Evangelisches Gesangbuch für Brandenburg und Pommern 1951 Verlag Trowitzsch& Sohn BVerlin und Frankfurt⸗Oder Auf Grund der Beschtsüsse der Provinzialsynoden der Kirchenprovinzen Pommern 1925 und 1927 und Mark Brandenburg 1927 und 1929 und nach der Notverordnung des Kirchensenats vom 7. August 1931 herausgegeben von den Provinziallirchenräten von Brandenburg und Pommern am 1. Advent 1931 Ausgabe A Dieses Buch kostet gebunden in Ganzleinen mit Blindprägung auf der Vorderseite 2,50 Reichsmark Univ.Bibl. 5iessen! zum stoch Oeutf weitet Nr. 3 lieder und d S 9. ein Verzeichnis der Singweisen ein Verzeichnis der Tondichter Gebete für das evangelische Haus die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte den kleinen Katechismus Dr. Martin as Evangelische Gesangbuch für Brandenburg und Pommern hat drei Teile und einen Anhang. Der erste Teil enthält die Lieder des Deutschen Evan⸗ gelischen Gesangbuches, die den einheitlichen Grund⸗ stock für die meisten neueren evangelischen Gesangbücher in Deutschland bilden, Nr. 1—342. Der zweite Teil bringt weitere, für die Gemeinden unserer Heimat wertvolle Lieder, Nr. 343—530. Als dritter Teil folgen die geistlichen Volhs⸗ lieder(für den Hauptgottesdienst nicht geeignet), Nr. 531—583, und der Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern, Nr. 584—595. Der Anhang enthält einige Singweisen in anderer Fassung ein Verzeichnis der Liederdichter a) in Zeitfolge b) in Buchstabenfolge Luthers nebst der christlichen Haustafel und einigen Stücken aus dem Heidel⸗ berger Katechismus und Feiertage mit dazu geeigneten Liedern ein Verzeichnis der Lieder in Buchstaben⸗ folge S —38 s. * S. =— S. 1— 7 8— 40 41— 44 45— 56 57— 62 63—110 111—136 S. 137—150 „kirchliche Schriftlesungen für die Sonn⸗ S. 151—155 S. 156—174 Einige liturgische Stüche—— Guttesdienstordumden werden nach Feststellung der neuen Agende am Schluß dieses Buches angefügt werden. In dem vorangestellten Liederverzeichnis auf S. VI=XXX sind die Lieder in den einzelnen Abteilungen nach der Zeit ihrer Entstehung geordnet. Liederverzeichnis Das Kirchenjahr Advent Gottes Sohn ist kommen(Sohann Horn) Macht hoch die Tür(Georg Weissel) Kommst du, kommst du, Licht(E. Chr. Homburg) Nun jauchzet, all ihr Frommen(Michael Schirmer) Auf, auf, ihr Reichsgenossen(Sohann Rist) Warum willst du draußen stehen(Paul 51 Wie soll ich dich empfangen(ders.J. Mit Ernst, o Menschenkinder(Valentin Thilo) Nun kommt das neue Kirchenjahr(Sohann Olearius) Gott sei Dank durch alle Welt(Heinrich Held). Komm, du wertes Lösegeld(Sohann G. Olearius). Hosianna! Davids Sohn(Benjamin Schmolch) Wir warten dein, o Gottes Sohn(Ph. Friedr. Hiller) Dein König hommt in niedern Hüllen(Friedr. Rüchert) Geistliche Volhslieder Es kommt ein Schiff, geladen(Sohann Tauler) O du mein Trost(W. Osterwald nach Elmenhorst) Tochter Zion, freue dich(Heinrich Ranke?) Die Nacht vergeht, der Tag(Soh. W. Rautenberg) Nun geht ein Freuen durch die Welt(Marie Feesche) Zum Advent auch: 33 Jesus ist kommen— 334 Er— muntert euch, ihr Frommen. Weihnachten Ein Kindelein so löbelich(vorreformatorisch). Nun singet und seid froh(vorreformatorisch) Gelobet seist du, Jesu Christ(Martin Luther) 348 349 10 Vom Bom Lobt Frell Fröh Ich Komt Wit Dies Zauc Dies Der Brich Es i Kom. 3 Iht! O dl Still Dul Herh Alle Das Ri, Nun Gott Reüu⸗ Sehs Liederverzeichnis Nr. Vom Himmel hoch da komm ich her(Martin 23.909 Vom Himmel kam der Engel Schar(ders.) 12 Lobt Gott, ihr Christen allzugleich(Nik. Herman) 13 Freuet euch, ihr Christen alle(Christian Keimann). 14 Fröhlich soll mein Herze springen(Paul Gerhardt). 15 Ich steh an deiner Krippe hier(ders.)iʃ;k 350 Kommt und laßt uns Christum ehren(ders.).16 Wir singen dir, Immanuel(ders.) W Dies ist die Nacht, da mir(K. F. Nachtenhöfer) Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket(Gerhard Tersteegen).. 351 ö Dies ist der Tag, den Gott gemacht(Chr. F. Gellert). 19 Der heilge Christ ist kommen(E. M. Arndt) 20 j; Brich an, du schönes Morgenlicht(M. v. Schenkendorf) 21 ö Geistliche Vollslieder Es ist ein Reis entsprungen(altkirchlichhhh nÖ... 536 Kommet, ihr Hirten(böhmisches Volkslieðͤð: ¼.537 Zu Bethlehem geboren(Kölner Psalter7). 538 Ihr Kinderlein, kommet(Chr. v. Schmid)). 539 O du fröhliche(Soh. Daniel Falköpy;ỹyỹ) 33540 Stille Nacht(Sosef Mohr/) 541 Du lieber, heilger, frommer Christ(C. M. Arndt) 42 ö Herbei, o ihr Gläubigen(Heinrich Ranlj) 643 Nachtrag der K.⸗Pr. Pommern Alle Jahre wieder(Wilhelm Hey) Jahreswechsel Das alte Jahr vergangen ist(1568—158890.22 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen(Sohann Rist). 23 Nun laßt uns gehn und treten(Paul Gerhardt) 24 Gott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit(A. H. Francke). 352 0 Jesus soll die Losung sein(Benj. Schmolck)25 Segnet uns zu guter Letzt(Chr. K. L. v. Pfeil). 353 Das Jahr geht still zu Ende(Eleonore Fürstin Reuß) VIII Liederverzeichnis Für den Jahreswechsel auch: 14, 4 Sesu, nimm dich — 96, 1—4 und 7—9 Ach bleib bei uns— 205 Jesu, geh voran— 218 Befiehl du deine Wege— 245 Nun danket alle— 252 Bis hierher hat— 323 Ich bin ein Gast— 447 In dir ist Freude— 561 So nimm denn meine Hände. Epiphanias Ne. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Phil. Nicolai). 27 O König aller Ehren(Martin Behh))28 O Zesu Christe, wahres Licht(ohann Heermann). 29 Werde licht, du Stadt der Heiden(Sohann Rist). 30 Herr Zesu, Licht der Heiden(Sohann Franck: 31 Auf, Seele, auf und säume nicht(Mich. Müller. 354 O Ursprung des Lebens(Chr. J. Koitsch). 355 Jesu, großer Wunderstern(Erdm. Reumeister. 32 Jesus ist kommen, Grund ewiger(J. L. K. Allendorf). 33 Aus irdischem Getümmel(Christoph Asschenfeldt) 356 Für Epiphanias auch die Missionslieder: 11⁰ Eine Herde und ein Hirt— 112 Der du zum Heil— 394 Der du in Todesnächten— 400 Licht, das in die Welt— Nachfolge Jesu: 163 Mir nach, spricht Christus— 182 Erneure mich. Passion Des Königs Fahnen ziehn vorauf(vorreformatorisch, Be⸗ nantius Fortunatus, übertragen von G. Plath). 35⁷ O Lamm Gottes, unschuldig(Nikolaus Deciuss 3⁴4 O hilf, Christe, Gottes Sohn(Michael Weiße7) 35 Christe, du Lamm Gottes(Wittenberg, 1533) 3 Wir danken dir, Herr Zesu Christ(Christoph Fischer). 37 Herzliebster Jesu, was hast du(Joh. Heermann). 38 Jesu, deine tiefen Wunden(ders.ü7)). 39 Der du, Herr Zesu, Ruh und Rast(Georg Werner) 4à0 Wenn meine Sünd mich kränken(Sustus Gesenius 41 Jesu, meines Lebens Leben(E. Chr. Homburgg). W2 O Traurigheit, o Herzeleid(Sohann Risty). 3 ee ee—— Liederverzeichnis Der am Kreuz ist meine Liebe(Ahasverus Fritsch). Fünf Brünnlein sind(1672). Ein Lämmlein geht(Paul Gerhardt) O Haupt voll Blut und Wunden(ders.) O Welt, sie hier dein Leben(ders.) Sei mir tausendmal gegrüßet(ders.) Herr Jesu Christ, dein teures Blut(Sohann Olearius). Zesu, deine Passion(Sigism. v. Birken) O du Liebe meiner Liebe(Elisabeth v. Senitz) So ruhest du, o meine Ruh(Salomo Franck) Seele, geh auf Golgatha(Benjamin Schmolch) Herr Jesu, deine Angst und Pein(nach Clausnitzer) Wollt ihr wissen, was mein Preis(Soh. Christ. Schwedler) Ich grüße dich am Kreuzesstamm(Val. Ernst Löscher). Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken(Chr. F. Gellert) Die wir uns allhier beisammen finden(Chr. Ren. Graf v. Zinzendorf) Ach, mein Herr Jesu, wenn(Christian Gregor) An dein Bluten und Erbleichen(Albert Knapp) Eines wünsch ich mir vor allem andern(ders. Jetzt, da die Zeit sich 750 deiner Leiden Ferd. Meyer) 2 I r 2257. Geistliche Volhslieder Als Jesus von seiner Mutter ging(16. Jahrh.) Für die Passionszeit auch geeignet Bußlieder wie: 146 Wo soll ich— 143 Ach Gott und Herr, und andere wie: 312,3 In meines Herzens Grunde— 340 Endlich bricht— 355,6 Wenn du auch vom Leiden. Ostern Christ ist erstanden(13. Jahrhundert) Christ lag in Todesbanden(Martin Luther) Jesus Christus, unser Heiland(ders.) Gelobt sei Gott im höchsten Thron(Michael Weiße) IX Nr. 358 359 44 45⁵ 46 47 48 49 50 51 360 361 362 52 53 54 363 36⁴4 55 365 544 56 57 366 58 X Liederverzeichnis Nr. Erschienen ist der herrlich Tag(Nik. Herman) 59 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod Chom. Hartmann) 60 Heut triumphieret Gottes Sohn(Kaspar Stolshagen). 367 Frühmorgens, da die Sonn aufgeht(Soh. Heermann) 61 O Tod, wo ist dein Stachel nun(Sustus Gesenius) 6² Auf, auf, mein Herz, mit Freuden(Paul Gerhardt) 63 Sei fröhlich alles weit und breit(ders.) 368 O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit(Cyriahus Günther) 369 Zween der Jünger gehn mit Sehnen(Soh. Neunherz) 370⁰0 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin(L. Laurenti) 6⁴4 Ich geh zu deinem Grabe(Benjamin Schmolch) 6⁵ Willkommen, Held im Streite(ders) 66 Jesus lebt, mit ihm auch ich(Chr. F. Gellert) 6⁷ Halleluja! Jauchzt, ihr Chöre(Gottfr. Ben. Funk) 371 Ich weiß, daß mein Erlöser lebt(K. A. Döringg). 372 Triumph, Triumph! Es siegt der Held(A. Schwartzhopff) 373 Geistliche Volkslieder Ostern, Ostern, Frühlingswehen(M. v. Schenkendorf) 545 Nachtrag der K.⸗Pr. Pommern O auferstandner Siegesfürst(S. H. Böhmer) 594 Auch geeignet: Sterbe- und Auferstehungs-Lieder wie: 314 Christus, der ist mein Leben— 327 Jesus, meine Zu— versicht. Himmelfahrt Christ fuhr gen Himmel(15. Jahrhundert). 68 Auf diesen Tag bedenken wir(Sohann Zwichk) 69 Gen Himmel aufgefahren ist(1601) 37⁴ Wir danken dir, Herr Zesu Christ, daß(1607) 37⁵5 Auf Christi Himmelfahrt allein(nach Zosua Wegelin) 70 Ach wundergroßer Siegesheld(E. Chr. Homburg) 7¹ Zeuch uns nach dir(Friedrich Funcke) 7² e—— E uinrre:-—&2 Liederverzeichnis Großer Mittler, der zur Rechten(Soh. Jak. Rambach Siegesfürst und Ehrenkönig(Gerh. Tersteegen) König Jesu, streite, siege(1827) Ergrünt, ihr Siegespalmen(Albert Knapp nach Beda Venerabilis) Zum Himmel bist du eingegangen Gerlin, 1829) Ferner: 106 Einer ist König— 169 O Durchbrecher aller Bande— 175 Himmelan geht— 186 König, dem kein— 190 Sesus Christus herrscht als— 194 Himmelan, nur himmelan— 445 Nun aufwärts froh den Blick ge— wandt. Pfingsten Komm, heiliger Geist, Herre Gott und Martin Luther) Nun bitten wir den heiligen Geist(der⸗s) Heilger Geist, du Tröster mein(Martin Moller) O heilger Geist, kehr bei uns ein(Mich. Schirmer) O du allersüßte Freude(Paul Gerhardt) Zeuch ein zu deinen Toren(ders.) Gott Vater, sende deinen Geist(ders.) 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott(Altenburg, 1651) Komm, o komm, du Geist des Lebens(Heinrich Held) Gott, gib einen milden Regen(Moritz Kramer) Schmücht das Fest mit Maien(Benjamin Schmolch) O Gott, o Geist, o Licht des Lebens(Gerh. Tersteegen). Höchster Tröster, komm hernieder(Ehrenfr. Liebich) O Gottes Geist und Christi Geist(E. M. Arndt) Geist des Glaubens, Geist der Stärke(Phil. Spitta) O komm, du Geist der Wahrheit(ders.) Geistliche Volkslieder Rausche, flute, Strom der Gnaden(Wilh. Mühlpforth) Ferner: 109 O daß doch bald dein Feuer. 75 76 379 77 78 79 380 8⁰ 81 381 82 382 383 384 83 8⁴4 546 XII Liederverzeichnis Trinitatis Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer(Martin Luther) Allein Gott in der Höh sei Ehr(Nik. Decius) Gelobet sei der Herr, mein Gott(Sohann Olearius) Wir glauben all an einen Gott, Vater(Tob. Clausnitzer) Halleluja! Lob, Preis und Ehr(Barth. Crasselius) Brunn alles Heils(Gerh. Tersteegen) Was freut mich noch, wenn du's nicht bist(Vh. Fr. Hiller) Ferner: 132 Mein Schöpfer, steh mir bei— 213,9 Das ist des Baters Wille— 251, 1—4 Sollt ich meinem Gott— 115, 10 Gott Vater, laß zu deiner Ehr— 245,3 Lob, Ehr und Preis sei Gott— 265 O heilige Dreifaltigheit. Die Kirche und die Gnadenmittel Die Kirche Ein neues Lied wir heben an(Martin Luther) Ach Gott, vom Himmel sieh darein(ders.) Ein feste Burg ist unser Gott(ders.) Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort(ders.) Es wolle Gott uns gnädig sein(ders.) Wär Gott nicht mit uns diese Zeit(ders.) Herr, nun selbst den Wagen halt(Huldreich Swingli). Lob Gott getrost mit Singen(Sohann Horn) Wo Gott der Herr nicht bei uns hält(Sustus Jonas) Ach bleib bei uns, Herr Zesu Christ(Nik. Selnecher) Verzage nicht, du Häuflein klein(Mich. Altenburg) Herr, unser Gott, laß nicht zuschanden(Joh. en Treuer Wächter Israel(ders.) Ach bleib mit deiner Gnade(Sosua Stegmannh Christe, du Beistand deiner(Apelles v. Löwenstern) Zion, gib dich nur zufrieden(Zoachim Pauli) Fahre fort, fahre fort(Soh. Euseb. Schmidt) Nr. 85 86 87 88 38⁵5 386 387 388 89 90 91 92 93 9⁴ 389 9⁵ 96 9⁷ 98 99 10⁰ 10¹ 10² 103 Liederverzeichnis Wach auf, du Geist der ersten Zeugen(K. H. v. Bogatzly) Dein Wort, o Herr, bringt(S. L. K. Allendorf) Einer ist König, Immanuel sieget(ders.) Zesu, der du bist alleine(Gerh. Tersteegen) Der du noch in der letzten Nacht(N. L. Graf v. D Herz und Herz vereint(ders.)) O Jesu, Herr der Herrlichkeit(S. D. K. Bichel) O daß doch bald dein Feuer brennte(G. Fr. Fickert) Reich des Herrn(Karl Bernh. Garve) 10. Weit durch die Lande(ders.) Eine Herde und ein Hirt(Fr. Ad. Krummacherhn. Der du in Todesnächten(Chr. G. Barth) Walte, walte nah und fern(Son. Fr. Bahnmaier) Der du zum Heil erschienen(Albert Knapp) Einer ist's, an dem wir hangen(ders.) Hier stehen wir von nah und fern(ders.) Gottes Stadt steht fest gegründet(Phil. Soitta) Wachet auf, erhebt die Bliche(K. R. Hagenbach) Auf, laßt uns Zion bauen(Moritz Görche) Herr, du hast uns reich gesegnet(ders.) Zieht in Frieden eure Pfade(Gustav Knank) Licht, das in die Welt gekommen(Rud. Stier) Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn(Erdr. Oser) Kommt her, des Königs Aufgebot(Erdr. Spitta) Preis dir, Herr Zesu, du hast uns(Aug. Matthes) Geistliche Vollslieder Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ(Sam. Preiswerk) Von ferne dräuet schon die Nacht(Ernst Bunke) Nachtrag der K.⸗Pr. Pommern Lobe den Herren, o Christgemeinde(H. A. Daniel) Ferner: Bei khirchlichen Tagungen: 75 Komm, heiliger Geist— 77 O heilger Geist, kehr— Einwei⸗ hung kirchlicher Anstalten: 295 Ich und mein XIII Nr. 10⁴ 10⁵ 106 107 390 108 391 109 392 393 110 394 111 11² 113 39⁵ 396 397 398 399 114 400 401 40² 403 547 548 593 XIV Liederverzeichnis Haus— Beim Reformationsfest: 148 Nun freut euch, lieben— 441 Es hennt der Herr die Seinen— Missionslieder s. Epiphanias. Sonntag und Gottesdienst Wir Menschen sind zu dem, o Gott(Dav. Deniche) Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Altenburg, 1648) Gott Lob, der Sonntag khommt herbei(Soh. Olearius) Herr, öffne mir die Herzenstür(ders.) Liebster Jesu, wir sind hier(Tob. Clausnitzer). Unsern Ausgang segne Gott(Hartmann Schenck) Höchster Gott, dir danken wir(Zoh. Ad. Haßlocher) Großer Gott von alten Zeiten(Kaspar Neumann) Licht vom Licht, erleuchte mich(Benj. Schmolck) Teures Wort aus Gottes Munde(ders.) Tut mir auf die schöne Pforte(ders.) Gott ist gegenwärtig(Gerh. Tersteegen). Jesu, Jesu, Brunn des Lebens(Hieron. Annoni) Herr, dein Wort, die edle Gabe(Rik. L. Graf v. Halleluja, schöner Morgen(Sonath. Krause) Zeige dich uns ohne Hülle(F. G. Klopstock) Das ist eine selge Stunde(E. G. Woltersdorf) Jesu, Seelenfreund der Deinen(nach Michael Hahn) Dein Wort, o Herr, ist milder Tau(K. B. Garve) Segne und behüte(Soh. Ev. Goßner?) Amen, Lob, Preis und Herrlichkeit(Chr. Fr. Heinr. S S60 Sieh uns fertig, gegenwärtig(Karl Geroh) Nun geh uns auf, du Morgenstern(Sulius Sturm) Zions Stille soll sich breiten(Rudolf Kögel) Nun legt den Hammer nieder(Zoh. Tillich). Ferner als Schlußlied: 161 Laß mich dein sein und bleiben. Taufe und Konfirmation Ach lieber Herre Jesu Christ(Heinrich v. Laufenberg) Sei Gott getreu, halt seinen Bund(Mich. Franck) Nr 11⁵ 116 11⁷ 118 119 12⁰ 404 12¹1 40⁵ 406 122 123 407 12⁴4 1²2⁵ 126 12⁷ 408 409 410 411 41² 413 128 414 41⁵ Liederverzeichnis Liebster Zesu, wir sind hier, deinem Worte(B. Schmolch) Ich bin getauft auf deinen Namen(Soh. Jak. W Mein Schöpfer, steh mir bei(ders.) Von des Himmels Thron(Samuel Marot) Run schreib ins Buch des Lebens(vor 1850) Zesu, sieh uns nahn(Adolf Lasson) Dies Kindlein, Zesu, ist nun dein(Rob. Steiger) Ich gebe mich in deine Hände(Marg. Schubert) Einen Strahl von beinem Glanze(Walter Schröder) Ferner für Konfirmation: 252 Bis hierher hat— 157 Stark ist meines— 158 Ich weiß, woran ich glaube— 164 Lasset uns mit Jesu— 181, 4 Jesu, stärke deine Kinder— 185 O Vaterherz, o Licht— 205 Zesu, geh voran— 208 Bei dir, Jesu, will ich— 229 Ach Gott, verlaß mich nicht— 44, 4 und 5 Mein Lebetage will ich dich— 55 Eines wünsch ich mir— 77 O heilger Geist, kehr— 561 So nimm denn meine Hände. Das heilige Abendmahl Gott sei gelobet und gebenedeiet(Martin Luther) 7 Zesu, dir sei Preis und Dank(Bernhard v..55 O Zesu, meine Wonne(Sohann Rist) 0* Schmücke dich, o liebe Seele(Zohann Franck) Ich komm jetzt als ein armer Gast(Sustus Sieber) Herr Zesu Christ, du höchstes Gut(Erfurt, 1701) Zu deinen Füßen liege ich(Chr. Heinr. Zeibich) Ich komme, Herr, und suche dich(Chr. F. Gellert) Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen(S. A. Cramer) Komm, mein Herz, in Jesu Leiden(E. G. Kommt her, ihr seid geladen(E. M. Arndt) Nachtrag der K.⸗Pr. Pommern Hier liegt vor deiner Majestät(Landshut, 1777) Ferner: 45,8 Ich danke dir von Herzen— 222, 11 und 12 Herr, mein Hirt— 247,3 Herr, du hast deinen Namen— 355,3 Hier komm ich. XV Nr. 130 131 132 416 417 418 419 4²⁰ 421 133 42² 134 13⁵ 4²23³3 136 42⁴ 137 4²⁵ 138 139 589 XVI Liederverzeichnis Das christliche Leben Buße Aus tiefer Not(Martin Luther) Allein zu dir, Herr Zesu Christ(Konr. Hubert) Herr Zesu Christ, du höchstes Gut(Barth. Ringwaldt) Ach Gott und Herr, wie groß(Soh. Major 7) Nimm von uns, Herr, du treuer Gott(Martin Moller) So wahr ich lebe, spricht(Sohann Heermann) Wo soll ich fliehen hin(ders.). Ach Gott, gib du uns deine Gnad(Sam. Zehner) O frommer und getreuer Gott(Berlin, 1643) Ihr armen Sünder, kommt zuhauf(L. Laurenti) Jesus nimmt die Sünder an(Erdm. Neumeister) Wir liegen hier zu deinen Füßen(B. Schmolch) Geistliche Volkslieder Kehre wieder, kehre wieder(Phil. Spitta) Ferner am Landes⸗Buß⸗ und Bettag a Gebetslieder wie: 174 Mache dich, mein Geist— 192 Betgemeinde, heilge dich— 211 Wenn wir in höchsten Nöten— 302 Herr, der du vormals— 303 Du läßt dich wieder sehen— 305 Mitten wir im Leben sind— 517 Im Himmel und auf Erden. Glaube und Rechtfertigung Nun freut euch, lieben Christen gmein(Martin Luther) Es ist das Heil uns kommen her(Paul Speratus) Ist Gott für mich, so trete(Paul Gerhardt) Halt im Gedächtnis Jesum Christ(Cyr. Günther) Das ist ein teuer wertes Wort(H. G. Neußß/ Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel(Benj. Schmolch) Ich habe nun den Grund gefunden(S. A. Rothe) Unumschränkte Liebe(Soh. Jak. Rambach) Mir ist Erbarmung widerfahren(Ph. Frdr. Hiller) Nr. 14⁰ 141 14² 143 144 14⁵ 146 426 427 4²2 147⁷ 429 549 148 149 1⁵⁰ 430 431 432² 15¹ 15² 1⁵³ Lieder chrisi Heht h Aus G1 Laß, o Stath 3c we Ac ö Keiner Ich bin Jern der zur will— Qasu, nur ist Vater Ich ru Laß n Herzli⸗ Miren Lasset Nur f Sieh, Ein re Herr! Schf Herzo O Du Di, Eins t D—2:?: Seineer-...(——. SSe————=———r⏑——. Liederverzeichnis Christi Blut und Gerechtigheit(17. Jahrh. u. Nih. L. 18 v. Zinzendorf Geht hin, ihr gläubigen Gedanken G. 6. Herrmann) Aus Gnaden soll ich selig werden(Chr. L. Scheidt) Laß, o Jesu, mir auf Erden(Christian Gregor) Stark ist meines Jesu Hand(Karl Bernh. Garve) Ich weiß, woran ich glaube(E. M. Arndt) Ach Herr, nimm hin mein 5560 Eun von Schönaich⸗Carolath) Geistliche Vollslieder Keiner wird zuschanden(Gustav Knal) Ich bin durch die Welt gegangen(Eleonore Fürstin Reuß) Ferner: 33 Jesus ist kommen— 73 Großer Mittler, der zur Rechten— 171 Eins ist not— 196 Such, wer da will— 204 Wer ist wohl wie du— 206 Ach mein Herr Jesu, dein— 251 Sollt ich meinem Gott— 451 Einer nur ist ewig wert— 556 Wenn ich ihn nur habe. Heiligung Vater unser im Himmelreich(Martin Luther) Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ(1529, Joh. Agricola) Laß mich dein sein und bleiben(Rik. Selnecher) Herzlich lieb hab ich dich, o Herr(Martin Schalling) Mir nach, spricht Christus, unser Held(Zoh. Scheffler) Lasset uns mit Jesu ziehen(Sigismund v. ½ Nur frisch hinein(Michael Kongehl) Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(Joach. Reander) Ein reines Herz, Herr, schaff in mir(H. G. Neuß) Herr Jesu, Gnadensonne(Ludw. Andr. Gotter) Schaffet, schaffet, Menschenkinder(ders.) Herzog unsrer Seligkeiten(Gottfried Arnold) O Durchbrecher aller Bande(ders.). Dir, dir, Jehova, will ich singen Barth. Crasselius) Eins ist not! Ach Herr, dies Eine(Joh. H. Schröder) XVII 550 551 159 16⁰ 161 162 163 164 43⁵ 16⁵ 166 167 168 436 169 170⁰ 171 II XVIII Liederverzeichnis Zesu, hilf siegen, du Fürste(Soh. H. Schröder) Ringe recht, wenn Gottes Gnade(Joh. Jos. Winchler) Mache dich, mein Geist, bereit(S. B. Freystein) Himmelan geht unsre Bahn(Benj. Schmolch). Es glänzet der Christen inwendiges Leben(Chr. Fr. Richler) Es kostet viel, ein Christ zu sein(ders.) Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein 5 Hier legt mein Sinn sich(ders.) Hüter, wird die Nacht der Sünden(ders.) Rüstet euch, ihr Christenleute(Wilh. Erasm. Arends) Erneure mich, o ewges Licht(Soh. Irdr. Ruopp) Auf, ihr Christen, Christi Glieder(nach Falkner) Mein Leben ist ein Pilgrimstand(Erdr. Ad. Lampe) Seele, was ermüdst du dich(ZJak. Gabr. Wolf) O Vaterherz, o Licht, o Leben(K. H. v. Bogatzky) König, dem hein König gleichet(Soh. Jak. Rambach) Allgenugsam Wesen(Gerhard Tersteegen) Ich bete an die Macht der Liebe(ders.) Kommt, Kinder, laßt uns gehen(ders.) Zesus Christus herrscht als König(Ph. Frdr. Hiller)— Auf, ihr Streiter, durchgedrungen(Zoh. Sim. Bucha) Heilge Einfalt, Gnadenwunder(A. Gottl. Spangenberg) Betgemeinde, heilge dich(Chr. K. L. v. Pfeil) Laß mich, o Herr, in allen Dingen(G. J. Zollikofer) Fortgekämpft und fortgerungen(Soh. Kasp. Lavater) Himmelan, nur himmelan(S. G. Schöner) Geh hin nach Gottes Willen(Soh. Frdr. Möller) Es kennt der Herr die Seinen(Phil. Spitta) Hindurch, hindurch mit Freuden(Ernst Alb. Zeller) Auf dich seh ich, mit dir geh ich(A. H. Walter) Wenn uns die Feinde kränken(Sulius Sturm) Nun aufwärts froh den Blich gewandt(A. H. Franke) Christen, seid ihr Christi Glieder(Aug. Matthess) Nr. 17² 173 174 17⁵ 176 177 178 179 18⁰ 181 18² 437 183 184 18⁵ 186 18⁷ 188 189 190 438 191 192 439 193 194 440 441 442 4⁴43 444 44⁵ 446 Hett Aebe, Seelen Mein! Wie w Mu, h Veris Rsu, Wie di Ach m Liederverzeichnis XIX Nr. Geistliche Vollslieder Mit dem Herrn fang alles an(Chr. Chr. Hohlfeldt).. 552 Sonne glänzt auf deinen Fluren 98 van 0 Riemeier) 553 2. der K.⸗Pr. Iern Heilger JZesu, Heilgungsquelle(Barth. Crasselius).. 587 Herr Jesu Christ, mein Licht und Leben(1705). 588 Ich will streben nach dem Leben(Ph. Friedr. Hiller).. 590 Ferner: Nachfolge Jesu: 208 Bei dir, Jesu, will ich— Nächstenliebe: 105 Dein Wort— 107 Jesu, der du— 108 Herz und Herz— Berufstreue: 266, 4—7 Hilf, daß ich— 290 O Gott, du frommer Gott— 291 Ich weiß, mein Gott— 293 Das walte Gott— Zu- friedenheit: 267, 6—11 Laß mich mit Freuden— und andere Morgenlieder: 264,5—8 Dein Geist mir— 272 Fang dein Werk mit Zesu an. Liebe zu Jesu In dir ist Freude(Sohann Lindemann) 1447 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn(Sohann Heermann) 5 Such, wer da will, ein ander Ziel(Georg Weissel). 196 Meinen Jesum laß ich nicht(Christian Keimann). 197 Jesu, meine Freude(Sohann Franck 198 Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen(Soh. Sc 199 Ich will dich lieben, meine Stärke(ders.) 200 Liebe, die du mich zum Bilde(ders..)..) 201 Seelenbräutigam(Adam Drese) 202 Mein Freund ist mein(Anna Sophie von Hessen). 443 Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen(W. Chr. Deßler) 203 Auf, hinauf zu deiner Freude(Soh. Kasp. Schade) 449 Wer ist wohl wie du(Zoh. Anast. Freylinghausen). 204 Jesu, geh voran(nach Nik. L. Graf v. Zinzendorf). 205 Wie dank ich's, Heiland, deiner Liebe(ders.))j„ 4»50 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein(Chr. Gregor). 206 1I KX Liederverzeichnis Nr. Einer nur ist ewig wert(Sam. Preiswerk 451 Was wär ich ohne dich gewesen(Fr. v. Hardenberg⸗ Novalis) 207 Bei dir, Jesu, will ich bleiben(Ph. Spitta) 208 Du mächtger Freund der Trauernden und Armen Renate Pfännschmidt⸗Bentner77j 3452 Geistliche Volkslieder Schönster Herr Jesu(17. Jahrhundert)sis554 Weil ich Jesu Schäflein bin(Luise v. Hayn7) 555 Wenn ich ihn nur habe(Fr. v. Hardenberg-Novalis) 556 Ich will dich erheben(Gustav Kna.jinlnuh)ꝓ&557 Nachtrag der K.⸗Pr. Pommern Jesus allein(Gustav Jahn) 59 Liebster Heiland, nahe dich(Gerh. Cersteegen) 0. 2 Der beste Freund ist in dem Himmel(Benj. Schmolck) 586 Ferner: Weihnachts-, Epiphanias- und Passionslieder. Besonders: 27 Wie schön leuchtet— 162 Herzlich lieb hab ich dich. Vertrauen auf Gott Hilf, Herr Gott, hilf(nach Huldr. Zwingli7// 4»453 In dich hab ich gehoffet, Herr(AUdam Reißner) 209 Was mein Gott will, das gscheh allzeit L von Brandenburg) 2210 Wenn wir in höchsten Nöten sein(Paul Cber) Wer Gott vertraut, hat wohlgebaut(S. Magdeburg).. 212 Von Gott will ich nicht lassen(Ludw. Helmboldd 213 Herr, wie du willst, so schich's mit mir(KaspG. Bienemann) 214 Ach Gott, wie manches Herzeleid(Martin Moller). 215 Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not(ders.).216 Hilf uns, Herr, in allen Dingen(Martin Rinckart) 454 Auf meinen lieben Gott trau ich(1607777).217 Auf den Nebel folgt die Sonn(Paul Gerhardt)6»455 Befiehl du deine Wege(ders)ꝑ.)i:ꝑjρ) 218 Lieder Oet H Gib dis 30 b Schwinh Warum Iu allet Wer hu Sollt es Wunder Was Gi Alles ist Ein Cht Gott leb Gott ist Liederverzeichnis Der Herr, der aller Enden(Paul Gerhardt) Gib dich zufrieden und sei stille(ders.) Ich hab in Gottes Herz und Sinn(ders.) Schwing dich auf zu deinem Gott(ders.) Warum sollt ich mich denn grämen(ders.) In allen meinen Taten(Paul Fleming) 540 Wer nur den lieben Gott läßt walten(Georg Reumarb) 5 Sollt es gleich bisweilen scheinen(Chr. Titius) 90 Wunderanfang, herrlich Ende(H. A. Stochfleth) 7 Was Gott tut, das ist wohlgetan(Samuel Rodigast) Alles ist an Gottes Segen(Nürnberg, 1676) Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein(Dav. Rerreter) 1 Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch(J. Fr. Zihn) 92 Gott ist und bleibt getreu(1695. 90 Ach Gott, verlaß mich nicht(Salomo Cranch) Mein Gott, wie bist du so verborgen(ders.) Ich laß dich nicht, du mußt(W. Chr. Deßler) So führst du doch recht selig(Gottfried Arnold) Meine Seel ist stille(Soh. Kasp. Schade) Meine Seele senket sich(Soh. Jos. Winckler) Dennoch bleib ich stets an dir(Benj. Schmolck) Je größer Kreuz, je näher Himmel(ders.). Du kannst's nicht böse meinen(Val. Ernst Löscher) Gott will's machen, daß die Sachen(J. D. Herrnschmidt) Wie Gott mich führt, so will ich gehn(Lambert n Meine Sorgen, Angst und Plagen(1705)5. 13 Die Gnade sei mit allen(Ph. Friedr. Hiller) 14 Gott ist getreu! Sein Herz(Ehrenfr. Liebich) 15 Auf Gott und nicht auf meinen Rat(Chr. F. W 10 Ich hab in guten Stunden(ders.) 54 Gott, deine Güte reicht so weit(ders.) 17 Ich steh in meines Herren Hand(Phil. Spitta) 55 Stillehalten deinem Walten(K. R. Hagenbach) O mein Herz, gib dich zufrieden(V. v. Strauß und Corney) XXI Nr. 45⁵6 219 220 221 222 223 224 2²⁵ 226 227 228 45⁷ 4⁵8 4⁵9 229 460 461 230 231 232 462 233 463 234 2³⁵ 236 237 238 239 24⁰ 464 241 46⁵ 466 XXII Liederverzeichnis Nr. Da die Tage so voll Not(Gustav Schüler) 467 Und wollte alles wanken(ders.) 468 Geistliche Volkslieder Wie mit grimmgem Unverstand(Soh. Daniel Falk) 558 Harre, meine Seele(Friedrich Räder). 559 Laß fahren deine Sorgen(Sulius Sturm) 560 So nimm denn meine Hände(Zulie v. Hausmann) 561 Seine Flügel breite(Anna Karbe) 562 Wenn der Herr ein Kreuze schickt(Ernst v. Willich) 563 Weiß ich den Weg auch nicht(Hedwig v. Redern) 564 Du hast mein Leben so reich gemacht(Fritz Woike) 565 Im Schatten deiner Flügel(ders.) 566 Nachtrag der K.-Pr. Pommern Aus dem Himmel ferne(Wilhelm Hey) 585 Ferner: 550 Keiner wird zuschanden— 249 Ich singe dir mit Herz und Mund— 251 Sollt ich meinem Gott— 252 Bis hierher hat mich Gott gebracht— und andere Lob— und Danklieder.— Auch Heiligungs- und Ewigheitslieder wie 193 Fortgekämpft und fortgerungen— 340 Endlich bricht der heiße Tiegel. Lob und Dank Herr Gott, dich loben wir(Martin Luther) 242 Nun lob, mein Seel, den Herren(Sohann Gramann) 243 Nun laßt uns Gott, dem Herren(Ludwig Helmbold) 244 Nun danket alle Gott(Martin Rinckart) 2⁴⁵ Nun preiset alle(Apelles v. Löwenstern) 246 Man lobt dich in der Stille(Sohann Rist) 2⁴47 Du meine Seele, singe(Paul Gerhardt) 248 Ich singe dir mit Herz und Mund(ders.) 2⁴9 Nun danket all und bringet Ehr(ders.) 25⁰0 Sollt ich meinem Gott nicht singen(ders.) 251 Bis hierher hat mich Gott gebracht(Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt) Lieder Sei do LCobe de Wunder Odaßt Womit Lobe de Gott is Wenm Wie gr Großer Jern Kraft, dir, Jeh Lob, P Lob Go Schon Die hel Des Liederverzeichnis XXIII Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut(Zoh. Jak. Schützz. 253 Lobe den Herren, den mächtigen König(Soach. Neander) 254 Wunderbarer König(ders.) Azi 205 O daß ich tausend Zungen hätte Sohann Mentzer) 256 Womit soll ich dich wohl loben(Eudw. Andr. Gotter).. 257 Lobe den Herren, o meine Seele(Joh. Dan. Herrnschmidt) 258 Gott ist mein Lied(Chr. F. Gellert 259 Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht(ders.7)7)7).260 Wie groß ist des Allmächtgen Güte(ders.). 261 Großer Gott, wir loben dich(nach Ambrosius: Ign. Franz) 469 Ferner: 86 Allein Gott in der Höh— 106, 8 Reichtum, Kraft, Weisheit— 152 Unumschränkte Liebe— 170 Dir, dir, Jehova— und andere Gebetslieder— 385 Halleluja, Lob, Preis und Ehr— 386 Brunn alles Heils— 389 Lob Gott getrost mit Singen. Tageszeiten Morgen Schon rötet sich des Tages Pracht(nach Ambrosius) 470 Die helle Sonn leucht't jetzt herfür(Nik. Herman). 262 Des Morgens, wenn ich früh aufsteh(Leipzig, 1582).. 471 Aus meines Herzens Grunde(Georg Niegm 263 Ich dank dir schon durch deinen Sohn(Leipzig, 15860. 472 Das walt Gott Vater und Gott Sohn(Martin 255 264 O heilige Dreieinigkeit(ders..7). 205 Danh sei Gott in der Höhe(Joh. Mühlmann) N 408 Der schöne Tag bricht an(August Buchner) 4»74 Gott des Himmels und der Erden(Heinr. Albert).. 266 Die güldne Sonne(Paul Gerhardt)267 Lobet den Herren alle, die ihn ehren(ders... 268 Wach auf, mein Herz, und singe(ders.) 265 Christe, wahres Seelenlicht(Christoph Prätorius) 3 0 Morgenglanz der Ewigkeit(Christian Knorr v. Rosenroth) 270 Ferner Danklieder: 244 Nun laßt uns Gott, dem Herren — 245 Nun danket alle Gott— 246,4 Er gibet Speise— 249 Ich singe— 250 Nun dankhet all und— 267, 10 Willst du mir geben. Abend O selges Licht, Dreifaltigkeit(altkirchlich, 0½ von Jos. v. Bunsen) ö Christ, der du bist der helle Tag Erasm. Alber) Hinunter ist der Sonne Schein(Nik. Herman) Die Racht ist kommen, drin wir(Petrus Herbert) Mein schönste Zier und Kleinod bist(Leipzig, 1597) Werde munter, mein Gemüte(Sohann Rist) Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz(Berlin, 1647) Nun ruhen alle Wälder(Paul Gerhardt) Gott Lob, der Tag ist nun dahin(Joh. Olearius) Der lieben Sonne Licht und Pracht(Chr. Seriver) Treuer Zesu, wache du(Leipzig, 1697) XXIV Liederverzeichnis Nr. O Jesu, süßes Licht, nun ist bie Racht(Soach. Lange) 27¹ Ein neuer Tag, ein neues Leben(Benj. Schmolch) 476 Fang dein Werk mit Zesu an e um 1734) 27² Mein erst Gefühl sei Preis und Danh(Chr. F. Gellert) 273 Früh am Morgen Zesus gehet(Gerhard Stip) 477⁷ Geistliche Vollslieder O Atem erster Frühe(Gustav Schüler) 567 Ferner: 180 Hüter, wird die Nacht. Mittag Bescher uns, Herr, das täglich Brot(Nik. Herman) 478 Wir danken Gott für seine Gabn(Erasm. Alber) 27⁴4 Herr Gott, Bater im Himmelreich(Casp. Huberinus) 479 Speis uns, Bater, deine Kinder(Soh. Heermann) 27⁵ 48⁰ 481 276 27⁷ 27⁸ 279 48² 28⁰ 483 281 Liedert Für all Hert, d Nun ist der M Wie bö 271 47⁰ 2² 27³ 47⁷ 50⁷ 47⁰ 27⁴ 47⁰ 27⁵ Liederverzeichnis XXV Nr. Nun sich der Tag geendet hat(Soh. Fr. Herzogß). 282 Herr, es ist von meinem Leben(Kasp. Neumann) 4»485 Der Tag ist hin; mein Jesu(Soachim Reander7)2383 Wo willst du hin, weil's Abend ist(Plönisches a 1674) 284 Der Tag ist hin; mein Geist 6. A. Freylinghausen).480 So ist die Woche nun geschlossen(Erdm. Neumeister). 285 Der Sabbat ist vergangen(Benjamin 280 Hirte deiner Schafe(ders.) Nun sich der Tag geendet Gerhard Tersteegen) 288 Für alle Güte sei gepreist(Chr. F. Gellerts). 487 Herr, der du mir das Leben(ders.) 289 Nun ist in tiefem Frieden(R. Pfannschmidt⸗ Beutner) 488 Geistliche Volkslieder Der Mond ist aufgegangen(Matthias Claudius) 568 Wie könnt ich ruhig schlafen(Agnes Franzʒz 5069 Müde bin ich, geh zur Ruh(Luise Hensel). 570 Es ist so still geworden(Gottfried Kinhel) 571 Haus und Beruf In Gottes Namen fahren wir(Wallfahrtslied aus dem 12. Jahrhunder) ů 489 Ich heb mein Augen sehnlich auf(Kornel. Becher) 0 Laß dich, Herr Jesu Christ(Sohann Heermann). 4»à.01 O Gott, du frommer Gott(ders.)/ 290 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun Paul Gerhardt) 291 Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ(ders.). 292 Das walte Gott, der helfen kann(Joh. Betichius).293 Sorge doch für meine Kinder(L. H. Schlosser).4à92 Was Gott zusammenfügt(Benj. Schmolck) 493 Wohl einem Haus, da Zesus Christ(Chr. K. L. v. Pfeil) 29⁴ Ich und mein Haus, wir sind bereit(Phil. Spitta). 295 O selig Haus, wo man dich aufgenommen(ders.) 4à4 XXVI Liederverzeichnis Was macht ihr, daß ihr weinet(Phil. Spitta) Geschlossen ist nun unser Bund(Verf. unbekannt) Mit dir, Allmächtger, fahr ich an(Bergmannslied. Ver⸗ fasser unbekannt).· O Heiland, hüte meine Kinder(B. Sosephson⸗ Mercator) Ferner zum Berufsleben: Aus den Morgenliedern einzelne Verse: 263, 6 Gott will ich lassen raten— 264, 6 Gib Gnad, daß ich mein Werk— 267, 4 u. f. Abend und Morgen— 269, 8 Sprich Ja zu meinen Taten— 271, 8 Ach segne, was ich tu— 273, 8 u. f. Gib mir ein Herz— Zur Trauung: 205 Jesu, geh voran— 252 Bis hierher hat— 223 In allen meinen Taten— 228 Alles ist an— 235 Wie Gott mich führt— 239 Auf Gott und nicht — Beim Abschied: 114 Zieht in Frieden— Beim Tode: 313,6 Gesegn euch Gott der Herre— 315, 4 Gesegn euch Gott, ihr Meinen— 322 Du bist zwar mein — 335 Wenn kleine Himmelserben— 582 Nun schlaf in hühler Erde. Naturleben Ach, Herre, du gerechter Gott(Greifswald, 1592) O Gott, der du das Firmament(Mich. Schirmer) Geh aus, mein Herz, und suche Freud(Paul Gerhardt) Ein Wetter steiget auf(Amilie ZJuliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt) O Gott, von dem wir alles haben(Kaspar Reumann) Wir sind in Not(Sturmflutlied. Kasp. Gotth. Jentsch) Die Ernt ist nun zu Ende(Gottfried Tollmann) Du reicher Trost der Armen(nach Ph. Frdr. Hiller). Herr, dein Name sei gepriesen(Chr. H. R.* Herr, die Erde ist gesegnet(ders.) Des Jahres schöner Schmuck entweicht(Vihtor v. S und Torney) Im Segen standen überall(Aug. Matthes) Geistliche Volkslieder Die beste Zeit im Jahr ist mein(Martin Luther) Wir pflügen, und wir streuen(nach Matth. Claudius) Nr. 296 49⁵ 496 497 498 499 500 501 297 502 503 504 50⁵ 506 507 508 572 Lioder Freuet Wacht Wié si Jernl 26,50 200 NI Heele; Ihr gll Lied— desu. Verleih Wach e Wit tr Gott L 90 105 106 07 108 199 500 501 0⁷ 50² 503 504 505⁵ 500 0⁷ 900 57² 570 Liederverzeichnis XXVII Nr. Freuet euch der schönen Erde(Phil. Spitta). 574 Wacht auf und rauscht(Emanuel Geibel) 57⁵ Wie stand die Flur im Segen(R. Pfannschmidt⸗ Beutner) 576 Ferner zur Ernte: 246, 4 Er gibet Speise reichlich— 248, 5 Er weiß viel tausend Weisen— 249 Ich singe dir— 250 Nun danket all und— 251,6 Himmel, Erd und ihre Heere— 253, 3 Was unser Gott geschaffen hat— 256, 4 Ihr grünen Blätter in den Wäldern— 259 Gott ist mein Lied— 260 Wenn ich, o Schöpfer— 554 Schönster Herr Jesu. Vaterland Verleih uns Frieden gnädiglich(Martin Luther)/.. 298 Wach auf, wach auf, du deutsches Land(Soh. Walther).. 509 Wir treten zum Beten(Riederländisches Dankgebet).. 510 Gott Lob, nun ist erschollen(Paul Gerhardt). 299 Herr, der du vormals hast dein Land(ders.). 302 Herr Gott, dich loben wir; regier, Herr(Joh. Franch) 300 Herr, höre, Herr, erhöre(Benj. Schmolck). 301 Jehova, Herr und König(Ph. Frdr. Hiller).. 511 Auf, bleibet treu und haltet fest(E. M. Arndt) 512 Du läßt dich wieder sehen(Max v. Schenkendorfr)/. 303 Ach komm, wie zu der BVäter Zeit(Sul. Sturm•)) 513 Der Morgen schreitet hell daher(Paul Kleinert).. 514 Herr, du regierst mit Gnadenhänden(Aug. Matthes). 515 Herr Gott, uns ist so bange(Martin Jentzsc). 516 Im Himmel und auf Erden(Sohannes Tillich).. 517 Geistliche Volkslieder Wer ist ein Mann?(E. M. Arndt:.: 577 Ferner für Bußtag: 429, 5 Gib Fried im Land— 530 Treuer Gott, zu dir. Tod, Gericht und ewiges Leben Tag des Zornes, Tag der Zähren(nach Thomas von Ce⸗ lano: Dies irae, dies illaaV77i518 XXVIII Liederverzeichnis Nr. Ich wollt, daß ich daheime wär(Heinr. v. Laufenberg). 519 Mit Fried und Freud ich fahr dahin(Martin Luther) 304 Mitten wir im Leben sind(ders.) 30⁵ Nun lasset uns den Leib begrabn(Michael Weiße) 306 O Welt, ich muß dich lassen(Nürnberg, 1555) 307 Wenn mein Stündlein vorhanden ist(Nik. Herman) 308 Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott(Paul Eber) 309 Ich hab mein Sach Gott heimgestellt(Sohann Leon) 31⁰0 Es ist gewißlich an der Zeit(Barth. Ringwaldt) 520 Wachet auf, ruft uns die Stimme(Phil. Nicolai) 311 O Jesu Christ, meins Lebens Licht(Mart. Behm) 521 Valet will ich dir geben(Valerius Herberger) 31²2 Herzlich tut mich verlangen(Christoph Knoll) 313 Gott Lob, die Stund ist kommen(Sohann Heermann) 522 Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt(3. H. Schein) 523 Christus, der ist mein Leben(vor 1608) 31⁴4 Ich hab mich Gott ergeben(S. Leon und Z. Siegfried). 31⁵ Wenn ich in Todesnöten bin(Sohann Kempff) 52⁴ Freu dich sehr, o meine Seele(Freiberg, 1620) 316 Zerusalem, du hohgebaute Stadt(S. M. Meyfart) 317 Ich bin ja, Herr, in deiner Macht(Simon Dach) 318 O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen(ders.) 319 In Christi Wunden schlaf ich ein(Leipzig, 1638) 320 O Ewigleit, du Donnerwort(Sohann Rist) 321 Du bist zwar mein und bleibest mein(Paul 6115 322 Ich bin ein Gast auf Erden(ders.) 323 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig(Michael Franch) 324 Die Herrlichkeit der Erden muß(Andr. Gryphins) 325 Alle Menschen müssen sterben(Leipzig, 1652, Albinus) 326 Jesus, meine Zuversicht(Berlin, 1653) ů 327 O Ewigkeit, du Freudenwort(Kaspar Heunisch) 328 Wie herrlich ist die neue Welt(Ahasverus Fritsch) 52⁵ Es ist genug! So nimm(Fr. Joach. Burmeister) 329 So hab ich nun vollendet(Soach. Pauli) 526 Lieder Wer we Bedent Wie fle Wer si Zuch h Ermun Mein 4 6o uh Wenn Die Ch Es ist Auferst ch hal Endlic Gehten Wohla Treuer Unter In die Wie n Laßt Run f Brich Wo fi Jer Penn Nunb ein 9 dein l was e —1⁰ Liederverzeichnis XXIX Nr. Wer weiß, wie nahe(Amilie Zuliane Gräfin von A burg⸗Rudolstadt) 530 Bedenke, Mensch, das Ende(Salomo Liskow) 527 Wie fleugt dahin der Menschen Zeit(Soach. Neander) 331 Wer sind die vor Gottes Throne(H. Th. Schenck) 332 Zeuch hin, mein Kind, denn Gott(Gottfr. Hoffmann) 333 Ermuntert euch, ihr Frommen(Laurentius Laurenti) 33⁴ Mein Gott, ich weiß wohl, daß(Benj. Schmolch) 528 So ruhe wohl! Gott hat an dich gedacht(ders.) 529 Wenn kleine Himmelserben(Soh. Andr. Rothe) 335 Die Christen gehn von Ort zu Ort(N. L. Graf v. Zinzendorf) 336 Es ist noch eine Ruh vorhanden(Soh. Sig. Kunth) 337 Auferstehn, ja auferstehn wirst du(Fr. Gottlieb Klopstock) 338 Ich hab von ferne, Herr, deinen Thron(S. T. Hermes) 339 Endlich bricht der heiße Tiegel(K. Fr. Harttmann) 340 Geht nun hin und grabt mein Grab(E. M. Arndt). 341 Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang(Chr. Fr. 9 342 Treuer Gott, zu dir allein(1915) 530⁰0 Geistliche Volkslieder Unter Lilien jener Freuden(S. L. K. Allendorf) 578 In die Ferne möcht ich ziehen(M. v.. 579 Wie wird uns sein(Phil. Spitta) 580 Laßt mich gehn(Gustav Knal) 581 Nun schlaf in kühler Erde(Friedrich Oser) 582 Brich herein, süßer Schein(Marie Schmalenbach) 583 Nachtrag der K.⸗Pr. Pommern Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh(B. Joergens) 595 Ferner: Aus Passionsliedern: 45, 9 und 10 Wenn ich einmal.— Osterlieder: 67 Jesus lebt— 76 Nun bitten wir den heiligen Geist— 110 Eine Herde und ein Hirt— 142,7 Stärk mich— 162, 3 Ach Herr, laß dein lieb Engelein— 183 Mein Leben ist— 184 Seele, was ermüdst du dich— 189 Kommt, Kinder, laßt uns gehen — 194, 8—10 Himmelan führt dich— 203, 5 und 6 XXX Liederverzeichnis Der Tod mag andern— 208, 5 und 6 Bleib mir nah auf dieser Erden— 210, 3 Drum will ich gern von dieser Welt — 213,6—8 Auch wenn die Welt vergehet— 214, 3 Soll ich einmal nach deinem Rat— 218, 10—12 Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu— 219, 14 und 15 Es ist ein Ruhetag vorhanden— 222,7—12 Unverzagt und ohne Grauen— 233,7 Je größer Kreuz, je lieber Sterben— 250, 8 und 9 Solange dieses Leben währt— 270, 4 und 5 Ach du Aufgang aus der 240— 287, 5 Wie, wenn ich mein Bette— 288, 4 Ein Tag, der sagt dem andern— 290, 7 und 8 Laß mich an meinem End— 296 Was macht ihr, daß ihr weinet— 347 Wir warten dein, o Gottes Sohn. Beim Tode von Kindern besonders: 322 Du bist zwar mein— 333 Zeuch hin, mein Kind— 335 Wenn kleine Himmelserben— 582 Nun schlaf in kühler Erde. 18 Erster Teil Jauchzet dem Herrn alle Welt, dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlochen. Psalm 100, 1.2 Das Kirchenjahr Advent Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe! Psalm 24, 7 1 4.— Weise Halle, 1704 SSII Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es Lan—.— D.. kommt der Herr der Herr ⸗lich-keit, ein 1˙8— 1 ————— 2 2 2 E Kö ⸗ nig al 11 Kö* nig⸗ 00 ein 1IIIIT Hei ⸗ land al ⸗ ler Welt zu=gleich, der EV 13. 3 — Heil und 20 beu muit sich bringt; der-hal- ben — 3——.: 4055 mit 210 ⸗den singt: Ge Wohet sei mein SEEE + ö Gott, mein Schöp⸗fer Rrich von Rat. luter Höstet 4.Y Eunpe Rit M. luch/ Hott/ Advent 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert,/ Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,/ sein Königskron ist Heiligkeit,/ sein Zepter ist , Barmherzigheit;/ all unsre Not zum End er bringt,/ der⸗ halben jauchzt, mit Freuden singt:/ Gelobet sei mein Gott,/ mein Heiland groß von Tat. 700 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt,/ so diesen König bei sich hat! /Wohl allen Herzen insgemein,/ da dieser König ziehet ein!/ Er ist die rechte Freudensonn,/ bringt mit sich lauter Freud und Wonn./ Gelobet sei mein Gott,/ mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,/ eur Herz zum ö Tempel zubereit't; 7 die Zweiglein der Gottseligkeit/ steckt auf ö mit Andacht, Lust und Freud;/ so kommt der König auch zu euch,/ ja Heil und Leben mit zugleich./ Gelobet sei mein Gott,/ voll Rat, voll Tat, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ,/ meins Herzens Tür dir offen ist;/ ach zeuch mit deiner Gnade ein,/ dein Freundlichkeit auch uns erschein./ Dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr,/ sei ewig Preis und Ehr. Psalm 24, 7—10 Georg Weissel, 1590—-1635 Advent 2 Weise: Ach was soll ich Sünder machen Altdorf, 1653 E 6 45————— —.—— 0—— +—— 2—4 Kommst du, kommst du, Licht der Hei- den? Ja, du α PFPIIII.... IT— H— n— 2 l. EEDS kommst und säu⸗mest nicht, weil du weißt, was uns ge⸗ 17— bricht; o du star⸗ker Trost im Lei⸗-den, Ze⸗su, & ꝗ AII + — — 1. 2—— ö ů —4—.———— 1 I —FP. 14—7—4 H 755 W.—*— + 7.9 E+ EI L——DR‚——.—*„yrT. N — e 2. Ja, du bist bereits zugegen,/ du Weltheiland, Jung⸗ fraunsohn;/ meine Sinne spüren schon/ deinen gnadenvollen Segen,/ deines Geistes Wunderkraft,/ welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe,/ Zesu, nimm mein Flehen hin,/ schaffe, daß mein Geist und Sinn/ sich in deinem Lieben übe;/ sonst zu lieben dich, mein Licht,/ steht in meinen Kräften nicht. 4. Zesu, rege mein Gemüte,/ Zesu, öffne mir den Mund,- daß dich meines Herzens Grund/ innig preise für die Güte,/ die du mir, o Seelengast,/ lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben,/ Liebe, Glauben und Geduld,/ durch Bereuung meiner Schuld/ mich zu dir sein hoch erhaben;/ dann so will ich für und für/ Hosianna singen dir. Jesaja 49, 6 und 60, 3 Ernst Christoph Homburg, 1605—-1681 Advent Weise: Aus meines Herzens Grunde Hamburg, 1598 + en e en, e eer. SSSEEEE—.— Nun jauch- zet, all ihr From-men, zu weil un ⸗ser Heil ist kom ⸗ men, der F———— LII—— L DDE +— II 22—— Eꝰ—.———— II E 1 die ⸗ ser Gna⸗ den-zeit, Wür Herr der Herr-lich-beit, — E 2 2....———.— LI—.—— + + 2 DEEEE I—.— 1=.———— oh ⸗ ne stol ⸗ ze Pracht, doch EH 2 im H— I V ETTEI— — I—.— + mäch⸗tig, zu ver⸗hee⸗ ren und gänz⸗lich zu zer⸗ ————* ** — +„H22—— + E — stö ⸗ ren des Teu⸗fels Reich und Macht. III 2. Kein Zepter, keine Krone/ sucht er auf dieser Welt;/ im hohen Himmelsthrone/ ist ihm sein Reich bestellt./ Er will hier seine Macht/ und Majestät verhüllen,/ bis er des Vaters Willen/ im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden,/ nehmt diesen König an,/ wollt ihr beraten werden/ und gehn die rechte Bahn,/ die zu dem Himmel führt;/ sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Hoheit trachtet,/ des Höchsten Zorn euch rührt. Advent 4. Ihr Armen und Elenden/ zu dieser bösen Zeit,/ die ihr an allen Enden/ müßt haben Angst und Leid,/ seid dennoch wohlgemut,/ laßt eure Lieder klingen,/ dem König Lob zu singen,/ der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen/ in seiner Herrlichkeit,/ der all eur Klag und Weinen/ verwandeln wird in Freud./ Er ist's, der helfen hann;/ halt't eure Lampen fertig/ und seid stets sein gewärtig,/ er ist schon auf der Bahn. Psalm 2, 10—12 Michael Schirmer, 1606-1673 Weise: Gar lustig jubilieren Johann Eecard, 1553—1611 E 2 ů— een n er. 2 ö 2——— 1— 5——— Auf, auf, ihr Reichs-ge-⸗ nos ⸗sen, eur Kö⸗nig Emp⸗fa⸗ het un-ver-dros-sen den gro-ßen( kommt her⸗ an! Wun⸗der⸗mann. Ihr Chri-sten, geht her-für, laßt EN———* 1—7 .e nen, menen e e.. 849— EELEEE uns vor al-len Din gen ihm Ho⸗-si⸗ an⸗-na — DDE * 1 —.7— 1 2 E———11 2— II sin ⸗ gen mit hei ⸗ li ⸗ ger Be: gier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen,/ der König ist gar nah;/ hinweg all Angst und Schmerzen,/ der Helfer ist schon da./ Seht, wie so mancher Ort/ hochtröstlich ist zu nennen,/ da wir ihn finden können/ im RNachtmahl, Tauf und Wort. diewei Run 0 Advent 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten,/ der König ist nicht fern./ Seid fröhlich, ihr Verzagten,/ dort kommt der Morgenstern./ Der Herr will in der Not/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Hilf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod. 4. Frischauf in Gott, ihr Armen,/ der König sorgt für euch; /er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht,/ der wird auch euch er⸗ nähren;/ was Menschen nur begehren,/ das steht in seiner Macht. 5. Frischauf, ihr Hochbetrübten,/ der König kommt mit Macht; /an uns, sein Herzgeliebten,/ hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein/ noch Zorn hinfort uns schaden,/ dieweil uns Gott aus Gnaden/ läßt seine Kinder sein. 6. So lauft mit schnellen Schritten,/ den König zu besehn,/ dieweil er kommt geritten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den Heiland zu begrüßen,/ der alles Kreuz versüßen/ und uns erlösen kann. 7. Der König will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken,/ als der sich selbst uns gibt/ durch seine Gnad und Wort./ Ja, König, hoch erhoben,/ wir alle wollen loben/ dich freudig hier und dort. 8. Nun, Herr, du gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach./ Du liebest unvergleichlich,/ du gehst den Sündern nach./ Drum wolln wir all in ein/ die Stimmen hoch er⸗ schwingen,/ dir Hosianna singen/ und ewig dankbar sein. Sacharja 9, 9 Zohann Rist, 1607— 1667 Advent Eigene Weise Auch nach der Weise: Valet will ich dir geben Johann Crüger, 1653 EE 1— ů DDSDS.Ir.— —.—— r— 2 —* 2— E⸗ Wie soll ich dich emp⸗fan⸗ gen, und wie be⸗ 0o al ⸗ler Welt Ver⸗lan-gen, o mei⸗ ner ——1* II—.—.4.—2. ͤ—Z — gegn ich dir, ö See⸗len Zierꝰ DeSeizesu, ie zsu. .—— mit, was dich er-göt⸗ ze, mir kund und wis⸗send sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen/ und grüne Zweige hin,/ und ich will dir in Psalmen/ ermuntern meinen Sinn./ Mein Herze soll dir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und deinem Namen dienen,/ so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen/ zu meinem Trost und Freud,/ als Leib und Seele saßen/ in ihrem größten Leid?/ Als mir das Reich genommen,/ da Fried und Freude lacht,/ da bist du, mein Heil, kommen/ und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden,/ du kommst und machst mich los;/ ich stand in Spott und Schanden,/ du kommst und machst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren/ und schenhst mir großes Gut,/ das sich nicht läßt verzehren,/ wie irdisch Reichtum tut. 1%— Advent 5. Nichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom Himmels⸗ zelt/ als das geliebte Lieben,/ womit du alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großen Jammerlast,/ die kein Mund kann aussagen,/ so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze,/ du hochbetrübtes Heer,/ bei denen Gram und Schmerze/ sich häuft je mehr und mehr;/ seid unverzagt, ihr habet/ die Hilfe vor der Tür;/ der eure Herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen,/ noch sorgen Tag und Nacht,/ wie ihr ihn wollet ziehen/ mit eures Armes Macht./ Er kommt, er kommt mit Willen,/ ist voller Lieb und Lust,/ all Angst und Not zu stillen,/ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken/ vor eurer Sünden⸗ schuld;/ nein, Jesus will sie decken/ mit seiner Lieb und Huld. /Er kommt, er kommt den Sündern/ zum Trost und wahren Heil,/ schafft, daß bei Gottes Kindern/ verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien/ der Feind und ihrer Tück?/ Der Herr wird sie zerstreuen/ in einem Augenblichk./ Er kommt, er kommt, ein König,/ dem wahrlich alle Feind/ auf Erden viel zu wenig/ zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte,/ zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht. /Ach komm, ach komm, o Sonne,/ und hol uns allzu⸗ mal/ zum ewgen Licht und Wonne/ in deinen Freudensaal! Matthäus 21, 1—9 Paul Gerhardt, 1607-1676 Advent 6 Weise: Von Gott will ich nicht lassen(1. Weise) Ursprünglich weltlich; (Oelft mir Gotts Güte preisen) geistlich Erfurt, 1573 65 0 12 1.— ů—— i *— 2 Mit Ernst, o Men⸗schen⸗kin ⸗der, das Herz in bald wird das Heil der Sün-der, der wun⸗-der⸗ V euch be Zehte 6 star⸗ke Held, den Gott aus Gnad al⸗lein der* 5—.—0— E= 7— E DI.—.— E. 2.0 Welt zum—— und Le⸗ben ver⸗spro⸗chen hat zu Sehne lihbei ge ⸗ ben, bei ⸗len bheh-ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast;/ macht seine Steige richtig,/ laßt alles, was er haßt;/ macht alle Bahnen recht,/ die Täler all erhöhet,/ macht niedrig, was hoch stehet,/ was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demut liebet,/ bei Gott am höchsten sch steht;/ ein Herz, das Hochmut übet,/ mit Angst zugrunde ö geht;/ ein Herz, das richtig ist/ und folget Gottes Leiten,/ ö das hann sich recht bereiten,/ zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen/ zu dieser heilgen Zeit/ aus Güte und Erbarmen,/ Herr Jesu, selbst bereit!/ Zeuch in slen mein Herz hinein/ vom Stall und von der Krippen,/ so. werden Herz und Lippen/ dir allzeit dankbar sein. virj Lukas 3, 3—6 Valentin Thilo, 1607— 1662 1½—. Advent 7 ———.— Nun komm, der Heiden Heiland 66500 Erfurt, 1524 Gott sei Dank durch al ⸗le Welt, der sein E—A1 +...* 1— 1— + +— L— 3*———— 14. 4— .—.— Wort be⸗— ⸗dig hält und der Sün⸗der ů—. 228— 3———., Trost und Rat zu uns her⸗ ⸗sen⸗-det hat. 2. Was der alten Väter Schar/ höchster Wunsch und Sehnen war/ und was sie geprophezeit,/ ist erfüllt in Herr⸗ lichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn,/ Jakobs Heil, der Jung⸗ frau Sohn,/ der wohl zweigestammte Held/ hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil!/ Hosianna, o mein Teil!/ Richte du auch eine Bahn/ dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein,/ es gehöret dir allein;/ mach es, wie du gerne tust,/ rein von allem Sündenwust, 6. und wie deine Ankunft war,/ voller Sanftmut, ohn Ge⸗ fahr,/ also sei auch jederzeit/ deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn,/ weil ich schwach und blöde bin/ und des Satans schlaue List/ sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei,/ daß ich, aller Ang⸗ sten frei,/ dir im Glauben um und an/ selig bleibe zugetan; 9. daß, wenn du, o Lebensfürst,/ prächtig wiederkommen wirst,/ ich dir mög entgegengehn/ und vor dir gerecht bestehn. Lukas 1, 68- 75 Heinrich Held, 1620— 1659 Advent 8 Weise: Zesus, meine Zuversicht(2. Weise) Bei Georg Philipp Telemann, 1730 EA— 20.. S LIIIII—.—2 L— I IEI +— 1 LV E 12— 1 —— Ho ⸗si ⸗ an-na! Da⸗vids Sohn kommt in Auf, be⸗rei ⸗tet ihm den Thron, setzt ihm +*.. 6 4.—.1 E˙I + E 2———.— + II— LU. E: E 2.— I L—2—.——.— I* 412—— 1 II.n + Zi ⸗ on ein⸗ge⸗ zo ⸗gen. tau⸗ send Eh⸗ren ⸗-bo ⸗ g + + 1 III ⁰ÿFPF E+ +——— —— 1 2—— 1510 E L— V.. 2 + 2—1 II — 2 —. ma ⸗chet Bahn, daß er Ein⸗ zug hal ⸗-ten kann. 2. Hosianna! Sei gegrüßt!/ Komm, wir gehen dir ent⸗ gegen./ Unser Herz ist schon gerüst't,/ will sich dir zu Füßen legen./ Zeuch zu unsern Toren ein,/ du sollst uns will⸗ kommen sein. 3. Hosianna! Friedefürst,/ Ehrenkönig, Held im Streite,/ alles, was du schaffen wirst,/ das ist unsre Siegesbeute./ Deine Rechte bleibt erhöht,/ und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! Lieber Gast,/ wir sino deine Reichsgenossen,/ die du dir erwählet hast./ Ach, so laß uns unverdrossen/ deinem Zepter dienstbar sein,/ herrsche du in uns allein. 5. Hosianna! Steh uns bei,/ o Herr, hilf, laß wohl ge⸗ lingen,/ daß wir ohne Heuchelei/ dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Zünger an,/ der dir nicht ge⸗ horchen kann. 6. Hosianna nah und fern!/ Eile, bei uns einzugehen./ Du Gesegneter des Herrn,/ warum willst du draußen stehen?/ Hosianna! Bist du da?/ Ja, du kommst, Halleluja! Psalm 118, 25. 26 Benjamin Schmolch, 1672— 1737 n Advent 9 Psalm 112 der Hugenottenkirche Weise: Ach Zesu, meiner Seelen Freude(Claude Goudimel, 1565) EH ů 12———— —S.* 1 1 1 LI.. I..—2 1 + DEI + + I I 257 1 L— 1 2 L 6— Dein Kö⸗nig kommt in nie⸗dern Hül⸗len, ihn trägt der 7 ö 4—.— 2 1— 2——— + 5⁰0—E W 1 + L I 4.— L E +.—— + 2 LI— I 1— 1I..— last⸗barn Es⸗lin Fül ⸗len, emp⸗fang ihn froh, Ze⸗ 0 5———*— 72— +——* +— W 2 E + + D...e L— L 4 2— ru⸗sa⸗lem! Trag ihm ent⸗ge⸗ gen Frie⸗dens⸗ 0— .* +*„ +* 7—— +— 1* H 2 AI + I + C 1—n I —— pal ⸗ men, be⸗streu den Pfad mit grü⸗nen 9——— 4.—— 1 — + 2— I.— + — L 2 +— JI.. + 12— — I 1 LI—. 1 I —7 Hal⸗ men. So ist's dem Her⸗ ren an ⸗ge⸗ nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere,/ gewaltger Kämpfer ohne Speere,/ o Friedensfürst von großer Macht!/ Es wollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sperren,/ doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden,/ doch aller Erde Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan./ Bewaffnet mit des Glaubens Worten/ zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du bommest hergezogen,/ da ebnen sich des Meeres Wogen,/ es schweigt der Sturm, von dir bedroht;/ du kommst, auf den empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in Fessel Sünd und Tod. Advent 5. O Herr von großer Huld und Treue,/ o komme du auch jetzt aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört./ Not ist es, daß du selbst hienieden/ kommst zu erneuen deinen Frieden,/ dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen,/ die Macht der Fin⸗ sternis erliegen/ und lösch der Zwietracht Glimmen aus,/ daß wir, die Völher und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Haus. Psalm 72. 1-6 Friedrich Rüchert, 1788— 1866 Assol Eigene 2 Weihnachten Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen ein⸗ gebornen Sohn gab. Zohannes 3, 16 10 Eigene Weise Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 2 4—2—— PPIIIII...... TT ER e. e e———. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗su Christ, daß du Mensch ge⸗bo⸗ren 0— CEV— e 1 1—— P...... ÿeoosss 5—. E* 2— 12828.———1—— 1 bist von ei-ner Jung⸗frau, das ist wahr, des freu⸗et ö 5 1——— EH 4.— 12.— 2 2 sich der En ⸗-gel Schar. Ky⸗-ri e ⸗leis! 2. Des ewgen Vaters einig Kind/ jetzt man in der Krippe findt;/ in unser armes Fleisch und Blut/ verkleidet sich das ewge Gut./ Kyrieleis! 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß,/ der liegt in Marien Schoß; /er ist ein Kindlein worden klein,/ der alle Ding erhält allein./ Kyrieleis! 4. Das ewge Licht geht da herein,/ gibt der Welt ein neuen Schein;/ es leucht't wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Kinder macht./ Kyrieleis! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,/ ein Gast in der Welt hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal,/ er macht uns Erben in seim Saal./ Kyrieleis! Weihnachten 6. Er ist auf Erden khommen arm,/ daß er unser sich erbarm/ 5 und in dem Himmel mache reich/ und seinen lieben Engeln Sn gleich./ Kyrieleis! Ve 7. Das hat er alles uns getan,/ sein groß Lieb zu zeigen. He⸗ an./ Des freu sich alle Christenheit/ und dank ihm des in IUnkein, Ewigkeit./ Kyrieleis! lhen S Erste Strophe vorreformatorisch(1370), ZJohannes 1, 14 die andern von Martin Luther, 1483—1546 7. Sei schmähet 11 ich inme Eigene Weise Bei Valentin Schumann, 1539. Ach EVUi ů e— Rurng/ SꝗSSS hte.— u e X Vom Him⸗-mel hoch da komm ich her, ich bring euch 9. Un Hol bet —— — gu ⸗te neu⸗e Mär, der gu⸗ ten Mär bring ich so 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn/ von einer Jungfrau auserkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,/ der will euch führn aus aller Not,/ er will eur Heiland selber sein,/ von allen Sünden machen rein. 10.L tinen 4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott der Vater hat sigetu bereit't,/ daß ihr mit uns im Himmelreich/ sollt leben nun und ewiglich. Rubas 2, u ur Weihnachten 5. So merket nun das Zeichen recht,/ die Krippen, Winde⸗ lein so schlecht;/ da findet ihr das Kind gelegt,/ das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein/ und mit den Hirten gehn hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei mir willkommen, edler Gast!/ Den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir;/ wie soll ich immer danken dirꝰ 8. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding,/ wie bist du worden so gering,/ daß du da liegst auf dürrem Gras,/ davon ein Rind und Esel aß. 9. Und wär die Welt vielmal so weit,/ von Edelstein und Gold bereit't,/ so wär sie doch dir viel zu klein,/ zu sein ein enges Wiegelein. 10. Der Sammet und die Seiden dein,/ das ist grob Heu und Windelein,/ darauf du König groß und reich/ herprangst, als wär's dein Himmelreich. 11. Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 12. Ach mein herzliebes Jesulein,/ mach dir ein rein sanft Bettelein,/ zu ruhn in meines Herzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein. 13. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ der uns schenkt seinen eingen Sohn;/ des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. Lukas 2, 8—12„Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi 1535“ Martin Luther, 1483.— 1546 Weihnachten 12 W/ 6655— Vom Himmel hoch da komm ich her Bei Valentin Schumann, 1539—0— ,.,. 2 E* 35— Lol Vom Him⸗mel kam der En⸗ gel Schar, er⸗-schien den „——— EIN——.— e 41——1 EI E 2— 1 23— H V.——.5 45 Thr Hir⸗ten of⸗fen⸗bar; sie sag⸗ten ihn'n: Ein Kindlein —— DEEN + 1I I I— ESSTSTSSSDDRS E—.—— 2— Il zart, das liegt dort in der Krip⸗pen hart shen 2. zu Bethlehem, in Davids Stadt,/ wie Micha das verkündet 2. Er hat;/ es ist der Herre Jesus Christ,/ der euer aller Heiland ist. llin, /e in einem 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein,/ daß Gott mit euch ist worden ein;/ er ist geborn eur Fleisch und Blut,/ eur Bruder ist das ewge Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod?/ Ihr habt mit euch den wahren Gott./ Laßt zürnen Teufel und die Höll,/ Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht,/ setzt ihr auf ihn eur Zuversicht. /Es mögen viel euch fechten an,/ dem sei Trotz, der's nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht,/ ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigheit,/ geduldig, ö fröhlich allezeit. Micha 5, 1 Martin Luther, 1483— 1546 Weihnachten 13 Eigene Weise Nikolaus Herman, 1554 —— —.70—— ů—..— 55⁵— 333 Lobt Gott, ihr Chri⸗sten all⸗zu⸗gleich, in sei⸗nem höchsten E ů370—.——— E——— Thron, der heut schleußt auf sein Him- mel-reich und schenkt uns sei⸗ nen Sohn, und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Kindlein klein,/ er liegt dort elend, nackt und bloß/ in einem Krippelein,/ in einem Krippelein. 3. Er äußert sich all seiner Gwalt,/ wird niedrig und gering/ und nimmt an sich eins Knechts Gestalt,/ der Schöpfer aller Ding,/ der Schöpfer aller Ding. 4. Er wird ein Knecht und ich ein Herr;/ das mag ein Wechsel sein!/ Wie könnt es doch sein freundlicher,/ das Herzejesulein,/ das Herzejesulein? 5. Heut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Para⸗ deis;/ der Cherub steht nicht mehr dafür,/ Gott sei Lob, Ehr und Preis!/ Gott sei Lob, Ehr und Preis! 2. Korinther 8, 9 Nikolaus Herman, 1480—1561 2* Weihnachten 14 45.08 Wn Andreas D Zü r 16⁴4 6— Freu⸗et euch, ihr Chri⸗ sten al le, freu⸗e sich, wer im⸗mer 66 55——.—— —. L + 1 LI + kann; G51 hat viel an uns ge⸗tan. Freu⸗et euch mit Q— 4 E II—4 2———— gro⸗ßem Schal⸗le, daß er uns so hoch-ge⸗acht't, sich mit uns befreundt gemacht. Freu ⸗de, Freu⸗de ü⸗ ber ————* 12——.— E+ RDDIR‚— Freu⸗de! Christus wehret al⸗lem Lei⸗de. Won⸗ne, Won⸗ne L I I 1 — ü⸗ber Won⸗ne! Chri⸗stus ist die Gna⸗den⸗son⸗ne. 2. Siehe, siehe, meine Seele,/ wie dein Heiland khommt zu dir,/ brennt in Liebe für und für,/ daß er in der Krippen Höhle/ harte lieget dir zugut,/ dich zu lösen durch sein Blut./ Freude, Freude über Freude!/ Christus wehret allem Leide./ Wonne, Wonne über Wonne!/ Christus ist die Gnadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken?/ Ich bekenne, daß von dir/ meine Seligkeit herrühr;/ so laß mich von dir nicht wanken;/ nimm mich dir zu eigen hin,/ so empfindet Herz und Sinn/ Freude, Freude über Freude!/ Christus wehret allem Leide./ Wonne, Wonne über Wonne!/ Christus ist die Gnadensonne. 1— 4. KNest schenhe, u het galtze Felde ü Wonne i Ihllpper 2. He Welt/ 10 gute, Weihnachten 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder/ ferner noch in Gnaden an;/ schenke, was man bitten kann,/ zu erquichen deine Brüder;/ gib der ganzen Christenschar/ Frieden und ein selges Jahr./ Freude, Freude über Freude!/ Christus wehret allem Leide./ Wonne, Wonne über Wonne!/ Christus ist die Gnadensonne. Philipper 4, 4 Christian Keimann, 1607—1662 15 Eigene Weise Johann Crüger, 1656 —69—* SDSEE 2—1.— 1—— EE— I. + I 1— 1 IN 2—— E 2 + 2 + 1 L——. 1——— E— 1 * Fröh⸗lich soll mein Her⸗ze sprin⸗gen die⸗ser EUH——— . 1.— 1—..— 2— 1 Zeit, da vor Freud al ⸗le En ⸗ gel sin⸗ 4.— 5 D— ee dnn n L E—44— 1 + 1 u— gen. Hört, hört, wie mit vol⸗len Chö⸗ren al ⸗le TTD 2 + — Luft lau⸗te ruft: Chri⸗stus ist ge⸗bo⸗ren! 2. Heute geht aus seiner Kammer/ Gottes Held,/ der die Welt/ reißt aus allem Jammer./ Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute,/ Gottes Kind,/ das verbindt/ sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen,/ der uns gibt,/ was er liebt/ über alle Maßenꝰ/ Gott gibt, unserm Leid zu wehren,/ seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret,/ der sein Reich/ und zugleich/ sich selbst uns verehret?/ Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben,/ der jetzt kömmt,/ von uns nimmt,/ was uns will betrüben? Weihnachten 5. Nun er liegt in seiner Krippen,/ ruft zu sich/ mich und dich,/ spricht mit süßen Lippen: /Lasset fahrn, o liebe Brüder,/ was euch quält;/ was euch fehlt,/ ich bring alles wieder. 6. Ei, so kommt und laßt uns laufen,/ stellt euch ein,/ groß und klein,/ eilt mit großen Haufen!/ Liebt den, der vor Liebe brennet;/ schaut den Stern,/ der euch gern/ Licht und Labsal gönnet. 7. Die ihr schwebt in großen Leiden,/ sehet, hier/ ist die Tür/ zu den wahren Freuden;/ faßt ihn wohl, er wird euch führen/ an den Ort,/ da hinfort/ euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im Herzen,/ wer empfindt/ seine Sünd/ und Gewissensschmerzen,/ sei getrost; hier wird gefun⸗ den,/ der in Eil/ machet heil/ die vergift'ten Wunden. 9. Die ihr arm seid und elende,/ kommt herbei,/ füllet frei/ eures Glaubens Hände./ Hier sind alle guten Gaben/ und das Gold,/ da ihr sollt/ euer Herz mit laben. 10. Süßes Heil, laß dich umfangen,/ laß mich dir,/ meine Zier,/ unverrückt anhangen./ Du bist meines Lebens Leben;/ nun kann ich/ mich durch dich/ wohl zufrieden geben. 11. Ich will dich mit Fleiß bewahren;/ ich will dir/ leben hier,/ dir will ich abfahren;/ mit dir will ich endlich schweben/ voller Freud/ ohne Zeit/ dort im andern Leben. Psalm 47, 2 Paul Gerhardt, 1607—1676 Egene Vet und et/ hroß iebe bsal die euch ren. eine fun⸗ rei/ das leine en/ eben hen/ 1070 Weihnachten 16 Eigene Weise Vorreformatorisch. Breslau, 1555 1212.—— ů — 2———— ů 2 12 e n, 2* EEEEE— 0 E———.— 5—.— 7. eee ENNEEEEEE E 1 1 Sin ⸗nen zu ihm keh-ren; sin⸗get fröh⸗lich, laßt euch 0 —— H + 0—————— I * + hö⸗ ren, wer⸗tes Voll der Chri⸗ sten⸗heit! 2. Sünd und Hölle mag sich grämen,/ Tod und Teufel mag sich schämen;/ wir, die unser Heil annehmen,/ werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben!/ Seinen Sohn zum ewgen Leben./ Dieser kann und will uns heben/ aus dem Leid in's Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen,/ Lieb und Gunst hat ihn gezogen,/ uns, die Satanas betrogen,/ zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Ver⸗ langen,/ bricht den Kopf der alten Schlangen/ und zerstört der Höllen Reich. 6. O gebenedeite Stunde,/ da wir das von Herzensgrunde/ glauben und mit unserm Munde/ danken dir, o Jesulein! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle,/ sei uns freundlich, bring uns alle/ dahin, da mit süßem Schalle/ dich der Engel Heer erhöht. Lukas 2, 15—20 Paul Gerhardt, 1607—1676 Weihnachten 17 Weise: In Gottes Namen fahren wir (Dies sind die heilgen zehn Gebot) Vorreformatorisch. Auch nach der Weise: Erschienen ist der herrlich Tag Wittenberg, 1524 2— e e Eaeirsu Hin, „ Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗ nu ⸗ el, du Le⸗bens⸗ 0— C I*——.— S. +2 I +2 2 23—— V+ 2.— stern, du Jungfraunsohn, Herr al⸗ler Herrn. Hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Wir singen dir in deinem Heer/ aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr,/ daß du, o lang gewünschter Gast,/ dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja! 3. Von Anfang, da die Welt gemacht,/ hat so manch Herz nach dir gewacht,/ dich hat gehofft so lange Jahr/ der VBäter und Propheten Schar. Halleluja! 4.„Ach, daß der Herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähm!/ Ach, daß die Hilfe bräch herein,/ so würde Jakob fröhlich sein!“ Halleluja! 5. Nun du bist hier, da liegest du,/ hältst in dem Kripplein deine Ruh,/ bist klein und machst doch alles groß,/ behleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja! 6. Du bist der Ursprung aller Freud/ und duldest so viel Herze⸗ leid,/ bist aller Heiden Trost und Licht,/ suchst selber Trost und findst ihn nicht. Halleluja! . 0 ö Menschen uh nigt 5. 3ch 0 6uct. lhen will 9. Der Inider se Onoden ne I. Und ni ich so Sunder zu II. So Jummers Habehrst: 2. Du Eigentum vie dits B5. Jch ud für,/ und Zahl Rubas 10, A Lob, mehr Hetz zätet ande ürde hlein st die erze⸗ und Weihnachten 7. Du bist der süße Menschenfreund,/ doch sind dir so viel Menschen feind,/ Herodes Heer hält dich für Greul,/ und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja! 8. Ich aber, dein geringster Knecht,/ ich sag es frei und mein es recht:/ Ich liebe dich, doch nicht so viel,/ als ich dich gerne lieben will. Halleluja! 9. Der Will ist da, die Kraft ist hlein;/ doch wird dir nicht zuwider sein/ mein armes Herz, und was es kann,/ wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja! 10. Und bin ich gleich der Sünden voll,/ hab ich gelebt nicht, wie ich soll,/ ei, kommst du doch deswegen her,/ daß sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja! 11. So faß ich dich nun ohne Scheu,/ du machst mich alles Jammers frei. /Du trägst den Zorn, du würgst den Tod,/ verhehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja! 12. Du bist mein Haupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, soviel dein Geist mir gibt,/ stets dienen dir, wie dir's beliebt. Halleluja! 13. Ich will dein Halleluja hier/ mit Freuden singen für und für,/ und dort in deinem Ehrensaal/ soll's schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja! Lukas 10, 23.24 Paul Gerhardt. 1607—1676 Weihnachten 18 Weise: O daß ich tausend Zungen hätte 55———F—6 Weise)——.—8 a. M., 1738 50. EEEEEE Dies ist die Nacht, da mir er-schienen des gro⸗ßen das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die-nen, bringt Licht in 2—— A&. DI—.—4 Gotetes Areundlichheltz und dieses Welt⸗ und Himmels⸗ mei⸗ ne Dun⸗kel⸗heit, 2* 2 2————5 — licht weicht hun-dert-tau⸗send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele,/ versäume nicht den Gnadenschein;/ der Glanz in dieser kleinen Höhle/ strecht sich in alle Welt hinein;/ er treibet weg der Höllen Macht,/ der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Seligheit;/ wenn Sonne, Mond und Stern vergehen,/ vielleicht noch in gar kurzer Zeit,/ wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht;/ mit Gott mußt du es treulich meinen,/ sonst hilft dir diese Sonne nicht;/ willst du genießen diesen Schein,/ so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Zesu, schöne Weihnachtssonne,/ bestrahle mich mit deiner Gunst;/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ und lehre mich die Weihnachtskunst,/ wie ich im Lichte wandeln soll/ und sei des Weihnachtsglanzes voll. Titus 2, 11—13 Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624—1685 helse: Kom Auch nach de 2. Die uatd/ d hh, seine 9. Be Ihr Ehrf Weihnachten 19 Weise: Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist Vorreformatorisch. Auch nach der Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her Erfurt, 1524 0* —2 1 — 1 — V— — — — 124 1+ E 1 1— —*— ö L + 1— 5 Dies ist der Tag, den Gott ge⸗-macht, sein werd in . 2 2— — Hüii 2„ E 0 2— . V᷑N al⸗ler Welt ge⸗dacht; ihn prei⸗ se, was durch Je⸗sum 85 TTD * ö 2— 2 Christ im Him⸗-mel und auf Er-den ist. 2. Die Völher haben dein geharrt,/ bis daß die Zeit erfüllet ward;/ da sandte Gott von seinem Thron/ das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will,/ so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;/ er betet an und er ermißt,/ daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält,/ erniedrigst du dich, Herr der Welt,/ nimmst selbst an unsrer Menschheit teil,/ erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir.„Ich komm, im Buche steht von mir; /Gott, deinen Willen tu ich gern.“/ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst,/ Immanuel und Friedefürst,/ auf den die Väter hoffend sahn,/ dich, Gott Messias, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut,/ vereinest dich mit Fleisch und Blut,/ wirst unser Freund und Bruder hier,/ und Gottes Kinder werden wir. Weihnachten 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, /ein Mittler ist's, der sie erhält.Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt,/ der in des Vaters Schoße sitztꝰ 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt,/ den Tag der heiligsten Geburt;/ und Erde, die ihn heute sieht,/ sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Himmel und auf Erden ist. 1. Sohannes 4,9 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Weise: Gar lustig jubilieren Zohann Eecard, 1553—1611 EUEN 1—=D= E—.—5 144 2—— 2 2.— ö H 2—. 1——————.— * S W—.—— Der heil⸗ ge Christ ist kom⸗men, der sü⸗ße des freun sich al- le From-men am höch-=sten — .iD I.I r 1 1 V 22 7 Got⸗tes⸗sohn, Him⸗mels⸗hron. Auch was auf Er⸗den ist, muß Q— +4 TD. +— 222 1— Ireeeee E 2 P&— prei⸗sen hoch und lo⸗-ben mit al⸗len En⸗geln EV 2* 13.—— H LV— 1— E E 1—3 I1 2— E 2 dro ⸗ ben den lie ⸗ben heil⸗gen Christ. 2. Da⸗ Sinde i veg/ un dus jeder 3. Bet ufet sel olle tein gehn in d 4. Oru Dreuch ofeund Horten, 1.Johanne: Belse: Heu 4.— 1 5— 10— V Bri der in der dem aller mel Weihnachten 2. Das Licht ist aufgegangen,/ die lange Nacht ist hin;/ die Sünde ist gefangen,/ erlöset ist der Sinn;/ die Sündenangst ist weg,‚/ und Liebe und Entzücken/ baun weite Himmelsbrücken/ aus jedem schmalsten Steg. 3. Verwaiset sind die Kinder/ nicht mehr und vaterlos,/ Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß;/ er will, daß alle rein/ von ihren alten Schulden,/ vertrauend seinen Hulden/ gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset,/ ihr Kindlein fern und nah./ Der euch den Vater weiset,/ der heilge Christ ist da./ Er ruft so freundlich drein/ mit süßen Liebesworten:„Geöffnet sind die Pforten,/ ihr Kinder, kommt herein!“ 1. Johannes 3, 1. 2 Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860 Weise: Heut singt die liebe Christenheit Nikolaus Herman, 1560 9———— 5— H—————.—.e..‚ 2—.— 2————..—. 15— 2˙˖—— 2 el Brich an, du schö-nes Mor⸗gen⸗licht! Das ist der 0 4 *———— 1—— ++. E S.Riiitte—‚ IE — 8 5—— — 2. 1——.—3 5— * ö. 0— H Y 2 1 AE*— 2——.. 12.——1 1—— 4.—.—— 2 +— ——* ret; es ist ein Leuch⸗ ten aus der V.*——.— 2—— TUE* + I—— D — +—82..—— 114 2— Eüii 3*.———.— + L 2— 1 5 Fern, es ist ein Schim⸗mer, ist ein 2. 4 D—..— +* 1 1 I II LVI L 1 1 2— II Stern, von dem ich längst ge ⸗ hö-=ret. Weihnachten 2. Nun wird ein König, aller Welt/ von Ewigkeit zum Heil bestellt,/ ein zartes Kind geboren;/ der Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit,/ es naht die selge Gotteszeit/ der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit,/ daß jeder sich nach langem Streit/ in Friedens⸗ werken übe! 4. Ein ewig festes Liebesband/ hält jedes Haus und jedes Land/ und alle Welt umfangen;/ wir alle sind ein heilger Stamm,/ der Löwe spielet mit dem Lamm,/ das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?/ Hier in der Krippe liegt ein Kind/ mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld,/ willkommen, Heiland aller Welt,/ willkommen auf der Erde! Psalm 50, 2 Max von Schenhendorf, 1783—-1817 Herr Viise: Bel E Reil tes und elge rohe ens⸗ edes llger Rest ippe „ du men ldl⸗ Jahreswechsel Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für. Psalm 90, 1 Weise: Vexilla regis prodeunt Hymnarium Camminense, 1270 = ů rrerr O. d rt E——. Das al ⸗te Jahr ver-gan⸗gen ist. Wir dan⸗ken 7. H——4 ö 2 E eeee, eeen Fen —.—. E— dir, Herr Je-⸗ su Christ, daß du uns in so viel Ge⸗ .——— e, enemn dnm nin menn * 1 2——... II fahr be⸗ hu ⸗ tet hast auch die ⸗ses Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron,/ du wollst dein arme Christenheit/ bewahren ferner allezeit. 3. Entzieh uns nicht dein heilsam Wort,/ das ist der Seelen Trost und Hort;/ vor falscher Lehr, Abgötterei/ behüt uns, Herr, und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn/ und fromm zu werden fangen an; /der alten Sünden nicht gedenk,/ ein gnaden⸗ reich Neujahr uns schenk. 5. Hilf christlich leben, seliglich/ zu sterben und hernach fröhlich/ am jüngsten Tage aufzustehn,/ mit dir in Himmel einzugehn, 6. zu danken und zu loben dich/ mit allen Engeln ewiglich;/ o Jesu, unsern Glauben mehr/ zu deines Namens Lob und Ehr. Psalm 90, 1—4 Strophe 1. 2: 1568; Strophe 3—6: Erfurt, 1588 Jahreswechsel 23 Weise: Unser Herrscher, unser König Bremen, 1680 Q— CEV 1———— —E*—4 11.1 LI IN 2— +— L 1— E8— 1 —3* 14 Hilf, Herr Je-su, laß ge-⸗lin-gen, hilf, das laß es neu ⸗e Kräf ⸗te brin⸗ gen, daß aufs Q E P— I. LPar E I.— EEEE +—4 E— 1 I.——.— 11 neu⸗e Jahr geht an; neu ich wan⸗deln kann. Neu⸗es Glück und neu ⸗es Q*— E.V 1 I (— 1.—. 11—— 1I—— I + Le ⸗ ben wol⸗-lest du aus Gna-den ge⸗ben. 2. Was ich denke, was ich mache,/ das gescheh in dir allein;/ wenn ich schlafe, wenn ich wache,/ wollest du, Herr, bei mir sein;/ geh ich aus, wollst du mich leiten;/ komm ich heim, so steh zur Seiten. 3. Laß dies sein ein Jahr der Gnade,/ mich bereuen meine Sünd;/ hilf, daß sie mir nimmer schade/ und ich bald Ver⸗ zeihung find,/ Herr, bei dir; denn du, mein Leben,/ kannst die Sünd allein vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe,/ nimm, o Gott, mein Flehen hin,/ weil ich mich so sehr betrübe/ und voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten,/ daß mich Sünd und Tod nicht töten. 5. Herr, du wollest Gnade geben,/ daß dies Jahr mir heilig sei/ und ich christlich könne leben/ sonder Trug und Heuchelei,/ daß ich noch allhier auf Erden/ fromm und selig möge werden. 6. 3ʃ Asus geuus se 7. Je Zuge st Fuuudig goloser d. leine Ver⸗ annst lehen agen Zod eilig llei,/ en. Jahreswechsel 6. Zesus richte mein Beginnen,/ Jesus bleibe stets bei mir,/ Zesus zäume mir die Sinnen,/ Jesus sei nur mein Begier,/ Zesus sei mir in Gedanken,/ Jesus lasse nie mich wanken! 7. Jesu, laß mich fröhlich enden/ dieses angefangne Jahr./ Trage stets mich auf den Händen,/ halte bei mir in Gefahr./ Freudig will ich dich umfassen,/ wenn ich soll die Welt verlassen. Kolosser 3, 17 Johann Rist, 1607—- 1667 2⁴4 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren . auf, mein Herz, und singe) Leipzig, 1587 E— IEI......... 2—— Nun laßt uns gehn und tre⸗-ten mit Sin⸗ gen und mit Be ⸗-ten zum Herrn, der un⸗serm EE — L + Le⸗ben bis hier- her Kraft ge ⸗ ge-ben. 2. Wir gehn dahin und wandern/ von einem Jahr zum andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen, 3. durch so viel Angst und Plagen,/ durch Zittern und durch Zagen,/ durch Krieg und große Schrecken,/ die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern/ in schweren Ungewittern/ die Kindlein hier auf Erden/ mit Fleiß bewahret werden, 3 Jahreswechsel 5. also auch und nicht minder/ läßt Gott ihm seine Kinder,/ wenn Rot und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsres Lebens,/ fürwahr, es ist vergebens/ mit unserm Tun und Machen,/ wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue,/ die alle Morgen neue,/ Lob sei den starken Händen,/ die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten/ in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen,/ die sich von Herzen sehnen/ nach dir und deiner Hulde,/ ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten/ und laß an allen Orten/ auf so viel Blutvergießen/ die Freudenströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen/ zu allen unsern Wegen,/ laß Großen und auch Kleinen/ die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater,/ der Irrenden Berater,/ der Unversorgten Gabe,/ der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken,/ gib fröhliche Gedanhen/ den hochbetrübten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste,/ füll uns mit deinem Geiste,/ der uns hier herrlich ziere/ und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben,/ o meines Lebens Leben,/ mir und der Christen Schare/ zum selgen neuen Jahre. Psalm 121 Paul Gerhardt, 1607—1676 und fort. Natthäus er Jahreswechsel 25 Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(2. Weise) Darmstadt, 1699 ů R* III Ze⸗ sus soll die Lo- sung sein, da ein ZJe⸗ su Na ⸗- me soll al ⸗lein de⸗-nen E 2* 3—— IL— F + 2 +2 2 1 D + 1 LI. E— 1 E— II 2 L 1 VLV— 1—— 1 II 1 + 170 neu ⸗es Jahr er ⸗ schie-⸗ nen; die in zum Pa⸗ nie-re die ⸗ nen, ——— + +* QVI— QV EI I— IJ. II ——— sei⸗nem Bun⸗de stehn und auf sei⸗ nen We⸗gen gehn. 2. Jesu Name, Zesu Wort/ soll bei uns in Zion schallen;/ und so oft wir an den Ort,/ der nach ihm genannt ist, wallen,/ mache seines Namens Ruhm/ unser Herz zum Heiligtum. 3. Unsre Wege wollen wir/ nun in Zesu Namen gehen./ Geht uns dieser Leitstern für,/ so wird alles wohl bestehen/ und durch seinen Gnadenschein/ alles voller Segen sein. 4. Alle Sorgen, alles Leid/ soll der Name uns versüßen;/ so wird alle Bitterkeit/ uns zur Freude werden müssen./ Jesu Nam sei Sonn und Schild,/ welcher allen Kummer stillt. 5. Jesus, aller Völker Heil,/ unserm Land ein Gnaden⸗ zeichen,/ unsres Ortes bestes Teil,/ dem hein Kleinod zu ver⸗ gleichen,/ Jesus, unser Schutz und Hort,/ sei die Losung fort und fort. Matthäus 1, 21 Benjamin Schmolch, 1672— 1737 8* Jahreswechsel 26 Weise: Befiehl du deine Wege Bei Bartholomäus Gesius, 1603 D 2*—4 * + 1 — SSSS Das Jahr geht still zu En-de, nun sei auch still, mein In Got⸗tes treu⸗e Hän⸗de leg ich nun Freud und RDRREE— SSDD und was dies Jahr um⸗schlos⸗sen, was nend heiß. ge⸗ flos ⸗-sen, die Wun⸗den bren⸗ 2. Warum es so viel Leiden,/ so kurzes Glück nur gibt ꝰ/ Warum denn immer scheiden,/ wo wir so sehr geliebt?/ So manches Aug gebrochen/ und mancher Mund nun stumm,/ der erst noch hold gesprochen;/ du armes Herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde,/ was man so gern vergißt:/ daß diese arme Erde/ nicht unsre Heimat ist. /Es hat der Herr uns allen,/ die wir auf ihn getauft,/ in Zions goldnen Hallen/ ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen/ die Tränensaat ins Feld,/ dort werden wir uns freuen/ im selgen Himmelszelt;/ wir sehnen uns hienieden/ dorthin ins Vaterhaus/ und wissen's: die geschieden,/ die ruhen dort aus. 2.— 5. immer Grabe Fligel Jahreswechsel 5. O das ist sichres Gehen/ durch diese Erdenzeit;/ nur immer vorwärts sehen/ mit selger Freudigkeit;/ wird uns durch Grabeshügel/ der klare Blick verbaut,/ Herr, gib der Seele Flügel,/ daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten/ und mache fest das Herz,/ geh selber uns zur Seiten/ und führ uns heimatwärts./ Und ist es uns hienieden/ so öde, so allein,/ o laß in deinem Frieden/ uns hier schon selig sein. Psalm 62, 2 Eleonore Fürstin Reuß, 1835—1903 Epiphanias Wir sahen seine Herrlichkeit. Zohannes 1, 14 Eigene Weise Frankfurt a. M., 1599 1 ů ——.——— IIIIIIIIIFIT.TTTsCCT'T T'T T T æ T T E—..——— 7 2 2 DID Wie schön leuch⸗tet der Mor⸗gen⸗stern voll Gnad und Du Sohn Da⸗-vids aus Ja⸗kobs Stamm, mein Kö⸗ nig L I 1—1 LI— 21 H V——— 2 el Wahrheit von dem Herrn, die sü ⸗e Wur⸗zel Jes ⸗s sen; und mein Bräu⸗ti⸗gam, hast mir mein Herz be⸗ses +—— X DE 1457— EAH V*— reich an Gaͤ⸗ben, hoch und sehr präch⸗tig er⸗ ha⸗ben. 2. Ei meine Perl, du werte Kron,/ wahr Gottes und Ma⸗ rien Sohn,/ ein hochgeborner König!/ Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum;/ dein süßes Evangelium/ ist lauter Milch und Honig./ Jesu,/ Jesu,/ Hosianna!/ Himmlisch Manna,/ das wir essen,/ deiner hann ich nicht vergessen. benstt Lieb ul 4. 2 deinem mein t. mich ii Arme,, ich gele Gesang allein, fallen. 2. Petru Epiphanias 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein,/ du leuchtend Kleinod, edler Stein,/ die Flamme deiner Liebe,/ daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib/ an deinem auserwählten Leib/ in frischem Le⸗ benstriebe./ In dir/ laß mir/ ohn Aufhören/ sich vermehren/ Lieb und Freude,/ daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht,/ wenn du mit deinem Angesicht/ mich freundlich tust anblichen. /O Herr ZJesu, mein trautes Gut,/ dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich erquichen./ Nimm mich/ freundlich/ in die Arme,/ Herr, erbarme/ dich in Gnaden;/ auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held,/ du hast mich ewig vor der Welt/ in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,/ er ist mein Freund, ich seine Braut,/ drum mich auch nichts betrübet./ Eia,/ eia,/ himmlisch Leben/ wird er geben/ mir dort oben;/ ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zu unserm Gott mit Saitenklang/ laßt nun den süßesten Gesang/ ganz freudenreich erschallen/ dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein,/ zu Ehren und Ge⸗ fallen./ Singet,/ springet,/ jubilieret,/ triumphieret,/ dankt dem Herren:/ Groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh,/ daß mein Schatz ist das A und O,/ der Anfang und das Ende./ Er wird mich doch zu seinem Preis/ aufnehmen in das Paradeis;/ des klopf ich in die Hände./ Amen,/ Amen,/ komm, du schöne/ Freudenhrone,/ bleib nicht lange;/ deiner wart ich mit Verlangen. 2. Petrus 1, 19 Philipp Nicolai, 1556—1608 Weise: Du meine Seele, singe Zohann Georg Ebeling, 1666 8 Kö⸗ nig al ⸗-ler Eh⸗ren, Herr Ze⸗ su, dein Reich soll e-wig wäh⸗ren, im Him⸗-mel Da⸗vids Sohn, 5 ist dein Thron; hilf, daß all-hier auf Er ⸗ den den Men⸗schen weit und breit dein Reich be⸗kannt mög wer⸗den zur See⸗len Se⸗lig⸗ keit. 2. Von deinem Reich auch zeugen/ die Leut aus Morgen⸗ land;/ die Knie sie vor dir beugen,⸗ weil du ihn'n bist bekannt./ Der neu Stern auf dich weiset,/ dazu das göttlich Wort./ Drum man dich billig preiset,/ daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König,/ wie uns die Schrift vermeldt,/ doch achtest du gar wenig/ vergänglich Gut und Geld,/ prangst nicht auf stolzem Rosse,/ trägst keine güldne Kron,/ thronst nicht in hohem Schlosse;/ hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret,/ dein Glanz erstreckt sich weit,/ dein Güte triumphieret/ und dein Gerechtigheit. Du wollst die Frommen schützen/ durch dein Macht und Gewalt,/ daß sie im Frieden sitzen,/ die Bösen stürzen bald. 5. Du auf/ ‚0 Oen Je daß sie! 6. D Stern, fern./ meinen Matthäu⸗ 2. E sein,/ salsche Epiphanias 5. Du wollst dich mein erbarmen,/ in dein Reich nimm mich auf, /dein Güte schenk mir Armen/ und segne meinen Lauf./ Den Feinden wollst du wehren,/ dem Teufel, Sünd und Tod,/ daß sie mich nicht versehren;/ rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden/ dein Wort, den schönen Stern,/ daß falsche Lehr und Sünden/ sein meinem Herzen fern. /Hilf, daß ich dich erkenne/ und mit der Christenheit/ dich meinen König nenne/ jetzt und in Ewigheit. Matthäus 2, 1—12 Martin Behm, 1557—1622 29 Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig, 1625 O Je⸗su Chri⸗ste, wah⸗ res Licht, er⸗leuch⸗te, 40— TE 1 I —— I LI.II——.—— 2———— 2 99—————.———— die dich ken⸗nen nicht, und brin⸗ge sie zu dei⸗ner ö D—...—*— 1 H—33 — 27..——*—— 2 1— N CEIUII—— 2 3..— C——1 0——.—— Herd, daß ih ⸗-re Seel auch se ⸗lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein,/ die in Irrtum verführet sein,/ auch die, so heimlich noch ficht an/ in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat/ von dir, das suche du mit Gnad/ und ihr verwundt Gewissen heil,/ laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör,/ die Stummen richtig reden lehr,/ die nicht bekennen wollen frei,/ was ihres Herzens Glaube sei. 5. Er ⸗leuch⸗te, die da sind ver⸗blendt, bring her, die sich von uns ge⸗trennt, versammle, die zer⸗streu⸗et .—— 12—— 4.—. ..........I....... 1——————— gehn, mach fe⸗ ste, die *4 SIII im Zwei⸗fel stehn; 6. so werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im Him⸗ melreich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für solche Gnade preisen dich. ZJakobus 5, 19. 20 Zohann Heermann, 1585—1647 30 Weise: Unser Herrscher, unser König Bremen, 1680 C 1— + 1 +..——4— + E+ +2— LI.— A— SDI+. + +— S282*—*92— 4—.— 1 + EI—— D V5 de licht, du Stadt ber Hei ⸗ den, und du, 4 u e, welch ein Glanz mit Freu⸗den ü⸗ ber Sa⸗lem, wer⸗ de licht; dei⸗nem Haupt an⸗bricht. Gott hat de⸗ rer nicht ver⸗ hellt/ stern e 3. 6 nicht, dem L sollte! Epiphanias + 4—.—— I PII.T TTRT 1— EIAHIH ——— ges⸗ sen, die im Fin⸗stern sind ge⸗ ses⸗ sen. 2. Dunhelheit, die mußte weichen,/ als dies Licht kam in die Welt,/ dem hein andres zu vergleichen,/ welches alle Ding er⸗ hellt. Die nach diesem Glanze sehen,/ dürfen nicht im Fin⸗ stern gehen. 3. Gottes Rat war uns verborgen,/ seine Gnade schien uns nicht;/ Klein und Große mußten sorgen,/ jedem fehlt es an dem Licht,/ das zum rechten Himmelsleben/ seinen Glanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen/ ist der Aufgang aus der Höh,/ haben wir das Licht empfangen,/ welches so viel Angst und Weh/ aus der Welt hinweggetrieben,/ daß nichts Dunkles über⸗ blieben. 5. Zesu, reines Licht der Seele,/ du vertreibst die Finsternis,/ die in dieser Sündenhöhle/ unsern Tritt macht ungewiß./ Jesu, deine Lieb und Segen/ leuchten uns auf unsern Wegen. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glau⸗ bensbahn./ Ewig, Herr, will ich dir danken,/ daß du hast so wohl getan/ und uns diesen Schatz geschenhet,/ der zu deinem Reich uns lenket. 7. Dein Erscheinung müß erfüllen/ mein Gemüt in aller Not./ Dein Erscheinung müsse stillen/ meine Seel auch gar im Tod./ Herr, in Freuden und im Weinen/ müsse mir dein Licht er⸗ scheinen. 8. Zesu, laß mich endlich gehen/ freudig aus der bösen Welt,/ dein so helles Licht zu sehen,/ das mir dort schon ist bestellt,/ wo wir sollen unter Kronen/ in der schönsten Klarheit wohnen. Jesaja 60, 1—3 Johann Rist, 1607— 1667 Epiphanias 31 Weise: Dank sei Gott in der Höhe Bartholomäus Gesius, 1605 2—— 5355/, 15 IERR- Herr Je⸗-su, Licht der Hei⸗den, der Frommen Schatz und wir kom⸗men jetzt mit Freu⸗den durch dei⸗nes Gei⸗stes in die⸗ sen dei nen Tem- pel und em ⸗ pel dich gro ßen Gott all-hier. 2. Du wirst von uns gefunden,/ o Herr, an jedem Ort,/ dahin du dich verbunden/ durch dein Verheißungswort,/ ver⸗ gönnst noch heutzutage,/ daß man dich gleicherweis/ auf Glau⸗ bensarmen trage/ wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne,/ ein helles Licht in Pein,/ in Schrecken unsre Sonne,/ im Kreuz ein Gnadenschein,/ in Zag⸗ heit Glut und Feuer,/ in Not ein Freudenstrahl,/ in Krankheit ein Befreier,/ ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen,/ daß letzt wie Simeon/ ein jeder Christ kann singen/ den schönen Schwanenton:/ Mir wer⸗ den nun mit Frieden/ die Augen zugedrückt,/ nachdem ich schon hienieden/ den Heiland hab erblicht. 5. J0, hein Kei 30 woh scheden! 6. Hie an,/ daß dort abet sicht soll Lubas 2.A Weise: Jes — 2. Ri habe/ u laß 45 0 9. Ri Henügen dir lieg Anen Epiphanias 5. Ja, ja, ich hab im Glauben,/ mein Jesu, dich geschaut;/ kein Feind hann dich mir rauben,/ wie heftig er auch dräut./ Ich wohn in deinem Herzen/ und in dem meinen du,/ uns scheiden keine Schmerzen,/ kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blichst du zwar die Deinen/ oft streng und strafend an,/ daß ich vor Angst und Weinen/ dich nicht erkennen kann;/ dort aber wird's geschehen,/ daß ich von Angesicht/ zu Ange⸗ sicht soll sehen/ dein immer hlares Licht. Lukas 2, 25—32 Johann Franch, 1618-1677 32 Weise: Zesus, meine Zuversicht(2. Weise) Bei Georg Philipp Telemann, 1730⁰ 2 1+.—.——— 71*——.— +* I 2 L— 1—— — Je ⸗ su, gro ßer Wun⸗der⸗stern, der aus mei ⸗ ne See⸗ le will so gern dir an —— E IHIE 2 + 1 E II 2— —.15—.— 1 2 Za ⸗ kob ist er ⸗schie ⸗ nen, dei ⸗ nem Fe ⸗ ste die ⸗ nen. Mimmnnnz. 1— 2——— E.N——— I 72 8 I . 1— 2 I nimm doch gnä-dig an, was ich Ar⸗mer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin,/ wie ich's von dir selber habe/ und damit beschenket bin;/ so ist dir's die liebste Gabe;/ laß es auch bewährt und rein/ in dem Kreuzesofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets,/ laß ihn gnädig dir genügen; /Herz und Lippen sollen stets,/ ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen drauf. Epiphanias 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu;/ ach mich schmerzet meine Sünde. /Aber du bist fromm und treu,/ daß ich Trost und Gnade finde/ und nun fröhlich sprechen kann:/ Jesus nimmt mein Opfer an. Matthäus 2, 11 Erdmann Neumeister, 1671—1756 Weise: Einer ist König, Immanuel sieget Cöthen, 1733 E— F——.—— . —— sus ist kom⸗men, Grund e-wi⸗ger Freu⸗de; Gott⸗heit und Mensch-heit ver ⸗ei⸗ nen sich bei⸗ de; A und O, An⸗ fang und En⸗de steht da. Schöp⸗fer, wie kommst du uns Men⸗schen so nah? + —* +— 1— * 1 ¹ — EE 2 2— Z—H1—..2 1— * Him⸗mel und Er⸗de, er ⸗zäh⸗let's den Hei⸗den: 2• E 3.— 5 A I..I......... *9 2 +—*9 + Je- sus ist kom⸗men, Grund e⸗ wi⸗ ger Freu⸗den! 2. Jesus ist kommen, nun springen die Bande,/ Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vor⸗ handen;/ er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,/ bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;/ Jesus ist kommen, nun springen die Bande! 3. 39 neten 6 Shlösse den St Etlöser! 4. ⁰ Erde, bebehter er Wille der Eht 5. ⁰ ganzen zu finde der Liel Epiphanias 3. Jesus ist kommen, der starke Erlöser,/ bricht dem gewapp⸗ neten Starken ins Haus,/ sprenget des Feindes befestigte Schlösser,/ führt die Gefangenen siegend heraus./ Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser?/ Jesus ist kommen, der starke Erlöser! 4. Zesus ist kommen, der König der Ehren;/ Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt./ Dieser Beherrscher hann Herzen bekehren;/ öffnet ihm Tore und Türen fein bald./ Denlit doch, er will euch die Krone gewähren./ Jesus ist kommen, der König der Ehren! 5. Zesus ist kommen, ein Opfer für Sünden,/ Sünden der ganzen Welt trägt dieses Lamm. /Sündern die ewge Erlösung zu finden,/ stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm./ Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen?/ Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! 6. Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden,/ eilet, ach eilet zum Gnadenpanier. 7Schwöret die Treue mit Herzen und Hän⸗ den,/ sprechet: wir leben und sterben bei dir. /Herzensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden. /Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden! 7. ZJesus ist kommen, die Quelle der Gnaden,/ komme, wen dürstet, und trinke, wer will. /Holet für euren verderblichen Schaden/ Gnade aus dieser unendlichen Füll. Hier kann das Herze sich laben und baden. /Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! ö 8. Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben./ Hochgelobt sei der erbarmende Gott,/ der uns den Ursprung des Segens ge⸗ geben;/ dieser verschlinget Fluch, Zammer und Tod./ Selig, die ihm sich beständig ergeben./ Zesus ist kommen, die Ursach zum Leben! Johannes 8., 34—- 36 Zohann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773 Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Zohannes 1, 29 34 Eigene Weise Johann Spangenberg, 1545 60 4 EU 2 2 2— ä rnn 4n iaüii— iun ——.——.— 2—— O Lamm Got⸗tes, un⸗schul-dig am Stamm des all- zeit in ge ⸗ dul ⸗dig, wie wohl du rdn— 5. Kreu⸗ e ge⸗ schlach 445 wa ⸗ rest ver ⸗ ach ⸗tet; r 35 45—0 0 — EEEE EEI— 4—1 + 1——2 + du ge⸗ tra ⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver⸗za⸗ —.— 1 V —— ** gen. Er⸗barm dich un-ser, o Je⸗su, o Je⸗su! all Sünd hast 2. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit funden geduldig, wiewohl du warest ver⸗ achtet;/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen./ Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu! 3. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit funden geduldig, wiewohl du warest ver⸗ achtet;/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen./ Gib uns dein Frieden, o Jesu, o Jesu! Zesaja 53,7 Niederdeutsch. Rostoch, 1531(Nikolaus Decius, gest. 1529) Weise: Chi Passion 35 Vorreformatorisch. Weise: Christus, der uns selig macht Bei Michael Weiße, 1531 E 1— 1 ů . 2——— Px + V.. 5 2. O hilf, Chri⸗ste, Got⸗tes Sohn, durch dein bit⸗ter —— ⸗ den, daß wir dir stets un⸗ter⸗ tan all 0. H—.———.— V— ö 0 D5—.—.—— E re, +* tu⸗gend mei ⸗ den, dei ⸗ nen Tod und sein Ur⸗ ERD — Do E—+.——* 2 1 L 21.— I— 1 2 ie.—.. sach frucht-bar ⸗-lich be⸗ den ⸗ ken; da⸗ für, — 9— 1*— rvn Ee l E + ů 21——— 3—— wiewohl arm und schwach, dir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ken. 2. Korinther 5, 15 Michael Weiße, gest. 1534 Passion Eigene Weise Braunschweig, 1528 E 25 5 e, n n E 4————. 1.—3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der 2 1.u. 2.. 3 EV 88——.—— SISI.III..I.II.I I I IIII X2 2—4 I 2. Welt, 1.2. er⸗barm dich un⸗ser. 3. gib uns dei⸗ nen ——— zPPFFTFFH IIII—T——TTTTTT«U ä— Frie den. A⸗ men, A⸗ men, A ⸗men. ZJohannes 1, 29 Wittenberger Kirchenordnung, 1533 Weise: O Zesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig, 1625 FFPFFFTTTTTTRT— An— 1——.—— EH—....2 SI E EE—.— Wir dan⸗ken dir, Herr ZJe⸗- su Christ, daß du für — E DDD.DI 115—— —.77——.——.ꝓ uns ge⸗stor⸗ben bist und hast uns durch dein teu⸗ res —— EE 5 +— 3— EVNSD*— H E E.— 2 —.—— Blut ge-⸗macht vor Gott ge-recht und gut, 2. und bitten dich, wahr Mensch und Gott,/ durch deine heilgen Wunden rot,/ erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not. 3. Bel dein alln Rösten d 4. und lassen nů hutchs K Römer 5)1 Eigene W. 2. Du Heschlag getränke 3. W Sünden verschull 4. W kiidet f. lachte,/ 1533 Passion 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand/ und reich uns dein allmächtge Hand,/ daß wir im Kreuz geduldig sein,/ uns trösten deiner schweren Pein 4. und schöpfen draus die Zuversicht,/ daß du uns werdst ver⸗ lassen nicht,/ sondern ganz treulich bei uns stehn,/ daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Römer 5, 1—6 Christoph Fischer, gest. 1600 Eigene 7605(1. Weise) ZJohann Crüger, 1640 ,e— P.. H LV————.——.— man ein solch scharf Urteil hat ge⸗spro⸗chen? Was ist die I ——— EHN 2——.—.—.——. —..— + + ——— 1 — ————— 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gehrönet,/ ins Angesicht geschlagen und verhöhnet. Du wirst mit Essig und mit Gall getränket,/ ans Kreuz gehenhet. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?/ Ach, meine Sünden haben dich geschlagen!/ Ich, mein Herr Zesu, habe dies verschuldet,/ was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!/ Der gute Hirte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der Herre, der Ge⸗ rechte,/ für seine Knechte. 4* 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt,/ der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt,/ der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen,/ der Herr gefangen. 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,/ die dich gebracht auf diese Marterstraße!/ Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden,/ und du mußt leiden. 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten?/ Keins Menschen Herz ver⸗ mag es auszudenken,/ was dir zu schenken. 8. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten/ im Werk erstatten? 9. Doch ist noch etwas, das dir angenehme:/ wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme,/ daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden/ mit alten Sünden. 10. Weil's aber nicht besteht in eignen Kräften,/ fest die Be⸗ gierden an das Kreuz zu heften,/ so gib mir deinen Geist, der mich regiere,/ zum Guten führe. 11. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten,/ aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten,/ bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen/ stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen,/ kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen,/ nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen/ nehmen zu Herzen. 13. Dies alles, ob's für schlecht zwar ist zu schätzen,/ wirst du es doch nicht gar beiseite setzen,/ in Gnaden wirst du dies von mir annehmen,/ mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Zesu, wird vor deinem Throne/ auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone,/ da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen,/ Lob und Dank singen. Lukas 23, 22. Jesaja 53, 4—7 Johann Heermann, 1585—1647 2. Will und Blut, der gut./ ihm für/ dannen we 9. Will hahn,/ da on/ deine hann ich i 4. 30 Kraft;/ w Eubenssaf Leid,/ der sorben. Passion 39 Weise: Der am Kreuz ist meine Liebe Frankfurt a. M., 1738 E +———— RI P—.DD‚D‚‚‚‚„ π¹ DE — 2—.9.———.— R/—.t—1 IE— +— Eꝰ S 2.7..— Ze-su, dei- ne tie fen Wun⸗den, dei⸗ne Qual und ge⸗ben mir zu al ⸗len Stun⸗den Trost in Leibs⸗ und EH 3D—.——.—— E =I— 5n d E bitt⸗ rer Tod See⸗len⸗not; fällt mir et⸗was Ar⸗ges ein, denk ich CIIItIttttt.sssss 1„.—.———.— bald an dei⸗ ne Pein, die ver⸗-lei ⸗ det mei⸗ nem EV— SESEEEEEEEEE EEEEE DD Her⸗ zen, mit der Sün⸗de je zu scher-zen. 2. Will sich denn in Wollust weiden/ mein verderbtes Fleisch und Blut,/ so gedenk ich an dein Leiden,/ bald wird alles wie⸗ der gut./ Kommt der Satan und setzt mir/ heftig zu, halt ich ihm für/ deine Gnad und Gnadenzeichen,/ bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herze führen/ auf die breite Sünden⸗ bahn,/ da nichts ist als Jubilieren,/ alsdann schau ich emsig an/ deiner Marter Zentnerlast,/ die du ausgestanden hast;/ so kann ich in Andacht bleiben,/ alle böse Lust vertreiben. 4. Ja für alles, was mich kränket,/ geben deine Wunden Kraft;/ wenn mein Herz hinein sich senket,/ krieg ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit/ wendt in mir das bittre Leid,/ der du mir das Heil erworben,/ da du für mich bist ge⸗ storben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen,/ du bist meine Zuver⸗ sicht;/ dein Tod hat den Tod zerhauen,/ daß er mich kann töten nicht./ Daß an dir ich habe teil,/ bringet mir Trost, Schutz und Heil;/ deine Gnade wird mir geben/ Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen,/ du Brunn aller Gütig⸗ keit,/ so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Kampf und Streit./ Ich verberge mich in dich;/ kein Feind kann ver⸗ ketzen mich. Wer sich birgt in deine Wunden,/ der hat glücklich überwunden. Galater 1, 3—5 Zohann Heermann, 1585—1647 Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn Wittenberg, 1547 — E——.—— 5——1 ESIISS E————.2—.— 2 1 2.½⁰ + 2 Der du, Herr Je-⸗ su, Ruh und Rast in dei⸗nem 17+ꝗ——— +4 4 ED— 2— 2„ +* EEE E— 12.2— 22 all und un ⸗ ser Le⸗ben dir ge⸗fall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut,/ die du erkauft mit deinem Blut,/ und führ uns in des Himmels Licht/ zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm,/ getötet an des Kreuzes Stamm./ Laß ja uns Sündern deine Pein/ den Eingang in das Leben sein. Zohannes 19, 41.42 Georg Werner, 1589—1643 (Nach dem Lateinischen des Bonaventura, 1221-1274) Weise: Hllf . mit eines euzes das —15 1270 Passion 4¹ Weise: Hilf Gott, daß mir's gelinge Vorreformatorisch. Leipzig, 1545 .......— 4———— F—.—.———.—.0..— n Le n.— 97—— 2.—. + 1— Wenn mei⸗ne Sünd mich kränken, o mein Herr Je⸗su so laß mich wohl be⸗den-ken, wie du ge⸗stor⸗ben 2— CEV 2 I* I 2—*— OHAE— E.— 2.—ꝛß. + nün—3—— ri bist und al⸗le mei⸗ ne Schul⸗den⸗last am Q——.—.— SE —..—...—. rrnt n ——.————— 4.—1 Stamm des heil⸗gen Kreu⸗zes auf dich ge⸗nom⸗men hast. 2. O Wunder ohne Maßen,/ wer es betrachtet recht:/ es hat sich martern lassen/ der Herr für seinen Knecht,/ es hat sich selbst der wahre Gott/ für mich verlornen Menschen/ gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden/ der Sünden große Zahl?/ Ich bin bei Gott in Gnaden,/ die Schuld ist allzumal/ bezahlt durch Christi teures Blut,/ daß ich nicht mehr darf fürchten/ der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen/ jetzt und mein Leben lang/ für deine Pein und Schmerzen,/ o Jesu, Lob und Danl,/ für deine Not und Angstgeschrei,/ für dein unschuldig Sterben,/ für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden/ mich reizen für und für,/ mit allem Ernst zu meiden/ die sündliche Begier,/ daß mir nie komme aus dem Sinn,/ wie viel es dich gekostet,/ daß ich er⸗ löset bin. Passion 6. Mein Kreuz und meine Plagen,/ sollt's auch sein Schmach und Spott,/ hilf mir geduldig tragen;/ gib, o mein Herr und Gott,/ daß ich verleugne diese Welt/ und folge dem Exempel,/ ö das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben,/ was du an mir getan,/ und meinen Nächsten lieben,/ gern dienen jedermann/ ohn Eigennutz und Heuchelschein/ und, wie du mir erwiesen,/ aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich,/ weil ich auf dein Verdienst nur trau,/ du werdest mich annehmen,/ daß ich dich ewig schau. 1. Korinther 6, 20 Justus Gesenius, 1601—1673 4 65. Weise Wolfgang Weßnitzer, 1661 f S 40 43.— 10. mien us Le⸗bens Le⸗ben, Je ⸗su, der du dich für mich ge⸗ ge-⸗ ben in die ——.— —— II—— ö SCSSSPR‚RIPIPIPIPIPTI‚IPFITPTPTTTTTTT T —— II.— 2 1 ö mei⸗nes To⸗des Tod, 4 tief ⸗ste See⸗len⸗not, in das äu⸗ßer⸗ste Ver⸗ der⸗ben, nur daß ich nicht möch⸗te —— n ster⸗ben: Tau⸗send⸗, EEEE tau⸗send⸗mal sei du, lieb⸗ster Ze. Dank da⸗für. 2. Du, Hohn/ 58 Gottessoht Sündenhet Hanb dafi 3. Oul zu,/ um i ach du V Tausend⸗, 4. Man Scimpf b dozu bewe Hron auff Danh dafü 5. Du Pein/ fäl sein/ daß gehangen. dafür. b. Du Geduld,/ meine Sch geguälet. Oalater, Passion 2. Du, ach du hast ausgestanden/ Lästerreden, Spott und Hohn,/ Speichel, Schläge, Strick und Banden,/ du gerechter Gottessohn,/ nur mich Armen zu erretten/ von des Teufels Sündenketten. /Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 3. Du hast lassen Wunden schlagen,/ dich erbärmlich richten zu,/ um zu heilen meine Plagen,/ um zu setzen mich in Ruh;/ ach du hast zu meinem Segen/ lassen dich mit Fluch belegen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet,/ dich mit großem Schimpf belegt,/ gar mit Dornen dich gekrönet./ Was hat dich dazu bewegt?/ Daß du möchtest mich ergötzen,/ mir die Ehren⸗ kron aufsetzen. Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster ZJesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen,/ zu befreien mich von Pein,/ fälschlich lassen dich anklagen,/ daß ich möchte sicher sein;/ daß ich möchte trostreich prangen,/ hast du sonder Trost gehangen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du hast dich mit Schmach bedecket,/ hast gelitten mit Geduld,/ gar den herben Tod geschmecket,/ um zu büßen meine Schuld;/ daß ich würde losgezählet,/ hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet/ meinen Stolz und ÜUbermut,/ dein Tod meinen Tod versüßet;/ es kommt alles mir zugut./ Dein Verspotten, dein Verspeien/ muß zu Ehren mir gedeihen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen,/ Herr, für die gesamte Not: /für die Wunden, für die Schmerzen,/ für den herben, bittern Tod;/ für dein Zittern, für dein Zagen,/ für dein tausendfaches Plagen,/ für dein Angst und tiefe Pein/ will ich ewig dankbar sein. Galater 3, 13 Ernst Christoph Homburg, 1605- 1681 Passion 43 Eigene Weise(Würzburg, 1628) Bei Johann Schop, 1641 Q 2,..„„ LUUUE + L 1———* + 1 EEE + C 1 ++ L C 1 — 2ů O Trau ⸗rig ⸗keit, o Her ⸗ ze⸗ E 1— e n E=— ö——— 2 leid! Ist das nicht zu be⸗ kla-gen? Gott des 2—5 IJ.V E 3 150 Va⸗ters ei ⸗nig Kind wird ins Grab ge⸗tra ⸗gen. + 2. O große Not!/ Gotts Sohn liegt tot./ Am Kreuz ist er gestorben;/ hat dadurch das Himmelreich/ uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind,/ nur deine Sünd/ hat dieses angerichtet,/ da du durch die Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. O süßer Mund,/ o Glaubensgrund,/ wie bist du doch zerschlagen!/ Alles, was auf Erden lebt,/ muß dich ja behlagen. 5. O selig ist/ zu aller Frist,/ der dieses recht bedenhet,/ wie der Herr der Herrlichkeit/ wird ins Grab gesenket. 6. O Zesu, du/ mein Hilf und Ruh,/ ich bitte dich mit Tränen: /Hilf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnen. Markus 15, 42—47 Zohann Rist, 1607— 1667 Passion 44 Weise: An Wasserflüssen Babylon Straßburg, 1525 EV—9.— 12.— ů SSSI....... E ö——3—— 1— Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und es geht und trä⸗- get in Ge- duld die Sün⸗den —.— 10——— ih ⸗rer Kin⸗d ih ⸗rer in⸗der,—6 8 als- Ler Sn⸗der; es geht da- hin, wird matt und E 22——— krank, er⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank, ent⸗ sa⸗get Q— CLV.——.— 2— , We e e, 2——— ⸗len Freu⸗den; es nimmt auf sich Schmach, Hohn und — 0 4* 7——— 1 ri n= men me. 7 —⁊—.—4—— 1.— —. Spott, Angst, Wun⸗den, Strie-men, Kreuz und —— + —— V— + 4— I—— 2— E + I E+ 1I. + +2 L—. 42..2J·....—.—4 —2 I— 1H1—1 — Tod und spricht: Ich will's gern len ⸗ den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund/ und Heiland meiner Seelen;/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen.„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an/ der Kinder, die ich ausgetan/ zur Straf und Zornesruten;/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los/ durch Sterben und durch Bluten.“ Passion 3.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund,/ leg auf, ich will dir's tragen;/ mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wirken ist dein Sagen.“ /O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie kein Mensch gedacht,/ Gott seinen Sohn abzwingen./ O Liebe, Liebe, du bist stark,/ du strechest den in Grab und Sarg,/ vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen,/ dich will ich stets, gleich wie du mich,/ mit Liebesarmen fassen; /du sollst sein meines Herzens Licht,/ und wenn mein Herz in Stücke bricht,/ sollst du mein Herze bleiben;/ ich will mich dir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum/ beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht und Tage singen,/ mich selbst auch dir nach Möglichkeit/ zum Freuden⸗ opfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir/ und deinem Namen für und für/ in Dankbarkeit ergießen;/ und was du +* mir zugut getan,/ das will ich stets, so viel ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen. ö 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein,/ du sollst ein Schatz⸗ haus werden/ der Schätze, die viel größer sein/ als Himmel, Meer und Erden./ Weg mit den Schätzen dieser Welt/ und allem, was der Welt gefällt,/ ich hab ein Beßres funden./ Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ,/ ist dieses, was geflossen ist/ aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zunutz/ zu allen Zeiten machen;/ im Streite soll es sein mein Schutz,/ in Traurigkeit mein Lachen,/ in Fröhlichkeit mein Saitenspiel,/ und wenn mir nichts mehr schmecken will,/ soll mich dies Manna speisen;/ im Durst soll's sein mein Wasserquell,/ in Einsamkeit mein Sprachgesell/ zu Haus und auch auf Reisen. 8. mein Le Schatter ih beik wenn de um,/ so 9. W Freuden darein ich will dem er deiner S I. Petrus Weise: He Passion 8. Was schadet mir des Todes Gift?/ Dein Blut, das ist mein Leben./ Wenn mich der Sonnen Hitze trifft,/ so kann mir's Schatten geben;/ setzt mir der Wehmut Schmerzen zu,/ so find ich bei dir meine Ruh,‚/ wie auf dem Bett ein Kranker;/ und wenn des Kreuzes Ungestüm/ mein Schifflein treibet um und um,/ so bist du dann mein Anher. 9. Wenn endlich ich soll treten ein/ in deines Reiches Freuden,/ so soll dies Blut mein Purpur sein,/ ich will mich darein kleiden;/ es soll sein meines Hauptes Kron,/ in welcher ich will vor den Thron/ des höchsten Vaters gehen/ und dir, dem er mich anvertraut,/ als eine wohlgeschmückte Braut/ an deiner Seite stehen. 1. Petrus 1, 18. 19 Paul Gerhardt, 1607— 1676 4⁵5 Weise: Herzlich tut mich verlangen(Neuere Form) Hans Leo Haßler, 1601 4 ⸗ n, d ne, w ieda ——— O Haupt voll Blut und Wun⸗den, voll Schmerz und vol⸗ler o Haupt, zum Spott ge⸗bun⸗den mit ei⸗ ner Dornen⸗ EHERE . ohn, Don o Haupt, sonst schön ge⸗zie⸗ret mit höchster Ehr und —.—4 0 — 1 Zier, jetzt a-ber hoch schimp⸗fie⸗ret, ge⸗grüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte,/ davor sonst schrickt und scheut/ das große Weltgewichte,/ wie bist du so bespeit,/ wie bist du so erbleichet!/ Wer hat dein Augenlicht,/ dem sonst kein Licht nicht gleichet,/ so schändlich zugericht't? Passion 3. Die Farbe deiner Wangen,/ der roten Lippen Pracht/ ist hin und ganz vergangen;/ des blassen Todes Macht/ hat alles hingenommen/ und alles hingerafft,/ und daher bist du kommen/ von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet,/ ist alles meine Last;/ ich hab es selbst verschuldet,/ was du getragen hast./ Schau her, hier steh ich Armer,/ der Zorn verdienet hat;/ gib mir, o mein Erbarmer,/ den Anblich deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter,/ mein Hirte, nimm mich an./ Von dir, Quell aller Güter,/ ist mir viel Guts getan;/ dein Mund hat mich gelabet/ mit Milch und süßer Kost,/ dein Geist hat mich begabet/ mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen,/ verachte mich doch nicht;/ von dir will ich nicht gehen,/ wenn dir dein Herze bricht;/ wenn dein Haupt wird erblassen/ im letzten Todesstoß,/ als⸗ dann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden/ und tut mir herzlich wohl,/ wenn ich in deinem Leiden,/ mein Heil, mich finden soll./ Ach möcht ich, o mein Leben,/ an deinem Kreuze hier/ mein Leben von mir geben,/ wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen,/ o Jesu, liebster Freund,/ für deine Todesschmerzen,/ da du's so gut gemeint./ Ach gib, daß ich mich halte/ zu dir und deiner Treu,/ und wenn ich nun erkalte,/ in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden,/ so scheide nicht von mir;/ wenn ich den Tod soll leiden,/ so tritt du dann herfür;/ wenn mir am allerbängsten/ wird um das Herze sein,/ so reiß mich aus den Angsten/ kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde,/ zum Trost in meinem Tod/ und laß mich sehn dein Bilde/ in deiner Kreuzesnot./ Da will ich nach dir blichen,/ da will ich glaubensvoll/ dich fest an mein Herz drüchen. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Zesaja 50, 6. Sohannes 19, 2.3 Paul Gerhardt, 1607—1676 Eigene Vess Auch na 910 1 2. Trit Schweiße unerschöp 3. We Plagen/ wir und! . Ich, des Sand das dich 5. 0 gebunden bu ausge 0. Du orüchen/ gegen/ v Lobsal se 46 Eigene Weise Auch nach der Weise: O Welt, ich muß dich lassen Um 1750 2 d,. E SD..— ů—D * 12. 2——..3—..—.— — 2 — 2 O Welt, sieh hier dein Le-ben am Stamm des Kreuzes 2 4 LE.V— 1 PE— V—— 2———. L 2——— 17.4— E L 145 1 V— schwe⸗ben, dein Heil sinkt in den Tod. Der —————— 35 △— 2 EEE——.:—— gro ße Fürst der Eh⸗ ren läßt wil ⸗lig sich be⸗ 0 4— .—*. ö ů ö— H WWI 2 2—— LI 2 II 2—— 2——— + 5 schwe⸗ren mit Schlä-gen, Hohn und gro-⸗ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße,/ sein Leib ist ganz mit Schweiße/ des Blutes überfüllt;/ aus seinem edlen Herzen/ vor unerschöpften Schmerzen/ ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen,/ mein Heil, und dich mit Plagen/ so übel zugericht't?/ Du bist ja nicht ein Sünder/ wie wir und unsre Kinder,/ von Abeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden,/ die sich wie Körnlein finden/ des Sandes an dem Meer,/ die haben dir erreget/ das Elend, das dich schläget,‚/ und das betrübte Marterheer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen,/ an Händen und an Füßen/ gebunden in der Höll; /die Geißeln und die Banden/ und was du ausgestanden,/ das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken/ die Lasten, die mich drücken/ viel schwerer als ein Stein;/ du wirst ein Fluch, da⸗ gegen/ verehrst du mir den Segen,/ dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen,/ ja lässest dich gar würgen/ ö für mich und meine Schuld;/ mir lässest du dich krönen/ mit Dornen, die dich höhnen,/ und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden/ all Augenblick und Stunden/ dir überhoch und sehr;/ was Leib und Seel ver⸗ mögen,/ das soll ich billig legen/ allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben/ in diesem armen Leben,/ eins aber will ich tun:/ es soll dein Tod und Leiden,/ bis Leib und Seele scheiden,/ mir stets in meinem Herzen ruhn. ö 10. Zch will's vor Augen setzen,/ mich stets daran ergötzen,/ ich sei auch, wo ich sei;/ es soll mir sein ein Spiegel/ der Anschuld und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Wie heftig unsre Sünden/ den frommen Gott entzünden,/ wie Rach und Eifer gehn,/ wie grausam seine Ruten,/ wie zornig seine Fluten,/ will ich aus diesem Leiden sehn. 12. Ich will daraus studieren,/ wie ich mein Herz soll zieren/ mit stillem, sanftem Mut,/ und wie ich die soll lieben,/ die mich doch sehr betrüben/ mit Werken, so die Bosheit tut. 13. Wenn böse Zungen stechen,/ mir Glimpf und Namen brechen,/ so will ich zähmen mich;/ das Unrecht will ich dulden,/ dem Nächsten seine Schulden/ verzeihen gern und williglich. 14. Ich will ans Kreuz mich schlagen/ mit dir und dem ab⸗ sagen,/ was meinem Fleisch gelüst't;/ was deine Augen hassen,/ das will ich fliehn und lassen,/ so viel mir immer möglich ist. 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen,/ die dir geflossen zu,/ die sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und Hände/ begleiten zu der ewgen Ruh. 1. Petrus 2, 21-25 Paul Gerhardt, 1607—1676 Weise: Der Shaden mit gemg all mein 3. 66 Passion 47 Weise: Der am Kreuz ist meine Liebe Frankfurt a. M., 1738 Sei mir tau⸗ send-mal ge ⸗grü-ßet, der mich ZJe⸗ su, der du selbst ge⸗ gr bü ⸗ßet das, wo⸗ 122. S————.— ISSSSS I————— E ö— 1ne.I h 2— je und je ge⸗liebt, mit ich dich be⸗trübt. Ach, wie ist mir doch so .—.—.—.— 3*.— 4.——.——— —‚———.— +.— + NI—— wohl, wenn ich knien und lie⸗gen soll an dem Kreu⸗ze, 2 4 V. 1— Ce 1 EI 72—* 2———.— +2——— II A 2 RE./— +—————— &—— 1.——— II da du stir-best und um mei⸗ ne See⸗le wir⸗best. 2. Heile mich, o Heil der Seelen,/ wo ich krank und traurig bin;/ nimm die Schmerzen, die mich quälen,/ und den ganzen Schaden hin,/ den mir Adams Fall gebracht/ und ich selber mir gemacht. /Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen,/ wird sich all mein ZJammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden/ mir, Herr, in das Herz hinein,/ daß sie mögen alle Stunden/ bei mir unvergessen sein./ Du bist doch mein liebstes Gut,/ da mein ganzes Herze ruht./ Laß mich hier zu deinen Füßen/ deiner Lieb und Gunst genießen. 5 4. Diese Füße will ich halten,/ auf das best ich immer kann./ Schaue meiner Hände Falten/ und mich selber freundlich an/ von dem hohen Kreuzesbaum/ und gib meiner Bitte Raum./ Sprich: Laß all dein Trauern schwinden,/ ich, ich tilg all deine Sünden. Zeremia 17, 14 Paul Gerhardt, 1607—1676 Weise: O Zesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig, 1625 4——.——— n— 2——.— I.I * 12—. 3.—..— Herr Ze⸗su Christ, dein teu⸗res Blut ist mei⸗ner +*— 5 —.—.— A I— 2 0 LEE—.1 See ⸗le höch⸗stes Gut, das stärkt, das labt, das macht al⸗ I + F 4.—— A E 2 EH 12———1 lein mein Herz von al ⸗len Sün-den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuch, mein Ehrenhleid,/ dein Unschuld und Gerechtigkeit/ macht, daß ich kann vor Gott bestehn/ und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Zesu Christe, Gottes Sohn,/ mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron,/ dein teures Blut, dein Lebenssaft/ gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Zesu, in der letzten Rot,/ wenn mich schrecht Teufel, Höll und Tod,/ so laß ja dies mein Labsal sein:/ Dein Blut macht mich von Sünden rein. 1. Sohannes 1, 7 Zohann Olearius, 1611—1684 Weise: Zesu 2. Meit Shläge,! Durnenkre Sohn,/ de 9. Doch nich auch Msach wa hich/ daß 4. Jesu doß ich m haben Lu nußt/ mit Passion 49 Weise: Zesu Kreuz, Leiden und Pein Melchior Vulpius, 1609 2I.i.I.I.I..... V E 2— SD 2.. 2. ZJe ⸗ su, dei ⸗ ne Pas ⸗si ⸗ on will ich B jetzt be⸗den⸗ken; wol⸗lest mir vom HimmelsthronGeist und — 1...———.—.— e *— D—— An⸗dacht schen-RKen. In dem Bil-de jetzt er⸗ 4 ——— schein, Je ⸗ su, mei⸗nem 910 ⸗ zen, wie du, —— Fnn d— +* —— ⸗ser Heil zu sein, lit⸗test al ⸗le Schmer⸗zen. 2. Meine Seele sehen mach/ deine Angst und Bande,/ deine Schläge, deine Schmach,/ deine Kreuzesschande,/ deine Geißel, Dornenhron,/ Speer⸗ und Nägelwunden,/ deinen Tod, o Gottes Sohn,/ der mich dir verbunden. 3. Doch laß mich ja nicht allein/ deine Marter sehen,/ laß mich auch die Ursach fein/ und die Frucht verstehen./ Ach die Ursach war auch ich,/ ich und meine Sünde. /Diese hat gemartert dich,/ daß ich Gnade finde. 4. Zesu, lehr bedenken mich/ dies mit Buß und Reue,/ hilf, daß ich mit Sünde dich/ martre nicht aufs neue./ Sollt ich dazu haben Lust/ und nicht wollen meiden,/ was du selber büßen mußt/ mit so großem Leiden? 5* Passion 5. Wenn mich meine Sünde will/ schrechen mit der Hölle,/ Jesu, mein Gewissen still,/ dich ins Mittel stelle. Dich und deine Passion/ laß mich gläubig fassen;/ liebet mich sein lieber Sohn,/ wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern/ dir das Kreuz nachtrage,/ daß ich Demut von dir lern/ und Geduld in Plage,/ daß ich dir geb Lieb um Lieb./ Indes laß dies Lallen,/— bessern Dank ich dorten geb— /ZJesu, dir gefallen. Matthäus 10, 38. 39 Sigismund von Birken, 1626—-1681 50 Eigene Weise(1. Weise) Nürnberg, 1684 1—— 5. EEEEEEEEEEEE O du Lie⸗be mei⸗ ner Lie ⸗be, du er⸗ die du dich aus höch⸗stem Trie- be in das äAAAAA VL I I. + ö n 2—— 940 dei⸗ nes Lei⸗dens mir zu⸗ 12— ů EE 2—— E.— EH DEDRSSRRRRRRD. gu⸗te als ein Op⸗fer ein ⸗ge⸗stellt und be⸗ 42— 7⁵— zahlt mit dei-nem Blu⸗te al⸗le Mis⸗se⸗tat der Welt; . 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen/ an dem Ölberg sich betrübt,/ Liebe, die mit Blut und Sehnen/ unaufhörlich fest geliebt,/ Liebe, die mit allem Willen/ Gottes Zorn und Eifer trägt;/ den sonst niemand konnte stillen,/ hat dein Sterben hingelegt; 3. E gehött, Zod ve Atem e Sekle tt 4. Li Liebe, ihtem 2 die Sttt 5. Li an dem Ach, Wi— wenn ic 6. Li in ein ke Habe O der Seel Lubas 23, Passion 3. Liebe, die mit starkem Herzen/ alle Schmach und Hohn gehört,/ Liebe, die nicht Angst und Schmerzen/ noch der strenge Tod versehrt,/ Liebe, die sich liebend zeiget,/ als sich Kraft und Atem endt,/ Liebe, die sich liebend neiget,/ als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen/ mich zuletzt umfangen wollt,/ Liebe, die aus Liebserbarmen/ mich zuletzt in höchster Huld/ ihrem Vater überlassen,/ die selbst sterbend für mich bat,/ mir die Strafe zu erlassen,/ weil mich ihr Verdienst vertrat; 5. Liebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem Kreuzesholz erworben,/ ach, wie denk ich an dein Blut!/ Ach, wie dank ich deinen Wunden,/ du verwundte Liebe du,/ wenn ich in den letzten Stunden/ sanft an deinem Herzen ruh! 6. Liebe, die sich tot gekränhet/ und für mein erkaltet Herz/ in ein kaltes Grab gesenket,/ ach, wie dank ich deinem Schmerz!/ Habe Dank, daß du gestorben,/ daß ich ewig leben kann,/ und der Seele Heil erworben;/ nimm mich ewig liebend an! Lukas 23, 34 Elisabeth von Senitz, 1629— 1679 Weise: O Traurigheit(Würzburg, 1628) Bei Johann Schop, 1641 EHERh 5——.—.5 EFyY——.—— E.. —5— 4 So ru ⸗ hest du, 0 mei ⸗ ne 2 ů FEEDh 5— 4—— EE—.. x— EESEE—— 2.——S. + 2.———— 2—— Ruh, in dei⸗ner Gra⸗ bes ⸗ höh⸗le und er⸗ 2 * EAH— DD D 4— L,= n. + wechst durch dei- nen Tod mei⸗ne to⸗te See ⸗le. 2. Man senkt dich ein/ nach vieler Pein,/ du meines Lebens Leben;/ dich hat jetzt ein Felsengrab,/ Fels des Heils, umgeben. Passion 3. O Lebensfürst,/ ich weiß, du wirst/ mich wieder auf⸗ erwecken. Sollte denn mein gläubig Herz/ vor der Gruft erschrechen? 4. Sie wird mir sein/ ein Kämmerlein,/ da ich auf Rosen liege,/ weil ich nun durch deinen Tod/ Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt,/ der Leib nur stirbt;/ doch wird er auferstehen/ und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich,/ mein Zesu, dich/ in meine Seele senken/ und an deinen bittern Tod/ bis in Tod gedenken. Matthäus 27, 59. 60 Salomo Franck, 1659—1725 Weise: Es sind doch selig alle die Straßburg, 1525 —08— EU—.— E D DSSDIDSS +—..— 2—3 +——*—1 Ich grü⸗ße dich am Kreu⸗zes⸗stamm, du hoch⸗ge⸗ Hier hängst du zwar in lau-ter Not und bist ge⸗ ——5 EER——— 1 34,=— ..— E..— Lün e + S——. lob-tes Got⸗tes⸗lamm, mit an⸗dachts⸗vol⸗lem Her⸗ hor⸗sam bis zum Tod, ver⸗gehst in tausend Schmer⸗ doch sieht mein Glau⸗be wohl an dir, daß Got⸗tes zen; ——— FEHEA 12—.—.— 12—— SSIEEIEEEEEEEEEAE.....— EH—4—⁵1 2 Ma⸗je⸗stät und Zier in die⸗sem Lei⸗be woh⸗ 2. 3 Seligke Weg v. die dich nichts u den bitt unverdo Hebräer? Veise: H. du y er⸗ 2— Passion —* ENN——— .*———.—— — SDDSDSRRRRRRSSSeee. ² 2=.....——.— ne und daß du hier so wür⸗dig seist, daß man dich 95 n 2 H .—5 8 Herr und Kö⸗nig heißt, als auf dem Eh⸗ren⸗thro⸗ne. 2. Ich folge dir durch Tod und Leid,/ o Herzog meiner Seligkeit,/ nichts soll mich von dir trennen. Du gehst den engen Weg voran;/ dein Kreuzestod macht offne Bahn/ den Seelen, die dich kennen. /Ach Jesu, deine höchste Treu/ macht, daß mir nichts unmöglich sei,/ da du für mich gestorben;/ ich scheue nicht den bittern Tod/ und bin gewiß in aller Not:/ Wer glaubt, ist unverdorben. Hebräer 2, 10 Valentin Ernst Löscher, 1673—1749 53 Weise: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(1. Weise) Zohann Crüger, 1640 6— S—— ů— F— ö ö 4— E—— 9 2— 12 2 ů 2 2 + Herr, stär ke mich, dein Lei-den zu be⸗ 2.—. 4 4 ESEE—.— I—1 ———— S........ den⸗ken, mich in das Meer der Lie-be zu ver⸗ * SEE—— + 1 re dex Fiirrien Fireme, Eimiri L— 8—— 2 +—H—¹ sen⸗ken, die dich be⸗wog, von al⸗ler Schuld des — 2—— 4— ., A **— 2 II —. X u Passion 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden/ und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,/ an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,/ die Sünde tragen: 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!/ Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,/ mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde/ den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen,/ Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen: dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzüchen/ am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst danieder,/ es beugt mich tief, und es erhebt mich wieder,/ entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde/ zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebücht im Staube,/ verliere mich mit dankendem Gemüte/ in deine Güte. 7. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden/ ein Argernis und eine Torheit werden,/ so sei's doch mir, trotz alles frechen Spottes,/ die Weisheit Gottes. 8. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken,/ so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken./ Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide,/ mir Fried und Freude. 1. Korinther 1, 18 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 54 Weise: Herr und Altster deiner Kreuzgemeine Herrnhut, um 1740 Die wir uns all- hier bei⸗sam⸗men fin ⸗ den, schla⸗gen uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗bin ⸗ den, dir auf Zohannes Beise: He —. D 1 7 6 x Passion ů0..— 8 uns⸗re Hän⸗- de ein, awig treu zu sein; und zum Zeichen, daß dies Lobge⸗ 72 4 LE—— ·, tö⸗ ne deinem Herzen an-ge⸗nehm und schö⸗ ne, sa⸗ ge —E+ +—+ ——— EDE——* 2 1— 55 A⸗men und zugleich: Frie⸗de, Frie⸗de sei mit euch! Johannes 20, 19 Christian Nenatus Graf von Zinzendorf, 1727—-1752 55 Weise: Herr und Ältster deiner Kreuzgemeine Herrnhut, um 1740 EH 2—1—.—..— 5 5.— —+S—.— G—4— 4. Ei⸗nes wünsch ich mir vor al⸗lem an- dern, ei⸗ ne se ⸗lig läßt's im Trä⸗nen⸗tal sich wandern, wenn dies E r 3 —— 65 D„ — en—— 5 P——=SSR— +———— Spei⸗se früh und spät; Ei⸗ ne mit uns geht: —— E—.———.—.—5 2 e e ʒ;»mĩ/⸗———.1——.———.— ESee W. —.—.—.——. E—.— .IIIIII.IIIII...T E LI.———— Passion 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen,/ wie er als ein stilles Lamm/ dort so blutig und so bleich zu sehen,/ hängend an des Kreuzes Stamm,/ wie er dürstend rang um meine Seele,/ daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,/ und dann auch an mich ge⸗ dacht,/ als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein ZJesu, laß mich nie vergessen/ meine Schuld und deine Huld. /Als ich in der Finsternis gesessen,/ trugest du mit mir Geduld;/ hattest längst nach deinem Schaf getrachtet,/ eh es auf des Hirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Lösegeld/ mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein! Sprich du darauf ein Amen,/ treuster Zesu, du bist mein! /Drüche deinen süßen Jesusnamen/ bren⸗ nend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dir leben und in dir erblassen,/ das sei bis zur letzten Stund/ unser Wandel, unser Bund. Zohannes 19, 28-30 Albert Knapp, 1798— 1864 Ostern Ich lebe, und ihr sollt auch leben. Zohannes 14. 19 56 Eigene Weise 13. Sahrhundert. Wittenberg, 1535 EH—— Pa ü———— PS.—— 1D—..— 1Z.— EEEEEEEEEEEEEEEEE 36— 1. Christ ist er⸗stan ⸗den von der Mar⸗ter al ⸗ le! Des .— 1.— Ln 4.——— E + +—— 22——————.— —HU L L.2 2— 1— e B—2.2.—1—. 22—— 22 7—— solln wir al⸗le froh sein, Christ will un⸗serCrost sein. Ky⸗ri⸗e⸗ ——ñ.—. .—— e= E II s‚.— n e 1 +* II L— 1— leis. 2. Wär er nicht er ⸗stan ⸗ den, so wär die E— a— U S. H1— 1—... + E LE. I 1— iP 2— L EIn. E— 193.5.—— * 50 2— Welt ver⸗gan⸗gen; seit daß er erstanden ist, so lobn wir den 1* 0 0 — 1 3 .—4. öi — r, ——4 I 1—.—— — 22 2 — Va⸗ter Ze⸗su Christ. Ky⸗ri⸗e⸗leis. 3. Hal⸗le ⸗ lu⸗ ja, Hal⸗ froh sein, Christ will un⸗ser 1. Korinther 15, 20 Trost sein. Ky⸗ri⸗e⸗leis. 13. Jahrhundert Ostern 57 Eigene Weise Wittenberg, 1524 ——— — 5— 1. Christ lag in To⸗des ⸗ ban ⸗ den, für uns ⸗re 2. Den Tod niemand zwingen konnt bei al⸗-len 3. Je⸗ sus Chri⸗stus, Gottes Sohn, an un ⸗ser 4. Es war ein wun ⸗derlich Krieg, da Tod und 5. So fei⸗ern wir das hoh Fest mit Her⸗zens⸗ 6. Wir es ⸗ sen und le⸗ben wohl zum sü⸗ßen + 1. Sünd ge⸗ ge-⸗ ben; der ist wie ⸗der er-stan⸗ 2. Men⸗schen⸗kin ⸗-dern; das macht al⸗les uns⸗re 3. Statt ist kom ⸗- men und hat die Sünd ab⸗ge⸗ 4. Le⸗ ben run ⸗gen; das Le ⸗ben be⸗hielt den 5. freud und Won ⸗ ne, das uns der Herr schei-nen 6. Brot ge⸗ la ⸗ den; der alt Sau⸗er ⸗teig nicht —— 1———.— E 1———ꝛ—.— 1 ́. +— L 1. den und hat uns bracht das Le⸗ben; des wir 2. Sünd, kein Un⸗schuld war zu fin⸗den. Da ⸗ von 3. tan, da⸗- mit dem Tod ge⸗nom⸗men all sein 4. Sieg, es hat den Tod ver⸗schlun⸗gen. Die Schrift läßt. Er ist sel ⸗-ber die Son⸗ne, der durch soll sein bei dem Wort der Gna-den. Chri-stus 5 At 1. sol ⸗ len fröh ⸗ lich sein, Gott lo ⸗-ben 2. kam der Tod so bald und nahm 3. Recht und sein Ge⸗ walt; da bleibt 4. hat ver ⸗- kün-det das, wie ein 5. sei ⸗ ner Gna⸗- de Glanz er-leucht't 6. selbst die Kost will sein und spei⸗ E 1. und ihm dank⸗-bar sein und sin- gen: 2. ü ⸗ ber uns Ge-walt, hielt uns in 3. nichts denn Tods ⸗ge⸗stalt, den Stachl hat 4. Tod den an-dern fraß, ein Spott der 5. uns ⸗-re Her ⸗zen ganz; der Sünd Nacht 6. sen die Seel al ⸗lein; der Glaub will keins Q 5 11———.— äB 1. Haͤl ⸗ le ⸗lu ⸗ ja, Hal⸗-le ⸗ lu ⸗ ja. 2. seim Reich gfan ⸗ gen. Hal⸗le ⸗ lu-ja. 3.er ver ⸗lo ren. Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 4. Tod ist wor ⸗ den. Hal⸗le ⸗ lu-ja. 5. ist ver ⸗gan ⸗ gen. Hal⸗le ⸗ lu-ja. 6. an ⸗ dern le ⸗bben. Hal⸗le ⸗ lu ⸗ja. Apostelgeschichte 2, 24 Martin Luther, 1483—1546 58 Eigene Weise Melchior Vulpius, 1609 42—65—=— IiiEEEEE — Ge⸗lobt sei Gott im höch-sten Thron samt sei⸗nem FR + ö ö 88 ö 5.4 4——70 2 —— n Knnmme,— ö +— N hat ge ⸗ nug ge ⸗ tan. Hal ⸗le ⸗lu⸗ 4 250— N E 16⁰3 ja, Hal⸗le: In ⸗ ju.— Halele⸗Iuf⸗ ja. 2. Des Morgens früh am dritten Tag,/ da noch der Stein am Grabe lag,/ erstand er frei ohn alle Klag./ Halleluja, Halleluja, Halleluja. 3. Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht;/ denn ich weiß wohl, was euch gebricht./ Ihr sucht Jesum und findt ihn nicht./ Halleluja, Halleluja, Halleluja. ö 4. Er ist erstanden von dem Tod,/ hat überwunden alle Not;/ kommt, seht, wo er gelegen hat./ Halleluja, Halleluja, Halleluja. 5. Nun bitten wir dich, Jesu Christ,/ weil du vom Tod er⸗ ö standen bist,/ verleihe, was uns selig ist,/ Halleluja, Halleluja, Halleluja, 6. dam heit /frei luja. Natthäus“ Eigene Wei Johannes Ostern 6. damit von Sünden wir befreit/ dem Namen dein gebene⸗ deit/ frei mögen singen allezeit:/ Halleluja, Halleluja, Halle⸗ luja. Matthäus 28, 1—7 Michael Weiße, gest. 1534 Eigene Weise Nikolaus Herman, 1560 —* E S, e,, Er⸗schie-nen ist der herr⸗lich Tag, dran sich nie⸗ 2 11——— e, de rartrlerrnre,ni —2 1 1.—* 2———I — 2—.— mand gnug freu ⸗en mag: Christ, unser Herr, heut tri ⸗um⸗ * a r phiert, all sein Feind er ge⸗fan⸗gen führt. Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod,/ die Höll, all Zammer, Angst und Not/ hat überwunden Jesus Christ,/ der heut vom Tod erstanden ist./ Halleluja. 3. Sein Raub der Tod mußt geben her,/ das Leben siegt und ward ihm Herr,/ zerstöret ist nun all sein Macht,/ Christ hat das Leben wiederbracht./ Halleluja. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur,/ alls, was betrübet war zuvor,/ das freut sich heut an diesem Tag,‚/ da der Welt Fürst danieder lag./ Halleluja. 5. Drum wir auch billig fröhlich sein,/ singen das Halleluja fein/ und loben dich, Herr ZJesu Christ,/ zu Trost du uns er⸗ standen bist./ Halleluja. Johannes 12, 31 Nikolaus Herman, 1480—1561 Ostern 60 Weise: In Gottes Namen fahren wir (Dies sind die heilgen zehn Gebot) Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 H EE 23— 2 I..I E 0 n E— 2—...——— . 2 2—.— 2— + 1 — Wir dan ⸗en dir, Herr Je-su Christ, daß du vom 0 +— 1 +——1 ö EWSSSSSSSSEE ö E——*— 2—.——1 —0 ö; 1 Tod er⸗stan⸗den bist und hast dem Tod zer⸗stört sein —————8—.—— ö‚ DD EUν. 1I—— EDSDSDDEE Macht und uns das Leben wie⸗der⸗bracht. Hal⸗le⸗lu⸗ ja. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad:/ NRimm von uns unsre ö Missetat/ und hilf uns durch die Güte dein,/ daß wir dein treue Diener sein./ Halleluja. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron/ samt seinem einge⸗ bornen Sohn,/ dem heilgen Geist in gleicher Weis/ in Ewig⸗ keit sei Lob und Preis./ Halleluja. 1. Petrus 1, 3 Weise: Erschienen ist der herrlich Tag Thomas Hartmann, 1548—1609 Nikolaus Herman, 1560 5———.————.———— 22 f——— 22.—5..— 2 I. E—+—— 12 E 2 2———.— L LI L Früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht, mein — 2. Wer als wär nach Tral 3. NRich in Todes Chren sei 4. Jeht Kteuz ge dorin ich! 5. Iml im Lauf, Zod mit] 6. Am 2 1* .——— 7 S.... I I III. 9** 0 r ist der Sün ⸗den Nacht, Licht, Heil und Q 7— ů. ů. SꝗSPSP I I IIIIIIIIII 5 Le ⸗ ben wie-⸗der⸗bracht. Hal-le ⸗ lu⸗ja 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not/ verschlossen, gleich als wär ich tot,/ läßt du mir früh die Gnadensonn/ aufgehn, nach Trauern Freud und Wonn./ Halleluja. 3. Nicht mehr denn nur drei Tage lang/ bleibt mein Heiland in Todes Zwang,/ am dritten Tag durchs Grab er dringt,/ mit Ehren seine Siegsfahn schwingt./ Halleluja. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt/ mit Schmach am Kreuz gefangen hält; drauf folgt der Sabbat in dem Grab,/ darin ich Ruh und Frieden hab./ Halleluja. 5. In kurzem wach ich fröhlich auf,/ mein Ostertag ist schon im Lauf,/ ich wach auf durch des Herren Stimm,/ veracht den Tod mit seinem Grimm./ Halleluja. 6. Am Kreuz läßt Christus öffentlich/ vor allem Volle töten sich;/ da er durch Todes Kerler bricht,/ läßt er's die Menschen sehen nicht./ Halleluja. 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt,/ kein groß Gepräng ihm hier gefällt;/ was schlecht und niedrig geht herein,/ soll ihm das Allerliebste sein./ Halleluja. 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht,/ was er aus seinem Grab gebracht,/ der große Schatz, die reiche Beut,/ drauf sich ein Christ so herzlich freut./ Halleluja. 9. Der jüngste Tag wird's zeigen an,/ was er für Taten hat getan,/ wie er der Schlangen Kopf zerknickt,/ die Höll zer⸗ stört, den Tod erdrückt./ Halleluja. 10. Da werd ich Christi Herrlichkeit/ anschauen ewig voller Freud,/ ich werde sehn, wie alle Feind/ zur Höllen Pein ge⸗ stürzet seind./ Halleluja. 6 11. O Wunder groß, o starker Held!/ Wo ist ein Feind, den er nicht fällt?/ Kein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des Herzens Tür./ Halleluja. 12. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein,/ mein Heiland greift allmächtig drein,/ führt mich heraus mit seiner Hand./ Wer mich will halten, wird zuschand./ Halleluja. 13. Lebt Christus, was bin ich betrübt?/ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt./ Wenn mir gleich alle Welt stürb ab,/ gnug, daß ich Christum bei mir hab./ Halleluja. 14. Er nährt, er schützt, er tröstet mich;/ sterb ich, so nimmt er mich zu sich./ Wo er jetzt lebt, da muß ich hin,/ weil ich ein Glied seins Leibes bin./ Halleluja. 15. Mein Herz darf nicht entsetzen sich,/ Gott und die Engel lieben mich;/ die Freude, die mir ist bereit't,/ vertreibet Furcht und Traurigkeit./ Halleluja. 16. Für diesen Trost, o großer Held,/ Herr Jesu, dankt dir alle Welt. /Dort wollen wir mit größerm Fleiß/ erheben dei⸗ nen Ruhm und Preis./ Halleluja. Markus 16, 1—6 6² Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein Zohann Heermann, 1585-1647 Wittenberg, 1524 — O Tod, wo ist dein Sta⸗chel nun? Wo ist dein Was hann uns jetzt der Teu⸗ fel tun, wie grau⸗sam Gott sei ge⸗dankt, der .—. Sieg, o Höl er sich stel EEE uns den Sieg so herr=lich hat nach die⸗sem slachen 4. Des des Herte Teufel, sind /ihr 5. Es Weil nur Olieder. Grabe de 6. Wet ehet, /ij gehet. /E ben wied 7. Dae Fried, I Her sind sih dort 5. O5 Hllleꝰ/ sih stell nach dies I. Korinth echt 10⁴⁷ — Ostern — Krieg durch 9 sum Christ ge ⸗ ge ⸗ ben! 2. Wie sträubte sich die alte Schlang,/ da Christus mit ihr kämpfte!/ Mit List und Macht sie auf ihn drang,/ und den⸗ noch er sie dämpfte./ Ob sie ihn in die Fersen sticht,/ so sieget sie doch darum nicht,/ der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus kommt herfür,/ den Feind nimmt er gefangen,/ zerbricht der Hölle Schloß und Tür,/ trägt weg den Raub mit Prangen./ Nichts ist, das in dem Siegeslauf/ den starken Held kann halten auf; /alls liegt da überwunden. 4. Des Herren Rechte, die behält/ den Sieg und ist erhöhet;/ des Herren Rechte mächtig fällt,/ was ihr entgegenstehet./ Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd/ durch Christi Sieg gedämpfet sind,/ ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getötet Jesus Christ,/ und sieh, er lebet wieder./ Weil nun das Haupt erstanden ist,/ stehn wir auch auf, die Glieder./ So jemand Christi Worten gläubt,/ im Tod und Grabe der nicht bleibt,/ er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu/ mit Christo aufer⸗ stehet,/ ist dort vom andern Tode frei,/ derselb ihn nicht an⸗ gehet. Genommen ist dem Tod die Macht,/ Unschuld und Le⸗ ben wiederbracht/ und unvergänglich Wesen. 7. Das ist die reiche Osterbeut,/ der wir teilhaftig werden:/ Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit/ im Himmel und auf Erden./ Hier sind wir still und warten fort,/ bis unser Leib wird ähn⸗ lich dort/ Christi verklärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun?/ Wo ist dein Sieg, o Hölle?/ Was kann uns jetzt der Teufel tun,/ wie grausam er sich stelle?/ Gott sei gedankt, der uns den Sieg/ so herrlich hat nach diesem Krieg/ durch Jesum Christ gegeben! 1. Korinther 15, 55—57(Nach Georg Weissel, 1590—1635) Justus Gesenius, 1601-1673 6² Ostern 63 Eigene Weise Johann Crüger, 1649 EFH— e,H EÆi—.— E. 2 I EH 2 DS Auf, auf, mein Herz, mit Freu⸗den nimm wahr, was Wie hommt nach gro⸗ßem Lei-den nun ein so +* heut gerschicht! Rde gro ⸗⸗=ßes Licht! Mein Hei⸗land war ge⸗ — EE* 9055 ——.— * E ö legt da, wo man uns hin⸗⸗trägt, wenn von d dn, inen 8 4 E—— + uns un⸗ser Geist gen Him⸗mel ist ge ⸗reist. 2. Er war ins Grab gesenket,/ der Feind trieb groß Ge⸗ schrei;/ eh er's vermeint und denket,/ ist Christus wieder frei/ und ruft Viktoria,/ schwingt fröhlich hier und da/ sein Fähnlein als ein Held,/ der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel./ Nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will/ entneh⸗ men meinen Mut/ zusamt dem edlen Gut,/ so mir durch Jesum Christ/ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen/ mit ihrem großen Zorn,/ sie zürnt und kann nichts machen,/ all Arbeit ist verlorn./ Die Trübsal trübt mir nicht/ mein Herz und Angesicht,/ das Un⸗ glück ist mein Glück,/ die Nacht mein Sonnenblich. 5. Jch 0 mein Er tlißet er teißett 6. Er nach/ und Es tobe, Heiland if 7. Et bt daran mit wird mit! sterben gel Philipper 3, Weise: Nun Auch nach der Ostern 5. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glied;/ wo mein Haupt durch ist gangen,/ da nimmt es mich auch mit./ Er reißet durch den Tod,/ durch Welt, durch Sünd, durch Not,/ er reißet durch die Höll,/ ich bin stets sein Gesell. 6. Er dringt zum Saal der Ehren,/ ich folg ihm immer nach/ und darf mich gar nicht kehren/ an Not und Ungemach./ Es tobe, was da kann,/ mein Haupt nimmt sich mein an,/ mein Heiland ist mein Schild,/ der alles Toben stillt. 7. Er bringt mich an die Pforten,/ die in den Himmel führt,/ daran mit güldnen Worten/ der Reim gelesen wird:/ Wer dort wird mit verhöhnt,/ wird hier auch mit gekrönt;/ wer dort mit sterben geht,/ wird hier auch mit erhöht. Philipper 3, 7—11 Paul Gerhardt, 1607—1676 64 Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein Auch nach der Weise: Meins Herzens Zesu, meine Lust Wittenberg, 1524 H— . ee een, L. 5 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist Er ⸗ munt⸗re dei⸗ nen Geist und Sinn, den Hei⸗land — D. BII xí —* 2.8.. II 2 + auf⸗ ge⸗ gan⸗ 3 5958 der heu⸗te durch des zu emp⸗fan ⸗ gen, E 201 ᷓꝑꝑ... E 1 1.—— To ⸗des Tür ge⸗bro⸗chen aus dem Grab her⸗ Q— ⁰[LE J.— +— III — +.+ 1— 1 CI II Pi. für, der gan⸗zen Welt zur Won- ne. Ostern 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues Leben,/ vollführe deinen Glaubenslauf/ und laß dein Herz sich heben/ gen Himmel, da dein Zesus ist,/ und such, was droben, als ein Christ,/ der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist,/ und tracht nach dem, was droben,/ damit dein Herz zu jeder Frist/ zu Jesu sei erhoben./ Tritt unter dich die böse Welt/ und strebe nach des Himmels Zelt,/ wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein,/ dein Jesus wird ihn heben;/ es kann ein Christ bei Kreuzespein/ in Freud und Wonne leben./ Wirf dein Anliegen auf den Herrn/ und sorge nicht; er ist nicht fern,/ weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen/ und Salome zum Grabe,/ die früh dahin aus Liebe gehn/ mit ihrer Salbungsgabe,/ so wirst du sehn, daß Jesus Christ/ vom Tod heut auferstanden ist/ und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm/ heut siegreich über⸗ wunden;/ und das erwürgte Gotteslamm/ hat uns zum Heil erfunden/ das Leben und Gerechtigkeit,/ weil er nach über⸗ wundnem Streit/ die Feinde schaugetragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit,/ weil Jesus überwunden;/ er wird auch überwinden weit/ in dir, weil er ge⸗ bunden/ der Feinde Macht, daß du aufstehst/ und in ein neues Leben gehst/ und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt und Tod/ noch gar der Hölle Rachen;/ denn Jesus lebt, es hat kein Not,/ er ist noch bei den Schwachen/ und den Geringen in der Welt/ als ein gekrönter Siegesheld;/ drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist/ von Toten auferstanden,/ rett uns aus Satans Macht und List/ und aus des Todes Banden,/ daß wir zusammen insgemein/ zum neuen Leben gehen ein,/ das du uns hast erworben. 10. Sei und ewig iberwunder Mut,/ doß goloser 5.. Welse: Valet ht graug chtuen,/ Ostern 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit/ von allen Gotteskindern/ und ewig in der Herrlichkeit/ von allen ÜUberwindern,/ die überwunden durch dein Blut;/ Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut,/ daß wir auch überwinden. Kolosser 3, 1—4 Laurentius Laurenti, 1660—1722 Weise: Valet will ich dir geben Leipzig, 1615 ——— 14.—— ö— 5 —— 2 X Ich geh zu dei⸗ nem Gra weil ich die Hoff-nung ha 2 be, du gro⸗ßer be, daß du mir E—.—.——— O ⸗ ster ⸗fürst, zei⸗ gen wirst, 2—.... PPFP.. 16 E*———.— 2 2 V. 2..——— ster ⸗ben und fröh- lich auf ⸗-er⸗stehn, auch V ISSSSSSSSEEE mit des Him⸗mels Er⸗ben ins Land des Le⸗bens Löh 2. Du liegest in der Erde/ und hast sie eingeweiht,/ wenn ich begraben werde,/ daß sich mein Herz nicht scheut,/ auch in den Staub zu legen,/ was Asch und Staub vermehrt,/ weil dir doch allerwegen/ die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe,/ daß ich auch meine Ruh/ an diesem Orte habe;/ du drückst die Augen zu./ So soll mir gar nicht grauen,/ wenn mein Gesicht vergeht;/ ich werde den wohl schauen,/ der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt,/ doch brichst du es ent⸗ zwei;/ wenn mich der Tod verriegelt,/ so bin ich dennoch frei./ Du wirst den Stein schon rüchen,/ der auch mein Grab bedeckt;/ da werd ich den erblicken,/ der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe/ und zeigest mir die Bahn,/ wohin ich endlich gehe,/ da ich dich finden kann. /Dort ist es sicher wohnen,/ wo lauter Glanz um dich;/ da warten lauter Kronen/ in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben,/ o meines Todes Tod,/ ich will mich dir ergeben/ in meiner letzten Rot./ Ich will mein Bette machen/ in deine liebe Gruft;/ da werd ich schon erwachen,/ wenn deine Stimme ruft. Johannes 20, 1—18 Benjamin Schmolch, 1672—1757 66 * Eigene Weise Konrad Kocher, 1838 I n 6—. SISIDDie iie . ö.. Will ⸗ kom⸗men, Held im Strei ⸗ te, aus 9——6 1— 5 + ,, —— E—.—— L 1 E dei⸗ nes Gra⸗bes Kluft! Wir tri⸗ um⸗phie⸗ren dei ⸗ ne lee⸗re Gruft. 2. Der Feind wird schaugetragen/ und heißt nunmehr ein Spott;/ wir aber können sagen:/ Mit uns ist unser Gott. ö 3. In der Gerechten Hütten/ schallt schon das Siegeslied./ Du trittst in unsre Mitten/ und bringst den Osterfried. J. Acht alle komm 5. Schw Lebensweg 6. Laß! einen Scha 7. Wir uns dein& g. Wit wenn wir! 9. Oer sumpf:/ Triumph! Pfalm 118, 1 Veise: Jesus ent⸗ rei./ t/ hn/ st es uuter Bette en,/ r ein lied./ Ostern 4. Ach teile doch die Beute/ bei deinen Gliedern aus;/ wir alle kommen heute/ deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne/ auch über unser Herz,/ den Lebensweg uns bahne/ vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden/ ins Grab verscharret sein,/ uns einen Schatz hier finden,/ der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben,/ so leben wir mit dir;/ was uns dein Tod erworben,/ das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich/ mit dir zu Grabe gehn,/ wenn wir nur dorten selig/ mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden,/ sein Pfeil ist nunmehr stumpf;/ wir stehn bei Gott in Gnaden/ und rufen schon: Triumph! Psalm 118, 14—17 Benjamin Schmolch, 1672—1737 67 Weise: ZJesus, meine Zuversicht(1. Weise) Berlin, 1653 2— 2 2— a —— 2 ————.. Je⸗ sus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich von den DI — I sind nun dei⸗ ne Schrek⸗ken? To⸗ ten auf⸗er⸗wek⸗ken. Er ver⸗klärt mich in sein * 1ꝛ— V— 12 2 ö ———n——— +—— R—— P—I—I ² 4— I Licht; dies ist mei ⸗ ne Zu-ver ⸗sicht. Ostern 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich/ über alle Welt gegeben;/ mit ihm werd auch ich zugleich/ ewig herrschen, ewig leben./ Gott erfüllt, was er verspricht;/ dies ist meine Zuversicht. 3. Zesus lebt! Wer nun verzagt,/ lästert ihn und Gottes Ehre. /Gnade hat er zugesagt,/ daß der Sünder sich bekehre./ Gott verstößt in Christo nicht;/ dies ist meine Zuversicht. 4. Zesus lebt! Sein Heil ist mein;/ sein sei auch mein ganzes Leben,/ reines Herzens will ich sein/ und den Lüsten wider⸗ streben. /Er verläßt den Schwachen nicht;/ dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß,/ nichts soll mich von Jesu scheiden,/ keine Macht der Finsternis,/ keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht;/ dies ist meine Zu⸗ versicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod/ mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot/ wird er meiner Seele geben,/ wenn sie gläubig zu ihm spricht:/ Herr, Herr, meine Zuversicht! Johannes 14, 19 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Siehe Weise: Chrif 1 Christ en,/ en./ otles hre./ mzes ider⸗ leine Nesu bein ö Zu⸗ das Seele neine —1709 . —— Himmelfahrt Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28, 20 68 Weise: Christ ist erstanden Vorreformatorisch(15. Sahrh.). Wittenberg, 1545 2———=..