8 W .„ ** 2 — +ue*..—. Lae Mliersicht des Zuhalts. Das Gesangbuch 2 I. Lob und Dant, Nr. 1..2 II. Kirchliche Zeiten, Nr. 24—170 „Sonntag, Nr. 24—40 Advent, Nr. 41—57 Weihnachten, Nr. 58—74 „Neujahr, Nr. 75—82 „Epiphanias, Nr. 83—88 Passion, Nr. 89—116 „Ostern, Nr. 117—137 Himmelfahrt, 138—149 „Pfingsten, Nr. 150—165 Trinitatis, Nr. 166—170 III. Kirche und Gnadenmittel, Nr. 171— 235 1. Kirche, Nr. 171205 2. Wort Gottes, Nr. 206—212 3. Taufe, Nr. 213—211066 4. Konfirmation, Nr. 217—222 5. Abendmahl, Nr. 223—235. IV. Christliches Leben, Nr. 236—408 1. Buße, Nr. 236—258. 2. Glaube und Rechtfertigung, Nr. 259.—280 3. Heiligung, Nr. 281—362 4. Vertrauen auf Gott, Nr. 363— 408. V. Wfondere Zeitn Stirdeim Verhalmise, Re⸗ 409—471 „Morgen, Nr. 409—425 „Mittag, Nr. 426—429 Aband,‚, Nr. 430—453 Hausstand, Nr. 454—459 „Ernte, Nr. 460—463. Krieg und Friede, Nr. 454. 466„ Vaterland und Obrigkeit, Nr. 467—471 N VI. Tod, Gericht und Ewigkeit, Nr. 472.—522 1. Tod und Banubms, Nr. 472 297 2 2. Die letzten Dinge, Nr. 508- 52 — Sdürrid: * W. S VII. Psalmen, Nr. 523—537 Geistliche Lieder Gebete A. Gebete für die häusliche Andacht J. Morgengebete. II. Abendgebete III. Tischgebete— Seite 5—496 5—27 28—148 28—39 39—53 53—67 67—73 73—77 78—101 101—119 119—129 129—144 144—148 149—202 149—178 178—183 184—186 186—189 190—202 203—379 203—226 226—251 251—334 335—379 380—433 380—395 395—397 397—416 416—421 421—425 425—429 429—433 434—479 434—466 466—479 480— 496 497—535 536—569 536—555 IVV. Gebete für die Festtage „Advent Weihnachten. „Jahresschluß Neujahr** „Epiphanienzeit Passionszeit Karfreitag 8. Ostern. 9. Himmelfahrt 10. Pfingsten 11. Trinitatisfest 12. Erntefest 13. Reformationsfest 14. Königsgeburtstag. 15. Bußtag 16. Totenfest B. Schulgebete EE Übersicht des Inhalts. C. 12 für gottesdienstliche Handlungen Beim Eingang in die Kirche. l Beim Ausgang aus der Auhe III. Am Tauftage IV. Am Konsirmationstage V. Zur Vorbereitung oder Beichte VI. Zur Feier des heiligen Aendmahlz D. Bereitung zum Eide. E. Gebete in allerlei Not F. Gebete für Kranke und Sterbende Verzeichnis der alten und neuen lirguichen Bibeilektionen Bibel⸗Lesetafel Verzeichnis der Liederdichter Alphabetisches Verzeichnis der Lieder des Gesangbuchs ö Vergleichende Tabelle mit dem Militürgesangbuch Seite 5⁴44—554 544 544 545 546 546 547 547 548 5⁴48 549 550 550 551 552 552 553 554—555 555—-559 55⁵ 556 556 55⁷ 557 559 560—561 561—563 563—569 570—578 579—584 585-598 599—606 607 I — I— 1. Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für sei⸗ ne dar⸗um, daß nun und nim-mermehr uns rüh⸗ren kann kein 4—— ů——.——.—— &⁊ +——„ II— EE* E 1—1 + —„—03— I 2 SSS.SSISSISI 6 ö Scha 50 ein Wohl⸗ge⸗falln Gott an uns hat, nun ist groß DSSSSSSS ee S S........ EIE Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz unermessn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht: wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Erster Chor. ———— *. ——0———— Herr Gott, dich lo-⸗ben wir, Fehd hat nun ein En ⸗ de. du Stiller unsers Haders; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller. ů 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, du allrheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not, Versöhner der'r, die warn verlorn, dazu wir uns verlassen. Nikolaus Decius 4 1541. Zweiter Chor. Herr Gott, wir dan⸗ken dir. Lob und Dank. Erster Chor. Zweiter Chor. FIFIIIIIIIIT 2 ————.— — ——— — ö ö — All En⸗gel und Himmelsheer und was die⸗net dei ner Ehr, ——— —— auch Che⸗ru⸗bim und Se⸗raphim sin⸗-gen im-mer mit ho⸗her Stimm: 25 D Diiiii —0——— Hei⸗lig ist un⸗ser Gott! Hei lig ist un ⸗ser Gott! Beide Chöre. .............. E....... 34—5 Hei-lig ist un⸗ser Gott, der Her⸗ re Ze ba⸗oth!l Erster Chor. Zweiter Chor. — ——.—.— D——.——— ———..—.— 4—..— +.—— 610—.——.—— E——— —.— Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht über Himmlund Er⸗den weit. Der hei⸗li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl und die lie⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, die teu⸗ren Mär⸗trer all⸗zu⸗mal lo⸗ben dich, Herr, mit großemSchall. Die gan⸗ze wer⸗te Christenheit rühmt dich auf Er⸗den al ⸗le⸗ zeit: dich, Gott Va⸗ter, im höchsten Thron, dei⸗nen rech⸗ten und eingen Sohn, ......—— S den heiligen Geist und Tröster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. ......... &—..8—.— Du Kö⸗nig der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ew-ger Sohn du bist; , III EHπ 2——- der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht, zu erlösen das menschlich Geschlecht. ——————.— —5.—— EEE — U. S,———2—— Du hast dem Todzerstört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht. Du sitzst zur Rechten Got⸗tes gleich mit al⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich. Ein Richter du zu⸗künf-tig bist al⸗les, das tot und le-bend ist. XV. Lob und Dank. Erster Chor. Zweiter Chor. e ureee,, d F r, DIDDDTTERSI. — 0—.———— 4 Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit deinmteurnBluter⸗löset sein. E 8E EWERESESESEEEEEEEE‚,. , Laß uns im Himmel ha⸗ben teil mit den Heil⸗gen in ew⸗gem Heil. 5 ů 399—— 2 .. I e ...—— Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und seg⸗ ne, das dein Erb⸗teil ist; . I— 72— 1 IE.—, — S wart und pfleg ihr'r zu al⸗ler Zeit und heb sie hoch in E-wigekeit. .——— „—— E 0 E LI—.— E— 2 2—— Täglich, Herr Gott, wir loben dich und ehrn dein Na⸗men ste⸗tig⸗lich. en—— ...... V— 45—— ——— E +. , r Auf dich hoffen wir, lieber Herr: in Schanden laß uns nim⸗mer⸗mehr. Beide Chöre. „ men. = Psalm 103. HE j..—. — SSSSSII TR SIIII R.. 1—. 1. Nun lob, mein Seel, den Her-ren, was in mir ist den Sein Wohl-that thut er meh=ren, ver⸗ giß es nicht, o Lob und Dank. —— EEEEEEEEEEE ——.—. 5 Na⸗men sein! Her: ze mein! Hat dir dein Sünd ver ge ⸗ ben und —.———.— 100—————— —— S E heilt dein Schwachheit groß, er⸗rett't dein ar⸗mes Le-⸗ben, nimmt 424—66—— IEEEEEEEEEE... E—— I——— dich in sei⸗ nen Schoß, mit rei⸗chem Trost be⸗schüt⸗tet, ver⸗ 9— ö——— EEE E— E—* D 4** 2— 2 jüngt dem Ad⸗ler gleich; der Herrschafft Recht, be⸗hü⸗tet, die 9⁰4—.—. — 5—n . H——— lei⸗den in sein'm Reich. 2. ein bald verwelkt Geschlechte, Er hat uns wissen lassen ein Blum und fallend Laub: sein heilig Recht und sein Gericht, der Wind nur drüber wehet, dazu sein Güt ohn Maßen, so ist es nimmer da; es mangelt an Erbarmung nicht; also der Mensch vergehet, den Zorn läßt er wohl fahren, sein Ende ist ihm nah. straft nicht nach unster Schuld, 4 die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich: 3. ihr starken Engel, waltet Wie Väter sich erbarmen seins Lobs und dient zugleich ob ihrer jungen Kindelein, dem großen Herrn zu Ehren so thut der Herr uns Armen, und treibt sein heilig Wort. wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Mein Seel soll auch vermehren Er kennt das arm Gemächte sein Lob an allem Ort. und weiß, wir sind nur Staub, Johann Gramann 1487—1541. 4. —— 6 D v. wr. e —* 4—.—— Nun laßt uns Gott dem Ber⸗den dand sa⸗ gen und ihn eh⸗ren für 8 Den. hat er dieselb thut e Ein A der se Christ der he Durch die S Der woll ein und und erhal und erlof — al ⸗le sei ne Ga⸗ben, die wir em-pfan-⸗gen ha=ben. 2. Den, Leib, die Seel, das Leben hat er allein gegeben; dieselben zu bewahren, thut er nie etwas sparen. 3. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 4. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben: 5. im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 5— Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte uns Große mit den Kleinen; du kannsts nicht böse meinen. 6. Erhalt uns in der Wahrheit, gieb ewigliche Freiheit, 7+ zu preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. V Ludwig Helmbold 1532—1598. Sirach 50, 24—26. 0—.— 23 *— 23————— SSSSS..... 7———.——. 2— 1. Nun dan⸗ket al le Gott mit Her-zen, Mund und Hän-den, der gro ße Din⸗ge nthut an uns und al ⸗=len En⸗den, —.——— en Le r.— e e w der uns von Mut⸗ter leib und Kin-des⸗bei- nen an un⸗ 0——— [I*— 4——f— R———————— äPSPSPSPSPSPSPSPSSSSSEE‚I ———— 1————..N.— zäh⸗lig viel zu gut und noch jet⸗zund ge⸗than. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone: dem dreimaleinen Gott, als der ursprünglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinkart 1586—1649. — —ẽ— eee Lob und Dank. 6. — DRR — 22—8 566— IDISSSSSS — 2—— 2—1—9 1..— Got⸗uns Varmher gig⸗Het, lob ihn mit dir..........IIF 1 4.———.—=.———— Schal⸗le,=tes⸗te Chris-ten⸗heit! Er läßt dich Ki— DiiiD zu sich la-den: freu⸗e 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein! Zur grünen Weiden stellet euch willig ein: da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden. dich, Is ra=el, sei⸗ner Gna⸗ den. 4. Er giebet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden: freue dich, Israel, seiner Gnaden. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. 7. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. — ů 4 ———— 4—————— U 2—— 0—— 1. Man lobt dich in der Stil-le, du hoch-er-hab-ner des Rüh⸗mens ist die Fül I o Herr Gott E vor dir, 0⁰9 1. 27 i 27 Zi⸗ons⸗Gott; Du bist doch, Herr, auf Er-den der Frommen Zuver-— Ze⸗ba=oth. — + 15 20 mrn— —.—— Se——. 2— E,— ——. sicht; in Trüb⸗sal und Be-schwer-den läßt du die Dei⸗nen 5„ ¹„— Vol nach Ver der — +— 2— — 1 Q᷑R 1 nicht: drum soll dich stünd⸗lich eh-ren mein Mund vor je⸗der⸗ 560— ö 2.—5 ö 4—— 1570⁰ 12——.——— Ee——4 ——. EEEE——— III E— EI. 0.———————— —4—2—53—— +—.———II 2—7 2. Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen schnell, die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott Israel! Sein Name sei gepriesen, der große Wunder thut und der auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut: nun das ist meine Freude, zu hangen fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, so lang ich lebe hier. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, nun wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Johann Rist 1607—1667. 8. Psalm 146. Mel. Valet will ich dir geben. —3— E—— 2——6 ö— EAE.eEEEE. 4 ———— E 1— EI ————— 1. Du mei⸗-ne See⸗le, sin-ge, wohl-auf und sin ⸗ge schön m dem, wel⸗chem al le Din⸗ge zu Dienst und Wil-len stehn. 2 2 +—= 1— +——.— 1* 4—1 — — 14 2— — —.—— — — &— 2 2 ——— Ich will den Her⸗ren dro-ben hier prei⸗sen auf der Erd, ich m—.— e.——— SNII 2— 1—— 2 2—— II ........I‚. will ihn herz⸗lich lo-ben, so lang ich le⸗ben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt: sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer und die unzählge Herde im großen wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht thun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod; er nährt und giebet Speisen zur Zeit der Hungersnot, Lob und Dank. macht schöne rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig sind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. *. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum; jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. 9. Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. E 4—— 33—.— I.I IFIII.......— 0 E— 2———. .—..—.———.— 1. Ich sin ge dir mit Herz und Mund, Herr, mei⸗nes Her-⸗zens PDPDPDPSPPFPTPTPPITTSTITITSIAIIE ᷣXP——————..— Lust, ich sing und mach auf Er-den kund, was mir von dir be⸗wußt. Wer ist es, der uns unser Feld Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad mit Tau und Regen netzt? und ewge Quelle bist, 5 daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Windꝰ Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten findt? Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir .— allein gegeben werd? Wer giebt uns Leben und Geblüt? 4 Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried Wer hat das schöne Himmelszelt — 2** 7 in unserm Vaterland? hoch über uns gesetzt? * I— du hä und l Du ni bleibst und st gerate Du st und s j3 en' und h Wenn Wirst und e und Du und kein dunh Du mit und wem Lob und Dank. e .— 13. Ach Herr, mein Gott, das Lommt Wohlauf, mein Herze, sing und spring von dir, und habe guten Mut: du, du mußt alles thun: dein Gott, der Ursprung aller Ding, du hältst die Wach an unsrer Thür ist selbst und bleibt dein Gut. und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und tren und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. schafft Rat und läßt dich nicht. 2 15. Du strafst uns Sünder mit Geduld Was kränkst du dich in deinem Sinn und schlägst nicht allzusehr; und grämst dich Tag und Nachtꝰ ja endlich nimmst du unsre Schuld Nimm deine Sorg und wirf sie hin und wirfst sie in das Meer. auf den, der dich gemacht. 10. 16. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Hat er dich nicht von Jugend auf wirst du gar leicht erweicht versorget und ernährt?ꝰ und giebst uns, was uns hoch erfreut Wie manchen schweren Unglückslauf und dir zur Ehr gereicht. hat er zurückgekehrt! 11. 47 Du zählst, wie oft ein Christe wein Er hat noch niemals was versehn und was sein Kummer sei; in seinem Regiment: kein Zähr⸗ und Thränlein ist so klein, nein, was er thut und läßt geschehn, 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, du hebst und legst es bei. das nimmt ein gutes End. 12. 18. Du füllst des Lebens Mangel aus Ei nun, so laß ihn ferner thun mit dem, was ewig steht, und red ihm nicht darein, und führst uns in des Himmels Haus, so wirst du hier in Frieden ruhn wenn uns die Erd entgeht. und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt 1607—1676- 10. Sirach 50, 24—26. S———.—— 1. Nun dan⸗ket all und brin⸗get Ehr, ihr Men⸗schen in der P —..— ‚— — DD Welt, dem, des⸗sen Lob der En⸗gel Heer im Himmel stets ver⸗meldt. 3 Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch mehr h elfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut; .—.—.. Iι 14 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet läßt Muts, die Straf er läßt, die Sünd vergiebt und thut uns alles Guts. 5 Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil zu allem Stand. Lob und Dank. 2. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676. 11. ——.— E*DDDD..— U 0 2—— R ö—— E—. 2 4.———1 ö * 2 — 1. Sollt ich mei-nem Gott nicht sin⸗gen, sollt ich ihm nicht Denn ich seh in al len Din⸗gen, wie so gut ers —— 23———— ..... U— 2——4 2 2 1 E— II—— 2 2 dank-bar sein?. Utit mlir ein. Ists doch nichts als lau⸗ter Lie- ben, —— r, Ar SEEEE das sein treues Her-ze regt, das ohn En-⸗de hebt und trägt D .——— SSDSPSPSPSISSISISISI IIII.... +— E 1— die in sei⸗nem Dienst sich ü-ben. Al-les Ding währt —— De.— 2*—.— 2..————— sei ⸗-ne Zeit, Gottes Lieb in E⸗ wig⸗keit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald von Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Erd * Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich ir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5 Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Lob und Dank. 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7 Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8 Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! ⸗ 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz 1640—1690. 14. 0——.—— ,ieüe ar mrere eerdeeir:den E.enr. .....II T + 1. Lo⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ti⸗gen Kö⸗nig der Eh⸗ren, mei⸗ne ge⸗lie⸗-be⸗ te See⸗le, das ist mein Be⸗geh⸗ren. 77—.— 3., Ee n ar d v,. ZA EE..— 2877——— DE— ů Kom⸗met zu Hauf, Psal⸗ter und Har⸗fe, wacht auf, las⸗set den — 2 —— Lob und D regieret, der dich auf Adelers Fittichen geführet, der dich erhält, ö wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? x dich bereitet, in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! laß die Zun ⸗ge 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Stärke, mehr als aller Menschen Werke. Großes Licht der Sonnen, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Herren. 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder. Was nur Odem holet, jauchze, preise, klinge, ö 2. ö Lobe den Herren, der alles so herrlich Lobe den Herr Lobe den Herren, der künstlich und fein Lobe den Her laß dir un⸗ser Lob ge⸗fal⸗len. ob wir schon dich oft ver⸗lie⸗Pen. — sin ⸗gen, ank. 4. en, der deinen Stand sichtbar gesegnet, sicher der aus dem Himmel mit Strömen d er Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5 ren, was in mir ist, lobe den Namen! 7 der dir Gesundheit verliehen, dich Alles, was Odem hat, lobe mit freundlich geleitet: Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht; lob ihn in Ewigkeit! Amen. Joachim Neander 1650—1680. DDe..ñ—— .... ..— . Wun⸗der⸗ba⸗rer Kö⸗ nig, Herr⸗scher von uns al⸗len, Dei⸗ ne Gna⸗den⸗ strö⸗me hast du las ⸗ sen flie⸗Pen, Hilf uns noch, stärk uns doch; laß die Stim⸗me klin⸗gen. wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig 4 Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergiebet. O wohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander 1650—1680. Stand roͤmen net; lin⸗gen. arnieder. Lob und Dank. 19 16. 1. O daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät te und ei⸗ nen tau⸗send⸗ so stimmtich da-mit in die Wet-te vom al-ler⸗tief-sten 94—— SE + I H 2———— ————————...————— I fa⸗chen Mund, 11 5 Her⸗zens⸗grund ein Lob⸗lied nach dem an⸗-dern — ů—ũ ů—— ——.—. 2— 2— 1— +— ISISISISISISISI IIIIIAIAIIII H◻— I—.——— an von dem, was Gott an mir ge⸗than. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. . Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 2. Wer überstömet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. 5 Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, 2* daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr Lob und Dank. so lange sich die Zunge regt, ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt. ward ich dein Trostlicht stets gewahr. Ja wenn der Mund wird kraftlos 11. sein, Wie sollt ich nun nicht voller Freuden so stimm ich doch mit Seufzen ein. in deinem steten Lobe stehn? 3. Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden Ach nimm das arme Lob auf Erden nicht triumphierend einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 12. Ich will von deiner Güte singen, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin: da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor. Johann Mentzer 1658—1734. 17. —0 Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) — ö............—3 —.—.———— 2 2 1. Womit soll ich dich wohl lo⸗ben, mäch⸗ti⸗ger Herr Ze⸗ba⸗oth? Sen⸗de mir da⸗zu von o⸗ben dei-nes Geis⸗tes Kraft, mein Gott; denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗chen dei⸗ne Gnad und Lie-bes⸗-zei⸗chen. D — — 566 EEEEE ....... Tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal sei dir 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 3 Denk ich, wie ich dich verlassen, wie ich häufte Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. „gro⸗ßer Kö⸗nig, Dank da⸗für. 4. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal sei die, großer König, Dank dafür. 5. Ja, Herr, lauter Guad und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Donk dafür. ————9—9—— — Wie! Zeit damit möcht so ha deine Taus⸗ große Bald kamst nur sich daß ö möcht Tauf groß Wie wie o h. Herr und wenn Tauß roßt Mich ost g in de wund Lob und Dank. 6. Wie du setzest jedem Dinge Zeit und Maß, Gewicht und Ziel, damit keinem zu geringe möcht geschehen noch zu viel, so hab ich auf tausend Weisen deine Weisheit auch zu preisen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 8 Wie ein Vater nimmt und giebet, wie es Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist ö und dich meiner angenommen, ů wenns aufs höchste war gekommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, 450 dafür. oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; ö Mich hast du auf Adlersflügeln schien auch alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 10 Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dasür. 14. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 12. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 18. Psalm 146. —.— 1.—.—— FEIE 2———— 2— 12 —— 2— 14. Do ⸗ be den Her ⸗ren, 5 mei ⸗ ne See ⸗le, Weil ich noch Stun-den auf Er ⸗ den zäh ⸗ le, 0——— 1 iiiie ; SDDDSEDSSEESEE it— 99* 4.— I ö ich will ihn lo ⸗ ben bis zum Tod. D will ich lob⸗-sin- gen mei- nem Gott. Der Leib uud 5 8—. 5———7— **— N—.— SSISISIII....... EEE E— 2.„ 4—————1— 8— Seel ge-⸗ge-ben hat, wer⸗de ge-prie⸗sen früh und spat. ——— — — Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub, ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Hallelujah, Hallelujah. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und That. Hallelujah, Hallelujah. 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden und was darinnen ist gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Hallelujah, Hallelujah. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden: er ists, der ihnen Recht verschafft; Hal ⸗le⸗lu⸗jah. Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist mancherlei. Hallelujah, Hallelujah. 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Hallelujah, Hallelujah. 7 Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah, Hallelujah. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder thut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist! Hallelujah, Hallelujah. Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. 19. Mel. Wunderbarer König. — EV 4—.—————.— SSISISISISISISIIEsI‚IIIEI... —5 1.————DEII E 1 1. Un⸗um⸗schränk⸗te Lie-be, gön⸗ne blö⸗ den Au⸗gen, daß sie in die Strah⸗len dei-⸗ner Lang-mut blik⸗ ken, 94—— — 2—.1— II— 1 SSPSPSPSPSPSIII...I —9—* 90— ie sonst kaum auf Er⸗den tau-gen, die den Erd-kreis wär-mend schmük-ken und zu⸗gleich Wasse ja dei ist eir deiner wird imme O wi o wie über streckt Was was ist ei Tag Tag so bi und ohne liebe Herr Dul hörst wenn Dein und —„—½ Lob und Dank. 23 1——— E EN— EED—.—— IIEE I 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz deiner Güte: deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel. 22 Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergiebest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, obwohl doch immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen: wer zu deinen Füßen sich mit Thränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 20. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. U E I—— ...———.— D— .—17———————— 1 ö 1. Gro⸗ßer Gott, wir fal⸗len nie⸗der. Zwar du bedarfst nicht 1900 8. Dir zum Lob sind wir ge⸗bo⸗ren, so teur erkauft, so hoch er⸗ Q D ....I..I... II I I III I I I I III I— l. —.—— Lie⸗der: uns ziemt und nützt dein Lob so sehr. ko⸗ren. O Se⸗lig⸗keit, dir ge⸗ben Ehr! ů + Zu deinem Lo⸗-be Lob und Dank. D D 7 4766 SSSS . 2.—— I EE— nur ist al⸗le Kre⸗a⸗tur. Sel⸗ges We⸗sen, zu dir wir nahn und re, Lnn. 2.— SEEEEEEE * ö 5 19 5 be⸗ten an; in Geist und Wahr⸗heit seis ge⸗than. 2. Tag und Nacht mit Ehrfurcht dienen dir Seraphim und Cherubinen, der Engel Scharen ohne Zahl. Alle Geister, die dich kennen, dich heilig, heilig, heilig nennen; sie fallen nieder allzumal. Ihr Seligsein bist du; dir jauchzet alles zu. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 3. Drohen knien vor deinem Throne die Ältesten mit goldner Krone, der Erstgebornen selge Schar samt den unzählbaren Frommen, die durch den Sohn zu dir gekommen; sie bringen ihre Psalmen dar: Macht, Weisheit, Herrlichkeit, Preis, Dank in Ewigkeit! Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 4. Alle preisen deine Werke, die Weisheit, Liebe, Huld und Stärke, die über alles Denken geht. Treue, Langmut, Licht und Segen ist, Herr, in allen deinen Wegen, kein Lob ist, das dich gnug erhöht; doch ist es eingeprägt in alles, was sich regt. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 5. Komm, in uns dich zu verklären, daß wir dich würdiglich verehren. Nimm unser Herz zum Heiligtum, daß es, ganz von dir erfüllet und durch dein Nahesein gestillet, zerfließ in deiner Gottheit Ruhm. Dich, unser höchstes Gut, erhebe Geist und Mut. Amen! Amen! Im Freudenschein, in Leid und Pein bleibst du, Gott, unser Gott allein. Nach Gerhard Tersteegen 1697—1769. 21. Psalm 139. 1. Gott ist mein Lied: er ist der Gott der Stär⸗ke, Herr ist sein Nam, und 27 — ,.—— DDEEEEE groß sind sei⸗ne Wer⸗ke, und al⸗le Him-mel sein Ge⸗biet. .. Er wi so sint und e die Löht und s Er h ohn A Was im H das sinde Er is schafft er sch und e Er is du si 0b du so ist Er ke und er w. und Lob und Dank. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3 Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten: Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nach— mals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. Christian Fürchtegott Gellert 1715 9 Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 44. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 13. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. 1769. 26 Lob und Dank. 22. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. III 1. Wenn ich, o Schöp⸗fer, dei ⸗ne Macht, die Weis⸗heit dei⸗ner die Lie⸗be, die für al ⸗le wacht, an⸗be⸗tend ü⸗ber⸗ 24—.— —..— 2 II 1.—.—.— 23—. 1 DIie.eEReeE‚e. E II 1 0 2 um + I 2 1 3 3 L 4 0 50 so weiß ich, von Be-wun-⸗drung voll, nicht, 0————— 15— SSSSAST.— ZA 2—. 2——5 +— 12.—.——. *—— 2 1—11—— E II 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestätꝰ Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, wie ich dich er he-ben soll, mein Gott, mein Herr und Va⸗ter. bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ stand dich zu erkennen leitet: der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern: wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 23. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. — ů .SSI.IITITITITITITITITITITtTxTtTtTxT.TæT.. IT. —.— 7 ‚.— *+—** 1. Wie groß ist des All⸗-mächt-gen Gü⸗te! Ist der mit ver Hhär=te tem Ge ⸗ mü ⸗te den Univ.-Bibl. iess —— 8 Ver! Der 6 Wer h Er, d Wer f Ver Wer! Ists u Schau zu we wo di Gott Du ho durch Sieh, damit Und d und s Er so den W der ein Mensch, den sie nicht rührt, Dank er ⸗stickt, der ihm ge⸗bührt? Nein, sei⸗ne Lie⸗be zu er⸗ —*— mes⸗sen sei 3 mei⸗ne größ⸗te Pflicht: der Herr hat mein noch E I—.— HE, nie ver⸗ges⸗sen 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3 Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? ver⸗giß, mein Herz, auch sei⸗ner nicht. Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er; je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein: sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. II. Kirchliche Zeiten. 1. Sonntag. 24. Mel. Valet will ich dir geben. Q == D E— H FEWiEiiiEEEE E E————. H ..—— ö Laß mich dein sein und blei⸗ben, du treu⸗er Gott und Herr; von dir laß mich nichts trei⸗ben, halt mich bei dei⸗ner Lehr. 0—.— Er 2——— 666 4— +.—.—— 1———.—.—* 2—* — 2——— 4.— E— ⁴οẽ1— 2— ————— Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken, gieb mir Be ⸗stän-dig⸗ U +— FI 2——.2.2 SSSS S IIIII.I keit; da-für will ich dir dan-ken in al le E⸗ wig=keit. Nikolaus Selnecker 1530—1592. 25. 0—— ———.— 2 S. DPIPIPITPIIIPIJ——————..* ö ————. ö 1. Herr Je ⸗ su Christ, dich zu uns wend, dein 0— 1 ,, D 2* Pö—5..— 2 7 ö ö 40——.......— heil-gen Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er 44————— J*—I 2— 2— ö— 1—— 2 2. 2 II uns re⸗gier und uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. 2—. Thu⸗ bereit den G daß un Bis u Heilig Sonntag. 29 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Heilig, heilig ist Gott der Herr! 1651. 26. Psalm 100. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 9 é 2—— ———.—.——..——. . 2—.—— 2— ö E 2—— 1 *— * jauchzt dem Her ⸗ren, al ⸗le Welt! Kommt 1. Nun 0 2—.—.— 1 +— +„ 2 . 2 +* E** 2 L— 1.— L I— 2—.— + her, zu sei⸗nem Dienst euch stellt, kommt mit Froh⸗lok⸗ken, .SSSSS.SI. *** ö*— säu ⸗met nicht, kommt vor 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, sein hei=lig An⸗ge⸗sicht. 25 Erhebet Gott, lobsinget ihm, der uns erschaffen ihm zur. lobsinget ihm mit hoher Stimm, ottes und nicht wir selbst: durch Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat. 3 Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid. 4. Die ihr nun waͤllet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen Thoren ein lobsingt und lobet allesamt: Gott loben, das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit, voll Treu und Lieb zu jeder Zeit: sein Gnade währet dort und hier und seine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, mit Loben durch der Psalmen Klang, samt Gott dem werten heilgen Geist zu seinem Vorhof mit Gesang. sei nun und immerdar gepreist. (Nach Kornelius Becker 15611604.) David Denicke 1603-1680. — πππμ⁰πrnnnnin Sonntag. 27. 2 1. Gott Lob, der Sonn⸗tag kommt her ⸗bei, die Wo⸗che 25— e—.———— —IS.——1 2 2+——.———— 41— — 2— +—.— 2— 2—— 2— 12—— 1 I I E 12.——686—E822— 20.—— wird nun wie-der neu; heut hat mein Gott das Licht ge— Q* E———.——.——.——1 H „— 2 III SISISIIIIIIIIIIIIII I I.IIIIII————————— —— 7— macht, mein Heil hat mir das Le-ben bracht. Hal⸗le⸗lu⸗jah. 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Hallelujah. 3 Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Hallelujah. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich. Hallelujah. Johann Olearius 1611—1684. 28. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. [Oder: Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.) N* .SISIISISISIIIIII 1. Oerr, öf⸗ne mir die Her⸗zens⸗ thür, zeuch — IIIII d.,..s, durch dein Wort mein Herz zu dir, laß mich dein Wort be⸗ e—— , 8* 4.——. 2 I 2— 2 1 wah⸗ren rein, laß mich dein Kind und Er⸗be sein. r ö Sonntag. 31 2. 3. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dein Wort macht Leib und Seel dem heilgen Geist in einem Thron, gesund, der heiligen Dreieinigkeit dein Wort ist, das mein Herz erfreut,‚ sei Lob und Preis in Ewigkeit. dein Wort giebt Trost und Seligkeit. Johann Olearius 16111684. 29. ..— E‚.— 7—.———* 12— 0 ö — 2— 2. 2 2— 0 1. Lieb⸗sfter Je-su, wir sind hier, dich und dein Wort len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗gier auf die sü ⸗ßen —— V [E: +— III——. FP.— D—— —F. 2— E.—— E J—— 1—2 2—II 7—— E— an⸗ zu ⸗hö⸗ren: 1— 0 Him⸗mels⸗leh⸗ ren, daß die Her⸗-zen von der Er-⸗den 9— ——— 3——v II RHF E ind. E— 2.— * ö ganz zu dir ge⸗zo⸗ gen wer⸗den. 2. 3. u Unser Wissen und Verstand O du Glanz der Herrlichkeit, Wt, ist mit Finsternis umhüllet, Licht vom Licht aus Gott geboren, wo nicht deines Geistes Hand mach uns allesamt bereit, uns mit hellem Licht erfüllet; öffne Herzen, Mund und Ohren; Gutes denken, thun und dichten unser Bitten, Flehn und Singen mußt du selbst in uns verrichten. laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausnitzer 1618-1684. 30. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. — — 2 SPIPIPIIDITF.II.II— — Un⸗sern Aus-gang seg ne Gott, un⸗sern Ein⸗gang e ů 2 —— 7 GIII un ⸗ser täg ⸗lich Brot, seg-ne un ⸗ser , e ,. EEEE... +2 glei⸗ cher⸗ma⸗ßen, E eg⸗ne uns mit sel⸗-gem Ster-ben Thun und Las ⸗sen, seg sel⸗g 4 4 4— I 1 ................ 2.— 1— 1III + und mach uns zu Him⸗mels⸗-er-ben. Hartmann Schenk 1634—1681. Sonntag. 31. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. —— SSSSISS— — 1. Höch-ster Gott, wir dan ken dir, daß du uns dein Gieb uns Gna⸗de, daß auch wir nach dem⸗sel- ben 1—— — D— +I——— SISIIIIITTITITITTIIIIIIIITITT.TITIT...... 4.— — 2— 5 7. vort ge⸗ ge⸗ ben.. 2 und den Glau⸗ben al⸗so stär⸗E hei⸗lg le ⸗ben, 6 so stär ⸗ke, 0——.— E 112—— +—— S22.· J H— III EZA—** D——.—— 2— 2 II 2.—. 2 E 2.2 II daß er thä⸗tig sei durch Wer⸗ke. Unser Gott und Vater du, Gieb uns, eh wir gehn nach Haus, der uns lehret, was wir sollen, deinen väterlichen Segen. schenk uns deine Gnad dazu, Breite deine Hände aus, gieb zum Wissen uns das Wollen, leite uns auf deinen Wegen. laß uns ferner noch gelingen Laß uns hier im Segen gehen, auch zum Wollen das Vollbringen.] dort gesegnet auferstehen. Johann Adam Haßlocher 1645—1726. 32. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 1. Gro⸗ßer Gott von al⸗ten Zei⸗ten, des⸗sen Hand die Welt re⸗giert, des⸗sen Treu auf al⸗len Sei⸗ten mich von Ju⸗gend auf ge⸗führt, H.—. 4455——5.———I F ↄꝓ 2.. 4 E— EEE*——1 heu=⸗te weckt des Ta-ges Lauf mich zu lau⸗-ter An⸗dacht auf. + 2. 3. Ach wie lieb ich diese Stunden, Habe Dank für diesen Morgen, denn sie sind des Herren Fest, der mir Zeit zum Guten schenkt;— das mit so viel Trost verbunden, das sind unsre besten Sorgen, da mein Gott mich ruhen läßt wenn der Mensch an Gott gedenkt, und durch seinen guten Geist wenn er betet, wenn er singt, mir den Weg zum Leben weist. daß es durch die Wolken dringt. Haus, 4. Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. Sonntag. 5 O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann 1648—1715. Mel. Die Tugend wir durchs—.— geübet. 0 ⁴— ů —— ——————. E — 2—— 1. Be⸗schwertes Herz, leg ab die Sor-gen, es kommt der 6 Mor⸗-gen, — er ⸗he-be dich, ge⸗ da Gott zu ru⸗ hen ——..— ———— beug⸗ tes Haupt: uns er⸗laubt. 2—3 Die Ru⸗he hat er vor⸗ge⸗schrie⸗-ben und ——— r Ei 238385 selbst den Ru⸗ 1— tag ge-weiht; auf, auf, des Herrn 0 1..———..— 3— —,,—— U+——— e DI Ln bot zu ü⸗ben, zu sei⸗nem Dienst sei gern be⸗reit. 2 4. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß ferne stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tempel gehn, ihm zu erfüllen deine Pflichten, froh zu vermehren seinen Ruhm, in tiefster Demut zu verrichten dein geistlich Werk und Priestertum. 3 So bin ich, Gott, vor dir erschienen und fleh um deines Geistes Kraft. Wie kann ich dir wohl würdig dienen, wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, wenn er nicht stillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, wenn er nicht stärkt mein blödes Herz? Kann meines Herzens Harfe klingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden,, wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, in mir verzehrt die Lust der Erden und mich belebt für jene Welt? . Erkauft hat Jesus mich so teuer, zu seinem Tempel mich geweiht: hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, die Fülle deiner Herrlichkeit; vollführe, was du angefangen, neig auch zu mir dein Angesicht, dann ist der Seele aufgegangen des Sabbaths rechtes Freudenlicht. Nach Christoph Wegleiter 1659—1706. 3 Sonntag. 34. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. D DDRD——————————————— 2..—De——— 2.—. 1. Licht vom Licht, er-leuch=-te mich bei dem neu ⸗en Gna⸗den⸗son-ne, stel-le dich vor mein mun⸗tres ⸗....3 ————————— woh-ne mir mit Glan ⸗ze bei,‚ 2. Brunnquell aller Süßigkeit, laß mir deine Ströme fließen, mache Sinn und Herz bereit, deiner Gnade zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit heilig, heilig, heilig! singen und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwingen; gieb mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. 27 Dieser Tag sei dir geweiht: weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in deiner Liebe ruhn. 6. Du bist mehr als Salomon: laß mich deine Weisheit hören; ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen ehren, bis mir deine Sonne lacht und den schönsten Sonntag macht. Benjamin Schmolck 1672—1737. 35. 1. Thut mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te, füh⸗ret mich in Zi⸗on ein! Ach wie wird an die⸗sem Or⸗te mei⸗ne See⸗le fröh⸗lich sein: — EiiiiEEEEE—— 5— +.— SII 1.——.— +— hier ist Got⸗tes An⸗ ge⸗sicht, hier ist lau=ter Trost und Licht. 4 V Ich komn Wo da is zeuch laß! Laß heilg daß ein! Heil zeud Mat wen gieb und prä laß ngen; 2 2 H. 2. Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier; zeuch doch in mein Herz hinein, laß es deinen Tempel sein. Ich bin, 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt; gieb mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. Sonntag. Stärk in mir den schw achen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüͤllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt. Speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not. 62 Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann. Lasse mir dein Manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammerthal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck 1672—1737. 36. Mel. Wunderbarer König. —.— — 2 — i 1. ————— 2— . 1. Gott ist ge⸗gen⸗wär⸗tig! Las⸗set uns an ⸗be ⸗ten . Gott ist in der Mit-ten!— les in—— ———— ½1ù... —. und in Ehrfurcht vor ihn tre⸗ten. in⸗nigst vor ihm 54 und sich Wer ihn kennt, wer ihn nennt: ————— ——— — schlagt die Au- gen 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. nie⸗der, Herr, vernimm kommt, er⸗ 4at euch wie-der! unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und Freuden; da liegt unser Wille, 3* Seele, Leib und Leben, dir zum Eigentum ergeben: du allein * sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten: laß mich so 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit: du vertreibst mir alles Leid. —— Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte Sonntag. still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 6. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit. Laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 7. Herr, komm in mir wohnen, laß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden: komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 37. Mel. Gott des Himmels und der Erden. EFr lie⸗ber Tag, —0 —— sei⸗ne Lieb-lich-keit recht das In⸗ner⸗ste er-freut. zu des Vaters grüner Au; da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu thun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich sals nur Gotteswerk für mich. Ich heut denn von wen mit Her und laß gieb daß rech DF1 fI 709. Sonntag. 37 O. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Lehr und Trost gewinnen, gieb zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. 2 Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet't und singt, solches in dein Herze dringt. 8 Gieb, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbath halten mag. Jonathan Krause 1701—1762. 38. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. — 1. Zei⸗ge dich uns oh-ne Hül-le, ström auf uns der Gna daß an die⸗sem Got-tes-ta⸗-ge un ⸗ser Herz der Welt ent⸗ W —.—.........—— D Z352 59——0 daß durch dich, der starb, vom Bö=sen ——— EEE....— —2——.——— 42— uns Ge-fall-ne zu er U —— ———— f— H..—— 55— 2—..— H.— 229 ö 4— II 2 2—ů Qͤi mei⸗ne 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbathstille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Selgen dann verkläret, wenn der Sabbath ewig währet! Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab einst höre, mit dem Va⸗ter sinds nicht Überwinderchöre? sich ver ei- ne. Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen. Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1805. Sonntag. 39. Mel. Alle Menschen müssen sterben. H 225.—5 12 DDD 1. Das ist ei⸗ ne sel⸗ge Stun⸗ 9. Je⸗su, da man dein ge-denkt und das Herz von Her-zens-grun⸗de tief in dei⸗ne Wunden senkt. Q—.— 4 FF................... TT 599 4—— Wahrlich, nichts sals Je-sum kennen, Jesum suchen, finden, nen⸗nen, 790 E— E..„— , E das er ⸗fül⸗let uns⸗re Zeit mit der höch— 0 Se⸗lig⸗ keit. 2. 3. Jesu, deine Gnadenquelle Nun so laß 4uh diese Stunde fließt so gern ins Herz hinein; dein Gedächtnis in uns sein; deine Sonne scheinet helle, in dem Herzen, in dem Munde denn du willst genossen sein. leb und herrsche du allein. Und bei aller Segensfülle Laß uns deiner nie vergessen: ist dein Wunsch und ernster Wille, wie Maria still gesessen, daß man, weil dein Brünnlein voll, da sie deinen Mund gehört, unaufhörlich schöpfen soll. also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf 17251761. 40. ö —— 2 2..— a e—.— 555. Je ⸗ho⸗-vah! Je- ho-vah! Je-ho-vah, dei-nem Na⸗-men sei 1—, L. E—— e— Eh-re, Macht und Ruhm! A-men, A-men!— einst der r..—— ——— Se E Tem⸗pel die⸗ser Welt auf dein Wort in Staub zer⸗fä illt, soll in — —. 1————— Hei⸗lig! un⸗sern Hei⸗ 5 er⸗ iiI EXX — . Advent. —* ..——5 A — +—— 7——— TLEE E..EE.——.——2.—— . 0—.——— 6— schal=len. Hal⸗le ⸗-lu⸗ 19 Hal ⸗-le lu⸗-jah! Gottlieb Konrad Pfeffel 1736—1809. 2. Advent. 41. 2½— e.— 39. 1. Macht hoch die Thür, 5—8 Thor macht weit: es kommt der 1— e e Herr der Herr=lich⸗keit, ein Kö-nig al„ler Kö u⸗ nig⸗ — e. reich, ein Hei-land al ler Welt zu⸗ gleich, der Heil und EE.. 29665—.————— ——— I EEEEETETEEEEETEEEEEE 5 Le⸗ben mit sich der⸗hal-⸗ben jauchzt, mit Freu⸗den singt: Ge⸗lo-bet sei mein Gott, mein Schöp⸗fer reich von Rat! oder: STEEEE 1. Macht hoch die Ihne, die ann macht Weik⸗ es kommt der Herr der ů.... E 2.——7 Herr⸗lich⸗keit, ein Kö⸗nig al-ler Kö⸗ anigreich, ein Heiland al⸗ler i =2 0 .— E————— Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit 40 Advent. 55 en, —.. Freuden singt: Ge⸗lo⸗bet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von That! 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Eur Herz zum Tempel zubereit't; die Zweiglein der n steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll 53 voll Gnad! Komm, o mein Oeland Jesu Christ, meins Herzens Thür dir offen ist; ach zeuch mit deiner Gnaden ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein, dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590—1635. 42. Rel. Nun komm, der Heiden Heiland. 0——. r ISSSS 1. Gott sei Dank durch al⸗le Welt, der sein Wort be⸗stän⸗dig hält + + und der Sün⸗der Trost und Rat zu uns 105 Lensene det hat. Was der alten Voter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt in Zions Hilf und Abrauts Lohn, Jakobs Heil, der Jungfraun Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sündenlust. — Advent. 41 6. Und gleichwie dein Kommen war, voller Sanftmut ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit. +7 12 Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich aller Angsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan; 9 Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, um 1640. 43. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. : VV9—5 EIEEEETITTTITITTTITTIIT—.—v ...EEESEEES— 1. Kommst du, kommst du, Licht der Hei⸗-den? Ja, du kommst und Q N 2——3.— DDD—.————.—.— 97——.—.— 3—————1 säu⸗mest nicht, weil du weißt, was uns ge⸗bricht; o du star⸗ker 0—.————— er e Ln u ree, neen drrt, 4 EEE é 2— E=e—3.. Trost im Leiden, Jesu, meines Herzens Thür steht dir offen, komm zu mir. 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jungfraunsohn; meine Sinne spüren schon deinen gnadenvollen Segen, deines Geistes Wunderkraft, welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin, schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. . Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben; dann so will ich für und für Hosianna singen dir⸗ Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 44. Mel. Aus meines Herzens Grunde. — 04—.— — 1—— SISSISISISISII‚eeeeeE. .—.———— —2—* 2. 1. Nun jauchzet all, ihr From- men, zu die⸗ser EGna den⸗zeit, weil un⸗ser Heil ist kom men, der Herr der Herr⸗lich⸗keit; —969§2—2—————.—J gänz⸗lich zu zer ⸗ stö 2. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 3 Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt. Sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. ren des Teu⸗fels Reich und Macht. 4. Ihr Armen und El lenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, dem Könige zu singen, der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, der all eur Klag und Weinen verwandeln wird in Freud. Er ists, der helfen kann: halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig; er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer 1606-1673. 45. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. EH i Mit Ernst, o Wwhcen kin-der, das Herz in euch be— stellt; bald wird das Heil der Sün— der, der wun-der⸗star ke Held, —3—.————— den Gott aus Gnad al —— lein der Welt zum Licht und . — L *1 Le-⸗ben ver-sprochen hat zu 2 Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; ge⸗ben, bei al-len keh-ren ein. macht alle Bahnen recht: die Thal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. 1673. 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. Advent. 4. Ach mache du mich Armen ö‚ zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. Valentin Thilo 1607-1662. 46. Mel. Aus meines Herzensgrunde. Em⸗ pfa⸗het un⸗ Lee Auf, auf, ihr Reichsge ⸗nos ⸗ sen, eur Kö⸗nig kommt her⸗an! sen den gro⸗ßen Wun-dermann. + 7 10 I TR 5 2 — Ihr Christen, geht her-für, laßt uns vor al⸗len Din⸗ Aer 2 I—— 2 ⁰ Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn l. I. können: im Nachtmahl,— und Wort. Auf, auf, ihr Welgeplagten der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. Seid fromm, ihr Unterthanen, der König ist gerecht; gen mit hei⸗ 5 3ger Be ⸗gier. laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles schlicht. Fürwahr, er meint es gut, drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit Mut. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. r selbst des Tiers gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 6. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein 44 Advent. noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 4 So lauft mit schnellen Schritten, den König zu besehn; dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 8. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. Ja König, hocherhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 9. Nun Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist 1607—1667. 47. Mel. Werde munter, mein Gemüte. D — EEE + 5 ö 1. War⸗ um willst du drau⸗ßen ste-hen, du Ge⸗-seg-ne⸗ Laß dir bei mir ein-zu ⸗ge-hen wohl-ge— fal ⸗len, Q U ö EU —h 1 —5 1—I—*—* I—4— 2—— 2 2— 24—— +—— 1 + ter des Herrn? du mein Stern! Du mein Je ⸗su, mei ⸗ ne Freud, 2— E rech ten Zeit, hilf, o Hei ⸗land, W H EU —————— 5——— +—.——.— ——&—...2—— 7 +*— — 62— 2 2 2.——— 2. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Not bei der Welt und ihren Kindern, fall ich nur in neue Not: da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär. mei⸗nem Her-zen von den Wun-den, die mich schmer⸗zen. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 4. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ: dein Erfreuen ist die Weide, da man immer fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe n laß u Fesu, Freu jetzo sein heiß und gieb öffne llag Vas das 1667. ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken; Jesu, komm, laß dich erblicken. 5. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gieb dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 6. Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft: Advent. Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen. 7. Alles dient zu deinem Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt 1607—1676. 48. [Oder: Mel. Valet will ich dir geben. D 1. Wie soll ich o al ⸗ler Welt Ver⸗lan⸗-gen, ——— ——— O Je⸗su, Je⸗su, set⸗ ze mir selbst . ...——— 0 — S mit, was dich er⸗göt-ze, mir kund und wis⸗send sei. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen und hast mich froh gemacht. 4 Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los: ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum thut. 2. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, womit du alle Welt . 9NEE. 46 in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr: seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 25 Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen;⸗ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; Advent. nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld: er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick: er kommt, er kommt ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande sind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt 1607—1676. 49. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 2.— D 26— + 3——755 ————— 25 ——— Komm, Heidenheiland, Lö-segeld, komm, schönste Sonne dieser Welt, laß — 2—— .———* EESSS. ——. 9 abwärts flammen dei-nen Schein, denn so will Gott ge-bo⸗ren sein. 2. Komm an von deinem Ehrenthron, Sohn Gottes und der Jungfraun Sohn; komm an, du zweigestammter Held, geh mutig durch das Thal der Welt. Du nahmest erdwärts deinen Lauf und stiegst auch wieder himmelauf: dein Abfahrt war zum Höllenthal die Rückfahrt in den Sternensaal. 5 4. — höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg hier dieses Fleisches Reich; denn unsres siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Himmelskraft. 9. Es glänzet deiner Krippen Strahl, ein Licht leucht't durch dies finstre Thal, es giebt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverlöschlich sein. Nach Johann Franck 16181677. Hos kom uns wil du H˙ Eh all. das De un H0 Wi die eien „ 676. Advent. 50. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. — 22 SSSSS‚DD—.— ————.————— 1 2— 1. Ho⸗si⸗an⸗na! Davids Sohn kommt in Zi⸗on ein⸗ge⸗zo ⸗ gen. Ach be⸗rei-tet ihm e setzt 64 tausend Ehren⸗bo ⸗gen; —— i streu⸗et Palmen, ma⸗chet Bahn, daß e er Ein-⸗zug hal eten kann. 2 ach so laß uns unverdrossen Hosianna! sei gegrüßt, deinem Zepter dienstbar sein, komm, wir gehen dir entgegen; herrsche du in uns allein. unser Herz ist schon gerüst't, 5. will sich dir zu Füßen legen. ihenn 3 uns bei, Zeuch zu unsern Thoren ein, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, du sollst uns willkommen sein. daß wir Shne Heuchelei 3. dir das Herz zum Opfer bringen. Hosianna! Friedefürst, Du Rimmest keinen Jünger an, Ehrenkönig, Held im Streite, der dir nicht gehorchen kann. alles, was du schaffen wirst, 6. das ist unsre Siegesbeute. Hosianna nah und fern! Deine Rechte bleibt erhöht, Eile bei uns einzugehen, und dein Reich allein besteht. du Gesegneter des Herrn; 4. warum will du draußen stehen? Hosianna! lieber Gast, Oosianna! bist du da? wir sind deine Reichsgenossen, Ja du kommst, Hallelujah! die du dir erwählet hast; Benjamin Schmolck 1672—1737. 2 51. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. — .............. 1 Dein Mitt⸗ler kömmt; auf, blö⸗de See ⸗le, die Mo sis Fluch und die in 9—.— ban ⸗ gen Trau⸗er⸗höh le in Fesseln trü⸗ber E n 2. bl n Tra ——— ckt ö N Eüwrht— 4 Der Fluch ver-geht, die Ban-de sprin⸗gen, 2———— es rei⸗ßen Sa⸗tans fes⸗=te Schlin-gen, die den ge⸗ Advent. —.—..—————————— 2 22 ů —* 2— e. fang-nen Geist be-⸗ klemmt; du kannst nun Heil und ———— LEV H——*—— + 2—1— 1 L. —.—— 2— Frei⸗heit hof fen, Gott ist ver-söhnt, sein Him-mel of⸗ .—.— ů ů— 105—.—...... ö.... S E F———— fen: dein gna⸗den⸗vol⸗-ler Mitt ⸗ler kömmt. 2. der dich wird so zu schützen wissen, Dein Lehrer kömmt; laß deine Ohren daß dich kein Angststrom über⸗ auf seinen Mund gerichtet sein. schwemmt. Er zeigt den Weg, den du verloren, Thu wie getreue Unterthanen, er flößt dir Licht und Wahrheit ein. komm her und schwör zu seinen Was unter dunklen Schatten stecket, Fahnen: das hat dir dein Prophet entdecket, dein längst verlangter König kömmt. er hat das Reich der Nacht gehemmt. Er klärt dir auf des Vaters Willen 4 er giebt dir Kraft, ihn zu erfüllen; dein A und O Dein Alles kömmt, dich zu ergötzen 9 3 251427 ist vor der Thür; dein weisheitsreicher Lehrer kömmt. wer dieses Gut recht weiß zu schätzen, 3. vertauschet gern die Welt dafür. Dein König kömmt, doch ohne So greif denn zu mit beiden Händen, Prangen, sein Aufzug ist an Armut reich. Auf, deinen Fürsten zu empfangen, der dir an tiefster Schwachheit gleich! Komm, Hand und Zepter dem zu da dich, mein Geist, von allen Enden ein solches Gnadenmeer umströmt; nimm weg den Damm, thu auf die Thüren, laß dich zu nehmen willig spüren: küssen, o armes Nichts, dein Alles kömmt. Johann Jakob Rambach 1693—1735. ⁰ 52. 2— H D..— —... 1. Ho⸗si⸗an⸗na, Da⸗vids Sohn, sich er-he⸗-bet auf den Thron ü-ber Ja⸗kobs Haus und Samen, der in sei⸗nes Va⸗ters Na⸗men — + .SSDT————— ————— 2 2——.—*—2—— welchem Gott ein Reich bestimmt, dem die Rei-che die-⸗ser Er⸗den 9 ö—— PFFPFPTTIII—— 25 ————.—— al⸗le müs⸗sen dienst⸗bar werd 2—1.98—— + en, und das selbst kein En⸗de nimmt. nd of⸗ vissen, über⸗ t; seinen ymmt. ötzen, ür; ätzen, ir. inden, Inden ömt; f die ren: mmt. 177³⁵· Advent. 49 2. Sei gesegnet, teures Reich, Schreibe, Herr, mich auch mit an das ein solcher Herr besitzet, unter deinen Unterthanen. dem kein Herr auf Erden gleich, Ich will dir, so gut ich kann, der das Recht mit Nachdruck schützet. in mein Herz die Wege bahnen; Schwinge dich in stetem Flor, ich geselle mich im Geist groß durch Frieden, reich an Freuden zu denselben großen Reihen, unter Juden, unter Heiden die das Hosianna schreien: mit vermehrtem Glanz empor. Sohn des Höchsten, sei gepreist! 3. 2. Deines Königs Majestät Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, müsse jedes Volk verehren, seid ermuntert, meine Sinnen! und so weit die Sonne geht, Jesus und sein Gnadenreich müsse sich sein Ruhm vermehren.[wird bei euch nun Raum gewinnen. Selbst der kleinen Kinder Mund Kommtund schwört den Huldgungseid, mache zum Verdruß der Feinde kommt und küßt den Sohn der Liebe! und zur Freude seiner Freunde Ach daß niemand außen bliebe: seinen großen Namen kund. hier, ach hier ist Seligkeit. Johann Jakob Rambach 1693-1735. 53. Mel Alein Gott in der 505 sei 4 H.——. EU S 43— ů E * 4. Gott Lob, ein neu⸗ es Kirchenjahr macht uns die gro⸗e Treu ⸗e des ew⸗gen Gottes of⸗fen⸗bar; und nun will er aufs neu ⸗e 0—4— .I.....F. I - 3. 2—— ů —————1 ö + F den al⸗ten hoch-be-schwor⸗nen Bund, den ein- 30 0— 2—.————— rn eee dirn*— —. Erl. E fes⸗ten Glau⸗bensgrund durch sei-nen Geist 308 leh ⸗ren. 2. die wir auf uns geladen, Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm nimmt unsern eignen Ruhm dahin; dem höchsten Herrn zu singen! denn sie bewies den alten Sinn Dein königliches Priestertum noch stets mit neuen Sünden. muß Dank zum Opfer bringen. 4 Gelobt sei Gott, der durch sein Wort Ach Herr, gieb uns den neuen Geist die Christenheit und diesen Ort 900 mach Wi durch die Güte, zu seinem Tempel weihet. die sich an uns aufs neu erweist, 3. erneuert im Gemüte. Wir sind nicht wert der neuen Huld Den neuen Menschen zieh uns an, des Gottes aller Gnaden: der dir allein gefallen kann des alten Menschen alte Schuld, in seinem ganzen Leben. 4 50 Advent. 5. der Herde rein zu geben. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort Laß alle Hörer Thäter sein, samt Tauf und Abendmahle, damit kein heuchlerischer Schein so wandern wir mit Freuden fort des Glaubens Kraft verleugne. in diesem finstern Thale. 7. Herr, segne dieses Kirchenjahr: So halten und vollenden wir laß Kirche, Schul, Tauf und Altar das Kirchenjahr auf Erden; uns deine Wege zeigen. dabei befehlen wir es dir, 6. wie wir es enden werden. Gieb deinen Hirten Kraft und Geist Hier bleibt die Kirche noch im Streit; zu reiner Lehr und Leben, kommt aber einst die Ewigkeit, dein Wort, das Gottes Weide heißt,‚ dann wird sie triumphieren. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. 2 54. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — SSSSSE.—— 1. Der Hei⸗land kommt: lob-sin-get ihm, dem Herrn, dem al=le Er kommt, der ein ge-bor-ne Sohn, ver-läßt des Himmels +*.— +. rre,.——— N II.II......I. II...... C 1— LI.—II— +——— =ra⸗-phi 5 Hei⸗lig! Hei-lig! sin⸗gen. 2—— Se⸗ra⸗phim da Hei-ligl Hei⸗lig! sin-gen Preis dir, ho⸗hen Thron, um Heil der Welt zu brin-gen. 0.—.— V—— 1 e,, dne n,iden — 2 L 1 2 1 daß wir von den Sün⸗-den Ret⸗tung fin-den, Gnad em⸗-pfan⸗ —— e, K, HW. + 1— 2*——IH 2— 1— 2—. . ö ö, gen und zum Him-mel-reich ge-lan-gen. 2 3 Willkommen, Friedefürst und Held, Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Erlöser, Mittler, Heil der Welt, Heil, Leben, ewge Seligkeit; willkommen hier auf Erden! sei hoch dafür gepriesen! Du kommst der sündgen Welt zu gut, O Herr, zu arm und schwach sind wir, du kleidest dich in Fleisch und Blut,. die Treue zu vergelten dir, willst unser Bruder werden. die du an uns erwiesen. Ja du, Da wir Jesu, ganz hier kommst uns Armen voll Erbarmen im Verderben müßten sterben, bringst mild entgegen, du Leben; wandelst unsern Fluch in Segen. o was kannst du Größres geben? Wir und nach Verw und — 2 ein Advent. fällt zu handeln; 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz und wollen fromm in Freud und freundlich, zeig dich Schmerz hilf uns Schwachen, daß wir wachen, nach deinem Vorbild wandeln. beten, ringen Verwirf dies unser Opfer nicht und zu deinem Reiche dringen. und gieb uns deines Geistes Licht, 1778. 55. Mel. Heilig ist—. der Vater. —,.e.. 2— L Dein Kö⸗nig kommt, o—.— er keh⸗ret bei dir ein: auf, 10———— ..... I DE 2—2 2——. las⸗set uns ihm Pal⸗-men streun! 2. Sansten mü⸗tig Enmn er — 2—— SSISSSSSSS 2— in sein Reich: jauchzt ihm, al⸗le Lan-de, freu⸗et euch! I., iDi‚PDꝑ‚ꝑ‚ꝑPꝑ‚ꝑ‚ꝑ‚i‚iꝑiIiꝑcꝑitIieiei‚i‚i‚i‚iiei‚i‚ee‚ii‚i‚ieiee 2— oi ⸗ an⸗ na, in der Ho: he 3. Der I— HA 2 2—— ENE 2 2— — 2.— 1—. — 1— 1— 1 Herr ist da, Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ jah! Prei⸗set sei ⸗ nen eN .————— ů— H DDDD. —— Na⸗men! Ho ⸗si ⸗an ⸗ na! A⸗men, A⸗ men! Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 56. — 1—— E ů—*—5————— —. Dein Kö⸗ 550 in nie⸗dern Hül⸗len, ihn trägt der last-barn —.6——— 55 ,, .—— Es⸗lin Fül⸗len; häl ihn froh, Je⸗ru⸗. em! Trag ihm ent⸗ 4 Advent. r—— e,.— 655 ge⸗gen Friedens- pal⸗ men, — be⸗——— den Pfad mit grü⸗ nen — —— 555585„ ö 2 + Hal⸗men: so ists dem 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht: es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 20 Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründest, unterthan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht; Her⸗ren an⸗ge⸗ Ichn du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen, und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rückert 1788—1866. 57. Mel. e Jesum laß ich nicht. — 1.— öPäi 1. Auf und mache dich be-reit, denn dein Kö⸗nig kommt ge⸗gan⸗-gen; thu ihm auf die Tho⸗ re weit, um ihn wür⸗dig zu em⸗pfan⸗-gen; SRSDSSSRRTSTTTSSE.. eb ne freu-dig ihm den Pfad, wenn er dei-nem Her-zen naht. 2. Denke, wie er für dich stritt und den Frieden dir erworben, wie er Schmach und Schmerzen litt und am Kreuz für dich gestorben, wie er ging zum Vater ein, daß du könntest selig sein. 3. Nimm ihn auf, den hohen Gast, zünd ihm an der Andacht Kerzen; gönn ihm eine stille Rast, bett ihn sanft in deinem Herzen; gieb mit demutsvollem Sinn dich ihm ganz zu eigen hin. Laß halt schlin hrü⸗nen D 2.—— ehm. Triften Usiften, nd Tod. d Treue, neue verstört. enieden Frieden, t. siegen, liegen, limmen hronen, wohnen ms. 1866. naht. Gast, kerzen;- rzen U 4. Laß ihn nicht von dannen ziehn, halt ihn fest für alle Zeiten, schlinge liebend dich um ihn Weihnachten. 53 und laß nichts von ihm dich scheiden. Denn mit ihm kannst du allein glücklich hier, dort selig sein. Julius Karl Reinhold Sturm 1816. 3. Weihnachten. 58. Mel. Der Tag der ist so freudenreich. W von ei⸗ner Jung⸗frau tu — 2 ö.— [EEE:— H—— 7.——— 4 2—— + +—— e 7 E—— 2*— 1 C 2—— en———————— 1 1. Ein Kin⸗de⸗lein so lö ⸗be⸗lich ist uns ge⸗bo⸗ren ⸗gend⸗-lich, zu Trost uns ar⸗men —— EEEE. [Eae— 2S22——92*— Eul 1 1—— 5 II————— 1— *— heu ⸗-te ö n en Wär uns das Kind⸗-lein nicht ge-born, so 0——— *. + 2 2——4 1*V öWWPSPSPSPSPSSPSSSSS‚E... IIII...... 2 DIDDSIE wärn wir all⸗zu-mal ver⸗lorn; das Heil ist un⸗ser al-ler. 0— ů—b—— E—————.— .S............I........ T E—— E—..—...———— — ů 2—— Ei du sü⸗ßer Je⸗su Christ, der du Mensch ge⸗bo⸗xen bist, be⸗ 0—.— +. II EXYI.— II— F 1* 2* II 2* + 2 1—— II hüt uns vor der Höl ⸗le. 2. Der Tag der ist so freudenreich, zu loben Gottes Namen: daß Christus von dem Himmelreich auf Erden zu uns kommen. Groß ist die Demut, Huld und Gnad, die Gott vom Himmel bei uns that: ein Knecht ist er hie worden, in allm, doch ohn Sünd, uns gleich, daß wir ewig werden reich; trug unsre Sündenbürde. 3. Wohl dem, der dieses Glaubens ist, mit ganzem Herzen trauet; dem wird die Seligkeit gewiß. Wohl dem, der darauf bauet, daß Christus hat genug gethan für uns, damit wir Heil empfahn von Gott, dem ewgen Vater. O welch große Wunderthat: Christ trägt unsre Missethat und stillet unsern Hader. 54 Weihnachten. 4. Des dank ihm alle Christenheit für solche große Güte und bitte sein Barmherzigkeit, daß er uns fort behüte vor falscher Lehr und bösem Wahn, der unsern Seelen schaden kann; er woll all Schuld vergeben. Vater, Sohn und heilger Geist, wir bitten von dir allermeist: laß uns in Frieden leben. 59. 0— n re d,, E 1. Ge⸗— seist du, 360 su hü daß du Meusch ge⸗ V 1——— — Do⸗ ren bist von ei⸗ner Jung⸗frau, das ist Wuhr, os 0—. E—— I——— b 4—— 2—.— freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal⸗le⸗lu ⸗jah. 2. 5 Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Hallelujah. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Hallelujah. Das ewge Licht geht da herein, giebt der Welt ein neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Hallelujah. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in sein'm Saal. Hallelujah. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Hallelujah. Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an; des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Hallelujah. Martin Luther 1483—1546. — 2 9 P La, Vom Him⸗— hoch da komm ich her, ich 227— euch 4 ö—————. E ů—.—.— ö*..—.—,— ETEII + 1——.—— 2 1— 2 4 1 —4 L— 1 1— 1 neu ⸗e Mär, der gu⸗ten Mär bring ich so viel, da⸗ ————————.———— jah. von Art, ard merthal, m Saal. rm, leich. 83—1546. Weihnachten. — E IS.............. LEE——— A EE.2 2. DIN 5 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht: da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 2— Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin: was liegt doch in dem Krippelein? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 8. Sei uns willkommen, edler Gast, von ich singn und sa⸗gen will. 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 1. Der Sammet und die Seiden dein das ist grob Heu und Windelein, darauf du König groß und reich herprangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch thut. 13. Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß nimmer ich vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? der uns schenkt seinen eingen Sohn, des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. „Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi 1535.1 Martin Luther 1483-1546. 61. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. Weihnachten. 2 EU◻ PFIIIIII T 1 — sagten ihn'n: Ein Kindlein zart das liegt dort in der Krip⸗-pen hart, 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3 Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewge Gut. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; es mögen viel euch fechten an: dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht: des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit. Martin Luther 1483—1546. 62. 0— —e— 2 2—77 2²—.— . 1. Lobt Gott, ihr Chris⸗ten all-zu⸗gleich, in sei⸗nem höchsten ————— ——— ETTT 2— EDSI— ——— 32——— Thron, der heut schleußt auf sein Him- mel-reich und —g 2——— H 5— ö ö nn Ed FF T IIH schenkt uns 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß „N in einem Krippelein. Er äußert sich all seiner Gwalt, wird niedrig und gering und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, 2) der Schöpfer aller Ding. 4. Er wechselt mit uns wunderbar, sei-nen Sohn, und schenkt nimmt Fleisch an, wird uns gleich, uns sei-nen Sohn. beut uns die klare Gottheit dar in seines Vaters Reich. 1 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher ) das herze Jesulein? 6. Heut schleußt er wieder auf die Thür. zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür: ) Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Herman 4 1561. ö hart, Höll, Gesell. n nicht, cht; n: n kann. recht, chlecht: 1546. udlicher Weihnachten. 63. .— 4—— D EEʒ‚.— 3. 2. ———2— L 1* 1 L— — L L 1. Freu⸗et euch, ihr Chris⸗ten al-⸗ le, freu⸗e sich, wer Q— 1222—— E—— 3. 1———4 7 2— +— IJ. 2—— 1 2I 1 1 ——j—*** 2„*— V + —7 2— im⸗mer kann: Gott hat viel an uns ge-⸗than. Freu-et euch mit 0—.—.—. —4 1 U☚ͤ....EE E EH 2—— 13 2 ů— gro⸗ßem Schal-le, daß er uns so hoch ge⸗acht't, 9 5———— E EEESSESEEEE ꝗ..P.......... ich mit uns befreundt ge⸗macht. Freude, Freude ü⸗ber Freu⸗de: 9 T—— , ,e:, e Di ‚.e. 2 CE— 2 + +7—— 2 1*—— 2 2 1 2— 2 I Chris⸗tus weh⸗-ret al⸗lem Lei-de. Won⸗ne, Won⸗ne E—— 1—— EV—* iDiiiiiiiE —. 2—— H ü⸗ber Won⸗ne: Chris⸗tus ist die Gna-den⸗son⸗ne. 2. so empfindet Herz und Sinn Siehe, siehe, meine Seele, Freude, Freude über Freude: wie dein Heiland kommt zu dir, Christus wehret allem Leide; brennt in Liebe für und für, Wonne, Wonne über Wonne: daß er in der Krippen Höhle Christus ist die Gnadensonne. harte lieget dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Lu wehret allem Wn onne, Wonne über Wonne: 1u erqnlicten deine Brider; Füri 1 74 guicken deine Brüder; Christus ist die Gnadensonne. gieb der ganzen Christenschar 3. Frieden und ein selig Jahr. Jesu, wie soll ich dir danken? Freude, Freude über Freude: Ich bekenne, daß von dir Christus wehret allem Leide. meine Seligkeit herrühr: Wonne, Wonne über Wonne: 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden an; schenke, was man bitten kann, o laß mich von dir nicht wanken; Christus ist die Gnadensonne. Christian Keymann 1607-4662. nimm mich dir zu eigen hin, Weihnachten. 64. Mel. Warum sollt ich mich denn s — — 3——— .—————— V)..— ö——— 1 Sroh lich soll mein Her-ze sp 157 rin⸗gen die-ser De da vor Freud — r.—.— .. al ⸗le En⸗gel sin-⸗gen. Hört, hört, wie mit vol 2.— —— —— ren al ⸗le Luft lau⸗te r 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute, Gottes Kind das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns giebt, was er liebt über alle Maßen? Gott giebt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehrei, der sein Reich und zugleich sich uns selbst verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: uft: Chris⸗tus ist ge⸗bo⸗-ren! Lasset fahren, liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 6. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der uns Licht und Labsal gönnet. 5 4 Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahren Freuden; faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. Die ih kommt füllet eures Hier und d da iht euer Süße laßen meine unver r Freud len Chö⸗ laufen, rennet; Leiden, führen Herzen, den, 9. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 10. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, Weihnachten. Du bist meines Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 11. Ich will dich mit Fleiß bewahren: ich will dir leben hier, dir will ich heimfahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. unverrückt anhangen. Paul Gerhardt 1607—1676. 65. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. SSSSSSIIII Le⸗ 1. Ich steh an dei⸗ner Krippen hier, o Je⸗su, du mein Le⸗ben, ich kom⸗me, bring und schen⸗ke dir, was du mir hast ge⸗ge⸗ben. 4 —— —— — — Ze ö Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm — ————— RIR SSDSPSSSSI al-Ies hin und laß dirs wohl'ge ⸗ fal⸗len. 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte; 4. Ic lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne, dein schöner Glanz, dein süßes Bild die Sonne, die mir zugebracht liegt mir stets im Gemüte. Licht, Leben, Freud und Wonne. Und wie mag es auch anders sein? O Sonne, die das werte Licht Wie könnt ich dich, du Herze mein, des Glaubens in mir zugericht't, aus meinem Herzen lassen? 3 Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann nicht satt mich sehen; A und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen: o daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 60 6. O daß doch ein so lieber Stern soll in der Krippen liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Ach, Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wäre recht, dich, Kindlein, drauf zu legen. 7. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf Rosen und Violen; mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus frischen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 8. Zur Seite will ich hier und dar viel weiße Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar Weihnachten. im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt vielleicht das dürre Gras dir, Kindlein, mehr als alles das, was ich hier nenn und denke. 2. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes Freuden: du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seelen Herrlichkeit durch dein selbsteignes Herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 10. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden. Paul Gerhardt 1607-1676. 66. Mel. Den die Hirten lobten sehre. 6————— .—— IR— SꝗSISSISISIIIIIIIIIIIIIIII.. 1. Kommt und laßt uns Chris⸗tum eh-ren, Herz und 5— ..— v 2—.— 1—— EE.—.—* —.—.— 1.... 2—— .** Sin ⸗ nen zu ihm keh-ren; sin-get fröh-lich, laßt euch 0—— ,, Fe Ka,———— n e d v— — 2—.—.—1—II hö⸗ren, wer-tes Volk der Chris⸗ten-⸗-heit. 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen, ö werfen allen Kummer hin. 3 Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. . Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich. O geb da wil glaube danken irre Gras es das, ke. der Welt den: tellt, chkeit jeleid, en. u mir/ u/ für lein sein, mir ein 1676. zogen, gen, MN/ chlangen ich. Weihnachten. 61 6. 4 O gebenedeite Stunde, Schönstes Kindlein in dem Stalle, da wir das von Herzensgrunde sei uns freundlich, bring uns alle glauben und mit unserm Munde dahin, da mit süßem Schalle danken dir, o Jesu Christ! dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt 1607—1676. 67. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 0 Ei....... ——— n,—— 35 Gna⸗den⸗quell, du Him⸗mels⸗blum und Mor-gen⸗stern, du — e 2,.. 5 Jungfrausohn, Herr al-ler Herrn. 7• Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. 8. Bin ich gleich Sünd und Schulden voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll, so kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 9 3 Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4 So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, du würgst denTod, verkehrst in Freud all Angst und Not. 10. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir wie dirs beliebt. 11 Ich will dein Hallelujah hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Paul Gerhardt 1607—1676. „Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ . Nun du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. 6. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Weihnachten. 68. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte— 1. Dies ist die Nacht, das Kind, dem al-⸗ ů gro ßen Gottes Freundlic lihteit, Licht in meine Dun ⸗kel⸗heit, da mir er= schie nen des le En⸗gel die⸗nen, Giüit licht weicht l hun⸗ dert⸗ tau⸗ send Son⸗nen nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein; der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht: willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer 1624-1685. 69. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 1. Gottes und Ma⸗ri⸗en Sohn, den,1 um un⸗ser Leid zu wen⸗ den, Lüt. thro in die Welt hat wol⸗len sen- den, sei will— Aom⸗ men, gro-⸗ßer Held, du ge-pries— Mes Licht d der Welt! Deine Tuudenantuft macht, daß wir alle fröhlich singen, da die Engel in der Nacht die gewünschte Botschaft bringen: Kommt, nun ist der Heiland da! Gott sei Dank, Hallelujah! Uns zu in das ach da ewig, e Aauchz den, d Jezt! oas U Mensc des bringt inen beslicht; meinen, nicht: chein, ntel sein. htssonne, hunst; ihnachts⸗ chtskunst, soll tzes voll 1655. Weihnachten. 63 3 Gottes Sohn ist Mensch geboren! Uns zu liebe kommst du hier Stimmet mit den Engeln an, in das dunkle Thal der Erde; rühmt, was er an euch gethan. ach daß Herz und Zunge dir 5. ewig, ewig dankbar werde!„Ehre sei Gott in der Höh Jauchzt, ihr Völker, rühmt und preist und auf Erden lauter Friede. den, der euch nun leben heißt. Ferner mache Leid und Weh 4. nimmermehr die Christen müde, Jetzt ist alles wieder da, bis du uns, o Lebensfürst, was uns Adam einst verloren. zu dem Vater führen wirst. Menschen, singt: Hallelujah! Christoph Pfeiffer 1689—1758. 70. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1. Jauch-zet, ihr Him-mel, froh ⸗-lok⸗ket, ihr eng⸗ li⸗schen sin get dem Her⸗-ren, dem Hei-land der Men-schen, zur IEEEEEEEEE CEh⸗ 161 Se⸗het doch da: Gott will so freund ⸗lich und nah zu den Ver⸗lor⸗nen sich keh⸗ren. 2. Hier ist die Pforte des Lebens nun Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, offen zu sehen. ihr Enden der Erden! Gehet hinein, Gott und der Sünder die sollen macht euch dem Kinde gemein, zu Freunden nun werden. die ihr zum Vater wollt gehen. Friede und Freud 5. wird uns verkündiget heut; Hast du denn, Höchster, auch meiner freuet euch, Hirten und Herden! noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken. Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. und sich in Demut versenkenꝰ Gott wird ein Kind, 6. träget und hebet die Sünd: König der Ehren, aus Liebe ge— alles anbetet und schweiget. worden zum Kinde, 4. dem ich auch wieder mein Herze in Gott ist im Fleische: wer kann dies Liebe verbinde: Geheimnis verstehen? du sollst es sein, Weihnachten. den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger elendig: 7. wohne in mir, Süßer Immanuel, werd auch ge-mach mich ganz eines mit dir boren inwendig, und mich belebe beständig. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 71. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. ⁴— ..— EH——— ö —— 1 1. Dies ist der Tag, den Gott ge⸗-macht, sein 4——— n————— j x IIR= *— 2————— x.——— — 2. 1— 2— 1 werd in al-⸗ler Welt ge-dacht: ihn prei⸗se, was durch X — —— 5——.—.—— H ¹U— —5 Je⸗sum Christ im Him mel und auf Er⸗-den ist. 2. auf den die Väter hoffend sahn, Die Völker haben dein geharrt, dich, Gott Messias, bet ich an. bis daß die Zeit erfüllet ward; 7 da sandte Gott von seinem Thron 5 Hefl der W ö 111 Du, unser Heil und höchstes Gut, das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. vereinest dich mit Fleisch und Blut, 4——5 3. wirst unser Freund und Bruder hier, Wenn ich dies Wunder fassen will, und Gottes Kinder werden wir— so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; 8 er betet an und er ermißt.. ö ich Durch Eines Sünde fiel die Welt 3Gottes L urch 1 Bar. atf Lien ii t, ein Mittler ists, der siezerhält Was zagt der Mensch, wenn der ihn Damit der Sünder Gnad erhält, e schützt, 50 erniedrigst du dich, Herr der Welt, der in des Vaters Schoße sitzt? nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, ose sit 9. ersche Rst uns erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, 5 den Tag der heiligsten Geburt! Dein König, Zion, kommt zu dir: Und Erde, die ihn heute sieht, „Ich komm, im Buche steht von mir; sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! Gott, deinen Willen thu ich gern.“ 10 Gelobt sei, der da kommt im Herrn! Dies ist der Tag, den Gott gemacht, . sein werd in aller Welt gedacht: Herr, der du Mensch geboren wirst, ihn preise, was durch Jesum Christ Immanuel und Friedefürst, im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. und laß ig: dir 97—1769. s Gut, ind Blut, uder hier, wir. ie Welt, Hal m der ihn hützt, siht' Weihnachten. 6⁵ 72. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3 3—4— —————————9— 2 ————— 5——— I—.— . Der heil-ge Christ ist kom-men, der sü⸗ße Got⸗tes⸗sohn, des freun sich al⸗le From-men am höchsten Himmelsthron. ee, 5559—6. EEE EE— al⸗ken En⸗geln dro-ben den lie-ben heil-gen Christ 2. er will, daß alle rein Das Licht ist aufgegangen, von ihren alten Schulden, die lange Nacht ist hin; vertrauend seinen Hulden, die Sünde ist gefangen, gehn in den Himmel ein. erlöset ist der Sinn; 4. die Sraneices. weg, Drum freuet euch und presset und Liebe und Entzücken ihr Kindlein fern und nah! baun weite Himmelsbrücken Der euch den Vater weiset, aus jedem schmalsten Steg. der heilge Christ ist da. 3. Er ruft so freundlich drein Verwaiset sind die Kinder mit süßen Liebesworten: nicht mehr und vaterlos: Geöffnet sind die Pforten, Gott rufet selbst die Sünder ihr Kinder, kommt herein! in seinen Gnadenschoß; Ernst Moritz Arndt 1769-1860. 73. Mel. Kommt her zu mir, 900 Gottes Sohn. 8— ————.———————.——— — 1. Brich an, du schö⸗nes Mor-gen⸗licht! Das ist der al ⸗=te 6—— *2—.——3—.—.————— E—— e, Lne,——.—— Mor⸗gen nicht, der täg-lich wie⸗der-keh- ret; es ist ein Leuchten 6——.—.———————— SSSESS ⁷——.————— aus der Fern, es ist ein Schim-mer, ist ein Stern, von — IV/? Weihnachten. 2. 4. Nun wird ein König, aller Welt Ein ewig festes Liebesband von Ewigkeit zum Heil bestellt, hält jedes Haus und jedes Land ein zartes Kind geboren; und alle Welt umfangen; der Teufel hat sein altes Recht wir alle sind ein heilger Stamm, am ganzen menschlichen Geschlecht der Löwe spielet mit dem Lamm, verspielt schon und verloren. das Kind am Nest der Schlangen. 3. 5. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? es naht die selge Gotteszeit Hier in der Krippe liegt ein Kind der Freiheit und der Liebe: mit lächelnder Gebärde: wohlauf, du frohe Christenheit, wir grüßen dich, du Sternenheld, daß jeder sich nach langem Streit willkommen, Heiland aller Welt, in Friedenswerken übe! willkommen auf der Erde! Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. 74. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. — 1. Nacht um⸗hüll⸗te rings die Er⸗de, da sprach noch ein⸗mal Gott: Es Chris⸗tus kam, das Licht der Hei-den, der Hirt will selbst die Her⸗de —— wer⸗de! Und Licht ent⸗ström⸗te seinem Thron. wei⸗den, seht, Got⸗tes Sohn wird Menschensohn. 7 Er hat in uns⸗re — ————— Her-zen stillt und sie mit Zu-ver⸗sicht er⸗füllt. ů—— 2. Wahrheit geht von Volk zu Volke, Diese Sonn erlischt nicht wieder, vertreibt des Irrtums düstre Wolke, sie strahlt stets neu auf Menschen denn Jesus Christus wird erkannt. nieder, Ihr Völker, nehmt ihn auf die sonst in öde Nacht gebannt. und richtet euren Lauf froh zun Er geht und mac am Ziel Hör im auf, brii bringBih Wir bi des V du wol hewahr Entzen s ist vor I behüt Hijf d Ind ft aund imm, mm, mgen. sinntꝰ Kind Volke,. Volke, erkannt. Neujahr. 67 froh zum Himmel. Du auch bist zum Fest geladen: Er geht voran nimm aus der Fülle seiner Gnaden! und macht euch Bahn, Ein jedes Herz sei ein Altar; am Ziel die Krone zu empfahn. da brenne Licht und Glut, 3. da flamme Glaubensmut, Hör im Geist der Engel Chöre, Hoffnung, Liebe. auf, bring auch du ihm Preis und Empor, empor Ehre, schallt unser Chor bring ihm dich selbst zum Spfer dar!zu Gott, der uns zum Licht erkor. Karl August Döring 1783—1844. Neujahr. 75. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. — dan ⸗ken dir, gnä⸗dig-lich be— hürtt d dies Jahr. 2. keinr Sünd im alten Jahr gedenk, Wir bitten dich, du ewger Sohn ein gnadenreich uns schenk. des Vaters in dem höchsten Thron: du wollst dein arme Christenheit Hilf christlich leben, seliglich bewahren ferner Hdei zu Hnden und hernach fröhlich 3. am jüngsten Tage aufzustehn, Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, mit dir in Himmel einzugehn. es ist der Seelen Trost und Hort 6. vor falscher Lehr, Abgötterei Zu danken und zu loben dich behüt uns, Herr, und steh uns bei. 9 8 allen Engeln ewiglich: 4. o Jesu, unsern Glauben mehr Hilf, daß wir fliehn der Sünden Bahn zu deines Namens Lob und Ehr. und fromm zu werden fangen an; 1588. 76. Unser Herrscher, unser König. — Mel. 1. Hilf, Herr Je⸗su, laß ge⸗lin⸗gen, hilf, das neu⸗e Jahr geht an; laß es neu⸗ze Kräfte bringen, daß aufs neu ich wan-deln kann. 5³ ** ————..—..—.— Neujahr. Neu⸗es Glück und neu⸗ es Le⸗ 25 wotlet d 411 aus Cuaden ge⸗ Hen 2 Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, nn du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; und voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 5. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, komm ich heim, so steh zur Seiten. und ich christlich könne leben 3. sonder Trug und Heuchelei, Laß dies sein ein Jahr der Gnade, daß ich noch allhier auf Erden gieb mir Buße für die Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, sondern ich Verzeihung find, fromm und selig möge werden. 6. Jesu, laß mich fröhlich enden Herr, bei dir; nur du, mein Leben, dieses angefangne Jahr, kannst die Sünde mir vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe . trage stets mich auf den Händen, stehe bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist 1607—1667. 7. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. — — ꝙ 0— 4.——.—— 1. Nun laßt uns gehn und tre-ten mit Sin⸗ gen und mit Be⸗ten zum Herrn, der un⸗serm Le-ben 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen, 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern bis hie-her Kraft ge ⸗ge-ben. die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder läßt Gott uns, seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. Gelobt die alle Lob sei die alle⸗ Laß fer 0 Vater in unset ein Bru Gieb m die sich nach di ein Her Schleuf und las auf so die Fr Sprich zu alle N,„ 7 Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue, Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gieb mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, Neujahr. laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13.— Hilf gnädig allen Kranken, gieb fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das Meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare zum selgen neuen Jahre.—. Paul Gerhardt 1607—1676. 78. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Durch Trau⸗ern und durch Plagen, durch Not, durch Angst und Pein, durch Hoffnung und durch Klagen, durch Sor-gen groß und klein Lob 2. Der du mich hast erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein fester Trost; Gott, sei ge-sun-gen, was irgend wider dich. — bin ich, Gott Lob, ge-drun-gen; dies Jahr ist nun da-hin: dir, be-wegt dich laß ich ferner walten, wenn mich die Not anstößt. 3. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gieb, daß ich nichts verübe, Dir ist mein Will ergeben, ja er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, und, Herr, ich wills auch thun. Soll mich die Armut drücken, ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, ja, Herr, befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen, ach ich gehorch auch hier. 5 Soll ich verlassen leben, Herr Gott, dein Wille gilt. Neujahr. Soll ich in Angsten schweben, mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden, ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden, Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnad sei heut auf mich neu ausgegossen, mein Herz werd auch erneut. Laß ich die alten Sünden, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden; dein Wort verspricht es mir. Gottfried Wilhelm Sacer 1635—1699 79. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) — 1. A⸗ber⸗-mal ein Jahr ver⸗flos⸗sen! Nä-her zu der Eswig⸗keit! Wie ein Pfeil wird ab-ge—schos⸗sen, so ver⸗ge ⸗het mei⸗ne Zeit. — 12——.— — Treu⸗er Herr, Gott Ze⸗ba-⸗oth, un-ver-än-der li⸗cher Gott, 2. Ich erschrecke, mächtges Wesen, Angst und Furcht bedecket mich; denn ich bin noch nicht genesen, noch nicht ganz gewandt auf dich. Heilig! heilig! heiliger, großer Seraphinen-Herr! Wehe mir, ich muß vergehen; denn wer kann vor dir bestehen? 2 5. Aber du bist auch sanftmütig, o getreues Vaterherz; in dem Bürgen bist du gütig, der gefühlt des Todes Schmerz. Steh ich nicht in deiner Hand angezeichnet als ein Pfand, so du ewig willst bewahren vor des alten Drachen Scharen? 4. Auf, mein Herz, gieb dich denn wieder ganz dem Friedensfürsten dar; opfre dem der Seelen Lieder, welcher krönet Tag und Jahr. Fang ein neues Leben an, das dich endlich führen kann mit Verlangen nach dem Sterben, da du wirst die Kron ererben. Soll ich mich ein so wirst mit Ged Richte d Jesu Ch wollen e und von Ic zi und wi bis es 0 Lbe damit! erschly und ich Lum 7 mein wos in sich so daß du und id will M. 1699 5. Soll ich denn in dieser Hütten mich ein Zeit lang plagen noch, so wirst du mich überschütten mit Geduld, das weiß ich doch. Richte denn dein Herz auf mich; Jesu Christe, du und ich wollen ewig treu verbleiben und von neuem uns verschreiben. Neujahr. 21 An dem Abend und am Morgen, o mein Rat, besuche mich. Laß der Heiden Nahrungssorgen nimmer scheiden mich und dich. Prüf mich jeden Augenblick, gieb, daß ich mein Haus beschick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Neander 1650—1680. 80. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. — — E 1. Gott Lob, ein Schritt zur E-wig⸗keit ist a⸗ber-mals voll⸗ zu dir im Fort⸗gang die⸗ser Zeit mein Herz sich sehn⸗-lich o Ouell, dar⸗aus mein Le=ben fließt und + —— 2+ —.— 11 SSS ö al⸗le Gna⸗de sich er-gießt in mei⸗ne Seel zum Le⸗ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit was sterblich ist an mir verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. . Vom Feuer deiner Liebe glüht mein Herz, daß sich entzündet was in mir ist, und mein Gemüt sich so mit dir verbindet, daß du in mir und ich in dir, und ich doch immer noch allhier will näher zu dir dringen. 4. O daß du selber kämest bald! Ich zähl die Augenblicke. Ach komm, eh mir das Herz erkalt und sichs zum Sterben schicke; komm doch in deiner Herrlichkeit, schau, deine Braut hat sich bereit't: die Lampen sind geschmücket. 5. Doch sei dir ganz anheimgestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 6. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich darf den Bräutgam nennen, und du, o teurer Lebensfürst, —2————... —— ——— dich dort mit mir vermählen wirst und mir dein Erbe schenken. 16 Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken, damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. Neujahr. 9. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken. So dir der Lauf zu langsam deucht, so eile wie ein Adler fleugt mit Flügeln süßer Liebe. 10. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit: ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. August Hermann Francke 1663—1727. 81. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. — 2 Jesu Name, Jesu Wort soll in seinem Zion schallen; und so oft wir nach dem Ort, da sein Name thronet, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren. Auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. — — ö Losung sein, da ein neues Jahr er⸗-schie nen; soll al-lein denen zum Pa-nie⸗re die- nen, die in seinem Bun-de stehn und auf sei-nem We⸗ge gehn. 4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5 Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zum Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Benjamin Schmolck 1672—1737. Warum 0 kurz Varun wo wir So mo und m der erf du arn Daßen was m daß di nicht v Es ha die wi in Zio ein He Hiere die I dort u im sel Epiphanias. 82. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. — 0 — DDS—— I—— 4 2 ö—————— — D 8.——————.——.——.—. ————————————— 1. Das Jahr geht still zu En⸗de, nun sei auch still, mein Herz. In Got⸗tes treu⸗e Hän⸗de leg ich nun Freud und Schmerz U 55..—— 9— n und was dies Jahr um⸗schlo⸗sen, was Gott der Herr nur . EIEEEE RASSISESSe‚e —= 2—I—..——. weiß, die Thränen, die ge⸗flos⸗sen, die Wun⸗den brennend heiß. wir sehnen uns hienieden Warum es so viel Leiden, dorthin ins Vaterhaus so kurzes Glück nur giebt? und wissens: die geschieden, Warum denn immer scheiden, die ruhen dort schon aus. wo wir so sehr geliebt? 5. So manches Aug gebrochen, O das ist sichres Gehen und mancher Mund nun stumm, durch diese Erdenzeit: der erst noch hold gesprochen— nur immer vorwärts sehen du armes Herz, warum? mit selger Freudigkeit; 3. wird uns durch Grabeshügel Daß nicht vergessen werde, der klare Blick verbaut, was man so gern vergißt: Herr, gieb der Seele Flügel, daß diese arme Erde daß sie hinüberschaut. nicht unsre Heimat ist. 6. Es hat der Herr uns allen, Hilf du uns durch die Zeiten die wir auf ihn getauft, und mache fest das Herz, in Zions goldnen Hallen geh selber uns zur Seiten ein Heimatrecht erkauft. und führ uns heimatwärts. 4. Und ist es uns hienieden Hier gehen wir und streuen so öde, so allein, die Thränensaat ins Feld, o laß in deinem Frieden dort werden wir uns freuen uns hier schon selig sein. im selgen Himmelszelt; Eleonore von Reuß 1835. 5. Epiphanias. 83. Mel. Valet will ich dir geben. 5 ‚ EE—— Epiphanias. ——. ů . 2. Ine n.. ——.— 2 hilf, daß all-hier auf Er⸗den den Men⸗-schen weit und. 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt. Der Stern auf dich hinweiset, dazu das göttlich Wort; drum man dich billig preiset, daß du bist—25 Hort. Du bist ein Hroper König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, prangst nicht auf einem Rosse, trägst keine güldne Kron, thronst nicht im festen Schlosse; hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güte triumphieret und dein Gerechtigkeit. Du zütii die Frommen 166 durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf; dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm 1557—1622. 84. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. E —.— ö —0 ů 2————— ii wah ⸗res Licht, er⸗ leuch-te, die ken⸗nen nicht, und brin⸗ge sie zu , 23— ö W 22.—— 2— 4 TTI———— ᷓ 10 ⸗re Seel auch se⸗ Erfüll die im auch d in ihr Undeh von d und i laß si en e S 2. Epiphanias. 7⁵5 2. Iue nicht bekennen wollen frei, Erfülle mit dem Gnadenschein, was ihres Herzens Glaube sei. die im Irrtum verführet sein, 5. auch die, so heimlich noch ficht an Erleuchte, die da sind verblendt, in ihrem Sinn ein falscher Wahn. bring her, die sich von uns getrennt, 3. versammle, die zerstreuet gehn, Und was sich sonst verlaufen hat smach feste, die im Zweifel stehn. von dir, das suche du mit Gnad 6 und ihr verwundt Gewissen heil, So werden sie mit uns zugleich laß sie am Himmel haben teil. auf Erden und im Himmelreich, 4. hier zeitlich und dort ewiglich Den Tauben öffne das Gehör, für solche Gnade preisen dich. die Stummen richtig reden lehr, Johann Heermann 1585—1647. 85 0. Lue. 1, 8.. Mel. Unser Herrscher, unser König. 1. Wer⸗de licht, du Stadt der Heiden, und du, Salem, wer-de licht; schau⸗e, welch ein Glanz mit Freuden ü⸗ ber deinem Haupt an⸗bricht! .... 2.— *— ö Gott hat de⸗rer nicht ver⸗ges⸗sen, die im Fin⸗stern sind ge⸗ses⸗sen. 2 unsern Tritt macht ungewiß; Gottes Rat war uns verborgen, Jesu, deine Lieb und Segen seine Gnade schien uns nicht; leuchten uns auf unsern Wegen. Klein und Große mußten sorgen, 5 jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. Dein Erscheinung müß erfüllen mein Gemüt in aller Not, dein Erscheinung müsse stillen 3. meine Seel auch gar im Tod; Aber wie hervorgegangen Herr, in Freuden und im Weinen ist der Aufgang aus der Höh, müsse mir dein Licht erscheinen. haben wir das Licht empfangen, 6 welches so viel Angst und Wel 22005 aus 3 Welt Hmoedemdenben, Fand laß wich enprich 27 daß nich ts Dunkles übrig bli 91 freudig aus der bösen Welt, daß nichts Dunkles übrig blieben. dein so helles Licht zu sehen, 4 das mir dort schon ist bestellt, Jesu, reines Licht der Seelen, wo wir sollen unter Kronen du vertreibst die Finsternis, in der schönsten Klarheit wohnen. die in dieser Sündenhöhlen Johann Rist 1607—1667 Epiphanias. 86. Luc. 2, 25—32. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Herr Je-su, Licht der Hei-den, der Frommen Schatz und Lieb, wir kom-men jetzt mit Freu-den—. dei⸗nes Geis⸗tes Trieb die ⸗sen dei ei nen Tem⸗pel und su⸗ chen mit— ,..—— =DDRDDE— e. gier nach Si-me-ons E-xem-pel dich gro-ßen Gott all-hier. 12 Mir werden nun mit Frieden Du wirst von uns gefunden, die Augen zugedrückt, o Herr, an jedem Ort, nachdem ich schon hienieden dahin du dich verbunden den Heiland hab erblickt. durch dein Verheißungswort, 5. vergönnst noch heutzutage, Ja, ja, ich hab im Glauben, daß man dich gleicherweis mein Jesu, dich geschaut: auf Glaubensarmen trage, kein Feind kann dich mir rauben, wie hier der fromme Greis. wie heftig er auch dräut. 3 Ich wohn in deinem Herzen, Sei unser Glanz in Wonne, und in dem meinen du, ein helles Licht in Pein, uns scheiden keine Schmerzen, in Schrecken unsre Sonne, kein Angst, kein Tod dazu. im Kreuz ein Gnadenschein, 6. in Zagheit Glut und Feuer, Hier will es oft mir scheinen, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein Stern in Todesqual. du sähst mich strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich kaum erkennen kann; 4. dort aber wirds geschehen, Herr, laß auch uns gelingen, daß ich von Angesicht daß einst wie Simeon zu Angesicht soll sehen ein jeder Christ kann singen dein immer klares Licht. den schönen Schwanenton: Johann Franck 1618—1677. 87. Matth. 2, 1—12. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 5——— r 2—.—————— I ö 4.——.——— 1. Wer im Her⸗zen will er-fah-ren und darum be-mühet ist, Er m. bis de und in so kan weil d glänzt Denn da ert seine die in seine in de 7. Epiphanias. daß der Kö⸗nig Se-us Chris sh in ihm mög — — of⸗fen⸗ba⸗ren, H 2——— der muß su⸗chen in der Schrift, bis er 2. Er muß gehen mit den Weisen, bis der Morgenstern aufgeht und im Herzen stille steht; so kann man sich selig preisen, weil des Herren Angesicht glänzt von Klarheit, Recht und Licht. 3. Denn wo Jesus ist geboren, da erweiset sich gar bald seine göttliche Gestalt, die im Herzen war verloren; seine Klarheit spiegelt sich in der Seele kräftiglich. die⸗sen Schatz an⸗trifft. 4. Jesu, laß mich auf der Erden sonst nichts suchen als allein, daß du mögest bei mir sein und ich dir mög ähnlich werden in dem Leben dieser Zeit und in jener Ewigkeit. 5. So will ich mit allen Weisen, die die Welt für Thoren acht't, dich anbeten Tag und Nacht und dich loben, rühmen, preisen, liebster Jesu, und vor dir christlich wandeln für und für. Laurentius Laurenti 1660—1722. 88. Matth. 2, 11 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. —— —72————.—. d ERE.— 4545 d Eis Bt —— er 1. Je⸗ su, gro⸗ ßer Wun⸗derstern, der aus Jakob ist er⸗schie-nen, mei⸗ne See-⸗le will so gern d 4 an deinem Fes⸗te die nen: Q W ,— 7 30 ö 2— 5 —....——.——— E. nimm doch, nimm doch gnä-dig an, was ich Armer schenken kann. 2. ihn zu opfern vor dir liegen; Nimm das Gold des Glaubens hin, wenn ich bete, nimm es auf wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen sein. 3 Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets und sprich Ja 2—4 Amen drauf. timm die Dihrehen bittrer Reu: ach mich schmerzet meine Sünde; aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister 1671—1756. Passion. 6. Passion. 89. S O Lamm er⸗barm dich un= ser al lert 0 ö — 2. O Lamm Got⸗tes, der du tru-gest der Welt Sün ⸗ den, — ——— 3. O Lamm Got⸗tes, der du tru-ge =den! Das deutsche Agnus Dei. ver⸗leih uns dei ⸗ nen Frie DDDDDE— . 1. Christe, du Lamm Got-⸗tes, der du trägst die 2. Christe, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die — Sünd der Welt, gieb uns deinen Frieden! Amen, Amen, A= men. Das deutsche Agnus Dei. 1540. O La am S allzeit wiewe Passion. ö O Lamm Got⸗tes, un⸗schul⸗ dig am Stamm des Kreuzes ge— all⸗zeit er⸗sun-den gdul- dig, wie⸗wohl du wa— rest ver⸗ schlach-tet, ach⸗-tet: —* 75—*—. M, za ⸗ gen, er⸗barm dich un⸗ser, o Je⸗su! 2. 3. O Lamm Gottes, unschuldig O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden gduldig, allzeit erfunden gduldig, — wiewohl du warest verachtet: wiewohl 5n warest verachtet: all Sünd hast du getragen, all S Sund hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, sonst müßten wir verzagen, erbarm dich unser, o Jesu! gieb uns dein Frieden, o Jesu! Nikolaus Decius 1 1541. 92. Mel. Christus, der uns selig macht. ei. O hilf, Christe, Got⸗tes Sohn, durch dein bit⸗ster Lei ⸗ den, — 5 ö ⸗ daß wir dir stets un⸗ter⸗than all Un⸗tu-gend mei- den, 2 1 2 + 627 da⸗für, wie⸗wohl arm und schwach, dir Dank-op⸗fer schen⸗ken. Michael Weiße 4 1540. ——.‚——— . —7.—..—— ——————— F————— Passion. ——.——.— 5 DD‚‚.‚D—.———4 2. 4 2 2 2 2 4 2 x 0 9 0 9.—.— + 1. O wir ar⸗men Sün⸗der! Uns re Mis ⸗ se ⸗that, — ——5 A ,—.——— + E— —.——————..—.— darin wir em-pfan⸗-gen und sind, hat gebracht 3— deere ei, al le in solch gro⸗ße Not, daß wir un⸗ter-wor-fen —— 4—.— S..,—————— ——— +* sind dem ew⸗ gen Ted. Ky ⸗ri⸗ e⸗ le ⸗ i⸗ son, 2U — ————— — Chris⸗te e⸗le ⸗ i ⸗ son, Ky ⸗ri ⸗e le i⸗son! 2. gegen Eud 15 Tod So nicht wäre kommen und nicht gar verzagen Christus in die Welt vor der Hölle Glut. und hätt angenommen Kyrie eleison, unser arm Gestalt, Christe eleison, hätten wir sein müssen Kyrie eleison! ewiglich in Not; 4. Christ hat sich gegeben Darum wolln wir loben, für uns in den Tod. danken allezeit Zann. eleison, dem Vater und Sohne Christe eleison, und dem heilgen Geist; Kyrie eleison! bitten, daß sie treiben 3 all Not von uns fort, Solche große Gnad und und daß wir stets bleiben väterliche Gunst bei sein'm heilgen Wort. hat uns Gott erzeiget Kyrie 26hi lauter gar umsonst; Christe eleison, des solln wir uns trösten Kyrie eleison! Nach Hermann Bonn 1504—1548. 94. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. —— 25—— ISDPIPII PIIPII. Er. 2 1 9 6 2 2— + 1. Tir dan⸗ ken dir, Oerr Je⸗ su Christ, daß ins 5 bu 1 ö ö ö 8. du für uns ge⸗ stor⸗ben 1———.—.— r bist und hast uns durch dein 4— ——.—. — teu⸗-res Blut 98 Macht 2. Wir bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch deine heilgen Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand vor Gott ge⸗-recht und gut. und reich uns dein allmächtge Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein; 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer 4 1600. 1. Herz⸗lieb⸗ster Je⸗, was e du ver⸗ bro⸗ chen, daß man ein — —— . —.—..——— e —5 solch scharf Ur-teil hat ge ⸗ spro⸗chen? Was ist die 2— SSSSIEE —— E— Schuld, in was für Mis⸗se 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und ver— höhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagenꝰ Ach meine Sünden haben dich ge— schlagen! Ich, ach Herr Jesu, habe dies ver⸗ schuldet, was du erduldet. tha ten bist du ge⸗ra⸗ten? 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. — 5 Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott miß— handelt, der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, 1858 Herr gefangen. 6 8² Passion. 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marter⸗ straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu ver⸗ gleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ thaten im Werk erstatten? 2. Doch ist noch etwas, das dir ange— nehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gieb mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Alsdann so werd ich deine Huld be⸗ trachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 13. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar bei Seite setzen, in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehren. krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann 1585—1647. 96. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. ö 1. Je⸗su, dei ⸗ne ti . e fen Wun⸗den, dei ne Qual und ge⸗ben mir zu al ⸗len Stun⸗-den Trost in Leibs- und — —— — e, DiiSiiiꝑiI x bitt⸗rer Tod See⸗len⸗not; fällt mir et-was Ar-ges ein, denk ich bald an Will! mein so ged hald' Komn heftig deine bald Will auf d da ni alsda deinet die d so kar alle 6 da ft geben wenn schöy dei ⸗ne Pein, die er ⸗-ͤlau⸗bet mei-nem Her⸗zen .e .— mit der Sün ⸗de nicht zu scher-zen. 2. Deines Trostes Süßigkeit Will sich denn in Wollust weiden wendt in mir das bittre Leid, mein verderbtes Fleisch und Blut, der du mir das Heil erworben, so gedenk ich an dein Leiden, da du für mich bist gestorben. bald wird alles wieder gut. 5. Kommt der Satan und setzt uwir Auf dich setz ich mein Vertrauen, heftig zu, halt ich ihm für du bist meine Zuversicht: deine Gnad und Gnadenzeichen, dein Tod hat den Tod zerhauen, bald muß er von dannen weichen. daß er mich kann töten nicht. 3. Daß ich an dir habe teil, Will die Welt mein Herze führen bringet mir Trost, Schutz und Heil: auf die breite Sündenbahn, deine Gnade wird mir geben da nichts ist denn Jubilieren, Auferstehung, Licht und Leben. alsdann schau ich emsig an 6 deiner Marter Centnerlast, Hab ich dich in meinem Herzen, die du ausgestanden hast: du Brunn aller Gütigkeit, so kann ich in Andacht bleiben, so empfind ich keine Schmerzen alle böse Lust vertreiben. auch im letzten Kampf und Streit. 29.. Ich verberge mich in dich: Ja für alles, was mich kränket, welch Feind kann verletzen mich? geben deine Wunden Kraft; Wer sich legt in deine Wunden, wenn mein Herz hinein sich senket,‚ der hat glücklich überwunden. schöpf ich neuen Lebenssaft. Johann Heermann 1585—1647. 97. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. ——— 5——.——. .. 6———————— 1. Der du, Herr Je ⸗ su, Ruh und Rast in ———— Bn ‚ STS.—... 2 dei⸗nem Grab ge-hal-ten hast: gieb, daß wir in dir 0— 2.—.— .......— —— SSPSSPSPSPISIPISI‚I‚I‚I......... ru ⸗hen all, und un⸗ser Le⸗ben dir ges⸗fall. 8⁴ Passion. 2 3. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, Wir danken dir, o Gotteslamm, die du erkauft mit deinem Blut, getötet an des Kreuzes Stamm: und führ uns in des Himmels Licht laß ja uns Sündern deine Pein zu deines Vaters Angesicht. ein Eingang in das Leben sein. Georg Werner 1589—1643. 98. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. — IIIIIIII * „Wenn mei-ne Sünd mich krän⸗ken, o mein Herr Jessu Christ, so laß mich wohl be-den-ken, wie du ge-storben bist 4 re. — 2—. — W ——D.. ———.——. 1 —— und al=le mei⸗ne Schul-den-last am Stamm des heil-gen —.————— +*——— 1H.—..——— AEE—.— ̃ 0. Kreu ⸗ zes auf dich ge ⸗- nom-men hast. 2 5. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, es hat sich martern lassen mit allem Ernst zu meiden der Herr für seine Knecht; die sündliche Begier, es hat sich selbst der wahre Gott daß mir nie komme aus dem Sinn, für mich verlornen Menschen wie viel es dich gekostet, gegeben in den Tod. daß ich erlöset bin. 3 6 Was kann mir denn nun schaden Mein Kreuz und meine Plagen, der Sünden große Zahl? sollts auch sein Schmach und Spott, Ich bin bei Gott in Gnaden, hilf mir geduldig tragen; die Schuld ist allzumal gieb, o mein Herr und Gott, bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich verleugne diese Welt daß ich nicht mehr darf fürchten und folge dem Exempel, der Hölle Qual und Glut. das du mir vorgestellt. 4. Drum sag ich dir von Herzen Laß mich an andern üben, jetzt und mein Leben lang was du an mir gethan, für deine Pein und Schmerzen, und meinen Nächsten lieben, o Jesu, Lob und Dank, gern dienen jedermann für deine Not und Angstgeschrei, ohn Eigennutz und Heuchelschein für dein unschuldig Sterben, und, wie du mir erwiesen, für deine Lieb und Treu. aus reiner Lieb allein. Laß ei michet in me Du, 6 Läster Speid du ge nur n von d Tause liebste Duéh dich e um zi um z ach d lassen Dause liebste Man dich garer was Daß mir! Daus lebst Aπ⁰ι½π⁰π⁰—⁰⁰νι Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden 99. Passion. 85 und des versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius 1601—1673. DDDPDDER 1. Je⸗su, mei-nes Lebens Le-ben, Je-su, der du dich für mich ge⸗ge-ben in die tief-ste See-len-not, 2—— 260 DDe/ , EE in das äu⸗ßer-ste Verder-ben, nur daß ich nicht möch-te ster⸗ben: 7— ů—— t— ma„— 9/ijiß'ꝛ—— D 2. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten— Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Du hast lassen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh; ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet: was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5 Du hast wollen sein geschlagen, zu befreien mich von Pein, fälschlich lassen dich anklagen, daß ich möchte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du hast dich mit Not bedecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 86 Passion. 8. für dein Zittern, für dein Zagen, Nun, ich danke dir von Herzen, für die tausendfachen Plagen, Herr, für alle deine Not: für dein Angst und tiefe Pein für die Wunden, für die Schmerzen, will ich ewig dankbar sein. für den herben, bittern Tod; Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 100. 255 WEEEEE EE 13—— ————.——— —.7 he — 1. O Trau-rigkeit! O Her-ze⸗leid! Ist das nicht zu be⸗kla⸗gen? Gott des Va-ters ei-nig Kind wird ins Grab ge⸗tra-gen. ö 2. 5. O große Not! O süßer Mund, Der Herr ist tot: o Glaubensgrund, am Kreuz ist er gestorben; wie bist du doch zerschlagen! hat dadurch das Himmelreich Alles, was auf Erden lebt, uns aus Lieb erworben. muß dich ja beklagen. 3. 6. O Menschenkind, O selig ist nur deine Sünd zu jeder Frist, hat dieses angerichtet, der dieses recht bedenket, da du durch die Missethat wie der Herr der Herrlichkeit warest ganz vernichtet. wird ins Grab gesenket. 4. 7. Dein Bräutigam, O Jesu, du das Gotteslamm, mein Hilf und Ruh, liegt hier mit Blut beflossen, ich bitte dich mit Thränen: welches er ganz mildiglich hilf, daß ich mich bis ins Grab hat für dich vergossen. möge nach dir sehnen. Johann Rist 1607—1667. 101. Mel. An Wasserflüssen Babylon. — U I„ ——.—.. 423 2 2 2 und „Geh der K8 zur die St du Ia durch 81. 2 I — 667• Q — 0— 65 9——— giebt sich auf die Wür-ge-bank, entzieht sich al-len Freu-den; es ——— — PPST .., * nim-met an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wun⸗den, Strie-men, Kreuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei ⸗den. 2. 5. Das Lämmlein ist der große Freund Ich will von deiner Lieblichkeit und Heiland meiner Seelen; bei Nacht und Tage singen, den, den hat Gott zum Sündenfeind mich selbst auch dir zu aller Zeit und Sühner wollen wählen. zum Freudenopfer bringen; „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an mein Bach des Lebens soll sich dir der Kinder, die ich ausgethan und deinem Namen für und für zur Straf und Zornesruten; in Dankbarkeit ergießen; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: und was du mir zu gut gethan, du kannst und sollst sie machen los das will ich stets, so tief ich kann, durch Sterben und durch Bluten.“ in mein Gedächtnis schließen. 3. 6. „Ja, Vater, ja von Herzensgrund, Erweitre dich, mein Herzensschrein, leg auf, ich will dirs tragen; du sollst ein Schatzhaus werden mein Wollen hängt an deinem Mund, der Schätze, die viel größer sein mein Wirken ist dein Sagen.“ als Himmel, Meer und Erden. O Wunderlieb, o Liebesmacht! Weg mit den Schätzen dieser Welt Du kannst, was nie kein Mensch ge⸗ und allem, was dem Fleisch gefällt! dacht, Ich hab ein Bessres funden: Gott seinen Sohn abzwingen. mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, O Liebe, Liebe, du bist stark: ist dieses, was geflossen ist du streckest den in Grab und Sarg, aus deines Leibes Wunden. vor dem die Felsen springen. 7 4. Wenn endlich ich soll treten ein Mein Lebetage will ich dich in deines Reiches Freuden, aus meinem Sinn nicht lassen, so soll dein Blut mein Purpur sein, dich will ich stets, gleichwie du mich, ich will darein mich kleiden; mit Liebesarmen fassen. es soll sein meines Hauptes Kron, Du sollst sein meines Herzens Licht, in welcher ich will vor den Thron und wenn mein Herz in Stücke bricht, des höchsten Vaters gehen sollst du mein Herze bleiben. und dir, dem er mich anvertraut, Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, als eine wohlgeschmückte Braut hiermit zu deinem Eigentum an deiner Seite stehen. beständiglich verschreiben. Paul Gerhardt 1607—1676. Passion. 102. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. — —.——————..—— SSSSS.‚.. o Haupt, zum Spott ge⸗bun 1. O Haupt voll Blut und Wun⸗den, voll Schmerz und vol⸗ler Hohn, ⸗den mit ei ⸗ner Dornen⸗kron, W 2. Du edles Angesichte, voll Huld und Freundlichkeit und dennoch im Gerichte geschlagen und verspeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht't? 3 Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast; schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat, gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. . Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan: 3* Zier, jetzt a-ber höchst ver⸗ höh-net, ge⸗grü-ßet seist du mir! dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden und thut mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll: ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. Venn so sch wenn so trit wenn wird so rei kraft sen Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, Passion. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll so reiß mich aus den Angsten fest an mein Herz dich drücken: kraft deiner Angst und Pein. wer so stirbt, der stirbt wohl. X——* Paul Gerhardt 1607—1676. 103. Heil sinkt in den 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3 Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übelthaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. [Oder: Mel. O Welt, ich muß dich lassen.] 5 Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel— 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 2 Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 9⁰ Passion. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr: was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch wo ich sei: es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. 12. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 13. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst't: was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 14. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676, 104. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. 1— 0———— —— .———— . 1. Sei mir tausendmal ge⸗-grüßet, der mich je und je geliebt, Je⸗-su, der du selbst ge-Wbü-ßet das, wo-mit ich dich betrübt. —0 . rbest und um mei⸗ne See⸗le wir-best. 2 Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, ———— den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. Schrei mir,5 daß si bei m Du d da me laß n deiner gen len 1676, Passion. 3. 4. Schreibe deine blutgen Wunden Diese Füße will ich halten, mir, Herr, in das Herz hinein, Herr, so fest ich immer kann. daß sie mögen alle Stunden Schaue meiner Hände Falten bei mir unvergessen sein. und mich selber freundlich an Du dist doch mein schönstes Gut, von dem hohen Kreuzesbaum da mein ganzes Herze ruht; und gieb meiner Bitte Raum, laß mich hier zu deinen Füßen sprich: Laß all dein Trauern schwinden, deiner Lieb und Gunst genießen. sich, ich tilg all deine Sünden! Paul Gerhardt 1607—1676. 05. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 8 Les 2 ———— macht al-lein mein Herz von al ⸗len Sün⸗den rein. 2 dein teures Blut, dein Lebenssaft Dein Blut, mein Schmuck, mein giebt mir stets neue Lebenskraft. Ehrenkleid, 4. dein Unschuld und Gerechtigkeit Herr Jesu, in der letzten Not, macht, daß ich kann vor Gott bestehn wenn mich schreckt Teufel, Höll und und zu der Himmelsfreud eingehn. 32 8 Tod, 3. so laß ja dies mein Labsal sein: O Jesu Christe, Gottes Sohn, dein Blut macht mich von Sünden mein Trost, mein Heil, mein Gna⸗ rein. denthron, Johann Olearius 1611—1684. 106. Mel. Christus, der uns selig macht. — will ich ◻. 2 — — 8 — — —. 12 — — — 0 — — — — 3 0 2 V — — wol⸗lest mir vom; — r In dem Bil⸗de jetzt W.— er⸗schein, Je-su, mei-nem Her- zen, —— — H⁵— E *——.—.— 2— SSRPRRTRTRTRe— e, SPPSP—— 4 —2 wie du, Wneher Heil zu n lit-test al⸗le Schmer⸗ zen. 2. Gieb, daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer-⸗ und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottes Sohn, der mich dir verbunden. Doch laß mich ja nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde: diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. 107. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was mein Heiland büßen mußt mit so großem Leiden? 5 Wenn mich meine Sünde will schrecken mit der Hölle: Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle; dich und deine Passion laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gieb auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen, — bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken 1626—-1681. — S— IR 1. O du Lie⸗be mei⸗ner L —.—— — . S be, du erwünsch-te Se=lig⸗keit, die du dich aus höchstem Trie-— in das jammer-vol⸗le Leid E dei⸗nes Lei⸗ dens mir zu gu-te als ein Op-fer ein-ge- 5 — ———— und bezaͤhlt mit dei-nem Blu-te al⸗le Mis se=that der Welt: Nebe, an den Liebe, unauft Liebe, in des und, v treu d Liebe, alle S Liebe, noch d Lebe, als si Liebe, als si Liebe, mich: Lebe mich ihrem die se mir d weil! πι⁰⁰⁰nπ¹⁰n Passion. 2. 5. Liebe, die mit Schweiß und Thränen Liebe, die mit so viel Wunden an dem Olberg sich betrübt, gegen mich als seine Braut Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich sich verbunden unaufhörlich fest geliebt, und auf ewig anvertraut: Liebe, die den eignen Willen Liebe, laß auch meine Schmerzen, in des Vaters Willen legt meines Lebens Jammerpein und, um Gottes Zorn zu stillen, in dem blutverwundten Herzen treu die Last des Kreuzes trägt; sanft in dir gestillet sein. 3. 6. Liebe, die mit starkem Herzen Liebe, die für mich gestorben alle Schmach und Hohn gehört, und ein immerwährend Gut Liebe, die nicht Angst und Schmerzen an dem Kreuzesholz erworben, noch der strenge Tod versehrt, ach wie denk ich an dein Blut! Liebe, die sich liebend zeiget, Ach wie dank ich deinen Wunden, als sich Kraft und Atem endt,‚ du verwundte Liebe du, Liebe, die sich liebend neiget, wenn ich in der letzten Stunden als sich Leib und Seele trennt; sanft an deinem Herzen ruh! Liebe, die mit ihren Armen Liebe, die sich tot gekränket mich zuletzt umfangen wollt, und für mein erkaltet Herz Liebe, die aus Liebserbarmen in ein kaltes Grab gesenket, mich zuletzt in höchster Huld ach wie dank ich deinem Schmerz! ihrem Vater überlassen, Habe Dank, daß du gestorben, und der Seelen Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz 1629—1679. mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; die selbst sterbend für mich bat, ich ewig leben kann, 0 44 EX 1. Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie-be, mei⸗ne Lieb ist Je⸗sus Christ. Weg, ihr ar⸗gen Sün-den⸗trie-be, Satan, Welt und Fleisches List! 2 E en........... SIII 2—— ———— ͤ—— Eu ⸗re Lieb ist nicht von Gott, eu⸗-re Lieb ist gar der Tod. PII.II. *—— 12*—— En. Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie-be, weil ich mich im Glauben ü⸗ be. 2. so ward er mein Friedensschild, Der am Kreuz ist meine Liebe. aber auch mein Lebensbild. Frevler, was befremdets dich, Der am Kreuz ist meine Liebe, daß ich mich im Glauben übe? siei ich mich im Glauben übe. Jesus gab sich selbst für mich; 9⁴ Passion. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. Schweig, Gewissen, glaube dran: Gott aus reinem Liebestriébe hat die Handschrift abgethan und mit meines Bürgen Blut sie durchstrichen mir zu gut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal schwer und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. Komm, o Tod, du bist mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Ahasverus Fritsch 1629—1701. 109. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. — — — 1. So ru⸗hest du, o mei⸗ne Ruh, in dei-ner Grabes⸗höh⸗le 0 ů— i EEEEE und er-weckst durch deinen Tod mei-ne to ⸗te 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken: sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, See⸗le. da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 2 Gar nichts verdirbt; der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck 1659—1725. Rette wenn Laß, weil! Hilf! wenn Achel nicht Mach von d Dif meine Trost laß u Achl nicht Rede siobst wenn und wenn und Ach nicht liehf von Passion. 110. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. =+ 1. Je⸗su, der du wol⸗len bü-ßen für die Sün⸗den al-ler Welt durch dein teu⸗res Blut⸗ver⸗gie⸗ßen, der du dich hast dar-ge⸗stellt ,.——— DSSSDE e s——. SDPDi—.— E 2 11—.— ü als ein Op⸗fer für die Sünder, die ver-lor⸗-nen Adams⸗kin⸗der, ach laß dei-ne To-des-pein nicht an mir ver-lo⸗ren sein. 2. Jesu, nahe dich zu mir, Rette mich durch deine Plagen, kröne mich mit Huld und Gnade, wenn mich meine Sünde plagt. daß kein Sündendorn mir schade. Laß, ach laß mich nicht verzagen, Ach laß deine Todespein weil du selbst für mich gezagt. nicht an mir verloren sein. Hilf, daß mich dein Angstschweiß kühle, 6. wenn ich Drangsalshitze fühle. Heile des Gewissens Plagen, Ach laß deine Todespein nimm von mir der Schmerzen Last, nicht an mir verloren sein. durch die Geißeln, die dich schlagen, 3 die du schwer empfunden hast, daß ich böser Knecht der Sünde Satans Streiche nicht empfinde. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden frei. Hilf, daß dein erlittne Schande meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden, ö 3 laß mich nicht zu Schanden werden. Ach laß deine tiefen Wunden Ach laß deine Todespein frische Lebensbrunnen sein, nicht an mir verloren sein. wenn mir alle Kraft verschwunden, 4 wenn ich schmacht in Seelenpein. 4—. In den Abgrund deiner Gnaden Rede durch dein Stilleschweigen, ssenk die Schuld, die mich beladen. liebster Jesu, mir das Wort, Ach laß deine Todespein wenn mich Sünden überzeugen nicht an mir verloren sein. und verklagen fort und fort, 8 wenn mein bös Gewissen schreiet und mir mit Verdammnis dräuet. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. Ach zerbrich des Eifers Rute, ach erzeige Gnad und Huld, tilge doch mit deinem Blute meine schwere Sündenschuld, 5. laß mich in der Angst der Sünden Laß mich Freudenrosen brechen, Ruh bei deinem Kreuze finden. liebster Jesu, meine Zier, Ach laß deine Todespein von den Dornen, die dich stechen; nicht an mir verloren sein. 9 Passion. 9. Jesu, komm, mich zu befreien durch dein lautes Angstgeschrei. Wenn viel tausend Sünden schreien, stehe doch mir Armen bei; wenn mir Wort und Sprach entfallen, laß mich sanft von hinnen wallen: laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel sein. 1699 111¹. Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. — 1—.— r. E 1. Ru⸗he hier, mein Geist, ein we⸗nig und beschau dies Wunder groß, 27 DDDT—.— RDIDE L + I 301 0 wie dein Gott und Eh-ren⸗kö⸗nig hängt am Kreu-ze nackt und bloß; 2 —— F. 25.—————— DDDDEE —— schau die Lie⸗be, 2. Ob dich Jesus liebt von Herzen, kannst du hier am Kreuze sehn: schau, wie alle Höllenschmerzen ihm bis in die Seele gehn; Fluch und Schrecken ihn bedecken, höre doch sein Klaggetön. 3. Dies sind meiner Sünden Früchte, die, mein Heiland, ängsten dich; dieser Leiden schwer Gewichte sollt zum Abgrund drücken mich; diese Nöten, die dich töten, sollt ich fühlen ewiglich. 4. Doch du hast für mich besieget Sünde, Tod und Höllenmacht, Gottes ewgem Recht genüget, seinen Willen ganz vollbracht und mir eben zu dem Leben durch dein Sterben Bahn gemacht. 5. Ach ich Sündenkind der Erden! Jesu, stirbst du mir zu gut? Soll dein Feind erlöset werden durch dein eigen Herzensblut? die ihn triebe zu dir aus des Va⸗ters Schoß. Ich muß schweigen und mich beugen für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder giebst du alle für mich hin: sollt ich dir nicht schenken wieder alles, was ich hab und bin? Ich bin deine ganz alleine; dir verschreib ich Herz und Sinn. 2. Dir will ich durch deine Gnade bleiben bis in Tod getreu. Alle Leiden, Schand und Schade sollen mich nicht machen scheu; deinen Willen zu erfüllen, meiner Seelen Speise sei. 8. Zeuch durch deines Todes Kräfte mich in deinen Tod hinein; laß mein Fleisch und sein Geschäfte mit dir angenagelt sein, daß mein Wille sanft und stille und die Liebe werde rein. 9 Laß in allen Leidenswegen deine Leiden stärken mich, daß m mag g daß m ohne3 Venn wenn ich nich wollst Vereif und b an ur die S Wel Sinn mein den; Gott Gott dies am fallen, en: 1009 Schoß, beugen llieder eder Zinn. ade hade u; räfte hoschifte till Passion. 9⁷ daß mein Leiden mir zum Segen mag gedeihen stetiglich, daß mein Herze auch im Schmerze ohne Wanken liebe dich. 10. Wenn mich schrecken meine Sünden, wenn mich Satans List anficht, ich nicht Kraft noch Gnad kann finden, wollst du mich verlassen nicht; laß dein Sterben mir erwerben Trost im Tod und im Gericht. 11. Jesu, nun will ich ergeben meinen Geist in deine Hand: laß mich dir alleine leben, bis ich nach dem Leidensstand bei dir wohne, in der Krone dich beschau im Vaterland. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 11². Mel. Herzliebster Jesu, 2— was hast du verbrochen. E 305 —2 12— e, + 1. Herr, stär⸗ke mich, dein Lei-den zu be-den-ken, mich in das — e Meer der Lie-be zu ver⸗ 35 ken, 0 dich be-wog, von FHrä— ——2 2— ............ ——.