; und heilet die Kraͤnken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen. Wo ihr aber in eine Stadt kommt, da sie euch nicht aufnehmen, da geht heraus auf ihre Gassen und sprecht: „Auch den Staub, der sich an uns gehängt hat von eurer Stadt, schlagen wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, daß euch das Reich Gottes nahe gewesen ist!“ Ich sage euch: 270 ——ꝛß7 s Wird oscher St lbeh sche Ca schehen ssche ges⸗ Won ert Und hoben bif Het euch Helachtet lel mich Die d hett, es samen.“ Et spt simmel f Igeben Ase Gewe Hoch dari Iul. Fre heschrie le unsat —— olle bald durchs dus und aber det Oas sich tWortete sen, Was ren? Wie haubrote die doch n ist ein Darnach ie je Wei er Wollle groß, del nte, daß er mitten sche noc 9o iht in n diesem lens seil, nicht, 6 In dem en: Genn ucht von in eine ds euch daselbs 3 uch nicht precht on eulel. sen, O ge elch. Der held und seine Streiter. Es wird Sodom erträglicher gehen an jenem Tage denn solcher Staclt. Weh dir, Chorazin! Weh dir, Bethsaical Denn wären solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, die bei euch geschehen sind, sie hätten vorzeiten im Sack unck in der Asche gesessen und Buße getaͤn. Doch es wird Cyrus und Sidon erträglicher gehen im Gericht als euch! Unc du Kapernaum, die du bis an den himmel er⸗ hoben bist, du wirst in die hölle hinuntergestoßen werden. Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.“ Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: „Herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen.“ Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Soπanas vom himmel fallen wie einen Blitz. Sehet, ich habe euch Macht gegeben zu treten auf Schlangen und Skorpione und über alle Gewalt des Feindes; und enichts wird euch beschäcdigen. Doch darin freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind. Freuet euch aber, daß eure Namen im himmel geschrieben sind.“ 6. Die Berufung der Apostel.(matth. 10, 1—20.) Und er rlef seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unsaubern Geister, daß sie die austrieben und heilten allerlei Seuche unck allerlei Rraͤnkheit. Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder: Jakobus, des Zebeddus Sohn, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus; Chomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, des Alphäus Sohn; LCebbäus, mit dem Zunamen Thaddaus; Simon von Rand und Judas Ischarioth, welcher ihhn verriet. Diese zwölf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach:„Gehet nicht auf der heiden Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte, sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem hause Israel. Geht aber und predigt und sprecht:„Das himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ Macht die Kranken gesund. 271 Sein WMDirken. reinigt die flussͤtzigen, weckt die Coten auf, treibt die Ceufel aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch. Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Etz in euren Gürteln haben, auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. Wo ihr aber in eine Stadt oder einen Markt geht, da erkundigt euch, ob jemand darin sei, der es wert ist: und bel demselben bleibet, bis ihr von dannen zieht. Wo iht aber in ein haus geht, so grüßet es: und so es das haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wircdl sich euer Friecle wieder zu euch wenden. Und wo euch jemand nicht annehmen wird, noch eure Rede hören, so geht heraus von demselben Hause oder det Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Wahrlich ich sage euch: Dem ande der Sodomer und Gomorrer wird es erträglicher gehen am jüngsten Gericht denn solchet Stadt. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Salsch wie die Cauben! Hhütet euch aber vor den Menschen; denn sie wercden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen. Und man wird eeuch vor Fürsten und fönige führen um meinetwillen, jzum Zeugnis über sie und über die heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Daters Geist ist es, der durch euch kedet. 7. Nicht Frieden, sondern das Schwerkt!(Matth. 10. 21—2) Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod eüberant⸗ worten, und der vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider ihre Eltern und ihnen zum Code helfen. Und ihr müßt gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, det wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stact verfolgen, so fliehet in eine andere. Waͤhrlich ich sage euch: Jhr werdel mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bie des MRenschen Sohn kommt. 272 — Der! Iber den ein Meif pausbate seine ha ö cht dor erde, 1 oecde. cht, un Hachern. hien un Helmeht le hölle ennigs dulen be Raupt a asser al er len wi hater. K den wil sschen ht! senol Aeleden geko Ind die: Ader i Lelden Hutler ů —— dle Ceusel bt es auch en Güͤrteln nicht zwel in Arbeiter at geht, d Tt ist; un t. Wo iht daꝗs Haus aber nich venden. noch ellte e oder del . Dahtlch Gomottel enn solche unter die ohne Hasch sie Werdel erden eud vor Hürsen ugnis Ubel rantwolten sollt: denn ht legen Idern eul 0. 10 2 V Uberask det wellel Dder heldund seine Streitet. Der Jünger ist nicht über seinen Meister, noch der finecht üÜber den herrn. Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister und der finecht wie sein herr. haben sie den hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine hausgenossen also heißen! So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, daß man nicht wissen werde. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was iht hört in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Ceib töten undudie Seele nicht können töten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Ceib und Seele vexderben kann in die hölle. Rauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt deren keiner auf die Erde ohne euren bater. Nun aber sincl auch eure haare auf dem haupt alle gezählt. S8o fürchtet euch denn nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. Wer nun mich behennet vor den mRenschen. den will ich bekennen vor meinem himmlischen bater. Wer mich aber verleugnet vorden MRenschen. den will ich auch verleugnen vor meinem himm— lischen Vater. Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei§rieden zu senden auf die Erde. lch bin nicht gekommen srieden zu senden. sondern das schwert. Denn ich bin gekommen den Menschen zu erregen wider seinen dater und die Cochter wider ihre Mutter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter. Und des MRenschen Feinde werden seine eigenen hausgenossen sein. Wer Dater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein Rreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Ceben verliert um meinetwillen, der wird's finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen. der wird eines Propheten Lohn empfaͤngen. Wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, der wird SHottier, Schwert dee Geistes. 18 27³ Sein Wirken. eines Gerechten Lohn empfangen. Und wer dieser Ge⸗ ringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers traͤnkt in eines jüngers Namen, wahrlich ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnt bleiben!“ 8. Eins ist not!(Cun. 10, 3842.) Es begab sich aber. da sie waͤndelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib. mit Namen Martha, die nahm ihn auf in iht haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Mariq; die setzte sich zu jesu Sußen und hoͤrte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach:„Herr, fraͤgst du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife.“ Jesus aber antwortete und sprach zu iht:„Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not. Marid hat das gute Teil erwählt, das soll nicht von ihr genommen werden.“ 9. Wer sind meine Brüder?(mMark. 3, 20. 21.51—5. Und sie kamen nach hause; und da kam abermals das Dolk zusammen, also daß sie nicht Raum hatten zu essen. Und da es die Seinen hötten, gingen sie aus und wollten ihn halten; denn sie sprachen:„Er ist von Sinnen.“ Und es kam seine Mutter und seine Brũder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das bolk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm:„Siehe, deine mutter und deine Brũder draußen fragen nach dirlꝰ Und er antwortete ihnen und sprach:„Wer ist meine Mutter und meine Brüder?“ Und er sah rings um sich auf die Junget, die um ihn im freise saßen, und sprach:„Siehe, das ist meine mutter und meine Brũder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ 10. Solcher ist das Himmelreich!(mart. 10, 13—16. Matth. i6, 1—6.) Und sie brachten indlein zu ihm, daß er sie an⸗ rührte; die Jjünger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: „Casset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottesl wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht 27⁴ —— AImpfängt uncher he Zu d hlachen: Aus rief Ind spra luch umb sicht ins lledtigt! ud wer lol nimn hen, di ͤhsttein +u Meer, I1 r se Mutt sl vot it Wiht:, helne zu lhten 1 alwotte Ihnnt ih alch tau Helde?“ Wihnen 1 Cauf Maden; lben, st ahn meit Da set — dieser Ge⸗ ers tränht 9„ es Wilh h aber, da cein Weib jaus. Und tzte sich z ber machte trat hinzü daß mich doch, daß und sprac und snuhe il erwahl V³50 Ml das boh esen. Wt wollten ihl nd santu Und diehe, Gelt ick Aath Rutter uut die Nindl Der helch unch seine Streiter. empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Uncdler herzte sie und legte die häncle auf sie und segnete sie. Zu derselben Stunde traten die Jjünger zu Jesu und sprachen:„Wer ist doch der größte im Himmelreich?“ jJesus rief ein KRind zu sich und stellte das mitten unter sie und sprach:„Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdlet wie die KRinder, so werdet ihr nicht ins himmelreich kommen. Wer nun sich selbst er⸗ niedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches khind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glaͤuben, dem wäre hesser, daß ein mühlstein an seinen hals gehängt und uer ersäuft würde im meer, da es am tiefsten ist.“ 11. Wahre Größe.(matth. 20, 20—28.) Da trat zu ihm die Mutter der KRinder des Zebedläus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm niecler und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr:„Was willst du?“ Sie sprach zu ihm:„Caß diese meine zwei Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu dleiner Rechten und den andern zu deiner Cinken.“ Aber Jesus antwortete und sprach:„Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Rönnt ihr den felch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde?“ Sie sprachen zu ihm:„awohll“ Und er sprach zu ihnen:„Meinen kelch sollt ihr zwar trinken, unck mit der Taufe, mit der ich getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das Sitzen zu meiner Rechten und Cinken zu geben, steht mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist bdon meinem bater.“ Da das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: hr wisset, daß die weltlichen Sürsten herrschen, und die Ober⸗ herren haben Gewalt. 8o soll es nicht sein unter euch: sondern so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener. Uncdl wer da will der DVornehmste sein, der sei euer knecht. Gleichwie des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, son— dern, daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.“ 18˙ 27⁵ sein WMWirken. 12. Die Erben des Reichs.(cuk. 22. 28—88.)„Ihr abet seld's, die ihr beharrt habt bei mir in meinen nfech⸗ tungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Dater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt an meinem CTische in meinem Reich und sitzen auf Stühlen und urichten die zwölf Geschlechter Israels.“ Der herr aber sprach:„Simon. Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch möchte sichten wie den Weizen: ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleinst dich bekehrst. so stärke deine Brüder.“ Er sprach aber zu ihm:„Hert. ich bin bereit mit dir ins Gefängnis undl in den Tod zu gehen.“ Er aber sprach:„Petrus, ich sage dir, der hahn wird heute nicht krähen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich kennest!“ Und eer sprach zu ihnen:„Sso oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Casche und ohne Schuhe, habt iht auch je Mangel gehabt?“ Sie sprachen:„Niemals.“ Da sprach er zu ihnen:„Aber nun, wer einen Beutel hat, det nehme ihn, desgleichen auch die Tasche: wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleich und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, was geschrieben steht:„Er ist unter die Übeltäter gerechnet.“ Denn was von mir geschrieben ist. das hat ein Ende.“ Sie sprachen aber:„Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen:„Es ist genug.“ 13. Sie hat getan, was sie konnte.(mark. 13,—⁰.) Und da er zu Bethanlen waͤr in Simons, des Aussätzigen, hause und saß zu Cische, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser. und sie zerbrach das Glas und goß es auf sein haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen:„Was soll doch diese bergeudung? Man könnte das Wasser um meht denn dreihundert Groschen verkauft haben und es den Armen geben.“ Und murrten über sie. Jesus aber sprach: Laßt sie in Frieden!l Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber 276 —— habt iht se ist zu hegräbn geprecig u ihren 14. ssatth. le, einen) Ind viel Sliftge Lufersteh Ind spre Hur nicht hebe d lu mein da! sochfolg luf sich Het Wir Relnetw sensch lähme sann 0 Mleder Yhn 0 Ugeln, Loch seit Im Ngab 0 0 en b6 ines f lanzte. —— „hr aber n dnfech⸗ wie mirs inken soltt uf Stuͤhlen er Satanas Wie den in Glaube ekehrst so „Hert, ich n CTod 30 det Hahn berleugne Iusgesanch , habt ihl nals.“ ⁰0 el hat, cel Iber nicht t. oollence unter di rieben s. Schwettel⸗ Der heldund seine Streiter. habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie honnte; sie ist zuvorgekommen, meinen Leib zu salben zu meinem Begräbnis. Wahrlich ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.“ 14. Dem freuze enigegen! Huf der Böhe des Cebens. (Matth. 16. 21—27.) Don der Zeit an fing Jesus an und zeigte seinen jüngern. wie er müßte hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den Altesten und Hohenpriestern unch Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach:„Herr, schone dein selbst: das widerfahre dir nur nicht!“ Aber er waͤndte sich um und sprach zu Petrus: „Hebe dich, Satan, von mir! du bist mir ärgerlich; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.“ Da sprach Jesus zu seinen Jjüngern:„Will mir jemand nachfolgen. der verleugne sich selbst und nehme sein freuzʒ auf sich und folge mir. Denn wer sein Ceben erhalten will. der wird's verlieren; wer aber sein eben verliert um meinetwillen, der wird's finden. Was hülfe es dem nmenschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele7 Oder was kann der mensch geben, daͤmit er seine Seele wieder löse7 Denn es wird geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der herrlichkeit seines Daters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergeiten nach seinen Werken.“ Im Glanz der verklärung. Cuk.. 28—36.) Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Cagen, daß er zu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg zu beten, und da er betete, ward die Gestalt seines ngesichts anders, und sein fleid ward weiß und lanzte. Und siehe. zwei Männer redeten mit ihm, welche waren moses und Eliqas; die erschienen in Rlarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfüllen zu Jerusalem. Petrus aber und die mit ihm waren, waren voil Schlafs. Da sie aber aufwachten. sahen sie seine ftlarheit und die zwei männer bei ihm stehen. Undl es begab sich. da die 277 Sein Wirken. von ihm wichen, sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein; lasset uns drei hütten machen, dir eine, Moses eine und Elias eine“; und er wußte nicht, was er redete. Da er aber solches redete, kam eine Wolke und überschattete sie; und sie erschraken, da sie die Wolke überzog. Und ues fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: „Dieser ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören!“ Und indem solche Stimme geschah. fanclen sie Jesum allein. Und sie verschwiegen es und verkündigten niemand in jenen Tagen, was sie gesehen hatten. An der Schwelle dees Leickens. atth. 20, 17—19.) Unduer zog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwölf Jünger besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen: „Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den hohenpriestern und Schriftgelehrten über⸗ untwortet werden; und sie werden ihn berdammen zum Code, und werden ihn überantworten den Heicdlen, zu ver⸗ spotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Cage wird er wieder auferstehen.“ 15. Das Vermächtnis.(mark. 13,1—8. 14—23) Und ua er aus dem Cempel ging, sprach zu ihm seiner jünger einer: „Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!“ Und jesus antwortete und sprach zu ihm:„Siehst du wohl allen diesen großen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.“ Und da et auf dem ölberge saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders: „Sage uns, wann wird das alles geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden?“ jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen:„Sehet zu, daß euch nicht jemand verführel! Denn es werden viele kormnmen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus. und werden viele verführen. wenn ihr aber hören werdet von kriegen und firiegs⸗ geschrei, so fürchtet euch nicht; denn es muß also geschehen, Aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Dolk wider das andere empõten und ein Rönigreich wider das andere. Und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teute Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang. 27⁸ Aahhe, hi⸗ dor ge Went on dem Unicht s⸗ udãa Hache ist, sscht hin luf dem holen. We Zetl Bitt Denn e nie ge Hott gese der h. ensch luserwäl Uen Henn es Hophete Huserwä hre —— er, hler ist ne, Moses el ledete. erschattete 0. lie sprach: nl sie Jesum n niemand 9. 20, 17-00 u sich di h zu ihnen 3 Menschen jtten übet⸗ mmen zuln en, zu bel⸗ am ditten Und ua el nger einel. 1 ist Cas, Der Erlöser. Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der berwüstung, (bon dem der Prophet Daniel gesagt hat) daß er steht, wo er nicht soll(wer es liest, der merke daraufh, alsdann, wer in Judãa ist, der fliehe auf die Berge. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht herniecler ins haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem hause. Und wer auf dem Felde ist, der wencle sich nicht um, seine kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugerinnen zu der Zeitl Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter. Denn in diesen Tagen werden solche Trübsale sein, wie sie nie gewesen sincl bisher vom Anfang der freatur, die Gott geschaffen hat, und wie auch nicht werden wird. Und so der herr diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein mensch selig: aber um dleer Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er diese Tage verkützt. Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht. Denn es werden sich erheben falsche Christi undl falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, daß sie auch die Hlusexwählten verführen, so es möglich wäre. Ihr aber sehet euch vorl Siehe, ich habe es euch alles zuvor gesagt.“ III. Der Erlöser. 1. Der Einzug in Jerusalem.(Matth. 21, 1—17.) Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage, an den Gl⸗ berg, sandtte Jesus seiner jünger zwei und sprach zu ihnen: „„Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt: undl alsbald werdet ihr eine Eselin fincken angebunden unck ein Füllen bei ihr;: löset sie auf und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedlarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen.“ Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:„Saget der Cochter Zion: Siehe, dein gönig kommt zu dir sanftmütig und ureitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ 279 der Erlöser. Die junger gingen hin und taten. wie ihnen Jesus be⸗ fohlen hatte, und brachten die Eselin und das SFüllen, und legten ihre fileider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Dolks breitete die fleider auf den Weg: die andern hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den weg. Das volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach:„Hosiannda dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des herrnl osianna in der hõhelꝰ Und uls er zu Jerusalem einzog. erregte sich die ganze Stadt und sprach:„Wer ist der?ꝰ Dos Dolk aber sprach:„Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus Galiläal“ Und jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle verkäufer und saufer im Tempel und stieß um der Wechsler Cische und die Stühle der Laubenkrdmer, und sprach zu ihnen:„Es steht geschrieben: Mein haus soll ein Bethaus heißen: ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!l“ Undses gingen zu ihm Blinde und Cahme im Cempel, und er heilte sie. Da aber die hohenpriester und Schrist⸗ gelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Rinder, die im Tempel schrien und sagten:„Hosianna dem Sohn Davidsl“ wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm:„Hörst du auch, was diese sagen?“ Jesus sprach zu ihnen: Hal habt ihr nie gelesen: Hus dem munde der Unmündigen und sãuglinge hast du ob zugerichtet?“ Und er ließ sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst. 2. Der letzte Streit.(matth. 22. 2546.) An dem Cage traten zu ihm die Sadduzäer, die da halten, es sei kein Auf⸗ erstehen, und fraͤgten ihn und sprachen: Meister, Moses hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht finder. so soll sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken. nun sind bei uns gewesen sieben Brüder. Der erste freite und starb; und dieweil er nicht Samen hatte, ließ er sein weib seinem Bruder: desgleichen der andere und det dritte bis an den siebenten. Zuletzt nach allen starb auch das Weib. nun in der Auferstehung, wes Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt!“ Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen:„Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die raft Gottes. In der 28⁰ — Fusersteh ndern! ht iht cs euch bott bre Jnt abe Ggenl“! lber sein Daa las Illau met ihn Ileister, ber spre Ion gan hbemũte. Das ben al Hahe G. dan d spra Il Sie Hennt ih her her heiner R —— esus be⸗ ullen, und auf. fber lie andern ie auf den Igte, schiie bt sei, der der hoͤhel die ganʒe rach:„Das Jaliläal und itieb und stieß benkrämets Rein hals ördergtub. m Cempel und Schlite die finde, dem Sohl ihm:„holl ihnen: 0 nmündigel leß se 66 jeb Gasebst. Der Erlöser. fluferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondeern sie sind gleichwie die Engel Gottes im himmel. habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Kuferstehung, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs7 Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondlern der Ceben⸗ digenl“ Unc da solches das Volk hörte, entsetzten sie sich über seine Cehre. Da aber die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern das Mmaul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister. welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?“ Jesus aber sprach zu ihm:„Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von gaͤnzem herzen, von gaͤnzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lleben als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten.“ Da nun Aie Pharisäer beieinander waren. fragte sie Jesus und sprach:„Wie dünkt euch um Christus? Wes Sohn ist erl“ Sie sprachen:„Davids.“ Er sprach zu ihnen:„Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: „Der herr hat gesagt zu meinem herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine FSeinde zum Schemel deiner Süße? 50 nun David ihn einen herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn?“ Unch niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn zu fragen. 3. Der letzte Rat. 0h. 1, 41.57; matth. 26, 5.) Da ver⸗ sammelten diie hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen:„Was tun wir? Dieser Mensch tut viele zeichen. Cassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Römer und nehmen uns Land und Ceute.“ Einer aber unter ihnen, saiphas, der des⸗ selben Jahrs Hoherpriester war. sprach zu ihnen:„Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe.“ 281 Der Erlöser. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern weil Da er desselben Jahrs Hoherpriester war, weissagte er; denn Hachs jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Dolk sset, d allein, sondern daß er auch die Rinder Gottes, die zer- un dar streuet waren, zusammenbrächte. Don dem Tage an rat⸗ cataus schlaͤgten sie, wie sie ihn töteten. elches jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden., dcet Sür sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der neht vo wüste, in eine Stadt, genannt Ephtem, und hatte sein an Cag wesen daselbst mit seinen Jüngern. Haters Es war aber nahe das Ostern der Juden; und es gingen viele aus der Gegend hinauf gen Jerusalem vor Ostern, 5.5 daß sie sich reinigten. Da standen sie und fragten nach r Oste jesus und redeten miteinander im Cempel:„Was dünket Dab, da euch, daß er nicht kommt auf das Fest?“ Es hatten aber hatteg die hohenpriester und Pharisäer lassen ein Gebot aus⸗ siebt gehen, so jemand wüßte, wo er wäre, daß er's anzeigte, Ren, de daß sie ihn griffen. Sie sprachen aber:„Ja nicht auf das hen sch Fest, auf daß nicht ein Huftuhr werde im Volkl“ Hus Wi Hgeben 4. Das letzte Mahl.(matth. 26, 1729.) Aber am ersten Hott Ji Tage der süßen Brote traten die Jünger zu Jesu und seiler, sprachen zu ihm:„Wo willst du, daß wir dir bereiten das umach Osterlamm zu essen?“ Er sprach:„Gehet hin in die Stadt 0 Hhe zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: hniit e meine Zeit ist nahe, ich will bei dir Ostern halten mit 00 meinen Jjüngern.“ Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus Hett befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm. dotete Unckt am Abendld setzte er sich zu Tische mit den Zwölfen. sht nich Und da sie aßen, sprach er:„Wahrlich ich sage euch: Einet Huuus unter euch wird mich verraten!“ Und sie wurden sehr be⸗ dashen trübt uncl hoben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten dahe zu ihm:„herr, bin ich's?“ Er antwortete und sprach: 25 „Der mit der hand mit mir in die Schüssel tauchte, der Kssh wird mich verraten. Des Menschen Sohn geht zwar dahin, 3 wie von ihm geschrieben steht: doch weh dem Menschen, 03 6 durch welchen des Menschen Sohn verraten wirdl Es 0 wäre ihm besser, daß er nie geboren wäre!“ Da ant⸗ Wh wortete Judas, der ihn verriet, und sprach:„Bin ich's, 0 nabbi?“ Er sprach zu ihm:„Du sagst es!“ 1adn 282 —— ndern weil le er; denn t das bosth 25, die zel⸗ ge an rat den Juden, he bei der hatte sein Ces gingen vor Ostern, agten nach Has dünfel 3atten abe Bebot dus⸗ 5 Unzeigte Ht duf Kl“ am ersen VJesu uld ereiten a n die dit sagen holten nl. ihnen id an zwösen euch: Eel j len seht 6 und saglel 1 Der Erlöser. Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte unc brach's und gab's den Jüngern und sprach:„Nehmet. esset, das ist mein Ceibl“ Und er nahm den Relch und dankte, gab ihnen den und sprach:„Trinket alle daraus; das ist mein Blut des neuen Testaments. welches vergossen wirch für viele zur bergebung der Sünclen. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Daters Reich!“ 5. Das letzte Beispiel. oh. 13, 1—17.) Dor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge jvum Dater: wie er hatte geliebt die Seinen, die in ckher Welt waren, so liebte er sie bis ans Endle. Unch bei deem Abenck⸗ essen, da schon cler Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth, ins herz gegeben, daß er ihn verriete, und jesus wußte, daß ihm der Dater hatte alles in seine hände gegeben, und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging: stanckh er vom Abendmahl auf, legte seine kleicker ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hob an den Jüngern die Füße zu waschen und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; unc der sprach zu ihm: „Herr, solltest du mir meine Füße waschen?“ Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihm:„Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.“ Da sprach petrus zu ihm:„Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen!“ Jesus antwortete ihm:„Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir.“ Spricht zu ihm Simon Petrus:„Herr, nicht die Füße allein, sonckern auch die häncle und das Haupt!“ Spricht Jesus zu ihm:„Wer gewaschen ist, der bedlarf nichts denn die Füße waschen, sondeern er ist ganz rein. Unck ihr seick rein. aber nicht allel“ Denn er wußte seinen verräter wohl: darum sprach er:„hr seid nicht alle rein!“ Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine kleider und setzte sich wiecer nieder und sprach abermals 28³ Der Erlöser. zu ihnen:„Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und herr und saget recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer herr und Meister, euch die Süße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Der knecht ist nicht größer denn sein herr, noch der Apostel groͤßer denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut.“ 6. Das letzte Suchen. Coh. 13, 21—38.) Da Jesus solches gesagt hatte, ward er betrübt im Geist und zeugte und sprach:„Wahrlich, wahrlich ich sage euch:„Einer unter euch wird mich verraten!“ Da sahen sich die Jünger unter⸗ einander an, und ward ihnen bange, von welchem er reclete. Es war aber einer unter seinen Jjüngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkte Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Denn derselbe lag an der Brust Jesu, und eer sprach zu ihm:„Herr, wer ist's?“ Jesus antwortete: „Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe.“ Und er taäuchte den Bissen ein unct gab ihn Judas, Simons sohn, dem Ischarioth. Undcl nach dlem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm:„Was du tust, das tue baldl“ Das aber wußte niemand am Tische, wozu er's ihm sagte. Etliche meinten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus spräche zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest: oder daß er den Armen etwas gäbe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht. Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus:„Nun ist des Menschen Sohn verklärt, und Gott ist verklärt in ihm. Ist Gott verklärt in ihm, so wircdl ihn Gott auch verklären in sich selbst und wirdt ihn bald verklären. Ciebe findlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; undl wie ich zu den Juden sagte: wo ich hingehe, da könnet ihr nicht hinkommen, sage ich jetzt auch euch. Ein neu Gebot gebe ich euch, daß iht euch untereinancler liebet, wie ich euch geliebt habe. auf daß auch ihr einander liebhabet! Dabei wird seder⸗ 284⁴ nannee Iht Lieb ppfi Auus an Hesmal betkus f Ral nich Auus an senꝰ sscht le 7. Di Ohaltet soll er elbe er — Iht helhe lenn ich bin ch die Huhe inander di geben, daß cht ist nich lenn der ihn so ihr's tut esus solche⸗ zeugte und Einer unte inger unte welchem ez jern, det hatte. Den Her es Walt Brust Jes. antwofctel⸗ gebe“ Ill 46, Simos n fuht gl du tust. da- ische, wol Cen Beul not i Da et n maus llt wal, spllh und Gott Icd ihn 0 oechlalen Der Erlöser. mann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so iht Liebe untereinander habt.“ Spricht Simon Petrus zu ihm:„Herr, wo gehst du hin?ꝰ jesus antwortete ihm:„Wo ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir nachmals folgen!“ Petrus spricht zu ihm:„Herr, warum kann ich dir dies⸗ mal nicht folgen? ch will mein Ceben für dich lassen.“ jesus antwortete ihm:„Solltest du dein Ceben für mich lassen? Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Der hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal habest verleugnet.“ 7. Die letzte Verheißung. Ooh. 16, 15—31.)„Ciebet ihr mich. so haltet meine Gebote; undͤeich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. lch will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben! n dem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischarioth:„Herr, was ist's, daß du dich uns willst offendaren und nicht der Welt?“ Jesus antwortete und sprach zu ihm:„Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine PDorte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Daters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. Aber der CTröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. 285 Der Erlöser. Den Frieden lasse ich euch, meinen§rieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. ihr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum vater; denn der Dater ist größer als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es nun geschehen wird, ihr glaubet. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Sürst dieser Welt und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den bdater liebe und ich also tue, wie mir der Dater geboten hat: stehet auf und lasset uns von hinnen gehen! 8. Das letzte Gleichnis. Ooh. 15.) Ich bin der rechte Wein⸗ stock, und mein Vater der Weingärtner. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jegliche, die da Srucht bringt, wird er reinigen, daß sie mehr Srucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, daß ich zu euch geredet habe. Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine§rucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch iht nicht, ihr bleibet denn in mir. ch bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mit bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Seuer, und müssen brennen. 50 ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch wider⸗ fahren. Darin wirdmein vater geehrt, daß ihr viel zrucht bringet und werdet meine jünger. Gleichwie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! So iht meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleich⸗ wie ich meines Daters Gebote halte und bleibe in seiner Ciebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe und eure§reude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. 286 llie Eein Le geunde, hlt nich lcht, We e hteu Hater ge hr [Wählt Ind eur meine laß ihr 50 e Lehaßt!! ls Ihre ch habe Helt. Ge er fines Rfolgt, lott ge lles Wei se henn scht gel e heine 0 Süt lch me —— eden gebe Delt gibt. sich nicht. gehe hin ich lieb, so g gehe zum un habe ich 5, Oenn es t meht die Welt und mne, daß ich Iter geboten hen! rechte Iein⸗ egliche kebe hmen; unt inigen, daf des Wolie in mit une ucht bringen sso auch ih Wer in mi denn ohnt bleibt, de t. und mi en blengel uch bleibel. euch vie lucht bing ter liebh 90 50 Hehe. glah he in sein ne Keuce 1de. Das et, gleichol Der Erlöser. niemand hatgrößere(iebe denn die, daß er sein Ceben läßt für seine Freundke. Ihr seid meine Sreunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. ch sage hin⸗ fort nicht, daß ihr sͤnechte seid; denn ein inecht weiß nicht, was sein herr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr Freunde seid; denn alles, was ich habe von meinem bater gehört, habe ich euch kundgetan. Ihr habt mich nicht erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe; auf daß, so ihr den bater bittet in meinem Namen, er's euch gebe. Das gebiete ich euch. daß ihr euch untereinander liebet. So euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum haßt euch dlie Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: der Rnecht ist nicht gröoßer denn sein herr. haben sie mich derfolgt, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen: denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen ware und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden, ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich haßt, der haßt auch meinen bater. hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch beide, mich und meinen Vater. Doch daß erfüllet werde der Spruch, in ihrem Gesetz geschrieben: Sie hassen mich ohne Ursache. Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Dater, der Geist der Wahrheit, der vom bater ausgeht, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet uuch zeugen; denn ihr seic von Anfaͤng bei mir gewesen! 9. Das letzte Ziel. Coh. 16.) Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in (en Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch Etet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran. Und 287 Der Erlöser. solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen dater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, ihr daran gedenket, daß ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fragt mich: Wo gehst du hinꝰ sondern weil ich solches zu euch geredet habe, ist euer herz voll Crauerns geworden. Aber ich sage euch die Wahr⸗ heit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Cröster nicht zu euch: so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbe kommt, wird er die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: Um die Sunde, daß sie nicht glauben an mich: um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Dater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. jch habe euch noch viel zu sagen: aber iht könnt es jetzt nicht trtagen. Wenn aber jener, der Geist der Wahr⸗ heit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist. wird er euch verkündigen. Derselbe wird mich verklaͤren: denn oon dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Dater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird's von dem meinen nehmen und euch bderkündigen. Über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen: und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum bDater.“ Da sprachen etliche unter seinen Jüngern untereinander: „Was ist das, was er sagt zu uns: ÜUber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen. und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum vater?“ Da sprachen sie:„Was ist das, was er sagt: Uber ein kleines Wir wissen nicht, was er redet.“ Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen:„Davon fraget. ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Uber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehenꝰ . Dat uhdtheu Haurig Helden. selt, det sind ge bet Hel Und ihr Hlederse ol nier hl mich Il Iswas b Hhen. Uttet, DollBo: 50l 0 hom Lötter Hekhund bltte loh ich Holer,h⸗ (h ich usgege Rllasse Spr HReraus 1 An. latum su Ummt l 0 ssset, NImn Mk Hle Keld ge 0. ö 0 l ö 3001 ecler meinen ich zu euch 1, iht datan 5 Aber haht ar bei euch gesandt hat, hst du hins lbe, ist eun ch die Iahl so ich nich so ich ab enn derseh nde und un Sünde, 40 eit aber, ht sehet, I tet ist. iht koͤnnte st det Uahs ytheit lelen Wdern wass nfiigRRt. Oul zläten: G verzündhn rum hobeh en und u ů ̃t sehen A. en; denni V Dder Erlöser. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein; doch eure Craurigkeit soll in Sreude verkehrt werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurig⸗ keit; denn ihte Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Rind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Und an dem Cage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: so ihr den bater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen seil Solches habe ich zu euch durch Sprichwörter geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprich⸗ wörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem vater. an dem Tage werdet iht bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht‚, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Dater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegaͤngen bin. Ich bin vom bater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum bater.“ Sprechen zu ihm seine Jjünger:„Siehe, nun redest du frei heraus und sagst kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt und bedarfst nicht, daß dich jemand frage: darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist.“ jesus antwortete ihnen:„Jetzt glaubet ihr. Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, daß ihr zer⸗ streut werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset. Aber ich bin nicht allein; denn der bater ist bei mir. Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt iht Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwundenl“ 10. Das letzte Gebet. Coh. 17.) Solches redlete Jesus und hob seine Hugen auf gen himmel und sprach:„Dater, die Schttler, Schwert des Gelstes. 19 289 Der Erlö6ser. Stunde ist da. daß du deinen Sohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläte; gleichwie du ihm Macht hast gegeben über alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist abet das ewige leben, doß sie dich, der du allein waͤhter Gottbist, und den du gesondthast. Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich derklärt auf Etden und boll⸗ endet das Werk, das du mit gegeben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich du. Dater, bei dir selbst mit der larheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt wat. Ich habe deinen Namen offenbatt den mRenschen, die du mir von der Weit gegeben hast. Sie waren dein. und du hast sie mit gegeben, und sie haben dein Wort be⸗ halten. Nun wissen sie, daß alles. was du mit gegeben hast, sei von dit. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkaͤnnt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte füt sie und bitte nicht für die Welt. sondern für die, die du mit gegeben hast: denn sie sind dein. Und alles. was mein ist. das ist dein. und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklärt. Und uich bin nicht meht in der Welt: sie aber sind in der Welt, und mich komme zu ditr. heiliger Dater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast. daß sie eins seien, gleichwie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mit gegeben hast. die habe ich bewahrt, und ist keiner von ihnen verloren, als das verlorene find, daß die Schrift erfüllet würde. nun aber komme ich zu dir und ärede solches in det weit, auf daß sie in ihnen haben meine Freude voll— kommen. Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die welt haßt sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht. daß du sie von der Welt nehmest. sondern daß du sie bewahrest vor dem Ubel. Sie sind nicht von det welt, gleichwie ich auch nicht von der Welt bin. Heilige sie in deinet Wahrheit: dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich 290 — se duch luch sie Ich b durch lle eins laß aud a habe sekklichk Heichwie sh sie! aß durr sehst bate e duen e duen Enn die ö AWennte b dun unich öů 11.5 Kubgesar —— t. auf daß MNacht has wige leben abet das in Wahter Christum und volh ß ich es lun ei dit selbs elt wal enschen, di n dein, und n Woct be nit gegeben nit gegebe ngenommes usgegangel Ich bitte fl die, die 9 alles, Udz mein: us abet sina ater, ethost ast, Gaß ft nen wol x Die du mil geiner og die 50 sches in II Der Erlöser. sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sonclern auch für die, so durch ihr Wort an mich glaͤuben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Dater, in mir und ich in dir: daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gegeben die herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins, seien. gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst. Dater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast: denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegründet ward. Gerechter dater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen cleinen Hamen kundgetan und will ihn kundtun, auf daß dlie Ciebe, damit du mich liebst, sei in ihnen und ich in ihnen.“ 11. Der letzte Kampf.(matth. 26, 20—46.) Und da sie den Cobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den olberg. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir. Denn es steht geschrieben: Ich werde den hirten schlagen, und die Schafe der herde werden sich zerstreuen. Wenn ich aber auferstehe, will ich dor euch hingehen nach Galiläg.“ petrus aber antwortete und sprach zu ihm:„Wenn ie auch alle sich an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern.“ Jesus sprach zu ihm:„Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!l“ petrus sprach zu ihm:„Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht ver⸗ leugnen!“ Desgleichen sagten auch alle Jünger. Dda kam Jesus mit ihnen zu einem hofe, der hieß Gethsemane, und sprach zu seinen Jjüngern:„Setzet euch Hler, bis daß ich dorthin gehe und betel“ Und nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. Da sprach Jesus zu ihnen: 10˙ 29¹ Der Erlöser. „Meine Seele ist betrübt bis an den Cod; bleibet hler und wachet mit mir.“ Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach:„Mein Dater, ist's möglich, so gehe dieser felch von mit: doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ Und uer kam zu seinen jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus:„Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig: aber das Fsleisch ist schwach!“ Zzum andern Mal ging er wieder hin, betete unch sprach: „Mein bater, ist's nicht möglich, daß dieser Relch von mit gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille!“ Und eer kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs. Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten mal unch redete dieselben Worte. Da kam er zu seinen Jjüngern und sprach zu ihnen: „Ach wollt ihr nun schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, daß des Menschen Sohn in der Sünder hände über⸗ antwortet wird. Stehet auf, laßt uns gehen: siehe, er ist da, der mich verrätl“ 12. Die letzte Treue. Cob. 18, 41½ Da nun Jesus wußte alles. was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen:„Wen suchet ihr?“ Sie antworteten ihm:„esum von Nazarethl“ Jesus spricht zu ihnen: Ich bin'sl“ Judas aber, der ihn verriet, stand auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach:„Ich bin's“, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermals:„Wen suchet ihr?“ Sie aber sprachen: Hesum von nazareth.“ Jesus ant⸗ wortete:„Ich habe es euch gesagt, daß ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen!“ Auf daß das Wott erfüllet würde, welches er sagte: Ach habe der keinen ver⸗ loren, die du mir gegeben hast!“ Da hatte Simon petrus ein Schwert und zog es aus und schlug nach des hohenpriesters necht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus:„Stecke dein Schwert in die: Scheide. Soll ich den kelch nicht trinken, den mir mein vater gegeben hat7“ 29² hulerst; Uelcher Ab um/ sei Iffentli ler Sch EEn He he suchter undtfo laten, alsche Lempe Der Erlöser. et hlet und fiel niedet Rein batet, ch nicht oie sie schlafent eine Stunde ß iht nicht illig dbel und sprach elch von mi Dillek⸗ nd, und.iht ing abermoß selben Volle ich zu ihnel e. die Stund hande uel siehe, 1 esus vuft 15 und spiah 13. Das letzte Gericht. oh. 18, 12. 13—10; matth. 26, 58 68.) Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn und führten ihn zuerst zu hannas; der waͤr des Kaiphas Schwiegervater, welcher dles Jahrs Hoherpriester war. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jjünger und um seine Cehre. Jesus antwortete ihm:„Ich habe frei öffentlich gereclet vor der Welt; ich habe allezeit gelehrt in der Schule und in dem TCempel, da alle Juden zusammen— kommen, und habe nichts im berborgenen geredet. Was fragst du mich darum? Frage die darum, die gehört haben, was ich zu ihnen geredlet habe; siehe, diese wissen. was ich gesagt habel!“ Als er aber solches redete, gab dler Diener einer, die dabeistanden, Jesu einen Backenstreich und sprach:„Sollst du dem Hohenpriester also antworten?“ Jesus antwortete: „Habe ich übel geredet, so beweise es, daß es böse sei: habe ich aber recht geredlet, was schlägst du mich?“ Und hannas sandte ihn gebunden zu dem hohenpriester faiphas. Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis in den Palast des hohenpriesters undl ging hinein und setzte sich zu clen nechten, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. Die Hohenpriester aber und ältesten und cler ganze Rat suchten falsch Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn töteten und fanclen keins. Und wiewohl viel falsche Zeugen herzu⸗ traten, fandlen sie doch keins. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen und sprachen:„Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn bauen!“ Unchncdler Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: „Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?“ fber Jesus schwieg still. Und der hohepriester antwortete und sprach zu ihm;„ch beschwöre dlich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn Gottes!“ Jesus sprach zu ihm:„Du sagst es. Doch sage ich euch: von nun an wird's geschehen, daß ihr sehen werdet des Renschen Sohn sitzen zur Rechten der hraft und kommen in den Wolken des himmels!“ Da zerriß der Hohepriester seine Kleider uncl sprach: „Er hat Gott gelästert; was bedürfen wir weiteres Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Was 2⁰³ Der Erlöser. dünkt euch?“ Sie antworteten und sprachen:„Er ist des Todes schuldig!“ Da spieen sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit§äusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht und sprachen:„Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug?“ 14. Das letzte Leid. Cob. 18, 1517: matth. 26. 7175.) Simon petrus aber folgte Jesu nach und ein anderer Jünger. Dieser jünger war dem hohenpriester bekannt und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Cürhüterin und führte petrus hinein. Da sprach die magd. die Cürhüterin, zu Petrus:„Bist du nicht auch dieses menschen Jünger einer?“ Er sprach:„Ich bin's nicht.“ Als er aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren:„Dieser waͤr auch mit dem jesus von Nazareth.“ Und uer leugnete abermals und schwur dazu:„Ich kenne den Menschen nicht!“ Und über eine kleine Weile traten hinzu, die da staͤnden, und sprachen zu Petrus:„Wahrlich du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrät dich.“ Da hob er an, sich zu ver⸗ fluchen und zu schwören:„Ich kenne den Menschen nicht.“ Und alsbald krähte der Hhahn. Da dachte petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte:„Ehe der hahn krähen wird, wirst du mich drei⸗ mal verleugnen. Und ging hinaus und weinte bitterlich. 15. Das letzte Verhör. Da führten sie Jesum von KRaiphas vor das Richthaus. Und es war früh: und sie gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würcen, sondern Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach:„Was bringi ihr für Klage wider diesen Nenschen?“ Sie antworteten und sprachen zu ihm: „Wäre dieser nicht ein Übeltäter, wir hätten dir ihn nicht Überantwortet.“ Da sprach Pilatus zu ihnen:„So nehmt ihr ihn hin unck richtet ihn nach eurem Gesetz.“ da sprachen die juden zu ihm:„Wir dürfen niemand töten.“ Auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde. — da g Isum ur Asus ant ander ein J Rl Ubere „Mein R In diese en Juder eich nic M du d Hsch b le Wel gügen Heine 5 Un lcen un Uhabt lern le achen. ö Lber Wal ——— t ist des chlugen ihn gesicht ung lich schlug 75.) SImon Ver. Diesr ing mit Yes aber stand Junger, da keclete mi⸗ sprach de dlch deses 18 nicht.“ eine andeit at auch mi ermals und Und ube md sprachn lenen; denn sich 3U bel⸗ schen nich et zu ihn mich dek te bittellc. von Halphol Der Erlöser. Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief jesum und sprach zu ihm:„Bist du der juden gönig?“ jesus antwortete:„Redest du das von dit selbst; oder haben's dir andere don mir gesagt?“ Pilatus antwortete:„Bin ich ein jude? Dein Dolk und udie hohenpriestet haben dich mit überantwortet. Pas hast du m getan?“ Jesus antwortete: „mein Reich istnicht oon dieser Welt. Wäre mein Reich vdon dieser Welt, meine diener würden kämpfen, daß ich den juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.“ Da sprach pilatus zu ihm:„S8o bist du dennoch ein gönig7“ jesus antwortete:„Du sagst es, ich bin ein könig. lch bin dazu geboten und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Der aus der Dahrheit ist, der höret meine sStimme.“ Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahr— heit7 Und udater das gesagt, ging er wieder hinaus zu den juden und spricht zu ihnen:„Ich finde keine Schuld an ihm. lht habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe: wollt iht nun, daß ich euch der)uden könig losgebe?7“ Da schrien sie wieder allesamt und sprachen: Micht diesen, sondern Barabbasl“ Barabbas aber war ein Mmörder. 16. Die letzte Schmach.(0h. 10. 1—16.) Da nahm Pilatus jesum und geißelte ihn. Und die Rriegsknechte flochten eine fRrone von Dornen und setzten sie auf sein haupt und legten ihm ein Purpurkleid an und sprachen:„Sei gegrüßet. lieber Judenkönigl“ und gaben ihm Backenstreiche. Da ging pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: „Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihtr erkennet,. daß ich keine Schuld an ihm finde.“ Also ging Jesus her⸗ aus und trug eine Dornenkrone und ein Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen:„Sehet, welch ein Menschl“ Dasihn die hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie und sprachen:„KRreuzigel Kreuzigel“ Pilatus spricht zu ihnen:„Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn: denn ich finde keine Schuld an ihm.“ Die juden antworteten ihm: „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben: denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“ Da Pilatus das Dort hörte, fürchtete er sich noch mehr und ging wieder 29⁵5 Der Erlöser. hinein in das Richthaus und spricht zu Jesu:„Don wannen bist du?“&ber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach pilatus zu ihm:„Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht. daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben?“ Jesus antwottete:„Du hättest keine acht über mich, wenn sie dir nicht ware von oben herab gegeben; dar⸗ um, der mich dir überantwortet hat, der hat größere Sünde.“ von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die juden aber schrien und sprachen:„Cäßt du diesen los, so bist du des Raisers Sreundenicht; denn wer sich zum fönig macht, der ist wider den Kaiser!“ Da Pilatus das Wort horte, führte er Jesum heraus und setzte sich auf den Richt⸗ stuhl an det Stätte, die da heißt hochpflaster, auf hebrdisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag auf Ostern, um die sechste sStunde. Und er spricht zu den Jjuden:„Sehet, das ist euer Rönigl“ Sie schrien aber:„Weg, weg mit dem, kreuzige ihn!“ Spricht Pilatus zu ihnen:„Soll ich euren könig kreuzigen?“ Die hohenpriester antworteten:„Witr haben keinen Rönig denn den saiser.“ Da überantwortete er ihn, daß er gekreuzigt würde. 17. Die letzten Weggenossen.(mark. 15, 20. 21: cun. 25, 2799.) Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an und führten ihn aus, daß sie ihn kreuzigten; und zwangen einen, der vorüberging, mit Namen Simon von krene, der vom Selde kam,(der ein bater des Alegander und Rufus war) daß er ihm das reuz trüge. Es folgte ihm aber nach ein großer Hhaufe dolks und Weiber, die beklagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach:„Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure findleer. Denn siehe, es wirc die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren uncd die eiber, die nicht geboren haben, und udie Brüste, die nicht gesäugt haben! Dann werden sie anfaͤngen zu sagen zu den Bergen:„Fallet über unsl“ und zu den hügeln:„Decket uns!“ Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden7“ ö Es wurden aber auch hingeführt zwei andere Ubeltater, daß sie mit ihm abgetan würden. 296 1. am die daselb enen ühnen se teil shnen holfen Hottes Iu ihr der Il oben Und der Ju f In u Insl“ Und Ddem Tode die macht genommenl on wannen Da sptach IV. ßt du nicht, habe d Der Aberwinder. Macht uüber Uedenn dem Tode die macht genommen! zere Sunde“ osliehe. W 1. Das letzte Ringen.(cun. 23. 33—3.) Und als sie kamen lesen los, 0 an die Stätte, die do heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn zum Rönig daselbst und die Ubeltäter mit ihm, einen zur Rechten und 5 das Wolt einen zur(Cinken. Jesus aber sprach:„Dater, vergib den hich ihnen: denn sie wissen nicht, was sie tunl“ Und uf hebrah sie teilten seine Rleider und warfen das Cos datum. Ostern, unm Und sdas Dolk stand und sah zu. Und die Obersten samt len:„Sehel ihnen spotteten sein und sprächen:„Er hat andern ge— eg mit de holfen, er helfe sich selber, ist er Christus, der Auserwählte Ieich eulen Gottes.“ Es verspotteten ihn auch die friegsknechte, traten teten:„Inzu ihm und brachten ihm Essig und sprachen:„Bist du eantwotte der Juden Rönig, so hilf dir selber!“ Es war aber auch oben über ihm geschrieben die Überschrift mit griechischen und lateinischen und hebräischen Buchstaben:„Dies ist uk. 25, A der Juden KRönig!“ den Putpu Aber der Ubeltäter einer, die da gehenkt waren. lasterte und fuhn ihn und sprach:„Bist du Christus, so hilf dir selbst und n einen 44 unsl“ Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: r oom Helt„Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in wah dch gleicher verdammnis bist? Und wir zwar sind billig darin: ein glahu denn wir empfangen, was unsere Caten wert sind: dieser weinten 40½ aber hat nichts Ungeschicktes getan.“ Und er sprach zu Jesu: ⁰»herr, gedenke an mich., wenn du in dein Reich kommst!“ wele d Und Jesus sprach zu ihm:„Wahrlich ich sage dir: 3 wld heute wirst du mit mir im paradiese seinl“ „„ sind M eig 50 2. Die letzte Frage.(matth. 27. 45—49) Und von der n en sl sechsten Stunde an ward eine Sinsternis über das ganze and 15 0 bis zu der neunten Stunde. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach:„Eli, Eli, loama asabthani?“ das ist: 0as mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ belltn, Etliche aber, die do standen, da sie das hötten, sprachen e l ö sie:„Der ruft den Elias!“ Und alsbald lief einer unter 207 Der Überwinder. ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte hn auf ein Roht und tränkte ihn. Die andern aber sprachen:„Halt, laß sehen, ob Elias komme und ihm helfel“ 3. Die letzte Liebe. Oob. 10, 2530) Es stand aber bei dem fireuze)esu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, marid, des fleophas Weib. und maria Magdalena. Da nun jesus seine Mutter sah und den jünger dabeistehen, den er liebhatte, spricht er zu seiner Mutter:„Weib, siehe, das ist dein sohn“ Darnach spricht er zu dem Jünger: „Slehe, das ist deine mutterl“ Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Darnach. da jesus wußte, daß schon alles vollbracht war. daß die Schrift erfüllet würde, spricht et:„Mich dürstet.“ Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen hsop und hielten es ihm dat zum Munde. Da nun jesus den Essig genommen hatte, sprach er:„Es ist bollbrachtl“ 4. Der letzte Sieg.(cun. 23. 58.) Und die Sonne verlot ihren Schein, und der Dothang des Tempels zertriß mitten entzwei. Und jesus rief laut und sprach:„Datet, ich be⸗ fehle meinen Geist in deine händel“ Und als er das gesagt, verschied er. Da aber der Hauptmann sah. was da geschah. pries er Gott und sprach:„Sürwahr, dieser ist ein frommer mensch gewesen!“ Undsalles Dolk, das dabei war und zusah. da sie sahen. was da geschah. schlugen sich an ihre Brust und waͤndten wieder um. 5. Die letzte Ruhe. ob. 10. 3642, matth. 27. 1εε Dar⸗ nach bat den Pilatus Joseph von Arimathia. der ein Jünger jesu wat, doch heimlich aus Furcht vor den juden, daß en möchte abnehmen den eichnam)esu. Und Pilatus erlaubteé es. Da kam er und nahm den Leichnom Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei det Nacht zu jesu gekommen war, und brachte yrthe und Aloe unter⸗ einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den eichnam jesu und banden ihn in leinene Cücher mit den Spezeteien, wie die juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stãtte, da et gekteuzigt ward, ein Garten, und im Garten 298 neuet Ichen sie Hell das Hagdale 0 Oral Des Aumen d Rd spra shtet sp llersteh Lahle bi Immen lͤelstan Iger de Mldle h ging A derf 1. D e, iie Hhaigt Nchem ö sherge c um sch Wpfang⸗ Aulenn W Das Ceben ans Ticht gebracht! it Essig und ndern abet ihm helsele id aber bel TSchwestet, lalena. da dabeistehen, eib, siehe, lem Jünget det Stunc bracht wal h Gürstet“ Ullten einen n hiop unl 5 den Esso chtl 5onne vetti jectiß Mitleñ tet, Ich de⸗ dls er in sah. v0 Iht, Gese b. das 000 ah. schlugn 61-⁵00 cl er ein Wald e, ah etlaube ein neues Grab. in welches niemand je gelegt war. Dahin legten sie Jesum um des Rüstttages willen der Juden, die⸗ weil das Grab nahe war. Es war aber allda Matia magdaleng und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttage, kamen die hohenpriester und Dharisäer sämtlich zu Pilatus und sprachen:„Herr, wir haben gedacht, daß dieser Der⸗ ‚ führer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Cagen auferstehen!“ Darum befiehl, daß man das Grab ver— wahre bis an den dritten Cag, auf daß nicht seine jünger kommen und stehlen ihn und sagen zum volk:„Er ist auferstanden von den Coten“; und werde der letzte Betrug arger denn der erste.“ Ppilatus sprach zu ihnen:„Da habt ihr die Hüter: gehet hin und berwahrt, wie ihr wißt!“ Sie gingen hin und derwahrten das Grab mit hütern und versiegelten den Stein. Das Ceben ans(icht gebracht! 1. Die Ostertatsache.(1. gor. 15, 1-10)„Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch ver⸗ kündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches iht auch selig werdet, welchergestalt ich es euch verkündigt habe, so ihr's behalten habt; es wäre denn, daß ihr's umsonst geglaubt hättet. denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift; und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Cage nach der Schrift: und daß er gesehen worden ist von hiephas, darnach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worcken von mehr denn fünfhundert Brüdern auf ein Mal, deren noch viele leben, etliche aber sind⸗ entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jakobus, darnach von allen Aposteln. Em letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die Gemeinde Gottes 290 Dder Überwindker. derfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, was ich bin. und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen,. sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.“ 2. Die Osterboten.(mark. 16, 1—5.) Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria magdalena und Maria, des)akobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen und salbten ihn. Und sie kamen zum Grabe am ersten Cage der Woche sehr früh, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander:„Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Cũr?“ Und sie sahen dahin und wurden ge⸗ wahr, daß der Stein abgewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten hand sitzen, der hatte ein langes weißes Rleid an; und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen:„Entsetzet euch nicht. Ihr suchet Jesus von nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier; siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt es seinen jüngern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat!“ Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe: denn es war sie Zittern und Entsetzen angekommen; und sagten niemaͤnd etwas, denn sie fürchteten sich. 3. Das leere Grab. Coh. 20, 11⁰) An dem ersten Tage der Woche kommt Maria magdalend früh. da es noch finster war, zum Grabe und sieht, daß der Stein vom Grabe hinweg war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen:„Sie haben den herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!“ Da ging petrus und der andere Jjünger hinaus und kamen zum Grabe. Es liefen aber die zwei mitein⸗ ander, und der andere Jünger lief zuvor, schneller denn petrus, und kam am ersten zum Grabe, guckt hinein und sieht die Ceinen gelegt: er ging aber nicht hinein. Da kam Simon petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Ceinen gelegt und das Schweiß⸗ 300 — lch, leinen elstehe . hor de huchte fleide Hen 5 Undee scht Und l sle da under suche hm: Alih shte, Hab „ah. me sage hater gern: Mlr aus U Emm besch ich, was sch. ich gewesen, e alle; nicht“ st⸗ der Sabbal und Marta, auf daß se Grabe am ine aufging ns den 51eH Wurden g. ar seht gioß sahen ein ein langs abet sprac t Jesus dos den undti. egten. Oehel etrus, daß erdet iht iIn ingen schnel! es Wal st. ten niemont Das Teben ans Licht gebracht! tuch, das Jesu um das haupt gebundleen war, nicht zu den leinen gelegt, sondern beiseits zusammengewickelt an einen besonderen Ort. Da ging auch der andere Jjünger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und sah und glaubte es. Denn sie wußten die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auf⸗ erstehen müßte. Da gingen die Jünger wiedleer heim. 4. Das Ostererlebnis.(0h. 20. 11—18.) Mariq aber stand vor dem Grabe und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen kleicern sitzen, einen zu dlen häupten und den andern zu den Füßen, da sie den Ceichnam Jesu hingelegt hatten. Und diese sprachen zu ihr:„Weib. was weinest du7“ Sie spricht zu ihnen:„Sie haben meinen herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“ Und als sie das sagte, waͤndte sie sich zurück uncl sieht Jesum stehen unckh weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr:„Weib, was weinest du? Wen suchest du?“ Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm:„Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen.“ Spricht Jesus zu ihr:„Marial“ Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: „Rabbuni,“ das heißt:„Meister!“ Spricht Jesus zu ihr: „Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem bater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Dater und zu eurem vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott!“ maria magdaleng kommt und verkündigt den Jün⸗ gern:„ch habe den herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt!“ 5. Das Osterzeugnis.(cun. 23, 13—35.) Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Seldwegs weit; des Name heißt Emmaus. Und sie regeten miteinander von allen diesen Geschichten. Und ues geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahte Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. lber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht 30¹ Der Uberwinder. kannten. Er sprach aber zu ihnen:„Was sinckh das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig?7“ Da antwortete einer, mit Namen Rleophas, und sprach zu ihm:„Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin ge⸗ schehen ist?“ Und uer sprach zu ihnen:„Welches?“ Sie aber sprachen zu ihm:„Das von Jesus von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Taten und Worten vor Gott und allem volk: wie ihn unsre hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur berdammnis des Codes und gekreuzigt. Wir aber hofften, er sollte Jsrael erlösen. Und eüber das alles ist heute der dritte Cag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sinch früh bei dleem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen undd sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht!“ Und uer sprach zu ihnen:„O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht Christus solches leicklen und zu seiner herrlichkeit eingehen?“ Unch fing an von MRoses und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Slecken, da sie hingingen; under stellte sich, als wollte er fürcler gehen. Und sie nötigten ihn und sprachen:„Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Cag hat sich geneigtl“ Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und ues geschah, da er mit ihnen zu Cische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre dugen geöffnet, und sie erkannten ihn. Unch er verschwaͤnd vor ihnen. Und sie sprachen untereinander:„Brannte nicht unser herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete?“ Unch sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem und fanden die Elf dersammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: „Der herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon er⸗ schienenl“ 30² loselbe Ind dié Uden, K lied. Uihnen foh, do Wihner Olandt Alede —— ind das fut 15, und seid ophas, und ndlingen zu n darin ge⸗ sches?“ d n Nazareth. und Wotten priester un 5 Ces Codes del erlosen. daß solches iche Weibel de gewesen, und sages, elche sagen, zum Grabe er ihn sahen und träges eten gerechl eicen und ing an bohl llle Schtiste hinginges⸗ N. Und 0 Ienn es ul tl Und l schah. 0d x nkte, bioc); eoffnet, u hnen. e nicht unt Hhege,(ls. 3u Herselben nden de e ptachn m dimon e⸗ Das Leben ans Licht gebracht! Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war. und wie er don ihnen erkaͤnnt wäre an dem, da er das Brot brach. 6. Die Ostergemeinde. Gob. 20. 10—23) Am Abend aber desselben ersten Cages der Woche, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: »stiede sei miteuchl“ Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die häande und seine Seite. Da wurden die Jjünger froh, daß sie den herrn sahen. da sprach jesus abermals zu ihnen:„tiede sei mit euch! Gleichwie mich der bater gesandt hat, so sende ich euch.“ Und da er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen:„Nehmet hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ 7. Das Osterbekenninis. 0h. 20. 22—31.) Thomas aber, der Zwölf einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern jünger zu ihm:„Wir haben den herrn gesehen!“ Er aber sprach zu ihnen:„Es sei denn, daß ich in seinen händen sehe die nägelmale und lege meinen Singer in die Nägelmale und lege meine hand in seine Seite, will ich's nicht glauben.“ Und über acht Cage waren abermals seine Jünger drinnen, und Chomas mit ihnen. Rommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: „Sriede sei mit euch!“ Darnach spricht er zu Thomas:„Reiche deinen singer her und siehe meine hände, und reiche deine hand her und lege sie in meine Seite. und sei nicht ungläubig, sondern gldubig!“ Chomas antwortete und sprach zu ihm:„Mein hert und mein Gottl“ Spricht Jjesus zu ihm:„Dieweil du mich gesehen hast, Chomas. so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!l“ luch diele andere Zeichen tat Jesus vor seinen jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn 30³ Der Überwinder. Gottes, und daß ihr durch den Glauben das eben habet in seinem Namen. 8. Osternachklang. Coh. 21, 1½½) Darnach offenbarte sich jesus abermals den jüngern an dem meer bei Ciberias. Er offenbarte sich aber also. Es waren beieinander Simon petrus und TChomas, der da heißt Zwilling, und Nathangel von siand in Galilda und die Söhne des Zebedäus und andere zwei seiner Jünger. Spricht Simon petrus zu ihnen:„Ich will hin fischen gehen.“ Sie sprechen zu ihm:„So wollen wir mit dir gehen.“ Sie gingen hinaus und utraten in das Schiff alsobald, und in derselben Nacht fingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen war, stand jesus am Ufer: aber die jünger wußten nicht, daß es Jesus wat. Spricht Jesus zu ihnen:„Rinder. habt ihr nichts zu essen?“ Sie antworteten ihm: Rein.“ Et aber sprach zu ihnen:„Werfet das Netz zur Rechten des Schiffs, so werdet iht findenl“ Da warfen sie und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Sische. Da spricht der jünger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus:„Es ist der herrl“ da Simon petrus hörte, daß es der hert war, gürtete er das hemd um sich,(denn er war nackt/ und warf sich ins Meer. Die andern jünger aber kamen auf dem Schiff.(denn sie waren nicht ferne vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen.) und zogen das Netz mit den Fischen. Ais sie nun austraten auf das Cand, sahen sie fohlen gelegt und Fische darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: „Bringet her von den Sischen, die ihr jetzt gefangen habtl“ Simon petrus stieg hinein und zog das Hetz auf das Cand voll großer§ische, hundertunddreiundfünfzig. Und wiewohl hrer so viel waren, zerriß doch das Retz nicht. Spricht Jesus zu ihnen:„Kommt und haltet das mahll“ niemand aber unter den Jüngern wagte ihn zu fragen: „Wer bist du7“ denn sie wußten, daß es der hert war. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon petrus:„Simon Jonq, hast du mich lieber, denn mich diese haben?“ Et spricht zu ihm:„Ja, Hert, du weißt, daß ich dich liebhabe.“ Spricht er zu ihm:„Weide meine Cammer!“ 30 I —„—6——— Spi Ina, h au Wei elde Spt u mich ngl zu hert, habe.“ sch, We a dich lu abe ane Uslstle GOott Vihm De gen, Helm f Hel ist Wzu) Im:„ seht es Da Unger stbt U ———— Leben habet ffenbarte sich dei Ciberias. Chomas, der in Galiläa! einer Juͤngel. chen gehen gehen.“ Sie hald, und in jetzt Motgen vußten nicht, fiindet, habt „Nein.“ Er Rechten de⸗ nd konntens Da sptich cus:„E5 es der hell war nach Das Ceben ans(icht gebracht!l Spricht er wieder zum andernmal zu ihm:„Simon Jona, hast du mich lieb?7“ Er spricht zu ihm:„Jd, perr, du weißt, daß ich dich liebhabe.“ Spricht er zu ihm: „Weide meine Schafe!“ Spricht er zum drittenmal zu ihm:„Simon Jona, hast du mich lieb?“ Petrus ward traurig, daß er zum dritten⸗ mal zu ihm sagte: hast du mich lieb? und sprach zu ihm: „Hert, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb⸗ habe.“ Spricht Jesus zu ihm:„Weide meine Schafel Wahr⸗ lich, wahrlich ich sage dit: Da du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine hände dausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst!“ Das sagte er aber zu deuten, mit welchem Code er Gott preisen würde. Und da er das gesagt, spricht er zu ihm:„Solge mir nach!“ Petrus aber waͤndte sich um und sah den Jünger folgen, welchen Jesus liebhatte, der auch an seiner Brust beim Abendessen gelegen war und gesagt hatte:„Herr, wer ist's, der dich verrat?“ Da petrus diesen sah, spricht er zu Jesu:„Herr, was soll aber dieser7 Jesus spricht zu ihm:„5o ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!“ Da ging eine Reclee aus unter den Brüdern:„Dieser jünger stirbt nicht.“ Und Jesus sprach nicht zu ihm:„Er stirbt nicht,“ sondern:„So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?“ Dies ist der Jjünger, der von diesen Dingen zeugt und dies geschrieben hat; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahrhaftig ist. 9. Zur Rechten des Vaters!(matth. 28, 16—20. cuk. 24, 5—33) Aber die elf jünger gingen nach Galilda auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder: etliche aber zweifelten. Und jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im himmel und auf eErden. Darum gehet hin und machet alle bölker zu meinen Jüngern, indem ihr sie taufet im na— men des Daters und des Sohnes und des heiligen Schottler, Schwert des Gelstes. 20 305 Dder Überwinder. Geistes: und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Cage bis an der Welt Ende.“ Er führte sie aber hinaus bis gen Bethanien unck hob die hände auf und segnete sie. Und es geschah. da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mit großer Freude und waten allewege im Cempel, prieser und lobten Gott. eeeee??/ee2 —— 18 ch euch i euch alle jen und hob ah, da er sie gen himmel en Jecusalem npel, priese Die Eroberung der Welt In dem allen aberwinden wir welt um ů . deswillen, der uns gellebet hat.“ Der Apostel paulus. Teee Fcc r⁴α αα⁵¼⸗u0cac⁴αα⁶αtä6c netteterte Die 1. Dandtet l Olb. HMer d ad An adthä sd)ue hande LTll Un up uchwe le Sch. ö Halge chter Ahahlt IWherd abge ingew 6ju Hd d umne Masse r d sher U lre: Rei l de sher! SereSSSSSEESSSESESSStESESESSSCSCSEHSESCCCTEHECECCCSESTESEESENEEEESEEet Die Eroberung der Welt I. Peirus. petrus der Gründer der ersten Gemeinde. 1. Die Gemeinde der Jünger.(dpostelgesch. 1, 12—26.) Da wandten sie um gen Jerusalem von dem Berge, der da heißt der Olberg. Und als sie hineinkamen, stiegen sie auf den Söller, da denn sich aufhielten Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Chomas, Bartholomäus und matthäus, Jakobus, des Alphäus Sohn, und Simon Zelotes und judas, des Jakobus Sohn. Diese alle waren stets bei⸗ einander einmütig mit Beten und§lehen samt den Weibern und Mariq, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Und ein den Tagen trat auf Petrus unter die Jünger und sprach(es war aber eine Schar zuhauf bei hundert⸗ undzwanzig Namen):„Ihr Männer und Brüder, es mußte die Schrift erfüllet werden, welche zuvor gesagt hat der heilige Geist durch den Munck Davicks von Judas, der ein Führer war derer, die Jesum fingen; denn er war zu uns gezählt und hatte dies Amt mit uns überkommen. Dieser hat erworben den Acker um den ungerechten Cohn und ist abgestürzt und mitten entzweigeborsten, unch all sein Eingeweide ausgeschüttet. Und es ist kund geworden allen, die zu Jerusalem wohnen, also daß dieser Acker genannt wircl auf ihre Sprache hakeldama, das ist ein Blutacker. Denn es steht geschrieben im Psaͤlmbuch:„Seine Behausung müsse wüst werden, und sei niemand, der darin wohne,“ und:„Sein Bistum empfange ein anderer.“ So muß nun einer unter diesen Männern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit über, welche der Herr Jesus unter uns ist aus⸗ und eingegangen, von der Taufe des Johannes an bis auf den Cag, da er von uns genommen ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden.“ 30 petrus. Und sie stellten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen Just, und Matthias, beteten und sprachen: „Herr, aller herzen Ründiger, zeige an, welchen du erwählt hast unter diesen zweien, daß einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, daß er hin⸗ ginge an seinen Ort.“ Unch sie warfen das Cos über sie, und das TCos fiel auf Matthias; und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln. 2. Die Ausgießung des heiligen Geistes.(Gpostelgesch. 2, 1—36.) Und uals der Cag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinandeer. Und ses geschah schnell ein Brau⸗ sen vom himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das gaͤnze haus, da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt wie von Feuer, und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden alle voll des heiligen Geistes und fingen an zu predigen mit andern Zungen. nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber juden zu Jerusalem wohnench, die waren gottesfürch⸗ tige Männer aus allerlei bolk, das unter dem himmel ist. Da nun diese Stimme geschah. kam die Menge zusammen uncdl wurcken bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache recleten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander:„Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, qus Galilda? Wie hören wit denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind“ Pparther und Mmeder und Elamiter, und die wir wohnen in mesopotamien und in Judùd und fappadozien, Pontus und Asien, Phrygien uncl Pamphylien, Agypten und an den Enden von Cibyen bei söyrene und Ausländer von Rom, Juden und Judengenossen, freter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden.“ Sie entsetzten sich aber alle und wurcdlen irre und sprachen einer zu dem andern:„Was will das werden7“ Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen:„Sie sind voll süßen Weins!“ Da trat Petrus auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen:„hr juden, liebe Männer, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen. Denn diese 31⁰ Andhen Ulltte: Nophe den Reiner Loöchte schen, Helne! Lagen gen. hachen le 50f blut Jommt Tahlufer ht e JPunde unter e Iem el Uben hnecht lusero 0 Cen! Helden sum h mei Wmei der Gründer der ersten Gemeinde. arsabas, mit nd sprachen: du erwählt“ diesen Dienst daß er hin⸗ Los über sie. ö 4 zugeordnet (flpostelgesch., at, waren se nell ein ral und erfüllt hienen ihnen ich auf einen des heiligen lern Zungen, n. Es Oalel m gottesfütch n himmel is je zusammel ichet, daß si sind nicht trunken, wie ihr wähnet, sintemal es ist die dritte Stunde am Tage: sondern das ist's, was durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:„Und ues soll geschehen in den letzten Cagen, spricht Gott, ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch: und eure Söhne und eeure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eute ältesten sollen Cräume haben; und auf meine knechte und auf meine mRägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen. und sie sollen weis⸗ sagen; und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden, Biut und Seuer und Rauchdampf: die Sonne soll sich verkehren in Finsternis, und der Monck in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des herrn kommt; und soll geschehen, wer den Namen des herrn anrufen wird, soll selig werden.“ Ihr Mmänner von Istael, höret diese Worte: Jesum von Nazareth, den Mann, von Gott unter euch mit Taten unck Wundern und Zeichen erwiesen, welche Gott durch ihn tat unter euch, wie denn auch ihr selbst wisset, denselben,(nach⸗ dem er aus bedachtem Rat und Dorsehung Gottes über— geben war.) habt ihr genommen durch die hände der Un— gerechten und ihn angeheftet und erwürgt. Den hat Gott auferweckt, und aufgelöst die Schmerzen des TCodes, wie es denn unméglich war, daß er sollte von ihm gehalten werden. Denn david spricht von ihm:„Ich habe den Herrn allezeit vorgesetzt vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf daß ich nicht bewegt werde. Darum ist mein herz fröhlich und meine Zunge freuet sich; denn auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung. Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen, auch nicht zu— geben, daß dein heiliger die Derwesung sehe. Du hast mir kundgetan die Dege des ebens; du wirst mich erfüllen mit Steuden vor deinem Angesicht.“ Ihr Männer, liebe Brüder, lasset mich frei reden zu euch von dem Erzoater David: Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen TCag. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß ihm Gott verheißen hatte mit einem Eide. daß die Frucht seiner enden sollte auf seinem Stuhl sitzen, hat er's zuvor gesehen und geredet von der Huferstehung christi, daß seine Seele nicht dem Code gelassen ist und sein Sleisch 311 petrus. die berwesung nicht gesehen hat. Diesen Jesus hat Gott auferweckt: des sind wir alle Zeugen! nun er durch die Rechte Gottes erhöht ist und emp— fangen hat die Derheißung des heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und höret. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht abet: „Der herr hat gesagt zu meinem herrn: Setze dlich zu meiner Rechten, bis daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Süße.“ s8o wisse nun das ganze haus Jsrael gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem herrn und Christus gemacht hatl“ 3. Die Gründung der christlichen Kirche.(dpostelgesch. ꝛ, 37—7½.) Da sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und sprachen zu petrus und zu den andern Aposteln: „hr männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?7“ Petrus sprach zu ihnen:„CTut Buße. und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu christi zur Vvergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn euer und eurer Rinder ist diese Derheißung, und aller, die ferne sind, welche Gott, unser Herr, herzu— rufen wird.“ Auch mit vielen andern Worten bezeugte er und er⸗ mahnte und sprach: Lasset euch erretten aus diesem vet⸗ kehrten Geschlecht!“ Die nun sein Wort gern annahmen ließen sich taufen: und wurden hinzugetan an dem CTage bei dreitausend Seelen. Sie blieben aber beständig in der Apostel Cehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. ES kam auch alle Seelen Furcht an und geschahen viel wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein. Ihre Güter und habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war. Und sie waren täglich und stets beieinander ein⸗ mütig im Tempel und brachen das Brot hin und her in häusern, nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem herzen und hatten Gnade bei dem ganzen Dolk. Der herr aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde. 312 Hagen, le da Ichen, ud Jol at er Whann Laltete Hlac: Habe, d sehe a Handeu Iudefr Hd gi nlol lhtt lo ——— Jesus hat genl ist und emp⸗ s bom Lates, hoͤret. Denn spricht abet. detze dich 3u zum Schemel Vsrael gewiß bt, zu einem (postelgesch.l durchs heh, ern flposteln. tun?“ pettas ein jeglichn ergebung d des heillgeh e becheißung r hert, hethů te er und d 15 iesem det n annahmel an dem Lal- lehte unah im Gebet k Der Gründer der ersten Gemeinde. 4. Das erste Zeugnis von Jesu.(Apostelgesch. 3.) Petrus aber und johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, da man pflegt zu beten. Und ees war ein Nann, lahm von Mutterleibe, der ließ sich tragen; und sie setzten ihn täglich vor des Tempels Tür, die da heißt die schöne, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Cempel gingen. Da er nun sah petrus und Johannes, daß sie wollten zum Cempel hineingehen, bat er um ein Almosen. Petrus aber sah ihn an mit johannes und sprach:„Sieh uns an!l“ Und er sah sie an. wartete, daß er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach:„Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandlel“ Und griff ihn bei der rechten hand und richtete ihn auf. Alsobald standen seine Schenkel und fnöchel fest: sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Cempel, wandelte und sprang und lobte Gott. Und es sah ihn alles Dolk wandeln und Gott loben. Sie kannten ihn auch, daß er's wat, der um das Almosen gesessen hatte vor der schönen Tür des Cempels: und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens über das, was ihm widerfahren war. klls aber dieser[Cahme, der nun gesund war, sich zu petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die halle, die da heißt Salomos, und wunderten sich. Als petrus das sah, antwortete er dem volk:„hr Männer von lsrael, was wundert ihr euch darũber, oder was sehet ihr auf uns, als hätten wir diesen wandeln gemacht durch unste eigene kraft oder Verdienst? Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer väter, hat seinen knecht Jesus verklärt, welchen ihr überantwortet und ver⸗ leugnet habt vor Pilatus, da der urteilte ihn loszulassen. Iht aber verleugnetet den heiligen und Gerechten und batet, daß man euch den Mörder schenkte: aber den Fürsten des Cebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; des sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat diesen, den ihr sehet und kennet, sein Name stark gemacht, und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen. Nun, llebe Brüder. ich weiß, daß ihr's durch Unwissenheit getan 3¹⁵ petrus. de habt. wie auch eure Obersten. Gott aber. was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat, wie Christus leiden sollte, hat's also erfüllet. 50 tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden bertilgt werden: auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des herrn, wenn er senden wird den. der euch jetzt zuvor gepredigt wird, Jesus Christus, welcher muß den himmel einnehmen bis auf die Zeit, da her⸗ wiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an. denn MRoses hat gesagt zu den Dätern:„Einen Pro— pheten wird euch der Hert, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleichwie mich; den sollt ihr hören in allem. was er zu euch sagen wird: und es wird geschehen, welche Seele denselben Propheten nicht hören wird, die soll ver⸗ tilgt werden aus dem Dolk.“ Und alle Propheten von samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet haben, die haben von diesen Cagen verkündigt. Ihr seid der Propheten und des Bundes finder, welchen Gott gemacht hat mit euren bätern, da er sprach zu Abraham:„Durch deinen Samen sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden.“ Euch zuvörderst hat Gott auferweckt seinen knecht Jesus und hat ihn zu euch gesaͤndt, euch zu segnen, daß ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit.“ 5. Das erste Leiden um Jesu willen.(Apostelgesch. 3. 1—22.) Als sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der hauptmann des Tempels und die Sadduzäer,(die verdroß, daß sie das Dolk lehrten und verkündigten an Jesu die Kuferstehung von den Toten.) und legten die hände an sie und setzten sie ein bis zum Morgen; denn es war jetzt Abend. Aber viele unter denen, die dem Wort zu— hörten. wurden gläubig: und ward die Zahl der Männer dei fünftausenck. Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und Altesten und Schriftgelehrten gen Jeru⸗ salem, hannas, det hohepriester, und aiphas und Johannes und Alerander, und wieviel ihrer waren vom Hohen⸗ priestergeschlecht, und stellten sie vor sich und fragten sie:„Aus welcher Gewalt oder in welchem Namen habt ihr das ge⸗ 3¹⁴ tan?“ I hr Obe Oir heut slanken sel euch dem Har Fleuzigt steht dief Das chstein sst auch Nensche Sie pohannes daß es u se auch aber den sehen un se hinau und spra denn das allen, die sugnen. 10 bohh geinem n Und nge ni Au. Dett 0 ihnen: it euch U nicht bir ge Ham D er durch digt hat, Suͤnden qusckung vird den, „Oelcher da her⸗ jat durch der Welt nen Pro⸗ jus euten lem, Was v„ Oelche soll ver⸗ eten don aben, die Wropheten hat mit Y deinen Elden.“ acht Jesus daß ein 9. A, 12½) je Driestel 3del,(ie n UI Jes ö se hänc nes Odl Oort Zo⸗ männel nelten sch gen Jelt Iohante n hohel⸗ ser,fl das der Gründer der ersten Gemeinde. tan?“ Petrus, voll des heiligen Geistes, sprach zu ihnen: „Ihr Obersten des Volks und ihr Altesten von Jsroell so wir heute werden gerichtet über dieser Wohltat an dem kraͤnken Menschen, durch welche er ist geheilt worden, so sel euch und allem dolk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu christi von Nazareth, welchen ihr ge⸗ kreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der ʒum Eckstein geworden ist: und ist in keinem andern heil, ist auch kein anderer Name unter dem himmel den mRenschen gegeben, darin wir sollen selig werden. Sie sahen aber an die Freudigkeit des Petrus und johannes und verwunderten sich: denn sie waren gewiß, daß es ungelehrte Ceute und Caien waren, und kannten sie auch wohl, daß sie mit Jesu gewesen waren. Sie sahen aber den menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen unch hatten nichts dawider zu reden. Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Rat und handelten miteinander und sprachen:„Was wollen wir diesen menschen tun? denn das offenbare Zeichen, durch sie geschehen, ist kund allen, die zu Jerusalem wohnen, und wir können's nicht leugnen. Aber auf daß es nicht weiter einreiße unter das Dolk, lasset uns ernstlich sie bedrohen, daß sie hinfort keinem menschen von diesem Namen sagen!“ Und riefen sie und geboten ihnen, daß sie sich aller⸗ dinge nicht hören ließen noch lehrten in dem Namen jesu. Petrus aber und johannes antworteten und sprachen zu ihnen:„Richtet ihr selbst, ob es vor Gott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn Gott. Wir können's ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, was wir gesehen unch gehört haben.“ Aber sie drohten ihnen und ließen sie gehen und fanden nicht, wie sie sie peinigten, um des volkes willen; denn sie lobten alle Gott über das, was geschehen war. denn der mensch war über vierzig Jahre alt, an welchem dies Zeichen der Gesundheit geschehen war. 6. Der erste Kampf mit der Welt.(dpostelgesch. 4, 23—27. Und als man sie hatte gehen lassen. kamen sie zu den lhren 31⁵ petrus. und verkündigten ihnen, was die hohenpriester und Altesten zu ihnen gesagt hatten. Da sie das hörten, hoben sie ihre Stimme auf einmütig zu Gott und sprachen:„Herr, der du bist der Gott, der himmel und Erde und das Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat: der du durch den mund Davdids, deines finechtes, gesagt hast:„Warum em⸗ pören sich die Heiden. und die völker nehmen vor, was umsonst ist? Die Koͤnige der Erde treten zusammen, und die Sürsten versammeln sich zuhauf wider den herrn und wider seinen Christus“,— wahrlich ja, sie haben sich ver⸗ sammelt über deinen heiligen sinecht Jesus, welchen du ge⸗ salbt hast, herodes und Pontius pilatus mit den heiden und dem Dolk Istael, zu tun, was deine hand und dein Rat zuvor bedacht hat, daß es geschehen sollte. Und nun. herr, siehe an ihr Drohen und gib deinen finechten, mit aller Sreudigkeit zu reden dein Wort, und strecke deine hand aus, daß Gesundheit und Zeichen und Wundker ge⸗ schehen durch den Namen deines heiligen kKnechtes Jesus.“ Und nda sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, da sie versammelt waren: und sie wurden alle des heiligen Geistes voll und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit. Die Menge aber der Gläubigen war ein herz und eine Seele: auch keiner sagte von seinen Gütern, daß sie sein wãren, sondern es war ihnen alles gemein. Und mit großer fraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des herrn Jesu, und waͤr große Gnade bei ihnen allen. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wieviel ihrer waren, die da cker oder hauser hatten, die verkauften sie und braͤchten das Geld des verkauften Guts und legten es zu der Apostel Sußen; und man gab einem jeglichen, was ihm not war. Joses aber, mit dem zunamen von den Aposteln genannt Barnabas,(das heißt ein sohn des Crostes.) von Geschlecht ein Levit aus Cypern, der hatte einen Acher und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es zu der Apostel Ssüßen. 7. Die erste Sichtung.(Aposteigesch. 5, 1—16) Ein mann aber, mit Namen Ananias, samt seinem Weibe Saphira ver⸗ kaufte sein Gut und entwandte etwas vom Gelde mit Wissen seines Weibes und brachte einen Ceil und legte ihn zu der 31 del S flpostel 5 der Sata gest ur ßättest d hattest, 1 Oewalt. borgenor gelogenl nieder u gurcht u hungling daus und Und laß sein Dar. fl den Ache betrus geworde gaße de der Cür ——— lltesten sie ihte „ Ger du leer und urch den rum em: or, Was nen, und errn und sich del⸗ n du ge⸗ n heicen und dein Und nun, ten, mil the deine inder ge⸗ es Jesus⸗ ötätte,&0 helligen eudigheil.] und elne ß sie sen nit grohel hung d Alen. E tter denn atten, R⸗ Heraufte man 9b Der Gründer der ersten Gemeinde. Apostel Füßen. Petrus aber sprach:„Ananias, warum hat der Satan dein herz erfüllt, daß du cdem heiligen Geist lögest uncl entwendetest etwas vom Gelde des Ackers? Hhättest du ihn dloch wohl mögen behalten, da du ihn hattest; und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen!“ Dda Ananiqas aber diese Worte hörte, fiel er nieder und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten. Es standen aber die jünglinge auf und taten ihn beiseite und trugen ihn hin⸗ aus und begruben ihn. Und hes begab sich über eine Weile bei drei Stunden, daß sein Weib hineinkam und wußte nicht, was geschehen war. Aber Petrus antwortete ihr:„Sage mir, habt ihr den Acker so teuer verkauft?“ Sie sprach:„Ja, so teuer!“ petrus aber sprach zu ihr:„Warum seid ihr denn eins geworden zu versuchen den Geist des herrn? Siehe, die Süße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Cür und werden dich hinaustragen!“ Und alsbald fiel sie zu seinen Füßen und gab den Geist auf. Da kamen die jünglinge und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihren Nann. Unclses kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die solches hörten. Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Volk durch der Apostel Bände; und sie waren alle in der Halle Salomos einmütig. Der andleern aber wagte keiner sich zu ihnen zu tun, sondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber immer mehr hinzugetan, die da glaubten an den Herrn, eine Menge Männer und Weiber, also daß sie die Rraͤnken auf die Gassen heraustrugen und legten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus käme, sein Schatten ihrer etliche überschattete. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Städten gen Jerusalem und braͤchten die firanken und die von unsaubern Geistern gepeinigt waren; und wurden alle gesund. 8. Die erste Verfolgung.(apostelgesch.5, 1733.) Es stand aber auf der hohepriester und alle, die mit ihm waren, welches 31⁷ petrus. ist die Sekte der Sadduzder, und wurden voll Eifers und legten die hände an die Apostel und warfen sie in das gemeine Gefängnis. Aber der Engel des herrn tat in der Nacht die Cüren des Gefängnisses auf und führte sie her⸗ aus und sprach:„Gehet hin und tretet auf und redet im Cempel zum volk alle Worte dieses Cebens.“ Da sie das gehört hatten, gingen sie früh in den Tempel und lehrten. Der hohepriester aber kam, und die mit ihm waren, und riefen zusammen den Rat und alle Altesten der Rinder von Istael und sandten hin zum Gefängnis sie zu holen. Die Diener aber kamen hin und fanden sie nicht im Gefängnis, kamen wieder und verkündigten und sprachen:„Das Ge⸗ fängnis fanden wir verschlossen mit allem Fleiß und die Hüter außen stehen vor den Cüren; aber da wir auftaten, faͤnden wir niemand darin.“ Da diese Rede hörten der Hohepriester und der hauptmann des Cempels und andere hohepriester, wurden sie darüber betreten, was doch das werden wollte. Da kam einer, der verkündigte ihnen: „Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volkl“ Da ging hin der hauptmann mit den Dienern und holten sie, nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, daß sie gesteinigt würden; und als sie sie brachten, stellten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sie und sprach: „Häaben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht solltet lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer ehre und wollt dieses Menschen Blut über uns führen.“ Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: „Man muß Gott mehr gehorchen denn den men⸗— schen. Der Gott unserer Däter hat Jesum auferweckt, welchen ihr erwürgt habt und an das Holz gehängt. Den hat Gott durch seine rechte hand erhoht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Istael Buße unde bergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen über diese Worte, und der heilige Geist, welchen Gott gegeden hat denen, die ihm gehorchen.“ Da sie das hörten, ging's ihnen durchs herz, und dachten sie zu toͤten. 9. Gamaliels Rak.(Aposteigesch. 5, 34—2.) Da stand abet auf im Rat ein Pharisaer, mit Namen Gamaliel, ein Schrift⸗ 318 Del .—j—jß‚t‚i— gelehrter, flpostel e Männer mit dem, Cheudas eine Zahl alle, die! darnach Schätzung der ist au gelstreut. enschen daus den Hott, so efundet Da fl. und gebe esu, und des Rats eines Na auf alle! ehren un 10. 2 Lagen al Nurmeln laß ihte igung. ammen Oottes Ur rücer, berücht! sng, Wele Iber wol lnd die vahlten shen Ge Ind Cim enossen nd bete — ers und in das t in det sie her⸗ edet im sie das lehrten. en, Und det von len. Die fängnis Das Ge⸗ und die Iuftaten, kten der andete loch das ihnen en habt Da ging sie, nicht daß se n sie se Hprach: iht nicht ht habt nenschen prachen N Men⸗ „Welchen hat Oolt Heilan Und u ige Gest, d sso und dbel 5hlll⸗ Der Gründer dersersten Gemeinde. gelehrter, in Ehren gehalten vor allem Dolk, und hieß die Apostel ein wenig hinqustun und sprach zu ihnen: Ihr männer von srael, sehet euch vor bei diesen Menschen mit dem. was ihr tun wollt. Dor diesen Cagen stand auf Theudas und gab vor, er wãte etwas, und hingen an ihm eine Zahl Männer, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreut und zunicht geworden. Darnach stand auf Judas aus Galilãa in den Cagen der Schätzung und machte viel volks abfällig ihm nach; und der ist auch umgekommen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreut. Und nun sage ich euch:„Casset ab von diesen menschen und lasset sie fahren. Ist der Rat oder das Werk aus den menschen, so wird's untergehen; ist's aber aus Gott, so könnet ihr's nicht dämpfen; auf daß ihr nicht erfundet werdet als die wider Gott streiten wollen.“ Da fielen sie ihm zu und riefen die Apostel, stäupten sie und geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem Namen Jesu. und ließen sie gehen. Sie gingen aber fröhlich von des Rats Angesicht, daß sie würdig gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden, und hörten nicht auf alle Cage im Tempel und hin und her in häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo. 10. Das erste Liebeswerk.(aposteigesch. 6. 1—8.) In den Cagen aber, da der jünger viele wurden, erhob sich ein aRurmeln unter den Griechen wider die hebräer, darum daß ihre Witwen übersehen wurden in der täglichen bver⸗ sorgung. Da riefen die Zwölf die menge der Jünger zu— sammen und sprachen:„Es taugt nicht, daß wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen. Darum, ihr lieben Brüder, sehet unter euch nach sieben Männern, die ein gut Gerücht haben und voll heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir bestellen mögen zu diesem Notwerk. Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Worts.“ Unddie Rede gefiel der ganzen enge wohl; und sie er⸗ wählten Stephanus, einen Maͤnn voll Glaubens und hei⸗ ligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor uncl Cimon und parmenas und Nikolous, den Juden- genossen von Antiochien. Diese stellten sie vor die Apostel und beteten und legten die häande auf sie. Und das Wort 3¹9 Petrus. Gottes nahm zu, und die Zahl der Jünger ward sehr groß zu Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam. Stephanus aber, voll Glaubens und firäfte, tat Wunder und große Zeichen unter dem Dolk. 11. Der erste Blutzeuge. a) Seine berhaftung. Gpostel⸗ gesch. 6, 97. 1.) Da standen etliche auf von der Schule, die da heißt der Cibertiner und derer aus fihrene und Alexandrien und derer, die aus Cilicien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht zu wider⸗ stehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Maͤnner, die sprachen:„Wir haben ihn gehort Lästerworte reden wider Moses und wider Gott.“ Und sie bewegten das volk und die ältesten und Schrift⸗ gelehrten und traten herzu und rissen ihn hin und führten ihn vor den Rat und stellten falsche Zeugen dar, die sprachen: „Dieser mensch hört nicht auf zu reden Casterworte wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn hören sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stãtte zerstören und ändern die Sitten, die uns Moses gegeben hatl“ Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. Da sprach der Hohepriester: Jst dem also?“ b) Seine berteidigung. Gpostelgesch. 7. 13½) Et aber sprach:„Liebe Brüder und Däter, höret zul Der Gott der herrlichkeit erschien unserm vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe er wohnte in haran, und sprach zu ihm:„Gehe aus deinem Cande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Cand., das ich dit zeigen will.“ Da ging er aus der Chaldãer[Cande und wohnte in Haran. Und von dort, da sein Dater gestorben war, brachte er ihn herüber in dies Cand, darin ihr nun wohnet, und gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Suß breit, und verhieß ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem samen nach ihm, da er noch kein Rind hatte. Aber Gott sprach also:„Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Cande, und sie werden ihn dienstbar machen und übel behandeln vierhundert Jahre; und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten.“ sprach Gott:„und dar⸗ nach werden sie ausziehen und mir dienen an dieset Stãtte.“ 3²2⁰ Det —— Und gab Iaak une lakob, ur neiceten Hott War und gabi Agypte lber sein das ganz Clbsal, aber hötte Häter aus elkannt v Heschlecht einen bat sebzig Se sarb, el ö hach Siche hatte um: hun sich e Heschwote appten, vußte vo Dieser Helte Unse sinlein“, der Ze hor Gott Hause. Al haraos Ind Mose Hat mäc schte alt len stinge bei une ppter. bch Gott sunden Und Rander Sogitte Der Gründer der ersten Gemeinde. eht groß Glauben Ktäfte, . Gpostel⸗ e, ie da randrien eftagten u Wider⸗ er tedete ir haben ler Gott““ Schtist fühtten sprachen: rte Wicel aben ihn Zerstören hatl hen, ung icht. da ) K Der Goll m, dd el IATan, un on deinet in hatan. rachte el und gab relt, ne na seinen I Aber Gol Ichen 0 dem se H und 4 5lte Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Unduer zeugte Isaak und beschnitt ihn am achten Tage: und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Erzoäter. Und die Erzväter neideten Joseph und verkauften ihn nach Agypten; aber Gott war mit ihm und errettete ihn aus aller seiner Crübsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor Pharao, dem Hönig in ägypten; der setzte ihn zum Fürsten über Agypten unc über sein ganzes haus. Es kam aber eine teure Zeit über das ganze Cand ägypten und Ranqan und eine große Trübsal, und unsre Däter fanden nicht Nahrung. Jakob aber hörte, daß in gypten Getreide wäre, und sandte unsre väter aus aufs erstemal. Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brüdern, und ward dem Phardo Josephs Geschlecht offenbar. Joseph aber sandte aus und ließ holen seinen Dater Jakob und seine ganze§Freundschaft, fünfunck⸗ siebzig Seelen. Und Jakob zog hinab nach Agypten und starb, er und unste bäter. Und sie sind herübergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte ums Geld von den Rindern hemor zu Sichem. da nun sich die Zeit der verheißung nahte, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das volk und mehrte sich in Agypten, bis daß ein anderer Rönig aufkam, der nichts wußte von Joseph. Dieser trieb hinterlist mit unserm Geschlecht und behan⸗ delte unsere bäter übel und schaffte, daß man die jungen Kindlein aussetzen mußte, daß sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Moses geboren, und war ein feines KRind dor Gott und ward drei Monate ernährt in seines baters hause. Als er aber ausgesetzt ward. nahm ihn die Cochter pPhardos auf und zog ihn auf, ihr selbst zu einem Sohn. Und Moses ward gelehrt in aller Weisheit der Agypter und war mächtig in Werken und Worten. Da er aber vierzig jahre alt ward, gedachte er zu sehen nach seinen Brüdern, den Rindern Israel, und sah einen Unrecht leiden; do stand er bei und rächte den, dem Ceid geschah. und erschlug den Agypter. Er meinte aber, seine Brüder sollten's verstehen, daß Gott durch seine hand ihnen heil gäbe; aber sie ver⸗ standen's nicht. Und am andern Tage kam er zu ihnen, da sie mit⸗ einander haderten, und handeite mit ihnen, daß sie Frieden Schottler, Schwert des Geistes. 21 321 petrus. hatten. und sprach: Ciebe Männer. ihr seid Brüder: warum tut einer dem andern Unrecht7“ Der aber seinem Nächsten Unrecht tat, stieß ihn von sich und sprach:„Wer hat dich über uns gesetzt zum Obersten und Richter? Willst du mich auch töten, wie du gestern den Agypter getötet hast7 moses aber floh wegen dieser Rede und ward ein Fremd⸗ ling im Cande Midian: daselbst zeugte er zwei Söhne. Und über vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste an dem Berge Sindi der Engel des herrn in einer Seuerflamme im Busch. Da es aber moses sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des Hherrn zu ihm:„ch bin der Gott deiner Däter, der Gott Abraͤhams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Moses aber ward zitternd und wagte nicht anzuschauen. Aber der herr sprach zu ihm:„Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, da du stehest, ist heilig Cand. ch habe wohl gesehen das Ceiden meines volks, das in Agypten ist, und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgekommen sie zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach Agypten senden.“ ) Seine Anklage.(posteigesch. 7. 35—53.) Diesen Moses, welchen sie verleugneten, da sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und Frlöser durch die hand des Engels, der ihm erschien im Busch. Dieser führte sie aus und tat Wunder und Zeichen in Agypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre. Dies ist der Moses, der zu den Rindern Israel gesagt hat: Einen Propheten wird euch der Hert, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleichwie mich den sollt ihr hören. Dieser ist's, der in der Gemeinde in der Wüste mit dem Engel war, der mit ihm redete auf dem Berge Sinai, und mit unsern vätern; dieser empfing lebendige Worte uns zu geben: welchem nicht wollten gehorsam werden eure vater, sondern stießen ihn von sich und wandten sich um mit ihren herzen nach Agypten und sprachen zu Karon:„Mache uns Götter, die dor uns hin⸗ gehen; denn wir wissen nicht, was diesem Moses, der uns aus dem Cande ägypten geführt hat. widerfahren ist.“ Und sie machten ein Ralb zu der Zeit und brachten dem Götzen Opfer und freuten sich der Werke ihrer hände. 322 De fber Ge des him der Pro Jahre ir Und ihr eures G anzubet Es Wüste, v laß er f hatte; v in das Hott au Dabids. ohnur aber ha nicht in Prophet meiner Haus h. meiner! ht Ohren, Dater, a nicht 0 Hundigt und Mé empfan Hehalter 645 Ang's ů lber ihl suf gen ehen Immel sehen!⸗ ind t Iaus hte fl Hallus, ne t hast“ n Sremd⸗ )ne. Und em Berge im Busch, Gesichtes mme des der Gol Jakobs“ uschauen. dus bon ist heilig jes Dolts und bin her, ich en Moses hat dic zu einen „Jdet ihn t Dundel det᷑ Wüste 1 findech wie mich meinde redete 00 empfing ht wollel ten u I. bil⸗ „ del*5 Ihten sl⸗ ten den er 5n⁰ Dder Gründer der ersten Gemeinde. Aber Gott wandte sich und gab sie dahin, daß sie dienten des Himmels heer; wie denn geschrieben steht in clem Buch der Propheten:„Habt ihr vom hause Jsrael die vierzig zahre in der Wüste mir auch je Opfer und vieh geopfertꝰ Und ihr nahmet die hütte Molochs an und das Gestirn eures Gottes Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet sie anzubeten; und ich will euch wegwerfen jenseit Babylon.“ Es hatten unsre Väter die Hütte des Zeugnisses in der Wüste, wie ihnen das verordnet hatte der zu Moses redete, daß er sie machen sollte nach dem vorbilde, das er gesehen hatte; welche unsre Däter auch annahmen und mit Josua in das Cand brachten, das die heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesicht unsrer Väter, bis zur Zeit Davids. Der fand Gnade bei Gott und hat, daß er eine Wohnung finden möchte für den Gott Jakobs. Salomo aber baute ihm ein haus. Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Cempeln, die mit händen gemacht sind, wie der Prophet spricht:„Der himmel ist mein Stuhl unc die Erde meiner Süße Schemel; was wollt ihr mir denn für ein haus bauen? spricht der herr; oder welches ist die Stätte meiner Ruhe? hat nicht meine hand das alles gemacht7 Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen unch Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem heiligen Geist, wie eure Däter, also auch ihr. Welchen Propheten haben eure bväter nicht verfolgt? Und sie haben getötet, die da zuvor ver⸗ kündigten die Zukunft dieses Gerechten, dlessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid. Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschäfte unch habt's nicht gehalten!“ ch Sein heldentod. Gpostelgesch. 7) Da sie solches hörten, ging's ihnen durchs herz, und bissen die Zähne zusammen üÜber ihn. Wie er aber voll heiligen Geistes war, sah er auf gen himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes undk sprach:„Siehe, ich sehe den himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen!“ Sie schrien aber laut und hielten ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre fileider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: 21˙ 323 petrus. „Herr Jesu. nimm meinen Geist aufl“ Er kniete aber nieder und schrie laut:„Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht!“ Und als er das gesagt, entschlief er. Saulus aber hatte wohlgefallen an seinem Code. 12. Das erste Missionswerk.(Apostelgesch. 8.) Es erhob sich aber zu der Zeit eine große Derfolgung über die Gemeinde zu Jerusalem: und sie zerstreuten sich alle in diie Cänder zudâd und Samarien, außer den Aposteln. Es bestatteten aber Stephanus gottesfürchtige Männer unck hielten eine große Rlage Aber ihn. 5dulus aber verstörte die Gemeinde, ging hin und her in die häuser und zog hervor Maͤnner und Weiber und überantwortete sie ins Gefängnis. Die nun zerstreut waren, gingen um und predigten das Wort. Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christus. Das Volk aber hörte einmütig und fleißig zu, was Philippus sagte, und sah die Zeichen, die er tat. Denn die unsaubern Geister fuhren aus vielen Besessenen mit großem Geschrei, auch viele Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund gemacht. Und es ward eine große Freude in derselben Stadt. Es war aber ein Nann mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische volk und gab vor, er wäre etwas Großes. Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und groß, und sprachen:„Der ist die Rraft Gottes, die da groß ist.“ Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte. Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes und von dem namen jJesu Christi, ließen sich taufen Männer und Weiber. Da ward auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und CTaten, die da geschahen, verwunderte er sich. Da aber die Apostel hörten zu Jerusalem, daß Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen petrus und Johannes: welche, da sie hinabkamen. beteten sie über sie, daß sie den heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen Jesu Christi. Da legten sie die 32 0 — haͤnde aber Si die flpe sprach: hände Petrus mit dei Werde lecht he schaffen heit un Cüche bitterer Woktete daß dei die abe herrn, v das Eb hob sich emeinde Länder statteten ten eine hin und Oeiber zerstreut amarien er hoͤrte und sah fuhten ich biele ht. Ung let zuvol naritische sie sahen n:„Del hen abel Zaubete philippus amen lber. I0 und hiel d8 Cates, 5amatien zu hne beteten Denn ren al sle len ö Der Gründer derersten Gemeinde. hände auf sie, und sie empfingen den heiligen Geist. Da aber Simon sah, daß der heilige Geist gegeben ward, wenn die Apostel die hande auflegten, bot er ihnen Geld an und sprach:„Gebt mir auch die Maͤcht, daß, so ich jemand die hände auflege, derselbe den heiligen Geist empfange.“ Petrus aber sprach zu ihm:„Daß du verdammt werdest mit deinem Gelde, darum daß du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt! Du wirst wedler Ceil noch An⸗ recht haben an diesem Wort; denn dein herz ist nicht recht⸗ schaffen vor Gott. Darum tue Buße für diese deine Bos— heit und bitte Gott, ob dir vergeben werden möchte die Cücke deines herzens. Denn ich sehe, daß du bist voll bitterer Galle und verknüpft mit Ungerechtigkeit!“ Da ant⸗ wortete Simon und sprach:„Bittet ihr den herrn für mich, daß der keines über mich komme, davon ihr gesagt habt!“ Sie aber, da sie bezeugt und geredet hatten das Wort des herrn, wandten sich wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen samaritischen Flecken. 13. Die Bekehrung des Mohren.(Apostelgesch. s.) Aber der Engel des herrn redete zu Philippus und sprach:„Stehe auf und gehe gegen mittag, auf die Straße, die von Jerusalem geht hinab gen Gaza, die da wüst ist!“ Undd er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Rammerherr und Machthaber der Rönigin Randaze in Mohrenland. welcher war über ihre ganze Schatzkammer, der war gekommen gen Jerusalem anzubeten, und zog wiedler heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaias. Der Geist aber sprach zu Philippus: „Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen.“ Da lief Philippus hinzu und hörte, daß er den Propheten Jesaiqs las, und sprach:„Verstehst du auch, was du liesest?,“ Er aber sprach:„Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet?“ Und ermahnte Philippus, daß er aufträte und setzte sich zu ihm. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: „Er ist wie ein Schaf zur Schlachtung geführt und still wie ein Camm vor seinem Scherer, also hat er nicht aufgetan seinen Mund. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht auf⸗ gehoben. Wer wird aber seines Cebens Cänge ausreden? denn sein Ceben ist von der Erde weggenommen.“ 22⁵ Detrus. Da antwortete der stammerherr clem Philippus und sprach:„Ich bitte dich, von wem redlet der Prophet solches? Von sich selber ocler von jemandltanders?“ Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Straße nach, kamen sie an ein Wasser. Und eder Rammerherr sprach: „Siehe, da ist WDasser; was hindert's, daß ich mich taufen lasse?“ Philippus aber sprach:„Glaubst du von ganzem herzen, so mag's wohl sein.“ Er antwortete und sprach:„Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist.“ Und uer hieß den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser beide, Philippus und der Kammerherr, und er taufte ihn. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des herrn Philippus hinweg, und der Rammerherr sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. Philippus aber warcl gefunden zu Asdoc und wandelte umher und predigte allen Städten das Evangelium, bis daß er kam gen Cäsareg. 14. Die Bekehrung des Römers.(Apostelgesch. 10.) Es war aber ein Mann zu Cäsareg, mit Namen Rornelius, ein hauptmann von der Schar, die da heißt die italische, gott⸗ selig und gottesfürchtig samt seinem ganzen Hause, und gab dem volk viel Almosen und betete immer zu Gott. Der sah in einem Gesicht offenbarlich um dlie neunte Stunde am Cage einen Engel Gottes zu sich eingehen, der sprach zu ihm:„Kornelius!“ Er aber sah ihn an, erschrak und sprach:„Herr, was ist's?“ Er aber sprach zu ihm:„Deine Gebete und deine Hlmosen sind hinaufgekommen ins Gedächtnis vor Gott. Unckt nun sende Männer gen Joppe und laß fordern Simon, mit dem Zunamen petrus, welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des haus am meer liegt: der wird dir sagen, was du tun sollst.“ Und da der Engel, der mit fornelius reclete, hinweggegaͤngen war, rief er zwei seiner hausleute und einen gottesfürchtigen Kriegsmann von denen, die ihm aufwarteten, und erzählte es ihnen alles und sandte sie gen Joppe. Des andern Tages, da diese auf dem Wege waren ur nahe zur Stadt kamen, stieg Petrus hinauf auf das Dach 5² de —— zu beten, Oollte ei betzückt! zu ihm e Alpfeln g darin w. Liere un und scchlachte denn ich gegessen. „Was Go das gese dufgenor dls. besicht o Määnner, und stan umit dem aber Pet ihm: seig hin habe sie das ihme . —— us und solches dber tat predigte TStraße sprach: nlasse? herzen, ch: H er hieß et beice n. Uchte del hert sah roͤhlich, vandelte um, bis Es Oal sius, ein he, goll⸗ use, und zu Ooll. eStunce splac ert, as nd Geie or Ool. Simol. erge bl del Wild der mil oei seinet jen alles lren un 05 bac Der Gründer der ersten Gemeinde. zu beten, um die sechste Stunde. UndlHals er hungrig ward, wollte er essen. Da sie ihm aber zubereiteten, ward er berzückt und sah den himmel aufgetan und herniederfahren zu ihm ein Gefäß, wie ein großes leinenes Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und es ward niedergelassen auf die Erde: darin waren allerlei vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und Gewürm und bdögel des himmels. Und es geschah eine Stimme zu ihm:„Stehe auf, Petrus, schlachte und iß!“ Petrus aber sprach:„O nein, herr: denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen.“ Und die Stimme sprach zum andernmal zu ihm: „Was Gott gereinigt hat, das mache du nicht gemein!“ Und das geschah zu drei Malen; und das Gefäß ward wieder aufgenommen gen himmel. Als aber Petrus sich in sich selbst bekümmerte Has das Gesicht wäre, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die männer, vdon Kornelius gesandt, nach dem hause Simons und standen an der Tür, riefen und forschten, ob Simon, mit dem Zunamen Petrus, allda zur Herberge wäre. Indem aber petrus nachsann über das Gesicht, sprach der Geist zu ihm:„Siehe, drei männer suchen dich; aber stehe auf, steig hingb und zieh mit ihnen und zweifle nicht; denn ich habe sie gesandt.“ Da stieg Petrus hinab zu den Männern, die von Rornelius zu ihm gesandt waren, und sprach:„Siehe, ich bin's, den ihr suchet; was ist die Sache, darum ihr hier seid 7“ Sie aber sprachen:„Rornelius, der hauptmann, ein frommer und gottesfürchtiger Mann und gutes Gerüchts bei dem ganzen Dolk der Juden, hat Befehl empfangen von einem heiligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein haus und Worte von dir hören.“ Da rief er sie hinein und bewirtete sie. Des andern Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm. Und des andern Cages kamen sie gen Cäsarega. Rornelius aber wartete auf sie und hatte zusammengerufen seine berwaͤndten und Freunde. Und als petrus hineinkam, ging ihm Rornelius entgegen und fiel zu seinen Füßen und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach:„Stehe auf, ich hin auch ein Menschl“ Und uals er sich mit ihm be⸗ 327 Petrus. sprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viele, die zusammengekommen waren. Und er sprach zu ihnen:„hr wisset, wie es ein unerlaubtes Ding ist einem jüdischen mann, sich zu tun oder zu kommen zu einem Fremdling: aber Gott hat mir gezeigt, keinen Menschen gemein oder untein zu heißen. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich ward hergefordert. Sso frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern7“ flornellus sprach:„Ich habe vier Cage gefastet bis an diese Stunde, und um die neunte Stunde betete ich in meinem hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem hellen Kleid und sprach:„Rornelius, dein Gebet ist erhoͤrt, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. 50 sende nun gen Joppe und laß herrufen einen Simon, mit dem Zunamen petrus, welcher ist zur herberge in dem hause des Gerbers Simon an dem Reer; der wird. wenn er kommt, mit dir reden.“ Da sandte ich von Stund an zu dit; und du hast wohlgetan, daß du gekommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwärtig vor Gott, zu hören, alles, was dir von Gott befohlen ist.“ Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Mun erfasse ich es in Wahrheit, daß Gott auf die Person nicht sieht; sondern in allerlei bolk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm genehm. lhr wisset wohl von der Botschaft, die Gott zu den fin⸗ dern Israel gesandt hat, und daß er hat den Srieden ver⸗ kündigen lassen durch Jesus Christus,(welcher ist ein herr über alles.) die durchs ganze jüdische Cand geschehen ist und angegaͤngen in Galiläg nach der Caufe, die Johannes also berkündet hat: Gott hat diesen Jesus von Nazareth ge⸗ salbt mit dem heiligen Geist und fraft, der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die dom Ceufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, das er getan hat im jüdischen Cande und zu Jerusalem. Den haben sie getötet und an ein holz gehängt. Den hat Gott auferweckt am dritten Cage und ihn lassen offendar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den von Gott vorerwählten Zeugen, die witr mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auf⸗ erstanden war von den Toten. Und er hat uns geboten 3²⁵ uupredie von Gott ddesem zer an ihn gl Da! Heist auf dus den sehten sic Heistes a zungen bettrus:, scht gett haben, g Und 00 baten 15.1 Hor dle! Haten, d —— iele, die en: Hhr üdischen mdling, ein oder eweigert ich euch t bis an e ich in dor mit in Gebet vor Gott. Simon, e in dem d, Oenll tund an men blst u hoͤten, aber tat ch es in ndern in ist ihm den fin⸗ den bel⸗ ein hell hehen johannes sdaleth 06⸗ ezogen die bolt m. Uat gadische t und al ditten i ool⸗ dle Ol m el auf ö geboin der Gründer derersten Gemeinde. zu predigen dem volk und zu zeugen. daß er ist verordnet von Goti zum Richter der Ledendigen und der Coten. Don diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinenamen alle, die an ihn glauben, bergebung der Sünden empfangen sollen.“ Da petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die Glaubigen aus den Juden, die mit Petrus gekommen waren, ent⸗ setzten sich, daß auch auf die heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward; denn sie hörten, daß sie mit zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus:„Mag auch jemand das Dasser wehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfaͤngen haben, gleichwie auch wir?“ Und befahl sie zu taufen in dem Namen des Herrn. Da baten sie ihn, daß er etliche Cage dabliebe. 15. Der erste Kirchenstreit. Apostelgesch. 1.) Es kam aber dor die Apostel und Brüder, die in dem jüdischen Cande waren, daß auch die heiden hätten Gottes Wort angenom- men. Und da petrus hinqufkam gen Jerusalem, zankten mit ihm, die aus den Juden waren, und sprachen:„Du bist eingegangen zu den annern, die unbeschnitten sind, und hast mit ihnen gegessen!“ petrus aber hob an und erzählte ihnen, wie es gekommen war, und sprach: „Ich war in der Stadt Joppe im Gebete und war ent— zückt und sah ein Gesicht, nämlich ein Gefäß hernieder⸗ fahren, wie ein großes leinenes Cuch mit vier Zipfeln, und niedergelassen vom himmel, das kam bis zu mir. Darein sah ich und ward gewahr und sah vierfüßige Ciere der Erde und wilde Ciere und Gewürm und Dögel des Himmels. Ich hörte aber eine Stimme, die sprach zu mir:„Stehe auf, Petrus, schlachte und ißl“ lch aber sprach:„O nein, herr: denn es ist nie etwas Gemeines oder Unreines in meinen mund gegangenl“ Aber aie Stimme antwortete mir zum andernmal vom Himmel: »Das Gott gereinigt hat, das mache du nicht gemein!“ Das geschah aber dreimal: und alles ward wieder hinauf gen himmel gezogen. Und siehe, von Stund an standen drei Männer vor dem hause, darin ich war, ge⸗ sandt von Cãsared zu mir. Der Geist aber sprach zu mir, 3²⁰ petrus. ich sollte mit ihnen gehen und nicht zweifeln. Es kamen aber mit mir diese sechs Brüder, und wir gingen in des mannes haus. Und her verkündigte uns, Wie er gesehen hätte einen Engel in seinem hause stehen, der zu ihm ge⸗ sprochen hätte:„Sende manner gen Joppe und laß fordern den Simon, mit dem Zunamen petrus; der wird dir Dorte sagen, dadurch du selig werdest und dein ganzes haus.“ jndem aber ich anfing zu reden, fiel der heilige Geist auf sie gleichwie auf uns am ersten Anfang. Da dachte ich an das Wort des herrn, als et sagte:„ohannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden.“ 50 nun Gott ihnen gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die da glauben an den herrn Jesus Christus: wer war ich. daß ich konnte Gott wehren?7“ Da sie das hörten, schwiegen sie still und lobten Gott und sprachen:„8o hat Gott auch den heiden Buße gegeben zum Leben!“ Der menschenfischer an der Arbeit. 1. Wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung.(1. petr. 1.) petrus, ein Apostel jesu Christi, den erwahlten Sremd⸗ lingen hin und her in Pontus, Galatien, Happadozien, Asien und Bithynien, nach der vorsehung Gottes, des haters, durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! Gelobet sei Gott und der Dater unsers herrn Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit Wieder⸗ geboren hat zu einer lebendigen hoffnung durch die Auf⸗ erstehung Jesu christi von den Toten, zu einem unver⸗ gänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, welche bereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeitl n derselben werdet iht euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei An⸗ 3³⁰ bchtunges hostlicher durchs de uun offen und doch Ihn nicht scher und abonbeti Helgkeit uon det hllte, une eutete de Jat die- herklichke Hnlcht si uun veckt Andigt esandt i 2. Al uuden er dung gar le Offen sellet eue — = .. — 5 hamen n in des t gesehen ihm ge: 5 fordern dir Wotte es haus“ ilige Geis 9d dachte innes hat gen Geis eben hal Tn Jesus te Gotl bten Gol en Buße .(. pett.. N Sremck ppadopie Ottes, Ges Geholsa ist. Ool Der menschenfischer an der Arbeit. fechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen unck viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewährt wird, zu Cob, Preis und Ehre, wenn nun offenbart wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet, unc werclet euch freuen mit unaussprech⸗ licher und herrlicher Freude und das Ende eures Glaubens davonbringen, nämlich der Seelen Seligkeit! Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die don der Gnade geweissagt haben, so auf euch kommen sollte, und haben geforscht, auf welche und welcherlel Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Ceiden, die über Christum kommen sollten und die herrlichkeit darnach; welchen es offenbart ward, daß sie es nicht sich selbst, sonclern uns dargetan haben, was euch nun verkündigt ist durch die, so euch das Eoangelium ver⸗ kündigt haben durch den heiligen Geist, der vom himmel gesandt ist; was auch die Engel gelüstet zu schauen. 2. Allein aus Gnaden.(1. petr. 1) Darum so begürtet die lenden eures Gemütes, seich nüchtern und setzet eure Hoff⸗ nung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, als gehorsame KRinder, und stellet euch nicht gleichwie vormals, da ihr in Unwissenheit nach den Cüsten lebtet; sondern nach dem, der euch berufen hat unck heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. Denn es steht gescä rieben:„hr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!“ Weil ihr nun aber den zum Dater anrufet, der ohne An⸗ sehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Golch erlöst seich von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, sonckern mit dlem teuren Blut Christi als eines unschulcligen unch un— befleckten Cammes, der zwar zuvor ersehen ist, ehe der weit Grund gelegt ward, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferweckt hat von den Coten und ihm die herrlich⸗ keit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott 3³¹ Petrus. haben möchtet. Und machet keusch eure Seelen im Ge⸗ horsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefärbter Bruder⸗ liebe, und habt euch untereinander inbrünstig lieb aus reinem herzen, als die da wiedergeboren sind nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nam⸗ lich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibt. Denn„alles Fleisch ist wie Gras, und alle Herrlichkeit der menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; aber des Herrn Wort bleibt in Ewig⸗ keit. Das ist aber das Mort, welches unter euch verkündigt ist. 3. Adel verpflichtket.(. petr. 2) Ihr seich das aus⸗ erwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige volk, das volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Cugenden des, der euch berufen hat von der Sinsternis zu seinem wundker⸗ baten licht: die ihr weiland nicht ein Dolk waret, nun aber Gottes Dolk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid! Ciebe Brũder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und pilgrime: Enthaltet euch von fleischlichen Cüsten, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übeltätern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Cag kommen wird. Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sel dem KRönig als dem Oberherrn oder den Behörden, als die von ihm gesandt sind zur Strafe über die Ubeltdter und zu Cobe den Srommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopfet die Unwissenheit der törichten Menschen, als die Srelen, und nicht, als hättet ihr die FGrei⸗ heit zum Deckel der Bosheit, sondern als die nechte Gottes. Tut Ehre jedermann. habt die Brüder lieb. sürchtet Gott. Ehret den Rönigl 4. In Jesu Fußstapfen.(. petr. 2) Ihr sinechte, seid unter⸗ tan mit aller Furcht den herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den schwierigen. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Übel verträgt und leidet das Unrecht. 3³² Det ——ß7— Denn Ullen Stre eidet und Denn gelitten haß ihr s seine Sün sunde er cholten w slem heim lbst hir solz, au herechti. eld heil Denn ht seich luter Se 5. Da Helbeiber scht glau Handel ii un mit! ů alegen, mbertüch 0L Gott. Der NMenschenfischer an der Arbeit. —— ‚ n im Ge Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missetat ier druge willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen eb aus leidet und erduldet, das ist Gnade bei Gott. nicht a Denn dazu seid ihr berufen, sintemal auch Christus men, nant gelitten hat für uns undeuns ein vorbilch gelassen, lich blebt daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; welcher ichzeit a] keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem ddorct une munde erfunden; welcher nicht wieder schalt, da er ge⸗ ot in koie scholten ward, nicht dröhte, da er litt, er stellte es aber Ründigtis dem heim, der da recht richtet; welcher unsre Sünden selbst hingufgetragen hat an seinem Leibe auf das 4as quse]holz, auf daß wir, der sünde abgestorben, der estettunGerechtigkeit leben: durch welches Wunden ihr Ims, dafh seid aheil geworden. det eug Denn ihr waret wie die irrenclen Schafe: aber wundeteihr seid nun bekehrt zu dem hirten und Bischof vatet, nun]Peurer Seelen. den Wale) 5. Das Zeugnis der Tat.(. petr. 3.) Desgleichen sollen dlinge uul die Weiber ihren Männern untertan sein, auf daß auch die, so den, Wesch nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne en Wange] Wort gewonnen werden, wenn sie ansehen euren keuschen erleden dα Wandel in der Furcht. Ihr Schmuck soll nicht auswendig jott presen sein mit Haarflechten und Goldumhäͤngen oder KRleider⸗ d untellal anlegen, sondern der verborgene Mensch des herzens llen, es% unverrückt, mit sanftem und stillem Geiste; das ist köstlich horden, 00% vor Gott. Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen eltãtel Iul weiber geschmückt, die ihre hoffnung auf Gott setzten unck Hottes, ahihren Männern untertan waren, wie die Sara Abraham er tölichel gehorsam war und hieß ihn herr; deren Töchter ihr ge⸗ ht dle HeE worden seid, so ihr das Gute tut und euch nicht einschüchtern chte Gotke asset. Desgleichen ihr Männer, gehet vernünftig mit Idet lehihnen um und gebet dem weiblichen als dem schwächeren Werkzeuge seine Ehre, als die auch Miterben sind der Gnade des Cebens, auf daß eure Gebete nicht verhindert werden. seld unlel Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brũ⸗ n gület lerlich, barmherzig, freundlich. Dergeltet nicht Böses Henn 9 mit Bosem oder Scheltwort mit Scheltwort, son— 1 Gott d0 lern dagegen segnet und wisset, daß ihr dazu ö derufen seid, daß ihr den Segen erbet. denn wer 3³3³ petrus. leben will und gute Cage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, uncl seine Cippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen und utue Gutes; er suche Frieckhen unch jage ihm nach. 6. Durch Leiden zum Aberwinden!(1. petr. 4.) Weil nun Christus im Fleisch für uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer körperlich leicket, der hat Ruhe vor Sünden, daß er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht cler Menschen Cüsten, sondern dlem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des ebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unzucht, Cüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgöttereien. Das befremdet sie, daß ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbe wüste, un⸗ ordentliche Wesen, unck sie lästern; aber sie werden Rechen⸗ schaft geben dem, der bereit ist zu richten die Lebendigen und die Toten. Ddenn dazu ist auch dlen Toten das Evangelium verkündigt, auf daß sie, wenn auch gerichtet nach dem menschen am Fleisch, dloch im Geist Gott leben. Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. S80 seich nun mäßig unck nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt untereinancker eine inbrünstige Ciebe: denn die Ciebe deckt auch der Sünden Menge. Seick gastfrei untereinaͤnder ohne Murmeln, und dienet einander. ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand reclet, daß er's rede als Gottes Wort. SsSo jemand ein Amt hat, daß er's tue als aus der Begabung, die Gott ihm gibt, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werdle durch Jesus Christus, welchem sei Ehre uncl Gewalt von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit! Amen. 7. Ceiden mit Christus!(1. petr. 4.) Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden,(die euch wicler⸗ fährt, daß ihr versucht werdet,) als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner herrlich⸗ keit Freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn 334 ht gesch Heist, de euch. B pliesen. oder Die Hleift. le el ehte anfange am uns, koangel chalten Dar ollen ih und im .6 büch sin leicen, schkeit, lie euch ondern ondern ine zunge 5; sie nicht Gutes, er Weil nun ppnet euch leidet, de übrige 304 lem Willen ne Zeit dei en, da Wl Fleessere, Fremdet si. Wüste, U⸗ en Reches Lebendigen Coten das h gerichth Hott leben. ller Dinge jebet. ol nbrünsiig nge. Sal t einande. Ut, t. Gls die 50 jennt Gein fm Gott ih erde dult bon LOlh; lasset 200 uch wikt auch ellbb Histo leiler hetllch iht. Dest Der menschenfischer an der Arbeit. ihr geschmäht werdlet über dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er ge⸗ priesen. Niemanch aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder der in ein fremdes Amt greift. Ceicet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht: er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's für ein Ende werden mit denen, die dem Ebangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wircl, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen, als dem treuen Schöpfer, und im Guten tätig sein. 8. Hirt und Herde.(1. petr. 5.) Die ältesten, so unter euch sincl, ermahne ich, der Mitälteste unck Zeuge der Leiden, die in Christo sind, und auch teilhaftig der Herr⸗ lichkeit, die offenbart wercdeen soll: Weiclet die herde Christi. die euch befohlen ist, und sehet wohl zu, nicht gezwungen, sondern willig; nicht um schändllichen Gewinns willen, sondern von herzensgrund: nicht als die übers Volk herrschen, sondlern werdet Vorbilder der herde. So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Rrone der Ehren empfaͤngen. Desgleichen ihr Jjüngeren, seid untertan den ltesten. Allesamt seid untereinander untertaͤn und haltet fest an der demut. Denn Gott wickersteht dlen Hoffärtigen, aber den dDemütigen gibt er Gnade. 5o demütiget euch nun unter die gewaltige hancdkh Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn: denn er sorgt für euch. Seich nüchtern und wachet: denn euer Wiclersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Cöwe und sucht, welchen er verschlinge. Dem wickerstehet, fest im Glauben, und wisset, daß ebendieselben Ceicken über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen herrlichkeit in Christo Jesu, der wird euch, die iht eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 335⁵ paulus. II. Pausus. paulus, der Uberwinder der Heidenwelt. 1.Sauls Bekehrung.(aposteigesch. o.) Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des herrn und ging zum hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damdskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden führte gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war undlnahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom himmel: und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm:„Saul, Saul, was verfolgst du mich7“ Er aber sprach:„Hert, wer bist du?“ Der herr sprach: „ch bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden wider den Stachel zu löcken.“ Und er sprach mit Zittern und Zagen:„Hert, was willst du. daß ich tun soll?“ Der herr sprach zu ihm:„Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst.“ Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen und waren starr: denn sie hörten die Stimme und sahen niemand. saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Hugen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der hand und führten ihn gen Damaskus; und er war drei Cage nicht sehend und aß nicht und trank nicht. Es war aber ein jünger zu Damaskus, mit Namen Ananias; zu dem sprach der herr im Gesicht:„Ananias!“ Und er sprach:„Hier bin ich, Herr!“ Der herr sprach zu ihm:„Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da heißt die gerade, und frage in dem hause des Judas nach einem, namens Saul, von Tarsus: denn siehe, er betet und hat gesehen im Gesicht einen mann, mit Namen Ananias, zu ihm hineinkommen und die hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde.“ Ananiqas aber antwortete:„Herr, ich habe von vielen gehort von diesem Manne, wieviel Ubles er deinen heiligen getan hat zu Jerusalem: und er hat hier Dollmacht von 3³ D. —— dlen hohe lufen.“ Der! ein ausei bor den bon Jsra muß un Iννι aing hin In und gesandt, gamst, de füllt we ble Schu led sich daulus a Raskus. laß derse sle es ho alem ver Hergekom hesternꝰ lt. schnauble des heren riefe gen he dieses sen fühtte und nahe licht von Stimme, su mich“'“ r sprach: ir schwel prach mni tun solle die Stacz Männer d Waken niemand nd dls el rihn abe nd er vat nicht. it Hlamen ananios che hintn ein desl n Lafss icht einen ö mel 2 d werde on oselen ö 1 heilge iacht bon Der Aberwinder der heidenwelt. den Hohenpriestern, zu binden alle, die deinen NRamen an⸗ rufen.“ Der herr sprach zu ihm:„Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwähltes Rüstzeug, daß er meinen Namen trage dor den heiden und vor den Rönigen und vor den fKindern von lsrael. ch will ihm zeigen, wiediel er leiden muß um meines namens willen.“ Und nanias ging hin und kam in das haus und legte die hände auf ihn und sprach:„Cieber Bruder Saul, der herr hat mich gesandt, der dir erschienen ist auf dem Wege, da du her⸗ kamst, daß du wieder sehend und mit dem heiligen Geist erfüllt werdest!“ Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehend und stand auf, ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und stärkte sich. saulus aber war eine Zeitlang bei den jüngern zu Da⸗ maskus. Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbe Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es hörten, und sprachen:„Ist das nicht. der zu Jeru⸗ salem verstörte alle, die diesen Namen anrufen, und darum hergekommen, daß er sie gebunden führe zu den hohen⸗ priestern7 2. Der Verfolger— ein Verfolgter.(aposteigesch..) Saulus aber ward immer kraftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohnten, und bewährte es, daß dieser ist der Christus. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, daß sie ihn töteten. Aber es ward Saulus kundgetan, daß sie ihm nachstellten. Sie hüteten aber Cag und Nacht an den Coren, daß sie ihn töteten. da nahmen ihn die Jjünger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und ließen ihn in einem Rorbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er sich zu den Jjüngern zu tun; und sie fürchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, daß er ein Jünger wäre. Barnabas aber nahm ihn zu sich und führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf der Straße den herrn ge⸗ sehen und er mit ihm geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei gepredigt hätte. Undeer war bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des herrn Jesu frei. Er redete auch und be⸗ schottler, schwert des Geistes. 2 337 paulus. fragte sich mit den Griechen; aber sie stellten ihm nach. daß sie ihn töteten. Da das die Brüdet erfuhreri, geleiteten sie ihn gen Cãsated und schickten ihn gen Tarsus. 3. Die ersten„Christen“.(Aposteigesch. 11) Die aber zer⸗ streut waren in der Crübsal, so sich über Stephanus erhob. gingen umher bis nach phonizien und Cypern und Antiochien und redeten das Wort zu niemand denn allein zu den Juden. Es waren aber etliche unter ihnen, männer von Cypern und fRyrene, die kamen nach Antiochien und tedeten auch zu den Griechen und predigten das Eoangelium vom herrn Jesus. Und die hand des herrn war mit ihnen. und eine große Zahl ward gläubig und bekehrte sich zu dem herrn. Es kam aber diese Rede von ihnen vot die Ohten der Gemeinde zu Jerusalem: und sie sandten Barnabas, daß er hinginge bis nach Antiochien. Als dieser hin⸗ gekommen war und sah die Gnade Gottes, ward er froh und ermahnte sie alle, daß sie mit festem herzen an dem Herrn bleiben sollten. denn er war ein frommer Mann, voll heiligen Geistes und Giaubens. Und es ward ein großes bolk dem herrn zugetan. Barnabas aber zog aus nach Carsus. Saulus wieder zu suchen; und da er ihn fand, führte er ihn nach Antiochien. Und sie blieben bei det Ge⸗ meinde ein ganzes Jahr und lehrten viel Dolks; daher die jhünger am ersten zu Antiochien Christen ge⸗ nannt wurden. In diesen Cagen kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochien. Und einer unter ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und deutete durch den Geist eine große Teue⸗ rung, die da kommen sollte über den ganzen freis det Erde; welche geschah unter dem faiser Rlaudius. Abet unter den Jüngern beschloß ein jeglicher, nach dem er bet⸗ mochte, zu senden eine handreichung den Brüdern. die in udäd wohnten: wie sie denn auch taten und schickten's zu den Altesten durch die hand des Barnabas und Saulus. Barnabas aber und Saulus kehrten wieder von Jerusalem, nachdem sie überantwoctet hatten die 5andreichung, und. nahmen mit sich Johonnes, mit dem Zunamen Markus. Es aten aber zu antiochien in det Gemeinde Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simon, genannt Iiger⸗— 3³ und Luc dem Die dem her onder dazu ich undllegt 4. veiter o Asidien shten si Rophete Ileßen ih nd das auf und bon Jor dumen Fuum, udor de Aenn er rach ei sehe, er Ihm die Ihr! brahan ihm nach, geleiteten sus. aber zet⸗ nus ethob, Antiochien in zu den anner von nd kedeten elium domt ihnen, un ich zu dest die Ohlen Darnabas dieser hin⸗ ard er fich en IiAil Cess mer Mana, ward ei ver zog dl et ihn font bei det Ge Is: Gahel tisten ge usalem nat zen Rgabls coße Cel⸗ n kleis G0 „Aius.(ös diu Der Überwinder det heidenwelt. und Cucius von fRyrene und Manahen, der mit Herodes dem Dierfürsten erzogen war, und Saulus. da sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: „Sondert mir aus Barnabas und saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habel“ Da fasteten sie uncdl beteten und legten die hände auf sie und ließen sie gehen. 4. Den ZJuden ein Jude.(gpostelgesch. 13.) Sie aber zogen weiter von Perge und kamen nach Antiochien im Cande disidien und gingen in die Schule am Sabbattage und setzten sich. Nach der verlesung aber des Gesetzes uncl der Propheten sandten die Obersten der Schule zu ihnen und ließen ihnen sagen:„Ciebe Brüder, wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so saget anl“ Da stand Paulus auf und winkte mit der hand und sprach: Jhr männer oon Jsrael und die ihr Gott fürchtet, höret zu! Aus Davids samen hat Gott, wie er verheißen hat, kommen lassen Jesum, dem volk Israel zum heiland; wie denn Johannes zuvor dem volk Jsrael predigte die Caufe der Buße, ehe denn er anfing. Da aber Johannes seinen Cauf erfüllte, sprach er: ch bin nicht der, für den ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir, des ich nicht wert bin, daß ich ihm die Schuhe seiner Füße auflöse.“ Ihr Männer, liebe Brüder, ihr Kinder des Geschlechtes Abraham, und die unter euch Gott fürchten, euch ist das Wort dieses heils gesandt. Denn die zu Jerusalem wohnen und ihre Obersten, dieweil sie diesen nicht kannten noch die Sprüche der Propheten,(welche an allen Sabbaten gelesen werden.) haben sie dieselben durch ihr Urteil er⸗ fullt. Und wiewohl sie keine Ursache des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pilatus ihn zu töten. Und als sie Alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem holz und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten: und er ist er⸗ schienen viele Cage denen, die mit ihm hinauf von Baliläd gen Jerusalem gegangen waren, welche sind seine eugen an das volk. s80 sei es nun euch kund, liebe ZBrüder, daß euch berkündigt wird vergebung der Sünden durch diesen und zwar von allem, wovon ihr nicht konntet im Gesetz des Moses gerecht werden. Wer 22* 339 paulus. aber an diesen glaubt, der ist gerecht. Sehet nun zu, daß nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist: Sehet, ihr verächter, und verwundert euch unck werdet zunichte; denn ich tue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es euch jemand er⸗ zählen wird.“ 5. Den Griechen ein Grieche.(Apostelgesch. 13) Da aber die juden aus der Schule gingen, baten die Heiden, daß sie am nächsten Sabbat ihnen die Worte sagten. Und als die Gemeinde der Schule voneinander ging, folgten Paulus und Barnabas nach viele Juden und gottesfürchtige Juden⸗ genossen. Sie aber sagten ihnen und vermahnten sie. daß sie bleiben sollten in der Gnade Gottes. Am folgenden Sabbat aber kam zusammen fast die ganze Stadt, das Wort Gottes zu hören. Da aber die juden das Volk sahen. wurden sie voll Neides und widersprachen dem, was von paulus gesagt ward, widersprachen und lästerten. Paulus aber und Barnabas sprachen frei öffentlich:„Euch mußte zuerst das Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es aber von euch stoßet und achtet euch selbst nicht wert des ewigen Lebens. siehe, so wenden wir uns zu dlen heiden. Ddenn also hat uns der serr geboten: lch habe dich den heiden zum Licht gesetzt. daß du das heil seist bis an das Ende der Erde.“ Da es aber die heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des herrn und wurden gläubig, wie viele ihrer zum ewigen LCeben verordnet waren. Und cdas Wort des Herrn ward ausgebreitet durch die ganze Gegend. Aber die juden bewegten die andachtigen und ͤehrbaren Weiber und der Stadt Oberste und erweckten eine Verfolgung über paulus und Barnabas und stießen sie zu ihren Grenzen hinaus. Sie aber schüttelten den Staub von ihren Süßen über sie und kamen nach Ikonium. Die Jjunger aber wurden voll Sreude und heiligen Geistes. 6. Kämpfe und Siege.(postelgesch. 14) Unchses war ein mann zu Tystra, der hatte schwache Füße und war lahm von Mutterleibe. Der hörte Paulus reden. Und als 3⁴⁰ —— Geser il geholfer ufrecht delte. 1 hoben st „Die Go herniede Haulus Ader Ju Ochsen dem bo hoͤcten, olh, sc da? Wi Ptediger bon die Racht U darinne heiden selbst Gutes bare 3 dpeise gaum d Es Konium und sch Hestorbe duf und dus mit las Eoc Viedery Lelen seich Ge slestei li dem huten nd dot u zu, daß n gesagt uch und en Zeiten, mand er⸗ Da aber iclen, daß Undeals en Paulus ige Juden: n sie, Gß folgenden tackt, des jolk sahesa was von n. Daulas ch mußle nun ihl ich selbt wenden ch habe 4n 0 es dbil das TDol ihtet iun t des eln Abet d Debberoud gung hren Hhe her Ou 1 X Der ÜUberwinder der Heickenwelt. dieser ihn ansah und merkte, daß er glaubte, ihm moͤchte geholfen werden, sprach er mit lauter Stimme:„Stehe aufrecht auf deine Füßel“ Und er sprang auf und wan⸗ delte. Da aber das Dolk sah, was Paulus getan hatte, hoben sie ihre Stimme auf und sprachen auf lykaonisch: „Die Götter sind den Menschen gleich gewordlen und zu uns herniedergekommen!“ Und nannten Barnabas Jupiter und Paulus Merkurius, dieweil er das Wort führte. Der Priester aber Jupiters, aus dem Tempel vor ihrer Stadt, brachte Ochsen und Rränze vor das Cor und wollte opfern samt dem Volk. da das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre kleicler und spraͤngen unter das Dolk, schrien und sprachen:„Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen gleichwie ihr und predigen euch das Evangelium, daß ihr euch bekehren sollt von diesen falschen zu dem lebendigen Gott, welcher ge⸗ macht hat himmel und Erde und das Meer und alles, was darinnen ist; der in vergaͤngenen Zeiten hat lassen alle heiden wandeln ihre eigenen Wege: und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns viel Gutes getan und vom himmei negen und frucht⸗ bare Zeiten gegeben, unsre herzen erfüllt mit Speise und Freude.“ Und da sie das sagten, stillten sie kaum das Dolk, daß sie ihnen nicht opferten. Es kamen aber dahin Juden von Antiochien und konium und süberredeten das volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, meinten, er wäre gestorben. Da ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und den andern Cag ging er aus mit Barnabas gen Derbe; und sie predigten der Stadt das Evangelium und unterwiesen ihrer viele und zogen wieder nach ystra und Ionium und Antiochien, stärkten die Seelen der Jjünger und ermahnten sie, daß sie im Glauben blieben, und daß wir durch viel Crübsale müssen in das Reich Gottes gehen. Und sie ordneten ihnen hin und her xlteste in den Gemeinden, beteten und fasteten und befahlen sie dem herrn, an den sie gläubig geworden waren. Und zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien und tedeten das Wort zu Perge und zogen hinab nach Attalien. Und don da fuhren sie nach Antiochien, woher sie abge— 41 paulus. ordnet waren durch die Gnade Gottes zu dem Werk, das sie hatten ausgerichtet. Da sie aber hinkamen, versammelten sie die Gemeinde und verkündigten, wieviel Gott mit ihnen getan hatte, und wie er den heiden hätte die Tür des Glaubens aufgetan. Sie hatten aber ihr Wesen allda eine nicht kleine Zeit bei den Jüngern. 7. Zur Freiheit! Gpostelgesch. 18.) Und etliche kamen herab von Judâd und lehrten die Brüder:„Wo ihr euch nicht beschneiden lasset nach der Weise des Moses, so könnt ihr nicht selig werden.“ da sich nun ein Kuf⸗ ruhr erhob und paulus und Barnabas einen nicht ge⸗ ringen Streit mit ihnen hatten, ordneten sie, daß Paulus und Barnabas und etliche andere aus ihnen hinaufzögen gen Jerusalem zu den Aposteln und Altesten um dieser srage willen. Und sie wurden von der Gemeinde geleitet und zogen durch phönizien und Samarien und erzählten die Bekehrung der heiden und machten große Freude allen Brüdern. Da sie aber hinkamen gen Jerusalem, wurden sie empfangen von der Gemeinde und von den Aposteln und von den Altesten. Und sie verkündigten, wieviel Gott mit ihnen getan hätte. Da traten auf etliche von der Pharisäer Sekte, die gläubig geworden waren, und sprachen:„Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten zu halten das Gesetz des Mmoses.“ Aber die Apostel und die ältesten kamen zu⸗ sammen, über diese Rede sich zu beraten. Da man sich aber laͤnge gestritten hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen:„Ihr Männer, liebe Brüder, iht wisset, daß Gott lange vor dieser Zeit unter uns bestimmt hat, daß durch meinen mund die heiden das Wort des Ebangeliums hörten und glaubten. Und Gott, der herzenskündiger, zeugte über sie unl gab ihnen den heiligen Geist gleichwie auch uns und machte keinen Unterschiech zwischen uns unch ihnen und reinigte ihre herzen durch den Glauben. Was versucht ihr denn nun Gott mit Auflegen des Jochs auf der jünger hälse, welches weder unsre Väter noch Wir haben können tragen? Sondern wir glauben, durch die Gnade des herrn Jesu Christi selig zu werden, 3⁴½ 0 —— gleiche lenge elzählte getan h Dat und sp dimon! angenot Und da steht:, bauen will ich Was üb alle hei der her bewußt denen, Untuhe halten dom Er Reten alle 50 Un ganzen hu sende Iudas, Rannei SOrift und Br de zu oir gel gegang elle Se lassen haben: anne lebsten Hatgeg 0 hat vonen —— Detk, das ammelten mit ihnen CTür des allda eine he hamen o iht euch Roses, so ein Kuß nicht ge⸗ aß Paulus außögen um dieser de geleite Ferzählten reude allen n, Wurden n flposteln Hieviel Gotl Sekte, dl m muß se Gesetz des Der Aberwincler der heiclenwelt. gleicherweise wie auch siel“ Da schwieg die ganze Menge still und hörte zu Paulus und Barnabas, die da erzählten, wie große Zeichen und Wunder Gott durch sie getan hatte unter den heicdken. Darnach, als sie ausgeredet hatten, antwortete Jakobus und sprach:„Ihr Männer, liebe Brüder, höret mir zu. Simon hat erzählt, wie aufs erste Gott heimgesucht hat und angenommen ein volk aus den heiden zu seinem Namen. Und damit stimmen der Propheten Reden, wie geschrieben steht:„Darnach will ich wiederkommen und will wieder bauen die Hütte Davids, die zerfallen ist, und ihre Lücken will ich wieder bauen und will sie aufrichten, auf daß. was übrig ist von Menschen, nach dem herrn frage, dazu alle heiden, über welche mein Name genannt ist, spricht der Herr, der das alles tut.