— 12———3—————+ + I— E E + 0.. L 2 5—.9 + XX. + 1—.— IIITT V. 1. Christ fuhr gen Him-mel. Was sandt er uns her⸗nie⸗ Q N CP— H— EUDATTTIISIIIEI LX—————— L—— der? Den Trö⸗-ster, den hei⸗ li ⸗gen Geist, zu Trost der Q 4— ar⸗ men Chri⸗sten⸗heit. Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Hal⸗le ⸗ lu⸗ EV*————1 E e—..— 315½— I EEEE I— E 115. dinn E S ja, Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗ ja, Hal⸗ le ⸗ lu⸗ 0Q CEV 1 I—1 +J. +* +—1 II V +—* +— 1 LV.*—— I 1 E— 1 7 30* ja. Des solln wir al ⸗le froh d. 0 H SRRIITITII.I. TTFTPT P— LV—1 2 2—— 1— +I II +. 22 sein, Christ will un⸗ser Trost sein. Hal⸗le ⸗lu⸗ja. Johannes 16, 7 15. Jahrhundert Himmelfahrt 69 Eigene Weise Straßburg, 1537 EHU + 4 E .—— Auf die⸗sen Tag be⸗ den⸗ken wir, daß Christ gen und dan⸗ken Gott aus höch-ster Bgier mit Bitt, er E DDDDDDRRRDRRRN—— ERiii Him⸗mel gfah- ren, woll be⸗wah⸗ ren uns ar-me Sün⸗der hier auf — H2— 1* DST— o—4— —. ZIZII 2—— +——+4..—— 4— IEAE— 1— 1— EDEI N4 . E—.—— E——— 1 Erd, die wir von we⸗-gen man⸗cher Gfährd ohn ihn kein — 2— r dödeenen en, ee; ....... Hoffnung ha-ben. Hal⸗le ⸗ lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗-ja. 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist gmacht,/ uns steht der Himmel offen. /Christus schließt auf mit großer Pracht,/ vor⸗ hin war alls verschlossen. Wer's glaubt, des Herz ist freuden⸗ voll,/ dabei er sich doch rüsten soll,/ dem Herren nachzufolgen./ Halleluja, Halleluja. 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut,/ dem ist's nicht ernst zum Herren;/ denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut/ sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegt's. Wird der sein echt,/ wird auch gewiß das Leben recht/ zu Gott im Himml ge⸗ richtet./ Halleluja, Halleluja. 4. Sol finden U Kindern; geht ihn Halleluje 5. Dal ihm neht denn jeh ewger 36 Halleluje Johannes Weise: Nut gen./ ernst Isein sein il ge⸗ Himmelfahrt 4. Solch Himmelfahrt fängt in uns an,/ bis wir den Bater finden/ und fliehen stets die weltlich Bahn,/ tun uns zu Gottes Kindern;/ die sehn hinauf, er sieht herab,/ an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab,/ bis sie zusammenkommen./ Halleluja, Halleluja. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich,/ wenn uns Gott zu ihm nehmen/ und seinem Sohn wird machen gleich,/ als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut/ zu ewger Zeit beim höchsten Gut. /Gott woll, daß wir's erleben./ Halleluja, Halleluja. Zohannes 14, 1—6 ZJohann Zwick, 1496—1542 70 Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein Wittenberg, 1524 5..— 14.— ů 4.———— 1 — 93— Auf Chri⸗sti Him⸗mel⸗fahrt al⸗lein ich mei⸗ ne und al-len Zwei⸗fel, Angst und Pein hier⸗mit stets —0 2 , 4 8—— Nachfahrt grün⸗ de ü⸗ ber⸗win ⸗de. Denn weil das Haupt im Him⸗mel — E 888— ist, wird sei ⸗ ne Glie ⸗der Ze⸗ sus . ö—.—— SSS Christ zur rech⸗ ten Zeit nach⸗ ho ⸗ len. Himmelfahrt 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen,/ ö mein Herz auch nur im Himmel kann,/ sonst nirgends, Ruh erlangen;/ denn wo mein Schatz gekommen hin,/ da ist hinfort ö mein Herz und Sinn,/ nach ihm mich stets verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich/ von deiner Auffahrt spü⸗ ren,/ daß mit dem wahren Glauben ich/ mag meine Nachfahrt zieren/ und dann einmal, wann dir's gefällt,/ mit Freuden schei⸗ ö den aus der Welt./ Herr, höre doch mein Flehen! Philipper 3, 20. 21(Nach Zosua Wegelin, 1604— 1640) Ernst Sonnemann, 1630—1670 Eigene Weise Werner Fabrieius, 1659 1 9— 1 1* 1 E E Ach wun⸗der⸗gro⸗ßer Sie⸗ges⸗held, du Sün⸗den⸗ zur Rech- ten dei⸗nes Va⸗ters Kraft, der Fein- de ö—. 1—4 1 —2— + trä⸗ ger al-ler Welt, heut hast du dich ge⸗set⸗zet Schar gebracht zur Haft, bis auf den Tod ver⸗let-zet; mäch-tig, präch⸗tig tri ⸗ um-phie⸗rest, ju ⸗bi ⸗lie⸗rest; H LCEV—— 1 1 II ——..————— II e, r +— 0 2. Dit dih Sie Majestät llinget,/ Posaunet 3. Du hommt v und Fret saft/ wit müte,/ u etweise. 4. Zieh für und f Wandel berachten. wohl ergr 5. Sei, wollen/ . Petrus à Himmelfahrt 2. Dir dienen alle Cherubim,/ viel tausend hohe Seraphim/ dich Siegesfürsten loben,/ weil du den Segen wiederbracht,/ mit Majestät und großer Pracht/ zur Glorie bist erhoben./ Singet,/ klinget,/ rühmt und ehret/ den, so fähret/ auf gen Himmel/ mit Posaunen und Getümmel. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir/ sind Glieder, ja es kommt von dir/ auf uns Licht, Trost und Leben./ Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft,/ Erquickung, Labsal, Herzens⸗ saft/ wird uns von dir gegeben./ Bringe,/ zwinge/ mein Ge⸗ müte,/ mein Geblüte,/ daß es preise,/ dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4. Zieh, Jesu, uns, zieh uns nach dir,/ hilf, daß wir forthin für und für/ nach deinem Reiche trachten. Laß unser Tun und Wandel sein,/ wo Zucht und Demut tritt herein,/ all Uppigheit verachten./ Unart,/ Hoffart/ laß uns meiden,/ christlich leiden,/ wohl ergründen,/ wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz,/ sei unser Ruhm und fester Platz,/ darauf wir uns verlassen./ Laß suchen uns, was droben ist,/ auf Erden wohnet Trug und List,/ es ist auf allen Straßen/ Lügen,/ Trügen,/ Angst und Plagen,/ die da nagen,/ die da quälen/ stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron,/ du Siegesfürst, Held, Davids Sohn,/ komm, stille das Verlangen./ Du, du bist allen uns zugut,/ o Jesu, durch dein teures Blut/ ins Heiligtum gegangen./ Komm doch,/ hilf noch;/ dann so sollen,/ dann so wollen/ wir ohn Ende/ fröhlich klopfen in die Hände. 1. Petrus 3, 22 Ernst Christoph Homburg, 1605-1681 Himmelfahrt Weise: Alle Weise: Ach Gott und Herr(1625) Freiberg, 1655 0. 0 — 4* FEE IE 12————* EN——.——+—.——— +. + Zeuch uns nach dir, so kom⸗men wir mit herz⸗li⸗ ö U und 4 4 ⁷½⁴ + IE— + I* 2 1 ö +— E— 1——.—— 151.—.—. chem Ver⸗lan gen hin, da du bist, Herr Je⸗ su a ö ö 2 5* 2 E 2—.—. H 123 ö 5— Lir 1 Christ, aus die ⸗ ser Welt ge⸗gan⸗gen.—. * 8 0 4 2 1„ 0 2. Zeuch uns nach dir,/ Herr Christ, ach führ/ uns deine Himmelsstege;/ wir irrn sonst leicht/ und sind verscheucht/ vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir,/ so folgen wir/ dir nach in deinen Himmel,/ daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Weltgetümmel. hlacht;/ 4. Zeuch uns nach dir/ nur für und für/ und gib, daß wir Macht:/ d nachfahren/ dir in dein Reich,/ und mach uns gleich/ den aus⸗ Rworben, erwählten Scharen. Fiiheit g Zohannes 12, 32 Friedrich Funcke, 1642-1699 ͤttittst, littest in! Himmelfahrt 73 1055 Weise: Alle Menschen müssen sterben Weltlich Christoph Anton, 1651; (1. Weise) 224.65 Weimar, 168¹ 4 ————.— . 4——.——., Gro ⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten sei ⸗nes und die Schar von sei nen Knech-ten in dem gro⸗ßen Va⸗ters sitzt Reich der Gna⸗den schützt, den auf dem er-hab-nen Thro⸗ne in der 10· wia UiWen Kro⸗ne al⸗les SSIIT Heer der E⸗ dogzdeit 1111 ver⸗ hüll⸗tem Ant⸗litz scheut: 2. Dein Geschäft auf dieser Erden/ und dein Opfer ist voll⸗ bracht;/ was vollendet sollte werden,/ ist geschehn durch deine wit Macht;/ da du bist für uns gestorben,/ ist uns Gnad und Heil aus⸗ erworben,/ und dein siegreich Auferstehn/ läßt uns in die Freiheit gehn. 1009 3. Nun ist dieses dein Geschäfte/ in dem obern Heiligtum,/ die erworbnen Segenskräfte/ durch dein Evangelium/ allen denen mitzuteilen,/ die zum Thron der Gnaden eilen,/ nun wird uns durch deine Hand/ Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen/ trägest du auf deiner Brust,/ und an den gerechten Samen/ denkest du mit vieler Lust;/ du vertrittst, die an dich gläuben,/ daß sie dir vereinigt bleiben,/ bittest in des Vaters Haus/ ihnen eine Wohnung aus. 7 Himmelfahrt 5. Doch vergißt du auch der Armen,/ die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen/ über ihrem Elend bricht;/ daß dein Vater ihrer schone,/ daß er nicht nach Werken lohne,/ daß er ändre ihren Sinn,/ ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Großer Mittler, sei gepriesen,/ daß du in dem Heiligtum/ ö so viel Treu an uns bewiesen;/ dir sei Ehre, Dank und Ruhm./ Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten;/ sprich für uns in letzter Not,/ wenn den Mund verschließt der Tod. Hebräer 9. 24 Zohann Jakob Rambach, 1693—1735 74 Weise: Alle Menschen müssen sterben Weltlich Christoph Anton, 1651; (. Weise) geistlich Weimar, 1681 .——— 1. E——.———. EISE ö 0 2 2 0 2..—2—— — Sie⸗ ges⸗fürst und Eh⸗-ren-kö- nig, höchst⸗ ver⸗ H al ⸗-le Him-mel sind zu we ⸗nig, du bist *—* 1 1 1 1 klär⸗te Ma⸗ je=stät, drü⸗ber hoch er⸗ höht; fal⸗len und mein Herz vor Freu⸗de wal⸗len, wenn mein 65——— x‚ Glau⸗bens⸗aug betracht't dei- ne Glo⸗-rie, dei⸗ ne Macht? 3. W ergeußt geister man die Hosiam 4. S6 sehꝰ/ S herstehꝰ Teufel ewiglich. 5. Ge lräftigli sich. A Himmelfahrt 2. Seh ich dich gen Himmel fahren,/ seh ich dich zur Rechten da,/ seh ich, wie der Engel Scharen/ alle rufen Gloria,/ sollt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Herz vor Freude wallen,/ da der Himmel jubiliert,/ weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne,/ deine Klarheit sich ergeußt/ und mit neuem Glanz und Wonne/ alle Himmels⸗ geister speist;/ prächtig wirst du aufgenommen,/ freudig heißt man dich willkommen;/ schau, ich armes Kindlein hier/ ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken,/ da ich deine Klarheit sehꝰ/ Sollt mein Mut noch wollen sinken,/ da ich deine Macht versteh?/ Meinem König will ich trauen,/ nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in Jesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen,/ drum wirk in mir kräftiglich,/ bis zum Schemel deiner Füßen/ alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Zepter sende/ weit und breit bis zum Weltende;/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle Herzen untertan. 6. Du kannst alles allerorten/ nun erfülln und nahe sein;/ meines armen Herzens Pforten/ stell ich offen, komm herein!/ Komm, du König aller Ehren,/ du mußt auch bei mir einkehren;/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Himmelsthron. 7. Deine Auffahrt bringt mir eben/ Gott und Himmel innig nah./ Lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen Augen da,/ fremd der Welt, der Zeit und Sinnen,/ bei dir abgeschieden drinnen,/ in den Himmel schon versetzt,/ da mich Jesus nur ergötzt. Philipper 2, 9—11 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 ——————— Pfingsten Ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch. Apostelgeschichte 2, 17 75 Eigene Weise Vorreformatorisch. Erfurt, 1524 E SSS Komm, hei⸗ li⸗ ger Geist, Her re Gott! Er⸗süll mit G S EE dei⸗ner Gna⸗den Gut dei⸗ner Gläub⸗gen 12014 Mut und P— H. Sinn, dein brün⸗stig Lieb ent⸗zünd in ihn'n. O Herr, durch 6E dei⸗nes Lich⸗tes Glast zu dem Glau⸗-ben ver⸗sam-melt hast das Volk aus al ⸗ ler Welt Zun⸗ l 2. Du Wort/ u ihn nenn Meister ihm aus! 3. Du gettost/ nicht abtt des Ilei Zod und Mostelgese Eigene We 2. Du Uhrist Hiland π π˙ Pfingsten 2. Du heiliges Licht, edler Hort,/ laß uns leuchten des Lebens Wort/ und lehr uns Gott recht erkennen,/ von Herzen Vater ihn nennen. /O Herr, behüt vor fremder Lehr,/ daß wir nicht Meister suchen mehr/ denn Jesum mit rechtem Glauben/ und ihm aus ganzer Macht vertrauen./ Halleluja, Halleluja. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost,/ nun hilf uns fröhlich und getrost/ in deim Dienst beständig bleiben,/ die Trübsal uns nicht abtreiben./ O Herr, durch dein Kraft uns bereit/ und stärk des Fleisches Blödigkeit,/ daß wir hier ritterlich ringen,/ durch Tod und Leben zu dir dringen./ Halleluja, Halleluja. Apostelgeschichte 2, 4 Erste Strophe vorreformatorisch, zweite und dritte Strophe von Martin Luther, 1483—1546 76 Eigene Weise Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 +..........— ...——32 Nun bit⸗ten wir den hei⸗ li ⸗gen Geist um den rech-ten Glau⸗-ben al-ler-meist, daß er uns be⸗ — 2.— ů— 14— —— ——— 4— 2— + hü ⸗-te an un⸗serm En ⸗ de, wenn wir 0 SPDDDDSDED— . AEEE 1=/* + V XXV—————.—41.—1 +— L +.— heim⸗fahrn aus die⸗sem E⸗len-de. Ky⸗-ri⸗e ⸗leis. 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,/ lehr uns Jesum Christ kennen allein,/ daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,/ der uns bracht hat zum rechten Vaterland./ Kyrieleis. Pfingsten 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,/ laß uns empfinden der Liebe Brunst,/ daß wir uns von Herzen einander lieben/ und im Frieden auf einem Sinn bleiben./ Kyrieleis. 4. Du höchster Tröster in aller Not,/ hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod,/ daß in uns die Sinne nicht gar verzagen,/ wenn der Feind wird das Leben verhlagen./ Kyrieleis. ö 1. Korinther 12, 3 Martin Luther, 1483—1546 +(Strophe 1 aus dem 13. Jahrhundert) — 77 Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern Frankfurt a. M., 1599 ESE—1 ů———— 1 2...—— DD S SC. SI............—— 05— 2-er-r— O heil⸗-ger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Du Him⸗mels⸗-licht, laß dei⸗nen Schein bei uns und *.———. ID S E dei ne Woh⸗nung sein, o komm, du Her⸗zens⸗ in uns kräff⸗tig sein zu ste⸗ ter Freud und + 2 +— 4 Iu II 225772—„— V FUENE———— 212—— 18555 L— IEDIEX J—LY I—. 1 E E 1 son ⸗ne! Won⸗ne. 227 .————5 4 2—7 Son⸗ne, Won⸗ne, himm⸗lisch Le⸗ben willst du ++ N ——4 geben, wenn wir be⸗ten; zu dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ten. 22 Seelen Glaub Zeugn Sinne den / icht gar 15⁴0 ert) 6⸗ 50 Pfingsten 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt,/ laß deinen Trost uns hören,/ daß wir in Glaubenseinigkeit/ auch können alle Christenheit/ dein wahres Zeugnis lehren./ Höre,/ lehre,/ daß wir können/ Herz und Sinnen/ dir ergeben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst auf rechtem Pfad,/ die wir den Weg nicht wissen./ Gib uns Beständigkeit, daß wir/ getreu dir bleiben für und für,/ wenn wir auch leiden müssen./ Schaue,/ baue,/ was zerrissen/ und beflissen,/ dich zu schauen/ und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft/ empfinden und zur Ritter⸗ schaft/ dadurch gestärket werden,/ auf daß wir unter deinem Schutz/ begegnen aller Feinde Trutz/ mit freudigen Gebärden./ Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder,/ daß wir wieder/ Trost empfinden,/ alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort,/ laß uns dein himmelsüßes Wort/ in unsern Herzen brennen,/ daß wir uns mögen nimmer⸗ mehr/ von deiner weisheitsreichen Lehr/ und treuen Liebe trennen./ Fließe,/ gieße/ deine Güte/ ins Gemüte,/ daß wir können/ Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich/ in unsre Herzen hräftiglich/ und schenk uns deine Liebe,/ daß unser Sinn verbunden sei/ dem Nächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe./ Kein Neid,/ kein Streit/ dich betrübe,/ Fried und Liebe/ müssen schweben,/ Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit/ wir führen unsre Lebens⸗ zeit,/ sei unsers Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei unbewußt/ die Eitelkeit, des Fleisches Lust/ und seine toten Werhe./ Rühre,/ führe/ unser Sinnen/ und Beginnen/ von der Erden,/ daß wir Himmelserben werden. Apostelgeschichte 2, 1—13 Michael Schirmer, 1606—1673 Pfingsten 78 0 lund,/ ö Eigene Weise Bei Johann König, 1738 Meere —.—.— und bl ——— ö du al⸗ler⸗ süß⸗-te Freu ⸗-de, o du 5. 10 du uns in Lieb und Lei ⸗ de un⸗be⸗ sanfter alles 0— und V E.. SS ses, al⸗ler⸗schön⸗stes Licht,————— 6. su⸗chet läs ⸗sest nicht, Geist des Höch⸗-sten, höch⸗ster nicht aug ö hinwi ö—.—. 620 6 B n + Fürst, der du hältst und hal⸗ten wirst ohn Auf⸗hö⸗ren al⸗le V 3 * He, Liin. ERE Din ⸗ge, hö⸗ re, hö⸗re, was ich sin-ge. 2. Du bist ja die beste Gabe,/ die ein Mensch nur nennen kann./ Wenn ich dich erwünsch und habe,/ geb ich alles Wünschen dran./ Ach ergib dich, komm zu mir/ in mein Herze, das du dir,/ da ich in die Welt geboren,/ selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne/ wie ein Regen aus⸗ geschütt't,/ bringst vom Vater und vom Sohne/ nichts als lauter Segen mit;/ laß doch, o du werter Gast,/ Gottes Segen, den du hast/ und verteilst nach deinem Willen,/ mich an Leib und Seele füllen. Pfingsten 4. Du bist weise, voll Verstandes,/ was geheim ist, ist dir kund,/ zählst den Staub des kleinen Sandes,/ gründst des tiefen Meeres Grund;/ nun du weißt auch zweifelsfrei,/ wie verderbt und blind ich sei,/ drum gib Weisheit und vor allem,/ wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist, wie ein Schäflein pfleget,/ frommen Herzens, sanften Muts,/ bleibst im Lieben unbeweget,/ tust uns Bösen alles Guts;/ ach verleih und gib mir auch/ diesen edlen Sinn und Brauch,/ daß ich Freund und Feinde liebe,/ keinen, den du liebst, betrübe. 6. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden,/ wenn du mich nur nicht verstößt,/ bleib ich von dir ungeschieden,/ ei so bin ich gnug getröst't. Laß mich sein dein Eigentum,/ ich versprech hinwiederum,/ hier und dort all mein Vermögen/ dir zu Ehren anzulegen. 7. Nur allein, daß du mich stärkest/ und mir treulich stehest bei;/ hilf, mein Helfer, wo du merhest,/ daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn;/ nimm den alten Willen hin,/ mach ihn allerdinge neue,/ daß mein Gott sich meiner freue. 8. Sei mein Retter, halt mich eben;/ wenn ich sinke, sei mein Stab;/ wenn ich sterbe, sei mein Leben;/ wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh,/ ei so hilf mir, daß ich geh/ hin, da du in ewgen Freuden/ wirst dein Auserwählten weiden. Johannes 14, 23 Paul Gerhardt, 1607—1676 Pfingsten Eigene Weise Berlin, 1653 164 EV 1— +—.——1 111.— 1————— Zeuch ein zu dei- nen To⸗ren, sei mei⸗ nes Her⸗zens ö der du, da ich ge-bo⸗ren, mich neu ge⸗bo⸗ ren V EH.I 1 ö E 2 ö 1.Z— Gast, hast, o hoch-ge ⸗lieb- ter Geist des EH—.— PP 0— Va⸗ters und des Soh- nes, mit bei⸗den glei⸗ chen E f ů— H S.IIIFII‚II‚IIIt.... 19= 42— Thro⸗ nes, mit bei⸗ den gleich ge-preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft,/ die Kraft, die uns von Sünden/ Hilf und Errettung schafft./ Entsündge meinen Sinn,/ daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr ö und Dienste leiste,/ die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret,/ wie man recht beten soll;/ dein Beten wird erhöret,/ dein Singen klinget wohl;/ es steigt zum Himmel an,/ es läßt nicht ab und ringet,/ bis der die Hilfe bringet,/ der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden,/ vom Trauern hältst du ö nicht,/ erleuchtest uns im Leiden/ mit deines Trostes Licht./ Ach ja, wie manches Mal/ hast du mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten/ zum güldnen Freudensaal. —————8e8ese. 5. D leit, /l und S. Liebesf nocht f 6. D Hannst hib do in alle 7. Ei wieder wie zur durch 6 Wuun Pfingsten 5. Du bist ein Geist der Liebe,/ ein Freund der Freundlich⸗ keit,/ willst nicht, daß uns betrübe/ Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit./ Der Feindschaft bist du feind,/ willst, daß durch Liebesflammen/ sich wieder tun zusammen,/ die voller Zwie⸗ tracht seind. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen/ die ganze weite Welt,/ kannst Menschenherzen wenden,/ wie dir es wohlgefällt;/ so gib doch deine Gnad/ zu Fried und Liebesbanden,/ verknüpf in allen Landen,/ was sich getrennet hat. 7. Erhebe dich und steure/ dem Herzleid auf der Erd,/ bring wieder und erneure/ die Wohlfahrt deiner Herd./ Laß blühen wie zuvor/ die Länder, so verheeret,/ die Kirchen, so zerstöret/ durch Krieg und Feuerszorn. 8. Beschirm die Obrigkeiten/ mit Gnad von deinem Thron,/ steh treulich uns zur Seiten,/ schmück als mit einer Kron/ die Alten mit Verstand,/ mit Frömmigkeit die Zugend,/ mit Got⸗ tesfurcht und Tugend/ das Volk im ganzen Land. 9. Erfülle die Gemüter/ mit reiner Glaubenszier,/ die Häu⸗ ser und die Güter/ mit Segen für und für./ Vertreib den bösen Geist,/ der dir sich widersetzet/ und, was dein Herz ergötzet,/ aus unsern Herzen reißt. 10. Gib Freudigkeit und Stärle,/ zu stehen in dem Streit,/ den Satans Reich und Werke/ uns täglich anerbeut;/ hilf kämp⸗ fen ritterlich, damit wir überwinden/ und ja zum Dienst der Sünden/ kein Christ ergebe sich. 11. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach deinem Sinn,/ und wenn wir's sollen geben/ in's Todes Rachen hin,/ wenn's hier mit uns wird aus,/ so hilf uns fröhlich sterben/ und nach dem Tod ererben/ des ewgen Lebens Haus. Hesekiel 36, 26.27 Paul Gerhardt, 1607—1676 Pfingsten 80 Eigene Weise Köln, 1623 O hei⸗=li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ger Gott, du Trö⸗ster Sohn. O hei⸗li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ ger Gott! 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ gib uns die Lieb zu deinem Wort;/ zünd an in uns der Liebe Flamm,/ danach zu lieben allesamt./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ mehr unsern Glauben immerfort;/ an Christum niemand glauben kann,/ es sei denn durch dein Hilf getan./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ erleucht uns durch dein göttlich Wort;/ lehr uns den Vater kennen schon,/ dazu auch seinen lieben Sohn./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ du zeigest uns die Him⸗ melspfort;/ laß uns hier kämpfen ritterlich/ und zu dir dringen seliglich. /O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O und Te Unser Zohannes Eigene X Pfingsten 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Rot und Tod. /Wir sagen dir Lob, Ehr und Danh/ jetzund und unser Leben lang. 7O heiliger Geist, o heiliger Gott! Johannes 14, 15—18 Altenburg, 1651 8¹ Eigene Weise Meiningen, 1693 277— ö——— SSISSSSS Komm, o komm, du Geist des Le-bens, wah- rer dei⸗ne Kraft sei nicht ver-ge-bens, sie er⸗ 0 Gott von E- wig-keit; fult uns je 961 ⸗ zeit; so wird Geist und EEEE Licht und Schein in dem dun-keln Her-zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen /Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,/ daß wir anders nichts beginnen,/ als nur was dein Wille sucht;/ dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns vom Irrtum los. 3. Laß uns stets dein Zeugnis fühlen,/ daß wir Gottes Kinder sind,/ die auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drangsal findt; denn des Vaters liebe Rut/ ist uns allewege gut. 4. Reiz uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller Freudig⸗ keit;/ seufz auch in uns, wenn wir beten,/ und vertritt uns alle⸗ zeit,/ so wird unsre Bitt erhört/ und die Zuversicht vermehrt. 5. Wird uns auch nach Troste bange,/ daß das Herz oft rufen muß:„Ach mein Gott, mein Gott, wie lange?“ /o so mache den Beschluß; /sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geduld und Ruh. Pfingsten 6. O du Geist der Kraft und Stärle,/ du gewisser, neuer Geist,/ fördre in uns deine Werke,/ wenn des Satans Macht sich weist;/ schenk uns Waffen in dem Krieg/ und erhalt in uns den Sieg. 7. Herr, bewahr auch unsern Glauben,/ daß kein Teufel, Tod noch Spott/ uns desselben mag berauben,/ du bist unser Schutz und Gott;/ sagt das Fleisch gleich immer nein,/ laß dein Wort gewisser sein. 8. Wenn wir endlich sollen sterben,/ so versichre uns je mehr/ als des Himmelreiches Erben/ jener Herrlichkeit und Ehr,/ die uns unser Gott erkiest/ und nicht auszusprechen ist. Römer 8, 14—-17 Heinrich Held, 1620-1659 — Jesu, meine Freude Johann Crüger, 1653 E 0—— E—— 4— EH + 2.———.— 2.—— 2*——.——.—— 9* Schmücht das Fest mit Mai-en, las⸗set Blu⸗men denn der Geist der Gna-den hat sich ein-ge⸗ EA I** I S.S..... streu en, zün⸗ ⸗det Op⸗fer an; la⸗ den, ma⸗chet ihm die Bahn. Nehmt ihn 1 4 —————4— 2— EeE E 25—...—83——— ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil er⸗ E——— + —9—.— 2. Trö Rat und Licht auf ns dein 3. Laf den Gei treten,/ Gut,/ besglu dämpf mehr! Pfingsten 2. Tröster der Betrübten,/ Siegel der Geliebten,/ Geist voll Rat und Tat,/ starker Gottesfinger,/ Friedensüberbringer,/ Licht auf unserm Pfad:/ gib uns Kraft/ und Lebenssaft,/ laß uns deine teuren Gaben/ zur Genüge laben. — 3. Laß die Zungen brennen,/ wenn wir Zesum nennen,/ führ den Geist empor;/ gib uns Kraft, zu beten/ und vor Gott zu treten,/ sprich du selbst uns vor./ Gib uns Mut,/ du höchstes Gut,/ tröst uns kräftiglich von oben/ bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmelsregen,/ schütte deinen Segen/ auf das Kirchenfeld;/ lasse Ströme fließen,/ die das Land begießen,/ wo dein Wort hinfällt,/ und verleih,/ daß es gedeih;/ hundert⸗ fältig Frucht zu bringen,/ laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen/ über uns zusammen,/ wahre Lie⸗ besglut;/ laß dein sanftes Wehen/ auch bei uns geschehen,/ dämpfe Fleisch und Blut;/ laß uns doch/ das Sündenjoch/ nicht mehr wie vor diesem ziehen/ und das Böse fliehen. e⸗ 6. Gib zu allen Dingen/ Wollen und Vollbringen,/ führ uns ein und aus;/ wohn in unsrer Seele,‚/ unser Herz erwähle/ dir zum eignen Haus;/ wertes Pfand,/ mach uns bekannt,/ wie 2 wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße,/ und durch Finsternisse/ sei du unser ihn Licht;/ trag nach Zions Hügeln/ uns mit Glaubensflügeln/ und verlaß uns nicht,/ wenn der Tod,/ die letzte Not,/ mit uns will 8 zu Felde liegen,/ daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen/ nimmermehr vergessen,/ daß wir Gott verwandt;/ dem laß uns stets dienen/ und im Guten grü⸗ nen/ als ein fruchtbar Land,/ bis wir dort,/ du werter Hort,/ bei den grünen Himmelsmaien/ ewig uns erfreuen. Psalm 118, 24-29 Benjamin Schmolch, 1672— 1737 Pfingsten 83 Weise: O Durchbrecher aller Bande Halle, 1704 —.7 520 3—— 55. Geist des Glaubens, Geist der Stär⸗e, des Ge⸗ hor⸗sams Schöp⸗fer al⸗ler Got⸗tes⸗wer⸗ke, Trä⸗ger al ⸗ler 24.= 14 EE und der Zucht, Him ⸗mels⸗frucht Geist, der einst der heil- gen + 3 .— 2z I DISISSISSS E——.—1 1 Män⸗ner, Kön ⸗ge und Pro⸗phe⸗ten⸗schar, der A⸗ postel und Be⸗ken⸗ner Trieb und Kraft und Zeugnis war: 2. Rüste du mit deinen Gaben/ auch uns schwache Kinder aus,/ Kraft und Glaubensmut zu haben, /Eifer für des Herren Haus,/ eine Welt mit ihren Schätzen, /Menschengunst und gute Zeit,/ Leib und Leben dran zu setzen/ in dem großen, heilgen Streit. 3. Gib uns Abrahams gewisse,/ feste Glaubenszuversicht,/ die durch alle Hindernisse,/ alle Zweifel siegend bricht,/ die nicht bloß dem Gnadenbunde/ trauet froh und unbewegt,/ auch das Liebste jede Stunde/ Gott zu Füßen niederlegt. 4. Gib! duld// wei zuf Schul hotbnen seufzen, w 5. Gib mels /se Fels, /2 Geist/ un hreist 6. Gib die verfi wir nie Shein,/ ollein. 7. Gil oller We Laß die nacht;/ Rocht. 3. Sc der We sten Kat Glauber Ins Je melsfrr Proph Iffenhe 2. Timot Pfingsten 4. Gib uns Moses brünstges Beten/ um Erbarmung und Ge⸗ duld,/ wenn durch freches Übertreten/ unser Volk häuft Schuld auf Schuld./ Laß uns nicht mit kaltem Herzen/ unter den Ver⸗ dorbnen stehn,/ nein, mit Moses heilgen Schmerzen/ für sie seufzen, weinen, flehn. 5. Gib uns Davids Mut, zu streiten/ mit den Feinden Is⸗ raels,/ sein Vertraun in Leidenszeiten/ auf den Herren, seinen Fels,/ Feindeslieb und Freundestreue,/ seinen löniglichen Geist/ und ein Herz, das voller Reue/ Gottes Gnade sucht und preist. 6. Gib Elias heilge Strenge,/ wenn den Götzen dieser Zeit/ die verführte blinde Menge/ Tempel und Altäre weiht,/ daß wir nie vor ihnen beugen/ Haupt und Knie, auch nicht zum Schein,/ sondern fest als deine Zeugen/ dastehn, wenn auch ganz allein. 7. Gib uns der Apostel hohen,/ ungebeugten Zeugenmut,/ aller Welt trotz Spott und Drohen/ zu verkünden Christi Blut./ Laß die Wahrheit uns belennen,/ die uns froh und frei ge⸗ macht;/ gib, daß wir's nicht lassen können,/ habe du die Über⸗ macht. 8. Schenk gleich Stephanus uns Frieden/ mitten in der Angst der Welt,/ wenn das Los, das uns beschieden,/ in den schwer⸗ sten Kampf uns stellt. In dem rasenden Getümmel/ schenk uns Glaubensheiterkeit,/ öffn im Sterben uns den Himmel,/ zeig uns Jesu Herrlichkeit. 9. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,/ des Gehorsams und der Zucht,/ Schöpfer aller Gotteswerke,/ Träger aller Him⸗ melsfrucht,/ Geist, du Geist der heilgen Männer,/ Könge und Prophetenschar,/ der Apostel und Bekenner,/ auch bei uns werd offenbar. 2. Timotheus 1, 7 Philipp Spitta, 1801-1859 8 Pfingsten 6. Jeri 84 sie werfe Herz und Lip⸗ pen an, daß jeg ⸗li⸗cher ge⸗ ö Weise: Ist Gott für mich, so trete Augsburg, 1609 Seiten Kt 4— ö DV——— 43—— II nommen, en en, anenerlEnmnem fxree Eierreer ——* S 4.9 O komm, du Geist der Wahr-heit, und keh⸗ re bei uns nä ist V ver⸗brei⸗te Licht und Klar-heit, ver⸗ban⸗ne Trug und lasset un Leuc 16 n F 20 8 qRRRRIRIDIRDRDRRD‚DITTTRTTTI“. Du ein, mit dein⸗ Schem. Gieß aus dein hei lig Feu⸗er, rühr ije du 1 in Freud SIIII. +T Lohannes + treu ⸗ er den Herrn be⸗ 2. O du, den unser größter/ Regent uns zugesagt,/ komm zu uns, werter Tröster,/ und mach uns unverzagt./ Gib uns in dieser schlaffen/ und glaubensarmen Zeit/ die scharf geschliff⸗ nen Waffen/ der ersten Christenheit. 3. Unglaub und Torheit brüsten/ sich frecher jetzt als je;/ darum mußt du uns rüsten/ mit Waffen aus der Höh./ Du mußt uns Kraft verleihen,/ Geduld und Glaubenstreu/ und mußt uns ganz befreien/ von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis/ in dieser unsrer Zeit,/ ein offenes Bekenntnis/ bei allem Widerstreit,/ trotz aller Feinde Toben,/ trotz allem Heidentum/ zu preisen und zu loben/ das Evangelium. Pfingsten 5. Fern in der Heiden Lande/ erschallt dein kräftig Wort,/ sie werfen Satans Bande/ und ihre Götzen fort;/ von allen Seiten kommen/ sie in das Reich herein;/ ach, soll es uns ge⸗ nommen,/ für uns verschlossen sein? 6. O wahrlich, wir verdienen/ solch strenges Strafgericht;/ uns ist das Licht erschienen,/ allein wir glauben nicht./ Ach, lasset uns gebeugter/ um Gottes Gnade flehn,/ daß er bei uns den Leuchter/ des Wortes lasse stehn. 7. Du heilger Geist, bereite/ ein Pfingstfest nah und fern;/ mit deiner Kraft begleite/ das Zeugnis von dem Herrn./ O öffne du die Herzen/ der Welt und uns den Mund,/ daß wir in Freud und Schmerzen/ das Heil ihr machen hund. Johannes 16, 13 Philipp Spitta, 1801-1859 5 9 5 Trinitatis Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Jesaja 6, 3 85 Eigene Weise (2. Weise im Anhang) Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 —.— GE m.. Wir glau ⸗ben all an ei- nen Gott, Schöpfer E. Himmels und der Er-den, der sich zum Va⸗ter ge⸗ ben ——. 12————.— Re — hat, daß wir sei⸗ ne Kin⸗der wer⸗den. Er will 2—.— E SPSPSSDSDSSSSIT 2— uns all-zeit erspahe ren, Leib und Seel auch wohl be⸗ —=. . wah⸗ren; al⸗lem Un-fall will er weh-ren, kein 2. Wit unsern§ von Ma wohter! für uns, vom Tok 3. Wi dem So zieret se Sinnege soll auc kitt/ 2.Korintl ein Trinitatis — für uns, hüt't und wacht, hüt't und ).——.————— — eeeeeeee =e, rtnnien Here — 2 0 wacht, es steht al⸗-les in sei ⸗ ner Macht. 2. Wir glauben auch an ZJesum Christ,/ seinen Sohn und unsern Herren,/ der ewig bei dem Vater ist,/ gleicher Gott von Macht und Ehren,/ von Maria, der Jungfrauen,/ ist ein wahrer Mensch geboren/ durch den heilgen Geist im Glauben,/ für uns, die wir warn verloren,/ am Kreuz gestorben/ und vom Tod,/ und vom Tod/ wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist,/ Gott mit Vater und dem Sohne,/ der aller Blöden Tröster heißt/ und mit Gaben zieret schöne,/ die ganz Christenheit auf Erden/ hält in einem Sinn gar eben;/ hier all Sünd vergeben werden,/ das Fleisch soll auch wieder leben;/ nach diesem Elend/ ist bereit't,/ ist be⸗ reit't/ uns ein Leben in Ewigheit. 2. Korinther 13, 13 Martin Luther, 1483— 1546 Trinitatis 86 Eigene Weise Vorreformatorisch. Leipzig, 1539 Welse: Run ....—— 2 + S................... T *— Al-lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für Ge dar- um, daß nun und nim⸗mer⸗mehr uns rüh⸗ren mei ö EE: N...* + 15 5 sei ⸗ ne Gna de, ein Wohl ⸗ge⸗ kann kein Scha L falln Gott an uns hat, nun is aroß Fried ohn! unstet⸗ H 3 EU ne—,. E b laß, all Fehd hat nun ein En ⸗ de. ö 2. Wir loben, preisn, anbeten dich;/ für deine Ehr wir dan⸗ ů ken,/ daß du, Gott Vater, ewiglich/ regierst ohn alles Wanken./ Ganz ungemessn ist deine Macht,/ fort gschieht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn/ deines himmlischen Va⸗ ters,/ Versöhner der'r, die warn verlorn,/ du Stiller unsers Haders;/ Lamm Gottes, heilger Herr und Gott,/ nimm an die ö Bitt von unsrer Not,/ erbarm dich unser aller! * 4. O heilger Geist, du höchstes Gut,/ du allrheilsamster + Tröster,/ vor's Teufels Gwalt fortan behüt,/ die Jesus Christ erlöset/ durch große Martr und bittern Tod;/ abwend all unsern Jammr und Not;/ darauf wir uns verlassen. Lukas 2, 14 Nikolaus Decius, gest. 1529 9. 1539 Trinitatis Weise: Nun danket alle Gott Johann Crüger, 1647 7 4 1 +—+*— 1 —*)— +•=4.——5 29 4½½½½. 4— 1— +— 12— r— Ge ⸗lo»bet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein mein Schöpfer, der mir hat mein Leib und Seel ge⸗ EV I 1—...—— M—— 4 +— 12— E— DD. / 0 E— Le⸗ben, mein Va⸗ ter, der mi ützt von ge ⸗ ben, ch schütz CEV 1* I* SSSSISIIIIIIII E — 7—— Mut ⸗ter ⸗lei ⸗öbe an, der al ⸗le E———1 * N IISII...... E *— 3J.———.— I Au⸗ gen⸗blich viel Guts an mir ge⸗ tan. 2. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Heil, mein Leben,/ des Vaters liebster Sohn,/ der sich für mich gegeben,/ der mich erlöset hat/ mit seinem teuren Blut,/ der mir im Glauben schenkt/ das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Trost, mein Le⸗ ben,/ des Vaters werter Geist,/ den mir der Sohn gegeben,/ der mir mein Herz erquickt,/ der mir gibt neue Kraft,/ der mir in aller Not/ Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, der ewig lebet,/ den alles lobet, was/ in allen Lüften schwebet;/ gelobet sei der Herr,/ des Name heilig heißt,/ Gott Vater, Gott der Sohn/ und Gott der heilge Geist, Trinitatis 5. dem wir das Heilig jetzt/ mit Freuden lassen klingen/ und mit der Engel Schar/ das Heilig, Heilig singen,/ den herzlich lobt und preist/ die ganze Christenheit./ Gelobet sei mein Gott/ in alle Ewigheitl 2. Korinther 1, 3 Zohann Olearius, 1611-1684 Eigene Weise Darmstadt, 1699 ů +— anre Wir glau-ben all an ei⸗ nen Gott, Va⸗ter, — Sohn und heil- gen Geist, an den Her⸗ren Ze-ba⸗ 88 22————4 9— ů—— ů 0—— 6 2 2 2 EEDE— oth, den die Schar der En-gel preist, der durch sei⸗ ne gro⸗ße Kraft al-les wir⸗ket, tut und schafft. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ,/ Gottes und Marien Sohn,/ der vom Himmel kommen ist/ und uns führt in's Him⸗ mels Thron,/ der uns durch sein Blut und Tod/ hat erlöst aus aller Not. 3. Wir glauben an den heilgen Geist,/ der von beiden gehet aus,/ der uns Trost und Beistand leist't/ wider alle Furcht und ö Graus. /Heilige Dreifaltigkeit,/ sei gepreist zu aller Zeit. Römer 11, 26 Tobias Clausnitzer, 1618—1684 5-1bR Die Kirche und die Gnadenmittel Die Kirche— erhöret./ Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, fisc se ö der gelegt ist, welcher ist Sesus Christus. 5. d0 1. Korinther 3, 11 funden; I ö Stunden ö Kraft e 89 6. Da Eigene Weise Erfurt, 1524 1 Ochlecht r n Le e, iht fl EEEE 1 3 70 losen Le Ach Gott, vom Him-mel sieh dar-ein und laß dich Paln 12 Wie we⸗ nig sind der Heil⸗gen dein, ver⸗las⸗sen 4 n VU, Eigene A V 289(Altere S des er⸗ bar ⸗men. Dein Wort man läßt nicht ha-ben sind wir Ar ⸗men. der Glaub ist auch ver ⸗- lo ⸗schen — Men⸗schen-kin ⸗ 2. Sie lehren eitel falsche List,/ was eigner Witz erfindet;/ ihr Herz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet;/ der wählet dies, der andre das,/ sie trennen uns ohn alle Maß/ ö und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar,/ die falschen Schein uns lehren,/ dazu ihr Zung stolz offenbar/ spricht: Trotz! wer will's uns wehren?/ Wir haben Recht und Macht allein,/ was wir setzen, das gilt gemein;/ wer ist, der uns sollt meisternꝰ Irt, 1524 j dich sesen Iben — chen ern. indet/ indet;/ Maß/ in uns wills as Wit Die Kirche 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,/ die Armen sind verstöret;/ ihr Seufzen dringt zu mir herein,/ ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan,/ getrost und frisch sie greifen an/ und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal/ bewährt, wird lauter funden;/ an Gottes Wort man warten soll/ desgleichen alle Stunden. /Es will durchs Kreuz bewähret sein,/ da wird sein Kraft erkannt und Schein/ und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem argen Gschlechte/ und laß uns dir befohlen sein,/ daß sich's in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt,/ wo diese losen Leute sind/ in deinem Volk erhaben. Psalm 12 Martin Luther, 1483—1546 9⁰ Eigene Weise(Neuere Form) (Altere Form im Anhang) Wittenberg, 1529 25.———.— E——.—. Ein fe⸗ste Burg ist un⸗ser Gott, ein gu⸗te Er hilft uns frei aus al-ler Not, die uns jetzt 0 w EV— 9——— 2.—.— INE +— 2 Wehr und Waf⸗ fen. bat be⸗ trof⸗sen. Der alt bö-se Feind, mit Ernst 0 dnn 7—. I e IIHA H. 1——— EE H ———— 4.—. H vin. ni I — E S — — — = — —. I * — — E — — E. — 22 — — 2. V S — Die Kirche 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,/ wir sind gar bald ver⸗ 3.00 ö loren;/ es streit t für uns der rechte Mann,/ den Gott hat intlei S selbst erkoren. Fragst du, wer der ist?/ Er heißt Zesus Christ,/ uns der Herr Zebaoth,/ und ist kein andrer Gott,/ das Feld muß Paln 2 er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär/ und wollt uns gar verschlingen,/ so fürchten wir uns nicht so sehr,/ es soll uns Engene W. ö doch gelingen. Der Fürst dieser Welt,/ wie saur er sich stellt,/ +— tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht't:/ ein Wört⸗* lein kann ihn fällen. 4 6 4. Das Wort sie sollen lassen stahn/ und kein Dank dazu se é haben; /er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist und Gaben./ Nehmen sie den Leib,/ Gut, Ehr, Kind und 0— Weib,/ laß fahren dahin,/ sie haben's kein Gewinn,/ das 1 Reich muß uns doch bleiben! Psalm 46 Martin Luther, 1483—1546 Eigene Weise Wittenberg, 1543— 4 A——.— I— 41 d. ——— A Er ⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort und steu⸗re 17.——.. FWiiiii.— ber=ner Fein⸗de Mord, die ZJe- sum Chri-stum, dei⸗nen 2.——.— 1 32 n w. EH SP Sohn, wol ⸗len stür ⸗-zen von dei⸗ nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr ZJesu Christ,/ der du Herr aller ö Herren bist,/ beschirm dein arme Christenheit,/ daß sie dich lob ö in Ewiglheit. 5 ver⸗ hat rist,/ nuf 5 gat uns tellt,/ Wört⸗ dazu Geist dund das 31540 Die Kirche 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert,/ gib deim Volk einrlei Sinn auf Erd;/ steh bei uns in der letzten Not,/ g'leit uns ins Leben aus dem Tod. Psalm 2 Martin Luther, 1483— 1546 92 Eigene Weise Straßburg, 1524 SSEEEEE —— Es wol⸗le Gott uns gnä-dig sein Wnd sei-nen sein Ant⸗litz uns mit hel-lem Schein er-leucht zum * daß wir er-ken⸗nen sei⸗ne Se⸗gen ge ⸗ ben; ew⸗ gen Le ⸗ ben, Str. 3 Werh u n was ihm lieb auf Er-den, und Je⸗-sus DSDSDEPEE. Chri- stus' Heil und Stärk be ⸗ kannt den Str. 3 GEE E Hei⸗den wer-den und sie zu Gott be⸗keh ⸗ ren. 2. So dankhen, Gott, und loben dich/ die Heiden überalle,/ und alle Welt, die freue sich/ und sing mit großem Schalle,/ daß du auf Erden Richter bist/ und läßt die Sünd nicht wal⸗ ten;/ dein Wort die Hut und Weide ist,/ die alles Volk er⸗ halten,/ in rechter Bahn zu wallen. Die Kirche 3. Es danhe, Gott, und lobe dich/ das Volk in guten Taten;/ das Land bringt Frucht und bessert sich,/ dein Wort ist wohl⸗ geraten./ Uns segne Vater und der Sohn,/ uns segne Gott der heilge Geist,/ dem alle Welt die Ehre tu,/ vor ihm sich fürchte allermeist. /Nun sprecht von Herzen: Amen! Psalm 67 Martin Luther, 1483— 1546 93 Weise: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wittenberg, 1535 6— EH e HHV E 2„—— 355 2— ——————— Wär Gott nicht mit uns die ⸗se Zeit, so soll Is⸗ wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, wir hät⸗ten ra ⸗ el sa⸗ gen, müssu ver za gen, die so ein ar⸗mes Häuf⸗lein sind. ver⸗achtt von so viel Men ⸗schen⸗ ö E— ö— EA i 2———. den d ö ⁷—— 1— 123 1—— kind, die an uns set ⸗ zen al ⸗le. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn;/ wo Gott hätt das zu⸗ geben,/ verschlungen hätten sie uns hin/ mit ganzem Leib und Leben;/ wir wärn, als die ein Flut ersäuft/ und über die groß Wasser läuft/ und mit Gewalt verschwemmet. len/ wohl⸗ tt der ürchte 3—1546 r9, L535 N⸗ t⸗ten Die Kirche 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab,/ daß ihr Schlund uns möcht fangen. /Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,/ ist unsre Seel entgangen./ Strick ist entzwei, und wir sind frei;/ des Herren Name steht uns bei,/ des Gotts Himmels und Erden. Psalm 124 Martin Luther, 1483—1546 Eigene Weise Zürich, 1529 DI—... 1 ES —— 1—— 51 nun selbst den Wa⸗gen halt, bald ab⸗ Fa seit geht sonst die Fahrt, 905 brächt Freud dem Wi⸗ Der⸗ E.—.——E II ES—...* 2.—.. part, der dich ver⸗acht't so fre ⸗ vent ⸗lich. 2. Gott, erhöh deins Namens Ehr,/ wehr und straf der Bösen Grimm,/ weck die Schaf mit deiner Stimm,/ die dich liebhaben inniglich. 3. Hilf, daß alle Bitterkeit/ scheid, o Herr, und alte Treu/ wiederkehr und werde neu,/ daß wir ewig lobsingen dir. Psalm 74, 22.23 Huldreich Zwingli, 1484—1531 Die Kirche 5. 9⁵ gin Eigene Weise Wittenberg, 1535 entzü IDDDRSDRR bestät xx.I Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn uns⸗ und er nicht uns⸗rer Sach zu-fällt im Him⸗mel ö hoch dort o 15 wo er Is⸗ra⸗els Schutz nicht ö ö , ö ö Fein-de to ist und bel ⸗ber bricht der Fein ⸗ de eitein, Lee V 7 List, so ist's mit uns ver ⸗ lo ⸗ ren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht,/ soll billig uns nicht schrechen; /er sitzet an der höchsten Stätt,/ der wird ihrn Rat aufdechen./ Wenn sie's aufs klügste greifen an,/ so geht doch Gott ein andre Bahn;/ es steht in seinen Händen. 3. Ach Herr Gott, wie reich tröstest du,/ die gänzlich sind N verlassen. Der Enaden Tür steht nimmer zu,/ Vernunft kann das nicht fassen;/ sie spricht:„Es ist nun alls verlorn“,/ da doch das Kreuz hat neugeborn,/ die deine Hilf erwarten. 4. Die Feind sind all in deiner Hand,/ dazu all ihr Gedan⸗ V ken;/ ihr Anschlag ist dir wohlbekannt,/ hilf nur, daß wir nicht ö ö wanken; Vernunft wider den Glaͤuben ficht,/ aufs Künftge will sie trauen nicht,/ da du wirst selber trösten. 9, 1555 sind bann a doch Hedan⸗ nicht ünftge Die Kirche 5. Den Himmel hast du und die Erd,/ Herr, unser Gott, ge⸗ gründet;/ gib, daß dein Licht uns helle werd,/ laß unser Herz entzündet/ in rechter Lieb des Glaubens dein/ bis an das End beständig sein. Die Welt laß immer murren. Psalm 124 Zustus ZJonas, 1493—1555 Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Wittenberg, 1543 EEU x. 1—— ———. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗su Christ, weil es nun Licht, laß ja bei uns aus ⸗lö⸗schen nicht. 2. In dieser schwern, betrübten Zeit/ verleih uns, Herr, Beständigheit, daß wir dein Wort und Sahrament/ behalten rein bis an das End. 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt,/ wir sind gar sicher, träg und halt;/ gib Glück und Heil zu deinem Wort,/ schaff,‚ daß es schall an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort/ und wehr des Teufels Trug und Mord./ Gib deiner Kirche Gnad und Huld,/ Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu,/ auf dieser Erd ist keine Ruh,/ viel Sekten und groß Schwärmerei/ auf einen Haufen kommt herbei. Die Kirche 6. Den stolzen Geistern wehre doch,/ die sich mit Gwalt erheben hoch/ und bringen stets was Reues her,/ zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Zesu Christ,/ nicht unser, sondern dein ja ist;/ darum so steh du denen bei,/ die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsres Herzens Trutz/ und deiner Kirche wahrer Schutz;/ dabei erhalt uns, lieber Herr,/ daß wir nichts andres suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort/ und darauf ferner faͤhren fort/ von hinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen Himmelssaal. Lukas 24, 29 Nikolaus Selnecker, 1530—1592 9⁷ — Weise Leipzig, 1636 Ver⸗za⸗ ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗schon die E—— n Fein-de wil-⸗lens sein, dich ganz ⸗ lich zu ver⸗stö⸗ —.. E, ee. Se 2 2 ren, und su⸗chen deinen Un⸗ter⸗gang, da- von dir wird recht angst und bang; es wird nicht lan⸗ge wäh⸗ren. 2.— die Re Gideon Wort! 3. und H zu Sch den S Lubas! 6 Feldgot Beise: du verb walt schen dern dich iche ichts tner inen 1592 Die Kirche 2. Tröste dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem befiehl die Rach/ und laß es ihn nur walten. /Er wird durch einen Gideon,/ den er wohl weiß, dir helfen schon,/ dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort,/ muß Welt, Teufel und Höllenpfort/ und was dem tut anhangen,/ endlich werden zu Schand und Spott;/ Gott ist mit uns und wir mit Gott,/ den Sieg wolln wir erlangen. Lukas 12, 32. Richter 6, 13 Michael Altenburg, 1584— 1640 Das Lied ließ Gustav Adolf am Morgen der Schlacht bei Lützen beim Feldgottesdienst singen, am 16. November 1632 Weise: Herzliebster JZesu, was hast du verbrochen(1. Weise) Johann Crüger, 1640 n 4...—— —.— ö—.—— E— — Herr, un-ser Gott, laß nicht zu⸗-schan-den wer-den die, so in ih-ren Nö⸗ten und Be⸗ .erene. 2 EEEEEEEE schwer⸗den bei Tag und Nacht auf dei ⸗ne Gü⸗te hof ⸗ fen und zu dir ru: sen. V 2. Mache zuschanden alle, die dich hassen,/ die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen,/ laß dich's erbarmen: Die Kirche 3. und schaff uns Beistand wider unsre Feinde;/ wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde,/ sie müssen Wehr und Waffen niederlegen,/ kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen,/ vergebens ist's, auf Menschenhilfe bauen;/ mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen,/ die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten/ und das bedrängte kleine Häuflein retten./ Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Ramen:/ Hilf, Helfer! Amen. Zeremia 15, 19.20 ZJohann Heermann, 1585—1647 99 Weise: Da Christus geboren war (Singen wir aus Herzensgrund) Vorreformatorisch. Nürnberg, 1544 EE—— er Lee d,; d. 20 E 1 5———2— 1 Treu ⸗er Wäch⸗ter Is⸗- ra⸗ el, des sich — D—— —ã4 2 IPI‚IYIDRDDE EEEEE EH 2—4 freu⸗et mei⸗ne Seel, der du weißt um al⸗les — 2= 2 2 72 234— 2PP Leid dei ⸗ner ar⸗ men Chri⸗sten⸗-heit, o du * I.I.I.....I...I.I.I......... —.— I I 1—— 1— LI 9— H + 5 5 en 2 3— H 4—‚‚‚I.J—— 2—.‚— E„— H V— 1———.IIn richt dein hilf ⸗ rei ⸗ ches An ⸗ge m du Vehr ebens ntun das hrein 5—1047⁷ 19, 1544 Die Kirche 2. Schau, wie große Not und Qual/ trifft dein Voll jetzt überall;/ täglich wird der Trübsal mehr;/ hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. /Wir verderben, wir vergehn;/ nichts wir sonst vor Augen sehn,/ wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Zesu Christ,/ der du eingegangen bist/ in den heilgen Ort zu Gott/ durch dein Kreuz und bittern Tod,/ uns versöhnt mit deinem Blut,/ ausgelöscht der Hölle Glut,/ wiederbracht das höchste Gut; 4. sitzest nun in's Vaters Reich,/ ihm an Macht und Ehren gleich,/ unser einger Gnadenthron,/ seine höchste Freud und Kron,/ den er in dem Herzen trägt,/ wie sich selbst zu lieben pflegt,/ dem er keine Bitt abschlägt; 5. kläglich schreien wir zu dir,/ klopfen an die Gnadentür,/ wir, die du mit höchstem Ruhm/ dir erkauft zum Eigentum:/ Deines Vaters Zorn abwend,/ der jetzt wie ein Feuer brennt,/ als ging's mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt,/ als ein Jesus Hilfe leist!/ Hilf mit deiner starken Hand,/ Menschenhilf hat sich gewandt./ Eine Mauer um uns bau,/ daß dem Feinde davor grau,/ er mit Zittern sie anschau. 7. Treuer Hort, Immanuel,/ du Beschützer meiner Seel,/ Gott mit uns in aller Not,/ neben uns und in uns Gott,/ Gott für uns zu aller Zeit: /Trotz dem, der uns tu ein Leid!/ Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm,/ komm und unser dich erbarm,/ laß jetzt sehen deine Macht,/ drauf wir hoffen Tag und Nacht,/ aller Feinde Rotten trenn,/ daß dich alle Welt erkenn,/ aller Herren Herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft,/ auf ihr Glück und Ritter⸗ schaft;/ deine Christen traun auf dich,/ auf dich traun sie festig⸗ lich./ Laß sie werden nicht zuschand,/ bleib ihr Helfer und Beistand,/ sind sie dir doch all bekannt. Die Kirche 10. Du bist ja der Held und Mann,/ der den Kriegen steuern 5.2 kann,/ der da Spieß und Schwert zerbricht,/ der die Bogen daß u. macht zunicht,/ der die Wagen gar verbrennt/ und der Menschen ö 0 ö Herzen wendt,/ daß der Krieg gewinnt ein End. 00 ö Bestä 11. Zesu, wahrer Friedefürst,/ der der Schlange hat zer⸗ Nuth ö knirscht/ ihren Kopf durch seinen Tod,/ wiederbracht den Fried bei Gott,/ gib uns Frieden gnädiglich!/ So wird dein Voln freuen sich,/ dafür ewig preisen dich. Psalm 121, 4 Zohann Heermann, 1585—1647 Weise: 1 du vert 100 65 Weise: Christus, der ist mein Leben Melchior Vulpius, 1609 RIIEEEEE I 7—.—. 1*— . 6 Ach bleib mit dei- ner Gna⸗ bei R EE äii uns, Herr Je- su Christ, daß uns hin⸗ g ER EEEEEEEE fort nicht scha- dde des bö- sen Fein-des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte/ bei uns, Erlöser wert,/ daß uns beid, hier und dorte,/ sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze/ bei uns, du wertes Licht;/ dein Wahrheit uns umschanze,/ damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen/ bei uns, du reicher Herr;/ dein Gnad und alls Vermögen/ in uns reichlich vermehr. Die Kirche 5. Ach bleib mit deinem Schutze/ bei uns, du starker Held,/ daß uns der Feind nicht trutze/ noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein Herr und Gott;/ Beständigheit verleihe,/ hilf uns aus aller Not! Matthäus 28, 20 b Josua Stegmann, 1588—1632 101 Weise: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(1. Weise) Johann Crüger, 1640 D——— e—.x. Chri⸗ ste, du Bei⸗ stand deiner Kreuz-ge-mei⸗ ne, ei⸗ P le, mit Hüfu und äannin uns er⸗scheine. Steu⸗re den E—.— Fein⸗den; ih⸗re Blut⸗ge⸗rich⸗te ma⸗che zu⸗nich⸗ te. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder,/ wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; /alles, was kämpfet gegen deine Glieder,/ stürze danieder. 3. Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere,/ Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre. Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen/ gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben,/ also wird ewig und ohn Ende loben/ dich, o du Wächter deiner armen Herde,/ Himmel und Erde. 2. Mose 14, 14 Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594—1648 Die Kirche Johann Hermann Schein, 1623 Weise: Zion hlagt mit Angst und Schmerzen(bei Johann Crüger, 1640) —3— + rinnrirr,— IAE—.— 2 7 4——— EH SEEE 2 EEEE——1 Zi ⸗ on, gib dich nur zu⸗-frie-den, Gott ist du bist nicht von ihm ge⸗schie-den, er hat 23.— S.SI noch bei dir dar⸗ in, ei ⸗- nen Ba⸗ ter⸗sinn. I I!!IsIt...RC ö EHV. 1— auch; dies ist sein be⸗lieb⸗ter Brauch; Zi⸗ on, ler⸗ne Wenn er straft, so liebt er E. D dies be⸗ Den⸗ beuß war⸗um willst du dich so krän⸗kenꝰ 2. Treiben dich die Meereswellen/ in der wilden, tiefen See,/ wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen ach und weh,/ schweigt dein Heiland still dazu/ gleichwie in der sanften Ruh,/ Zion, laß dich nicht bewegen,/ diese Flut wird sich bald legen. 3. Berge, Felsen möchten weichen,/ ob sie noch so feste stehn,/ ja die ganze Welt desgleichen/ möchte gar auch untergehn;/ dennoch hat es keine Not/ in dem Leben und im Tod;/ Zion, du kannst doch nicht wanken/ aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen/ deine schönsten Perlen sein,/ muß das Seufzen und das Stöhnen/ schon das beste Lied ö dir sein,/ muß dein Purpur sein das Blut/ und der Mangel Hab und Gut,/ Zion, laß dir doch nicht grauen,/ du hannst deinem Gott vertrauen. in, 1023 1640 henꝰ See,/ weh,/ Ruh// jen. lehn,/ ehn/ on, du ien. Perlen e Lied el Hab deinem Die Kirche 5. Droht man dir mit Schmach und Banden,/ mit dem Tod und Herzeleid,/ ei du wirst doch nicht zuschanden,/ denk nur an die Ewigheit./ Sei nur fröhlich, wohlgemut,/ daß der Herr dir solches tut;/ Zion, Gott wird dich schon stärken,/ auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende/ und der Abend schon herbei;/ gib dich nur in Gottes Hände,/ der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn/ gibt er dir die Freudenhron;/ Zion, du wirst wieder lachen,/ drum so laß die Welt nur machen. 7. O ihr Engel, Himmelserben,/ freuet euch mit Zion hier;/ denn die jetzt hat wollen sterben,/ soll nun leben für und für/ und sich freuen ohne Zahl/ in dem schönen Himmelssaal./ Zion, wer will dich nun scheiden/ von dem Lamm und ewgen Freuden? Matthäus 8, 23—27 Joachim Pauli, 1636— 1708 Eigene Weise Halle, 1704 .. 2 E—.— 14⁷½⁷π—— II EEEEEE . Fah⸗re fort, fah⸗- re fort, Zi⸗ on, fah⸗re fort im 9—.— E— I — PHSUUSTTE E—— IP..T..——— Licht; ma⸗che dei⸗nen Leuch⸗ter hel⸗le, laß die er⸗ste 0— 4* 4 CEV 4D———E+———1 +.* 2———— DLE 22. + +I————J— ·—— H122— 1.— 1—— LI—1.— 1— 3—13 Lie⸗be nicht, su⸗che stets die Le⸗bens⸗quel⸗le; Zi⸗ on, EH* ů H F n n en B: n.r, e, 9 E —. in⸗ge durch die en⸗ge Pfort, fah⸗ re fort, fah⸗re fort! Die Kirche 2. Leide dich, leide dich,/ Zion, leide ohne Scheu/ Trübsal, Angst mit Spott und Hohne;/ sei bis in den Tod getreu,/ siehe auf die Lebenskrone;/ Zion, fühlest du der Schlange Stich,/ leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht,/ Zion, folge nicht der Welt,/ die dich suchet groß zu machen;/ achte nichts ihr Gut und Geld,/ nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen;/ Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht,/ folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht,/ Zion, prüfe recht den Geist,/ der dir ruft zu beiden Seiten,/ tue nicht, was er dich heißt,/ laß nur deinen Stern dich leiten;/ Zion, beide, das, was krumm und schlecht,/ prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein,/ Zion, dringe ein in Gott;/ stärke dich mit Geist und Leben,/ sei nicht wie die andern tot,/ sei du gleich den grünen Reben;/ Zion, in die Kraft für Heuchelschein/ dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brich herfür in Kraft,/ weil die Bruderliebe brennet;/ zeige, was der in dir schafft,/ der als seine Braut dich kennet; /Zion, durch die dir gegebne Tür/ brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus,/ Zion, halte deine Treu,/ laß doch ja nicht lau dich finden. Auf, das Kleinod rücht herbei;/ auf, verlasse, was dahinten;/ Zion, in dem letzten Kampf und Strauß/ halte aus, halte aus! Lukas 9, 62 Zohann Eusebius Schmidt, 1670—1745 übsal siehe Heide „„die eld/ Lust „/der 5 nur und stärhe sei du hein/ raft,/ „/ der Tür/ och ja VQauf, und 0—1⁷⁴n Die Kirche 104 Weise: Dir, dir, Jehova, will ich singen Halle, 1704 .———————— Wach auf, du Geist der er-sten Zeu⸗ gen, die die Tag und Näch-te nim-mer schwei-gen und E., auf der Maur als treu⸗e Wäch⸗ ter stehn, die ge ⸗trost dem Feind ent-ge⸗gen-gehn, —— t ja de ren Schall die gan⸗ze Welt durch⸗ 8565 und äle ket Böl⸗ker zu 3951 air Krinl. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte,/ o möcht es doch in alle Lande gehn! /Ach Herr, gib doch in deine Ernte/ viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. /O Herr der Ernte, siehe doch darein:/ die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitt in unsern Mund gelegt./ O siehe, wie an allen Orten/ sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt,/ dich herzinbrünstig hierum anzu⸗ flehn. Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort mit großen Scharen,/ die in der Kraft Evangelisten sein; /laß eilend Hilf uns widerfahren/ und brich in Satans Reich mit Macht hinein./ O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis/ dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! Die Kirche 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme!/ O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnis nähmel/ O würd es doch nur bald vor Abend licht!/ Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilf und mach uns freil 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen;/ es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein./ Ach führe bald dadurch mit Haufen/ der Heiden Füll zu allen Toren ein./ Ja wecke doch auch Israel bald auf,/ und also segne deines Wortes Lauf! 7. O beßre Zions wüste Stege/ und, was dein Wort im Laufe hindern kann,/ das räum, ach räum aus jedem Wege;/ vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn/ und mach uns bald von jedem Mietling frei,/ daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule/ die Werlstatt deines guten Geistes sein,/ ja sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugend selber ein,/ daß treuer Lehrer viel und Beter sein,/ die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte,/ da ich vor dir nur Staub und Asche bin. /Du als der Brunnquell aller Güte/ gibst selber mir etwas von deinem Sinn,/ daß mich der Menschen Elend jammern kann;/ drum bitt ich, Herr; o nimm mein Bitten an! 10. Du wirst dein herrlich Werk vollenden,/ der du der Menschen Heil und Richter bist./ Du wirst der Menschheit Zammer wenden,/ so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist./ Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn;/ du tust doch über Bitten und Verstehn. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—1774; Matthäus 9, 37.38 Strophe 10 von Albert Knapp, 1798—1864 Velse: Laufe ertilg, d von es sei. guten e dich sein,/ nur /gibst yschen mein u der schheit Rist./ h über —17741 6—Iöb. Die Kirche 10⁵ Weise: Mein Zesu, dem die Seraphinen Halle, 1704 . i/ 2 1 81——.—— 22 +— V Dein Wort, o Herr, bringt uns zu⸗ sam⸗men, daß es läßt an uns die sel⸗-gen Flam-men des EA 2— 2 iren LV 1.—. 2— + I.— 1 V — wir in der Ge⸗mein⸗schaft stehn; Glau⸗bens und der Lie-be sehn. Wir mereden — +—..5—.—— EV 2=———.—— 2— E—e In—— EEEEN 2— E— 2 x— 25* T. durch das Wort der Gna⸗- den auch zur Ge— E— Eex E mein⸗schaft je⸗ner Schar, die bei dem Herrn be⸗stän⸗ dig EASSSTA-— E— Ain r„ e 275— E— 1—..9—— 1— II war, ge⸗ locht und kräf⸗tig ein-ge ⸗ la⸗ den. 2. Nur Menschen, die von Gott geboren,/ die unter ein em Haupte stehn,/ die hat der Herr sich auserkoren,/ die läßt er Wunderliebe sehn./ Gemeinschaft mit dem Vater haben/ und mit dem Sohn im heilgen Geist,/ das ist, was ihre Seele speist,/ nur das kann sie vollkommen laben. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen,/ ist Christus und sein teures Blut;/ das einge Ziel, darauf wir sehen,/ ist Christus, unser höchstes Gut;/ sein Wort die Regel, die wir kennen,/ nicht dieser oder jener Ort;/ das ist's, was wir mit einem Wort/ die heilige Gemeinde nennen. Die Kirche 4. Der Vater liebt und herzt die Kinder/ und schenkt den Geist, der Abba schreit;/ des Sohnes Treue schmückt die Sünder/ mit ewiger Gerechtigkeit;/ der heilge Geist tritt mit dem Ole/ des Friedens und der Freude zu,/ das Herze schmecket Gottes Ruh,/ die Kraft durchdringet Leib und Seele. 5. Die eines Herren Leib gegessen,/ die stehen auch für einen Mann;/ macht sich der Feind an eins vermessen,/ sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen/ und siegen in des Herren Kraft;/ sie wollen von der Brüderschaft/ der Heilgen nicht das Kleinste missen. 6. Sie wallen mit vereinten Herzen/ durchs Tränental ins Vaterland,/ versüßen sich die bittren Schmerzen,/ eins reicht dem andern seine Hand,/ und wollen sich mit Freuden dienen,/ mit Herz und Auge, Hand und Fuß/ bis zu dem völligen Genuß/ des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Apostelgeschichte 2, 42 ZJohann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773 .— Cöthen, 1733 Ei⸗ ner ist Kö⸗ nig, e=nu⸗el sie⸗ 15 Zi⸗ on hin⸗ ge⸗ gen, sei in-nig ver⸗-gnü⸗get, GE be-bet, ihr Fein-de, und ge⸗bet die Flucht. la-be dein Her ⸗ze mit himm⸗li⸗scher Frucht; — 3**. e⸗ wi⸗ges Le⸗ ben, un⸗end⸗-li⸗chen Frie-den, SPSPSSSS Freu-de die Fül ⸗le hat er uns be⸗schie⸗den. 20 Freul Schmnt nuß Wese 3. Bate Kräft verre 4. dein schei die! bitte t den nder/ Ole/ Hottes für sobald Vund haft/ al ins ht dem „Mit knuß/ 3—1⁷⁷³ Die Kirche 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen,/ trauet mit Freuden dem ewigen Gott;/ Zesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen,/ reißet aus Angsten, aus Jammer und Not;/ ewig muß unsere Seele genesen /in dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille,/ schlage die Rute des VBaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle/ Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß; Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen,/ Zesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet?/ Auf und erhebe dein sinkendes Haupt!/ Siehe, die Sonne der Freuden er⸗ scheinet/ tausendmal heller, als du es geglaubt./ Jesus, der lebet; die Liebe regieret,/ die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle;/ Jesus, der bittet: Kommt alle zu mir!/ Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle /fließen die Ströme des Lebens allhier./ Trinket, ihr Lieben, und werdet erquichet; /hier ist Erlösung für alles, was drücket. 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone,/ die euch der König des Himmels anbeut;/ selber Jehova wird Siegern zum Lohne;/ wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit./ Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone,/ selber Zehova wird Siegern zum Lohne. 7. Droben am Stuhle des Lamms wird man sehen/ eine gewaltige, siegende Schar/ seine unendliche Hoheit erhöhen;/ alles, was Odem hat, ruft: Er ist's gar!/ Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen;/ höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre/ Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist!/ Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre!/ Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt! /Amen, die Liebe wird waͤhrlich erhören./ Alles, was in mir ist, lobe den Herren! Johannes 16, 33 Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773 Die Kirche Weise: Alles ist an Gottes Segen Frankfurt a. M., 1738 E— õ—. ́— ZJe⸗ su, der du bist al ⸗lei⸗ ne Haupt und E ů————— E 2 E———— 27 Kö⸗nig der Ge⸗mei⸗ne, seg- ne mich, dein ar⸗ mes D 7——1.—.—————— —.—*8— Glied; wollst mir neu⸗en Ein⸗fluß ge⸗ben dei⸗ nes 222.— SE ......... 7 Gei⸗stes, dir zu le⸗ben; stär⸗ke mich durch dei⸗ne Güt. 1 2. Ach, dein Lebensgeist durchdringe,/ Gnade, Kraft und Segen bringe/ deinen Gliedern allzumal,/ wo sie hier zerstreuet ö wohnen/ unter allen Nationen,/ die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen,/ die dich suchen, die dich meinen;/ o wie köstlich sind sie mir!/ Du weißt, wie mich's oft erquicket,/ wenn ich Seelen hab erblicket,/ die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen;/ ich vereinge mich mit ihnen,/ und vor deinem Angesicht/ wünsch ich Zion tausend Segen;/ stärke sie in deinen Wegen,/ leite sie in deinem Licht. 5. Die in Kreuz und Leiden leben,/ stärke, daß sie ganz er⸗ geben/ ihre Seel in deine Hand;/ laß sie dadurch werden kleiner/ und von allen Schlacken reiner,/ lauterlich in dich gewandt. Segen treuet e dich 5 ost ganz nen,/ gen,/ z er⸗ jerden dich Die Kirche + 2— 0 IIIIIIIITI 6. Laß die Dei⸗nen noch auf Er⸗den ganz nach 22.— +— S+.I—.— + E———4 +..**—— +—è L 2 +— +———.——3 3.. E. 2— LV +—. 1. I 2—1— ——— dei⸗nem Her⸗zen wer⸗den; ma⸗che dei ⸗ne Kin ⸗ der EVU DDI— —7. ů e„— 5 5—— LE.U C 2—— E. +——— 12 1 = 1———.—— schön, ab- ge⸗schie⸗den, klein und stil-le, sanft, ein⸗ 6———— ũ eů Q. N 0—.—. H+—.— H re n wie, rn Hir + ö 2 1—22.—., EEHII fäl⸗tig, wie dein Wil⸗le, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren,/ die es, Herr, von mir be⸗ gehren,/ daß ich für sie beten soll./ Auf dein Herz will ich sie legen,/ gib du jedem solchen Segen,/ wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach, du hast uns teur erworben,/ da du bist am Kreuz gestorben;/ denke, Jesu, wir sind dein!/ Halt uns fest, solang wir leben/ und in dieser Wüste schweben;/ laß uns nimmermehr allein, 9. bis wir einst mit allen Frommen/ dort bei dir zusammen⸗ kommen/ und, von allen Flecken rein,/ da vor deinem Throne stehen,/ uns in dir, dich in uns sehen,/ ewig eins in dir zu sein. Epheser 4, 15. 16 Gerhard Tersteegen, 1697—1769 Die Kirche 5. 2 108 daß si Weise: O du Liebe meiner Liebe(2. Weise) um 1740 verbin ö ar alles, —.— 60 Herz und Herz ver- eint zu ⸗sam⸗-men sucht in nache Las⸗set eu ⸗re Lie⸗bes⸗-flam-men lo⸗-dern Liebes DDD —— 9337 ö bis sch Got⸗tes Her⸗zen Ruh. Ub auf den Hei⸗land zu. Er daß Haupt. wirdsei⸗ue Eh sein. Zohann Glie⸗der, er das Licht und wir der Schein, er der ö E rnir, Mei⸗ster, wir in Brürder, e er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,/ und erneuert euren Bund,/ schwöret unserm Überwinder/ Lieb und Treu aus Herzensgrund;/ und wenn eurer Liebeskette/ Festigkeit und Stärke fehlt,/ o so flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/ III daß ein jeder für die Brüder/ auch das Leben lassen kann./ So 41 hat uns der Freund geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut;/ denkt doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch selbst Eintrag tut. ö 4. Halleluja, welche Höhen,/ welche Tiefen reicher Gnad,/ daß wir dem ins Herze sehen,/ der uns so geliebet hat;/ daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist,/ daß du, un⸗ RI sichtbarer Meister,/ uns so fühlbar nahe bist. Die Kirche 5. Ach du holder Freund, vereine/ deine dir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wie's dein letzter Wille war./ Ja, 5 0 verbinde in der Wahrheit,/ der du selbst die Wahrheit bist,/ — alles, was von deiner Klarheit/ in der Tat erleuchtet ist. —— 6. Liebe, hast du es geboten,/ daß man Liebe üben soll,/ o so in mache doch die toten,/ trägen Geister lebensvoll,/ Zünde an die den Liebesflamme,/ daß ein jeder sehen kann:/ wir, als die von einem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden,/ wie du mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieser Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist,/ ne und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein;/ also wird die Welt erkennen,/ daß wir deine Jünger sein. Johannes 17, 20—-23 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760 Weise: Errett mich, o mein Französisches Lied von den 10 Geboten; lieber Herre Lyon, 1547 er, IFE un,ai 2—— .—.— euren O daß doch bald dein Feu-er brenn⸗te, du un⸗ aus⸗ SSSSISIIII sprech⸗lich Lie-ben-der, und bald die gan- ze Welt er⸗ kenn ⸗-te, daß du bist Kö⸗nig, Gott und Herr! daß de 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme/ jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West/ dir, dem für uns erwürgten Lamme,/ ein herrlich Pfingst- und Freudenfest, 10 Die Kirche 3. und noch entzünden Himmelsfunken/ so manches kalte, tote Herz/ und machen Durstge freudetrunken/ und heilen Sünd und Höllenschmerz. 4 * 4. Verzehre Stolz und Eigenliebe/ und sondre ab, was unrein ů ist,/ und mehre jener Flamme Triebe,/ die nur auf dich ge⸗ richtet ist. 15 5. Erweche, läutre und vereine/ des ganzen Christenvolkes Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ dein Heil noch jedem ö offenbar. ö 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens,/ allmächtig starker 2 3 Gotteshauch,/ dein Feuermeer ström nicht vergebens,/ ach zünd Weide den He 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen verspti Tempel aus;/ laß leuchten deine heilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Haus. in unsern Herzen auch. 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme/ doch bald die ganze weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme/ als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen/ der Liebe Jubelharmo⸗ nien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor den Thron des Lammes hin. Lukas 12, 49 George Friedrich Fichert, 1758—1815 11⁰ I Weise: Meinen Jesum laß ich nicht(2. Weise) Darmstadt, 1699 + WSS ö .—4 2 Ei ⸗ ne Her ⸗de und ein Hirt! Wie wird wenn sein Tag er⸗schei- nen wird? Freu ⸗e Die Kirche e D SR———— un, dr nre n nmen ün en, re ꝗ..—.— 2—2— dann dir sein, o Er ⸗de, mem dich, du Hirtene Hen de, d in ge⸗ .II.——.. F— olkes E 4—— 1— II——— H jedem wer ⸗ de licht; Je⸗sus hält, was er ver⸗spricht. 20 2. Hüter, ist der Tag noch fern?/ Schon ergrünt es auf den Weiden,/ und die Herrlichkeit des Herrn/ nahet dämmernd sich den Heiden;/ blinde Pilger flehn um Licht;/ Jesus hält, was er heinen verspricht. heines 3. Komm, o komm, getreuer Hirt,/ daß die Nacht zum Tage werde./ Ach wie manches Schäflein irrt/ fern von dir und deiner Herde./ Kleine Herde, zage nicht;/ Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Rebel flieht/ vor des Morgenrotes Helle,/ und der Sohn der Wüste kniet/ dürstend an der Lebens⸗ urmo⸗ quelle;/ ihn umleuchtet Morgenlicht;/ Zesus hält, was er ver⸗ spricht. 5. Gräber harren aufgetan;/ rauscht, verdorrete Gebeine,/ macht dem Bundesengel Bahn;/ großer Tag des Herrn, er⸗ scheine!/ Jesus ruft: Es werde Licht!/ Jesus hält, was er ver⸗ spricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit!/ Jesus Christus, du die Sonne/ und auf Erden weit und breit/ Licht und Wahrheit, Fried und Wonne!/ Mach dich auf, es werde Licht!/ Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 1767— 1845 Zohannes 10, 12—-16 Die Kirche 1¹¹ Weise: Nun komm, der Heiden Heiland Vorreformatorisch. Erfurt, 1524 P Wal ⸗te, wal-te nah und fern, all-ge⸗ O wal-tig Wort des Herrn, wo nur sei- ner All- macht PP Ruf Men⸗schen für den Him⸗-mel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt/ schuf und in den Armen hält/ und der Sünder Trost und Rat/ zu uns hergesendet hat; 3. Wort von des Erlösers Huld,/ der der Erde schwere Schuld/ durch des heilgen Todes Tat/ ewig weggenommen hat; 4. kräftig Wort von Gottes Geist,/ der den Weg zum Himmel weist/ und durch seine heilge Kraft/ Wollen und Vollbringen schafft; 5. Wort des Lebens, stark und rein,/ alle Völker harren ö dein;/ walte fort, bis aus der Nacht/ alle Welt zum Tag erwacht. ö 6. Auf zur Ernt in alle Welt!/ Weithin wogt das reife Feld;/ klein ist noch der Schnitter Zahl,/ viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut,/ weck zum Werke Lust und Mut,/ laß die Völker allzumal/ schauen deines Lichtes Strahl. Hebräer 1, 1—3 Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774—1841 Die Kirche Weise: Valet will ich dir geben Leipzig, 1615 ——— dn, DD———. ge⸗ Der du zum Heil er⸗schie nen der al-ler⸗ und von den Che-⸗ ru ⸗- bi ⸗ nen zu Sün⸗dern 3—— 2 i 22— — macht ärm⸗sten Welt dich ge ⸗ sellt, den sie mit fre⸗chem Stol ⸗ ze ver- höhnt für sei„ne Huld, als n——.—.———. ver⸗söhn⸗test ih ⸗-re Schulde du am dür⸗ren Hol-ze 2. Damit wir Kinder würden,/ gingst du vom Vater aus,/ immel nahmst auf dich unsre Bürden/ und bautest uns ein Haus;/ von ringen Westen und von Süden,/ von Morgen ohne Zahl/ sind Gäste nun beschieden/ zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide,/ von allen Flechen rein,/ führst ö du zu deiner Freude/ die Völkerscharen ein;/ und welchen nichts verkündigt,/ kein Heil verheißen war,/ die bringen nun ent⸗ Heldr/ sündigt/ dir Preis und Ehre dar. harten 4. Drum kann nicht Friede werden,/ bis deine Liebe siegt,/ bis dieser Kreis der Erden/ zu deinen Füßen liegt,/ bis du im neuen Leben/ die ausgesöhnte Welt/ dem, der sie dir gegeben,/ hiabl vors Angesicht gestellt. Die Kirche 5. Und siehe, tausend Fürsten/ mit Völkern ohne Licht/ stehn in der Nacht und dürsten/ nach deinem Angesicht;/ auch sie hast du gegraben/ in deinen Priesterschild,/ am Brunnquell sie zu laben,/ der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde,/ laß deinen Odem wehn,/ daß auf der finstern Erde/ die Toten auferstehn;/ daß, wo man Götzen frönet/ und vor den Teufeln kniet,/ ein willig Voll ver⸗ söhnet/ zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören,/ wir fassen, was du sprichst;/ dein Wort muß sich bewähren,/ womit du Fesseln brichst. /Wie viele sind zerbrochen!/ Wie viele sind's noch nicht!/ O du, der's uns versprochen,/ werd aller Heiden Licht! Matthäus 22, 2—14 Albert Knapp, 1798— 1864 113 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 0 E —S. Ei ⸗ ner ist's, an dem wir han- gen, der für uns Uns ⸗re Lei⸗ber, uns⸗ re Her⸗zen ge-⸗ hö⸗ ren + 20 5 1 Sb. * in den Tod ge ⸗ gan⸗- gen und uns er⸗ dir, o Mann der Schmer-zen, in dei ⸗ner 2 1 — —4 l *— kauft mit sei ⸗ nem Blut. Lie ⸗be ruht sich's gut. Nimm uns zum Ei⸗ gen⸗ 1 — H 2 +—1 *+ be ⸗rei ⸗te dir zum Ruhm dei⸗ne .—— Die Kirche H CE— IIISSS . 1 57 2— E— + 1 Kin ⸗der. Ver-birg uns nicht das Gna⸗ den⸗ —.— — Q 1 *—— —E..——— .— ů ö * 2 **+* — licht von dei ⸗ nem heil⸗gen An⸗ ge⸗sicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet,/ du selbst hast unsre Zahl gezählet/ nach deinem ewgen Gnadenrat;/ unsre Kraft ist schwach und nichtig,/ und keiner ist zum Werke tüchtig,/ der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn,/ denn Armut ist Gewinn/ für den Himmel;/ wer in sich schwach,/ folgt, Herr, dir nach/ und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenlönig,/ die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ drum sende treue Zeugen aus./ Send auch uns hinaus in Gnaden,/ viel frohe Gäste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters Haus./ Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abendmahl/ im Reich Gottes!/ Da ruht der Streit,/ da währt die Freud/ heut, gestern und in Ewigheit. 4. Schau auf deine Millionen,/ die noch im Todesschatten wohnen,/ von deinem Himmelreiche fern./ Seit Jahrtausenden ist ihnen/ kein Evangelium erschienen,/ kein gnadenreicher Morgenstern./ Glanz der Gerechtigkeit,/ geh auf, denn es ist Zeit!/ Komm, Herr Zesu,/ zieh uns voran/ und mach uns Bahn,/ gib deine Türen aufgetan. 5. Deine Liebe, deine Wunden,/ die uns ein ewges Heil er⸗ funden,/ dein treues Herz, das für uns fleht,/ wollen wir den Seelen preisen/ und auf dein Kreuz so lange weisen,/ bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort,/ es richtet und durchbohrt/ Geist und Seele;/ dein ZJoch ist süß,/ dein Geist gewiß,/ und offen steht dein Paradies, Die Kirche 6. Heiland, deine größten Dinge /beginnest du still und geringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dir?/ Aber du wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Augen leiten,/ auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst endlich ohne Schein/ doch zum Baume,/ weil du, Herr Christ,/ sein Hüter bist, dem Kes von Gott vertrauet ist. Johannes 15, 16 Albert Knapp, 1798— 1864 Weise: Aber aller Himmel Heere St. Gallen, 1797 .— Zieht in Frie⸗den eu ⸗re Pfa⸗de! Mit euch des Wenn euch Ze⸗su Hän-⸗de schir-men, geht's un⸗ter iii gro- ßen Got ⸗tes Gna⸗ de und sei ⸗-ner Son ⸗ nen⸗schein und Stür-men ge⸗ trost und —.—. ahte rin Lebt wohl, lebt wohl im . SI...... .— Herrn! Er sei euch nim-mer fern spät und .— frü⸗ he. Ver⸗geßt uns nicht in sei nem Licht, und wenn ihr sucht sein An ⸗ge⸗sicht. Apostelgeschichte 20, 32 Gustav Knah, 1806— 1878 156—-1875 Sonntag und Gottesdienst Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, das meines Vaters ist? Lunas 2, 49 11⁵ Weise: Es spricht der Anweisen Mund wohl D i Zohann Walther, 1524 Wir Men⸗schen sind zu dem, o Gott, was geist⸗lich dein We⸗sen, Wil⸗le und Ge-bot ist viel zu E ist, un ⸗tüch ⸗tig; 2 hoch und wich-⸗tig; miüteit? seuts S——— . —. 4.—— x x x und ver⸗ste⸗hen's nicht, wo uns dein gött⸗lich Wort und —..—3———————— PPPPIP IIIIIIII 2— 2——— Licht den Weg zu dir nicht wei ⸗⸗ set. 2. Drum sind vor Zeiten Knechte,/ daß durch dieselben deine Rechte./ Zum letzten ist des Himmels Thron/ selbst ko ausgesandt/ Propheten, deine würd bekannt/ dein Will und dein einger Sohn,/ o Vater, von mmen, uns zu lehren. Sonntag und Gottesdienst ——— laauetee mn 1— —*— 3. Für sol⸗ches Heil sei, Herr, ge⸗preist; laß uns da⸗ und gib uns dei⸗nen heil⸗gen Geist, daß wir dew EE. 1 + II„—‚—r.— 1 F/ +— 1* 1 * e. bei ver ⸗blei-ben 3 das ⸗ selb an⸗ Wor ⸗ t gläu⸗ben, x EH. 725— 1277 e e SSD—* 241. + l— 1—.— 1 — neh⸗men je ⸗der⸗zeit mit Sanftmut, Eh⸗ re, Lieb und —— —..* I 2—8— V I S, en,i,Eie, lineeerestete I 27* 1—— 4.— II Freud als Got-tes, nicht der Men-⸗schen. 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf/ uns nicht vom Wort ab⸗ wende;/ denn ihr Gespött samt ihnen drauf/ mit Schrechen nimmt ein Ende. /Gib du selbst deinem Donner Kraft,/ daß deine Lehre in uns haft/ und reichlich bei uns wohne. 5. Offn uns die Ohren und das Herz,/ daß wir das Wort recht fassen,/ in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz/ es aus der Acht nicht lassen;/ daß wir nicht Hörer nur allein/ des Wortes, sondern Täter sein, /Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort/ vom Teufel hinge⸗ nommen;/ in Fels und Steinen kann das Wort/ die Wurzel nicht bekommen;/ der Same, so in Dornen fällt,/ von Sorg und Wollust dieser Welt/ verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich/ dem guten, frucht⸗ barn Lande/ und sein an guten Werken reich/ in unserm Amt und Stande,/ viel Früchte bringen in Geduld,/ bewahren deine Lehr und Huld/ in feinem, gutem Herzen. . Meide Leide übera 9. Füße genie Leben 10. breite leiten sort u Lukas Eigene ieb und I schen. Wort ab⸗ Schrechen aft,/ daß as Wort /es aus lein/ des ngen. el hinge⸗ e Wurzel Sorg und , ftucht⸗ serm Amt hren deine Sonntag und Gottesdienst 8. Laß uns, solang wir leben hier,/ den Weg der Sünder meiden;/ gib, daß wir halten fest an dir/ in Anfechtung und Leiden;/ rott aus die Dornen allzumal,/ hilf uns die Weltsorg überall/ und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein/ die Leuchte unsern Füßen;/ erhalt es bei uns klar und rein;/ hilf, daß wir draus genießen/ Kraft, Rat und Trost in aller Not,/ daß wir im Leben und im Tod/ beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr/ dein Wort sich weit aus⸗ breiten;/ hilf, Jesu, daß uns deine Lehr/ erleuchten mög und leiten;/ o heilger Geist, dein göttlich Wort/ laß in uns wirken fort und fort/ Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung! Lukas 8, 4—15 David Deniche, 1603—1680 Eigene Weise 116 Görlitz, 1648 4 e ů— — 343355 5 E..— E— Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er uns re⸗ 0 1* — 4.—5 H E 2—— II — e—4.— II —2*.— E* 2—..— II gier und uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein,/ bereit das Herz zur Andacht fein,/ den Glauben mehr, stärk den Verstand,/ daß uns dein Nam werd wohl behannt; 3. bis wir singen mit Gottes Heer: /Heilig, heilig ist Gott der Herr!/ und schauen dich von Angesicht/ in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in einem Thron;/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkheit. Johannes 16, 13 Altenburg, 1648 Sonntag und Gottesdienst 11⁷ Weise: Erschienen ist der herrlich Tag Nikolaus Herman, 1560 ene, Gott Lob, der Sonn⸗-tag kommt her⸗bei, die Wo⸗che . wird nun wie- der neu. Heut hat mein Gott das Licht ge⸗ e, macht, mein Heil hat mir das Le⸗ben bracht. Hal⸗le⸗lu-⸗ja. 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ/ vom Tod für mich er⸗ standen ist/ und schenkt mir die Gerechtigkeit,/ Trost, Leben, Heil und Seligkeit./ Halleluja. 3. Das ist der rechte Sonnentag,/ da man sich nicht gnug freuen mag,/ da wir mit Gott versöhnet sind,/ daß nun ein Christ heißt Gottes Kind./ Halleluja. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort,/ führ mich zur Him⸗ melsehrenpfort;/ laß mich hier leben heiliglich/ und dir lob⸗ singen ewiglich./ Halleluja. 2. Korinther 4, 6 ZJohann Olearius, 1611—1684 118 Weise: Wo Gott zum 9941 nicht gibt sein Gunst Bei Joseph Klug, 1535 Herr, wstne mir die Her⸗zens-tür, zieh mein Herz 2* Leib un ein X 3. E einem Ewigh Lubas 2 Eigene an, 1550 EE t gnug Sonntag und Gottesdienst durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort be⸗ waher ren rein, laß mich dein Kind und Er-be sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund,/ dein Wort macht Leib und Seel gesund,/ dein Wort ist's, das mein Herz erfreut,/ dein Wort gibt Trost und Seligheit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in einem Thron,/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkheit. Lukas 24, 32 Johann Olearius, 1611—1684 119 Eigene Weise Johann Rudolf Ahle, 1664 E..,,, dee. Lieb⸗stier Je ⸗ su, wir sind hier, dich und len ⸗ ke Sin-nen und Be- gier auf die dein Wort an⸗ zu⸗ hö⸗ ren; sü⸗ßen Him⸗mels⸗leh⸗ ren, daß die Her-zen von der Er⸗den ganz zu dir ge-⸗ zo-gen wer-den. Sonntag und Gottesdienst 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis umhüllet,/ wo nicht deines Geistes Hand/ uns mit hellem Licht erfüllet;/ Gutes denken, tun und dichten/ mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit,/ Licht vom Licht, aus Gott geboren,/ mach uns allesamt bereit,/ öffne Herzen, Mund und Ohren;/ unser Bitten, Flehn und Singen/ laß, Herr Zesu, wohl gelingen. Apostelgeschichte 10, 33 Tobias Clausnitzer, 1618—1684 12⁰ Weise: Liebster Zesu, wir sind hier Zohann Rudolf Ahle, 1664 — L— E Un⸗sern Aus⸗gang seg ⸗ne Gott, un⸗sern seg ⸗ne un ⸗ser täg ⸗lich Brot, seg-ne 6, 2 SENE ö— ·** Ein⸗gang glei⸗cher⸗ma⸗ßen,„ ö un ⸗ser Tun und Las⸗sen, seg⸗ne uns mit sel⸗gem —— V Ster⸗ben und mach uns zu Him⸗mels⸗ er⸗ben. Hartmann Schenck, 1634-1681 Psalm 121, 8 Weiser Gltere! 2 217— hillet/ füllet; rrichten, 1s Gott ind und u, wohl 18-1684 Ahle, 1664 —— ·sern 9⸗ ne 1634—1631 Sonntag und Gottesdienst 121 Weise: Gott des Himmels und der Erden(Neuere Form) (Altere Form im Anhang) Heinrich Albert, 1642 0 1*——4——1 Bin,.—— Gro ⸗ßer Gott von al-ten Zei ⸗-ten, dese⸗ sen des⸗ sen Treu auf al-len Sei-ten mich von + —— de Hand die Welt re⸗giert, Zu Lend auf ge: sührt, 3*3**— 1— 9— ⁵——.— d e. Ta⸗ ges Lauf mich zu lau ⸗ter An--dacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden,/ denn sie sind des Herren Fest,/ das mit so viel Trost verbunden,/ da mein Gott mich ruhen läßt/ und durch seinen guten Geist/ mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen,/ der mir Zeit zum Guten schenkt;/ das sind unsre besten Sorgen,/ wenn der Mensch an Gott gedenkt/ und von Herzen bet't und singt,/ daß es durch die Wollen dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen?/ Was ist süßer als sein Wort,/ da wir sammeln wie die Bienen/ und den Honig tragen fortꝰ/ Selig ist, wer Tag und Nacht/ also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen,/ denn wir sind dein Eigentum./ Alles preise deinen Namen,/ alles mehre deinen Ruhm,/ bis es hünftig wird geschehn,/ daß wir dich im Himmel sehn. Psalm 84 Kaspar Reumann, 1648—1715 11 Sonntag und Gottesdienst 12² Weise: Unser Herrscher, unser König Bremen, 1680 5———— D—.— D 11 n. 0——— 2— +—7. 2———2 Tut mir auf die schö⸗-ne Pfor ⸗te, führt in ach wie wird an die⸗sem Or ⸗te mei⸗ne 0 e.—/——. 1.—6 11 —————— Got⸗tes Haus mich ein; See ⸗le fröh-lich sein! — S..... S ————— sicht, hier ist lau ⸗ter Trost und Licht. —. 22 2 8 Hier ist Got⸗tes An⸗ge⸗ 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,/ komme du nun auch zu mir;/ wo du Wohnung hast genommen,/ da ist lauter Himmel hier./ Zieh doch in mein Herz hinein,/ laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten,/ heilige du Leib und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ ein gefällig Opfer heißt. /Heilige du Mund und Ohr,/ zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande,/ wenn dein Samkorn auf mich fällt,/ gib mir Licht in dem Verstande,/ und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein,/ laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben,/ laß dein teures Kleinod mir/ nimmer aus dem Herzen rauben,/ halte mir dein Wort stets für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören,/ und dein Wille werd er⸗ füllt;/ nichts laß meine Andacht stören,/ wenn der Brunn des Lebens quillt;/ speise mich mit Himmelsbrot,/ tröste mich in aller Not. 7.8 honn hier in Pfalm auch zu himmel el sein. ũib und Opfer empor. on auf it wird Frucht teures sit dein n Trost erd er⸗ in des mich in Psalm 26, 8 Sonntag und Gottesdienst 7. Offne mir die grünen Auen,/ daß dein Lamm sich weiden kann;/ lasse mir dein Manna tauen,/ zeige mir die rechte Bahn/ hier in diesem Jammertal,/ Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolch, 1672—1737 123 Weise: Wunderbarer König Bremen, 1680 EI.—. er Gott ist ge⸗ gen-wär⸗tig. Las⸗set uns an⸗ Gott ist in der Mit-ten. Al ⸗les in uns —. 1——— II YASIEEEEE be⸗ ten und in Ehr⸗furcht vor ihn tre-ten. schwei⸗ge und sich in- nigst vor ihm beu-ge. —+47.ꝗ— —555.t..—— 0 E Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Au⸗- gen — ů———— 1 2— 1—— nie ⸗ der; kommt, er ⸗ gebt euch wie-der. 2. Gott ist gegenwärtig,/ dem die Cherubinen/ Tag und Nacht gebücket dienen./ Heilig, heilig, heilig!/ singen ihm zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre./ Herr, vernimm/ unsre Stimm,/ da auch wir Geringen/ unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig/ allen Eitelkeiten,/ aller Erdenlust und Freuden;/ da liegt unser Wille,/ Seele, Leib und Leben/ dir zum Eigentum ergeben./ Du allein/ sollst es sein,/ unser Gott und Herre,/ dir gebührt die Ehre. 11² Sonntag und Gottesdienst 4. Majestätisch Wesen,/ möcht ich recht dich preisen/ und im Geist dir Dienst erweisen!/ Möcht ich wie die Engel/ immer vor dir stehen/ und dich gegenwärtig sehen!/ Laß mich dir/ für und für/ trachten zu gefallen,/ liebster Gott, in allem. 5. Luft, die alles füllet,/ drin wir immer schweben,/ aller Dinge Grund und Leben,/ Meer ohn Grund und Ende,/ Wun⸗ der aller Wunder,/ ich senk mich in dich hinunter./ Ich in dir,/ du in mir,/ laß mich ganz verschwinden,/ dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest alles; /laß dein schönstes Lichte,/ Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen/ willig sich entfalten/ und der Sonne stille halten,/ laß mich so/ still und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig,/ innig, abgeschieden,/ sanft und still in deinem Frieden;/ mach mich reines Herzens,/ daß ich deine Klarheit/ schauen mag in Geist und Wahrheit;/ laß mein Herz/ überwärts/ wie ein Adler schweben/ und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen,/ laß mein Herz auf Erden/ dir ein Heiligtum noch werden;/ omm, du nahes Wesen,/ dich in mir verkläre,/ daß ich dich stets lieb und ehre./ Wo ich geh,/ sitz und steh,/ laß mich dich erblichen/ und vor dir mich bücken. Apostelgeschichte 17, 27. 28 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 Weise: O Durchbrecher aller Bande Halle, 1704 E2—— * 2 E 2 s Guuu Herr, dein Wort, die ed ⸗ le Ga⸗be, die ⸗sen denn ich zieh es al ⸗ler Ha⸗-be und dem H* 4.——— EEE Schatz er- hal⸗te mir; größ⸗ten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll Weif und im immer dit/ für VJaller „Wun⸗ in dir,/ hn und „Hert, llig sich lill und und still ch deine Herz/ n. Erden/ en,/ dich ich geh,/ büchen. 1097—1700 Halle, 1704 neht soll Sonntag und Gottesdienst e e, Ke i e,. SSSSISSIII gel⸗ten, wor ⸗auf soll der Glau-be ruhn? Mir ist's +2, Earren, EEE Ee nicht um tausend Welten, a⸗ber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen!/ Herr, du wollest auf mich sehn,/ daß ich mög in deinem Namen/ fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen,/ dir zu dienen früh und spat,/ und zugleich zu deinen Füßen/ sitzen, wie Maria tat. Lukas 10, 38—42 Christian Gregor, 1723—1801, und Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760 12⁵ Weise: Unser Herrscher, unser König Bremen, 1680 + ö .‚— 1—— I.——4—, , r e, . Hal ⸗le ⸗lu ⸗ja, schö⸗ ner Mor⸗gen, schö- ner, Heu ⸗te fühl ich kei- ne Sor- gen, denn das 2 n. SA*“— der durch sei⸗ne Lieb⸗lich⸗ Nals man den⸗ Liin Wagd ist ein lie-ber Tag, Q E— + ———...———⸗x A 1.. keit recht das In ⸗ner ⸗ste er ⸗freut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen,/ Sonntag, der voll Lichtes ist,/ heller Tag der dunklen Höhlen,/ Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Ewigleit,/ du vertreibst mir alles Leid. Sonntag und Gottesdienst 3. Ach wie schmech ich Gottes Güte/ recht als einen Morgen⸗ tau,/ die mich führt aus meiner Hütte/ zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund/ edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte,/ heute hab ich sonst zu tun,/ denn ich brauche alle Kräfte,/ in dem höchsten Gott zu ruhn. /Heut schickt keine Arbeit sich/ als nur Gottes Werk für mich. 5. Ich will in der Zionsstille/ heute voller Arbeit sein;/ denn da sammle ich die Fülle/ von den höchsten Schätzen ein,/ wenn mein Jesus meinen Geist/ mit dem Wort des Lebens speist. 6. Segne deiner Knechte Lehren,/ öffne selber ihren Mund,/ mach mit allen, die dich hören,/ heute deinen Gnadenbund,/ daß, wenn man hier bet't und singt,/ solches in dein Herze dringt. V 7. Gib, daß ich den Tag beschließe,/ wie er angefangen ist;/ segne, pflanze und begieße,/ der du Herr des Sabbats bist,/ bis ich einst auf jenen Tag/ ewig Sabbat halten mag. Psalm 37, 4 Zonathan Krause, 1701—1762 12 Weise: Schmücke dich, o liebe Seele Johann Crüger, 1649 E EE Zei ⸗ge dich uns oh ⸗-ne Hül ⸗le, ström auf daß an die⸗ sem Got⸗tes⸗ ta ⸗ ge un ⸗ser uns der Gna-de Fül Herz der Welt ent⸗sa ⸗le, ge, daß durch dich, der würd siille Aufe n ist:/ st,/ bis 701—17⁰² iger, 1049 Sonntag und Gottesdienst 5— e E starb, vom Bö⸗sen uns Ge-⸗fallne zu er⸗ Zohannes 14,8- 10 dei ⸗ ne glau ⸗ ben-de Ge⸗ mei- ne mit dem Va⸗ter sich ver- ei- ne. 2. O daß frei von Erdenbürden/ und der Sünde Lasten würden/ unsre Seelen, unser Wille/ sanft wie diese Sabbat⸗ stille!/ Daß von fern aus deinen Höhen/ wir des Lichtes Aufgang sähen,/ das die Selgen dann verkläret,/ wenn der Sabbat ewig währet! 3. Was ich strahlen seh am Throne,/ ist es nicht der Sieger Krone?/ Was von dort herab ich höre,/ sind's nicht Über⸗ winderchöre?/ Feiernd tragen sie die Palmen,/ ihr Triumph er⸗ schallt in Psalmen./ Herr, du selber wollst mich weihen/ diesem Sabbat deiner Treuen. 4. Deche meiner Blöße Schande/ mit dem festlichen Gewande/ deiner Unschuld, daß am Tage/ deines Mahls ich froh es wage,/ dort zu wandeln, wo voll Gnaden/ deine Schar du eingeladen,/ wo nicht mehr die Streiter ringen,/ wo sie Siegeslieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724—1003 Sonntag und Gottesdienst 127 Weise: Jesu, meines Lebens Leben Wolfgang Weßnitzer, 1661 F— —H—5 +. Das ist ei ⸗ ne sel ⸗ge Stun⸗-de, Je⸗ su, und das Herz von Her-zens⸗grun⸗de tief in da man dein ge-denkt dei⸗ ne Wun⸗den senht. S ken⸗nen, Je⸗sum su⸗chen, fin- den, nen⸗nen, das er⸗ 4 — Wahr ⸗=lich, nichts als Ze⸗sum fül⸗let uns⸗re Zeit mit der höch-sien Se⸗lig⸗keit. 2. Zesu, deine Gnadenquelle/ fließt so gern ins Herz hinein,/ deine Sonne scheinet helle,/ denn du willst genossen sein;/ und bei aller Segensfülle/ ist dein Wunsch und ernster Wille,/ daß man, weil dein Brünnlein voll,/ unaufhörlich schöpfen soll. 3. Nun so laß auch diese Stunde/ dein Gedächtnis in uns sein;/ in dem Herzen, in dem Munde/ leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen;/ wie Maria still gesessen,/ da sie deinen Mund gehört,/ also mach uns eingekehrt. ZJohannes 7, 37. 38 Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761 Eigene inein,/ 1/und le,/ daß ll. in uns sche du sessen,/ 25—IibI Sonntag und Gottesdienst 128 Eigene Weise Heinrich Pfannschmidt, geb. 1863 EHA———.————66 X2 4. 2— E— 4—— EV D Zi⸗ons Stil ⸗le soll sich brei⸗ten um mein EEEEEEEE I—.2 IEI IEE—jñ—— +.—. 4 6— 1.9 LI +7 2 1 L 1 Sor⸗gen, mei ⸗ ne Pein; denn die Stim⸗men Got⸗tes E 2————H EHU—*.— EEEEEE EE —— 2——. I läu ⸗ten Frie-den, ew ⸗ gen Frie⸗den ein. 2. Ebnen soll sich jede Welle,/ denn mein König will sich nahn;/ nur an einer stillen Stelle /legt Gott seinen Anker an. 3. Was gewesen, werde stille,/ stille, was dereinst wird sein./ All mein Wunsch und all mein Wille/ gehn in Gottes Willen ein. Psalm 65, 2 Rudolf Kögel, 1829- 1896 Taufe und Konfirmation Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden. Markus 16, 16 129 Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit Weltlich Paris, 1530; geistlich 28 157² PP.. II.IIIIIIIIIIIIII Sei Gott ge⸗treu, halt sei- nen Bund, o Mensch, in Leg die- sen Stein zum er-sten Grund, bleib ihm al⸗ E dei⸗nem Le=ben. z; lein er⸗ge ⸗ ben. Denk an den Kauf in dei-ner —.— S— I— ——.D D Tauf, da er sich dir ver⸗-schrie-ben bei sei ⸗-nem E EEe Eid, in E⸗wig⸗keit als Va⸗ter dich zu lüee ben. 2. Sei Gott getreu von Jugend auf,/ laß dich kein Lust noch Leiden/ in deinem ganzen Lebenslauf/ von seiner Liebe scheiden./ Sein alte Treu wird täglich neu,/ auf sein Wort kannst du bauen./ Was er verspricht, das bricht er nicht,/ drauf sollst du kühnlich trauen. Taufe und Konfirmation 3. Sei Gott getreu in deinem Stand,/ darein er dich gesetzet./ Wenn er dich hält mit seiner Hand,/ wer ist, der dich verletzetꝰ/ Wer seine Gnad zur Brustwehr hat,/ kein Teufel kann ihm N schaden;/ wo diese Wehr steht um dich her,/ da ist dir wohl geraten. selig 4. Sei Gott getreu, sein liebes Wort/ standhaftig zu bekennen;/ steh fest darauf an allem Ort,/ laß dich davon nicht trennen./ Was diese Welt in Armen hält,/ muß alles noch vergehen; /sein liebes Wort bleibt immerfort/ ohn alles Wanken stehen. —1—— furt, 1572 — 5. Sei Gott getreu, der immer sich/ läßt treu und gnädig — finden. /Streit unter ihm nur ritterlich,/ laß über dich den nshj in Sünden/ ja wider Pflicht den Zügel nicht.Wär je ein Fall geschehen,/ so sei bereit, durch Buß beizeit/ nur wieder m al⸗ aufzustehen. 6. Sei Gott getreu bis in den Tod/ und laß dich nichts abwenden./ Er wird und kann in aller Not/ dir treuen Beistand dei⸗ ner senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich/ mit aller Macht gedrungen,/ wollt auf dich zu, so glaube du,/ du bleibest unbezwungen. 7. Wirst du Gott also bleiben treu,/ wird er sich dir erweisen,/ daß er dein lieber Vater sei,/ wie er dir hat verheißen,/ und eine Kron zum Gnadenlohn/ im Himmel dir aufsetzen./ Da wirst du dich dann ewiglich/ in seiner Treu ergötzen. Offenbarung Zohannes 2, 10b Michael Franch, 1609—1667 sollst du Taufe und Konfirmation 13⁰ Weise: Liebster Zesu, wir sind hier ZJohann Rudolf Ahle. 1664 7* H—————..——4.—* Lieb⸗ster Je⸗ su, wir sind hier, dei⸗ nem die ⸗ses Kind⸗lein kommt zu dir, weil du — +...———L I——— 72— 1— 1 R——4*.—— EE E 495 L— Wor⸗te nach⸗zu⸗le⸗ ben; ö 2 den Be⸗fehl ge⸗ ge⸗ben, daß man sie zu dir hin⸗ —.— D . 11 2— 23 1 E 4 82—1— 1 füh ⸗re, denn das Him⸗mel⸗reich ist ih⸗re. 2. Ja, es schallet allermeist/ dieses Wort in unsern Ohren:/ wer durch Wasser und durch Geist/ nicht zuvor ist neugeboren,/ wird von dir nicht aufgenommen/ und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir:/ nimm das Pfand von unsern Armen;/ tritt mit deinem Glanz herfür/ und erzeige dein Er⸗ barmen,/ daß es dein Kind hier auf Erden/ und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an,/ Haupt, mach es zu deinem Gliede, /Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, /Friedefürst, sei du sein Friede, /Weinstock, hilf, daß diese Rebe/ auch im Glauben dich umgebe. 5. Nun wir legen an dein Herz,/ was von Herzen ist gegangen;/ führ die Seufzer himmelwärts/ und erfülle das Verlangen;/ ja den Namen, den wir geben,/ schreib ins Lebens⸗ buch zum Leben. Markus 10, 14—16 Benjamin Schmolch, 1672—1737 unsern ein Er⸗ Taufe und Konfirmation 131 Weise: O daß ich tausend Zungen hätte(1. Weise) Frankfurt a. M., 1738 L E— 1 e, x—.— — 7 1.. CI I 2— 1 Ich bin ge⸗tauft auf dei- nen Ra⸗men, Gott Va⸗ ter, ich bin ge⸗zählt zu dei⸗nem Sa⸗men, zum Voll, das 1— + 1——* II— 1— EIE LV— 1.—.— 1.—— Sohn und heil⸗ ger Geist; 4303 ö dir ge⸗ hei ⸗ligt heißt. Ich bin in Chri⸗stum ꝗ 1222 L 5 222 4—— — 2 ein⸗ge⸗senkt, ich bin mit sei⸗nem Geist be⸗schenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben,/ mein lieber Vater, mich erklärt.Du hast die Frucht von deinem Sterben,/ mein treuer Heiland, mir gewährt./ Du willst in aller NRot und Pein,/ o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe,/ Treu und Ge⸗ horsam zugesagt;/ ich hab, o Herr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu sein gewagt;/ hingegen sagt ich bis ins Grab/ des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite/ bleibt dieser Bund wohl feste stehn;/ wenn aber ich ihn überschreite,/ so laß mich nicht verlorengehn;/ nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an,/ wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue/ Leib, Seel und Herz zum Opfer hin;/ erwecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besitz von meinem Sinn. /Es sei in mir kein Tropfen Blut,/ der nicht, Herr, deinen Willen tut. Taufe und Konfirmation 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken,/ Gott Vater, Sohn und heilger Geist;/ halt mich in deines Bundes Schranken,/ bis mich dein Wille sterben heißt./ So leb ich dir, so sterb ich dir,/ so lob ich dich dort für und für. Römer 6, 3.4 Zohann Jakob Rambach, 1693-1735 Eigene Weise Christoph Meyer, 1741 Mein Schöp⸗fer, steh mir bei, sei mei⸗nes Le⸗bens dein Au ⸗ge lei ⸗te mich, bis mir mein Au⸗ge 2 5* II 1*——..— 59—* IID.. 2 1e.—„— LIU—8 HM.ü 4— 1 2.— —* E II 1—m—— X— Licht; ier leg i erz und Glie-der vor bricht. 9 g ich Herz 1 9— 1* 1* H„ᷣo/S e n rr,, EH— TT dir zum Op⸗fer nie⸗der und wid-me mei⸗ ne 7— ED. IISIITTTI‚I IU/.— E ßUHʃ— 2——.—— ꝰ— 2———— Kräf⸗te für dich und dein Ge⸗schäf⸗te. Du heritt und ohne 3. kegiet den Gnat alles 4. Ach mein Arnt Mei 1. Kü Sohn M,/ bis dit,/ 935 eyer, Val esbens Au⸗ge Taufe und Konfirmation 2. Mein Heiland, wasche mich/ mit deinem reinen Blut,/ das alle Flecken tilgt/ und lauter Wunder tut./ Schließ mich verirrten Armen/ ganz ein in dein Erbarmen,/ daß ich von Zorn und Sünde/ hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich;/ mein Heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft,/ wenn sich Versuchung zeigt;/ regiere meinen Geist,/ wenn er zur Welt sich neigt./ Lehr mich den Sohn erkennen,/ ihn meinen Herren nennen,/ sein Gnadenwort verstehen,/ auf seinen Wegen gehen./ Du bist, der alles Gute schafft;/ mein Tröster, gib mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist,/ dir bin ich, was ich bin./ Ach drücke selbst dein Bild/ recht tief in meinen Sinn,/ erwähle mein Gemüte/ zum Tempel deiner Güte,/ verkläre an mir Armen/ dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt,/ Gott Vater, Sohn und Geist! 1. Korinther 3, 16 Johaͤnn Jasiob Rambach, 1693—1785 Das heilige Abendmahl Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Matthäus 11, 28 133 Eigene Weise Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 .—. ——— 9—— 2 Gott sei ge ⸗lo ⸗- bet und ge⸗be ⸗ ne⸗ mit sei ⸗nem Flei⸗sche und mit sei ⸗ nem x 4 NI I II. 1 —— WI Q — dei ⸗et, der uns sel-ber hat 9 ⸗ spei⸗ set Blu⸗ te; das gib uns, Herr Gott, zu ⸗ gu ⸗te! E Ky⸗ ri⸗e⸗ Lei⸗ son. Herr, durch dei⸗ nen hei-li⸗gen —165—. E S 77— kam, und das hei ⸗li ⸗ ge Blut hilf uns, Herr, aus al⸗ler Not. Ky⸗ri ⸗-e lei⸗son. wit da babei! große lat/ u Kriel 3.6 auf se uns Geist dein e Matthi Das heilige Abendmahl 2. Der heilge Leichnam ist für uns gegeben/ zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte koönnte er uns schenken,/ dabei wir sein solln gedenken./ Kyrieleison./ Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat,/ daß dein Blut an uns groß Wunder tat/ und bezahlt unsre Schuld,/ daß uns Gott ist worden hold./ Kyrieleison. 3. Gott geb uns allen seiner Gnade Segen,/ daß wir gehn auf seinen Wegen/ in rechter Lieb und brüderlicher Treue,/ daß uns die Speis nicht gereue./ Kyrieleison. /Herr, dein heilger Geist uns nimmer laß,/ der uns geb zu halten rechte Maß,/ daß dein arm Christenheit/ leb in Fried und Einigkeit./ Kyrieleison. Matthäus 26, 26-28 Martin Luther, 1483— 1546 134 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren (Wach auf, mein Herz, und singe) Leipzig, 1587 E ö.— —————— O Je ⸗ su, mei ⸗ ne Won⸗ ne, du 4 4 mei⸗ner See⸗le Son⸗ne, du Freund lich⸗-ster auf 60—.— EEEEEEEE EH.—3 + Er⸗ den, laß mich dir dank-bar wer⸗den. 2. Wie hann ich gnugsam schätzen/ dies himmelsüß Ergötzen/ And diese teuren Gaben,/ die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dir es danken,/ o Herr, daß du mich Kranhen/ gespeiset und getränket,/ ja selbst dich mir geschenket? 12 Das heilige Abendmahl 4. Ich lobe dich von Herzen/ für alle deine Schmerzen,/ für deine Schläg und Wunden,/ die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freu⸗ den;/ dir dank ich für dein Sehnen/ und heiß vergoßne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben,/ das standhaft ist geblieben;/ dir dank ich für dein Sterben,/ das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmechet mein Gemüte/ dein übergroße Güte;/ das teure Pfand der Gnaden/ tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen,/ daß du mir zugemessen/ die kräftge Himmelsspeise,/ wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde,/ die ich noch jetzt empfinde,/ aus meinem Fleische treiben/ und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet/ von Sünden und vermählet/ mit dir, mein liebstes Leben;/ was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden,/ laß mich geduldig leiden,/ laß mich mit Andacht beten/ und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben;/ drauf will ich selig sterben/ und fröhlich auferstehen,/ o Jesu, dich zu sehen. Psalm 34, 9 Zohann Rist, 1607—1667 Eigene Weise ZJohann Crüger, 1649 —2— 1*— n. RSEE Schmüh⸗ke dich, o lie ⸗be See⸗le, laß die komm ans hel⸗-le Licht ge-gan- gen, fan⸗ ge ů.— I 4.— dunk⸗le Sün⸗den⸗ höh ⸗le, herr⸗lich an zu pran⸗gen; denn der Herr voll en,/ für Tränen. lieben/ terben. le/ das sen/ die de,/ aus let/ mit leiden,/ en. slerben/ 1607-lbbꝰ rüger, 1640 ert voll Das heilige Abendmahl 2** A EN 2, en———.—— *—————— Heil und Gna-den will dich jetzt zu Ga⸗ste ꝗ —.— ꝗ—P I*— — — wal ⸗ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen,/ deinem Bräutigam entgegen,/ der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Herzens Pforten;/ eile, sie ihm aufzuschließen,/ wirf dich hin zu seinen Füßen;/ sprich: Mein Heil, laß dich umfassen,/ von dir kann ich nimmer lassen. 3. Ach, wie hungert mein Gemüte,/ Menschenfreund, nach deiner Güte! /Ach, wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach dieser Kost zu sehnen!/ Ach, wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trank des Lebensfürsten,/ daß in diesem Brot und Weine/ Christus sich mit mir vereine! 4. Heilge Lust und tiefes Bangen/ nimmt mein Herze jetzt gefangen. Das Geheimnis dieser Speise/ und die unerforschte Weise/ machet, daß ich früh vermerke,/ Herr, die Größe deiner Stärke. /Ist auch wohl ein Mensch zu finden,/ der dein Allmacht sollt ergründen? 5. Jesu, meine Lebenssonne,/ Jesu, meine Freud und Wonne, ́/Jesu, du mein ganz Beginnen,/ Lebensquell und Licht der Sinnen,/ hier fall ich zu deinen Füßen;/ laß mich würdiglich genießen/ dieser deiner Himmelsspeise,/ mir zum Heil und dir zum Preise. 12² Das heilige Abendmahl 6. Herr, es hat dein treues Lieben/ dich vom Himmel her⸗ 3.2 ö getrieben,/ daß du willig hast dein Leben/ in den Tod für uns hleiber gegeben/ und dazu ganz unverdrossen,/ Herr, dein Blut für uns dit tre V vergossen,/ das uns jetzt kann kräftig tränken,/ deiner Liebe zu zur M gedenken.. Korin 7. Jesu, wahres Brot des Lebens,/ hilf, daß ich doch nicht vergebens/ oder mir vielleicht zum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen. /Laß mich durch dies Seelenessen/ deine Liebe recht ermessen,/ daß ich auch, wie jetzt auf Erden,/ mög dein Gast im Himmel werden. 420 Zohannes 6, 48 Johann Franck, 1618-1677 0 66,96 Weise Dresden, 1593 E ö IR Herr—— Christ, du höch⸗stes Gut, du Brunnquell wir Ai dei⸗nen Leib und Blut, wie du uns al ⸗ler Gna⸗-den, hast ge⸗la- den, E EO—— ne. ——— rer zu dei⸗ ner Lie⸗be Herr ⸗lich⸗ keit zu es ⸗ sen und zu trin ⸗hen. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werhe;/ schenk uns dein schönes Ehrenkleid/ durch deines Geistes Stärke./ Hilf, daß wir würdge Gäste sein/ und werden 9 gepflanzet ein/ zum ewgen Himmelswesen. iel her⸗ sür uns für uns iebe zu h nicht m Tisch de recht Hast im 018-10/ den, 1593 II Werhe/ Geistes rden dit Das heilige Abendmahl 3. Bleib du in uns, daß wir in dir/ auch bis ans Ende bleiben;/ laß Sünd und Not uns für und für/ nicht wieder von dir treiben,/ bis wir durch deines Nachtmahls Kraft/ eingehn zur Himmelsbürgerschaft/ und ewig selig werden. 1. Korinther 11, 28 Erfurt, 1701 Weise: An Wasserflüssen 4100 ü 15²⁵ —— Ich kom⸗ me, Herr, I 108 che dich, müh⸗ se⸗lig Gott, mein Er ⸗-bar-mer, würd⸗ge mich des Wun⸗ders .SS E und be ⸗ la⸗ den. dei ⸗ner Gna⸗den. Ich lie-ge hier vor dei⸗nem * 4 S——— ,=an ü Sohn Gottes und des Menschen Sohn, mich dei⸗ner E EE—.—. zu ge⸗ trö⸗ sten. Ich füh-le mei⸗ ner Sün⸗den 2 +* — E———— ů 2.D—* —— Müh, ich su⸗sche Ruh und fin- de sie im Das heilige Abendmahl 2. Dich bet ich zu versichtlich an,/ du bist das Heil der Sünder;/ du hast die Handschrift abgetan,/ und wir sind Gottes Kinder./ Ich denk an deines Leidens Macht/ und an dein Wort: Es ist vollbracht!/ Du hast mein Heil verdienet,/ du hast für mich dich dargestellt,/ Gott war in dir und hat die Welt/ in dir mit sich versühnet. I 3. So freue dich, mein Herz, in mir,/ er tilget deine Sünden/ und läßt an seinem Tische hier/ dich Gnad um Gnade finden./ Du rufst, und er erhört dich schon,/ spricht liebreich:„Sei getrost, ö mein Sohn,/ die Schuld ist dir vergeben;/ du bist in meinen Tod ö getauft,/ und du wirst dem, der dich erkauft,/ von ganzem ö Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit,/ bewahr es hier im ö Glauben/ und laß durch keine Sicherheit/ dir deine Krone rauben./ Sieh, ich vereine mich mit dir;/ ich bin der Weinstock, N. bleib an mir,/ so wirst du Früchte bringen. /Ich helfe dir, ich stärke dich,/ und durch die Liebe gegen mich/ wird dir der Sieg gelingen.“ I 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot;/ ich will es treu ö erfüllen/ und bitte dich durch deinen Tod/ um Kraft zu meinem Willen. /Laß mich von nun an würdig sein,/ mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn/ und deinen Tod zu preisen./ Laß mich den Ernst der Heiligung/ durch eine wahre Besserung/ mir und der Welt beweisen. Matthäus 11, 28 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 138 Weise: Schmücke dich, o liebe Seele Zohann Crüger, 1649 i— nnn. Komm, mein Herz, in ⸗su Lei ⸗den strömt auch Stil ⸗le hier dein n Dür⸗sten an dem IDDDHEE dnder: iien Es it n dich nit sich zünden/ sinden./ getrof, nen Tod ganzem hier im e Krone einstoch, dit, ich der Sieg es treu meinem zes Herz mich den und der 1715—1709 rüger, 1049 Das heilige Abendmahl ——— E— ꝗDꝗDPPPP dir ein Quell der Freu-den. Daß i 3 Mahl des Le⸗bens⸗für⸗sten. Wferen Hei⸗-land ha⸗ be, mich in sei⸗ nem Hei ⸗le la ⸗ be und in sein Ber- dienst mich — 5 lei ⸗de, das ist mei⸗nes Her⸗zens Freu-de. 2——— EGO ———— 2. Zwar hab ich ihn alle Tage,‚,/ wenn ich nach ihm Sehnsucht trage;/ er ist auf der Himmelsreise/ täglich meine Seelenspeise./ Daß ich einen Heiland habe,/ bleibt mein alles bis zum Grabe,/ und ich mag nichts andres wissen,/ als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen/ auch sein Abendmahl empfan⸗ gen. /Hier schenkt er sich ganz zu eigen;/ nimmer will ich's nun verschweigen,/ daß ich einen Heiland habe,/ der am Kreuz und in dem Grabe,/ wie sein Wort mir sagt und schreibet,/ mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach, wie werd ich oft so müde,/ wie entweiht der süße Friede!/ Sünd und Welt kann mich verwunden,/ wenn mir dieses Licht entschwunden,/ daß ich einen Heiland habe,/ der mit seinem Hirtenstabe/ sanft und mild und voll Vergeben/ mir nichts ist als Heil und Leben. Das heilige Abendmahl 5. O ich Armer, ich Verlorner,/ ich in Sünden schon Gebor⸗ ner,/ was wollt ich vom Troste wissen,/ wäre dies mir wegge⸗ rissen, daß ich einen Heiland habe,/ dessen Blut mich Sünder labe. Besser wär es, nie geboren,/ als dies teure Wort ver⸗ loren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe,/ daß du mir aus treuem Triebe,/ da das Mißtraun mich vergiftet,/ solch ein Denkmal selbst ge⸗ stiftet;/ daß ich einen Heiland habe,/ der den Gang zum Kreuz und Grabe,/ ja den Schritt in Todes Rachen/ gern getan, mich 1 loszumachen. 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet,/ weil mir der in dir be⸗ gegnet,/ der mit seinen Todeswunden/ die Erlösung mir er⸗ funden. Daß ich einen Heiland habe,/ der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schuld gelegen,/ will ich schmecken und 0 erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begegnet,/ dessen Blut mich lässet finden/ die Vergebung aller Sünden./ Daß ich einen Heiland habe,/ der die matte Seele labe,/ muß dies nicht mein Dürsten stillen/ und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen,/ meines Jammers zu vergessen,/ er gebietet mir zu trinken/ und in Freude zu versinken,/ daß ich einen Heiland habe,/ der sich selbst zur Opfergabe,/ ja zur Nahrung und zum Leben/ mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen,/ ja was will ich mehr genießen?/ Wer kann nun mein Heil ermessen?/ Werd ich das nur nie vergessen,/ daß ich einen Heiland habe!/ Ich bin frei von Tod und Grabe;/ wenn mich Sünd und Hölle schrechen,/ so wird mich mein Heiland dechen. 11. 2 sahlen, sinnen, um E Sündet . Korint Weise: Helft n Helf — Gebor⸗ ö wegge⸗ Sünder ort ver⸗ Triebe/ elbst ge⸗ n Kteuz lan, mich dit be⸗ mit er⸗ tot im chen und mit dit ing aller te Seele Hetz mit tgessen,/ zen,/ daß „ja zur en. lich neht dich das hin ftei echen,/ so V tzr6angzaur Das heilige Abendmahl 11. Will hinfort mich etwas quälen,/ oder wird mir etwas fehlen,/ oder wird die Kraft zerrinnen,/ so will ich mich nur be⸗ sinnen,/ daß ich einen Heiland habe,/ der vom Kripplein bis zum Grabe,/ bis zum Thron, wo man ihn ehret,/ mir, dem Sünder, zugehöret. 1. Korinther 10, 16.17 Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761 139 Weise: Von Gott will ich nicht lassen(1. Weise) Ursprünglich weltlich; (Helft mir, Gotts Güte preisen) geistlich Erfurt, 1572 SI Kommt her, ihr seid ge⸗la-den, der Hei⸗land ru⸗fet der sü⸗ße Herr der Gna-den, an Huld und Lie⸗be Q J—.—* II— Fh— 2— ne ee,., LU.— I— IE. E— E 1 FE—. 1 LV II— 1——— — euch, der Erd und Him⸗mel lenkt, will reich; E 1 4 ů SSISIIII............... T — 2————— Gast-mahl mit euch hal⸗-ten und wun⸗-der⸗bar ge⸗ ,., a,, + V* + stal ⸗-ten, was er in Lie ⸗ be schenkt. 2. Kommt her, verzagte Sünder,/ und werft die Angste weg;/ kommt her, versöhnte Kinder,/ hier ist der Lebensweg./ Empfangt die Himmelslust,/ die heilge Gottesspeise,/ die auf verborgne Weise/ erquicket jede Brust. Das heilige Abendmahl 3. Kommt her, betrübte Seelen,/ die Not und Jammer drücht,/ mit Gott euch zu vermählen,/ der wunderbar beglückt./ Kommt, legt auf ewig ab/ der Sünde bange Säumnis;/ emp⸗ fanget das Geheimnis,/ das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker Herzen,/ die mir von oben kam!/ Ver⸗ wunden sind die Schmerzen,/ getröstet ist der Gram./ Was von dem Himmel fleußt,/ hat lieblich sich ergossen;/ mein Herz ist gar durchflossen/ vom süßen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele,/ hell aus der Sündennacht./ Verkünde und erzähle/ die tiefe Wundermacht,/ die unermeßlich süß,/ ein Born der Liebe, quillet/ und jeden Jammer stillet,/ der fast verzweifeln ließ. 6. Drum jauchze, meine Seele,/ drum jauchze deinem Herrn,/ verkünde und erzähle/ die Gnade nah und fern,/ den Wunder⸗ born im Blut,/ die selge Himmelsspeise,/ die auf verborgne Weise/ dir gibt das höchste Gut. Offenbarung Johannes 19, 9 Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860 zummer glücht./ V emp⸗ / Ver⸗ zas von Hetz ist macht./ meßlich sillet,/ Herrn,/ Bunder⸗ tborgne 709—1860 Buße Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen. 1. Timotheus 1, 15 14⁰ Eigene Weise(1. Weise) Wittenberg, 1524 Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, er⸗ Dein gnä-dig Oh-ren kehr zu mir und mei-ner E.— E R—.—.— hön mein Ru⸗ Bitt sie öf ⸗ fen; — L 5— ——— I willst das se⸗ hen an, was Sünd und Un⸗recht ist ge⸗ SSSSS..... tan, wer kann, Herr, vor dir blei ⸗ benꝰ 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst,/ die Sünde zu vergeben,/ es ist doch unser Tun umsonst/ auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann,/ des muß dich fürchten jedermann/ und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen;/ auf ihn mein Herz soll lassen sich/ und seiner Güte trauen,/ die mir zusagt sein wertes Wort;/ das ist mein Trost und treuer Hort,/ des will ich allzeit harren. 1 . etzeug Eigene Wort, elt, die 15 nberg, 1524 Hott, er⸗ mei⸗ner —— Sünde zu em besten muß dich jjenst nicht iner Güte Rein Ttost Buße 4. Und ob es währt bis in die Nacht/ und wieder an den Morgen,/ doch soll mein Herz an Gottes Macht/ verzweifeln nicht noch sorgen./ So tu Israel rechter Art,/ der aus dem Geist erzeuget ward/ und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Gnade;/ sein Hand zu helfen hat kein Stel,/ wie groß auch sei der Schade. /Er ist allein der gute Hirt,/ der Israel erlösen wird/ aus seinen Sünden allen. Psalm 130 Martin Luther, 1483—1546 Eigene Weise 14¹ 7 H 1————— r,„ee.xx Ete —. Wittenberg, 1541 Al⸗lein zu dir, Herr Je⸗ su Christ, mein Hoff-nung Ich weiß, daß du mein Trö⸗ ster bist, kein Trost mag ◻ 39— 2. SEE—.— 5 steht auf Er ⸗ ⸗ den. mir sonst wer„ den. Von An⸗be⸗ HA 1 ⁷ + SIII.......... 9 1.————— ö— ginn ist nichts er⸗orn, auf Er⸗den ist kein Mensch ge⸗ 4 4 EAS— E—.— IlEE Wa E— born, der mir aus Nö⸗ ten hel⸗-fen kann; ich . E— 0— , nennn nnn. 2——807— 1—— 4.— ruf dich an, zu dem ich mein Ver⸗trau⸗ en han. Buße 2. Mein Sünd sind schwer und übergroß/ und reuen mich von Herzen;/ derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und Schmerzen;/ und zeig mich deinem Vater an,/ daß du hast gnug für mich getan,/ so werd ich los der Sündenlast./ Herr, halt mir fest,/ wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach deinr Barmherzigkeit/ den wahren Christen⸗ glauben,/ auf daß ich deine Süßigheit/ mög inniglich an⸗ schauen,/ vor allen Dingen lieben dich/ und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send,/ damit be⸗ hend/ des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron,/ dem Vater aller Güte,/ und Jesu Christ, seim liebsten Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und Gott, dem werten heilgen Geist,/ der uns allzeit sein Hilfe leist,/ daß wir ihm sein zum Dienst bereit/ hier in der Zeit/ und folgends in der Ewigkeit. 1. Sohannes 2, 1.2 Strophe 1—3 Konrad Hubert, 1507—1577 14² Weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir (2. Weise) Straßburg, 1525 SE. Herr Je- su Christ, du höch-stes Gut, du maan sieh doch, wie ich in mei⸗ nem Mut mit Schmer⸗-zen f.. IsTsT 2————————— al ⸗ ler Gna⸗ den, bin be⸗ la ⸗den und in mir EV e,—— .——.— E hab der Pfei⸗le viel, die im Ge⸗wis⸗sen oh⸗ 6 2. ö Herze schme Sünd ch von .. 1 ů.———— =e⸗en wir e=d d=. u haft— halt Ziel mich ar-men Sün⸗-der drül ⸗ ⸗ ken. Rristen⸗ 2. Erbarm dich mein in solcher Last,/ nimm sie aus meinem ch an⸗ Herzen,/ dieweil du sie gebüßet hast/ am Holz mit Todes⸗ jächsien schmerzen,/ auf daß ich nicht vor großem Weh/ in meinen it be⸗ Sünden untergeh/ und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das köommet ein,/ was ich mein Tag alle begangen,/ so fällt mir auf das Herz ein Stein/ und bin mit llget Furcht umfangen;/ ja, ich weiß weder aus noch ein/ und müßte nin stracks verloren sein,/ wenn ich dein Wort nicht hätte. t 4. Allein dein heilsam Wort, das macht/ mit seinem süßen 51—157 Klingen,/ daß mir das Herze wieder lacht/ und neu beginnt zu singen,/ dieweil es alle Gnad verheißt/ denen, die mit zer⸗ knirschtem Geist/ zu dir, o Jesu, kommen. 5. So komm ich denn zu dir allhie/ in meiner Angst ge⸗ schritten/ und tu dich mit gebeugtem Knie/ von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich,/ was ich mein Lebtag wider dich/ auf Erden hab begangen. 6. O Herr, vergib, vergib mir doch/ um deines Namens willen;/ du wollst abtun das schwere ZJoch,/ der Sünden Jam⸗ mer stillen,/ daß sich mein Herz zufrieden geb/ und dir hinfort zu Ehren leb/ mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist,/ heil mich durch deine Wunden,/ tröst mich durch deinen Tod, zumeist/ in meinen letzten Stunden,/ und nimm mich einst, wenn dir's gefällt,/ im rechten Glauben von der Welt/ zu deinen Auserwählten. Lukas 18, 13 Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1599 Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein be⸗ kann, in die ⸗ ser Welt zu fin ⸗den. 2. Lief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Erde Enden/ und wollt los sein/ des Kreuzes mein,/ würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich;/ verstoß mich nicht,/ wie ich's wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht,/ geh nicht ins Gricht,/ dein Sohn hat mich versühnet. 4. Soll's ja so sein,/ daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müssen,/ so fahr hier fort,/ nur schone dort/ und laß mich hier wohl büßen. RN 5. Gib, Herr, Geduld,/ vergiß der Schuld,/ schaff ein ge⸗ horsam Herze,/ daß ich nur nicht,/ wie's wohl geschicht,/ mein IUI Heil murrend verscherze. 6. Handle mit mir,/ wie's dünket dir,/ durch dein Gnad will ich's leiden;/ nur wollst du mich/ nicht ewiglich,/ mein Gott, dort von dir scheiden. Psalm 38, 5. Jeremia 10, 24 Zohannes Major(D), 1564—1654, Jena, 1613 Buße 144 Weise: Vater unser im Himmelreich Leipzig, 1539 erh. ldd—— — 1 4—— — H— + Nimm von uns, Herr, du treu⸗er Gott, die schwe⸗re —.—.———— RD — Straf und gro⸗ße Not, die wir mit Sün⸗den oh⸗ ne ———— 5 —4 Zahl ver-die⸗net ha⸗ben all⸗zu⸗ mal. Be⸗hüt vor — Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht,/ wir flehn um Gnad und nicht um Recht;/ denn so du, Herr, den rechten Lohn/ uns geben ohl hab wolltst nach unserm Tun,/ so müßt die ganze Welt vergehn/ t/ dein und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach, Herr Gott, durch die Treue dein/ mit Trost und Rettung uns erschein;/ beweis an uns dein große Gnad/ und de folgen straf uns nicht auf frischer Tat. Wohn uns mit deiner Güte nich hiet bei,/ dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Gedenk an deins Sohns bittern Tod,/ sieh an sein heilig Wunden rot,/ die sind ja für die ganze Welt/ die Zahlung und das Lösegeld./ Des trösten wir uns allezeit/ und hoffen auf Barmherzigheit. 5. Leit uns mit deiner rechten Hand/ und segne unser Stadt und Land./ Gib uns allzeit dein heilig Wort,/ behüt vor's n0 6. Ceufels List und Mord,/ verleih ein selig Stündelein, auf daß tin Gotl wir ewig bei dir sein. Daniel 9, 16 Martin Moller, 1547—1606 „Hena, Ils 13 Buße 14⁵ Weise: Vater unser im Himmelreich Leipzig, 1539 —— I—.—. 100— P———+ 12e—9 7*————— 0 7—— So wahr ich le-be, spricht dein Gott, mir ist nicht — 2— EV———— E 0—. 1 EEEERREEN lieb des Sünders Tod; viel⸗mehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Sün-den hal⸗te still, von sei⸗ ner S Bos-heit keh⸗ re sich und le⸗be mit mir e-wig⸗= lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind,/ verzweifle nicht in deiner Sünd;/ hier findest du Trost, Heil und Gnad,/ die Gott dir zugesaget hat,/ und zwar mit einem teuern Eid./ O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit,/ denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Erd;/ wann ich des Lebens müde werd,/ alsdann will ich bekehren mich,/ Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist's: Gott ist wohl stets bereit/ dem Sünder mit Barmherzigheit;/ doch wer auf Gnade sündigt hin,/ fährt fort in seinem bösen Sinn/ und seiner Seele selbst nicht schont,/ dem wird mit Ungnad abgelohnt— Buße 5. Gnad hat dir zugesaget Gott/ von wegen Christi Blut und ipfig, Tod;/ zusagen hat er nicht gewollt,/ ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir kund,/ verborgen ist des — Todes Stund. ist nicht 6. Heut lebst du, heut bekehre dich!/ Eh morgen kommt, kann's ändern sich;/ wer heut ist frisch, gesund und rot,/ ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß,/ dein Seel und Leib dort brennen muß. 7. Hilf, o Herr Zesu, hilf du mir,/ daß ich noch heute homm zu dir/ und Buße tu den Augenblick,/ eh mich der schnelle Tod hinrück,/ auf daß ich heut und jederzeit/ zu meiner Heimfahrt sei bereit. sei⸗ner Hesehiel 33, 11 Johann Heermann, 1585—1647 2 Weise: Auf meinen lieben Gott Nürnberg, 1574 wig⸗lich—.—— le nicht in 1 Wo ä ich flie-hen 21 weil be⸗schwe-ret — 8 E L Buß ist bin mit viel und gro ßen Sün⸗-den? Wo ich,/ Gott soll ich Ret-tung fin- den? Wenn al ⸗le Welt her⸗ ünder mit E känu⸗ me, mein Angst sie nicht weg- näh-me. 13⁷ Buße 2. O Jesu voller Gnad,/ auf dein Gebot und Rat/ kommt mein betrübt Gemüte/ zu deiner großen Güte;/ laß du auf mein Gewissen/ ein Gnadentröpflein fließen. 3. ZIch, dein betrübtes Kind,/ werf alle meine Sünd,/ so viel ihr'r in mir stecken/ und mich so heftig schrechen,/ in deine tiefen Wunden,/ da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut,/ vergossen mir zugut,/ wasch ab all meine Sünde,‚/ mit Trost mein Herz verbinde/ und ihrer nicht gedenke,/ ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß,/ so werd ich ihr'r doch los,/ wenn ich dein Kreuz umfasse/ und mich darauf verlasse:/ wer sich zu dir nur findet,/ all Angst ihm bald verschwindet. 6. Mir mangelt zwar sehr viel,/ doch was ich haben will,/ ist alles mir zugute/ erlangt in deinem Blute,/ damit ich über⸗ winde/ Tod, Teufel, Höll und Sünde. 7. Darum allein auf dich,/ Herr Christ, verlaß ich mich;/ jetzt kann ich nicht verderben,/ dein Reich muß ich ererben,/ denn du hast mir's erworben,/ da du für mich gestorben. 8. Führ auch mein Herz und Sinn/ durch deinen Geist dahin,/ daß ich mög alles meiden,/ was mich und dich kann scheiden,/ und ich an deinem Leibe/ ein Gliedmaß ewig bleibe. Psalm 139,7—12 Johann Heermann, 1585—1647 1⁴⁷ Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(2. Weise) Darmstadt, 1699 — .S................. II 2—.—— 7— 1 Ze ⸗ sus nimmt die Sün ⸗der an. Sa ⸗ get wel⸗ che von der rech⸗ten Bahn auf ver⸗ t/kommt auf mein %/0 viel in deine ut,/ wasch und ihrer 05,/ wenn sich zu dir vill /is ich über⸗ ich;/ jeht /denn du is dohin/ scheiden,/ n,1885-1bl/ umstadt, 1609 Buße —— 2. I—t50 2 8 SSI doch dies Trostwort al-len, kehr⸗ten Weg ver⸗ fal⸗-len. ZI + Hier ist, was sie ret⸗ ten 2 D— SS.I..I..I.I.I.I.I...I........ EYV—. ö EIII kann: Ze ⸗ sus nimmt die Sün ⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert;/ doch er hat in seinem Worte/ eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte/ ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist,/ suchet es ein treuer Hirte;/ Jesus, der uns nie vergißt,/ suchet treulich das Ver⸗ irrte,/ daß es nicht verderben kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her,/ kommet, ihr betrübten Sün⸗ der!/ Zesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern Gottes Kinder. /Glaubet's doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier/ und behenne meine Sünden;/ laß, mein Heiland, mich bei dir/ Gnade zur Vergebung finden,/ daß dies Wort mich trösten kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts;/ ob die Sünden blutrot wären,/ müssen sie kraft deines Bluts/ dennoch sich in Schnee⸗ weiß kehren,/ da ich gläubig sprechen hann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen quält mich nicht,/ wer will mich bei Gott verklagen?/ Der mich frei und ledig spricht,/ hat die Schulden abgetragen,/ daß mich nichts verdammen kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 8. Zesus nimmt die Sünder an,/ mich hat er auch angenom⸗ men/ und den Himmel aufgetan,/ daß ich selig zu ihm hommen/ und auf den Trost sterben kann: /Jesus nimmt die Sünder an. Lukas 15, 1—7 Erdmann Neumeister, 1671—1756 Glaube und Rechtfertigung Der Gerechte wird seines Glaubens leben. Römer 1, 17 148 Eigene Weise Wittenberg, 1524 e rx eer EEE—3 aui. +— Nun freut euch, lie⸗ben Christen gmein, und laßt uns daß wir ge⸗ trost und all in ein mit Lust und Afrih⸗ lich srmt== gen, Lie ⸗be sin ⸗⸗⸗ gen, 2 E wen⸗det hat und sei ⸗ ne sü ⸗ße Wun⸗der⸗ was Gott an uns ge⸗ tat; gar teur hat er's er ⸗ wor ⸗ ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich verloren,/ mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,/ darin ich war geboren./ Ich fiel auch immer tiefer drein,/ es war kein Guts am Leben mein,/ die Sünd hatt mich besessen Glaube und Rechtfertigung 3. Mein guten Werl, die galten nicht,/ es war mit ihn'n verdorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ er war zum Gutn erstorben;/ die Angst mich zu verzweifeln trieb,/ daß nichts N0 denn Sterben bei mir blieb,/ zur Hölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit/ mein Elend übermaßen;/ er dacht an sein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassen;/ er en. wandt zu mir das Vaterherz,/ es war bei ihm fürwahr hein Scherz,/ er ließ's sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: /„Die Zeit ist hier En. zu erbarmen,/ fahr hin, meins Herzens werte Kron,/ und sei das 1 Heil dem Armen/ und hilf ihm aus der Sünden Not,/ erwürg — für ihn den bittern Tod/ und laß ihn mit dir leben.“ ·—.— 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,/ er kam zu mir auf aßt uns Erden,/ von einer Jungfrau rein und zart;/ er sollt mein Bruder ust und werden. /Gar heimlich führt er sein Gewalt,/ er ging in meiner armen Gstalt,/ den Teufel wollt er fangen. —— 7. Er sprach zu mir:„Halt dich an mich,/ es soll dir jetzt ge⸗ lingen;/ ich geb mich selber ganz für dich,/ da will ich für dich ringen;/ denn ich bin dein, und du bist mein,/ und wo ich bleib, da sollst du sein,/ uns soll der Feind nicht scheiden. —.— 8. Vergießen wird er mir mein Blut,/ dazu mein Leben —2 rauben;/ das leid ich alles dir zugut,/ das halt mit festem Glauben./ Den Tod verschlingt das Leben mein,/ mein Unschuld trägt die Sünde dein,/ da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein/ fahr ich von diesem Leben;/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der dich in Trübnis trösten soll/ und lehren mich erken⸗ nen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt,/ das sollst du tun und erloren/ lehren,/ damit das Reich Gotts werd gemehrt/ zu Lob und seinen geboren./ Ehren;/ und hüt dich vor der Menschen Satz,/ davon verdirbt am Leben der edle Schatz;/ das laß ich dir zur Letze.“ Titus 3, 3—7 Martin Luther, 1483—1546 Glaube und Rechtfertigung 149 Eigene Weise Vorreformatorisch. Wittenberg, 1523 E DEEDEEIIIIEI. IIIEEIE.... —H. 2.—— 1— ½0——.—.———. Es ist das Heil uns kom-men her von Gnad und die Werk, die hel⸗ fen nim⸗ mer⸗mehr, sie mö⸗ gen E 2——„ 2 R 22.2...— + 1/ E. I E L+ + E. WCYN Hoae E./ LIIAI DD+ I 2.2—. + + Z—.— 2— 4.— 1 II 1— 1 lau⸗ter Gü⸗ te; 1 er Glaub sie ⸗ Chri nicht be⸗ hü ⸗ten. Der Glaub sieht Ze⸗sum Christum , ES EHE. 2— EE— 1— 2— „ an, der hat gnug für uns all ge⸗ EAEEE...... + I I 1 u 1—4 LII L + R + 1»„‚ II —— tan, er ist der Mitt ⸗ler wor ⸗den. 2. Was Gott im Gsetz geboten hat,/ da man es nicht konnt halten,/ erhub sich Zorn und große Not/ vor Gott so mannig⸗ falten;/ vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist,/ vom Gsetz erfordert allermeist;/ es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei,/ Gott hätt sein Gsetz drum geben,/ als ob wir möchten selber frei/ nach seinem Willen leben; /so ist es nur ein Spiegel zart,/ der uns zeigt an die sündig Art,/ in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art/ aus eignen Kräften lassen,/ wiewohl es oft versuchet ward,/ noch mehrt sich Sünd ohn Maßen;/ denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt,/ und je dem Fleisch der Sünde Schand/ allzeit war angeboren. sein Gsez em Willen igt an die uKtüäften sich Sind mmt,/ und oren. Glaube und Rechtfertigung 5. Noch mußt das Gsetz erfüllet sein,/ sonst wärn wir all ver⸗ dorben;/ drum schicht Gott seinen Sohn herein,/ der selber Mensch ist worden;/ das ganz Gesetz hat er erfüllt,/ damit seins Vaters Zorn gestillt,/ der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist/ durch den, der es konnt halten,/ so lerne jetzt ein frommer Christ/ des Glaubens recht Gestalten;/ nicht mehr, denn: Lieber Herre mein,/ dein Tod wird mir das Leben sein; 7 du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag,/ dein Wort kann nicht be⸗ trügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag,/ das wirst du nimmer lügen: /Wer glaubt an mich und wird getauft,/ dem⸗ selben ist der Himml erkauft,/ daß er nicht werd verloren. 8. Es ist gerecht vor Gott allein,/ der diesen Glauben fasset;/ der Glaub gibt aus von sich den Schein,/ so er die Werh nicht lasset:/ mit Gott der Glaub ist wohl daran,/ dem Nächsten wird die Lieb Guts tun,/ bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt/ und schlägt das Gwissen nieder;/ das Evangelium kommt zuhand/ und stärkt den Sünder wieder/ und spricht: Rur kreuch zum Kreuz herzu,/ im Gsetz ist weder Rast noch Ruh/ mit allen seinen Werken. 10. Die Werk, die kommen gwißlich her/ aus einem rechten Glauben;/ denn das nicht rechter Glaube wär,/ wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht;/ die Werh, die sind des Nächsten Knecht,/ dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit,/ was Gottes Wort zusage;/ wann das geschehen soll zur Freud,/ setzt Gott kein gwisse Tage. /Er weiß wohl, wann's am besten ist,/ und braucht an uns kein arge List;/ des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sich's anließ, als wollt er nicht,/ laß dich es nicht er⸗ schrecken; denn wo er ist am besten mit,/ da will er's nicht entdecken./ Sein Wort laß dir gewisser sein;/ und ob dein Fleisch spräch lauter Nein,/ so laß doch dir nicht grauen. Glaube und Rechtfertigung 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis/ um dieser Guttat willen/ Gott Vater, Sohn und heilgem Geist;/ der woll mit Gnad erfüllen,/ was er in uns anfangen hat/ zu Ehren seiner Majestät,/ daß heilig werd sein Name, 14. sein Reich zukomm, sein Will auf Erd/ gscheh wie im Himmelsthrone,/ das täglich Brot noch heut uns werd,/ woll unsrer Schuld verschonen,/ als wir auch unsern Schuldnern tun,/ laß uns nicht in Versuchung stehn,/ lös uns vom Übel. Amen. Römer 3, 23—-28 Paul Speratus, 1484— 1551 15⁰ Eigene Weise Augsburg, 1609 22—— 4——— SSSSS * ⁵. 4 Ist Gott für mich, so tre⸗ te gleich al⸗les wi⸗der so oft ich ruf und be ⸗te, weicht al-⸗ les hin⸗ ter E E mich; sich. Hab ich das Haupt zum Freun-de und SS—— bin ge⸗liebt bei Gott, was kann mir tun der 2. Nun weiß und glaub ich feste,/ ich rühm's auch ohne Scheu,/ daß Gott, der Höchst und Beste,/ mein Freund und Vater sei/ und daß in allen Fällen/ er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. T Guttat woll mit en seiner Rwie im d// woll ern tun,/ . Amen. „1481-—1851 hsburg, 1609 wi⸗der Glaube und Rechtfertigung 3. Der Grund, da ich mich gründe,/ ist Christus und sein Blut;/ das machet, daß ich finde/ das ewge, wahre Gut./ An mir und meinem Leben/ ist nichts auf dieser Erd;/ was Christus mir gegeben,/ das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre,/ mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre,/ könnt ich bestehen nicht./ In ihm kann ich mich freuen,/ hab einen Heldenmut,/ darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Sünder tut. 5. Nichts, nichts kann mich verdammen,/ nichts nimmt mir meinen Mut;/ die Höll und ihre Flammen/ löscht meines Hei⸗ lands Blut. Kein Urteil mich erschrechet,/ kein Unheil mich betrübt,/ weil mich mit Flügeln decket/ mein Heiland, der mich liebt. 6. Sein Geist wohnt mir im Herzen,/ regiert mir meinen Sinn,/ vertreibet Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Kummer hin,/ gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft,/ hilft mir das Abba schreien/ aus aller meiner Kraft. 7. Und wenn an meinem Orte/ sich Furcht und Schrecken findt,/ so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sind/ mir zwar und meinem Munde,/ Gott aber wohl bewußt,/ der an des Herzens Grunde/ ersiehet seine Lust. 8. Sein Geist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trostwort zu,/ wie Gott dem Hilfe leiste,/ der bei ihm suchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein edle neue Stadt,/ da Aug und Herze schauet,/ was es geglaubet hat. 9. Da ist mein Teil und Erbe/ mir prächtig zugericht't;/ wenn ich gleich fall und sterbe,/ fällt doch mein Himmel nicht./ Muß ich auch gleich hier feuchten/ mit Tränen meine Zeit,/ mein ZJesus und sein Leuchten/ durchsüßet alles Leid. 10. Die Welt, die mag zerbrechen,/ du stehst mir ewiglich;/ kein Brennen, Hauen, Stechen/ soll trennen mich und dich;/ kein Hunger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein,/ kein Zorn der großen Fürsten/ soll mir ein Hindrung sein. IA Glaube und Rechtfertigung . 11. Kein Engel, keine Freuden,/ kein Thron, kein Herrlich⸗ chol keit,/ kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst und Fährlich⸗ in keit,/ was man nur kann erdenken,/ es sei klein oder groß,/ sah der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. 12. Mein Herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig schlul sein,/ ist voller Freud und Singen,/ sieht lauter Sonnenschein./ jinde Die Sonne, die mir lachet,/ ist mein Herr Zesus Christ;/ das, schte was mich singen machet,/ ist, was im Himmel ist. 5. Römer 8, 31—39 Paul Gerhardt, 1607—1676 gette bald unen 15¹ erqu Weise: O daß ich tausend Zungen hätte(1. Weise) Frankfurt a. M., 1738 völli E.— DDe dir F. 2. +—.— + + EE EEEEEEEEEEEEEEE 555 ů Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗-fun-den, der mei⸗nen in wo an⸗ders als in Ze-⸗su Wun⸗den? Da lag er ih 0——— E 5 D Enintn E, 8 —EEEEEEEEEE— bn, Rül An ⸗ker e⸗-wig hält; ö vor der Zeit der Welt, der Hrund, der umee In 9 Q +———* 2.—. 7 4 H bar E...... m weg⸗lich steht, wenn Erd und Him⸗mel un⸗ter⸗ geht. f 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken über⸗ räl steigt;/ es sind die offnen Liebesarme/ des, der sich zu dem Oli Sünder neigt,/ dem allemal das Herze bricht,/ wir kommen oder 0 kommen nicht.. Henlih⸗ Fihtlih⸗ r groß,/ oß. ttaurig enschein./ it/ das I607-1856 r⸗ geht. lben über⸗ Glaube und Rechtfertigung 3. Wir sollen nicht verloren werden,/ Gott will, uns soll geholfen sein;/ deswegen kam der Sohn auf Erden/ und nahm hernach den Himmel ein,/ deswegen klopft er für und für/ so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Christi Tod ver⸗ schlungen hat!/ Das heißt die Wunden recht verbinden,/ da findet kein Verdammen statt,/ weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken,/ dem will ich mich getrost vertraun,/ und wenn mich meine Sünden kränken,/ nur bald nach Gottes Herzen schaun;/ da findet sich zu aller Zeit/ unendliche Barmherzigleit. 6. Wird alles andre weggerissen,/ was Seel und Leib erquicken kann,/ darf ich von keinem Troste wissen/ und scheine völlig ausgetan,/ ist die Errettung noch so weit,/ mir bleibet die Barmherzigheit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken,/ ja häuft sich Kummer und Verdruß,/ daß ich mich noch in vielen Stücken/ mit eitlen Dingen mühen muß,/ werd ich dadurch oft sehr zerstreut,/ so hoff ich auf Barmherziglheit. 8. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich gewandelt bin,/ viel Unvollkommenheit bemerken,/ so fällt wohl alles Rühmen hin;/ doch ist auch dieser Trost bereit:/ ich hoffe auf Barmherziglheit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen,/ bei dem so viel Er⸗ barmen ist;/ er wolle selbst mein Herze stillen,/ damit es das nur nicht vergißt;/ so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barmherziglheit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben,/ solange mich die Erde trägt;/ das will ich denken, tun und treiben,/ solange sich ein Glied bewegt;/ so sing ich einstens hocherfreut:/ O Abgrund der Barmherzigheit! 1. Korinther 3, 11 Johann Andreas Rothe, 1688— 1758 Glaube und Rechtfertigung 15²2 Weise: Wunderbarer König Bremen, 1680 — 2——* Un⸗ um⸗schränk⸗te Lie-be, gön ⸗ ne blö- den daß sie in die Strah-len dei- ner Lang-mut —— rlsr,, —.—.— 4—— —.———— zen 2 Au ⸗gen, bte sonst kaum auf Er-den tau⸗gen, blik⸗ken, die den Erd-kreis wär⸗mend schmün⸗ken 49— —— 2 2 2 9 —— siund zu ⸗gleich freu-den-reich Bö- sen und den . EH 1 ů——— Dei nen mit der Son-ne schei-nen + ——— 2. Wasser, Luft und Erde,/ ja dein ganz Gebiete/ ist ein Schauplatz deiner Güte./ Deiner Langmut Ehre/ wird durch neue Proben/ immer herrlicher erhoben./ O wie weit,/ o wie breit/ über Berg und Hügel/ streckt sie ihre Flügel. 3. Was wir davon denken,/ was wir sagen können,/ ist ein Schatten nur zu nennen./ Tag für Tag zu leiden,/ Tag für Tag zu dulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das Hassen,/ Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde,/ hörst der Sünder Flehen,/ wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet/ und erbarmt sich wieder,/ legt die Pfeile gerne nieder,/ obwohl doch/ immer noch/ neue Schuld sich reget,/ wenn dein Zorn sich leget— Drenen, In le/ ist ein durch neue vie breit/ en,/ ist ein „Tog für azu/ ohne ssenꝰ wenn sie barmt sich mer noch/ Glaube und Rechtfertigung 5. Herr, es hat noch keiner,/ der zu dir gegangen,/ statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen/ sich mit Tränen senhet,/ dem wird Straf und Schuld geschenket./ Unser Schmerz/ rührt dein Herz,/ und du willst der Armen/ gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen,/ daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest./ Deiner Hand sei Ehre,/ die so wohl regieret/ und mit Ruhm das Zepter führet./ Fahre fort,/ Zions Hort,/ Langmut auszuüben/ und die Welt zu lieben. 1. Johannes 4,9 Johann Jakob Rambach, 1693—1735 15³3 Weise: O 93 ich tausend Zungen hätte (2. Weise) Bei Johann Balthasar Reimann, 1747 Mir ist En wi⸗der⸗fah⸗ren, Er⸗bar-mung, das zähl ich zu dem Wun⸗-der-ba⸗ren, mein stol⸗zes de⸗ren ich nicht wert; Herz hat's nie be-gehrt. Nun weiß ich das und bin er-⸗ freut und rüh-me die Barm-her-zig-keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet/ und soll bei Gott in Gnaden sein; /Gott hat mich mit sich selbst versühnet/ und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum geschicht's? /Erbarmung ist's und weiter nichts Glaube und Rechtfertigung 3. Das muß ich dir, mein Gott, behennen,/ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ so ist mein ganzes Herz gesagt./ Ich beuge mich und bin erfreut/ und rühme die Barmherzigleit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben,/ dies soll mein einzig Rühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben,/ auf dieses bet ich auch allein,/ auf dieses duld ich in der Not,/ auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen,/ nimm dein Erbarmen nicht von mir/ und führe durch den Tod mich Armen/ durch meines Heilands Tod zu dir;/ da bin ich ewig hocherfreut/ und rühme die Barmherzigkheit. 1. Timotheus 1, 15—17 Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn Wittenberg, 1544 —E—.— +— E—.—..—— 11. 2— —E— E—....——— EH—1 E 0—.— 1 4151 K L——*—.—.— V E—...— E ö ö— 12 E Schmuck und Eh⸗-ren⸗kleid, da-mit will ich vor 4 —. FE 2.—0* E+—1— F 12—.———— IEII + 1— +—63— L— EE 1.— 1 2 Gott be⸗stehn, wenn ich zum Him⸗mel werd ein⸗gehn. 2. Und würd ich durch des Herrn Verdienst/ auch noch so treu in seinem Dienst,/ gewönn den Sieg dem Bösen ab/ und sündigte nicht bis ins Grab, ch, wenn ren/ y erfreut/ oll mein en,/ auf t, /auf tbarmen / durch eut/ und 1699—1769 nberg, 1544 Glaube und Rechtfertigung 3. so will ich, wenn ich zu ihm homm,/ nicht denken mehr an gut und fromm,/ sondern: Da kommt ein Sünder her,/ der gern fürs Lösgeld selig wär. 4. Solang ich noch hienieden bin,/ so ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad in Jesu Blut/ bezeugen mit getrostem Mut. 5. Gelobet seist du, Zesu Christ,/ daß du ein Mensch geboren bist/ und hast für mich und alle Welt/ bezahlt ein ewig Lösegeld. 6. Du Ehrenkönig Zesu Christ,/ des Vaters einger Sohn du bist;/ erbarme dich der ganzen Welt/ und segne, was zu dir sich hält! Strophe 1 Leipzig, 1638(ogl. Nr. 320, Strophe 1); Strophe 2—6 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760 Offenb. Joh. 7, 14 15⁵ Weise: O—15 ich tausend Zungen hätte 2. We ise) Bei Johann Balthasar Reimann, 1747 Geht hin, ihr glante bi⸗ gen Ge ⸗dan⸗ken, ins wei⸗ te er⸗ hebt euch ü⸗ ber al⸗le Schran⸗ken der al⸗ ten 4 22 e nn Feld der E-wig⸗ Heit, und der neu ⸗- en Zeit; er⸗wägt, daß Gott die Lie ⸗-be sei, die e-wig alt und e- wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget,/ der Himmel war noch nicht gemacht,/ so hat Gott schon den Trieb geheget,/ der mir das Beste zugedacht;/ da ich noch nicht geschaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. 14 Glaube und Rechtfertigung 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben/ durch seinen ein⸗ gebornen Sohn;/ den wollt er mir zum Mittler geben,/ den macht er mir zum Gnadenthron,/ in dessen Blute sollt ich rein,/ geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte/ vor allem Anbeginn der Welt/ und mich zu ihren Kindern zählte,/ für welche sie das Reich bestellt! /O Vaterhand, o Gnadentrieb,/ der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte/ hinauf zu dieser Quelle steigt,/ von welcher sich ein Strom der Güte/ zu mir durch alle Zeiten neigt,/ daß jeder Tag sein Zeugnis gibt:/ Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen/ der Kreaturen seiner Macht,/ die in der Höh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebracht?/ Ich bin ja nur ein dürres Blatt,/ ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja, freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barm⸗ herzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Liebe stets erfreut;/ ich bin, o Vater, selbst nicht mein,/ dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel/ find ich die ungestörte Ruh. /Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn,/ dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden/ der Seele Mut und Kraft gebricht,/ so salbest du mein Haupt mit Freuden,/ so tröstet mich dein Angesicht;/ da spür ich deines Geistes Kraft,/ die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne/ durch alle Schatten dieser Zeit;/ der Glaube schwingt sich durch die Sterne/ und sieht ins Reich der Ewigkeit;/ da zeigt mir deine milde Hand/ mein Erbteil und gelobtes Land. nen ein⸗ ben,/ den ih rein,/ eginn der sie das ins Buch zu dieser Jau mit bt: /Gott Macht,/ hierher taub, der Barm⸗ ine Liebe ngestötte ist, Hert, ies Wort eele Mut uden,/ so 5 Ktaft,/ Schalten und sieht nd/ mein hin ih, Glaube und Rechtfertigung 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren,/ welch edles Loblied stimmt ich an;/ es sollten Erd und Himmel hören,/ was du, mein Gott, an mir getan;/ nichts ist so köstlich, nichts so schön/ als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde,/ da mein durch dich erlöster Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde/ dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Herz aus dieser Zeit/ und sehnt sich nach der Ewigheit. Epheser 1, 3.—14 Johann Gottfried Herrmann, 1707—1791 156 Weise: O daß ich tausend Zungen hätte (2. Weise) Bei Johann Balthasar Reimann, 1747 .—.—. E.— 2—..— Aus Gna⸗deu soll ich se⸗ än wer-den! Herz, 2tii 16. 8 Was willst du dich so blöd ge-bär⸗den? Ist's Wahr-heit, mn o⸗der glaubst 1150 5 nicht? was die Schrift ver⸗soricht, so muß auch die⸗ses Wahrheit sein: Aus Gna-den ist der Him-mel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen,/ die eignen Werke fallen hin. Er, der aus Lieb im Fleisch erschienen,/ hat diese Ehre zum Gewinn,/ daß uns sein Tod das Heil gebracht/ und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden!/ so oft dich deine Sünde plagt,/ so oft dir will der Satan schaden,/ so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann,/ das beut dir Gott aus Gnaden an. 14* Glaube und Rechtfertigung 4. Aus Gnaden ham sein Sohn auf Erden/ und übernahm die Sündenlast. /Was nötigt ihn, dein Freund zu werden?/ Sag's, wenn du was zu rühmen hast. War's nicht, daß er dein Bestes wollt/ und dir aus Gnaden helfen solltꝰ 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben,/ solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben,/ was Gott in seinem Wort anpreist,/ worauf all unser Glaube ruht,/ ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder,/ denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu!/ Wahr ist's, Gott rufet Adams Kinder/ aus Gnaden zur verheißnen Ruh;/ doch den geht seine Gnad nicht an,/ der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret,/ tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret,/ so lernt er erst, was Gnade sei;/ beim Sündgen scheint die Gnad gering,/ dem Glauben ist's ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen/ das Herz des Vaters aufgetan,/ wenn's unter den Verzweiflungsschmerzen/ nichts sieht und nichts mehr hoffen kann./ Wo nähm ich oftmals Stärkung her,/ wenn Gnade nicht mein Anher wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; 7ich fühle nichts, doch ist mir wohl;/ ich kenn mein sündliches Verderben,/ doch auch den, der mich heilen soll.Mein Geist ist froh, die Seele lacht,/ weil mich die Gnade selig macht. Epheser 2, 8.9 Christian Ludwig Scheidt, 1709—1761 157⁷ Weise: Zesus, meine Zuversicht(2. Weise) Bei Georg Philipp Telemann, 1730 IE 27 SRSPSPSPSPSSSPSII Stark ist mei ⸗nes Ze⸗ su Hand, und er hat zu-viel an mich ge⸗wandt, um mich unte der mein 3. vertt gebe Zuv . gan müf Zut 5 blat zu Zur 0 g hal Zut mu seir me Na eht seine on aller lernt er gering/ erz des merzen/ Hoftmals le nichts, en,/ doch die Seele nog-nal emann, 1730 Glaube und Rechtfertigung wird mich e⸗wig fas⸗ sen, wie ⸗der los⸗ zu⸗las⸗sen. Mein Er⸗bar⸗mer — 4—————.—..——* e läßt mich nicht; das ist mei⸗ ne Zu-ver ⸗sicht. 2. Sieht mein Kleinmut auch Gefahr,/ fürcht ich auch zu unterliegen,/ Christus beut den Arm mir dar,/ Christus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes Held verficht,/ das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verhlagt,/ Christus hat mich schon vertreten;/ wenn er mich zu sichten wagt,/ Christus hat für mich gebeten./ Daß mein Bürge für mich spricht,/ das ist meine Zuversicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt,/ daß ich heinen Aus⸗ gang wüßte/ und mit ungewissem Tritt/ ohne Licht verzagen müßte,/ Christus ist mein Stab und Licht;/ das ist meine Zu versicht. 5. Mag die Welt im Mißgeschich/ beben oder ängstlich klagen,/ ohne Halt ist all ihr Glück;/ wahrlich, sie hat Grund zu zagen./ Daß mein Anlher nie zerbricht,/ das ist meine Zuversicht. 6. Will mein Herr durch strenge Zucht/ mich nach seinem Bild gestalten,/ o so will ich ohne Flucht/ seiner Hand nur stille⸗ halten./ Dann erschreckt mich kein Gericht;/ das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts;/ sollt ich ihn mit Klein⸗ mut schmähen?/ Mein Erbarmer selbst verspricht's;/ sollt ich ihm sein Wort verdrehen? /Nein, er läßt mich ewig nicht;/ das ist meine Zuversicht. Matthäus 14, 22—32 Karl Bernhard Garve, 1763—1841 Glaube und Rechtfertigung 158 Weise: Du meine Seele, singe ZJohann Georg Ebeling, 1666 ,.. 2. ltee I——— Ihr v. V Ich weiß, wor⸗ an ich glau-⸗be, ich wenn al ⸗- les hier im Stau-be wie Cigene R EE mtiß ws fest be⸗ sicht, Sand und Staub ver⸗ weht; ich weiß, was e⸗ wig T—.... 10 blei-bet, wo al ⸗les wänht und fällt, wo 50 H— TT Wahn die Wei⸗sen trei⸗bet und Trug die Klu⸗ ⸗gen prellt. 