— — ⸗ler Schuld des Bösen uns zu er-löt=sen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehor— sam werden, an unsrer Statt gemartert und zer— schlagen, die Sünde tragen: 3. Welch wundervoll hochheiliges Ge⸗ schäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen, Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen: dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5 Es schlägt den Stolz und mein Ver— dienst darnieder; es beugt mich tief und es erhebt mich wieder, entsündigt mich, macht mich aus Got⸗ tes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. — 7.— Sie übersteigt die menschlichen Ge— danken. Allein sollt ich darum im Glauben auten?: Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 7 9 Passion. 8. 9. Das Größt in Gott ist Gnad Herz ergreift, Herr, dein Ver⸗ Lieb erweisen; dienst im Glauben, uns kommt es zu, sie demutsvoll zu nichts soll den Trost, den du erwarbst, preisen, mir rauben. zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Du starbst für mich, nun bin ich, Gnad erzeiget, wenn ich sterbe, die Gnade steiget. des Himmels Erbe. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 113. Mel. Herr und Ältster deiner Kreuzgemeine. 1.— —............—— DDDSDDDDDSDRRDRRDDRSRRDE E.———— D·‚. 1. Mar⸗ter Chris⸗ti, wer kann dein ver-ges⸗sen, der in dir sein Meer der Lie-⸗be, wer kann dich er⸗-mes⸗sen, wer ist nicht von 145 ———— ohl⸗sei 2 ö er Auhenannte Uns⸗re See⸗le soll sich an dir I — 1 +7 5—.——— .............. — 1 1 e ——— — nä⸗hren, un⸗ser Ohr soll nichts je lie ber hö⸗ ren; — I * HII Laß vom Kreuz nur Stärkung mich Tausend Dank, du unser treuer Hirte, anwehen Leib und Seele beten an, und dein Marterbild stets vor mir daß du unter Martern für Verirrte stehen, sterbend hast genug gethan. so geht mir bis in mein Grab Laß uns alle treulich an dir hangen, nichts an Seligkeiten ab. nähre du das heilige Verlangen, 4. dich auf deinem Thron zu sehn, Die wir uns allhier beisammen finden, deinen Ruhm dort zu erhöhn. schlagen unsre Hände ein, 3. uns auf deine Marter zu verbinden, Meine Seele, matt und schuldbeladen, dir auf ewig treu zu sein; eilt auf deine Wunden zu, und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne denn sie findet in dem Schoß der deinem Herzen angenehm und schöne, Gnaden sage Amen und zugleich: Trost und Labsal, Fried und Ruh. Friede, Friede sei mit euch! Christian Renatus von Zinzendorf 1727—1752. Ver⸗ uben, barbst, in ich, rbe, 1769. sein t von Passion. 9 114. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Laß mir die Fei-er dei-ner Lei-den, er-hab-ner Mitt⸗ler, Sie leh-re mich die Sün-de mei-den und dir mein gan-zes * Ich seh auf dich, der so ent⸗schlos-sen für hei-lig sein. Le-ben weihn. mich die Last des Kreu-zes trug, der mir zum — .. 2—. ——— Blut ver-gos-sen, des Herz noch ster-bend für mich schlug. gos⸗ 5 4 schlug 2. 4. Wie seid ihr mir so lieb und teuer, Mir sollen diese Feierzeiten Gethsemane und Golgatha, der größten Liebe heilig sein, ihr Stätten, wo die Welt pir Feier still soll dein Kreuz mich stets be der allergrößten Liebe sah gleiten Hier lern ich jede Tugend üben, und jede meiner Stunden weihn. in Not und Tod gelaff sen sein, Dein Leiden sei mein höchster Segen, hier stärkt mein Herz sich, Gott zu dein Tod mein seligster Gewinn; lieben mein Herz schlägt dir voll Dank und selbst dem Todfeind zu ver— entgegen, zeihn. daß ich durch dich erlöset bin. 3 5. Drum in den sillsten meiner Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Stunden Gethf hsemane und Golgatha, will ich nach deinem Kreuze sehn ihr Stätten, wo die Welt die Feier und dich, o Herr, für deine der allergrößten Liebe sah. Wunden Nach euch will ich voll Andacht mit tief gerührtem Dank erhöhn. schauen, O laß mich deine Huld ermessen, wo mein Erlöser litt und starb. mit der dein Herz die Welt umfaßt, Heil uns, wenn wir auf dich ver und nie im Undank es vergessen, trauen, was du für mich erduldet hast. der uns die Seligkeit erwarb! Christoph Georg Ludwig Meister 1738—1811. 7* Passion. H15. Mel. Alles ist an Gottes Segen. ö 05. ůI.— —E.EE —. E 13 2—1—— 1. Un ter tau⸗send fro- hen Stunden, die im Le⸗ben 9— V ͤõù•–-⁰—— ———*—— IDDDDD —2*— 5— ich ge⸗fun-den, blieb nur ei ⸗ne mir ge ⸗=treu, 0—2.— +—..———— .— 8— ů—— ei ne, wo in tau⸗send Schmerzen ich er⸗fuhr in N ——— DS DPDID.D PII........ 2—— 2— 2. — mei⸗nem Her-zen, wer für mich ge⸗—ͤ stor-ben sei. 2. liebten alle nur den Einen, Wenn sie Jesu Liebe wüßten, würden ewig ihn nur meinen, alle Menschen würden Christen, ewig ihm zur Seite stehn. ließen alles andre stehn, Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 116. Mel. Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. — *—— 2, v v 5—.— ————— 0 — 1. Ei-nes wünsch ich mir vor al-lem an-dern, ei⸗ ne Spei⸗ se se-lig läßts im Thrä-nen⸗thal sich wandern, wenn dies Ei- ne — Ir.r Ris 4Rh un⸗ver-rückt auf ei nen Mann zu . 4—. E ů 2——..—— E 2*E — 97 Ee 2———.— schau⸗en, der mit blut- gem Schweiß und To⸗-des-grau- en D .—— 4 ů—4 ——* — ESDDSS.. — Ewig wie er dort st hänge wie er daß und d als er Ia, meine Ass i truge 5 e 5„ 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm —.— dort so blutig und so bleich zu sehen, —. hängend an des Kreuzes Stamm, 2 wie er dürstend rang um meine Seele, 15 daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, — und dann auch an mich gedacht, 2— als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nicht ver⸗ Ostern. 10¹ hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des Hirten Muf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein!— sprich du darauf ein Amen. Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles thun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen: gessen meine Schuld und dene Huld. Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp 1798—1864. 7. Ostern. 117. 90—2—2 SISIIFI——— —— eeee E 7 2— 1. Christ ist er⸗stan„den von der Mar ⸗ter al ⸗ lez 0——— 5—— 5 SSSSSSS.....——— —.— 25 3 2— —— des solln wir al-le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. ei⸗se 2—— nle E/ +*.— 2 470. 1———..———— —‚3 S —0 1 — Hal ⸗le ⸗ lu⸗jah. 2. Wär er nicht er⸗stan ⸗ den, 3—— m zu.— ———..———— 2 ‚. 2 + 2 2*— die Welt die wär ver-gan- gen; seit daß er er-standen ist, N U 224— +——— 1— E— iüwin——— 4. ——— Des solln wir al⸗le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. 118. Altkirchlich. 13. Jahrhundert. Hal⸗ le⸗lu⸗jah. Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not, versühnet Sünd und Missethat. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! 3. Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod erstanden bist, verleih uns, was uns selig ist. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! 4. Damit von Sünden wir befreit dem Namen dein gebenedeit frei mögen singen allezeit. +.————————— SDSSSEEEEEEEEE— —.———— 1. Ge⸗lobt sei Gott im höch-sten Thron, samt sei⸗nem —— 3— 1— —5 —— 22—...——— ⸗bor ⸗ nen Sohn, der für uns hat ge— —— EEE——— —— ge ⸗ than. Hal ⸗le lu ⸗ jah, D— — + ů— N DDD D EE E +.—..——..—.— H il 2 L E eln ⸗jah, Hal⸗le ⸗-lu ⸗ jah! Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! Nach Michael Weiße 1 1540. E —— ö—4 .. 2——*—— 2——— 1. Christ lag in To⸗des-ban-den, für uns⸗re Sünd ge⸗ge-ben, der ist wie-der er ⸗stan-den und hat uns bracht das Le⸗ben; Den bei al dasen kein! Dabo und hielt Halle 103 — ,.e e ——————————————— des wir sol-len fröh-lich sein, Gott lo⸗ben und ihm dank⸗bar sein 74—.14—.— S..... 2——————— ů3 zͤL10 und sin⸗gen: Hal-le ⸗ lu ⸗ jah. Hal-le lu-jah. 2. Die Schrift hat verkündet das, Den Tod niemand bezwingen konnt wie da ein Tod den andern fraß; bei allen Menschenkindern; ein Spott der Tod ist worden. das machte alles unsre Sünd, Hallelujah. kein Unschuld war zu finden. 5. Davon kam der Tod sobald Hier ist das rechte Osterlamm, und nahm sich über uns Gewalt, davon Gott hat geboten, hielt uns in sein'm Reich gfangen. das ist für uns ans Kreuzes Stamm Hallelujah. in heißer Lieb gestorben. 3. Des Blut zeichnet unsre Thür, Christ, unser Heiland, Gottes Sohn, das hält der Glaub dem Tode für; an unsrer Statt ist kommen nicht rührn kann uns der Würger. und hat die Sünde abgethan, Hallelujah. damit dem Tod genommen 6. all sein Recht und sein Gewalt; So feiern wir das hohe Fest da bleibet nichts denn Todsgestalt, mit Herzensfreud und Wonne, den Stachl hat er verloren. das uns der Herr erscheinen läßt; Hallelujah. er selber ist die Sonne, 4. der durch seiner Gnaden Glanz Es war ein wunderlicher Krieg, erleuchtet unsre Herzen ganz: da Tod und Leben rungen: der Sünd Nacht ist vergangen. das Leben das behielt den Sieg, Hallelujah. es hat den Tod verschlungen. Martin Luther 1483—1546. 22——.———— sich gnug freu⸗en mag: Christ, un-ser Herr, heut tri⸗ um⸗phiert, all sein Feind er ge⸗- fan⸗ gen führt. Hal ⸗le⸗lu⸗ jah. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Hallelujah. 3 Sein Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm Herr; zerstöret ist nun all sein Macht, Christ hat das Leben wiederbracht Hallelujah. 10⁴ Ostern. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur und was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst darnieder lag. Hallelujah. 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Hallelujah fein und loben dich, Herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstanden bist. Hallelujah. Nikolaus Herman 1 1561. 121. * — 2 I— ö rn 3 —.ee 42 Tod er-stan-den schon, Hal⸗le-lu-jah, + ö ö 1. Heut tri⸗-um ⸗-phie ret Got-tes Sohn, der von dem ꝗ + U — 0 1———— 2— —————.— 1 E..————————*—.— +.— 2..— — 2 zerstört, verheert in allr Gestalt, Hallelujah, Hallelujah, wie pflegt zu thun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Hallelujah, Hallelujah. 3 O süßer Herre Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, Hallelujah, Hallelujah, mit Freuden in dein Herrlichkeit. Hallelujah, Hallelujah. . SDPIIPIFPIPIIPISPIII I........ — e DD.— mit gro⸗ßer Pracht und Herr-lich-keit; des dankn wir e ——————— 2..2—— 2.—.— II 23—2..—0— 1 1 I S ihm in E⸗wig⸗keit. Hal⸗le⸗lu⸗-jah, Hal⸗le-lu-⸗ jah. 2. 4. Dem Teufel hat er sein Gewalt Nun kann uns kein Feind schaden mehr, ob er gleich tobet noch so sehr; Hallelujah, Hallelujah. Im Staube liegt der arge Feind, wir aber Gottes Kinder sind. Hallelujah, Hallelujah. 5— Dafür wir danken allzugleich und sehnen uns ins Himmelreich. führ uns durch dein Barmherzigkeit Hallelujah, Hallelujah. Zum selgen End Gott helf uns all, so singen wir mit großem Schall: Hallelujah, Hallelujah. 6 Wir nimi und daß Hall —.— E E Ostern. 10⁵ 6. dem heilgen Geist in gleicher Weis Gott Vater in dem höchsten Thron, in Ewigkeit sei Lob und Preis! samt seinem eingebornen Sohn, Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah, Hallelujah, 1591. 122. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. — E————. SS............. I I I —— 5 4 1—.— n— 1— 1—— 1. Wir dan en dir, Herr Je-su Christ, daß du vom Tod er⸗ —1 7— 35 ů 1—— n r e, i, 235 stan-den bist und hast dem Tod Ia ⸗stört sein Macht und r. —————— 2.——— uns das Le⸗ben wie- der⸗ bracht. Hal ⸗-le ⸗-lu ⸗jah. 2. 3. Wir bitten dich durch deine Gnad: Gott Vater in dem höchsten Thron, nimm von uns unsre Missethat samt seinem eingebornen Sohn, und hilf uns durch die Güte dein, dem heilgen Geist in gleicher Weis daß wir dein treue Diener sein. in Ewigkeit sei Lob und Preis! Hallelujah. Hallelujah. Thomas Hartmann, um 1604. 123. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Ä rn annnrn H ber.hre, e n E n. en 1. Frühmorgens, da die Sonn auf⸗-geht, mein Hei⸗land Christus auf⸗er=steht: ver ⸗trie-ben ist der Sün-den Nacht, Licht, —— IDS— ö—— SS......... =——— Heil und Le-ben wie-der-bracht. Hal-le-lu-jah. 2. aufgehn, nach Trauern Freud und Wenn ich des Nachts oft lieg in Not fgeh Wonmt verschlossen, gleich als wär ich tot, Hallelujah. läßt du mir früh die Gnadensonn⸗ 106 Ostern. Nicht mehr denn nur drei Tage lang mein Heiland bleibt in Todes Zwang, am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Hallelujah. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält; drauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Hallelujah. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Hallelujah. Am Kreuz läßt Christus öffentlich vor allem Volke töten sich; da er durchs Todes Kerker bricht, läßt ers die Menschen sehen nicht. Hallelujah. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt: was arm und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Hallelujah. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. . Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, mein Heiland greift allmächtig drein, führt mich heraus mit seiner Hand; wer mich will halten, wird zu Schand. Hallelujah. 10 Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab: gnug, daß ich Christum bei mir hab. Hallelujah. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Leibes Glied ich bin. Hallelujah. 12. Durch seiner Auferstehung Kraft komm ich zur Engelbrüderschaft; durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, mit Gnad und ewgem Heil gekrönt. Hallelujah. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit't, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Hallelujah. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Hallelujah. Johann Heermann 1585—1647. Hallelujah. 124. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1. O Tod, wo ist dein Sta⸗chel nun? Wo ist dein Sieg, o Was kann uns jetzt der Teu-⸗fel thun, wie grau-sam er sich A 0.—45 ——— e.xx.. ——— 0 Höl⸗le? 5 stel⸗le? Gott sei ge-dankt, der uns den Sieg so Wie als 6 Mit L jedem Ob si so sie der 6 Leber den! zerbr trägt Nicht den alls Des den des was Tod, durc ihr, Es und Vei Pein, drein, Hand; chand. trübtꝰ hebt. rb ab: ir hab. mich; u sich. hin, bin. aft t; ksöhnt, ekrönt. n sich, ich; +. geit. Held, 11. Fleiß ;reis. 16⁴⁷ —— herr⸗lich hat nach die⸗sem Krieg durch Je⸗sum Christ ge ge⸗ben! 2. stehn wir auch auf, die Glieder. Wie sträubte sich die alte Schlang, So jemand Christi Worten gläubt, als Christus mit ihr kämpfte! im Tod und Grabe der nicht bleibt, Mit List und Macht sie auf ihn drang, er lebt, ob er gleich stirbet. jedennoch er sie dämpfte. 6. Ob sie ihn in die Fersen sticht, Wer täglich hier durch wahre Reu so sieget sie doch darum nicht: mit Christo auferstehet, der Kopf ist ihr zertreten. ist dort vom andern Tode frei; 3. derselb ihn nicht angehet. Lebendig Christus kommt herfür, Genommen ist dem Tod die Macht, den Feind nimmt er gefangen, Unschuld und Leben wiederbracht zerbricht der Hölle Schloß und Thür, und unvergänglich Wesen. trägt weg den Raub mit Prangen. 7 Nichts ist, das in dem Siegeslauf Das ist die rechte Osterbeut, den starken Held kann halten auf: der wir teilhaftig werden: alls liegt da überwunden. Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit 4. im Himmel und auf Erden. Des Herren Rechte die behält Hier sind wir still und warten fort, den Sieg und ist erhöhet; bis unser Leib wird ähnlich dort des Herren Rechte mächtig fällt,(Christi verklärtem Leibe. was ihr entgegenstehet. 8 Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd O Tod, wo ist dein Stachel nun? durch Christi Sieg gedämpfet sind, Wo ist dein Sieg, o Hölle? ihr Zorn ist kraftlos worden. Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam er sich stelle? Es war getötet Jesus Christ, Gott sei gedankt, der uns den Sieg und sieh, er lebet wieder. so herrlich hat nach diesem Krieg Weil nun das Haupt erstanden ist,‚ durch Jesum Christ gegeben! (Nach Georg Weissel 1590—1635.) Justus Gesenius 1601—1673. 125. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. IIRSSESEEEEEEEE EEEE—.———— 1—.— 4.—. DS———.— uun ————— „Der Höl-le Pfor⸗ten sind zer-stört, der Tod ist nun ver⸗ des Sa⸗tans Reich ist ganz ver-heert: Lob sei dir, Gott, ge⸗ ——— ...——— — Wot⸗gen Der Sün⸗den Macht ist ab⸗ge⸗than, durch . Chris⸗tum ist die Him⸗melsbahn uns wie-der auf⸗ge 2. Was durch des ersten Adams Schuld im Paradies verdorben, das und noch mehr hat Christi Huld uns wiederum erworben. Der starke Held aus Davids Stamm hat sterbend an dem Kreuzesstamm die Welt mit Gott versöhnet. 3. Heut ist er aus dem Grab herfür mit großer Macht gebrochen und stecket auf des Heils Panier, gleichwie er hat gesprochen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit uns wieder Fried und Freudigkeit und alle Himmelsschätze. V —— —— E —. + — ++ 4. Drum lasset uns in Fröhlichkeit Herz und Gemüt erheben, weil uns ist diese Gnadenzeit vom Himmel wiedergeben. Wir haben Christi Reich und Macht; er ist hinweg, der Tag und Nacht vor Gott uns hat verklaget. 5. Wir werden auch nach dieser Zeit wie Christus auferstehen und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmelsfreud eingehen. Denn wo das Haupt geblieben ist, da müssen auch nach kurzer Frist die andern Glieder wohnen. Michael Schirmer 1606—1673. 126. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. — E 1———.——.— 3. V—.————72 ĩ— I14—— ..————.— 23—— 2—..———.—— 2282 + E 13—32. 2—— 1 2——— 1. Triumph, Tri⸗umph! Es kommt mit Pracht der Sie-ges-⸗fürst heut Q—.— 4———.—— 1.— EEEE. E* 1—.— 7—.— —2——— aus der Schlacht. Wer sei⸗nes Rei⸗ches Un⸗ter⸗than, schau ————— SSSI I....... E—— heu⸗te sein Tri- umph-fest an. Hal ⸗le⸗-lu ⸗jah. 2. Vor Freuden Thal und Wald erklingt, die Erde frisches Blumwerk bringt; ihr schöner Schmuck zu dieser Frist zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. Hallelujah. 3. Die Sonne sich aufs schönste schmückt und wieder durch das Blaue blickt, die vor im schwarzen Trauerkleid beschaut den blutgen Todesstreit. Hallelujah. 4. Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt, sich ig als ein Löwe zeigt; kein hürter Fels ihn hält und zwingt, Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. Hallelujah. Herr wireg uns mit Halle 'n SIS Ostern. 109 5. 6. Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, Triumph, Triumph! Dich ehren wir wir glauben, daß du schenken wirst und wollen durch dich kämpfen hier, uns deinen Frieden, den du bracht daß wir als Reichsgenossen dort mit aus dem Grab und aus der dir folgen durch die Siegespfort. Schlacht. Hallelujah. Benjamin Praetorius 1636—1674. 127. 1. Je⸗sus, mei⸗ne Zu⸗ver⸗sicht und mein Heiland, ist im Le⸗ben: die⸗ses weiß ich, sollt ich nicht dar⸗um mich zu ⸗frie-den ge-ben, 2 Hallelujah. —.. EMEEEE S.SS.. was die lan⸗ge To-des⸗nacht mir auch für Ge-dan-ken macht? 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; irdisch werd ich ausgesät, warum sollte mir denn grauen? himmlisch werd ich auferstehen; Lässet auch ein Haupt sein Glied, hier geh ich natürlich ein, welches es nicht nach sich zieht? dort da werd ich geistlich sein. 3. 7. Ich bin durch der Hoffnung Band Seid getrost und hocherfreut, zu genau mit ihm verbunden, Jesus trägt euch, meine Glieder! meine starke Glaubenshand Gebt nicht Statt der Traurigkeit: wird in ihn gelegt befunden, sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, daß mich auch kein Todesbann wenn einst die Posaune klingt, ewig von ihm trennen kann. die auch durch die Gräber dringt. 4. 8. Ich bin Fleisch und muß daher Lacht der finstern Erdenkluft, auch einmal zu Asche werden; lacht des Todes und der Höllen! dieses weiß ich, doch wird er Denn ihr sollt euch aus der Gruft niich erwecken aus der Erden, eurem Heiland zugesellen; daß ich in der Herrlichkeit dann wird Schwachheit und Verdruß um ihn sein mög allezeit. liegen unter eurem Fuß. 9 9. Ob dies Aug im Tode bricht, Nur daß ihr den Geist erhebt werd ich meinen Heiland kennen; von den Lüsten dieser Erden ich, ich selbst, kein Fremder nicht, und euch dem schon jetzt ergebt, werd in seiner Liebe un und nur die Schwachheit um u wird von mir sein abgethan. dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. 1653. an Ostern. 128. Luc. 24, 13—35. Mel. Alle Menschen müssen sterben. — 20—— ů 13 1— ö .——*————— ‚4 FF 2———— ö Le.—D. II— i—1 2.— 2—5 1. Zween der Jün⸗ger gehn mit Sehnen ü⸗ber Feld nach Emma⸗us; ih re Au⸗gen sind voll Thränen, ih⸗re See⸗le voll Verdruß. Q— ETE.. Man hört ih⸗re Kla⸗-ge-wor⸗te; doch es ist von ih⸗rem Orate— 4 e— 2 e . e— 1 un⸗ser Je⸗sus gar nicht weit und ver— Areidt die Trau⸗-rig⸗keit. 2. Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Ach es gehn noch manche Herzen swollst du mächtig mich bedecken. ihrem stillen Kummer nach, Komm in meinem Geist zu ruhn; sie bejammern ihre Schmerzen, was du willst, das will ich thun. ihre Not, ihr Ungemach; 6. manches wandert gar alleine, Bin ich traurig und betrübet, daß es nur zur Gnüge weine; Herr, so gieb mir in den Sinn, doch mein Jesus ist dabei, daß mich deine Seele liebet, fragt, was man so traurig sei. und daß ich der Deine bin. 3. Laß dein Wort mich feste gründen, Jesus ist mir nachgegangen, laß es so mein Herz entzünden, wenn ich meiner Eitelkeit daß es voller Liebe brennt und der Sünde nachgehangen. und dich immer besser kennt. O der unglückselgen Zeit, 7. die ich dergestalt verloren! Tröst auch andre fromme Seelen, Doch er hat mich neu geboren; wenn sie tief in Kummer stehn; Jesus hat an mich gedacht wenn sie in verborgnen Höhlen, und das Schäflein wiederbracht. Kammern, Feld und Wäldern gehn, 4. ihrem Kummer nachzusinnen, Hat sich eine Not gefunden, daß sie satt sich weinen können, so ließ er mich nicht allein. so sprich ihrer Seele zu: Jesus stellt zur rechten Stunden Liebes Kind, was trauerst du? sich mit seinem Beistand ein. 8. Wenn ich mich im Leid verzehre, gleich als ob er ferne wäre, r Welt nicht weilen, ach so nimm mich auch mit dir; o so ist er mehr als nah laß mich deine Freuden teilen, und mit seiner Hilfe da. sei und bleibe stets bei mir. 2 Bleibe doch in unsrer Mitten, Treuster Freund von allen Freunden, wie dich deine Kinder bitten. bleibe ferner doch bei mir! Dank sei dir, o lieber Gast, Kommt die 2 delt, mich anzufeinden, daß du mich⸗ getröstet hast. ach so sei du auch allhier. Johann Neunherz 1653—1737. Steh und volff und gen und der Vere und dam I 0 Tiit und w Qu⸗ dein 5 in! Wit und wei hrecken, ten. Ahn; hun. 7 un, unden, en, eelen, hn; len, gehn, 75⁴. Ostern. 11¹1 129. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. — ◻ D=—.—.— 5——————, S b.. * 1. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist auf-ge⸗ er⸗mun⸗tre dei⸗nen Geist und Sinn, den Hei-land zu em⸗ gan ⸗gen; ö pfan ⸗ gen, 7 EUA EEEE ——.—— —8———— bro⸗chen aus dem Grab herfür, der gan⸗zen Welt zur Won⸗ne. 0 0 der heu=te durch des To-des Thür ge— 2 vom Tod heut auferstanden ist Steh aus dem Grab der Sünden auf und nicht im Grab zu finden. und such ein neues Leben, 6. vollführe deinen Glaubenslauf Es hat der Löw aus Judas Stamm und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, heut siegreich überwunden; und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil erfunden der geistlich auferstanden. das Leben und Gerechtigkeit, 3. weil er nach überwundnem Streit Vergiß nun, was dahinten ist, die Feinde schaugetragen. und tracht nach dem, was droben, 42 damit dein Herz zu jeder Frist Drum auf, mein Herz, fang an den zu Jesu sei erhoben. é Streit, Tritt unter dich die böse Welt weil Jesus überwunden; und strebe nach dem Himmelszelt, er wird auch überwinden weit wo Jesus ist zu finden. in dir, weil er gebunden 4. der Feinde Macht, daß du aufstehst Quält dich ein schwerer Sorgenstein, und in ein neues Leben gehst dein Jesus wird ihn heben: und Gott im Glauben dienest. es kann ein Christ bei Kreuzespein 8. in Freud und Wonne leben. Scheu weder Teufel, Welt und Tod, noch gar der Hölle Rachen; denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. 2— 28.4— 2 Geh mit Maria Magdalen als ein gekrönter Siegesheld: und Salome zum Grabe, drum wirst du überwinden. die früh dahin aus Liebe gehn 9. mit ihrer Salbungsgabe: Ach mein Herr Jesu, der du bist so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tode auferstanden, 112 Ostern. rett uns aus Satans Macht und List und ewig in der Herrlichkeit und aus des Todes Banden, von allen Überwindern, daß wir zusammen insgemein die überwunden durch dein Blut: zum neuen Leben gehen ein, Herr Jesu, gieb uns Kraft und Mut, das du uns hast erworben. daß wir auch überwinden. 10, Laurentius Laurenti 1660—1722. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern 130. Mel. Valet will ich dir geben. 37553557. 1. Ich geh zu dei-nem Gra-be, du gro⸗ßer Os-ter-fürst, weil ich die Hoff-nung ha-be, daß du mir zei-gen wirst, wie man kann fröh⸗lich ster⸗ ben und fröh-lich auf-er-stehn, au ch — /————1—— . mit den Him-mels er-ben ins Land des Le-bens gehn. 2. Du wirst den Stein schon rücken Du liegest in der Erde der auch mein Grab bedeckt; und hast sie eingeweiht: da werd ich den erblicken, wenn ich begraben werde, der mich vom Tode weckt. daß sich mein Herz nicht scheut auch in den Staub zu legen, 5. was Asch und Staub vermehrt, Du fährest in die Höhe weil dir doch allerwegen und zeigest mir die Bahn, die Erde zugehört. wohin ich endlich gehe, 3. da ich dich finden kann. Du schläfest in dem Grabe, Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich, Uunt en da warten lauter Kronen an diesem Orte habe. Du drückst die Augen zu: in deiner Hand auf mich. so soll mir gar nicht grauen, 6. wenn mein Gesicht vergeht; O meines Lebens Leben ich werde den wohl schauen, o meines Todes Tod, der mir zur Seiten steht. ich will mich dir ergeben 4. in meiner letzten Not: Dein Grab war wohl versiegelt, ich will mein Bette machen doch brichst du es entzwei; in deine liebe Gruft, wenn mich der Tod verriegelt, da werd ich schon erwachen, so bin ich dennoch frei. wenn deine Stimme ruft. lut: Mut, 1²²² cken, Ostern. . in Salems Friedenshäuser; Du wirst den Olberg zeigen, da heißts: Viktoria! wo man gen Himmel fährt; da trägt man Siegesreiser. da will ich fröhlich steigen, Ach wär ich nur schon da! bis daß ich eingekehrt Benjamin Schmolck 1672—1737. 1331. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. .......— SSSSIS T E— 2 1. Mein Je⸗sus lebt, was soll ich ster-ben? Hier So muß ich ja das Le⸗-ben er ⸗ben, weil — e ee Eeer mu,, e EU 7.. I L——— 1 Z.— steht mein Haupt und tri⸗ um=phiert.—— Not und Tod die Macht ver⸗liert. Kein Trau er⸗ — ........... 2 1— — 5 SSISRSTRTRTRTRTRTTRR.‚.——1— bild erschreckt mich mehr: mein Je-sus lebt, das Grab ist leer. 2. daß mich sein Wort ins Leben ruft. Mein Jesus siegt; drum liegtzu Füßen, Wie süß erschallt die Stimme hier: was mir das Leben rauben kann. Ich leb, und ihr lebt auch in mir. Der Tod wird völlig weichen müssen, 4. mir wird der Satan unterthan. Mein Jesus bleibt also mein Leben, Der Hölle Abgrund selber bebt. er lebt in meinem Herzen hier; denn überall schallt: Jesus lebt! und soll ich ihm das Leben geben, 3. kommt mir mein Tod nicht schreck— Mein Jesus lebt, das Grab ist offen; lich für, so geh ich freudig in die Gruft. weil er mich in den Himmel hebt, Hier kann ich auch im Tode hoffen, so wahr als Jesus ist und lebt. Benjamin Schmolck 1672-1737. 132. Mel. Christus der ist mein Leben. — EH.— —————I— EEEE 1. Will⸗kom-men, Held im Strei-te, aus dei⸗nes Gra⸗bes E E .— —.— 2—.——— 5—..— 2—. e. 2S 12————.— 2 44— Kluft! Wir tri- um⸗phie-ren heu⸗te um dei⸗ne lee⸗re Gruft. 8 114 Ostern. 2. 6. Der Feind wird schaugetragen Laß unser aller Sünden und heißt nunmehr ein Spott; ins Grab verscharret sein, wir aber können sagen: uns einen Schatz hier finden, Mit uns ist unser Gott! der ewig kann erfreun. 3. 1. In der Gerechten Hütten Wir sind mit dir gestorben, schallt schon das Siegeslied, so leben wir mit dir; du trittst in unsre Mitten was uns dein Tod erworben, und bringst den Osterfried. das stell uns täglich für. 4. 8. Ach teile doch die Beute Wir wollen hier ganz fröhlich bei deinen Gliedern aus, mit dir zu Grabe gehn, wir alle kommen heute wenn wir nur dorten selig deswegen in dein Haus. mit dir auch auferstehn. 5 9. Schwing deine Siegesfahne Der Tod kann uns nicht schaden, auch über unser Herz, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; den Lebensweg uns bahne wir stehn bei Gott in Gnaden vom Grabe himmelwärts. und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck 1672—1737. 133 * Mel. Was Gott thut, das ist wohl gethan. — 0 1 2—.— EU— 5„———— 2—.2—..—..———83 E△ EAH 2—.——— — 1. O auf-er⸗stand⸗ner Sie-ges⸗fürst, du Le- ben al ⸗ler heut bringst du Frie-de, da du wirst zur Freu⸗de uns ge⸗ 7 —— 0 I—— 2 2 2—..—6 ——————— zu ⸗vor bracht Not dich in den Tod; jetzt —— — + ——.SI..‚............ *——— WEAI bist du auf-er-stan-den und frei von To-des-ban⸗-den. 2. darinnen wir gefangen, Die Last von unsrer Sündenschuld weil du hervorgegangen. ließ dich in Fesseln fallen; du gabest dich aus großer Huld Nun geht uns fröhlich wieder auf ans Kreuz zum Heil uns allen. die rechte Gnadensonne, Nun sind wir frei die erst erstarb in ihrem Lauf, von Sklaverei, giebt Strahlen reiner Wonne. Jetzt mit 7 von! dir et Die! bricht dein zum hatte und Ode leben und im 60 Dem kann uns wo! Sol 0 V Jetzt ist die Seel mit Freudenöl von dir gesalbt und bleibet dir ewig einverleibet. 4. Die Kraft von deiner Majestät bricht se lbst durch Grab und Steine; dein Sieg ists, zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut, der Hölle Glut hat alle Macht verloren, und wir sind neu geboren. . O daß wir diesen teuren Sieg lebendig möchten kennen, und unser Herz bei diesem Krieg im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht kann dieses Licht uns in das Leben führen, wo wir nicht Glauben spüren. 6. So brich denn selbst durch unser Herz, o Jesu, Fürst der Ehren, Ostern. und laß vorher uns himmelwärts zu dir uns gläubig kehren, daß wir in dir die offne Thür zur ewgen Ruhe finden und auferstehn von Sünden. 10— der uns mit erhöht Erscheine uns mit deiner Güt, wenn wir in Buße weinen, und laß uns deinen teuren Fried zum ersten Anblick scheinen; so können wir, o Held, mit dir die rechten Ostern feiern und uns in dir erneuern. 8. Ach laß das wahre Auferstehn im Herzen uns erfahren und aus den Totengrüften gehn, daß wir den Schatz bewahren, das teure Pfand, das deine Hand zum Siegen uns gegeben: so gehn wir ein zum Leben. Justus Henning Böhmer 1674—1749. 134. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. 0—— EM 1 41— H+——— D rt. EE 1. Mein Fels hat ü⸗ber-wun-den der Höl⸗le gan-zes Heer, der Sa⸗ tan liegt ge-bun-den, die Sün-de kann wicht mehr — —— 1 — ö— 2— E + —— —— mich durch⸗ Ge⸗ setz ver⸗ dam⸗men, denn — H+— N SSSSEEEEEEE— E— E. I flam⸗men hat Je⸗ sus aus ⸗ge⸗ löscht. 2 2. Auf denn, mein Herz, und bringe dem Heiland Dank davor, vertreib die Furcht und schwinge im Glauben dich empor; wirf des Gewissens Nagen, dein Sorgen und dein Zagen in Christi leeres Grab. 3. Jesus auferstanden, mit Herrlichkeit geschmückt, so bist du ja den Banden 8* 116 Oste des Todes mit entrückt. Kein Fluch drückt das Gewissen, der Schuldbrief ist zerrissen, denn alles ist bezahlt. 4. Ach willst du noch nicht glauben, du ungewisser Geist? Kein Teufel kann dir rauben, was Jesus dir verheißt, der Licht, Kraft, Fried und Leben geneigt ist dir zu geben als seines Sieges Frucht. 5. Wohlan denn, Fürst des Lebens, ich bring dir, was ich hab. Ich matte mich vergebens bei meinen Wunden ab, ich kann sie nicht verbinden; soll ich Genesung finden, du mußt sie rühren an. * 6. Gieb meinem Glauben Klarheit, zu sehn, Herr Jesu Christ, daß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist; die finstern Wolken teile der bangen Zweifel, heile des Glaubens dürre Hand. 7 Laß mich nicht länger wanken gleich einem Rohr im Wind, besänftge die Gedanken, die voller Unruh sind. rn. wer mühsam und beladen, den rufst du ja zu dir. 8. Ich will nicht mehr vergeblich bei mir mich halten auf; ich finde nichts erheblich, zu hemmen meinen Lauf zu deinen offnen Armen, die mir dein frei Erbarmen so huldreich aufgethan. 9. Hast du den Tod verschlungen, verschling ihn auch in mir; wo du bist durchgedrungen, da laß mich folgen dir. Erfülle mein Verlangen und laß den Kopf der Schlangen in mir zertreten sein. 10. Lebst du, laß mich auch leben als Glied an deinem Leib, daß ich, gleich einem Reben, an dir, dem Weinstock, bleib. Gieb Geistessaft zur Nahrung, gieb Stärke zur Bewahrung der Pflanzung deiner Hand. 10. Leb in mir als Prophete und leit mich in dein Licht; als Priester mich vertrete, mein Thun und Lassen richt; um deinen ganzen Willen als König zu erfüllen, Du bist der Stuhl der Gnaden; leb, Christe, leb in mir. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 135. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. — 6— n + 2——.—.—— FHU 2 2; 522...‚..— A.EEE— VV—„——*2 14— + 1.4— — 1. UÜ⸗berwin⸗der, nimm die Palmen, so dein Zi⸗ on heu ⸗=te bringt, das mit fro⸗hen Os⸗=ter-psalmen den er⸗kämpf⸗ten Sieg be⸗singt. 8— 5 SS&ÆE 2—5.— 2* 7 7 2 2 1 50——— 2 2——.2— 24 Wo ist nun der Fein-de Po⸗chen und der Wür⸗ger Steck auf d was Held laß d Denn ist de hach Welt Gott Nile deine die i bor! deine 0 0 weil und Dem Gott Ruf dein gieb daß Hül ei s rufe Der und G˙ ngen 9„ 17²9, Ostern. 117 W 6— 22+2— 646675 — Mord-ge⸗schrei, da der Schlan⸗gen Kopf ent⸗ zwei — 2——* — 7 E 2 und der Sta⸗chel abe- ge⸗bro⸗chen? Tod und Teu⸗-⸗fel 6— 4.—.———— en E. T——— lie ⸗gen da; Gott sei Dank, Hal- le-lu-jah! 2 Stecke nun die Siegeszeichen auf der dunklen Gruft empor; was kann deiner Krone gleichen? Held und König, tritt hervor, laß dir tausend Engel dienen! Denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen. Welt und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Hallelujah! Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt; deinen Frieden gieb uns allen: o so jauchzet Herz und Mut, weil das Los so wundergut und aufs lieblichste gefallen. Denn der Olzweig grünet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, deinen Strahl ins Herze gehn; gieb Erleuchtung deinen Knechten, daß sie geistlich auferstehn. é 5. Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil uns in den Himmelsauen schon die Krone beigelegt. Gieb uns in den höchsten Nöten, gieb uns mitten in der Pein deinen Trost und Glauben ein: o so kann der Tod nicht töten, denn die Hoffnung blühet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Gruft und Bahre weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, ei so nimmt das kühle Grab nichts, als nur was irdisch, ab, und der Staub ist unverloren. Unser Hüter hütet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 2 Rufe die verdorrten Glieder endlich aus der dunklen Nacht, bis der Aschenhaufe wieder in verklärtem Glanz erwacht. Hält der Schlaf uns noch gefangen, Da wirst du die Krone geben, ei so fördre selbst den Lauf, rufe mächtig: Wachet auf! dann wird die vergnügte Brust, Herr, in engelgleicher Lust Denn die Schatten sind vergangen, ewig deinen Sieg erheben, und der helle Tag ist da; Gott sei Dank, Hallelujah! und wir sprechen auch allda: Gott sei Dank, Hallelujah! Christian Ludwig Taddel 1706—1775. Ostern. 136. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 0— , i. — E— I—. 1. Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich: Tod, wo sind nun dei⸗ne Schrecken? Je⸗sus lebt und wird auch mich von den To ⸗ten auf-er⸗wek⸗ken: I — ..—— 2—— H— —. AE I— 2—.——4 5 2.. 4 25. 42 2—1 H er ver⸗klärt mich in sein Licht; dies ist mei⸗ ne Zu:ver⸗sicht. 2. und den Lüsten widerstreben: Jesus lebt, ihm ist das Reich er verläßt den Schwachen nicht; über alle Welt gegeben; dies ist meine Zuversicht. mit ihm werd auch ich zugleich— ewig herrschen, ewig leben. 1——— fü 8 espricht: Jesus lebt; ich bin gewiß, dies ist meine Onverseht oe uchts soll uuch von Jesu sceiden, 3 ene Macht der Finsternis, Gesns keine Herrlichkeit, kein Leiden. Jesus lebt; wer nun verzagt, Er giebt Kraft zu jeder Pflicht; lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, dies ist meine Zuversicht. daß der Sünder sich bekehre: 6 Gott verstößt in Christo nicht; Jesus lebt, nun ist der Tod dies ist meine Zuversicht. mir der Eingang in das Leben. 4. Welchen Trost in Todesnot Jesus lebt, sein Heil ist mein, wird es meiner Seele geben, sein sei auch mein ganzes Leben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: reines Herzens will ich sein Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 137. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. — EH E 2 L 223685 1 2—— Ce 4 2 — ———— — Hal⸗le⸗lu-jah! jauchzt, ihr Chö-re, singt Je⸗su Chris-to Lob und Er zer-riß des To-des Ban-den, der Held ist aus dem Grab er⸗ —— * e e, enrnre,e ——————— Eh ⸗re! Sein herr⸗lich gro⸗ßer Tag ist da. Sein stan-den, der nim-mer die Ver we-sung sah. M Glor der 6 und v Wir, sind und Wir den Halle Wir und soll! Nun einst durck Er h und die! —— — E Himmelfahrt. W—— , r DD I ist Ge⸗walt und Macht, er hat sein Werk vollbracht. Hal⸗le ⸗Iu-jahl Des +—.— + 2 2 ö— 2——2 2——— IEI E—— DEEEE‚rR ——.—— Men⸗schen Sohn trägt nun da-von des her⸗ben Kampfes reichen Lohn. 2 Wir werden auferstehn, Glorreich hat der Held gerungen, der Hölle finstre Macht bezwungen und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die tief gefallnen Sünder, sind nun durch Christus Gottes Kinder und Erben seiner Seligkeit. Wir sind durch ihn versöhnt, den Gott mit Preis gekrönt. Hallelujah! Wir sind nun sein, und ihm allein soll unser ganzes Herz sich weihn. 22 Nun kann uns der Tod nicht schrecken, einst wird der Herr uns auferwecken durch seiner Stimme Wundermacht. Er wird unvergänglich Leben und Herrlichkeit den Seinen geben,‚ die ihren Lauf in ihm vollbracht. zu seiner Freud eingehn. Hallelujah! O Siegesheld, in jene Welt zieh uns dir nach, wann dirs gefällt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsres Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis ver⸗ schwinden und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen; die Todesbahn gingst du voran, wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk 1734 1814. 8. Himmelfahrt. 138. — ———— I — ,.. 1. Christ fuhr gen Him-mel: was sandt er uns her-nie ⸗ der? 19— 7——— S...........— —.— ........... Den Tröster, den hei-li⸗gen Geist, zu Trost der armen Chris⸗ten⸗heit. Himmelfahrt. 0—————— 22 SSISIIII.— —.— n 2 2— —.— J LI 2.— 1— e Hal ⸗le ⸗-lu⸗jah! 2. Hal ⸗le⸗lu-jah, Hal ⸗le ⸗ lu⸗ jah, 9——— — +— ————— —2——**— 2.— —* E—.—.——— 2— — 4——— L E— Hal⸗le ⸗ lu-jah! Des solln wir al ⸗le froh sein, Q D— — ů — 0 2 ö— 1 2*.— 2— + 2 2 + 2——— + Christ will un ⸗ser Trost sein. Hal ⸗le ⸗lu ⸗ jah! 151⁰ 139. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 9—— IIIS‚. n, L—————— 4+9qᷓ——.———— 1. Auf die⸗sen Tag be⸗ den ken wir, daß Christ gen und dan⸗ken Gott aus höch-ster Bgier, mit Bitt, er + 1—.— é ISSSEEEE 2—— E 1———— 2— 1 1 1 36 Himml ge ⸗ fah ren 35 6 en,—— Sün⸗ woll de ⸗ wah ⸗ ren uns ar⸗me Sün-⸗der EE—. von hie auf Erd, die wir we⸗gen man-cher — E—.———.— + —;————— H ——— Gfährd ohn ihn kein 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist gmacht, uns steht der Himmel offen, Christus schließt auf mit großer Pracht, vorhin war alls verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Hoff nung ha ben. 3. Wer nicht folgt und sein Willen thut, dem ists nicht Ernst zum Herren; denn der wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts, wird der sein echt, wird auch gewiß das Leben recht zu Gott im Himml gerichtet. Solch wenn und f thun die se an T len thut, Zisch und Himmelfahrt. 121 4 5 Solch Himmelfahrt fäht in uns an. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn wir den Vater finden wenn uns Gott zu ihm nehmen und fliehen stets die weltlich Bahn, und seinem Sohn wird machen thun uns zu Gottes Kindern; gleich, die sehn hinauf, der Vater hrab, als wir denn jetzt bekennen: an Treu und Lieb geht ihn'n nichts da wird sich finden Freud und Mut ab zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Johann Zwick 1496—1542. 140 * Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 0 7* bis sie zusammen kommen. —.————.—— ——.... — N.— 837⁵ 5 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je-su Christ, daß du gen Him⸗-mel ——f.————— — SSI——.— 2 —— 1——.—— 2—— —— gfah⸗ren bist: o star⸗ker Gott Im⸗ ma⸗ nu= el, stärk ———————, 55 D22———— SSS uns an Leib, stärk uns an Seel. Hal-le⸗lujah. 2. x 6. Nun freut sich alle Christenheit Wir freuen uns aus Herzensgrund und singt und springt ohn alles Leid. und singen fröhlich mit dem Mund: Gott Lob und Dank im höchsten Thron, der unser Bruder, Fleisch und Blut, weil unser Bruder Gottes Sohn. ist unser allerhöchstes Gut. Hallelujah. Hallelujah. 3. Gen Himmel aufgefahren hoch Durch ihn der Himmel unser ist. ist er doch allzeit bei uns noch, Hilf uns, o Bruder Jesu Christ, sein Macht und Gwalt unendlich ist, daß wir nur trauen fest auf dich wahr Gott und Mensch zu aller Frist. und durch dich leben ewiglich. Hallelujah. Hallelujah. 4 Wohl dem, der ihm vertrauen thut Amen, Amen, Herr Jesu Christ, und hat in ihm nur frischen Mut. der du gen Himmel gfahren bist; Welt, wie du willst! wer fragt nach dir? behalt uns, Herr, bei reiner Lehr, Nach Christo steht unser Begier. des Teufels Trug und Listen wehr. Hallelujah. Hallelujah. Er ist der Herr und unser Trost, Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit, der durch sein Blut uns hat erlöst; zum letzten Gricht in Herrlichkeit; das Gfängnis er gefangen hat, führ uns aus diesem Jammerthal daß uns der bittre Tod nicht schadt. in deinen ewgen Himmelssaal. Hallelujah. Hallelujah. 1607. Himmelfahrt. 141. Mel. Es ist gewißlich an der 05 21 2—— i, Auf Chris⸗ ti Him⸗mel⸗ fahrt al⸗ lein ich mei⸗ ne Nachfahrt 1015 al ⸗len Zwei⸗fel,—. und Pein hie-mit 19—— ü⸗ber⸗ —2—II 42—.——— 4— , E———— 2. grün-de denn weil das Haupt im Him⸗mel ist, wird win⸗-de; EW—————— 2....... — 7 2— sei⸗ne Glie-der Je-sus Christ zur rechten Zeit nach-ho-⸗len. 2. 3. Weil er gezogen himmelan Ach Herr, laß diese Gnade mich und große Gab empfangen, von deiner Auffahrt spüren, mein Herz auch nur im Himmel kann, daß mit dem wahren Glauben ich sonst nirgends, Ruh erlangen; mag meine Nachfahrt zieren denn wo mein Schatz gekommen hin, und dann einmal, wenn dirs gefällt, da ist hinfort mein Herz und Sinn, mit Freuden scheiden aus der Welt; nach ihm mich stets verlanget. Herr, höre doch mein Flehen. (Nach Josua Wegelin 1604-1640.) 1661. 142. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. I— 622 4—.——— — 1———— 7 1 — 175—.—.* 1 2 ² —3—.2— 2—.—.—— 2 2.— E2 2 F1 1 5 wun-der⸗ gro⸗ ßer Sie-ges-held, du Sün-den⸗trä⸗ger zur Rech-ten dei-nes Va⸗ters Kraft, der Fein-de Schar ge— 22„—.—— H EEEE E EH— 2 „ler W elt, heut hast du dich ge ⸗ set⸗zet Heacht 205 Haft, bis auf den Tod ver ⸗let-zet. ——.——.—— —————————..— — 2.———— Mäch-tig, präch-tig tri⸗um⸗phie⸗rest, ju-bi ⸗lie⸗rest, —— 120—.—.—.—— 4... + DiD — Tod und Le-ben ist, Herr Christ, dir un ter- ge-ben. Dir d viel tl dich E weil d mit A zur r Singe klinget rühmt zu en Du b sind 6 auf u Heil, Erqui wird Drine zwing mein dir L Reuck hilf, nach 5 aß laß: Himmelfahrt. 2. all Üppigkeit verachten; Dir dienen alle Cherubim, Unart, viel tausend hohe Seraphim Hoffart dich Siegesfürsten loben, laß uns meiden, christlich leiden, weil du den Segen wiederbracht, wohl ergründen, mit Majestät und großer Pracht wo die Gnade sei zu finden. zur Freude bist erhoben. 5. Singet, Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, klinget, sei unser Ruhm und fester Platz, rühmt und ehret den, so fähret auf darauf wir uns verlassen. — zum Throne, Laß suchen uns, was droben ist: zu empfahn die Himmelskrone. auf Erden wohnet Trug und List; 3. es ist auf allen Straßen Du bist das Haupt, hingegen wir Lügen, sind Glieder; ja es kommt von dir Trügen, auf uns Licht, Trost und Leben; Angst und Plagen, die da nagen, Heil, Fried und Freude, Stärk und die da quälen Kraft, stündlich arme Christenseelen. Erquickung, Labsal, Herzenssaft 6. wird uns von dir gegeben. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, Dringe, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, zwinge komm, stille das Verlangen. mein Gemüte, mein Geblüte, daß es Du, du bist allen uns zu gut, preise, o Jesu, durch dein teures Blut dir Lob, Ehr und Dank erweise. ins Heiligtum gegangen. 4. Komm schier, Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, hilf hier: ö hilf, daß wir künftig für und für dann so sollen, dann so wollen wir nach deinem Reiche trachten. ohn Ende Laß unser Thun ohn Wandel sein, fröhlich klopfen in die Hände. laß uns demütig, züchtig, rein Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 143. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 1. Der Herr fährt auf gen Him-mel mit fro⸗hem Ju-bel⸗schall, mit präch⸗ti-gem Ge⸗ tüm⸗- mel und mit Po⸗sau⸗nen⸗hall: — ——— Hei ⸗ den, dem Her-ren Ze⸗ ba ⸗oth. Kö⸗ni⸗ge der 12⁴ Himmelfahrt. 2. Der Herr wird aufgenommen, der ganze Himmel lacht; um ihn gehn alle Frommen, die er hat frei gemacht; es holen Jesum ein die lautern Seraphinen, den hellen Cherubinen muß er willkommen sein. 3 Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht, wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht: der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich sen er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, der Herr selbst macht uns Platz; wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, dahin sei das Verlangen, dahin sei euer Lauf. 5 Laßt uns gen Himmel dringen mit herzlicher Begier, laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir, dich, o du Gottes Sohn, dich Weg, dich, wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich, unsers Hauptes Kron. 6. Ade mit deinen Schätzen, du trugesvolle Welt, dein Tand kann nicht ergötzen; weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis, der Herr ist unsre Freude und köstliches Geschmeide, zu ihm geht unsre Reis. 7 Wann soll es doch geschehen, wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, daß wir den Heiland grüßen und fallen ihm zu Füßen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfried Wilhelm Sacer 1635—1699. 144. Mel. Ach Gott und Herr. —— 5r—. F,—— + 1 1 11—..— E. DSDSDSSSSDDESEEEE E, 1. Zeuch uns nach dir, so kommen wir mit herz——0 Ver⸗lan⸗ 3 hin, E E 5.— SIIII... ö PEEE———— 2.—..— 2 2——.— E 1——— da du bist, Herr Je⸗su Christ, aus die-ser Welt ge⸗ 2. Zeuch uns nach dir in Liebsbegier, ach reiß uns doch von hinnen, so dürfen wir nicht länger hier den Kummerfaden spinnen. gan⸗ gen. 3. Zeuch uns nach dir: Herr Christ, ach führ uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht, sind abgeneigt vom rechten Lebenswege. —.— geuch 0 fol dir na daß u allhier das b en, en; 1699. m⸗gen. 4.— Himmelfahrt. 4. 25 Zeuch uns nach dir, Zeuch uns nach dir so folgen wir nur für und für dir nach in deinen Himmel, und gieb, daß wir nachfahren daß uns nicht mehr dir in dein Reich, allhier beschwer und mach uns gleich das böse Weltgetümmel. den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke 1642.—1699. 145. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) —— —— E— aHe E ESEEEEEEE.— 2.—— I H 1. Herr, auf Er⸗den muß ich lei⸗den und bin vol-ler Angst und Weh: war⸗um willst du von mir schei-den? warum fährst du in die Höh?ꝰ de e d. 2 P Nimm mich Ar-men auch mit dir, o⸗ der blei-be doch in mir, —3 1——— SSS.............. 2———..——. 1.——De daß ich dich und dei⸗ne Ga-ben mö-ge täglich bei mir ha-ben. 2. Kommt der Satan wider mich, Laß dein Herze mir zurücke ach so wirf ihn unter dich und nimm meines mit hinauf; zu dem Schemel deiner Füße, wenn ich Seufzer zu dir schicke, daß er ewig schweigen müsse. mache selbst den Himmel auf; 5. und so ich nicht beten kann, Meine Wohnung mache fertig rede du den Vater an, droben in des Vaters Haus, denn du sitzst zu seiner Rechten; da ich werde gegenwärtig darum hilf uns, deinen Knechten. bei dir gehen ein und aus; 3. denn der Weg dahin bist du: Zeuch die Sinnen von der Erde darum bringe mich zur Ruh ber alles Eitle hin, und nimm an dem letzten Ende daß ich mit dir himmlisch werde, meinen Geist in deine Hände. ob ich gleich noch sterblich bin, 6. und im Glauben meine Zeit Komme, wenn es Zeit ist, wieder, richte nach der Ewigkeit, denn du hast es zugesagt, bis wir auch zu dir gelangen, und erlöse meine Glieder, wie du bist vorangegangen. die der Tod im Grabe nagt; 4. richte dann die böse Welt, Dir ist alles übergeben: die dein Wort für Lügen hält, nimm dich auch der Deinen an. und nach ausgestandnem Leide Hilf mir, daß ich christlich leben führ uns ein zu deiner Freude. und dir heilig dienen kann. Kaspar Neumann 1648—1715. Himmelfahrt. 146. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) — —.—.———— Iiiiie ..— + 1. Gro-⸗ßer Mitt=ler, und die Schar von 2 der zur Rech-ten sei-nen Knechten sei⸗nes gro⸗ßen in dem Reich der ——.— — 7 I...—— Va⸗ters sitzt Gna⸗-den schützt, den auf dem er ⸗ hab⸗- nen Thro ⸗ne E⸗wig⸗keit 2. Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht; da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 8. Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnaden eilen, nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. mit ver- hüll⸗tem Ant ⸗litz scheut: 8 Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht: daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, da die Sünden aller Welt dir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, bald mit Seufzen, bald mit Weinen für die Sünder zu erscheinen; o mit welcher Niedrigkeit batest du zur selben Zeit! 2. Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unterstützt, da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschlagen, und nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. Die V stellest und ve deine daß er deinem und di die no Seh seh i seh i alle sollt und da d weil Weit deint und alle präd lreu schat uf Sol da Armen, nicht, harmen Iohne, . Tagen, gen, Ilt, Weinen en; Himmelfahrt. 8. 9 Die Verdienste deiner Leiden Großer Mittler, sei gepriesen, stellest du dem Vater dar daß du in dem Heiligtum und vertrittst nunmehr mit Freuden so viel Treu an uns bewiesen; deine teur erlöste Schar, dir sei Ehre, Dank und Ruhm. daß er wolle Kraft und Leben Laß uns dein Verdienst vertreten, deinem Volk auf Erden geben wenn wir zu dem Vater beten; und die Seelen zu dir ziehn, sprich für uns in letzter Not, die noch deine Freundschaft fliehn. wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 147. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) —.—— EWEEREEEEE EE.eDD S.SSSPSSSIISS‚I‚I‚I‚I‚c‚.. 1. Sieges⸗für⸗ste, Eh⸗ren⸗ könig, höchst ver⸗klär⸗te Ma⸗jes⸗tät, al⸗le Himmel sind zu wenig, du bist drü-ber hoch er-höht: er e, de,. P — sollt ich nicht zu Fuß dir fal⸗len und mein Herz vor Freu⸗de wal⸗len, —.—.. I*DEA‚.— +*.—— 2—3— 2 wenn mein Glaubensaug ent⸗zückt dei⸗ne Herr-lich-keit er⸗blickt? 2. Sollt mein Mut noch wollen sinken, Seh ich dich gen Himmel fahren, Iar ich deine Macht versteh? seh ich dich zur Rechten da, Meinem König will ich trauen, seh ich, wie der Engel Scharen nicht vor Welt und Teufel grauen, alle rufen Gloria: nur in Jesu Namen mich sollt ich nicht zu Fuß dir fallen beugen hier und ewiglich. und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, Geist und Kraft nun überfließen, weil mein König triumphiert? drum wirk in mir kräftiglich, 3. bis zum Schemel deiner Füßen Weit und breit, du Himmelssonne, alle Feinde legen sich. deine Klarheit sich ergeußt Aus Zion dein Zepter sende und mit neuem Glanz und Wonne weit und breit bis zum Welt⸗Ende; alle Himmelsgeister speist; mache dir auf Erden Bahn, prächtig wirst du aufgenommen, alle Herzen unterthan. freudig heißt man dich willkommen: 6. schau, ich armes Kindlein hier Du kannst alles aller Orten ruf auch Hosianna dir. nun erfülln und nahe sein: meines Geistes ewge Pforten stell ich offen, komm herein! 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, Komm, du König aller Ehren, da ich deine Klarheit seh? 128 Himmelfahrt. du mußt auch bei mir einkehren: lehr mich nur im Geiste leben + ewig in mir leb und wohn als vor deinen Augen da,— als in deinem Himmelsthron. fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen,—0 V 7. in dir abges ieden drinnen, V Deine Auffahrt bringt mir eben in den Himmel schon versetz Gott und Himmel innig nah; da mich Jesus nur ergötzt. Vom: N Gerhard Tersteegen 1697-1769. Du gi so my 148. ich do Mel. du hochgebaute Stadt. 0 —. so kon .*——— 1.— —.— Am ö „Mein sie ⸗gend Haupt dort in der Herr-lich-keit, du mit 5 öů 5——5 bin dein Glied,— lieg ich noch im Streit, bis am L ———— du sie 2—.—— S 2 so fo lebst, be⸗glückst, re ⸗ gierst. ö— du— Frie-den führst. Moch kämpf ich wiel hie⸗ Du l 5 beim 2 2 M 0 PPixx —— P on nie⸗den mit Sünd und Lei-den⸗ schaft; du giebst dei⸗nen— ann r. e,. — 0— Frie den und Mut und Sie-ger- kraft. 2. und leicht wird jede Last. Zieh mich hinauf, Ich werde nie verderben: der du die Stätte dort bin ich doch Gottes Kind ö‚ auch mir bereitet hast. mit allen Himmelserben, ö Ich schau empor die ewig bei dir sind. ö zu jenem selgen Ort, Karl August Döring 1783—1844. 149. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. — 5 9 E— E 5———44.85 2 2 2— 2.— 3— S S........ 1. Zum Him⸗mel bist du ein⸗ge-gan-gen, mit Preis gekrönt, Herr wie soll⸗te mich nun nicht ver⸗lan-gen, auch dort zu sein, wo — Je⸗ su Christ: du nun bist? Ich bin 394 Aunl + I 25 E ja nur ein Pil ⸗grim 3—1844⁴. Pfingsten. hier; nimm in die Hei-mat 2 Vom Tode standst du auf zum Leben, du gingst verklärt zum Himmel ein: so muß sich auch mein Geist erheben, ich darf nicht tot in Sünden sein; ein neues Leben wirk in mir, so komm ich einst gewiß zu dir. 3 Am Glberg fingen deine Leiden mit bittern Todesängsten an; am Olberg gingst in hohen Freuden du siegreich deine Himmelsbahn: so folgt auf Leiden Herrlichkeit; zu beiden mache mich bereit. 4. Du hobest segnend deine Hände beim Scheiden von den Deinen auf: o hilf, daß einst auch ich vollende, von dir gesegnet, meinen Lauf. Wenn ich von dir gesegnet bin, dann fahr in Frieden ich dahin. — ö 2 2— 2—I E— 11—— 2— J 1—8 ZA 47—— 7—————I 12——— 2 II + mich zu dir. 5. Ich sehe dir mit Glaubensblicken in deinen Freudenhimmel nach; mein Herz soll sich an dir erquicken, der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, bleibst du doch meine Zuversicht. Du bist von uns zwar aufgefahren, doch ist dein Wort noch immer hier. Laß dieses Kleinod mich bewahren; im Worte redest du zu mir, dies leitet meines Lebens Lauf und schließt mir deinen Himmel auf. +7. Einst wirst du herrlich wiederkommen, gleichwie du aufgefahren bist; dann werd ich völlig aufgenommen, wo mir bereit mein Erbteil ist. So leb ich nun im Glauben hier, im Schauen aber dort bei dir— 30 1829. 9. Pfingsten. 150. —— E e—— E e EEEEEEDE‚-.— EII T SSI.E....... 2—.— E EEEE— 733 gen und ent⸗zünd in ih ⸗nen das Feu⸗er dei⸗ner 0——.— *— DT————.* e 0—EE.—.—0——.—.— 3 gött⸗li⸗chen Lie⸗be, der du durch Mannigfal⸗tig⸗-keit der Zun⸗ —ͤ— 22—— ů 3 ²—.— é 2 0 — . 2.— . 2 gen die Völ⸗ker der gan⸗zen Welt ver⸗sam-melt hast in Ei⸗nig⸗ 25 Pfingsten. EI keit des Glau ⸗ bens. Hal le ⸗ lu ⸗jah, Hal⸗le⸗lu⸗jah! Altkirchlich. Deutsch 1527. 1. Komm, hei-li-ger Geist, Her⸗re Gott, er⸗füll mit deiner Gnaden Gut der Gläubi⸗ gen Herz, Mut und Sinn, dein brünstig Lieb entzünd in ihn'n. U 7 — ............ e n nei e. ———..——————.—,.— U—.—.———.—.——. — O Herr, durch dei-nes Lichtes Glanz zum Glau-ben du versammelt hast 2 D——— —.————— e e ,. —2.—..—— 2— 2— das Volk aus al-ler Welt Zun-gen; das sei dir, Herr, zu VD IIII——— Sd — 2 Lob ge⸗sun ⸗gen. Hal⸗le⸗lu-jah, Hal-le⸗ 2. 3. Du heiliges Licht, edler Hort, Du heilige Brunst, süßer Trost, laß uns leuchten des Lebens Wort fnun hilf uns fröhlich und getrost und lehr uns Gott recht erkennen, in dein'm Dienst beständig bleiben, von Herzen Vater ihn nennen. die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, behüt vor fremder Lehr, O Herr, durch dein Kraft uns bereit daß wir nicht Meister suchen mehr, und stärk des Fleisches Blödigkeit, denn Jesum mit rechtem Glauben, daß wir hier ritterlich ringen, ö und ihm aus ganzer Macht vertrauen. durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah, Hallelujah. Martin Luther 1483—1546. 152. 1. Nun bitten wir den hei- li-gen Geist um den rechten Glauben —— ExN den Gut * —..— in ihn'n. Trost, getrost bleiben, reiben., 3 bereit igkeit, 63—1515. Pfingsten. — ——— —— 6 E de, wenn wir heimfahrn aus diesem E⸗len⸗de. Ky ⸗ri⸗e⸗leis. lund im Frieden auf einem Sinn Du wertes Licht, gieb uns deinen bleiben. Schein, Kyrieleis. lehr uns Jesum Christ kennen allein, 4. daß wir an ihm bleiben, dem treuen Du höchster Tröster in aller Not, Heiland, hilf, daß wir nicht fürchten Schand der uns bracht hat zum rechten noch Tod, l Vaterland. daß in uns die Sinne nicht gar Kyrieleis. verzagen, 3. wenn der Feind wird das Leben Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, verklagen. laß uns empfinden der Liebe Brunst, Kyrieleis. daß wir uns von Herzen einander lieben Martin Luther 1483—1546. (Strophe 1 aus dem 13. Jahrhundert.) 153. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Z——5—— e, n, ——— + 16 2 369153.—.—— 1. O heil-⸗ger Geist, kehr bei uns ein und laß uns dei⸗ne Du Himmels⸗licht, laß dei⸗nen Schein bei uns und in uns ö— ———— l Ae e 7 +———— .——— Woh⸗nung sein, o komm, du Her⸗zens ⸗ son-ne. kräf⸗tig sein zu ste⸗ ter Freud und Won- ne. + U 7—— 4.— DD.— + IISI...—— Son⸗ne, Won-ne, himm⸗lisch Le⸗ben — E F.——.——.———3 II 5 Fre r 0———— wenn wir be⸗ten; zu dir kom-men wir ge⸗ tre⸗ten. 2. laß deinen Trost uns hören, Du Quell, draus alle Weisheit fließt, daß wir in Glaubenseinigkeit die sich in fromme Seelen gießt, auch können aller Christenheit 9*³ 132 Pfingsten. dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße ů deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 12 Gieb, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns fortan sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer 1606-1673. 154. Mel. Werde munter, mein Gemüte. — S— DDDRDDRDEEDEIIRERIIRII‚D‚I——— —.—5 +—— 1.9 du al ⸗ ler ⸗ süß ⸗te Freu⸗de, o du al ⸗ler⸗ der du uns in Lieb und Lei⸗de un⸗be⸗su⸗chet 0—— E 5— + ů— RRRTP ů ö 2 2——..— 5 D. P— schön-stes Licht, läs⸗sest nicht, Geist des Böch sten, höch⸗ster Fürst, in unsern Herzen brennen, Pfingsten. 133 — 3055 SSDeEEE.— 5 ˙. 5 5 32 2 2 E——— Wder du hältst und hal⸗ ten wirst ohn Auf⸗hö⸗ren EEE E— 2—— D al le Din⸗ge, hö⸗re, hö⸗re, was ich sin=ge. ö 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergieb dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3 Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4 Du bist weise, voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tiefen Meeres Grund; nun du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei, drum gieb Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5 Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und heilig ist; fleuchst hingegen Schand und Sünden, wie die Taube rein du bist: mache mich, o Gnadenquell, durch dein Waschen rein und hell; laß mich fliehen, was du fliehest, gieb mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommes Herzens, sanftes Muts, bleibst im Lieben unbeweget, thust uns Bösen alles Guts; ach verleih und gieb mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 12 Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich gnug getröst't. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. Allem will ich gern entsagen, was dir deinen Ruhm entreißt, und mein Herz soll immer fragen nur nach dem, was du verleihst. Was der Satan will und sucht, will ich halten als verflucht, ich will seinen schnöden Wegen mich mit Ernst zuwider legen. 0 9. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß mein Gott sich meiner freue. 10. Sei mein Retter, halt mich eben: wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben, wenn ich liege, sei mein Grab; wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten weiden. Paul Gerhardt 1607—1676. Pfingsten. 155. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 4.— ö e.— PDP SPPPPPPIPIPIIIIIIIIIIIIII 7.— E 0 L E„ PII T 2——— — ö ö 1. Zeuch ein zu dei⸗nen Tho⸗-⸗ren, sei mei⸗nes Her-zens Gast, der du, da ich ge ⸗ bo- ren, mich neu ge- bo⸗ren hast, EE— 2...— S.SII........I.I.I.. * bei⸗den glei-ches Thro-nes, mit bei-den gleich ge⸗preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, hast in der Taufe Kraft durch Christi blutges Sterben in mir, dem Himmelserben, den Tod hinweggeschafft. 4 Du bist das heilge Ole, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 24 Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, fleht um die rechten Gaben, bis wir von dem sie haben, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten mir aufgethan die Pforten zum güldnen Freudensaal. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen, die voller Zwietracht sind. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt: so gieb doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden; verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Erheb dem bring die X Laß! die L die K durch Besch bau steh schmi die; mit mit das Erfi mit die mit + 1. preist. inden den, I..ee 9* Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 10. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, steh ihm und uns zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 1. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Pfingsten. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 12. Gieb Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut; hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 13. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt 1607—1676. 1. Komm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von E⸗wig⸗keit; dei ne Kraft sei nicht ver-gebens, sie er-füll uns je⸗der⸗zeit, — 8 — ö I — so wird Geist und Licht und Schein in dem dun⸗keln Her-zen sein. 2. 4. Gieb in unser Herz und Sinnen(Laß uns stets dein Zeugnis fühlen, Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir Gottes Kinder sind, daß wir anders nichts beginnen, die auf ihn alleine zielen, denn nur was dein Wille sucht; wenn sich Not und Drangsal findt; dein Erkenntnis werde groß denn des Vaters liebe Rut und mach uns vom Irrtum los. ist uns allewege gut. 5 3 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege; was gethan ist wider dich, räume ferner aus dem Wege, schlecht und recht behüte mich; wirke Reu an Sünden Statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. ⁴*.. Eνiiii.....I.i... 777m *....——.. 136 Pfingsten. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? ei so mache den Beschluß, sprich der Seele tröstlich zu und gieb Mut, Geduld und Ruh. —— O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn zum Kampf uns Satan reißt; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8. daß kein Teufel, Tod und Spott uns denselben möge rauben: du bist unser Schutz und Gott; laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held, um 1640. 1. O hei⸗li⸗ger Geist, o — hei⸗li- ger Gott, du — 1 ——— SSSSE—— 2—— e.—.——.—..——.—— —— Trös⸗ter wert in al ⸗ ler Not, du 63 ge⸗ 1—0 ö 27 e e— ——————.—.— sandt vom Him-mels-thron von Gott dem Va⸗ter und 5.0 — 422 16— Sohn, o hei-li- ger Geist, 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, gieb uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, daß wir uns lieben allesamt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf gethan, o heiliger Geist, o heiliger Gott! — ——— —.—.——— 0 hei ⸗li⸗ger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort: mach uns den Vater recht bekannt und Jesum, den er uns gesandt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, o heiliger Geist, o heiliger Gott! Herr, bewahr auch unsern Glauben, sagt das Fleisch gleich immer nein, O he berla Glauben, Spott 4 hott; ner nein, . erben, en im 1640. Gott! Gott, ich Vort bekannt sandt, Gott! Gott, pfort: rlich ö / Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Pfingsten. 137 Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 1655⁵ 2. 158. Mel. Werde mun ter, mein Gemüte. —— —.— Are— —— E— ..SSISISISII.II...............—— ——————.—.—— 1. Gott, gieb ei⸗nen mil⸗d en Re⸗gen, denn mein Herz ist Va ⸗=ter, gieb vom Him⸗mel Se⸗gen, trän ke du dein 0——— — II 1 SSSS.SSS..I.II IIIII.... IIIT..II 22——————.——.— diürr wie Sand; 5 4— vis⸗ durst⸗ges Land; laß des heil-gen Geis⸗tes Gab 9— 22 + 2— E SSEESEEESEE V——.——— ü⸗ber mich von o-ben ab wie die star=ken 0—— wiei eWi en mu ere, —— E—.— ö ———— E— Strö⸗me flie⸗ĩß5en und mein gan⸗-zes Herz durch⸗gie⸗Pen. 2. ö Kann ein Vater hier im Leben, der doch bös ist von Natur, seinen lieben Kindern geben nichts als gute Gaben nur: solltest du denn, der du heißt guter Vater, deinen Geist mir nicht geben und mich laben mit den guten Himmelsgaben? 3 Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, Herr, von dir; laß den Tröster ewiglich bei mir sein und lehren mich, in der Wahrheit fest zu stehen und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausendmal willkommen, laß mich deinen Tempel sein; säubre du nur selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein und schön; laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn; gieb mir einen starken Mut, heilige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelweisen. Moritz Kramer 1646—1702. Pfingsten. 159. Mel. Jesu, meine Freude. D D ——— —— —.——2.— — Aüt. + 1. Schmückt das Fest mit M denn der Geist der Gna⸗-den — —— ai⸗en, ——.— 2.—— 22.—.— — las⸗set Blu-men streu⸗en, hat sich ein ge ⸗ la⸗den: —.—..—— 9 2 2—.— ö — zün⸗det Op⸗fer an; ma⸗chet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein 9——.—.—— 14 p, 4 .— e ——. ER 2.— euch mit Licht und Heil er-fül-⸗len und den Kum-mer stil⸗len. 2 5 Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und That, karker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gieb uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben. 3 Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor; gieb uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich uns selber vor. Gieb uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Früchte bringe und ihm stets gelinge. Schlag die heilgen Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 6. Gieb zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. Laß nimm daß dem Entt was Wen die du! in Der dur du! son kannt, en Pfingsten. 8. und im Guten grünen Laß uns hier indessen als ein fruchtbar Land, nimmermehr vergessen, bis wir dort, du werter Hort, daß wir Gott verwandt; bei den grünen Himmelsmaien dem laß uns stets dienen ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck 1672—1737. 160. Mel. Erquicke mich, du Heil der Sünder. 0—.— ee., ee;.ee —————— 2—— — Ln——— 1. O Gott, o Geist, o Licht des Le ⸗bens, das uns in du scheinst und lockst so lang ver⸗ge- bens, weil Finster⸗ 0——.— 2.———.— N H— +—————.—— E.—.—..—.—— 33 23 22— To ⸗des ⸗schat ⸗ten scheint, O Geist, dem kei ⸗-ner nis dem Lich=te feind. — ——————.—— ———— kann ent⸗-ge⸗hen, ich laß dich gern den Jam-mer se⸗hen. 2. 5 Entdecke alles und verzehre, Mein Wirken, Wollen und Beginnen was nicht in deinem Lichte rein, sei kindlich folgsam deinem Trieb; wenn mirs gleich noch so schmerzlich bewahr mein Herz und alle Sinnen wäre; untadelig in Gottes Lieb; die Wonne folget nach der Pein: dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen du wirst mich aus dem finstern Alten laß mich auf keine Weise dämpfen. in Jesu Klarheit umgestalten. 6. 3. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne Dem Sündengift ist nicht zu steuern: eröffnet und krystallenrein durchsalbe du mich, so geschichts;: aus Gottes und des Lammes Throne du mußt von Grund auf mich erneuern, nun quillt in stille Herzen ein, sonst hilft mein eignes Trachten nichts. ich öffne meinen Mund und sinke O Geist, sei meines Geistes Leben: hin zu der Quelle, daß ich trinke. ich kann mir selbst kein Gutes geben. 7. 4. Ich laß mich dir und bleib indessen, Du Atem aus der ewgen Stille, von allem abgekehrt, dir nah; durchwehe sanft der Seele Grund; ich wills Geschöpf und mich vergessen, füll mich mit aller Gottesfülle, dies innigst glauben: Gott ist da! und da, wo Sünd und Greuel stund. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, laß Glaube, Lieb und Ehrfurcht grünen, man harret deiner nie vergebens. im Geist und Wahrheit Gott zu dienen. Gerhard Tersteegen 1697—1769. —3————— Pfingsten. 161. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. —— 2⁰2— + E* 1 +—— 5 2 S— ——————.— 1. Es saß ein from⸗mes Häuf⸗lein dort und woll⸗te nach des . 7— ö‚—————.—.—— E i— Her-ren Wort ein ⸗ müe⸗tig Pfing-sten hal-ten. Ach 6**——— —2 2— V— 2— —4— E D.. 5H—S laß auch jetzt im Chris⸗ten-stand, Herr Je⸗su, dei⸗ner 0—— FEW——— I—4 ——4 ·—. E—— ů.—1 E———————————.— n Lie be Band bei from⸗-men Glie 2. dern wal ⸗ Ach hebe Babels Irrsal auf; Schnell fiel hernieder auf das Haus laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, ein starker Wind, der mit Gebraus sich wundersam tahohen O Gotteshauch, ach lasse dich bei uns auch spüren kräftiglich und weh uns an von oben. 3. Er füllete die Wohnung ganz, zerteilter Zungen Feuerglanz ließ sich auf jedem spüren. Ach nimm auch unsre Kirchen ein, laß feurig unsre Lehrer sein, und deine Sprach uns rühren. 4. Sie wurden all des Geistes voll und fingen an zu reden wohl, wie er gab auszusprechen. Erfüll auch uns mit heilger Glut, daß wir des Herzens blöden Mut mit freier Rede brechen. 5. Das Volk von allen Zungen kann, was Gott zum Heil der Welt gethan, in seiner Sprache hören. daß dich die Völker ehren. 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, und wer nicht merkt die Kraft von Gott, spricht leider: Sie sind trunken! Den rechten Freudenwein uns gieb, erquick, o Herr, in deiner Lieb, was noch in Angst versunken. Dein Licht treib in des Herzens Haus mit hellen Strahlen gänzlich aus die alten Finsternisse, daß Blindheit, Irrtum, falscher Wahn und was uns sonst verleiten kann auf ewig weichen müsse. 8. Dein Feuer töt in unsrer Brust, was sich noch regt von Sündenlust; erwecke reine Triebe, auf daß wir schmecken wahre Freud, anstatt der schnöden Eitelkeit, in Jesu süßer Liebe. Hieronymus Annoni 1697-1770. Geif durd Unt⸗ wie Lehr sei! und wen gieb Ne I Lß W Sc nich E I 7•. =* en Spott, von Gott, nken! uns gieb, Lieb, en. s Halls ch aus jer Wahn n kann Brust, ndenlust, 16 Freud/ it, Ib. Pfingsten. 162. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. D 7 —— EE— ——— 7 E— 2 ——....... ... ——— 221. Höch⸗ster Trös⸗ter, komm her⸗nie⸗der, Geist des Herrn, sei nicht fern, W 0———. EEESE —— 2.—.— 2—1——— V I 1 —— H 4 H— 665— sal⸗be Chris⸗ti Glie-der. Er, der nie sein Wort ge-bro⸗chen, 0——— ö—.— SEEEEEEEEE SSSSSISSSIII. 2. Geist der Weisheit, gieb uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns recht vor Gott hintreten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 3. Hilf denKampf des Glaubens kämpfen, gieb uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 4. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gieb daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 5. Sei bei Schwachheit unsre Stütze; steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist in des Himmels Freude. Ehrenfried Liebich 1713—1780. 163. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. — — 0. ö . ö n F. — 2 2 31. Geist der Wahrheit, leh⸗re mich al ⸗-ler Weis⸗heit Je⸗sum kann ich nur durch dich mei⸗nen Herrn un 4 U —— —p——————8— Quel⸗le ken ⸗nen: Hei⸗land nen ⸗nen; du nur kannst ihn mir ver⸗klä⸗ ren ½—— 2—— SS.eeeee 2 E. 1I5 l und mein Herz zu Gott be⸗keh⸗ren. 2. 5. Du nur machst das Herz gewiß Heiligung und Reinigkeit und erleuchtest meine Seele, und ein gottgefällig Leben, daß ich in der Finsternis selige Zufriedenheit, nicht den Weg des Heils verfehle.[wahre Weisheit kannst du geben. Du führst mich auf Gottes Pfade, Selig, die an deinen Gaben zeugst von Wahrheit und von Gnade.] teil durch Lieb und Glauben haben. 3. 6. Unser Tröster heißest du, Was mir fehlt, find ich bei dir, überschwenglich kannst du trösten. nur durch dich kann ich genesen. Du erfüllst mit Himmelsruh Komm und wohne selbst in mir, die Gemüter der Erlösten, schaffe neu mein ganzes Wesen; daß sie nach der Angst der Sünden dann wird meine Schwachheit Stärke, Gottes Vaterhuld empfinden. und ich wirke Gottes Werke. 4. 2 Mächtig stärkst du zum Gebet, Sieh, ich öffne dir mein Herz, weckst in uns inbrünstges Sehnen, läutre du es auch durch Leiden, das mit stillen Seufzern fleht mache mich durch Not und Schmerz und zur Wonne führt durch Thränen. würdig deiner Himmelsfreuden. Hoffnung und Geduld im Leiden Hilf mir, Vater, beten, ringen ist dein Werk, du Geist der Freuden. und hindurch zum Ziele dringen. Samuel Gottlob Bürde 1753—1831. 164. Mel. Herr Jesu Christ, dich uns wend. —————————— ——, ——————— 2 x 1. O Got⸗tes Geist und Chris⸗ti Geist, der uns den Weg zum — ee, e,—..— —— Le-ben weist, der uns die dunk-le Er-den⸗-nacht durch 35 —— ,.——— ,. ö sei ⸗ne hel ⸗le macht; 3. Du Hauch, der We das Welall Konm, leuchte mit dem Gnadenschein weht hell in die weite Welt hinein; als Gottes stille Majestät, komm, mach uns in der Finsternis du aller Lichter reinstes Licht, des lichten Himmelswegs gewiß. erleucht uns Herz und Angesicht. Ach h die X ach h geht Das das w als 6 durch O Ge der v en, chmerz n. 4. Ach hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf das Morgenrot: 5 Das Morgenrot der bessern Welt, das wie ein Strahl vom Himmel fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, Pfingsten. 143 der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 14 Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße deinen Gnadenschein in Seele, Sinn und Herz mir ein! Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 165. Mel. Wie schön leuch tet der Morgenstern. — —.— ö—— —— E 7 20 E 2 3——.— —— 1. Dir jauch⸗zet froh die Chris⸗ten-heit, du Geist der Kraft und Als un⸗sers Er⸗bes Un ⸗ter⸗pfand bist du vom Va⸗ ter 94—.— —— 7———— AA————————————— 4 —————1 **— + Herr⸗-lich-keit, du al ⸗ler Geis ⸗ter Le ⸗ben. aus ⸗ge⸗ sandt, zum Trös⸗ter uns ge ⸗ ge⸗ ben. ——— SSSDSDSDSI. PIP.......I.... TTTTTTT „*———. ö——0 8———.—1 Je⸗su Glie-der wirst du füh-ren und re⸗-gie ⸗ren, ——— EEI E EE ö E A.— 2.——.— dei ne Gna ⸗ de leit auch uns auf un⸗serm Pfa⸗de. 2. O welch ein großer Tag erschien, als man die Flammen sah erglühn hell über jedem Haupte! Im Sturmwind thatest du dich kund, dein Zeugnis heiligte den Bund der Schar, die freudig glaubte. Mächtig kamst du, um die Schwachen stark zu machen, und erklungen ist das Heil in allen Zungen. 3. O Dank für so viel göttlich Licht, das jede Finsternis durchbricht zur himmlischen Belebung. Den Menschenherzen alt und jung schaffst Kräfte du zur Heiligung, zu stiller Gottergebung. Preis dir, Dank dir, daß du kräftig und geschäftig uns belehrest, Jesum Christum uns verklärest. —....—:::— 144 Trinitatis. 4. 5. Auch wir, die Christus sich erkauft., Wir beugen unsern Geist vor dir, wir sind mit deiner Kraft getauft, Geist Gottes, alle flehen wir, die Welt zu überwinden. du wollest bei uns bleiben. Wirk in uns allen Lieb und Zucht Geh ferner aus in alle Welt, und laß in uns des Glaubens Frucht damit, von deinem Licht erhellt, sich hundertfältig finden. die Völker alle gläuben; Gnädig führe hilf du gnädig Gottes Erben einst im Sterben, daß sie zur Wahrheit und zur Klarheit, sie droben daß die Erde, ewig deine Wunder loben. Geist des Herrn, dein Tempel werde. Karl August Döring 1783—1844. 10. Trinitatis. 166. AQ.— —4.——.— —————9——————— —5 ö 0 23———.—.—— 2— 2 — 1. Wir glau ⸗ ben all an ei ⸗ nen Gott, TTTT—.—.—.—4F4.————.—.— 23 E—.————.————— + Schöpfer Himmels und der Er-den, der sich zum Va⸗ter ge⸗ben hat, 2 Ke. E E————— 0——.— daß wir sei⸗ne Kinder wer⸗den. Er will uns all-zeit er⸗nähren, kein Leid soll uns wi⸗der-fah⸗ren; er sor ⸗ get für uns, Wir seinen der el gleich von! ist eit durch für u am 6 7½ Ul wiede 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben 2): und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. Trinitatis. 14⁵ 3 Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christenheit auf Erden orut in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend +„ ist bereittt„ uns ein Leben in Ewigkeit. Martin Luther 1483—1546. 167. ————— EEEEIE. ——** Wir glau ⸗ben all an ei ⸗nen Gott, Schöp⸗fer der sich durch Je ⸗sum, sei nen Sohn, uns zum 2—— 12 22.——— .SPSISI.............. I TI IIII....... *=—. Him⸗- mels und der Er-den, ů Va⸗ ter hat ge ⸗ge ⸗ben; er will uns all⸗ 4.—— 9 EEE...... —.* ö RB zeit er ⸗ näh⸗ ren, uns zur Se=lig ⸗keit be⸗wah⸗ren * 7 2——— —P. i——— U——— LA— 2+.——.—0 E 2.—=S‚. durch den heil⸗gen Geist im Glau⸗-ben, kein Leid soll uns U ——— 2 E/ 2— FP—— 2— ö ————— 2— 2—— 2—— 0 2— „der ⸗fah-ren Die hei ⸗li ⸗ ge Drei⸗fal⸗ tig⸗ ——— SE=.— 12.—.— 1— H e e DD — 1————.—1 1 II ————— keit sei hoch⸗ge⸗lobt in E-wig-keit. A men. (Das vorige Lied Luthers, für den liturgischen Gebrauch gekürzt.) 10 146 Trinitatis. 168. Mel. Nun danket alle Gott. — mein Va an, der 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. —— al le Au-gen-blick viel Guts an mir — ge-than. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet; gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist. 5. Dem wir das Heilig! jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engel Schar das Heilig, Heilig! singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit: gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Johann Olearius 1611-1684. 169. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — . von E-wig-keit zu E⸗ mehr und mehr ihm be für al⸗ reit't Dank, Weis-heit, Kraft und Stär=ke. 5——— 1. Hal-le-lu⸗jah! Lob, Preis und Ehr sei un-serm Gott je al-len wig-keit sei in uns le ei ne Wer ⸗ ke; 5 Halle sei au in de das 1 damit und Heili selig ist di und Hall. sei e durd der! dem TeH½5 *3 Ibsl. Trinitatis. 04.—.—— , ve.— Klin⸗get, sin-get: Gnä-dig, herr-lich, hei-lig, hei ⸗=lig, —.— E—.—— E———— 2 2—7———————33 hei ⸗lig ist Gott, un ⸗ser Gott, der Herr Ze ⸗ ba-oth! 2. Hallelujah! Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. den Hochzeitstag erkoren. Heil uns! Heil uns! Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. Hallelujah! Lob,— und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Himmelsschar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Hallelujah! Gott heilger Geist Klinget, sei ewiglich von uns gepreist, singet: durch den wir neu geboren, Gnädig, herrlich, heilig, heilig, heilig der uns mit Glauben ausgeziert, ist Gott, dem Bräutigam uns zugeführt, unser Gott, der Herr Zebaoth! 1655. 2..—— +. * + 2 2— —— 2 1.—4 Mein Schöpfer, steh mir Dei dein Au⸗ge lei ⸗-te mich, sei mei-nes Le⸗bens Lich bis mir mein Au ⸗ge bri 0. — 8——.— —2—2 ö——.—. ——.—. 3—— 22 Hier leg ich Herz und Glie-der vor dir zum Op⸗fer Q 1————— 2———„——.—.—. /*— 2 2——.—* .%——* E——2———.——— nie⸗der und Kräf ⸗-te für wid⸗-me mei⸗ne +2 9 —7 2.........— e . ——.— —5.—— —.— e, 13 7 2— dich und dein Ge schäf⸗ willst, daß ich der 10⁷ te. Du ———— FF Trinitatis. 2 2— Z 1 — +2— + 2— 2* 4—; 27½———————*— E E 1 2 II Dei ne sei: mein Schöp⸗fer, steh mir bei! 2. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder thut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich: mein Heiland, wasche mich! Mein Tröster, gieb mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen Herren nennen, sein Gnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft: mein Tröster, gieb mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Johann Jakob Rambach 1693—1735. 17 x Wie we-nig sind der Heil —6 III. Kirche und Gnadenmittel. 1. Kirche. 1. Psalm 12. —— dar⸗ein und laß dich des er⸗ ⸗gen dein, ver-las⸗sen sind wir — ie heißt, 21 L l EN.——0 bar ⸗ men! Ar ⸗ men: dein Wort man läßt nicht ha-⸗ben wahr, der Glaub ist auch ver⸗lo⸗schen gar 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar ö spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein:“ wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, SSSSS SPSPSISI...... bei al-⸗len Menschen⸗kin-dern. ich hab ihr Klag erhöret: mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 23 Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden: es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther 1483—1546. Kirche. 172. Psalm 46. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wã und wollt uns gar verschl ingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Manr 2 Nit 3——— 1..———————I.i————..—— NRNRRSRDPDSDSSS‚E‚ N. 6 1. Ein fes⸗te Burg ist un ⸗ser Gott, ein gu⸗te Wehr und er hilft uns frei aus al⸗ler Not, die uns jetzt hat be— 4— +——.. — 2————— +— Be —... 7 + 33 bes NV 2———„— —— alt bö-⸗ se Feind mit Ernst ers jetzt da 2— ———.—.———— EEEEEEEEE * N 2— +—*Ie meint; groß Macht und viel List sein grau-sam Rüs⸗tung — .—.— 4—— EEIEEE ist; auf Erd ist nicht seins- glei-chen. Der Fürst dieser Welt, u, wie saur er sich stellt,— thut er uns doch nicht; ‚ das macht: er ist gericht't, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das 4536 sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, r Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein Gewinn, HE das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther 1483—1546. halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort und ben. 15¹1 ö—— E ———.—————.—— + 3 Fein⸗de Mord, die Je⸗sum Chris⸗tum, dei-nen Sohn, wol⸗ — ů—— ————— —————5 + 7 II — 75 S len stür⸗zen von dei⸗ nem Thron. 2. xů 3 Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, Gott heilger Geist, du Tröster wert, der du Herr aller Herren bist; gieb dein'm Volk einrlei Sinn auf Erd, beschirm dein arme Christenheit, steh bei uns in der letzten Not, daß sie dich lob in Ewigkeit. g'leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther 1483—1546. 174. Psalm 67. 2 .————,————— ———————— 1. Es wol ⸗le Gott uns gnä⸗dig sein und sei⸗nen Se⸗gen sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein er⸗leucht zum ew⸗ gen —— ———— .SP. ge ben;— e ben, daß wir er⸗ken ⸗nen sei⸗ ne Werk und 0— 1— ———.—.—— — was ihm lieb auf Er⸗den, und Je⸗sus Chris⸗tus r.—*—.—— SSSS.I.I............. Heil und Stärk be⸗ kannt den Hei⸗-den wer- den und 0—.— — Lanne .———————————— 2. I— sie zu Gott be eh; ren. daß du auf Erden Richter bist 2. So danken, Gott, und loben dich und läßt die Sünd nicht walten; die Heiden überalle, dein Wort die Hut und Weide ist, und alle Welt die freue sich die alles Volk erhalten, und sing mit großem Schalle, in rechter Bahn zu wallen. 152 Kirche. 3 Uns segne Vater und der Sohn, Es danke, Gott, und lobe dich uns segne Gott der heilge Geist, das Volk in guten Thaten; dem alle Welt die Ehre thu, das Land bringt Frucht und bessert sich. vor ihm sich fürchte allermeist. dein Wort ist wohl geraten. Nun sprecht von Herzen: Amen! Martin Luther 1483-1546. 175. 0— 4————.—— s 2. .— e 15.— — Ver⸗leih uns Frie⸗den gnä⸗dig⸗-lich, Herr Gott, zu un ⸗sern U .SSSI ... Zei⸗ten; es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte —.— PP‚PPPP DI......... ö —— 2—.— — strei— ten, denn du, un⸗ser Gott, al-lei⸗-ne. Martin Luther 1483—1546. 176. Psalm 124. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. — .——.— 7+.——.—.——..————————— ——........ — II.— 1. Wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, so soll Is-ra⸗el wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, wir müß⸗ten gar ver⸗ —— ö ee ö DISI. .. T DD— sa⸗ gen, die so ein ar-mes Häuf⸗lein sind, ver— za ⸗ gen, 1— 103.....IIIIIII....... ———————. DDRDD 2—.—— ᷣ— acht't von so viel Men⸗schen⸗kind, die an uns set⸗zen al=le. 2. 3. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; Gott Lob und Dank, der nicht zugab, wo Gott hätt das zugeben, daß uns ihr Schlund möcht fangen. verschlungen hätten sie uns hin Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, mit ganzem Leib und Leben: ist unsre Seel entgangen: wir wärn als die ein Flut ersäuft, Strick ist entzwei, und wir sind frei; und über die groß Wasser läuft, des Herren Name steht uns bei, und mit Gewalt verschwemmet. Gotts Himmels und der Erden. Martin Luther 1483—1546. zugab, jangen. mt ab, frei; bei, en. 15⁴⁰. Kirche. 477. Psalm 124. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 0— .——3.——— FEEEEEEEE, —%9 2. 1. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn uns⸗re Fein⸗de und er nicht uns⸗rer Sach zu-fällt im Him-mel hoch dort EWEE öWESEEESS SSSSSISE...................... II 1—.— to ⸗ben 0 Ben, wo er Is ⸗ra⸗els Schutz nicht ist und I 0—— —————— RAEEEE +— 2— 2—————98— H 30 8 E selber bricht der Fein-de List, so ists mit uns ver ⸗ lo-ren. 2. Vernunft kann das nicht fassen; Was Menschenkraft und Witz anfäht, sie spricht: Es ist nun alls verlorn! soll billig uns nicht schrecken: da doch das Kreuz hat neu geborn, er sitzet an der höchsten Stätt, die deiner Hilfe warten. wird ihren Rat aufdecken. 5 Wenn sies aufs klügste greifen an, Die Feind sind all in deiner Hand so geht doch Gott ein andre Bahn; dazu all 01 Gedanken,. es steht in seinen Händen. ihr Anschlag ist dir wohlbekannt: 3 hilf nur, daß wir nicht wanken. Aufsperren sie den Rachen weit Vernunft wider den Glauben ficht, und wollen uns verschlingen: aufs Künftge will sie trauen nicht, Lob und Dank sei Gott allezeit, da du wirst selber trösten. es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihrn Strick zerreißen gar Den Himmel hast du und die Erd, und stürzen ihre falsche Lehr; Herr unser Gott, gegründet; sie werdens Gott nicht wehren. gieb, daß dein Licht uns helle werd, 4 laß unser Herz entzündet Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, in rechter Lieb des Glaubens dein die gänzlich sind verlassen; bis an das End beständig sein: die Gnadenthür steht nimmer zu. die Welt laß immer murren. Justus Jonas 1493—1555. 178. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. — 2.—— F EEEESSSSEEEE EE . Ver⸗za⸗ ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗schon die Fein⸗de 15⁴ Kirche. —.———.— wil⸗lens sein, dich gänz-lich zu ver- stö- ren, und ———— 2 10— PRBPBeI + su⸗chen dei⸗nen un=ter-gang, da-von dir recht wird — SISIIIIIIII angst und bang: es wird nicht lan⸗ ge wäh-ren. 2. 3. Tröste dich nur, daß deine Sach So wahr Gott Gott ist und sein Wort, ist Gottes, dem befiehl die Rach muß Welt, Teufel und Höllenpfort und laß es ihn nur walten; und was dem thut anhangen er wird durch seinen Gideon, endlich werden zu Schand und Spott: den er wohl weiß, dir helfen schon, Gott ist mit uns, und wir mit Gott, dich und sein Wort erhalten. den Sieg wolln wir erlangen. (Gustav Adolfs Feldlied.) Michael Altenburg 1584—1640. 179. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. ——————.——————— .. n l,. +Q— *— ö 1. Herr un ⸗ser Gott, laß nicht zu Schanden wer-den die, so in — PPIFPFPFIFFPTFTFTT—— ö. 4.—. 2 ihren Nö⸗ten und Be⸗schwer-den bei Tag und Nacht auf dei⸗ne Gü⸗te hof-fen und zu dir ru⸗=⸗fen. Mache zu Schnnden alle, die dich Und schaff uns Beisand wider unsre hassen, Feinde: die sich allein auf ihre Macht ver⸗wenn du ein Wort spyroish werden sie lassen. bald Freunde; Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Ar⸗sie müssen Wehr und Waffen nieder⸗ men; legen, laß dichs erbarmen. kein Glied mehr regen. Wir berg mit die er unste ö rden sie reunde nieder⸗ 155⁵ Kirche. ö 5. Wir haben niemand, dem wir uns Du bist der Held, der sie kann unter⸗ vertrauen, treten vergebens ists, auf Menschenhilfe und das bedrängte kleine Häuflein bauen: retten. mit dir wir wollen Thaten thun und Wir traun auf dich, wir schrein in kämpfen, Jesu Namen: die Feinde dämpfen. Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann 1585—1647. 180. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. * —9— r e, Ain,. EE H——— . 1. Rett, o Herr Je⸗su, rett dein Ehr, das Seuf⸗zen dei⸗ner . ö——— 6———— ——.......— L e. Kir⸗che hör; der Feind An ⸗schläg und Macht zer⸗ stör, die 9—. DIꝗꝗDPIPIPIIITT—————— 35, r— + 43 jetzt ver fol⸗ gen dei-ne Lehr. 2. 4. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, Steh deinem kleinen Häuflein bei, sie fahren hoch daher mit Pracht; aus Gnaden Fried und Ruh verleih; all unsre Hoffnung wird verlacht, laß jedermann erkennen frei, wir sind bei ihnen nichts geacht't. daß hier die rechte Kirche sei. 3. 5. Vergieb uns unsre Missethat, Laß sehn, daß du seist unser Gott, vertilg uns nicht, erzeige Gnad; der unsre Feinde macht zu Spott, beweis den Feinden in der That, zerstreuet ihre stolze Rott es gelte wider dich kein Rat. und hilft den Seinen aus der Not. Johann Heermann 1585—1647. 181. Jesaias 49, 14—16. 1. Zi⸗on klagt mit Angst und Schmerzen, Zion, Gottes wer⸗te Stadt, die er trägt in sei⸗nem Her-zen, die er sich er⸗wäh⸗let hat: 156 l——.—— ◻¹2- r *———.— L bei u Ach, spricht sie, wie hat ver⸗ la ⸗sen in der Not dein — in ur ——2— SISSISIISIISIIIIII......= .— 2———— DDDDDDS— und läßt mich so har⸗te pres⸗sen! Meiner hat er ganz ver-ges⸗sen. bei 2. Meine Treue beibet dir, Der Gott, der mir hat versprochen Zion, o du meine Zier! seinen Beistand jederzeit, Mein Herz hast du mir besessen, der läßt sich vergebens suchen deiner kann ich nicht vergessen. jetzt in meiner Traurigkeit. 5. Ach will er denn für und für Laß dich nicht den Satan blenden, 10 grausam zürnen über mir? der sonst nichts als schrecken kann; 5 Kann und will er sich der Armen he hier in meinen Händen— jetzt nicht wie vorhin erbarmen? hab ich dich geschrieben an. 3 Wie mag es denn anders sein? Zion, o du Vielgeliebte, Ich muß ja gedenken dein; 2 sprach zu ihr des Herren Mund, deine Mauern muß ich bauen ö— zwar bist du jetzt die Betrübte, und dich fort und fort anschauen. Seel und Geist ist dir verwundt; 6. ö doch stell alles Trauern ein: Wie der Säugling ohne Sorgen wo mag eine Mutter sein, ruht in seiner Mutter Schoß, die ihr eigen Kind kann hassen bist auch du in mir geborgen; é und aus ihrer Sorge lassen? meine Treu zu dir ist groß. ö 4. Dich und mich kann keine Zeit, ö Ja wenn du gleich möchtest finden keine Not, Gefahr und Streit, Et einen solchen Muttersinn, ja der Satan selbst nicht scheiden; da die Liebe kann verschwinden, bleib getreu in allem Leiden! 409 ̃; lwe so bleib ich doch, der ich bin. Johann Heermann 1585—1647. 182. Mel. Christus der ist mein Leben. Ach bleib mit dei-ner Gna-de bei uns, Herr Je⸗su 2. 3. Ach bleib mit deinem Worte Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, Erlöser wert, bei uns, du wertes Licht, daß uns beid hier und dorte dein Wahrheit uns umschanze, sei Güt und Heil beschert. damit wir irren nicht. ssen, n. enden, kann; Kirche. 4. daß uns der Feind nicht trutze, Ach bleib mit deinem Segen noch fäll die böse Welt. bei uns, du reicher Herr, 6. dein Gnad und alls Vermögen Ach bleib mit deiner Treue in uns reichlich vermehr. bei uns, mein Herr und Gott; 5. Beständigkeit verleihe, Ach bleib mit deinem Schutze hilf uns aus aller Not. bei uns, du starker Held, Josua Stegmann(2) 1588 1632. 183. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du Hinn. —56 .— 1. Chris⸗te, du Bei⸗ stand dei⸗ner Kreuz 3 5 ei⸗, mit .—— Hilf und Ret⸗ Dug uns er 920=ne; steu re den E E Fein⸗den, ih re Blut⸗ge⸗ rich⸗te ma⸗che zu nich ⸗te. 2. Friede zugleich der Obrigkeit ge⸗ Streite doch selber für uns arme währe, Kinder, Friede dem Herzen, Friede dem wehre dem Teufel, seine Macht ver⸗ Gewissen hinder; gieb zu genießen. alles, was kämpfet wider deine 4. Glieder, Also wird zeitlich deine Güt erhoben, stürze darnieder. also wird ewig und ohn Ende loben 3. dich, o du Wächter Dewer armen Friede bei Kirch und Schulen uns Herde, beschere, Himmel und Erde. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. 184. Mel. Werde munter, mein Gemüte. dii. 5 1. Zi⸗on, gieb dich nur zu⸗frie⸗den, Gott ist noch bei dir dar⸗in, du bist nicht von ihm ge-schieden; er hat ei⸗nen Va⸗ tersinn Kirche. —— .IIITIII.I....... .. wenn er straft, so liebt er auch; dies ist Got⸗tes heil⸗ger Brauch. —— . 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein Heiland still dazu, gleich als in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn: dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Bundesgottes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Thränen deine schönsten Perlen sein, dringt dein Seufzen und dein Stöhnen auch in deine Lieder ein, muß dein Purpur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 1 Loi.. WDJ‚.‚.‚D‚D‚‚T——— ——.—......—.— e . Dräut man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zu Schanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut, denn der Herr ists, der es thut. Zion, Gott wird dich schon stärken; auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es ist das Ende und der Abend schon herbei; gieb dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn giebt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; drum so laß die Welt nur machen. —— O ihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier; denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelssaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Pauli 1636-1708. 185. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. du auf die⸗sem Sa eb e, ——— .. —.2— A Er⸗den⸗kreis dir wol-len e i⸗ne Kirch Kirche. 159 — 0— 4——.—— ů——— — rr r, Knr, en. amr inier, d d d. — IE———— hrauch. dei⸗nes Na⸗mens Lob und Preis, dar-in⸗nen sich viel Menschen fin⸗ .—.— —— SSSISSITIII. en?. 1 nlen? den in ei⸗ner hei⸗li⸗gen Gemein, die da von al⸗len ———— Hnd IiEiEEEEEEEEEEeEEE EE .—.————E d ih⸗ren Sün⸗ den durch Chris⸗ti Blut ge- wa⸗schen sein. W 2. Mit Glauben müssen wir empfangen, Du rufest auch noch heutzutage, was Christi Leiden uns bereit't; 1— daß jedermann erscheinen soll; im Glauben müssen wir erlangen ürlen: man höret immer deine Klage, der Seelen Heil und Seligkeit. kken daß nicht dein Haus will werden voll. 5. Deswegen schickst du auf die Straßen, Du heiligst uns zum neuen Leben, zu laden alle, die man findt; daß wir auf Gottes Wegen gehn du willst die auch berufen lassen, und daß wir nach dem Guten streben — die blind und lahm und Krüppel sind. und allen Lüsten widerstehn; 2 3 du willst die Runzeln und die Flecken, n Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen die uns die Sünd hat angehängt, Whn der Völker eine Kirch gemacht, mit der Gerechtigkeit bedecken, darinnen dein Lob wird gesungen die Christus uns aus Gnaden schenkt. l in einer wunderschönen Pracht, ‚ die sämtlich unter Christo stehen. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben als ihrem königlichen Haupt noch fernerhin bis an das End; und in Gemeinschaft dies begehen, ach laß uns nicht die Schätze rauben: was jeder Christ von Herzen glaubt. dein heilig Wort und Sakrament. hen, 4. Erfüll die Herzen deiner Christen Das Heil wir nicht auf Werke gründen, mit Gnade, Segen, Fried und Freud, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; durch Liebesfeur sie auszurüsten und will sich etwas Gutes finden, zur ungefärbten Einigkeit. den 5 so sind wir dennoch böse Knecht. Friedrich Konrad Hiller 1662—1726. uden? 1708. 186. Q* J.V A*SS—-——— E——.———— ....——.— 3.—— 55 — 1. Fah⸗re fort, fah=re fort, Zi⸗on, fah⸗re fort im Licht! D —— Ma ⸗che dei nen Leuch-ter hel le, laß die er⸗ste Lie-be nicht, su⸗che stets die Le⸗bens⸗quel⸗le; Zi⸗on, drin⸗ge durch die en ge Pfort, 2. * Leide dich, leide dich! I Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone. Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich! ö 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, wenn sie dich sucht groß zu machen, achte nichts ihr Gut und Geld, laß sie deines Glaubens lachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beides, das was krumm und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! Mel. Ach was soll fah⸗-re fort, fah⸗re fort! 2 Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott, stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft, für Heuchelschein, dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Thür brich herfür, brich herfür! é Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß doch nimmer lau dich finden; auf, das Kleinod rückt herbei, auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt 1669—1745. 187. ich Sünder machen. I. die sich dir er-ge-ben hat? Ach soll sie nicht ein-mal schauen O w daen in d Bab die; vorn Hör Unte jett doch stür und Gie und wer alle I die ben, ben; jelschein, inden; 27 Strauß 69—1745. chauen DTZ AA. ih⸗re Mau⸗-ern auf⸗ge⸗richt't? Ja, der Herr ver⸗-läßt sie nicht. 2. daß wir uns durch Glaubensflügel O wann soll die Stimm erschallen, schwingen können himmelan, da man rufet überall da uns niemand schaden kann.* in der Auserwählten Zahl: 6. 4 Babel, Babel ist gefallen, Zeichne mit dem heilgen Zeichen* die mit ihrer Lügenpracht uns, dein Volk, dein Eigentum, vormals war so hoch geacht't! schönster SJesu, höchster Ruhm; +* 3. so muß Satan von uns weichen, Höre, wie dein Zion klaget und der Mensch der Sünde flieht, N unter Babels Dienstbarkeit wo er deine Siegel sieht. ö jetzt in dieser finstern Zeit; 7. doch du wirst den, der sie plaget, Ach wie wird dein Volk dich ehren, 1 stürzen bald durch deine Macht wenn es nun entnommen ist und vertilgen Babels Pracht. Babels Stolz, des Tieres List; 4. deinen Ruhm wird es vermehren Gieb nur, Jesu, daß wir wachen und in alle Ewigkeit und im Glauben munter sein, dich zu loben sein bereit. wenn du kommst und brichst herein, 8.* alle Feind zunicht zu machen, Darum, Zion, unbetrübet! zu erlösen deine Braut, Die Erquickungszeit ist da, 4 die du ewig dir vertraut. und des Herren Hilf ist nah. 5. Selig, wer sich ihm ergiebet Drücke uns dein heilges Siegel und vor seinem Heiland kann an die Stirne, an die Hand, Siegeslieder stimmen an! dir zu Ehren, uns zum Pfand, Joachim Lange 1670—1744. 188. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. W 4 — 1. Wach auf, du Geist der er⸗-sten Zeu⸗gen, die auf der die Tag und Näch⸗te nim-mer schwei⸗gen und die ge⸗ Maur als treu e Wäch⸗- ter stehn, trost dem Feind ent ⸗ge⸗ gen Lehn, — gan⸗ze Welt durchdringt jt und al⸗ ler Völ⸗ ker n zů dir beingt 14 Kir 2 O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gieb doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. ch Dein n hat ja mit klaren Worten 0 uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten . sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! So gieb dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Na mens Preis. 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme, o daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme, o würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei. 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, Mel. Mein Jesu, d che. es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein; ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll in alle Thore ein; ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf. 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hin⸗ dern kann, räum aus jedem Wege; den falschen Glau⸗ benswahn und mach uns bald von jedem Miet⸗ ling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei das räum, ach vertilg, o Herr, 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein; ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9.„ Du wirst dein herrlich Werk voll— enden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn: du thust doch über Bitten und Verstehn. Karl Heinrich von Bogatzky 1690—-1774. 189. em die Seraphinen. —— 1. Dein Wort, es läßt an uns die o Herr, bringt uns zu ⸗sam-men, hei⸗en Flam⸗men daß wir in des Glau⸗bens in se geni Wie Got die x Glanz hein; Haufen re ein; ald auf 5 Lauf. sfe hin⸗ nn, jedem Glau⸗ ihn u Miet⸗ ei, Garten ei. ber ein, ter sein, hn und k voll⸗ Richter Jammer „— ger, ist auf, zu flehn: und u. 7⁷. n— .—.———.— E 3—— ö‚ 4 EI ö P T ITTTTTTITITTITTITTIITT E I——FIFIIIII‚.—— der Ge⸗meinschaft stehn, und der Lie⸗be sehn; wir werden durch das Wort der Gnaden * 4 +— =: 0 2——.—.——— 0————. ———— auch zur Ge⸗mein⸗schaft je⸗ner Schar, die um das —— —— ene e e d, d, e e ᷑, —, W e, Lamm be⸗stän⸗dig war, ge⸗lockt und kräf-tig ein⸗ ge⸗la⸗ den. 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; die einzge Regel, die wir kennen, ist sein lebendges, kräftges Wort, nach keinem Mann, nach keinem Ort soll je sich die Gemeinde nennen. 3. Was ist das für ein himmlisch Leben: mit Vater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott geneußt! Wie flammen da die süßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus; hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 4 Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; schmückt die des Sohnes Treue Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu, das Herze schmecket Gottes Ruh, die Kraft durchdringet Leib und Seele. 3. Die eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins ver⸗ messen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herzens Kraft; sie wollen von der Brüderschaft der Heilgen nicht das Kleinste missen. 6. Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Thränenthal ins Vaterland, versüßen sich die bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß, bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1778. 190. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. * Wann grünt dein gan⸗zer Er⸗denkreis? Wann ge⸗ben dir die Wann wirst du groß in mir und alln, daß, die du schufst, zu 41 o st —.—— HMis Völ⸗ker Preis und wer- den un ter thä⸗nig? RNach Fuß dir falln und schrein: Der Herr ist Kö ⸗nig! + 11 I—— Trof E— mach .—.———. ..——.——. Gie ße sü⸗ße Geis⸗tes⸗kräf⸗te, Le ⸗bens⸗säf ⸗te — KLaß 1050 65 dich —— ö Ind in mich Schwa⸗chen, bis du al-les neu wirst ma-chen. ö—10 Gerhard Tersteegen 1697—1769. 81 0 bor 191. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 1. Ach Va⸗ ter, der die ge Welt in sei⸗nem Sohn ge⸗ der, was er zu⸗sagt, kreu⸗ Wli0 hält und stets Er ⸗bar⸗men — DDDDRDDDDDIDI....... PᷓꝑPꝑPꝑPꝑPP¶ sieh gnä-dig an die Chris⸗ten-heit, die — ö du in die-ser Pil-ger-zeit dir aus den Menschen sam-melst. 0 2. en ihm fließt stets den Seinen zu Du willst sie als dein Eigentum Crguicng Trost und Schutz und hier rein, dort herrlich machen; Ruh sie ist dein Volk, du bist ihr Ruhm, und alle Gnadenfülle. 90 du selbst willst sie bewachen. 4. Du kleine Herde, hoffe still! Müßt auch Gebirg und Thal ins jetz Getrost! es ist des Daters Wil. n M das Reich dir zu bescheiden. durch Gottes Schelten sinken, enn 3. ja selbst das ganze Weltenheer Es ist doch Christus unser Heil. vergehn auf Gottes Winken, In So viel nur an ihn glauben, so fällt doch seine Kirche nie; ö ⁰0 die haben an ihm ihren Teil, der Herr erhält und schützet sie, In den Satan nicht 10 rauben. drum wird sie ewig bleiben. In achen. 7—1769. hn ge⸗ r⸗men ⸗melst. einen zu hutz und uh Thal ins leer So stärk uns denn, Herr unser Gott, bei Christi Kreuzesfahnen. Mach aller Feinde Macht zu Spott, hilf deinen Unterthanen. Tröst uns mit deiner Gegenwart, mach uns, ist die Verfolgung hart, zu deines Namens Zeugen. 6. Laß uns in froher Glaubenskraft dich ehren, fürchten, lieben und eine gute Ritterschaft für deine Wahrheit üben. Und kostets denn auch Gut und Blut, laß uns dein Wort mit Gut und Blut vor aller Welt bekennen. Kirche. 165 7. Steht gleich die Kirche hier im Streit, wo tausend Feinde toben, wird sie doch einst zur Herrlichkeit hoch im Triumph erhoben. Ach nimm auch uns einst aus dem Krieg; auch uns gieb wie den andern Sieg, die jetzt schon Kronen tragen. 8. Wenn Menschen und der Engel Chor einst eine Kirche werden, dann steigt dein herrlich Lob empor vollkommner als auf Erden. Komm, Jesu, bald, wir bitten dich: Laß uns, die Deinen, ewiglich bei dir im Himmel wohnen! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 192. Errett mich, o mein lieber Herre. Mel. und bald Welt er⸗kenn⸗te, die gan⸗ze U 2 Zwar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst⸗und Freudenfest. Und noch entzünden Himmelsfunken so manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd- und Höllenschmerz. ——— II. TRRTRT 2 4. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. —2— Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht ver⸗ gebens: ach zünd in unsern Herzen auch. 166 Kirche. 6 doch bald die ganze, weite Welt Schmelz alles, was sich trennt, zu⸗(und zeig dich jedem Völkerstamme sammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. 7 —— Beleb, erleucht, erwärm, entflamme 105 Heiland, Friedefürst und Held. 8. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien; und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Johann Ludwig Fricker(2) 1729-1766. 193. Fahre fort, fahre fort. D Mel. 1. Reich des Herrn, Reich des Herrn, brich her-vor in vol — — +— dei⸗ner Strahlen Macht er-hel— Wolk und Zwei⸗fels- lem Tag; le, was in To-des⸗schat- ten lag; sen de Licht und Wär⸗-me nah und fern +7 Siege bald, siege bald! Komm, das kalte Reich der Nacht aller Enden zu zerstören. Sieh, es sammelt seine Macht; doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit führt den Streit, führt den Streit. 3 Gottes Held, Gottes Held, mit der Gnade Siegsgewalt schlage Feind an Feind darnieder. Bring in deine Herrschaft bald alles Abgefallne wieder; dann umarmen Freud und Friede sich ewiglich, ewiglich. Reich des Herrn, Reich des Herrn. 4. Überall, überall laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden deinen Namen hell erkannt, deine Kraft verherrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. Menschenhuld, Menschenhuld klopft in deiner milden Brust; unter Menschenkindern wohnen, das ist deines Herzens Lust. Nimm, o nimm die Nationen, nimm zum Wohnsitz alle Länder ein: sie sind dein, sie sind dein. lohn Velt amme Held. x x x nen hnen, mes hin. 1766. errn. d„ Irden den, defürst rst. 6. Aber ihr, aber ihr, die der König ausgesandt, geht voran in alle Zonen, bahnt die Weg und macht bekannt unter allen Nationen, wie die Gnade, wo der Herr regiert, triumphiert, triumphiert. 7. Welch ein Herr, welch ein Herr! Ihm zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dienstes pflegen, lohnt er unsrer schwachen Hand Kirche. 167 armes Werk mit reichem Segen; wallen wir, so wallt sein Friede mit Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 8. Kommt herbei, kommt herbei, frohe Zeiten, säumet nicht, daß der Herr sich offenbare als der Völker Recht und Licht. Kommt, daß alle Welt erfahre, wie die Menschenherd ihr großer Hirt weiden wird, weiden wird. Karl Bernhard Garve 1763—1841. 194. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 1. Ei ne Her⸗de und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Er⸗de, wenn sein Tag er⸗schei⸗-nen wird? Freu ⸗e 1 dich, du klei⸗ne Her⸗de, .— mach dich auf und wer⸗-de licht: 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. Je⸗sus hält, was er ver⸗pricht. dürstend an des Lebens Quelle; ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. Gräber harren aufgethan; rauscht, verdorrete Gebeine, macht dem Bundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf! Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Kirche. 195. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Der du das Volk re⸗gie-rest, das dein im Glau⸗ben ist, und uns wie Läm⸗-mer füh⸗rest, o Hir te Je⸗su Christ: sieh an die ir-re Her-de, von—— ren Fleisch du warst, und ——..—= sprich dein gött lich: Wer-de! der du die Welt ge⸗-barst. 2— Was sie sich aufgeladen, Laß deinen Fittich weben und du erfüllt nach Recht: auf dieser finstern Welt, dein Blut komm jetzt in Gnaden und geuß des Geistes Leben auf dein erwählt Geschlecht. ins große Totenfeld. Halt Abraham die Treue, 4. mach die Gefangnen frei, So sinken alle Mauern, daß Israel sich freue und Brüder sind vertraut; und Jakob selig sei. so wird ein Salem dauern, 3. aus allem Volk erbaut; Dein Israel erwecke, so wird ein Leib nur leben du, nun der Heiden Licht, in seines Hauptes Schein, und strahle sonder Decke ein Tempel sich erheben, ihm klar ins Angesicht. und du sein Eckstein sein. Johann Friedrich von Meyer 1772—1849. 196. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. Wal⸗te, wal⸗te nah und fern, all⸗ge⸗wal-tig Wort des Herrn, wo nur sei-ner All-macht Ruf Menschen für Len Him⸗ malschuf Vort schuf und Iu u Vor der d durck elbig Kräf der und Wol Iden 18¹9. — 9 erri/ 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat; 3. Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes That ewig weggenommen hat; 4 Kräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft; Kirche. 169 5. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren dein: walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Garben überall. 10 Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl— Jonathan Friedrich Bahnmaier 1774—1841. 197. Mel. Valet will ich dir geben. — 2—— * — 1.— 1 1.— .. — —* — 1. Der du zum Heil er ⸗schie⸗nen der al ⸗ler⸗ärm⸗sten Welt und von den Che⸗ru⸗bi⸗nen zu Sün⸗dern dich ge⸗sellt, ——— 25*—— 656. 2.—————— II— den sie mit fre⸗chem Stol⸗ze ver⸗höhnt für sei⸗ne Huld, als —— ——. 1.855 5.—.—— ů—.——.— du am dür⸗ren Hol⸗ze ver⸗söhn⸗test ih-re Schuld: 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sklaven, wo heiß die Sonne glüht, wie deinen andern Schafen zuliebe dich gemüht und selbst den öden Norden, den ewges Eis bedrückt, zu deines Himmels Pforten erbarmend hingerückt. 17⁰ 5 Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 6. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Brunngquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. Kirche. 7. So sprich dein göttlich: Werde! Laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn, daß, wo man Götzen fröhnet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 8. Wir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht! Albert Knapp 1798—1864 198. Mel. Wachet auf! r 1. Ei⸗ner ists, an dem wir han⸗gen, der für uns in den Tod ge⸗ uns⸗re Lei⸗ber, uns⸗re Her⸗-zen gan⸗gen und uns erkauft mit f Schmerzen, in deiner Lie-be ri dir zun birg uns nicht das Gna⸗den⸗licht von dei-nem heil-gen An-ge-sicht. 2 unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat; uft uns die Stimme. ge⸗ hö- ren dir, ei⸗nem Blut; iht sichs gut. —* Ruhm dei-ne o Mann der Nimm uns zum Ei⸗-gen⸗ e Kin⸗der; ver⸗ denn für d wer solgt, Und: 9 die E drum send hiel zum wohl bern im! Da da r heut Sch die von Sei kein kein Glo geh kon He Kirche. denn Armut ist Gewinn und mach uns Bahn, für den Himmel; gieb deine Thüren aufgethan. wer in sich schwach, 5. jolgt, Herr, dir nach ö Deine Liebe, deine Wunden, uund trägt mit Ehren deine Schmach. die uns ein ewges Heil erfunden, 3 dein treues Herz, das für uns fleht, O Herr Jesu, Ehrenkönig, wollen wir den Seelen preisen die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, und auf dein Kreuz so lange weisen, drum sende treue Zeugen aus; bis es durch ihre Herzen geht. send auch uns hinaus in Gnaden, Denn kräftig ist dein Wort: viel frohe Gäste einzuladen es richtet und durchbohrt zum Mahl in deines Vaters Haus; Geist und Seele; wohl dem, den deine Wahl dein Joch ist süß, ů beruft zum Abendmahl dein Geist gewiß, im Reich Gottes! und offen steht dein Paradies. Da ruht der Streit, 6. da währt die Freud. Heiland, deine größten Dinge heut, gestern und in Ewigkeit. beginnest du still und geringe; 156. was sind wir Armen, Herr, vor dir? Schau auf deine Millionen, Aber du wirst für uns streiten die noch im Todesschatten wohnen, und uns mit deinen Augen leiten, von deinem Himmelreiche fern! auf deine Kraft vertrauen wir. Seit Jahrtausenden ist ihnen Dein Senfkorn, arm und klein, kein Evangelium erschienen, wächst endlich ohne Schein kein gnadenreicher Morgenstern. doch zum Baume, x Glanz der Gerechtigkeit, weil du, Herr Christ, geh auf, denn es ist Zeit; sein Hüter bist, komm, Herr Jesu! dem es von Gott vertrauet ist. Zeuch uns voran Albert Knapp 1798—1864. 199. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. —„ 1. Hier ste⸗hen wir von nah und fern in ei⸗nem Geist vor O Je⸗su, sel⸗ge Ma ⸗jes⸗tät, ge⸗ kreu⸗zigt einst und ei ⸗ nem Herrn, ver ⸗ eint zu Dank und Bit⸗te: nun er ⸗höht, tritt ein in uns ⸗ re Mit ⸗ te; stimm an, nimm an uns⸗re Lie-der, die wir wie⸗der Kirche. vor dich brin⸗gen, dei⸗ner Lie ⸗be Thun zu sin⸗gen. 2 Was ein verborgnes Senfkorn war, spendest, das breitest du von Jahr zu Jahr sendest nun aus mit mächtgen Zweigen. und Leben allerwegen deinen in Salems heilge Hallen; Zu Tausenden erwächst dein Bund Freunden, und öffnet Herz und Hand und Mund, herrschest unter deinen Feinden. für Gottes Heil zu zeugen, 4. deinen Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wir, du Held im Streit, Lebenssamen, deinen Namen durch an deinem Auge hängen. Lä„die Weiten Wohlauf, mit Macht umgürte dich, aller Länder auszubreiten. du Arm des Herrn, so werden sich 3. die Völker um dich drängen! Dein ist die Welt, dein sind auch wir, Alsdann und alle Völker werden dir wird man einst noch zu Füßen fallen. fröhlich singen, Palmen schwingen, Du weckst sie aus der Todesruh wenn man schauet, und führst schon Erstlinge herzu wie Jehovah Zion bauet. Albert Knapp 1798—-1864 200. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Der du in To⸗des-näch⸗ten er-kämpft das Heil der Welt und dich als den Ge⸗rech-ten zum Bür⸗gen dar⸗ ge ⸗=stellt, ..S..SPIIPIIIIIIIIIITITITTITI . der du den Feind be-zwun⸗gen, den Him-mel auf-ge⸗than: dir —— ,e. 35. S 18 tt⸗—.—.—.————— stim-men uns⸗re Zun⸗gen ein Hal⸗le⸗lu⸗jah an. 2. bis die von Ost und West Im Himmel und auf Erden sind deine Gäste worden ist alle Macht nur dein, bei deinem Hochzeitsfest. bis alle Völker werden 3 zu deinen Füßen sein, . D. 0 Noch werden sie geladen, bis die von Süd und Norden, noch gehn die Boten aus, einen iden, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, hinauszustreun dein Feuer ins große Völkerheer. 4. O sammle deine Herden Kirche. dir aus der Völker Zahl, daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk heran: wo's noch nicht Tag geworden, da zünd dein Feuer an. Christian Gottlob Barth 1799—1862. 201. Psalm 87. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 2 W E—————— 22 D DDIDDDDEEEE. ———— 1———— 2f—Q—————— —— 1. Gottes Stadt steht fest ge⸗grün ⸗det auf heil-gen Ber⸗gen, es ver⸗ dennoch steht sie und wird ste⸗hen, man wird an ihr mit Staunen , — .——ᷣ—.— ——— —— —— bün⸗det sich wi⸗der sie die gan⸗-ze Welt; Der Hü⸗ter Issra⸗ seehen, wer hier die Hut und Wa⸗che hält. Der Hiteter Iü wer⸗ — —.— — els ist ih⸗ res Hei⸗ singt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, das in ihr hat das Bürgerrecht! 2. Zions Thore liebt vor allen der Herr mit gnädgem Wohlgefallen, macht ihre Riegel stolz und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu lohnen, der ihn nur thun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld, wie trägt er mit Geduld all die Seinen! O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat! 3 Große heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit; du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuer werte Wort ewger Gnade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ewgem Leben krönt! 17⁴ Kirche. 4. Auch die nichts davon vernommen, die fernsten Völker werden kommen und in die Thore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, wird auch der Herr noch predgen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gotteslohn? Wo ist sein Gnadenthron? wird man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, wie Gott sein Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird einmal. 20 Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin für die Heiden; es kommt ihr Tag, sie werden wach, und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden die Mutter aller Völker werden, die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie vom Reigen, wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir; in dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. Hallelujah! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur einer, Zions Gott. Karl Johann Philipp Spitta 1801—-1859. —— Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. ——— SN— — ——.— ——.—.—0— EE 3——— ñ— 1. Wa⸗chet auf, er-hebt die Blik— ke! Laut mah⸗nen uns die Welt⸗ge⸗ Seht, ge-kommen ist die Stun-de, die uns ver-eint zu schö⸗nem schik⸗ke, es drän-⸗get hart der Brü-der Not. Bun⸗de, zu thun, was uns der Herr ge-bot. Laßt nicht die Hän⸗de al len Men⸗schen im rech-ten Geist, doch wie es heißt: an Glaubens-brü⸗dern al⸗ler⸗meist! 2. Wachet auf, schaut an das Gute, das ihr der Väter Mut und Blute und ihrer Glaubenstreu verdankt. Auf und tilgt die alten Schulden! Wie lange soll sich noch gedulden das Eilt Eser Wenn die E hin Gott Vad echel die Ver der! und Dry 0 h dden n, eigen, igen! „ 1859. — Kirche. das Schifflein, das im Sturme freift die Frucht doch schwanktꝰ? im Sonnenglanz: Eilt ihm zur Hilf herbei! der Ernte Kranz Es rudert froh und frei, wiegt auf die Mühe voll und ganz. wenn ihm Liebe 4. die Segel schwellt, Wachet auf! Die Zeit zum Wachen hin durch die Welt: soll alle Glieder munter machen, Gott ist es, der das Steuer hält. sund keines trete scheu hintan. 3. Leidet eins, so leiden alle; Wachet auf! In allen Landen drum wachet, daß nicht eines falle, erheben sich, vom Tod erstanden, und stehet freudig Mann für Mann. die Zeugen frischer Glaubensmacht. So streitet wacker fort Werdet müde nicht im Werke; und haltet fest am Wort! der Gott des Rechts ist unsre Stärke, Hoch vom Himmel und seinem Lichte weicht die Nacht. straͤhlt uns das Licht; Drum wirkt, so lang es Tag, es trüget nicht: so heiß er glühen mag; der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rudolf Hagenbach 1801—-1874. 203. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Zieht in Frie ⸗den eu ⸗re Pfa⸗ de! Mit euch des Wenn euch Je su Hän ⸗de schir-men, gehts un-⸗ ter — 2 großen Got⸗tes Gna⸗de und sei ⸗ner heil-gen En⸗gel Wacht! Sonnenschein und Stürmen ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. Herrn! Er WD Lebt wohl, lebt wohl im fern spät und frü⸗he! Ver⸗geßt uns nicht in sei⸗nem Licht, und — wenn ihr sucht sein An⸗ge⸗sicht. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—-1878. Zur Einführung Kirche. eines Predigers. 204. Mel. Wie schön leuchtet der — 4.—Jeiu, Herr der Herr=lich⸗keit, du du siehst auf die er ⸗löse⸗ Kö ⸗nig dei⸗ner te Welt, re⸗-gierst sie, wie es — Chris⸗ten⸗heit, du Hir ⸗te dei⸗ ner Her ⸗de, dir ge⸗fällt, sorgst, daß sie se ⸗ lig wer ⸗de. Von dir hn —— 100 2 den r.=lös⸗ten, 2. Wohl, wohl dem Volke, das du liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten giebst, die es zum Himmel führen; die auf des Lebens rechter Bahn nach deinem Vorbild gehn voran und deine Lehre zieren! Sorg doch stets noch, daß die Herde glücklich werde, daß den Seelen gute Führer niemals fehlen. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt: Herr, segne sein Geschäfte. Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr und Leben zu erbaun, gieb Weisheit ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf ihm die du auch er-wäh⸗let, thun und leiden, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. seg-nen willst und tröf ten. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Amt mit Freuden thun; nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine al lehrt, gieb uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer laß in Freundschaft und Gemeinschaft auf dich sehen und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund uns dir entgegen führen. Die Seelen sind ihm zugezählt: ach gieb, daß dort nur keine fehlt, laß keine ihn verlieren. Rus hilf du, Deut die Hände, daß am Ende Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. ruhnu, ö thun; x lehrt, n hört, nschaft sehen gehen. scheint, eund lt: fehl, Kirche. 6. Gott mit dir! Amen, Amen. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn, Mit dir du kommst im Namen unsers Herrn, gehn wir in Jesu Christi Namen. durch die Leiden dieser Zeiten zu O Hirte, nimm uns bei der Hand, dem Leben, führ uns zum ewgen Vaterland: das uns unser Gott will geben. Johann Daniel Karl Bickel 1737—1779. Zur Kirchweihe. 205. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1. Gott Va⸗ter, al⸗ler Din⸗geGrund, gieb dei⸗nen Va⸗ter⸗ Wie lieb⸗lich ist die Stät⸗te hier, die Her⸗-zen wal⸗len Woh⸗ne, thro⸗ne hier bei Sün⸗dern als bei Kin-dern vol⸗ler Klarheit; heil-ge uns in dei⸗ner Wahrheit. 2. x. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, Gott heilger Geist, du wertes Licht, dies Gotteshaus ist dir geweiht, wend her dein göttlich Angesicht, 3 o laß dirs wohlgefallen. daß wir erleuchtet werden. Hier schalle dein lebendig Wort, Geuß über uns und dieses Haus dein Segen walte fort und fort dich mit allmächtgen Flammen aus, in diesen Friedenshallen. mach himmlisch uns auf Erden. Einheit, Auf zum Reinheit Himmel gieb den Herzen; Angst und Schmer⸗zieh das Sinnen und Beginnen; zen kilg in Gnaden, gehts zum Sterben, heil uns ganz vom Seelenschaden. hilf uns Jesu Reich erwerben. 