“ Gott sind alle seine Wecke bewußt von der Welt her. Darum urteile ich, daß man denen, so aus den heiden zu Gott sich bekehren, nicht Unruhe mache, sondern schreibe ihnen, daß sie sich ent— halten von Opferfleisch der Götzen und von Unzucht und vom Erstickten und vom Blut. Denn Moses hat von laͤngen Zeiten her in allen Städten, die ihn predigen, und wird alle Sabbattage in den Schulen gelesen.“ Und ues deuchte gut die Apostel und Altesten samt der ganzen Gemeinde, aus ihnen Männer zu erwählen unch zu senden nach Antiochien mit Paulus und Barnabas, nämlich judas, mit dem Zunamen Barsabas, und Silas, welche männer Lehrer waren unter den Brüdern; und sie gaben Schrift in ihre Hand, also:„Wir, die Apostel und Altesten und Brüder, wünschen heil den Brüdern aus den heiden, die zu Antiochien und Sytien und Cilicien sincl. Dieweil wir gehört haben, daß etliche von den Unsern sinch aus⸗ gegangen unckh haben euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen zerrüttet und sagen, ihr sollt euch beschneiden lassen und das Gesetz halten, welchen wir nichts befohlen haben: hat es uns gut gedeucht, einmütig versammelt, männer zu erwählen unch zu euch zu sencdlen mit unsern liebsten Barnabas und Paulus, Männer, welche ihte Seelen dargegeben haben für den Hamen unsers herrn Jesu christi. 50 haben wir gesandt Judas und Silas, welche auch mit Worten dasselbe verkündigen werden. Denn es gefällt 343 Daulus. dem heiligen Geiste und uns, euch keine Beschwerung mehr aufzulegen als nur diese nötigen Stücke: Daß ihr euch enthaltet vom Götzenopfer undt vom Blut uncdl vom Erstickten unck von Unzucht. 8o ihr euch vor diesen bewahret, tut ihr recht. Gehabt euch wohl!“ Da diese abgefertigt waren, kamen sie gen Antiochien und versammelten die Menge und überantworteten den Brief. Da sie den lasen, wurdlen sie des Trostes froh. Judas aber und Silas, die auch Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Reden und stärkten sie. Und da sie ver⸗ weilt hatten eine Zeitlang, wurden sie von den Brüdern mit Frieden abgefertigt zu den Aposteln. Es gefiel aber Silas, daß er dabliebe. 8. Nach Europa!(postelgesch. 16.) Paulus aber Ram gen Derbe unckh Lystra; und siehe, ein Jjünger war daselbst, mit Namen Timotheus, Sohn eines jüclischen Weibes, die gläubig war, aber eines griechischen Daters. Der hatte ein gut Gerücht bei den Brüdern unter den CTystranern unck zu lKonium. Diesen wollte Paulus mit sich ziehen laͤssen. Wie sie aber durch clie Stäclte zogen, verordneten sie ihnen zu halten die Satzung, welche von den Aposteln undldlen Altesten zu Jerusalem beschlossen war. Da wurden die Gemeinden im Glauben befestigt und nahmen zu an der Zahl täglich. Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, warck ihnen gewehrt von dem heiligen Geiste, zu reclen das Wort in Asien. Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie durch Bithynien zu reisen; und der-Geist ließ es ihnen nicht zu. Sie zogen aber an Mysien vorüber und kamen hinab gen Troas. Unch Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht: das war ein Mann aus mazedonien, der stand und bat ihn und sprach:„Romm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“ Als er aber das Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu reisen nach Mazedonien, gewiß, daß uns der Herr dahin berufen hätte, ihnen das Eoangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Croas: und geradewegs kamen wir nach Samothrazien, des andern Tages nach Nea⸗ polis und von da nach Philippi, welches ist die Haupt⸗ 344 — stadt de aber in des 50 hin, w ledeten ein got händler det he von Pe getauft achtet, mein ß 9. s ges⸗ Aagd kug ih yolgte prach: hochste Solches und er gebiete Der ÜUberwinder dleer heidenwelt. rung mehr Avom Blut r euch vor dohll“ Antiochien orteten den roh. Judas ahnten die dd sie vel⸗ en Prüdern gefiel aber er kam gen I1+ daselbst Weibes, die Der hatte Cystranein sich zehen ordneten si nn Hlposteln Dd wurden men zu an N und(05 don den gls sie be stadt des Candes Mazedonien und eine Sreistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Am Cage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt am Flusse hin, wo eine Gebetstätte war, unc setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfũrchtiges Weib, mit Namen Cydia, eine Purpur⸗ händlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu: dieser tat der Herr das Herz auf, daß sie darauf acht hatte, was von paulus geredet ward. Als sie aber undl ihr haus getauft ward, ermahnte sie uns und sprach:„So ihr mich achtet, daß ich gläubig bin an den Herrn, so kommt in mein haus und bleibt alldal“ Und sie nötigte uns. 9. Die erste Christengemeinde in Europa.(dpostelgesch. 16.) Es geschah aber, da wir zu dem Gebet gingen, daß eine magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Gewinst zu mit Wahrsagen. Die folgte allenthalben Paulus undl uns nach, schrie und sprach:„Diese menschen sind fnechte Gottes des Aller⸗ höchsten, die euch den Weg der Seligkeit verkündigen!“ Solches tat sie manchen Cag. Paulus aber tat das wehe, und er wandte sich um unck sprach zu dem Geiste:„Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest!“ Und er fuhr aus zu derselben Stunde. Da aber ihre herren sahen, daß die Hoffnung ihres Gewinstes war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten und führten sie zu den Behörden undl sprachen:„Diese Menschen machen unsre Stadt irre; sie sind Juden unck verkündigen eine Weise, welche uns nicht einmal ziemt anzunehmen noch zu tun, weil wir Römer sind.“ Unch das Volk ward erregt wider sie; und die Be⸗ hörden ließen ihnen die Rleider abreißen unch hießen sie stäupen. Und da sie sie wohl gestäupt hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und geboten dem ferkermeister, daß er sie wohl verwaͤhrte. Der, da er solches Gebot empfangen hatte, warf sie in das innerste Gefängnis und spannte ihre Füße in den Block. Um die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und ues hörten sie die Gefangenen. Schnell 3⁴⁵ paulus. aber ward ein großes Erdbeben, also daß sich bewegten die Grundfesten des Gefängnisses. Und von Stund an wurden alle Cüten aufgetan und aller Bande los. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Türen des Gefängnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erstechen; denn er meinte, die Ge⸗ fangenen wären entflohen. Paulus aber rief laut und sprach:„Tu dir nichts Ubles; denn wir sind alle hier!“ Er forderte aber ein Licht und sprang hinein unch ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Süßen und führte sie heraus und sprach: Liebe herren, was soll ich tun, daß ich selig werde?“ sie sprachen:„Glaube an den ßherrn Jesus Christus, so wirst du und dein haus seligl“ Und sagten ihm das Wort des herrn und allen, die in seinem hause waren. Undeer nahm sie zu sich in derselben Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab: und uer ließ sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führte sie in sein haus und setzte sie an seinen Tisch und freute sich mit seinem ganzen hause, daß er an Gott gläubig geworden war. Und da es Cag ward., sandten die Behörden Stadt⸗ diener und sprachen: Laß die Menschen gehen!“ Unduder Rerkermeister verkündigte diese Rede Paulus: „Die Behörden haben hergesandt, daß ihr los sein sollt: nun ziehet aus und gehet hin mit Friecenl“ Paulus aber sprach zu ihnen:„Sie haben uns ohne Recht und Urteil öffentlich gestäupt, die wir doch Römer sind, und in das Gefängnis geworfen, und sollten uns nun heimlich aus⸗ stoßen? Richt also; sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausführen.“ Die Stadtdiener verkündigten diese Worte den Be— hörden. Und sie fürchteten sich, da sie hörten, daß sie Rõmer wären, und kamen und äredeten ihnen zu, führten sie heraus und baten sie, daß sie auszögen aus der Stadt. Da gingen sie aus dem Gefängnis und gingen zu der Lodia. Unck da sie die Brũdet gesehen hatten und getröstet, zogen sie aus. 10. Das Evangelium in der Weltstadt. Apostelgesch. 17) Die aber Daulus geleiteten, führten ihn bis gen Athen. Und nachdem sie Befehl empfangen an den Silas und Cimo⸗ 3⁴ cheus, Dd ab. Heist ir el lecle auch d fanden. lritten Ichwät eue E Loange bexrkün — ZwW Gericht was de blingst Dissen, ander elwas! Mitten bon Atl Hoͤtter sehen et geschtrie euch de det die det ein Lempel llensch lber hat shecht. bewegten Stund an los. Als üd sah die hwert aus e, die Ge⸗ laut und le hiecl“ inein und den Hüßen „ Oas soll rn Jesus igl“ Und in seinem hen Stunde md er ließ fühtte sie freute sich gewotden den Stadk⸗ nl de Paulus sein solt. aulus dbel und Uttel mnd in dos mlich dus⸗ mmen Un e den be b sie önh fühtten si Dder Aberwinder der heidenwelt. theus, daß sie aufs schnellste zu ihm kämen, zogen sie hin. Da aber Paulus ihrer zu athen wartete, ergrimmte sein Geist in ihm, da er sah die Stadt so gar abgöttisch. Unch er redete zu den Juden und Gottesfürchtigen in der Schule, auch auf dem Markte alle Cage zu denen, die sich herzu⸗ fanden. Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen stritten mit ihm. Uncd etliche sprachen:„Was will dieser Schwätzer sagen?“ Etliche aber:„Es sieht, als wolle er neue Götter verkündigenl“ Das machte, er hatte das Evangelium von Jesu und von dker Auferstehung ihnen derkündigt. Sie nahmen ihn aber und führten ihn auf den Gerichtsplatz und sprachen:„Rönnen wir auch erfahren, was das für eine neue Cehre sei, die du lehrst? denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren; so wollten wir gern wissen, was das sei.“ Die Athener aber alle, auch die Aus⸗ lander und Gaͤste, waren gespannt auf nichts anderes, denn etwas Neues zu sagen oder zu hören. Paulus aber stand mitten auf dem Gerichtsplatz und sprach:„hr männer von Athen, ich sehe, daß ihr in allen Stücken gar sehr die Götter fürchtet. lch bin herdurchgegangen und habe ge— sehen eure heiligtümer und fand einen ltar, darauf war geschrieben:„Dem unbekannten Gott!“ Nun verkündige ich euch dlenselben, dem ihr unwissend Gottesdlienst tut. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der ein Herr ist himmels unch der Erde, wohnt nicht in Tempeln mit händen gemacht; sein wird auch nicht von menschenhänden gepflegt, als der jemands bedürfe, so er selber jedermann Leben und Odem allenthalben gibt. Und er hat gemacht, daß von einem Blut aller Menschen Ge— schlechter auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt und vorgesehen, wie lange und wie weit sie wohnen sollen, daß sie den herrn suchen sollten, ob sie doch ihn fühlen und fincken möchten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns. denn in ihm leben, weben und sinch wir: wie auch etliche Dichter bei euch gesagt haben:„Wir sind seines Geschlechts!“ 50 wir denn göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, dlie Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen unch steinernen Bildern, durch menschliche Runst und Gedanken gemocht. Nun hat Gott zwar die Zeit der Unwissenheit 3⁷ paulus. übersehen; doch jetzt gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, darum daß er einen Cag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er hierzu bestimmt und vor allen beglaubigt hat, indem er ihn von den Coten auferstehen ließ.“ Da sie hörten die Huferstehung der Coten, da hatten's etliche ihren Spott; etliche aber sprachen:„Wir wollen dich davon weiter hören.“ Also ging Paulus von ihnen. Etliche männer aber hingen ihm an und wurden gläubig: unter welchen war Dionysius, einer aus dem Rat, und ein Weib, mit Namen Damaris, und andere mit ihnen. 11. Das Evangelium in der Werkstart.(dpostelgesch. 18) Darnach schied Paulus von Athen und kam nach Hiorinth und fand einen Juden, mit Namen Aquila. von Geburt aus Pontus, welcher war neulich aus Italien gekommen samt seinem Weibe Priscilla,(darum, daß der fiaiser Rlaudius geboten hatte allen Juden zu weichen aus Rom). Zu denen ging er ein; und dieweil er gleiches handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren aber des hand⸗ werks Teppichmacher. Und er lehrte in der Schule an allen Sabbaten und gewann beide, Juden und Griechen. Da aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen. drang Paulus der Geist zu bezeugen den Juden Jesum. daß er der Christus sei. Da sie aber widerstrebten und laͤsterten, schüttelte er die fleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut sei über euer haupt; rein gehe ich von nun an zu den heiden. Und machte sich von dannen und kam in ein haus eines, mit Namen Just, der gottesfürchtig war; dessen haus war zunächst an der Schule. Krispus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den herrn mit seinem ganzen hause: und viele forinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen. Es sprach aber der hert durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus:„Sürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht: denn ich bin mit dir, unch niemand soll sich unterstehen dir zu schaden: denn ich habe ein großes bolk in dieset Stadt.“ Er saß aber daselbst ein Jahr und sechs Monate und lehrte sie das Wort Gottes. 9⁴ Hott zu Wollten⸗ „Denn Hhörte ic lie Leht 0 sehet u sein. ale Ge schluger nicht an machte nach 51 Und er Helübd aber gi baten il 1 Willi hnen 1 3u Jeru buch ko (asatec hemein —— Wan allen gesetzt hat, odens mit bestimmt den Coten a hattens vollen dich sen. Etliche lbig, untel Hein Weib, 1 1 olelgesh. Ul, ach Rorinh on Gebult gekommen er Rlaudls Iu denen derks Odb des hand Schule ah 1Grieches. en kames, Jesum, daf Ud lästerten, nen: Lult nun on iu gam in ei wat; desel aber, dl Der Überwinder der heidenwelt. Da aber Gallion Candoogt war in Achaja, empörten sich die Judlen einmütig wider Paulus und führten ihn vor den Richtstuhl undl sprachen:„Dieser überreclet die Leute, Gott zu dlienen dem Gesetz zuwider.“ Da aber Paulus wollte den mund auftun, sprach Gallion zu den Juden: „Denn es ein Frevel oder Straftat wäre, liebe Juden, so hörte ich euch billig; weil es aber eine Streitfraͤge ist um die Cehre und um Worte und um das Gesetz unter euch. so sehet ihr selber zu; ich geclenke darüber nicht Richter zu sein.“ Unck trieb sie von dlem Richtstuhl. Da ergriffen alle Griechen Sosthenes, den Obersten der Schule, und schlugen ihn vor dlem Richtstuhl; undl Gallion nahm sich's nicht an. Paulus aber blieb noch lange daselbst; darnach machte er seinen Abschied mit dlen Brüdern und wollte nach Syrien fahren, und mit ihm Priscilla und Aquila. Und uer schor sein haupt zu Renchreä; denn er hatte ein Gelübde. Und kam nach Ephesus und ließ sie daselbst: er aber ging in die Schule und redete mit den Juden. Sie baten ihn aber, daß er längere Zeit bei ihnen bliebe. Und er willigte nicht ein, sondern machte seinen Abschied mit ihnen und sprach:„Ich muß jedenfalls das künftige Fest zu Jerusalem halten; will's Gott, so Sill ich wiecdler zu euch kommen.“ Und fuhr weg von Ephesus und kam nach Cäsareg und ging hinauf Inach Jerusalem] und grüßte die Gemeindle und zog hinab nach Antiochien. 12. Paulus in Ephesus.(Aposteigesch. 19.) Es kam aber nach Ephesus ein Jude, mit Namen Apollos, von Geburt aus Alegandrien, ein beredter Nann undl mächtig in der Schrift. Dieser war unterwiesen im Weg des herrn unck redete mit flammendem Geist und lehrte mit Fleiß von dem herrn, wußte jedoch nur von der Caufe des Johannes. Dieser fing an frei zu predigen in der Schule. Da ihn aber Aquila und Priscilla hörten, nahmen sie ihn zu sich unch legten ihm den Weg Gottes noch fleißiger aus. Da er aber wollte nach Achaja reisen, schrieben die Brüder und vermaͤhnten die Jjünger, daß sie ihn aufnähmen. Und als er dahingekom⸗ men war, half er viel denen, die gläubig wren geworden durch die Gnade: denn er überwand die Juden bestandig und erwies öffentlich durch die Schrift, daß Jesus der Christus sei. 3⁴9 —— paulus. Es geschah aber, da Apollos zu Rorinth war, daß n Paulus durchwandelte die oberen Cänder und kam nach lund Ephesus und fand etliche Jjünger. Zu denen sprach er: ümee „Habt ihr den heiligen Geist empfangen, da ihr gläubig wurdet7“ Sie sprachen zu ihm:„Wir haben auch nie ge⸗ dele de hört, ob ein heiliger Geist sei.“ Und er sprach zu ihnen: and de „Worauf seid ihr denn getauft?“ Sie sprachen:„Auf die Ge da Taufe des Johannes.“ Paulus aber sprach: FJohaͤnnes hat büchet: getauft mit der Taufe der Buße und sagte dem volk, daß lechnete sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen sollte, nßigt das ist an Jesus, daß er Christus sei.“ Da sie das hörten, des her ließen sie sich taufen auf den Namen des herrn Jesus. Und da Paulus die hände auf sie legte, kam der heilige Geist 14. auf sie, und sie redeten mit Bungen und weissaͤgten. Und aber un aller der Männer waren bei zwölf. hege. Er ging aber in die Schule und predigte frei drei der ma Monate lang, lehrte und beredete sie von dem Reich dom ße Gottes. Da aber etliche verstockt waren und nicht glaubten lle beia und übel redeten von dem Wege vor der Menge, wich er Hiebe von ihnen und sonderte ab die jünger und redete täglich desem in der Schule eines der hieß Cyrannus. Und das geschah ollein; zwei Jahte lang, dlso daß alle, die in Asien wohnten, das Daulus Wort des herrn Jesu hörten, beicle, Jucken und Griechen. s sin Unc Gott wirkte nicht geringe Taten durch die haände des ber er paulus, also daß sie auch von seiner hand die Schweiß— laß er tüchlein uncl Binden über die sranken hielten und die Oöttin Seuchen von ihnen wichen und die bösen Geister von lazu ih ihnen ausfuhren. and det dutden 13. Geschäftschristentum.(dpostelgesch. 10.) Es unter⸗ Hang wanden sich aber etliche der umherziehenden Juden, die Hetümr da Beschwörer waren, den Namen des herrn Jesu zu nennen and er üÜber die da böse Geister hatten, und sprachen:„Wir be⸗ Toulus schwören euch bei dem Jesus, den Paulus predigt.“ Ers‘ hehen, waten ihrer aber sieben Söhne eines Juclen Skevas, des Oberste Hohenpriesters, die solches taten. Aber der böse Geist ant⸗ Handten wortete und sprach: Hesum kenne ich wohl, und von begäbe Paulus weiß ich wohl; wer seid ihr aber?“ Und der Mensch, underes in dem der böse Geist war, sprang auf sie und ward ihrer ußten mächtig und warf sie unter sich, also daß sie nackt und ver⸗ lliche 3⁵5⁰ War, daß gam nach sprach er: T gläubig ch nie ge⸗ zu ihnen: „cluf die annes hat Dolk, daß nen sollte, ds hötten, sus. Und ꝛilige Geist Iten. Und frei dres dem Reich t glaubten je, Wich el ete täglich as geschah nten, dos Orlechen. hãnde des SchWal und de eister von 2 untel⸗ Juden, de Der Aberwinder der heidenwelt. wundet aus demselben Hause entflohen. Das aber warck kund allen, die zu Ephesus wohnten, sowohl Juden als Griechen; und ues fiel eine Furcht über sie alle, und der name des herrn Jesus ward hochgelobt. Es kamen auch viele derer, die gläubig waren geworden, und bekannten und verkündigten, was sie getrieben hatten. Diele aber, die da Zauberei getrieben hatten, brachten die Zauber— bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich und über⸗ rechneten, was sie wert waren, und fanden des Geldes fünfzigtausend Groschen. Also mächtig wuchs das Wort des herrn und nahm überhand. 14. Geschäftsheidentum.(Apostelgesch. 19.) Es erhob sich aber um diese Zeit eine nicht kleine Bewegung über diesem Wege. Denn einer, mit Namen Demetrius, ein Goldschmied, der machte silberne Cempel der Diana undk wandte denen vom haͤndweck nicht geringen Gewinst zu. Dieselben und die Beiarbeiter des handwerks versammelte er und sprach: „Ciebe Männer, ihr wisset, daß wir großen Gewinn von diesem Gewerbe haben: und ihr sehet unch höret, daß nicht allein zu Ephesus, sondern auch fast in ganz sien dieser paulus viel Volks abfällig macht, überredlet und spricht: „Es sinck nicht Götter, welche don hänclen gemacht sind.“ AUber es will nicht allein unserm Handel dahin geraten, daß er nichts gelte, sondern auch der Cempel der großen Göttin Diang wird für nichts geachtet werden, und wirck dazu ihre Majestät untergehen, welcher doch ganz Asien und der Weltkreis Gottesdienst erzeigt.“ Als sie das hörten, wurden sie voll Zorns, schrieen und sprachen:„Groß ist die Diana der Epheser!“ Und die gaͤnze Stadt ward övoll Getümmels; sie stürmten aber einmütig zu ndem Schauplatz und uergriffen Gajus und Aristarchus aus Mazedonien, des paulus Gefährten. Da aber Paulus wollte unter das Dolk gehen, ließen's ihm die jünger nicht zu. Auch etliche der Obersten in Asien, die des Paulus gute Freunde waren, sandten zu ihm und ermahnten ihn, daß er sich nicht begäbe auf den Schaupläatz. Etliche schrieen so, etliche ein anderes, und die Gemeinde war irte, und die meisten wußten nicht, warum sie zusammengekommen waten. Etliche aber vom bpolk zogen Alegander hervor, da ihn die 35¹ paulus. juden hervorschoben. Alexander aber winkte mit der hand und wollte sich vor dem Dolk verantworten. Da sie aber innewurden, daß er ein Jude war, erhob sich eine Stimme von allen, und schrieen bei zwei Stunden:„Groß ist die Diand der Epheserl“ Da aber der Ranzler das Volk gestillt hatte, sprach er: Ihr Maänner von Ephesus, welcher Mensch ist, der nicht wisse, daß die Stadt Ephesus sei eine Pflegerin der großen Göttin Diand und des himmlischen Bildes weil nun das unwidersprechlich ist, so sollt ihr ja stille sein und nichts Unbedächtiges handeln. Ihr habt diese Menschen hergeführt, die weder Cempelräuber noch Cästerer eurer Göttin sind. Hat aber Demetrius, und die mit ihm sinck dom haͤndwerk, an jemand einen Anspruch, so hält man Gericht und sind Candvogte da: lasset sie sich untereinander verklagen. Liegt aber etwas anderes vor, so mag man es schlichten in einer ordentlichen Dersammlung. Denn wir stehen in der Gefahr, daß wir um diese heutige Em⸗ porung verklagt möchten werden, da doch keine Sache vorhanden ist, womit wir uns solches Aufruhrs ent⸗ schuldigen könnten.“ Und da er solches gesagt, ließ er die Gemeinde gehen. 15. Auf der Heimfahrt.(Aposteigesch. 20.) Da nun die Em⸗ pörung aufgehört, riéf Paulus die Jjünger zu sich und segnete sie und ging aus zu reisen nach mazedonien. Und da er diese Cander durchzogen und sie ermahnt hatte mit vielen Worten, kam er nach Griechenland und verzog allda drei Monate. Da aber ihm die Juden nachstellten, als er nach Syrien wollte fahren, beschloß er wieder umzuwenden durch Mazedonien. Es zogen aber mit ihm bis nach Asien Sopater von Beröod, von Thessalonich aber Aristarchus und Sekundus, und Gajus von Derbe und CTimotheus, aus Asien aber Cychikus und Crophimus. Diese gingen voran und harrten unser zu Croas. Wir aber fuhren nach den Oster⸗ tagen von Philippi an bis an den fünften Tag und kamen zu ihnen nach Troas und hatten da unser Wesen sieben Tage. Am ersten Cage der Woche aber, da die Junger zusammen⸗ kamen das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus und wollte des andern Cages weiter reisen und zog die Rede hin bis zu Mitternacht. Und es waren viel Campen auf 35²2 em Söll Hungling einen Oard bol dch un Ind legte Helümm. auf und Ihen, bi lachten Henig ge Rnd fuht uns nehr Juße Me ihn hgeten (hios, un Md bliet ui nach Hollber x ungen Wsein,f andte er Gem. Hnen:„ Hach Fsste lad dem —— det Hand d sie aber e Stimme oß ist die olh gestillt jer Mensch Pflegerin n Bildes stille sein Menschen erer eutet ihm sind halt man Reinancer mag man ng. Denn utige Em:⸗ aine Sache uhts enk⸗ ließ er de un die Em sich uud nien. Iac t hatte U og allda ten, el Buwendel nach fisen Irchus M Der ÜUberwinder der helcdlenwelt. dem Söller, da sie versammelt waren. Es saß aber ein Jungling, mit Namen Eutychus, in einem Fenster und sank in einen tiefen Schlaf, dieweil Paulus so lange redete, und ward vom Schlaf berwältigt und flel hinunter vom dritten Stock und ward tot aufgehoben. Paulus aber ging hinab und legte sich auf ihn, umfing ihn und sprach:„Machet kein Getümmel; denn seine Seele ist in ihm!“ Da ging er hin⸗ auf uncl brach das Brot und aß unck redlete viel mit ihnen, bis der Cag anbrach; und also zog er aus. Sie brachten aber den snaben lebendig und wurden nicht wenig getroͤstet. Wir aber zogen voran auf dem Schiff und fuhren nach àssos und wollten daselbst Paulus zu uns nehmen: denn er hatte es also befohlen, da er wolite zu Fuße gehen. als er nun zu uns traf zu Assos, nahmen wir ihn zu uns und kamen nach Mitylene. Und von da segelten wir und kamen des andern Tages hin gegen Chios; und des folgenden Tages stießen wir an Samos und blieben in Crogyllion; und des nächsten Cages kamen wir nach Milet. Denn Paulus hatte beschlossen an Ephesus vorüber zu fahren, daß er nicht müßte in Asien Zeit zu⸗ bringen; denn er eilte auf den Pfingsttag zu Jerusalem zu sein, so es ihm möglich wäre. 16. Der Abschied.(Apostelgesch. 20, 17.38.) Aber von Milet sandte er nach Ephesus und ließ fordern die Altesten von der Gemeinde. Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Ihr wisset, von dem ersten Tage an, da ich bin nach Asien gekommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen und dem Herrn gedient habe mit aller demut und mit viel Tränen und Unfechtungen, die mir sind widerfahren von den Juden, so mir nachstellten; wie ich nichts berhalten habe, das da nützlich ist, daß ich's euch nicht verkündigt hätte und euch gelehrt 6ffentlich und im Stillen; und habe bezeugt, beiden, den Juden und Griechen, die Buße zu Gott und den Glauben an unsern herrn Jesus christus. Und nun siehe, ich, im Geiste gebunden, fahre hin nach lerusalem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, nur, daß der heilige Geist in allen Städten bezeugt und spricht: Bande und Crübfale warten mein daseibst. Aber ch achte der keines, ich halte mein eben auch nicht selbst Schottler, schwert des Gelstes. 23 353 baulus. teuer, auf daß ich vollende meinen Cauf mit Freudlen und das Amt, das ich empfangen habe von dem herrn Jesus. zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, bei welchen ich durchgekommen bin und gepredigt habe das Reich Gottes. Darum bezeuge ich euch an diesem heutigen Cage, daß ich rein bin von aller Blut: denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkündigt hätte all den Rat Gottes. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Hercke, unter welche euch der heilige Geist gesetzt hat zu Bischõ⸗ fen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die die herde nicht verschonen werden. Auch aus eurer Mitte werden aufstehen männer, die da verkehrte Cehren reden, die Jünger an sich zu ziehen. Darum seid wach und denket daran, daß ich nicht ab⸗ gelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Tränen zu vermahnen. Und nun, liebe Brüder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter allen. die geheiligt werden. Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. Denn ihr wisset selber, daß mir diese hände zu meiner Notdurft und derer. die mit mir gewesen sind. geckient haben. ch habe es euch alles gezeigt. daß man also arbeiten müsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des herrn Jesu. das er gesagt hat:„Geben ist seliger als nehmen!“ Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. Es ward aber viel Weinen unter ihnen allen, und sie fielen Paulus um den hals und küßten ihn, am aller⸗ meisten betrübt über das Wort, das er sagte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen; und geleiteten ihn in das Schiff. 17. Im Schalten der Zukunft.(posteigesch. 21) Als wir uns von ihnen getrennt hatten und dahinfuhren, kamen wir geradewegs nach Ros und am folgenden Cage nach Rhodus und von da nach Patard. Und da wir ein Schiff fanden, das nach Phönizien fuhr. bestiagen wir os und 35⁴ Fegelten Oir es gamen Wareen wir das Heist, er heschah, dus une beib u snieten ander g sch wier don Cy Nrüder Lages samen les Eoe Heben lauen Une Mophet Der nah ——— euden und jerrn Jesus, ottes, Und nicht mehr ommen bin bezeuge ich don aller iß ich nicht t nun acht de, unter zu Bischo⸗ welche el Denn das unter euch berschonen en Männes, 3u Ziehn. nicht ab⸗ en jeglichen Brüder, 0 Ide, del d Erbe unte eines Sibl selber, G rer, e m B euch ols Scwöc en Jesu.d menle Der ÜUberwinder der heidenwelt. segelten ab. Als wir aber Cypern ansichtig wurden, ließen wir es zur linken hand und fuhren nach Syrien unch kamen an zu Tyrus; denn daselbst sollte das Schiff die Ware niederlegen. Uncl als wir jünger fanden, blieben wir daselbst sieben Cage. Die sagten paulus durch den Geist, er sollte nicht hinauf gen Jerusalem ziehen. Und es geschah, da wir die Cage zugebracht hatten, zogen wir aus und reisten weiter. Uncl sie geleiteten uns alle mit Weib und findern bis hinaus vor die Stadt, und wir knieten nieder am Ufer und beteten. Und als wir ein⸗ ander gesegnet, traten wir ins Schiff: jene aber wandten sich wieder zu den Jhren. Wir aber vollzogen die Schiffahrt don Tyrus und kamen nach Prolemais und grüßten dlie Brüder und blieben einen Cag bei ihnen. Des andern TCages zogen wir aus, die wir um Paulus waren, und kamen nach Cäsareg und gingen in das haus Philippus des Evangelisten, der einer von den Sieben war, und blieben bei ihm. Der hatte vier Töchter, die waren Jung⸗ frauen und weissagten. Und als wir mehrere Cage dablieben, reiste herab ein Prophet aus Judaa, mit Namen Agabus, uncl kam zu uns. der nahm den Gürtel des Paulus und band sich die hände und Füße und sprach:„Das sagt der heilige Geist: Den mann, des der Gürtel ist, werden die Jjuden also binden zu Jerusalem und überantworten in der heiden hände!“ Als wir aber solches hörten, baten wir und die des⸗ selben Orts waren, daß er- nicht hinauf gen Jerusalem zoͤge. Paulus aber antwortete:„Was macht ihr, daß iht weinet uncl brechet mir mein 6ers? Denn ich bin bereit nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben zu Jerusalem um des nNamens willen des herrn Jesu.“ Da mer aber sich nicht überreclen ließ, schwiegen wir und sprachen:„Des herrn Wille geschehe!“ 18. Das Gelübde. Gposteigesch. 21.) Und nach diesen Cagen machten wir uns fertig und zogen hinauf nach Jerusalem. Es kamen aber mit uns auch etliche Jünger von Cãsarea und führten uns zu einem, mit Namen Mnason, aus Cypern, der ein alter jünger war, bei dem wir her⸗ bergen sollten. Da wir nun nach Jerusalem kamen, nahmen 23* 35⁵5 paulus. uns die Brüder gern auf. Des andern Cages aber ging paulus mit uns ein zu Jakobus, unch es kamen die Altesten alle dahin. Und als er sie gegrüßt hatte, erzählte er ihnen ganz ausführlich, was Gott getan hatte unter den heiden durch sein imt. Da sie aber das hörten, lobten sie den herrn und sprachen zu ihm:„Bruder, du siehst, wieviel tausend Juden sind, die gläubig geworden sind. und alle sind Eiferer für das Gesetz. Sie sind aber berichtet worden über dich, daß du lehrest von Moses abfallen alle Juden die unter den heiden sind, und sagest, sie sollen ihre finder nicht beschneiden, auch nicht nach desselben weise wandeln. was also tun? Jedenfalls muß die Menge zusammen⸗ kommen; denn sie werden's hören, daß du gekommen bist. sSo tue nun dies, was wir dir sagen. wir haben vier Männer, die haben ein Gelübde auf sich die nimm mit und laß dich mit ihnen weihen und wage die fiosten an sie, daß sie ihr aupt scheren, so werden alle vernehmen, daß es nicht sei, wie sie über dich berichtet sind, sondern daß du auch einhergehst unckh hältst das Gesetz. Denn den Gläubigen aus den heiden haben wit geschrieben und beschlossen, daß sie der keines halten sollen, sondern nur sich bewahren vor dem Götzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Unzucht.“ Da nahm paulus die Männer mit und ließ sich des andern Tages mit ihnen weihen und ging in den Tempel und ließ sich sehen, wie er aushielte die Cage, auf welche er sich weihen ließ, bis daß für einen jeglichen unter ihnen das Opfer gebracht ward. 19. In der Hand der Jeinde.(posteigesch. 21) Als aber die sieben Cage beinahe zu Ende waren, da sahen ihn dlie juden aus ꝗsien im Tempel und erregten das ganze Dolh. legten die hände an ihn und schrieen:„Ir männer von Istael, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden lehrt wider dies Volk, wider das Gesetz und wider diese Stätte;: dazu hat er auch Griechen in den Cempel geführt und diese heilige Stätte dadurch entweiht.“ Denn sie hatten mit ihm in der Stadt Trophimus, den Epheser, gesehen; den, meinten sie, hätte Paulus in den Tempel geführt. Und die ganze Stadt ward bewegt, und 3⁵5⁶ — watdle ygen i Luͤren Jerusale slliegsk Da sie hökten mann hinden el geta Ein aber ni Willen, lie Stu Hewalt chrie: lls 1 zu de hrach: ——— aber ging die fltesten lte er ihnen den heicen ten sie den hst, Wieviel d, und all tet Worden alle Juden ihte findeit se wanceln. zusammen= gekommen zelübde l nund wage ö werden dle ich belichll hältst das haben ul ines hallen Göhzenopfe, ieß sich de den Lempa auf waldt ichen unte 0 Als abel en ihn dl ah l Der Überwinder der heidlenwelt. ward ein Aufruhr des Volks. Sie griffen aber Paulus und zogen ihn zum Tempel hinaus; und alsbald wurden die Türen zugeschlossen. Da sie ihn aber töten wollten, kam das Geschrei hinauf vor den obersten hauptmann der Schar, wie das ganze jerusalem sich empörte. der nahm von Stund uan die Rriegsknechte und 5auptleute zu sich und lief unter sie. Da sie aber den hauptmann und die firiegsknechte sahen, hörten sie auf Paulus zu schlagen. Als aber der haupt⸗ mann nahe herzukam, nahm er ihn an sich und hieß ihn binden mit zwei Retten und fragte, wer er wäre und was er getan hätte. Einer aber rief dies, der andlere das im Volk. Da er aber nichts Gewisses erfahren konnte um des Getümmels willen, hieß er ihn in clas Lager führen. Unck als er an die Stufen kam, mußten ihn die KRriegsknechte tragen vor Gewalt des Volks; denn es folgte viel Volks nach unck schrie:„Weg mit ihm!“ Als aber Paulus jetzt zum Cager eingeführt ward, sprach er zu dem hauptmann:„Darf ich mit dir reden?“ Er aber sprach:„Hannst du griechisch? Bist du nicht der Agypter, der vor diesen Cagen einen Aufruhr gemacht hat unck führte in die Wüste hinaus viertausencl Meuchelmörcler7“ paulus aber sprach:„Ich bin ein jüdischer Nann von Tarsus, ein Bürger einer namhaften Stadt in Cilicien. Ich bitte dich, erlaube mir zu reclen zu dem Volk.“ Els er aber es ihm erlaubte, trat Paulus auf die Stufen und winkte dem Volk mit der hand. Da nun eine große Stille ward, redete er zu ihnen auf hebräisch und sprach: 20. Die letzte Rede an das Volk Israel.(Apostelgesch. 22.) „Ihr männer, liebe Brüder unc Väter, höret meine ber⸗ teiligung vor euch!“ Da sie aber hörten, daß er auf hebräisch zu ihnen reclete, wurden sie noch stiller. Und er sprach:„Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsus in Cilicien und erzogen in dlieser Stadt zu den Füßen Gama⸗ liels, gelehrt mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz, undl war ein Eiferer um Gott, gleichwie ihr heute alle seid, und habe diese Lehre verfolgt bis auf den Tod. Ich band sie und Überentwortete sie ins Gefängnis, Männer undl Weiber: 357⁷ paulus. wie mir auch der Hohepriester und der ganze Haufe der ltesten Zeugnis gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Brüder und reiste gen Damaskus, daß ich, die daselbst waren, gebunden führte gen Jerusalem. daß sie bestraft würden. Es geschah aber, da ich hinzog und nahe an Damaskus kam, um den mittag, umleuchtete mich schnell ein großes licht vom himmel. Und ich fiel zum Erdboden und hörte eine Stimme, die sprach zu mir:„Saul, Saul, was verfolgst du mich?“ ch antwortete aber:„Herr, wer bist du?“ Unck er sprach zu mir:„Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst.“ Die aber mit mir waren. sahen das Licht und erschraken; die Stimme aber des, der mit mir redete, dörten sie nicht. Ich sprach aber:„Hert, was soll ich tun? Der herr aber sprach zu mit:„Stehe auf und gehe nach Damaskus; da wird man dir sagen von allem, was dit zu tun verordnet ist.“ Ais ich aber vor dem Glanz dieses lichtes nicht sehen konnte, ward ich bei der hand geleitet von denen, die mit mir waren, und kam nach Damaskus. Es war aber ein gottesfürchtiger Mann nach dem Gesetz, Ananiqs, der ein gut Gerücht hatte bei allen Juden, die daselbst wohnten; der kam zu mir und trat her und sprach zu mir:„Saul, lieber Bruder, siehe aufl“ꝰ Und ich sah ihn an zu derselben Stunde. Et aber sprach:„Der Gott unsrer bäter hat dich bestimmt, daß du seinen Willen erkennen solltest und sehen den Gerechten und hören die Stimme aus seinem Munde: denn du wirst sein Zeuge zu allen Menschen sein von dem, das du gesehen und gehört hast. Und nun, was verziehest du? Stehe auf und laß dich taufen und abwaschen deine Sünden und rufe an den Namen des Herrn.“ Es geschah aber, da ich wieder nach Jerusalem kam und betete im Cempel, daß ich verzückt ward und sah ihn. Da sprach er zu mir:„Eile und mache dich behend von Jeru⸗ salem hinaus: denn sie werden nicht aufnehmen dein Zeugnis von mir.“ Und ich sprach:„herr, sie wissen selbst, daß sich gefangenlegte und stäupte die, so an dich glaubten, in den Schulen hin und her. Und da das Blut des Ste⸗ phanus, deines Seugen, vergossen ward. stand ich auch dabei und hatte Wohlgefallen an seinem Tode und ver⸗ wahrte denen die Rleider, die ihn töteten.“ Und er sprach 35⁸ mit: seiden Se hle Stin der Ercl 21.4 esch. 22.) ö Ind der mann in nd ver ulllen f. iemen der dabe Uurger Interha n spr Iamisch. ihm: V U Iltgert Iber sp Ilehen s⸗ det Obe uich Vollte e len Juc haufe det Ihm an die lie daselbst sie bestraf Damasbkus ein großes wunc hoͤtte ds berfolgt du?“ Und th, den dh is Licht un mir redett Hich tunn gehe nag m, was d. Hlanz diess and geleite Damasbus dem Oeses Juden, de und sprac lich sah ihn Gott unsil n erkenlel 1 Stimme abẽ I Nenschn ö Der Aberwinder der heidenwelt. zu mir:„Gehe hin; denn ich will dich ferne unter die heiden senden.