2. Ich weiß, was ewig dauert,/ ich weiß, was nimmer läßt;/ auf ewgen Grund gemauert/ steht diese Schutzwehr sest./ Es sind E 2 des Heilands Worte,/ die Worte fest und klar;/ an diesem Felsenhorte/ halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister,/ der mir die Feste baut;/ 2 er heißt der Fürst der Geister,/ auf den der Himmel schaut,/ vor bal dem die Seraphinen/ anbetend niederknien,/ um den die Engel Ut dienen;/ ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe,/ das ist der Zesus Christ,/ der Fels, auf dem ich stehe,/ der diamanten ist,/ der nimmermehr kann wanken,/ der Heiland und der Hort,/ die Leuchte der Eo Gedanken,/ die leuchtet hier und dort. 1 5. Drum weiß ich, was ich glaube;/ ich weiß, was fest besteht/ in und in dem Erdenstaube/ nicht mit als Staub verweht;/ ich weiß, was in dem Grauen/ des Todes ewig bleibt/ und selbst auf RN Erdenauen/ des Himmels Blumen treibt. in 2. Timotheus 1, 12 b Ernst Moritz Arndt, 1769—1860 wit eling,I06ß yreltt. er lißt/ Es sind i diesem e baut;/ aut,/ vot die Engel „-600 Heiligung Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig. 1. Petrus 1. 16 Eigene Weise Leipzig, 1539 — Va⸗ ter un ⸗ 2 0 im— mel⸗reih der du uns n ⸗le hei-ßest gleich nn sein und dich ru⸗fen an und willst das Be⸗ten von uns ban, gib, daß nicht SS ,. bet al⸗lein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund. 2. Geheiligt werd der Name dein,/ dein Wort bei uns hilf halten rein,/ daß wir auch leben heiliglich,/ nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr,/ das arm, verführet Volk behehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit/ und dort hernach in Ewigheit. Der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben mancherlei;/ des Satans Zorn und groß Gewalt/ zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich/ auf Erden wie im Himmelreich./ Gib uns Geduld in Leidenszeit,/ gehorsam sein in Lieb und Leid;/ wehr und steur allem Fleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut, Heiligung 5. Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man darf zur Leibesnot;/ behüt uns vor Unfried und Streit,/ vor Seuchen und vor teurer Zeit,/ daß wir in gutem Frieden stehn,/ der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr,/ daß sie uns nicht betrübe mehr,/ wie wir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und Fehl vergeben gern./ Zu dienen mach uns all bereit/ in rechter Lieb und Einigheit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht;/ wenn uns der böse Geist anficht,/ zur linͤken und zur rechten Hand/ hilf uns tun starken Widerstand,/ im Glauben fest und wohlgerüst't/ und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös; /es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Rot./ Bescher uns auch ein seligs End,/ nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr!/ Stärk unsern Glauben immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln dran,/ was wir hiermit gebeten han/ auf dein Wort in dem Namen dein;/ so sprechen wir das Amen fein. Matthäus 6, 9—13 Martin Luther, 1483— 1546 Eigene Weise Wittenberg, 1535 +——.——..— EFa ID n n EH—*— S..D.EI— X— I3——.— *— Ich ruf zu dir, Herr Je⸗ su Christ, ich ver ⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Frist, laß .—— — S..— 2.— EEI— 2 +2 1 LIU + LI 1 5 +.‚ZI.. II— 1—1 E 1I L—— I 11—— bitt, er ⸗ hör mein Kla⸗ gen; L Den rech⸗ten mich doch nicht ver⸗ za ⸗ gen. Heiligung darf zur IIIIIIIIIIIIII———— Seuchen—SSSIIEe hn/ de + Glau-ben, Herr, ich mein, den wol⸗-lest du mir ge⸗ 5 nicht———————————— Shul DID——1 rut/ n ben, dir zu le ⸗-ben, dem Näch-sten nütz zu der bse EAD den, 2—5 EERE= I E uns tun EV 28— t/ und 2 ů ů sein, dein Wort zu hal⸗-ten e ⸗ bben. ud Lage 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,/ du kannst es mir wohl in det geben,/ daß ich nicht wieder werd zu Spott;/ die Hoffnung gib nire Sel daneben,/ voraus wenn ich muß hier davon,/ daß ich dir mög vertrauen/ und nicht bauen/ auf all mein eigen Tun,/ sonst wird mich's ewig reuen. Glauben hitrnit 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund/ den Feinden mög sprihen vergeben;/ verzeih mir auch zu dieser Stund,/ schaff mir ein neues Leben;/ dein Wort mein Speis laß allweg sein,/ damit mein Seel zu nähren,/ mich zu wehren,/ wenn Unglück schlägt herein,/ das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir/ in dieser Welt abwenden;/ beständig sein ans End gib mir,/ du hast's allein in Händen;/ und wem du's gibst, der hat's umsonst,/ es mag nie⸗ mand erwerben/ noch ererben/ durch Werke deine Gunst,/ die uns errett't vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb,/ hilf, o Herr Christ, dem Schwachen;/ an deiner Gnad allein ich kleb,/ du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr,/ daß sie mich nicht umstoße;/ du kannst machen,/ daß mir's nicht bringt Gefähr. Ich weiß, du wirst's nicht lassen. Psalm 27,7—10 1529(Sohann Agricola, 1494— 1566) 1483—1540 nberg, 1535 Heiligung Weise: Valet will ich dir geben Leipzig, 1615 I V —— RN Iü0l Laß mich dein sein und blei⸗ben, du treu⸗er Gott und von dir laß mich nichts trei⸗ben, halt mich bei dei⸗ ner Herr, Lehr Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken, gib m.——.—.— —— mir Be⸗ stän=dig-keit; für will ich dir dir I EH—— 7— dan ⸗ken in al ⸗le E⸗ wig ⸗keit. Matthäus 24, 13 Nikolaus Selnecker, 1530—1592 Eigene 4.— Straßburg, 1577 —— Ä,..,d. +—— Herz⸗ lich lieb hab ich“ dich, o Herr; ich Die gan⸗ze Welt er⸗freut mich nicht, nach E 2— . ö— er w. bitt, wollst sein pon mir nicht fern mit dei-ner Himml und Er⸗den frag ich nicht, wenn ich dich jüngst Mugen und m michl, Pfalm iprig, Iöls ei⸗ner heit. 1530—1592 öburg, 15⁷⁷ —— Heiligung . Und wenn mir Güt und 2—1„den. nur kann 9—.—— 40————— ir.—— sicht, mein Teil und meines Hetzens Trost, der mich durch —.——— 2.—.x, sein Blut— er-löst. 9 8 n 3 mein Gott und .e E Herr, mein Gott und Herr, in Schanden 68 mich nimmermehr! 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab/ mein Leib und Seel und was ich hab/ in diesem armen Leben./ Damit ich's brauch zum Lobe dein,/ zu Nutz und Dienst des Nächsten mein,/ wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr,/ des Satans Mord und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ auf daß ich's trag geduldiglich./ Herr Jesu Christ,/ mein Herr und Gott,/ mein Herr und Gott,/ tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein/ am letzten End die Seele mein/ in Abrahams Schoß tragen,/ den Leib in seim Schlaf⸗ kämmerlein/ gar sanft ohn einge Qual und Pein/ ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich,/ daß meine Augen sehen dich/ in aller Freud, o Gottes Sohn,/ mein Heiland und mein Gnadenthron./ Herr Jesu Christ,/ erhöre mich,/ erhöre mich! /Ich will dich preisen ewiglich. Psalm 18, 2.3 Martin Schalling, 1532—1608 Heiligung 163 Weise: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt Zohann Hermann Schein, 1628 + — 4.—— 1 + +— + 2 4 +... 2 E— E Mir nach, spricht Christus, un-ser Held, mir nach, ihr Ver⸗leug⸗net euch, ver-laßt die Welt, folgt mei⸗ nem —1 Chri⸗sten al ⸗le! Ruf und Schal⸗le; SS mach auf euch, folgt mei⸗ nem Wan⸗del nach. nehmt eu⸗er Kreuz und An⸗ge⸗ 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugend⸗ leben./ Wer zu mir kommt und folget mir,/ darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl,/ wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit,/ voll Liebe mein Gemüte;/ mein Mund, der fließt zu jeder Zeit/ von Sanftmut und von Güte;/ mein Geist und Wille, Kraft und Sinn/ ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist,/ zu fliehen und zu meiden/ und euer Herz von arger List/ zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort/ und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh voran,/ ich steh euch an der Seite,/ ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,/ bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn,/ sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. 2 heklier einfüh nachge stehen. Leben⸗ Natthä WWrI nach. u Tugend⸗ nicht im wie man Gemüte/ t und von tt ergeben, en und zu n und zu ihr euch zu uch an der lles in dem t er voran Heiligung 6. Wer seine Seel zu finden meint,/ wird sie ohn mich verlieren;/ wer sie hier zu verlieren scheint,/ wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit unserm Kreuz nachgehen/ und wohlgemut, getrost und gern/ bei ihm im Leiden stehen;/ wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron/ des ewgen Lebens nicht davon. Zohann Scheffler, 1624—1677 Matthäus 16, 24. 25 Strophe 4 Zusatz, erstmals 1695 164 Weise: Lasset uns den Herren preisen (Sollt 1— meinem Gott nicht singen) ZJohann Schop, 1641 II. Las⸗ set uns mit Je ⸗ su zie⸗ hen, sei ⸗nem in der Welt der Welt ent-flie-hen, auf der 7 5—5————. OD/ Vor ⸗ bild fol ⸗ gen nach, 2 Bahn, die er uns brach, 35. Z.—— 2. ö ———— —4—.— 5 — sein, Alan aden 1echt und le⸗-ben rein, in der Lieb den Glau-ben wei⸗ sen. Treu-er ZJe⸗ su, ——— Zni. bleib bei mir; ge ⸗he vor, ich sol⸗ dir. Heiligung 2. Lasset uns mit Zesu leiden,/ seinem Vorbild werden gleich./ Nach dem Leide folgen Freuden,/ Armut hier macht dorten reich. Tränensaat, die erntet Lachen, Hoffnung tröstet die Ge⸗ duld;/ es kann leichtlich Gottes Huld/ aus dem Regen Sonne machen. /Zesu, hier leid ich mit dir,/ dort teil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit Zesu sterben;/ sein Tod uns vom andern Tod/ rettet und vom Seelverderben,/ von der ewiglichen Not./ Laßt uns töten, weil wir leben,/ unser Fleisch, ihm sterben ab,/ so wird er uns aus dem Grab/ in das Himmelsleben heben./ Zesu, sterb ich, sterb ich dir,/ daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Zesu leben; /weil er auferstanden ist,/ muß das Grab uns wiedergeben. /Jesu, unser Haupt du bist,/ wir sind deines Leibes Glieder,/ wo du lebst, da leben wir;/ ach erkenn uns für und für,/ trauter Freund, für deine Brüder./ Zesu, dir ich lebe hier,/ dorten ewig auch bei dir. Zohannes 11, 16 Sigismund von Bicken, 1626—1681 165 Eigene Weise Darmstadt, 1698 Sieh, hier bin ich, Eh-ren-Rö⸗nig, le⸗ ge mich vor ———4 n EEEE deinen Thron;schwache Tränen, kindlich Seh⸗nen bring ich ..— int dir, du Men⸗schensohn. Laß dich fin-den, laß dich fin ⸗ den von mir, der ich Asch und Ton! 2. Si Deilem ich bin. nimm m 3. 36 die du g dich find 4. Di Freud/ Ewighei bin bere Zeremia! Weise: X 2. O bei mir deinem 9. E Angesi schöpfte Heiligung 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich,/ lenke mich nach 1 deinem Sinn;/ dich alleine nur ich meine,/ dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden,/ gib dich mir und nimm mich hin! 3. Ich begehre nichts, o Herre,/ als nur deine freie Gnad,/ die du gibest, den du liebest/ und der dich liebt in der Tat./ Laß dich finden, laß dich finden,/ der hat alles, der dich hat! 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten,/ Reichtum, Wollust, Ehr und Freud,/ sind nur Schmerzen meinem Herzen,/ welches sucht die Ewiglheit. /Laß dich finden, laß dich finden,/ großer Gott, ich bin bereit! 7 Zeremia 29, 13.14 Joachim Neander, 1650—1680 166 Weise: Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst Bei Joseph Klug, 1535 ———— ö 55 2 9—.3— PPP SDDDD 395 Ein rei⸗-nes Herz, Herr, schaff in mir, schließ zu der ARN.—— E—— Sün⸗den Tor und Tür; ver⸗trei-be sie und laß nicht E ITITTITIITTTTTII. ö E———— 0 zu, daß sie in mei- nem Her-zen bei mir,/ treib all Unreinigkeit hinaus/ aus deinem Tempel, 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür,/ ach komm und wohne du deinem Haus. Angesicht/ erleuchten mein Herz und Gemüt,/ o Brunnen uner⸗ 3. Laß deines guten Geistes Licht/ und dein hellglänzend schöpfter Güt, Heiligung 4. und mache dann mein Herz zugleich/ an Himmelsgut und Segen reich, /gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner milden Gnadenhand; 5. so will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigentum/ und dieses achten für Gewinn,/ wenn ich nur dir ergeben bin. Psalm 51, 12—14 Heinrich Georg Neuß, 1654—1716 167 Weise: Herr Christ, der einig Gotts Sohn Vorreformatorisch. Erfurt, 1524 DDDD E — Herr Je⸗ su, Gna⸗den⸗son⸗ne, wahr⸗haf⸗tes Le⸗ bens⸗ laß Le-ben, Licht und Won⸗ ne mein blö⸗des An ⸗ge⸗ 0— 4 * licht, sicht 2 4..————.——— ..SSSSSIS I I IIII mei⸗nen Geist er⸗ neu⸗en; mein Gott, ver⸗sag mir's nicht. nach dei ⸗-ner Gnad er⸗freu ⸗- en und 2. Vergib mir meine Sünden/ und wirf sie hinter dich,/ laß allen Zorn verschwinden/ und hilf mir gnädiglich,/ laß deine Friedensgaben/ mein armes Herze laben./ Ach Herr, er⸗ höre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen/ den alten Adamssinn/ und laß mich dich erwählen,/ auf daß ich mich forthin/ zu deinem Dienst ergebe/ und dir zu Ehren lebe,/ weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis/ in mir, mein Seelenhort,/ und öffne mein Verständnis/ durch dein geheiligt Wort,/ damit ich an dich gläube/ und in der Wahrheit bleibe/ zu Trutz der Höllenpfort. innerm fullen/ 7. N Mut:/ tut; /h böse ul 8.0 allen e deinen Raleacht Peise: Creu di. Heiligung 5. Mit deiner Kraft mich rlste,/ zu kreuzgen mein Begier/ und alle bösen Lüste,/ auf daß ich für und für/ der Sündenwelt absterbe/ und nach dem Fleisch verderbe,/ hingegen leb in dir. 6. Ach zünde deine Liebe/ in meiner Seele an,/ daß ich aus innerm Triebe/ dich ewig lieben kann/ und dir zum Wohlge⸗ fallen/ beständig möge wallen/ auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärhe,/ verleih mir Kraft und Mut;/ denn das sind Gnadenwerle,/ die dein Geist schafft und tut;/ hingegen meine Sinnen,/ mein Lassen und Beginnen/ ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gnaden,/ du Vater aller Treu,/ wend allen Seelenschaden/ und mach mich täglich neu;/ gib, daß ich deinen Willen/ gedenke zu erfüllen,/ und steh mir kräftig bei. Maleachi 3, 20 Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735 168 Weise: Wie nach einer Wasserquelle (Freu dich sehr, o meine Seele) Französischer Psalm 42. Genf, 1551 — I—. ‚I.‚..— 1———— — 2 2— EE*—— bau-et nicht wie fre ⸗ che Sün⸗der nur auf e D e — eu ⸗-re Se⸗lig-heit; ge⸗ gen-wärtge Zeit, EE— i euch, rin⸗get nach dem Him-mel⸗-reich und be-mü⸗het euch auf son-dern schau ⸗et ü⸗ ber Er⸗ den, wie ihr mö- get se⸗lig Heiligung 2. Daß nun dieses mög geschehen,/ müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut/ und desselben Neigung gehen;/ sondern was Gott will und tut,/ das muß ewig und allein/ eures Lebens Richtschnur sein,/ es mag Fleisch und Blut in allem/ übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach zu behennen,/ daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen,/ daß euch lauter Elend deckt/ und daß Gottes Gnadenkraft/ nur allein das Gute schafft,/ ja daß außer seiner Gnade/ in euch nichts denn Seelen⸗ schade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet;/ selig, wer im Kampf besteht/ und die Sünden in sich dämpfet;/ selig, wer die Welt verschmäht./ Unter Christi Kreuzesschmach/ jaget man dem Frie⸗ den nach;/ wer den Himmel will ererben,/ muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen,/ sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen,/ so bricht eure Hoff⸗ nung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg/ folget niemals rechter Sieg;/ nur den Siegern wird die Krone/ beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen,/ hat bei Christen keine Statt;/ fleischlich reden, tun und lachen/ schwächt den Geist und macht ihn matt./ Ach, bei Christi Kreuzesfahn/ geht es wahrlich niemals an,/ daß man noch mit frechem Herzen/ sicher wolle tun und scherzen. 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen,/ denn er kann mit Leib und Seel/ uns zur Hölle niederschlagen;/ er ist's, der des Geistes Ol/ und, nachdem es ihm beliebt,/ Wollen und Vollbringen gibt.O so laßt uns zu ihm gehen,/ ihn um Gnade anzuflehen; 8. und dann schlagt die Sündenglieder,/ welche Adam in euch regt,/ in den Kreuzestod danieder,/ bis ihm seine Macht ge⸗ legt;/ was euch ärgert, hauet ab,/ was euch hindert,/ senkt ins Grab/ und denkt oftmals an die Worte: 7Dringet durch die enge Pforte! 9. 3² sehn/ Ach mei gib nit 10. 2 auf daß Et, er daß ich Philipper Cigene V Heiligung 9. Zittenn will ich vor der Sünde/ und dabei auf Zesum sehn,/ bis ich seinen Beistand finde,/ in der Gnade zu bestehn./ Ach mein Heiland, geh doch nicht/ mit mir Armen ins Gericht,/ gib mir deines Geistes Waffen,/ meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen!/ Gott versiegle dies in mir,/ auf daß ich in Jesu Namen/ so den Glaubenskampf ausführ./ Er, er gebe Kraft und Stärh/ und regiere selbst das Werl,/ daß ich wache, bete, ringe/ und also zum Himmel dringe. Philipper 2,12 Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735 Eigene Weise Halle, 1704 — SISIssI..I....... .— 2 O Durch⸗bre ⸗ cher al ⸗-ler Ban- de, der du bei dem Scha-den, Spott und Schan-de lau ⸗ter 22 ö 0 e,weere E——. I—.2 2—*— 1—— im ⸗ mer bei uns bist, Lust und Him-mel ist, e,,,, E,. —.—— + 2 rich-te wi⸗ der un⸗sern A⸗dams⸗sinn, bis dein H*+ N— EMH———.———— 2 I.— SS treu⸗es An⸗ge⸗sich⸗te uns führt aus dem Ker⸗ker hin. ü⸗be fer⸗ner dein Ge⸗ 2. Ist's doch deines Vaters Wille,/ daß du endest dieses Werlh;/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb und Stärk,/ daß du nichts von dem verlierest,/ was er dir geschenhet hat,/ und es aus dem Treiben führest/ zu der süßen Ruhestatt. 1⁵⁷ Heiligung 3. Ach so mußt du uns vollenden,/ willst und kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen Händen,/ dein Herz ist auf uns gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten/ als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Riedrigkeiten/ uns veracht't und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten,/ da wir mit der Kreatur/ seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung von Ratur,/ von dem Dienst der Eitelkeiten,/ der uns noch so hart bedrückt,/ ob auch schon der Geist zuzeiten/ sich auf etwas Beßres schicht. 5. Ach erheb die matten Kräfte,/ sich einmal zu reißen los/ und durch alle Weltgeschäfte/ durchzubrechen frei und bloß./ Weg mit Menschenfurcht und Zagen,/ weich, Vernunftbedenklich⸗ keit,/ fort mit Scheu vor Schmach und Plagen,/ weg des Fleisches Zärtlichhkeit! 6. Herr, zermalme, brich, vernichte/ alle Macht der Finster⸗ nis,/ unterwirf sie dem Gerichte,/ mach des Sieges uns gewiß./ Heb uns aus dem Staub der Sünden,/ wirf die Schlangenbrut hinaus. /laß uns wahre Freiheit finden/ droben in des VBaters Haus. 7. Wir verlangen heine Ruhe/ für das Fleisch in Ewigheit;/ wie du's nötig findst, so tue/ noch vor unsrer Abschiedszeit;/ aber unser Geist, der bindet/ dich im Glauben, läßt dich nicht,/ bis er die Erlösung findet,/ welcher Zeit und Maß gebricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Re⸗ giment;/ führe deines Reiches Kriege,/ mach der Shlaverei ein End. Aus dem Kerher führ die Seelen/ durch des neuen Bundes Blut,/ laß uns länger nicht so quälen;/ denn du meinst's mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen/ in der Lust und Eigenheit,/ ach so laß uns nicht stets hangen/ in dem Tod der Eitelkeit;/ denn die Last treibt uns zu rufen,/ alle flehen wir dich an:/ Zeig doch nur die ersten Stufen/ der gebrochnen Freiheitsbahn! Eigene Heiligung 10. Ach wie teur sind wir erworben,/ nicht der Menschen Knecht zu sein; drum, so wahr du bist gestorben,/ mußt du uns auch machen rein, /rein und frei und ganz vollkommen,/ nach dem besten Bild gebildt;/ der hat Gnad um Gnad genom⸗ men,/ wer aus deiner Füll sich füllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben; /laß mit dir gekreuzigt sein,/ was dein Reich nicht kann ererben;/ führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen,/ laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen,/ wenn die Freiheit bricht herein. Nömer 8, 18—23 Gottfried Arnold, 1666—1714 Eigene Weise Halle, 1704 EH——— 1—— n,=min, ä———— ——* Dir, dir, Je⸗- ho-va, will ich sin-gen, denn Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗ der brin- gen; ach ̃——2* + wo ist doch ein sol⸗cher Gott wie du? gib mir dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft da⸗- zu, 6— FHH—— E—.. 5 D....— Ee V 2—. E 2— E 2——— daß ich es tu im Na ⸗ men Je⸗ su —6— E ISSSSEEEEE —— EII Christ, so wie es dir durch ihn ge-fäl ⸗lig ist. Heiligung 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne,/ damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir;/ dein Geist in meinem Herzen wohne/ und meine Sinne und Verstand regier,/ daß ich den Frieden Gottes schmech und fühl/ und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte,/ so wird gewiß mein Singen recht getan;/ so klingt es schön in meinem Liede,/ und ich bet dich in Geist und Wahrheit an;/ so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,/ daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;/ der lehret mich recht gläubig beten,/ gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind/ und ein Miterbe Zesu Christi sei,/ daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet/ durch deines heil⸗ gen Geistes Kraft und Trieb,/ so bricht dein Vaterherz und wallet/ ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb,/ daß mir's die Bitte nicht versagen kann,/ die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret,/ das ist nach deinem Willen eingericht't/ und wird gewiß von dir erhöret,/ weil es im Namen deines Sohns geschicht,/ durch welchen ich dein Kind und Erbe bin/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe;/ drum bin ich voller Trost und Freudigheit/ und weiß, daß alle gute Gabe,/ die ich von dir verlanget jederzeit,/ die gibst du und tust überschwenglich mehr,/ als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Zesu Namen,/ der mich zu deiner Rechten selbst vertritt;/ in ihm ist alles Ja und Amen,/ was ich von dir im Geist und Glauben bitt./ Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeit. Epheser 5, 18. 19 Bartholomäus Crasselius, 1667—1724 Heiligung 17¹ Eigene Weise(Adam Krieger weltlich, 1657) Halle geistlich, 1704 7 2.— ⁴———— 4 — 2 2 2—— 2 2 0 EEE ü Eins ist not! Ach Herr, dies Ei ⸗ ne leh ⸗re al ⸗les and=re, wie's auch schei⸗ ne, ist ja ——— 1 II—.— S..... —* I— II L LI EI 1 + 2*— mi r⸗ ken⸗-nen doch; 10 ch: dar ⸗ un ⸗ter das nur ein schwe⸗res Zoch, * SEn———— F 1 + 2——— +** IA E———— Her⸗ze sich na⸗get und pla-get und den⸗noch kein EHA.—— anen ——‚I...... 2 L 2. L vur i Huu 1.— * wah⸗res Ver⸗gnü⸗gen er⸗ ja⸗get. Er⸗lang ich dies E—— I +— 1 1 +I. + + +— I + 1 P ES Ei ⸗ne, das al ⸗les er-⸗setzt, so werd * 0— 1 1 III —.— N ů H E 225766 2. 2. H ich mit Ei ⸗nem in al⸗lem er ⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden,/ such's bei keiner Kreatur;/ laß, was irdisch ist, dahinten,/ schwing dich über die Natur,/ wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet,/ wo alle voll⸗ kommene Fülle erscheinet; 7 da, da ist das beste, notwendige Teil,/ mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. Heiligung 3. Wie dies Eine zu genießen/ sich Maria dort befliß,/ da sie sich zu Zesu Füßen/ voller Andacht niederließ,/ ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören,/ was Zesus, ihr Heiland, sie wollte belehren,/ ihr Alles war gänzlich in Zesum versenkt,/ und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. also ist auch mein Verlangen,/ liebster Zesu, nur nach dir;/ laß mich treulich an dir hangen,/ schenke dich zu eigen mir./ Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen,/ so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen;/ denn dein Wort, o Zesu, ist Leben und Geist;/ was ist wohl, das man nicht in Zesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle/ in dir ja verborgen liegt./ Gib nur, daß sich auch mein Wille/ fein in solche Schranken fügt,/ worinnen die Demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Zesum recht kenne und weiß, /so hab ich der Weisheit voll⸗ kommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen/ als nur dich, mein höchstes Gut;/ Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heilges, teures Blut. /Die höchste Gerechtigheit ist mir erworben,/ da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben;/ die Kleider des Heils ich da habe erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigheit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bild er⸗ wacht;/ du bist ja, den ich erwähle,/ mir zur Heiligung ge⸗ macht. /Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben,/ ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; /entreiße mich aller ver⸗ gänglichen Lust,/ dein Leben sei, Zesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen?/ Mich umströmt die Gnadenflut; /du bist einmal eingegangen/ in das Heilge durch dein Blut;/ da hast du die ewge Erlösung erfunden,/ daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden;/ dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt,/ im kindlichen Geiste das Abba nun hlingt. sein/ Sieh, Höhfle für S Lubas! „/dba Herze , sie nlt,/ dit/ „Ob dir deben orgen jolche und in ich oll⸗ mein ilges, ben,/ r des igbeit ld er⸗ 9ge⸗ ist in t ber⸗ nt die durch / daß —g die Abba Heiligung 9. Volles Gnügen, Fried und Freude/ jetzo meine Seel er⸗ götzt,/ weil auf eine frische Weide/ mein Hirt Jesus mich ge⸗ setzt. Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben,/ als wenn ich nur, Zesu, dich immer soll haben;/ nichts, nichts ist, das also mich innig erquicht,/ als wenn ich dich, Zesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, ZJesu, du alleine/ sollst mein Ein und Alles sein;/ prüf, erfahre, wie ich's meine,/ tilge allen Heuchelschein./ Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege,/ und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege;/ gib, daß ich nur alles hier achte für Spott/ und Zesum gewinne; dies Eine ist not. Lukas 10, 42. 1. Korinther 1, 30 Zohann Heinrich Schröder, 1667—1699 Weise: Einer ist König, Immanuel sieget Cöthen, 1733 DD SSS— Je⸗ fl. hilf sie⸗gen, du Für ⸗ste des Le⸗bens; wie sie ihr höl-li⸗sches Heer nicht ver-ge-⸗bens —II E i. sieh, wie die Fin ⸗-ster nis drin-get her⸗ ein; mäch⸗tig 3—500 ·ret, mir 13. zu sein. Sa⸗ tan, der sin ⸗ net auf al⸗ nmi Rän⸗ke, .SSPSS wie er mich sich⸗ te, ver⸗stö⸗-re und krän⸗ke. 2. Zesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht hklagen:/ Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir!/ Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen,/ die mein Gewissen mir täglich hält für./ Ach laß mich schmechen dein kräftig Versühnen/ und dies zu meiner Demütigung dienen. Heiligung 3. Zesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, /Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt,/ wenn ich die Last der Begierden empfinde/ und sich mein tiefes Verderben darlegt,/ hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten/ und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 4. ZJesu, hilf siegen und lege gefangen/ in mir die Lüste des Fleisches und gib,/ daß bei mir lebe des Geistes Verlangen,/ aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. /Laß mich ein⸗ dringen ins göttliche Wesen,/ so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken;/ wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken,/ laß doch viel heller dann deine Kraft sehn./ Steh mir zur Rechten, o König und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 6. Zesu, hilf siegen im Wachen und Beten,/ Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein;/ laß dein Gebet mich unendlich ver⸗ treten,/ der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will dechen,/ wollst du mich, Zesu, ermuntern und wecken. 7. Zesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet/ und ich mein Nichts und Verderben nur seh,/ wenn hein Vermögen zu beten sich findet,/ wenn ich vor Angst und vor Zagen vergeh,/ ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen/ dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 8. Zesu, hilf siegen und laß mir's gelingen,/ daß ich das Zeichen des Sieges erlang,/ so will ich ewig dir Lob und Danh singen,/ Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang./ Wie wird dein Name da werden gepriesen,/ wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! 9. Zesu, hilf siegen, wenn's nun kommt zum Sterben,/ mach du mich würdig und stetig bereit,/ daß ich mich nenne des Himmelreichs Erben,/ dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit./ Jesu, mein Zesu, dir bleib ich ergeben;/ hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. I0. jamme mit F. zuleht Zesu, I. Zohar Cigene llieb, erden mir, mein e des hen,/ ein⸗ Seele ch die hrheit ehn./ mich laf ber⸗ mich Jesu, mein beten Hert, ersten das Danh wird jüchtig mach e des Zeit./ mein Heiligung 10. Zesu, hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden/ von dieser jammer-⸗ und leidvollen Welt;/ wenn du mich rufest, gib, daß ich mit Freuden/ zu dir mög fahren ins himmlische Zelt./ Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen;/ reiche die Hand mir, o Zesu, hilf siegen! 1. Johannes 3,8 Zohann Heinrich Schröder, 1667—1699 Eigene Weise Brüdergemeine, um 1740 E 225 ů 0— ,;=en in Sein,, Le ,;E, i᷑i ne, — Rin ⸗ ge recht, wenn Got-tes Gna-de dich nun E rn vr. n 2— zie⸗ het und be-kehrt, daß dein Geist sich recht ent⸗ EH—.——.— ů—4 H 9 1 la ⸗- de von der Last, die ihn be⸗schwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge,/ und der Lebensweg ist schmal;/ hier bleibt alles im Gedränge,/ was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben,/ dring hinein in Gottes Reich;/ will der Satan widerstreben,/ werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe/ und die erste Liebe dich/ von der ganzen Welt abziehe;/ halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien,/ halte damit feurig an;/ laß dich keine Zeit gereuen,/ wär's auch Tag und Nacht getan. 6. Nimm mit Furcht ja deiner Seele,/ deines Heils mit Zittern wahr;/ hier in dieser Leibeshöhle/ schwebst du täglich in Gefahr. Heiligung 7. Halt ja deine Krone feste,/ halte männlich, was du hast;/ recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 8. Wahre Treu führt mit der Sünde/ bis ins Grab beständig Krieg,/ richtet sich nach keinem Winde,/ sucht in jedem Kampf den Sieg. 9. Wahre Treu liebt Christi Wege,/ stets beherzt auf ihrer Hut,/ weiß von keiner Wollustpflege,‚/ hält sich selber nichts zugut. 10. Wahre Treu kommt dem Getümmel/ dieser Welt niemals zu nah;/ ist ihr Schatz doch in dem Himmel,/ drum ist auch ihr Herz allda. 11. Dies bedenket wohl, ihr Streiter,/ streitet recht und fürchtet euch;/ geht doch alle Tage weiter,/ bis ihr kommt ins Himmelreich. Philipper 2, 12. Lukas 13, 24 Zohann Zoseph Winchler, 1670—1722 17⁴4 Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn Weltlich vor 1681; geistlich Dresden, 1694 ++ 35—.— 3657 3—.—— ..... Ma ⸗che dich, mein Geist, be ⸗-reit, wa daß dich nicht die bö⸗ se Zeit un EE-Ers 520 berte 39 denn es ist Sa- tans List ü⸗ber SSS.S vie le From-men zur Ver-su⸗chung khom-men. 2. Aber wache erst recht auf/ von dem Sündenschlafe;/ denn es folget sonst darauf/ eine lange Strafe,/ und die Not/ samt dem Tod/ möchte dich in Sünden/ unvermutet finden. weil et die er 5. A Oder, sieh/ Gliedet 6. A damit st/ vol schmeit ast/ indig ampf ihrer lichts Mals ihr und t ins I7²² 1681; u, 1694 Heiligung 3. Wache auf, sonst kann dich nicht/ unser Herr erleuchten;/ wache, sonsten wird dein Licht/ dir noch ferne deuchten;/ denn Gott will/ für die Füll/ seiner Gnaͤdengaben/ offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List/ nicht im Schlaf umstricke,/ weil er sonst behende ist,/ daß er dich berücke;/ und Gott gibt,/ die er liebt,/ oft in seine Strafen,/ wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt/ durch Gewalt bezwinge/ oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe;/ wach und sieh,/ damit nie /viel von falschen Brüdern/ unter deinen Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich,/ für dein Fleisch und Herze,/ damit es nicht freventlich/ Gottes Gnad verscherze;/ denn es ist/ voller List/ und kann sich bald heucheln/ und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei/ mitten in dem Wachen;/ denn der Herre muß dich frei/ von dem allen machen,/ was dich drückt/ und bestrickt,/ daß du schläfrig bleibest/ und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein,/ wenn er was soll geben;/ er ver⸗ laͤnget unser Schrein,/ wenn wir wollen leben/ und durch ihn/ unsern Sinn,/ Feind, Welt, Fleisch und Sünden/ kräftig über⸗ winden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon/ alles glücklich gehen,/ wenn wir ihn durch seinen Sohn/ im Gebet anflehen;/ denn er will/ uns mit Füll/ seiner Gunst beschütten,/ wenn wir gläubig bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar/ wachen, flehen, beten,/ weil die Angst, Not und Gefahr/ immer näher treten;/ denn die Zeit/ ist nicht weit,‚/ da uns Gott wird richten/ und die Welt vernichten. Matthäus 26, 41 Zohann Burchard Freystein, 1671—1718 F +2 Heiligung 17⁵ 1 hen./ treiben Weise: Zesus, meine Zuversicht(2. Weise) Bei Georg Philipp Telemann, 1730 Hinne — ů—— der n ri. 17 ů 0——*.— ö Him⸗ mel- an geht uns ⸗re Bahn, wir sind V bis wir dort nach Ka⸗- na⸗- an durch die—6 INV 0 — I———* . ö N I Gä⸗ste nur auf Er-den, ö 0 Wü⸗ste hommen wer⸗den. Hier ist un e ser E.——— l H 4 5e; d *—— 1 E 7 1I.— E 2—1— Pil⸗ grim⸗stand, dro⸗ben un⸗ser Va⸗ter-land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist,/ denn du bist ein ö himmlisch Wesen/ und kannst das, was irdisch heißt,/ nicht zu deinem Zweck erlesen. /Ein von Gott erleucht'ter Sinn/ kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu,/ wenn ich ihn im Worte höre./ Das weist mir den Ort der Ruh,/ wo ich einmal hingehöre./ Wenn mich dieses Wort bewahrt,/ halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt/ mir das schöne Los von ferne,/ daß mein Herz schon aufwärts steigt/ über Sonne, Mond I und Sterne;/ denn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod/ in die rechte Heimat N führen,/ da ich über alle Not/ ewig werde triumphieren./ Zesus geht mir selbst voran,/ daß ich freudig folgen kann. nn, 1730 ist ein licht zu hehrt höͤte./ chöre./ elfahtt. 0s von Mond Glanz Heimat FZesus Heiligung 6. Himmelan, ach himmelan! /Das soll meine Losung blei⸗ ben.„Ich will allen falschen Wahn/ durch die Himmelslust ver⸗ treiben./ Himmelan steht nur mein Sinn,/ bis ich in dem Himmel bin. Hebräer 13, 14 Benjamin Schmolch, 1672—1737 Eigene Weise Halle, 1704 —.—— brr., biexr,¶e * I 2 1 1 83 uweget der Chri⸗-sten in-wen⸗- di⸗ ges Was ih⸗- nen der Kö⸗ nig des Him-mels ge⸗ 6—.— ..——— V 7.E.——.— — 2 5—1 Le⸗-ben, ob⸗-gleich sie von au⸗ßen die ⸗ben, ist kei ⸗ nem als ih- nen nur EER—3—..—.—1 EÆ ene, K, E— LIIUVD 4— L— C + 2. 1= Son ne ver⸗brannt. sel ⸗ber be⸗Bannt Was nie ⸗-mand ver⸗ spü⸗ret, was nie⸗mand be⸗rüh⸗ret, hat ih⸗re er⸗ „— 2 ,.— ———— 3—— — leuch ⸗te⸗ ten Sin⸗- ne ge⸗ zie ⸗-ret und 8— . l——„ I sie zu der gött-li⸗ chen Wür⸗de ge⸗füh⸗ret. *iLL Heiligung ö 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe,/ ein Schau⸗ ö spiel der Engel, verlacht von der Welt;/ doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge,/ der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt,/ 9——— das Wunder der Zeiten,/ die hier sich bereiten, dem König, der* unter den Lilien weidet,/ zu dienen, mit heiligem Schmuche 757 behleidet. 3. Sonst sind sie wohl Adams natürliche Kinder/ und tragen das Bildnis des Irdischen auch;/ sie leiden am Fleische wie andere Sünder,/ sie essen und trinken nach nötigem Brauch;/ in leiblichen Sachen,/ in Schlafen und Wachen/ sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen,/ nur daß sie die Torheit der Weltlust verlachen. 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme,/ geboren 3 aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert in ihnen die himmlische Flamme,/ entzündet von oben, genähret von dort./ Die Engel sind Brüder,/ die ihre Loblieder/ mit ihnen hold⸗ ö 103 selig und wonniglich singen;/ das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel,/ sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt;/ sie schmechen den Frieden bei allem Getümmel,/ sind arm, doch sie haben, was ihnen ge⸗ V ö fällt.Sie stehen in Leiden/ und bleiben in Freuden,/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen/ und führen das Leben 2. 9 des Glaubens von innen. Hittin 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden,/ wenn Iu sih er einst sich dar in der Herrlichkeit stellt,/ so werden sie mit ihm 1ůOt0 als Fürsten der Erden/ auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt;/ sie werden regieren,/ mit ihm triumphieren,/ den Him⸗ 3. O mel als prächtige Lichter auszieren;/ da wird man die Freude Herlic gar offenbar spüren. der sich 7. O Zesu, verborgenes Leben der Seelen,/ du heimliche Zierde die Gn der inneren Welt,/ laß deinen verborgenen Weg uns erwählen,/ wenn gleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt./ Hier übel—⁊— genennet/ und wenig erkennet,/ hier heimlich mit Christo im an i Vater gelebet,/ dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. ind re Kolosser. 3.4 Christian Friedrich Richter, 1676—171¹ ondie: schau⸗ V sie lt/ 9, der muche ragen e wie uch;/ m sie otheit boren n die dort./ hold⸗ ganz leiben rieden en ge⸗ j/ sie Leben wenn it ihm her der Him⸗ Freude Zierde ihlen,/ er übel sto im webet. 20—I Heiligung Eigene Weise Halle, 1704 Es ko ⸗stet viel, ein Christ zu sein und nach dem H„——————— ———— ———— Sinn des rei⸗nen Gei-stes le-ben; denn der Na⸗ tur geht es gar sau⸗er ein, sich im-mer⸗ ——. 12———23—— dar in Chri-sti Tod zu ge-ben; und ist hier EV•— R ———— EI gleich ein Kampf wohl aus⸗ge-richt't, das macht's noch nicht. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn,/ die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; /da kostet's Müh, auf seiner Hut zu stehn,/ daß nicht das Gift kann in die Seele dringen./ Wenn man's versucht, so spürt man mit der Zeit/ die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert,/ daß man mit Ernst die Herrlichheit erwäget,/ die ewiglich ein solcher Mensch erfährt,/ der sich hier stets aufs Himmlische geleget./ Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht,/ daß man's nicht acht't. 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein,/ ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; /wie wird der Leib so hell, so starh und rein,/ so herrlich sein, verklärt im Angesichte,/ dieweil uns da die wesentliche Pracht/ so schöne macht. 16 FFFF Heiligung 5. Da wird das Kind den Vater sehn,/ im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden;/ der lautre Strom wird es da ganz durchgehn/ und es mit Gott zu einem Geist verbinden./ Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn?/ Wer mag's verstehn? + 6. Was Gott genießt, genießt es auch;/ was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben,/ der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch. Wie lieblich wird es doch mit Jesu leben!/ Nichts höher wird an Kraft und Würde sein/ als Gott allein. 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht,/ dich durch die Macht der Finsternis zu reißen; was sorgest du, daß dir's an Kraft WI gebricht?/ Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen./ Wie gut wird sich's doch nach der Arbeit ruhn,/ wie wohl wird's tun! 1. Korinther 9, 24-27 Christian Friedrich Richter, 1676—1711 +I . 17⁸ Weise: Es kostet viel, ein Christ zu sein Halle, 1704 V 3—.— — + + Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und nach dem 2 1 1 — N tur geht es gar sau ⸗er ein, sich im-mer⸗ — AAI DEI 2 2 E 2 dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ben; doch führt die — 9 leichte mein,/ fcchte 3.2 leinet Schme übergil lle, 1704 h dem Heiligung 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein,/ du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut er's mein,/ das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben./ Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr;/ es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das Herz,/ daß er es selbst mit reiner Gnade fülle;/ der fromme Gott macht dir gar heinen Schmerz,/ die Unlust schafft in dir dein eigner Wille;/ drum übergib ihn willig in den Tod,/ so hat's nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kummer hin,/ der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget;/ erweche nur zum Glauben deinen Sinn,/ wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget;/ sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an!/ so ist's getan. 5. Faß nur dein Herze in Geduld,/ wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. /Versiehst du's oft und fehlst aus eigner Schuld,/ so siehe nur, daß du dein Herze stärkest;/ so wird's gewiß mit seiner Hilf erfreut/ zu seiner Zeit. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn,/ wenn dich wird Nacht und Finsternis bedechen./ Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun;/ vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrechen. Ja siehst du endlich ferner keine Spur,/ so glaube nur. 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn,/ und wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen;/ was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn,/ drum darfst du nur dem frommen Vater trauen./ O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ/ so selig ist. 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du,/ dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben?/ Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh,/ in Frieden sollst du vor dem Vater schweben./ Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn/ allein auf ihn. Matthäus 11, 30 Christian Friedrich Richter, 1676—1711 16² Heiligung 179 Eigene Weise Nürnberg, 1684 II Hier legt mein Sinn sich vor dir nie⸗der, mein Geist sucht H5 sei⸗ nen änh wie⸗ 98r, laß dein er⸗ H. end 2—.——— E I, An⸗ge⸗ sicht zu mei⸗ ner Ar-mut sein gerricht't! 2. Schau her, ich fühle mein Verderben,/ laß mich in deinem Tode sterben; /o könnte doch in deiner Pein/ die Eigenheit ertötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Willen/ mit der Gelassenheit erfüllen;/ brich der Natur Gewalt entzwei/ und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe/ und mich in deinen Wegen übe;/ nur ist von der Unlauterkeit/ die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden/ durch deinen Geist geheiligt werden,/ der Sinn muß tiefer in dich gehn,/ der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten,/ hier gelten nichts der Menschen Taten;/ wer macht sein Herz wohl selber reinꝰ/ Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben,/ du bist noch immer treu geblieben;/ ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 9. In Regung solhen 9. In Macht in seine 10. O ganz bef schon sel 11. 2 Abgtunt wird vol 12. S die süße Gott, die Zeremia 2 Weise: Ag 1 ichttl deinem genheit senheit meinen deinen ch nicht Geist er Juß nichts leinꝰ/ himmet nahst Heiligung 8. Indessen will ich treulich kämpfen/ und stets die falsche Regung dämpfen,/ bis du dir deine Zeit ersiehst/ und mich aus solchen Retzen ziehst. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: 7Gott hat der Hölle Macht geschlagen,/ Gott führt mich aus dem Kampf und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen/ ich dir, mein Vater, ganz befehlen; /ach drüche tief in meinen Sinn,/ daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke/ und mich in deinen Abgrund senlhe,/ so werd ich von dir angeblicht,/ und mein Herz wird von dir erquicht. 12. So wächst der Eifer mir im Streite,/ so schmeck ich schon die süße Beute/ und fühle, daß es Wahrheit ist,/ daß du, mein Gott, die Liebe bist. Jeremia 29, 13.14 Christian Friedrich Richter, 1676—1711 18⁰ Weise: Ach was bin ich, mein Erretter Französischer Psalm 38. Genf, 1542 b ö 3— Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün-den nicht ver⸗ SSSSSI 5 32755 schwinden? Hü⸗ter, ist die Nacht schier hin? Wird die 2——————.————. ½½⁷97 7—.—.——.— E 2——.—— 2 4.—.—— 4 —— Fin ⸗ster ⸗ nis der Sin ⸗nen bald zer⸗ 4 N 5— ů— SEEESS rin ⸗nen, dar ⸗-ein ich ver⸗wik⸗kelt binꝰ Heiligung 2. Möcht ich wie das Rund der Erden/ lichte werden;/ Seelensonne, gehe auf! /Ich bin finster, kalt und trübe;/ komm, o Liebe,/ komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde,/ da die Stunde/ der Er⸗ scheinung kommen ist;/ und ich muß mich stets im Schatten/ so ermatten,/ weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen,/ da du kommen;/ aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen,/ auch erscheinen,/ der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben;/ Zesus und sein heller Schein,/ Jesus muß das Herz anblicken/ und erquichen,/ Zesus muß die Sonne sein. 6. Nur die Decke vor den Augen/ kann nicht taugen,/ seine Klarheit kann nicht ein. Wenn sein helles Licht den Seinen/ soll erscheinen,/ muß das Auge reine sein. 7. Zesu, gib gesunde Augen,/ die was taugen,/ rühre meine Augen an;/ denn das ist die größte Plage,/ wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Jesaja 21, 11 Christian Friedrich Richter, 1676—1711 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 9 1 1 +—5 +— ——...... SIII———.———— — Rü⸗stet euch, ihr Chri⸗sten⸗-leu ⸗te; die Fein⸗de Wapp⸗net euch mit Got⸗tes Wor⸗te und kämp⸗fet ů.— ————2—4I*.— EE su⸗chen euch zur Beu ⸗ te, ja Sa⸗tan selbst hat frisch an je⸗dem Or ⸗ te, da⸗mit ihr blei⸗-bet filt 2. Re Christen, Ramen, Glauben auf das hereit,/ 3. Stt Zotenba die Tott sehen w Uns die Sohn/ 4. Je winder, Lben,/ will der slußt/ Ind Leb Lubas 2, erden;/ komm, der Er⸗ tten/ so 5/ aber ./auch geben/ blichen/ h/ seine Seinen/ se meine LTage/ 1676—17¹¹ ost hat ei⸗bet Heiligung 1 7— 1 R—— 1* 1 *.— II*. + 1 4* E+ , e, L.,.x, ,rEEr, —— 7— 8.... eur be⸗gehrt. un⸗ver⸗sehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier .. 4 ist Im⸗ma⸗ nu⸗el! Ho⸗si⸗ an ⸗nal Der Star⸗ke E——8 2.—— 2 EKd 5—— E 4.— —— fällt durch diesen Held, und wir be-hal⸗-ten mit das Celd. 2. Reinigt euch von euren Küsten,/ besieget sie, die ihr seid Christen,/ und stehet in des Herren Kraft./ Stärket euch in Jesu Namen,/ daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen;/ wo ist des Glaubens Ritterschaft?/ Wer hier ermüden will,/ der schaue auf das Ziel,/ da ist Freude. Wohlan, so seid/ zum Kampf bereit,/ so krönet euch die Ewigkheit. 3. Streitet recht die wengen Jahre,/ eh ihr kommt auf die Totenbahre;/ kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wechen/ und Christus wird die Welt erschrecken,/ so stehen wir mit Freuden auf./ Gott Lob, wir sind versöhnt!/ Daß uns die Welt noch höhnt,/ währt nicht lange;/ und Gottes Sohn/ hat längstens schon/ uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Zesu, stärke deine Kinder/ und mach aus denen Über⸗ winder,/ die du erkauft mit deinem Blut./ Schaffe in uns neues Leben,/ daß wir uns stets zu dir erheben,/ wenn uns entfallen will der Mut./ Gieß aus auf uns den Geist,/ dadurch die Liebe fleußt/ in die Herzen;/ so halten wir/ getreu an dir/ im Tod und Leben für und für. Luhas 22, 31.32 Wilhelm Erasmus Arends, 1677—1721 Heiligung 182 Weise: O ZJesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig, 1625 ..... 4— 2 Er⸗ neu⸗re mich, o ew⸗ges Licht, und laß von 0 27 4 4 —.—— 3355 1=.............—.—. dei⸗nem An⸗ge⸗sicht mein Herz und Seel mit dei⸗nem 4 ee 2— 2— E.—— Schein durch⸗leuch⸗tet und er⸗ fül ⸗ let sein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust,/ feg aus den alten Sünden⸗ wust;/ ach rüst mich aus mit Kraft und Mut,/ zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist,/ der dir mit Lust Gehorsam leist't/ und nichts sonst, als was du willst, will;/ ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. 4. Auf dich laß meine Sinne gehn,/ laß sie nach dem, was droben, stehn,/ bis ich dich schau, o ewges Licht,/ von Angesicht zu Angesicht. 2. Korinther 3, 18 Zohann Friedrich Ruopp, 1672—1708 183 Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist Französischer Psalm 84. Lyon, 1562 Mein Le⸗ben ist ein Pil-grim⸗stand; ich rei ⸗se 2. So auch me wieder; hekeit,/ heracht/ 9. Ke sein Ach ist eng,! muß mit gehn/ ui 4. De Onadent sllemen doh all⸗ llt/ mi pzig, 1555 Sünden⸗ en wider mit Lust bill/ ach em, was Angesicht 1672-1708 Lyon, I502 ei⸗se Heiligung +** 2; 222 üt— H————— DSD 2— ö itü dem Va⸗ter⸗land, noch dem Je⸗ru-sa⸗lem, das dro⸗ hen Gott selbst als ei⸗ ne fe⸗ ste Stadt auf Bun⸗des⸗ 1——.— 0— — blut ge⸗grün⸗det hat; da werd ich mei⸗nen Gott stets lo ⸗ ben. Mein Le⸗ ben ist ein Pi⸗ grim⸗ 1 1 I —+ V 3 51 37% S V* ** stand; ich rei ⸗-se nach dem Va⸗ter-land. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß,/ so schnell läuft auch mein Stundenglas,/ und was vorbei ist, kommt nicht wieder;/ ich eile zu der Ewigkeit. /Herr Jesu, mach mich nur bereit,/ eröffne meine Augenlider,/ daß ich, was zeitlich ist, veracht/ und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach,/ der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen;/ der Steg ist eng, der Feinde viel,/ die mich abdrängen von dem Ziel;/ ich muß mich oft an Dornen stoßen,/ ich muß durch dürre Wüsten gehn/ und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht,/ der Sonne, die mit Gnadenlicht/ in unverfälschte Herzen strahlet;/ Wind, Regen stürmen auf mich zu,/ mein matter Geist findt nirgend ͥRuh;/ doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich die güldne Himmels⸗ tür /mir stell in Glaub und Hoffnung für. nicht lang;/ hier in der Wüste wird mir bang. ů Heiligung 5. Israels Hüter, Jesu Christ,/ der du ein Pilgrim worden bist,/ da du mein Fleisch hast angenommen,/ zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem Heil stets näher kommen./ Mein Leben flieht; ach eile du/ mit deiner Gnad und Hilf herzu. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit,/ gib in Geduld Be⸗ ständigkeit,/ vor Straucheln meinen Fuß beschütze./ Ich falle ö stündlich, hilf mir auf,/ zieh mich dir nach in meinem Lauf,/ ö sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. Laß deinen süßen Gnaden⸗ schein/ in Finsternis nie ferne sein. 7. Bin ich in diesem fremden Land/ der blinden Welt schon unbekannt,/ dort sind die Freunde, die mich kennen;/ dort werd I ich mit der Himmelsschar/ dir jauchzend dienen immerdar/ und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib Psalm 39, 13 Friedrich Adolf Lampe, 1683— 1729 184 Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(2. Weise) Darmstadt, 1699 See ⸗ le, was er⸗müdst du dich in den die doch bald ver⸗ zeh⸗ ren sich und zu Din ⸗gen die ⸗ ser Er ⸗den, Staub und A⸗ sche wer⸗ den? ——*—. Je⸗sum und sein Licht, al-les and⸗re hilft dir nicht. 2. Sal schwinger Onad ei hilft dir! 3. Ou laben;/e haben. /e 4. Fli⸗ laß nur d Suche de 5. Geh rüchen;/ wohl ergt dir nicht. 6. Du geboten./ ethoten? 10. Se langen;/ lngen./ i nicht. Authäus it nicht. Heiligung 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen,/ richt ihn stets zum Himmel hin,/ laß ihn in die Gnad eindringen. Suche ZJesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh,/ dein betrübtes Herz zu laben;/ eil zum Lebensquell hinzu,/ da kannst du sie reichlich haben./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein,/ die das finstre Reich gebieret;/ laß nur den dein Labsal sein,/ der zur Glaubensfreude führet./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 5. Geh in Einfalt stets einher,/ laß dir nichts das Ziel ver⸗ rücken;/ Gott wird aus dem Liebesmeer/ dich, den Kranken, wohl erquichen. Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Hauch aus Gott/ und aus seinem Geist geboren./ Darum liege nicht im Tod;/ bist du nicht zum Reich erkoren?/ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich fein oft im Geist/ über alle Himmelshöhen;/ laß, was dich zur Erde reißt,/ weit von dir entfernet stehen./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 8. Nahe dich dem lautern Strom,/ der vom Thron des Lammes fließet/ und auf die, so keusch und fromm,/ sich in reichem Maß ergießet./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 9. Laß dir Gottes Majestät/ immerdar vor Augen schweben;/ laß mit brünstigem Gebet/ sich dein Herz zu ihm erheben./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 10. Sei im übrigen ganz still,/ du wirst schon zum Ziel ge⸗ langen;/ glaube, daß sein Liebeswill/ stillen werde dein Ver⸗ langen. Drum such Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. Matthäus 6, 33 Jakob Gabriel Wolf, 1684— 1754 Heiligung 2. Y 185 mit gat Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Halle, 1704 mi im — 006 niht sch Ar selbet al E 1—2 und das O Va⸗ter⸗-herz, o Licht, ö Le-ben, o treu ⸗er 9 dir bin ich ein⸗mal ü⸗ ber⸗ge⸗ben, dir, dir ge⸗ ew Mlgesi U+ f— soll mit SSS SE. 3—.— 1— ‚—. sej/ be Hirt Im⸗ma⸗nn eel⸗ ich will mich nicht mehr sel⸗ber—— hö⸗ret mei⸗ne Seel; 4. O Güt unt I lob unt ..—. Dom füh⸗ren, der Vater soll das Kind re⸗gieren; so geh nun 00 —.— —— 27—— solgen ———....... ö V hier So mit mir aus und ein und lei⸗ te mich nach al⸗-len betlang großen ach laß 5——.— S....... un — 0. Trit⸗ten. Ich geh, ach hör, o Herr, mein Dn ö heschen 4—1—. die hei — 2—— ——— hadur ————— an Bit ⸗ten, für mich nicht ei⸗nen Schritt al-lein. 2Moset halle,g ⸗kenn. Heiligung 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen?/ Ich weiß mir gar in Keinem Rat:/ drum sei in groß und kleinen Dingen/ mir immer selber Rat und Tat./ Du willst dich meiner gar nicht schämen,/ ich mag dich ja zu allem nehmen,/ du willst mir selber alles sein; /so sollst du denn in allen Sachen/ den Anfang und das Ende machen,/ dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten,/ dein Wort muß ewig feste stehn;/ du sprichst, dein Auge soll mich leiten,/ dein Angesicht soll vor mir gehn;/ ja deine Güt und dein Erbarmen/ soll mich umfangen und umarmen./ O daß ich nur recht kindlich sei,/ bei allem gläubig zu dir flehe/ und stets auf deinen Winh nur sehe,/ so spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke/ auf deine Weisheit, Güt und Treu,/ damit ich mich im Glauben stärke,/ dich lieb und lob und ruhig sei/ und deine Weisheit lasse walten,/ stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten;/ denn lauf ich vor, so lauf ich an. Drum mach im Besten mich gelassen,/ nichts ohne dich mir anzumaßen;/ was du nur tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille,/ daß ich dir immer folgen kann;/ nur dein, nur dein vollkommner Wille/ sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. /Laß mich nichts mehr für mich verlangen,/ ja laß mir nichts am Herzen hangen/ als deines großen Namens Ruhm;/ der sei allein mein Ziel auf Erden;/ ach laß mir's nie verrüchet werden;/ denn ich bin ja dein Eigen⸗ tum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen,/ wie er die Liebe selber ist; /laß deinen Geist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. /Ach offenbare deine Liebe/ und wirke doch die heißen Triebe/ der wahren Gegenlieb in mir;/ durchdringe dadurch Herz und Sinnen,/ daß ich hinfort mein ganz Beginnen/ allein zu deinem Lobe führ. 2. Mose 33, 12—15 Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—-1774 Heiligung 18 Weise: Schmüchke dich, o liebe Seele ZJohann Crüger, 1649 E——— E Kö-nig, dem kein Kö⸗ nig glei⸗chet, des⸗ sen dem als Gott das Reich ge-büh- ret, der als — re, e,e. 1, —63 1 Ruhm hein Mund er⸗rei⸗chet, Mensch das Zep⸗ter füh⸗ret, „ e DIDꝑDIIIt.eeeæ—.—— LV— n en 2. 2— dem das Recht ge⸗ hört zum Thro⸗ ne als des Va⸗ ters ein- gem EU—.—— 4 Diqii ie e—. 15 E— 1 81 Soh ⸗ ne, den so viel Voll-Rom⸗-men⸗ 4 TD V.———;.— 1 — He— 1 E IE II hei ⸗ten krö⸗ nen, zie⸗ren und be⸗ glei⸗ ten: 2. Himmel, Wasser, Luft und Erde/ nebst der ungezählten Herde/ der Geschöpfe in den Feldern,/ in den Seen, in den Wäldern/ sind, Herr über Tod und Leben,/ dir zum Eigentum gegeben. /Tiere, Menschen, Geister scheuen,/ Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 3. In des Gnadenreiches Grenzen/ sieht man dich am schönsten glänzen,/ wo viel tausend treue Seelen/ dich zu ihrem Haupt erwählen,/ die durchs Zepter deines Mundes/ nach dem Recht des Gnadenbundes/ sich von dir regieren lassen/ und wie du das Unrecht hassen 4. 3 höten/ Knechtt Antliß Dienste 5.O an dem Bottref beschüte 0. H und Se ins Het Gehorse herrsche Zohannes Weise: Heiligung 4. In dem Reiche deiner Ehren/ kann man stets dich loben hören/ von dem himmlischen Geschlechte,/ von der Menge deiner Knechte,/ die dort ohne Furcht und Grauen/ dein verklärtes Antlitz schauen,/ die dich unermüdet preisen/ und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. O du König in drei Reichen,/ dir ist niemand zu vergleichen/ an dem Überfluß der Schätze,/ an der Ordnung der Gesetze,/ an Vortrefflichkeit der Gaben,/ welche deine Bürger haben;/ du beschützest deine Freunde,/ du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen/ über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen;/ laß mich deinen Schutz genießen,/ gläubig dich ins Herze schließen,/ ehren, fürchten, loben, lieben/ und mich im Gehorsam üben,/ hier mit ringen, dulden, streiten,/ dort mit herrschen dir zur Seiten. Johannes 18, 36. 37 Zohann Jakob Rambach, 1693—1735 Weise: Zesu, meine Freude ZJohann Crüger, 1653 4 4 ———— 4.— S S........ TIIIII.. — All ⸗ge⸗- nug⸗sam We⸗ sen, das ich hab er⸗ du ver⸗gnügst al⸗ lei ⸗ ne völ⸗ lig, in⸗nig, .—— 2 + 4* 4 ESiSEEEEESEEEEE +—— 1— IE.;—— le⸗ sen mir zum höch-sten Gut, rei ⸗ne See ⸗le, Geist und Mut. Wer dich 2* C———E 1 %, ᷣ maw ᷑. rrren in, di. an Lener. 2*—* 81 E— 11— I 1 hat, ist still und satt; wer dir hann im Geist an⸗ E — ⸗ 5e 1 2 2 V han ⸗ gen, darf nichts mehr ver-lan- gen. Heiligung 2. Wem du dich gegeben,/ kann in Frieden leben,/ er hat, was er will;/ wer im Herzensgrunde/ lebt mit dir im Bunde,/ liebet und ist still. Bist du da/ und innig nah,/ muß das Schönste bald erbleichen/ und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter,/ Ruhe der Gemüter, /Trost in aller Pein,/ was Geschöpfe haben,/ kann den Geist nicht laben;/ du vergnügst allein./ Was ich mehr/ als dich begehr,/ mein Vergnügen in dir hindert,/ meinen Frieden mindert. 4. Was genannt mag werden/ droben und auf Erden,/ alles reicht nicht zu;/ einer kann mir geben/ Freude, Ruh und Leben;/ eins ist not, nur du!/ Hab ich dich/ nur wesentlich,/ so mag Leib und Seel verschmachten,/ will ich's doch nicht achten. 5. Komm, du selig Wesen,/ das ich mir erlesen,/ werd mir offenbar;/ meinen Hunger stille,/ meine Seele fülle/ mit dir selber gar./ Bleib nur du/ mein Gut in Ruh,/ bis du wirst in jenem Leben/ dich mir völlig geben. Psalm 73, 25. 26 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 188 Eigene Weise Dimitri Bortnianski, 1822 ..SSS.. Ich be⸗te an die Macht der Lie⸗be, die sich in V de 2. W Herz na mein all nich und 3. Ich sit dich Ruhplat drum fo 4. Eh enlsprin Selgen sallen f sihts z Nremia 3 er hat, junde/ uß das ost in t nicht egehr/ kt. / alles Leben/ lag Leib erd mit mit dir witst in 1097—17⁰0 anshi, 1822 Heiligung E——3— 7— +—.—..——— 6— 7 2 F*.—— 6 EA 2—— 7 2.— .. Trie ⸗-be, wo-durch ich Wurm ge ⸗ lie- bet * *— 0— 0 V — S *D EIXI EIII QTD ward; ich will, an ⸗ statt an mich zu * rrer ene rr, ——— den⸗ken, ins Meer der Lie be mich ver⸗sen ⸗ hen. 2. Wie bist du mir so zart gewogen,/ und wie verlangt dein Herz nach mir!/ Durch Liebe sanft und tief gezogen,/ neigt sich mein alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen,/ du hast mich und ich dich erlesen. 3. Ich fühl's, du bist's, dich muß ich haben,/ ich fühl's, ich muß für dich nur sein;/ nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,/ mein Ruhplatz ist in dir allein. /Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;/ drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,/ in dem der Liebe Quell entspringt,/ von dem hier alle Bächlein kamen,/ aus dem der Selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende,/ wie falten sie die frohen Hände! 5. O Jesu, daß dein Name bliebe/ im Grunde tief gedrücket ein;/ möcht deine süße Jesusliebe/ in Herz und Sinn gepräget sein. Im Wort, im Werk und allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesen. Jeremia 31, 3 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 17 Heiligung 189 Weise: Von Gott will ich nicht lassen(2. Weise)(Soh. Crüger, 1640) Berlin, 1786 e.* ́ EV 2—— Fe, 2— 2— Kommt, Kin-der, laßt uns ge ⸗ hen, der es ist ge⸗ fähr ⸗ lich ste ⸗ hen in 7—— H e,de, Li nin Lüinn r, a Abend kommt her⸗-bei; die⸗ser Wü⸗ste ⸗nei. Kommt, stär⸗ket eu⸗-ren ö —— ———— ———— ** 8— *—..2 — 4..— 5—7 Mut, zur E⸗ wig ⸗-keit zu wan-dern von 1* .—. 0 6 EEEE EE 2—. ei⸗ner Kraft zur an⸗dern; es ist das En⸗de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfad;/ wir kennen ja den Treuen,/ der uns gerufen hat./ Kommt, folgt und trauet dem; /ein jeder sein Gesichte/ mit ganzer Wendung richte/ fest nach ZJerusalem. 3. Geht's der Natur entgegen,/ so geht's gerad und fein;/ die Fleisch und Sinnen pflegen,/ noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur/ und was euch sonst will binden, /laßt gar euch selbst dahinten,/ es geht durchs Sterben nur. 4. Man muß wie Pilger wandeln,/ frei, bloß und wahrlich leer; /viel sammeln, halten, handeln/ macht unsern Gang nur schwer. /Wer will, der trag sich tot;/ wir reisen abgeschieden,/ mit wenigem zufrieden;/ wir brauchen's nur zur Not. 5. Sc. H87/ Gemach dulden u 6. II shleht/ 5 ist d solgen u 7. Ko et selbst uns mat erguiche! 8. Ko Hond;/ Kommt, die Enge 9. So man trac bindet f gern der 10. K ab; /ein Grab./ von all 11. E aus; /es Huus./ men/ dl unl 12.7 vert, /1 Vllt,! il die: Natthäu Berlin, I.8 —— „, der sad/ wir Imt, folgt Wendung fein/ die „Verlaßt euch selbst wahrlich Gang nur eschieden/ Heiligung 5. Schmücht euer Herz aufs beste,/ sonst weder Leib noch Haus; /wir sind hier fremde Gäste/ und ziehen bald hinaus./ Gemach bringt Ungemach;/ ein Pilger muß sich schicken,/ sich dulden und sich bücken/ den kurzen Pilgertag. 6. Ist gleich der Weg sehr enge,/ so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge/ und manches Kreuze trägt,/ es ist doch nur ein Weg;/ laß sein! wir gehen weiter,/ wir folgen unserm Leiter/ und brechen durchs Geheg. 7. Kommt, Kinder, laßt uns gehen,/ der Vater gehet mit;/ er selbst will bei uns stehen/ bei jedem sauren Tritt;/ er will uns machen Mut,/ mit süßen Sonnenblicken/ uns lochen und erquichen;/ ach ja, wir haben's gut. 8. Kommt, Kinder, laßt uns wandern,/ wir gehen Hand in Hand;/ eins freuet sich am andern/ in diesem wilden Land./ Kommt, laßt uns kindlich sein,/ uns auf dem Weg nicht streiten;/ die Engel selbst begleiten/ als Brüder unsre Reihn. 9. Sollt wo ein Schwacher fallen,/ so greif der Stärkre zu;/ man trag, man helfe allen,/ man pflanze Lieb und Ruh./ Kommt, bindet fester an;/ ein jeder sei der Kleinste,/ doch auch wohl gern der Reinste/ auf unsrer Liebesbahn. 10. Kommt, laßt uns munter wandern,/ der Weg kürzt immer ab;/ ein Tag, der folgt dem andern,/ bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut,/ nur noch ein wenig treuer,/ von allen Dingen freier,/ gewandt zum ewgen Gut. 11. Es wird nicht lang mehr währen,/ halt't noch ein wenig aus;/ es wird nicht lang mehr währen,/ so kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn,/ wenn wir mit allen From⸗ men/ daheim zum Vater kommen;/ wie wohl, wie wohl wird's tun! 12. Drauf wollen wir's denn wagen,/ es ist wohl wagens⸗ wert,/ und gründlich dem absagen,/ was aufhält und beschwert./ Welt, du bist uns zu klein,/ wir gehn durch Jesu Leiten/ hin in die Ewigkeiten; /es soll nur Jesus sein. Matthäus 7, 13.14 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 17* Heiligung 190⁰ Weise: Alles ist an Gottes Segen Frankfurt a. M., 1738 4 ——— 00 IIT b. —.— Ze⸗ sus Chri⸗ stus herrscht als Kö- nig, al ⸗les —— J E + 2 — ———— II 2 — +— ii * wird ihm un ⸗ter⸗tä⸗nig, al⸗les legt ihm Gott zu 2 E..... 1.— 1— sei der Herr zu nen⸗nen, dem man Eh⸗re ge⸗ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten,/ Mächte, die die Thronwacht halten,/ geben ihm die Herrlichkeit;/ alle Herrschaft dort im Himmel,/ hier im irdischen Getümmel/ ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer,/ und demselben gleichet heiner,/ nur der Sohn, der ist ihm gleich;/ dessen Stuhl ist un⸗ umstößlich,/ dessen Leben unauflöslich,/ dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Ehren/ sitzt er unter lichten Chören/ über allen Cherubim;/ in der Welt und Himmel Enden/ hat er alles in den Händen,/ denn der Vater gab es ihm. 5. haben, erschie zugut. 0.2 die ih mit de onwacht dott im Dienst gleichet ist n⸗ ein ewig lichten Himmel ez ihm. Heiligung 5. Nur in ihm, o Wundergaben,/ können wir Erlösung haben,/ die Erlösung durch sein Blut./ Hört's: das Leben ist erschienen,/ und ein ewiges Versühnen/ kommt in Zesu uns zugut. 6. Zesus Christus ist der Eine,/ der gegründet die Gemeine,/ die ihn ehrt als teures Haupt. /Er hat sie mit Blut erkaufet,/ mit dem Geiste sie getaufet,/ und sie lebet, weil sie glaubt. 7. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen,/ klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen,/ sagt, ihr Armen, ihm die Not./ Wunden müssen Wunden heilen,/ Heilsöl weiß er auszuteilen,/ Reichtum schenkt er nach dem Tod. 8. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen!/ Willst du Gnade? Du sollst nehmen. /Willst du leben? Das soll sein./ Willst du erben? Du wirst sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste gehen,/ willst du Jesum? Er ist dein. 9. Allen losgekauften Seelen/ soll's an keinem Gute fehlen;/ denn sie glauben Gott zum Ruhm. /Werte Worte, teure Lehren!/ Möcht doch alle Welt dich hören,/ süßes Evangelium! 10. Zwar auch Kreuz drücht Christi Glieder/ hier auf kurze Zeit danieder,/ und das Leiden geht zuvor;/ nur Geduld, es folgen Freuden,/ nichts kann sie von ZJesu scheiden,/ und ihr Haupt zieht sie empor. 11. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte,/ rühmt, vollendete Gerechte,/ und du Schar, die Palmen trägt,/ und du Siegsvoll in der Krone/ und du Chor vor seinem Throne,/ der die Gottes⸗ harfen schlägt! 12. Ich auch auf der tiefsten Stufen,/ ich will glauben, reden, rufen,/ ob ich schon noch Pilgrim bin:/ Jesus Christus herrscht als König,/ alles sei ihm untertänig;/ ehret, liebet, lobet ihn! Kolosser 1, 14—20 Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 Heiligung 19¹ Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine, um 1740 E—.— 4—.— Heil⸗-ge Ein⸗falt, Gna-den-wun⸗-der, tief ⸗ste 0— ,, SSPSSDDD Weis⸗heit, größ⸗te Kraft, schön⸗ste Zier de, Lie-bes⸗ 2O zun ⸗ der, Werk, das Gott al ⸗lei=ne schafft! 2. Alle Freiheit geht in Banden,/ aller Reichtum ist nur Wind,/ alle Schönheit wird zuschanden,/ wenn wir ohne Ein⸗ falt sind. 3. Wenn wir in der Einfalt stehen,/ ist es in der Seele licht;/ aber wenn wir doppelt sehen,/ so vergeht uns das Gesicht. 4. Einfalt denkt nur auf das eine,/ in dem alles andre steht;/ Einfalt hängt sich ganz alleine/ an den ewigen Magnet. 5. Wer nur hat, was Jesus gibet,/ wer nur lebt aus seiner Füll,/ wer nur will, was ihm beliebet,/ wer nur kann, was Jesus will; 6. wer ihn so mit Inbrunst liebet,/ daß er seiner selbst ver⸗ gißt;/ wer sich nur um ihn betrübet/ und in ihm nur fröhlich ist; 7. wer allein auf Zesum trauet,/ wer in Jesu alles findt,/ der ist auf den Fels erbauet/ und ein selges Gnadenkind. Matthäus 5, 3. 8 August Gottlieb Spangenberg,‚ 1704— 1792 st ver⸗ lich st sindt/ . ¹² Heiligung 192 Weltlich vor 1681; Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn geistlich Dresden, 1694 72 EETRTD 4——— ED— EEE 2 11 2— —.57 L el— IE— 1 Bet⸗ge⸗mein⸗ de, heil ⸗ge dich mit dem Ze⸗su Geist er ⸗ gie ⸗ße sich dir in —.——.— Znn, Lx. 3——— .—8—.— 2 heil⸗gen O=le, laß den Mund al⸗le Stund von Ge⸗ Herz und See⸗le, e rer, ii, e. 36 5 bet und Fle⸗ hen hei lig ü⸗ ber⸗ ge⸗ hen. 2. Das Gebet der frommen Schar,/ was sie fleht und bittet,/ das wird auf dem Rauchaltar/ vor Gott ausgeschüttet,/ und da ist/ Jesus Christ/ Priester und Versühner/ aller seiner Diener. 3. Kann ein einiges Gebet/ einer gläubgen Seelen,/ wenn's zum Herzen Gottes geht,/ seines Zwecks nicht fehlen,/ was wird's tun,/ wenn sie nun/ alle vor ihn treten/ und zusammen beten? 4. Wenn die Heilgen dort und hier,/ Große mit den Kleinen,/ Engel, Menschen mit Begier/ alle sich vereinen,/ und es geht/ ein Gebet/ aus von ihnen allen,/ wie muß das erschallen! 5. O der unerkannten Macht/ von der Heilgen Beten!/ Ohne das wird nichts vollbracht/ so in Freud als Nöten./ Schritt für Schritt/ wirkt es mit,/ wie zum Sieg der Freunde,/ so zum End der Feinde⸗ Heiligung 6. O so betet alle drauf,/ betet immer wieder;/ heilge Hände hebet auf,/ heilget eure Glieder;/ heiliget/ das Gebet,/ das zu Gott sich schwinget;/ betet, daß es dringet. 7. Betet, daß die letzte Zeit/ vollends übergehe,/ daß man Christi Herrlichkeit/ offenbaret sehe;/ stimmet ein/ insgemein/ mit der Engel Sehnen/ nach dem Tag, dem schönen. Offenbarung Johannes 8, 3.4 Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712-1784 193 Weise: Alles ist an Gottes Segen Frankfurt a. M., 1738 ——.——————— Fort⸗gekämpft und fort⸗ge⸗run⸗ gen, bis zum Lich⸗te .— 4——— — tief⸗sten Dun⸗kel⸗ hei⸗ten hann dich Je⸗sus hin⸗ be⸗ glei⸗ ten, Mut spricht er den Schwa⸗chen 2. Bei der Hand will er dich fassen;/ scheinst du gleich von ihm verlassen,/ glaube nur und zweifle nicht./ Bete, kämpfe ohne Wanken;/ bald wirst du voll Freude danken,/ bald um⸗ gibt dich Kraft und Licht. bald d Rechte jandꝰ Hände das zu iß man emein/ 712—17⁸⁴ Heiligung 3. Bald wird dir sein Antlitz funkeln;/ hoffe, harre, glaub im Dunleln,/ nie gereut ihn seine Wahl./ Er will dich im Glauben üben;/ Gott, die Liebe, kann nur lieben,/ Wonne wird bald deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke,/ schau nicht seitwärts, nicht zurüche,/ nur auf Gott und Ewigkeit./ Nur zu deinem Jesu wende/ Aug und Herz und Sinn und Hände,/ bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen/ hat dich oft heraus⸗ gezogen/ seiner Allmacht treue Hand./ Nie zu kurz ist seine Rechte;/ wo ist einer seiner Knechte,/ der bei ihm nicht Rettung fandꝰ 6. Schließ dich ein in deine Kammer,/ geh und schütte deinen Jammer/ aus in Gottes Vaterherz. /Kannst du gleich ihn nicht empfinden,/ Worte nicht, nicht Tränen finden,/ klage schweigend deinen Schmerz. 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen,/ Gott wird sich als Vater zeigen,/ glaube nur, daß er dich hört;/ glaub, daß Jesus dich vertreten,/ glaube, daß, was er gebeten,/ Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum so will ich nicht verzagen,/ mich vor Gottes Antlitz wagen;/ komm ich um, so komm ich um!/ Doch ich werd ihn überwinden;/ wer ihn sucht, der wird ihn finden,/ das ist seiner Gnade Ruhm. 2. Timotheus 2,5 Sohann Kaspar Lavater, 1741—1801 Heiligung 194 Eigene Weise Essen, 1822 ———.—— 2—— 3—— Him⸗mel ⸗ an, nur him⸗mel- an soll der Wan⸗del Was die From⸗-men wün⸗schen, kann dort erst ganz ge⸗ La 3 schehn, auf Er ⸗den nicht. Freu⸗ de .. wech- selt hier mit Leid; richt hin-auf zur Herr⸗lich⸗ keit dein An-ge-sicht, dein An-ge ⸗sicht. 2. Himmelan schwing deinen Geist/ jeden Morgen auf./ Kurz, ach kurz ist, wie du weißt,/ unser Pilgerlauf./ Fleh täglich neu:/ Gott, der mich zum Himmel schuf,/ präg ins Herz mir den Beruf,/ mach mich getreu, mach mich getreu. 3. Himmelan hat er dein Ziel/ selbst hinaufgestellt./ Sorg nicht mutlos, nicht zu viel/ um den Tand der Welt;/ flieh diesen Sinn./ Nur was du dem Himmel lebst,/ dir von Schätzen dort erstrebst,/ das ist Gewinn, das ist Gewinn. ziehet sinn./ geht's Heiligung 4. Himmelan erheb dich gleich,/ wenn dich Kummer drückt,/ weil dein Vater, treu und reich,/ stündlich auf dich blickt./ Was quält dich so?/ Droben in dem Land des Lichts/ weiß man von den Sorgen nichts; /sei himmlisch froh, sei himmlisch froh. 5. Himmelan wallt neben dir/ alles Volk des Herrn,/ trägt im Himmelsvorschmack hier/ seine Lasten gern./ O schließ dich an!/ Kämpfe drauf, wie sich's gebührt;/ denke, auch durch Leiden führt/ die Himmelsbahn, die Himmelsbahn. 6. Himmelan ging Zesus Christ/ mitten durch die Schmach./ Folg, weil du sein Jünger bist,/ seinem Vorbild nach. /Er litt und schwieg;/ halt dich fest an Gott wie er;/ statt zu klagen, bete mehr;/ erkämpf den Sieg, erkämpf den Sieg. 7. Himmelan führt seine Hand/ durch die Wüste dich,/ ziehet dich im Prüfungsstand/ näher hin zu sich/ im Himmels⸗ sinn. Von der Weltluft freier stets/ und mit ihm vertrauter geht's/ zum Himmel hin, zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zuletzt/ selbst die Todesnacht./ Sei's, daß sie dir sterbend jetzt/ kurze Schrechen macht,/ harr aus, harr aus! /Auf die Nacht wird's ewig hell,/ nach dem Tod erblichst du schnell/ des Vaters Haus, des Vaters Haus. 9. Halleluja! Himmelan/ steig dein Danh schon hier. /Einst wirst du mit Scharen nahn,/ und Gott naht zu dir/ in Ewig⸗ keit. Aller Zammer ist vorbei,/ alles preist verklärt und neu/ in Ewigkeit, in Ewigleit. 10. Halleluja singst auch du,/ wenn du Zesum siehst,/ unter Jubel ein zur Ruh/ in den Himmel ziehst./ Gelobt sei er!/ Der vom Kreuz zum Throne stieg,/ hilft auch dir zu deinem Sieg./ Gelobt sei er! Gelobt sei er! Philipper 3, 13.14. 2. Korinther 5,1 Johann Gottfried Schöner, 1749—1818 Ciebe zu Jesu Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Zoh. 6, 68 19⁵ Weise: Ach wundergroßer Siegesheld Werner Fabricius, 1659 E 4 2 ⁰ů 5 2—— EE— 7 +— E. O Je⸗ su, Je⸗su, Got⸗tes Sohn, mein Bru⸗der du weißt es, daß ich re⸗ de wahr; vor dir ist ,. 1 v 1 +—* + 1*— 1— IC + E L 1 2— + 1 2— 1—— — + 5 und mein Gna⸗ ⸗thron, mein Schatz, mein al ⸗les son ⸗„klar und kla ⸗ rer 0 +— . EEE— en E——— DDE——. D— 1 —— Freud und Won⸗ne, als üidie Son e ne. Herz⸗ lich lieb ich mit Ge⸗ 0 1 I.—. 1 i LV*—*—— 1 +—— L L fal ⸗len dich vor al ⸗len; nichts auf 2 1* E. ů + H EE 57— L L 8———— Er ⸗ den kann und mag mir lie ⸗ber wer⸗den. — gnug 5on 2 daß it Gemü 3.— soll un weiten ich es muß 4.4 Ftied woll er dod Freude e des Ius, 1650 Liebe zu Jesu 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich,/ daß ich nicht gnug kann lieben dich,/ wie ich dich lieben wollte./ Ich werd von Tag zu Tag entzündt;/ je mehr ich lieb, je mehr ich find,/ daß ich dich lieben sollte. Von dir/ laß mir/ deine Güte/ ins Gemüte/ lieblich fließen,/ so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel,/ daß ich, soviel ich soll und will,/ dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt,/ Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld,/ wenn ich es recht besinne,/ kann mich/ ohn dich/ gnugsam laben;/ ich muß haben/ reine Liebe,/ die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du,/ schaffst seinem Herzen Fried und Ruh,/ erfreuest sein Gewissen;/ es geh ihm wie es woll auf Erd,/ wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt,/ soll er doch dein genießen./ Ewig/ selig/ nach dem Leide/ große Freude/ wird er finden;/ alles Traͤuern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört,/ kein Mensch gesehen noch gelehrt,/ es kann's niemand beschreiben,/ was denen dort für Herrlichkeit/ bei dir und von dir ist bereit't,/ die in der Liebe bleiben./ Gründlich/ läßt sich/ nicht erreichen/ noch vergleichen/ den Weltschätzen/ das, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein,/ o Jesu, meine Sorge sein,/ daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir ge⸗ fällt/ und mir dein klares Wort vermeldt,/ aus Liebe mich stets übe,/ bis ich/ endlich/ werd abscheiden/ und mit Freuden/ zu dir kommen,/ aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßigheit,/ die jetzt gerühmt ist weit und breit,/ in reiner Liebe schmechen/ und sehn dein liebreich Angesicht/ mit unverwandtem Augenlicht/ ohn alle Furcht und Schrecken./ Reichlich/ werd ich/ sein erquicket/ und geschmücket/ vor dem Throne/ mit der schönen Himmelskrone. 1. Korinther 2,9 Zohann Heermann, 1585—1647 Liebe zu Jesu 196 Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein Wittenberg, 1524 22 E— + EEEE Such, wer da will, ein an-der Ziel, die Se⸗lig⸗ mein Herz al-lein be-dacht soll sein, auf Chri⸗stum —06 F 42—————— —3—— 1. II 2— geit zu fin sich zu grün⸗⸗ TE.V + 1—— EEEE PSII..I....... wahr, sein Werk sind klar, sein heilger Mund hat Kraft und d den sein Wort ist HV 1 II * E D— 14.—. 20 e LUU 1 I— 7—— +7 2— II L 2———.—.—.—.— II — Grund, all Feind zu ü ⸗ber ⸗- win ⸗⸗den. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel,/ die uns doch nichts erworben;/ hier ist der Mann, der helfen kann,/ bei dem nie was verdorben. /Ans wird das Heil durch ihn zuteil,/ uns macht gerecht der treue Knecht,/ der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn,/ die ihr das Heil begehret;/ er ist der Herr, und keiner mehr,/ der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund,/ sucht ihn allein; denn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn/ sollst du, Herr Zesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht/ durch Eitelkeit vertreiben;/ bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,/ bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr,/ an dich stets fest zu gläuben. Apostelge Eigene X erg, 1524 Liebe zu Jesu 5. Wend von mir nicht dein Angesicht,/ laß mich im Kreuz nicht zagen;/ weich nicht von mir, mein höchste Zier,/ hilf mir mein Leiden tragen./ Hilf mir zur Freud nach diesem Leid,/ hilf, daß ich mag nach dieser Klag/ dir ewig dort Lob sagen. Apostelgeschichte 4, 12 Georg Weissel, 1590— 1635 197 Eigene Weise(1. Weise) Johann Uhlich, 1674 SSSSSS Meinen Je⸗sum laß ich nicht; weil er sich für so er⸗-for-dert mei⸗ ne Pflicht, un-ver⸗ rückt für 27 9 0— in Er ist mei⸗nes Le⸗bens ——— 118——— I - S Licht; mei- nen Je ⸗ sum laß ich 101 2. Jesum laß ich nimmer nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Zuversicht,/ was ich bin und hab, er⸗ geben./ Alles ist auf ihn gericht't;/ meinen Jesum laß ich nicht. 3. Oaß vergehen das Gesicht,/ Hören, Schmecken, Fühlen weichen;/ laß das letzte Tageslicht/ mich auf dieser Welt er⸗ reichen;/ wenn der Lebensfaden bricht,/ meinen Zesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht,/ wenn ich nun dahin ge⸗ langet,/ wo vor seinem Angesicht/ meiner Väter Glaube pran⸗ get. /Mich erfreut sein Angesicht;/ meinen Jesum laß ich nicht. Liebe zu Jesu 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht/ meine Seele wünscht und sehnet;/ Jesum wünscht sie und sein Licht,/ der mich hat mit Gott versöhnet,/ mich befreiet vom Gericht;/ meinen Jesum laß ich nicht. 6. Zesum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seiten;/ Christus wird mich für und für/ zu der Lebensquelle leiten./ Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Lukas 9, 57 Christian Keimann, 1607— 1662 Eigene Weise Sohann Crüger, 1653 7 4* + E E.——— ———— **..— ⸗su, mei ⸗ ne Freu⸗de, mei⸗ nes Her⸗zens 00 wie lang, ach lan ge ist dem Her⸗zen dnnen — Wei⸗de, 3e ⸗su, mei ⸗ ne Zier, ban⸗ ge und ver⸗langt nach dir! Got⸗ tes A— [/EE +——ER —TSD... + E LU.UU CL +—.—* EH— Lamm, mein Bräu ⸗ti⸗ gam, au ßer dir soll ꝗQ 3 4* E.e I— I H HUNRT— L + LI— 1236— 2—1 + I 2—. E mir auf Er ⸗ den nichts sonst Lie-bers wer den. 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen/ aller Feinde frei. /Laß von Ungewittern/ rings die Welt erzittern,/ mir steht Zesus bei./ Ob's mit Macht/ gleich blitzt und kracht,/ ob gleich Sünd und Hölle schrechen,/ Jesus will mich decken. 36 der 3 singe Erdl 4. meiné leibt soll n 5. fällst hintei und 9 vuͤnscht ich hat Jesum eiten/ eiten./⸗ Iß ich N-1662 / aller jittern, racht, ahen. Liebe zu Jesu 3. Trotz dem alten Drachen,/ Trotz des Todes Rachen,/ Trotz der Furcht dazu!/ Tobe, Welt, und springe;/ ich steh hier und singe/ in gar sichrer Ruh./ Gottes Macht/ hält mich in acht,/ Erd und Abgrund muß sich scheuen,/ ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen;/ du bist mein Ergötzen,/ Zesu, meine Lust./ Weg, ihr eitlen Ehren,/ ich mag euch nicht hören,/ bleibt mir unbewußt!/ Elend, Not,/ Kreuz, Schmach und Tod/ soll mich, ob ich viel muß leiden,/ nicht von Zesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das die Welt erlesen,/ mir ge⸗ fällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden,/ bleibet weit da⸗ hinten,/ ommt nicht mehr ans Licht!/ Gute Nacht,/ du Stolz und Pracht;/ dir sei ganz, du Lasterleben,/ gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister,/ denn mein Freudenmeister,/ Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben,/ muß auch ihr Betrüben/ lauter Freude sein./ Duld ich schon/ hier Spott und Hohn,/ dennoch bleibst du auch im Leide,/ Jesu, meine Freude. Römer 8, 28—39. Matthäus 13, 46 Sohann Franch, 1618-1677 199 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Neumark, 1657 5 * 5 EIX 50 * . e L LI— +* Ach sagt mir nichts von Gold und Schät-zen, von es kann mich ja kein Ding er ⸗göt⸗ zen, was Q ů 5— 2 iiiie Prach dSchö heit die⸗ser Welt; racht un n⸗heit die⸗ser We ö mir die Welt vor Au⸗gen stellt. Ein ierder B. P n 51 77 +* lie⸗be, was er will; ich lie⸗be Je⸗sum, der mein Ziel. 19 Liebe zu Jesu 2. Er ist alleine meine Freude,/ mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild,/ an dem ich meine Augen weide/ und finde, was mein Herze stillt./ Ein jeder liebe, was er will;/ ich liebe Zesum. der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten,/ des Fleisches Schön⸗ heit dauert nicht,/ die Zeit kann alles das verwüsten,/ was Menschenhände zugericht't./ Ein jeder liebe, was er will;/ ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören,/ sein Reich ver⸗ geht nicht mit der Zeit,/ sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren/ von nun an bis in Ewigkeit./ Ein jeder liebe, was er will;/ ich liebe Zesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen,/ sein allerschönstes Angesicht/ und was von Schmuck an ihm zu finden,/ verbleichet und veraltet nicht./ Ein jeder liebe, was er will;/ ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über alles heben/ und seiner Klarheit machen gleich;/ er kann mir so viel Schätze geben,/ daß ich werd uner⸗ schöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will;/ ich liebe Zesum, der mein Ziel. 7. Und ob ich's zwar noch muß entbehren,/ solang ich wandre in der Zeit,/ so wird er mir's doch wohl gewähren/ im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will,/ und liebe Jesum, der mein Ziel. Matthäus 4, 8— 10 Zohann Scheffler, 1624—-1677 Eigene Weise Frankfurt a. M., 1738 Ich will dich lie-ben, mei- ne Stär⸗ke, ich will dich ich will dich lieben mit dem Wer⸗ke und im-mer⸗ — V * wahr Liebe zu Jesu ö 2 1.— 2 EE.. .* —— R II 2 ᷑ lie ben, mei ne Zier; wäh⸗ ren ⸗-der Be⸗gier. Ich will dich —— L— lie-ben, schönstes Licht, bis mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben,/ als meinen allerbesten Freund;/ ich will dich lieben und erheben,/ solange mich dein Glanz bescheint;/ ich will dich lieben, Gottes Lamm,/ als meinen Bräutigam. 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet,/ du hochgelobte Schönheit du, Jund dich nicht eher mein genennet,/ du höchstes Gut und wahre Ruh;/ es ist mir leid, ich bin betrübt,/ daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht,/ ich hatte mich von dir gewendet/ und liebte das geschaffne Licht. Nun aber ist's durch dich geschehn,/ daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;/ ich danke dir, du Himmelswonne,/ daß du mich froh und frei gemacht;/ ich danke dir, du güldner Mund,/ daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irregehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln oder stillestehn;/ erleucht mir Leib und Seele ganz,/ du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott;/ ich will dich lieben sonder Lohne/ auch in der allergrößten Not;/ ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das Herze bricht. 1. Johannes 4, 19 Johann Scheffler, 1624-1677 18² Liebe zu Jesu 20¹ Weise: Komm, o komm, du Geist des Lebens Auch nach der Weise: Gott des Himmels und der Erden Meiningen, 1693 0 1 F em Emmmnm.—.——. ,n rn. V Lie ⸗-be, die du mich zum Bil⸗-de dei⸗ner Lie ⸗be, die du mich so mil⸗de nach dem E— I x—.— E — ů Gott- heit hast ge⸗macht, Fall hast wie⸗der⸗bracht, Lie⸗be, dir er⸗geb ich 6— 5.Rn mich, dein zu blei ⸗ ben e⸗ wig ⸗lich. 2. Liebe, die du mich erkoren,/ eh ich noch geschaffen war,/ Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich wardst ganz und gar,/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten/ und gestorben in der Zeit,/ Liebe, die mir hat erstritten/ ewge Lust und Seligkeit,/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben,/ Licht und Wahrheit, Geist und Wort,/ Liebe, die sich ganz ergeben/ mir zum Heil und Seelenhort,/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden/ an ihr Joch mit Leib und Sinn,/ Liebe, die mich überwunden/ und mein Herz hat ganz dahin,/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet/ und für meine Seele bitt't,/ Liebe, die das Lösgeld gibet/ und mich kräftiglich vertritt,/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. Eigene FV en, 1093 lich. war/ anz und h. 3Zeit/ „Liebe, ahder Heil nd awiglih Leib und hat ganz ihlich. bittt/ Hertitt, Liebe zu Jesu 7. Liebe, die mich wird erwechen/ aus dem Grab der Sterb⸗ lichkeit, Liebe, die mich wird umstecken/ mit dem Laub der Herrlichkeit,/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 1. Sohannes 4, 16 Johann Scheffler, 1624— 1677 Strophe 4 Halle, 1704 Eigene Weise Adam Drese, um 1690 2 ů ————.— 2—. SSSS.....—“ 12—.— 2 Nꝗ D— fI.; C¶B«„ E 14—5— S Dank für dei ne Lie-be, die mich zieht aus rei⸗nem E 2 4 N E 355„.5 — Trie⸗be zu des Kreu⸗zes Stamm, Je⸗su, Got⸗tes Lamm. 2. Wahrer Mensch und Gott,/ Trost in Not und Tod,/ du bist darum Mensch geboren,/ zu ersetzen, was verloren,/ durch dein Blut so rot,/ wahrer Mensch und Gott. 3. Meines Glaubens Licht/ laß verlöschen nicht;/ salbe mich mit Freudenöle,/ daß hinfort in meiner Seele/ ja verlösche nicht/ meines Glaubens Licht. 4. So werd ich in dir/ bleiben für und für;/ deine Liebe will ich ehren/ und in ihr dein Lob vermehren,/ weil ich für und für/ bleiben werd in dir. 5. Held aus Davids Stamm,/ deine Liebesflamm/ mich er⸗ nähre und verwehre,‚/ daß die Welt mich nicht versehre,/ ob sie mir gleich gram,/ Held aus Davids Stamm. Liebe zu Jesu 6. Großer Friedefürst,/ wie hast du gedürst't/ nach der Men⸗ schen Heil und Leben/ und dich in den Tod gegeben,/ da du riefst:„Mich dürst't!“/ großer Friedefürst. 7. Deinen Frieden gib/ aus so großer Lieb/ uns, den Deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennen;/ denen du bist lieb,/ deinen Frieden gib. 8. Nun ergreif ich dich,/ du mein ganzes Ich;/ ich will nim⸗ mermehr dich lassen,/ sondern gläubig dich umfassen,/ weil im Glauben ich/ nun ergreife dich. 9. Hier durch Spott und Hohn,/ dort die Ehrenkron;/ hier im Hoffen und im Glauben,/ dort im Haben und im Schauen;/ denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Hohn. 10. Zesu, hilf, daß ich/ allhier ritterlich/ alles durch dich über⸗ winde/ und in deinem Sieg empfinde,/ wie so ritterlich/ du gekämpft für mich. 11. Du mein Preis und Ruhm,/ werte Himmelsblum,/ in mit soll nun nichts erschallen,/ als was dir nur kann gefallen,/ werte Himmelsblum,‚/ du mein Preis und Ruhm. Matthäus 25, 1—13 Adam Drese, 1620—1701 Eigene Weise Halle, 1704 ...... ů 7.——.——.—.— E„•——.—1. 1 Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗len, wenn ich in Ich stei ge»aus der Schwer⸗muts⸗höh⸗len und ei⸗le —8— —17.——.——— E* 2 1.— dei⸗ ner Lie⸗be ruh. dei⸗nen Ar⸗men zu. Da muß die Nacht des Trauerns rMen⸗ da du Deinen, enen du ill nim⸗ weil im hier im / denn ich über⸗ lich/ du in nit 1/ werte 1520-l Halle, 17⁰⁴ — Liebe zu Jesu 4 — 3— E 2 0 L.—— + +*——— ,——— —„5 schei⸗-den, wenn mit so an⸗ge⸗ neh-men Freu⸗den —— 4———— — 2 2 —2——.— 1———.—.. —— die Lie-be strahlt aus dei⸗-ner Brust. Hier ist mein 7*+.———————— —22—⁴.—1—„ LIIU +———— E E*7 L—— II E 13—.— Him⸗mel schon auf Er⸗-den; wer woll⸗te nicht ver⸗ — ů E5 ER gnü⸗get wer⸗-den, der in dir su ⸗chet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen;/ es sei also, ich trau ihr nicht,/ wenn sie mir gleich will Lieb erweisen/ bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele;/ du bist mein Freund, den ich erwähle,‚/ du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen,/ weil in den stärksten Unglüchswellen/ mir deine Treu den Anler reicht. 3. Will mich des Moses Eifer drücken,/ blitzt auf mich des Gesetzes Weh,/ droht Straf und Hölle meinem Rücken,/ so steig ich gläubig in die Höh/ und flieh zu deinen heilgen Wunden;/ da hab ich schon den Ort gefunden,/ wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. 7Tritt alles wider mich zusammen,/ du bist mein Heil, wer will verdammen? /Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise,/ ich folg und lehne mich auf dich. Du gibst mir aus den Wolken Speise/ und labest aus dem Felsen mich./ Ich traue deinen Wunderwegen,/ sie enden sich in Lieb und Segen;/ genug, wenn ich dich bei mir hab./ Ich weiß, wen du mit Ehr willst zieren/ und über Sonn und Sterne führen,/ den führest du zuvor hinab. Liebe zu Jesu 5. Der Tod mag andern düster scheinen,/ mir nicht, weil Seele, Herz und Mut/ in dir, der du verlässest keinen,/ o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End er⸗ zittern,/ wenn aus Gefahr und Ungewittern/ er eingeht in die Sicherheit?/ Mein Licht, so will ich auch mit Freuden/ aus dieser finstern Wildnis scheiden/ zu deiner Ruh der Ewigheit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen,/ so wohl, wenn ich mich lehn auf dich. Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen,/ weil du, mein Gott, vergnügest mich./ Laß solche Ruh in dem Gemüte/ nach deiner unumschränkten Güte/ des Him⸗ mels süßen Vorschmach sein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche⸗ leien,/ nichts kann als Jesus mich erfreuen./ O reicher Trost: mein Freund ist mein! Johannes 10,11 Wolfgang Christoph Deßler, 1660—1722 06 Weise: Seelenbräutigam Adam Drese, um 1690 DC.. +———— I— +. V V 95—— 2 2 1 + 5 E iDi‚iiieiDei —— Wer ist wohl wie du, Je⸗ su, s ße Ruh? Un⸗ter EH. 5 NV SSIII ö—— . —43—.— 2———— 1.— vie⸗len aus⸗er ⸗ko⸗ ren, Le-ben de⸗rer, die ver⸗ P.t.... 6—— lo⸗ren, und ihr Licht da⸗ zu; Je⸗su, sü⸗ße Ruh. 2. Leben, das den Tod,/ mich aus aller Not/ zu erlösen, hat geschmecket,/ meine Schulden zugedecket/ und mich aus der Not/ hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit,/ du bist vor der Zeit/ zum Er⸗ löser uns geschenket/ und in unser Fleisch versenket/ in der Füll der Zeit,/ Glanz der Herrlichkeit. 4. E du mäc Lösege 5. 6 will ic höchste 6. L Geistes Cigent höchst t, weil nen,/ o ind er⸗ in die en/ aus wigkeit. l„ wenn d nicht he Ruh 5 Him⸗ meiche⸗ Ttost: 166b—17² Liebe zu Jesu 4. Großer Siegesheld,/ Tod, Sünd, Höll und Welt/ hast du mächtig überwunden/ und ein ewges Heil erfunden/ durch das Lösegeld/ deines Bluts, o Held. 5. Höchste Majestät,/ König und Prophet,/ deinen Zepter will ich küssen,/ ich will sitzen dir zu Füßen,/ wie Maria tät,/ höchste Majestät. 6. Laß mich deinen Ruhm/ als dein Eigentum/ durch des Geistes Licht erkennen,/ stets in deiner Liebe brennen/ als dein Eigentum,/ allerschönster Ruhm. 7. Deiner Sanftmut Schild,/ deiner Demut Bild/ mir an⸗ lege, in mich präge,/ daß kein Zorn noch Stolz sich rege;/ vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn,/ der zur Welt will hin,/ daß ich nicht mög von dir wanken,/ sondern bleiben in den Schranken;/ sei du mein Gewinn,/ gib mir deinen Sinn. 9. Weche mich recht auf,/ daß ich meinen Lauf/ unverrücht zu dir fortsetze/ und mich nicht in seinem Netze/ Satan halte auf;/ fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb/ in die Seele gib,/ daß ich wachen mög und beten,/ freudig vor dein Antlitz treten;/ ungefärbte Lieb/ in die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht/ in der trüben Nacht/ will des Herzens Schifflein dechen,/ wollst du deine Hand ausstrecken;/ habe auf mich acht,/ Hüter in der Nacht. 12. Einen Heldenmut,/ der da Gut und Blut/ gern um deinetwillen lasse/ und des Fleisches Lüste hasse,/ gib mir, höchstes Gut,/ durch dein teures Blut. 13. Soll's zum Sterben gehn,/ wollst du bei mir stehn,/ mich durchs Todestal begleiten/ und zur Herrlichkeit bereiten,/ daß ich einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. Hebräer 1, 1—3 ZJohann Anastasius Freylinghausen, 1670—1739 Liebe zu Jesu 20⁵5 Weise: Seelenbräutigam Adam Drese, um 1690 —79——2— N 1555 Ze-su, geh vor-an auf der Le-bensbahn, und wir —— ar,,.,,:;,.r. —.———— — wol⸗len nicht ver-wei⸗len, dir ge⸗ treu- lich nach-zu⸗ 60 2—— ei⸗len; führ uns an der Hand bis ins Va⸗ter⸗land. ———— E 2. Soll's uns hart ergehn,/ laß uns feste stehn/ und auch in den schwersten Tagen/ niemals über Lasten klagen;/ denn durch Trübsal hier/ geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Herz,/ kümmert uns ein fremdes Leiden,/ o so gib Geduld zu beiden;/ richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang,/ Jesu, lebenslang./ Führst du uns durch rauhe Wege,/ gib uns auch die nötge Pflege;/ tu uns nach dem Lauf/ deine Türe auf. Johannes 14, 6 Nach Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf,‚ 1700—1760 Eigene Weise Karl Knödel, 1833 EU SSS.I...... Ach mein Herr 36 u, dein Na he⸗sein bringt aroesen se, um 1690 —— und wit ·land. und auch / denn Thümmett en:/ richte ist du uns /tu uns NOS=0 Knoöͤdel, 1⁵⁸ Liebe zu Jesu EFA EEE EU en—— 2222—. E* E Hai DE * 2 2 Frie ⸗ den ins Herz hin⸗ein, und dein Gna⸗den⸗ 2 E———2— FI——1 +— an-blich macht uns so se ⸗lig, daß Leib und W ö [S—.— 1—— D—vRn , d. ö—. 7 N See⸗le dar⸗ü⸗ber fröh⸗lich und dank⸗bar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht/ voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht;/ aber unsre Seele kann's schon ge⸗ wahren,/ du kannst dich fühlbar gnug offenbaren,/ auch un⸗ gesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht/ dein zu genießen recht wär bedacht;/ der hätt ohne Ende von Glück zu sagen,/ und Leib und Seele müßt immer fragen: /Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein,/ uns täglich reichlich die Schuld verzeihn,/ heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen/ und unsrer Seele als Freund begegnen/ ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil/ uns alle Tage voll⸗ kommnen Teil/ und laß unsre Seele sich immer schichen,/ aus Not und Liebe nach dir zu blicken/ ohn Unterlaß; 6. und wenn wir weinen, so tröst uns bald/ mit deiner blutigen Todsgestalt;/ ja, die laß uns immer vor Augen schwe⸗ ben/ und dein wahrhaftiges In⸗uns⸗leben/ zu sehen sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit/ sei unsre Zierde zu aller Zeit,/ und die Blutbesprengung aus deinen Wunden/ er⸗ halt uns solche zu allen Stunden/ bei Freud und Leid. Liebe zu Jesu 8. So werden wir bis in Himml hinein/ mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen,/ wenn sich das Herz nur an dir stets letzen/ und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand,/ die so viel Treue an uns gewandt,/ daß wir beim Drandenken beschämt dastehen/ und unser Auge muß übergehen/ vor Lob und Dank. Johannes 20, 24-29 Christian Gregor, 1723—1801 207 Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet Halle, 1704 2— — 1 .———.— 1* e 7 e*8—.—— 2—.——4 2 . Was wär ich oh ⸗ne dich 99 ⸗we⸗ sen, was Zu Furcht und Ang⸗sten aus ⸗-er⸗le ⸗ sen, stünd würd ich oh⸗ ne dich, Herr, sein? ich in wei⸗ter Welt al⸗lein. Nichts wüßt ich 2 E ee. I 2 + 1 sicher, was ich lieb-te, die Zukunft wär ein dunhk⸗ler 4 ö — +* 2** 1 — 0— Schlund; und wenn mein Herz sich tief be⸗ 4— [EE: DWD + 1 2—— D DIe V—— 1I.— TSIDIWIIWININI trüb⸗te, wem tät ich mei⸗ ne Sor ⸗gen kund? 2. ooll unsert als un und fi 3. herein zu un schaue auch k I. Korin Weise:4 ergnügt en noch letzen/ so viel heschämt d Danh. 1723—1801 Liebe zu Jesu 2. Du kamst, ein Heiland, ein Befreier,/ ein Menschensohn, voll Lieb und Macht,/ und hast ein allbelebend Feuer/ in unsern Herzen angefacht. /Nun sehn wir erst den Himmel offen/ als unser altes Vaterland,/ wir können glauben, lieben, hoffen/ und fühlen uns mit Gott verwandt. 3. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt die Irrenden herein,/ strecht jedem eure Hand entgegen/ und ladet froh sie zu uns ein./ Der Himmel ist bei uns auf Erden,/ im Glauben schauen wir ihn an;/ die eines Glaubens mit uns werden,/ auch denen ist er aufgetan. 1. Korinther 15, 9. 10 Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772— 1801 208 Weise: O du Liebe meiner Liebe(2. Weise) Brüdergemeine, um 1740 E*———— 2* Bei dir, Je⸗ su, will ich blei ⸗ben, stets in nichts soll mich von dir ver ⸗trei⸗ben, will auf ET.—— 9———— 5,. dei nem Dien ⸗ste stehn; dei nen We ⸗gen gehn. Du bist mei⸗nes Le⸗bens .—Z———.— 1———— 1257* SSISSIII‚Ieeeee— 2— Leben, mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft, wie der Weinstoch EU 6555 EE.,. sei⸗ nen Re⸗ben zu⸗strömt Kraft und Le⸗bens⸗saft. Liebe zu Jesu 2. Könnt ich's irgend besser haben/ als bei dir, der allezeit/ soviel tausend Gnadengaben/ für mich Armen hat bereitꝰ/ Könnt ich je getroster werden/ als bei dir, Herr Zesu Christ,/ dem im Himmel und auf Erden/ alle Macht gegeben istꝰ 3. Wo ist solch ein Herr zu finden,⸗ der, was Jesus tat, mir tut,/ mich erkauft von Tod und Sünden/ mit dem eignen teuren Blut?/ Sollt ich dem nicht angehören,/ der sein Leben für mich gabꝰ/ Sollt ich ihm nicht Treue schwören,/ Treue bis in Tod und Grab? 4. Za, Herr Zesu, bei dir bleib ich/ so in Freude wie in Leid;/ bei dir bleib ich, dir verschreib ich/ mich für Zeit und Ewigleit. /Deines Winks bin ich gewärtig,/ auch des Rufs aus dieser Welt;/ denn der ist zum Sterben fertig,/ der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden,/ bleib auch, wenn mein Tag sich neigt,/ wenn es nun will Abend werden/ und die Nacht herniedersteigt./ Lege segnend dann die Hände/ mir aufs müde, schwache Haupt/ und sprich: Kind, hier geht's zu Ende;/ aber dort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen,/ graut mir vor dem kalten Tod/ als dem kühlen, scharfen Wehen/ vor dem Him⸗ melsmorgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber,/ dann er⸗ leuchte meinen Geist,/ daß ich fröhlich zieh hinüber,/ wie man nach der Heimat reist Zohannes 6, 67—69 Philipp Spitta, 1801—1859 V Befie Eigene 2. u die ich lie 3. ö Burg sche/ 4. mein Leber slrebe ezeit/ reitꝰ/ hrist,/ t, mit eignen Leben Treue wie in it und Rufs der sich n mein ind die uir aufs Ende/ ot dem m Him⸗ ann er⸗ vie man 180—1559 Vertrauen auf Gott Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn! Er wird's wohl machen. Psalm 37, 5 209 Eigene Weise 15. Jahrhundert. Straßburg, 1560 .—— 4.— 4 . SISIIIII —— In dich hab ich ge-hof ⸗=set, 59915 hilf. daß ich ——.————— en + nicht zu⸗schan-den werd noch e-wig⸗-lich zu Spot⸗ 0 7 e, E— 0 2. ö te. Das bitt ich dich, er ⸗ hal-⸗te EH 1I I E— ö S. I. IIIIII............— ——. —— mich in dir, dem treu ⸗ en Got ⸗te. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tu dich herfür,/ eil, bald mich zu erretten./ In Angst und Weh/ ich lieg und steh;/ hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei,/ sei mir ein Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich gar sehr/ der Feinde Heer/ anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort,/ mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,/ mein Hilf, mein Heil, mein Leben,/ mein starker Gott/ in aller Not;/ wer mag mir wider⸗ strebenꝰ Vertrauen auf Gott 5. Mir hat die Welt trüglich gericht't/ mit Lügen und fal⸗ schem Gedicht/ viel Retz und heimlich Striche;/ Herr, nimm mein wahr/ in dieser Gfahr,/ bhüt mich vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir;/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir;/ nimm mich in deine Hände./ O wahrer Gott,/ aus aller Not/ hilf mir am letzten Ende. 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereit,/ Lob seinem heilgen Namen./ Die göttlich Kraft/ mach uns sieghaft/ durch Zesum Christum. Amen. Psalm 31 Adam Reißner, 1496—1575 2¹⁰ Weltlich Paris, 1530; Eigene Weise geistlich Erfurt, 1572 2 E—.— 5— , 7 1*—— 4.—. Was mein Gott will, das gscheh all⸗zeit, sein Will, der zu hel⸗fen dem ist er be⸗reit, der an ihn 9 IDIHD—— SSSISISSISISISISISS LV 1 2— II E 2 ist der be ⸗ ste; glan⸗bet se ⸗ ste. Er hilft aus Not, der EH n:— ind, r reen, neEi,en n, 122832— + 1.—.— 1 1 from⸗- me Gott, und züch⸗-ti ⸗ get mit Ma⸗ 5 4— 4 , ßen. Wer Gott ver ⸗ traut, fest auf ihn —— in l EIEIIIIIIEISiIIIIII L I— + + I I baut, den will er nicht ver ⸗ las ⸗ sen. halten lehten hast dl 4. R versagt nicht v zu Eht währt; Ratthäu Eigene9 + 0. V 1d fal⸗ nimm e. Gott, wahrer „Sohn höttlich n. 406—1575 ris, 1530; furt, 17 Vertrauen auf Gott 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht,/ mein Hoffnung und mein Leben;/ was mein Gott will, daß mir geschicht,/ will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr,/ denn all mein Haar/ er selber hat gezählet; /er hüt't und wacht,/ stets für uns tracht't,/ auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt/ hinfahrn nach Gottes Willen /zu meinem Gott; wann's ihm gefällt,/ will ich ihm halten stille./ Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott,/ Sünd, Höll und Tod/ hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich,/ du wirst mir's nicht versagen:/ wenn mich der böse Geist anficht,/ laß mich, Herr, nicht verzagen./ Hilf, steur und wehr,/ ach Gott, mein Herr,/ zu Ehren deinem Namen./ Wer das begehrt,/ dem wird's ge⸗ währt;/ drauf sprech ich fröhlich: Amen. Matthäus 6, 10 Albrecht von Brandenburg, 1490—1568 2¹¹ Nach Dem französischen Lied von 4 Weise den 10 Geboten. Lyon, 1547 G inin—. Wenn wir in höch⸗sten 575=ten sein und Wis esen 12—— — ——— E 1—— 1—7 1I— nicht, wo aus noch ein, und fin-den we⸗ der . Hilf noch Rat, ob wir gleich sor-gen früh und spat, 2. so ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insge⸗ mein/ dich anrufen, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Not, 19 Vertrauen auf Gott 3. und heben unser Aug und Herz/ zu dir in wahrer Ren und Schmerz/ und flehen um Begnadigung/ und aller Strafen Linderung, 4. die du verheißest gnädiglich/ allen, die darum bitten dich/ im Namen deins Sohns Zesu Christ,/ der unser Heil und Für⸗ sprech ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott,/ und klagen dir all unsre Not,/ weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Trüb⸗ sal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß,/ sprich uns davon aus Gnaden los,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei, 7. auf daß von Herzen können wir/ nachmals mit Freuden danken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort,/ dich allzeit preisen hier und dort. Psalm 107 Paul Eber, 1511-1569 2¹² Weltlich Paris, 1530; Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit geistlich Erfurt, 1572 21 R E öIIII....... ——— Wer Gott ver⸗traut, hat wohl-ge⸗baut im Him⸗mel wer sich ver-läßt auf Ze-sum Christ, dem muß der e, und auf Er · den; Him⸗mel wer⸗ den. Dar⸗ um auf Vu 2 dich all Hoff-nung ich ganz fe⸗stig-lich will set⸗ ö — 1 Ke d ö—.— 2 2 2 — 7 E I* +——— ———— 1..— ö zen, Herr Ze ⸗ su Christ, mein Trost du .— V 2. M zuwider daniede Geist u Tod no J. D wohleg jenes L und Se Bitt ni Pfalm 28 Eigene A Oelft m et Ren Strasen n dich/ ud Für⸗ dit all Trüb⸗ bon aus ins von Freuden Jallzeit 511—1509 ris, 1530 furt, 1572 Vertrauen auf Gott E——*ERn *— 7 ——— 2 ———— 2—.— 20——— .— ö 3 Z. +— SS—‚ bist in To⸗ des ⸗not und Schmer ⸗ zen. 2. Und wenn's gleich wär dem Teufel sehr/ und aller Welt zuwider,/ dennoch so bist du, Jesu Christ,/ der sie all schlägt danieder;/ und wenn ich dich nur hab um mich/ mit deinem Geist und Gnaden,/ so kann fürwahr mir ganz und gar/ nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich,/ denn du hannst mir's wohl geben,/ was mir ist not, du treuer Gott,/ für dies und jenes Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu,/ errette Leib und Seele!/ Ach höre, Herr, dies mein Begehr/ und laß mein Bitt nicht fehlen! Psalm 28, 7 Strophe 1 von Zoachim Magdeburg, 1525—1587; Strophe 2 und 3: 1597 Eigene Weise(1. Weise) 2¹³ Ursprünglich weltlich; Gelft mir Gotts Güte preisen) geistlich Erfurt, 1572 2. e + Von Gott will ich nicht las⸗ sen, denn er läßt führt mich auf rech- ter Stra⸗ßen, sonst ging ich E * TPV Wn T 2 + 1 1 1 I nicht von mir, in uder Irr. Er reicht mir sei ⸗ ne H 1—.—— — 7— 2 —— 1———8 ö — * 1 Hand: den A⸗bend und den Mor⸗gen tut 2 D——— IIDn . 1—— er mich wohl ver⸗sor-gen, wo ich auch sei im Land. 1³⁷ Vertrauen auf Gott 2. Wenn sich der Menschen Hulde/ und Wohltat all ver⸗ kehrt,/ so findt sich Gott gar balde,/ sein Macht und Gnad be⸗ währt. /Er hilft aus aller Not,/ errett't von Sünd und Schan⸗ den,/ von Ketten und von Banden,/ und wenn's auch wär der Tod. N ö 3. Auf ihn will ich vertrauen/ in meiner schweren Zeit;/ es ö kann mich nicht gereuen,/ er wendet alles Leid./ Ihm sei es MI heimgestellt;/ mein Leib, mein Seel, mein Leben/ sei Gott dem Herrn ergeben,/ er schaff's, wie's ihm gefällt. ö 4. Es kann ihm nichts gefallen,/ denn was mir nützlich ist./ Er meint's gut mit uns allen,/ schenkt uns den Herren Christ,/ * sein eingebornen Sohn;/ durch ihn er uns bescheret,/ was Leib und Seel ernähret./ Lobt ihn in's Himmels Thron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde,/ ihn, der uns beides schenkt;/ das ist ein selge Stunde,/ darin man sein gedenht;/ denn sonst verdirbt all Zeit,/ die wir zubringn auf Erden./ Wir sollen selig werden/ und bleibn in Ewigheit. 6. Auch wenn die Welt vergehet/ mit ihrem Stolz und Pracht,/ nicht Ehr noch Gut bestehet,/ das vor war groß geacht't,/ wir werden nach dem Tod/ tief in die Erd begraben;/ wenn wir geschlafen haben,/ will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren,/ geführt in Abrams Schoß,/ der Leib wird neu geboren,/ von allen Sünden los,/ ganz heilig, rein und zart,/ ein Kind und Erb des Herren;/ daran muß uns nicht irren/ des Teufels listge Art. 8. Darum, ob ich schon dulde/ hier Widerwärtiglheit,/ wie ich auch wohl verschulde,/ kommt doch die Ewigleit,/ ist aller Freuden voll,/ die ohne alles Ende,/ dieweil ich Christum kenne,/ mir widerfahren soll. 9. D Sohn h der hei Himmet I. Mose 3 Weise: A all ver⸗ nad be⸗ Schan⸗ wär der heit;/ es sei es jott dem lich ist./ Christ,/ vas Leib beides edenht;/ M. /Wit Pracht/ t,/ wir henn wit Schoß/ z heilih, muß uns lit,/ wie ist aller Christum Vertrauen auf Gott 9. Das ist des Vaters Wille,/ der uns geschaffen hat./ Sein Sohn hat Guts die Fülle/ erworben uns und Gnad./ Auch Gott der heilge Geist/ im Glauben uns regieret,/ zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! 1. Mose 32, 27 Ludwig Helmbold, 1532—1598 2¹⁴ Weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir(2. Weise) Straßburg, 1525 2 al⸗ lein zu dir steht mein Be⸗gier, laß mich, Herr, und im Ster⸗ben; nicht ver ⸗⸗ der-ben. S.... +++++++TT S...... dei ⸗ner Huld, sonst wie du willst; gib mir Ge⸗ 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr,/ und Lieb zu deinem Worte;/ behüt mich, Herr, vor falscher Lehr/ und gib mir hier und dorte,/ was dient zu meiner Seligheit;/ wend ab all Ungerechtigkeit/ in meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ von dieser Welt ab⸗ scheiden,/ verleih mir, Herr, nur deine Gnad,/ daß es gescheh mit Freuden./ Mein Leib und Seel befehl ich dir;/ o Herr, ein selig End gib mir/ durch Zesum Christum. Amen. Klagelieder JZeremias 3, 26 Kaspar Bienemann, 1540—1591 Vertrauen auf Gott 2¹⁵ Weise: Vater unser im Himmelreich Leipzig, 1539 6 6— I Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ ze⸗leid be⸗ geg⸗net 1——— ——————.— äI—TTTT —. P— x 2 7—.———... *— 2———1 mir zu die ⸗ ser Zeit; der schma ⸗le 12.—. 10————.— . 2———— Weg ist trüb⸗ sal ⸗ voll, den ich zum E 5 Him⸗-mel wan⸗deln soll. Wie schwer⸗lich läs ⸗ set ᷓH... 4—. S —.—— 1— 9 ů.—— Fleisch und Blut sich zwin⸗gen zu dem ew⸗gen Gut! 2. Wo soll ich mich denn wenden hin?/ Zu dir, Herr Zesu, steht mein Sinn;/ bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat/ allzeit gewiß gefunden hat./ Niemand jemals verlassen ist,/ der hat getraut auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein,/ wie süß ist mir der Name dein!/ Es kann kein Trauern sein so schwer,/ dein süßer Nam erfreut viel mehr;/ kein Elend mag so bitter sein,/ dein süßer Trost, der lindert's fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht't,/ so weißt du, Herr, daß ich's nicht acht. Wenn ich dich hab, so hab ich wohl,/ was ewig mich erfreuen soll./ Dein bin ich ja mit Leib und Seel,/ was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? mein stei/ de 7. Di tragen zum B daß ich 8. Hi Schande leb und Jier: /L Wostelge *** pzig, I539 Vertrauen auf Gott 5. Kein beßre Treu auf Erden ist/ denn nur bei dir, Herr Jesu Christ. /Ich weiß, daß du mich nicht verläßt;/ dein Wahr⸗ heit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt,/ der ewig mich behüten wird. 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir,/ so fühl ich Fried und Trost in mir;/ wenn ich in Nöten bet und sing,/ so wird mein Herz recht guter Ding. /Dein Geist bezeugt, daß solches frei/ des ewgen Lebens Vorschmack sei. 7. Drum will ich, weil ich lebe noch,/ das Kreuz dir fröhlich tragen nach./ Mein Gott, mach mich dazu bereit,/ es dient zum Besten allezeit;/ hilf mir mein Sach recht greifen an,/ daß ich den Lauf vollenden kann. 8. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut,/ vor Sünd und Schanden mich behüt;/ erhalt mein Herz im Glauben rein,/ so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Be⸗ gier:/ O mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, 1547—1606 Apostelgeschichte 14,22(nach dem lateinischen Hymnus„Zesu duleis memoria“) 2¹ Nach dem französischen Lied von Weise: Wenn wir in höchsten Nöten sein den 10 Geboten. Lyon, 1547 — ,.,..e, E 2— Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Not, er⸗barm dich *.— 1—.— 1 IEEEEEEE —.—.——..— mein, du treu⸗er Gott! Ich bin ja doch dein lie-⸗bes —— . — H — Kind trotz Teu⸗fel, Welt und al=ler Sünd. Vertrauen auf Gott 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr;/ wenn ich dich hab, was will ich mehr?/ Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ,/ du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Herzen fein,/ bin gutes Muts und harre dein,/ verlaß mich gänzlich auf dein Wort./ Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! Martin Moller, 1547—1606 Psalm 79, 9(nach Nikolaus Selnecker, 1530—1592) 2¹² Eigene Weise Nürnberg, 1574 . Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in Angst und . , Not der kann 3 al— ret ⸗ ten aus EEEE Trüb⸗sal, Angst und Nö⸗ 16, u mein Un⸗glüch kann er slren, ——.— wen ⸗ den, steht alls in sei ⸗nen Hän ⸗den. 2. Ob mich mein Sünd anficht,/ will ich verzagen nicht;/ auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen,/ ihm will ich mich ergeben/ im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin,/ ist Sterben mein Gewinn,/ und Christus ist mein Leben;/ dem hab ich mich ergeben;/ ich sterb heut oder morgen,/ mein Seel wird er versorgen. 4. O am Kre auch be 5. A wollest wir deil Pfalm 71 Eigene W dich hab, du mein uts und Helfer 1547—1606 590—1592) nberg, 1574 —— hann er den. iht /uf Vihn wil Gewinn/ eben ich . Vertrauen auf Gott 4. O mein Herr Jesu Christ,/ der du geduldig bist/ für mich am Kreuz gestorben,/ hast mir das Heil erworben,/ uns allen auch beschieden/ den ewgen Himmelsfrieden. 5. Amen zu aller Stund/ sprech ich aus Herzensgrund;/ du wollest selbst uns leiten, /Herr Christ, zu allen Zeiten,/ auf daß wir deinen Namen/ ewiglich preisen. Amen. Psalm 71, 1—8 Wittenberg und Nürnberg, 1607 2¹⁸ Eigene Weise Bei Bartholomäus Gesius, 1603 Be⸗fiehl du dei ⸗- ne We ⸗ge und was dein der al ⸗ler ⸗treu-sten Pfle ge des, der den SEEEE Her-ze hränkt, Him-mel lenht. Win ⸗den gibt We⸗ ge, Lauf und Bahn, der Der Wol-ken, Luft und wird auch We⸗ge fin- den, da dein Fuß ge- hen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen,/ wenn dir's soll wohl⸗ ergehn;/ auf sein Werk mußt du schauen,/ wenn dein Wern soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen/ und mit selbsteigner Pein/ läßt Gott sich gar nichts nehmen./ es muß erbeten sein. Vertrauen auf Gott 3. Dein ewge Treu und Gnade,/ o Vater, weiß und sieht,/ was gut sei oder schade/ dem sterblichen Geblüt;/ und was du dann erlesen,/ das treibst du, starker Held,/ und bringst zu Stand und Wesen,/ was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen,/ an Mitteln fehlt dir's nicht;/ dein Tun ist lauter Segen,/ dein Gang ist lauter Licht;/ dein Werk kann niemand hindern,/ dein Arbeit darf nicht ruhn,/ wenn du, was deinen Kindern/ ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn,/ so wird doch ohne Zweifel/ Gott nicht zurüche gehn;/ was er sich vorgenommen/ und was er haben will,/ das muß doch endlich kommen/ zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele,/ hoff und sei unverzagt!/ Gott wird dich aus der Höhle,/ da dich der Kummer plagt,/ mit großen Gnaden rücken;/ erwarte nur die Zeit,/ so wirst du schon erblichen/ die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze/ und Sorgen gute Nacht,/ laß fahren, was das Herze/ betrübt und traurig macht;/ bist du doch nicht Regente,/ der alles führen soll;/ Gott sitzt im Regi⸗ mente/ und führet alles wohl. 8. Zhn, ihn laß tun und walten,/ er ist ein weiser Fürst/ und wird sich so verhalten,/ daß du dich wundern wirst,/ wenn er, wie ihm gebühret,/ mit wunderbarem Rat/ das Werk hinaus⸗ geführet,/ das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile/ mit seinem Trost verziehn /⸗ und tun an seinem Teile,/ als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich begeben/ und solltst du für und für/ in Angst und Nöten schweben,/ als frag er nichts nach dir; 10. wird's aber sich befinden,/ daß du ihm treu verbleibst,/ so wird er dich entbinden,/ da du's am mindsten gläubst;/ er wird dein Herze lösen/ von der so schweren Last,/ die du zu keinem Bösen/ bisher getragen hast. 1. davon/ kron/ und du 22. stäth u allzeit Vege/ Psalm Eigene A sieht,/ was du ingst zu nicht/ tʒ/ dein tuhn,/ . tehn,/ so 15 er sich h endlich gtl/ Gott agt,/ mit du schon eNacht// / bist du in Regi⸗ ürst/ und wenn er, Hhinaus⸗ iehn/ ind Heiner sith nd Nöten erbleibsi/ zu beinem Vertrauen auf Gott 11. Wohl dir, du Kind der Treue,/ du hast und trägst davon/ mit Ruhm und Dankgeschreie/ den Sieg und Ehren⸗ kron; /Gott gibt dir selbst die Palmen/ in deine rechte Hand,/ und du singst Freudenpsalmen/ dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach En d, o Herr, mach Ende/ mit aller unsrer Not;/ stärk unsre Füß und Hände/ und laß bis in den Tod/ uns allzeit deiner Pflege/ und Treu empfohlen sein,/ so gehen unsre Wege/ gewiß zum Himmel ein. Psalm 37, 5 Paul Gerhardt, 1607—1676 2¹9 515.95 Weise Jakob Sü 167⁰ EE——.——— Gib dich zu⸗frie⸗den und sei stil ⸗ in dem in ihm ruht al⸗ler Freu⸗den Fül„ohn ihn — 4.— 1— ̃ 4 reirn. Got ⸗te dei ⸗ nes Le⸗bens; ö mühste iu dich ver e ges bens, n dn + 7.E + 1—— 22— 1 TC.— 1—— 11. 1 MED—..—— 1 I—3——— I———* 1 Quell und dei-ne Son⸗ ne, scheint täg-lich EEH——— H d, en an ne, E..—————— hell zu dei-⸗ ner Won⸗ne. Gib dich zu=frie-den! 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden,/ ungefärbten, treuen Herzens;/ wo er steht, tut dir keinen Schaden/ auch die Pein des größten Schmerzens;/ Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden,/ ja auch den Tod hat er in Händen./ Gib dich zufrieden! Vertrauen auf Gott(219) 3. Wie dir's und andern oft ergehe,/ ist ihm wahrlich nicht verborgen;/ er sieht und kennet aus der Höhe/ der betrübten Herzen Sorgen./ Er zählt den Lauf der heißen Tränen/ und faßt zu Hauf all unser Sehnen. JGib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden,/ dessen Treue du darfst trauen,/ alsdann will er dein Treuster werden/ und zu deinem Besten schauen./ Er weiß dein Leid und heimlich Grämen,/ auch weiß er Zeit, dir's zu benehmen./ Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Herzens stilles Klagen,/ und was du keinem darfst erzählen,/ magst du Gott gar kühnlich sagen;/ er ist nicht fern, steht in der Mitten,/ hört bald und gern der Armen Bitten. /Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen,/ halt an Gott, so wirst du siegen;/ ob alle Fluten einhergingen,/ dennoch mußt du oben liegen;/ denn wenn du wirst zu hoch beschweret,/ hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret./ Gib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben,/ wie du's halten wollst und nähren?/ Der dir das Leben hat gegeben,/ wird auch Unterhalt bescheren./ Er hat ein Hand voll aller Gaben,/ da See und Land sich muß von laben./ Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern/ ihr bescheidnes Körn⸗ lein weiset,/ der Schaf und Rinder in den Feldern/ alle Tage tränkt und speiset,/ der wird vielmehr dich Eingen füllen/ und dein Begehr und Notdurft stillen./ Gib dich zufrieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel,/ wo ich such, ist nichts zum besten;/ denn das ist Gottes Ehrentitel:/ helfen, wenn die Not am größten./ Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren,/ tritt er herzu, uns wohl zu führen./ Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange,/ wird sie dennoch endlich kommen;/ macht dir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein Frommen./ Was langsam schleicht, faßt man gewisser,/ und was verzeucht, ist desto süßer./ Gib dich zufrieden! 2.9 Hönnteu licht etr 30 weif 13. 6 müssen Mgläch Lenden ufriede 116 lisen/ allem der Qu 5.6 Hetreu Irͤtder ewgen Pfalm z 0) ich nicht etrübten / und Lreue du und zu heimlich Hib dich Ns stilles du Gott en,/ hört „so wirst du oben jott, dein 5 halten wird auch da See les Körn⸗ alle Tage llen/ und ist nichts wenn die ten, 7 tritt Lin hange// eicht Gib dich Vertrauen auf Gott —...— 2l. Rimm nicht zu Her⸗zen, was die Rot⸗- ten dei ⸗ner laß sie nur im⸗-mer weid⸗lich spot- ten, Gott wird's ů..— E 2 Fein-de von dir dich⸗ ten; hö-ren und recht rich- ten. deg .—— ᷓ Freund und dei⸗ner Sa⸗chen, was kann dein E— 3— 2ee,.—— Feind, der Mensch, groß ma⸗chen? Gib dich zu-frie⸗ 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine,‚/ wenn er's sehen könnt und wollte. /Wo ist ein Glück so klar und reine,/ dem nicht etwas fehlen sollte? /Wo ist ein Haus, das könnte sagen:/ Ich weiß durchaus von keinen Plagen?/ Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden,/ alle Menschen müssen leiden;/ was webt und lebet auf der Erden,/ kann das Unglüch nicht vermeiden; /des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden/ bis in das Grab, da wird sich's enden./ Gib dich zufrieden! 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden,/ da uns unser Gott wird lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Leibs und allem Bösen. /Es wird einmal der Tod herspringen/ und aus der Qual uns sämtlich bringen./ Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwählten und Getreuen,/ die hier mit Frieden abgefahren,/ sich auch nun im Frieden freuen,/ da sie den Grund, der nicht kann brechen,/ den ewgen Mund selbst hören sprechen: 7Gib dich zufrieden! Psalm 37, 7 Paul Gerhardt. 1607—1676 22⁰ Weltlich Paris, 1530; Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit geistlich Erfurt, 1572 — 0 1. ———— 1 Ich hab in Got⸗ 1s Herz und Sinn mein Herz und was bö⸗ se scheint, ist mir Ge-winn, der Tod selbst n,. Sinn er⸗ 9e ben; ist mein Le ben. Ich bin ein ren e mi. ——3—— Sohn des, der den üm des Him- mels G Di auf⸗ge⸗zo ⸗ gen; ob er gleich Wpndeed a. BSS legt, bleibt doch sein Herz ge⸗ W—„gen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr,/ mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer,/ so will er mich nur üben/ und mein Gemüt/ in seiner Güt/ gewöhnen, fest zu stehen./ Halt ich dann stand,/ weiß seine Hand/ mich wieder zu erhöhen. 3. Zudem ist Weisheit und Verstand/ bei ihm ohn alle Maßen;„Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt,/ zu tun und auch zu lassen./ Er weiß, wann Freud,/ er weiß, wann Leid/ uns, seinen Kindern, diene;/ und was er tut,/ ist alles gut,/ ob's noch so traurig schiene 4. Blut b Heil b. deinen shict, 9. J erbauet schauet allen./ gefallet 0. A ersteue Trost e sich doe gleich i Rimm Vertrauen auf Gott 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast,/ was Fleisch und nis, Lial; Blut begehret,/ als sei mit einer großen Last/ dein Glüch und furt.1572 Heil beschweret;/ hast spät und früh/ viel Sorg und Müh,/ an — deinen Wunsch zu kommen,/ und denlkest nicht,/ daß, was ge⸗ — schicht,/ gescheh zu deinem Frommen. ů U ah 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat/ und sich zur Ehr ö erbauet,/ der hat schon längst in seinem Rat/ ersehen und be⸗ ——— schauet/ aus wahrer Treu,/ was dienlich sei/ dir und den Deinen Au allen. Laß ihm doch zu,/ daß er nur tu/ nach seinem Wohl⸗ 0 gefallen. ö 6. Wie's Gott gefällt, so muß es sein,/ zuletzt wird's dich erfreuen;/ was du jetzt nennest Kreuz und Pein,/ wird dir zum Trost gedeihen. /Wart in Geduld,/ die Gnad und Huld/ wird mels sich doch endlich finden;/ all Angst und Qual/ wird auf einmal/ — gleich wie ein Dampf verschwinden. —— 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir/ getrost in deine Hände./ uz auf⸗ Nimm mich und mach es du mit mir/ bis an mein letztes Ende,/ —— wie du wohl weißt,/ daß meinem Geist/ dadurch sein Heil ent⸗ stehe/ und deine Ehr/ je mehr und mehr/ sich in ihr selbst erhöhe. gen. 8. Willst du mir geben Sonnenschein,/ so nehm ich's an mit Freuden;/ soll's aber Kreuz und Unglück sein,/ will ich's ge⸗ ruß nich duldig leiden./ Soll mir allhier/ des Lebens Tür/ noch ferner vill et offen stehen,/ wie du mich führst/ und führen wirst,/ so will ich nren 00 gern mitgehen. 0 vie 9. Soll ich denn auch des Todes Weg/ und finstre Straße Ihn all reisen,/ wohlan, so tret ich Bahn und Steg,/ den mir dein un und Augen weisen./ Du bist mein Hirt,/ der alles wird/ zu solchem n Ledd/ Ende kehren,/ daß ich einmal/ in deinem Saal/ dich ewig möge is gub/ ehren. Römer 8, 28 Paul Gerhardt, 1607—-1676 Vertrauen auf Gott 2²¹ Eigene Weise Zohann Crüger, 1653 r, eee, eerdetettn Schwing dich auf zu dei- nem Gott, du be⸗ War-⸗ um liegst du Gott zum Spott in der —. DDDDRRRRER trüb ⸗te See⸗le! Schwermuts- höh⸗leꝰ Merhst du nicht des Satans 2 d E .—————— List? Er will durch sein Kämp-fen dei⸗-nen S Trost, den Je-sus Christ dir er-wor⸗-ben, dämp⸗fen. 2. Schüttle deinen Kopf und sprich:/ Flieh, du alte Schlange!/ Was erneust du deinen Stich,/ machst mir angst und bange?/ Ist dir doch der Kopf zerknicht,/ und ich bin durchs Leiden/ meines Heilands dir entrücht/ in den Saal der Freuden. 3. Hab ich was nicht recht getan,/ ist mir's leid von Herzen;/ dahingegen nehm ich an/ Christi Blut und Schmerzen,/ das ist der bezahlte Lohn/ meiner Missetaten;/ bring ich dies vor Gottes Thron,/ ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm,/ sein Recht meine Krone,/ sein Verdienst mein Eigentum,/ darin frei ich wohne/ als in einem festen Schloß,/ das kein Feind kann fällen,/ brächt er gleich davor Geschoß/ und Gewalt der Höllen. 5. St Oechte Gott, d ewge S 6. 0 Dringt dringen zetbrich 7. Ki gedeihei Gottes Süund/ 8. Es hier zeit vollbom Leid ge 9. 6 enblich lommt Hbrüer * fen. hlangel/ bangeꝰ/ Leiden/ . hetzen:/ /das ist dies vor Ktone/ e/als in brächt er Vertrauen auf Gott 5. Stürme, Teufel und du Tod./ Was könnt ihr mir schadenꝰ/ Decͤht mich doch in meiner Not/ Gott mit seiner Gnaden,/ der Gott, der mir seinen Sohn/ selbst verehrt aus Liebe,/ daß der ewge Spott und Hohn/ mich nicht dort betrübe. 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein;/ wer ist, der uns scheideꝰ/ Dringt das liebe Kreuz herein/ mit dem bittern Leide,/ laß es dringen, hommt es doch/ von geliebten Händen,/ und geschwind zerbricht sein Zoch,/ wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll/ ziehn zu allem Guten,/ die gedeihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten;/ bin ich denn nun Gottes Kind,/ warum will ich fliehen,/ wenn er mich von meiner Sünd/ auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen;/ wer hier zeitlich wohl geweint,/ darf nicht ewig klagen,/ sondern hat vollkommne Lust/ dort in Gottes Garten,/ der wohl um sein Leid gewußt,/ endlich zu erwarten. 9. Gottes Kinder säen zwar/ traͤurig und mit Tränen,/ aber endlich bringt das Jahr,/ wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit,/ da sie Garben machen;/ da wird all ihr Gram und Leid/ lauter Freud und Lachen. 10. Ei, so faß, o Christenherz,/ alle deine Schmerzen,/ wirf sie fröhlich hinterwärts,/ laß des Trostes Kerzen/ dich entzünden mehr und mehr./ Gib dem großen Namen/ deines Gottes Preis und Ehr! /Er wird helfen. Amen. Hebräer 10, 35—37 Paul Gerhardt, 1607—1676 Vertrauen auf Gott Eigene Weise Johann Georg Ebeling, 1666 EV—.——ᷣù—ęP ——., Lä 2 ——..*— Wn EH War⸗um sollt ich mich denn grä-men? Hab ich 1— . 5 — 7 14 — I 1 EO 2—.— TJ—— ———.— — 00 Chri⸗-stum noch, wer will mir den neh⸗ —* +—.— EHE— 220— hu— men? Wer will mir den Him⸗-mel rau⸗ben, den mir RRRN EH———————— 1 I schon Got tes Sohn bei ⸗ge⸗ legt im Glau⸗benꝰ 2. Nackend lag ich auf dem Boden,/ da ich kam,/ da ich nahm/ meinen ersten Odem;/ nackend werd ich auch hinziehen,/ wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben/ ist nicht mein;/ Gott allein/ ist es, der's gegeben./ Will er's wieder zu sich kehren,/ nehm er's hin;/ ich will ihn/ dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,/ dringt herein/ Angst und Pein,/ sollt ich drum verzagen?/ Der es schickt, der wird es wenden;/ er weiß wohl,/ wie er soll/ all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen/ oft ergötzt;/ sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragen?/ Fromm ist Gott und schärft mit Maßen/ sein Gericht,/ kann mich nicht/ ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten/ können mir/ nichts mehr hier/ tun, als meiner spotten./ Laß sie spotten, laß sie lachen;/ Gott, mein Heil,/ wird in Eil/ sie zuschanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ,/ wo er ist,/ stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben,/ soll der Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben: 8. b Geist/ Leiden fruude Sand, Gaben I. ich bin dein L 12. Licht,/ da du! 2. Korin Weise: 9 Reuere erlassen. ts neht lachen; et ist/ eiben, Vertrauen auf Gott 8. kann uns doch kein Tod nicht töten,/ sondern reißt/ unsern Geist/ aus viel tausend Nöten,/ schließt das Tor der bittern Leiden/ und macht Bahn,/ da man kann/ gehn zu Himmels⸗ freuden. 9. Allda will in süßen Schätzen/ ich mein Herz/ auf den Schmerz/ ewiglich ergötzen./ Hier ist kein recht Gut zu finden;/ was die Welt/ in sich hält,/ muß im Ru verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter?/ Eine Hand/ voller Sand,/ Kummer der Gemüter./ Dort, dort sind die edlen Gaben,/ da mein Hirt/ Christus wird/ mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,/ du bist mein,/ ich bin dein,/ niemand kann uns scheiden./ Ich bin dein, weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zugut/ in den Tod gegeben, 12. du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht,/ o mein Licht,/ aus dem Herzen lasse./ Laß mich, laß mich hingelangen,/ da du mich/ und ich dich/ ewig werd umfangen. 2. Korinther 6, 9. 10 Paul Gerhardt, 1607—1676 2²3 Weise: O Welt, ich muß dich lassen (Neuere Form) Vorreformatorisch. Nürnberg, 1530 0. E—.— 1—— GWö⸗— E 1.————— In al⸗len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den Höch⸗-sten 0— ů E——— 5 0 SSISISIE HVU· ů————.. — 9— 2—.——.— ö 1 ra ⸗ ten, der al ⸗les kann und hat; er 5 ——— —1——22*— 1.— muß zu al⸗len Din⸗gen, soll's an⸗ders wohl ge⸗ 2 — L IR 95—— lin-gen, mir sel-ber ge-⸗ben Rat und Tat. 20 Vertrauen auf Gott 2. Nichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe,/ mein Sorgen ist umsonst./ Er mag's mit meinen Sachen/ nach seinem Willen machen,/ ich stell's in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen,/ als was er hat ersehen/ und was mir selig ist./ Ich nehm es, wie er's gibet;/ was ihm von mir beliebet,/ dasselbe hab auch ich erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden,/ die mich vor allem Schaden,/ vor allem Übel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen,/ so wird mich nichts verletzen,/ nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaden mich entbinden,/ durchstreichen meine Schuld;/ er wird auf mein Verbrechen/ nicht stracks das Urteil sprechen/ und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden/ und was mir stößt zuhanden,/ so tröstet mich allzeit sein Wort. 7. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unverdrossen/ an mein Verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen,/ mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut; /es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen;/ er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine/ und traue dem alleine,/ der dich' geschaffen hat./ Es gehe, wie es gehe;/ dein Vater in der Höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. Auf der Reise. 10. Ich zieh in ferne Lande,/ zu nützen einem Stande,/ an den er mich bestellt. Sein Segen wird mich lassen,/ was gut und recht ist, fassen,/ zu dienen treulich seiner Welt. 11. Bin ich in wilder Wüste,/ so bin ich doch, Herr Christe,/ bei dir und du bei mir./ Der Helfer in Gefahren,/ der kann mich doch bewahren,/ wie dorten, ebenso auch hier. 12. wohlh Wind 13. ttitt zy sind wi 14. 6 was B. schönen 15. iht Sch unser A Pfalm 12 ö Vertrauen auf Gott /meln 12. Er wird zu diesen Reisen/ gewünschten Fortgang weisen,/ seinem wohl helfen hin und her,/ Gesundheit, Heil und Leben,/ Zeit, Wind und Wetter geben/ und alles, was ich noch begehr. en/ und 13. Sein Engel, der getreue,/ macht meine Feinde scheue,/ hm von tritt zwischen mich und sie. Durch seinen Zug, den frommen,/ sind wir so weit nun kommen/ und wissen selber fast nicht wie. haden,/ 14. Gefällt es seiner Güte/ und sagt mir mein Gemüte/ nicht so witd was Vergeblichs zu,/ so werd ich Gott noch preisen/ mit manchen schönen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. binden,/ 15. Indes wird er den Meinen/ mit Segen auch erscheinen,/ en/ nicht ihr Schutz wie meiner sein;/ wird beiderseits gewähren,/ was buld. unser Wunsch und Zähren/ ihn bitten können überein. Psalm 127, 1.2 Paul Fleming, 1609—1640 er,/ lieg was mit 224 — Weise Georg Neumarhk, 1657 n Wer nur den lie⸗ ben Gott läßt—— 50 und hof-fet leben,/ den wird er wun⸗der⸗bar er- hal-ten in al⸗ler laß ich 2———1.. .SSS.. der dicht auf ihn al ⸗le⸗zeit, 1Hile⸗ Not und Trau⸗rig⸗keit. Wer Gott, dem Al⸗ler⸗ —.— 1 N———..——.— n + mnde,/ an höch⸗sten, traut, der hat auf kei⸗nen Sand ge⸗baut. was gut 2. Was helfen uns die schweren Sorgen,/ was hilft uns unser Weh und Ach?ꝰ/ Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen chiite/ unser Ungemach?/ Wir machen unser Kreuz und Leid/ nur am nig größer durch die Traurigkeit. Vertrauen auf Gott 3. Man halte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst vergnügt,/ wie unsers Gottes Gnadenwille,/ wie sein Allwissen⸗ heit es fügt; Gott, der uns sich hat auserwählt,/ der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden,/ er weiß wohl, wann es nützlich sei;/ wenn er uns nur hat treu erfunden/ und merket keine Heuchelei,/ so kommt Gott, eh wir's uns versehn,/ und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze,/ daß du von Gott verlassen seist/ und daß ihm der im Schoße sitze,/ der sich mit stetem Glücke speist. Die Tolgezeit verändert viel/ und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen/ und ist dem Höchsten alles gleich,/ den Reichen klein und arm zu machen,/ den Armen aber groß und reich./ Gott ist der rechte Wundermann,/ der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,/ verricht das Deine nur getreu/ und trau des Himmels reichem Segen,/ so wird er bei dir werden neu./ Denn welcher seine Zuversicht/ auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Psalm 37, 4-7 Georg Neumark, 1621-1681 Eigene Weise(Breslau, 1657) Ansbach, 1731 ———— 4*Z.—— . ͤͤ 2.—.———2— 33 Er,— LI Sollt es gleich bis⸗ wei ⸗len schei⸗ nen, als wenn Gott ver⸗ließ die Sei⸗nen, o so glaub und weiß ich .—5*——..— Ran dies: Gott hilft end⸗ lich doch ge- wiß. streben, wanne 4. S Hrößten gesinnt 39.— linger meiner andrer wenn i⸗ Psalm 7 sich selbst lllwissen⸗ weiß auch Hhl, wann d merhet hn,/ und von Gott t sich mit und setzet Höchsten en Armen nn,/ der as Deine o wird er auf Gott 1 1521—1561 nsbach, Nal . —.— l86 Wenn .— nei ich Vertrauen auf Gott 2. Hilfe, die er aufgeschoben,/ hat er drum nicht aufgehoben;/ hilft er nicht zu jeder Frist,/ hilft er doch, wenn's nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben,/ wonach ihre Kinder streben,/ so hält Gott auch Maß und Ziel;/ er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten,/ wenn die Not am aller⸗ größten;/ er ist gegen mich, sein Kind,/ mehr als väterlich gesinnt. 5. Laß die Welt nur immer neiden;/ will sie mich nicht länger leiden,/ ei so frag ich nichts danach,/ Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben;/ wenn ich nur den Himmel krieg,/ hab ich alles zur Genüg. 7. Ach Herr, wenn ich dich nur habe,/ frag ich nicht nach andrer Gabe./ Legt man mich gleich in das Grab,/ gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Psalm 73, 25. 26 Christoph Titius, 1641-1703 2²⁰ 5571 Alles ist an Gottes Segen 43— a. M., 1738 GE 650 ⸗der⸗an-fang, herr⸗lich En-de, wo die wun⸗-der⸗ —........... EEEEEE E wei⸗sen Hän⸗ de Got⸗tes füh⸗ren ein und aus. Wun⸗der⸗ .e, — weis⸗lich ist sein Ra⸗ten, wun⸗der ⸗herr⸗lich sei ⸗-ne 1—— — 2—— I SSS.......I...I......... — ⁴— 1— 1 11 aus ꝰ Ta⸗ten, und du sprichst: Wo will's hin Vertrauen auf Gott 2. Denhe doch, es muß so gehen,/ was Gott weislich heißt geschehen/ ihm und dir zur Herrlichkeit.Ob der Anfang seltsam scheinet,/ ist das End doch gut gemeinet; /Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen/ und in großen Wasser⸗ güssen,/ und du spürst nicht seinen Fuß. So auch in dem Meer der Sorgen/ hält Gott seinen Pfad verborgen,/ daß man nach ihm suchen muß. 4. Gott muß man in allen Sachen,/ weil er alles wohl kann machen,/ End und Anfang geben frei. /Er wird, was er ange⸗ fangen,/ lassen so ein End erlangen,/ daß es wunderherrlich sei. 5. Drum so laß dir nimmer grauen,/ lerne deinem Gott ver⸗ trauen,/ sei getrost und gutes Muts. /Er fürwahr, er wird es führen,/ daß du's wirst am Ende spüren,/ wie er dir tut lauter Guts. 6. Du wirst seinen Ruhm erzählen/ und nicht vor der Welt verhehlen,/ was die blinde Welt nicht kennt. /Er wird dir dein Kreuz versüßen,/ daß du wirst bekennen müssen:/ Wunder⸗ anfang, herrlich End! Jesaja 28, 29 Heinrich Arnold Stockfleth, 1643—1708 Eigene Weise Severus Gastorius, 1681 ö + 2 Was Gott tut, das ist wohl ⸗ ge⸗ wie er fängt mei ⸗ ne Sa ⸗ chen lan, es bleibt ge-recht sein Wil an, will ich ihm hal⸗ten stil le; le. V u 2 trügen; nügen/ wenden, 3. W denhen; einschen ihn bau Vertrauen auf Gott ch heißt ö nach dem Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß W———.— +— m Meer PP PPx e—— ———= PP nan nach zu er⸗ hal ⸗ten; drum laß ich ihn nur wal ⸗=ten. ohl kann er ange⸗ 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ er wird mich nicht be⸗ rlich sei. trügen;/ er führet mich auf rechter Bahn,/ so laß ich mir ge⸗ nügen/ an seiner Huld/ und hab Geduld;/ er wird mein Unglüch hottver⸗ wenden,/ es steht in seinen Händen. witd es ut lauter 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ er wird mich wohl be⸗ denken;/ er als ein Arzt und Wundermann/ wird mir nicht Gift er Well einschenken/ für Arzenei; /Gott ist getreu,/ drum will ich auf dit dein ihn bauen/ und seiner Güte trauen. Wunder⸗ 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ er ist mein Licht und lltz-nas Leben,/ der mir nichts Böses gönnen kann;/ ich will mich ihm ergeben/ in Freud und Leid,/ es khommt die Zeit,/ da öffentlich erscheinet,/ wie treulich er es meinet. lorius,Ibol 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ muß ich den Kelch gleich schmecken,/ der bitter ist nach meinem Wahn,/ laß ich mich —— doch nicht schrechen,/ weil doch zuletzt/ ich werd ergötzt/ mit ge⸗ süßem Trost im Herzen;/ da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ dabei will ich ver⸗ bleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn/ Not, Tod und Elend treiben,/ so wird Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen halten;/ drum laß ich ihn nur walten. le. Psalm 39, 10 Samuel Rodigast, 1649—1703 Vertrauen auf Gott 2²8 Eigene Weise Frankfurt a. M., 1738 .e Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen und an sei⸗ner Gnad ge⸗ — le⸗ gen ü⸗ber al-les Geld und Gut. Wer auf ——.— 23 Gott sein Hoffnung set⸗ zet, der be⸗ hält ganz un⸗ver⸗ SICIITT——— 4 fx, ter. 2 E—. 1 1 II let ⸗zet ei ⸗ nen frei ⸗en Hel- den-mut. 2. Der mich hat bisher ernähret/ und mir manches Glück be⸗ scheret,/ ist und bleibet ewig mein;/ der mich wunderlich ge⸗ führet/ und noch leitet und regieret,/ wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen,/ die nur Sorg und Anruh machen/ und ganz unbeständig sind;/ ich begehr, nach dem zu ringen,/ was Genügen pflegt zu bringen/ und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquichen;/ was ich wünsche, wird sich schicken,/ so es anders Gott gefällt./ Meine Seele, Leib und Leben/ hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heim⸗ gestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlangen zu er⸗ füllen,/ es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzu⸗ schreiben;/ wie Gott will, so muß es bleiben;/ wann Gott will, bin ich bereit. 6. So streben,, bestehet, Sprüche 1 Beise: O. mut. Glüch be⸗ erlich ge⸗ in Helfet nd Untuh dem zu jeht gar sshe, witd eele, Leib lles heim⸗ gen zu er⸗ 3 vorzü⸗ Gott vill Vertrauen auf Gott 6. Soll ich hier noch länger leben,/ will ich ihm nicht wider⸗ streben,/ ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet,/ alles Irdische vergehet/ und fährt wie ein Strom dahin. Sprüche 10, 22 Nürnberg, 1676 2²9 Weise: O Gott, du frommer Gott(3. Weise) Hannover, 1648 I. Ach Gott, ver⸗laß mich nicht! Gib mir die Gna⸗-den⸗ ach füh-re mich, dein Kind, daß ich den Lauf voll⸗ IDIDIPIIII.I.I.. ——5 I 0 5 IEE 255 5 zu mei-⸗ ner Se-lig-keit. Sei en ⸗ de PIE ,,. —— du mein Le⸗bens⸗licht, mein Stab, mein Hort, mein — 2 ö 2 2 15 — —— Schutz: ach Gott, ver ⸗ laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Regiere du mein Wallen;/ ach laß mich nimmermehr/ in Sünd und Schande fallen./ Gib mir den guten Geist,/ gib Glaubenszuversicht,/ sei meine Stärk und Kraft;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ich ruf aus Herzensgrunde:/ Ach Höchster, stärke mich/ in jeder bösen Stunde./ Wenn mich Versuchung plagt/ und meine Seel anficht,/ so weiche nicht von mir;/ ach Gott, verlaß mich nicht! II 1 1 1 Vertrauen auf Gott 4. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ach laß dich doch bewegen,/ ach Vater, kröne doch/ mit reichem Himmelssegen/ die Werhe meines Amts,/ die Werke meiner Pflicht,/ zu tun, was dir ge⸗ fällt;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ich bleibe dir ergeben./ Hilf mir, o großer Gott,/ recht glauben, christlich leben/ und selig scheiden ab,/ zu sehn dein Angesicht;/ hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht! Psalm 37, 25 Salomo Franch, 1659—1725 230 I Weise Französischer Psalm 27. Genf, 1551 — IIIIFI.I So führst du doch recht se-lig, Herr, die Dei⸗ Wie könn ⸗test du es bö⸗ se mit uns mei⸗ el, nen, ja se⸗-lig und doch mei-stens wun⸗-der=lich. nen, da dei-ne Treu nicht kann ver⸗leug- nen sich? Die We⸗ ge sind oft krumm und doch ge⸗ . 220 SSS. rad, dar-auf du läßt die Kin-der zu dir aA 19— 2—„ 0 gehn; da pflegt es wun⸗der ⸗selt⸗sam aus⸗ zu⸗ 2 wa 2. De Vernun dein Se fillt./2 entgeger härtsten 9. We sand in Last wil Die We baust, s Scatten ewegen,/ ie Werhe s dit ge⸗ ergeben./ und selig nd Tod; 1659—17³⁵ „Genf, 1551 die Dei⸗ s mei⸗ Vertrauen auf Gott V EE sehn; doch tri-um⸗phiert zu⸗letzt dein nen 0 Rat. 2. Dein Geist hängt nie an menschlichen Gesetzen,/ so die Vernunft und gute Meinung stellt. Des Zweifels Knoten kann dein Schwert verletzen/ und lösen auf, nach dem es dir ge⸗ fällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei;/ was sich entgegensetzt, muß sinken hin;/ ein Wort bricht oft den aller⸗ härtsten Sinn;/ dann geht dein Fuß auch durch Umwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zusammenfügen,/ teilt dein Ver⸗ stand in Ost und Westen aus;/ was mancher unter Joch und Last will biegen,/ setzt deine Hand frei an der Sterne Haus./ Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in Kraft;/ sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein. Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; /dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen,/ so hast du's schon aus deinem Buch getan;/ wem aber niemand will dies Zeugnis weisen,/ den führst du in der Still selbst himmel⸗ an. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn/ und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht sei?/ Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen;/ was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen;/ du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. /Die besten Werke bringen dir kein Lob;/ sie sind ver⸗ stecht, der Blinde geht vorbei;/ wer Augen hat, sieht sie, doch nie so frei;/ die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. 6. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen,/ die Ohn⸗ macht und der Sinnen Unverstand;/ man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen,/ wie es um schwache Kinder sei bewandt./ Drum greifst du zu und hältst und trägest sie,/ brauchst Vater⸗ recht und zeigest Muttertreu;/ wo niemand meint, daß etwas deine sei,/ da hegst du selbst dein Schäflein je und je. Vertrauen auf Gott 7. Also gehst du nicht die gemeinen Wege;/ dein Fuß wird selten öffentlich gesehn,/ damit du sehst, was sich im Herzen rege,/ wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. /Das Wider⸗ spiel legst du vor Augen dar/ von dem, was du in deinem Sinne hast;/ wer meint, er habe deinen Rat gefaßt,/ der wird am End ein andres oft gewahr. 8. So zieh mich denn hinein in deinen Willen/ und trag und heg und führ dein armes Kind. /Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen; /dein Geist die Furcht und Lüste überwind./ Du bist mein alles, denn dein Sohn ist mein,/ dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir;/ ich brenne nur nach dir in Liebs⸗ begier. Wie oft erquicht mich deiner Klarheit Schein! 9. Drum muß die Kreatur mir immer dienen,/ kein Engel schämt nun der Gemeinschaft sich;/ die Geister, die vor dir vollendet grünen,/ sind meine Brüder und erwarten mich./ Wie oft erquichet meinen Geist ein Herz,/ das dich und mich und alle Christen liebt!/ Ist's möglich, daß mich etwas noch be⸗ trübt? /Komm, Freudenquell, weich ewig, aller Schmerz! Psalm 4, 4 Gottfried Arnold, 1666—1714 231 Weise: ZJesu, meine Freude Zohann Crüger, 1653 Mei- ne Seel ist stil ⸗le zu Gott, des⸗ sen mein Herz ist ver⸗gnü⸗ get mit dem, wie's Gott — SPSPSSSSE Wil⸗le mir zu hel ⸗fen steht; fü⸗get, nimmt's an, wie es geht. Geht es 2. M zu sein/ redet eit Hiel sind 3. Re witd vo sreue,/ ich wied ruß wird Herzen Wider⸗ m Sinne am End trag und soll den erwind./ Heist regt in Liebs⸗ ein Engel vot dit ich. /Wie nich und noch be⸗ rzl „I556-III 5—6 I—* +—— 12—— 2 nur zum Him⸗mel zu und bleibt Je-sus un⸗ge⸗ 2— 4 rrer H ——————— schie den, so bin ich 2. Meine Seele hanget/ an dir und verlanget,/ Gott, bei dir zu sein/ aller Ort und Zeiten,/ und mag keinen leiden,/ der ihr redet ein./ Von der Welt/ Ehr, Lust und Geld,/ wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer,/ sagt sie, und sonst keiner/ wird von mir geliebt;/ Jesus, der getreue,/ in dem ich mich freue,/ sich mir ganz ergibt./ Er allein,/ er soll es sein,/ dem ich wieder mich ergebe/ und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge/ und dich gläubig lege/ sanft in seinen Schoß;/ lerne ihm vertrauen,/ so wirst du bald schauen,/ wie die Ruh so groß,/ die da fleußt/ aus stillem Geist./ Wer sich weiß in Gott zu schicken,/ den kann er erquicken. 5. Meine Seele senhet/ alles, was sie kränket,/ tief in Jesu Brust./ Sie wird stark durch Hoffen;/ was sie je betroffen,/ träget sie mit Lust,/ fasset sich/ ganz männiglich/ durch Geduld und Glauben feste;/ am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet;/ wer zu Jesu fliehet,/ wird es recht erfahrn,/ wie Gott seinen Kindern/ pflegt das Kreuz zu min⸗ dern/ und das Glüch zu sparn/ bis zu End;/ alsdann sich wendt/ das zuerst so bittre Leiden/ und gehn an die Freuden. Psalm 46, 11 Sohann Kaspar Schade, 1666—1698 Vertrauen auf Gott 232 Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(1. Weise) Johann Uhlich, 1674 ..SSSS See ⸗le sen ⸗Wket sich hin in tet ru ⸗ hig- lich sei-ner Got⸗tes Herz und Hän-de 7 We⸗ge Ziel und En ⸗de, liegt fein stil ⸗le, OE nackt und bloß in des lieb-sten Va⸗ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht,/ ist mit allem wohl zufrieden;/ was der eigne Wille spricht,/ ist zum Tode schon beschieden;/ was die Ungeduld erregt,/ ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht,/ will vielmehr an nichts ge⸗ denken,/ was gleich spitzen Dornen sticht/ und den Frieden nur kann hränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu,/ meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht,/ liebt hingegen Gott im Leiden;/ Kummer, der das Herze bricht,/ trifft und ängstet nur die Heiden;/ wer Gott in dem Schoße liegt,/ bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele hlaget nicht,/ denn sie weiß von keinen Nöten,/ hängt an Gottes Angesicht/ auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut behlagt,/ wird das Freuden⸗ licht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott,/ und die Zunge bleibt ge⸗ bunden. Also hab ich allen Spott,/ alle Marter überwunden,/ bin gleichwie ein stilles Meer,/ voll von Gottes Preis und Ehr. 1. Petrus 5, 6.7 Zohann Zoseph Winchler, 167⁰0—1722 Weise: Wer 2. Zeg dem Prol nie ein 3 herd/ eir 9. 36 bei der Ee vohl geh Malen in 1. Ze die Tlan lachet do Hut/ l Ihlich, 1674 Iftieden/ schieden/ nichts ge⸗ rieden nut eine Seele Gott im nd ängstet bt in allet on beinen enn er vill Freuden⸗ bleibt ge⸗ mwunden 5 und Eh er,=m Vertrauen auf Gott 233 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Neumark, 1657 Je grö⸗ßer Kreuz, je nä ⸗ her Him⸗mel; Bei Sün⸗den-lust und Welt ⸗-ge ⸗ tüm⸗-mel ne Kreuz, ist oh e wer oh ver ⸗ gißt man Höl ⸗ le, Fluch und , n n ne. O ie: lig ist der Mensch ge⸗ schätzt, den Gott in Kreuz und Trüb⸗-sal setzt. 2. Je größer Kreuz, je beßre Christen; /Gott prüft uns an dem Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüsten,/ fällt nie ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuer⸗ herd,/ ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Ze größer Kreuz, je stärker Glaube;/ die Palme wächset bei der Last; /die Süßigkeit fließt aus der Traube,/ wenn du sie wohl geheltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut/ wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größer Liebe;/ der Wind bläst nur die Flammen auf,/ und scheinet gleich der Himmel trübe,/ so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut,/ gleichwie das Ol im Teuer tut. 21 Vertrauen auf Gott 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete;/ geriebne Kräuter riechen wohl. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte,/ so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psal⸗ men her,/ wenn er nicht auch versuchet wärꝰ 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen;/ im Tale steiget man bergan; wer durch die Wüste oft gegangen,/ der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet hier nicht Ruh,/ so fliegt es nach der Arche zu. 7. Ze größer Kreuz, je lieber Sterben;/ man freut sich recht auf seinen Tod;/ denn man entgehet dem Verderben,/ es stirbt auf einmal alle Not./ Das Kreuz, das Christengräber ziert,/ bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schöner Krone,/ die Gottes Gnad uns beigelegt/ und die einmal vor seinem Throne/ der Überwinder Scheitel trägt. /Ach dieses teure Kleinod macht,/ daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gehreuzigter, laß mir dein Kreuze/ je länger und je lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize,/ so pflanz ein solches Herz mir ein,/ das Glauben, Lieb und Hoffnung hegt,/ bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Offenbarung Johannes 3, 19 Benjamin Schmolch, 1672— 1737 23⁴4 Eigene Weise Regensburg, 1751 —.——FIIF I——————— Gott will's ma⸗chen, daß die Sa⸗chen ge⸗ hen, — E 2 Rcue. wie es heil⸗sam ist. Laß die Wel⸗len sich ver⸗ stel ⸗-len; wenn dyu nur bei Ze⸗ su bist. E 2. V Schlaf, leide S 3. D schlumm benspfli 4. In herz./L auch ein 5. Gl Wenn d Kräuter wehte,/ 5Pal⸗ e steiget sehnet iuh,/ so ich recht es slirbt ziert,/ nad uns erwinder man das je lieber u solches egt, /bis 1b²²⁷⁷⁷ burg Lõl Vertrauen auf Gott 2. Wer sich kränhet, weil er denlhet,/ Zesus liege in dem Schlaf,/ wird mit Klagen nur sich plagen,/ daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter,/ schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen/ wäre deine Glau⸗ benspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen/ bleibt er stets ein Vater⸗ herz. Laß dein Weinen bitter scheinen,/ dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste/ über dich beschlossen sei./ Wenn dein Wille nur ist stille,‚ wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken,/ faß dich in Gelassenheit./ Laß den sorgen, der auch morgen/ Herr ist über Freud und Leid. 7. Gottes Hände sind ohn Ende,/ sein Bermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, scheint's gefährlich,/ deinem Gott ist nichts zuviel. 8. Seine Wunder sind der Zunder,/ da der Glaube Funken fängt./ Alle Taten sind geraten/ jedesmal, wie er's verhängt. 9. Wann die Stunden sich gefunden,/ bricht die Hilf mit Macht herein,/ und dein Grämen zu beschämen,/ wird es un⸗ versehens sein. 10. Nun so trage deine Plage/ fein getrost und mit Geduld./ Wer das Leiden will vermeiden,/ häufet seine Sündenschuld. 11. Die da weichen und das Zeichen/ ihres Bräutigams ver⸗ schmähn,/ müssen laufen zu den Haufen,/ die zur linken Seite stehn; 12. aber denen, die mit Tränen/ küssen ihres Jesu Zoch,/ wird die Krone vor dem Throne/ ihres Heilands werden noch. 13. Amen, Amen! In dem Ramen/ meines Zesu halt ich still:/ es geschehe und ergehe,/ wie und wann und was er will. Jesaja 30, 15 Zohann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723 21* Vertrauen auf Gott 235 Weise: Es ist gewißlich an der Zeit Wittenberg, 1535 P. Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn al ⸗les ge⸗-schieht, was er mir aus⸗er-sehn, wird mir's an 85———————— Ei⸗gen⸗ Wäh=len; 8 kei⸗nem feh⸗len. Wie er mich führt, so geh ich mit und fol-ge wil ⸗lig Schritt für PSPSPSPPPIPPIIEE Schritt in kind- li- chem Ver⸗-trau- en. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still/ und folge seinem Leiten,/ obgleich im Fleisch der Eigenwill/ will öfters wider⸗ streiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit,/ in Zeit und auch in Ewiglheit/ stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt,/ ich ruh in seinen Händen;/ wie er es schickt und mit mir fügt,/ wie er's will kehrn und wenden,/ sei ihm hiermit ganz heimgestellt;/ er mache, wie es ihm gefällt,/ zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich/ in seinen Vater⸗ willen./ Scheint's der Vernunft gleich wunderlich,/ sein Rat wird doch erfüllen,/ was er in Liebe hat bedacht,/ eh er mich an das Licht gebracht;/ ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Leiden./ ihm scheid widerfahre 0. Wie und Heche er's aufdet Heführet he Pfalm 23,3 Weise: Wiet Eren dich set Son Vertrauen auf Gott 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu/ im Glauben, Hoffen, berg. B86 Leiden. /Steht er mit seiner Kraft mir bei,/ was will mich von —.— ihm scheiden? /Ich fasse in Geduld mich fest;/ was Gott mir — widerfahren läßt,/ muß mir zum Besten dienen. Lles 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn,/ es geh durch Dorn 5 an und Hechen. 7Sein Antlitz lässet Gott nicht sehn,/ zuletzt wird er's aufdecken,/ wie er nach seinem Vaterrat/ mich treu und wohl ——.— geführet hat. Dies sei mein Glaubensanher. .. Psalm 23, 3 Lambert Gedicke, 1683—-1736 236 Weise: Wie nach einer Wasserquelle Französischer Ginf⸗ 42. (Fren dich sehr, o meine Seele) Genf, 1551 tt für S 4..—.— Mei⸗ ne Sor ⸗gen, Angst und Pla⸗ 1900 lau ⸗fen al ⸗les Seuf-zen, al ⸗ les Kla ⸗gen, das der , E:. 4 E.— 5 wider⸗ ud auch mit der Zeit zu End; 17 1. Herr alz lei e nehennt, wird, Gott Lob! nicht e⸗wig in seinen r en ...... T ie ahe v sein. Nach dem Re⸗-gen wird ein Schein von viel tau⸗send uVater⸗ 5— HN sein Rot EE er nich Son⸗nen⸗blik⸗ken mei⸗nen mat⸗ten Geist er⸗ quin⸗ ken. Vertrauen auf Gott 2. Meine Saat, die ich gesäet,/ wird zur Freude wachsen aus;/ wenn die Dornen abgemähet,/ so trägt man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei,/ wird der Himmel wieder frei;/ nach dem Kämpfen, nach dem Streiten/ kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen,/ muß man leiden in der Still,/ daß uns auch die Dornen stechen; /es geht alles, wie Gott will./ Er hat uns ein Ziel gezeigt,/ das man nur im Kampf erreicht;/ will man hier das Kleinod finden,/ so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen,/ der mit Kreuzen ist besetzt;/ hier muß man sich nicht entfernen,/ ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit/ kommt kein Mensch hin sonder Streit. Die in Salems Mauern wohnen,/ zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es sind wahrlich alle Frommen,/ die des Himmels Klar⸗ heit sehn,/ aus viel Trübsal hergekommen;/ darum siehet man sie stehn/ vor des Lammes Stuhl und Thron,/ prangend in der Ehrenhron/ und mit Palmen ausgezieret,/ weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste/ und bleibt ewig unverrücht;/ seine Freund und Hochzeitsgäste/ werden nach dem Streit be⸗ glückt;/ Israel erhält den Sieg/ nach geführtem Kampf und Krieg;/ Kanaan wird nicht gefunden,/ wo man nicht hai über⸗ wunden. 7. Darum trage deine Ketten,/ meine Seel, und dulde dich;/ Gott wird dich gewiß erretten;/ das Gewitter leget sich,/ nach dem Blitz und Donnerschlag/ folgt ein angenehmer Tag;/ auf den Abend folgt der Morgen/ und die Freude nach den Sorgen. Offenbarung Johannes 7, 9—17 3. A. Freylinghausens Gesangbuch, Halle, 1705 Belse: Chri ö wi 2. Auf! Vertrauen auf Gott wachsen 237 ie Frucht Himmel Weise: Christus, der ist mein Leben Melchior Bulpius, 1609 Kommen 2 1.— ů—— 25* SIII i dtt Die Gna ⸗ de sei mit al ⸗ len, die llles, wie— ö I. nur in ö/—————— so muß 50 Gna ⸗ de un ⸗sers Herrn, des Herrn, dem 2— e reuzen ist 1———e—— 8.— gleich mit———— in Mensch wir hier wal⸗len und sehn sein Kom⸗-men gern. nj/ zeigen 2. Auf dem so schmalen Pfade/ gelingt uns ja kein Tritt,/ es gehe seine Gnade/ denn bis zum Ende mit. els Klr⸗ 3. Auf Gnade darf man trauen,/ man traut ihr ohne Reu;/ 19190 und wenn uns je will grauen,/ so bleibt's: der Herr ist treu. ault 4. Die Gnade, die den Alten/ ihr Weh half überstehn,/ wird I uns ja auch erhalten,/ die wir in unserm flehn. 5. Wird stets der Jammer größer,/ so glaubt und ruft man verrücht;/ noch:/ Du mächtiger Erlöser,/ du kommst, so komme doch! Streit be⸗ 6. Damit wir nicht erliegen,/ muß Gnade mit uns sein;/ denn ampf und sie flößt zu dem Siegen/ Geduld und Glauben ein. hat übei⸗ 7. So scheint uns nichts ein Schade,/ was man um Zesum mißt;/ der Herr hat eine Gnade,/ die über alles ist. 8. Bald ist es überwunden/ nun durch des Lammes Blut,/ lle 0 das in den schwersten Stunden/ die größten Taten tut. Zinn 9. Herr, laß es dir gefallen,/ noch immer rufen wir:/ Die Suthen Gnade sei mit allen,/ die Gnade sei mit mir! 10 Offenbarung Zohannes 22, 21 Philipp Friedrich Hiller, 1699— 1769 70 h. dall Vertrauen auf Gott 238 Weise: Es ist genug Johann Rudolf Ahle, 1062 Gott ist ge-treu! Sein Herz, sein Va-ter-herz ist Gott ist ge⸗ treu bei Wohlsein und bei Schmerz, in E vol ⸗ler Red-lich-keit. gut und b ser Zeit. i weicht! Fallt hin, ihr Hü⸗ gel! Mein Glau-bens⸗ EEEEEE grund hat die-ses Sie-gel: Gott ist ge⸗treu. Weicht, Ber-ge, 2. Gott ist getreu! /Er tut, was er verheißt,/ er hält, was er verspricht;/ wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist,/ so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen,/ sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen./ Gott ist getreu! 3. Gott ist getreu!/ Er handelt väterlich,/ und was er tut, ist gut; sein Liebesschlag erweckt und bessert mich,/ die Rute meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmelcsleiter,/ der Kampf macht mich zum guten Streiter./ Gott ist getreu! 4. Gott ist getreu!/ Er gibt der bösen Welt/ sein eingebornes Kind. 7Der Heiligste bezahlt das Lösegeld/ für die, die Sünder sind. Gott macht den liebsten Sohn zum Bürgen,/ er läßt ihn martern und erwürgen./ Gott ist getreu! 5. Got Seelenwo mühn/ ist den, /er l 0. Gott auf mich erfteut un ragen. /9 7. Gott slets im mag boch, Reid und getreul 5. Gott teu Gott ang du Hauben;/ Hetreu. IHorinther fAhle, 1052 — —— 10 ist hmerz/in kell. ilh vos er en weist/ hann nicht /Gott ist vas et kll, „die Rüt leiter /der teul eingebotnes die Sindit ir lit ihn Vertrauen auf Gott 5. Gott ist getreu!/ Mein Vater, des ich bin,/ sorgt für mein Seelenwohl./ Sein Will und Wunsch, sein Zwech und sein Be⸗ mühn/ ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sün⸗ den,/ er läßt mich Ruh in Christo finden./ Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu!/ Sein göttlich treuer Blick/ gibt sorgsam auf mich acht;/ er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück/ erfreut und dankbar macht. Was mir zu schwer ist, hilft er tragen. /Mein Gott, was soll ich weiter sagen?/ Gott ist getreu! 7. Gott ist getreu!/ Mein Herz, was fehlt dir noch,/ dich stets im Herrn zu freun?/ Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch/ die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke/ gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu!/ Vergiß, o Seel, es nicht,/ wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine frohe Pflicht,/ so⸗ lang du denkst und bist./ Halt fest an Gott, sei treu im Glauben;/ laß dir den starken Trost nicht rauben:/ Gott ist getreu. 1. Korinther 10, 13 Ehrenfried Liebich, 1713—1780 1 II. I. Vertrauen auf Gott 239 Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan Severus Gastorius, 1681 *.ü————— ——. 2 ö 2 —pIUUüH————————— E Auf Gott und nicht auf mei⸗ und dem, der mich er ⸗schaf-fen ... 3—..——— Rat will ich mein Glün hat, mit gan ⸗ zer See ke bau ⸗ en 4.—.—.— I.— 2— 6. der die Welt all-mäch-tig hält, wird mich in mei-nen Ta-gen als Gott und Va⸗ter tra⸗ gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit,/ wieviel mir nützen würde,/ bestimmte meine Lebenszeit,/ mein Glüch und meine Bürde./ Was zagt mein Herz? /Ist auch ein Schmerz,/ der zu des Glaubens Ehre/ nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt,/ und hätte, was ich bitte,/ mir gnädig, eh ich's bat, gewährt,/ wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich/ stets väterlich. Richt, was ich mir ersehe,/ sein Wille, der geschehe. 4. Isl! gen/ als genꝰ/ Die und Habe 5. An heinem fe das Glüch wird ein 0. Wa⸗ schwunder uberwund sröhlich, Nicha 7.7 Delse: d9 Vertrauen auf Gott 4. Ist nicht ein ungestörtes Glüch/ weit schwerer oft zu tra⸗ gen/ als selbst das widrige Geschich,/ bei dessen Last wir hla⸗ genꝰ/ Die größte Not/ hebt doch der Tod,/ und Ehre, Glüch und Habe/ verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht,/ läßt Gott es keinem fehlen;/ Gesundheit, Ehre, Glüch und Pracht/ sind nicht das Glück der Seelen./ Wer Gottes Rat/ vor Augen hat,/ dem wird ein gut Gewissen/ die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit?/ Wie bald ist sie ver⸗ schwunden! /Was ist das Leiden dieser Zeit?/ Wie bald ist's überwunden!/ Hofft auf den Herrn,/ er hilft uns gern:/ seid fröhlich, ihr Gerechten,/ der Herr hilft seinen Knechten. Micha 7,7 Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769 Weise: O Welt, sieh hier dein Leben Um 1750 4 ———— 1 1—— .,...e Ich hab in gu-ten Stun- den des Le-bens Glüch emp⸗ 1———— 4. , i,rri wii Fie . fun-den und Freu-den oh- ne Zahl; so will ich 2 EV 1 37 1 ——————.—.—.— I denn ge⸗las ⸗ sen mich auch in Lei ⸗ den *——.—— N -— 2 2 2 H— H —— H 7 I fas⸗sen; welch Le ⸗ben hat nicht sei ⸗ne Qualꝰ Vertrauen auf Gott 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder,/ und stets strafst du ge⸗ linder,/ als es der Mensch verdient. /Will ich, beschwert mit Schulden,/ kein zeitlich Weh erdulden,/ das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben,/ nicht meine Ruh, mein Leben/ mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen/ und nicht auf Menschen bauen;/ du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden,/ mich alle meine Sünden/ erkennen und berenn. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte;/ sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe,/ bin ich des Himmels Erbe;/ was schrecht mich Grab und Tod?/ Auch auf des Todes Pfade/ vertran ich deiner Gnade;/ du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren,/ Gott durch Geduld ver— ehren,/ im Glauben zu ihm flehn./ Ich will den Tod bedenhen./ Der Herr wird alles lenken,/ und was mir gut ist, wird geschehn. Hiob 2, 9. 10 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Weise: Es ist gewißlich an der Zeit Wittenberg, 1535 k— —————— 4 .....H,Lx„ Ich steh in mei-nes Her-ren Hand und will drin nicht Er-den- not, nicht Er-den-tand soll mich dar— —. ste- hen blei⸗ ben; aus ver⸗-trei- ben. Und wenn zer-fällt die gan- ze 2. Er shauen, krauen. sroh unt 9. unt sch halte denn wo ruht, /ij heien, reißen. meine Vertrauen auf Gott 4 ů—. he⸗———— 10. w anen wurn er wur=. 12202———— 1 C— nem 3 2* 4 Welt, wer sich an ihn und wen er — SISISSIIIII‚— iiE hält, wird wohl ⸗-be- hal- ten blei-ben. en/ 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort,/ und Wunder sollen sein ö schauen,/ die sich auf sein wahrhaftig Wort/ verlassen und ihm sein. trauen. /Er hat's gesagt,/ und darauf wagt/ mein Herz es froh und unverzagt/ und läßt sich gar nicht grauen; e;/ de/ 3. und was er mit mir machen will,/ ist alles mir gelegen;/ Not. ich halte ihm im Glauben still/ und hoff auf seinen Segen;/ denn was er tut,/ ist immer gut,/ und wer von ihm behütet ver⸗ ruht,/ ist sicher allerwegen. en./ jehn. 4. Ja, wenn's am schlimmsten mit mir steht,/ freu ich mich 119 seiner Pflege; /ich weiß, die Wege, die er geht,/ sind lauter Wunderwege./ Was böse scheint,/ ist gut gemeint;/ er ist doch nimmermehr mein Feind/ und gibt nur Liebesschläge; 5. und meines Glaubens Unterpfand/ ist, was er selbst ver⸗ „1555 heißen,/ daß nichts mich seiner starken Hand/ soll je und je ent⸗ reißen. Was er verspricht,/ das bricht er nicht,/ er bleibet meine Zuversicht;/ ich will ihn ewig preisen. Johannes 10, 27-29 Philipp Spitta, 1801—-1859. Cob und Oank Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Psalm 106, 1 Eigene Weise 242 Wittenberg,(1529) 1535 I. Chor. 2.Cbor 2 1 Herr Gott. dich lo⸗ben wir, Herr Gott. wir dan⸗ken dir; E 4——— .— dich, Va⸗ter in E⸗-wig-keit, ehrt die Welt weit und breit; — all En- gel und Him⸗mels-heer und was die- net dei⸗ner Ehr, auch Che⸗ru⸗ bim und Se-ra-phim sin-gen immer mit ho⸗her Stimm: Hei⸗- lig ist un ⸗-ser Gott! Hei ⸗-lig ist un ⸗-sex Gott! und 2. Cbor ̃SDSISSSSSSSSSSS Hei ⸗lig ist. un ⸗- ser Gott, der Her re Ze ⸗ ba ⸗-othl 1. Chor E f12 Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht U= ber Himmlund Er⸗ den weit; der hei⸗li⸗gen zwölf Bo⸗ten Zahl und die lie ben Pro-phe⸗-ten all, die teu⸗ren Märtrer all-zu-mal lo⸗ben dich. Herr. mit großemSchall; die gan⸗ze wer te Christenheit rühmt dich auf Er-den al⸗le-zeit; dich, Gott Va-ter, im höchsten Thron, dei⸗nen rech ⸗ten und ein⸗gen Sohn, den heil gen Geist und Tröster wert mitrechtem Dienst sie lobt und ehrt. Isihe. Lob und Dank 1. Chor 2. Chot E,. —.—— der Eh⸗ren, Ze⸗su Christ. Gott Vaters ew-ger Sohn du bist; —91lN— 3 5E re. EEAE 1535 der Zungfrau Leib nicht hast verschmäht. zu erlö⸗sen das menschlich Geschlecht: du hast dem Tod zer⸗stört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht; du sitzt zur Rech⸗ten Got⸗tes gleich mit al⸗ler Ehr in's Va⸗ters Reich: ein Rich⸗ter du zu⸗künf⸗tig bist al⸗les, das tot und le⸗bend ist. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein. die mit deim teurn Blut er⸗lö⸗set sein; E b din, r,. 1 1* laß uns im Him⸗ ml ha⸗ben teil mit den Hei⸗li⸗gen in ewgem Heil. H 0 19 1 mm: wart und pfleg ihr'r zu al-ler Zeit und heb sie hoch in E⸗wig⸗hkeit. — 1. Cyor 5 2. 2 8 .—————.— + ottl Tüglch, Herr Gott, wir Wben dich und ehrn dein Namen ste⸗tig⸗lich. . —...„are,————— 6—...... Be⸗hüt uns heut, o treu-er Gott. vor al⸗ler Sündund Mis⸗se⸗ tat: sei uns gnä⸗dig, öo Her⸗re Gott, sei uns gnä-dig in al- ler Not; zeig uns dei⸗ ne Barmher-zig⸗hkeit, wie uns⸗re Hoff⸗nung zu dir sieht; . 7— — 555*.üsin + 4— + auf dich hof⸗fen wir, lie⸗ber Herr, in Schanden laß uns nim⸗mermehr. I. und 2. Chor eit; EV E—— I all, EE—— += hall: 1———.—. · men. (Nach dem Tedeum des Ambrosius, 340—397) Martin Luther, 1483—1548 Zesala 6,—3 — E Lob und Dank 2⁴43 Eigene Weise ů.—.— 2 Augsburg, 1540 D=.== Nun lob, mein Seel, den Her-ren, was in mir Sein Wohl-tat tut er 2 —.— ——— ist, den Na- men sein. nicht, öo Her- ze mein. meh-ren, ver-giß es ..— Hat dir dein Sünd ver⸗ . ge⸗- ben und heilt dein Schwachheit groß, er⸗ IEE rett't dein ar- mes Le-ben, nimmt dich in sei-nen ◻—— EE — .ð—— — 2 jüngt dem Ad⸗ler gleich; —— X 4—. hün⸗ tet, die lei⸗den + ——.— Schoß, mit rei⸗chem Trost be-jschüt-tet, ver⸗ =— ———— der Herr schafft Recht, be— — in seim Reich. 2. Et Hericht,/ nicht:/ sei Sculd;/ sein Güt der Ost v 9. Wie lut der Er hennt hald vert Wind nu hergehet, 4. Die bei seiner seinen B hen Eng Herrn zt soll auch Pfalm 103 Eigene We Wach auf 6 Lob und Dank 2. Er hat uns wissen lassen/ sein herrlich Recht und sein Gericht,/ dazu sein Güt ohn Maßen,/ es mangelt an Erbarmung nicht;/ sein Zorn läßt er wohl fahren,/ straft nicht nach unsrer Schuld;/ die Gnad tut er nicht sparen,/ den Blöden ist er hold;/ sein Güt ist hoch erhaben/ ob den'n, die fürchten ihn;/ so fern der Ost vom Abend,/ ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein,/ so tut der Herr uns Armen,/ wenn wir ihn kindlich fürchten rein./ Er hennt das arm Gemächte/ und weiß, wir sind nur Staub,/ ein bald verwelkt Geschlechte,/ ein Blum und fallend Laub;/ der Wind nur drüber wehet,/ so ist es nimmer da;/ also der Mensch vergehet,/ sein End, das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine/ steht fest und bleibt in Ewigleit/ bei seiner lieben Gmeine,/ die steht in seiner Furcht bereit,/ die seinen Bund behalten. /Er herrscht im Himmelreich./ Ihr star⸗ lien Engel, waltet/ seins Lobs und dient zugleich/ dem großen Herrn zu Ehren/ und treibt sein heilges Wort./ Mein Seel soll auch vermehren/ sein Lob an allem Ort. Psalm 103 Johann Gramann, 1487—1541 Eigene Weise (Wach. mein Herz, und singe) Leipzig, 1587 ——————— Nun laßt uns Gott, dem Her-ren, Danh ..— S—— sa⸗- gen und ihn eh-ren für al⸗le sei⸗ne —5 Ga ⸗ben, die wir emp ⸗fan-gen ha-ben. + I Lob und Danh 2. Den Leib, die Seel, das Leben/ hat er allein uns geben;/ dieselben zu bewahren,/ tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe,/ die Seele muß auch bleiben,/ wiewohl tödliche Wunden/ sind kommen von der Sünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben,/ der selber ist das Leben;/ Christus, für uns gestorben,/ der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl/ dient wider allen Unfall; /der heilge Geist im Glauben/ lehrt uns darauf ver⸗ trauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben/ die Sünd, geschenkt das Leben;/ im Himmel solln wir haben,/ o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte,/ daß sie hinfort behüte/ uns Große mit den Kleinen;/ du kannst's nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit,/ gib ewigliche Freiheit,/ zu preisen deinen Namen/ durch Jesum Christum. Amen. Philipper 4,6 Ludwig Helmbold, 1532— 1598 2⁴4⁵ Eigene Weise ZJohann Crüger, 1647 — Nun dan⸗-ket al ⸗le Gott mit Her-⸗zen, der gro⸗-ße Din⸗ ge tut an uns und E ö.————— ——3 DDR Mund und Hän⸗den, al ⸗ len En-⸗den, der uns von Mut⸗ter⸗ 2. Det Immer f seiner O. etlösen h 9. Lob und dem releinig wird/ jet Strach 50, Eigene We n./ llen ver⸗ das ben! roße Lob und Dank ——. 3 SSS... zäh⸗ lig viel zu ut und noch jetz⸗ und ge⸗tan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Herz/ und edlen Frieden geben/ und uns in seiner Gnad/ erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not/ erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott,/ dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten Himmelsthrone,/ dem dreieinigen Gott,/ als der ursprünglich war/ und ist und bleiben wird/ jetzund und immerdar. Sirach 50, 24—26 Martin Rinchart, 1586—1649 Eigene Weise Matthäus Apelles von Löwenstern, 1644 ......— 6 2 E.— ——— 455.— Nun prei⸗set al⸗le Got⸗tes Barm⸗her⸗zig⸗keit! Lob „ SSI........... ET 8—* ihn mit Schal⸗le, wer⸗te-ste Christen⸗heitl Er läßt dich U7 E..— freundlich zu sich la- den; I.ene i g⸗ ra⸗el, sei⸗ ner 42 43.*— +——— ——.—nn¼8—. 2— 2 2. I Gna⸗den freu⸗e dich, Is⸗ra⸗el, sei- ner Gna⸗den! 22² Lob und Dank 2. Der Herr regieret/ über die ganze Welt;/ was sich nur rühret,/ alles zu Fuß ihm fällt;/ viel tausend Engel um ihn schweben,/ Psalter und Harfen ihm Ehre geben,/ Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden,/ lasset das Trauern sein,/ zur grüͤ⸗ nen Weiden/ stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein Wort verhünden,/ machet uns ledig von allen Sünden,/ machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise/ reichlich und überall,/ nach Vaters Weise/ sättigt er allzumal; /er schaffet früh und spaten Regen,/ füllet uns alle mit seinem Segen,/ füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit,/ sein Lob vermehre,/ werteste Christenheit! /Uns soll hinfort kein Unfall schaden;/ freue dich, Israel, seiner Gnaden,/ freue dich, Israel, seiner Gnaden! Psalm 111,1—5 Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594—1648 Weise: Nun lob, mein Seel, den Herren Augsburg, 1540 — —————.—.—— —.. WGWrara— i.—.— IDIRITITITFR‚————— Man lobt dich in der Stil- le, du hoch-er⸗ des Rüh⸗mens ist die Fül- le vor dir, o iEE hab-ner Zi- ons⸗gott; Herr Gott Ze⸗ ba- oth. Du vist doch, Renr, auf »⸗⸗— Er ⸗ den der Frommen Zu-ver⸗sicht, in —.—.— ismein Lob und Dank i.—— Trüb⸗sal und Be⸗schwer⸗den läßt u die Deieen nicht. Drum 0l dich stünd⸗lich eh⸗ ren mein ers ....— Mund vor je⸗der-mann und dei- nen Ruhm ver⸗ lal len kann. meh-ren, so- lang er 2. Es müssen, Herr, sich freuen/ von ganzer Seel und jauch— 15⁰⁰ zen schnell,/ die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott 1. Israel!/ Sein Name sei gepriesen,/ der große Wunder tut/ und — der auch mir erwiesen/ das, was mir nütz und gut./ Nun, dies ist meine Freude,/ zu hangen fest an dir,/ daß nichts von dir mich scheide,/ solang ich lebe hier. 3 3. Herr, du hast deinen Namen/ so herrlich in der Welt ge⸗ macht;/ denn als die Schwachen kamen,/ hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget;/ nun, wie vergelt ich's dir? /Ach, bleibe mir geneiget,/ so will ich für und für/ den Kelch des Heils erheben/ und preisen weit und breit/ dich hier, — mein Gott, im Leben/ und dort in Ewigheit. ZJohann Rist, 1607-1657 Psalm 65, 2 —————— Lob und Danh Eigene Weise Johann Georg Ebeling, 1666 —50———————2——— E ö——————— D—=—.— —2.—...ũ—— 4—— I Du mei ⸗ ne See ⸗ le, sin ⸗ ge, wohl⸗ dem, wel⸗ chem al-le Din- ge zu auf und sin ⸗ge schön Dienst und Wil-len stehn. dro⸗-ben hier prei⸗sen auf der Erd; ich will ihn herz⸗lich lo-ben, so⸗lang ich le-ben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet/ nach Jakhobs Gott und Heil!/ Wer dem sich anvertrauet,/ der hat das beste Teil,/ das höchste Gut erlesen,/ den schönsten Schatz geliebt;/ sein Herz und ganzes Wesen/ bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte,/ die unerschöpfte Macht;/ das weisen die Geschäfte,/ die seine Hand gemacht:/ der Him⸗ mel und die Erde/ mit ihrem ganzen Heer,/ der Fisch unzählge Herde/ im großen wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen,/ die niemand unrecht tun,/ all denen Gutes gönnen,/ die in der Treu beruhn./ Gott hält sein Wort mit Freuden,/ und was er spricht, geschicht,/ und wer Ge⸗ walt muß leiden,/ den schützt er im Gericht. 5. Ei ernähtt schöne r gefange 0. Ei die sich alle Fr hommer 7. A Hert al gehoöͤte/ Cob vor Pfalm 14 1666 Lob und Dank 5. Er weiß viel tausend Weisen,/ zu retten aus dem Tod,/ ernährt und gibet Speisen/ zur Zeit der Hungersnot,/ macht schöne rote Wangen/ oft bei geringem Mahl,/ und die da sind gefangen,/ die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden,/ erleuchtet ihr Gesicht,/ und die sich schwach befinden,/ die stellt er aufgericht't./ Er liebet alle Frommen,/ und die ihm günstig seind,/ die finden, wenn sie kommen,/ an ihm den besten Freund. 7. Ach, ich bin viel zu wenig,/ zu rühmen seinen Ruhm;/ der Herr allein ist König,/ ich eine welke Blum./ Jedoch weil ich gehöre/ gen Zion in sein Zelt,/ ist's billig, daß ich mehre/ sein Lob vor aller Welt. Psalm 146 Paul Gerhardt, 1607—1676 Weise: Nun danket all und bringet Ehr ZJohann Crüger, 1647 —. 65515.—— F DPII—— e dir mit Herz und Mund, Herr, ·n—— ie mei⸗ nes Her⸗zens Lust; ich sing und mach auf iri—3 Er⸗ den kund, was mir von dir be-⸗wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad/ und ewge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat/ viel Heil und Gutes fließt. 3. Was sind wir doch?/ Was haben wir/ auf dieser ganzen Erd,/ das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben werdꝰ Lob und Dank 4. Wer hat das schöne Himmelszelt/ hoch über uns gesetztꝰ/ Wer ist es, der uns unser Feld/ mit Tau und Regen netztꝰ 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind?/ Wer macht es, daß man Ol und Most/ zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? /Wer hält mit seiner Hand/ den güldnen, werten, edlen Fried/ in unserm Vater⸗ landꝰ 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir,/ du, du mußt alles tun;/ du hältst die Wach an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr,/ bleibst immer fromm und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, treu⸗ lich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld/ und schlägst nicht allzusehr,/ ja endlich nimmst du unsre Schuld/ und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,/ wirst du gar leicht erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein/ und was sein Kum⸗ mer sei;/ kein Zähr- und Tränlein ist so klein,/ du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit dem, was ewig steht‚/ und führst uns in des Himmels Haus,/ wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mut! /Dein Gott, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,/ dein Glanz und Freudenlicht,/ dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,/ schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Tag den, der 16.5 Wie m 7. Rein, w 18.6 ein /s sein. Pfalm 1 Eigene A V Lob und Dank 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn/ und grämst dich Tag und Nacht?/ Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemacht. I 16. Hat er dich nicht von Jugend auf/ versorget und ernährtꝰ/ Wie manches schweren Unglücks Lauf/ hat er zurückgekehrt! et 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regiment;/ ⸗ nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nicht dar⸗ ein;/ so wirst du hier im Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. Psalm 104, 10—33 Paul Gerhardt, 1607-1676 250 cht Eigene Weise Johann Crüger, 1647 ie———————1 I——— — icht Nun dan⸗ bet all und brin-get Ehr, ihr zur ,, m⸗ 2—..————— nd Men⸗schen in der Welt, dem, des-sen Lob der vig— 88— .——.———.——..——H ⸗gel Heer im Him-mel stets ver-meldt. ten id 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höch— sten Gut,/ der seine Wunder überall/ und große Dinge tut; und 3. der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch mehr helfen kann,/ sich selbst zum Helfer stellt; Lob und Dank 4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts,/ die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, /erfrische Geist und Sinn/ und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz/ in's Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Volh und Land;/ er gebe Glüch zu unserm Tun/ und Heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber ängstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 8. Solange dieses Leben währt,/ sei er stets unser Heil,/ und wenn wir scheiden von der Erd,/ verbleib er unser Teil. 9. Er drüche, wenn das Herze bricht,/ uns unsre Augen zu/ und zeig uns drauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. Psalm 136, 3.4 Paul Gerhardt, 1607-1676 2⁵5¹ Weise: Lasset uns den Herren preisen (Sollt ich meinem Gott nicht singen) ZJohann Schop, 1641 u ———— Sollt ich mei-nem Gott nicht sin- gen? Sollt ich Denn ich seh in al⸗ len Din⸗gen, wie so — ihm nicht dankbar sein? 4½˙ Ist's de 5 aut er's mit mir mein. sts doch nichts als lau ⸗ter ...— Lie-ben, das sein treu⸗es Her⸗-ze regt, das ohn . V 475 2. W also ha decht,/ und das Alles 8 Lob und Dank RX. En ⸗de hebt und trägt, die in sei⸗nem Dienst sich ——— +—.———. à 1 „ ü ⸗ben. Al ⸗les Ding währt sei ⸗ ne SSSSSISII—— I. + 1—p—.————————— „ EEEEE Zeit, Got ⸗ tes Lieb in E⸗ wig ⸗keit. 15 2. Wie ein Adler sein Gefieder/ über seine Zungen streckt,/ also hat auch hin und wieder/ mich des Höchsten Arm be⸗ / decht,/ alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab⸗ und das Leben, das ich hab/ und noch diese Stunde treibe./ 95 Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer,/ nein, er gibt ihn für mich hin,/ daß er mich vom ewgen Feuer/ durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen,/ wie will doch mein schwacher Geist,/ ob er sich gleich hoch befleißt,/ deine Tief ergründen hönnen? /Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigleit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer,/ gibt er mir in seinem Wort,/ daß er werde mein Regierer/ durch die Welt zur Him⸗ melspfort;/ daß er mir mein Herz erfülle/ mit dem hellen Glau⸗ benslicht,/ das des Todes Macht zerbricht/ und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in ö Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen/ hat er ja recht wohl bedacht;/ will dem Leibe Not entstehen,/ nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann,/ kommt mein Gott und hebt mir an/ sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigheit. —————————————=-- Lob und Dank 6. Himmel, Erd und ihre Heere/ hat er mir zum Dienst be⸗ stellt;/ wo ich nur mein Aug hinkehre,/ find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh,/ in den Büschen, in der See,/ überall ist meine Weide. /Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewig— keit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt,/ daß ich alle liebe Morgen/ schaue neue Lieb und Güt./ Wäre mein Gott nicht gewesen,/ hätte mich sein Angesicht/ nicht geleitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen. /Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigheit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde/ sein Herz niemals ganz entzeucht,/ ob es gleich bisweilen Sünde/ tut und aus den Bah⸗ nen weicht,/ also hält auch mein Verbrechen/ mir mein frommer Gott zugut,/ will mein Fehlen mit der Rut/ und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigheit. 9. Seine Strafen, seine Schläge,/ ob sie mir gleich bitter seind,/ dennoch, wenn ich's recht erwäge,/ sind es Zeichen, daß mein Freund,/ der mich liebet, mein gedenhe/ und mich von der schnöden Welt,/ die uns hart gefangen hält,/ durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigheit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse/ mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße/ und muß endlich stillestehn. Wenn der Winter ausgeschneiet,/ tritt der schöne Sommer ein; /also wird auch nach der Pein,/ wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigheit. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe findt,/ ei so heb ich meine Hände/ zu dir, Vater, als dein Kind,/ bitte, wollst mir Gnade geben,/ dich aus aller meiner Macht/ zu umfangen Tag und Nacht/ hier in meinem ganzen Leben,/ bis ich dich nach dieser Zeit/ lob und lieb in Ewigheit. Epheser 5, 19.20 Paul Gerhardt, 1607—1670 Vesse: Es Lob und Dank 25²2 Weise: Es ist das Heil uns kommen her Vorreformatorisch. Wittenberg, 1523 .—— T e. Bis hier⸗her hat mich Gott ge-bracht durch sei-ne bis hier⸗her hat er Tag und Nacht be-wahrt Herz E ü ⸗ 11— mm 1 bis hier-her hat er mich ge⸗ — v I EEEEEEEE freut, bis hier ⸗her 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank/ für die bis⸗ herge Treue,/ die du, o Gott, mir lebenslang/ bewiesen täglich neue;/ in mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan,/ bis hierher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort,/ hilf mir zu allen Stunden,/ hilf mir an all und jedem Ort,/ hilf mir durch Jesu Wunden,/ damit ich sag bis in den Tod: /Durch Christi Blut hilft mir mein Gott,/ er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane Gräfin von 1. Samuel 7, 12 Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1637—1706 IIũI Lob und Dank 253 5 Es ist das Heil uns kommen her Vorreformatorisch. Wittenderg, 1523 EE Sei Lob und Ehr dem höch⸗ sten Gut, dem Va⸗ter dem Gott, der al⸗le Wun-der tut, dem Gott, der 5 ee, ee al ⸗ ler Gü⸗ te, mein Ge⸗ mü ⸗ te mit sei ⸗nem rei Hen SSISISSIII Trost er-füllt, dem Gott, der al ⸗ len ZJam-mer — PP— 2———— stillt. Gebt un- serm Gott die—=rel 2. Es danken dir die Himmelsheer,/ o Herrscher aller Thro⸗ nen,/ und die auf Erden, Luft und Meer/ in deinem Schatten wohnen,/ die preisen deine Schöpfermacht,/ die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat,/ das will er auch erhalten,/ darüber will er früh und spat/ mit seiner Gnade walten./ In seinem ganzen Königreich/ ist alles recht und alles gleich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not:/ Ach Gott, vernimm mein Schreien!/ Da half mein Helfer mir vom Tod/ und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir;/ ach danket, danket Gott mit mir!/ Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht/ von seinem Volk ge⸗ schieden;/ er bleibet ihre Zuversicht,/ ihr Segen, Heil und Frie⸗ den. Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her. /Gebt unserm Gott die Ehre! 0. W zeiget,/ Heiget/ Ruh. /6 7. 90 ehren/ höten./ erfteue! 9. J0 Ehrel /⸗ die Ehr Ist Gott, 9. So gen/ be Gott hat Gebt un Pfalm 107 Lob und Dank 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß,/ die alle Welt er⸗ zeiget,/ so kommt, so hilft der Uberfluß,/ der Schöpfer selbst, und neiget/ die Vateraugen denen zu,/ die sonsten nirgends finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang,/ o Gott, von nun an ehren;/ man soll, Gott, deinen Lobgesang/ an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich,/ mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt,/ gebt unserm Gott die Ehrel/ Ihr, die ihr Gottes Macht belennt,/ gebt unserm Gott die Ehre!/ Die falschen Götzen macht zu Spott;/ der Herr ist Gott, der Herr ist Gott!/ Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht/ mit jauchzenvollem Sprin⸗ gen;/ bezahlet die gelobte Pflicht/ und laßt uns fröhlich singen:/ Gott hat es alles wohl bedacht/ und alles, alles recht gemacht./ Gebt unserm Gott die Ehre! Psalm 107 Zohann Zakob Schütz, 1640—1690 Eigene Weise Stralsund, 1665 n vin. — 2———— + Lo⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ ti⸗gen Kö-nig der mei⸗ ne ge⸗ lie ⸗-be⸗te See⸗le, das ist mein Be⸗ II 408 ten⸗ kom⸗ met zu- hauf, Psal ⸗ter und SISISIS.ISIIIIIIII E äw Har⸗fe, wacht auf, las⸗set den Lob⸗ge⸗sang hö⸗ren! Lob und Dank 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,/ der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,/ der dich erhält,/ wie es dir selber gefällt;/ hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,/ der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet;/ in wieviel Not/ hat nicht der gnädige Gott/ über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,/ der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; /denke daran,/ was der Allmächtige kann,/ der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen./ Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen./ Er ist dein Licht!/ Seele, vergiß es ja nicht;/ lobende, schließe mit Amen! Psalm 103 Joachim Neander, 1650—1680 25⁵ Eigene Weise Bremen, 1680 ... Wun-der⸗ ⸗ nig, Herr-scher von uns Dei ne Va ⸗ ter ⸗ gü ⸗te hast du las ⸗ sen — — 2 5 V Vu ö * XI + III + * + MIII I III I al⸗-len, laß dir un-ser Lob ge⸗fal-len. flie- ßen, ob wir schon dich oft ver-lie-ßen. 25——— 6 SS— ꝛ—. Hilf uns noch, stärk uns doch; laß die Zun-ge sin ⸗ gen, laß die Stim ⸗ me klin ⸗ gen. 2. Hin als aller deine St Mond un 3. Ol bensliede dich in d zu loben 4. Hal Herren! et,/ sich endlich u Pfalm 1, Eigene We Lob und Dank 2. Himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke a/ mehr 67 als aller Menschen Stärke./ Großes Licht der Sonne,/ schieße deine Strahlen,/ die das große Rund bemalen./ Lobet gern,/ der Mond und Stern,/ seid bereit zu ehren/ einen solchen Herren. 3. O du meine Seele,/ singe fröhlich, singe,/ singe deine Glau⸗ benslieder;/ was den Odem holet,/ jauchze, preise, klinge;/ wirf dich in den Staub danieder./ Er ist Gott/ Zebaoth,/ er ist nur zu loben/ hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe,/ wer den Herren kennet,/ wer den Herren ZJesum liebet;/ Halleluja singe,/ welcher Christum nen⸗ net,/ sich von Herzen ihm ergibet./ O wohl dir!/ Glaube mir:/ endlich wirst du droben/ ohne Sünd ihn loben. Psalm 47, 7. 8 Joachim Neander, 1650—1680 5.0 Weise(1. Weise) Frankfurt a. M., 1738 3 öä˙=*——— ESEEEEE 906 daß 10 tau⸗send Zun-gen hät ⸗te und ei⸗ nen so stimmt ich da-mit um die Wet⸗te vom al⸗ler⸗ tau⸗send⸗-fa ⸗ chen Mund, n. ö 2 tief⸗sten Her⸗zens⸗grund ein Lob⸗lied nach dem — +* EEEEEEEE— e ———— an⸗dern an von dem, was 66t an mir ge⸗tan. 9e ö ö 2. O daß doch meine Stimme schallte/ bis dahin, wo die Sonne steht;/ o daß mein Blut mit Jauchzen wallte,/ solang — es noch im Laufe geht;/ ach wär ein jeder Puls ein Danh/ und . jeder Odem ein Gesang! 23 Lob und Dank 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? /Auf, auf, braucht allen euren Fleiß /und stehet munter im Geschäfte/ zu Gottes, meines Herren, Preis;/ mein Leib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, /bewegt und regt euch doch mit mir;/ ihr schwanken Gräser in den Feldern,/ ihr Blumen, laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben/ und einen Odem in sich hat,/ soll sich mir zum Gehilfen geben;/ denn mein Vermögen ist zu matt,/ die großen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen?/ Bist du es nicht, o reicher Gott? /Wer schützet mich auf meinen Wegen? /Du, du, o Herr Gott Zebaoth!/ Du trägst mit meiner Sündenschuld/ un⸗ säglich gnädige Geduld. 7. Ich hab es ja mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal gespürt,/ daß du mich unter vieler Plage/ zwar wunderbar, doch wohl geführt;/ denn in der größesten Gefahr/ ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden/ in deinem steten Lobe stehn? /Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden/ nicht tri⸗ umphierend einhergehn?/ And fiele auch der Himmel ein,/ so will ich doch nicht traurig sein. 9. Ich will von deiner Güte singen,/ solange sich die Zunge regt;/ ich will dir Freudenopfer bringen,/ solange sich mein Herz bewegt;/ ja, wenn der Mund wird hraftlos sein,/ so stimm ich noch mit Seufzen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden,/ mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden,/ wenn ich bei deinen Engeln bin. /Da sing ich dir im höhern Chor/ viel tausend Halleluja vor. Psalm 150 Zohann Mentzer, 1658—1734 Beise: de dufürl Lob und Dank 25⁷ Weise: Zesu, meines Lebens Leben Wolfgang.—5—5— 1661 —.— 1 6 d 2———.—.——.— Wo⸗mit soll ich dich wohl lo-ben, mäch- ti⸗ Sen⸗de mir da ⸗- zu von o ⸗ben dei⸗ nes 0 EER. ögen ger Herr Ze⸗ ba⸗ othꝰ lben Gei⸗stes Kraft, mein Gott! erere r. 0 rei⸗chen dei⸗ ne Gnad und Lie⸗bes⸗zei⸗chen. Tau⸗send⸗, E S V Denn ich kann mit nichts er⸗ doch tau⸗. sei dir, gro⸗ßer Kö⸗ nig, Oant da⸗* dein 2. Herr, entzünde mein Gemüte,/ daß ich deine Wunder⸗ seten macht,/ deine Gnade, Treu und Güte/ stets erhebe Tag und ⸗ Nacht;/ denn von deinen Gnadengüssen/ Leib und Seele zeugen 0 müssen. Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! unge 3. Denl ich, wie ich dich verlassen,/ wie ich häufte Schuld auf mein Schuld,/ so möcht ich vor Scham erblassen/ ob der Langmut und sinmn Geduld,/ womit du, o Gott, mich Armen/ hast getragen mit Er⸗ xů barmen. /Tausend-, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! t, in —— 4. Ach ja, wenn ich überlege,/ mit was Lieb und Gütigheit/ hor/ du durch so viel Wunderwege/ mich geführt die Lebenszeit,/ so weiß ich kein Ziel zu finden,/ noch den Grund hier zu ergrün⸗ den.„Tausend-⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 5³* 23 73 Lob und Dank 5. O wie hast du meine Seele/ stets gesucht zu dir zu ziehn,/ 12. daß ich aus der Sündenhöhle/ möchte zu den Wunden fliehn,/ Lob un die mich ausgesühnet haben/ und mit Kraft zum Leben laben./ Lebens Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! Ewigb dit. 6. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit/ sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klarheit,/ in Gerechtigheit, Pfalm! Gericht,/ daß man soll aus deinen Werken/ deine Güt und Allmacht merhen. /Tausend-⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Danh dafür! ö 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden/ kamst du, Herr, mein 0 Gott, zu mir,/ nur mein Herze zu bereiten,/ sich ganz zu ergeben 7— dir,/ daß mein gänzliches Verlangen/ möcht an deinem Willen 0 hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank* V dafür! 8. Wie ein Vater nimmt und gibet,/ nach dem's Kindern nützlich ist,/ so hast du mich auch geliebet,/ Herr, mein Gott, +* MEWI zu jeder Frist/ und dich meiner angenommen,/ wenn's auch gleich 25 aufs höchste kommen. /Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer V König, Dank dafür! 9. Mich hast du auf Adlersflügeln/ oft getragen väterlich./⸗ 4 in den Tälern, auf den Hügeln/ wunderbar errettet mich;/ wenn 4 schien alles zu zerrinnen,/ ward doch deiner Hilf ich innen./ Tausend-⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür!* 10. Fielen tausend mir zur Seiten/ und zur Rechten zehnmal mehr,/ ließest du mich doch begleiten/ durch der Engel starhes 4 I Heer,/ daß den Nöten, die mich drangen,/ ich bin dennoch stets* I entgangen. /Tausend-, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank H dafür! 11. Vater, du hast mir erzeiget/ lauter Gnad und Gütigleit,/ und du hast zu mir geneiget,/ Jesu, deine Freundlichkeit,/ und 0 ö durch dich, o Geist der Gnaden,/ werd ich stets noch eingeladen./ Tausend-⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! MN nem heit, und nig, mein eben illen unh dern ott, leich oßer ich/ venn en./ Imal lrhes stets hanb eit,/ und en./ 1 * Lob und Dank 12. Tausendmal sei dir gesungen,/ Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank,/ daß es mir bisher gelungen./ Ach, laß meines Lebens Gang/ ferner doch durch Jesu Leiten/ nur gehn in die Ewigkheiten;/ da will ich, Herr, für und für/ ewig, ewig danken dir. Psalm 103, 13 Ludwig Andreas Gotter, 1661-1735 258 Eigene Weise Ansbach, 1665 —2—.—— ääPIPPPIIPIITTSIITTTTIIIII..JI‚Ir 0 dner e d n Lo ⸗be den Her ⸗-ren, o mei ⸗ ne Weil ich noch Stun⸗-den auf Er⸗ . See ⸗le! Ich will ihn lo ⸗ ben bis in zäh ⸗le, will ich lob⸗- sin ⸗ gen mei⸗ nem du e ———————.——— — ‚ Tod. Gott. Der Leib und Seel ge⸗ ge⸗ ben 9 5 I—1 —————.— —....— hat, wer ⸗-de ge⸗prie⸗sen früh und S. spat. Hal⸗le ⸗ lu ⸗ ja, 901„le ⸗ lu ⸗ja. Lob und Dank 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren,/ und kehren um zu ihrem Staub;/ ihre Anschläge sind auch verloren,/ wenn nun das Grab nimmt seinen Raub./ Weil denn kein Mensch uns helfen kann,/ rufe man Gott um Hilfe an./ Halleluja, Halle⸗ luja. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Hilfe der Gott Jalobs ist,/ welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen/ und hofft getrost auf JZesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat,/ findet am besten Rat und Tat./ Halleluja, Halleluja. 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden/ und was dar⸗ innen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden,/ was er uns einmal zugedacht./ Er ist's, der Herrscher aller Welt,/ welcher uns ewig Glauben hält./ Halleluja, Halleluja. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden,/ er ist's, der ihnen Recht verschafft; /Hungrigen will er zur Speis bescheiden,/ was ihnen dient zur Lebenskraft./ Die hart Gebundnen macht er frei,/ und seine Gnad ist mancherlei. /Halleluja, Halleluja. 6. Sehende Augen gibt er den Blinden,/ erhebt, die tief ge⸗ beuget gehn;/ wo er khann einige Fromme finden,/ die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz,/ Witwen und Waisen hält er Schutz. /Halleluja, Halleluja. 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte/ kehrt er mit starker Hand zurüchk,/ daß sie nur machen verkehrte Schritte/ und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich;/ Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja. 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen/ und bringe Lob mit frohem Mut. /Ihr Kinder Gottes, lobt und preist/ Vater und Sohn und heilgen Geist!/ Halleluja, Halle⸗ luja. Psalm 146 Zohann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723 Eigene Lob und Dank 259 aen Weise Siegfried Christoph Stötzer, 1765 R ,n,n, d. DPPII..— ist mein Lied; er ist der Gott der DDDEEEEE Wer ⸗-ke und al⸗-le Him⸗mel sein Ge-biet. 2. Er will und spricht's, so sind und leben Welten;/ und er gebeut, so fallen durch sein Schelten/ die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid/ und seine Wahl das Beste. /Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste/ ist Wahrheit und Gerech⸗ tigkeit. 4. Unendlich reich,/ ein Meer von Seligkeiten,/ ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten!/ Herr aller Welt, wer ist dir gleichꝰ 5. Was ist und war/ im Himmel, Erd und Meere,/ das kennet Gott, und seiner Werhe Heere/ sind ewig vor ihm offen⸗ bar. 6. Er ist um mich,/ schafft, daß ich sicher ruhe;/ er schafft, was ich vor⸗ oder nachmals tue,/ und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah,/ du sitzest oder gehest,/ ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest,/ so ist er allenthalben da. Lob und Dank 8. Er kennt mein Flehn/ und allen Rat der Seele;/ er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle,/ und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar,/ was er mir geben wollte,/ schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein,/ das Gott nicht angehöre./ Herr, immerdar soll deines Namens Ehre,/ dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassen?ꝰ/ Ein jeder Staub, den du hast werden lassen,/ verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm/ ist deiner Weisheit Spiegel./ Du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel,/ ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land,/ führst uns auf grüne Weiden,/ und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden/ emp⸗ fangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt,/ Herr, ohne deinen Willen;/ sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält?ꝰ 15. Ist Gott mein Schutz,/ will Gott mein Retter werden,/ so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden/ und biete selbst der Hölle Trutz. Psalm 139 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 26⁰ Weise: Es spricht der Unweisen Mund wohl Johann Walther, 1524 Wenn ich, o Schöpfer, dei- ne Macht, die Weis-heit die Lie-be, die für al⸗le wacht, an ⸗be⸗tend Lob und Dank UI 22— 1 V 1 i ——— + — 297 — I + ——0 5— bi⸗ ner Nie⸗Ie, so weiß ich, von Be⸗wund⸗rung ü⸗ber⸗le ⸗ge, —.— 2— 2 2 A *.3 voll, nicht, wie ich dich er ⸗ he ⸗ben E—— H SSSSSSeeeee.— soll, mein Gott, mein Herr und Va ⸗ ⸗ ter 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt,/ die Wunder deiner Werle;/ der Himmel, prächtig ausgeschmücht,/ preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht?/ Wer kleidet sie mit Majestät?/ Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf?/ Wer heißt die Himmel regnen? /Wer schließt den Schoß der Erde auf,/ mit Vorrat uns zu segnen?/ O Gott der Macht und Herrlichkeit,/ Gott, deine Güte reicht so weit,/ so weit die Wolhen reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm,/ dich preist der Sand am Meere. /Bringt, ruft auch der geringste Wurm,/ bringt meinem Schöpfer Ehre! 7Mich, ruft der Baum in seiner Pracht,/ mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht;/ bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand/ so wunderbar be⸗ reitet,/ der Mensch, ein Geist, den sein Verstand/ dich zu er⸗ kennen leitet,/ der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,/ ist sich ein täglicher Beweis/ von deiner Güt und Größe. Lob und Dank 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist,/ erhebe seinen Ramen:/ Gott, unser Vater, sei gepreist,/ und alle Welt sag Amen,/ und alle Welt fürcht ihren Herrn/ und hoff auf ihn und dien ihm gern. Wer wollte Gott nicht dienen? Psalm 19, 2—7 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet Halle, 1704 — SISISSSSEEEE..... ** Wie groß ist des All-mächt⸗gen Gü=te! Ist der ein der mit ver-här⸗-te⸗tem Ge-mü⸗ te den Dankeer— — , d.— E5EEE— Mensch, den sie nicht rührt, sticht, der ihr ge⸗ bührt? Nein, sei⸗ne Lie-be zu er⸗ Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ H5E 2.7 gese⸗ sen, ver-giß, mein Herz, auch sei-ner nicht! 2. W nicht be Rat ich Wer gi genieße 3.E schaffer sehn w durch 6 leiden, 4. U hersteh mit zei sein W und mi Lob und Dank 2. Wer hat mich wunderbar bereitet?/ Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet?/ Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissenꝰ/ Wer gibt dem Geiste neue Kraft?/ Wer läßt mich so viel Glück genießen? /Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben,/ zu welchem du er⸗ schaffen bist,/ wo du, mit Herrlichkeit umgeben,/ Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden,/ durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden,/ damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güte nicht verstehn? /Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins Herz geschrieben,/ sein Wort bestärkt ihn ewiglich: /Gott soll ich über alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Danh, dies ist sein Wille: ich soll voll⸗ kommen sein wie er./ Solang ich dies Gebot erfülle,/ stell ich sein Bildnis in mir her./ Lebt seine Lieb in meiner Seele,/ so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle,/ herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe/ mir immerdar vor Augen sein!/ Sie stärk in mir die guten Triebe,/ mein ganzes Leben dir zu weihn;/ sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen,/ sie leite mich zur Zeit des Glücks,/ und sie besieg in meinem Herzen/ die Furcht des letzten Augenblicks. Psalm 139, 14 Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769 Tageszeiten Morgen Seine Barmherzigheit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu. Klagelieder Jeremias 3,22.23 Eigene Weise Melchior Vulpius, 1609 *— Die hel⸗-le Sonn leucht't jetzt her⸗für, fröh⸗ lich vom PSPSSITTII Schlaf auf-ste⸗hen wir; Gott Lob, der uns in die⸗ ser — ———— — 4*—— 2.....—— SꝗSISISIIIIIII‚I‚I.......—..— Nacht be⸗- hü⸗- tet vor des Teu⸗fels Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt/ vor Sünd und Schand durch deine Güt;/ laß deine lieben Engelein/ unsre Hüter und Wächter sein, 3. daß unser Herz im Ghorsam leb, /deim Wort und Willn nicht widerstreb;/ daß wir dich stets vor Augen han/ in allem, was wir heben an. 4. La soll,/ da Eht und Pfalm 5, Eigene W ern 23 Morgen 4. Laß unser Werk geraten wohl,/ was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß/ gereich zu deim Lob, Ehr und Preis. Psalm 5, 2—4 Nikolaus Herman, 1480—1561 Eigene Weise 9—20.3 1598 DDPDSSII Aus mei⸗nes Her⸗zens Grun⸗de sag ich dir Lob und in die⸗ser Mor⸗gen⸗stun⸗de, da⸗ zu mein Le⸗ben C.—5— EE—. ——— o Gott, in dei⸗ nem Thron, dir E Z. zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch Christum, un⸗ sern E Her⸗-ren, dein ein⸗ ⸗bor⸗-nen Sohn, 2. daß du mich hast aus Gnaden/ in der vergangnen Nacht/ vor Gfahr und allem Schaden/ behütet und bewacht. /Ich bitt demütiglich,/ wollst mir mein Sünd vergeben,/ womit in diesem Leben/ ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten/ mich gnädig diesen Tag/ vor's Teufels List und Wüten,/ vor Sünden und vor Schmach,/ vor Feur und Wassersnot,/ vor Armut und vor Schanden,/ vor Ketten und vor Banden,/ vor bösem, schnellem Tod. Morgen 4. Mein Leib und meine Seele,‚/ mein Weib, Gut, Ehr und Kind/ in dein Händ ich befehle,/ dazu mein Hausgesind/ als dein Geschenk und Gab,/ mein Eltern und Verwandten,/ Ge⸗ freundte und Bekannten/ und alles, was ich hab. 5. Dein Engel laß auch bleiben/ und weichen nicht von mir,/ den Satan zu vertreiben,/ auf daß der bös Feind hier/ in diesem Jammertal/ sein Tüch an mir nicht übe,/ Leib und Seel nicht betrübe/ und mich nicht bring zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten,/ denn er all Ding vermag./ Er segne meine Taten,/ mein Vornehmen und Sach;/ ihm hab ich heimgestellt/ mein Leib, mein Seel, mein Leben/ und was er sonst gegeben;/ er mach's, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen/ und zweifle nicht daran,/ Gott wird es alls zusammen/ in Gnaden sehen an;/ und strech nun aus mein Hand,/ greif an das Werk mit Freuden,/ dazu mich Gott bescheiden/ in meim Beruf und Stand. Psalm 59, 17. 18 Georg Niege, 1525—1588 264 Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Auch nach der Weise: Vexilla regis prodeunt Wittenberg, 1543 ——.....—— Das walt Gott Va-ter und Gott Sohn, Gott heil⸗ ger 2——— 2—5³I5.i;ß7.ιρ—————— .—————— l geht; wenn's Licht an-bricht, man vor dir steht. 2.— meine! mein R 3.3 hast be Frieden 4. 1 diesen und Ge meinem 7.— . Herzel und u Morgen 2. Drum beug ich diesen Morgen früh/ in rechter Andacht meine Knie/ und ruf zu dir mit heller Stimm:/ Dein Ohren neig, mein Red vernimm. 3. Ich rühm von Herzen deine Güt,/ weil du mich gnädig hast behüt't,/ daß ich nun hab die finstre Nacht/ in Ruh und Frieden zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut,/ nimm mich auch diesen Tag in Hut,/ laß deine lieben Engelein/ mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier/ und mich mit schönen Gaben zier; /er führ mich heut auf rechter Bahn,/ daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht/ mit Freuden diesen Tag verricht/ zu deinem Lob und meinem Nutz/ und meinem Nächsten tue Guts. 7. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand,/ daß ich, vom Übel abgewandt,/ mein Seel mit Sünden nicht beschwer/ und mein Gewissen nicht versehr. 8. Behüt mich heut und allezeit/ vor Schaden, Schand und Herzeleid,/ tritt zwischen mich und meine Feind,/ die sichtbar und unsichtbar seind. 9. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, daß mir nichts Ables widerfahr;/ behüte mich vor schnellem Tod/ und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Jesaja 50, 4 Martin Behm, 1557—1622 Morgen 265 Weise: Vexilla regis prodeunt Hymnarium Camminense, 1270 .——.————— O hei ⸗li⸗ge Drei-fal⸗tig-keit, o 9— ⸗ge⸗ lob⸗te Ei⸗ nig-heit, o Vater, Sohn und heil⸗ ger ——————— Geist, heut die⸗sen Tag mir Bei⸗stand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr,/ daß mir kein Böses widerfahr/ und mich der Satan nicht verletz,/ noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblich,/ des Sohnes Weisheit mich erquich,/ des heilgen Geistes Glanz und Schein/ erleucht meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei,/ o mein Erlöser, hilf mir frei,/ o Tröster wert, weich nicht von mir,/ mein Herz mit werten Gaben zier. 5. Herr, segne und behüte mich,/ erleuchte mich, Herr, gnädiglich,/ Herr, heb auf mich dein Angesicht/ und deinen Frieden auf mich richt. 2. Korinther 13, 13 Martin Behm, 1557—1622 Eigene 2 , 12⁷⁰ Morgen Eigene Weise(Neuere Form) Heinrich Albert, 1642 — I———— —5 2..*— —6* 1— 2.*—.— Gott des Him⸗mels und der Er- den, Va⸗ ter, der es Tag und Nacht läßt wer-den, Sonn und ——.—— Sohn und heil-ger Geist, Mond uns schei⸗nen heißt, des⸗sen star⸗ke Hand die Welt und was drin ⸗nen ist er ⸗hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen,/ daß du mich in dieser Nacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast behütet und bewacht,/ daß des bösen Feindes List/ mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden/ jetzt mit dieser Nacht vergehn;/ o Herr Zesu, laß mich finden/ deine Wunden offen stehn,/ da alleine Hilf und Rat/ ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seele sorgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht,/ ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort;/ sei und bleibe du auch heute/ mein Beschützer und mein Hort. /Rirgends als bei dir allein/ kann ich recht bewahret sein. 24 Morgen 6. Meinen Leib und meine Seele/ samt den Sinnen und Ver⸗ stand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke Hand./ Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende,/ der des bösen Feindes Macht,/ List und Anschläg von mir wende/ und mich halt in guter Acht,/ der auch endlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu. Psalm 92, 2.3 Heinrich Albert, 1604—1051 Eigene Weise Johann Georg Ebeling, 1666 Die güld ⸗--ne Son ne voll Freud und 2———.— 599.—.————— Aa:: ꝗSDSDSS..eee——.—.—* 5.—.——————.mjꝛ Won-ne bringt un-sern Gren-zen mit ih-rem S.td dtct Dr. Glän-zen ein herz-er- quik-ken- des, lieb-li⸗ches —., 8—.— Licht. Mein Haupt und Glie- der, die la- gen da— SSISIII..IEE Riesder, a-ber nun steh ich, bin mun- ter und 1—— fröh⸗lich, schau-e den Him-mel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 23 und u und n Fried Schoß 3.1 Gaber geseht Lieder mehre laß n tteib Morgen 2. Mein Auge schauet,/ was Gott gebauet/ zu seinen Ehren/ und uns zu lehren,/ wie sein Bermögen sei mächtig und groß/ und wo die Frommen/ dann sollen hinkommen,/ wann sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen,/ dem Schöpfer bringen/ Güter und Gaben;/ was wir nur haben,/ alles sei Gotte zum Opfer gesetzt!/ Die besten Güter/ sind unsre Gemüter;/ dankbare Lieder/ sind Weihrauch und Widder,/ an welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen;/ segnen und mehren,/ Unglück verwehren/ sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ wenn wir auf⸗ stehen,/ so läßt er aufgehen/ über uns seiner Barmherziglheit Schein. 5. Ich hab erhoben/ zu dir hoch droben/ all meine Sinnen;/ laß mein Beginnen/ ohn allen Anstoß und glücklich ergehn./ Laster und Schande,/ des Satanas Bande,/ Fallen und Tücke/ treib ferne zurücke;/ laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den du wirst legen/ in meines Bruders und Nähesten Haus./ Geiziges Brennen,/ unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde,/ das tilge geschwinde/ von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen,/ was ist's gewesen? /In einer Stunde/ geht es zugrunde,/ sobald das Lüftlein des Todes drein bläst./ Alles in allen/ muß brechen und fallen,/ Himmel und Erden,/ die müssen das werden,/ was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet,/ Gott aber stehet/ ohn alles Wanhen;/ seine Gedanken,/ sein Wort und Wille hat ewigen Grund./ Sein Heil und Gnaden,/ die nehmen nicht Schaden,/ heilen im Herzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gesund. 24⁷ Morgen 9. Gott, meine Krone,/ vergib und schone,/ laß meine Schulden/ in Gnad und Hulden/ aus deinen Augen sein ferne gewandt./ Sonsten regiere/ mich, lenke und führe,/ wie dir's ge⸗ gefället;/ ich habe gestellet/ alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben,/ womit mein Leben/ ich kann er⸗ nähren, /so laß mich hören/ allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte,/ das Schönste und Beste,/ Gott ist das Süßte/ und Allergewißte,/ aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken,/ mit Galle tränken/ und soll von Plagen/ ich auch was tragen,/ wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig,/ was schädlich und nichtig/ meinem Gebeine,/ das weißt du alleine,/ hast niemals keinen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende,/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeres Brausen/ und Windes Sausen/ leuchtet der Sonne ge— wünschtes Gesicht. Freude die Fülle/ und selige Stille/ hab ich zu warten/ im himmlischen Garten,/ dahin sind meine Ge⸗ danken gericht't. Psalm 84, 12 Paul Gerhardt, 1607-1676 Eigene Weise Johann Crüger, 1653 ꝗSRRTT——j— E2————.———— ———— +. t;!:!'⸗]. Lo ⸗ bet den Her⸗ ren al ⸗le, die ihn +————— 2—— —.————..—...—...—.— eh-ren, laßt uns mit Freu-den sei-nem Na-men — sin-gen und Preis und Dank zu sei⸗nem Al⸗tar 2. D väterlit wechet: 5. D getastt gesetet. Morgen brin ⸗ gen. Lo ⸗ bet den Her ⸗ ren! 2. Der unser Leben, das er uns gegeben,/ in dieser Nacht so väterlich bedechet/ und aus dem Schlaf uns fröhlich aufer⸗ wecket: /Lobet den Herren! 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können/ und Händ und Füße, Zung und Lippen regen,/ das haben wir zu danken seinem Segen./ Lobet den Herren! 4. Daß Feuerflammen uns nicht allzusammen/ mit unsern Häusern unversehns gefressen,/ das macht's, daß wir in seinem Schoß gesessen./ Lobet den Herren! 5. Daß Dieb und Räuber unser Gut und Leiber/ nicht an⸗ getast't und grausamlich verletzet,/ dawider hat sein Engel sich gesetzet. Lobet den Herren! 6. O treuer Hüter, Brunnen aller Güter,/ ach laß doch ferner über unser Leben/ bei Tag und Nacht dein Hut und Güte schweben./ Lobet den Herren! 7. Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite/ auf unsern Wegen unverhindert gehen/ und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren! 8. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen;/ lehr uns verrichten heilige Geschäfte,/ und wo wir schwach sind, da gib du uns Kräfte. /Lobet den Herren! 9. Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen/ mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden/ vor deiner Zukunft uns be⸗ mühn auf Erden./ Lobet den Herren! 10. Herr, du wirst kommen und all deine Frommen,/ die sich bekehren, gnädig dahin bringen,/ da alle Engel ewig, ewig singen:/ Lobet den Herren! Psalm 104, 33 Paul Gerhardt, 1607-1676 Morgen 269 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren Leipzig, 1587 .————— — .. q——————.— —— Wach auf, mein Herz, und sin ge dem Schöp⸗fer al-ler Din-ge, dem Ge-ber al-ler —— 2 —— Gü⸗ter, dem from-men Men-schen-hü-⸗ ter. 2. Heut, als die dunklen Schatten/ mich ganz umgeben hatten,/ hat Satan mein begehret; 7 Gott aber hat's gewehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege/ trotz dem, der dich betrüge;/ schlaf wohl, laß dir nicht grauen,/ du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, das ist geschehen;/ ich kann das Licht noch sehen,/ von Not bin ich befreiet,/ dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben,/ hier bring ich meine Gaben:/ mein Weihrauch und mein Widder/ sind mein Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen;/ du kannst ins Herze sehen;/ denn du weißt, daß zur Gabe/ ich ja nichts Beßres habe. 7. So wollst du nun vollenden/ dein Werk an mir und senden,/ der mich an diesem Tage/ auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten;/ den Anfang, Mitt und Ende,/ ach Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte,/ mein Herz sei deine Hütte,/ dein Wort sei meine Speise,/ bis ich gen Himmel reise. Psalm 57, 8—11 Paul Gerhardt, 1607—1676 Eigene X V erquich noch neuet. ben:/ jeder. Herze habe. und ge. sten/ de. üitte,/ lbꝛb Morgen Eigene Weise Johann Rudolf Ahle, 1662 ———— ——— ͤ.— E. ——— 2— Mor⸗gen-glanz der E- wig-keit, Licht vom schick uns die ⸗se Mor⸗gen⸗ zeit dei ⸗ ne un ⸗ 0Rion Lich Strah⸗ 110 zu Ge⸗sich te, und ver⸗ te N treib durch dei-ne Macht uns-re Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau/ fall auf unser matt Gewissen;/ laß die dürre Lebensau/ lauter süßen Trost genießen/ und erquick uns, deine Schar,/ immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre khalten Werle töte,/ und erweckh uns Herz und Mut/ bei erstandner Morgenröte,/ daß wir, eh wir gar vergehn,/ recht aufstehn. 4. Ach du Aufgang aus der Höh,/ gib, daß auch am jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ und, entfernt von aller Plage,/ sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt,/ du verklärte Gnaden⸗ sonne; /führ uns durch das Tränenfseld/ in das Land der süßen Wonne,/ da die Lust, die uns erhöht,/ nie vergeht. Johannes 8, 12 Christian Knorr von Rosenroth, 1636—1689 Morgen 27¹ Weise: O Gott, du frommer Gott(2. Weise) Ahasverus Fritsch, 1679 O 36 u, sü⸗ 1b2 Licht, nun ist die Nacht ver⸗ ——— hat nun in Be⸗gier zu dir sich auseger str echt. 2. Was soll ich dir denn nun,/ mein Gott, für Opfer schen⸗ ken?/ Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnad einsenken/ mit Leib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tag;/ das soll mein Opfer sein,/ weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott,/ da hast du meine Seele;/ sie sei dein Eigentum,/ mit ihr dich heut vermähle/ in deiner Liebes⸗ kraft. Da hast du meinen Geist;/ darinnen wollst du dich/ verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib/ zum Tempel dir ergeben,/ zur Wohnung und zum Haus. /Ach allerliebstes Leben,/ ach wohn, ach leb in mir,/ beweg und rege mich,/ so hat Geist, Seel und Leib/ mit dir vereinigt sich. 5. D Seele schmuch, Chrenht 0. M mit Re mit der schmüch 77— laß dei mein ge innigli 8. A Geistes zu dein dein Ei Römer 13 Beise: S Morgen 5. Dem Leibe hab ich jetzt/ die Kleider angeleget;/ laß meiner Seele sein/ dein Bildnis eingepräget/ im güldnen Glaubens⸗ schmuck,/ in der Gerechtiglkeit,/ so allen Seelen ist/ das rechte Ehrenhleid. 6. Mein Zesu, schmüche mich/ mit Weisheit und mit Liebe,/ mit Keuschheit, mit Geduld/ durch deines Geistes Triebe;/ auch mit der Demut mich/ vor allem kleide an,/ so bin ich wohl ge⸗ schmückt/ und köstlich angetan. 7. Laß mir dich diesen Tag/ stets vor den Augen schweben,/ laß dein Allgegenwart/ mich wie die Luft umgeben,/ auf daß mein ganzes Tun/ durch Herz, durch Sinn und Mund/ dich lobe inniglich,/ mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu,/ ja rede und gedenke;/ durch deines Geistes Kraft/ es also führ und lenke,/ daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm/ und daß ich unverrückt/ verbleib dein Eigentum. Römer 13, 11—13 Joachim Lange, 1670—1744 272 Weise: Schwing dich auf zu deinem Gott Johann Crüger, 1653 —— H 2— 1—— 5 inüünn ä.—.7 22— 2— Fang dein Werk mit Je⸗ su an, Ze⸗sus Je ⸗ sum ruf zum Bei⸗stand an, Ze⸗sus p hat's in Hän⸗ den; wird's 231 en⸗den. i mi. EE auf, geh mit ⸗su schla⸗fen, führ mit S 2. Je⸗ su dei⸗nen Lauf, las⸗se Je⸗ sum schaf⸗fen. Stey mit Ze-⸗ su mor⸗gens Morgen 2. Morgens soll der Anfang sein,/ Jesum anzubeten,/ daß er woll dein Helfer sein/ stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht/ will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht/ dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist,/ laß die Feinde wüten;/ er wird dich vor ihrer List/ schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein/ in sein Allmachtshände/ und glaub sicher, daß allein/ er dein Unglüch wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott/ also angefaͤngen,/ ei, so hat es keine Not,/ wirst den Zwech erlangen; /es wird folgen Glüch und Heil/ hier in diesem Leben,/ endlich wird dir Gott dein Teil/ auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach/ sei dir übergeben;/ es nach deinem Willen mach/ auch im Tod und Leben. All mein Wern greif ich jetzt an,/ Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetan! /Ich sprech darauf Amen. Kolosser 3, 16.17 Waldenburg in Schlesien, um 1734 273 Aus Böhmen, 1593 Weise: Ich dank dir schon durch deinen Sohn(Michael Prätorius, 1610) 6— j————— —.————— ·—S..= H— 6—.——.— TU 57——.— Mein erst Ge-fühl sei Preis und Danh; er-heb ihn, r 1 17——.. 22—.——.3. ——— ——.—— 2.——— mei⸗ ne See⸗le! Der Herr hört dei-nen Lob-ge⸗ 5————— sang; lob-sing ihm, mei ne See⸗lel 2. MN Frieden die Mü 3. W bewahr mich vo 4. Di Leben;, gegeben 5. G daß ich 0. Lo und lehr 7. Ni Seele:/ aß er bends List 1½/er das „ daß ki, so jolgen Golt 5 nach Werh sein im 1734 ien, L80 16.1610 Morgen 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht,/ lag ich und schlief im Frieden. 7Wer schafft die Sicherheit der Nacht/ und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß,/ mein Leben zu bewahren? 7Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß/ und schützt mich vor Gefahrenꝰ 4. Du bist es, Herr und Gott der Welt,/ und dein ist unser Leben;/ du bist es, der es uns erhält/ und mir's jetzt neu gegeben. 5. Gelobet seist du, Gott der Macht,/ gelobt sei deine Treue,/ daß ich nach einer sanften Nacht/ mich dieses Tags erfreue. 6. Laß deinen Segen auf mir ruhn,/ mich deine Wege wallen,/ und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohlgefallen. 7. Nimm meines Lebens gnädig wahr;/ auf dich hofft meine Seele;/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 8. Gib mir ein Herz voll Zuversicht,/ erfüllt mit Lieb und Ruhe,/ ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 9. daß ich als ein getreuer Knecht/ nach deinem Reiche strebe,/ gottselig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; 10. daß ich, dem RNächsten beizustehn,/ nie Fleiß und Arbeit scheue,/ mich gern an andrer Wohlergehn/ und ihrer Tugend freue; 11. daß ich das Glück der Lebenszeit/ in deiner Furcht genieße/ und meinen Lauf mit Freudigkeit,/ wenn du gebeutst, beschließe. Psalm 143, 10 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Mittag Unser täglich Brot gib uns heute. Matthäus 6, 11 274 Weise: Herr Zesu Christ, dich zu uns wend Görlitz, 1648 Wir dan⸗ken Gott für sei⸗ ne Gabn, die wir von ** ihm emp⸗fan⸗gen habn, und bit⸗ten un⸗sern lie⸗ben ...8 Herrn, er woll uns hin ⸗ fort mehr be⸗schern 2. und speisen uns mit seinem Wort,/ daß wir satt werden hier und dort./ Ach lieber Herr, du wollst uns gebn/ nach dieser Zeit das ewge Lebn. Psalm 106, 1 Erasmus Alber, 1500—1553 275 Weise: Schmüche dich, o liebe Seele Zohann Crüger, 1649 Speis uns, Va⸗ter, dei ⸗ne Kin-⸗ der; trö⸗ste sprich den Se- gen zu den Ga⸗ ben, die wir Pfalm 1. hern werden dieser 00-1555 Mittag *.———0 die be⸗trüb⸗ten Sün⸗der; jet⸗zo vor uns ha⸗ben, daß sie uns zu 1* 5 e e e,. ———5—.—. 145 die⸗sem Le⸗ ben Stär⸗ke, Kraft und Nah⸗rung 6.————— ö— S ge ⸗ ben, bis wir end ⸗ lich mit den A——— — Frommen zu der Him-⸗mels-mahl-zeit kom⸗men. Psalm 145, 15. 16 ZJohann Heermann, 1585—1647 Abend Ich liege und schlafe ganz mit Frieden, denn allein du, Herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Psalm 4,9 Eigene Weise Melchior Vulpius, 1609 —— 2——. Schein, die finst re Nacht bricht stark her⸗ ———— HRSSS ein; leucht uns, Herr Christ, du wah- res Licht, laß uns im Fin— stern tap⸗-pen nicht. 2. Wir danken, daß du uns den Tag/ vor Schaden, Gfahr und mancher Plag/ durch deine Engel hast behüt't/ aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir habn erzürnet dich,/ dasselb verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu;/ laß schlafen uns mit Fried und Ruh. 4. Durch deine Engl die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll;/ vor Schrechen, Angst und Feuersnot/ behüte uns, o lieber Gott. Psalm 34, 8 Nikolaus Herman, 1480—1561 Weise: 9 du verbr 44 Nach und e 8. wache und 4 4. Gefa Helbst 5. aubo Sunt Pfalu Abend 27¹/ dn ver Herzliebster Jesu, was hast Weltlich 1507, du verbrochen(2. Weise) geistlich 1609 e w.. Die Nacht ist kom-men, drin wir ru-⸗hen IiII —.———.—.— G—.— ö—— ö— fal ⸗ len, daß wir uns le ⸗gen, in seim —..— + II Gleit und Se⸗ gen der Ruh zu pfle-gen. 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister;/ halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutzherr;/ schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel,/ send uns dein Engel. 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken,/ fröhlich auf⸗ wachen und von dir nicht wanken,/ laß uns in Züchten unser Tun und Dichten/ zu deim Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten,/ hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten,/ pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder,/ des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset,/ dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset;/ frist unser Leben, wollst die Sünd vergeben,/ erlös uns. Amen. Psalm 4,9 Petrus Herbert, gest. 1571 278 Weise: In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Sahrhundert. Straßburg, 1560 SSS Mein schön⸗ste Zier und Klein⸗od bt f Er⸗den EE———.—— —— du, Herr Ze-su Christ; dich will ich las⸗-sen wal— Leid in mei ⸗-nem Her-zen 4 ·ten. 2. Dein Lieb und Treu vor allem geht,/ kein Ding auf Erd so fest besteht,/ das muß ich frei behennen;/ drum soll nicht Tod,/ nicht Angst, nicht Not/ von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben./ Du bist nun mein,/ und ich bin dein,/ dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, /Herr Zesu Christ, bleib du bei mir,/ es will nun Abend werden;/ laß doch dein Licht/ auslöschen nicht/ bei uns allhier auf Erden. Lukas 24, 29 Leipzig, 1597 Elgene A Auch nac 9j1500 f Erd nicht Ien. 57 was mein,/ Christ 0 dein zig 5 Abend 279 Eigene Weise Auch nach der Weise: O du allersüßte Freude ZJohann Schop, 1642 16. mun⸗-ter, mein Ge⸗- mü ⸗te, und ihr daß ihr prei ⸗set Got⸗-tes Gü⸗te, die er Sin-ne, geht her-für, hat ge ⸗ tan an mir, mich den gan-zen Tag vor 2 man⸗cher schweren Gna-den ab-ge⸗-wen-det al-len Scha⸗den. 2. Lob und Dank sei dir gesungen,/ Vater der Barmherzig⸗ keit,/ daß mir ist mein Werk gelungen,/ daß du mich vor allem Leid/ und vor Sünden mancher Art/ so getreulich hast bewahrt,/ auch die Feind hinweggetrieben,/ daß ich unbeschädigt blieben. 3. Bin ich gleich von dir gewichen,/ stell ich mich doch wieder ein,/ hat uns doch dein Sohn verglichen/ durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld;/ aber deine Gnad und Huld/ ist viel größer als die Sünde,/ die ich stets in mir befinde. 2⁵5 Abend 4. O du Licht der frommen Seelen,/ o du Glanz der Ewig⸗ keit,/ dir will ich mich ganz befehlen/ diese Nacht und allezeit./ Bleibe doch, mein Gott, bei mir,/ weil es nunmehr dunlelt schier;/ da ich mich so sehr betrübe,/ tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden/ eine sanft und süße Ruh,/ alles Übel laß verschwinden,/ deche mich mit Segen zu./ Leib und Seele, Mut und Blut,/ Weib und Kinder, Hab und Gut,/ Freunde, Feind und Hausgenossen /sein in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach bewahre mich vor Schrecken,/ schütze mich vor Über⸗ fall,/ laß mich Krankheit nicht aufwechen, /treibe weg des Krieges Schall;/ wende Feur- und Wassersnot,/ Pestilenz und schnellen Tod;/ laß mich nicht in Sünden sterben,/ noch an Leib und Seel verderben. 7. O du großer Gott, erhöre,/ was dein Kind gebeten hat;/ Jesu, den ich stets verehre,/ bleibe du mein Schutz und Rat;/ und mein Hort, du werter Geist,/ der du Freund und Tröster heißt,/ höre doch mein sehnlich Flehen. Amen, ja, das soll geschehen. Psalm 91, 1—6 ZJohann Rist, 1607—1667 28⁰ Weise: O Welt, ich muß dich lassen Vorreformatorisch. Nürnberg, 1536 DDRDDRDDS—— (Neuere Form) II——— EEE—— Nun ru- hen al⸗-le UI5—— Städt und 3. n iuie. HArr,— ———— —— Fel-der, es schläft die gan⸗ze Welt; 3½3 D0 n— 2 a⸗ber, mei⸗ne Sin-nen, auf, auf, ihr sollt be⸗ 2. 2 trieber Sonne scheint 3.9 prang wann Ewig⸗ ezeit./ unhelt Liebe. Ruh,/ „Leib Gut,/ Schutz Über⸗ eg des und m Leib hat:/ Ratꝛ/ Lröster 15 soll 71667 Abend — f—.— ů E H— EE + 2 5960 —— 2—1 gin ⸗-nen, was eu⸗-rem Schöp⸗fer wohl-ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben?/ Die Nacht hat dich ver⸗ trieben, die Nacht, des Tages Feind./ Fahr hin, ein andre Sonne,/ mein Jesus, meine Wonne,/ gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen,/ die güldnen Sternlein prangen/ am blauen Himmelssaal;/ also werd ich auch stehen,/ wann mich wird heißen gehen/ mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe,/ legt ab das Kleid und Schuhe,/ das Bild der Sterblichkeit;/ die zieh ich aus, dagegen/ wird Christus mir anlegen/ den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände/ sind froh, daß nun zum Ende/ die Arbeit kommen sei./ Herz, freu dich, du sollst werden/ vom Elend dieser Erden/ und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder,/ geht hin und legt euch nieder,/ der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten,/ da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen,/ im Nu sind sie geschlossen./ Wo bleibt dann Leib und Seel?/ Nimm sie zu deinen Gnaden,/ sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide,/ o Jesu, meine Freude,/ und nimm dein Küchlein ein!/ Will Satan mich verschlingen,/ so laß die Engel singen: 7Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben,/ soll heute nicht betrüben/ kein Unfall noch Gefahr. /Gott laß euch selig schlafen,/ stell euch die güldnen Waffen/ ums Bett und seiner Engel Schar. Psalm 63, 5—9 Paul Gerhardt, 1607-1676 257 Abend Eigene Weise Hamburg, 1730 Wr—.—.———.— ü—.————— 17 Der lie-ben Son- ne e Licht und Pracht hat nun den die Welt hat sich zur Ruh ge-macht; tu, Seel, was — .— Tag voll-füh=ret, sich ge⸗büh ⸗ret tritt an die Him-mels⸗ tür und bring ein Lied her-für; laß dei-ne S........... Au⸗gen, Herz und Sinn auf Ze-sum sein ge-rich-tet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl/ und gebet eure Strahlen,/ ihr macht die Nacht des Lichtes voll;/ doch noch zu tausend Malen/ scheint heller in mein Herz/ die ewge Himmelsherz,/ mein Jesus, meiner Seele Ruhm,/ mein Schatz, mein Schutz, mein Eigentum. 3. Verschmähe nicht dies arme Lied,/ das ich dir, Jesu, singe;/ in meinem Herzen ist kein Fried, /bis ich es zu dir bringe./ Ich bringe, was ich kann,/ ach nimm es gnädig an./ Es ist doch herzlich gut gemeint,‚/ o Jesu, meiner Seelen Freund. 4. Mit dir will ich zu Bette gehn,/ dir will ich mich befehlen:/ du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn,/ zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not,/ auch selber nicht den Tod;/ denn wer mit Jesu schlafen geht,/ mit Freuden wieder aufersteht. b. Umfe mein all:, dein. . stille Wil witd Nac Pfalt 2 ahlen/ tausend Shetz/ Schuh singe/ 6./50 ist doch ichlen/ meiner Lodꝰ/ sersteht Abend 5. So oft die Nacht mein Ader schlägt,/ soll dich mein Geist umfangen;/ so vielmal sich mein Herz bewegt,/ soll dies sein mein Verlangen,/ daß ich mit lautem Schall/ möcht rufen über⸗ all: Ach Zesu, Jesu, du bist mein,/ und ich auch bin und bleibe dein. 6. Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh/ und schlafe sanft und stille;/ ihr müden Augen, schließt euch zu,/ denn das ist Gottes Wille;/ schließt aber dies mit ein:/ Herr Jesu, ich bin dein!/ So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Zesu, Jesu, gute Nacht. Psalm 119, 94 Christian Seriver, 1629—1693 Eigene Weise Adam Krieger, Dresden, 1667 —.————————————————————————— ——..— 2* q—.— 66— S‚.— Nun sich der Tag ge⸗-en⸗- det hat und ö—— —.. 222.— E— kei⸗- ne Sonn mehr scheint, schläft al-les, was sich l ab-ge-matt't und was zu-vor ge⸗weint. 2. Rur du, mein Gott, hast keine Rast,/ du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaßt,/ weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht,/ und schenke du mir gnädiglich/ den Schutz von deiner Wacht. Abend 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld,/ die mich bei dir klagt an;/ ach, aber deines Sohnes Huld/ hat gnug für mich getan; 5. den setz ich dir zum Bürgen ein,/ wenn ich muß vors Gericht;/ ich kann ja nicht verloren sein/ in solcher Zuversicht. 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin,/ wo ihr habt euren Lauf;/ ich baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. 7. Drauf tu ich meine Augen zu/ und schlafe fröhlich ein;/ mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh,/ wer wollt doch traurig seinꝰ 8. Soll diese Nacht die letzte sein/ in diesem Jammertal,/ so führ mich in den Himmel ein/ zur auserwählten Zahl; 9. und also leb und sterb ich dir,/ o Herr Gott Zebaoth;/ im Tod und Leben hilfst du mir/ aus aller Angst und Not. Psalm 121,38 Zohann Friedrich Herzog, 1647—1699 Strophe 8 späterer Zusatz 28³ Eigene Weise(1. Weise) Französischer Psalm 8. Genf, 1542 —‚ Der Tag ist hin; mein Je⸗ su, bei mir 5 I ˖ blei ⸗-be; o Hiin. der Sun⸗ ⸗den 258 ver⸗ n—.————— 2,——.— ——— FE— trei⸗be; geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ Zꝛech tig⸗ keit, er⸗leuch⸗te mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2. sei di gleic 3. im 6 bünd 4. Teuf mich 5. Trof groß . die mein Sacha Abend 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen,/ dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen/ nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzens⸗ kündiger,/ ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen;/ Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. /Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein,/ da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte,/ zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte;/ bewahre mich durch deine große Macht,/ wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen;/ ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; /o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. /Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Sacharja 14, 7 Joachim Neander, 1650—1680 Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Wittenberg, 1543 E. I* ů— 85. ü—. 4—— 1——.— 7 2.——— 2 Wo willst du hin, weil's A⸗bend ist, o lieb-ster 0—2——.— E—————4 1———.—. 1—1. 1 Pil⸗grim Je⸗su Christ? Komm, laß mich so glück⸗se⸗lig EV— —.. 5. 106 sein und kehr in mei⸗- nem Her ⸗zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund,/ dieweil es ist so gut gemeint;/ du weißt, daß du zu aller Frist/ ein herzenslieber Gast mir bist. + V —— Abend 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt,/ die Nacht sich schon von ferne zeigt;/ drum wollest du, o wahres Licht,/ mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn,/ zum Himmel sicher finden kann,/ damit die dunkle Sündennacht/ mich nicht verführt noch irre macht. 5. Vornehmlich aus der letzten Not/ hilf mir durch einen sanften Tod./ Herr Zesu, bleib, ich halt dich fest;/ ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Lukas 24, 29 Plönisches Gesangbuch, 1674 Weise: O daß ich tausend Zungen hätte 2. Weise) Bei Johann Balthasar Reimann, 1747 SSSSI So ist die Wo⸗che nun ge-schlos-sen, doch, treu⸗ er wie sich dein Se-gensquell er-gose- sen, so bin ich .————0.. Gott, dein Her-ze nicht; noch der In ver sicht, daß er sich wei- ter-hin er⸗ gießt r. un⸗-er-schöpf-lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde,/ ich lobe dich, so hoch ich kann,/ ich rühme dich von Herzensgrunde/ für alles, was du mir getan,/ und weiß, daß dir durch Jesum Christ/ mein Dann ein süßer Weihrauch ist, von en ja inden t noch einen 5 daß 9. 1974 un, 174⁷ Abend 3. Hat mich bei meinen Wochentagen/ das liebe Kreuz auch mit besucht,/ so gabst du auch die Kraft zu tragen;/ zudem ist es voll Heil und Frucht/ in deiner Liebe, Herr, zu mir,/ und darum danh ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles,/ ach du versagst mir solches nicht: gedenke keines Sündenfalles,/ weil mich mein Jesus auf⸗ gericht't, mein Jesus, der die Missetat/ auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen,/ du brichst ihn nicht in Ewighkeit,/ da du dem Sünder hast versprochen,/ daß er, wenn ihm die Sünde leid,/ nicht sterben, sondern gnadenvoll/ als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen/ und will also den Wochenschluß /vergnügt und froh zurückelegen,/ da der Trost mich erquicken muß,/ daß ich ja soll in Christo dein/ und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zugenommen,/ so bin ich auch der Ewigheit/ um eine Woche näher kommen/ und warte nun der letzten Zeit,/ da du die Stunde hast bestimmt,/ die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue/ den Sonntag wieder sehen hann,/ so blickt die Sonne deiner Treue/ mich auch mit neuen Gnaden an;/ ach ja, da teilt dein Wort und Haus/ den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen,/ was du mir künftge Woche gibst;/ du wirst es in der Tat erweisen,/ daß du mich je und immer liebst/ und leitest mich nach deinem Rat,/ bis Leid und Zeit ein Ende hat. Psalm 31, 15. 16 a Erdmann Neumeister, 1671-1756 Abend 28 Weise: O Welt, ich muß dich lassen 32 55 Form) Vorreformatorisch. Nürnberg, 1536 ——. Der Sab⸗-bat ist versgan⸗gen⸗ ich ha⸗be mein Ver⸗ ESEEEE lan-gen nach Her-zenswunsch er-füllt. Gott hat mich un-ter-wei⸗ set, mit Le-bens-brot ge⸗ .. set und mei⸗- ner See⸗len Durst ge-stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen;/ drum leg ich ohne Schmerzen/ auch meinen Leib zur Ruh;/ denn allen Sünden⸗ schaden/ decht Jesus nun in Gnaden/ mit seinem Purpur⸗ mantel zu. 3. O du dreieinig Wesen,/ mein Geist ist schon genesen,/ weil ich dein Tempel bin;/ ich habe Licht vom Lichte,/ dein leuchtend Angesichte/ treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen/ und eine Sonne machen/ auch mitten in der Nacht,/ bis bei den Cherubinen/ ein Sonntag ist erschienen,/ der alle Nacht zuschanden macht. 5. Ich schlafe ganz vergnüget;/ denn wo mein Herze lieget,/ da ist der Engel Heer. /Mich stört kein Weltgetümmel;/ es träumt mir nur vom Himmel./ Ach, wer doch nur bald droben wär! Zohannes 6, 47.48 Benslamin Schmolch, 1672—1737 Welse till ohne ünden⸗ urpur⸗ „weil uchtend uchen/ onntag lieget/ ůel: /es droben 9-N Abend 287 Weise: Jesu, meine Freude Zohann Crüger, 1653 25 ö 4.— ö +— 1— 1 2—.—* E Hir⸗ te dei ⸗ner Scha fe, der von kei⸗ nem dei⸗ne Wun⸗der ⸗gü⸗te war mein Schild und 62 2. .—..* 1— 1— 2 +** II— de,trteneeer.e, n m ———.— 11—— — Schla-fe et⸗was wis⸗ sen mag, Hüt⸗te den ver⸗gang⸗nen Tag; sei die 2 x—. 1 S.... + H— ö — 7 A 0 Scha⸗-ren um und um be⸗ wah=ren. 2. Decke mich von oben/ vor der Feinde Toben/ mit der Vaterhuld;/ ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen;/ drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn/ hat mich davon/ durch die tief geschlagnen Wunden/ gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben/ keine Not betrüben,/ sie sind mein und dein;/ schließ uns mit Erbarmen/ in den Vaterarmen/ ohne Sorgen ein./ Du bei mir/ und ich bei dir;/ also sind wir unge⸗ schieden,/ und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer/ und laß allen Jammer/ ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel,/ unter deine Flügel/ nimm dein Küchlein ein./ Deche zu/ mit Schutz und Ruh,/ so wird uns kein Grauen wechen/ noch der Feind uns schrecken. Abend 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte?/ Wie bald rot, bald tot!/ Doch hast du beschlossen,‚ daß mein Ziel verflossen,/ kommt die Todesnot,/ so will ich/ nicht wider dich;/ hab ich Jesum nur gefunden,/ sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe/ Mund und Augen zu./ Seele, Leib und Leben/ hab ich dir ergeben,/ o du Hüter du! /Gute Nacht!/ Nimm mich in acht;/ und erleb ich ja den Morgen,/ wirst du weiter sorgen. Hesekiel 34, 11.12 Benjamin Schmolch, 1672—173⁷ 288 Weise: O Welt, ich muß dich lassen (Neuere Form) Vorreformatorisch. Nürnberg, 1536 d; ů EEEEEEE wen⸗ det und dan⸗ket in-nig⸗ lich; dein S... r. hol⸗des An⸗ ge-sich te zum Se⸗gen auf mich ——— ent ⸗zün-de mich. ——— .. .— L rich»te, er⸗leuch-te und 2. Ich schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ und Schutz und Herze ein;/ die fleischlichen Geschäfte/ und alle finstern Kräfte/ vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich stets umgibest,/ daß du mich herzlich liebest/ und rufst zu dir hinein,/ daß du vergnügst alleine/ so wesentlich, so reine,/ laß früh und spät mir wichtig sein. 4. Ei Wande Hetz a Pfalm 1 Wie Ziel ich/ und 0 du ich ja 2—1⁷³⁷ Schuh finstern iobest sentlich Abend 4. Ein Tag, der sagt dem andern,/ mein Leben sei ein Wandern/ zur großen Ewigheit. /O Ewigheit, so schöne,/ mein Herz an dich gewöhne;/ mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Psalm 139, 1—5 Gerhard Tersteegen, 1697-1769 289 Weise: O Welt, sieh hier dein Leben Um 1750 OSSSISSS Herr, der du mir das Le-ben bis die-sen Tag ge⸗ —— I, e, n, r. 1 ge ⸗ ben, dich bet ich kind⸗-lich an; ich . v,, 4.—.— SI.....— bin viel zu ge-⸗ rin-ge der Treu⸗e, die ich 4 II *„—— I W 4 E— 2——— 2 I** ———— sin-ge, und die du heut an mir ge⸗ tan. 2. Mit dankendem Gemüte/ freu ich mich deiner Güte,/ ich freue mich in dir;/ du gibst mir Kraft und Stärke,/ Gedeihn zu meinem Werle/ und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen,/ nach deines Worts Be⸗ fehlen/ einher im Leben gehn,/ auf deine Güte hoffen,/ im Geist den Himmel offen/ und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube,/ und nahe mich im Staube/ zu dir, o Gott, mein Heil./ Ich bin der Schuld entladen,/ ich bin bei dir in Gnaden,/ und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedecht mit deinem Segen,/ eil ich der Ruh entgegen,/ dein Rame sei gepreist. Mein Leben und mein Ende/ ist dein; in deine Hände/ befehl ich, Vater, meinen Geist. 1. Mose 32, 11 Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769 hHaus und Veruf Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig. Apostelgeschichte 16, 31 Eigene Weise(3. Weise) Hannover, 1648 ö—— IEE EEE O Gott, 00 from-mer Gott, du Bundrchen an gu⸗ter ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al-les öEFEVHEANSSASIIS‚nie‚‚i.————..——————.—— ...... harben ge-sun-den Leib gib mir, und daß in solchem Leib ein un-ver-letz-te Seel und rein Ge-wis-sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß,/ was mir zu tun gebühret,/ wozu mich dein Befehl/ in meinem Stande führet./ Gib, daß ich's tue bald/ zu der Zeit, da ich soll,/ und wenn ich's tu, so gib,/ daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets,/ womit ich kann bestehen;/ laß kein unnützlich Wort/ aus meinem Munde gehen,/ und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß,/ so gib den Worten Kraft/ und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit,/ so laß mich nicht verzagen,/ gib einen Heldenmut,/ das Kreuz hilf selber tragen./ Gib, daß ich meinen Feind/ mit Sanftmut überwind/ und, wenn ich Rat bedarf,/ auch guten Rat erfind. 5. leben, Reich unret tu au deine verhl. Johobu ver, 1048 u⸗ter al⸗les solchem n bleib. /wozu ich's tue jb/ doß en/ laß ud wenn Worten gen/„9b daß i ich Ral Haus und Beruf 5. Laß mich mit jedermann/ in Fried und Freundschaft leben,/ soweit es christlich ist.Willst du mir etwas geben/ an Reichtum, Gut und Geld,/ so gib auch dies dabei,/ daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt/ mein Leben höher bringen,/ durch manchen sauren Tritt/ hindurch ins Alter dringen,/ so gib Geduld; vor Sünd/ und Schanden mich bewahr,/ auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End/ auf Christi Tod abscheiden;/ die Seele nimm zu dir/ hinauf zu deinen Freuden;/ dem Leib ein Räumlein gönn/ bei frommer Christen Grab,/ auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken,/ so tu auch deine Hand/ nach meinem Grab ausstrecken;/ laß hören deine Stimm/ und meinen Leib wech auf/ und führ ihn schön verklärt/ zum auserwählten Hauf. ZJakobus 1, 17 Zohann Heermann, 1585—1647 Weise: In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Sahrhundert. Straßburg, 1560 +2 FIIIFIFItTT . 3.— 2— 2 12 2..·.— E—.— + 4 9 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in 1—=.. c cTcT T P 2 5 2—.— 2 2— —EU*— 4. Hnt.. 1 2. — dei ⸗ nem Wil-len ruhn, von dir kommt ,... Glück und Se ⸗ gen; was du ⸗ gierst, das 0 EEEEEe.— n I 2——— E 15.— V 2— II RSE geht und steht auf rech⸗ten, gu⸗ten We„gen. Haus und Beruf 2. Es steht in keines Menschen Macht,/ daß sein Rat werd ins Werk gebracht/ und seines Gangs sich freue;/ des Höchsten Rat, der macht's allein,/ daß Menschenrat gedeihe. 3. Verleihe mir das edle Licht,/ das sich von deinem Ange⸗ sicht/ in fromme Seelen strechet/ und da der rechten Weisheit Kraft/ durch deine Kraft erwechet. 4. Gib mir Verstand aus deiner Höh,/ auf daß ich ja nicht ruh und steh/ auf meinem eignen Willen;/ sei du mein Freund und treuer Rat,/ was recht ist, zu erfüllen. 5. Prüf alles wohl und, was mir gut,/ das gib mir ein; was Fleisch und Blut/ erwählet, das verwehre. Der höchste Zwech, das beste Teil/ sei deine Lieb und Ehre. 6. Was dir gefällt, das laß auch mir,/ o meiner Seele Sonn und Zier,/ gefallen und belieben;/ was dir zuwider, laß mich nicht/ im Werk und Tat verüben. 7. Ist's Werk von dir, so hilf zu Glück;/ ist's Menschentun, so treib zurück/ und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirhst, pflegt von ihm selbst/ in kurzem zu zerrinnen. 8. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast un⸗ möglich deucht,/ und bring zum guten Ende,/ was du selbst angefangen hast/ durch Weisheit deiner Hände. 9. Ist ja der Anfang etwas schwer/ und muß ich auch ins tiefe Meer/ der bittern Sorgen treten,/ so treib mich nur, ohn Unterlaß/ zu seufzen und zu beten. 10. Wer fleißig betet und dir traut,/ wird alles, davor sonst ihm graut,/ mit tapferm Mut bezwingen;/ sein Sorgenstein wird in der Eil /in tausend Stücke springen. 11. Der Weg zum Guten ist gar wild,/ mit Dorn und Hechen ausgefüllt;/ doch wer ihn freudig gehet,/ kommt endlich, Herr, durch deinen Geist,/ wo Freud und Wonne sstehet. 12.0 licht ha ich mein 38 je mehr und all Zeremia werd öchsten Ange⸗ eisheit a nicht Freund N, Was Zwech, e Sonn 5 mich hentun, wirhst, fast un⸗ selbst auch ins nur, ohn vot sonst b Hechen h, Hein Haus und Beruf 12. Du bist mein Vater, ich dein Kind;/ was ich bei mir nicht hab und find,/ hast du zu aller Gnüge./ So hilf nur, daß ich meinen Stand/ wohl halt und herrlich siege. 13. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr;/ ich will dein Tun je mehr und mehr/ aus hocherfreuter Seelen/ vor deinem Volh und aller Welt,/ solang ich leb, erzählen. ZJeremia 10, 23 Paul Gerhardt, 1607—1676 Weise: Ach wundergroßer Siegesheld Werner Fabrieius, 1659 32 B ö *—— SSSESSEE——1 —*. 2———.— —— Wie schön ist's doch, Herr Je-su Christ, im Stan-de, Wie steigt und neigt sich deisne Gab und al-les 3.ere, da dein Se⸗gen ist, im Stan-de heil-ger E⸗ he! Gut so mild her-ab aus dei-ner heil- gen Hö-he, D R—* 9—.98 ———————; DRDDD .. wenn sich an dich flei-ßig hal-ten Jung und Al⸗ten, —— 8—.——.— —2— 1—.——— en n 2—7 die im Or-den ei- nes Le-bens ei-nig wor-den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn/ und unver⸗ rücht zusammengehn/ im Bande reiner Treue,/ da geht das Glüch in vollem Lauf,/ da sieht man, wie der Engel Hauf/ im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm,/ kein Wurm/ kann zer⸗— schlagen,/ kann zernagen,/ was Gott gibet/ dem Paar, das in ihm sich liebet. 26 Haus und Beruf 3. Der Mann wird einem Baume gleich,/ an Ästen schön, an Zweigen reich;/ das Weib gleicht einem Reben,/ der seine Träublein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr vermehrt/ mit Früchten, die da leben./ Wohl dir,/ o Zier,/ Mannes Sonne,/ Hauses Wonne,/ Ehrenkrone!/ Gott denkt dein bei seinem Throne. 4. Dich, dich hat er ihm auserkorn,/ daß aus dir ward her⸗ ausgeborn/ das Volk, das sein Reich bauet;/ sein Wunderwerk geht immer fort,/ und seines Mundes starkes Wort/ macht, daß dein Auge schauet/ schöne/ Söhne,/ Töchter züchtig,/ die fein tüchtig/ nähn und spinnen/ und mit Kunst die Zeit gewinnen. 5. Seid gutes Muts! Wir sind es nicht,/ die diesen Orden aufgericht't,/ es ist ein höhrer Vater;/ der hat uns je und je geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt,/ der beste Freund und Rater;/ Anfang,/ Ausgang/ aller Sachen,/ die zu machen/ wir gedenken,/ wird er wohl und weislich lenken. 6. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stündlein, da man Leides voll/ die Tränen lässet schießen;/ jedennoch wer sich in Geduld/ ergibt, des Leid wird Gottes Huld/ in großen Freuden schließen./ Schweige,/ beuge/ dich ein wenig;/ unser König/ wird behende/ machen, daß die Angst sich wende. 7. Wohl her, mein König, nah herzu!/ Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh,/ in Angsten Trost und Freude./ Des sollst du haben Ruhm und Preis,/ wir wollen singen besterweis/ und danken alle beide,/ bis wir/ bei dir,/ deinen Willen/ zu er⸗ füllen,/ deinen Namen /ewig loben werden. Amen. Psalm 128 Paul Gerhardt, 1607—1676 ö ö ö ö jön, an seine mehrt/ Rannes hein bei ird her⸗ derwerh icht, daß die fein vinnen. Orden und je er beste 6die zu en. ündlein, noch wer großen /unser oe. Kteuz, sollst du eis/ und zn er⸗ 1607Y—1070 Haus und Beruf 293 Weise: In Gottes Namen fahren wir (Dies sind die heilgen zehn Gebot) Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 .—— Das wal⸗te Gott der hel⸗fen kann! Mit Gott fang I * — iüir E+————— E 2 2———————— E 2— — 2 2—— 2— geht es glück ⸗ lich fort, drum ist dies auch mein er- stes Wort: Das wal ⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk/ erfordert von Gott Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht,/ drum auch mein Mund mit Freuden spricht:/ Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts,/ wo Gott nicht gibet, da gebricht's; Gott gibt und tut mir alles Guts,/ drum sprech ich auch nun gutes Muts:/ Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier,/ so will ich dankbar sein dafür; /auf sein Wort werf ich aus mein Retz/ und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End/ stell ich allein in Gottes Händ;/ er gebe, was mir nützlich ist,/ drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 26* Haus und Beruf 6. Legt Gott mir seinen Segen bei/ nach seiner großen Güt und Treu,/ so gnüget mir zu jeder Stund;/ drum sprech ich auch von Herzensgrund:/ Das walte Gott! * Trifft mich ein Unglück: unverzagt!/ Ist doch mein Werh mit Gott gewagt;/ er wird mir gnädig stehen bei,/ drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat;/ er gibt und nimmt, macht's, wie er will,/ drum sprech ich auch fein in der Still: /Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not/ und gibt mir auch mein täglich Brot,/ nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts; drum sprech ich auch:/ Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst,/ nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst;/ mit Gott geht's fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann sagen glaubensvoll:/ Das walte Gott! Teilt Gott was mit aus Gütigheit,/ so acht ich keiner Feinde Neid,/ laß hassen, wer's nicht lassen kann;/ ich stimme doch mit Freuden an:/ Das walte Gott! 12. Tu ich mein Werk mit Gottes Rat,/ der mir beistehet früh und spat,/ dann alles wohl geraten muß; /drum sprech ich noch⸗ mals zum Beschluß: Das walte Gott! Psalm 90, 17 Johann Betichius, 1650—1722 294 Weise: Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst Bei Joseph Klug, 1535 2——— Wohl ei-nem Haus, da Ze-sus Christ al-lein das ⁵ — 2. W Hlauber seinem! 3. W die Aug Verhen Haus und Beruf Ja, wenn er nicht dar⸗ in⸗nen wär, wie e⸗lend wär's, wie arm und leer! 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind/ in einem Glaubenssinn verbindt,/ zu dienen ihrem Herrn und Gott/ nach seinem Willen und Gebot. ch mein r Guts; 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt/ ein Vorbild vor die Augen stellt,/ daß ohne Gottesdienst im Geist/ das äußre Wern nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet/ beständig in die Höhe geht/ und man nichts treibet fort und fort/ als Gottes Werh, als Gottes Wort. inet Riuch 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand/ mit fleißiger, ge⸗ schichter Hand/ ein jegliches nach seiner Art,/ was ihm ver⸗ traut ist, treu bewahrt. chet fii 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind/ und wenn sie Kind ich noch⸗ und Kindeskind/ versäumen nicht am ewgen Glüch;/ dann bleibet ihrer keins zurück. 1050—122 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht. 7 Die Eltern werden xů hoch erfreut,/ und ihren Kindern sieht man's an,/ wie Gott die Seinen segnen kann. 505 Klus 8. So mach ich denn zu dieser Stund/ samt meinem Hause diesen Bund: /wenn alles Volk vom Herrn abwich,/ doch dienen wir ihm ewiglich. Hein das Kolosser 3, 17—23 Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712-1784 Haus und Beruf 29⁵5 Weise: Ach wundergroßer Siegesheld Werner Fabrieius, 1659 — 12I 1 3*—U—..— unl. IFFFfFftfFITIftft.t.t; ᷑ ↄ 2 5%. Ich und mein Haus, wir sind be-reit, dir, Herr, die Du sollst der Herr im Hau-se sein, gib dei-⸗ nen v enr. — EE 7..— gan⸗ze Le⸗bens⸗zeit mit Seel und Leib zu die-⸗nen. Se⸗gen nur dar-ein, daß wir dir wil-lig die- nen. Eine hlei⸗ne, from-⸗me, rei⸗ ne Haus⸗ge⸗mei⸗ ne mach aus al-len; dir nur soll sie wohl⸗ge⸗fal⸗len. 2. Es wirhe durch dein kräftig Wort/ dein guter Geist stets fort und fort/ an unser aller Seelen;/ es leucht uns wie das Sonnenlicht,/ damit's am rechten Lichte nicht/ im Hause möge fehlen./ Reiche/ gleiche/ Seelenspeise/ auch zur Reise/ durch dies Leben/ uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus/ und alle, die drin wohnen, aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe alle⸗ zeit/ zum Dulden, Tragen sein bereit /voll Demut, sanft und linde./ Liebe/ übe/ jede Seele;/ keinem fehle,/ dran man kennet/ den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein/ und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Hilfe schaun/ mit kindlichem Gemüte,/ selig,/ fröhlich/ selbst mit Schmerzen/ in dem Herzen/ dir uns lassen/ und dann in Geduld uns fassen. Hetz a jehlte u die mit 6. U andrer wohl be lich zier heim ur Zosua 24, Weise: g. Hieius, 1659 err, die dei⸗nen 1 Haus und Beruf 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus,/ so schließ den Stolz, die Weltlust aus,/ des Reichtums böse Gäste. Denn wenn das Herz an Demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär,/ so fehlte uns das Beste:/ jene/ schöne,/ tiefe, stille/ Gnadenfülle,/ die mit Schätzen/ einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus hein andrer Geist/ als nur dein Geist regiere./ Der ist's, der alles wohl bestellt,/ der gute Zucht und Ordnung hält,/ der alles lieb⸗ lich ziere. Sende,/ spende/ ihn uns allen,/ bis wir wallen/ heim und oben/ dich in deinem Hause loben. Josua 24, 15 Philipp Spitta, 1801- 1859 Weise: Ich freu mich in dem Herren Bartholomäus Helder, 1648 * H E HG —.————.— Was macht ihr, daß ihr wei⸗ net und bre⸗chet Im Herrn sind wir ver⸗- ei-net und blei⸗ben's ⁷.—.— mir mein Herz? al ler wärtet Das Band, das uns ver⸗ I 2 I 22.— —— —..—— bin ⸗ det, löst we⸗ der Zeit noch Ort; was 1E.. 2˙ in dem Herrn sich fin-det, das währti in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände,/ als sollt's geschieden sein,/ und bleibt doch ohne Ende/ im innigsten Verein./ Man sieht sich an, als sähe/ man sich zum letztenmal,/ und bleibt in gleicher Nähe/ dem Herrn doch überall. Haus und Beruf /Naturleben 3. Man spricht: Ich hier, du dorten,/ du ziehest, und ich bleib;/ und ist doch allerorten/ ein Glied an einem Leib./ Man spricht vom Scheidewege/ und grüßt sich einmal noch/ und geht auf einem Wege/ in gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen/ und so gar traurig sehnꝰ/ Wir kennen ja den Einen,/ mit dem wir alle gehn,/ in einer Hut und Pflege,/ geführt von einer Hand,‚/ auf einem sichern Wege/ ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde/ nicht schwerem Trennungsleid,/ nein, einem neuen Bunde/ mit unserm Herrn geweiht./ Wenn wir uns ihn erkoren/ zu unserm höchsten Gut,/ sind wir uns nicht verloren,/ wie weh auch Scheiden tut. Apostelgeschichte 21, 12—14 Philipp Spitta, 1801—-1859 Naturleben Die Himmel erzählen die Ehre Gottes. Psalm 19, 2 297 Weise: O daß ich tausend Zungen hätte(2. Weise) Bei Johann Balthasar Reimann, 1747 — +—— fi. O Gott, von dem wir al⸗ 15 ha-⸗ben, die Welt ist du a⸗ ber tei⸗lest dei ne Ga⸗ben recht wie ein ein sehr gro-⸗ ßes Haus, Va⸗ter drin- nen aus. Dein See en maächt nüd 2. We Tische ge weißt al Brot bel 3. Du die Fruch Wolthe, Strahl/ 4. und wird ihn anfangs etlanget! 5. Nu hier ist g Und dein beschert,/ ———— 2 2 ich———— b./ 6 DD‚— —6 Jund al ⸗le reich; ach lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? hnꝰ/ 2. Wer kann die Menschen alle zählen,/ die heut bei dir zu einer Tische gehn?/ Doch muß die Notdurft keinem fehlen,/ denn du chern weißt allem vorzustehn/ und schaffest, daß ein jedes Land/ sein Brot bekommt aus deiner Hand. leid/ 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet/ und endlich auch Wenn die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Felder wehet,/ die uns Wolle, so das Land begießt,/ des Himmels Tau, der Sonne Strahl/ sind deine Diener allzumal; 1-1650 4. und also wächst des Menschen Speise,/ der Acker selbst wird ihm zum Brot;/ es mehret sich vielfältgerweise,/ was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken?/ Der Wunder hier ist gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken,/ 19,2 und dein Erbarmen hat kein Ziel;/ denn immer wird uns mehr beschert,/ als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen's auch keinmal vergessen,/ was uns dein Segen träget ein./ Ein jeder Bissen, den wir essen,/ soll deines Namens Denhmal sein,/ und Herz und Mund soll lebenslang/ — für unsre Nahrung sagen Danh. Psalm 65, 10—14 Kaspar Neumann, 1648—1715 Vaterland Wohl dem Voll, des Gott der Herr ist. Psalm 33, 12 298 Eigene Weise Nürnberg, 1531 60 ö—.— PPP—5— 5— ISIE E= L„ 1 Gott, zu un⸗ sern Zei ⸗-ten! Es ist doch ————— ja kein and ⸗rer nicht, der für uns könn ⸗te 2—— +.*— ö strei⸗ ten, denn du un⸗ser Gott al⸗ lei ⸗ ne. 3. Mose 26, 6 Martin Luther, 1483—1546 299 Weise: Nun lob, mein Seel, den Herren Augsburg, 1540 — 1 + E 1 +— + E— Gott Lob, nun ist er ⸗ schol⸗len das daß nun⸗ mehr ru ⸗ hen sol ⸗len die ——— NDV + —.—— ů ed⸗ le Fried⸗ und Freudenwort, Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun 2. Wit Zurn,/ we dorn./ W Vaterland ů E—— E — 2— wie ⸗ der dein Sai ⸗ten⸗ spiel her ⸗vor, 0 EH 2— 2 1— E 14—— EIE 7%—..—..——..— . 2 2——— Deutsch⸗land, und sing Lie⸗der im ho-hen, vol⸗len 4 =*— +I— EI LE.——ee 2————— LV. EE 2..—.3.— 1— + 12—— E— E ö—1—— 2— Chor. Er ⸗ he⸗be dein Ge⸗ mü ⸗ te zu E:—————— I* I 1 S./. +————4——4 L. +——— E I— L E— 2.— I 13——.— 2 ——— dei ⸗nem Gott und sprich: Herr, dei ne Gnad und 9— EE + 1—— III P. +—* +— +S—t—⁴— II L. E— II— DE. 2— II — 1— 1——— II Günu⸗te bleibt den⸗noch e⸗ wig ⸗lich. 2. Wir haben nichts verdienet/ als schwere Straf und großen Zorn,/ weil stets noch bei uns grünet/ der freche, schnöde Sünden⸗ dorn. /Wir sind fürwahr geschlagen/ mit harter, scharfer Rut,/ und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut?/ Wir sind und bleiben böse,/ Gott ist und bleibet treu,/ hilft, daß sich bei uns löse/ der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal willkommen,/ du teure, werte Friedens⸗ gab!/ Zetzt sehn wir, was für Frommen/ dein Bei⸗uns⸗wohnen in sich hab. /In dich hat Gott versenket/ all unser Glüch und Heil;/ wer dich betrübt und kränket,/ der drückt sich selbst den Pfeil/ des Herzleids in das Herze/ und löscht aus Unverstand/ die güldne Freudenkerze/ mit seiner eignen Hand. Vaterland 4. Das drücht uns niemand besser/ in unsre Seel und Herz hinein/ als ihr zerstörten Schlösser/ und Städte voller Schut und Stein,/ ihr vormals schönen Felder,/ mit frischer Saat be⸗ streut,/ jetzt aber lauter Wälder/ und dürre, wüste Heid,/ ihr Gräber voller Leichen/ und blutgem Heldenschweiß/ der Helden, derengleichen/ auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen,/ o Mensch, und laß den Tränen⸗ bach/ aus beiden Augen rinnen,/ geh in dein Herz und denhe nach!/ Was Gott bisher gesendet,/ das hast du nicht geacht't,/ nun hat er sich gewendet/ und väterlich bedacht,/ vom Grimm und scharfen Dringen/ zu deinem Heil zu ruhn,/ ob er dich möchte zwingen/ mit Lieb und Gutestun. 6. Ach laß dich doch erwechen,/ wach auf, wach auf, du harte Welt,/ eh als das harte Schrecken/ dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet,/ sei unerschrochnen Muts;/ der Friede, den er gibet,/ bedeutet alles Guts./ Er will die Lehre geben: /Das Ende naht herzu,/ da sollt ihr bei Gott leben/ in epwgem Fried und Ruh. Psalm 85, 9—14 Paul Gerhardt, 1607—1676 300 Weise: Nun danket alle Gott Johann Crüger, 1647 5— Herr Gott, dich lo-ben wir; re⸗gier, Herr, laß dei ⸗ nes Gei⸗stes Glut in un ⸗sern uns ⸗re Stim men, Komm, komm, o ed ⸗ Her⸗zen glim-men. 2. Het kühmen Lied/ bie Hert Go J. Her bu das blichen li Volb:/ 4. Her ber Waf kühmet sind in Hetz chutt t be⸗ ihr lden, inen⸗ denhe tt// rimm dich hakte öhlich chnen will Gott 71⁰00 2;— x Flamm, ach komm zu uns all ⸗hier, so E 0——. 5——— 2...— 2 4 ——— E sin⸗gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo-ben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir;/ wir preisen deine Güte,/ wir rühmen deine Macht/ mit herzlichem Gemüte. /Es steiget unser Lied/ bis an die Himmelstür/ und tönt mit großem Schall:/ Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir/ für deine großen Gnaden,/ daß du das Vaterland/ von Kriegeslast entladen,/ daß du uns blicken läßt/ des güldnen Friedens Zier;/ drum jauchzet alles Volk: /Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir,/ die wir in langen Jahren/ der Waffen schweres ZJoch/ und frechen Grimm erfahren./ Zetzt rühmet unser Mund/ mit herzlicher Begier:/ Gott Lob, wir sind in Ruh,/ Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir,/ daß du die Pfeil und Wagen,/ Schild, Bogen, Spieß und Schwert/ zerbrochen und zerschlagen./ Der Strick ist nun entzwei,/ darum so singen wir/ mit Herz und Zung und Mund: /Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir,/ daß du uns zwar gestrafet,/ jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet;/ es hat die Vaterhand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieder aufgetan;/ Herr Gott, wir danhen dir. 7. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, du wollst geben,/ daß wir auch künftig stets/ in guter Ruhe leben. /Krön uns mit deinem Gut,/ erfülle nach Begier,/ o Vater, unsern Wunsch;/ Herr Gott, wir danken dir. Vaterland 8. Herr Gott, wir danken dir/ mit Orgeln und Trompeten,/ mit Harfen, Zimbelschall,/ Posaunen, Geigen, Flöten;/ und was nur Odem hat,/ lobsinge nach Gebühr:/ Herr Gott, dich loben wir,/ Herr Gott, wir danhen dir. Psalm 44, 8.9 Johann Franch, 1618-1677 30¹ Weise: O Welt, sieh hier dein Leben Um 1750 EH———— .—— 12——.— ů ů— —— D—.— 5 2— Herr, hö⸗re, Herr, er-hö⸗ re, breit dei⸗ nes Na⸗mens 0— SIPIPIPI‚II...... 2— 22 Eh ⸗ re an al ⸗len Or ⸗ten aus; be⸗ Q 4 N. EEEEEEEEEE hü⸗te al⸗le Stän⸗ de durch dei ner All-macht 1 1 E II 1 O Hän-⸗de, schütz Kir⸗che, Ob⸗rig-keit und Haus. 2 2 2— 2 —+— 2 2. Ach laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ zu unsrer Seelen Rutz;/ bewahr vor allen Rotten,/ die deiner Wahrheit spotten,/ biet allen deinen Feinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer/ und unverdroßne Hörer,/ die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen/ laß dein Gedeihen fließen/ und ernte reiche Früchte ein. 4. Laf gedermas unserm! 5. We treib St mache ni 0. Gib betleih Grenzen 7. Die sonst vei mit Tro 8. Sei Kleinen heit und . Amnothe acht aus. llen/ heiner beide heihen Vaterland 4. Laß alle, die regieren,/ ihr Amt getreulich führen,/ schaff jedermann sein Recht,/ daß Fried und Treu sich müssen/ in unserm Lande küssen,/ und segne beide, Herr und Knecht. 5. Wend ab in allen Gnaden/ so Feur⸗ als Wasserschaden,/ treib Sturm und Hagel ab;/ bewahr des Landes Früchte/ und mache nicht zunichte,/ was deine milde Hand uns gab. 6. Gib uns den lieben Frieden,/ mach alle Feind ermüden,/ verleih gesunde Luft;/ laß keine teuren Zeiten/ auf unsre Grenzen schreiten,/ da man nach Brot vergebens ruft. 7. Die Hungrigen erquicke/ und bringe die zurüche,/ die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen/ wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 8. Sei allen Kindern Vater,/ den Müttern sei Berater,/ den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Zugend/ zur Frömmig⸗ keit und Tugend,/ daß sich die Eltern ihrer freun. 9. Komm als ein Arzt der Kranken,/ und die im Glauben wanken,/ laß nicht zugrunde gehn./ Die Alten heb und trage,/ auf daß sie ihre Plage/ geduldig mögen überstehn. 10. Bleib der Verfolgten Stütze,/ die Reisenden beschütze,/ die Sterbenden begleit/ mit deinen Engelscharen,/ daß sie in Frieden fahren/ zu Zions Ruh und Herrlichkeit. 11. Nun, Herr, du wirst erfüllen,/ was wir nach deinem Willen/ in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen/ in unsres Jesu Namen,/ so ist all unser Flehn gewährt. 1. Timotheus 2, 1—4 Benjamin Schmolchk, 1672-1737 Vaterland 302 Weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir(2. Weise) Straßburg, 1525 1 25—— O öD..................— E..—. 2*— 1 Herr, der du vor-mals hast dein Land mit Gna⸗ den und des ge⸗fang-nen Bol- kes Band ge⸗lö- set an⸗ ge⸗ blik-ket und er ⸗ quik⸗ket; —2—.——— EIEEE tat, die es zu ⸗ vor be ⸗ gan ⸗ gen ——— ͤ.. hat, hast vä⸗ ter ⸗ lich ver ⸗ zie ⸗⸗ hen der du die Sünd und Mis⸗se⸗ 2. willst du, o VBater, uns denn nicht/ nun einmal wieder laben,/ und sollen wir an deinem Licht/ nicht wieder Freude haben?/ Ach geuß aus deines Himmels Haus,/ Herr, deiner Güte Segen aus/ auf uns und unsre Häuser. 3. Ach daß ich hören sollt das Wort/ erschallen bald auf Erden,/ daß Friede sollt an allem Ort,/ wo Christen wohnen, werden!/ Ach daß uns doch Gott sagte zu/ des Krieges Schluß, der Waffen Ruh/ und alles Unglüchs Ende! 4. Ach daß doch diese böse Zeit/ bald wiche guten Tagen,/ damit wir in dem großen Leid/ nicht möchten ganz verzagen!/ Doch ist ja Gottes Hilfe nah,/ und seine Gnade stehet da/ all denen, die ihn fürchten. 5. We zu uns u und also halben u 6. Die müssen;/ hüssen,/ Gerechtig 7. Dei Früchte bavon le bollem Pfalm dõ Veise: Du Vaterland 5. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott/ schon wieder zu uns wenden,/ den Krieg und alle andre Not/ nach Wunsch und also enden,/ daß seine Ehr in unserm Land/ und allent⸗ halben werd erkannt,/ ja stetig bei uns wohne. 6. Die Güt und Treue werden schön/ einander grüßen müssen; 7Gerechtigkeit wird einhergehn,/ und Friede wird sie küssen;/ die Treue wird mit Lust und Freud/ auf Erden blühn, Gerechtigkeit/ wird von dem Himmel schauen. 7. Der Herr wird uns viel Gutes tun,/ das Land wird Früchte geben,/ und die in seinem Schoße ruhn,/ die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn/ und stets in vollem Schwange gehn/ zur Ehre seines Namens. Psalm 85 Paul Gerhardt, 1607-1676 Weise: Du meine Seele, singe Johann Georg Ebeling, 1666 ꝝ* S=..2 1* I*—. — 5 I +—— + +i* 1 EV e. 2 E. IWWW 0 Du läßt dich wie ⸗ der se ⸗ hen, des Heil al ⸗len, die ver ⸗ ste ⸗ hen dein + 1* III* +4 Eern,;ennmit en; hin een Enue E— HQI———. Vol ⸗-kes al ⸗ ter Hort; Zei ⸗chen und dein Wort. Du wan⸗delst in den E—.—5———.— —+...—.— 2* 4—.* 1 LIIA + 1 + 1 +— LE— SSIII +* 2.— 2 1— 1 Lüf⸗ ten, im Säu⸗seln vor uns her, du 1 H d NI H e, e n ————— 4.—.— 1— rollst in Fel⸗sen⸗hlüf⸗ten die Don⸗ner stark und schwer. 27 Vaterland 2. O Herr, wir sinken nieder/ vor deiner Herrlichkeit;/ noch einmal sende wieder/ uns deine Gnadenzeit!/ O hör auf unser Flehen/ und übe du Geduld,/ wenn wir dir eingestehen/ die Armut und die Schuld. 3. Wir haben all verschwendet/ dein Erbteil und dein Gut,/ zum Eiteln uns gewendet/ vom ehrbar frommen Mut./ Was du so schön bereitet,/ was du so wohl bedacht,/ hat alles uns verleitet/ zum Trotz auf eigne Macht. 4. Ach alles soll vergessen,/ vergeben alles sein;/ nach rechtem Maß gemessen,/ wer hieße fromm und rein?/ Und eben weil kein Reiner/ in unsern Reihen steht,/ so sei fortan auch keiner/ gelästert und geschmäht. 5. Im Leben und im Wandel,/ im Frieden und im Streit,/ im Hause und im Handel,/ zu jeder Frist und Zeit/ soll alles ehrlich halten/ auf Zucht und Fleiß und Treu,/ dann wird das Glüch der Alten/ auch wieder bei uns neu. 6. Herr Gott, der allen Sündern/ in Gnaden gern vergibt/ und an gefallnen Kindern/ im Strafen Wohltat übt,/ wir alle sinken nieder/ und beten dankend an,/ sind eines Reiches Glie⸗ der/ und kämpfen Mann für Mann. 2. Mose 33, 13—15 Max von Schenkendorf, 1783—181¹⁷ noch f unser en/ die Gutj/ /Was les uns rechtem en weil heiner/ Streit,/ UISalles ird das vergibt/ wit alle Es Glie⸗ 1⁵⁰1¹⁷ Tod, Gericht ö und ewiges Leben Tod, Gericht und ewiges Leben Der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn. Römer 6, 23 304 — Weise Wittenberg, 1524 +——2 018 / Mit Fried und Freud ich fahr da · hin i in Gotts Wil⸗ 2— D + + +— 1 TP.———.—— +4 EEII I 2 +—— 4——0 CE + 1 122 I— 1——* 1 + 5, 5 le; ge ⸗ trost ist mir mein Herz und EEE Enn, sanft und il · le; wie Gott mir ver- hei⸗ßen 4.— [E2 +— II + I II — +—— 14.—— I——— 4 IHEI 2 V*..—1 14 L— LI— + 2 +— +2—1 II ——— 2— hat, der Tod ist mein Schlaf wor⸗ en. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn,/ der treu Hei⸗ land,/ den du mich, Herr, hast sehen lan/ und gmacht behannt,/ daß er sei das Leben mein/ und Heil in Not und Sterben; 3. den hast du allen vorgestellt/ mit groß Gnaden,/ zu seinem Reich die ganze Welt/ heißen laden/ durch dein teuer heilsam Wort,/ an allem Ort erschollen. 4. Er ist das hell und selig Licht/ für die Heiden,/ zu erleuchten, die dich kennen nicht,/ und zu weiden./ Er ist deins Volls Israel/ der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Luhas 2, 29—32 Martin Luther, 1483—1546 Eigene W ottes errn. rg, 1524 * — lannt,/ terben 1. ůu teuet /3u deins 6-15⁰ Tod, Gericht und ewiges Leben 30⁵5 Eigene Weise 9.59 6...6 915— 15²⁴ „ DS.V— S... Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind mit dem Wen suchn wir, der Hil ⸗ fe tu, daß wir . 10 2. IEEE — an Tod um⸗fan ⸗gen. Gnad er⸗lan genꝰ Das bist du, 0 12 22—2— I——— —.— EI 4—.— 2— — + + E+ +*. 2 20 Eo a, Herr, al ⸗-lei ⸗ ne. Uns reu-et uns⸗re 5665 ⸗ se⸗ .............. LU 2 2— 1 E 2— 1— E 1 ———— 4———— DSSDSSS 4 tat, die dich, Herr, er ⸗ zür ⸗net hat. Hei⸗ 2—— 2—.——.— 3—— ů—— ——*..—— ————8 irer 2 2—vͤ 135 li ⸗ ger star ⸗ker F//— E EH— E ů 2—. 2——— O———.— 2—2 2 IISES. + Gott, hei⸗ li⸗ ger barm⸗her ⸗zi⸗ ger Hei⸗land, du 1* * er.,e——— E 25 nn üi 2—— 2—— EH—— 1 e⸗ wi ⸗ ger Gott, laß uns nicht ver⸗sin⸗ DEV Fe— + 1 1 ꝙ.1——.— ene, 2—— 1.—.— 2— EE II ken in des bittern To⸗des Not. Ky⸗ ri⸗e⸗lei⸗son. Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Mitten in dem Tod anficht/ uns der Hölle Rachen./ Wer will uns aus solcher RNot/ frei und ledig machen?/ Das tust du, Herr, alleine. /Es jammert dein Barmherziglheit/ unsre Sünd und großes Leid. /Heiliger Herre Gott,/ heiliger starker Gott,/ heiliger barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht verzagen/ vor der tiefen Hölle Glut./ Kyrieleison. 3. Mitten in der Hölle Angst/ unsre Sünd uns treiben;/ wo solln wir denn fliehen hin,/ da wir mögen bleiben?/ Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut,/ das gnug für die Sünde tut. /Heiliger Herre Gott,/ heiliger starker Gott,/ heiliger barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht entfallen/ von des rechten Glaubens Trost./ Kyrieleison. Psalm 68, 21. 1. Samuel 20, 3 b Strophe 1: 15. Sahrhundert; Strophe 2 und 3: Martin Luther, 1483—1546 306 Eigene Weise Wittenberg,‚ 1544 E SSESEEEE..— H Nun las⸗set uns den Leib be-grabn und dar⸗an iEEEEEEE kei⸗nen Zwei⸗fel habn, er werd am jüng⸗sten Tag auf⸗ 4—— j/ ů —— DPDSPDPDPSiD‚i‚.I. ———— stehn und un ⸗ver⸗wes⸗lich hee⸗ vor⸗ gehn. 2. Derselb ist Erd und von der Erd,/ daß er zur Erde wie⸗ der werd;/ und von der Erd wird er aufstehn,/ wenn Gotts Posaune wird angehn. 3. Sein Seel lebt ewiglich in Gott,/ der sie allhier aus lauter Gnad/ von aller Sünd und Missetat/ durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Se selgen und leb 5. O jüngsten Freude 6. A genesn,, die hell 7. N Sttaßen hommt 8. D Blut ha sei Lob, I. Nose z, Elgene W hen./ „Das unste larher Vlaß on. %wo u dit, gnug starber aß uns leison. hundert; 83—1540 erg, 154ʃ Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend/ ist kommen zu eim selgen End./ Er hat getragen Christi Joch,/ er ist gestorbn und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag,/ der Leib schläft bis zum jüngsten Tag,/ an welchem Gott ihn wird verklärn/ und ewge Freude ihm gewährn. 6. Allhier ist er in Angst gewesn,/ dort aber wird er ganz genesn,/ da wird in ewger Freud und Wonn/ er leuchten wie die helle Sonn. 7. Nun lassen wir ihn fein schlafen/ und gehn all heim unsre Straßen,/ schichen uns auch mit allem Fleiß,/ denn der Tod kommt uns gleicherweis. 8. Des helf uns Christus, unser Trost,/ der uns durch sein Blut hat erlöst/ von's Teufels Gwalt und ewger Pein./ Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. Michael Weiße, gest. 1534 1. Mose 3, 19(Die Schlußstrophe ist wahrscheinlich von Luther) 307 Eigene Weise(Neuere Form) Vorreformatorisch. Nürnberg, 1536 I5 SSSSSSI + O Welt, ich muß dich Laßs sen, ich sahr da⸗ hin mein 74 T+. ... dn.; rnn. Stra ⸗- ßen ins ew⸗ ge 2 ⸗land. Mein Q—.—— J.V +—— + 1 EUU— SESISS. 5 E 2— 1— 1 555 L—— 1 Geist will ich auf ITT—— ben 92 zen in Got⸗ 1s gnäd⸗ ge Hand. Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Mein Zeit ist nun vollendet,/ der Tod das Leben endet,/ Sterben ist mein Gewinn;/ kein Bleiben ist auf Erden;/ das Ewge muß mir werden,/ mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Auf Gott steht mein Vertrauen,/ sein Antlitz will ich schauen/ wahrlich durch Jesum Christ,/ der für mich ist ge⸗ storben,/ des Vaters Huld erworben,/ mein Mittler er auch worden ist. 4. Die Sünd mag mir nicht schaden,/ erlöst bin ich aus Gna⸗ den/ umsonst durch Christi Blut./ Kein Werk kommt mir zu Frommen,/ so will ich zu ihm kommen/ allein durch christlich Glauben gut. 5. Wir sind unnütze Knechte,/ mein Tun ist viel zu schlechte,/ denn daß ich ihm bezahl/ damit das ewge Leben;/ umsonst will er mir's geben/ und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 6. Drauf will ich fröhlich sterben,/ das Himmelreich ererben,/ wie er mir's hat bereit't;/ hier mag ich nicht mehr bleiben,/ der Tod tut mich vertreiben,/ die Seele sich vom Leibe scheidt. 7. Damit fahr ich von hinnen./ O Welt, tu dich besinnen,/ denn du mußt auch hernach;/ tu dich zu Gott bekehren/ und von ihm Gnad begehren;/ im Glauben sei du auch nicht schwach. 8. Die Zeit ist schon vorhanden;/ hör auf von Sünd und Schanden/ und richt dich auf die Bahn/ mit Beten und mit Wachen;/ sonst all irdische Sachen/ sollst du gutwillig geben dran. 9. Das schenk ich dir am Ende: /Ade, zu Gott dich wende!/ Zu ihm steht mein Begehr./ Hüt dich vor Pein und Schmer⸗ zen,/ nimm mein Abschied zu Herzen./ Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. 2. Timotheus 4, 6—8 Nürnberg, 1555 308 — Weise a. M., 1569 H——— Wenn meln Stündlein vor⸗han⸗den ist und soll hnn⸗ det,/ Tdas n. llich ge⸗ auch Gna⸗ it zu ilich chte,/ will ben,/ /der nen,/ und wach. und d mit geben ndel/ chmer⸗ 1 ist 0· lõõ Tod, Gericht und ewiges Leben 2 DH. 1—— 1 4 III E 9— 1.— E.—1 fahrn mein Stra⸗ße, so g'leit du mich, Herr Je⸗ su .7 4 4— RAE L.U + + JZ.— 3...— E— 7— D W—— Christ, mit Hilf mich nicht ver⸗las⸗ se. Mein Seel an Q E. ů ö EEE. mei⸗nem letz⸗ten End be⸗fehl ich dir in dei⸗ne . R 2* Händ, du wollst sie mir be⸗ wah⸗ren. 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr,/ mein Gwissen wird mich nagen,/ denn ihr'r sind viel wie Sand am Meer;/ doch will ich nicht verzagen,/ gedenken will ich an dein Tod,/ Herr Jesu, und dein Wunden rot;/ die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib,/ des tröst ich mich von Herzen;/ von dir ich ungeschieden bleib/ in Todesnot und Schmerzen;/ wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir,/ ein ewges Leben hast du mir/ mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist,/ werd ich im Grab nicht bleiben;/ mein höchster Trost dein Auffahrt ist,/ Todsfurcht kann sie vertreiben; 7denn wo du bist, da komm ich hin,/ daß ich stets bei dir leb und bin;/ drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ,/ mein Arm tu ich aus⸗ streckhen; /so schlaf ich ein und ruhe fein,/ kein Mensch hann mich aufwecken/ denn Jesus Christus, Gottes Sohn,/ der wird die Himmelstür auftun,/ mich führn zum ewgen Leben. 1. Thessalonicher 4, 14 Nikolaus Herman, 1480—1561 (Strophe 5: 1575) Tod, Gericht und ewiges Leben 309 Weise: Vater unser im Himmelreich Leipzig, 1539 2——— Herr Ze⸗su Christ, wahr Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch end⸗lich —— bitt⸗re Leiden dein, du wollst mir Sün⸗der gnä⸗dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werde mit dem Tod,/ wenn mir vergeht all mein Gesicht/ und meine Ohren hören nicht,/ wenn meine Zunge nicht mehr spricht/ und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. wenn mein Verstand sich nicht besinnt/ und mir all mensch⸗ lich Hilf zerrinnt,/ so komm, Herr Christe, mir behend/ zu Hilf an meinem letzten End/ und führ mich aus dem Jammer⸗ tal,/ verkürz mir auch des Todes Qual. 4. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib,/ bis sich die Seel vom Leib abwendt,/ so nimm sie, Herr, in deine Händ;/ der Leib hab in der Erd sein Ruh,/ bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Aufstehn mir verleih,/ am jüngsten Gricht mein Fürsprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk,/ aus Gnaden mir das Leben schenh,/ wie du hast zugesaget mir/ in deinem Wort, das trau ich dir: 6.8 und glau den Tod slitbt,/ n 7. son Todes 2 dann mi uns ja 8. Ad mit Ged Glaub f wir entse Johannes Elgene We 3 9, 1539 littst werde meine / und mensch⸗ Nd/ zu ammer⸗ ist stets 0 nimm ö Ruh/ Gticht b/ aus mit in Tod, Gericht und ewiges Leben 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich,/ wer mein Wort hält und glaubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Gericht/ und den Tod ewig schmechen nicht;/ und ob er gleich hier zeitlich stirbt,/ mitnichten er drum gar verdirbt; 7. sondern ich will mit starker Hand/ ihn reißen aus des Todes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich;/ da soll er dann mit mir zugleich/ in Freuden leben ewiglich.“/ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld;/ hilf, daß wir warten mit Geduld,/ bis unser Stündlein kommt herbei;/ auch unser Glaub stets wacker sei,/ deim Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entschlafen seliglich. Johannes 5, 24. 25 Paul Eber, 1511-1569 31⁰ Eigene Weise Vorreformatorisch. Wetter(Hessen), 1589 . Ich hab mein Sach Gott heim⸗ge⸗stellt, er mach's mit n———65—5 D Hè0 mir, wie's ihm e⸗ fällt. Sollt ich all⸗ 4 hier 100 län-ger lebn, ohn Wi ⸗der⸗ 2 —.———————————+ ,, strebn seim Wil⸗len tu ich wich er⸗-gebn. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will;/ ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel./ Es sind gezählt die Haare mein,/ beid, groß und klein;/ fällt keines ohn den Willen sein. Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Not und Trübsal überall;/ des Bleibens ist ein kleine Zeit/ voll Müh und Leid,/ und wer's bedenkt, ist stets im Streit. 4. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut,/ kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut,/ fürn Tod kein Kraut ge⸗ wachsen ist;/ mein frommer Christ,/ alles was lebet, sterblich ist. 5. Heut sind wir frisch, gesund und stark/ und liegen mor⸗ gen tot im Sarg;/ heut blühn wir wie die Rosen rot,/ bald krank und tot;/ ist allenthalben Müh und Not. 6. Man trägt eins nach dem andern hin,/ wohl aus den Augen, aus dem Sinn;/ die Welt vergisset unser bald,/ jung oder alt,/ auch unsrer Ehren mannigfalt. 7. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl,/ daß wir sind sterblich allzumal;/ auch wir allhier kein Bleiben sehn,/ wir müssen gehn,/ gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott,/ daher kham uns der bittre Tod;/ der nimmt hinweg all Menschenkind,/ wie er sie findt,/ fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 9. Ich hab hier wenig guter Tag,/ mein täglich Brot ist Müh und Klag./ Wann mein Gott will, so will ich hin/ in Frieden ziehn; 7 Tod schadt mir nicht, ist mein Gewinn. 10. Mein lieben Gott von Angesicht/ werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht,/ in ewger Freud und Seligheit,/ die mir bereit;/ ihm sei Lob, Preis in Ewigleit. Psalm 90, 1—12 ZJohann Leon, gest. 1597 3¹¹ Eigene Weise Frankfurt a. M., 1599 Wa ⸗chet auf, ruft uns die Stim⸗- me der Mit ⸗ter-nacht heißt die se Stun-de, sie Wä Tod, Gericht und ewiges Leben 6 1 2— 9 —.— 2.——— 2 1—— ——=—————— 2——5 H ——.—————— 2 ö—1 + Wäch⸗ter sehr hoch auf der Zin ⸗ne, wach auf, du ru ⸗fen uns mit hel ⸗lem Mun⸗de: Wo seid ihr E I.... S..............—.. 2 2— ⸗„sa lem! Stadt Je ⸗ ru sa⸗ Wohl⸗ klu ⸗ gen Jung ⸗frau ⸗ enꝰ SI..II..... TTFTITITITITIITT—— +—5 +—* I auf, der Bräut⸗gam kömmt, steht auf, die Lam⸗pen + 4 TE— 2— + I— SSISSSISSSISSII.IIIIIII ——.. nehmt! Hal⸗le⸗lu⸗jal Macht euch be⸗reit zu der Hoch⸗ Q 4* DV I.— + I III D— 1 il I I E——....— + EI ——— zeit; ihr müs ⸗ set ihm ent⸗ge⸗ gen ⸗gehn. 2. Zion hört die Wächter singen,/ das Herz tut ihr vor Freuden springen,/ sie wachet und steht eilend auf./ Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,/ von Gnaden stark, von Wahr⸗ heit mächtig,/ ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf./ Nun komm, du werte Kron,/ Herr Zesu, Gottes Sohn!/ Hosiannal/ Wir folgen all/ zum Freudensaal/ und halten mit das Abend⸗ mahl. 3. Gloria sei dir gesungen/ mit Menschen⸗ und mit Engel⸗ zungen,/ mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Per⸗ len sind die Tore/ an deiner Stadt, wir stehn im Chore/ der Engel hoch um deinen Thron./ Kein Aug hat je gespürt,/ kein Ohr hat mehr gehört/ solche Freude./ Des jauchzen wir/ und singen dir/ das Halleluja für und für. Matthäus 25, 1—13 Philipp Nicolai, 1556—1608 Tod, Gericht und ewiges Leben —7190 Weise 3¹² Leipzig, 1615 1— E. Ba ⸗let will ich dir ge⸗ben, dwu ar⸗ ge, dein sünd ⸗ lich bö⸗ ses Le⸗ ben durch⸗ aus mir , fal ⸗ 12 Welt; nicht ⸗fällt. — woh ⸗- nen, hin-auf steht mein Be-⸗gier; da n, wird Gott herrlich loh-nen dem, der ihm dient all⸗ bier. Im Him⸗-mel ist gut 2. Nat mir nach deinem Herzen,/ o Jesu, Gottes Sohn;/ soll ich ja dulden Schmerzen,/ hilf mir, Herr Christ, davon./ Verkürz mir alles Leiden,/ stärk meinen blöden Mut;/ laß mich selig abscheiden,/ setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde/ dein Nam und Kreuz allein/ funkelt all Zeit und Stunde,/ drauf kann ich fröhlich sein./ Erschein mir in dem Bilde/ zu Trost in meiner Not,/ wie du, Herr Christ, so milde/ dich hast geblut't zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden/ in deiner offnen Seit,/ rück sie aus allem Schaden/ zu deiner Herrlichkeit./ Der ist wohl hier gewesen,/ wer kommt in's Himmels Schloß;/ der ist ewig genesen,/ wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste/ ins Buch des Lebens ein/ und bind mein Seel fein feste/ ins schöne Bündelein/ der'r, die im Himmel grünen/ und vor dir leben frei,/ so will ich ewig rühmen,/ daß dein Herz treue sei. Apostelgeschichte 7, 55 Valerius Herberger, 1562-1627 Eigene We hier. ohn;/ avon./ 17/laß allein/ sein./ wie Seih/ Her ist der ist Lebens / deri, will ich 552—Ib Tod, Gericht und ewiges Leben 313 Eigene Weise(Neuere Form) Hans Leo Haßler, 1601 E— Ee —o. ERSSI—————. VE EEE— Herz⸗lich tut mich ver ⸗lan⸗gen nach ei ⸗nem sel⸗ gen weil ich hier bin um⸗fan⸗ gen mit Trüb⸗ sal und E⸗ 122.— II 1 20* 4 F SN 2— 7*——.ee .. — End, 10 45 ö ich hab Lust, ab⸗- zu⸗ schei ⸗-den von lend; * CEV— 1— I—— 1 4 7½ 1 +———5—* 1 P.—* 2 + 1 1.—= 1— Inm 1 I 5— L 1— 1 die ⸗ser ar ⸗ gen elt, sehn mich nach ew ⸗gen —9—— Freu ⸗ den; o ZJe ⸗ su, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset/ von Sünd, Tod, Teufel, Höll;/ es hat dein Blut gelostet,/ drauf ich mein Hoffnung stell./ Warum sollt mir denn grauen/ vor Hölle, Tod und Sünd?/ Weil ich auf dich tu bauen,/ bin ich ein selig Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben,/ der Tod sehr bitter mir,/ will ich mich doch ergeben,/ zu sterben willig dir./ Ich weiß ein besser Leben,/ da meine Seel fährt hin;/ des freu ich mich gar eben,/ Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden/ zum Staube wiederlehrt,/ doch auferwecht soll werden/ durch Christum schön verklärt,/ wird leuchten als die Sonne/ und leben ohne Not/ in Him⸗ mels Freud und Wonne;/ was schadt mir denn der Todꝰ 5. Ob mich die Welt auch reizet,/ länger zu bleiben hier,/ und mir auch immer zeiget/ Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier,/ doch ich das gar nicht achte;/ es währt ein kleine Zeit;/ das Himmlisch ich betrachte,/ das bleibt in Ewigleit. Tod, Gericht und ewiges Leben 6. Gesegn euch Gott der Herre,/ ihr Vielgeliebten mein./ Trauert nicht allzusehre/ über den Abschied mein./ Bestündig bleibt im Glauben./ Wir werdn in kurzer Zeit/ einander wie⸗ derschauen/ dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz wenden/ zu dir, Herr Christ, allein:/ gib mir ein selig Ende,/ send mir die Engelein,/ führ mich ins ewge Leben,/ das du erworben hast,/ da du dich hin⸗ gegeben/ für meine Sündenlast. 8. Hilf, daß ich gar nicht wanhe/ von dir, Herr ZJesu Christ,/ den schwachen Glauben stärke/ in mir zu aller Frist./ Hilf ritterlich mir ringen,/ dein Hand mich halt in acht,/ daß ich mög fröhlich singen: 7Gott Lob, es ist vollbracht! Philipper 1, 23 Christoph Knoll, 1563-1650 Eigene Weise 3¹⁴4 Melchior Vulpius, 1609 E +—.——— ꝝPPPꝑ‚ꝑFt??0?.G&GłCœRCRéłéK 99—— 2 29 4. 2— Chri⸗stus, der ist mein Le ⸗ben, Ster⸗ Er— 1 2—— 1 — +S.. + E—*WWK— +.— 4 HN.. L + 244.—— 7½— 1 1—— 1 ben ist mein Ge⸗winn; dem tu ich mich er⸗ — 4 [ I V +.— EDDTUDETTTTT ů. 2..— 7*. ge ⸗ ben, mit Fried fahr ich da ⸗ hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder mein,/ auf daß ich zu ihm komme/ und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden/ Kreuz, Leiden, Angst und Not;/ durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen,/ mein Atem geht schwer aus/ und kann kein Wort mehr sprechen,/ Herr, nimm mein Seufzen auf! 5. A Licht,/ gebticht 0. als ein/ na delein. Philipper Vesse: B mein./ ständig er wie⸗ Christ, /führ sch hin⸗ Hrist,/ ./ Hilf daß ich 563-1650 us, 1000 hin. Bruder gst und it Gott. schwer m mein Tod, Gericht und ewiges Leben 5. Wenn mein Herz und Gedanken/ zergehn als wie ein Licht, das hin und her tut wanken,/ wenn ihm die Flamm gebricht, 6. alsdann fein sanft und stille/ laß mich, Herr, schlafen ein/ nach deinem Rat und Willen,/ wann kommt mein Stün⸗ delein. 7. An dir laß gleich den Reben/ mich bleiben allezeit/ und ewig bei dir leben/ in Himmelswonn und Freud. Philipper 1, 21 Vor 1608 Weise: Befiehl du deine Wege Bei Bartholomäus Gesius, 1603 EV 1—— ö—. F/—.———. 38—5 S.. S. I..I.I..... T Ich hab mich Gott er⸗ge hier ist khein Im ⸗mer ⸗le ben, dem lieb⸗sten ben, es muß ge⸗ 1=...IIIIII E sf Q᷑+NN X Va⸗ ter mein; schie den sein Der Tod kann mir nicht mi,r.x.,e,, IC—. 2— 1— —— 1— L L 2 IDE 1 scha⸗ 655 er ist nur mein Ge⸗ winn. In —6 V I 1 ———— de den w: e,er, 2— Got⸗tes Fried und Gna⸗den fahr ich mit Freud d6=hin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber;/ o Welt, was acht ich dein?/ Der Himmel ist mir lieber,/ da muß ich trachten ein,/ mich nicht zu sehr beladen,/ weil ich wegfertig bin./ In Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 29 Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Ach, selge Freud und Wonne/ hat mir der Herr bereit't,/ da Christus ist die Sonne,/ Leben und Seligheit. Was kann mir doch nun schaden,/ weil ich bei Christo bin?/ In Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,/ ihr Liebsten allzumal;/ um mich sollt ihr nicht weinen,/ ich weiß von keiner Qual./ Den rechten Port noch heute/ nehmt fleißig ja in acht,/ in Gottes Fried und Freude/ fahrt mir bald alle nach. Psalm 31, 16 a Strophe 1: ZJohann Leon, gest. 1597 Strophe 2—4: Zohann Siegfried, 1564-1637 316 3655 Wie nach einer Wasserquelle Französischer Psalm 42. Genf, 1551 . e— E ZLe.. 2 Freu dich sehr, o mei⸗ ne See⸗le, und ver⸗ weil dich nun Chri-stus, der Her-re, ruft aus D— giß all Not und Qual, die⸗ sem Jam-mer ⸗tal. en. pPPPöᷓ Leid sollst du fah⸗- ren in die Freud, die hein Aus Trüb⸗sal und gro⸗ßem 2. I. Gott,/ aus de Ende enden n 3. dei gat,/ al Gefaht; Wind,/ schwerde Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Tag und Nacht hab ich gerufen/ zu dem Herren, meinem Gott,/ weil mich stets viel Kreuz betroffen,/ daß er mir helf aus der Not./ Wie sich sehnt ein Wandersmann/ nach dem Ende seiner Bahn,/ so hab ich gewünschet eben,/ daß sich enden mög mein Leben; 3. denn gleich wie die Rosen stehen/ unter spitzen Dornen gar,/ also auch die Christen gehen/ durch viel Angst, Not und Gefahr;/ wie die Meereswellen sind/ und der ungestüme Wind,/ also ist allhier auf Erden/ unser Lauf voller Be⸗ schwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle,/ unser eigen Fleisch und Blut/ plagen stets hier unsre Seele,/ lassen uns bei kei⸗ nem Mut. /Wir sind voller Angst und Plag,/ lauter Kreuz sind unsre Tag;/ wenn wir nur geboren werden,/ findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröt aufgehet/ und der Schlaf sich von urs wendt,/ Sorg und Kummer uns umfähet,/ Müh findt sich an allem End./ Unsre Tränen sind das Brot,/ das wir essen früh und spat;/ wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen,/ ist nichts denn nur Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne,/ der du ewiglich aufgehst,/ sei von mir jetzund nicht ferne,/ weil mich dein Blut hat erlöst;/ hilf, daß ich mit Fried und Freud/ mög von hin⸗ nen fahren heut;/ ach sei du mein Licht und Straße,/ mich mit Beistand nicht verlasse. 7. Ob mir schon die Augen brechen,/ das Gehör auch ganz verschwindt,/ meine Zung nicht mehr kann sprechen,/ mein Ver⸗ stand sich nicht besinnt,/ bist du doch mein Licht, mein Hort,/ Leben, Weg und Himmelspfort;/ du wirst selig mich regieren/ und die Bahn zum Himmel führen. 28* Tod, Gericht und ewiges Leben 8. Freu dich sehr, o meine Seele,/ und vergiß all Rot und Qual,/ weil dich nun Christus, der Herre,/ ruft aus diesem Jammertal./ Seine Freud und Herrlichkeit/ sollst du sehn in Ewigkheit,/ mit den Engeln jubilieren,/ ewig, ewig triumphieren. Offenbarung Zohannes 21, 4 Freiberg, 1620 Eigene Weise Erfurt, 1663 2—— — 4——— 6. Je ⸗ ru⸗ sa⸗ lem, du hoch ⸗ ge ⸗ bau ⸗te Mein sehn⸗lich Herz so groß Ver ⸗-lan-gen Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! hat und ist nicht mehr bei W2 1—5 12———— Hrn brnn Enen Emm, * 1— +— E L— mir; weit ü⸗ ber Berg und Ta ⸗le, weit * SI———— +———— 7— +4 PZᷓᷓPDPDPSPDPDPꝑPꝑPꝑPꝑPEPEEEEEE ü⸗ ber bla⸗ches Feld schwingt es sich ü⸗ber +— 1 N 6 1— 2——— H *—..—** 5U—— H I.—. al ⸗ le und eilt aus die ⸗ser Welt. 2. O du bom die Ses wählten landꝰ 3. O Pfort;/ bin kom heit,/ un 4. W gezogen seh ich, hat gesa lond. 5. Pre insgemein t und diesem ahn in hieren. erg: 0²0 Tod, Gericht und ewiges Leben 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,/ wann wirst du kommen schier,/ da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund/ die Seele geb von mir/ in Gottes treue Hände/ zum auser⸗ wählten Pfand,/ daß sie mit Heil anlände/ in jenem Vater⸗ landꝰ 3. O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir,/ tu auf der Gnaden Pfort;/ wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,/ eh ich bin kommen fort/ aus jenem bösen Leben,/ aus jener Nichtig⸗ keit,/ und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewiglheit. 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar/ ommt dort gezogen schon?/ Was in der Welt von Auserwählten war,/ seh ich, die beste Kron,/ die Jesus mir, der Herre,/ entgegen hat gesandt,/ da ich noch war so ferne/ in meinem Tränen⸗ land. 5. Propheten groß und Patriarchen hoch,/ auch Christen insgemein,/ die weiland dort trugen des Kreuzes JIoch/ und der Tyrannen Pein,/ schau ich in Ehren schweben,/ in Frei⸗ heit überall,/ mit Klarheit hell umgeben,/ mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Para⸗ deis,/ von höchster Freud erfüllet wird der Sinn,/ der Mund von Lob und Preis./ Das Halleluja reine/ man singt in Heiligkeit,/ das Hosianna feine/ ohn End in Ewigheit, 7. mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,/ in Chören ohne Zahl,/ daß von dem Schall und von dem süßen Ton/ sich regt der Freudensaal,/ mit hunderttausend Zungen,/ mit Stim⸗ men noch viel mehr,/ wie von Anfang gesungen/ das große Himmelsheer. Offenbarung Johannes 21, 1—3 Zohann Matthäus Meyfart, 1590—1642 Tod, Gericht und ewiges Leben 318 Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist Französischer Wal 84. Lyon, 1562 ch bin ja, Herr, in dei⸗ ner—— bn hast mich m. 3——— ————— an das Bt ge⸗bracht, 8 un ⸗ter- hältst mir 5— ðv—— E= — —.— das Le⸗ 2—m du ken⸗nest mei⸗ner Mon⸗den Zahl, weißt, wann ich die⸗sem Jammer⸗tal auch wieder —— 5 159 gu⸗ te Nacht muß ge-ben; wo, wie und wann ich E G 35 ster⸗ben soll, das weißi 5„, Va⸗ ter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein,/ der mir in meiner letzten Pein/ mit Trost und Rat weiß beizuspringen?/ Wer nimmt sich meiner Seele an,/ wenn nun mein Leben nichts mehr kann/ und ich muß mit dem Tode ringen,/ wenn aller Sinne Kraft gebricht? /Tust du es, Gott, mein Heiland, nichtꝰ 3. Herr Zesu, ich, dein teures Gut,/ bezeug es selbst mit deinem Blut,/ daß ich der Sünde nicht gehöre./ Was schont denn Satan meiner nicht/ und schreckt mich durch das Zorn⸗ gericht?/ Komm, rette deines Leidens Ehre!/ Was gibest du mich fremder Hand/ und hast so viel an mich gewandtꝰ 4. Ne dein wal ich aller mich her jeht kanr Römer d, 3 Eigene We un ich 5wohl. meiner 17/ Wer n nicts mn aller d„ nichtẽ abst mit 15 shont 33 Zoti⸗ cibest du 1² Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Rein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil,/ du lässest mich, dein wahres Teil,/ zu fest in deinem Schoße sitzen./ Hier lach ich aller Macht und Not,/ es mag Gesetz, Höll oder Tod/ auf mich her donnern oder blitzen./ Dieweil ich lebte, war ich dein, /⸗ jetzt kann ich keines andern sein. Römer 8, 35—39 Simon Dach, 1605-1659 Eigene Weise Johann Crüger, Berlin, 1647 ——— E—.—.*——*— + 2 R —— 1— ö — EEEEEEEE durch den Tod zu Gott ge⸗om⸗men! Ihr seid ent⸗ gan⸗gen al⸗ler Not, die uns noch hält ge⸗fan⸗gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben,/ da nur Sorge, Furcht und Schrechen schweben;/ was wir hier kennen,/ ist nur Müh und Herzeleid zu nennen; 3. ihr hingegen ruht in eurer Kammer/ sicher und befreit von allem Jammer;/ kein Kreuz und Leiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen,/ habt das schon, wonach wir uns erst sehnen,/ euch wird gesungen,/ was durch keines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Him⸗ mel für die Welt ererben?/ Wer wollt hier bleiben,/ sich den Jammer länger lassen treiben? Tod, Gericht und ewiges Leben 6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen,/ lös uns auf und führ uns bald von dannen./ Bei dir, o Sonne,/ ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Offenbarung Johannes 14, 13 Simon Dach, 1605- 1659 Weise: Vater unser im Himmelreich Leipzig, 1539 122— In Chri-sti Wun⸗den schlaf ich ein, die ma⸗chen 2 , n EEE— mich von Sün ⸗den rein; Chri⸗sti Blut und Ge⸗ EU I—„ 1 3 ereeden rlitteetttute —.——— EE rech-tig ⸗keit, das ist mein Schmuch und Eh⸗ren⸗ — EIG E 4 E kleid. Da ⸗ mit will ich vor Gott be⸗ 25 5—*—— 4—— E— 9— 1„ 7 H stehn, wenn ich zum Him⸗ mel werd ein⸗gehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin,/ ein Gotteskind ich allzeit bin. Hab Dank, o Tod, du förderst mich;/ ins ewge Leben wandre ich,/ mit Christi Blut gereinigt fein. /Herr Jesu, stärk den Glauben mein! 1. Johannes 1, 7 Leipzig, 1638 Eigene Weise 2. Kein Zet nicht hat hein; mer ab iht it hel 9. O 60 lang;/ hie lange Rat recht von schrelich ewge Jesu, ig 15⁰ Tod, Gericht und ewiges Leben 32¹ Eigene Weise Johann Crüger, 1653 *—— 2————.—..—.—.— ..........................T 1222 2—.—. + I 1 — O E⸗wig ⸗keit, du Don-ner-wort, 0 O E⸗wig ⸗keit, Zeit oh-ne Zeit, ich EHA. ů we R EW ————— L 2— 1 Schwert, das durch die See⸗le bohrt, o An⸗fang weiß vor gro ⸗-ßer Trau⸗rig⸗keit nicht, wo ich EVHU x 1 R— E 1 ..—..—— ö— ————— E— EEI r n 21— +—— son⸗der En⸗de! mich hinwen⸗de. Mein ganz erschrochnes Herz er⸗ 4 E ů—— I EU. 2— T—F E—45———j——— 92232—— 5— 0—— bebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt,/ das endlich mit der Zeit nicht fällt/ und ganz wird aufgehoben;/ die Ewigheit nur hat kein Ziel,/ sie treibet fort und fort ihr Spiel,/ läßt nim⸗ mer ab zu toben;/ ja wie mein Heiland selber spricht,/ aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3. O Ewigheit, du machst mir bang,/ o, ewig, ewig ist zu lang;/ hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht/ zusamt der großen Pein betracht,/ erschreck ich recht von Herzen;/ nichts ist zu finden weit und breit/ so schrechlich als die Ewiglheit. Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht,/ wie strafst du einen bösen Knecht/ so hart im Pfuhl der Schmerzen;/ auf kurze Sünden dieser Welt/ hast du so lange Pein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen,/ betracht es oft, o Menschenkind:/ kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf;/ ermuntre dich, verlornes Schaf,/ und beßre bald dein Leben!