12 Wort Gottes. 4. mit Herzen, Händen, Zungen. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Ach hier Preis sind wir sei dir vom Kinde bis zum Greis noch in Hütten; Herr, wir bitten: für dies dein Haus gesungen. Laß uns droben Du hasts geschenkt und auferbaut, dich im Tempel ewig loben. dir ists geheiligt und vertraut Albert Knapp 1798—1864. 2. Wort Gottes. 206. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. . ——.——. nt . ‚ 2— 2 *— I I I.P ö——— 1. O Gott, du höch-ster Gna⸗den⸗hort, ver-leih, daß uns dein .——— 32— au 07 2 3.——— gött-lich Wort von Oh-ren so zu Her-zen dring, daß es sein Kraft und Schein voll-bring. 2. 3. Der einge Glaub ist diese Kraft, Verschaff bei uns auch, lieber Herr, der fest an Jesu Christo haft't; daß wir durch deinen Geist je mehr die Werk der Lieb sind dieser Schein, in deinr Erkenntnis nehmen zu dadurch wir Christi Jünger sein. und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Huber 1507—1577. 207. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 2——6 α 0 1. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗su Christ, weil es nun A-bend hel le Licht, laß ja bei uns aus ⸗lö⸗schen nicht 2. In dieser letzten bösen Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament rein bhalten bis an unser End. 3 Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind gar sicher, träg und kalt; gieb Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an manchem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord; gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh; viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. Wort Gottes. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7— Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8 Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. — Gieb, daß wir lebn in deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammerthal zu dir in deinen Himmelssaal. (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) 1611. 208. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. — ————— — 5 ö GZ.—5——5— —— 1. Wir Men⸗schen sind zu dem, o Gott, was geist⸗lich ist, un⸗ dein We⸗sen, Wil⸗le und Ge-bot ist viel zu hoch und —.—.—— .:.—— ◻U1 DDDDD— —— . tüch ⸗tig; ssens ste Hens iii wich ⸗tig wir wis⸗sens und ver ⸗=ste-hens nicht, wo ö — EE—— EEEE uns dein gött⸗lich Wort und Licht den Weg zu dir nicht wei⸗set. 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein heilger Will und Rechte; zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist, laß uns dabei verbleiben und gieb uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 12² 18⁰ Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gieb du selbst deinem Donner Kraft, L daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; 97 wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thäter sein, Frucht hundertfäl tig Widgen. 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Sam, so in die Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 135 Ach hilf, Herr, daß wir A gleich dem guten, fruchtbarn“ Lande und sein an guten Werken reich 209. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Wort Gottes. in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, gieb, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und bösen Lüste dämpfen. 2 Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen, erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit verbreiten; hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten; 0 heilger Geist, dein göttlich Wort. laß in 6 wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke 1603-1680. 4. Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Mun⸗ de, das mir lau⸗ter Segen Lt⸗ dich al-⸗lein hab ich zum Grunde' mei⸗ner Se⸗lig⸗keit ge⸗ legt; in dir treff ich al 2 Will ich einen Vorschmack haben von des Himmels Seligkeit, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir der Tisch bereit, les an, was zu Gott mich füh⸗ren kann. der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gaaden, der im Worte mich an Gottes Herze legt, r Not, 0d Wort Gottes. öffne mir des Himmels Pforte, sondern gieb, daß auch dabei daß mein Geist hier recht erwägt, ihm das Leben ähnlich sei. welche Schätze Gottes Hand 6 durch sein Wort ihm zugesandt. Hilf, daß alle meine Wege 4. nur nach dieser Richtschnur gehn; Gieb dem Samen einen Acker, was ich hier zum Grunde lege, der die Frucht nicht schuldig bleibt; müsse wie ein Felsen stehn, mache mir die Augen wacker, daß mein Geist auch Rat und That und was hier dein Finger schreibt,‚ in den größten Nöten hat. präge meinem Herzen ein, 7. laß den Zweifel ferne sein. Laß dein Wort mir einen Spiegel, 5. Jesu nachzufolgen, sein. Was ich lese, laß mich merken; Drücke drauf ein Gnadensiegel, was du sagest, laß mich thun. schleuß den Schatz im Herzen ein, Wird dein Wort den Glauben stärken, daß ich fest im Glauben steh, laß es nicht dabei beruhn, bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck 1672—1737. 210. Mel. Jesu, meine Freude. 1. Wort des höch-sten Mun⸗des, En⸗gel mei-nes Bun-⸗des, bald, da wir ge⸗fal=len, lie⸗ßest du er ⸗schal⸗len Je⸗su, un⸗ser Ruhm, E⸗van⸗ge ⸗li⸗ um, ei ⸗ne Botschaft, die zum Le-ben uns von dir ge⸗ ge⸗ben. 2. 3. Was dein Wohlgefallen Alles ist vollendet: vor der Zeit uns allen Jesu Gnade wendet fest bestimmet hat, alle Straf und Schuld; was die Opferschatten Jesus ist gestorben, längst verkündigt hatten, Jesus hat erworben das vollführt dein Rat; alle Gnad und Huld. was die Schrift verspricht, das trifft Auch ist dies fürwahr gewiß: alles ein in Jesu Namen Jesus lebt in Preis und Ehre. und ist Ja und Amen. Ach erwünschte Lehre! 182 Wort Gottes. 4. 6. Uns in Sünden Toten Dieser Grund bestehet; machen Jesu Boten wenn die Welt vergehet, dieses Leben kund. fällt er doch nicht ein. Lieblich sind die Füße, Darauf will ich bauen; und die Lehre süße, so soll mein Vertrauen teuer ist der Bund. evangelisch sein. Aller Welt ist nun rn Auch will ich nun würdiglich durch der guten Botschaft Lehre, in der Kraft, die mir gegeben, daß man sich bekehre. evangelisch leben. 5. 7. Kommt, zerknirschte Herzen, Jesu, deine Stärke die in bittern Schmerzen schaffet diese Werke; das Gesetz zerschlug, stehe du mir bei. kommt zu dessen Gnaden, Nichts kann mich nun scheiden; der, für euch beladen, hilf denn, daß mein Leiden alle Schmerzen trug. evangelisch sei. Jesu Blut stärkt euren Mut: Laß auch mich einmal auf dich Gott ist hier, der euch geliebet als ein Kind, mit dir zu erben, und die Schuld vergiebet. evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. 211. Mel. O du Liebe meiner Liebe. e,rene=inemi ieen=m,— 1. Herr, dein Wort, die ed⸗le Ga ⸗be, die⸗sen Schatz er⸗ denn ich zieh es al⸗ler Ha ⸗-be und dem größ⸗ten DDPDP ,...,v.... — P———..— hal ⸗te mir; N i NRihnt 0 7 Reich⸗tum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gel⸗-ten, ———.— —.— 1 wor⸗auf soll der Glau⸗be ruhn? Mir ists nicht um L tau⸗send Wel⸗ten, a⸗ ber um dein Wort zu thun. 2. Laß mich eifrig sein beflissen, Hallelujah! Ja und Amen! dir zu dienen früh und spat, Herr, du wollest auf mich sehn, und zugleich zu deinen Füßen daß ich mög in deinem Namen sitzen, wie Maria that. fest bei deinem Worte stehn. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Wort Gottes. 183 212. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. — ——— 1. Dein Wort, o Herr, ist mil-der Tau für trost⸗be⸗dürft⸗ge Laß kei⸗uem Pflänz⸗chen dei⸗ner Au den Him-mels⸗bal⸗sam See⸗len. feh ⸗len; 2. 5. Dein Wort ist, Herr, ein Flammen⸗Nun halt ich mich mit festem Sinn schwert, zu dir, dem sichern Horte: ein Keil, der Felsen spaltet, wo wendet ich mich anders hin? ein Feuer, das im Herzen zehrt Herr, du hast Lebensworte. und Mark und Bein durchschaltet. Noch hör ich dein: O laß dein Wort Komm, du bist mein! noch fort und fort Das rief mir nicht vergebens, der Sünde Macht zerscheitern ein Wort des ewgen Lebens. und alle Herzen läutern. 6 8. Auf immer gilt dein Segensbund, Dein Wort ist uns der Wunderstern dein Wort ist Ja und Amen. für unsre Pilgerreise. Nie weich es uns aus Geist und Mund Es führt auch Thoren hin zum Herrn und nie von unserm Samen. und macht die Einfalt weise. Laß immerfort Dein Himmelslicht dein helles Wort verlösch uns nicht in allen Lebenszeiten und leucht in jede Seele, uns trösten, warnen, leiten. daß keine dich verfehle. 7 4. O sende bald von Ort zu Ort Ich suchte Trost und fand ihn nicht: den Durst nach deinen Lehren, da ward das Wort der Gnade den Hunger aus, dein Lebenswort mein Labsal, meine Zuversicht, und deinen Geist zu hören; die Fackel meiner Pfade. und send ein Heer Sie zeigte mir von Meer zu Meer, den Weg zu dir der Herzen Durst zu stillen und leuchtet meinen Schritten und dir dein Reich zu füllen. Karl Bernhard Garve 1763—1841. * bis zu den ewgen Hütten. Taufe. 3. Taufe. 213. Mare. 10, 1316. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. — + x— .— 0—— 2— 45—5—1. — + 1. Las⸗set die Kind⸗lein kom⸗men zu mir, spricht Got⸗tes Sohn; sie sind mein Freud und Won-ne, ich bin ihr Schild und Kron. E————.—½1 + Auch für die Kin-der-lein, daß sie nicht wärn ver⸗lo⸗ren, bin ee DIDRDDD E T e Fet, — 2 +1 ich ein Kind ge ⸗bo⸗ren, drum sie mein ei⸗gen sein. 2. führet sie Christo zu, Der Herr gar freundlich küsset er will sich ihr'r erbarmen, und herzt die Kinderlein, nimmt sie in seine Arme, bezeugt mit Worten süße, darin sie finden Ruh. der Himmel ihr soll sein, 4. dieweil sein teures Blut, Ob sie gleich zeitlich sterben, aus seinen heilgen Wunden ihr Seele Gott gefällt; am Kreuzesstamm geronnen, denn sie sind Gottes Erben, auch ihnen kommt zu gut. lassen die schnöde Welt. 3 Sie sind frei aller Gfahr Drum nach Christi Verlangen und dürfen hier nicht leiden, bringet die Kinder her, sie loben Gott mit Freuden damit sie Gnad erlangen, dort bei der Engel Schar. niemand es ihnen wehr; Kornelius Becker 1561—1604. 214. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 1.— ö 1. Liebster Je⸗-su, wir sind hier, deinem Wor⸗te nach⸗zu⸗le⸗ben: die⸗ses Kindlein kommt zu dir, weil du den Be⸗fehl ge⸗ge-ben, SISISSISSSSSSISSSEEE .T x IIIIT 2— Ynn—π⁰˙π½9mnn.. I e⸗ dieses Wered nicht witd und i Daru nimn tlitt und daß und e 9 von dem dem dem und Taufe. 18⁵ 2 4. Ja es schallet allermeist Hirte, nimm dein Schäflein an, dieses Wort in unsern Ohren: Haupt, mach es zu deinem Gliede, wer durch Wasser und durch Geist Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, nicht zuvor ist neugeboren, Friedefürst, sei du sein Friede, wird von dir nicht aufgenommen Weinstock, hilf, daß diese Rebe und in Gottes Reich nicht kommen. auch im Glauben dich umgebe. 3 3 Darum eilen wir zu dir: un wir legen an dein Herz, nimm das Pfand von unsern Armen; was von Herzen ist gegangen; tritt mit deinem Glanz herfür führ die Seufzer himmelwärts und erzeige dein Erbarmen, und erfülle das Verlangen: daß es dein Kind hier auf Erden ja den Namen, den wir geben, und im Himmel möge werden. schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck 1672—1737. 215. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. —— ..— DSIDIT— 1— S... Ee N 1. Nun Gott Lob! Es ist vollbracht, und der Bund mit Gott ge⸗schlos⸗sen; was uns rein und se⸗lig macht, ist auf die⸗ses Kind ge⸗flos⸗sen; I Ci —— 1625 H V D. 2——. Je⸗sus hat es ein⸗ge⸗seg⸗net und mit Himmelstau be⸗reg⸗net. O du dreimal selig Kind, Werde fromm und wachse groß, vom Dreieinigen geliebet, werde deiner Eltern Freude, dem der Vater sich verbindt, und dein selig Christenlos dem der Sohn das Leben giebet, tröste dich in allem Leide; dem der Geist ist ausgegossen deine Taufe sei die Thüre, und der Himmel aufgeschlossen! welche dich zum Himmel führe. 1604 Benjamin Schmolck 1672—1737. 216. Mel. Gott des Himmels und der Erden. — W II 63 + S:,F ben: 1. Gu⸗ter Hirt, der sei⸗ne Her⸗de mit dem eig⸗nen Blut er⸗kauft, hen daß dies Kind dein ei⸗gen wer⸗de, ward es heut auf dich ge⸗tauft 10.—— .. 0 F——————— ————.‚.‚59— ————————.—— ...— 2—..2— 18 Konfirmation 2. Schaff ihm nun ein Herz, ein neues, und gieb ihm gewissen Geist, daß es stets als ein getreues, stilles Lamm dich liebt und preist und, von Weltlust unbethört, stets auf deine Stimme hört. 3 Und wenn sichs von dir verirrte in des Lebens Wüstenei: geh ihm nach, du treuer Hirte, daß es unverloren sei; und am Ende seiner Bahn trag es selig himmelan. Julius Karl Reinhold Sturm 1816 4. Konfirmation. 217. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten ———— 1. Ich bin ge-tauft auf ich bin ge-zählt zu dei⸗ nen Na-men, Gott Va⸗ ter, dei-nem Sa⸗-men, zum Volk, das Sohn und heil⸗ ger Hei din ge ⸗ hei-ligt heißt; ——— ein⸗ge⸗senkt, ich bin mit sei⸗nem Geist beeschent 2. Du hast zu d deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3 Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, e Treu und Gehorsam zugesagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. Ich gebe dir, Wein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn: 5sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen thut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heil 4 Geist; halt mch in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt: so leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für 22— für. Johann Jakob Rambach 1693—1735. Konfirmation. b 218. Mel. Herr Jesu Christ, dich 34 uns wend. ———— e—————.— E D DD — ¹ 1816 1. Für die⸗ se Kin-der be⸗ ten wir mit hei⸗ 66 I muns, Gott, zu dir. Nimm du dich—— gnä⸗ 2 an und lei⸗te sie auf eb⸗ner Bahn. — 1 —1 2. 3. Erhalte sie vom Irrtum frei In Schmerz und Kummer tröste sie ter 15— mache sie im Glauben treu, und in der Not verlaß sie nie, das und wenn Versuchung ihnen naht, sund de ihnen hier Zufriedenheit ö sei du ihr Helfer, Schutz und Rat. und dort des Himmels Seligkeit. Nach Johann Andreas Cramer 1723—1788. 905 219. elenbräutigam. Bn 1. Von des hn; den an, an. 2 nen dei⸗ nen Geist,d den Geist der Stür⸗ ke; gieb uns Kraft zum heil⸗ gen er hin; ——.. Sinn:———— ut, 4 ö—————— Uthut. Wer⸗ke, dir uns ganz zu weihn, e⸗wig dein zu sein. 4 vantu, Mach uns selbst bereit, Richte Herz und Sinn Geist ö gieb uns Freudigkeit, zu dem Himmel hin, danke, unsern Glauben zu bekennen wenn wir unsern Bund erneuern heiß:· und dich unsern Herrn zu nennen, und gerührt vor dir beteuern, „ dessen teures Blut deine Bahn zu gehn, füt. floß auch uns zu gut. Weltlust zu verschmähn. 1³⁵9 * * 188 Konfirmation. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 5. Gieb auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn und dein Lob erhöhn. Samuel Marot 1770—1865. 220. Mel. Christus der ist mein Leben. W 2 6—— ——2 2———— — D.ñ—————————— ..— 1. Wir flehn um dei⸗ne Gna⸗de, nichts sind wir oh- ne dich; führ U .......... 2., ie. — ö Wir flehn um deine W Wahrheit in unsers Lebens Nacht; durch dich nur wird 215 Klarheit in unsern Geist gebracht. 3 —. Wir flehn um deinen Frieden in dieser Welt voll Angst; uns sei das Heil beschieden, das du am Kreuz errangst. und hilf uns mäch⸗tig-⸗ lich. 4. Wir flehn um deine Stärke; du weißt, wie schwach wir sind. Zu jedem guten Werke stärk jedes schwache Kind. 5. Wir flehn um deinen Segen zum großen Bundestag, daß wir auf allen Wegen dir treulich folgen nach. Karl August Döring 1783—1844. 221. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 22 Ich bin in dir, und du Lie ⸗be, dir in schon dein Kind: o + in mir: nichts soll mich, ew⸗ge Auf Er-den, wo nur Sün-⸗der sind, nennst du mich freundlich — ᷓ. ser Welt ent ⸗rei⸗ ßen. laß michs e⸗wig hei⸗ßen — .IIIII treu mit Wan⸗del, Herz und Mund be⸗wah-⸗ren dei⸗nen Ferdenthnd Ich b dreiei mich Vas ergrei an de und s ich w Ichl noch weil drum 18⁶⁵ 18⁴ι⁴ Konfirmation. 189 2. daß mich, was locket, schreckt und irrt, Ich bin in dir, und du in mir: nicht bringe je zu Falle. dreieinger Gott, du hast zu dir O daß, was ich dir heut versprach, mich frühe schon berufen. mir gehe tief und ewig nach! Was mir, dem Kindlein, war bereit't, 15 1 Iapi„„„ ergreif 90 heut mit Innigkeit Ich bin in dir, und du in mir: an des Altares Stufen komm, Herr, mir deine Tugendzier und sag: O Liebe, du bist mein; frühzeitig anzulegen, ich will dein Kind auf ewig sein. daß mir des Lebens Glück und Not, 3. ja selbst der letzte Feind, der Tod, Ich bin in dir, und du in mir: nur kommen mög im Segen. noch wohn ich völlig nicht bei dir, Mit dir will ich durchs Leben gehn, weil ich auf Erden walle; dir leiden, sterben, auferstehn. drum führ mich, Jesu, treuer Hirt, Albert Knapp 1798—1864. De 222. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) WVD S— — 8 in dei⸗nem Dienste stehn; (lauf dei-nen Wegen gehn. See⸗le Trieb und Kraft, SDSDSISIee.... ——...— 2 E.. wie der Weinstock sei⸗nen Re⸗ben zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. mit dem eignen teuren Blut ꝰ Könnt ichs irgend besser haben Sollt ich dem nicht angehören, als bei dir der alehein der sein Leben für mich gab?ꝰ so viel tausend Gnadengaben Sollt ich ihm nicht Treue schwören, für mich Armen hat bereit? Treue bis in Tod und Grabꝰ Konnt ich je getroster werden e 3— als bei dir, Herr Jesu Christ, Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich dem im Himmel und auf Erden so in Freude wie in Lei)d; alle Macht gegeben ist? bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. 3. Deines Winks bin ich gewärtig, Wo ist solch ein Herr zu finden, auch des Rufs aus dieser Welt; der, was Jesus that, mir thut, denn der ist zum Sterben fertig, mich erkauft von Tod und Sünden der sich lebend zu dir hält. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. Abendmahl. 5. Abendmahl. 5. gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte konnte er uns schenken, dabei solln wir sein gedenken. Kyrieleison. Herr, dein Lieb so groß dich zwun— gen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that und bezahlt unsre Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison. E=. 2 E SDDSSE— 21. Gott sei ge ⸗lo ⸗bet und ge⸗be ⸗ ne ⸗ dei ⸗et, mit sei⸗nem Flei⸗sche und mit sei nem Blu ⸗te, 4— .—......... 3——..—— ꝗDDIDIERE der uns sel ber hat ge⸗-spei-set e das gieb uns, Herr Gott, zu gu=te. üeeleziesen . ITITTIII.. Herr, durch dei-nen heil- gen Leich ⸗Warn, der von dei-ner 9—— —————......— SSISSI Mut⸗ter Ma⸗ri ⸗a kam, und das hei ⸗li ⸗ ge Blut 2 9———— DSDD————+ —.— ů——+ E—— 2 e= + 88 9 I—. hilf uns, Herr, aus al⸗ler Not. Ky⸗ ri⸗e⸗le⸗i⸗ son. 2. 3. Den heilgen Leib hat er für uns Gott geb uns allen seiner Gnade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß die Speis uns nicht gereue. Hyrielrison Herr, dein heilger Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison. Martin Luther 1483—1546. 2.—‚.‚.——.. —..—........... Abendmahl. 224. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — ..—— Ea—— e, L r — — 1. Herr Je⸗su, dir sei Preis und Dank für die⸗se See⸗en⸗ ů3— Im Brot und Wein dein Leib und Blut kommt uns wahr⸗haf⸗tig et, A 5—— te————8 . E 1— 2 I +I.— .— speis und Trank, da ⸗ mit du uns be ⸗ga⸗ bet. wohl zu gut und uns ⸗re Her: zen la⸗ bet, en weer ee son.—D 5— OR. daß wir in dir uns er ⸗=freu ⸗en, wohl ge⸗dei-hen, —— ö ö— — 7.— +————— — REEEEE —.—. ◻+—2— 5„——.——.— 2 2— — ö 27— ·ner e⸗wig le⸗ben: sol ches wol⸗lest du uns ge⸗-ben. 2 2. 4. 25 Du kehrest, o Immanuel, O daß wir solche Seligkeit 2 ja selber ein in unsre Seel, erwarten möchten allezeit ö dir Wohnung da zu machen. in Hoffnung und Vertrauen lut Drum uns ein solches Herz verleih, und folgends aus dem Jammerthal — das von der Weltlieb ledig sei gelangen in den Himmelssaal, und allen eitlen Sachen. dein Antlitz, Herr, zu schauen: Bleibe, tröstlich, .— treibe köstlich 91 unser Sinnen und Beginnen, daß uns als Gäste auf das beste bei ihm wir trachten, laben alles Eitle zu verachten. und ganz volle Gnüge haben. Gnade 3.— 97* ö Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht Das gieb du uns von deinem Thron, — dein wertes Nachtmahl zum Gericht. o Jesu Christe, Gottes Sohn, elcher Ein jeder recht bedenke, giebs durch dein bitter Leiden. 72— 2 daß er mit diesem Lebensbrot Dasselbe, weil wir leben hier, 206 im Glauben stille seine Not, laß uns betrachten für und für, Uii. der Fels des Heils uns tränke, all Böses darum meiden. üchtig, Amen, im“ tüchtig Amen, Naß. dich dort oben stets zu loben, bis hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen 47 wir werden alle Sünden, zu dir kommen von der Erden. hilf uns fröhlich überwinden. Str. 1, 3, 4 von Bernhard von Derschow 1591—1639. Str. 2 und 5 Zusätze des Hannoverschen Gesangbuchs von 1657. Abendmahl. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. =....... P ů ů ů ••.—.—0 ö 1. O Fe⸗su, mei⸗ne 2 2 E— Vo on⸗ne, du mei⸗ ner Se 6—— Freundlich ster auf Er 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmelsüß Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket habeni 2 Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket! 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. — 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein üpergeoe Güte; Mel. Mein ⸗„den, laß mich dir dank⸗ Lar wer⸗den. das teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wofür ich dich jetzt preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? 15. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben, drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist 1607-1667 226. Herzensjesu, meine Lust. U — 1I———————— 1. 0 Je⸗su, dir sei Ach laß durch die⸗se e ⸗wig Dank für dei⸗ ne Treu und Speis und Trank mich auch das Le-⸗ben e⸗len Son-ne, du Herr mir Nun mit hier dein hier en? Abendmahl. Will⸗kom-men sei, du ed ⸗ler Gast; den 12.—————.—.—.— e— e Sün⸗der nicht ver⸗schmähet hast: wie soll ich Dank dir sa⸗gen? —. Herr Jesu Christ, du kannst allein Saß mich un n in dir, mir Leib und Seele laben. n, Sae ů Nun bin ich dein, und du bist mein umd Lee 408 mit allen deinen Gaben: Mein Gott, Du wirst Leirs— hier hab ich, was ich haben soll daß ich durch diese Speis und Trank dein Enadenbrünnlein ist stets voll stark bleib, wenn ich 3* 0 und 3 ferrd n Taras 0 ant, hier find ich Trost und Leben. und fahr zu dir mit Freuden. Johann Olearius 1611—-1684. 2 562 x——— ——————————...———— EH 2——. 2——.————— — ae 1. Schmük⸗ke dich, o lie ⸗be See ⸗le, laß die dunk⸗le Sün⸗den⸗ komm ans hel'-le Licht ge⸗gan-gen, fan-ge herr⸗lich an zu — — 2—.———65—— .....T....— 35.—— 2—2 in 10—.—.——.— höh le, denn der Herr voll Heil und Gna=d pran ⸗gen; enn der Herr vo Heil un Gna⸗ den /— .SSSSSSS. will dich jetzt zu Gas⸗te la⸗den; der den Him⸗mel kann ver⸗ + 0 10—....... ——*— e E‚e—— + wal ⸗ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal-ten. 2. daß in diesem Brot und Weine Ach wie hungert mein Gemüte, Christus sich mit mir vereine. Menschenfreund, nach deiner Güte; 3 ach wie pfleg ich oft mit Thränen Beides, Wonne und auch Beben, mich nach deinem Mahl zu sehnen; fühl ich jetzt im tiefsten Leben. ach wie pfleget mich zu dürsten Das Geheimnis dieser Speise nach dem Trank des Lebensfürsten, und die unerforschte Weise 13 19⁴ machet, daß ich froh bemerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht sollt ergründen? 4. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, Abendmahl. daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck 16181677. 228. Mel. Es ist gew. 9N ißlich an der Zeit. — —————— 8— . uun, E. 1. Ich komm jetzt als ein den du ar⸗mer Gast, o Herr, zu dei-nem für mich be⸗rei⸗tet hast, daß er mein Herz er⸗ ——.—. —— e, ee,- Ti⸗sche, fri⸗sche, —. wenn mich der See⸗len hun-ger nagt, wenn E mich der Durst des Geis⸗tes plagt, bis 2. Nun sprichst du Seelenbischof dort: Ich bin das Brot zum Leben; dies Brot treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der Trank: wer glaubt an mich, den wird nicht dürsten ewiglich; ich will ihm Labsal geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, auf deine Himmelsauen, bis meine Seel erquicket wird, ich den Schweiß ab-wische. wenn du sie lässest schauen die Ströme deiner Gütigkeit, die du für alle hast bereit, so deiner Hut vertrauen. 4. Ich armes Schäflein suche dich auf deiner grünen Weide; dein Lebensmanna speise mich zu Trost in allem Leide; es tränke mich dein teures Blut, auf daß mich ja kein falsches Gut von deiner Liebe scheide. Glei nach so ‚. ach von und dan Vor ein auf vor fach der dan En daf un en Tgossen, ränken, ens, jebens aden essen Erden, werden. 167⁷.• st, wenn —* 195 Abendmahl. 5. in dieser Speise fasse, Gleichwie des Hirsches mattes Herz daß durch dein Lieben Lieb in mir nach frischem Wasser schreiet, zu meinem Nächsten wachs herfür, so schreiet auch mein Seelenschmerz: und ich fort niemand hasse. ach laß mich sein befreiet 8. von meiner schweren Sündenpein Ach führe mich doch selbst von mir, und flöße deinen Trost mir ein, bei mir ist nichts als Sterben. dann bin ich benedeiet. Nimm aber mich, o Herr, zu dir, 6. bei dir ist kein Verderben. Vor allem aber wirk in mir In mir ist lauter Höllenpein, ein ungefärbte Reue, in dir ist nichts als Seligsein auf daß mein Herz sich für und für mit allen Himmelserben. vor aller Sünde scheue; 9. fach in mir, Herr, den Glauben an,. So komm nun, treuer Seelenfreund, der dein Verdienst ergreifen kann, laß in mein Herz dich schließen. damit mein Herz sich freue. Mit dir bin ich nun ganz vereint, 7⁴ ich will von keinem wissen Entzünd in mir der Andacht Brunst,‚ als nur von dir, o Gotteslamm, daß ich die Welt verlasse der du auch mich am Kreuzesstamm und deine Treue, Gnad und Gunst aus Not und Tod gerissen. Justus Sieber 1628-1695. 229. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) U —3— 1.— W. e, ᷑ DPSDSSD— ——— 1. Ach Gnad ü⸗ber al ⸗le Gna⸗den! Hei⸗ßet das nicht Je⸗sus hat uns selbst ge⸗la-den zu dem Tisch, den — — 2. 1—.—————— —.— IRNRRTTSTSEEEEEE .— Hü⸗tig-keitꝰ 7. 26 Perpbitt Je⸗sus bit-tet uns zu Gast, daß wir, al ⸗ler 5665 8 ————4— DRDRDRSDDD—— 7 DSSS Sor⸗gen ⸗last, al⸗ ler Sünd und Not ent-nom-men, W ..... —— in den Him⸗mel möch-ten kom-men. 0 2. 9— Sollten wir an seinem Heil Jesus Christus will uns speisen nun hinfort nicht haben teil, und auch selbst die Speise sein. Heißet das nicht Gnad erweisen? Ist er nun nicht mein und dein? da er unser so gedenket, daß er sich uns selber schenket? 13* Abendmahl 3 dein so teurer Gnadentisch, Herr, du hast dich hingegeben daß sich meine Seel erfrisch: unsertwegen in den Tod, du wollst ihren Hunger stillen daß wir möchten wieder leben und in ihrem Durst sie füllen. frei von aller Qual und Not; 6 aber deiner Liebe Macht. hat dich auch dahin gebracht, Ach so wollest du mich laben daß du deinen Leib uns schenkest mit dem rechten Himmelsbrot und mit deinem Blut uns tränkest. und mit reichem Trost begaben wider Sünde, Höll und Tod. Ach laß deinen Lebensquell mich auch machen weiß und hell; tränke mich denn, eh ich sterbe und vor großem Durst verderbe. 4. Hier sieht man dein treu Gemüte: du bist sonst der Arzt allein; doch willst du aus lauter Güte auch die Arznei selber sein. Du giebst dich selbst uns zu teil, 11— daß wir möchten werden heil Dir, Herr Jesu, will ich schicken von den tiefen Seelenwunden, hd ganz müd und mattes Herz; die sonst waren unverbunden. ach das wollest du erquicken, 5. weil es fast vergeht vor Schmerz. Ach zu dir komm ich geschritten, O mein Arzt, du kannst allein o mein liebster Jesu Christ, mich von Sünden machen rein. und will dich im Glauben bitten, Du wollst selbst, Herr, in mir leben; weil für mich bereitet ist dir sei ganz mein Herz ergeben. Anna Sophie von Hessen-Darmstadt 1638-1683. 230. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. . 2————..——— 5555——.———2————.——— ———— 1. O Fels des Heils, o Got-tes⸗lamm, für mei⸗ne Sünd am Dein Lei⸗den ist ein Gar-ten mir, der Früch-te trä-get —— —.— .—————.— —— Kreu⸗-zes⸗stamm ge-mar-tert und ge⸗schlach-tet! für und für, wo⸗nach die See ⸗le schmach-tet; wo ich — anrer. W,—— e Litne— stets mich wohl——— ke und er⸗blik-ke See⸗len-wei⸗ rere. —— DDꝗDSDDDPDD de, ja die Wur⸗ zel al ⸗ler Freu⸗de. Dei dein dein der ein ein Mä Wer b be — hell; rbe derbe. sicken Herz; „ hmerz. lein ein. ir leben eben. 1683. ä⸗ get Abendmahl. 2. ö 6. Dein Fleisch soll Lebensbrot mir sein, Drum sinkt vor dir ein ledig Herz, dein Blut macht mich von Sünden rein, das nichts dir bringt als Sünden⸗ dein Kreuzholz ist mein Stecken, schmerz, der mir in Schwachheit Stütze ist, in Selbstverleugnung nieder. ein Born, aus dem das Leben fließt, Ich bin mir selber gram, daß ich, ein Schild, der mich kann decken mein Herr, so oft verlassen dich; in Demut komm ich wieder. mächtig, wenn ich Willig Übertreter Sinas Wetter seh mit bin ich, Zagen, 22 aufs neue Huld und Treue zu wenn mich Satan will verklagen. verschreiben, wenn dein Geist mich nur wird treiben. 3— Wie lieblich ist dein Liebesmahl! 25 Da seh ich mrit welch großer HDual Ach komm in deinen Garten dann; die Liebe dich umhüllet. ich will dir bringen, was ich kann, Da werd ich, als aus deiner Hand, was du mir erst gegeben. Willst du noch mehr, so gieb es mir, mit deinem heilgen Gnadenpfand 45—5. ich will es wieder bringen dir; 7 erquickt, mit Lust erfüllet Es Wonn du der Weinstock giebt den Reben Jesu, ö Kräfte, in Erbarmen dich der armen Seele Säfte, schenkest die von innen Raum gewinnen, aus⸗ und an deinen Eid gedenkest.. wärts dringen, daß sie reife Früchte bringen. 4 2 3. Wer bin ich, o du Gotteslamm, Stärk meinen Glauben, um das Kleid daß du starbst an dem Kreuzesstamm, der ewigen Gerechtigkeit zum Heil mich einzuladen?ffreimütig anzuziehen. Ein Sünder, der verdienet Pein! Ich komm in fester Zuversicht: Mich armen Sünder führst du ein dein Bundessiegel fehlt ja nicht, zur Tafel deiner Gnaden, du hast es mir verliehen, deiner daß ich reinen EHen fröhlich Himmelsgaben, welche laben das Ver⸗ darf erscheinen, denn in deinen offnen 2295— langen, Wunden das auf Hoffnung war gefangen. hab ich Zutritt nun gefunden. 5 2 Ich habe den beschwornen Bund Von dir hab ich das Priestertum, so oft gerissen in den Grund daß ich ins innre Heiligtum und mein Gelübd verlassen. darf unverhüllet gehen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein Den Vorhang riß dein Tod entzwei, doch willst du mir versöhnet sein ich darf als Bundsgenosse frei und nimmermehr mich hassen. vor deinem Antlitz stehen. Dein Wort, Grämen, mein Hort, Schämen bleibt beständig, wie abwendig ich ge⸗ hat ein Ende, weil die Hände sind wesen; durchgraben, neu soll ich durch dich genesen. die für mich bezahlet haben. 198 Abendmahl. 10. die Hölle selbst nicht treiben. Hier ist die Liebe mein Panier, Ich will dein Liebesaltar brennt in mir, nun still du hast mein Herz genommen. an dir kleben, in dir leben. Tausend Du hast mir Lebensbrot geschenkt, Welten ich werd aus Edens Strom getränkt; können gegen dich nichts gelten. du wirst bald selber kommen 12. und mich Laß mich, durch dieser Speise Kraft ewig. gestärket, meine Wanderschaft dir vereinen in dem reinen Paradeise, fortsetzen durch die Wüste. wo du Manna giebst zur Speise. Gieb, daß Agyptens Fleischtopf nie 11. von dir, o Himmelsbrot, mich zieh Gieb nur, daß so, wie sich für jetzt zur Dienstbarkeit der Lüste. mein Herz in deiner Füll ergötzt, Komm bald, es in dir möge bleiben; Herr, halt vom Bund, den ich erneuert hab, deiner Tauben Treu und Glauben wird dann mich weder Furcht noch unzerbrochen, Grab, wie dein Wort und Pfand versprochen. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 231. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 1. Herr Je⸗su Christ, du höch⸗stes Gut, du Brunnquell al-ler wir kom⸗men, dei⸗-nen Leib und Blut, wie du uns hast ge⸗ Gna⸗den, la⸗den, zu dei-ner Lie⸗be Herr⸗lich-keit und — 3 —. 5. O Jesu, mach uns selbst bereit Bleib du in uns, daß wir in dir zu diesem hohen Werke; auch bis ans Ende bleiben; schenk uns dein schönes Ehrenkleid laß Sünd und Not uns für und für durch deines Geistes Stärke. nicht wieder von dir treiben, Hilf, daß wir würdge Gäste sein bis wir durch deines Nachtmahls Kraft und werden dir gepflanzet ein in deines Himmels Bürgerschaft zum ewgen Himmelswesen. dort ewig selig leben. 17¹3. Tausend lten. se Kraft t topf nie ch zich Rauben tochen, hrochen. —17²29. Abendmahl. 232. Mel. An Wasserflüssen Babylon. E Q o. j 2———.—— E su ⸗=che dich, müh⸗ se ⸗=lig und be⸗ 1. Ich kom⸗-me, Herr, und Gott, mein Er⸗bar⸗mer, würd⸗ge mich des Wun⸗ders dei⸗ner 7* 7* ů 0—.—— ——.;.———.— DDD la⸗den; ö—— enemn TIhr S Gna⸗den. Ich lie⸗ ge hier vor dei⸗nem Thron, Sohn —— 420 —.— 2 +2.————— ——..— Got⸗tes und des Men-⸗-schen Sohn, mich dei⸗ner zu ge⸗ — ———— ————33— 22—— 0.—— füh le mei⸗ ner Sün⸗ den Müh, ich D — ——————— . n— ——.— su⸗che Ruh und fin-⸗ de sie im Glau⸗ben der Er⸗ lös⸗ten. 2. 4. Dich bet ich zuversichtlich an, Dein ist das Glück der Seligkeit; du bist das Heil der Sünder; bewahr es hier im Glauben du hast die Handschrift abgethan, und laß durch keine Sicherheit und wir sind Gottes Kinder. dir deine Krone rauben: Ich denk an deines Leidens Macht sieh, ich vereine mich mit dir, und an dein Wort: Es ist vollbracht! ich bin der Weinstock, bleib an mir, Du hast mein Heil verdienet, so wirst du Früchte bringen; du hast für mich dich dargestellt; sich helfe dir, ich stärke dich, Gott war in dir und hat die Welt und durch die Liebe gegen mich in dir mit sich versühnet. wird dir der Sieg gelingen. 3. 5. So freue dich, mein Herz, in mir, Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, er tilget deine Sünden ich will es treu erfüllen und läßt an seinem Tische hier und bitte dich durch deinen Tod dich Gnad um Gnade finden. um Kraft zu meinem Willen. Du rufst, und er erhört dich schon, Laß mich von nun an würdig sein, spricht liebreich: Sei getrost, mein mein ganzes Herz dir, Herr, zu Sohn, weihn die Schuld ist dir vergeben; und deinen Tod zu preisen; du bist in meinen Tod getauft, laß mich den Ernst der Heiligung und du wirst dem, der dich erkauft, durch eine wahre Besserung von ganzem Herzen leben. mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Abendmahl. 233. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. E . —0 F T Herr, du wollst uns voll be-rei ⸗ ten zu dei⸗nes Laß uns, Le⸗ben zu em⸗-pfa⸗ hen, mit glau-bens⸗ Mah⸗les C e⸗lig⸗kei ⸗-ten; sei mit-⸗ten un⸗ter uns, o Gott! vol⸗lem Her-zen na⸗hen und sprich uns los von Sünd und Tod. Wir sind, o Je ⸗ su, dein; dein laß uns e⸗ wig — 2—.—.. — sein! A⸗men, A⸗men. An ⸗ be⸗tung dir! Einst 7— fei ern wir das gro⸗ße A-bend-mahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. 234. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. ——— — 0—.——— e— 1. Komm, mein Herz, in Je⸗su Leiden strömt auch dir ein Quell der stil le hier dein sehnlich Dürsten an dem Mahl des Le-bens-⸗ UU Freu⸗den; für=sten. mich in Iwa Wenn er ist tägli Daß bleib nim daß der Wie mer Ach wie Sii wer daf der Abendmahl. ——.— SDie— + 4 2 0— klei ⸗de, das ist mei⸗nes Her ⸗zens Freu⸗de. .— 2. 610 * Zwar hab ich ihn alle Tage, Heilges Brot, sei mir gesegnet, nes wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; weil mir der in dir begegnet, bens⸗ er ist auf der Himmelsreise der mit seinen Todeswunden 2 täglich meine Seelenspeise. die Erlösung mir erfunden. 2. Daß ich einen Heiland habe, Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein Alles bis zum Grabe, der erblaßt und tot im Grabe 7+ und ich mag nichts andres wissen, auch für meine Schuld gelegen, Gott! als sein Leiden zu genießen. will ich schmecken und erwägen. Tod. ö.10 3 8.. Aber ich will mit Verlangen Heilger Kelch, sei mir gesegnet, ö auch sein Abendmahl empfangen, weil mir der mit dir begegnet, — hier schenkt er sich ganz zu eigen: dessen Blut mich lässet finden * nimmer will ichs nun verschweigen,‚ die Vergebung aller Sünden. ⸗wig daß ich einen Heiland habe, Daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, der die arme Seele labe, —— wie sein Wort mir sagt und schreibet, muß nicht dies mein Dürsten stillen — ö mein Erlöser war und bleibet. und mein Herz mit Wonne füllen? 2 4.* zinst Ach wie werd ich oft so müde, Er gebietet mir zu essen, — wie entweicht der süße Friede! meines Jammers zu vergessen, Sünd und Welt kann mich verwunden, er gebietet mir zu trinken 2 wenn mir dieses Licht verschwunden, und in Freude zu versinken, . x daß ich einen Heiland habe, daß ich einen Heiland habe, it. ö der mit seinem Hirtenstabe der sich selbst zur Opfergabe, 803. sanft und mild und voll Vergeben ja zur Nahrung und zum Leben mir nichts ist als Heil und Leben. 5 O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6 Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet: be. daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen — gern gethan, mich los zu machen. mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. 11 Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Abendmahl. 235. Mel. Gott sei gelobet und gebenedeiet. *————— — 1—— ö—— 2 2—— 6 S 1— Nun sei, o Herr, dir Preis und Dank ge ⸗ wei⸗het, Der du mit uns den Frie-dens-bund er ⸗ —772:⸗ 6—— —— +— E 2— ö.——..— x 2i 0 0 Preis und Dank aus Her⸗zensgrun⸗-de! I heil⸗ge uns in dei⸗nem Bun⸗de. — V—————— 5—.605 SDS L—— der du dich für uns ge⸗ ge⸗-ben, Le ⸗bens⸗fürst, o ö 2= II 60 —.———*. , d: rri... — 2 SE DDD ö. ̃ ö laß in dir uns le⸗ben, bis wir dro⸗ben im Licht 9—.—.— =... R— II .— ö e ⸗wig schaun dein An-ge-sicht. Hal le ⸗ lu-jah! 1831. 1. Buße. 236. G IV. Christliches Leben. —— ů ............. EEE 1 Aus tie⸗fer Not schrei ich dein gnä-⸗dig Ohr neig her zu dir, Herr Gott, er ⸗hör mein zu mir und mei⸗ner Bitt es — ö— S. S...I..I.........— 1 EE— 3 30 Ru⸗fen are, WDen so du willst das se⸗ 8 öff⸗ne. enn so willst das se⸗hen an, was 9⁴—. 4—.— VE— 2——.—— .SISII..I.I.II.II.II.I.I.I.I.I.I I... E ö 2. ö Sünd und Un⸗recht ist ge⸗than, wer kann, Herr, vor dir blei⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben, es ist doch unser Thun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben. . Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort: das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, + doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So thu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Martin Luther 1483—1546. 1. Al⸗lein zu dir, Herr Je-su Christ, mein Hoffnung steht auf Ich weiß, daß du mein Roöscter bist, kein Trost 1 mir sonst Er den er ⸗korn, auf V Er⸗den ist Reie Mensch ge-born, der mir aus Nö⸗ten hel⸗fen kann; ich ruf dich an, zu dem ich mein Ver⸗trau⸗en hab. 20 vor allen Dingen lieben dich Mein Sünd sind schwer und übergroß und meinen Nächsten gleich als 5— und reuen mich von Herzen, Am letzten End dein Hilf mir send, derselben mach mich frei und los damit behend durch deinen Tod und Schmerzen; des Teufels List sich von mir wend. und zeig mich deinem Vater an, 4 daß du hast gnug für mich gethan, so adend 10 195 9r Sunden Last: Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, Herr, halt mir fest, 2—. Vater aller Güte, wes du dich mir versprochen hast. und Jesu Christ, sein m liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, 3. und Gott dem werten heilgen Geist, Gieb mir nach deinr Barmherzigkeit der uns allzeit sein Hilfe leist, den wahren Christenglauben, damit wir ihm gefällig sein auf daß ich deine Süßigkeit hier in der Zeit mög inniglich anschauen, und folgends in der Ewigkeit. Johann Schnesing(2) 4 1567. 238. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 5 Herr Je⸗ su Christ, du höch stes Gut, du Brunn⸗quell al⸗ler sieh doch, wie ich in mei⸗nem Mut mit Schmer-zen bin be⸗ Erba nimn diew am auf in noch — ———— Hla e Det und in mir hab der Pfei ⸗le steht auf mir sonst ene Ziel mich ar⸗men Sün⸗der drük⸗ken. — 2. dieweil es alle Gnad verheißt „ auf Erbarm dich mein in solcher Last, denen, die mit zerknirschtem Geist nimm sie aus meinem Herzen, zu dir, Herr Jesu, kommen. —.— dieweil du sie gebüßet hast 5 — 1 Holz mit Todesschmerz.. — 11 daß ich 391 5 1 arpnn Weh Sd komm ich jetzt zu dir allhie 15 uf daß ich nicht mit großem Weh in meiner Angst geschritten ö ⸗ten in meinen Sünden untergeh an —0 noch ewiglich verzage und thu dich mit gebeugtem Knie —.— ö Ha W von ganzem Herzen bitten: — 3. Verzeihe mir doch gnädiglich, 2—— Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Lebtag wider dich E hab was ich mein Tag begangen, auf Erden hab begangen. .N so fällt mir auf mein Herz ein Stein, 6. ih. e 25. mit Sanrr e e Stärk mich mit deinem Freudengeist, als nich. 1110 0——— 0 in 0 heil mich mit deinen Wunden, mir send Rhan d im Wor al. tröst mich mit deinem Todesschweiß ——4 wenn ich dein Wort nicht hätte. in meiner letzten Stunden mit wend 4. und nimm mich einst, wenn dirs Allein dein heilsam Wort das macht gefällt, Thron mit seinem süßen Singen, im rechten Glauben von der Welt en Thron, daß mir das Herze wieder lacht, zu deinen Auserwählten. sen Sohn, als wenns beginnt zu springen, Bartholomäus Ringwald 1530—1598. sten Sohn, gen Geist, leist, U gleit. 9 1500. Sün⸗den! Da ist nie⸗mand, der hel-fen kann, in .SSSS —— die ser Welt zu fin ⸗=den. 206 Buße. 2 so fahr hier fort Lief ich gleich weit und schone dort zu dieser Zeit und laß mich hier wohl büßen. bis an der Welt ihr Ende 5 2. Gieb, Herr, Geduld, vergieb die Schuld, schaff ein gehorsam Herze, und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. daß ich nur nicht, Zu dir flieh ich; wie's oft geschicht, verstoß mich nicht, mein Heil murrend verscherze. wie ichs wohl hab verdienet. 61 Ach geh doch nicht, Gott, ins Gericht: dein Sohn hat mich versühnet. Handle mit mir, wie's dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; 4. laß mich nur nicht Solls ja so sein, dort ewiglich daß Straf und Pein von dir sein abgeschieden. auf Sünde folgen müssen: Martin Rutilius 15501618. 240. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. ———3 1. Du wei⸗nest vor Je ru⸗sa⸗lem, Herr Je⸗su, lich⸗te be⸗zeugst, es sei dir an-ge⸗nehm, wenn Sün⸗der sich be⸗ — .— 4———8 *— 2 Hahle ren; ir Ri Birst an. e keh=ren. Wenn ich vor dir mit Buß er-schein und EE——.—— —.... 69.6. ——— ü⸗ber mei⸗ne Sün⸗de wein, so wäschst du ab aus A P lauter Gnad die Mis⸗se⸗that, die mich bisher ge⸗quä-let hat. 2 den blickt Gott an mit Gütigkeit Wenn deines Vaters Zorn entbrennt zu jeder Zeit von wegen meiner Sünde, zu deinen Thränen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt, wer damit seine Sünde netzt, und sein betrübtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Thränenhaus vor großer Angst oft weinen, der Welt aushalten manchen Strauß: sie m aulfe fängt ihen. leiden; . 5. trauß: Buße. 207 sie martert stets die Deinen; hält in Geduld Gott stille, auf allen Seiten, wo sie kann, wird fröhlich sein in deinem Haus, fängt sie mit mir zu hadern an. da Freude ist die Fülle, Dies tröstet mich zu aller Frist: ja solche Freude, die kein Mann Heerr Jesu Christ, mit seiner Zung aussprechen kann, in Not du auch gewesen bist. und die da bleibt in Ewigkeit; 4 mein Kreuz und Leid wird werden dort zu lauter Freud. Du zählest alle Thränen mein, ich weiß, sie sind gezählet, 6. und ob sie nicht zu zählen sein, Für diese Thränen dank ich dir, dennoch dir keine fehlet. daß du die Freudenkrone, So oft vor dir sie regen sich, Herr Christ, dadurch erworben mir so oft sie auch bewegen dich, bei dir ins Himmels Throne. daß du dich mein erbarmen mußt. Wann du mich holen wirst hinauf Dir ist bewußt zu deiner Auserwählten Hauf, mein Kreuz, drum hilfst du mir mit dann will ich recht lobsingen dir, Lust. o höchste Zier, 5 für deine Thränen für und für. Johann Heermann 1585—1647. Wer jetzund säet Thränen aus, 241. Hesekiel 33, 11. Mel. Vater unser im Himmelreich. — —— 1. So wahr ich le-be, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des — — 0.—— S ——— q—— 0— 0—..———.— Sün⸗ders Tod; viel⸗mehr ist dies mein Wunsch und Will, daß sei ⸗-ner Bos-heit er von Sün-den 141. keh⸗re sich und lebe mit mir e wig ⸗lich. und zwar mit einem teuren Eid. Dies Wort bedenk, o Mienschenkind. d selig, dem die Sünd ist leid! verzweifle nicht in deiner Sünd. 3 Hier findest du Trost, Heil und Gnad, Doch hüte dich vor Sicherheit, die Gott dir zugesaget hat, denk nicht: zur Buß ist noch wohl Zeit; 208 Bi ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; Iße. daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns ändern sich: wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib verderben muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße thu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann 1585—1647. 242. Mel. Auf meinen lieben Gott. 11 1 x— —3— I— H weil ich be⸗schwe-ret bin mit vie⸗len gro⸗ßen Sün⸗den? Wé o soll ich Ret-tung fin-den? Wenn ————.———— ——— 3.——..—... D— 2——4 — 1— en al⸗le Welt her-kä⸗me, mein Angst sie nicht weg-näh-me. 0 O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde, der Schuld nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse: wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. Mir doch ist a erlan dam Tod Dei hat daß die ia frei EIENR ir kund, ud. dich, dern sich: und rot, gar tot. Juß, ben muß. mir, zu dir lick, indet. 6. Mir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, ist alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. . Dein Blut, der edle Saft, hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen. Buße. 8. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. 2* Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann 1585—1647. 243. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 1. O Va ⸗ter der Barm⸗her-zig⸗keit, ich fal⸗le dir zu ver⸗stoß den nicht, der zu dir schreit und thut noch end⸗lich ...— SSSSD. * 59 1 Fu ⸗ße; Was i Her 0 5 Was ich be⸗ gan⸗gen wi-der dich, ver⸗ Bu ⸗ße. 9 9„ .— i 4—65—..———4 5 7.— E—————.— 35.— — — zeih mi 2. Durch deiner Allmacht Meisterthat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worin es mir sonst fehlet; gieb Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, ral⸗les gnä⸗dig⸗lich durch dei⸗ ne gro⸗ße Gü ⸗te. sieh an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden teures Blut, dein Todespein und Sterben mir kommen kräftiglich zu gut, daß ich nicht müß verderben; bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust anficht, 14 erbarm dich mein und mein verschon, 21⁰ Buße. laß mich von dir nicht wanken; 9 h, daß nun und nimmermehr Begierd nach Reichtum oder Ehr in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündl 901 nmnen so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mag dämpfen; auf daß mir Krankheit, Angst und Rot und sei d der lehte Feind, der Tod, nur sei die Thür zum Leben. David Denicke 16031680. R,—.— 1. Herr, ich ha ⸗be miß ⸗ge⸗ han ich bin nicht den Weg ge⸗wan delt, ja mich Helt, den du 0———— EE— H—————— S——.—— ———— drückt der Sün⸗den Last mir ge⸗zei⸗ get hast, und 00 wollt ich gern aus Schrek⸗— U— ·e ex,eee, R,, —— ken mich vor dei nem Zorn ver ⸗stek- ken. 2. 4. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Könnt ein Mensch den Sand gleich Du wirst allenthalben sein: wollt ich über Ser gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3 Drum muß ich es nur bekennen: Herr, ich habe mißgethan, darf mich nicht dein Kind mehr nennen; ach nimm mich zu Gnaden an, laß die Menge meiner Sünden deinen Zorn nicht gar entzünden. zählen an dem großen weiten Meer, dennoch würd es ihm wohl sehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5. Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefe See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß wie Schnee, laß dein guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck 1618—-1677. 245. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 1. Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗mer Sün⸗der steh hier vor Ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge-lin-der und geh nicht n, und List impfen; stund Not der Tod, en. 03—1680. ind gleich ihlen eer, lfehlen, inden, zünden, Ichnee, treiben, iben. 181⁰7⁷• D 2 0— EHUr5——.— EE.—— Got⸗tes An ⸗ ge⸗sicht: 345%3. 2 mit mir ins Ge ⸗ richt. E bar⸗ ue dith, er — d 15———3 FU. 6— 0 2—— E—.——.—.. bar⸗me dich, Gott, mein Er⸗bar-mer, 2. Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien, du allerliebstes Vaterherz: wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meiner Seele Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. ü⸗ ber mich. 4. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. 2 Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. Christoph Tietze 1641—1703. 246. Röm. 7, 24. 25. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. —.——1 ——.— L. —— — 1. Wo soll ich Zu niemand, Herr, als nur hin, wer hil⸗fet mir? Wer füh⸗ret mich zum zu dir will ich mich frei be— — ö — II——— 1 1— 7 2 0 E b—.—— Le⸗ben? ö ̃ Du bists, der das Ver⸗lor-ne sucht, du ge⸗ben 0—————.— E—1————9 .— d.—— E ——..—3.——. 2. Herr, meine Sünden ängsten mich, der Todesleib mich plaget. O Lebensgott, erbarme dich; seg⸗nest das, so war ver⸗flucht; hilf, Je⸗su, dem E⸗len⸗den. vergieb mir, was mich naget. Du weißt es wohl, was mir gebricht, ich weiß es auch und sag es nicht: hilf, Jesu, dem Betrübten. 14*³ Buße. serquicke mich mit Segen. 3 Du sprichst: ich soll mich fürchten nicht; Ich bin gefährlich krank und schwach, du rufst: Ich bin das Leben! heil und verbind, hör an die Klag; Drum ist mein Trost auf dich gericht't, hilf, Jesu, dem Zerschlagnen. du kannst mir alles geben. 5. Im Tode kannst du bei mir stehn, Ich thue nicht, Herr, was ich soll; in Not als Herzog vor mir gehn; wie kann es doch bestehen? hilf, Jesu, dem Zerknirschten. Es drücket mich, das weißt du wohl; 4. wie wird es endlich gehen? Bist du der Arzt, der Kranke trägt: Elender ich, wer wird mich doch auf dich will ich mich legen. erlösen von dem Todesjoch? Bist du der Hirt, der Schwache pflegt: Ich danke Gott durch Christum. Joachim Neander 1650—-1680. 247. Luc. 14, 16—24. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) ———— 12—— ö SSIII..— —————————— 1. Gott, des Zep⸗ter, Stuhl und Kro⸗ne herrschet ü⸗ ber al⸗le Welt, der du dei⸗nem Her⸗zens⸗soh⸗-ne ei⸗ne Hoch-zeit hast be⸗stellt, — 0— H, a,. — *———— dir sei Dank ohn End und Zahl, daß zu die⸗sem Lie⸗bes⸗mahl —— ———— 455 ISIERDRS 2 365———— SS— 24— von der breiten Sündenstra-ßen du mich auch hast la-den las⸗sen. 2. lahm und Krüppel, taub und blind, Herr, wer bin ich? Und hingegen du das Wesen aller Wesen, wer bist du? was deine Pracht? ganz vollkommen, auserlesen. Ich dem Wurm gleich an den Wegen, 4. du der König großer Macht; Und doch lässest du mich laden ich Staub, Erde, schwach, voll Not. zu dem großen Hochzeitsmahl. du der Herr Gott Zebaoth; O der übergroßen Gnaden: ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, ich soll in des Himmels Saal du der Herr der Ewigkeiten. mit dem lieben Gotteslamm, 3 meiner Seele Bräutigam, Ich unrein und ganz verdorben, bei der Engel Chor und Reihen du die höchste Heiligkeit; mich in Ewigkeit erfreuen! ich verfinstert und erstorben, 5 du des Lebens Licht und Freud; Wen nun dürstet, soll sich laben ich ein armes, schwaches Kind, mit dem Quell, der ewig fleußt; schwach, ie Klagz N. ich soll; ; du wohl; · doch 7 m. —1680. und blind, u, sen. laden Buße. 213 wen nun hungert, der soll haben zu dem Lebensquell und Strom; Brots genug für seinen Geist. komm zum Brot, davon zu zehren O ein angenehmer Ort, und den Geist damit zu nähren! da sich Gottes Herz und Wort 8. seiner Braut und Hochzeitsgästen. Offne, Herr, mir doch die Ohren giebt als Speis und Trank zum besten! zu dem Ruf, der also klingt, 6. der zu deinen Freudenthoren, O du großer Herr und König, 0 Jerusalem, mich bringt; der du rufst: Kommt, kommt herbei! laß den, den du teur erkauft, ich bin zu gering und wenig der auf dich selbst ist getauft, aller deiner Lieb und Treu; ja nicht in der Thoren Reihen ach ich kann dir nimmermehr sich der eitlen Weltlust freuen. danken gnug und also sehr, 9. wie ich schuldig bin und sollte, Laß das eitle Weltgetümmel, wie ich auch wohl gerne wollte. das wie Schatten wird entfliehn, 7 von des Lammes Mahl im Himmel, Zeuch du mich, dein Mahl zu schmecken, das stets bleibt, mich nicht abziehn. aus der finstern Erdenkluft; Kleide, Jesu, in der Zeit laß mein Ohr die Stimme wecken, mich mit deinem Hochzeitskleid, die so hell und liebreich ruft: daß ich deine Hochzeitsehren Komm, o Mensch, komm eilend, komm möge feiern ohn Aufhören. Heinrich Georg Neuß 1654—1716. 248. Luc. 15, 1—7. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 13— DDPDPDPDPDE ———— 5—— 1. Ihr armen Sünder, kommt zu Hauf, kommt ei⸗lig, kommt und ———78 E ........... E— 22—— macht euch auf, müh ⸗se⸗lig und be ⸗la⸗ den: hier — —. PI. T—————— 15—— 2.———— E — öff net sich das Je⸗su-herz für al=le, die in D Reu und Schmerz er⸗ken⸗nen ih ⸗ren Scha⸗den. 5 2. dich retten und umarmen. Es heißt: Er nimmt die Sünder an! Komm weinend, komm in wahrer Drum komm, dein Jesus will und Buß kann 21⁴4 Buße. und fall im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dems in der Irr an Hilf gebricht, er sucht es mit Verlangen; er lässet neunundneunzig stehn und sie gar in der Wüsten gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Christ das Schäflein, das verloren ist, bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl; noch sind die Gnadenstunden. 5 O Jesu, deine Lieb ist groß: ich komm mühselig, nackt und bloß; ach laß mich Gnade finden. Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; ach nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren zu deiner Herde, nimm mich an und mach mich frei von Fluch und Bann; dies ist mein Herzbegehren. 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, sei du mein treuer Hirt allein im Leben und im Sterben; laß mich verleugnen Welt und Sünd und als ein wahres Gotteskind dein Himmelreich ererben. 8. Ich will von nun an sagen ab der Sündenlust bis in mein Grab und in dem neuen Leben in heiliger Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti 1660—1722. 249. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. .— —— eeee.— AU.————— 1. Ach, mein Je⸗ su, welch Ver⸗der ⸗ben woh ⸗net Denn mit an⸗dern A⸗ dams⸗ er ⸗ben steck ich 1.. 2— 2.—.——.———— V— nicht in mei⸗ner Brust! vol⸗ler Sün⸗den⸗lust. Ach ich muß dir nur be⸗ken⸗ — — ————.— H ——— —————— —— 22———.— nen: ich bin Fleisch von Fleisch zu nen-nen. 2. Wie verkehrt sind meine Wege, wie verderbt mein alter Sinn, der ich zu dem Guten träge und zum Bösen hurtig bin! Ach wer wird mich von den Ketten dieses Sündentodes retten? Hilf mir durch den Geist der Gnaden aus der angeerbten Not, heile durd schla Mein Ich steck soll n dir d schier! lich an Fluch und Jann; . ewig sein, llein n; und Sünd eskind en ab in Grab Zeit, 660—1722. er Gnaden ö x ö x heile meinen Seelenschaden durch dein Blut und Kreuzestod; schlage du die Sündenglieder meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Erden, stecke in dem Sündengrab; soll ich wieder lebend werden, so mußt du von oben ab mich durch deinen Geist gebären und mir neue Kraft gewähren. Schaff in mir ein reines Herze, einen neuen Geist gieb mir, daß ich ja nicht länger scherze mit der Sünden Lustbegier; laß mich ihre Tück bald merken, mich im Geist dagegen stärken. 6. Lehr mich wachen, beten, ringen Buße. und mein böses Fleisch und Blut unters Joch des Geistes zwingen, weil es doch thut nimmer gut; was nicht kann dein Reich ererben, laß in deinem Tod ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir droben beigelegt, daß ich meiner niemals schone, wenn und wo ein Feind sich regt, sondern hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen. 8. Sollt ich etwa unterliegen, o so hilf mir wieder auf; hilf in deiner Kraft obsiegen, daß ich meinen Lebenslauf unter deinen Siegeshänden 10 ritterlich vollenden. 35 Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 250. Phil. 2, 12. 1. Schaffet, schaffet, MNenschen⸗kin⸗der, schaffet eu⸗re Se=lig⸗keit; bau ⸗et nicht wie fre che Sün⸗der nur auf ge⸗gen⸗wärt⸗ge Zeit, 2. Daß nun dieses mög geschehen, und be⸗mühet euch auf Er⸗den, wie ihr möget se-lig wer-den. es mag Fleisch und Blut in allen übel oder wohl gefallen. müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut 3 und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und thut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, 216 Buße. und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft; ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein: ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; wahren Siegern wird die Krone nur zum beigelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen, hat bei Christen keine Statt; fleischlich reden, thun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle thun und scherzen. 7. Furcht muß man zu Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Höllen niederschlagen; er ist, der des Geistes Ol und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen giebt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht gelegt; hauet Händ und Füße ab, was euch ärgert senkt ins Grab und denkt immer an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 2 Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! Gieb mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter 1661— 1735. 251. Matth. 11, 28—30. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. — —————.j— —— 2 10R— ee, ̃,,, d,x ve + i 1. Zu dir, Herr Je⸗su, kom⸗me ich, nach-dem du mich so Mich drük⸗ket mei⸗ner Sün⸗den Last, sie läßt mir kei⸗ ne — mil⸗dig⸗lich zu dir hast heißen kom-men. Ruh noch Rast; würd sie mir nicht benom-men, so müßt dar⸗un⸗ter es dri du, H Geden darum damit der V vielme mir“ Mach Hert und wenn Zu d ich h Ohn Alle dueb des ieder, I.— r -w'znw,wwÜ::⸗ ů96 ö—.—— 0—3—— — ich ver⸗gehn, ich könn-te vor Gott nicht be-stehn, vor 6— ů——.— v W 7 ö I E L E é 8.— 0 2— dem die Him⸗mel selbst nicht rein, ich müßt ein Kind des .— 2—.—— e SDSDSDSIS............ —— He To⸗des sein. Herr Je⸗su Christ, mein Trost und Licht, mein 0 —— 0——J‚.—....————.——..—.— 1 2——.—.— ———— Trost und Licht, er ⸗ quik-ke mich und laß mich nicht. 2. die Freistatt und der sichre Ort, Das Sündenjoch ist mir zu schwer, das feste Schloß, der Schild und Hort, es drückt den Geist nur allzusehr: der Mittler und der Gnadenthron, du, Herr, wollst es zerbrechen. des Vaters Herz und liebster Sohn. Gedenke, daß du diese Last Herr Jesu Christ, darum für mich getragen hast, das glaube ich, das glaube ich; damit nicht möge rächen ach stärk in solchem Glauben mich. der Vater, was ich hab verschuldt, 4 vielmehr daß seine Gnad und Huld Hinfort will ich nun jederzeit mir Armen wieder würd zu teil; auf mich zu nehmen sein bereit mach mich durch deine Wunden heil, dein Joch, die sanfte Bürde. Herr Jesu Christ, Daarunter find ich Fried und Ruh, und für mich bitt und für mich bitt, ich wachs und nehm im Guten zu; wenn Satan wider mich auftritt. und ob ich drunter würde 3. aus Schwachheit, die dir ist bekannt, Zu dir steht meine Zuversicht; ermüden, wird doch deine Hand ich weiß von keinem Helfer nicht mir immer wieder helfen auf, ohn dich, o Arzt der Sünder. um zu vollenden meinen Lauf. All andre Helfer sind zu schlecht; Herr Jesu Christ, du bist allein vor Gott gerecht, durch dich allein, durch dich allein des Todes Überwinder, kann ich hier und dort selig sein. Johann Anastasius Freylinghausen 1670— 1739. 252. Oue 15, 2. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 1. Jesus nimmt die Sünder an! Saget doch dies Trostwort al=len, welche von der rechten Bahn auf verkehr⸗ten Weg ver⸗fal⸗len. Buße. Hier ist, was sie ret⸗ ten kann: J Je sus nimmt die Sün⸗der an. 2 Keiner Gnade sind wir wert, doch er hat in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. 3 Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder; Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder; glaubets doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5 Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch in schneeweiß sich kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2 Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen, mir den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671-1756. 253. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 1. Wir lie⸗gen hier zu dei-nen Fü⸗ßen, ach Herr von und füh⸗len lei⸗der im Ge⸗wis ⸗sen, wie sehr dein Zorn ent ⸗bren⸗-net sei. gro⸗ ßer Güt und Treu, ist er ⸗füllt;— weh uns, wenn du——· 4— fen willt! Doch, gedenk Dein dein( Du w ach ge Wir! 0 Vat uns h daß d Achl so sie Das schrei Scha und da d dein ren, Buße. 219 2. x 12 Doch, Vater, denk an deinen Namen, Ach laß die wohlverdiente Strafe gedenk an deinen lieben Sohn. nicht über unsre Häupter gehn, Dein Wort heißt immer Ja und daß wir nicht als verlorne Schafe Amen, von deiner Hut verlassen stehn. dein Eidschwur zeuget selbst davon. Ach sammle uns in deinen Schoß Du willst der Sünder Tod ja nicht: und mach uns aller Plagen los. ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3 Wir liegen hier vor dir im Staube, o Vater, mit zerknirschtem Geist; uns hält und stärkt allein der Glaube, 6. Gieb Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohlfeile Zeit; laß Lieb und Treu sich stetig küssen und fördre die Gerechtigkeit. daß du noch der Erbarmer seist. Krön unser Feld mit deinem Gut, Ach hast du noch ein Vaterherz, nimm Kirch und Haus in deine Hut. so siehe doch auf unsern Schmerz. 7. 4 So wollen wir dir Opfer bringen, 4. Das teure Blut von deinem Sohne dein eigen sein mit Leib und Seel. schreit für uns um Barmherzigkeit. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, Schau doch von deinem Gnadenthrone und dein erlöstes Israel und denke noch der alten Zeit, wird in den Hütten Jakobs schrein: da du auch Gnade hast erzeigt, Der Herr soll mein Gott ewig sein! dein Herz den Sündern zugeneigt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 254. Oue. 18, 13. Mel. An Wasserflüssen Babylon. — — en n,. E—.‚.—.—— 1. O Kö⸗nig, des⸗sen Ma⸗jes ⸗tät weit ü⸗ ber al ⸗les dem Erd und Meer zu Dien⸗ste steht, vor dem die Welt sich +27—.——— —— E———. +.—..—— 5 süener der Him⸗-mel ist dein hel=les Kleid, du nei⸗get, •— 0— thä⸗tig; ich daß ich ruf zu 2 Hier steh ich, wie der Zöllner that, —— 3 und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, L o Herr, von Herzen gerne. 70 Doch weil ich voller Fehler bin 4 und, wo ich mich nur wende hin, des Ruhmes vor dir ledig, so schlag ich nieder mein Gesicht D vor dir, du klares Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig! I 3 5. Die Schulden, der'r ich mir bewußt, durchängsten mein Gewissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, gar nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Abba, schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt hat gnug gethan, durch den wir Gottes Kinder im gläubigen Vertrauen sind, Mel. Der dei⸗ner Eh r: Gott, sei mir Sünder gnä-dig! der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja gulthäntg Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht; Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben. Du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe thätig; und will es nicht fort wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es böse oder gut, gieb nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todesbahn, mein Jesu, selbst beirätig; und wenn ich nicht mehr kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst Löscher 1673—1749. 255. Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. — — .— U—.— 1. Gott ru⸗fet noch: sollt ich laß ich mich be ⸗zau-bern und be-thö-ren! Die kur-ze Freud,‚ die Wie hö⸗ren? nicht end lich I sprechen Gotter Ich h. ich wu er win Gott! Ich fü ich ha Er zi⸗ Gott er ste it e W. ——— ᷓ miim 2358 ver⸗geht, und mei⸗ne Seel noch so ge-fähr lich steht. Laß los, laß los, brich alle Band Gott rufet noch: solt ich nicht end⸗ entader lich kommen? Dein Geist wird sonst in Ewigkeit Ich hab so lang die treue Stimm nicht frei. vernommen; 6. ich wußt es wohl: ich war nicht, Gott locket mich: nun länger nicht wie ich sollt, verweilet! er winkte mir, 5 habe nicht gewollt. Gott will mich ganz: nun alelt ö nicht geteilet! Gott rufet noch: wie, daß ich mich Ft Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer nicht gebe? was du willt, Ich fürcht sein Joch, der ich in Ban⸗meins Gottes Stimm mir mehr als den ee deine gilt. ich halte Gott und meine Seele auf. 7. Er ziehet mich: mein armes Herze, Ich folge Gott, ich will ihn ganz lauf! vergnügen, 4. di Gnade soll im Herzen endlich Gott rufet noch: ob ich mein Ohr—9 r sich 9 gebe mich: Gott soll hinfort allein er stehet noch an meiner Thür und und unbedingt mein Herr und Meister kl h n sein. er ist bereit, daß er mich noch em 8. pfang, Ach nimm mich hin, du Langmut er wartet noch auf mich, wer weiß ohne Maße; wie lang. eti mich wohl, daß ich dich nie verlasse. Gieb dich, mein du gieb dich nun Herr, rede nur, un geb begierig acht ganz gefangen: hr, wie du willst, ich bin in deiner wo willst du Trost, wo willst du Macht Ruh er langen? Gerhard Tersteegen 1697—1769. — 256. Oue. 15, 2. E .... 45 1 1. Mein Hei⸗ land nimmt die Sün⸗ der an, die un ⸗ter ih ⸗rer kein Mens sch, kein En⸗gel trös⸗-ten kann, die nir⸗gend? da, 25 EE———.—.———,— 2 27— Last der Sün⸗den demn seshst die wei⸗te Welt zu k Ret⸗tung sin⸗den; den'n selbst die wei⸗te Welt zu klein, die Stab ge⸗ bro-chen gen⸗ spro ⸗chen, auf⸗ ge-⸗than: mein Hei 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden, ihn drang der Sünder Not und Schmerz, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und schmeckte den verdienten Tod. Nun, da er denn sein eigen Leben zur teuern Zahlung hingegeben und seinem Vater gnug gethan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgethaner Schoß ein sichres Schloß gejagter Seelen; er spricht sie von dem Urteil los und tilget bald ihr ängstlich Quälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer ins unergründlich tiefe Meer von seinem reinen Blut versenket. Der Geist, der ihnen wird geschenket, schwingt über sie die Gnadenfahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen blutbefloßnen Armen. Das neiget denn den Vatersinn zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindesstatt, ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, Buße. — nn—.— wird die ⸗se Frei⸗statt ⸗land nimmt die Sün⸗-der an. und selbst die Thür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgethan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. E solltest du sein Herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thränot! Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zachäi Haus, wie sanft stillt er der Magdalenen den milden Fluß erpreßter Thränen und denkt nicht, was sie sonst gethan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Petrum an, ob er gleich noch so tief gefallen; und dies hat er nicht nur gethan, da er auf Erden mußte wallen: nein, er ist immer einerlei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugethan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 56 So komme denn, wer Sünder heißt und wen sein Sündengreul betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm begiebet. Wie? willst du dir im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst! da dich O nein mein H Komm komm n wenngl gebeug Sieh,! und w Wie lo sich br So kor mein 5 Sprich ich ha so lan er hal Vofer und d 0 sol und Erhil mein enen ränen than: an. m an, len; han, 1: treu; eiden, euden n: er an. heißt übet, Reist, het. stehn ö‚ Willst du der Sünde länger dienen, da dich zu retten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 2 Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenngleich die Last dich niederdrückt, gebeugt wirst du gern angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht und wie er dir entgegen geht! Wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armes Kind, heran: mein Heiland nimmt die Sünder an. 9 Buße. 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offnen Gnadenpforten schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Händen zu: wer diesen Tag sein Heil verträumet, hat eine Gnadenzeit versäumet, die wohl nie wiederkommen kann. Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Ja zeuch du selbst uns recht zu dir, holdselig süßer Freund der Sünder; erfüll mit sehnender Begier Sprich nicht: Ich habs zu arg gemacht, auch uns und alle Adamskinder; ich hab die Güter seiner Gnaden so lang und schändlich umgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus jetzt nur redlich meinst zeig uns bei unserm Seelenschmerz dein aufgeschloßnes Liebesherz, und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, und deinen Fall mit Ernst beweinst,‚ bis daß ein jeder sagen kann: so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst dennoch Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann: Gott Lob, auch mich nimmt Jesus an! Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744. mein Heiland nimmt die Sünder an. 257. Joh. 3, 115. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. 37— —— 1. In Got⸗tes sonst ist er bo ⸗ ren; lo Reich geht niemand ein, er bei dem bes⸗ten Schein mit Leib und Seel ver⸗ sei denn neu ge⸗ D Was fleisch⸗li⸗che Ge⸗burt ver-derbt, in DS 22⁴ Buße. 2. ö 5 Soll man mit Gott, dem höchsten Gut. Drum wollest du nun durch dein Wort in der Gemeinschaft leben, uns wiederum erneuern. muß er ein ander Herz und Mut Wir wollen dir, o treuer Hort, und neue Kräfte geben: mit Herz und Mund beteuern, denn nur sein göttlich Ebenbild von nun an nicht in Sicherheit, ist, was alleine vor ihm gilt; vielmehr mit Fleiß, Beständigkeit dies muß er in uns schaffen. und Treu vor dir zu wandeln. 3 6. Ach Vater der Barmherzigkeit, Wir wollen denn, was du uns giebst, was Jesus uns erworben, hinfüro fester fassen. da er zu unsrer Seligkeit Wir wollen dich, weil du uns liebst, am Kreuz für uns gestorben nicht aus dem Herzen lassen, und wieder auferstanden ist, daß deine göttliche Natur so daß du nun versöhnet bist: in uns, der neuen Kreatur, das laß auch uns genießen. beständig sei und bleibe. 4.. Nimm uns, o Vater, wieder an! Nun, Herr, laß deine Vaterhuld Ob wir gleich schnöde Sünder, uns jederzeit bedecken, die nicht, was du gewollt, gethan, damit uns weder Sündenschuld so werden wir doch Kinder, noch Zorn und Strafen schrecken. wenn uns dein Geist von neuem zeugt Mach uns der Kindschaft ganz gewiß und unser Herz zum Guten neigt und schenk uns einst das Paradies, im Glauben und in Liebe. das Erbe deiner Kinder. Konrad Gebhard Stübner, um 1727. 258. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — 190 SSDSSSSe — * 1. Brich, hel-ler Mor⸗gen⸗stern, her⸗ein und laß uns dei⸗nen Er⸗mun⸗tre mich, du Gna-den⸗licht, und laß die ar⸗me + ——— H SS Freu⸗den⸗schein in hel⸗len Strah⸗len se ⸗hen. See ⸗le nicht in Sa⸗tans Strik⸗ken ge⸗ hen. Ruf mich, daß ich in dem Her-zen tie fe Schmer⸗-zen um die Sün ⸗de, die sich an mir zeigt, em-pfin-de. Ach g in me und g Vertre die m 0 zeig Vas ewig sollte wie ii Bekeh gieb, um n Zersck undel im Hier; gieb Glau dich, Wort uld ld ken. gewiß Adies, 17²7. ö Buße. 6. Ach gieße deinen edlen Schein Drug in mein Herz, mein Licht, in mein verfinstert Herz hinein mein Heil; und gieb mir reine Triebe. ich find an dir mein bestes Teil, Vertreib die schwarze Sündennacht, drum will ich auf dich hoffen. die mir so angst und bange macht, Du hast dich fest mit mir vereint; o zeig mir deine Liebe. gieb, daß mein Herz es redlich meint, Was mich da nun der Bund getroffen. ewig Herr, dich sollte plagen, willst du tragen; zeig halt ich, die Wege, du der Meine, ich der Deine, ach, wie ich zu dir kommen möge. uns beide 3. trenne weder Leid noch Freude. Bekehre meinen harten Sinn, gieb, daß ich voller Reue bin Befestige mein wankend Herz, um meine schweren Sünden. damit es sich durch keinen Schmerz Zerschlag, zerknirsche Geist und Herz von dir abwenden lasse. und laß mich wahren Seelenschmerz In dir, mein Vater, gründe mich, im Innersten empfinden. gieb, daß mein fester Glaube dich Hierzu als seinen Schutz umfasse. gieb du Halt mich, Glaubenstriebe, reine Liebe und daß ich ja nicht weiche, komm und reiche mir die Hände, daß kein Fall mich von dir wende. 4. Denn du bist ja mein Gnadenlicht, 8. dem niemals Glanz und Schein Den Glaubensschmuck trag ich an mir; gebricht, verleih auch, daß die Tugendzier laß nur mit dir mich gehen. dem Glauben niemals fehlet. Herr, wenn ich dort den Richterschluß Du hast mich, Herr, zu deinem Ruhm, vom ewgen Throne hören muß, zu deinem ewgen Eigentum, Verlangen, dich, mein Heil, recht zu umfangen. kann ich mit dir bestehen, zu deinem Kind erwählet. weil ich Selig, durch dich, wenn ich Gnadensonne, lauter Wonne dort diese Zierde, diese Würde nie ver⸗ erlange liere und als ein Gerechter prange. und sie einst dort ewig führe. 5. 24 So kleide meine Seele ganz Verklär dich täglich mehr in mir, in deinen reinen Schmuck und Glanz ein reich Erkenntnis gieb von dir; und reinge mein Gewissen. laß mich gewisser werden, Uns hat ja deines Blutes Kraft, daß ich in deiner Gnade steh die alles rein und heilig schafft, und auf des Himmels Wegen geh, der Sündenlast entrissen. so lang ich wall auf Erden. Laß doch Gänzlich auch noch will ich selbst in Schmerzen sich die Herzen mich verschreiben, dein zu bleiben, zu dir neigen daß ich droben und ihr Licht den Menschen zeigen. dich kann ewig sehn und loben. 1⁵ Glaube und Rechtfertigung. 10. laß mich dich ewig kennen Erfreue mich, mein Seelenschatz, und mich du hast in meinem Herzen Platz, stetig erfüll es mit Vergnügen. hier bestreben, dir zu leben, bis ich Gieb ihm des Himmels Lebenssaft, sterbe laß mich durch deiner Liebe Kraft und mit dir das Reich ererbe. hier alles Leid besiegen. 12. Laß mich Umgieb mich endlich überall unnig„mit Gnadenproben ohne Zahl; voll Verlangen dich umfangen, dich dein Auge mich behüte, genießen, daß ich in deiner Gnade steh dies kann alle Not verfüßen. und darin immer weiter geh 11. durch deine Wundergüte. Erhalte mich in deinem Licht, Täglich, laß alle List und Macht mich nicht stündlich von deiner Gnade trennen. gieb mir Gnade, daß kein Schade, Vollführ in mir dein Gnadenwerk, daß kein Leiden gieb Geisteskraft und Glaubensstärk, möge je von dir mich scheiden. 1762. 259. 1. Nun freut euch, lie⸗ben Chris⸗ten gmein, und laßt uns fröh⸗lich daß wir ge-trost und all in ein mit Lust und Lie⸗be 2*——————— —————.—.—...—„ *..le— rin⸗ gen, siin gen was Gott an uns ge⸗wen-det hat, und PSISIIIIIIIII.T —————————.—. sei⸗ne sü⸗ße Wun⸗der⸗that; gar teur hat ers er ⸗-wor=ben. 2. es war kein Guts am Leben mein, Dem Teufel ich gefangen lag, 58. Sünd hat mich besessen. im Tod war ich verloren, 3. mein Sünd mich quält lte Nacht Ind Mein gute Werk die galten nicht, Tag, es war mit ihn'n verdorben; darin ich war geboren; der frei Will haßte Gotts Gericht, ich fiel auch immer tiefer drein, er war zum Gutn erstorben: die An da nic zur H Da ja mein er dal er wo er wa 5 Wd ließ e Er sp „Die fahr! und und erwü und . 2. — ũ2—. 0—— HE Glaube und Rechtfertigung. 227 die Angst mich zu verzweifeln trieb, da nichts denn Sterben bei mir blieb, 40 ö zur Höllen mußt ich sinken. 8 ich 4 Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes kosten. O. Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Die Zeit ist hie zu'rbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, chade, und sei das Heil dem Armen den und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod Hö2. und laß ihn mit dir leben.“ 6 Der Sohn dem Vater ghorsam ward: er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. es soll dir jetzt gelingen; 45 Er sprach zu mir:„Halt dich an 13 ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9 Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu seinem Lob und Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Gsatz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze.“ Martin Luther 1483—1546. 260. und ö E —4 EEEEE ——.—r— — ö 1. Es ist das Heil uns kom⸗men her von Gnad und lau⸗ter —— Die Wer-⸗ke hel⸗fen nim⸗-mer-mehr, sie mö⸗ gen nicht be⸗ EHE HWED N— 4 x IPIDRD—— I——.— meil, ö In un Der Glaub sieht Je-sum Chris⸗tum an, der 0 4— L— IIIi‚‚I‚TI—.—4 iht IRSSEEEEE E................. —3—— DDIIIIIII——* richt, hat gnug für uns all ge⸗than, er ist der Mitt⸗ler wor⸗den. 15 * 2²28 Glaube und Rechtfertigung. 2. Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und kten Not vor Gott so mannigfalten: vom Fleisch wollt nicht heraus der E Geist, vom Gsetz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben; drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden: das ganze Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte; nicht mehr denn:„Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 445 Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht wird verloren.“ 8. 8 ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset. Der Glaub giebt von ihm aus den Schein, so er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thun, bist du aus Gott geboren. 9. 5s wird die Sünd durchs Gsetz er— kannt und schlägt das Gwissen nieder, das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht:„Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken.“ 10. · Die Werk kommen gewißlich her aus einem rechten Glauben, denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werke sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. 14. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusagen; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken: sein Wort laß dir gewisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß dir doch nicht grauen. Sei Li um di Gott 2 der w was e zu Eh daß h etauft, uft, „ 5 den daran, Guts her e Wär, n. zerecht, Knecht, M. Heit, Freud, ten is, e Lst; nicht, , ein, Nein, Glaube und Rechtfertigung. 229 13. 14. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd um dieser Gutthat willen gscheh wie im Himmelsthrone, Gott Vater, Sohn und heilgem Geist, das täglich Brot noch heut uns werd, der woll mit Gnad erfüllen, woll unsrer Schuld verschonen, was er in uns anfangen hat als wir auch unsern Schuldnern thun, zu Ehren seiner Majestät, laß uns nicht in Versuchung stehn, daß heilig werd sein Name. lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus 1484—1551. 261. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 1—.— HII 1. Such, wer da will, ein an⸗der Ziel, die Se⸗lig⸗ keit zu mein Herz al-lein be-dacht soll sein, auf Christum sich zu ——— 4+—— XX+ Se——— Zr, er, ee dann fin ⸗den: grün ⸗den. Sein Wort ist wahr, sein Werk sind klar, sein ———— EEET—.——.————.— DDD. — SSSSS..II.II........ 2 heilgerMund hat Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ber⸗ win⸗den. 2. ů 4. Such, wer da will, Nothelfer viel, Meins Herzens Kron, mein Freu⸗ die uns doch nichts erworben: densonn hier ist der Mann, der helfen kann, sollst du, Herr Jesu, bleiben; bei dem nie was verdorben. laß mich doch nicht von deinem Licht Uns wird das Heil durch ihn zu teil, durch Eitelkeit vertreiben; uns macht gerecht der treue Knecht, bleib du mein Preis, dein Wort mich fur„ eis, bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, 3. an dich stets fest zu gläuben. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, 5 die ihr das Heil begehret; Wend von mir nicht dein Angesicht, er ist der Herr, und keiner mehr, laß mich im Kreuz nicht zagen; der euch das Heil gewähret. weich nicht von mir, mein höchste Zier, Sucht ihn all Stund von Herzens⸗ hilf mir mein Leiden tragen. grund, Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, sucht ihn allein; denn wohl wird sein hilf, daß ich mag nach dieser Klag dem, der ihn herzlich ehret. dir ewig dort Lob sagen. Georg Weissel 1590—1635. Glaube und Rechtfertigung. 262. Mel. Ach Gott, vom Himmel sieh darein. SSSSIIIII 1. O Got⸗tes Sohn, Herr Je-su Christ, daß man recht kön⸗ne nicht eig-nes Werk des Men⸗schen ist, noch stand-haft zu ver⸗ — R.—— 1 Ht, H 7——— 0—4 gläu⸗ben, blei ⸗ Hen. Drum hilf d u mir von o⸗ben her, den 0009 wnini —* in 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne; daß ich, o Christe Jesu, dich den Sohn des Höchsten nenne; daß ich auch ehr den heilgen Geist, zugleich gelobet und gepreist in dem dreieingen Wesen. 3 Laß mich vom großen Gnadenheil die wahr Erkenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergiebst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mirs gebührt; du bist der Weg, der recht mich führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Wär auch mein Glaub ein Senf—⸗ korn klein, so daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerknickte Rohr nicht bricht, das Licht, das glimmet, vollends nicht auslöschet in den Schwachen. 1 wah-ren Glauben mir ge-währ, und daß ich drin be⸗- har- re. . Hilf, daß ich immer sorgsam sei, den Glauben zu behalten; ein gut Gewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 6. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken; daß er sei thätig durch die Lieb, mit Freuden und Geduld sich üb, dem Nächsten treu zu dienen. 1237 Insonderheit gieb mir die Kraft, daß einst an meinem Ende ich übe gute Ritterschaft, in dir den Lauf vollende. Was du begonnen hast, vollführ, daß sich mein Glaube dort bei dir verwandle, Herr, in Schauen. Nach David Denicke 1603-1680. Glaube und Rechtfertigung. 231 263. öm. 8, 31—39. Mesl⸗ Valet will ich dir geben. — .. SIS SISISISIISIII.I‚I..... EEEEE 1—7—45 II — 1. Ist Gott für mich, so tre⸗te gleich al⸗les wi⸗der mich; so oft ich ruf und be ⸗te, weicht al⸗les hin⸗ter sich; 9— D—. 2—.—— DiDi.ii‚i‚i‚E.E............... ———— hab ich das Haupt zum Freun⸗de und bin ge⸗liebt bei 2— E SS...... I —.———— 1—— Gott, was kann mir thun der Fein-de und Wi⸗der⸗sa⸗cher Rottꝰ der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. nichts nimmet mir mein Herz; —* 3. die Höll und ihre Flammen Der Grund, da ich mich gründe, die sind mir nur ein Scherz; ist Christus und sein Blut; kein Urteil mich erschrecket, das machet, daß ich finde kein Unheil mich betrübt, das ewge, wahre Gut. weil mich mit Flügeln decket An mir und meinem Leben mein Heiland, der mich liebt. ist nichts auf dieser Erd: 7. was Christus mir gegeben, Sein Geist wohnt mir im Herzen, das ist der Liebe wert. regieret meinen Sinn, 4. vertreibet Sorg und Schmerzen, Mein Jesus ist mein Ehre, nimmt allen Kummer hin, mein Glanz und schönes Licht. giebt Segen und Gedeihen Wenn der nicht in mir wäre, dem, was er in mir schafft, so dürft und könnt ich nicht hilft mir das Abba schreien vor Gottes Augen stehen aus aller meiner Kraft. und vor dem strengen Sitz 8. ich müßte stracks vergehen Und wenn an meinem Orte wie Wachs in Feuers Hitz. sich Furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Nichts, nichts kann mich verdammen, — 27½ Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 2 Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle, neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. — Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hohe, schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott; das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt: Glaube und Rechtfertigung. Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab: an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 18 Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt 16071676. 264. Phil. 1, 6. Mel. Zu dir i ch mein Herz erhebe. — Mein Herze geht in Sprüngen zu dir, Je ⸗ su, trotz — 1. Ich will ganz und gar nicht zwei-feln in der gu⸗ten den Teu⸗feln; was mein Gott will, W Zu ⸗ver⸗sicht .— We das ge⸗schicht. Wenn die Him-mel schon ver-gehn, Vasse wann wann Vesus Vohl Duth allerh lber! Necht die d —— Dein diese daß SeE—— 4676. Glaube und Rechtfertigung. —— —4— — — et bleibt e⸗wig fesu⸗te: sollt die Welt auch nicht be⸗stehn, mein Er-lö- ser Laß die Elemente schmelzen von des letzten Feuers Hitz, laß sich durcheinander wälzen Wasser und der Berge Spitz; wann mit Krachen alles fällt, ‚ wann aus Furcht das Volk ver⸗Laß die Lampe meiner Seele, Jesus bei der Hand mich hält. Wohl dem, der es nur betrachtet! Du hast mir ins Herz geschrieben, allerhöchster Gottessohn, daß du mich wirst ewig lieben, mich, mich Asche, Staub und Thon. O du große Majestät, Deine Gnad hat angefangen dieses gute Werk in mir, daß ich freudig kann gelangen — — bleibt der Bes ⸗ te. zu der schmalen Himmelsthür. Du wirst mich auch lassen ein, du, der Weg, die Thür, das Leben, alles wirst du mir dann sein, wenn du dich mir selbst wirst geben. — — schönster Himmelsbräutigam, brennen von dem Glaubensöle, wann du kommst, o Gotteslamm, in der letzten Mitternacht, da man wird Posaunen hören. Selig, welcher munter wacht, wann sich alles wird verkehren! 6. 300 Nun ich weiß, Gott wird vollführen, wer kann deine Treu aussprechen? was er angefangen hat; Nichts vor deine Liebe geht, x Jesus wird mich auch regieren die dein weiches Herz kann brechen. durch des Geistes Wunderthat, bis Jehovah ganz allein, er, das dreimal heilge Wesen, wird mein Teil und Erbe sein; dann wird meine Seel genesen. 265. Kor. 13, 5. Gott, du frommer Gott. — .— su⸗chet euch doch ob Chris⸗tus in euch .— Joachim Neander 1650—1680. —.————. — LEDIUI—.— 1 De⸗mut und Ge⸗duld, in Sanft⸗mut, Freundlich⸗keit, in Glaube und Rechtfertigung. — — — I 0 1 2 2.—— 1.— — 2. 2— — — + 2 Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief verborgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, verneuert Herz und Mut, macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben und will in Einfalt es dem Nächsten wiedergeben; dieweil er überreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwermut wird verjaget; sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach. Aus Hoffnung wächst die Lieb, weil man aus Gottes Händen nimmt alle Dinge an, nicht zürnen mag, nicht schänden; denn alles uns zu Nutz und Bestem ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind: er giebt uns in dem Sohne sein eingebornes Kind zu einem Gnadenthrone, setzt Liebe gegen Haß; wer gläubig dies erkennt, Lieb dem Näch-sten stets zu die⸗nen seid be⸗reit. wird bald in Lieb entzündt, die allen Haß verbrennt. 0. Wie uns nun Gott gethan, thun wir dem Nächsten eben: droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Leben; flucht er, so segnen wir; in Schande, Spott und Hohn ist unser bester Trost des Himmels Ehrenkron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der Glaube bringt Geduld, macht leicht uns alle Plagen; statt Murren und Verdruß wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und Not von Gott ein Ziel gesteckt. 2. Man lernet nur dadurch sein Elend recht verstehen wie auch des Höchsten Güt, hält an mit Bitten, Flehen, verzaget an sich selbst, erkennet sich für nichts, sucht bloß in Christo Kraft, im Ursprung alles Lichts. 10. Irn traut auf sein Verdienst, erlanget Geist und Stärke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werke; steht ab vom Eigensinn, flieht die Vermessenheit, hält sich in Gottesfurcht in Glück und schwerer Zeit. é 12 So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet, denn Christi Leben ists, wonach erst m dann ͤ zu alle sieh, o O Her ——.— Glaube und Rechtfertigung. 235 wonach der Glaube strebet; in mir den wahren Glauben; erst machet er gerecht, so kann mich keine Macht dann heilig, wirket Lust der guten Werk berauben: zu allem guten Werk: wo Licht ist, geht der Schein sieh, ob du auch so thust. freiwillig davon aus. 12. Du bist mein Gott und Herr; bewahr mich als dein Haus! Joachim Justus Breithaupt 1658—1732. O Herr, so mehre doch 0—.— HAEIESEEEESII.— D 1. Mein Je⸗su, dem die Se⸗ra-phi-nen im Glanz der selbst mit be⸗deck⸗tem Ant⸗litz die- nen, wenn dein Be⸗ ——— 355 —— 227—————...—0———..—— EEEE— höch-sten Ma-jes⸗tät 10 e fehl an sie er⸗geht: wie soll⸗ten blö-de Flei-sches-au⸗gen, — + 3—— EE E 2 xppPxxRPRPPRRPDRDD— die der ver⸗haß⸗ten Sün-den Nacht mit ih ⸗-rem 0— 20.. EEDDDD EEEEEEE. Schatten trüb ge-macht, dein hel⸗les Licht zu schau-en tau⸗gen? 2. ihm, den dein Blut von Schuld und Doch gönne meinen Glaubensblicken Pein den Eingang in dein Heiligtum erlöst, da es so reich geflossen? und laß mich deine Gnad erquicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Ich fall in deine Gnadenhände Schau an, o König, meine Seele, und bitte mit dem Glaubensgruß: die sich in Demut vor dir neigt. Gerechter König, wende, wende und die als deine Braut sich zeigt: die Gnade zu der Herzensbuß! sprich: Ja du bists, die ich erwähle. Ich bin gerecht durch deine Wunden, 3 es ist nichts Sträflichs mehr an mir; Sei gnädig, Jesu, voller Güte bin aber ich versöhnt mit dir, dem Herzen, das nach Gnade lechzt; so bleib ich auch mit dir verbunden. ach höre doch, wie mein Gemüte: 9 Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt. Ach laß mich deine Weisheit leiten Ich weiß, du kannst mich nicht ver⸗ und nimm ihr Licht nicht von mir stoßen; weg; wie könntest du ungnädig sein stell deine Gnade mir zur Seiten, 236 Glaube und Rechtfertigung. daß ich auf dir beliebtem Steg erwähl es, Herr, zu deinem Thron. beständig bis ans Ende wandle, Hast du aus Lieb ehmals verlassen damit ich auch in dieser Zeit des Himmels Pracht und deine Kron: in Lieb und Herzensfreundlichkeit so würdge auch mein Herz, o Leben, nach deinem Wort und Willen handle. und laß es deinen Himmel sein, 61 bis du, wenn dieser Bau fällt ein, Reich mir die Waffen aus der Höhe mich wirst in deinen Himmel heben. und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, Ich steig hinauf zu dir im Gl auben, wenn Stärk und List der es du in Lieb herab zu mir; wacht: laß mir nichts diese Freude rauben, so wird dein Gnadenreich auf Erden, erfülle mich nur ganz mit dir. das uns zu deiner Ehre führt Ich will dich fürchten, lieben, ehren, und endlich gar mit Kronen ziert, so lang in mir das Herz sich regt; auch in mir ausgebreitet werden. und wenn dasselb auch nicht mehr 0 schlägt, Ja, ja, mein Herz will dich um-so soll doch noch die Liebe währen. fassen; Wolfgang Christoph Deßler 1660—1722. 267. Mel. Himmelan, nur himmelan. 2354— 23 25 22Z—5— e 2— 1——— ũ— —— 2—9————.— 1. Ru⸗he ist das bes⸗te Gut, das man ha-ben kann; Stil le und ein gu⸗-ter Mut stei-gen him-mel- an. * , L.. a—————— Die su⸗che 5 hier und dort ist kei⸗ne Ruh, als bei 8 ihm ., ——.— e, ei l au: Gott ist die Ruh. Gott ist die Ruh. 2. 1.—4 giebt Ruhe Gut und Geld, Ruhe suchet jedermann, Lust, Ehr, Gunst und Macht. allermeist ein Christ. Drum siehe zu; Denk auch du, mein Herz, daran, wer aus Gott geboren ist, wo du immer bist. sieht auf das, was droben ist. O suche Ruh; 275 Gott ist die Ruh.: in dir selber wohnt sie nicht; 4. such mit Fleiß, was dir gebricht. ) Gott ist die Ruh. ½ Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, 3. der uns alle ladet ein Ruhe giebet nicht die Welt, vor des Himmels Thron ihre Freud und Pracht. ent wahren Ruh. Ruhe den M und er wie es Drum Trägst Gottf Go Ruhe der m Oesus richtet Sein giebei Gotte Ge Ruhe wo 6 —e Thron. rlassen Kron: Leben, ein, t ein, heben. lauben, ir; rauben, . ehren, regt; t mehr vähren. 0—17²22. 12 Glaube und Rechtfertigung. 237 Wer den Ruf vernommen hat, ein in Gott ergebner Geist gehe ein zur Gottesstadt. macht ein still Gemüt, ): Gott ist die Ruh. 2½ wirkt Seelenruh. 5. Selig ist, der also liebt, Ruhe beut er williglich daß er Gottes Willen übt. den Mühselgen an,„) Gott ist die Ruh. en und erquicken wird er dich, 8. wie es niemand kann. Ruhe hat, wer willig trägt Drum komm herzu! Christi sanftes Joch; Trägst du gleich der Leiden viel, alle Last, die er auflegt, Gott setzt allem Leid ein Ziel. ist ja lieblich doch ) Gott ist die Ruh. ꝛ5 und schaffet Ruh. 6. Trage still die Last des Herrn, Ruhe kommt aus Glauben her, Gottes Hilf ist dir nicht fern. der nur Jesum hält.): Gott ist die Ruh. Jesus machet leicht, was schwer, 9. richtet auf, was fällt. Nun so suche Ruh, mein Herz, Sein Geist bringt Ruh; Ruh sei dein Gewinn; gieb im Glauben Herz und Sinn auf und steige himmelwärts, Gottes Geist zu eigen hin. auf zu Jesu hin. 2½ Gott ist die Ruh.:n Er ist die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei Gott; ihm eile zu. ½ Gott ist die Ruh.: Nach Johann Kaspar Schade 1666—1698. 268. Jes. 54, 10. Mel. Gott des Himmels und der Erden. — 147 Ruhe findt sich allermeist, wo Gehorsam blüht; U———— 8—*.. ö.—.——— ———————— E 22——— SEE —+— 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗ gel, bre ⸗chet, al ⸗le Got⸗tes Gna⸗de hat dies Sie-gel, sie will un-ver⸗ —— E.—4.———————— e, 0 0 2..... —— H————— Fel⸗sen, ein: Laß die Welt zu Trüm-mern gehn än⸗ dert sein. 5 3 gehn, 0 T[— C.I——1 +S..* S Got⸗tes Gna⸗ de wird be⸗stehn. 2. bis er alles hat vollbracht. Gott hat mir ein Wort versprochen, Er, die Wahrheit, trüget nicht: Gott hat einen Bund gemacht, was er saget, das geschicht. der wird nimmermehr gebrochen, 238 Glaube und Rechtfertigung. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob die Welt voll Heuchelei. ö 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn: Gott hält immer sein Versprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 269. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt gleich Lärmen macht. Ihre Liebe mag erkalten, ich bin bei ihm wert geacht't; und wenn Höll und Abgrund brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7 Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genennt; das ist Trost, so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 8. Nun es bleibt mein ganz Vertrauen auf ihn ankerfest gericht't; auf ihn will ich Felsen bauen, denn ich weiß, daß es geschicht. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck 1672-1737. — 2 2 — — dein freund-li⸗ches Re-gie⸗ren stillt — —— —.——5— —.— 4— ö DD— 2—— — — 4 .—— ———— V + i3 ff al⸗les Weh, das mei-nen Geist be⸗schwert. Wenn sich zu dir mein 0— D.— I—— 1 ‚Eeee —————— blö⸗des Her-ze kehrt, so läßt sich bald dein Frie-densgeist ver⸗ — EEE— .,—7——8— ——.———.—. spü⸗ren: dein Gna⸗den⸗blick zer⸗schmel⸗zet mei⸗nen Sinn und 2— — d.— 7 2•—.—— —— 2 2—I — nimmt die Furcht und Un-ruh von mir hin. Geviß, die all. Schau er kan mein wenn O süß das in und 1 und die o und Gewi mein fühl durch in d a ei Glaube und Rechtfertigung. 239 2. Gewiß, mein Freund giebt suuche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen kann. Schau an die Welt, schau ihren Reichtum an er kann ja nicht die müden Seelen laben: mein Jesus kanns; er thuts im Überfluß, ö wenn alle Welt zurückestehen muß. 3. O süßer Freund, wie wohl ist dem Gemüte, das im Gesetz sich so ermüdet hat und nun zu dir, dem Lebensgquell, sich naht und schmeckt in dir die wundersüße te, die alle Angst, die alle Not ver⸗ schlingt und unsern Geist zu sanfter Ruhe bringt. 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebeszeichen mein armes Herz so sänftiglich durchgehn, fühl ich in mir ein reines Licht entstehn, durch das ich kann das Vaterherz erreichen, in dem man nichts als nur Ver⸗ gebung spürt, da eine Gnadenflut die andre rührt. 5. Je mehr das Herz sich zu dem Vater kehret, je mehr es Kraft und Seligkeit genießt, daß es dabei der Eitelkeit vergißt, die sonst den Geist gedämpfet und beschweret; je mehr das Herz des Vaters Liebe 6. Der Gnadenquell, der in der Seele fließet, der wird in ihr ein Brunn des Lebens sein, der in das Meer des Lebens springt hinein und Lebensströme wieder von sich gießet: behält in dir dies Wasser seinen Lauf, so geht in dir die Frucht des Geistes auf. 9 Wenn sich in dir des Herren Klar⸗ heit spiegelt, die Freundlichkeit aus seinem An⸗ gesicht, so fängt das Leben an, aus Nacht wird Licht, die Heimlichkeit der Weisheit wird entsiegelt, ja selbst dein Herz in Gottes Bild verklärt, und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 8. Was dem Gesetz unmöglich war zu geben, das bringt alsdann die Gnade selbst herfür: sie wirket Lust zur Heiligkeit in dir und ändert nach und nach dein ganzes Leben, indem sie dich aus Kraft in Kräfte führt und mit Geduld und Langmut dich regiert. 9 Es müsse doch mein Herz auf Christum schauen; besuche mich, mein Aufgang aus der Höh, daß ich das Licht in deinem Lichte seh und könne schlechterdings der Gnade trauen! Kein Fehler sei so groß und schwer schmeckt, je mehr wird es zur Heiligkeit er⸗ weckt. in mir, der mich von solchem Blick der Liebe é führ. 240 Glaube und Rechtfertigung. 10. Wenn meine Ohnmacht mich dar— niederschläget und deinen Geist der Kindschaft in mir dämpft, wenn das Gesetz mit meinem Glau⸗ ben kämpft und lauter Angst und Furcht in mir erreget: so laß mich doch dein Mutterherze sehn und neue Kraft und Zuversicht ent⸗ stehn. 11. ich nun, mein Heil, in deinen Armen, du selbst sollst mir mein ewger Friede sein; ich hülle mich in deine Gnade ein, mein Element ist einzig dein Er⸗ barmen; und weil du mir mein Ein und Alles bist, so ists genug, wenn dich mein Geist genießt. Christian Friedrich Richter 1676—1711. So ruh 270. XVV— 2 2—— 2 +* 40 1. O Lie⸗be, die den Him⸗mel hat zer⸗ris ⸗sen, die was für ein Trieb hat dich be ⸗we- gen müs⸗sen, der + — E..— — EEE sich zu mir ins E⸗lend nie-der⸗ließ, dich zu mir ins Jam-mer⸗thal ver⸗wies? Die Lie-⸗be hat es selbst ge⸗than, sie schaut als Mut⸗ter mich in mei-nem Jammer an. 2. Herzen, daß du für mich das größte Wunder thust; die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesrat, Der Gottheit Quell lebt nun in mei⸗ Die Liebe ist so groß in deinem nem Orden, die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch geborn, der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die Menschheit ausgesöhnet, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch die Reinigkeit der Seelen wieder⸗ gesenket hat! 3 Die Liebe ist mein Anverwandter worden, mein Bruder ist selbst die Barm⸗ herzigkeit. bracht; sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, da sie der Himmel selbst so angelacht. Die Menschheit wird nun ganz erneut und als ein reiner Thron der Gott⸗ heit eingeweiht. die A dadure Nunk Weil d Die n daß si⸗ Kein Imm ch d ⁰0 di. heil, in nen, ewger ) ade ein, ein Er⸗ in und in Geist 6—1711. r an. in mei⸗ rden, mit der geborn, 3 Licht as Licht, verlorn. Jenschheit oͤhnet, wieder⸗ heit nun let, gelacht j ernen er Gott⸗ igeweht 5 Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden, dadurch das Paradies im Menschen grünt. Nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herrn uns dazu dient. Die neugeborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ur⸗ sprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unser Herz bezwingen, Immanuel ist bei uns in der Not; ich darf ja nur zur Gnadenquelle dringen, so dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. Glaube und Rechtfertigung. 2⁴¹1 7. Ich habe nun ein ewig Leben funden, viel Reichtum, Ehr und Wonne schenkt er mir: ich bin mit ihm, er ist mit mir ver⸗ bunden, den ich in mir mit Liebeswirkung spür; ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus seiner Lieb erfüllt. 8. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser Liebesmacht! Des Himmels Kraft und Glanz be⸗ strahlt dich wieder, und der Verlust ist völlig wieder⸗ bracht. O ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun das Wohl⸗ gefallen spür. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 271. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. 0———— 3, Fi nn,..—— DS—* 2———————— 4 2————— 1. O was für ein herr⸗lich We⸗sen hat ein Christ, da er ist — 7 0 2 ...II......T.IIII. IIII 8——H—— 1—— 2 2 —— A H recht in Gott ge ⸗ne⸗sen; der aus ihm ist neu ge⸗bo⸗ .——.— 4 1— „——— ◻Ꝙ E SP........ II— 12.. 1.—— E— 1 ren und hier schon in dem 2. Wann die Seel sich von der Erden ganz losreißt, durch den Geist heilig hier zu werden, so ist das ihr hoher Adel, welchen sie je und je findet ohne Tadel. Sohn ist zum Kind er⸗ko⸗ren. 3 Irdsche Zepter, irdsche Kronen sind ein Sand und ein Tand nebst den hohen Thronen; eine Seel, die Gott regieret, hat hier schon eine Kron, die sie ewig zieret. 16 2⁴² Glaube und Rechtfertigung. 4. Köstlich ist sie ausgeschmücket, reine Seid ist ihr Kleid, hoch ist sie beglücket; innerlich glänzt sie von Golde, pranget sehr, lebt in Ehr; denn Gott ist ihr holde. 5. Doch ihr Glanz bleibt hier verdecket vor der Welt, die sie hält, als wär sie beflecket. Sie lebt jetzt in Gott verborgen, kriegt oft Hohn hier zum Lohn, doch sie läßt Gott sorgen. 6. Hier steht diese Ros im Grunde, und ihr Schein bleibet klein in der Prüfungsstunde. Man tritt sie hier oft mit Füßen, aber Gott wird den Spott ihr einmal versüßen. 7. Christus, der sie hat erwählet und als Braut ihm vertraut, der sieht, was ihr fehlet; er tröst't sie im bittern Leiden, führt sie dann auf die Bahn seiner Himmelsfreuden. 8. Ewig wird sie triumphieren, wenn ihr Hirt Christus wird in sein Haus sie führen und ihr öffnen alle Schätze, damit sie je und je sich daran ergötze. 9 Dann wird sie kein Leid mehr beugen, und ihr Glanz wird sich ganz offenbarlich zeigen: sie wird leuchten wie die Sonne; Gott allein wird stets sein ihre Freud und Wonne. 10. Dann wird sie mit Christo sitzen auf dem Thron; ihre Kron wird von Golde blitzen. Dann wird jedermann sie kennen und sie frei ohne Scheu hoch von Adel nennen. Jakob Gabriel Wolf 1684-1754. 272. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. —9 1.—, EEIIT E e ueee,, i:=e, e, 1. Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗fun⸗den, der mei⸗nen An⸗ker wo an⸗ders als in Je⸗su Wun⸗den? Da lag er vor der — e⸗wig hält: Zeit der Welt, der Grund, der un-be-weg⸗=lich steht, wenn 9.—— EVEE.———— ——5..——— — 0.— 5 ———.— Erd und Him⸗-mel un⸗ ter⸗geht. Cs ist das al 5 sink des, d dem 2 wir ke Virf Gott deswe und 7 deswe so sta OA durch Das da f weil Bart Dare dem und, nur da f unen beugen, onne sihen ennen 17⁵54. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem Slemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3 Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein: deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Thür. . O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht ver⸗ binden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herze schaun: da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. Glaube und Rechtfertigung. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann, darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgethan, ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 9 Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, thun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe 1688-1758. 273. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 1. Ew⸗ge Lie be, mein Ge⸗mü⸗te wa⸗ get einen küh⸗nen Blick in den Abgrund dei⸗ner Gü⸗te; send ihm ei⸗nen Blick zu⸗rück, — + L ö 4. — 1 X .— . 2 — ei⸗nen Blick voll Hei⸗ter⸗keit, der die Fin⸗ster⸗ nis zer⸗streut, 9—— ————— Irn SSESESEEEE. ———— eeen die mein blödes Au⸗ge drücket, wenn es nach dem Lichte blicket. 16* 9 Ich verehre dich, o Liebe, daß du dich beweget hast und aus einem freien den erwünschten Schluß gefaß der im Fluch versenkten Weit durch ein teures Lösegeld und des eignen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3 O ein Ratschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der so einer Welt voll Armen Gnade, Trost und Hilfe beut: Liebe, die den Sohn nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt, um die Sünder zu erretten aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, eine Ordnung auch bestimmt, daß sich der darinnen übe, der am Segen Anteil nimmt. Wer nur an den Mittler gläubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern Heil und Leben sehen. Glaube und Rechtfertigung. —. Liebe, dir sei Lob gesungen für den höchst gerechten Schluß, den die Schar verklärter Zungen rühmen und bewundern muß, den der Glaub in Demut ehrt, die Vernunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie dessen Tief ergründet. 6. Liebe, laß mich dahin streben, meiner Wahl gewiß zu sein. Richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Zeugnis dienen möge, ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Namen schauen in dem Buch des Lebens stehn; dann so werd ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegen gehn. Keine Kreatur wird mich, als dein Erbgut, ewiglich deiner Hand entreißen können noch von deiner Liebe trennen. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 274. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. — N 2 Schöp⸗ fer al ⸗ler Men sieh, hier wird ein ar n⸗schen⸗kin⸗der, gro⸗ ßer Rich⸗ter mer Sün⸗der vor dein Rreng—— 1 , ler We al ⸗ler Welt, 561 4— in— ist ge ⸗ bo ⸗ ren, richt ge⸗ stellt, ——— —— 2. er dein C⸗ Aben ⸗ild 22—— ren, der mit Sün⸗den — 2— ½— II II EII I II — sich be⸗fleckt, der in tie fen Schul⸗den steckt. Mein deine( dein E samt d meine ich we denn e der ge Behe sehe n Freche wird Es er vor d wer h wer e Docht Weil Weil vor Obe Gotts und mein Glaube und Rechtfertigung. 24⁵ 2. 6. Mein Gewissen, das mich quälet, Ach was hör ich? Gnade, Gnade, deine Strafgerechtigkeit, Gnade! schallet in mein Ohr; dein Gesetz, das nichts verhehlet, und vom finstern Todespfade samt dem Satan, stehn bereit, hebt mich sanft dein Zug empor. meine Seele zu verklagen; Gott spricht: Sünder, du sollst leben, ich weiß nichts darauf zu sagen, deine Schuld ist dir vergeben; denn ein Zeuge giebt sich an, sei getrost, mein lieber Sohn, der gesehn, was ich gethan. komm zu meinem Gnadenthron! 8.. Wehe mir, ich muß verderben, Seht, wie sich der Abgrund schließet, sehe nichts als Höll und Pein. seht, wie sich der Himmel freut, Frecher Sünder, du mußt sterben! da das Blut des Lammes fließet, wird mein strenges Urteil sein. da mich die Gerechtigkeit Es erzittert meine Seele des vollkommnen Mittlers decket. Wer ist, der mich ferner schrecket? vor des offnen Abgrunds Höhle; Wer ist, der sich an mich wagt wer hilft mir in dieser Not, wer errettet mich vom Tod? und ein Himmelskind verklagt? 4. 8. DochGott Lob! die Furcht verschwindet, Richter, der mich losgesprochen, weil sich mir ein Mittler zeigt, Vater, der mich zärtlich liebt, weil sich ein Vertreter findet, Mittler, der, was ich verbrochen vor dem der Verkläger schweigt. und geraubt, Gott wieder giebt, O beglückte, teure Stunden! Geist, der mir den Glauben schenket, Gottes Sohn hat seine Wunden mich in Jesu Wunden senket, und sein blutig Lösegeld Gott der Gnade, dir sei Ruhm, meinem Richter dargestellt. und mein Herz dein Eigentum. 5 2 Richter, siehe meinen Bürgen, Laß mich nun die Sünde hassen, siehe die Bezahlung an. die das Herz mit Angst beschwert; Dieser ließ für mich sich würgen, laß mich alles unterlassen, dieser hat genug gethan; was den teuren Frieden stört. der hat dein Gesetz erfüllet, Reinge täglich mein Gewissen, der hat deinen Zorn gestillet. laß mich eifrig sein beflissen, Herr, ich glaube; steh mir bei, mit Verleugnung dieser Welt sprich von Schuld und Straf mich frei. das zu thun, was dir gefällt. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 275. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — W— 1. Wo ist ein sol cher Gott wie du? Du schaffst den Mü⸗den Ein Abgrund der Barm-her-zig⸗keit ver⸗schlingt ein Meer von 2———— EE— Glaube und Rechtfertigung. —.——..— 0³—— r — 7 H sü ⸗ße Ruh, Ruh, die nicht zu er ⸗ grün⸗ den. Her⸗ ze⸗leid: du, Herr, ver-giebst die Sün-⸗den. =—— nurrv n. E—— 2— 5 Ja du, Je⸗ su, läßt dich wür⸗ ⸗gen als den Bür⸗ gen, 9.———— e ei eEi.ieieiii‚ ʒ‚e‚ieiiieiee ..W—————1 H— 2———— 7— E——.——1 al ⸗ler Sün⸗-den mich auf e⸗wig zu ent-bin⸗den. 2. Herr, unsere Gerechtigkeit, wie hoch wird dessen Geist erfreut, der dich im Glauben kennet! Du bist sein Schmuck, die Gottespracht, die ihn vollkommen schöne macht, die ihm das Herz entbrennet. Laß mich ewig, Himmelssonne, Seelenwonne, dich genießen und in deinem 4. zerfließen. Holdselig süßer Friedefürs, wie hat dich nach dem Heil gedürst't der AüRewichre Kinder! Du stellest dich als Mittler dar, verbindest, was getrennet war: Gott und verdammte Sünder. Freude! Beide werden eines! Ungemeines Werk der Güte! Jesu, du bist unser Friede. 4 O Gotteslamm, dein treuer Sinn nimmt Schuld und Strafe von mir hin: sie liegt auf deinem Rücken; du blutest an des Kreuzes Pfahl, da muß dich unerhörte Qual nach Leib und Seele drücken. Diese süße Flut der Gnaden heilt den Schaden, durch die Wunden hab ich Heil und Frieden funden. 5. Mitleidender Immanuel, es ist mein Leben, Leib und Seel voll Mängel und Gebrechen; doch ist dein Herz auch voller Gnad, willst weder Sünd noch Missethat am armen Staube rächen: deine reine, treue Liebe hat die Triebe, hier im Leben täglich reichlich 6 vergeben. Die Gnade führt das Regiment; sie macht der Sklaverei ein End, besiegt Gesetz und Sünden. Soll dein Herz frei und fröhlich sein, so räum es ganz der Gnade ein; so kannst du überwinden. Wenn dich mächtig Sündenliebe, Fleischestriebe oft be⸗ stürmen, wird die Gnade 770 beschirmen. Durch deines Bntes Kraft, o Herr, befreie du mich mehr 90 mehr von Sünde und Perderben⸗ Du hast mich dir, Immanuel, gar teur erkauft mit Leib und Seel, die Seligkeit zu erben. Kleiner, reiner muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben dich kann ohne Sünde loben. Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. n⸗ den. d Seel er Gnad, issethat hiet im ment; End, lich sen, e ein ost be⸗ men. 0 Hert, meht lel, ind Sell, rden, bis u. +⁷⁷⁵ Glaube und Rechtfertigung. 276. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. U AD—.— e 1. Mir ist Er⸗bar⸗mung wi⸗der⸗fah⸗ren, Er⸗barmung, de⸗ren das zähl ich zu dem Wunder-ba⸗ren, mein stol⸗zes Herz hats — 1——8— ————e—3—— REE ich nicht wert; nicht be⸗ gehrt. 6—.— ů ——— rüh⸗ me die Barm⸗her-zig- keit. 2. 4. Ich hatte nichts denn Zorn verdienet Dies laß ich kein Geschöpf mir rau⸗ und soll bei Gott in Gnaden sein; ben, Gott hat mich mit ihm selbst ver⸗ dies soll mein einzig Rühmen sein; sühnet auf dies Erbarmen will ich glauben, und macht durchs Blut des Sohns auf dieses bet ich auch allein, mich rein. auf dieses duld ich in der Not, Wo kam dies her? Warum geschichts? auf dieses hoff ich noch im Tod. Erbarmung ists und weiter nichts. . Nun weiß ich das und bin er-freut und 5. 3. Gott, der du reich bist an Er⸗ Das muß ich dir, mein Gott, be⸗ barmen, kennen, nimm dein Erbarmen nicht von mir das rühm ich, wenn ein Menschsund führe durch den Tod mich mich fragt; Armen ich kann es nur Erbarmung nennen, durch meines Heilands Tod zu dir; so ist mein ganzes Herz gesagt. da bin ich ewig recht erfreut Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 277. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. A———— SSSSSSSSS 1. Geht hin, ihr gläu ⸗bi⸗ gen Ge⸗ dan ⸗ken, ins er ⸗hebt euch ü⸗ ber al=le Schran⸗ken der ITT—.——. F——— ö DDDDEE———————— 1 wei⸗te Feld der E⸗wig=keit, al ⸗ten und der neu ⸗en Zeit: er ⸗wägt, daß 2⁴8 Glaube und Rechtfertigung. —.——..—— 2——. SSRSSSEEEEEE Gott die Lie⸗be sei, Die e⸗wig alt und e„wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht ge— leget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht: da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis giebt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. . Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, 8. Un sichern Schatten deiner Flügel find ich di störte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht: da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit: da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11. O sollt ich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhörlich liebst? Sollt ich mit Undank dich betrüben, da du mir Fried und Freude giebst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wär ich selbst mein ärgster Feind. 12. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir gethan: nichts ist so tröstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 13 Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist: drum eilt mein Herz aus dieser Zeit dein bin ich, Herr, und bleibe dein. Johann Gottfried Herrmann 1707-1791. und sehnt sich nach der Ewigkeit. neu. Flügel Siegel: t du. gehn, t stehn. Leiden ebricht, reuden, * raft, schafft, Ferne it; ch die gleit: nd and. leben, bt? trüben, giebst? freund, Feind. ehren, ich an! hören, gethan: · schön, öhn. mt die Geist Munde reist: ser Riit gleit. 701• Glaube und Rechtfertigung. 278. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. EÆ———.—1.— E SDD.—— V——— 12— 2—— E 2. +* 1. Aus Gna⸗den soll ich se⸗lig wer⸗den! Herz, glaubst dus Was willst du dich so blöd ge ⸗bär-den? Ists Wahr⸗heit, ——1—— —E. —.5—.——. ————— E Pii e 7 o ⸗der glaubst dus nicht? was die Schrist verspricht, so muß auch die⸗ses Wahrheit sein: aus 2 ů 0 ———— 2——— 3——5————— Gna⸗den ist 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Ver⸗ dienen, die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden, so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm der Sünden Last. Wus nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? der Him-mel mein. worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann. 57 Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgethan, wenns unter den Verzweiflungs⸗ schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, 2 Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben: ich fühle nichts, doch ist mir wohl; ich kenn mein sündliches Verderben, was Gott in seinem Wort anpreist, doch auch den, der mich heilen soll; 250 Glaube und Rechtfertigung. mein Geist ist froh, „ich schwinge meine Glaubensfahn weil mich die Guad sche on selig macht. und geh getrost trotz allem Zweifel 10. Fal rote Meer nach Kanaan. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Ich glaub, was Jesu Wort verspricht, Teufel; ich fühl es oder fühl es nicht. Christian Ludwig Scheidt 1709—1761. 279. Mel. W meine Zuversicht. E 1. Stark ist mei⸗nes Je⸗su Hand, und er wird mich e-wig faj sen, hat zu viel an mich ge⸗ wand, um mich wie-der los-zu⸗las⸗— .———— Wener⸗ bar⸗mer läßt mich nicht; das ist mei-ne Zu⸗ver⸗ scht. 2. 25 Sieht mein Kleinmut oft Gefahr, Mag die Welt im Mißgeschick fürcht ich auch zu unterliegen: beben oder ängstlich klagen; Christus beut die Hand mir dar, ohne Halt ist all ihr Glück, n. hilft der Ohnmacht siegen. wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mich Gottes Held verficht, Daß mein Anker nie zerbricht, 915 ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. 3 6 Wenn der Kläger mich verklagt, Will mein Herr durch strenge Zucht Christus hat mich schon vertreten; mich nach seinem Bild gestalten, wenn er mich zu sichten wagt, dennoch will ich ohne Flucht Christus hat für mich gebeten. seiner Hand nur stille halten. Daß mein Bürge für mich spricht, Er giebt Gnad auch im Gericht; das ist meine Zuversicht. das ist meine Dinht 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, Seiner Hand Ateendt mich nichts; daß ich keinen Ausgang wüßte wer will diesen Trost mir raubenꝰ und mit ungewissem Tritt Mein Erbarmer selbst versprichts; ohne Licht verzagen müßte: sollt ich seinem Wort nicht glauben? Christus ist mein Stab und Licht; Jesus läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve 1763—1841. 280. Mel. Valet* Wich dir geben. — +2˙. **——— 3—.—— 1. Ich weiß, wor⸗an ich Alaashr, ich weiß, was fest be⸗steht, wenn al ⸗les hier im Stau-be wie Staub und Rauch ver-weht. V V Ich ich w auf e steht Es st die 2 an d halt Auch der 8 i auf Vor anbe um ich! fahn Zweifel mn. cpricht, t. 1761. nichts; auben? richts; lauben? Z1⁵⁴1¹. Heiligung. 2 —— E——.———— 2 2.—.— +— 2Z.— 7———*—.— E— + 4—,— C—..— 2 L 25— 5 1———.————— Ich weiß, was e⸗ wig blei⸗bet, w al⸗les wankt und fällt, wo — EE SPIPIIII... .— 2 2———— I L*———...——.— II Wahn die 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ewgem Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 3 Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut: es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut. Vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heilgen dienen: ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist; Wei⸗sen trei-bet und Trug die Klu⸗gen hält. der nimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 3 Er, den man blutbedecket am Abend einst begrub; er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Himmelsauen mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 3. Heiligung. (Liebe zu Jesu. Wandel im Licht. Gebet.) 281. —. 1. Va⸗ter un⸗ser im Him-mel⸗reich, der du uns al=le ——.—.—— D———— SDED . ———— 1—0 2 hei-ßest gleich Brü⸗der sein und dich ru⸗fen an und Heiligung. willst das Be⸗ten von uns han: gieb, daß nicht bet al— D ö ö—0 —.— r, 2——5——.—.— lein der Mund, hilf, daß 2. Geheiligt werd der Name dein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführet Volk bekehr. 3. MD Es komm dein Reich zu dieser Zeit ö und dort hernach in Ewigkeit; der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gieb uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 5. Gieb uns heut unser täglich Brot und was man darf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. Æ—— EE——3— 103———.—.—— — — es geh von Her⸗zens-grund. 6 15 unsre Schuld vergieb uns, Herr, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. . Führ uns, Herr, in Versuchung nicht. Wenn uns der böse Geist ansicht zur linken und zur rechten Hand, hilf uns thun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst't und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös: es sind die Zeit und Tage bös; erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. 2 Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han auf dein Wort in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther 1483—1546. E 1. Ich ruf zu ver-leih mir Gnad zu dir, Herr Je⸗-su Christ, ich bitt, er-hör mein die-ser Frist, laß mich doch nicht ver— Ich dul Daß die vore daß und auf onf „ Herr, ehr, igern gern; it t. ig nicht. hficht Hand, stand, rüst't ahr! erdar, n dran, n dein; fein. 1500 Heiligung. 9 en Den rech-ten Glau-ben, Herr, ich mein, den za=gen. 0——. — 222—— + N— EAD— E,.— +— 2——— wol⸗lest du mir ge⸗ben, dir zu le⸗ ben, dem Näch-sten 0—.— —.———— ...— 3 1— ů— — E 4— 1 I nütz zu sein, dein Wort zu hal⸗ten e ben. 2 4. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, Laß mich kein Lust noch Furcht von du kannst es mir wohl geben, dir daß ich nicht wieder werd zu Spott: in dieser Welt abwenden; die Hoffnung gieb daneben, beständig sein ans End gieb mir, voraus wenn ich muß hie davon, du hasts allein in Händen; daß ich dir mög vertrauen und wem dus giebst, der hats umsonst, und nicht bauen es mag niemand erwerben auf all mein eigen Thun, noch ererben sonst wird michs ewig reuen. durch Werke deine Gunst, 5 die uns errett't vom Sterben. Verleih, daß ich aus Herzensgrund 5. mein Feinden mög vergeben; Ich lieg im Streit und widerstreb, verzeih mix auch zu dieser Stund, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; schaff mir ein neues Leben; an deiner Gnad allein ich kleb, dein Wort mein Speis laß allweg du kannst mich stärker machen. sein, Kommt nun Anfechtung und Gefahr, damit mein Seel zu nähren, wollst du mich nicht verlassen, mich zu wehren, fest umfassen, wenn Unglück geht herein, behüten immerdar. das mich bald möcht verkehren. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola 1492—1566. 283. WSWSRSRSREEEEEERSIT— 1——— SSE 0 8 2 1. Herz-lich lieb hab ich dich, o Herr! Ich bitt, wollst sein von Die gan-ze Welt er⸗freut mich nicht, nach Erd und Him-⸗mel — 4 Heiligung. 2——.— 5—. 3. een. mir nicht fern mit dei⸗ ner Hilf und Gna ⸗den. 3b frag ich nicht, wenn ich dich nur kann ha en; ——..— ů.—— , r— und wenn mir gleich mein Herz zer-bricht, so bist du doch mein DDRRRTRTT SI.III..... — 1 + ö Zu⸗ver-sicht, mein Teil und mei- nes Her-zens Trost, der —— .— mich durch sein Blut hat er-löst. Herr Je⸗su Christ, mein * DE—.——— SDDeeEeeee E. ö + Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz and Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot. 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in sein'm Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich; Martin Schalling 15321608. 1. Wie schön leuch-tet der Mor-gen-stern voll Gnad und Wahrheit Du Sohn Davids aus Ja⸗kobs Stamm, mein Kö-nig und mein Heiligung. 0— EE—— .—— 2 2 2— von dem Herrn, die sü ⸗ße Wur ⸗zel Jes ⸗sel Bräu ⸗ti ⸗gam, hast mir mein Herz be ⸗ ses⸗ sen: + 2——..——— EE......— 2— 5 2. 2——— lieb⸗lich, freund⸗lich, schön und herr⸗lich, groß und ehr⸗lich, —— ö— ur,, a. —.——.