“ Sie hörten aber ihm zu bis auf dies Wort und hoben ihre Stimme auf und sprachen:„Hinweg mit solchem von der Erde! denn es ist nicht billig, daß er leben soll.“ 21. Der römische Bürger vor dem jüdischen Gericht.(Apostel⸗ gesch. 22.) Da sie aber schrieen undl ihre fleicker abwarfen und den Staub in die Cuft warfen, hieß ihn der Haupt⸗ mann in das Cager führen und sagte, daß maͤn ihn geißeln unck verhören sollte, daß er erführe, um welcher Ursache willen sie also über ihn riefen. Als man ihn aber mit Riemen anbanc, sprach Paulus zu dem Unterhauptmann, der dabeistand:„st's auch recht bei euch, einen römischen Bürger ohne Urteil und Recht zu geißeln?“ Da das der Unterhauptmann hörte, ging er zu dem Oberhauptmann unch sprach:„Was willst du machen? Dieser Mensch ist römisch.“ Da kam zu ihm dler Oberhauptmann und sprach zu ihm:„Sage mir, bist du römisch?“ Er aber sprach: „Jd.“ Und der Oberhauptmann antwortete:„Ich habe dies Bürgerrecht mit großer Summe zuwege gebracht!“ Paulus aber sprach:„Ich aber bin auch römisch geboren.“ Da ließen sogleich von ihm ab, die ihn verhören sollten. Und der Oberhauptmann fürchtete sich, da er vernahm, daß er rõmisch war und er ihn gebunden hatte. Des andern Cages wollte er genau erkuncen, warum er verklagt würde von den Juden, und löste ihn von den Bandlen und hieß die hohenpriester und ihren ganzen Rat kommen und führte paulus hervor und stellte ihn unter sie. Paulus aber sah den Rat an und sprach:„hr Männer, liebe Brüder, ich habe mit allem guten Gewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag!“ Der Hohepriester aber, Ananias, befah/ denen, die um ihn standen:„Schlaͤgt ihn aufs Maul!“ Da sprach Paulus zu ihm:„Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Sitzest du mich zu richten nach dem Gesetz, und heißest mich schlagen wider das Gesetz?“ Die aber umherstaͤnden, sprachen:„Schiltst du den Hohenpriester Gottes?“ Und Paulus sprach:„Ciebe Brũder, ich wußte es nicht, daß er der Hohepriester ist. Denn es steht geschrieben: Dem Obersten deines Dolkes sollst du nicht fluchen.“ 35 paulus. Da aber paulus wußte, daß ein Teil Sadduzäer war und éder andere Teil Pharisäer, rief er im Rat:„Ihr Männer, liebe Brüder, ich bin ein Pharisäer und eines Pharisäers Sohn; ich werde angeklagt wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten.“ Da er aber das sagte, ward ein Aufruhr unter den Pharisäern und Sadduzäern, und die Menge zerspaltete sich. Denn die Sadduzäer sagen, es sei keine Auferstehung noch Engel noch Geist; die Pharisäer aber bekennen beicles. Es ward aber ein großes Geschrei; und die Schriftgelehrten von der Pharisäerpartei standen auf, stritten uncl sprachen:„Wir finclen nichts Arges an diesem Menschen; hat aber ein Geist ocler ein Engel mit ihm geredlet, so können wir mit Gott nicht streiten.“ Da aber der Aufruhr groß ward, besorgte sich der oberste Hhauptmann, sie möchten Paulus zerreißen, und hieß das Hriegsvolk hinabgehen und ihn von ihnen reißen unc in das Tager führen. Des andern Tages aber in der Nacht stand der Herr bei ihm und sprach:„Sei getrost, Paulus! denn wie du von mir zu Jerusalem gezeugt hast, also mußt du auch zu Rom zeugen!“ Don Jerusalem nach Rom. 1. In römischer Schutzhaft.(dpostelgesch. 23.) Da es aber Tag ward, rotteten sich etliche Juclen zusammen undd över⸗ schworen sich wecler zu essen noch zu trinken, bis daß sie Paulus getötet hätten. Hrer aber waren mehr denn vierzig. die solchen Bund machten. Die traten zu nden Hohenpriestern und ältesten und sprachen:„Wir haben uns fest ver⸗ schworen nichts zu essen, bis wir Paulus getötet haben. 50 tut nun kund dem Oberhauptmann uncl dem Rat, daß er ihn morgen zu euch führe, als wolltet ihr ihn besser berhören; wir aber sinch bereit ihn zu töten, ehe denn er vor euch kommt.“ Da aber des Paulus Schwestersohn dlen Anschlag hörte, ging er hin und kam in das Cager und verküncligte es paulus. Paulus aber rief zu sich einen von dlen Unter⸗ hauptleuten und sprach:„Diesen Jüngling führe hin zu dem Oberhauptmann: denn er hat ihm etwas zu sagen.“ 360 Der na plach: Nich, e sagen! Hand! „Das „Die Jl Rorger se ihn = und ge nνπιπι⁰π — luzäet War he Mlaͤnner, Pharisäers ng auf die agte, Ward zdern, und T sagen, er e Pharisaet es Geschra etei standen flrges an Engel mit eiten.“ ⁰ der obelse d hieß das ßen und in ndet lHach ost, Pauls „ also mußt bon Jerusalem nach Rom. Der nahm ihn und führte ihn zum Oberhauptmann und sprach:„Der Gefangene Paulus rief mich zu sich undl bat mich, diesen Jjüngling zu dir zu führen, der dir etwas zu sagen habe.“ Da naͤhm ihn der Oberhauptmann bei der hand und trat mit ihm auf die Seite und fragte ihn: „Was ist's, das du mir zu sagen hast?“ Er aber sprach: „Die Juden sind eins geworden dich zu bitten, daß du morgen paulus vor den Rat bringen lassest, als wollten sie ihn besser verhören. Du aber traue ihnen nicht; denn es lauern auf ihn mehr als vierzig männer unter ihnen, die haben sich derschworen weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus töten;: und sind jetzt bereit und waͤrten auf deine Zusage.“ Da ließ der Oberhauptmann den Jüngling von sich und gebot ihm, daß er niemand sagte, daß er ihm solches eröffnet hätte: und rief zu sich zwei Unterhauptleute und sprach:„Rüstet zweihundert friegsknechte, daß sie gen Cãsarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Schützen auf die dritte Stunde der Nacht; und die Tiere richtet zu, daß man paulus darauf setze und bringe ihn sicher zu Selix. dem Candpfleger.“ Und schrieb einen Brief, der lautete also: „Klaudius Cysias dem edlen Candpfleger Felix Freude zuvor! Diesen Mann hatten die Juden gegriffen und wollten ihn getötet haben, als ich mit dem Rriegsvolk dazukam und riß ihn von ihnen und erfuhr, daß er ein Römer ist. Da ich aber erkunden wollte die Ursache, darum sie ihn beschuldigten, führte ich ihn in ihren Rat. Da befandl ich. daß er beschuldigt ward von wegen§Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage vorlag, des Codes oder der Bande wert. Da vor mich kam, daß etliche Juden auf ihn lauerten, sandte ich ihn von Stund an zu dit und entbot den filãgern auch. daß sie vor dir sagten, was sie wider ihn hãtten. Gehab dich wohll* Die Kriegsleute, wie ihnen befohlen war, nahmen paulus und führten ihn bei der Nacht nach Antipatris. Des andern Cages aber ließen sie die Reiter mit ihm ziehen und wandten wieder um zum Lager. Da die nach Cãsareg kamen, überantworteten sie den Brief dem Candpfleger und lieferten ihm Paulus auch ab. Da der Candpfleger den Brief las, fragte er, aus welchem Cande er wäre. Und da 36¹ paulus. er erkundet, daß er aus Cilicien wäte, sprach er:„Ich will dich verhören, wenn deine verkläger auch da sind.“ Unch hieß ihn verwaͤhren in dem Richthause des Herodes. 2. Jüdische Kläger— römische Richter.(Apostelgesch. 24) nach fünf Cagen zog hinab der Hohepriester Ananias mit den Altesten und mit dem Redner Tertullus; die traten auf vor dem Candpfleger wider Paulus. Da er aber gerufen ward, fing an Certullus zu verklagen und sprach:„Daß wir in großem Srieden leben unter dir und viel Wohltaten diesem volk widerfahren durch deine Umsichtigkeit, aller⸗ teuerster Selirx, das nehmen wir an allewege und allent⸗ halben mit aller Dankbarkeit. Auf daß ich aber dich nicht zu lange aufhalte, bitte ich dich, du wollest uns kützlich hören nach deiner Geneigtheit. Wir haben diesen Mann gefunden schadlich, als der Aufruhr erregt allen Juden auf dem ganzen Erdboden, und einen vornehmsten der Sekte der Nazarener, der auch versucht hat den Cempel zu entweihen; welchen wir auch griffen und wollten ihn ge⸗ richtet haben nach unserm Gesetz. Aber Cysias, der haupt⸗ mann, kam dazu und führte ihn mit großer Gewalt aus unsern händen und hieß seine berkläger zu dir kommen; von welchem du kaͤnnst, so du es erforschen willst, das alles erkunden, um was wir ihn verklagen.“ Die Juden aber redeten auch dazu und sprachen, es verhielte sich also. paulus aber, da ihm der Candpfleger winkte zu reden. antwortete:„Dieweil ich weiß, daß du in diesem Dolk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich ver⸗ antworten; denn du kannst erfahren, daß es nicht meht als zwölf Cage sind, daß ich bin hinauf gen Jerusalem ge⸗ kommen anzubeten. Auch haben sie mich nicht gefunden im Tempel mit jemand reden oder einen Aufruhr machen im bolk noch in den Schulen noch in der Stadt. Sie können mir auch der keines beweisen, dessen sie mich ver⸗ klagen. Das bekenne ich aber dir, daß ich nach diesem wege, den sie eine Sekte heißen, diene also dem Gott meiner väter, daß ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten, und habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, nämlich, daß kommen werde die Auferstehung der Toten, der Gerechten 36² und Un ein un und di Abe ein Elm janden ohne al Juden 6 belhlag elbst sa Hewahr bon der sommer 3., ichen sie eine aon der on dei am zu Hehe 0 ch Ich wil ind.“ Und rodes. ostelgesch. A) nanias mit tlaten auf et getufen ach:„Daß Wohltaten Reit, allet⸗ und allent⸗ dich nicht ns kllczlich esen Mann lllen Juden ymsten det Cempel 3l ten ihn ge det haupt Zewalt as 1 Kommen, st, das dlles juden de sich also. te zu teden. N bolk nuh mich bel nicht moht Don Jerusalem nach Rom. und Ungerechten. Dabei aber übe ich mich zu haben ein unverletzt Gewissen allenthalben, gegen Gott und die Menschen. Aber nach vielen Jahren bin ich gekommen und habe ein Almosen gebracht meinem volk, und Opfer. Darüber fanden sie mich, eben als ich mich weihen ließ im Tempel, ohne allen Cärm unck Getümmel. Das waren aber etliche juden aus Asien, welche sollten hier sein vor dir und mich derklagen, so sie etwas wicler mich hätten. Oder laß diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir gefuncken haben. da ich stand vor dem hohen Rat, außer um des einzigen Wortes willen, da ich unter ihnen stand und rief: Über die Auferstehung der Coten werde ich von euch heute an⸗ geklagt. Da aber Felix solches hörte, vertagte er es; denn er wußte gar wohl um diesen Weg und sprach:„Wenn Cysias, der hauptmann, herabkommt, so will ich eure Sache er⸗ kunden.“ Er befahl aber dem Unterhauptmann, Paulus zu bewahren und zwar in leichter haft, damit er niemand von den Seinen wehrte ihm zu dienen oder zu ihm zu kommen. 3.„Ich berufe mich auf den Kaiser!“(aposteigesch. 25.) Nach etlichen Cagen aber kam Selir mit seinem Weibe Drusilla. die eine Jjüdin-war, und forderte Paulus und hörte ihn vdon dem Glauben an Christum. Da aber paulus redete don der Gerechtigkeit und von der Reuschheit und von dem zukünftigen Gericht, erschrak Felirx und antwortete: „Gehe hin auf diesmal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich herrufen lassen.“ Er hoffte aber daneben, daß ihm von paulus sollte Geld gegeben werden, daß er ihn losgäbe; darum er ihn auch oft fordern ließ und besprach sich mit ihm. Da aber zwei Jahre um waren, kam Porcius Festus an Felix Statt. Felix aber wollte den Juden eine Gunst erzeigen und ließ Paulus gefangen zurück. Da nun Festus ins Cand gekommen war, zog er nach drei Cagen hinauf von Cãsared nach Jerusalem. Da erschienen vor ihm die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden wider Paulus, ersuchten ihn und erbaten als Gunst wicdler ihn, daß er ihn bringen ließe nach Jerusalem: und 363 paulus. stellten ihm nach, daß sie ihn unterwegs umbrächten. Da antwortete§estus, Paulus würde ja behalten zu Cäsareg: aber er würde in kurzem wiecker daͤhinziehen.„Welche nun unter euch“(sprach er)„Können, die laßt mit hinab⸗ ziehen und den Mann verklagen, so etwas an ihm ist.“ Da er aber bei ihnen mehr denn zehn Cage gewesen war, zog er hinab gen Cäsareg: und des andern Tages setzte er sich an den Richtstuhl und hieß Paulus holen. Da der aber vor ihn kam, traten umher die Juden, die von Jerusalem herabgekommen waren. und brachten viele und schwere filagen wider Paulus vor, welche sie nicht konnten beweisen, dieweil er sich verantwortete:„Ich habe weder an der juden Gesetz, noch an dem Cempel, noch am Raiser mich versüncligt.“ Sestus aber wollte den Juden eine Gunst erzeigen und antwortete Paulus und sprach:„Willst du hinauf gen Jeru⸗ salem und daselbst ũber dieses dich von mit richten lassen?“ paulus aber sprach:„ch stehe vor des faisers Gericht, da muß ich mich lassen richten; den Juden habe ich kein Ceic getan, wie auch du aufs beste weißt. habe ich aber jemand Leid getan und des Todes wert gehandelt, so weigere ich mich nicht zu sterben: ist aber dler keines nicht, dessen sie mich verklagen, so kann mich ihnen niemand ausliefern. ch berufe mich auf den Raiser.“ Da besprach sich Sestus mit dem Rat und antwortete: „Auf den fiaiser hast du dich berufen, zum Raiser sollst du zlehen!“ 4. Vor Königen und Herrschern.(postelgesch. 25.) Aber nach etlichen Cagen kamen der Rönig Agrippa und Bernice gen Cãsared, Sestus zu begrüßen. Und da sie viele Tage da⸗ selbst gewesen waren, legte Festus dem Röonig den handel von paulus vor und sprach:„Es ist ein Mann, von Selir hinterlassen gefangen, um welches willen die Hohenpriester und Altesten der Juden vor mir erschienen, da ich zu Jeru⸗ salem war, und baten, ich sollte ihn richten lassen. Denen antwortete ich: Es ist der Römer Weise nicht, daß ein mensch übergeben werde ihn umzubringen, ehe denn der verklagte seine fläger gegenwärtig habe, und Raum emp⸗ fange sich auf die Anklage zu verantworten. Da sie aber 36H dächten. Da zu Cäsarea, n.„Welche mit hinab⸗ in ihm ist“ ge gewesen dern Tages 5 holen. Da en, die von en viele und icht konnten habe wedel h am faisel czeigen und luf gen Jerl. ten lassen? sers Oelich. abe ich Kein Ibe ich abe ehandelt, t geines nicht en niemant et. antwortet ser solst e¹ Don Jerusalem nach Rom. her zusammenkamen, machte ich keinen Aufschub und hielt des andern Cages Gericht und ließ den Mann vorführen: und da seine berkläger auftraten, brachten sie der Anklagen keine vor, die ich erwartet hatte. Sie hatten aber etliche Fragen wider ihn von ihrem Aberglaͤuben und von einem verstorbenen Jesus, von welchem pPaulus sagte, er lebe. Da ich aber mich auf die Frage nicht verstand, sprach ich, ob er wollte gen Jerusalem reisen undl daselbst sich darüber lassen richten? da aber Paulus sich berief, daß er für des Raisers Erkenntnis aufbehalten würde, hieß ich ihn behalten, bis daß ich ihn zum Kaiser sende.“ Agrippa aber sprach zu Festus: Ich möchte den Men⸗ schen auch gern hören.“ Er aber sprach:„Morgen sollst du ihn hören.“ Und am andern Tage, da Agrippa und Bernice kamen mit großem Gepränge und gingen in das Richthaus mit den hauptleuten und vornehmsten Männern der Stadt, und auf Festus Geheiß ward Paulus gebracht. Und Sestus sprach:„Cieber Rönig Agrippa und alle ihr Männer, die ihr mit uns hier seid, da sehet ihr den, um welchen mich die ganze Renge der juden angegangen hat, zu Jerusalem unckh auch hier, und schrieen, er solle nicht länger leben. Ich aber, da ich vernahm, daß er nichts getan hatte, das des Todes wert sei, und er auch selber sich auf den gaiser berief, habe beschlossen ihn hinzusenden. Etwas Gewisses aber habe ich von ihm nicht, was ich dem Hherrn schreibe. Darum habe ich ihn lassen vorführen vor euch unck zwar allermeist vor dich, Rönig Agrippa, auf daß ich nach geschehener Erforschung haben möge, was ich schreibe. Denn es dünkt mich ein widersinniges Ding zu sein, einen Gefangenen schicken und keine Ursachen wider ihn anzeigen.“ Agrippa aber sprach zu Paulus:„Es ist dir erlaubt für dich zu recen.“ Da reckte Paulus die hand aus und verantwortete sich: 5.„Es fehlt nicht viel!“(Apostelgesch. 26.)„Es ist mit sehr lieb, König Agrippa, daß ich mich heute vor dir verant⸗ worten soll über alles, dessen ich von den Juden beschuldigt werde; allermeist, weil du weißt alle Sitten uncl Fragen der Jjuden. Darum bitte ich dich, du wollest mich geduldig hören. Zwar mein(eben von Jugend auf, wie ich es 36⁵ pau lus. von Anfang unter diesem Volk zu Jerusalem gefũhrt habe. wissen alle Juden, die mich von Anbeginn gekannt haben. wenn sie es wollten bezeugen. Denn ich bin ein Pharisder gewesen, welches ist die strengste Sekte unsers Gottesdienstes. Und nun stehe ich und werde angeklaͤgt über die hoffnung auf die Derheißung, so geschehen ist von Gott zu unsern vätern, zu welcher hoffen die zwölf Geschlechter der Unsern zu kommen mit stetem Gottesdienst Cag und Nacht. Dieser hoffnung halben werde ich, Ronig Agrippa, von den Juden beschuldigt. Warum wird das für unglaublich bei euch geachtet, daß Gott TCote auferweckt? Zwar meinte ich auch bei mir selbst, ich müßte viel zuwider tun dem Namen Jesu von Nazareth. Wie ich denn auch zu Jerusalem getan habe, da ich viele heilige in das Gefängnis verschloß, wozu ich bollmacht von den Hohenpriestern empfing: und wenn sie erwürgt wurden, half ich das Urteil sprechen. Und durch alle Schulen peinigte ich sie oft und zwaͤng sie zu lästern und war geradezu rasend auf sie, verfolgte sie auch bis in die fremden Städte. Als ich aber auch nach Damaskus reiste mit Vollmacht und Befehl von den hohenpriestern, sah ich mitten am Tage, o König, auf dem Wege ein Licht vom himmel, heller als der Sonne Glanz, das mich und die mit mir reisten, umleuchtete. Da wir aber alle zur Erde niederfielen, hörte ich eine Stimme reden zu mir, die sprach auf hebräisch:„Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein wider den Stachel zu löcken.“ Ich aber sprach:„Herr, wer bist du?“ Er sprach:„ch bin Jesus, den du verfolgst; aber stehe auf und tritt auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, daß ich dich orane zum Diener und Zeugen des, das du gesehen haͤst, und das ich dir noch will erscheinen lassen; und will dich erretten von dem volk und von den heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre gugen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und don der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Ver⸗ gebung der Sünden und das Erbe samt denen, die ge⸗ heiligt werden durch den Glaͤuben an mich.“ Daher, Rönig Agrippa, war ich der himmlischen Er⸗ scheinung nicht unglaubig, sondern verkündigte zuerst 366 cht denen z des jüd aten ul Uetke Lempel dulch 5 ufdies. und sa⸗ haben, sollte elstehu a diel de mic ohne di luf une sahen, hrache Hler de Heser . sich b. chlosse Jaben Wuptn wir an sie Mit un — fühtt habe, nnt haben, Pharisder tesdienstes e hoffnung zu Unsern der Unsern icht. Dieser den Juden h bei euch meinte ich sem Hamen alem getan verschloß mfing; unc il sprechen, wang se „ bekfolge dber auch hl von den fönig, auf der Sonse mleuchtete te ich eine sch:„Sbl schwer sel ptach: 0 nd tritt au n, daß 10 du geschn ssen, Ull n gele hre auges⸗ mlicht u ungen de⸗ ien, de g.. nlischen 4 Ite 30. Don Jerusalem nach Rom. denen zu Damaskus und zu Jerusalem und in alle Gegend des jüdischen Candes und auch den heiden, daß sie Buße täten und sich bekehrten zu Gott und täten rechtschaffene Werke der Buße. Um deswillen haben mich die Juden im Tempel ergriffen und versuchten mich zu töten. Aber durch hilfe Gottes ist es mir gelungen, daß ich stehe bis auf diesen Cag und bezeuge beiden, den Kleinen und Großen, und sage nichts außer dem, was die Propheten gesagt haben, daß es geschehen sollte, und Moses: Daß Christus sollte leicken unch der Erste sein aus der guf⸗ erstehung von clen Toten unch verkündigen ein licht dem bolk und den heiden!“ Da er aber solches zur Verantwortung gab, sprach Sestus mit lauter Stimme:„Paulus, du rasest! die große Runst macht dich rasend.“ Er aber sprach:„Mein teurer Festus, ich rase nicht, sondern ich rede wahre und ver⸗ nünftige Worte. Ddenn der Rönig weiß solches wohl, zu welchem ich freudig recle. Denn ich achte, ihm sei der keines verborgen; denn solches ist nicht im Winkel geschehen. Glaubst du, Rönig Agrippa, den Propheten? Ich weiß, daß du glaubst!“ Agrippa aber sprach zu Paulus:„Es fehlt nicht viel, du überredest mich, daß ich ein Christ würde.“ Paulus aber sprach:„Ich wünschte vor Gott, es fehle nun an viel oder an wenig, daß nicht allein du, sondern alle, die mich heute hören, solche würdlen, wie ich bin, doch ohne diese ketten.“ Und da er das gesagt, staͤnd der sönig auf und der Candpfleger und Bernice und die mit ihnen saßen, und traten beiseits, redeten miteinander und sprachen:„Dieser Mensch hat nichts getan, das des Codes oder der Bande wert sei.“ Hgrippa aber sprach zu Sestus: „Dieser Mensch hätte können losgegeben werden, wenn er sich nicht auf den KRaiser berufen hätte.“ 6. Im letzten Sturm!(dpostelgesch. 27.) Da es aber be⸗ schlossen war, daß wir nach Italien fahren sollten, über⸗ gaben sie Paulus und etliche andere Gefaͤngene dem Unter⸗ hauptmann, mit Namen Julius, von der kaiserlichen Schar. Da wir aber in ein adramyttisches Schiff traten, daß wir an Asien hin segeln sollten, fuhren wir vom Cande; und mit uns war Aristarchus aus Mazedonien. von Thessa⸗ 3⁷ Paulus. lonich; und des andern Cages kamen wir an zu Sidon. Und von da stießen wir ab und fuhren unter Cypern hin, darum daß uns die Windlee entgegen waren unckl kamen gen Myrg in Cycien. Unck daͤselbst fand der Unterhaupt⸗ mann ein Schiff von Alegandrien, das segelte nach Italien, und ließ uns darauf übersteigen. Da wir aber langsam fuhren uncl in vielen Tagen kaum gegen finidus kamen, denn der Wind wehrte uns, fuhren wir unter reta hin bei Salmone. Unck zogen mit Mühe vorüber; da kamen wir an eine Stätte, die heißt Gutfurt, dabei war nahe die Stadt Casäa. Da nun viel Zeit vergangen war und nunmehr gefährlich war zu segeln, weil auch der Herbst schon angebrochen war, vermahnte sie Paulus und sprach zu ihnen:„Ciebe männer, ich sehe, daß die Schiffahrt will mit Ceid und großem Schaden ergehen, nicht nur der Cadung und des Schiffes, sondern auch unsers Lebens.“ Aber der Unter⸗ hauptmann glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr als dem, was Paulus sagte. Und da der Hafen ungelegen war zu überwintern, bestanden sie in der Mehr⸗ zahl auf dem Plan, odon dannen zu fahren, ob sie könnten kommen gen Pphönix zu überwintern, welches ist ein Bafen auf Kreta, gegen Südwest und Nordwest. Da aber der Südwind wehte unck sie meinten, sie hätten nun ihr Vor⸗ nehmen, brachen sie auf uncl fuhren näher an freta hin. nicht lange aber darnach erhob sich wider ihr Vor⸗ nehmen eine Windsbraut, die man nennt Nordost. Und da das Schiff ergriffen ward undl konnte sich nicht wider den Wind urichten, gaben wir's preis und htrieben dahin. Wir kamen aber an eine Insel, die heißt Klauda; da Rgonnten wir kaum das Boot lenken, das wir aussetzten, um— als letzte hilfe— das Schiff zu unterbincken. Denn wir fürchteten, es möchte in die Syrte getrieben werden, zogen die Segel ein und trieben so dahin. Und da wir großes Ungewitter erlitten, warfen sie am nächsten Tage die Cadung aus. Unck am dritten Tage warfen wir mit unsern händen dlie Gerätschaft aus dem Schiffe. Da aber in vielen Cagen weder Sonne noch Gestirn erschien und ein nicht kleines Ungewitter uns drängte, war alle Hoffnung unsers ebens dahin. 368 7. Aebe. hatte, Männe sibeta a lbecho underz gomme gestane und sp saiser alle, di bekzagt ie mi sel.“ Do sleer fi se kãn ot ein benig flafter. eraten buͤnsch lie Hlu sehen Horn g Rauptn Sch hie Und lie ———— zu Sidon. Cypern hin, und kamen Interhaupt⸗ jach Italien, et langsam lus hamen, fteta hin da kamen ar nahe die ergefährlich ngebtochen nen:„Liebe it Leid und 10 und des der Unter⸗ Schiffshertn det hafen det Meht⸗ sie koͤnnten st ein hafen d aber det un iht vol⸗ fteta hin. er iht bot⸗ dost Und nicht wictt ben dahin. lauda: d aussehten. n. Denn oit den, zogel Cage n WI m i Oa abel en und eln he hoffnun bon jerusalem nach Rom. 7. Ein Herr aller im Glauben, ein Knecht aller durch die Liebe.(dpostelgesch. 27.) Und da man lange nicht gegessen hatte, trat Paulus mitten unter sie und sprach:„Liebe männer, man sollte mir gehorcht haben undk nicht von fireta aufgebrochen sein und uns dieses eides und Schadens überhoben haben. Doch nun ermahne ich euch, daß ihr unverzagt seid; denn keines Ceben aus uns wird um— kommen, nur das Schiff. Denn diese Nacht ist bei mir gestanden der Engel Gottes, des ich bin und dem ich diene, und sprach:„Fürchte dich nicht, Paulus, du mußt vor den kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir fahren!“ Darum, liebe Männer, seid un⸗ verzagt; denn ich glaube Gott, es wird also geschehen, wie mir gesagt ist. Wir müssen aber anfahren an eine Insel.“ Da aber die vierzehnte Nacht kam, daß wir im Adria⸗ meer fuhren, um die Mitternacht, wähnten die Schiffsleute, sie kämen etwa an ein Cand. Und sie senkten das Blei⸗ lot ein und fanden zwaͤnzig Klafter tief: und über ein wenig davon senkten sie abermals und fanden fünfzehn silafter. Da fürchteten sie sich, sie würclen auf Untiefen geraten und warfen hinten vom Schiffe vier Anker unck wünschten, daß es Cag würdle. Da aber die Schiffsleute die Flucht suchten aus dem Schiffe und das Boot nieder⸗ ließen in das Meer und gaben vor, sie wollten die Anker vorn aus dem Schiffe lassen, sprach Paulus zu dem Unter⸗ hauptmann und zu den friegsknechten:„Wenn diese nicht im Schiffe bleiben, so könnt ihr nicht am Leben bleiben.“ Da hieben die Kriegsknechte die Stricke ab von dem Boot und ließen es fallen. Unck da es anfing licht zu werden, ermahnte sie Paulus alle, daß sie Speise nähmen, unc sprach:„Es ist heute der vierzehnte Cag, daß ihr wartet und ungegessen geblieben seid uncl habt nichts zu euch genommen. Darum ermahne ich euch Speise zu nehmen, euch zu laben; denn es wird euer keinem ein haar auf lem haupt ausfallen.“ Und da er das gesagt, nahm er das Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach's und sing an zu essen. Da wurden sie alle gutes Muts und nahmen auch Speise. Unser waren aber alle zusammen im Schiff zweihundertundsechsundsiebzig Seelen. Und da Schöttlet, Schwert des Gelstes. 24 369 paulus. sie satt geworden, erleichterten sie das Schiff und warfen den Proviant in das Meer. 8 da es aber Cag ward, kannten sie das Cand nicht; eines hafens aber wurden sie gewahr, der hatte ein Ufer; dahinan wollten sie das Schiff treiben, wo es möglich wäre. Und sie hieben die Anker ab und ließen sie dem Meer, machten zugleich die Bande der Steuerruder los und richteten das Segel nach dem Winde und trachteten nach dem Ufer. Und da wir fuhren auf eine Bank, die beiderseits MReer hatte, stieß sich das Schiff an, und das Dorderteil blieb feststehen unbeweglich: aber das Hinterteil zerbrach von der Gewalt der Wellen. Die Kriegsknechte aber hielten einen Rat die Gefangenen zu töten, daß nicht jemand, so er ausschwömme, entflöhe. Aber der Unterhauptmann wollte Paulus erhalten und wehrte ihrem Dornehmen und hieß, die da schwimmen könnten, sich zuerst in das Meer lassen und entrinnen an das Cand: die andern aber etliche auf Brettern, etliche auf Trümmern vom Schiffe. Unck also geschah es, daß sie alle gerettet zu Cande kamen. 8. Nichts kann euch schaden!(postelgesch. 28) Und da wit gerettet waren, erfuhren wir. daß die Insel Malta hieß. Die Einwohner aber erzeigten uns nicht geringe§reundschaft, zundeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf um des Regens, der über uns gekommen war, und um der Rälte willen. Da aber Paulus einen haufen Reiser zusammen⸗ raffte und legte sie aufs Seuer, kam eine Otter von der hitze hervor und fuhr Paulus an seine Hand. Da aber die Einwohner sahen das CTier an seiner hand haͤngen, sprachen sie untereinander:„Dieser Mensch muß ein Mörder sein, welchen die Rache nicht leben läßt. ob er gleich dem meer entgangen ist.“ Er aber schlenkerte das Tier ins Seuer, und ihm widerfuhr nichts Übles. Sie dber erwarteten, daß er schwellen würde oder tot niederfallen. Da sie aber laͤnge warteten und sahen, daß ihm nichts Besonderes widerfuhr, wurden sie ancdleres sinnes und sprachen, er wäre ein Gott. In jener Gegend aber hatte der Oberste der Insel, mit namen publius, ein Candgut; der nahm uns auf und herbergte uns drei Cage freundlich. Es geschah aber. daß ↄ⁷ det be zu der auf ih Iauch hatten Itoße uns R. 9. dcei I. llexan hatte⸗ gamen uhren da de nach! hnen gamen uns he Lot d gewan Überat berste hlelber Hltete E ref di prach lschts don Jerusalem nach Rom. und warfen de.er bater des publius am Sieber und an der Ruhr lag. Iu ͤdem ging Paulus hinein und betete und legte die Hand 10 Ile auf ihn und machte ihn gesund. Da das geschah, kamen tte ein Ufet: nauch die andern auf der Insel herzu, die frankheiten Oglich waü. hatten, und ließen sich gefund machen. Und sie taten uns dem ller] große Ehre, und da wir auszʒogen, gaben sie uns mit, was undrichten. uns not war. ch dem Ulfet. ierseits liet 9. In Kaisers Geleit und Schutz.(postelgesch. 28) Nach derteil blieté“ crel Monaten aber fuhren wir aus in einem Schiffe von erbrach von Alegandrien, welches bei der Insel überwintert hatte und aber hielen hatte als Wappen die„Iwillinge“. Und da wir gen Syrakus jemand. so kamen, blieben wir drei Cage da. Und da wir herum— chaupimam fuhren, kamen wir gen Rhegion, und nach einem Tage, nehmen une da der Südwind sich erhob, kamen wir des andern Tages in das He.“ nach Puteoli. Da fanden wir Brüdler uncl wurden von nabet etiu“ ihnen gebeten, daß wir sieben Tage dablieben. Und also se. Und als“ kamen wir nach Rom. Und von dort, da die Brüder von imen. uns hörten, gingen sie aus, uns entgegen, bis nahe vor das ö Tor der Stadt. Da paulus sie sah, dankte er Gott und Und da un gewann neue Zuversicht. da wir aber gen Rom kamen, Malta hie überantwortete der Unterhauptmann die Gefangenen dem greundschof obersten hauptmann. ber paulus ward erlaubt zu auf um— bleiben, wo er wollte, mit einem friegsknechte, der ihn m det falt hütete. zusammel⸗ Es geschah aber nach drei Cagen, daß Paulus zusammen⸗ stet von e rief die vornehmsten der juden. Da die zusammenkamen. d. da abe sprach er zu ihnen: Ihr männer, liebe Brüder, ich habe and hangen nichts getan wider unser Dolk noch wider väterliche Sitten 6 ein Morcee und bin doch gefangen aus Jerusalem übergeben in der L glesch Oen Römer hände. Diese, da sie mich verhört hatten, wollten 4as Ler sie mich losgeben, dieweil keine Ursache des Codes an mir war. Da aber die Juden dawider redeten, ward ich ge— irdle odet 0%nötigt mich auf den KRaiser zu berufen; nicht, als hätte ich 1 chen, aahmein volk um etwas zu derklagen. Um der Ursache willen % andeles habe ich euch gebeten, daß ich euch sehen und ansprechen se möchte; denn um der Hoffnung willen Israels bin ich mit bel nidieser fiette umgeben.“ Sie aber sprachen zu ihm:„Wir haben weder Briefe empfangen aus Judda deinethalben. noch ist ein Bruder gekommen, der von dir etwas Arges 37¹ 2 paulus. verkündigt oder gesagt hätte. Doch wollen wir von dit hören, was du meinst; denn von dieser Sekte ist uns kund, daß ihr wird an allen Enden widersprochen.“ Und da sie ihm einen Cag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die herberge, welchen er auslegte und bezeugte das Reich Gottes; und er predigte ihnen von Jesu aus dem Gesetz des Moses und aus den Propheten von früh mor⸗ gens an bis an den Abend. Und etliche fielen dem zu, was er sagte; etliche aber glaubten nicht. Da sie aber untereinander mißhellig waren, gingen sie weg, als Paulus das eine Wort redete:„Wohl hat der heilige Geist gesagt durch den Propheten Jesaias zu unsern Vätern und ge⸗ sprochen:„Gehe hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr's hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr's sehen und nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volks ist verstockt, und sie hören schwer mit den Ohren und schlummern mit ihren Augen, auf daß sie nicht dermaleinst sehen mit den Augen und hören mit den Ohren und verständig werden im herzen und sich be⸗ kehren, daß ich ihnen hülfe.“ 80 sei es euch kund— getan, daß den heicden gesandt ist dies heil Gottes; unch sie werchen's hören.“ Und uda er solches redete, gingen die Juden hin und hatten viel Streitfragen miteinander. Paulus aber blieb zwei Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm auf alle, die zu ihm kamen, precligte das Reich Gottes und lehrte von dem herrn Jesus mit aller Sreudigkeit unbehindert. Stunden mit Paulus. 1. Das Evangelium eine Golteskraft.(Rom. 1, 16—200) Ich schäme mich des Evangeliums von cChristus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. Denn es wirdkdarin offen⸗ bart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche Rommt aus Glauben in Glauben; wie denn ge— schrieben steht:„Der Gerechte wircseines Glaubens leben.“ 37² —— Wir von dit ist uns kund. hamen viele ind bezeugee esu aus dem n früh mot⸗ en dem zu, Da sie aber 9, Als Pauls Geist gesag ern und ge⸗ ich: Mit den en, und mit annen. Denn hoͤten schwe gen, auf aaf id hören mit und sich be euch kun⸗ dies ße den hin uut 5 Aber blh ahm duf dll 25 Und lehil unbehincel sStuncken mit paulus. Denn Gottes Zorn vom himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. Denn was man von Gott weiß, ist ihnen offenbar; clenn Gott hat es ihnen offenbart, indem Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Rraft und Gottheit, erkannt wird, so man das wahr⸗ nimmt an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also daß sie keine Entschuldigung haben. 2. Allzumal schuldig!(Rm. 2. 1—11.) Darum, o mensch. kannst du dich nicht entschulcigen, wer du auch bist, der da richtet; denn worin du einen andern richtest, verdaͤmmst du dich selbst; denn du tust ebendasselbe, was du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht. über die, so solches tun. Denkst du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, undl tust auch dasselbe, daß du dem Urteil Gottes entrinnen werclest7? Odler verachtest du den Reich⸗ tum seiner Güte, Geclulct und Cangmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen herzen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offen⸗ barung des gerechten Gerichtes Gottes, welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken: Preis und Ehre und unvergängliches Wesen dlenen, die mit Gedulch in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben: aber denen, die da zänkisch sind unck der Wahrheit nicht gehorchen, ge— horchen aber der Ungerechtigkeit: Ungnacdee und Zorn, Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen! Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden unck auch den Griechen! Denn es ist kein Ansehen dler Person vor Gott. 3. Gerecht durch Glauben!(Rom. 3, 23—28.) Denn es ist hier kein Unterschiech; sie sinch allzumal Süncker unck mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten: unch werdlen ohne berdlzenst gerecht aus seiner Gnacle durch die Erlösung, so clurch Chri— stum Jesum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut. 37³ Paulus. damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete da⸗ durch, daß er Sündle vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Gecdlulc; auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesus. Wo bieibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch der Werke Gesetz? Nicht also, son⸗ dern durch des Glaͤubens Gesetz. So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch clen Glauben. 4. Heiliger Ruhm.(Rom. 5, 1—8. 10. 11.) Nun wir denn sinch gerecht geworclen durch clen Glauben, so haben wir Friecken mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus, durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen herrlichkeit, die Gott geben soll. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale; denn wir wissen ja, daß Trübsal Gedluld bringt: Geduld aber bringt Er⸗ fahrung: Erfahrung aber bringt hoffnung: Hoff⸗ nung aber läßt nicht zuschancken werdlen; denn die Ciebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist für uns Gott⸗ lose gestorben. Nun stirbt kaͤum jemand um eines Ge⸗ rechten willen; um des Guten willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum beweist Gott seine Liebe gegen uns, da Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Denn so wir Gott versöhnt sindl durch clen Tod seines Sohnes, als wir noch Feincle waren, vielmehr werden wir selig werclen durch sein Leben, so wir nun versöhnt sindl nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die versöhnung empfangen haben. 5. Zwei Wege.„-om. 5, 12. 19—6. 11. 23.) Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gelkommen in die Welt und der Cod durch die Sünde, und ist also der Cod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt 3⁷ — haben: Sunder Werder gehom aber dle G. Oie dié de Gn Resus agen de Gr pllten Ind?! getauf mit laß, g de he geuen Werder elslehr slensd lufhot ber 0d Dit at bon d Infor ss, da aber lafüt, cht D Habe unser —— darblete da- blieben war iten darböte ulein gerecht ans an Jesus. ossen. Durch ht also, son⸗ n wir nun ohne des hen. nwir denn duben, so sern hertn den Zugang stehen, ung Herklichkel, sondern Wit issen ja, af bringt kt⸗ ung: hofé rden: den durch den luch Christs ur uns Goll m eines He icht jemand gen uns, 0 nder walen stunchen mit paulus. haben: gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele sünder geworden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viele Gerechte. Das Gesetz aber ist neben ein⸗ gekommen, auf daͤß die Sünde mächtiger würdle. Wo aber die Sünde mächtig gewordken ist, da ist doch die Gnade viel mächtiger geworden, auf daß. gleich⸗ wie die Sünde geherrscht hat zum Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen eben durch jesus Christus, unsern herrn. Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, auf daß die Gnade desto mächtiger werde?7 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde wollen leben, der wir abgestorben sind? Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Toch getauft? So sindl wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. s80 wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Code, so werden wir auch seiner Auf⸗ erstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist losgesprochen von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus. don den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tocl wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seich und lebet Gott in Christo Jesu, unserm herrn. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Ceben in Christo Jesu unserm herrn. 6. Zwei Gesetze. Mom. 7, 1—25.) Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böôse, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, N5 paulus. was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnt. S8o fincdle ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, claß mir das Böse an⸗ hangt. Denn ich habe Cust an Gottes Gesetz nach dem in⸗ wendigen menschen. lch sehe aber ein anckler Gesetz in meinen Gliedern, das da widlerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in dler Süncke Gesetz, welches ist in meinen Gliecdlern. Ich elencler Mensch! wer wirch mich erlösen von dem Teibe dieses Tocles? Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern herrn. 30o diene ich nun mit dlem Gemüte dleem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleische clem Gesetz dler Süncke. 7. Das Hohelied des Glaubens.(Rem. 8, 28—39.) Wir wissen aber, daß denen, clie Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, als diie da nach dem Vor⸗ satz berufen sin. Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten clem Eben⸗ bildee seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Welche er aber verordnnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber hat gerecht ge⸗ macht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wicdkr uns sein? Welcher auch seines eignen Sohnes nicht hat verschonet, soncdlern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldligen? Gott ist hier, der da gerecht macht! Wer will verdammen? Christus ist hier, der da gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und ptritt für uns ein! wer will uns scheiclen von der Ciebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Derfolgung oder hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert? Wie geschrieben steht: 37⁰ ————— sondern die mir nun ein las Böse an nach dem in⸗ ler Gesetz in eh in meinem zünde Geseh, erlöͤsen von“ Im, unsern“ dem Geseh r Sünde. 28—39.) Wit! jeben, alle ch dem bol⸗ Hhen hat, de n dem Eben: geborene se inet hat d hat, die hat gerecht ge 5 Wollen wI ein? t derschonel n en⸗ stundleen mit paulus. „Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Cag, wir sind geachtet wie Schlachtschafe!“ Aber in dem allen überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebet hat! Denn ich bin gewiß, daß weder Tod unoch Ceben. weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Rreatur mag uns scheiclen von der Ciebe Gottes, die in Chtisto Jesu mist, unserm herrn! 8. Goltes Wege.(Röm. 11, 33—36) O welch' eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sindl seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen, oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde wiedlervergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen. 9. Vernünftiger Gottesdienst.(Rom. 12, 1—6. 12. 15. 16.) Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure eiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer bernünftiger Gottesdienst. Uncd stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändlert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gottes-Wille. Denn ich sage durch die Gnacdle, die mir gegeben ist, jeckermann unter euch, daß niemand höher von sich halte, als sich's gebührt zu halten; sonclern daß er von sich mäßig halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilt hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in einem Ceibe diele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäft haben, also sind wir viele ein Ceib in Christo, aber unter⸗ einander ist einer des andern Glied, unclt hahen mancher⸗ 3²7⁷ paulus. Schicket euch in die Zeitl! sal, haltet an am Gebet. dlen Weinenden. Unser keiner lebt sich selber, so sind wir des Herrn. 37⁸ lei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seich brünstig im Geist. Seidefröhlich in hoffnung, geduldlig in Crüb⸗ §reuet euch mit den§Sröhlichen unchweinet mit habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Hiedtrigen. 10. Goktes Ordnung.(om. 13, 1—8.) Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott: wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen. Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bösen zu fürchten. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du[ob von ihr haben. Denn sie ist Gottes Dienerin dir zugut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin. eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses tut. Darum ist's not untertan zu sein, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müßt ihr auch Schoß geben: denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt: Zoll, dem der Zoll gebührt; Surcht, dem die Furcht gebührt: Ehre, dem die Ehre gebührt. Seid niemand nichts schuldig. als daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. 11. Der Wert des Lebens.(Röm. 14, 7—10, 13, 15—18.) unser keiner stirbt sich selber. Ceben wir, so leben wir dem herrn, sterben wir, so sterben wir dem herrn. Darum, wir leben oder sterben, —— „Seld nicht ig im Geist. in Trüb⸗ veinet mit t nicht nach Mlliedrigen. Tmann sei et ihn hat. Gott; Wo verotdnet widlerstrebt en über sich nd nicht den . Willst du otue Gutes ttes Dienerin h: denn se tes Dienerin, tut. Darum trafe willen halben müß Diener, de jedermamm, icht gebühn chts schuldi n Wer Jel . 3. 5—0 Sstunden mit paulus. Denn dazu ist Christus auch gestorben unch auferstanden und wieder lebendig geworden, daß er über TCote und Lebendige herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden. Darum laßt uns nicht mehr einander richten, sondern darauf richtet euren Sinn, daß niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Argernis gebe. 5o aber dein Bruder um deiner Speise willen betrübt wird, so wandelst du schon nicht nach der Ciebe. Derderbe den nicht mit deiner Speise, um welches willen Christus gestorben ist. Darum schaffet, daß euer Schatz nicht verlästert werde. Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Crinken, soncdlern Gerechtigkeit unch Friecle undl Freude in dem heiligen Geiste. Wer darin Christo dient, der ist Gott gefällig undldlen Menschen wert. 12. Die Torheit des Kreuzes.(1. Aor. 1. 18—31.) Denn das Wort vom freus ist eine Torheit denen, die verloren werdlen; uns aber, die wir selig werdlen, ist's eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben:„ch will zunichte machen dlie Weisheit der Weisen, und den Ver⸗ stand der Derständigen will ich verwerfen.“ Wo sind die klugen? Wo sinch die Schriftgelehrten? Wo sinck die Welt⸗ weisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Tor⸗ heit gemachtꝰ Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben: sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predligen den gekreuzigten Christus, den Juden ein ärgernis unch den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus, göttliche Kraft undl göttliche Weisheit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Renschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker. als die Menschen sind. 379 paulus. sehet an, liebe Brüder, eute Berufung. Nicht viel weise nach dem Sleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, daß er die Weisen zuschaͤnclen mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, daß er zuschanden mache, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt und das da nichts ist, daß er zunichte mache, was etwas ist, auf daß sich vor ihm kein Fleisch rühme. von ihm kommt auch ihr her in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit unch zur Gerechtigkeit undkzur heiligung unch zur Erlösung. auf daß, wie geschrieben steht,„wer sich rühmt, der rühme sich cles Herrn.“ 13. Alles ist euer!(1. Kor. 3, 5—11; 21—28.) Wer ist nun paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie, durch welche ihr seid gläubig geworden; und zwar, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. So ist nun weder der da pflanzt, noch, der da begießt, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber pflanzt, und der da begießt, ist einer wie der andere. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter: ihr seid Gottes Acker⸗ werk und Gottes Bau. Ich nach Gottes Gnade, die mit gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Bau⸗ meister: ein anderer baut darquf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Darum rühme sich niemand eines Menschen. Es ist alles euer: es sei Paulus oder Apollos, es sei Rephas odet die Welt, es sei das Ceben oder der Cod, es sei das Gegen⸗ wärtige oder das Zukünftige, alles ist euer, ihr abet seich Christi, Christus aber ist Gottes. 14. Im Weitkampf des Lebens.(1. KRor. o, 24—27.) Wisset iht nicht, daß die, die in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einet erlangt das leinod? Caufet nun also, 38⁰ —— sStuncklen mit paulus. Ulcht viel „nicht viel daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpft, t der Well enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergäng⸗ zuschanden liche Rrone empfaͤngen, wir aber eine unvergängliche. Ich 15 hat Gott laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also. st; und das nicht als der in die Cuft streicht; sonclern ich betäube meinen jott erwählt Ceib und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige Was etwas unck selbst verwerflich werde. su, welcher 15. Um des Bruders willen!(. Kor. 10, 2333.) Ich habe t und zur es zwar alles Macht, aber es frommt nicht alles; ich habe Etlösung, es alles Macht, aber es bessert nicht alles. Niemanck suche det lhme das Seine, sondern ein jeglicher, was des andern ist. Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset und forschet nicht, auf daß ihr das Gewissen verschonet. Denn„die wer ist nun Erde ist des 5errn und was darinnen ist.“ So aber jemand lucch welch von deen Ungläubigen euch ladet unc ihr wollt hingehen, hert einem so esset alles, was euch vorgetragen wird, und forschet nicht, gpollos* ö auf daß ihr das Gewissen verschonet. Wo aber jemand 50 M wrde zu euch sagen:„Das ist Götzenopfer,“ so esset nicht, um 50 aS des willen, der es anzeigte, auf daß ihr das Gewissen ließt 1080 verschonet. Ich sage aber vom Gewissen nicht deiner selbst, i sonclern des andlern. Denn warum sollte ich meine Freiheit Lin. Den lassen richten von eines andern Gewissen? 8o ich's mit 0 fche Danksagung genieße, was sollte ich denn verlästert werden hottes muuber dem, wofür ich danke? Ihr esset nun oder trinket ade,. oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre. wesser che Gebet kein ärgernis weder den Juden noch dlen Griechen er 7 noch der Gemeinde Gottes; gleichwie ich auch jedermann tund a in allerlei mich gefallig mache und suche nicht, was mir, ist, wel sondern was vielen frommt, daß sie selig werden. ist schen. 5 ö 16. Mancherlei Gaben— ein Geist.(dus 1. flor. 12.) Es sephas o[sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist. 40 Gedt, Und ues sind mancherlei Amter; aber es ist ein „ iht abeherr. Unchees sincl mancherlei Kräfte; aber es ist ein s Gott, der da wirket alles in allen. ) Df, ö Denn gleichwie ein Teib ist und hat doch viele Gliedler, n, Ce* alle Glieder aber des Ceibes, wiewohl ihrer viel sind, doch e run aseein keib sind: also auch christus. Denn wir sind durch 38¹ paulus. einen Geist alle zu einem(eibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Rnechte oder§reie, und sind alle zu einem Geist getränkt. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit. Ihr seid aber der Ceib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. Strebet aber nach den besten Gahen; und ich will euch noch einen köstlicheren Weg zeigen. 17. Das Hohelied der Liebe.(1. Ror. 13. wenn ich mit menschen- undh mit Engelzungen unduhätte der Ciebe nicht, lreclete, so ware ich ein tönendlees Erz oder eine klingende ISchelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Ciebe nicht, so wäre ich nichts! Unc wenn ich alle meine habe den Armen gäbe und ͤ ließe meinen Ceib brennen und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Ciebe ist langmütig und freundlich. die Ciebe eifert nicht, die Ciebe treibt nicht Mutwillen. sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig. sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu. sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit. sie freuet sich aber der Woahrheit. Sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. 38² —— Die Liebe so doch di und die 5 und die E denn unse und unser Wenn aber o Wird de Da ich ein Und war! Oa ich abe Uir sehen dann aber eht erken dann aber hun aber aber die 18. Es Wird und wite E6 Wird 9 und wird 6⁵ Wird 9 und wird 8³ Wird 9 und wird ein nat st auch lber der ondern d ber andete und Wie U 0 Werden dean des In CHe. stunden mit paulus. Die Ciebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden. und die Sprachen aufhören werden. und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk, wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Rind war, redete ich wie ein find und war klug wie ein ind und hatte kindische Anschläge. Da ich aber ein Mann ward, tat ich ab. was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort, dann aber von angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibet Glaube, Hhoffnung, Ciebe, diese aber die iebe ist die größte unter ihnen.([drei, 18. Das Hohelied der Hoffnung.(1. KRor. 15.) Es wird gesäet verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesäet in Unehre und wird auferstehen in hHerrlichkeit. Es wird gesäet in Schwaächheit und wird auferstehen in fraft. Es wird gesäet ein natürlicher Ceib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Ist ein natürlicher Ceib, so ist auch ein geistlicher Ceib. Aber der geistliche Ceib ist nicht der erste, sondern der natürliche, darnach der geistliche. Der erste Nensch ist von der Erde und irdisch. der andere Mensch ist der herr vom himmel; und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. Denn dies verwesliche muß anziehen die Unverweslichkelt und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit! 38³ paulus. wenn aber dies berwesliche wird anziehen die Unverweslich⸗ und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, Ikeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. TCod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?[hat Dank aber sei Gott, der uns den sSieg gegeben durch unsern herrn Jesus Christus! 19. Mannhaftes Christentum.(1. Ror. 16, 13. 14.) Wachet!l Stehet fest im Glauben! Seict männlich unck seid stark! Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen! 20. Irdische Schwachheit— ewige Kraft.(2. Kor. 4, 6—12.) Gott, der da hieß das Licht aus der Sinsternis hervor⸗ leuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen ge⸗ geben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der flarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Rraft sei Gottes und nicht bon uns. Wir haben allenthalben Trübsal; aber wir ängsten uns nicht. Uns ist bange; aber wir verzagen nicht. Wir leicken derfolgung: aber wir werden nicht ver⸗ lassen. Wir werden unterdrückt; aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf daß auch das Ceben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar werde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tocd gegeben um Jesu willen, auf daß auch das LCeben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum ist nun der Tod mächtig in uns, aber das LCeben in euch. 21. Nicht vergeblich!(2. Ror. 6, 110.) Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht:„Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhört und habe dir am Cage des heils 38⁴ geholfen. Cag des Und unser Am beweisen in Crübse fängnisser in feuscht heit, in d Wort der Gerechtigl Schande, berfühter, und doc Wir lebe ertötet; als die! als die N.8. emand st stolz. Si enl „6—17% herbol⸗ jen ge⸗ on del 1e es efaßen, .nicht ingsten zagel ht bel⸗ Nnicht esu ah esu d leben, Willen, unselmn leben stunden mit paulus. geholfen.“ Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des heils! Und wir geben niemand irgend ein Argernis, auf daß unser Amt nicht verlaͤstert werde; sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes, in großer Gedulcd, in Crübsalen, in Nöten, in ungsten, in Schlägen, in Ge— fängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in keuschheit, in Erkenntnis, in Cangmut, in Freundlich— keit, in dem heiligen Geist, in ungefärbter Ciebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Rraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken: durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte; als die verführer, und doch waͤhrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben: als die Gezüchtigten, unch doch nicht ertötet; als die Craurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben, unch doch alles haben. 22. Stolz und Demut.(dus 2. Hor. 11 u. 12.) Worauf aber jemand stolz ist,(ich rede in Corheit)) darauf bin ich auch stolz. Sie sind hebräer, ich auch. Sie sind Istaeliter, ich auch. Sie sind Abrahams Same, ich auch. Sie sind Diener Christi,(ich rede töricht) ich bin's wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfter gefangen, oft in Todesnöten gewesen. Vvon den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger einen. Ich bin dreimal gestäupt, einmal gesteinigt, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Ciefe des Meers. Ich bin oft gereist; ich bin in Gefahr gewesen durch die Flüsse, in Gefahr durch die Mörder, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den heiden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüste, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter den falschen Brüdern; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße; außer was sich sonst zuträgt, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinden. Wer ist schwach, undl ich wercle nicht schwach? Wer Schottler, Schwert des Gelstes. 23 385 paulus. wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich ja rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der vater unsers Herrn Jesu Christi. welcher sei gelobt in Ewigkeit, weiß. daß ich nicht lüge. Zu Damaskus verwahrte der Candpfleger des Rönigs Aretas die Stadt der Damasker, und wollte mich greifen, und ich ward in einem Rorbe zum Senster durch die Mauer nieder⸗ gelassen und entrann aus seinen händen. Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo: vor vierzehn Jahren (ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich's nicht: oder ist er außer dem Ceibe gewesen, so weiß ich's auch nicht; Gott weiß es) ward derselbe entrückt bis in den dritten himmel. Und ich kenne denselben Menschen(ob er in dem Ceibe oder außer dem Ceibe gewesen ist, weiß ich nicht: Gott weiß es): der ward entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Fur denselben will ich mich rũhmen; für mich selbst aber will ich mich nichts rühmen, nur meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte. täte ich darum nicht töricht: denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, auf daß nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarungen überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch. nämlich des Satans Engel, der mich mit Säusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal zum herrn gefleht habe, daß er von mir wiche: und er hat zu mit gesagt: Caß dir an meiner Gnade genügen; denn meine raft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die fraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich gutes Nuts in Schwachheiten, in Nißhand⸗ lungen, in Nöten, in Derfolgungen, in Kingsten, um Chrlsti willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. 23. Selbsterlebtes.(Gl. 1, 112, 10.) Jch tue euch aber kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mit gepredigt ist, nicht menschlich ist. Denn ich habe es von 386 geinem M ddie Offenb meinen ft. laßen die und nahm meinem E däterliche Da es leibe an h daß er sei Ebangeliu suht ich z und Blut, mit lpost ham wiede ham ich ge ehn Cage auher Jake shreibe, si ich in die —— ühmen velcher se. Iu xretas ind ich nieder⸗ will ich Herrn. Jahten der ist ö : Gotl immel lelbe ; Golt I hoͤlte anh, st abel t. Und tölicht⸗ ich abel er stunden mit paulus. keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi. Denn ihr habt ja wohl gehört meinen frühern Wandel im Judentum, wie ich über die Maßen die Gemeinde Gottes berfolgte und sie verstörte und nahm zu im Judentum über viele meinesgleichen in meinem Geschlecht und eiferte über die Naßen um das väterliche Gesetz. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Ceibe an hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade, daß er seinen Sohn offenbarte in mir, daß ich ihn durchs Eoangelium verkündigen sollte unter den heiden: alsobald fuhr ich zu und besprach mich nicht darüber mit Fleisch und Blut, kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus. Darnach über drei Jahre kam ich gen Jerusalem, Petrus zu besuchen, und blieb fünf⸗ zehn Cage bei ihm. Der andern Apostel aber sah ich keinen außer Jakobus, des herrn Bruder. Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott weiß, ich lüge nicht. Darnach kam ich in die Cänder Syrien und Cilicien. Ich war aber un⸗ bekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in Judâa. Sie hatten aber allein gehört, daß, der uns weiland ver⸗ folgte, der predigt jetzt den Glauben, welchen er weiland berstörte, und priesen Gott über mir. Darnach über vierzehn Jahre zog ich abermals hinauf gen Jerusalem mit Barnabas und nahm Citus auch mit mir. Ich zog aber hinqauf aus einer Offenbarung und be⸗ sprach mich mit ihnen über das Evangelium, das ich pre⸗ dige unter den heiden; besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, auf daß ich nicht vergeblich liefe oder ge⸗ laufen wäare. 4ber es ward auch Titus nicht gezwungen sich beschneicen zu lassen, der mit mir war, obwohl er ein Grieche war. Denn da etliche falsche Brüder sich mit eingedrängt hatten und neben eingeschlichen waren, aus⸗ zukundschaften unste Freiheit, die wir haben in christo Jesu, daß sie uns knechten möchten, wichen wir denselben nicht eine Stundlee, ihnen untertan zu sein, auf daß die Wahrheit des Evaͤngeliums bei euch bestünde. von denen aber, die das Ansehen hatten,—(welcher⸗ lei sie früher gewesen sind, daran liegt mir nichts: denn 25* 387 paulus. Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht)— mich haben die, so das Ansehen hatten, nichts anderes gelehrt; im Ge⸗ genteil, da sie sahen, daß mit vertraut war das Evbangelium an die heiden, gleichwie dem Petrus das Evangelium an die Juden,(denn der mit Petrus kraftig gewesen ist zum Apostelamt unter den Juden, der ist mit mir auch kräftig gewesen unter den Heiden und da sie erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und ephas und Johaͤnnes, die für säulen angesehen waren: gaben sie mir und Barnabas die rechte hand und wurden mit uns eins, daß wir unter die Heiden, sie aber unter die Jjuden gingen: allein daß wit der Armen ge⸗ dachten, welches ich auch fleißig bin gewesen zu tun. 24. Das neue Leben.(Gal. 2, 20) Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Sleisch, das lebe ich in dem Glauben des sSohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben. 25. Goltes Sohn und Gottes Kinder.(Gal. 4, 4—⁷) Da aber die Zeit erfüllet ward, sanchte Gott seinen sSohn, geboren von einem Weibe undeunter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, daß wir die findschaft empfingen. weil ihr denn Rinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines sohnes in eure herzen, der schreit:„Abba, lieber vater!“ xlso ist nun hler kein Rnecht mehr, sondern eitel finder:sinc's aber Rinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum. 26. Saat und Ernte.(Gal. 6, 7—10) Jrret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Ddenn was der Mensch sät, das wirdeer ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Sleisch das berderben ernten. wer aber auf den Geist sät, der wirch von dem Geist das ewige eben ernten. L(asset uns aber Gutes tun und nicht mücdle werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Weil wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. 388 . e meine Rnie der recht heißt im sraft geb tatk zun! wendigen den Glau liebe eing iht begreife Oreite und echennen d steigt, aufe bem aber, Wil bitten Olckt, dem s. zu aller W. Al hefangener gebühtt eu aler Demu mer den he Einighe Ein Le Heid auf sert, ein unser all. kuch alle 20. RNe —— ab no aurch ber im seschen Oaslene atum Ihlicher Hleler sin lscht Uber ö —— h haben im Ge⸗ dr das pettus it Petcus den, det en) un Jakobls ngesehen and un sie abel men ge⸗ tln. et: do . Denh in dem geliebt D0 seinen tet das N Geseh finges⸗ ist seins batetl ler snz hristus nicht Nensch erntel. er Hul nun malh⸗ 6. Stuncken mit paulus. 27. Der Beter.(EEph. 3, 1—21) Derhalben beuge ich meine finie vor dem Dater unsers herrn Jesu Christi, der der rechte vater ist über alles, was da KRinder heißt im himmel unckh auf Erden, daͤß er euch Rraft gebe nach dem neichtum seiner herrlichkeit, stark zu werclen durch seinen Geist an dem in— wendligen menschen, daß Christus wohne durch den Glauben in euren herzen unck ihr durch die Ciebe eingewurzelt unchgegründleet werdet, auf daß ihr begreifen möget mit allen heiligen, welches da sei die Breite und die Cänge undädie Tiefe undl die höhe, auch erkennen die Ciebe Christi, die doch alle Erkenntnis über⸗ steigt, auf daß ihr erfüllt werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der überschwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Rraft, die da in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 28. Alle eins!(Eph. 4, 1—6) So ermahne nun euch ich Gefangener in dem herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebührt eurer Berufung, mit der ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Gedluld, unc vertraget einer den andern in der iebe und seicl fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Ceib unckh ein Geist, wie ihr auch berufen seich auf einerlei hoffnung eurer Berufung. Ein herr, ein Glaube, eine Taufe: ein Gott unch dbater unser aller, der da ist über euch allen unch durch euch alle unch in euch allen. 29. Neue Menschen!(Epy. 4, 22—32.) So leget nun von euch ab nach dlem vorigen Wandkel den alten Menschen, der durch trügerische Cüste sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts unck ziehet den neuen menschen an, der nach Gott geschaffen ist in recht⸗ schaffener Gerechtigkeit und heiligkeit. Darum leget die Cüge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, da wir ja untereinancker Gliecler sind. Zürnet, und sündliget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum 389 paulus. .——jßi— dem Casterer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, Denn nie sondern arbeite und schaffe mit den handen etwas Gutes, dern er auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. Casset kein die Gem. faul Geschwätz aus eurem Munde gehen. sondern was nütz⸗ seinem§ lich zur Besserung ist, wo es not tut, daß es holdselig sei wird ein zu hören. Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, Ueibe di mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung. Das Geh Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und der Gem Cästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. Seid aber lleb sein untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem den Man andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in christo. Ihr f denn das 30. Weiser Wandel.(EEpy. 5, 15—21.) So sehet nun zu, erste Geb wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern gehe une als die Weisen, und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Und Zeit. Darum werdket nicht unverstänclig, sondlern ver⸗ sondern stänclig, was da sei des herrn Wille. Und saufet euch nicht zum ßert boll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern hre werdet voll Geistes; redet untereinander in Psalmen und mit Hurch Cobgesängen und geistlichen Ciedern, singet und spielet dem nicht mit herrn in euren herzen und saget Dank allezeit für alles fallen, so Gott und dem Vater in dem Namen unsers herrn Jesu Willen Christi. Und seict untereinander untertan in der Furcht euch dur Gottes. Renschen ů das wite 31. Die christliche Hausordnung.(us Eph. 5 u. 6.) Die oder ein Weiber seien untertan ihren Männern als dem herrn. Und denn der mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch as Droh Christus das haupt ist der Gemeinde, und er ist seines st bei 10 Ceibes heiland. Aber wie nun die Gemeinde in Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen 2. Dingen. Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie chri⸗ Zulett stus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für und in sie gegeben, auf daß er sie heiligte, und hat sie gereinigt Hamisch durch das Wasserbad im Wort, auf daß er sie sich selbst flaufe darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe ind Biut einen glecken oder Runzel oder sonst etwas, sondern daß sie nämlich heilig sei uncl unsträflich. Geser w elso sollen auch die Männer ihre Weiber lieben wie ihre 5imm ö‚ eigenen Ceiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst. daß. 39⁰ — t mehr, 5 Gutes, set hein s nuh⸗ selig se Gottes, Tlösung rei und ö eic aber ner den isto. nun zu, sondenn ist bos n bel⸗ ich nicht sondein nen und elet dem fuür alle xrn Je 1 Hulchl 6) O n Hell. ple du seh Chho stunden mit paulus. Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehaßt, son⸗ dern er nährt es undl pflegt es, gleichwie auch der herr die Gemeindle. Denn wir sinck Glieder seines Ceibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.„Um deswillen wircdl ein mensch verlassen Vater und Mutter und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.“ Das Geheimnis ist groß: ich sage aber von Christo und der Gemeincke. Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; das Weib aber fürchte den Mann. Ihr finder, seict gehorsam euren Eltern in dem herrn, denn das ist billig.„Ehre vater und Mutter“, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat:„Auf daß dir's wohl⸗ gehe und du laͤnge lebest auf Erden.“ Unck ihr Väter, reizet eure KRincker nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zum herrn. Ihr fnechte, seict gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures herzens, als Christo: nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu ge⸗ fallen, sondern als die snechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von herzen, mit gutem Willen. Casset euch dünken, daß ihr dem Herrn dienet und nicht dlen menschen, und wisset, was ein jeglicher Gutes tun wirck, das wird er von dlem herrn empfangen, er sei ein snecht oder ein Sreier. Und ihr Herren, tut auch dasselbe gegen sie uncl lasset das Drohen; wisset, daß auch euer herr im Himmel ist und ist bei ihm kein Ansehen der Person. 32. Feinde ringsum— Waffen ringsum!(Eph. 6, 10—20.) Juletzt, meine Brüder, seich stark in dem herrn und in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, soncdlern mit Fürsten undt Gewaltigen, nämlich mit den herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswegen ergreifet dlen Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstaͤnd tun und alles wohl 30¹ paulus. ausrichten und das Feld behalten könnt. S8o stehet nun, umgürtet an euren Cenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen ge⸗ stiefelt, als fertig zu treiben das Eoangelium des Friedlens. Dor allen dingen aber ergreifet den Schilch des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen pfeile cles Bösewichtes; und nehmet den helm des heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Unch betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen und für mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, daß ich möge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, dessen Bote ich bin in der fiette, auf daß ich darin freucig handeln möge und reden, wie sich's gebührt. 33. Sterbensfreude und Lebensmutk.(phu. 1. 21—27.) Chri⸗ stus ist mein Ceben, unckh Sterben ist mein Gewinn. weil nun aber im Fleisch leben dient, mehr Frucht zu schaffen, so weiß ich nicht, welches ich erwählen soll. Denn es liegt mir beicles hart an: ich habe Cust, abzuscheicken und bei Christo zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch bleiben um euretwillen. Und in guter Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen sein werde, euch zur Förclerung und Freudlee des Glaubens, auf daß ihr euch sehr rühmen möget in Christo Jesu an mir, wenn ich wicler zu euch komme. Wandkelt nur würdig des Evangeliums Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch ocler abwesend von euch höre, ihr stehet in einem Geist unch einer Seele und samt uns kämpfet für den Glauben dles Evangeliums! 34. Christi Sinn in Christi Gliedern.(Phu. 2, 5—1½.) Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein; sondern entäußerte sich selbst unck nahm knechts⸗ gestalt an, ward gleich wie ein anderer mensch und an Gebärden als ein mensch erfunden; er 392 —— ernlectigt zum Code ühn auch gegeben, amen Je lie im hin sind, unc lesus Chri Haters. 35. Die ichs schon sage ihm al lem ich vor shähe mich iines aber und streck age nach ö sleinod, v hottes in Wieviel sso gesinnt 5. Fre lem herr geuet eu. lllen men ondern ö hebet und derden. ö denn Inne in G sigm ich, nun, zogen n ge⸗ edens. des önnt hmet istes, allem tdaʒu Id für digem ndas in der reden, Chti⸗ winn. haffen, 5 liegt und abel Ind in i euch se Ces Chrito daß⸗ euch amt Stunchen mit paulus. erniedrigte sich selbst unc warch gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am reuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in clem namen Jesu sich beugen sollen aller derer fnie, die im himmel und auf Erden undhunter der Erde sinck, unch alle Zungen bekennen sollen, daß jesus Christus cler herr sei, zur Ehre Gottes des Daters. 35. Die Kunst, zu vergessen.(phyll. 3, 12—15.) Nicht daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei: ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nach dem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daaß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: lch vergesse, was dahinten ist, unck strecke mich zu clem, das da vorne ist, unch jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Rleinocl, welches vorhältsdlie himmlische Berufung Gottes in Christus Jesus. Wieviele nun unser vollkommen sinck, diie lasset uns also gesinnt sein. 36. Freude allewege!(phu. 4,—e.) Freuet euch in clem herrn allewege, unch abermals sage ich: Freuet euch! Eure CTindigkeit lasset kunch sein allen menschen. Der herr ist nahel Sorget nichts, sondern in allen dingen lasset eure Bitten im Gebet und§lehen mit Danksagung vor Gott kund werdenn. Und der Friecle Gottes, welcher höher ist denn alle bernunft, bewahre eure herzen und sinne in Christo Jesul Weiter, liebe Brüder, was wahr⸗ haftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieb⸗ lich, was wohllautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Cob, dem denket nach; welches ihr auch gelernt und emp⸗ fangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Gott des Friedens mit euch sein. 37. Meister der Lebenskunst.(phu. 4, 10—18.) Ich bin aber hoͤchlich erfreut in dem herrn, daß eure Fürsorge für mich 39³ paulus. wieder wach geworden ist: wiewohl ihr allewege ge⸗ sorgt habt, aber die Zeit hat's nicht wollen leiden. nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernt, in jeder Cage mir genüũgen zu lassen. lch kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in allen Dingen und bei allen geschickt, beides, satt sein und hungern, beides, übrig haben und Mangel leiden. lch vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus. 38. Himmelan!(dol. 3. 1½) Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, da christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, das droben ist, nicht nach dem, das auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist ver⸗ borgen mit Christus in Gott. Wenn aber christus, euer Ceben, sich offenbaren wirdl, dann werdet iht auch offenbar werden mit ihm in der herr— lichkeit. ö 39. Christlicher Adel.(Kol. 3, 12—17.) So ziehet nun an als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten herz⸗ liches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld. und vertrage einer den andern und vergebet euch unter⸗ einander, so jemand filage hat wider den andern; gleich⸗ wie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Ciebe, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der Sriede Gottes regiere in euren herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Casset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen;: in aller Weisheit lehret unckh vermahnet euch selbst mit psalmen und Tobgesängen und geistlichen lieblichen Lie⸗ dern und singet dem herrn in eurem herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten odler mit Werken, das tut alles in dem Namen des herrn Jesu und danket Gott und dem Dater durch ihn. 40. Kinder des Lichts.(1. Chess. 5, 5—11.) Ihr seick allzu⸗ mal flinder des(ichtes und sinder des Cages: wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 8o lasset 39 uns nun wachen u des ach trunken. sein, ang und mit Denr Seligkeit für uns Wir zugle untereine denn tut. 41.4 stöhlich,! denn dae Den nicht, prt allen böf ege ge⸗ n. licht gelernt, niedtig und bel 25, Ubtig durch Chtistus istus is, m, das den is ist vet⸗ hristus, werdet k hert⸗ nun an SsStuncklen mit paulus. uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir dem Cag gehören, sollen nũchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem helm der hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen, durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch untereinander uncl erbauet einer den andern, wie ihr denn tut. 41. Fromme Wünsche.(1. Chess. 5. 16—24.) Seicd allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen: denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht, prũfet aber alles und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. Er aber, der Gott des Friedlens, heilige euch durch und durch, undl euer Geist ganz samt Seele und Teib müsse bewahrt werden unsträflich auf die Ankunft unsers herrn Jesu Christi. Getreu ist er, der euch ruft: er wird's auch tun. 42. Der Vornehmste unker den Sündern.(1. Cim. 1. 15—17. Das ist gewißlich wahr unchein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sündleer selig zu machen, unter welchen ich der bornehmste bin. Aber darum ist mir Barmherzig— keit widerfahren, auf dlaß an mir vornehmlich jesus Christus erzeigte alle Gecluld, zum vorbilch denen, die an ihn glaͤuben sollten zum ewigen Ceben. Aber Gott, dem ewigen önig, dem Unvergäng⸗ lichen uncl Unsichtbaͤren und allein Weisen, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen. 43. Die erste Bürgerpflichk.(1. Cim. 2, 1—6.) So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die önige 39⁵ Paulus. und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges unddstilles eben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm hei⸗ land, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden unch sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott unddein Mittler zwischen Gott und den menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlöfung, daß solches zu seiner Zeit ge— predigt würcke. 