/ Wach auf, es ist doch hohe Zeit,/ es kommt heran die Ewigkeit,/ dir deinen Lohn zu geben./ Vielleicht ist heut der letzte Tag;/ wer weiß, wie man noch sterben mag! 6. O Ewigkheit, du Donnerwort,/ o Schwert, das durch die Seele bohrt,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkleit, Zeit ohne Zeit,/ ich weiß vor großer Trauriglheit/ nicht, wo ich mich hin⸗ wende./ Nimm du mich, wenn es dir gefällt,/ Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Matthäus 24, 42—51 Zohann Rist, 1607—1667 32² Weise: Ermuntre dich, mein schwacher Geist ZJohann Schop, Lüneburg, 1641 Du bist zwar mein und blei-best mein, wer Doch bist du nicht nur mein al- lein; der will mir an⸗ ders sa ⸗ genꝰ Herr von ew⸗ gen Ta ⸗ gen, + mei ⸗-ste Recht an dir, der for ⸗dert 2. Ache ner Seele erwählen., meines He Sterben i 3. So so noch besser sie noch gr ist der Bi in aller? einen lurze nimm hurz dich, uf, es deinen Weiß, ich die it ohne ch hin⸗ esu, in ⁷7Lbb⸗ urg,L64l 1— Tod, Gericht und ewiges Leben E—.. 1 und er⸗hebt von mir dich, o mein Sohn, mein —.—.— T— III.II...I.............. T ——— Wil ⸗le, mein Herz und Wun⸗sches Fül ⸗ 2. Ach gält es wünschen, wollt ich dich,/ du Sternlein mei⸗ ner Seelen,/ vor allem Weltgut williglich/ mir wünschen und erwählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir! /Du sollst sein meines Hauses Zier,/ an dir will ich mein Lieben/ bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut,/ Gott aber meint's noch besser./ Groß ist die Lieb in meinem Mut,/ in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr,/ Gott ist der Väter Haupt und Ehr,/ ein Quell, da Alt und Jungen/ in aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn,/ und der mir ihn gegeben,/ will, daß er nah an seinem Thron/ im Himmel solle leben.) Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt!/ Gott spricht: Willkomm, du liebes Kind,/ dich will ich bei mir haben/ und ewig reichlich laben! 5. O süßer Rat, o schönes Wort/ und heilger, als wir denken; /bei Gott ist ja kein böser Ort,/ kein Unglück und kein Kränken,/ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn,/ bei Gott kann keinem Leid geschehn;/ wen Gott versorgt und lie⸗ bet,/ wird nimmermehr betrübet. 6. Wie manches junge, fromme Blut/ wird jämmerlich ver⸗ führet/ durch bös Exempel, daß es tut,/ was Christen nicht gebühret. /Da hat's denn Gottes Zorn zum Lohn,/ auf Erden nichts als Spott und Hohn;/ der Vater muß mit Grämen/ sich seines Kindes schämen. Tod, Gericht und ewiges Leben 7. Ein solches darf ja ich nun nicht/ an meinem Sohn er⸗ warten;/ der steht vor Gottes Angesicht/ und geht in Christi Garten,/ hat Freude, die ihn recht erfreut,/ und ruht von allem Herzeleid;/ er sieht und hört die Scharen,/ die uns allhier be⸗ wahren. 8. Ach sollt ich doch von ferne stehn/ und nur ein wenig hören,/ wenn deine Sinne sich erhöhn/ und Gottes Namen ehren,/ der heilig, heilig, heilig ist,/ durch den du auch ge⸗ heiligt bist:/ ich weiß, ich würde müssen/ vor Freude Tränen gießen. 9. Nun, es sei ja und bleib also,/ will dich nicht mehr be⸗ weinen;/ du lebst und bist von Herzen froh,/ siehst lauter Sonnen scheinen,/ die Sonnen ewger Freud und Ruh;/ hier leb und bleib nun immerzu;/ ich will, will's Gott, mit andern/ auch bald hinüberwandern. Matthäus 6, 10 b Paul Gerhardt, 1607—-1776 Eigene Weise Johann Stade, 1628 Ich bin ein Gast auf Er ⸗ den und der Him⸗ mel soll mir wer⸗ den, da ——— H I j—5 II———1 1 ALdrr de E——.—. 12— hab hier kei⸗ nen Stand; ist mein Va⸗ter land. Hier H.— —.——..—.— I 1 S.. EWiiE E reis' ich bis zum Gra⸗ be, dort in der ew⸗ gen ga 2. Was als Müh ich so mat mer und n 3. Mich schrecht; /L Angst erwe nicht verse Geduld. 4. S0 f wir uns no zogen hin der Zod si 5. Ich vll ih be durhgebru tungen, 0 n er⸗ Christi allem ier be⸗ wenig tamen h ge⸗ Lränen hr be⸗ lauter ier leb idern/ 7·-⁷⁷0 ade, 1028 Tod, Gericht und ewiges Leben D. 2—u—— L e, äB———— 5——— Ruh ist Got ⸗ tes Gna⸗ den⸗ * 4* EEEE— + +—* N P E—1 2— gan⸗ be, die schleußt all Ar ⸗beit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von meiner Jugend an/ als Müh und Not gewesen?/ Solang ich denken kann,/ hab ich so manchen Morgen,/ so manche liebe Nacht/ mit Kum⸗ mer und mit Sorgen/ des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen/ manch harter Sturm er⸗ schreckt;/ Blitz, Donner, Wind und Regen/ hat mir manch Angst erwecht;/ Verfolgung, Haß und Neiden,/ ob ich's gleich nicht verschuldt,/ hab ich doch müssen leiden/ und tragen mit Geduld. 0 4. So ging's den lieben Alten,/ an deren Fuß und Pfad/ wir uns noch täglich halten,/ wenn's fehlt am guten Rat;/ sie zogen hin und wieder,/ ihr Kreuz war immer groß,/ bis daß der Tod sie nieder/ legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glüch und Leid;/ was will ich besser leben/ als solche frommen Leut?/ Es muß ja durchgedrungen,/ es muß gelitten sein;/ wer nicht hat wohl ge⸗ rungen,/ geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben/ mein Leben durch die Welt,/ doch denk ich nicht zu bleiben/ in diesem fremden Zelt./ Ich wandre meine Straßen,/ die zu der Heimat führt,/ da mich ohn alle Maßen/ mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben,/ da aller Engel Schar/ den großen Herrscher loben,/ der alles ganz und gar/ in seinen Händen träget/ und für und für erhält,/ auch alles hebt und leget,/ nachdem's ihm wohlgefällt: Tod, Gericht und ewiges Leben 8. zu dem steht mein Verlangen,/ da wollt ich gerne hin;/ die Welt bin ich durchgangen,/ daß ich's fast müde bin./ Je länger ich hier walle,/ je wenger find ich Freud,/ die meinem Geist gefalle;/ das meist ist Herzeleid. 9. Die Herberg ist zu böse,/ der Trübsal ist zu viel./ Ach komm, mein Gott, und löse/ mein Herz, wenn dein Herz will;/ komm, mach ein seligs Ende/ an meiner Wanderschaft,/ und was mich kränkt, das wende/ durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen,/ ist nicht mein rechtes Haus./ Wenn mein Ziel ausgemessen,/ so tret ich dann hinaus,/ und was ich hier gebrauchet,/ das leg ich alles ab,/ und wenn ich ausgehauchet,/ so scharrt man mich ins Grab; 11. du aber, meine Freude,/ du meines Lebens Licht,/ du ziehst mich, wenn ich scheide,/ hin vor dein Angesicht/ ins Haus der ewgen Wonne,/ da ich stets freudenvoll/ gleich als die helle Sonne/ nebst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen/ und nicht nur als ein Gast/ bei denen, die mit Kronen/ du ausgeschmücket hast;/ da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun/ und frei von schnöden Dingen/ in meinem Erbteil ruhn. Psalm 119, 19 Paul Serhardt, 1607-1676 32⁴ Eigene Weise Michael Franch, Koburg, 1652 Fi ᷓ Ach wie flüch⸗tig, ach wie nich-tig ist der 125747——.— . Men⸗schen Le-ben! Wie ein Ne-bel bald ent⸗ 2. A Togel/ nicht hä 3. A Freudel Dunhel, Tod, Gericht und ewiges Leben hin/———— Wn E ö 0 ste ⸗ het und auch wie- der bald ver⸗ „Ach— ,e, r, e, der und 2 0 . ge⸗ het, so ist un⸗ser Le-⸗ben, se- het! aus./ L 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ sind der Menschen + Tage!/ Wie ein Strom beginnt zu rinnen/ und mit Laufen nicht hält innen,/ so fährt unsre Zeit von hinnen. „/ bu Haus 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen s die Freude!/ Wie sich wechseln Stund und Zeiten,/ Licht und Dunkel, Fried und Streiten,/ so sind unsre Fröhlichkeiten. 90 4. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen phR Schöne! /Wie ein Blümlein bald vergehet,/ wenn ein rauhes Lüftlein wehet,/ so ist unsre Schöne, sehet! W2Ib0'210. d, 5. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ sind der Menschen Schätze!/ Es kann Glut und Flut entstehen,/ dadurch, eh wir uns versehen,/ alles muß zu Trümmern gehen. urg,I5o — 6. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen 22 Prangen!/ Der im Purpur hoch vermessen/ ist als wie ein Gott gesessen,/ dessen wird im Tod vergessen. der 3 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ sind der Menschen Sachen!/ Alles, alles, was wir sehen,/ das muß fallen und vergehen. /Wer Gott fürcht't, wird ewig stehen. 1. Petrus 1, 24. 25 Michael Franch, 1609—1667 Tod, Gericht und ewiges Leben 32⁵ Weise: O Welt, sieh hier dein Leben Um 1750 ..— f6 SSDI Die der Er⸗den muß Rauch und Asche .—.—.—.— wer⸗den, kein Fels, bein en 265 stehn. Dies, 0 E1H n EiiiE was uns kann er-göt-zen, was wir für e⸗wig E. schät⸗zen, wird als ein leich⸗ ter Traum ver⸗ gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten,/ den wir unsterblich achten,/ ist nur ein falscher Wahn;/ sobald der Geist gewichen/ und dieser Mund erblichen,/ fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft kein weises Wissen,/ wir werden hingerissen/ ohn einen Unterscheid./ Was nützt der Schlösser Menge?/ Dem hier die Welt zu enge,/ dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen,/ was Müh und Fleiß ge⸗ winnen/ und saurer Schweiß erwirbt. /Was Menschen hier besitzen,/ kann für den Tod nichts nützen;/ dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen,/ das nicht ein heimlich Schmerzen/ mit Herzensangst vergällt?/ Was ist's, womit wir prangen?/ Wo wirst du Ehr erlangen,/ die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Wie eine Rose blühet,/ wenn man die Sonne siehet/ be⸗ grüßen diese Welt,/ die, eh der Tag sich neiget,/ eh sich der Abend zeiget,/ verwelkt und unversehens fällt, 7. so von Sch lecht zur 8. Wi uns vor und, eh 9. Au den Aug ein Sttor 10. V Lehre/ ur den hein 11. A bauet,/ u und nimi Lubas 12, Tod, Gericht und ewiges Leben 7. so wachsen wir auf Erden/ und hoffen groß zu werden,/ von Schmerz und Sorgen frei;/ doch eh wir zugenommen/ und recht zur Blüte kommen,/ bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre;/ indessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen,/ der Erde sagen gute Nacht. 9. Auf, Herz, wach und bedenhe,/ daß dieser Zeit Geschenke/ den Augenblich nur dein. /Was du zuvor genossen,/ ist als ein Strom verflossen;/ was künftig, wessen wird es sein? 10. Verlache Welt und Ehre,/ Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre/ und geh den Herren an,/ der immer König bleibet,/ den keine Zeit vertreibet,/ der einzig selig machen kann. 11. Wohl dem, der auf ihn trauet!/ Er hat recht fest ge⸗ bauet,/ und ob er hier gleich fällt,/ wird er doch dort bestehen/ und nimmermehr vergehen,/ weil ihn die Stärke selbst erhält. Lukas 12, 16—21 Andreas Gryphius, 1616—1664 Eigene Weise(2. Weise) Jakob Hintze, 1678 E 5———— P—.——. 1—— EV 2————— 55 Al ⸗ le Men⸗schen müs⸗ sen ster⸗ben, al ⸗les was da le⸗- bet, muß ver⸗der⸗ben, soll es I —— S. Fleisch ver⸗geht wie Heu; an⸗ ders wer⸗den neu; — — 1 + die⸗ ser Leib, der muß ver⸗ — — 1 *— E 1— — 3*— ne⸗sen zu der 4 —— 2 + + 2 5 V.—— we⸗sen, wenn er an⸗-ders soll ge 4 gro⸗ßen Herr⸗-lich⸗Heit, die den Frommen ist be⸗reit. 29 Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Drum so will ich dieses Leben,/ weil es meinem Gott beliebt,/ auch ganz willig von mir geben,/ bin darüber nicht betrübt;/ denn in meines Jesu Wunden/ hab ich nun Erlösung funden,/ und mein Trost in Todesnot/ ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben,/ und sein Tod ist mein Ge⸗ winn. /Er hat mir das Heil erworben;/ drum fahr ich mit Freuden hin,/ hin aus diesem Weltgetümmel/ in des großen Gottes Himmel,/ da ich werde allezeit/ schauen die Drei⸗ faltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben,/ da viel tausend Seelen schon/ sind mit Himmelsglanz umgeben,/ dienen Gott vor seinem Thron;/ da die Seraphinen prangen/ und das hohe Lied anfangen: /Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott der Vater, Sohn und Geist; 5. da die Patriarchen wohnen,/ die Propheten allzumal,/ wo auf ihren Ehrenthronen/ sitzet der zwölf Boten Zahl,/ wo in so viel tausend Jahren/ alle Frommen hingefahren,/ da wir unserm Gott zu Ehrn/ ewig Halleluja hörn. 6. O Jerusalem, du schöne,/ ach wie helle glänzest du!/ Ach wie lieblich Lobgetöne/ hört man da in sanfter Ruh!/ O der großen Freud und Wonne!/ Zetzo gehet auf die Sonne,/ jetzo gehet an der Tag,/ der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket/ alle diese Herrlichkeit;/ jetzo werd ich schön geschmücket/ mit dem weißen Himmelskleid/ und der güldnen Ehrenkrone,/ stehe da vor Gottes Throne,/ schaue solche Freude an,/ die kein Ende nehmen hann. Psalm 103, 14—18 Johann Georg Albinus, 1624—1679(7); Leipzig, 1652 Eigene We 2. Jes schauen,, grauenꝰ sich zieht 3. 3 bunden, . hertlic luferste lh sein Tod, Gericht und ewiges Leben 327 Eigene Weise(1. Weise) Berlin, 1653 4—4 I 1 TS.— +— 2 1—— 2+— W E EE— G⸗ Ze⸗ sus, mei ⸗-ne Zu-ver⸗ sicht und mein mit die ⸗ses weiß ich; sollt ich nicht dar ⸗um ——* 550 . Hei ⸗ land, ist im Le ⸗ben: vor mich zu ⸗frie den ge⸗ 1⁴ lan⸗ge To-des⸗nacht mir auch für Ge⸗dan⸗ken machtꝰ 2. Zesus, er mein Heiland, lebt;/ ich werd auch das Leben schauen,/ sein, wo mein Erlöser schwebt,/ warum sollte mir denn grauen?/ Lässet auch ein Haupt sein Glied,/ welches es nicht nach sich ziehtꝰ Ach 3. Ich bin durch der Hoffnung Band/ zu genau mit ihm ver⸗ der bunden,/ meine starke Glaubenshand/ wird in ihn gelegt be⸗ jeho funden,/ daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen kann. Ieh0 4. Ich bin Fleisch und muß daher/ auch einmal zu Asche und werden;/ das gesteh ich, doch wird er/ mich erwecken aus der Haue Erden,/ daß ich in der Herrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht/ wird ihn, meinen Heiland, 152 kennen;„ich, ich selbst, kein Fremder nicht,/ werd in seiner Liebe brennen;/ nur die Schwachheit um und an/ wird von mir sein abgetan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht,/ wird dort frisch und herrlich gehen;/ irdisch werd ich ausgesät,/ himmlisch werd ich auferstehen; /hier geh ich natürlich ein,/ dort, da werd ich geist⸗ lich sein. 29* Tod, Gericht und ewiges Leben 7. Seid getrost und hocherfreut,/ Zesus trägt euch, meine Glieder;/ gebt nicht statt der Traurigkeit;/ sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,/ wenn die letzt Posaun erklingt,/ die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft,/ lacht des Todes und der Höllen,/ denn ihr sollt euch durch die Luft/ eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß/ liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt/ von den Lüsten dieser Erden/ und euch dem schon jetzt ergebt,/ dem ihr beigefügt sollt werden./ Schicht das Herze da hinein,/ wo ihr ewig wünscht zu sein. Hiob 19,25—27 Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg(e); Berlin, 1653 328 Weise: O Ewigkeit, du Donnerwort ZJohann Crüger, 1653 E—— 2222.—— ꝗ 2 L——.— 2 8— + 2 O E⸗ wig⸗keit, du Freu ⸗ den-wort, das O E⸗ wig⸗keit, Freud oh ⸗ ne Leid, ich 0 ö—4*—1 n fr t r, e. 2. 2 72 E 4 1 mich er⸗ quik⸗ket fort und fort, o An⸗fang weiß vor Her- zens-fröh- lich-keit gar nichts mehr son⸗ der En⸗ de! vom E⸗len⸗ de, weil mir ver-süßt die E⸗wig⸗ 151. H —.— +——4— keit, was uns be ⸗ trü⸗ bet in der Zeit. 2. JU tausend Engeln güldnen Nonna 3. Ac Begier, dahin/ zu stteb nach de 4. O. sort,/ o ich weiß Herr de Pfalm 42, Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Im Himmel lebt der Christen Schar/ bei Gott viel tausend, tausend Jahr/ und werden des nicht müde;/ sie stimmen mit den Engeln ein,/ sie sehen stets der Gottheit Schein,/ sie haben güldnen Frieden,/ da Christus gibt, wie er verheißt,/ das det Manna, das die Engel speist. iland 3. Ach wie verlanget doch nach dir/ mein mattes Herze mit unter Begier,/ du überselig Leben!/ Wann werd ich doch einmal dahin/ gelangen, wo mein schwacher Sinn/ stets pfleget nach Oieser zu streben?/ Ich will der Welt vergessen ganz,/ mich sehnen sollt nach des Himmels Glanz. ünsht 4. O Ewigkeit, du Freudenwort,/ das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigleit, Freud ohne Leid,/ in. 155 ich weiß von keiner Traurigkeit,/ wenn ich mich zu dir wende./ Herr Zesu, gib mir solchen Sinn/ beharrlich, bis ich komm dahin. Psalm 42,3 Kaspar Heunisch, 1620—1690 Eigene Weise Johann Rudolf Ahle, 1662 .....— 4 das 2, e e, e,W. ich* ů ö ö Es ist ge⸗ nug! So nimm, Herr, mei ⸗-nen lös auf das Band, das all ⸗ ge⸗mach schon 225 EH ů*—4—— 1* I e,=e H. fang 7 22.55.—— H meht Geist zu Zi⸗ ons Gei ⸗stern hin; ⸗sen Sinn, reißt, be ⸗ frei ⸗ e die —— 2 +—..—————————— der sich nach sei⸗ nem Got⸗te seh⸗net, der täg⸗lich —3 D I* 2 I H klagt, der nächt⸗lich trä⸗ net. Es ist ge⸗ nug. Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast/ den Rüchen wund gemacht./ Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last!/ Ich schwemme manche Nacht/ mein hartes Lager ganz mit Tränen;/ wie lang, wie lang muß ich mich sehnen?/ Es ist genug. 3. Es ist genug, wenn nur mein Zesus will,/ er kennet ja mein Herz;/ ich harre sein und halt indessen still,/ bis er mir allen Schmerz,/ der in der siechen Brust mir naget,/ zurücke legt und zu mir saget:/ Es ist genug. 4. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt,/ so spanne mich doch aus!/ Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, o Welt,/ ich fahr in's Himmels Haus;/ ich fahre sicher hin in Frieden,/ mein großer Jammer bleibt danieden. /Es ist genug. 1. Könige 19,4 Franz Joachim Burmeister, 1633—1672 Eigene Weise(Bei Franz Vollrat Buttstedt, 1774) Elberfeld, 1805 EV—— n. 474.— ö—— 2—3— H——. 2 E 2—— 2 EDEI 2„—⁴ 2— + L. 2— Wer weiß, wie na⸗he mir mein En⸗-de! Hin Ach wie ge⸗schwin-de und be⸗ hen ⸗-de kann 2—— 15 I. IJ.—6 1— 2 2* 1 1.—..— II 1 V II— + 1 + 2 14— ꝛ2:289212 I C 1 EH——— 11 geht die Zeit, her kommt der Tod. Mein kom⸗ men mei⸗ ne To⸗ des⸗not! —41.——— 1 1 irn— XVII.— I D. I 2 + E 1 2 E— 1I 1 E— 1 Gott, mein Gott, ich bitt durch Chri ⸗= sti — e,..., n, a,k LV E E +7 1 2— L 7 1—— I Blut: Mach's nur mit mei⸗ nem En⸗de gut! 2. Es frühen ich in sie Christi X 3. He einstens ja nicht durch Ch 4. Laß für und willst, so Christi 2 5. M diese W sei vorg Blut:/ 6. At Desu zu kecht er Christis Mein 9 durth E 8. 8 Tauf/ genomm Blut/ 9. 30 tunhen in ihm Christi Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden,/ als es am frühen Morgen war;/ denn weil ich leb auf dieser Erden,/ leb ich in steter Todsgefahr./ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: /Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken/ und, wenn ich einstens sterben muß,/ die Seel in Jesu Wunden senhen/ und ja nicht sparen meine Buß./ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen,/ daß ich bereit sei für und für/ und sage frisch in allen Fällen:/ Herr, wie du willst, so schick's mit mir. Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Mach immer süßer mir den Himmel/ und immer bittrer diese Welt;/ gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ die Ewigheit sei vorgestellt.) Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: /Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, dech all meine Sünde/ mit dem Verdienste Zesu zu,/ darein ich mich fest gläubig winde;/ das gibt mir recht erwünschte Ruh./ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide,/ nichts, es sei Leben oder Tod./ Ich leg die Hand in seine Seite/ und sage: Mein Herr und mein Gott!/ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: /Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen/ schon längst in meiner heilgen Tauf,/ du bist mir auch daher gewogen,/ hast mich zum Kind genommen auf./ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: /Mach's nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Zesu Leib gegessen,/ ich hab sein Blut ge⸗ trunken hier;/ nun kannst du meiner nicht vergessen,/ ich bleib in ihm und er in mir./ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Mach's nur mit meinem Ende gut! Tod, Gericht und ewiges Leben 10. So komm mein End heut oder morgen,/ ich weiß, daß mir's mit Jesu glücht,/ ich bin und bleib in deinen Sorgen,/ mit Jesu Blut schön ausgeschmückt./ Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Mach's nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indes in dir vergnüget/ und sterb ohn alle Kümmernis. /Mir gnüget, wie mein Gott es füget;/ ich glaub und bin es ganz gewiß: /Mein Gott, mein Gott, aus Gnad durch Christi Blut/ machst du's mit meinem Ende gut. Psalm 39, 5.6 Ämilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-⸗Rudolstadt, 1637— 1708 331 Vorreformatorisch. Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt Wetter(Hessen), 1589 E 1— 4— IIIIIARHN— Wie fleugt da-hin der Men⸗schen Zeit, wie ei ⸗let E 1.— 4 —+.— + I I* l +. 1 CUU— + ++ 1„*—. +— E— 2** L 1.m— 1 man zur E⸗ wig=keit! Wie wen ⸗ge —— * 4 Eeh 57——1 + +—— 1 den ⸗ ken an die Stund von Her-⸗zens⸗ E 1 I VNHN EHAUATS I E L L.H—4 W. 2: 2— I +V + grund, wie schweigt hier-von der trä⸗ ge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum,/ ein nichtger, leerer Wasserschaum;, es gleicht dem Gras, das heute steht/ und schnell vergeht,/ sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir/ das, was du bist; ich traue dir./ Laß Berg und Hügel fallen hin,/ mir ist Ge⸗ winn,/ wenn ich allein bei Jesu bin. 4. G Sohn,/ eh ich ö. Wi tum in bedenh deinem ich/ mit Rob 15.l VPeise: Go Erden Me daß en,/ Hott, gutl alle laub Hnad 17⁰⁶ Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Solang ich in der Hütte wohn,/ so lehre mich, o Gottes Sohn,/ gib, daß ich zähle meine Tag/ und munter wach,/ daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not,/ Lust, Ehr und Reich⸗ tum in dem Tod?/ O Mensch, du läufst dem Schatten zu,/ bedenk es nu,/ du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 6. Weg Eitellheit, der Narren Lust!/ Mir ist das höchste Gut bewußt,/ das such ich nur, das bleibet mir./ O mein Begier,/ Herr ZJesu, zieh mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh/ und bald vor deinem Throne steh!/ Du unterdessen lehre mich,/ daß stetig ich/ mit klugem Herzen suche dich. Hiob 14,1—5 Zoachim Neander, 1650— 1680 332 Weise: Gott des Himmels und der Erden(Neuere Form) Heinrich Albert, 1642 — E— 135— E 11—.— 2——— E—5— 7— E —.—.—.— 1—— 2— +— 4 Wer sind die vor Got⸗ tes Thro⸗- ne? Was ist Ze⸗ der trä- get ei ⸗ ne Kro ⸗ ne, glän⸗zet 1=212.— D—.——— E 2———— das für ei ⸗ ne Schar?ꝰ gleich den Ster ⸗nen klar; ——— 1— H —8 sin ⸗gen all, lo⸗ben Gott mit h0 ⸗hem Schall. 2. Wer sind die in reiner Seide,/ welche ist Gerechtigheit,/ angetan mit weißem Kleide,/ das bestäubet keine Zeit,/ das veraltet nimmermehr?/ Wo sind diese kommen her? Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Es sind die, so wohl gerungen/ für des großen Gottes Ehr,/ haben Fleisch und Blut bezwungen,/ nicht gefolgt des Satans Heer;/ die erlanget auf den Krieg/ durch des Lammes Blut den Sieg. 4. Es sind die, so viel erlitten/ Trübsal, Schmerzen, Angst und Not,/ im Gebet auch oft gestritten/ mit dem hochgelobten Gott;/ nun hat dieser Kampf ein End,/ Gott hat all ihr Leid gewendt. 5. Es sind Zeugen eines Stammes,/ der uns Huld und Heil gebracht,/ haben in dem Blut des Lammes/ ihre Kleider hell gemacht,/ sind geschmücht mit Heiligkeit,/ prangen nun im Ehrenkleid. 6. Es sind die, so stets erschienen/ hier als Priester vor dem Herrn,/ Tag und Nacht bereit zu dienen,/ Leib und Seel ge⸗ opfert gern;/ nun stehn sie zu Gottes Ruhm/ vor dem Stuhl im Heiligtum. 7. Ach Herr Jesu, meine Hände/ ich zu dir nun strecke aus,/ im Gebet mich zu dir wende,/ der ich noch in deinem Haus/ hier auf Erden steh im Streit;/ treib, o Herr, die Feinde weit. 8. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen,/ Teufel, Sünde, Höll und Welt;/ laß mich nicht danieder liegen,/ wenn ein Sturm mich überfällt;/ führe mich aus aller Not,/ Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 9. Laß mein Teil sein bei den Frommen,/ welche, Herr, dir ähnlich sind/ und aus großer Trübsal kommen./ Hilf, daß ich auch überwind/ alle Trübsal, Not und Tod,/ bis ich homm zu meinem Gott. 10. O wie groß wird sein die Wonne,/ wenn wir werden allermeist/ schauen auf dem hohen Throne/ Vater, Sohn und heilgen Geist!/ Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigheit! Offenbarung Johannes 7 Heinrich Theobald Scheuch, 1656—1727 Tod, Gericht und ewiges Leben 333 Weise: Es ist genug Zohann Rudolf Ahle, 1662 EV——— 4.— 1 — 77..—.— ů—.3.. ö— E** 2.— —————— Zeuch hin, mein Kind; denn Gott selbst for-dert Ich lei ⸗ de zwar, dein Tod be⸗ trü⸗ bet P, ͤvkuʒnuuʒ;uy . dich aus die ⸗ ser ar ⸗ gen Welt. mich; doch weil es Gott ge ⸗fällt, 1=2....——————— so un ⸗ter ⸗laß ich al ⸗les Kla⸗ gen und E———— 2—3 E—1.—— 1 e, 2 1 will mit stil⸗lem Gei⸗ste sa⸗ gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir/ nur in der Welt geliehn./ Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir,/ jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen;/ was dieser will, das muß geschehen./ Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du,/ was dir die Welt versagt;/ denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh,/ kein Schmerz mehr dort uns plagt./ Hier müssen wir in Angsten schweben,/ dort kannst du ewig fröhlich leben./ Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach,/ sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach/ verbittert diese Welt. /Wer lange lebt, steckt lang im Leide;/ wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude./ Zeuch hin, mein Kind! Tod, Gericht und ewiges Leben 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon/ auf deinen frommen Geist. /Du siehest auch, wie Jesus, Gottes Sohn,/ dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden,/ du hast in Jesu überwunden./ Zeuch hin, mein Kind! Psalm 16,6 Gottfried Hoffmann, 1658—1712 Weise: Valet will ich dir geben Leipzig, 1615 —— r 1——„ 1212—— 1. I Er⸗ mun-tert euch, ihr From⸗-men, zeigt eu-rer Der A⸗bend ist ge⸗ kom ⸗- men, die fin-stre —.—* 45 SSSSRRRR Lam ⸗pen Schein. Nacht bricht ein. H 5nnrnn 6zan Hinnn.pie rin. ———.—11 1.—— ma ⸗ chet der Bräu ⸗-ti ⸗ gam mit Pracht; auf, 0 E 5 5 85— 4— H E ů 4————— H 4— 2 E— H — 2 be⸗ tet, kämpft und wa⸗chet, bald ist es Mit⸗ter⸗nacht. 2. Macht eure Lampen fertig/ und füllet sie mit Ol/ und seid des Heils gewärtig,/ bereitet Leib und Seel;/ die Wächter Zions schreien:/ Der Bräutigam ist nah,/ begegnet ihm im Reihen/ und singt Halleluja! 3. Jh mit JIct Tür ist Reichsge 4. Er ein:/ mo herheißt Tag vor 5. Be steudigen Freuden wunden, 6. Di nun nac leben un iumphi Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Ihr klugen Zungfraun alle,/ hebt nun das Haupt empor/ mit Jauchzen und mit Schalle/ zum frohen Engelchor./ Die Tür ist aufgeschlossen,/ die Hochzeit ist bereit. Auf, auf, ihr Reichsgenossen!/ Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen,/ drum schlafet nicht mehr ein;/ man sieht die Bäume blühen,/ der schöne Frühlingsschein/ verheißt Erquickungszeiten;/ die Abendröte zeigt/ den schönen Tag von weitem,/ davor das Dunlkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden,/ ihr, die ihr Zion liebt,/ mit freudigen Gebärden/ und seid nicht mehr betrübt;/ es sind die Freudenstunden/ gekommen, und der Braut/ wird, weil sie über⸗ wunden,/ die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen/ und mitgestorben seid,/ sollt nun nach Kreuz und Klagen/ in Freuden sonder Leid/ mit⸗ leben und regieren/ und vor des Lammes Thron/ mit Jauchzen triumphieren/ in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen,/ hier ist das weiße Kleid;/ hier stehn die Weizenhalmen/ im Frieden nach dem Streit/ und nach den Wintertagen;/ hier grünen die Gebein,/ die dort der Tod erschlagen;/ hier schenkt man Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden,/ ZJerusalem, der Ort,/ wo die Erlösten weiden,/ hier ist die sichre Pfort,/ hier sind die güldnen Gassen,/ hier ist das Hochzeitsmahl,/ hier soll sich niederlassen/ die Braut im Freudensaal. 9. O Jesu, meine Wonne,/ komm bald und mach dich auf;/ geh auf, erwünschte Sonne,/ und fördre deinen Lauf./ O Zesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit;/ wir heben Haupt und Hände/ nach der Erlösungszeit. Matthäus 25, 1—13 Laurentius Laurenti, 1660—1722 Tod, Gericht und ewiges Leben 335 Weise: O Welt, ich muß dich lassen (Neuere Form) Vorreformatorisch. Nürnberg, 1536 2— EAEEEEEEEEEEAEE EIIH.—.———..E.— 4⁴⁷9 E—— 1..—.— 2 Wenn hlei- ne Him⸗mels⸗er-ben in ih- rer Un⸗schuld 22— 2 ů F ů—.— 55 5—— ED 2—.—— 2 2, E———9— 1.— ster ⸗ben, so büßt man sie nicht ein; sie 9*— EV 1 17— E 1——v —E i 2———— 2 12+4 E 7 E—.—— 2—.—*— E 2. 2 I 1171 1 wer-⸗den nur dort o-ben vom Va⸗ ter auf- ge⸗ * . 0 8 2. Sie sind ja in der Taufe/ zu ihrem Christenlaufe/ für Jesum eingeweiht/ und noch bei Gott in Gnaden;/ was sollt es ihnen schaden,/ daß Jesus sie zu sich entbeut? 3. O wohl auch diesem Kinde!/ Es stirbt nicht zu geschwinde./ Zeuch hin, du liebes Kind!/ Du gehest ja nur schlafen/ und bleibest bei den Schafen,/ die ewig unsers Jesu sind. Marlkus 10, 14 ZJohann Andreas Rothe, 1688— 1758 Tod, Gericht und ewiges Leben 336 Weise: Der lieben Sonne Licht und Pracht Hamburg, 1730 1530 ö 9 2 1— 1— + 4...—5 E+ —+.— E 7 DE F—— 2— L + + 2— + E——.— + E.— LVI.— 24.—B—..— H— —2* Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort durch man⸗nig⸗ huld und kom⸗men in den Frie⸗dens⸗port und ruhn in — EH.—— 5——̃.— —— JT. +—* II—— + + + 1 LU +—— HIAE 11— + 1 L— G— 1 I I—.—4 +*— falt⸗gen Jam-mer ih ⸗-rer Kam⸗mer. Gott nimmt sie nach dem EH 2 5 2————.— 12—— EEEEEEEEEEEE E — 1—0 RDD — Lauf in sei⸗ ne Ar⸗me auf; das Wei⸗ zen⸗ —1 ,, L 2 L ergen korn wird in sein Beet auf Hoff⸗nung schöner Frucht ge⸗sät. in. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist!/ Gelobt sein eure Schritte,/ du friedevoll befreiter Geist,/ du jetzt verlaßne für Hütte!/ Du, Seele, bist beim Herrn,/ dir glänzt der Morgen⸗ jull stern,/ euch Glieder decht mit sanfter Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit/ der großen Offenbarung,/ nde. indessen bleibt das Pilgerkleid/ in heiliger Verwahrung./ Wie Vund ist das Glüch so groß/ in Jesu Arm und Schoß! /Die Liebe führ uns gleiche Bahn,/ so tief hinab, so hoch hinan! Psalm 116, 15 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760 Tod, Gericht und ewiges Leben 337 Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Halle, 1704 — —. 7— H D.DD—...— — Es ist noch ei ⸗ ne Ruh vor⸗ han-den; auf, Du seuf⸗zest hier in dei⸗ nen Ban⸗den, und —.— UNTS EEEE — 9—.—.*• A..— I——. 1 1 + I. mü⸗des Herz, und wer⸗de licht! ieh auf da dei⸗ ne Son ⸗ne schei⸗-net nicht; sie auf das — S+..—. +———— —S.— + + + I + 1 2 enn.. V*— Lamm, das dich mit Freu⸗ den dort wird vor 4.— E: 2————— Li— 2— EH„ sei⸗nem Stuhle wei⸗den; wirf hin die Last und eil her⸗ 7— 4— E 2 15 ů— IIU— +——— I + 2— E—.— 2—3—1— 2 V. 255 zu! Bald ist der schwe re Kampf ge⸗ . —1..—..—— +— 1 1 W EV 2— 5—— en ⸗det, bald, bald der sau ⸗re Lauf voll⸗ 4 IIEEEEEEEEEEEEE EH.———. en ⸗ det; so gehst du ein zu dei⸗ ner Ruh. 2. Di nimmt./ Uns schol Uns diese Ihr mül einzubon 3. Sl und Bü nicht me ragen,/ eure Rul Sünde,“ 4. W Wander; darauf einem sr Doch dii sunden,/ 5. D Dünens sher T dergleich werden uns erft was son 0. D. sorgenlo Hiland und un frohe dich zu Hebräer4 Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren,/ die Ruhe, die kein Ende nimmt./ Es hat, da noch kein Mensch geboren,/ die Liebe sie uns schon bestimmt./ Das Gotteslamm wollt darum sterben,/ uns diese Ruhe zu erwerben;/ es ruft, es locket weit und breit:/ Ihr müden Seelen und ihr frommen,/ versäumet nicht, heut einzukommen/ zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen,/ die manche Last und Bürde drücht,/ eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen,/ geht nicht mehr traurig und gebückt. /Ihr habt des Tages Last ge⸗ tragen,/ dafür läßt euch der Heiland sagen: /Ich selbst will eure Ruhstatt sein!/ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben;/ ob Sünde, Welt und Teufel toben,/ seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben/ und einen müden Wandersmann?/ Wenn jener nur ein Bettlein haben/ und sanfte darauf ruhen kann,/ wenn dieser sich darf niedersetzen,/ an einem frischen Trunk ergötzen,/ wie sind sie beide so vergnügt!/ Doch dies sind kurze Ruhestunden;/ es ist noch eine Ruh er⸗ funden,/ da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen,/ denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen/ und süßer Ton im Vaterhaus!/ Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen/ wird müssen fliehn und von uns weichen./ Wir werden auch das Lamm dort sehn;/ es wird beim Brünnlein uns erfrischen,/ die Tränen von den Augen wischen;/ wer weiß, was sonst noch soll geschehn? 6. Da ruhen wir und sind im Frieden/ und leben ewig sorgenlos. /Ach fasset dieses Wort, ihr Müden,/ legt euch dem Heiland in den Schoß./ Ach, Flügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen,/ dort wartet schon die frohe Schar. /Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren,/ begürte dich zum Triumphieren!/ Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Hebräer 4,9 Zohann Sigismund Kunth, 1700—1779 30 Tod, Gericht und ewiges Leben 338 Eigene Weise Altona, 1803 2 E 5 *.— .ii * Auf⸗er ⸗stehn, ja auf-er-stehn wirst du, mein 122.——— 5—— —+*——— E DSDSDSDSDSDSDSS 0 ö E 4—— le 1 H +1 5 2 Reiee EH 2 E.IEe 2 H EK.————— 1 der dich schuf, dir ge⸗ben. Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät. Der Herr der Ernte * geht/ und sammelt Garben/ uns ein, uns ein, die starben./ Halleluja. 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag,/ du meines Gottes Tag!/ Wenn ich im Grabe/ genug geschlummert habe,/ I* erwechst du mich. ( 4. Wie den Träumenden wird's dann uns sein./ Mit Jesu RW gehn wir ein/ zu seinen Freuden;/ der müden Pilger Leiden/ ö sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich/ mein Mittler dann, lebt ich/ im Heiligtume/ zu seines Namens Ruhme./ Halleluja. 1. Korinther 15, 42—44 Friedrich Gottlieb Klopstoch, 1724— 1803 339 Weise: Nun preiset alle Gottes V Barmherzigkeit Matthäus Apelles von Löwenstern, 1644 ö 2,— 2— ů—— * 4—.—— 7 0 2— — 2— Ich hab von fer ⸗ ne, Herr, dei ⸗nen Ernte eben./ neines habe/ Jesu eiden/ dann, leluja. 2150 Tod, Gericht und ewiges Leben GEEEE Thron er-blicht und hät-te ger-ne mein Herz vor⸗ JD.V ½9 +—4 —E. 2——7 2— 1— 2— 1 L———— E...—— 1 V +—.— 377 1 V* H— aus ⸗ ge⸗schicht und hät- te gern mein mü⸗des E ů—— I ů—.— 1 —— dnirnn— Le⸗ ben, Schöp⸗fer der Gei⸗ ster, dir hin-ge⸗ 0, ö ö ö ö—— 2* +— ge⸗ben, Schöp⸗fer der Gei⸗ster, dir hin⸗ge⸗ge⸗ben. 2. Das war so prächtig,/ was ich im Geist gesehn./ Du bist allmächtig,/ drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen/ doch schon von heute an ewig wohnen,/ doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur ich bin sündig,/ der Erde noch geneigt;/ das hat mir bündig/ dein heilger Geist gezeigt./ Ich bin noch nicht genug gereinigt,/ noch nicht ganz innig mit dir vereinigt,/ noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich,/ daß mich kein Bann erschrecht;/ ich bin schon selig,/ seitdem ich das entdeckt./ Ich will mich noch im Leiden üben/ und dich zeitlebens inbrünstig lieben,/ und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden,/ daß ich die Stadt gesehn,/ und ohn Ermüden/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goldnen Gassen/ lebenslang nicht aus den Augen lassen,/ lebenslang nicht aus den Augen lassen. Offenbarung Sohannes 21, 1—4 Zohann Timotheus Hermes, 1738—1821 30* Tod, Gericht und ewiges Leben 34⁰ Weise: Alles ist an Gottes Segen Frankfurt a. M., 1738 E...... SSSISIRRTT— End=lich bricht der hei ⸗ße Tie⸗gel, und der E-— PFfF +. I 2 4*———4 2 D IHEI E— +— I + 2..— L 2— 1.—. + CI—— Glaub emp⸗fängt sein Sie⸗gel als im Feur be⸗währ⸗tes 1 .— + i».—— 1 .——.—. 2 IA + E 2—— 10— + I + +—— 1— S— Gold, da der Herr durch tie fe Lei-den uns hier ——2— DEE:—— IE. IDIII +.—— E. 2 ri VNVT L 14— 2..— + I EI —* +— I— 1 + 1 I zu den ho⸗hen Freu⸗den je⸗ner Welt be⸗rei⸗ten wollt. 2. Unter Leiden prägt der Meister/ in die Herzen, in die Geister/ sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer,/ will er auch des künftgen Schöpfer/ auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder/ endlich zum Gehorsam wieder,/ macht sie Christo untertan,/ daß er die gebrochnen Kräfte/ zu dem Heiligungsgeschäfte/ sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne,/ daß die Seele nicht zer⸗ rinne/ in den Bildern dieser Welt,/ ist wie eine Engelwache,/ die im innersten Gemache/ des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten/ für den Psalm der Ewigkeiten,/ lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn,/ wo die selgen Palmenträger/ mit dem Chor der Harfenschläger/ preisend vor dem Throne stehn. 6. Leid hůtte/ zů hen Boter des Leber 7. Leid allem gr man dich jedem wi 8. Bri Grade /3 durchwüh durchgewe 9. We Geschäfte Schade,/ zeit. I0. In Deuu He es sehnl dir leben 11. E sede Hü bann hi ihn bere 12. 3 bis die l heim trägt. Röner r.! wollt. in die eibes Weg sorsam ochnen neuern t zer⸗ ache/ m der selgen d vor Tod, Gericht und ewiges Leben 6. Leiden fördert unsre Schritte,/ Leiden weiht die Leibes⸗ hütte/ zu dem Schlaf in kühler Gruft;/ es gleicht einem fro⸗ hen Boten/ jenes Frühlings, der die Toten/ zum Empfang des Lebens ruft. 7. Leiden macht das Wort verständlich,/ Leiden macht in allem gründlich;/ Leiden, wer ist deiner wert?/ Hier heißt man dich eine Bürde,/ droben bist du eine Würde,/ die nicht jedem widerfährt. 8. Brüder, solche Leidensgnade/ wird in mannigfachem Grade/ Jesu Jüngern kundgemacht,/ wenn sie mancher Schmerz durchwühlet,/ wenn sie manchen Tod gefühlet,/ Nächte seufzend durchgewacht. 9. Wenn auch die gesunden Kräfte/ zu des guten Herrn Geschäfte/ wurden willig sonst geweiht,/ o so ist's für sie kein Schade,/ daß sie ihres Führers Gnade/ läutert in der Prüfungs⸗ zeit. 10. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen/ dringt das Herz zu Jesu Herzen/ immer liebender hinan;/ und um eins nur fleht es sehnlich:/ Mache deinem Tod mich ähnlich,/ daß ich mit dir leben kann! 11. Endlich mit der Seufzer Fülle/ bricht der Geist durch jede Hülle,/ und der Vorhang reißt entzwei./ Wer ermisset dann hienieden,/ welch ein Meer von Gottesfrieden/ droben ihm bereitet seiꝰ 12. Zesu, laß zu jenen Höhen/ heller stets hinauf uns sehen,/ bis die letzte Stunde schlägt,/ da auch uns nach treuem Ringen/ heim zu dir auf Hehien Schwingen/ eine Schar der Engel trägt. Römer 8, 18 Karl Friedrich Harttmann, 1743—1815 Tod, Gericht und ewiges Leben 3⁴¹ Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(2. Weise) Darmstadt, 1699 .——.—.— Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des von der Er ⸗de scheid ich ab, denn mir ruft des —— + EV 1— RN———— E 2 958 855 8 x—555 EEE 1 1— Wan⸗derns mü⸗ de; Him⸗ mels Frie⸗de, denn mir ruft die sü⸗ße 5——— 1..—.— 4—⁷ —. 3 2 Ruh von den En ⸗ geln dro-ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab,/ meinen Lauf hab ich vollendet,/ lege nun den Wanderstab/ hin, wo alles Irdsche endet,/ lege selbst mich nun hinein/ in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch/ in dem dunklen Tale machen?/ Denn wie mächtig, stolz und hoch/ wir auch stellen unsre Sachen,/ muß es doch wie Sand zergehn,/ wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl,/ laß mich nun in Frieden scheiden!/ Deine Hoffnung, ach, ist hohl,/ deine Freuden selber Leiden,/ deine Schönheit Unbestand,/ eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht,/ Sonn und Mond und liebe Sterne,/ fahret wohl mit eurer Pracht!/ Denn ich reis' in weite Ferne,/ reise hin zu jenem Glanz,/ worin ihr verschwindet ganz. 6. Die il Ireundel/ Gemeinde ewig sein. 7. Weine schied nehm aus dem S Land des e 8. Weine ich funden Herzenswur ganzen We 9. Wein Erdenstaub melsheld, Vatets, zit 2.Timotheus Wesse; Ich ha — Woh adt, 1099 zu. uf hab Irdsche Pein. u Tale stellen eun die Frieden n selbet d Trug id liebe in Weite et gant. Tod, Gericht und ewiges Leben 6. Die ihr nun in Trauer geht,/ fahret wohl, ihr lieben Freunde!/ Was von oben niederweht,/ tröstet ja des Herrn Gemeinde;/ weint nicht ob dem eitlen Schein,/ droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß ich nun will/ von der Welt den Ab⸗ schied nehmen,/ daß ich aus dem Irrtum will,/ aus dem Schatten, aus dem Schemen,/ aus dem Eitlen, aus dem Nichts/ hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil,/ meinen Heiland hab ich funden,/ und ich habe auch mein Teil/ in den warmen Herzenswunden,/ woraus einst sein frommes Blut/ floß der ganzen Welt zugut. 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt!/ Hoch vom finstern Erdenstaube/ hell empor die Hoffnung schwebt/ und der Him⸗ melsheld, der Glaube;/ und die ewge Liebe spricht:/ Kind des Vaters, zittre nicht! 2. Timotheus 4, 6—8 Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860 342 Vorreformatorisch. Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt Wetter(Hessen), 1589 A.I4 Ane. EH—— 13.—.8 e. 105——. E L L— 1 Wohl⸗auf, wohl⸗an, zum letz⸗ ten Gang! Kurz ist der E ů e, 2— CUUU + IJI.— CI E I 1 .*— E* E 1—1 Weg, die Ruh ist lang. Gott füh ⸗ret [ 1 I* +— EVU 7 SSEE eit —9*——— ö ein, Gott füh ⸗ ret aus; wohl ⸗ auf, hin⸗ e, 0 aus! Kein Blei⸗ben ist im Er⸗ den⸗haus. Tod, Gericht und ewiges Leben(342) 2. Du Herberg in der Wanderzeit,/ gehab dich wohl und laß dein Leid./ Schließ nur getrost die Pforte zu./ Was trauerst du?/ Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach;/ ihr Lieben, folgt ihm segnend nach!/ Hab gute Nacht! Der Tag war schwül/ im Erdgewühl;/ hab gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist der Särge Tuch,/ ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! Der Herr macht gute Bahn./ Sein Kreuz voran,/ das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein/ und läutet hell den Sabbat ein,/ der nach des Werktags kurzer Frist/ durch Zesum Christ/ für Gottes Volk vorhanden ist. 6. O se⸗lig, wer das Heil er⸗wirbt und in dem — * 0 E P— 2.— 1— 44—1 E 2—.—4 + — E Herrn, dem Mitt ⸗ ler stirbt! O se=lig, stadt, die dro⸗ben ist, ge⸗ fun ⸗den hat. 60⁴⁰ 7. Was viel, und e an dein He 8. Was du, nichts Schmerz/ Hetz. 9. Mit 6 Tote reiht. dirl/ Hier 10. Vom in Sarg u schlag an d (842) ohl und /Was u, folgt schwül/ zug der ./Sein hell den Jesum (3⁴²2) Tod, Gericht und ewiges Leben 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod?/ Du suchst so viel, und eins ist not!/ Die Welt beut ihre Güter feil;/ denh an dein Heil/ und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt?/ Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit./ Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz;/ schau himmelwärts!/ Da, wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus beizeit,/ eh dich der Tod an Tote reiht./ Sie rufen: Gestern war's an mir,/ heut ist's an dir!/ Hier ist kein Stand, kein Wohnen hier. 10. Vom Freudenmahl zum Reisestab,/ aus Wieg und Bett in Sarg und Grab./ Wann, wie und wo, ist Gott bewußt;/ schlag an die Brust!/ Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm,/ kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm;/ da blüht zu schön kein Wangenrot:/ im Finstern droht/ der Tod und überall der Tod. 12. Ach banges Herz im Leichental,/ wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl?/ Du bist's, Herr, der mit Gottesmacht/ aus Grä⸗ bernacht/ das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr:/ Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!/ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ erstehn,/ dein Himmelgehn/ läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut,/ schon hier sich ewge Hütten baut!/ Er sieht das Kleinod in der Fern/ und kämpfet gern/ und harrt der Zukunft seines Herrn. Tod, Gericht und ewiges Leben(342) E—— +4— 1 1— 1 .—..—— + ů 1 N—33 15. Nun, Tor des Frie⸗dens, öff⸗ ne dich! Hin⸗ein! Hier ů 6— ů — —.——— schließt die Wall ⸗ fahrt sich. Ihr Schla⸗-fen⸗ — 1—4 —4 — 1 E SSS E— 2— 2—— 1——————— den im Frie ⸗dens⸗reich, gönnt all- zu⸗ DPPPIFTTTTTI———— IT— ..—— LZI—. 2.Z.‚..—— E ku L 1 2* 2.——1 gleich dem Staub ein Räum⸗lein ne-ben euch! 16. Viel Gräber hier im Ruheport,/ viel Wohnungen im Himmel dort./ Bereitet ist die Stätte schon/ am Gnaden⸗ thron,/ bereitet uns durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt;/ er zeugt und spricht: Ich komme bald!/ Ja, komm, Herr Zesu, führ uns ein!/ Wir harren dein. Amen! Dein laß uns ewig sein! Johannes 14, 1—3 Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785— 1860 uch! igen im Hnaden⸗ pricht: ul/ Wit 1785—1000 Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Psalm 98, 1 Das Kirchenjahr Advent Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jeru⸗— salem, jauchze; siehe, dein König höommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sacharja 9, 9 343 Eigene Weise Michael Weiße, 1531 EE———— 2—— EA——. PI‚—.— ——6 2n üinn ü. nin iiiin——— Got⸗tes Sohn ist kom-men uns al⸗len zu — From-men hier auf die-se Er ⸗ den n, daß er uns von 4 in ar⸗ men Ge⸗ bär⸗d 4 5——— ů 4— EREE r...— Sün⸗de frei⸗ und ent ⸗-bin ⸗ de. 2. Er kommt auch noch heute/ und lehret die Leute,/ wie sie sich von Sünden/ zur Buß sollen wenden,/ von Irrtum und Torheit/ treten zu der Wahrheit. 3. Die sich sein nicht schämen,/ seinen Dienst annehmen/ durch den rechten Glauben/ mit ganzem Vertrauen,/ denen wird er eben/ ihre Sünd vergeben. 4. Die Herren in auch von h 5. Ei ni olle Stund zur ewigen Hebräer 9, 28 Weise: Wie n Ereu dich seh ——— O Jeru⸗ r, ein iße, 1531 le,/ wie Irttum ehmen/ en Wird Advent 4. Die an ihn fest gläuben/ und beständig bleiben,/ dem Herren in allem/ trachten zu gefallen,/ die werden mit Freuden/ auch von hinnen scheiden. 5. Ei nun, Herre Zesu,/ unsre Herzen schick zu,/ daß wir alle Stunden/ werden gläubig funden/ und so auch verscheiden/ zur ewigen Freuden. Hebräer 9, 28 Johann Horn, gest. 1547 34⁴4⁴4 Weise: Wie nach einer Wasserquelle (Freu dich sehr, o meine Seele) Französischer 42. Genf, 1551 3 ER r War⸗ um willst du drau-⸗ßen ste. du Ge⸗ Laß dir, bei mir ein ⸗ zu ⸗- ge⸗ hen, wohl⸗ge⸗ seg ne⸗ter des Herrn? fal⸗len, du mein Stern! Du mein serte iu, meiene x in der rech⸗ten Zeit, hilf, o ——— Freud, Hel-fer Hei⸗land, e e en, erI dn Eee 2— +7 + 7 2—2——.3—. mei⸗nem Her⸗zen von den Wun⸗den, die mich schmer⸗zen. 2. Aller Trost und alle Freude/ ruht in dir, Herr Jesu Christ;/ dein Erfreuen ist die Weide,/ da man wahre Lust ge⸗ nießt. /Leuchte mir, o Freudenlicht,/ ehe mir mein Herze bricht;/ laß mich, Herr, an dir erquicken,/ Jesu, komm, laß dich erblicken! Advent 3. Freu dich, Herz, du bist erhöret,/ jetzo zieht er bei dir ein;/ sein Gang ist zu dir gekehret,/ heiß ihn nur willkommen sein/ und bereite dich ihm zu;/ gib dich ganz zu seiner Ruh,/ öffne dein Gemüt und Seele,/ klag ihm, was dich drück und quäle! 4. Was du Böses hast begangen,/ das ist alles abgeschafft;/ Gottes Liebe nimmt gefangen/ deiner Sünden Macht und Kraft. /Christi Sieg behält das Feld,/ und was Böses in der Welt/ sich will wider dich erregen,/ wird zu lauter Glüch und Segen. 5. Alles dient zu deinem Frommen,/ was dir bös und schädlich scheint,/ weil dich Christus angenommen/ und es treu⸗ lich mit dir meint./ Bleibst du dem nur wieder treu,/ ist's ge⸗ wiß und bleibt dabei,/ daß du mit den Engeln droben/ ihn dort ewig werdest loben. 1. Mose 24, 31. Offenbarung Johannes 3, 20 Paul Gerhardt, 1607—1676 34⁵ Weise: Erschienen ist der herrlich Tag Nikolaus Herman, 1560 0 ů Uriin:.n 12—— E—.—* 2—5—.— 11 EHE——. P f R= 2 *— 1.— +* Nun kommt das neu ⸗e Kir ⸗⸗chen⸗jahr, des E. E ů 14——— 7½— E 4 2— EE 2 2 x— E——— freut sich al ⸗-le Chri⸗sten⸗ schar; dein Kö⸗ nig Q EN 15— Lun. 11 2.—.5—.—.—. 5. kommt, drum freu e dich, du wer⸗tes 2. Wit h wieder fort für seine Gn 3. Gott, ben stets ver Pteis sagen Sprüche 10,28 Weise: Meiner — Koms homm — E —. —„ — E —. N 2 240 hr——————— I ommen ETTT —1—7 1 3i ⸗on, e⸗ wig=licht Hal ⸗le ⸗lu ⸗ ja. 2. Wir hören noch das Gnadenwort/ vom Anfang immer wieder fort,/ das uns den Weg zum Leben weist;/ Gott sei 2 für seine Gnad gepreist./ Halleluja. in der“ 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt,/ die unsern Glau⸗ ich und ben stets vermehrt,/ laß in uns bleiben, daß wir dir/ Lob und Preis sagen für und für./ Halleluja. Sprüche 10, 28 Johann Olearius, 1611-1684 bs und 5 tteu⸗ 346 fis Re. en/ ihn Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(1. Weise) Sohann Uhlich, 1674 S n, Ki inirar, eE Komm, du wer ⸗tes Lö⸗ se⸗ geld, des⸗ sen komm, 0 Hei⸗land al⸗-ler Welt, Tor und Hei ⸗ den hof ste ⸗ hen of uns⸗re Kron und Zier, komm, wir war⸗ten mit Be⸗gier. 2. Zieh auch in mein Herz hinein,/ o du großer Ehren⸗ könig,/ laß mich deine Wohnung sein;/ bin ich armer Mensch zu wenig,/ ei, so soll mein Reichtum sein,/ wenn du bei mir ziehest ein. 3¹ Advent 3. Nimm mein Hosianna an/ mit des Sieges Palmenzwei⸗ gen;/ soviel ich nur immer kann,/ will ich Ehre dir erzeigen/ und im Glauben dein Verdienst/ mir aneignen zum Gewinst. 4. Hosianna, Davids Sohn!/ Ach Herr, hilf, laß wohlge⸗ lingen!/ Laß dein Zepter, Reich und Kron/ uns viel Heil und Segen bringen,/ daß in Ewigkeit besteh:/ Hosianna in der Höh! Matthäus 20, 28 Zohann Gottfried Olearius, 1635—1711 3⁴47⁷ Weise: Meins Herzens Zesu, meine Lust Peter Sohr, Frankfurt a. M., 1668 1...— 19——.—— win ee,. ..—.———— L—.8 Wir war⸗ten dein, o Got ⸗tes Sohn, und lie⸗ben bald ist die War⸗te⸗zeit ent⸗flohn, bald hommst du — DI.D 2 1 I— 1 S.— 2 I + 1 dein Er ⸗schei ⸗ nen; zu den Dei ⸗nen. E— — ö.—.— 2— 2* 1— glaubt, er ⸗hebt sein Haupt und sieht dir 1* S1V⁰ I 4— L* 1 II H 2 E+ I—2— +—— EEEEEEEEE froh ent⸗ge⸗gen; du kommst uns ja zum Se⸗gen. 2. Wir tagen;/ du gettagen;/ gern bequen 3. Wir genommen., sichtbar bot dir uns Fre 4. Wit die Herzer Schmerzen. das Lied di 1. Mose l0,. senzwei⸗ zeigen/ vinst. wohlge⸗ heil und in der 1635—171I1 Advent 2. Wir warten deiner mit Geduld/ in unsern Prüfungs⸗ tagen;/ du hast dein Kreuz für unsre Schuld/ so demutvoll getragen;/ wie sollten wir/ uns nicht mit dir/ zum Kreuze gern bequemen,/ bis du's hinweg wirst nehmen. 3. Wir warten dein, du hast uns ja/ das Herz schon hin⸗ genommen./ Stets bist du uns im Geiste nah,/ doch willst du sichtbar kommen;/ und dann wirst du/ bei dir uns Ruh,/ bei dir uns Freude geben,/ bei dir ein Himmelsleben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß,/ dir klopfen schon die Herzen,/ vergessen aller Kümmernis,/ vergessen aller Schmerzen./ Dereinst, dereinst,/ wann du erscheinst,/ wie soll das Lied dir klingen/ und ewig dir lobsingen! 1. Mose 49, 18. Psalm 130,6 Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 Weihnachten Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns. Johannes 1, 14 348 Weise: Der Tag, der ist so freudenreich (Ein Kindelein so löbelich) 2.——— E.2—„——— Ein Kin-de⸗lein so lö-be ⸗lich Vorreformatorisch. ist uns ge⸗ von ei⸗ ner Jung⸗frau tu ⸗gend-lich, zu Trost uns Kind ⸗lein nicht ge- born, so wärn wir all ⸗ zu ⸗ mal ver ⸗ lorn; das Heil ist Str. 2 u. 3 Bei Michael Weiße, 1539 V 2. Det men,/ da kommen. vom Him allem, do hug unst 3. Wi trauet;/ auf baue wit Heil große 2 unsern§ 4. Des Und bittt falscher! hann; /e Geist,/ lebenl Nesaja 96. Weihnachten 65—.— * V——. 2I E uns. Je ⸗ su Christ, daß du Mensch ge⸗bo⸗ ren 5⁴—— U t, nne arene EE. +*. bist! Be⸗ hüt uns vor der Höl ⸗le! 0808 2. Der Tag, der ist so freudenreich,/ zu loben Gottes Na⸗ 21 men,/ daß Christus von dem Himmelreich/ auf Erden zu uns —7 kommen./ Groß ist die Demut, Huld und Gnad,/ die Gott vom Himmel bei uns tat;/ ein Knecht ist er hie worden./ In ns ge⸗ allem, doch ohn Sünd, uns gleich,/ daß wir werden ewig reich;/ stuns trug unsrer Sünde Bürde. — 3. Wohl dem, der dieses Glaubens ist,/ mit ganzem Herzen trauet;/ dem wird die Seligkeit gewiß./ Wohl dem, der dar⸗ 70 auf bauet,/ daß Christus hat genug getan/ für uns, damit das wir Heil empfahn/ von Gott, dem ewgen Vater./ O welche große Wundertat: /Christ trägt unsre Missetat/ und stillet unsern Hader. — 4. Des danh ihm alle Christenheit/ für solche große Güte/ und bitte sein Barmherzigheit,/ daß er uns fort behüte/ vor falscher Lehr und bösem Wahn,/ der unsern Seelen schaden kann;/ er woll all Schuld vergeben. Vater, Sohn und heilger Geist,/ wir bitten von dir allermeist,/ laß uns in Frieden leben! Jesaja 9, 6.7 Strophe 1 und 2 aus dem 15. JSahrhundert, Strophe 3 und 4 um 1525 Weihnachten Eigene Weise 349 (Auch im Wechselgesang mit: Kommt und laßt uns Christum ehren) Bei Joseph Klug, 1535 ——————5—— DD‚DDD‚— Nun sin ⸗get und seid froh, jauchzt al ⸗le und sagt. 1—— 4 EE DDPPPD ⸗sers Her-zens Won⸗ne liegt 25— EE 4.—.. in der Icrip pe bloß und leuch⸗-tet als die ..—.—.— ————.—..—.— Son ⸗ ne in sei ⸗ner Mut ⸗ter Schoß. Du bist A und O: dn bist A undO. 2. Sohn Gottes in der Höh,/ nach dir ist mir so wehl/ Tröst mir mein Gemüte,/ o Kindlein zart und rein,/ durch alle deine Güte,/ o liebstes Zesulein!/ Zeuch mich hin nach dir,/ zeuch mich hin nach dir! 3. Groß ist des Vaters Huld;/ der Sohn tilgt unsre Schuld./ Wir warn all verdorben/ durch Sünd und Eitelleit; /so hat er uns erworben/ die ewge Himmelsfreud./ Eia, wärn wir da,/ eia, wärn wir da! 4. Wo ist der Freuden Ort?/ Ach, nirgends mehr denn dort,/ da die Engel singen/ zusamt den Heilgen all/ und wo die Psalmen klingen/ im hohen Himmelssaal./ Eia, wärn wir ö 2 da,/ eia, wärn wir da! Dorreformatorischn Luhas 2, 16.17 In dieser Gestalt Hannoversches Gesangbuch 1646 Eigene Weis Auch nach der Weihnachten 350 Eigene Weise Auch nach der Weise: Es ist gewißlich an der Zeit Johann Sebastian Bach, 1736 1— 12—————— —.— 35 1.8 ů 2— EU 2 4.— 1— 2 L 2 E iai Ich stieh an dei ⸗ ner Krip⸗pe hier, o ich kom ⸗- me, bring und schen⸗ke dir, was I 1— II— 1 EH— ů———.— V— + 1 + 1 E 2 I 1 L L 37 Je ⸗ su, du mein Le ⸗ ben; du mir hast ge ⸗ ge ⸗ben. 27 T— ů—.— W hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm 3 PPE——————— 1 1 EHUREEEEEEEEEEE E L—.. 0————2— 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt/ mein Adern und Ge⸗ blüte;/ dein schöner Glanz, dein süßes Bild/ liegt mir stets im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein?/ Wie könnt ich dich, du Herze mein,/ aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war,/ da bist du mir geboren/ und hast mich dir zu eigen gar,/ eh ich dich kannt, erkoren;/ eh ich durch deine Hand gemacht,/ da hat dein Herze schon be⸗ dacht,/ wie du mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefer Todesnacht,/ du wurdest meine Sonne,/ die Sonne, die mir zugebracht/ Licht, Leben, Freud und Wonne./ O Sonne, die das werte Licht/ des Glaubens in mir zuge⸗ richt't,/ wie schön sind deine Strahlen! Weihnachten 5. Ich sehe dich mit Freuden an/ und kann nicht satt mich sehen;/ und weil ich nun nichts weiter kann,/ bleib ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meine Seel ein weites Meer,/ daß ich dich möchte fassen! 6. O daß doch so ein lieber Stern/ soll in der Krippe liegen!/ Für edle Kinder großer Herrn/ gehören güldne Wiegen./ Ach, Heu und Stroh ist viel zu schlecht,/ Samt, Seide, Purpur wären recht,/ dies Kindlein drauf zu legen. 7. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu!/ Ich will mir Blumen holen,/ daß meines Heilands Lager sei/ auf lieb⸗ lichen Violen;/ mit Rosen, RNelken, Rosmarin/ aus schönen Gärten will ich ihn/ von oben her bestreuen. 8. Zur Seite will ich hier und dar/ viel weißer Lilien stechen,/ die sollen seiner Auglein Paar/ im Schlafe sanft bedecken./ Doch liebt viel mehr das dürre Gras/ dies Kindelein als alles das,/ was ich hier nenn und denke. 9. Du fragest nicht nach Lust der Welt/ noch nach des Leibes Freuden;/ du hast dich bei uns eingestellt,/ an unsrer Statt zu leiden,/ suchst meiner Seele Herrlichheit/ durch Elend und Armseliglheit,/ das will ich dir nicht wehren. 10. Eins aber, hoff ich, wirst du mir,/ mein Heiland, nicht versagen:/ Daß ich dich möge für und für/ in meinem Herzen tragen. So laß mich deine Krippe sein,/ komm, homm und kehre bei mir ein/ mit allen deinen Freuden! Lukas 2, 10—12 Paul Gerhardt, 1607—1676 Eigene Weise Bernhard Dreier, 1926 — E ů2 E 5 rrE D—— —.—*—— — 2— Jauch-zet, ihr Him-mel, froh⸗lok⸗ket, ihr En⸗gel in 2. Jau Gott und Friede u Hrrten ui 3. Sel Sehet di ein Kind schweiget 4. Got slehenꝰ/ lehet hi Baer w. 5. Haf denhend, schenhen. und sich mich betend Leibes Statt d und hicht herzen und 1brs Weihnachten Chö ⸗ ren, sin ⸗ get dem Her⸗-ren, dem EE——— Hur. 4 +—— 2..e—— 1.*—4 —4 4 11 11 E + + 1 192——— 2 1 +* da, Gott will so freund⸗ lich und ö 2 1 SS............. 1 4——⁷ — ͤ2.. E* H 2* 2 nah zu den Ver⸗lor- nen sich keh⸗ ren. 2. ZJauchzet, ihr Himmel, frohlochet, ihr Enden der Erden,/ Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden./ Friede und Freud/ wird uns verkündiget heut;/ freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget!/ Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!/ Gott wird ein Kind,/ träget und hebet die Sünd./ Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische. Wer kann dies Geheimnis ver⸗ stehenꝰ/ Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen;/ gehet hinein,/ macht euch dem Kinde gemein,/ die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen ge— denken? /Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken. Sollt nicht mein Sinn/ innigst sich freuen darin/ und sich in Demut versenken? 1 VN Weihnachten 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,/ dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde,/ du sollst es sein,/ den ich erwähle allein;/ ewig entsag ich der Sünde. 7. Süßer Immanuel, werd auch in mir nun geboren!/ Komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren!/ Wohne in mir,/ mach mich ganz eines mit dir,/ der du mich liebend erkoren. Lukas 2, 13 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 Zesus( Weise: Es Jahreswechsel Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch KRomm Vohne in Ewigheit. Hebräer 13, 8 iebend 97—17⁰9 352 Weise: Es spricht der Anweisen Mund wohl Johann Walther, 1524 * — 1—— E ön.——.— e— 2— Gott Lob, ein Schritt zur E⸗wig⸗keit ist a⸗ ber⸗ zu dir im Fort⸗gang die⸗ser Zeit mein Herz sich mals voll⸗en⸗ sehn-lich wen⸗ —— — D —— — ——.——— 2 Le⸗ben fließt und al ⸗ le Gna⸗de sich er⸗ Le 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr,/ und wird mir allzu⸗ lange,/ bis es erscheine, daß ich gar,/ o Leben, dich umfange,/ damit, was sterblich ist an mir,/ verschlungen werde ganz in dir/ und ich unsterblich werde. Jahreswechsel 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht/ mein Herz, das du ent⸗ zündet./ Du bist's, mit dem sich mein Gemüt/ aus aller Kraft verbindet./ Ich leb in dir und du in mir,/ doch möcht ich, o mein Heil, zu dir/ noch immer näher dringen. 4. O daß du selber kämest bald!/ Ich zähl die Augenblicke./ Ach komm, eh mir das Herz erhalt't/ und sich zum Sterben schicke. /Komm doch in deiner Herrlichkeit,/ schau, deine Braut hat sich bereit't,/ die Lampen sind geschmücket. 5. Doch sei dir ganz anheimgestellt/ die rechte Zeit und Stunde;/ wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt,/ daß ich mit Herz und Munde/ dich kommen heiße und darauf/ von nun an richte meinen Lauf,/ daß ich dir komm entgegen. 6. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann/ von deiner Liebe trennen/ und daß ich frei vor jedermann/ dich darf mein eigen nennen/ und du, o teurer Lebensfürst,/ dich dort mit mir ver⸗ einen wirst/ und mir dein Erbe schenhen. 7. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit,/ daß sich das Jahr geendet/ und also auch von dieser Zeit/ ein neuer Schritt vollendet,/ und schreite hurtig weiter fort,/ bis ich gelange an die Pfort/ Jerusalems dort oben. 8. Wenn auch die Hände lässig sind/ und meine Kniee wanken,/ so biet mir deine Hand geschwind/ in meines Glau⸗ bens Schwanhen,/ damit durch deine Kraft mein Herz/ sich stärke und ich himmelwärts/ ohn Unterlaß aufsteige. 9. Geh, Seele, frisch im Glauben dran/ und sei nur uner⸗ schrocken;/ laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Lust der Welt ablocken! /So dir der Lauf zu langsam deucht,/ so eile, wie ein Adler fleugt,/ mit Flügeln süßer Liebe. 10. O Zesu, meine Seele ist/ zu dir schon aufgeflogen;/ du hast, weil du voll Liebe bist,/ mich ganz zu dir gezogen./ Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! /Ich bin schon in der Ewig⸗ keit,/ weil ich in Zesu lebe. Philipper 1,23. 1. Korinther 15,54.55 August Hermann Franche, 1663—1727 Weise: Liebste —.— See 2. Helft, Lehtt uns, daß an W mögen. 3. Ja ve Bahluß d immet fest Suas 2,ö0. Jahreswechsel 353 Weise: Liebster Zesu, wir sind hier Johann Rudolf Ahle, 1664 2 423— 2.— 55—— 17 Seg⸗net uns zu gu ⸗ ter Letzt auch noch die-ses seg⸗net künf⸗tig, seg ⸗-net jetzt, o ihr treu⸗en —— E.— 12— 7— SSS. TTPTTPTTTTT Jah⸗-res En⸗de, Je⸗ sus⸗ hän ⸗de, seg- net, daß an Leib und 1 1..——.—.. 2— ů—ũ— E V 0 ̃—————— +— 7 le See⸗ nie⸗mand et⸗ was Gu ⸗tes feh⸗ le. 2. Helft, so wir gefallen sind,/ helft uns wieder aufzustehen!/ Lehrt uns, munter und geschwind/ in den Wegen Jesu gehen,/ daß an Weisheit, Gnad und Segen/ wir auch täglich wachsen mögen. 3. Ja versiegelt dieses noch,/ o ihr treuen Jesushände,/ am Beschluß des Jahres doch,/ daß wir alle bis ans Ende/ Glauben immer fester fassen,/ nichts von ihm uns trennen lassen. Lukas 24, 50. 51 Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712—1784 Epiphanias Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt. Jesaja 60, 1 35⁴4 Weise: Nun danket all und bringet Ehr ZJohann Crüger, 1647 EE..———N.——.———— 4———.—— ů—— E——.—— DII— —— Auf, See⸗le, auf und säu ⸗me nicht! Es 2 25——— E+ ö———.—.— 5— 2— * 1 bricht das Licht her ⸗ für; der Wun⸗-der⸗ — RRREE ee—*—— 5—— E EEEE stern gibt dir Be⸗richt, der Held sei vor der Tür. 2. Geh weg aus deinem Vaterland,/ zu suchen solchen Herrn,/ laß deine Augen sein gewandt/ auf diesen Morgenstern! 3. Gib acht auf diesen hellen Schein,/ der dir aufgangen ist;/ er führet dich zum Kindelein,/ das heißet Zesus Christ. 4. Er ist der Held aus Davids Stamm,/ die teure Sarons⸗ blum,/ das rechte, echte Gotteslamm,/ Israels Preis und Ruhm. 5. Drum mache dich behende auf,/ befreit von aller Last,/ und laß nicht ab von deinem Lauf,/ bis du dies Kindlein hast. 6. Halt dich im Glauben an das Wort,/ das fest ist und gewiß;/ das führet dich zum Lichte fort/ aus aller Finsternis. 7. Hier geht:/ hiet 8. Hier s Witd erf 9. Gib! Seel/ und 10. Der hannt,/ den land. Natthäus 2,1 Eigene Veise ommt. Tür. olchen gensternl gen ist:/ Sarons⸗ Ruhm. Last,/ en hast ist und isternis —8 Epiphanias 7. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort,/ wo man zum Leben geht;/ hier ist des Paradieses Pfort,/ die wieder offen steht. 8. Hier fallen alle Sorgen hin,/ zur Lust wird alle Pein;/ es wird erfreuet Herz und Sinn/ in diesem Jesulein. 9. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar/ mit Geiste, Leib und Seel/ und singe mit der Engelschar:/ Hier ist Immanuel! 10. Der zeigt dir einen andern Weg,/ als du vorher er⸗ kannt,/ den stillen Ruh⸗ und Friedenssteg/ zum ewgen Vater⸗ land. Matthäus 2, 1—12 Michael Müller, 1673— 1704 355 ——4 nnn ——— O Ur⸗sprung des Le⸗bens, o e⸗ wi⸗ ges Eigene Weise ——— 1 + 1 —— 1 0 E& EET ꝗI—.— ————— 2 7—1 *——**—— Licht, da nie-mand ver ⸗ge⸗bens sucht, was ihm ge⸗ ii I * IA bricht! Le-ben-di⸗ ge Quel ⸗le, die lau ⸗-ter und H ; —.— —1 2 — 2 + 1 12 ED——. 1 1 1 —.— hel⸗le sich aus sei⸗nem hei⸗li⸗gen Tem⸗pel er⸗ E+ 75—.6 E 2 DIEIIItI.... E.— gießt und in die be⸗gie⸗ri⸗gen See⸗len ein⸗fließt. Epiphanias 2. Du sprichst: Wer begehret/ zu trinken von mir,/ was ewiglich nähret,/ der komme; allhier/ sind himmlische Gaben,/ die hräftiglich laben;/ er trete im Glauben zur Quelle heran;/ hier ist, was ihn ewig beseligen hann. 3. Hier komm ich, mein Hirte,/ mich dürstet nach dir;/ o Liebster, bewirte/ dein Schäflein allhier. Du kannst dein Versprechen/ mir Armen nicht brechen,/ du siehest, wie elend und dürftig ich bin;/ auch gibst du die Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunngquell, du labest/ Geist, Seele und Mut,/ und wen du begabest,/ hat himmlisches Gut./ Dies recht zu ge⸗ nießen,/ wird alles versüßen;/ es singet, es springet das fröh⸗ liche Herz,/ es weiß nichts von Kummer und nagendem Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken,/ wie dein Wort verheißt;/ laß gänzlich versinken/ den sehnenden Geist/ im Meer deiner Liebe;/ laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Himm⸗ lischen hin,/ es werde mein Herze ganz trunken darin. 6. Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mir ein,/ so laß mich mit Freuden/ gehorsam dir sein./ Denn alle die, welche/ mittrinͤken vom Kelche,/ den du hast getrunken im Leiden allhier,/ die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden,/ mein Jesu, erquicht/ da, wo deine Herden/ kein Leiden mehr drückt,/ wo Freude die Fülle,/ wo liebliche Stille, wo Wonne, wo Zauchzen, wo Herrlichkeit wohnt,/ wo heiliges Leben wird ewig belohnt. ZJohannes 7, 37. 38 Christian Jakob Koitsch, 1671—1735 Weise: Ist Gott für mich, so trete Augsburg, 1609 . den 695.— 3— ———— .———1 L Aus ir ⸗di⸗ schem Ge- tüm- mel, wo nichts das wer zeigt den Weg zum Him-mel, wo- hin die Le 2. Hie wen wird bommt d die Wa! 3. We kannꝰ/ Wenn vl Heill Cl Johannes1 r deiner Himm⸗ ein,/ so lle die, hen im it. da, Wo Fülle,/ klichbeit 671-17³⁵ hurg. Lo9 Epiphanias Herz er⸗quickt, Hoff⸗nung blickt? Wer lei ⸗tet un⸗ser Stre⸗ben, wenn —5—.— 1—* es das Ziel ver- gißt? Wer führt durch Tod zum 4 CV— 1— +——— DSISIꝑIꝑI‚IiIIIIeeee.. 4.— 2 2 III Le ⸗ ben? Der Weg ist Je ⸗ sus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen,/ gehüllt in tiefe Nacht./ Durch wen wird unsern Seelen/ ein wahres Licht gebracht?/ Von oben kommt die Klarheit,/ die alles uns erhellt,/ denn Christus ist die Wahrheit,/ er ist das Licht der Welt. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden,/ die niemand rauben kann?/ Wer zeiget uns im Leiden/ den Himmel aufgetanꝰ/ Wenn vor dem Tod wir beben,/ wer gibt dem Herzen Ruh d/ Heil! Christus ist das Leben,/ führt uns dem Vater zu. Johannes 14,6 Christoph Asschenfeldt, 1792— 1856 Passion Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Zesaja 53, 5 357 Weise: Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist Auch nach der Weise: Vexilla regis prodeunt e. 2. Des Kö⸗nigs Fah⸗nen ziehn vor⸗ auf, das Kreuz⸗ge⸗ Bei Joseph Klug, 1535 heim⸗nis leuch⸗ tet auf, dar⸗ an das Le⸗ben Tod er⸗ 2— et dt. en litt und Le ⸗ben durch den Tod er ⸗stritt. 2. O Lebensbaum, so lichtdurchblicht,/ den reich des Königs Purpur schmückt! /O Kreuz, an dem des Heilands Blut/ ver⸗ gossen wurde uns zugut! 3. Herr Jesu, sei gebenedeit/ als unsre Zuflucht allezeit,/ weil unser Herz auf Rosen geht,/ wenn's unter deinem Kreuze teht. x Nach Venantius Fortunatus(gest. 609): Vexilla regis prodeunt, 1. Petrus 2, 24 übertragen von Georg Plath, geb. 1860 — Weise 358 Frankfurt a. M., 1738 E.— ——— be, mei-ne be, Sa⸗ tan, Der am Kreuz iI mei=ne Lie Weg, ihr ar⸗gen Sün⸗den-trie mei 2. Der dich/ da mich. /S bild./ De ben übe. 3. De nicht. /A Gerichtl; Blut mit im Glau 4. De glaube d abgetan. zugut./ Glauben 5. Det Hroßj /5 105/ fi⸗ Fürstent Glauber und , 5 ug, 1535 . tritt. önigs ber⸗ ezeit/ Treuze odeunt, eb. 1860 Passion 2— [ 1 I +— .. +.—4 EI 1I—.—...— ä— Lieb ist Ze⸗sus Christ. ee Welt und Fleie sches ⸗list! Tn gure Tiehn ist omicht won EH 221—„ TP. 1 1— 2—5 LV E— 2— 4 1I—4 1 1 I—1—.— * L 4 I—— 1—...—— Gott, eu⸗re Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist E r. I—.......* e, H mei⸗ne Lie⸗ be, weil ich mich im Glau⸗ben ü⸗be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. /Frevler, was befremdet dich,/ daß ich mich im Glauben übe?/ Jesus gab sich selbst für mich./ So ward er mein Friedensschild,/ aber auch mein Lebens⸗ bild. Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glau⸗ ben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe./ Sünde, du besiegst mich nicht.Weh mir, wenn ich den betrübe,/ der für mich ging ins Gericht!/ Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn?/ Trät ich nicht sein Blut mit Hohn?/ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe./ Schweig, Gewissen, glaube dran:/ Gott aus reinem Liebestriebe/ hat die Handschrift abgetan/ und mit meines Bürgen Blut/ sie durchstrichen mir zugut./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe./ Keine Trübsal noch so groß,/ Hunger, Blöße, Geißelhiebe,/ nichts macht mich von Zesu los;/ nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm,/ Engel nicht, hein Fürstentum./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 32* Passion 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. /Nun ist auch der Tod mein Freund./ Wenn ich wie ein Staub zerstiebe,/ wird mein Jesus mir vereint. Da, da schau ich Gottes Lamm,/ meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. Korinther 1, 18-24 Ahasverus Fritsch, 1629—170 Weise: Ach Gott und Herr Fünf Brünnlein sind, dar ⸗ aus mir rinnt Fried, (1625) Freiberg, 1655 Rot 5 in 1 Tod mir sol ⸗che Lab- sal ge⸗ben. 2. Der Quell du bist,/ Herr Zesu Christ,/ die Brünnlein deine Wunden,/ daraus ich mich/ lab inniglich/ in heißen Kreuzesstunden. 3. O Gotteslamm,/ o Liebesflamm,/ o meiner Seelen Freude!/ Nimm hin die Sünd,/ das Herz entzünd,/ daß mich von dir nichts scheide. 4. So werde ich/ recht seliglich/ den Lebenslauf vollbringen/ und fröhlich hier,/ o Gott, mit dir: /„Es ist vollbracht“ einst singen! Jesaja 53, 5 Verfasser unbekannt, 1672 Weise: Zesus (. Weish 2. Scho hangen,/ vergangen. Deus tott 9. O L shuldet:/ mich erdu Kreuze 4. Ru geben;/ d Wie dul Lubas i5 6 Tod mein meiner el ih 9—170ʃ Passion Weise: ZJesus, meine Zuversicht (1. Weise) Berlin, 1653 —.— 1 —— e E See ⸗ le, geh h Gol ⸗ga⸗ tha, setz dich und be⸗ den ⸗ke, was dich da für ein .. ůh—.— 2 SSISIISISSEEE su Kreu un ⸗ ter Je⸗ Trieb zur Bu Willst du un⸗emp⸗find⸗lich sein, o, so bist du mehr als Stein. 2. Schaue doch das Jammerbild/ zwischen Erd und Himmel hangen,/ wie das Blut mit Strömen quillt,/ daß ihm alle Kraft vergangen./ Ach der übergroßen Not:/ Es ist gar mein Jesus tot! 3. O Lamm Gottes ohne Schuld,/ alles das hatt ich ver⸗ schuldet;/ und du hast aus großer Huld/ Pein und Tod für mich erduldet./ Daß ich nicht verloren bin,/ gabst du dich ans Kreuze hin. 4. Nun, was schenk ich dir dafür? /Ich will dir mein Herze geben;/ dieses soll beständig hier/ unter deinem Kreuze leben./ Wie du mein, so will ich dein/ lebend, leidend, sterbend sein. Lukas 23, 47. 48 Benjamin Schmolch, 1672—1737 Passion 36¹ Weise: Herr ZJesu Christ, du höchstes Gut Dresden, 1593 2*—— drn N E 2205 Herr Ze 4·7 dei⸗ ne Angst und Pein und dein be⸗ laß mir vor Au⸗gen all- zeit sein, die Sün-de *1.—.— SSII trüb ⸗tes Lei⸗ den zu ver-mei⸗den. —..————. eL. Not und dei nen her⸗ H bit ⸗tern ——..—.——— Tod, so⸗lang ich le⸗„be, den⸗ken. Laß mich an dei⸗ne gro⸗ße 2. Die Wunden alle, die du hast,/ hab ich dir helfen schlagen,/ auch meine große Sündenlast/ dir aufgelegt zu tragen./ Ach liebster Heiland, schone mein,/ laß diese Schuld vergessen sein,/ laß Gnad für Recht ergehen. 3. Du hast verlassen deinen Thron,/ bist in das Elend gangen,/ ertrugest Schläge, Spott und Hohn,/ mußtest am Kreuze hangen,/ auf daß du für uns schafftest Rat/ und unsre schwere Missetat/ bei Gott versöhnen möchtest. 4. Drum will ich jetzt zur Dankbarkeit/ von Herzen dir lob⸗ singen,/ und wenn du zu der Seligkeit/ mich wirst hinkünftig bringen,/ so will ich droben noch viel mehr/ zusamt dem ganzen Himmelsheer/ dich ewig dafür loben. 5. Hett Leiden/ la scheiden./⸗ schließe me Hebrüer 12/l. Eigene Weise esden, 1593 hen. Hlagen/ en./ Ach en sein/ 5 Clend test am d unste dit lob⸗ ulünftih u ganzen Passion 5. Herr ZJesu, deine Angst und Pein/ und dein betrübtes Leiden/ laß meine letzte Zuflucht sein,/ wenn ich von hier soll scheiden. /Ach hilf, daß ich durch deinen Tod/ fein sanft be⸗ schließe meine Not/ und selig sterbe. Amen. Hebräer 12,1—4 1674(nach Tobias Clausnitzer, 1618— 1684) Eigene Weise— Zohann Balthasar Reimann, gest. 1747 E 2— 1.—.——4 F———————4 E 2 2..— 7 2——— 2—— E 12 2 L V +* 5 Wollt ihr wis⸗sen, was mein Preisꝰ Wollt ihr ler ⸗nen, was ich weiß? Wollt ihr Q...„— 1— I vi 2 SIITITITITIIT LI.U 2 E + + + . 15—— 1—— 1 sehn mein Ei⸗gen⸗ tum? Wollt ihr hö⸗ ren, H [D.— + 1— 2 + HFR.l + 1 + + 4 fäf. 1 L.UU + + +*— +— *— 2*22—— 1—— 2 1 was mein Ruhm? Je⸗ sus, der Ge⸗kreu⸗zig⸗ H [ELN— II r—.. 1.. 2—. 4— L 1 2—2——— E— 1—— II te, Je⸗ sus, er Ge⸗ kreu ⸗ zig ⸗te. 2. Wer ist meines Glaubens Grund? /Wer stärkt und er⸗ wecht den Mund?/ Wer trägt meine Straf und Schuld?/ Wer schafft mir des Vaters Huld?/ Jesus, der Gekreuzigte,/ Zesus, der Gehreuzigte. 3. Wer ist meines Lebens Saft?/ Wer ist meines Geistes Kraftꝰ /Wer macht rein mich und gerecht?/ Wer macht mich zu Gottes Knecht?/ Jesus, der Gehreuzigte,/ Jesus, der Ge⸗ kreuzigte. Passion 4. Wer ist meines Leidens Trost?/ Wer schützt, wenn der Feind erbost?/ Wer erquicht mein mattes Herz?/ Wer ver⸗ bindet meinen Schmerz?/ Zesus, der Gekreuzigte,/ Jesus, der Gekreuzigte. 5. Wer ist meines Todes Tod?/ Wer hilft in der letzten Rot? /Wer versetzt mich in sein Reich?/ Wer macht mich den Engeln gleich?/ Jesus, der Gekreuzigte,/ Zesus, der Gehreuzigte. 6. Und so wißt ihr, was ich weiß,/ ihr wißt meinen Zwech und Preis. Glaubt, lebt, duldet, sterbet dem,/ der uns Gott macht angenehm: /Jesu, dem Gekreuzigten,/ Jesu, dem Ge⸗ kreuzigten. 1. Korinther 1, 18 und 31 Johann Christoph Schwedler, 1672— 1730 363 Weise: 3 8 Zesu, was hast du verbrochen Weltlich 1507, (2. Weise) geistlich 1609 E S........... T * 2—.— 2 Ach mein Barr Je-⸗su, wenn ich dich nicht hät ⸗te und Arm⸗ster un⸗ter den E⸗len⸗ den mich. benehene 2. Ich wüßte nicht, wo ich vor Jammer bliebe;/ denn wo ist solch ein Herz wie deins voll Liebe?/ Du, du bist meine Zuver⸗ sicht alleine;/ sonst weiß ich keine. 3. Drum dank ich dir vom Grunde meiner Seelen,/ daß du nach deinem ewigen Erwählen/ auch mich zu deiner Kreuz⸗ gemeinde brachtest/ und selig machtest. Hebräer 12,22—24 Christian Gregor, 1723—1801 Wesse: Schmi ou bittes. Etbarmu des Tode enn der er ver⸗ sus, der letzten lich den euzigte. Iwech 5 Gott em Ge⸗ 67²2—17³0 tlich I507, tlich Ioo n⸗denꝰ wo ist Zuver⸗ daß U Kreuz⸗ 723Z—1001 ö Passion 364 Weise: Schmücke dich, o liebe Seele Zohann Crüger, 1649 —656— 5 SI I—— 1— 1 2 2— 1 ꝗSSDSDSSSSS An dein Blu⸗- ten und Er⸗-blei⸗chen, an dein an dein prie⸗ ster ⸗-li ⸗ ches Fle⸗ hen mah⸗net r eenten ihinn nnnneied HVI Op⸗fer oh⸗ne⸗ glei⸗chen, mich des Gei⸗stes We-⸗ hen. nd se wänsch ic ew ⸗ge Gü ͤ⸗te, für mein Le⸗ ben ei⸗ne 1 2 nnn nen nr, Blü ⸗ te, ei⸗ nen Ruhm an mei⸗ nem —————— 12——— Zi, d, e, — Gra⸗ be: daß ich dich ge⸗lie⸗ bet ha⸗ be. 2. Hoherpriester ohne Tadel,/ Lebensfürst von großem Adel,/ Licht und Herrlichkeit entfalten,/ segnen heißt dein hohes Walten./ Segnend trittst du mir entgegen,/ und so wünsch ich einen Segen,/ einen Ruhm an meinem Grabe:/ daß ich dich geliebet habe. 3. Du nur giltst im Heiligtume,/ und zu deiner Wunden Ruhme,/ weil du für die Sünder littest,/ gibt der Vater, was du bittest. Wenn schon Zornesflammen lodern,/ darfst du noch Erbarmung fodern,/ Hilfe, wo die Engel trauern,/ Leben in des Todes Schauern. Passion 4. Lieben will ich, flehn und loben/ bis der Vorhang weg⸗ geschoben;/ dann zu dir, du Ewigreiner!/ Jesus Christus, denke meiner! /Eines schenke mir hienieden:/ deinen Geist und deinen Frieden/ und den Ruhm an meinem Grabe,/ daß ich dich geliebet habe. Johannes 21, 17 Albert Knapp, 1798— 1864 (. Wer Herzliebster Zesu, was hast du verbrochen Weltlich 1507, (2. Weise) geistlich 1609 A——— ——.— Jetzt, da die Zeit sich nä-hert dei- ner Lei-den, laß H—————.—.L—4. SSPSPI.II...I.......I..... T ——.—— mich von al⸗len Ei⸗tel⸗kei⸗ten schei⸗den und laß mich 4— +——.... ER, dei⸗ne Schmerzen nur betrach-ten, die dich um⸗nach⸗ten. 2. Du bist für mich gestorben, und das Leben,/ das ewge, hast du mir dafür gegeben./ Laß mich dein totes Angesicht beschauen/ und dir vertrauen. 3. Laß mich zu deinem heilgen Kreuze eilen/ und laß mich deine herben Schmerzen teilen./ Du bist für mich geopfert, heilges Wesen;/ laß mich genesen! Galater 5, 24 Conrad Ferdinand Meyer, 1825—1898 Gott sei2 Unsern Eigene Weise Sünd! 2. Der o hat uns v⸗ eleison. 9. Tod, hat. /Et h Hbräer 19,I2 i9 weg⸗ „ denhe eist und daß ich 7051564 llich I505, stlich 1609 h⸗ten. ge, haft hauen/ aß nich opfert, 625—1505 Ostern Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum. 1. Korinther 15, 57 366 Eigene Weise Bei Joseph Klug, 1535 EH—.—— 2— ESSSSS. E 2 0 2 . Je⸗ sus Chri⸗stus, un ⸗ ser Hei⸗ land, der den 4 n en 22—4 WiiiiE .—— 1 Tod ü⸗ ber⸗wand, ist auf⸗er ⸗ stan ⸗ den, die E EEE. Sünd hat er ge⸗fan⸗gen. Ky⸗ri⸗e e⸗ le⸗i⸗ son. 2. Der ohn Sünden war geboren,/ trug für uns Gottes Zorn,/ hat uns versöhnet,/ daß uns Gott sein Huld gönnet./ Kyrie eleison. 3. Tod, Sünd, Teufel, Leben und Gnad,/ alls in Händen er hat./ Er hann erretten/ alle, die zu ihm treten./ Kyrie eleison. Hebräer 10, 12. 13 Martin Luther, 1483— 1546 Ostern 367 Eigene Weise Bartholomäus Gesius, 1600 .——— Heut tri- um⸗-phie-ret Got-tes Sohn, der vom Tod ist er ⸗stan- den schon, Hal-le-lu⸗ —————— 2—— 24———— ja, Hal ⸗le lu ja, mit gro ßer . q ͥPPPDPDPPPEE Pracht und Herr-lich-keit; des dan ken wir in 2.—.—.5 EH E⸗wig- heit. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal ⸗le⸗lu⸗jal 2. Dem Teufel hat er seine Macht/ zerstört und ihn zu Fall gebracht,/ Halleluja, Halleluja,/ wie pflegt zu tun ein starker Held,/ der seinen Feind gewaltig fällt./ Halleluja, Halleluja! 3. O lieber Herre Jesu Christ,/ der du der Sünder Heiland bist,/ Halleluja, Halleluja,/ führ uns durch dein Barmherzig⸗ keit/ mit Freuden in dein Herrlichkeit. /Halleluja, Halleluja! 4. Nun kann kein Feind uns schaden mehr,/ ob er gleich trotzet noch so sehr./ Halleluja, Halleluja!/ Im Staube liegt der arge Feind,/ wir aber Gottes Kinder seind./ Halleluja, Halleluja! 5. Oo klich./ alll /E Hellelujs 6. G0⁰ hornen gleicher! Hallelujc Offenbarun Veise: Ru 1 — *— zu Jall starker lujal Heiland nherzig⸗ lujal gliic he liegt allelujs, 5. Dafür wir danken allzugleich/ und sehnen uns ins Himmel⸗ reich./ Halleluja, Halleluja!/ Zum selgen End Gott helf uns all!/ So singen wir mit großem Schall:/ Halleluja, Halleluja! 6. Gott Vater in dem höchsten Thron/ samt seinem einge⸗ bornen Sohn,/ Halleluja, Halleluja,/ dem heilgen Geist in gleicher Weis/ in Ewigkeit sei Lob und Preis!/ Halleluja, Halleluja! Offenbarung Johannes 5,5 Kaspar Stolshagen, 1550—1594 Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein Wittenberg, 1524 2 e 4— E—————— 22 e e — 2— 2—.— 2—— — Sei fröh- lich al ⸗les weit und breit, was weil heut der Herr der Herr-lich-keit, den EEEDSN EK—— ö 7 5— 4 vor ⸗ mals war ver(o ren, Gott selbst aus ⸗ er ⸗ ko ⸗ ⸗ ren 2— +—— I EH 2——— 3— E. E 1 1 zum Sün ⸗ den ⸗ bü ⸗ßer, der sein —723 SSS...........T E 1— 2 88.—.— Blut am Kreuz ver⸗ gos ⸗ sen uns zu⸗ 6— E— 1 1 I HAU t I 1 1 A & Ostern 2. Wie schön hast du durch deine Macht,/ du wilder Feind des Lebens,/ den Lebensfürsten umgebracht! /Dein Stachel ist vergebens/ durch ihn geschossen, schnöder Feind;/ du hättest wahrlich wohl gemeint,/ er würd im Staube bleiben. 3. Nein, nein, er trägt sein Haupt empor,/ ist mächtig durch⸗ gedrungen/ durch deine Bande, durch dein Tor,/ ja hat im Sieg verschlungen/ dich selbst, daß, wer an ihn nur gläubt,/ von dir jetzt ein Gespötte treibt/ und spricht: Wo ist dein Stachelꝰ 4. Denn deine Macht, die ist dahin/ und keinen Schaden bringet/ dem, der sich stets mit Herz und Sinn/ zu diesem Fürsten schwinget,/ der fröhlich spricht: Ich leb, und ihr/ sollt mit mir leben für und für,/ weil ich es euch erworben. 5. Der Tod hat keine Kraft nicht mehr,/ ihr dürfet ihn nicht scheuen;/ ich bin sein Siegsfürst und sein Herr,/ des sollt ihr euch erfreuen. Dazu so bin ich euer Haupt,/ drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt,/ als Glieder mit mir leben. 6. Der Höllen Sieg, der ist auch mein,/ ich habe sie zer⸗ störet;/ es darf nicht fürchten ihre Pein,/ wer mich und mein Wort höret;/ und weil des Teufels Macht und List/ gedämpft, sein Kopf zertreten ist, mag er ihm auch nicht schaden. 7. Nun, Gott sei Dank, der uns den Sieg/ durch Zesum hat gegeben/ und uns den Frieden für den Krieg/ und für den Tod das Leben/ erworben, der die Sünd und Tod,/ Welt. Teufel, Höll und was in Not/ uns stürzet, überwunden. 1. Petrus 1, 3—5 Paul Gerhardt, 1607—1676 2.Ol sind beft aus Gott 3. 0 wunden sind erf 4. O tifreut; angeflö . Korinth. nicht llt iht et iht, e zer⸗ mein ämpft, Zesum 1 für ö Welt, VIoꝛb Ostern 369 Weise: O heiliger Geist, o heiliger Gott Köln, 1623 7.———— 5 27—— IꝑI'— 2 E E—*——— 2— 0*—— 2 2— 1. 2 2—. O herr⸗li⸗cher Tag, o fröh- li ⸗che Zeit, da Lsts lebt 50 i les Leid! E1 ist inrenn rvnn ä,v,n stan⸗den von dem Tod, wir sind er-löst aus al⸗ler d — 1.— Not. Rer'h ⸗cher Tag, o fröh⸗li⸗che Zeit! 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, da wir von Sünden sind befreit! /Getilget ist nun unsre Schuld,/ wir sind gerecht aus Gottes Huld./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Der Tod ist über⸗ wunden heut; /es darf uns nicht mehr vor ihm graun,/ wir sind erfüllet mit Vertraun./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Die Liebe Gottes uns erfreut;/ des Herren Sieg hat uns erlöst,/ uns neues Leben eingeflößt. /O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! /Erhalt uns, ZJesu, diese Freud,/ zu sagen hier zu aller Stund/ und dort einmal mit selgem Mund:/ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 1. Korinther 15, 55—57 Cyriakus Günther, 1650—1704 Ostern 370⁰ Weise: Du, o schönes Weltgebäude Zohann Crüger, 1649 4—— EE 2 1 e.. EE ——— 2 Zween der Jün ⸗-ger gehn mit Seh ⸗-nen ü ⸗ ber Ih re Au⸗gen sind voll Trä-nen, ih- re E.——— 9— DISE + un.. Feld nach Em⸗ma ⸗ us. See⸗le voll Ver-druß, und sie wech-seln ——————— EU— 5———..—e* ů.— 2 a 2*—— ½ 5 5 EV— 3—— Bnd ⸗ weit und ver ⸗treibt die Trau-rig-keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen/ ihrem stillen Kum⸗ mer nach,/ sie bejammern voller Schmerzen/ ihre Not, ihr Un⸗ gemach./ Manches wandert gar alleine,/ daß es in der Stille weine;/ doch mein Zesus ist dabei,/ fragt, warum es traurig sei. 3. Hat sich eine Not gefunden,/ Zesus läßt mich nicht allein,/ Jesus stellt zur rechten Stunden/ sich mit seinem Beistand ein./ Wenn ich mich im Leid verzehre,/ gleich als ob er ferne wäre,/ o, so ist er mehr als nah/ und mit seiner Hilfe da. 4. Treu bei mirl/ auch allhie müchtig mi u willst, 5. Bin Sinn,/ de bin. /Laß Hetz entzt besser hem 0. Trö Fluren ge dir flehn, sich weine was ttaue 7. Hilf, sich neigt, ein Helfet deine Zur lieber Gf Lubas 24,13 Kum⸗ hr Un⸗ Siille rautig llein,/ ein./ vůte/ Ostern 4. Treuster Freund von allen Freunden,/ bleibe ferner doch bei mir!/ Kommt die Welt, mich anzufeinden,/ ach, so sei du auch allhier!/ Wenn mich Trübsalswetter schrecken,/ wollst du mächtig mich bedechen. Komm, in meinem Geist zu ruhn!/ Was du willst, das will ich tun. 5. Bin ich traurig und betrübet,/ Herr, so gib mir in den Sinn,/ daß mich deine Seele liebet/ und daß ich der Deine bin. /Laß dein Wort mich feste gründen,/ laß es auch mein Herz entzünden,/ daß es voller Liebe brennt/ und dich immer besser kennt! 6. Tröst auch andre, die voll Jammer/ einsam durch die Fluren gehn/ oder in der stillen Kammer/ tief bekümmert zu dir flehn,/ wenn sie von der Welt sich trennen,/ daß sie satt sich weinen können,/ sprich dann ihren Seelen zu: /Liebes Kind, was trauerst duꝰ 7. Hilf, wenn es will Abend werden/ und der Lebenstag sich neigt, wenn dem dunkeln Aug auf Erden/ nirgends sich ein Helfer zeigt;/ bleib alsdann in unsrer Mitten,/ wie dich deine Jünger bitten,/ bis du sie getröstet hast;/ bleibe, bleibe, lieber Gast! Lukas 24, 13—35 Zohann Neunherz, 1652—1737 Ostern 37¹ Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 ũ— 1—5——— E— + 2—— — ö UE ⸗lu-⸗ja! Jauchzt, ihr Chö-re, singt Je- su Hal⸗-le Er, der Held, zer-riß die Ban⸗den des To⸗des 0 LE* 2 1——*— ee, H.,.. — Chri⸗-sto Preis und Eh-re, wie groß, wie und ist auf ⸗ er ⸗stan ⸗ den, er, der für 45 + herr⸗lich ist sein Tag! uns im Gra⸗be lag. ———.— 5 —.——4.——— s==== Macht; Preis ihm, er hat's voll-bracht, Hal ⸗le⸗ Sein ist Ge⸗ walt und IXIX *——— lu⸗- ja! Er hat's voll-bracht, er, der die dore———— .xxi, G2——*— II 2 2— Macht des To⸗des und des Gra⸗ bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen,/ hat mächtig Satans Reich bezwungen,/ von Todesketten uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder/ sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder/ und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir,/ entschla⸗ fen, Christe, dir,/ ruhn in Frieden/ die kurze Nacht,/ bis deine Macht/ das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unf lich aufer unvergän dem Star und seli nicht,/ de 4. Ta wenn G O was w schwinden führe du bahn/ gi Apostelgese Ostern 3. Unsern Staub mag Staub bedechken,/ du wirst ihn herr⸗ lich auferwechen,/ der du des Staubes Schöpfer bist. /Du wirst unvergänglich Leben/ und Kraft und Herrlichkeit ihm geben,/ — dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein,/ gerecht und selig sein./ Halleluja!/ Tod und Gericht/ erschrecht uns ö nicht,/ denn Jesus, unser Mittler, lebt. e⸗su o⸗des 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne,/ wie wird uns sein, — wenn Gottes Sonne/ durch unsers Grabes Dunlel bricht!/ — O was werden wir empfinden,/ wenn Nacht und Finsternis ver⸗ schwinden/ und uns umstrahlt des Himmels Licht!/ Vollender, wie führe du/ uns diesem Tage zu,/ uns, die Deinen!/ Die Todes⸗ für bahn/ gingst du voran,/ wir folgen dir in deine Ruh. 2 Apostelgeschichte 5, 30.31 Gottfried Benedikt Funh, 1734—1814 ö 372 It und Weise: Meins Herzens Zesu, meine Lust Peter Sohr,‚ Frankfurt a. M., 1668 ,..,..,r,.,..... —. III ·le⸗ Ich weiß, daß mein Er⸗lö⸗ser lebt, er ist schon wer gläu⸗big sich zu ihm er⸗ hebt, darf vor dem — +¹ ö EY 2—— — ů + Ii * I —— hier mein Le⸗ben; Tod nicht be ⸗ ben Ich folg ihm — 2—— ö i0 e,x, e.... TT.T. 4%7 0 10— 0 3—. ů51 nach, der Bahn mir brach; auf To⸗-des⸗ on EE———.— ͤ. UUUNUU nlschlo⸗ EV————— nacht und Grau⸗en folgt sel⸗ges Licht und Schauen. 33 Ostern 2. Du lebst, du lebst, du starker Held,/ du Todesüber⸗ winder! /Du bist das Heil der ganzen Welt,/ du bist der Trost der Sünder./ Wer dich umfaßt,/ dem wird die Last/ der Sün⸗ den abgenommen,/ der darf zum Vater kommen. 3. Du lebst, mein Arzt, du heilest noch/ und täglich mein Gebrechen;/ du stärkest mich, was zag ich doch/ bei meiner Seele Schwächen!/ O leb in mir,/ daß ich in dir/ auch selig leben möge/ und wandeln deine Wege! 4. Du lebst, du bist in Nacht mein Licht,/ mein Trost in Not und Plagen;/ du weißt, was alles mir gebricht,/ du wirst mir's nicht versagen./ In Zweifeln Rat/ und Kraft zur Tat,/ im Tode selges Leben/ wirst du den Deinen geben. 5. Bereite dir noch mehr mein Herz/ für deine Seligheiten,/ so lang ich gegen Lust und Schmerz/ in dieser Welt muß strei⸗ ten./ Gib, daß ich treu/ im Kampfe sei!/ Dann wird auch mir zum Lohne/ der Aberwinder Krone. Hiob 19, 25—-27 Karl August Döring, 1783—1844 373 Weise: Erschienen ist der herrlich Tag —. x PWii 2 5 +· I Tri⸗ umph, Tri⸗umph! Es siegt der Held, die Er ⸗de Nikolaus Herman, 1560 2 EH. = V — Auun 1 bebt, der Fels zer-schellt, die Son ⸗ne, [S 1— 6 45— — 9 ů—— 2 — die ver⸗ sank in Nacht, steigt auf in 2. Die srei. /Der Vaters H 3. Dos Uhre wa Frühling 4. Nun dem Gra selgen Si 5. Sch ben leuch überströn 0. He Abend w unsrer R Johannes! esüber⸗ Trost r Sün⸗ h mein t Seele 3 leben tost in u wirst Tat,/ heiten/ 5 sttei⸗ uch mit 783—184 man, 1500 0— EIN—— ů ů— 35 IEEE— E 2 nie ge ⸗ seh- ner Pracht. Hal⸗-le⸗⸗lu ** u E· — 2. Die alten Ketten sind entzwei, und Adams Kinder atmen frei. Der Sohn bezahlte unsre Schuld,/ nun tröstet uns des Vaters Huld./ Halleluja! 3. Das Weizenkhorn, tief eingescharrt,/ zur körnerreichen Ahre ward/ als Erstling auf dem großen Feld,/ darauf der Frühling Einzug hält./ Halleluja! 4. Nun streift die Todeshüllen ab,/ heraus, ihr Toten, aus dem Grab!/ Steht mit dem Auferstandnen auf/ zum lichten, selgen Siegeslauf!/ Halleluja! 5. Schließ auf der Hoffnung Lebensquell,/ laß deine Nar⸗ ben leuchten hell,/ bis Thomas selbst zusammenbricht/ und, überströmt von Wonne, spricht:/ Halleluja! 6. Herr, mach die Herzen stark und still,/ und wenn es Abend werden will,/ tritt ein bei uns, brich uns das Brot,/ sei unsrer Nächte Morgenrot!/ Halleluja! Johannes 12,24 August Schwartzkopff, 1818-1886 Himmelfahrt Unser Wandel ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn. Philipper 3, 20 374⁴ Eigene Weise Melchior Franch, 1627 — ...— .............. Gen Him⸗mel auf⸗ge⸗fah⸗ren ist, Hal⸗le⸗lu ⸗⸗ ja, I +—— H DDe E der Eh⸗ren⸗kö⸗nig Je⸗sus Christ, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja! 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand,/ Halleluja,/ herrscht über Himml und alle Land./ Halleluja! 3. Nun ist erfüllt, was gschrieben ist,/ Halleluja,/ in Psal⸗ men von dem Herren Christ./ Halleluja! 4. Nun dankt dem Herren Zesu Christ,/ Halleluja,/ der heut gen Himmel fahren ist./ Halleluja! 5. Wir loben die Dreieinigkeit,/ Halleluja,/ von nun an bis in Ewiglheit./ Halleluja! 1401 Psalm 118, 1416 Nach dem Lateinischen: Coelos ascendit hodie 375 Weise: Erschienen ist der herrlich Tag Nikolaus Herman, 1560 *.— — 1 + 2— 9 —— I——** Wir dan⸗en dir, Herr Je⸗su Christ, daß du gen Leil 2. Ni heit:/ Ge Btuder 3. Gen noch;/ se Rensch; 4. W' ftischen Ehiiso 5. Er uns hat bittte 0. Wi mit dem allerhöc 7. Oi Desu dich leh⸗ 8. A fahten! Nug u auch ern. anch, 152/ herrscht u Pfal⸗ a,/ der nun an 1601 adit hodie πνπ⁰⁷⁰πππ⁰π¼½me Himmelfahrt ů—uX—— E+ W ů ů ů. l P— I. + +* 1——2 1 E 2 2 2—— Him⸗ fah ⸗ ren bist. O star ⸗ kier —. —. ů— Gott Im ma ⸗„ nu ⸗el, stärk uns an Q— 4 E V————1 n, ,e,, a,,.te 2— E 1— 2.—— 7 1I—. II Leib, stärk uns an Seel! Hal⸗le ⸗ lu⸗jal 2. Nun freut sich alle Christenheit/ und jubiliert in Ewig⸗ keit:„Gott Lob und Dank im höchsten Thron,/ weil unser Bruder Gottes Sohn./ Halleluja! 3. Gen Himmel aufgefahren hoch,/ ist er doch allzeit bei uns noch;/ sein Macht und Reich unendlich ist,/ wahr Gott und Mensch zu aller Frist./ Halleluja! 4. Wohl dem, der ihm vertrauen tut/ und hat an ihm ein frischen Mut. Welt, wie du willst, wer fragt nach dir?/ Nach Christo steht unser Begier./ Halleluja! 5. Er ist der Herr und unser Trost,/ der durch sein Blut uns hat erlöst;/ das Gfängnis er gefangen hat,/ daß uns der bittre Tod nicht schadt./ Halleluja! 6. Wir freuen uns aus Herzensgrund/ und singen fröhlich mit dem Mund:/ Der unser Bruder, Fleisch und Blut,/ ist unser allerhöchstes Gut./ Halleluja! 7. Durch ihn der Himmel unser ist./ Hilf uns, o Bruder Jesu Christ,/ daß wir nur fest vertraun auf dich/ und durch dich leben ewiglich./ Halleluja! 8. Amen, Amen, Herr Jesu Christ,/ der du gen Himmel fahren bist,/ erhalt uns, Herr, bei reiner Lehr,/ des Teufels Trug und Listen wehr./ Halleluja! Himmelfahrt 9. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit,/ zum Weltgericht in Herrlichkeit;/ führ uns aus diesem Jammertal/ in deinen ewgen Freudensaal./ Halleluja! 10. Wir singen Amen noch einmal,/ wir sehnen uns in's Himmels Saal,/ da wir mit allen Engeln dein/ das Amen wollen singen fein./ Halleluja! Apostelgeschichte 1, 11 1607 376 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 , — Kö⸗nig Ze⸗su, strei-te, sie⸗ge, daß al ⸗=les Blick auf dei ne Frie⸗dens⸗bo⸗ten, laß we⸗ hen * 2— 2 2 E — bald dir un ⸗-ter ⸗lie-ge, was lebt und dei ⸗nen Le⸗ bens⸗ o⸗ dem durchs gan ⸗ ze —— 67 ö — 2—8—— + webt in die ⸗ser Welt. wei ⸗te To ⸗ten⸗feld. Er⸗hö⸗re un⸗ser 7½=. ö S....... Flehn und laß es bald ge⸗ schehn. A-men, 2— — . FFIFIITHUII————.— 2.... I—.—.—— E A⸗men! So rüh-men wir und jauch- zen Hesebiel 57 Weise: Ist 2. O ein Spr den seh schwinge tgericht deinen in's Amen Himmelfahrt ———— — 1 2—.9 —1 2—— * dir ein Hal⸗le ⸗lu ⸗ ja für und für. Hesekiel 37,5 Verfasser unbekannt, 1827 377 Weise: Ist Gott für mich, so trete Augsburg, 1609 — 2. 15 235 — — I I 2— L L Er⸗grünt, ihr Sie⸗ges⸗ pal⸗ men! Ihr Him⸗mel, Ihr Her- zen, brin-get Psal-men und schmüh⸗ket E RI———— TP. 2*D...ꝗ‚‚R V—.—— e nien ennen: Zere —. wer⸗det hlar! den Al⸗tar! Singt von dem Men:schen⸗soh⸗ ne und —.— V 1— 1 V—1 öiSiSDSPSISSPSI‚IS....... —— sei ⸗ nem gro⸗ßen Sieg; singt, wie er auf zum — — r, + 1— L— 1 II Thro ⸗ ne der E⸗ wig ⸗kei ⸗ten stieg. 2. Der einst, von Qual durchdrungen,/ den Sündern war ein Spott,/ der unsern Tod verschlungen/ in seine Todesnot,/ den sehn wir hoch und prächtig/ im Siegesglanze ziehn,/ der schwinget sich allmächtig/ durch alle Himmel hin. 3. Du, Heiland, hast nach oben/ zum Throne dich gewandt/ und waltest ewig droben/ zu Gottes rechter Hand./ Von dan⸗ nen wirst du hommen/ in Richtermajestät;/ dann jauchzen deine Frommen,/ der Stolzen Hohn vergeht Himmelfahrt 4. O Zesu, Heil der Deinen,/ rüst uns auf diesen Tag,/ Du sei's, daß er heut erscheinen,/ sei's, daß er säumen mag./ Wenn Deinen dann dir deine Knechte/ verhlärt entgegenziehn,/ dann führe segnet, deine Rechte/ auch uns zum Himmel hin. sahr in 5. Dann laß in Strömen quillen/ dein schönes Lebenslicht;/ 5. Jc dann zeig uns ohne Hüllen/ des Vaters Angesicht. O himm⸗ himmel lisches Entzücken!/ O selger Liebeszug!/ Wenn wir nur dich die Baht ö erblichen,/ hat unser Herz genug. nicht /b ö Psalm 110 Nach Beda Venerabilis(674—735) von Albert Knapp, 1798— 1864 6. ö. Di ö * 378 noch im Worte r Weise; O daß ich tausend Zungen ließt hätte(2. Weise) Bei 3. B. Reimann, Hirschberg, 174⁴7 shließt i ö 2 I———— 1—. ö EZ———..—E— gefahren ö Zum Himmel bist du ein⸗ ge⸗gan⸗gen, mit Preis ge⸗ Eln n wie soll⸗te mich denn nicht ver⸗lan-gen, auch dort zu nür ostelges . 0— ö krönt, Herr Ze⸗ su Christ; sein, wo du nun bist?ꝰ EEE...— Ii hier; nimm in die Hei-mat mich zu dir! Ich bin ja nur ein Pilgrim 2. Vom Tode standst du auf zum Leben,/ du gingst ver⸗ klärt zum Himmel ein;/ so muß sich auch mein Geist erheben,/ ich darf nicht tot in Sünden sein. Ein neues Leben wirk in mir,/ so komm ich einst gewiß zu dir. 3. Am Olberg fingen deine Leiden/ mit bittern Todesäng⸗ sten an;/ am Olberg gingst in hohen Freuden/ du siegreich %% deine Himmelsbahn./ So folgt auf Leiden Herrlichheit;/ zu bei⸗ den mache mich bereit Tah/ Wenn führe aliht/ himm⸗ Ur dich 796—1864 jerg, 17⁴⁷² ilgrim ditl t ver⸗ heben/ wirk in desäng⸗ siegreich 6zu bei⸗ ιπμν Himmelfahrt 4. Du hobest segnend deine Hände/ beim Scheiden von den Deinen auf; /o hilf, daß einst auch ich vollende,/ von dir ge⸗ segnet, meinen Lauf. Wenn ich von dir gesegnet bin,/ dann fahr in Frieden ich dahin. 5. Ich sehe dir mit Glaubensblicken/ in deinen Freuden⸗ himmel nach;/ mein Herz soll sich an dir erquicken,/ der mir die Bahn zum Himmel brach./ Sieht dich auch hier mein Auge nicht,/ bleibst du doch meine Zuversicht. 6. Du bist von uns zwar aufgefahren,/ doch ist dein Wort noch immer hier./ Laß dieses Kleinod mich bewahren;/ im Worte redest du zu mir;/ dies leitet meines Lebens Lauf/ und schließt mir deinen Himmel auf. 7. Einst wirst du herrlich wiederkommen,/ gleichwie du auf⸗ gefahren bist;/ dann werd ich völlig aufgenommen,/ wo mir bereit mein Erbteil ist. So leb ich nun im Glauben hier,/ im Schauen aber dort bei dir. Apostelgeschichte 1,9—11 Berlin, 1829 Pfingsten Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2. Timotheus 1,7 379 Eigene Weise Bremen, 1638 Heil-ger Geist, du Trö- ster mein, hoch vom EEEEII Him⸗-mel uns er⸗schein mit dem Licht der Gna⸗den dein! 2. O du selge Gnadensonn,/ füll das Herz mit Freud und Wonn/ allen, die dich rufen an! 3. Ohn dein Beistand, Hilf und Gunst/ ist all unser Tun und Kunst/ vor Gott ganz und gar umsonst. 4. Lenk uns nach dem Willen dein,/ wärm die kalten Her⸗ zen fein,/ bring zurecht, die irrig sein! 5. Gib uns, Herr, wir bitten dich,/ die wir glauben festig⸗ lich,/ deine Gaben mildiglich, 6. daß wir leben heiliglich,/ alle sterben seliglich,/ bei dir bleiben ewiglich. Nömer 5, 5 Nach dem lateinischen Liede des Königs Robert von Frankreich, 971-1031, von Martin Moller, 1547—1606 Weise: K. E V urcht, icht. nen, 1638 —D— vom ũ deinl ud und Lun und en Her⸗ feslig⸗ bei dit hert von 151l0 Pfingsten 380 Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Vorreformatorisch, 1530 *———1 4—1 —— DS. 2 H + IIU + 4—..‚ 2— E. 2 2 2212—/ n E* 1—.— Gott Va⸗ter, sen⸗de dei⸗ nen Geist, den uns dein rexn, ᷣᷓ . 2 3.II..I.—.— 2.* I E.. + 2 2.—4 Sohn er ⸗bit ⸗ten heißt, aus dei ⸗nes —4 ,, dein iereirti. III Him ⸗⸗ mels Hö ⸗ hen. Wir bit ⸗ten, L wie er uns ge⸗lehrt, laß uns doch ja nicht un⸗er⸗ E——— ö F.— DDSDDiiii‚‚II‚eeE *—„ 5 2 E 2— H 2 2 2 1—5 hört von dei⸗ nem Thro ⸗ ne ge⸗ hen. 2. Dein Geist hält unsers Glaubens Licht,/ wenn alle Welt dawider ficht/ mit Sturm und vielen Waffen;/ und wenn auch gleich der Fürst der Welt/ selbst wider uns sich legt ins Feld,/ so hann er doch nichts schaffen. 3. Der Geist, den Gott vom Himmel gibt,/ der leitet alles, was ihn liebt,/ auf wohlgebahnten Wegen;/ er setzt und richtet unsern Fuß,/ daß er nicht anders treten muß,/ als wo man findt den Segen. Pfingsten 4. Er macht geschickt und rüstet aus/ die Diener, die des Herren Haus/ in diesem Leben bauen;/ er ziert ihr Herz, Mund und Verstand/ und läßt sie, was sonst unbekannt,/ zu unserm Besten schauen. 5. Er öffnet unsers Herzens Tor,/ wenn sie sein Wort in unser Ohr/ als edlen Samen streuen,/ gibt Kraft dem aus⸗ gestreuten Wort,/ läßt es in Segen wachsen fort/ und auch zur Frucht gedeihen. 6. Er lehret uns die Furcht des Herrn,/ liebt Reinigheit und wohnet gern/ in frommen, keuschen Seelen./ Was niedrig ist, was Tugend ehrt,/ was Buße tut und sich bekehrt,/ das pflegt er zu erwählen. 7. Er ist und bleibet stets getreu/ und steht uns auch im Tode bei,/ vor dem nichts kann bestehen;/ er lindert unsre letzte Qual,/ läßt uns den Weg zum Himmelssaal/ getrost und fröh⸗ lich gehen. 8. O selig, wer in dieser Welt/ läßt diesen hohen Gast das Zelt/ in seiner Seel aufschlagen!/ Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit,/ den wird er dort zur ewgen Freud/ in Gottes Hütte tragen. 9. Nun, Herr und Vater aller Güt,/ hör unsern Wunsch, gieß ins Gemüt/ uns allen diese Gabe;/ gib deinen Geist, der uns allhier/ regiere und dort für und für/ im ewgen Leben labe! Psalm 51, 12. Johannes 14, 26 Paul Gerhardt, 1607—1676 38¹ Weise: O du allersüßte Freude Bei Johann 11 König, 1738 .——— Gott, gib ei- nen mil- den Re-⸗ gen, denn mein Va⸗ter, gib vom Him-mel Se-⸗ gen, trän-ke 2. Ka Ratur,/ nur:/sol mit nicht die des Nund unserm ort in n aus⸗ uch zur migheit niedrig t/ das n Tode e lehte stöh⸗ ast das dieser Hütte Bunsch, ist, der Leben 2—1bib Pfingsten 4 + + 1 I PEW 7 E 1 II 2 1 1 Herz ist dürr wie Sand;* 3— du dein dur⸗stig Land. Lab des heil⸗ gen Gei⸗stes —.— 2 4 SEen—.— +.— E+— F + EEEEEESSSE— E* Gab aus der Höh auf mich her⸗ab wie die star⸗ken +*—.— 1—4 III B, b, 1.——— E E II Strö⸗me flie⸗ßen und sich in mein Herz er-gie⸗ßen. 2. Kann ein Vater hier im Leben,/ der doch arg ist von Natur,/ seinen lieben Kindern geben/ nichts als gute Gaben nur:/ solltest du denn, der du heißt/ guter Vater, deinen Geist/ mir nicht geben und mich laben/ mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen/ zu dem Vater, sende mir/ deinen Geist, den mit Verlangen/ ich erwarte, Herr, von dir,/ laß den Tröster ewiglich/ bei mir sein und lehren mich,/ in der Wahrheit feste stehen/ und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen,/ kehre bei mir Armen ein/ und sei tausendmal willkommen,/ laß mich deinen Tempel sein./ Säubre du nur selbst das Haus/ meines Her⸗ zens, wirf hinaus/ alles, was mich hier kann scheiden/ von den süßen Himmelsfreuden. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben,/ mache mich neu, rein und schön;/ laß mich wahre Liebe haben/ und in deiner Gnade stehn. Gib mir einen starken Mut,/ heilige mein Fleisch und Blut;/ lehre mich vor Gott hintreten/ und im Geist und Wahr⸗ heit beten. — Pfingsten 6. So will ich mich dir ergeben;/ dir zu Ehren soll mein Sinn/ dem, was himmlisch ist, nachstreben,/ bis ich einst dort komme hin,/ da mit Bater und dem Sohn/ dich im höchsten Himmelsthron/ ich erheben kann und preisen/ mit den süßen Engelsweisen. Zesaja 44, 3.4 Moritz Kramer, 1646—1702 38² Weise: Ach Herr, warum trittst du so ferne Bei Peter, 1655 EH——.—— 4..—— , m. I...I 9— b—. O Gott, o Geist, o Licht des Le⸗bens, das uns im du scheinst und lochst so lang ver⸗ge⸗bens, weil Fin⸗ster⸗ D.V + 1 IL EIV—.—ę U V—.— 2+2— I —V++.— I +—E+.—— PE 2.EE 2 1*˙⁵— 2— 112 2— 12————— To⸗des⸗schat⸗ten scheint, nis dem Lich⸗te feind. ........ E—— 23— ge⸗hen, dich laß ich gern den Jam-mer se⸗ hen. O Geist, dem kei⸗ner kann ent⸗ 2. Entdecke alles und verzehre,/ was nicht in deinem Lichte rein,/ wenn mir's gleich noch so schmerzlich wäre, die Wonne folget nach der Pein./ Du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern,/ das ist dein Werh, du Quell des Lichts; du mußt von Grund auf mich er⸗ neuern,/ sonst hilft mein eignes Trachten nichts./ O Geist, sei meines Geistes Leben;/ ich kann mir selbst kein Gutes geben. 4. Du Seele G Sünd ur grünen,, 5. M sam dei untadeli Kämpfer 6. O ristallet in stille der Que 7. 30 hehtt, d innigst e Lebens, Zesaja öb, Emein st dott höchsten üßen 646—1702 eter, 1655 ist dein nich et⸗ eis, ei 5 geben. ö Pfingsten 4. Du Odem aus der ewgen Stille,/ durchwehe sanft der Seele Grund,/ füll mich mit aller Gottesfülle,/ und da, wo Sünd und Greuel stund,/ laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen,/ in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirhen, Wollen und Beginnen/ sei kindlich folg⸗ sam deinem Trieb./ Bewahr mein Herz und alle Sinnen/ untadelig in Gottes Lieb./ Dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kristallenrein/ aus Gottes und des Lammes Throne/ nun quillt in stille Herzen ein,/ ich öffne meinen Mund und sinke/ hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen,/ von allem abge⸗ kehrt, dir nah;/ ich will die Welt und mich vergessen,/ dies innigst glauben: Gott ist da. 7 O Gott, o Geist, o Licht des Lebens,/ man harret deiner nie vergebens. Zesaja 60, 1.2 Gerhard Tersteegen, 1697—- 1769 Pfingsten 383 Weise: Warum sollt ich mich denn grämen Zohann Georg Ebeling, 1666 — — 0 +—— EEE Höch⸗ster Trö⸗ster, komm her ⸗nie⸗ der, Geist des — 2— 9 —— — 12——.———H— E Herrn, sei nicht fern, sal ⸗be Chri⸗ sti Glie⸗ —ꝝQ 4* — 1 1— 2— 4 en winr,..—.——..— —... der. Er, der nie sein Wort ge⸗bro⸗chen, Christus * hat dei⸗nen Rat sei⸗nem Voll ver⸗spro⸗chen. 2. Schöpfer unsers neuen Lebens,/ jeder Schritt,/ jeder Tritt/ ist ohn dich vergebens./ Ach, das Seelenwerk ist wichtig;/ wer ist wohl,/ wie er soll,/ treu zu handeln tüchtigꝰ 3. Wech uns auf vom Sündenschlafe;/ rette doch/ heute noch/ die verlornen Schafe;/ reiß die Welt aus dem Verderben,/ laß sie nicht/ im Gericht/ der Verstockung sterben. 4. Geist der Wahrheit, gib uns allen/ durch dein Licht/ Unterricht,/ wie wir Gott gefallen./ Lehr uns recht zum Vater treten,/ sei uns nah/ und sprich ZJa, wenn wir gläubig beten. 5. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen,/ gib uns Mut,/ Fleisch und Blut,/ Sünd und Welt zu dämpfen./ Laß nicht Trübsal, Angst und Leiden,/ Kreuz und Not,/ Pein und Tod/ uns von Zesu scheiden. 6. Ril ohne Sche treib uns 7. Sei digbeit,/ dem Leid Romer 8,8 Weise: Kor 2. du Maesti und Ang 3. Ki Welt U Hummels 4. Al Sünde uns nich ing, Lbbg „Vjeder ichtig/ heute erben/ Licht/ Vater elen. Mut/ V nicht 0 Zod/ Pfingsten 6. Hilf uns nach dem Kleinod streben,/ mach uns treu,/ ohne Scheu/ Zesu ganz zu leben./ Laß uns niemals stille stehen,/ treib uns an,/ froh die Bahn/ seines Heils zu gehen. 7. Sei in Schwachheit unsre Stütze,/ gib im Streit/ Freu⸗ digkeit,/ Trost in Trübsalshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide/ sterben heißt,/ unsern Geist/ freudig in die Freude. Römer 8, 26 Ehrenfried Liebich, 1713-1780 38⁴ Weise: Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geife Bei Zoseph Klug, 1535 —. O Got⸗tes Geist und Chri⸗sti Geist, der uns den 9 H 4.— N +I ISIIIIIIIIII...... S.SSSS E Weg zum Him⸗mel weist, der uns die dunk⸗le Er⸗den⸗nacht durch sei⸗ ne Lich⸗ter hel- le macht, 2. du Hauch, der durch das Weltall weht/ als Gottes stille Majestät,/ du, aller Lichter reinstes Licht,/ erleucht uns Herz und Angesicht. 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein/ hell in die weite Welt hinein,/ komm, mach uns in der Finsternis/ des lichten Himmelswegs gewiß. 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht,/ die Wahn und Sünde trübe macht./ Ach, hier ist alles Not und Tod,/ geht uns nicht auf dein Morgenrot; 3⁴* + Pfingsten 5. das Morgenrot der bessern Welt,/ das wie ein Strahl vom Himmel fällt,/ als Gottes Macht und Gottes Lust/ durch⸗ blitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist,/ der uns wie Kinder beten heißt,/ der uns wie Kinder glauben heißt,/ o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Frieden, Gottes Mut,/ komm, stille Kraft, die nimmer ruht,/ omm, gieße deinen Gnadenschein/ in Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandle ich, ein Kind des Lichts,/ im Glanze dei⸗ nes Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlauf/ stets him⸗ melein und himmelauf. Römer 8, 14—16 Ernst Moritz Arndt, 1769—1860 Von ihr Beise: Wie Strahl Ddurch⸗ Kinder lomm, e Kraft, Seele, ze dei⸗ 5 him⸗ 709—1860 * 7 5 Trinitatis Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkheit. Römer 11, 36 385 Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern Frankfurt a. M., 1599 .— DDEE—.— ö—..— SPTT +——— Hal⸗le⸗lu⸗ ja! Lob, Preis und Ehr sei un⸗serm von E⸗wig⸗keit zu E⸗-wig⸗keit sei in uns Gott je mehr und mehr für al ⸗le al ⸗len ihm be ⸗ reit Danl, Weis⸗heir, — W. 3 1... ů E—* 3—— SSDSSSSS.E sei ⸗ ne Wer ⸗ke; Kraft und Stär⸗Ke. Klin⸗get, sin-get: Hei ⸗lig, ö ö — 6—— 225105 0— 4 hei ⸗ lig, hoch und herr-ͤlich, hei ⸗lig SS ist Gott, un⸗ ser Gott, der Herr Ze-ba⸗oth. Trinitatis 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht/ sei auch dem Got⸗ teslamm gebracht,/ in dem wir sind erwählet,/ das uns mit seinem Blut erkauft,/ damit besprenget und getauft/ und sich mit uns vermählet./ Heilig,/ selig/ ist die Freundschaft/ und Gemeinschaft,/ die wir haben/ und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heilger Geist,/ sei ewiglich von uns ge⸗ preist,/ durch den wir neu geboren,/ der uns mit Glauben hat geziert,/ dem Bräutigam uns zugeführt,/ zur Herrlichkeit er⸗ koren./ Schauet,/ schauet:/ da ist Freude,/ da ist Weide,/ da ist Manna/ und ein ewig Hosianna. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Namen. /Stimmt an mit aller Himmelsschar/ und singet nun und immerdar/ mit Freu⸗ den Amen, Amen./ Klinget,/ singet:/ heilig, heilig,/ hoch und herrlich,/ heilig ist Gott,/ unser Gott, der Herr Zebaoth! Zesaja 6,3 Nach Martin Rinchart von Bartholomäus Crasselius, 1667—1724 386 Weise: Herr Gott, dich loben alle wir Genf, 1551 Brunn al-les Heils, dich eh-ren wir und öff⸗nen un⸗sern Mund vor dir; aus dei⸗ner Gott⸗heit Hei⸗lig⸗tum dein ho⸗her Se⸗gen auf uns komm. 2. Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib,/ er segne uns nach Seel und Leib,/ und uns behüte seine Macht/ vor allem Ubel Tag und Nacht. 3. 9 Angesie ewig g 4. D uns er Friede 5. G der ewi uns dei 4. Mose 6. Got⸗ 5 mit d sich und us ge⸗ jen hat eit er⸗ e,/ da Hott je an mit Freu⸗ och und 667-17²4 Genf, 1551 und Trinitatis 3. Der Herr, der Heiland, unser Licht,/ laß leuchten uns sein Angesicht,/ daß wir ihn schaun und glauben frei,/ daß er uns ewig gnädig sei. 4. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb,/ sein Antlitz über uns erheb,/ daß uns sein Bild 2 eingedrücht/ und geb uns Frieden unverrückt. 5. Gott Vater, Sohn und heilger Geist,/ o Segensbrunn, der ewig fleußt,/ durchflute Herz und Wandel wohl/ und mach uns deines Segens voll! 4. Mose 6, 24—26 Gerhard Tersteegen, 1697—1769 Weise: Ach wundergroßer Siegesheld Werner Fabrieius, 1659 2 E 1— DD— E 2—....* 4 . Was freut mich noch, wenn du's 1181 bist Herr Gott, 92 Bist du nicht Schild, was dek⸗ket mich, bist du nicht * 0 doch mir al ⸗les ist, mein Trost und Licht, wo fin ⸗ de ich im Fin ⸗stern 2 ů II—— n L L +1 + II 1 1 + 0—— 2 aaiie de Son nes Kei ne rei⸗ ne, wah ei ⸗ ne Son⸗- neꝰ CPE— 1— 1 TP.—.————* LN—* 7 + 1 —————— 1 L +..—.— Freu ⸗ de auch im Lei ⸗ de, auch für EH H 4———.—— H * 1 +*—— I 222— 72— + Il L—. 1H. + I 27— L L 51.—— Sün ⸗ den ist, Herr, au ßer dir zu fin⸗den. Trinitatis 1 — +— — 7 — 12.—.— 2. Was freut mich noch, wenn du's nicht bist, mein Herr, Er⸗ Heilst du mich nicht, wo find ich Heil, bist du nicht 2Z.—— — & lö ⸗ ser Ze-⸗sus Christ, mein Frie de mein, wo ist mein Teil, gibst du nicht, und mein Le⸗ ben! wer wird ge⸗ ben? Wei ⸗ de, hab ich, wenn ich Je- sum 3. Was freut mich noch, wenn du's nicht bist,/ o Geist, der uns gegeben ist/ zum Führer der Erlösten! Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn,/ führst du mich nicht, wo komm ich hin,/ hilfst du nicht, wer will tröstenꝰ/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ Trost im Leide,/ Heil für Schaden/ ist in dir, o Geist der Gnaden. Nehemia 8. 10 Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 Strophe 3: Albert Knapp, 1798—1864 Die Kirche . und die Gnadenmittel 170-1064 Die kirche Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Apostelgeschichte 4, 32 388 Eigene Weise Martin Luther, 1523 0 5 i— Ein neu⸗es Lied wir he ⸗-ben an, das walt Gott, zu sin⸗gen, was Gott hat ge⸗tan zu sei ⸗nem SS ⸗ser Her ⸗re, ů 2od und Eh ⸗ re. Zu Brüs⸗sel in dem H— 4* H—— — 2...——— 0 SISSSISIII......— . V Nie⸗der⸗land wohl durch zween jun⸗ge Kna ⸗⸗ 2. Der Hulden Christ ol die Kroy sein Wos Helästert noch auf Woftelge Luthe Oensh Reugen de für ihren und ther, 1523 Gott, em — Die Kirche so reich-lich 2. Der erst recht wohl Johannes heißt,/ so reich an Gottes Hulden;/ sein Bruder Heinrich nach dem Geist,/ ein rechter Christ ohn Schulden./ Von dieser Welt geschieden sind,/ sie han die Kron erworben,/ recht wie die frommen Gotteskind/ für sein Wort sind gestorben,/ sein Märtrer sind sie worden. 3. Die Aschen will nicht lassen ab,/ sie stäubt in allen Landen,/ hie hilft kein Bach, Loch, Grub noch Grab,/ sie macht den Feind zu Schanden./ Die er im Leben durch den Mord/ zu schweigen hat gezwungen,/ die muß er tot an allem Ort/ mit aller Stimm und Zungen/ gar fröhlich lassen singen. 4. Noch lassen sie ihr Lügen nicht,/ den großen Mord zu schmücken./ Sie geben vor ein falsch Gedicht,/ ihr Gwissen tut sie drücken. Die Heilgen Gotts auch nach dem Tod/ von ihn'n gelästert werden./ Sie sagen, in der letzten Not/ die Knaben noch auf Erden/ sich solln bekehret haben. 5. Die laß man lügen immerhin,/ sie haben's kheinen From⸗ men./ Wir sollen danken Gott darin,/ sein Wort ist wieder⸗ kommen./ Der Sommer ist hart vor der Tür,/ der Winter ist vergangen,/ die zarten Blümlein gehn herfür;/ der das hat an⸗ gefangen,/ der wird es wohl vollenden. Apostelgeschichte 7, 5159 Martin Luther, 1483— 1546 Luthers erstes Lied, von ihm gedichtet auf die Nachricht vom Tode seiner Ordensbrüder ZJohannes Esch und Heinrich Voes, die als die ersten Blut⸗ zeugen der Reformation am 1. Zuli 1523 in Brüssel auf dem Scheiterhaufen für ihren evangelischen Glauben in den Tod gingen. Die Kirche 389 Ursprünglich weltlich(15. Jahrhundert); Eigene Weise geistlich Nürnberg, 1544 Lob Gott ge⸗trost mit Ey: n. orn du 13 Dir soll es nicht miß-lin-gen, Gott hilft dir im-mer⸗ ——.— LEELE 150 Ob du gleich hier mußt tra- gen viel e — Wi⸗der⸗ wär⸗tig-keit, doch sollst du nicht ver⸗ . ů I za⸗gen, denn er hilft dir aus al⸗lem Leid. 1— * 2. Kann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr Kind/ und also gar verstoßen,/ daß es kein Gnad mehr find?/ Und ob sich's möcht begeben,/ daß sie so gar abfiel:/ Gott schwört bei seinem Leben,/ daß er dich nicht verlassen will. 3. Darum laß dich nicht schrechen,/ o du christgläubge Schar!/ Gott wird dir Hilf erwechen/ und selbst dein nehmen wahr./ Hat er dich doch gezeichnet,/ gegraben in sein Händ./ Dein Ram stets vor ihm leuchtet,/ daß er dir seine Hilfe send. 4. Es sein Kite lich ansc etbauen/ 5. Got burch seil auch erh walten/ Jesaja 40, 14 Veise: Run undert); erg, 1544 Die Kirche 4. Es tut ihn nicht gereuen,/ was er vorlängst gedeut't,/ sein Kirche zu erneuen/ in dieser gfährlich Zeit./ Er wird herz⸗ lich anschauen/ dein Jammer und Elend,/ dich herrlich auf⸗ erbauen/ durch sein rein Wort und Sakrament. 5. Gott solln wir billig loben,/ der sich aus großer Gnad/ durch seine milden Gaben/ uns kundgegeben hat./ Er wird uns auch erhalten/ in Lieb und Einigkeit/ und unser freundlich walten/ hie und auch dort in Ewigheit. Zesaja 49, 14—16(Gesangbuch der Böhmischen Brüder) Zohann Horn, gest. 1547 390 Weise: Nun sich der Tag geendet hat Adam Krieger, 1643—1666 1—..... 2—— e 2 2———— E 1.—9.—.———.— Der du noch in der letz-ten Nacht, eh Q EED.— DIDII———— Fh—— 0— IEE 2 2—..... 2— Eꝗ 2 8— + du für uns er⸗blaßt, den Dei- nen von der EHE—1 F—— 4— EES ů 21———— 2—— E 4—3 5 EEI 4 +* 9 +* Lie ⸗be Macht so treu ge⸗-zeu-get hast, 2. erinnre deine hleine Schar,/ die sich so leicht entzweit,/ daß deine letzte Sorge war/ der Glieder Einigleit. Johannes 17, 21 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760 Die Kirche 391 Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern Frankfurt a. M., 1599 E 12353 2—.—. ......................... T E——..—— O Ze⸗ su, Herr der Herr⸗lich ⸗keit, du du siehst auf die er ⸗lö ⸗ ste Welt, re⸗ 15 25—.—— Kö ⸗ nig dei 2 ner 115 sen heit, du gierst sie, wie es dir ge⸗ fällt, sorgst, UJ————— —— L 2 2 1 IEE + 1 12.2 L 2.—.— dei de ir ⸗ te ei ⸗ ner er s de BVBon dir daß sie se? lig wer ⸗ de. 4 PEN————— 1——— 2+2 1 D H + 41— H᷑⁊ —5— 1 + CE 8. + + L —. I ¶ E 0——=— lö⸗ uen, die du seg⸗ nen willst und trö⸗sten. 2. Wohl deinem Voll, daß du es liebst,/ nach deinem Sinn ihm Hirten gibst,/ die es zum Himmel führen/ und die voll Glauben, Kraft und Geist,/ voll heilger Liebe allermeist/ das Herz der Sünder rühren./ Treue/ Hirten/ laß den Seelen/ nie⸗ mals fehlen/ und die Herden/ mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand/ den Lehrer, den du uns gesandt./ Herr, segne seine Werke!/ Die Seelen, die sich ihm vertraun,/ durch Lehr und Leben zu erbaun,/ gib Weisheit ihm und Stärke./ Lehr ihn,/ hilf ihm/ tun und leiten,/ dulden, streiten,/ beten, wachen,/ selig sich und uns zu machen. 4. He mit Ftre deine M Herz vol und Gen 5. W unsern 3 gezählt, lieren./ und Her 0. Sei Herzen g bei der Amen, 2 diten/ Hebräer 13 Beise: Jal re⸗ du sorgf, dit em Sinn die voll ist/ das len/ nie⸗ den. „den du Die sih Weisheit dulden, Die Kirche 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn,/ laß ihn sein Amt mit Freuden tun;/ nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt,/ gib uns ein Herz, das folgsam hört,/ ein Herz voll treuer Liebe./ Lehrer,/ Hörer/ laß in Freundschaft/ und Gemeinschaft/ feste stehen/ und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint,/ laß unsern Hirten, unsern Freund,/ uns dir entgegenführen./ Du hast die Seelen all gezählt,/ du willst es nicht, daß eine fehlt;/ laß keine ihn ver⸗ lieren./ Jesu,/ hilf du,/ biet die Hände,/ daß am Ende/ Hirt und Herde/ treu von dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn,/ wir öffnen dir die Herzen gern,/ du khommst in Jesu Namen./ O Hirte, nimm uns bei der Hand,/ führ uns zum ewgen Vaterland;/ Gott mit dir! Amen, Amen./ Mit dir/ gehn wir/ durch die Leiden/ dieser Zeiten/ zu dem Leben,/ das uns unser Gott will geben. Hebräer 13, 17 Johann Daniel Karl Bickel, 1737—1809 Weise: Fahre fort 392 Halle, 1704 EH 12— — E e 2 Ri 222131 äü des Herrn, brich her⸗ vor in 114.63 lem .. Tag; dei⸗ner 5—8 65.6.6 er ⸗ hel⸗le, was in 6 2 D.V 2 To⸗des⸗ in. ten lag; Woll und Zwei⸗fels⸗ne⸗bel — ů E.. 7 2— 3* 2 7—0* fäl ⸗le, sen ⸗de Licht und Wär⸗ me nah und .—.. E ů 1—. 4 L +* 1— 1—.— II 2 + 2 Reich des Herrn, Reich des Herrn. Die Kirche 2. Siege bald, siege bald!/ Komm, das kalte Reich der Racht/ aller Enden zu zerstören. Sieh, es sammelt seine Macht;/ doch wer hann den Sieg dir wehren?/ Denn die Sonne der Gerechtig⸗ heit/ führt den Streit, führt den Streit. 3. Gottes Held, Gottes Held,/ mit der Gnade Siegsgewalt/ schlage Feind an Feind darnieder. Bring in deine Herrschaft bald/ alles Abgefallne wieder;/ dann umarmen Freud und Friede sich/ ewiglich, ewiglich. 4. Welch ein Herr, welch ein Herr!/ Ihm zu dienen, welch ein Stand!/ Wenn wir seines Dienstes pflegen,/ lohnt er unsrer schwachen Hand/ armes Werk mit reichem Segen;/ wallen wir, so wallt sein Friede mit/ Schritt für Schritt, Schritt für Schritt. 5. Kommt herbei, kommt herbei,/ frohe Zeiten, säumet nicht,/ daß der Herr sich offenbare/ als der Völker Recht und Licht./ Kommt, daß alle Welt erfahre,/ wie die Menschenherd ihr großer Hirt/ weiden wird, weiden wird. Lukas 17, 20. 21 Karl Bernhard Garve, 1763—1841 393 Weise: Nun preiset alle Gottes Barmherzigkheit Matthäus Apelles von Löwenstern, 1644 0 CEV— 1——2 —.. + E 2— + 1.* SISISISISISII II III I——— Weit durch die Lan⸗de und durch die In ⸗seln —— j 0 I weit, ja bis zum Ran⸗ de der Er⸗de —122 I— 2 d: en, en,., LZ 1 I—— 1 I +.— aus ⸗ge⸗streut, singt un ⸗ser Bund in vie⸗len gu 2. Ein prüft die ihn verbt vor ihm 3.„Er Haupf. u Bundesv. ist es und Oalater„ Racht/ doch rechtig⸗ ewalt/ reschaft ud und „ welch e unster len wit, Schritt. tnicht,/ Licht./ großer 3-154l Die Kirche —7——* CPEV 3 1— 1 + 1 . en n n, 9* 2 d + Zun⸗gen Psal-men dem Mei⸗ster und Hul ⸗di⸗ 1 CPV N— 2 +1—.— EI ES. I— E.— + 1 + EE— I gun⸗gen, Psal⸗men dem Mei⸗ster und Hul⸗di⸗gun⸗gen. 2. Ein Herr und Meister/ ist unser Haupt und Hort;/ er prüft die Geister/ und braucht sie da und dort;/ doch alle, fest auf ihn verbunden,/ stehen vor ihm in geweihten Stunden,/ stehen vor ihm in geweihten Stunden. 3.„Er Herr, wir Brüder“,/ so ruft der ganze Bund./„Er Haupt, wir Glieder“,/ so tönt durchs Erdenrund/ des freien Bundesvolls Gemeine,/ eine nur ist es und ewig seine,/ eine nur ist es und ewig seine. 4. Wo wir auch wohnen,/ verknüpft uns seine Hand,/ durch alle Zonen/ reicht unser Bruderband./ In ihm und seines Geistes Frieden/ bleiben Entfernte doch ungeschieden,/ bleiben Entfernte doch ungeschieden. 5. Gruß euch, ihr Lieben/ dort über Land und See!/ Teil nehmt ihr drüben/ an unserm Wohl und Weh./ O dankt dem Herrn! In seinen Händen/ ruhn wir getrost an der Erde Enden,/ ruhn wir getrost an der Erde Enden. 6. Zieht hin in Frieden,/ die ihr zu scheiden scheint.In Nor⸗ den, Süden/ fühlt euch mit uns vereint!/ Mit Blickhen und mit Herzensflammen/ treffen wir immer in ihm zusammen,/ treffen wir immer in ihm zusammen. Galater 3, 28 Karl Bernhard Garve, 1763—1841 3⁵ ———— Die Kirche 394 Weise: Ist Gott für mich, so trete Auch nach der Weise: Valet will ich dir geben Augsburg, 1609 PPPIIIIIII III....T —.——.— 5—F—*— ———1— + Der du in To⸗des⸗näch⸗ten er⸗kämpft das Heil der und dich als den Ge⸗rech-ten zum Bür ⸗gen dar⸗ge⸗ EEE der du den Feind be- zwun⸗gen, den EEet. Him-mel auf ⸗ge-tan, dir stim-men uns⸗ . Zun ⸗ gen ein Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja 2. Im Himmel und auf Erden/ ist alle Macht nun dein,/ bis alle Völker werden/ zu deinen Füßen sein,/ bis die von Süd und Norden,/ bis die von Ost und West/ sind deine Gäste worden/ bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen,/ noch gehn die Boten aus,/ um mit dem Ruf der Gnaden/ zu füllen dir dein Haus./ Es ist kein Preis zu teuer,/ es ist kein Weg zu schwer,/ hinauszustreun dein Feuer/ ins weite Völkermeer. 4. O sammle deine Herden/ dir aus der Völker Zahl,/ daß viele selig werden/ und ziehn zum Abendmahl./ Schließ auf die hohen Pforten,/ es strömt dein Volk heran;/ wo's noch nicht Tag geworden,/ da zünd dein Feuer an! Zukas 14, 23 Christian Gottlob Barth, 1799—1862 Weise: Ac 2. W0 Jchr zu erwächst sür Gott hurg, 1609 ein,/ bis von Süd ne Güste aus,/ um ist kein reun dein ahl /daß ; auf die uoh nicht uh-10e DIII Die Kirche 39⁵5 Weise: Ach wundergroßer Siegesheld Werner Fabricius, 1659 9——7— 8——.— ꝗD Hier ste-hen wir von nah und fern in ei⸗nem O Ze⸗su, sel⸗ge Ma⸗ je⸗stät, ge⸗hkhreu⸗zigt Geist, vor ei ⸗ nem Herrn, ver- eint 10 einst und nun er ⸗höht, tritt ein ö—— Stimm an, nimm an uns⸗re uns ⸗re——3— n n We .—— die wir wie ⸗ der 0 . 2—— brin⸗gen, dei ⸗-ner Lie-be Tun zu sin⸗ gen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war,/ das breitest du von Jahr zu Jahr/ nun aus mit mächtgen Zweigen./ Zu Tausenden erwächst dein Bund/ und öffnet Herz und Hand und Mund,/ für Gottes Heil zu zeugen,/ deinen/ reinen/ Lebenssamen,/ deinen Namen/ durch die Weiten/ aller Länder auszubreiten. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir,/ und alle Bölker werden dir/ einst noch zu Füßen fallen;/ du weckst sie aus der Todesruh/ und führst schon Erstlinge herzu/ zu Salems heilgen Hallen;/ spendest,/ sendest/ Licht und Segen/ allerwegen/ deinen Freunden,/ herrschest unter deinen Feinden. Matthäus 13, 31.32 Albert Knapp, 1798— 1864 35* — Die Kirche 396 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 Q— E + ESIEDi‚D‚.‚.—..— 0.——— 4„ 2— E—— Got⸗tes Stadt steht fest ge⸗grün⸗ det auf heil⸗-gen den⸗noch steht sie und wird ste hen, man wird an , Ber⸗gen, es ver⸗bün-det sich wi ⸗ der ihr mit Stau⸗nen se- hen, wer hier die EE Der Hü⸗ ter Is⸗ ra⸗ ist ih ⸗ res Hei ——.——— Hig e Hal 250 sugt nh recht: Wohl dem Ge⸗ E—..— EEE* E schlecht, das in ihr hat das Bür⸗ger ⸗recht! 2. Zions Tore liebt vor allen/ der Herr mit gnädgem Wohl⸗ gefallen,/ macht ihre Riegel stark und fest,/ segnet, die darinnen wohnen,/ weiß überschwenglich dem zu lohnen,/ der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld,/ wie trägt er mit Geduld/ all die Seinen!/ O Gottes Stadt,/ du reiche Stadt,/ die solchen Herrn und König hat! 3. Gro Erden/ deine W alle Fins werte W söͤhnt/ u 4. Auc werden h Finstern einst für sein Gnal wo weit! 5. Dart sagen:/ wird ma hertlich n bie Rach werden w 0. Got werden,/ vom Rei Lebensbr Arsten Not/ erl Hhalm d⸗ heil⸗gen wird an Die Kirche 3. Große, heilge Dinge werden/ in dir gepredigt, wie auf Erden/ sonst unter keinem Volk man hört./ Gottes Wort ist deine Wahrheit,/ du hast den Geist und hast die Klarheit,/ die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort/ das teuer⸗ werte Wort/ ewger Gnade./ Wie lieblich tönt,/ was hier ver⸗ söhnt/ und dort mit ewgem Leben hrönt! 4. Auch die nichts davon vernommen,/ die fernsten Bölker werden kommen/ und in die Tore Zions gehn./ Denen, die im Finstern saßen,/ wird auch der Herr noch predgen lassen,/ was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn,/ wo ist sein Gnadenthronꝰ/ wird man fragen./ Dann kommt die Zeit,/ wo weit und breit/ erscheint der Herr in Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen!/ Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl!/ Voll Erstaunen wird man schauen,/ wie Gott sein Zion mächtig bauen/ und herrlich weitern wird einmal./ Erhebet Herz und Sinn! /Es ist die Nacht schier hin/ für die Heiden;/ es kommt ihr Tag,/ sie werden wach,/ und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden/ die Mutter aller Völker werden,/ die ewges Leben fanden hier. /Welch ein Jubel, wie vom Reigen,/ wird einst von dir zum Himmel steigen!/ Die Lebensbrunnen sind in dir./ In dir das Wasser quillt,/ das alles Dürsten stillt./ Halleluja!/ Von Sünd und Tod,/ von aller Not/ erlöst nur Einer, Zions Gott. Psalm 87 Philipp Spitta, 1801- 1859 Die Kirche 397 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 . SꝗSSSS‚‚ Wa⸗chet auf, er-hebt die Blik-ke! Laut mah-nen Seht, ge-kom-men ist die Stun-de, die uns ver⸗ 1 9 2—4— —*——— . uns die Welt⸗ge ⸗schik eint zu schö-nem Bun n.— 2——— hart der Brü⸗der Not. uns der Herr ge- bot. * — ke, es drän- get de, zu tun, was V Au Laßt nicht die Hän⸗de ruhn, auf, laßt uns Gu-tes tun al ⸗len — im rech-ten Geist, doch wie es E Heißt: an Glau-bens-brü-dern al-ler-meist. 2. Wachet auf! In allen Landen/ erheben sich, vom Tod er⸗ standen,/ die Zeugen frischer Glaubensmacht;/ werdet müde nicht im Werhe,/ der Gott des Rechts ist unsre Stärke,/ und seinem Lichte weicht die Nacht. Drum wirkt, solang es Tag,/ so heiß er glühen mag; /Früchte reifen/ im Sonnenglanz.) Der Ernte⸗ hranz/ wiegt auf die Mühe voll und ganz. 3. Was tet macher alle;/ dru Mann fü Wortl/ nicht:/ D Oalater b, l Eigene Wei —— N — Au „. M. 1500 — nah⸗nen uns ber⸗ meist. Zod er⸗ süde nicht d seinem o hiiß et Ernle⸗ Die Kirche 3. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen/ soll alle Glieder mun⸗ ter machen,/ und keines trete scheu hintan./ Leidet eins, so leiden alle;/ drum wachet, daß nicht eines falle,/ und stehet freudig Mann für Mann./ So streitet wacker fort/ und haltet fest am Wort!/ Hoch vom Himmel/ strahlt uns das Licht;/ es trüget nicht:/ Der Herr ist unsre Zuversicht! Galater 6, 10 Karl Rudolf Hagenbach, 1801—-1874 Eigene Weise 398 Ulrich Hildebrand, 1030 Auf, 252 uns on bau⸗en mit fröh⸗li⸗ chem Ver⸗ 4* SS trau ⸗ en im Na⸗men Ze⸗ su Christ! Zi⸗ E 2 PFIFI .. on muß grö⸗ßer wer⸗ den, so groß, daß auf der —— I 1 57⁷— Er⸗ 8en Wähem ens mehr au⸗ ßer Zi⸗ ist. 2. Ach, jetzt sind Millionen/ noch unter allen Zonen/ in Sa⸗ tans Hand und Reich;/ sie müssen Wohnung haben/ in Zion und sich laben/ am Lebensquell mit uns zugleich: 3. O rettet diese Armen/ und sendet aus Erbarmen/ zu ihnen Gottes Wort!/ Laßt euer Herz entflammen/ und tragt mit Lust zusammen/ und sendet Glaubensboten fort! 4. Auf, laßt uns Zion bauen/ mit fröhlichem Vertrauen,/ die schöne Gottesstadt!/ Wenn wir ans Werh erst gehen,/ wird sie bald fertig stehen. Wohl dem, der mitgebauet hat! Esra 1, 2.3. Psalm 102, 13—17 Moritz Görche, 1803— 1883 Die Kirche 399 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme + Frankfurt a. M., 1599 ——.—.—.—.—. Herr, du hast uns reich ge⸗seg⸗net und bist so ZJa, du führ-⸗ test uns zu⸗sam⸗men und hast der 0 12 2 2— 4— —57—.——4.—— 3—— öDED‚DDDEeeeeeeE= freund⸗lich uns be ⸗ geg ⸗net, daß wir dein Bru⸗ der ⸗lie⸗be Flam men mit dei ⸗nem 4— 5————— * 1 E EEEEEEEE — Na ⸗ he⸗ sein ge⸗spürt. O ⸗dem an⸗ ge⸗schürt; — 5— ——— drum wal ⸗let + WW un ⸗ ser Herz in Sehn ⸗sucht him-mel⸗ ——— I—. +——— 1 a Eii. E— ES EI— wärts, dir zu dan⸗ken; denn du bist's wert, daß man dich ....——— ——————— ehrt und sich in dei⸗nem Dienst ver⸗ zehrt. 2. Doch da wir nun wieder scheiden,/ nachdem du uns getränkt mit Freuden/ und neu gestärkt den schwachen Mut,/ bitten wir dich noch zum Ende,/ daß die am Kreuz durchgrabnen Hände/ besprengen uns mit deinem Blut /und daß du fort und fort/ wollst bleiben unser Hort,/ unsre Liebe,/ bis du uns einst,/ wenn du erscheinst,/ in Ewigkeit um dich vereinst. Matthäus 28, 9 Moritz Görcke, 1803—1883 Welse: Zesu 2. Gib Nuf, /da Hetz tute 3. Es nicht hött sch sie le überall! 4. Geh ad, /f unkelt h und Ror 5. Kot und klar uns bew Rugtte x Deahn 0, Die Kirche 400 Weise: Zesus, Zesus. nichts als Zesus Heinrich Molch, 1828 2———.— SI E EC 2— 2— E 2— 2— —— Licht, das in die Welt ge⸗kom-men, Son-ne Mor⸗gen⸗stern, aus Gott ent⸗glom⸗men, treib hin⸗ * . * vol⸗ler Glanz und Pracht, weg die al ⸗te Nacht! 0— — e= EH= r—.— H .—4 x—————— H schein bald die gan ⸗ ze Welt hin ⸗ein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,/ einen recht gepriesnen Lauf,/ daß noch manches Knie sich beuget,/ sich noch manches Herz tut auf,/ eh die Zeit erfüllet ist,/ wo du richtest, Zesu Christ. 3. Es sei heine Sprach noch Rede,/ da man deine Stimm nicht hört,/ und khein Land so fern und öde,/ wo nicht dein Ge⸗ setz sie lehrt.Laß den hellen Freudenschall/ siegreich ausgehn überall! 4. Geh, du Held, aus deiner Kammer,/ laufe deinen Sieges⸗ pfad,/ strahle Tröstung in den ZJammer,/ der die Welt um⸗ dunkelt hat./ O erleuchte, ewges Wort,/ Ost und West und Süd und Nord! 5. Komm, erquick auch unsre Seelen,/ mach die Augen hell und klar,/ daß wir dich zum Lohn erwählen;/ vor dem Argen uns bewahr;/ ja, laß deinen Himmelsschein/ unsres Fußes Leuchte sein! Jesaja 49, 6 Rudolf Stier, 1800— 1862 Die Kirche 40¹ Weise: Lobet den Herrn, ihr Heiden all Melchior Vulpius, 1609 —.— 1————— —..—— SSSSSSS........... + Zeuch an die Macht, du Benn des Noch hilfst du dei ⸗ nem Vol ⸗ ke Herrn, wohl⸗ auf und 5 uns strei ⸗ten! gern, wie du ge⸗tan vor Zei-ten. SS...I.... Kam⸗pfe Tag und Nacht; o Herr, nimm gnä-dig uns in ee Laer S acht und steh uns an der Sei ⸗ ten. Wir sind im 2. Mit dir, du starker Heiland du,/ muß uns der Sieg ge⸗ lingen; /wohl gilt's zu streiten immerzu,/ bis einst wir dir lob⸗ singen. Nur Mut! Die Stund ist nimmer weit,/ da wir nach allem Kampf und Streit/ die Lebenskron erringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um,/ wir lassen uns nicht grauen;/ du wirst aus deinem Heiligtum/ schon unsre Not erschauen. Fort streiten wir in deiner Hut/ und widerstehen bis aufs Blut/ und wollen dir nur trauen. 4. Herr, du bist Gott! In deine Hand/ o laß getrost uns fallen! /Wie du geholfen unserm Land,/ so hilfst du fort noch allen,/ die dir vertraun und deinem Bund/ und freudig dir von Herzensgrund/ ihr Loblied lassen schallen. Jesaja 51, 9 Friedrich Oser, 1820—1891 Weise: Ein pius, 1009 Sieg ge⸗ dit lob⸗ wir nach ssen unz nste Nul ichen bs trost uns jott noch 0 dit voll 1520—1901 Die Kirche 402 Weise: Ein neues Lied wir heben an Martin Luther, 1523 =I . 125.83—. ln — — 0 Kommt her, des Kö⸗ nigs Auf⸗ge⸗ bot, die sei⸗ne daß freu⸗dig wir in Drang und Not sein Lob er⸗ é ii ++ EIAU H— 5— IXX X N NII V — Fah⸗ ne fas ⸗ sen, 3 4 schal⸗sen las⸗ sen. Er hat uns sei ⸗ ner Wahr⸗heit Schatz zu wah- ren an⸗- ver⸗trau ⸗⸗ et, für ihn wir tre ⸗ ten auf den Platz, und wo's den Her ⸗ zen grau⸗⸗ IEEE et, zum Kö ⸗ nig auf-ge⸗ schau- et! 2. Ob auch der Feind mit großem Trutz/ und mancher List will stürmen,/ wir haben Ruh und sichern Schutz/ durch seines Armes Schirmen. Wie Gott zu unsern Bätern trat/ auf ihr Gebet und Klagen,/ wird er zu Spott dem feigen Rat/ uns durch die Fluten tragen. Mit ihm wir wollen's wagen! Die Kirche 3. Er mache uns im Glauben kühn/ und in der Liebe reine./ Er lasse Herz und Zunge glühn,/ zu wecken die Gemeine./ And ob auch unser Auge nicht/ in seinen Plan mag dringen,/ er führt durch Dunkel uns zum Licht,/ läßt Schloß und Riegel springen./ Des wolln wir fröhlich singen. Psalm 20, 6. Hebräer 12, 1.2 Friedrich Spitta, 1852— 1924 403 Weise: Einer ist König, Immanuel sieget Cöthen, 1733 5———— HAII Preis dir, Herr Je⸗su, du hast uns er⸗wor⸗ben; bist drum am Stamme des Kreu-zes ge⸗— ben, das⸗ ⸗ zu er⸗schienst du in Men⸗ schen⸗ge⸗ stalt, hast ü⸗ber-wun⸗den des To ⸗des Ge⸗-walt, Ed— 2——.—.—.8 2——.— ö 2 2.. +* hast dich zur Rech-ten des Va⸗ters er⸗ ho⸗ben, 2 Dqq‚. WW*+WD ......... wo dich die En⸗gel und Se⸗li⸗ gen 7 ben. 2. Schickst du den Boten, von dir uns zu zeugen,/ leg in den Mund ihm dein mächtiges Wort,/ schenk ihm zur rechten Zeit Reden und Schweigen,/ weis' ihn, den Deinen zu dienen hinfort, gib ihm zum Schaffen und Wirken und Ringen/ Frische und Freude und reiches Gelingen. 3. Nahen ihm Feinde, tritt du ihm zur Seite,/ der du bei uns bis zum Ende der Welt,/ hilf ihm, zu siegen im heiligen Streite,/ schaffe Geduld und Mut, wie dir's gefällt,/ stärke die Hoffnung und stähle den Glauben,/ laß nichts die Liebe, die Krone, ihm rauben. 4. Laf mit dem Ilehen,/ ihn, Höc uns zum Psalm 51, Selig reine./ e./ And er führt ingen./ 1852—1924 jthen, 1783 2 ben; ⸗ben, lt, lt, ben, 2 — hen. eg in den hten Zeit hinfort, ishe und bei uns Streite/ Hojfrung tone, ihm Die Kirche 4. Laß ihn die Herrlichkeit Gottes stets sehen,/ rüste ihn aus mit dem Geist deiner Kraft,/ höre, du Herr, unser Bitten und Flehen,/ dann wird zum Wollen Vollbringen geschafft,/ leite ihn, Höchster, auf richtigen Wegen,/ segne ihn, Herr, und setz ihn uns zum Segen. Psalm 51, 17 Auguft Matthes, geb. 1858 Sonntag und Gottes dienst Selig sind, die das Wort Gottes hören und be⸗ wahren. Lunas 11, 28 40⁴4 Weise: Liebster Jesu, wir sind hier Johann Rudolf Ahle, 1664 EV—.— 9——.— ——.—.——.— ů— E 2 4.—.— 2.—.—. 2— —— ätg 2 42—1 Höch⸗ster Gott, dir dan ⸗ken wir, daß du in nig bit ten wir von dir: Hilf uns EEE EE— Lei 9 Lon⸗nach 0 e⸗ ben gib dem Glauben sol⸗che ,—— 65 H .SSI............. E 2 2————. Sonntag und Gottesdienst 2. Ans, o Vater, lehrest du,/ was wir tun und glauben sollen;/ schenk uns deine Kraft dazu,/ gib zum Wissen uns das Wollen/ und zum Wollen das Vollbringen,/ so wird alles wohlgelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus,/ deinen väterlichen Segen. Breite deine Hände aus,/ leite uns auf deinen Wegen./ Laß uns hier im Segen gehen,/ dort gesegnet auferstehen. Philipper 2, 13 Johann Adam Haßlocher, 1645— 1726 Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(2. Weise) Darmstadt, 1699 .—.—————. — Licht vom Licht, er⸗leuch-te mich bei dem neu⸗en Le⸗ bens⸗-son⸗ ne, zei⸗- ge dich strah-lend mei⸗nem steh mit dei- nem Glanz mir bei, daß mein Sonn⸗tag fröh ⸗lich sei. 2. Brunnquell aller Seligkeit,/ laß mir deine Ströme fließen,/ mache Mund und Herz bereit,/ deine Gnade zu ge⸗ nießen./ Streu das Wort mit Segen ein,/ laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an,/ das auf meinen Lippen lieget,/ sei mir Weisheit, Licht und Bahn,/ daß kein Irrtum mich be⸗ trüget/ und kein fremdes Feuer brennt,/ welches dein Altar nicht hennt. 4. La und mie gib mit 5. Di Ich wil sonst we Jesaja 2, Veise: 3 lauben en uns d alles lichen Begen./ 645—17²0 sei. Ströme zu ge⸗ ffrüchtig lieget/ mich be⸗ in Altat Sonntag und Gottesdienst 4. Laß mich heut und allezeit/ Heilig, Heilig, Heilig! singen/ und mich in die Ewigheit/ mit des Geistes Flügeln schwingen;/ gib mir einen Vorschmack ein,/ wie es wird im Himmel sein. 5. Dieser Tag sei dir geweiht,/ weg mit allen Eitelheiten!/ Ich will deiner Herrlichkeit/ einen Tempel zubereiten,/ nichts sonst wollen, nichts sonst tun,/ als in deiner Liebe ruhn. Jesaja 2, 5 Benjamin Schmolch, 1672— 1737 406 Weise: Zesus, Zesus, nichts als Jesus Heinrich Molch, 1828 EV 0— —— ů ů— 51— 2 ö — 35 Teu ⸗res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de, das mir dich al ⸗-lein hab ich zum Grun-de mei⸗ ner STSDSISITITITI..I.I. I I—T—T *— lau⸗ter Se⸗ gen trägt, Se⸗ lig⸗keit ge⸗ legt; in dir treff ich al⸗les 122*.———* 7 12.— + an, was zu Gott mich füh⸗ ren hann. 2. Geist der Gnaden, der im Worte/ mich an Gottes Herze legt,/ öffne mir des Himmels Pforte,/ daß mein Geist hier recht erwägt,/ was für Schätze Gottes Hand/ durch sein Wort mir zugewandt. 3. Gib dem Saatkorn einen Acker,/ der die Frucht nicht schuldig bleibt;/ mache mir die Augen wacker,/ und was hier dein Finger schreibt,/ präge meinem Herzen ein,/ laß den Zweifel ferne sein. Sonntag und Gottesdienst 4. Hilf, daß alle meine Wege/ nur nach dieser Richtschnur gehn;/ was ich so zum Grunde lege,/ müsse wie ein Felsen stehn,/ daß mein Geist auch Rat und Tat/ in den größten Nöten hat. 5. Laß dein Wort mir einen Spiegel,/ Jesu nachzufolgen, sein.Drüche drauf dein Gnadensiegel,/ schließ den Schatz im Herzen ein,/ daß ich fest im Glauben steh,/ bis ich dort zum Schauen geh. Zeremia 15, 16 Benjamin Schmolck, 1672—1737 Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine, um 1740 F n trhii,, ..I.II.I................... E———.—. ZJe⸗ su, Ze⸗su, Brunn des Le⸗bens, stell, ach iPP ————— S·.— SESSEEE stell dich bei uns ein; laß uns nun und nie ver⸗ ꝘA.———I— E + ge⸗ bens wir ken und bei⸗ sam-men sein. 2. Bist du mitten unter denen,/ welche sich nach deinem Heil/ mit vereinten Herzen sehnen,/ o so sei auch unser Teil. 3. Lehr uns singen, lehr uns beten,/ hauch uns an mit deinem Geist,/ daß wir vor den Vater treten,/ wie's dein Mund die Kinder heißt. 4. Heiland, laß uns dich erkennen,/ komm, erkläre selbst dein Wort,/ daß wir dich recht Meister nennen/ und dir folgen immerfort. 5. O gesalbtes Haupt der Glieder,/ nimm auch uns in Gna⸗ den an;/ bringe das Verlorne wieder/ auf die frohe Himmels⸗ bahn. 6. Gib leich, /n keich. 7. Hil Licht der Bater w Matthäus Beise: Du, Auch nach! Sonntag und Gottesdienst lschnur 6. Gib uns Augen, gib uns Ohren,/ gib uns Herzen, die dir stehn,/ gleich,/ mach uns redlich, neugeboren,/ Herr, zu deinem Himmel⸗ en hat. reich. solgen 7. Hilf uns, daß wir Christen werden,/ Christen, die ein hat im Licht der Welt,/ Christen, die ein Salz der Erden,/ wie's dem tt zum Vater wohlgefällt. Wel Matthäus 18, 20 Hieronymus Annoni, 1697— 1770 408 um 17⁴0 —.— Weise: Du, o schönes Weltgebäude —‚ Auch nach der Weise: Zesu, meines Lebens Leben ZJohann Crüger, 1649 —— 2 — 2— 12—* 4 E E 2 2— ininü ů ach E—.——2——.———4 Je ⸗ su, See⸗len⸗freund der Dei- nen, Son⸗ ne wan⸗delnd un ⸗-ter den Ge⸗ mei⸗ nen, die zu —— 1 EE der Ge⸗ rech⸗-tig- heit, dei⸗ nem Dienst be⸗reit, — ö H x, n komm zu uns, wir +* sind bei⸗ sam⸗men, gie ⸗ße dei⸗ ne Gei⸗stes⸗ e, . 0 0 fulgn flam ⸗men, gie ⸗ße Licht und Le ⸗ben Brr AHA * CC 1— 2— ET. 2 +2 ee r.r in G.. EH.————.— ü⸗ber dies dein Got ⸗tes ⸗ haus. Sonntag und Gottesdienst 2. Komm, belebe alle Glieder,/ du, der Kirche heilig Hauptl/ Treibe aus, was dir zuwider,/ was uns deinen Segen raubt./ Komm, entdech uns in der Klarheit/ Gottes Herz voll Gnad und Wahrheit. /Laß uns fühlen allzugleich:/„Ich bin mitten unter euch“. 3. Laß sich die Gemüter kehren/ zu dir, Glanz der Ewiglheit./ Laß uns innigst nur begehren,/ was uns dein Erbarmen beut./ Laß dein Licht und Leben fließen/ und in alle sich ergießen./ Stärke deinen Gnadenbund,/ Herr, in jedes Herzens Grund. 4. Komm, o Herr, in jede Seele,/ laß sie deine Wohnung sein,/ daß dir einst nicht eine fehle/ in der Gotteskinder Reihn./ Laß uns deines Geistes Gaben/ reichlich miteinander haben;/ offenbare königlich,/ Haupt, in allen Gliedern dich! Epheser 4, 15—16 Nach Michael Hahn, 1758— 1819 409 Weise: Meins Herzens Zesu, meine Lust Peter Sohr, Frankfurt a. M., 1668 IEEETTTTTTTTTT = öiE Dein Wort, o Herr, ist mil⸗ der Tau für Laß hei ⸗ nem Pflänz⸗chen dei⸗-ner Au den ihn laß je⸗des blühn und in der Zu⸗kunft Ta⸗ I.. S SSSSSSSSS ———————————— gen dir Frucht und Sa⸗ men tra- gen. 2. De Felsen und Bei der Sün 3. De reise; /e falt weif jede See 4. Ich der Gna Pfade./ Schrittei 5. Nu Hotte./ worte./ nicht ver 0. Au Mnen; unserm Lebensz 7. Lehren, zu hören Durst zu Nremia 2 Sonntag und Gottesdienst 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert,/ ein Keil, der un Felsen spaltet,/ ein Feuer, das im Herzen zehrt/ und Mark nad und Bein durchschaltet.O laß dein Wort/ noch fort und fort/ nitten der Sünde Macht zerscheitern/ und alle Herzen läutern. beit./ 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern/ für unsre Pilger⸗ beut./ reise;/ es führt auch Toren hin zum Herrn/ und macht die Ein⸗ eßen./ falt weise. Dein Himmelcslicht/ verlösch uns nicht/ und leucht in Grund. jede Seele,/ daß keine dich verfehle. i. 4. Zch suchte Trost und fand ihn nicht;/ da ward das Wort n der Gnade/ mein Labsal, meine Zuversicht,/ die Fackel meiner Rutn Pfade./ Sie zeigte mir/ den Weg zu dir/ und leuchtet meinen 3510 Schritten/ bis zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn/ zu dir, dem sichern Horte./ Wo wendet ich mich anders hin?/ Herr, du hast Lebens⸗ worte./ Noch hör ich dein:/ Komm, du bist mein!/ Das rief mir nicht vergebens,/ ein Wort des ewgen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segensbund,/ dein Wort ist Ja und Amen;/ nie weich es uns aus Herz und Mund/ und nie von unserm Samen./ Laß immerfort/ dein helles Wort/ in allen Lebenszeiten/ uns trösten, warnen, leiten. 7. O sende bald von Ort zu Ort/ den Durst nach deinen Lehren,/ send Hunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Geist zu hören;/ und send ein Heer/ von Meer zu Meer,/ der Herzen Durst zu stillen/ und dir dein Reich zu füllen. ZJeremia 23, 29 Karl Bernhard Garve, 1763—1841 Sonntag und Gottesdienst 4¹⁰ Weise: Alle deine Gaben Zohann Friedrich Francke, 1755 M * Hüil dei ⸗ ne Gü ⸗ te, Herr, er ⸗ heb dein EH 2211—— 2 H D2=*—— +2—⁷— H„‚SISSISISIRNR LI— + I———. +— 2.... II *.—. An ⸗ge⸗ sicht ü⸗ ber uns und gib uns Licht! 2. Schenk uns deinen Frieden/ alle Tag hienieden,/ gib uns deinen guten Geist,/ der uns stets zu Christo weist. 3. Amen, Amen, Amen! /Lobet all den Namen/ unsers Herren ZJesu Christ,/ der der Erst und Letzte ist. 4. Mose 6, 24—-26 ZJohannes Evangelista Goßner(7), 1773—1858 Weise: Vater unser im Himmelreich Leipzig, 1539 56— E—— TIII. PH. 14—.—H 7 E.SD.—. 2. 23—— 12.—— 2— 2 7— UUII 17 nin 1 A⸗men, Lob, Preis und Herr⸗-lich⸗-Reit sei un⸗ serm E—.—.—.— SITT ENU E 2— E* EEEE— ů——— Gott zu al ⸗ler Zeit! Wir gehn wohl fort aus 2— 4*— E. 2 2.— U 15— 2 S—— ů 4..—— — + sei⸗nem Haus, doch Got⸗tes Leuch⸗te lischt nicht 2. Het himmela dein Ach heut und Pfaln 1 Veise: Si * uns etten 18⁵⁸ Sonntag und Gottesdienst ů 2*5 —. —..— III 2 2 aus; das Lied ver⸗ hallt, der Se⸗ gen 6—— B ..——.— +— 2 bleibt, das Wort steht, ob die Welt zer⸗stäubt. 2. Herr, führ uns all auf Christi Bahn/ zu Licht und Freiheit himmelan!/ Die Liebe mehr, den Glauben stärk/ und baue fort dein Acherwerk,/ bis alle Welt an Christum gläubt,/ der gestern, heut und ewig bleibt. 0 4 2— Psalm 119, 105 Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785— 1860 Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Darmstadt, 1698 UU I— E—.— 2.—. 2 —* L 2—t.. 2 2 2 1 Sieh uns fer ⸗tig, ge⸗ gen⸗wär⸗tig, an⸗ zu⸗ D. +— 4 FEUUH N—— + . 2 E»„..——— L——.——*— EFPFEE 1 2 1 + 5 +.**8 350 be⸗ ten, Herr, vor dir! Dir zur Eh⸗re, uns zur E 2— dnnt 3n K 325. P. +* 1—4— 1— 2—4 ISSSSIIII E E7 VS Leh⸗re sind wir all ver⸗sam⸗melt hier. Herr, er⸗ 9 + PPE— 1 1—„ 1 II II EEEE EEEEEE EE EE —1..*4+.—— LI LI 1HH4—̈⁰—41 + LEI —— E— schei⸗ ne! Groß und Klei⸗ne, dei⸗ner Gna⸗de har⸗ren wir. 2. Hohe Stille,/ Segensfülle/ weht um uns an diesem Ort;/ was zerstreuet/ und entzweiet,/ bleib aus diesen Mauern fort./ Deine Hallen/ soll durchschallen,/ Herr, Herr, dein lebendig Wort. Sonntag und Gottesdienst 3. Sieh uns fertig,/ gegenwärtig,/ anzubeten, Herr, vor dir!/ Brich die Wolle,/ zeig dem Volke/ offen deine Himmelstür!/ Laß uns brennen/ und erkennen:/ Ja fürwahr, der Herr ist hier! Apostelgeschichte 10, 33 Karl Gerok, 1815-1890 4¹³ Weise: Herr Gott, dich loben alle wir Genf, 1551 ——...——. ED 2 7 2.— — 2.—.— E— 2 2—5 1— 2 Nun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗ stern, du — D EIDSSDESSSS H— se⸗lig⸗ ma⸗chend Wort des Herrn, du Pfand des Heils, das SSSSIII uns im Sohn der Va⸗ ter gab von sei- nem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn,/ die Herzen sind dir aufge⸗ tan;/ wir sehnen uns nach deinem Licht/ und seufzen: Herr, versäum uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell,/ mach unsre Glaubensaugen hell,/ daß wir die Wege Gottes sehn/ und in der Welt nicht irregehn. 4. So geh uns auf, du Gottesglanz,/ durchdring uns und ver⸗ klär uns ganz,/ du Wort, das noch in Kraft besteht,/ wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Petrus 1, 19 ZJulius Sturm, 1816—1896 4¹⁴4 Weise: Von Gott will ich nicht lassen(2. Weise)(Sohann Crüger, 1640) Berlin, 1786 SSSPIIIIIIII....—.— — Nun legt den Ham mer nie Den Sonn⸗tag kün ⸗ det wie ⸗ der die 2. Ra Haßt Pf will mit Wort en 3. Ko und Ha heit aus schweret 4. Er die Sch. ihm bo mächtig 5. D Neidꝛ/ kommt Gemein 2. Nose! Sonntag und Gottesdienst Ar⸗beit ist ge⸗tan. Fei ⸗er⸗ glok ⸗-ke an; ᷓn . Herrn, der uns zu un⸗serm Wer ⸗ke gab das ist der Tag des Freu⸗dig⸗keit und Stär⸗ke und seg⸗net es auch gern. 2. Nach allen Werhtagslasten/ in Staub und Sonnenglut/ laßt Pflug und Schaufel rasten/ und feiert frohgemut./ Gott will mit seinem Geist/ Herz und Gemüt erfüllen,/ in seinem Wort enthüllen/ die Wahrheit allermeist. 3. Kommt aus dem Weltgedränge,/ kommt auch von Herd und Haus; /Gott zwingt nicht in die Enge,/ er führt zur Frei⸗ heit aus. Sagt ihm nur euer Leid/ und was das Herz be⸗ schweret,/ was an der Seele zehret/ und was euch heimlich reut. 4. Er weiß ja, wo wir wohnen,/ und sieht auf jeden Stand;/ die Schwachen will er schonen,/ wir stehn in seiner Hand./ Von ihm hommt täglich Brot,/ denn Arbeit gibt nur einer,/ und mächtiger ist keiner/ als unser Herr und Gott. 5. Dann heilen auch die Wunden,/ die Zwietracht schlug und Neid;/ in heilgen Feierstunden/ erstarkt die Einigheit./ So kommt zu Gottes Ruhm/ als treuverbundne Brüder,/ als der Gemeinde Glieder/ und Christi Eigentum. 2. Mose 20, 8—11 Zohannes Tillich, geb. 1857 Laufe und Konfirmation Ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer auf Chri⸗ stum getauft sind, die haben Christum angezogen. Galater 3, 26.27 4¹⁵ Weise: Herr ZJesu Christ, dich zu uns wend Görlitz. 1648 E E——.—— F—.22 HIO 2..—.—2 ——— 1+ f6 1 Ach lie⸗ber Her re Je⸗su Christ, weil du ein —— SS............ Kind ge⸗we⸗sen bist, so gib auch die⸗sem Kin⸗de⸗ EH— N EAEE 2— 4 ů CUU + E— L J.. 1—H * 1.— L L + 1I. I lein dein Gnad und auch den Se⸗ gen dein. 2. Deinr Engel Schar, die wohn ihm bei,/ es schlaf, es wach und wo es sei. Dein Geist behüt's, o Gottes Sohn,/ daß es er⸗ lang der Heilgen Kron. Matthäus 18, 10 Heinrich von Laufenberg, 1390— 1458 2. M Glauber teures 2 3. W auf uns und Ru 4. 6 lislich dich seh . Korint Taufe und Konfirmation 4¹6 Weise: Seelenbräutigam Adam Drese, um 1690 N 5 Von sen ⸗ de, Got⸗ tes des Him⸗mels Thron —. N — I——— + L—*I— V** Sohn, dei⸗ nen Geist, den Geist der Stär⸗ke; gib uns Kraft zum heil ⸗gen Wer ⸗ke, dir uns 2 ganz zu weihn, e ⸗ wig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit,/ gib uns Freudigkeit,/ unsern de⸗ Glauben zu bekennen/ und dich unsern Herrn zu nennen,/ dessen ö teures Blut/ floß auch uns zugut. 3. Wenn wir betend nahn,/ Segen zu empfahn,/ wollest du auf unsre Bitten/ uns mit Gnade überschütten;/ Licht und Kraft in. und Ruh/ ströme dann uns zu. wach 4. Gib auch, daß dein Geist,/ wie dein Wort verheißt,/ unauf⸗ et⸗ löslich uns vereine/ mit der gläubigen Gemeine,/ bis wir dort dich sehn/ und dein Lob erhöhn. 1. Korinther 12, 3 Samuel Marot. 1770— 1865 Taufe und Konfirmation 4¹⁷ Weise: Christus, der ist mein Leben Melchior Vulpius, 1609 * * 2 EEEE —*— —— Nun schreib ins Buch des Le-bens, Herr, — ih ⸗re Na⸗men ein und laß sie nicht ver⸗ ——.— —.— 60— P ge ⸗ bens dir zu ⸗füh ⸗ret sein! 2. Ach präge jedem Kinde/ dein Wort recht tief ins Herz,/ daß es, bewahrt vor Sünde,/ dir dien in Freud und Schmerz. 3. Du, der du selbst das Leben,/ der Weg, die Wahrheit bist,/ uns allen wollst du geben/ dein Heil, Herr Zesu Christ! Lukas 10, 20 Vor 1850 Weise: Seelenbräutigam Adam Drese, um 1690 E—— 10—. Je ⸗su, sieh uns nahn, Se⸗ gen zu emp⸗ fahn. ODu hast lieb⸗ reich uns ge⸗ 0— den; blich u E—.———H—.——— G ö uns voll Huld und Gna⸗ den. Nimm uns 2. Gle Segen er Herr, fü 3. Jr zum ewg Sünden 4. Ni dit uns führ uns Markus 1 Veise: Me Taufe und Konfirmation ——— 1 2 1 I —EO + I. + 2— L +. II „1609*.——— 22— SI. im ⸗mer⸗dar an als dei ⸗ ne Schar. 207 2. Gläubig bringen wir/ dieses Kindlein dir,/ daß es deinen tt. Segen erbe,/ deines Todes Kraft erwerbe./ Dir sei es geweiht,/ Herr, für alle Zeit. — — 3. Friede ist und Heil/ deiner Kinder Teil./ Kräfte, Herr, r· zum ewgen Leben/ wollst du diesem Kinde geben. Mach's von Sünden rein,/ und so werd es dein. 4. Nimm auch unsern Sinn,/ Herr, für immer hin./ Laß in ö dir uns ewig bleiben,/ nichts aus deinem Bund uns treiben,/ n führ uns nach der Zeit/ in die Herrlichheit! erz ‚ Markus 10, 13—16 Adolf Lasson, 1832—1917 merz. iit/ 419 Weise: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt Johann Hermann Schein, 1628 —4.—————1 4—— H—* 1H2z4 +* L L— CI 1 —.— UHIP Dies Kind⸗lein, Ze⸗su, ist nun dein; laß es dir 1—— Mit Was⸗ser tau⸗fen wir es heut, mit Geist tauf —* — 2 I + EI EE enn⸗ E.EEEI ö wohl be⸗ foh=⸗len sein. A — ön in. wis--Keil. Wir wol⸗len's pfle⸗gen auf ICSTRTRTRTRRRTRT. IN E————— Ee ——.. 2 2 II 111⁷7——* —.