—. EEEEEEEEEEE 70 2. Ei meine Perl, du werte Kron, wahr Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Himmels⸗ blum; dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, o du mein Herr und Gott allein, die Flamme deiner Liebe, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. In dir laß mir ohn Aufhören sich vermehren Lieb und Freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. Von Gott kommt mir— Freuden⸗ licht, wenn du mit deinem Angesicht mich freundlich thust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich reich an Ga⸗ ben, hoch und sehr präch-tig er-ha-ben. freundlich in die Arme, Herr, erbarme dich in Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 9. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich ihm selbst ver⸗ traut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Heil mir! Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen, dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, zu Ehren und Gefallen. Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis 256 Heiligung. aufnehmen in das Paradeis, komm, du schöne Freudenkrone, bleib des klopf ich in die Hände. nicht lange; Amen, deiner wart ich mit Verlangen. Amen, Nach Philipp Nicolai 1556—1608. „O Gott, du from⸗mer Gott, du Brunnquell gu⸗ter Ga⸗ben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al⸗les— ben: H—.— ge-sun-den Leib gieb mir, und daß in sol⸗ chem Leib ein —— D— S———————.——..— un⸗ver⸗letz-te Seel und rein Ge-wis⸗sen bleib. 2 51 Gieb, daß ich thu mit Fleiß, Laß mich mit jedermann was mir zu thun gebühret, in Fried und Freundschaft leben, wozu mich dein Befehl soweit es christlich ist. in meinem Stande führet; Willst du mir etwas geben gieb, daß ichs thue bald an Reichtum, Gut und Geld, zu der Zeit, da ich soll, so gieb auch dies dabei, und wenn ichs thu, so gieb, daß von unrechtem Gut daß es gerate wohl. nichts untermenget sei. 3 6. Hilf, daß ich rede stets, Soll ich auf dieser Welt womit ich kann bestehen, mein Leben höher bringen, laß kein unnützlich Wort durch manchen sauren Tritt aus meinem Munde gehen; hindurch ins Alter dringen, und wenn in meinem Amt so gieb Geduld, vor Sünd ich reden soll und muß, und Schanden mich bewahr, so gieb den Worten Kraft auf daß ich tragen mag und Nachdruck ohn Verdruß. mit Ehren graues Haar. 4. 20 Findt sich Gefährlichkeit, Laß mich an meinem End so laß mich nicht verzagen, auf Christi Tod abscheiden: gieb einen Heldenmut, die Seele nimm zu dir das Kreuz hilf selber tragen; hinauf zu deinen Freuden; gieb, daß ich meinen Feind dem Leib ein Räumlein gönn mit Sanftmut überwind bei frommer Christen Grab, und, wenn ich Rat bedarf, auf daß er seine Ruh auch guten Rat erfind. an ihrer Seite hab. Wenn an jei so thi zu mi ne, bleib ange; gen. —1008. leben, Heiligung. 8. Laß hören deine Stimm Wenn du die Toten wirst und meinen Leib weck auf an jenem Tag erwecken, und führ ihn schön verklärt so thu auch deine Hand zum auserwählten Hauf. zu meinem Grab ausstrecken. Johann Heermann 1585—1647. 286. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ö x D* 1. O Je⸗su, Je⸗su, Got⸗tes Sohn, mein Bru⸗der und mein du weißt es, daß ich re-⸗de wahr, vor dir ist al ⸗les — ———————06—————— EE——1—— 2., —2— a 8 Gna⸗den⸗thron, mein Schatz, mein Freud und Won ⸗ne, son⸗-nen⸗-klar und kla ⸗ rer als die Son=ne. ———— 4—— ,e dreen Funen eeer, —‚.— Herz⸗lich lieb ich mit Ge⸗fal⸗len dich vor al⸗-len; 4 23—— AIDS‚..— E— nichts auf Er ⸗den kann und mag mir lie-ber wer⸗-den. „ 2. kann mich Dies ist mein Schmerz, dies kränket ohn dich mich, gnugsam laben; ich muß haben reine daß ich nicht gnug kann lieben dich. 32— 1 wie ich dich lieben wollte. die tröst't, wenn ich mich betrübe. Ich werd von Tag zu Tag entzündt je mehr ich lieb, je mehr ich find, 4. daß ich dich lieben sollte. Denn wer dich liebt, den liebest du, Von dir schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, laß. erfreuest sein Gewissen; deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, es geh ihm wie es woll auf Erd, so wird sich die Lieb ergießen. wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Durch deine Kraft treff ich das Ziel, soll er doch dein genießen. daß ich, soviel ich soll und will, Ewig dich allzeit lieben könne. selig Nichts auf der ganzen weiten Welt, nach dem Leide große Freude wird Pracht, Wollust, Ehre, Gut und Geld, er finden; wenn ich es recht besinne, alles Trauern muß verschwinden. 17 258 Heiligung. 2 aus Liebe mich stets übe; Kein Ohr hat dies jemals gehört, bis ich kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, werd abscheiden und mit Freuden zu was denen dort für Herrlichkeit dir kommen, bei dir und von dir ist bereit't, aller Trübsal ganz entnommen. die in der Liebe bleiben. 7. Gründlich Da werd ich deine Süßigkeit, läßt sich du Himmelsmanna, allezeit nicht erreichen noch vergleichen Er⸗in reiner Liebe schmecken denschätzen und sehn dein liebreich Angesicht das, was uns dort wird ergötzen. mit unverwandtem Augenlicht 6. ohn alle Furcht und Schrecken. Drum laß ich billig dies allein, Reichlich 0 Neih meine Sorge sein, werd ich daß ich dich herzlich liebe, sein erquicket und geschmücket vor daß ich in dem, was dir gefällt dem Throne und mir dein klares Wort vermeldt, mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann 1585—1647. 287. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. — ö—— —— 0 rn——— 1. Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, dir hab ich Rich e er⸗ Welt, im-mer fort aus mei⸗nem Sinn mit SSTTTTTFT 4.——————— EE Le——4 Dein Thun und Tand hat nicht Be⸗-stand, des 7—..— ö A v bin ich wor⸗den in⸗ Len)Din schwingt aus dir sich 12—— +———— SSPIIIIIIFIPIFITITITI..I.I.... —.—.———— mit Be⸗ gier mein frei ⸗ er Geist von hin ⸗nen. 2. bald ganz würd abgenommen, Gott ist mein allerbestes Gut, daß ich einmal in seinen Saal nach ihm steht mein Verlangen. des Himmels möchte kommen! Ach könnt ich doch mit frohem Mut 220 nur meinem Gott anhangen! Ich seh, es kann die ganze Welt Ach daß mir doch das Sündenjoch mit allen ihren Schätzen und die ihr! ihr nur woh Gie hine mit und erft uden zu umen, nen. cht ich er⸗ nö⸗den Heil und was den Sinnen wohlgefällt die Seele nicht ergötzen; ihr Gut verschwindt wie Staub und Wind, ihr Lust die muß zerstieben; nur Gott, mein Schatz, behält den Platz; wohl allen, die ihn lieben! 4. Gieb, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Himmel schwinge mit Lieb und herzlicher Begier und mich in keinem Dinge erfreue hier, als nur in dir, igung. 259 Gott, meiner Seele Leben: du allermeist kannst meinem Geist die volle Sättgung geben. Drum immer hin, was flüchtig ist! Ich will es lassen fahren; du Gott, der du mein Alles bist, du wirst mich wohl bewahren, daß ich die Pracht der Welt nicht acht, vielmehr nur dich verlange mit dankbarm Mut, du höchstes Gut, und ewig dir anhange. Sebastian Franck(2) 1606-1668. + 1. Meinen Je⸗ sum laß so er⸗for ⸗-dert mei ich nicht; weil er sich für ne Pflicht, klet⸗ten⸗-weis an —.—————— 6 mich ge · ge⸗ ihm zu kle ⸗ben. ben, Er ist mei⸗nes Le-bens Licht: mei⸗nen Je⸗sum laß 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben; alles ist auf ihn gericht't: meinen Jesum laß ich nicht. 2 5. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht: meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht ich nicht. meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht: meinen Jesum laß ich nicht. 22 Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich freiet vom Gericht: meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keymann 1607.—1662. 1⁰⁷ * Heiligung. 289. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. 1. O Je⸗su Christ, mein schön-stes Licht, der du in dei-ner so hoch mich liebst, daß ich es nicht aus-spre⸗chen kann noch See ⸗len gieb, daß mein Herz dich wie⸗-der- um mit zäh=len, R, Bert Ren —.— Lie⸗-ben und Ver-lan gen mög um-fan=gen und als dein 27 2 Ei ⸗gen⸗ tum nur ein ⸗zig an dir han= gen. 2. Ach hilf mir wachen Tag und Nacht Gieb, daß sonst nichts in meiner Seel und diesen Schatz bewahren als deine Liebe wohne; vor den Scharen, gieb, daß ich deine Lieb erwähl die wider uns mit Macht als meinen Schatz und Krone. aus Satans Reiche fahren. Stoß alles aus, nimm alles hin, . was mich und dich will trennen Mein Heiland, du bist mir zu lieb und nicht gönnen, 6 in Not und T gangen daß all mein Mut und Sinn und hast am Heens als Wie ein Dieb in deiner Liebe brennen. und Mörder dagehangen, 3. verhöhnt, verspeit und sehr verwundt: Wie Freundlich. selig, süß und schön ach laß auch deine Wunden ist, Jesu, deine Liebe! alle Stunden Wo diese steht, kann nichts bestehn,. zur Lieb im Herzensgrund das meinen Geist betrübe. mich treffen und verwunden. Drum laß nichts anders denken mich, 6 nichts sehen, fühlen, hören, Was ist, o Schönster, das ich nicht lieben, ehren in deiner Liebe habe? als deine Lieb und dich, Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, der du sie kannst vermehren. mein Quell, da ich mich labe 4. mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, O daß ich dieses hohe Gut mein Kleid vor Gottes Throne, mein ewiglich möcht nennen! meine Krone, O daß in mir die edle Glut mein Schutz in aller Not, ohn Ende möchte brennen! mein Haus, darin ich wohne. Ach, Was Wen ist a S⁰0 wohl Mög Und, in 6 Du und eh i war Ach mich und daß beist dei⸗ner ann noch zu lieb „ ein Dieb erwundt: n ö N. ich nicht mnenlicht, abe, melsbros hrone, ne. Heiligung. 26¹ 5 9. Ach, liebste Lieb, wenn du entweichst, Laß meinen Stand, darin ich steh, was hilft mir sein geboren? Herr, deine Liebe zieren, Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, und wo ich etwan irre geh, ist all mein Gut verloren. alsbald zurechte führen; So gieb, daß ich dich, meinen Gast, laß sie mich allzeit guten Rat wohl such und bester Maßen und gute Werke lehren, möge fassen steuern, wehren und, wenn ich dich gefaßt, der Sünd, und nach der That in Ewigkeit nicht lassen. bald wieder mich bekehren. 8. 10. Du hast mich je und je geliebt Dein Lieb sei meine Freud im Leid, und auch nach dir gezogen; in Schwachheit mein Vermögen, eh ich noch etwas Guts geübt, und wenn ich nach vollbrachter Zeit warst du mir schon gewogen. mich soll zur Ruhe legen, Ach laß doch ferner, edler Hort, alsdann laß deine Liebestreu, mich diese Liebe leiten Herr Jesu, bei mir stehen, und begleiten, Luft zuwehen, daß sie mir immerfort daß ich getrost und frei beisteh auf allen Seiten. mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt 1607—1676. 290. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — 1— PPPDPDD‚DRDDRDRDRDRRRRRRRRD— D‚EEDS- ... S 1. O gro⸗ßer Gott, du rei⸗nes We⸗sen, der du die zur ste⸗ten Woh⸗nung aus⸗er ⸗le⸗ sen, ach schaff ein —— e—.— 12—.——— reinen Her⸗zen dir el reines Herz in mir, ein Herz, das von der ar-gen Welt sich — e2———— ———— 2—— — a.xt r———— rein und un-be⸗-⸗fleckt er=-hält. 2. ö 3. Vor allem mache mein Gemüte Regiere mich nach deinem Geiste, durch ungefärbte Buße rein der mein getreuer Beistand sei und laß es, Herr, durch deine Güte und mir erwünschte Hilfe leiste. in Christi Blut gewaschen sein; Gott, stehe mir in Gnaden bei dann mache mich zur Reinigkeit 9— gieb mir einen solchen Geist, des Lebens fertig und bereit. der neu, gewiß und willig heißt. 262 Heiligung. 4. 5. Doch weil ich meine Schwachheit merke, Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, mein Vater, so verwirf mich nicht ja nun und nimmermehr von mir und stoß mich wegen meiner Werke und leite mich durch seine Triebe, ja nicht von deinem Angesicht. durch seinen Beistand für und für; Laß mich hier in der Gnade stehn ja führe du mich durch die Zeit und dort in deinen Himmel gehn. hin zu der selgen Ewigkeit. Johann Olearius 1611—1684. 291 * Mel. O Gott, du frommer Gott. .———R—— ——.—— 522.—— V.. DxPxiiEEEEEE 1. Wohl-auf, mein Herz, zu Gott dein An-dacht fröh-lich brin-ge, daß dein Wunsch und Ge-bet durch al le Wol⸗ken drin-ge, — ———— 213—5 ,. weil Gott dich be-ten heißt, weil dich sein lie=ber — P IIIIIIT Sohn so freu-dig tre-ten heißt vor sei-nen Gna-den-thron. 2. was dich unmöglich dünkt, Dein Vater ists, der dir kann seine Vaterhand befohlen hat zu beten; noch geben, die von dir dein Bruder ists, der dich so viel Not abgewandt. vor ihn getrost heißt treten; der werte Tröster ists, Komm nur, komm freudig her der dir die Wort giebt ein: in Jesu Christi Namen. drum muß auch dein Gebet Sprich: Lieber Vater, hilf, gewiß erhöret sein. ich bin dein Kind! sprich: Amen! 3. Ich weiß, es wird geschehn, Da siehst du Gottes Herz, du wirst mich lassen nicht das dir nichts kann versagen; du wirst, du willst, du kannst sein Mund, sein teures Wort thun, was dein Wort verspricht. vertreibt ja alles Zagen: Johann Olearius 1611—1684. 292. —.——. .. e e. + 2 1. Je⸗su, mei ne Freu-de, mei⸗nes Her-zens Wei ⸗de, ach wie lang, ach lan⸗ge ist dem Her-zen ban XLiebe, Heiligung. D —— SPSSSSSS. H9—— 1I.2. Je⸗su, mei=ne Zier, und ver⸗-langt nach dir! Got-tes Lamm, mein Bräu⸗ti⸗gam, — ——— + *..— r,t.. 3 HD/ 0.— ——4 EDID‚.—11 . I au⸗ßer dir soll mir auf Er-den sonst nichts lie⸗bers wer-den. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei: laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3 Trotz dem alten Drachen, trotz des Todes Rachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht: Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 8 Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen; mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden; bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck 1618—-1677. — ů. de + 18 * X. ——— III +* 1. See⸗len⸗bräu ⸗ti⸗ gam, Je⸗-su, Got-⸗tes Lamm, 6—3—————0 RE.‚. —— IU———.——— ,—3 dei ne Lie-be, die mich zieht aus rei⸗nem 264 Heiligung. 2—————5 d, L Ser, PPP‚PPPPIF——————— Trie⸗be zu dem Kreu-zes⸗stamm, Je⸗su, Got-tes Lamm. 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemut deine Liebes glut. 3. 655 ahrer Mensch und Gott, rost in Not und Tod, 5 bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß nicht; salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. . So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. 7 Großer Friedefürst, wie hast du gedürst't nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich dürst't! großer Friedef ürst! 8. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gieb. 9. Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um lebendiges Vertrauen, der wird bald empfindlich schauen, daß niemand verdirbt, 58 der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich: ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. ö 11. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 12. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 13. Du mein Preis und Ruhm, werte Saronsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Saronsblum, du mein Preis und Ruhm. Adam Drese 1620—1701. mm. ennen sennen; hauen, uuben, auen; E. Heiligung. 294. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. W ,eer re ee, ——— 2 E— 33—— 3373.—. — La 1. Ach sagt mir nicht von Gold und Schät-zen, von es kann mich ja kein Ding er ⸗ göt- zen, was E- E— 2.. + or N Pracht und Schön⸗heit die-ser Welt; Ein ie 2 der mir die Welt vor Au ⸗=gen stellt. II— .——— ———.— 2—v.1——JJ— DD—.— lie⸗be, was er will: ich lie be Je-sum, der mein Ziel. 2. sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren sle gleiche Er ist alleine meine Freude, von nun an bis in Ewigkeit. mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Ein jeder liebe, was er will: Bild, ich liebe Jesum, der mein Ziel. in dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3 und was von Schmuckan ihm zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, Ein jeder liebe, was er will: des Fleisches Schönheit dauert nicht, ich liebe Jesum, der mein Ziel. die Zeit kann alles das verwüsten, 6. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein allerschönstes Angesicht, was Menschenhände zugericht't. 0. Ein jeder liebe, was er will: Er kann mich über alles heben ich liebe Jesum, der mein Ziel. und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir soviel Schätze geben, 4. daß ich werd unerschöpflich reich. Er ist der König aller Ehren, Ein jeder liebe, was er will: er ist der Herr der Herrlichkeit; ich liebe Jesum, der mein Ziel. er kann mir ewges Heil gewähren und retten mich aus allem Streit. 8. Ein jeder liebe, was er will: Und ob ichs zwar noch muß entbehren, ich liebe Jesum, der mein Ziel. so lang ich wandre in der Zeit, — so wird er mirs doch wohl gewähren . im Reiche seiner Herrlichkeit. Sein Schloß kann keine Macht zer⸗ Drum thu ich billig, wie ich will, stören, ich liebe Jesum, der mein Ziel. sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, Johann Scheffler 1624—1677. Heiligung. 295. — —.——. 1. Ich will dich lie-ben, mei⸗ne Stär ⸗ke, ich will dich ich will dich lie-ben mit dem Wer-ke und im⸗mer⸗ ——. IIPIPTTTTTT X—0— lie⸗ben, mei⸗ne Zier, ich will dich lie-⸗ben, schön-stes —. ren ⸗-der Be⸗gier; SS 22— Licht, bDis mir das Her=3ze bricht. L. 5. Ich will dich lieben, o mein Leben, Ich danke dir, du wahre Sonne, als meinen allerbesten Freund, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht. ich will dich lieben und erheben, Ich danke dir, du Himmelswonne, so lange mich dein Glanz bescheint, daß du mich froh und frei gemacht; ich will dich lieben, Gotteslamm, ich danke dir, du güldner Mund, als meinen Bräutigam. daß du mich machst gesund. 3. 6. Ach daß ich dich so spät erkennet, Erhalte mich auf deinen Stegen du hochgelobte Schönheit du, und laß mich nicht mehr irre gehn, und dich nicht eher mein genennet, laß meinen Fuß in deinen Wegen du höchstes Gut und wahre Ruh! nicht straͤucheln oder stille stehn; Es ist mir leid und bin betrübt, erleucht mir Leib und Seele ganz, daß ich so spät geliebt. du starker Himmelsglanz. 4. 7⁰ Ich lief verirrt und war geblendet, Ich will dich lieben, meine Krone, ich suchte dich und fand dich nicht, ich will dich lieben, meinen Gott, ich hatte mich von dir gewendet ich will dich lieben sonder Lohne und liebte das geschaffne Licht; auch in der allergrößten Not; nun aber ists durch dich geschehn, sich will dich lieben, schönstes Licht, daß ich dich hab ersehn. bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler 1624—-1677. 296 296. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. .—. 2——.— 1. Je⸗sus ist der schön⸗-ste Nam al ler, die auf huld-reich, präch-⸗tig, tu⸗ gend-sam, ii ber al ⸗le V V onne, n nne, egen re gehn, Begen ehn; ganz, Krone, Gott, ohne Heiligung. 267 E AE 4—————— 2.— =.D 0 2—— ————— 1— Er⸗den ka ⸗ men,—.7 Sei⸗ner 5 an⸗dre Na ⸗ men. ei»ner großen d err⸗ lich ⸗keit Q — DDDDD————————— EU— ö 0——— D. gleicht kein Na me weit und breit. 2. wird das Unkraut ganz zu nichte. Jesus ist das Heil der Welt, Alles Gift und Unheil weicht, heilet uns von allen Sünden, was sein Schatten nur erreicht. Jesus ist ein starker Held, 4. unsern Feind zu überwinden. Jesus ist das höchste Gut Willst du stark und siegreich sein,(in dem Himmel und auf Erden. laß nur Jesum bei dir ein. Fesu Name macht mir Mut, 3 daß ich nicht kann traurig werden. Jesus ist der Lebensbaum, Jesu Name soll allein voller edler Tugendfrüchte; mir der höchste Name sein. findet er im Herzen Raum, Johann Scheffler 1624—1677. 297 297. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. IE,——— H —...— e—— L 1. Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗de dei⸗ner Gottheit hast Huhrah Lie⸗be, die du mich so mil-de nach dem Fall wie⸗derbracht — ..——— e—— 42. —.—————.—.——. Lie⸗be, dir er-geb ich mich, dein zu blei-ben Heewigrtihn 2. 4. Liebe, die du mich erkoren, Liebe, die du Kraft und Leben, eh als ich erschaffen war, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die du Mensch geboren Lebe, die sich ganz ergeben und mir gleich wardst ganz und gar: mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. dein zu bleiben ewiglich. 8 5. Liebe, die für mich gelitten Liebe, die mich hat gebunden und gestorben in der Zeit, an ihr Joch unt Leib und Sinn, Liebe, die mir hat erstritten Liebe, die mich überwunden und mein 55500 hat dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 268 Heiligung. 6. 4. Liebe, die mich ewig liebet, Liebe, die mich wird erwecken die für meine Seele bitt't, aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die das Lösgeld giebet Liebe, die mich wird umstecken und mich kräftiglich vertritt: mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler 1624—1677. 298. Mel. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. — Mir nach! spricht Christus un-ser Held, mir n ihr Christen Ver⸗leug net euch, ver-laßt die Welt, folgt mei-nem Ruf und 2. 2 Ich bin das Licht, ich leucht euch für Fällts euch zu schwer, ich geh voran, mit heilgem Tugendleben; ich steh euch an der Seite, wer zu mir kommt und folget mir, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, darf nicht im Finstern schweben. bin alles in dem Streite. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Ein böser Knecht, der still mag stehn, wie man wahrhaftig wandeln soll. sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. 3——— 3. Wer seine Seel zu finden meint, Mein Herz ist voll Demütigkeit, wird sie ohn mich verlieren; voll Liebe meine Seele; wer sie hier zu verlieren scheint —„„ 0 7 mein Mund der fleußt zu jeder Zeit wird sie in Gott einführen. von süßem Sanftmutsöle. Wer nicht sein Kreuz nimmt und —44 + 1 7— 2 Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn folgt mir, ist Gott ergeben, schaut auf ihn. ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. 4 So laßt uns denn dem lieben Herrn Ich zeig euch, das was schädlich ist mit Leib und Seel nachgehen zu fliehen und zu meiden und wohlgemut, getrost und gern und euer Herz von arger List bei ihm im Leiden stehen; — +— 62 7— zu reingen und zu scheiden. denn wer nicht kämpft, trägt auch &——— V sch bin der Seelen Fels und Hort die Kron und führ euch zu der Himmelspfort. des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler 1624-1677. 6²⁷. voran, Bahn,“ stehn, gehn. it und „ 1 Zier. Hermn t auch U V 1⁰⁷⁷¹⁷ Heiligung. 299. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. —— E— 2 ů 7⁰ DDP.DPTITITITI EUW—— EESSEES— E— + 1. Las⸗set uns mit Je ⸗ su zie⸗hen, sei⸗nem Vor ⸗bild in der Welt der Welt ent-flie-hen; auf der Bahn, die fol⸗ gen nach, im ⸗mer-fort zum Him⸗mel rei⸗s er uns brach, 233 ir⸗disch noch, doch himmlisch sein, glauben recht und le⸗ben rein, — — ——— 1——————— .,;er e. * in der Lieb den Glau-ben wei⸗sen. Treu⸗er Je ⸗=su, —5 1—.—.— .......... T T TTT E daenn—.——— bleib bei mir; ge⸗he vor, ich fol⸗ge dir. 2. unser Fleisch, ihm sterben ab, Lasset uns mit Jesu leiden, so wird er uns aus dem Grab seinem Vorbild werden gleich. in das Himmelsleben heben. Nach dem Leide folgen Freuden, Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Armut hier macht dorten reich, daß ich lebe für und für. Thränensaat die erntet Lachen, Hoffnung tröstet mit Geduld; 4. es kann leichtlich Gottes Huld Lasset uns mit Jesu leben! aus dem Regen Sonne machen. Weil er auferstanden ist, Jesu, hier leid ich mit dir, muß das Grab uns wiedergeben. dort teil deine Freud mit mir. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder: 3. wo du lebst, da leben wir; Lasset uns mit Jesu sterben: ach erkenn uns für und für, sein Tod uns vom andern Tod trauter Freund, für deine Brüder. rettet und vom Seelverderben, Jesu, dir ich lebe hier, von der ewiglichen Not. dorten ewig auch bei dir. Laßt uns töten, weil wir leben, Sigismund von Birken 1626—1681. Heiligung. 300. Joh. 10, 14. 27. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. .— ů— ——— IE.... 1. Je⸗su, from-mer Men⸗schen-her⸗-den gu⸗ter und ge—⸗ laß mich auch dein Schäf-lein wer-⸗den, das dein Stab und —ↄʃl—— 50 8.——— + tren ⸗er Hirt, 5 6116; Stimeme führt. lch du hast aus Lieb dein Le-ben R auch für mich: laß mich wie-der lie-ben dich. 2. wenn du rufest, laß mich eilen, Herden ihre Hirten lieben, wenn du dräuest, nicht verweilen, und ein Hirt liebt seine Herd: laß mich horchen stets auf dich, laß uns auch so Liebe üben, Jesu, höre du auch mich. du im Himmel, ich auf Erd. 5 Schallet deine Lieb hernieder Scha let deine eb hern eder, Höre, Jesu, und erhöre soll dir meine schallen wieder; meine deines SchäfleinsSti , meine, deines Schäfleins, Stimm; wenn du rufst: Ich liebe dich! 10 Roe wurft mein Herz; Dich liebe ichd mich auch zu dir schreien lehre, 20 wenn sich naht des Wolfes Grimm; 3. laß mein Schreien dir gefallen, Schafe ihren Hirten kennen, deinen Trost herwieder schallen. dem sie auch sind wohlbekannt: Wenn ich bete, höre mich; laß mich auch für dich entbrennen, Jesu, sprich: Ich höre dich. wie du bist für mich entbrannt. 6 Als des argen Wolfes Rachen eine Beut aus mir wollt machen, wenn ich ruf, anklopf und schrei; ½½7 N 0 191 ö„ 5 5 40 auch Kur Dich ze 106 ich! Jesu, dich von mir nicht kehre, aic e e FLeh mir bald in Gnaden bei. Höre, Jesu, und erhöre, 4. Ja du hörst; in deinem Namen Herden ihren Hirten hören, ist ja alles Ja und Amen. folgen seiner Stimm allein; Nun, ich glaub und fühle schon Hirten auch zur Herd sich kehren, 43 Trost, o Gottes Sohn. wenn sie schreien groß und klein: Ahasverus Fritsch(2) 1629—1701. Sei 0 laß b nicht gage! der 0 deinen der ij der n — ge⸗ und imm: 1e, Hrimm; en, en. Heiligung. 301. Offenb. Joh. 2, 10. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) H , E 1. Sei ge⸗treu bis an das En⸗de, dau⸗re al ⸗les red⸗lich aus; lei⸗dest du gleich har-te Stän-de, mußt du dul⸗den manchen Strauß: Q D . 55 0 a. SDSDSPDꝑDꝑĩ‚ĩ‚iE‚E‚‚............. *—.————.— ach das Lei-den die-ser Zeit ist nicht wert der Herr-lich-keit, EUVTFD— 55⸗ +Z—ð——.— — so dein Je⸗sus dir will ge— Sei getreu in deinem Glauben, laß dir dessen festen Grund nicht aus deinem Herzen rauben; sage den Gewissensbund, der geschlossen in der Tauf, deinem Gott nicht wieder auf: der ist gottlos und verloren, der nicht hält, was er geschworen. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; an dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hat betrübt. Denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat; so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben. 7. 4. Sei getreu in deinem Hoffen; hilft Gott gleich nicht, wie du willt, Mittel hat er bald getroffen, daß dein Wünschen werd erfüllt. Denke, wie er manche Zeit dir zu helfen war bereit, obschon du dein Ohr verstopfet, wenn er bei dir angeklopfet. ben dort in je⸗nem Freudenle-ben. Sei getreu in deinem Leiden; lasse dich kein Ungemach von der Liebe Jesu scheiden, murre nicht mit Weh und Ach. Hilft denn was die Ungeduld? Ach sie häufet nur die Schuld; der trägt leichter, wer da träget mit Geduld, was Gott aufleget. 6. Sei getreu in Todesstunden; halt dich glaubensvoll an Gott, flieh getrost zu Jesu Wunden, sei getreu bis in den Tod: wer mit Jesu gläubig ringt und das sündge Fleisch bezwingt, dem will er in jenem Leben seine Freudenkrone geben. 0 Ei wohlan, so will ich leiden, glauben, lieben, hoffen fest und getreu sein bis zum Scheiden, weil mein Jesus nicht verläßt den, der ihn beständig liebt und im Kreuze sich ergiebt. Ihm empfehl ich meine Sachen: Jesus wirds zuletzt wohl machen. Nach Benjamin Praetorius 1636—1674. 1 1 Heiligung. 302. Mel. Gott des Himmels und der Erden. — 1. Je⸗sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus soll mein Wunsch sein Jet⸗zund mach ich ein Ver⸗bünd⸗nis, daß ich will, was und mein Ziel. Je⸗sus will; ru ⸗fet nur: Herr, wie du willt! 2. x 4 Einer ist es, dem ich lebe, Und vollbringe deinen Willen den ich liebe früh und spat: in mir und durch mich, mein Gott. Jesus ist es, dem ich gebe, Deinen Willen laß erfüllen was er mir gegeben hat. mich im Leben, Freud und Not, Ich bin in dein Blut verhüllt; sterben als dein Ebenbild, führe mich, Herr, wie du willt. Herr, wann, wo und wie du willt. 3 5 5. Scheinet was, es sei mein Glücke, Sei auch, Jesu, stets gepriesen, und ist doch zuwider dir, daß du dich und viel dazu ach so nimm es bald zurücke; hast geschenkt und mir erwiesen, Jesu, gieb, was nützet mir. daß ich fröhlich singe nun: Gieb dich mir, Herr Jesu mild, Es geschehe mir, mein Schild, nimm mich dir, Herr, wie du willt. wie du willt, Herr, wie du willt. Ludaemilie Elisabeth von Schwarzburg Rudolstadt 1640—1672. 303. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Schatz ü⸗ber al=le Schät⸗-ze, o Je ⸗su, lieb-ster Schatz, an dem ich mich er⸗göt-ze, dir hab ich ei ⸗-nen Platz 21 Ach du wo damit das n ganz. und in mich! mit X Laß, dein f mein komm denn ist la vor d ist w Mein dir in zu st und! llen lein Gott. Not, du willt. iesen, — viesen, hid, u wilt. 40-1672. Heiligung. 27³ U SI. E. ů —— 2 — H ..... II S... du mit dei-nen Schmerzen mir mei⸗nen Schmerz ge⸗ heilt. 2. Ach Freude meiner Freuden, du wahres Himmelsbrot, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennot ganz kräftiglich kann stillen und in der Leidenszeit mich reichlich kann erfüllen mit Trost und Freudigkeit! 3. Laß, Liebster, mich erblicken dein freundlich Angesicht, mein Herze zu erquicken, komm, komm, mein Freudenlicht; denn ohne dich zu leben ist lauter Herzeleid, vor deinen Augen schweben ist wahre Seligkeit. 4. Mein Herze bleibt ergeben dir immer für und für, zu sterben und zu leben, und will getrost mit dir das schwerste Kreuz erleiden; es soll mich keine Pein von deiner Liebe scheiden noch mir beschwerlich sein. 9. O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlisch werden und ist dahin gericht't, wo Jesus wird geschauet; da sehn ich mich hinein, wo Jesus Hütten bauet, denn dort ist gut zu sein. Nun, Jesu, mein Verlangen, so komm und wohn in mir; laß fest an dir mich hangen, komm, meiner Seelen Zier, und setze mich aus Gnaden in deine Freudenstadt: so kann mir niemand schaden, so bin ich reich und satt. Salomo Liscow 1640—1689. 9—— ——— 1 .SS................. TTTT EI. e. 1. Sieh, hier— ich, Eh⸗ren⸗kö⸗nig, le ⸗ ge mich vor 94— EE 1 +— 5r, Sxt 2Z—.—.—.—r.—. —— dei⸗nen Thron; schwa⸗che Thrä⸗nen, kind⸗lich Seh⸗nen +— 2 2 ů— 5 7 2 + 2 2—3 IB 2 2—— 2——— 1 —97—— 900 25— —0 6 ich dir, du Men⸗ schen⸗ sohn. Laß dich fin-den, —— —— —4 — — —..— 11 2..— laß dich fin-den von mir, der ich Asch und Thon. 18 * 2 Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden; gieb dich mir und nimm mich hin. 3. Ich begehre nichts, o Herre, als nur deine freie Gnad, die du giebest, den du liebest und der dich liebt mit der That. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, der dich hat 4. Himmelssonne, Seelenwonne, Unbeflecktes Gotteslamm, in der Höhle meine Seele Heiligung. suchet dich, o Bräutigam. Laß dich finden, laß dich finden, starker Held aus Davids Stamm. 5 Hör, wie kläglich, wie beweglich dir die treue Seele singt, wie demütig und wehmütig deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden; denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander 1650-1680. 305. 2. Tim 2,. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 4— +—25————. ——....—...—.— 1. Halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗ sum Christ, o Mensch, der auf die Himmels kom⸗-men ist, dein Bru-der hier zu e Er⸗den wer⸗den; ver⸗giß nicht, daß er dir zu gut hat ů u IV 4—— ö ů +———.—— S I—— an⸗ge⸗nom⸗men Fleisch und Blut: dank ihm für die⸗se Lie⸗be. 2 Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist und dadurch hat bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod und dich erlöst aus aller Not: dank ihm für diese Liebe. 3 Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, freit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht und dir das Leben wiederbracht: dank ihm für diese Liebe. Halt i der na gen H die St da du und se dank i Halt i der ei und si en; Freud, erzen, en, 1680. Heiligung. 4. zu richten vorgenommen: Halt im Gedächtnis Jesum Christ, so denke, daß du da bestehst der nach den Leidenszeiten und mit ihm in sein Reich eingehst, gen Himmel aufgefahren ist, ihm ewiglich zu danken. die Stätt dir zu bereiten, 6. da du sollst bleiben allezeit Gieb, Jesu, gieb, daß ich dich kann und sehen seine Herrlichkeit: mit wahrem Glauben fassen dank ihm für diese Liebe. und nie, was du an mir gethan, 5. mög aus dem Herzen lassen, Halt im Gedächtnis Jesum Christ, daß dessen ich in aller Not der einst wird wiederkommen mich trösten mög und durch den Tod und sich, was tot und lebend ist, zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther 1650—-1704. n or 18. Mel. Sollt ich meinem Gott 5.9 singen. 2—————— EUD— ů—...—.—— EH—— 1. Un⸗ter al⸗len gro⸗ßen Gü⸗tern, die uns Chris⸗tus ist die Lieb in den Ge-mü⸗tern Him-mels⸗bal⸗sam, —— 2•5., E. 2 der 10 ist ein Stern, der herr-lich strah⸗let, —.——— D— 172200*—— 1— IDDDIDR und ein Klei⸗nod, des⸗sen Preis niemand aus-zu⸗spre⸗chen weiß, EH a. Z HUμr— ů 25 ; 0 IEEEEEEEEEe— ......— weil kein Gold es je be⸗zah-let; ist die Macht, die ————.—— F+2 1 2— II ,,e, rnrrninittr.tn r. E3——=.— EER je⸗der-mann zwin⸗gen und er ⸗freu ⸗en kann. 2. der die Seelen aufwärts führt. Liebe kann uns alles geben, Menschen- oder Engelzungen, was auf ewig nützt und ziert, welche Kraft sie auch beseelt, uns zum höchsten Stand erheben, wenn dabei die Liebe fehlt, 18*² Heiligung. sind noch nie ins Herz gedrungen; Nur der Liebe reine That nur ein Erz und Schellenklang is der wahren Freude Saat. ist ihr flüchtiger Gesang. 5. 31 Glaube, Hoffnung, Liebe leiten uns nicht nur im Pilgerstand, ihre Kraft wird uns begleiten Was ich von der Weisheit höre, die in alle Tiefen dringt, 8 Rafer 11 in das wahre Vaterland. von geheimnisvoller Lehre. Jaͤes strecken ihre Grenzen die sich auf; zum Höchsten schwingt; sich bis in die Ewigkeit Due 955 Zin be Harte dur und doch wird die Liebe weit de 5 98 don Fite sch 0880 über Glaub und Hoffnung glänzen, die der Wunder Fülle schafft: sie schafft Heil und Segen hier, alles ist für nichts zu schätzen, sie beseligt für und für wenn darin der Liebe Geist sich nicht kräftig auch beweist. 6. O du Geist der reinen Liebe, 4. Segensquell in Freud und Schmerz, Gäb ich alle meine Habe laß mich spüren deine Triebe, auch den Armen freudig hin, komm und senk dich in mein Herz, opfert ich mich selbst dem Grabe laß mich kräftig widerstreben meinem Nächsten zum Gewinn, allem, was nicht gut es meint ließ ich meinen Leib gleich brennen mit dem Freunde, mit dem Feind und ertrüge jeden Schmerz: und mich reizt, nur mir zu leben. ist von Liebe leer mein Herz, Geist der Liebe, lenke hin würd es mir nichts nützen können. zu der Liebe meinen Sinn. 307. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Nach Ernst Lange 1650—1727. Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der Sün-den V — —.——— SP‚ꝑ‚I‚IBI....... Thor und Thür, ver⸗trei-be sie und laß nicht zu, daß S.—— ů———— *— PP PFFFFFFFFIFI.. — +7 sie in mei⸗nem Her ⸗zen ruh. 2. é 3. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür, Laß deines guten Geistes Licht ach komm und wohne du bei mir, und dein hellglänzend Angesicht treib all Unreinigkeit hinaus erleuchten mein Herz und Gemüt, aus deinem Tempel und Wohnhaus. o Brunnen unerschöpfter Güt. Und n am Hi gieb L aus d länzen, er, hmerz, 17²1 4. Und mache dann mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich, gieb Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand. Heiligung. 277 2. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn: wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß 1654—1716. 308. — Z ö—.— e een dee rn E 27—— 3...————— 1. Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗len, wenn ich in Ich stei⸗ge aus der Schwermuts-höh-len und ei⸗ le dei⸗nen dei⸗ner — —— — Lie⸗be ruh! Armen zu: e da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so —— A —.. * Lie-be strahlt aus deiner Brust. Hier an⸗ge⸗nehmen Freuden die —.— ——— IS 24—— EH*2.——..— ist mein Him⸗mel schon auf Er⸗den; wer woll⸗-te nicht ver⸗ 7————4 2———————————I—— .— ů——————— gnü⸗get wer⸗den, der in dir su⸗ chet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen; es sei also, ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freund⸗ schaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Moses Eifer drücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, Hölle meinem Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh zu deinen heilgen Wunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer will ver⸗ dammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich; du giebst mir aus den Wolken Speise und labest aus dem Felsen mich: ich traue deinen Wunderwegen, droht Straf und 278 Heiligung. sie enden sich in Lieb und Segen; saus dieser finstern Wildnis scheiden genug, wenn ich dich bei mir hab. zu deiner Ruh der Ewigkeit. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren 64 und über Sonn und Sterne führen, Wie ist mir dann, o Freund der den führest du zuvor hinab. Seelen, 5 so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht Der Tod mag andern düster scheinen, quälen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut weil du, mein Gott, vergnügest mich. in dir, der du verlässest keinen, Laß solche Ruh in dem Gemüte o allerliebstes Leben, ruht. nach deiner unumschränkten Güte Wen macht des Weges End erzittern, des Himmels süßen Vorschmack sein. wenn aus Gefahr und Ungewittern Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! er eingeht in die Sicherheit? Nichts kann als Jesus mich erfreuen. Mein Licht, so will ich auch mit O reicher Trost: mein Freund ist Freuden mein! Wolfgang Christoph Deßler 1660—1722. 309. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. —— ———.— ——— 1. Herr Je⸗su, Gna⸗den⸗son-ne, wahr-haf-tes Le-bens⸗licht, laß Le-ben, Licht und Won-ne mein blö⸗des An⸗ ge⸗sicht nach dei-ner Gnad er-freu ⸗en und mei-nen Geist er⸗ — 2————. I SS.SIIIITITITITITITITITIT.ITI...I... T E—.————— neu⸗en; mein Gott, ver-sag mirs nicht. 2 Vergieb mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben; ach Herr, erhöre mich. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis durch dein heilsames Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 5— Ach zünde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich el und d bestän aulf re Nun herleil denn die de hinge heiden d der dich! nicht mich. ite üte sein. leien! reuen. d ist 17²². Heiligung. dich ewig lieben kann mein Lassen und Beginnen und dir zum Wohlgefallen ist böse und nicht gut. beständig möge wallen 7. auf rechter Lebensbahn. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, Nun Herr, verleih mir Stärke, wend allen Seelenschaden verleih mir Kraft und Mut; und mach mich täglich neu; denn das sind Gnadenwerke, gieb, daß ich deinen Willen die dein Geist schafft und thut; beständig mög erfüllen, hingegen meine Sinnen, und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 310. Luce 10, 41. 43. 1. Kvr. 1, 30. SIDRSDSII — 2—— 1. Eins ist not! Ach Herr, dies Ei ⸗ne leh⸗ re mich er⸗ Al⸗les an ⸗dre, wie's auch schei-ne, ist ja nur ein ken⸗nen doch. schwe⸗res Joch, —— E———.— 1—— WDii‚............ E 2————————— la⸗get und dennoch kein wahres Ver⸗gnü-⸗gen er⸗-ja⸗get. Er⸗ 9 —— 1——.—. HE——— 2 SEE— 1.———— lang ich dies Ei⸗ne, das al⸗les er⸗setzt, so werd ich mit E—— .e ar nnne .———.———— ei nem in al⸗lem er⸗götzt. 2 da, da ist das beste, notwendigste Teil, Seele, willst du dieses finden, mein Ein und mein Alles, mein suchs bei keiner Kreatur; seligstes Heil. laß, was irdisch ist, dahinten, 3. schwing dich über die Natur; Wie Maria war beflissen wo Gott und die Menschheit in auf des Einigen Genieß, Einem vereinet, da sie sich zu Jesu Füßen wo alle vollkommene Fülle erscheinet: voller Andacht niederließ: zu hören, was Jesus ihr Heiland sie wollte belehren; ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum grö— ßesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist: was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 3. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt: gieb nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himm— lisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkomme— nen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilges, teures Blut: die höchste Gerechtigkeit ist mir er— worben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gieb, daß meine Seele Heiligung. ihr Herze entbrannte, dies einzig auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht: was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja was soll ich mehr verlangen? Mich umströmt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut: da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9 Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gieb, daß ich nichts achte, nicht Leiden noch Tod, nur Jesum gewinne, dies Eine ist not. Johann Heinrich Schröder 16671699. Jesu, Hert, Hilf, die m Ach und — 3. Vesu Eige wem und hiff nden, schaft kiheit nun eude innig auben lichem wigem Veiden 4. ne ist 1609, Heiligung. 311. Mel. Großer Prophete, mein Herze begehret. 12— EEEEEE 6 EU—.—5—... EUE— 2— r— — 1. Je⸗su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Le-bens! Sieh, wie die wie sie ihr höl⸗li⸗sches Heer nicht ver-ge-bens mäch=tig auf⸗ — ——. e——3——— ..... K + 2— 2 9— E Ler. E — Fin⸗ster⸗nis drin⸗get her⸗ein; füh⸗ret, mir schide lich zu sein. Sa⸗tan der sin-net auf 0—— Z x——— EH——3 WEERIII al⸗ler⸗hand Ränke, wie er mich sich-te, ver⸗stö⸗ re und Banch 2. aufwärts sich schwingend durch h Jesu, hilf siegen! Ach wer muß 5 ligen Trieb; klagen: laß mich eindringen ins göttliche Herr, mein Gebrechen ist immer vor Wesen: mir! so wird mein Geist, Leib und Seele Hilf, wenn die Sünden der Jugend genesen. mich nagen, 5. die mein Gewissen mir täglich hält für. 3 Jesu, hil fsiegen, damit auch mein Wille Ach laß mich schmecken dein kräftig dir, Herr, sei gänzlich zu eigen ge— Versühnen schenkt, und dies zu den Demütigung und ich mich stets in dein Wollen ienen. verhülle, 3. wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt; Jesu, hilf siegen, wenn in mir die laß urtch wuür Eu Iueen, aule dem Sünde, ö Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich daß ich mich aͤhlen dami regt, 3 6. heuht ich die Wenpende. esu, hilf siegen und laß mich nicht und sich mein tiefes Verderben darlegt: sich di Huante der 5 5 hilf mir, daß ich vor mir selbst mag duhlähn. erröten und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken; laß doch viel heller dann deine Kraft 4. sehn: Jesu, hilf siegen und lege gefangen steh mir zur Weihere o König und in mir die Lüste des Fleisches und gieb, Meister, daß in mir lebe des Geistes Ver⸗lehre mich kämpfen und prüfen die langen, Geister. Heiligung. 7⁷ wenn kein Vermögen zu beten sich findet, Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten; wenn ich muß sein ein verschüchtertes Hüter, du schläfst ja und schlummerst Reh, nicht ein. ach Herr, so wollst du im Grunde Laß dein Gebet mich unendlich ver⸗ der Seelen treten, dich mit dem innersten Seufzen ver⸗ der du versprochen, mein Fürsprech mählen. zu sein; 9 wenn mich die Nacht mit Ermüdung Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, 40. 6. will decken, daß ich das Zeichen des Sieges erlang: wollst du mich, Jesu, ermuntern und so will ich ewig dir Lob und Bank singen, wecken. Jesu, mein Heiland, mit frohem 8. Gesang. Jesu, hilf siegen, wenn alles ver⸗Wie wird dein Name da werden ge⸗ schwindet priesen, und ich mein Nichts und Verderben wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! nur seh; Johann Heinrich Schröder 16671699. 312. hätt ver⸗lo⸗en, auch sich selbst, der al⸗le⸗zeit Seel erfreut! Geist und 4. O wär unser Aug der Seelen stetig nur auf Gott gewendt, so hätt auch das sorglich Quälen 2. O der alles hätt vergessen, der nichts wüßt als Gott allein, dessen Güte unermessen macht das Herz still, ruhig, rein! 5 Gewissen ganz ein End. 3. 5. O der alles könnte lassen, O du Abgrund aller Güte, daß er frei vom Eiteln all zieh durchs Kreuz in dich hinein wandern möcht die Friedensstraßen meine Seel, Herz und Gemüte, durch dies dunkle Thränenthal! ewig mit dir eins zu sein! Gottfried Arnold 1666—1714. 31 3. Micha 2, 13. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) —— 1. O Durch⸗bre⸗cher al⸗ ler Ban⸗de, d bei dem Schaden, Spott und Schande lau⸗ter Lust und Himmel ist: was und e zu de Ach willst denn dein ob w als g Weil uns Scha da p seufz um( bon der! unge sich ndef, erles runde ver⸗ ingen, clang: ingen, rohem en ge⸗ viesen! 1699. Heiligung. ů—— — N SW IJ———06—— DES 7 2—— 25 2— 1—— —..—. 5⁵m ü⸗ be fer⸗ner dein Ge-rich-te wi-der un⸗sern A⸗dams⸗sinn, ———.—— ͤreeer, e, e ui—. „* 0 f6—.———— .— PP..I iͤbis uns dein so treu Ge⸗sich-te füh⸗ret aus dem Ker⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hiezu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 3 Ach so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd gemacht. 4 Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessers schickt. 5 Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunft⸗Bedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! J. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie dus nötig findst, so thue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, welcher Zeit und Maß gebricht. 7 Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Führ doch aus der Grub die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinst es mit uns gut. Haben wir uns selbst gefangen in der Lust und Eigenheit, ach so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zum Rufen, alle schreien wir dich an: zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn. 9 Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein; drum so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, nach dem besten Bild gebildt: der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 10. Liebe, zieh uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold 1666—1714. Heiligung. 314. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. —— IS 1. Heil⸗ger Je-su, Heil-gungs⸗quel le, mehr als Krys⸗ al ⸗ler Glanz der Che ⸗ ru⸗ bi nen und Hei ⸗lig⸗ —— een. tall rein, klar ni hel-le, du laut-rer Strom der Hei⸗lig⸗keit, keit der⸗ Se⸗ra⸗phi⸗nen ist ge⸗gen dich nur Dun⸗kel-heit. — 3550 T—— — 0 ö IIIIEEIEIIEIEII e Ein Vor⸗bild bist du mir: ach bil ⸗de 1117 nach — dir du mein Al⸗les! Je⸗-su, o du hilf mir da-zu, daß 7 ON/ Q D —.....—— DDDIDDDD‚—.— ich mag hei-lig sein wie du. 2. du hast gebetet und gewacht. Stiller Jesu, wie dein Wille Gieb mir auch Wachsamkeit, dem Willen deines Vaters stille daß ich zu dir allzeit und bis zum Tod gehorsam war, swach und bete. also mach auch gleichermaßen Jesu, o du mein Herz und Willen dir gelassen, hilf mir dazu, ach stille meinen Willen gar. daß ich stets wachsam sei wie du. Mach mich dir gleichgesinnt, 4 wie ein gehorsam Kind, stille, stille. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich fein stille sei wie du. Gütger Jesu, ach wie gnädig, wie liebreich, freundlich und gutthätig bist du doch gegen Freund und Feind. Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, 3 ob sie dir gleich undankbar sind. Wachsam, Jesu, ohne Schlummer, Mein Gott, ach lehre mich, in großer Arbeit, Müh und Kummer damit hierinnen ich bist du gewesen Tag und Nacht dir nacharte. mußtest 99 10 viel ausstehen, Jesu, o du des Nachts lagst du vor Gott mit hilf mir uch Flehen, daß ich auch gütig sei wie du. Sanft und li vergab Niema bei de den E Mein mir E guten Nesu, hilf n daß i Hoher du su und! wand in D erhub Hert, mich stetig Jesu, hilf daß Reus war von dein Blid war dul tthätig Feind len, nd. Heiligung. O mein Immanuel, 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig mach mir Geist, Leib und Seel und littest alle Schmach geduldig, keusch und züchtig. vergabst und ließt nicht Rachgier aus. Jesu, o du Niemand kann dein Sanftmut messen, hilf mir dazu, bei der du dennoch nie vergessen so keusch und rein zu sein wie du. den Eifer um des Vaters Haus. 8. Mein Heiland, ach verleih Mäßger Jesu, deine Weise mir Sanftmut und dabei im Trinken und Genuß der Speise Alten Eifer. lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Jesu, o du Deine Speise wars, den Willen hilf mir D des Vaters treulich zu erfüllen daß ich sanftmütig sei wie du. und ihm zu dienen jederzeit. 6. Herr, hilf mir meinen Leib Hoher Jesu, Ehrenkönig, stets zähmen, daß ich bleib du suchtest deine Ehre wenig dir stets nüchtern. und wurdest niedrig und gering; Jesu, o du wandeltest ganz arm auf Erden hilf mir dazu, in Demut und in Knechtsgebärden, daß ich stets nüchtern sei wie du. erhubst dich selbst in keinem Ding. 9 Herr, solche Demut lehr Liebster Jes L Jesu, liebstes Leben, mich auch je mehr und mehr mach mich in allem dir recht eben stetig üben. d dei heil Vorbild gleich; Jesu, o du und deinem heilgen Vorbild gleich; Hilf mir dazu, dad 25 htihanhenen achrr unee 43 aß ich viel Glaubensfrüchte bringe daß ich demütig sei wie du. und tüchtig werd zu demem Reich. 0. Ach zieh mich ganz zu dir, Keuscher Jesu, all dein Wesen behalt mich für und für, war züchtig, rein und auserlesen, ftreuer Heiland! von tugendvoller Sittsamkeit; Jesu, o du dein Gefühl, dein Denken, Sinnen, laß mich wie du, Blick, Wort und jegliches Beginnen und wo du bist, einst finden Ruh. war voller lautrer Züchtigkeit. 1700. (Nach einem holländischen Liede von Lodenstein.) 3159 0—— 11 1........— S——— 1. Dir, dir, Je⸗ho⸗vah, will ich sin⸗gen, denn wo ist Dir will ich mei⸗ne Lie-der brin⸗gen, ach gieb mir 9. 22*28———.— +D—..— + EU DDEE EEEe — I————— doch ein sol⸗cher Gott wie du? ö ö dei⸗nes Geis⸗tes Kraft da⸗zu, daß ich es thu im 28 Heiligung. 0 Na-men Je⸗su Christ, so wie es 2. x Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb,‚ damit dein Sohn mich wieder zieh daß mirs die Bitte nicht versagen kann, zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstandregier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 2 5. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan, so klingt es schön in meinem Liede, so bet ich dich im Geist und Wahr— heit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprech⸗ lich sind, der lehret mich recht gläubig beten, giebt Zeugnis meinem Geist, daß ich é dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet! die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 1˙ Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freu⸗ digkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange jederzeity die giebst du und thust überschweng⸗ lich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt: in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! Bartholomäus Crasselius 1667—1724. 316. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 2 ö ——— — +— .— 2 SIIIIFIFIIIII IPIII. I.TITITI. S.......— 2— 1. O sü⸗ßer Stand, o se⸗lig Le-ben, das aus der wah-ren wenn sich ein Herz Gott so er⸗ge-ben, daß Chris⸗ti Sinn es Wasa ist sol was n ist sol Waru hier h Das K5 s sei Die E als di die re hat S An ei glänz wie kt der und nade habel Freu⸗ eit/ veng⸗ ehr. amen, selbst , und bitt. dd in keit! 17²⁴ Heiligung. 0— — 2— 1—————.— SISISSSPSPSI........ 53————— Ein⸗falt quillt, 6 30 075 ganz 105 füllt; wenn sich der Geist nach Chris⸗ti Bil-de in ——— 1— 4.—56 0 7— 2 199——— ů—— 0* 12— ———.— 0 5 DEE— V— 2 Licht und Recht hat auf-ge⸗richt't und un-ter sol⸗chem 9——— [—.—5 +—* +* 1—— —.—.——.—.——1———5353——————— E 25%—18—, kla⸗ren Schil-de 2. Was andern schön und lieblich scheinet, ist solchem Herzen Kinderspiel; was mancher für unschuldig meinet, ist solchem Herzen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt absagen; hier heißts: Rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgethan. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Christi liegt; die reine himmlische Begierde hat Stolz und Thorheit schon besiegt. An einem reinen Gotteskinde glänzt Gottes Name schön und rein: wie könnt es denn vom eitlen Winde durch al⸗ le fal⸗ schen Hö-hen bricht! behält sie wider allen Neid; ist jemand, der Lust dazu träget, das macht ihr lauter Herzensfreud. 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, harrt nur, bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen sonder Ole? Schein ohn Einfalt und Christi Sinn. Sucht doch was Bessers für die Seele und gebt der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen den Sinn der lautern Einfalt ein; reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, der Welt noch eingenommen sein? der Welt ihr Wesen, Tand und Schein. 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, damit die Welt sich selbst anficht, vom Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den sie im Herzen heget, Des alten Feindes Bild und Zeichen trag ich nicht mehr, drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck er⸗ reichen: das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winckler 1670—1722. 317. Luk. 13, 24. Phil. 2, 12. 1. Mose 19, 15—22. +— .———— e, a de—.., E E— . „Rin⸗ge recht, wenn Got-tes Gna⸗ de dich nun zie⸗ het Heiligung. 1—.——.—+..———— +. — und be⸗kehrt, daß dein Geist sich recht ent„la⸗- de S + von der Last, die ihn be-schwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3 Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. —6— Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht gethan. 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu thun. 7 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gieb der Lust den Zügel nicht; willst du die Begierden stillen, so verlischt das Gnadenlicht. 11. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 12. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut. 13. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 14. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 15. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, Lauf der Welt doch aus den Händen, deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8 Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast: recht beharren ist das Beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, Trägheit flieh und Sicherheit. dring ins stille Zoar ein; eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein. 16. Eile, zähle Tag und Stunden, bis dein Bräutgam kommt und winkt und, wenn du nun überwunden, dich zum Schauen Gottes bringt. 17. Eile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin bereit, nun mein Hüttlein abzulegen; mich dürst't nach der Ewigkeit. Johann Joseph Winckler 1670—1722. Kben, mich zu erl Meine Unden hat g Glan; du hi zum undei in de Glan 6 roß Tod, hast und durch deine Höch Rön dein ich! wie höch Laß als dur Heiligung. — 318. Mel. Seelenbräutigam. de 4—.—— —————— 2— +— e 6 2——— —.— 00 SDDSS —— 2.———.— —— 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗ße Ruh? Un⸗ter vie⸗len aus⸗er⸗ Willen,— 1 ko ⸗ren, Se ben de ⸗rer, die ver ⸗ lo: ren, A.—— — , Sü + i. 510 7 — und ihr Licht da⸗zu, Je⸗ su, sü⸗ße Ruh! de, 2 stets in deiner Liebe brennen Aleg. Leben, das den Tod, als dein Eigentum, mich aus aller Not allerschönster Ruhm. a ege, zu erlösen, hat geschmecket, 7 meine Schulden zugedecket Dei 1——— en 9 Dein S ge, und mich aus der Not Denner Beunnt Bit) 509 . hat geführt zu Gott! mir anlege, in mich präge, nmn.. daß kein Zorn noch Stolz sich rege; kümme Glanz der Herrlichkeit, vor dir sonst nichts gilt du bist vor der Zeit als dein eigen Bild. himmel, zum Erlöser uns geschenket . und in unser Fleisch versenket 8. in der Füll der Zeit, Steure meinen Sinn, bsen? Glanz der Herrlichkeit. der zur Welt will hin, Glutꝰ 30 4 daß ich nicht mög von dir wanken, 5 sondern bleiben in den Schranken; „Großer Siegesheld, sei du mein Gewinn D Su Wé 15 990 Tod, Sünd, Höll und Welt gieb mir deinen Sinn. hast du mächtig überwunden Händen, und ein ewges Heil erfunden 9. durch das Lösegeld Wecke mich recht auf, , ö deines Bluts, o Held. daß ich meinen Lauf ö 5. unverrückt zu dir fortsetze, „Hloöchste Majestät, und mich nicht in seinem Netze en, Koönig und Prophet, ö Satan halte h nd wintt deinen Zepter will ich küssen, fördre meinen Lauf. uden, sich will sitzen dir zu Füßen, 10. hrinsht. wie Maria thät, Deines Geistes Trieb bhöchste Majestät. in die Seele gieb, en, ö 6. daß ich wachen mög und beten, bereit, Laß mich deinen Ruhm freudig vor dein Antlitz treten; en; aaͤls dein Eigentum ungefärbte Lieb leit durch des Geistes Licht erkennen, in die Seele gieb. 19 290 Heiligung. 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gieb mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 43. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal begleiten und— Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. 319. Matth. 26, 41. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. 2.——.— 2 25. 1. Ma⸗ 20 dich, mein Geist, be⸗reit, wa⸗che, fleh und be ⸗te, ö⸗se Zeit un-ver⸗hofft be⸗tre⸗te; daß dich nicht die denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ber vie le From⸗men * 2.—. + zur Ver⸗ su⸗chung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten. Wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf erblicke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott giebt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, Oder, Wieder Wach! s feh hiereo unter Vacht für d dammit Gotte denn boller und k undei Bete mittet denn bon! was und daß! und 10 e 17³39 Welt Heiligung. oder, wenn sie sich verstellt,.[wenn er was soll geben, wieder an sich bringe; eer verlanget unser Schrein, wach und sieh, wenn wir wollen leben es fehlt nie und durch ihn hier an falschen Brüdern unsern Sinn, unter Christi Gliedern. Feind, Welt, Fleisch und Sünden 6. kräftig überwinden. Wache dazu auch für dich, 9. für dein Fleisch und Herze, Doch wohl gut, es muß uns schon damit es nicht freventlich alles glücklich gehen, Gottes Gnad verscherze; wenn wir ihn durch seinen Sohn denn es ist im Gebet anflehen; voller List denn er will und kann sich bald heucheln uns mit Füll und in Hoffart schmeicheln. seiner Gunst beschütten, 70· wenn wir glaubend bitten. Bete aber auch dabei 10. mitten in dem Wachen; Drum so laßt uns immerdar denn der Herre muß dich frei wachen, flehn und beten, von dem allen machen, weil die Angst, Not und Gefahr was dich drückt immer näher treten; und bestrickt, denn die Zeit daß du schläfrig bleibest ist nicht weit, und sein Werk nicht treibest. da uns Gott wird richten 8. und die Welt vernichten. Ja er will gebeten sein, Johann Burchard Freystein 1671—1718 320. Psalm 73, 23— 28. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. — ———— II 1. Herr Je⸗su Christ, mein höch-stes Gut, mein See⸗len⸗ ich blei⸗be den⸗noch stets an dir; so ist auch nichts, das 3—— E——— 2— 0 EEE Her⸗zens⸗mut und al ⸗ler Sin ne Freu⸗ de, Du *— HMie⸗- he schei ⸗de dich von mir und uns⸗re Lie-be schei-de. •˙ —2— E E&+ 2*—5* EU 2 TT *—.———————— machst mir dei⸗nen Weg be⸗kannt, hältst mich bei dei-⸗ner —— ——————.— — e 1— SSSS—— ————— 22 rech-ten Hand, re⸗ gierst und führst den Le-bens⸗lauf und 19⁴ Heiligung. +— E—.......... + 4 hil⸗fest mei⸗ner Schwach⸗heit auf. Herr Je⸗ su Christ, du E 2 2 2 — ö— 10 2 Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach mit Begier, ach mit Begier wünsch ich zu sein, mein Gott, bei dir. 3. Mein Alles ist auf dich gericht't; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. bist mein Licht, du bist mein Licht; ich fol-ge dir, so irr ich nicht. 4. und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten: dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Dein Thun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf: komm, komm, mein Schatz, und uimm mich auf! Erdmann Neumeister 1671-1756. 321. Jesus, meine Zuversicht. —2—— 1. Himmel-an geht uns-re Bahn, wir sind Gäs⸗te nur auf Er⸗den, bis wir hin nach Ka⸗na⸗ an di irch die Wüs⸗te kom-men wer⸗den; Himme denn d Und ka nicht z ein vo lehrtt Himm Wenn das w wo ich Venn halt i⸗ Himm mir d daß u Noh, 1d Tod ichten: Jallein m. Herläßt. sein, sehn. hehnl rauf: dnimm f Iob. Heiligung. 293 IIII——— —.———— hier ist un⸗ser Pil-grimstand, dro⸗ben un⸗ser Va⸗ter⸗land. 2. über Sonne, Mond und Sterne; Himmelan schwing dich, mein Geist, denn ihr Licht ist viel zu klein denn du bist ein himmlisch Wesen gegen jenen Glanz und Schein. und kannst das, was irdisch heißt, 5 „. nicht zu deinem Zweck erlesen: Hinemtelan wird mich der Tod ein von Gott erleucht ter Sinn in die rechte Heimat führen, kehrt in seinen Ursprung hin. a ich über alle Not 3. ewig werde triumphieren. Himmelan! ruft Gott mir zu, Jesus geht mir selbst voran, wenn ich ihn im Worte höre; daß ich freudig folgen kann. das weist mir den Ort der Ruh, 6. 90 ich Imrene t Himmelan, ach himmelan! Wenn mich dieses Wort bewahrt, Das soll meine Losung bleiben. halt ich eine Himmelfahrt. Ich will allen eitlen Wahn 4. durch die Himmelslust vertreiben; Himmelan! Mein Glaube zeigt himmelan steht mir mein Sinn, mir das schöne Los von ferne, bis ich in dem Himmel bin. daß mein Herz schon aufwärts steigt Benjamin Schmolck 1672—1737. 322. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — SISSRRI‚——————————....——— —2—2——— ..... 1. Mein Gott, ich klopf an dei⸗ne Pfor⸗te mit Seuf⸗zen, ich hal⸗te mich an dei⸗ne Wor⸗te: Klopft an, so 4— SS 8 Flehn und Bit⸗-ten an 9 rf. 1 wird euch auf⸗ ge⸗ than! aun) bit. it H ——.— ———— 25 Gna⸗den⸗thür, in Na⸗men steh ich hier. 2. 3. Wer kann was von sich selber haben, Drum komm ich auch mit meinem Beten, das nicht von dir den Ursprung hat? ö ö Du bist der Geber ller Gaben, das herzlich und voll Glaubens ist. bei dir ist immer Rat und That; Der mich heißt freudig vor dich treten, du bist der Brunn, der immer quillt; ist mein Erlöser Jesus Christ. du bist das Gut, das immer gilt. und der in mir das Abba schreit. ist, Herr, dein Geist der Freudigkeit. 294 Heiligung. 4. sein Kreuz trag ich auch freudenvoll. Gieb, Vater, gieb nach deinem Willen, Doch wird Geduld mir nötig sein: was deinem Kinde nötig ist, die wollest du mir, Herr, verleihn. nur du kannst mein Verlangen stillen, 8. weil du die Segensquelle bist. Das andre wird sich alles fügen, Doch gieb, o Geber, allermeist, ich mag nun arm sein oder reich; was mich dem Sündendienst entreißt. an deiner Huld laß ich mir gnügen, 5. die macht mir Glück und Unglück Verleih Beständigkeit im Glauben, gleich. laß meine Liebe innig sein. Trifft auch das Glück nicht häufig ein, Will Satan mir das Kleinod rauben, so laß mich doch zufrieden sein. so halt mit der Versuchung ein, 9. damit mein schwaches Fleisch und Wenn ich dich bitt um langes Leben, Blut gieb, daß ich christlich leben mag; dem Feinde nicht den Willen thut. laß mir den Tod vor Augen schweben 6. Iund des Gerichtes großen Tag, Erweck in mir ein gut Gewissen, damit mein Ausgang aus der Welt das weder Welt noch Teufel scheut. den Seligen mich zugesellt. Wenn, Züchtigungen folgen müssen, 10. 55 schick sie in der Gnadenzeit. 6.L O Gott, was soll ich mehr begehren? Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut Du weißt schon, was ich haben muß; und mach das Böse wieder gut. du wirst mir, was mir nützt, ge⸗ —5 é währen, Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, denn Jesus macht den frohen Schluß: daß es mich ganz verschonen soll: ich soll in seinem Namen flehn,. mein Heiland hat ja selbst gelitten, so werde, was mir nützt, geschehn. Benjamin Schmolck 1672-1737. 1. Es glän⸗zet der Chris-ten in wen-di⸗ges Le-ben, ob was ih⸗nen der Kö- nig des Himmels ge- ge-ben, das hier auch von au-ßen kein Schimmer sie schmückt; Was vie⸗le ver Was vie⸗ er⸗ wird nur vom Au⸗ge des Geis-⸗tes 5— Sie gle Und tra sie füh oft seh Zie st⸗ Wie je entzüt (8. Ve E die hi envoll. sein: leihn. gen, eich; nügen, lnglück fig ein, i. Leben, mag; weben Welt Heiligung. ö 1 re.. •—— leuch ⸗te ⸗ten Sin ⸗ ne ge⸗zie⸗ret und sie zu der 4.——— ——. E 3 IT——— gött⸗li⸗chen Wür⸗de ge⸗füh⸗ret. 2. sind arm, doch sie haben, was ihneu Sie gleichen im Außern den Kindern. ö Sie stehen in Leiden und bleiben der Erde und tragen auch an sich des Irdischen Bild; sie fühlen wie andre der Menschheit Beschwerde, oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, in zeitlichen Dingen; doch kann sie die weltliche Lust nicht wie jeder es treibet bezwingen. 3. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mäch⸗ tiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel, als Brüder, erfreun sich der Lieder, die hier von den Lippen der Frommen erklingen und bis in das innerste dringen. 4 Sie wandeln auf Erden und leben Hier im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, gefällt. in Freuden, sie scheinen getötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 3— Wenn Christus, ihr Leben, sich wird offenbaren, wenn er sich einst allen in Herrlich⸗ keit zeigt, dann wird auch den frommen und gläubigen Scharen die Krone des ewigen Lebens ge⸗ reicht. Sie werden regieren, mit ihm tri⸗ umphieren, wie leuchtende Sterne des Himmels dort prangen, wenn aller Weltschimmer in Nacht ist vergangen. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du ewige Sonne der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wie oft auch die Menge für thöricht ihn hält. wenig geschätzet und oftmals verletzet, hier stille mit Christo im Vater gelebet: das ist es, was einst uns zum Him⸗ mel erhebet. Christian Friedrich Richter 1676—1711. Heiligung. 324. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. 0 ge⸗ben; —..— aete Kain führt die Gna⸗ de selbst zu al⸗ler Zeit den schwe-ren Streit. 2 ö 5 Du darfst ja nur ein Kindlein sein, Faß nur dein Herze in Geduld, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe O blöder Geist, schau doch, wie gut merkest. ers mein: Versiehst dus oft und fehlst aus eigner das kleinste Kind kann ja die Mutter Schuld, lieben. so siehe nur, daß du dein Herze stärkest: Drum fürchte dich nur ferner nichtsso wirds gewiß mit seiner Hilf erfreut so sehr: zu seiner Zeit. es ist nicht schwer. 6 3. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, Dein Vater fordert nur das Herz, wenn dich wird Nacht und Finsternis daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; bedecken; der fromme Gott macht dir gar keinen dein Vater wird nichts Schlimmes mit Schmerz, dir thun, die Unlust schafft in dir dein eigner vor keinem Sturm und Wind darfst Wille; du erschrecken; drum übergieb ihn willig in den Tod, ja siehst du endlich ferner keine Spur, so hats nicht Not. so glaube nur. 4. 7. Wirf nur getrost den Kummer hin, So wird dein Licht aus Nacht entstehn, der nur dein Herz vergeblich schwächt und wirst dein Heil mit größrer Klar⸗ und plaget; heit schauen; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, was du geglaubt, wirst du dann vor wenn Furcht und Weh dein schwaches dir sehn, Herze naget; drum darfst du nur dem frommen sprich: Vater, schau mein Elend gnä Vater trauen. dig an! O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so ists gethan. so selig ist. Muf, au dich dei Gh ein — des n ruhn, isternis nes mit f—„ darfst hrecken; eSpur, ntstehn, er Klar⸗ auen; mn vor „ ommen trauen. hris 297 Heiligung. 8. im Frieden sollst du vor dem Vater Auf, auf, mein Geist, was säumest du, schweben. dich' deinem Gott ganz kindlich zu Die Sorg und Last wirf nur getrost ergeben? und kühn Geh ein, mein Herz, Siun die süße allein auf ihn. Ruh: Christian Friedrich Richter 1676—1711. reinen Geis⸗tes le⸗ben; denn der Na⸗tur geht es gar sau⸗er —— / — 2 S..SI.. ein, —.— +— hier gleich ein Kampf wohl aus⸗ge⸗richt't, das machts ich im⸗mer-dar in Chris-ti Tod zu ge⸗ben; und 2. Es hat wohl Müh; die Gnade aber Man muß hier stets auf Schlangen macht, gehn, daß mans nicht acht't. die leicht ihr Gift in unsre Fersen 4 bringen; Man soll ein Kind des Höchsten sein, da kostets Müh, auf seiner Hut zu ö „ kuechn 99 sein reiner Glanz, ein Licht im 7. 49„. one Gichte daß nicht das Gift kann in die Seele in e Lichte dringen wie wird der Leib so hell, so stark Wenn mans versucht, so spürt man und rein, 2917⁷ 5——— der Zeit o herrlich sein, verklärt im Ange⸗ 8 sichte, ie Wichtigkeit dieweil uns da die wesentliche Pracht so schöne macht. — —⁵ 25. Doch ist es wohl der Mühe wert, daß man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, Da wird das Kind den Vater sehn, die ewiglich ein solcher Mensch er⸗fim Schauen wird es ihn mit Lust fährt, empfinden; der sich hier stets aufs Himmlische der lautre Strom wird es da ganz geleget. durchgehn 298 Heiligung. und es mit Gott zu einem Geist Nichts höher wird an Kraft und verbinden. Würde sein Wer weiß, was da im Geiste wird als Gott allein. geschehn? 7. Wer mags verstehn? Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, 6 dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was Gott genießt, genießt es auch, Was sorgest du, daß dirs an Kraft was Gott besitzt, wird ihm in Gott gebricht? — gegeben, Bedenke, was für Kraft uns Gott der Himmel steht bereit ihm zum verheißen. e, ö Gebrauch, Wie gut wird sichs doch nach der wie lieblich wird es doch mit Jesu Arbeit ruhn! leben! Wie wohl wirds thun! Christian Friedrich Richter 1676—1711. E ....... —— 2— 2—2—2.—.—.—.—PP.—.—.7.⸗ sei⸗ nen Ur⸗sprung wie-der: laß dein er⸗-freu-end An ⸗ge⸗sicht zu mei⸗ner Ar⸗mut sein ge⸗richt't. 2. 5. Schau her, ich fühle mein Verderben, Ich muß noch mehr auf dieser Erden laß mich in deinem Tode sterben: durch deinen Geist geheiligt werden, o könnte doch in deiner Pein der Sinn muß tiefer in dich gehn, die Eigenheit ertötet sein! der Fuß muß unbeweglich stehn. 2 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Thaten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. Du wollest, Jesu, meinen Willen mit der Gelassenheit erfüllen: brich der Natur Gewalt entzwei und mache meinen Willen frei. 4. ö 7 Ich fühle wohl, daß ich dich liebe Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, und mich in deinen Wegen übe, du bist noch immer treu geblieben: nur ist von der Unlauterkeit ich weiß gewiß, du stehst mir bei die Liebe noch nicht ganz befreit.(und machst mich von mir selber frei. IAndessen und stete bis du und mi Iu Hoff Gott ha er führt in seine Drum ich dit, t und ein nicht, sternis nl Kraft 7 Gott n. ich der ruhn! 17¹¹. Erden verden, gehn, ehn. raten, uschen rein? sein. Liehen, lioben: bei er frei. Heiligung. 299 8. ach drücke tief in meinen Sinn, Indessen will ich treulich kämpfen daß ich in dir schon selig bin. und stets die falsche Regung dämpfen, 11 bis du dir deine Zeit ersiehst 75 und mich aus solchen Netzen ziehst. Wenn ich hieran mit Ernst gedenke 9. und 19 1 Wder dir anahtint senke, In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: dad e 154 Gott hat der Hölle Macht geschlagen, ud mein Herz wird von dir erquickt. er führt mich aus dem Kampf und 12. * +x—5½*— II e So wächst der Eifer mir im Streite, in seine Ruh und Sicherheit. so schmeck ich schon die süße Beute 10. und fühle, daß es Wahrheit ist, Drum will die Sorge meiner Seelen daß du, mein Gott, die Liebe bist. ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Christian Friedrich Richter 1676—1711. 76 327. Mel. Ach was bin ich, mein Erretter. — 1. Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗den die Nacht schier hin? W — Hü⸗ter, ist nen bald zer⸗rin⸗nen, dar⸗in ich 0 2 aber ich bin lauter Nacht. Müöcht ich wie das Rund der Erden Darum wollst du mir, dem Deinen lichte werden! lauch erschei auch erscheinen, Seelensonne. gehe auf! der nach Licht und Rechte tracht't. Ich bin finster, kalt und trübe: Jesu, Liebe, 9—— komm, beschleunige den Lauf! Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke ö•„ Finsternis Aehn? Wir sind ja im neuen Bunde, terh W 2— Re Demut lichen der Erscheinung kommen ist; 50. „7* O+ N30 7% Ohn und ich muß mich stets im Schatten und der Nacht Geschäfte fliehn? so ermatten, 6. weil du mir so ferne bist. Laß doch nicht den Geist der Seelen 4. sich so quälen, Wir sind ja der Nacht entnommen, zünd dein Feuer in mir an; da du kommen; laß mich finstres Kind der Erden 300 Heiligung. helle werden, seine Klarheit kann nicht ein; daß ich Gutes wirken kann. wenn sein helles Licht den Seinen 7. soll erscheinen, Das Vernunftlicht kann das Leben muß das Auge reine sein. mir nicht geben: é 9. Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. Jesu, gieb gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, 9 A 8. Hent 5 wenn am Tage Nur die Decke vor den Augen man das Licht nicht sehen kann. kann nicht taugen, Christian Friedrich Richter 1676—1711. 328. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Rüs⸗tet euch, ihr Chris⸗ten leu-te! Die Fein-de su⸗chen euch zur Wappnet euch mit Got-tes Wor⸗te und käm⸗pfet frisch an je⸗dem W Beu ⸗te, ja Sa ⸗tan selbst hat eur be⸗gehrt. Ist Or ⸗te, da⸗mit ihr blei ⸗bet un ⸗ ver⸗sehrt. an ⸗ na! Der Star ⸗ke fällt durch„ und wir be-⸗ hal ten mit das Feld. 9608— 2. 2— Wer hier ermüden will, Reinigt euch von euren Lüsten, der schaue auf das Ziel: besieget sie, die ihr seid Christen, da ist Freude. und stehet in des Herren Kraft. Wohlan so seid Stärket euch in Jesu Namen, zum Kampf bereit; daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen; so krönet e 1(Emniakei 36 n iet euch die Ewigkeit. wo ist des Glaubens Ritterschaft? Streitet eh ihr! urz, ku Venn und Chr so stehe Gott L Daß u währt und Ge hat län uns be ei. einen uch zur je⸗dem Heiligung. 3. ö 4. Streitet recht die wengen Jahre, Jesu, stärke deine Kinder eh ihr kommt auf die Totenbahre; und mach aus denen Überwinder, kurz, kurz ist unser Lebenslauf. die du erkauft mit deinem Blut. Wenn Gott wird die Toten wecken, Schaffe in uns neues Leben, und Christus wird die Welt erschrecken, daß wir uns stets zu dir erheben, so stehen wir mit Freuden auf. wenn uns entfallen will der Mut. Gott Lob, wir sind versöhnt! Gieß aus auf uns den Geist, Daß uns die Welt noch höhnt, dadurch die Liebe fleußt währt nicht lange, in die Herzen: und Gottes Sohn so bleiben wir hat längstens schon getrost an dir uns beigelegt die Ehrenkron. im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends 1677 1721. 329. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 0 ... 1. Wer sich auf sei⸗ne Schwachheit steurt, der bleibt in Sün⸗den wer nicht Herz, Sinn und Mut er⸗neurt, wird sich ge-wiß be⸗ — * II— lie ⸗gen; 50 . Den Him⸗-mels⸗ n chma⸗len Steg hat trü⸗ gen. en Him⸗mels⸗weg und schn n Steg h ——— Got⸗tes Licht, was käm⸗pfen sei und be⸗ten. 2 3 * im Christentum heißt, macht von der Sünde scheiden. ů ö Was jetzt die Welt nur Schwachheit Der erste Schritt ist ihrer Bosheit Stärkee Bei einem wahren Glaubensruhm dadurch vermehrt der böse Geist muß man die Weltlust meiden. gar mächtig seine Werke. Wenn Christi Geist die Seel entreißt Auf, Seele, auf, richt deinen Lauf von ihren Todesbanden, zur Allmacht, die dich rettet swo spürt sie Kraft, die Jesus schafft, Des Heilands Blick zerreißt den Strick,‚ mit dem sie auferstanden. womit du angekettet. 302 Heiligung. 4 weil deine Hand das teure Pfand Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, des Geistes uns gegeben, laß mich gekräftigt werden; ist doch Gerechtigkeit und Stärk mein bestes Teil auf Erden. Du machst gerecht uns, dein Geschle und willst zugleich uns stärken, dadurch wir frei von Heuchelei im Streit stets siegreich leben. 6 cht, Gieb Kraft, wo keine Kraft mehr ist; gieb Kraft, das Fleisch zu dämpfen; daß wir in dir des Glaubens Zier, gieb Kraft, wenn Satans Macht und die Macht der Gnade, merken. D. Brich durch, o starker Gottessohn, damit auch wir durchbrechen; laß uns in dir, o Gnadenthron, nicht mehr von Schwachheit sprechen, List uns schwächen will im Kämpfen. Wenn uns die Welt viel Netze stellt, gieb Kraft, sie zu vernichten; so wird in Not, ja selbst im Tod uns deine Kraft aufrichten. Bernhard Walther Marperger 1682—1746. 330. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 1. Höchst-er⸗wünsch-tes See⸗-len ⸗le ⸗ben, ach wie un⸗ be⸗ wo des Geis⸗tes Kräf-te stre ben nach der güld⸗ nen kannt bist du, — Ac 10 Himmels⸗ruh! Ach wie ei⸗tel ist der Wahn, der des Flei⸗sches 2. Ach wie oft bin ich geraten in dieselbe Blindheitsnacht, wenn ich Regungen und Thaten nicht sorgfältig hab bewacht! Hat nicht die Erfahrung mir meine Thorheit oft gelehret, wenn ich, Herr, ich klag es dir, mich in Unruh abgezehret? x 8. Zwar der Schluß ist oft genommen, daß ich mich wollt reißen los; aber wenns zur That sollt kommen, fand ich mich von Kräften bloß. Ich Gefangner, Armer ich! Wer reißt mir das Netz in Stücken? Fels des Heils, erbarme dich, hilf mir aus der Hölle Stricken. Fesu, E der du wahre! winge! daß die nichts i Und ich wie ich Ich zer das no Mimm der nic gieb, U0 nichts Weil di um na Nonmn durch Rig Rig treih sle drin Dli Sieh Wie ehr ist; impfen; icht und fen. e stellt, aommen, 0 sommen, bloß Ztüden? ch, icken. Heiligung. 4. 6. Jesu, Stärke der Verzagten, Gieb mir Augen, um zu sehen der du giebst den Matten Ruh, deines Reiches Gnadenschein; wahre Zuflucht der Geplagten, gieb mir Kräfte, um zu gehen zwing mein Herze, zwings dazu, bis ins Heiligtum hinein. daß die ganze Kreatur Mache mich mit dir bekannt, nichts in meinen Augen scheine, laß in deinen Liebesflammen und ich darauf denke nur, Herz und Seele sein entbrannt, wie ich ewig sei der Deine. knüpfe dich und mich zusammen. 5. 45 Ach zermalme das Verlangen, Weichet, weicht, ihr Weltgedanken, das noch etwas Eitles will. stört nicht ferner meine Ruh! Nimm den bösen Sinn gefangen, Ich will in des Lebens Schranken der nicht hält in allem still; eilen meinem Jesu zu. gieb, daß ich in dieser Welt Jesu will ich geben Ehr, nichts der Sorge wert mag achten, in ihn will ich mich versenken weil du mich darein gestellt, und hinfort mich um nichts mehr, um nach besserm Gut zu trachten. sals um seine Liebe, kränken. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 331. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 1. Le⸗bens⸗son⸗ne, de⸗ren Strahlen auch im Dunkeln ge⸗ben Schein, die nach Würden ab⸗zu⸗ma⸗len, ist der Sonne Glanz zu klein: —— e 1......— SIPISIE *——— 22—4 al ⸗ler Ster⸗ne gold⸗ne Pracht ge⸗gen dich ist lau⸗ter Nacht; — + 5——. E E ETTTT.—— EE— E———.— I Mond und Son-ne müs⸗sen wei⸗chen und vor deinem Glanz erbleichen. 2. In dem tiefsten Grund der Seele Komm denn, Jesu! Deine Klarheit glänzt es noch nicht, wie es soll. durch die Nacht der Sünde bricht. Ach wann wird doch einst dein Glanz Zeige mir den Weg der Wahrheit, meinen Geist verklären ganz? zeig dein helles Angesicht; O daß alles möchte sterben, treib aus meinem Herzen aus was nur kann dein Licht verderben! alle Schatten, laß dein Haus, 4. drin du dich willst ewig spiegeln, Warst dus nicht, der aus der Tiefe, Belial dir nicht verriegeln. drin die Welt versunken lag, 3. durch ein Wort dem Lichte riefe? Siehst du nicht des Herzens Höhle, Und wie plötzlich ward es Tag! wie sie ist verwirrungsvoll? Starker Gott, dem nichts gebricht, E V ö — 30⁴ Heiligung. sprich noch heut: Es werde Licht! und wie du in Liebe brennen; Laß das Fleisch in seinen Lüsten gieb mir Licht und Kraft dazu. nicht mehr wider dich sich rüsten. War des Tempels Dunkel nicht 5. allzu enge deinem Licht: Laß in deinem Licht mich wandeln, wird mein Elend dir nicht wehren, o du heller Morgenstern. bei mir Sünder einzukehren. Lehr mich, daß ich recht zu handeln 7. aus dem Wort des Lebens lern; und gleichwie du für und für Dir, dir räum ich Herz und Mut. bist des Vaters Bild und Zier, Leuchte mir als Fenersäule, also laß, Herr, deine Strahlen fülle mich mit Licht und Glut. in mir auch dein Bildnis malen. Eine Sonne wärmt die Welt, Wohne, herrsche, leuchte, heile! 6. eine Sonne mir gefällt; Ich muß, wie du mich, dich kennen, ohne dieses Licht des Lebens ich muß heilig sein wie du lebt ich in der Welt vergebens. Friedrich Adolf Lampe 1683-1729. 332. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. 1. Mein Le-ben ist ein Pil⸗-grimstand: ich rei⸗ se nach dem Va ⸗ter⸗land, nach dem Je-⸗ru⸗sa⸗lem, das dro⸗ben Gott S S.... n grün⸗det hat; da werd ich mei⸗nen Gott stets lo⸗ben. Mein I 9 2. Herr Jesu, mach mich nur bereit, So schnell ich Land und Sand verlaß, eröffne meine Augenlider, läuft schnell des Lebens Stundenglas, daß ich, was zeitlich ist, veracht und was vorbei ist, kommt nicht wieder. und nur nach dem, was ewig, tracht. Ich eile zu der Ewigkeit: Kein R. der Leb man wa Der St die mick ich muf ich muf Ind kar Der So der Sot in unde Vind, mein m Doch a wann i mit stet Vrael der du da du! Rig m aß mi u deii Mein und fl 45 zu. icht hehren, Heiligung. 30⁵ 9 é 6. Kein Reisen ist ohn Ungemach: Durch deinen Geist mich heilig leit, der Lebensweg hat auch sein Ach, gieb in Geduld Beständigkeit, man wandelt nicht auf weichen Rosen. vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Der Steg ist eng, der Feinde viel, Ich falle stündlich: hilf mir auf, die mich wegreißen von dem Ziel; zeuch mich, damit ich dir nachlauf; ich muß mich oft an Dornen stoßen, sei mir ein Schirm in Trübsalshitze; ich muß durch dürre Wüsten gehn laß deinen süßen Gnadenschein und kann selbst keinen Ausweg sehn. in Finsternis nie ferne sein. 4. 4— Der Sonnen Glanz mir oft gebricht., Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, der Sonnen, die mit Gnadenlicht vor Durst nach dir verschmachten will, in unverfälschte Herzen strahlet; so laß mich dich zum Labsal finden; Wind, Regen stürmen auf mich zu: und wenn ich schließ die Augen zu, mein matter Geist findt nirgend Ruh. so bring mich zu der stolzen Ruh, Doch alle Müh ist schon bezahlet, da Streit und alle Müh verschwinden: wann ich die güldne Himmelsthür laß mich da sein in Abrams Schoß mir stell in Glaub und Hoffnung für. dein Liebling und dein Hausgenoß. 5 8. Israels Hüter, Jesu Christ, Bin ich in diesem fremden Land der du ein Pilgrim worden bist, der blinden Welt schon unbekannt: da du mein Fleisch hast angenommen: dort sind die Freunde, die mich kennen; zeig mir im Worte deine Tritt, dort werd ich mit der Himmelsschar laß mich bei einem jeden Schritt dir jauchzend dienen immerdar zu deinem Heil stets näher kommen. und in der reinsten Liebe brennen. Mein Leben fleugt: ach eile du Herr Jesu, komm, o bleib nicht lang; und fleug mit Gnad und Hilf herzu.] hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 333. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1. O Lie-bes⸗glut, wie soll ich dich mit Lo ⸗be wür⸗dig In dei ⸗ne Tie⸗fen will ich mich, o vol⸗le See, ver⸗ flam⸗met Got⸗tes Herr-⸗ lich⸗keit, es l brennt die gan⸗ze E⸗wig⸗keit: bleibt noch mein Herz er⸗kal⸗tet? 20 306 Heiligung. 2. mit allen deinen Sünden; O Liebe, die Gott seinen Sohn laß dem das Herze sein gewährt, aus seinem Schoß genommen! der dir sein Herz hat ausgeleert; Er ist von dem gestirnten Thron gieb Herz für Herz zum Opfer. zu uns herabgekommen; 4. sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und O liebster Vater, nimm es hin: 0 Grab gieb Kraft, um dich zu lieben; sind uns ein Bild, zu malen ab, Herz und Begierden, Mut und Sinn wie stark Gott lieben könne. sei dir hiermit verschrieben; 3. brenn aus das Feuer böser Lust, Hör auf zu grübeln, glaub allein! laß ewig nichts in dieser Brust Kannst du dies Meer Richt gründen, als deine Liebe glühen. so wirf dich blindlings nur hinein Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 334. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. — 22 + — 2. 224. See⸗le, was er⸗müdst du dich in den Din-gen die⸗ser Er⸗den, die doch bald ver⸗ zeh⸗ren sich 3 zu Staub und A⸗sche wer dend SSISSISSII Su⸗che Je⸗-sum und sein Licht, al⸗les an⸗dre hilft Dir nicht. 2. 3 Sammle den zerstreuten Sinn, Geh einfältig stets einher, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, laß dir nichts das Ziel verrücken; richt ihn stets zum Himmel hin, Gott wird aus dem Liebesmeer laß ihn in die Gnad eindringen. dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, Suche e Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. alles andre hilft dir nicht. 6. Du verlangst oft süße Ruh, Du bist ja ein Hauch aus Gott dein betrübtes Herz zu laben: und aus seinem Geist geboren, eil zum Lebensquell hinzu, darum liege nicht im Tod; da kannst du sie reichlich haben. bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. alles andre hilft dir nicht. 4. 12 Fliehe die unselge Pein, Schwinge dich fein oft im Geist so das finstre Reich gebieret; über alle Himmelshöhen; laß nur ihn dein Labsal sein, laß, was dich zur Erde reißt, der zur Glaubensfreude führet. weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. alles andre hilft dir nicht. Nahe der bo und a sich in Suche alles Laß d mmer laß u die und dad Ich wie das ich ach d Sinn Lust, ust 1729. + sich in reichem Maß ergießet. alles andre hilft dir nicht. Heiligung. sich dein Herz zu ihm erheben. Nahe dich dem lautern Strom, Suche Jesum und sein Licht, der vom Thron des Lammes fließet alles andre hilft dir nicht. und auf die, so keusch und fromm, 10. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill Suche Jesum und sein Licht, 2 stillen werde dein Verlangen. Laß dir seine Majestät Drum such Jesum und sein Licht, immerdar vor Augen schweben, alles andre hilft dir nicht. laß mit brünstigem Gebet Jakob Gabriel Wolf 1684—1754. 335. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 9—.— +.—— Ba E ——— 2———— — 1. Ein Christ, ein tapf⸗rer Krie⸗ges⸗held, voll Geist, voll Kraft und ver⸗leug-net sich, be-zwingt die Welt, zer⸗stört des Sa⸗tans ——— 1—. 1 4 öSSDSDSSDSISISSISI‚IIIIII.II.............— SEEEEEEEEE — kämpft in⸗ner⸗lich und äu-ßer ⸗ lich mit — SSSSSS........ EEEEEE——— . Teu⸗fel, Welt und Sün⸗den und kann doch ü-⸗ber-win⸗den. 2 gieb Will und That Ich habe mich vorlängst gequält und laß mich Gnade finden, und gab mich schier verloren, so kann ich überwinden. bis Gott mich zu der Zahl gezählt, 4 die er aus sich geboren. 5. üIis die Hy. Ich war ein Mensch voll Eigensinn Zieralen shaft, voll Eigenlieb und Ehre; und Christi Macht ergründen ich lebte nach 1— 91 hin dadurch wir überwinden? und nicht nach Ehristi Lehre; doch, Gott sei Ehr, . 40 ich bins nicht mehr, Ich sprach: Ich bin ein schwaches ich streite mit den Sünden wie alle Mens Lesunder, und will sie überwinden. das in sich kein Vermögen findt, 5. Kommt mir die alte Bosheit ein ich bin ein armer Sünder; ach Gott, gieb Rat, und will noch lieblich schmecken, 20² 308 Heiligung. soll Jesu Leiden, Kreuz und Pein mich heilsamlich erschrecken; dle böse Lust in meiner Brust, die liebsten Lieblingssünden, die will ich überwinden. 6. Will Menschenfurcht und Menschen— gunst Leid oder Freud mir machen, üb ich die edle Streiterkunst, verachte Drohn und Lachen; Welt⸗Haß und Gunst ist lauter Dunst, nur Schatten, die verschwinden: drum will ich überwinden. . Leb ich in steter Traurigkeit, sind wenig gute Stunden in meiner kurzen Lebenszeit: ich habe Gott gefunden; der tröstet mich gar süßiglich, der kann den Schmerz verbinden, und ich will überwinden. 8. Ja muß ich in dem Pilgerland mit Gott wie Jakob ringen, so will ich durch die Glaubenshand den Allerstärksten zwingen; kann ich zur Stund aus seinem Mund nicht bald den Trost empfinden, noch will ich überwinden. 9* Mir geht der Tod nicht bitter ein, ich bin schon längst gestorben; er soll mir lieb und süße sein: das Haus nur wird verdorben; Gott muß den Gast der Erdenlast auf solche Art entbinden. Das hilft mir überwinden. 10. Das Kleinod ist mir vorgesteckt, ich soll nur tapfer kämpfen; drum bleibt mein Arm stets ausge⸗ streckt, mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt und frisch gewagt! Ich seh die Krone binden, drum will ich überwinden. 1709. 336. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 3, de e. —.— 56. 222—— + 1. O Va⸗ter⸗herz, o Licht, dir bin ich o Le⸗ben, ein⸗mal ü⸗ber-⸗ o treu⸗ er ge-ben, dir, dir Hirt, Im⸗ ge ⸗ hö-ret —— 4—————— x, SIII.— 2. ma⸗ un„de, ich will mich nicht mehr sel-ber füh-ren, Leib und Seel; 4 —.—.—— n.—.— .—. —.———— I—.— 1— der Va⸗ter soll das Kind re⸗gie⸗ren: so geh nun mit mir aus und mir i Dul ich m du w 0 so den 2 dann Dufi dein du sp dein j2 de soll O do beiea und! so y eiligung. nshand= d DRDEDREDDTTTT— 2 SEE ——6 ein und lei⸗te mich nach al⸗len Trit⸗ten. Ich geh, ach hör, o den,— E 5 I r Lune, 25 1*.—.— er ein, Herr, mein Bit-ten, für mich nicht ei- nen Schritt al⸗-lein. i—.—**. stets Ordnung, Maß und Ziel zu en; Was kann dein schwaches Kind voll⸗ halten; bringen? denn lauf ich vor, da lauf ich an. Ich weiß mir gar in Keinem Rat; Drum mach im Besten mich gelassen, drum sei in groß und kleinen Dingen nichts ohne dich mir anzumaßen: mir immer selber Rat und That. swas du mir thust, ist wohlgethan. Du willst dich meiner gar nicht 5 ö‚—— schämen, Ach mach einmal mich treu und stille, edt, ich mag dich ja zu allem nehmen, daß ich dir immer folgen kann: du willst mir selber alles sein: nur dein, nur dein vollkommner Wille ausge⸗ so sollst du denn in allen Sachen ssei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. den Anfang und das Ende machen; Laß mich nichts mehr für mich ver— ipfen. dann stellt sich lauter Segen ein. langen, 2— ja laß mir nichts am Herzen hangen Du führest mich, ich kann nicht gleiten, als deines großen Namens Ruhm; dein Wort muß ewig feste stehn; der sei allein mein Ziel auf Erden: du sprichst, dein Auge soll mich leiten, ach laß mirs nie verrücket werden; u.dein Angesicht soll vor mir gehn; denn ich bin ja dein Eigentum. ja deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, 1 4 bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. O daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse walten, 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen Geist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der wahren Gegenlieb in mir; durchdringe du mein Herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. Karl Heinrich von Bogatzkey 1690—1774. 337. Mel. Schmücke m 2.....— dich, o liebe Seele. — EI + N dlls und +.—.—— SI. 1. Hei⸗land, dei⸗ne Men-schen⸗lie⸗-be war die Quel⸗le dei⸗ner die dein treu⸗es Herz be-wo⸗gen, dich in un ⸗ser Fleisch ge⸗ 310 Heiligung. U —— 2——— ———.—.—..——2——— 8——. +. Diie r dich mit Schwach-h— ü⸗ber ⸗dek⸗ ket, zo ⸗ gen, — ......—.— E— 55—————.——— 390 dich vom Kreuz ins Grab Rerstretert der EH— F —.— 2 2.— I Trie⸗be dei⸗ner treu⸗en Men schen⸗lie be! 2. 5 Über seine Feinde weinen, O wie hoch stieg dein Erbarmen, jedermann mit Hilf erscheinen, da du für die ärmsten Armen sich der Blinden, Lahmen, Armen dein unschätzbar teures Leben mehr als väterlich erbarmen, in den ärgsten Tod gegeben, der Betrübten Klagen hören, da du in der Sünder Orden sich in andrer Dienst verzehren, aller Schmerzen Ziel geworden sterben für die ärgsten Sünder, und, den Segen zu erwerben, das ist Lieb, o Menschenkinder. als ein Fluch hast wollen sterben. 3 6. O du Zuflucht der Elenden, Deine Lieb hat dich getrieben, wer hat nicht von deinen Händen Sanftmut und Geduld zu üben, Segen, Hilf und Heil genommen, ohne Schelten, Drohen, Schlagen der gebeugt zu dir gekommen? andrer Schmach und Last zu tragen, O wie ist dein Herz gebrochen, allen freundlich zu begegnen, wenn dich Kranke angesprochen! für die Lästerung zu segnen, O wie pflegtest du zu eilen, für der Feinde Schar zu beten das Gebetne mitzuteilen! und die Mörder zu vertreten. 4. 720 Die Betrübten zu erquicken, Komm, laß deine Liebe decken zu den Kleinen dich zu bücken, meiner Sünden Meng und Flecken. die Unwissenden zu lehren, Du hast das Gesetz erfüllet die Verführten zu bekehren, und desselben Fluch gestillet: Sünder, die sich selbst verstocken, laß doch wider dessen Stürmen täglich liebreich zu dir locken, deiner Liebe Schild mich schirmen; das war, Jesu, deine Weise, heilge meines Herzens Triebe, täglich deine Freud und Speise. salbe sie mit deiner Liebe. Johann Jalob Rar bach 1693—1735. 338. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. — 1. Kö⸗nig, dem kein Kö⸗-nig glei⸗chet, des⸗ sen Ruhm kein Mund e er⸗ dem als Gott das Reich ge-büh⸗, der als Mensch das Zep⸗ter Himm nebst der in der sind, dir zi Tiere, Mens In d sieht wo vi dich z die 0 nach sich v und In d kann von von en. Heiligung. Q E 2——— 0*— 2—— e Le, E 4— dem das Recht ge-⸗ hört zum Thro⸗ne füh ⸗ret, Q U S.................—F——I.—3 5 0 2—— 2.—— IITT— AI— 2.. 0. als des Va⸗ters ein⸗gem Soh-ne, den so viel Voll⸗kom⸗-men⸗ ——— ů—.— a—— EU — Z—.———— E II hei⸗ten krö-⸗nen, zie⸗ren und be⸗glei⸗ ten: 2. Himmel, Wasser, Luft und Erde, nebst der ungezählten Herde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seeen, in den Wäldern, sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 3 In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die durchs Zepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 3 O Monarch in dreien Reichen, dir ist niemand zu vergleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vortrefflichkeit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen, laß mich deinen Schutz genießen, laß mich dich im Glauben küssen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herrschen dir zur Seiten. von der Menge deiner Knechte, Johann Jakob Rambach 1693—1735. 339. Mel. Jesu, meine Freude. E n.—— . 12˙2— 1——.——.—.——1 ⁵ 1. All⸗ge-nug⸗sam We-sen, das ich hab er=le=sen du ver⸗gnügst al⸗lei ne völ- lig, in-nig, rei ⸗ne 312 Heiligung. —— PPSP‚PIPIP‚P‚I‚I‚I.ITIIITFISI‚III..— S SSS mir zum höch-sten Gut: Wer di See ⸗le, Geist und Mut. Wer dich hat, ist still und satt; ⁰Ee2— 1———..———— I.—.—— 5— 3 . +—— wer dir kann im Geist an-han-gen, darf nichts mehr ver⸗langen 2 Wem du dich gegeben, kann im Frieden leben, er hat, was er will. Wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still; bist du da uns innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein: was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur hindern und den Frieden mindern. ö 4. Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer nur kann geben Freude, Ruh und Leben, eins ist not: nur du! Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten; ich wills doch nicht achten. 5. Komm, du selig Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar! Meinen Hunger stille, meinen Grund erfülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 340. Mel. Alles ist an Gottes Segen. —— 1—.—.—————.— ö 4.——.— e—.—— +* 1. Je⸗su, der du bist al-lei⸗ne Haupt und Kö⸗nig der Ge-mei⸗-ne, —— dei⸗nes Geistes, dir zu le-ben; stär⸗ke mich durch dei⸗ne Güt. Ach dei Gnade, deinen wo sie unter e die du O wie die dic 0 wie Du we wenn die sich Ich ur ich ver und ve wünsch stärke führ In de und d gänzli töte di Fleisch sei nu Die in stärke, ihre laß si und v lauter 2. Ach dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen Hüne deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3 O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich vereinge mich mit ihnen und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen: stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5. In der argen Welt sie rette und den Satan bald zertrete gänzlich unter ihre Füß: töte durch den Geist von innen Fleischeslust, Natur und Sinnen; sei nur du den Deinen süß. 6. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Serl in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. Heiligung. 313 22 Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, labneichbeden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 8. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll: auf dein Herz will ich sie legen, gieb du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 9. Ach besuch zu dieser Stunde üt Herzen und im Grunde sie erfreu in dir allein; zeuch mit deinen Liebeszügen ihre Lust und 100 Vergnügen wesentlich in dich hinein. 10. Ach du hast uns teur erworben, aren du bist am Kreuz gestorben: denke, Jesu, wir sind dein; halt uns fest, so wir leben und in dieser Wüste schweben, laß uns nimmermehr allein. 11. Bis ich einst mit allen Frommen droben werd zusammenkommen und von allen Flecken rein da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 341. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Kommt, Kin⸗der, laßt uns es ist ge⸗fähr⸗lich, 11 ge⸗hen, der A-⸗bend kommt her⸗ bei, Wüs⸗te⸗ 1—— ste⸗ hen in die⸗ser 0 ——5— ————————.— + ei⸗-ner Kraft zur 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem. Der Ausgang, der geschehen, ist uns fürwahr nicht leid; es soll noch besser gehen zur Abgeschiedenheit. Nein, Kinder, seid nicht bang; verachtet tausend Welten, ihr Locken und ihr Schelten, und geht nur euren Gang. 4. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten: es geht durchs Sterben nur. 2. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer: viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot: wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchens nur zur Not. 6. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. an⸗dern; es ist das En-de gut. 0 Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 8. Wir wandeln eingekehret, veracht't und unbekannt; man siehet, kennt und höret uns kaum im fremden Land; und höret man uns ja, so höret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da. ö 9. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 10. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten, die Engel uns begleiten als unsre Brüderlein. 11. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. Komm der W ein T bald f Nuren nur n von a gewan Es w haltt es wi so kor Sam treut denn Muß Kreo ang du Ruh Ma Hrül daß steh ndern, iste —— 12. Kommt, laßt uns munter wandern,. der Weg kürzt immer ab; ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut. 13. Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus: Heiligung. da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds thun! 14. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagenswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten: es soll nur Jesus sein. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 342. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn.(Mache dich, mein Geist, bereit.) —== — 125 ö—.— 2 66.— A EDDEE“—— E—————— V i: 1. Lieb⸗ster Hei⸗land, na-he und aus al⸗lem kräf-⸗tig-lich mich in dich dich, mei-nen Grund be⸗rüh⸗re, ein⸗füh⸗re, 6—————— E— SSSISISII.............. I 18.—— E— 1 daß ich dich in nig-lich mög in Lie⸗be fase⸗ sen, — 2 2 II FHU 2——— 2.—0— E— 0 6.—. 2 II ö al ⸗les an ⸗ dre las⸗ sen 2 Sammle den zerstreuten Sinn, treuer Hirt der Seelen, denn wenn ich in dir nicht bin, muß mein Geist sich quälen. Kreatur ängstet nur, du allein kannst geben Ruhe, Freud und Leben. Mache mich von allem frei, gründlich abgeschieden, daß ich eingekehret sei stets in deinem Frieden, kindlich, rein, sanft und klein, dich in Unschuld sehe, in dir leb und stehe. 4. Menschenfreund, Immanuel, dich mit mir vermähle; o du sanfter Liebesquell, salbe Geist und Seele, daß mein Will sanft und still ohne Widerstreben dir sich mag ergeben. 316 Heiligung. D. Jedermann hat seine Lust und sein Zeitvertreiben; mir sei eines nur bewußt: Herr, in dir zu bleiben. Alles soll folgen wohl, wenn ich mich nur übe in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören. Jesus, ich will schweigen gern und dich in mir hören: schaffe du wahre Ruh, wirke nach Gefallen; ich halt still in allem. ½ Was noch flüchtig, sammle du; was noch stolz ist, beuge; was verwirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche: daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine. Gerhard Tersteegen 16971769. 343. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 1. Nun so will ich denn mein Le-ben völ⸗-lig mei⸗nem Gott er ⸗ge⸗ben; .— nun wohl- an, es ist ge⸗schehn. — dir nicht hö-ren; Welt, ich will mich ————————.— , von dir keh⸗ren, oh 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet, hab ich hie und da verweilet, endlich sei der Schluß gemacht, meinen Willen ganz zu geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das ich habe, schau, ich halte nichts zurück; ne je zu: rück zu sehn. schau und prüfe meine Nieren, solltest du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von ganzem Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem deinen Augen nur gefallen, ach so hab ich ewig gnug. Eines und nie was sor fremd will ich als ein Fürste Mächt geben ale g hier i st zu Hahet in da orsch in( Er als d 69. —— 2. Eines will ich nur betrachten und nicht wissen noch drauf achten, was sonst draußen mag geschehn: fremd der Welt und ihren Sorgen will ich hier, in dir verborgen, als ein wahrer Pilger gehn. Heiligung. 6. Dich allein will ich erwählen; alle Kräfte meiner Seelen nimm nur ganz in deine Macht. Ja ich will mich dir verschreiben; laß es ewig feste bleiben, was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 344. Epheser 1, 21. 22. Mel. Alles ist an Gottes Segen. W ———. 5H. 12 2 2 EE— —— 8 2**„ 1. Je⸗sus Chris-tus herrscht als Kö-nig, al⸗les wird ihm 0—.—— 355—.— E— 0——— 2.. e +— 2 un ⸗ter⸗thä⸗nig, al⸗les legt ihm Gott zu Fuß; ö. öWWiSSPSPSPSSSIEEE...II...II.A....... E— ö— 2. al le Zun ⸗ge soll be⸗ken- nen: Je⸗sus sei der N U U F onri, 2— 45— H. E— 9.— —— Herr zu nen⸗nen, dem man Eh⸗re ge⸗ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit; alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit. Gehet aus dem Strom der Zeiten in das Meer der Ewigkeiten, forscht den fernen Tiefen nach: kein Geist wird in allen Gründen je Erhabners können finden, als der Vater von ihm sprach. 4. Gott, des Weltbaus großer Meister, hat die Engel wohl als Geister und als Flammen um den Thron; sagt er aber einem Knechte: Setze dich an meine Rechte? Nein, er sprach es zu dem Sohn. 5. Gott ist Herr, der Herr ist einer, und demselben gleichet keiner; einzig ist der Sohn ihm gleich. Dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 6 Heiligung. 11. Gleicher Macht und gleicher Ehren Allen losgekauften Seelen sitzt er unter lichten Chören, über allen Cherubim. An der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen; denn der Vater gab es ihm. 7 Nur in ihm, o Wundergaben! können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zu gut. 8. Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, mit dem Geiste sie getaufet, und sie lebet, weil sie glaubt. 2 Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, solls an keinem Gute fehlen, denn sie glauben Gott zum Ruhm. Werte Worte, teure Lehren! Möcht doch alle Welt dich hören, süßes Evangelium! 12. Zwar das Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Zeit darnieder, und das Leiden geht zuvor: nur Geduld, es folgen Freuden; nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 13. Ihnen steht ein Himmel offen, welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist; die gereinigte Gemeine weiß, daß eine Zeit erscheine, wo sie ihren König grüßt. 14. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, rühmt, vollendete Gerechte, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Wunden müssen Wunden heilen, Heilsöl weiß er auszuteilen, Reichtum schenkt er nach dem Tod. 10. Eile, du darfst dich nicht schämen! Willst du Gnade, du sollst nehmen; willst du leben, das soll sein; willst du erben, du wirsts sehen; soll der Wunsch aufs höchste gehen: willst du Jesum, er ist dein. und du Schar, die Palmen trägt, und du Blutvolk mit der Krone, und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 15. Ich auch auf den tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm unterthänig, ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller w1699—1769. 345. 1. Herz und Herz ver-eint zu⸗sam⸗men sucht in Got⸗tes Herzen Ruh, las⸗set Mel. O du Liebe meiner Liebe. eu⸗re Lie-bes-flam-men lo⸗dern auf den Heiland zu: er das Haupt, wir sei⸗ne Glie⸗der, er das Licht und wir der Schein, Kommt, und err schwöret Lieb ur und we Festigke 0 so fle bis sie Legt es auf so daß eir auch de So ha so berg denkt d Wennei Hallely welche daß w der un daß de der de daß di uns so Uch, d eine doß Heiligung. 319 ——— SS.................. ——1.——.T— m. er der Meister, wir die Brü-der, er ist un⸗ser, wir sind sein. „ 2. wie's dein letzter Wille war. Kommt, ach kommt, ihr Gnaden-Ja verbinde in der Wahrheit, ö kinder, die du selbst im Wesen bist, der und erneuert euren Bund, alles, was von deiner Klarheit schwöret unserm Überwinder in der That erleuchtet ist. Lieb und Treu von Herzensgrund; 6 ö und wenn eurer Liebeskette 160. 199140 10 0 Festigkeit und Stärke fehlt, So wird dein Gebet erfüllet, o so flehet um die Wette, daß der Vater alle die, bis sie Jesus wieder stählt. welche du in dich verhüllet, ö auch in seine Liebe zieh, 3. und daß, wie du eins mit ihnen, Legt es unter euch, ihr Glieder, also sie auch eines sein, auf so treues Lieben an, sich in wahrer Liebe dienen daß ein jeder für die Brüder und einander gern erfreun. auch das Leben lassen kann. 7 So hat uns der Freund geliebet, 5. so vergoß er dort sein Blut; Liebe, hast du es geboten, chte, denkt doch, wie es ihn betrübet, daß man Liebe üben soll, wenn ihr euch selbst Eintrag thut. 0 so mache doch die toten, t 4 trägen Geister lebensvoll. NN Zünde an die Liebesflamme, 10 ö Hallelujah! Welche Höhen, daß ein jeder sehen kann: welche Tiefen reicher Gnad, wir, als die von einem Stamme, daß wir dem ins Herze sehen, stehen auch für einen Mann. der uns so geliebet hat, 8 V. daß der Vater aller Geister, 4. der der Wunder Abgrund ist, Laß uns so vereinigt werden, daß du, unsichtbarer Meister, wie du mit dem Vater bist, mig, uns so fühlbar nahe bist. bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist; 2 und allein von deinem Brennen 760. Ach, du holder Freund, vereine nehme unser Licht den Schein: deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 346. Seelenbräutigam. geh vor⸗-an auf der Le-bens⸗bahn, und wir wol⸗ 320 Heiligung. führ uns an der Hand bis ins Va⸗ter⸗land. 2. kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gieb Geduld zu beiden; laß uns feste stehn richte unsern Sinn und auch in den schwersten Tagen auf das Ende hin. niemals über Lasten klagen; é 4. denn durch Trübsal hier rdne unsern Gang, geht der Weg zu dir. Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, 3. gieb uns auch die n Pflege; Rühret eigner Schmerz thu uns nach dem Lauf irgend unser Herz, deine Thüre auf. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Solls uns hart ergehn, 347. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. 1. Wie dank ichs, Hei-land, dei⸗ner Lie ⸗be, daß du von durch dei⸗nes heil⸗gen Geis⸗tes Trie⸗be mich hast er⸗ —.— 2 dei⸗nem Gnaden⸗thron neut, o Got⸗tes⸗sohn? Wie dank ichs dei⸗nem treu⸗en Her⸗zen, daß du mich von dem Fluch be-freit und mir die ew⸗ ge Se⸗lig⸗ keit er⸗wor-ben hast durch To-des-schmerzen? 2. da wurde köstliches Geschmeide, Das hab ich an mir wahrgenommen, das Kleid des Heils, mir zugewandt, zu deiner Stunde ists geschehn, mir Geites se der Kindschaft Pfand, da bin ich meinem Feind entkommen, des E Geistes selge Ruh und Freude. da hab ich in dein Licht gesehn, Doch w mit ei auf ett was di ach we so bitt zerreiß mein Mein zu dei und h dein 6 Die L in die und 9 die zi MWII en, ege, 760. / wandt, Hfand, reude. — — —2——J.— 7 Heiligung. 3. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge mit einem Faden an der Welt, auf etwas seine Sehnsucht ginge, was dir, mein Heiland, nicht gefällt: ach wäre dies, mein liebstes Leben, so bitt ich, zeige du Gewalt, zerreiße diesen Faden bald; mein Wille sei dir übergeben. 4. Mein ganzes Herz sei dir gegeben, zu deiner Wohnung nimm es hin und hauch ihm ein dein selig Leben, dein Geist regier allein darin. Die Liebe, die dich ehmals nieder in dieses Erdenwesen zog und Mensch zu werden dich bewog, die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 321¹ 5 Zerbrich, vertilge, ja zermalme, was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie mich an der Kette hält, das gilt ja gleich in deinen Augen, da nur ein ganz befreiter Geist, der alles Eitle von sich weist, und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ja Amen, hier sind Herz und Hände, aufs neue seis dir zugesagt: ich will dich lieben ohne Ende, mein Alles werde dran gewagt. Du giebst mir einen neuen Namen, der gilt in deiner Treuen Zahl und gilt in deinem Ehrensaal, wohin die Überwinder kamen. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700-1760, 348. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. H + U —.———.—— H. RSSSE —.— 1—.—.— 1. Heilge Ein⸗falt, Gna⸗den⸗wun⸗der, tiefste Weis⸗heit, größte Kraft, Q— EHEEEEEEEEEEEEEEEE— E EE— EH——— ö——— 2— 2. Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zu Schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Wenn wir in der Einfalt stehen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so vergeht uns das Gesicht. 4. Einfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an den ewigen Magnet. schönste Zier de, Lie⸗beszunder, Werk, das Gott al-lei⸗ne schafft! Wer nur hat, was Jesus giebet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; 6. Wer ihn so mit Inbrunst liebet, daß er seiner selbst vergißt; wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; Wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den Fels erbauet und ein selges Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg 1704—1792. 21¹ Heiligung. 349. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — HA 2————.—— E.— D + 2. 2 Lar. 1. Was hin⸗ket ihr, be⸗trog-⸗ne See⸗len, noch im⸗-mer Fällts euch zu schwer, das zu er-wäh⸗len, was euch des U ———— S S IIIIIIII EEE hin auf bei⸗der Seit? O sehts mit off⸗nen Him-mels Ruf an ⸗beut? Au⸗gen an und bre ⸗chet durch auf, schma ⸗ler Bahn. 2. 6. Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen, Auf, auf! Ist dieser Weg schon enge, nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt, voll Dornen und voll rauher Stein, womit euch Gott will ewig lohnen, bringt euch die Welt oft ins Gedränge, wenn euer Kampf den Sieg erhält: stellt Satan sich geharnischt ein, Gott selbst ists und die Ewigkeit erhebet sich sein ganzes Reich: voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. Immanuel ist auch bei euch. 7. Drum gilt hier ken geteiltes dae, Gs fordert nichts, geliebte Seelen, Gott krönet kein geteiltes Her: als daß ihs euch mut Je in halrn wer Jesu sich nicht ganz ergeben, und ohne heuchlerisch Verhehlen der macht sich selber Müh und Schmerz en e die schroachen Hände I t. und träget zum verdienten Lohn Er 23— t für euch, er macht die Bahn hier Qual und dort die Höll davon. trotz dem, der euch besiegen kann. 8. 4. Die Allmacht stehet euch zur Seite Die 2) zur Seiten Wer aber mit Gebet und Ringen die Weisheit al bei euch die Wach, auf ewig allem Abschied giebt die Gottheit selber will euch leiten; 5* che Di 9—. + und Earden end aulene Keb. folgt nur mit treuen Schritten nach. der nird. de 8 4— 930 Wie manchen hat nicht diese Hand er wird der Krone wert geschätzt schon durchgeführt ins Vaterland! und auf des Königs Stuhl gesetzt. 9 5 Nur spart es nicht auf andre Zeiten; es Zerreißet die gelegten Schlingen, 8 ist schon jetzt so viel versäumt. die euch in diesem schönen Lauf Ihr mehrt euch selbst die Schwierig⸗ verhindern und zum Säumen bringen, keiten, und rafft euch heut von neuem auf: wenn ihr das süße Heut verträumt. auf, auf, verlaßt die falsche Ruh;(ilt, eilet, denn die Gnadenzeit auf, auf, es geht dem Himmel zu! rennt zügellos zur Ewigkeit. Laßt herflu ihr ge in tau Wie o far Heil deine dem, heili heilg eine der Wem Das Was das vor und 55 Veß Pri alle R eint kelen, halkt n falkt. Bahn mn. eiten, Wach, eiten nach⸗ Hand and! heiten umt. vierig⸗ rüumt. it —— e, Heiligung. 323 10. 141. Laßt euch das Fleisch nicht babesi faßt einander bei den Händen; machen, seht, wie ist unser Ziel so nah! verfluchet seine Zärtlichkeit: Wie bald wird unser Kampf sich enden! ihr gebt euch za um eitle Sachen Da steht dann unser König da; in tausend Müh und Fährlichkeit. der führt uns ein zur stillen Ruh Wie, daß ihr um das höchste Gut und teilet uns das Kleinod zu. so faul, verzagt und sorglos thut? Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744. 350. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn.(Mache dich, mein Geist, bereit.) D EU 1. Bet⸗ge-mein-de, heil⸗ge dich mit dem heil⸗gen O=le; Je⸗su Geist er ⸗gie ße sich dir in Herz und See⸗ le. —— 2——— U— 154P 2——— D. Laß den Mund al le Stund vom Ge-bet und Fle-hen — — hei lig u ⸗ ber ⸗ge ⸗ hen. 0— 2. wenns zum Herzen Gottes geht, Heilige den heilgen Brand, seines Zwecks nicht fehlen: deines Geists Verlangen, was wirds thun, dem, ders Blut an dich gewandt, wenn sie nun heilig anzuhangen: alle vor ihn treten heilger Rauch und zusammen beten? sei es auch, der zu Gott aufgehet, 5. ö wenn dein Herze flehet. Wenn die Heilgen dort und hier, . Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar ö ‚ . ein Gebet Iund aus von ihnen allen: Jesus Christ wie muß das erschallen! Priester und Versühner 6. aller seiner Diener. O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht so in Freud als Nöten. 21⁴ Kann ein einiges Gebet einey gläubgen Seelen, V TTSI 5 L niti rn n D 32⁴ Heiligung. Schritt für Schritt das zu Gott sich schwinget; wirkt es mit, betet, daß es dringet. wie zum Sieg der Freunde, 8. so zum End der Feinde. Betet, daß die letzte Zeit 7 vollends übergehe, O so betet all zu Hauf, daß man Christi Herrlichkeit betet immer wieder; offenbaret sehe; heilge Hände hebet auf, stimmet ein heilget eure Glieder. insgemein Heiliget mit der Engel Sehnen das Gebet, nach dem Tag, dem schönen. Christoph Karl Ludwig von Pfeil 1712— 1784. 351. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. — 1. Dich, Je⸗sum, laß ich e-wig nicht, dir bleibt mein Herz er⸗ Du kennst dies Herz, das red⸗lich spricht: Nur ei ⸗nem will ich e⸗ben.;.— Iesben Du, Herr, al-lein, du sollst es sein, du sollst mein Trost auf Er-den, mein Glück im Him-mel wer-den. 2. will ich erfreut Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, um deines Leidens willen ich halte dich im Glauben; die Pflicht der Treu erfüllen. nichts kann mir meine Zuversicht 4. 90 E—— Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; Der aan 2385 7— du stärkest mich von oben. hat festen Grund: Zu dir steht meine Zuversicht, die deiner sich nicht schämen, wenn meine Feinde toben: die kann dir niemand nehmen ich flieh zu dir 0 7 3. du eilst zu mir; Dich, Jesum, laß ich ewig nicht: wemnn mich die Feinde hassen, aus göttlichem Erbarmen wirst du mich nicht verlassen. gingst du für Sünder ins Gericht 3. und büßtest für mich Armen; Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus Dankbarkeit das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bl mit se Doch währt bald i und 9 Dich, 784. den. ht; Heiligung. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit, bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, — 32⁵ nie soll mein Glaube wanken; und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein 3 Hin ist mein, und ich bin Ehm er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich 1713.—1780. + 352. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. EUHH.——— ö 7—— e U+— 2—————— —„—— 2 1. Gott, dei⸗ ne Gü=te reicht so weit, so weit die Wol⸗ken du krönst uns mit Barm⸗her-zig-keit und eilst, uns bei-zu⸗ —* W 5.———.— ů——— RUH 4——— ———.—...—.— se 6en Herr, mei-ne Burg, mein Fels, mein Hort, ver⸗ ——— ———.——.— 1—21 5——.— ....... 2.— 13—.—. 2 H E + nimm mein Flehn, merk auf mein Wort; denn ich will vor dir be⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze 14— 5 Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigentum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben: im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand 5 meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 353. Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. WI5 2 —ñ25ę —— —ͤr 326 Heiligung. ßen Frie⸗den ins Her z hin⸗ein, 910 dein Gna⸗den⸗an⸗blick macht EEEEEE , uns so se⸗ lig,* Leib und See⸗le dar⸗ü⸗ber fröh⸗ —. lich und dank-bar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kanns schon ge⸗ wahren: du kannst dich fühlbar gnug offen⸗ baren auch ungesehn 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht; der hätt ohn Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld ver— zeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund be⸗ gegnen ist deine Lust. 5. Ach gieb an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken, 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Todsgestalt; ja die laß uns immer vor Augen schweben und dein seh hrhaftiges In⸗-uns⸗leben zu sehen sein. 7— Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himmel nein mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen aus Not und Liebe nach dir zu blicken vor Lob und Dank. ohn Unterlaß. Christian Gregor 17231801. Imn sieht Vol statt Güt Alle alle Leb ist ö unt — E ichkeit einen unden enein ndlein noc etzen N dil grabne vandt, schint Heiligung. 32⁷ 354. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. ö ö EEESEH LA— +—— E 2— 2—. HN 2——— 1— 2 Ee E——1.— I 1. Al⸗les ist eu⸗er! O Wor⸗te des e-wi⸗gen Le⸗-bens! Füh⸗le sie, gläu⸗bi⸗ ge See⸗le, voll hei⸗li⸗gen Be⸗bens. 0———— e n Le EEEEEEEEEEEEE * 5.—— ö Al ⸗les ist dein! Ir⸗-disch-ge-sinn-ten al-lein tö-⸗nen die *— .............. en Wor ⸗te ver⸗ge-bens. 2. ö Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Wallt er gleich dürftig und einsam in traurigen Wüsten, findet er gleich Thoren geachtet und reich: nie kann nach Eitlem ihn lüsten. 3 Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, sieht er die Güter der Thoren im Sturme verwehen. Wohl ihm, er faßt statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4 Alles, was Freude gewähret im irdischen Leben, alles, wovor noch die Kinder der Welt hier erbeben, Leben und Tod 3. Alles ist euer! O Christen, vom Himmel hernieder schauet der Mittler auf seine er⸗ löseten Glieder; höret, er spricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht; alles ist euer, ihr Brüder! 6 Seid ihr auch elend, verlassen, ver⸗ folgt und gefangen, fließen euch Zähren des Grams von erbleichenden Wangen, droben im Licht, freut euch, da fließen sie nicht, dort ist das Alte vergangen. 0 Die ihr mit Christo einst herrschet, singt Lieder der Feier; freut euch der Hoheit, die Christus errungen so teuer, die er erwarb, ist euch auf Gottes Gebot unter die Füße gegeben. als er auf Golgatha starb. Amen, ja, alles ist euer! Christian Friedrich Daniel Schubart 1739—1791. 355. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) D ¹ EEI ö‚— 11 . S S..............— H 1. Gern in al⸗les mich zu fü-gen, mich der Stil⸗le oh ⸗-ne Wor⸗te, mit Vergnügen al⸗ler Knechte Knecht zu sein, still zu freun, Heiligung. — e, 9—.—. 2——2—. 2—2—.— —. die„se Weisheit fleh ich mir, hoch-er⸗hab-ner Gott, von dir. 2. laß, o Vater, mich nicht klagen, Unbekannte Wege wandeln, sollt ich schwere Lasten tragen, Wege, die dein Aug nur kennt, schweigend lieber in mich gehn, stille dulden, schweigend handeln, demutsvoll auf dich nur sehn. wo kein Menschenmund mich nennt: 4. das, du freundlicher Gewährer, Gott, du bist mein Gott, ich falle aller Demut Quell und Lehrer, demutsvoll zu Fuße dir. Jesus Christus, lehre mich, Du erquickst, begnadigst alle, still und schweigend sehn auf dich. schenkest Gnad und Ruh auch mir, 3. unterstützest mein Bestreben, Gott der Niedrigen und Stillen, immer stiller dir zu leben, die so gern im Schatten ruhn, meiner Ohnmacht nie zu traun, streng und fromm nach deinem Willen fester stets auf dich zu baun. einsam leiden oder thun, Johann Kaspar Lavater 1741—1801. A 356. 1— ö— 1. Him-mel⸗an, nur him-mel⸗an soll der Wan⸗-del gehn. Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz ge⸗schehn; +— 1 U r,, L, n.—— u—. v d— auf Er⸗den nicht. Freude wechselt hier mit Leid: richt hin⸗auf zur — I———— — 2——.———....———1 * 2 SꝗDSRSDDSISSEee ö Herr=lich-keit dein An⸗ge⸗sicht, dein An- ge⸗sicht. ö 2. 3 Himmelan schwing deinen Geist Himmelan hat er dein Ziel jeden Morgen auf. selbst hinaufgestellt Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, sorg nicht mutlos, nicht zu viel unser Pilgerlauf. um den Tand der Welt Fleh täglich neu: flieh diesen Sinn! Gott, der mich zum Himmel schuf, Nur was du dem Himmel lebst, präg ins Herz mir den Beruf, 1 von Schätzen dort erstrebst, ) mach mich getreu.: das ist Gewinn. Himm wenn weil d stündl. Drobe weiß ei Himn alles trägt seine Osch Näm denke 1 di. Hinn mitte Folg seine Erel halt ttatt Heiligung. 4. im Himmelssinn. Himmelan erheb dich gleich, Von der Weltlust freier stets wenn dich Kummer drückt, und mit ihm vertrauter gehts⸗ weil dein Vater, treu und reich, zum Himmel hin. as en auf dich blickt. 