44. Der große Gewinn.(. Cim. 6, 6—12) Es ist aber ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lässet sich genügen. denn wir haben nichts in die Welt gebracht: darum offenbar ist, wir werden auch nichts hingusbringen. Wenn wir aber Nahrung und fleidung haben, so lasset uns genügen. Denn die da reich werden wollen, die fallen in vDersuchung und Stricke und viel törichte und schändliche üste, welche versenken die Menschen ins Derderben und Verdammnis. Denn Geiz ist eine Wurzel alles Ubels; das hat etliche gelüstet und sind vom Glauben irre gegangen und machen sich selbst viel Schmerzen. Aber du Gottesmensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit. dem Glauben, der Ciebe, der Gecluld, der Sanftmut! Rämpfe den guten Kkampf des Glaubens: er⸗ greife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gutes Bekenntnis vor vielen Zeugen! 45. Er und wir!(. Cim. 2, 8—1½.) Halt im Gedächtnis jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium, für welches ich leide bis zu den Banden wie ein Ubeltäter: aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum erdulde ich alles um der Auserwählten willen, auf daß auch sie die Seligkeit er⸗ langen in Christo Jesu mit ewiger herrlichkeit. Das ist gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herrschen; 396 ——ßv— berleugr wir nich seugnen Dar sie nicht zu berke 46. Du aber wiß gen Und we dich dief an chrif gegebe tung,: ein mRe Uert 9 47. schon ge handen. Ich! den Ca hinfort heit, W gerecht allein, liebhal — stilles arkeit. m hei⸗ n und schen ensch t füt it ge⸗ aber lässet Welt auch 3rung Denn 0 und Welche nmnis. etliche nachen nach n, del 97 el⸗ Tufen 3 bol achtnls M, dus velches Gotles Im del teit er velde sschen ö Johannes. verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; glauben wir nicht, so bleibt er treu; er kann sich selbst nicht ver⸗ leugnen! Daran erinnere sie und bezeuge vor dem herrn, daß sie nicht um Worte zanken, welches nichts nütze ist denn zu verkehren, die da zuhören. 46. Der Segen einer frommen Multer.(2. Cim. 3. 14—17.) Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und dir ge⸗ wiß geworden ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast. Und weil du von find auf die heilige Schrift weißt, kann dich dieselbe unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott ein— gegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besse— rung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt. 47. Der sierbende Held.(2. Cim. 4, 6—8.) Denn ich werdle schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vor⸗ handen. lch habe einen guten flampf gekämpft, ich habe den Cauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die frone der Gerechtig— keit, welche mir der herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wircl, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben. III. Johannes. von dem Jünger, den der Herr lieb hatte. 1. Im Anfang! 60h. 1, 1—18.) m Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, undl Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasseibe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Ceben, und das Ceben 397 Jo hannes. war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es ward öein mensch, von Gott gesandt, dler hieß Jjohannes. Dieser kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugte, auf daß sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Cicht, sondern daß er zeugte von dem licht. Das war das wahrhaftige Cicht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum, und udie Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht Gottes Kincler zu werdlen, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt noch don dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sinc.. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, unck wir sahen seine herrlichkeit, eine herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vdom Dater, voller Gnade und Waäahrheit. Johannes zeugt von ihm, ruft und spricht:„Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird Rommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.“ Und bon seiner Sülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus ge⸗ worden. niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Daters Schoß ist, der hat es uns ver⸗ kündigt. 2. Erfahrung.(1. Joh. 1) Das da von Anfang war, das wir gehört haben, das wir gesehen haben mit unsern Augen, das wir beschaut haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Cebens:(und das Leben ist erschienen, uncdl wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Ceben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen:) was wir gesehen und gehort haben, das verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsre Gemeinschaft ist mit dem Dater und mit seinem Sohn, Jesus Christus. Und solches schreiben wir euch, auf daß eure Freude völlig sei. 398 Und haben un st keine mit ihm wir und wandelt schaft u seiness 80 uns selbf unste 50 er uns d tugend. 1. 3 solches diget. einen 5 let ger füt unf seren, s. hab st. 80 lie Lie Velt is und ho lerrn o. hrer li bleibt! ——— t in der . er hieß em licht ar nicht lenschen ler Welt, lie Welt Seinen ahmen, die an lüt noch n eines Wortt id Wit it als dollet oser wal aen, det Und Gnade jegeben. tus ge⸗ jebolene mns bel⸗ vat, 0 unselst hetastet schienen, undigen m balel nit uns nit demn solcher ö Den der herr lieb hatte. Und das ist die Derkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. s5o wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. S8o wir aber im(icht wandeln, wie er im(icht ist, so haben wir Gemein⸗ schaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Un⸗ tugend. 3. Falsche Liebe.(aus 1. Joh. 2.) Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf dlaß ihr nicht sün⸗ diget. Und ob jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist. Unch derselbe ist die bersöhnung für unsre Süncklen; nicht allein aber für die un⸗ seren, sondern auch für die der ganzen Welt. habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. so jemandhdie Welt liebhat, in dem ist nicht die Ciebe des bDaters. denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Cust unch der Augen(ust unde hoffärtiges Ceben, ist nicht vom Vater, son— dern von der Welt. Unddie Welt vergeht mit ihrer Cust: wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. 4. Wahre Liebe.(aus 1. Joh. 3.) Sehet, welch eine Liebe hat uns der Dater erzeigt, daß wir Gottes Rinder sollen heißen! Darum kennt euch die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Mmeine Cieben, wir sind nun Gottes Kinder, undees ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werchen; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Rindlein, lasset euch niemand verführen. Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer nicht recht tut, 399 johannes. der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb⸗ hat. Denn das ist die Botschaft, die ihr gehört habt von Anfang, daß wir uns untereinander lieben sollen. Daran haben wir erkaͤnnt die Ciebe, daß er sein Ceben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Ceben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein herz vor ihm zu, wie bleibt die Ciebe Gottes bei ihm? meine indlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Cat und mit der Wahrheit. 5. Golt ist Liebe.(1. J0h. 4, 7—10, 16—21.) Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die CLiebe ist von Gott, und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebhat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darin steht die Ciebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur versöhnung für unsre Sünden. Und wir haben erkannt uncl geglaubt die Ciebe, die Gott zu uns hat. Gott ist iebe: unchwer in der Ciebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die LCiebe völlig bei uns, daß wir eine Sreudigkeit haben am Cage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sinck auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Ciebe, sondern die völlige(iebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Casset uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. 80o jemand spricht: lch liebe Gott und haßt seinen Bruder, der ist ein Iügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht7 Und dies Gebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe. 6. Sieghafter Glaube.(dus 1. Joh. 5.) Das ist die Ciebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sindenicht schwer. Alles, was von Gott 40⁰ —— geboren det Si aber, de daß Je Gott un Nier betsucht zum Böt eglicher gereizt u hat, geh endet ist uder lieb⸗ habt von n. Daran für uns lie Brũder und sieht T ihm zu, eten noch Wahrheit. e lieben, be ist von und kennt denn Gott Gottes en Sohn hn leben ebt haben, inen Sohl n erhanst eibt, del die Liebe am Cage ch Wir in ndern de zurcht h der b 5 zuels und hah ien ruce en, deh. ö daß Oel 5 ist 46 Ull tel, oon Ooi Jakobus. geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der da glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. IV. Jakobus. Jakobus,„ein rechter Israeliter“. 1. Durch Kampf zur Krone! Ga. 1, 12—17. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erdulclet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Rrone des ebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn liebhaben. Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht bersucht werdlen zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeglicher wircl versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird. Darnach, wenn die Cust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber. wenn sie voll⸗ endet ist, gebiert sie den Tod. Irretnicht, liebebrüder. Alle gute Gabe undalle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Dater des Lichts, bei welchem ist keine ber— underung noch Wechsel des Lichts und der Fin⸗ sternis. 2. Täter des Worts! Cab. 1, 10—27.) Ciebe Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören, langsam aber zu reden und langsam zum Zorn, denn des menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Täter des Worts und nicht hörer allein, wocdlurch ihr euch selbst be— trüget. Denn so jemaͤnd ist ein hörer des Worts und nicht ein Cäter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Schoͤttler, Schwert des Geistes 26 40 Jakobus. Angesicht im Spiegel beschaut. Denn nachdem er sich be⸗ schaut hat, geht er davon und vergißt von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Sreiheit und darin beharrt, und ist nicht ein ver⸗ geßlicher hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat. So sich jemand unter euch läßt dünken, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern täuscht sein herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reiner und un⸗ befleckter Gottesdienst vor Gott dem Dater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und usich von der Welt unbefleckt erhalten. 3. Eine gefährliche Großmacht. Cah. 3. 4—10) Siehe, die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von staͤrken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wo der hin will, der es regiert. Also ist auch die Zunge ein kleines Gliect und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines SFeuer, welch einen Wald zündet's an! Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Also ist die Zunge unter unsern Gliedlern und befleckt den ganzen Ceib und zündet an allen unsern wandel, wenn sie von der hölle entzündet ist. Denn alle natur der Tiere und der vögel und der Schlangen und der Meerwunder wird gezähmt und ist gezähmt von der menschlichen Natur; aber die zZunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige ÜUbel voll tödlichen Giftes. Durch sie loben wir Gott, den Dater, und durch sie fluchen wir den menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind. dus einem munde geht Coben und Sluchen. Es soll nicht, liebe Brüder, also sein! 4. Nur geduldig! C4h. 5, 7—11.) S50 seid nun geduldig. liebe Brüder, bis auf die Ankunft des herrn. Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. Seid ihr auch geduldig und stärket eure herzen; denn die Ankunft des herrn ist nahe. Seufzet nicht wickereinander, liebe Brüder, auf daß ihr nicht ver⸗ dammt werdet. Siehe, der Richter ist vor der Cür. Nehmet, meine lieben Brüder, zum Exempel des Ceidens und det 40² —— Heduld d ses hertn Siehs 1. Hel der Glau hofft, un sieht. di durd lurch Got dus nichte Durc opfer get. bekommer iner Gal gestorb Durc laß er de uum daß il Hat er Zet Ihne Glau Gott K inen, di annn. eru olte, ü Durd em derhe hͤtten lethesßun brung ⁴ Dur licht h e ——— sich be⸗ an, Wie ommene ein ver⸗ in seinet ene Gott, lscht sein ind un⸗ ist det: esuchen diehe, dle Winden üit einem Also ist e Dinge zündets Welt voll Oliedern en unsern Denn alle agen und von del Nensch 3. Durch Ichen Oll acht sind soll nich. Slehe, eln Erde und cuhtegel Acket eult „ Seußl aicht bel⸗ sehne und de bom alten Bund zum neuen. Gedluld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des hHerrn. Siehe, wir preisen selig, die erduldet habenl V. Vom alien Bund zum neuen. 1. Helden des Glaubens!(dus hebr. 1 und 12.) Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und nicht zweifeln an dem, das man nicht sieht. Durch den haben die Alten Zeugnis überkommen. Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist: daß alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Durch den Glauben hat Abel Gott ein größeres Opfer getan denn stain; durch welchen er das Zeugnis bekommen hat, daß er gerecht sei, da Gott zeugte von seiner Gabe; und durch denselben redet er noch, wiewohl er gestorben ist. Durch den Glauben warcl henoch weggenommen, daß er den Cod nicht sähe, und ward nicht gefunden, da⸗ rum daß ihn Gott wegnaͤhm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, daß er Gott gefallen habe. Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Dergelter sein werdke. Durch dlen Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Cand, das er ererben sollte; und ging aus und wußte nicht, wo er hin käme. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Cande als in einem fremdlen, und wohnte in hütten mit Isaak und Jakob, den miterben derselben berheißung: denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. 1 Durch den Glauben wollte Moses, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Phargos und er⸗ 26· 40³ bom alten Bunch zum neuen. wählte viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben. und achtete die Schmach Christi für größern Reichtum denn die Schätze Agyptens; denn er sah an die Belohnung. Durch den Glauben verließ er Agypten uncd fürch⸗ tete nicht des Rönigs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Und was soll ich mehr sagen? Die Zeit würdle mir zu kurz, wenn ich sollte erzählen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David uncdl Samuel unch den propheten, welche haben durch dleen Glauben könig⸗ reiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirkt, Derheißungen er⸗ langt, der Cõwen Rachen verstopft, des Seuers Rraft aus⸗ gelöscht, sind des Schwerts Schärfe entronnen, sind kräftig geworden aus der Schwachheit, sind stark geworden im Streit. Etliche haben Spott und Geißeln erlitten, daʒu Bande und Gefängnis; sie wurden gesteinigt. zerhackt, zer⸗ stochen, durchs Schwert getotet; sie sind umhergegangen in Schafpelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Crübsal, mit Ungemach,(deren die Welt nicht wert war.) und sind im Elend umhergeirrt in den Wüsten, auf den Bergen und in den Rlüften und Cöchern der Erde. Diese alle haben durch den Glauben das Zeugnis be⸗ kommen, aber nicht empfangen die berheißung, darum daß Gott etwas Besseres für uns zuvor ersehen hat, daß sie nicht ohne uns vollendet würden. Darum lasset auch uns, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, voͤllig ablegen die Sünde, die uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Rampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Dollender des Glaubens. 2. Ostermahnung und Ostersegen. Gus hebr. 12 u. 13) Darum richtet auf die lässigen hände und die mũden kinie, und tut gewisse Critte mit euren§Süßen,. daß nicht jemand strauchele wie ein Lahmer, sondern vielmehr ge⸗ suncdl werde. 20¹ gesagt h Olauben Jag det hei herrn s Ged Lasse umtteibe herz fet Wir die zu Der geführt des ewig sertig in schaffe i chlistum amen! —— gemach zu zu haben, htum denn ohnung. und fürch⸗ ch an den, irde mit 3u Barak und ARund den den fönig⸗ ßungen er⸗ fraft dus⸗ sind Kräftig worden im itten, daz chackt, zel⸗ egangen in it Crübsal unc sinc gergen une zeugnis be⸗ datum daf dt, daß fl ö dsche Wolt ů unde, 4 uns lauft net ist, un llender Der Seher von Patmos. jaget naͤch dem Friecdlen gegen jecermann undk der heiligung, ohne welche wirc niemand den herrn sehen. Gedlenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; schauet ihr Enclee an, und folget ihrem Glauben nach. Casset euch nicht mit maͤncherlei und fremclen Cehren umtreiben; denn es ist ein köstlich Ding, daß das herz fest wercle, welches geschieht clurch Gnackel * Wir haben hier keine bleibenche Stacht, sonchern die zukünftige suchen wir. Der Gott aber des Friedens, der von den Toten aus⸗ geführt hat den großen hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern herrn Jesus, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch. was vor ihm gefällig ist, durch Jesum Christum; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! 3. Der Ewige!(febr. 13, 8.) Jesus Christus gestern und heute undd derselbe auch in Ewigkeit!l VI. Der Geher von Patmos. 1. Sein Auftrag.(Offenb. 1) ch Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trübsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heißt Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi. Ich war im Geist an des herrn Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer posaune, die sprach: Ich bin das und das O, der Etste und uder Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien: gen Ephe⸗ sus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Chyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Caodizea!“ 40⁵ Der seher oon Datmos. Und ich wanclte mich um zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Unck als ich mich waͤndte, sah ich sieben goldene Leuchter, und mitten unter den sieben Ceuchtern einen, der war eines Menschen Sohne gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und begürtet um die Brust mit einem golclenen Gürtel. Sein haupt aber und sein haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, und seine süße gleichwie Messing, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen. Uncder hatte sieben Sterne in seiner rechten Hancl, uncl aus seinem Mmunde ging ein scharfes, zweischneidliges Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie ein Toter; und uer legte seine rechte hand auf mich und sprach zu mir:„Sürchte dlich nicht! lch bin der Erste und der Cetzte und der Lebendige. Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes. Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soll darnach, das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten hanc, und die sieben goldenen euchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind sieben Gemeinden. 2. Tue die ersten Werke!(Offenb. 2, 1—7.) Dem Engel der Gemeindle zu Ephesus schreibe:„Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten, der daa wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern. lch weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Ge⸗ duld, und daß du die Bösen nicht tragen kannst und hast geprüft die, so da sagen, sie seien Apostel, und sincks nicht, unck hast sie als Lügner erfuncdleen; unck verträgst und hast Geduld, und um meines Namens willen arbeitest du unch bist nicht müde geworden. Aber ich habe wicdker dich, daß du die erste Ciebe ver⸗ lässest. Geclenke, wovon du gefallen bist, und tue Buße und utue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich dit bald kommen und hdeinen Leuchter wegstoßen von seiner 40 —— Stätte, U die erk Wer meinden Wei von de Hottes 3.K Engel d Etste un die da sind des das du euch ins und we an den geben. Wei meinder —— Stimme, e, sah ich len sieben ne gleich, dbegüttet ein haupt , Wie der und seine und seine ten handh chneidiges alle Sonne. en wie ein und sprach e und det he, ich bin je Schlüsse 1d ist, und det sieben Hand, und sind Enge er, die du dem Engel gt, der 0 wandel deine he t und hal und sings oertlägl) n arbas liebe det tue buf re ich M oon selne Der seher von patmos. Stätte, wenn du nicht Buße tust. Aber das hast du, daß du die Werke der Dolksverdlerber hassest, welche ich auch hasse. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge⸗ meinden sagt: Wer überwincket, clem will ich zu essen geben von dem Baum des Cebens, der im Paradies Gottes ist.“ 3. Getreu bis an den Tod!(Offenb. 2, 811.) Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe:„Das sagt der Erste und der Cetzte, der tot war und ist lebendig geworden: Ich weiß deine Werke unck deine Trübsal unch deine Armut,(du bist aber reich.) und die Cästerung von denen, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule. Fürchte dich vor der keinem, das du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr versucht wercet, und werdet Trübsal haben zehn Cage. Sei getreu bis an den Cod, so will ich dir die krone des Cebens geben. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge⸗ meinden sagt: Wer überwincket, dem soll kein Leich geschehen von dem andlern Todel“ 4. In der Hochburg des Heidentums.(Offenb. 2, 12—17. Und dem Engel der Gemeinde zu Pergamus schreibe:„Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: lch weiß, was du tust und wo du wohnst: da des Satans Thron ist: und hältst an meinem Namen und hast meinen Glauben nicht verleugnet auch in den Tagen, in welchen Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet ist, da der Satan wohnt. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge⸗ meinden sagt: Wer überwindket, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen manng uncdkwill ihm geben eilnen weißen sStein uncl auf dem Stein einen neuen namen geschtieben, welchen niemand kennt, denn der ihn empfängt.“ 10⁷ Der seher von patmos. 5. Los von der Verführung!(Offenb. 2, 18—29.) Und dem Engel der Gemeinde zu Chyatira schreibe:„Das sagt der sohn Gottes, der Augen hat wie§Seuerflammen, und seine Füße sind gleichwie Messing: Ich weiß deine Werke undl deine iebe und deinen Dienst uncl deinen Glauben und deine Geduld. und daß du je länger je mehr tust. Aber ich habe wider dich, daß du lässest das Weib Isebel, die da spricht, sie sei eine Prophetin, lehren und verführen meine fänechte. Euch aber sage ich, den andern, die zu Chyatira sind, die nicht haben solche Lehre, und die nicht„erkannt haben die Tiefen des Satans“(wie sie sagen): Ich will nicht auf euch werfen eine andere Last; doch was ihr habt, das haltet, bis daß ich komme. Unc wer da überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die heiden; und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe und wie eines Töpfers Gefäße soll er sie zerschmeißen, wie ich von meinem Vater empfangen habe: und ich will ihm geben den MRorgenstern. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge⸗ meinden sagt.“ 6. Werde wach!(Offenb. 3, 1—6.) Und dem Engel der Gemeincle zu Sardes schreibe:„Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: lch weiß deine Werke, denn du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot. Werde wach und stärke das andere, das sterben will; denn ich habe deine Werke nicht völlig erfuncken vor Gott. So geclenke nun, wie du empfangen und gehört hast, und halte es und tue Buße. So du nicht wirst wachen, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde ich über dich kommen werdke. Aber du hast etliche Namen zu Sardes, die nicht ihre kleicler besudelt haben; und sie werden mit mir waͤndeln in weißen Rleiclern, denn sie sinc's wert. Wer überwincket, der soll mit weißen KRleicern angetan werclen, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Cebens, und ich will seinen Hamen bekennen vor meinem Dater und vor seinen Engeln. 408 —— De neinde wahrte bor dei Und dem 5 sagt der und seine d deinen und daß das Weib hren und atira sind, unt haben nicht auf habt, das indet und ich Macht mit einem soll er sie gen habe: den Ge⸗ Engel det die sieben men, daß 15 andere icht vöͤllig Ingen und nicht wics ö und Wirst werde. nicht ihle ö wandeln und 1 meinem guch des Der seher von patmos. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge— meinden sagt!“ 7. Die offne Tür.(oOffenb. 3. 7—13.) Und dem Engel der Gemeinde zu Philadelphia schreibe:„Das sagt der heilige. der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auf⸗ tut, unck niemandd schließt zu; der zuschließt, und niemaͤnch tut auf: lch weiß deine Werke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Cür, und niemanch kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Rraft und hast mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet. Dieweil du hast be⸗ wahrt das Wort meiner Geduld, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen die da wohnen auf Erden. Siehe, ich komme. bald: halte, was du hast, daß niemandhdeine Krone nehmel Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Cempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinaus⸗ gehen; und will auf ihn schreiben den Namen meines Bottes unch den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt neines Gottes, die vom himmel herniedlerkommt von meinem Gott, uncl meinen Namen, den neuen. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge⸗ neinden sagt!“ 8. Weder kalt noch warm!(Offenb. 3, 14—22.) Und cdem Engel der Gemeinde zu Caodized schreibe:„Das sagt, der einen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Fnfang der freatur Gottes: lch weiß deine Werke, daß du wecler kalt noch warm bist. ch dlaß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und wedler kalt noch warm, werde ich dich aus⸗ speien aus meinem Munde. Du sprichst:„Ich bin reich unct habe gar satt und bedarf nihhts“; und weißt nicht, daß clu bist elend undl jämmerlich. aunn, blind und bloß. Ich rate dir, daß du Gold von mir kaoufest, das mit Feuer durchläutert ist, daß du reich werdest; uid weiße Rleider, daß du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Blöße; und salbe deine Augen 409 Der seher von patmos. mit Augensalbe, daß du sehen mögest. Welche ich lieb habe, die strafe und züchtige ich. 80o sei nun fleißig und tue Buße. Siehe, ich stehe vor der Cür und klopfe an. 80 jemand meine sStimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten unch er mit mir. wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich üUberwunden habe und mich gesetzt mit meinem bater auf seinen Stuhl. wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Ge⸗ meinden sagt.“ 9. Die vier Reiter.(Offenb. 6, 1—10) Und ich sah. daß das Camm der Siegel eines auftat: und ich hörte der vier Tiere eines sagen wie mit einer Donnerstimme:„Homml“ Und ich sah. und siehe, ein weißes pferd, und der datauf saß, hatte einen Bogen: und ihm ward gegeben eine Rrone, und er zog aus sieghaft und daß er siegte. Und da es das andere Siegel auftat, hörte ich das andere Tier sagen:„Homm!“ Und es ging heraus ein anderes pferd, das war rot: und dem, der daraus saß, ward gegeben den Srieden zu nehmen von der Erde, und daß sie sich untereinander erwürgten: und ihm ward ein großes Schwert gegeben. Und da es das dritte Siegel auftat, hörte ich das dritee Cier sagen:„Homm!“ Und ich sah. und siehe, ein schwarzes Pferd: und der darauf saß, hatte eine Wage in seiner hand. Und ich hörte eine Stimme unter den vier Tieren sagen:„Ein Maß Weizen um einen Groschen urd drei Maß Gerste um einen Groschen; und dem l und Wen tu kein Leid.“ Und da es das vierte Siegel auftat, hõrte ich die Stimne des vierten Ciers sagen:„Homm!“ Und ich sah, undd siebe, ein fahles pferd: und der darauf saß, des nName hieß Cod, und die hölle foligte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben zu töten den vierten Teil auf der Erde mit dem Schwert und hunger und mit dem Tod und duich die Tiere auf Erden. Und da es das fünfte Siegel auftat, sah ich unter dem 41⁰ Altar Gottes Und si du hei undrä 1⁰ ich, ur honnte demTI slleider Stimm stht, u stande bier TI beteter Weish ich Ileb n fleißig an. 80 dlie Lüt 8d das . f meinem ch gesetzt den Ge⸗ sah. daß der vier „Hommlꝰ und der gegeben er siegte ich das raus ein 1 dataus det Erde, hm Ward das dkitte iehe,Bein ine Vag den oiel schen unl und Ieh. lie 5timme und siehe Iame hif 1 Erde m In duich untet Gell Der seher von patmos. Altar die Seelen derer, die erwürgt waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten. Und sie schrieen mit großer Stimme und sprachen:„herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächest unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? 10. Die Schar der Erlösten.(Offenb. 7. 9—17.) Darnach sah ich, uncdl siehe, eine große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen heiden undl bölkern und Sprachen, vor dem TChron stehend und vor dem Camm, angetan mit weißen Rleidern, und Palmen in ihren händen, schrieen mit großer Stimme und sprachen:„heil sei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, unc clem Camm!“ Und alle Engel standen um den Thron und um die Altesten und um die vier Tiere und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen:„Amen, Cob und Ehre und Weisheit uncl Dank und Preis undl fraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ Und es antwortete der ältesten einer und sprach zu mir: „Wer sinch cdliiese, mit den weißen Kleickern angetan, unc woher sind sie gekommen?“ Unckd ich sprach zu ihm:„Herr, du weißt es.“ Und er sprach zu mir:„Diese sinck's, die gekommen sinch aus großer Trübsal unck haben ihre Kleicher gewaschen unch haben ihre kleicker hell gemacht im Blut des Cammes. Darum sind sie vor dlem Thron Gottes undh dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; uncl der auf clem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgendeine Hitze; denn das Camm auf seinem Thron wird sie weicen und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen. und Gott wirdl abwischen alle Tränen von ihren Augen. 11. Den Heimgegaͤngenen!(Offenb. 14, 13.) Selig sinch die Toten, die in ckem herrn sterben, bon nun an. Ja, der Geist spricht: 411 Der seher von patmos. „Sie ruhen von ihrer Arbeit: denn ihre Werke folgen ihnen nach!“ 12. Die neue Welt.(Offenb. 21, 17) Und ich sah einen neuen himmel und eine neue Erde; denn der erste hBimmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich Johannes sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Maͤnne. Uncdich hörte eine große Stimme von dem Thron, die sprach:„Siehe da, die Hhütte Gottes bei den Menschen; undeer wirc bei ihnen wohnen, und sie werden sein Vvolk sein, unch er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein: unch Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen;: und der Tod wird enicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen.“ Und der auf dem Chron saß, sprach:„Siehe. ich mache alles neu.“ Und uer spricht zu mir:„Schreibe; denn diese worte sind waͤhrhaftig und gewiß.“ Und er sprach zu mir: „Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. lch will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Wer über⸗ windet, der wirdees alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“ nr .. r E= — — * — h einen enI Lesetafel. usalem. Ils eine e gtoße Abschn. e hütte 179 30. Januar ihnen. undeet n; und ihten 7 noch— T sein. Februar PDPDPRPCRCRC h mache nn diese zu mit: anfang —= E Cesetafel. Seite Abschn.] Stiller Seite Abschn. 28. Februar 249 3 Sonnab. 298 5 3. Mo 29.„ 232 25 209 1„ ofertag 30⁰7h11 2— 3* 1. Mär 25⁰ 4 30¹ 5„ 2.. 250 7 oftertag 303 ö6/7. . 25¹ 6 9.„ a. 25² 7 1. April 33⁰ 1 93— 5.„ 253³ 8 25 331 2 K.„ H.„ 253 9 2. 332 himme 4. 25⁴ 10 4.„ 352 4 8. 25⁵ 11 599 33³ 5 u. Me 9. 25⁷ 12 6.„ 3⁴ 6 K.„ 10.„ 259 13 4. 3564 7 E.„ 11. 259 14 8. 33⁵ 8. 12.0„ 27⁵ 11 8.„ 13⁴ 1. „ 270 15 10.„ 135 2 6. 16.„ 27⁷ 14 I1 136 3 h.„ 15.5 278 15 12.„ 136 4„ 16.„ 279 1 13.„ 137 5„ 17 28⁰ 2 14.„ 141 10 20.„ 18.„ 28¹ 3 13. 5„ 141¹ 11. pfin 13.„ 282 4 160.„ 142 12 2⁰.„ 283 5 109„ 14³ 13 2. pi 21. 28⁴ 6 15. 14⁴ 14 22.„ 285 7 19. 5 1416ä 15 u. m. 23. 286 8 20.„ 145 16 N. 25.. 287 9 24.„ 14⁷ 18 3. 25.„ 289 9 22.„ 119 20 A. 26.„ 291 11 25. 119 2 2. 27.„ 292e 12 24.— 15¹ 23——6 28.„ 293 13 2.„ 1542 2 20. 29.„ 29 1½%/5[26.„ 152 23 258 90.„ 295 16 2.„ 153 206. 2. 2960 17 r. 1⁵½427 V. 23 20 29.„ 157 20 Honftennat. e 140% 00.. 155 30 4* Gründonn. 2. 12 25. 297/ρ8 1—⁴ 1. Mai 158 Ji Rarfreitag 129 72.„ 159 32 11¹ Cesetafel. Seite Abschn. 159 160 160 160 16¹ 30798 399 40⁰ 30⁵ 156 267 268 269 269 270 27¹ 272 27 7 27⁴ 192 31⁰¹² 313 3¹¹ 315⁵ 316 317 318 319 32⁰ 32⁴ 325⁵ 326 320 336 337 3³8 ͤäSRSSRSE +- —— Cesetafel. Seite 379 380 380 381 381 382 383 38¹ 384 38⁴ 385 386 388 389 389 39⁰ 39⁰ 39¹ 392/93 393 393 39¹ 39H 39 39⁵5 39⁵ 39⁵ 396 396 30⁷ 307 19 20 21 23 24 25 26 Abschn. 12 13 19. August 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. . Seite Abschn. 67/8 27 28 29 30 31 33 34 36 38 39 4¹ 42 43 45 46 47 48 49 51 52 54 55 57 59 6⁰ 6² 6³ 6⁴ 6⁵ 66 69 70 7¹ 73 74 75 77 1 SS ο 8-= 10 SSS SS SSS S S S S S S SES Cesetafel. Seite 2520 26. Sept. 78 8 27. e 0 28. 8¹ 10 20. 82/8 11/12 50. 23 Ernte⸗ 15⁴ 27 Refor⸗ mationsfest dankfest 225 14 1. Oklober 8⁴ 14 85 15 86 16 87 17 88 18 88 19 89 20 90 21 R 22 9² 23 9² 25 93 26 94 27 9⁵5 28 9 9⁷ 98 99 100⁰ 100⁰0 10²2 10 10⁵ 10 107 108 110 111 112 114 115 —— ⏑ ⏑——— S SSH 8 0 2 3 4 5 6 7 0 9 1⁰ — S A ue- ——— *S8 e&—- sonntag Schottler/ Schwert des Gelstes 27 Cesetafel. ö Seite 166 1. Advent 140 16⁷ 168 169 170⁰ 17¹ 17¹ 173 173 17⁴ 176 176/⁷ 178 178 179 18⁰ 18¹ 18³ Abschn. 6 18. Dez. 19. 20. 2. 22. 23. 2u. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. Silbester — — —— ETEFOEEESS 888———— 2.. 8== ND Mos. 1, 1—25 1, 26 31 2. — 12 + 15 ./ 3 15 . I „18,—1 „18, 16—33 „24, 1—27 „ 24, 28—67 „ 27. 1—29 27. 30—46 „ 28, 1—5. . 28, 10—22 „ 29, 1—6 29, 10—30 3¹ 32 55 „ 57, 1—17 37, 18—36 3⁰ *. 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 22 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 ⁰ Stellenverzeichnis. 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 888SSSSSSSSS Mos. 41, 1—36 2. I. 41, 37—57 12. 1— 32, 25—38 43,1—¹⁴ 43, 15—3 41, 13 15, 1—15 45, 16—28 36 ½% 38 9 50, 113 50, 14—26 Seite 52 ——— 330 nichter 2 90 97—99 10⁰ 102 10⁴ 10⁶ 10⁷ 110/111 112—114 115 116 11771¹8 119 121 12²271²³ 124 125⁵ 126/127 122 128 12871²29 13⁰ 1327133 16² 16³ 16³ S S8 8———— H109 stellenoberzeichnis. 60 „ 55 Jerem. 9. 14. 17.. 2 166 176 Seite 16⁵ 166 16⁷ 168 168 169 170⁰ 17¹ 17¹ 172 17³3 173 174 17 17¹ 17⁵ 176 177 178 179 178 180⁰ 181 18⁵ 18⁸ 19⁰ 192 192 193 193 13 13⁵ 136 13 137 138 139 14⁰ 14⁰ 14¹ 141 Seite Pfalm 22. nn⸗ „ i ee 4 14⁵ 334 40 7 5. ld „ 0 „3 09 „3e H 10 98 2 0 152 10:2: 155 o,,1 „ 1109 156 11817 „ 12 150 12 156 „1—2 1659 „ 12 159 128160 130100 139„ 180 146 161 Matth. 2, 1—20 204 3, 13—17. 260 A, 1—11 260 5, 1—10. 207 5, 11—20. 208 5, 21—18. 209 6, 1—18 210 6, 19—34 211 7, 1—12213 7. 13—29. 213 8, 1— 235 9, 9—13 269 10, 1—20 271 10,21—12. 272 11, 2—11 200 11, 25—30. 266 13, 1—23 matth Seite 13,23—30 13, 36—4—9 13, 31—33 13, 4—36 13, 7—52. 217 16, 13—20. 267 16, 21—27 27⁷ 18, 21—35. 217 19, 27—30. 218 20, 1—16 218 20, 20—28. 275 2. 1—7 270 21. 2—32 220 21, 33—46 221 22,. 1—11ꝓ6219 22, 23—6. 280 23,—33 257 23, 34—39. 259 25, 1—13. 222 25, 1—30 222 25, 31—6. 223 25, 281 26, 17—29. 282 26, 30—6 291 26, 58—68. 203 26, 71—75 29 27, 15—. 297 27, 6166. 298 28, 16—20. 305 217 1, 1—39 234 2, 1—12 236 3, 1—6. 237 3, 20. 21.31 bis 3527 u, 35—41 237 5, 1—20 238 5, 21—24. 55—3 239 6, 17. 18 200 6, 19—29 201 6, 32—4 240 7, 31—37242 9, 17—30 sStellenverzeichnis. Selte Seite Seite Mark. 10, 13—16 27 Cuk. 23, 5—8 2098 Apostelgesch. 1, 10, 17—27, 250 24, 13—35 301 12—26 309 10, 46—52. 2½3 24, 50—53 305 2, 1—36 310 12, 1—44 232 1, 19—28. 198 2, 37—47 312 13,. 1—8 276 1. 29—-39. 109 313 13, 14—23 1. 0—51. 267 4, 1—22 314 16. 0 P276 2. 1.1 235 1. 23—27 315 15, 20. 21 296 3.1—21. 236 5, 1—16 316 15, 21—28. 241 3, 25—36. 199 5, 17—33 317 16,1—8 300 A, 1—29. 237 5, 31—42 318 2, 1—20.202 A, 30—4. 249 6, 1—8 319 2, 25—40. 203 4, 6—54. 235 6, 9—17 320 2, 41—52.205 5, 1—16. 253 7. 1—34 320 3. 1—18. 107 5, 17—29. 261 7,. 35—53 322 à, 13—30. 206 6, 68 69. 7, 53—59 y 322 5, 1—11. 268 8, 1—11. 8 2 5, 33—39. 269 8, 1736. 8 336/37 6, 1—5269 8, 46—59. 1o 220 7.—10 236 9, 1—411 11,1—18. 329 7, 11—17. 20 10, 12—16. 11, 19—30 338 7. 36—50.252 10, 18—32. 13 339/340 9, 57 62. 250 I1,—205 Iu 30 50, 1—20 20„ 11, 27—417. 15 342 10, 23—37.22 11, 47—57: 16. 3½%8f5 10, 38—42.„ 12, 20—33. 34 11, 1—28. 13, 1—11 18„W348 12, 13—21.1x 13, 21—38.. 19. 39—351 12, 35—48. 14, 1—14 20, 1—16 352 13, i— 14, 15—31. 20, 17—38 353 14, 16—22 12* 21. 354—356 15,1—7 EE 22. 357—359 15, 8—10 23300 15, 11—32. 18,—11. 24362 16, 1— 18, 12—19. 25. 363/36 16, 19—31. 18,15—17 26365 17, 11—19. 19, 1—16 27. 367—369 18, 9—11. 19, 25—30. 2868 370,/3v1 19, 1—10. 19, 38—42. I, 16—20 372 19, 41—8. 20, 1—10 2, 73 20, 20—26.„20,.—s 3, 23—28. 373 22, 28—38. 20, 19—23. 5, 1—8. 10. 23, 27—3. 20, 24—314. W n 23,. 33—43. 21, 1—24.„5. 12, 19—21 37 12¹ Sstellenoberzeichnis. Selte Seite 1—11.23. 37 Gal. 6, 710. 388 18—25 375 Eph. 3, 11—21 389 „ 8, 28—39 376„, 1—6 „11, 33τ—36„4, 22—32 „12. 1—6. 12.„ 5, 15—21 15.1105. I „18,—8„ 6, 10—20 „14, 7—10. 13. Phil. 1, 21—27 15—18„ 2. 1. Hot. 1, 18—31.„ 3, 12—15„ 13 1.„ 3, 5—1.„ 4,— Jak. 1, 12—17. 1.„ 3, 21—23„ 4, 10—13„ 1, 19—27. 1 9. 24—27 fol. 3,. 1—4„ 3,—10 1 10, 23—33„3. 12r.„ 5, 7—11 1 12. Chess. 5, 5—11. Offenb. 1 1 42*„ 5, 16—24 2 2, 1—7 1— 15, 42—57 Cim. 1, 15—17.„ 2, 8—11. *. 15, 1—10„ 2, 1—6— 2, 12—17 1 2 2 2 2 1 1 1 16, 13. 1½ 1.„ 6, 812 2,8.20 4. 6—12 2.„2, 8 3,1—6 6/110 2„, S.. 3.71 „ 2.„ 4, 8„ 3, 22 32 1. Pettii. 330/831 66, 0 Gal. 1, 11 1„2332., 2.110 1 2. 20 .— 1 14, 13 21, 1—7 5 8 —10 6—²¹ 0 /½405 von diesem Buche ist eine Taschenausgabe auf ganz dünnem Papier erschienen. Sedlezformat 400 S. Gewicht 100 g, 1 em stark. Preis geb. 1,20 M., in Runstlecler 1,50 M., in Leder 3,.— M. Diese aus⸗ gabe ist schon in eiwa 30 000 Exemplaren ins Feld geschickt worden, wozu sie sich besondlers eignet. 2 2 — + — E 5 — — — — — 7 2 * — — 2 2 ——.—.——.—.——m———————222J.e‚“:˖w‚:‚i‚‚‚:-‚:‚e‚-‚-x 8* OOUr& Grey Control Chart Green VGOIIOW Red Magenta