— fort und fort: Herr, mach es e⸗wig se ⸗lig dort. Matthäus 3, 11 Robert Steiger Taufe und Konfirmation 42⁰ Französisches Lied von den Weise: Errett mich, o mein lieber Herre 10 Geboten; Lyon, 1547 2 8 4 EV—5 12— EE A0 Ich ge-⸗be mich in dei- ne Hän⸗de, mein Herr und PIPII!.I..........I.I..... .—.—.. Mei⸗ster Je⸗sus Christ, daß ich bei dir den Frie⸗den fän ⸗ de, weil du der Fürst des Frie⸗dens bist. 2. Du siehst mein Herz mit seinem Schwanken,/ siehst die Gefahren, die ihm drohn;/ du kannst mir Sinnen und Ge⸗ danken/ mit deiner reinen Glut durchlohn. 3. Mach mich auf dieser dunkeln Erde/ zu deinem heilgen Dienst bereit,/ daß ich ein treuer Zeuge werde/ von deiner Huld und Herrlichkeit. Apostelgeschichte 1, 8 Margarete Schubert, geb. 1871 Eigene Weise Ulrich Hildebrandt, 1929 —25— Eꝰ—.— 2—— 2—.— Ei⸗nen Strahl von dei ⸗nem Glan⸗ ze send, o 2 4 +* e E EOS Herr, in mei⸗ ne See⸗le, daß ich dich von Her⸗zen Johannes Taufe und Konfirmation EH 1———.—.— —— +„—— E.*— 1 n den 13 8 55 5 — lie ⸗be und den Weg des Le⸗bens — 55— 1— ů A.— E und wäh ⸗ le, daß ich al⸗-les Bö ⸗se has⸗ — 1I ů 12—.——5 I remne ö 7———I den—.—.—— se und von dei⸗ nem Wort nicht las ⸗ se. 4 2. Sei du meines Fußes Leuchte/ in dem Dunkel dieser Tage!/ Hilf, daß ich zu allen Zeiten/ nur nach deinem Willen . frage,/ daß ich schau in Himmelsklarheit/ deinen Weg und deine ve Wahrheit. Ge⸗ 3. O du Sonne meines Herzens,/ ewig möcht ich dir an⸗ hangen!/ Laß dein Licht mir herrlich leuchten,/ laß dein Licht ilgen mich ganz umfangen,/ daß ich stets, was ich auch treibe,/ auf 9 dem Weg zum Himmel bleibe. Zohannes 14, 6 Walter Schröder, geb. 1884 Das heilige Abendmahl Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes be⸗ rufen sind. Offenbarung Joh. 19, 9 —42² Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern Franhfurt a. M., 1599 ——.—— *———— Herr Je ⸗« su, dir sei Preis und Im Brot und Wein dein Leib und PEN* I— 1 EICSEEESESEEEEEE EH.——— E Dank für die ⸗ se See⸗len ⸗speis und Blut hommt uns wahr⸗- haf ⸗tig wohl zu⸗ 9—.— .............. ‚ * IIE— E 1— C*2 SIE—. 4 2————.———————.— Trank, da ⸗-mit du uns be⸗ga⸗bet. gut und uns⸗re Her-⸗ zen la ⸗bet, 4 4 in dir und nach al⸗lem Wohl- ge⸗fal⸗len hei⸗lig — . ö 1 ——........— , 2—— le⸗ben. Sol⸗ches wol⸗lest du uns ge⸗ben. 1. Korinther 11, 26 Bernhard von Derschau, 1591—-1639 Weise: Es 4.—, V 30 de 2. Du zum Lebe nichts mo dem will 3. Dru bis mein Ströme! Hut vert 4. Vo daß mein in mir, Hann, /d 5. En ich lasse fasse,/ y wachse 0 en. 11⁵½9 Das heilige Abendmahl 423 Weise: Es ist gewißlich an der Zeit Wittenberg, 1535 2 EE.— 2 1— ů 22350———.— iiii Ich homm jetzt als ein ar⸗mer Gast, o Herr, zu den du für mich be⸗rei⸗tet hast, daß er mein dei ⸗nem Ti ⸗sche, Herz er⸗fri⸗sche, 2 wenn Hun⸗ger mir am Her-zen — E nagt, wenn mich der Durst der See⸗le — 2.— ————— 2 D I plagt, so daß ich schier ver ⸗ ge- he. 2. Du selber sprichst in deinem Wort: /Ich bin das Brot zum Leben;/ dies Brot treibt auch den Hunger fort,/ den sonst nichts mag aufheben./ Ich bin der Trank; wer glaubt an mich,/ dem will ich jetzt und ewiglich/ der Labung Fülle geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt,/ auf deine Himmelsauen,/ bis meine Seel erquicket wird,/ wenn du sie lässest schauen/ die Ströme deiner Gütiglheit,/ die du für alle hast bereit,/ so deiner Hut vertrauen. 4. Vor allem aber wirk in mir/ ein ungefärbte Reue,/ auf daß mein Herz sich für und für/ vor aller Sünde scheue;/ fach in mir, Herr, den Glauben an,/ der dein Verdienst ergreifen kann,/ damit mein Herz sich freue. 5. Entzünd in mir der Andacht Brunst,/ daß von der Welt ich lasse/ und deine Treue, Gnad und Gunst/ in dieser Speise fasse,/ daß durch dein Lieben Lieb in mir/ zu meinem Nächsten wachs' herfür/ und ich fort niemand hasse. + Das heilige Abendmahl 6. So komm nun, o mein Seelenfreund,/ laß in mein Herz dich schließen!/ Mit dir bin ich nun ganz vereint/ und will von keinem wissen/ als nur von dir, o Gotteslamm,/ dieweil du mich am Kreuzesstamm/ aus Not und Tod gerissen. 7. O liebster Heiland, habe Dank/ für deine Seligkeiten,/ für deine Speise, deinen Trank;/ ich warte jener Zeiten,/ in denen du, o Lebensfürst,/ mich samt den Auserwählten wirst/ zur Himmelstafel leiten. Zohannes 6, 48 Zustus Sieber, 1628—1695 (Krankenabendmahl) Weise: Vater unser Himmelreich Leipzig, 1539 F. 4— Zu dei⸗nen Fü⸗ßen lie⸗ge ich, mein Je⸗ su, — SCPDPIPIPIPIPIPITITIT‚PTITITITPTITxTxTITITITIT T T T LVX + 2 + ‚— 2 I 1‚J—— I 0 5 blik⸗ke doch auf mich! Du bist der Arzt und Wun⸗der⸗ E 1 1 7 re ——HDDDDRDIID‚reee I— 25= mann, der al⸗le⸗zeit er ⸗ret⸗ten kann. Drum, bin ich re ..... gleich von Hil⸗fe bloß, leg ich mich doch in dei⸗nen Schoß. 2. Mein Trost und meines Herzens Teil,/ o mache meine Seele heil!/ Besprenge mich mit deinem Blut/ und mach all meine Sünden gut/ und gib mir nach vergebner Schuld/ bei meiner Schwachheit auch Geduld. 3. Be wandt./ meiner ich kran 4. W Christl/ schlaf ie an Leib Philipper meine 10/ bei Das heilige Abendmahl 3. Berühre mich mit deiner Hand,/ die so viel Böses abge⸗ wandt./ Dein Leib mich speise, da ich krank,/ dein Blut sei meiner Seele Trank. Ich will wie Lazarus allein,/ auch wenn ich krank, der Deine sein. 4. Wenn's meiner Seele selig ist,/ so heile mich, Herr Jesu Christ!/ Soll sterben aber besser sein,/ wohl mir, auf Jesum schlaf ich ein. Mach du es, Jesu, durch dein Blut/ mit mir an Leib und Seele gut. Philipper 1, 23 Christoph Heinrich Zeibich, 1677— 1748 Weise: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen Weltlich 1507, (2. Weise) geistlich 1609 E 2 E—. 30 v X 2 0 E— Das sollt ihr, Je⸗ su Jün ⸗ger, nie ver⸗ 3——1 ů— 5n EU...EE. DN 1 V—— ges⸗ sen: wir sind, die wir von ei⸗ nem Bro⸗te ———* TCI—— I ee, Kaeienein, fi e. ————— es⸗ sen, aus ei ⸗ nem Kel ⸗che trin⸗ken, al ⸗le ů 15.———— 7 ů + . Brü ⸗ der und ZJe ⸗ su Glie ⸗ der. 2. Laßt uns wie Brüder beieinander wohnen,/ Gebeugte stärken und der Schwachen schonen,/ dann werden wir den letzten heilgen Willen/ des Herrn erfüllen. 3. Herr, dazu muß uns deine Liebe dringen!/ Du wollest selbst dies große Werk vollbringen,/ daß unter einem Hirten eine Herde/ aus allen werde. 1. Korinther 10, 16.17 Nach Johann Andreas Cramer, 1723— 1788 37 —* + IIII Buße So wahr als ich lebe, spricht der Herr, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. Hesekiel 33, 11 42 Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Vorreformatorisch, 1530 5 ISIEEEE 4 E.I...2 LI— I—— 1———1 Ach Gott, gib du uns dei⸗ ne Gnad, daß wir all EVEY RR Sünd und Mis⸗se⸗tat buß⸗fer⸗tig⸗lich er⸗ken⸗ FHY 12„ .reEin, Enne Eüen, EEie 2—.————————— nen und glau ⸗-ben fest an Ze⸗ sum 11— 1——— 25.. 7*.— I 1 Christ, der zu hel ⸗sen ein Mei⸗ster 7—— ů E ist, wie er sich selbst tut nen⸗ nen. 2. Hilf, daß wir auch nach deinem Wort/ gottselig leben immerfort/ zu Ehren deinem Namen;/ daß uns dein guter Geist regier,/ auf ebner Bahn zum Himmel führ/ durch Jesum Christum. Amen. Bsalm 79, 9 Samuel Zehner, 1594— 1635 Buße 42⁷ Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn Wittenberg, 1544 I-—*— + +..— + +— +— EZC 2 L—4 +* EI DDDDD‚I‚‚.‚.‚ 2 1———9 D—5 2..—2— 1— 1 O from⸗mer und ge⸗treu⸗er Gott, ich hab ge⸗ —— V E 5— 1 + DDSeee ——— L 1—— 1 bro⸗chen dein Ge⸗bot und sehr ge⸗sün-⸗ digt wi⸗ der [E.* + 1 +— + H r, dn, n. n,, n. E*——— dich; das ist mir leid und reu=et mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott,/ nicht Lust hast an des Sünders Tod/ und ist dein herzliches Begehr,/ daß ich mich wieder zu dir kehr, 3. auf dies Wort, lieber Vater fromm,/ ich armer Sünder zu dir komm/ und bitt dich durch den bittern Tod/ und die heilgen fünf Wunden rot 4. deins lieben Sohnes Jesu Christ,/ der mir zugut Mensch worden ist:/ Laß deine Gnad und Gütigkeit/ mehr gelten als Gerechtigheit. 5. Verschon, o Herr, laß deine Huld/ zudecken alle meine Schuld,/ so werd ich arm verlornes Kind/ ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort/ mich bessern, leben fromm hinfort,/ damit ich mög nach dieser Zeit/ gelangen zu der Seligheit. Hesekiel 33, 11 Berlin, 1648 Buße 42⁸ Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Vorreformatorisch, 1530 ———————— EiEEEEEEEEEEEE Ihr ar-men Sün⸗der, kommt zu⸗hauf, kommt ei⸗lig, E 5 f . IIS—.— kommt und macht euch auf müh- se⸗lig und be⸗la⸗ ,..,,.,.... den! Hier öff- net sich das Je⸗ sus⸗ öer der serrarr E.r. herz für al ⸗le, die in Ren und E——5——ß—r E..— Schmerz er ⸗-ken- nen ih ⸗⸗ ren Scha- den. 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an./ Drum komm zu dem, der helfen kann,/ such Ruh in seinen Armen;/ komm weinend, komm in wahrer Buß/ und fall im Glauben ihm zu Fuß,/ er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht,/ dem's in der Irr an Hilf gebricht,/ er sucht es mit Verlangen;/ er läßt die neun⸗ undneunzig stehn/ und sie gar in der Wüste gehn,/ das eine zu umfangen. 4. So sucht der Heiland Jesus Christ/ das Schäflein, das ver⸗ loren ist,/ bis daß er es gefunden./ Ach laß dich finden, wenn er lockt,/ o Seele, bleibe nicht verstocht,/ noch sind die Gnaden⸗ stunden. 5. O und blo herittt;/ Sünden. 6. Laf Hrrt all Welt unt leich eret 7. Ich Grab/ u dir diene Lubas 15,1 Peise: We zu dem, einend, uß// et der Irr e neun⸗ eine zu as ver⸗ „ wenn naden⸗ Buße 5. O Jesu, deine Lieb ist groß. Mühselig komm ich, arm und bloß,/ ach laß mich Gnade finden!/ Verloren war ich und verirrt;/ Herr, nimm mich auf, du treuer Hirt,/ und tilge meine Sünden. 6. Laß mich dein Schäflein ewig sein,/ sei du mein treuer Hirt allein/ im Leben und im Sterben;/ laß mich verleugnen Welt und Sünd/ und als ein wahres Gotteskind/ dein Himmel⸗ reich ererben. 7. Ich will von nun an sagen ab/ der Sündenlust bis in mein Grab/ und in dem neuen Leben/ in Heiligkeit, Gerechtigkeit/ dir dienen noch die kurze Zeit,/ die mir zum Heil gegeben. Lukas 15, 1.2 Laurentius Laurenti, 1660— 1722 429 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Neumark, 1657 E——————— 5 2 Wir lie⸗ gen hier zu dei-nen Fü⸗ßen, ach und füh⸗len lei ⸗-der im Ge⸗wis⸗sen, wie Herr von gro ⸗ßer Güt und Treu, sehr dein Zorn ent⸗bren ⸗-net sei. 0 F 74*—— 2 2 Hꝰ 2 2 ö 2— E 1.—* 1 45 Das Maß der Sün ⸗ den ist er⸗ füllt, ach weh uns, wenn du stra⸗fen willt. Buße 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen,/ gedenk an deinen lieben Sohn!/ Dein Wort heißt immer ZJa und Amen,/ dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht. Ach geh mit uns nicht ins Gericht! 3. Das teure Blut von deinem Sohne/ schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone/ und denke noch der alten Zeit,/ da du auch Gnade hast erzeigt,/ dein Herz dem Sünder zugeneigt. 4. Ach laß die wohlverdiente Strafe/ nicht über unsre Häupter gehn,/ daß wir nicht als verlorne Schafe/ von deiner Hut ver⸗ lassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß/ und mach uns aller Plagen los! 5. Gib Fried im Land und im Gewissen,/ gesunde Luft, wohl⸗ feile Zeit,/ daß Lieb und Treu einander hüssen,/ und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut,/ nimm Kirch und Haus in deine Hut. 6. So wollen wir dir Opfer bringen/ und deine sein mit Leib und Seel;/ es soll dein Lob gen Himmel dringen,/ und dein er⸗ löstes Israel/ stimm in die Lieder Zions ein:/ Der Herr soll mein Gott ewig sein! Daniel 9, 18 Benjamin Schmolch, 1672—1737 Un So ha werde Veise: Es Auch nach deinen „dein 20 ja u5s um /und „dein äupter Ut ver⸗ ich uns wohl⸗ dre die Kitch it Leib ein er⸗ soll 7²—¹⁷³ Glaube und Rechtfertigung So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werhe, allein durch den Glauben. Römer 3, 28 43⁰ Weise: Es spricht der Unweisen Mund wohl Auch nach der Weise: Es ist gewißlich an der Zeit Zohann Walther, 1524 9—— I—.—— Halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum Christ, o Mensch, der vom Thron des Him⸗mels kom⸗men ist, dein Bru⸗ der E* E IR ESE auf die Er⸗den da zu wer⸗den; ver⸗giß nicht, daß er dir zu⸗ — EH. 4.—.—.—. L———— 1 + — 4 0 gut hat an ⸗ge⸗ nom-men Fleisch und 2.3— E»—— III EHU— 22— — 9 142—— Blut; dank ihm für die ⸗se Lie ⸗ ⸗be. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der für dich hat ge⸗ litten‚/ ja gar am Kreuz gestorben ist/ und dadurch hat bestritten/ Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod/ und dich er⸗ löst aus aller Not;/ dank ihm für diese Liebe. ö Glaube und Rechtfertigung 3. Halt im Gedächtnis JZesum Christ,/ der auch am dritten Tage/ siegreich vom Tod erstanden ist,/ befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht/ und dir das Leben wiederbracht;/ dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der nach den Leidens⸗ zeiten/ gen Himmel aufgefahren ist,/ die Stätt dir zu bereiten,/ da du sollst bleiben allezeit/ und sehen seine Herrlichkeit;/ dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der einst wird wieder⸗ kommen/ und sich, was tot und lebend ist,/ zu richten vorge⸗ nommen./ O denke, daß du da bestehst/ und mit ihm in sein Reich eingehst,/ ihm ewiglich zu danhen. 6. Gib, ZJesu, gib, daß ich dich kann/ mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was du an mir getan,/ mög aus dem Herzen lassen,/ daß dessen ich in aller Not/ mich trösten mög und durch den Tod/ zu dir ins Leben dringen. 2. Timotheus 2, 8 Cyriakus Günther, 1650—1704 431 Weise: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt Johann 3—5 Schein, 1628 2—.—.— EVU——.— E EE +— Das ist ein teu⸗er wer ⸗-tes Wort, ein Wort, sehr daß Ze⸗sus ist der Sün-der Hort und will die ———.—— lieb zu hö=ren, Ar⸗men leh ⸗ren. Das ist ein teu⸗er + 1———— ö ö F—.——.—. 50——.i. e. wer⸗tes Wort, daß Je⸗ sus ist der Sün⸗der Hort. 2. M Schaden geladen. Sünder 4. Lo getrager wir zag Sünder 5. Ad lenne,/ htenne/ Sünder I. Timothe dtitten t und Leben eidens⸗ eiten,/ danb wieder⸗ vorge⸗ in sein hlauben Herzen durch 50—1704 hein, 628 Glaube und Rechtfertigung 2. Mein Jesus nimmt die Kranken an,/ er heilet allen Schaden;/ er ist ein Gast bei jedermann,/ der ihn zu sich geladen. Das ist ein teuer wertes Wort,/ daß Jesus ist der Sünder Hort. 3. Mein Zesus ist ein treuer Hirt,/ er suchet, was verloren;/ er holt zurück, was sich verirrt,/ er ist zum Heil erkoren./ Das ist ein teuer wertes Wort,/ daß Zesus ist der Sünder Hort. 4. Lob sei dir, Zesu, Gottes Sohn,/ du hast die Schuld getragen,/ du Osterlamm, du Gnadenthron,/ du Freistatt, wenn wir zagen./ Das ist ein teuer wertes Wort,/ daß Zesus ist der Sünder Hort. 5. Ach gib mir, daß ich diese Gnad/ und meine Sünd er⸗ kenne,/ daß ich, mein Hirte, früh und spat/ nach dir vor Liebe brenne/ und denk an dieses werte Wort,/ daß Jesus ist der Sünder Hort. 1. Timotheus 1, 15 Heinrich Georg Neuß, 1654—1716 Weise: Zesus, Zesus, nichts als Jesus Heinrich Molch, 1828 SIIIIFIFIIJ:ttITC EIIO 7 2——* 2— 12—9—— 2.— —— Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗ gel, brecht, ihr Got ⸗tes Gna⸗de hat das Sie⸗ gel, sie will ..I.I......... Br,. IEZal* +—1—— 1——* L—* 2 1431 + II + + 1— 2 2 05 7— Fel⸗ sen, al ⸗le ein! un ⸗ver ⸗än ⸗dert sein. Laß die Welt zu bere ,. .. 4.—— ö l— 4— Trüm⸗mern gehn, Got ⸗tes Gna⸗de wird be⸗stehn. Glaube und Rechtfertigung 2. Gott hat mir ein Wort versprochen,/ Gott hat einen Bund gemacht,/ der wird nimmermehr gebrochen,/ bis er alles hat voll⸗ bracht./ Er, die Wahrheit, trüget nicht;/ es geschieht, was er verspricht. 3. Laßt sein Antlitz sich verstellen,/ ist sein Herz doch treu ge⸗ sinnt/ und bezeugt in allen Fällen,/ daß ich sein geliebtes Kind,/ dem er beide Hände reicht,/ wenn auch Grund und Boden weicht. 4. Er will Frieden mit mir halten,/ wenn die Welt sich auch empört. /Ihre Liebe mag erkalten,/ achtet doch mein Gott mich wert. Ob auch Höll und Abgrund brüllt,/ bleibt er mir doch Sonn und Schild. 5. Er, der Herr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst ge⸗ nannt;/ das ist Trost, so werd ich Armer/ immer als sein Kind erkannt./ Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir ein Leides tu. 6. Nun so soll mein ganz Vertrauen/ ankerfest auf ihm be⸗ ruhn;/ auf ihn will ich Felsen bauen,/ was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn,/ doch sein Bund bleibt ewig stehn. Jesaja 54, 10 Beujamin Schmolch, 1672-I1737 Weise: Alle Menschen müssen sterben Weltlich: Christoph Anton, 1651; (1. Weise) geistlich Weimar, 1681 — Ae. 1..... SEiSSSSee Laß, o Je⸗ su, mir auf Er⸗den mei ⸗nen al ⸗ le Ta ⸗ ge fe⸗ ster wer ⸗ den, daß ich — — dn, dn. —ʒ 45—.—— I.——98 Ruf und Gna⸗den⸗wahl mit der Dei-nen Zahl, die ihr schö⸗nes Erb⸗-teil 2. Betru Bund voll⸗ has er eu ge⸗ Rind,/ weicht. auch it mich r doch bst ge⸗ Kind it ein m be⸗ wird bleibt 72-⁷³⁷ Glaube und Rechtfertigung 3*— ů 1 IRSS—— I ne. —————— 2—1 kön⸗nen e⸗ wig 65.56505 nen⸗nen, bis zu 76.2—— 1 + E———— D dir durch Got⸗tes Macht werd im nm 90 durch⸗ge⸗bracht. 2. Vetrus 1, 10 Christian Gregor, 1723—1801 43⁴ Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Vorreformatorisch, 1530 — E ů—.— Fui——.—5—— E ö ö— — Herr, nimm 10 mein Le⸗bens⸗gut, zer⸗brich mir — ——4 0 3 E 12 Eh⸗re, Stolz und Mut, doch neig dich mei ⸗ nem Ban⸗ —2 n—— LPEI.D—*. I 1. 1 LCLUUE— 2*—.—.—.— E 1 1— 2— 1 1 gen, ver ⸗gön- ne, daß mein letz⸗ Trdr n—ẽ—— —LS.*—.—1 1 +. 1 LUU—— 2 + 14.½ +— 4.— 2 1 *. 2—.—1 + Schrei ein„den⸗noch, Herr, dir glaub ich“ . 76757— ů.— TS.*—2—9—.———52 1 II LVU—2—.— 1— LI—S..—.— 2 1 EEn E— L 21 + +— IE II sei; mehr will ich nicht er ⸗ lan ⸗gen 2. Komm, Hirt, allewger, führe du/ dein Kind der großen Heimat zu/ durch Kreuz und Sterbestunden./ Halt über allen Sündern Wacht,/ bis sie sich dir zurüchgebracht/ und selig heim⸗ gefunden. Lukas 23, 42 Emil Prinz von Schönaich-Carolath, 1852— 1908 Heiligung Heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. 1. Petrus 3, 15 Eigene Weise Darmstadt, 1698 66—588—.—.——.— EU———..— ͤ E 2.—*.——.—— —5. Nur frisch hin ⸗ ein! Es wird so tief nicht enen—. WSPSIRIRIRARSRSISISISISI‚IIeeeeeeeeeeee E ů 2 f ——— sein; das ro ⸗te Meer wird dir schon Platz ver⸗ , DD LV + gön⸗ nen. Was jam⸗merst du? Sollt der nicht hel⸗ fen Pn —VS.— 45* 2 +. + W— + L E 1 +— — E— 1— kön ⸗nen, der nach dem Blitz gibt hei⸗-tern Son ⸗ nen⸗ schein? Nur frisch hin- ein! 2. Der Himmelsheld/ hat einen Weg bestellt,/ den niemand weiß; eh sein Volk sollte sinken,/ muß selbst das Meer auf dieses Helden Winken/ zur Mauer sein. Er herrscht im Fluten⸗ feld,/ der Himmelsheld. auch u gänzli Christ 2.Mose WVeise: en. emand 2r auf luten⸗ Heiligung 3. Auf, schwacher Sinn!/ Wirf allen Kummer hin/ und schiche dich, die Tiefe durchzuwaten. Kommt schon ein Sturm, dein Jesus wird dir raten/ und helfen aus, der Tod ist dein Ge⸗ winn./ Auf, schwacher Sinn! 4. Ach Herre Christ,/ wenn du nur bei mir bist,/ so wird sich auch mit dir mein Leiden enden;/ zu dir, mein Gott, will ich mich gänzlich wenden/ und tragen, was mir auferleget ist,/ ach Herre Christ! 2. Mose 14, 13—16. Apostelgeschichte 20, 23.24 Michael Kongehl, 1646—1710 436 Weise: Eins ist not! Ach Herr, dies Eine(Adam Krieger, 1657) Halle, 1704 V + — —.———.— 4——.— Her⸗-zog uns⸗rer Se⸗ lig ⸗kei⸗ten, zeuch uns da du uns die Stätt be⸗ rei⸗ten und zu DEE l I——— 1H1EEFI FF IIIFITI— E*7— E 7 E E— 1 in dein Hei ⸗lig⸗ tum, alxn dei ue Er⸗ dei ⸗ nes Na⸗ mens Ruhm ——. DPDEE 1 1 1— TP.—.— 1 LV +—*——* EH DFTFT T PII.I kauf⸗ten sieg ⸗präch⸗ tig willst füh⸗ren, laß EH 10. +.— U .S.S.............. —5—— 2———. un ⸗se re Bit ⸗te dein Her ⸗ ze jetzt E SW᷑rrsss D EHUU.— 1.—.— ů S ö E 0—————— 22· 1* S..— +— 4— +— III ISEI————— I 147 — stehn und in der Ge⸗mein⸗schaft der Lei⸗den hin⸗gehn. Heiligung 2. Er hat uns zu dir gezogen/ und du wieder zu ihm hin;/ Liebe hat uns überwogen,/ daß an dir hangt Mut und Sinn./ Nun wollen wir gerne mit dir auch absterben/ dem ganzen na⸗ türlichen Seelenverderben. Ach laß in dein Sterben gepflanzet uns sein,/ sonst dringen wir nie in dein Leben mit ein. 3. Lebensfürst, so lieb und labe/ die begnadigte Natur,/ wirke fort mit deiner Gabe/ in der neuen Kreatur;/ erweche ö i N dein Paradies wieder im Grunde/ der Seele und bringe noch 2—— N näher die Stunde,/ da du dich in allen den Gliedern verklärst,/ ö 41 h uns hier schon das ewige Leben gewährst. a 4. Gönne uns noch Frist auf Erden,/ Zeugen deiner Kraft si M zu sein,/ deinem Bilde gleich zu werden,/ in den Tod zu nehmen Keeuze ein/ des Lebens vollkommene Freiheit und Rechte/ als eines vollendeten Heilands Geschlechte. Der Unglaub mag denken, 5. A W wir bitten zuviel. Du hörst unsre Bitten, tust über ihr Ziel. Schwer é Hebräer 2, 10 Gottfried Arnold, 1666—1714 po oft! Gottes 437 +— Weise: Anser Herrscher, unser König Bremen, 1680 ů MIIDi—.——..—— EE r—— Auf, ihr Chri-sten, Chri-sti Glie-der, die ihr auf, wacht auf, er-mannt euch wie⸗-der, eh ihr noch hangt an dem Haupt, wer⸗det hin⸗-ge⸗raubt. Sae tan beut an den — ö HTDU — +* 2 Streit Chri ⸗ sto und der Chri- sten-heit. Heiligung / 2. Auf, folgt Christo, eurem Helden,/ trauet seinem starken mu./ Arm;/ liegt der Satan gleich zu Felde/ mit dem ganzen Höllen⸗ na⸗ schwarm,/ sind doch der/ noch viel mehr,/ die da stets sind um anzet uns her. ur,/ 3. Nur auf Christi Blut gewaget/ mit Gebet und Wach⸗ weche samkeit;/ dieses machet unverzaget/ und recht tapfre Krieges⸗ noch leut./ Christi Blut/ gibt uns Mut/ wider alle Teufelsbrut. ürst,/ 4. Unsres Königs Kreuzesfahne/ geht uns blutbesprengt vor⸗ an,/ ist schon auf dem Siegesplane;/ folgt ihr treulich Mann Kraft für Mann!/ Wer hier kriegt,/ nie erliegt,/ sondern unterm hmen Kreuze siegt. eines nben, 5. Auf denn, laßt uns überwinden,/ Gottes Wort sei unser l Schwert;/ laßt den Helm uns fester binden!/ Helm des Heils, W—1714 so oft bewährt;/ Helm, der schreckt,/ Helm, der deckt/ den, der Gottes Liebe schmecht. 6. Wer die Shlaverei nur liebet/ in der Zeit und Ewigkeit/ en,Lod0 und den Sünden sich ergibet,/ der hat wenig Lust zum Streit;/ — denn die Nacht,/ Satans Macht,/ hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber wen die Weisheit lehret,/ was es um die Freiheit 1 ist,/ dessen Herz zu Gott sich kehret/ in dem Namen Jesu iht Christ,/ sucht allein/ ohne Schein,/ ihm ein freier Knecht zu sein. — 8. Unser Leben sei verborgen/ mit Christo in Gott allein,/ auf daß wir an jenem Morgen/ mit ihm offenbar auch sein,/ da das Leid/ dieser Zeit/ werden wird zu lauter Freud; den 9. da Gott seinen treuen Knechten/ geben wird den Gnaden⸗ lohn/ und die Hütten der Gerechten/ stimmen an den Sieges⸗ ton,/ da fürwahr/ Gottes Schar/ ihn wird loben immerdar. heit Epheser 6, 10—-17 Nach Justus Falkner, 1672—1724 38 Heiligung 438 Weise: Ach was soll ich Sünder machen Altdorf, 1653 I ů— SS.................. ..—— III......—— Auf, ihr Strei⸗ter, durch⸗ge ⸗-drun⸗gen, auf und E ů drarn 4 — S..—— EP LI + 1 folgt dem Hei⸗land nach, der durch Mar⸗ter, Hohn und E i) LaEi, 4— E——4—— Soma sich auf Zi⸗ ons Burg geschwungen! Nach! Das 4 0Q CE——————— 4 1 H Haupt hat schon ge⸗siegt; weh dem Glied, das mü⸗ßig liegt! 2. Fort, nur nach mit Wachen, Beten!/ Fort, was seid ihr so verzagt?/ Christus hat den Sieg erjagt/ und der Schlange Kopf zertreten. Rufet laut im Siegeston:/ Schwert des Herrn und Gideon! 3. Niemand soll in Zion sprechen:/„Ich bin elend, arm und schwach,/ und durch so viel Ungemach/ kann kein armer Sünder brechen“;/ denn der Herr ist's, der uns heilt/ und den Schwachen Kraft erteilt. 4. Sind wir schwach, bei ihm ist Stärke;/ sind wir arm, der Herr ist reich. Wer ist unserm König gleich?/ Unser Gott tut Wunderwerke./ Sagt, ob der nicht helfen kann,/ dem die Himmel untertan? 5. Nun so wachet, kämpft und ringet,/ streitet mit Gebet und Flehn,/ bis wir auf der Höhe stehn,/ wo das Lamm die Fahne schwinget./ Ist der Erde Werk getan, ́/ geht des Himmels Sabbat an. 1. Petrus 5. 8 Zohann Simon Buchha, 1705—1752 ö Heiligung 439 orf I0853 Weise: Dir, dir, Zehova, will ich singen Halle, 1704 — 1——.—— 565 3287— EV 2— 2——.— und Laß mich, o Herr, in al ⸗len Din-⸗gen auf gib selbst das Wol⸗len und Voll-brin-gen und 0— .. und.——— 2 II TTTT dei⸗ nen Wil⸗-len sehn und dir mich weihn; — laß mein Herz dir ganz ge-⸗ hei⸗ligt sein. D E——.—— 2 2—..—.— — 3.* H——* 1I1— 255* LI + 1 2— 11— ö E— ö*9———— Nimm mei⸗ nen Leib und Geist zum Op ⸗fer l eererere; seid iht*— n ichlange hin; dein, Herr, ist al⸗les, was ich hab und bin. Herrn 2. Gib meinem Glaͤuben Mut und Stärhe,/ laß ihn durch Nächstenliebe tätig sein, daß man an seinen Früchten merle,/ d arn er sei kein eitler Traum und falscher Schein./ Er stärke mich armer in meiner Ritterschaft/ und gebe mir aunn Kampf und Siege und den Kraft. 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben,/ auch an dem bösen it arm, Tage sein vergnügt/ und deinem Willen mich ergeben,/ der er Goll mir zum Besten alles weislich fügt. Gib Furcht und Demut, dem die wann du mich beglüchst, Geduld und Trost, wann du mir Trüb⸗ sal schickst. 'bet und 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen,/ so will ich einst, wann Jahne ich den Lauf vollbracht,/ dir ewig Dank und Ehre bringen,/ immelz dir, der du alles hast so wohl gemacht. Dann werd ich heilig, rein, ganz dir geweiht,/ dein Lob verkündigen in Ewigleit. 5-de Philipper 2, 12. 13 Georg Zoachim Zollikofer, 1730—1788 38* Heiligung 44⁰ Weise: Von Gott will ich nicht lassen (2. Weise)(Soh. Crüger, 1640) Berlin, 1786 . E—.—.—— rrinmrrenmenmrtdren üimin mnre, e, 49**—.——*.— Geh hin nach Got ⸗ tes Wil ⸗ len in lern das Ge ⸗ bot er ⸗ fül ⸗len, sein 18*⁰———5 1—E+ De⸗mut und Ver⸗traun, gro⸗ßes Feld zu baun. Frag nach der Ern te 0———————.— I———.—.— E I—— 1 nicht. Du darfst den Lohn nicht mese⸗ sen, mußt *———— 31——3 EEEEE EH 2———— H 2. Willst du nur sein geborgen/ und vor der Welt geehrt,/ so kannst du nicht besorgen,/ was deinem Herrn gehört./ Sieht jemand auf Gewinn/ und trachtet, hier auf Erden/ nur glück⸗ licher zu werden,/ der hat den Lohn dahin. 3. Doch hast du deine Gaben/ dem Dienst des Herrn geweiht,/ so wirst du Augen haben,/ zu sehn, was er gebeut./ Das tue still und gern;/ du darfst nicht zaudernd wählen,/ nicht rechnen und nicht zählen; /er ruft, du folgst dem Herrn. 4. Nur frisch an allen Enden/ die Arbeit angefaßt!/ Mit unverdroßnen Händen/ sei wirksam ohne Rast;/ das ist der rechte Mut./ Streu aus den edlen Samen,/ arbeit in Gottes Namen,/ so keimt und wächst es gut. Pfich. heehtt/ „Sieht glüch⸗ weiht/ das kue rechnen 1%M ist der Gotte Heiligung 5. So wird von Stund zu Stunde/ das Feld des Herrn ge⸗ deihn/ und bald auf seinem Grunde/ kein Unkraut sichtbar sein. /Schlag alles aus dem Sinn,/ was sonst dich hielt ge⸗ fangen,/ dein Wünschen und Verlangen,/ und gib dich gänzlich hin. 1. Korinther 3, 5—15 Johann Friedrich Möller, 1789—1861 44¹ Weise: Dank sei Gott in der Höhe Bartholomäus Gesius, 1605 SSSSS Es kennt 15 Herr die Sei- nen und hat sie stets ge⸗ die Gro⸗ßen und die Klei⸗ nen in je⸗dem Volk und + III 1——..—— US5 2 2 e Wn 1227 E II 212 1—— n er läßt sie nicht ver-der-ben, er SSI.I..... mit aus und ein, im Le⸗ ben und ün —— 4——— +— e,—826 43 LI E +—— H 1——— II. II Ster ⸗ben sind sie und blei⸗ben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am Glauben, der nicht schaut/ und doch dem Unsichtbaren,/ als säh er ihn, vertraut;/ der aus dem Wort gezeuget/ und durch das Wort sich nährt/ und vor dem Wort sich beuget/ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen/ an ihrer Hoffnung Mut,/ die fröhlich auf dem einen,/ daß er der Herr ist, ruht,/ in seiner Wahrheit Glanze/ sich sonnet treu und kühn, die wunderbare Pflanze,/ die immerdar ist grün. Heiligung 4. Er kennt sie an der Liebe,/ die seiner Liebe Frucht/ und die mit lauterm Triebe/ ihm zu gefallen sucht,/ die andern so begegnet,/ wie er das Herz bewegt,/ die segnet, wie er segnet,/ und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen,/ wie er sie stets gekannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jedem Volk und Land/ am Werk der Gnadentriebe/ durch seines Geistes Stärk,/ an Glau⸗ ben, Hoffnung, Liebe/ als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben/ und halt uns fest dabei;/ laß nichts die Hoffnung rauben,/ die Liebe herzlich sei!/ Und wird der Tag erscheinen,/ da dich die Welt wird sehn,/ so laß uns als die Deinen/ zu deiner Rechten stehn! 2. Timotheus 2, 19 Philipp Spitta, 1801—- 1859 442 Weise: Christus, der ist mein Leben Melchior Vulpius, 1609 .—5——P .——..——.—.———— EH* D.— 5 H.—.—..—— E 12 2 2 12—— 4* DIᷓ Lei ⸗ den, durch Kreuz und Not und i 2. Hindurch, hindurch mit Freuden,/ mit Gottes Helm und Sieg,/ durch Leiden und durch Streiten/ in seinem heilgen Krieg. 3. Hindurch die öden Streckhen/ von unsrer Wanderschaft,/ durch Klüfte und durch Schrechen/ mit seiner Gotteskraft. Vund rn so net,/ nnt,/ Fam Glau⸗ abei;/ Und so laß 1—18⁵9 18, 1009 Heiligung 4. Und wenn es schwül und traurig/ und trostlos allwärts steht/ und das Gewölke schaurig/ fast bis zur Erde geht, 5. hindurch mit Adlerflügeln,/ mit Danken und Gebet,/ hin, wo auf ewgen Hügeln/ der Tempel Gottes steht. 6. Hindurch, hindurch mit Freuden/ selbst durch des Todes Nacht,/ hin durch die letzten Leiden,/ bis daß es heißt: Voll⸗ bracht! Jesaja 40, 29—-31 Ernst Albert Zeller, 1804—1877 443 Weise: Gott will's machen Regensburg, 1751 355 —— Auf dich seh ich, mit dir. ch, Je⸗sus — 1 S...—5 1— d. r— Chri⸗stus, star⸗er Held, der Hin ⸗ge führt zum EH H H I— EEEESSEEE Sie ⸗ge ü⸗ ber Sün⸗de, Tod Iuude Welt. 2. Auf dem Plane/ winkt als Fahne/ deines Kreuzes Zeichen mir;/ zu der schwör ich,/ dir gehör ich,/ auch durch Leiden folg ich dir. 3. Starke Waffen/ wirst du schaffen/ und ins Herz getrosten Mut./ Statt des Schwertes/ wird dein wertes/ Wort mir dienen treu und gut. 4. Sei im Streite/ mir zur Seite,/ ämpfe für mich, wo es gilt!/ Wie's dann gehe,/ ich bestehe,/ denn mich decht des Glau⸗ bens Schild. Hebräer 12, 2 August Hermann Walter, 1817—1880 Heiligung I Weise: Von Gott will ich nicht lassen(1. Weise) Arsprünglich weltlich; (Helft mir Gotts Güte preisen) geistlich Erfurt, 1572 ..... ů—— EI—.—.— E=— Wenn uns die Fein⸗de krän⸗ken und uns ein Freund ver⸗ dann laß uns dein ge⸗den⸗ken, o Hei⸗land Je ⸗ su .„.——— 5— W F ien E 8110 sei du uns Schirm und Schutz, daß 125—7. EA L nicht in uns er ⸗ wa ⸗ che der bö⸗se Geist der Ra ⸗ che und sindeger Groll und Trutz. 2. Das Herz ist leicht erschüttert, und wogend wallt das Blut;/ der Sinn ist leicht verbittert,/ und trotzig ist der Mut;/ schnell reißt der Zorn uns fort,/ und aus empörtem Grunde/ drängt nach dem stolzen Munde/ sich grollend Wort um Wort. 3. Ach Herr, laß vor uns stehen/ dein bleiches, blutges Haupt,/ wenn der Verleumder Schmähen/ uns frech die Ehre raubt./ Wie blickest du so mild/ und betest noch im Sterben/ für die, so dich verderben,/ und dechst sie als ein Schild. und h Gott leben/ Lubas 2 Weise:“ sest d Unser Phllipy eltlich; t. 1572 — llt das Mut/ runde/ Wort. Haupt/ raubt./ füt die, Heiligung 4. Zieh ein, du Fürst der Liebe,/ zieh ein in unsre Brust/ und heilge unsre Triebe/ und tilg die böse Lust,/ daß wir, wie Gott es will,/ gern unserm Feind vergeben/ und in der Liebe leben/ geduldig, sanft und still. Lukas 23, 34 ZJulius Sturm, 1816—1896 Weise: Nun danket all und bringet Ehr ZJohann Crüger, 1647 7.—. — 2..................... E———— 2.—.. n E—.— 4.— +— Nun auf⸗wärts froh den Blick ge⸗wandt und —7— 4 4 S=7 +—— I— E+ A—— n— L.U— 111 E—4 2 I LI— 2— —— EEE— vor⸗wärts fest den Schritt! Wir gehn an uns⸗res Mei⸗sters Q TDV* +— + 1 I — J+. +* 1 2 + + 1 II LU 2—— 1 I E E 2 1 II 2——— CI—.— 1 II Hand, und un ⸗ ser Herr geht mit. 2. Vergesset, was dahinten liegt/ und euren Weg beschwert;/ was ewig euer Herz vergnügt,/ ist wohl des Opfers wert. 3. Und was euch noch gefangen hält,/ o werft es von euch ab!/ Begraben sei die ganze Welt/ für euch in Christi Grab! 4. So steigt ihr frei mit ihm hinan/ zu lichten Himmelshöhn./ Er uns vorauf, er bricht uns Bahn;/ wer will ihm widerstehn? 5. Drum aufwärts froh den Blich gewandt/ und vorwärts fest den Schritt!/ Wir gehn an unsres Meisters Hand,/ und unser Herr geht mit. Philipper 3, 13.14 Auguft Hermann Franke, 1853—1891 Heiligung 446 Weise: Meine Hoffnung stehet feste Joachim Neander, 1680 .... x—.. —————— 5. EEEEEEEEEEEE 2— Chri⸗sten, seid ihr Chri-sti Glie-der, ei, so liebt ein-an-der, Schwe⸗stern, Brü⸗ der, lebt in P I.... .—.——. ᷓä—. hangt an ihm, dem Habur⸗ Wahr⸗heit, was ihr glaubt, Ait met euch alt —. 3—— ů .— I 2 2 2„ —* +2——— 1 II gleich in des Hei⸗ lands Kö⸗ nig ⸗reich. 2. Faßt euch fest an euren Händen,/ helft dem Nächsten in der Not./ Liebe nur kann Leiden wenden,/ Liebe, stärker als der Tod./ Allesamt/ liebentflammt/ treibt der Christen höchstes Amt! 3. Steten Dienst in heilger Stille/ laß uns, Herr, dem Nächsten tun,/ hier das Wirken wie dein Wille,/ droben einst ein selig Ruhn./ Jesu, mach/ hier uns wach,/ laß uns Werke folgen nach! Epheser 4, 15. 16 Auguft Matthes, geb. 1858 Liebe zu Jesu Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote. — Johannes 14, 15 so 447 Weltlich bei Gastoldi, 1591; Eigene Weise geistlich Augsburg, 1609 N— — EESSS. ů Errte DĩI‚‚.‚. — LUUU— I——.—.——— L—4——4 PP FFIFFIFIIFFFI ·le In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei-de, o du Durch dich wir ha⸗ ben himm-li-sche Ga⸗ben, du der —— , e, r,.;, —————————.— ih. sü ⸗ ßer Je ⸗su Christ! Hil⸗-fest von 010 wah ⸗ re Hei⸗land bist. Zu dei⸗ner en in ůet als 15H———— e, ã H —— Schan⸗den, ret⸗-test von Ban⸗den. Wer dir ver⸗ fben Gü ⸗te steht un ⸗ser Gmü⸗te, an dir wir an—— Werhe EU 6—— 2 2 —— 233 3— 4—— 36. 5 trau ⸗ et, hat wohl ge ⸗ bau ⸗et, wird kle ⸗ben im Tod und Le ⸗ben, nichts —0 r EHAb— LUUV 2—3 +9q. I 1— L E 2— E E + 1. 2.— I e ⸗ wig blei ⸗ ben. Hal ⸗le ⸗lu-jal kann uns schei ⸗ den. Hal ⸗le ⸗lu⸗jal Liebe zu Jesu 2. Wenn wir dich haben,/ kann uns nicht schaden/ Teufel, Welt, Sünd oder Tod;/ du hast's in Händen,/ kannst alles wenden,/ wie nur heißen mag die Not./ Drum wir dich ehren,/ dein Lob vermehren/ mit hellem Schalle,/ freuen uns alle/ zu dieser Stunde./ Halleluja./ Wir jubilieren/ und triumphie⸗ ren,/ lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit Herz und Munde./ Halleluja! Apostelgeschichte 2, 28. Philipper 4,4 Zohann Lindemann, 1549—1631 Weise: Ach Gott und Herr 448(1625) Freiberg, 1655 —— 127— Eee2=—.——.— E —.— I N——— 1 +— 10. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, ihm hab ich 4*— EV. 4—.— 1— 1 E 2 12.— mich er-ge-ben. In Glück und Freud bin ich be⸗ 56— V— H 2 H +. ꝗ 2 reit, dir, Je ⸗ su, stets zu le ⸗ben. 2. Ich glaub an dich,/ an dir hang ich/ und will dich auch nicht lassen,/ bis du mich wirst,/ o Lebensfürst,/ mit deiner Gnad umfassen. 3. Mir zum Gewinn/ gabst du dich hin;/ dein Todesangst und Sterben/ hat mich versöhnt,/ ja gar gekrönt/ zu einem Himmelserben. 4. Die Kreuzeslast,/ die du hier hast/ für mich auf dich ge⸗ nommen,/ macht mich befreit/ von allem Leid,/ das sonst auf mich gekommen. +* 1 H =D——— 1 I H E SIINI * I 5. Nun werd ich gleich/ in deinem Reich/ den frohen Engeln werden/ und sicher sein/ vor aller Pein,/ vor dieser Welt Beschwerden. shieden 9. O ergeben und im Johannes Liebe zu Jesu eufel, 6. Trotz sei dem Tod/ und aller Not!/ Von dir kann mich alles nichts wenden,/ weil ich forthin/ verwahret bin/ in deinen treuen ren,/ Händen. 1/0 7. Trotz aller Welt!/ Hier ist der Held,/ der für mich ist wohie gestorben;/ dadurch er hat/ die güldne Stadt/ des Himmels mir ö und erworben. 8. Herr Jesu Christ,/ allein du bist/ mein höchster Schatz auf . Erden./ Ach laß mich nicht, mein Lebenslicht,/ von dir ge⸗ schieden werden. an 9. Denn du bist mein,/ und ich bin dein,/ dir hab ich mich ergeben/ in Glück und Freud,/ in Kreuz und Leid,/ im Sterben und im Leben. ab ich Johannes 15, 13— 15 Anna Sophie von Hessen-Darmstadt, 1638— 1683 Eigene Weise Darmstadt, 1698 0—2— 4 E——.——— cQ..j— 12 25—— Z4. 2 42— EH———— 2 H—— L.— — L Auf, hin ⸗auf zu dei ⸗ner Freu⸗-de, mei ⸗ne de Weg, hin⸗weg mit dei ⸗nem Lei⸗ hin, zu [E 1 II* 1 TT III ITTTIIIIIIDIII— 2— 11—— See⸗le, Herz und Sinn! st und dei⸗ nem Je⸗ sus hin! E it din Schatz, Je⸗ sus is dein 416. zig Le ⸗ ben; will die L—— 0—HH—D‚FD‚—...— Welt nicht Raum dir ge-⸗ben, bei ihm ist Platz. Liebe zu Jesu 2. Fest, nur fest dich angehalten/ an die starke Jesustreu!/ Laß du, laß du Gott nur walten,/ seine Güt ist täglich neu./ Er meint es gut;/ wenn die Feinde dich anfallen,/ müssen sie zu⸗ rüche prallen,/ hab guten Mut! 3. Ein, hinein in Gottes Kammer,/ die dir Jesus aufgetan!/ Klag und sag ihm deinen Jammer,/ rufe ihn um Hilfe an!/ Er steht dir bei;/ wenn dich alle Menschen hassen,/ kann und will er dich nicht lassen,/ das glaube frei. 4. Hoch, so hoch du dich vom Staube/ kannst erheben himmel⸗ wärts,/ schwing zu Zesu sich dein Glaube,/ gib ihm hin dein ganzes Herz! /Er ist's allein,/ der um dich so treulich wirbet/ und für dich aus Liebe stirbet,/ drum bist du sein. 5. Auf, hinauf! was droben, suche;/ trachte doch allein dahin,/ wo dein Jesus; sonst verfluche/ allen schnöden Sündensinn./ Zum Himmel zu! /Welt und Erde muß verschwinden;/ nur bei Zesu ist zu finden/ die wahre Ruh. Kolosser 3, 1.2 Zohann Kaspar Schade, 1666—1698 45⁵⁰ Weise: Mein Zesu, dem die Seraphine Halle, 1704 Höch⸗sten ein ⸗ger Sohn, 1 dei ⸗nen Him⸗mels⸗thron? Win 987 2. Hi zu eigen jort und Liebe, d die zieh ein gan nur die 4. J0 gesagt, gewagt. von dei noch w Pbllippe Stteul/ eu./ Er sie zu⸗ getanl/ je anl/ inn und himmel⸗ hin dein witbet/ dahin,/ ensinn./ Aur bei 1666—1695 Halle, Lot Liebe zu Jesu 17.— +4— ö ů 57. ů 2 Rin 4 4 ED„ 2—— Se e 2—.— H———. 1 dei nem treu en Her-zen, daß du vom zn in e d—. EEEEEEEEEEEE L— I—. To⸗de mich be-freit und mir die ew⸗ ge Se⸗lig⸗ IIIITITTFTFIIII— ö 1— H äDSDSꝑSI.... F I I I I IITTII————— .* E— 1.— 1— II keit er- wor⸗ben hast durch To-des⸗schmer⸗ zenꝰ 2. Hier ist mein Herz und meine Seele,/ ach nimm sie dir zu eigen hin,/ daß sie dein Geist zum Tempel wähle/ und walte fort und fort darin. Aus Liebe kamst du einst hernieder,/ die Liebe, die dich zu uns zog/ und Mensch zu werden dich bewog,/ die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 3. Zerbrich, vernichte und zermalme,/ was deinem Willen nicht gefällt;/ ob mich die Welt an einem Halme,/ ob sie mich an der Kette hält,/ das gilt ja gleich in deinen Augen,/ da nur ein ganz befreiter Geist,/ der alles andre Schaden heißt,/ und nur die lautre Liebe taugen. 4. Ich heb empor zu dir die Hände,/ aufs neue sei dir's zu⸗ gesagt,/ ich will dich lieben sonder Ende,/ für dich sei alles dran gewagt./ Ach laß, o Herr, mir deinen Namen/ und das Verdienst von deiner Pein/ im Herzen eingegraben sein,/ so lang ich hier noch walle! Amen. Philipper 3, 7. 8 Nach Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700—1760 Liebe zu Jesu 4⁵¹ Weise: Wollt ihr wissen, was mein Preis 17⁴⁷ + +— I 1 E— Ei⸗- ner nur ist e⸗ wig wert, ei ner daß ihm Eh⸗re wi ⸗der=fährt, ee n sE 2 2 7— 1 L 1. 2 1.— 2.— nur, daß al ⸗le Welt be⸗ tend vor ihm SSSSS nie⸗der ⸗fällt: Je⸗sus, der vom Him⸗ mel — 8.———— + — kam, Ze⸗ sus, der vom Him⸗ mel bham. 2. Einer hat der Menschheit Last/ in den treuen Arm ge⸗ faßt;/ einer nahm ins eigne Grab/ aller Sünder Schuld hinab:/ Zesus, der am Kreuze starb,/ Zesus, der am Kreuze starb. 3. Einer hat aus Todesnacht/ Leben an das Licht gebracht,/ daß ein Strahl aus jener Welt/ unsrer Tage Nacht erhellt:/ Jesus, der vom Tod erstand,/ Zesus, der vom Tod erstand. 4. Einer hat den Zorn gestillt,/ dessen Opfer ewig gilt,/ der den Sündern jeder Frist/ ein barmherzger Priester ist:/ Jesus, der gen Himmel fuhr,/ Jesus, der gen Himmel fuhr. 5. Einer wohnt im Heiligtum/ und vollendet Gottes Ruhm,/ sammelt, heiligt und erbaut/ seinen Tempel, seine Braut:/ Zesus, der vom Himmel kommt,/ Jesus, der vom Himmel kommt. Samuel Preiswerk, 1799—187¹ Offenbarung Zohannes 5, 12 BPeise: Her hast du ver 17⁴⁷ Arm ge⸗ hinab:/ arb. gebracht/ erhellt:/ sland. hi9 gilt/ ler ist:/ juht. 3 Ruhm/ Braut:/ sel bomnt. 10-1071 Liebe zu Jesu 452 Weise: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(1. Weise) Johann Crüger, 1640 ———— EVNDE ö—— HEW 15— ů ů*.— **——.— ů 2— — Du mächt⸗ger Freund der Trau⸗ern⸗den und —— 4* [—— 1 2—— EWEEEEE EV—.— Ar⸗men, wie un⸗aus⸗sprech⸗lich groß ist dein Er⸗ Q 4 [EE 11— / 5—— +.——— EH—.———— eh— bar⸗men! Was vor der Welt ver⸗ach⸗- tet und ver⸗ EV 2— 1— EIIDE ö 2— V ů—1 1— II +—.F lo ⸗ ren, hast du er ⸗ ko ⸗ren. 2. Und ist das Herz auch weit von dir gewichen/ und scheinet Gottes Bild in ihm verblichen,/ du willst in allem Erdenstaub der Sünden/ es dennoch finden. 3. Und ist es noch so tief in Schmach versunken,/ du wechst in ihm den heilgen Gottesfunken,/ du weißt den Weg, aus all den schweren Ketten/ es zu erretten. 4. So wie der Hirt mit suchendem Verlangen/ dem einen Schäflein liebend nachgegangen,/ so sucht dein Heilandsherz, von allem Bösen/ uns zu erlösen. 5. O nimm uns hin, laß Schmerzen und laß Sünden/ wie Nebel vor der lichten Sonne schwinden!/ Vor deinem Blick laß alle Schuld verbleichen/ und von uns weichen! 6. Herr, gib uns Kraft, dich fester zu umfassen,/ aus unserm Herzen nicht dein Licht zu lassen,/ bis du uns führst aus Sünden, Not und Wehe/ in deine Nähe. 1. Korinther 1, 26—28 Renate Pfannschmidt⸗Beutner, geb. 1862 39 Vertrauen auf Gott Die auf den Herrn harren, hriegen neue Kraft. Zesaja 40, 31 4⁵5³ Vorreformatorisch. Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt Wetter(Hessen), 1589 2 x—.——— Hilf, Herr Gott, hilf in die⸗ser Not! An mei⸗ne 228 DDE —.—. ——— Tür hlopft an der Tod. Steh du mir 1*——— S...I........ T—.— E bei zu die ⸗ ser Frist, Herr Ze ⸗ su 1——————— 4— EIA Christ, der dyu des To⸗des Sie⸗ ger bist. 2. Ist es dein Will, zieh aus den Pfeil,/ der mich verwundet. Hilf und heil!/ Rufst du zum frühen Tode mich,/ der Ton bin ich;/ mach ganz ihn oder ihn zerbrich. 3. Nimmst du den Geist von dieser Erd,/ tust du's, daß er nicht böser werd/ und daß er frommen Herzen nicht/ mit falschem Licht/ entwende Trost und Zuversicht. Zungi Kraft i 6. Meinen sh bich 7. G Herz un Leht /n 0. des T schwere 9.2 Unter ist die desaja ott Kraft. rmatorisch. essen), 1589 — mei⸗ne erwundet. Ton bin 5, daß et niht/ mit Vertrauen auf Gott 4. Tröst, Herr Gott, tröst! Die Krankheit steigt,/ und Seel und Leib dem Schmerz sich beugt./ Nach deiner Gnad steht mein Begehr;/ zu mir dich kehr,/ denn außer dir ist Hilf nicht mehr. 5. Hin rinnt mein Leben, es ist um,/ still wird es bald, mein Zung ist stumm,/ mag nicht mehr stammeln nur ein Wort./ Die Kraft ist fort,/ all meine Sinne sind verdorrt. 6. Darum, o Herr, nun ist es Zeit,/ führ selbst hinfürder meinen Streit!/ Ich bin gar schwach, du stärke mich;/ fest halt ich dich,/ wie grimm der Feind auch stelle sich. ** * 7. Gesund, Herr Gott, ich bin gesund!/ Es preiset dich mein Herz und Mund./ Ins Leben wiederum ich kehr;/ dein Lob und Lehr/ will ich aussprechen immer mehr. 8. Wie es auch geh, dein ist mein Herz,/ bis einst mich faßt des Todes Schmerz. Wohl muß ich einmal ihn bestehn/ mit schwerern Wehn/ vielleicht, als jetzo wär geschehn. 9. Doch trag ich Feindes Hohn und Trutz/ getrost, Herr, unter deinem Schutz. Du hast die Kraft mir angefacht,/ dein ist die Macht,/ und ohne dich wird nichts vollbracht. Jesaja 38, 17 Nach Huldreich Zwingli, 1484—1531 39* Vertrauen auf Gott 45⁵⁴ Weise: Wie nach einer Wasserquelle (Freu dich sehr, o meine Seele) Französischer Psalm 42. Genf, 1551 0* ——— 1 —— 4 + 1 + 2*—— +—— E——— 2.—— E. + 2—— Hilf uns, Herr, in al-len Din⸗gen, daß wir wohl an⸗fan⸗- gen und voll-brin-gen, gib uns E DS. D‚.... E*———— SSS— un ⸗ ser Amt und Wern 0„ne Weis ⸗ heit, Kraft und Stärh. 1 —, 1I L=2 E E dei ⸗ ne Se⸗gens⸗ hand ist ver⸗lo ⸗ ren 2— E=S.ED 4— ä Stadt und Land. Hilf uns, Herr, in al ⸗len 5. + ů— ů——— S.SS........... VI Din⸗gen und laß al ⸗les wohl⸗-ge-lin ⸗ gen. 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten,/ wo uns Hilfe nötig ist;/ brich der Höllen Macht und Pforten/ und gib uns zu jeder Frist/ und der ganzen Christenheit/ Liebe, Fried und Einiglheit./ Hilf uns, Herr, in allen Dingen/ und laß alles wohlgelingen. 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten,/ aller Trübsal und Ge⸗ fahr;/ laß uns keine Drangsal töten,/ nimm doch unser also wahr,/ daß Kreuz, Elend und Verdruß/ uns zum besten dienen muß. /Hilf uns, Herr, in allen Dingen/ und laß alles wohl⸗ gelingen. auch zu port./ gelinge Pfalm 1 Genf, 155l ütig ist:/ zu jeder inigbeit./ gelingen, und Ge⸗ nser also en dienen es wohl⸗ Vertrauen auf Gott 4. Hilf uns, Herr, aus allem Grauen/ in der größten Sünden⸗ angst,/ daß wir auf die Zahlung bauen,/ die du hast getan schon längst. O Herr Zesu, laß dein Blut/ uns ja kommen auch zugut./ Hilf uns, Herr, in allen Dingen/ und laß alles wohlgelingen. 5. Hilf uns, Herr, aus allen Leiden/ in der letzten Todesnot,/ laß uns fahren hin mit Freuden/ und durch dich und deinen Tod/ bald und glücklich kommen fort/ zum ersehnten Lebens⸗ port. /Hilf uns, Herr, in allen Dingen/ und laß alles wohl⸗ gelingen. Psalm 118, 25. 1. Samuel 2, 6.7 Martin Rinckart, 1586—1649 Eigene Weise Mergner, 1876 EE I—.— . Ee— ,ee,—— ——.——— ‚...— Auf den Re⸗bel 3i die Sonn, auf das Trau⸗ern Freud und Wonn, auf die schwe⸗re, bitt⸗re — V E— Pein stellt sich Trost und Lab-sal ein; mei⸗ne * * E— —E ů.— LUI + 4Z—— 2...—9— ————— 2 l See⸗le, die zu⸗vor sank bis zu dem Höl⸗ len⸗ Q DE 2 —— ——4—.— —E.— 2—.—5 2—..— *.—— 4————.— —.—2—— 1 4.—.————— 2 ⸗ tor, steigt nun bis zum Him⸗mels-chor. Vertrauen auf Gott 2. Gott läßt keinen traurig stehn/ noch mit Schimpf zurüche⸗ gehn,/ der sich ihm zu eigen schenkt/ und ihn in sein Herze senkt. Wer auf Gott sein Hoffnung setzt,/ findet endlich und zuletzt,/ was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Kommt's nicht heute, wie man will,/ sei man nur ein wenig still;/ ist doch morgen auch ein Tag,/ da die Wohlfahrt hommen mag./ Gottes Zeit hält ihren Schritt;/ wenn die hommt, kommt unsre Bitt/ und die Freude reichlich mit. 4. Ach wie oft gedacht ich doch,/ als das schwere Trübsals⸗ joch/ hart auf meinen Schultern lag/ manche Nacht und manchen Tag:/ nun ist alle Hoffnung hin,/ nichts erfreut mehr meinen Sinn,/ nur der Tod ist mein Gewinn. 5. Aber mein Gott wandt es bald,/ heilt und hielt mich der⸗ gestalt,/ daß ich, was sein Arm getan,/ nimmermehr gnug preisen kann./ Da ich weder hier noch da/ einen Weg zur Ret⸗ tung sah,/ hatt ich seine Hilfe nah. 6. Als ich furchtsam und verzagt/ selbst mich und mein Herz geplagt,/ als ich manche liebe Nacht/ mich mit Wachen krank gemacht,/ als mir aller Mut entfiel,/ tratst du, mein Gott, selbst ins Spiel,/ gabst dem Unfall Maß und Ziel. 7. Nun so lang ich in der Welt/ haben werde Haus und Zelt,/ soll mir dieser Wunderschein/ stets vor meinen Augen sein;/ ich will all mein Leben lang/ meinem Gott mit Lobgesang/ hier⸗ für bringen Preis und Danh. 8. Allen Jammer, allen Schmerz,/ den des ewgen Vaters Herz/ mir schon jetzo zugezählt/ oder künftig auserwählt,/ will ich hier in diesem Lauf/ meines Lebens allzuhauf/ frisch und freudig nehmen auf. 9. 3 Cod,/ ein./ erhöhn Pfalm 9 Stra willen 0. dern, urüche⸗ Hetze ich und wenig dommen bommt rübsals⸗ manchen meinen lich der⸗ r gnug ur Ret⸗ ein Herz Nbranb in Gott, d JZelt// n sein/ g/ hier⸗ Vatets hlt,/wil isch und Vertrauen auf Gott 9. Ich will gehn in Angst und Not,/ ich will gehn bis in den Tod,/ ich will gehn ins Grab hinein/ und doch allzeit fröhlich sein. Wem der Stärkste will beistehn, wen der Höchsie will erhöhn,/ kann nicht ganz zugrunde gehn. Psalm 97, 11 Paul Gerhardt, 1607—1676 456 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren (Wach auf, mein Herz, und singe) Leipzig, 1587 E— LIU.UI. E TJ. 2 1— E 22 1 2 1——— Der Herr, der al ⸗ ler En ⸗ den re⸗ —— FEE— 19U—— 2235 —TE...* + 12—.—— 2— CDELOE—— 2 EEDDE——3—+. E— + 1 *—4—— giert mit sei⸗ nen Hän⸗den, der Brunn der ew⸗gen E—... EH—.—— 1 E...n 7—.———.7—11 Gü⸗ter, der ist mein Hirt und Hü ⸗ter. 2. So lang ich diesen habe,‚/ fehlt mir's an keiner Gabe;/ der Reichtum seiner Fülle/ gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden/ auf grüner Aue weiden,/ führt mich zu frischen Quellen,/ schafft Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget/ und sich mit Sorgen plaget,/ weiß er sie zu erquichen,/ aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen,/ führt mich auf rechter Straßen,/ läßt Furcht und Angst sich stillen/ um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern/ im finstern Tal muß wan⸗ dern,/ fürcht ich doch keine Tücke,/ bin frei von Mißgeschicke. Vertrauen auf Gott 7. Denn du stehst mir zur Seiten,/ schützt mich vor bösen Leu⸗ ten,/ dein Stab, Herr, und dein Stechen/ benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische,/ machst, daß ich mich erfrische,/ wenn mir mein Feind viel Schmerzen/ erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Ole/ und füllst mir Herz und Seele,/ die leer und durstig saßen,/ mit vollgeschenkten Maßen. 10. Barmherzigheit und Gutes/ wird mein Herz frohen Mutes,/ voll Lust, voll Freud und Lachen,/ so lang ich lebe, machen. 11. Zch will dein Diener bleiben/ und dein Lob herrlich treiben/ im Hause, da du wohnest/ und Frommsein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden/ und dort, da wir dich wer⸗ den/ selbst schaun im Himmel droben,/ hoch preisen, singn und loben. Psalm 23 Paul Gerhardt, 1607—1676 45⁵ Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan Severus Gastorius, 1681 e—— 1—— DFEI U 2—.. 2— ö — 9 2— 1 2— ö Ein Christ kann oh- ne Kreuz nicht sein. Laß wenn Gott ver⸗ sucht mit Kreuz und Pein die —— R— EEEDEEE— dich das nicht be⸗ trü⸗ ben, Kin-der, die ihn lie ⸗ ben. sleißig zu Je wenn' sen deu⸗ all mein rische/ meinem erz und Naßen. srohen ich lebe, hertlich u wohl ich wer⸗ ngn und 1607—167⁰ orius, 168 Vertrauen auf Gott e ..I..........I......... E 3.— 2— Kind, je ern⸗ster sind des from-men Va⸗ ters + 111— —.. 2.9——— 4——————— Schlä ⸗ ge. Schau, das sind Got ⸗ tes We ⸗ ge. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein,/ Gott will's nicht anders haben./ Auch dieses Lebens Not und Pein/ sind deines Vaters Gaben./ Soll's denn so sein,/ so gib dich drein;/ es kommt von Liebeshänden,/ Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten,/ zieht ab von eitlem Trug und Schein/ und lehrt zu Jesu treten./ Drum wirf's nicht hin/ mit sprödem Sinn,/ wenn's nun zu dir gekommen;/ es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein,/ das muß uns immer wecken;/ wir schliefen sonst in Sünden ein.Wie müßten wir erschrecken,/ wenn unbereit't/ die Ewigkeit/ und der Po⸗ saunen Schallen/ uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein;/ es lehrt die Sünde hassen/ und unsern lieben Gott allein/ mit rechter Lieb um⸗ fassen. Die Welt vergeht,/ und Gott besteht. Bedenk's und laß dich üben,/ das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein,/ was Gott schicht, will ich tragen,/ schickt's doch der liebe Vater mein,/ sind's doch nur kurze Plagen/ und wohlgemeint./ Wer gläubig weint,/ lebt dort in steten Freuden./ Ich will mit Christo leiden. Matthäus 16, 24 David Nerreter, 1649—1726 Vertrauen auf Gott 45⁵5⁸ Eigene Weise Bei Dretzel, Nürnberg, 1731 — 25 5 PꝓꝑꝓꝑPII........II Gott le⸗bet noch! See⸗le, was ver⸗zagst du 5....... —IE 457 2— X——. doch? Gott ist gut, der aus Er⸗bar-men al⸗le der mit Macht und star⸗ken Ar⸗men ma⸗chet IX ——.— E. H 4—5—— ;:PtPtPttts T —— 1— 1.—— Hilf auf Er ⸗den tut, al ⸗les wohl und gut. Gott kann bes⸗ser, als wir — EIn—.—— . den⸗ken, al⸗le Not zum be⸗sten len⸗ken. See⸗le, + 2. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Der den Erdenkreis verhüllet/ mit den Wolken weit und breit,/ der die ganze Welt erfüllet,/ ist von uns nicht fern und weit. /Wer Gott liebt, dem will er senden/ Hilf und Trost an allen Enden./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Bist du schwer mit Kreuz beladen,/ nimm zu Gott nur deinen Lauf;/ Gott ist groß und reich von Gnaden,/ hilft den Schwachen gnädig auf;/ Gottes Gnade währet immer,/ seine Treu vergehet nimmer./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. Vertrauen auf Gott 4. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Wenn dich deine Sünden kränken,/ dein Verbrechen quälet sehr,/ komm zu Gott, er wird versenken/ deine Sünden in das Meer. /Mitten in der Angst der Höllen/ kann er dich zufriedenstellen./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Will dich alle Welt verlassen,/ weißt du weder aus noch ein,/ Gott wird dennoch dich umfassen/ und im Leiden bei dir sein./ Gott ist's, der es herzlich meinet,/ wo die Not am größten scheinet./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Mußt du schon geängstet wallen/ auf der harten Dornenbahn,/ es ist Gottes Wohlgefallen,/ dich zu führen himmelan./ Gott wird nach dem Jammerleben/ Frieden, Freud und Wonne geben./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. Apostelgeschichte 18. 9.10 Johann Friedrich Zihn, 1650—1719 Weise: O Gott, du frommer Gott(3. Weise) Hannover, 1648 2 36155 ———.— ED. 1⁴ EI..—2— 2——.——. 2— 2. n Gott ist und bleibt ge⸗treu. Sein Her-ze bricht vor pflegt er gleich hie und da die Sei⸗nen zu be⸗ E W— e miarm er prü⸗fet durch das Kreuz, wie rein der Glau⸗be 0— rdr vi naere IEIII H—.—. 2+2.—— ETE H Vertrauen auf Gott 2. Gott ist und bleibt getreu./ Er hilft ja selber tragen,/ was er uns auferlegt,/ die Last der schweren Plagen;/ er braucht die Rute oft/ und bleibet doch dabei/ ein Vater, der uns liebt./ Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu. Er weiß, was wir vermögen,/ er pfleget nie zuviel/ den Schwachen aufzulegen;/ er macht sein Israel/ von Last und Banden frei,/ wenn große Not entsteht./ Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu. /Er tröstet nach dem Weinen,/ er läßt aus trüber RNacht/ die Freudensterne scheinen;/ der Sturm der Trübsal geht/ auf seinen Wink vorbei;/ sei, Seele, nur getrost!/ Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu. /Er stillet dein Begehren,/ er will dein Glaubensgold/ in Trübsalsglut bewähren;/ nimm an von Gottes Hand/ den Kreuzeskelch ohn Scheu,/ der Lebens⸗ becher folgt./ Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu. /Laß alle Wetter krachen,/ Gott wird der Trübsal doch/ ein solches Ende machen,/ daß alles Kreuz und Leid/ dir ewig nütze sei./ So liebt der Höchste dich./ Gott ist und bleibt getreu. 1. Korinther 10, 13 1695⁵ 460⁰ Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Neumark, 1657 D5. n— + Mein Gott, wie bist du so Ler⸗ harnen, wie Was hel⸗fen al ⸗le mei⸗ne Sor⸗gen? Du Desaja 6/ was ucht die liebt./ nögen,/ acht sein itsteht./ zeinen,/ en,/ der „Seele, ren,/ er imm an Lebens⸗ rachen,/ aß alles le dich./ 1005 Vertrauen auf Gott e + ist dein Rat so wun⸗der⸗bar! hast ge⸗sor⸗-get, eh ich war. Mein Gott und l Va⸗ter, füh⸗re mich nur se⸗lig, ob gleich wun⸗der⸗lich. 2. Herr, wer kann deinen Rat ergründen?/ Dir bleibt allein der Weisheit Preis; du kannst viel tausend Wege finden,/ wo die Vernunft nicht einen weiß. Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. 3. Dein allerheiligsten Gedanken/ sind himmelweit von Menschenwahn,/ drum leite mich in deinen Schranken/ und führe mich auf rechter Bahn./ Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. 4. Dir will ich mich ganz überlassen/ mit allem, was ich hab und bin;/ ich werfe, was ich nicht kann fassen,/ auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. 5. Hilf, daß ich nie von dir mich kehre/ in Glüch und Unglück, Freud und Leid./ Schich alles, Herr, zu deiner Ehre/ und meiner Seele Seligkeit. Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. Jesaja 55, 8.9 Salomo Franck, 1659—1725 Vertrauen auf Gott 46¹ Eigene Weise Leipzig, 1727 3—. Ich laß dich nicht, du mußt mein Ze-⸗sus I...... blei ⸗ben. Will rau-he Not, Welt, Höll und Tod mich aus der Burg der fe⸗-sten Treu ⸗e trei ⸗ ben, nur her, ich hal ⸗te mich, mein D.. star-ker Held, an dich. Hör, was mein Her⸗ze ... spricht: Du mußt mein Je ⸗ sus blei-ben, SS———— ich laß dich nicht, 10 400 dich nicht 2. Ich laß dich nicht, du Hilf in allen Nöten,/ leg Joch auf Joch,/ ich hoffe doch,/ auch wenn es scheint, als wolltest du mich töten. /Mach's, wie du willst, mit mir,/ ich weiche nicht von dir;/ verstelle dein Gesicht,/ du Hilf in allen Nöten,/ ich laß dich nicht, ich laß dich nicht. 3. Jch sein,/ d hann fe auf/ vl Ic laß 4. Jd Mich re den To it,/ au mein Le Ratthäus Welse: 3 Zoch auf du nich yon dir/ laß dich Vertrauen auf Gott 3. Ich laß dich nicht. Sollt ich den Segen lassen?/ Mein Zesu, nein,/ du bleibest mein,/ dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Rach kurzer Nächte Lauf/ geht mir der Segen auf/ von dir, dem Segenslicht./ Sollt ich den Segen lassen?/ Ich laß dich nicht, ich laß dich nicht. 4. Sch laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben./ Mich reißt das Grab/ von dir nicht ab,/ du hast für mich dich in den Tod gegeben. Du starbst aus Liebe mir;/ ich sag in Liebe dir,/ auch wenn mein Herze bricht:/ Mein Gott, mein Herr, mein Leben,/ ich laß dich nicht, ich laß dich nicht. Matthäus 15, 21—-28 Wolfgang Christoph Deßler, 1660— 1722 Weise: Zesus, meine Zuversicht(1. Weise) Berlin, 1653 122.— 4——. n—. 1 ,,,. ———. 7 15——— Den ⸗noch bleib ich stets an dir, wenn mir kei ⸗ ne Trüb⸗sal drückt in mir die ge⸗ — ERA— ö...—. E— 2——.2 Ze.. al ⸗ lles gleich zu ⸗ wi ⸗der, daß, wenn faß ⸗ te Hoff⸗ nung nie ⸗der,. 0—4 „n. In Iinerhin Een Errern an en n. HTUD L. 2.——— E II E 4.——1 1——.— L II al⸗les bricht und fällt, den⸗ noch dei⸗ ne Hand mich hält. 2. Leite mich nach deinem Rat,/ der wohl wunderlich ge⸗ schiehet,/ aber endlich in der Tat/ nur auf meine Wohlfahrt siehet. Denn du führst es wohl hinaus,/ sieht es gleich verkehret aus. Vertrauen auf Gott 3. Nimm mich dort mit Ehren an,/ wenn ich gnug gehämpfet habe;/ führe mich die Lebensbahn/ zu dem Himmel aus dem Grabe;/ endlich zeige mir das Los/ in der Auserwählten Schoß. 4. Mag es doch indessen hier/ wunderlich mit mir ergehen,/ dennoch bleib ich stets an dir,/ dennoch will ich feste stehen;/ ich muß— Trotz sei aller Pein!—/ dennoch, dennoch selig sein. Psalm 73, 23—26 Benjamin Schmolck, 1672—1737 463 Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren (Wach auf, mein Herz, und singe) Leipzig, 1587 EH 2 4 1.—.————— F——— ů e— H——— 7 2.—.—— D 79 2 E 1— Du kannst's nicht bö ⸗ se mei ⸗ nen, mein Je⸗ 6 mit 0 Pui=nen, du Lime ale K iler Ehnt ———..— 00. du treu ⸗-e⸗ stes Ge⸗ mü ⸗ te. 2. Du hannst's nicht böse meinen,/ du, Herr, verlässest keinen;/ dein Wort läßt alle hoffen,/ dein Herz steht allen offen. 3. Du kannst's nicht böse meinen,/ wenn du das Glück läßt scheinen;/ du willst alsdann mit Segen/ zur Buße uns bewegen. 4. Du kannst's nicht böse meinen/ und züchtigest die Deinen,/ damit sie in den Wehen/ als reines Gold bestehen. 5. Wohlan, drauf will ich's wagen,/ mich nicht mit Sorgen plagen,/ mir gnüget an dem einen:/ Gott kann's nicht böse meinen. Römer 8, 28. Zeremia 29, 11 Valentin Ernst Löscher, 1673— 1749 ehämpfet aus dem n Schoß. ergehen,/ chen;/ ich sein. „167²173/ eipzig, Iõd/ — — mein al ⸗ler te. verlässest llen offen. Hlüch läßt bhewegen. Deinen,/ it Sotgen nicht böse In-no Vertrauen auf Gott 464 Weise: Es ist das Heil uns hommen her Vorreformatorisch. Wittenberg, 1523 Pee ö— T. 2 L IIX I 2 2+5.— +.. ů— 2 1 1 2 Gott, dei⸗ne Gü⸗te reicht so weit, so weit die Du krönst uns mit Barm⸗her⸗zig⸗keit und eilst, uns D ere SI 1 II H* I ——..2..—— 2——83 2— LEE E 22..§ꝛ—ꝛ.——+.. 1.——. —— 225 11—— Wol⸗ken ge⸗ hen. err, mei- ne Bur ein bei ⸗ zu⸗ ste ⸗ hen. Herr, Burg, m EH W— V I 1 ?———..——— 2—— H.UI I—...2. I LI.— 2* ⁴— 4 2 2— Fels, mein Hort, ver⸗nimm mein Flehn, merk auf mein — SE— 1 I L 2 +——.——.1—. I 2 ö— Wort, denn ich will vor dir be⸗ ⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Aberfluß/ und Schätze dieser Erden;/ laß mir, soviel ich haben muß,/ nach deiner Gnade werden./ Gib mir nur Weisheit und Verstand,/ dich, Gott, und den, den du gesandt,/ und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,/ so sehr sie Menschen rühren;/ des guten Namens Eigentum/ laß mich nur nicht ver⸗ lieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht,/ der Ruhm vor deinem Angesicht/ und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth,/ auch nicht um langes Leben;/ im Glücke Demut, Mut in Not,/ das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit;/ laß du mich nur Barmherziglheit/ vor dir im Tode finden. Psalm 36, 6 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 40 Vertrauen auf Gott 46⁵ Weise: Komm, o komm, du Geist des Lebens Meiningen, 1693 . 2— .. ——— IRN Stil⸗ le hal⸗ten dei⸗ nem Wal⸗ ten, stil ⸗le dei ⸗ ner Lie ⸗-be stil-le hal ⸗ ten, die von — 495—.—— geh, wie's auch tu dem Her⸗ zen weh. 2. Stille halten ohne Klage,/ ohne Murren, ohne Trotz,/ was dazu die Welt auch sage,/ ich will spotten ihres Spotts. Weiß ich doch, wie gut mir war/ stille halten immerdar. 3. Du, o Herr, gibst Kraft den Deinen/ und den Schwachen allermeist,/ darum gib mir deinen reinen,/ deinen guten, stillen Geist,/ daß— es gelte wo und wann—/ ich dir stille halten kann. 4. In der wellenlosen Stille/ überm tiefen Meeresgrund/ tut sich mir dein Gotteswille/ in dem klarsten Spiegel kund;/ da nur kann dein Odem wehn,/ wo die Stürme schlafen gehn. 5. Wie das Weltmeer seine Masten/ sicher trägt auf stiller Flut,/ so, Herr, laß mich deine Lasten/ tragen mit ergebnem Mut;/ kehr mit deinem Frieden ein,/ laß mich stille, stille sein! 1. Thessalonicher 4, 11 Karl Rudolf Hagenbach, 1801—1874 igen, 1693 5 /was „/PWeiß chwachen u, stillen e halten zhrund/ kundꝛ/ gehn. uf filler ergebnem ille sein! 130—1571 Vertrauen auf Gott 466 Weise: O du allersüßte Freude Bei Johann Balthasar König, 1738 0 2 —.— .j—..‚..—.——.————2. —— 2—.—— ů————1 E 2— LEE— *——— 2— O mein Herz, gib dich zu ⸗frie-den, o ver⸗ Was dein Gott dir hat be ⸗schie-den, nimmt dir I.. DERI— 4— 86 e, 1 I +ID.———4 L L +—3 5 za⸗ ge nicht so bald. tei⸗ner Welt Ge⸗walt! Nie⸗mand hin⸗dert, was Gott — + 4 —————— E— 4—— 1.— will, har ⸗re nur, ver⸗trau⸗e still, geh des We⸗ges, E—.— 92——m— —— den er sen⸗det; er be⸗gann und er voll⸗en⸗det. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten,/ so lobsing ihm aus der Nacht;/ sieh, er wird dir Licht bereiten,/ wo du's nimmermehr gedacht./ Häuft sich Not und Sorg umher,/ wird die Last dir allzu schwer,/ faßt er plötzlich deine Hände/ und führt selber dich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feindlich,/ rottete sich wider dich,/ dank ihm. O, der Herr ist freundlich,/ seine Huld währt ewiglich./ Sind auch Trauer, Angst und Leid/ seines Segens dunkles Kleid,/ dank ihm, er schicht seinen Segen/ auf geheimnisvollen Wegen. 40² Vertrauen auf Gott 4. Endlich wird dein Morgen grauen./ Kennst du nicht sein Morgenrot? /Darfst du zagend rüchwärts schauen,/ wenn dich Glut und Sturm bedroht?/ Denn auch Feuerflamm und Wind/ Boten seines Willens sind;/ und kann's nur ein Wunder wen⸗ den,/ auch ein Wunder kann er senden. 5. O, so laß denn alles Bangen,/ wirke frisch, halt mutig aus!/ Was mit ihm du angefangen,/ führet er mit dir hinaus;/ und ob alles widersteht,/ im Vertrauen und Gebet/ bleib am Werhe deiner Hände,/ so führt er's zum schönsten Ende. Psalm 42, 12 Viktor von Strauß und Torney, 1809—-1899 467 Eigene Weise Heinrich Pfannschmidt, geb. 1863 Lte, E — 3 Da die Ta ⸗ ge so voll Not, Herr, mein .. r 1————— ISSSSSS Gott, sei du mein Licht, da die Ta ⸗ ge so voll 7— i E + Tod, Herr, mein Gott, ver⸗ laß mich nicht! 2. Da der Nordsturm reißt und stößt,/ daß mein Hüttlein wankt und bricht,/ Herr, der allen Jammer löst,/ Herr, mein Gott, verlaß mich nicht! 3. Weil ich nicht mehr weiter kann,/ weil ich ohne Weg und Licht, nimm dich meiner Schwachheit an,/ Herr, mein Gott, verlaß mich nicht! Jesaja 43, 1 Gustav Schüler, geb. 1868 icht sein enn dich Wind/ der wen⸗ lt mutig hinaus:/ bleib am . 1809—1899 t, geb. 1803 Hütllein ert, mein Weg und ein Gott, ir, geb. Wis Vertrauen auf Gott 468 Eigene Weise Ulrich Hildebrandt, 1930 ——— 8—— 32⁊.—. E ii 95300d woll⸗ 40 al⸗les wan⸗ken und al⸗les brä⸗che .errerx = 6—.— 4. —— E 74 + ein, s sol⸗len dein Ge⸗dan⸗ken in ihn ver⸗wur⸗zelt Kx E sein. Wenn auch von dei⸗ nen Wän⸗den der let ⸗ te L— ————7·— n niinn— 4—— 2. *—— · Pfei⸗ ler fällt: er hat dich doch in E H G SSSSSSISIIII Hän⸗ den, der al ⸗-le Him⸗⸗ mel hält. 2. Und mußt du alles missen/ und ganz zu Trümmern gehn/ und könntst vor Finsternissen/ den hellen Tag nicht sehn—/ es muß doch alles enden,/ wie er sich's vorgestellt:/ er hat dich doch in Händen,/ der alle Himmel hält. 3. Und müßte Treue lügen/ und Glauben spräng wie Glas,/ wenn alle Schrecken schlügen/ und Unglück wüßt hein Maß—/ wie Windstoß wird sich's wenden,/ noch eh dein Herz zerschellt:/ er hat dich doch in Händen,/ der alle Himmel hält. 4. Er wird dich nicht versäumen,/ er weiß die rechte Zeit,/ wie auch die Wasser schäumen/ in wilder Mächtigkeit,/ wenn gleich vor Gischt verschwänden/ das Leben und die Welt:/ er hat dich doch in Händen,/ der alle Himmel hält. Jesaja 54, 10 Gustav Schüler, geb. 1868 Cob und Dank Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Psalm 92, 2 469 Eigene Weise 177⁴ — Gro⸗ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich! Herr, wir Vor dir neigt die Er ⸗ de sich und be⸗ ne Stär⸗ke. ne Werhe. prei⸗sen dei wun⸗dert dei S. al⸗ler Zeit, so bleibst du in E⸗ wig⸗heit. Wie du warst vor 2. Alles, was dich preisen kann,/ Cherubim und Seraphinen,/ stimmen dir ein Loblied an;/ alle Engel, die dir dienen, ⸗ rufen dir in selger Ruh:/ Heilig, heilig, heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth!/ Heilig, Herr der Himmels⸗ heere!/ Starker Helfer in der Not!/ Himmel, Erde, Luft und Meere/ sind erfüllt von deinem Ruhm:/ alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heilger Chor,/ der Propheten große Menge/ schicht zu deinem Thron empor/ neue Lob⸗ und Dankgesänge;/ der Blutzeugen große Schar/ lobt und preist dich immerdar. 5. Sie Erbe, /l herderbe möͤgen f. 6. Al Und zu aus Süt 7. He Segen., Wegen. Palm 10 raphinen,/ nen,/ rufen Himmels⸗ us nd Eigentum. he Menhe gesnge;/ merdar. Lob und Dank 5. Sieh dein Volk in Gnaden an;/ hilf uns, segne, Herr, dein Erbe,/ leit uns auf der rechten Bahn,/ daß der Feind uns nicht verderbe./ Hilf, daß wir durch Buß und Flehn/ dich im Himmel mögen sehn. 6. Alle Tage wollen wir/ dich und deinen Namen preisen/ und zu allen Zeiten dir/ Ehre, Lob und Dank erweisen./ Rett aus Sünden, rett aus Tod,/ sei uns gnädig, Herre Gott! 7. Herr, erbarm, erbarme dich!/ Auf uns komme, Herr, dein Segen. /Leit und schütz uns väterlich,/ bleib bei uns auf allen Wegen. /Auf dich hoffen wir allein,/ laß uns nicht verloren sein! Psalm 103, 1.2 Nach Ambrosius von Ignaz Franz, 1719—1790 Tageszeiten Morgen Fülle uns frühe mit deiner Gnade. Psalm 90. 14 470⁰ Weise: Vexilla regis prodeunt Hymnarium Camminense, 1270 —2——8 I + n Schon rö⸗ tet sich des Ta⸗ges Pracht, es flieht die II 5— I e,. x*.— 0—————=E Fin⸗ster ⸗nis der Nacht. Herr, der du bist vor — IAe——.— WHEE 2 SSSISIIIRII al⸗ler Zeit, zu dei⸗nem Lob sind wir be⸗reit. 2. Wir trotzen aller Schlechtigkeit/ und ringen um die Selig⸗ keit./ Es schütze seine Streiterschar/ des Herren Allmacht immer⸗ dar, 3. auf daß wir wie mit einem Mund/ aus allertiefstem Herzensgrund/ jetzund und unser Leben lang/ dem Herren bringen Lob und Dank. Psalm 90, 1.2 Nach Ambrosius(Zam lueis splendor rutilat), 340-397 00, 14 ninense, 1270 — lieht die bist vor ⸗keit. die Selih⸗ icht inmer⸗ lertiefstem m Herten— a), 20-μ Morgen 47¹ Weise: 2 Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig, 1625 SIIITIII Des Morgens, wenn ich früh auf⸗steh, und a⸗bends, 4. 4 2 SEENR 1.——— EEI *———— wenn ich schla⸗fen geh, sehn mei ⸗ ne Au⸗ gen, EVU men r Herr, auf dich; Herr Je- su, dir be⸗fehl ich mich. 2. O Herr, in den fünf Wunden dein/ da kann ich ruhn und sicher sein/ mit Leib und Seele, Hab und Gut;/ mein Schutz ist nur dein heilig Blut. 3. Denn, o Herr Christ, am Kreuzesstamm/ dein heilig Blut die Sünd hinnahm;/ drum, wach ich oder schlafe ein,/ wollst du, Herr, allzeit bei mir sein. 4. Dein Engel mir stets halte Wacht,/ drum ich nicht Tod, nicht Teufel acht;/ denn wo ich bin, bist du bei mir,/ mein Glüch und Kreuz kommt alls von dir. 5. Ich leb, ich sterb, so bin ich dein;/ darum ich dir die Seele mein/ befehle jetzt und auch im Tod./ Nimm sie zu dir, o treuer Gott! Römer 14, 8 Leipzig, 1582 Morgen 47² Eigene Weise Aus Böhmen, 1595.(Michael Prätorius, 1610) SEN—.————————— ESSSSSeE E 2——3— 7— H—4H4— — P, 12 Ich dank dir schon durch dei nen Sohn, o Gott, für * 4—.—— ere ien nn Earend n, EH— RIDDSDE nen, n— EE d— dei ⸗ ne Gü⸗te, daß du mich hast in die=ser ——.—*n E 2—— 2 —..— L 22.—— 1.— C* 2.— I Nacht so gnä⸗ dig⸗lich be⸗ hü⸗tet. 2. Ich bitte dich aus Herzensgrund,/ du wollest mir ver⸗ geben/ all meine Sünd, die dir ward kund/ an mir im ganzen Leben. 3. Du wollest mich auch diesen Tag/ in deinem Schutz er⸗ halten,/ daß mir der Feind nicht schaden mag/ mit Listen mannigfalten. 4. Regier mich nach dem Willen dein,/ laß mich in Sünd nicht fallen,/ auf daß dir mög das Leben mein/ und all mein Tun gefallen. 5. Denn ich befehl dir Seel und Leib/ und alls in deine Hände;/ in meiner Angst, Herr, bei mir bleib,/ mir deine Hilfe sende, 6. auf daß der Fürste dieser Welt/ hein Ursach an mir finde;/ denn wo nicht deine Hand mich hält,/ ist er mir zu ge⸗ schwinde. 7. Ich hab es all mein Tag gehört,/ daß Menschenhilf ver⸗ loren./ So steh mir bei, du treuer Gott,/ zum Helfer mir erkoren. 8. Du herrschest so gewaltiglich/ vom Anfang bis ans Ende./ Gott Bater, Sohn und heilger Geist,/ gib uns ein selig Ende. Psalm 31, 6 Leipzig, 1586 Eigene W. 2. O wollest Ourigh bit, He uns tr Pfalm torius, 1610 mir ver⸗ im ganzen Schutz er⸗ nit Listen in Sünd all mein in deine eine Hilfe an mit nit zu ge⸗ nhilf ver⸗ rethoten. us Ende./ elg Ende. Laipig. 0l Morgeu Eigene Weise 473 Bartholomäus Gesius, 1605 0 . r d l. DPIDIRSRRRTDPIII— 22——.1—.—. b— V. Dank sei Gott in der Hö⸗he zu die ⸗ser Mor⸗gen⸗ durch den ich heut auf-ste⸗he vom Schlaf frisch und ge⸗ stund, ü ö sund. Mich hat⸗te fest ge⸗ bun⸗ den mit ———— Fin⸗ster ⸗nis die Nacht, ich hab sie ü⸗ber⸗ — EI +*— I II — wun ⸗ d durch Gott, der mich be⸗ wacht. 2. Dich will ich gläubig bitten,/ o Schutzherr Israel,/ du wollest treu behüten/ den Tag mir Leib und Seel./ Laß unsre Obrigkeiten,/ die Schule und Gemein/ in diesen bösen Zeiten/ dir, Herr, befohlen sein. 3. Erhalt durch deine Güte/ uns bei gesunder Lehr,/ vor Ab⸗ fall uns behüte,/ streit für dein Wort und Ehr,/ daß wir dich allzusammen/ loben in einem Geist,/ sprechen: Des Herren Namen/ sei groß und hoch gepreist. 4. Was dir gereicht zu Ehren/ und der Gemein zu Nutz,/ das will der Satan wehren/ mit List und großem Trutz./ Doch khann er nichts vollbringen,/ weil du, Herr Jesu Christ,/ herrschest in allen Dingen/ und unser Beistand bist. 5. Wir sind die zarten Reben,/ der Weinstock selbst bist du,/ daran wir wachsen, leben/ und bringen Frucht dazu./ Hilf, daß wir an dir bleiben/ und wachsen immer mehr,/ laß deinen Geist uns treiben/ zu Werken deiner Ehr. Psalm 59, 17 Zohann Mühlmann, 1573—1613 ö Morgen Weise: Auf meinen lieben Gott Nürnberg, 1574 2—5.— ——* 4 E—.—.——— ⸗ 1 ů—— ꝗꝙꝗSDSTSRTDSST..—— 2 52 1 Der schö-⸗ne Tag bricht an, die Nacht ist ab- ge⸗ EHH—.— B.tl,———— tan, die Fin⸗ster⸗-nis ver ⸗ gan⸗ gen. Laß — EE +=—..— FE 1 —E 2— +.. 2— EOn uns dein Licht um⸗fan⸗-gen, du uns⸗re Sonn und ——. FEE—.— P V 1 HN E—— 5 H E— C 2 1 E L II RDRDPDPDPDPDPDPDPDPIPP‚P‚P‚II‚ Le⸗ben, der Welt zum Heil ge⸗ ge-ben. 2. Befiehl der Engel Schar,/ daß sie uns heut bewahr./ Wenn du die Hand ausstreckest/ und uns damit bedeckest,/ so muß samt unsern Sünden/ das Übel von uns schwinden. 3. Laß uns in deiner Hut/ das tun, was recht und gut,/ und gleich den Kindern leben,/ die dir sich ganz ergeben,/ in deinen Wegen gehen/ und fest im Glauben stehen. 4. Befällt uns Kreuz und Not,/ so hilf, du treuer Gott,/ daß wir in allen Stüchen/ uns drein geduldig schicken;/ denn dir nicht widerstreben/ ist ja das beste Leben. 5. Tränk und speis unsern Mund,/ halt auch den Leib ge⸗ sund./ Muß unser Geist sich wenden,/ nimm ihn zu treuen Händen/ und laß auf deinen Namen/ uns fröhlich fahren. Amen. Psalm 91, 9—12 August Buchner, 1591-1661 2. neues das S icht/ 3. 2 Mein enberg, 1574 hewahr./ echest,/ so en. gut,/ und in deinen hott/ daß denn dir Leib ge⸗ zu treuen en. Amen. 501-100l Morgen 47⁵ Weise: Schwing dich auf zu deinem Gott Johann Crüger, 1653 ——————— 2 W— 65——— 1 —— D— 2.—.— — 4.—.— 2 CDqD‚D‚DRDRDRDRD‚DRD‚RD‚DR‚DPD‚D‚D‚D‚‚* Chri⸗-ste, wah- res See⸗len-licht, dei-ner o du kla⸗ res An ⸗ge⸗ sicht, der Be⸗ EV + 2..— E—— Chri⸗- sten Son ⸗ne, teüb e ten Won⸗ ne; dei⸗ ner Gü⸗te Lieb ⸗lich⸗ E— 5 S......... — 8 keit ist neu al ⸗-le Mor ⸗gen, in dir I 1 EIIIT.....TT——————.— + 3 I ů3—77 bin ich recht er⸗freut, darf nicht üb-rig sor⸗-gen. 2. Weche mich vom Sündenschlaf;/ der du bist das Leben,/ neues Leben in mir schaff; denn hast du gegeben/ dieser Welt das Sonnenlicht,/ welches all erfreuet,/ wirst du mich ja täglich nicht/ lassen unerneuet. 3. Wende zu mir deine Güt,/ freundlich mich anbliche,/ daß mein innerstes Gemüt/ sich in dir erquicke/ und die süße Himmelslust/ mit Begierde schmecke;/ sonsten sei mir nichts be⸗ wußt,/ das da Freud erweche. 4. Nun so bleibe stets mein Licht,/ Jesu, meine Freude,/ bis der frohe Tag anbricht,/ da nach allem Leide/ ich in weißer Kleider Pracht/ dir Dankopfer bringe/ und, daß Gott es wohl⸗ gemacht,/ ohn Aufhören singe. Johannes 8, 12 Christoph Prätorius, 1631—1715 Morgen 476 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Nenmark, 1657 ——.—— 5——.— SS.......... — E Ein neu⸗er Tag, ein neu ⸗es Le⸗ben geht Gott will mir heut aufs neu ⸗ e ge⸗ ben, was Q ——— EE SSISSSSS EE IE...... * 2— FV 2+ 1— 1 mit der neu ⸗en Wo⸗ che an; H ; 0 denn hätt ich mir sonst nie-mand ge⸗ben kann; H I SE eEEE....... — DDEE— EEI ...—.—— sei⸗ne Gna⸗de nicht, wer gä⸗be mir sonst Trost und Lichtꝰ 2. Ich grüße diesen lieben Morgen/ und küsse Gottes Vater⸗ hand,/ die diese Nacht so manche Sorgen/ in Gnaden von mir abgewandt./ Ach Herr, wer bin ich Armer doch?/ Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun, das erkennet meine Seele/ und gibt sich selbst zum Opfer hin;/ doch weil ich noch in dieser Höhle/ mit Not und Tod umgeben bin,/ so weich auch heute nicht von mir,/ denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche/ soll nur in deinem Namen blühn./ Ach laß mich nicht am Sündenjoche/ mit meinem Fleisch und Blute ziehn./ Gib deinen Geist, der mich regiert/ und nur nach deinem Willen führt. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen,/ so laß es doch ge⸗ segnet sein;/ und was du sonsten zugemessen,/ das richte mir zum Besten ein./ Ich bitt um keinen Aberfluß,/ nur was ich nötig haben muß. 2. N Pforten 3. W treiben, sein, Dfenbarv Lichtꝰ Batet⸗ u mirt s für zum t und denn heinem heinem giert/ och ge⸗ e mit 0s ich Morgen 6. So tue nun, mein Gott, das Deine/ und laß mich auch das Meine tun. Behüte beide, Groß und Kleine,/ daß sie auf deiner Huld beruhn/ und daß ein jedes diesen Tag/ mit dir vergnügt beschließen mag. Psalm 90, 14 Benjamin Schmolch, 1672—1737 47⁷ Weise: Kommt und laßt uns Christum ehren Vorreformatorisch. Breslau, 1555 0 EV— ö—*——.—. 1 E ů—.— H..—— HH———.———.—— 2— E.— 12—.— 1—— 57 Früh am Mor⸗gen Ze⸗ sus ge⸗ het und vor 4.——.—.—. 1 r EEEFEE re NEEE˖ E 1 E—.— + ——— E 4 I— + I—— al ⸗len Tü⸗ren ste⸗het, klop⸗fet an, wo man ge⸗ E 1— F— 9.— 355, — EI L fle ⸗ het: Komm, Herr Ze⸗su, un ⸗ser Gast. 2. Nun so lasset ihn nicht dorten,/ tut ihm auf des Herzens Pforten/ und ruft ihn mit süßen Worten:/ Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben,/ alle Feinde von uns treiben,/ uns ins Buch des Lebens schreiben/ und der gute Hirte sein, 4. weiden uns auf grüner Auen,/ daß wir deine Fülle schauen/ und auf deinen Reichtum bauen,/ mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja, es soll geschehen,/ Jesus wird heut mit uns gehen,/ und wir werden fröhlich sehen,/ daß er uns nicht läßt allein. Offenbarung Zohannes 3, 20 Gerhard Stip, 1809— 1882 Mittag Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Psalm 145, 15 478 Weise: Erhalt uns. Herr bei deinem Wort Wittenberg, 1543 — I,—— — 27 2— 2 1 Be⸗scher uns, Herr, das täg⸗lich Brot, vor Teu⸗rung EV 2 E. 4—.—. EW 8822— LI I 15 E und vor Hun⸗gers⸗not be-hüt uns durch dein lie⸗ben —— ERR 40—.—, x. Sohn, Gott Va⸗ ter in dem höch-sten Thron. 2. O Herr, tu auf dein milde Hand,/ mach uns dein Gnad und Güt bekannt,/ ernähre uns, die Kinder dein,/ der du speist alle Vögelein. 3. Gedenk nicht unsrer Missetat/ und Sünd, die dich erzürnet hat; /laß scheinen dein Barmherzigkeit,/ daß wir dich lobn in Ewiglheit. 4. O Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr,/ den lieben Kornbau uns bewahr;/ vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit/ behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. 5. Du u ist/ drum ewihlic. Pfalm 104, 27 Weise: Christ grund: 2. Tu a und Schan vor teurer 3. Laß! Das sei he Paaln 145,1 Mittag 5. Du unser lieber Vater bist,/ weil Christus unser Bruder ist;/ drum trauen wir allein auf dich/ und wolln dich preisen ewiglich. Psalm 104, 27. 28 Nikolaus Herman, 1480—1561 479 Weise: Christ, der du bist der helle Tag Eisleben, 1568 E—.—.—— er e.,.:.....,er,„.,.,, D* I———I Herr Gott, Va⸗ ter im Him⸗-mel⸗reich, wir, dei ⸗ne e. 237 Kin⸗der all⸗-zu⸗gleich, bit⸗ten dich jetzt aus Her⸗zens⸗ —— Ri —— 234 * .. — grund: Spei ⸗se uns all zu die ⸗ser Stund. 2. Tu auf dein reiche, milde Hand;/ behüt uns auch vor Sünd und Schand,/ verleih uns Fried und Einigkeit,/ bewahre uns vor teurer Zeit. 3. Laß uns hier leben seliglich,/ dein Reich besitzen ewiglich./ Das sei heut und zu aller Frist/ Amen im Namen Zesu Christ. Psalm 145, 15. 16 Caspar Huberinus, gest. 1553 Abend Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Lukas 24, 29 48⁰ Weise: Herr Zesu Christ, dich zu uns wend Görlitz, 1648 E— 4.— 1—.— EISSEEE . 2* 122525 O sel⸗ges Licht, Drei⸗fal ⸗tig⸗keit, du hoch⸗ge⸗ lob⸗te Ei⸗nig⸗keit, die Son⸗ne weicht mit ih⸗rem =2— IEEE SSSSS Schein, geuß dein Licht in das Herz hin⸗ ein. 2. Des Morgens, Herr, dich rühmen wir,/ am Abend beten wir zu dir/ und preisen deine Herrlichkeit/ von nun an bis in Ewigleit. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron/ und Zesus Christ, sein einger Sohn,/ mitsamt dem werten heilgen Geist/ sei nun und immerdar gepreist. Psalm 4,7. Altkirchlich.(Deutsch von Christian Karl Zosias v. Bunsen, 1791-1860) Eihene Veise her 2. Ach l bösen Fein Seele siche 9. Obsch wacher sei salln in S 4. Sind teures Bli hir geschen 5. Befi Eigentum: Satan ha b. So uns sein. Halm 121, en, rlitz 1648 ein. ud beten an bis rist, sein nun und 201-⁴H⁰00 Abend 48¹ Eigene Weise Eisleben, 1568 4 —.——— , n,,..,ee: =/ 2—— Christ, der du bist der hel⸗le Tag, vor dir die H+—. PPE. H—— I 1 e enre der,e —.85 1.——— 1 LI— 1 Nacht nicht blei⸗ben mag; du leuch⸗test uns vom Va⸗ter — F 1—— — 2 2 S. 2 + 2———— w—.— 2 her und bist des Lich⸗tes Pre⸗ di ⸗ ger. ——. — — 2. Ach lieber Herr, behüt uns heint/ in dieser Nacht vorm bösen Feind/ und laß uns in dir ruhen fein,/ daß Leib und Seele sicher sein. 3. Obschon die Augen schlafen ein,/ so laß das Herz doch wacker sein,/ halt über uns dein rechte Hand,/ daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Sind wir doch dein ererbtes Gut,/ erworben durch dein teures Blut;/ das war des ewgen Vaters Rat,/ als er uns dir geschenket hat. 5. Befiehl dem Engel, daß er komm/ und uns bewach, dein Eigentum;/ gib uns die lieben Wächter zu,/ daß wir vorm Satan haben Ruh. 6. So schlafen wir im Namen dein,/ dieweil die Engel bei uns sein.„Du heilige Dreifaltigkeit,/ wir loben dich in Ewigheit. Psalm 121,7 Altkirchlich.(Deutsch von Erasmus Alber, 1500— 1553) 4¹⁷ Abend 48²2 Weise: Der Tag ist hin(2. Weise) Georg Christoph Strattner, 1691 2 — 6—— ů*——— 2 2 7 ů 2* 1 Die Sonn hat sich mit ih ⸗rem Glanz ge⸗ 0 N ++ —+* iii sfURü EII — ss III s wen⸗ det und, was sie soll, auf die⸗sen Tag voll⸗ —— ———————————— BSS +— + 2 4 en⸗det; die dunk⸗le Nacht dringt al ⸗lent⸗ hal ⸗ben * 6 örnnnxnrnmnerieniree 2 E. ů—— zu und brin⸗get, was da lebt und webt, zur Ruh. 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage,/ daß du mich heut vor aller Not und Plage/ durch deine Hand und hoch⸗ gelobte Macht/ hast unverletzt und frei hindurchgebracht. 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet,/ daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet;/ laß alle Schuld durch deinen Gnaden⸗ schein/ in Ewigkeit bei dir erloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue,/ indem ich mich der trüben Racht vertraue,/ und daß der Leib auf diesen schweren Tag/ sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Scharen/ mich vor der Macht der Finsternis bewahren,/ auf daß ich vor der List und Tyrannei/ der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Her Ruh des an,/ daro 7. Und Glanz de Tag besti Lubas 24,2 Veise: O 3 Pfalm 34, ner, 1691 voll⸗ daß du d hoch⸗ h dem, naden⸗ indem diesen ot det est und 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedechen/ und in die Ruh des tiefen Grabes strecken,/ so bliche mich mit deinen Augen an,/ daraus ich Licht im Tode nehmen hann. 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen/ mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen,/ da du uns hast den großen Tag bestimmt,/ dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Lukas 24, 29 Zohann Crügers Praxis pietatis melica, 1647 483 Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig, 1625 EU 1—— ö—.— +Vvrͤok —.——— 1.———.— E E——— Gott Lob, der Tag ist nun da⸗ hin; drum ich, mein ———————.—.— Gott, dir danh⸗bar bin, daß ich den A⸗bend hab er⸗ E e e, lebt und dei ⸗ ne Gnad noch ob mir schwebt. 2. Ach Herr, sei gnädig, hab Geduld,/ vergib mir alle Sündenschuld;/ dein heilger Engel mich bewahr/ vor aller Angst, Not und Gefahr. 3. Laß mich auch mit der Morgenstund/ aufwachen fröhlich und gesund,/ daß ich hier deine Ehr ausbreit/ und dich dort lob in Ewiglheit⸗ Psalm 34, 8 ZJohann Olearius, 1611—-1684 48⁴ Weise: Meinen Zesum laß ich nicht(1. Weise) Johann Uhlich, 1674 E—.—.— PqPIPI I D 2 ů ö Treu ⸗-er Ze ⸗ su, wa⸗che du, weil ich gönn mir und den Mei⸗nen Ruh, bleib, o —2 ö EV e EU 3. 5 17 +2 + jetz⸗und will ein⸗schla⸗fen; Hir⸗ te, bei den Scha⸗fen; schließ die Tü⸗re sel⸗ber E—. ů I 2— o ö— —— 1—— 2 2 SNH — zu, treu ⸗ster Je ⸗ su, wa ⸗ che du. 2. Treuer Zesu, weiche nicht;/ sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken,/ das oft mit der Nacht einbricht,/ uns voll Ach und Weh erwecken;/ bleib bei uns mit deinem Licht,/ treuster Jesu, weiche nicht. 3. Treuer Zesu, steh uns bei,/ daß in uns der Geist und Glaube,‚/ wenn wir schlafen, wacker sei/ und der Feind ihn uns nicht raube;/ deine Hilfe mach uns frei,/ treuster Zesu, steh uns bei. 4. Treuer Jesu, hilf mir du,/ wenn es einmal kommt zum Sterben; /bring mich dann zu deiner Ruh,/ mache mich zum Himmelserben;/ schließ mir selbst die Augen zu,/ treuster Jesu, hilf mir du. 5. Treuer Zesu, nimm zu dir/ endlich mich und all die Meinen,/ wenn der Tag nun bricht herfür,/ da du selber wirst erscheinen;/ führ uns durch des Himmels Tür,/ liebster Jesu, ein zu dir. Psalm 4,9 Leipzig, 1697 Weise: Zion 2. Ire hat/ den Tat, /u Nund/ kann zäl 3. Ab. c hin Dene 01 luch dei Abend 48⁵ —27 ch. 1674 Johann Hermann Schein, 1623 Weise: Zion klagt mit Angst und Schmerzen(bei Johann Crüger, 1640) é ů————.——ö1 7————.— ö 1— EHE= 5. 7—— EE ů—.— 8.....‚‚‚‚.2—— 2 Herr, es ist von mei⸗ nem Le⸗ben a ⸗ ber⸗ leh ⸗ re mich nun Ach⸗tung ge⸗ben, ob ich lber bnein Tag da⸗h mal ein Tag da⸗ hin, 3 fromm ge⸗we⸗ sen bin; deinesgen mir Kund seh ver 3 I——— SSSITTITTTTTIIII.T.t........* = 1 htund an, so ich was nicht recht ge⸗tan, und hilf jetzt i ch und Jesu,.— ö 10 al⸗len Sa⸗chen gu⸗ ten Fei⸗ er⸗ a⸗bend ma⸗chen. Jesu, 2. Freilich wirst du manches finden,/ was dir nicht gefallen zun hat,/ denn ich bin noch voller Sünden/ in Gedanken, Wort und un Tat,/ und zu jeder Tagesstund/ pfleget Herze, Hand und eu, Mund/ so geschwind und oft zu fehlen,/ daß ich's selber nicht kann zählen. all die 3. Aber, o du Gott der Gnaden,/ habe noch einmal Geduld!/ wirst Ich bin freilich schwer beladen,/ doch vergib mir alle Schuld./ Jesu, Deine große Vatertreu/ werde diesen Abend neu,/ so will ich auch deinen Willen/ künftig mehr als heut erfüllen. gig 100⁷ Abend 4. Heilige mir das Gemüte,/ daß der Schlaf nicht sündlich sei;/ deche mich mit deiner Güte,/ auch dein Engel steh mir bei;/ lösche Feur und Lichter aus/ und bewahre sonst das Haus,/ daß ich morgen mit den Meinen/ nicht im Unglück dürfe weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten,/ die im Finstern Böses tun;/ sollte man gleich was bereiten,/ uns zu schaden, wenn wir ruhn,/ so zerstöre du den Rat/ und verhindere die Tat;/ wend auch alle andern Schrechen,/ die der Satan kann erwechen. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter,/ wenn es bei uns Abend wird,/ denn du bleibest ewig munter/ und bist wie ein guter Hirt,/ der auch in der finstern Nacht/ über seine Herde wacht./ Darum hilf uns, deinen Schafen,/ daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund erwachen,/ wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen/ richte dir zu Ehren ein./ Oder hast du, lieber Gott,/ heut bestimmet meinen Tod,/ so befehl ich dir am Ende/ Leib und Seel in deine Hände. Psalm 109, 21 Kaspar Neumann, 1648—1715 Weise: O Traurigkeit(Würzburg, 1628) Bei Johann Schop, 1641 —nt—.— , der,xe, EH—.— 7 2— + Der Tag ist hin; mein Geist und Sinn sehnt sich nach je-nem Ta⸗ ge, der uns Ah—— E . völ⸗lig ma⸗chen wird frei von al⸗ler Pla⸗ge. 2. Die zen/ tre 3. Der Sonne,/ Wonne. 4. Wa Werhen; merhen. 5. Ein Laß die 6. Halt berühre,/ 7. Wa weichenꝰ leichen. 8. Als lieren;/ wird zier 9. Hal da man 10. O gen, /daf Mfenbarun ndlich bei;/ aus. /⸗ einen. Böses n wir wend en. Abend Hitt,/ Hatum t wird ein./ d /so 6—17¹⁵˙ Abend 2. Die Nacht ist da,/ sei du mir nah,/ JZesu, mit hellen Ker⸗ zen;/ treib der Sünden Dunlelheit/ weg aus meinem Herzen. 3. Der Sonnen Licht/ uns jetzt gebricht. O unerschaffne Sonne,/ brich mit deinem Licht hervor/ mir zur Freud und Wonne. 4. Was sich geregt,/ was sich bewegt,/ ruht jetzt von seinen Werhen;/ laß mich, Herr, in stiller Ruh/ dein Werk in mir merken. 5. Ein jeder will/ bei solcher Still/ der süßen Ruhe pflegen./ Laß die Unruh dieser Zeit,/ Jesu, bald sich legen. 6. Halt du die Wach,/ damit kein Ach/ und Schmerz den Geist berühre,/ sende deiner Engel Schar,/ die mein Lager ziere. 7. Wann aber soll/ der Wechsel wohl/ der Tag und Nächte weichen?/ Wenn der Tag anbrechen wird,/ dem kein Tag zu gleichen. 8. Alsdann wird nicht/ der Sonnen Licht/ Jerusalem ver⸗ lieren;/ denn das Lamm ist selbst das Licht,/ das die Stadt wird zieren. 9. Halleluja!/ Ei wär ich da,/ da alles lieblich klinget,/ da man ohne Unterlaß: /Heilig, heilig! singet. 10. O ZJesu, du/ mein Hilf und Ruh,/ laß mich dahin gelan⸗ gen,/ daß ich mög in deinem Glanz/ vor dir ewig prangen. Offenbarung Johannes 21,23 Zohann Anastasius Freylinghausen, 1670—1739 48⁷ Weise: In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Sahrhundert. Straßburg, 1560 ——— IIIIIIIII...... —*— 6 1 0—0 L 1 2 4— Für al ⸗ le Gü⸗te sei ge⸗preist, Gott Va⸗ ter, 0 TDV—— V—— — 1— Sohn und heil ⸗ ger Geist! Ihr'r bin ich zu ge⸗ rin ⸗ge. Ver⸗nimm den Dank, den 0 E H — DIDIN —.—————.—* DDRNR —— 1 3— HDqD‚RD‚i‚‚i‚i‚e + 0 I— Der Lob ⸗ge-⸗sang, den ich dir kind⸗lich brin ⸗ge. 2. Du nahnmst dich meiner herzlich an,/ hast Großes heut an mir getan,/ mir mein Gebet gewähret;/ hast väterlich/ mein Haus und mich/ beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk:/ der Geist, mit dem ich dein gedenh,/ ein ruhiges Gemüte;/ was ich vermag/ bis diesen Tag,/ ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht/ mein Schutz und Schirm in dieser Nacht,/ vergib mir meine Sünden;/ und kommt mein Tod,/ Herr Zebaoth,/ so laß mich Gnade finden. 1. Mose 32, 11 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769 Weise: OW (Neuere Jor 21— Fried unt Vort und 3. Wie den,/ du in deiner 4. So an jedem Chre,/ w 5. Eh gun übei sanste F. Lolosser z, 19, 1500 eut an mein Abend 488 Weise: O Welt, ich muß dich lassen Ursprünglich weltlich(Heinrich Ssaak); (Neuere Form) geistlich Nürnberg, 1536 Nun ist in tie⸗fem Frie⸗den der Tag des Herrn ge⸗ E x 1 SCSFSPIFITITITITITIIT........ T 2———— 2—2 EEE schie den, es kommt die dunk ⸗le Nacht; drum —.——..— 92 2 I ERE. EH falt ich mei⸗ne Hän⸗ de, und die Ge⸗dan⸗ken E 4 I Fhy——— 9.———— I ö— sen ⸗de ich auf zur lich⸗ ten Ster⸗ nen⸗pracht. 2. O ZJesu, du mein Leben,/ was hast du mir gegeben/ an Fried und Freuden heut!/ Du hast mein Herz nach oben/ durch Wort und Geist gehoben/ weit über Erdenlust und Leid. 3. Wie mußten Sorg und Sünden/ und alles Dunkel schwin⸗ den,/ du helles Licht, vor dir!/ Wie wurden Wunsch und Wehe/ in deiner Gottesnähe/ so still in meiner Seele mir! 4. So wollst zu neuen Werken/ du nun die Hände stärken/ an jedem neuen Tag;/ das eine mir gewähre:/ es sei zu deiner Ehre,‚/ was immer ich vollbringen mag. 5. Eh wir zum Schlaf uns legen,/ sprich deinen Abendsegen/ nun über mir noch aus./ Der soll zur Ruh mich leiten/ und sanfte Flügel breiten/ mir schirmend über Herz und Haus. Kolosser 3, 16.17 Renate Pfannschmidt⸗Beutner, geb. 1862 Haus und Beruf Wo der Herr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Psalm 127, 1 Eigene Weise 489 (Dies sind die heilgen zehn Gebot) Vorreformatorisch. Wittenberg, 1524 0 E——.— I 2— E—.— 5.. 2 E—————— In Got⸗tes Na⸗men fah⸗ren wir, sei- ner Gna⸗ 0 EV 6 S........ —————.— den be ⸗ geh ⸗ren wir; des Va⸗ ters H. N—— J.V +— 1 a Güt be ⸗ hüt uns heut, be⸗ wahr auch Q 4* V un ⸗ ser Seel und Leib. Ky ⸗ri ⸗e⸗leis. 2. Christus sei unser Geleitsmann,/ bleib stetig bei uns auf der Bahn/ und wend von uns des Feindes List,/ auch was seim Wort zuwider ist./ Kyrieleis. 3. Der heilge Geist auch ob uns halt/ mit seinen Gaben mannigfalt. /Er tröst und stärk uns in der Not/ und führ uns wieder heim mit Gott./ Kyrieleis. 1. Mose 28, 15 Nach einem mittelalterlichen Wallfahrtsliede aus dem 12. Zahrhundert, umgedichtet im 15. Sahrhundert Ggene Veise 2. Mein von Herze über uns d 3. Er fi gleiten lan hütet, shle 4. Dert et schläft von der A 5. Vor dich;/ unt und spat. b. Der schwerlich Mutz und 7. Kein dfür./ erg, 1524 ns auf Hwas Gaben ht uns aus dem chundert Haus und Beruf 490⁰ Eigene Weise Heinrich Schütz, 1661 I. SS........... T — 2— 1——— Ich heb mein Au⸗gen sehn⸗lich auf und seh die 9 5 ö e. EH ä———————* Ber⸗ge hoch hin⸗ auf, bis mir mein Gott vom Him⸗mels⸗ * 1 4— DE.V— 1 1 II .9 5² 1 4 II 133255—* S 1 H E.— 1— DFIDDE II 2 thron mit sei ⸗-ner Hilf zu⸗ stat ⸗-ten komm. 2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn,/ er hilft uns ja von Herzen gern;/ Himmel und Erd hat er gemacht,/ hält über uns die Hut und Wacht. 3. Er führet dich auf rechter Bahn,/ wird deinen Fuß nicht gleiten lan;/ setz nur auf Gott dein Zuversicht;/ der uns be⸗ hütet, schläfet nicht. 4. Der treue Hüter Israel/ bewahret dir dein Leib und Seel;/ er schläft nicht, weder Tag noch Nacht,/ wird auch nicht müde von der Wacht. 5. Vor allem Unfall gnädiglich/ der fromme Gott behütet dich;/ unter dem Schatten seiner Gnad/ bist du gesichert früh und spat. 6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein/ sollen dir nicht be⸗ schwerlich sein. Gott wendet alle Trübsal schwer/ zu deinem Nutz und seiner Ehr. 7. Kein Übel muß begegnen dir,/ des Herren Schutz ist gut dafür;/ in Gnad bewahret deine Seel/ der treue Hüter Israel. Haus und Beruf 8. Der Herr dein Ausgang stets bewahr,/ zu Weg und Steg gesund dich spar,/ bring dich zu Haus in seim Geleit/ von nun an bis in Ewigheit. Psalm 121 Kornelius Becher, 1561—1604 491¹ Weise: O Gott, du frommer Gott(1. Weise) Meiningen, 1693 ......————2.— H f f EA 2———. E . 2....—* 2.——.—— 1—— Laß dich, Herr Ze⸗ su Christ, durch mein Ge⸗ bet be⸗ komm in mein Herz und Haus und brin⸗ ge mir den EAE EEEEE ninhz ind urd önd Dünne inrn— we⸗gen,— All Ar⸗beit, Müh und Kunst ohn dich nichts richten Se⸗ gen. 2— — P.— I +IDIDH SISISSSSI E.—1 aus. Wo du mit Gna⸗den bist, kommt Segen in das Haus. Psalm 127, 1 Zohann Heermann, 1585—1647 492 Weise: Wie nach einer Wasserquelle (Freu dich sehr, o meine Seele) Französischer Psalm 42. Genf, 1551 —.— 1—— „—.— ö——— EU* 7——* ——— 2„..— 2 2. 55110.. Sor ⸗ ge doch für mei ⸗ ne Kin ⸗ der, Va ⸗ ter, ob sie gleich vor dir sind Sün⸗der, sind sie sie 2. Sie Stund/ ub bund/ hast sie, wenn 3. Dul jull/ mehr leicht in A deine Vat 4. San Hel/ sich Nil./ Bl und in b 5. Shl Shat, /d ahr /in! wirst ins d Steg t/ von bI-IU0K gen, 1693 et be⸗ nit den Henf, 1551 Haus und Beruf H .— ů R——.— — 5—— H B— E— IE 2 2.——5 EEI 11—— 2. — E nimm dich ih⸗rer an, dir doch zu ⸗ge⸗tan und durch dei⸗nes Soh⸗nes 2 1222——422— Eut gleich⸗wohl dein er⸗worb⸗nes Gut; dar⸗um wirst du ——— f ö ů EU———5 — + 2 2—.1 + 2. Sie sind dir von Kindesbeinen/ und von ihrer ersten Stund/ übergeben als die Deinen,/ und durch deinen Gnaden⸗ bund/ hast du sie in ihrer Tauf/ väterlich genommen auf,/ daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ernähret/ und so manchem Unglücks⸗ fall/ mehr als väterlich gewehret,/ der sie hier und überall/ leicht in Angst und Not gestürzt,/ ja ihr Leben abgekürzt;/ aber deine Vatertreue/ bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sammeln andre große Schätze,/ daß ihr Haus in solchem Heil/ sich an Geld und Gut ergötze,/ so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott,/ lasse sie in keiner Not/ und in keinem Kreuz verderben,/ bis sie endlich selig sterben. 5. Schütze sie vor bösen Leuten/ und vor der Verführer Schar,/ daß ihr Fuß nicht möge gleiten;/ laß sie ihre Lebens⸗ jahr/ in der Tugend bringen zu,/ bis du sie wie mich zur Ruh/ wirst ins kühle Grab versenken/ und die Seligkeit uns schenken. Haus und Beruf 6. Können sie auf dieser Erden,/ wie und wo es dir gefällt,/ dir und Menschen nützlich werden,/ so laß in der ganzen Welt/ ihnen, wo sie immer gehn,/ deine Furcht vor Augen stehn,/ daß sie dich im Tun und Lassen/ stets in ihre Herzen fassen. 7. Gönne mir die große Freude,/ daß am lieben jüngsten Tag/ nach so vielem Kreuz und Leide/ ich mit Jauchzen sagen mag: /Liebster Vater, ich bin hier/ und die Kinder, die du mir/ hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehret! Jesaja 8, 18 Ludwig Heinrich Schlosser, 1663—1723 493 Weise: O Gott, du frommer Gott(1. Weise) Meiningen, 1693 **———— O 2.— I + 1 ö ö ö 250— 2 R * Was Gott zu⸗ sam ⸗-men⸗fügt, das soll der drum ge⸗- hen wir da⸗ hin in Got⸗ tes . E ö E I.. 2 124 Mensch nicht schei ⸗den; Fried und Freu⸗den. ———— 7 7 ,, + schreibt ins Buch des Le ⸗ bens ein, er E e e selbst, Herr Ze-ba⸗oth, wird Schild und Lohn uns sein. Matthäus 19, 6 Benjamin Schmolch, 1672—1737 Der uns ⸗ re Na ⸗ men Eigene Weif 5 Zettrennbe gemach/ y huten wie kfüllt/ Welt/ slehn,/ ssen. üngsten sagen u mit/ l 563—1723 igen, 1b03 sein. 57²-⁷⁷⁵ Haus und Beruf 494 Eigene Weise Französischer Psalm 32. Lyon, 1547 *.— TSFFTP... ö—— SSSP———— — O 1 lig Haus, wo man dich auf⸗ge⸗ wo ⸗ter al ⸗- len Gä⸗sten, die +1 ——.— ů nom⸗ men, du wah⸗rer Ser⸗ ⸗lenfreund,— Je⸗ 2— kom⸗men, du der ge⸗fei⸗ert⸗ste und lieb⸗ste 60— 2 —— E EEE EE bist; wo al⸗ler Her⸗zen dir ent⸗ge⸗gen⸗ ᷓ——— 7 ů——4 ..——.— 111— 0 1. E.„ 2 I1—. E*.— ——. und al⸗ler Au⸗gen freu-dig auf dich sehn wo al ⸗ ler 2 2 pen dein Ge⸗ bot er⸗ 1.—— l fra⸗gen und al⸗le dei⸗nes Winks ge⸗ ⸗wär⸗ tig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Liebe eines Geistes sind;/ wo beide eines Heils gewürdigt. keiner/ im Glaubensgrunde anders ist gesinnt;/ wo beide un⸗ zertrennbar an dir hangen/ in Lieb und Leid, Gemach und Un⸗ gemach/ und nur bei dir zu bleiben stets verlangen/ an jedem guten wie am bösen Tag. 47 Haus und Beruf 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen/ mit Händen des Gebets ans Herz dir legt,/ du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt,/ wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob mit Jauchzen stammeln,/ sich deiner freun, du lieber Heiland du. 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen/ und wissend, wessen Augen auf sie sehn,/ bei allem Werk von einem Eifer brennen,/ daß es nach deinem Willen mag geschehn;/ als deine Diener, deine Hausgenossen,/ in Demut willig und in Liebe frei,/ das Ihre schaffen froh und unverdrossen,/ in kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest,/ wo man bei keiner Freude dein vergißt; /o selig Haus, wo du die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist,/ bis jeder einst sein Tagewerk vollendet/ und bis sie endlich alle ziehen aus/ dahin, woher der Vater dich gesendet,/ ins große, freie, schöne Vaterhaus. Johannes 2, 1—11 Philipp Spitta, 1801—- 1859 —75— Nun danket all und bringet Ehr iü⸗ Crüger, 1647 .———— Ge⸗ schlo sen ist nun un ⸗ser Bund vor 0 dei⸗ nem An⸗ ge⸗ sicht; wir flehn zu dir— Herz und Mund: Ver ⸗-laß uns, Va ⸗ter, nicht. 2. Sie steun:/ d sein. 3. Laß shafft:/ mit Kraf 4. Sol gehn,/ so erhöhn. 5. Doc nahn,/ so 6. Nun Du, Herr, Pfalm 128 en des ie als wo sie süßen neln,/ /und einem 1½/als ind in „/in an bel Zunden einst aus/ schöne 01-1359 ger, 164/ Haus und Beruf 2. Sieh gnadenvoll auf uns herab,/ die wir uns deiner freun;/ daß wir zusammen bis ans Grab/ ein Herz und Seele sein. 3. Laß deinen Geist stets auf uns ruhn,/ der alles Gute schafft;/ lehr uns nach deinem Willen tun,/ stärk uns dazu mit Kraft. 4. Soll's uns bei heiterm Sonnenschein/ in Zukunft glücklich gehn,/ so wird das Herz dir dankbar sein/ und deinen Ruhm erhöhn. 5. Doch sollt auch manches Leiden sich/ zu unserm Herzen nahn,/ so nimm dich unser gnädiglich/ in allen Nöten an. 6. Nun, du bist unsre Zuversicht,/ und wir sind ewig dein./ Du, Herr, verläßt die Deinen nicht,/ wirst ewig mit uns sein. Psalm 128 Verfasser unbekannt (Bergmannslied) Weise: Nun sich der Tag geendet hat Adam Krieger, Dresden, 1667 Mit dir, All⸗mächt⸗ger, fahr ich an und voll Ver⸗ traun auf dich; mich schreh⸗ket nicht die dunk ⸗le Bahn, denn du be⸗glei ⸗-test mich. 2. Ein jeder Schritt auf steiler Fahrt/ erinnert an den Tod;/ ich wandle sie, von dir bewahrt,/ getrost und froh, mein Gott. 42⁷ Haus und Beruf 3. Dein Wille war, daß meine Hand/ oft schmerz⸗ und wun⸗ denvoll/ und nahe an des Grabes Rand/ das Brot verdienen soll. 4. So folg ich denn und fürchte nicht/ Gefahr und was mir droht;/ du, Herr, bist meine Zuversicht;/ ich tue dein Gebot. 5. Bis jetzt verließ dein Schutz mich nicht/ bei drohender Ge⸗ fahr,/ gesund vollbracht ich meine Schicht,/ so schwer sie oft auch war. 6. So sei auch ferner noch bei mir/ auf meinem Arbeitspfad/ mit deiner Hilfe, die von dir/ sich oft mein Herz erbat. 7. Fahr ich zur Grube froh heraus,/ dann dank ich dir, daß du/ mich zu den Meinen führst nach Haus/ und gibst uns Brot und Ruh. 8. Doch sollt ein widriges Geschich/ mir in der Teufe drohn,/ so bist du, Herr, der Meinen Glüch,/ ihr Trost, ihr Schild, ihr Lohn. 9. Ich lege sie in deine Hand,/ du wirst ihr Vater sein;/ dir ist kein Unfall unbekannt,/ der plötzlich bricht herein. 10. So komme denn die letzte Schicht/ auf meiner Pilger⸗ bahn./ Glückauf! Glückauf! Ich zage nicht,/ du nimmst dich meiner an. Psalm 91 Verfasser unbekannt Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Neumark, 1657 0 SIIIIIT....T 4.— Eas O Hei⸗land, hü ⸗te mei ⸗ne Kin ⸗der! Mein du treu ⸗-er Hir ⸗te, A⸗ber-win-der, geh 2. O H gebückt./ sie hränht bring du ft 3. O He Gutl/ Du du gabst d du sie dur Narhus 10, dwun⸗ kdienen as mir bot. er Ge⸗ sie oft ypfad/ it, daß 5 Brot rohn,/ ld, ihr / dit Pilger⸗ st dich lbebannt Haus und Beruf Blich ist trüb, mein Arm ist schwach; du den hblei ⸗-nen Läm⸗mern nach! —.———— 1 1— IN Aus Er ⸗ den ⸗ nacht zum Him- mels⸗ E IIII SSSPS. — licht bring du sie durch,—ich hann es nicht. 2. O Heiland, hüte meine Lieben,/ die unterm Kreuze stehn gebückt./ O laß die Wolken bald zerstieben!/ Du weißt es, was sie kränkt und drückt.Aus Erdennacht zum Himmelcslicht/ bring du sie durch,— ich hann es nicht. 3. O Heiland, hüte meine Seele,/ mein bestes, ja mein einzig Gut!/ Du weißt es, Herr, wie oft ich fehle;/ ich weiß nur eins: du gabst dein Blut. Aus Erdennacht zum Himmelslicht/ bring du sie durch,— ich kann es nicht. Markus 10, 13—16 Berta Josephson-Mereator, 1861-1906 Naturleben Herr, wie sind deine Werhe so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Psalm 104, 24 498 Weise: Ach Gott, vom Himmel sieh darein Erfurt, 1524 2— 4 2—— 00.* 20 4.———— Ach Her⸗ re, du ge⸗rech⸗ter Gott, wir ha⸗ben's mit uns⸗ rer Sünd und Mis⸗se⸗ tat, daß un⸗ser 2.———D——— πμι— SISII... TTT V 5 2— wohl ver⸗die ⸗ net Feld nicht grü ⸗net, daß Vieh und Men⸗schen trau⸗rig V J..— Y I sein; wenn du zu⸗schleußt den Him ⸗ mel 2 1 +I.——.— + I EEEEEEEEE —— 15 2 f 9——— ö dein, so müs⸗ sen sie ver⸗ schmach ⸗ten. — ++ 2—— 2. Herr, unsre Sünd erkennen wir,/ die wollst du uns ver⸗ zeihen;/ all unsre Hoffnung steht zu dir,/ du werdest Hilf ver⸗ leihen;/ gib Regen und den Segen dein/ um deines Namens willn allein,/ Herr, unser Gott und Tröster. 3. Es ste llein,/ He Hesckiel 342 ein 00 2. Die Scaden,/ laden; /de Erde neigt 9. Das 0 deinen Well wir Shuld,/ Naturleben 3. Es steht in keines andern Hand,/ daß er sollt Regen sen⸗ den;/ den Himmel hast du ausgespannt,/ regierst an allen Enden. /Allmächtig ist der Name dein;/ du kannst es alles tun du hast allein,/ Herr, unser Gott und Tröster. deiner Hesekiel 34, 26.27 Greifswald, 1592 Weise: Ach Gott, vom Himmel sieh darein Erfurt, 1524 +............ RE— O Gott, der du das Fir⸗ma⸗ment mit Wol⸗ken — der du in⸗glei⸗chen kannst be⸗ hend das Son⸗nen⸗ a⸗ben's EE—.————.—.. n · ser tust be⸗deh ⸗ben, — licht er⸗ weh⸗ken, halt doch mit vie⸗lem Re⸗gen . 5 2——— 1 S..*** + +— EU 7 II Rau⸗rig + + ein und gib uns wie ⸗ der Son⸗nen⸗ 0— — 1=2.2..—* 1 2 I II 55. ED 2 Fe FrermEern —— 7 2— 2.—.— ů——11 ul schein, daß un ⸗ser Land sich freu ⸗ e 2. Die Felder trauern weit und breit,/ die Früchte leiden 2 Schaden,/ weil sie von vieler Feuchtigkeit/ und Nässe sind be⸗ laden;/ dein Segen, Herr, den du gezeigt/ uns Armen, sich zur ten. Erde neigt/ und will fast gar verschwinden. ns ber⸗ 3. Das machet unsre Missetat/ und ganz verkehrtes Leben,/ ilf ver⸗ so deinen Zorn entzündet hat,/ daß wir in Nöten schweben./ Weil wir verachtet deine Huld/ und nicht beweinet unsre Namens ö Schuld,/ so muß der Himmel weinen. Naturleben 4. Doch denke wieder deiner Treu,/ die du uns hast ver⸗ sprochen,/ und stehe uns in Gnaden bei,/ wie wir dich kindlich suchen. /Wie hält sich hart zu dieser Zeit/ dein Herz und deine Freundlichkeit!/ Du bist ja unser Vater. 5. Gib uns von deinem Himmelssaal/ dein klares Licht und Sonne/ und laß uns wieder überall/ empfinden Freud und Wonne,/ daß alle Welt erkenne frei,/ daß außer dir kein Segen sei/ im Himmel und auf Erden. Jesaja 63, 15. 16 Michael Schirmer, 1606-1673 500 Weise: Heut singt die liebe Christenheit (2. Weise im Anhang, Nr. 7) Nikolaus Herman, 1560 ————+ 15—*—ꝛ.H4 SItIIIIIIIIt........ —8.———.—.———1 Geh aus, mein Herz, und su⸗ che Freud in die ⸗ser E P—.—.—. 2 EDEE E 2 MI.TIIIII—— LXE— 1 2 I.— I— + 25 Wa lie⸗ben Som⸗mer⸗zeit an dei⸗ nes Got⸗tes Ga⸗ EH 1.— 5 WiEEEE EEE EE IEI L— L I— E— ——— 0. ben; schau an der schö⸗nen Gär⸗ten Zier und sie⸗he, EH— 2 d de r, e, r Larii, —1 Dn..... — 2 2.—1 LI 1.—— 3 wie sie mir und dir sich aus⸗ge⸗schmücket ha⸗ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub,/ das Erdreich decket seinen Staub/ mit einem grünen Kleide;/ Narzissen und die Tulipan,/ die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seide. 3. Die L aus seiner Saft /brint Reise. 7. Der und alt/ ur und mit so 8. Ich se Rroßes Tul singt,/ und unnen. 9. Ach, lieblich gel iefer We Shlosse w I0. We Hatten se Seraphim luja singe ast ver⸗ hindlich nd deine icht und ud und in Segen 1606—1673 u⸗hen. et seinen ulipan/ Naturleben 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,/ das Täublein fliegt aus seiner Kluft/ und macht sich in die Wälder;/ die hoch⸗ begabte Rachtigall/ ergötzt und füllt mit ihrem Schall/ Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,/ der Storch baut und bewohnt sein Haus,/ das Schwälblein speist die Jungen;/ der schnelle Hirsch, das leichte Reh/ ist froh und kommt aus seiner Höh/ ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand/ und malen sich und ihren Rand/ mit schattenreichen Myrten;/ die Wiesen liegen hart dabei/ und klingen ganz vom Lustgeschrei/ der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar/ fliegt hin und her, sucht hier und dar/ ihr edle Honigspeise. Des süßen Weinstocks starher Saft/ bringt täglich neue Stärk und Kraft/ in seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt;/ darüber jauchzet jung und alt/ und rühmt die große Güte/ des, der so überflüssig labt/ und mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn,/ des großen Gottes großes Tun/ erwecht mir alle Sinnen;/ ich singe mit, wenn alles singt,/ und lasse, was dem Höchsten klingt,/ aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach,‚ denk ich, bist du hier so schön/ und läßt du's uns so lieblich gehn/ auf dieser armen Erden,/ was will doch wohl nach dieser Welt/ dort in dem festen Himmelszelt/ und güldnen Schlosse werden! 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten sein!/ Wie muß es da wohl klingen,/ da so viel tausend Seraphim/ mit unverdroßnem Mund und Stimm/ ihr Halle⸗ luja singen. Naturleben 11. O wär ich da, o stünd ich schon,/ ach süßer Gott, vor deinem Thron/ und trüge meine Palmen!/ So wollt ich nach der Engel Weis/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch/ hier trage dieses Leibes Joch,/ auch nicht gar stille schweigen;/ mein Herze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort/ zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf mir und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom Himmel fleußt,/ daß ich dir stetig blühe;/ gib, daß der Sommer deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubens⸗ früchte ziehe. 14. Mach in mir deinem Geiste Raum,/ daß ich dir werd ein guter Baum,/ und laß mich Wurzel treiben;/ verleihe, daß zu deinem Ruhm/ ich deines Gartens schöne Blum/ und Pflanze möge bleiben. 15. Erwähle mich zum Paradeis/ und laß mich bis zur letzten Reis'/ an Leib und Seele grünen;/ so will ich dir zu deiner Ehr/ allein und sonsten keinem mehr/ hier und dort ewig dienen. Psalm 104 Paul Gerhardt, 1607—-1676 Weise: Auf meinen lieben Gott Nürnberg, 1574 E—— 5— CESSSSS..— DE—*ʃDSS. E—— 2— 27. 0 Ein Wet⸗ter stei⸗get auf; mein Herz, zu Gott hin⸗ 2— EEE —— —— E———.— IP E+—— EEEE 14—*.— aus! Fall ihm ge⸗schwind zu Fu ⸗ße durch Sun 2. Hert, ich bitt um Christi will 3. Dutch das sich ni ollem bindl 4. Ich w Flügel wir uns aus G 5. Wohl Rine Vate nit leben, Pfalm 8l,ð Naturleben at,. 1.——.— cde ꝰ— 22—.— S— tausend— ö wah⸗re Reu und Bu ⸗ße, da⸗mit gleich dei ⸗ne dihtz Ui 2. — en Loht Sün ⸗ den durch Chri⸗-sti Tod ent⸗schwin⸗den. der vom 2. Herr, der du gut und fromm,/ zu dir ich gläubig komm,/ Sommer ich bitt um dein Erbarmen,/ du wollest doch mich Armen/ um laubens⸗ Christi willen schonen,/ mir nicht nach Sünden lohnen. ö 3. Durch Christi teures Blut/ mach mir ein Herz und Mut,/ werd ein das sich nicht knechtisch scheue,/ vielmehr auf deine Treue/ in „daß zu allem kindlich traue/ und auf dein Helfen baue. Pflanze 4. Ich will mit dem, was mein,/ dir ganz gelassen sein;/ dein le Flügel wird uns decken,/ verjagen allen Schrecken/ und lassen —* uns aus Gnaden/ das Wetter gar nicht schaden. 1t. 5. Wohlan, verlaß uns nicht,/ bleib unsre Zuversicht,/ laß 161½—1070 deine Vatertreue/ erfahren uns aufs neue,/ so wolln wir, weil wir leben,/ dir Preis und Ehre geben. Psalm 81,8 Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1637- 17065 nberg, 157 22 hin⸗ dutch Naturleben 502 (Sturmflutlied) Weise: Ach Gott und Herr(1625) Freiberg, 1655 0 4* 6————4—— II—— deen iexd nrir, virne,. irirn, en,de. *— 2— 1 1 Wir sind in Rot; laß uns, o Gott, die Flut nicht * * 0 5507 —— 5„ —————— ü⸗berschwem⸗men. Nimm uns in acht, wehr ih-rer 9.— 4———6 H TiRxir Macht, du kannst die Wo ⸗- gen hem- men. 2. Verbirg jetzt nicht/ dein Angesicht,/ erhöre unser Flehen./ Brichst du nicht bald/ der Flut Gewalt,/ so ist's um uns ge⸗ schehen. 3. Ach hilf uns, Herr,/ Allmächtiger,/ um Zesu Christi willen!/ Du, du allein/ kannst uns befrein,/ kannst Sturm und Wellen stillen. 4. Erbarme dich,/ hilf väterlich,/ beschütz uns Gut und Le⸗ ben!/ Wir wollen dir,/ Gott, für und für/ Danh, Preis und Ehre geben. Matthäus 8, 25. 26 Kaspar Gotthold Zentsch, 1681-1729 503 Weise: Aus meines Herzens Grunde Hamburg, 1598 . e E. Die Ernt ist nun zu En ⸗ de, der wor ⸗ aus Gott al ⸗ le Stän⸗ de satt, 2. Wit Ift ohn u geschont,/ geben,/ da 3. Zwat den wir a Holt mehr Hemüte/ 4. Er Renugsam aber nicht borgnes 5. O a ildester loben wit den./ Her iberg, 1555 Flehen./ uns ge⸗ Christi urm und und Le⸗ reis und 1681—17²9 aburg, L508 ——— — Naturleben E—— D— Z n, 30* Se⸗ gen ein ⸗ ge ⸗bracht, reich und fröh⸗lich macht. Der zainet ee DDE 1——.— 1 1 EIIEEEEEEE Gott lebt noch, man kann es deut ⸗lich 2 e.———— 8 E———.—— mer ⸗ken an so viel Lie bes⸗ Fere r rr. E—. wer ⸗ ken; drum prei sen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte,/ die uns das Feld bestellt/ und oft ohn unsre Bitte/ getan, was uns gefällt,/ die immer noch geschont,/ ob wir gleich gottlos leben,/ die Fried und Ruh ge⸗ geben,/ daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen/ hat böses Tun verderbt,/ den wir auf guten Wegen/ sonst hätten noch ererbt;/ doch hat Gott mehr getan/ aus unverdienter Güte,/ als Mund, Herz und Gemüte/ nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget,/ uns Sünder zu erfreun,/ genugsam sich bezeiget/ durch Regen, Sonnenschein;/ ward's aber nicht geacht't,/ so hat er sich verborgen/ und durch ver⸗ borgnes Sorgen/ zum Beten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater,/ du hast viel Dank verdient;/ du mildester Berater/ machst, daß uns Segen grünt./ Wohlan, dich loben wir/ für abgewandten Schaden,/ für viel und große Gna⸗ den./ Herr Gott, wir danken dir. Naturleben 6. Zum Danke khommt das Bitten,/ du wollest, frommer Gott,/ vor Feuer uns behüten/ und aller andern Not;/ gib friedevolle Zeit,/ erhalte deine Gaben,/ daß wir uns damit laben;/ regier die Obrigleit. 7. Besonders laß gedeihen/ dein reines, wahres Wort,/ daß wir uns dessen freuen/ und auch an unserm Ort/ dies gute Saathörnlein/ viel reiche Früchte bringe/ und wir in allem Dinge/ recht fromme Leute sein. 8. Gib, daß zu dir uns lenket,/ was du zum Unterhalt/ des Lebens hast geschenket,/ daß wir dich mannigfalt/ in deinen Ga⸗ ben sehn,/ mit Herzen, Mund und Leben/ dir Dank und Ehre geben;/ o laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende,/ so nimm du unsern Geist/ in deine Vaterhände,/ wo er der Ruh geneußt,/ wo ihm kein Leid bewußt. /So ernten wir mit Freuden/ nach ausgestandnem Lei⸗ den/ die Garben voller Lust. Apostelgeschichte 14, 17 Gottfried Tollmann, 1680— 1766 504 Weise: Von Gott will ich nicht lassen (2. Weise)(Sohann Crüger, 1640) Berlin, 1786 =2 3——————— ⁷ 4—.— 1+ 1 L 2— Du rei⸗cher Trost der Ar⸗men, o Herr der gan⸗ zen du Va⸗ter voll Er⸗bar⸗men, der al ⸗les trägt und H E HESIIN 1—— 5— DDS‚‚R—— 2*— EHEE* 2— 2 e E 1 12— EEE— Welt, du, Gott, er⸗ hörst Ge⸗bet. Er⸗ 2. Son o mach a helfen ist sluß ihn Rild ihr har sprech 4. Die ollen unse Vaterhan Segen/ z 5. Allg Uns Rot kettest get dir unser Pfalm 35,! stommer ot/ gih 5 damit ̃tt,/ daß ies gute n allem alt/ des nen Ga⸗ nd Ehre Heist/ in ein Leid jem Lei⸗ 1680-—1756 erlin, I⸗d Naturleben e r, r nE H.. en Enen n n 2. 2 1 hö⸗re, was im Stau⸗ be ver⸗ trau⸗ ens ⸗voll der 7 e +1——.— * 1 E——.—ß.— II Glau ⸗ be von dir in Not er ⸗fleht. 2. Sonst zeigte jeden Morgen/ dein Segen sich uns neu;/ o mach auch jetzt von Sorgen/ die bangen Herzen frei./ Zu helfen ist dir leicht;/ du kannst dem Mangel wehren,/ in Über⸗ fluß ihn kehren,/ wenn's uns unmöglich deucht. 3. Den Reichen gib Erbarmen/ bei der Bedrängten Schmerz,/ und zu erfreun die Armen,/ sei Freude für ihr Herz,/ damit sie mild ihr Brot/ den dürftgen Brüdern brechen/ und diese dank⸗ bar sprechen: Euch lohn und segne Gott. 4. Die Früchte laß geraten,/ uns wieder zu erfreun,/ und allen unsern Saaten/ gib Wachstum und Gedeihn./ Mit milder Vaterhand/ gib Wärme, Tau und Regen;/ dann kehret reicher Segen/ zurück in unser Land. 5. Allgütiger, wir hoffen/ auf dich und deine Treu./ Oft hat uns Not betroffen,/ doch standest du uns bei./ Du hilfst und rettest gern;/ so sei denn unser Leben/ vertrauensvoll ergeben/ dir, unserm Gott und Herrn. Psalm 33, 18. 19 Nach Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 Naturleben 505 Weise: Jesus, Zesus, nichts als Jesus —.— ů n. Herr, dein Na ⸗- me sei prie⸗sen, wenn du ge ⸗ du hast tau⸗send⸗fach be⸗ wie⸗sen, wie du E I 2— 5. 720 1ů4—— DI—— 2 5 2 D 3 nimmst und wenn du gibst; freund⸗lich sorgst und liebst. E⸗wig sei von uns ge⸗ E——I •HHDwDqDp 2 dacht dei ner Weis⸗heit, Güt und Macht. 2. Laß die Erde wieder schweigen,/ stille sei vor dir die Welt;/ in der Demut soll sich zeigen,/ was bedecht dein Himmelszelt. Wir sind elend, arm und bloß,/ du allein bist reich und groß. 3. Herr, bewahr den Keim des Lebens/ in der rauhen, harten Zeit,/ daß der Glaube nicht vergebens/ harr auf deine Freund⸗ lichkeit./ Unsre Hoffnung, unsre Ruh,/ großer Schöpfer, bleibest du. 4. Wenn die Augen nichts mehr sehen/ und die Seele einsam wacht,/ dann am Himmel lasse stehen/ einen Stern in dunkler Nacht;/ einen Stern der Ewigkeit/ zeig uns in der Winterzeit. 5. Wenn die Stimmen wieder klingen/ und der Schöpfung Stunde schlägt,/ laß uns von der Gnade singen,/ von dem Wort, das alles trägt. /Laß uns loben Jesum Christ,/ der das Licht der Zeiten ist. Psalm 89, 2 Heinrich Puchta, 1808— 1858 2. Aller daß du Sy u öffnest Hlfe, Gal 3. Gnät ließest Gr. Korn./ N sahr,/ und 4. Hert unset Wi daß Hetz Reichtum Naturleben 506 olch,18058 Weise: O du Liebe meiner Liebe(2. Weise) um 1740 SSEE + Herr, die Er⸗ de is ge 0 Güt und Mil- de hat ge —4 D.IIIIII — 2 Wohl⸗tun dei⸗ner Hand. schenk be⸗deckt das Land. ⸗seg-net von dem ⸗reg- net, dein Ge⸗ U⸗ber Flur und Feld und 6 ge⸗ — —— — r n wrin.,.xi. Gar⸗ten ist dein Se⸗gen aus-ge⸗streut, und ge⸗ lacht. D— dir die E E üt dein krönt ist un⸗ ser Warten, uuf⸗ re Her-zen sind er⸗freut. ein bist 2. Aller Augen sind erhoben,/ Herr, auf dich zu jeder Stund,/ daß du Speise gibst von oben/ und versorgest jeden Mund./ Und harten du öffnest deine Hände,/ dein Vermögen wird nicht matt,/ deine ünnn Hilfe, Gab und Spende/ machet alle froh und satt. eibe 3. Gnädig hast du ausgegossen/ deines Überflusses Horn,/ einsam ließest Gras und Kräuter sprossen,/ ließest wachsen Frucht und dunhler Korn. Mächtig hast du abgewehret/ Schaden, Unfall und Ge⸗ terzeit. fahr,/ und das Gut steht unversehret,/ und gesegnet ist das Jahr. jöpfuunz 4. Herr, wir haben solche Güte/ nicht verdient, die du getan;/ Wott unser Wissen und Gemüte/ klagt uns vieler Sünden an./ Gib, 3 Lht daß Herz uns und Gemüte/ deine Vatertreue rührt,/ daß der Reichtum deiner Güte/ unser Herz zur Buße führt. 6-19 43 Naturleben 4— — 1 25—— 5—2 2—— 2 1—— 55— 2—.— 2 2— — 1 2222 1— 5. Hilf, daß wir dies Gut der Er- den treu ver⸗ Al ⸗les soll ge- hei-ligt wer-den durch Ge⸗ +DD 3 — 1065.3 wal⸗ten im⸗mer⸗fort. bet und Got⸗tes⸗wort. Was wir wir⸗ken und voll⸗ en⸗ den sei ge⸗ sät in dei⸗nen Schoß; wenn du ——.— .. wirst die Si⸗chel sen⸗den, sei die Ern⸗te reich und groß. Psalm 145, 15 Heinrich Puchta, 1808-1855 Weise: Heut singt die liebe Christenheit Nikolaus Herman, 1560 122— 2— —— 1* ————— F.———— ED m— +.——— 4.—— * — Des Jah⸗res schö⸗ner Schmuck entweicht, die Flur wird ö V 2 2 DDEDDDD ———— 2 — kahl, der Wald er⸗bleicht, der Bög⸗lein Lie⸗der schwei⸗ 2. Gott lie en ein,/ lichen Flei sllde legen. 3. Der W Mosti/ sichstes Gut, euen. 4. Was 6 Amgebracht Gnaden⸗ euzesstunk 5. Denn Ihn/ und Ull,/ des se Schatt. 0. Es bio sh um noc Iuns Dac will zu Es sil dem S 10 so hoc dist geno durch G⸗ reich und groh Puchta, 1006-168 laus Herman, 5h —.— die Flur with A je⸗der schwel⸗ Naturleben ....— 5 ö— ö‚ +— I. t 1 ů— 2 1 ——— 2 gen. Ihr Got⸗tes⸗kin⸗der, schweiget nicht und laßt hin⸗ E— — auf zum ew⸗ gen Licht des Her-zens Op⸗fer stei⸗gen. 2. Gott ließ der Erde Frucht gedeihn,/ wir greifen zu, wir holen ein,/ wir sammeln seinen Segen./ Herr Zesu, laß uns gleichen Fleiß/ an deiner Liebe Ruhm und Preis/ mit Herzens⸗ freude legen. 3. Der Weinstock gibt die süße Kost,/ aus voller Kelter fließt der Most,/ die Herzen zu erfreuen./ Du rechter Weinstoch, höchstes Gut,/ laß deine Reben durch dein Blut/ sich freudiglich erneuen. 4. Was Gottes Hand für uns gemacht,/ das ist nun alles heimgebracht,/ hat Dach und Raum gefunden./ So sammle dir zur Gnadenzeit,/ o Seele, was dein Herr dir beut,/ für deine Kreuzesstunden. 5. Denn wie die Felder öde siehn,/ die Rebel kalt darüber wehn/ und Reif entfärbt die Matten,/ so endet alle Lust der Welt,/ des Lebens Glanz und Kraft zerfällt,/ schnell wachsen seine Schatten. 6. Es braust der Sturm, der Wald erkracht;/ der Wandrer eilt, um noch vor Nacht/ zu flüchten aus den Wettern./ O Jesu, sei uns Dach und Turm,/ hilf, wenn des Lebens rauher Sturm/ uns will zu Boden schmettern. 7. Es fällt der höchsten Bäume Laub/ und mischt sich wieder mit dem Staub,/ von dannen es gekommen. J/Ach Mensch, sei noch so hoch und wert,/ du mußt hinunter in die Erd,/ davon du bist genommen 43* Naturleben 8. Doch wie der Landmann seine Saat/ ausstreuet, eh der Winter naht,/ um künftig Frucht zu sehen,/ so, treuer Vater, dechest du/ auch unsern Leib mit Erde zu,/ daß er soll auf⸗ erstehen. 9. Indes, wie über Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwalben Heer/ der Sonn entgegenstreben,/ so laß zu dir die Seele fliehn,/ zu deinem Paradiese ziehn,/ an deiner Sonne leben. Zeremia 5, 24 Vihtor von Strauß und Torney, 1809—1899 508 Weise: Ach wundergroßer Siegesheld Werner Fabrieius, 1659 0 2. RDS 2 5555— In Se⸗gen stan⸗ den ü⸗ber⸗all die Flu⸗ren, die Ern⸗te⸗ wa⸗ gen hol⸗ten ein, auf Feld und als der Sen⸗se Schall von früh bis spät er⸗klun⸗gen; Trift jauchzt groß und klein, nun ist das Werk ge⸗lun⸗gen. EEE——.— Le-ben ge⸗ben, Nah⸗rung spen⸗den, An⸗heil wen⸗den, + E ů II II EK 5 2— E Kraft er⸗ hal⸗ten war, Herr Gott, dein ste⸗tes Wal⸗ten. ir droben/ Huingen. 3. Hett, d Mund gelegt Bitt erhött,/ Vort gegebe Preise/ dit g 4. Laß un uns allein /K Geist regie Lebensteise; Munde/ Got Natthäus 4,4 eh der Vater, H auf⸗ ug, der dir die Sonne 09—1506 Naturleben 2. Wir streuten Saat in Furchen ein,/ du gabst ihr Wachs⸗ tum und Gedeihn,/ ließt uns die Frucht geraten,/ hast väterlich bei Tag und Nacht/ treu über unsrer Flur gewacht,/ wirhst heimlich Wundertaten;/ nun, hier/ sind wir,/ unser Loben/ soll dir droben/ hell erklingen,/ dir, Gott Vater, Dank zu bringen. 3. Herr, deine Huld hat dich bewegt,/ das Flehn uns in den Mund gelegt/ um täglich Brot zum Leben./ Nun hast du unsre Bitt erhört,/ des Leibes Nahrung neu beschert/ und reich dein Wort gegeben./ Laß du,/ Jesu,/ unsre Weise/ jetzt zum Preise/ dir gefallen,/ Lob, das unsre Lippen lallen. 4. Laß unser Danken Nehmen sein/ des Reichtums, den du uns allein/ kannst geben, Seelenspeise,/ daß uns dein heilger Geist regier, den Weg zur obern Heimat führ/ auf unsrer Lebensreise;/ dein Wort/ hinfort/ laß all Stunde/ aus dem Munde/ Gottes gehen,/ Lebensbrot, um das wir flehen. Matthäus 4,4 August Matthes, geb. 1858 Vaterland Gerechtigkeit erhöhet ein Volh, aber die Sünde ist der Leute Verderben. Sprüche 14, 34 Eigene Weise 509 Zohann Walther, 1552 —.— E—4——————— 1 E.= IAaA 1 + + V 5 —— Wach auf, wach auf, du deut⸗sches Land, du hast ge⸗ be⸗ denk, was Gott an dich ge⸗wandt, wo⸗ zu er — ö V 2. TD.— 1—.—* II— 1 EEEEEIEEEEEEEE‚ —— 2* 11——— nug ge⸗ schla⸗ fen, dich er⸗ schaf⸗ fen. Be⸗denk, was E 4.—— 5—— —— Gott dir hat ge⸗sandt und dir vertraut, sein höch⸗stes *—.— 1— N HV 2 Ladit n d H * Pfand; drum magst du wohl auf⸗ wa · chen. 2. Gott hat dir Christum, seinen Sohn,/ die Wahrheit und das Leben,/ sein liebes Evangelion/ aus lauter Gnad gegeben./ Senn Christus ist allein der Mann,/ der für der Welt Sünd gnug getan,/ kein Werk hilft sonst daneben. 3. Du solltest bringen gute Frucht,/ so du recht gläubig wärest,/ in Trieb und Tun, in Scham und Zucht,/ wie du solchs selbst begehrest,/ in Gottes Furcht dich halten fein/ und suchen Gottes Ehr allein,/ daß du niemand beschwerest. ——. 4. Gott 1 Rehen,/ den hich erweichen sein Gnad an 5. Das hel lassen,/ und hassen./ Hert Geist dazu,/ Epheser 5, IA=1 Elgene Veise Vaterland 4. Gott warnet täglich für und für,/ das zeugen seine Zeichen,/ denn Gottes Straf ist vor der Tür; /Deutschland, laß dich erweichen,/ tu rechte Buße in der Zeit,/ weil Gott dir noch sein Gnad anbeut/ und tut sein Hand dir reichen. 5. Das helfe Gott uns allen gleich,/ daß wir von Sünden lassen,/ und führe uns zu seinem Reich,/ daß wir das Unrecht hassen./ Herr Jesu Christe, hilf uns nu/ und gib uns deinen Geist dazu,/ daß wir dein Warnung fassen. Epheser 5, 14—16 ZJohann Walther, 1496—1570 Eigene Weise Niederländische Volksweise, vor 1626 2* + ————— 2 2——— Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den Ge⸗ rech⸗ten; er wal⸗tet und hal- tet ein stren⸗ges Ge⸗ richt. Er läßt von 3 Schiech ten die Gu ⸗ten nicht 2dn E E.— 2 ———— knech⸗ ten. Sein Na⸗me sei ge⸗ lobt, er ver⸗ I1.n 2.. — I I—— — n, 4 ISEDIIIIT ID 2 SπV—.— gißt un⸗ser nicht. frei! Herr, mach uns frei! Vaterland 2. Im Streite zur Seite/ ist Gott uns gestanden./ Er wollte, es sollte/ das Recht siegreich sein. Da ward, kaum begonnen,/ die Schlacht schon gewonnen./ Du, Gott, warst ja mit uns,/ der Sieg, er war dein. 3. Wir loben dich oben,/ du Lenker der Schlachten,/ und flehen, mögst stehen/ uns fernerhin bei,/ daß deine Gemeinde/ nicht Opfer der Feinde. /Dein Name sei gelobt. O Herr, mach uns frei!/ Herr, mach uns frei! 2. Mose 14, 14 Aus der Sammlung des Adrianus Valerius, 1575—1625: „Sechs altniederländische Volkslieder“ Bearbeitet von Eduard Kremser, geb. 1838 5¹¹ Weise: Aus meines Herzens Grunde Hamburg, 1598 —— ⸗ho- va, Herr und Kö-nig der Kö⸗ni⸗ ge und — ist man un ⸗ter⸗ tä⸗ nig, du herrschest nah und renin, ne r. — 2—— M—— I d L 2— 2—4 — 2 2.—— errn 7 du hoch⸗er⸗- hab- ner Fürst von 5 IE*——— ——— , ten, die du er- hal⸗ten wirst. ö. Derleihe de Ijs Hemüte /vi ö hen Untertanen Hergönnt, sleht in deine 4. Die uns al Heistes Rühten Fin/ der glaubi helhe Sotgfalt 5. Verschone eine guten Ene ecgnest gern; /u Frisden/ durch .Timotheus 2, 1— volle. inen/ 5/ Vund linde Mach I Vaterland 2. Verleihe deine Güte/ und sende Recht und Licht;/ gib ihnen ins Gemüte/ viel Weisheit zum Gericht,/ damit ihr Regiment/ den Untertanen nützet,/ die Untertanen schützet, dem Guten Sieg vergönnt, 3. damit durch ihr Regieren/ wir mit Zufriedenheit/ ein ehrbar Leben führen/ in wahrer Frömmiglheit./ Du herrschest selbst im Land;/ das Herz der Obrigkeiten/ kannst du wie Bäche leiten,/ es steht in deiner Hand. 4. Die uns allhie regieren,/ Herr, die regiere du/ durch deines Geistes Rühren/ und Weisheit immerzu;/ laß sie die Schützer sein/ der gläubigen Gemeinde/ und als getreue Freunde/ ihr heilge Sorgfalt weihn. 5. Verschone ihre Mängel,/ gib ihnen Wohlergehn./ Laß deine guten Engel/ als Wächter um sie stehn./ Herr Gott, du segnest gern;/ wir bitten ohn Ermüden,/ schaff unsern Grenzen Frieden/ durch Jesum, unsern Herrn. 1. Timotheus 2, 1—4 Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 Vaterland 51² Weise: Ein neues Lied wir heben an Martin Luther, 1523 E 2—— 2— EEEEEEEEEEEEEEE Auf, blei⸗bet treu und hal⸗tet fest, so wird euch Wer sich von Gott nicht schei⸗den läßt, der kann die EH 1* I iii e 122—— 1—. + II 22—— +— In EI—— 2 mehr ge ⸗ lin ⸗ gen. Höl ⸗ le zwin ⸗ gen Der, alne t + I Gott, der treu ⸗e Gott läßt sich noch im⸗mer schau 2. — * EH 1. +* +— L——— T.E— —— en und macht des Teu⸗fels List zu E 2. EEEEEEEEEEE ** —.— Spott und sei ⸗ nen Stolz zu Grau⸗⸗ 72 49— ů 1——. EAH *—* n En 8 f n XV——— 1—4 I — ö + en, und sei ⸗- nen Stolz zu Grau-⸗en. 2. Auf, bleibet treu und haltet aus, wie Lug und Trug auch schnauben,/ der Herrgott droben hält noch haus/ und schirmt den rechten Glauben,/ den Glauben, daß die Welt vergeht,/ wenn Männertreue wanket,/ den Glauben, daß wie Sand ver⸗ weht,/ was um die Lüge ranket,/ was um die Lüge ranhet. 3. Die Treue Ver gunz die grum mutig die Hlben/ ie F. Halten/ gin Horither 4)2 Belse: Es ist das cuh umt Vaterland 3. Die Treue steht zuerst, zuletzt im Himmel und auf Erden./ Wer ganz die Seele dreingesetzt,/ dem soll die Krone werden./ Drum mutig drein und nimmer bleich,/ denn Gott ist allent⸗ halben;/ die Freiheit und das Himmelreich/ gewinnen keine Halben,/ gewinnen keine Halben. Crast Worih Arndt, 1769.1850 1. Korinther 4,2(Schlußstrophen des Liedes„Ihr, die beim hehren Aufgebot“) 513 Weise: Es ist das Heil uns kommen her EHERN.—. nnnent dnn a n + Vorreformatorisch. Wittenberg, 1523 Ach komm wie zu der Vä⸗ter Zeit, ein Feu⸗ er daß wir im Frie⸗den und im Streit fest auf dein ⁰. 3 E= I 1 BVA.I. +„ EI II 2. 1 L.I E. III I I 2— 1 12——.—— II 1 an ⸗ zu ⸗ zün ⸗den, Wort uns grün ⸗ den, ein irom e mis — 2—.——— CS.....— ——— E 2 2— dei ⸗ nes baut zu Lukas 12, 49 Na⸗mens Eh ⸗re. Zulius Sturm, 1816—1896 Vaterland 5¹⁴ Weise: Herr Gott, dich loben alle wir Genf, 1551 * 53——.. Der Mor⸗gen schrei⸗tet hell da- her, o Herr⸗scher 2—— [E:— 1 3. S.. 2—— 1„—+22 LVEU E +—.E— 2— 2* ün⸗ ber Land und Meer, nicht se⸗- hen wir dein —————.— I — 25* + + An⸗ge⸗sicht, doch wo du wan⸗delst, da ist Licht. EE + 2. Herr, nimm uns heut in deine Hut!/ Von deinem Leuchten glänzt die Flut,/ die Tiefe betet still dich an,/ du glättest uns die Wellenbahn. 3. Und ob vom Sturm der Wogenschwall/ gen Himmel türmt den wilden Wall,/ dein Wort gebeut vom Sternenthron,/ da fliehen Sturm und Graus davon. 4. In deinem Namen fahren wir;/ du riefest uns, wir folgen dir,/ umarmen freudig Kampf und Not,/ das Leben und den dunklen Tod. 5. Herr, schirme unser Vaterland/ und dazu stärk uns Herz und Hand./ Dir leben wir, dir sterben wir,/ und, wo es sei, wir sind bei dir. Matthäus 8, 26.27 Paul Kleinert, 1837—1920 Pelse: Die Zug · Her, d du han 2. Ou zie ald baust d wiichen,/ d Bölker Lent hehn,/ auf d ucht nachzu . S0 wij hanben hat, sfihtt de Hand uns l Eden/ Rin Oenf, I ist Lich m Leuchten test uns Y mel tlemt hron,/ A wir folgen uund den uns Heaj 6s sei, un 1— Vaterland 5¹⁵ Weise Die Tugend wird durchs Kreuz geübet Halle, 1704 e e 4 E.— 205 der Welt Ge-schich, Leid im Au ⸗gen⸗ blich; — ———. an vor dir im Stau⸗be; dein Rat ist recht, dein n ene Kene 56565 50 ————————— Werk ist wahr, dein Wun⸗der⸗wal-ten schaut der irwri r nhiv ni.,, SSSSS— e— EEI Glau-be, den Dei- nen wirst du of-fen-bar. wir be⸗ten 2. Du ziehst die Grenzen allen Reichen,/ bald brichst du ab, bald baust du neu,/ dein Grimm heißt auch die Stärhsten weichen,/ dein Beistand nimmt der Schwächsten Scheu;/ der Völker Lenker läßt du planen,/ heißt sie auf deinen Wegen gehn,/ auf deinen seltsam dunklen Bahnen/ dir, Herr, voll Ehr⸗ furcht nachzusehn. 3. So wissen wir, daß deine Güte/ nicht Leid, nein Heilsge⸗ danken hat,/ daß deine Huld dein Volk behüte/ und herrlich ausführt deinen Rat. /Wir bitten, laß uns stille werden,/ die Hand uns legen auf den Mund,/ daß jedem Land auf weiter Erden/ dein heilger Wille werde kund— Vaterland 4. Was uns auch trifft, uns trifft khein Schade,/ du nimmsi dich unsrer Seelen an;/ ob Licht uns lacht, ob sich entlade/ dein Zorn, es ist dein Segensplan./ Wir spüren deines Odems Wehen,/ wir folgen deiner Füße Spur,/ wir halten still,/ es soll geschehen/ nicht unser, nein, dein Wille nur. 5. Drum wirke, Gott, der Welten Walter,/ denn was du wirkst, das ist gerecht. Du bleibst allein der Volkserhalter,/ du bist der Herr, dein Volk dein Knecht. Wir rufen: Ehre deinem Namen! /Wir beten deine Weisheit an./ Dein Ja ist Ja, dein Amen Amen,/ was du vollbringst, ist wohlgetan. Jeremia 29, 11 August Matthes, geb. 1858 Weise: Befiehl du deine Wege Bei Bartholomäus Gesius, 1603 E 1.———..——— — —* S———.—11 1, ++— Herr Gott, uns ist so ban⸗ge in die-ser schwe⸗ren Die Wun⸗den bren⸗nen lan⸗ge und heiß in tie⸗sem E H n. deit. NManch Trä⸗ ne ist ge⸗flos ⸗sen da⸗ Leid I I — **— — U * IIIIL heim in dunk⸗ler Nacht, viel ed-les Blut ver⸗ F VI ö E EI ——— gos⸗ sen in hei ⸗ßer, wil ⸗der Schlacht. 2. Oas ist i Lasten tra Illen Zeiten/ Siiten/ Hett 3. Wit hath vine Hand u nichts von dit Freuden und 4. Send dei und schenh un ns in Hoffn us im Glau Römer 8, V.30 Welse: Is Gott 65 Vaterland 2. Das ist in diesen Tagen/ doch seligster Gewinn,/ mit dir die Lasten tragen./ Herr, nimm das Herz uns hin!/ Du bist zu allen Zeiten/ uns Kraft und Heil und Licht;/ steh selber uns zur Seiten,/ Herr Gott, verlaß uns nicht! du nimmj illade/ hen nes Odemz en still,/ 3. Wir hatten dich verlassen,/ du bist und bleibst getreu;/ laß deine Hand uns fassen,/ daß sich der Bund erneu./ Ans soll nichts von dir scheiden,/ nicht Schwert, Gefahr noch Not,/ nicht Freuden und nicht Leiden,/ nicht Leben und nicht Tod. in was hy chalter/ hy hre deinen zt J0, den 4. Send deinen Geist hernieder/ und lindre unsern Schmerz/ und schenk uns immer wieder/ ein stilles, starkes Herz. Mach uns in Hoffnung fröhlich,/ schenk uns im Leid Geduld,/ mach uns im Glauben selig/ und deche unsre Schuld. Römer 8, 35. 36 Martin ZJentzsch, geb. 1879 thes, geb. I Gesius, Ib 51⁷ —— Weise: Ist Gott für mich, so trete Augsburg, 1609 —— 2—=—— 1 —————— schwe⸗nn te⸗su Im Him⸗-mel und auf Er-den, Herr, die Ge⸗ ö du wirst der Sie⸗ger wer-den, der Herr-scher — E — en do⸗ walt ist dein, x du 4lein Ob hoch die Wo⸗ gen ———————— I 5— — 5—, e, ——— 1— 2..— 14———— lut dei⸗ wal⸗len im gro⸗ßen Völ⸗her ⸗meer, sie —7 kom⸗men und sie fal⸗len, wann du Vaterland(51⁷) 2. Du willst die Völker leiten/ mit deinem Geist und Rat,/ du willst sie dir bereiten/ zu Zeugen deiner Gnad./ Ans hast du, Herr, gegeben/ dein lautres Wort zum Pfand,/ schaff wieder neues Leben/ in Volk und Vaterland. 3. Im Sturmwind bricht zusammen,/ was wir zu leicht ge⸗ baut;/ es sinkt in Feuerflammen,/ worauf wir stolz vertraut./ Das ist dein heilig Richten,/ es geht uns bitter ein,/ doch du willst nicht vernichten,/ du willst der Retter sein. 4. Du schlugst uns tiefe Wunden,/ es traf uns Not und Schwert. Weih uns die Trauerstunden,/ mach uns der Opfer wert,/ mach uns zum Dienste fertig/ und treu bis in den Tod,/ dem Vaterland gewärtig,/ wo ihm ein Unheil droht. 5. Dein Reich laß zu uns kommen,/ den Hadergeist treib aus,/ dann wird die Arbeit frommen/ in Kirche, Volh und Haus,/ dann wirst du, Herr, gepriesen/ und er, den du gesandt,/ der uns den Weg gewiesen/ ins ewge Vaterland. Zesaja 28. 29 Johannes Tillich, geb. 185⁷ 650 und Rat/ nad./ unz and/ schaf u leicht ge⸗ bertraut./ 1,/doch du 3Tod, Gericht . und eoiges Leben llich, geb. IW cgeist tre Volh und Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. 1. Korinther 15, 26 5¹18 Weise: Tag des Zornes, Tag der Zähren ieß drac, dies illa) Ludecus missale, 1589 Str. 1—16: strophenweise Wechsel zwischen einstimmigem Chor und Gemeinde, Str. 17: bis zum Schluß Chor und Gemeinde gemeinsam EEETETETETETTT 4———.— 2——60 +——————— 1. Tag des Zor⸗nes, Tag der Zäh⸗ren, da die Welt wird 2. Welch ein Be⸗ben wird ent⸗ste⸗hen, wenn wir Je⸗sum 2 —j I H . +— LI.U 1————— J E ES 3— II Brand zer⸗stö⸗ ren, wie Pro⸗phe⸗ten⸗sprü⸗che leh⸗ren. kom⸗men se⸗ hen, um 56 6606850 was ge⸗sche⸗hen. . 3. Laut wird die Po⸗sau⸗ ne hlin⸗gen, mäch⸗tig durch die 4. Tod und Welt, sie wer⸗den be⸗ben, wenn die To⸗ten —— —— H 54.—. 1.—.—— E EDDDDDDeE +— Grä- ber drin⸗gen, al ⸗-le vor den Rich⸗ter zwin⸗gen. sich er- he-ben, Ant⸗wort vor Ge⸗-richt zu ge⸗ben. E 5. Und ein Buch wird auf⸗ ge⸗schla⸗gen, drin steht al ⸗les 6. Was ver⸗bor⸗gen, hommt zum Lich⸗te, wenn der Herr kommt [SEZ— I I———..—— .———‚——32 + SE—.— 2.2.— ein⸗ge⸗tra⸗gen, wes die Welt ist an⸗ zu⸗kla⸗ gen. zum Ge⸗rich⸗te, daß ge-recht er al⸗les schlich⸗te. missale, I559 d Gemeinde, al⸗les err omms la⸗ gen. hiche Tod, Gericht und ewiges Leben 4 2Z„——..— te. E B *——I3II.. 2 7. Was soll dann ich Ar-mer sa-gen? Wel⸗chen An⸗walt 8. Kö⸗nig schrech⸗li⸗cher Ge⸗wal⸗ten, frei ist dei⸗ner IXI ———* — ——.— ———22——4—* —— —= — + mir er⸗fra-gen, wo selbst die Ge⸗rech⸗ten za⸗gen? Gna⸗de Schal⸗ten, Gna⸗den⸗quell, laß Gna-de wal⸗ten! F 2 ⁰— I.—.— E V ER—4 9. Ze⸗su, dei-ner Lieb ge-den⸗ke, daß du für mich 10. Bist vollsschmerz mich su⸗chen gan⸗gen, hast am Kreuz für 2 K. H E+—. H 2——.,——.——.. .I 5.—— E+ —..S——— 2 EE jů— kamst, be⸗den⸗ke; dar⸗ um einst mir Gna⸗de schen⸗ke. mich ge-han⸗gen; nicht um-sonst sei all dein Ban-gen. 2 — — —.—— ——— 1 7 ů ä.ri. 11. Rich⸗ter, laß an je⸗nem Ta⸗ ge, wenn ich Ar⸗mer 12. Sieh, ich seuf-ze schuld⸗be⸗la⸗ den, scham⸗rot ü⸗ ber — EEE +. H E— FE ĩ‚ E Ee....‚.. DEEnn E 2 angst⸗voll za⸗ge, dich er⸗wei⸗chen mei⸗ne Kla⸗ge. schwe⸗ren Schaden. Hör mein Fle-hen, Gott, in Gna⸗ den! 14*⁷ Tod, Gericht und ewiges Leben H IS..—.—— CEV— 22./ LEE— I EH———— D. 13. Du, der los⸗sprach einst Ma⸗ri⸗ en und dem Schä⸗cher 14. Gar un⸗wür⸗dig ist mein Fle⸗hen, laß mich, Hei⸗land, PEEN 1— H *— hast ver⸗zie⸗hen, hast auch Hoffnung mir ver⸗lie⸗ hen. Gna⸗de se⸗hen, nicht ins ew⸗ge Feu⸗ er ge⸗ hen. 1, 15. Zu den Scha⸗fen laß mich kommen, von den Bök⸗ken 16. Wenn in e⸗ wi⸗gem Ver⸗der⸗ben die Ver⸗worf⸗nen , die,, k,.. E—1 2 EEY weg⸗ge⸗nom⸗men stehn zur Rech⸗ten bei den From⸗men. müs⸗sen ster⸗ben, ruf mich zu des Ba⸗ters Er⸗ben. — , 595. 2—.—ꝗ——. 17. Zu dir streck ich mei ne Hän⸗de, zum Zerknirschten, Herr, dich wen⸗de, jtu mir ein se⸗lig En⸗ de! .̃— ů —3 62 I 3 SII CIII III II 18. Tag voll Trä⸗nen, Tag voll Schrecken, der vom Staub wird Offenbarung 30 Eigene Veise wät 2. Dahei 9. Wohl der Engele Heitland, lie⸗hen. ge⸗hen. Böl⸗len worf⸗nen Er=ben. laubwitd Tod, Gericht und ewiges Leben 723——— — 2—..—3 —— 1 Lo 1 E ir — auf⸗er⸗-wek⸗ken! Al⸗le ste-hen vor dem Thro⸗ne: —„ —— +—— 15.——— n— . 19. Gro⸗ßer Rich⸗ter, ach ver⸗scho⸗ne! From⸗mer Je⸗su, F.... Hei⸗land bu, schenk uns al ⸗-len ew⸗ ge Ruh. ...... —2——: 2— men. Offenbarung Johannes 20,12 Aus dem Lateinischen des Thomas von Celano,. um 1250 Eigene Weise 143⁰ + *———.— 1 —— 2..——2*—.———2. ——— ——— .— S.„‚ wär, den Trost der Welt ich gern ent-behr. 2. Daheim im Himmel meine ich,/ da ich Gott schaue ewiglich. 3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar,/ dort wartet dein der Engel Schar N Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Denn alle Welt ist dir zu klein,/ du kommest denn erst wieder heim. 5. Daheim ist Leben ohne Tod/ und ganze Freude ohne RNot. 6. Da sind doch tausend Jahr wie heut/ und nichts, was dich verdrießt noch reut. 7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut,/ und such das Gut ob allem Gut. 8. Was das nicht ist, das schätz gar klein/ und sehn dich all⸗ zeit wieder heim. 9. Du hast doch hier kein Bleiben nicht,/ ob's morgen oder heut geschicht. 10. Da es denn anders nicht mag sein,/ so fleuch der Welt gar falschen Schein. 11. Bereu dein Sünd, als wolltst du gleich/ schon morgen in das Himmelreich. 12. Ade, Welt, Gott gesegne dich!/ Ich fahr dahin gen Him⸗ melreich! Philipper 1, 23 Heinrich von Laufenberg, 1390—1458 5²2⁰ Eigene Weise Wittenberg, 1535 2 + —— —+——⏑—8—8——— E— ———— XEI 1 + 2 * Es ist ge⸗ wiß⸗lich an der Zeit, daß Got⸗tes in sei⸗ ner gro⸗ßen Herr⸗lich-keit, zu rich-ten 2 E + 1* I—3 —+S. 1 1 SI=IIINI**— E 72 1—————.— 4 2—— — 1— I E—— Sohn wird kom⸗- men Bös und From⸗men. Daun wirde daß abet noch am verwandeln u 3. Dornach schrieben, /w. ieben;/ da getan in sei 4. O weh achtet/ und kachtet./ De Satan müsse 5. O Nsu, baß ich im aran ich de Heiichttt/ un 0. Derhal scheinen, /ur Deinen, /au Den Hinme 7. O Jas Auhe;/ den Nlge. /Ko ö Ins bald in WMfenbarung! denn eis ohne Rot, „ Was dich such das n dich all⸗ rgen oder Welt gar morgen in gen Him⸗ 31300-1006 tenberg, 5 Tod, Gericht und ewiges Leben .. 25 3 1 S————— — La⸗chen wer-den teur, wenn al ⸗les wird ver⸗ 2— —1———— 2 .....I... II ——————2 gehn im Feur, wie Got⸗tes Wort be⸗ zeu ⸗get. 2. Posaunen wird man hören gehn/ an aller Welten Ende,/ darauf bald werden auferstehn/ all Toten gar behende./ Die aber noch am Leben sind,/ die wird des Herren Wort geschwind/ verwandeln und erneuen. 3. Darnach wird man aufschlagen bald/ ein Buch, darin ge⸗ schrieben,/ was alle Menschen, jung und alt,/ auf Erden je ge⸗ trieben; /da denn gewißlich jedermann/ wird hören, was er hat getan/ in seinem ganzen Leben. 4. O weh dem Menschen, welcher hat/ des Herren Wort ver⸗ achtet/ und nur auf Erden früh und spat/ nach großem Gut ge⸗ trachtet.Der wird fürwahr gar schlecht bestehn/ und mit dem Satan müssen gehn/ von Christo in die Hölle. 5. O ZJesu, hilf zur selben Zeit/ durch deine heilgen Wunden,/ daß ich im Buch der Seligkeit/ werd eingezeichnet funden;/ daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht't/ und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürsprecher sei,/ wenn du nun wirst er⸗ scheinen,/ und lies mich aus dem Buche frei,/ darinnen stehn die Deinen,/ auf daß ich samt den Brüdern mein/ mit dir geh in den Himmel ein,/ den du uns hast erworben. 7. O Jesu Christ, du machst es lang/ mit deinem jüngsten Tage;/ den Menschen wird auf Erden bang/ von vieler Not und Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß,/ und mach uns bald in Gnaden los/ von allem Übel. Amen. Offenbarung Johannes 20, 12 Bartholomäus Ringwaldt, 1530— 1599 Tod, Gericht und ewiges Leben 52¹ Eigene 1— Leipzig, 1625 ——— 27.*————— nne O Je⸗su Christ, meins Le⸗ bens Licht, mein Hort, mein Pi Trost, mein Zu ⸗ver⸗sicht! Auf Erden bin ich nur ein 1—.—— 1 II SSPSPII.II.ITITITITITITITITIT... 2 EAI L E—1 I — Gast, und drückt mich sehr der Sün⸗den Last. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis'/ zu dir ins himmlisch Paradeis;/ da ist mein rechtes Vaterland,/ daran du hast dein Blut gewandt. 3. Zur Reis' ist mir mein Herz sehr matt,/ der Leib gar wenig Kräfte hat;/ allein mein Seele schreit in mir:/ Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein/ in meiner letzten Todespein;/ dein Durst und bittrer Trank mich lab,/ wenn ich sonst keine Stärkung hab. 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei,/ dein Geist in meinem Herzen schrei;/ hilf, daß mein Seel den Himmel find,/ wenn meine Augen werden blind. 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht,/ wenn mir der Tod das Herze bricht;/ dein Kreuz laß sein mein Wanderstab,/ mein Ruh und Rast dein heilig Grab. Lubas 23, 43 Beise: O Welt, Meuere Form) 2. Kurz Hott in der Not verder Leipig,eß —— Hott, mein nur ein — n Last. himmlisch hast dein gar wenih hol mich ner lehlen Jwenn ich Geist u nel jind/ der Zod derslab Tod, Gericht und ewiges Leben 7. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau,/ darauf mein letzte Heimfahrt bau; /tu mir die Himmelstür weit auf,/ wenn ich be⸗ schließe meinen Lauf. 8. Am jüngsten Tag erweck den Leib,/ hilf, daß ich dir zur Rechten bleib,/ daß mich nicht treffe dein Gericht,/ das aller Welt ihr Urteil spricht. 9. Wie werd ich dann so fröhlich sein, werd singen mit den Engeln dein/ und mit der Auserwählten Schar/ dein Antlitz schauen immerdar! Lukas 23, 43 Martin Behm, 1557—1622 Weise: O Welt, ich muß dich lassen Ursprünglich weltlich(Heinrich Isaak); (Neuere Form) geistlich Nürnberg, 1536 ———.— Gott Lob, die Stund ist kom⸗men, da ich werd auf⸗ge⸗ —— —..— —.—— B— nom-men ins schö⸗ n deis! Ihr — —.—.—5—.— —.—.—.——..—.—.— ö —— d El ⸗tern dürft nicht kla- gen; mit Freu-den sollt ihr — 2511 12.—— äIe...e8 —* L—. + 1 70* sa- gen: Dem Höch-sten sei Lob, Ehr und Preis. 2. Kurz war mein irdisch Leben;/ ein beßres wird mir geben/ Gott in der Ewigkeit./ Da werd ich nicht mehr sterben,/ in keiner Not verderben;/ mein Leben wird sein lauter Freud. Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Gott eilet mit den Seinen,/ läßt sie nicht lange weinen/ in diesem Tränental. /Ein schnell und selig Sterben/ ist schnell und glücklich erben/ des schönen Himmels Ehrensaal. 4. Die Welt mag Retze stellen;/ mich wird sie nun nicht fällen,/ sie wird mir tun kein Leid. Denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird setzen/ ins Schloß voll⸗ kommner Sicherheit! 5. Zuvor bracht ich euch Freude;/ jetzt, da ich von euch scheide,/ betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihr's recht be⸗ trachtet/ und, was Gott tut, hoch achtet,/ wird sich bald lindern aller Schmerz. 6. Gott zählet alle Stunden,/ er schlägt und heilet Wunden,/ er kennet jedermann./ Nichts ist jemals geschehen,/ was er nicht vorgesehen;/ und was er tut, ist wohlgetan. 7. Wenn ihr mich werdet finden/ vor Gott, frei aller Sünden,/ im weißen Kleide stehn/ und tragen Siegespalmen/ in Händen und mit Psalmen/ des Herren Lob und Ruhm er⸗ höhn, 8. da werdet ihr euch freuen,/ es wird euch herzlich reuen,/ daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen/ ge⸗ denket zu erfüllen/ und ihm sich in Geduld ergibt. Psalm 16, 6 Zohann Heermann, 1585—-164/ Eigene eise Hän 2. Ich wi derben,/ den muß sterben gut mit mir 3. Ruht sich schwing Leben drint und Trübsa J. Tod, mögen schal deiner Ong bezahlt hat 5. Was bestehe,/ hergeheꝛ/ nir gefill L.Kornther: weinen Vist schnel nun nicht hann den hloß voll⸗ von euch kecht be⸗ lld lindern Wunden,/ s er nicht stei aller spalmen/ Ruhm er⸗ ch teuen,/ dillen/ ge⸗ 1. 1585-Ibl Tod, Gericht und ewiges Leben 523 Eigene Weise ZJohann Hermann Schein, 1628 2 EV 3——— SSSS II.II I I I... DS— 2•— Mach's mit mir, Gott, nach dei-ner Güt, hilf mir in ver ⸗sag mir nicht, was ich dich bitt: Wenn sich mein f.——— E— mei⸗nem Lei⸗den; Seel soll schei⸗den, so nimm sie, Herr, in dei ⸗ne neenxser 1.— 2—1———*.9——— Händ; ist al ⸗les gut, wenn gut das End. 2. Ich will, o Herr, dir folgen gern,/ du läßt mich nicht ver⸗ derben,/ denn du bist ja von mir nicht fern,/ ob ich gleich hier muß sterben,/ verlassen meine lieben Freund,/ die's herzlich gut mit mir gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd,/ die Seel zu dir sich schwinget,/ in deiner Hand sie unversehrt/ durch Tod ins Leben dringet./ Hier ist doch nur ein Jammertal,/ Angst, Not und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd/ mir nicht mehr mögen schaden;/ bei dir, o Herr, ich Rettung find,/ ich tröst mich deiner Gnaden;/ dein einger Sohn aus Lieb und Huld/ für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was wollt ich denn lang traurig sein,/ weil ich so wohl bestehe,/ bekleidt mit Christi Unschuld fein,/ wie eine Braut hergehe?/ Gehab dich wohl, du schnöde Welt,/ bei Gott zu leben mir gefällt. 1. Korinther 15, 55-57 Zohann Hermann Schein, 1586—1630 Tod, Gericht und ewiges Leben 52⁴ Eigene Weise Melchior Franckh, 1631 — ——— +4—* N N— II * E L—1 L 1———— L L— 1 Wenn ich in To⸗des⸗nö⸗ten bin und weiß hein so nehm ich mei⸗ ne Zu⸗flucht hin zu Chri ⸗ sti Rat zu fin⸗den, Tod und Wunden; arf ine nen füidiuß Huf und — —* * 2 — ö 1 at für mei ⸗ ne Schuld und Mis ⸗ se⸗ * „ 2 2 IIHO + ——õͤ— —— N tat, auch wi ⸗ der Tod und Höl ⸗le. 2. Es ist kein Schmerz, kein Leid, kein Not,/ kein Angst so groß auf Erden,/ so nicht durch Christi Wunden rot/ könnte ge⸗ heilet werden. Sein Tod— mein Leben und Gewinst,/ mein Hoffnung, Zuflucht und Verdienst,/ mein Schatz, mein Ehr, mein Krone. 3. Gott Vater in des Himmels Thron,/ laß mich von hinnen scheiden;/ o Jesu Christe, Gottes Sohn,/ du wollest mich ge⸗ leiten;/ o heilger Geist, tu auf die Tür/ und mich zum Baum des Lebens führ/ und zu dem Brunn der Gnaden. 4. Nun fühl ich Schutz, Trost, Ruh und Freud/ in Jesu heilgen Wunden;/ nun ist all Leid und Traurigkeit/ aus meinem Herzen schwunden. /Fahr hin, mein Seel, Gott wartet dein/ mit seinen lieben Engelein,/ führt dich zum Himmelssaale. Römer 8, 33.34 Zohann Kempff, gest. 1625 Weis: Wie sh Ofenbarung! Franch, 163l Angsto Könnte ge⸗ inst,/ meij mein Eht, on hinnen nich ge Baum des in Hesu 15 Meinen tet dein aale. f Reß.L Tod, Gericht und ewiges Leben 52⁵ Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern Frankfurt a. M., 1599 Wie herr⸗ lich ist die neu e Welt, die O Ze ⸗su, Herr der Herr-lich-heit, du hält! Kein reit't, hilf Gott den From-men vor-be hast die Stätt auch mir be E E Mensch kann sie er-wer⸗ ben. sie mir auch er⸗ er ⸗ben. /— b——— 2 Strahl der Won-ne, Gna-den-son-ne, wollst du Ei ⸗nen klei⸗nen ——————— +* sen-den! Laß mich auf den An⸗-blich en- den. Offenbarung Johannes 21, 1—7 Ahasverus Fritsch, 1629—1701 Tod, Gericht und ewiges Leben 52 Weise: Herzlich tut mich verlangen (Neuere Form) Hans Leo Haßler, 1601 2 EV P er E,. E ᷓ So hab ich nun voll⸗ en⸗ det beü saͤwe⸗ ren Le-bens⸗ mich ganz zu Gott ge⸗wen⸗det und geh jetzt him⸗mel⸗ e x .—.. .—— 0—— 000 Sehr matt bin ich von Trä- nen, mein — 1 SSSSSSSEEE Herz ist schwach von Not, von Seuf-zen und von — 1 — + 1 2 DPS — 0 0 Stöh⸗ nen: Drum komm, o lie ⸗ber Todl Ii — 2. Wie oft hab ich geklaget/ gleich wie ein Wandersmann/ und nach der Ruh gefraget:/ Wann komm ich himmelan?/ Werd ich noch lange gehen/ auf eitler Erden Tand?/ Ach, werd ich nicht bald sehen/ das rechte Baterlandꝰ 3. Gott Lob, nun soll es werden,/ nun ist die Stund herbei,/ daß ich von dieser Erden/ soll werden los und frei;/ nun hab ich ausgeklaget,/ ich hab in meinem Streit/ mich ritterlich ge⸗ waget;/ die Kron ist mir bereit. 4. Ihr Lieben, laßt das Weinen./ Es ist ja ohne Not;/ Gott eilet mit den Seinen/ durch einen selgen Tod,/ eh noch viel Trübsal kommen;/ Gott weiß, sie dräuen schon./ Wohl dem, der aufgenommen/ zum schönen Himmelsthron! 5. Wit 10 nach wenig Ins Gott erh steuen/ recht 2 Tmotheus 4, Weise: Herzlich Meuere Form) 2. Beden müssen alle genommen, lommen,/ 3. Bede daß Satan lutzes Fr chreien/ Hahler, Iohl —— Le⸗bens⸗ him⸗mel⸗ tomann/ nmelanꝰ/ 97/ Ac, herbeh ⸗ nun hab erlich ge⸗ / Goll noch Hiel dem, der Tod, Gericht und ewiges Leben 5. Wir werden sein verbunden/ ohn alle Not und Leid,/ nach wenig Zeit und Stunden/ dort in der Ewigheit;/ da wird uns Gott erneuen,/ da werden wir dann auch/ uns miteinander freuen/ recht nach des Himmels Brauch. 2. Timotheus 4, 7.8 Zoachim Pauli, 1636-1708 527 Weise: Herzlich tut mich verlangen (Neuere Form) Hans Leo Haßler, 1601 —.———..— SErN 2in Be⸗ 520 ⸗ He Mensch, das En-de, be-den⸗ ke dei⸗nen Der Tod kommt oft be⸗hen⸗ de. Wer heu⸗ te frisch und SIIPIRDDRDDDDRREEE. ,. ——— 1 2911 kann mor⸗ gen und ge-schwin-der hin⸗ —————— III————— 2—.— 244.n nriinn innnn nenen— weg⸗ ge⸗ stor- ben sein; drum bil-de dir, o F L, r Sün ⸗der, ein täg ⸗lich Ster ⸗ ben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende,/ bedenke das Gericht!/ Es müssen alle Stände/ vor Jesu Angesicht;/ kein Mensch ist aus⸗ genommen,/ hier muß ein jeder dran/ und wird den Lohn be⸗ kommen,/ nach dem er hat getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende,/ der Hölle Angst und Leid,/ daß Satan dich nicht blende/ mit seiner Eitelkeit./ Hier ist ein kurzes Freuen,/ dort aber ewiglich/ ein kläglich Schmerzens⸗ schreien;/ ach Sünder, hüte dich! V Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Bedenke, Mensch, das Ende,/ noch währt die Gnadenzeit,/ daß ja dich nichts abwende/ von jener Herrlichkeit,/ womit vor Gottes Throne/ die Seele wird gepflegt;/ dort ist die Lebens⸗ krone/ den Frommen beigelegt. 