8. as quält dich so? 3 955 ö Diwben in dein Land des Lichts nnt din Dadee 5 zuletzt weiß man von den Sorgen nichts: salbst sei himmlisch froh. Seis, daß sie dir sterbend jetzt 70 2 kurze Schrecken macht: 3. harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell; nach dem Tod erblickst du schnell )½ des Vaters Haus. Himmelan wallt neben dir alles Volk des Herrn, trägt im Himmelsvorschmack hier seine Lasten gern. 9. O schließ dich an! ö i S e Hallelujah! Himmelan Kämpfe drauf, wie sichs gebührt; steig dein Dank schon hier. 8 5 Weh an 337 Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir 6. in Ewigkeit. sale Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu in Ewigkeit. ½ Himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach. Folg, weil du sein Jünger bist, 2/½ Lunist Vorbild nach. 10. Er litt und schwieg; f. halt dich fest an Gott, wie er; send du Iriunn siehst statt zu klagen, bete mehr; Aubon 0 vel Lin 190 Ruh 2: erkämpf den Sieg.) n 36. 51 1 in den Himmel ziehst. 0. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, Himmelan führt seine Hand 535. 8 auch dir zu deinem Sieg. durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich ): Gelobt sei er! ½ Johann Gottfried Schöner 1749—1818. 357 00. Mel. Jesus, meine Zuversicht. = SSS 1. Steil und dornig ist der Pfad, der uns zur Voll-en⸗dung lei=tet. Se=lig ist, wer ihn be⸗ trat und im Na⸗men Je⸗su strei⸗ tet; — — 0———— DD———— — I E—— ,.———— se⸗lig, wer den Lauf vollbringt und nicht kraft⸗los nie⸗der⸗sinkt! 330 Heiligung. 2. Überschwenglich ist der Lohn der bis in den Tod Getreuen, die, der Lust der Welt entflohn, ihrem Heiland ganz sich weihen; deren Hoffnung unverrückt nach der Siegeskrone blickt. Den am Kreuz wir bluten sehn, der hat uns den Lohn errungen und zu seines Himmels Höhn sich vom Staub emporgeschwungen. Sieger in des Todes Nacht, sprach er selbst: Es ist vollbracht! 4. Zeuch, o Herr, uns hin zu dir, zeuch uns nach, die Schar der Streiter! Sturm und Nacht umfängt uns hier; droben ist es still und heiter. Jenseits, hinter Grab und Tod, strahlt des Lebens Morgenrot. 2 Auf denn, Streitgenossen, geht mutig durch die kurze Wüste; seht auf Jesum, wacht und fleht daß Gott selbst zum Kampf euch rüste. Der in Schwachen mächtig ist, giebt uns Sieg durch Jesum Christ, Samuel Gottlieb Bürde 1753—1831. 358. Mel. Die Tugend wird durchs K.— 8 geübet. 2=.......— A 2—.— 5.—.—— 1. Was wär ich oh-ne dich ge⸗we⸗sen? Was würd ich oh-ne Zu Furcht und Angsten aus-er le-sen, ständ ich in wei⸗ter Zu Furch 9 —— dich, Herr, seinꝰ Welt al ⸗lein. Nichts wüßt ich si⸗cher, was ich lieb-te, die ö U +——,—5 32—441 4—.—— Zu⸗kunft wär—— dunk⸗ler 6 16 und wenn mein Herz sich — H — — tief be⸗-trüb-te, wem thät ich mei ne Sor-gen kund? 2. é 3. Einsam verzehrt von heißem Sehnen, Hat Christus sich mir kund gegeben, 100 oln mir nächtlich jeder Tag; und bin ich seiner erst gewiß, h folgte nur mit heißen Thränen o dann verzehrt ein lichtes Leben Dmn weiten Lauf des Lebens nach; die bodenlose Finsternis. ich fände Unruh im Getümmel Nun schau ich erst des Christen Würde, und hoffnungslosen Gram zu Haus. mein Schicksal wird verklärt durch ihn, Wer hielte ohne Freund im Himmel, und leichter trag ich jede Bürde, wer hielte da auf Erden aus? seh in der Wüste Rosen blühn. Das die ne und A und f Für bleib gewiß wenn O ge und! streckt und! Der im 6 die e auch Ein war wir von! Ein der! und 0f Das gab und 0 Der Heiligung. 331 * die bebenden Gefangnen fest; Das Leben wird zur Liebesstunde, Furcht vor des Totenrichters Schwerte die neue Welt spricht Lieb und Lust, verschlang der Hoffnung Überrest. und Balsam träuft in jede Wunde, und frei und voll klopft jede Brust. Für alle seine tausend Gaben bleib ich sein demutsvolles Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschensohn, voll Lieb und Macht, wenn zwei auch nur versammelt sind. und hat ein allbelebend Feuer O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein. in unsern Herzen angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland, wir konnten glauben, lieben, hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. Der Himmel ist bei uns auf Erden, 9 im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgethan. Seitdem verschwand die Not der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt; der Eltern Liebe gab dem Kinde 6. Ein alter schwerer Druck der Sünde ins Leben diesen Glauben mit; war fest auf unser Herz gebannt; durch ihn geheiligt zog das Leben wir irrten in der Nacht wie Blinde, vorüber wie im Morgenlicht, von Reu und Lust zugleich entbrannt. und ewger Lieb und Lust ergeben, Ein jedes Werk schien uns Verbrechen, bemerken wir den Abschied nicht. der Mensch nur Gottes Feind zu sein, 10 und schien der Himmel uns zu sprechen, so sprach er nur von Tod und Pein. 7 Noch steht in wunderbarem Glanze der heilige Geliebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze Das Herz, des Lebens reiche Quelle, und seiner Treue, weinen wir. gab sich der Angst der Sünde hin, 13— jeder Mensch ist uns willkommen, und wards in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. der seine Hand mit uns ergreift, in seinen Bund mit aufgenommen Der Sinne Lust hielt an der Erde zur Frucht des Paradieses reift. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 359. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. ES 1. Wenn al ⸗le un⸗treu wer Sꝗ..—— den, so bleib ich dir doch treu, daß Dank⸗bar⸗keit auf Er⸗den nicht aus⸗ge⸗stor-ben sei. 25— 5 Heiligung. geb ich dir mit Freu-den auf e-wig die⸗ses Herz. 2 Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und mancher von den Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen, hast du so viel gethan; und doch bist du verklungen, und keiner denkt daran. 3 Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden; o lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 360. 1. Du bist mir nah mit du lei⸗test mich des 2*—— dei⸗nem Sohn mir al Pro⸗ben dei ner Va⸗ter-huld. dei-ner Gna⸗de, Le-bens Pfa⸗de, ne ver⸗giebst in giebst tau⸗send 2 1 H ——— nimm Wankelmut und Leichtsinn Du bist mir nah mit Vatertreue, von mir hin. du läßt mich nicht, der Vater nicht sein Kind; 3. du hältst den Bund, wie oft aufs neue Du bist mir nah mit deinem Lichte I 20 des Kindes Schwüre schon gebrochen erleuchtest mir die dunkle Pilgerbahn: sind. vor deinem Strahlenangesichte Gieb du mir, Vater, treuen Kindes-verschwinden Irrtum, Finsternis und sinn, Wahn. So lal von il Du b so oft! durch von L Du u du g Du bi denn dein mich wienl du h Dul m 01. Heiligung. So lang ich leb, erleuchte mich Frsi wär ich nie von dir geschieden, Licht: so hätt ich längst errungen jeden Sieg. von ihm geleitet, irr ich ewig nicht. Doch bin ich auch von meinem Ziel 4. noch fern, Du bist mir nah mit Kraft und stets kost ich mehr den Frieden mei⸗ Stärke, nes Herrn. so oft ich bete, hilfst du mir im Streit; 7. durch dich nur üb ich gute Werke. Du bist mir nah mit deinem Segen, von Ohnmacht und Verzagtheit ganz ich fühls, du ziehst mit Macht mich befreit. himmelwärts; Du wohnst, du wirkst in mir, All- drum eil ich kindlich dir entgegen: mächtiger; nimm, Vater, nimm denn hin mein du giebst mir Mut ins Herz, All⸗ ganzes Herz; liebender. o laß es ruhn in deiner Liebe Schoß 5 und mach es ganz von aller Welt⸗ Du bist mit deinem Trost mir nahe, lust los. denn meine Thränen hast du, Gott, gezählt; Ich nahe dir mit tiefem Sehnen, dein liebend Vaterauge sahe mit Kindeslieb und freudigem Ver⸗ mich gnädig an, so oft dein Kind traun. gefehlt; Ich will auf dich, mein Stab, mich wie oft auch Not und Kummer mich lehnen, gedrückt, laß bald dein Vaterangesicht mich du hast mich stets mit reichem Trost schaun. erquickt. Ja, wohn in mir: ein Freuden⸗ 65—.—R himmel ist, Du bist mir nah mit deinem Frieden, wo du, mein Gott, der Seele nahe bist. in mir und außer mir ist so viel Krieg; Karl August Döring 1783.—1844. 361. Joh. 14, 6. Mel. Valet will ich dir geben. 155 d,— ———.— 1. Aus ir ⸗di⸗schem Ge-tüm⸗mel, wo nichts das Herz er⸗quickt, wer zeigt den Weg zum Him-mel, wo⸗ hin die Hoffnung blickt? 0— 23 2.— —E———— —.—.—. DEEE —4—9———————— Wer lei⸗tet un⸗ser Stre⸗ben, wenn es das Ziel ver⸗gißt? Wer Q D 5——.— 2——— H ‚—————————3 EAERIII.——— —— führt durch Tod zum Le⸗ben? Der Weg heißt Je⸗sus Christ. 33⁴ Heiligung. 2. 3. Hier irren wir und fehlen, Wer giebt uns hier schon Freuden, gehüllt in tiefe Nacht: die niemand rauben kann? durch wen wird unsern Seelen Wer zeiget uns im Leiden ein wahres Licht gebracht? den Himmel aufgethan? Von oben kommt die Klarheit, Wenn vor dem Tod wir beben, die alles uns erhellt; wer giebt dem Herzen Ruh? denn Christus ist die Wahrheit, Heil! Christus ist das Leben, er ist das Licht der Welt. führt uns dem Vater zu. Christoph Karl Julius Asschenfeldt 17921856. 362. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. U 479.— 2— + — DII 2—.— Z e.— —— 1:—.— H3 1. Uns, die Ge⸗bund-nen, zu be⸗frein, der Un-heil⸗ba⸗ren All uns⸗re Schuld und Not und Qual hat er aus Lieb und 4—— 11 Zn nvi, e. Zune. +—— j; —..——— Heil zu sein, ist er her⸗ab ge⸗kom⸗men. Mü 6. ü⸗den Frieden frei⸗er Wahl von uns auf sich ge⸗nom-men. Frieder und E⸗len⸗den Heil zu sen⸗den, stieg er nie⸗ 4.— ö— I en e dr 1 ——————e 1 der, brach-te das Ver⸗lor⸗ne wie— der. 2. 3. Der einst im Fleisch auf Erden war, Zu Gottes Ruhm hat ers vollbracht. ist auch noch heute unsichtbar 1—— ist, o Tod, nun deine t allwaltend hier zugegen. Wo ist dein Sieg, o Hölle? Er nimmt sich unsrer Schwachheit an; Wie weit uns auch der Sturm ver⸗ wenn wir den steilen Pfad hinan 2 10 schlägt, zu klimmen nicht vermögen, ans heimatliche Ufer trägt trägt er, uns doch die letzte Welle. pflegt er, Fröhlich, die erliegen, giebt zum Siegen Mut selig und Stärke, Geist, zu wirken Gottes Werke. auch in Leiden sind wir, scheiden voll Vertrauen, ihn dort, wie er ist, zu schauen. 1834. Drin nfe zun will den, 56. 2H.. 45 IL. Vertrauen auf Gott 335⁵ 4. Vertrauen auf Gott. (Hingabe in seinen Willen. Trost im Kreuz.) 363. E———————— ö 2—.—— 2 .S..S............... 1. Was mein Gott will, das gscheh all-⸗zeit, sein Will der ist der zu hel⸗fen den'n er ist be⸗reit, die an ihn glau⸗ben — F—— I 1 *— 22 +1 —— 1 16; er hilft aus Not, der from- me Gott, und +— ST ö . . ö 973 züch ⸗ti⸗-get mit Ma ßen. Wer Gott ver⸗traut, fest —— 2——— 1———10 EEEEEEEEEEEEEFAEE— EH————— auf ihn baut, den will er nicht ver-⸗ las⸗sen. 2 Mein arme Seel ich Gott befehl Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, in meiner letzten Stunden. mein Hoffnung und mein Leben; Du frommer Gott, Sünd,‚ Höll und was mein Gott will, daß mir geschicht Tod will ich nicht widerstreben. hast du mir überwunden. Sein Wort ist wahr, denn all mein 4. Haar Noch eins, Herr, will ich bitten dich, er selber hat gezählet; du wirst mirs nicht versagen: er hüt't und wacht, stets für uns wenn mich der böse Feind anficht, trach't, laß mich, Herr, nicht verzagen. auf daß uns gar nichts fehlet. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein 3. Herr, Drum will ich gern von dieser Welt zu Ehren deinem Namen. hinfahrn in Gottes Willen Wer das begehrt, dem wirds gewährt; zu meinem Gott; wanns ihm gefällt, drauf sprech ich fröhlich Amen. will ich ihm halten stille. 1554. 364. Psalm 31. Q E—— 4.—. , e wu ner e n D— 5½ A V n—4 13— —0 2 1. In dich hab ich ge- hof⸗-fet, Herr; hilf, daß ich nicht zu zu Spot ⸗te. Das bitt ich dich, er-hal⸗te mich in dir, dem treu⸗en Got ⸗te. 2. mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Dein gnädig Ohr neig her zu mir, mein starker Gott erhör mein Bitt, thu dich herfür, in aller Not: eil bald, mich zu erretten. wer mag mir widerstreben? In Angst und Weh ü 5. 4 ich lieg und steh, Herr, meinen Geist befehl ich dir; I. hilf mir in meinen Nöten. mein Gott, mein Gott, weich nicht ö 1 3. von mir, Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, nimm mich in deine Hände; sei mir ein Burg, darin ich frei o wahrer Gott, und ritterlich mög streiten, aus aller Not ob mich gar sehr hilf mir am letzten Ende. der Feinde Heer; anficht auf beiden Seiten. 5 Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit 4. sei Vater, Sohn und Geist bereit't, Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Lob seinem heilgen Namen! f 5 Hort, Die göttlich Kraft mein Schild, mein Kraft, sagt mir mach uns sieghaft dein Wort, durch Jesum Christum. Amen. Adam Reusner 1496—1575. ob E — — — — —. — 2 — aus und ein, und fin ⸗den we⸗der —— wir gleich sor⸗gen früh und spat: 80 ist daß u dich a um R Und! zu din undf und Die allen, im N der 1 ben, dir; ö nicht 5⁵⁵• . 4 — Vertrauen auf Gott. 337 2 5 So ist das unser Trost allein, Drum kommen wir, o Herre Gott, daß wir zusammen insgemein und klagen dir all unsre Not, dich anrufen, o treuer Gott, weil wir jetzt stehn verlassen gar um Rettung aus der Angst und Not; in großer Trübsal und Gefahr. 3 6 Und heben unser Aug und Herz Sieh nicht an unsre Sünde groß, zu dir in wahrer Reu und Schmerz sprich uns derselbn aus Gnaden los, und suchen der Sünd Vergebung steh uns in unserm Elend bei, und aller Strafen Linderung, mach uns von allen Plagen frei; 4. 0 Die du verheißest gnädiglich Auf daß von Herzen können wir allen, die darum bitten dich nachmals mit Freuden danken dir, im Namen deins Sohns Jesu Christ, gehorsam sein nach deinem Wort, der unser Heil und Fürsprach ist. dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber 1511—1569. 24w 366. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. E III——.————.—— 5 IIee e..-—.—— E —6 1. Wer Gott ver-traut, hat wohl ge⸗baut im Him-mel und auf wer sich ver-läßt auf Je⸗sum Christ, dem muß der Him⸗-mel 0— ů—— ..— 2.— ö—— ů——— .———— Er⸗den; 3 1 Wer⸗den. Dar ⸗ um auf 1. all Hoff-nung ich ganz . een x er * fes⸗ tig-lich will set-zen; Herr Je⸗ su Christ, mein — —*.——.—— Trost du bist in To⸗des Not und Schmer⸗zen. 2. 3. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr Dein tröst ich mich ganz sicherlich, und aller Welt zuwider, denn du kannst mirs wohl geben, dennoch so bist du, Jesu Christ, was mir ist not, du treuer Gott, der sie all schlägt darnieder; für dies und jenes Leben. und wenn ich dich nur hab um mich Gieb wahre Reu, mein Herz erneu, mit deinem Geist und Gnaden, errette Leib und Seele. so kann fürwahr mir ganz und gar Ach höre, Herr, dies mein Begehr nicht Tod noch Teufel schaden. und laß mein Bitt nicht fehlen. Str. 1 von Joachim Magdeburg 1525— Str. 2 und 3: 22 3. Vertrauen auf Gott. 367. — 7 ——.—— ů—— ————— IEEEE + 1. Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rech-ter Stra⸗Fen, da ret sehr: — ich sonst ir⸗ +— D— e. E——— er reicht mir seine Hand; den A⸗bend und den Mor-gen thut W— e n. 5 Pö PPIIIIIIII.IIII.IIIIIIIII— 0 0 2—..—.— 09 2 747—— er mich wohl ver⸗ 2 Wenn i der Menschen Hulde und Wohlthat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewäͤhrt: er hilft aus aller Not, errett't von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, ja wenns auch wär der Tod. 2 Auf ihn will ich vertrauen in meiner ri Zeit. Es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben; er schaffs, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn. Durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret: lobt ihn ins Himmels Thron! 20 Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt! Das ist ein selge Stunde, sor⸗gen, sei wo darin man sein gedenkt; ich woll im Land. sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubringn auf Erden: wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht't, wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben: wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. + Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. Darum ob ich schon dulde hie Widerwärtigkeit, wie ichs auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll; dieselb ohn einigs Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. Zud Und behi und Was wen in erworben uns und Gnad; Vertrauen auf Gott. 339 9. auch Gott der heilge Geist Das ist des Vaters Wille, im Glauben uns regieret, der uns geschaffen hat; zum Reich des Himmels führet. sein Sohn hat Guts die Fülle Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold 1532-1598. 368. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. —— —— N S — ö 1. Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Le⸗ben und im al ⸗lein zu dir steht mein Be-gier, laß mich, Herr, nicht ver⸗ —————————— —. 6——.— — S 2— Ster⸗ben; 5 ů 9 er der⸗ Ben. Er ⸗halt mich nur in dei-⸗ ner Huld, sonst 0— , DPDPDDIIEIEꝑEE. .— 5 5 4 + + wie du willst; gieb mir Ge-duld, denn dein Will ist der bes⸗te. 2 3 Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Soll ich einmal nach deinem Rat Herr, Don dieser Welt abscheiden, und Lieb zu deinem Worte; verleih mir, Herr, nur deine Gnad, behüt mich, Herr, vor falscher Lehr daß es gescheh mit Freuden. und gieb mir hier und dorte, Mein Leib und Seel befehl ich dir; was dient zu meiner Seligkeit; o Herr, ein selig End gieb mir wend ab all Ungerechtigkeit durch Jesum Christum. Amen. in meinem ganzen Leben. Kaspar Bienemann 1540—1591. 369. Mel. Vater unser im Himmelreich. 1. Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ze⸗leid be⸗ geg-net mir zu — 7— , 2——— die⸗ser Zeit: der schma-le Weg ist trüb⸗-sal-voll, den 22⁰ * 340 Vertrauen auf Gott. ——————— H— ich zum Him-mel wan-deln soll. Wie schwer⸗lich läs⸗set Fleisch und Blut sich zwin⸗gen zu dem ew ⸗gen Gut. 2. wie hoch dein Nam erfreuen kann; Wo soll ich mich denn wenden hin wer Glaub und Lieb im Herzen hat, Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. der wirds erfahren mit der That. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und 7. Rat Drum hab ichs oft und viel geredt: allzeit gewiß gefunden hat. wenn ich an dir nicht Freude hätt, Niemand jemals verlassen ist,— wollt ich den Tod schier wünschen her, der getraut hat auf Jesum Christ. 0 daß ich nie geboren wär; denn wer dich nicht im Herzen hat, Jesu, mein Herr und Gott allein, der ist gewiß lebendig tot. wie süß ist mir der Name dein! 8. Es kann kein Trauern sein so schwer, Jesu, du edler Bräutgam wert, dein süßer Nam erfreut viel mehr; mein höchste Zierd auf dieser Erd, kein Elend mag so bitter sein, an dir allein ich mich ergötz, dein süßer Nam der linderts fein. weit über alle güldne Schätz: so oft ich nur gedenk an dich, Ob mir gleich Leib und Seel ver⸗all mein Gemüt erfreuet sich. schmacht't, 9. so weißt du, Herr, daß ichs nicht Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, acht: so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich dich hab, so hab ich wohl, wenn ich in Nöten bet und sing, was mich ewig erfreuen soll. so wird mein Herz recht guter Ding: Dein bin ich ja mit Leib und Seel: dein Geist bezeugt, daß solches frei was kann mir thun Sünd, Tod und des ewgen Lebens Vorschmack sei— Höll? 10. 3. Drum will ich, weil ich lebe noch, Kein beßre Treu auf Erden ist, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. denn nur bei dir, Herr Jesu Christ; Mein Gott, mach mich dazu bereit, ich weiß, daß du mich nicht verläßt, es dient zum Besten allezeit; dein Wahrheit bleibt mir ewig fest: hilf mir mein Sach recht greifen an, du bist mein rechter treuer Hirt, daß ich mein Lauf vollenden kann. der ewig mich behüten wird. 14. 6. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut. Jesu, mein Freud, mein Ehr und vor Sünd und Schanden mich behüt, Ruhm, erhalt mein Herz im Glauben rein meins Herzens Schatz und mein sso leb und sterb ich dir allein. Reichtum, Jesu, mein Trost, hör mein Begier ich kanns doch ja nicht zeigen an, o mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller 1547-1606. eredt: hätt, N her, hat, 0 Erd, zu dit, mir ng, Ding: 6 frei sei. noch, nag bereit, fen al/ klann. oeotv Vertrauen auf Gott. 341 370. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. 4 D ,,e. —.————— + ö ö 1. Hilf, Hel-⸗fer, hilf in Angst und Not, er⸗barm dich mein, du —————.— EE E ——.— H 2— treu⸗er Gott; ich bin ja doch dein , e.= 52— Teu ⸗fel, Welt und al⸗ler Sünd. 22. 3. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr; Des freu ich mich von Herzen fein, wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Erlöser bist. bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) Martin Moller 1547—1606. 371. Psalm 23. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. — 2 „Der Herr ist mein ge-treu-er Hirt, dem ich mich ganz ver— zur Weid er mich, sein Schäflein, führt auf schö-ner, grü-⸗ner —4—. D—, 3 ⁊70 9.ꝗ.—7 trau⸗Ee: zFris Wasser leit' 10 in Seel 3 An⸗e; zum frischen Wasser leit't er mich, mein Seel zu la⸗ben 2——.— 7 4——— SSSI.. H 7 4—— E + kräf⸗tig⸗lich durchs sel ge Wort der Gna-den. aufs Todes finstern Stegen, so grauet mir doch nicht dafür, mein treuer Hirt ist stets bei mir, sein Steckn und Stab mich tröstet. 2. Er führet mich auf rechter Bahn von seines Namens wegen: obgleich viel Trübsal geht heran ˙h 34⁴42 Vertrauen auf Gott. 2 5 sich auf mein Haupt ergießen: Ein Tisch zum Trost er mir bereit't, sein Güte und Barmherzigkeit läßt Segens Ströme fließen, werden mir folgen allezeit, chenkt mir voll ein, läßt Ol der sreud in seinem Haus ich bleibe. 9 5 V Kornelius Becker 1561-1604. mei⸗nen 2 Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben ist mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, dem hab ich mich ergeben; ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. mein Herr Jesu Christ, der du so gduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewig Himmelreiche: é 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. O 373. Psalm 37, 5. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. — bsal, Angst und Nö⸗ten, mein 1609. 1. Be⸗fiehl du dei- ne We⸗ge und was dein Her-ze kränkt der al-ler-treus-ten Pfle⸗ge des, der den Him-mel lenkt. D— . ————— ——————— Wo⸗ We⸗g e, Lauf und Bahn, der 1604. 1609. Vertrauen auf Gott. 343 —— S.TTTT— 1 H— —. 2*3————— EEEEEEEEE 0——1.— 2 — wird auch We 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und Anit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 27 Dein ewge Treu und 23 80 o Vater, weiß und sieht was gut sei oder schde dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, wil lst thun. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweisel Gott nicht zurückegehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 3ge fin-den, da dein Fuß ge⸗-hen kann. 7. Auf, auf, gieb deinem Schmerze und Waldren. gute Nacht, laß fahren, was das Herze bekrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. Ihn, ihn laß thun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9 Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, so frag er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten g läubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11 Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron: Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 3⁴44 Vertrauen auf Gott. 12. uns allzeit deiner Pflege Mach End, o Herr, mach Ende und Treu empfohlen sein, mit aller unsrer Not; so gehen unsre Wege stärk unsre Füß und Hände gewiß zum Himmel ein. und laß bis in den Tod Paul Gerhardt 1607—1676. 374. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. — was strebst du denn nach und kann zu⸗we⸗ge Din⸗ge Ee ö NII E. De Du fährst mit dei-nem Witz und Sinn durch brin⸗gen? dein ganzes Leben führen? Es ist umsonst! Du wirst fürwahr Du traust und glaubest weiter nicht, 2 mit allem deinem Dichten als was die Augen spüren? auch nicht ein einges kleines Haar Was du beginnst, da soll allein in aller Welt ausrichten; dein Kopf dein Licht und Meister sein? und dient dein Gram sonst nirgends zu. Was der nicht auserkoren, als daß du dich aus deiner Ruh das hältst du als verloren? in Angst und Schmerzen stürzest 5. und selbst das Leben kürzest. Willst du was thun, was Gott gefällt 3. und dir zum Heil gedeihet, Wie oft bist du in große Not so wirf dein Sorgen auf den Held, durch eignen Willen kommen, den Erd und Himmel scheuet, da dein verblendter Sinn den Tod und gieb dein Leben, Thun und fürs Leben angenommen! ö Stand Und hätte Gott dein Werk und That nur fröhlich hin in Gottes Hand, ergehen lassen nach dem Rat, so wird er deinen Sachen in dem dus angefangen, ein fröhlich Ende machen. du wärst zu Grunde gangen. 6. Ach wie so oftmals schweigt er still Und dennoch soll dein Angesicht und thut doch, was uns nützet, da m und sucht willf will. und Gott auff er ge da E Hern da fa Was in se Drul 676. nicht, ein 2 sein? gfält Held/ „ m und nd Hand, er sil het⸗ Vertrauen auf Gott. 3⁴⁵ da unterdessen unser Will und laß von Sorg und Grämen! und Herz in Angsten sitzet, Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, sucht hier und da und findet nichts, dein Bestes vorzunehmen. will sehn und mangelt doch des Lichts, Er kanns nicht lassen, glaube mir; will aus der Angst sich winden sein Vaterherz ist gegen dir und kann den Weg nicht finden. und uns hier allzusammen 7. voll allzusüßer Flammen. Gott aber geht gerade fort 9 auf seinen weisen Wegen; er geht und bringt uns an den Port, da Sturm und Wind sich legen. M 05 Hernachmals, wenn das Werk ge-bitt ihn. und flehe, bis er sich schehn, dein, wie er pflegt, erbarme: da kann der Mensch alsdann erst sehn, wird er dich durch seinen Geist was der, so ihn regieret, auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, in seinem Rat geführet. nach wohlgehaltnem Ringen aus allen Sorgen bringen. Thu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme; O. Drum, liebes Herz, sei wohlgemut Paul Gerhardt 16071676. 375. 6—— 1 2———. 4.—.— 72 5⁴ SEE— X————— E 12——— 9— 2 1. Gieb dich zu⸗frie-den und sei stil⸗le in dem Got ⸗te in ihm ruht al⸗ler Freu⸗den Fül⸗le, ohn ihn mühst du D — 4—— 5. SSDS—.— ꝗSFFPPIPPIIIPI————.— ei⸗nes Le-bens: 2. dei⸗ nes Le⸗bens: Er ist dein Quell und dei⸗ne Son⸗ne, dich ver⸗ge-bens. E— 4 E.......—— — scheint täglich hell zu dei⸗ner Wonne. Gieb dich zu-frie-den! 2. er sieht und kennet aus der Höhe Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, der betrübten Herzen Sorgen. ungefärbten, treuen Herzens; Er zählt den Lauf der heißen Thränen wo er steht, thut dir keinen Schaden und faßt zu Hauf all unser Sehnen. auch die Pein des größten Schmerzens; Gieb dich zufrieden! Kreuz, Angst und Not kann er bald 4. ö wenden, Wenn gar keinEinger mehr aufErden ja auch den Tod hat er in Händen. dessen Trente du darfst Aunon Gieb dich zufrieden! alsdann will er dein Treuster werden 3. und zu deinem Besten schauen. Wie dirs und andern oft ergehe, Er weiß dein Leid und heimlich ist ihm wahrlich nicht verborgen; Grämen, 346 Vertrauen auf Gott. auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. wird sie dennoch endlich kommen; Gieb dich zufrieden! macht dir das Harren angst und bange: — glaube mir, es ist dein Frommen. . Was langsam schleicht, faßt man ge⸗ Er hört die Seufzer deiner Seelen wisser, und des Herzens stilles Klagen, und was verzeucht, ist desto süßer. und was du keinem darfst erzählen, Gieb dich zufrieden! magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten‚ 11. hört bald und gern der Armen Bitten. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten Gieb dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, Gieb hat Gott, dein Fürst, dich schon er⸗ höret. Gieb dich zufrieden! 7. deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch groß machen? dich zufrieden! ö 12. Es kann und mag nicht anders werden: Was sorgst du für dein armes Leben, alle Menschen müssen leiden; wie dus halten wollst und nähren? was webt und lebet auf der Erden, Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren: er hat ein Hand voll aller Gaben, kann das Unglück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden da See und Land sich muß von laben. his in das Grab, da wird sichs enden. Gieb dich zufrieden! 8. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, Gieb dich zufrieden! 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; der Schaf und Rinder auf den Feldern er wird uns reißen aus den Banden alle Tage tränkt und speiset, dieses Leibs und allem Bösen. der wird vielmehr dich Eingen füllen Es wird einmal der Tod herspringen und dein Begehr und Notdurft stillen. und aus der Qual uns sämtlich Gieb dich zufrieden! bringen. 9. Gieb dich zufrieden! Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, 14. wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da greift er zu, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas laͤnge, Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gieb dich zufrieden! Paul Gerhardt 1607-1676. ange: nen. n ge⸗ her. otten otten, chten. einer u„, lensch chen? nders N rden, den; unsre n nden. hharen en, len, kann Vertrauen auf Gott. 347 376. Mel. Valet will ich dir geben. 5 —— E— 1. Ich bin ein Gast auf Er⸗den und hab hier kei⸗nen Stand; der Him⸗mel soll mir wer-den, da —* 2 — E ist mein Va⸗ter-land. Hier reis ich bis zum Gra⸗be, dort in der ew⸗gen Ruh ist 228 * ——— — SSS......... Got⸗tes Gna⸗den⸗ga ⸗be, die schließt all Ar-beit zu. e 2. Z—.—— Hier gilt es Müh und Streit. Was ist mein ganzes Wesen Es muß ja durchgedrungen, von meiner Jugend an es muß gelitten sein; als Müh und Not gewesen? wer nicht hat wohl gerungen, So lang ich denken kann, geht nicht zur Freud hinein. hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht 4 6. mit Kummer und mit Sorgen 66 will ich zwar nun treiben des Herzens zugebracht. mein Leben durch die Welt, 3 doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, 2 hab ich doch müssen leiden Mein Heimat ist dort oben, und tragen mit Geduld. da aller Engel Schar 4. den großen Herrscher loben, So gings den lieben Alten, der alles ganz und gar an deren Fuß und Pfad in seinen Händen träget wir uns noch täglich halten, und für und für erhält, wenns fehlt an gutem Rat; auch alles hebt und leget, sie zogen hin und wieder, nachdems ihm wohlgefällt. ihr Kreuz war immer groß, 8. bis daß der Tod sie nieder Zu dem steht mein Verlangen, legt in des Grabes Schoß. da wollt ich gerne hin; 5. die Welt bin ich durchgangen, Ich habe mich ergeben daß ichs fast müde bin. in gleiches Glück und Leid; Je länger ich hier walle, was will ich besser leben? je wenger find ich Freud, 348 die meinem Geist gefalle; das Meist ist Herzeleid. 2 Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will: komm, mach ein selig Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. Vertrauen auf Gott. 15. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nächst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Thun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt 16071676. 377. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. — 1. Ich hab in Got-tes Herz und Sinn mein Herz und Sinn er⸗ Was bö ⸗se scheint, ist mir Ge-winn, der Tod selbst ist mein Le ben Denn Gott mein, und ich bin sein: was ———.— — R— ist wohl, das mir schade? Ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleib ich in 2 Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, sei-ner Gna⸗de. so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen fest zu stehen; halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen— — Zuder bei ih Qeit.“ Helt,; zu th Er n Ins, Und obs du d Was als f dein hast! an d und e gesch. Fürn und der! erseh aus dir! aß nach .. — 1676 Vertrauen Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er thut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4 Du denkest zwar, wann du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 9. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen: laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen. auf Gott. 349 6. Wie's Gott gefällt, so muß zuletzt wirds dich erfreuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld: die Gnad Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. es sein, und + Rat den mir dein Augen weisen. 7. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. ö Soll mir allhier des Lebens Thür 4 noch ferner offen stehen: 0 wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 8. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straßen reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal 1 dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607—1676. 0— 4— E t D N .......I.I.......I.......... —F—. W..————— V 1. Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott, du be⸗trüb ⸗te See⸗le; N war⸗um liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöhle? 350 Vertrauen auf Gott. 2 Auf, ermanne dich und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 9 Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Herzen: dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; das ist der bezahlte Lohn meiner Missethaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 9. Stürme, Teufel, und du, Tod! Was fönnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden: der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, wenn es Gott will wenden. 0 Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten: bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; wem hier Christus recht bewußt, hat in Gottes Garten droben die vollkommne Lust endlich zu gewarten. 9. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 10. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen; wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr; gieb dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen! Amen⸗ Paul Gerhardt 1607—1676. 1. Warum sollt ich mich denn grä-men? Hab ich doch Christum noch, ————83 und geschwind zerbricht sein Joch, 1676. Vertrauen auf Gott. 35¹ I4— —,————.—9—.——— ———— ———.—.—————— E.— wer will mir den neh-men? Wer will mir den Him-mel rau⸗ —.. 5 DEE— .........I...... IITITITIII. 4385—— ů 4.———— ben, den mir schon Got-tes Sohn bei-ge-legt im Glau⸗benꝰ 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen: da ich nahm Gott, mein Heil, meinen ersten Odem. wird in Eil Nackend werd ich auch hinziehen, ssie zu Schanden machen. wenn ich werd 7. von der Erd Unverzagt und ohne Grauen als ein Schatten fliehen. soll ein Christ ö 3 wo er ist, Gut und Blut, Leib, Seel und Leben stets sich lassen schauen. ist nicht mein, Wollt ihn auch der Tod aufreiben, Gott allein soll der Mut ist es, ders gegeben: dennoch gut will ers wieder zu sich kehren, und fein stille bleiben. nehm ers hin, 8. ich will ihn Kann uns doch kein Tod nicht töten, dennoch fröhlich ehren. sondern reißt unsern Geist Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, aus viel tausend Nöten, dringt herein schließt das Thor der bittern Leiden Angst und Pein, und macht Bahn, sollt ich drum verzagen? daß man kann Der es schickt, der wird es wenden; gehn zur Himmelsfreuden. er weiß wohl, 9. wie er soll Allda will in süßen Schätzen all mein Unglück enden. 99 Ment Hers 5 hät 27 auf den Schmerz Gott hat mich bei guten Tagen ewiglich ergötzen. oft ergötzt, Hier ist kein recht Gut zu finden; sollt ich jetzt was die Welt nicht auch etwas tragen? in sich hält, Fromm ist Gott und schärft mit. muß im Nu verschwinden. ö ö Maßen 10. sein Gericht, Was sind dieses Lebens Güter? kann mich nicht Eine Hand ganz und gar verlassen. voller Sand, 6. Kummer der Gemüter: Satan, Welt und ihre Rotten dort, dort sind die edlen Gaben, können mir da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden: ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben; Vertrauen auf Gott. 12 Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, aller o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt 1607—-1676, 380. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1. In al⸗len mei-nen Tha-ten laß ich den Höch-sten ra⸗ten, der — an⸗ders wohl ge-lin⸗gen, uns sel-ber ge-ben Rat und That. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells in seine Vatergunst. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen, und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers giebet, was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein kräftig Wort. Hat o Wi an m kein! wird mit 6 Ihm zu sti soball Vas 0 W V Vas beseu Wir nur Man und wie wie Gott der Erk er w gen, 1676. Wott. Vertrauen auf Gott. 353 7. es sei heut oder morgen, Hat er es denn beschlossen, dafür laß ich ihn sorgen, so will ich unverdrossen er weiß allein die rechte Zeit. an mein Verhängnis gehn: 9. kein Unfall unter allen So sei nun, Seele, deine wird mir zu harte fallen; und traue dem alleine, mit Gott will ich ihn überstehn. der dich geschaffen hat: 8. es gehe, wie es gehe, Ihm hab ich mich ergeben, dein Vater in der Höhe, zu sterben und zu leben, der weiß zu allen Sachen Rat. sobald er mir gebeut; Paul Flemming 1609—1640. 381. . e. e, .* SIISI.II.IIII..——— 0— 1. Wer nur den lie-ben Gott läßt wal⸗ten und hof-fet den wird er wun-⸗der bar er-hal-ten in al⸗lem auf ihn al ⸗ le ⸗ zeit, 9— Kreuz und Trau-rig-keit. Wer Gott dem Al ⸗ler⸗ +* *.— — 60 —— höch-sten traut, der hat auf kei⸗ nen Sand ge-baut. 2. wenn er uns nur hat treu erfunden Was helfen uns die schweren Sorgen? und merket keine Heuchelei, Was hilft uns unser Weh und Ach 2so kommt Gott, eh wirs uns versehn, Was hilft es, daß wir alle Morgen und lässet uns viel Guts geschehn. beseufzen unser Ungemach? 5. Wir machen unser Kreuz und Leid Denk nicht in deiner Drangsalshitze, nur größer durch die Traurigkeit.(daß du von Gott verlassen seist, 8. und daß ihm der im Schoße sitze, Man halte nur ein wenig stille der sich mit stetem Glücke speist: und sei doch in sich selbst vergnügt, die Folgezeit verändert viel wie unsers Gottes Gnadenwille, und setzet jeglichem sein Ziel. wie sein Allwissenheit es fügt. 6. Gott, der uns ihm hat auserwählt, Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, der weiß auch sehr wohl, was uns und ist dem Höchsten alles gleich, ehlt. den Reichen arm und klein zu machen, den Armen aber groß und reich; Er kennt die rechten Freudenstunden, Gott ist der rechte Wundermann, er weiß wohl, wann es nützlich sei; der bald erhöhn, bald stürzen kann. 23 35⁴ Vertrauen auf Gott. 7. 15 wird er bei dir werden neu;* Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, denn welcher seine Zuversicht 10 verricht das Deine nur getreu auf Gott setzt, den verläßt er nicht.* und trau des Lcdaen, reichem Georg Neumart 1621—1681. 382. 7.—— 4.——————— 325——————.————.— Hilf 1. Laß dich Gott, du Ver⸗laßner, still dein Sor⸗gen; dei⸗ne Qual und hat 4—— hilft EE J—— 45.—5 hilft .— DI...e.— ll E. dei⸗ne Not ist Höchsten un-ver-bor-gen, hilft er heut nicht, Glei won Io K ——..——— o S——7 I.—————— ere 60— hilft er mor-gen: laß dich Gott! Sei 4 2. wenn du ihn vor allem liebest— 50 Halt Gott still! und mit Unmut nicht betrübest. ö Denn er brauchet Liebesschläge, Gott ist dein! 25 wodurch er dich bessern will, 5 daß sich Kindes Sfurcht errege. Lehr Gott nicht, Traue seiner Vaterpflege: wie und wann er dich soll hören; halt Gott still! sein Aug steht auf dich gericht't. 3. Währt dein Kreuz lang, laß es Gott ist nah, währen, wenn er dir entfernet scheinet; endlich wird es sich doch kehren: 0 ist nicht gleich die Rettung da, lehr Gott nicht! x 7 ist es dir zum Nutz gemeinet. 6. ö Er hilft, wenn du gnug geweinet: Liebst du Gott, Gott ist nah! wandelst treu auf seinen Wegen, 4. wird kein Kreuz, kein Not, kein Tod 9 Gott ist dein, dein Vertrauen niederlegen. 0 so du ihm dich nur ergiebest. Alles dienet dir zum Segen, ö 7 Deine Pein wird süß dir sein, liebst du Gott. Anton Ulrich von Braunschweig 1633—1714. 383. 1. Sollt es gleich bis-wei-len schei-nen, als wenn Gott ver⸗ hoͤren; ichtt. laß 6 t ber⸗ Vertrauen auf Gott. 1.—— ., See WEEEE——— 00——*—. ließ die Sei⸗nen, o so glaub und weiß ich dies: + 22.. 5 S Gott hilft end-lich noch ge⸗wiß. 2. 5 Hilfe, die er aufgeschoben, Laß die Welt nur immer neiden; hat er drum nicht aufgehoben: will sie mich nicht länger leiden, hilft er nicht zu jeder Frist, ei so frag ich nichts darnach: hilft er doch, wenns nötig ist. Gott ist Richter meiner Sach. 3. 6. Gleichwie Väter nicht bald geben, Will sie mich gleich von sich treiben, wonach ihre Kinder streben, muß mir doch der Himmel bleiben; so hält Gott auch Maß und Ziel: ist der Himmel mein Gewinn, er giebt, wem und wann er will.(geb ich alles andre hin. 4. 0. Seiner kann ich mich getrösten, Ach Herr, wenn ich dich nur habe, wenn die Not am allergrößten: frag ich nicht nach andrer Gabe; er ist gegen mich, sein Kind, legt man mich gleich in das Grab: mehr als väterlich gesinnt. gnug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Tietze 1641—-1703. 384. Mel. Alles ist an Gottes Segen. D ———————————— ü—— ————.— 2 ů 6——————————.— 1. Wun⸗der⸗an⸗fang, herr⸗lichs En⸗de, wo die wun-der⸗ — — e 4.—— SPS I...I....I..I.II..I......I....I... — wei⸗sen Hän ⸗-de Got⸗tes füh⸗ren ein und aus! U Q—— SDISIIIEEIIE—— IPIDEDTSE DDDDSSSSRDD..—— Wun⸗der⸗weis⸗lich ist sein Ra-ten, wun⸗der-herr=lich D W S............ II‚II EEE —— sei⸗ ne Tha⸗ten, und du sprichst: Wo wills hin⸗aus? 2 356 Vertrauen auf Gott. 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen, ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet: Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß: so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, wo man könne Hilf gewinnen, die Vernunft ist hier zu blind; ihre halb gebrochnen Augen nicht in das Verborgne taugen, dem sie allzu blöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß dus wirst am Ende spüren, wie er dir thut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt; er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlichs End! Heinrich Arnold Stockfleth 1643—1708, E.— 1. Was Gott thut, das ist wohl-ge⸗than, es bleibt ge-⸗recht sein wie er fängt mei-ne Sa⸗chen an, will ich ihm hal⸗ten ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu er⸗ hal⸗ten; 2 Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an seiner Huld drum laß ich ihn nur wal⸗ten. 14 hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken; ⏑E en, en, Vertrauen er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid: es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 7 auf Gott. 35⁷ muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. 0. Was Gott thut, das ist wohlgethan; 386. 1 Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Samuel Rodigast 1649—1708. — EÆ 4—. DEDES E—................ 4 .—.——— 1. Ein Christ kann oh-ne Kreuz nicht sein; drum laß dichs nicht be⸗ wenn Gott ver⸗sucht mit Kreuz und Pein die Kin-der, die ihn ö —5 + 1———— i —.—2.—————————— 2 trü⸗ben, Je lie⸗ben. lie e ber Kind, je ern⸗ster sind des 31— ren w r — from⸗men Va⸗ters Schlä-ge: schau, das sind Got⸗tes We⸗ge. ꝛ. Ein Christ kann ohne fan nicht ein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne ben. nicht ein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab von eitlem Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit schnödem Sinn, wenns nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 358 Vertrauen auf Gott. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewigkeit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein: es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen Die Welt vergeht, und Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebste Vater mein, sinds doch nur kurze Plagen und wohlgemeint. Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden. Ich will mit Christo leiden! David Nerreter 1649—1726. U„—.— — 1. Gott le⸗bet noch: See⸗le, was ver-zagst du doch? Gottist gut, der ————.——— ., — 2. aus Er⸗bar⸗men al⸗le Hilf auf Erden— der mit Macht und .E— starken Raden ma⸗chet al⸗les wohl und gut. Gott luun be'eser Q EHDISI —— als wir den-⸗ken, al ⸗ Not zum 05 ten len⸗ken. 1 5——5 — 4 —— ö See⸗le, so be=den⸗ke doch⸗ 25 doch un- ser Herr Gutuh 2. Gott lebet noch: Seele, was Hendaat du doch? Soll der schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht't? Der die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hören nichtꝰ Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 2. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Gott Seele Dt! nimm Gott hilft Gotte seine Seel lebt! Gott Seel Wen dein foms deine Mitt kann Seel lebt Gott ht sein Rgen. r mein, 17²⁶. Vertrauen Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 4. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 5. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quälet fehr, komm zu Gott, er wird versenken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 6 Gott lebet noch: auf Gott. 359 Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, und weißt weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 7. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden immerhin zu Trümmern gehn; laß die Höll entzündet werden, laß den Feind erbittert stehn, laß den Tod und Teufel blitzen: wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 8. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott will nach dem Jammerleben Friede, Freud und Himmel geben. Drum, o Seel, bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. Johann Friedrich Zihn 1650—1719. sei⸗ner Gnad ge-le-gen ——— ——— —.—.——•.— D 8 der be-hält ganz un⸗-ver⸗let⸗ ———.— zet ei⸗nen frei⸗en Hel-den⸗mut. 36⁰ Vertrauen auf Gott. Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind: ich begehr nach dem zu ringen, was mir wahre Ruh kann bringen, und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben: wie Gott will, so muß es bleiben; wenn Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 1676. 389. Psalm Mel. O Gott, du frommer Gott. — 1. Ach Gott, ver-laß mich nicht, ach füh⸗re mich, dein Kind, 38, 22. gieb mir die Gna-den- hän-⸗de: daß ich den Lauf voll⸗en⸗de zu mei⸗ner Se⸗lig⸗keit; sei du mein Le-bens⸗licht, mein — 4— ——.— ——— , 2 Stab, mein Hort, mein Schutz; ach Gott, ver-laß mich nicht. 2 Ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen; gieb mir den guten Geist, gieb Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht. 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus Herzensgrunde; ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde; wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht. Ach 0 ach la ach L mit r die X die X zu th ach E Vertrauen auf Gott. 4. 22 Ach Gott, verlaß mich nicht, R Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen; ich bleibe dir ergeben; ach Vater, kröne doch hilf mir, o großer Gott, mit reichem Himmelssegen recht glauben, christlich leben die Werke meines Amts, und selig scheiden ab, die Werke meiner Pflicht, zu sehn dein Angesicht. zu thun, was dir gefällt; Hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht. ach Gott, verlaß mich nicht. Salomo Franck 1659—1725. 390. Matth. 6, 25—33. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. —— PIEES EEEeeeE....— 1. War⸗-um willst du doch für mor⸗gen, ar⸗mes Herz, im⸗merwärts 1 —— 2 ———————— E—— 3— als ein Hei⸗de sor⸗gen? Wo⸗zu dient dein täg-lich Grä⸗ — ——————...... —.—— N—— 15——.—— — men, weil Gott will in der Still sich der Not an⸗neh⸗men? *—————— 2. 4. Gott hat dir geschenkt das Leben, Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Seel und Leib; Jesus spricht: darum bleib Sorge nicht, ihm allein ergeben. solches thun die Heiden; Er wird ferner alles schenken; schau die Blumen auf den Feldern, traue fest: wie so schön er verläßt diese stehn nicht, die an ihn denken. und die Bäum in Wäldern. 3. 5 Sage nicht: Was soll ich essen? Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, Gott hat dir wenn er singt, schon allhier hüpft und springt, so viel zugemessen, wer ihm soll anzeigen, daß der Leib sich kann ernähren; was er essen soll und trinken? übriges Nein, ach nein, wird indes er folgt fein Gottes Hand bescheren. nur des Himmels Winken. ö K I. ö ‚ IV 0•% 0 I Wt Ii N 36² Vertrauen auf Gott. 6. 9. Ach der Glaube fehlt auf Erden! Nun, Herr Jesu, meine Freude, Wär er da, meine Sonn, müßt uns ja, meine Wonn, was uns not ist, werden. meiner Seelen Weide: Wer Gott kann im Glauben fassen, sorge nur für meine Seelen, der wird nicht, so wird mir wenns gebricht, auch allhier von ihm sein verlassen. nichts am Leibe fehlen. 7. 10. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet Alles sei dir unverhohlen, und zugleich was mir fehlt, Gottes Reich was mich quält, über alles achtet, großer Gott, befohlen. der wird wahrlich nach Verlangen Sorge du, so will ich schweigen Speis und Trank und vor dir lebenslang nach Gebühr wie im Schlaf empfangen. meine Kniee beugen. 8 11. Laß die Welt denn sich bemühen Ich will dir mit Freuden danken immerhin; fort und fort, ach mein Sinn hier und dort, soll zu Jesu fliehen. und will nimmer wanken. Er wird geben, was mir fehlet, Lob und Preis sei deinem Namen! ob ers oft Sei mein Teil, unverhofft Hilf und Heil, eine Weil verhehlet. liebster Jesu! Amen. Laurentius Laurenti 1660—1722. 391. Psalm 62. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 1. Was von au⸗ßen und von in ⸗ nen täg⸗lich mei⸗ne und hält Herz, Ge-müt und Sin ⸗nen un ⸗ter sei-ner —— 5.„———————— ‚‚D..........— 5 2——.—... T.T— 5 q—— e drückt in dem al⸗len ist dein Wil⸗le, Denm k da ich deine K o ich! Rein S Rgen denn n Well ie Auf d licht. dich m Wenns und a hab ie durch daß 0 Bei d Meine Willst Weiß meint Ind; will der h Lebe duf! r i ist e Mun dak omt chil nlen amen! 1²²²⁷ + Vertrauen auf Gott. ........... 5 —— 1 2 Gott, der al⸗ler Un⸗ruh wehrt und mein Herz hält 4— ů——..—————., EEE in der Stil⸗le, bis 2. Denn du bist mein Fels auf Erden, da ich still und sicher leb; deine Hilfe muß mir werden, so ich mich dir übergeb: dein Schutz ist mein Trutz alleine gegen Sünde, Not und Tod; denn mein Leiden ist das deine, weil ich dein bin, o mein Gott. 3. Auf dich harr ich, wenn das Leiden nicht so bald zum Ende eilt; dich und mich kanns nimmer scheiden, wenns gleich noch so lang verweilt: und auch dies mein gläubig Hoffen hab ich nur allein von dir; durch dich steht mein Herz dir offen, daß du solches schaffst in mir. 4. Bei dir ist mein Heil und Ehre, meine starke Zuversicht; willst du, daß die Not sich mehre, weiß ich doch, du läßt mich nicht: meint der Feind mich zu erreichen und zu werfen unter sich, will ich auf den Felsen weichen, der wirft alles unter mich. 5 Liebe Leute, traut beständig auf den Herrn als euren Hort; er ist Gott und heißt lebendig, ist euch nah an jedem Ort. Wann und wo euch Hilfe nötig, da klopft an, er ist zu Haus, kommt und ist zur Hilf erbötig; schütt't das Herz nur vor ihm aus. es dei⸗ne Hilf er⸗fährt. 6. Aber wie kanns dem gelingen, der auf Fleisch die Hoffnung richt't? Große Leut sind samt geringen in der Not gar ohn Gewicht: traut doch lieber auf den Einen, welcher Lieb und Allmacht hat, daß er helfen kann den Seinen, und beweisets mit der That. 7. Auf dich, mein Gott, bau ich feste, geh in aller Stille hin, denn zuletzt kommt doch das Beste, und das End ist mein Gewinn: deine Allmacht hilft mir tragen, deine Lieb versüßet mir alles Bittre, alle Plagen, darum bin ich still zu dir. 8. Laß es nur, o Seele, gehen, wie es geht, und sorge nicht: endlich wirst du dennoch sehen, daß Gott übt ein recht Gericht. Jetzo ist er deine Stärke, daß dir gar nichts schaden kann; dort vergilt er alle Werke, so ein jeder hat gethan. 9. Breit, o Herr, doch deine Güte über mich, nimm mich in dich, so wird hinfort mein Gemüte stille bleiben ewiglich. Werde alles und in allen, gieb uns, daß wir dir allein allzeit trachten zu gefallen, so wird alles stille sein. August Hermann Francke 1663—1727. 364 Vertrauen auf Gott. 392. Psalm 62, 2 Jesu, meine Freude. 2—5 ͤxpP. ** 1. Mei ⸗ne Seel ist stil⸗le zu Gott, des ⸗sen Wil ⸗le mein Herz ist ver-gnü-⸗get mit dem, wie's Gott fü⸗get, 4 d ) 4...— 35,.. 7 mir zu hel⸗f nimmt an, fen steht; wie es geht; geht es nur dem Him-mel zu, + I — 2——. 1.——.— —— und bleibt Je⸗sus un⸗ge⸗schie-den, so bin ich zu⸗-frie-den. 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten und mag keinen leiden, der ihr redet ein; von der Welt Ehr, Lust und Geld, wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur Einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt: Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust. Sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Lust; fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste: am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End: alsdann sich wendt das zuerst gekost'te Leiden, und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade 1666—1698. ist. hicken, Vertrauen auf Gott. 365 393. Mel. Jesus, meine Zuversicht. — ——————.— 1. Meiene See⸗le sen⸗ket sich hin in Got⸗tes Herz und Hän⸗de und er⸗war⸗tet ru⸗hig⸗lich sei⸗ ner We⸗ge Ziel und En⸗de— * ——— SDSSSI —————.————— E——.— ö Ir liegt fein stil⸗le, nackt und bloß in des lieb⸗sten Va⸗ters Schoß. 2. trifft und ängstet nur die Heiden: Meine Seele murret nicht, wer Gott in dem Schoße liegt, ist mit allem wohl zufrieden; bleibt in aller Not vergnügt. was der eigne Wille spricht, 5 ist zum Tode schon beschieden; Meine Seele klaget nicht, was die Ungeduld erregt, denn sie weiß von keinen Nöten, ist in Christi Grab gelegt. hängt an Gottes Angesicht 3. auch alsdann, wenn er will töten: Meine Seele sorget nicht, wo sich Fleisch und Blut beklagt, will vielmehr an nichts gedenken, wird das Freudenlicht verjagt. was gleich spitzen Dornen sticht 6. und den Frieden nur kann kränken: Meine Seel ist still zu Gott, Sorgen hört dem Schöpfer zu, und die Zunge bleibt gebunden: meine Seele sucht nur Ruh. also hab ich allen Spott, 2— alle Marter überwunden, Meine Seele grämt sich nicht, bin gleichwie ein stilles Meer, liebt hingegen Gott im Leiden; voll von Gottes Preis und Ehr. Kummer, der das Herze bricht, Johann Joseph Winckler 1670—1722. 394. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. — 1. End⸗lich, end ⸗lich muß es doch mit der Not ein End ⸗-lich bricht das har ⸗te Joch, end-=lich schwin⸗det Mgst and Grd„men end⸗lich wird der Sor⸗genrstein I Vertrauen auf Gott. d,,... doch ein-mal ge- ho⸗ben sein. ++* ö * Hbe 4— 4 2. Endlich bricht man Rosen ab, Endlich zieht ein Jakob ein, endlich kommt man durch die Wüsten; wo kein Esau mehr wird sein. endlich kann der Wanderstab 4. sich zum Vaterhause rüsten. Endlich! O du schönes Wort, Endlich nach der Thränensaat du kannst alles Kreuz versüßen. uns die Freudenernte naht. Wenn der Felsen ist durchbohrt, 3. läßt er endlich Wasser fließen. Endlich sieht man Kanaan Ei, mein Herz, drum merke dies: nach Agyptens Diensthaus liegen. Endlich, endlich kommt gewiß! Endlich trifft man Tabor an, Benjamin Schmolck 1672—1737. wenn der OÖlberg überstiegen. 395. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Gott lebt: wie kann ich trau-rig sein, als wär kein Gott zu Er weiß gar wohl von mei-ner Pein, die ich hier muß em⸗ E —.———— PFFFFFFIF PTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTRC fin ⸗ den? Er kennt mein Herz und mei-nen Schmerz; drum pfin⸗den. — E ——— 1—— srrndn. 9 PDPDPDPDPDPDRDPDPPDPDP‚PPPDPDPP‚PPPPPPPDPPxPPP. darf ich nicht ver-za-gen und ihm nur al⸗les kla-gen. 2. Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz Gott hört, wenn niemand hören will: ganz offenbar erscheinen. was will der Feind denn sprechen, Kein Thränlein fällt, als würde meiner Seufzer Ziel das er nicht zählt, nicht durch die Wolken brechen? worauf sein Aug nicht blicket, Ruf ich empor, bis er uns hat erquicket. so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, 4. Gott führt: drum geh ich ruhig fort und schallt das Amen wieder. Kciten ud Weaen. fe auf allen meinen Wegen; 3. und wenn die Welt bald hier, bald Gott sieht: wie klaget denn mein Herz, dort als seh er nicht mein Weinen? will ihre Stricke legen, 10 60 zwar doch daß Gott doch was als Er und Vertrauen auf Gott. so pflegt er mich uns nach der Wüste weiset, zwar wunderlich, so werden wir gespeiset. doch gnädig auch zu führen, 6 daß mich kein Fall kann rühren. Gott lebt: wohlan, ich merke das. 9. Gott hört: ich wills ihm sagen. Gott giebt: und wär ich noch so arm, Gott sieht: er setzt den Thränen Maß. doch soll ich nicht verderben; Gott führt: ich darf nicht klagen. was hilft mir denn mein steter Harm,. Nur nicht betrübt! als müßt ich Hungers sterben? Gott giebt und liebt Er hat ja Brot, und wird mir endlich geben, und wenn die Not auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck 1672—1737. 396. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — 1. Je grö⸗ßer Kreuz, je nä⸗her Him⸗mel: wer oh ⸗ne Bei Sün⸗den⸗lust und Welt⸗ge⸗tüm⸗mel ver⸗gißt man —— 4— 1e, Sruchund Tod. O se⸗lig ist der Mann gerschätzt, den SISISS....——.— 2 .S...‚ — 5 in Kreuz und Trüb ⸗sal setzt. 2. Wenn um das Schiff kein Sturmwind Je größer Kreuz, je stärker Glaube: wehte, die Palme wächset bei der Last; so fragte man nicht nach dem Pol. die Süßigkeit fließt aus der Traube, Wo kämen Davids Psalmen her, wenn du sie wohl gekeltert hast. wenn er nicht auch versuchet wär? Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen: 207 im Thale steiget man bergan; Je größer Kreuz, je größer Liebe: wer durch die Wüsten oft gegangen, der Wind bläst nur die Flammen auf, der sehnet sich nach Kanaan. und scheinet gleich der Himmel trübe, Das Täublein findet hier nicht Ruh, so lachet doch die Sonne drauf. so fleugt es nach der Arche zu. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, 0 gleichwie das Ol im Feuer thut. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: 4. man freut sich recht auf seinen Tod; Je größer Kreuz, je mehr Gebete: denn man entgehet dem Verderben, geriebne Kräuter riechen wohl. es stirbt auf einmal alle Not. 368 Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt: sie haben triumphiert. 7 Vertrauen auf Gott. 8. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein. Je größer Kreuz, je schöner Krone. Daß mich die Ungeduld nicht reize, die Gottes Schatz uns beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 397. Mel. O Gott, du frommer Gott. Q* D E——.— S2.— SSISISII.I.IIII.. I E Iin e.—— die Sei⸗nen zu be⸗ trü⸗ben; — —— r V.—— 96555 4..—— 1—7 er prü⸗fet durch das Kreuz, wie rein der Glau⸗be sei, wie 17 +.—— 2 2——.—. ————— stand-haft die Ge⸗duld: Gott ist und bleibt ge⸗treu. 2. Gott ist und bleibt getreu! Er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen; er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt: Gott ist und bleibt getreu. 3 Gott ist und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zuviel den Schwachen aufzulegen; er macht sein Israel von Last und Banden frei, wenn große Not entsteht: Gott ist und bleibt getreu! 4 Gott ist und bleibt getreu! Er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber Nacht der Sturm, des Kreuzes Sturm geht augenblicks vorbei; sei, Seele, nur getrost: Gott ist und bleibt getreu. 5 Gott ist und bleibt getreu! Er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Trübsalsglut bewähren; nimm an von Gottes Hand den Kreuzkelch ohne Scheu, der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6 Gott ist und bleibt getreu! Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Not dir ewig nützlich sei. So liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. die Freudensterne scheinen; Zu wär Im bleil laß dein Gla be We wir Wi saß Laf He Go seis W dei treuze t reize, nir ein, g hegt, e trägt. 17³7.• 1095. Vertrauen 398. auf Gott. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. S.S....................T.. 2—.— +*——— E 1. Gott wills ma⸗chen, daß die Sa⸗chen ge-hen, wie es heil-sam ist. 6—— *51..——.—— H — 5174———.— E r 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen sich nur plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott dein Wächter schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 2. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel⸗ Ists beschwerlich, scheints gefährlich: deinem Gott ists nicht zu viel. Laß die Wel⸗len sich ver⸗stel⸗len, wenn du nur bei Je⸗su bist. 8. Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Funken fängt: alle Thaten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. 9. Wann die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein; und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld: wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. —— Die da weichen und das Zeichen ihres Bräutigams verschmähn, müssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seite stehn. 12. Aber denen, die mit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. 13. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. 2⁴ 370 Vertrauen auf Gott. 399. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. . . 1. Wie Gott mich führt, so will 525 gehn ohn al⸗les ge⸗schieht, was er mir aus- Ei⸗gen⸗ ⸗sehn, wird mirs an kei⸗nem feh er mich führt, so geh ich mit und fol⸗ge wil⸗lig Schritt vor Schritt in lind⸗ li⸗chem Ver-trau⸗en. 2 Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Lelern, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in 4—0 stets seinen Schluß zu ehren. 3 Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt: er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wun— derlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht: ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Kann ichs auch anfangs nicht verstehn, zuletzt wird er aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat: dies sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke 1683-1735. 400. Mel. Wie nach einer Wasserque. (Freu dich sehr, o meine Seele.) — ———— Mei⸗ne Sorgen, Angst und Plagen lau-fen mit der Zeit zu End; al⸗les Seufzen, al-les Klagen, das der Herr al-lei-ne kennt, 0 ⸗gen⸗ fei⸗nem +1 bracht; bich trou . mir 0 eidenꝰ est: läßt, n. ich gehh, ecken. berstehj, at ret hat. . x 3317³⁵ Vertrauen auf Gott. ö—— 6— , wirniner n rer r 9— EE SEI—— 10. wird Gott Lob! nicht e-wig sein: nach dem Re-gen wird ein Schein dee,eeer Eien Leie, S———.... von viel tausend Sonnenblik-ken meinen matten Geist er⸗quik⸗ken. 2. 5 Meine Saat, die ich gesäet, Es sind wahrlich alle Frommen, wird zur Freude wachsen aus; die des Himmels Klarheit sehn, wenn die Dornen abgemähet, aus viel Trübsal hergekommen; so trägt man die Frucht nach Haus. darum siehet man sie stehn Wenn ein Wetter ist vorbei, vor des Lammes Stuhl und Thron, wird der Himmel wieder frei: prangend in der Ehrenkron nach dem Kämpfen, nach dem Streiten und mit Palmen ausgezieret, kommen die Erquickungszeiten. weil sie glücklich triumphieret. 8. 6. Wenn man Rosen will abbrechen, Gottes Ordnung stehet feste muß man leiden in der Still, und bleibt ewig unverrückt: daß uns auch die Dornen stechen; seine Freund und Hochzeitsgäste es geht alles, wie Gott will. werden nach dem Streit beglückt; Er hat uns ein Ziel gezeigt, Israel ahrne den Sieg das man nur im Kampf erreicht; nach geführtem Kampf und Krieg; will man hier das Kleinod finden, Kanaan wird nicht gefunden, so muß man erst überwinden. wo man nicht hat überwunden. 4. 0 Unser Weg geht nach den Sternen, Darum trage deine Ketten, der mit Kreuzen ist besetzt; meine Seel, und dulde dich; hier muß man sich nicht entfernen, Gott wird dich gewiß erretten: ob er gleich mit Blut benetzt. das Gewitter leget sich, Zu dem Schloß der Ewigkeit nach dem Blitz und Donnerschlag kommt kein Mensch hin sonder Streit: folgt ein end melat Tag die in Salems Mauern wohnen, auf den Abend fo 101 der Morgen, zeigen ihre Dornenkronen. und die Freude nach den Sorgen. 1704. 401. Offbg. Joh. 22, 20. 21. Mel. Christus der ist mein Leben. —— EI EFIEEIEEEEEIEII — De— 2———— 1. Die Gna⸗de sei mit al⸗len, die Gna-de un⸗sers Herrn, des 2⁴ Vertrauen auf Gott. — e. Herrn, dem wir hier wal-len und sehn sein Kom-men gern. 21 denn sie flößt zu den Siegen Auf dem so schmalen Pfade Geduld und Glauben ein. gelingt uns ja kein Tritt, 61 es gehe seine Gnade So scheint uns nichts ein Schade, denn bis zum Ende mit. was man um Jesum mißt; 3 der Herr hat eine Gnade, Auf Gnade darf man trauen, die über alles ist. man traut ihr ohne Reu; 7. und wenn uns je will grauen, Bald ist es überwunden so bleibts: der Herr ist treu. nun durch des Lammes Blut, 4. das in den schwersten Stunden Wird stets der Jammer größer, die größten Thaten thut. so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Herr, laß es dir gefallen du kommst, so komme doch! loih unten A noch immer rufen wir: 3. Die Gnade sei mit allen, Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns sein; die Gnade sei mit mir! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 1. Gott ist ge⸗treu! Sein Herz, sein Va⸗ ter ⸗ herz ist Gott ist ge⸗treu bei Wohl-sein und bei Schmerz, in vol⸗ler Red lch⸗keit. gut und bö ⸗ser Zeit. Weich, Ber-ge, weicht! Fallt hin, ihr Hü-gell 5———. 225 2.—. zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungsstunde die Kraft von meinem Glaubens⸗ pfunde. Gott ist getreu! Er ist mein treuster Freund, dies weiß, dies glaub ich fest. Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind * Mein Glau⸗bensgrund hat die⸗ses Sie-gel: Gott ist ge-treu! Gott ist getreu! gern. stunde laubens⸗ unde. Vertrauen 3. Gott ist getreu! Er thut, was er verheißt, er hält, was er verspricht; wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu! 4. Gott ist getreu! Er handelt väterlich, und was er thut, ist gut; sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ leiter, zum guten Streiter. der Kampf macht mich Gott ist getreu! Gott ist getreu! Er giebt der bösen Welt den eingen Sohn dahin. Der Heiligste bezahlt das Lösegeld, damit ich selig bin. Um uns zu retten vom Verderben, ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, auf Gott. 373 ö sorgt für mein Seelenwohl. Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu! 7 V x Gott ist getreu! Sein götklich treuer Blick giebt sorgsam auf mich acht; er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück ö 1 erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen und endlich stillt er alle Klagen. Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu!* Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, 4 sei unverzagt, mag doch 0 die Welt voll Falschheit sein.. Der falschen Brüder Neid und Tücke gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu! 9. Gott ist getreu! Vergiß, o Seel, es nicht, wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, 11 sei deine liebste Pflicht, so lang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, laß dir den starken Trost nicht rauben: Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich 1713—1780. 403. ö Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. — ——— — 1. Auf G ott und nicht auf mei⸗nen Rat will und dem, der mich er ⸗schaf⸗fen hat, ———— — ‚———..—2. SDDDDSSSS—— ich mein Glük⸗ke mit gan⸗zer See⸗le 37⁴ Vertrauen auf Gott. 7—— *— II„ + E ———.— S S S............——————— bau⸗ en; 2 Trärtzent Er, der die Welt all- mäch-tig hält, wird Q E ö —2———.———— AI S.·———.—— 2 2 S...............—— —— mich in mei-nen Ta⸗gen als Gott und Va⸗ter tra⸗gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich ganz väterlich: nicht, was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6 „Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten: der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 404. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. AFIN .......— H——— ..—.—.2 2—.—— x EEEEEEEEEEE + 1. Ich hab in gu-ten Stun⸗den des Le⸗bens Glück em⸗pfun⸗den und U SS— 4 .. 2——;— I IIIIIII— Freu⸗den oh-ne Zahl: so will ich denn ge-las⸗sen mich 10 * I0, und als Will lein das Dir nich meh Dir und du Las mie erk glüclch t, Pracht elen. keitꝰ 1769. Vertrauen auf Gott. D —.— — auch in Lei⸗den fas⸗sen; welch Le-ben hat nicht sei⸗ne Qualꝰ 2. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte: Ja, Herr, ich bin ein Sünder, sein Heil laß mein Geschäfte, und stets strafst du gelinder, dein Wort mir Trost und Leben sein. als es der Mensch verdient. 5 Will ich, beschwert mit Schulden, Wenn ich in Christo sterbe 9—8 zeitlich Weh erdr z d.„bin ich des Himmels Erbe: das doch zu meinem Besten dient? was schreckt mich Grab und Todꝰ Auch auf des Todes Pfade Dir will ich mich ergeben, vertrau ich deiner Gnade; nicht meine Ruh, mein Leben du, Herr, bist bei mir in der Not. mehr lieben als den Herrn. 60 Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4 Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. ö Ich will den Tod bedenken: Laß du mich Gnade sinden, der Herr wird alles lenken, mich alle meine Sünden d was mir gut ist, wird gescheh erkennen und bereun. 2 mi n ee Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 405. Mel. Alles ist an Gottes Segen. —.0.—ñ—.—ñß7iß 1 4—— — d, 8 I.———————— 2 2 1. End⸗lich bricht der hei⸗ße Tie⸗gel, und der Glaub em⸗ ———3——ͤ. wx E—————— *— pfängt sein Sie⸗gel, gleich dem Gold im Feur be⸗währt; 9——— ..— 5.— D—— SSS..I.............. .SS.SS.S........ tie fe Lei-den Got⸗ tes Lieb⸗lin ⸗öge ver⸗klärt. 5 * 376 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künftgen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Christo unterthan, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. Vertrauen auf Gott. . Leiden macht im Glauben gründlich, macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. 8. Brüder, solche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kund gemacht, wenn sie mancher Schmerz durch— wühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan; und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 10. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset denn hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei? 11. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. Karl Friedrich Harttmann 1743—1815. 406. Mel. Eins ist not! Ach Herr, dies Eine. V E—.— v— EEEEEEEEEEEEEEEEE —— + 1. Za⸗ get nicht, wenn Dun Gott ist gut, er wird ⸗kel⸗-hei⸗ten auf des Le-bens euch lei-ten, ihm ists Freu-de, ündlich, kndlih ürde, merzen erzen ehnlich nlich, ö le Hülle, wei. „ frieden „ „ ingen wingen 1515. Vertrauen auf Gott. 37⁷ 2—— —.———2 II I—— 3.— +— S. HMR—.————.— J— WSSEE2— EE*..——.— E— ——I 14.————. 2—1 1 Pfia⸗de rahn: Sind sei⸗ne Ge⸗dan⸗ken nicht eu ⸗re Ge⸗ wohl-zu⸗thun. — 272—1 1 LCa 2Z— — 0 — — 2——.— —— I . 9— + —2 1 danken, laßt dennoch, o Christen, den Glauben nicht wanken, daß —. ‚ ö SEENE 2 E +2 2 —*— ——— E rvrd, DSDESDSEE ——— IIRNE er, der des Wurmes im Stau⸗be ge-denkt, auch sorgsam und 6—— ————.— S..........I...I....I.... —— 2..I —— freund⸗lich durchs Dun ⸗kel 2. Alles Dunkel dieses Lebens glänzt vor Gott wie Sonnenlicht; wir durchforschens oft vergebens, seinen Blick hemmt Dunkel nicht. Er kennet das Große, das Kleine, das Ferne, die Thränen der Armen, die Scharen der Sterne; mit mächtiger Fel er den an, den seine unendliche Weisheit ersann. 3. Von Erstaunen hingerissen, sinnt der hohe Seraph nach; ach beschränkt ist noch sein Wissen, ewig fühlt er sich noch schwach. Was murren wir Menschen von Kin⸗ desverstande? Wir sind ja nur Wandrer im schat⸗ tigen Lande. Nur Demut erhebet den ängstlichen Sinn, sie wirft in die Arme des Vaters uns hin. 2 Ach erkenne dich, o Seele, fühle, wie so schwach du bist; euch lenkt. blicke still zu Gott und wähle, was von ihm verordnet ist. Der Trübsal entströmen oft heilige Freuden, und Segen entsprießet den bittersten Leiden; bedenk es und jauchze, daß Gott dich regiert, sei folgsam, auch wenn er durch Dor⸗ nen dich führt. 5. Nicht das sinnliche Vergnügen wird von Christen hochgeehrt; Schätze nur, die nimmer trügen, sind des heißen Strebens wert. Hinweg denn, ihr bangen, entehren⸗ den Sorgen! In Gott sind die Schätze des Christen verborgen, hier tilgt sie kein Unfall, kein toben⸗ der Schmerz; auch traurige Stunden bereichern das Herz. 6. Dulden wir gleich manche Plage, der Allweise wägt sie ab; er durchschauet unsre Tage von der Wiege bis ans Grab. 378 Vertrauen auf Gott. Was jetzt uns betrübet, soll einst uns entzücken: o selige Hoffnung, wie kannst du erquicken! Nun ängsten die künftigen Tage uns nicht: der Ewige spricht, und das Dunkel wird Licht. 0. Schwinge dich empor vom Staube, fasse Mut, verzagter Geist! Siegen, siegen wird der Glaube, der den Herrn des Lebens preist. O laß dich das Dunkel der Erde nicht kümmern! Schon sieht ja dein Glaube die Herr⸗ lichkeit schimmern, die jenseits der Sterne dir Jesus enthüllt; da rufst du einst jauchzend: Das Herz ist gestillt. Johann Wilhelm Reche 1763—1835. 407. Mel. Auferstehn, ja 217250 wirst du. e——. 1. Ja fürwahr, uns sümitfanf⸗ ber Hand ein Dir durch— 2. Wenn im Dunkeln auch sein Häuf⸗— lein irrt, er wacht, der treue Hirt, und läßt den Seinen ein freundlich Sternlein scheinen. Hallelujah. 3. Sicher leitet aus des Todes Graun J er uns zu grünen Aun, zu frischen Quellen, zu ewgen Lebenswellen. Hallelujah. EE land D dunklen Er⸗de, uns, sei⸗ne klei⸗ne Her⸗de. Hal⸗le⸗lu⸗jah. 4. Idreundoch blickt sein Aug auf uns herab. Sein sanfter Hirtenstab bringt Trost und Friede; er wachet sich nicht müde. Hallelujah. 5. Ja fürwahr, er ist getreu und gut; auch unser Schicksal ruht in seinen Armen. Sein Name ist Erbarmen. Hallelujah. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 408. Mel. Aus tiefer N — schrei ich zu dir. J. Ich steh in mei⸗nes Herren Hand und will drin ste⸗hen bleiben, nicht Er⸗den⸗not, nicht Er⸗den⸗tand soll mich dar-aus ver⸗ treiben; Er ist Ind L die sie erlaf Er he Mein und denn und ist f ube, reist. de nicht e Herr⸗ mmern, Fesus 5 Herz 835. bilger⸗ jah. uf uns b. 2 Vertrauen auf Gott. 1—— D ————2.—— DINTEIEIE 2—06—4.— 1..——— SDii“.— + +— 2 und wenn zer⸗fällt die gan⸗ze Welt, wer sich an ihm und 0——— CEEEEEE. IIII wen er hält, wird wohl-er⸗hal⸗ten blei⸗ben. 2. 4. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, und Wunder sollen schauen, freu ich mich seiner Pflege; die sich auf sein wahrhaftig Wort sich weiß: die Wege, die er geht, verlassen und ihm trauen. sind lauter Wunderwege. Er hats gesagt, und darauf wagt Was böse scheint, ist gut gemeint; mein Herz es froh und unverzagt er ist doch nimmermehr mein Feind und läßt sich gar nicht grauen. und giebt nur Liebesschläge. 3. 5. Und was er mit mir machen will, Und meines Glaubens Unterpfand ist alles mir gelegen, ist, was er selbst verheißen; ich halte ihm im Glauben still daß nichts mich seiner starken Hand und hoff auf seinen Segen; soll je und je entreißen. denn was er thut, ist immer gut, Was er verspricht, das bricht er nicht, und wer von ihm behütet ruht, er bleibet meine Zuversicht; ist sicher allerwegen. ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. ——.7— Besondere Zeiten, Stände und Verhältnisse. 1. Morgen. 409. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. FFFFFFFFPFFTTTTTT + 1. Die hel⸗le Sonn leucht't jetzt her⸗ ——.— 35———5—.——— .E* ö— hü⸗tet vor des Teu-fels Macht. 2. daß wir dich stets vor Augen han Herr Christ, den Tag uns auch behüt in allem, das wir heben an. vor Sünd und Schand durch deine Güt, 4. laß deine lieben Engelein Laß unser Werk geraten wohl, unsre Hüter und Wächter sein; was ein jeder ausrichten soll, 3 daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß Daß unser Herz im Ghorsam leb, gereich zu dein'm-Lob, Ehr und dein'm Wort und Willn nicht wider⸗ Preis. streb; Nikolaus Herman 4 1561. 1— =IIII...——— ..—.—.—— S PPIRRSIERIRIRI ——————. 1. Aus mei⸗nes Her⸗zens Grun-de sag ich dir Lob und Dank in die⸗ser Mor⸗gen⸗stun-de, da-zu mein Le-ben lang, Daß l in der vor& behüt Ich b Wolst womi⸗ ich Du mich vor Vor vor vor vor vor Mei Meil in daz den mei U ist o Gott in dei⸗nem Thron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch 3———.—. 6156.— — — ISDISSSSE Chris⸗tum un⸗sern 2. Daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3 Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Leib und auch mein Seele, mein Weib, Gut, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind; denn alles, was ich hab, mein Eltern und Verwandten, Geschwister und Bekannten, ist dein Geschenk und Gab. Her⸗ren, dein ein⸗ge⸗bor⸗nen Sohn; Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir gegeben; er machs, wie's ihm gefällt. 77 Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott beschieden in mein'm Beruf und Stand. 1592. 411. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. S 38² .— 1— S.S............. +— D. 5 Licht anbricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter Andacht meine Knie und ruf zu dir mit heller Stimm: dein Ohren neig, mein Red vernimm. 8. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig hast behüt't, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Frieden zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier und mich mit schönen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gieb Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und meinem Nutz und meinem Nächsten thue Guts. 4˙. Hilf, daß ich zu regieren wiss mein Augen, Ohren, Händ und Füß, mein Lippen, Mund und ganzen Leib; all bös Begierden von mir treib. 8. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich, vom Übel abgewandt, mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr. 9. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid, tritt zwischen mich und meine Feind, die sichtbar und unsichtbar sind. 10. Mein Aus⸗und Eingang heut bewahr, daß mir nichts Übels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm 1557—1622. 412. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. — Ei nig⸗keit, Gott Va⸗ter —— ———— 25— ————————— „Sohn und heil-ger Geist, heut — SSIII die-sen Tag mir Bei-stand leist. Mein daß! und hoch! Des des 6 des h erleu m Nutz Guts. hist und Jüß, zen Leib; treib. dt, beschwer ersehr. eit sid bewaht, Hfahr; Tod ist not⸗ 1122 Herzeled, ne Feind, E — Morgen. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht' meins finstern Herzens Schrein. 383 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier. 5 Herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm 1557—1622. 413. .SSI 1. Gott des Himmels und der Er⸗den, Va⸗ter, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, —— E ů 2— ..I....I..II..... 23.——— 1 des⸗sen star⸗ke Hand die Welt und was drin⸗nen ist er⸗hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 22 Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort: nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr, mein Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert 1604-1651. Morgen. — EEEE —— 2. D—— 1. Die güld⸗ne Son-ne voll Freud und Won-ne bringt un-sern T 7 A.———. d, 2—666— Gren⸗zen mit ih-rem Glän-zen ein herz⸗er⸗quik-ken-des, ———.——— Licht. Mein Haupt und Glie-der die la⸗gen dar⸗ SDSSSSSS— Iieder a⸗ ber nun steh ich, bin mun-ter und fröhllich, — schau⸗e den Him-mel mit mei⸗nem Ge⸗ sicht. 2. 4. Mein Auge schauet, Abend und Morgen was Gott gebauet zu seinen Ehren eaden dund uerer segnen und mehren, und uns u lehren, Unglück verwehren wie sein Vermögen sei mächtig und sind seine Werke und Thaten allein. groß, Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden über 5 sei Barmherziakei aus dieser Erden vergänglichem e Se. Schoß. 3 5— Lasset uns singen, Ich hab erhoben dem Schöpfer bringen zu dir hoch droben Güter und Gaben; all meine Sinnen: was wir nur haben, laß mein Beginnen alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Die besten Güter Laster und Schande, sind unsre Gemüter; des Satanas Bande, dankbare Lieder Fallen und Tücke sind Weihrauch und Widder, treib ferne zurücke: an welchen er sich am meisten ergötzt. laß mich auf deinen Geboten bestehn. Laßen Ohn d sehen den d in m Geizi⸗ Unchr nach das von Men was In geht sobal Allee muß Him: die l was 5 — allein. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nächsten Haus. Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des hlart drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden 8e nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergieb und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden Morgen. 38⁵ aus deinen Augen sein abgewandt. Sonst, Herr, regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället: ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 14. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wohlan so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, der du nie keinen zu sehr hast betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen 60 der Sonne 1 gewünschtes Gesicht Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten, dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607—1676. 415. Mel. Nun laßt und Gott dem Herren. 2⁵ Morgen. Ge-⸗ber al=ler 2. 6. Heut, als die dunklen Schatten Die wirst du nicht verschmähen; mich ganz umgeben hatten, du kannst ins Herze sehen hat Satan mein begehret; und weißt wohl, daß zur Gabe Gott aber hats gewehret. ich ja nichts Beßres habe. 3. 5 Du sprachst: Mein Kind, nun liege Du wollst dein Werk vollenden, trotz dem, der dich betrüge; mir deinen Engel senden, schlaf wohl, laß dir nicht grauen, der mich an diesem Tage du sollst die Sonne schauen. auf seinen Händen trage. 4. 8. Dein Wort das ist geschehen: Sprich Ja zu meinen Thaten, ich kann das Licht noch sehen, hilf selbst das Beste raten; von Not bin ich befreiet, den Anfang, Mitt und Ende, dein Schutz hat mich erneuet. ach Herr, zum besten wende. 5. 9 Du willst ein Opfer haben, Mit Segen mich beschütte, hier bring ich meine Gaben: mein Herz sei deine Hütte, mein Weihrauch und mein Widder dein Wort sei meine Speise, sind mein Gebet und Lieder. bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt 1607—1676. —— —.——— ——— . Morgenglanz der E⸗wigkeit, Licht vom un-er⸗schöpf⸗ten Lich ⸗te, schickuns die ⸗se Morgenzeit dei⸗ne Strahlen zu Ge⸗sich⸗te uns⸗re Nacht. 2 x 3 Deiner Güte Morgentau Gieb, daß deiner Liebe Glut fall auf unser matt Gewissen, unsre kalten Werke töte, laß die dürre Lebensau und erweck uns Herz und Mut lauter süßen Trost genießen bei entstandner Morgenröte, und erquick uns, deine Schar, daß wir, eh wir gar vergehn, immerdar. recht aufstehn. Ach! gieb, unser und, sich TTelle Morgen. 4. 5. Ach du Aufgang aus der Höh, Leucht uns selbst in jene Welt, gieb, daß auch am jüngsten Tage du verklärte Gnadensonne; unser Leib verklärt ersteh führ uns durch das Thränenfeld und, entfernt von aller Plage, in das Land der süßen Wonne, sich auf jener Freudenbahn da die Lust, die uns erhöht, freuen kann. nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth 1636—1689. 417. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 1. In Got ⸗tes Na⸗ men fang ich an, was mir zu thun ge⸗ mit Gott wird al⸗les wohl-ge— than und glück⸗lich aus⸗ge⸗ Düh ret: füh ⸗ret; was man in Got⸗tes Na⸗men thut, ist al⸗lent-hal-ben recht und gut und muß uns auch ge-dei-hen. ant ihnen gar nicht schaden: Gott ist, der das Teen schafft, Gokt Decket 9— seiner Hand, was Gutes zu vollbringen; er giebt uns Segen, Mut und Kraft 295 füllet sie mit Freuden. und läßt das Werk gelingen: 5 * j 8 sei Hedei ist er mit uns und sein Gedeihn, Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; so muß der Zug gesegnet sein, daß wir die Fülle haben. laß du mit deiner Gnade dich 3. bei meiner Arbeit merken; Wer erst nach Gottes Reiche tracht't gieb dein Gedeihen 2 dazu, und bleibt auf seinen Wegen, daß ich in abew. was ich thu, der wird gar leichtlich reich gemacht ererbe deinen Segen. durch Gottes milden Segen: 6. da wird der Fromme froh und satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, damit, was du mich schaffen heißt, 4. gescheh mit lauter Freuden, Gott ist der Frommen Schild und Lohn, auf daß ich dir mit aller Treu er krönet sie mit Gnaden. auf dein Gebot gehorsam sei Der bösen Welt ihr Neid und Hohn und meinen Nächsten liebe. 25⁵ 388 Morgen. 0. hilf, daß ich sie vollende Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! zu deines Namens Herrlichkeit, Die Werke meiner Hände und hilf, daß ich zur Abendzeit befehl ich, liebster Heiland, dir; erwünschten Lohn empfange. Salomo Liscow 1640—1689. 418. Ephes. 5, 14. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. 1. Er—he⸗be dich, o mei⸗ne Seel: die Fin⸗ster- nis ver— der Herr er⸗scheint in Is ⸗ra ⸗ el, sein Licht am Him-mel dich aus dei— er was Gu⸗tes in dir schaff, in-dem er dich er-leuch⸗tet. 2. daß wir uns nicht betrügen; Im Licht muß alles rege sein gieb, daß wir greifen an das Werk, und sich zur Arbeit wenden; gieb Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht singt früh das Vögelein, im Licht, das uns erleuchtet. im Licht will es vollenden: 5. so soll der Mensch in Gottes Licht Du zeigst, was zu verrichten sei aufheben billig sein Gesicht auf unsres Glaubens Wegen; zu dem, der ihn erleuchtet. so hilf uns nun und steh uns bei, 3. verleihe deinen Segen, Laßt uns an unsre Arbeit gehn, daß das Geschäft von deiner Hand den Herren zu erheben; vollführet werd in alle Land, laßt uns, indem wir auferstehn, wozu du uns erleuchtet. beweisen, daß wir leben; ö 6 laßt uns in diesem Gnadenschein Ich flehe, Herr, mach uns bereit nicht eine Stunde müßig sein: zu dem, was dir gefällig, Gott ists, der uns erleuchtet. daß ich recht brauch der Gnadenzeit; 4. so flehen auch einhellig Ein Tag geht nach dem andern fort, die Kinder, die vom Geist geborn und unser Werk bleibt liegen. und die sich fürchten vor dem Zorn, Ach hilf uns, Herr, du treuster Hort,‚ nachdem du sie erleuchtet. Das ein L s sei die L Die“ und dietbe bei, hand Morgen. 389 7. 8. Das Licht des Glaubens sei in mir Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, ein Licht der Kraft und Stärke, daß ich stets gehe richtig, es sei die Demut meine Zier, erfreu mich durch dein Angesicht, die Lieb das Werk der Werke. mach mich zum Guten tüchtig, Die Weisheit fließt in diesem Grund bis ich erreich die goldne Stadt, und öffnet beides, Herz und Mund, die deine Hand gegründet hat dieweil die Seel erleuchtet. und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann 4 1713. 419. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 1. Das wal⸗te Gott, der hel⸗fen kann! Mit Gott fang ich die — eeneere dre en —— ů Ar⸗beit an, mit Gott nur geht es glück-lich fort, drum . ist dies auch mein er⸗-stes Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Thun und Werk Anfang und Mitte samt dem End erfordert Gottes Kraft und Stärk; stell ich allein in Gottes Händ; mein Herz sucht Gottes Angesicht, er gebe, was mir nützlich ist, drum auch mein Mund mit Freu⸗- drum sprech ich auch zu jeder Frist; den spricht:(Das walte Gott! Das walte Gott! 2. 6. So Gott nicht hilft, so kann ich Legt Gott mir seinen Segen bei nichts, nach seiner großen Güt und Treu, wo Gott nicht giebet, da gebrichts; so gnüget mir zu jeder Stund; Gott giebt und thut mir alles Guts, drum sprech ich auch von Herzens⸗ drum sprech ich auch nun gutes Muts: grund: Das walte Gott! Das walte Gott! Will Gott mir etwas geben hier, 7. so will ich dankbar sein dafür; Trifft mich ein Unglück: unverzagt! auf sein Wort werf ich aus mein Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; Netz er wird mir gnädig stehen bei, und sag in meiner Arbeit stets: drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! Das walte Gott! 390 Morgen. 8. mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, Er kann mich segnen früh und spat, daß ich kann sagen glaubensvoll: bis all mein Thun ein Ende hat; Das walte Gott! er giebt und nimmt, machts wie er will, 11. drum sprech ich auch fein in der Still: Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, Das walte Gott! so acht ich keiner Feinde Neid, 9 laß hassen, wers nicht lassen kann; Gott steht mir bei in aller Not ich stimme doch mit Freuden an: und giebt mir auch mein täglich Brot, Das walte Gott! nach seinem alten Vaterbrauch 12. thut er mir Guts; drum sprech ich Thu ich denn was mit Gottes Rat, auch: der mir beistehet früh und spat, Das walte Gott! dann alles wohl geraten muß; 10. drum sprech ich nochmals zum Be⸗ Ohn ihn ist all mein Thun umsonst; schluß: nichts hilft Verstand, Witz oder Das walte Gott! Kunst: Johann Betichius 1650—1722. 420. Mel. O Gott, du frommer Gott. O Je⸗su, sü⸗ßes Licht, nun ist nun hat dein Gna⸗den⸗glanz aufs neu e mich um-⸗fan⸗gen, — nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗fe auf ⸗ ge⸗ I 7*— ..... weckt und hat nun in Be-gier zu dir sich aus-ge⸗streckt. 2. sie sei dein Eigentum, Was soll ich dir denn nun, mit ihr dich heut vermähle mein Gott, für Opfer schenken? in deiner Liebeskraft; Ich will mich ganz und gar da hast du meinen Geist, in deine Gnad einsenken darinnen wollst du dich mit Leib, mit Seel, mit Geist verklären allermeist. heut diesen ganzen Tag: 4 das soll mein Opfer sein, , Da sei denn mein Lei weil ich sonst nichts vermag. 4 auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, 3. zur Wohnung und zum Haus; Drum siehe da, mein Gott, ach allerliebstes Leben, da hast du meine Seele, ach wohn, ach leb in mir, bewe so he mit! Dem die l laß dein im in d diex das Mei mit mit dur auch vor soel und beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5 Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, die allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt und köstlich angethan. 421. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Morgen. 7. Bleib du mir diesen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Allgegenwart ann wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich,‚ mein Gott, zu aller Stund. 5 Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke; 13 0 deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange 1670—1744. — ——— 1. Ein neu⸗er Tag, ein neu⸗es Le⸗ben geht mit der Gott will mir— aufs neu⸗e ge⸗ben, was mir sonst 0— E I .—.— SISSI ——. neu⸗en Wo⸗che an: nie⸗mand ge⸗ben kann; — denn hätt ich sei⸗ne Gna⸗de nicht, wer 43...— —— ga„be mir sonst Ich grüße diesen uieben Morgen und küsse Gottes Vaterhand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach Herr, wer bin ich Armer doch? so weich auch heute nicht von mir, Du sorgst für mich, ich lebe noch. Trost und Licht? eun das erkennet meine Seele und giebt sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in dieser Höhle mit Not und Tod umgeben bin, denn meine Hilfe steht bei dir. 392 Morgen. 4. das richte mir zum besten ein. Mein Glück in dieser neuen Woche Ich bitt um keinen Überfluß, soll nur in deinem Namen blühn; nur was ich nötig haben muß. ach laß mich nicht am Sündenjoche 6. mit meinem Fleisch und Blute ziehn: So thue nun, mein Gott, das Deine gieb deinen Geist, der mich regier und laß mich auch das Meine thun: und nur nach deinem Willen führ. behüte beide, Groß und Kleine, 5. daß sie auf deiner Huld beruhn, Soll ich mein Brot mit Kummer essen, und daß ein jedes diesen Tag so laß es doch gesegnet sein, mit dir vergnügt beschließen mag. und was du sonsten zugemessen, Benjamin Schmolck 1672—17387. 422. Mel. Christus, der uns selig macht. — ————.— „Fang dein Werk mit Je⸗su an, Je⸗sus hats in Hän führ mit Je⸗su dei⸗nen Lauf, las ⸗se Je⸗sum schaf-fen. 2. Setz nur das Vertrauen dei Worens soll der Ani Setz nur das Vertrauen dein Morgens soll der Anfang sein, in sein Allmachtshände Jesum anzubeten. und glaub sicher, daß allein daß er woll dein Helfer sein er dein Unglück wende. stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht 4. will er stehn zur Seiten, Wenn denn deine Sach mit Gott wenn des Satans List und Macht also angefangen dich sucht zu bestreiten. ei so hat es keine Not, 2 wirst den Zweck erlangen; Wenn dein Jesus mit dir ist, es wird folgen Glück und Heil laß die Feinde wüten; hier in diesem Leben, er wird dich vor ihrer List endlich wird dir Gott dein Teil schützen und behüten. auch im Himmel geben. Morgen. 393 All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben; laß es doch sein wohlgethan! es nach deinem Willen mach Jo sprech darauf: Amen. auch im Tod und Leben. Um 17²20, 423. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. — S.SS................... 1. O Je⸗su, mei⸗nes Le⸗bens Licht, nun ist die Nacht ver— — ISSI 1.... +* 1 5 —— gan⸗gen: mein Geis ⸗tes⸗aug zu dir sich richt't, dein An⸗blick zu em⸗pfan⸗gen. 2. 7. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, Sei du alleine meine Lust, mich vor Gefahr bedecket mein Schatz, mein Trost und Leben; und auch vor andern mich gesund kein andres Teil sei mir bewußt, nun aus dem Schlaf erwecket. dir bin ich ganz ergeben. 3 8 Mein Leben schenkst du mir aufs neu, Zeig mir in jedem Augenblick, es sei auch dir verschrieben, wie ich dir soll gefallen; mit neuem Ernst, mit neuer Treu zeuch mich vom Bösen stets zurück, dich diesen Tag zu lieben. regiere mich in allem. 4. 2 Dir, Jesu, ich mich ganz befehl: Laß mich mit Kraft und williglich im Geiste dich verkläre; mir selbst und allem sterben; dein Werkzeug nur sei meine Seel, zerstör du selber völliglich den Leib bewahr und nähre. mein gründliches Verderben. 5 10. Durchdring mit deinem Lebenssaft Gieb, daß ich meinen Wandel führ Herz, Sinne und Gedanken; im Geist, in deinem Lichte, bekleide mich mit deiner Kraft, und als ein Fremdling lebe hier in Proben nicht zu wanken. vor deinem Angesichte. 6. 14. Mein treuer Hirte, sei mir nah, Ach halt mich fest mit deiner Hand, steh immer mir zur Seiten, daß ich nicht fall noch weiche; und wenn ich irre, wollst du ja zeuch weiter durch der Liebe Band, mich wieder zu dir leiten. bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen 1697—1769. Morgen. 424. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. und Dank: err heb ihn mei ue See ⸗ le! Der Herr hört dei nen Lob-ge⸗sang: lob⸗ sing ihm, mei ⸗ne See⸗le! 2 Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden: wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben, du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 101 Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach Dadein Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele: sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 2. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig thue; ö 10. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert 17151769. Mittag. 425. Mel. Den die Hirten.— sehre. f— ö——— 4 Een ZEE 2— 5 1. Früh am Mor⸗ gen Je⸗sus ge ⸗het und vor al ⸗len — H. Thü⸗ren ste⸗het, klop-fet an, wo man ge⸗ fle⸗het: 2—— — ———5— 4—4.7 —— Komm, Herr Je ⸗ su, un ⸗ser Gast! 2 4. Nun so lasset ihn nicht dorten, Weiden uns auf grüner Auen, thut ihm auf des Herzens Pforten daß wir deine Fülle schauen ö und mist ihn mit süßen Worten: und auf deinen Reichtum bauen, Eile, Jesu, kehre ein! mit dir gehen aus und ein. ahr; 6 2 25 Wollest täglich bei uns bleiben, Amen, ja es soll geschehen, alle Feinde von uns treiben, Jesus wird heut mit uns Hen uns ins Buch des Lebens schreiben und wir werden fröhlich sehen, ö und der gute Hirte sein; daß er uns nicht läßt allein. siht, Gerhard Stip 1809—1882. ö 2. Mittag. 4 426. 1 Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. — ———————— A—.————.— 1. Ge⸗segn 2—8 Herr, L.. die Ga⸗ben er dein, die Speis laß uns⸗re V 2 . f—— 2—————— E 2——.—= ,.—5.06 sein; hilf, daß da— durc er⸗quik-ket werd der 9—————— 55 dürft⸗ge Leib auf die⸗ser Erd. 396 2. 2— Doch dies zeitliche Brot allein Drum gieb uns beides, Herre Gott; kann uns nicht gnug zum Leben sein: hilf endlich auch aus aller Not: dein göttlich Wort die Seele speist, so preisen wir dein Gütigkeit hilft uns zum Leben allermeist. hier und auch dort in Ewigkeit. Strophe 1 und 2: 1561, Strophe 3: 1685. 427. ꝝ——— arnre —... 1——— 1. Wir dan⸗ken Gott für sei-ne Gabn, die wir von ihm em⸗ woll uns all-zeit mehr be⸗ schern; 2. Ach lieber Herr, du wollst uns gebn Und speisen uns mit seinem Wort, nach dieser Zeit das ewge Lebn. daß wir satt werden hier und dort. 1589. 428. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Spei⸗se, Va⸗ter, dei⸗ne Kin-der, trös⸗-te die be-trüb⸗ten sprich den Se-gen zu den Ga-ben, die wir jet⸗zo vor uns U— PZ.PPPPPIPPPPPPPP — 5 50 e—W—— —5— S—— 9 r 925— 925 Sun=der; sje S 2 1e se 67% ha⸗ ben, daß sie uns zu die⸗ sem Le ⸗ ben ott Abend. From⸗-men zu der Himmelsmahl-zeit kom ⸗men. 429. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Johann Heermann 1585—1647. 1. Dan⸗ke dem Her⸗ren, o See⸗le, dem Ur⸗sprung der der uns er⸗ quik⸗ket die Lei⸗ber und nährt die Ge⸗ in. 1251 Ge⸗bet ihm Ehr, lie-bet den Güati⸗ gen 0 — SEEEE——————— E sehr, stimmt an die dan⸗ken⸗den Lie⸗-der! 2 gieb nur, daß wir Du hast, o Güte, dem Leibe die Not⸗ innig stets dürsten nach dir, durft bescheret, ewig zur Lust dich erwählen. laß doch die Kräfte im Guten nur werden verzehret: 4. alles ist dein, Güͤtigster Hirte, du wollest uns Seelen und Leiber, allein stärken und leiten werd auch durch beide geehret. und zu der Hochzeit des Lammes rechtschaffen bereiten; —„. Lebenswort, Jesu, komm, speise die bleib uns hier nah, schmachtenden Seelen, bis wir dich ewig allda laß in der Wüste uns nimmer das schmecken und schauen in Freuden. Nötige fehlen; Gerhard Tersteegen 1697—1769. 3. Abend. 430. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. — Abend. Ei⸗nig⸗-keit, die Son ne weicht mit ih-rem Schein, geuß dein Licht in das Herz hin-ein. 2. 3 Des Morgens, Herr, dich rühmen wir, Gott Vater in dem höchsten Thron am Abend beten wir zu dir und Jesus Christ, sein einger Sohn, und preisen deine Herrlichkeit mitsamt dem werten heilgen Geist von nun an bis in Ewigkeit. sei nun und immerdar gepreist. Altkirchlich. Bearbeitet von Christian Karl Josias von Bunsen 1791—1860. 431. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Hin⸗ un⸗ter ist der stark her-ein: leucht uns, Herr Christ, du wah-res Licht, laß uns im Fin⸗stern wan⸗deln nicht. 2. und hra es unsrer Seel nicht zu; Dir sei Dank, daß du uns den Tag laß schlafen uns in Fried und Ruh. vor Schaden, Gfah r und mancher Plo ag 4. durch deine Engel hast behütt't Durch dein Engel die Wach bestell, aus Gnad und väterlicher Güt. daß uns der bose Feind nicht fäll; 3. vor Schrecken, Angst und Feuersnot Womit wir habn erzürnet dich, behüte uns, o lieber Gott. dasselb verzeih uns gnädiglich 432. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Nikolaus Herman 1 1561. ——8—.— —12 Tag und Licht, vor dir ist, Herr, ver⸗ bist Wir behüt bewa Gott, So 1 laß: besch und Abend. bor⸗gen nichts. Du vä⸗ter-li⸗chen Lich-tes Glanz, lehr 2 —...— — uns den Weg der Wahr-heit ganz. 2. 4. Wir bitten dein göttliche Macht: Beschirmer, Herr der Christenheit, behüt uns, Herr, in dieser Nacht; dein Hilf uns allzeit sei bereit; bewahr uns, Herr, vor allem Leid, hilf uns, Herr Christ, aus aller Not Gott, Vater der Barmherzigkeit. durch deine heilgen Wunden rot. So unsre Augen schlafen ein, Gedenk, o Herr, der schweren Zeit, laß unsre Herzen wacker sein; darin der Leib gefangen liegt; beschirm uns, Gottes rechte Hand, der Seele, die du hast erlöst, und lös uns von der Sünden Band. der gieb, Herr Jesu, deinen Trost. (Nach einem lateinischen Liede aus dem 7. Jahrhundert.) Wolfgang Meuslin 1497—1563. 433. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 1. Die Nacht ist kom-men, drin wir ru⸗hen sol len: . — Gott walts zu From⸗men nach sein'm Wohl⸗ge-fal⸗len, daß wir uns 0——.—— ————— — ö—.—————— le⸗gen, in sein'm Gleit und Se⸗gen, der Ruh zu pfle-gen. 2. ö 3. Treib, Herr, von uns fern die un⸗Laß uns einschlafen mit guten Ge⸗ reinen Geister danken, halt die Nachtwach gern, sei selbst fröhlich aufwachen und von dir nicht unser Schutzherr: wanken, schirm beid, Leib und Seel, unter laß uns in Züchten unser Thun deine Flügel, und Dichten send uns dein Engel. zu dein'm Preis richten. 400 Abend. 5 Pfleg auch der Kranken durch deinen Vater, dein Name werd von uns Geliebten, gepreiset, hilf den Gefangnen, tröste die Be⸗ dein Reich zukomme, dein Will trübten, werd beweiset; pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr frist unser Leben, wollst die Sünd Vormünder, vergeben, des Feinds Neid hinder. erlös uns. Amen. Petrus Herbert 7 1571. 434. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. Je⸗su Christ; dich will ich las⸗sen wal ⸗ ten und al⸗le⸗zeit in Lieb und Leid in mei-nem Her-zen hal⸗ten. E. Du bist nun mein, Dein Lieb und Treu vor allem geht, und ich bin dein, kein Ding auf Erd so fest besteht, dir hab ich mich ergeben. das muß ich frei bekennen; 4. drum 970 nicht Tod, Der Tag nimmt ab: ach schönste Zier, nicht Angst, nicht Not Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, von deiner Lieb mich trennen. es will nun Abend werden; 3. laß doch dein Licht Dein Wort ist wahr und trüget nicht aus usloschen nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. 1597. 435. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. 1. Die Sonn hat sich mit ih rem Glanz ge- wen-det und, 2 57¹. 1507. 2—.— 0 EUN—D 25— 8 2; ö— +—— 1 2—.—..— was sie soll, auf die-sen Tag voll-en⸗det; die ——————— x 2— A EEEEE— dunk ⸗le Nacht dringt al-lent-hal-ben zu, bringt Men-schen, + ö** —— II III Vieh und al ⸗le Welt zur Ruh. 2. 5. Ich preise dich, du Herr der Nächt Vergönne, daß der lieben Engel und Tage, ö Scharen daß du mich heut vor aller Notsmich vor der Macht der Finsternis und Plage bewahren, durch deine Hand und hochberühmte auf daß ich vor der List und Tyrannei Macht der argen Feind im Schlafe sicher sei. hast unverletzt und frei hindurch 61 gebracht. Herr, wenn mich wird die lange Nacht 3. bedecken Vergieb, wo ich bei Tage so gelebet, und in die Ruh des tiefen Grabes daß ich nach dem, was finster ist, strecken, gestrebet; so blicke mich mit deinen Augen an, laß alle Schuld durch deinen Gna-daraus ich Licht im Tode nehmen denschein kann; in Ewigkeit bei dir verloschen sein. 7. 4. Und laß hernach zugleich mit allen Schaff, daß mein Geist dich unge⸗ Frommen hindert schaue, mich zu dem Glanz des andern Le⸗ indem ich mich der trüben Nacht bens kommen, vertraue, da du uns hast den großen Tag und daß der Leib auf diesen schwe— bestimmt,‚, ren Tag dem keine Nacht sein Licht und Klar⸗ sich seiner Kraft fein sanft erholen heit nimmt. mag. 1648. 436. — 2 0— 1·— +— EUE 7 EH 1. Wer ⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗mü⸗ te, und, ihr Sin=ne, daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗ te, die er hat ge⸗ 26 402 Abend. ,.,e SSPSPSPSPSPSSPSISP IIIII P—— 5 geht her-für, da than an mir, er mich den gan-zen Tag vor so man-cher .— 2——— 1— 4—— SISSSSSSSSIIIIIAIAIEII.———— —— 2——.— 2..— schwe⸗-ren Plag hat be⸗ 9 h hü⸗-tet und in Gna-den ab⸗ ge⸗wen⸗det al⸗len Scha-den. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch den Feind hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 2 5. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Missethat, die mein armes Herz beladen und so gar vergiftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hölle stürzen will; da kannst du allein erretten, strafe nicht mein Übertreten. 4. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde. . O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel hier; da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 6. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen sein in deinen Schutz geschlossen. 60 Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur- und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Seel und Leib verderben. 8. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen: Amen, ja das soll geschehen. Johann Rist 1607-1667. Ul1/ — — i N Abend. 437. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 9— 421,———f——— d L — E.—.— 2.— 1. Nun ru⸗hen al le Wäl⸗der, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es 0——.—.— 365 23—— ———————.———.— 157— 5 ö—.——, 472— E 2——— — ö E schläft die gan⸗ze Welt; ihr a-ber, mei-ne Sin⸗-nen, auf, ......... I auf, ihr sollt be-gin-nen, was eu⸗rem Schöp-fer wohl-gerfällt. 2. 6. Wo bist du, Sonne, blieben? Nun geht, ihr matten Glieder, Die Nacht hat dich vertrieben, geht hin und legt euch nieder, die Nacht, des Tages Feind. der Betten ihr begehrt: Fahr hin, ein andre Sonne, es kommen Stund und Zeiten, mein Jesus, meine Wonne, da man euch wird bereiten gar hell in meinem Herzen scheint. zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 3. ö 7. Der Tag ist nun vergangen, Mein Augen stehn verdrossen, die güldnen Sternlein prangen im Nu sind sie geschlossen, am blauen Himmelssaal; wo bleibt dann Leib und Seel? also werd ich auch stehen, Nimm sie zu deinen Gnaden, wenn mich wird heißen gehen sei gut für allen Schaden, mein Gott aus diesem Jammerthal. du Aug und Wächter Israel. 4. 8. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Breit aus die Flügel beide, legt ab das Kleid und Schuhe, o Jesu, meine Freude, das Bild der Sterblichkeit: und nimm dein Küchlein ein; die zieh ich aus, dagegen will Satan mich verschlingen, wird Christus mir anlegen so laß die Engel singen: den Rock der Ehr und Herrlichkeit. dies Kind soll unverletzet sein. 52 9 Das Haupt, die Füß und Hände Auch euch, ihr meine Lieben, sind froh, daß nun zum Ende soll heute nicht betrüben die Arbeit kommen sei: ein Unfall noch Gefahr: Herz, freu dich, du sollst werden Gott laß euch selig schlafen, vom Elend dieser Erden stell euch die güldnen Waffen und von der Sünden Arbeit frei. ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt 1607—1676. 26*³ Abend. 438. 1. Der lie⸗ben Son⸗ne Licht und Pracht hat nun den Tag voll⸗ V— —E ———————.———.— dei⸗ne Au⸗-gen, Herz und Sinn auf Jesum sein ge-rich⸗tet hin. 2. 4. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl So oft die Nacht mein Ader schlägt, und glänzt mit Licht und Strahlen, soll dich mein Geist umfangen; ihr macht die Nacht des Lichtes voll: so vielmal sich mein Herz bewegt, doch noch zu tausend Malen soll dies sein mein Verlangen, scheint heller in mein Herz daß ich mit lautem Schall die ewge Himmelskerz, mög rufen überall: mein Jesus, meiner Seelen Ruhm, O Jesu, Jesu, du bist mein, mein Schutz, mein Schatz, mein sund ich auch bin und bleibe dein. Eigentum. 5. 3. Nun, matter Geist, schick dich zur Mit dir will ich zu Bette gehn, Ruh dir will ich mich befehlen; und schlaf fein sanft und stille; du wirst, mein Hüter, auf mich sehn(ihr müden Augen, schließt euch zu, und raten meiner Seelen. denn das ist Gottes Wille; Ich fürchte keine Not, schließt aber dies mit ein: kein Hölle, Welt und Tod; Herr Jesu, ich bin dein! denn wer mit Jesu schlafen geht, So ist der Schluß recht wohl gemacht. mit Freuden wieder aufersteht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht. Christian Seriver 1629—1693. D 1. Nun sich der Tag ge⸗en-det hat, und kei⸗ ne Sonn mehr scheint, schläst al-les, was sich ab ⸗ge-matt't und Gede in di und den Zwa die! doch hat Abend. 4. 24— ..— 2— ——.——— 0— — 4—5—— EE—.———.. was zu ⸗vor ge⸗weint. 2. wenn ich muß vors orem i⸗ Nur du, mein Gott, hast keine 9 kann ja nicht verloren sein du schläfst noch schl ummerst nicht: in solcher Zuversicht. die Finsternis ist dir verhaßt, 6. weil du bist selbst das Licht. aad uch thu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; Gedenke, Herr, doch auch an mich mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh: in dieser schwärzen Nacht wer wollte traurig sein? und schenke du mir gnädiglich 7. den Schirm von deiner Wacht. Weicht, nichtige Gedanken, hin, 4. wo ihr habt euren Lauf: Zwar fühl ich wohl der Sünden ich inn jetzt in meinem Sinn Schuld, einen Tempel auf. die mich bei dir klagt an; 8. doch aber deines Sohnes Huld Soll diese Nacht die letzte sein hat gnug für mich gethan. in 5105 Jammerthal, 5. führ mich, Herr, in Himmel ein Den setz ich dir zum Bürgen ein, zur auserwählten Zahl. Johann Friedrich Herzog 1647—1699. 440. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 1. Herr, es ist von mei⸗nem Le⸗ben wie⸗der⸗ um ein leh re mich nun Ach-tung ge⸗-ben, ob ich fromm ge— — — 1551 F=—.8 —3——..——.———.—..— + Tag da⸗hin 1H 0 74 we⸗ sen zei ge mirs auch sel⸗ber an, so ich was nicht —.—— recht 42. Wa und hilf jetzt in al⸗len Sa⸗chen E—.—.——. gu⸗ten Fei⸗ er ⸗ a⸗bend ma⸗chen. * 147½ 0 10 4 W 433 ö 406 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und That, und vom Morgen bis jetzund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld; ich bin freilich schwer beladen, doch vergieb mir alle Schuld; deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich auch deinen Willen künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück dürfe weinen. Abend. 5. Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses thun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch alles andre Schrecken, das der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht: darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. . Laß mich denn gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann 1648—1715. 0.—.—5 Z————.—— , ee .— 2— 5 1. Der Tag ist hin; mein Je⸗ su, bei mir blei⸗be! O 0——— S——— e e, en e.. —— See⸗len⸗licht, der Sünden Nacht ver-trei-be, geh auf in mir, Glanz — 0 15..— 1 5——— I.—.— j— E r.———1 der Gerech-tig-keit, er-leuch-te mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2 Lob, Preis und Dank sei dir, mein 4.— Gott, gesungen, bir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich é nicht versteh; du bist gerecht, es gehe wie es geh. Nur Bestä Das ich st Verg Velt ter, „ 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: ö Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzens-— kündiger, ich strauchle noch wie ein Unmün⸗ diger. 4 Vergieb es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wie⸗ der ein, da ist die Hand: du mein, und ich Abend. 407 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte,: bewahre mich durch deine große Macht, wenn Belial nach meiner Seelen tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen: ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. bin dein. Joachim Neander 1650-1680. 442. Oue. 24, 29. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. — E I— rn EE‚...—.———— L— 1——— E 1. Wo willst du hin, weils A⸗bend ist, o lieb⸗ster Pil⸗grim, 92—— —7—— 1—44 1—— 2—.— 2 2 SIPISD— —— Je⸗su Christ? Komm, laß mich so glück=se=lig sein und N ESSII AA FVV 2—* 1 DISISi———— 227— 2....—— 2 I kehr in mei⸗nem Her-zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3 Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt: drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irre macht. 2. Besonders aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib! ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 1674. Abend. 443. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 1. W— 1ůQ2.8— , 7 aen Kerr 2—.—9—— ů— — 2 ö—— * 1. So ist die Wo ⸗che nun ge⸗schlos⸗sen, doch, wie sich dein Se-⸗ gens⸗quell er ⸗ gos ⸗ sen, so * —— ů— ů 6655 E—.— treu er Gott, dein Her ze nicht:.5 1 bin ich noch der Zu ⸗ver ⸗sicht, daß er sich + U I..————2——3 *——— a 3.—.—...— wei⸗ter⸗hin er-gießt und un-er-schöpf⸗lich auf mich fließt. 2. 6. Ich preise dich mit Hand und Munde, Mein Glaube hält an diesem Segen, ich lobe dich, so hoch ich kann, und will also den Wochenschluß ich rühme dich von Herzensgrunde vergnügt und froh zurückelegen, für alles, was du mir gethan, da der Trost mich erquicken muß, und weiß, daß dir durch Jesum Christ daß ich ja soll in Christo dein mein Dank ein süßer Weihrauch ist. und schon in Hoffnung selig sein. 3.. Hat mich bei meinen Wochentagen Doch da mein Leben zugenommen, das liebe Kreuz auch mit besucht, so bin ich auch der Ewigkeit so gabst du auch die Kraft zu tragen; um eine Woche näher kommen zudem ist es voll Heil und Frucht und warte nun der letzten Zeit, aus deiner Liebe, Herr, zu mir: da du die Stunde hast bestimmt, und darum dank ich auch dafür. die mich zu dir in Himmel nimmt. 4. Nur etwas bitt ich über alles, Wenn ich ja morgen früh aufs neue und du versagst mir solches nicht: den Sonntag wiedersehen kann, gedenke keines Sündenfalles, so scheint die Sonne deiner Treue weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Missethat auf ewig schon gebüßet hat. mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus den allerbesten Segen aus. 5. 2 Dein Schwur ist ja noch nicht geSo will ich das im voraus preisen 9„das in preisen, brochen, was du mir künftge Woche giebst: und brichst ihn nicht in Ewigkeit, du wirst es in der That erweisen, da du dem Sünder hast versprochen, daß du mich je und immer liebst daß er, wenn ihm die Sünde leid, und leitest mich nach deinem Rat, nicht sterben, sondern gnadenvoll bis Leid und Zeit eine Ende hat. als ein Gerechter leben soll. Erdmann Neumeister 1671—1756. —— Abend. ⁴⁴⁷ Mel. O Welt, ich muß dich lassen. ITTN U ——— SSSEE.— 5——— 32 —.— — — 1. Der Sab⸗bath ist ver⸗gan⸗gen, ich ha⸗be mein Ver⸗lan⸗gen nach ——— 4— —— er.— WII—————.— 2—— +—2. Herzenswunsch er-füllt: Gott hat mich un⸗ter ⸗-wei⸗set, mit 0——— —.— SꝗSSISPS———————.——.— 8 He—9——..... —————— Le⸗bensbrot ge⸗spei⸗set und mei-ner See⸗len Durst ge⸗stillt. 2. 4. Gott ruht durchs Wort im Herzen: Du wirst schon bei mir wachen drum leg ich ohne Schmerzen und eine Sonne machen auch meinen Leib zur Ruh; auch mitten in der Nacht, denn allen Sündenschaden bis bei den Cherubinen deckt Jesus nun in Gnaden ein Sonntag ist erschienen, mit seinem Purpurmantel zu. der alle Nacht zu Schanden macht. O du dreieinig Wesen, Ich schlafe ganz vergnüget; mein Geist ist schon genesen, denn wo mein Herze lieget, weil ich dein Tempel bin. da ist der Engel Heer. Ich habe Licht vom Lichte, Mich stört kein Weltgetümmel; dein leuchtend Angesichte es träumt mir nur vom Himmel: treibt alle Finsternis dahin. ach wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck 1672—1737. 445. Mel. Jesu, meine Freude. 1. Hir⸗te dei⸗ner Scha-fe, der von kei⸗ nem Schla⸗fe dei⸗ne Wun⸗der gü⸗te war mein Schild und Hüt ⸗te FEEEN.———— E 2.— E —— U —— et⸗ was wis⸗sen mag N8 den ver⸗gang⸗nen Tag: sei die Nacht auch auf der Wacht ..— II. — 2 — und laß mich von dei-nen Scha-ren um und um be-wah-ren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen: drum vergieb die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 2 Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir: also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5 Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, daß mein Zeit verflossen, kommt die Todesnot: so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich thue in vergnügter Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck 1672—1737. 446. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. — 0 E 1. Ach mein Je⸗su, sieh, ich trete, da der Tag nunmehr sich neigt und die Finster-nis sich zeigt, hin zu dei-nem Thron und be⸗te: 4—.—— —.— ——— H. äRRTTTTTTTA —.— nei⸗ge du zu dei-nem Sinn auch mein Herz und Sin-nen hin. Meine wie ei und d saust! fließt mit d Und, nehme daß il herzli manck D0 0 i Achei du er Dg und daß dir d — 2. Meine Tage gehn geschwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit, und die allerlängste Zeit saust vorbei als wie die Winde, fließt dahin als wie ein Fluß mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer nehme mich doch nicht in acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer; mancher Tag geht so dahin, daß ich nicht recht wacker bin. 4 Abend. 411 eun ich komme mit Verlangen, o mein Herzensfreund, zu dir: neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr vergangen; sei du selbst mein Sonnenlicht, das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, die du mir noch gönnen willt; mein Herz sei mit dir erfüllt, . wird mich nichts können quälen: denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. 7 Ach ich muß mich herzlich schämen: Nun, mein teurer Heiland, wache U— ge, du erhältst und schützest mich Tag und Nacht so gnädiglich, und ich will mich nicht bequemen, daß ich ohne Heuchelei dir dafür recht dankbar sei— wache du in dieser Nacht, schütze mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sein, ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht 1681—1723. 447. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. D — +.— SSSSSSSSS—— I— 2—. 0— 2——— . Treu er Je ⸗ su, wa⸗che du, weil ich jet-zund gönn mir und den Mei- nen Ruh, bleiß, 8 Oir ⸗te, U E De——— ö 1—— EE 5e5 den 2——. en⸗ schließ die Thü-re sel⸗ber zu, 0— x.:— er L———* 1 — 1—— E I che du. treus⸗ter Je⸗su, wa⸗ 2 Treuer Jesu, weiche nicht; onst wird Grauen, Furcht Schrecken, das oft mit der Nacht anbricht, uns voll Ach und Weh erwecken: bleib bei uns mit deinem Licht, treuster Jesu, weiche nicht. 3. Erner Jesu, steh uns bei, und daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, und der Feind uns ihn nicht raube; deine Hilfe mach uns frei, 0 Jesu, steh uns bei. 5 Mtn N 412 Abend. 4. Treuer Jesu, wenn es nun Treuer Jesu, nimm zu dir einmal mit mir kommt zum Sterben, endlich mich und all die Meinen, so bring mich zu deiner Ruh, wern der Tag nun bricht herfür, mache mich zum Himmelserben; da du selber wirst erscheinen; schließ mir selbst die Augen zu, führ uns durch die Himmelsthür, treuster Jesu, hilf mir du. liebster Jesu, ein zu dir. 1697. 448. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. DSESSEESSSEEE.E..— SSS.—— 1. Der A⸗-bend kommt, die Son ne sich be-dek-ket, und H * din. .——.. ö al⸗les sich zur Ruh und Stil⸗le strek-ket: o mei⸗ne Seel, merk 0 E.— eien. f D. ñ—————————— auf, wo bleibest du? In Got⸗tes Schoß, sonst nir⸗gend findst du Ruh. 2. 5. Recht väterlich hast du mich heut ge⸗Die Dunkelheit ist da und alles leitet, é schweiget, bewahrt, verschont, gestärket und ge⸗(mein Geist vor dir, o Majestät, sich weidet; beuget; ich bins nicht wert, daß du so gut ins Heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein: und treu: Herr, rede du, laß mich ganz stille sein. mein Alles dir zum Dank ergeben sei. 31 6. Vergieb es, Herr, wo ich mich heut Mein Herz sich dir zum Abendopfer verirret schenket, und mich zu viel durch dies und das mein Wille sich in dich gelassen senket. verwirret; Begierden, schweigt! Vernunft und es ist mir leid, es soll nicht mehr Sinne, still! geschehn, Mein müder Geist im Herren ruhen nimm mich nur ein, so werd ich fester will. stehn. é 7 Da nun der Leib sein Tagewerk Dem Leib wirst du bald seine Ruhe vollendet, eben mein Geist sich auch zu seinem Werke laß nicht den Geist zerstreut in Un⸗ wendet: ‚ ruh schweben; zu beten an, zu lieben inniglich, mein treuer Hirt, führ mich in dich im stillen Grund, mein Gott, zu.. hinein. schauen dich. in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. Im F im Ka ür, alles —* t.sich ch ein: lesein. dopfer senket t und tilll ruhen Ruhi in Un⸗ hebenj dich et sin —.—. — —— ———.———— —.. Abend. 413 8. deck mich bei dir in deiner Hütte zu, Im Finstern sei des Geistes Licht und bis ich erreich die volle Sabbathsruh. Sonne; im Kampf und Kreuz mein Beistand, Kraft und Wonne; 449. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. ö 1. Nun sich der Tag ge⸗en-⸗det, mein Herz sich zu dir wen⸗det und 0 ů—.— ů —— DDDII ——.— 2—— *.—— SSD.— ö 2— dan⸗ket in nig-lich; dein hol-des An ⸗ge⸗ sich te zum — Gerhard Tersteegen 1697—1769. 0 —.— 0 h— 2—— D— —.— DSDD—————..— 9— +—— Se⸗gen auf mich rich-te, er⸗leuch⸗te und ent-zün⸗de mich. 2. daß du vergnügst alleine Ich schließe mich aufs neue so wesentlich und reine, in deine Vatertreue laß allezeit mir heilig sein. und Schutz und Herze ein: 4 Ein Tag der sagts dem andern: die fleischlichen Geschäfte mein Leben sei ein Wandern und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. zur großen Ewigkeit. 25 O Ewigkeit, du schöne, Daß du mich herzlich liebest, mein Herz an dich gewöhne! daß du mich stets umgiebest Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. und rufst zu dir hinein, Gerhard Tersteegen 1697—1769. 450. Mel. Valet will ich dir geben. — — Vor Je⸗su Au⸗gen schwe⸗ben, ist wah ⸗re Se⸗lig⸗ keit sich ihm zu ei-⸗gen ge⸗-ben, ist, was al-lein er=⸗freut. 0— ............ Nichts kön-nen 414 Abend. ————— ů——ͥ0.—.——1 2—.*—— 7 .. thun, als Je⸗su fol-gen müs⸗sen: das heißt in Frie-den ruhn. 2. Er hört und sieht und fühlet, Der Christ steht aus dem Schlafe hört, sieht und fühlt doch nicht, in Christi Freundschaft auf und weiß, vom Schmerz durchwühlet, und fürchtet keine Strafe kaum, daß ihm Weh geschicht. im ganzen Tageslauf; und ist der Tag vollendet, 4 so legt er sich zur Ruh, Gewiß, wer erst die Sünde von Christo unverwendet getilgt durch Christi Blut thun sich die Sinne zu. und gleich dem frommen Kinde 3. auf ihn lenkt Sinn und Mut, So geht er fest und stille kann auch gottselig handeln dahin bei Tag und Nacht; und kann bald anders nicht. auf Jesum ist sein Wille, Herr Jesu, lehr uns wandeln nicht auf die Welt bedacht. in deiner Augen Licht. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 4 451. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. U .,— EEE o—.——— /— 1. Für al le Gü⸗te sei ge⸗preist, Gott Va⸗ter, Sohn und 0—.— E e—— 5.