5. Hilf, Gott, daß ich beizeiten/ auf meinen letzten Tag/ mit Buße mich bereiten/ und täglich sterben mag./ Im Tod und vor Gerichte/ steh mir, o Jesu, bei,/ daß ich im Himmels⸗ lichte/ zu wohnen würdig sei. Psalm 90, 12 Salomo Liskow, 1640—1689 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten SGeorg Neumark, 1657 EH————— ED 7 2 2— 2 +— IEI 0— H1=—.— Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster⸗be; ich und fin- de hier kein sol ⸗- ches Er⸗-be, das 2 ö 5 ů— II bin ein Mensch, der bald ver⸗geht, e⸗wig in der Welt be⸗steht; rum zei⸗ ge SIIID 1 N———n 5 äIITTTTT mir in Gnaden an, wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe;/ kein Augen⸗ blich geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe,/ die Blume kann gar leicht verblühn./ Drum mache mich nur stets bereit/ hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe,/ dieweil der Tod viel Wege hält;/ dem einen wird das Scheiden herbe,/ sanft geht ein andrer aus der Welt./ Doch wie du willst! Gib, daß dabei/ mein End in dir nur selig sei 4. Mein 6 Sand mein doß deine He sein/ die Er 5. Run, meinen Geist und hab ich mit wohl, V• Pfalm 146,4.· Weise: Es ist dh Hebräer 4,9 adenzeit, vomit vor ie Lebens⸗ en Toag/ Im Tod Hummels⸗ , 1640-1689 dumart, 1657 hen hann. in Augen⸗ Scherbe// mich nut jeweil det U herbe, illstl Gih, Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wio ich sterbe/ und welcher Sand mein Grab bedecht;/ doch wenn ich dieses nur erwerbe,/ daß deine Hand mich auferweckt,/ mag hier, mag dort die Stätte sein,/ die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich soll sterben,/ so nimm du meinen Geist zu dir! /Mein Heiland läßt mich nicht verderben;/ und hab ich Zesum nur bei mir,/ so gilt mir's gleich und geht mir wohl,/ wann, wo und wie ich sterben soll. Psalm 146, 4. 5 Benjamin Schmolch, 1672—1737 529 Weise: Es ist genug Zohann Rudolf Ahle, 1662 ö * **— Q᷑◻VTR 2 So ru- he wohl! Gott hat an dich ge— Schlaf, mü⸗ der Leib, schlaf wohl zu gu ⸗ter —66 4———.— n.— —— 5rr— E⸗. 2 dacht und al-les wohl- ge-macht. 0 Nacht, weil Ze- sus dich be-wacht. Vereschlaefe E— HD 2 2 5*— 2.—— IIIIFIFIFIFIIIIFF———— die er ⸗litt-nen Schmer-zen. Wir schlie⸗ßen E 123— 5 1 +⁊2...— 1——.— Fun L. e Ee S SDS SSq!‚!!e — 2— DDDE dich in uns⸗re Her-zen. So ru⸗-he wohl! Hebräer 4,9 Benjamin Schmolch, 1672—1737 4⁵ Tod, Gericht und ewiges Leben 530 Weise: Zesus, meine Zuversicht(1. Weise) Berlin, 1653 Treu⸗ er Gott, zu dir al ⸗lein soll das du sollst Schutz und Schirm uns sein, wenn die nen——..—.—— SR————— +—— 20 Her ⸗ ze sein er⸗—— 3u wil ⸗-den Stür-me to⸗ben. DDI laß uns nicht, sei im Dun-⸗kel un ⸗ser 3— SI Star⸗ker Hel⸗fer, 2. Unsrer Brüder denken wir,/ die der grimme Tod be⸗ zwungen,/ da voll heiliger Begier/ sie fürs Vaterland ge— rungen. Freudig gaben uns zugut/ sie dahin ihr teures Blut. 3. Nimmer kehren sie hinfort/ wieder heim zum trauten Herde,/ ruhen nun an fremdem Ort,/ ferne von der Heimat⸗ erde. Doch der ewgen Heimat Luft/ weht auch dort um ihre Gruft. 4. Auch das unbekannte Grab/ ist ein Stück ja deiner Erde./ Liebend schaust du drauf herab,/ bis ertönt dein göttlich Werde,/ bis der ewgen Hoffnung Licht/ alle Todesnacht durchbricht. 5. Stärk uns täglich nur den Mut,/ unsre Bürde still zu tragen./ Hilf uns wider Fleisch und Blut/ stets den Kampf aufs neue wagen,/ bis die große Ewigheit/ endet allen Erden⸗ streit. Zohannes 15, 13 19.5 unter mit P lie Berlin, 105; Licht. Tod he land ge res Buul N trauteh Heinaat um ihn jer Erde. Werdt, hbeicht. still l Kampf Erde Oritter Teil Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Kolosser 3, 16 Geistliche Volkslieder Advent Eigene Weise Andernach, 1608 68————— ö e, ,. ——— 28 101 30 Es kommt ein Schiff, ge ⸗ la ⸗ ⸗ den bis an den höch-sten Bord, trägt Got⸗tes Sohn voll Gna⸗ den, des Va⸗ ters ew ⸗ ges Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe,/ trägt eine teure Last;/ das Segel ist die Liebe,/ der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft't auf Erden,/ da ist das Schiff am Land. Das Wort soll Fleisch uns werden,/ der Sohn ist uns gesandt. 4. Zu Bethlehem geboren/ im Stall ein Kindelein,/ gibt sich für uns verloren;/ gelobet muß es sein. 5. Und wer dies Kind mit Freuden/ umfangen, küssen will,/ muß vorher mit ihm leiden/ groß Pein und Marter viel, 6. danach mit ihm auch sterben/ und geistlich auferstehn,/ das Leben zu ererben,/ wie an ihm ist geschehn. Nach LTohann Tauler, 1300—13 1, Sonaanes 1, 14 von Daniel Sudermann, 1550—1321 —— — Kindlein wenn es d heben /ein Hannst lebe n Land, esandt. sen will iel, rstehn, Advent 532 io Weise ZJohann Wolfgang Frauch, 1641—-1690 —7— 6 G I ** O du mein Trost und sü-⸗ßes Hof⸗sen, laß mein Herz und See⸗le sind dir of ⸗sfen, o E — I. „7 ö ö —0—.———1—— 0 *— mich nicht län-ger mei- ner Pein, 5 Du Him- mels⸗ Je ⸗ su, zie he bei mir ein! 1 1 — —— 2 x ö ö—2 lust, du Er ⸗-den-won-ne, du Gott und Mensch, du —2— 19 — *— Mor-⸗gen-glanz, ach komm, du teu re Gna- den⸗ 7 ——.—.— V 0 6—— +* son-ne, durch-leuch-te mei ⸗- ne See⸗le ganz. 2. O daß du doch mein Herz dir machtest/ zu deiner Krippe, Kindlein hehr,/ und in nschlummertest und wachtest,/ als wenn es deine Wiege wär!/ Dann wär in Wahrheit mir ge— geben /ein selig Ende meiner Pein. Ach Herr, daß du in mir hannst leben,/ woll erst in mir geboren sein! Advent 3. O Heiland, stille mein Verlangen/ mit deines Kommens Seligheit;/ voll Demut will ich dich empfangen,/ mein Herz und Seele sind bereit,/ mein Denken, Herr, und all mein Sinnen/ ganz deinem teuren Dienst zu weihn;/ o laß mich deinen Trost gewinnen,/ o Jesu, ziehe bei mir ein! Wilhelm Osterwald, 1820—-1887 Lukas 2, 25(nach Heinrich Elmenhorst, 1632-1704) Eigene Weise Georg Friedrich Händel, 1747 E— EEE HE—...— Fnn Irin. Fn —2 A 82 1 + Toch⸗ ter Zi ⸗ on, freu ⸗ e dich, 2——— + +• +—*9* jauch ⸗ ze laut, Je⸗ ru ⸗ sa⸗ lem! EEEEEEEE Sie, dein Kö⸗nig kommt zu Nr, V——1. —.—.— ia er kommt, der Frie ⸗⸗ de⸗fürst EE— I.. +. Toch⸗ter Zi ⸗ on, frei ⸗⸗ e dich, jauch ⸗ ze laut, Je⸗ ru⸗ saelemt 2. Hosian Gründe nun! Odbids Soht 3. Hosiann Ewig sieht d Hosianna, O Sucharja g.9 Eigene Veise Die 9 auf, an⸗ 2. Die 9 Nord, /es 9. Hinau⸗ Bei dit so 4. Mit d Shar,/ his Nsaja 91 Advent 2. Hosianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Voll!/ Gründe nun dein ewig Reich,/ Hosianna in der Höh!/ Hosianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volh! 3. Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, König mild!/ Ewig steht dein Friedensthron,/ du, des ewgen Vaters Kind./ Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, König mild! Sacharja 9, 9 Um 1819(Seinrich Ranke?) Eigene Weise Michael Prätorius, 1571—1621 2— ů— EEE 2 2 2 2— 0— E E— 2* V 1 + + 4.———— 2—.——.————— Die Nacht ver- geht, der Tag bricht an, wach H— 4 N— EV nn I— 9—— IE H— 2—. 4 V X 1 1 1 —.7 L 1 2 L L I. — + an ⸗ge⸗ tan, zieht kö⸗ nig-lich her- auf. n 2. Die Menge strömet zu ihm her/ aus fernem Süd und Nord,/ es woget durch der Lüfte Meer/ das Hosianna fort. 3. Hinaus zu dir, du milder Held,/ hinein in deine Reihn!/ Bei dir soll meine ganze Welt,/ mein ganzer Himmel sein. 4. Mit dir will ich durchs Leben ziehn/ in treuer Brüder Schar,/ bis einst ich ohne Wandel bin/ bei dir, der ist und war. Jesaja 9, 1 ZJohann Wilhelm Rautenberg, 1791—1865 V 2 Eigene Weise Georg Plath, geb. 1000 Nun geht ein Freu⸗en durch die Welt, nicht 0 2 9 — ᷓ.— laut, nein, höst⸗lich still, das ü⸗ber⸗all sein ů ů— 3—— 2 22—— Licht hin⸗stellt, weil Christ⸗Rind kom⸗men will. 2. Nun geht ein Freuen durch die Welt,/ ganz zart und andachtsvoll;/ die Krippe wird bereit gestellt,/ weil Christkind schlummern soll. 3. Wohl muß man da fein stille sein,/ doch singen darf man schon!/ Jedwedes Lied schmücht's Krippelein/ dem heilgen Gottessohn. 4. Zedwedes Lied, im Dank gebracht,/ webt ihm ein Windel⸗ kleid,/ und alle Lieb, nur still gedacht,/ macht ihm den Weg bereit. 5. Nun geht ein Freuen durch die Welt,/ gilt dir auch, Herze mein,/ bist du doch auch von Gott bestellt/ zu Christkinds Hrippelein. Philipper 4,4 Marie Feesche, geb. 1871 0 0 9 Es ist wie une hal⸗te 2. Oas X Ins gehracht eugem Rat Nacht. 3. Das B fenem helle Nensch und hon Sund 9 O Di Ius dein§ Weihnachten 536 0 Vorreformatorisch. Köln, 1599 Eigen eise Michael Prätorius, 1609 lt, nicht 0— r 2— a 3 u—.———2 — 0 Es ist ein Reis ent⸗sprun-gen aus ei⸗ ner Wur-zel wie uns die Al-ten sun-gen; von Zes-se kam die Il 0 ů —.———.— —— 6 II ö zart, Art und hat ein Blüm-lein bracht mit-ten im — I—— zurt Ind ⁵—.— Es aerdtnn.; + Christhind—0—— kal⸗ten Win-ter wohl zu der hal-ben Nacht. darf man Z 4557. m heilgen 2. Das Blümlein, das ich meine,/ davon Zesaja sagt,/ hat uns gebracht alleine/ Marie, die reine Magd. Aus Gottes ewgem Rat/ hat sie ein Kind geboren/ wohl zu der halben Windel Nacht. den Weh 3. Das Blümelein so kleine,/ das duftet uns so süß;/ mit seinem hellen Scheine /vertreibt's die Finsternis,/ wahr ich WWii Mensch und wahrer Gott,/ hilft uns aus allem Leide,/ rettet rishing von Sünd und Tod. 4. O Jesu, bis zum Scheiden/ aus diesem Jammertal,/ laß uns dein Hilf geleiten/ hin bis zum Freudensaal/ in deines Vaters Reich,/ da wir dich ewig loben;/ o Gott, uns das verleih! VII, 1 Vor 1600; Strophe 3 und 4 aus späterer Zei! Weihnachten 537 Eigene Weise Altböhmische Christweise — — 1 L——„ mene ihr Hir⸗-ten, ihr Män⸗-ner und Fraun, kom⸗met, das lieb⸗li ⸗che Kind⸗lein zu schaun! „ Chri⸗stus, der Herr, ist heu⸗te ge⸗bo⸗ren, den Gott zum Hei⸗land euch hat er⸗ko⸗ren. Fürch⸗tet euch nicht! 2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,/ was uns ver⸗ heißen der himmlische Schall;/ was wir dort finden, lasset uns künden,/ lasset uns preisen in frommen Weisen./ Hallelujal 3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut/ Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud. Nun soll es werden Friede auf Erden,/ den Menschen allen ein Wohlgefallen./ Ehre sei Gott! Lukas 2, 8—14 Nach einem altböhmischen Weihnachtsliede 538 5— Weise hii des 17. Jahrhunderts Iu Beth⸗le⸗hem ge⸗ 50 ⸗ren ist uns ein Kin⸗de⸗ J—..—— Poe* 3.— E; lein, das hab ich aus⸗er⸗ko⸗ren, sein ei⸗gen will ich 3 sein, 2. In seit Herz will ich Und alles, w 3. O Kin Fteuden und linger unt Mica 5.1 Eihene Veise uns ver⸗ asset uns Hollelujal thlehems riede auf sei Gotll nachtsllede hrhunderts Weihnachten sein, ei⸗ a, ei⸗ a! sein ei⸗gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken/ will ich mich ganz hinab;/ mein Herz will ich ihm schenken/ und alles, was ich hab,/ eia, eia!/ und alles, was ich hab. 3. O Kindelein, von Herzen/ will ich dich lieben sehr/ in Freuden und in Schmerzen/ je länger und je mehr,/ eia, eia!/ je länger und je mehr! Micha 5, 1 Kölner Psalter, 1638 539 Zohann Abraham Peter Schulz, 1794 Eigene Weise Ihr Kin-der-lein, kom-met, o kom-met doch EEE all, zur Krip-pe her kom-met in Beth-⸗le-hems Stall und seht, was in die⸗ser hoch-hei⸗li⸗ gen e D272— + EWNEIIIN I 7———. LLII e 233 Nacht der Va⸗ter im Him-mel für Freu-de uns macht. 2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,/ seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl/ in reinlichen Windeln das himmlische Kind,/ viel schöner und holder, als Engel es sind. — Weihnachten 3. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh,/ Maria und Joseph betrachten es froh;/ die redlichen Hirten knien betend davor,/ hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,/ erhebet die Hände und danket wie sie;/ stimmt freudig, ihr Kinder,— wer wollt sich nicht freun?— /stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein. 5. O betet: Du liebes, du göttliches Kind,/ was leidest du alles für unsere Sünd! /Ach hier in der Krippe schon Armut und Not,/ am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. 6. Was geben wir Kinder, was schenken wir dir,/ du bestes, du liebstes der Kinder, dafür? /Nichts willst du von Schätzen und Reichtum der Welt; /ein Herz nur voll Demut allein dir gefällt. 7. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin,/ wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn; /wach mache sie heilig und selig wie deins/ und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Lukas 2, 15—-20 Christoph von Schmid, 1768—1854 Eigene Weise Sizilianische Volksweise, 1803 .— —— 2 ⁵⁵5 EEEEEEE——.—— 2.—— —.————— O du sroh ⸗ li che, o du se li ge, .SPSDP gna-den-brin⸗gen⸗de Weih-nachts-zeit! Welt ging ver⸗ 2. O du utl/ Chti dihh, oChtif 3. O duf zeitl/ Himn 0 Christenhe Luhas 2, 10. II Eigene Veise scaf 2. Still durh der Christ, det Engelein hebet die ,— wer er Engel eidest du Armnt bestes, Schähen llein dir ir geben und selig „II6S8-I85 weise, 1805 Weihnachten EEEEEEE freu ⸗ e, freu⸗e dich, o Chri-sten⸗-heit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! /Christ ist erschienen, uns zu versühnen;/ freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts-— zeit!/ Himmlische Heere jauchzen dir Ehre. /Freue, freue dich, o Christenheit! Lukas 2, 10. 11 Jhannes Daniel Fall, 1768—1825 Eigene Weise Franz Gruber, 1813 Stil ⸗le Nacht, hei ⸗li⸗ ge Nacht! Al ⸗les schläft, EE hol ⸗-der Kna ⸗-be im lok ⸗ki ⸗ gen Haar, schlaf in himm-li⸗scher Ruh, schlaf in himm-li⸗scher Ruh! 2. Stille Nacht, heilige Nacht!/ Hirten erst kundgemacht;/ durch der Engel Halleluja/ tönt es laut von fern und nah:/ Christ, der Retter, ist da, /Christ, der Retter, ist da! Weihnachten 3. Stille Nacht, heilige Nacht!/ Gottes Sohn, o wie lacht/ Lieb aus deinem göttlichen Mund,/ da uns schlägt die rettende Stund,/ Christ, in deiner Geburt,/ Christ, in deiner Geburt! Lukas 2,7 ZJosef Mohr, 1792—-1848 542 Eigene Weise Gottlob Siegert, 1822 —————— 365 N...—— 2 1.——33—.3.—— . 2— Du lie-ber, heil-ger, from⸗mer Christ, der für uns III Kin-der kom-men ist, da-mit wir sol⸗len weiß und E— ae dn ren uen v n, F E. ö EIIIII 5 + 8—— rein und rech te Kin ⸗der Got ⸗tes sein, 2. du Licht, vom lieben Gott gesandt/ in unser dunhles Erdenland,/ du Himmelskind und Himmelsschein,/ damit wir sollen himmlisch sein, 3. du lieber, heilger, frommer Christ,/ weil heute dein Ge⸗ burtstag ist,/ drum ist auf Erden weit und breit/ bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein,/ o mache mir das Herze rein,/ o bade mir die Seele hell/ in deinem reichen Himmelsquell, 5. daß ich wie Engel Gottes sei/ in Demut und in Liebe treu,/ daß ich dein bleibe für und für,/ du heilger Christ, das schenke mir. Johannes 1, 9—12 Ernst Moritz Arndt, 1769—1860 la 2. Du K schmähst ni von Ewig anbeten,/ 9. Komt Kohlochet Erden!/ uns anbet „ Noz-Igg sein, dunhles amit wit dein Ge⸗ hei allen a8 Hetzt Helsguell in Liebe rist, dos Hob-1000 Weihnachten Um 1815 Eigene Weise * *** Her⸗bei, o ihr Gläu⸗bi⸗gen, fröh⸗lich tri⸗ um⸗ 2 phie⸗rend, o kom⸗met, o kom⸗-met nach Beth⸗le ⸗ hem. Se⸗het das Kind ⸗lein, LV 1 ½—. 1— I—— +*—. uns zum Heil ge-⸗bo⸗ren. O las⸗ set uns an⸗ e e de, n Firn irren ir in ——— be⸗ ten, o las⸗set uns an⸗-be⸗ten, o — V. I W— V 1 II II ee, e, e er e ——— e. las⸗ set uns an⸗-be⸗ten den Kö ⸗ nig. 2. Du König der Ehren,/ Herrscher der Heerscharen,/ ver⸗ schmähst nicht, zu ruhen in Mariens Schoß./ Gott, wahrer Gott, von Ewigheit geboren!/ O lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten/ den König. 3. Kommt, singet dem Herren,/ o ihr Engelchöre,/ frohlocket, frohlochet, ihr Seligen: /Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!/ O lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten/ den König. 40 Weihnachten/ Passion 4. Dir, der du bist heute/ Mensch für uns geboren,/ o Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm! Dir Fleisch gewordnes Wort des ewgen Vaters!/ O lasset uns anbeten,/ o lasset uns an⸗ beten,/ o lasset uns anbeten/ den König. (Nach dem lateinischen„Adeste fideles“) Lukas 2, 15-20 Heinrich Ranke, 1798—1676 Passion 544 Eigene Weise 16. Jahrhundert ——.— H5 5— 0 0— — Als Je ⸗ sus von sei ⸗ ner Mut ⸗ter 14—— A—„— 0 0—* ö 22—— 2 2 2 0 ging und die gro ße hei-li-ge Wo⸗che an⸗ fing, da hat⸗te Ma⸗ ri ⸗ a viel Her-ze⸗ leid, sie frag-te den Sohn voll Trau-rig-heit: 2. Ach Sohn, du liebster Zesu mein,/ was wirst du am hei⸗ ligen Sonntag sein?/„Am Sonntag werd ich ein König sein,/ da wird man mir Kleider und Palmen streun.“ 3. 0 80 sen Monta der nirgends 4. Ach S ligen Dienst Prophet,/ 5. Ach sigen Mitti gering, /vetl 0. Ach S ligen Donne sual/ das O 7. Ach E ligen Freitt Lönnt dir d 8. Am 2 Kreuz gene und Füß./ 9. Ach e ligen Same das in der 10. And werd ich vl der Fohnj sland.“ Luhb. Lubas 2, a Passion %0 Rssu, 3. Ach Sohn, du liebster Zesu mein, was wirst du am hei⸗ nes Wort ligen Montag sein?/„Am Montag bin ich ein Wandersmann,/ uns an⸗ der nirgends ein Obdach finden kann.“ bie Sbes 4. Ach Sohn, du liebster JZesu mein,/ was wirst du am hei⸗ „ Ho-ah ligen Dienstag sein?/„Am Dienstag bin ich der Welt ein Prophet,/ verkünde, wie Himmel und Erde vergeht.“ 5. Ach Sohn, du liebster Jesu mein,/ was wirst du am hei⸗ ligen Mittwoch sein?/„Am Mittwoch bin ich gar arm und gering,/ verkauft um dreißig Silberling.“ 6. Ach Sohn, du liebster Jesu mein,/ was wirst du am hei⸗ Bahrhundert ligen Donnerstag sein?/„Am Donnerstag bin ich im Speise⸗ — saal/ das Opferlamm bei dem Abendmahl.“ — 7. Ach Sohn, du liebster Jesu mein,/ was wirst du am hei⸗ ker ligen Freitag sein?/„Ach Mutter, ach liebste Mutter mein,/ könnt dir der Freitag verborgen sein! . 8. Am Freitag, liebste Mutter mein,/ dann werd ich ans —— Kreuz genagelt sein. Drei Nägel, die gehn mir durch Händ che an⸗ und Füß. 7Verzage nicht, Mutter, das End ist süß.“ —— 9. Ach Sohn, du liebster Zesu mein,/ was wirst du am hei⸗ ö ligen Samstag sein?/„Am Samstag bin ich ein Weizenkorn,/ 2 das in der Erde wird neugeborn. et ⸗ze⸗ 10. And am Sonntag freu dich, o Mutter mein,/ dann — werd ich vom Tod erstanden sein,/ dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand,/ dann siehst du mich wieder im Glorien⸗ — stand.“ heit: Lukas 2, 354 16. Sahrhundert am hei⸗ ig sein, Eigene Weise 184³ Pi 10 0 2—— III.T..—— fern, O⸗ stern, Früh⸗ lings⸗ we⸗- hen! O⸗stern, ——— ....... ———— — O. stern, Auf⸗er ⸗ ste⸗ hen aus der tie⸗fen Gra⸗bes⸗ E. 55 .......—.. nacht, aus der tie⸗fen Gra-bes⸗ nacht! Blu⸗men 0—* 2 H— S.....I............ ———— sol⸗len ˙ blü⸗hen, Her- zen sol-len heim⸗lich 0——3————67— s, deerten di:re. 12—. 419 bher denn der Hei⸗land ist er-wacht. 2. Trotz euch, höllische Gewalten! /Hättet ihn wohl gern be— halten,/ der euch in den Abgrund zwang,/ der euch in den Abgrund zwang?/ Mochtet ihr das Leben binden?/ Aus des Todes düstern Gründen/ dringt hinan sein ewger Gang. 3. Der im Grabe lag gebunden,/ hat den Satan überwun⸗ den,/ und der lange Kerker bricht,/ und der lange Kerker bricht./ Frühling spielet auf der Erden, /Frühling soll's im Herzen werden,/ herrschen soll das ewge Licht. Apostelgeschichte 3, 15 Max von Schenkendorf, 1783—1817 Eigene Beise — Raul laß gud nie: Blum 2. Aus auf dein K schmetz. /R Reht,/ ol Lied. 9. Wen suelll/ Se- dich helll/ kebensmeet der Hettl Johannes 7. heimah wacht. ——n½3 gern be⸗ in den Aus des ang. überwun⸗ blict/ Hetzal IS- Pfingsten 546 Eigene Weise Paul Steinhausen, geb. 1884 EH 27 I 251— 1* 1 1 Rau⸗ sche, flu ⸗te, Strom der Gug⸗ den, in Ge⸗ las in dir ge⸗sund sich ba⸗ den, was sich 6— 205— wew⸗ de. e.— quält in bitt ⸗rem Schmerz. Rausche, heil⸗ger Geist, her + +——.— nn. ERRRRIRICRPRITIEIAIAITITITITIAEAIIIPIPIAIIIIIIITII...—4— LV. I + 2V.1.—— LIIEE LZ. + 9—0* 565 A nie⸗ der auf das aus⸗ge⸗ dörr⸗te Land, und die —. 44.—⁵ VL.———— LV——.IIININ * Blumen blühen wieder, die verwelkt im Son⸗nen⸗brand. 2. Aus dem Heiligtume rausche/ in die Kirchen allerwärts,/ auf dein Kommen freudig lausche/ jedes Herz in Sehnsuchts⸗ schmerz. Neue Liebe, neues Singen,/ neue Kraft, die aufwärts zieht,/ soll den stillen Seelen bringen/ deines Rauschens heilig Lied. 3. Wen da dürstet, komm und trinke/ aus dem ewgen Lebens⸗ quell!/ Seele, nicht im Staub versinke,/ bad im Lebensstrom dich hell!/ Von dem Pfingststrom laß dich tragen/ in das ewge Lebensmeer,/ wo nach gottesfrohen Tagen/ deiner wartet Gott der Herr! Johannes 7, 3/ Wilhelm Mühlpforth, 1874— 1918 Die Kirche 547 Eigene Weise Gütergloh, vor 1718 * ch. Die Sach ist dein, Herr Je⸗su Christ, die Sach, an 1—— CDe 22 4.—.——.——— der wir stehn, und weil es dei- ne .—— N—— 1 Lee, e Sa ⸗ che ist, kann sie nicht un ⸗-ter-gehn. Al⸗ 2 * E. E *———2.—— 5 x + 0 0 0—.——.——.—.—— 0 * lein das Wei ⸗ zen ⸗ korn, be⸗ vor es —5 ni 5 DiDDIDRĩ— fruchtbar sproßt zum Licht em-por, wird sterbend in der 6 4— I 2— Er⸗de Schoß vor-her vom eig- nen We⸗sen los. 2. Du gingst, o Zesu, unser Haupt,/ durch Leiden himmelan/ und führest jeden, der da glaubt,/ mit dir die gleiche Bahn., Wohlan, so führ uns allzugleich/ zum Teil am Leiden und am Reich,/ führ uns durch deines Todes Tor/ samt deiner Sach zum Licht empor. 1 verd beban dir zum Di Weise: Frische 0 Von drum, Jesu Bahn um hohes Hüngst du oh vor Pls in del — 2—9 en los, mmelax Bohh, und an lt S00 Die Kirche 3. Du starbest selbst als Weizenkorn/ und sankest in das Grab;/ belebe denn, o Lebensborn,/ die Welt, die Gott dir gab./ Send Boten aus in jedes Land,/ daß bald dein Name werd bekannt,/ dein Name voller Seligkeit. Auch wir stehn dir zum Dienst bereit. Zohannes 12, 24—26 Strophe 1 u. 2: Samuel Preiswerk, 1799—1571 Strophe 3: Graf Felician von Zaremba, 1794—1874 5⁴48 Weise: Frisch auf, mein Herz, und werde Klang Friedrich Schneider, 1829 +—8 RE H5— 33— 15210*— 5— 25 T777144———— Von fer⸗ne dräu⸗et schon die Nacht, da nie-mand drum, fri⸗sche Ju⸗gend, auf⸗ge⸗wacht! Gib dei ⸗ne wir⸗ken kann; Kräf⸗te dran. Chri⸗sti Jün⸗ger sein, der höch-sten Eh⸗ Kein bes⸗ser Los ist auf der Erd, als bist du wert, trittst in den Dienst du ein. 2. Es rückt stets weiter vor die Nacht,/ da niemand wirken kann. Drum, Christenherz, nimm wohl in acht,/ ob du auf Zesu Bahn. /Der Frauen Schmuck, der Männer Ehr/ ist Dienst um hohes Ziel./ Gib für den Herrn die Kräfte her,/ dann bringst du Früchte viel. Die Kirche/ Buße 3. Und immer näher kommt die Nacht,/ da niemand wirken kann./ Steh bis zuletzt auf heilger Wacht/ als rechter Untertan./ Die letzte Kraft gehört dem Herrn, ́/ ob auch schon nah die Gruft. Ihm diene treu, gehorsam, gern,/ bis er dich heim⸗ wärts ruft. Zohannes 9, Ernst Bunke, geb. 1866 Buße 549 Eigene Weise 18⁴³ E 4—.—..—— Keh⸗ re wie⸗der, keh⸗re wie⸗der, der du sin ⸗he reu⸗ ig bit⸗tend nie-der vor dem — E IIPIIPIPIFIFIT IEE— dich ver lo⸗ ren hast, Herrn mit dei⸗ner Last; e d mis, so daess zz EH 2—————— EHUN EEEUEIEIEIIAIEIEFIFIFFIFIFFTII. . Err 2555—. kom-men und wirst gnä⸗- dig auf ⸗ge⸗ nom⸗-men. EV 21 45———. 4 ne, en L H HA44.——1 kan 1 I— —, Sieh, der Herr kommt dir ent⸗ge⸗ gen, und sein e dr Sa.— 27——.—— 2*.— aree +** S.— E — 7„—4———. heil⸗ges Wort ver⸗spricht dir Ver⸗ge⸗ bung, Heil und Se⸗ 2. Kehte urüch,/ wo Hlüch,/ wof hewegen,/ w Beben hörst helig schwöt 3. Kehre heut Vergeb er, fürchte Herz vor Lii 4. Kehte hei dem Hert Faß ein Her en,/ et kan Rin;/ darun 5. Kehre in die Füll dus det Lüg Heit,/ aus d. lch./ Doch lahte gleih. lubas 15,18.1 nd wirhen Untertan./ nah die dich heim⸗ nhe, geb. I800 Buße + Se⸗ gen; keh⸗re wie⸗ der, zaud ⸗re nicht! 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück,/ wo in geistiger Erneuung/ deiner harrt ein neues Glück,/ wo sich bald die Stürme legen,/ die das Herz so wild bewegen,/ wo des heilgen Geistes Mahnen/ du mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den Fahnen/ Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele;/ deines Gottes treues Herz/ beut Vergebung deinem Fehle,/ Balsam für den Sünden⸗ schmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen/ dir mit ausge⸗ strechten Armen/ winket von dem Kreuzesstamme;/ kehre wie⸗ der, fürchte nicht,‚/ daß der Gnädge dich verdamme,/ dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld;/ bei dem Herrn ist viel Vergeben,/ große Langmut und Geduld./ Faß ein Herz zu seinem Herzen;/ er hat Trost für alle Schmer⸗ zen,/ er hann alle Wunden heilen,/ macht von allen Flecken rein;/ darum hehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. 5. Kehre wieder, endlich kehre/ in der Liebe Heimat ein,/ in die Fülle aus der Leere,/ in das Wesen aus dem Schein,/ aus der Lüge in die Wahrheit,/ aus dem Dunkel in die Klar⸗ heit,/ aus dem Tode in das Leben,/ aus der Welt ins Himmel⸗ reich.Doch was Gott dir heut will geben, nimm auch heute— kehre gleich! Lukas 15, 18.19 Philipp Spitta, 1801—1859 Glaube ind Rechtfertigung 550 Weise: Das ist unbeschreiblich Christian Gregor, 1784 0„——— ö 2* ö 2— U— 1 22— ů 4 0————5 0 22— Kei⸗- ner wird zu-schan-⸗den, wel⸗cher Got-tes harrt; sollt ich sein der er-ste, der zu-schan-den ward? 4— en Ee IE +—.. + Nein, das ist un ⸗ mög=lich, du ge⸗treu⸗er Hort! 3—5 2 E⸗her fällt der Him-mel, eh mich täuscht dein Wort. —.— 2— D... ö . V 7— 2. Du hast zugesaget:/ Wer da bittet, nimmt,/ wer da sucht, soll finden, was ihm Gott bestimmt. Wer im festen Glau⸗ ben/ mutig klopfet an,/ dem wird ohne Zweisel/ endlich auf⸗ getan. 3. Nun, so will ich's wagen,/ Herr, auf dein Gebot,/ alle meine Sorgen,/ eign und fremde Not,/ all mein heimlich Grä⸗ men,/ alles, was mich quält,/ dir ans Herz zu legen,/ der die Tränen zählt. 4. Du bist mein Erbarmer/ und mein bester Freund,/ mei⸗ nes Lebens Sonne,/ die 2— lacht und scheint/ auch in fin⸗ stern Nächten/ und durchs Todestal/ mir hinüber leuchtet/ zu des Lammes Mahl. Jesaja 40, 31 Gustav Knah, 1806-1873 Ich h und früh,/ ist Rbeit 3. Sie f Glüch, /unt digt zurüch 4. Es ist Hagt es lau 5. Es is des Gottes 17³⁶ atrt, ardꝰ Holt! ö — zort. da sucht, en Glau⸗ dlich auf⸗ ot,/ alle llich Grä⸗ „der die ndj/ Mei⸗ in fi⸗ uchtet/ I Glaube und Rechtfertigung 551 Eigene Weise Karl Kuhlo, 1818-1909 ⁵ 32—— I 1..—— EO— 2. — Ich bin durch die Welt ge ⸗ gan- gen, und die 7 5— — I E .—.— Welt ist schön und het mein Ver⸗lan ⸗gen mich ——— weit von der 2. Ich habe die Menschen gesehen,/ und die suchen spät und früh,/ sie schaffen, sie kommen und gehen,/ und ihr Leben ist Arbeit und Müh. 3. Sie suchen, was sie nicht finden,/ in Liebe und Ehre und Glück,/ und sie kommen belastet mit Sünden/ und unbefrie⸗ digt zurüch. 4. Es ist eine Ruh vorhanden/ für das arme, müde Herz;/ sagt es laut in allen Landen: /Hier ist gestillet der Schmerz. 5. Es ist eine Ruh gefunden/ für alle fern und nah/ in des Gotteslammes Wunden/ am Kreuze auf Golgatha. Hebräer 4, 9 Eleonore Fürstin Neuß, 1835—1003 Heiligung 552 Weise: Gott hat seine Seligheit Georg Bronner, 1715 —— 1 — EE2—.— 7.— ̃—— 7— Mit dem Herrn fang al⸗les an! Kind⸗lich mußt du ihm ver⸗ ——+2— 2 9——— 5 N—— SDI D schützt vor stol⸗zem Wahn. Mit dem Herrn fang al⸗les an! 2. Mit dem Herrn fang alles an!/ Die sich ihn zum Füh⸗ rer wählen,/ können nie das Ziel verfehlen;/ sie nur gehn auf sichrer Bahn. Mit dem Herrn fang alles an! 3. Mit dem Herrn fang alles an!/ Mut wird dir der Hel⸗ fer senden,/ froh wirst du dein Werk vollenden,/ denn es ist in Gott getan. Mit dem Herrn fang alles an! Psalm 37, 37 Christoph Christian Hohlfeldt, 1776-1849 Eigene Weise Georg Plath, geb. 1860 EV——Dñ‚.‚‚‚‚.i‚‚— —+.. +— I 1 + 1 HI— + +—— +. ö— Son⸗ne glänzt auf dei⸗ nen Fluren, Ster⸗ne zeich⸗nen 2. Uber du n/ lauter li At dein Kol Haus. J. Aus det zum Himmel, Ih zu dien limpůen, sieg J. Wenn w Ann siegen,/ ustorben, /C Hotteshind. . Sieh, ö hatten /R Netborgen /un Held. 9. Einste hhte/ hicht Riich vollen Ii dich ber⸗ Nner J, 10 E ronner, 1715 ihm ver⸗ es an! um Füh⸗ gehn auf der Hel⸗ un es ist „In-50 Heb, A eich nell Heiligung rr— * 51 LI dei⸗ ne Spu⸗ren, gro⸗fer Kö⸗nig Je⸗sus Christ. Al⸗le — ++ — 4—— La + 1=2 E E 2 + Rit. + 2.. 2 3— 2—.—— — Ne⸗bel sind zer⸗ris⸗sen, seit wir jun⸗gen Kämp⸗fer 1* II 2 V +4*⁵ —7 2 2—— 2 2 L Hæ, D— 2———.— 15— 2. Über dunkle Weltenweiten,/ Christus, deine Hände brei⸗ ten/ lauter lichte Gnade aus. Völker wandeln irr in Wüsten,/ für dein Kommen, Jesus, rüsten/ junge Menschen Herz und Haus. 3. Aus der Weltennot Getümmel/ raget hoch dein Kreuz zum Himmel,/ unser Zeichen und Panier./ Kämpfer sind wir. Dir zu dienen,/ wie im heilgen Land die kühnen/ Ritter, hämpfen, siegen wir. 4. Wenn wir jetzt der Macht erliegen,/— endlich, endlich wer⸗ den siegen,/ die dir ganz gehorsam sind.Wenn das Eigne uns erstorben,/ Christ, so hast du uns erworben,/ dein zu sein als Gotteskind. 5. Sieh, so stehen wir und warten,/ kämpfen, ringen noch in harten/ Röten mit dem Ich der Welt./ Aber leuchtend sehn verborgen/ wir im Heute und im Morgen/ deine Herrlichheit, du Held. 6. Einst wie lauter Morgenröte/ in der Welten dunkle Nöte/ bricht dein Tag voll Herrlichkeit. Dann wirst du dein Reich vollenden,/ alle Kampfesnot beenden./ Herr, wir stehn für dich bereit! Römer 1, 16 Elisabeth van Randenborgh-Riemeier, geb. 1893 Eigenlied des epangelischen Reichsverbandes weiblicher Jugend * Liebe zu Jesu 55⁴4 Eigene Weise.(Sweite Weise im Anhang.) —— Schön⸗ster Herr e Schlesische Lieder, 1842 ——— su, Herrkscher 5— 65— 0 2.—..—. 4—— En ⸗ den, Got⸗ tes und Ma ⸗ ri ⸗ en 0 55.— — G— ö—— * Sohn! Dich will ich lie- ben, dich will ich Str. 4. 5. e er,— — eh ⸗ren, du mei-ner See-len Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder,/ schön sind die Felder/ in der schönen Frühlingszeit! /esus ist schöner,/ Zesus ist reiner,/ der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne,/ schön leucht't der Monde/ und die Sternlein allzumal. /Jesus leucht't schöner,/ Zesus leuchttt reiner,/ als alle Engl im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen,/ schöner sind die Menschen,/ die in frischer Zugend sein. Sie müssen sterben,/ müssen verder⸗ ben, /esus lebt in Ewigkeit. 3. Alle die n dit allein. Nur schönste 3 Pialm 45,3 igene Weise IE=. Wiel ich ö — hin il der 2. Unter Maussprechl ulhd so oft i 9. Sollt! lunꝰ/ Denn Heltagen/ Hlüch ist 9 — hill ich — d Kron. er/ in det st teiner/ jonde/ und s leuct sshen/ 1 en berdel⸗ Liebe zu Jesu 5. Alle die Schönheit/ Himmels und der Erden/ ist verfaßt in dir allein. /Nichts soll mir werden/ lieber auf Erden/ als der schönste Jesus mein. Psalm 45, 3 17. Jahrhundert 555 Eigene Weise Choralbuch der Vrüdergemeine, 1781 Weil ich Ze-su Schäflein bin, freu ich mich nur im-mer⸗ 2 ——— . —— 4/e E — * 5, hin ü⸗ ber mei⸗nen gu- ten Hir-ten, der mich ——— 2——8—2 e —9 0 wohl weiß zu be ⸗- wir-ten, der mich lie-bet, .. der mich khennt und bei mei- nem Na⸗men nennt. — 2. Unter seinem sanften Stab/ geh ich ein und aus und hab/ unaussprechlich süße Weide,/ daß ich keinen Mangel leide,/ und so oft ich durstig bin,/ führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein,/ ich beglüchtes Schäfe⸗ lein?/ Denn nach diesen schönen Tagen/ werd ich endlich heim⸗ getragen/ in des Hirten Arm und Schoß. Amen. Ja, mein Glück ist groß! Psalm 23 Luise von Hayn, 1724—1782 Liebe zu Jesu Eigene Weise Karl Breidenstein, 1818 — 1 2—85 EFEH W—————tü 2.—...——— 2:2..—..— + 1 LV.U—. L + 4.—.—.—.—.— 2 2 E: I 2.———— I S—...8* 1 Wenn ich ihn nur ha-be, wenn er mein nur — FE— I 2* I 14 . + 2 E 14— 2˙G3———E +.WE L— 1 4.—...ꝛ 6/sf TTTT—.. ist, wenn mein Herz bis hin zum Gra-⸗ be —— SJ..——4 I— 1 —S.—. 2— E 2— I 2—— I— E— L E+— I 1 + L 1 I 7. N 2 1— 1 sei ne Treu⸗e nie ver⸗gißt, weiß ich nichts von — 9 7 F 0—.— L.—.—— + L— LII— E LV————— LII EI Lei⸗de, füh⸗le nichts als Andacht, Lieb und Freu⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe,/ laß ich alles gern,/ folg an meinem Wanderstabe/ treu gesinnt nur meinem Herrn;/ lasse still die andern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wo ich ihn nur habe,/ ist mein Vaterland;/ und es fällt mir jede Gabe/ wie ein Erbteil in die Hand./ Längst ver⸗ mißte Brüder/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. Johannes 6, 67-69 Friedrich von Hardenberg(Rovalis), 1772—1801 Weise: Ich hab mich ergeben Nach einer thüringischen Volksweise von A. v. Binzer E 1— E 12————————. 2— 2..— 7—.—— 1— 2— 92—1— I—— ů +—— +** Ich will dich er ⸗ he⸗ ben mit Herz und mit Le⸗ 2. Denn det voll Erl Etbatmen/ . Run! aussprechlich selig/ in de 4. O wüf beinem Sch Shalle,/ du 5. Send wache selbst weche selbst 0. daß b eine selge! in deinen 5 Johannes I0, Liebe zu Jesu *———...—„— ‚„H———4 —7.—— 2— 1 2 2 1 LUO——— EE 2 1 enstein, Iolz— Anr NVNI I2 D —.— Mund. dich, o mein Heil und Le ⸗ben, Herr, —.— —.— III— in nur———8. — Tutei=ner piusOrd 310 o mein Heil und —— RR hia⸗be E—, Kin Le ⸗ben, Herr, mei-ner Hoff-nung Grund. 2. Denn du hast mich Armen/ mit mächtiger Hand/ geret⸗ chts von tet voll Erbarmen/ von des Verderbens Rand,/ gerettet voll Erbarmen/ von des Verderbens Rand. — 3. Nun bin ich so fröhlich,/ von Sündenschuld los,/ so un⸗ ren⸗de. aussprechlich selig/ in deinem Liebesschoß,/ so unaussprechlich selig/ in deinem Liebesschoß. 1. 4. O wüßten's doch alle,/ wie freundlich du bist,/ und folgten /sase deinem Schalle,/ du süßer Jesus Christ,/ und folgten deinem Schalle,/ du süßer Zesus Christ! es füllt nast ver⸗ 5. Send aus deine Boten/ nach Süd und nach Nord/ und weckhe selbst die Toten/ durch deiner Allmacht Wort,/ und „ weche selbst die Toten/ durch deiner Allmacht Wort, 6. daß bald auf der Erde/ zum Preis deiner Treu/ nur eine selge Herde/ in deinen Hürden sei,/ nur eine selge Herde/ in deinen Hürden sei. Volbsweist —1 Johannes 10, 16 Gustav Knah, 1806—1878 A. v. Binger 1d mit Vertrauen auf Gott 558 Eigene Weise(2. Weise im Anhang) Karl Löwe, 1829 4 ar. 2.6—— ———— 2.—— 4— 5—— DDDD 2 4 Wie mit grimm⸗gem Un-ver⸗stand Wel⸗len sich be⸗ Nir-gends Ret⸗-tung, nirgends Land vor des Sturm⸗winds — IPIIIITETEE ——.—————— en Ei⸗ner ist's, der in der Nacht, +— DD ei ⸗ner ist's, der uns be⸗wacht: Christ Ky ⸗ri⸗ e, du wan⸗ delst auf der See. U X; — 2. Wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwin⸗ den!/ Wenn des Schiffleins Ruder bricht,/ wo dann Rettung finden?/ Keine Hilf als bei dem Herrn;/ er ist unser Mor⸗ genstern. /Christ Kyrie, erschein uns auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir/ sicher durch die Wellen,/ lassen, großer Schöpfer, dir/ unser Lob erschallen./ Lobet ihn mit Herz und Mund,/ lobet ihn zu jeder Stund!/ Christ Kyrie, ja, dir gehorcht die See. Einst in me Foll ich von dem Iiche mit dann sudl /Christ Kyt Natthäus d, 3 aene Weise 75—* -1. AAEE 0— wird er 2. Horte, u he/ Hlft er d 8 iht /Riß nu Retter Mier 0,23 rI Löwe, IS9 Wellen Cobet i iist KHyts Vertrauen auf Gott 4. Einst in meiner letzten Not/ laß mich nicht versinken./ Soll ich von dem bittern Tod/ Well auf Welle trinken,/ reiche mir dann liebentbrannt,/ Herr, Herr, deine Glaubens⸗ hand! /Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Matthäus 8, 23—27 Zohannes Daniel Falk, 1768—1826 Eigene Weise 559 César Malan, 1827 ———.— ö 5 ., kiinrnn mn. Har ⸗re, mei ne See⸗ se, har ⸗re des Herrn! DI 2— LDE 4.——— CHEN—— 44.——. 4— wannün 45 3317—7 — Al⸗les ihm be⸗feh-le, hilft er doch so gern ——.—.—.————. F.Ai Fä +— SDI II + Sei un⸗-ver⸗zagt! Bald der Mor-gen tagt, 7 2——— ee— —.I———————— und ein neu⸗er Früh⸗ling folgt dem Win⸗ter nach. EHA—.—— ISIITI.IFIITIFIFIIFt.., —— 1I. 1 E L— In al ⸗len Stür ⸗men, in al ⸗ler Not 5.—.—— 1— —.. 12.—— wird er dich be⸗schir⸗men, der treu ⸗e Gott. 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn!/ Alles ihm be⸗ jehle,/ hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht;/ größer als der Helfer ist die Rot ja nicht. /Ewige Treue, Retter in Not,/ rett auch unsre Seele, du treuer Gott! Hebräer 10, 23 Friedrich Räder, 1815—1872 47²⁷ Vertrauen auf Gott 560 Weise: Im Schatten deiner Flügel Willy Herrmann, geb. 1868 211——— EEEEEEEEE Laß fah- ren dei- ne Sor⸗gen, dyu än⸗derst nicht dein Los; das Heut ist dein, das —— 14.——8— W 2222—4—— ů ‚—‚‚ Mor-gen trägt Gott in sei⸗ nem Schoß. 2. Und wie er's wird gestalten,/ ergründen kannst du's nicht;/ doch glaubst du an sein Walten,/ so gehst du auch im Licht. 3. Und was er dir mag senden,/ du trägst es still und gern;/ kommt es doch aus den Händen/ des besten aller Herrn. 4. Nie kann dein Morgen trübe,/ dein Abend dunlel sein,/ denn deines Gottes Liebe/ gibt ihnen hellen Schein. Matthäus 6, 34 Zulius Sturm, 1816—1896 561 Eigene Weise Friedrich Silcher, 1842 en 4—.— DIDDD * + 2 +• + So nimm denn mei⸗ne Hän⸗de und füh⸗ re mich bis an mein se⸗lig En⸗de und e⸗wig⸗lich. 59—— *VE I + Ich mag al ⸗lein nicht ge ⸗ hen, nicht ei⸗nen LI..— E— Sghrit; wo 2. In dein Et 6 gänzlich sile Iizen/ dein ar Rauben blind. 3. Wenn ich a lhist mich doch henn meine Hän nd ewiglich. Phannes 21, 18 Belse: Abend wird e Sei⸗ne6 2. Seine Ha alle/ über dir 9. Seine S hueche/ di ein Seinen 2 sinem Vege/ Diln 91,4 ann, geb. Iyiz Schoß. annst hus u auch in und gern ern. nbel sein/ m. 1515-. Silcher, Vu nich blich. Vertrauen auf Gott — Schrütt; wo du wirst gehn und ste⸗hen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle/ mein schwaches Herz/ und mach es gänzlich stille/ in Freud und Schmerz. /Laß ruhn zu deinen Füßen/ dein armes Kind;/ es will die Augen schließen/ und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle/ von deiner Macht,/ du führst mich doch zum Ziele,/ auch durch die Nacht./ So nimm denn meine Hände/ und führe mich/ bis an mein selig Ende/ und ewiglich. Zohannes 21, 18 Julie von Hausmann, 1826—1901 562 Weise: Abend wird es wieder Johann Christian Heinrich Rinch, 1770— 1846 — + 22— V—— —.——.„——.—.—. 55 V u ii.—.— —L 2— 1 Sei⸗ ne Flü⸗gel brei⸗te Ze⸗sus ü⸗ber dich! 22 1 EEE Sei⸗ ne Gna⸗de lei⸗te treu dich e⸗wig=lich! 2. Seine Hand behalte/ Über dir die Wacht,/ und sein Auge walte/ über dir die Nacht! 3. Seine Sonne breche/ dir durch Rebelflor!/ Seine Stimme spreche/ dir ein Trostwort vor! 4. Seinen Balsam lege/ Jesus dir aufs Herz,/ führ auf seinem Wege/ treu dich himmelwärts! Psalm 91, 4 Anna Karbe, 1852—1878 Vertrauen auf Gott 563 Lieblingslied Kaiser Friedrichs III. 1888 —85 Weise Robert Radeche, 1830—1911 Wenn der 2— ein Kreu⸗=ze schicht, laßt es uns ge⸗ 1 dig ——.— I. er uns nicht ver ⸗-sa⸗ gen. Drum, es kom-me wie es will, in dem Her⸗ren bin ich still. 2. Ist auch oftmals unser Herz/ schwach und will wohl gar verzagen,/ wenn es in dem stärksten Schmerz/ keinen Tag der Freud sieht tagen,/ sagt ihm: Komm es, wie es will,/ in dem Herren bin ich still. 3. Darum bitt ich, Herr, mein Gott,/ laß mich immer glau⸗ bend hoffen. Dann, dann kenn ich keine Not;/ Gottes Gna⸗ denhand ist offen. Drum, es komme wie es will,/ in dem Herren bin ich still. Römer 12, 12 Ernst von Willich, 1860—1873 564 Lied der baltischen Märtyrer 1917 und 1919 66— Weise Wilhelm hüüt 19³⁰ 17.— P. Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl, das s 2. Du weißt Bhan ist fertig si + Liebe Macht,, 9. Du weißt, kbietest ihm, kot Vokt ist ohne T. ung, Hsaln 62.2 uhene Beise Sgah⸗en 6 — — dech⸗tes 1830—Ioit dul⸗dig —.— rost wird wohl gan Tag der „in dem ner glas⸗ tes Oho⸗ Vin dem „-0 hensch.Io I has Vertrauen auf Gott macht die See⸗le still und frie-de-voll. Ist's doch um⸗ —. sonst, 55 0 mich sor⸗ gend müh, daß ängst⸗lich ———— schlägt das Herz, sei's spät, sei's früh. 2. Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit,/ dein Plan ist fertig schon und liegt bereit. /Ich preise dich für dei⸗ ner Liebe Macht,/ ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht. 3. Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,/ und du gebietest ihm, kommst nie zu spät!/ Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,/ du weißt den Weg für mich— das ist genug. Psalm 62, 2 Hedwig von Redern, geb. 1866 565 Eigene Weise Heinrich Pfannschmidt, geb. 1863 4½1 Du hast mein Le-ben so reich gemacht, dem hei⸗ßen Seh⸗ nen Er⸗fül⸗lung ge⸗ bracht, 0 mei⸗ ne ů— dech⸗test du zu, an dei⸗nem Her-zen fand ich Ruh. Vertrauen auf Gott 2. Du bist im Kampfe mir Burg und Hort,/ im wilden Sturme der Ruheport./ Du bist mein Retter in jeder Not,/ du bist mein Leben, kommt der Tod. 3. Du bist mein Führer; an deiner Hand/ geh ich so sicher durchs Erdenland./ Du bist mein alles, Leben und Licht,/ Herr Jesu Christ; ich laß dich nicht! Psalm 27, 1 Fritz Woile, geb. 1800 566 Eigene Weise Willy Herrmann, geb. 1868 2 Im Schat ⸗ ten dei ⸗ ner Flü ⸗ gel, o + wun⸗der-vol⸗les Wort, im Schat⸗ten dei-ner — ———— r—...— Flün⸗ gel ist stets mein Ru ⸗ he⸗ort. 2. Dort bin ich still geborgen,/ wie auch das Wetter droht,/ da fliehn die Erdensorgen/ vorm Himmelsmorgenrot. 3. Muß ich im Tod ermatten,/ dech müd die Augen zu,—/ in deiner Flügel Schatten/ bring mich zur ewgen Ruh. Psalm 36, 8 Fritz Woihe, geb. 1890 Ahene Weise Fel⸗der ft 2. Auf deinen h ihm dein W mit seiner On dalt, bade/ wie 9. Nun läute vufl /und hein Mt tausend V. Anhengottu Hiln 104 im wiln ber Rohh ö so sihe icht,/ hin ihe, geb. Vn inn, geb. L er diohũ; . n 3,—1 uh. ber geh Tageszeiten Morgen 567 Eigene Weise Martin 545.— geb. 1868 tem er ⸗ ster Frü ⸗ he, o Nun wa-⸗che auf und glü ⸗ he, nun 3 . Strom der Son-nen⸗glut! brau ⸗-se, Le-bens⸗blut! Die Wäl-der, traum-ver⸗ ⸗ geu, schaun groß ins neu ⸗e Licht, die i ö nn DE Fel-der stehn in Pran⸗gen, wie reich, sie wis⸗sen's nicht. 2. Auf, deinen Gott zu grüßen,/ ein neuer Tag bricht an;/ leg ihm dein Werk zu Füßen,/ damit er's segnen hann,/ daß er mit seiner Gnade,/ daß er mit Glanz und Tau/ dich, meine Seele, bade/ wie dort die grüne Au. 3. Nun läuten Morgenglochen;/ wie wogt ihr Klang zu⸗ hauf! /Und heimlich süßerschrochen/ stehn auch die Blumen auf./ Mit tausend Vogelkehlen/ stimm ein, wer stimmen mag:/ „Du Herrgott, wir befehlen/ dir diesen neuen Tag.“ Psalm 104 Gustav Schüler, geb. 1868 Abend Abend 568 Eigene Weise Zohann Abraham Peter Schulz, 17990 6.—. ———— 32 DRDPDPDPDPPPPPP Der Mond ist auf-ge- gan-gen, die gold-nen Stern⸗lein E .—.———.——————— pran⸗gen am Him-mel hell und klar; der ——— Wald steht schwarz und schwei-get, und aus den Mem .———————— stei ⸗ get der wei⸗ße Ne-bel wun-der-bar. 2. Wie ist die Welt so stille/ und in der Dämmrung Hülle/ so traulich und so hold/ als eine stille Kammer,/ wo ihr des Tages Jammer/ verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen?/ Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schön./ So sind wohl manche Sachen,/ die wir getrost verlachen,/ weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder/ und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste/ und suchen viele Künste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. GItt, laß de sulen,/nicht Eit und vor dit hier in. 6. Wollst endl nent/ durch einen sad uns in Hinn 7. So legt eu r/ halt ist der Ieg/ und laß un⸗ r auch. Ratthäus 5,8 Helse: So nimm den stteut; hei 2.0 deche h Hott, die Liebe/ U keines Herz hnerz. Schulz, —— — Stern⸗eh —— ing Hlle /u0 il t halb l H Malth sie nh inder/ nd sugez Abend 5. Gott, laß dein Heil uns schauen,/ auf nichts Vergänglichs bauen,/ nicht Eitelkeit uns freun./ Laß uns einfältig werden/ und vor dir hier auf Erden/ wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen/ aus dieser Welt uns neh⸗ men/ durch einen sanften Tod;/ und wenn du uns genommen,/ laß uns in Himmel kommen,/ du unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder,/ in Gottes Namen nie⸗ der; /kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Stra⸗ fen/ und laß uns ruhig schlafen/ und unsern kranken Nach⸗ bar auch. Matthäus 5, 8 Matthias Claudius, 1740—1815 569 Weise: So nimm denn meine Hände Friedrich Silcher, 1842 S... Wie könnt ich wenn ich, o ⸗ hig schla-fen in dunk⸗ler ott und Va ⸗ ter, nicht dein ge⸗ .SS 32015 Es hat des Ta⸗ges Trei⸗ben mein Herz zer⸗ O 5.* streut; bei dir, bei dir ist Frie-den und Se-lig⸗keit. 8 * 2. O deche meine Mängel/ mit deiner Huld,/ du bist ja, Gott, die Liebe/ und die Geduld./ Gib mir, um was ich flehe:/ ein reines Herz,/ das dir voll Freuden diene/ in Glück und Schmerz. Abend 3. Auch hilf, daß ich vergebe,/ wie du vergibst,/ und meinen Bruder liebe,‚/ wie du mich liebst./ So schlaf ich ohne Bangen/ im Frieden ein/ und träume süß und stille/ und denke dein. Psalm 51, 11. 12 Agnes Franz, 1794— 1843 570 Eigene Weise Gesangbuch der Böhmischen Brüder. Nürnberg, 1544 . n E*— bin ich, geh zur Ruh, schlie ⸗ße bei⸗ de Aug⸗lein zu; Va⸗ter, laß die Au⸗gen E 212 +———.— .r. 22—— H VV 1— 1 21. H En. II — dein ü ⸗ ber mei ⸗ nem Bet ⸗ te sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan,/ sieh es, lieber Gott, nicht an. /Deine Gnad und ZJesu Blut/ macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt,/ Gott, laß ruhn in deiner Hand;/ alle Menschen, groß und hlein,/ sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh,/ nasse Augen schließe zu./ Laß den Mond am Himmel stehn/ und die stille Welt besehn. Psalm 121, 4 Luise Hensel, 1798—1876 Bihe: Lob Hott get Es ist hrän⸗het 2. Es ruht di uumm ihter Fre Il Rosen sie! Haz was dich und hast ö har hat dich be silen denket/ d ich kränket/ u Nun seehn glichem, fesl in Sternen len is dich kränhe Ihamns 5,7 Hmimn Bangen/ bein. I75-60 nberg, J50 ott, niht aden gul. in deiner befohle iße gu t heschj u-N Abend 57¹ Ursprünglich weltlich(15. Sahrhundert); Weise: Lob Gott getrost mit Singen geistlich Nürnberg, 1544 ——— —..— Es ist so still ge-wor⸗ den, ver⸗rauscht des A⸗ dends nun hört man al⸗ler⸗or-ten der En ⸗ögel Fü⸗ße 1 —2272. I 7 2 1 + —— E 2 Wehn; gehn. Rings in die Ta⸗le sen ⸗leet sich —4 1 1 — 4 * 25 4 —— Fin⸗ster nis mit Macht. Wirf ab, Herz, was dich krän⸗ket und was dir ban 2. Es ruht die Welt im Schweigen,/ ihr Tosen ist vorbei,/ stumm ihrer Freude Reigen/ und stumm ihr Schmerzensschrei./ Hat Rosen sie geschenket, hat Dornen sie gebracht,/ wirf ab, Herz, was dich kränket/ und was dir bange macht! 3. Und hast du heut gefehlet,/ o schaue nicht zurück!/ Der Herr hat dich beseelet/ mit seiner Gnade Glück./ Auch des Ver⸗ irrten denket/ der Hirt auf hoher Wacht. /Wirf ab, Herz, was dich kränhet/ und was dir bange macht! 4. Run stehn im Himmelskreise/ die Stern in Majestät;/ in gleichem, festem Gleise/ der goldne Wagen geht./ Und gleich den Sternen lenhet/ er deinen Weg durch Nacht./ Wirf ab, Herz, was dich kränket/ und was dir bange macht! 1. Petrus 5,7 Gottfried Kinkel, 1815—1882 Naturleben 572 Frau Musinka spricht: Eigene Weise 16. Jahrhundert Die be⸗ste Zeit im Jahr ist mein, da sin-gen öRSSIIESIEEITIIITITTITITITITITITITTTT— ———— al „le Vö⸗ge⸗lein; Him-mel und Er-de ist der + — Aan⸗ tet wohl. EEE voll, viel gut 5.dr 969 2. Voran die liebe Nachtigall/ macht alles fröhlich überall/ mit ihrem lieblichen Gesang,/ des muß sie haben immer Danh. 3. Viel mehr der liebe Herre Gott,/ der sie also geschaffen hat,/ zu sein die rechte Sängerin,/ der Musika ein Meisterin. 4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht,/ seins Lobes sie nichts müde macht;/ den ehrt und lobt auch mein Gesang/ und sagt ihm einen ewgen Dank. Psalm 104, 10—12 Martin Luther, 1483-1546 573 Eigene Weise EE Wir— ⸗gen, und wir streu-en den Sa-men auf das Am 1800 2. Er sendet Hin,/der wich hiingt ihn Adurh semn hibt/ bommt alt /drun d. Jahrhunden überal mer Dolh, geschaft Meisten eins Lobes Gesan r. 163-50 Naturleben ——————.———— . Land, doch Wachs⸗tum und Ge dei ahen steht — Lm S.,.—————.. .———— nicht in uns⸗ rer Hand. Es tut mit lei- sem E..— 5 n——————— SSS We ⸗hen der Him-mel mild sich auf und ——— träuft, wenn heim wir ge- hen, Wuchs uyd Gssde dei⸗ üehen ——— drauf. Al le — von n Gott dem 4 Heren, drum dankt ihm, dankt, drum danht üm, dankt und hofft auf ihn. 2. Er sendet Tau und Regen/ und Sonn- und Monden⸗ schein,‚ der wickelt Gottes Segen/ gar zart und lünstlich ein/ und bringt ihn dann behende/ in unser Feld und Brot;/ es geht durch seine Hände,/ kommt aber her von Gott./ Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn,/ drum dankt ihm, dankt,/ drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn. Naturleben 3. Was nah ist und was ferne,/ von Gott kommt alles her,/ der Strohhalm und die Sterne,/ das Sandkorn und das Meer./ Von ihm sind Büsch und Blätter/ und Korn und Obst, von ihm/ das milde Frühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm./ Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn,/ drum dankt ihm, dankt,/ drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn. 4. Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Mondes Lauf;/ er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf. Er schenht uns so viel Freude,/ er macht uns frisch und rot;/ er gibt den Kühen Weide/ und unsern Kindern Brot./ Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn,/ drum dankt ihm, dankt,/ drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn. 5. Auch Frommsein und Vertrauen/ und stiller, edler Sinn,/ ihm flehn und auf ihn schauen/ kommt alles uns durch ihn./ Er gehet ungesehen/ im Dorfe um und wacht/ und rührt, die herzlich flehen,/ im Schlafe an bei Nacht./ Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn,/ drum dankt ihm, danlt,/ drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn. Jakobus 1, 17 Nach dem Bauernliede von Matthias Claudius, 1740—1815 Eigene Weise Waldemar von Baußnern, 1866—1931 Sdene,, x — DDDD— 2 ö Freu ⸗ et euch der schö⸗ nen Er ⸗de, 2——.————— ——— E. —.82——.. dn m —7—— denn sie ist wohl wert der Freud; o was hat für 0 ——..— 1—.— H–—g * 2. Und doch ist sie seiner Füße/ reichgeschmückter Schemel nur,/ ist nur eine schön begabte,/ wunderreiche Kreatur. ;. Freuet buch Iunal /vie sie ertall „nd doch sind Ind/ hingesit o und. 3. Wenn am 6 her Schein, /o Wonne sein! Haln d Uatne Weise Wacht auf Wacht auf ö lobt den Het grürnen Ha Wal⸗de alles h das Menn. Os, UUdl Ungeftün, ö Naturleben 3. Freuet euch an Mond und Sonne/ und den Sternen allzumal,/ wie sie wandeln, wie sie leuchten/ über unserm in,/ dun fft auf ih, des Oauf Ersschenh er giht din zute Gahe; m, danht ⸗ dler Sinn, dutch ihh, tühtt, Y ute Goht m, danhh us,I-M l x 4 Egen nut. Erdental! 4. Und doch sind sie nur Geschöpfe/ von des höchsten Gottes Hand,/ hingesät auf seines Thrones/ weites, glänzendes Ge⸗ wand. 5. Wenn am Schemel seiner Füße/ und am Thron schon solcher Schein,/ o was muß an seinem Herzen/ erst für Glanz und Wonne sein! Psalm 8 Philipp Spitta, 1801- 1859 Eigene Weise Waldemar von Baußnern, 1866—1931 ——— +————— E——.——— +——— ——— Wacht auf und rauscht durchs Tal, ihr Bron⸗nen, und Wacht auf im Früh⸗lings⸗glanz der Son-nen, ihr e e, EE —— 1—— lobt den Herrn mit fro⸗hem Snt grü⸗nen Halm und Blät⸗ter all! Ihr Veil⸗chen in den V 1. VX 1——— EHUV—— 7 N WPWPIPI˖ — 2 2—. 2———— Wal⸗ des⸗grün-⸗den, ihr Pri- meln weiß, ihr E 1—— N NY E R· E—x Blü⸗ten rot, ihr sollt es al ⸗le mit ver⸗ kün⸗ ...,., e,.,rn n,vinmt in, —I.V L 2 1 V———..— LI + I —— 2———8—1—.— 1 den: Die Lieb ist stär ⸗ker als der Tod. Naturleben 2. Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,/ die ihr im Winterschlafe säumt,/ in dumpfen Lüsten, dumpfen Schmer⸗ zen/ ein gottentfremdet Dasein träumt. Die Kraft des Herrn weht durch die Lande/ wie Jugendhauch, o laßt sie ein!/ Zer⸗ reißt wie Simson eure Bande,/ und wie die Adler sollt ihr sein. 3. Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen/ gebrochen an den Gräbern steht,/ ihr trüben Augen, die vor Tränen/ ihr nicht des Frühlings Blüten seht;/ ihr Grübler, die ihr fern ver⸗ loren/ traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,/ wacht auf, die Welt ist neu geboren,/ hier ist ein Wunder, nehmt es an! 4. Ihr sollt euch all des Heiles freuen,/ das über euch ge⸗ gossen ward. /Es ist ein inniges Erneuen/ im Bild des Früh⸗ lings offenbart.Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,/ jung wird das Alte fern und nah,/ der Odem Gottes sprengt die Grüfte;/ des Auferstandnen Tag ist da. Offenbarung Johannes 21,5 Emanuel Geibel, 1815—1884 (Aus: Die Lerche stieg am Ostermorgen) Eigene Weise Heinrich Pfannschmidt, geb. 1853 Wie stand die Flur im wie hat manch mil ⸗ der gold-nen Son- nen⸗schein, för ⸗dert ihr Ge⸗deihn, wie raͤusch⸗ten in den 2 2.. dür⸗en frol 2. Wie hingen ber; /sie gaben 0n8 war ein froh inderegen/ voll 9. Doch nun e ht daß das Gel Holme sprieße duume grüßen/ d 4. O Vater, d seine Armen. gen/ bewiesen 0 und Dant ge Nalm 10 Naturleben e hh—— ꝑm:f fen Shn——— t des Heunn eins/ zu ler solk h Win⸗den die vol-len Ah⸗ren sacht; nun chen a iy / ihr nich dür⸗fen froh wir bin-den des Ein te⸗hraw⸗zes Pracht⸗ t fern un icht auf,. 2. Wie hingen in den Zweigen/ die Früchte rund und es anf schwer;/ sie gaben still mit Beugen/ die süßen Lasten her./ Das war ein froh Bewegen/ in goldner Herbsteszeit,/ ein eifrig 0 auch Händeregen/ voll Lust und Fröhlichkeit. es Nüh det Hift 3. Doch nun empor die Hände/ in dieser Erntezeit!/ Wer ts un gibt, daß das Gelände/ so reichen Schatz uns beut?/ Wer läßt die Halme sprießen/ zu unserm lieben Brot?/ Wer läßt vom bll Wu- Baume grüßen/ die Apflein rund und rot? Ostermor 4. O Vater, des Erbarmen,/ des milde Segenshand/ für alle seine Armen/ gesorgt im weiten Land,/ der du zu unserm Segen/ bewiesen deine Macht,/ dir werde allerwegen/ Preis, Lob und Danh gebracht! Psalm 19 Renate Pfannschmidt-Beutner, geb. 1862 midt, geb.K Vaterland Eigene Weise Voii un um 1813 ——2—— HD*.———....——— * Wer ist ein Mannꝰ Wer be⸗ten—— und H. L— 1— 3 DDD Gott dem Herrn ver⸗traut. Wenn al ⸗les bricht, er za ⸗get nicht, dem From⸗men nim- mer graut. 2. Wer ist ein Mann? Wer glauben kann/ inbrünstig, wahr und frei;/ denn diese Wehr bricht nimmermehr,/ die bricht kein Mensch entzwei. 3. Wer ist ein Mann? Wer lieben hann/ von Herzen fromm und warm./ Die heilge Glut gibt hohen Mut/ und stärkt mit Stahl den Arm. 4. Dies ist der Mann, der streiten kann/ für Weib und liebes Kind;/ der kalten Brust fehlt Kraft und Lust,/ und ihre Tat wird Wind. 5. Dies ist der Mann, der sterben kann/ für Freiheit, Pflicht und Recht. Dem frommen Mut deucht alles gut,/ es geht ihm nimmer schlecht. 6. Dies ist der Mann, der sterben kann/ für Gott und Vaterland,/ er läßt nicht ab bis an das Grab/ mit Herz und Mund und Hand. 7. So, deutscher Mann, so, freier Mann,/ mit Gott dem Herrn zum Krieg!/ Denn Gott allein kann Helfer sein,/ von Gott hommt Glück und Sieg. Zosua 1,7—9 Erust Moritz Arndt, 1769—1860 O md; Ene Veise 23 Un=te Kaßt mich AUl die des da Iin bedienen/ . O wie bal and eflllt und führen /u Tod, Gericht und ewiges Leben sweise, um In * ann und 578 — Eigene Weise Karl Voigtländer, 1827— 1858 Rant DEEE bricht, e E——— —— ö Un ⸗ter Li ⸗lien je ⸗ ner Freu⸗den sollst du ——— 1 gral. 2——— 7 n 1½——2—— 1. ünstig v——— e bricht H wei⸗den, See⸗le, schwin-ge dich em ⸗por! E Mut /U E er SD DS ñ———————— Als, ein Ad ⸗ler flieg be⸗ hen-de, Je⸗su l +* Weib n /udin H ů. SSS 0 Hän⸗de öff ⸗ nen schon das Per⸗len ⸗tor. 65 gub. 6t W0 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen/ zu dem Haufen/ 9 l0 derer, die des Lammes Thron/ nebst dem Chor der Seraphinen/ schon bedienen/ mit dem reinsten Jubelton. n 3. O wie bald kannst du es machen,/ daß mit Lachen/ unser seil I Mund erfüllet sei. Du kannst durch des Todes Türen/ träu⸗ W. mend führen/ und machst uns auf einmal frei. bt,LoVM. Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Du hast Sünd und Straf getragen;/ Furcht und Zagen“- muß nun ferne von mir gehn./ Tod, dein Stachel wird zu schan⸗ den,/ frei von Banden/ werd ich fröhlich auferstehn. der herzlichsten Begier;/ du hast dich zum ewgen Leben/ min gegeben;/ hole mich, mein Heil, zu dir! Psalm 126 Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—177½ 579 Eigene Weise Friedrich Silcher, 1789—1860 E—————.— In die Fer⸗ne 40 0 ich zie- hen, weit von mei⸗nes . B...— 2*— Va⸗ters Haus. Wo die Ber⸗ges⸗spit⸗zen glü⸗hen, wo die SS‚....... frem-den Blu-men blü⸗hen, ruh-te mei⸗ne See⸗le aus, ruh-te mei ⸗ ne See ⸗ le aus. 2. Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel,/ flög ich auf zu meinem Stern,/ über Meere, Täler, Hügel,/ sonder Schranke, sonder Zügel/ folgt ich immer meinem Herrn,/ folgt ich immer meinem Herrn, . Ach, das wo n ging⸗ auf 5 Ihdienregen/ ein Wott empfin 5. Gottes Lamm, dich will ich loben/ hier und droben/ mil xAnder Los Ind, /wie sich t keibet,/ unse Mund verschwan 5. Aufgehoben, haklich wird eren u folgen imme 6. Will mich Inmn;/ all mein uch mein Leben m Freunde hin J. Seinen S Aaue nahn;/ ar and ihm erwide A getan. Vgselgeschichte I„ Tod, Gericht und ewiges Leben und Zig] 3. Ach, das war ein schöner Segen,/ wenn er mit den Zün⸗ vird zushn gern ging,/ auf den Feldern, auf den Wegen/ jedes Herz wie Maienregen/ seinen Trost, sein Wort empfing,/ seinen Trost, sein Wort empfing. broben/ m. Leben /n enlhi 4. Ander Los ward uns bereitet;/ wie auch blühet rings das Wi Won Land,/ wie sich rings die Ferne breitet,/ der uns rufet, der uns leitet,/ unser holder Freund verschwand,/ unser holder Freund verschwand. 5. Aufgehoben, aufgenommen/ in den Himmel ist er nur;/ Her Rüs—iherrlich wird er wiederkommen,/ seine Treuen, Stillen,/ From⸗ — men folgen immer seiner Spur,/ folgen immer seiner Spur. . 6. Will mich denn zufrieden geben,/ fassen mich in stillem Sinn;/ all mein Denken, Sehnen, Streben,/ meine Lieb und auch mein Leben/ geb ich meinem Freunde hin,/ geb ich mei⸗ nem Freunde hin. umei ⸗Nz 7. Seinen Schwestern, seinen Brüdern/ will ich mich in Treue nahn;/ an den Armen, Blöden, Niedern/ will ich dan⸗ kend ihm erwidern,/ was er liebend mir getan,/ was er liebend mir getan. Apostelgeschichte 1, 10. 11 Max von Schenkendorf, 1783—-1817 i uf Scrash, ih inms Tod, Gericht und ewiges Leben 580 Weise: O selig Haus, wo man dich aufgenommen Französischer Psalm 32. Lyon, 150 ..I. T— E........———.. Wie wird uns sein, wenn end-lich nach dem wir aus der Frem⸗ de in die Hei⸗mat —.— E. 4.— II EEEEEEEE 2 EEDE—— schwe⸗ ren, doch nach dem letz ten aus ⸗ge⸗kämpf⸗ten keh⸗ ren und ein-ziehn in das Tor der E⸗ wig⸗ E E„. EEEEE Streit keit, wenn wir den letz-ten Staub von un⸗sern .......... + 15 E— L L +———— Fü⸗ßen, den letz-ten Schweiß vom An⸗ge⸗sicht ge⸗ E 2 5————0 231 5.0———————: wischt und in der ‚ he se⸗hen und be⸗ . S........ E 2———————— grü⸗ßen, was oft den Mut im Pil⸗ger⸗tal er-frischt. 2. Wie wird uns sein, wenn wir Ihn hören rufen:/ Kommt, ihr Gesegneten! Wenn wir, im Licht/ dastehend an des Gottes⸗ thrones Stufen,/ ihm schauen in sein gnädig Angesicht,/ die Augen sehn, die einst von Tränen flossen/ um Menschennot und Herzenshärtigkeit,/ die Wunden, die das teure Blut vergossen,/ das uns vom ewgen Tode hat befreit. Wie witd u gehött, hein * wird an uns e Lond./ Wohl der Mihe und anzubommen, l. barung Johannes Loßt mich ge 8— schn Nei ewig zu Sißes Li schtl /O wann In Frommen/ Ach wie se sthih Flügel, le noch nach IINM Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Wie wird uns sein! O, was kein Aug gesehen,/ kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand,/ das wird uns wer⸗ 2. Lynn wden, wird an uns geschehen,/ wenn wir hineinziehn ins ge⸗ —— lobte Land./ Wohlan, den steilen Pfad hinangeklommen!/ Es — —— ist der Mühe und des Schweißes wert,/ dahin zu eilen und nach k dort anzukommen,/ wo mehr, als wir verstehn, der Herr be⸗ Hei⸗nal schert. Offenbarung Johannes 7, 13—17 Philipp Spitta, 1801— 1859 —— —— —— —— chinpfeh 581 E-uih⸗ Eigene Weise Karl Voigtländer, 1827— 1858 —*— —.—— ᷑— +—— —— SDSEEE.. ———. EE n Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Ze⸗sum mö⸗ge — —.—— —.— u und he⸗ HRetfish e⸗wig zu um⸗fan⸗gen und vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wollen bricht!/ O wann werd ich dahin köommen,/ daß ich dort mit / Kunmj allen Frommen/ schau dein holdes Angesicht! des Holltz Hesich IU schenngt 1 hegosso 3. Ach wie schön, ach wie schön/ ist der Engel Lobgetön!/ Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel,/ flög ich über Tal und Hügel/ heute noch nach Zions Höhn! 19 —4 Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Wie wird's sein, wie wird's sein,/ wenn ich zieh in Salen ein, in die Stadt der goldnen Gassen!/ Herr, mein Gott, ich kann's nicht fassen, was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Paradies,/ wie ist deine Frucht so süß!/ Unter deinen Lebensbäumen/ wird uns sein, als ob wir träumen.) Bring uns, Herr, ins Paradies! Zohannes 12, 20.21 Gustav Knal, 1806—1875 582 Eigene Weise Carl— 193⁰ EEE Nun schlaf in küh⸗ler. 50 du lie-bes, Dich rief zu sei-ner Her- de dein Hir=te .EEEE lie-bes Kind! treu ge-sinnt. P. de, a ⸗ de zu tau- send gu⸗-ter Nacht! 2. Nun schlaf in süßem Frieden,/ erlöst von jeder Pein!/ Ach, mußt es auch hienieden/ so bald geschieden sein,/ ei welche Lust und Pracht/ dir nunmehr droben lacht!/ Ade, ade zu tausend guter Nacht! 3 + e Nun schlaf e cht, /bis wiede cht. Dein G. uhl. /Ade, ade d Aumia 31n3 Mune Veise 2 —— Brich her ⸗ei keucht in ur . U Kraft zu Vhier ist Mü WM, davon di shen, /halter 2 „Jaqu Chris oot und laß Wutt versp VEwigheit * Kleine ee 7 50 Tod, Gericht und ewiges Leben h in Saln3. Nun schlaf ohn allen Kummer,/ von keinem Weh er⸗ ein Gott, se schreckt, bis wieder aus dem Schlummer/ dich Jesus Christ erweckt. Dein Gräblein ist gemacht,/ dein Erdenlauf voll⸗ süßl/ une bracht./ Ade, ade zu tausend guter Nacht! träumen. Seremia 31, 3 Friedrich Oser, 1820—1891 nah, 1806-—ur 583 Eigene Weise Rudolf Mauersberger, 1926 anl Prus uH.7.— Brich her-ein, sü⸗ßer Schein sel- ger E⸗wig⸗keit; lie⸗hes, Hir ⸗6———.—— 2— WRNRD —.—.7 leucht in un-ser ar⸗mes Le⸗ben, un⸗sern Fü⸗ßen 2.* IEE ——.‚——————— — Kraft zu ge-ben, uns⸗ rer See⸗ le Freud. 2. Hier ist Müh/ morgens früh und des Abends spät,/ acht. N. Angst, davon die Augen sprechen, Rot, davon die Herzen brechen;/ kalter Wind oft weht. ö 3. Zesu Christ,/ du nur bist/ unsrer Hoffnung Licht./ Stell 7—0 uns vor und laß uns schauen/ jene immer grünen Auen,/ die r Nohl dein Wort verspricht. her Pal 4. Ewigheit,/ in die Zeit/ leuchte hell hinein,/ daß uns werde ne lein das Kleine/ und das Große groß erscheine,/ selge Ewig⸗ lbe, ade keit! Apostelgeschichte 7, 55 58 Marie Schmalenbach, 1835— 1924 B Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 584 Weise: Abend wird es wieder Christian Heinrich Rinch, 1840 —— ED ———.—.—. DDRRE Al ⸗le Jah-re wie-der kommt das Chri⸗stus⸗kind E öPDP e n Kin din auf die Er⸗-de nie-der, wo wir Men-:schen sind, 2. kehrt mit seinem Segen/ ein in jedes Haus,/ geht auf allen Wegen/ bei uns ein und aus, 3. ist auch mir zur Seite/ still und unerkannt,/ daß es treu mich leite/ an der lieben Hand. Johannes 1, 11.12 Wilhelm Hey, 1789—1854 Eigene Weise Friedrich Silcher, Tübingen, 1842 —.— EE —— 5——— Aus dem Him⸗mel fer⸗ne, wo die Eng⸗lein sind, schaut doch Gott so ger-ne her auf je-des Kind, 2. höret seine Bitte/ treu bei Tag und Nacht,/ nimmt's bei jedem Schritte/ väterlich in acht, 3. gibt mit Vaterhänden/ ihm sein täglich Brot,/ hilft an allen Enden/ ihm aus Angst und Not. 4. Sagt's den Kindern allen,/ daß ein Vater ist,/ dem sie wohlgefallen,/ der sie nie vergißt. Psalm 8,5 Wilhelm Hey, 1789—1854 Bule: O daß ich tau . Weise) E ———— ö Oer be⸗ste denn bei den —ñß— —— sind die? heit oft so ge⸗m 2. Die Welt schet felsenfest Aundschaft dot nint;/ mein Ze 9. Die Welt v umn;/ und schei Haft hintenan, Wher bäte Frer Er läßt sic hn Vlit,/er! Chulben gut./ Wur beste Frer „ mein Freur n is und ih Iin Fteund hi ah gemeintꝰ/ lich Rinch, I6 us⸗hind n sind, „/geht aus daß es en Hey, IS9-04 Tübingen, H D in sind, es Kind ninmts H 1./hist m ö / dn f 40H- Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 586 Weise: O daß ich tausend Zungen hätte (. Weise) Der be⸗ste Freund ist in dem Him-mel, auf Er-den denn bei dem fal-schen Welt⸗ge⸗tüm- mel ist Red⸗lich⸗ Franhfurt a. M., 1738 sind die Freun-de rar; e heit oft in Ge⸗fahr; drum hab ich's im-mer ʒ· e,x, V.Flt,ii rr E so ge-meint: Mein Je-sus ist der be-ste Freund. 2. Die Welt ist gleich dem Rohr im Winde,/ mein Jesus stehet felsenfest;/ wenn ich mich ganz verlassen finde,/ mich seine Freundschaft doch nicht läßt. /Er ist's, der mit mir lacht und weint; /mein Zesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe/ dem, der am meisten nützen kann;/ und scheinet dann das Glücke trübe,/ so steht die Freund⸗ schaft hintenan. Doch hier ist es nicht so gemeint;/ mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten,/ vergießt für mich sein eigen Blut,/ er steht mir bei in allen Nöten,/ er sagt für meine Schulden gut. /Er hat mir niemals was verneint;/ mein Jesus ist der beste Freund, 5. mein Freund, der mir sein Herze gibet,/ mein Freund, der mein ist und ich sein, mein Freund, der mich beständig liebet,/ mein Freund bis in den Tod hinein. Ach hab ich's nun nicht recht gemeint?/ Mein Zesus ist der beste Freund. Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde! 7Sie sind doch gar zu wandelbar;/ und hätt ich hunderttausend Feinde,/ so krümmen sie mir nicht ein Haar./ Hier immer Freund und nimmer Feind: 7Mein Jesus ist der beste Freund. Johannes 15, 14 Benjamin Schmolch, 1672-1737 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. M., 1599 2 ——.= E ERE Heil-ger Je-su, Heil⸗-gungs⸗quel⸗le, mehr als Kri⸗ ⸗ler Glanz der Che ⸗-ru-bi⸗nen und Hei⸗-lig⸗ V stall rein, klar und hel-le, du laut⸗ rer keit der Se⸗ ra ⸗ phi-nen ist ge ⸗ gen 22•—— U. 2—.— IEEE. Seen d o.Lo.. rom der Hei⸗lig⸗keit, 5 dich nur Dun⸗el⸗heit. Ein Vor⸗ bild bist du 2 ES 2—95— . 2—— ů——.— *—.—1— 05— 2 mir. Ach bil- de mich nach dir, du mein Al⸗les! O Ze ⸗ su du, hilf mir da⸗ , S.————————————— — zu, daß ich mag hei⸗lig sein wie dul Na VStiler Zesu, lle/ und bis zum hen /mein Hetz Ilengar. Macht Al illel/ ief Wacher Zesu, Kummer/ bist Mausstehen,/ de Mgebetet und ge ait allheit/ wad ets wachsam f. Gütger Zesu, Rätig/ bist du d et allen,/ dei. hanbat seind./ Racharte /OJest Sanfter Jesu Ulbig, /vergabf Sanftmut me um deines Ve Ruftmut und da / daß ich san „Demütger 3 g/ und wurd Erden/ in O Win Kenen! und nehr/ unütig si vi „Liebster Jef R Vund deiy urhhrige, aig werd zu d. 0 nich füt und / und wol lhper 25-11 lus Deu Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern v gat 1 2. Stiller Zesu, wie dein Wille/ dem Willen deines Vaters o nn stille/ und bis zum Tod gehorsam war,/ also mach auch gleicher⸗ nd ninne maßen/ mein Herz und Willen dir gelassen;/ ach stille meinen Willen gar./ Mach mich dir gleichgesinnt/ wie ein gehorsam Kind,/ dh, Lu—mu. stille, stille!/ O Zesu du,/ hilf mir dazu,/ daß ich fein stille sei wie du! 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer/ in großer Arbeit, Müh und Kummer/ bist du gewesen Tag und Nacht;/ mußtest täglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen/ und rte Nin hast gebetet und gewacht. Gib mir auch Wachsamleit,/ daß ich — zu dir allzeit/ wach und bete./ O Jesu du,/ hilf mir dazu,/ daß —— ich stets wachsam sei wie du! 4. Gütger Zesu, ach wie gnädig,/ wie liebreich, freundlich und guttätig/ bist du doch gegen Freund und Feind!/ Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen,/ ob sie dir gleich undanhbar seind./ Mein Gott, ach lehre mich,/ damit hierinnen ich/ dir nacharte./ O Jesu du,/ hilf mir dazu,/ daß ich auch gütig sei wie du! 5. Sanfter Zesu, warst unschuldig/ und littest alle Schmach geduldig, /vergabst und ließt nicht Rache aus. Niemand kann dein Sanftmut messen,/ bei der hein Eifer dich gefressen/ als der um deines Vaters Haus. /Mein Heiland, ach verleih/ mir Sanftmut und dabei/ rechten Eifer./ O Jesu du,/ hilf mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du! 6. Demütger Zesu, Ehrenkönig! Du suchtest deine Ehre wenig/ und wurdest niedrig und gering,/ wandeltest ganz arm auf Erden/ in Demut und in Knechtsgebärden,/ erhubst dich selbst in keinem Ding. /Herr, solche Demut lehr/ mich auch je mehr und mehr/ stetig üben./ O Jesu du,/ hilf mir dazu,/ daß ich demütig sei wie du! 7. Liebster Zesu, liebstes Leben,/ mach mich in allem dir ergeben/ und deinem heilgen Vorbild gleich./ Dein Geist hräftig als Kii⸗ Hei⸗h — laut⸗In — 1. mich durchdringe,/ daß ich viel Glaubensfrüchte bringe/ und ii tüchtig werd zu deinem Reich./ Ach zeuch mich ganz zu dir,/ be⸗ halt mich für und für,/ treuer Heiland./ Jesu, Zesu,/ laß mich, wie du/ und wo du bist,/ einst finden Ruh! . Philipper 2, ane Zodocus van Lodenstein, 1620—1677 Wie dul us Deutsche übertragen von Bartholomäus Crasselius um 1603 4 Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern . O Jqu Chri nd 0 Cwigbeit/ di Weise: Dir, dir, Jehova, will ich singen Halle, 17H noch regt 3 EE—— he EREEE —— 2 2*— Herr Ze⸗su Christ, mein Licht und Le⸗-ben, er⸗ Dir, dir hab ich mich ganz er ⸗ge⸗ ben, mit ——1 .........I....— — 1..2—— ů—⸗—.. III neu re mei⸗nen Geist samt Leib und Seel.— mei ⸗ner Seel dich in ⸗nig ⸗lich ver⸗ mähl. Rer li 6— das H 1 7 2 2.* ——— r x* Ach nimm dich mei ⸗ner See⸗le herz⸗lich—.— x 4 ö Staub die 22.—— y— E— I SS... ⏑ — d zei ⸗ge mi füh ich di Le⸗b bah 1 an und zei ⸗ge mir, rmich die Le-bens⸗bahn.—— 2— 2. Und weil ich auch allhier noch lebe,/ so gib mir deinen heilgen, dei⸗ guten Geist,/ daß ich in deinem Willen schwebe/ und tue nut, was du, mein Gott, mich heißt. Ach nimm dich meiner Seele allzeit an/ und führe mich, führ mich auf ebner Bahn. 1*3— 3. Mein Zesu, laß mich mit dir sterben/ und mit dir leben in der Ewigkeit;/ was sündlich ist, laß ganz verderben;/ ach machh mich, mein Gott, doch bald bereit.Ach nimm, ach nimm dich—— meiner Seele an/ und führe mich, führ mich die Lebensbahn.*— 4. Wenn ich von außn und innen leide/ Anfechtung, Schmach, Verfolgung, Angst und Pein,/ so gib, daß ich stets bleib in Freude/ und allzeit könne gutes Mutes sein./ Ach nimm dich meiner Seele treulich an,/ so fehl ich nicht, ich geh die rechte Bahn. bens:bahj einen hellh, und tue muß, meiner Sal V dir Rhen 1ac nath uinn d hensbahh ug Shntt sletz ab inm s N 0 5. O Zesu Christe, Heil der Menschen,/ o wahrer Gott von aller Ewigkeit,/ die Sünde wollst du ganz versenken,/ die sich in mir noch regt zu dieser Zeit./ Ach nimm dich meiner Seele herz⸗ lich an/ und führe mich, führ mich die Lebensbahn. Zohannes 8, 12 170⁰⁵ Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 589 Ursprünglich 1774. Eigene Weise Bearbeitet von Johann Michael Haydn, 1737—1806 7 2412 2—— SSSPSPS SI I...— 2—4——.— Hier liegt vor dei⸗ ner Ma⸗je⸗stät im das Herz zu dir, o Gott, er-höht, die Staub die Chri⸗sten⸗schar, Au⸗ gen zum Al ⸗tar. „„ 2 dei⸗nem An- ge⸗sicht ver⸗ wirf uns ar me Sün⸗der nicht, ver-wirf uns =&—— ———————.—5———„ IJ. 2 E ESSE.—— 4*D— 2..— nicht, ver ⸗ wirf uns Sün ⸗der nicht. Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 2. Gesündigt haben wir, o Herr,/ wie der verlorne Sohn,/ gesündiget, o Heiliger!/ Doch sieh von deinem Thron/ er⸗ barmend her auf unsern Schmerz,/ verstoß nicht das zerknirscht Herz; /entzieh die Vaterhuld uns nicht/ und sende uns dein Gnadenlicht,/ dein Gnadenlicht, dein göttlich Gnadenlicht. 3. Du bist's, der alles Gute schafft,/ der helfen will und kann; /drum wirle Leben, Trieb und Kraft,/ zu wandeln deint Bahn. Sieh uns in deinem Sohne an,/ der hat genug fün uns getan./ Mach uns von unsern Sünden los/ durchs Blut. das von dem Kreuze floß. O mach uns los, mach uns on Sünden los! Psalm 51, 12. 13 Landshut, 177⁷ Weise: Sei willkommen, Jesulein Bei Johann Georg Hille, 1739 0 EEEEEEEEE E——.——— Ich will stre-ben nach dem Le⸗-ben, wo ich se=lig ich will rin-gen ein- zu⸗drin⸗gen, bis daß ich's ge⸗ ...........——— E.EEE bin; ö Winn. Hält man mich, so lauf ich fort, +........—. RRDDRRRSR bin ich matt, so ruft das Wort: Fort⸗ge⸗run⸗gen, E——— — E—. LIùU +—— 2. Ass berufe al ic eler: d h liuft und 1 Bs dahinten, d 3. Jesu, tihte hrite, stitk d Welt, so spt Imne Gnade füh Du mußt 3 Io iht's fehle, IN Wort ein Igt./ Dort wi schafftl Allipper 2, 12.13 Usse: Es ist genug — Ne=u Bon Lo Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern bene Shh.] 2. Als berufen zu den Stufen/ vor des Lammes Thron, Mron/ M will ich eilen; das Verweilen/ bringt oft bösen Lohn./ Wer zerhnünshs auch läuft und läuft zu schlecht,/ der versäumt sein Kronenrecht./ dems alWas dahinten, das mag schwinden,/ ich will nichts davon. niich. g. Zesu, richte mein Gesichte/ nur auf jenes Ziel;/ lenk die en will um J Schritte, stärk die Tritte,/ wenn ich Schwachheit fühl./ Lockt andeln den die Welt, so sprich mir zu; schmäht sie mich, so tröste du./ t genug su Deine Gnade führ gerade/ mich aus ihrem Spiel. burchs Butz 4. Du mußt ziehen; mein Bemühen/ ist zu mangelhaft./ ach uns en Wo ihr's fehle, spürt die Seele;/ aber du hast Kraft,/ weil dein Wort ein Leben bringt/ und dein Geist das Herz durch⸗ Lundshun dringt./ Dort wird's tönen bei dem Krönen:/ Gott ist's, der es schafft! Philipper 2, 12.13 Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769 591 Weise: Es ist genug Zohann Rudolf Ahle, 1662 I I 1 H4H—4 1—. Hun Funt 1..——— * ii Je⸗ sus al⸗lein! kein and⸗rer Mei ⸗ster Von Lohn⸗sucht fern und fern von eit ⸗ler 1 3 1—* — 1 2 +* mehr! soll mei ne Lo ⸗ sung sein. ich font Ehr möcht ich mich ganz ihm weihn. — —. en O schwänden al ⸗le frem⸗den Trie⸗be, daß nichts in 9 7 1.— .—————— ——‚— 1 mei⸗ nem Her⸗zen blie be als Er Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 2. Wenn Er nur wächst!/ Ich möcht abnehmen gern,/ eins nur mein Herz begehrt:/ daß still in mir/ das Bild von meinem Herrn/ sich täglich mehr verklärt. Mein eignes Ich, möcht es zerrinnen;/ den höchsten Schatz trag ich tief innen,/ wenn Er nur wächst! 3. Je hleiner ich,/ je größer ist Er mir,/ je mehr wirkt seine Kraft. /O stürbe ganz die eigene Begier,/ die ihm nur Hindrung schafft!/ Er kann mich immer wieder schmücken/ und immer völliger erquicken,/ je kleiner ich. 4. O nähm ich ab/ und wüchse Er all Stund,/ nicht in mir selber bloß!/ Ich bring ihm auch/ das mir vertraute Pfund,/ die Seelen klein und groß. Daß doch mein Tun sie ganz ver⸗ gäßen/ und still dem Herun zu Füßen säßen!/ O nähm ich ab! 5. Er ist der Herr!/ Ich trete gern zurück/ vor seiner Majestät. /Nicht saurer Dienst,/ es ist mein höchstes Glück,/ daß Er mich nicht verschmäht. /Ich will ihm dienen unverdrossen,/ was über mich Er auch beschlossen. /Er ist der Herr! 6. Zesus allein!/ Der teure Name glüht/ in meines Herzens Schrein./ Ach würde nur,/ je mehr mein Leben flieht,/ so heller dieser Schein!/ O würd ich kleiner, immer kleiner,/ und glänzt es täglich in mir reiner: /esus allein! Zohannes 3, 30. Apostelgeschichte 4, 12 Gustav Jahn, 1818—1888 Bůlse: Straf mich u ö 15 3—— Lieb⸗er und aus Geist be⸗ dich ein 1 *1—— Le ⸗ 2. Sammle unn wenn ich skatut/ ängf und Leben. 9. Mache u W eingekehret hft und kleit 4. Jederma eines nur sshen wohl,/ 5. Was uo s verwitte sch in nir Mund allei Hͤcter 2 gern,/ elhz von meinen ch, möͤchte enn Er uu wirkt see vor sener Glüch,/ aß erdrossen, nes Hersehs / so helle und glans hn, 1518-0 Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 592 Weltlich vor 1681; Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn geistlich Dresden, 1694 —2 2.——==——.——.4 — + 1 Luinant Hani. 1 — 2—. Lieb⸗ster Hei⸗land, na⸗ he dich, mei ⸗ nen und aus al⸗lem hräf⸗tig ⸗lich mich in Geist be⸗rüh⸗re dich ein⸗füh⸗re, +————————— 1.— 3UO 2 Leeerr re ——. 2——— Lie ⸗be fas ⸗ sen, al⸗les and⸗re las⸗ sen. daß ich dich in⸗nig⸗ lich mög in 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ treuer Hirt der Seelen;/ denn wenn ich in dir nicht bin,/ muß mein Geist sich quälen./ Kreatur/ ängstet nur,/ du allein kannst geben/ Ruhe, Freud und Leben. 3. Mache mich von allem frei,/ gründlich abgeschieden,/ daß ich eingekehret sei/ stets in deinem Frieden,/ kindlich rein,/ sanft und klein,/ dich in Unschuld sehe,/ in dir leb und stehe. 4. Jedermann hat seine Lust/ und sein Zeitvertreiben;/ mir sei eines nur bewußt: /Herr, in dir zu bleiben./ Alles soll/ folgen wohl,/ wenn ich mich nur übe/ in dem Weg der Liebe. 5. Was noch flüchtig, sammle du;/ was noch stolz ist, beuge;/ was verwirret, bring zur Ruh;/ was noch hart, erweiche,/ daß in mir/ nichts hinfür/ lebe noch erscheine/ als mein Freund alleine. Galater 2, 20 Gerhard Tersteegen, 1697— 1769 Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 593 Weise: Lobe den Herren, o meine Seele Ansbach, 1665 — E I——— ESSEE —*———* 2.— Lo ⸗ be den Her ⸗ ren, o Christ ⸗ ge⸗ sinkt in den Staub, ihr, des Kreu ⸗ zes + +.I. +* + + 1I—2—4— E* IIE —́F +2—— 2 LI— ——— mein⸗de, der sei ⸗ne Kir ⸗che mäch-lig Fein⸗de, der Herr ist Gott und sein die Feunhini Hhaube, ein S hleder,/ det v Iihn zuhleih: Hallelujal 5. Lobet den hedde, ein t und beugen sic scheint,/ Hmim Lulas 12, 32. Mat Welse: Was Gott —8* E* H—.————1 U E.—— 2—4—— 277. 5 E . Sein kräf⸗tig Wort schallt weit und Welt! dat b EH 2 12—— +4— .—— 18 LI.—.—— I 1I—— 12 — +* breit von E⸗ wig ⸗ keit zu E⸗ wig⸗ 25 958565241 1955 Fteu⸗ nn d ve KnnmKia. LX.— 1 1— + 2. Ringsumher gehen in alle Lande/ Apostel aus nach Ost und West,/ fürchten nicht Marter und scheun nicht Bande,/ sie halten am Erlöser fest. Auf aller teuren Märtrer Blut/ ohn Wanlen Christi Kirche ruht./ Halleluja, Halleluja! 3. Schon benedeien dich alle Zungen,/ o Herr, als Heiland und Prophet./ Aberall ist ja dein Nam erhlungen,/ des Kreu⸗ zes Gnadenbild erhöht;/ es naht den Inseln fern dein Wort, dir jauchzt der Süden und der Nord:/ Halleluja, Halleluja! auf⸗er 2. Ach, un sllen/ du g uns allen. /9 Mfangen,/ w Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 4. Fernhin und nahe sind wir nun Brüder,/ ein Herr, ein Glaube, ein Sakrament!/ Allzugleich sind wir des Mittlers 2 nangn Glieder,/ der vor dem Vater uns bekennt./ Tausend um tausend —— flehn zugleich:/ Vater unser im Himmelreich!/ Halleluja, Halleluja! rist g 5. Lobet den Herren! Einst kommt die Stunde,/ wo eine ei= ztz Herde, ein Hirte ist./ Alle die Völker sind dann im Bunde/ ö und beugen sich vor Jesu Christ./ Wann dieser selge Tag er⸗ —— scheint, Himmel und Erde sind vereint./ Halleluja, Halleluja! Lukas 12, 32. Matthäus 16, 18 Hermann Abalbert Daniel, 1812—1871 näc⸗H sein de 594 Weise: Was Sott tut, das ift wohlgetan Severus Gastorius, 1681 4 4 — I. 4 iꝛ—. weit und Sauf ⸗er⸗-stand⸗ner Sie⸗ges⸗ fürst, du Heut bringst du Frie⸗ den, da du wirst zur — TEE e. I* L Le ben al ⸗ler Le ⸗ ben! Freu⸗de uns ge⸗ge ⸗ben. Erst bracht die 4——.— ů.————5 l +——.—1 2.—8— 2 Rot dich in den Tod; jetzt bist du us noch R. Bonde /l Blut/ Mx auf⸗er⸗stan⸗den und frei von To⸗des⸗banden. ls Hlluh 2. Ach, unsre Sündenlast und Schuld/ ließ dich in Fesseln Des Krn fallen;/ du gabest dich aus großer Huld/ ans Kreuz zum Heil hein Uol uns allen. /Nun sind wir frei/ von Shlaverei,/ darinnen wir Halhh gefangen,/ weil du hervorgegangen. Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 3. Nun geht uns fröhlich wieder auf/ die rechte Gnaden⸗ sonne;/ die erst erstarb in ihrem Lauf,/ gibt Strahlen reiner Wonne./ ZJetzt ist die Seel/ mit Freudenöl/ von dir gesalbet worden/ und steht im neuen Orden. 4. Die Kraft von deiner Majestät/ bricht selbst durch Grab und Steine;/ dein Sieg ist's, der uns mit erhöht/ zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut,/ der Höllen Glut/ hat alle Macht verloren,/ und wir sind neu geboren. 5. O daß wir diesen teuren Sieg/ lebendig möchten kennen/ und unser Herz bei diesem Krieg/ im Glauben möchte brennen,/ denn anders nicht/ kann dieses Licht/ uns in das Leben führen,/ wo wir nicht Glauben spüren. 6. So brich denn selbst durch unser Herz,/ o Jesu, Fürst der Ehren,/ und laß vorher die Glaubenskerz/ sich in uns Schwachen mehren,/ daß wir in dir/ die offne Tür/ zur ewgen Ruhe finden/ und auferstehn von Sünden. 7. Erscheine uns mit deiner Güt,/ wenn wir in Buße wei⸗ nen,/ und laß uns deinen teuren Fried/ in unsre Herzen schei⸗ nen,/ so bönnen wir,/ o Held, mit dir/ die rechten Ostern feiern/ und uns in dir erneuern. 8. Ach laß das wahre Auferstehn/ auch uns in uns erfahren,/ laß aus des Grabes Nacht uns gehn,/ daß wir den Schatz be⸗ wahren,/ das teure Pfand,/ das deine Hand/ zum Siegen uns gegeben,/ so gehn wir ein zum Leben. 1. Korinther 15, 55.57 Zustus Henning Böhmer, 1674—174 595 Eigene Weise Zrische Weise, 1829 —— H n u..——3————— 2 Id.—.— EH 2 2 S SI.. Wo fin⸗det die See⸗le die Hei⸗mat, die Ruhꝰ Wer hie⸗tet 144 D— 0— V Sin ede Rein, Ri⸗ 2. Vellass Ault, so her salb /ist di. dieses in sein. . Wie s⸗ dhnnngen , ,/der lie Rsan. /R 6 Miller Narier 49. rechte Gnobey Strahlen nnn on dit geahh s dumhh H ht/ zun uln Glut/ hat a. öchten hennn öchte brenngz Leben führn, 70 Desu, F 3/ sich in n Tür/ zur ewhn r in Bußt uil ste Herzen sh techten Oshn uns etfahne, den Scgch l um Siegen m Böhmer, IM-NH Zriche Bht I die Ruhd A GZ Nachtrag der Kirchenprovinz Pommern 27——— 4—. 1— ö 1— 4 4 + 4—.— 7— 4— deckt sie mit schüt⸗zen⸗den Fit⸗ti⸗ chen zu? Ach H 4— EERin. I 4. 1⁴⁴— 1 + 2—»»„ 1 TI I +* E——. II. bie⸗tet die Welt khei⸗ ne Frei⸗statt uns an, wo — —.—— ꝗIPIFI I IFPI nEI 77—— +... 2—— T 1——ʃ4— I——5 44 EIEEE V..——— IHNU—..—.— 1 +— 2— Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht; die 8 12—4..——5 SSIIe —— Hei⸗mat der See⸗le ist dro⸗ ben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn,/ die Heimat der Seele, so herrlich, so schön!/ Jerusalem droben, von Golde er⸗ baut,/ ist dieses die Heimat der Seele, der Brautd/ Ja, ja, ja, ja, dieses allein/ kann Ruhplatz und Heimat/ der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht!/ Tod, Sünde und Schmerzen,/ die khennt man dort nicht;/ das Nauschen der Har⸗ jen,/ der liebliche Klang/ bewillkommt die Seele/ mit süßem Gesang./ Ruh, Ruh, Ruh, Ruh,/ himmlische Ruh/ im Schoße des Mittlers,/ ich eile dir zu. Oebräer 4, 9. Offenbarung Johannes 14, 13 Ludwig ZJoergens, 1792—- 1837 ö LHudet je 9u Anhang Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand gutes Muts, der singe Psalmen. Jalobus 5, 13 iu fite Burg ist Ein je Er hilf Einige Singweisen in anderer Fassung 1 Ein feste Burg ist unser Gott(Altere Form) —.— 1— t n Ein fe⸗ ste Burg ist un ⸗ser Gott, ein Er hilft uns frei aus al ⸗ ler Not, die Wittenberg, 1529 —. 25.— gu ⸗ te Wehr und Waf„ fen. uns jetzt hat be ⸗ trof ⸗ ⸗fen. Der E—— i——————.— ̃ICiIDISDSSDSSS‚SSSS alt bö ⸗ ⸗se Feind, mit Ernst er's jetzt F ITIITT 7—— + T 2+ meint; groß Macht und viel List sein grau⸗sam Rü⸗stung 7*—4.— 9—— HN * N*.— II 1 4 I— 2.—.. II —2— 2—— L + + EIl. N — 175——.—. * auf Erd ist nicht seins⸗glei— äII + 2 Einige Singweisen in anderer Fassung iige Sn Gott des Himmels und der Erden(Altere Form) Heinrich Aldert, 16ʃ9 schei⸗den 122.— 8 32 — DEI. —.— 1— + D E EEEEEE= Gott des Him⸗mels und der Er⸗den, Va⸗ter, Sohn der es Tag und Nachtläßt wer⸗den, Sonn und Mond * 1 EEE und heil⸗ ger Geist, uns schei⸗nen heißt, des⸗ sen star⸗ke Hand die 4—— [SSE. AIe‚— IS —.., 11.—— Welt und was drin ⸗ nen ist er=hält. Herzlich tut mich verlangen(Altere Norm) Hans Leo Haßler, 1601 23 65 4.—.———— N +—— 2—— LC 1—.—. + 1 + P........ Herz⸗-lich tut mich ver⸗ Aan ⸗ gen nach weil ich hier bin um ⸗fan⸗gen mit 23 Geist E. ei nem sel⸗gen End, 3 7 Trüb⸗sal und E⸗ lend; ich hab Lust, ab⸗zu⸗ R. Perer Fasiy. Einige Singweisen in anderer Fassung 3 * N* ** + D— * schei-den von die⸗ser ar⸗gen Welt, sehn mich nach Heinrich Uben le ö E ö — 2 122—..—.— I Ba⸗ter, Sn—.— Ktit»H„os= donn und Mon ew⸗ gen Freu ⸗- den; o Ze⸗su, komm nur bald! —— — „e Hand M. 4 —.—. ö O Welt, ich muß bich lassen(Altere Form) Borreformatorisch. Nürnberg, 1536 ——.—.. L.— *—.——— 1——— ——.— +—X2 · ExEEEE O Welt, ich muß dich las⸗sen, ich fahr da⸗ hin mein 1 . 17 13 D. 4 3*—.——* 1 F FIN.* FEI + 1 + 1 +* 1 2 +——— + E L E— —.. 8—...——.———— as dio Hae Stra⸗- en ins ew⸗ ge Va⸗ter ⸗land. Mein ——....— 11 ᷣ——— gen 7————Z— +—— 1 ‚ hen Geist will ich auf⸗ge⸗ben, da⸗ zu mein Leib und —.— 4 6 DRNES— d ——4———— H —— 1 E +———— +. Luff, ab⸗fl Le⸗ ben set⸗zen in Got⸗tes gnäd⸗ge Hand. * 8⁰ . 4 Einige Singweisen in anderer Fassung 5 Schmückt das Fest mit Maien Arnold Mendelssohn, geb. 1855 ö— Schmückt das Fest mit Mai ⸗ en, las ⸗ set denn der Geist der Gna⸗ den hat sich H L— 1 2II— 1—1 Blu ⸗ men streu ⸗ en, zün ⸗ det Op ⸗⸗fer ein ⸗ ge⸗ la ⸗ den, ma ⸗ chet ihm die CEV 5 I—— I I —— — 2—.—. an; ehmt ihn ein o wird sein Bahn. Nehmt ihn ein. x EH 3— 11050— EYND 2 L nn n u dn 4.—— r +— V.—.— Schein euch mit Licht und Heil er⸗ 9 +4 1 1 A F 1—— n d ien den Een. LIU— +—2.——— 2— IDZD—— I0. + +• ²——— ——— E 2——— 1 II—— fül ⸗len und den Kum ⸗mer stil ⸗len. dnige Si Ir glauben al 1 erer usun Einige Singweisen in anderer Fassung 5 ů 6 Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer 17⁴² — delssohn, geh In=hürnn—.— — 2.— 2 2——. ů 2 — + +—— —— Wir glau⸗ben all an ei ⸗ nen Gott, Schöp⸗fer der sich zum Va⸗ter ge-⸗ben hat, daß wir las=sch hat sih 1. 2 +* ö.— 2. 12 EE—— Him⸗mels und der Er⸗den, —4 sei ⸗ ne Kin ⸗der wer ⸗den. Er will OS A 2—— ihm di„ x E.Een e 2 .——— E 2 2 2 uns all ⸗ zeit er ⸗ näh ⸗- ren, Leib und — IC 7 ͤ 2 7 1 2 2— 7———— vnd su Seel auch wohl be⸗ wah ⸗ren; al ⸗lem IEFH—. ö E———— ů 25* E L—. L + —.— un⸗fall will er weh⸗ren, kein Leid soll uns „—— 31F „e———— wi⸗der⸗fah⸗ren; er sor⸗get für uns, hüt't und . —E D— 1 II öE F* wacht, es steht 50* 6 Einige Singweisen in anderer Fassung 7 Geh aus, mein Herz, und suche Freud(Reuere Weise) Augustin Harder, 1813 EH N—.—— 1 NV 6 EH+ 7— L... 0 2—— 1.N—— 2——. —.———.——.—. —„— Som⸗mer⸗zeit an dei⸗nes Got⸗tes Ga⸗ben; schau 3 E H uu ** ** IE 1 VN V + E. V ꝗ 2 * 2 + E———————. ieee E 2, e D.. DII anse—..—.q˖—. 2.2.— 12—2—2———— E— —„ mir und dir sich aus ⸗ge⸗schmüh⸗ket 0—— 2 N—*——23— EUTEe—. 2 Durere.—.— A EU— 2 4..— ‚ 5. EV**— ha⸗ben, sich aus ⸗ ge⸗ schmülk⸗bet ha⸗ben. Schönster Herr Zesu(Altere Weise) Münster, 167⁷ 757——* 7— 4—— SSS............—— — 5 ⸗ 2— Schön⸗ster Herr Ze⸗ su, Herr⸗scher al ⸗=ler 1 1 1 +I I 2...en, er—.— SE E * En ⸗ den, Got⸗tes und Ma ⸗ ri ⸗ en Die mit grimm llere Beise) erer Jasung gustin Harder, Az die⸗ser lie⸗hey 9.— *. ha⸗ben; schn —— =he, wie sie — schmüb ⸗bet ha bel. Munster I. lie ⸗ben, dich will ich mei⸗ner See⸗len Freud und Kron. Wie mit grimmgem Unverstand (Altere Weise) Bei Johann Daniel Falh, 1768— 1826 4 „ 1 IIEENE= Wie mit grimm⸗gem Un⸗ver⸗stand Wel⸗len sich be⸗ EEiiSSEE we⸗ gen! Nir⸗gends Ret⸗ tung, nir⸗gends Land vor des Sturm⸗winds Schlä⸗gen! Ei⸗ner ist's, der — 124 der Nacht, ei⸗ner ist's, der uns be⸗wacht: +— + 2 Christ Ky⸗ri e, du wan⸗delst auf der See. Die Liederdichter I. Aus vorreformatorischer Zeit 1. Ambrosius, 340—397, aus Trier, Sohn eines vor⸗ nehmen römischen Bürgers, seit 374 Bischof in Mailand, Verfasser zahlreicher Hymnen und Psalmen in lateinischer Sprache, welche die Entwicklung des abendländischen Kirchen⸗ gesangs maßgebend beeinflußten. Der sogenannte Ambrosia⸗ nische Lobgesang, das Tedeum, ist von Luther ins Deutsche übertragen worden: 242, 470, vgl. 469. 2. Benantius Fortunatus, Bischof von Poitiers, gestorben um 600, einer der bedeutendsten lateinischen christlichen Dichter: 357. 3. Beda venerabilis, 674—735, Englands gefeiertster mittelalterlicher Kirchenlehrer: 377. 4. Bonaventura(Sohannes Fidanzah), 1221—1274, geboren im Florentinischen, Franziskanermönch, später Ge⸗ neral des Ordens, starb als Bischof von Albano während der Kirchenversammlung in Lyon. Lateinische Vorlage zu 40. 5. Thomas von Celano, Franziskanermönch aus der Grün⸗ dungszeit des Ordens, gestorben um 1260, gilt als Verfasser des Liedes 518. 6. Johann Tauler, 1300—1361, aus Straßburg i. E. Dominikanermönch, Mystiker, einer der gewaltigsten Prediger des Mittelalters, von Luther wertgehalten: 531. 7. Heinrich von Laufenberg, 1390—1458, aus Laufen⸗ berg a. Rh., Priester in Freiburg, dann Mönch im Johanniter⸗ kloster in Straßburg, dichtete viele geistliche Lieder, innig und voll Himmelssehnsucht, zum Teil im Anschluß an bekannte weltliche Volkslieder: 415, 519. Lieder unbekannter Herhunft: 56, 68, 348, 340, 480, 489, 536. eiederdicht obtor Y . Sebtuar Hhusshe Refo shes. Sein e Mitthtertode Iuonngelish Enn neues Li Euther 36 Rit huc Aufnahm öů‚ 00, 90, 91, 9e 300, 368, 572 Ribolaus fanhen), Mi omn hutze 3e N St. Ritbol singe in das RMibolaus Munberg, K. shtte das e bu. 10,50, Altich Hu sus in Tog Iganer in 1 ö‚ LUuhhas Enn ih Prußen Masenz eit hn eines vyn⸗ in Mailand in lateinishe ischen Kitchen⸗ mte Ambrosi⸗ ins Deulsh liers, gestorhy hen christlichn ds gefeiettste 9 12—1½0 ich, später M⸗ 10 während Y dlage zu J0. aus der Gtih⸗ als Versassu traßbutg irk. ugsten Prelihn . 6, uus Lauft⸗ im Zohannte⸗ ider mnih d 15 an behanmte 08, 34⁴6, 30. Die Liederdichter II. Das Jahrhundert der Reformation a) Luther und seine Zeitgenossen 1. Doktor Martin Luther, 10. November 1483— 18. Februar 1546, geboren und gestorben in Eisleben, der deutsche Reformator, Schöpfer des evandelischen Kirchen⸗ liedes. Sein erstes Lied dichtete er unter dem Eindruck des Märtyrertodes der auf dem Marktplatz in Brüssel verbrann⸗ ten evangelischen Märtyrer Joh. Voes und Hinrich Esch 1523: „Ein neues Lied wir heben an“. Im ganzen besitzen wir von Luther 36 Kirchenlieder, von denen 23 in unserem Gesang⸗ buch Aufnahme gefunden haben: 10, 11, 12, 57, 75, 76, 85, 89, 90, 91, 92, 93, 133, 140, 148, 159, 242, 298, 304, 305, 366, 388, 572. „Nikolaus Deeius, gestorben 1529, aus Hof(Ober⸗ franken), Mönch, Propft des Nonnenklosters Steterburg, dann hurze Zeit Lehrer in Braunschweig, seit 1524 Prediger an St. Nikolai in Stettin. Er übersetzte altkirchliche Ge⸗ sänge in das Niederdeutsche: 34, 86. „Nikolaus Herman, 1480—1561, aus Altdorf bei Nürnberg, Kantor und Lehrer in Zoachimsthal in Böhmen, führte das evangelische Kirchenlied in den Schulunterricht ein: 13, 59, 262, 276, 308, 478. „Ulrich(Huldreich) Zwingli, 1484— 1531, aus Wild⸗ haus im Toggenburg, der deutsch⸗schweizerische Reformator, Pfarrer in Glarus, Einsiedeln und Zürich, fiel als Feld⸗ prediger in der Schlacht bei Kappel: 94, 453. „Paul Speratus, 1484—1551, aus Rottweil(Schwa⸗ ben), zuerst katholischer Priester, dann seit 1522 Vorkämpfer der Reformation in Osterreich und Mähren. Wegen Ketzerei in Olmütz eingekerkert, dichtete er das Lied 149. Nach vor⸗ übergehender Wirksamkeit in Wittenberg wurde er auf Luthers Empfehlung hin Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen und mit ZJohannes Gramann der Reformator Preußens, starb als Bischof in Marienwerder: 149. —. 10. 11. 12. 13. Johann Gramann, 1487—1541, aus Neustadt(Un⸗ Die Liederdichter terfranken), 1519 noch Dr. Echs Schreiber bei der Dis⸗ putation mit Luther, von Luther dem Herzog Albrecht von Preußen empfohlen, starb als Pfarrer in Königsberg: 243. „Albrecht, Markgrafvon Brandenburg⸗Ans⸗ bach, 1490—1568, aus Ansbach, Hochmeister des Deutschen Ordens, Herzog von Preußen, führte mit Speratus und Gramann 1525 in Preußen die Reformation ein, starb in Tapiau an der Pest: 210. „Justus Jonas, 1493—1555, aus RNordhausen, Professor der Theologie sowie des Kirchenrechts und Propst in Wittenberg, Luthers vertrautester Freund und Mitarbeiter bei der Bibelübersetzung, war mit ihm in Worms, Mar⸗ burg und Schmalkalden, desgleichen auf dem Augsburger Reichstag, der Reformator von Halle. Er wurde durch den Schmalkaldischen Krieg aus Halle vertrieben und starb als Superintendent in Eisfeld a. Werra: 95. ZJohann Agricola, 1494—1566, aus Eisleben, Hof⸗ prediger und Generalsuperintendent in Berlin: 160. Zohann Zwick, 1496—1542, aus Konstanz, erst Jurist, dann Pfarrer, Mitarbeiter Blaurers bei der Reformation in Konstanz, Herausgeber des Züricher Gesangbuches mit lutherischen und reformierten Liedern, starb bei der Pflege Pesthranker in Bischofszell: 69. Zohann Walther, 1496—1570 aus Cola(Kahla), der alte Lutherkantor, der 1524 mit ihm das erste Chorge⸗ sangbuch herausgab. 1520 Hofkantor in Torgau, später Ka⸗ pellmeister in Dresden, starb in Torgau: 509. Adam Reißner(Reusner), 1496—1575, aus Mindel⸗ heim(bayr. Schwaben), Schüler Zohann Reuchlins, lebte und starb in Straßburg, Geheimschreiber des Feldhaupt⸗ manns Georg von Frundsberg: 209. Erasmus Alber, 1500—1553, aus der Wetterau, Luthers Schüler und Freund, Fabeldichter, vorübergehend iederdich Paarrer in 5 lls Supetinte Kontad Niurter in St hatots Matt Anxgbuches 15 paul Eber Meanchthons nluperintend kirmian 2 HUlltmarh), P Heorg Ri ö. Landshne ö im Schmalhal ö nd in Lage! Ibaspar Hr Und Murnber RMichael 10 erst Il Bihnisch Ulsangbuches 12 Buͤdet: 33 IPettus 9 ish⸗Mähris hher unbe Rigler aus iop achnsth Mungen f Aederdihte Reustadt(u⸗ bei der Oh⸗ Abrecht bon nigsberg: 2. burg⸗Ang⸗ des Deulshn Speratus und u ein, siarb in usen, Profeur 1d Ptopft in id Mitarbellr Worms, Mu⸗ m Augsburge urde durch n. und starh dl Sisleben, H : 160. mz; erst Juns. r Reformassn Rangbuches m. bei der Peh Cola GKahso serste Hhutg⸗ gau, spitt i . 5raus Mhocl Reuchlins, h des Fibhouß⸗ der Wn orlbughn Die Liederdichter 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. Lieder unbekannter Herhunft: 36, 307, 537. b) Dichter aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Pfarrer in Brandenburg a. H., Hessens Reformator, starb als Superintendent in Neubrandenburg: 274, 481. Konrad Hubert, 1507—1577, aus Bergzabern(Pfalz), Pfarrer in Straßburg, Freund und Mitarbeiter des Refor⸗ mators Martin Bucer, Herausgeber des Straßburger Ge⸗ sangbuches 1572: 141. Paul Eber, 1511—1569, aus Kitzingen(Unterfranken), Melanchthons Schüler und Freund, Professor, zuletzt Gene⸗ ralsuperintendent in Wittenberg: 211, 309. ZJoachim Magdeburg, 1525—1587, aus Gardelegen (Altmark), Prediger in Osterreich, dann in Essen: 212, 1. Georg Riege, 1525—1588, aus Allendorf an der Werra, erst Landsknecht, dann Hauptmann auf evangelischer Seite im Schmalkaldischen Kriege, Amtmann im Stift Minden und in Lage bei Herford, starb in Rinteln: 263. Caspar Huberinus, starb 1553, Pfarrer in Augsburg und Nürnberg: 479. Michael Weiße, gestorben 1534 in Landskron, aus Neiße, erst Mönch in Breslau, dann Prediger und Bischof der Böhmischen Brüder, Herausgeber ihres ersten deutschen Gesangbuches(1531): 35, 58, 306. Johann Horn, gestorben 1547 zu Jungbunzlau, aus Taus in Böhmen, seit 1532 Bischof(Senior) der Böhmischen Brüder: 343, 389. Petrus Herbert, starb 1571 als Konsenior der Böh⸗ misch⸗Mährischen Brüderunität in Eibenschütz: 277. 1. Christoph Fischer(Bischer), um 1515—1600, aus Joachimsthal(Böhmen), Pfarrer und Superintendent in Thüringen, starb als Generalsuperintendent in Celle: 37. 12 Die Liederdichter .Nikolaus Selnecher, 1530—1592, aus Hersbruck bei Nürnberg, schon als Knabe Organist in Nürnberg, Melanch⸗ thons Tischgenosse, Generalsuperintendent von Braun⸗ schweig, Hofprediger in Dresden, Professor in Jena und Superintendent und Pastor an St. Thomas in Leipzig. Vertreter der lutherischen Rechtgläubigkeit, Mitverfasser der Konkordienformel, Förderer des Kirchengesanges und Be⸗ gründer des Leipziger Thomanerchores: 96, 161,(216). Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1599, auz Frankfurt(Oder), neumärkischer Pfarrer, starb zu Langen, feld bei Zielenzig: 142, 520. Ludwig Helmbold, 1532—1598, aus Mühlhausen (Shüringen), zunächst Professor der Philosophie in Erfurt. wo er während einer furchtbaren Pest für flüchtende Freundt das Lied:„Von Gott will ich nicht lassen“ dichtete. Er wurdi „der deutsche Assaph“ genannt und von Kaiser Maximilian I als Dichter gekrönt, starb an der Pest als Superintenden in Mühlhausen: 213, 244. Martin Schalling, 1532—1608, aus Straßburg, treue Anhänger Melanchthons, als Gegner der Konkordienformel angefeindet und mehrfach abgesetzt, zuletzt erblindet, start als Pfarrer in Nürnberg: 162. Kaspar Bienemann, 1540—1591, aus Nürnberg, war als strenger Lutheraner in den Glaubensstreitigkeiten seine Zeit wiederholt aus Kirchenämtern vertrieben worden, Pro⸗ fessor in Jena, starb als Generalsuperintendent in Alten⸗ burg: 214. . Martin Moller, 1547—1606, aus Kropstädt bel Wittenberg, Sohn eines Maurers, schlesischer Pfarrer, dam Oberpfarrer in Görlitz, Verfasser christlicher Erbauungs⸗ schriften, zuletzt erblindet: 144, 215, 216, 379. . Zohann Leon, gestorben 1597, aus Ohrdruf bei Gotha, starb als Pfarrer in Wölfis bei Ohrdruf: 310, 315, Str. I. Waiederdic Thonss! iEisleben: ohann L Aun Familie! Gotha: 44 IKaspar S Bellil, Pfar Mährer)r 34 VHaniel S ulles Malet⸗ ziher im„X Mfiber, To Philipp; Il Waldech, in Köln unt il Hanbur Jestzeit in u his ewigen L Nartin Als Lauban, B A A5, Kornelin Liederdiche Hetsbruch he iberg, Maant t von Braun r in Jena un ias in Leiyig Nitverfossere sanges und He 101,(210). 30-—1ö99, a larb zu Langn 15 Mihlhause. ophie in Ersiet chtende Freund chtete. Et vnd or Maximilian L Superintenban raßburg,Hke onbordienfonne erblindet, sun 3Rürnbetg,W eitigbeiten ste n worden, Mi endent in Mihz Kropsilt. er Pfanttr dim her Eibauhthe 70. druf bel Hahi 31 30,86 Die Liederdichter 13 9. 10. II. 13. 14. 15. 16. 1. 18. Thomas Hartmann, 1548—1609, aus Lützen, Pfarrer in Eisleben: 60. Zohann Lindemann, 1549—1631, aus Gotha, aus der Familie der Mutter Luthers stammend, seit 1571 Kantor in Gotha: 447. Kaspar Stolshagen, 1550—1594, aus Bernau bei Berlin, Pfarrer in Stendal, zuletzt Superintendent in Iglau (Mähren): 367. „Daniel Sudermann, 1550—1631, aus Lüttich, Sohn eines Malers und Kupferstechers, Hofmeister, später Er⸗ zieher im„Bruderhof“ in Straßburg, Anhänger der alten Mystiker, Tauler u. a.: 531(nach Tauler). Philipp Nicolai, 1556—1608, aus Mengeringhausen in Waldech, Pastor der„heimlichen lutherischen Gemeinde“ in Köln unter katholischem Druch, in Wildungen, Unna und Hamburg, feuriger Vertreter des Luthertums. Nach der Pestzeit in Unna 1599 erschienen in seinem„Freudenspiegel des ewigen Lebens“ die beiden Lieder 27 und 311. Martin Behm(Böhme, Beheimb), 1557—1622, aus Lauban, nach harter Zugend 41 Jahre Pfarrer daselbst: 28, 264, 265, 521. Kornelius Becher, 1561—1604, aus Leipzig, dichtete nach Luthers Art Psalmen in deutsche Choräle um, starb als Pfarrer und Professor in Leipzig: 490. ZJohann Siegfried, 1564—1637, aus Borna, Super⸗ intendent in Schleiz: 315, Str. 2—4. Zohannes Major, 1564—1654, aus Reinstädt bei Orla⸗ münde, Professor der Theologie in Zena, dichtete während einer Hochwassernot in ZJena das Lied 143. Zohann Mühlmann, 1573—1613, aus Pegau bei Leipzig, starb als Pfarrer und Professor in Leipzig: 473. Lieder unbekannter Herhunft: 22, 212, Str. 2 und 3, 217, 278, 314, 374, 375, 471, 472, 498, 510, 544. Die Liederdichter IIl. Das Jahrhundert des Dreißigjährigen Krieges a) Kirchliche Sänger der schweren Zeit 1. Balerius Herberger, 1562—1627, aus Fraustadt, Sohn eines Kürschners, durch Kriegsnöte und Pest schwer geprüft, richtete nach Fortnahme seiner Kirche durch die Gegenreformation in zwei Privathäusern den Betsaal„Zum Kripplein Christi“ ein, ein lebendiger und anschaulicher Pre⸗ diger und Erbauungsschriftsteller,„Herzpostille“ usw. Sein einziges, bekanntgewordenes Lied enthält die Anfangsbuch⸗ staben seines Bornamens: 312. Christoph Knoll, 1563—1650, aus Bunzlau, schlesischer Pfarrer, durch die Lichtensteinischen Dragoner 1628 auz Sprottau vertrieben: 313. „Johann Kempff. gestorben 1625, aus Staffelstein an Main, von dort mit seinem Vater seines Glaubens wegen vertrieben, seit 1604 Pfarrer in Gotha, starb dort an der Pest: 524. „Michael Altenburg, 1584—1640, aus Alach bei Er⸗ furt, Feldprediger in Gustav Adolfs Heer. Sein Lied„Ver⸗ zage nicht, du Häuflein klein“ ist der Aberlieferung nach vor der Schlacht bei Lützen gedichtet: 97. „Johann Heermann, 1585—1647, Sohn eines armen Kürschners in Raudten in Schlesien, als Schüler in Frau⸗ stadt im Hause Valerius Herbergers, als Dichter durch M. Opitz und seine Schule beeinflußt, später Pfarrer in Koeben an der Oder, ein Kreuzträger des Dreißigjährigen Kriege⸗ und der Gegenreformation, wohl der bedeutendste Kirchen⸗ liederdichter in der Zeit zwischen Luther und Paul Gerhardi starb nach jahrelangem Siechtum in Lissa: 29, 38, 39, 61, 98 99, 145, 146, 195, 275, 290, 491, 522. „Johann Hermann Schein, 1586—1630, aus Grün⸗ hain in Sachsen, starb als Musildirektor in Leipzig: 523. Martin Rinchart, 1586—1649, aus Eilenburg, Pastot in seiner Vaterstadt, erlebte Hunger, Pest und Verfolgung e Liederdich vie Zohann 5 ndlich den r shazung. Me Pesjahr 157 Nu. 245, dasd wor ursprüng „Josun Ste ningen, Supe Rinteln, 1629 muubt, fiel inf hibtinermönch wegraffte: 10 „Johann Y letssohn aus Kobutg, Univ feindet, weil sitäten und di hen letten O HMnweis auf Awechen such MAugust B Mofessor der V. LSamual3 iut in Schleu Justus Ge her, Pfarter tederdichte en Krieges 15 Frauftadt Peft schve che durch dil Betsaal,Zun haulichet Pꝛe es usw. Sein Anfangsbuch au, schlesishe det 1628 alt taffelstein ar aubens weger dott an de Alach bei Er ein Lied„Ber erung nach vo u eines armel süler in Fiur htet durch A trer in Kotbel hugen Kiehe endste Kirche aul Gerhard 35, 30. 66,N 0, uus Glt iipiig: L Haburh, Bafe d Verjolgun Die Liederdichter 15 10. 11. 12. 13. 14. wie Zohann Heermann, mit dem er befreundet war, aber auch endlich den Frieden. Er rettete seine Gemeinde vor Brand⸗ schatzung. Als einziger überlebender Pfarrer hatte er im Pestjahr 1637 viertausend Tote zu begraben. Sein Danklied, Nr. 245, das Sieges⸗ und Friedenslied des deutschen Volkes, war ursprünglich ein„Danklied nach dem Essen“: 245, 454. „Josua Stegmann, 1588—1632, aus Sulzfeld bei Mei⸗ ningen, Superintendent und Professor der Theologie in Rinteln, 1629 durch das Restitutionsedikt seiner Stellung be⸗ raubt, fiel infolge einer erregten Disputation mit den Bene⸗ diktinermönchen in ein hitziges Fieber, das ihn 1632 hin⸗ wegraffte: 100. „Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642, Pfar⸗ rerssohn aus Wahlwinkel bei Gotha, Gymnasialdirektor in Koburg, Universitätsprofessor und Prediger in Erfurt, ange⸗ feindet, weil er eine strenge Sittenreform für die Univer⸗ sitäten und die Kirche forderte und in seinen Schriften von den letzten Dingen die„schlafende Christenheit“ durch den Hinweis auf das Gericht und das himmlische Jerusalem auf⸗ zuwecken suchte: 317. August Buchner, 1591—1661, aus Dresden, starb als Professor der Dichtkunst und Beredsamkeit in Wittenberg: 47⁴4. Samual Zehner, 1594—1635, aus Suhl, Konsistorial⸗ rat in Schleusingen: 426. Justus Gesenius, 1601—1673, aus Esbeck in Hanno⸗ ver, Pfarrer in Braunschweig, Domprediger in Hildesheim, Generalsuperintendent in Hannover, gab 1646 mit David Deniche ein Reformgesangbuch heraus: 41, 62. David Deniche, 1603—1680, aus Zittau, Freund von Justus Gesenius, starb als juristischer Konsistorialrat in Hannover: 115. Josua Wegelin, 1604—1640, aus Augsburg, Pfarrer daselbst, während des Krieges zweimal vertrieben, 27 163³⁵ Senior in Preßburg in Ungarn:(70). 70. 16 15. 16. 17. Die Liederdichter Zustus Sieber, 1628—1695, aus Eimbeck in Hannover, starb als Pfarrer in Schandau in Sachsen: 423. Ernst Sonnemann, 1630—1670, aus Lüneburg, starb als Pfarrer von Eimbech: 70(nach Zosua Wegelin). Anna Sophie von Hessen⸗Darmstadt, 1638 bis 1683, starb als Abtissin des Stifts Quedlinburg: 448. b) Dichter aus verschiedenen Dichterschulen während des Dreißigjährigen Krieges Simon Dach, 1605—1659, aus Memel, Professor der Dichtkunst und Beredsamkeit in Königsberg in Preußen: 318, 319. „Georg Werner, 1589—1643, aus Preußisch⸗Holland in Ostpreußen, Pfarrer in Königsberg in Preußen: 40. „Georg Weissel, 1590—1635, aus Domnau in Ost⸗ preußen, Pfarrer in Königsberg. Zur Einweihung der Alt⸗ roßgärtner Kirche dichtete er Nr. 1 und zu seinem Amts⸗ antritt Nr. 196: 1,(62), 196. „Bernhard von Derschau, 1591—1639, aus Königs⸗ berg in Preußen, Universitätsprofessor und Pfarrer daselbst: 422. „Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594 bis 1648, Sohn eines Sattlers Löwe in Reustadt in Ober⸗ schlesien, Lehrer und Musildirektor in Bernstadt, von Kaiser Ferdinand III. geadelt, zuletzt fürstlicher Staatsrat in Bres⸗ lau: 101, 246. „Heinrich Albert, 1604—1651, aus Lobenstein in Thüringen, Neffe des Komponisten Heinrich Schütz, Musiker des Simon Dachschen Dichterkreises, Domorganist in Kö⸗ nigsberg in Preußen: 266. „Ernst Christoph Homburg, 1605—1681, aus Mihla bei Eisenach, wandte sich unter dem Druch schweren häus⸗ lichen Leides ganz der geistlichen Dichtung zu, starb alz Rechtsanwalt in Naumburg: 2, 42, 71. ee Liederdich Balentin! zen, Frtund! Betkdsambeit Vhtiftian Pankraß bei Nen fliehen, eine Weihnat halbigen Frie Bebenntnis d Suchsen Nr. l.Johann R Pastor in We Zut neben O und vertieft: LMichgels Vegen des fri lassen und wn VPaul Fle gbitge, schot labeer gehre Rußland v lls Atzt in das Lied! AUndreas Hocgau, beri dis Murtin B. (heinrith Rehtsanwal hl Stettin: Seorgge hiler von uuf iner Re 15 Husleh iederdihten in Hamnope ineburg, Uah egelimj stadt, 1538 Hlinbutg: 46, wähtend Professor den in Preußen; ußisch⸗Holland ußen: 40. nnau in Ot⸗ hung der At' seinem Amts⸗ „ aus Könihs farrer daselht etn, N his todt in Obtt; adt, von Ka! atstat in Btts⸗ Lobenstin in Schih, Mihe Nganist in Kl⸗ 81, uus Nie schutren hit ab de Die Liederdichter 8. 10. . 12. 13. 14. 15. Valentin Thilo, 1607—1662, aus Königsberg in Preu⸗ ßen, Freund von Simon Dach und gleich ihm Professor der Beredsamkeit in Königsberg: 6. Christian Keimann, 1607—1662, Pfarrerssohn aus Panhratz bei Pilsen, mußte 1628 mit den Eltern aus Böh⸗ men fliehen, wurde in Zittau Rektor des Gymnasiums. Für eine Weihnachtsaufführung seiner Schule dichtete er, auf baldigen Frieden hoffend, Nr. 14(ogl. Str. 4), und auf das Bekenntnis des sterbenden Kurfürsten Johann Georg von Sachsen Nr. 197„Meinen Jesum laß ich nicht“: 14, 197. Zohann Rist, 1607—1667, aus Ottensen bei Hamburg, Pastor in Wedel in Holstein, der liederreichste Dichter seiner Zeit neben Opitz, vom Kaiser geadelt, durch Leiden geprüft und vertieft: 4, 23, 30, 43, 134, 247, 279, 321. Michael Franch, 1609—1667, aus Schleusingen, mußte wegen des frühen Todes seines Vaters das Gymnasium ver⸗ lassen und wurde Bäcker, später Lehrer in Koburg: 129, 324. Paul Fleming, 1609—1640, aus Hartenstein im Erz⸗ gebirge, schon als Student der Medizin mit dem Dichter⸗ lorbeer gekrönt, mit Holsteinischen Gesandtschaften 6 Jahre in Rußland und Persien, starb infolge der Reiseanstrengungen als Arzt in Hamburg. Zu Beginn seiner Reise 1632 dichtete er das Lied Nr. 223. Andreas Gryphius(Greiff), 1616—-1664, aus Glogau, berühmter Dichter aus der schlesischen Dichterschule des Martin Opitz, Syndikus in seiner Vaterstadt Glogau: 325. Heinrich Held, 1620—1659, aus Guhrau in Schlesien, Rechtsanwalt in Fraustadt, starb als Kämmerer in Altdamm bei Stettin: 7, 81. Georg Reumark, 1621—1681, aus Langensalza, Jurist, Schüler von Simon Dach. Als 19jähriger Student in Kiel auf einer Reise völlig ausgeplündert, fand er eine Anstellung als Hauslehrer. Da dichtete er das Lied„Wer nur den lieben 18 16. 17. 18. Die Liederdichter Gott läßt walten“ und schuf auch die Singweise dazu. Er starb als Bibliothekar und Hofdichter in Weimar: 224. Zohann Georg Albinus(Weiße), 1624—1679, aus Unternessa bei Weißenfels, Urenkel Nikolaus Sel⸗ nechers, seit 1657 Pfarrer in Naumburg, dichtete vermutlich das Lied Nr. 326. Ahasverus Fritsch, 1629—1701, aus Mücheln bei Merseburg, Jurist, starb als Konsistorialpräsident und Kanz⸗ ler zu Rudolstadt: 358, 525. Franz Joachim Burmeister, 1633—1672, aus Lüne⸗ burg, Freund und Mitarbeiter von Johann Rist, starb als Pastor in Lüneburg: 329. c) Paul Gerhardt und seine Geistesverwandten Paul Gerhardt(Paulus Gerhardus) 1607 bis 1676, aus Gräfenhainichen bei Wittenberg, der größte Lie⸗ derdichter der deutschen evangelischen Kirche nach Luther, 1651 Propst in Mittenwalde, 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin. Einem Erlaß des Großen Kurfürsten, der in den Streit zwischen Lutheranern und Reformierten eingriff, ver⸗ mochte er sich gewissenshalber nicht zu fügen und verzichtete 1667 auf Ausübung seines Amtes an St. Nikolai in Berlin. Bis zu seinem Tode war er von 1669 an Pfarrer in Lübben an der Spree. Die meisten seiner Lieder sind sofort durch die Berliner Kantoren Crüger und Ebeling mit Singweisen ver⸗ sehen und infolgedessen schnell verbreitet worden: 5, 15, 16, 17, 24, 44, 45, 46, 47, 63, 78, 79, 150, 218, 219, 220, 221, 222, 248, 249, 250, 251, 267, 268, 269, 280, 291, 292, 299, 302, 322, 323, 344, 350, 368, 380, 455, 456, 500. Michael Schirmer, 1606—1673, aus Leipzig, Freund von Paul Gerhardt,„der deutsche Hiob“, starb nach langem Leiden als Konrektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin: 3, 77, 499. „Johann Olearius,(aus der Familie des Olschlägers Kupfermann), 1611—1684, aus Halle, Superintendent in He Liederdich Ouerfurt, 14 sendent in Ha her des Kitch summlung: 4 Johann 3 Simon Dach, Herhardt eine Zit: 21, 135, 5. Tobias E Enzgebitge, Hirchenrat in 0. Kaspar 5 Phfarter dasel J. Kaspat 3 aus Halle, P in Leipzig, st 9. Sigisnur bei Eger, P. Eltern vertri etzieher, von geadelt: 40,! 9. Christopt siorb baselbs ls Hartnan Eisenach, sia I Johanne Halle, Meff intendent in . Zoa chin lehrer in Be Pfarrer in I. Salono Niderlausi erdichte dazu. n 224. 02.—10;h laus Sal bermutlih der in day ngriff, ver⸗ verzichtet in Berlh. in Lübbn t durch de weisen det 5, 15, Il, 22N, 2l, 202, 0, 9 Aeuld ach langent en Klosts Achlägtt endent il 10. 12. 18. Die Liederdichter 19 Querfurt, 1643 Oberhofprediger und später Generalsuperin⸗ tendent in Halle, starb in Weißenfels; ein gründlicher Ken⸗ ner des Kirchenliedes und Herausgeber einer guten Lieder⸗ sammlung: 48, 87, 117, 118, 345, 483. Johann Franchk, 1618—1677, aus Guben, Schüler von Simon Dach, Bürgermeister seiner Vaterstadt, nach Paul Gerhardt einer der bedeutendsten Kirchenliederdichter seiner Zeit: 31, 135, 198, 300. Tobias Clausnitzer, 1618-1684, aus Thum im Erzgebirge, Feldprediger im schwedischen Heer, starb als Kirchenrat in Weiden in der Oberpfalz: 88, 119,(361). Kaspar Heunisch, 1620—1690, aus Schweinfurt, Pfarrer daselbst: 328. „Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624—1685, aus Halle, Prediger und Professor für das Alte Testament in Leipzig, starb als Pfarrer in Koburg: 18. „Sigismund von Birken, 1626—1681, aus Wildstein bei Eger, Pfarrerssohn, um des Glaubens willen mit den Eltern vertrieben, in Rürnberg Rechtsgelehrter und Prinzen⸗ erzieher, von Kaiser Ferdinand III. wegen seiner Oichtungen geadelt: 49, 164. „Christoph Prätorius, 1631—1713, aus Stendal, starb daselbst als Ratskämmerer: 475. Hartmann Scheunch, 1634—1681, aus Ruhla bei Eisenach, starb als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön: 120. „Zohann Gottfried Olearius, 1635—1711, aus Halle,(Neffe des unter Nr. 3 genannten) starb als Super⸗ intendent in Arnstadt: 346. ZJoachim Pauli, 1636—1708, aus Wilsnach, Haus⸗ lehrer in Berlin und Freund von Paul Gerhardt, starb als Pfarrer in Ostrau bei Bitterfeld: 102, 526. Salomo Liskow, 1640—1689, aus Niemitzsch in der Niederlausitz, starb als Diakonus in Wurzen: 527. 5¹ 20 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. Die Liederdichter Christoph Titius(Tietze), 1641—1703, aus Wil⸗ kau bei Breslau, starb als Pfarrer in Hersbruck bei Nürn⸗ berg: 225. Friedrich Funche, 1642—1699, aus Nossen im Erz⸗ gebirge, erst Kantor, dann Pastor zu Römstedt bei Lüne⸗ burg: 72. ö Heinrich Arnold Stochfleth, 1643—1708, aus Alfeld a. d. Leine, brandenburgisch⸗bayreuthischer General⸗ superintendent in Münchberg bei Bayreuth: 226. Michael Kongehl, 1646—1710, aus Kreuzburg in Ost⸗ preußen, Bürgermeister in Königsberg⸗Kneiphof: 435. Zohann Friedrich Herzog, 1647—1699, aus Dres⸗ den, dichtete als Student in Wittenberg zur Laute das Abendlied:„Nun sich der Tag geendet hat“, Rechtsanwall in Dresden: 282. Samuel Rodigast, 1649—1708, aus Gröben bei Roda in Thüringen, Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin, Freund Philipp Jakob Speners: 227. David Nerreter, 1649—1726, aus Nürnberg, Pfarrer in Bayern, starb als Generalsuperintendent von Hinterpom⸗ mern in Stargard: 457. Cyriakus Günther, 1650—1704, aus Goldbach bei Gotha, Gymnasiallehrer in Gotha: 369, 430. d) Vorläufer des Pietismus Johann Scheffler(Angelus Silesius), 1624—1677, aus Breslau, Leibarzt des Herzogs von Oels, wurde 1653 römisch⸗Katholisch, starb als Franziskanermönch in Breslau: 163, 199, 200, 201. „Elisabeth von Senitz, 1629—1679, aus Rankau in Schlesien, eine Zeit lang Hoffräulein zu Brieg und Oels: 50, Christian Seriver, 1629—1693, aus Rendsburg, Er⸗ bauungsschriftsteller(„Seelenschatz“,„Gottholds zufällige Ii iederdicht Andagten) Hojprebiger (Ehriftian aus Altraudt Poligtafen i 3. Amilie 3 Rudolftak boten als Fli fadt, früh vet b. Volfgant Nurnberg,a lieder unbe 228.31, 320 V I. Zodocus in Holland, diger in Utre 2. Adam ODr; an thüringi Seczigjährit 9. Luise He burg, geb. Haag, Gem schrieben N. Christoph R eigene“ Lie durste, darn Johann! . N, Juri Philipp a 5 als M h bei My ssen in gy edt bei dih, IibS, u T Laute h 27. berg, Pang N Hinterpnr Goldbah 152W—010 wunde in Mlu Ranh ind Oeb sh E. 5 Mfilh 90, aus Hr ö Rechtsunmnl ben belRun rauen Klosh Die Liederdichter 21 Andachten“), Pfarrer in Stendal und Magdeburg, starb als Hofprediger in Quedlinburg: 281. Christian Knorr von Rosenroth, 1636—1689, aus Altraudten in Schlesien, Mystiker, Kanzleidirektor des Pfalzgrafen in Sulzbach: 270. „Amilie ZJuliane Gräfin von Schwarzburg⸗ Rudolstadt, geb. Gräfin von Barby, 1637-1706, ge⸗ boren als Flüchtlingskind auf der Heidecksburg bei Rudol⸗ stadt, früh verwaist: 252, 330, 501. „Wolfgang Christoph Deßler, 1660—1722, aus Nürnberg, starb als Konrektor in Nürnberg: 203, 461. Lieder unbekannter Herkunft: 80, 116, 154, Str. 1, 228, 316, 320, 326, 359, 427, 482, 538. IV. Die Zeit des Pietismus a) Der ältere Pietismus „Jodoeus van Lodenstein, 1620—1677, aus Delfft in Holland, Dichter der reformierten Kirche in Holland, Pre⸗ diger in Utrecht: 587. „Adam Drese, 1620—1701, aus Thüringen, Kapellmeister an thüringischen Höfen, hielt unter Speners Einfluß als Sechzigjähriger Erbauungsstunden in Arnstadt: 202. .Luise Henriette, Kurfürstin von Branden⸗ burg, geb. Prinzessin von Oranien, 1627-1667, aus dem Haag, Gemahlin des Großen Kurfürsten. Ihr wird zuge⸗ schrieben Nr. 327. In dem gleichzeitigen Gesangbuch von Christoph Runge(1653) dankt ihr der Verfasser für vier „eigene“ Lieder, die er von ihr in das Gesangbuch aufnehmen durfte, darunter 327. Johann Jakob Schütz, 1640—1690, aus Frankfurt a. M., Jurist, Reichsrat in seiner Vaterstadt, Freund von Philipp Jakob Spener: 253. 10. 11. 12. 13. 14. Die Liederdichter Johann Adam Haßlocher, 1645—1726, aus Speyer, starb als Konsistorialrat in Weilburg in Rassau: 404. . Joachim Neander, 1650—1680, aus Bremen, trat als Kandidat in Frankfurt Speners Kreisen nahe, Rektor in Düsseldorf, starb als Pfarrer in seiner Vaterstadt Bremen, einer der bedeutendsten pietistisch⸗reformierten Liederdichter: 165, 254, 255, 283, 331. Heinrich Georg Neu ß, 1654—1716, aus Elbinge⸗ rode im Harz, Förderer des Kirchengesanges, als Pietist aus Wolfenbüttel verdrängt, starb als Superintendent der Graf⸗ schaft Stolberg-Wernigerode: 166, 431. „Heinrich Theobald Scheuch, 1656—1727, aus Hei⸗ delbach in Oberhessen, Pfarrer in Gießen: 332. Laurentius Laurenti(Lorenz Lorenzen), 1660—1722, aus Husum in Schleswig, Kantor und Musil⸗ direktor am Dom zu Bremen: 64, 334, 428. Zohann Kaspar Schade, 1666—1698, aus Kühndorf bei Meiningen, Freund von August Hermann Francke, durch Spener als Diakonus an die Rikolaikirche in Berlin gerufen, kam wegen seiner Beichtpraxis in ernsthafte Schwierigheiten: 231, 449. Gottfried Arnold, 1666—1714, aus Annaberg im Erzgebirge, Pietist und Mystiker, in seiner„Unparteiischen Kirchen⸗ und Ketzerhistorie“ ein Anwalt aller„Ketzer“, Pro⸗ fessor der Geschichte in Gießen, Superintendent in Perleberg in der Prignitz: 169, 230, 436. ZJohann Burchard Freystein, 1671—1718, aus Weißenfels, Hof⸗ und Justizrat in Dresden, mit Spener be⸗ freundet: 174. ZJohann Christoph Schwedler, 1672—1730, aus Krobsdorf in Schlesien, von Zinzendorf geschätzt, starb als Pfarrer in Niederwiese in der Oberlausitz: 362. Kaspar Gotthold Jentsch, 1681— 1729, aus Bautzen, starb als Kandidat der Theologie in Reichenau: 502. Die Liederdit 5. Georg 34 Gallen, Pte August! I. Auguf9 bebehrt 108 Pfarret in Pfarrer in Pietismus, Waisenhau sleinschen B 2. Ludwig! SHoffat dase 9. Johann Springe in drei Zahte 4. Barthol —17²4, au A. H. Frar 5. Johann in Thüring diger in M Johann 1739, aus6 hilfe, Schn Waisenhau mit 1573 U bie Gemeir „Joachin Mitmarh, D00 ab al in Halle, Die Liederdichter 23 ö 15. Georg ZJoachim Zollikofer, 1730—1788, aus St. Gallen, Prediger in Leipzig: 439. b) Halle (August Hermann Francke und seine Mitarbeiter) 1. August Hermann Franchke, 1663—1727, aus Lübeck, bekehrt 1687 in Lüneburg, Privatdozent in Leipzig und Pietit un Pfarrer in Erfurt, seines Pietismus wegen verdrängt, nt der Hin Pfarrer in Glaucha, Professor in Halle, ein Führer des Pietismus, der Schöpfer der Franckeschen Stiftungen, (Waisenhaus mit den dazugehörigen Schulen und der Can⸗ steinschen Bibelanstalt): 352. 2. Ludwig Andreas Gotter, 1661—-1735, aus Gotha, Hofrat daselbst: 167, 168, 257. 3. Johann Heinrich Schröder, 1667—-1699, aus 18 Kühndo Springe in Hannover, Schüler A. H. Franckes, war nur runhe, dun drei Jahre Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg: 171, 172. erlin genin. 4. Bartholomäus Crasselius,(Crasselt), 1667 pierighen—1724, aus Wernsdorf bei Glauchau in Sachsen, Schüler A. H. Franckes, zuletzt Pfarrer in Düsseldorf: 170, 385, 587. Innaberg in 5. Johann ZJoseph Winchler, 1670—1722, aus Lucha orenzey und Mush nparteiischs in Thüringen, kurbrandenburgischer Feldprediger, Dompre⸗ Letzer“, Iu⸗ diger in Magdeburg, ein eifriger Pietist: 173, 232. in Perleheg 6. JZohann Anastasius Freylinghausen, 1670— 1739, aus Gandersheim in Braunschweig, A. H. Franckes Ge⸗ 715, l hilfe, Schwiegersohn und Nachfolger im Pfarramt und am t Spener he Waisenhause, führte 1704 und 1714 durch sein Gesangbuch mit 1573 Liedern die pietistischen Lieder neben den alten in I, 1 die Gemeinden ein: 204,(236), 486. 91 floth 6 7. Zoachim Lange, 1670—1744, aus Gardelegen in der Altmark, Prediger und Gymnasialdirektor in Berlin, von 7720, 1709 ab als Freund A. H. Franckes Professor der Theologie chenmu: d in Halle, der„streitbare Wortführer des Pietismus“: 271. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. Die Liederdichter Johann Eusebius Schmidt, 1670—1745, aus Hohenfelden in Thüringen, Freund und Schüler A. H. Franches, Pfarrer in Siebleben bei Gotha: 103. Christian Jakob Koitsch, 1671—1735, aus Meißen, A. H. Franches Schüler, Inspektor am Pädagogium in Halle, Rektor des Gymnasiums in Elbing: 355. Zohann Friedrich Ruopp, 1672—1708, aus Straß⸗ burg, wegen seines Pietismus(„Seltiererei“) als Pfarrer aus dem Elsaß vertrieben, starb als Inspektor am Waisen⸗ haus in Halle: 182. Justus Falkner, 1672—1724, aus Langenreinsdorf bei Zwickau, starb als deutscher Prediger in Neuyork: 437. Michael Müller, 1673—1704, aus Blankenburg am Harz, August Hermann Franckes Schüler, starb als Kan⸗ didat der Theologie: 354. Justus Henning Böhmer, 1674—1749, aus Han⸗ nover, Professor der Rechte, Kanzler des Herzogtums Magdeburg und Direltor der Universität zu Halle: 594. Zohann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723, aus Bopfingen in Württemberg, Pfarrer in Schwaben und Nassau, zuletzt Professor der Theologie und Mitdirektor des Halleschen Waisenhauses: 234, 258. Christian Friedrich Richter,‚, 1676—1711, aus Sorau, Anstaltsarzt am Halleschen Waisenhaus, ein tief⸗ innerlicher Christ und gedankenreicher Dichter des Halle⸗ schen Pietismus: 176, 177, 178, 179, 180. Wilhelm Erasmus Arends, 1677—1721, aus Langenstein am Harz, Pfarrer in Halberstadt: 181. Lambert Gediche, 1683—1736, aus Gardelegen, A. H. Franckes Schüler, Friedrich Wilhelms I. frommer und cha⸗ rakterfester Soldatenpfarrer, Feldpropst in Berlin: 235. Jalob Gabriel Wolf, 1684—1754, aus Greifswald, Professor der Rechte in Halle: 184 Die Liederdi I ohann? huerst Tisch Franches al in Gießen, buches mit v 0 1. Heinrich Pastor in S 2. Moritz K 3. Kaspar theologischet St. Clisabe Pietismus, WM. 5. I. Zohann halt, Pfarr 5. Johann Atchidiabor 6. Johann Schlesien,; 7. Gottftii bei Löwenk den Zesuitt Schmolchs, deutender cens: 333. ů. Salomo Reumarhs 29, 460. 9. Ludwi 0 Dumfadt 0. E rdn an Weißenfel Die Liederdichter 19. Zohann Jakob Rambach, 1693—1735, aus Halle, I zuerst Tischlerlehrling, dann Theologe, Nachfolger A. H. Franckes als Professor, 1731 Professor und Superintendent s Mafn in Gießen, Herausgeber eines Kirchen⸗ und Hausgesang⸗ Hoguum in buches mit vielen neuen Liedern: 73, 131, 132, 152, 186. c) Nichtpietistische kirchliche Sänger 5 In 1. Heinrich Elmenhorst, 1632—1704, aus Parchim, Pastor in Hamburg: 532. 2. Moritz Kramer, 1646—1702, aus Holstein: 381. 1— 3. Kaspar Neumann, 1648—1715, aus Breslau, dort hut: n theologischer Lehrer am Gymnasium, Pastor primarius an enbutg n St. Elisabeth, ein frommer Lutheraner und Gegner des als Kan. Pietismus, Herausgeber eines schlesischen Gesangbuches: 121, ö 297, 485. aus hü. 4. Johann Betichius, 1650—1722, aus Steckby in An⸗ erzogtn x halt, Pfarrer in Zerbst: 293. 901. 5. Zohann Friedrich Zihn, 1650—1719, aus Suhl, Archidiakonus daselbst: 458. Daben u 6. Johann Neunherz, 1652—1737, aus Waltersdorf in hirehr E Schlesien, zuletzt Pfarrer in Hirschberg: 370. 7. Gottfried Hoffmann, 1658—1712, aus Plagwitz I71 W5 bei Löwenberg in Schlesien, als Kind mit den Eltern vor 1 den Jesuiten nach Lauban geflüchtet, Lehrer Benjamin ol Schmolcks, zuletzt Gymnasialdirektor in Zittau, ein be⸗ —7 deutender Schulmann, dichtete auf den Tod seines Töchter⸗ chens: 333. L2I, 8. Salomo Franch, 1659—1725, aus Weimar, dort Georg 1. Neumarks Nachfolger als Bibliothekar und Hofdichter: 51, cgen, L, 229, 460. 6t und ge⸗ 9. Ludwig Heinrich Schlosser, 1663—1723, aus in: 5, Darmstadt, Prediger in Frankfurt a. M.: 492. Ruisuh 10. Erdmann Neumeister, 1671-1756, aus Uichteritz bei Weißenfels, Gegner der Pietisten, Pastor in Thüringen, 26 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. Die Liederdichter dann Superintendent in Sorau, zuletzt Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg, Verfasser einer deutschen Literatur⸗ geschichte. Er schrieb auch die Texte zu einigen Kantaten für Johann Sebastian Bach: 32, 147, 285. Benjamin Schmolch, 1672—1737, Pfarrerssohn aus Brauchitschdorf, Oberpfarrer in Schweidnitz, wo er durch die Zesuiten viel zu leiden hatte. Von ihm stammen 1200 Lieder und viele Erbauungsschriften. Er war die letzten 7 Jahre ge⸗ lähmt, zuletzt auch blind: 8, 25, 65, 66, 82, 122, 130, 175, 233, 286, 287, 301, 360, 405, 406, 429, 432, 462, 476, 493, 528, 529, 586. Valentin Ernst Löscher, 1673—1749, aus Sonders⸗ hausen, Superintendent in Jüterbog und Delitzsch, Professor in Wittenberg, Oberkonsistorialrat in Dresden, gelehrt und fromm, im tätigen Christentum bewährt, Gegner des Pietis⸗ mus: 52, 463. Christoph Heinrich Zeibich, 1677—1748, aus Mö⸗ bis bei Leipzig, Professor der Theologie und Propst an der Schloßkirche zu Wittenberg: 424. Hieronymus Annoni,(d' Agnone), 1697—1770, aus Basel, aus einer Familie, die um des Evangeliums willen aus Italien hatte flüchten müssen, starb als Pfarrer in Muttenz bei Basel: 407. Zonathan Krause, 1701—1762, aus Hirschberg in Schlesien, Pastor und Superintendent in Liegnitz: 125. Zohann Gottfried Herrmann, 1707—1791, aus Alt⸗Jeßnitz bei Bitterfeld, Superintendent in Plauen, Her⸗ ausgeber des Vogtländischen Gesangbuchs, 45 Jahre lang Oberhofprediger in Dresden: 155. Ehrenfried Liebich, 1713—1780, Müllerbursche aus Probsthain in Schlesien, Pastor in Lomnitz, Mitherausgeber der Hirschberger Bibel, zum Dichten angeregt durch Gellert, bekämpfte das Umdichten alter Kirchenlieder: 238, 383. Lieder unbekannter Herkunft: 136, 236, 272, 459, 484, 554, 588. Oie Liederdie V. Ausgat 1. Gottfric Pfarrer zu 2. Friedtit dus Detmol in Bremen Kitthe: 183 3. Katl He Jautkawel mann Fran lichbeit ein kästleins“, 4. Johann aus Josbac ches, Hofpr Lieder“, Kt an St. Ult 5. Gerhar! Rhein, wur logie zu stu später Ban shieden“ keformierte burch Wor 123, 187, 1 b. Philipy hausen in tembergis 5 wirhte er, gehindert, berdigth sior an&l Alerath⸗ antaten fñ 8sohn a er durh hi 1200 Liehe Jchit g⸗ „I0, Ij, „470, 0, 5 Sondez Profeson „aus Mi⸗ opst an 1697—f bangeluumt als Phung dschbug 5 , u Kauen, H Zahie ung hrsche du⸗ raugeht h Hllah 8. . 0 gelehtt des Piilt⸗ ö Die Liederdichter V. Ausgang des Pietismus und Zeitalter der Aufklärung a) Ausgang des Pietismus 1. Gottfried Tollmann, 1680—1766, aus Lauban, Pfarrer zu Leuba bei Görlitz: 503. 2. Friedrich Adolf Lampe, 1683—1729, Pfarrerssohn aus Detmold, Universitätsprofessor in Utrecht; als Pfarrer in Bremen richtunggebend in der deutschen reformierten Kirche: 183. 3. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—1774, aus Jantkawe bei Militsch, Schüler und Freund August Her⸗ mann Franckes, Jurist, dann Theologe, nahm wegen Kränk⸗ lichkeit kein Pfarramt an. Verfasser des„Güldenen Schatz⸗ kästleins“, lebte zuletzt im Waisenhaus in Halle: 104, 185. 4. Zohann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773, aus Josbach bei Marburg, Schüler August Hermann Fran⸗ ches, Hofprediger in Köthen, Herausgeber der„Cöthnischen Lieder“, Konsistorialrat in Wernigerode, starb als Pfarrer an St. Ulrich in Halle: 33, 105, 106, 578. 5. Gerhard Tersteegen, 1697—1769, aus Mörs am Rhein, wurde— aus Mangel an Mitteln verhindert, Theo⸗ logie zu studieren,— auf Wunsch seiner Mutter Kaufmann, später Bandwirker in Mühlheim a. d. Ruhr, um„abge⸗ schieden“ leben zu können, der bedeutendste Mystiker der reformierten Kirche und neben Neander ihr größter Dichter, durch Wort und Schrift ein Seelsorger für viele: 74, 107, 123, 187, 188, 189, 288, 351, 382, 386, 592. 6. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769, aus Mühl⸗ hausen in Württemberg, ein Schüler des berühmten würt⸗ tembergischen Schrifttheologen Johann Albrecht Bengel, Pfarrer, zuletzt in Steinheim bei Heidenheim. Seit 1751 wirkte er, durch den Verlust seiner Stimme am Predigen gehindert, durch seine volkstümlichen geistlichen Lieder; der 28 10. 11. 12. 13. 14. 15. Die Liederdichter fruchtbarste Dichter des schwäbischen Pietismus: 153, 190, 237, 347, 387, 504, 511, 590. „Johann Sigismund Kunth, 1700—1779, aus Liegnitz, einer der Dichter der„Cöthnischen Lieder“, starb als Superintendent in Baruth: 337. Johann Simon Buchka, 1705—1752, aus Arzberg im Fichtelgebirge, Konrektor und Hilfsprediger in Hof: 438. .Christian Ludwig Scheidt, 1709—1761, aus Wal⸗ denburg in Württemberg, Konsistorialrat in Kopenhagen, danach Bibliothekar und Hofrat in Hannover: 156. Christoph Karl Ludwig Reichsfreiherr von Pfeil, 1712—1784, aus Grünstadt bei Worms, Jurist, Staatsmann erst in Württemberg, dann unter Friedrich dem Großen in Preußen, ein Jugendfreund Zinzendorfs, starb in Unterdeufstetten bei Ansbach: 192, 294, 353. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761, Pfar⸗ rerssohn aus Friedrichsfelde bei Berlin, Pfarrer in Bunz⸗ lau, Erweckungsprediger und Erbauungsschriftsteller: 127, 138. Zohann Daniel Karl Bickel, 1737—1809, aus Alt⸗ Weilnau in Hessen⸗Nassau, starb als Konsistorialrat in Usin⸗ gen: 391. Matthias Claudius, 1740—1815, aus Reinfeld bei Lübeck, Pfarrerssohn, Bankrevisor in Lübeck, der„Wands⸗ becker Bote“, ein glühender Patriot in schwerer Zeit, ein innigfrommer, gemütvoller, volkstümlicher Schriftsteller, Gegner der Aufklärung, starb in Hamburg: 568, 573. Zohann Kaspar Lavater, 1741—1801, aus Zürich, Pfarrer und Schriftsteller daselbst, der„Gewissensrat von halb Europa“, kurze Zeit auch von Einfluß auf Goethe, starb an den Folgen einer Verwundung durch die Franzosen bei der Einnahme von Zürich: 193. Karl Friedrich Harttmann, 1743—1815, aus Adel⸗ berg in Württemberg, Professor an der Karlsakademie in NieLiederdie Stutthatt, Zübingen: P. Zohann— heim in Unt Gründer de H. Michael in Württem tungen“, s Boehmes ul schaft' Mi 0)R 1. Nibolat —1760, au⸗ lurze Zeit triebene„A an und gr Er begrün Indianern, Sein Wirl die Pflege 205, 336, 2. Johann Ouerlausit ö det Truͤbse 3. Johann Girlit, 17 cbhelsdorf, Lied Rr. Tode seine Augußt! ö Klettenber uung von zehntelang —8—828 berdicht ö J50, 100 17⁷9, lusz „ farb aß 150. iedrich 15 fs, sard y 70l, Yfa in Bush⸗ steller: M, 9, aus Ml⸗ rat in Mh⸗ Reinfehd H t„Wons⸗ Jh chrifstels „55. alls ich enstat dof oethe suß mmoend ls Mi habemit l Die Liederdichter Stuttgart, Schillers Lehrer, Dekan in Lauffen, starb in Tübingen: 340. Zohann Gottfried Schöner, 1749—1818, aus Rüg⸗ heim in Unterfranken, Pfarrer an St. Lorenz in Nürnberg, Gründer der Nürnberger Bibelgesellschaft: 194. Michael Hahn, 1758—1819, aus Altdorf bei Böblingen in Württemberg, Landmann bei Herrenberg, hatte„Erleuch⸗ tungen“, schrieb mystisch-theosophisch im Geist Jalob Boehmes und gründete eine sittenstrenge„christliche Gemein⸗ schaft“(Michelianer): 408. b) Aus dem Kreise der Brüdergemeine „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700 —1760, aus Dresden, Schüler August Hermann Franckes, kurze Zeit Hof⸗ und Justizrat in Dresden. Er siedelte ver⸗ triebene„Mährische Brüder“ auf seinem Gut Berthelsdorf an und gründete dadurch die Herrnhuter Brüdergemeine. Er begründete ferner Missionen in Grönland, unter den Indianern, bei den westindischen Sklaven und in Afrika. Sein Wirken und Dichten atmet innige Jesusliebe und hat die Pflege brüderlicher Gemeinschaft zum Ziel: 108, 124, 154, 205, 336, 390, 450. „Johann Mentzer, 1658—1734, aus Jahmen in der Oberlausitz, Pfarrer in Kemnitz bei Görlitz,„ein im Ofen der Trübsal geläuterter Christ“(Zinzendorf): 256. Johann Andreas Rothe, 1688—1758, aus Lissa bei Görlitz, 1722—1737 Patronatspfarrer Zinzendorfs in Ber⸗ thelsdorf, dann in Thommendorf in Schlesien, dichtete das Lied Nr. 151 an Zinzendorfs Geburtstage und Nr. 335 beim Tode seiner eigenen Tochter: 151, 335. „August Gottlieb Spangenberg, 1704—1792, aus Klettenberg am Harz, Zinzendorfs Gehilfe bei der Begrün⸗ dung von Brüdergemeinen in England und Ameriha, jahr⸗ zehntelang dort lebend, führender Theologe der Brüder⸗ Die Liederdichter kirche, bald nach Zinzendorfs Tode ihr Bischof, starb in Berthelsdorf: 191. „Christian Gregor, 1723—1801, aus Diersdorf in Schlesien, Organist, Prediger und Bischof der Brüderkirche, Herausgeber des Brüdergesangbuches 1778, wobei er manche Lieder Zinzendorfs für den Gemeindegebrauch sorgfältig um⸗ formte, starb in Berthelsdorf: 124, 206, 363, 433. .Luise von Hayn, 1724—1782, aus Idstein in Hessen⸗ Nassau, starb als Pflegerin der ledigen Schwestern der Brüdergemeine in Herrnhut: 555. Christian Renatus Graf v. Zinzendorf, 1727 bis 1752, aus Herrnhut, Sohn des unter 1 Genannten, starb jung in London: 54. c) Zeitalter der Aufklärung „Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769, aus Hainichen bei Freiberg in Sachsen, Professor der Philoso⸗ phie, Beredsamkeit und Dichtkunst in Leipzig, bekannt auch als Fabeldichter: 19, 53, 67, 137, 239, 240, 259, 260, 261, 273, 289, 464, 487. . Ignaz Franz, 1719—1790, aus Protzau in Schlesien, katholischer Priester in Breslau, bekannt durch seine volhs⸗ tümliche Umdichtung des Tedeum: 469. Johann Andreas Cramer, 1723—1788, aus Zöhstadt im Erzgebirge, ein Freund Gellerts und Klopstochs, Hof⸗ prediger in Kopenhagen, als Pastor wegen seiner Richtung abgesetzt, Professor der Theologie in Kiel, wo er ein ratio⸗ nalistisches Gesangbuch mit vielen eigenen Liedern heraus⸗ gab: 425. Friedrich Gottlieb Klopstoch, 1724—1803, aus Quedlinburg am Harz, berühmt als Dichter des„Messias“ und der„Oden“, womit die Blütezeit der deutschen Dichtung begann. Durch seine„Geistlichen Lieder“, ältere mit vielen Die Liederdicht Anderungen! Gszong förde hogen und su 5. Gottfried henstein im E satb als Kot in Magdebur 6. Zohann T nich bei Star schlesien, Pro ATeiit ein vielg „. Christop Priester, beb tular in Aug 9. Samuel) an der Reue herausgeber 9. Christopt Dresden, Ju I. Carl Aus bei Magdebt I. Christop Propst und VI. Von der. 1. George? dor in Sch Pfarrer. An gegebenen seute Kind dein Feuer 2. Karl Be bei Hannor ier manch gfältig y in Hesty western gen otf, MN er Philoz⸗ ehannt auch „ W, M, uSclasih, seine uush⸗ Jöhfach tochs M⸗ er Mahlh t ein n in Hchs I505, l Ms Hhg uit rile unten, at —I789, au Die Liederdichter 31 I1. Anderungen und eigene, wollte er den gottesdienstlichen Gesang fördern. Er lebte lange am Königshofe in Kopen⸗ hagen und starb in Hamburg: 126, 338. „Gottfried Benedikt Funl, 1734—1814, aus Har⸗ tenstein im Erzgebirge, ein Dichter aus Klopstocks Kreise, starb als Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums in Magdeburg: 371. „Johann Timotheus Hermes, 1738—1821, aus Petz⸗ nich bei Stargard in Pommern, Pfarrer in Pleß in Ober⸗ schlesien, Professor und Pastor primarius in Breslau, seiner⸗ zeit ein vielgelesener Romanschriftsteller: 339. Christoph von Schmid, 1768—1854, katholischer Priester, bekannter Jugendschriftsteller, starb als Domkapi⸗ tular in Augsburg: 539. Samuel Marot, 1770—1865, aus Magdeburg, Pfarrer an der Neuen Kirche in Berlin und Konsistorialrat, Mit⸗ herausgeber des Berliner Gesangbuches von 1829: 416. Christoph Christian Hohlfeldt, 1776—1849, aus Dresden, Jurist, Armenanwalt in seiner Vaterstadt: 552. „Carl August Döring, 1783—1844, aus Alvensleben bei Magdeburg, Prediger in Elberfeld: 372. Christoph Asschenfeldt, 1792—1856, aus Kiel, Propst und Oberkonsistorialrat in Flensburg: 356. VI. Von der Zeit des neuerwachten Glaubenslebens 1. bis zur Gegenwart George Friedrich Fickert, 1758—1815, aus Bartz⸗ dorf in Schlesien, Sohn eines Schneidermeisters, schlesischer Pfarrer. Aus seinem im Geiste der Erweckungszeit heraus⸗ gegebenen„Christlichen Wochenblatt für gesammelte und zer⸗ streute Kinder Gottes“ stammt das Lied:„O daß doch bald dein Feuer brennte“: 109. „Karl Bernhard Garve, 1763—1841, aus Zeinsen bei Hannover, Prediger der Brüdergemeine in Holland, Die Liederdichter Reuß, Berlin und Schlesien, starb in Herrnhut: 157, 392, 393, 409. Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845, aus Techlenburg in Westfalen, Professor der Theologie in Duis⸗ burg, dann Pfarrer in Kettwig, Bernburg und Bremen, bekannt als Parabeldichter: 110. Johannes Daniel Fall, 1768—1826, aus Danzig, Sohn eines armen Perückenmachers, zur Zeit Napoleons I. Legationsrat in Weimar. Als Gründer der„Gesellschaft der Freunde in der Not“ und des„Lutherhofs“ ein Vor⸗ läufer der Inneren Mission, besonders in der Pflege ver⸗ wahrloster Kinder: 540, 558. „Ernst Moritz Arndt, 1769—1860, aus Groß⸗Schoritz auf Rügen, Professor der Geschichte in Greifswald und Bonn, 1813 mit dem Reichsfreiherrn vom Stein Vorkämpfer für Deutschlands Freiheit, ein Sänger der Freiheitskriege, 1848 Abgeordneter des Rheinlandes im Frankfurter Parla⸗ ment(Paulskirche). Seine Schrift„Vom Wort und vom Kirchenlied“ bedeutete einen neuen Abschnitt der Gesang⸗ buchreform: 20, 139, 158, 341, 384, 512, 542, 577. „Friedrich von Hardenberg(Movalis), 1772—1801, geboren auf dem Familiengut Ober-Wiederstedt im Mans⸗ feldischen, Bergassessor in Weißenfels, der Brüdergemeine nahestehend, der geistliche Dichter der Romantiker: 207, 556. Johannes Evangelista Goßner, 1773—1858, aus Hausen bei Günzburg, römisch⸗katholischer Priester in Dil⸗ lingen, Dirlewang und München. Wegen evangelischer Rei⸗ gungen vertrieben, wirkte er in Düsseldorf und Petersburg, seit w1829 als evangelischer Pastor an der Bethlehemslkirche in Berlin, Begründer des Elisabeth-⸗Diakonissen⸗ und Kranken⸗ hauses, der nach ihm benannten Goßnerschen Kleinkinder⸗ bewahranstalten in Berlin und der Goßnerschen Mission in Indien: 410(7). Liederdich 3. Zonathan aus Obersten Projessor der Missionsfreu buch, statb in 9. Mar von vaterländische gieungstat i 0. Christian 1860, aus E butg. Zum9 „Amen, Lob, Il. Friedrich Main, Prof und Berlin, kriege, starb z. Wilheln bei Gotha, L als Superint B. Johann furt, Pfarre Ptovinz Sa l. Christia sen, 791 Gesandter i und Bonn, sang⸗ und vom Jahre 5. Johann! Moorfleth! in Hambur Hnnich Wi auch ein Pi 10. Lud wig diger in Au „Gesellihah 5 ein M Pflege uy roß⸗Schoh ifswald n Vorkänpin kiheitshrig Urtet Pul. tt und oon der Osahß 7/. 177⁷²ᷣν—⁷⁰⁹ʃ in Mosz Hüdergeneh. antiber: M. Is eset in M cischt M Petetzhat emelithe 10 Krasfth Rleintide⸗ Mio j —.—..— II. 12. Die Liederdichter 8. 10. 13. 14. 15. 16. Zonathan Friedrich Bahnmaier, 1774—1841, aus Oberstenfeld in Württemberg, schwäbischer Pfarrer, dann Professor der prahtischen Theologie in Tübingen, rühriger Missionsfreund, Mitarbeiter am württembergischen Gesang⸗ buch, starb in Owen: 111. Max von Schenkendorf, 1783—1817, aus Tilsit, vaterländischer Dichter, Mitkämpfer der Freiheitskriege, Re⸗ gierungsrat in Koblenz: 21, 303, 545, 579. Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785— 1860, aus Eisenberg in Thüringen, Hofprediger in Alten⸗ burg. Zum Reformationsjubiläum 1817 dichtete er Nr. 342, „Amen, Lob, Preis und Herrlichkeit“: 342, 411. Friedrich Rüchert, 1788—1866, aus Schweinfurt am Main, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin, berühmter Dichter und Sänger der Freiheits⸗ kriege, starb in Neuses bei Koburg: 9. Wilhelm Hey, 1789—1854, Pfarrerssohn aus Leina bei Gotha, Dichter bekannter Fabeln und Kinderlieder, starb als Superintendent in Ichtershausen: 584, 585. Zohann Friedrich Möller, 1789—1861, aus Er⸗ furt, Pfarrer daselbst, seit 1843 Generalsuperintendent der Provinz Sachsen in Magdeburg: 440. Christian Karl Josias Freiherr von Bun⸗ sen, 1791—-1860, aus Korbach in Waldeck, Preußischer Gesandter in Rom und London, lebte zuletzt in Heidelberg und Bonn, Herausgeber des„Allgemeinen evangelischen Ge⸗ sang⸗ und Gebetbuchs zum Kirchen- und Hausgebrauch“ vom Jahre 1846: 480. Zohann Wilhelm Rautenberg, 1791—1865, aus Moorfleth bei Hamburg, gründete als Pastor an St. Georg in Hamburg 1825 die dortige Sonntagsschule, wo Johann Hinrich Wichern sein Rettungswerk an den Kindern begann, auch ein Pionier der Norddeutschen Mission: 534. Ludwig Joergens, 1792—1837, aus Gütersloh, Pre⸗ diger in Amerika: 595. 34 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. Die Liederdichter ZJosef Mohr, 1792—1848, aus Salzburg, katholischer Hilfspriester in Oberndorf, wo er kurz vor Weihnachten 1818 sein Weihnachtslied dichtete, starb als Vikar in Wagrein im Salzkammergut: 541. Agnes Franz, 1794—1843, aus Militsch in Schlesien, starb als Vorsteherin der Armenschule in Breslau: 569. Graf Felician von Zaremba, 1794—1874, aus Zaroyin im Bezirk Kowno, war 56 Jahre lang Missionar und Missionsprediger der Baseler Mission, starb in Basel: 547 Str. 3. Albert Knapp, 1798—1864, aus Tübingen, seit 1836 Stadtpfarrer an St. Leonhard in Stuttgart, Herausgeber der „Christoterpe“ und des„Evangelischen Liederschatzes“ mit 3572— vielfach von ihm veränderten— Kirchenliedern: 55, 104 Str. 10, 112. 113, 364, 377, 395. Luise Hensel, 1798—1876, Pastorentochter aus Linum im Osthavelland, wurde 1818 katholisch, Erzieherin und Krankenpflegerin, starb im Kloster zu Paderborn. Ihr Lied „Müde bin ich, geh zur Ruh“ stammt aus dem Jahre 1815: 570. Heinrich Ranke, 1798—1876, aus Wiehe an der Un⸗ strut, Bruder des großen Historikers Leopold von Ranlhe, Prediger, später Professor in Erlangen, starb als Oberkon⸗ sistorialrat in München: 533(7), 543. Christian Gottlob Barth, 1799—1862, aus Stutt⸗ gart, Pfarrer in Möttlingen, Vollsschriftsteller, Gründer des Calwer Verlages, eifriger Missionsmann, starb in Calw: 394. Samuel Preiswerk, 1799—1871, aus Rümlingen in der Schweiz, Pfarrer und Professor der hebräischen Sprache in Basel: 451, 547 Str. 1 und 2. Rudolf Stier, 1800—1862, aus Fraustadt in Posen, theologischer Lehrer am Baseler Missionsseminar, dann Pfarrer in den Provinzen Sachsen und Rheinland, zuleßt Iie Liederdi Superintend. gen Scjtit. zut Berbesse B. Philipp Hugenottenf. Suiperintend der Sammlt Kandidatenz A, 2l, 20 V. Katl Ru! fast 50 Zaht von bedeute Kirche: 307, B. Moritz 6 Schwager v. Pommern, Missionsma . Ernst Al kühmt als lichen Heilt „Lieder des Gattin, der P. Gustav! Wusterwitz Bethlehems ger Missior in Pommer N. Christia dus Kadolz 905, 506. 2. Gerhar! land, Pastt geber des ö lederdich, Wogreih in Shlisn au: 560. 157„ g Missiong arb in Bosh en, seit la rausgeher y schahes“ m enliebern: t aus Hun ieherin mn alholshy Hnagten Hh. 26. 28. orn. Ihr dih Jahre lh e an der d von Mosh, als Obeiuz 2. dusS ler, Hue arb in Lal mingen en Shu in Ms, sinat, dun Iand l 29. 30. 31. Die Liederdichter Superintendent in Eisleben. Geistvoller Ausleger der heili⸗ gen Schrift. Seine Schrift„Die Gesangbuchsnot“ half mit zur Verbesserung der Gesangbücher: 400. Philipp Spitta, 1801—1859, aus Hannover, einer Hugenottenfamilie entsprossen, hannoverscher Pastor und Superintendent, zuletzt in Burgdorf. Seine besten Lieder in der Sammlung„Psalter und Harfe“ stammen aus seiner Kandidatenzeit 1833 im Kloster Lüne bei Lüneburg: 83, 84, 208, 241, 295, 296, 396, 441, 494, 549, 574, 580. Karl Rudolf Hagenbach, 1801—1874, aus Basel, fast 50 Jahre lang Professor der Kirchengeschichte daselbst, von bedeutendem Einfluß auf die schweizerische reformierte Kirche: 397, 465. Moritz Görche, 1803—1883, aus Stettin, Freund und Schwager von Gustav Knah, Pastor in Pyritz und Zarben in Pommern, Führer der Pommerschen Erwechungsbewegung, Missionsmann: 398, 399. Ernst Albert Zeller, 1804—1877, aus Heilbronn, be⸗ rühmt als seelsorgerlich tätiger Arzt und Direktor der staat⸗ lichen Heilanstalt in Winnenden in Württemberg. Seine „Lieder des Leids“ erschienen 1847 nach dem Tode seiner Gattin, der Mutter seiner acht Kinder: 442. Gustav Knah, 1806—1878, aus Berlin, Pastor in Wusterwitz in Pommern, 1850 Nachfolger Goßners an der Bethlehemskirche in Berlin, Erwechungsprediger und eifri⸗ ger Missionsfreund, starb auf einer Besuchsreise in Dünnow in Pommern: 114, 550, 557, 581. Christian Heinrich Rudolf Puchta, 1808—1858, aus Kadolzburg in Bayern, starb als Pfarrer in Augsburg: 505, 506. „Gerhard Stip, 1809—1882, aus Norden in Ostfries⸗ land, Pastor, später Privatgelehrter in Potsdam, Heraus⸗ geber des„Unverfälschten Liedersegens“: 477. 36 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. Die Liederdichter VBiktor von Strauß und Torney, 1809—1899, aus Bückeburg, Archivar, dann Bevollmächtigter von Schaumburg⸗Lippe beim Bundestage in Frankfurt am Main, zuletzt Schriftsteller und Sprachforscher in Dresden: 466, 507. Hermann Adalbert Daniel,‚, 1812—1871, aus Cöthen in Anhalt, Lehrer am Pädagogium in Halle: 593. Friedrich Räder, 1815—1872, geboren und gestorben in Elberfeld, Handlungsgehilfe daselbst: 559. Gottfried Kinhel, 1815—1882, aus Oberkassel bei Bonn, Professor der Theologie in Bonn, Dichter und Schrift⸗ steller, w1849 aus politischen Gründen— wegen seiner Teil⸗ nahme am badischen Aufstand— gefangen in Spandau, von Karl Schurz befreit, floh nach England und starb als Pro⸗ fessor der Kunstgeschichte in Zürich: 571. Emanuel Geibel, 1815—1884, aus Lübeck, Sohn eines reformierten Predigers, durch einen längeren Aufenthalt in Griechenland in seiner dichterischen Entwichlung beeinflußt, Professor in München, bekannt als bedeutender weltlicher Dichter entschieden evangelischer Art, starb in Lübeck: 575. Karl Gerol, 1815—1890, aus Vaihingen an der Enz, Oberhofprediger und Prälat in Stuttgart, Verfasser der in mehr als 100 Auflagen verbreiteten„Palmblätter“, der „Pfingstrosen“ und anderer Gedichtsammlungen: 412. ZJulius Sturm, 1816—1896, aus Köstritz in Reuß, Pfarrer zuerst in Göschitz bei Schleiz, dann in seiner Vater⸗ stadt, bekannter christlicher Dichter: 413, 444, 513, 560. August Hermann Walter, 1817—1880, aus Leipzig, konnte wegen seiner Taubheit nicht Pfarrer werden, starb als Katechet und Religionslehrer in Leipzig: 443. Au gu st Schwartzkopff, 1818—1886, aus Magdeburg, Pastor in Ilsenburg und Wernigerode am Harz, die„Harzer Nachtigall“, bekannt auch als Shahespeare⸗Forscher: 373. Die Liederdic 2. Gustav 31 Vorsteher de 6. Wilheln Altmath, Gt direktor in? . Friedrit Pfarrer, zu seine oft kot 6. Conrad Zurich, beba licher Rovel sarb in Kil J6. Zulie vo Iieherin, zul in Bad Wö V. Rudolfs Oberhofpred matk, Seell Ptediger un dichtete er ter: 128. 6. Adolf Le in Berlin, Philosophie auf dem Ge 40. Eleonor berg-W. Vogelsberg Das Lied, Trauer um din Marie 00 Marie Marrersto Sohn eitz Ufenthalk beeinflc, er wellihn hech: 5, an der Eh zerfasser blätter/ 412. in Rafh iner Boll⸗ E aus Lei eu, utbob Ragdebot) hie„ het: 90. erhassel h und Schush seiner andau, vn b als Pu⸗ ö‚ ö Die Liederdichter 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. Gustav Jahn, 1818—-1888, aus Sandersleben(Anhalt), Vorsteher der Brüderanstalt zu Züllchow bei Stettin: 591. Wilhelm Osterwald, 1820—1887, aus Bretsch in der Altmark, Gymnasiallehrer in Merseburg, zuletzt Gymnasial⸗ direktor in Mühlhausen in Thüringen: 532. Friedrich Oser, 1820—1891, aus Basel, Schweizer Pfarrer, zuletzt in Benken in Basel-Land, bekannt durch seine oft komponierten„Kreuz- und Trostlieder“: 401, 582. Conrad Ferdinand Meyer, 1825—1898, aus Zürich, bekannter Dichter, berühmt als Verfasser geschicht⸗ licher Novellen und der Dichtung:„Huttens letzte Tage“, starb in Kilchberg bei Zürich: 365. Julie von Hausmann, 1826—1901, aus Mitau, Er⸗ zieherin, zuletzt an der Annenschule in St. Petersburg, starb in Bad Wösso in Estland: 561. Rudolf Kögel, 1829—1896, aus Birnbaum in Posen, Oberhofprediger in Berlin, Generalsuperintendent der Kur⸗ mark, Seelsorger Kaiser Wilhelms J., ein hervorragender Prediger und einflußreicher kirchlicher Führer; das Lied 128 dichtete er in seiner Jugend nach dem Tode seiner Mut⸗ ter: 128. Adolf Lasson, 1832—1917, aus Alt⸗Strelitz, seit 1848 in Berlin, Lehrer an höheren Schulen und Professor der Philosophie an der Universität Berlin, eifriger Mitarbeiter auf dem Gebiet der Inneren Mission: 418. Eleonore Fürstin Reuß, geb. Gräfin zu Stol⸗ berg⸗Wernigerode, 1835—1903, aus Gedern im Vogelsberg, lebte als Witwe meist in Ilsenburg im Harz. Das Lied„Das Jahr geht still zu Ende“ dichtete sie in der Trauer um ihre am Weihnachtsabend 1857— 8 Freun⸗ din Marie Nathusius: 26, 551. Marie Schmalenbach, geb. Huhold, 1835—1924, Pfarrerstochter aus Holtrup im Kreis Minden, Gattin des 52* 38 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57. 58. Die Liederdichter 1901 verstorbenen Superintendenten Theodor Schmalenbach in Mennighüffen: 583. Paul Kleinert, 1837—1920, aus Vielguth bei Oels in Schlesien, seit 1868 Professor der Theologie, seit 1873 Kon⸗ sistorialrat in Berlin, von 1895—1904 Mitglied des Evan⸗ gelischen Oberkirchenrats, Verfasser der„Selbstgespräche am Krankenbett“, Mitherausgeber des Brandenburgischen Pro⸗ vinzialgesangbuchs von 1884: 514. Robert Steiger, Näheres unbekannt: 419. Anna Karbe, geb. Karbe, 1852—1875, aus Gram⸗ zow in der Uckermark, starb kurz nach dem Tode ihres ein⸗ zigen Kindes. Nach ihrem Tode erschienen ihre Gedichte als „Lieder einer Frühvollendeten“: 562. Emil Prinz von Schönaich⸗-Carolath, 1852— 1908, aus Breslau, Offizier, dann Weltreisender und Schriftsteller, starb auf seinem Gut Haselhorst in Hol⸗ stein: 434. Friedrich Spitta, 1852—1924, aus Wittingen in Hannover, Sohn des Dichters Philipp Spitta(siehe Nr.26), Pfarrer in Oberkassel bei Bonn, Professor der Theologie in Straßburg im Elsaß und nach seiner Vertreibung in Göttin⸗ gen. Mitbegründer der„Monatsschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst“, Herausgeber des Evangelischen Gesang⸗ buchs für Elsaß⸗Lothringen: 402. August Hermann Franke, 1853—1891, aus Sun⸗ dern bei Gütersloh, Professor der Theologie in Halle und Kiel, Verfasser der„Deutschen Psalmen“, starb in Mon⸗ treux: 445. Zohannes Tillich, geboren 1857 in Berlin, Pfarrer in Starzeddel, Superintendent in Bad Schönfließ, Pfarrer der Bethlehemskirche in Berlin, Mitglied des Konsistoriums daselbst, lebt im Ruhestande in Berlin: 414, 517. August Matthes, geboren 1858 in Neu⸗Langsow im Kreise Lebus, Pfarrer und Lehrer an der Klosterschule Roß⸗ He diederdicht scben, Super slande: 403, 4 9. Ernst von enbel Schleier den des Kua Kreuze schich Kaubheit: 56 0. Georg Ple in Rynarzew Unfttut, Ober erintendent! LJ Berta J0 0ʃ—1006,6 lekbter Kinde ODulersleben: . Renate Y J662 in Berli uung lebt als lich Pfannsch . Hedwigev cchriftstelleris Potsdam: 56 lLErnst Bur Pastor in mission, bebe Zohannesstf „Reformatio 5. Hustav S Oderbiuch, L Ver, lebt a der Oder: 4 . Marie 5 tet des crist lannte Diht aus Guap De ihtes dy⸗ Gedichte ds at h, Vil- isendet mü est in Hul ittingen i siehe RxH, Theologie 9 in Holfz hesdiens hen Gesah „aus Ell⸗ Halle ng b in Mh⸗ in, Pfanti ß Pharrd mfuim x mguo i shule No Die Liederdichter 59. 