— U. PꝑPꝑIPIPI I F I F IFFIFIFTiIPI——— E 7*2—— heil⸗ger Geist! Ihr bin ich zu ge⸗ rin ⸗ ge. Ver⸗ Q D—5— n——— ee Lrer=d dhE nu e ,=. 0 n, nimm den Dank, den Lob-ge-sang, den ich dir kind⸗lich brin-ge. 2. was ich vermag Du nahmst dich meiner herzlich an, bis diesen Tag, hast Großes heut an mir gethan, ist alles deine Güte. mir mein Gebet gewähret; ö 4. hast väterlich Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Haus und mich mein Schutz und Schirm in dieserNacht, beschützet und genähret. vergieb mir meine Sünden; 3. und kommt mein Tod, Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: Herr Zebaoth, der Geist, mit dem ich dein gedenk, so laß mich Gnade finden. ein ruhiges Gemüte, Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. ——* — t, ühle, 1760. Macht Nacht, Abend. 452. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. — 9— EEEEE DE———.——— 12— .—.——3— — 1. Herr, der du mir das Le⸗ben bis die⸗sen Tag ge⸗ge-ben, dich — 9—.————— —— 55657 2. 2—7 32.—.—————— bet ich kind-lich an; ich bin viel zu ge⸗ rin ge der 2 22 SS— S..— 2—————*.— EU.—.. 0— EE 1 1——.— +—. Treu ⸗e, die ich sin-⸗ge, und die du heut an mir ge⸗than. 2 é 4 Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte, ich freue mich in dir: du giebst mir Kraft und Stärke, Ich bin der Schuld entladen, Gedeihn zu meinem Werke, ich bin bei dir in Gnaden, und schaffst ein reines Herz in mir. und in dem Himmel ist mein Teil. Gott, welche Ruh der Seelen: Bedeckt mit deinem Segen, nach deines Worts Befehlen eil ich der Ruh entgegen, einher im Leben gehn, dein Name sei gepreist! auf deine Güte hoffen, Mein Leben und mein Ende im Geist den Himmel offen ist dein; in deine Hände und dort den Preis des Glaubens sehn! befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 453. U —2 2———4———— E.— E 2 2 4 E ᷓ e. E —„. 1. Es ist die Nacht ge⸗kom⸗men, in Dunkel ist ver⸗glommen der 2—— S 369——.—.5——n— ESEEEEEE 2.—..— 5, 2*— 4.—.———— Son⸗ne lich⸗ter Schein. Herr, Gut und Leib und See=le ich 6——— 4..— E2——.—.— 2.— —— dei⸗ner Hut be⸗feh-le; denn was ich hab, ist al ⸗=les dein. 416 Hausstand. 2. wie könnten gehn verloren, Wenn sich die Augen schließen, die du zum Licht erkoren so laß mich dein genießen und führst auf deinen Friedensaun! im Herzen unverwehrt. Wenn schlummern alle Hüter, so wahre du die Güter, die deine Gnade mir beschert. 5 Hast du mit hellem Sterne das Morgenland, das ferne, 3 nach Bethlehem geführt, 5 Stal ie so gieb, wenn mir es dunkelt on wih weh rn, des Todes finstres Thal;* mit der Gnade Strahl mich rührt. ja in der Nächte längsten 6. kann ich mich nimmer ängsten: Nun Herr, dir seis befohlen, ich steh im Lichte allzumal. was, meinem Aug verhohlen, 4. die dunkle Nacht deckt zu. Du hast ja, die da saßen Herr, es will Abend werden: in Todesschatten, lassen, so gieb der bangen Erden o Herr, dein Licht erschaun: im Schatten deiner Flügel Ruh. Gottlieb Christoph Adolf von Harleß 1806—1878. 4. Hausstand. 454. Mel. O Gott, du frommer Gott. .—. — SS. Laß dich, Herr Je-su Christ, durch mein Ge-bet be ⸗we⸗ gen; komm in mein Herz und Haus und brin⸗ge mir den Se⸗gen. —— E— — Er. e Nichts rich-ten Müh und Kunst ohn dei⸗ ne Hil⸗fe aus: wo ————.— 220— A 1——.— ³.AH I—.— H du mit Gna⸗den bist, kommt Se⸗gen in das Haus. Johann Heermann 1585—1647. 88 5 455. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ... —— 1 + N j i1. 1. Wie schön ists doch, Herr Je⸗su Christ, im Stan-de, da dein Wie steigt und neigt sich dei-ne Gab und al-les Gut so Saun! elt, rühtt. 187⁵• Hausstand. — ů——.—— 1——.— 4+—6———5 J—— ESTTT— + 3 Se⸗gen ist, im Stan⸗de heil-ger E⸗he! mild her⸗ab aus dei⸗ner heil-gen Hö⸗he, —.— +α+——.—————— d,,eei i. an dich flei-ig hal-ten Jung und Al⸗-ten, die im Or⸗ —————.— r ——— —— L*** den ei-nes Le-bens ei-nig wor-den. 2 Wenn Mann und Weib sich wohl begehn und unverrückt beisammenstehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zweigen reich; das Weib gleicht einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehren⸗ krone, Gott denkt dein bei seinem Throne. 4. Sei gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht't, es ist ein höhrer Vater: der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Thränen lässet schießen; jedennoch, wer sich in Geduld ergiebt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig: unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu, gieb Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, ö deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt 1607-1676. 27 Hausstand. 456. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 6———.—..——— E— 54. 52*—.— ꝗSIꝗIꝗP ꝗDPDPIPIDSISIEDSEIT.— 1——— 4. Sor⸗ge doch für mei⸗ne Kin⸗der, Va⸗ter, nimm dich ih⸗rer an; ob sie gleich vor dir sind Sün⸗ der, sind sie dir 990 zu⸗ge⸗ than Q W E. 5 2— I..... 1 L-..——.— Eu i. — 1.————— E 2——.—— dee, dar⸗um wirst du sie aus Gnaden wohl be-schützen und be⸗ra⸗ten. 2. x 5. Sie sind dir von Kindesbeinen Schütze sie vor bösen Leuten und von ihrer ersten Stund und vor der Verführer Schar, übergeben als die Deinen, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; und durch deinen Gnadenbund laß sie ihre Lebensjahr hast du sie in ihrer Tauf in der Tugend bringen zu, väterlich genommen auf, bis du sie wie mich zur Ruh daß sie, wenn sie sollten sterben, wirst ins kühle Grab versenken wären deines Reiches Erben. und die Seligkeit uns schenken. 3 6. Du hast sie bisher ernähret Können sie in diesem Leben und so manchem Unglücksfall hier und wo es dir gefällt mehr als väterlich gewehret, was zu deinen Ehren geben, der sie hier und überall so laß in der ganzen Welt hätte leichtlich umgestürzt, ihnen, wo sie immer gehn, ja das Leben abgekürzt; deine Furcht vor Augen stehn, aber deine Vatertreue daß sie dich im Thun und Lassen bleibt bei ihnen täglich neue. stets in ihre Herzen fassen. 4. 7. Sammeln andre große Schätze, Gönne mir die große Freude, daß ihr Haus in solchem Heil daß am lieben jüngsten Tag sich an Geld und Gut ergötze, nach so vielem Kreuz und Leide so bist du mein einzig Teil— ich mit Jauchzen sagen mag: Bleib auch meiner Kinder Gott, Liebster Vater, ich bin hier lasse sie in keiner Not und die Kinder, die du mir und in keinem Kreuz verderben, hast in jener Welt bescheret. bis sie endlich selig sterben. Ewig sei dein Nam geehret! Ludwig Heinrich Schlosser 1663—1723. ²⁵ Mel. Hausstand. 457. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. —— —, —————— 44—————— al⸗lem ist: ja wenn er nicht dar-in-nen wär, wie —.—. e⸗lend wärs, wie arm 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind in einem Glaubenssinn verbindt, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand Christoph Karl Ludwig von Pfeil 1712 „ und leer! ein jegliches nach seiner Art den Geist der Eintracht offenbart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück; dann bleibet ihrer keins zurück. 7 Wohl solchem Haus; denn es gedeiht: die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. 1784. 458. Liebster Jesu, wir sind hier. Mel. .— . 6 1. Herr, der durch der Lie⸗ Herr, der auf den 27⁴ Hausstand. nau ver bin det,. eg⸗-ne die, die jetzt mit Be⸗ten Wachstum grün-det: seg 16. iet Stand der CE 3he tre ⸗ ten. in den S 2. tritt du segnend in die Mitten, Du hast, großer Gottessohn, daß dies Paar die beste Gabe, einst ein frommes Paar gesegnet; Gottes Freundschaft, immer habe. und noch jetzt auf deinem Thron 4. bist du Helfer, der gern segnet: Sei ihr Beistand in der Not, laß die, die sich jetzt verbinden, sei im Kummer ihre Freude; deine Huld und Macht empfinden. gieb, daß nichts als nur der Tod 3 die verbundnen Herzen scheide: Christen stehen hier vereint, laß sie frei von Not und Sünden deinen Segen zu erbitten: sich im Himmel wiederfinden. allertreuster Menschenfreund, Nach Ehrenfried Liebich 1713— 1780. 459. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ———.——— Ich und mein Haus, wir sind be⸗xeit, dir, Herr, die gan⸗ze Du sust der„Derr im Hau⸗se sein, gieb dei-nen Se-gen Le⸗bens-zeit mit Seel und Leib zu die-nen. nur dar ⸗- ein, daß wir dir wil ⸗lig dienen. from-me, rei⸗ne mach aus al-len: dir nur sol sie wohl-ge-fal-len. 2. im Hause möge fehlen. Es wirke durch dein kräftig Wort Reiche dein guter Geist stets fort und fort Seeler an unser aller Seelen; Seelenspeise auch zur Reise durch er leucht uns wie das Sonnenlicht, dies Leben damits am rechten Lichte nicht uns, die wir uns dir ergeben. Gief und im Laß zum Voll Liel übe Iede den Laf a un Alle aul mi seh fro sel un . ö inden ö 178⁰. EA Ernte. 42¹ 3. 2 Gieß deinen Frieden auf das Haus Giebst du uns irdsches Glück ins Haus, und alle, die drin wohnen, aus, so schließ den Stolz, die Wollust aus, im Glauben uns verbinde. des Reichtums böse Gäste; Laß uns in Liebe allezeit denn wenn das Herz an Demut leer zum Dulden, Tragen sein bereit, und voll von eitler Weltlust wär, voll Demut, sanft und linde: so fehlte uns das Beste: Liebe jene übe schöne, jede Seele; keinem fehle, dran man tiefe, stille Gnadenfülle, die mit kennet Schätzen den, der sich den Deinen nennet. einer Welt nicht zu ersetzen. 4. 6. Laß unser Haus gegründet sein Und endlich flehn wir allermeist, auf deine Gnade ganz allein daß in dem Haus kein andrer Geist und deine große Güte; als nur dein Geist regiere; auch laß uns in der Nächte Graun daß er, der alles wohl bestellt, auf deine treue Hilfe schaun der gute Zucht und Ordnung hält, mit kindlichem Gemüte, uns alle liebreich ziere. selig, Sende, fröhlich spende selbst mit Schmerzen in dem Herzen ihn uns allen, bis wir wallen heim dir uns lassen und droben und dann in Geduld uns fassen. dich in deinem Hause loben. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. —— Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 25— Hun⸗gers⸗not be- hüt uns durch dein lie-ben Sohn, Gott —..— D ..I............... E 2 2—— 1 Va⸗ter in dem höch⸗-sten Thron. 42² Ernte. 2. laß scheinen dein Barmherzigkeit, O Herr, thu auf dein milde Hand, daß wir dich lobn in Ewigkeit. mach uns dein Gnad und Güt bekannt: 5. ernähr uns, deine Kinderlein, O Herr, gieb uns ein fruchtbar Jahr, der du speist alle Vögelein. den lieben Kornbau uns bewahr: 3. vor Teurung, Hunger, Seuch und Erhörst du doch der Raben Stimm, Streit drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm; behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. denn aller Ding du Schöpfer bist 6. und allem Vieh sein Futter giebst. Du unser lieber Vater bist, 0 weil Christus unser Bruder ist: Gedenk nicht unsrer Missethat drum trauen wir allein auf dich und Sünd, die dich erzürnet hat: und wolln dich preisen ewiglich. Nikolaus Herman 7 1561. 461. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. * er, 16—.... 2— ö‚ 2—— 4——. 2.— 1. O Gott, von dem wir al ⸗les ha⸗ben, die Welt ist du a ⸗ber tei⸗lest dei ne Ga-ben recht wie ein —- Err F,ac 5 8 KCE —.— 2.— reetk— I 1 V ein sehr gro⸗ßes Haus, Dein S 5 3—— 7 Segen m 18 eich: Va ter drin⸗nen gus. Dein Segen macht uns al=le reich: ach 0— 2——.————— A y—— ö . lie ber Gott, wer ist dir gleich? 2. 4. Wer kann die Menschen alle zählen, Und also wächst des Menschen Speise, die heut bei dir zu Tische gehn? Ider Acker selbst wird ihm zum Brot; Doch muß die Notdurft keinem fehlen, es mehret sich vielfältger Weise, denn du weißt allem vorzustehn was anfangs schien, als wär es tot, und schaffest, daß ein jedes Land sbis in der Ernte jung und alt sein Brot bekommt aus deiner Hand. erlanget seinen Unterhalt. 3. 5. Du machst, daß man auf Hoffnung säet Nun, Herr, was soll man erst bedenken? und endlich auch die Frucht genießt: Der Wunder ist hier gar zu viel. der Wind, der durch die Felder wehet, So viel als du kann niemand schenken, die Wolke, so das Land begießt, und dein Erbarmen hat kein Ziel; des Himmels Tau, der Sonne Strahl denn immer wird uns mehr beschert, sind deine Diener allzumal. als wir zusammen alle wert. ö ö Ernte. 423 6. soll deines Namens Denkmal sein, Wir wollens auch keinmal vergessen, und Herz und Mund soll lebenslang was uns dein Segen träget ein; für unsre Nahrung sagen Dank. ein jeder Bissen, den wir essen, Kaspar Neumann 1648—1715. 462. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Iʃ— + *2 D +——4—— E F .——— 4.— EII 2 1. Die Ernt ist nun zu En ⸗de, der Se ⸗gen ein⸗ ge⸗bracht, wor⸗aus Gott al⸗le Stän⸗de satt, reich und fröh-lich macht. —— 0 ö ö H.———=—— .S.S......II.I.I.......... *—.—— Der al=te Gott lebt noch, man kann es deut-lich mer⸗ken an 0— ö— E— E. ö H „ee n.—........ 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn unsre Bitte gethan, was uns gefällt, die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen hat böses Thun verderbt, den wir auf guten Wegen sonst hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr gethan aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, genugsam sich bezeiget durch Regn und Sonnenschein; wards aber nicht geacht't, so hat er sich verborgen und durch verborgnes Sorgen zum Besten uns gebracht. so viel Lie-bes⸗wer- ken; drum prei-sen wir ihn hoch. 2. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden: Herr Gott, wir danken dir. laß uns, o frommer Gott, vor Feuer sicher stehen und aller andern Not; gieb friedevolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben; regier die Obrigkeit. Besonders laß gedeihen dein reines, wahres Wort, daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm Ort dies gute Samkörnlein erwünschte Früchte bringe, und wir in allem Dinge lrecht fromme Leute sein. 6. Zum Danke kommt das Flehen: 42⁴ Ernte. 8. Gieb, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Lebens hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben; o laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bewußt: so ernten wir mit Freuden nach ausgestandnen Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann 1680-1766. 463. Mel. O du Liebe meiner Liebe. (Herz und Herz vereint zusammen.) 4. Herr, die Er ⸗ de ist Güt und Mil⸗de hat ge⸗seg-net von dem Wohl-thun ge⸗reg-net, dein Ge⸗-schenk be— — —. 3. 1.——.. 2 S.........——— i ni Eun auf den Hü⸗geln, in den Grün-den 86————— ————.——— SSSTSSTTT——..——.— ist dein ge⸗streut; un⸗ ser War ten Se⸗gen aus⸗ ist ge-krö⸗net, 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise giebst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. 3. Du gedenkst in deiner Treue an dein Wort zu Noahs Zeit, daß dich nimmermehr gereue deiner Huld und Freundl ichkeit; und so lang die Erde stehet, über der dein Auge wacht, un⸗ser Herz hast du er⸗freut. soll nicht enden Frost und Hitze, Saat und Ernte, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr; und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 5 Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du gethan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Hett, jeht a daß d unser Hilf, treu! 8 Hil V ic 100 He de in ‚ Un 1766. — — hun be⸗ Krieg und Friede. Herr, verleih, daß deine Gnade Alles soll geheiligt werden jetzt an unsre Seelen rührt, durch Gebet und Gotteswort. daß der Reichtum deiner Milde Alles, was wir Gutes wirken, unser Herz zur Buße führt. ist gesät in deinen Schoß, 6 und du wirst die Ernte senden Hilf, daß wir das Gut der Erden unaussprechlich reich und groß. treu verwalten immerfort. Christian Heinrich Rudolf Puchta 1808— 1858. 6. Krieg und Friede. 464. Mel. Da Christus geboren war. E 0——— ö DD—————— 2O 3 1. Treu⸗er Wäch⸗ter Is ⸗ra⸗el, des sich freu ⸗et mei⸗ne EE .——.—— ———.— SSS— 5 SSEE.. Seel, der du weißt um al ⸗-les Leid dei ner ar⸗ men — + d n.. EE——.— 2. 2 + n— Chris⸗ten⸗-heit, o du Wäch⸗ter, der du nicht schläfst noch xe, E— L schlum-merst, zu uns richt dein hilf⸗rei⸗ches An-⸗ge⸗sicht. 2. ausgelöscht der Hölle Glut, Schau, wie große Not und Qual wiederbracht das höchste Gut; trifft dein Volk jetzt überall; 4. täglich wird der Trübsal mehr: Sitzest in des Vaters Reich, hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. ihm an Macht und Ehren gleich, Wir verderben, wir vergehn; unser einger Gnadenthron, nichts wir sonst vor Augen sehn, seine höchste Freud und Kron, wo du nicht bei uns wirst stehn. den er in dem Herzen trägt, 3. dessen Fürbitt ihn bewegt, Hoherpriester Jesu Christ, daß er keine Bitt abschlägt: der du eingegangen bist 5. in das Heiligtum zu Gott Kläglich schreien wir zu dir, durch dein Kreuz und bittern Tod, klopfen an die Gnadenthür, uns versöhnt mit deinem Blut, wir, die du mit höchstem Ruhm 4² Krieg und Friede. dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt, als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zittern sie anschau. 7. Treuer Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns thu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit't. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 2. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft: deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zu Schand, bleib ihr Helfer und Beistand; sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer Friedefürst, der der Schlangen hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott, gieb uns Frieden gnädiglich, so wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Johann Heermann 1585—1647. 465. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. —.— —. 655 8 *—————— 1. Gott Lob, nun ist er-schol-len das ed-le Fried- und daß nun⸗mehr ru-hen sol-len die Spieß und Schwer⸗ter AI— ů— e——— *——— Freu-den-wort, und ihr Mord. Vohl-auf und nimm nun wie- der dein Sai⸗ ten⸗spiel her- vor, o Deutsch-land, und sing der da Spieß und Schwert zerbricht, Krieg und Friede. 2.— — I ——...— 6 i Lie⸗der im ho-hen, vol-len Chor. Er-he⸗be dein Ge⸗ IDDD 1+1——. mü⸗te zu dei⸗nem Gott und sprich: Herr, dei⸗ne Gnad und SDSSSSS ......... Gü⸗te bleibt den⸗noch e-wig ⸗=lich. 2. jetzt aber lauter Wälder Wir haben nichts verdienet und dürre, wüste Heid, als schwere Straf und großen Zorn, ihr Gräber voller Leichen weil stets noch bei uns grünet und tapfrer Helden Schweiß, der freche, schnöde Sündendorn. der Helden, derengleichen Wir sind fürwahr geschlagen auf Erden man nicht weiß. mit harter, scharfer Rut, 5. rr Uit der Dabe hnt. Hier trübe deine Sinnen, Wir sind und bleiben böse o Mensch, und laß den Thränenbach Gott ist und bleibet treu aus beiden Augen rinnen, hilft, daß sich bei uns löse eh in dein Herz und denke nach! Sri sei aschrei Was Gott bisher gesendet, der Krieg und sein Geschrei. das hast du nicht geacht t; 3. nun hat er sich gewendet Sei tausendmal willkommen, und väterlich bedachtt du teure, werte Friedensgab! vom Grimm und scharfen Dringen Jetzt sehn wir, was für Frommen zu deinem Heil zu ruhn, dein Beiunswohnen in sich hab. ob er dich möchte zwingen In dich hat Gott versenket mit Lieb und Gutesthun. all unser Glück und Heil; 6 wer dich betrübt und kränket, e der drückt sich selbst den Pfeil Ilh laß die dach We 25 des Herzleids in das Herze Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken 8 V—5 n dre Srendeatere dich schnell und plötzlich überfällt! mit seiner eignen Hand Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts: 4. der Friede, den er giebet, Das drückt uns niemand besser bedeutet alles Guts: ö in unsre Seel und Herz hinein Er will die Lehre geben: als ihr zerstörten Schlösser Das Ende naht herzu; und Städte voller Schutt und Stein, da sollt ihr bei Gott——5 ihr vormals schönen Felder, in ewgem Fried und Ruh. mit frischer Saat bestreut, Paul Gerhardt 1607—1676. Krieg und Friede. 466. Mel. danket alle Gott. D EE SSS —— 1Herr Gott, dich lo ⸗ben wir; re⸗gier, Herr, uns⸗re Stim-men, laß dei-nes Geis⸗tes Glut— un⸗sern Her-zen glim-men. 6————— an .—.— Iͤ e 2— Komm, komm, o komm zu hier, so sin-gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit freudigem Gemüte; es steiget unser Lied bis an des Himmels Thür und tönt mit großem Schall Herr Gott, dich loben wir. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gott Lob, wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir. 3. Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen; der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. ö 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadenthür jetzt wieder aufgethan: Herr Gott, wir danken dir. — 9 Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den frommen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gieb ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir und bitten: du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, o Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. Hert! mit O mit§ Posav U In uset, Vaterland und Obrigkeit. 429 9. und was nur Odem hat, Herr Gott, wir danken dir lobsinge nach Gebühr: mit Orgeln und Trompeten, Herr Gott, dich loben wir, mit Harfen, Cymbelschall, Herr Gott, wir danken dir. Posaunenton und Flöten; Johann Franck 16181677 7. Vaterland und Obrigkeit. 467. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1. Herr, hö⸗re, Herr, er⸗hö⸗re! Breit dei⸗nes Na⸗-mens Eh⸗re an A e — al⸗len Or⸗ten aus; be⸗ hü⸗te al⸗ le Stän⸗de, durch 2 W +. 7 EDN ö—.— n— SDD—=— — dei⸗ner All⸗macht Hän-de schütz Kir⸗che, O⸗brig⸗keit und Haus. 2. 5 Ach laß dein Wort uns allen Laß alle, die regieren, noch ferner reichlich schallen ihr Amt getreulich führen, zu unsrer Seelen Nutz. schaff jedermann sein Recht, Bewahr vor allen Rotten, daß Fried und Treu sich müssen die deiner Wahrheit spotten, in unserm Lande küssen, beut allen Widersachern Trutz. ja segne beide, Herr und Knecht. 3 6. Gieb du getreue Lehrer Wend ab in allen Gnaden und unverdroßne Hörer, Krieg, Feuer, Wasserschaden, die beide Thäter sein; treib Sturm und Hagel ab, auf Pflanzen und Begießen bewahr des Landes Früchte laß dein Gedeihen fließen und mach uns nicht zu nichte, und ernten reiche Früchte ein. was deine milde Hand uns gab. 4. 0 Gieb unserm Kaiser Glücke, Gieb Ruhe uns und Friede, laß deine Gnadenblicke mach alle Feinde müde; auf den Gesalbten gehn; verleih gesunde Luft; schütz ihn auf seinem Throne laß keine teure Zeiten und lasse seine Krone in unsre Grenzen schreiten, in segensvollem Glanze stehn. da man nach Brot vergebens ruft. 8. Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret sein; die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 9. Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kleinen gieb Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 10. Komm als ein Arzt der Kranken, und die im Glauben wanken, laß nicht zu Grunde gehn; Vaterland und Obrigkeit. die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Freud und Herrlichkeit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt; wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen, 40 ist gewiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 468. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. sei⸗nem Haupt die Kro⸗ne lang, lang und glanzvoll las-sen stehn. 2. Gott woll uns hoch beglücken, mit allem Guten schmücken das ganze Königshaus; darüber mächtig walten, den teuren Stamm erhalten bis in die fernste Zeit hinaus. — Gon woll uns hoch beglücken, ein Gottessiegel drücken auf jede Königsthat: daß Freud aus ihr die Fülle und Heil und Segen quille zum Wohl, das keinen Wandel hat. Klaus Harms 1778-1855. hkeit. u, Vaterland und Obrigkeit. 469. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) E 12———— 2.—. EERND— EEE— 122—.:.— 8 2—— 1. Va⸗ter, krö⸗ne du mit Se⸗gen un⸗sern Kö⸗nig und sein Haus, führ durch ihn auf dei⸗nen We⸗gen herr⸗lich dei⸗nen Ratschluß aus. 7—7————.—5—— f8 5—— +—— 2 53 EH 2 S—— — —.— —————— SSSSSPSSIIIIIII.. Sei du dem Ge⸗ salbten gnä⸗d 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm deines Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig, schütze, segne unsern König. 3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottessohn; sei du ihm auf ewig gnädig, leite, segne unsern König. 4 Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihm gewacht, du erhieltest ihn uns gnädig; segne, segne unsern König. ig, seg⸗ne, seg⸗ne un⸗sern Kö⸗nig. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Gebot, und du hast es selbst bewähret, warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; drum so beten alle wir: Vor dem Bösen schütz uns gnädig, Gott, erhalte unsern König. 6. Gieb uns Mut in den Gefahren, wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann bewahren, er freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns, so siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gieb uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig; segne, segne unsern König. Melchior Wilhelm Hülsemann 1781—1865. Vaterland und Obrigkeit. 470. Mel. Nun danket alle Gott. —* IDRDIRTITII‚IEIRI‚I‚I‚IE‚I‚ERI‚EI‚III‚It.‚.. EE————— 1J. Preis, Ehr und Lob sei dir, in des⸗sen Schirm und Schatten wir bis zur Stund all⸗ hier viel Heil zu schmek-ken Ahrten, E der auch zu je-der Frist all- mäch-tig nah und fern ein D E .—— 5—1 e—.— Px. Herr und Kö⸗nig ist des Kö-nigs, un ⸗=sers Herrn. 2. auf daß er Vorbild sei Du hast ihm lebenslang von jeder Tugendart den Odem treu bewahret und Hilf und Schutz verleih, und auf manch strengem Gang wo man den Glauben wahrt. dich huldvoll offenbaret; 22 du hast in seiner Hand D Du 11—0 seine Treu das Zepter stark gemacht vergelten durch die Treue, und unser Vaterland womit ihn täglich neu mit reichem Gut bedacht. ein gutes Volk erfreue, 3. daß dein Gebot im Bund Du wollest deinen Geist von ihm und uns gescheh, auf seine Stirne legen, und seines Thrones Grund der klar ihn unterweist, in unserm Herzen steh. des hohen Amts zu pflegen; 6 du wollst Gerechtigkeit und milder Gnade Lust ihm stellen an die Seit, O segne, was wir flehn an seinem Jahresfeste, und gieb zum Wohlergehn ihm pflanzen in die Brust. ihm deiner Gaben beste: 4. gieb, daß ers nie vergißt, Du wollest allezeit noch wir, wie du so gern in deinem Gleis ihn lenken ein Herr und König bist und Zucht und Frömmigkeit des Königs, unsers Herrn. in ihm dem Lande schenken, Karl Georg Grüneisen 1802—1878. 471. Mel. Es ist das Heil uns kommen her D 22—2——, Kr— 5. .— 2—————..—* 2————— 1. Ein Haupt hast du dem Volk ge⸗sandt und trotz der Fein⸗de in Gna- den un⸗ser Va⸗ter⸗land ge-eint und hoch er— Vaterland und Obrigkeit. —— exen, Keree er, Lre, e, ATRe= E— EH H Lo ben mit Frie⸗den hast du uns be dacht, d ho ⸗ben; mit Frie⸗den hast du un e⸗dacht, den Kai⸗ser uns be⸗stellt zur Wacht zu dei-ues Namens Eh⸗=re. ihm leuchten uns zum Segen, Wir danken dir mit Herz und Mund, und salbe ihn mit deinem Geist, du Retter aus Gefahren, daß er sich kräftiglich erweist und flehn aus tiefster Seele Grund: zu deines Namens Ehre. du wollest uns bewahren, 4 Herr aller Herrn, dem keiner gleich, Ach komm, wie zu der Väter Zeit, den Kaiser und das deutsche Reich ein Feuer anzuzünden, zu deines Namens Ehre. daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen, Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, ein frommes Volk, das dir vertraut laß auf des Kaisers Wegen und dir zum Tempel sich erbaut dein huldvoll heilig Angesicht zu deines Namens Ehre! Julius Karl Reinhold Sturm 1816. VI. CTod, Gericht und Ewigkeit. 1. Tod und Begräbnis. 472. 94— r———— S.....I..I.I.I.I.I.II.IT.I.I... ↄ ↄ 0— 2 1. Nun las⸗set uns den Leib be⸗grabn und dar⸗ an kei⸗nen Q E —— ů— 0 SSS.— Zwei⸗fel habn: er werd am jüng⸗sten Tag auf⸗-stehn und — E 1.— I 2. Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zur Erde wieder werd; und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. 3 Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu ein'n selgen End: er hat getragen Christi Joch, er ist gestorbn und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklärn und ewge Freude ihm gewährn. 6. Allhier ist er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz genesn, da wird in ewger Freud und Wonn er leuchten wie die helle Sonn. *7 Nun lassen wir ihn hie fein schlafn und gehen all heim unsre Straßn, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicher Weis. Michael Weiße 1540. G CNZI 0/ n Tag verklärn ihtn. esn, esl, d Wonll onn. shlan Straßl, Fleiß; r Meis. 7 1510. Tod und Begräbnis. 473. Luk. 2, 29—32. 0——. E* 1——.—..— +— 2—.—*— 2 22.— E— — 1. Mit Fried und Freud ich fahr da-hin in Got ⸗tes Wil⸗ ö—.—— I.V.— 1 1 EHRERREEEEE.———— ½9831 1ů—.F—1 1.— 7—— 3.—— 2* 2—2——83— le; ge⸗trost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stil ⸗le: 9—.— ——————— H SSPSS SSS S S *.—*— 5——— + — wie Gott mir ver⸗hei⸗ßen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. 2. zu seinem Reich die ganze Welt Das macht Christus, wahr Gottes heißen laden Sohn, durch dein teuer heilsam Wort, der treue Heiland, an allem Ort erschollen. den du mich, Herr, hast sehen lan 4. und gmacht bekannt, Er ist das hell und selig Licht daß er mir das Leben sei für—— Heden, und Heil in Not und Sterben. zu'rleuchten, die dich kennen nicht, 3. und zu weiden. Den hast du allen vorgestellt Er ist deins Volks Israel mit großen Gnaden, Preis, Ehre, Freud und Wonne. Martin Luther 1483—1546. Q—— —— E——0 E.——08 K5 685 ‚4 E + 1. Mit-ten wir im Le⸗-ben sind mit dem Tod um⸗ fan⸗ gen. Wen suchnwir, der Hil⸗-fe thu, daß wir Gnad er⸗lan⸗ gen? e e.—..—.—.—. Ei ö h E.— P I I.II..I..... ——. Das bist du, Herr, al-lei- ne! Uns reu⸗et uns⸗re 9—— E.. DIYIT——— ———. 2— 0 ———— Mis⸗se-that, die dich, Herr, er⸗-zür⸗net hat. Hei⸗li⸗ ger 28 Tod und Begräbnis. Q D ,eee e. SEE—.———=—— Her⸗re Gott, hei⸗li⸗ger star⸗ker Gott, hei-li⸗ger barm⸗ EV———.——— .....—— V—2——— 2⁵1 L— her⸗zi⸗ger Hei⸗ land, du e⸗wi⸗ger Gott! Laß uns nicht ver— sin ⸗ken in des bit- tern To-des Not. Ky⸗ri ⸗-e=lei⸗ son. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine! Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison. Martin Luther 1483—1546. 1. O Welt, ich muß dich las⸗sen, ich fahr da-hin mein Straßen ins e d,,.——.— EO 4 A——— 2764.— ew⸗ ge Va⸗ter-land. Mein Geist will ich auf ge-ben, da⸗ N U F———.——— EF.—————. ——— 2.—— zu mein Leib und Le⸗ben — set⸗zen in Got-tes gnäd-ge Hand. arm⸗ „ Tod und Begräbnis. damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, 7. das Ewge muß mir werden. Drauf will ich fröhlich sterben, mit Fried und Freud ich fahr dahin. das Himmelreich ererben, 3. wie er mirs hat bereit't. Ob mich gleich hat betrogen Hier mag ich nicht mehr bleiben, die Welt, von Gott gezogen der Tod soll mich vertreiben, durch Schand und Büberei, mein Seele sich vom Leibe scheidt. will ich doch nicht verzagen, 8. sondern mit Glauben sagen, Damit fahr ich von hinnen. daß mir mein Sünd vergeben sei. O Welt, thu dich besinnen; 4. denn du mußt auch hernach. Auf Gott steht mein Vertrauen, Thu dich zu Gott bekehren sein Antlitz will ich schauen und von ihm Gnad begehren, wahrlich durch Jesum Christ, im Glauben sei du auch nicht schwach. der für mich ist gestorben, 9. des Vaters Huld erworben, Die Zeit ist schon vorhanden, mein Mittler er auch worden ist. hör auf von Sünd und Schanden 5. und richt dich auf die Bahn Die Sünd mag mir nicht schaden, mit Beten und mit Wachen; erlöst bin ich aus Gnaden sonst all irdische Sachen umsonst durch Christi Blut. sollst du gutwillig geben dran. Kein Werk kommt mir zu Frommen, 10. so will ich zu ihm kommen Das schenk ich dir am Ende: allein durch christlich Glauben gut. Ade! Zu Gott dich wende; 6. zu ihm steht mein Begehr. Wir sind unnütze Knechte, Hüt dich vor Pein und Schmerzen, mein Thun ist viel zu schlechte, nimm mein Abschied zu Herzen, denn daß ich ihm bezahl meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Johann Hesse(2) 1490—1547. Stünd⸗lein vor-han-den ist, und soll hin-fahrn mein Straße, so g'leit du mich, Herr 438 Tod und Begräbnis. — + 0— — I—— E.I—* 2—— III —*——5 2————— III ½— + 1—— II — 3. ö dei⸗ne Händ: du wollst sie mir be-wah-ren. 2 4. Mein Sünd mich werden kränken sehr, Weil du vom Tod erstanden bist, mein Gwissen wird mich nagen, werd ich im Grab nicht bleiben: denn ihr'r sind viel, wie Sand am mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Meer, Todsfurcht kann sie vertreiben; doch will ich nicht verzagen: denn wo du bist, da komm ich hin, gedenken will ich an dein Tod, daß ich stets bei dir leb und bin, Herr Jesu, und dein Wunden rot; drum fahr ich hin mit Freuden. die werden mich erhalten. 5. 3. So fahr ich hin zu Jesu Christ, Ich bin ein Glied an deinem Leib, mein Arm thu ich ausstrecken; des tröst ich mich von Herzen; so schlaf ich ein und ruhe fein, von dir ich ungeschieden bleib kein Mensch kann mich aufwecken in Todesnot und Schmerzen: denn Jesus Christus, Gottes Sohn: wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, der wird die Himmelsthür aufthun, ein ewges Leben hast du mir mich führn zum ewgen Leben. mit deinem Tod erworben. Nikolaus Herman 1 1561. Str. 5: 1575. 477. Mel. Vater unser im Himmelreich. 2——.— 4————————— EEEE — 1. Herr Je⸗su Christ, wahr Mensch und Gott, der du littst Mar⸗ter, —x7——.— ————— 25 SSISISSSI.IIIII. IEIIII....... E—— E Angst und Spott, für mich am Kreuz auch end⸗lich starbst und —— ů E2——— 55—— 0 mir deins Va⸗ters Huld er⸗-warbst: ich bitt durchs bitt⸗ re ...........— D E DD‚ieeeeee‚e..— Lei-den dein, du wollst mir Sün-der gnä⸗dig sein. 2 und meine Ohren hören nicht, Wenn ich nun komm in Sterbensnot wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und ringen werde mit dem Tod, und mir vor Angst mein Herz zer⸗ wenn mir vergeht all mein Gesicht, bricht; bist, ben: ahrt is, n; ö ich hin, bin, den. rist, n; in, Hecken Sohn: ufthun, n. 1 1561. —.— ——... PIPIPIP‚P‚'‚i‚iĩiĩs‚s‚e‚e‚e‚e‚e‚e‚eeieieDe/eDeee Tod und Begräbnis. 439 3 6. Wenn mein Verstand sich nichts„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, besinnt, wer mein Wort hält und gläubt und mir all menschlich Hilf zerrinnt: an mich, so komm, o Herr Christ, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und den Tod ewig schmecken nicht; und führ mich aus dem Jammerthal, und ob er schon hier zeitlich stirbt, verkürz mir auch des Todes Qual; mit nichten er drum gar verdirbt; 4. 77 Die bösen Geister von mir treib, Sondern ich will mit starker Hand mit deinem Geist stets bei mir bleib, ihn reißen aus des Todes Band bis sich die Seel vom Leib abwendt: und zu mir nehmen in mein Reich, so nimm sie, Herr, in deine Händ; da soll er dann mit mir zugleich der Leib hab in der Erd sein Ruh,‚ in Freuden leben ewiglich.“ bis naht der jüngste Tag herzu. Dazu hilf uns ja gnädiglich. 5 8. Ein fröhlich Auferstehn verleih, Ach Herr, vergieb all unsre Schuld, am jüngsten Gricht mein Fürsprech sei hilf, daß wir warten mit Geduld, und meiner Sünd nicht mehr gedenk, bis unser Stündlein kommt herbei; aus Gnaden mir das Leben schenk, auch unser Glaube wacker sei, wie du hast zugesaget mir dein'm Wort zu trauen festiglich, in deinem Wort, das trau ich dir: bis wir einschlafen seliglich. Paul Eber 1511—1569. 478. Q eme, ree.,dn r. .......... 1. Ich hab mein Sach Gott heim-ge⸗stellt, er machs mit D 9 N E——.———— — H——. ö ö EEEREEEE— +—— mir, wie's ihm ge-fällt: ob ich all-hier noch län⸗ger ., —— EV 0...... leb, nicht wi⸗der⸗streb, sein'm Wil⸗len ich mich ganz er⸗geb. 2. x 3. Mein Zeit und Stund ist, wann Es ist allhier ein Jammerthal, Gott will, Angst, Not und Trübsal überall; ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel; des Bleibens ist ein kleine Zeit, es sind gezählt die Haare mein, Mühseligkeit ö ö beid groß wie klein, und, wers bedenkt, ein steter Streit. fällt keines ohn den Willen sein. der wird nicht kommen ins Gericht 4. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut, fürn Tod kein Kraut Wewechsen ist; mein frommer Christ, alles, was lebet, sterblich ist. 2. Heut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 6. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 4. Ach Herr, daß wir sind sterblich allzumal; auch wir allhier kein Bleiben sehn, wir müssen gehn, gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott; Tod und Begräbnis. lehr uns bedenken wohl, 10. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, für all mein Sünd gestorben ist und auferstanden mir zu gut; der Höllen Glut hat er gelöscht mit seinem Blut. 11. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm mich auch der Tod nicht scheidt: ich leb, ich sterb, so bin ich sein; er ist allein der einge Trost und Helfer mein. 12. Das ist mein Trost zu aller Zeit in allem Kreuz und Larrnein i sich h weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 13.— Mein lieben Gott von Angesicht werdich anschaun, dranzweiflich nicht, in epger Freud und Seligkeit, die mir bereit't; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 14. O Jesu Christe, Gottes Sohn, dadurch kommt her 193 bittre T Tod/ der du für uns hast gnug gethan, der nimmt dahin all Mensch enkind,— schleuß mich in die Wunden dein: wie er sie findt, du bist allein fragt nicht, wie hoch und reich sie sind. der einge Trost und Helfer mein. 2 15. Und ob mich schon mein Sünd anficht, Amen, mein lieber frommer Gott, dennoch will ich verzagen nicht: bescher uns alln ein selgen Tod; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein lieben Sohn gegeben hat hilf, daß wir mögen allzugleich bald in dein Reich eingehn und bleiben ewiglich. Johann Leon 7 1597. 479. 4 PIIITITTTTT. SDI 335—.— *—=...AU 7 2 1. O Je⸗su Christ, meins Lebens Licht, mein Hort, mein Trost, mein — Zu⸗ver⸗sicht, u een bin ich nur ein Gast, und * IIEI ——.—— Tod und Begräbnis. 92 H——————— x AI—— SIS drückt mich sehr der Sün⸗den Last. behüte mich vor Ungebärd, Ich hab vor mir ein schwere Reis wenn ich mein Haupt nun neigen werd. zu dir ins Himmels Paradeis; 27 da ist mein rechtes Vaterland, ö 4.0 ö daran du hast dein Blut gewandt. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau: 3. thu mir die Himmelsthür weit auf, Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. der Leib gar wenig Kräfte hat; 8 allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! Am jüngsten Tag erweck mein Leib; hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, 4. daß mich nicht treffe dein Gericht, Drum stärk mich durch das Leiden dein das ein erschrecklich Urteil spricht. in meiner letzten Todespein; 9 dein Kreuz laß sein mein Wanderstab,„ 83. mein Ruh und Rast dein heilig Grab. Als dann mein Leib erneure ganz, daß er leucht wie der Sonnen Glanz 5. und ähnlich sei dein'm klaren Leib, Weuumein Munduichtkannredensrei, auch gleich den lieben Engeln bleib. dein Geist in meinem Herzen schrei; 10 hilf, daß mein Seel den Himmel find, I. wenn meine Augen werden blind. Wie werd ich dann so fröhlich sein und singen mit den Engeln dein, 6. und mit der Auserwählten Schar Dein letztes Wort laß sein mein Licht, schaun ewiglich dein Antlitz klar! wenn mir der Tod das Herze bricht; Martin Behm 1557—1622. 480. —— D .SDSPSSIII 1. Va⸗let will ich dir ge⸗ben, du ar⸗ge, fal⸗sche Welt; dein sünd⸗lich bö⸗ses Le⸗ben durch⸗aus mir nicht ge=fällt. D— LC + 2 2 p Im Him⸗mel ist gut woh=nen, hin⸗auf steht mein Be⸗gier; da 9—. EE EV— DiDDDD DPIPDPIPIPIREEISIEI...—— mrx—..——.— b—— wird Gott herr⸗lich loh-nen dem, der ihm dient all-hier. 2 Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn; soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon; verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zum Trost in meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut't zu Tod. zu deiner der ist ew ins Buch ins schöne Tod und Begräbnis. 4 Herrlichkeit: ig genesen, 2 des Lebens ein Bündelein Verbirg mein Seel aus Gnaden in deine offne Seit, rück sie aus allem Schaden der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Himmels Schloß; wer bleibt in deinem Schoß. Schreib meinen Nam aufs beste und bind mein Seel fein feste der'r, die im Himmel grünen und vor dir leben frei: so will ich ewig rühmen, daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger 15621627. 481. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 9 D—+ 47—— SDPSIIIIIIFIFITITITIII *— 7—— — E 1. Herz⸗lich thut mich ver-lan-gen nach ei weil ich hie bin um-fan⸗gen mit Trü nem b⸗ sel⸗gen End, sal und E⸗lend; ............ , e a en mnn— E———— E ich hab Lust, ab⸗zu⸗schei-den von die⸗ser ar-gen Welt, sehn — H —..—— I—...—D—..— 0 0—— . . mich nach ew⸗gen Freu-den. O — Je ⸗su, komm nur bald! . 2 will ich mich doch ergeben, Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll: es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein selges Kind. zu sterben willig dir. 4 Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin: des freu ich mich ohn Beben; Sterben ist mein Gewinn. Der Leib zwar in der Erden zum Staube wiederkehrt, 3. doch auferweckt soll werden, Wenngleich süß ist das Leben, wird Christum schön verklärt; der Tod sehr bitter mir, wird leuchten als die Sonne und in H Was Ober Lang Ind Chr, doch 45 k nach das Gese ihr du übet best Wir eint dor laden 21627. ni Tod und Begräbnis. 443 r D 3288 Not. 20 in Himmels Freud und Wonne: Nun will ich mich ganz wenden was schadet mir der Tod? zu dir, Herr Christ, allein: 5. gieb mir ein selges Ende, Ob mich die Welt auch reizet, send mir den Engel dein, länger zu bleiben hier, führ mich ins ewge Leben, und mir auch immer zeiget das du erworben hast Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: durch dein Leiden und Sterben doch ich es gar nicht achte, und blutiges Verdienst. es währt ein kleine Zeit; 8 nach Himmlischem ich trachte, V. das bleibt in Ewigkeit. Hilf, daß ich gar nicht wanke 6. von dir, Herr Jesu Christ; Gesegn euch Gott der Herre, den schwachen Glauben stärke ihr Vielgeliebten mein! in mir zu aller Frist. Trauert nicht allzu sehre Hilf ritterlich mir ringen, über den Abschied mein, dein Hand mich halt in acht, beständig bleibt im Glauben; daß ich mag fröhlich singen: wir werdn in kurzer Zeit Gottlob, es ist vollbracht! dort in der Ewialtl. Christoph Knoll 1563.—1621. 482. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. SSESESSEE, d,. 1. Ich hab mich Gott er ge⸗ ben, dem lieb⸗sten Va⸗ter mein; hier ist kein Im⸗mer⸗le⸗ben, es muß ge⸗schie⸗den sein. ....—..——— —.. Der Tod kann mir nicht scha-den, er ist nur mein Ge⸗ —— I E 2. 3. Mein Weg geht jetzt vorüber; Ach selge Freud und Wonne o Welt, was acht ich dein? hat mir der Herr bereit't, Der Himmel ist mir lieber, da Christus ist die Sonne, da trachte ich hinein, Leben und Seligkeit. darf mich nicht sehr beladen, Was kann mir doch nun schaden, weil ich wegfertig bin: weil ich bei Christo bin? in Gottes Fried und Gnaden In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. fahr ich mit Freud dahin. 53 444 Tod und Begräbnis. 1 rechten Port noch heute 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, nehmt ja fleißig in acht ihr Liebsten allzumal: in Gottes Fried und Frende um mich sollt ihr nicht weinen, 15 mir bald alle nach. Johann Siegfried 1564—1637. (Str. 1 von Johann Leon 7 1597.) 483. ich weiß von keiner Qual; 1. Machs mit mir, Gott, nach dei-ner Güt, hilf mir in mei-⸗nem ver⸗sag mir nicht, was ich dich bitt: wenn mei-ne Seel will W —.— Lei ⸗den; . ei⸗ne Händ; ist schei⸗den, dei⸗ne Händ; ist so nimm sie, al⸗les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, Tod, T Teufel, Höll, die Welt, die Sünd du läßt mich nicht verderben; mir können nichts mehr schaden; denn du bist doch von mir nicht f ern, 1 dir, o Herr, ich Rettung find, wenn ich gleich hier muß wenden, 9 tröst mich deiner Gnaden: verlassen meine liebsten Freund, wein einger Sohn aus Lieb und Huld die's mit mir herzlich gut gemeint. für mich bezahlt hat alle Schuld. 3. 2. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, Was sollt ich denn lang traurig sein, die Seel zu dir sich schwinget, weil ich so wohl bestehe, in deiner Hand sie unversehrt bekleidt mit Christi Unschuld rein, durch Tod ins Leben dringet. wie eine Braut hergehe? Hier ist doch nur ein Thränenthal, Gehab dich wohl, du schnöde Welt: Angst, Not, Müh, Arbeit überall.[bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein 1586—1630. 484. Phil. 1, 21. 1. Chris⸗tus der ist mein Le⸗ben, Ster⸗ ben ist mein Ge⸗ winn; dem thu ich mich er-ge-ben, mit Freud fahr ich da⸗ hin. Nit I E auf d Ind Ichl Kreu durch bin i Ven velg lei⸗nem eel wil ie Sind aden jfind, 28 ind Hulb chuld. rig sein, rein, e Welt: lt. —1630. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf. — 9 Wenn Sinne und Gedanken Tod und Begräbnis. das hin und her thut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 72 Und laß mich an dir kleben wie eine Klett am Kleid und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. 8. Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist. vergehn als wie ein Licht, Mel. 1609. 485 15 0. Wie nach einer Wasserquelle. — 1. Freu dich sehr, o mei⸗ne Se e⸗le, und ver⸗giß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Her⸗re, ruft aus die⸗sem Jammer⸗thal. ——————— ³+=..——— +——— SSDSS...—— Aus Trüb⸗sal und gro⸗ßem Leid sollst du fah⸗ ren in die Freud, die kein Ohr je hat ge-hö⸗ret, 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 2 5. Denn gleichwie die Rosen stehen unter spitzen Dornen gar, die in E⸗-wig⸗keit auch wäh-ret. also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut; wir sind voller Angst und Plag, 446 Tod und lauter Kreuz sind unsre Tag; gleich wann wir geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. 3 Wann die Morgenröt aufgehet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umfähet, Müh findt sich an allem End. Unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nichts denn nur Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst; hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; Begräbnis. ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 70 Ob mir schon die Augen brechen, und mir das Gehör verschwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt: bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst mich in Gnad regieren und die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit solst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, ohn Aufhören triumphieren. 1620. 486. Mel. Christus der uns selig macht. — SII. 2 DT — ů— 25* 1. Ei⸗ nen gu⸗ten Kampf hab ich auf der Welt ge-⸗ käm pfet; ..— denn Gott hat so gnä⸗-dig— 224— 1———— EE 4 E. lich all mein Leid ge ⸗däm-pfet, —.— +................. 27* +*— 1—— daß ich mei⸗nes Le-bens Lauf se-lig-lich voll en-det 0— ů ů——— ——— 1 1—ᷓ«V7N — E!— er. — 27— und die See⸗le him-mel-auf Chris-to zu⸗ge⸗ sen-det. 2. Forthin ist mir beigelegt der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt in des Himmels Throne; forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet, meinen Gott, von Angesicht meine Seele schauet. Dieser schnöden, bösen Welt jämmerliches Leben mir drm meil lebt demn Meii Gut echen, indt, sprechen, sinnt: Hoth. fort; ieren 5?? eee..... ——. denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. Gute Nacht, ihr meine Freund, Tod und Begräbnis. 447⁷ mir nun länger nicht gefällt; alle meine Lieben! drum ich mich ergeben Alle, die ihr um mich weint, meinem Jesu, da ich bin laßt euch nicht betrüben jetzt in lauter Freuden: Lresen Hingang, den ich thu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, 4 kommt doch morgen wieder. Heinrich Albert 1604-1651. 487. Mel. Gottes Sohn ist kommen. D 2——.—— 5— 8 1.— 55—— 2— 2— —— ö T Es 1. Herr, nun laß in Frie⸗de, le-bens⸗satt und mü⸗ de, 1—3....... I... . 91.975. 7 ö SDSDPSPDPSPSPSPSIPISIIIISISIIIIIII... . 2 fah ⸗ren zu den Him-mels⸗scha⸗ren, — —— 3— —— Stil⸗len, doch nach dei-nem Wil ⸗=len. 2. 5. Gerne will ich sterben Nunmehr soll sichs wenden, und den Himmel erben; Kampf und Lauf sich enden; Christus mich geleitet, Gott will mich erlösen welchen Gott bereitet bald von allem Bösen. zu dem Licht der Heiden, Es soll besser werden, das uns setzt in Freuden. als es war auf Erden. 5 6. Hier hab ich gestritten, Frieden werd ich finden, Ungemach erlitten, ledig sein von Sünden ritterlich gekämpfet, und auf allen Seiten manchen Feind gedämpfet, nicht mehr dürfen streiten; dei- nen Die-ner • X 1——0K1 2————— . —.— E 1 . se lig und im Glauben auch gehalten mich soll ganz umgeben richtig mit den Alten. himmlisch Freudenleben. 4. 7. Thränen mußt ich lassen, Mir ist beigeleget,‚ weinen ohne Maßen, wo man Zepter träget, eine schöne Krone schon zum Gnadenlohne; da werd ich ergötzet und zur Ruh gesetzet. schwere Gänge laufen mit der Christen Haufen, über Sünde klagen, Kreuz und Trübsal tragen. —.— 448 Tod und Begräbnis. 8. aufstehn von der Erden. Mein Erlöser lebet Christum werd ich schauen, 0 und mich selber hebet darauf kann ich trauen.— aus des Todes Kammer; 10. 2 da liegt aller Jammer. Ihm drum will ich singen, 90 Fröhlich, ohne Schrecken, Lob und Ehre bringen, en will er mich erwecken. rühmen seine Güte 9. mit Seel und Gemüte, I Dieser Leib soll gehen preisen seinen Namen und in Klarheit stehen, ohn Aufhören. Amen. wenn die Toten werden David Behme 1605—1657. Her 488. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. — — 1. Ich bin ja, Herr, in dei-ner Macht, du hast mich an das 0 2 ———— —.—— 3. 4 in 5——— 63 Licht ge⸗bracht, du un⸗-ter-hältst mir auch das Le ⸗ben; du ———.———— . x‚ x ken ⸗nest mei-ner Mon-den Zahl, weißt, wann ich die⸗sem 0 1 X H—— — I wie-der gu⸗te Nacht muß ge-ben; wo, R W 0 T.... H 0 ——.—.—. SSSPI I I— ** HG—— I—————.—.——.—.—— *——— W. ö wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Vater, mehr als wohl. ist 2. ö 3 We id 8 di ei der ur an wenern Wün Mich dünkt, ich liege schon vor mir lid Wul Trost und Rat Weiß bei u⸗m großer Hitz ohn Kraft ohn Zier, i AIE4 sprin nnd zu mit höchster Herzensangst befallen; it Wor inj ich utei.—5 Gehör und Rede nehmen ab, Wer nimmt sich Seelen an, die Augen werden wie ein Grab 1 5 1 obe chts ohr 4„ 5 . wenn nun mein Snta mehr doch kränkt die Sünde mich vor allen; 0 it x e es S 5 Ankla icht Ruh i und ich muß mit dem Tode ringen, sezt wür dunhh wir Worsuthut R 19 N wenn aller Sinnen Kraft gebricht: les hnin. l N ö thust du es, Gott mein Heiland, nicht? VNN 11 fI I. —1657. vor mit ohn Zieh, henuler 4. Ich höre der Posaunen Ton und sehe den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Sündenkind hinab zur Höllen, da wo man ewig, ewig Leid, Ach, Jammer, Angst und Wehe schreit. 5. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht Tod und Begräbnis. 449 und schreckt mich durch das Zorn— gericht? Komm, rette deines Leidens Ehre. Was giebest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 6. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, zu fest in deinem Schoße sitzen. Hier lach ich aller Macht und Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein: jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach 1605-1659. 489. — 14—4. —— d=E 2——— 25 4. wie se-lig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den 2—— 0 ............... EH—.— 2 2 SS Tod zu Gott ge⸗ kom-men: ihr seid ent⸗gan- gen V⁰ꝑ1˙2—— 1——.— PES E— E—0 2—..— 4 er +— 7 al⸗ler Not, die uns noch hält ge⸗fan- gen. 2. 5 Muß man hier doch wie im Kerker Ach wer wollte denn nicht gerne leben, sterben da nur Sorge, Furcht und Schrecken und den Himmel für die Welt schweben; ererben? was wir hie kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen, habt das schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhie gedrungen. Wer wollt hie bleiben, sich vom Jammer länger lassen treibenꝰ Komm, o Christe, komm, uns aus⸗ zuspannen, lös uns aus und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach 1605-1659. 29 ————— —— Tod und Begräbnis. 490. Pred. Sal. 1. D E +—— .— — 1. Ach wie nich-tig, ach wie flüch-tig ist der Men-schen Le⸗ben! Z131 4.———— S....... ö Wie ein Ne⸗bel bald ent-ste-het und bald wie-der⸗ ——— , en, 22———DI—— 2————— um ver⸗ge⸗ het, so ist 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Bl lümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! un⸗ser Le⸗ben, se⸗het! Ach wie nichtig, ach wie wwichtis sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wirs uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im 2. vergessen. Ach wie nichtig, 905 wie flüchtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen: wer Gott fürcht't, bleibt ewig stehen. Michael Franck 1609—1667. 491. Mel. Vater unser im Himmelreich. — —— ———— —————— — 1. In Chris* Wun⸗den schlaf ich ein, die ma⸗chen mich von U —— — tig⸗keit, das ... I— 25 Sün⸗den rein; Chris⸗ti Blut und Ge⸗rech- Mi ell Tod und Begräbnis. * Leben!. Gott be⸗stehn, wenn ich zum Him-mel werd ein-gehn. — 2. ins ewge Leben wandre ich, Mit Fried und Freud ich fahr dahin, mit Christi Blut gereinigt fein. le⸗der⸗ ein Gotteskind ich allzeit bin. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! — Hab Dank, mein Tod, du förderst mich, 1638. — 2 492. het! — E.— 2.——— EEEEEEEEE 575 L—.— nistehen, 1. Al⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster-ben, al ⸗les Fleisch ver⸗ chen, was da le ⸗bet, muß ver⸗der ⸗-ben, soll es an-ders gehen. ö 9— 1——.— 2 WCRRR— e—— lg. geht wie Heu; 1 e De 8 3 5 asen wer⸗den neu; die-ser Leib auch muß ver ⸗we ⸗ sen, en,—* sen.*2— +———— SS ——————— lichig wenn er an⸗ders soll ge⸗ne⸗sen zu der gro⸗ßen 20— E..— hen:—E.—— 5—1 ig fihen ö 10 0-1⁰0. Herr ⸗-lich-keit, die den From-men ist be⸗reit't. 2. er hat mir das Heil erworben, Drum so will ich dieses Leben, drum fahr ich mit Freuden hin, weil es meinem Gott beliebt, hin aus diesem Weltgetümmel aaͤuch ganz willig von mir geben, in den schönen Gotteshimmel, 4 bin darüber nicht betrübt; da ich werde allezeit denn in meines Jesu Wunden schauen die Dreifaltigkeit. hab ich schon Erlösung funden, 4. uch vu und mein Trost in Todesnot Da wird sein das Freudenleben, 8 iist des Herren Jesu Tod. da viel tausend Seelen schon — 3 sind mit Himmelsglanz umgeben, —.— Jesus ist für mich gestorben, dienen Gott vor seinem Thron, 4—— und sein Tod ist mein Gewinn, da die Seraphinen prangen 29˙7 4⁵² Tod und Begräbnis. und das hohe Lied anfangen: Ach wie lieblich Lobgetöne Heilig, heilig, heilig heißt hört man da in sanfter Ruh! Gott der Vater, Sohn und Geist. Ach der großen Freud und Wonne: 5. jetzund gehet auf die Sonne, Da die Patriarchen wohnen, jetzund gehet an der Tag, die Propheten allzumal, der kein Ende nehmen mag. wo auf ihren Ehrenthronen 7. sitzet der zwölf Boten Zahl, Ach ich habe schon erblicket wo in so viel tausend Jahren alle diese Herrlichkeit, alle Frommen hingefahren, jetzund werd ich schön geschmücket da wir unserm Gott zu Ehrn mit dem weißen Himmelskleid; ewig Hallelujah hörn. mit der güldnen Ehrenkrone 6. steh ich da vor Gottes Throne, O Jerusalem, du schöne, schaue solche Freude an, ach wie helle glänzest du! die kein Ende nehmen kann. Johann Georg Albinus(?) 1624—1679. 493. Mel. Alle müssen sterben. 1. Welt, a⸗de! ich bin dein mü-de; ich willuach de dem rrn zu: da wird sein der rech-te Frie——— und die— ze See⸗len⸗ruh. ů 2— 2885——. Bi 2. Welt, bei dir ist Krieg n Streit, nichts denn lan⸗ter Ei⸗tel⸗keit: .————.———5 — PIPIIIPIPIFIFITITIITTTT. in dem Him⸗-mel al⸗le-zeit Frie-de, Freud und Se=lig⸗keit. 2. Welt, bei dir ist Krieg und Streit Wann ich werde dahin kommen, nichts denn Wnter Eitelkeit ö bin ich aller Krankheit los in dem Himmel allezeit dor Ty 61—„ N und der Traurigkeit entnommen, Friede, Freud und Seligkeit. ruhe sanft in Gottes Schoß. Welt, bei dir ist Angst und Not, 4. endlich gar der bittre Tod; Unaussprechlich schöne singet aber dort ist allezeit Gottes Leenher te Schar; Friede, Freud und Seligkeit. heilig! heilig! heilig! klinget 3. in dem Himmel immerdar. Was ist doch der Erden Freude?(Welt, bei dir ist Spott und Hohn Nebel, Dampf und Herzeleid. und ein steter Jammerlohn: Hier auf dieser öden Heide in dem Himmel allezeit sind die Laster ausgestreut. Friede, Ruh und Seligkeit. Nich keine Ml 30 U I Frie W daß Meil in Mel Mü in Fris X ihl Wonne. leid; 5 Nichts ist hier denn lauter Weinen, keine Freude bleibet nicht. Will uns gleich die Sonne scheinen, so verhüllt die Nacht das Licht. Welt, bei dir ist Angst und Not, Sorgen und der bittre Tod: in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. Nun, es wird dennoch geschehen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen Heiland werde sehen in der großen Herrlichkeit. Welt, bei dir ist lauter Not, Müh und Furcht, zuletzt der Tod: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 4 O wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget und die Stimme schwingt empor! Tod und Begräbnis. 4⁵³ Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen? Stunden, o wann schlaget ihr, drinnen ich mich kann besprechen mit dem Schönsten für und für? Welt, bei dir ist Krieg und Streit, lauter Qual und Traurigkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Thun vor Gott besteht, daß, wenn alles wird zerkrachen, es heißt: Kommet! und nicht: Geht! Welt, bei dir ist Angstgeschrei, Sorge, Furcht und Heuchelei: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Johann Georg Albinus(2) 1624—1679. 494. Mel. Gott ist getreu. —E& 5——— 1 N 1 DIDIPIRSRPRDSPRISRTRSRSD .———.— — 1. Es ist ge⸗nug! Lös auf das Band, das So nimm, Herr, mei⸗nen Geist zu all ⸗ge-mach schon reißt, be— 0——— +—.3—7 1———. .——.— 5—675— IIEEE— E + Zi⸗ons Geis⸗tern hin. frei⸗e mei⸗nen Sinn, der sich nach seinem Got⸗te seh⸗net, +— ——— 7— S...... + der täg⸗lich klagt und nächt-lich thrä-⸗net: Es ist 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, S ge-nug! wie hart ist diese Last! Ich schwemme manche Nacht mein hartes Lager ganz mit Thränen; wie lange, lange muß ich sehnen! Es ist genug. 20 . Tod und Begräbnis. 3. 4. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt: und halt indessen still, nun gute Nacht, o Welt; bis er mir allen Schmerz, ich fahr ins Himmels Haus. der in der siechen Brust mir naget, Ich fahre sicher hin in Frieden, zurücke legt und zu mir saget: Ie großer Jammer bleibt danieden. Es ist genug. 5 ist genug. aen. Joachim Burmeister 1633-1672. 415. — SSS ——— — 2—— Es ist genug, wenn nur mein Jesus will; er kennet ja mein Herz. Ich harre sein Hin geht die de kann kom⸗men 1. Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En ⸗de! ge⸗schwin⸗de und ach wie be⸗hen ⸗ Zeit, her kommt der Tod; ö Mein C 1 ei ⸗u,e To des not⸗ Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Chris⸗ti Blut: machs nur mit mei⸗-nem En-de gut. 2. daß ich bereit sei für und für Es kann vor Nacht leicht anders und sage frisch in allen Fällen: werden, Herr, wie du willst, so schicks mit mir. als es am frühen Morgen war; Mein Gott! Mein Gott! denn weil ich leb auf dieser Erden, Ich bitt durch Christi Blut: leb ich in steter Todsgefahr. machs nur mit meinem Ende gut. Mein Gott! Mein Gott! 5. Ich bitt durch Christi Blut: Mach immer süßer mir den Himmel machs nur mit meinem Ende gut. und immer bittrer diese Welt; 3 gieb, daß mir in dem Weltgetümmel Herr, lehr mich stets mein End be-Tdie Ewigkeit sei vorgestellt. denken, Mein Gott! Mein Gott! und wenn ich einmal sterben muß, Ich bitt durch Christi Blut: die Seel in Jesu Wunden senken machs nur mit meinem Ende gut. und ja nicht sparen meine Buß. 6 Mein Gott! Mein Gott! Ach Vater, deck all meine Sünde Ich bitt durch Christi Blut: mit dem Verdienste Christi zu, machs nur mit meinem Ende gut. darein ich mich fest gläubig winde; 4. das giebt mir recht erwünschte Ruh. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, Mein Gott! Mein Gott! geht die kom⸗men EEE— Tod und Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut“ 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: Begräbnis. 4⁵⁵ nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm, und er in mir. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, machs nur mit meinem Ende gut. Amit Jesu Blut schön ausgeschmückt. 8. 323 Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf; du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 2 Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; Amilie Juliane von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 11. Ich leb indes in Gott vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis, mir gnüget, wie mein Gott es füget, ich glaub und bin es ganz gewiß: Mein Gott! Mein Gott! Gnad durch Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. 496. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. — Der Tod kommt oft n⸗de, be⸗den-ke dei⸗nen Tod! be⸗ hen-de: wer heu⸗te frisch und rot, 9 ———— E — ö ö kann mor⸗gen und ge⸗schwin⸗der hin ⸗weg⸗ge⸗stor⸗ben .— 2—— ( 1 D—— FEEFFEE———3— DD— —*———.— 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! Es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht; kein Mensch ist ausgenommen, ein jeder muß heran und wird den Lohn bekommen, nachdem er hat gethan. sein; drum bil-de dir, o Sün⸗der, ein täg⸗lich Ster-ben ein. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Höllen Angst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläglich Schmerzensschreien: ach Sünder, hüte dich! 10. 2— 4⁵6 Tod und Begräbnis. 4. 5. Bedenke, Mensch, das Ende, Hilf, Gott, daß ich in Zeiten bedenke stets die Zeit, auf meinen letzten Tag daß dich ja nichts abwende mit Buße mich bereiten von deiner Herrlichkeit, und täglich sterben mag. womit vor Gottes Throne Im Tod und vor Gerichte die Seele wird gepflegt: steh mir, o Jesu, bei, dort ist die Lebenskrone daß ich ins Himmels Lichte den Frommen beigelegt. zu wohnen würdig sei. Salomo Liscow 1640—-1689. 497. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. L Wie fleugt der Men⸗-schen Zeit, wie ei⸗let E I 2—— — 5 N———.ü.—.•—ꝰ92*——— I —— IE— HE—————. man zur E⸗wig⸗ keit! Wie we⸗nig den⸗-ken an die r e——— ———. Stund von Her-zens⸗grund, wie schweigt hie-von der trä⸗ge Mund! 2. 5. Das Leben ist gleichwie ein Traum, Was hilft die Welt in letzter Not, ein nichtger, leerer Wasserschaum: Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? dem Grase gleich, das heute steht O Mensch, du läufst dem Schatten zu, und schnell vergeht, das merke du, sobald der Wind darüber weht. du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 5.— Nur du, mein Gott, du bleibest mir Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! das, was du bist, ich traue dir; Mir ist das höchste Gut bewußt, laß Berg und Hügel fallen hin: das such ich nur, das bleibet mir. mir ists Gewinn, O mein Begier, wenn ich allein bei Jesu bin. Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 4. +. So lang ich in der Hütten wohn, Was wird da sein, wenn ich dich seh so lehre mich, o Gottes Sohn; und dort vor deinem Throne steh! gieb, daß ich zähle meine Tag Du unterdessen lehre mich, und munter wach, daß stetig ich daß, eh ich sterb, ich sterben mag. mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander 1650—1680, n —1689, Mund er Not, em Tod atten zuů, ren Ruh⸗ Lust! wußt, et mir. rach dil dich seh ne siohl Tod und Begräbnis. 4⁵7⁷ 49 8. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. EHN————..— PE. +*—..——— 1.ꝛ.— 1 ◻. + E——..— E V———— 1 E2—...— ꝙ.— 2— 2 7 + 7 0 1. Ich ster ⸗be täg⸗lich, und mein Le⸗ben eilt im⸗mer⸗ wer kann mir ei⸗ nen Bür⸗gen ge⸗ben, ob ich noch —— — S 2.. 2— E A.— 1 + + 1 S—— + IEI J—— 2 1 ——.— 2—.—— + 2 fort zum Gra⸗ be hin; mor⸗gen le⸗bend bin? Die Deit gede hün det 2—— T.—————H EU 2 2—— ————.—4—. 1— +* + 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten, er kommet oft unangemeldt und fordert uns ins Land der Toten; wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewges Unglück oder Glück hängt oft an einem Augenblick. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Abschied denken mag. 4 Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Totenbahr; ein kleiner Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin. 5 Ein einzger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod beisammen sein; doch schlage nur mit Vaterhänden Tod kommt her; ach wer nur im⸗ mer fer ⸗tig wär! daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 6. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, dir befehl ich meinen Geist. Verschließen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 7. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen, so segne du sie mehr als ich; wenn lauter Thränen um mich regnen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein. 8. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf: so wird mein Abschied keine Pein, und schleuß in Christi Tod mich ein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck 1672—1737. Tod und Begräbnis. 499. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — + 1. Mein Gott, ich weiß wohl, d und fin ⸗de hier kein s —.—————.——— ..— aß ich ster⸗be; ich bin ein ol⸗ches Er-be, das e⸗wig 8.——— W——— e. 2—.— +— Px. + 2 Mensch, der bald ver-geht,*— 85 in der Welt be⸗ steht; drum dei⸗ ge mir in A 2.2.————— e 5 EA.—.— II +7 Gna⸗den an, wie ich recht se lig ster-⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blume kann gar leicht verblühn: drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch wenn ich dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich auferweckt, mag hier, mag dort die Stätte sein: die Erd ist allenthalben dein. 3. 5. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich Nun, liebster Gott, wenn ich soll sterben, sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, dieweil der Tod viel Wege hält: mein Heiland läßt mich nicht ver⸗ dem einen wird das Scheiden herbe, sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch wie du willst! Gieb, daß dabei derben; und hab ich Jesum nur bei mir, mein End in dir nur selig sei. so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck 1672—1737. 500. Mel. Jesus, m eine Zuversicht. — 0 ö +* ů—— E..AAVT...*?ęüü]ͤ“7G: — S—— 2— 1. Geht nun hin und grabt n von der Er⸗-de scheid nein Grab, denn ich bin des ich ab, denn mir ruft des 0 .... E D 72 Wan⸗derns mü⸗ de; Him⸗mels Frie⸗ de, Deun mir ruft die sü ⸗ße Ruh Heht ui meinen Lege u hin, we Lege sel in das Was in den Denn Wir ai muß e wann Darun laß m Dine deine deine alles Darih Sonn sahre denn leise Wori in ein awig —5.— —..— kann. „ wo ich be, b bedeckt erwerbe, rweckt, itte sein: in. llsterbeß zu dir, nicht bel⸗ rben i mir, mir woh, rben soll 2 —— ö = Tod und Begräbnis. 92——— 1 von den En⸗geln Geht nun hin und grabt mein Grab; meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet; lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Thale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wann die Winde drüber wehn. 4 Darum, Erde, fahre wohl; laß mich nun in Frieden scheiden. Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbestand, alles Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, dro⸗ben zu. Die ihr nun in Trauern geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde; was von oben niederweht, tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein: droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrland will, aus den Schatten, aus den Schemen, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Heiland, hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein frommes Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9 Weint nicht: mein Erlöser lebt! Sonn und Mond und liebe Sterne, Hoch vom finstern Erdenstaube fahret wohl mit eurer Pracht; denn ich reis in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr erbleichet ganz. hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube, und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 501. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. — 1. Wohl⸗auf, wohl ⸗-an zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang, Gott füh-ret ein, Gott füh ⸗ret 460 Tod und Begräbnis. — .——.— 485 N DDDDRDD ————— II + aus: wohl⸗an, hin⸗aus! Kein Blei⸗ben ist im Er⸗den-haus. 2. Du Herberg in der Wanderzeit, du gabest Freuden, gabst auch Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu, was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach, ihr Lieben folgt ihm segnend nach. Nun gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl. Nun gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Schmuck ist auch das Leichentuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! der Herr macht gute Bahn, sein Kreuz voran: das winkt und deutet himmelan. 2. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. ** 6. O selig, der das Heil erwirbt, der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! Schau himmelwärts: da wo dein Schatz, da sei dein Herz. 2 Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit, eh dich der Tod an Tote reiht, sie rufen: Gestern wars an mir, heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust: du mußt von dannen, Mensch,du mußt. 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot: im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach banges Herz im Thränenthal, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bists, Herr, der mit Gottesmacht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Wort, Herr, klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmer⸗ mehr. 60 Was suchst du, Mensch, bis in den Todꝰ Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil: denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ erstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich mit dir vertraut, schon hier die ewgen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern und kämpfet gern du mit. 993 harrt der Zukunft seines Herrn. * Die Welt vergeht mit Lust und S chmerz. * Wun, 2 Hinein Vr S gount auch ih Mel E hiel V — 2— ⸗haus. ein Herz. bei Zeit, keiht, mir, iben hier. nderstab, nd Grab, bewußt. du mußt. zu arm, zu warm, ngenrot: od. zenthal, 16strahl? tesmacht ebracht. so hoch d hehr: nimmer⸗ H2. ein Auf⸗ tehn, sehn. pertraul, baut! r Fern Herr, Tod und Begräbnis. 461 ö 15. bereitet ist die Stätte schon Nun, Thor des Friedens, öffne dich: am Gnadenthron, Hinein! Hier schließt die Wallfahrt sich. bereitet uns durch Gottes Sohn. Ihr Schlafenden im Friedensreich, 17. gönnt allzugleich Sein ist das Reich mit Allgewalt; auuch ihm ein Räumlein neben euch. ser zeugt und spricht: Ich komme bald. 16. Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Viel Gräber sind an diesem Ort, Wir harren dein: viel Wohnungen im Himmel dort, Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Friedrich Heinrich Sachse 1785—1860. Beim Tode von Kindern. 502. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. schö⸗ne Pa⸗ra⸗deis. Ihr El⸗tern dürft nicht kla⸗gen; mit U + IDDD e—— + Freuden sollt ihr sa-gen: Dem Höch-sten sei Lob, Ehr und Preis. 2. sie wird mir thun kein Leid. Kurz ist mein irdisch Leben; Denn wer kann den verletzen, ein beßres wird mir geben den Christus jetzt wird setzen Gott in der Ewigkeit. ins Schloß vollkommner Sicherheit. Da werd ich nicht mehr sterben, in keiner Not verderben; Zuvor bracht ich euch Freude; mein Leben wird sein lauter Freud. jetzt, da ich von euch scheide, 3. Dac sich n cht utte Doch wenn ihrs recht betrachte lßt atcht den Rnrtenn Uud, was Gott thut, hoch achtet, läßt sie nicht lange weinen wird sich bald lindern aller Schmerz. 0 ichnein und seiin St 6. Ein schnell und selig Sterben ö 1— ↄͤ1 090 Weshrer urn dlelte e, des schönen Himmels Ehrensaal. er kennet jedermann. 4. Nichts ist jemals geschehen, Die Welt mag Netze stellen: das er nicht vorgesehen; mich wird sie nun nicht fällen, und was er thut, ist wohlgethan. 462 Tod und Begräbnis. 4 Wenn ihr mich werdet finden vor Gott, frei aller Sünden, in weißen Kleidern stehn und tragen Siegespalmen in Händen und mit Psalmen des Herren Lob und Ruhm erhöhn: 8. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herzl ich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergiebt! ZJohann Heermann 1585—1647. Willen 503. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 1. Du bist zwar mein und blei-best mein; wer will mirs an⸗ders Doch bist du nicht nur mein al— lein; der Herr von E ew⸗gen . . sa gen? Ta⸗gen der hat das meis⸗te Recht an dir, der — for⸗ dert und er⸗hebt von mir dich, o mein Kind, mein 0 +* D ————— SEEEEE ———.— + 5 2 Wil⸗le, mein Herz und Wun⸗-sches Fül⸗le 2. dich will ich bei mir haben Ach gält es wünschen, wollt ich dich, und ewig reichlich laben. du Sternlein meiner Seelen, 4. vor allem Weltgut ewiglich O süßer Rat, o schönes Wort mir wünschen und erwählen; ich wollte sagen: Bleib bei mir, du sollst sein meines Hauses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. Ich sehne mich nach meinem Sohn und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht ver— schwindt! Gottspricht: Willkommen, liebes Kind; und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. . Ach dürft ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, hulch d ich Wei ol Fr Nun de ich Will Zeuch Der nur Die daru zeht Zeue Was Heue Helt Im was den it ba Hier dort Hen illen rgiebt! 85—161 —— — an⸗ders ew⸗gen — — „ Del zort ul Ort, nken, Versehn, geschehn. bet, ne steht ohn Tod und Begräbnis. durch den auch du geheiligt bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Thränen gießen. Nun denn, es sei und bleib also, ich will nicht um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh: da leb und bleib nur immerzu; wills Gott, will ich mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt 1607—1676. 504. Gott ist getreu. Mel. — 1. Zeuch hin, mein Kind! Denn Gott selbst for⸗dert dich aus Ich lei⸗de zwar, dein Tod be⸗ trü⸗bet mich; doch —.— 9. DD.——..— E——.———.— 14 gen We• ö die ⸗ser ar⸗gen Malt so un⸗ter⸗laß ich al⸗les Kla⸗gen weil es Gott ge⸗=fällt, und will mit stil⸗lem Geis⸗te sa⸗-gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir, jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen: was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, da wird kein Schmerz geklagt. Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh denn das Ungemach mit Haufen sich einstellt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! 0. Fahr hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. Nun wohl, dein Seele ist entbunden, du hast im Herren überwunden. Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann 1658—1712. 463 Tod und Begräbnis. 505. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. — 1. Wenn klei⸗ne Him⸗mels⸗er⸗ben in — —.—— ++1— ——— 2 ö j —. 2 1———. 1—— +—. ih⸗rer Un⸗schuld ster⸗ben, so SISISPIPIPSDPDPD‚D‚II‚ ‚ ‚.. — SDSDSISDSDSDSIIED‚i‚‚iii‚....— U— 123 1212:m..— büßt man sie nicht ein: sie wer⸗den nur dort o⸗ben vom 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Jesum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden: was sollt es ihnen schaden, daß sie die Krone schon erfreut? 2— ———⁴ I— E— 5—7 +—==—W5 +— 1 —* 2—*— 2* x 12 25— I——.—1.—— I— +—.— Va⸗ter auf⸗ge⸗ho-ben, da-mit sie un⸗ver⸗lo ren sein. 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind; du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe 1688—1758. . Beim Tode von Ehegatten. 506. Mel. Wenn mein Stündlein vorhanden ist. U —— 15 ——.— +— + 1 SSDSSSSSeeeeeE.. — S. 2——— ö 1. Ach Gott, ich muß in Trau-rig⸗-keit mein Le⸗ben nun be⸗ —.——.— ISISDIDDSSDRDSDIDIRII 4 EEEE * 2.—.— IL— 2——.— schlie⸗ßen, die-weil der Tod von mei-ner Seit so ei⸗lend hat ge— — E Laa.——— E——— SEEE 7— 2—— —— 4.— 2. ris⸗sen mein treu⸗es Herz, der Tugend Schein, des muß ich jetzt be⸗ + —.—— ——— .——— — II + * rau ⸗-bet sein. Wer kann mein E-⸗lend wen⸗denꝰ Wenn edenk die sie in Fre erbies⸗ Rein 5 vor A Bei w rochtse Der u die T Ich g die be der m Fürw Iehun die g aus i Posz in so muß Otue zu d in d — 5 en, 35—1758. 2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit gedenk in meinem Herzen, die sie mir hat zu jeder Zeit in Freud und auch in Schmerzen erwiesen ganz beständiglich, mein Kreuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 3 Bei wem soll ich auf dieser Welt rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht Glauben hält, die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und sag es ohne Scheu: die best ist doch getraute Treu; der muß ich jetzt entraten. . Fürwahr mir geht ein scharfes Schwert jetzund durch meine Seele, die abzuscheiden oft begehrt aus ihres Leibes Höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, in solchem Kreuz mein Tröster bist, muß ich in Leid verzagen. 5. O treu geliebtes, selges Herz, zu dir will ich mich wenden Tod und Begräbnis. 46⁵ will die Gedanken senden zu dir und deinem jetzgen Stand, wie Gott dir alles Kreuz gewandt in höchste Freud und Wonne. 6. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben; ich aber komm hinauf zu dir, da werd ich mit dir schweben in höchster Freude, Wonn und Lust, die deine Seele täglich kost't, drauf ich mich herzlich freue. 7. O wie mit großer Freudigkeit wolln wir einander kennen, da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach welche Freude wird dann sein, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, mit Freuden werd umfangen! 8. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemüte führen, erwarten in Geduld der Zeit, wie Christen will gebühren. Gott alles Trostes, steh bei mir und mich durch deinen Geist regier in diesem meinem großen Schmerz, zu deines Namens Ehren! Johann Heermann 1585—1647. 507. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 9 41 ——+ 1 4——3— ......PI.I.....I. 12 2—. 2..—2*— +.— *— 1. Nichts Be⸗trübters ist auf Er⸗den, nichts kann so zu Herzen gehn, als wenn ar⸗me Wit⸗wen werden, wenn ver⸗laß⸗ne Waisen stehn D— ů 654555 r 2—————DD E 2 Witwen sind ver⸗laß⸗ne Frau⸗ en: wer mag auf die Waisen schau⸗enꝰ 30 —— IF — 466 2. Wo die Zäune sind zerlücket, jedermann hinübersteigt; auch ein Kind die Früchte pflücket, da die Aste sind gebeugt. Wo die Mauern sind zerspalt't, da findt sich der Feind gar bald; wem der Schirm und Schatten weichet, den die Hitze bald erreichet. 3. Also müssen stets die Armen leiden unter Ungemach; ihrer wenge sich erbarmen: Witwen schreien Weh und Ach über den, der sie so preßt und in Nöten stecken läßt; Waisen müssen sich oft schmiegen, andern untern Füßen liegen. Die letzten Dinge. 4. Witwen sind in Gottes Armen, Waisen sind in Gottes Schoß; ihrer will er sich erbarmen, wär die Not auch noch so groß. Ein solch ungerechter Mann tastet Gottes Auge an, der an Waisen Unrecht übet und der Witwen Herz betrübet. 5. Wenn sie bleiben in den Schranken darin Gott sie hat gestellt, und von seiner Treu nicht wanken, weil er sich zu ihnen hält,, sollen sie im Himmelsschloß werden alles Kummers los: da soll nicht mehr wie auf Erden Witwennot gehöret werden. Michael Hunold 1621-1672. + 2. Die letzten Dinge. bn 2——.—— EE E 1 E 1 I — 26 1. Es ist ge-wiß⸗lich an der Zeit, daß Gottes Sohn wird kommen in sei⸗ner gro⸗ßen Herrlich⸗keit, zu richten Bös und Frommen: * — IDD— dann wird das La⸗chen wer⸗-den teur, wenn al ⸗les wird ver⸗ + U D— 2 950 1— DI—I ——..—— gehn im Feur, wie Got-tes Wort be⸗ zeu⸗get. 2. 3 Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn die Toten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und verneuen. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen jung und alt auf Erden je getrieben, da denn gewißlich jedermann wird hören, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. Ind nült ach gre Er Wild und mi Don Ch OIeu von we Haß ich Werd a daran denn d und mn — mmen, hoß; übet. ichrankeh, wanken, ö —1672. Erden Die letzten Dinge. 467 4 E weh dem Menschen, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christo in die Hölle. 5. O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden; daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht't und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesu Christ, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen. Bartholomäus Ringwald 1530—1598. 509. 1. Wa⸗chet auf! ruft uns Mit⸗ter-nacht heißt die- sehr hoch auf der Zin⸗ne, wach auf, du Stadt uns mit hel⸗lem Mun⸗de: Wäch⸗ter die Stim ⸗-me der ru⸗fen se Stun ⸗de. Sie Je⸗ru ⸗-sa⸗lem! Wo seid ihr klu⸗ gen Jungfrauen? Wohl-auf, der Bräut⸗gam kommt! Steht auf, die Lam ⸗pen müs⸗set ihm ent⸗ge⸗gen ge hn. 468 Die letzten Dinge. 2. Zion hört die Wächter singen, das Herz thut ihr vor Freude springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. 3 Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude: des jauchzen wir und singen dir das Hallelujah für und für. Philipp Nicolai 1556—1608. B⸗ 0—.— DDDSSD.— 4— . atet 1. Je ⸗ ru⸗ sa lem, du hoch⸗ge⸗ bau=te Stadt, wollt Mein sehn⸗lich Herz so groß Ver⸗lan-gen hat und 255, e.=— E ö——— Gott, ich wär in dir! 2 ist nicht mehr bei mir: weit ü=ber Berg und AE——.————— .————— 2 + e, 2——————— 75 2—— 1——— Tha⸗le, weit ü⸗ber bla⸗ches Feld schwingt es sich ü⸗ber I— D 3 II DDDSSiiiiiie 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? le und eilt aus die⸗ser Welt. 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, thu auf die Gnadenpfort: wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit? kommt Ma i von A sch ich die Il entgeg da ich in me Propl und auch die w truge unde schau in Fr mit! mit hungen, eln schön.“ Thore im Chore Thron. 1. 56—1605, xů ö 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon! Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Thränenland. 22 Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, 1. O E⸗wig⸗keit, du O E⸗wig⸗keit, Zeit oh⸗ne Zeit, ich weiß vor gro⸗ßer Die letzten Dinge. 469 der Mund voll Lob und Preis: das Hallelujah reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit; 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, mit Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal: mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das himmelische Heer. 8. Du bist mein Ziel, erhabne Gottesstadt; wie schlägt mein Herz in mir! Des Irdischen und seiner Freuden satt schwing ich mich auf zu dir, weg über Erd und Sterne. Reicht, Engel, mir die Hand! Ich seh es in der Ferne, mein hohes Vaterland. Don⸗ner⸗wort, du Schwert, das durch die Johann Matthäus Meyfart 1590—1642. Strophe 8: 1834. See⸗le bohrt, o Trau⸗rig⸗ keit nicht, wo — An⸗fang son⸗der En⸗ ich mich hin⸗wen⸗ de. r. de! 2. Keein Unglück ist in aller Welt, aerne.—— ganz erschrocknes Herz erbebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt. das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, 47⁰ Die letzten Dinge. läßt nimmer ab zu toben; ja, wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist kein nicht. O Ewigkeit, du machs mir bang; o ewig, ewig ist zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als 44 Ewigkeit. Ach Gott, wie bit du so gerecht, wie strafst du einen bösen Knecht so hart im Pfuhl und Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen, betracht es oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sünden⸗ schlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben; wach auf, es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß, wie man noch sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. Johann Rist 1607—1667. 512. Mel. O Ewigkeit, du 0 ů 4—.83————— 1. O E⸗wig⸗keit, du O E⸗wig⸗ keit, Freud oh Freu⸗ Vers wort, das mich er⸗quik-ket ne Leid, ich weiß vor Her-zens⸗ 2—m— —— +— +I.————— J D 7 ö— ‚ 2 2ẽ640——.— — 2 W, 2 2 5 25 222.— W fort und fort, o 4—=lichkeit An⸗fang son⸗ der das gar nichts mehr vom E=len ⸗-de, 2 En ⸗de! — sunt in die⸗sem Le⸗ben pl 705 weil mir die E⸗wig-keit be-hagt. 2 Kein Herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen. Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen; ja, wie der heilge Petrus spricht, ihr Erbe das verwelket nicht 3. O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß dies aufhöret. Drum wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligkeit, die ewig nichts zerstöret: so acht ich alles Leiden nicht, das kaum ein Augenblick anficht. Im 5 Hei G Ind it sie sti sie seh sie ha da Cl das 9 Ach! mein du il Van +* —³ 47¹ Die letzten Dinge. 4. gelangen, wo mein schwacher Sinn Im Himmel lebt der Christen Schar stets pfleget nach zu streben? dei Gott viel tausend tausend Jahr Ich will der Welt vergessen ganz, Sündey ö „* Schaf, und werden des nicht müde; mich sehnen nach des Himmels Glanz. n; sie stimmen mit den Engeln ein, 3. gei, sie sehen stete der Totthit Schein, O Ewigkeit, du Freudenwort, gleit, sie haben güldnen Frieden, das mich erquicket fort und fort, . da Christus giebt, wie er verheißt,‚ o Anfang sonder Ende! ö te Ti; das Manna, das die Engel speist. O Ewigkeit, Freud ohne Leid, 4 rben mag 5. ich weiß von keiner Traurigkeit, Ach wie verlanget doch nach dir wenn ich mich zu dir wende. 4 Ut mein mattes Herze mit Begier, Herr Jesu, gieb mir solchen Sinn* ale boht du überselig Leben! beharrlich, bis ich komm dahin. ö shWann werd ich doch einmal dahin Kaspar Heunisch 1620—1690. eit, nigkeit 5 1 3. ö de. ö 0 üu gefll Mel. Wie schön leuchtet Henzelt. öre, DRSIEE———.———— 6071667, +——— Wie herr⸗lich ist die neu ve Welt, die Gott den From⸗men O Je⸗su, Herr der Herr⸗-lich⸗keit, du hast die Stätt auch ö IDDDE— —.— 1———.—.——— ö —.— 2*—.——.—..2. S—— — vor ⸗be-hält! Kein Mensch kann sie er ⸗ wer⸗ ben. uk⸗ket mir be⸗reit't, hilf sie mir auch er ⸗er ⸗ben. Her zens⸗ 72—.— D— — 4.——— — Wei ⸗se, prei⸗se ih⸗re Kräf⸗te, ihr Ge⸗schäf⸗ te ö 4.. das 59—.—.— SI......, ——.—————————...2.——— SSSIIPIIPIIIIII —.— mir E⸗len⸗den: laß mich auf den An⸗blick en⸗den! ö — Ahasverus Fritsch 1629—1701. 2— be⸗hagt 5 14. Offenb. Joh. 7, 9—17. ang! Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. h ist ban— . x—— .‚ + — 1. Wer sind die vor Gottes Throne? Was ist das für ei⸗ne Scharꝰ Trä⸗get je⸗der ei⸗ne Kro⸗ne, glän-zet gleich den Sternen klar; 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, wenn er seinen Feind geschlagen und geleget in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget 55 Siegꝰ Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angethan mit weißem Kleide, das zerreibet keine Zeit, das veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gekämpfet für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut gedämpfet, nicht gefolgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgel obten Gott: nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zeugen eines Namens, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7 Es sind die, so stets erschienen 55— als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu d dienen, Leib und Seel geopfert gern: nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und hell, so hat ihre Seel geächzet Die letzten Dinge. Hal⸗le 170 jah s sin⸗ Drden al. lo⸗-ben Gott 12—— hem Schall nach dem rechten Lebensquell: nun ihr Durst gestillet ist, da sie sind bei Jesu Christ. 9 Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Lebenssonn mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewge Gut lieblich sie erquicken thut. 10. 2 Ach Herr Jesu, meine Hände ich zu dir nun strecke aus, im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit; jag, o Herr, die Feinde weit! Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht darnieder l liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, 12. Gieb, daß ich sei neu geboren, an dir als ein grünes Reis wachse und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. 5. welche, Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kommen; hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 14. O wie groß wird sein die Wonne, wann wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit't, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenk 1656—1727. Herr, mein Fels, mein treuer Gott. Laß mein Teil sein bei den Frommen, Frommen, ind oammen; 5 Hott. Die letzten Dinge. 515. Matth. 25, 1—13. Mel. Valet will ich dir geben. —+—— 1. Er⸗mun⸗tert euch, ihr Frommen, zeigt eu ⸗rer Lam⸗pen Schein; der A⸗bend ist ge-kom⸗n ien, die fin⸗stre Nacht bricht ein. ......... — 42 Es hat sich auf⸗-ge⸗ma⸗chet der Bräu⸗ti⸗gam mit Pracht: auf, 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah; begegnet ihm im Reihen und singt Hallelujah! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit't: auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt: es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier ist die Siegespalme, hier ist das weiße Kleid, hier stehn die Weizenhalme in Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; 47⁴ Die letzten Dinge. hier ist die sichre Pfort, Hien sind die güldnen Gassen, hier ist das Hochzeitsmahl; hier soll sich niederlassen O Jesu, mach ein Ende die Braut im Rosenthal. und führ uns aus dem Streit; 9. wir heben Haupt und Hände O Jesu, meine Wonne, nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti 1660—1722. 516. Mel. Alle Menschen müssen sterben. — —. ————— 2— + + —.—— 22——⁰ 2. — — 1. O wie fröh⸗lich, o wie se-lig wer-den wir im Himmel sein! Dro⸗ben ern⸗ten wir un⸗zäh⸗lig uns ⸗re Freuden⸗gar⸗ben ein. komm bald und mach dich auf; geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! 2•— 4—0— V———.— +— .—— S 0— 5 S—4.———— Ge⸗hen wir hier hin und weinen, dorten wird die Son⸗ne scheinen; 2 — 4— ——.— 1⁵m 0 54. n. dort ist Tag und kei⸗ne Nacht, wo man nach den Thränen lacht. was aus Gottes Herzen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren da empfindet unser Herz lauter Wonne ohne Schmerz. 2 Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Thun; und die Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum Morgen kämpfen wir mit lauter Sorgen, 5. und die überhäufte Not O wie werden wir so schöne heißet unser täglich Brot. bei der Klarheit Gottes sein! 3. Wie wird da das Lobgetöne Ach wer sollte sich nicht sehnen, Wa Engel uns erfreun! bald in Zion dort zu stehn Wie wird unsre Krone—. 70 und aus diesem Thal der Thränen r so vielen Siegeskränzen! in den Freudenort zu gehn, Wie wird unser Kleid so 5 wo das Kreuze sich in Palmen, heller als die Sonne sein! unser Klagelied in Psalmen, 6. unsre Last in Lust verkehrt Manna wird uns dorten tauen, und das Jauchzen ewig währt. wo Gott selbst den Tisch gedeckt, 4. auf den immer grünen Auen, Da wird unser Aug erblicken, die kein Mehltau mehr befleckt. was ganz unvergleichlich ist; Wonne wird wie Ströme sließen, da wird unsern Mund erquicken, und wir werden mit den Füßen vur au die in Ich W Haß ich Werde in den dosfen dessen Hessen llles( auf; treit, inde 660-1722. S — 5 2 iel seinl en ein. scheinen; D lacht. tauen/ gedeck, len, fleckt. ließen, Füßen .—i— Die letzten Dinge. 47⁵ nur auf lauter Rosen gehn, 8. die in Edens Garten stehn. Nun ich sterbe vor Verlangen, 12 o du großer Lebensfürst: Ach wann werd ich dahin kommen, laß mich bald dahin gelangen, daß ich Gottes Antlitz schauꝰ wo du mich recht trösten wirst. Werd ich nicht bald aufgenommen Unterdessen laß auf Erden in den schönen Himmelsbau, schon mein Herze himmlisch werden, dessen Grund den Perlen gleichet, Pbis mein Los in jener Welt dessen Glanz die Sonne weichet, auf das allerschönste fällt. ales 01O Uechrner muachtd Benjamin Schmolck 1672—1737. 517. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. — 0 EVe N— —.— 2—— +— 1. Wir war⸗ten dein, o Got⸗tes Sohn, und lie⸗ben dein Er⸗ Bald ist die War⸗te⸗zeit ent⸗flohn, bald kommst du zu den ...———— Hei, won Wer an dich glaubt, er⸗ hebt sein Haupt und ISEEEE 0 sieht dir froh ent⸗ge⸗ gen: du brin⸗gest Him⸗mels⸗se⸗ gen. 2 und dann wirst du Wir warten deiner mit Geduld bei dir uns Ruh, in unsern Prüfungstagen; bei dir uns Freude geben du hast dein Kreuz für unsre Schuld und ewges Himmelsleben. so demutsvoll getragen: 4 wie sollten wir 4 uns Piht uut dir Wir warten dein, du kommst gewiß, zum Kreuze gern bequemen, dir klopfen schon die Herzen, bis dus hinweg wirst nehmen? vergessen aller Kümmernis, vergessen aller Schmerzen. 3. Dereinst, euieint Wir warten dein, du hast uns ja du en cheinst, das Herz schon hingenommen. soll unser Mund lobsingen Stets bist du uns im Geiste nah, und ewig Dank dir bringen. doch willst du sichtbar kommen; Nach Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 4 — 7 Die letzten Dinge. 518. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. ——.———————.—— D.. DDD 1. Al⸗ler Gläubgen Sam⸗melplatz ist da, wo ihr Herz und 0 1 — 2—.— , ,.. + wo ihr lieb-ster Je⸗-sus Christ und ihr Her⸗ze hier schon ist. 2. hat man nichts dabei zu thun Eins geht da, das andre dort als zu schweigen und zu ruhn. in die ewge Heimat fort, ungefragt, ob die und der 4. uns nicht hier noch nützlich wär.[Manches Herz, das nicht mehr da, 3. geht uns freilich gar sehr nah: Aber wenns nun schon Ralhabn aber, Herr, du bist uns mehr, und er kann nie was versehn, als das eigne Leben wär. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700 1760. Str. 2: Christian Gregor 1723—1801. 519 * Mel. Der lieben Sonne Licht und Pracht. —.— ————————. — 2 1. Die Chris⸗ten gehn von Ort zu Ort durch man⸗nig⸗falt⸗gen und kom-men in den Friedens⸗ K2 und ruhn in ih⸗ rer +— . Gott nimmt sie nach dem Lauf in sei-nen Ar⸗men Jam⸗mer Kam⸗mer. .—.— ů—.— . 3— dr 20 auf; das Wei⸗zen⸗korn wird in sein Beet auf 2 ů ——.SS———II S..... ö Hoff-nung schö-ner Frucht ge-⸗sät. — 8 2. du friedevoll befreiter Geist, Wie seid ihr doch so wohl gereist, du jetzt verlaßne Hütte! gelobt sein eure Schritte, Du, Seele, bist beim Herrn, dir glän euch, Gl der Lieb Mr fre her grof d Schah, * jon ist 00—1760. 23G—180ʃ. Die letzten Dinge. dir glänzt der Morgenstern; indessen bleibt das Pilgerkleid euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh in heiliger Verwahrung. der Liebe stiller Schatten zu. Wie ist das Glück so groß 3. in Jesu Arm und Schoß! Wir freun uns in Gelassenheit Die Liebe führ uns gleiche Bahn der großen Offenbarung; so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760, 520. Hebr. 4, 9. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. a 1 4—— SSS..— 1. Es ist noch ei⸗ ne Ruh vor-han⸗den; auf, mü⸗des Herz, und Du seuf⸗zest hier in dei⸗nen Ban⸗den, und dei⸗ ne Son⸗ne — 0— 2 N——— i!—.———..—..—.—.— DDD..— 4— + EEEEEE =de licht! wer⸗de licht! sieh auf das Lamm, das dich mit Freu⸗den schei⸗net nicht: 0— 11½.— L dort wird vor sei-nem Stuh⸗le wei⸗den; wirf hin die 4— er, e.— —..———— n a 232.. 85 + Last und eil her⸗ zu. Bald ist der hei⸗ße Kampf ge⸗en⸗ „— U ESE —— det, bald, bald der sau re Lauf voll⸗en ⸗det, so —04— e—— IITTSII— 2———.———— —.— 6 gehst du ein zu dei⸗ ner Ruh. 2. Ohr müden Seelen und ihr frommen, Die Ruhe hat Gott auserkoren, versäumet nicht, heut einzukommen die Ruhe, die kein Ende nimmt: zu meiner Ruhe Lieblichkeit! es hat, da noch kein Mensch geboren, 3. die Liebe sie uns so bestimmt. So kommet denn, ihr matten Seelen, Der Heiland wollte darum sterben, die manche Last und Bürde drückt; uns diese Ruhe zu erwerben; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, er ruft, er locket weit und breit: geht nicht mehr traurig und gebückt. 47 Ihr habt des Tages Last getragen; dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich will selbst eure Ruhstatt sein! Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Satan toben, seid nur getrost und gehet ein. Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann; wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen: wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden: es ist noch eine Ruh erfunden, . da man auf ewig stille liegt. 5 I6 Da wird man Freudengarben bringen, 0 denn unsre Thränensaat ist aus; o welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton ins Vaters Haus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, I. es wird kein Tod uns mehr er⸗ reichen, wir werden auch das Lamm dort sehn: es wird beim Brünnlein uns er⸗ frischen, Die letzten Dinge. 521. ¹ die Thränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn! I des 6. ö Kein Durst noch Hunger wird uns 0 schwächen, Venn u denn die Erquickungszeit ist da; gaulg 9 die Sonne wird uns nicht mehr stechen, e das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst unter ihnen wohnen Me de und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 4. Da ruhen wir und sind im Frieden 1 und leben ewig sorgenlos;* ach fasset dieses Wort, ihr Müden,—257 legt euch dem Heiland in den. Schoß. Ach Flügel her! Wir müssen eilen ½7 und uns nicht länger hier verweilen: dort wartet schon die frohe Schar. ö Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ lieren, begürte dich zum Triumphieren, auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth 1700-1779. 9 e,.. ◻———46—4 6„5 eus H, + 620 dochf 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät; der Herr der Ernte geht 1. Auf ⸗er⸗stehn, ja auf ⸗er⸗stehn wirst du, mein — SE————1——* e, r en nr. ——— 4———— . 1 + Staub, nach kur ⸗zer Ruh un ⸗ sterb⸗lich Le⸗ .—— 47¹— 2—2 EZ———— E 2 29 2—— 2—— 25 4—.ꝗ. êA——— und sammelt Garben; er sammelt uns, die starben. Hallelujah. Die letzten Dinge. 479 wischen 3. mit Jesu gehn wir ein geschhn Tag des Danks, der Freudenthränen zu seinen Freuden; Tag, der müden Pilger Leiden wird undu meines Gottes Tag! sind dann nicht mehr. hen, Wenn Rachn anert 5. genng geschlunatert habe, Ach ins Allerheiligste führt mi hrstechn, erweckst du mich. i Mittler Puin tebt ich nah. 4. im Heiligtume wohnen Wie den Träumenden wirds dann zu seines Namens Ruhme. nen uns sein; Hallelujah. Ehr ud ünen; hienen, weiß. Frieden Müden, in d ——0 en eilen erweilen: Schar. m Jub eren, tuhejahtl VMII 00—1779. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. 522. Mel. Nun preiset alle. — 9 ů——.—*—— *——— nn e ——.— 1, 2—̊—..———— 9 = 5————— DEEEEED. 5.———..—— ger⸗ne mein Herz vor⸗aus ⸗ge⸗schickt und hät⸗te gern mein —— ½—.———— EEEEEE —.————.— 2 mü⸗des Le⸗ben, Schöpfer der Geis⸗ter, dir hin-ge⸗ ge⸗ben. x 2. 4. Das war so prächtig, Doch bin ich fröhlich, was ich im Geist gesehn: daß mich kein Bann erschreckt; du bist allmächtig, ich bin schon selig, drum ist dein Licht so schön. seitdem ich das entdeckt. Könnt ich an diesen hellen Thronen Ich will mich noch im Leiden üben doch schon von heute an ewig wohnen! und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 3. 5. Nur ich bin sündig, Ich bin zufrieden, der Erde noch geneigt; daß ich die Stadt gesehn, das hat mir bündig und ohn Ermüden dein heilger Geist gezeigt. will ich ihr näher gehn Ich bin noch nicht genug gereinigt, und ihre hellen, goldnen Gassen noch nicht ganz innig mit dir ver⸗lebenslang nicht aus den Augen einigt. lassen. Johann Timotheus Hermes 1738—1821. ———— VII. Pfalmen. 1. Gott ist mein Hirt nie werd er füh⸗ ret mich an küh ⸗le ich Man⸗gel lei⸗den; er Was⸗ser ⸗bä⸗ sche, er — ů 4.— DSEN——— 2——— ID 4. en nnnn. 5—ꝰ 4—— 11 la ⸗gert mich auf e ⸗ wig grü⸗nen Wei⸗-den, Ind stärkt mein Herz, er ken ⸗net mei„ne Schwä⸗che, — Vn———.— , rer dne, d. 1 1 2— sei ne Hand führt mich auf rech-tem Stei-ge, daß ⁴— dö See I. ——6— ‚ 6 ä———— H ö 2—— sich an Na⸗ mir sein 2. Und walle ich im finstern Todesthale, so weiß ich, daß ich hier auch sicher walle; du bist bei mir, dein Stecken wird mich leiten; ich fürchte nichts, dein Stab wird für mich streiten. Das ist mein Trost, wo ich auch wan⸗ deln möge: du bist und bleibst mein Führer auf dem Wege. me groß er ⸗zei⸗ge. 3. Im Angesicht der Neider, die mich hassen, hast du ein Mahl mir zubereiten lassen; du salbst mein Haupt mit deinem Freudenöle, dein voller Kelch erquicket meine Seele. Mir folgen Heil und Seligkeit im Leben, einst wird dein Haus mir ewig Ruhe geben. Matthias Jorissen 1739—1823. Hegh, Rach: it Iedem liit in sihte —— „die nih 2, itenlassem it deinem 7 Psalmen. 48¹ 524. Psalm 25. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. ——— +.——.—.——————— ee d, 654 D 5⁵— 1. Mei ⸗ne See⸗le steigt auf laß mich nicht zu Schan-den Er-den schmachtend, Herr, mein wer-den, dir ver⸗trau ich, W ——— ů— II. S. 42 e — Gott, zu dir; hilf du mir Scham trifft dei⸗ne Freunde nicht, die zu dir die —.—— ———.———.— SS...............— u⸗flucht neh ⸗»men; doch wer Treu und Glau-ben bricht 0 5 9t, A—.— ———. ———II.... 22 —.— 0 den wirst du ge⸗wiß be⸗schä⸗men. 2. Zeige, Herr, mir deine Wege; mach mir deinen Pfad bekannt, daß ich treulich folgen möge jedem Winke deiner Hand; leit in deine Wahrheit mich, führe mich auf rechte Pfade, Gott, mein Heil, ich suche dich; täglich harr ich deiner Gnade. 3 Herr, erbarm dich eines Armen, der zu dir um Gnade schreit. Dachtest du nicht mit Erbarmen schon an mich von Ewigkeit? Ach gedenk nicht meiner Schuld, tilge meine Jugendsünden; eingedenk der Vaterhuld, laß mich, laß mich Gnade finden! 4 Gott ist gut und recht, er zeiget Irrenden die rechte Bahn, macht ihr Herz zu ihm geneiget, nimmt sie mit Erbarmen an. Den Demütgen giebt er Licht, daß sie folgen seiner Gnade; die Sanftmütgen straucheln nicht, denn er führt sie seine Pfade. 5 Lauter Wahrheit, lauter Güte wird in Gottes Führung kund jedem redlichen Gemüte, das sich hält an seinen Bund. Groß ist meine Missethat; drum vergieb mir, zu erfüllen, was dein Mund versprochen hat, Herr, um deines Namens willen. 6. Wo ist er, der Gott ergeben ganz sich seinem Dienste weiht?ꝰ Gott zeigt ihm den Weg zum Leben, führt ihn selbst zur Ewigkeit; seine Seele wohnt in Ruh, wird sich Heil auf Heil erwerben; Gott sagt seinen Kindern zu, das gelobte 73 zu erben. Sieh, Gott ehret, wer ihn ehret, macht ihm sein Geheimnis kund; 31¹ Pfalmen. wer ihn fürchtet, o, den lehret, kummervoll in meinem Leid. dem erfüllt er seinen Bund. Herr, vergieb all meine Sünde; Meine Augen schauen stets stärke mich im bangen Streit. auf den Herrn, ich darf nicht fliehen; Schau, die Feinde nehmen zu, er wird, steckt mein Fuß im Netz, die in meiner Not mir fluchen, mich schon aus der Schlinge ziehen. immer lästern, was ich thu, 8 wütend mein Verderben suchen. Wende dich zu mir in Gnaden: 10. ich bin einsam und bedrängt, Herr, behüte mich auf Erden; ganz mühselig und beladen, ich bin hilflos: rette mich! ohne Aussicht eingeengt; Laß mich nicht zu Schanden werden, meines Herzens Angst ist groß, ich vertrau allein auf dich; Stoß auf Stoß wird bald mich töten. setz zur Schutzwehr meiner Seel Mach mich aus den Banden los, Einfalt und gerades Wesen! führe du mich aus den Nöten! Herr, wirst du nicht Israel 20 bald aus aller Not erlösen? Schau, wie ich mich krümm und winde Matthias Jorissen 1739—1823. 525. Psalm 34 ——1— 1———.———— ———53...——— e — 1. Ich rühm den Herrn al⸗lein, der stets uns ist, was er je war; sein E—..— x — 2, 2—.——.—— 11—— 2.* +————— 2— 2—1— 31— 5 8* Lob soll jetzt und im-mer-dar in mei-nem Mun⸗de sein. Er *.——— S.SS 20 liebt sein Ei⸗gen⸗tum: Be⸗dräng⸗te, freu⸗et euch des Herrn! O n nen niirirrr:irir. E2Q....— — 35 L— hö⸗ret mich: er hilft so gern; Je⸗ho-vah ist mein Ruhm. 2. 3. Lobt, lobt den Ewigen! Die immer auf ihn schaun, Er zeigt in seiner Größe sich: die glänzen voll von Trost und Licht; kommt, lasset uns gemeinschaftlich Scham decket nie ihr Angesicht, jetzt seinen Ruhm erhöhn! weil sie auf Gott vertraun. Er hält mich immer fest; Ruft hier ein Elender, ich sucht und fand ihn, meinen Gott. der Herr erhöret seine Stimm, Seht, wie er bald aus aller Not, aus allen Nöten hilft er ihm; aus aller Furcht erlöst! und wer hilft so wie er? Itaun W Ilhs Ids onmn use fr Oei Uohl! id. zünde; reit. zu, uchen, , uchen. den; n werdeh Psalmen. 483 . 5. Freund Gottes, du kannst ruhn, Sieh, wenn die Frommen schrein, denn Engel Gottes lagern sich so hörts der Herr, er hilft vom Tod rings um dich her und sehn auf dich; und rettet sie aus aller Not; was kann ein Mensch dir thun? eer wills und kanns allein. Kommt alle, schmeckt und schaut, O er ist immer nah; wie freundlich der Erbarmer sei! swo er zerbrochne Herzen sieht O seine Güt ist täglich neu: und ein zerschlagenes Gemüt, wohl dem, der auf ihn traut! gleich ist sein Trost auch da. Matthias Jorissen 1739—1823. 526. Psalm 42. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) — 0 n. — — + 1. Wie der Hirsch bei schwü-lem Wet⸗ter schmach-tend nach der al ⸗so schreit nach dir, mein Ret-ter, mei ⸗ne Seel in 0— 2 22— 37 .SS................— Dunct——— 12d. Ja, nach Gott nur dür ⸗=stet mich; 6 ——.—.—— ö ————IIUIUIIIJ‚‚‚‚I‚‚—.— S—. 4 ........— E nr. 122———— nememr. Le⸗bens⸗quell, wo find ich dich? Wann, wann werd ich vor dir ste-hen, wann dein herr⸗ lich Ant-litz se ⸗hen? 2 dann entspringt aus Druck und Leid Thränen sind bei Nacht und Tage Freud und große Herrlichkeit. — „ —— meine Speise, da der Spott Ich will meinen Heiland loben: tief mich kränket mit der Frage: ewig werd mein Gott erhoben! Wo ist nun in Not dein Gott? Meine Seel zerfließt in Weh, 4. daß ich nicht wie ehmals geh Tief sinkt meine Seele nieder unter Dank⸗ und Jubelchören, hier am Jordan, weit entfernt, dich in Zion zu verehren. und ich singe Klagelieder, 3 die mein Herz am Hermon lernt; Seele, wie so sehr betrübet? wie hier stürzt mit wilder Wut Wie ist dir in mir so bang? von der Höhe Flut auf Flut, Harr auf Gott, der jetzt dich übet; so seh ich gehäufte Plagen harr auf ihn, es währt nicht lang, über mich zusammen schlagen. 321 484 5. Wenn ich merk au die er jeden T unter meiner Last Oft besing ich in der Nacht seine Liebe, seine Macht; und ich bete nicht zu dem Gotte meines Lebens. 6. O mein Gott, mein Fels, wie lange meiner, ach, vergissest du? Macht mir doch mein Feind so bange, und ich finde nirgend Ruh. ag mir zeigt, das erhebet mein Gemüte, Psalmen. f Gottes Güte, gebeugt. vergebens Es zermalmet mein Gebein, wenn die Spötter täglich schrein: Wo ist Gott, auf den du bauest, dem du all dein Heil vertrauest? . Seele, wie so sehr betrübet? Wie ist dir in mir so bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang, dann entspringt aus Druck und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich will meinen Heiland loben: ewig werd mein Gott erhoben! Matthias Jorissen 1739—1823. 527. I 66. E.—————..—— .—. r—— —— Herr⸗-lich⸗keit! Und fei⸗er ⸗=lich ihn zu Ler ⸗Kä ⸗Len, sei E DI— 2200——— e, Stimm und Sai⸗te ihm geweiht. Sprecht: Wunder-bar sind dei⸗ne Wer⸗ .—. ————— ke, o Gott, die du her-vor-ge⸗bracht; auch Fein⸗de füh⸗len 4 II ů 2— DIDE — 9——— E 2 2 dei ne Stär⸗ke und zit⸗tern, Herr, vor dei-ner Macht. 2. Wie wunderbar ist seine Stärke, Dir bücke sich der Kreis der Erde, dich bete jeder willig an, daß laut dein Ruhm besungen werde; Rühmt, Völker, und alles dir sei 1 interthan. die er an uns verherrlicht hat! 3. unsern Gott; singet! lob⸗ Kommt alle her, schaut Gottes Werke, Jauchzt ihm, der uns sich offenbart, die er an Menschenkindern that. der uns vom Tod zum Leben bringet, al Ich! dott Hegah Galil Odlil — ich di 10 ff De u, schrein: bauest, rauest? 12 092* dich übetn icht lang. und Ld keit. loben: oben! 739—1829, Psalmen. 48⁵ vor Straucheln unsern Fuß bewahrt! Du läuterst uns durch heißes Lei⸗ den— das Silber reiniget die Glut— durch Leiden führst du uns zu Freuden; ja alles, was du thust, ist gut. 4 Ich will zu deinem Tempel wallen, dort bring ich dir mein Opfer dar; bezahl mit frohem Wohlgefallen Gelübde, die ich schuldig war; Gelübde, die in banger Stunde — an allem, nicht an dir verzagt— ich dir, o Gott, mit meinem Munde so feierlich hab zugesagt. 5 Die Gott ihr fürchtet, ich erzähle: kommt, hört und betet mit mir an! Hört, was der Herr an meiner Seele für große Dinge hat gethan! Rief ich ihn an mit meinem Munde, wenn Not von allen Seiten drang, so war oft zu derselben Stunde auf meiner Zung ein Lobgesang. 6 Gelobt sei Gott und hochgepriesen, denn mein Gebet verwirft er nicht; er hat noch nie mich abgewiesen, er ist in Finsternis mein Licht. Zwar elend, dürftig bin ich immer und schutzlos unter Feinden hier; doch er, der Herr, verläßt mich nimmer, wendt seine Güte nie von mir. Matthias Jorissen 1789—1823. 528. Psalm 68. Mel. O Mensch, bewein dein Sünde groß.(Aus des Gottlosen Thun und Werk.) ——— 4—— 05——. %—1 2——..—.. E EE 0 ů— ——3 — 2 0 0 —2— 4 N 4 E.— 5 U ——.— ne Fein⸗de flie⸗hen! Wie — 2 FU——. 213————.— — Rauch ver⸗we-het, so ver-weh der Schwarm, daß kei⸗ner —— .. ·— fes⸗te stehl Wer sich nicht will be⸗sin⸗nen, sich fort in Sünd und ————— — 5 iEiIiIE.iIEIEIEI.I.............— 2— 2 1. 2— Las⸗tern wälzt, muß, wie das Wachs beim Feu⸗er schmelzt, vor — ... — + x———.—ͤͤ—— 4—ᷓ———— Got ⸗tes Blick zer-rin =nen. 486 Psalmen. 2. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heiligtum, der Tag für Tag uns segnet; dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld begegnet. Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, dem Gott vollkommner Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren? Er kann, er will, er wird in Not, vom Tode selbst und durch den Tod uns zu dem Leben führen. 3. Durch deines Gottes Huld allein kannst du geführt und sicher sein: mein Volk, sieh seine Werke! Herr, führ an uns und unserm Haus dein Heil, dein Werk in Gnaden aus; nur du bist unsre Stärke. Dann sehen Herrscher deinen Ruhm und werden in dein Heiligtum dir ihre Gaben bringen, sich dir, dem wahren Gotte, weihn, in deiner Gnade sich erfreun und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Heiligtum, erschütternd strahlet hier dein Ruhm: wir fallen vor dir nieder. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, der Herr ist seines Volkes Gott; er, er erhebt uns wieder. Wie er sein Volk so zärtlich liebt, den Schwachen Kraft und Stärke giebt! Kommt, heiligt seinen Namen! Sein Auge hat uns stets bewacht: ihm sei Anbetung, Ehr und Macht. Gelobt sei Gott! Ja, Amen. Matthias Jorissen 1739—1823. 529. Psalm 84. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. ———.— er. S SISISIS SIS.II.III..............—.— +— 2 1. Wie rei⸗zend schön, Herr Ze-ba-oth, ist dei- ne Woh-nung, — ——— In 7 .——— — I——— 2—* + —— 2 1— + —— H7 + o mein Gott! Wie seh-net sich mein Herz, zu ge⸗ hen, wo —4.— 4 +—.—— — 0 2———. 2——.— —— 2— 1 +— 122 ( 1• L du dich hast ge⸗of fen-bart, und bald in dei- ner .. IDDDDDSE Ge⸗gen⸗wart, im Vor-hof, nah am Thron zu ste-hen! Dort —— IEE——.— SPSPP.......I..I..I..I.I.I..I.I———— 2— 2.—.— 7 IE———— 0 jauch⸗zet Fleisch und Geist in n nir, o Gott des Lebens, auf zu dir. D Sch sie brüt u gieb Herr 36 Rein He bei deir Osflig, in dein Vohl, dich, von He Hht hi er sind b‚5 T Vun d auf ih Vir w ind ge tum, Ruhm: 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus, sie brüten ihre Jungen aus; du giebst Befriedigung und Leben. Herr Zebaoth, du wirst auch mir, mein Herr, mein Gott, ich traue dir, bei deinem Altar Freude geben. O selig, wer dort allezeit in deinem Lobe sich erfreut! 3. Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt dich, Herr, für seine Stärke hält, von Herzen deinen Weg erwählet. Geht hier sein Pfad durchs Thränen⸗ thal: er findet auch in Not und Qual, daß Trost und Kraft ihm nimmer fehlet. Von dir herab fließt mild und hell auf ihn der reiche Segensquell. Wir wallen in der Pilgerschaft und gehen fort von Kraft zu Kraft, Psalmen. vor Gott in Zion zu erscheinen. Hör mein Gebet, Herr Zebaoth, vernimms, vernimms, o Jakobs Gott, erquicke mich auch mit den Deinen, bis wir vor deinem Throne stehn und dort anbetend dich erhöhn. 5. Du, unser Schild, Gott, schau uns an, schau uns in dem Gesalbten an. Ein Tag in deinem Haus ist besser denn tausend, ohn dich nah zu sehn; ja auf der Schwelle nur zu stehn an meines Gottes Haus ist größer, als lang in stolzer Ruh der Welt zu wohnen in der Bösen Zelt. 6 Denn Gott der Herr ist Sonn und Schild, er deckt uns, er ist gut und mild, er wird uns Gnad und Ehre geben. Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott vertraut; er hilft im Tod. Er selber ist der Frommen Leben. Heil dem, der stets in dieser Welt, Herr Zebaoth, an dich sich hält! Matthias Jorissen 1739—1823. 530. Psalm 92. Mel. Valet will ich dir geben. — E——— 2—— EEE—— —— + T+ T 1. Schön ists, Je⸗ho⸗vah lo⸗ben; dein Nam, o Höch⸗ster, werd mit Hoch⸗ge⸗sang er ⸗ ho⸗ben, am Sabbath tief ver⸗ehrt! . 80 —— =.— — Schön ists, des Mor⸗gens sin⸗gen von dei⸗ner Gna⸗de frei, des U E ee, r. ..——— A⸗bends Preis dir brin⸗gen für dei⸗ne gro⸗ße Treu. 2. müssen frohe Saiten, der Laut und Harfe Klang, mit Tiefgefühl begleiten den hohen Lobgesang. Du giebst mir Freud und Leben, wenn auf dein Thun ich merk; ich will dich, Herr, erheben ob deiner Hände Werk. 3 Wie groß sind deine Werke, wie tief dein weiser Rat! Es rühmet deine Stärke, was deine Hand je that; wer hier nicht sieht und glaubet, der ist und bleibt ein Thor, der Freud und Trost sich raubet, weil er sein Herz verlor. 4. Dem Grase gleich auf Erden, grünt oft der Bösen Hauf; N um einst vertilgt zu werden, wächst er so hoch hinauf; je höher sie es treiben, je tiefer ist der Fall: Herr, du wirst ewig bleiben der Höchste überall. 5. Dein Feind, der deiner spottet, der Schwarm, den Frevel freut, wird gänzlich ausgerottet, wird, Herr, vor dir zerstreut. 488 Psalmen. Doch mich wirst du erheben; mich salbte deine Hand, die Kraft mir giebt und Leben zu meinem Amt und Stand. 6. Wie ruhig kann ich schauen auf meine Feind umher! Weil sie vergehn mit Grauen, so sind sie bald nicht mehr; ich brauch nicht mehr zu hören, wie der und der mich kränkt; sie wollten mich zerstören, Gott hat es abgelenkt. 7. Die Frommen werden leben und blühn wie Palmenflor; wie Cedern Gottes heben sie hoch ihr Haupt empor. Gepflanzt im Heiligtume fehlts ihnen nie an Saft; sie wachsen Gott zum Ruhme und stehn in voller Kraft. 8. In ihren greisen Tagen blühn sie in Dankbarkeit, noch reife Früchte tragen sie da, in Gott erfreut. Sie werden laut verkünden, daß nie ein Unrecht sei bei meinem Gott zu finden, daß mein Fels ewig treu. Matthias Jorissen 1739—1823. 531. Psalm 98. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. ————— — .— 8 1. Singt, singt Je-ho-vah neu e Lie-der! Er ists al-⸗lein, der — —.— e e,— .—— SS....—.— de Ind er tr Inde Ould Wier Odtt Hhm Ioh erheb Gin i N M — E ne 9W1525 Psalmen. heil⸗ger Arm giebt Kraft und Mut. Wo sind nun al⸗le uns⸗re Lei⸗ 0— 1 SS....... E 2 den? Der Herr schafft Ruh und Si-cher⸗heit. Er sel⸗ber —.— of⸗fen⸗ ee. en re — 2 R SSIEI— —————— —— 4.—— bart den Hei-den sein Recht und sei⸗ne Herr-lich⸗keit. 2 Der Herr gedenkt an sein Erbarmen, und seine Wahrheit stehet fest: er trägt sein Volk auf seinen Armen und hilft, wenn alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, wie unsers Gottes Huld erfreut; Gott will, daß sie ein Eden werde: rühm, Erde, Gottes Herrlichkeit! 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön im Posaunenschalle, Gott macht, daß jeder jauchzen kann; sein Ruhm, sein Lob muß euch ent⸗ flammen: kommt, betet euren König an! 4. Das Weltmeer braus an allen Enden, jauchz, Erd, und was drauf wohnt, vereint, die Ströme klatschen wie mit Händen; ihr Berge hüpft: der Herr erscheint! Er kommt, er naht sich, daß er richte den Erdkreis in Gerechtigkeit und zwischen Recht und Unrecht in Psalter⸗ und in Harfenklang! schlichte, Auf, alle Völker, jauchzt zusammen, des sich die Unschuld ewig freut. Matthias Jorissen 1739—1823. 532. Psalm 118. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. —92————, ‚..‚eSS— „—.——— 1—47 1 1. Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, vol lLle Chö ⸗re, denn E E— ů——.—— er ist freund⸗lich je⸗der⸗-zeit; singt laut, daß sei ⸗ne d, e e e rut, 1....—..— Gü⸗te wäh⸗ re von E⸗wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit! Jauchz, Psalmen. 1— S.. S.IPISI‚I‚I..I.‚..‚.............. ixxᷓͤ Is⸗ra⸗ el, und bring ihm Eh⸗re! Er zeig⸗te dir es 2——.—— ů— 565„ I——*——— 223.—.—— *—— V 2————— —.——1— 1— 1 — je⸗der⸗zeit,—froh⸗lock!— daß sei⸗ ne Gna-de wäh⸗ re von i * —.— EE ö——.— H 6—.——— ———— II E⸗wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit. 2. Auf, Priesterschar, bring du ihm Ehre! Du hörst und siehst es jederzeit, — zeugs laut!— daß seine Gnade währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Bring, Volk das Gott verehrt, ihm Ehre! Sieh, du erfährst es jederzeit, — sing froh!— daß seine Gnade währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. 3. In jeder Angst, Not und Gedränge rief ich ihn, den Erbarmer, an: er giebt mir Antwort in der Enge und führt mich auf geraumer Bahn. Der Herr ist für mich, Macht und Gnade läßt mich in ihrem Schutze ruhn. Wer unternimmts, daß er mir schade? Was kann ein schwacher Mensch mir thun? 4. Der Herr ist für mich, hilft mir siegen; drum seh ich im Triumphe schon hier alle Feinde vor mir liegen und trage seine Siegeskron. O besser ists auf Gott vertrauen, als ruhn auf Menschen Macht und Kunst; ja besser ists auf Gott vertrauen, als hoffen auf der Fürsten Gunst. 5. Laßt alle Heiden stürmend rücken mit Macht und Wut auf mich heran; o ich zerhaue sie in Stücken, weil ichs im Namen Gottes kann. Ja drohen mir von allen Seiten gezückte Schwerter nahen Tod: ich will im Namen Gottes streiten, des Arm mir immer Hilfe bot. 6. Umschwärmten sie mich gleich den Bienen, sie sind wie Dornenfeur gedämpft; ich habe unverzagt mit ihnen im Namen Gottes durchgekämpft. Stark hast du, Feind, auf mich ge⸗ stoßen, ich sollte fallen, wolltest du; doch Gott hilft seinen Gunstgenossen, sprang seinem Knechte helfend zu. 23. Der Herr ist meine Hilf und Stärke, mein Psalm singt seine Treu und Macht; durch große Werke Sieg und Erlösung uns gebracht. Nun jauchzen meines Gottes Knechte, daß ihre Hütt davon ertönt: Gelobt sei unsers Gottes Rechte, die uns mit Sieg und Frieden krönt! mein Heiland hat 8. Die Rechte Gottes ist erhöhet, die Rechte unsers Gottes siegt; der Fromme, der nun sicher stehet, frohlocket, daß der Feind erliegt. Ich sterbe nicht, ich werde leben durch den, der mich erlöset hat; ich wil die der Hott; r übe r wi drum Er ö die T da, W ubet Des der a Wodul zu se da W du hi dir s⸗ 0u g 22 0. gerosen end zu. d Stärt, reu ud 14 grohe bracht 11: Rechte, Frieden nn 0 sehe rliegt leben t hat; 3 Knechte Psalmen. ich will die Werke froh erheben, die der Erbarmer für mich that. 9 Gott züchtigt mich nicht zum Ver⸗ derben, er überläßt mich nicht dem Tod; er will nicht, daß ich sollte sterben, drum rettet er aus aller Not. ich will ihn Er öffnet mir— loben— die Thore der Gerechtigkeit; da, wo mein Heiland wird erhoben, anbet ich ihn, der mich befreit. 10. Dies sind die Thore zu dem Throne der allerhöchsten Majestät, wodurch beim frohen Jubeltone zu seinem Gott der Fromme geht da will ich vor dir niederfallen, du hörtest mich in meiner Not; dir soll mein frohes Lied erschallen, du giebst mir Leben aus dem Tod. 11 Der Stein, den einst die Tempel⸗ bauer verschmäht, ist Eckstein in der Höh; das dringt den denkenden Beschauer, daß er nach ihm mit Ehrfurcht seh; von unserm Gott ist das geschehen: wie herrlich ist, was er gethan! Wir können dieses Wunder sehen und beten seine Allmacht an. 12. Das ist der schönste aller Tage, den Gott uns schenkt, weil er uns liebt, daß jeder nun der Furcht entsage, sich freue, weil Gott Freude giebt. Schenk heut, Erbarmer, Heil und Segen, es ist dein Tag der Herrlichkeit! Gieb, daß wir all erfahren mögen, wie hoch, Herr, deine Gnad erfreut! 13. Gesegnet sei des Herrn Gemeine, die hier in seinem Namen kniet; sie sei geweiht dem Herrn alleine, der huldreich auf sie niedersieht. Der Herr ist Gott, zu dem wir wallen, bald macht er uns sich offenbar; ein jeder such ihm zu gefallen und bring sich selbst zum Opfer dar. 14. Du bist mein Gott, dich will ich loben, erheben deine Majestät. Dein Ruhm, mein Gott, werd hoch erhoben, der über alle Himmel geht. Rühmt, rühmt den Herrn! Schaut, sein Erbarmen bestrahlet uns in trüber Zeit, und seine Gnade trägt die Armen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Matthias Jorissen 1739—1823. 533. Psalm 121. SDSDSDSSS......... LI 1. Ich schau nach je nen Ber-gen gern: mein Heil, das ich be⸗ SEE 1 EARAIASTS— Hilf — . von dem Herrn, der schuf durchs Wort: Es wer de! den Psalmen. 4——.— .———————— 12 Him- mel und die Er ⸗de. 2. beschattet dich so gnädiglich, Er läßt nicht gleiten deinen Fuß, daß dich bei Nacht und Tage dein Hüter schlummert nicht, nicht Frost noch Hitze plage. wenn dirs an Kraft gebricht. 4. Er schläft nicht, wenn er helfen Jehovah, der die Welt regiert, ö muß; wacht über Leib und Seel, sieh, Israels Gebieter daß dir kein Gutes fehl. ist auch dein Gott und Hüter. Beim Ausgang und beim Eingang 3. wird Jehovah selber schützet dich, der Herr dich selber leiten er steht in deinem Stand bis in die Ewigkeiten. an deiner rechten Hand, Matthias Jorissen 1739—1823. 534. Psalm 126. 2—— — N I— 4———— SSISISI.SIII.III...........——— *——— 12——————— 1. Wann Gott einst uns⸗re Ban-de bricht, uns führt gen Zi⸗on 0—— ——0——.—.——— .. 3 e in sein Licht, dann wird wie Träu⸗men-den uns sein. Wir 0— .— 1. ꝑPSSSSISISISPSSISISISISISISISIIIIIIIIIIII.EI gehn mit unserm Füh-rer ein und jauchzen laut in Got-tes⸗freu⸗ v. * n— DSDDDE— 2 den nach ü-ber-standnen Pil-ger-lei-den; dann staunt die gan-ze —— 257 1——— + IIIIIIIIITITITITIT'TT * 1— 2— Welt uns an und ruft: Das hat der Herr ge⸗than! 2. der den Gefangnen Freiheit sendet .a, das hat der Herr gethan! san allen bald sein Heil vollendet. Wir staunen auch dies Wunder an Du kannst es thun, du, dessen Hand und stehen da und sehn erfreut uns Bäche schafft im dürren Sand. auf ihn, den Herrn der Herrlichkeit, Oft seh Rit dt Der Go wil al Er n er ar Hott luchl. De h litd Rit 8 Uch Gkid hast 3u de die g der Psalmen. 493 3. geht auf und ab, streut seinen Samen Oft sehn wir, die mit Thränen sän, mit Thränen, doch in Gottes Namen, mit Freuden ihre Früchte mähn. und kehrt— wie jauchzt sein froher Der Sämann gehet aus und weint, Blick weil alle Müh verloren scheint;[mit reichen Garben einst zurück. Matthias Jorissen 1739—1823. 535. Psalm 128. Mel. Christus der ist mein Leben. — —— nn, wv — dem, der Gott ver ⸗-eh-ret, oft be⸗tend vor ihm U 2— ——. —— 22— steht, auf sei⸗ne Stim⸗me hö⸗ret, in sei⸗nen We⸗gen geht! 2. genießt des Segens Fülle; Er nähret sich vom Segen, Gott giebt, was er begehrt. 655 mn auf Reheen 29548 6. Gott ist auf seinen Wegen: Aus Zion fließt ihm Leben, wohl dir, du hast es gut! aus Salen Dricbe zu, x 3. und Erd und Himmel geben Die Gattin, deine Freude, sein Leben lang ihm Ruh. wird wie ein Weinstock sein, 00 mit Frucht und Zierat beide, Wer ganz auf Gott vertrauet, dich und dein Haus, erfreun. ihm bleibet treu gesinnt, x 4. der sieht sein Haus gebauet (Gleich jungen Olbaums Sprossen von Kind zu Kindeskind. hhast du auch jung und frisch 8. zu deinen Freudgenossen Gott segnet ohn Ermüden die Kinder um den Tisch. den, der sich zu ihm kehrt. ö 5. Das Volk hat ewgen Frieden, Seht. wie hier in der Stille das unsern Gott verehrt. der Mann, der Gott verehrt, Matthias Jorissen 1739—1823. 536. Psalm 146. 2 1. Dalele=lu⸗jah, Gott zu lo⸗ben, blei⸗be mei⸗ne See⸗len⸗freud. E⸗wig sei mein Gott er⸗ho⸗ben, mei⸗ne Har⸗fe ihm ge⸗weiht. * Psalmen. ——. +* 9.——...—.———— H.— e. ——— 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen, Fürstenheil steht nimmer fest. Wollt ihr auf den Menschen bauen, dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, er fällt, des Todes Raub, und sein Anschlag in den Staub. 3 Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hilfe hat, der sich dem hat ganz ergeben, dessen Nam ist Rat und That: hofft er von dem Herrn sein Heil, seht, Gott selber wird sein Teil. 4. Er, der Himmel, Meer und Erde mit all ihrer Füll und Pracht durch sein schaffendes: Es werde! hat aus nichts hervorgebracht: er, der Herrscher aller Welt, ists, der Treu und Glauben hält. ——7 Er, der Herr, ists, der den Armen, Unterdrückten Recht verschafft, giebt mit mächtigem Erbarmen Ja so lang ich leb und bin, dank, an-bet und preis ich ihn. Hungernden stets Brot und Kraft, und von Zwang und Tyrannei macht er die Gefangnen frei. 6. Er, der Herr, ists, der den Blinden liebreich schenket das Gesicht. O ja, die Gebeugten finden bei ihm Stärke, Trost und Licht. Seht, wie Gott, der alles giebt, immer treu die Frommen liebt. — Er ists, der den Fremdling schützet, der die Witwen hält im stand, der die Waisen unterstützet, führt an seiner Vaterhand. Die ihm ruchlos widerstehn, milssen ratlos irre gehn. 8. Er ist Gott und Herr und König, er regieret ewiglich. Zion, sei ihm unterthänig, freu mit deinen Kindern dich: sieh, dein Herr und Gott ist da! Hallelujah, er ist nah! Matthias Jorissen 1739—1823. 537. Psalm 147. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. . —— ——————7— 1. Preist den Herrn! Ihm Lob Wenn ihm tö ⸗ nen uns An be⸗tung blickt er zu sin ⸗ gen, re Lie ⸗ der, so un⸗serm Gott zu brin⸗gen, ist uns⸗ re Pflicht und Se-⸗lig⸗keit. huld⸗reich auf uns nie-der und seg-net uns mit Freundlich⸗keit. Psaln — len. 4—.— 9——8 EEEE EEV— 1— 2— 4 1 1————. 1— 2— 2— h in. Seht ihr nicht sei„ne Kraft, die Gna-den⸗ wun ⸗der d Kraft,—— ů 6—— 6 2.—5 1——— 1 E—— e L., w .. 0,— 2— inden schafft? Schaut, da ste-het Je⸗ru⸗ sa⸗lem, ge-baut von dem, der .——.— ů— Licht. 8—.———— lih sich durch Lieb und Macht ver⸗klärt. 2. Nun stehen Feld und Wald shitete Unsre einst verjagten Brüder im gnren Shmuck bald 'and, bringt er zu ihrem Volke wieder, und sind Zeugen „ Uund Furcht und Kummer müssen fliehn. daß Gottes Treu naßt Wahinn ihre auner ist täglich neu gießt Balsam in zerschlagne Herzen der väterlich für alles sorgt. 4 läßt aus Leiden Freuden blühn. 5 5 sorg en Sternen rufet er, 1 sie eilen vor 57 her; Ihm, der was er schuf auch liebet König, ihre Namen und jedem Tier sein Futter giebet, nennt er und führt ihm jauchze, was nur jauchzen kann. ö mit Glanz geziert Nicht bloß, wenn wir Mangel haben, dich: ie still in i nein, auch das Rufen junger Raben ist dal sie stiil in ihrer hohen Bahn. hört er und nimmt sich ihrer an. 8„„Seelbst ein unendlich Meer 30-1523 Unser Herr ist groß und prächtig, von Seligkeit, braucht er er schuf und er gebeut allmächtig; nichts Geschaffnes; wer fasset seine Wunderkraft? die Kreatur Er nur kennet seine Stärke; lebt davon nur, sie hebt und träget alle Werke, was er aus seiner Fülle schenkt. 20 seine Hand hervorgebracht. 6 Wer je gebeuget kam, Trauet nicht auf Rosses Stärke dem half er und entnahm und stützt euch nicht auf Menschen⸗ ——— ihm die Bürde; werke: lund dem um 2h die Kreatur ist Eitelkeit. —— Das nur kann dem Herrn gefallen, der frech sich wider ihn erhebt. wenn wir in seinen Wegen wallen ng 4. und harren seiner Gütigkeit. ter Singt dem Herrn, ihr Wechselchöre! Es ist so recht und gut, 2— Tönt, Harfen, unserm Gott zur Ehre, so weise, was er thut. der uns aus seiner Fülle tränkt!(Heil dem Volke, 2 Wenn er sich in Wolken hüllet, das ihn verehrt 7 7 so wird der Erde Durst gestillet, und stets erfährt, ig⸗kiit und neue Kraft ihr eingesenkt. daß ers in seiner Liebe trägt! ich⸗ it 496 Pfalmen. 7. Zion, auf, den Herrn zu preisen! Jerusalem, du mußt erweisen, daß dein Volk Gottes Freunde sind. Er, der dich vom Feind erlöste, macht deiner Thore Riegel feste und segnet bis auf Kindes Kind. Er schafft den Grenzen Ruh, fügt Überfluß hinzu; seine Freude ist, Segen hier und Leben dir zu schenken milde für und für. 8. Fährt sein Wort herab auf Erden, wie schnell muß es vollzogen werden; nichts hemmet es in seinem Lauf. Seht den Winter, seht ihn eilen, uns Gottes Gaben mitzuteilen: er häuft den Schnee wie Wolle auf; die Erde wird bedeckt, die Nahrungskraft geweckt. O der Güte! Und welche Pracht, wenn in der Nacht der Herr den Reif wie Asche streut! 9. Wirft er Eis herab in Stücken, so muß sich alles vor ihm bücken: wer kann vor seinem Frost bestehn? Doch er will nicht, daß wir sterben, nur segnen will er, nicht verderben; drum muß die Kälte bald vergehn. Sein milder Odem weht: nun taut es auf und steht neu belebet. Das Wasser fleußt, wohin ers weist, das sonst wie Eisen feste stand. 10. Sein Wort giebt er, seine Rechte nur Israel, dir, seinem Knechte: wie kannst du da die Liebe sehn! Zu so hohen Gottesfreuden erhob er sonst kein Volk der Heiden, er ließ sie alle irre gehn. Du, Jakob, sollst allein des Segens Erbe sein, Hallelujah! Sing deinem Herrn und dien ihm gern! Sein Dienst ist deine Seligkeit. Matthias Jorissen 1739—1823. bestehn! ir sterben, erderben; vergehn. bücken: I Geistliche Lieder. (Nicht für den kirchlichen Gebrauch.) 1. Auf, auf, mein Herz, mit Freu-den nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗ßem Lei⸗-den nun ein so —0 ů SIIIIIII—.— EiEE ö + 2. Le EE 7 6½ F eut ge⸗schicht: ö Wubzes Lcht Mein Hei⸗land war ge⸗legt da, wo man 4 6* 5———..—. 3—t5——— +—————.—,——.———2— E 2— E.—. 2 2.—— 22 I un ⸗äser Geist gen ah uns hin⸗trägt, wenn von uns FᷓE Him ⸗mel ist„ge⸗reist. 2 3 Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 32 Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. ———— 4. Die Höll und ihre Rotten die krümmen mir kein Haar; der Sünden kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr. Der Tod mit seiner Macht wird nichts bei mir geacht't; er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild. 5. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 6. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied: wo mein Haupt durch ist gangen, 498 Geistliche Lieder. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. 0. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an einig Ungemach. Es tobe, was da kann; mein Haupt nimmt mein sich an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 8. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. 1. Der bes⸗te Freund ist denn bei dem fal-schen Welt-ge-tüm-mel ist Redelich⸗ FINN da nimmt es mich auch mit. Paul Gerhardt 16071676. ———.—8— 5— NSS—— ö 2 EF 5 225 * in dem Him⸗mel, auf Er⸗den sind die Freun-de rar; keit oft in Ge⸗fahr. — EEPEPFTTTfTTTT'TRTRTRT V........ * r Drum hab ichs im-mer so ge— meint: mein Je⸗sus ist der bes⸗-te Freund. Mein daß, mich Eris Main Die dem, und 0 doch mei Er vet⸗ er W1000 Geistliche Lieder. 2 Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich darniederliege, mich seine Freundschaft doch nicht läßt. Er ists, der mit mir lacht und weint: mein Jesus ist der beste Freund. 3 Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann, und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freundschaft hinten an; doch hier ist es nicht so gemeint: mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten, er spricht für meine Schulden gut; 499 er hat mir niemals was verneint: mein Jesus ist der beste Freund. mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar; und hätt ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck 16721737. E r. . 27 ö 2 3770—— e 51035 kann, daß er mit sei⸗ nes⸗glei⸗chen soll tre⸗ten in ein — + ů.——— 1— 1 ———.— . Band, ver⸗sprechen, nicht zu wei⸗chen, mit Her⸗zen, Mund und Hand— 32²⁵ 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, mein Freund, der mein, und ich bin sein; mein Freund, der mich beständig liebet; 500 Geistliche Lieder. 2. 4. Die Red ist uns gegeben, Gott stehet mir vor allen, damit wir nicht allein die meine Seele liebt; für uns nur sollen leben dann soll mir auch gefallen, und fern von Leuten sein: der mir sich herzlich giebt. wir sollen uns befragen Mit diesen Bundsgesellen und sehn auf guten Rat, verlach ich Pein und Not, das Leid einander klagen, geh auf den Grund der Höllen das uns betreten hat. und breche durch den Tod. 3. 257 Was kann die Freude machen, Ich hab, ich habe Herzen die Einsamkeit verhehlt? so treu, wie sichs gebührt, Das giebt ein doppelt Lachen, die Heuchelei und Scherzen was Freunden wird erzählt. nie wissentlich berührt! Der kann des Leids sich wehren, Ich bin auch ihnen wieder der es von Herzen sagt; von Grund der Seelen hold; der muß sich selbst verzehren, ich lieb euch mehr, ihr Brüder, der insgeheim sich nagt. als alles Erdengold. Simon Dach 1605—-1659. F— ö———— D ... ————.————..— 1. Der Mond ist auf-ge-gangen, die goldnen Sternlein prangen am w nee, — FF TTPT TTT I Him⸗mel hell und klar; der Wald steht schwarz und schweiget, und .—— —.—— 0———.— .7 x— 2—3.— 11532— + .. iPPPPDPPP aus den Wie⸗sen stei-get der weiße Ne⸗bel wun⸗der-bar. 2. 3 Vie ist ⸗die Welt so stille Seht ihr den Mond dort stehen? und in der Dämmrung Hülle Er ist nur halb zu sehen so traulich und so hold, und ist doch rund und schön! als eine stille Kammer, So sind wohl manche Sachen, wo ihr des Tages Jammer die wir getrost belachen, verschlafen und vergessen sollt. weil unsre Augen sie nicht sehn. W sin Ii W In In . l I 1 10 llen 4. Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein. Mel. Geistliche Lieder. 5 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod: und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. 4— So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch. Matthias Claudius 1740—1815. 5. O Welt, ich muß dich lassen. SSDSE —.— R + 1. Der rau⸗he Herbst kommt wie⸗der; jetzt stimm ich mei⸗ne Lie ⸗der in ih- ren Trau⸗er⸗ ton. Die Som⸗mer⸗Aust ver⸗ ge⸗ het; nichts in — 0— r, DSqDIIee. 6 2— 5 der Welt be⸗ ste ⸗het: der Mensch muß end ⸗lich 2. Du, Gott und Herr der Zeiten, willst, daß wir uns bereiten zu unsrer wahren Ruh; stets zeigst du dein Gemüte, schickst uns aus milder Güte auch stumme, stille Lehrer zu. selbst da⸗von. 3. Die Rose läßt sich brechen, wird niemals widersprechen des Gartenherren Hand; der Apfel zum Genießen fällt selbst zu deinen Füßen, verlässet willig seinen Stand. 502 Geistliche Lieder. 4. Und du, Mensch, wolltst nicht eben dich deinem Gott ergeben? Was ist dein größter Ruhm? Daß er dich hat erschaffen, geziert mit Glaubenswaffen zu seinem ewgen Eigentum. 5. Schickt er denn Kreuz und Schmerzen, nimmt er, was lieb dem Herzen: er meints doch allzeit gut; und sind wir Gottes eigen, so laßt uns stille schweigen zu allem, allem, was er thut. 6. Wer mag der Welt Getümmel erwählen für den Himmel? Hilf, Jesu, Gottes Sohn, daß wir uns stets gewöhnen, uns nur nach dir zu sehnen und deinem heilgen Gnadenthron. * Gieb einst durch deine Hände mir auch ein selig Ende; die Welt ist nur Beschwer. Was sie sich auserlesen, ist trüglich Thun und Wesen, ein trübes, ungestümes Meer. 8. Auf ihm schiff ich mit Sorgen: bring, wenn du willst, schon morgen mich in den sichern Port, daß mit der Engel Weisen ich ewig könne preisen dich, ewges Licht und Gnadenhort! Heinrich Albert 1604—1651. 1. Die Sach ist dein, Herr Je und weil es dei ne Sa⸗che su Christ, die Sach, an der wir ist, kann sie nicht un-ter⸗ Lohn Al lein das Wei-zen-korn, be⸗ vor es 2.677 ERRRCRCRCRCRCRCRCRCRCRRTRRRRRR—— —. 5.—65——— — ⏑ 2 ů—37—— *— 5 E 7 7 frucht⸗bar sproßt zum Licht em-por, wird ster-bend in der —5 —— .I 5 Er-⸗de Schoß vor-her vom eig⸗ nen gen: umorgn adenhott 9—1651 Geistliche Lieder. Ster⸗ben los, vom eig⸗nen We⸗ sen 2. zum Teil am Leiden und am Reich Du gingst, o Jesu, unser Haupt, führ uns durch deines Todes Thor durch Leiden himmelan samt deiner Sach zum Licht empor; und führest jeden, der da glaubt, zum Licht empor durch deines Todes Thor. Samuel Preiswerk 1799—1871. mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich 7. ..„, 7 9— 75 7 1. Du lie⸗ber, heil⸗ger, from-mer Christ, der für uns * E S—— ᷓ Kin⸗der kom-⸗men ist, da⸗-mit wir sol⸗len weiß und E rein und rech ⸗te Kin ⸗der Got⸗-tes sein! 2. 4. Du Licht, vom lieben Gott gesandt O segne mich, ich bin noch klein, in unser dunkles Erdenland, o mache mir das Herze rein; du Himmelskind und Himmelsschein, o bade mir die Seele hell damit wir sollen himmlisch sein! in deinem reichen Himmelsquell. Du lieber, heilger, frommer Christ,. Daß ich wie Engel Gottes sei, weil heute dein Geburtstag ist, in Demut und in Liebe treu, drum ist auf Erden weit und breit daß ich dein bleibe für und für: hrist, das schenke mir! bei allen Kindern frohe Zeit. du heilger Ck Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Geistliche Lieder. 14 1. Es ist ein Ros ent⸗sprun⸗gen aus ei⸗ner Wur⸗zel zart, wie uns die Al⸗ten sun-⸗gen, von Jes⸗se kam die Art 2 10 E*.— 0 2„* ———— E.————— 8 6 2.— +7 3 und hat ein Blüm⸗lein bracht mit ten im kal⸗-ten 0 70 7— 21— II S TT +—— LI V + 2 5 Win ⸗ter wohl zu der hal⸗-ben Nacht. 2. 3. Das Röslein, das ich meine, Wir bitten dich von Herzen, 0 davon Jesaias sagt, Gott, Vater aller Gnad, Er hat uns gebracht alleine durch dieses Kindleins Schmerzen, am Marie, die reine Magd: die es empfunden hat: und aus Gottes ewgem Rat wollst uns verhilflich sein, ls hat sie ein Kind geboren daß wir ihm mögen machen der wohl zu der halben Nacht. ein Wohnung hübsch und fein. ö und Vor 1600. 43 und 9. [Oder: Mel. Was macht ihr, daß ihr weinet. Er —.2.— 5 NRT 2 e — DSDSDSSDSDSDSSDPDPIPPI— af *— in 1. Es kennt der Herr die Sei-nen und hat sie stets ge⸗ 90 die 44 v— N e. , 9.WW. 2=————— ö ö kannt, die Gro⸗ßen und die Klei-nen, in je⸗dem Volk und Geistliche Lieder. 2 Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut; der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt. 1 3. Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut, die fröhlich auf dem einen, daß er der Herr ist, ruht, in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet treu und kühn, 1 die wunderbare Pflanze, die immerdar ist grün. 1 4. Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht und die mit lauterm Triebe ihm zu gefallen sucht, sein, im Le-⸗ben und im Ster⸗ben sind sie und blei⸗ben sein. die andern so begegnet, wie er das Herz bewegt, ) die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, wie er sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen, in jedem Volk und Land, am Werk der Gnadentriebe durch seines Geistes Stärk, n an Glauben, Hoffnung, Liebe, als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben und halt uns fest dabei; laß nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, à so laß uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. Geistliche Lieder. ot.⸗ tes Ga⸗ben; schau an der schönen . —.—2 2 +—77— aus ⸗ge⸗schmük⸗ket ha⸗ben, 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Nareissen und die Tulipan, die ziehen sich piel schöner an : als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall 255 Berg, Hügel, Thal und Felder. 1—4 Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein —— Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichkeé Reh sich aus⸗ge⸗schmük⸗ket ha⸗ben. ist Kroh. und kommt aus seiner Höh ) ins tiefe Gras gesprungen. 27 Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myrten; die Wiesen liegen hart⸗dabei und klingen ganz. vom Lustgeschrei ): der Schaf und ihrer Hirten. ½ 6 Die unverdroßne Bienenschar fleugt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeise. Des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft 2): in seinem schwachen Reise. . Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet zung und alt und rühmt die große Güte Res, der Iud mi das Ic el des elweckt ich sing und la Alls Acyd nd lä auf di Was K dortli V h des, der io überflüssig labt Uud mit so manchem Gut begabt I das menschliche Gemüte. N — 8. —.— Ich selber kann und mag Uicht ruhn, I des Aiuir Gottes großes Thun eerweckt mir glle Sinnen: ich singe mik, wenn alles singt, Lxeben e M. — und lasse, was dem Höchsten klingt, N aus meinem Herzen rinnen. — 9. —ach, denk ich, bist du Aler in, schön 575 und läßt dus uns so- lieblich gehn auf dieser armen Erden: Geistliche Lieder. 507⁷ 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi-Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit uUnperdroßnem Mund und Stimm 2) ihr Hallelujah singen. 11. O.wär ich da! O.stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel⸗Weis erhöhen deines Namens Preis 25) mit tausend schönen Psalmen. „7 Paul Gerhardt 1607—1076. er schchen was will doch wohl nach dieser Welt * dort in dem xeichen Himmelszelt n und güldnen Schlosse werden! ½ 1. Gro⸗ßer Gott, ha⸗b.. Vor dir neigt die sener h ö igen.; IISEEEE dem Sald Rand dei ⸗ ne Stär⸗ke! n; dei ⸗ ne Wer⸗ke. et Maeshei“ hitten. W. ch 7 rnd u so bleipst du in 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. rer G nd leise. Haab 0 alt te wir lo⸗ ben dich! Herr, wir prei sen Er ⸗de sich und be-⸗ wun⸗dert Wie du warst vor al⸗ler Zeit, E⸗ wig ⸗keit. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere! Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. —ꝗ——..— —.. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, leit uns auf der rechten Bahn, dich im Himmel möge sehn. 5 Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir hilf uns, segne, Herr, dein Erbe, daß der Feind es nicht verderbe. Hilf, daß es durch Buß und Flehn 50⁸ Geistliche Lieder. Ehre, Lob und Dank erweisen. Gieb, daß wir von Sünden heut und von Unfall sein befreit. 6. Herr erbarm, erbarme dich! Über uns, Herr, sei dein Segen! Leit und schütz uns väterlich, bleib bei uns auf allen Wegen: auf dich hoffen wir allein; laß uns nicht verloren sein! 17⁷⁵0• 12. — EIIIIID DDRRRRDRDee 2— 75 ex—.— 2.. 72—. ‚—— s I feh⸗le, hilft er doch so gern. Sei un⸗ver⸗zagt: 2 +— ů— 235 1—. S.———.—— 2.—————— 22** 3—65 ꝰ 2. 72 22* 4—.—.—.— — 7——*. N 3 rr bald der Mor⸗gen tagt und ein neu⸗er Früh⸗ling 2————— 0 PꝑPꝑPꝑPIPI.IPI.III.I I TTIII ö SEEE VNMNFNF NSTNNNV folgt dem Win⸗ter nach; in al ⸗len in al⸗ler ö Not wird er dich 2. nicht: Harre, meine Seele, harre des Herrn! Al Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Ewige Treue, Retter in Not, Wenn alles bricht, Gott verläßt 11 auch unsre Seele, du treuer Gott! be⸗ aarin der treu⸗ Gott. größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Friedrich Räder 1815—1872. 1 Segen! ich Legen: n! I Geistliche Lieder. 50 4 4 555 — E phie-vend, o kom⸗met, o kom⸗met nach Beth- —————— Hu bo⸗ren! O las⸗set uns an⸗be⸗ten, o las⸗set uns an⸗be⸗ten, o las⸗set uns an⸗-be⸗ ten den Kö ⸗ nig! 2. Ehre sei Gott im Himmel und auf König der Ehren, Herrscher der— Erden! Heerscharen, O lasset uns anbeten, du ruhst in der Krippen im Erdenthal. o lasset uns anbeten,. Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit o lasset uns anbeten den König! geboren! 4. Dir, der du heute bist für uns ge⸗ o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 3. Kommt, singet dem Jesu, Ehre sei dir und Ruhm! Dir, fleischgewordnes Wort des ew⸗ gen Vaters! Herren, o ihr O lasset uns anbeten, Engelchöre! Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! O lasset uns anbeten, oren, o lasset uns anbeten, o lasset uns änbelen den König! Um 1819. ————— —..—..—————.—— ————— Geistliche Lieder. .— 2————— EI x HWEEE 1. Hoch aus den himm⸗li⸗schen Höss⸗ hen lä⸗chelt ein , R . e Au⸗ge so hehr; hast du dies Lä⸗cheln ge ⸗se⸗hen: O 9—4*— s. 2——.— 4—.— ..SS...... ——— ru- he, was willst du mehr? 2. t d tillet dein Sehnen: Ob sich ein Wetter entladet, iuhe ws wuln rdem Sehnen ruhe, was willst du mehr? ob es zu Kampf geht und Wehr, W 4 5 o wenn Jehovah dir gnadet: Wird in verlassenen Ständen ruhe, was willst du mehr? 191 manchmal das Harren auch schwer, 3. alles wird herrlich sich enden: Weinst du, er zählet die Thränen; ruhe, was willst du mehr?ꝰ klagst du, er giebt dir Gehör; Friedrich Wilh. Krummacher 1796—1868. 15. — ——— 0. e 1. Ich be⸗te an die Macht der Lie⸗be, die sich in ich geb mich hin dem frei ⸗en Trie⸗be, mit dem ich ..— D— 2———.— E e V. F„ je su of ⸗ fen⸗bart; ö Wurm Here, lier det ward. Ich will, an⸗statt an mich zu . den⸗ken, ins Meer der Lie- be mich ver ⸗ sen ⸗ ken. Wie b und wi Durch Heigt Du tr du ha Ich fü ich fü nicht: mein Hier drum Für Erlä Für 4 5 V Geistliche Lieder. 51¹1 2. in dir es nur und selig ruht. Wie bist du mir so sehr gewogen, Versühner meines tiefen Falles, und wie verlangt dein Herz nach mir! für dich ist ewig Herz und alles. Durch Liebe sanft und stark gezogen, 5. neigt sich mein Alles auch zu dir. Lob sei dem hohen Jesusnamen, Du traute Liebe, gutes Wesen, in dem der Liebe Quell entspringt, du hast mich, ich hab dich erlesen. von dem hier alle Bächlein kamen, 3. aus dem der Selgen Schar dort trinkt: Ich fühls, du bists, dich muß ich haben; wie beugen sie sich ohne Ende! ich fühls, ich muß für dich nur sein: Wir falten mit die frohen Hände. nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, 6. mein Ruhplatz ist in dir allein. Jesu, daß dein Name bliebe Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, im Geist mir, drück ihn kief hinein! drum folg ich deinen selgen Zügen. Laß deine süße Jesusliebe 4. in Herz und Sinn gepräget sein! Für dich sei ganz mein Herz und Leben, In Wort und Werk, in allem Wesen Erlöser, du mein einzig Gut. sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Für dich hast du mirs nur gegeben, Gerhard Tersteegen 1697—1769. 16. 1. Ich sag es je⸗dem, daß er lebt und auf⸗er⸗stan⸗den E . R ist, daß er in uns⸗rer Mit⸗te schwebt und e⸗wig bei uns ist. Wl 2. 5. Ich sag es jedem, jeder sagt Der dunkle Weg, den er betrat, es seinen Freunden gleich,‚ geht in den Himmel aus, daß bald an allen Orten tagt und wer nur hört auf seinen Rat, das neue Himmelreich. kommt auch ins Vaters Haus. 3. 6. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn Nun weine keiner mehr allhie, erst wie ein Vaterland; wenn eins die Augen schließt; ein neues Leben nimmt man hin vom Wiedersehn, spät oder früh, entzückt aus seiner Hand. wird dieser Schmerz versüßt. 4. 1 Hinunter in das tiefe Meer Es kann zu jeder guten That versank des Todes Graun, ein jeder frischer glühn; und jeder kann nun leicht und hehrdenn herrlich wird ihm diese Saat in seine Zukunft schaun. in schönern Fluren blühn. —p RIRPIRI‚I‚ĩj—‚I‚I‚I‚I‚I‚I‚II—2—: 512 Geistliche Lieder. 8. und so soll dieser Tag uns sein Er lebt und wird nun bei uns sein, ein Weltverjüngungsfest. wenn alles uns verläßt;* Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772-1801. 17. ——— 55 DD——.—.———— 1. Im mer muß ich wie⸗der le WEEEEEEEEEEEEE sen in —— 239355 al ⸗ten heil⸗gen 1 wie er ist so sanft ge⸗ —.—4 —.. * we⸗sen, oh ne List und oh⸗ne Trug; 2. wie er freundlich ihn bekehrte Wie er hieß die Kindlein kommen, und den Tod vom Herzen nahm. wie er hold sie angeblickt 5. und sie in den Arm genommen Hat die Herde sanft geleitet, und sie an das Herz gedrückt; die sein Vater ihm verliehn, 3. hat die Arme ausgebreitet, Wie er Hilfe und Erbarmen alle an sein Herz zu ziehn. allen Kranken gern erwies und die Blöden und die Armen seine lieben Brüder hieß; Immer muß ich wieder lesen, les und weine mich nicht satt, 4. wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 17981876. Wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu ihm kam, 1. In die Fer⸗ne möcht ich zie⸗hen, weit von meines Va⸗ters Geistliche Lieder. glü⸗ hen, wo die dem frem⸗den Blu⸗men blü⸗ hen, ruh⸗te mei⸗ne See⸗le aus. —— 2. 6. —— Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel, Aufgehoben, aufgenommen flög ich auf zu meinem Stern, in den Himmel ist er nur; über Meere, Thäler, Hügel, herrlich will er wiederkommen, ge⸗ sonder Schranke, sonder Zügel seine Treuen, Stillen, Frommen folgt ich immer meinem Herrn. folgen immer seiner Spur. — 3. 7. — Still und selig mit Marien Will mich denn zufrieden geben, —— ihm zu Füßen säß ich da, fassen mich im stillen Sinn; immer möcht ich vor ihm knieen, sall mein Denken, Sehnen, Streben, in mich seine Worte ziehen, meine Lieb und auch mein Leben hätt ihn immer hold und nah. geb ich meinem Freunde hin. 4. 8. htte Auch das war ein schöner Segen, Seinen Schwestern, seinen Brüdern nahn. wann er mit den Jüngern ging will ich mich in Treue nahn, auf den Feldern, auf den Wegen, an den Armen, Blöden, Niedern et, jedes Herz wie Maienregen will ich dankend ihm erwidern, ö u, seinen Trost, sein Wort empfing! was er liebend mir gethan. „. 2 . Ander Los ward uns bereitet: Einst erklingen andre Stunden, wie auch blühet rings das Land, und das Herz nimmt andern Lauf: sen, wie sich rings die Ferne breitet, Erd und Heimat ist verschwunden, satt, der uns rufet, der uns leitet, und in seinen selgen Wunden unser holder Freund verschwand.(löset aller Schmerz sich auf. ö Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. 95—151d0 19. *V 0 12*— 5......... 4—— —4........... 1. In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei⸗de, 93 u durch dich wir ha⸗ben himm⸗li⸗sche Ga⸗-ben, du der 33 . 1 4 * * 4 K 11 N II 51⁴4 Geistliche Lieder. 0—.—.— —+ +—— II————3...—— =S...I............I..... 8882—..— 1I 1 e——— 1 sü ⸗ßer Je⸗ su Christ; Hil⸗fest von Schan-den, wah re Hei⸗ land bist. Zu dei ner Gü ⸗te ů——. 22 i—— .— 2—.—.— 5——— 15 ret⸗test von Ban⸗den; wer dir ver-trau-et, hat wohl ge⸗ steht Gmü⸗ te an dir wir kle-ben im Tod und —————— ——— —61 bau Ket, wird e⸗ wig blei ⸗ben, Hal⸗le⸗lu⸗jah. Le⸗ ben; nichts kann uns schei-den, Hal le⸗lu-jah. 2. freuen uns alle Wenn wir dich haben, zu dieser Stunde, kann uns nicht schaden Hallelujah. Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, mit Herz und Munde, dein Lob vermehren Hallelujah. mit hellem Schalle, 1666. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort oben , — ——2 2—— 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Je⸗sum mö⸗ge sehn! Mei⸗ne Seel ist voll Ver-lan-gen, ihn auf ——— —2—....—.—.——— 1bb. Geistliche Lieder. —0 e⸗wig zu um⸗fan-gen und vor sei-nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Wie wirds sein, wie wirds sein, Sonne, die durch Wolken bricht:[wenn ich zieh in Salem ein, o wann werd ich dahin kommen, in die Stadt der goldnen Gassen? daß ich dort mit allen Frommen Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, schau dein holdes Angesicht? was das wird für Wonne sein. 3. 5. Ach wie schön, ach wie schön Paradies, Paradies, ist der Engel Lobgetön! wie ist deine Frucht so süß! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Unter deinen Lebensbäumen flög ich über Thal und Hügel wird uns sein, als ob wir träumen: heute noch nach Zions Höhn. bring uns, Herr, ins Paradies. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. 21. .. r ö + 1. Lobt froh den Herrn, ihr ju⸗gend-li⸗chen Chö⸗re! Er hö ⸗ ret gern ein Lied zu sei⸗ner Eh ⸗re: lobt PPIFEIII EESEEEEE E—— ——— 7—E—.———————— — 0——— ,, froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 2. 3. Es schall empor Vom Preise voll zu seinem Heiligtume laß unser Herz dir singen! aus unserm Chor Das Loblied soll ein Lied zu seinem Ruhme: zu deinem Throne dringen: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! lobt froh den Herrn! 33³ 516 Geistliche Lieder. Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen zum Preise dir— o Seligkeit!— mit Vaterwohlgefallen. dich, unsern Vater, preisen Dir jauchzen wir, von Ewigkeit dir singen wir. zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. —.——— S · 2 Va⸗ter, laß die Au-gen dein ü⸗ber mei-nem Bet⸗te sein. 2. alle Menschen, groß und klein, Hab ich Unrecht heut gethan, sollen dir befohlen sein. sieh es, lieber Gott, nicht an. 4. Deine Gnad und Jesu Blut Kranken Herzen sende Ruh, macht ja allen Schaden gut. nasse Augen schließe zu. 3. Laß den Mond am Himmel stehn Alle, die mir sind verwandt, und die stille Welt besehn. Hott, laß ruhn in deiner Hand; Luise Hensel 1798—1876. 23. ...—.————4.— 45 ö——— 3———. 4.—, 2E B 1. Nun sin⸗get und seid froh, jauchzt al=le und sagt * E..... 3 2—.— ö S... 10 so: Un⸗sers Her-zens Won ne liegt in der Krip⸗pen Geistliche Lieder. 18⁴3. —— Schoß. Du bist A und O, du bist A und O. ö x 2. durch Sünd und Eitelkeit; x Sohn Gottes in der Höͤh⸗ so hat er uns erworben 34r. nach dir ist mir so weh! die ewge Himmelsfreud. 2 Tröst mir mein Gemüte,„ Eia, wärn wir da! 2½7 o Kindlein zart und rein, 4. ö — durch alle deine Güte, Wo ist der Freuden Ort? 2 unch Min Ach nirgends mehr denn dort, + 2,: Zeuch mich 115 nach dir! da die Engel singen ö zusamt den Heilgen all, 95 Groß ist des Vaters Huld, und wo die Psalmen klingen 2 der Sohn tilgt unsre Schuld; im hohen Himmelssaal. wir warn all verdorben Eia, wärn 1464 32 119 (Nach: In Gaen 3ubiho. 14. Jahrh.) A 4. E—....—— 2— narr. EEE S SSSSI... 1* 15— 7᷑ 1. O du fröh ⸗li ⸗che, 9 on se e, 5—.———— ö + S——— S E d sagt üren-brin⸗gen-de Weih-nachts-zeit! Welt ging ver⸗ 0 DDEEEEEEEEE ——. 2 4..—.—=——— — D.———. 22700 lo ⸗ ren, Christ ist ge⸗ bo ⸗ ren: fren ⸗e, Geistliche Lieder. freu e dich, o Chris⸗ten-heit! 2. 3 O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit! bringende Osterzeit! Christ ist erschienen, uns zu ver⸗Kraft ist gegeben, ihm laßt uns leben! sühnen: Freue, freue dich, o Christenheit! freue, freue dich, o Christenheit! 250 O du sröhliche, o du selige, gnaden⸗O nn fmebs, 0 540.— r. bringende Weihnachtszeit!(Enr bringendf Rsingstenzertt d. Ashelt Christ, unser Meister, heiligt die könig der Ehr ir König Hen dich wolln wir Geister: 0 Freue, freue dich, o Christenheit! srene, sreus—3 Christenheit! 1. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! bringende Osterzeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Welt lag in Banden, Christ ist er⸗ Pfade. standen: Freue, freue dich, o Christenheit! freue, freue dich, o Christenheit! 3. 2 O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ Uns, die Erlösten, Geist, willst du bringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen: trösten: freue, freue dich, o Christenheit! freue, freue dich, o Christenheit! Johannes Daniel Falk 1768—1826. 1. O se ⸗lig Haus, wo man dich auf-ge-nom-men, wo un⸗ter al len Gäs-⸗ten, die da kom-men, , „ du wah-rer See-len-freund, Herr Je-su Christ, du der ge⸗fei ert-ste und lieb=ste bist; naden⸗ leben! heitl naden⸗ 11 gt die ditl znaden⸗ itl deine heitl naden⸗ it! illst du heit! 1825. Geistliche Lieder. 5SS al⸗ler Her-⸗zen dir ent-ge-gen-schla-gen, und al⸗ler Au⸗gen fra⸗gen, und al=le dei-nes Winks ge-wär⸗tig stehn. 2. 4. O selig Haus, wo Mann und Weib O selig Haus, wo Knecht und Magd in einer, dich kennen in deiner Liebe eines Geistes sind, und wissend, wessen Augen auf sie als beide eines Heils gewürdigt, sehn, keiner bei allem Werk in einem Eifer im Glaubensgrunde anders ist ge⸗ brennen, sinnt; daß es nach deinem Willen mag wo beide unzertrennbar an dir geschehn; hangen als deine Diener, deine Hausge⸗ in Lieb und Leid, Gemach und Un⸗ nossen, gemach, in Demut willig und in Liebe frei, und nur bei dir zu bleiben stets das Ihre schaffen froh und unver⸗ verlangen drossen, an jedem guten wie am bösen Tag. in kleinen Dingen zeigen große Treu. 3. 5. O selig Haus, wo man die lieben O selig Haus, wo du die Freude Kleinen teilest, mit Händen des Gebets ans Herz wo man bei keiner Freude dein dir legt, vergißt; du Freund der Kinder, der sie als o selig Haus, wo du die Wunden die Seinen heilest mit mehr als Mutterliebe hegt und und aller Arzt und aller Tröster pflegt; bist: wo sie zu deinen Füßen gern sich bis jeder einst sein Tagewerk voll⸗ sammeln endet, und horchen deiner süßen Rede zu und bis sie endlich alle ziehen aus und lernen früh dein Lob mit Freu⸗dahin, woher der Vater dich gesendet, den stammeln, ins große, freie, schöne Vaterhaus. sich deiner freun, du lieber Heiland, du. Karl Johann Philipp Spitta 1801—4859. Geistliche Lieder. 26. DSDSSDS.. 2— —%—— —— 1. Os⸗tern, Os⸗tern, Früh-lings we-hen! Os⸗tern, Os⸗tern, 2 α————.—— 2.— EE. ———.— 2 2 Z.— — Auf„er ⸗ste⸗ hen aus der tie=fen Gra-⸗bes-nacht, aus der tie=fen Gra⸗bes-nacht! Blu-men sol-len 0 30 0 HDE ER 2 , F EDD.. —— fröh⸗lich blü⸗ hen, Her⸗zen sol⸗len heim=lich glü⸗ hen; 0— 2—.—.— 146 5— PD 90 denn der Hei-land ist er ⸗wacht! 2. 4. Trotz euch, höllische Gewalten! Alle Schranken sind entriegelt, Hättet ihn wohl gern behalten, alle Hoffnung ist versiegelt, der euch in den Abgrund zwang? ½ʃ7½ und beflügelt jedes Herz. Mochtet ihr das Leben binden? Und es klagt bei keiner Leiche Aus des Todes düstern Gründen nimmermehr der kalte, bleiche, dringt hinan sein ewger Gang. gottverlaßne Heidenschmerz. 3. Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan überwunden, m und der lange Kerker bricht. ½ Frühling spielet auf der Erden, 5 Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, 2 seit im Grabe Jesus lag. 1 Jahre, Monde, Tage, Stunden, 6⁰ 9 2 Frühling solls im Herzen werden, Zeit und Raum, wie imchwranden —— 9 herrschen soll das ewge Licht. und es scheint ein ewger Tag. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783.—1817. 10• ilig/ 0. 7 unden, mell ver hwunden, Tag. 63-151. Herr⸗scher al-ler En⸗-den, . 2———3. T——3—— S.SII... — 6.—X—— Got tes und Ma⸗ri⸗ en Sohn! Dich will ich lie-ben, ......... Stt. SS.........— —6 ö I dich will ich eh-ren, du mei⸗nes Her⸗zens Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder, schöner sind die Felder in der schönen Frühlingszeit: Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, schön leucht't der Monde und die Sternlein allzumal: Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner als alle Engl im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen, die in frischer Jugend sein. Sie müssen sterben, müssen verderben: Jesus lebt in Ewigkeit. 51 Alle die Schönheit Himmels und der Erden sind verfaßt in dir allein. Keiner soll werden lieber auf Erden als der schönste Jesus mein. 1677. 28. ů d ——— 1. So nimm denn mei⸗ne Hän⸗de und füh-re mich bis an mein se⸗lig En⸗-de und e-⸗wig ⸗=lich. E— 4.—. SE —— 1—5. S EIIEIE— nicht ge-hen, nicht ei ⸗nen Schritt: wo 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind: es will die Augen schließen und glauben blind. du wirst gehn und ste-hen, da nimm mich mit. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner 0 du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht: so nimm denn meine Hände und führe mich ö bis an mein selig Ende und ewiglich! Julie von Hausmann 1826. E 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund gemacht, durch der Engel Hallelujah tönt es laut von fern und nah: ) Christ, der Retter, ist da! lok⸗ki⸗gen Haar, schlaf in himm⸗lischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund, ½ Christ, in deiner Geburt! Joseph Mohr f 1848. Geistliche Lieder. 523 —— ä—— 5 N— 1 2. 92—— SIS‚ISSS 2 — 83— fühle 1. Toch⸗ter Zi⸗on, freu e dich, jauch ⸗ de ö 2. Ho⸗si ⸗ an⸗na, Da vids Sohn, sei ge⸗ iele 3. si ⸗ an ⸗ua, Da vids Sohn! Sei ge⸗ e 29——— Laö 5) L 23— I i un 1825, ni⸗—1 . laut, Je ⸗-ru ⸗ sa⸗lem! Sieh, dein K5 ⸗ nig seg⸗ net dei ⸗ nem Volk! Grün ⸗ de nun dein grü⸗ßet, Kö ⸗ nig mild! vig steht dein —.—. —. r ISIꝗI SPSPSPSPPSPI.I... 1 wacht„ 7 — N a .— kommt zu dir, ja er kommt, der Frie ⸗ de⸗ 3 Ee„ wig Reich, 90 ⸗ si ⸗ an ⸗na in der ö Frie ⸗ densthron, du des ew⸗gen Va⸗ ters ecim E fürst. Höh! Ho⸗si ⸗ an⸗na, Da ⸗ vids Sohn! Sei ge⸗ rh ö Kind. ——5 2 —1. DDDI.——— EEEEE——.— Mn Eund/— 117 rü⸗ßet, Kö nig mild! 9 9 11 Geistliche Lieder. 1. Un ⸗ter Li⸗lien je ⸗ ner Freu⸗den sollst du —— 71—— 70 0 ver—=le, schwin⸗ge dich em-por! Als ein . 2— 29—— — 22 Ad——3 be⸗ Wbi Je ⸗su Hän⸗de öff⸗nen d —..————————— ͥ— +——— dir das Per⸗len ⸗thor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Haufen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins, laß mich ein in den sichern Friedenshafen zu den Schafen, die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich noch in dieser Wüsten länger nisten? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. O wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unie Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Thüren träumend führen und machst uns auf einmal frei. 6. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt darnieder: meine Glieder werden fröhlich auferstehn. 7. Gottes Lamm, dich will ich loben hier und droben mit der herzlichsten Begier; du hast dich zum ewgen Leben mir gegeben: hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. 2 machen, 25 Thüren al frei. getragen: nn arnieder: Geistliche Lieder. 32. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) ——„ d Di— n.——.— + x 15 5 1— 1. Va⸗ter, dei⸗nes Geis⸗tes We⸗hen durch die gan⸗ze läßt uns schon von fer⸗ ne se-hen dei⸗nes Rei⸗ches ö 5 ö —— 1—— ö dr, nin, wn.. — 2 I ö. 0 5. lch 5 255 denn dein Wort wird aus ⸗ge⸗spen-det 1 0—.—.— ——...—. D +V 7 ö x x durch die gan ⸗ze wei ⸗te Welt, mil ⸗li ⸗ o⸗- nen⸗ DDDPSRSDSDISESIIR S 7.—— 7 weis ge⸗sen-det auf das gro⸗ße Ak⸗ker⸗feld. 2. 3 I Bald wird dieser Same blühen Sei gegrüßt, du ewger Morgen, allenthalben hoch und hehr, steige, Sonne, bald empor! denn Evangelisten ziehen Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu begießen, Geist der Pfingsten, komm herab! Laß die Lebensströme fließen bis zum Grabe tief hinab. Glanz des Herrn, brich schnell hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen schon im ewgen Morgenlicht, und die Frühlingsblumen blühen: Brüder alle, zweifelt nicht! Johann Heinrich Jung, genannt Stilling 1740—1817. 33. * — ——— EEE... SSSSI , 1. Was macht ihr, daß ihr wei-net und bre⸗chet mir mein — Geistliche Lieder. E wärts. Das Band, das uns ver bin ⸗ det, löst V r d ö we-der Zeit noch Ort: was in dem Herrn sich fin-det, das E 3 ——..— + —üÜ——— 72. . 5— 7. 7 ö— +I währt in ihm auch fort, das währt in ihm auch fort. 2. 4. ö Man reicht sich wohl die Hände, Was sollen wir nun weinen als sollts geschieden sein, und so gar traurig sehn? 96 und bleibt doch ohne Ende Wir kennen ja den Einen, * im innigsten Verein. mit dem wir alle gehn. 0 0 Man sieht sich an, als sähe In einer Hut und Pflege, 1 man sich zum letzten Mal, geführt von einer Hand, fl und bleibt in gleicher Nähe auf einem sichern Wege ö ö 2) dem Herrn doch überall.) ins eine Vaterland. 2 V. 3. 5. Man spricht: Ich hier, du dorten, So sei denn diese Stunde du ziehest, und ich bleib; nicht schwerem Trennungsleid, und ist doch aller Orten 1— einem neuen Bunde ein Glied an einem Leib. mit unserm Herrn geweiht. Man spricht vom Scheidewege Wenn wir uns ihn erkoren und grüßt sich einmal noch zu unserm höchsten Gut, und geht auf einem Wege sind wir uns nicht verloren, )in einer Richtung doch. 7„ wie weh auch Scheiden thut. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. Geistliche Lieder. 34. 66. rrrerrüi ᷣe,ee ü de, di Je⸗su Sch 1. Weil ich äf⸗lein bin, freu ich mich nur e,—.— — 2 0 0— im⸗-mer⸗ hin ü ⸗ber mei⸗nen gu ⸗ten Hir⸗ten, —, E +..—.——— 5 der mich schön weiß zu be-wir-ten, der mich lie-bet, 22— 45555 12— +— . ,e,erer,nee 70 5 f 0— der mich kennt und bei 2. Unter seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Mangel leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hi mei⸗nem Na ⸗ men nennt. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen werden Engel heim mich tragen in des Hirten Arm und Schoß. n. Amen, ja mein Glück ist groß! Luise von Hayn 1724—1782. 2—63— 5—5 N—— U —— 0, S SPSSSSII 0 ᷓ 5 1. Weißt du, wie viel Stern-lein ste hen an dem Weißt du, wie viel Wol ⸗ken ge⸗ hen weit⸗ hin ö 1* 5²⁸ Geistliche Lieder. ——— N————— R— .. ö blau⸗en Him⸗-mels⸗zelt? Gott ü⸗ber al ⸗le Welt? der Herr hat sie ge⸗ ö VRN 8.———— U— 2—.—.—5——— W 1 E E IR i 7 EI zäh ⸗let, daß ihm auch nicht ei-nes feh-⸗let an der 0 gan⸗zen gro⸗ßen Zahl, an der gan-zen gro⸗ßen Zahl. 2. 3. W Weißt du, wie viel Mücklein spielen Weißt du, wie viel Kinder frühe— . in der heißen Sonnenglut, stehn aus ihrem Bettlein auf, ö 0 6 wie viel Fischlein auch sich kühlen daß sie ohne Sorg und Mühe ö N in der hellen Wasserflut? fröhlich sind im Tageslauf? Gott der Herr rief sie mit Namen, Gott im Himmel hat an allen daß sie all ins Leben kamen, seine Lust, sein Wohlgefallen; )F daß sie nun so fröhlich sind. ½ kennt auch dich und hat dich lieb. Wilhelm Hey 1789—1854. FHr DFITINII 1. Wenn ich ihn nur ha-be, wenn er mein nur ist, wenn mein ö Herz bis hin zum Geistliche Lieder. WNREE— — Kee, e u. mi. d u ge⸗ An⸗dacht, Lieb und Freu⸗de. 2.. Wenn ich ihn nur habe, Wo ich ihn nur habe, laß ich alles gern, ist mein Vaterland; 67 folg an meinem Wanderstabe und es fällt mir jede Gabe ttreugesinnt nur meinem Herrn; wie ein Erbteil in die Hand. 1 der lasse still die andern Längst vermißte Brüder breite, lichte, volle Straßen wan-⸗find ich nun in seinen Jüngern * dern. wieder. —. ö Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(RNovalis) 1772—1801. Zah. 37. ö 4 Mel. So nimm denn meine Hände. ftühe*——.————— ö I. E er, h—— 2 L e I * Wer 4 1. Wie könnt ich ru- hig schla-fen in dunk⸗ler Nacht, „. wenn ich, o Gott und Va⸗ter, nicht dein ge-dacht? ch lieb.— ö 5—..— ö 2—. 3 PF —— Es hat des Ta-ges Trei⸗ben mein Herz zer⸗streut; bei —————— SE——— ů. SS— EDE, 2 23 öů —— dir, bei dir ist Frie-den und Se=lig=keit. 2 2. 3. 2 0 O decke meine Mängel Auch hilf, daß ich vergebe, mit deiner Huld; du bist ja, Gott, die Liebe und die Geduld. Gieb mir, um was ich flehe: ein reines Herz, das dir voll Freuden diene in Glück und Schmerz. wie du vergiebst, und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst: so schlaf ich ohne Bangen im Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Agnes Franz 1794—1843. 3⁴ Geistliche Lieder. 1. Wie mit grimm⸗gem Un⸗ver⸗stand Wel⸗len sich be— der Nacht, ei-⸗ner ists, der Schlä-gen! Ei⸗ner ists, der in r. —— S.....V ..————— 7 2 — uns be-wacht: Christ Ky⸗-ri⸗e, du wan⸗-delst auf der See! 2. lobet ihn mit Herz und Mund, Wie vor unserm Angesicht lobet ihn zu jeder Stund! Mond und Sterne schwinden! Christ Kyrie, ja dir gehorcht die See! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, See! wo dann Rettung finden? 4. Keine Hilf, als bei dem Herrn:(Einst in meiner letzten Not er ist uns der Morgenstern. laß mich nicht versinken! Christ Kyrie, erschein uns auf der Soll ich von dem bittern Tod See! Well auf Welle trinken: 2. reiche mir dann liebentbrannt, Nach dem Sturme fahren wir Herr, Herr, deine Glaubenshand! sicher durch die Wellen, Christ Kyrie, komm zu uns auf die lassen, großer Schöpfer, dir See! unser Lob erschallen; Johannes Daniel Falk 1768—1826. Mel. Der Mond ist aufgegangen. 1. Wie ru⸗hest du so stil⸗le in dei-ner weißen Hül⸗le, du 6, der 2· er See! tund, jorcht die Geistliche Lieder. 0⁴—. ö EE—.—„..—.————.—— Le IIIIITII müt⸗ter-li-ches Land! Wo sind des Frühlings Lie-der, des .. ö +— 2———4——— 4 +*— M , 23 0 3 6 +7 Sommers bunt Ge⸗fie-der und dein be⸗blüm⸗tes Fest-ge⸗wandꝰ 2. Du schlummerst nun entkleidet; kein Lamm und Schäflein weidet auf deinen Aun und Höhn; der Vöglein Lied verstummet, und keine Biene summet: doch bist du auch im Schlummer schön. Die Zweig und Astlein schimmern, und tausend Lichter flimmern, wohin das Auge blickt. Wer hat dein Bett bereitet, die Decke dir gespreitet und dich so schön mit Reif geschmückt? 4. Der gute Vater droben hat dir dein Kleid gewoben, er schläft und schlummert nicht. So schlummre denn im Frieden! Der Vater weckt die Müden zu neuer Kraft und neuem Licht. 24. Bald in des Lenzes Wehen wirst du verjüngt erstehen zum Leben wunderbar. Sein Odem schwebt hernieder: dann, Erde, stehst du wieder mit einem Blumenkranz im Haar. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845 9⁰⁴ 5667 N .———.——. S..............T.T.TIIII....... V r 7 7. 7 7 1. Wie sie so sanft ruhn, al-le von ih⸗rer Ar ⸗beit, die sie in αk Gott ge⸗-than, N— de aH RRD 4—. ——————— 2——.—.— diiiið7ʒ 2 E22 4.—.— und ih⸗ re Wer⸗ke fol⸗gen ih-nen nach in des 34³ 532 Geistliche Lieder. .*— S—.— II..— — 7— 2.— 2122.—— + +————— e⸗ wi⸗gen Frie ⸗ dens Hüt⸗ten. 2. dann wird, was irdisch und ver⸗ Von ihren Augen wischt er die weslich, Thränen ab, himmlisch und jugendlich aufer⸗ sie kommen freudig, bringen die stehen. Garben ein, 4. die weinend gingen, edlen Samen Reis. . Sre uhm und Ehre sei dir, o trugen in Hoffnung, in Lieb und Preis, Ruh Gott, gebracht I Slarden für deine Werke, die du an uns ; ö 3. gethan: Wenn einst die Stimme wieder sie daß, wie in einem alle sterben, . auferweckt Nalso in einem sie wieder leben. des Menschensohnes, die durch die Gräber dringt, Samuel David Roller 1779—1850 41. Mel. O selig Haus, wo man dich aufgenommen 2. —.—.— 1 en ,. S 2 2 ̃ DD 45 700 1. Wie wird uns sein, wenn end⸗lich nach dem schweren, doch wir aus der Frem-de in die Hei-mat keh-ren und FEV 774——— 2 2 EE— 7— 1 SE..EEBIie =., HIE—. . nach dem letz-ten aus-ge⸗kämpften Streit ein⸗ziehn in das Thor der E-wig ⸗keit, wenn wir den 8— ů ů—— SSS....I.............——— S.............—— E letz-ten Staub von un⸗sern Fü⸗ßen, den letz⸗ten Schweiß vom 0 ö 7 22 U E 4.—— ——= DISDe— SSDSDSDSPSISSI * ö An⸗ge⸗-sicht ge-wischt und in der Nä-he se-hen und be⸗ und ver⸗ ich, ch aufer⸗ n. sei dir, o „ gebracht an uns an: erben, leben. 779—15⁵⁰ qWWIII 6—— Geistliche Lieder. ...........I.II.. III..I 2——.—— 2——2——2 n Km .* SS H grü⸗ßen, was 2. Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle des ewgen Lichtes übergossen stehn, und— o der Wonne!— dann zum ersten Male uns frei und rein von aller Sünde sehn, wenn wir durch keinen Makel aus⸗ geschlossen und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein als Himmelsbürger, Gottes Haus⸗ genossen eintreten dürfen in der Selgen Reihn! Wie wird uns sein, wenn nun dem Liebeszuge zu dem, der uns den Himmel auf⸗ gethan, mit ungehaltnem, sehnsuchtsvollem Fluge die frei gewordne Seele folgen kann, wenn nun vom Aug des Glaubens lichte Hülle, wie Nebel vor der Morgensonne, fällt, und wir den Sohn in seiner Got⸗ tesfülle erblicken auf dem Thron als Herrn der Welt! 4. Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen: oft den Mut im Pil⸗ger⸗thal er⸗frischt! Kommt, ihr Gesegneten! wenn wir, im Licht dastehend an des Gottesthrones Stufen, ihm schauen in sein gnädig Ange⸗ sicht, die Augen sehn, die einst von Thrä⸗ nen flossen um Menschennot und Herzenshär⸗ tigkeit, die Wunden, die das teure Blut vergossen, das uns vom ewgen Tode hat befreit! 5. Wie wird uns sein! O was kein Aug gesehen, kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, das wird uns werden, wird an uns geschehen, wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinan⸗ geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin zu eilen und dort anzu⸗ kommen, wo mehr als wir verstehn der Herr beschert. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 42. Einzelne. Geistliche Lieder. 2—.—————— 7 *E E DPD thut mit lei-sem We-hen sich mild und heimlich auf und ö—— I ER 2 1 V—* 7 10 19 träuft, wenn heim wir ge-hen, Wuchs und Ge-dei-hen drauf. Chor. 2——— Ie—0 den eerre, —— I..— 2——— ů—5.——— Wan Al⸗le gu⸗te Ga⸗be kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! 2 der Strohhalm und die Sterne, Er sendet Tau und Regen das Sandkorn und das Meer. V und Sonn und Mondenschein Von ihm sind Büsch und Blätter und wickelt seinen Segen und Korn und Obst, von ihm 60 gar zart und künstlich ein das schöne Frühlingswetter und bringt ihn dann behende und Schnee und Ungestüm. V in unser Feld und Brot: Alle gute Gabe ‚ es geht durch unsre Hände, kommt her von Gott dem Herrn: ö kommt aber her von Gott.: drum dankt ihm, dankt 21 x Alle gute Gabe und hofft auf ihn! kommt her von Gott dem Herrn: 4. n drum dankt ihm, dankt: Er läßt die Sonn aufgehen, und hofft auf ihn! er stellt des Mondes Lauf; 3. er läßt die Winde wehen Was nah ist und was ferne, und thut die Wolken auf. von Gott kommt alles her, Er schenkt uns so viel Freude, uf ihn!“ Sterne, CL. Geistliche Lieder. 53⁵ er macht uns risch und rot; kommt her von Gott dem Herrn: er 1. dem Viehel Weide, drum dankt ihm, dankt und seinen-Menschen Brot. und hofft auf ihn! Alle gute/ Gabe Matthias Claudius 1740—1815. V 5 4 iegmr WM 5, * 1. Wo fin⸗det die See⸗le die Hei-mat, die Ruh? Wer ö 3—— r —— * ö 8— deckt sie mit aan den 1— u zu? Ach bie ⸗tet die A¹l— 0 3 ** 17 x 5 7 W0—— Frei⸗statt uns an, wo Sün-de nicht herrschen, nicht 47.2 rr deHaen — an⸗fech-ten kann? Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht: die AIISSE Hei ⸗-mat der See⸗le ist dro ⸗ben im Licht. 2. 2 Verlasset die Erde, die Heimat zu Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! sehn, Tod, Sünde und Schmerzen die kennt die Heimat der Seele, so herrlich, man dort nicht; o schön! das Rauschen der Harfen, der lieb⸗ Jerusalem droben, von Golde erbaut, liche Klaug ist dieses die Heimat der Seele, der bewillkommt die Seele mit süßem Brautꝰ 199—7 Gesang. 23: Ja, ja, dieses allein: Ruh, Ruh,„51 himmlische Ruh kann Ruhplatz und Heimat der Seele im Schoße des Mittlers, ich eile nur sein. dir zu! 18²7. ———.——j Oebete. A. Gebete für die häusliche Andacht. I. Morgengebete. 1. Der Morgensegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast; und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir alle mein Thun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Für den Sonntag. Vater der Barmherzigkeit! Gesegnet sei uns der Tag, den du uns heute erleben lässest, der Tag, an welchem wir von irdischen Geschäften ruhen und unsern Geist zum Himmel erheben dürfen. Wir sind teuer erkauft durch deinen Sohn. O lehre uns schaffen, daß wir selig werden, mit heiliger Furcht, in Zuversicht und Hoffnung. Laß uns tief empfin⸗ den, welch Glück es sei, mit geistigen und himmlischen Gütern durch deinen Sohn, Jesum Christum, gesegnet zu werden. Herr, rede du selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes und der seligsten Hoffnung. Gieb uns erleuch⸗— tete Augen des Geistes, daß wir erkennen die Geheimnisse deines Wortes, die Ratschlüsse und Gebote deiner Liebe. Laß den unvergänglichen Samen deines Wortes in uns Frucht bringen für das ewige Leben. Segne unsre Andacht, damit sie eine Anbetung im Geist und in der Wahrheit sei. Bewahre uns vor Gedankenlosigkeit, vor Leichtsinn und vor allen sündlichen Zerstreuungen, durch welche der heutige dir und deinem Dienst geweihte Tag entheiligt wird. Gieb, daß uns der Segen des heutigen Tages durch die ganze Woche, durch alle Tage unseres Lebens, ja bis in die Ewigkeit begleite. Heilige uns, Vater, durch deine Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Heilige uns zu deinem Dienste; dein Dienst ist Leben und Seligkeit. Amen. Christum, aden und Tag auch Thun und und alles böse Feind en du uns Geschäften sind teuer ig werden, ief empfin⸗ tern durch e du selhst hast Worte 1 erleuc⸗ 25 Vortes, egänglichel ige Leben. nd in der htinn und e dir Il der Segen ge unserss urch deint m Dienst Gebete für die häusliche Andacht. 3. Für den Montag. Bei diesem Anfange der Woche rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen Jesu Christi, du wollest mein Herz, Mut und Sinn mit deinem heiligen Geist erfüllen, damit ich allein das denke, rede und thue, was dir wohlgefällig ist. Ach vereinige meine Gedanken und Begierden mit dir durch die Liebe Christi und reinige mein Gewissen durch sein Blut, damit ich in deinem heiligen Gehorsam einhergehe. Siehe, ich übergebe mich dir auf diese ganze Woche, ja auf mein ganzes Leben. Stärke mich mit deiner Kraft, mache mich aufrichtig, dir und meinem Nächsten in Liebe zu dienen. Lehre mich wider alle Ver⸗ führungen meines verderbten Herzens und böser Menschen streiten. Mache mir die Eitelkeit recht bitter, daß du mir desto süßer werdest. Hilf mir die Last dieser Woche tragen. Leite mich wie ein lieber Vater und mache mich kindlich gehorsam. Sprich selbst deinen Segen über meine Arbeit und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich fröhlich und getrost darin, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mittel und Ende zu deinem Preis und meinem Heil. Amen. 4. Für die übrigen Wochentage. 1. Herr, unser Gott, der du den Schlummer der Nacht von uns verscheucht und uns versammelt hast, unsere Hände aufzuheben zu dir und deine gerechten Gerichte zu preisen, nimm an unser Gebet und Flehen und schenke uns Glauben, der nicht zu Schanden wird, zuversichtliche Hoffnung und ungeheuchelte Liebe; segne unsern Eingang und Ausgang, unsre Gedanken, Worte und Werke, und laß uns diesen Tag beginnen unter Lob, Preis und Ruhm der unaussprechlichen Süßigkeit deiner Güte. Geheiliget werde dein Name; dein Reich komme, das Reich des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. 2. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und uns von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: sei gnädig über unsere Missethat und nimm an unser Gebet nach der Fülle deiner Erbarmungen. Denn du bist unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott. Laß scheinen in unsere Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehrbar wan— deln den Weg deiner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unzugänglichen Licht. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 3. Herr, unser Gott, heilig und unbegreiflich, der du das Licht scheinen lässest aus der Finsternis, der du uns erquickt durch den nächt⸗ lichen Schlaf und wieder aufgewecket hast, deinen Ruhm zu preisen und deine Gnade anzurufen: nimm jetzt von uns an nach deiner grundlosen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unsers Danks und gewähre alle uns heilsamen Bitten. Mache uns zu Kindern des Lichts und des Tages und zu Erben deiner ewigen Güter. Gedenke, Herr, nach deiner Güte deines ganzen Volks, aller, die mit uns beten, und aller unserer Brüder, die zu Lande oder zu Meer oder wo sonst in deinem Gebete für die häusliche Andacht. weiten Reich deiner Gnade und Hilfe bedürfen, und schütte über sie alle aus den Reichtum deiner Barmherzigkeit; auf daß wir, erlöset nach Seel und Leib, unverrückt in festem Glauben deinen heiligen und wun⸗ derbaren Namen rühmen mögen. Amen. 4. Herr, himmlischer Vater, ewiger Gott, gelobet sei deine göttliche Kraft und Allmacht, deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß du mich in dieser Nacht mit deiner Hand bedecket und unter dem Schatten deiner Flügel hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind bewahret und ganz väterlich beschirmet. Darum lobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern thust, und will dich in der Gemeine preisen. Dein Lob soll allewege in meinem Munde sein. Meine Seele soll allezeit dich, meinen Herrn, rühmen, und was in mir ist, deinen heiligen Namen preisen: nimmermehr will ich vergessen, was du mir Gutes gethan hast. So laß nun dir gefallen das Lobopfer aus meinem Munde, welches ich dir des Morgens früh in Einfalt meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von ganzem Gemüt: du wollest mich heut diesen Tag behüten vor aller Gefahr Leibes und der Seelen und deinen lieben Engeln über mir Befehl thun, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Umgieb mich rings mit deinem Schild und führe mich auf den Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandle in deinem Dienst, wie die Kinder des Tags, zu deinem Wohlgefallen. Wehre dem bösen Feind und allen Argernissen dieser Welt; dazu steure meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht von ihnen überwältigt wider dich handle und dich mit meinen Sünden erzürne. Regiere du mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts vornehme, thue, rede oder gedenke, denn allein was dir gefällig ist und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereicht. Amen. 5. Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten! O du barmherziger Gott, dessen Güte und Treue alle Morgen neu ist: ich sage dir mit Herz und Mund Lob und Dank, daß du mich diesen Morgen wiederum gesund hast lassen von meinem Lager aufstehen und meinen Leib vor Schaden und meine Seele vor Sünden bewahrt hast. Wie groß ist deine Güte, Herr, daß Menschen unter dem Schatten deiner Flügel trauen und unter dem selben so mächtig bewahret werden! Ich schaue nach der Finsternis wieder das Sonnenlicht: gieb mir Gnade, daß ich diesen ganzen Tag in deinem Lichte wandle und alle Werke der Finsternis fliehe. Ich achte den Tag für verloren, an welchem ich der Welt gedient und mich nach der Welt Thorheiten und Gewohnheiten gerichtet habe, wofür ich einst vor deinem Gericht eine schwere Rechenschaft geben muß. Ich opfre mich hingegen dir ganz zu deinem Dienst mit Leib und Seele. Laß mich nichts wollen, nichts vornehmen und gedenken, als was dir gefällt, auf daß der ganze Tag dir möge geheiligt sein. Ich klopfe an deine Gnadenthür, ich wende mich wieder zu der Segensquelle, aus welcher ich nehme einen Segen nach dem andern, eine Hilfe nach der andern; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich; wenn du deine Hand aufthust, so wird alles gesättigt mit Wohlgefallen. Gieb mir guten Rat, wenn ich Rat bedarf; richte meine Anschläge und Vor⸗ nehmen nach deinem Willen. Entzünde in mir die Flammen deiner e bit 90 mi E sie alle set nach ud wun Httliche it, deine it deiner er xuhen ud ganz uum deine in der ide sein. in mir sen, was Vobopfer Eihfalt ut biesen en lieben meinen mich anf u Dienst, m bbsen Hleisch udle und Heiligen in allein „Amen, roten, so sen Glte und Lob ast lassen ud meine Herr, daß ler den Finsternis gen Tag hed Ich und mich vofllt ich Ich I9 Seelk. pas bir Hlopfe al elle, als nach der H½ Wenn . Hleh und Vor n deiner Gebete für die häusliche Andacht. 539 göttlichen Liebe, daß ich diesen Tag meinen Glauben in den Werken zeige und in wahrer Liebe gegen dich und den Nächsten verharre, auf daß ich ohne Gewissenswunden den Abend erreiche. Wenn ich rufe zu dir, Herr mein Gott, so schweige mir nicht. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor. Laßt das Gebet der Elenden, Kraurigen, Kranken und auch das Gebet ber Meinigen und aller Frommen vor deinem Guadenstuhl Erhörung fiu— den! Amen. II. Abendgebete. 1. Der Abendsegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Bater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig behrktet hast; und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unvecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behttten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Für den Sonntag. Wir loben und preisen dich, Herr Gott, Vater Himmels und der Erden, daß du uns an diesem deinem Tage aus lauter Gtte und Barmherzickkeit reichlich versorget hast, nicht allein dem Leibe nach mit dem täglichen Brote, sondern auch an unsern Seelen mit dey himm⸗ lischen Speise deines Wortes. Verleihe, d treuer Gott, daßß es in unsern Herzen wurzele und großen Nuthzen schaffe zu deiner Ehre und unserer Seligkeit. Wir bitten auch deine väterliche Gnabe, du wollest uns ja dein lauteres Wort und reinen Kirchendienst nicht entziehen. Laß uns auch, barmherziger Vater, unsere Schuld und Sünden, mit welchen wir diesen heutigen Lag möchten verunheiliget haben, nicht ent— gelten, sondern vertieb sie und wende sie uns zu Gnaben durch das bittere Leiden und Sterben deines lieben Sohnes Jesu Christi. Du wöllest auch auf die heute angehende ganze übrige Zeit unsexes kurzen Lebens in biesem Jammerthal uns dir in deinen göttlichen Schuch und väterlichen Segen befohlen sein lassen. Laß beine heiligen Engel, sich um uns her laͤgern, damit der böse Feind keine Macht an ung iude. Weil aber ber Abend bieser Welt mehr und mehr herbeinahet und sich der Tag geneiget hat, so verleihe ung die Gnabe deines(Geistes, bamit wir stets wachen und in lebendigem Glauben, in briinstiger Hiebe, fester Hoffnung und heiligem Wandel warten der seligen Erscheinung ber Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesu Christi, wenn er kömmen wird zu richten bie Lebendigen und die Voten: auf daß wir ihn alsdann würbig und mit Freuben empfahen, ins ewige Leben mit ihm eingehen und ben ewigen Feier- und Freubentag mit! allen Auserwählten erlangen und ohne Ende halten mögen. Erbarme dich, o Herr, der ganzen Christenheit und befreie beine(Gemeinde von 54⁰ Gebete für die häusliche Andacht. aller Bedrängnis, Spott und Tyrannei. Tröste alle geängstete, betrübte Gewissen durch den wahren Tröster, den heiligen Geist, und sende uns allen deinen Frieden durch Jesum Christum, unseren Fürsprecher und einigen Mittler. Amen. 3. Für die Wochentage. 1. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du Tag und Nacht geschaffen, Licht und Finsternis unter⸗ schieden hast, den Tag zur Arbeit, die Nacht zur Ruhe, auf daß sich deine Kreatur darin erquicken möchte. Ich lobe und preise dich in allen deinen Wohlthaten und Werken, daß du mich durch deine göttliche Gnade und Schutz den vergangenen Tag hast vollenden und seine Last und Plage überwinden und zurücklegen lassen. Es ist ja genug, lieber Vater, daß ein jeder Tag seine eigene Plage habe. Du hilfst ja immer eine Last nach der andern ablegen, bis wir endlich zur Ruhe und zu dem ewigen Tage kommen, da alle Plage und Not aufhören wird. Ich danke dir von Herzen für alles das Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand empfangen habe. Ach Herr, ich bin zu geringe aller deiner Barmherzigkeit, die du täglich an mir thust. Ich danke dir auch für die Abwendung des Bösen, so mir diesen Tag hätte begegnen können, und dafür, daß ich unter dem Schatten des Höchsten und dem Schirme des Allmächtigen vor allem Unglück und vor schweren Sünden behütet geblieben bin, und bitte dich herzlich und kindlich: vergieb mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken. Viel Böses habe ich gethan, viel Gutes habe ich ver⸗ säumt. Ach sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig! Laß heute alle meine Sünde mit mir absterben, und gieb, daß ich immer gottes⸗ fürchtiger, heiliger, frömmer und gerechter wieder aufstehe, daß meine Seele und Geist immer zu dir wache, mit dir rede und handle. Segne mich, daß dein Name und Gedächtnis in meinem Herzen bleibe, ich wache oder schlafe. Behüte mich vor schrecklichen Träumen, vor Ein⸗ bruch der Feinde, vor Feuers⸗ und Wassersgefahr. Sei du, o Gott, mein Schatten über meiner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Laß deine heiligen Wächter mich behüten und deine Engel sich um mich lagern und mir aushelfen. Wecke mich wieder auf zu deinem Lob und Preise, daß ich mit neuen Kräften dir dienen möge. Wenn aber diese Nacht nach deinem unerforschlichen Ratschluß die letzte sein soll, und mein Stünd⸗ lein vorhanden ist, so verleihe mir eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn. Amen. 2. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tag so gnädiglich angesehen, der ich doch alles Guten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meiner Missethat. Das danke ich dir von ganzem Herzen. O Herr, laß dir angenehm sein, was ich diesen Tag in deinem Namen gethan habe; vergieb mir, was ich wider deinen göttlichen Willen gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen das Licht des Glaubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grau⸗ e, bettübte sende uns recher und r Lob und rnis unter⸗ daß sich ch in allen ie göttliche seine Los nug, lieber t ja imm. he und zu ören wird. u Tag von nler deiner ir auch für en können, m Schirm. den behütet b mir alle en, Vorten be ich ver“ Laß heute mer gottes⸗ daß meine He. Segne bleibe, ich „ vor Ein⸗ u, o Gott, Tages die ne heiligel n und nuun ise, daß it Nacht nach ein Stind eu Christo, die auf du mi unwürdig len, Gebete für die häusliche Andacht. 541 same Finsternis der Unwissenheit, des Unglaubens und der Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. Herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der Finsternis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. Hilf uns, so wir wachen, daß wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in Frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses Haus und vertreibe davon alle Schrecken des Feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. Dein heiliger Segen bleibe über uns durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 3. Ich sage dir Dank, du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner göttlichen Gnade und deines Geistes in dieses natür⸗ lichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die Nacht dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und Frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele über— wältigen, daß sie dein vergesse des Nachts. Dir befehle ich meinen Geist, o Hirte, zu treuen Händen; du hast ihn erlöset, Herr, du treuer Gott. Laß mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen Flügeln. Wenn Tag und Nacht sich scheiden, so wecke mich und verleih mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. Höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum Christum. Amen. 4. Gelobet seist du, o Gott und Vater, durch Jesum Christum im heiligen Geiste, du einiger, ewiger Gott, daß du durch deine mannig⸗ faltige Güte mich armen Sünder und elenden Menschen diesen Tag so gnädiglich bewahrt hast vor allerlei Unglück und Schaden, vor Krank⸗ heit und plötzlichem Tode. Herr, deine Güte reicht, so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und barmherzig, und alle deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher Gott, du wollest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich wider dich gethan habe, es sei mit Werken, Worten oder Gedanken. Wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir wenden und mich diese bevor⸗ stehende Nacht also lassen schlafen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben und unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der böse Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir Schaden zufügen. Herr, du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürch⸗ ten? Du bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Auf dich verlässet sich mein Herz, und mir ist geholfen; denn du bist mein Trost und mein gewaltiger Schutz. Deine Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und unter dem Schirm deines Armes habe ich Zuflucht. Siehe, mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhörst mich. Wenn ich mich zu Bette lege, so gedenke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir, denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich. Wenn ich im Finstern sitze, so bist du doch, Herr, mein Licht und mein Heil. O gütiger Gott, verleihe mir Gnade, Gebete für die häusliche Andacht. wenn mein Sterbestündlein herzu nahet, und ich mich zur ewigen Ruhe soll niederlegen, daß ich dann im rechten, festen Glauben getrost und unverzagt möge seliglich zum ewigen Leben einschlafen. Amen. 5. Herr Jesu, barmherziger Heiland! Laß uns diesen Abend mit Danken vor dein Angesicht kommen. Jeder Tag ist ein Gnadengeschenk deines und unseres Vaters im Himmel; seine Güte und dein Verdienst ist es, daß wir nicht gar aus sind. Wie dürften wir armen Sünder hoffen zu leben, wenn du nicht für uns gestorben wärst! Laß uns auch heute nicht vergessen, was es dich gekostet hat, uns zu erlösen; und laß den Segen deines Leidens und Sterbens an uns nicht verloren sein. Gedenke unser auch ferner in Gnaden und laß uns deiner Treue Tag und Nacht befohlen sein. Nimm alle, die dich lieben, in deine Hände und an dein Herz und laß uns in dir fröhlich ruhen. Gieb in dieser Nacht allen Weinenden Trost, allen Mühseligen und Beladenen süße Erquickung, allen Friedlosen verleihe deinen Frieden, allen Kranken sanfte Ruhe, allen Sterbenden die selige Hoffnung der Auferstehung. Herr Jesu, bei dir allein ist ewiger Friede; zu dir fliehen wir heute Abend: zu dir wollen wir dereinst auch unsere Zuflucht nehmen, wenn der Abend unseres Lebens naht, daß wir in dir sanft und selig ein⸗ schlafen zum ewigen Leben. Amen. 4. Für den Sonnabend. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Thaten des Herrn ausreden und alle seine löblichen Werke preisen! Ich danke dir auch von ganzem Herzen, ich will dich erhöhen, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich und auch jetzt am Ende dieser Woche loben und deinen Namen verherrlichen. Denn wer bin ich, Herr Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? O du hast diese ganze Woche über nicht mit mir ge⸗ handelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meinen Missethaten. Du hast mir Leben und Wohlthat erzeiget, und durch dein Aufsehen hast du meinen Odem bewahret. Ich bin des Tags unter deinem Schirm gesessen, du Höchster, und des Nachts ruhete ich unter deinem Schatten, du Allmächtiger. Warum sollte ich nicht am Ende dieses Tages und dieser Woche von ganzem Herzen zu dir spre⸗ chen: Meine Zuversicht und meine Burg? O wohl ein treuer Gott, auf den ich hoffe, auf den ich mich in völligem Glauben lehne! Denn du hast mich und mein Haus diese ganze Woche vor so mancherlei Unfall in Gnaden bewahret. Wie viel, wie reichlich hast du mir täg⸗ lich vergeben! Wie herzlich hast du dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe! Und ob du uns auch gezüchtiget und mit Leiden und Widerwärtigkeiten heimgesuchet, so hast du uns doch dem Tode nicht übergeben, sondern es ist uns zu Nutz geschehen, daß wir deine Heiligung erlangen. Ach vergieb mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wider dich, wider meinen Nächsten und wider mich selbst begangen habe. Schaffe mir, Gott, ein rein Herz durch das Blut Jesu deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und gleichwie du mir Gebete für die häusliche Andacht. 543 aus Guaden meine vielen Übertretungen erlässest, mit welchen ich diese Woche hindurch übertreten habe, also neige auch mein Herz durch deine vigen Rihe getrost und en. Erbarmungen zur Erbarmung gegen alle, die mich beleidigt haben, daß Abend mit ich ihnen auch vergebe von Herzen, einem jeglichen seine Fehle. Ich dengeschelk weiß ja nicht, ob nicht in dieser Nacht mit dem Ende dieser Woche auch u Mrdienst das Ende meines Lebens einbrechen möchte. Darum laß mich nicht, en Sünder. weder in der Sünde des Zorns und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in Laß uns einem Laster sterben oder verderben, sondern in Christo Jesu meinem zu erlösen; Heiland erfunden werden. In diesem tröste ich mich; du, Herr, bist ht verloren meine Zuversicht, und du, Höchster, bist meine Zuflucht. Nur bereite iner Trene mich, alle die Meinigen und alle, die nach dir fragen und dein Heil 4, in deint lieb haben, durch deine Kraft, daß ein jeder das Werk, das du ihm Gieh it befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Mladenen Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende unseres Lebens, Im Rronken es komme heut oder morgen, eine Befreiung von dem Dienst des ver⸗ ufertehung gänglichen Wesens und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kinder wir heut ö Gottes in jener Welt sei. Das thue, lieber Vater, um Jesu Christi, men, wen deines lieben Sohnes, unsers Herrn und Heilandes, willen. Amen. selig ein⸗ III. Tischgebete. üte währet 1. Vor dem Essen. und ö 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre em Herzen Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf und sättigest alles, men lbben.] was da lebet, mit Wohlgefallen. am Ende Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns diese deine Gaben, die n wer bin wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum his hierhel! unsern Herrn. Amen. it mir ges 2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns be⸗ ach meinen scheret hast. Amen. und durch des Tags mhete ih 2. Nach dem Essen. nicht an 1. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte 1 dir spr⸗ währet ewiglich: der allem Fleische Speise giebt, der dem Vieh sein euer Gott, Futter giebt, den jungen Raben, die ihn aurufen. Der Herr hat Ge⸗ nel Denn fallen an denen, die ihn fürchten und auf seine Güte warten. mancherlei Wir danken dir, Herr Gott, Vater, durch Jesum Christum unsern 1 mir täg⸗ Herrn, für alle deine Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. genommen Amen. t und mit 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen doch den bist. Bleib du bei uns, so hats nicht Not; du bist das wahre Lebens⸗ „ daß wir brot! Amen. wiche Weitere Tischgebete siehe unter Nr. 426, 427, 428 und 429 des ngen habe Gesangbuchs. Gebete für die häusliche Andacht. IV. Gebete für die Festtage. 1. Advent. Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken deiner Gnade, daß du uns deinen Sohn gesandt hast und ihn gesetzt hast zum König der Ge⸗ rechtigkeit und zu unserm Heiland und Erlöser, der uns aus dem Reich der Finsternis errette und uns Gerechtigkeit, Heil und Seligkeit ver⸗ leihe. Wir bitten dich aber auch, erleuchte uns in seiner Erkenntnis und stärke uns im rechten, wahren, christlichen Glauben, daß wir ihn für unsern König und Seligmacher halten, annehmen und loben und mit unsern Gaben und Kräften, mit allem, was wir von dir Gutes haben und vermögen, ihm unterthan sein und ihm dienen mögen, und er seine Wohnung unter uns und in uns habe, und wir alle Zeit in seinem Reiche und in seinem Gehorsam und Dienste bleiben. Neige der Fürsten und Gewaltigen Herz und Willen, daß sie dem Könige aller Könige und Herrn der Herrlichkeit aufthun ihre Pforten und Thore; laß ihn einziehen in alle Lande, Städte und Kirchen, daß er seine Herberge bei ihnen habe und mit seinem Wort und Geist regiere und herrsche. Steure dagegen und wehre allen denen, die Christo die Pforten zu⸗ schließen und ihm den Eingang wehren oder ihn gar vertreiben und von sich stoßen. Mache ihr böses Vornehmen und ihre Anschläge zu nichte. Beweise deine Macht und Barmherzigkeit an den armen Menschen, die noch in den Banden des Aberglaubens und in der Trostlosigkeit des Unglaubens, in gottlosem Wesen und falscher Lehre gefangen sind, daß Christus auch zu ihnen komme und sein Reich des Lichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit bei ihnen aufrichte. Erscheine auch mit Trost und Hilfe allen, die in Trübsal, Not und Anfechtung sind, und laß sie dein Nahesein spüren und durch deine Gnade aufgerichtet werden, damit du, ewiger Vater, samt deinem einigen Sohn und dem heiligen Geiste mit Lob und Preis und Anbetung deines heiligen Namens gerühmet und geehret werdest! Amen. 2. Weihnachten. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, gelobt sei dein heiliger Name immer und ewiglich! Du hast Großes an uns ge⸗ than, des sind wir fröhlich; denn uns ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr. Ich danke dir von Herzen, daß du solche Liebe uns erzeigt und deinen eingebornen Sohn gegeben hast, auf daß wir nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Preis und Ehre sei dir, Herr Jesu! Du bist ein Menschenkind geworden, auf daß wir Gottes Kinder würden; du bist arm geworden, auf daß wir reich würden; du hast dich zur Knechtsgestalt erniedrigt, auf daß wir zum Bilde Gottes erneuert und zum Himmel erhoben würden. Wir saßen alle in Finsternis und Schatten des Todes; da bist du uns die Sonne der Gerechtigkeit geworden, hast uns zugewendet die herzliche Barm⸗ herzigkeit Gottes; hast Frieden und Freude herniedergebracht und lässest uns aus deiner Fülle nehmen Gnade um Gnade. Darum frohlocket auch meine Seele und singet: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede e, daß du ig der Ge⸗ dem Reich igkeit ver⸗ Erkenntnis ßß wir ihn loben und dir Gutts nögen, und llle Zeit in Neige der önige alls 2—————— Thore; lh ne Herberge d herrsche forten zu treiben und nschläge zu Menschen, 425 n sind, daß Wahrheit Trost und Laß sie dein „damit du Geiste mit nühmet und i, gelobt fi an uns ge⸗ 1d geboren osigkeit ds — Gebete für die häusliche Andacht. 54⁵ auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! O lieber Herr und Heiland, ziehe nun ein in mein Herz, das nach dir verlangt, und erfülle es mit allen Gaben deiner Güte und Barmherzigkeit. Regiere mich mit deinem heiligen Geiste und heile mich vom Elende der Sünde. Verleihe mir Trost in allem Leide, Hilfe in aller Not, Kraft zum Widerstande in allen Anfechtungen des bösen Feindes, Beständigkeit in allen Ver⸗ suchungen der Welt und meines sündlichen Fleisches und endlich den Sieg im letzten Kampfe. Erbarme dich mit deiner Heilandsliebe über mich und alle, die dein eigen sind, und gieb uns deinen Frieden, o Jesu! Amen. 3. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du uns durch deine väterliche Güte und Treue dieses zu Ende eilende Jahr hast überleben und uns in demselben deine Wohlthaten an Leib und Seele reichlich hast widerfahren lassen. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns gethan hast. Aber mit herzlicher Reue bekennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väterlichen Liebe nicht nach Gebühr erkannt, sondern vielfältigerweise mißbraucht und mit Gedanken, Worten und Werken schwer und mannigfaltig wider dich in diesem Jahre gesündigt und dadurch deine gerechten Strafen wohl verdient haben. Darum bitten wir dich mit tiefer Demut um Vergebung aller unsrer Sünden; und weil wir morgen nach deinem Willen ein neues Jahr beginnen, so wollest du deine väterliche Huld und Treue gegen uns erneuern und deinen heiligen Geist uns schenken, damit wir mit dem alten Jahr alle alten Sünden, bösen Lüste und Begierden ablegen und mit dem neuen Jahr ein neues christliches Leben anfangen und dir darin mit neuer Willigkeit dienen. Segne uns, unser Gott, und hilf uns, die flüchtigen Tage unsrer Wallfahrt in deiner Furcht hinbringen. Wir wissen nicht, wann du auch uns von unserm Tagewerk abrufen und der Zahl derer anreihen wirst, die in diesem Jahr ihren Lauf vollendet haben. Laß uns mit heiligem Ernst ihr Ende anschauen und nur um so mehr Fleiß anwenden, was wir hier noch leben im Fleisch, zu leben im Glauben deines Sohnes, der uns geliebet hat und sich selbst für uns dargegeben. Rufe aber auch den Betrübten und Leidtragenden unter uns das Wort des Trostes und der Hoffnung zu, daß selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben; denn sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. Herr Jesu! Du bist dazu gestorben und wieder lebendig worden, auf daß du über Tote und Lebendige ein Herr seiest. So erhalte uns in der Gemeinschaft des Geistes mit allen, die in dir selig entschlafen sind und bewahre uns fest bis ans Ende, daß weder Tod noch Leben uns aus deiner Hand reißen dürfe. Leben wir, so laß uns dir leben; sterben wir, so laß uns dir sterben, damit wir dein seien tot und lebendig. Mach uns, o Jesu, ewig selig! Amen. 35⁵ 5⁴6 Gebete für die häusliche Andacht. 4. Neujahr. Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Tag und Nacht ist dein, du machest, daß Sonne und Gestirne ihren gewissen Lauf haben, Sommer und Winter machest du. In deiner Hand sind wir selber und unser Leben und alle unsre Wege. Weil wir denn heute durch deine Güte und Allmacht ein neues Jahr anfangen, so kommen wir vor dein heiliges Angesicht und rufen zu dir, daß du uns, Gott, erhören wollest. Neige deine Ohren zu uns, laß unser Gebet dir zu Ehren und zu unserem Besten geschehen. Erleuchte und bekehre uns, daß wir von uns ablegen den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet, und den neuen Menschen anziehen, der nach Gott geschaffen ist; gieb Gnade, daß wir das ungöttliche Wesen verleugnen, hingegen anlegen die Waffen des Lichts und ehrbarlich wandeln als am Tage. Gott, sei uns gnädig und segne uns in der Kirche: lege dein Wort in den Mund unsrer Prediger, daß sie mit freudigem Aufthun desselben das Geheimnis des Evangelii kund machen, uns lehren, trösten, vermahnen und strafen mit ganzem Ernst. Segne unsre Obrigkeit und gieb ihr wahre Furcht Gottes, Weisheit und Verstand, seliglich und wohl zu regieren, Friede und Einigkeit zu erhalten, auf daß wir unter ihrem Regiment noch länger haben mögen Gottes Wort, zeitlichen Frieden und Nahrung. Siehe auf den Hausstand und fördere das Werk unserer Hände. Hilf, daß Eltern Freude an ihren Kindern haben, die Kinder aber die Eltern ehren. Hilf, daß Brüder eins seien, die Nachbarn sich lieb haben, Mann und Weib in Einigkeit und rechtem Frieden leben. Siehe an die Thränen der Witwen und Waisen, ver⸗ achte nicht ihr Gebet und ihre Klagen. Rette alle, die in Kreuz und Trübsal, in Krankheit und anderen Anfechtungen sind. Tröste alle, die um deines heiligen Namens und um der Wahrheit willen verfolgt werden; gieb ihnen Geduld und Trost, daß sie in allem deinen väter⸗ lichen Willen erkennen. Hilf den Armen, daß sie sich genügen lassen und in dir reich sein lernen. Behüte die Reichen, daß sie nicht stolz seien, sondern auf dich, den lebendigen Gott, hoffen, der du ihnen allein darreichst, was sie genießen. Himmlischer Vater, du weißt, was wir bedürfen, darum beschere uns, was uns gut ist, zeitlich und ewiglich. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn, daß wir alles, was du uns befiehlst, hören und thun und davon nicht weichen weder zur Rechten noch zur Linken. Steure allen Feinden und bekehre, die noch ferne von dir sind; segne alle frommen Herzen, und wenn du uns in diesem Jahre willst aus diesem Jammerthale abfordern, wie wir denn nicht wissen, was heute oder morgen sich begeben mag, ach Herr, so erzeige uns die Gnade und nimm unsern Geist weg in Frieden und laß uns selig einschlafen in deinem lieben Sohn, unserm Heilande Jesu Christo! Amen. 5. Epiphanienzeit. Großer Himmelskönig Jesus Christus, dir sagen wir demütigen Dank, daß du nicht allein zur Freude deines auserwählten Volkes, sondern auch zum Troste der Heiden gekommen bist, uns zu Mitgenossen deiner Gnade und deines Reiches gemacht und uns solches geoffenbaret und Nacht wissen Lauf d sind wit wir denn anfangen, ir, daß du unser Gebet und bekehre ch Lüste in T nach Gott verleugnen, vandeln als e: lege den em Aufthun ren, trösten, brigkeit und vir Unter fördere das dern haben, 5 seien, dit und rechten Waisen, ver⸗ Kreuz und ste alle, dis len verfolgt einen väter⸗ nügen lassen e nicht stoh ihnen allein zt, was mil und ewiglich st führe uns en und thun ken. Steule segne ale auus diesen heute oder Gnade un n. 1 demütigen lten Vollen Mitgenosse geofenban ich und 5* t, zeitlichn 90 inschlafen iu —.—— + 5⁴47 Gebete für die häusliche Andacht. hast. Wie sollen wir dich für deine Wohlthat genugsam preisen? Wir waren außer der Bürgerschaft Israels und fremd von dem Testament der Verheißung, wir hatten keine Hoffnung und waren ohne dich in der Welt. Aber du hast uns herzugeführt, uns zu Bürgern mit den Heiligen und zu deinen Hausgenossen gemacht. Ach laß dein Wort den Stern sein, welchem wir folgen, um dich im Genusse deiner Gnade gewiß zu finden. Und ob wir uns durch unsere eigenen Gedanken von deinem Licht und Stern haben abwenden lassen, so bringe uns doch gnädig wieder zurecht und laß uns nicht auf Irrwegen fortgehen. Laß uns auf dein Wort achten als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Orte; laß in unsern Herzen den Tag selbst anbrechen und den Morgenstern aufgehen, daß wir dich sehen in deinem Lichte und dich anbeten in tiefster Demut, Liebe und Gehorsam, ja alles das Unsrige und uns selbst dir zu opfern und darzulegen willig seien. Solches thue um deines herrlichen Namens willen. Amen. 6. Passionszeit. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlorenen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wiedergebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und selig⸗ machenden Tod und bitten dich: erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gieb uns Gnade, die ewige Wohlthat der teuren Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe brünstiger, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger werden und unsern Sünden absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende uns deines blutigen Todes, uns zur ewigen Seligkeit, freuen und trösten mögen, o Herr Jesus Christus! Amen. 7. Karfreitag. Herr, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott, der du der armen, fündhaften Welt dich erbarmet und um ihretwillen deines einge⸗ borenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für alle in den Tod gegeben hast, damit wir durch ihn möchten leben und selig werden; wir danken dir für diese wunderbare Gnade und Barmherzigkeit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht hast, damit wir in ihm würden die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O liebster Heiland Jesu Christ, du warest der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Krankheit und Schmerzen, denn der Herr warf unser aller Sünde auf dich. Die Strafe lag auf dir, damit wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilt. Darum so sei nun auch gelobet immer und ewiglich, daß du uns zu gute dies alles gethan und deinem himmlischen Vater gehorsam geworden bist bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz! Erbarme dich noch ferner über uns, deine Erlöseten, und hilf, daß unser keiner verloren werde. Hast du doch dein Leben für uns zum Schuldopfer gegeben; so gieb nun auch deinen heiligen Geist zu unserer Bekehrung und mache uns gerecht durch deine 35. * 5⁴8 Gebete für die häusliche Andacht. Erkenntnis, nachdem du unsere Sünde getragen. Wir haben dir Arbeit gemacht mit unseren Sünden und Mühe mit unseren Missethaten. Hilf nun, daß wir nicht ohne Buße sterben oder dich mit sündhaftem Leben von neuem kreuzigen und durch ungläubige Verachtung dein Blut mit Füßen treten, welches uns reinigen soll von unseren Sünden. Vielmehr verleihe uns, daß wir mit geängstetem Geist und zerschlagenem Herzen dein Leiden und Sterben betrachten, in wahrem und festem Glauben unsere Zuflucht nehmen zu deinen heiligen Wunden und dermaleinst ein⸗ gehen zum ewigen Leben. Im übrigen beschere uns allezeit ein geduldiges Herz, nach deinem Vorbilde unser Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, so wir mit dir leiden, wir auch mit dir zur Herrlichkeit mögen erhoben werden! Amen. 8. Ostern. Lieber Herr Jesus Christus, du allmächtiger Gott und starker Siegesfürst, der du die Bande des Todes zerrissen, in großer Majestät und Herrlichkeit aus deinem Grabe auferstanden und ein Erstling geworden bist unter denen, die da schlafen: wir danken dir an diesem deinem großen Ehrentage für dein heiliges Leiden, Sterben und Auferstehen, denn es ist alles uns zu Gute geschehen. Du hast die Pforten der Hölle zerbrochen, damit wir in ewiger Freiheit aus- und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger Hand ausgeführt aus dem Ge— fängnis und dem Reiche des Todes, dem du seine Macht genommen, und hast uns von der ewigen Dienstbarkeit erlöset. Du bist von den Toten auferstanden und mit Macht hervorgedrungen als unser Herr und Haupt und Erzhirt, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im Grabe bleiben, sondern durch dich zur ewigen Herrlichkeit auf⸗ erstehen sollen. Darum rufen wir heute mit fröhlichem Munde: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum! Auch bitten wir dich, laß deine heilige Auferstehung allezeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsere Sünden bedecket, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Vaters nicht mehr kommen noch uns beschämen werden. Hilf uns auch endlich alle Todes⸗ not und Schmerzen durch den freudigen Trost der Auferstehung kräftig überwinden; und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Stehet auf, ihr Toten! so öffne unsre Gräber und laß uns dir mit Freuden entgegengehen. Dann werden wir dein heiliges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und heiligen Geist in Ewig⸗ keit preisen. Amen. 9. Himmelfahrt. O Heiland, der du aus Liebe zu uns dich aller deiner Herrlichkeit entäußert und Knechtsgestalt angenommen hattest und gehorsam worden warest bis zum Tode am Kreuz, dem aber Gott auch einen Namen gegeben hat, der über alle Namen ist, o laß die Kraft deiner Herrlich⸗ keit unseren Herzen bekannt werden, damit auch wir in deinem Namen uns beugen und dir, unserm Könige, dienen und anhangen. Wir danken dir, Herr Jesu, daß du durch deine Himmelfahrt uns den Weg zum dir Arbeil haten. Hiff ftem Leben n Blut mit Vielmehr nem Herzen m Glauben naleinst ein⸗ geduldiges en und dil uch mit dir und starker zer Majestät ug geworden gem deinem Auferstehen, Pforten der nd eingehen us dem Ge⸗ genommen, Hist von den er Herr und Schafe auch klichkeit aulf⸗ Lunde: Gott herrn Jesn hung allezeit sere Sünden nicht meht ale Zone hung kräsi rufen 5. 3 dit mi Angesiht est in Eui Gebete für die häusliche Andacht. 549 Himmel gebahnt und deines Vaters Herz uns aufgeschlossen hast. Du sitzest zur Rechten der Kraft Gottes, damit dir alle Herzen als ihrem rechtmäßigen Könige unterthan werden sollen. Siehe, hier sind Herzen, über die du als Herr und König herrschen solltest: ach sende einen Blick deiner Freundlichkeit auf uns herab. Herr Jesu, gieb uns himmlischen Sinn und laß uns durch deine Gnade bewahret werden vor allen eitlen, irdischen Gedanken; sammle uns in deiner Gegenwart; stille unser Gemüt durch deine gnadenreiche Mitteilung; laß uns vor deinem Angesicht gesegnet sein. Herr, schließe durch deinen heiligen Geist unsfre Augen auf, daß wir sehen mögen die Größe deiner Herrlichkeit und die Überschwenglichkeit deiner Liebe, damit wir anfangen mit ganzem Herzen, Sinn und Gemüte gen Himmel zu wandeln, vor deinem Angesichte heilig zu leben und dich zu lieben, der du uns so hoch geliebt hast. O Herr, vergieb um deiner Liebe willen, daß wir so oft von dir und deiner Auffahrt zur Herrlichkeit gehört und noch so wenig ihre Kraft in unsern Herzen erfahren haben. O daß wir dir die Ehre geben und uns deinem allmächtigen Zepter unterwerfen möchten! Verherrlichter Jesu, verherrliche dich an unseren Herzen. Werde erkannt in deiner Größe, werde geehrt und geliebt von uns und ziehe ein in unsere Herzen. Laß sie deine Werkstatt sein; schleuß sie auf, daß wir mögen ermuntert werden, dir getrost nachzuwandeln, wie du uns vorangegangen bist und das Ziel erreicht hast. Erhöre unser Seufzen, o großer Hohepriester zur Rechten Gottes; erwirb uns kraft deines Verdienstes ein kräftiges Ja und Amen. 10. Pfingsten. Wir loben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen Geist über alles Fleisch ausgegossen, deinen Himmel aufgethan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gütern gesegnet hast. Nun hast du alles gethan, du Gott aller Gnade und Vater der Barmherzigkeit, was du dir vorgenommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines Namens Ehre sind und unser ewiges Heil. Du hast den Namen deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsere Herzen ausgegossen. Ja du willst selbst in uns wohnen, willst unser Gott sein, und wir sollen dein Volk sein. Hochgelobt sei dein heiliger Name! Erhöre nun heute die Gebete deines Volkes. Tröste uns wieder mit deiner Hilfe und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß deine Gemeinde bleiben bei deinem reinen Wort und öffne wieder ihren Mund, daß sie deine großen Thaten preise. Thu die Thore deines Reiches weit auf und laß die Fülle der Heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem Geist alle christliche Obrigkeit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer Hände und leite sie auf rechtem Wege, daß sie thun möge, was dir wohlgefällig und deinem Volke heilsam ist. Gieß über unsere Häuser den Geist der Gnade und des Gebetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht verlöschen. Laß deinen Geist, den Geist des Trostes und der Kraft, die Elenden erquicken, die 550 Gebete für die häusliche Andacht. Traurigen trösten, die Schwachen stärken und die aufs beste mit unaus⸗ sprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Vollende an uns allen das gute Werk, das du ange— fangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Reich zu erlangen, da die große Schar aus allen Völkern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen Geiste sei Ehre in der Gemeinde zu aller Zeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 11. Trinitatisfest. Allmächtiger, ewiger Gott, der du deiner Kirche aus Gnaden gegeben hast, im Bekenntnis des wahren Glaubens dich, den Vater, Sohn und heiligen Geist, zu erkennen und als den einigen Gott in deiner geheimnis⸗ vollen Majestät anzubeten: wir bitten dich, verleih uns, daß wir auf diesen allerheiligsten Glauben erbauet werden zu einer lebendigen Gemein⸗ schaft mit dir und zu unserer Seelen ewigen Seligkeit. Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 12. Erntefest. Herr Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, du bist der allmächtige Gott Himmels und der Erden, und in dir leben, weben und sind wir. Du hast aber gewollt, daß der Mensch lebe vom Brote, und hast des⸗ halb im Anfange der Welt die Erde fruchtbar gemacht durch dein allmächtiges Wort und nach den Tagen der Sündflut verheißen, daß, so lange die Welt stehen werde, nicht mehr aufhören soll Saat und Ernte. Daher, o Herr, währet diese einmal von dir festgesetzte Ordnung noch immer fort. Noch immer krönest du das Jahr mit deinem Gut. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutze der Menschen. Also bringest du Brot aus der Erde und erfüllest unsere Herzen mit Speise und Freude. O Herr, wie hast du alles so weislich geordnet. Wie groß ist auch deine Güte gegen uns, die wir deines Brotes nicht wert sind, wie wunderbar deine Allmacht, wenn du aus wenigem viel machest, wenn du reichlich Frucht schaffest aus dem Samen, der in der Erde verweset. Deine unaussprechliche Güte, Barmherzigkeit und Allmacht ist es, o du treuer Gott, die auch wiederum in diesem Jahre unser Land heim⸗ gesucht hat. Die Menschen hatten ihren Samen auf Hoffnung gesäet, und du hast dieselbe erfüllt, hast die Saat auf dem Felde gesegnet und uns wieder die Zeiten erleben lassen, da man erntet und einsammelt deine Gaben. Ach Herr, es ist ja alles dein, wir können ja nichts aus der Erde hervorbringen. Dazu ist es, es sei viel oder wenig, doch un⸗ endlich mehr, als wir verdienet haben. Darum Dank sei dir und deinem heiligen Namen für alles, was du uns dieses Jahr über auf dem Acker bescheret hast. Wir bitten dich aber auch, o liebreicher Vater, nimm uns nicht wieder in deinem Zorn, was du uns in deiner Gnade gegeben. Erhalte uns vielmehr das tägliche Brot, was du jetzt reichlich austeilest. Be⸗ wahre uns alles, was uns deine Güte hat einsammeln lassen, vor aller Gefahr und allem Unfall und verleihe uns dabei Leben und Gesundheit, Ruhe und Friede, es zu genießen. Vor allem aber gieb uns ein dank⸗ mit unaus⸗ nicht mehr à du ange⸗ rlangen, da uen Zungen ie und dem on Ewigkeit den gegeben Sohn und geheimnis⸗ aß wir aufß zen Gemein⸗ dreieinigen eitl Amen. allmüchtige d sind wit, d hast des⸗ durch dein heißen, daß, Saat und Ordnung deinem Gut. Norchen Herzen mi 0 geordnet Mrotes nicht penigem vill der in der S —— — Gebete für die häusliche Andacht. 551 bares Herz, das deine Gaben nicht mißbrauche, sondern sie zu deiner Ehre anwende, damit sie nicht nur Kraft geben dem Leibe, sondern auch der Seele heilsam sind. Laß uns dieselben nicht verschwenden und andern gerne davon mitteilen. Suche noch ferner unser Land heim in Gnaden. Baue es und mache es sehr reich. Tränke seine Furchen, gieb Sonnenschein und Regen zu rechter Zeit und laß wohlgeraten, was man wieder säen wird, damit auch im künftigen Jahre das Land sein Ge⸗ wächs gebe und unsere Auen dick stehen mit Korn, daß man jauchzet und singet und deinen Ruhm verkündiget immerdar. Erbarme dich auch aller unsrer Brüder, o Herr, insonderheit zu dieser fröhlichen Erntezeit. Du bist ja, Gott, der täglich seine milde Hand aufthut und sättiget alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Ge⸗ denke der Armen, die nicht haben, was sie einernten können, und lasse die, denen du reichlich bescheret hast, mit für sie einsammeln. Wo wenig ist, da segne den kleinen Vorrat, daß er genüge, und wo viel vorhanden ist, da verhüte, daß es nicht zum Bösen gemißbraucht werde. Erhalte, o Herr, uns Ruhe und Frieden im Lande, damit nicht Fremde in unsre Ernte kommen und sie verzehren. Behüte überall vor Miß⸗ wachs, teuern Zeiten und Hungersnot. Vor allem aber schenke jedem Zufriedenheit mit dem, was du ihm beschieden, damit Reiche und Arme deine Kraft erkennen und dich preisen mögen immerdar. Endlich aber, o Herr, lehre uns bedenken, daß wir selbst dein geist⸗ liches Ackerfeld sind, und du der Herr der Ernte, welche in deiner Kirche bevorsteht. Darum bitten wir dich: sende Arbeiter in diese Ernte. Hilf, daß überall guter Same ausgestreuet und die reine Lehre gepredigt werde in deiner Christenheit. Behüte die Welt vor dem Unkraut, was der Feind geschäftig ist auszustreuen. Bekehre die, welche noch auf das Fleisch säen, daß sie nicht von ihm das Verderben ernten. Heilige uns dagegen alle, daß wir christlich gesinnt seien und auf den Geist säen und dereinst von ihm ernten das ewige Leben. Ja wenn einmal die ganze Welt reif sein wird zur letzten Ernte, so hilf auch, daß wir als reiner Weizen in deine Scheuern gesammelt und bewahret werden zur ewigen Freude. Da werden wir ohne Aufhören ernten, wie du gesagt hast, und uns freuen mit unaussprechlicher, ewiger Freude. Erhöre uns, o Herr, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. 13. Reformationsfest. O heiliger wahrhaftiger Gott und Herr! Wie können wir Lob und Dank genug gegen dich aussprechen, daß du nach so langer Finsternis dein selig machendes Evangelium aus großer Barmherzigkeit wieder ans Licht gebracht und durch treue Zeugen und Bekenner desselben unsere Kirche von verderblichen Irrtümern und Menschensatzungen so herrlich gereinigt hast. Gieb ferner Gnade, daß wir dein untrügliches Wort, wie es dein Geist den Propheten und Aposteln eingegeben hat, samt den heiligen Sakramenten lauter und unverfälscht behalten. Wende unsere Herzen ab von unnützer Lehre, von Irrtum und Verführung. Wehre, du großer Erzhirte Jesus Christus, allen Feinden unseres Glaubens, daß keiner mit List oder Gewalt deine Schafe zerstreue und uns der gesunden und erquickenden Weide deines Wortes beraube. Bringe auch 552 Gebete für die häusliche Andacht. die herbei zu deiner Herde, die noch in Unwissenheit, blindem Eifer, Unverstand und Irrtum dahingehen. Suche die Verlorenen, heile, die an ihrer Seele Schaden genommen haben. Heilige uns alle in deiner Wahrheit, daß wir nicht durch gottloses Leben deiner Kirche zur Schande gereichen, sondern würdiglich wandeln dem Evangelio und das⸗ selbe in aller Widerwärtigkeit mit Worten und Werken bekennen. Siehe mit Gnade an den Weinberg, den du durch Jesum Christum gepflanzt und bisher gesegnet hast. Herr, du wollest uns vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Dir sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen. 14. Königsgeburtstag. Herr aller Herren und König aller Könige, du Herrscher über den ganzen Erdenkreis, der du alle Obrigkeit eingesetzet und gesaget hast durch deinen werten Apostel: Es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott, und wer der Obrigkeit widerstrebet, der widerstrebet Gottes Ordnung, laß uns die Obrigkeit für deine Ordnung erkennen, dieselbe fürchten, lieben und ehren. Gieb Gnade, daß wir durch sie mit Gerechtigkeit regiert werden und unter ihrem Schutz ein stilles, geruhiges Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Und weil du, lieber Vater, der Könige Herzen in deiner Hand hast und leitest die— selben wie Wasserbäche, so regiere auch unsern König mit deinem heiligen Geist, daß er dein Wort lieb habe und auf deinen Wegen wandle. Gieb ihm deine himmlische Weisheit, die um deinen Thron ist, durch welche die Könige regieren und die Ratsherren das Recht setzen. Laß ihn das Geschrei der Armen hören und Recht und Gerech— tigkeit handhaben. Laß ihn fürstliche Gedanken haben und darüber halten. Gieb ihm die Liebe der Gerechtigkeit, beständigen Mut und Tapferkeit wider alle Ungerechtigkeit, glücklichen Fortgang seiner An-⸗ schläge, getreue, verständige, kluge Räte, gesundes und langes Leben. Behüte ihn vor Heuchlern und Schmeichlern, vor Kriegen und Blutver⸗ gießen. Schütze ihn durch deine heiligen Engel. Segne das ganze Land und schaffe unsern Grenzen Friede, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 15. Bußtag. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, der du vergiebst Missethat, Übertretung und Sünde, wir treten vor deinen Thron und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir alle mannigfach wider dich gesündigt haben. Wir haben dich, unsern Gott und Herrn, oftmals verlassen, haben der Welt und unserm Fleische gedient und deine heiligen Gebote vielfältig übertreten. Wenn du gerufen, haben wir nicht geantwortet; wenn du gedroht, haben wir vom Bösen nicht abgelassen; wenn du uns gezüchtigt, haben wir uns nicht gedemütiget. Ja wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten. Darum kommen wir jetzt zu dir und bitten im Namen Jesu, deines lieben Sohnes, vergieb uns unsere Schuld und mache uns durch sein Blut rein von allen unseren Sünden. Sieh uns an mit den Augen ndem Eifer, heile, die le in deiner Kirche zur ib und das⸗ nen. Siehe m gepflant ten, stärken, t zu Ewig⸗ er über den gesaget hast von Gott, 5 Ordnung, be fürchten, Gerechtigkeit higes Leben d weil du, leitest die⸗ mit deinem en Wegen inen Thron das Recht und Gerech⸗ nd darüber Mut und seiner An⸗ iges Leben. nd Blutver⸗ das ganze tum, unsern von großer md Süͤnde Herzen, daß haben di und unserm on. Wenn ahen wir „haben en wir di, unheln dee Nelu, deine. durch semn den Augen Gebete für die häusliche Andacht. 55⁵53 deiner Barmherzigkeit, nicht als die Gefallenen, sondern als die Erlösten in Jesu Christo, deinem Sohne. Schenke uns deinen heiligen Geist, daß er uns erleuchte, reinige und erneuere. Hilf uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und laß uns unsträflich erhalten werden bis ans Ende. Nimm dich deiner Kirche gnädig an und schütze sie wider alle Macht und List des Feindes. Segne die Predigt deines Wortes an allen Seelen und bewahre uns, daß der Satan den guten Samen nicht von unsern Herzen nehme. Laß deine Hilfe widerfahren unserm Vater⸗ lande, unserm geliebten Kaiser samt seinem ganzen Hause, allen Obrig⸗ keiten unsers Landes und unsern Gemeinden. Laß unter den Unruhen und Stürmen dieser Zeit unser Vaterland deiner gnädigen Obhut be⸗ fohlen sein. Sei unserm Volke eine starke Schutzwehr gegen alle Feinde und Gefahren, die ihm drohen: bewahre uns unter dem Schatten deiner Flügel in rechter Einigkeit, Liebe und Treue. Erbarme dich eines jeden, der heut mit bußfertigem Herzen zu dir aufblickt. Und wer noch verhärtet ist in Unbußfertigkeit, den erwecke du, o Herr, so lange es noch Zeit ist, und treibe ihn kräftig an, recht⸗ schaffene Früchte der Besserung zu bringen. Alle Kranke und Notleidende, alle Betrübte und Angefochtene be⸗ fehlen wir deiner treuen Vaterliebe. Laß in jeder Anfechtung deinen heiligen Geist die Herzen regieren, stärken und trösten; und jede Trüb⸗ sal laß geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet werden. Welche du aber abberufen willst aus diesem Leben, in denen verherrliche deine Macht und Gnade, daß sie in getrostem Glau⸗ ben von hinnen scheiden und die Seligkeit erlangen, die du uns bereitet hast durch Jesum Christum. Amen. 16. Totenfest. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für; der du die Men⸗ schen lässest sterben und sprichst: Kommet wieder, Menschenkinder! Wir gedenken heute derer, welche du im vergangenen Kirchenjahre aus diesem Leben abgerufen hast. Du hast dich, so lange sie auf Erden wandelten, an keinem unter ihnen unbezeugt gelassen; nun aber hast du jeden an seinen Ort gehen lassen und giebst ihm nach seinen Werken. Ach lehre uns doch, daß auch unser Leben ein Ende hat, und daß du uns dann vor dein Gericht stellen wirst. Denn unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Wir sind wie ein Gras, das da frühe blühet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorret. Es ist nur ein Schritt zwischen uns und dem Tode. Ach lehre uns das doch bedenken und laß dein Gericht allezeit vor unseren Augen stehen, daß wir klug werden. Die Seelen derer, die in diesem Jahre dir und deiner Gnade entschlafen sind, sind nun in der Ruhe. Wir aber schweben noch auf dem Meere dieser Welt, umgeben allezeit und überall von Wellen und Klippen. Führe uns sicher hindurch und laß uns auch zu dir gelangen. Bewahre uns vor dem Ende der Ungläu⸗ bigen und Unbekehrten und laß uns nicht aussäen auf das Fleisch, da⸗ mit wir nicht einst das Verderben ernten, sondern auf den Geist, damit wir das ewige Leben ernten. Schulgebete. Verleihe, barmherziger Vater, daß keiner unter uns ohne Buße sterbe und ohne den seligmachenden Glauben an Jesum Christum, der sein Leben zum Lösegelde für uns gegeben hat und unser Friede ist. Reinige uns durch deinen heiligen Geist von allen Werken des Fleisches und stärke uns täglich zu neuem Eifer in der Heiligung, auf daß wir, wenn du uns rufest, bereit sein mögen. Laß dann, o Gott, deinen heiligen Geist unsrer Schwachheit aufhelfen und uns bei dir vertreten mit unaussprechlichem Seufzen. Dein Licht erleuchte uns, deine Barm-— herzigkeit führe uns, deine Hand schütze uns, deine Gnade helfe uns und schenke uns den Eingang zu deiner Herrlichkeit. Sei mit uns, o Jesu, wenn der letzte Augenblick nun da ist, und erscheine unsern Seelen, wie du für uns gelitten und unsre Sünden getragen hast. Hilf uns, getreuer Gott, daß wir einen guten Kampf kämpfen und Glauben halten, auf daß wir die Krone des Lebens erlangen. Erhalte uns im Glauben an dich und in der Liebe zu dir und stärke uns, gern um deines Sohnes willen in der Welt zu leiden, so wirst du uns auch mit dir herrlich sein lassen. Mache uns treu und erfülle dann an uns die Ver⸗ heißungen, die du den Deinen gegeben hast, daß sie sein sollen, wo du bist, und deine Herrlichkeit sehen. Amen. B. Schulgebete. 1. In deinem Namen, lieber himmlischer Vater, schicken wir uns jetzt wieder an, die Arbeit unseres Berufes auszurichten und zu lehren und zu lernen, was uns befohlen ist. Sende dazu dein Licht und deine Wahrheit und gieb uns erleuchtete Augen unsers Verstandes. Vor allen Dingen aber laß deine Furcht unserer Weisheit Anfang und deinen Geist unser aller Lehrer und Leiter sein. Mache unsere Herzen zu einem tiefen, weichen und reinen Lande und laß guten Samen darauf fallen, daß er darin wurzele und aufgehe und Frucht bringe zum ewigen Leben. Amen. 2. Herr, leite uns in deiner Wahrheit und lehre uns, denn du bist der Gott, der uns hilft; täglich harren wir dein. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Gedenke nicht der Sünden unserer Jugend noch unserer Übertretung, gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist unser Gott;. dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn. Und dein Friede, der höher ist denn alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen. 3. Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, daß du im Schlummer der Nacht uns behütet und uns wieder versammelt hast, unsere Hände zu dir aufzuheben. Laß uns nun die Arbeit des Tages mit Freuden angreifen und die Gabe, welche du einem jeden verliehen hast, mit Treue und Demut gebrauchen. Gieb uns ein sehendes Auge, ein hören⸗ des Ohr und ein waches Gewissen. Fülle uns frühe mit deiner Gnade und segne die Werke unserer Hände. Deinem heiligen Namen sei Ruhm und Preis jetzt und in Ewigkeit. Amen. ohne Duße hristum, der Friede ist des Fleisches auf daß wir, Gott, deinen dir vertreten deine Barm⸗ e helfe uns mit uns, o nsern Seelen, . Hilf uns, zuben halten, im Glauben um deines auch mit dir ins die Ver⸗ Wen, wo du Een wir uns nd zu lehren ht Und deine . Vor allen und deinen e Herzen zu amen darauf zum ewigen denn du bist le, Herr, an her gewesen Übertretung Gute willen. unser Gottt Friede, der ö d. Sinne in Schlummer mfere Häͤnde mit Freuden u hast, nit ein hören⸗ inet Guade + sei Ruhm Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 355 4. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserm Vater, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Gnade flehen wir: sei auch heute gnädig über uns, deine Kinder, und nimm an unser Gebet nach deiner Barmherzigkeit. Denn du bist ja unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott! Laß scheinen in unsere Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsre Sinne, auf daß wir ehrbar wandeln den Weg deiner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unvergänglichen Lichte. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 5.„Die Augen des Herrn sehen auf eines jeglichen Weg, und er schauet auf alle ihre Gänge.“— Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Sohn, daß deine Augen bis zu dieser Stunde auf unsern Weg gesehen und uns bewahrt haben. Nimm auch heute unsern Weg in deine Obhut, daß uns kein Übel und kein Unfall treffe. Du schauest alle unsere Gänge; wenn auch kein Mensch um uns ist, so bist du uns doch nahe und schützest uns; du bist uns nahe und merkest auf uns. Darum lehre uns mit fröhlicher Zuversicht auf dich trauen, der du unser treuer Gott und Vater bist. Aber lehre uns auch mit rechtem Ernst die Sünde scheuen; denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt: wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Laß deinen Segen auf uns ruhn, uns deine Wege wallen, und lehre du uns selber thun nach deinem Wohlgefallen. Amen. 6. Allmächtiger Gott, lieber himmlischer Vater, da wir ohne deines heiligen Geistes Licht und Gnade nichts vermögen, so bitten wir dich, du wollest unsern Verstand erleuchten, unser Gedächtnis stärken und unsern Willen regieren und heiligen, daß wir alles, was wir lesen und hören, recht verstehen, was wir verstehen, wohl behalten, und was wir behalten, wohl anwenden und in einem christlichen Leben beweisen. Be⸗ festige du selbst alles, was wir gehört und gelernt haben, und bestätige das Gute, das du in uns angefangen hast, zu deines Namens Lob und Preis um Jesu Christi, unseres Heilandes, willen. Amen. .9“:“:“:“ 0. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. I. Beim Eingang in die Kirche. 1.„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.“(Ps. 84, 2. 3.) 2. Herr, öffne mir die Herzensthür, zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. Amen. Siehe auch die Lieder Nr. 25, 29 und 35 des Gesangbuchs. . Gebete für gottesdienstliche Handlungen. II. Beim Ausgang aus der Kirche. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gieb mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Amen. III. Am Tauftage. 1. Vor der Taufe. O Herr Jesu Christe, unser einiger Heiland, Trost und Selig⸗ macher, du hast ein herzliches Wohlgefallen an den Kindlein, die zu dir gebracht werden, und nimmst sie gern an zum ewigen Leben. Denn du hast gesagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes. Auf dies dein Wort bringen wir dies Kind durch unser Gebet zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner Erlösung, die du uns am Kreuz durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, durch die heilige Taufe teilhaftig werden; zeichne es in deine Hände und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit um deines heiligen Namens willen. Amen. 2. Nach der Taufe. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du dieses Kind⸗ lein uns geschenkt und bisher behütet und nun verliehen hast, daß es durch die heilige Taufe deinem lieben Sohne, unserm Herrn Jesu Christo, und seiner Gemeinde einverleibet ist! Wir bitten dich demütiglich, du wollest dieses Kind, welches nunmehr dein Kind und Erbe ge— worden ist, bei der empfangenen Gutthat gnädiglich erhalten und treu⸗ lich in der Taufgnade bewahren, damit es nach allem deinem Wohlge— fallen zur Ehre deines Namens treulich auferzogen werde, im wahren Glauben bis zum seligen Ende beständig verbleibe und endlich das verheißene Erbteil im Himmel mit allen Heiligen empfange durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Beim Kirchgang einer Wöchnerin. Allmächtiger, großer und starker Gott; ich erscheine mit Freuden vor deinem heiligen Angesicht und lobe dich für alle deine Wohlthat, womit du mich begnadigt hast. Du hieltest mich, da ich sinken wollte; du erquicktest mich, da ich schwach war; du stärktest mich, als meine Kräfte dahin waren. Du hast alles wohlgemacht und herrlich hinaus— Heft dief nich ellb wol Her mir das Eh me II ——— und Selig⸗ „ die zu dir eben. Denn n solcher ist Kind durch zer Erlösung, en erworben es in deine Seligkeit um der du der nel und auf dieses Kind⸗ hast, daß es Herrn Jest demütiglich, d Erbe ge⸗ n und treu⸗ em Wohlge⸗ im wahren endlich das fange durch „ cronden it Freudef Mohlthat le Vohlthat nlen wollt; als meine lich hnau Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 55⁵⁷ geführt, mich und mein Kindlein lebendig und gesund erhalten bis auf diesen Augenblick. Darum lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Herr, laß dir wohlgefallen das Dankopfer meiner Lippen und nimm das Gebet meines Herzens gnädiglich an! Laß auch ferner deine Barmherzigkeit groß an mir werden; nimm mich in deinen heiligen, gnädigen Schutz; segne das Kind, das du mir anvertraut hast, daß es aufwachse zu deiner Ehre, zu seinem Heil und zu meiner Freude; behüte und segne du meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. IV. Am Konfirmationstage. 1. Fürbitte für die Kinder. Allmächtiger, ewiger Gott, der du diese Kinder aus Gnaden ge⸗ wiürdigt hast, daß sie durch die heilige Taufe deine Kinder und Christi Miterben geworden sind, auch dieselben bisher gnädiglich erhalten, daß sie dich, Vater, und deinen Sohn Jesum Christum durch den christlichen Unterricht erkannt und den wahren Weg zur Seligkeit erlernt haben: siehe, o lieber Vater, um deines Sohnes Jesu Christi willen diese Kinder auch jetzt aufs neue mit Gnadenaugen an. Erleuchte sie mit lebendiger Erkenntnis und vermehre in ihnen die Gabe deines heiligen Geistes, damit sie bei der erkannten Wahrheit zur Gottseligkeit getreu verbleiben bis an ihr seliges Ende. Amen. 2. Gebet der Kinder. O du gnädiger und barmherziger Gott und Vater, deinem heiligen Namen sei Lob, Preis und Ehre, daß du bisher geholfen und diesen teuren Segenstag mich hast erleben lassen. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Große Dinge hast du an mir gethan, getreuer Gott. Was du mir in der heiligen Taufe zugesagt hast, das hast du mir alles getreulich gehalten und wirst mir es heute aufs neue zusichern als deinem Kind und Erben aller deiner himmlischen Güter. O Herr, mache mir diesen Tag zu einem Segens⸗ tag für Zeit und Ewigkeit; gedenke nicht meiner Sünden und Thor⸗ heiten, sondern wende deine Augen allein auf das teure Verdienst Jesu Christi und sei mir um seinetwillen gnädig. O Herr Jesu, erneure mich im Geist meines Gemütes, mache mich los von aller Sünde, heilige mich durch und durch, daß ich mit allen Kräften Leibes und der Seele dir diene und dich preise mit meinem Wandel. Schenke mir Kraft, mein Gelübde zu halten; segne mich für Zeit und Ewigkeit, daß ich dir zu Ehren lebe, leide und sterbe. Mach mich, o Jesu, ewig selig. Amen. V. Zur Vorbereitung oder Beichte. 1. Bußgebet. O barmherziger Gott, ewiger Vater, groß sind meine Sünden, viel und mannigfaltig ist meine Missethat, meine Übertretungen sind un⸗ 55⁵58 Gebete für gottesdienstliche Handlungen. zählig, denn all mein Dichten und Trachten von Jugend auf war zum Bösen geneigt. Ach Herr, wer kann merken, wie oft er fehle? Ver⸗ zeihe mir auch die verborgenen Fehler. Siehe, ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein, o Herr, habe ich gesündigt und übel vor dir gethan, auf daß du Recht behaltest in deinen Worten. Ich bitte dich aber, du wollest nach deiner unaussprechlichen Mildigkeit mit mir nicht ins Gericht gehen, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Wenn du, Herr, willst Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Denn siehe, auf tausend Fragen können wir nicht ein Wort antworten, denn alle unsere Gerechtigkeit ist vor dir wie ein beflecktes Kleid. Deshalb erbarme dich mein, o Gott, nach deiner Güte und tilge meine Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich von meiner Missethat und reinige mich von allen meinen Sünden um deines Namens willen. Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, welche von der Welt her gewesen ist. Gedenke doch nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Ubertretungen; gedenke aber mein nach deiner großen Barmherzigkeit um deiner Güte willen. O gütiger Gott, ich bekenne vor dir, daß nicht meine Werke noch mein Verdienst können austilgen meine Sünde oder deine Gnade erwerben, sondern solches vermag allein das heilige bittere Leiden unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, der sein Blut für uns vergossen hat zur Vergebung der Sünden und unsere Seelen gereinigt. In diesem Glauben rufe ich voll Vertrauen und Hoffnung zu dir, du wollest meine Übertretung aus Gnaden vergeben, meine Sünde zudecken und meine Missethat mir nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler, auf daß meine betrübte Seele und die Gebeine, welche sehr er— schrocken sind, wiederum erfreuet, getröstet und erquicket werden; denn dein ist die Barmherzigkeit und bei dir ist Gnade und viel Vergebung. O Herr, erhöre die Stimme meines Flehens und verachte nicht das Rufen meines Herzens zu dir, um Jesu Christi, meines Herrn und Heilands, willen. Amen. 2. Sündenbekenntnis. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missethat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, damit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner unergründlichen Barmherzigkeit und um des unschuldigen bittern Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen und mir alle meine Sünden vergeben. Amen. 3. Nach der Vorbereitung oder Beichte. O Gott, ich habe dir zugesagt, frömmer zu werden; hilf du mirs vollenden. Gieb mir das Wollen und Vollbringen; gieb mir deinen heiligen Geist, der mich meiner Zusage täglich erinnere. Laß alle im Im auf war zum fehle? Ver⸗ Tkenne meine dir allein, o aß du Recht t nach deiner en, denn vor de zurechnen, en wir nicht dir wie ein deiner Güte leit. Wasche inen Sünden meine Seele, armherzigkeit Gedenke doch gen; gedenke Güte willen. fe noch mein de erwerben, seres Herrn sen hat zut In diesem vollest meine und meine verborgenen sche sehr er⸗ erden; denn Vergebang. e nicht das Herrn und er, elender, hat, die ich dich jemalẽ habe. Oit ich bitte dich unschuldigen Hrifi willn, nherzig san, ud mir all PIPIPIPIRIPIRITITITITITITIIIIIIEEExxxx · Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 559 V Sündenlust, alle verkehrten Gedanken und Begierden und alles, was sündlich ist, in mir absterben und hilf, daß ich mein Leben lang an deiner Huld und Gnade mich erfreue, an deiner Liebe mich sättige, an deiner Treue mich halte, nach deinem Worte mich richte, durch deine Gnade christlich lebe, geduldig leide und durch des Herrn Jesu teures Verdienst selig sterbe und freudig in den Himmel eingehe. Amen. VI. Zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Gebet vor dem heiligen Abendmahl. Barmherziger Gott und Vater, wir bitten dich, du wollest in diesem Abendmahle, in welchem wir das teure Gedächtnis des bittern Todes deines lieben Sohnes Jesu Christi begehen, durch deinen heiligen Geist in unsern Herzen wirken, daß wir uns mit wahrem Glauben deinem Sohne Jesu Christo je länger je mehr ergeben, damit unsere mühseligen und zerschlagenen Herzen mit seinem Leib und Blute, als dem ewigen Himmelsbrote, gespeiset und erquicket werden. Gieb denn, daß wir nicht mehr in unsern Sünden, sondern er in uns und wir in ihm leben, und aufgenommen in den neuen Bund der Gnade, nicht zweifeln, du wollest ewiglich unser gnädiger Vater sein und uns unsere Sünden nimmermehr zurechnen, sondern uns an Leib und Seele ver⸗ sorgen, als deine lieben Kinder und Erben. Verleihe uns auch deine Gnade, daß wir getrost unser Kreuz auf uns nehmen, uns selbst ver⸗ leugnen, unsern Heiland bekennen und in aller Trübsal mit aufgerich⸗ tetem Haupte unsers Herrn Jesu Christi warten, welcher unsern sterb— lichen Leib seinem verklärten Leibe ähnlich machen und uns zu sich in den Himmel aufnehmen wird in Ewigkeit. Amen. 2. Gebet beim Empfange des heiligen Abendmahls. Herr Jesus Christus, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Herr Jesus Christus, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. 3. Danksagung nach dem heiligen Abendmahle. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünden vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben von dem Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missethat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsere Übertretung von uns sein. Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Welcher auch seines eigenen Sohnes ö .ẽ —— 560 Bereitung zum Eide. nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Darum beweiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren; so werden wir vielmehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnet sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir ihm versöhnet sind. Darum soll mein Mund und Herz des Herrn Lob verkündigen, von nun an bis in Ewigkeit. Amen. D. Bereitung zum Eide. Sirach 23, 9—14. Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören und Gottes Namen zu führen. Denn gleichwie ein Knecht, der oft ge— stäupet wird, nicht ohne Striemen ist, also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwöret und Gottes Namen führet. Wer oft schwöret, der sündiget oft, und die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben. Schwöret er und verstehet es nicht, so sündiget er gleichwohl; verstehet ers und verachtets, so sündiget er zwiefältig; schwöret er aber vergeblich, so ist er dennoch nicht ohne Sünde; sein Haus wird hart gestraft werden.— Ohne Menschenfurcht und ohne Menschengefälligkeit, niemandem zu lieb und niemandem zu leid, soll ein Christ, wenn es die Obrigkeit oder die Not von ihm fordert, einen Eid schwören und dabei mit Be⸗ sonnenheit und Überlegung die Wahrheit sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Die gewöhnliche Eidesformel lautet:„Ich schwöre bei Gott, dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen und Ge⸗ wissen die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzu⸗ setzen werde, so wahr mir Gott helfe(durch Jesum Christum)“. Heilig, heilig sei der Eid selbst beim Tageslicht verdammen. euch, ihr Christen, die ihr schwöret. Wo man falsche Eide schwört, Denkt an die Gerechtigkeit droht ein furchtbar Racheschwert. eures Richters, der euch höret. Alles bringt er an das Licht, muß zum Fluch dem Meineid werden, alles muß vor sein Gericht. Gott nimmt alle Huld zurück, Hebt ihr eure Hand zum Schwur, alles Heil verdorrt auf Erden, dann ergreif euch heilger Schrecken; jede Freude wird vergällt, weiß es keine Kreatur, und zur Wüste wird die Welt. Gott der weiß es, wirds entdecken, Drum für aller Welt Gewinn wenn ihr frevelhaft den Eid geb ich nicht des Herzens⸗Ruhe, durch ein falsches Wort entweiht. nicht die Überzeugung hin, Zittert: das Gewissen wacht, recht und wahr sei, was ich thue. ja es wird mit Feuerflammen Arm und niedrig mag ich sein, euch beim Graun der Mitternacht, bleib ich nur vom Meineid rein. Selbst das höchste Lebensglück gegeben; wie set Gott seine da wir noch u werden vor sind. eines Sohnes, werden durch — — verkündigen, im Schwören t, der oft ge⸗ ch nicht r²in ret. Wer oft Hause nicht gleichwohl; wöret er aber wird hart iemandem zu die Obrigkeit abei mit Be⸗ ge Vahrheit ei Gott, den sen und Ge⸗ nichts hinzu⸗ mp. verdammen. schwört, scheschvett. ebensglüt ineid werden, zurück fErden, ällt, ie Belt. Gewinn ns Ruhe, in 10 thue. ich sein, meid rei. Gebete in allerlei Not. 561 Herr, du erforschest mich und kennest mich: ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehest meine Gedanken von ferne; ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest. Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, stehe du mir bei, wenn ich nun vor dir stehe und meinen Eid schwöre. Erleuchte mich, daß ich innerlich bei mir selbst recht klar alles sehe und verstehe, worüber ich Zeugnis ablegen soll, und hilf mir, daß ich offen und freimütig die Wahrheit rede in voller Aufrichtigkeit und Lauterkeit des Herzens ohne alle Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Laß kein falsches, unwahres Wort über meine Lippen kommen und laß mich allein daran denken, wie ich vor dir bestehen kann, auf daß meine Seele keinen Schaden nehme, sondern durch deine Gnade bewahrt bleibe zum ewigen Leben. Dazu hilf mir durch Jesum Christum, meinen Herrn und Heiland. Amen. Ps. 139, 23. 24. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege— E. Gebete in allerlei Not. 1. Gebet um Hilfe. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du bist von Herzen gütig, langmütig und von großer Gnade und Treue und lässest dich des Übels reuen, wir bitten dich demütiglich, du wollest dein väter⸗ liches Angesicht nimmermehr von uns wenden in aller unsrer Wider⸗ wärtigkeit, sondern deine gnädige und väterliche Hand uns reichen und uns endlich von allerlei Jammer und Not des Leibes und der Seelen ewiglich erlösen, durch Jesum Christum, deinen lieben Soͤhn, unsern Herrn. Amen. 2. In innerer Anfechtung. Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mich in der hei⸗ ligen Taufe zu deinem lieben Kinde aufgenommen und mich durch dein Wort geheiliget und bisher erhalten hast. Weil ich aber mit großer Traurigkeit meines Herzens beladen und täglich geängstiget werde, daß ich meine Betrübnis nicht aussagen noch aussprechen kann: so bitte ich dich, treuer Gott, verlaß mich doch nicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir, halte mich fest bei deiner Hand, daß ich nimmermehr sinke noch von dir geschieden werde. Mit traurigem Herzen stehe ich des Morgens auf, mit betrübtem Geist esse ich, mit Angst und Schmerzen lege ich mich wieder nieder und habe keine Ruhe in mir: ach Gott, siehe an mein Elend und Kummer; ich wollte dir gerne mit fröhlichem Herzen und Munde dienen, aber ich vermag es nicht, wie stark ich mich wehre und dawider streite, ich bin gar zu schwach zu diesem großen Kampf. Darum hilf mir Schwachen, 36 — 2.—..— ...... — 562 Gebete in allerlei Not. o du starker Gott, und gieb mir deinen heiligen Geist, der mich erfreue und tröste in aller meiner Traurigkeit. Ich weiß ja, daß ich dein bin im Tode und Leben, es kann mich nichts von dir scheiden, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Trübsal noch Angst, ob ich gleich jetzt in Angst und Kümmernis schwebe. Herr, ich hoffe auf deine Gnade, du wirst mich nicht unerhöret von dir lassen, sondern alle Angst aus meinem Herzen reißen und mir ein neues Freudenlied in meinen Mund geben. So will ich dich für deine Güte rühmen, loben, preisen und danken und dir dienen hier und in Ewigkeit. Amen. 3. Bei einem Ungewitter. O du großer und schrecklicher Gott, dem Sturmwinde und Feuer⸗ flammen dienen müssen, der du auf den Wolken fährst wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel und Blitzen auslässest: wir armen Menschen müßten ja in einem Augenblick verderben, wenn du deine ver⸗ nichtenden Strahlen auf uns gehen hießest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und erzittern, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Rollen deines Donners. Ach ge⸗ denke nicht unserer Sünden und Missethaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Bewahre uns Leib und Seele, Haus und Hof und die lieben Früchte des Feldes. Behüte uns vor grausamem Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigkeit und ängstliche Furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Unwetter vorüber gehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen einst in das ewige Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, Sohn und heiligen Geist, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen! Amen. 4. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue: wir erkennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unseren Sünden wider uns erweckt haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Kranken und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergieb ihnen alle ihre auf schaff festha höre hochg hart 40 Tode 1u v Herr unser Barr Gott tigur zu f ligke Mar wird dene Kind Leib gesse 16. habe laute 3u! stoße denn getre Off. Kran Pal 18 Verfrene dein bin „ weder ob ich öret von mir ein ür deine und in d Feuer⸗ f einem r armen eine ver⸗ bebt und n, wenn icht und Ach ge⸗ gnädig d Seels, uns vor von uns in uns ing und diesem N deiner wir die sen eins müssen, ohn und Amen. üte ud unseren ater, Im. deinem sei uns ö großen machten tte Ns. ken un 96 ihmen. nen all Gebete für Kranke und Sterbende. 563 ihre Sünde. Lehre hierbei uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsre Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Er⸗ höre uns, erhöre unsre Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. F. Gebete für Kranke und Sterbende. 1. Sprüche aus Gottes Wort für Kranke. Kurze Seufzer: Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach du, Herr, wie lange!(Ps. 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen vom Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsre Missethaten habens ja verdient.(Jerem. 14, 7.) So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?(Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.(Dan. 9, 18.) Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(1. Joh. 1, 7.) Alle Züch⸗ tigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerech⸗ tigkeit denen, die dadurch geübet sind.(Hebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.(Jac. 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht ver⸗ gessen; siehe in meine Hände habe ich dich gezeichnet.(Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.(Hebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus⸗ stoßen.(Joh. 7, 37. 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offb. 2, 10.) (Auch können folgende Abschnitte der heiligen Schrift von dem Kranken gelesen oder demselben vorgelesen werden: I. Petr. 5, 6—11. Pfalm 130. 25. 42. 63, 2—9. 91. Klagel. 3, 22—42. Röm. 8, 18—27, 28—39. 1. Petr. 1, 3—9. Psalm 126. Offb. 7, 9—17.) 36* Gebete für Kranke und Sterbende. 2. Auf dem Krankenbette. 1. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, weil du uns geboten hast und gesprochen:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich er⸗ retten, und du sollst mich preisen,“ deswegen schreie ich zu dir in dieser meiner großen Not, durch Jesum Christum deinen lieben Sohn, und bitte dich, du wollest mich armen sündigen Menschen nicht verlassen. So nun diese meine Krankheit nicht zum Tode ist, so hilf mir auf, daß ich genese um deiner Barmherzigkeit willen, auf daß ich deine Macht und Kraft an mir verkündige und preise. Wo es mir aber nützlicher ist, zeitlich zu sterben, denn allhier in diesem Jammerthal und elenden Leben zu bleiben, so geschehe, Herr, dein göttlicher Wille, wie im Himmel also auch auf Erden. Verleihe mir nur Gnade, daß ich mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlich ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr abgeschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 2. Mein Gott, es hat dir nach deinem heiligen Rat und Willen gefallen, mich auf dieses Krankenbett zu legen und dadurch nicht allein mich von meinen Geschäften, meinen Sünden und sündlichen Gewohn⸗ heiten abzuschneiden, sondern mich auch an meinen Tod zu erinnern, mich aufmerksam zu machen, daß ich ein sterblicher Mensch sei. Siehe, meine Tage sind eine Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir: ach wie gar nichts sind doch alle Menschen, die doch so sicher leben! Ich weiß auch, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach das Gericht. Doch vergesse ichs nur zu leicht wieder. Darum bitte ich dich: ach Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Ich weiß auch, daß ich alles muß verlassen, meine Habe, Gut, Ehr, Glück und was ich in der Welt besitze. Ich habe hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suche ich. Daran möge mich meine Krank- heit erinnern, damit ich mich mit Gebet, mit Buße und Glauben, mit wahrer Prüfung meines bisherigen Lebens zum seligen Sterben bereite und also von Welt und Sünde abgezogen und mein Leben, Geist und Seele dir geheiligt werde. Siehe, mein Gott, hie bin ich, nimm meine Seele hin; aber bereite mich zuvor recht in der Zeit, daß, wenn ich sterbe, ich mög in deiner Gnade und selig sterben. Amen. 3. Morgengebet eines Kranken. Heiliger Gott, Vater, Sohn und Geist, ich komme jetzt, da der Tag angebrochen, vor deinen Thron und danke dir, daß du mich diesen Tag wieder hast erleben lassen. Du weißt, Herr, wie ich die Nacht auf meinem Krankenbett zugebracht habe. Ich kann nicht genug deine Güte preisen, daß du das Licht der Sonne mich wieder sehen lässest. Die Sonne geht wieder auf: Herr, mein Gott, laß auch deine Gnade neu über mich aufgehn. Gieb mir mit diesem Tage neue Kräfte und neue Geduld, mein Leiden willig zu tragen. Es hat dir gefallen, Herr, mich auf dies Krankenbett zu legen: wohlan, ich will darauf bleiben, so lange s dil allein Seele zu pr wenn trübe und ich, beten, Heil dem mir meine Schw erschr Weich und aufle es W Güte mir lebt. Lebe sagt. Schi eine der 6 groß Nac Ven lindr glück Hert Der Nesu nicht Meis uah Mi b1 lass erhe Nad Him geboten dich er⸗ in dieser hn, und Herlassen. nir auf, e Macht nützlicher elenden Himmel n deinen fest im he. Laß m meine Hristum, Willen t allein Gewohn⸗ erinnern, Siehe, ie nichts so sr sterben, in Ende on muß. ut, Ehr, bleibende e Krank ben, nit ů n bereite Heist und m meine wenn ich der Zag esen Tag Gebete für Kranke und Sterbende. 565 es dir gefällt. Du willst mich dadurch in die Stille führen, damit du allein mit mir reden und mich unterweisen mögest, wie ich für meine Seele sorgen soll. Ich will die Zeit benutzen, mein vergangenes Leben zu prüfen: ob ich dir gedient, dich geehrt, dir gehorcht habe. Gieb, wenn ich solches verneinen muß, daß ich mich von Herzen darüber be— trübe und wahre Buße thue, auch mit dir einen neuen Bund mache und also mit Furcht und Zittern schaffe, selig zu werden. Gieb, daß ich, o Jesu, den ganzen Tag möge mein Herz bei dir haben, eifrig beten, an deine Leiden, Wunden und Tod gedenken und das wahre Heil meiner Seele betrachten. Gieb mir einen schönen Trostspruch nach dem andern in mein Herz, der deiner Liebe mich versichere, deine Gnade mir versiegele und deiner Hilfe mich vergewissere. Erquicke mich in meiner Mattigkeit und stärke mich durch deinen heiligen Geist in meiner Schwachheit. Bewahre mich vor neuen Schmerzen, traurigen Stunden, erschreckenden Zufällen; willst du mich aber Leiden empfinden lassen, so weiche nicht von mir. Hilf mir den Tag glücklich und selig vollenden und alles mit Gelassenheit und stillem Mut annehmen, was du mir auflegest. Siehe, mein Gott, hier bin ich, mache es mit mir, wie dir es wohlgefällt. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Ich will deine Güte rühmen und deine Barmherzigkeit preisen über alles, was du an mir gethan hast. Amen. 4. Abendgebet eines Kranken. Ach du barmherziger Gott, ich habe nun wieder einen Tag über⸗ lebt. Herr, du hast nach deiner Güte bis auf diese Stunde mir mein Leben gefristet, dafür sei deiner Vatertreue herzlich Lob und Dank ge⸗ sagt. Besonders preise ich deinen Namen, daß du diesen Tag meine Schmerzen und Krankheit mir hast tragen helfen. Ja, Herr, du legst eine Last auf, aber du hilfst uns auch. Der Herr hört das Schreien der Elenden und verweigert ihnen nicht, um was ihr Mund bittet. Ach großer Gott, die Nacht bricht herein, bleibe bei mir und weiche diese Nacht nicht von mir. O heilige Dreieinigkeit, ich lobe dich in Ewigkeit. Wende diese Nacht von mir ab alle gefährlichen und plötzlichen Zufälle; lindre meine Schmerzen; bewahre mich vor Schrecken, Angst und Un⸗ glück. Ach bleibe, himmlischer Vater, bei deinem kranken Kinde. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? O Jesu, die Sonne ist gewichen, du, o Sonne der Gerechtigkeit, weiche nicht von mir. O du werter heiliger Geist, Tröster der Betrübten und Beistand der Elenden, bleibe bei mir, stärke mich und erhalte mich in wahrem Glauben und christlicher Geduld. Heilige Dreieinigkeit, nimm mich auf in deinen Schutz. Der Herr segne mich und behüte mich mit all den Meinen und samt allen Betrübten und Leidenden; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Und soll ja diese Nacht die letzte sein in diesem Jammerthal, so nimm mich, Herr, in Himmel ein, in deinen Freudensaal. Amen. 566 Gebete für Kranke und Sterbende. 5. Dankgebet nach Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, preise seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünde vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Denn die Güte des Herrn ists, daß es nicht mit mir gar aus ist, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. Ich habe dir, Gott, gelobet, daß ich dir danken will, so will ich dir demnach jetzt Dank opfern und meine Gelübde bezahlen, daß du mir geholfen hast. Meine Lippen und meine Seele, die du erlöset hast, sind fröhlich und lobsingen dir. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht verdürbe, du warfest alle meine Sünde hinter dich zurück. Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich dachte vielmal: nun bin ich gar dahin. Aber du hast meine Seele vom Tode errettet, die Stimme meines Flehens erhöret und meine Klage in einen Reigen verwandelt. Viele sprachen von meiner Seele: sie hat keine Hilfe bei Gott. Aber auf dich hoffete mein Herz, und mir ist nun geholfen. Da ich zu dir schrie, machtest du mich gesund. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen! Ich will sie verkündigen und davon sagen, so lange ich lebe. Gelobet seist du, Herr, täglich, und gerühmet sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden, sondern das gute Werk gnädig vollführen, so du in mir angefangen, und mich von Tag zu Tag mehr stärken und durch deinen guten Geist auf gute Wege leiten, daß ich hinfort nicht mehr sündige, damit mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten und befiehl deinen heiligen Engeln, daß sie mich auf den Händen tragen, damit ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir, eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe, auf daß dir immerfort lobsinge meine Seele und nicht stille werde. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. 6. Fürbitte für Sterbende. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du unser Leben erhältst auch im Tode und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen deiner Barmherzigkeit wenden zu diesem unserem kranken Mitbruder, der dein Geschöpf und Ebenbild ist, ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle Sünde aus Gnade vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missethat; denn er ist auf dessen Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und gereiniget. So errette ihn nun von den Schmerzen der Krankheit, verkürze ihm seine Leiden. Erhalte ihn wider alle Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritter⸗ lich f ewigen zu der unserm 1 in me Gott hleibe sich g festem Ich u ich, ar 2 Selle, Hott; Nsu, 0 laf bonr Indel hast. denn mich dort! lachte mit( 0 Hert, Mein winde Mein alle mit; Freu denn dein seine Mme e seinen cht, was d heilet ind dich rrn ists, 'och kein sch habe lach jetzt en hast. lich und U, Hert, ürbe, du hatten Aber du erhöret en von ete mein du mich an mit ich lebe. Name it nicht so du in d durch ht mehr dir mein lllig is deinen meinen in Gott, auf daß r, mein erhälht n deiner der dein und ihm + Gebete für Kranke und Sterbende. 567 lich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben und schicke ihm deine heiligen Engel, daß sie ihn begleiten zu der himmlischen Gemeinde aller Auserwählten in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 7. Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen. 1. Ach barmherziger, gütiger Gott, hilf mir in meinem Leiden und in meiner Todesstunde; o mein Gott, du bist ja allezeit mein gnädiger Gott und mein Beistand gewesen, ach bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir, es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneiget. O werter heiliger Geist, stärke mich, erhalte mich in festem Glauben bis an mein Ende, erleuchte mich zum ewigen Leben. Ich will auf Jesu Blut und Wunden sterben: dem lebe ich, dem sterbe ich, auf sein Verdienst verlasse ich mich. Amen. 2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Jesu, du Licht meiner Seele, wenn meine Augen wollen dunkel werden, so laß in meiner Seele aufgehen die himmlische Klarheit; weiche nicht von mir, wenn meine Augen brechen; zeige mir alsdann deine Gestalt und laß mich sehen dein Bild, wie du dich am Kreuz zu Tode geblutet hast. Ob ich schon wandre im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn mein Jesus ist bei mir. Ja, mein Jesu, bleibe bei mir, stärke mich im Glauben und laß mich dein Eigentum sein hier zeitlich und dort ewig. Amen. 3. Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß hilf mir, lieber Herr, ich weiche nicht von dir, ach bleibe du auch bei mir. Jesu, wenn mein Kampf angeht, so hilf mir ringen, so hilf mir siegen und über⸗ winden; wenn die Angst meines Herzens groß wird, so führe mich aus meinen Nöten. Ich bin ja dein Eigentum, darum führe mich durch alle Angst hindurch zur Freude, zur Wonne, zur Herrlichkeit. Bist du mit mir, so fürchte ich mich nicht, so bin ich selig, so werde ich zur Freude eingehen. Amen. 8. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. 568 Gebete für Kranke und Sterbende. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Mattl Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir. Eile Rattl mir beizustehen, Herr, meine Hilfe. Psalm 38, 22. 23. Luc.“ Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Foh. Tode errettet. Psalm 68, 21. Lieder Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich er⸗ löset, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Matt Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58. Au Lul. Lue. 9. Gebet am Begräbnistage. Ae Treuer Gott, lieber himmlischer Vater, wir danken dir herzlich für Lade alles Gute, das du dem Verstorbenen von seiner Kindheit an bis auf diese Stunde an Leib und Seele erwiesen hast, besonders, daß du ihn Matt aus seinem großen Elend errettet, seine Seele, wie wir zu deiner Gnade hoffen, im Glauben erhalten und nunmehr in die ewige Herrlich— Liͤde keit aufgenommen hast. Erfreue nun diese uns so teure Seele vor deinem Throne unter der Anzahl vieler tausend heiligen Engel und 2.6 Auserwählten, und laß den Leib in seinem Grabe sanft ruhen bis zur Lidd fröhlichen Auferstehung. Lehre uns auch bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir 0 klug werden, und in steter Buße, im wahren Glauben, in christlicher Bal Geduld und beständiger Hoffnung uns zu einer seligen Nachfolge zube— Wde reiten und das Ende unseres Glaubens davon bringen, nämlich' der Seelen Seligkeit. Tröste und erfreue uns alle wieder, die wir durch Hiob diesen Todesfall so tief betrübt worden sind, und laß uns erkennen, Nat. daß dein heiliger Wille also geschehen sei. Gieb auch, daß wir uns Oul. alle einst bei dir in dem ewigen Leben mögen wiedersehen, da niemand Joh. unsere Freude wird von uns nehmen. 1. K6 Steure allem Bösen in dieser Welt und unserm eigenen Fleisch Hied und Blut und hilf uns dieselben überwinden. Stärke uns, daß wir getreu sein mögen bis in den Tod, auf daß wir einst die Krone des 0 Lebens empfangen. Und dies alles um Jesu Christi, seines schmerzlichen Nh Todes, seiner siegreichen Auferstehung und Himmelfahrt willen, und in Lud Kraft des heiligen Geistes. Amen. — Rs. Lied 10. Kranken- und Sterbetrost aus Bibel und Gesangbuch. 1. Vom Segen des Leidens. Röm. 5, 1—5. 2. Kor. 4, 7—18. Jac. 1, 2—12. Hebr. 12 Lieder Nr. 396. 405. 2. Vom Vertrauen auf Gott und des Gebetes Kraft. Psalm 6. 23. 25. 39. 71. 77. 90. 91. 116. Jes. 38. 2. Kön. 20, 1—11. Hiskias Krankheit und Gebet. Luc. 11, 1—13. Anhalten im Gebet. Luc. 18. 1—8. desgl. Lieder: Nr. 365. 366. 370. 371. 378. 403. 406. 523. 524. 511. 7 die Velt nir. Cile der vom mich er rzlich für auf du ihn u deiner Herr lich⸗ zeele vor ngel und bis zur daß wir hritlih er erkennen, wir uns niemand Fliih daß wlb rone des nerzlichen und in ugbuch. „ 5—11. Gebete für Kranke und Sterbende. 3. Vom Trost und der Hilfe des Herrn. Matth. 8, 1—13. Der Hauptmann. Matth. 9, 27—33. Der Blinde. Luc. 10, 23—37. Der barmherzige Samariter. Joh. 5, 1—16. Der 38jährige Kranke. Lieder: Nr. 96. 99. 369. 379. 408. 4. Christus der Sünderfreund. Matth. 9, 1—8. Der Gichtbrüchige. Luc. 7, 36—50. Die Sünderin. Luc. 15. Das verlorene Schaf ꝛc. Luc. 23, 39—43. Der Schächer. Jes. 53. Das Lamm Gottes. Lieder: Nr. 93. 98. 237. 252. 256. 272. 278. 308. 5. Von der Geduld und Ergebung im Leiden. Matth. 11, 28—-30. Klagel. 3, 17—33. Matth. 26. 27. 15. Wue 22. 23. Joh. 10. 18. 19. Lieder: Nr. 102. 104. 108. 367 375. 385. 399. 6. Sehnsucht nach oben. 2. Kor. 5, 1—10. Phil. 3, 12—21. Lieder: Nr. 376. 473. 480. 484. 485. 494. 7. In tiefer Angst und Not. Psalm 6. 22. 42. 88. 130. Lieder: Nr. 102, Str. 9 u. 10. 365. 370. 389, Str. 1. 526. 8. Trost der Auferstehung. Hiob 19, 1—29. Ich weiß, daß mein Erlöser ꝛc. Matth. 0, 18—26. Jairi Töchterlein Ouc. 17, 1116. Jüngling zu Nain. Joh. 11. Lazarus. 1. Kor. 15. Joh. 5, 24—29. 1. Thess. 4, 13—18. Lieder: Nr. 127. 520. 9. Bereitung aufs Sterben. Joh. 14. 15. 16. 17. Psalm 39. Psalm 90. Lieder: Nr. 475. 476. 480. 490. 492. 495. 10. Vom ewigen Leben. 35. Offb. 7, 9—17. 21. 22. ——3 Nr. 489. 510. 513. 514. 522. Narce. 14. Verzeichnis der alten und der neuen(von der II. und der XII. rhein. Provinzial⸗ Synode aufgestellten und durch Allerh. Ordre vom 4. Januar 1862 geneh⸗ migten) kirchlichen Bibel-Lektionen, wie solche vom 1. Advent 1862 an in der evangelischen Kirche Rheinlands in Gebrauch sind. (Die Lektionen des zweiten und vierten Jahrgangs sind die altkirchlichen Episteln und Evangelien.) J. Advent Sonnt. n. W. Sonnt. n. N. Neujahr Epiphanias n. Epiph. cht. Micha 5, 1—3. Erster Jahrgang. Altes Testament. Jer. 31, 31—34. Der neue Bund. Jes. 2, 2—5. Gesetz aus Zion. Hagg. 2, 2—10. Der pel der Zukunft. Jes. 40, 1—9. Stimme des Predigers in der Wüste. Bethlehem. Tem⸗ Spr. 8, 22—36. Die Weis⸗ heit von Anfang. Jes. 63, 7—17. Du Herr, unser Vater. Ps. 90. Vergänglichkeit. Ps. 146. Gott hält Glauben. Jes. 49, 1—13. der Heiden. Ps. 8. Des Menschen Ehre. Ps. 53. Allzumal 2. Mos. 20, 1—20. Gebote. Ps. 32. Das Bekenntnis der Sünde. Das Licht Sünder. Zehn Evangelium. Luk. 1, 67—79. Zacharias Lobgesang. Luk. 13, 18—27. Das Senf⸗ korn. Luk 17, 20—30. Das Reich Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis Predigt. Matth. I, 18—23. Sohn des Höchsten. Joh. 1, 118. ward Fleisch. Luk. 2, 25- 32. Simeon und die 46.1215. 0 Luk. 4, 16—21. D nehme Jahr. Matth. 3, 13—17. Jesu. Mark. 1, 14—22. schaft und die Joh. 1, 35—42. und sehet es! Joh. 1, 43—51. Joh. 3, 22—30. zu Enon. Joh. 4, 5—26. im Geist. Das Wort —23 ange⸗ Die Taufe Die Bot⸗ Boten. Kommt Nathanael. Der Täufer Anbetung obinzial⸗ 2 geneh⸗ ent 1862 ud. irchlichen m. gacharias as Reich e Johannis Sohn as Vort meon und as aulge⸗ die Taufe Die Bot⸗ oten. Kommt athan. V Täuse Anbetung — 5. n. Epiph. HN Septuages. Sexagesimä Estomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Ostern 2 5 Quasimod. Miserikordias Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten 2. 0 Trinitatis I. u. Trin. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Joh. 6, 53—64. Das Brot vom Himmel. Joh. 7, 33—39. Jesus war noch nicht verkläret. Das Gast⸗Luk. 6, 20—35. Selig und Altes Testament. Ps. 42. Durst nach Gott. Ps. 50. Der Bund mehr als Opfer. Spr. 9, 1—12. mahl der Weisheit. Wehe. Ps. 119, 89—105. Freude Luk. 9, 18—26. Du bist am Ges etz. Christus. Ps. 62, 28 Gott hilft mir. Luk. 10,38—42. Linsist uot. Pred. Sal. 7, 3—9. Das Mark. 2, 18—22. Das Fasten. Haus der Kl age. Ps. 39. Wes sol ich mich Luk. 6—50. Die Sün⸗ trösten? Bein Jes. 42, 1—8. Mein Knecht Luk. 10, 17—22. Rückkehr der Auserwählte. 05 Siebenzig. Klagl. 3, 18—39. Göttliche Joh. 12—20. Ich bin Züchtigung. é 918 Licht der Welt. Ps. 43. Richte mich, Gott! Joh: 11, 41—-53. Laz ari Auf⸗ erweckung u. Kaiphas Rat. Joh. 12, 1-19. Salbung und Einzug. Die Strafe Luk. 23, 44—49. Sach. 9, 8—12. kommt. Jes. 33, 1. Dein König Jesu Ver⸗ liegt auf ihm. scheiden. Jes. 23, 8 2. Seines Joh. 20, 1—10. Das leere Lebens Länge. Grab. Ps. 118, 14—29. Man singt Joh. 20, 11—18. Maria. vom Siege. Ezech. 37, 9— 14. Die T 21, 15—19. Hast du wieder lebendig. mich liebꝰ Jes. 54, 7—14. Die Erbar⸗Joh. 15 9—16. Die Freunde mung. Christi. Jes. 40, 25—31. Verjüngung. Joh. 15, 17—27. Der Welt Haß. Ps. 40, 2—12. Ein neu Lied. Joh. 17,1—10. Fürbitte Jesu. P‚. 116. Der Herr hört. Luk. 11, 1—13. Er lehrt sie bitten. Ps. 110. Sitzen zur Rechten. Joh. 17, 1126. in der Welt Nicht mehr Ps. 122. Jerusalem und die Apostelg. I, 15—26. Mat⸗ Stämme. daee. Joel 3, 1—5. Ausgießung. Apostelg.„1—13. Pfingst⸗ Wunden Ezech. 36, 22—28. Geistl. Apostel g. 2, 37—47. Die Besprengung. Gemeine. Jes. 6, 1—7. Der dreimal Matth. 28, 16—20. Der Heilige. Name des Vaters, des Sohnes u. des heil. Geistes. 1. Mos. 17, 1—7. Wandle Apostelg. 3, 1—11. Der vor mir. Lahme gehend. 5. 6. N. 7 7 Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Altes Testament. 1. Mos. 22, 1—18. Abra⸗ hams Versuchung. 1. Mos. 28, 10—22. Wie heilig ist diese Stätte. 2. Mos. 3, 1—15. Mosis Beruf. 2. Mos. 17, 1.—7. aus dem Fels. 5. Mos. 6, 1—9. Ein Herr. Wasser 5. Mos. 32, 1—7. Gott allein die Ehre. 5. Mos. 33, 1—3. Segen Mosis. 1. Sam. 3, 1—19. Samuel und Eli. 1. Sam. 7, 5—12. Denkstein der Hilfe. 2. Sam. 7, 1—16. Er soll mein Sohn sein. 2. Sam. 7, 17—-29. Wer bin ich, Herr, Herr? 2. Sam. 24, 10—14. Strafe der Volkszählung. 1. Könige 3, 5—14. Salo⸗ mos Bitte. 1. Könige 19, 1—18. Elias aauf Horeb. 2. Chron. 15, 1—8. Der Herr ist mit euch. Ps. 130. Aus der Tiefe. Spr. 16, 1—9. Befiehl dem Herrn deine Wege. Ezech. 33, 12—20. Fromm gewesen hilft nicht. Pf. 121. Der Hüter. Pf. 125. Die Berge um Jerusalem. Ps. 127. Gottes Segen. Pf. 123. Achtung auf des Herrn Wink. Evangelium. Apstg. 4, 1—12. Die Apostel vor dem Rat. Apstg. 4, 13—22. Wir können es ja nicht lassen. Apostg. 4, 23—37. Gebet der Gemeine. Apostelg. 5, 1—11. Ananias und Sapphira. Apostelg. 8, 26—38. Der Kämmerer. Apostelg. 9, 1—19. Pauli Bekehrung. Apostelg. 14, 8—18. Lystra. Apostelg. 16, 16—-34. Der Kerkermeister. Apostelg. 17,21—34. Paulus zu Athen. Apostelg. 20, 15—-38. Pauli Abschied. Apostelg. 26, 24-31. Paulus und Agrippa. Luk. 12, 1—8. Furcht und Furcht. Luk. 15, 11—32. lorene Sohn. Luk. 9, 46—56. Die Donners⸗ kinder. Der ver⸗— Luk. 9, 57—62. Unreife Nachfolger. Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗ geborne. Mark. 10, 17—27. Der reiche Jüngling. Mark. 12, 38—44. Der Witwe Scherflein. Luk. 12, 15—23. Der reiche Narr. Mark. 12, 28—34. Das vornehmste Gebot. Luk. 19, 1—10. Zachäus. Luk. 19, 11—27. Die Pfunde. Jes. 8, 9—17. Hier ist Immanuel. Ps. 126. Die Gefangenen Zions. Jes. 63, 1—9. Der Tag der Rache. Luk. 16, 10—17. Geringen. Treue im Luk. 12, 35—46. Wachen. Luk. 12, 49—57. Zeichen der Zeit. m. 1e Wposel Bir können N. Gebet der Ananias . Paulus 8. Pauli . Paulus Ircht und Der ver⸗ Donners⸗ Unreife er Blind⸗ nchiu 2 Pfl unde. Treue inn Pachen Zichn 27. n. Trin. Bußtag 1. Advent 2. 3.9 * 1. Weihnacht 2. V Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias — n. Epiph. .. Septuages. Sexagesimä Estomihi Invokavit Pf. 103. Jes. 58, 110. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Altes Testament. Vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. das Gott erwählet. Das Fasten, Lnk. 13, 1— 573 Evangelium. Joh. 14, 1—6. Die bereitete Stätte. 9. Gottes Lang⸗ mut. Zweiter Jahrgang. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Hosianna! Röm. 13, 11—14. Luk. 21,25—386. Das Ende. Röm. 15,4—13. Matth. 11, 2.—10. Der Täufer im Gefängnis. Joh. 1, 19—28. Das Zeug⸗ nis Johannis. . Luk. 2, 1—14. Die Geburt. Luk. 2, 15—20. Die Hirten. Luk. 2, 33—40. Simeon und Hanna. Luk. 2, 21. Der Name Jesus. Matth. 2, beweint ihre Matth. 2,1—12. 13—23. Rahel Kinder. Die Weisen. Luk. 2, 41—52. Der 12jäh⸗ rige Jesus. Joh. 2, 1—11. Hochzeit zu Kana. Matth. 8, 1—13. Sei ge⸗ reinigt! Matth. 8, 23—27. Das Schiff im Sturm— Matth. 13, 24—30. Unkraut und Weizen. Matth. 17, 1—9. Die Ver⸗ klärung. Matth. 20, 116. Der Lohn der Arbeit. Luk. 8,4 15. Der Säemann. Luk. 18,31—43. Die Leiden. — Der Blinde. Matth. 4, 1—11. suchung. Die Ver⸗2. Gal. 3, Epistel. Das Heil nã her. Der Heiden Hoffr 5— 1. Kor. 4, 1—5. Der Herr richtet. Phil. 4, 4—7. Freuet euch! Tit. 2, 11—14. Heilsame Gnade. Apostelg. 6, 8—7, 2. und V. 51—59. Stephanus. Gal. 4, 1—7. Der Erbe ein Kind. 23—29. Glaube. Tit. 3, 4—8. Gottes. Jes. 60, 1—-6. kommt. Röm. 12, 1— Der ver⸗ nünftige Gotterdienst Röm. 12, 7—16. Nicht träge, wa⸗ s ihr thun sollt. Röm. 12, 1721. Fried⸗ fertigkeit. Röm. 13, 8—-10. erfüllung. Kol. 3, 12—17. Das Band der Vollkommenheit. 2. Petr. I, 16 2l. dem heil. Berge. 1. Kor. 9, 2410, 5. Das Kleinodf d für die Wettläufer. 2. Kor. 11, 19—12, 9. Ich bin wohl mehr. Gesetz und Freundlichkeit Dein Licht Gesetzes- Auf 1. Kor. 13. Die Liebe. Kor. 6, 1—10. Tag des Heils. Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Ostern 2 Quasimod. Miserikordias Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten 2„ Trinitatis 1. n. Trin. 2 Verzeichnis der kirchlichen Evangelium. Matth. 15, 21—28. kananäische Weib. Luk. 11, 14—28. Der Starke und Stärkere. Joh. 6, 1—15. Die Speisung. Das Joh. 8, 46—59. Ehe denn Abraham ward, bin ich. Matth. 21,1—9. Hosianna! Die Passionshistorie. Mark. 16, 1—8. Er ist auf⸗ erstanden. Luk. 24, 13—35. Emmaus. Joh. 20, 19—31. Thomas. Joh. 10, 12—16. Hirte. Joh. 16, 16—23. und Freude. Der gute Trauer Joh. 16, 23—-30. Gebet im Namen Jesu. Mark. 16, 14—20. Aufge⸗ hoben gen Himmel. Joh. 15, 26—16, 4. Der Zeugen Geist. Joh. 14, 23—31. machen. Joh. 3, 16—21. Gott geliebet! Joh. 3, 1—15. Wohnung Also hat Nikodemus. Luk. 16, 19—31. und Arme. Der Reiche Luk. 14, 16—24. Großes Gastmahl. Luk. 15, 1—10. Zöllner und Sünder. zt 7 7 3. V 7 4. U Id O. 7 6. 7 IL 7 . ILI Luk. 6, 36—42. terrichter. Der Split⸗ Joh. 16,5—15. Der Tröster. Bibellektionen. Epistel. 1. DThess. 4, 17. Die Heiligung. Ephes. 5, 1—9. Gottes Nachfolger. Gal. 4, 21—31. Die Magd und die Freie. Hebr. 9, 11—15. Das Sühn⸗ opfer. Phil. 2, 5—11. und erhöht. Jes. 53. 1. Kor. 5, 6—8. Das Oster⸗ lamm. Apostelg. 10, 34—41. Petrus und Kornelius. 1. Joh. 5, 4—-10. Der Gilaube der Sieg. 1. Petr. 2, 21—25. Vorbild und Opfer. 1. Petr. 2, 11—20. Der gute Wandel. Jak. 1, 17—21. Erniedrigt Alle gute Gabe. Jak. 1, 22—27. Thäter des Worts. Apostelg. 1, 1—11. Aufge⸗ nommen. 1. Petr. 4, 8—11. Gute Haushalter. Apostelg. 2, 1—13. Voll heiligen Geistes. Apostelg. 10, 42 48. Der Geist fiel auf alle. Röm. 11, 33—36. greiflichkeit Gottes. 1. Joh. 4, 16—21. die Liebe. Unbe⸗ Gott 1. Joh. 3, 13—18. Bruder⸗ liebe. 1. Petr. 5, 6—11. Demütiget euch. Röm. 8, 18—23. der Kreatur. Seufzen Luk. 5, 1—11. Der Fischzug. sein Gericht. Mark. 8, 1—-9. Woher Brot? 1. Petri 3, 8—15. Allesamt gleichgesinnt. Matth. 5, 20—26. Haß und Röm. 6, 3—11. Mit Christo gestorben. Röm. 6, 19—23. Knecht⸗ schaft und Freiheit. —7. Die G. u. DTrin. Gottes 9. 7 Die Magd 40 Das Sühn⸗ 11. V Erniedritt 12.„„ ö 13. U U Das Oster * 14. 7 77* „Petrus 15. 7 Id 10. Der eg. 16. 7 Vorbild , 20. Der 18.„ 7 Alle gute 19.„ Thäter ds 20.„ Aufge⸗ 21.„ 1 Gute 22. 7„ 3. Voll 23„„ 8 Der 24. V V llle. H Unbe⸗ 25. 7„ ttes. 21. Gott 26. 7 7 Bruder⸗ Demütiget Seufzen Allesamt r 1. Advent lit Chriso 2. Knecht⸗ heit. Evangelium. Matth. 7, 15—23. Falsche Propheten. Luk. 16, 1—9. Der Haus⸗ halter. Luk. 19, 41—48. Thränen über Jerusalem. Luk. 18, 9—14. Pharisäer und Zöllner. Mark. 7, 31—37. Hephata! Luk. 10, 23—37. mein Nächster? Luk. 17,11—19. Ein Dank⸗ barer. Matth. 6, 24—34. Nicht Gott und dem Mammon. Luk. 7, 11—17. Witwe zu Nain. Luk. 14, 1—11. Unten an! Matth. 22, 34-46. Wie dünkt euch um Christo? Matth. 9, 1—8. Der Gicht⸗ brüchige. Matth. 22, 1—14. Hochzeit⸗ lich Kleid. Joh. 4, 47—54. Der Köni⸗ gische. Wer ist Marth. 18, 23—35. Der Schalksknecht. Matth. 22, 15—-22. Die Zinsmünze. Matth. 9, 18—-26. Das Mägdlein schläft. Matth. 24, 15—28. Greuel der Verwüstung. Matth. 25, 31—46. Gericht über die Völker. Matth. 25, 1—13. Kluge Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Epistel. Röm. 8, 12—17. Schuldner nicht dem Fleisch. 1. Kor. 10, 6—13. War⸗ nende Vorbilder. 1. Kor. 12, 1—11. Geistes⸗ gaben. 1. Kor. 15, 1—10. Summa des Evangeliums. 2. Kor. 3, 4—9. Die Decke Mosis. Gal. 3, 15-22. Das Gesetz um der Sünde willen. Gal. 5, 16—24. Frucht des Geistes. Gal. 5, 25—6, 10. Im Geist wandeln. Ephes. 3, 13—21. Apostol. Fürbitte. Ephes. 4, 1—6. Einigkeit. 1. Kor. 1, 4—9. Geistlicher Wohlstand. Ephes. 4, 22—28. Tägliche Erneuung. Ephes. 5, 15—21. Vorsicht im Wandel. Ephes. 6, 10—17. Waffen⸗ rüstung. Phil. 1, 3—11. Gebet für alle. Phil. 3, 17—21. Irdischer und himmlischer Sinn. Koloss. 1, 9—14. Bitte für die Gemeine. 1. Thess. 4, 13—18. Trost um die Entschlafenen. und thörichte Jungfrauen. Dritter Jahrgang. Evangelium. Luk. 1, 67—79. Lobgesang. Luk. 13, 18—27. Das Senf⸗2. korn. 2. Petr. 3, 3—14. Welt⸗ ende. 1. Thess. 5, 1—11. Kinder des Tages. Epistel. Zacharias Hebr. 10, 19—27. Neuer Zugang. Petr. 1, 2—9. Viel Gnade. 3. Advent 4. 1. Weihnacht. Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. n. Epiph. 4. 77 U 5.„„ .„„ Septuagesimä Sexagesimä Estomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag Luk. Evangelium. Luk. 17, 20—30. Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis Predigt. Matth. 1, 18 23. Sohn des Höchsten. Joh. 1, 1—18. Das Wort ward Fleisch. Luk. 2, 25—32. Simeon und die Darstellung. Luk. 4, 16—21. Das ange⸗ nehme Jahr. Matth. 3, 13—17. Die Taufe Jesu. Mark. 1, 14—22. Die Bot⸗ schaft und die Boten. Joh. 1, 35—42. Kommt und sehet es! Joh. 1, 43—51. Natha nael. Joh. 3, 22—30. Der Täu⸗ fer zu Enon. Joh. 4, 5—26. im Geist. Joh. 6, 53—64. vom Himmel. Joh. 7, 33—39. Jesus war noch nicht verklärt. Luk. 6, 20—-35. Selig und Wehe. Anbetung Das Brot 18—26. Du bist Christus. Luk. 10, 38—42. Eins ist not. Mark. 2, 18- 22. Das Fasten. Luk. 7, 36—50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17—22. der Siebenzig. Joh. 8, 12—-20. Ich das Licht der Welt. Joh. 11, 41—-53. Lazari Auferweckung u. Kaiphas Rat. Joh. 12, 1—19. und Einzug. Luk. 23, 44— 49. Jesu Ver⸗ scheiden. Rückkehr bin Salbung Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Das Reich Hebr. 12, 15—25. Röm. Z, Epistel. Sinai und Zion. 2. Kor. 4, 3—6. der Finsternis. 1. Joh. 1, 1—7. Das Le⸗ ben ist erschienen. Hebr. 2, 6—15. Mensch ge— worden. 2. Petr. 1, 10—15. für die Nachwelt. Röm. 8, 24—-30. Hoffnungs⸗ seligkeit. 1. Joh. 3, 1—8. Seht, welch eine Liebe! Kol. 1, 24—29. alle Menschen. 1. Kor. 1, 20—31. liche Thorheit. Hebr. 3, 12—19. Licht aus Sorge Predigt an Die gött⸗ Heute! Röm. 1, 14-20. Das Evan⸗ gelium, Gottes Kraft. Röm. 2, 1—11. Güte Got⸗ tes und Tag des Zorns. Röm. 2, 12—16. Das natür⸗ liche Gesetz. Röm. 3, 19—26. Ohne Ver⸗ dienst gerecht. 27—31. Gerecht durch den Glauben. Roöm. 5, 1—11. Frucht der Rechtfertigung. Jak. 3, 13—18. von oben. Weisheit Gal. 5, 13—18. Beruf zur Freiheit. 1. Joh. 2, 12—17. Habt nicht lieb die Welt. Jak. 1, 2—8. Die Anfech—⸗ tung Freude. 2. Kor. 7, 6—13. Göttliche Traurigkeit. 1. Petr. 1, 17—-25. Das teure Blut. Hebr. 12, 1—6. Aufsehen auf Jesum. 2. Kor. 5, 12—21. Lasset euch versöhnen. sensch ge⸗ Sorge . offnungs⸗ eht, welch redigt an ie gött⸗ Heute! as Cvan⸗ Kraft. jüte Got⸗ 5 Zorns. as natür⸗ Hhne Ver⸗ Gerecht ben. rucht det Weisheit Beruf zur 7. Habt Je Zelt. e Mfech⸗ Göttliche Aufsehen 1. Oosset Quasimod— Miserikordias Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten 2. 7 Trinitatis I. u. Trin. 10. „ 12. 77 Evangelium. Joh. 20, 1—10. Das leere Grab. Joh. 20, 11—18. Maria! Joh. 21, 15—19. mich lieb? Joh. 15,9—16. Die Freunde Christi. Joh. 15, 17—27. Der Welt Hast du Haß. Joh. 17,1-10. Fürbitte Jesu. Luk. 11, 1—13. Er lehrt sie bitten. Joh. 17, 11—26. Nicht mehr in der Welt. Apostelgeschichte 1, 15—26. Matthias. Apostelgeschichte 2, 1—13. Pfingstwunder. Apostelgeschichte 2, 37—47. Die Gemeine. Matth. 28, 16—20. Vater, Sohn und heiliger Geist. Apostelgeschichte 3, 111. Der Lahme gehend. Apostelgeschichte 4, 1—12. Die Apostel vor dem Rat. Apostelgeschichte 4, 13—22. Wir können es ja nicht lassen. Apostelgeschichte 4, 23—37. Gebet der Gemeine. Apostelgeschichte 5, 1—11. Ananias und Sapphira. Apostelgeschichte 8, 26—38. Der Kämmerer. Apostelgeschichte 9, 1—19. Pauli Bekehrung. Apostelgeschichte 14, 8—18. Lystra. Apostelgeschichte 16, 16—34. Der Kerkermeister. Apostelgeschichte 17, 21—34. Paulus zu Athen. Apostelgeschichte 20, 15—38. Pauli Abschied. Apostelgeschichte 26, 24—31. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Epistel. 1. Kor. 15, 12—20. Der Erstling von den Toten. 1. Kor. 15, 35—-49. Die Auferstehung der Toten. 1. Kor. 15, 54—-58. Tod, wo ist dein Stachel? 1. Joh. 4, 1—8. Christ und Widerchrist. 1. Joh. 4, 9—16. Er hat uns zuerst geliebt. Phil. 2, 1—4. Eintracht. 1. Tim. 2, 1—6. Fürbitte für alle. Koloss. 3, 1—4. Suchet, was droben ist. 2. Tim. 2, 8—-13. Halte im Gedächtnis Jesum Christ! Ephes. 2, 19—22. Christl. Haus Gottes. Ephes. 4, 11—16. Haupt und Glieder. 1. Kor. 2, 1—12. Das Ge⸗ heimnis. Röm. 8, 1—11. Fleisch und Geist. Röm. 10, 1—11. Des Ge⸗ setzes Ende. Ephes. 2, 13—18. Die Feind⸗ schaft getötet. Koloss. 4, 1—6. Haltet an am Gebet. Gal. 2, 17—21. Christus kein Sündendiener. Röm. 10,12—18. Der Glaube aus der Predigt. 1. Tim. 1, 12—17. Das teure Wort. Röm. 11, 11—21. Der wilde Olbaum. Röm. 11, 25—32. Alles be⸗ schlossen unter den Un⸗ glauben. 1. Kor. 3, 10- 17. Der Grund, der gelegt ist. 1. Thess. 5, 14—24. Schluß⸗ ermahnung. 1. Petr. 3, 118. Bereit Paulus und Agrippa. zur Verantwortung. 37 578 Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. 13. n. Trin. Luk. 12, 1—8. Furcht und Furcht. 14.„„ CLEuk. 15, 11—32. Der ver⸗ lorene Sohn. 15.„„ Luk. 9, 46—56. Die Don⸗ nerskinder. 46.„„ CLul. 9, 57862. Unreife Nachfolger. 17.„„ Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗ geborne. 18.„„ Mark. 10, 17—27. Der reiche Jüngling. 19.%„ Mark. 12, 38. 4. Der Witwe Scherflein. Luk. 12. 15—23. Der reiche Narr. „„ Mark. 12, 28—34. Das vor⸗ nehmste Gebot. Luk. 19, 1—10. Zachäus. Luk. 16, 10—17. Treue im Geringen. 25.„„ Luk. 12, 35—46. Wachen. 26.„„ Luk. 12, 49—-57. Zeichen der Zeit. ,„ 11—27. Die Pfunde. 27.„„ Joh. 14, 1—6. Die bereitete Stätte. Bußtag Luk. 13, 1—9. Gottes Lang⸗ mut. ö Epistel. Röm. 8, 31—39. Gott für uns! Ephes. 6, 1-9. Hauspflichten. 10 Thess. 3, 6—16. Christ⸗ licher Fleiß. Jak. 3, 1—10. Sünden der Zunge. 2. Kor. 8, 1—9. Die Armut Christi. 1. Tim. 6, 6—16. Großer Gewinn. 2. Kor. 9, 6—15. Unaus⸗ sprechliche Gabe. Hebr. 4, 1—11. Die Ruhe. Jak. 2, 8—13. Das könig⸗ liche Gesetz. Jak. I, 9—12. Niedrigkeit und Höhe. Hebr. 12, 7—13. Die Züchti⸗— ö gung. Jak. 5, 7—11. Die Geduld. 2 Kor. 5, 6—11. Wir wallen. 2. Kor. 4, 13—18. Trübsal ist zeitlich. 2. Kor. 13, 5—13. Prüfet euch selbst. Offenb. Joh. 3, 1—6. Du hast den Namen, daß du lebst. Vierter Jahrgang. Im 4. Jahr werden die Evangelien und Episteln des 2. Jahr⸗ gangs wieder gelesen. Am 1. Advent 1890, 1894, 1898 u Jahrgang begonnen. s. w. wird mit dem ersten EE gog Gott für Spflichten. Chris⸗ ünden der die Armut Großer Unaus⸗ die Muhs as könig⸗ fiedrigkeit die Züchté ie Geduld. ir wallen, Trübsal 3. Prüfet —6. Di „ daß du 2. Jahr⸗ em ersten Bibel-CLesetasel. (Die Zusammenstellung der Schriftabschnitte stimmt mit dem Bibellesezettel der Preußischen Hauptbibelgesellschaft überein. Die Zahlen hinter den Schriftabschnitten weisen auf die Lieder im Gesangbuche.) 1. Advent. Morgens. Abends. S. Ev. Matth. 21,1-9.48 Ep. Röm. 13,11-14.41 M. 1. Mos. 3, 8.15.421. Mose 12, 1-3. 50 D. 49, 8.12. 464. Mose 24, 15-17.47 M. 5. Mos. 18, 15-19. 452. Sam. 7, 8-16.50 D. Jesaia 7,10-14. 67 Jesaia 9, 2.7. 52 „ II, I.10. 44„ 14, 1.6. 54 S.„ 25, 6-9. 51 Psalm 24. 41 2. Advent. S. Ev. Luc.21,25-36.509Ep. Röm. 15,4-13.53 M. Jesaia 35, 110. 160Jesaia 40, 1-11. 45 D 42, 1.0. 33½„ 4,55. 30 M.„ 51, 411. 5„ 352,710. 188 D.„ 54, 7.13.268„ 55, 1-J. 258 F.„ 57, 14-21. 275„ 61, 1-3. 362 S.„ 62, 6-12. 334 Psalm 96. 6 3. Advent. S. Ev. Matt. 14,2.10,41 Ep. 1.Kor. M. Jerem. 23, 1-6. 194 Lukas 1, 5 D, I, 5I.34. t„ I, Re, 38, 14. 86. 5„ D. Hesek. 34, 11-16.3711„ 1,57:80. 8² F.„ 34, 23.31. 42 Matth. 1, 18.25. 69 S.„ 36, 22.27. 277 Psalm 97. 13 4. Advent. S. Ev. Joh. 1,19-28. 45 Ep. Phil. 4, 4-7. 63 M.] Daniel 7, 13-18.46 Daniel 9, 2227.210 D. Hosea 2, 14-23.184 Hosea 14, 2-10. 43 M. Joel 3, 1-5. 48 Amos 9, 11-15. 46 D. Micha 4, 1-5.187 Micha 5, 1-3. 56 F. Sepoan 3, 14.20. 52 Haggai 2, 1-10. 193 S. Sacharja 9, 8.10.57[Psalm 113. 49 1. Beihnachtsfeiertag. Dz. 25. Cv. Lucä 2, 1-14. 60 Ep. Tit. 2, 11-14. 59 D 2. ZSeihnachtsfeiertag. Morgens. Abends. 3• 26. Ev. Lucä 2,15-20. 650Ep. Titus 3, 4-7. 64 27. Joh. 1, 1-18.70 f. Joh. 3, 1-8. 297 33 55.Gpheser 1, 3-6. 62 Psalm 2 66 29. Kolosser 1,9.17.82?„ ͤ45, 1—8. 284 30. Hebräer 1, 14. 78„ 90. 49⁷ Sonntag nach Weihnachten. Ev. Lucä 2,33.40.86 Ep. Galat. 4, 1.7. 68 ZJahresschluß. —— Dz. 4—— 2u.Hebräer 6,11-20. 332 Psalm 103. Neujahr. Ir. 1. Ev. Lucä 2, 21. 77 Ep. Gal. 3, 23-29. 76 2. Matth. 3, 1-12. 79 Matth. 3, 13-17. 81 3. Joh. 1,29.34. 50 Joh. 1 51. 298 .„ 2, 13.25. 338„ 36. 67 5.„ 4, 1⸗14. 3100„ 5.26.315 Epiphanias. Ir. 6. Ev. Matth. 2,1-12.83 Jesaia 60, 1-6. 194 7. Joh. 4, 27.42. 84 Psalm 126. 40⁰ Sonntag nach Neujahr. S. Ev. Matth.2, 13.23 Ep. 1. Petri 4, 12.19. 37³ 301 M Psalm 8. 15 Psalm 19. 209 D. 7. 27. 364„ ͤ80. 46⁴ M„ 46. 17½„ 40 366 D.„118. 28„ 32. 237 . 3/0f%„ 5. 4⁴⁷ S..l.„ 36² 1. Epiphanias. Morgens. Abends. Ev. Luca 2,41.52. 35 Ep. Röm. 12, 1.6.345 . Lukas 4,14-30.318 Matth. 4, 12.25.314 D. 4, 31-44.337„ 5, 1.19.321 M. Matth. 5, 27.48.317„ 6, 1-18.287 D.„ 7, 1-14. 282„ 7,15-29.334 F.„ 8,28-34.338 9, 9.17.291 S. 5 9, 27·:38. 188 Pfalm 29. 29 2. Epiphanias. S. Ev. Joh. 2, 1-11. 17. Ep. Röm. 12,7-16.306 M. Matth. 10, 227 15. 2990Lukas 7, 36-50. 238 D. 13,31.35. 1988„ 9,57-62. 298 .„ 18, 44 2.312„ 10, 38-42. 310 D.„ 13, 53-58. 262„ 11, 37-54. 307 F. Joh. 5, 1-16. 246 Joh. 5, 17-30. 508 S. H 5, 31·:47. 309 Psalm 38. 389 3. Epiphanias. S. Röm. 12, 17-21. M.] Jesaia 1, 1-48. 240 Psalm 73. 32⁰ D. 2, 1-19. 250„ 84. 529 M. 5, 1-7 f. 86. 392 D. 1 6, 1.1 1 87. 20¹ F.„ 20,„ 89, 1-19. 185 , 2, 15—2„ 18, 1.20. 283 4. Epiphanias. S. Ev. Matth. 8, 23-27. Ep. Röm. 13,8.:10.297 318 M. Jesaia 41, 1-14. 374 Psalm 68, 1-12. 10 D.„ 43, 1.15.575„ 100. 26 M.]„ A, 1.8. 377„ 123. 176 D.„ 45, 1.41.591„ 124. 17⁷ F.„ 45, 12.25. 4080„ 125. 179 S.„ 25, S. ,„, 1. 17¹ 5. Epiphanias. S. Ev. Matth. 13,24. 20 Ep. Kol. 3, 12-17.345 07 94 Jesaia 05 53 25. 1900Hes set. 33, 1 19. 241 307 Jona 1. 236 13 8. 239 19 Pfalm 116. 4 Epiphanias. S. 3 Lnir⸗ 17, 1-9. Ep. 2. Petri 1,16-21. 211 M. Sprichw. 8, 1-21. 256 Sprichw. 9, 1-18. 285 D. Prediger 2 2,1.11.294 Psalm 119, 1·24. 211 M. Psalm 119, 2⁵ 48.173 119, 49. 72. 212 D.„ 119,73-96. 209„ 119,07.120.207 F.„ 119,121-144.208„119, 145-160. 206 S.„ 119,161-176.182][„ 14. 17¹ Bibel⸗Lesetafel. G 60 S 8 00 — SSS Joh. 6, 35-51. 304„ ee P‚ Septuagesimä. Morgens. Abends. Ev. Matth. 20, 3275 Ep. 1. Kor. 31355 335 Mark. 6, 7Y13. 128 Matth. 14, 1-12. 522 Matth. 14, 22.33.318 Joh. 6,22.34. 259 6, 52-60. 227 Matth. 15, 1-20. 307 „ 16,13-28.261 Psalm 138. 10 6„ 61·71.315 Matth. 16, 1·12. 260 „ 17, 14-27. 262 Sexagesimä. Ev. Lucä 8, 4.-15. 208 Ep. 2. Kor. 11,19- 12,9. 323 — 18, L 1. 250 Matth. 15, 12. 22.353 Jo 7, 1-10.346 Lukas 9, 51-56. 341 7, 25·36. 339 7,11·24. 283 Joh. 0 7, 37-53.342„ 8, 1-11. 19 „8,.„ 38,21-30. 283 8, 31-45. 275 Psalm 141. 4⁴⁰ Estomihi. Ev. Luc. 18,31-43. 34 Ep. 1.Kr.13,1-13.306 Joh. 9, 1-9. 4180Joh. 9, 10.23. 289 „ 9, 24-41. 4200„ 10, 1—11. 300 Matth. 10,24-42. 298Lukas 10,21.24. 292 Lukas 11, 1-13.281 Matth. 11, 16-24. 241 „ 11, 37.54. 290Lukas 12, 1-12. 263 „ 12, 13-31. 443 Psalm 91. 17 Invollavit. Matth. 20, 17·28. 93 Ev. Matth. 4,1-11.910Ep.2.Kor. 6, 1-10. 92 Lukas 12, 32-40.319/Lukas 12, 41-48. 517 „ 12, 49-59. 192„ 13, 10-17.362 „ 13, 22.35.317„ 14, 25-35. 349 „ 15, 11-24. 254„ 15, 25-32. 265 „ 17, 110. 260 17, 20-37. 250 „ 18, 1.8. 322 Pfalm 13. 439 Reminiscere. Ev. Matth. 15,21-28.]P Ep. I. Thess. 4,1.7.96 9⁴ Joh. 10, 22-42.300Markus 10, 1-16. 456 11, 1-16. 299 Matth. 19, 16-30. 293 „ 20, 29-34. 84 Lukas 19, 1-10.457[Lukas 19, 11-28. 319 Joh. 11,17.31.484 Joh. 11, 32.-46. 131 11, 47-57. 990Psalm 121. 4⁴⁵ Okuli. Eurn 11,14.28.98 Ep. Ephes.5, I.9. 101 „ 19,39.40.107 Matth. 21, 12.17.313 Mark. 11, 11-19. 338 Joh. 12,20.33.331 Joh. 12, 34.50. 334 Matth. 21,23.33.278 Matth. 21,33-46.256„ 22, 23-33.512 „ 23, 1.12.345„ 23, 13.28. 290 „ 23,29-39. 180 Psalm 145. 11 SE S8 D D. V + S. = bends. or. N, 244065, 15,L.20.300 16,143.28.201 136. 0 8,21.30.280 141. 4ʃ00 r134.1830 9,1023.250 10, I41.300 or.6,L0. H9 12, 41. Thes. 100 310, 901 29 S. Ev. Joh. 6, 1-15. 102 W S S SE E CLätare. Morgens. Abends. Ep. Gal. 4, 21-31.105 „Mark. 12,41-44. 312 Matth. 24, 1-14.301 „Matth. 24, 29.36.5080„ 25, 14-30.511 26, 1-5. 106 Lukas 22, 1-6. 95 „Luras 22, 7.13. 90 Matth. 26,20-29. 234 22, 24.38.265 Joh. 13, 12.30. 107 Joh. 13,31.38. 297 Pfalm 26. 4⁴3 Zudilia. Ev. Joh. 8, 46.59.101 Ep. Hebr.9,11.15.105 Joh. 14, 1.21.315 Joh. 15, 1-15.345 15, 16-25.347 17, 1-26. 340 Matth. 26,30-46. 319 Matth. 26, 47.56. 110 „ 26, 57-75. 95„ 27, 1-10. 96 Lukas 23, 1-7. 99 Lukas 23, 8-12. 105 Matth.27, 11.23. 110Psalm 69, 1-21.111 NValmarum. Ev. Matt. 21,1-9. 136Hp. Phil. 2,5-11.222 Matth. 27, 24. 31.103 Lukas 23, 46-32. 93³ Lukas 23,33.38. 104„ 23, 39.43.115 Joh. 19, 19-29. 113 Psalm 22. 10⁸ Am grünen Donnerstage. D. eten e. 1.Kor. 11,23.32. 227 Am Karfreitage. F. Ev. Matth. 27,45-54. Ep. Jes. 52, 13-53,12.. 10² 100⁰ S. Matth. 27, 55-66. 109[Psalm 16. 9⁷ 1. Ostertag. S. Ev. Marci16,1-8.117 Ep. 1.Kor. 5, 6-8.119 2. Ostertag. Bibel⸗Lesetafel M. Ev. Luc.24.13-35.1280Ep. Apostg.——640„ D. Lukas 24, 36-47. 129 Apostg. 13,26-33. 132 M. Joh. 20, 1-10.124 Joh. 20, 11-18.133 D.„ 21, 1.14.125„ 2ʃ, 15.19.405 F. 21,20-25. 123 Matth. 28, 16-20. 136 S. Lutas 24, 48-53.131 Psalm 133. 34⁵ Quasimodogeniti. S. Ev. Joh. 20, 19.31. Ep. 1. Joh.5,4-10.133 132 M. Apostg. 1, 12-26. 130 Hiob 19, 23-27. 127 D. 7„ 2,14.28. 134 Pfalm 48. 17² M.„ 2,2947. 185„. 133³ D., 1„ 135⁵ .„ 3, 12.26.118„ 55. 305⁵ S. 4, 1-18. 121 23. 37¹ Miserikordias Domini. Morgens. Abends. S. Ev. Joh. 10, 1216. Ep. 1. Petri 2,21-25. 194 441 M.]Apostg. 4, 19-31. 350 Psalm 98. 4 D.„ 4, 32.-5,11. 2011„ 99. 36 MN.„ 5, 2·24. 18„ 110. 338 .„/„ 118, 14-29. 125 e„, 6,5. 555„ 185 S.„ 7, 44.59. 1450„ 66. 15 Zubilate. S. Ev. Joh. 16, 16-23. Ep. 1. Petri 2,11.20. 5¹1⁷ 34¹ M.] Apostg. 8, 1-25. 196[Psalm 132. 536 D.„ 8, 26.40.493]„ 189. 36 M.] Lukas 13, 1-9. 241 102. 238 D. Apostelg. 5, 1.22.331 Apöstg. 9, 23.31. 152 F.„ 9, 32.43. 1220„ 10, 1—16. 194 S.„ 10, 17.33.278 Psalm 147. 537 Kantate. S. Ev. Joh. 16,5.-15.1560Ep. Jak.1, 16-21.444 M. Apostg. 11, 1—18.197 Apostg. 14,19.30.259 D.„ 12, 1.85.315„ 15, 1.12.108 M.]„ 13, 44-52. 259„ 14, 1-18. 166 D.„ 14,19.28. 260 15‚ 1·20. 278 F.„ 16, 9-24. 1900„ 16, 25-40. 261 S.„ 17, 1.15. 209 Psalm 77. 383³ Rogate. S. Ev. Joh. 16, 23-30. Ep. Jak. 1,22-27.287 31⁵ M. Apostg. 17, 1 405 166 Apostg. 18, 1-28. 378 D.„ 19, 16 19,21·:40. 1 M.]„ 20, 5 2106 138 Psalm 47. 143 Am Tage der Himmelfahrt Christi. D. Ev. Marei 27. 155 Ep. Apostg. 1, 1-11. 139 14⁰ F. Apostg. 20, 17-38. 1464A Apostg. 21, 116. 145 S.„ 21, 17-39. 379 Pfalm 61. 37⁰ Exaudi. S. Ev. Joh. 15,26-16,4. Ep. 1. Petri 4, 8. 251 1⁵ 6. M. Apostg. 21,40-—j— 2. Offenb. 1„ 4.7. 305 .„ 1, 8.20. 146 D.„ CF. 1 V.„ 1. Psfingsttag. 5 S. Ev. Joh. 14, 23-31. Ep. Apostg. 2, 1-13. 15¹ 152 ——.— 582 Bibel⸗L N. ——— — G S O — GE S Cᷓ 7⁰ 9 6a VSSS SO 6⸗ Cy.Due.16,19.31.514P Ep. I. Joh. 4, 16,2., 27⁰ „Ey. Lucä 14, 16.24. Ep. I. Joh. 3, 13.18. 2⁴⁷ 30¹ 1. Mose 17, 1-16. 399 2. Pfingstlag. Morgens. Abends. CEv. Joh. 3,16-21.155 Ep. Apostg. 10,42- 154. Plwostg. 26. 3990Offenb. 2, 18-29. 928 D. „ 27, 1.20. 3080„ 5, 1.6. 317— „ 27, 21-44. 376 3, 7-13. 184 D. „ 28, 1.15. 3800„ 3, 14.22. 237 F. „ 28, 16-31.384 Psalm 67. 174 S. Trinitatis. ö Gy. Joh. 3, 115. 1660 Ep. Röm. 11, 33-36.1 S. 1. Mose 1, 1-31. 22Römer 1, 185 N „ 2, 625. 10„ 1„1— 3. 210„ 2, M „, 16. 241„ 25 „ 6, 5.22.3030„ ͤ 3, 1.20.206 F. 7. 239 Psalm 49. 430 8. 1. nach Trinitatis. 1. Mose 8..Römer 3, 21:31. 260 D. „, 8.29. 23„,.S. 2601 „ I, 1.3. 20%„, 925. 375 5. „ 13, 1.18. 1„ 5, 1.11.378. „14, 8-24. 285 5, 12.21.259 S. „ 15, 1-18.402 Psalm 104. 14 2. nach Trinitatis. M.1 „18, 1.16. 383 „ 48,17. 2 197 10 „ 2I, 315F. 1 22, 1·19. 334 Psaln 6. 237 S. 3. nach Trinitatis. 8 Ev. Lue. 15, 10.248 Cp. I. Pet.5,6-11.382 1. Mose 385 Römer 8, 31 2590%„ 2, 28.182[„ 9, 1 402„ 9, D. . 403„ 10, 1-11.264. 1 409/Psalm 63. 431 S. 4. nach Ev. Lucä 6,36-42.34 Ep. Röm 8,18.-23.313 1. Mose 27, 18-29. 410 Römer 188 M Trinitatis. 62 31, 1-18.414 467 32, 1-21.415 Psalm 44. 432S. 7 — Ev. Matt. 7,15-23.24 — S. Ev. Lucä 16,1.9.25 1. Mose 40, 1-23. 421 1. Kor. Lesetafel. 5. nach Trinikatis. Morgens. Abends. Ev. Lucä 5, 1.11.37 90 1214, 8.15.326 I.Mose 32,22-35 9 35, 1.127.417 .395%„ 2, 419 Psalm 43. 6. nach Trinitatis. Ev. Matth. 5, 23040 2, 6-16.153 „ 1.24. 1„ 1.10.297 „ 41, 25-„ 3, 11-23. 189 „ 41,44-57.„ 6, 1.12.349 „ 42, 1-17.424 9, 13.23.259 „ 42, 18-38. 425 Psalm 33. 43⁴ 7. 11— n 15, 50-58. 125 1 4⁵, 16 28. 260 Psalm 55. 43⁵ 8. nach Trinitatis. Ep. Röm.8,12.17.315 1.Mose 46,1.7.26-34. 2. Kor. 1, I.11.379 261 „ 47,½2.27.31. 262 „ 48, 1.20. 263 „ 439,29.50J14. 1, 12.22. 268 „ 5, 110.519 26⁴ 50, 14-26. 305 5,11·21. 91 2. Mose 4„ 6-22. 365 Psalm 17. 436 9. nach Trinitatis. Ep. 1. Kor. 10, 6-13. 40² . 179 „ 6, 143.180 Psalm 79. 10. 10. nach Trinitatis. Ev. Lucä 19,41-48.26 Ep. 1. Kor. 12, 5 15² 2. Mose 7. 1810Galater 1, 1-10. 261 „11. 182„ 1, I1-24.317 „ 12, 419. 48„ 2, 05 „ 12, 29-42. 1844„ 4 1.14. 260 „ 13, 17.22.3311[„ 4, 11.-20. 186 „ I4, 1-14. 392 Psalm 25. 438 —— — E N S 2 5 2 Bibel⸗Lesetafel. 11. nach Trinitatis. 17. nach Trinitatis. Morgens. Abends. Morgens. Abends. Ev. Lucä 195912 254 Ep. 1. Kor. 15, 1-10. S. Ev. Lucä 22 1·11. 28 2.— Eph. 4, 1-6. 155 122 M. Ruth 1. 287 2. Thess. 2, 1-12. 509 2. Mose 14, 15-31. 18 Galater 5 6 1.15.0%.„ 2. 288„ 2, 1317. 257 „ 15, 20⸗26.„ 11.18. 257 M.„ 3. 2%%.. 340 „ 16, 1-14. 4260Epheser, 114.277⁷7—05 + 2. 290 1. Tim. 1, 295 „ 16, 15.35.429„ 1,15-23. 344 F. I. Sam. 1, 1.20. 291 1. 12.20. 202 „ 17, 1.16.350„ 2, 110.278„ 1, 21.2, 11.16 Pfalm 36 4⁴⁷ 12. 360Psalm 94. 430 18. nach Trinitatis. 12. nach Trinitatis. 185 „Ev. Marei7,31-37.130Ep. 2.Kor.3 — 221 60 WS 1. 22,34.46, Ep. 1. Kor. 1, 4-9. 32 N. 2. Mose 28,.19.208 Ephese 11.22 1. Sam. Tim. 2. „ 24. 290„ 3, 1. 190„. 0 14. 188„ 4, 7-14. 142 N. 5 7 4 0„ 4, 15-21.189 D.„„ 5,7.:25. „ 23. 5, 10-14. 129 294 55 6, 390 „ 34, 110. 273 Psalm 1.— 3„„L.I7. 13 Psalm 143. 4⁴⁸ 13. nach Trinikatis. 19. nach Trinitatis. Evn Lucä 10,23.37.27 Ep. Gal. 3, 15-22.2 W Can0 9,1.8.33 Ep. Ephs.4,22.2828 2. Mose 34, 27-35. 36 Epheser 6, 1-9. 1. Sam. 10, 1-16 9⁵ 1. Tim. Mose 10, 111.314 15 6, 18. 24 15 7— 72. Tim. 1, 4.9 267 Phil. 3 5, 4. 208„, 2 269.„ „ 14, 26-45. 270 Psalm 30. S.„ 16, 1-13. 302 Psalm 34. 14. nach Trinitatis. 20. nach Trinitatis. Ev. Lucä 17,11-19.9 Ep. Gal. 5, 16-24.282 S. Ev. Matt. 22,1-14.35 Ep. Ephs. 5, 15-21.3 4. Mose 16,-19.271 Phil. 3, 317 M. 1. Sam. 16, 14.23.303 2. Tim. 2, 22.26. 348 „ 16, 20-40. 272 23.221 D.„ 17, 1.19.9660„ 3. 408 „ 16, 41-50. 274 Kolosser 1, 1.8.340 M.„ é17, 20-31.1750„ 4, 5²⁰ 275„, 15.29. 3%4D.„ 32.-51.172 Titus 0 270„ 2,.5. „ 20, 14.29. 278 Psalm 39. 443 S.„ 15. nach Trinitatis. 21. nach Trinitatis. Ev. Matth. 93200 Ep. Gal. 5, 25-6, 10. S. Ev. Joh. 4, 47.54.34 Ep. Eph. 6,10.-17 328 516 M. 1. Sam. 24. 367 Philemon 4. Mose 21, 1-9. 270 Kolosser2, 16·:23. 339 D. 11 26. 179 1. Petri 1, „ 23, 16-24. 280„ 3, 1.II. 343 M.]„ 361. Le 5. Mose 31, 14.23.282„ 3, 18-4, 1. 457 D. 718%„ 2. . 342 F.„ 5, 17.25. 304„ ,1 Josua 1. 263 1. Thess. 1 517 S.„ 6. 306 Psalm 130. „ 5. 384 Pfalm 28. 4⁴⁵ . 22. nach Trinitatis. 16. nach Trinitatis. S. Ev. Matth. 1, 3-11.4 Ev. Lucä 7,11-17.521 Ep. Eph. 3,13-21.358 Josua 6, 1-21. 1721. Thess. 2, 1-8. 189 M.2. Sam. 12, 1-14. 2100 Petri 4, 4»00 . 230%„ 2. 9.20.08.„ 4,„,„„. 23. 364 3. 300 M 1 5 2.„ 1, 389 „ 24, 1.18.459„ 2„, 8.12.050 D.„ 5 209 „ 24d, 19-33. 24 5, 12.28.311 F. 9 87 307 Richter 2, 8-23. 286 Pfalm 75. 446 S. 25⁵ Pfalm 71. 4⁵¹ —.—— 23. nach Trinitatis.“) Morgens. Abends. M. IChron.20/1.40.305 1. Joh. D. 1. Könige 3, 3-15.3520„ Bibel⸗Lesetafel. 25. nach M. 1. Könige 19. D. L, 1.19. 881 Morgens. S. Ev. Watth.22,156% Ep. Phil.7.21.512 S. Ev. Matth. 24,15.28. Ep. I. Thess. 2.13.16 317 521 Trinikatis.“) Abends. 275 Hebräer 5. 146 6. 376 10, 1·18. 272 10,19-39.301 12. 1-11.364 — 22.59.407„ König. 7.1—⁷ 300 C. 46550187 F.„ 5,1.14.385 5„, L.. 182fPfäm 42 S.„ 6,8-23. 397 Pfalm 136. 453 24. nach Trinitatis.“) S. Ev. Matth. 9, 18- 127 Ep. Kol. 1, 9.14. 283 26. nach Trinitatis.“) M.1. Könige 10,1-13. 409 1. Joh. 5, 12.-21.318 1 *) Von dem Sonntage ab, an dem das 17, 1-16. 388 Hebräer 2, 1-18.344 S. Totenfest gefeiert die für die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. —— Se‚e‚e‚— Ev. Matth. 25,31• 140 Ep. 2. Thess. 1,.10. 37⁵ Am Bußtage. M.[a Könige 17,1-23. 253 Hebr. M.Ev. Psalm 102. 253 Ep. Joh. 12,35—48. D.„ 18,1-8. 254„ 2998 M.„ 20. 313„ D. 1. Könige 18,116.379 Hebräer 3. 356D. 0 209 Jakobi 5. F.„ 18, 17.-29. 349 4. 520 F.„ 25, 1.22. 250„ 2, 1-13. 10 S 1 18, 30-46. 13 Psalm 76. 7 S. Klagel. 1, 1-18. 237 Psalm 149. 536 27. nach Trinitatis.“) Morgens. Abends. S. Ev. Matth. 25, 1-13. Ep. 1. Thess. 5, 1-11. 514 509 M. Offenb. 5. 522 Jakobi 2, 14-26. 262 2, 2..,. 35⁵ „ 19, I.. 160„. 316 D. 20,115. 2%„ 40⁵ F.„ 2I. 510 Juda 4⁰0² S. 2 401 Psalm 50. 5²2⁰ wird, werden die Lektionen gelesen, 55 hends. hess. ,134 52 5. 140 0 97⁰ 10, 118.292 10/19.39.306 12, 1.11.364 38. 405 3, 1.14.300 3,15.25.340 1, 1.5.3 2, 1•13. 10 49. 650⁰ jonen gelesen, (Die S— 13. 14. Verzeichnis der Liederdichter. Zahlen weisen auf die Lieder im Gesangbuch, die mit einem Sternchen versehenen Zahlen auf die dem Gesangbuch angehängten geistlichen Lieder.) Johann Agricola, geb. 1492 zu Eisleben, gest. 1566 als Hof⸗ prediger in Berlin.— 282. Heinrich Albert, geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, gest. 1651 als Organist am Dom zu Königsberg i. Pr.— 413. 486. 55. „Johann Georg Albinus, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, gest. 1679 als Pfarrer zu Naumburg.— 492(7). 493(2). „Fohann Ludwig Konrad Allendorf, geb. 1693 zu Josbach bei Marburg, gest. 1773 als Pfarrer und Scholarch in Halle.— 189. 275. 1. Michael Altenburg, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, gest. 1640 als Pastor an St. Andreas in Erfurt.— 178. „Hieronymus Annoni, geb. 1697 zu Basel, gest. 1770 als Pfarrer in Muttenz bei Basel.— 161. „Wilhelm Erasmus Arends, geb. 1677, gest. 1721 als Pastor an St. Peter und Paul in Halberstadt.— 328. Ernst Moritz Arndt, geb. am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf der Insel Rügen, bekannt als Dichter und Schriftsteller aus der Zeit der Befreiungskriege, starb am 29. Januar 1860 als Professor der neueren Geschichte zu Bonn.— 72. 164. 280. 500. 7. „Gottfried Arnold, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, Schüler Speners, Professor der Geschichte in Gießen, gest. 1714 als Pastor und Inspektor(Suderintendent) zu Perleberg.— 312. 313. „EChristoph Karl Julius Asschenfeldt, geb. 1792 zu Kiel, gest. 1856 als Oberkonsistorialrat und Propst zu Flensburg.— 361. „Jonathan Friedrich Bahnmaier, geb. 1774 zu Oberstenfeld in Württemberg, Professor der Theologie in Tübingen, gest. 1841 als Dekan von Kirchheim unter Teck zu Owen auf einer Dienstreise.— 196. „Christian Gottlob Barth, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, nach Niederlegung seines Amtes als Volks⸗ schriftsteller und eifriger Förderer der Heidenmission in Calw thätig, wo er 1862 starb.— 200. Kornelius Becker, geb. 1561 zu Leipzig, gest. 1604 als Professor der Theologie und Pastor an St. Nikolai daselbst. Er gab 1602 den ganzen Psalter in Liedern heraus.—(26). 213. 371. Martin Behm(Behemb, Bohemus), geb. 1557 zu Lauban in der Sberlausitz, gest. 1622 als Oberpfarrer daselbst.— 83. 411. 412. 479. .— 15. Verzeichnis der Liederdichter. David Behme, geb. 1605 zu Bernstadt in Schlesien und ebenda 1657 als Herzoglich Olsscher Hofprediger und Konsistorialrat ge⸗ storben.— 487. „Johann Betichius, geb. 1650 zu Steckby in Anhalt, gest. 1722 als Diakonus zu Zerbst.— 419. „Johann Daniel Karl Bickel, geb. 1737 zu Altweilnau in Nassau, gest. 1809 als Konsistorialrat und Superintendent zu Usingen, Herausgeber des Nassau-Usingischen Gesangbuches vom Jahre 1779.— 204. „Kaspar Bienemann(Melissander), geb. 1540 zu Nürnberg, Erzieher am Hofe des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen⸗ Weimar, gest. 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg.— 368. „Sigismund von Birken(Betulius), geb. 1626 zu Wildenstein (Wildstein) bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen flüchtig, Erzieher am Wolfenbüttler und Mecklenburger Hofe, von Ferdinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, starb 1681 als Privatgelehrter zu Nürnberg.— 106. 299. Justus Henning Böhmer, geb. 1674 zu Hannover, Professor der Rechte, Kanzler des Herzogtums Magdeburg und Direktor der Universität zu Halle, woselbst er 1749 starb.— 133. Karl Heinrich von Bogatzky, geb. 1690 zu Jankowe in Schlesien, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften, gest. 1774 als Privatmann im Waisenhaus zu Halle.— 188. 336. 2. Hermann Bonn(Bonnus), geb. 1504 zu Quakenbrück, Schüler Luthers, gestorben als erster Superintendent zu Lübeck 1548.—(93). 3. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗Lüneburg, geb. 1633, seit 1685 Mitregent und seit 1704 regierender Herzog von Braun⸗ schweig-Wolfenbüttel, trat 1710 zur römisch⸗katholischen Kirche über und starb 1714 zu Salzdahlum.— 382. „Joachim Justus Breithaupt, geb. 1658 zu Nordheim in Hannover, gest. 1732 zu Kloster Bergen als Professor der Theologie in Halle, Generalsuperintendent des Herzogtums Magdeburg und Abt des evangelischen Stifts Kloster Bergen.— 265. 5. Samuel Gottlieb Bürde, geb. 1753 zu Breslau, gest. 1831 als Kanzleidirektor in Berlin.— 163. 357. Christian Karl Josias von Bunsen, geb. 1791 zu Korbach in Waldeck, preußischer Gesandter in Rom und London, machte sich um das Kirchenlied hochverdient durch die Herausgabe des„Allgemeinen Gesang- und Gebetbuchs“ 1833 und starb 1860 zu Bonn.— 430. 7. Franz Joachim Burmeister, Freund und Mitarbeiter des Lieder⸗ dichters Johann Rist, geb. 1633 und gest. 1672 als Pastor in seiner Vaterstadt Lüneburg.— 494. „Matthias Claudius, der„Wandsbecker Bote“, geb. zu Reinfeld im Holsteinischen 1740, gest. zu Hamburg 1815 als Bankrevisor. — 4. 42. „Tobias Clansnitzer, geb. 1618 zu Thum in Sachsen, gest. 1684 als kurpfälzischer Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz.— 29. ‚Johann Andreas Cramer, geb. 1723 zu Jöhstedt im sächsischen —6¹9. Professor der Theologie zu Kiel, daselbst gest. 1788. l.. Verzeichnis der Liederdichter. 587 „Kebeda 31. Bartholomäus Crasselius, geb. 1667 zu Wernsdorf bei Glauchau lrat g. in Sachsen, Schüler August Hermann Franckes, starb 1724 als * 8 ö lutherischer Pfarrer in Düsseldorf.— 315. t. 1722 32. Simon Dach, geb. 1605 zu Memel, gest. 1659 als Professor . x der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr.— 488. 489.*3. 1 Nassau, 33. Nikolaus Decius(Hovesch) ist nach den wahrscheinlichsten An⸗ Usingen, gaben Mönch im Kloster Steterburg bei Braunschweig, seit 1523 uJahre Prediger in Stettin gewesen und daselbst 1541 gest. ö— 1. 91. lürnber, 34. David Denicke, geb. 1603 zu Zittau in der Oberlausitz, gest. 1680 Sachsen⸗ als Konsistorialrat in Hannover, gab in Gemeinschaft mit Justus ö — 368. Gesenius seit 1646 das einflußreiche Hannoversche Gesangbuch ildenstein heraus, in welchem zum ersten Mal grundsätzlich und planmäßig egen aus ältere Lieder nach neuerem Geschmack umgedichtet erscheinen.— lenburger 26. 208. 243.(262). nt, starb 35. Bernhard von Derschow(Derschau), geb. 1591 zu Königsberg ö i. Pr., starb ebendaselbst 1639 als Professor der Theologie, Konsi⸗ ö fessor don? storialrat und Oberpfarrer.— 224. 36. Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660 zu Nürnberg, gest. 1722 ektor det 9— 3Z0 26995 als Konrektor der Schule zum heiligen Geist daselbst.— 266. 308. Schlesien, 37. Karl August Döring, geb. 1783 zu Mark⸗Alvensleben im Magde⸗ ö burgischen, gest. als Prediger der lutherischen Gemeinde in Elber⸗ iwatmann 225 feld und unermüdlicher Förderer der inneren Mission 1844.— Schiler 74. 148. 165. 220. 360. 00. 38. Adam Drese, geb. 1620, gest. 1701 als fürstlich Schwarzburgischer 1633 Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen.— 293. Bram⸗ 39. Paul Eber, geb. 1511 zu Kitzingen in Unterfranken, Freund che über 04 Luthers und Melanchthons, starb 1569 als Professor der Theo⸗ ö 227 logie, Generalsuperintendent und Stadtpfarrer in Wittenberg.— 1 ö 365. 477. ö hannobet, ö 40. Johannes Daniel Falk, geb. zu Danzig 1768, gest. zu Weimar in Holt⸗ ö 1826 als Legationsrat. Er begründete eins der ersten Rettungs⸗ Abt des häuser für verwahrloste Kinder.— 24. 38. 41. Christoph Fischer(Vischer), geb. zu Joachimsthal in Böhmen, 1831Ral⸗ gest. 1600 als Hofprediger und Generalsuperintendent in Celle.— 94. ö 42. Paul Flemming(Fleming), geb. zu Hartenstein in Sachsen 1609, orbach nahm 1633 teil an einer sechs Jahre dauernden Gesandtschaftsreise te sichun. nach Rußland und Persien, bei deren Beginn er das Lied 917 lgemeinen allen meinen Thaten“ dichtete, und starb infolge der Anstrengungen — 0. dieser Reise am 25. März 1640 als Arzt in Hamburg.— 380. 2 Ledev 43. Johann Franck, geb. 1618, gest. 1677 als Landesältester der rin seinet Niederlausitz und Bürgermeister seiner Vaterstadt Guben, nächst Paul Gerhardt der bedeutendste Kirchenliederdichter seiner Zeit, ein Reinffld Schüler Simon Dachs.—(49). 86. 227. 244. 292. 466. mkrevisor. 44. Michael Franck, geb. 1609 zu Schleusingen, Bäcker daselbst, starb 8 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg.— 490. gest. rer 45. Salomo Franck, geb. zu Weimar 1659, starb daselbst 1725 als 3. Sberkonsistorial⸗Sekretär.— 109. 389. sächsschel 46. Sebastian Frauck, geb. 1606 zu Schleusingen, Bruder des Michael st. 1785 Franck, gest. 1668 als Diakonus in Schweinfurt.— 287(9). 48. 49. 58. Verzeichnis der Liederdichter. „Au gust Hermann Francke, geb. in Lübeck am 12. März 1663, Begründer der nach ihm benannten Stiftungen in Halle, gest. als Professor der Theologie und Pastor an St. Ulrich daselbst am 8. Juni 1727.— 80. 391. Agnes Franz, geb. 1794 zu Militsch in Schlesien, gest. 1843 zu Breslau.— 37. Johann Anastasius Freylinghausen, geb. 1670 zu Ganders⸗ heim in Braunschweig, August Hermann Franckes Schwiegersohn, Gehilfe und Nachfolger, Herausgeber der Hallischen Gesangbücher von 1704 und 1714, starb 1739.— 251. 318. „Johann Burchard Freystein, geb. 1671 zu Weißenfels, gest. 1718 als Hof- und Justizrat zu Dresden.— 319. „Johann Ludwig Fricker, geb. 1729 zu Stuttgart, gest. 1766 als Pfarrer zu Dettingen bei Urach in Württemberg.— 192()). Ahasverus Fritsch, geb. 1629 zu Mücheln in der Provinz Sachsen, Kanzler und Konsistorialpräsident zu Rudolstadt, wo er die beiden Gräfinnen Ludämilie und Amilie Juliane von Schwarz⸗ burg⸗Rudolstadt zur geistlichen Dichtkunst anregte. Er starb daselbst 1701.— 108. 30000. 513. Friedrich Funcke, geb. 1642 zu Nossen im Erzgebirge, Kantor in Perleberg und Lüneburg, 1694 Pfarrer in Römstedt bei Lüneburg, wo er 1699 starb.— 144. „Gottfried Benedikt Funk, geb. 1734 zu Hartenstein in Sachsen, gest. 1814 als Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums zu Magdeburg.— 137. 5. Karl Bernhard Garve, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, Pre⸗ diger der Brüdergemeinde, gest. 1841 zu Herrnhut.— 193. 212. 279. 56. Lampertus Gedicke, geb. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, gest. 1735 als Feldpropst in Berlin.— 399. „Christian Fürchtegott Gellert, geb. am 4. Juli 1715 zu Hainichen bei Freiberg im sächsischen Erzgebirge, gest. am 13. De⸗ zember 1769 als Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral in Leipzig.— 21. 22. 23. 71. 112. 136. 232. 352. 403. 404. 424. 451. 452. Paul Gerhardt, nach Luther der größte unter allen Liederdichtern der evangelischen Kirche, geb. am 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651—1657 Propst in Mittenwalde, 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er 1667 konfessioneller Zwistigkeiten wegen aufgab, seit 1669 Archidiakonus in Lübben a. d. Spree, wo er am 7. Juni 1676 starb.— 8. 9. 10. 11. 47. 48. 64. 65. 66. 67. 77. 101. 102. 103. 104. 154. 155. 263. 289. 373. 374. 375. 376. 377. 378. 379. 414. 415. 437. 455. 465. 503. 1. 10. „Justus Gesenius, geb. 1601 zu Esbeck in Hannover, gest. 1673 als Generalsuperintendent und Oberhofprediger zu Hannover. (Vergl. Denicke.)— 98. 124. „Georg Gefner, geb. 1765 zu Dübendorf bei Zürich, gest. zu Zürich 1843 als Alt-Antistes und Pfarrer am Großmünster.— 21. „Ludwig Andreas Gotter, geb. 1661, gest. 1735 als Hofrat in seiner Vaterstadt Gotha.— 17. 249. 250. 309. rz 1663, gest. als elbst am 1843 lu Handers⸗ egersohn, ngbücher E, gest. st. 1766 192(). Provinz „ wo er Schwarz⸗ o daselbst antor in üneburg, Sachsen, suums zu , Pre⸗ 12. 20. Altmark, 17¹⁵ zu 13. De⸗ d Moral 04. 424. dichtern hainichen diakonus sioneller Lübben 1. 4.. 63. 200 5. 465. . 165 annover. gest.—5 il — b oftat 589 Verzeichnis der Liederdichter. 62. Johann Gramann(Poliander), geb. 1487 zu Neustadt in Bayern, Ecks Sekretär bei der Disputation 1519, seit 1522 Luthers Freund, starb 1541 als Pfarrer zu Königsberg i. Pr.— 3. 63. Ehristian Gregor, geb. 1723 zu Diersdorf in Schlesien, Her⸗ ausgeber des Brüdergesangbuches von 1778, gest. 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf.— 353.(518). 64. Karl Georg Grüneisen, geb. 1802 zu Stuttgart, starb daselbst 1878 als Hofprediger und Oberkonsistorialrat.— 470. 65. Cyriakus Günther, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, gest. 1704 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha.— 305. 66. Karl Rudolf Hagenbach, geb. 1801 zu Basel, gest. 1874 als Professor der Theologie an der Universität seiner Vaterstadt.— 202. 67. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg, als Dichter Novalis. genannt, geb. 1772 auf Gut Wiederstedt im Mansfeldischen, gest. 1801 als Bergassessor in Weißenfels.— 115. 358. 359. K16. 536. 68. Gottlieb Christoph Adolf von Harleß, geb. 1806 zu Nürn⸗ berg, Professor der Theologie zu Erlangen und Leipzig, Oberhof⸗ prediger in Dresden, zuletzt Präsident des protestantischen Ober⸗ konsistoriums in München, wo er 1878 starb.— 453. 69. Klaus Harms, geb. 1778 zu Fahrstedt in Süderdithmarschen, gest. 1855 als Hauptpastor an St. Nikolai und Kirchenpropst in Kiel. — 468. 70. Thomas Hartmann war um 1604 Diakonus in Eisleben.— 122. 71. Karl Friedrich Harttmann, geb. 1743 zu Adelberg in Württem⸗ berg, Professor an der Karlsschule, bis 1812 Dekan in Lauffen, gest. 1815 in Tübingen.— 405. 72. Johann Adam Haßlocher, geb. 1645 zu Speier, Pfarrer daselbst, nach der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat und Hofprediger zu Weilburg in Nassau, wo er 1726 starb.— 31 73. Julie von Hausmann, geb. 1826 in Riga, bis 1870 an ver⸗ schiedenen Orten, zuletzt in Biarritz, als Erzieherin thätig, seit 1870 Musiklehrerin an der St. Annenschule in Petersburg.—*28. 74. Luise von Hayn, geb. zu Idstein in Nassau 1724, Mitglied der Brüdergemeinde, gest. 1782 als Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut.— 34. 75. Heinrich Kornelius Hecker, geb. 1699 zu Hamburg, gest. 1743 als Pastor zu Meuselwitz bei Altenburg.— 53. 2ʃ0. 76. Johann Heermann, geb. 1585 zu Raudten bei Wohlau in Schle⸗ sien, 1611—1634 Pastor zu Köben bei Glogau, erduldete in den Drangsalszeiten des dreißigjährigen Krieges mit seiner Gemeinde und in seinem Hause viel Kreuz und starb 1647 zu Lissa in Polen. Er ist der bedeutendste Liederdichter in dem Zeitraum zwischen Luther und Paul Gerhardt.— 84. 95. 96. 123. 179. 180. 181. 240. 241. 242. 285. 286. 428. 454. 464. 502. 506. 77. Heinrich Held war um 1640 Rechtsanwalt in seiner Vaterstadt Guhrau in Schlesien.— 42. 156. 78. Ludwig Helmbold, geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, gest. 1598 als Superintendent und Pfarrer daselbst.— 4. 367. 79. Luise Hensel, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin, dichtete in ihrer Jugend die beiden hier aufgenommenen Lieder, trat später 80., 81. 82. 84. 89. Verzeichnis der Liederdichter. zur katholischen Kirche über und starb 1876 als Erzieherin zu Paderborn.—*17. 22. Valerius Herberger, geb. 1562, gest. 1627 als Pfarrer in seinem Geburtsort Fraustadt in Posen, wie sein Schüler Johann Heer⸗ mann ein Kreuzträger in den Nöten der Gegenreformation und des dreißigjährigen Krieges, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften. — 480. Petrus Herbert, starb 1571 als Konsenior der böhmisch-mährischen Brüderunität zu Eibenschütz.— 433. Nikolaus Herman, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Johann Mathesius, starb 1561 in hohem Alter.— 62. 120. 409. 431. 460. 476. Johann Timotheus Hermes, geb. 1738 zu Petznik bei Stargard in Pommern, gest. 1821 als Oberkonsistorialrat, Superintendent und Oberpfarrer in Breslau.— 522. Johann Gottfried Herrmann, geb. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, gest. 1791 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat zu Dresden.— 277. 5. Johann Daniel Herrnschmidt, geb. 1675 zu Bopfingen in Würt⸗ temberg, gest. 1723 in Halle als Professor 0 99 und Mit⸗ direktor der Franckeschen Stiftungen.— 18. „Johann Friedrich Herzog, geb. 1647 zu Duenden, gest. 1699 als Rechtsanwalt daselbst.— 439. „Johann Hesse, geb. 1490 zu Nürnberg, gest. 1547 als Pfarrer zu Breslau, wo er die Reformation einführen half.— 475(ꝰ). Anna Sophie Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt, geb. 1638 zu Marburg, gest. 1683 als Abtissin des evangelischen Stifts Quedlinburg.— 229. Kaspar Heunisch, geb. 1620, gest. 1690 als Superintendent und Pfarrer in seiner Vaterstadt Schweinfurt.— 512. Wilhelm Hey, geb. 1789 zu Leina bei Gotha, gest. 1854 als Pfarrer und Superintendent zu Ichtershausen, bekannt als Fabel⸗ dichter.— 335. „Friedrich Konrad Hiller, geb. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruch— sal, gest. 1726 als Kanzleiadvokat zu Stuttgart.— 185 Philipp Friedrich Hiller, geb. 1699 zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er 1751 die Stimme verlor, dem Amte entsagen mußte und 1769 starb, Verfasser zahlreicher Er— bauungsschriften und der fruchtbarste Liederdichter Württembergs. — 191. 276. 344. 401.(517). 23. 1712 f. 5 Hoff nann, geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, gest. 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 504. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605 zu Mühla 27 42—3 gest. 1681 als Rechtsanwalt in Naumburg.— 43. 99. 142. 5. Konrad Huber(Huober), geb. 1507 zu Bergzabern, Rei 1577⁷ als Diakonus an St. Thomas zu Straßburg i. E.— 266. 3. Melchior Wilhelm Hülsemann, geb. 1781 zu Soest, Pfarrer zu Meinerzhagen und Elsey, 1830 Superintendent, seit 1847 Assessor der Synode Iserlohn, von 1822—1856 Schulinspektor, Doktor der Philosophie, starb im Ruhestand zu Elsey 1856.— 469. 0 10 herin zu seinem in Heer⸗ und des schriften. ährischen Freund Alter.— Stargard utendent nitz bei torialrat in Würt⸗ ind Mit⸗ st. 1699 Pfarrer 5(). b. 1638 Stifts dent und 854 als Fabel⸗ Bruch⸗ d. Enz⸗ lor, dem cher Er⸗ embergẽ jen, ges. Cisenach 2 e. 15⁴⁰ . farrer zu Asessor oktor der ———— 97. 98. 99. 100. 101. 102. 103. 104. 105. 106. 107⁷. 108. 109. 110. Verzeichnis der Liederdichter. 591 Michael Hunold, geb. 1621 zu Leißnig an der Freiberger Mulde, gest. 1672 als Archidiakonus zu Rochlitz in Sachsen.— 507. Justus Jonas(Jodocus Koch), geb. 1493 zu Nordhausen, als Professor zu Wittenberg einer der thätigsten Mitarbeiter Luthers, erster evangelischer Superintendent zu Halle, 1546 infolge des schmalkaldischen Krieges von dort vertrieben, starb 1555 als Superintendent zu Eisfeld in Thüringen.— 177. Matthias Jorissen, geb. 1739 zu Wesel, gest. 1823 als deutscher reformierter Prediger im Haag. Seine„neue Bereimung der Psal⸗ men“ erschien zu Wesel 1798.— 523. 524. 525. 526. 527. 528. 529. 530. 531. 532. 533. 534. 535. 536. 537. Johann Heinrich Jung, genannt Stilling, geb. 1740 zu Grund bei Hilchenbach im Siegerlande, bekannt durch die zahlreichen Staar⸗ operationen, die er als Arzt ausführte, Professor in Heidelberg und Marburg, verfaßte viele religiöse Schriften und seine noch heute weit verbreitete Lebensbeschreibung, gest. als Hofrat in Karlsruhe 1817.— 32. Christian Keymann, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, gest. 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 63. 288. Friedrich Gottlieb Klopstock, geb. am 2. Juli 1724 zu Qued⸗ linburg, der Sänger des„Messias“, lebte längere Zeit in Kopen⸗ hagen und später in Hamburg, wo er am 14. März 1803 als badi⸗ scher Hofrat und dänischer Legationsrat starb.— 38. 233. 521. Gustav Friedrich Ludwig Knak, geb. 1806 zu Berlin, Prediger an der Bethlehemskirche daselbst, gest. 1878 auf einer Reise zu Dünnow in Pommern.— 203. 20. Albert Knapp, geb. 1798 zu Tübingen, gest. 1864 als Stadt⸗ pfarrer in Stuttgart, Herausgeber des„Evangelischen Liederschatzes“, einer Sammlung von 3572 Kirchenliedern.— 116. 197. 198. 199. 205. 221. Christoph Knoll, geb. 1563 zu Bunzlau, gest. 1621 als Diakonus in Sprottau.— 481. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 1636 zu Altrauden bei Wohlau in Schlesien, gest. 1689 als Geheimrat und Kanzleidirektor zu Sulzbach in Bayern.— 416. Moritz Kramer, geb. 1646 zu Ammerswort in Holstein, gest. 1702 als Pastor zu Marne in Süderdithmarschen.— 158. Jonathan Krause, geb. 1701 zu Hirschberg, gest. 1762 als Super⸗ intendent und Pfarrer zu Liegnitz.— 37. Friedrich Adolf Krummacher, geb. in Tecklenburg, daselbst ge⸗ tauft am 22. Juli 1767, Konrektor in Hamm, Rektor in Mörs, Professor der Theologie in Duisburg, Pfarrer in Kettwig, Konsi— storialrat in Bernburg, Pastor zu St. Ansgarii in Bremen, wo er am 4. April 1845 im Ruhestand starb; bekannt als Parabeldichter. — 55. 194. 407. 39. Friedrich Wilhelm Krummacher, geb. als ältester Sohn von Friedrich Adolf Krummacher zu Mörs 1796, bekannt durch seine Wirksamkeit als Prediger in Frankfurt, Ruhrort, Barmen(Ge⸗ marke), Elberfeld, Berlin, Potsdam, gest. zu Potsdam als Hof⸗ prediger 1868.— 14. . I . RAh N 1 W * 592 Verzeichnis der Liederdichter. „Johann Sigismund Kunth, geb. 1700 zu Liegnitz, gest. 1779 als Oberpfarrer und Superintendent der Solmsschen Grafschaft zu Baruth in der Niederlausitz.— 520. „Peter Lackmann, geb. zu Lübeck, Schüler August Hermann Franckes, gest. 1713 als Oberpfarrer zu Oldenburg in Holstein.— 418. 3. Friedrich Adolf Lampe, geb. 1683 zu Detmold, reformierter Pfarrer in Weeze und Duisburg, Professor in Utrecht, Pastor an St. Ansgarii in Bremen, wo er 1729 starb.— 134. 230. 330. 331. 332. 333. „Ernst Lange, geb. 1650, gest. 1727 als Ratsherr in seiner Vater⸗ stadt Danzig.—(306.) Joachim Lange, geb. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, Freund August Hermann Franckes, gest. 1744 als Professor der Theologie in Halle.— 187. 420. „Laurentius Laurenti(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum in Holstein, gest. 1722 als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen.— 87. 129. 248. 390. 515. „Johann Kaspar Lavater, als religiöser Schriftsteller bekannt, geb. 1741 zu Zürich, gest. daselbst 1801 als Kirchenrat und Pfarrer an St. Peters Münster an den Folgen einer durch einen fran⸗ zösischen Soldaten erhaltenen Schußwunde.— 355. „Leopold Franz Friedrich Lehr, geb. 1709 zu Kronberg bei Frankfurt a. M., gest. 1744 in Magdeburg als Diakonus an der lutherischen Kirche in Köthen.— 256. 349. 9. Johann Leon, geb. zu Ohrdruf in Thüringen, erst Feldprediger, dann Lehrer in Königssee und Groß-Mühlhausen, gest. 1597 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf.— 478.(482). „Ehrenfried Liebich, geb. 1713 zu Probsthain(Probsthagen) bei Liegnitz, gest. 1780 als Pastor zu Lomnitz und Erdmannsdorf bei Hirschberg.— 162. 351. 402.(458). „Salomo Liscow, geb. 1640 zu Niemitzsch in der Niederlausitz, gest. 1689 als Diakonus zu Wurzen in Sachsen.— 303. 417. 496. Valentin Ernst Löscher, geb. 1673 zu Sondershausen, gest. 1749 als Oberkonsistorialrat und Superintendent zu Dresden.— 254. Matthäus Apelles von Löwenstern, geb. 1594 zu polnisch Neu⸗ stadt in Schlesien, gest. 1648 als Kaiserlicher Rat und Staatsrat des Herzogs von Münsterberg-Ols in Breslau.— 6. 183. „Martin Luther, als deutscher Reformator zugleich der Begründer und Meister des deutschen evangelischen Kirchengesanges, geb. zu Eisleben am 10. November 1483, gest. ebendaselbst am 18. Fe⸗ bruar 1546. Er schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Ver⸗ deutschung lateinischer Hymnen, durch Ausführung alter deutscher Strophen und durch Bearbeitung biblischer Stellen.— 2. 59. 60. 61. 119. 151. 152. 166.(167). 171. 172. 178. 174. 175. 176. 223. 236. 259. 281. 473. 474. 5. Joachim Magdeburg, geb. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, evangelischer Prediger, zuletzt zu Efferding in Osterreich, von dort 1583 vertrieben und seitdem verschollen.— 366. „Samuel Marot, geb. 1770 zu Magdeburg, gest. als Konsistorial⸗ rat und Prediger an der neuen Kirche zu Berlin 1865.— 219. et. 1779 sschaft zu Hermann n.— 418. formierter Pastor an 230. 330. ler Vater⸗ E, Freund Theologie u Husum Dom in bekannt, d Pfarrer nen fran⸗ nberg bei 15 an der dprediger, 1597 als agen) bei ldorf bei derlausiz, Altmat⸗ von dolt istorial⸗ 0 Verzeichnis der Liederdichter. „Bernhard Walther Marperger, geb. 1682 in Hamburg, Pfarrer in Nürnberg, der Nachfolger Speners in Dresden, wo er 1746 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat starb.— 329. „Christoph Georg Ludwig Meister, geb. 1738 in Halle, seit 1774 Prediger an der Salvatorkirche in Duisburg, seit 1778 zu⸗ gleich Professor der Theologie daselbst. 1784 wurde er Prediger und Professor in Bremen, wo er 1811 starb.— 114. „Johann Mentzer, geb. 1658 zu Jahma in der Lausitz, gest. 1734 als Pastor zu Kemnitz in derselben Landschaft.— 16. „Wolfgang Meuslin(Musculus), geb. 1497 zu Dieuze in Lothringen, gest. 1563 als Professor der Theologie zu Bern.— 432. 31. Johann Friedrich von Meyer, geb. 1772 zu Frankfurt a. M., rechtsgelehrter Senator daselbst und mehrmals Bürgermeister, auch als Bibelforscher bekannt, gest. 1849 in seiner Vaterstadt.— 195. „Johann Matthäus Meyfart, geb. 1590 zu Walwinkel bei Gotha, gest. 1642 als Professor der Theologie und Pastor zu Erfurt.— 510. „Joseph Mohr, katholischer Geistlicher, 1818 zu Oberndorf bei Salzburg, gest. 1848 zu Wagram.— 29. Martin Moller, geb. 1547 zu Kroppstädt bei Wittenberg, gest. 1606 als Oberpfarrer in Görlitz.— 369. 370. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, geb. 1624 zu Halle, gest. 1685 als Pastor zu Koburg.— 68. „Foachim Neander, wegen seiner Lobpreisung der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt, geb. 1650 zu Bremen, Rektor in Düsseldorf, gest. am 31. Mai 1680 als refor⸗ mierter Prediger an St. Martini in Bremen.— 14. 15. 79. 246. 264. 304. 441. 497. 37. David Nerreter, geb. 1649 zu Nürnberg, gest. zu Stargard 1726 als Generalsuperintendent des Herzogtums Hinterpommern und des Fürstentums Kammin.— 386. Kaspar Neumann, geb. 1648 zu Breslau, gest. 1715 ebendaselbst als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen.— 32. 145. 440. 461. „Georg Neumark, geb. 1621 zu Langensalza, gest. 1681 als Biblio⸗ thekar und Archivsekretär zu Weimar.— 381. Erdmann Neumeister, geb. 1671 zu Uchteritz bei Weißenfels, gest. 1756 als Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg.— 88. 252. 320. 443. „Johann Neunherz, geb. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, gest. 1737 als Oberpfarrer in Hirschberg.— 128. Heinrich Georg Neuß, geb. 1654 in Elbingerode am Harz, gest. 1716 als Konsistorialrat und Superintendent in Wernigerode.— 247. 307. Philipp Nicolai, geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, half seinem Vater daselbst im Predigtamte, wurde dann 1583 Pastor in Herdecke a. d. Ruhr, 1586 an der heimlichen lutherischen Ge⸗ meinde in Köln, 1587 Hofprediger in Wildungen, seit 1596 Pastor in Unna, wo er seine beiden berühmten Lieder veröffentlichte, seit 1601 Hauptpastor an St. Katharinen in Hamburg. Hier starb er 1608.—(284). 509. 38 144. 154. 156. 157. Verzeichnis der Liederdichter. Johann Olearius, geb. 1611 in Halle, Generalsuperintendent und Oberhofprediger des Administrators daselbst, später in gleicher Stellung zu Weißenfels, wo er 1684 starb.— 27. 28. 105. 168. 226. 290. 291. „Joachim Panli, geb. 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, Haus⸗ lehrer in Berlin, gest. 1708 als Pfarrer in Ostrau im Kreise Bitterfeld.— 184. 5. Gottlieb Konrad Pfeffel, als Fabeldichter bekannt, geb. 1736 zu Kolmar, seit seinem einundzwanzigsten Jahre völlig erblindet, starb 1809 als Präsident des Konsistoriums in Kolmar.— 40. 7. Christoph Pfeiffer, geb. 1689 zu Ols, gest. 1758 als Pastor zu Stolz bei Frankenstein in Schlesien.— 69. Christoph Karl Ludwig von Pfeil, geb. 1712 zu Grünstadt bei Worms, württembergischer Geheimer Legationsrat, gest. 1784 als preußischer Geheimrat und Minister(Gesandter) auf seinem Gute Deufstetten bei Ansbach.— 350. 457. „Benjamin Praetorius, geb. 1636 in Obergreißlau bei Weißen⸗ fels, gest. 1674 als Pfarrer in Großlissa.— 126.(301). „Samuel Preiswerk, geb. zu Rümlingen bei Basel 1799, Pfarrer und Antistes in Basel, wo er 1871 starb.— 36. „Christian Heinrich Rudolf Puchta, geb. 1808 zu Kadolzburg in Mittelfranken, gest. 1858 als Pastor in Augsburg.— 463. „Friedrich Räder, geb. 1815 zu Elberfeld, starb daselbst als Kauf⸗ mann 1872.— 12. „Johann Jakob Rambach, geb. 1693 zu Halle, Professor der Theologie daselbst, gest. 1735 als Professor und Superintendent in Gießen, Herausgeber des„Geistreichen Hausgesangbuchs“.— 19. 51. 52. 146. 170. 217. 273. 274. 337. 338. Johann Wilhelm Reche, geb. 1763 in Lennep, lutherischer Pfarrer zu Hückeswagen und Mülheim am Rhein, Konsistorialrat, gest. 1835 im Ruhestand zu Niederkassel am Rhein, Herausgeber des„Christlichen Gesangbuchs für die lutherischen Gemeinden im Herzogtum Berg“.— 406. Adam Reusner(Reißner), geb. 1496 zu Mindelheim im bayri⸗ schen Schwaben, Schüler Johann Reuchlins, Geheimsekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg, Anhänger Kaspar Schwenk⸗ felds, gest. um 1575 in seinem Geburtsort.— 364. Eleonore von Reuß, geborene Gräfin zu Stolberg-Werni⸗ gerode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg, lebt zu Jänkendorf in Schlesien.— 82. Christian Friedrich Richter, geb. 1676 zu Sorau in der Nieder⸗ lausitz, August Hermann Franckes Mitarbeiter als Inspektor des Pädagogiums und Arzt des Waisenhauses zu Halle, mit Freyling⸗ hausen der bedeutendste unter den„hallischen“ Liederdichtern, starb 1711.— 269. 270. 323. 324. 325. 326. 327. Bartholomäus Ringwald, geb. 1530 zu Frankfurt a. d. Oder, gest. 1598 als Pfarrer zu Langfeld in der Neumark.— 238. 508. Martin Rinkart, geb. 1586 zu Eilenburg in Sachsen, woselbst er 1649 als Archidiakonus starb. Wie Valerius Herberger und Jo⸗ hann Heermann war er seiner Gemeinde ein treuer Führer in den ondent und n gleicher 105. 168. u, Haus⸗ im Kreise geb. 1736 erblindet, — J0. Pastor zu Grünstadt gest. 1784 uuf seinem i Weißen⸗ 9„ Pfarrer Ladolzburg 46g. als Kauf⸗ sessor der tendent in 5•* utherischer istorialrat, erausgeber einden im im bahri⸗ kretär des Schwenk⸗ „Verni⸗ ünkendorf er Neder⸗ pektor des Freyling⸗ tern, star b. Oder, woselbst er und Jo⸗ ver in den Verzeichnis der Liederdichter. 59⁵ heimgesucht ward. Sein Danklied dichtete er vor dem Jubelfeste der Augsburgischen Konfession 1630.— 5. 160. Johann Rist, geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, gest. 1667 als Pastor zu Wedel a. d. Elbe in Holstein, ein übermäßig frucht⸗ barer Dichter.— 7. 46. 76. 85. 100. 225. 436. 511.& 161. Samuel Rodigast, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, Freund Speners, gest. 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin.— 385. 162. Samuel David Roller, geb. 1779 zu Heynitz bei Meißen, gest. 1850 als Pfarrer in Lausa bei Dresden.— 40. 163. Johann Andreas Rothe, geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, 1722 bis 1737 Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, starb als lutherischer Pastor zu Thommendorf in der Oberlausitz 1758.— 272. 505. 164. Friedrich Rückert, geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orien⸗ talischen Sprachen in Erlangen und Berlin, ein Sänger der Be⸗ freiungskriege und unter allen deutschen Dichtern einer der seelen⸗ vollsten und formgewandtesten, starb 1866 als preußischer Geheim⸗ rat auf seinem Landsitz Neuseß bei Koburg.— 56. 165. Martin Rutilius, geb. 1550 zu Düben in Sachsen, gest. 1618 als Archidiakonus in Weimar.— 239. 166. Gottfried Wilhelm Saeer, geb. 1635 in Naumburg, gest. 1699 als Kammeradvokat in Wolfenbüttel.— 78. 143. 167. Christian Friedrich Heinrich Sachse, geb. 1785 zu Eisenberg in Thüringen, gest. 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg.— 501. 168. Johann Kaspar Schade, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, est. 1698 als Prediger an St. Nikolai in Berlin.—(267). 392. 169. Martin Schalling, geb. 1532 zu Straßburg, gest. 1608 als Pastor an St. Marien(Liebfrauen) in Nürnberg.— 283. 170. Johann Scheffler, geb. 1624 zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs zu Ols, trat 1653 in Breslau unter dem Namen Angelus Silesius zur römisch⸗katholischen Kirche über, wurde geistlicher Rat des Fürstbischofs und starb 1677 im Kloster St. Matthias zu Breslau.— 294. 295. 296. 297. 298. 171. Ehristian Ludwig Scheidt, geb. 1709 zu Waldenburg bei Schwäbisch-Hall, gest. 1761 als Hofrat und Bibliothekar in Hanno⸗ ver.— 278. 172. Johann Hermann Schein, geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, gest. 1630 als Musikdirektor in Leipzig.— 483. 173. Hartmann Schenk, geb. 1634 in Ruhla bei Eisenach, gest. 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön.— 30. 174. Heinrich Theobald Schenk, geb. 1656 zu Heidelbach in Hessen, gest. 1727 als Stadtpfarrer in Gießen.— 514. 175. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf, geb. 1783 in Tilsit, Sänger der Befreiungskriege, gest. als Regierungsrat in Koblenz 1817.— 73. 18. 26. 176. Michael Schirmer, geb. 1606 zu Leipzig, gest. 1673 als Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin.— 44. 125. 153. 38 Verzeichnis der Liederdichter. „Levin Johann Schlicht, geb. 1681 zu Calbe in der Altmark, Lehrer am Pädagogium in Halle, starb 1723 als Prediger an St. Georgen in Berlin.— 446. „Ludwig Heinrich Schlosser, geb. 1663 in Darmstadt, gest. 1723 als Prediger an St. Katharinen in Frankfurt a. M.— 456. „Johann Eusebius Schmidt, geb. 1669 in Hohenfelden bei Er⸗ furt, gest. 1745 als Pastor in Siebleben bei Gotha.— 186. Benjamin Schmolck, geb. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, gest. 1737 als Oberpfarrer und Inspektor in Schweidnitz, bekannt als Erbauungsschriftsteller.— 34. 35. 50. 81. 130. 131. 132. 159. 209. 214. 215. 253. 268. 321. 322. 394. 395. 396. 421. 444. 445. 467. 498. 499. 516. 2. „Johann Schnesing, Chiomusus genannt, gebürtig aus Frank⸗ furt am Main, gest. 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha.— 237(2). 2. Johann Gottfried Schöner, geb. 1749 zu Rügheim bei Würz⸗ burg, gest. 1818 als Stadtpfarrer an der St. Lorenzkirche in Nürn⸗ berg.— 356. 3. Johann Heinrich Schröder, geb. 1667 zu Springe bei Hannover, gest. 1699 als Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg.— 310. 311. „Christian Friedrich Daniel Schubart, geb. 1739 zu Ober⸗ sontheim in Schwaben, erst Theologe, dann Musiker, Organist in Ludwigsburg, gest. 1791 als Hofmusikdirektor in Stuttgart.— 354. „Johann Jakob Schütz, geb. 1640 in Frankfurt am Main und daselbst als Advokat 1690 gestorben.— 13. Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-⸗Rudolstadt, geborene Gräfin von Barby, geb. 1637 zu Rudolstadt und ebenda am 3. De⸗ zember 1706 gestorben.— 12. 495. 7. Ludämilie Elisabeth Gräfin von Schwarzburg⸗-⸗Rudolstadt, geb. 1640, gest. 1672 als Braut des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen.— 302. 3. Christian Scriver, geb. 1629 in Rendsburg, Pfarrer in Stendal und Magdeburg, gest. 1693 als Oberhofprediger und Kirchenrat in Quedlinburg; berühmter Erbauungs-Schriftsteller.— 438. „Nikolaus Selnecker, geb. 1530 zu Hersbruck bei Nürnberg, Schüler Melanchthons, gest. 1592 als Professor der Theologie, Superintendent und Pastor an St. Thomas in Leipzig, Mitver⸗ fasser der Konkordienformel, ein viel verfolgter, standhafter Be— kenner.— 24.(207).(370). „Elisabeth von Senitz, geb. 1629 zu Rankau in Schlesien, Hof— fräulein am Hofe zu Brieg und zu Ols, starb 1679.— 107. „Justus Sieber, geb. zu Eimbeck in Hannover 1628, gest. 1695 als Pastor zu Schandau in Sachsen.— 228. „Johann Siegfried, geb. 1564, gest. 1637 als Superintendent in Schleiz.— 482. „Au gust Gottlieb Spangenberg, geb. 1704 zu Klettenberg in Hannover, als Bischof der Brüdergemeinde lange Zeit in Amerika thätig, gest. 1792 in Berthelsdorf.— 348. Paul Speratus, geb. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen in Schwa⸗ ben, predigte das Evangelium schon 1522 sehr freimütig im Ste-— 19⁵ 196 19⁵ ltmack, ger an iegnitz, bekannt 2. 159. 4. 405. Frank⸗ tha.— Würz⸗ Nürn⸗ nnover, 0. 311. Ober⸗ anist in — 354. in und eborene 3. De⸗ olstadt, Bilhelm Stendal nrat in irnberg, eologie, Mitver⸗ ter Be⸗ 1„, Hof⸗ 9 1. 105 ldent in berg in Amerika Schus in Ete⸗ Verzeichnis der Liederdichter. 597 phansdom zu Wien, kam 1523 nach Wittenberg, wurde 1524 auf Luthers Empfehlung Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen, war bei der Einführung der Reformation im Herzogtum Preußen besonders thätig und starb als lutherischer Bischof von Pomesanien zu Marienwerder 1551.— 260. 195. Karl Johann Philipp Spitta, geb. zu Hannover 1801, gest. als Superintendent zu Burgdorf bei Hannover 1859.— 201. 222. 408. 459. 9. 25. 33. 41. 196. Josua Stegmann, geb. 1588 zu Sulzfeld bei Meiningen, gest. 3 der Theologie und Superintendent zu Rinteln. — 182(2). 197. Gerhard Stip, geb. 1809 zu Norden in Ostfriesland, gab 1851 eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel„Unverfälschter Liedersegen“ heraus und starb als Privatgelehrter zu Potsdam 1882.— 425. 198. Heinrich Arnold Stockfleth, geb. 1643 zu Alfeld in Hannover, gest. 1708 zu Münchberg bei Bayreuth als brandenburgischer Kirchenrat, Oberhofprediger und Generalsuperintendent.— 384. 199. Konrad Gebhard Stübner gab als Predigtamtskandidat 1727 eine Sammlung geistlicher Lieder heraus.— 257. 200. Julius Karl Reinhold Sturm, geb. 1816 zu Köstritz in Thü⸗ ringen, seit w1857 Pfarrer und Kirchenrat daselbst.— 57. 216. 471. 201. Christian Ludwig Taddel, geb. 1706 im Mecklenburgischen, gest. 1775 als Hofrat und Justizkanzleidirektor in Rostok.— 135. 202. Gerhard Tersteegen, geb. zu Mörs am 25. November 1697, er⸗ lernte, nachdem er die höhere Schule seiner Vaterstadt durchgemacht hatte, die Kaufmannschaft und dann das Bandwirken in Mülheim a. d. Ruhr, wo er von seinem fünfzehnten Lebensjahre bis zu seinem am 3. April 1769 erfolgten Tode gelebt hat: ein refor⸗ mierter Mystiker mit reichem innerem Leben, durch Wort und Schrift vielen ein Seelsorger und geistlicher Führer.—(20). 36. 70. 111. 147. 160. 190. 255. 339. 340. 341. 342. 343. 423. 429. 448. 449. 15. 203. Valentin Thilo, geb. 1607 zu Königsberg i. Pr., gest. 1662 ebenda als Professor der Beredsamkeit.— 45. 204. Christoph Tietze(Titins), geb. zu Wilkau bei Breslau 1641, starb als Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg 1703.— 245. 388. 205. Gottfried Tollmann, geb. 1680 zu Lauban in der Lausitz, Pfarrer, gest. 1766 zu Laube bei Görlitz.— 462. 206. Josua Wegelin, geb. zu Augsburg 1604, starb 1640 als Pfarrer in Preßburg.—(141). 207. Christoph Wegleiter, geb. zu Nürnberg 1659, gest. 1706 als 58t 99 Theologie und Prediger an der Stadtkirche zu Alt⸗ orf.—(33). 208. Michael Weiße, geb. zu Neiße in Schlesien, Pfarrer zu Lands⸗ kron und Fulneck in Böhmen, gab 1531 das erste deutsche Ge⸗ sangbuch der böhmischen Brüder heraus und starb 1540 als Brü⸗ dervorsteher in Neutomischl.— 92.(118). 472. 209. Georg Weissel, geb. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, gest. 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr.— 41.(124). 261. 598 Verzeichnis der Liederdichter. 210. Georg Werner, geb. 1589 in Holland, gest. 1643 als Prediger zu Königsberg i. Pr.— 211. Johann Joseph Winckler, geb. 1670 zu Lucka in Sachsen⸗Alten⸗ burg, gest. 1722 als Konsistorialrat und Domprediger in Magde⸗ burg.— 316. 317. 393. 212. Jakob Gabriel Wolf, geb. 1684 in Greifswald, gest. 1754 als Hofrat und Professor der Rechte zu Halle.— 271. 334. 213. Ernst Gottlieb Woltersdorf, geb. 1725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, gest. 1761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau in Schlesien, Mit⸗ begründer und Vorsteher des dortigen Waisenhauses.— 39. 234. 214. Johann Friedrich Zihn, geb. 1650 zu Suhl in Thüringen, gest. 1719 als Archidiakonus in seiner Vaterstadt.— 387. Ab 215. Nikolaus Lndwig Graf von Zinzendorf, geb. in Dresden 1700, Ich Gründer von Herrnhut, Stifter und Bischof der Brüdergemeinde, starb 1760 zu Herrnhut.— 211. 345. 346. 347. 450. 518. 519. Al 216. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, des Vorigen Sohn, Al 9 1727 in Herrnhut, gest. 1752 in London.— 113. A 217. Johann Zwick, geb. zu Konstanz 1496, brach durch das Züricher A Gesanabuch von 1536 dem Kirchenliede in der reformierten Kirche Al Bahn und starb als Pfarrer seiner Vaterstadt 1542 an der Pest I zu Bischofszell, wo er das durch die Seuche verwaiste Pfarramt verwaltete.— 139. A Die Dichter folgender Lieder sind unbekannt: 25. 54. 58. 75. 89. 90. 110. 117. 29 5 127. 138. 140. 149. 150. 157. 169. 231. 29 55. 258. A 314. 335. 362. 363. 372. 388. 397. 400. 410. 422. 426. 427. 434. 435. 442. 447. 484. 485. 491. 8. 11. 18. 19. 23. 4. 0. 43. 43 als Alten⸗ Nagde⸗ 54 als de bei „Mit⸗ 9. 234. , gest. 17⁰⁰0, neinde, 519. Sohn, üricher Kirche Pest arramt 75. 89. 5. 58, 4. 435, Verzeichnis Nr. Abermal ein Jahr verflossen · 79 Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. 207 Ach bleib mit deiner Gnade.182 Ach Gnad über alle Gnaden 229 Ach Gott, ich muß in Traurigkeit 506 Ach Gott und Herr. 239 Ach Gott, verlaß mich nicht„389 A Gott, vom Himmel seh darein Ach Gott, wie manches Herzeleid 369 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein. 353 Ach mein Jesu, sieh, ich trete 446 Ach mein Jesu, welch Verderben 249 Ach sagt mir nicht von Gold und Schätzen 294 Ach Vater, der die arge Welt 191 Ach wie nichtig, ach wie flüchtig 490 Ach wundergroßer Siegesheld 142 Allein Gott in der Höh sei Ehr 1 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 237 Alle Menschen müssen sterben 492 Aller Gläubgen Sammelplatz 518 Alles ist an Gottes Segen„ 388 Alles ist euer! O Worte des ewigen Lebens 354 Allgenugsam Wesen.—Ü339 Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 46 Auf Christi Himmelfahrt allein 141 Auf diesen Tag bedenken wir 139 ja auferstehn wirst Auf Gott und nicht auf meinen Rat. 03 Auf meinen lieben Gott Auf und mache dich bereit„ 57 Aus Gnadensol ich selig werden—⁰ Aus irdischem Getümmel. der LTieder. Nr. Aus meines Herzens Grunde 410 Aus tiefer Not schrei ich zu dir 236 Bedenke, Mensch, das Ende. Befiehl du deine Wege 373 Bei dir, Jesu, will ich bleiben 222 Bescher uns, Herr, das— Brot Beschwertes Herz, leg ab 22— 7 Sorgen 33 Betgemeinde, heilge dich.350 Bis Dbacht hat mich Gott ge⸗ bracht.. 12 Brich an, duschönes Morgenlicht 73 Brich, heller 0 ein 258 Christe, der du bist Tag—4 Licht Christe, du Beistand Bener Kreuzgemeine 183 Christe, du Lamm Gottes 90 Christ fuhr gen Himmel. 138 Christ ist erstanden Christ lag in Todesbanden„119 Christus der ist mein Leben„484 Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter 429 Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, volle Chöre 532 Das alte Jahr vergangen ist 7⁵ Das ist eine selge Stunde„ 39 Das Jahr geht still zu Ende 82 Das walte Gott, der helfen kann 419 Das walt Gott Vater und Gott Sohn. 411 Dein König kommt in niedern Hüllen. 50 Dein König kommt,• Zion 25 496 60⁰ Verzeichnis der Lieder. Dein Mittler kömmt; auf, blöde Seele.. Dein Wort, o Herr, uns zusammen Dein Wort, o Herr, ist milder Tau Der Abend kommt, die Sonne sich bedecket. Der am Kreuz ist meine Liebe Der du das Volk regierest Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast. Der du in Todesnächten. Der du zum Heil erschienen. Der Heiland kommt, lobsinget ihm Der heilge Christ ist kommen Der Herr fährt auf gen Himmel bringt Der Herr ist mein getreuer Hirt? Der Hölle Pforten sind zerstört Der lieben Sonne Licht und Pracht Der Saart ist vergangen Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe Dich, Jesum, laß ich ewig nicht! Die In gehn von Ort zu Ort Die Ernt ist nun⸗ zu Ende Die Gnade sei mit allen. Die güldne Sonne*** Die helle Sonn leucht't jetzt herfür. Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen. Dies ist der Tag, den Gott gemacht IE Dies ist die Nacht, da mir erschienen Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet Dir, dir, Jehovah, will ich singen“ Dir jauchzet froh die Christenheit Du bist ein Mensch, das weißt du wohl Du bist mir nah mit deiner Gnade? Du bist zwar mein und bleibest mein* 503 88 Du meine Seele, singe. Nr. 8 Durch Trauern und durch Plagen 78 Du weinest vor Jerusalem Ein Christ, ein 27„ 7—— hels Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Eine Herde und ein Hirt. Einen guten Kampf hab iche. Einer ists, an dem wir hangen Eines wünsch ich mir vor allem andern Ein feste Burg ist unser Gott Ein Haupt hast du dem Volk gesandt Ein Kindelein so löbelich Ein Lämmlein geht und trügt die Schuld Ein neuer Tag, ein neues Leben Ein reines Herz, Herr, schaff in mir Eins ist not! Eins Endlich bricht der heiße Tiegel Endlich, endlich muß es doch Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Erhebe dich, 0 meine Seel Erhebet er sich, unser Gott Ermuntert euch, ihr Frommen Erschienen ist der herrlich Tag Es glänzet der Christen inwen⸗ diges Leben. Es ist das Heil uns kommen her Es ist die Nacht gekommen Es ist genug. 5s ist gewißlich an der Zeit! 's ist nicht schwer, ein Christ zu sein Es ist noch eine Ruh vorh anden Es kostet viel, ein Christ zu sein Es saß ein frommes Häuflein dort Es wolle Gott uns gnädig sein Ewge Liebe, mein Gemüte Ach Herr, dies Fahre fort, fahre fort., 240 33⁵5 386 .194 486 198 116 172 .471 58 101 42¹ 307 31⁰ 40⁵ 39⁴ 173 418 528 515 120 323 260 453 494 508 32⁴ 52⁰ 32⁵ 161 174 273 186 Früh Früh. Fuͤr Für Geht Geht Geist Helo Gelo Gelo Verzeichnis der Lieder. M. Nr — Fang dein Werk mit Jesu a 4²² sei 3— W Ar Sru V 1—— 12— Gott sei Dank durch alle Welt 42 3 dreter euch ur Ehrmten ale en dn Base Olerqge 08 0 Fröhlich soll mein Herze springen 64 Gott wills Huuchen, Daß d . 90 ö Früh Uam Morgen Jesus gehet 425 Sachen. 4 8. 398 aue da die Sonn 1253 Gott woll uns hoch beglücken 468 380 Für alle Güte sei gepreist 451 Guuer Guut wi illen urder 0 .194 Fl/ür diese Kinder beten wir 218 Großer Mitt Wpmmehten Ls 400 2 Gaten Mittler, der zur Rechten 146 n 198 Geht hin, ihr gläubigen Ge⸗ m Danfen · 277 Halleluj ö jah, Gott zu loben„536 1 Geht 9101 hin und grabt mein 300 Dallelufah. jauchzt, ihr Chöre 137 Geist der Wahrheit lehre mich 163 Haldiniur, chner Wosgen 37 41 Gelobet sei der Herr 168 Halt Imn Gedähtnts em 58 Gelobet seist du, Jesu Christ 59 Chris Veen 305 1— Ton Gott im höchsten 918 Heilae hen al, Euademomder 337 1 Tü P Heilge Einfalt, Gnadenwunder 348 en 42 zu fügen 35 Hei Hei 42¹ Gese Wd de en 355Heilger Jesu, Heilgungsquelle 314 f 05 n 8, Herr, die Gaben Herr, auf Erden muß ich leiden 145 3 Gueh e 426 Herr, dein Wort, die edle Gabe 211 5 ieb dich zufrieden und sei stille 375 Herr der du mir das Leben⸗452 310 Gott, deine Güte reicht so weit 352 Herr, der durch der Liebe B d 458 el 405 Gott des Himmels und der Herr, die Erde ist 25 463 30 Herr, ö 0 394 Geit, dus 3 89 0 413 Herr, du wollst uns vollbereiten 233 m 0 Huone pter, Stuhl und 34. Herr⸗ 60 1 2 Aulohen Leben 440 175 Herr Gottes Stadtstehtfestgegründet 200 aur Gott 50 Gottes und Marien Sohn. 69 Herr Gott dich loben wir, en 5 Gont gieb einen milden Regen 158 regier 466 9 ²0 H55t mü Letran. 95 Herr, höre, Herr, erhöre 467 —?——̃ Sattt getreu.. 402 Herr, ich habe mißgehandelt„244 32393.˖ Gott ist mein Hirt, nie werd Herr J Lhri 4 ö Hirt, Herr Jesu Christ, dein teures r 200——— n 9 8 523 Dlut 10⁵ 453 ott ist mein Lied. 21 Herr IJ Christ, dich zu uns 01 6651 ist und bleibt getreu. 397 Pad 501 0 25 . 5— ö Gott lebt: üedam ich trau ig wan trauria„u, sieh doch 238 4. Göert u0 Der Eurt Tlnt 395 Herr Jesu Christ, du höchstes n 500 herbei nntag kommt 24. 8 Gut, 006 wir kommen 231 äli⸗ Herr Jesu Christ, mein höchstes 5 325 Girvon Eree 502 Gut, mein Serlenschatz 32⁰ 0 ö Gort Loßem Shrt zrbi⸗ 53 Herr Jesu Christ, wahr Mensch I dat⸗ in Schritt zur Ewig⸗ und Gott 47⁷ in 70 Gott Lob nun ist erschollen 465 D 2 aer tendich 9. sollt ich nicht— Herr Jesu, Gnadensonne 309 ich hören.. 255 Herr Jesu, Licht der Heiden. 86 —— —— ——— 60² Verzeichnis der Lieder. Nr. Herr, nun laß in Friede.. 487 Herr, öffne mir die Herzensthür 28 Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken...112 Herr, unser Gott, laß nicht zu Schanden werden 79 Herr, wann wirst du Zion bauen 187 Herr, wie du willst, so schicks mit mir 368 Herzlich lieb hab ich dich 0 Herr 283 Herzlich thut mich verlangen. 48¹ Heröliebster Jesu, was hast du verbrochen 9⁵ Herzund Herzvereintzusammen 34⁵ Heut triumphieret Gottes Sohn 121 Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin 287 Hier legt mein Sinn s sich vor dir nieder 326 Hier i wir von nah und ferr 199 Hilf, hle hilf in Angst und 37⁰ Hilf, e Jesu, laß gel ingen 76 Himmelan geht unsre Bahn„ 321 Himmelan, nur himmelan 356 Hinunter ist der Sonnen Schein 431 Hirte deiner Schafe..445 Höchster Gott, wir danken dir 31 Höchster Tröster, komm hernieder 162 Höchsterwünschtes Seelenleben 330 Hosianna, Davids Sohn, der 52 Hosianna! Davids Sohn kommt 50 Hüter, wird die 429— 7. der Sünden 227 Ich armer Mensch, ich armer Sünder 245 Ich bin ein Gast auf Erden. 376 Ich bin getauft auf deinen Namen 214 Ich bin in dir, und du in mir 221 Ich bin ja, Herr, in deiner Macht 4»488 Ich geh zu deinem Grabe. 130 Ich habe nun den Grund ge⸗ funden 272 Ich hab in Gottes Herzund Sinn 377 Ich hab in guten Stunden Nr. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt... 478 Ich hab mich Gott ergeben 482 Ich hab von ferne.. 52² Ich Lamhte, Herr, und suche dich 232 Ich komm jetzt als ein armer Gast. 228 Ich lobe dich von ganzer Seelen 185 Ich rühm den Herrn allein„ 525 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 282 Ich schau nach jenen Bergen gern 533 Ich singe dir mit Herzund Mund 9 Ich steh an deiner Krippen hier 65 Ich steh in meines Herren Hand 408 Ich sterbe täglich, und mein Leben 498 Ich und mein Haus, wir sind Bereit 459 Ich weiß, woran ich glaube 280 Ich will dich lieben, meine Stärke 295 Ich will ganz und gar nicht zweifeln. 264 Ihr armen Sünder, kommt zu Hauf 8 In allen meinen Thaten*. 380 In Christi Wunden schlaf ich ein 491 In dich hab ich gehoffet, Herr 364 In Gottes Namen fang ich an 417 In Gottes Reich geht niemand Lin..257 Ist Gott für mich, so trete. 263 Ja fürwahr, uns führt mit sanfter Hand 2— Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket, ihr englischen Chöre 70 Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. 52⁷ Je größer Kreuz, 1 näher Hmle 91 396 Jehovah! Jehovah! Jehovah 40 Neinalem, n hochgebauteStadt 510 Jesu, deine Passion... 106 Jesu, deine tiefen Wunden. 96 Jesu, der du bist alleine.. 340 Jesu, der du wollen büßen. 110 Jesu, frommer Menschen herden 300 404 Jesu, geh voran. 346 Rom Kom Kom e 2 M. Gott . 00 en. 402 0½ dich 259 mer .. 25 elen 10 in. 53 hrist W2 gern 550 dund 9 hier 65 hand 405 nein .. 408 sind . 400 be. 2 leine .. 200 nicht 0 200 t zu 5.26 .. 300 hein 40 Herr 361 an 4l² Iund 25⁷ * Nr. Jesu/ großer Wunderstern 88 Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens. 01 Jesu, meine Freude..292 Jesu, meines Lebens Leben„ 99 Jesus Christus herrscht als Hönig 334 Jesus ist der schönste Nam Jesus, Jesus, nichts als Jesus 302 Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht„. 127 Jesus nimmt die Sünder an 252 Jesus soll die Losung sein„ 81 Rönig, dem kein König gleichet 338 Komm, Heidenheiland, Lösegeld 49 Komm, heiliger Geist, erfüll. Komm, heiliger Geist, Herre Got 151¹ Komm, mein Herz, in Jesu Leiden. 23 Komm, o komm, du Geist des Eebens 138 Kommst du, kommst du, Licht der Heiden 43 Kommt, Kinder, laßt uns gehen 3⁴1 Kommt und laßt uns Christum ehreen 66 Caß dich Got 782 Laß dich, Herr Jesu Christ„454 Lasset die Kindlein kommen„213 Lasset uns mit Jesu ziehen„299 Laß mich dein sein und bleiben 24 Laß mir die Feier deiner Leiden 114 Lebenssonne, deren Strahlen Licht vom Licht, erleuchte mich 34 Liebe, die du mich zum Bilde 297 Liebster Heiland, nahe dich Liebster Jesu, wir sind hier, deinen Liebster Jesu, wir sind hier, dich 29 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.14 Lobe den Herren, o meine Seele 18 Lobt Gott, ihr Christen all⸗ zugleich. Mache dich, mein Geist, bereit 319 Verzeichnis der Lieder. Machs mit mir, Gott, nach deiner Gltt 4 Macht hoch die Thür, die Thor macht weiit 4ʃ1 Man lobt dich in der Stille. 7 Marter Christi, wer kann dein vergessen. Meinen Jesum laß ich nicht„288 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank 124 Meine Seele senket sich 293 Meine Seele steigt auf Erden 524 Meine Seel ist stille 392 Meine Sorgen, Angst und Plagen 4 Mein Fels hat überwunden„134 Mein Friedefürst, dein freund⸗ 83 liches Regieren.269 Mein Gott, ich klopf an deine Pforte 322 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe 299 Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an 256 Mein Jesu, dem die Seraphinen 266 Mein Jesus lebt, was soll ich sterben Mein Leben ist ein Pilgrimstand 332 Mein schönste Zier und Kleinod bist Mein Schöpfer, steh mir bei 170. Mein siegend Haupt 148 Mir ist Erbarmung widerfahren 276 Mir nach! spricht Christus, unser Hel Mit Ernst, o Menschenkinder 45 Mit Fried und Freud ich fahr Dahnn: Mitten wir im Leben sind„474 Morgenglanz der Ewigkeit„416 Nacht umhüllte rings die Erde 74 Nichts Betrübters ist auf Erden 507 Nun bitten wir den heiligen Geist 152 Nun danket alle Go)tt. 5 Nun danket all und bringet Ehr 10 Nun freut euch, lieben Christen guein.. Nun Gott Lob! Es ist vollbracht 215 60⁴ Verzeichnis der Lieder. Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun jauchzt dem Herren, alle Wellt Nun lasset uns den Leib begrabn Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, mein Seel, den Herren Nun preiset alle. Nun ruhen alle Wälder Nun sei, o Herr, dir Preis und Danke geweihet Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet Nun so will ich denn mein Leben? O auferstandner Siegesfürst. O daß doch bald dein Feuer breuntte O daß ich tausend Zungen hätte der alles hätt verloren. du allersüßte Freude du Liebe meiner Liebe. SDDE Fels des Heils, o Gotteslamm O Gott, du frommer Gott. O Gott, du höchster Gnadenhort 2 S Gottes Geist und Christi Heist OGottes Sohn, Herr JesuChrist? O Gott, o Geist, o Licht des Lebens O Gott, von dem wir alles haben O großer Gott, du reines Wesen 2 O Haupt voll Blut und Wunden O heilger Geist, kehr bei uns ein O heilige Dreifaltigkeit — hüf, Geist, o heiliger Gott! hil f, Christe, Gottes Sohn Jesu Christe, 4hu sch Licht Jesu Christ, mein schönstes Licht Jesu Christ, meins Lebens „Licht 3. Jesu, dir sei ewig Dank 55 2 Jesu, Jesu, Gottes Sohn. Jesu, meines Lebens Licht in Durchbrecher aller Bande.« Ewigkeit, du Donnerwort 5 Ewigkeit, du Freudenwort 5 Jesu, Herr der Herrlichkeit 24 Nr. 44 26 472 70 289 479 226 —0⁴ 286 423 O Jesu, meine Wonne. O Jesu, süßes Licht O König aller Ehren. O König, dessen Majestät. O Lamm Gottes, der du trugest O Lamm Gottes, unschuldig. O Liebe, die den Himmel hat zerrissen. O Sr wie soll ich dich O selges Licht, Dreifaltigkeit. Tod, wo ist dein Stachel nun Traurigkeit! O Herzeleid. Welt, ich muß dich lassen. Welt, sieh hier dein Leben wie fröhlich, o wie selig wie selig seid ihr doch, 45 Frommen——. O wir armen Sünder. Vreis, Ehr und Lob sei dir. Preist den Herrn!—.—5 Lob zu singen 58 Reich des Herrn. Rett, o Herr Jesu, rett dein Ehr Ringe recht, wenn Gottes Gnade Rüstet euch, ihr Christenleute Ruhe hier, mein Geist, ein wenig Ruhe ist das beste Gut. Hchaffet, schaffet, kinder. Schatz über alle Schätze Schmücke dich, o liebe Seele. Schmückt das Fest mit Maien Schön ists, Jehovah loben Schöpfer aller Menschenkinder Schwing dich auf zu deinem Gott Seelenbräutigam. Seele, was ermüdst du dich Sei getreu bis an das Ende. Sei Lob und Ehr dem höchsten Menschen⸗ süßer Stand, o selig Leben? Vater der Barmherzigkeit. 2 Vaterherz, o Licht, o Leben 336 was für ein herrlich Wesen 2 537 193 18⁰ 31⁷ 328 11¹ 267 250 303 227 159 .530 27⁴4 378 293 33⁴ 301 Gut 13 Sei mir tausendmal gegrüßet 10⁴ Siegesfürste, Ehrenkönig.. 147 Zieh, Singt So ist Zollt Sollt —. Sorg 80 r So u x Spei Star Steil Such M. . 25⁵ .420 4 00 eit ugest 89 dig. 91 hat . 90 dich 339 keit. 430 eben 316 nun 124 eid„100 keit. 2ʃ3 eben 335 zesen 271 sen. 415 eben 105 9 510 ihr „. 450 03 ir„470 Lob 5³⁴ 10% Ehr 150 nade 3ʃ⁴⁷ leute 325 enig IIl 26⁷ hen⸗ — Nr. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 304 Singt, singt Jehovah neue Liede.. So ist die Woche nun geschlossen 443 Sollt es gleich bisweilen scheinen 383 Sollt ich meinem Gott nicht singen::· Sorge doch für meine Kinder 456 So ruhest du, o meine Ruh„109 So wahr ich lebe, spricht dein Gorrt Speise, Vater, deine Kinder„428 Stark ist meines Jesu Hand: 279 Steil und dornig ist der Pfad 357 Such, wer da will, ein ander 0 Ziel TeuresWort ausGottes Munde 209 Thut mir auf die schöne Pforte 35 Treuer Jesu, wache du 447 Treuer Wächter Israel 464 Triumph, Triumph! Es kommt mit Prach 126 Aberwinder, nimm die Palmen 135 Uns, die Gebundnen, zu befrein 362 Unsern Ausgang segne Gott. 3 Unter allen großen Gütern„ 306 Unter tausend frohen Stunden 115 Unumschränkte Liebe.. 19 Balet will ich dir geben.. 480 Vater, kröne du mit Segen„469 Vater unser im Himmelreich 281 Verleih uns Frieden gnädiglich 175 Versuchet euch doch selbst„„ 265 Verzage nicht, du Häuflein klein 178 Vom Himmel hoch da komm ichher 60 Vom Himmel kam der Engel Schas 36 Von des Himmels Thron. Von Gott will ich nicht lassen 367 Vor Jesu Augen schweben Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin Verzeichnis der Lieder. Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, erhebt die Blicke 202 Wachet auf! ruft uns die Stimmꝑq]...38309 Wär Gott nicht mit uns diese Zei 176 Heit Walte, walte nah und fern Wann Gott einst unsre Bande Hrichht Wann grünt dein ganzer Erden⸗ kreis Warum sollt ich mich denn grämen Warum willst du doch für morgen 390 Warum willst du draußen stehen 47 Was Gott thut, das ist wohl⸗ gebhan Was hinket ihr, betrogne Seelen 349 Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 4 Was von außen und von innen 391 Was wär ich ohne dich gewesen 358 Weicht, ihr Berge, fallt,ihrHügel 268 Welt, ade! ich bin dein müde 493 Wenn alle untreu werden. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht 3722 Wenn kleine Himmelserben Wenn meine Sünd mich kränken 98 Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist Wenn wir in höchsten Nöten sein Werdelicht, du Stadt der Heiden 85 Werde munter, mein Gemüte 436 Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut** Wer im Herzen will erfahren 87 Wer ist wohl wie du 318 Wer nur den lieben Gott läßt walten 338ʃ Wer sich auf seine Schwachheit sennt: 22 Wer sind die vor Gottes Throne 514 Wer weiß, wie nahe mir mein Enbs 333 Wie dank ichs, Heiland, deiner Siebes 3 Wie der Hirsch bei schwülem Wetter 20 606 Verzeichnis der Lieder. Wie fl leugt dahin der Menschen Zeit 3*— Wie Gott mich führt, fo will ich gehn Wie groß ist des uutmächtgen Güte Wie herrlich ist die neue Welt Wie reizend schön, Herr Zebaoth Wie schön ists doch, Herr Jesu Ehrist Wie schön leuchtet der Morgen⸗ stern Wie soll ich dich empfangen Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Willkommen, Held im Streite Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod Wir danken Gott für seine Gabn Wir flehn um deine Gnade Wir glauben all an einen Gott Wir glauben all an einen Gott Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir Menschen sind zu dem, o Gott. Wir singen dir, Immanuel Wir warten dein, o Gottessohn Nr. 497 399 23 513 529 4⁵⁵ 284 48 308 132 9⁴ 140 122 42⁷ 220 166 167 253 208 67 517 Wo Gott der Herr nicht bei uns hält. Wohlauf, mein Herz, zu Gott Wohlauf, wohlan zum letzten Gang Wohl dem, der Gott verehvet Wohl einem Haus, da Jesus Christ. Wo ist ein solcher Gott wie du Womit soll ich dich wohl loben Wort des höchsten Mundes Wo 11 ich fliehen hin 1— soll ich hin, wer hi(fet mir Wo willst du hin, weils Abend ist Wunderanfang, herrlichs Ende Wunderbarer König Zaget nicht, wenn Dunkelheiten Zeige dich uns ohne Hülle Zeuch ein zu deinen Thoren. Zeuch hin, mein Kind. Zeuch uns nach dir. Zieht in Frieden eure Pfade. Zion, lnn dich nur zufrieden Zion klagt mit Angst und Sch ymerzen Zu dir, Herr Jesu, komme⸗ ich Zum Himmet bist du ein⸗ gegangen Zween der Jünger gehn mit Sehnen Nr. 17⁷ 291 501 535⁵ 4⁵⁷ 27⁵ 14 .210 242 246 44² 38⁴ 15 406 38 15⁵ 504 144 203 18⁴ 18¹ 25¹ 149 128 bei Gott 01 1250 gten I 5⁰¹ hret 535 esus 12* 45⁷ b 2 oben 17 A0 242 7 mir 240 1 0 — V 4 2* id ist 4½* Inde 38 eiten 400 ade. 200 eden 18⁰ und . 151 e ich 5. ein⸗ Green VSIIOV O em