60. 61. 62. 63. 64. 65. 66. leben, Superintendent in Kolberg, lebt daselbst im Ruhe⸗ stande: 403, 446, 508, 515. Ernst von Willich, 1860—1873, aus Breslau, Stief⸗ enkel Schleiermachers. Das aus schwerem lörperlichem Lei⸗ den des Knaben erwachsene Lied:„Wenn der Herr ein Kreuze schickt“ tröstete Kaiser Friedrich III. in seiner Krankheit: 563. Georg Plath, geboren 1860 in Halle a. d. Saale, Pfarrer in Rynarzewo, dann in Liederstedt und Vitzenburg a. d. Unstrut, Oberpfarrer und Superintendent in Mücheln, Su⸗ perintendent in Berlin⸗Biesdorf: 357. Berta Zosephson, geb. Cremer,(Mercator), 1861—1906, aus Solingen, Pfarrfrau, Verfasserin vieler be⸗ liebter Kinderbücher und Erzählungen, starb in Klein⸗ Oschersleben: 497. Renate Pfannschmidt, geb. Beutner, geboren 1862 in Berlin als Tochter des Chefredalteurs der Kreuzzei⸗ tung, lebt als Gattin des Königlichen Musikdirektors Hein⸗ rich Pfannschmidt in Berlin: 452, 488, 576. Hedwig von Redern, geboren 1866 in Berlin, dient schriftstellerisch den deutschen Gemeinschaftskreisen, lebt in Potsdam: 564. Ernst Bunke, geboren 1866 in Obischau in Oberschlesien, Pastor in Münsterberg, Inspentor der Berliner Stadt⸗ mission, bekannt als ehemaliger Direktor des Evangelischen Johannesstifts in Berlin⸗Spandau und Mitherausgeber der „Reformation“, lebt im Ruhestande in Berlin: 548. Gustav Schüler, geboren 1868 in Königlich⸗Reetz im Oderbruch, Volksschullehrer in Nahausen und Göritz an der Oder, lebt als Dichter und Schriftsteller in Freienwalde an der Oder: 467, 468, 567. Marie Feesche, geboren 1871 in Hannover als Toch⸗ ter des christlichen Verlagsbuchhändlers Heinrich Feesche, be⸗ kannte Dichterin: 535. 40 Die Liederdichter 67. Margarete Schubert, geboren 1871 in Berlin, lebt seit 1907 in Zürich⸗Feldmeilen in der Schweiz: 420. 68. Wilhelm Mühlpforth, 1874—1918, aus Franhfurt ö de an der Oder, Pfarrer in Olmütz, seit 1906 in Mürzzuschlag in Steiermark, Feldprediger im Welthriege, starb an den. Buchst Folgen der Kriegsanstrengungen in Graz: 546. in 5 69. Martin Zentzsch, geboren 1879 in Seyda in der Pro⸗ vorfehe vinz Sachsen, Schifferpastor in Berlin, Inspektor der Stadt⸗ mission in Magdeburg, Pfarrer in Erfurt: 516. 70. Walter Schröder, geboren 1884 in Anklam, bekanmt Iuos 10 als Verfasser plattdeutscher Kirchenlieder, Pfarrer in Rein⸗ Seite llber 10 berg in Pommern: 421. Ibet 16 71. Fritz Woike, geboren 1890 in Breslau, Arbeitersohn, Abnus 18 zuerst Gärtnerlehrling, nach einer schweren Erkrankung Ge⸗ llendoif 27 hilfe in einem schlesischen Erziehungsheim, zur Zeit Arbeiter lllenburg 14 in der Eisenbahnbetriebswerkstatt in Opladen bei Köln; be⸗ Uubr 10. kannt als lyrischer Dichter: 565, 566. Iumoni 72. Elisabeth van Randenborgh, geb. Riemeien, lends 2 geboren 1893 in Bielefeld, eine Führerin in der Jungmäd⸗ Iundt, E M. 32 chenbewegung, Pfarrfrau in Iserlohn: 553. lenold 22 Lieder unbehannter Herhunft: 376, 378, 417, 405, bsschenfeldt 31 496, 530, 589. Zohnmaier 33 darth 34 decher 13 deda vene⸗ Luobilis 8 Dehm 13 delihis 25 Hichel 2 dienenann 12 „Birben 109 dihmer 24 „Bogahhy 27 iederdighy n Bell, K. i): 420. us Brarhsn Mitrzzushj starh on hu in det du⸗ dtor der Sch, . klam, behon arrer in Mu Arbeitershh Hranhung h Zeit Mhoiz bei Kölh h Rieneih der Junhyih 2.— 378, LIl.N Verzeichnis der Liederdichter in Buchstabenfolge zum Auffinden in dem vorstehenden zeitlich geordneten Verzeichnis Seite Nr. Agricola 10 9 Alber 10 13 Albert 16 6 Albinus 18 16 Allendorf 27 4 Altenburg 14 4 Ambrosius 8 1 Annoni 26 14 Arends 24 16 Arndt, E. M. 32 5 Arnold 22 11 Asschenfeldt 31 11 Bahnmaier 33 8 Barth 34 23 Becker 13 15 Beda vene⸗ rabilis 8 3 Behm 13 14 Betichius 25 4 Bickel 28 12 Bienemann 12 6 v. Birken 19 8 Böhmer 24 13 b. Bogatzky 27 Seite Nr. Bonaventura 8 4 von Branden⸗ burg, Al⸗ brecht 10 7 von Branden⸗ burg, Luise Henriette 21 3 Buchha 28 8 Buchner 15 10 Bunhe 39 64 v. Bunsen 33 14 Burmeister 18 18 Claudius 28 13 Clausnitzer 19 ᷣ5 Cramer 30 3 Crasselius 23 4 Dach, S. 16 1 Daniel 36 34 Decius 9 2 Deniche 15 13 v. Derschau 16 4 Deßler 21 6 Döring 31 10 Drese 21 Seite Nr. Eber 11 1⁵5 Elmenhorst 25 1 Falk 3² 1 Falkner 24 11 Feesche 39 66 Fichert 30 1 Fischer 14 1 Fleming 17 12 Fortunatus, Venantius 8 2 Franch, Joh. 19 4 Franck, Mich.17 11 Franch, Sal. 25 8 Franche, A. H. 2 1 Franke 38 56 Franz, Agn. 34 18 Franz, Ignaz 30 2 Freyling⸗ hausen 23 6 Freystein 22 12 Fritsch 18 17 Funche 20 15 Funk 30 5 42 Seite Nr. Garve 31 2 Gediche 24 17 Geibel 36 37 Gellert 30 1 Gerhardt 18 1 Gerok 36 38 Gesenius 15 12 Görche 35 28 Goßner 32 7 Gotter 28 2 Gramann 10 6 Gregor 30 5 Gryphius 17 13 Günther 20 21 Hagenbach 35 27 Hahn 29 17 v. Harden⸗ berg 32 6 Hartmann, Th. 13 9 Harttmann, K. F. 28 15 Haßlocher 22 5 v. Hausmann 37 46 v. Hayn 30 6 Heermann, Joh. 14 5 Held 17 14 Helmbold 12 4 Hensel 34 21 Herberger 14 1 Herbert 11 21 Herman, Nik. 9 3 Hermes 31 6 Seite Nr. Herrmann 26 16 Herrnschmidt 24 14 Herzog 20 18 von Hessen 16 17 Heunisch 19 6 Hey 33 12 Hiller 27 6 Hoffmann 25 7 Hohlfeldt 31 9 Homburg 16 7 Horn 11 20 Huberinus 11 18 Hubert 11 14 Jahn 37 42 (Ientsch 22 14 Jentzsch 40 69 Joergens 33 16 Jonas 10 8 Josephson 39 61 Karbe, A. 38 53 Keimann 149 3 Kempff 14 3 Kinkel 36 36 Kleinert 38 51 Klopstock 30 4 Knal 35 30 Knapp 34 20 Knoll 14 2 Knorr v. Rosenroth 21d Kögel 37 47 Koitsch 24 0 Kongehl 20 17 Die Liederdichten y iederbicht Lange, Joach. 23 Seite Ni. Kramer 25 ahten⸗ Krause 26 0 Krummacher, Fr. A. 32 Kunth 28 Lampe 27 Lasson 37 v. Laufenberg 8 Laurenti 22 Lavater 28 Leon 12 Liebich 26 17 Zoh. Lindemann 13 10 Hlarius, Liskow 19 13 3.6. van Loden⸗ M- stein 21 1 hemwald Löscher 26 12 v. Löwenstern 16 5 zauli Luther 9 Magdeburg 11 Major 13 Marot 31 Matthes 38 Mentzer 20 Meyer, C. F. 37 Meyfart 15 Mohr 34 Möller 33 Moller 12 Mühlmann 13 Mühlpforth 40 Müller M. 24 Seite N Liederdighn Seite gy ler 35 0 macher, A. 32 5 2 7* bach. R. * senbern d nti et A 12 h mann l0 0 10⁰0 zoden⸗ ¶ W sensern 16 eburg 11 10 Die Liederdichter Seite Nr. Nachten⸗ höfer 19.˙7 Reander 22 6 Rerreter 20 20 Reumann 25 3 Reumark 17 15 Reumeister 25 10 Neunherz 25 6 Reuß 22 7 Nicolai 13 13 Riege 11 17 Olearius, Joh. 18 3 Olearius, J. G. 19 11 Oser 37 44 Osterwald 37 43 Pauli 19 12 Pfannschmidt, Ren. 39 62 b. Pfeil 28 10 Plath 39 60 Prätorius 19 9 Preiswerk 34 24 Puchta 35 31 Räder 36 35 Rambach 25 19 van Randen⸗ borgh 40 72 Ranke 34 22 Rautenberg 33 15 v. Redern 39 63 Seite Nr. Reißner 10 12 von Reuß, Eleon. 37 49 Richter 24 15 Rinchart 14 7 Ringwaldt 12 3 Rist 17 10 Rodigast 20 19 Rothe 29 3 Rüchert 33 11 Ruopp 24 10 Sachse 33 10 Schade 22 10 Schalling 12 5 Scheffler 20 1 Scheidt 28 9 Schein 14 6 Schenck, Hartm. 19 10 Schench, Heinr. Th. 228 v. Schenken⸗ dorf 33 9 Schirmer 18 2 Schlosser 25 9 Schmalen⸗ bach, M. 37 50 v. Schmid, Chr. 31 7 Schmidt, Joh. Eus. 24 8 Schmolck 26 11 v. Schönaich⸗ Carolath 38 54 43 Seite Nr. Schöner 29 16 Schröder, Joh. H. 23 3 Schröder, W. 40 70 Schubert 40 67 Schüler 39 65 Schütz 21 4 Schwartz⸗ kopff 36 41 von Schwarz⸗ burg⸗Rudol⸗ stadt, A. J. 21 5 Schwedler 22 13 Scriver 20 3 Selnecker 12 2 v. Senitz 20 2 Sieber 16 15 Siegfried 13 16 Sonnemann 16 16 Spangen⸗ berg, A. G. 29 4 Speratus 9 5 Spitta, Fr. 38 55 Spitta, Ph. 35 26 Stegmann 15 8 Steiger 38 52 Stier 34 25 Stip 35 32 Stockfleth 20 16 Stolshagen 13 11 v. Strauß u. Torney 36 33 44 Seite Sturm 36 Sudermann 13 Tauler 8 Tersteegen 27 Thilo 17 Thomas von Celano 8 Tillich 38 Titius 20 Tollmann 27 Venantius, siehe Fortunatus 39 12 Seite Nr. Walter, A.. 36 40 Walther, Joh. 10 11 Wegelin 15 14 Weiße, Mich. 11 11 Weissel 16 3 Werner 16 2 v. Willich 39 59 Winckler 23 5 Woihe 40 71 Woltersdorf 28 11 Die Liederdichter Seite Rr. v. Zaremba 34 er 15 11 ö Zeibich 26 13 Nummern in Zeller, A. 35 20 Hise ihten Nam Zihn 25 z iieine andere? v. Zinzendorf, uht ist. En 8 Ch. R. 30 hulbslleder, die it v. Zinzendorf ie Zahl in L 20 Liede auf die 5 10 6 Abend wird es 55 Ich Gott und Zwingli 9 Uch Gott, vom Ach Herr, waru Ich Hesu, meine Uch mein Herr Uch was bin it c nss sollie h wie flüchti Ich wundergro Ale deine Gab Alein Gott in Alein zu dir, Ale Menschen (Christoph Ule Menschen (Jahob 5 AUlles ist an G. As Jesus von i Wassefli lein geht) Verzeichnis der Singweisen Die Nummern in Fettdruck geben das Lied an, nach dem die 9 Weise ihren Namen bekommen hat. Ein Kreuz(3) bedeutet, 33haß eine andere Weise oder Form im Anhang(S. 1—7) abge⸗ endorj, hrucht ist. Ein Stern(5) bezeichnet die Weisen der geistlichen R. 9) Bolkslieder, die im Hauptgottesdienst nicht zu verwenden sind. Hendotf Eine Zahl in Klammern bedeutet, daß bei dem betreffenden— Liede auf die Weise als Parallele hingewiesen wird. »Abend wird es wieder...562, 584 Ach Gott und Herr. 72, 143, 359, 448, 502 Ach Gott, vom Himmel sieh darein.. 89, 498, 499 Ach Herr, warum trittst du so ferne.. 382 Ach Jesu, meiner Seelen Freude.. 9 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein 206 Ach was bin ich, mein Erretter. 180 Ach was soll ich Sünder machen.. 2, 438 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig... 324 Ach wundergroßer Siegeshed... 71, 195, 292, 295 387, 395, 508 Alle deine Gaben(Segne und behüte). 410 Allein Gott in der Höh sei Ehr.. 86 Allein zu dir, Herr Jesu Christ..„141 Alle Menschen müssen sterben 1 Ehristoph Anton?)¶ 178, 74, 433 Alle Menschen müssen sterben II Galob Hinze 3834206 Alles ist an Gottes Segen. 107, 190, 193, 226, 228, 340 Als Jesus von seiner Mutter ging.. 544 An Wasserflüssen 20 8410 Lämm⸗ lein geht:. 137 46 Auf, auf, mein Herz, mit Freuden Auf den Nebel folgt die Sonn Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf, hinauf zu deiner Freude Auf, laßt uns Zion bauen Auf meinen lieben Gott. Aus dem Himmel ferne. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu dir 1 (Wittenberg, 152 Aus tiefer Rot schrei ich zu dir II (Straßburg, 1525) Befiehl du deine Wege. Brich herein, süßer Schein Christ, der du bist der helle Tag. Christe, du Lamm Gottes Christ ist erstanden Christ lag in Todesbanden. Christus, der ist mein Leben Christus, der uns selig macht. Da Christus geboren war(Singen wir 99 467 . 31, 441, 473 550 39, 47, 358 281, 336 aus Herzensgrund) Da die Tage so voll Not. Dank sei Gott in der Höhe. * Das ist unbeschreiblich. Der am Kreuz ist meine Liebe. Der lieben Sonne Licht und Pracht. * Der Mond ist aufgegangen. Der Tag, der ist so freudenreich Ein Kindelein so löbelich) 63 455 69 338 449 398 146, 217, 474, 501 585 . 3, 263, 503, 511 140 142, 214, 302 26, 218, 315, 516 583 479, 481 36 56, 68 57 100, 237, 314, 417, 44⁴² 35 568 348 Verzeichnis der Singweisen Herzeichnis de Her Tag ist! leibe L Het Tag ist bleibe II Hie beste Zeit De güldne S. Die helle Son Die Racht ver Die Sach ist Dles sind die siehe: In! Die Tugend n Dir, dir, Zeho Du hast mein „Oi lieber, heil du meine Se Du, o schönes Einn Strch Einer ist Kör Ein feste Bu Ein Kindeleit Tag, der Ein Lämmlein siehe: An Ein neues Li— Eins ist not! Erhalt uns, Ernuntte die Enett mich, Erschienen is Es glinzet Leben Sugvesa Verzeichnis der Singweisen Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe I(Genf, 154277 283 Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe II(G. Chr. Strattner). 482 * Die beste Zeit im Jahr ist mein. 572 , 6 0 Die güldne Sonne 207 Die helle Sonn leucht't jetzt herfür 20 3. 306 f. Die Nacht vergeht, der Tag bricht an. 534 e Die Sach ist dein, Herr ZJesu Christ„547 Dies sind die heilgen zehn Gebot, siehe: In Gottes Namen fahren wir 214. 30 Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 207, 261, 515 Dir, dir, Jehova, will ich singen... 104, 170, 439, 588 8. 315 Ul Du hast mein Leben so reich gemacht. 565 Du lieber, heilger, frommer Christ.. 542 Du meine Seele, singe 28, 158, 248, 303 101 Du, o schönes Weltgebäuide 370, 408 Einen Strahl von deinem Glanze. ö421 Einer ist König, Immanuel sieget.. 33, 106, 172, 403 37. 31 Ein feste Burg ist unser G)ott. 90 0 Ein Kindelein so löbelich, siehe: Der Tag, der ist so freudenreich Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld, siehe: An Wasserflüssen Babylon Ein neues Lied wir heben an... 388, 402, 512 Eins ist not! Ach Herr, dies Eine.. 171, 436 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 91, 96, 264, 284, 478 293 Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 322 „ 55 Errett mich, o mein lieber Herre.. 109, 420 56 Erschienen ist der herrlich Tag...(17), 59, 61, 117, 345, 373, 375 Es glänzet der Christen inwendiges Leben 0 170 48 Verzeichnis der Singweisen Es ist das Heil uns kommen her. * Es ist ein Reis entsprungen. Es ist genug Es ist gewißlich an der Zeit. * Es kommt ein Schiff, geladen Es kostet viel, ein Christ zu sein. Es sind doch selig alle dite Es spricht der Anweisen Mund wohl 149, 252, 253, 464 536 .238, 329, 333, 529. 235, 241,(350), 423, 513 591 Leteicnis de Harte, meine Helger Geist, helft mit Gott Gott will hetbei, o iht (430), 520 531 177. 178 52 115, 260, 352, 430 Es wolle Gott uns gnädig sein 92 Fahre fort, fahre fort 103, 392 Freu dich sehr, o meine Seele, siehe: Wie nach einer Wasserquelle * Freuet euch der schönen Erde. 574 Freuet euch, ihr Christen alle. 14 *Frisch auf, mein Herz, und werde Klang 548 Fröhlich soll mein Herze springen.. 15 Gar lustig jubilieren. 4, 20 *Geh aus, mein Herz, und 405 Freud (Anhang).. 600) Gelobet seist du, Jesu Christ. 10 Gelobt sei Gott im höchsten Thron. 58 Gen Himmel aufgefahren ist. 374 Gib dich zufrieden und sei stille... 219 Gott des Himmels und der Erden.. 121,(201), 266, 332 Gottes Sohn ist kommen 343 * Gott hat seine Seligkeit..552 Gott ist mein Lieed. 259 Gott lebet noch 458 Gott sei gelobet und gebenedeiet 133 Gott will's machen 234, 443 Großer Gott, wir loben dich 469 Hert Chtist,d Herr Gott, di. Hert Gotl, dit Hen Jesu Cht Hert Zesu Ch Herr, nun selb Hert und Mltf Hetzlich lieb! Herzlich tut Herzliebster? brochen l Hetzliebster! brochen II Heut singt die Halt triumph Ret legt mein Hhier liegt vor Hiñ Gott, daf Rummelan, mi Munter ist 30 bete an 0 bin durc 30 bin ein 0 danh dir 30 freu mit 50hah mein 0 hab mit heb mei dingwessh 2. 253,64 9. 385, 0 650, 520 8 60, 352, 60 90,20. Verzeichnis der Singweisen Harre, meine Seelle Heilger Geist, du Tröster mein. Helft mir Gotts Güte preisen, siehe: Bon Gott will ich nicht lassen I 559 379 *Herbei, o ihr Gläubigen 543 Herr Christ, der einig Gotts Sohn 167 Herr Gott, dich loben alle wir.. 386, 413, 514 Herr Gott, dich loben wir. 242 Herr Zesu Christ, dich zu uns wend 116, 274, 415, 480 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut.. 136, 361 Herr, nun selbst den Wagen halt. 94 Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. 54, 55 Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.. 162 Herzlich tut mich verlangen. Herzliebster Jesu, was hast du ver⸗ brochen J(Sohann Crüger). Herzliebster Jesu, was hast du ver⸗ brochen II(1507) Heut singt die liebe Christenheit. Heut triumphieret Gottes Sohn Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder *Hier liegt vor deiner Majestät. Hilf Gott, daß mir's gelinge Himmelan, nur himmelan.„ Hinunter ist der Sonne Schein Ich bete an die Macht der Liebe. Ich bin durch die Welt gegangen. Ich bin ein Gast auf Erden. Ich dank dir schon durch deinen Sohn Ich freu mich in dem Herren. Ich hab mein Sach Gott ee *Ich hab mich ergeben Ich heb mein Augen sehnlich auf 45, 313, 526, 527 38, 53, 98, 101, 452 277, 363, 365, 425 21, 500, 507 367 179 589 41 194 276 188 551 323 273, 472 290 310, 331, 342, 453 557 50 Verzeichnis der Singweisen Ich laß dich nicht, du mußt mein 42200 bleiben Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. Ich steh an deiner Krippe hier. Ich will dich lieben, meine Stärke Ich wollt, daß ich daheime wär * Ihr Kinderlein, kommet * Im Schatten deiner Flügel In dich hab ich gehoffet, Herr. * In die Ferne möcht ich ziehen. In dir ist Freude In Gottes Namen fahren wir(Dies sind die heilgen zehn Gebot) Ist Gott für mich, so trete Jauchzet, ihr Himmel, W ihr Engel, in Chören—.— Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Jesu Kreuz, Leiden und Pein. Jesu, meine Freude Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus, unser Heiland. Jesus, Jesus, nichts als Jesus Jesus, meine Zuversicht 1(Berlin, 1653) Jesus, meine Zuversicht II(1730). * Kehre wieder, kehre wieder * Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun Komm, Gott Schöpfer, beiliger Geist Komm, heiliger Geist, Herre Gott. Komm, o komm, du Geist des Lebens 461 160 350 200 .519 539 560, 566 209, 278, 291, 487 579 447 17, 60, 293, 489 84, 150, 356, 377, 394, 51⁷ 351 317 49 82, 187, 198, 231 287 22, 127, 257,(408) 366 400, 406, 432, 505 67, 327, 360, 462, 53⁰ 8, 32, 157, 175⁵ 549 537 19, 357, 384 75 81, 201, 465 Herzeichnis de Kommt her zu Konmt und le Lasset uns den meinem eoßt nich geh Hiebstet Jesu, Lobe den Her der Ehter Cobe den Hert Lobet den Her Lobet den He Lob Gott gett Lobt Gott, ih Mac's nite Macht hoch di Reine Hoffn Meinen Zesu Meinen Jesur sadt, 160 Rein Zesu, d Mein Scöpf Meins Herze Mit Fried un Mitten wit i „Aungenglan Miüde bin i Nun bitten Run danket Run danhet dingwessen 6 8, 20l, „ W., c O, 350, M, 7 „108, 2 „W..(09 6, 432, 5 7, 360, 40 Verzeichnis der Singweisen 157, l Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Kommt und laßt uns Christum ehren. Lasset uns den Herren preisen(Sollt ich meinem Gott nicht singen) *Laßt mich gehn, laßt mich gehn. Liebster Zesu, wir sind hier. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.* Lobe den Herren, o meine Seele Lobet den Herren alle, die ihn ehren Lobet den Herrn, ihr Heiden all Lob Gott getrost mit Singen Lobt Gott, ihr Christen allzugleich. Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Meine Hoffnung stehet feste Meinen Jesum laß ich nicht J(Uhlich) Meinen ZJesum laß ich nicht II 47570 stadt, 1699). Mein Jesu, dem die Seraphinen. Mein Schöpfer, steh mir bei. Meins Herzens Zesu, meine Lust Mit Fried und Freud ich fahr dahin. Mitten wir im Leben sind. Morgenglanz der Ewigheit. * Müde bin ich, geh zur Ruh. Nun bitten wir den heiligen Geist. Nun danket alle Gott. Nun danket all und bringet Ehr. 380, 426, 16, 47⁷ 164, 251 581 119, 120, 130, 353, 404 254 258, 593 268 401 389, 571 13 163, 419, 431, 523 1 446 197, 232, 346, 484 25, 110, 147, 184, 341, 405 105, 450 13² (6), 347, 372, 409 304 305 270 570 76 87, 245, 300 249, 250, 354, 445. 52 Verzeichnis der Singweisen Nun freut euch, lieben Christen gmein„62, 64, 70, 148, 196, 368 *Nun geht ein Freuen durch die Welt. 535 Nun komm, der Heiden Heiland... 7, 111 Nun lasset uns den Leib begrabn.. 40, 154, 306, 427 Nun laßt uns Gott dem Herren(Wach auf, mein Herz, und singe)... 24, 134, 244, 269, 456, 463 Nun lob, mein Seel, den Herren.. 243, 247, 299 Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit 246, 339, 393 * Nun schlaf in kühler ECrde 582 Nun sich der Tag geendet hat... 282, 390, 496 Nun singet und seid froeoh... 349 Nur frisch hineinn 435 O Atem erster Früheee 567 O daß ich tausend Zungen hätte 0 (Frankfurt a. Main, 1738) 18, 131, 151, 250, 586 O daß ich tausend Zungen hätte II(1784) 153, 155, 156, 285, 297, 378 O du allersüßte Freude. 78,(279), 381, 466 *O du fröhliche, o du selige:540 O du Liebe meiner Liebe I(Nürnberg, 1684) N. 50 O du Liebe meiner Liebe II(orider gemeine, um 1740). 108, 208, 506 * O du mein Trost und süßes Hoffen 532 O Durchbrecher aller Bande... 83, 124, 169 O Ewigheit, du Donnerwort... 321, 328 O Gott, der du ein Heerfürst bist.. 183, 318 O Gott, du frommer Gott 1(Meiningen, 1695)00. 491, 493 O Gott, du frommer Gott II(Al hasverus Pritsch, 1699) 27%1 Letzeichnis de 0 Gott, du fto 1½ Ohelliger Gei O Hesu Christ OLamm Golt Oselig Haus, „Ostern, Ostern O Traurigheit O Ursprungl Welt, ich! WWelt, sieh Owie selig se Ruusce, flute Ringe recht, u Schmüche di Schmücht das Shönster Her Schönster Her Mahang) Schwing dich Setlenbräutig Segne und! Gaben Se willtomt Sih gier b Singen wir a Christus dingweisej 70, 10 60 „ N0, H . 244, 20 0 , 200 , 593 O, 400 „ 15, 8 5 155. W 9, B, Verzeichnis der Singweisen 164⁸½ O heiliger Geist, 0 heiliger Gott. O Zesu Christ, meins Lebens Licht. O Lamm Gottes, unschuldig O Gott, du frommer Gott III aidet 229, 290, 459 80, 369 29, 37, 48, 182, 471 483, 521 34 O selig Haus, wo man dich aufgenommen Ostern, Ostern, Frühlingswehen. O Traurigheit, o Herzeleid O Ursprung des Lebens O Welt, ich muß dich lassen ů O Welt, sieh hier dein Leben. 494, 580 545 43, 51, 486 355 O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen Rausche, flute, Strom der Gnaden Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Schmüche dich, o liebe Seele Schmückt das Fest mit Maien(Anhang) Schönster Herr ZJesu 1(Schlesien, 1842) „Schönster Herr Zesu II(Münster, 1677, Anhang) Schwing dich auf zu i deinem Gott Seelenbräutigam * Segne und behüte, Gaben siehe: *Sei willkommen, Jesulein Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig (46), 223, 280, 286, 288, 307, 335, 488, 52² 46, 240, 289, 301, 32⁵ 319 546 173, 191, 407 126, 135, 138, 186, 275, 364 (82) 5⁵⁴ (554) 221, 272, 475 202, 204, 205, 416, Alle deine 41 590 Singen wir aus Herzensgrund, siehe: Da Christus geboren war .165, 412 54 Verzeichnis der Singweisen So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen 230 Sollt es gleich bisweilen scheinen 9.225 Sollt ich meinem Gott nicht singen, siehe: Lasset uns den Herren preisen * So nimm denn meine Hände 561, 569 * Sonne glänzt auf deinen Fluren. 553 * Stille Nacht, heilige Nacht..541 Straf mich nicht in deinem Zorn.. 174, 192, 592 Tag des Zornes, Tag der Zähren. 518 *Tochter Zion, freue dich 35 UÜber aller Himmel Heere. 14 Und wollte alles wanken 4»468 Unser Herrscher, unser König. 23, 30, 122, 125, 437 *Unter Lilien jener Freuden 578 Valet will ich dir geben. Vater unser im Himmelreich. Verleih uns Frieden gnädiglich. Verzage nicht, du Häuflein klein. Vexilla regis prodeunt. Vom Himmel hoch da komm ich her. Von Gott will ich nicht lassen 1(Erfurt, 1572),(Helft mir Gotts Güte prei⸗ senʒ Von Gott will ich nicht lassen I(Sohann Crüger) 70 47⁰ 65. 65, 112, 161, 312, 334,(394) 144, 145, 159, 215, 309, 320, 411, 424 298 2 22,(264), 265,(357), 11, 12,(19 „6, 139, 213,444 „189, 414, 440, 504 Betzeichnis d Wach auf, me Nun laß Wach auf, 6 Pachet auf,! Wacht auf ut Bronnen Warum sollt Was Gott tu Was mein G Weil ich Zes Weiß ich den Wenn der H Wenn ich ih Wenn ich in Wenn mein e Wenn wir in Werde munte Wer ist ein Wer nur der Wer weiß, u Wie mit grit Loewe) „Wie mit grin Falh, A Wie nach ein sehr, d. Wie schön le Wie soll ich Wiesand d ie wohl Verzeichnis der Singweisen Wach auf, mein Herz, und singe, siehe: Nun laßt uns Gott dem Herren Wach auf, wach auf, du deutsches Land 509 Wachet auf, ruft uns die Stimme.. 113, 181, 311, 371, 376, 396, 397, 399, 0 58⁷ Wacht auf und rauscht— Tal, ihr Bronnen 57⁵5 2. 502 Warum sollt ich mich deun grämen 222, 383 Was Gott tut, das ist wohlgetan.. 227, 239, 457, 594 Was mein Gott will, das gscheh allzeit 129, 210, 212, 220 * Weil ich Zesu Schäflein bin. 555 *Weiß ich den Weg auch nicchh.. 564 * Wenn der Herr ein Kreuze schickt. 563 * Wenn ich ihn nur haboe 556 Wenn ich in Todesnöten bin. 524 ö Wenn mein Stündlein vorhanden ist. 308 122,125,HN. Wenn wir in höchsten Nöten sein.. 211, 216 Werde munter, mein Gemüte. 279 * Wer ist ein Mannn.577 „ 12. Wer nur den lieben Gott läßt walten 199, 224, 233, 429, 34 60 460, 476, 497, 528 0 Wer weiß, wie nahe mir mein Ende„ 330 5 16 10*Wie mit grimmgem Unverstand I(Carl 0„ 46„ Loewe /· 55⁵⁸ Wie mit grimmgem Unverstand II(8. D. Jalk, Anhang) 658) 9,W l: Wie nach einer Wasserquelle Eren dich sehr, o meine Seel7ð.168, 236, 316, 344, (0 454, 492 Wie schön leuchtet der Morgenstern.. 27, 77, 385, 391, 422, 525 „ 4 Wie soll ich dich empfangen 5 * Wie stand die Flur im Segen... 576 4. N Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen 185, 203, 337 56 Verzeichnis der Singweisen Willllommen, Held im Streite.. 66 Verzei + Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer 85 Wir glauben all an einen Gott, Vater 88 * Wir pflügen, und wir streuen. 573 Wir treten zum Beten 510 Uhle, Iohann *Wo findet die Seele die Henc die Thüringen, Ruh 595 und zuleßzt Wo Gott der Herr nicht bei uns hält 93, 9⁵ IUlbert, Heint Wo SGott zum 99 8 gibt 2—8— N.. 286. Gunstt. 118, 166, 294 Chrio Wollt ihr wissen, was mein Preis.. 3062, 451 Anton Ehi Wunderbarer König 23, 152, 255 daselbst 165 Bach, Johann Zeuch ein zu deinen Toren... 79 Acaniftin Zion klagt mit Angst und Schmerden 102, 485 Hoftopellm Zions Stille soll sich breiten... 128 ö Homaslitt * Zu Bethlehem geboren 538 musiker.— bon Baußne ů fessor an di Uhraine, Di Petetsburg. dreidenstei Mliversitäts dronner, e —Rt. 552. vuttstedt,s in Rothenb Lrüger Johe Kantor und Nr. 5, 15,3 dreier, Ber Fankfurt: Verzeichnis der Tondichter in Buchstabenfolge Ahle, Johann Rudolf, 1625—1673, aus Mühlhausen in Thüringen, hier Organist, später Mitglied des Stadtrats und zuletzt Bürgermeister daselbst.— Nr. 119, 270, 329, 591. Albert„Heinrich, 1604— 1651, siehe Liederdichter S. 16 Nr. 6. — Nr. 266. Anton, Christoph, aus Freiberg in Sachsen. Starb als Organist daselbst 1658.— Nr. 73. Bach, Johann Sebastian, 1685—1750, geboren in Eisenach, Organist in Arnstadt, Mühlhausen in Thüringen, Weimar, Hofkapellmeister in Cöthen, von 1723 ab Kantor an der Thomaslhirche in Leipzig. Der größte evangelische Kirchen⸗ musiker.— Nr. 350. ö von Baußnern, Waldemar, 1866—1931, aus Berlin, Pro⸗ fessor an der Staatlichen Akademie für Kirchenmusik in Berlin.— Nr. 574, 575. Bortnianshi, Dimitri, 1751—1825, aus Goluchow in der Ukraine, Direktor der Kaiserlichen Hofsängerkapelle in Petersburg.— Nr. 188. Breidenstein, Karl, 1796—1876, aus Steinau in Hessen, Universitätsmusikdirektor in Bonn.— Nr. 556. Bronner, Georg, 1666— 1724, Organist in Hamburg. — Nr. 552. Buttstedt, Franz Vollrat, 1738—1814, aus Erfurt, Organist in Rothenburg ob der Tauber.— Nr. 330. Crüger, Johann, 1598-1662, aus Groß⸗Breesen bei Guben, Kantor und Musildirektor an St. Nikolai in Berlin.— Nr. 5, 15, 38, 63, 135, 198, 221, 245, 250, 268, 319, 321, 370. Dreier, Bernhard, geboren 1879 in Bremen, Organist in Franhfurt(Main).— Nr. 351. 58 Tondichter Drese, Adam, 1620—1701, siehe Liederdichter S. 21 Nr. 2. — Nr. 202. Ebeling, Johann Georg, 1637—-1676, aus Lüneburg, zu⸗ nächst Crügers Nachfolger in Berlin, 1668 Kantor und Musikdirektor an St. Marien in Stettin.— Nr. 222, 248, 267. Eceard, Johann, 1553—1611, aus Mühlhausen in Thüringen, daselbst Organist; später in Königsberg i. Pr. und Berlin. — Nr. 4. Fabricius, Werner, 1633—1679, aus Itzehoe in Hol⸗ stein, Organist an St. Thomas und Musildirektor an der Paulinerkirche in Leipzig.— Nr. 71. Franck, Melchior, 1575—1639, aus Zittau in der Ober⸗ lausitz, Kapellmeister in Koburg.— Nr. 374, 524. Franch, Michael, 1609—1667, siehe Liederdichter S. 17 Nr. 11.— Nr. 324. Franch, Johann Wolfgang, geboren 1641 in Nürnberg, Todesjahr unbekannt, Arzt und Opernlhapellmeister in Hamburg.— Nr. 532. Franche, Johann Friedrich, 1717-1780, aus Krautheim bei Weimar, Sehretär des Grafen Zinzendorfs, Direktor der Gemeinmusik in Herrnhut, später Leiter einer Mädchen⸗ erziehungsanstalt in Montmirail(Schweiz).— Nr. 410. Fritsch, Ahasverus, 1629—1701, siehe Liederdichter S. 18 Nr. 17.— Nr. 271. Gastoldi, Giovanni Giacomo, 1556—1622, aus Caravaggio, Kapellmeister am Dom zu Mailand.— Nr. 447. Gastorius, Severus, lebte um 1675, Kantor in Jena.— Nr. 227. Gesius, Bartholomäus, 1555—1613, aus Müncheberg in der Marh, Kantor in Franhfurt(Oder).— Nr. 218, 367, 473. Grabert, Martin, geboren 1868 in Arnswalde(Nm.), Königl. Musikdirektor und Organist in Berlin.— Nr. 567. Londichtet gregor, Hht Nr. 5.— N Hrubet, Ra regent und hanmersch! men, Organ Händel, Hel Rgjuoßer Ota Haßler, Het hervorrager berg und O haydn, Johe direktor in heldet, Bar Remstädt. Hernan, R r 4.— Hherrnann, Honigl. M Hildebrant Koönigl. M Rr. 308, 4 Hintze, Zahe siler in Be Knöde I, Ka Pfarrer in 0 chet„Kor Musidite Krie ger, A oggnnist i Tondichtt . A M. 2 ineburg z Kantor und —Rt. 2., Thüringg, und Berlh, be in Hal ektor an d der Obll⸗ 1 Rürnbeh ellmeister v rautheim Direbtor de ö er Mäbcll V Nr. Ad dichter. Coravaggt, 7. in Jeng.— heberg in N ö 18, 307 100. lde Huf =MN. f Tondichter Gregor, Christian, 1723—1801, siehe Liederdichter S. 30 Nr. 5.— Nr. 550. Gruber, Franz, 1787—1863, aus Hochburg am Inn, Chor⸗ regent und Organist in Hallein.— Rr. 541. Hammerschmid, Andreas, 1612—1675, aus Brix in Böh⸗ men, Organist in Zittau.— Nr. 14. Händel, Georg Friedrich, 1685—1759, aus Halle, Schöpfer großer Oratorien, lebte in London.— Nr. 533. Haßler, Hans Leo, 1564—1612, aus Nürnberg, behleidete hervorragende musikalische Stellungen in Augsburg, Nürn⸗ berg und Dresden.— Nr. 313. Haydn, Johann Michael, 1737—-1806, aus Rohrau, Musil⸗ direktor in Salzburg.— Nr. 589. Helder, Bartholomäus, 1585—1635, aus Gotha, Pfarrer in Remstädt.— Nr. 296. Herman, Nilolaus, 1480—1561, siehe Liederdichter S. 9 Nr. 3.— Nr. 13, 21, 59. Herrmann, Willy, geboren 1868 in Grünberg in Schlesien, Königl. Musikdirektor und Organist in Berlin.— Nr. 566. Hildebrandt, Ulrich, geboren 1870 in Treptow a. Rega, Königl. Musikdirektor und Schloßorganist in Stettin.— Nr. 398, 421, 468. Hille, Johann Georg, um 1739, aus Glaucha(Halle).— Nr. 590. Hintze, Jakob, 1622—1702, aus Bernau in der Mark, Mu⸗ siker in Berlin.— Nr. 219, 326. Knödel, Karl, 1826—1867, aus Iptingen in Württemberg, Pfarrer in Assumstadt.— Nr. 206. Kocher, Konrad, 1786—1872, aus Ditzingen bei Leonberg, Musildirektor und Organist in Stuttgart.— Nr. 66. Krieger, Adam, 1634—1666, aus Driesen(Neumark), Hof⸗ organist in Dresden.— Nr. 171, 282, 390, 496. 60 Tondichter Kuhlo, Karl, 1818—1909, aus Gütersloh, Pastor am Elisa⸗ beth⸗Diakonissenhaus in Berlin.— Nr. 551. Loewe, Karl, 1796—1869, aus Löbejün bei Halle a. S., Städt. Musikdirektor und Organist an St. Jakobi in Stet⸗ tin.— Nr. 558. von Loewenstern, Matthäus Apelles, 1594—1648, siehe Liederdichter S. 16 Nr. 5.— Nr. 246, 339. Luther, Martin, 1483—1546, siehe Liederdichter S. 9 Rr. 1. — Nr. 90, 388, 402. Malan, Cesar, 1787—1864, aus Genf, Pfarrer daselbst.— Nr. 559. Mauersberger, Rudolf, geboren 1889 in Mauersberg in Sachsen, Kreuz⸗Kantor in Dresden.— Nr. 583. Mendelssohn, Arnold, geboren 1855 in Ratibor, ein Groß⸗ neffe von Felix Mendelssohn⸗Bartholdy, Professor und Landeskirchenmusikmeister in Darmstadt.— Melodien⸗ Anhang S. 4.(Andere Weise zu Nr. 82.) Mergner, Friedrich, 1818—1891, aus Regensburg, Pfarrer in Kloster Heilbronn in Bayern.— Nr. 455. Meyer, Christoph, 1705—1767, aus Hannover, Organist an der Schloßkirche daselbst.— Nr. 132. Molch, Heinrich, 1798 1875, aus Hoheneggelsen, Reltor in Peine— Nr. 400. Neander, Joachim, 1650—1680, siehe Liederdichter S. 22 Nr. 6.— Nr. 446. Neumark, Georg, 1621—1681, siehe Liederdichter S. 17 Nr. 15.— Rr. 224. Pfannschmidt, Heinrich, geboren 1863 in Berlin, Königl. Musildirektor und Organist in Berlin.— Nr. 128, 467, 565, 576. Plath, Georg, geboren 1860, siehe Liederdichter S. 39 Nr. 60. — Nr. 535, 553. Zondichter praetot ius Werra, Ho Nt. 534. Prost, Eath.e musiber in Radeche, Re sien, Hofhe Instituts fi Rinch, Johan burg, Must 562, 584. ö Schein, Jol Sachsen, X Schneider, Altwalters! Nr. 548. Schop, Johe und Otgar Schulz, Zoh Kapellmeif det Marh 8 c‚ 0 Hein Dresden, d Bach.— Siegert, 6 Musihdire Silthet, r berg, Unit 57), 585. Sohr, Peter daselbi. s. Praetorius, Michael, 1571—1621, aus Kreuzburg an der S. 9 M I daselhh.— uersbeig i k, ein Gros⸗ rofessor uns Nelodis urg, Pfann. Organsst Rehit u ichter 6. cttr 6. H. lin, Hönhl 1. 155 fl 0 N Tondichter 61 Werra, Hofkapellmeister und Organist in Wolfenbüttel.— Nr. 534. Pro st, Carl, geboren 1862 in Stettin, Studienrat und Kirchen⸗ musiker in Stettin.— Nr. 582. Radeche, Robert, 1830—1911, aus Dittmannsdorf in Schle⸗ sien, Hofkapellmeister, später Direktor des alademischen Instituts für Kirchenmusik in Berlin.— Nr. 563. Rinch, Johann Christian Heinrich, 1770—1846, aus Elgers⸗ burg, Musikdirektor und Hoforganist in Darmstadt.— Nr. 562, 584. Schein, Johann Hermann, 1586—1630, aus Grünhain in Sachsen, Thomaskantor in Leipzig.— Nr. 102, 523. Schneider, Johann Christian Friedrich, 1786—1853, aus Altwaltersdorf bei Zittau, Hofkapellmeister in Dessau.— Nr. 548. Schop, Johann, um 1590—1665, Direktor der Stadtmusik und Organist in Hamburg.— Nr. 164, 279, 322. Schulz, Johann Abraham Peter, 1747—1800, aus Lüneburg, Kapellmeister in Kopenhagen, Berlin und Rheinsberg in der Mark; starb in Schwedt(Oder).— Nr. 539, 568. Schütz, Heinrich, 1585—1672, aus Köstritz, Kapellmeister in Dresden, der bedeutendste Vorgänger von Johann Sebastian Bach.— Nr. 490. Siegert, Gottlob, 1789—1868, aus Ernsdorf bei Reichenbach, Musikdirektor in Breslau.— Nr. 542. Silcher, Friedrich, 17891860, aus Schnaith in Württem⸗ berg, Universitätsmusikdirektor in Tübingen.— Nr. 561, 579, 585. Sohr, Peter, 1630—1692, aus Elbing, Kantor und Organist daselbst.— Nr. 347. 6² Tondichter Spangenberg, Johann, 1484— 1550, aus Hardegsen in Hannover, der Reformator Nordhausens, starb als Pfarrer und Superintendent in Eisleben, ein eifriger Förderer des evangelischen Kirchengesanges.— Nr. 34. Stade, Johann, 1581—1634, aus Nürnberg, Organist daselbst. — Nr. 323. Steinhausen, Paul, geboren 1884 in Beetz(Marl), Studienrat und Organist in Berlin.— Nr. 546. Stötzer, Siegfried Christoph, 1703—1773, Kantor in Bre⸗ men.— Nr. 259. Strattner, Georg Christian, 1650—1705, aus Golß in Ungarn, Kapellmeister an der Barfüßerkirche in Franhfurt am Main, dann in Weimar.— Nr. 482. Telemann, Georg Philipp, 1681-1767, aus Magdeburg, Städtischer Musikdirektor in Hamburg, bedeutender Zeit⸗ genosse von Johann Sebastian Bach.— Nr. 8. Uhlich, Johann, aus Leipzig(2), um 1650 Kantor und Musik⸗ direktor in Torgau und Wittenberg.— Nr. 197. Voigtländer, Karl, 1827—1858, aus Werder an der Havel, Organist in Berlin.— Nr. 578, 581. VBulpius, Melchior, 1560—1616, aus Wasungen in Thü⸗ ringen, Kantor in Weimar.— Nr. 49, 58, 262, 276, 314, 401. Walther, Johann, 1496—1570, der bekannte Lutherkantor, siehe Liederdichter S. 10 Nr. 11.— Nr. 115, 509. Wapenhensch, Wilhelm, geboren 1899 in Zarnow in Pommern, Studienrat und Organist in Stettin.— Nr. 564. Weiße, Michael, Zeitgenosse Luthers, wirkte in Böhmen als Organist bei den Böhmischen Brüdern.— Nr. 343. Weßnitzer, Wolfgang, 1617—1685(7), Organist in Ham⸗ burg und Hoforganist in Celle.— Nr. 42. für do Im Gebets. digen Gott, in Hausgemeinde dem gemeinsam auch vor Gott; werh, sind gett bunden in der! sich das köstlic hriester seinem Seinen und fü Dieschlichte Es sollte nicht von dem Haus nicht. In das andacht. Da, wottung vor 6 ruhe und Hast amm Tage finde oder wenigsten heit zusammen einrichten. Di Hemeinschaft z erheben. Die Segen in si, Am besten sunt bei der 6 biset Zlitpun unnerung, eine li Gelegenhe er Hausvat Tondicher hurdegsen i als Pfang örderer dez mist daselhj eetz Marlh. 46. stor in Bue⸗ 15 Golß i in Franhfun Magdeburh Itender Jl⸗ und Musil 7. rder an de gen in Tyl „ A, M utherbanto, 09. Zarnow i .Nr. dl. Böhmen ab 346. ist in hun⸗ Gebete für das evangelische Haus Zur Einführung (Anleitung zur Hausandacht) Im Gebet sucht die Seele die Gemeinschaft mit dem leben⸗ digen Gott, in der Hausandacht schließt sich die Familie zur Hausgemeinde zusammen. Es liegt ein besonderer Segen auf dem gemeinsamen Gebet. Wo die Glieder einer Familie sich auch vor Gott zusammenfinden, gehen sie gefestigt an ihr Tage⸗ werh, sind gerüstet für den Kampf des Lebens und enger ver⸗ bunden in der Liebe. Darum darf kein evangelischer Hausvater sich das köstliche Vorrecht nehmen lassen, als ein rechter Haus⸗ priester seinem Hause Gottes Wort darzureichen und mit den Seinen und für die Seinen zu beten. Die schlichteste Form, in der das geschieht, ist das Tischgebet. Es sollte nicht nur den Kindern überlassen, sondern in der Regel von dem Hausvater selbst gesprochen werden. Aber es genügt nicht. In das evangelische Christenhaus gehört die Haus⸗ andacht. Da, wo der Wille und das Gefühl heiliger Verant⸗ wortung vor Gott vorhanden ist, läßt sie sich auch in der Un⸗ ruhe und Hast unserer Zeit durchführen. Zu irgendeiner Stunde am Tage finden sich in fast allen Häusern die Familienglieder oder wenigstens einige von ihnen zu einer gemeinsamen Mahl⸗ zeit zusammen, und wo es bisher nicht Sitte war, läßt es sich einrichten. Diese Gelegenheit ist zu benutzen und die Tisch⸗ gemeinschaft zu einer geistigen und geistlichen Gemeinschaft zu erheben. Die wenigen Minuten, die das kostet, tragen ihren Segen in sich. Am besten beginnt man mit der Sitte der Hausandacht so⸗ fort bei der Gründung eines Hausstandes. Aber auch da, wo dieser Zeitpunkt versäumt ist, bietet ein Tag häuslicher Er⸗ innerung, eine Stunde besonderen Glückes oder besonderer Not die Gelegenheit zur Einführung dieser echt evangelischen Sitte. Der Hausvater oder, wo er fehlt, die Hausmutter lese nach 6⁴4 Gebete einem Bibellesezettel einen Abschnitt aus Gottes Wort oder eine Betrachtung aus einem christlichen Hausbuch, das der Pfarrer gern nachweist, oder ein Stüch aus dem Katechismus oder die weit verbreiteten„Losungen und Lehrtexte der Brüder⸗ gemeine“, füge— etwa aus den nachstehenden Gebeten— ein Gebet und das heilige Vaterunser an und schließe mit dem Segenswunsch: Herr, segne uns und behüte uns; Herr, laß dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig; Herr, hebe dein Angesicht über uns und gib uns Frieden. Amen. Das Gebet des Herrn kann auch gemeinsam von der Haus⸗ gemeinde laut gebetet werden. Einige Liederstrophen aus dem Gesangbuch, am Anfang und am Schluß gelesen oder besser noch von der Hausgemeinde gesungen, bereichern die Feier. Für kirchliche Festtage sowie für Feierstunden und Gedenk⸗ tage des häuslichen Lebens, namentlich auch für Zeiten der Krankheit und besonderer Nöte, sind auf den nachstehenden Seiten geeignete Gebete dargeboten. Sie sollen das freie Gebet, diesen Höhepunkt des Glaubenslebens, nicht ersetzen, sondern nur Anleitung geben, wie alles das, was ein Menschenherz be⸗ wegt, im Gebet des einzelnen oder der Hausgemeinde vor Gott gebracht werden kann. Sie sollen auch helfen, die Scheu vor dem lauten Gebet in Gegenwart anderer zu überwinden. So ist der Gebetsanhang dieses Buches gemeint. Gott aber wolle zu dem, was Menschenherzen geschaffen haben, seinen Segen geben. Morgengebete (Luthers Morgengebet) Das walte Gott Vater, Sohn und beiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Abel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles, in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Hebete . Lieber Ba nnd pꝛeisen dei Ins diese Na und uns wieder Wort höten unt hiesem deinem k Werb in uns, d uns zum Segen sir und für. A Hond. Amen. 2. Hert Jesu Finsternis vert hannft, dich pte guädig behütet Leib und Seele wacht und Herz Herr Jesu, i Ind deine Mac wunden hast, si also den Deiner hir in Ewigkeit Ucht, unsern I. haß wir als de geut und allez Anmen. . Hellher lls gnädig du Hesen Sonntat Hezen gehen u Segne auch u Süthe unsere Sttöme lebend 11 und die Zu Hͤbets. 50 Dolh auf recht Wort ohen das du Katechisnz der Brder beten ze nit n ert, laß dey rr, hebe den u der Halz⸗ hen aus dem oder heshn die Feitr ind Gedenh⸗ Jeiten der achstehenden steie Geheh zen, sondenj schenherz he ide vor Got e Scheu dn hinden. „Goli ahe aben, seinez tist. An n Christun, lem Schohh vollet ni bel, duß R. nich, meilt mliger Eull mit sid Gebete Gebete 65 Für den Sonntag 1. Lieber Vater im Himmel! In der Frühe loben wir dich und preisen deinen heiligen Ramen. Wir danken dir, daß du uns diese Nacht so gnädig und väterlich behütet und bewahrt und uns wieder einen Sonntag geschenkt hast, damit wir dein Wort hören und deine ewigen Güter empfangen. Laß uns an diesem deinem heiligen Tage in dir ruhen, und habe du dein Werkk in uns, daß wir mit deiner Gemeinde dir zur Ehre und uns zum Segen diesen Tag feiern und in deiner Gnade bleiben für und für. Also befehlen wir uns heut und allezeit in deine Hand. Amen. 2. Herr Zesu Christe, du ewiges wahres Licht, der du allein Finsternis vertreiben und Menschen erleuchten und heiligen kannst, dich preisen und rühmen wir, daß du uns in dieser Nacht gnädig behütet und aus dem Dunkel zum Licht gebracht hast. Leib und Seele hast du bewahrt, mich und all das Meine be⸗ wacht und Herz und Sinn froh gemacht zu deinem Lobe. Herr Jesu, in dieser Morgenstunde preisen wir deine Güte und deine Macht, daß du zu unserm Heil Tod und Grab über⸗ wunden hast, siegreich in der Sonntagsfrühe erstanden bist und also den Deinen die selige Zuversicht geschenkt hast, daß wir mit dir in Ewigheit leben sollen. So wandle du unsere Finsternis in Licht, unsern Irrtum in Wahrheit, unsere Schwachheit in Kraft, daß wir als deine rechten Jünger durch deinen heiligen Geist heut und allezeit deinen Tod und dein Leben verkündigen. Amen. 3. Heiliger und barmherziger Gott, wir danken dir, daß du uns gnädig durch die vergangene Woche geleitet hast und uns diesen Sonntag schenkst. Laß uns heute dein Wort recht zu Herzen gehen und gib jedem das, was er für seine Seele braucht. Segne auch unsere Gemeinde mit Geist und Leben aus dir. Stärke unsere Kirche im Glauben und in der Gemeinschaft, daß Ströme lebendigen Wassers von ihr ausgehen. Laß Gottesfurcht, Ehrfurcht und Treue in unsern Herzen und Häusern wachsen, wecke die Zucht, heilige das Familienleben, schaffe den Geist des Gebets. Hilf unserm Vaterlande in seiner Not, führe unser Volk auf rechter Straße. Wir befehlen dir die Anliegen unserer 66 Gebete Lieben, die Not aller Menschen nah und fern. Deine Treue bleibe bei uns heut und allezeit. Amen. Für die Wochentage 1. Herr, mein Gott, himmlischer Vater, ich preise dich von Grund meines Herzens. Du hast mich die vergangene Nacht sicher ruhen lassen, daß ich wieder frisch und gesund an meine Arbeit gehen kann. Behüte mich diesen Tag vor aller Gefahr Leibes und der Seele. In deinen göttlichen Schutz befehle ich mich und alle die Meinen; sei und bleibe bei uns um Jesu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. 2. Herr Gott, himmlischer Vater! In dieser Morgenstunde sage ich dir Dank und befehle dir mich und die Meinen. Ver⸗ gib uns alle unsere Schuld, behüte uns gnädig und regiere uns durch deinen heiligen Geist, daß wir von deinen Wegen nicht weichen. Segne unsern Ausgang und Eingang, unser Haus und Tagewerk, unser Volk und unsere Kirche. Herr Gott, laß mir dein Licht leuchten und deine Kraft mich stärken, daß ich Gerechtigkeit übe und meinem Rächsten mit Liebe begegne. Gib mir auch Gnade, daß ich meine Gedanken auf das Ewige richte, und wenn mein Lebenstag sich neigt, so verleihe mir nach deiner großen Barmherzigkeit um Zesu Christi willen ein seliges Ende. Amen. 3. Gott, mein Bater, du Herr meines Lebens! Ich danke dir und rühme deinen herrlichen Namen. Du hast mich behütet, und deine Barmherzigkeit ist alle( Morgen neu. Tue mir auch heute wohl, weise mir deinen Weg und leite mich auf rechter Bahn. Stärke mich durch deinen guten Geist, daß ich deinen Namen fürchte. Behüte meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. 4. Lieber Vater im Himmel, in deinem Namen beginne ich mein Tagewerk und danke dir, daß du mich in der vergangenen Nacht gnädig behütet hast. Segne mich, daß ich meine Arbeit dir zum Lobe anfange und vollende. Behüte mich und die Meinen vor Gefahr und Not, mache unsere Herzen freundlich und barmherzig gegen alle, die unsere Hilfe brauchen. Sei du Hebete nit allen Armen Gibarme dich all Kufzen oder dis sind. Mimm all Shutz und führe hucch unsern He ö I. Lieber Ba Ruhe des Sonn Ou hast mich gef berbündigen la Frieden. Run ge arbeit. Laß mic olles wohlgeling Brot und behüt nit Freuden tra guter und gnädi. und allezeit. Ar 2. Allmächtige hu mich nach gef inet neuen We ch was ich ho neinen Wegen, lehe, und dann AUle meine S eudest, zu Mein üle meine Liebe Isseer Mitte l dslehen Kann.“ schen seinen Di Hert Jsu nit deinem bitt Ismacht. Du he huht md wh Geben Gebete mit allen Armen und Bedrängten, Kranken und Angefochtenen. Erbarme dich aller, die fern von der Heimat unter Feindesdruck seufzen oder die ihres Glaubens wegen leiden und gefangen sind. Nimm alle deine Kinder in deinen gnädigen, väterlichen Schutz und führe uns durch dies zeitliche Leben ins ewige Leben durch unsern Herrn und Heiland Jesum Christum. Amen. heine Neut sse dich vun Hgene Naht dan meine Für den Monta ler Gejah. huß besths 1. Lieber Vater im Himmel! Nun trete ich wieder aus der 5 um Jb Ruhe des Sonntags und rüste mich für die Arbeit der Woche. Du hast mich gestern erquickt und gestärkt, hast mir dein Wort verkündigen lassen und bist mir nahe gewesen mit deinem orgenstu Frieden. Nun gehe auch mit mir durch die Unruhe der Wochen⸗ einen. B. arbeit. Laß mich mein Werk mit Freuden tun und hilf, daß und tegen alles wohlgelinge. Beschere mir und den Meinen das tägliche nen Wehn Brot und behüte mich in Versuchung. Lehre mich, meine Last unser Humit Freuden tragen und alle meine Sorge dir befehlen. Dein guter und gnädiger Wille geschehe an mir und durch mich heut Kraft uhund allezeit. Amen. üichsten mü——— In 2. Allmächtiger Gott und Herr! Hab Lob und Dank, daß ih megb du mich nach gesundem Schlaf in dieser Nacht wieder zur Arbeit uChu einer neuen Woche erwecht hast. Was ich bin, bin ich durch ö dich, was ich habe, ist dein Geschenk. So führe mich auf all meinen Wegen; hilf, daß ich treu und fleißig in meiner Arbeit Ic0 dnh stehe, und dann gib deinen Segen zu meinem Werk. ich behiteß Alle meine Sorgen werfe ich auf dich; laß alles, was du ue mit uu sendest,‚ zu meinem Besten dienen. Dir befehle ich mich, auch auf hhn alle meine Lieben. Wache über unserm ganzen Hause, wohne in Dich deine unserer Mitte und wirke in unser aller Leben, was vor dir ung in bestehen kann. Laß uns in Eintracht zusammenstehen und einen jeden seinen Dienst mit Freuden tun. Amen. ann. Für den Freitag her eine Mbei Herr Zesu Christe, du unser Herr und König, du hast uns 9 0 die mit deinem bitteren Leiden und Sterben zu deinem Eigentum frambst gemacht. Du hast in Wort und Sahrament dich mit uns ver⸗ n. Se N einigt und verheißest uns das ewige Leben vor deinem Ange⸗ 54 68 Gebete sicht. Leite und regiere uns täglich und stündlich, laß dein Leben unser Leben sein. Treibe alle Verführung von uns und schütze uns vor dem bösen Feinde. Herrsche auch über deine Widersacher, daß sie dich erkennen in deiner Herrlichkeit und sich zu dir bekehren. Du wirst siegen. Darauf warten wir. Bis zum Tage deines Sieges beten wir, ringen wir, hoffen wir, du bleibst König in Ewigkeit. Amen. Morgengebet für Witwer und Witwen Barmherziger, ewiger Gott, du unser Vater in Christo Jesul Du hast mich und meine Kinder in dieser Nacht gnädig behütet und rufst mich zu neuem Tagewerk und neuer Fürsorge für die Meinen. Dazu stärke mich und gib uns, was wir bedürfen. Behalte uns in deiner Gemeinschaft, laß uns heute deinem Willen gehorsam sein und schütze mich und meine Kinder auf unserem Wege. Lehre mich tragen, was du mir auferlegt hast, und tröste mich, wo mir bange werden will. Erhöre mich um Jesu Christi willen. Amen. Abendgebete (Luthers Abendgebet) Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danhe dir, mein himmlischer Vater, durch Zesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich be⸗ hüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles, in deine Hände, dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Für den Sonntag 1. Herr Gott, himmlischer Vater, ich danke dir von Herzen für die Stille und den Segen dieses Tages. Du hast mich ruhen lassen von der Arbeit der Woche und hast durch dein Wort zu mir geredet. Vergib mir, wo ich heute gefehlt, und hilf, daß ich deine Gnade nicht vergeblich empfangen habe. Behüte mich auch Gebete in der kommen Ind morgen ft Und weil mein vahre mich in und erweche Amen. 2. Treuet, b gebaut und iht Überwältigen n Christenheit de zur Gemeinscha ir und bitten gauteres Evan. Bewahre uns! Veche die Gl. lechten Sonnto aus mit der Ki Vort und We venn viele voy Unsern in der u dennoch den 9. Wit dan Hite an diesem stguicht hat. getan und uns vahren und mi sch heute hetr Aergeben. Sei: hlunmerst. Maller Unruhe deiner Liebe 1 Barnher u nih d at überwinde Hchtr 9, laß den von uns und Rüber dein klichteit und warten win, hoffen yn, Christo doh zädig behith sorge füt h dit bedürh, heute deinen Kinder aaf uferlegt haf, jöte mich un Geist. Mngz um Chrisn nädig behlth Reine Sindh gnädiglh he ele und altz daß der 0 r von Heist a nich uhe dein Wott x vhiff doh h hite ni u Gebete 69 in der kommenden Nacht. Laß mich ruhen in deinem Frieden und morgen froh erwachen zu der Arbeit, die du befohlen hast. Und weil meine Tage dahinschwinden wie ein Schatten, so be⸗ wahre mich in der Gemeinschaft meines Heilandes Zesu Christi und erwecke mich an seinem Tage zum himmlischen Leben. Amen. 2. Treuer, barmherziger Heiland, du hast dir eine Gemeinde gebaut und ihr verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden. Du hast auch heute wieder uns und aller Christenheit dein Wort verkündigen lassen zur Stärkung und zur Gemeinschaft mit dir und untereinander. Dafür danken wir dir und bitten dich, erhalte uns und unsern Nachhommen dein lauteres Evangelium; laß ihm gelingen, wozu du es sendest. Bewahre uns davor, daß wir dein Wort vergeblich empfangen. Weche die Gleichgültigen auf und schenke unserm Volk den rechten Sonntag wieder. Rüste alle Prediger und Missionare aus mit der Kraft aus der Höhe. Gib uns die Freudigleit, mit Wort und Wandel dich vor den Menschen zu bekennen. Und wenn viele vom Glauben abfallen, so erhalte uns und alle die Unsern in der Treue und schenke uns die feste Zuversicht, daß du dennoch den Sieg behalten wirst. Amen. 3. Wir danken dir, lieber Vater im Himmel, daß uns deine Güte an diesem Sonntag zu dir erhoben und an Leib und Seele erquicht hat. Du hast uns in deinem Wort dein Herz auf⸗ getan und uns dein Heil gezeigt. Hilf uns deinen Segen be⸗ wahren und miteinander stille sein vor dir. Vergib, womit wir dich heute betrübt haben, wie auch wir einander von Herzen vergeben. Sei unser Hirte und Hüter, der du nicht schläfst noch schlummerst. Hilf uns morgen einen guten Anfang machen und in aller Unruhe der Woche als deine Kinder verbunden bleiben in deiner Liebe. Amen. Für die Wochentage 1. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preise dich, daß du mich diesen Tag hast vollenden und seine Last und Plage hast überwinden lassen. Ich danke dir von Herzen für alles, 54*⁷ 70 Gebete was ich heute an Leib und Seele Gutes aus deiner Hand ganz unverdient empfangen habe. Ich bitte dich herzlich, vergib mir alle meine Sünden, die ich heute begangen habe mit Gedanhen, Worten und Werhen. Sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig! Segne meinen Schlaf und laß deine heiligen Engel mich behüten. Wecke mich morgen zu deinem Lobe und Preise, daß ich mit neuen Kräften dir diene. Wenn aber diese Nacht nach deinem Ratschluß meine letzte sein soll, so schenke mir eine selige Ruhe und fröhliche Auferstehung in Zesu Christo, meinem Herrn. Amen. 2. Barmherziger Vater! Wir befehlen uns und unsere Lieben in deine Hände und bitten dich um eine ruhige Nacht. Laß dein Auge über uns wachen. Vergib uns, womit wir dich heute betrübt haben. Gib uns Frieden im Gewissen durch deinen lieben Sohn, der die Versöhnung ist für unsere Sünden. Alle Mühseligen und Beladenen wollest du erquicken, den sorgen⸗ vollen Gemütern Ruhe schenken, die kranken Herzen heilen. Die auf bösen Wegen gehen, rufe zurüch. Nimm uns in deinen Frieden und laß uns einst zu deiner Ruhe kommen. Amen. 3. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Nimm in dieser Abendstunde den Dank an für alle deine Güte und Wohltat, die du uns diesen ganzen Tag erzeigt hast. Du hast uns vor allem Übel behütet, uns frisch und gesund erhalten und in unserer Arbeit unter deinem Schutze stehen lassen. Verzeihe uns, Herr, was wir versäumt, womit wir dich, lieber Vater, betrübt haben, und schenke uns ein gehorsames Herz. Wir be⸗ fehlen Leib und Seele, Sinne und Gedanken, Ehre und Gut, uns und alle unsere Lieben deinem allmächtigen Schutz. Laß dein Licht uns leuchten in der dunklen Nacht. Amen. Für den Freitag Herr Jesu, barmherziger Heiland! Mit Danken koömmen wir vor dein Angesicht. Laß uns nie vergessen, was es dich gekostet hat, uns zu erlösen, und laß den Segen deines Lei⸗ dens und Sterbens an uns nicht verloren sein. Gedenke unser auch ferner in Gnaden. Nimm alle, die dich lieben, in deine Hebete Hände und an hie um deines Nact allen W Erguichung; Y. Franhen sanft⸗ Rähe und die ir allein ist! pollen wit de Ubend unseres ünschlafen zum I. Lobe den hit Gutes geta Preis und 2 ieser Woche v Hüte und Treu heinen Geboten M aber bist g tetung zu um Ind bitten dich Hefahr und ha lschlafen und iber uns. La Sunntag recht Hläubigen anb 2. Lieber V uuß wir alles, Lcht deines 9 Shuld mit in Ran ihn mil amm uns un Gebete r Hand 1 „ bergib mi it Gedanhen Pott, sei Mih liligen Egt und Puess, diese Nagh enkke mir ein“ risto, meinen unsere Liehen Nacht. Laß hit dich heut durch deingz Sünden, Al „den sorge⸗ herzen heilen uns in deingz n. Amen. im in diesh und Wohlah hast uns d alten und iz sen. Berriih lieber Voll, herz. Wit hl hre und G Scuh. jen. Len bon was es N. deines ll edenhe uns den in dun Gebete 7¹ Hände und an dein Herz. Sei mit deiner Kraft nahe denen, die um deines Namens willen verfolgt werden. Gib in dieser Nacht allen Weinenden Trost, allen Mühseligen und Beladenen Erquickung; verleihe allen Friedelosen deinen Frieden, allen Kranken sanfte Ruhe, allen Sterbenden die Gewißheit deiner Nähe und die Hoffnung des ewigen Lebens. Herr ZJesu, bei dir allein ist Friede; zu dir fliehen wir heute abend, zu dir wollen wir dereinst auch unsere Zuflucht nehmen, wenn der Abend unseres Lebens naht, daß wir in dir getrost und selig einschlafen zum ewigen Leben. Amen. Für den Sonnabend 1. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Preis und Dank sei dir, Herr, unser Gott, daß du uns in die ser Woche versorgt und behütet hast. Wir haben all deine Güte und Treue nicht verdient; denn wir sind abgewichen von deinen Geboten und haben dich oft betrübt mit unsern Sünden. Du aber bist gnädig und barmherzig und dechst unsere Aber⸗ tretung zu um Jesu willen. Darum hommen wir getrost zu dir und bitten dich: behüte uns in dieser Nacht vor Schaden und Gefahr und halte deine Hand über uns. Laß uns in Frieden einschlafen und ruhen; denn du bist bei uns, dein Auge wacht über uns. Laß uns morgen gesund erwachen, daß wir den Sonntag recht feiern und dich in deinem Hause mit allen Gläubigen anbeten durch Jesum Christum. Amen. 2. Lieber Vater im Himmel, laß unser Herz stille werden, daß wir alles, was wir in dieser Woche erlebt haben, in das Licht deines Angesichts stellen. Vergib uns und laß keine Schuld mit in die neue Woche gehen. Verzeihe uns auch unsere unerkannte Sünde und hilf uns den Abschied geben allem, was wider deinen Willen ist. Laß die Irrenden zurechtkommen, zeige den Verlorenen den Weg zum Vaterhaus. Treuer Gott, wir geloben uns dir aufs neue. Hilf uns ähnlicher werden dem Bilde deines Sohnes, daß wir uns selbst verleugnen, unser Kreuz ihm willig nachtragen und unserm Nächsten gern dienen. Nimm uns und all die Unsern diese Nacht in deine Obhut und 72 Gebete schenke uns morgen für unser Haus und unsere Gemeinde einen Sonntag nach deinem Herzen. Amen. Abendgebet für Witwer und Witwen Ewiger Gott, ich danke dir, daß du mich und meine Kinder heut behütet und freundlich geleitet hast. Vergib mir und auch ihnen alles, was wir unrecht getan haben. Nimm meine Sorgen auf dich, denn du sorgest für uns. Gib uns eine ruhige Nacht und erquichenden Schlaf. Umfange uns mit deiner Liebe und deinem Schutze. Auf meinem einsam gewordenen Wege be⸗ fehle ich mich deiner Gnade, und wenn du morgen uns wieder erwechen willst, so geleite uns gnädig in den neuen Tag. Er⸗ höre mich um Jesu Christi willen. Amen. Tischgebete Vor dem Essen 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit, du tust deine Hand auf und erfüllest alles, was lebt, mit Wohlgefallen. Amen. 2. Diese Speise segne uns Gott der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen. 3. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 4. Segne, Herr, uns diese Gaben, die wir von dir empfangen haben. Amen. 5. Komm, Herr Zesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen. 6. Segne, Vater, diese Speise, uns zur Kraft und dir zu Preise. Amen. 7. Segne unser täglich Brot, lindre gnädig alle Not. Amen. Gebete 6. Wit wolle wir wollen wir wollen wir wollen 9. Wir bitten ein steter E und hilf, de die deine 6 Aischlieder Nr 1. Wit danhe Gilte währ 2. Wit danher Christum, taten, der d 3. Herr, habe du wolles, 1. Wir danhe daß du uns Bleib du b du bist das Siehe Lied Rr I. Lieber eun dein S nit reinem Reum Chrif Gebete 8. Wir wollen danken— für unser Brot; wir wollen helfen— in aller Not; wir wollen schaffen— die Kraft gibst du; wir wollen lieben— Herr, hilf dazu. Amen. eine Kind mit und auh heine Soin „Wir bitten, Herr, sei unserm Haus ein steter Gast tagein, tagaus und hilf, daß wir der Gaben wert, die deine Güte uns beschert. Amen. Tischlieder Nr. 274 und 275. uns wiehn Lh 6 Nach dem Essen „Wir danken dir, Herr, denn du bist freundlich, und deine Güte währet ewiglich. Amen. Wir danken dir, Herr Gott, himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Sohn, für alle deine Gaben und Wohl⸗ Kinni taten, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. bst ihnen ihi und erfilh„Herr, habe Dank für Speis und Trank; du wollest, fromm zu leben, uns deine Gnade geben. Amen. ahn und d„Wir danhen dir, Herr Zesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Diese dun Bleib du bei uns, so hat's nicht Not; uns nohngh du bist das wahre Lebensbrot. Amen. Siehe Lied Nr. 244, Str. 1, und Nr. 246, Str. 1, 4, 5. 1 empfapgth Festgebete Advent was du I nd di i 1. Lieber Herr Gott, weche uns auf, daß wir bereit seien, wenn dein Sohn kommt, ihn mit Freuden zu empfangen und mit reinem Herzen dir zu dienen durch denselben deinen Sohn, Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 74 Gebete 2. Barmherziger, ewiger Gott und Vater! Du lässest uns wieder ein neues Kirchenjahr anfangen und diese Festzeit er⸗ leben; wir danken dir. Laß dein Wort auch fernerhin Frucht unter uns bringen. Rüste treue Zeugen aus, die in Lauterkeit und Kraft dein Evangelium verkünden zur Erbauung deiner Gemeinde. Gib uns mit dem neuen Kirchenjahr auch neue Herzen und neuen Gehorsam; hilf uns, immer fester an dich glauben, im Geist und in der Wahrheit dir dienen und deiner Gnade, die uns in Christo erschienen ist, immer zuversichtlicher uns getrösten. Bewahre uns durch deine Macht zum ewigen Leben. Amen. Psalm 24. 3. Herr Gott, himmlischer Bater, wir danken dir, daß du uns deinen Sohn gesandt hast, den König der Gerechtigkeit. Wir bitten dich, erleuchte uns, ihn als unsern Heiland zu erkennen, und stärke uns im rechten Glauben, daß wir mit allen unsern Gaben und Kräften ihm dienen und allezeit in seinem Gehorsam bleiben. Laß ihn einziehen in alle Lande, Städte und Kirchen, insonderheit auch in unser deutsches Vaterland, daß er mit seinem Wort und Geist regiere. Beweise deine Macht und Barmherzigheit an denen, die noch in Aberglauben und Un⸗ glauben gefangen sind, daß Christus auch zu ihnen komme und sein Reich des Lichtes und der Wahrheit, der Liebe und Ge⸗ rechtigkeit bei ihnen aufrichte. Erscheine mit Trost und Hilfe allen, die in Trübsal, Not, Anfechtung und Verfolgung sind; laß sie dein Nahesein spüren und durch deine Gnade aufge⸗ richtet werden. Amen. Psalm 2. Für den Heiligabend Vater unsers Herrn Jesu Christi, aus der Unruhe dieser Tage koömmen wir zu dir. Laß unsere Herzen stille werden an der Krippe des Christkindes, damit auch wir die frohe Botschaft vernehmen: Euch ist heute der Heiland geboren. Gib uns deinen lieben Sohn als das rechte Christgeschenk in unsre Her⸗ zen und laß uns all die Seligkeit fassen und genießen, die du uns in ihm bereitet hast. Amen. Gebete 1. Lieber G Llebe uns arme o ihn glauben wit bitten dich, wir in solchem hurch Besum E 2. Allmächti Jommers angen Sohn hast Me hnädig unsere aller Rot und dich dafür lobe Freude alle T Amen. 3. Herr Jesu, hind geworden aum geworden, Knechtsgestalt Ruert und zur Zinsternis und der Gerechtigke hre sei Gott Maschen ein O lieber 5 und erfülle un Hinem heilige Herleihe uns in det Ferne, Am Widerstar Veruuchungen! sch nit deiner sh uns deinen Her, unser llüttgelegt. Gebett Gebete Weihnachten 1. Lieber Gott, himmlischer Vater, der du aus väterlicher Liebe uns armen Sündern deinen Sohn geschenkt hast, daß wir an ihn glauben und durch den Glauben ewig selig werden sollen, wir bitten dich, gib deinen heiligen Geist in unsere Herzen, daß estr an wir in solchem Glauben bis ans Ende beharren und selig werden bou durch Zesum Christum, unsern Herrn. Amen. uUversichtlhn 2. Allmächtiger Gott, wir danken dir, daß du dich unseres zum emihn Jammers angenommen und um unsertwillen deinen eingeborenen Sohn hast Mensch werden lassen. Wir bitten dich, erleuchte gnädig unsere Herzen, daß wir diesen Trost recht fassen, in dit, daß k aller Not und Anfechtung uns daran halten, mit allen Engeln htigheit. W. dich dafür loben, von Herzen fröhlich werden und durch solche zu erhemg. Freude alle Traurigkeit und Angst dieser Welt überwinden. allen men Amen. en Gehon 3. Herr Zesu, dir sei Preis und Ehr! Du bist ein Menschen⸗ und Kuch tind geworden, auf daß wir Gottes Kinder würden; du bist daß ern arm geworden, auf daß wir reich würden; du hast dich zur Machht u Knechtsgestalt erniedrigt, auf daß wir zum Bilde Gottes er⸗ ben und d.neuert und zum Himmel erhoben würden. Wir saßen alle in lonme un Finsternis und Schatten des Todes; da bist du uns die Sonne lebe und hder Gerechtigkeit geworden. Darum frohlockt auch unsere Seele: und Al Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den jolgung süh Menschen ein Wohlgefallen. nade aufs⸗ O lieber Herr und Heiland, ziehe ein in unsere Herzen und erfülle uns mit allen Gaben deiner Güte. Regiere uns mit deinem heiligen Geiste und heile uns vom Elend der Sünde. Verleihe uns und allen, für die wir bitten, in der Nähe und in der Ferne, Trost in allem Leide, Hilfe in aller Not, Kraft zum Widerstand in allen Anfechtungen, Beständigkeit in allen 0 Versuchungen und endlich den Sieg im letzten Kampfe. Erbarme Inruhe diest dich mit deiner Heilandsliebe über alle, die dein eigen sind, und le ahn gib uns deinen Frieden, o Jesu. Amen. Psalm 72, 1—4, 10—19. ohe Bols 0 n. Gb Jahresschluß l⸗ 191 Herr, unser Gott, unter deinem Schutz haben wir dies Jahr iehej zurückgelegt. Unzählig sind die Wohltaten, mit denen du uns 1lässest unz Jestzeit er erhin Fuhl in Lauterhe muung deiner auch nen 76 Gebete überschüttet hast. An keinem Guten hast du es uns fehlen lassen; und wo du uns gedemütigt, gebeugt und verwundet hast, daß wir hingingen und weinten, da hast du dennoch gnädig mit uns gehandelt und Gedanken des Friedens über uns gehabt und nicht des Leides. Das hast du, Herr, an uns getan, weil du uns in deinem Sohne ein gnädiger Gott und Vater bist. Ach, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an uns getan hast. Walte denn auch ferner mit deiner Gnade über uns. Mache das Jahr, das vor uns liegt, zu einem gnädigen Jahr des Heils, daß wir unsere Herzen nicht verstocken, sondern auf deine Stimme hören und uns der Leitung deines heiligen Geistes ganz übergeben. Und wenn du, sei es nach Jahren, nach Monaten, nach Tagen, uns von hier abforderst, wie du es willst, o Herr, so nimm dich unser gnädig an und laß uns wie Simeon in Frieden fahren. Siehe, wir stellen uns hier vor dein Angesicht, mit uns unsere Kinder, unsere Angehörigen, unsere Freunde. Ach sei uns allen gnädig um deines Namens willen. Laß unserm Vater⸗ lande dein Angesicht leuchten. Geh mit unserm Volk ins neue Jahr, mach es zu einem Voll, das dir treu ist und auf deinen Wegen geht. Führe unser Volk und uns mit ihm siegreich durch die Stürme dieser Zeit hindurch und laß uns dein Heil schauen und über deine Hilfe fröhlich sein. Amen. Neujahr 1. Barmherziger Gott, der du segnest alle, die auf dich hoffen, wir bitten dich, sei mit uns und verleihe zu allem, was wir in deinem Namen anfangen und vollbringen, dein gnädiges Gedeihen. Mache uns fertig in allem guten Werk, zu tun deinen Willen, und schaffe in uns, was vor dir gefällig ist. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 2. Wir danken dir, ewiger Gott und Vater unsers Herrn Zesu Christi, daß du im vergangenen Jahre dich väterlich gegen uns erzeigt hast. Hebe aufs neue an, uns zu segnen nach deiner Barmherzigkeit, und gib uns zum neuen Jahre neue Herzen, Iu Mann und Hossen in rechtet Hhliche Atbeit, Woisen. Stehe Erwerb finden. Schwermut und de um deines? lden, und gibt Volb vor Hader Oott und hilfte Iinweg alle woh lommt, so besch zu dit in dei. Hetrn. Amen. . Christe, di Mulitz und mac Heboten wande Hiiste lebest unt 2. Ewiger E und vollkommet uus du deinen: fuun, das waht Iin heiliges Ey wunderbaren Li inmlische Lich 0 scheinen daf sste Welt erl Ubennen. Mach sih ihm ö siset und sein hnn. Pialh Gebett um sehla undet ha ‚ gnädig 5 gehaht und tan, weil 00 ter bist. A er Treue, i uns. Mach. en Jaht ds ern auf deine Geistes gan ich Monate ssh o Hert, s Simeon i cht, mit unz inde. Ach s olb ins nelt 1d auf deine iegreich duih Heil schauth die auf dih allem, voz dein grädis 3u tun deln Durch sun unsets Hlin itetlih gan Nnoch dasts neue Hie nserm Vall⸗ Gebete Sinne und Gedanken. Segne unsere Kirchen und Schulen mit treuen Pfarrern und Lehrern und unsere Gemeinden mit recht⸗ schaffenen Altesten und eifrigen Helfern. Segne unser Vater⸗ land und alle, die es regieren. Segne den christlichen Hausstand, daß Mann und Weib, Eltern und Kinder und alle Hausge⸗ nossen in rechter Liebe und Treue verbunden seien. Segne alle ehrliche Arbeit, daß sie wohl gerate. Versorge Witwen und Waisen. Stehe denen bei, die keine Arbeit haben und heinen Erwerb finden. Rette, die in Kreuz und Armut, in Krankheit, Schwermut und anderen Anfechtungen nach dir seufzen. Tröste, die um deines Namens willen gefangen sind oder Verfolgung leiden, und gib ihnen Standhaftigkeit und Treue. Behüte unser Volk vor Hader und Unfrieden. Bleibe allezeit unser gnädiger Gott und hilfreicher Vater. Lindre unsere Trübsal und nimm hinweg alle wohlverdienten Strafen. Und wenn unser Stündlein kommt, so beschere uns ein seliges Ende und nimm uns gnädig zu dir in deinen Himmel. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Epiphanienzeit 1. Christe, du wahres Licht, laß leuchten über uns dein Antlitz und mache richtig unsere Steige, auf daß wir in deinen Geboten wandeln, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 2. Ewiger Gott, Vater des Lichts, von welchem alle gute und vollkommene Gabe kommt, wir sagen dir Lob und Danh, daß du deinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn Jesum Chri⸗ stum, das wahrhaftige Licht, in diese Welt gesandt und durch dein heiliges Evangelium auch uns von der Finsternis zu deinem wunderbaren Licht berufen hast. Wir bitten dich, du wollest dies himmlische Licht durch deine Gnade allezeit bei uns und in uns scheinen lassen und durch treue Zeugen der Wahrheit diese finstre Welt erleuchten, daß alle Augen dich und deinen Sohn erkennen. Mache Bahn deinem Worte, daß allerorten die Her⸗ zen sich ihm öffnen und dadurch erneuert und geheiligt, ge⸗ tröstet und selig werden. Herr aller Herren, dein Reich komme. Amen. Psalm 96. 78 Gebete Passionszeit 1. Herr unser Heiland, du hast uns armen, verlorenen Sün⸗ dern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei dei⸗ nem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wieder⸗ gebracht. Wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, — — deine Angst und Not und deinen seligmachenden Tod und bitten dich, erhalte uns in deiner Liebe und gib uns Gnade, die Herr⸗ lichkeit deines Opfers mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Mach uns dadurch stärker im Glauben, fröhlicher in der Hoffnung, inniger in der Liebe, getroster in der Geduld, williger und treuer im Gehorsam. Hilf auch, daß wir an unserm Ende uns deines bitteren Todes uns zur Seliglheit trösten mögen. Amen. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christe, daß du uns durch dein unschuldiges Leiden und Sterben erlöst hast. O Herr Jesu, wie groß ist dein Leiden, wie schwer ist deine Pein, wie tief sind deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod, wie unaussprechlich ist deine Liebe! Laß deine heilige Marter an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns deines Leidens zu jeder Zeit trösten und es also zu Herzen nehmen, daß die böse Lust in uns ausgelöscht werde und wir, der Sünde abge⸗ storben, der Gerechtigkeit leben, in deine Fußstapfen treten, das Abel mit Geduld tragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen. Gründonnerstag Getreuer Heiland, sei bei mir in allen Anfechtungen. Bitte für mich allezeit als mein getreuer Hoherpriester, der du dich selbst dem Bater für mich geopfert hast. Denn du bist und bleibst barmherzig und hast Mitleid mit meiner Schwachheit, weil du auch versucht bist allenthalben. Darum hilf mir in meinem Elend; lehre mich wachen und beten, und wenn ich schläfrig werde im Kampf, so wecke mich allezeit auf und weise mich wieder zurecht, damit ich nicht in der Anfechtung falle, sondern endlich gewinne und den Sieg behalte; alles kraft deiner Angst und Pein. Amen. Hebete . Bornherzi i nicht vessho uß er unsere u unser Het; Hetzage, sondern Ihritum, deiner 2. Hen Gott Rnin vor dein h Iu hast den, de Iamacht, auf da Il gilt. O gib wige Liebe it, und wir einstin Ii im Himmel Hert Jesu,! Ijt geben uns In zu deinem: Alkechtigkeit u higer Friede. HObtleshraft und Iamit auch die seen Sünden Ihmen dürfen. Herr Zesu, Aner Grabestt l der Sünder Istte Gräber den Frieden han sie watte flg werde At. Gib mü nuide werder Ilen. Gebete Gebete Karfreitag lorenen Shh⸗ 1. Barmherziger, ewiger Gott, du hast deines einigen Soh⸗ nade bei MUnes nicht verschont, sondern hast ihn für uns alle dahingegeben, Leben wiehr daß er unsere Sünden am Kreuz tragen sollte; verleihe uns, deine Liht[ daß unser Herz in solchem Glauben nimmermehr erschreche noch 2od und bitnl verzage, sondern deiner Gnade getrost vertraue, durch Zesum ade, die Hun Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. erhennen und 1. ftöhlicher 2. Herr Gott, Vater unsers Herrn Zesu Christi! Wir kom⸗ der GebulbHmen vor dein heiliges Angesicht und beten dich in Demut an. wir an unsen Du hast den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde igheit tröͤsen gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigheit, die vor dir gilt. O gib uns heute recht zu erkennen, wie reich deine ewige Liebe ist, daß unser Mund voll werde von deinem Lob du uns dut und wir einstimmen in das ewige Halleluja, das die Seligen O Her Il dir im Himmel darbringen. Pein, wie h. Herr Jesu, du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, is dein I. wir geben uns dir zum Dankopfer für deine Liebe. Nimm uns ihe Marteen hin zu deinem Eigentum. Dein Sterben sei unser Leben, deine denes edes Gerechtigheit unser Heil, dein Todeskampf unser Sieg und hmen, daß ewiger Friede. Gib, o Herr, daß das Wort vom Kreuze eine Sinde ubh⸗ Gotteskraft und Friedensbotschaft werde unter allen Völkern, sen ete 0 damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von 11 Geussn ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit tühmen dürfen. Amen. Stiller Sonnabend tungen, Ml Herr Jesu, mein erhöhter Heiland, lehre mich heut am Tage „ der Wuh: deiner Grabesruhe deines Grabes gedenken. Du warst den Hän⸗ his udl! den der Sünder entnommen in deines Vaters Frieden. Du hast wachheit Iunsere Gräber geheiligt, daß wir einst eingebettet sein sollen nit in mento in den Frieden, den du gibst. Deine Jünger waren traurig, schlifio aber sie warteten still der Wege Gottes. Gib auch mir, daß e nich uihn ich still werde und deiner Wege warte, die du mich führen sondern a willst. Gib mir die Zuversicht, daß das Warten der Deinen ner Anl Amen werden soll. Am deines Namens willen erhöre mich. Amen. 80 Gebete Ostern 1. Lieber Herr Gott, verleihe uns deinen heiligen Geist, daß wir der Auferstehung deines lieben Sohnes uns recht trösten, in solchem Glauben, Zuversicht und Hoffnung von Tag zu Tag zunehmen und endlich selig werden durch Zesum Christum, unsern Herrn. Amen. 2. Herr Zesu, du König der Ehren, du bist durch Tod und Grab zu deiner Herrlichkeit hindurchgedrungen. Anser Herz ist voll Freude und unser Mund voll Rühmens über deine Macht. Nun sind wir in aller Not und Anfechtung der Welt getrost, denn du bist ja unser Herr und König. Nun brauchen wir im Todes und der Hölle zerbrochen und wirst am jüngsten Tage auch uns aus den Gräbern rufen. Segne uns, deine Christen⸗ heit, weche auf, die in Sünden schlafen, und mache dir immer mehr alle Herzen untertan. Sei auch, Herr Jesu, ein König und Herr in diesem Hause; leite du unsere Sinne und Gedanken und hilf durch deinen heiligen Geist, daß wir vor dir leben und wandeln als deine Jünger und Reichsgenossen. Regiere uns mit deiner Gnade und führe uns einst in dein Himmelreich. Amen. Himmelfahrt Herr Jesu Christe, du Sohn des Allerhöchsten, der du nun nicht mehr in Armut und Riedrigkeit auf Erden wandelst, son⸗ dern erhöht bist zur Rechten des Vaters, wir bitten dich herz⸗ lich, zieh uns dir nach, daß wir das Zrdische geringschätzen und trachten nach dem, was droben ist. Und wie du beim Ab⸗ schied deine Jünger gesegnet hast, so segne nun von deinem Gnadenthron herab auch uns und deine ganze Christenheit. Rüste uns mit Kraft aus der Höhe; sende uns deinen heiligen Geist. Erhalte uns bei deinem Wort. Gib deinen Ge⸗ meinden getreue Zeugen; wehre allen Ärgernissen. Laß dein Evangelium verkündet werden aller Kreatur und breite dein Reich auf Erden aus, bis daß alle Völker dich anbeten. Du hast schon viele Kinder Gottes zur Seligkeit geführt, so hilf auch Gebete 1. Allmächtig Oeist die ganze Hebet und verle IN teinem Glau Sohn, unsern§ letzten Stündlein nicht zu zagen, denn du hast die Riegel des 2. Ewiger, bo danen herrlicher Au deine Verhei und dit eine G Mse Gemeinde Mrmherziger E Hache, was tot Afille, die Liel Ihhn und unser Andet wird, hi Iis Lebens wer Ghade über un Inderliebe unt u Oanbbarhe nuhsen und zu Oum ist unse dle Rot und g Aghenfihtt,d Wit hreisen 0 daß du Aihgetan haf GebethGebete uns, durch deinen Geist Sünde, Tod und Teufel zu überwinden, damit wir, wenn du zum Gerichte kommst, mit allen Heiligen eingehen in das Reich deiner Herrlichkeit, wo du lebst und re⸗ gierst, ein König immer und ewiglich. Amen. Psalm 110. eiligen U sucht uißen um Christun, Pfingsten ung Lod in 1. Allmächtiger, ewiger Gott, der du durch deinen heiligen lnser Renn Geist die ganze Christenheit heiligst und regierst, erhöre unser deine Mahh. Gebet und verleihe in Gnaden, daß sie mit allen ihren Gliedern Welt gekuh; in reinem Glauben dir diene durch Jesum Christum, deinen suchen wit in ie Riegel jüngsten Togt eine Christey che dir immat Sohn, unsern Herrn. Amen. 2. Ewiger, barmherziger Gott! Wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen für die unaussprechliche Gnade, daß Hhe hir lull' du deine Verheißung wahr gemacht, deinen Geist ausgegossen ein Kih) und dir eine Gemeinde gesammelt hast. Auch uns hast du in nd Gedanhg diese Gemeinde berufen und von Jugend an zu dir gezogen. dit leben uBarmherziger Gott, komm mit deinem Geiste, daß er lebendig Regiett I mache, was tot ist, und uns mit seinen Gaben und Kräften Himmeltah erfülle, die Liebe zu dir entfache, unsern Glauben stark und kühn und unser Herz fröhlich mache. Wo dein Evangelium ver⸗ kündet wird, hier und in allen Landen, da laß es eine Quelle des Lebens werden für alle, die es hören. Walte mit deiner Gnade über unserm teuren Volk und Vaterland. Hilf, daß 1 der du un Bruderliebe und Gerechtigheit, Treue und Redlichkeit, Demut wandelf, suj mund Danlbarkeit, Zucht und Reinheit der Sitten unter uns tten dich wachsen und zunehmen. Herr, unser Gott, wir trauen auf dich. enggüh Darum ist unser Herz fröhlich über deiner Gnade, die durch u bein d alle Not und alle Kämpfe der Zeit uns der himmlischen Welt von dailen entgegenführt, da du die Sonne bist ewiglich. Amen. Psalm 42. 4 2— 2 Chrisencl uns dtt ih deinen gl Trinitatisfest .Laß delt Uuh hnWir preisen dich, Vater und Herr des Himmels und der anbetel, HAV Erde, daß du das Geheimnis deines göttlichen Wesens uns t.s sifut kundgetan hast durch dein Wort. Du bist der rechte Vater 82 Gebete über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden; dein eingeborener Sohn ist unser Freund und Bruder worden, uns zu erlösen; durch deinen heiligen Geist dürfen wir Jesum unsern Herrn und dich unsern Vater nennen. Dreieiniger Gott, heilige uns durch die Erkenntnis deiner Wahrheit. Erhalte deine Gemeinde in Einigkeit des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zur Ehre deines Namens. Das verleihe uns, Vater im Himmel, durch deinen heiligen Geist um Jesu Christi willen. Amen. Erntedanffest 1. Allmächtiger Gott, Vater der Barmherzigkeit! Wir brin⸗ gen dir heute unsern demütigen Dank für die Liebe, mit der du auch in diesem Jahr deine milde Hand aufgetan und alles, was da lebet, gesättigt hast. Dich sollen wir fühlen und finden in deinen Wohltaten. Aber wir bekennen, daß wir deiner Gaben nicht wert sind, daß wir deiner oft vergessen, oft ängstlich gesorgt, oft deine Güte verachtet und mißbraucht haben. Vergib uns, lieber Vater, unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Leichtsinn, der deine Gaben vergißt, vor der Trägheit, die deine Güter mißbraucht, vor dem Geiz, der Herz und Hand dem Bruder verschließt. Laß deine Güte uns zur Buße leiten und höre nicht auf, uns zu segnen. Bewahre uns in Gnaden vor Mangel und Teurung; laß uns deine Gaben in Frieden und Gesundheit genießen. Segne alle unsere Arbeit; gib Arbeit allen, die sie ehrlich suchen, und wehre dem Müßiggang. Ge⸗ denke der Armen, Verlaßnen und Betrübten und laß sie inne⸗ werden, daß du ihr Helfer bist. Gib, daß wir auf deine väter⸗ liche Güte hier allzeit trauen und dort an deinem großen Tage dich schauen in ewiger Freude. Amen. Psalm 145. Bei dürftiger Ernte 2. Herr Gott, unser Vater, du sprichst in deinem Wort: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen. Hundertfältig hast du diese Verheißung an uns wahrgemacht, wir aber sind gar oft stolz und sicher geworden und meinten, es könne uns an nichts fehlen. Nun läßt du uns spüren, daß Menschenarbeit umsonst Hebete wenn di 90 Wir dic Ihnen. Laß Imütig hin pönnen, unt sben, daß Heil wir nie schen Wott, Sheise unser gunst, Berbi Ardrossen u heiher Hilfe hand erhenne Uhristum, ur Gelobt sei Wit gedentet Inserer evan shten bis AUllbe ihr fo Hade allei sriger Got Felu sein im mmurrr. Hunde, der Gebetz Gebete 83 mi. ist, wenn du nicht Segen und Gedeihen dazu gibst. Vergib uns, „ wo wir dich vergessen hatten, und werde nicht müde, uns zu 0 90 segnen. Laß uns unser bescheidenes Teil Speise dankbar und 1.. demütig hinnehmen, lehre uns helfen und trösten, soviel wir eit. Erhast können, und erweche die Herzen derer, die reichlich geerntet 4—— haben, daß sie nicht vergessen wohlzutun und mitzuteilen. Und 1 — weil wir nicht vom Brot allein leben, sondern von einem jeg⸗ hrisi vila lichen Wort, das durch deinen Mund geht, so laß dein Wort die Speise unserer Seele sein. Bewahre uns vor Neid und Miß⸗ gunst, Verbitterung und Verzweiflung. Hilf uns, daß wir un⸗ verdrossen wieder an unsere Arbeit gehen, in allen Stücken deiner Hilfe uns getrösten, im Glück und Unglück deine Segens⸗ M Kain. hand erkennen und für alles dich loben und preisen durch Jesum i 105 lll⸗ Christum, unsern Herrn. Amen. n und sindy deiner Gobeh ů at äult Reformationsfest aben. Vergib Gelobt seist du, Herr, unser Gott, du Gott unserer Väter! ins vor dah Wir gedenken heute all der Treue und Barmherzigheit, die du Trägheit, R. unserer evangelischen Kirche unter allen Stürmen und Ge⸗ tz und Hoh fahren bis auf diese Stunde bewiesen hast. Wir bitten dich, Buße leito bleibe ihr fort und fort Schild und Schutz und laß ihr deine 5 in Guubne Gnade allein Trost und Freude sein. Bewahre uns, barm⸗ N in Frieden herziger Gott, vor aller Zerrüttung und Trennung. Laß uns it; gib Mhih treu sein im Glauben der Väter und hilf uns feststehen auf dem iggang. G. Grunde, der gelegt ist in Jesu Christo, unserm Herrn. Wehre laß sie. dem Geist der Zwietracht, damit der Glaube nicht Schaden fbene dün, leide und die Liebe nicht erkalte. Steure dem Unglauben und großen I der Gleichgültigkeit und gib, daß die Glieder deiner Gemeinde 155. ö fleißig seien, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Zerstöre die Anschläge der List, Macht und Ge⸗ ö walt gegen unsern Glauben und erhalte uns die kostbare Frei⸗ heit, in deinem Hause dir zu dienen und deinen Namen öffent⸗ llich zu bekennen. Erbarme dich derer, die um des Evangeliums em Wott. 0 willen unter Einsamkeit, Druck und Verfolgung seufzen. Laß ffitig hif uns mit allen deinen Kindern auf Erden eingedenn sein, daß sind gn 96 wir einen Gott und Vater, einen Herrn und Erlöser, einerlei Ins u nh Hoffnung unseres himmlischen Berufes haben und bekennen. rbeit unso Du Vater des Lichts und Brunngquell aller Liebe, gieße deinen 5⁵ 84 Gebete Geist aus über deine Gläubigen an allen Enden und Orten der Erde, bis endlich eine Herde sein wird unter einem Hirten. Amen. Psalm 46. Bußtag Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, wir kommen vor dein heiliges Ange⸗ sicht und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir alle mannig⸗ fach wider dich gesündigt haben. Wir bitten dich herzlich, laß uns gedenken, wovon wir gefallen sind, und wecke in uns ernste Buße. Sieh uns an mit den Augen deiner Barmherzigheit als deine Erlösten in Jesu Christo, deinem Sohn. Schenke uns deinen heili⸗ gen Geist, daß er uns erleuchte, reinige und erneure. Kein be⸗ trübtes reuiges Herz laß ungetröstet, laß auch den Elendesten deines Heiles froh werden. Deiner Kirche nimm dich gnädig an und schütze sie wider alle Macht und List des Feindes. Unserm Volk und Vaterland verleihe Ordnung und Recht im Geiste des Evangeliums und laß sie unter den Stürmen dieser Zeit deiner gnädigen Obhut befohlen sein. Gib uns Gemein⸗ sinn und Bruderliebe, daß wir die Sünden unseres Volles als unsere Sünden erkennen. Erwecke uns allenthalben Beter, die dir von Herzen alle Rot des Landes befehlen, und Arbeiter, die für das zeitliche und ewige Wohl ihrer Brüder wirken. Erhöre uns und segne diesen Tag, daß er uns und vielen Ge⸗ winn bringe für das ewige Leben. Amen. Psalm 32. Gedächtnis der Verstorbenen Ewiger, allmächtiger Gott, der du bist ein Herr über Tote und Lebendige und hast die Schlüssel der Hölle und des Todes, wir gedenken vor dir unserer Entschlafenen, die du erlöst hast aus allem Übel dieses vergänglichen Lebens und hast ihnen, wie wir zu deiner Barmherzigkeit hoffen, ausgeholfen zu dei⸗ nem himmlischen Reiche. Nimm in Gnaden an die Opfer unseres Dankes für alles, was du an ihnen getan hast vom ersten Augenblich ihres Lebens bis zum letzten, für allen leiblichen und geistlichen Segen, für alle Not und alle Durchhilfe, für alle Trübsal und alle Freude, für alle Trauer und alle Tröstungen, Hebete hamit du hos du unz hetziger d heinem Tt heugt und die Hoffnu nehr zu ein Ein kommt heinen Soh in seiner K hann unsere heinen Geist der sind un iu deinem 5 en sehen h yot uns den Wenn unser lah deinen( Ind einen je sthle meinen vir leben i sahten in dei lufersiehen Hoffrung, d Herrn Zesu Heiste sei u. Amen. Gebete und Orten em Hirten. ig und von iges Ange⸗ lle mannig⸗ ich laß uns ernste Buße. it als deine deinen heili⸗ k. Kein be⸗ EClendesten dich gnädig es Jeindes. id Recht in irmen dieser ns Gemein res Vollez alben Belet, nd Atheittt, ider wirhen, pielen G⸗ m 32. über Tul U etlöst Hast ihn olfen N fann pon aisten 1—— ilfe, füt ö‚ Lituga —.2 4 Gebete damit du ihre irdischen Tage begnadigt, auch für alles Gute, das du uns in ihnen und durch sie gespendet hast. Setze, barm⸗ herziger Bater, ihr Gedächtnis uns zum Segen. Erscheine mit deinem Troste allen, die durch den Tod der Entschlafenen ge⸗ beugt und betrübt sind, und erquiche sie durch dein Wort und die Hoffnung des ewigen Lebens. Bereite uns alle mehr und mehr zu einem seligen Ende, treibe von uns, wenn unser Stünd⸗ lein kommt, alle Anfechtung und mehre unsern Glauben an deinen Sohn, der die Auferstehung und das Leben ist, daß wir in seiner Kraft alle Schrecken des Todes überwinden. Wenn dann unsere Ohren nicht mehr werden hören können, so laß deinen Geist Zeugnis geben unserm Geist, daß wir deine Kin⸗ der sind und als Christi Miterben bald sollen mit ihm bei dir in deinem Himmel sein. Wenn unsere Augen nicht mehr wer⸗ den sehen können, dann tue unsere Glaubensaugen auf, daß wir vor uns den Himmel offen sehen und Jesum zu deiner Rechten. Wenn unsere Zunge nicht mehr wird sprechen können, dann laß deinen Geist uns vertreten mit unaussprechlichem Seufzen und einen jeden lehren in seinem Herzen rufen: Vater, ich be⸗ fehle meinen Geist in deine Hände! Gib also, getreuer Gott, daß wir leben in deiner Furcht, sterben in deiner Gnade, dahin⸗ fahren in deinem Frieden, ruhen im Grabe unter deinem Schutz, auferstehen durch deine Kraft und darauf ererben die selige Hoffnung, das ewige Leben, um deines lieben Sohnes, unsers Herrn Zesu Christi willen, welchem samt dir und dem heiligen Geiste sei Lob, Preis, Ehre und Herrlichkeit jetzt und immer⸗ dar. Amen. Psalm 126. Für Volk und Vaterland 1. Herr unser Gott! Wir danken dir von Herzensgrund, daß du unser Vaterland bis zu dieser Stunde gnädig erhalten hast. Du hast dein Wort nicht von uns genommen und hast dich zu jedem ehrlichen Stand und Beruf bekannt. So bitten wir, laß alle, die verordnet sind, unser Land zu lenken und zu leiten, samt denen, die mit zu raten und zu helfen haben, uns zum Segen ihr Amt verwalten. Dir befehlen wir alles, was uns beugt und niederdrücht in dieser schweren Zeit. Laß uns, die du zu einem Volk und Reich 86 Gebete zusammengeführt hast, nicht verloren gehen; nach deiner grund⸗ losen Barmherzigkeit verstoß uns nicht, komm zu uns mit deinem Geist, wohne in unserer Mitte mit deiner Kraft, wirke unter uns nach deinem Willen. Bleibe bei uns mit deinem Segen und Frieden, wende unser Los also, daß wir vor dir wieder Ruhm haben und unser Land deiner Ehre voll werde. Das alles verleih uns aus Gnaden durch Jesum Christum. Amen. 2. Ewiger und allmächtiger Gott! Du hast den Völkern ihre Zeiten und Grenzen festgelegt und ihnen allen eine Aufgabe zugeteilt. Du hast auch uns unser Land, unsere Geschichte, unser Wesen gegeben. Wir danken dir für alle deine Taten, die du an uns und unsern Vätern getan hast; und wir bitten dich, du wollest uns weiterhin dies Land und die Freiheit unserer Bäter bewahren. Vertiefe bei uns das Gefühl für Recht und Gerechtigkeit, für Gesetz und gute Ordnung. Schaffe bei uns allen die Willigheit, zu dienen und Opfer zu bringen für die Wohlfahrt des Ganzen. Laß in Not und Gefahr wie in fried⸗ licher Arbeit uns alsein Volh zusammenstehen. Laß Glauben und Gottesfurcht unter uns herrschen, auf daß wir unsern Beruf recht erfassen und unsere Aufgabe unter den Völlern erfüllen, daran mitzuwirken, daß dein heiliger Wille geschehe und dein Reich komme. Amen. 3. Himmlischer Vater, du Herr der Bölher! Vor dich brin⸗ gen wir die Sache unsers deutschen Volkes, seine Not und sein Leid, seine Sorge und seine Sehnsucht. Herr, du hast uns arm gemacht an allem, was die Menschen auf Erden schätzen und lieben; du hast unsere Macht in Ohnmacht, unsern Stolz in Schande verwandelt. Wir wollen nicht hadern und nicht fragen:„Herr, warum hast du uns das getan?“ Denn wir wissen, daß du züchtigst, wen du lieb hast, und daß du über uns nicht Gedanken des Leides hast, sondern des Friedens. Aber wir bitten dich aus der Tiefe unserer Not heraus: Herr, hilf uns! Mach uns, wenn es dein gnädiger Wille ist, wieder mächtig und stark; mach uns vor allem aber rein und fromm, daß wir würdig werden, dein Volk zu heißen. Gedenke, o Herr, auch unserer Brüder, die von uns getrennt unter fremder Herr⸗ ö Hebete shaft leben Nhe und be Riederbtings sich wieder z Christum, u. siht zuschan Oer Aposie hrife sich sel Ion diesem K Biblische 2 Ratth. 5. Lu b15 28. I. Jo. Ifenb. 3, 15 15 II. Klage Das allger lUutherischen Sind unt llche, die, du und Trostes Ubermöge Mrivatheicht Gebete einer grund⸗ zu uns mit Kraft, wirhe mit deinem wir vor dit voll werde. n Christum. Bölhern ihre ine Aufgabe schichte, unser aten, die du bitten dich, iheit unserer it Recht und affe bei uns ngen für die wie in ftied⸗ Laß Glauben unsern Beruf hern erfüllen, ehe und dein zor dich brin⸗ ine Not und jerr, du hast u auf Erden macht, unsern hadern und etan?, Denn und daß du des Friedens. heraus: Hett, le is, wiedet und fromm, enbe, o Hert, srender Hen⸗ Gebete 87 schaft leben und leiden müssen; sei du ihnen mit deinem Troste nahe und bringe wieder unsere Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Mittagslande! Du Gott unserer Väter, kehre dich wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig durch Jesum Christum, unsern Herrn! Auf dich hoffen wir allein; laß uns nicht zuschanden werden! Amen. Beichte und Abendmahl Beichte Der Apostel Paulus spricht(1. Kor. 11, 28):„Oer Mensch prüfe sich selbst, und also esse er von diesem Brote und trinke von diesem Kelche“. Biblische Abschnitte zur Vorbereitung und Selbstprüfung: Matth. 5. Luk. 15. Luk. 18, 9—14. Eph. 4, 22—5, 9. Kol. 3, 18 bis 23. 1. Joh. 1, 5—2, 2. 1. Joh. 2, 15—17. 1. ZJoh. 3, 14—20. Offenb. 3, 15—22. Psalm 32. 51. 130. 139, 23—24. Jes. 55, 6 bis 11. Klagel. 3, 39—42. Das allgemeine Beichtgebet findet sich am Schluß des Lutherischen Katechismus Seite 148. Sind unter den Beichtenden oder sonst in der Gemeinde solche, die, durch Gemütsbekümmernis bedrücht, besonderen Rats und Trostes bedürfen, so sind die Geistlichen bereit, ihnen dar⸗ in vermöge ihres Amtes und nach ihren Kräften zu dienen (Privatbeichte). Vor der Beichte 1. Vater, ich habe gesündigt in den Himmel und vor dir. Gott, sei mir Sünder gnädig. Amen. 2. Mein Herr und Heiland, du hast gesagt: Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinausstoßen. Auf diese deine tröst⸗ liche Verheißung komme ich und bitte, laß mich Gnade finden vor deinen Augen und vertritt mich bei meinem himmlischen Vater zu meiner Seelen Heil und Seligkeit. Erweche mein Herz zu wahrer Buße, daß ich nicht allein mit Herz und Mund meine Sünde bekenne, sondern auch die Stimme deines Dieners 88 Gebete annehme als deine Stimme, zur Stärkung meines Glaubens und zur Versicherung der gnädigen Vergebung aller meiner Sünde. Amen. Nach der Beichte Herr Jesu, du Heiland armer Sünder, du hast dich meiner Seele herzlich angenommen und mir aufs neue Vergebung aller meiner Sünden geschenkt. Lob und Dank sei dir dafür. Vollende in mir dein gutes Werk und gib zum Wollen das Vollbringen. Hilf mir, den alten Menschen abzulegen, und leite mich durch dein Wort. Laß mich leben in deiner Gnade, leiden in deiner Gemeinschaft, sterben in deinem Frieden und selig werden durch dein Verdienst. Amen. Heiliges Abendmahl Biblische Abschnitte zur Vorbereitung Zoh. 6, 48—58. Joh. 15, 1—12. Röm. 8, 31—39. 1. Kor. 10. 16—17. 1. Kor. 11, 23—32. Offenb. 3, 20. Abendmahlsbetrachtung Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mit⸗ leid haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde, auf daß wit Barmherzigheit empfangen. Er ruft: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken, und wer zu mir kommt, den will ich nicht hinausstoßen. Za er bietet sich selbst dar zu unserm Heil: Ich bin das Brot des Lebens, wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben. So ist das gesegnete Brot, das wir brechen, die Gemeinschaft seines Leibes, der gesegnete Kelch, den wir segnen, die Gemeinschaft seines Blutes; wir aber, die vielen, sind ein Leib, und untereinander ist einer des andern Glied. Wie sollen wir dem Herrn vergelten alle seine Wohltaten, die er an uns tut? Wir wollen den Kelch des Heils nehmen und seinen Na⸗ men verkündigen. Hhete 60 laßt un Aluben, besy gujssen und Ms halten an Vum er ist tte 2 . Allmächt N für deinen Aane Barmhe Rilem Altare — selbst mein llige Mahl! Ahung meiner Hude. Deinem Ad ewiglich. 2. Hier hom c Laß nic rh zu stiller u Vollender les was dit wuhhgfll. R ud mein Gem ith in h hen und he lhen. Amen. Her, mein sen tretro Iih urnes aüse des Iitl Kräfti Wuj den Allg und dem gem . Jo, Lomi Gebete es Glaubenz aller meiner dich meiner rgebung aller für. Vollende Vollbringen. te mich dutch den in deiner werden dutch 9. I. Kor. Il bönnte Mi⸗ r versucht is auf daß wi mit alle, de chen, und mit Z4 er bihh t des Lebez der hat de E. hrechen, on wit schleh len, sind eil b. Wie solle die et an 1d siinen N Gebete So laßt uns hinzutreten mit aufrichtigem Herzen, in völligem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; laßt uns halten am Belenntnis der Hoffnung und nicht wanken, denn er ist treu, der sie verheißen hat. Amen. Am Morgen des Abendmahlstages 1. Allmächtiger und darmherziger Gott und Vater, ich danke dir für deinen Schutz und Schirm in dieser Nacht. Gelobt sei deine Barmherzigkeit, die mich heute zu deinem Hause, zu deinem Altare einlädt mit allen denen, die da feiern. Heilige du selbst meinen Leib und meine Seele. Hilf, daß durch dies heilige Mahl mein schwacher Glaube gestärht und ich der Ver⸗ gebung meiner Sünden und der ewigen Seligleit versichert werde. Deinem heiligen Namen sei Lob, Ehr und Dank immer und ewiglich. Amen. 2. Hier komme ich, mein Heiland, auf dein Wort und Ge⸗ heiß. Laß mich Gnade finden vor deinen Augen und bereite mich zu stiller Andacht und rechtem Glauben, du Anfänger und Vollender des Glaubens. Bedeckhe mit deiner Gerechtigkeit alles, was dir an mir mißfällt, und wirke in mir, was dir wohlgefällt. Reinige mein Herz von allen fremden Gedanken und mein Gemüt von aller Zerstreuung. Gib mir Freudigkeit, daß ich in herzlicher Zuversicht herzutrete und mit reinen Lippen und heiligem Herzen esse und trinke zu meiner Seele Leben. Amen. Vor dem Abendmahl Herr, mein Heiland und mein Gott! In wenig Augen⸗ blicken trete ich zu deinem Tisch. Dir übergebe ich mein Herz, mein armes, schwaches und verwundetes Herz. Führe du es den Pfad des Heils, heut zum Altar und allezeit und allewege zu dir! Kräftige und befestige es in allem dir Wohlgefälligen. O daß dein Licht meine Schatten vertreibe und daß mein Herz willig und demütig sich dir, dem König der Ehren, öffnen möge, der es so gern und so liebevoll heimsuchen, trösten und heilen will. Ja, komm, Herr Jesu! Amen. 90 Gebete Nach dem Abendmahl 1. Herr Jesu Christe, ich danke dir, daß du mich durch die heilsame Gabe deines Leibes und Blutes von neuem meines Heils und deiner Gnade gewiß gemacht hast. Ich bitte dich, du wollest mir helfen durch deinen heiligen Geist, daß ich den Sünden und allem fleischlichen Wesen immer mehr absterbe und dir anhange in starkem Glauben und demütigem Gehor⸗ sam. Laß mich dein eigen sein in dieser Zeit, bis ich dich schauen darf in deiner Herrlichkeit. Amen. 2. Getreuer Gott und Vater! Von ganzem Herzen danhe ich dir für die Gemeinschaft mit meinem Heiland, die du mir im heiligen Abendmahl geschenkt hast. Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenom⸗ men, daß sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünde hinter dich zurück. Bewahre mich, lieber Vater, daß ich meinen Wandel führe in festem Glauben, in herzlicher Liebe, in großer Geduld, in treuem Gehorsam, in fröhlicher Hoffnung. And wenn meine Wallfahrt zu Ende geht, so laß mich eingehen zu der himmlischen Herrlichkeit. Amen. Für besondere Tage des häuslichen Lebens Gebet der Eltern am Verlobungstage ihrer Kinder Herr Gott, unser Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir bitten dich für unsere Kinder, die nun gemeinsam durch dies Leben wandern wollen. Du hast sie einander finden lassen; so laß sie immer völliger werden in der Liebe. Du hast sie ge⸗ segnet mit allerlei geistlichem und leiblichem Segen; nun hilf, daß eins dem andern mehr und mehr zum Segen werde. Du hast das Sehnen nach Glück und Freude in ihre Herzen gelegt; nun laß sie erfahren, wie reich das Leben ist für den, der nicht das Seine sucht, sondern das, was des andern ist. Laß ihnen Freud und Leid zum Besten dienen. Vereinige auch durch deinen Geist ihre Herzen im rechten seligmachenden Glauben und hilf, daß —.*. Hchete ulz treue Ihn mögen, wi uh Zesum Gebet de Allmüchtiger sß du unsere Hfühtt und dl Itten dich, du hie Ehe nach keler Gott, ij Iiebe immer h Iun in ihtem Wihtem Beste uf deine Bat Bege. Exhalte listlichen Gen dreue gegen d Ube. Laß sie goßen Ramer Hetr Gott, hum Hause un ils zusammen llihlich und m Nes Haus zu nd laß uns uin uich hm rechten ls ab, wenn uaoh deinem E si auch u Nund besehlen Zihte uns, w uht viiehlen Gebete ch durch die uem meines bitte dich daß ic den eht absterbe gem Gehor⸗ bis ich dich erzen danhe ie du mit im ost war mir ch angenom⸗ neine Sünde Hich meinen he, in großer 9. Und wenn ehen zu der ier biß ibet Erden, wi durch dies lassen: so hast sie h. umnn hilf, du de. Ou haf gelegt; uuh er nicht das ihnen Fteld Deinen Hei hif, di Gebete 9¹ sie als treue Glieder unserer evangelischen Kirche darauf bedacht sein mögen, wie eins das andere mit sich in den Himmel bringe durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Gebet der Eltern am Trauungstage ihrer Kinder Allmächtiger, gütiger Gott! Wir sagen dir Lob und Danh, daß du unsere Kinder nach deiner göttlichen Fügung zusammen⸗ geführt und durch herzliches Vertrauen verbunden hast. Wir bitten dich, du wollest ihnen deine Gnade schenken, daß sie ihre Ehe nach deinem Wort und Willen führen. Ziehe du, ge⸗ treuer Gott, in ihr Haus mit deinem Segen ein. Mache ihre Liebe immer herzlicher und fester. Laß ihnen alles, was ihnen nun in ihrem Ehestande nach deinem Willen begegnen soll, zu ihrem Besten dienen. Wir lassen unser Kind im Vertrauen auf deine Barmherzigheit ziehen und befehlen dir alle seine Wege. Erhalte sie beide, Mann und Frau, als Glieder deiner christlichen Gemeinde in der Beständigkeit des Glaubens, in der Treue gegen deine Gebote und in der Dankbarkeit für deine Liebe. Laß sie durch ihren Sinn und Wandel allezeit deinen großen Namen ehren und preisen in Christo Jesu. Amen. Bei dem Beginn des Ehestandes Herr Gott, himmlischer Vater, laß deinen Frieden auf un⸗ serm Hause ruhen und in unsern Herzen regieren und halte uns zusammen durch treue und reine Liebe. Gib uns dein Wort reichlich und mache unsere Herzen willig, es anzunehmen. Mache dies Haus zu deiner Wohnung. Segne unsern zeitlichen Beruf und laß uns auch des himmlischen treulich warten. Gib uns unser täglich Brot allezeit und sättige auch unsere Seelen mit dem rechten Lebensbrote. Ziehe deine Gnadenhand nicht von uns ab, wenn wir sündigen, sondern hilf uns wieder zurecht nach deinem Erbarmen. Willst du uns mit Kreuz heimsuchen, so sei auch unser Tröster in Not und Anfechtung. In deine Hand befehlen wir uns. Unsere Zeit steht in deinen Händen. Führe uns, wie du willst, nur daß wir des himmlischen Ziels nicht verfehlen. Amen. 92 Gebete Gebet christlicher Eheleute bei der Wiederkehr des Hochzeitstages Barmherziger, gnädiger Gott, lieber Bater! Du hast uns in ein christliches Hauswesen gestellt, daß wir nach deiner Ord⸗ nung darin leben sollen. Laß uns vor allen Dingen dein Wort liebhaben, daß wir unsern Ehestand in Ehrbarkeit führen und einen ehrlichen Namen haben. Laß unsere Kinder aufwachsen in deiner Zucht, in herzlicher Eintracht und wahrhaftigem Glauben. Sei mit allen Verwandten und Freunden unseres Hauses; gib Gnade und Treue allen, die uns dienen, und hilf uns, sie in christlicher Liebe zu leiten. Segne alle, die bei uns ein- und aus⸗ gehen; fördere unsere Arbeit und segne unser täglich Brot. Fasse uns alle zusammen in deiner Liebe und gib uns den Geist des Gebets, daß wir alle eins für das andere herzlich dich an⸗ rufen. Amen. Nach der Geburt eines KHindes Lieber Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir, daß du unser Haus gesegnet und uns ein Kindlein geschenkt hast. Du hast gnädig gewacht über der Mutter, hast sie bewahrt vor allerlei Schaden, sie getröstet und gestärkt in ihren schweren Stunden. Nun freuen wir uns und befehlen dir unser Kind in deine Vaterhände. Erhalte sein Leben und laß es gedeihen. Nimm es auf in deine heilige Kirche und hilf uns, es im rechten Glauben zu erziehen. Führe es treulich durch dieses Leben und laß es dereinst eingehen zur Herrlichkeit der Kinder Gottes in deinem Himmelreich. Dazu hilf, o Gott der Gnade, diesem Kindlein und uns allen durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen. Elterngebet am Morgen eines Tauftages Herr Zesu, wir danken dir, daß du uns und unser Kind⸗ lein diesen festlichen Tag hast erleben lassen. Wir freuen uns, daß wir dich als unsern Heiland kennen und auf dein Wort bauen dürfen: Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes. Wir wollen dir heute in der heiligen Taufe unser liebes Kind übergeben. In deiner Hut ist es wohl⸗ geborgen. Segne es mit den Gütern deines Himmelreiches. Ogbete ihre es auf sute und alle Hez, daß Wir uhter Chtisten Ium Afänger Uun ganzem 5 Iahe. Deine T E Batmherzige lulter Gnade! Uhristi, deines gen Taufe da Un wir dit v halte diesem d Reichtum solche Ihlallen, schenk her Kteuzesfah hen an dich ur Aur ewigen Se Herr Jesu sibes Patenhi Uchtes Gottest nuchsen zu de bendiges Glie Ihe es mit d Shuh deiner 2 lwige Freude! Slen Heit, da natte, in Wor mi beide mitei Gebet Ulmächtiger n vor dn 6 Gebete chzeitstages u hast uns deiner Ord⸗ dein Wort führen und swachsen in m Glauben. auses, gib ilf uns, sie in⸗ und aus⸗ Brot. Fasse N Geist des ch dich an⸗ en dir, daß chenkt haft, sie bewahrt en schweren unser Kind 2s gedeihen, Uns, es in durch dieses der Kindet Gott der sern Hernn unser Küb⸗ sreuen uuh, dein Won denn solch der Hilgt ii 5 unh mmelteiches —.. 2 Gebete 93 Führe es auf seinem Lebenswege an deiner Hand. Gib uns heute und allezeit den heiligen Ernst und die rechte Liebe ins Herz, daß wir an dem Kinde nichts versäumen, sondern in rechter Christenart für seinen Leib und seine Seele sorgen. Dir, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, vertrauen wir von ganzem Herzen. Dein Segen begleite uns am heutigen Tage. Deine Treue gehe mit uns bis zum seligen Ziel. Amen. Elterngebet am Abend eines Tauftages Barmherziger Gott und Vater, du hast unser Kindlein aus lauter Gnade heute zu deinem Kinde angenommen um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, willen und hast ihm in der hei⸗ ligen Taufe das Erbe aller Gotteskinder zugesagt. Dafür dan⸗ ken wir dir von Grund unserer Herzen und bitten dich: er⸗ halte diesem deinem Kinde durch deinen heiligen Geist den Reichtum solcher Gnade; laß es aufwachsen nach deinem Wohl⸗ gefallen, schenk ihm Kraft und Mut zu ritterlichem Streit unter der Kreuzesfahne Zesu Christi. Bewahre es in festem Glau⸗ ben an dich und führe es einst mit all deinen Auserwählten zur ewigen Seligkeit. Amen. Patengebet Herr Jesu Christe, du Erlöser aller Menschen, dir sei mein liebes Patenkind befohlen mit Leib und Seele. Laß es als rechtes Gotteskind und als Erben des Himmelreichs heran⸗ wachsen zu deines Vaters Dienst und Ehre. Erhalte es als lebendiges Glied deiner Gemeinde, erleuchte es mit deinem Geist, segne es mit dem Reichtum deiner Gaben, behüte es mit dem Schutz deiner Allmacht und schenke ihm hier Frieden und einst ewige Freude in deiner Herrlichkeit. Gib auch mir deinen hei⸗ ligen Geist, daß ich meines Amtes an meinem Patenkinde recht warte, in Wort und Wandel ihm ein Vorbild werde, also daß wir beide miteinander nachfolgen deinen Fußstapfen. Amen. Gebet einer Wöchnerin beim ersten Kirchgang Allmächtiger, großer und starker Gott, ich komme mit Freu⸗ den vor dein heiliges Angesicht, und meine Seele lobt dich für 9⁴ Gebete alle deine Wohltaten, womit du mich begnadigt hast. Du hiel⸗ test mich, da ich sinken wollte; du erquichtest mich, da ich schwach war; du stärktest mich, als meine Kräfte dahin waren. Du hast alles wohlgemacht und herrlich hinausgeführt und hast mich und mein Kindlein lebendig und gesund erhalten bis auf diesen Augenblick. Laß auch fernerhin deine Barmherzigkeit groß an mir werden; nimm mich in deinen väterlichen Schutz; segne das Kind, das du mir anvertraut hast, daß es aufwachse zu deiner Ehre, zu seinem Heil und zu unserer Freude; behüte und segne — meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigheit. men. Gebet der Eltern für ihre Kinder Herr Gott, unser Vater, du Schöpfer und Erhalter alles Lebens, wir danken dir von Herzen für die Kinder, die du uns gegeben hast, und bitten dich, erfülle durch deinen heiligen Geist ihre Herzen mit der wahren Gottesfurcht, die der An⸗ fang aller Weisheit ist. Hilf, daß sie dich und den du gesandt hast, Zesum Christum, unsern Herrn, erkennen und im wahren, seligmachenden Glauben bis ans Ende beharren. Laß sie wachsen und zunehmen an Alter und Gnade bei dir und den Menschen. Erweche in ihren Herzen die Liebe zu deinem Wort, mache sie zu lebendigen Gliedern unserer evangelischen Kirche, lehre du selbst sie wachen und beten, ritterlich kämpfen, alle Anfechtun⸗ gen des Bösen überwinden, sich selbst in Zucht halten und auch ihren Nächsten alles Gute zu jeder Zeit erzeigen. Gib, daß wir Freude an ihnen erleben, und laß nicht zu, daß sie dem Christennamen, den sie tragen, Schande machen. Du hast sie berufen zu deiner Herrlichkeit in Christo Zesu; so erhalte sie in deiner Gnade und nimm sie endlich auf in dein Himmelreich. Amen. Gebet des hinterbliebenen Ehegatten für seine Kinder Mein Herr und Gott! Du hast nach deinem Rat und Willen den lieben Gefährten meines Lebens in die Ewigheit gerufen, mich einsam gemacht und die Sorge für unsere Kinder auf mich allein gelegt. Nun stehe du mir bei mit deinem Trost und deiner Kraft. Hebete 3 danthe ugener Zeit 9o ich deiner Iun mir abzie ss, und bef Waisen und!? lih. 50 mir, 3 Haben, Lehte Segen auf ih Ind deinen W Gib, daß! loch böse Tag Geduld un sih die Krone henen, die die Gebet Hert Gott, ih heute dein Iir für dein ehitet has. hu heiligen& Durh dein 2 Dctet bist. R tuiger Gott, Iun, Wanhel W Unl itzen niffü llle.— Handigem Gle uß nein He Alnen Segens Herr Gott Due Barmh Gebete . Du hil⸗ ich scwach n. Du hast hast mich auf diesen it groß an segne das e zu deiner e und segne Ewigheit. galter alles der, die du en heiligen ie der An⸗ du gesandt im wahren, sie wachsen Menschen. „ Mache sie e, lehre du Anfechtun⸗ halten und . Gib, daß aß sie dem Ou hast sie“ erhalte si. himmelteich Kindet und Willen eit geülfen. Kinder al inem Tros Gebete 9⁵ Ich danke dir für alle Wohltat, die du mir in nun ver⸗ gangener Zeit erwiesen hast, und bitte dich, du wollest jetzt, wo ich deiner Hilfe mehr als je bedarf, deine Hand nicht von mir abziehen. Gib mir Kraft zu tragen, was du mir auf⸗ legst, und befreie mich von murrenden Gedanken. Du behütest Waisen und Witwen, darum werfe ich alle meine Sorge auf dich. Hilf mir, Jesu nachzufolgen in einem reinen und gottseligen Leben. Lehre mich, meine Kinder recht zu erziehen, laß deinen Segen auf ihnen ruhen, daß sie zu deinem Wort sich halten und deinen Willen tun mit Freuden. Gib, daß weder Reichtum noch Armut, weder gute Tage noch böse Tage uns von deiner Liebe scheiden, und hilf, daß wir in Geduld und rechtschaffenem Glauben beharren, bis wir end⸗ lich die Krone des Lebens empfangen, welche du verheißen hast denen, die dich lieben. Amen. Gebet eines Konfirmanden vor der Einsegnung Herr Gott, himmlischer Vater! Mit dankbarem Herzen nahe ich heute deinem Altar, um dir Treue zu geloben. Ich danke dir für dein Erbarmen, mit dem du mich bisher geleitet und behütet hast. Durch meinen Heiland hast du mich erlöst. In der heiligen Taufe hast du mich zu deinem Kinde angenommen. Durch dein Wort hast du mich gelehrt, daß du mein lieber Bater bist. Nun weiß ich, an wen ich glaube. So hilf mir, du ewiger Gott, mit Kraft aus der Höhe, nimm von mir Leicht⸗ sinn, Wankelmut und Unbeständigkeit, treib aus Torheit und Eitelkeit, Unlauterkeit und Trotz und alles, was dir an meinem Herzen mißfällt, und schütze mich vor allem Straucheln und Fallen. Lehre mich immer besser, in heiligem Ernst und be⸗ ständigem Glauben dein Eigentum zu werden, und schenhe mir, daß mein Herz fest werde. Dazu laß mir den heutigen Tag einen Segenstag werden für Zeit und Ewigkeit. Amen. Am Geburtstage Herr Gott, Schöpfer und Erhalter meines Lebens, groß ist deine Barmherzigkeit und Treue, die mich heute wieder meinen 96 Gebete Geburtstag erleben läßt. Bis hierher hast du mir geholfen, mich vor allem Übel gnädig behütet und mich väterlich gesegnet. Hab Dank dafür, lieber Vater im Himmel. Ich bitte dich, vergib mir um Zesu, meines Heilandes willen alles, womit ich dich im vergangenen Lebensjahr betrübt habe. Hilf mir, nach deinen Geboten zu leben. Steh mir bei in meiner Schwachheit, daß ich nicht zuschanden werde, auch wenn dies Jahr mir nach deinem Rat Schweres zu tragen gibt. Laß alles, was du mir schichst, mir zum Segen werden. Vater, dein Wille geschehe. Dir vertraue ich, du wirst es gewiß wohl mit mir machen. Amen. Auf einer Reise Allgegenwärtiger Gott, du bist allen deinen Geschöpfen nahe; du bist auch auf allen meinen Wegen meine Zuversicht und Zuflucht. Schütze mich auf dieser Reise vor Gefahr und Un⸗ glück. Regiere du mich, daß ich mein Herz nicht an die Zer⸗ streuungen dieser Welt hänge oder leichtfertig wider dich sün⸗ dige. Deine Werke sind groß und herrlich; laß mich jede frohe Stunde dankbar hinnehmen, segne all mein Tun und Ruhn. Laß es mir täglich mehr zur Gewißheit werden, daß ich hier nur ein Pilger bin und daß jeder Tag irdischer Wallfahrt mich dem Ziele der Ewigkeit näher bringt. Amen. Für Seefahrt Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, Herr des Him⸗ mels und der Erde, du hast uns bis hierher gnädig geführt. Dein Pfad ist auch in großen Wassern. Darum fürchten wir uns nicht. Wir wissen, daß nur ein Schritt zwischen uns und dem Tode ist. So gedenke unser nicht nach unsern Sünden und wirf unsere Missetaten in die Tiefe des Meeres. Segne auch weiter unsere Fahrt; und wenn die Wasserwogen ihr Haupt erheben und die Stürme brausen, laß uns gedenken, daß du größer bist in der Höhe. Komm zu uns, Herr Zesu, wie einst zu deinen Jüngern und laß uns über den Tiefen des Meeres deine Stimme hören: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! Hehete 60 halte 3 nohte unser eben, unsere Begen. Laß unsere Hhupohlen fein, Lenn es aber Hhschlossen haf Hringe uns al und laß uns Hlsinn der W. Osist. Amen. Ewiger, ba AUhsere Zufluc Aunmmitf uns n Hhnnn bei dir Uuden, mit de Aette uns um uh lieben, a Mser schwach licht des Glal Du wirst uns helassen noch Hett, was luch nicht me sennst es: me ost so trozig in seiner tief Dleib du mir ih genurtt od Hillchen Rat mit an Stelle Mit Gedanher leber Gott, Iul Auf dic Gebete blfen, mich gesegnet. des willen tübt habe. lit bei in auch wenn hibt. Laß N. Vater, ewiß wohl pen nahe; rsicht und und Un⸗ die Zer⸗ dich sün⸗ jede frohe nd Ruhn. ich hier Wallfahtt Gebete So halte uns unsträflich an Leib, Seele und Geist. Be⸗ wahre unser Herz vor argen Gedanhen, unsere Zunge vor bösen Reden, unsere Hand vor Frevel und unsern Fuß vor sündlichen Wegen. Laß unsere Lieben in der Heimat deinem göttlichen Schutz befohlen sein, daß wir sie gesund und fröhlich wiedersehen. Wenn es aber nicht sein soll und du in deinem Rat es anders beschlossen hast, so laß uns sie wiederfinden vor deinem Thron. Bringe uns alle durch die Todesfluten zum Ufer der Ewigkeit und laß uns die Heimat finden, die du bereitet hast vom An⸗ beginn der Welt. Erhöre uns, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. In Not und Trübsal Ewiger, barmherziger Gott und Vater! Zu dir nehmen wir unsere Zuflucht in unserer Not. Höre auf unser Flehen und verwirf uns nicht von deinem Angesicht. Wir hoffen auf dich: denn bei dir ist viel Gnade und Vergebung. Lindre du die Leiden, mit denen du uns heimgesucht hast. Tröste, stärke, er⸗ rette uns um Jesu Christi willen. Wir wissen, daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Aber du kennst unser schwaches, trotziges und verzagtes Herz. Entziehe uns nicht des Glaubens Trost. Dir befehlen wir alle unsere Wege. Du wirst uns nicht ewig in Unruhe lassen; du wirst uns nicht verlassen noch versäumen. Amen. In schwerer Anfechtung Herr, was hein Mensch sieht, du weißt es; was niemand. auch nicht meine Liebsten und Rächsten, mir nachfühlen, du kennst es: mein großes Leid. Mein Herz, das in guten Tagen oft so trotzig und sicher war, ist verzagt und verblutet sich fast an seiner tiefen Wunde. Herr, ich wandre im finstern Tale. Bleib du mir zur Seite, daß ich nicht gleite und falle. Wenn ich gemurrt oder geklagt habe wider das, was doch nach deinem göttlichen Rat mit mir geschieht, so vergib mir gnädig und gib mir an Stelle alles Zweifels die selige Gewißheit, daß du über mir Gedanhen des Friedens hast und nicht des Leides. Du lieber Gott, sei du allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Auf dich will ich mich ganz verlassen und diese schweren 78 Gebete Zeiten hinnehmen als ein Mittel deiner Weisheit und Zucht, mich zu festigen in meinem Vertrauen zu dir, mich zu bewähren als einen rechten Christen und Zünger dessen, der sein Kreuz für uns getragen hat. Herr, habe ich gefehlt und damit diese Seelenangst herbeigeführt, so vergib es mir; sind aber andere schuld an dem, was ich leiden muß, dann sei ihnen gnädig und hilf den Irrenden zurecht. Ich weiß, wenn deine Stunde kommt, wirst du mich wieder erhöhen. Herr, erbarme dich meiner um Jesu Christi willen. Amen. Bei großem Ungewitter Großer, gewaltiger Gott, Sturmwind und Feuerflammen müssen dir dienen, du sendest deinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. Wir sind nichts vor dir und müssen vergehen vor deinem Dräuen. Die Grundfesten der Erde beben vor deinem Zorn. Herr, gedenke nicht an unsere Missetat und vertilge uns nicht in deinem Wetter; bewahre du selbst uns Leib und Seele, Weib und Kind, Freund und Nachbar, Haus und Hof, Feld und Frucht, Dorf und Stadt. Nimm von uns Kleinmut, Angst und Zagen. Stärke uns die selige Gewißheit, daß uns nichts aus deiner Hand reißen kann, es sei das Leben oder der Tod. Das hilf uns durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Nach dem Unwetter 1. Barmherziger, ewiger Gott, du bist in Sturm und Wetter gnädig an uns vorübergegangen. Haus und Hof, Feld und Flur hast du verschont. Nun hilf uns, daß wir besser als bisher dir danken und getroster deiner Führung uns ergeben. Dein sind wir, du wirst alles wohlmachen. Amen. 2. Gott, du Allmächtiger und allein Weiser, du hast uns durch das Anwetter schwer heimgesucht; aber wir wissen, daß Blitz und Donner, Feuer und Wasser, Hagel und Ungewitter deinen Befehl ausrichten müssen. Wir haben wohl verdient, daß du uns Schweres auflegst. Wir beugen uns unter deinen heiligen Willen, aber wir bitten dich, verschließ uns nicht dein Baterherz. Wende alles zu unserm Heil und erfreue uns wieder nach allem Unglüch mit deiner Wunderhilfe. Amen. Hebete Hebete 1. Spr Ih, du Hett, Hur, sei nicht Min Gott, we Nun, Hert, u Pfalm 39, 8 c glaube, lie Hert, so du wi Helle du mich. mir geholfen gre mein G schweige nit dein Pilgri Palm 39, 1 Uis der Tiese Daln 130. Holt, sei mit e Das nagt deit daß wit so 5 9 bu wilst, Pfalm 130, D.s Zerstoßene menden Doc Aun dit it die: Ds Blut Zes von aller S. Gebete mnd Zucht, bewühren ein Kreuz amit diese Her andere nädig und de hommt, neiner um erflammen Hagel und gehen vor or deinem ertilge uns und Seele, „Felhund Angst und nichts aus Tod. Das en. nd Wetter haft un⸗ issen, daß verdient let deiten nicht den 6 Viedet ngewitter Gebete 99 Gebete für Kranke und Sterbende 1. Sprüche aus Gottes Wort für Kranke Kurze Seufzer Ach, du Herr, wie lange! Psalm 6, 4. Herr, sei nicht ferne; eile, mir zu helfen. Psalm 22, 20. Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Psalm 22, 2. Run, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Psalm 39, 8. Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben. Marh. 9, 24. Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Matth. 8, 2. Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. Jerem. 17, 14. Höre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien und schweige nicht über meinen Tränen; denn ich bin beides, dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter. Psalm 39, 13. Demütigung vor Gott Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir, Herr, höre meine Stimme. Psalm 130. 1. 2. Gott, sei mir Sünder gnädig. Luk. 18, 13. Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen. Psalm 90, 7. So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Psalm 130, 3. Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glim⸗ menden Docht wird er nicht auslöschen. Zes. 42, 3. Bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Psalm 130, 4. Trost des Glaubens Das Blut Zesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde. 1. Joh. 1, 7. 56 100 Gebete Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. ZJes. 53, 4. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten. Psalm 103, 13. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus, Gott ist unsere Zuversicht. Psalm 62, 9. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mirꝰ Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Psalm 42, 12. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn hoffen. Klagel. 3, 26. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermö⸗ genden. Die Knaben werden müde und matt, und die Jüng⸗ linge fallen. Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden. ZJes. 40, 29—31. Welchen der Herr lieb hat, den züchtigt er. Hebr. 12, 6. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nach⸗ dem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfan⸗ gen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn liebhaben. Jah. 1, 12. Ob unser äußerlicher Mensch verdirbt, so wird doch der inner⸗ liche von Tag zu Tag erneuert. 2. Kor. 4, 16. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16. Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Röm. 8, 28. Ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbaret werden. Röm. 8, 18. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Ps. 126, 5. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zu⸗ künftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Kre⸗ atur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo ZJesu ist, unserm Herrn. Röm. 8, 38. 39. Gebete 30 weiß daß Es Wird gesäet 1. Kot. 15, ö Die Meine Gedanh sind nicht m der Himmel Wege höher eure Gedanh Ich weiß wohl der Herr, n Leides. Ier Ich bin der H. Ich habe dich großer Bart Mgesicht im borgen; abe barmen. Ze Fürchte dichei bei deinem Ich will dich! 0 will euch t 30 habe dich gezogen aus Es sollen woht Guabe solt Friedens st barner. Ze Die Konnet her ich will euch Selig sind, die Ratth. 9„4 daß sie nd nicht 6. nnach⸗ empfan⸗ ebhaben. r inner⸗ ebotnen verloten . ige zum klichheit . 8, l5. 120 5. el noch ch du⸗ ke Kte⸗ Christo Gebete 10¹ Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Hiob 19, 25. Es wird gesäet in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. 1. Kor. 15, 43. Die väterliche Stimme Gottes Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern so viel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken. Jes. 55, 8. 9. Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr, nämlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides. ZJer. 29, 11. Ich bin der Herr, dein Arzt. 2. Mose 15, 26. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblich des Zorns ein wenig vor dir ver⸗ borgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner er⸗ barmen. Jes. 54, 7. 8. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Zes. 43, 1. Ich will dich nicht verlassen noch versäumen. Hebr. 13, 5. Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Jes. 66, 13. Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jer. 31, 3. Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Er⸗ barmer. Zes. 54, 10. Die Gnadenstimme Jesu Christi Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquichen. Matth. 11, 28. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Matth. 5, 4. 56* 102 Gebete Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Matth. 9, 2. Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Joh. 7, 37. Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2. Kor. 12, 9. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offenb. 2, 10. Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig. Matth. 24, 13. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt; euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Zoh. 14, 27. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Joh. 11, 25. 20. In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Joh. 14, 2. Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast. Joh. 17, 24. Auch können folgende Abschnitte der Heiligen Schrift von dem Kranken gelesen oder ihm vorgelesen werden: 1. Petr. 5, 6—11. Psalm 130. 25. 42. 73. 91. Klagel. 3, 22—42. Röm. 8, 18—27; 28—-39. Psalm 126. 121. Offenb. 7, 9—17. Lieder: Nr. 140. 229. 214 Auf dem Krankenbett 1. Gnädiger und allmächtiger Gott! Im Namen meines Herrn und Heilandes schaue ich zu dir auf. Du hast mich bisher am Leben erhalten. Laß dich auch fernerhin an mir nicht un⸗ bezeugt. Sei du mein Arzt und Helfer. Leib und Seele befehle ich in deine Hände. Bewahre mich vor Murren und Ungeduld. —— —— uauume Gebete Rulf mit vol Nut auf. Se meine Sorge Amen. 2. Allmäch sagt denen, d Zesum Christ du mich armer so schenke be Leibe erfahre Leben bald e Rur sei mit nahe. Mich Zuversicht, da daß du mein meinen Heilat 3. Mein 6 Treiben des! auf das Kran heihest mich mein Leben Ewigheit ist. keit mit hint Hilige du, dieser Zit au Fi Herr, unse Nenschenhils Kranben,der Gehete Gebete 103 bergeben. Hilf mir von meinen Schmerzen. Richte mir den sinkenden Mut auf. Sei du meine Kraft und meines Lebens Licht. Alle 7.7. meine Sorge werfe ich auf dich, du wirst es wohlmachen. ist in den Amen. die Welt 2. Allmächtiger Gott und Herr! Du hast Errettung zuge⸗ sagt denen, die in Not zu dir rufen. So schreie ich zu dir durch es Lebenz Jesum Christum, deinen lieben Sohn, verlaß mich nicht. Willst du mich armen, sündigen Menschen hier auf Erden noch brauchen, so schenke bald Genesung, daß ich deine Macht an meinem Mith. Leibe erfahre und deine Güte preise. Willst du aber meinem Leben bald ein Ziel setzen, so geschehe dein gnädiger Wille. ich. Nicht Nur sei mit deinem Troste und deiner Hilfe meinen Lieben reche nicht nahe. Mich aber mache immer fester im Glauben und in der Zuversicht, daß nichts mich scheiden kann von deiner Liebe, und ich glaubt daß du meine Seele zu dir ziehen wirst in dein Reich durch lebet und meinen Heiland Jesum Christum. Amen. Joh. Il 3. Mein Gott, du hast mich aus meiner Arbeit und allem 11.2 Treiben des Alltags herausgerissen und mich niedergeworfen 725 auf das Krankenbett. Du hast mich besonders genommen und heißest mich bedenken, daß wir sterben müssen und daß auch mein Leben wie nichts ist vor dir. So zeige mir, wie selig die Ewigkeit ist. Laß mich keine unvergebene Schuld in die Ewig⸗ ichrift von keit mit hinübernehmen. Entziehe mir nicht deine Gnade. Heilige du, Herr, Geist, Seele und Leib und bereite mich in dieser Zeit auf ein seliges Ende. Amen. en, die du die du mit 126. Jl. Fürbitte für einen Kranken Herr, unser Gott, du erhörst Gebet und kannst helfen, wo Menschenhilfe nichts vermag. Siehe in Gnaden auf diesen Kranken, der uns lieb ist. Tröste ihn mit deiner Vergebung. en meilts Herr, ist es möglich, so mache ihn gesund. Segne den Rat nich biht des Arztes und unsere Pflege. Sprich ein Wort, so wird er sicht y⸗ genesen. Doch, Herr, wie du willst. Wir wollen zu dir halten, ble Heschi auch wenn du unsere Bitte versagst. Hilf uns stille werden und Mgedub. dir fest vertrauen durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 104 Gebete Für ein krankes Kind Getreuer Gott, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, blicke gnädig herab auf uns und unser liebes Kind, das krank darniederliegt. Du hast dieses Leiden ihm auferlegt; hilf es ihm auch tragen; lindere seine Schmerzen und nimm von uns die Angst, die uns niederdrückt. Verleihe unserm Kinde wieder Kraft und Ge⸗ sundheit, so wollen wir dich loben für deine Treue und Gnade. Erhöre unsere heiße Bitte, barmherziger Gott. Doch nicht wie wir wollen, sondern wie du willst. Stärke unsern Glauben, daß wir aus deinen Händen alles demütig hinnehmen. Es ist ja dein Kind, o Vater, du hast es in der heiligen Taufe an⸗ genommen, und deine Liebe ist größer als die unsere; du weißt es besser, was ihm gut und heilsam ist. So wollen wir dies Kind an dein Herz und in deine Hände legen; da ist es wohl geborgen in Zeit und Ewigheit. Herr, wir trauen auf dich, laß uns nicht zuschanden werden; hilf uns um Jesu Christi willen. Amen. Psalm 145, 15—21. Morgengebet eines Kranken Herr Gott, himmlischer Vater, nun der Tag anbricht, komme ich vor den Thron deiner Gnade, dir zu danken, daß du mich das Licht der Sonne wieder schauen lässest. Laß es nun auch wieder licht werden in meinem Herzen. Du warst mein Schutz und Schirm in der vergangenen Nacht; du hast mich bewahrt vor dem Argen, daß der böse Feind keine Macht über mich ge⸗ wonnen hat. Du hast mir geholfen, Glauben zu halten, daß ich in meiner Not nicht zuschanden geworden bin. Von Herzen danke ich dir für diese deine unaussprechliche Güte und Treue. Stehe mir auch am heutigen Tage bei, daß ich nicht schwach werde. Gib mir, was ich brauche: Kraft und Geduld, mein Leiden willig zu tragen, solange es dir gefällt. Ich weiß es wohl, du hast mich durch mein Leiden herausgenommen aus der Unruhe des alltäglichen Lebens, um in der Stille mit mir zu reden. O, so gib mir nun auch offene Ohren und ein emp⸗ fängliches Herz, daß ich nicht nur deine Stimme höre, sondern auch gern deinen Willen tue. Herr, du treuer Gott, sprich mir — — Gebete Mut zu, wenn lieger tröste l Leiden und S Erlöser, nit2 zes erfahre u mein Gott un Doch mache e Lob verhündig A Herr, du b habe ich nun! meines Herze ich deinen Na und dich durch mit ins Geric gestorben. O, Augen sich zu finster wird ri lichen Zufälle Teufels. Lind deinem hranhe wem sollte ic vor wem sollte Christe, du m. Herz. Heiliger von mir. Se— Glauben undet nüge zu Ehr mich und behü nan und und sei uns gy Frieden. 80 Erdenleben, d jehete Gebete 10⁵ Mut zu, wenn ich verzagt werde; stärke mich, daß ich nicht er⸗ liege; tröste mich in meiner Traurigkeit. Laß mich auch dein vns Leiden und Sterben, Herr Jesu Christe, du mein Heiland und Krob Erlöser, mit Fleiß betrachten, daß ich den Segen deines Kreu⸗ Du ů zes erfahre und bewahrt bleibe vor Verzweiflung. Herr, du ran. ö mein Gott und Heiland, siehe, hier bin ich, mache mich gesund! en-ü( Doch mache es mit mir, wie es dir gefällt. So will ich dein Huin Lob verkündigen in Ewigkeit. Amen. annn Abendgebet eines Kranken Es ist Herr, du barmherziger Gott und Vater, auch diesen Tag ufe an⸗ habe ich nun wieder überlebt. Dafür danke ich dir von Grund u weißt meines Herzens. Du hast mir beigestanden. Darum preise vit dies ich deinen Namen. Vergib mir, wo ich ungeduldig gewesen bin 25 Wohl und dich durch meinen Kleinmut betrübt habe. Gehe nicht mit dich, laß mir ins Gericht! Dein lieber Sohn ist ja doch auch für mich willen. gestorben. O, so laß mich Frieden finden in ihm, ehe meine Augen sich zum Schlummer schließen. Bleibe bei mir, nun es finster wird rings um mich her. Wende ab von mir alle schäd⸗ lichen Zufälle. Halte fern von mir alle Anfechtungen des Teufels. Lindere meine Schmerzen. Lieber Vater, bleibe bei deinem kranken Kinde. Du bist mein Licht und mein Heil, vor bomme wem sollte ich mich fürchten? Du bist meines Lebens Kraft, du nio vor wem sollte mir grauen? Glanz der Gerechtigkeit, Herr Jesu un auoh. Christe, du mein Heiland, gehe auf vor mir und erleuchte mein Scuh Herz. Heiliger Geist, du Tröster der Betrübten, weiche nicht bewahtt von mir. Sei mein Beistand in der Not, gib mir rechten mich ge⸗ Glauben und viel Geduld, daß ich mein Kreuz und Leiden tragen daß ich möge zu Ehren meines Gottes und Heilandes. Herr, segne Hen mich und behüte mich samt all den Meinen. Sei nahe allen Traue. Kranken und Sterbenden. Laß dein Antlitz leuchten über uns schhah— und sei uns gnädig, erhebe dein Angesicht über uns und gib uns b. min Frieden. Soll aber diese Nacht die letzte für mich sein in diesem Erdenleben, dann nimm mich auf in dein ewiges Reich. Amen. Dankgebet nach der Genesung Herr, mein Gott und Vater, wie soll ich dir danken für das, was du an mir getan hast! Was bist du für ein starker, mäch⸗ 106 Gebete tiger Gott, bei dem kein Ding unmöglich ist, aber auch ein gütiger Gott, dessen Barmherzigkeit kein Ende hat. Du hast die Kräfte meines Leibes wunderbar gehoben und mein Ge⸗ müt mit neuer Zuversicht und Freudigkeit erfüllt. Ja du, du bist der Herr, und außer dir ist kein Heiland. Gib, daß ich nie vergesse, wieviel Dank ich dir schulde, und hilf mir, ihn zu be⸗ weisen in treuem, reinem Dienst. Den vielen aber, die noch unter der Last der Krankheit seufzen, erweise dich auch als der heilbringende Brunnquell aller Barmherzigkeit. Laß deine Güte und Treue allewege sie und mich behüten, auf daß meine Seele dir danke in Ewigkeit. Amen. Auf dem Sterbelager Frommer und getreuer Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, verlaß mich nicht in meiner letzten Not; laß mich aus dem Dunkel dieser Stunde zu dir kommen und zu deinem Lichte. Sei mir nahe, wenn der Tod kommt, stehe mir bei, errette mich aus der Hand des Feindes und erhalte mich in unverzagtem Vertrauen auf deine große Barmherzigheit. Laß das letzte Wort deines lieben Sohnes auch mein letztes Wort sein: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so erhöre mein letztes Seufzen. Amen. In Todesnöten Ach Herr, mein Gott, sei du mit mir. Gott, hilf mir kämp⸗ fen und überwinden. Verlaß mich nicht in meiner letzten Not. Geleite mich durchs finstre Tal. Steh du mir bei an der Pforte der Ewigkeit. Du hast das Leben mir geschenkt. Herr Gott, nimm es in deine treuen Hände. Du hast der Sünde Sold, den Tod, zunichte gemacht durch deines Sohnes Tod. Herr, so schenke auch mir im Tode Leben in Ewigkeit. Amen. Fürͤitte für einen Sterbenden Heiliger, barmherziger Gott! Siehe in Gnaden unsern lieben Kranken an, der mit dem Tode ringt. Erbarme dich über ihn Gebete in seiner Angs Auch für dies⸗ für ihn hast! Todeshampf, heilsamster Ti durchdringen; Kurze Se 1. Barmhe und in meine Gott und Va O Resu, ble Tag meines L Heiliger Ge Amen. 2. Herr Jes ich tot und lel 3. Wie der meine Seele, ich nichts nad Seele verschm. zens Trost un du ein Licht. Um meines 9 erbarne dich n 4. Dennoch meiner rechte mimmst mich Du bist ne mein Heil, v riste nich nit alle Anfechtun Lebens. Amen jebete uch ein hu hast W Ge⸗ du, du ich nie zu be⸗ ie noch als der ne Güte —e Seele tn Jesu nich aus u Lichte. ette mich rzagtem te Wott ater, in cht mehr Pforte I Gott, Gebete 10⁷ in seiner Angst. Sei ihm gnädig im Gericht. Herr Jesu Christe! Auch für diesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn hast du mit dem Tode gerungen. Stehe ihm bei im Todeskampf, hilf ihm überwinden. Heiliger Geist, du aller⸗ heilsamster Tröster, sei ihm Trost in seiner Not. Hilf ihm hin⸗ durchdringen zum ewegen Leben. Amen. Kurze Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen 1. Barmherziger, getreuer Gott, hilf mir in diesem Leiden und in meiner Todesstunde. Du bist allezeit mein gnädiger Gott und Vater gewesen; sei es auch jetzt. O Zesu, bleibe bei mir, denn es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneigt. 2 Heiliger Geist, erleuchte mich und führe mich ins ewige Leben. men. 2. Herr Zesu, dir leb ich, Herr ZJesu, dir sterb ich, dein bin ich tot und lebendig. Mache mich selig, o Jesu! Amen. 3. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Ob mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Her⸗ zens Trost und mein Teil. Wenn es dunkel um mich wird, sei du mein Licht. Wenn mein Herz stille steht, sei du mein Leben. Um meines Heilandes willen, der für mich am Kreuze starb, erbarme dich meiner. Amen. 4. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Du bist mein einiger Trost im Leben und im Sterben; Herr, mein Heil, verlaß mich nicht. Laß mich deine Nähe fühlen, rüste mich mit deiner Kraft. Hilf, daß ich ritterlich kämpfe und alle Anfechtungen überwinde. Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens. Amen. 108 Gehete Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stechen und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mir aus⸗ helfen zu seinem himmlischen Reich. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, Herr! Mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe! Psalm 38, 22. 23. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Apostelgesch. 7, 58. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Röm. 14, 8. Der Herr behüte dich vor allem Übel; er behüte deine Seele. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Psalm 121, 7. 8. Einsegnung eines Sterbenden, der in den letzten Zügen liegt Es segne dich Gott der Vater, der dich nach seinem Eben⸗ bild geschaffen hat und der dich geführt hat auf allen Wegen deines Lebens. Es geleite dich ZJesus Christus, der auch für dich gelitten hat und in den Tod gegangen ist, der auch auferstanden ist und ist erhöht zur Rechten des Vaters. Er führe dich durch das dunhle Tor des Todes ins ewige Vaterland. Es tröste dich der heilige Geist, der dich zu Gottes Tempel bereitet und ge⸗ heiligt hat. Zieh hin in Frieden. Amen. i!i Gebete We Herr, allmi Entschlafenen Christi willen Scar deiner; sten Tage und willen. Tröste uns alle lerner Uns beizeiten b zieh uns alle i ewiglich. Ame Kranhen⸗un Röm. 5, 1— 5—I. Liedet: R Von Ver Pfalm 6. 23. 2. Kön. N, Lub. Il, Luh. 18, 1— Lieder: R Vom Math. d. Matth, 9,2 Jch. 5, 1—1 Lieder g jehete Hen nglüch; mich. Phil. dich bei it aus⸗ ie Welt itl Eile, . her vom ast mich ben wir ind wit Seele. nun an Gebete 109 Wenn der Kranke entschlafen ist Herr, allmächtiger Gott und Vater, verleihe unserm lieben Entschlafenen die ewige Ruhe um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen; laß ihm leuchten dein Licht und nimm ihn auf zur Schar deiner Heiligen und Seligen; erweche ihn auch am jüng⸗ sten Tage und gib ihm die ewige Herrlichkeit um deines Ramens willen. Tröste du alle durch diesen Tod Betrübten. Laß uns alle lernen, daß wir auch einmal sterben müssen, damit wir uns beizeiten bereiten mögen. Erhöre uns, Herr, unser Gott, und zieh uns alle in dein Himmelreich, wo du der Deinen Gott bist ewiglich. Amen. Zeremia 29, 11—14. Kranhen⸗ und Sterbetrost aus Bibel und Gesangbuch Vom Segen des Leidens Röm. 5, 1—5. 2. Kor. 4, 7—18. Jak. 1, 2—12. Hebr. 12, 5—11. Lieder: RNr. 233. 340. 435. Vom Bertrauen auf Gott und des Gebetes Kraft Psalm 6. 23. 25. 39. 71. 77. 90. 91. 116. Zes. 38. 2. Kön. 20, 1—11: Hiskias Krankheit und Gebet. Luk. 11, 1—13: Anhalten am Gebet. Luk. 18, 1—8: Anhalten am Gebet. Lieder: Rr. 212. 218. 221. 239. 463. Vom Trost und der Hilfe des Herrn Matth. 8, 1—13: Der Hauptmann. Matth. 9, 27—33: Der Blinde. Joh. 5, 1—16: Der 38jährige Kranke. Lieder: Nr. 39. 42. 215. 222. 110 Gebete Christus der Sünderheiland Matth. 9, 1—8: Der Gichtbrüchige. Luk. 7, 36—50: Die Sünderin. Luk. 15: Das verlorene Schaf usw. Luk. 23, 39—43: Der Schächer. Zes. 53: Das Lamm Gottes. ö Ind Auft Lieder: Nr. 41. 141. 147. 151. 156. 203. Herrn I ö Von der Geduld und Ergebung im Leiden Matth. 11, 28—30. Klagel. 3, 17—33. Matth. 26. 27. Mark. nack 14. 15. Luk. 22. 23. Joh. 17. 18. 19. Lieder: Nr. 45. 47. 213. 219. 227. 235. 358. Sehnsucht nach oben 2. Kor. 5, 1—10. Phil. 3, 12—21. Lieder: Nr. 304. 312. 313. 314. 316. 323. 329. In tiefster Angst und Not Psalm 6. 22. 42. 88. 130. ö Matth. 26, 36—46: Gethsemane. Gath. Joh. 16, 31—33: Ich bin nicht allein. ö 4 Lieder: Nr. 45, B. 9 u. 10. 211. 216. 229, V. 1. 461. 4 Sehps Tage Trost der Auferstehung zaius war, det Hiob 19, 1—29: Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. den Toten. D Matth. 9, 18—26: ZJairi Töchterlein. Simons, des A Luk. 7, 11—16: Der ZJüngling zu Nain. war deren einer Zoh. 11: Lazarus. ein Pund Salt 1. Kor. 15. Joh. 5, 24—29. 1. Thess. 4, 13—18. ihrem Haare sei Lieder: Rr. 327. 337. der Salbe. Ind lchen Mudem Bereitung aufs Sterben sein Haupt. D Zoh. 14. 15. 16. 17. Psalm 39. 90. ud es sracse Lieder: Rr. 307. 308. 312. 324. 326. 330. ö Wn ber ihn um it di Vom ewigen Leben 1n h Mme ö Zes. 35. Offenb. 7, 9—17; 21. 22. ö 5 Mnen si Lieder: Nr. 317. 319. 332. 525. Veltel und trn siein Frieden den . Math. Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi nach den vier Evangelien Il. Leidensgeschichte 1. Eingang Lied: 49. 53. (Matth. 26, 1—16. Mark. 14, 1—11. Luk. 22, 1—0. Joh. 12, 1—8.) Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da La⸗ zarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferweckt hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl im Hause Simons, des Aussätzigen, und Martha dienete; Lazarus aber war deren einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salbe und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haare seine Füße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Und sie hatte ein Glas mit ungefälschtem und löst⸗ lichem Nardenwasser und zerbrach das Glas und goß es auf sein Haupt. Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig, und es sprach seiner Jünger einer, JZudas, Simons Sohn, Zscha⸗ rioth, der ihn hernach verriet: Wozu dient diese Vergeudung? Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Zesus: Laßt sie in Frieden! Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein 112 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun, mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie honnte; sie ist zuvor⸗ gekommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat. Es war aber nahe das Fest der süßen Brote, das da Ostern heißt. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr wisset, daß nach zwei Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird über⸗ antwortet werden, daß er gehreuzigt werde. Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten im Volke in dem Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas, und hielten Rat, wie sie Jesum mit List griffen und töteten. Sie fürchteten sich aber vor dem Voll und sprachen: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Auf⸗ ruhr werde im Volkh! Und Judas, genannt Ischarioth, der da war aus der Zahl der Zwölfe, ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen überantworten, und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Da sie das hörten, wurden sie froh und boten ihm dreißig Silberlinge. Und er versprach es und suchte von dem an Ge⸗ legenheit, daß er ihn verriete und überantwortete ohne Lärmen. 2. Das Ostermahl Lied: 48. 138. (Matth. 26, 17—29. Mark. 14, 12—25. Luh. 22, 7—23. 31. 32 Joh. 13, 1—19. 21—38.) Aber am ersten Tage der süßen Brote, an welchem man mußte opfern das Osterlamm, traten die Zünger zu Jesu und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Und er sandte zwei seiner Jünger, Petrus und ZJohannes, und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und — ——W———— Die Leidens⸗ venn iht hilei mägt einen Wi sineingeht und dit sagen: Mei uo ist die Her mit meinen Zi igen: daselbst ihnen Zesus be Stadt und fan das Osterlamn Tisch und die Und ZJesus Osterlamm mit euch, daß ich! es erfüllt werk dankte und sp euch; denn wah mehr von biese Tog, da ich's Reich. Da nun Zest er aus dieser 2 Seinen, die in Und hei dem A Simons Sohn, hetriete, und 3 seine Hände get 1u Gott ging f ab, nahm eine Vasser in ein war. Da ham ihm: Her, sol wortete und f nicht, du wirf zu ihm: Nimn autwortete ihn Dil mit mir. Füße allen, eschichte euch, und habt ihr egrähnis. digt wird zu ihrem dem Volh ein Auf⸗ und mit kten, und verraten. m dreißig n an Ge⸗ e Lärmen. B. 3. A5 em mah Jesu Ind ilen, das 1„ Pettus Hadt. uud Zahl der! ů Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 113 wenn ihr hineinkommt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingeht, und saget zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, ich will bei dir Ostern halten; wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen möge mit meinen Züngern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen: daselbst richtet für uns zu! Und die Zünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und gingen hin und khamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend kam er und setzte sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm. Und Zesus sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide; denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfüllt werde im Reiche Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch; denn wahrlich, ich sage euch, ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Da nun Zesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, und Jesus wußte, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging, stand er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab, nahm einen Schurz und umgürtete sich. Danach goß er Wasser in ein Becken, fing an, den Züngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurze, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Füße waschen? Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Zesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Spricht 114 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte Zesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nichts denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißt mich Meister und Herr und sagt recht daran, denn ich bin's auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Richt sage ich von euch allen; ich weiß, welche ich erwählet habe. Aber es muß die Schrift erfüllet werden:„Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.“ Jetzt sage ich's euch, ehe denn es ge⸗ schieht, auf daß, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß ich's bin. Da Jesus solches gesagt hatte, ward er betrübt im Geist und zeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Siehe, die Hand meines Ver⸗ räters ist mit mir über Tische. Da wurden die Zünger sehr betrübt und sahen sich untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete, und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Herr, bin ich's? und der andere: bin ich's? Er ant⸗ wortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; doch wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß derselbige Mensch nie geboren wäre. Es war aber einer unter seinen Züngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus lieb hatte, dem winkte Si⸗ mon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Der sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Zesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wußte niemand über dem Tische, wozu er's ihm sagte. u Die Leidens Elliche meinte zu ihm: Kau den Armen e hatte, ging et Oa Judas ist des Mensch Isl Gott veth sich selst und Da nahm den Jüngern der füt euch Desselbigengle sprach: Trinh. ment in mein wird zur Be trinhet, zu me Jesus aber Weile hei eut Juden sagte: sage ich jeht; euch untereina iht einander iht meine Züt Spricht S Dsus antwor nicht folgen, Ppricht zu ihm Ich will Mein Solltest du d. der Satanas den Weizen; selbigengle 5 sein Kleid eschichte denn die rein, aber um prach nun ich, , so sollt Beispiel isset, der un es ge⸗ ich's bin. im Geist ch: Einer ines Ver⸗ inger sehr jen bange, nach dem Er ant⸗ Schüsse ohn gehel vehe dem ten wirds ren wäte. Liche sß inhte Si⸗ n dem er Itwottete⸗ Undeer ohh, dent ihn. O. lbige n sagte, Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 11⁵ Etliche meinten, dieweil Judas den Beutel hatte, Zesus spräche zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest, oder, daß er den Armen etwas gäbe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht. Da Judas aber hinausgegangen war, sprach Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verkläret, und Gott ist verhläret in ihm. Ist Gott verkläret in ihm, so wird ihn Gott auch verhlären in sich selbst und wird ihn bald verklären. Da nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Rehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, das tut zu meinem Gedächtnis. Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Trinket alle daraus; das ist der Kelch, das neue Testa⸗ ment in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Und sie tranken alle daraus. Jesus aber sprach: Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und, wie ich zu den Juden sagte: wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen, sage ich jetzt auch euch. Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Zünger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hinꝰ Jesus antwortet ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen, aber du wirst mir hernachmals folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgenꝰ Ich will mein Leben für dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben für mich lassen? Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch möchte sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleinst dich bekeh l, so stärke deine Brüder. Und Zesus sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie, heinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, des⸗ selbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es 57 116 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte muß auch das noch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet:„Er ist unter die Abeltäter gerechnet.“ Denn was von mir geschrieben stehet, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. 3. Jesus in Gethsemane Lied: 55. 50. (Matth. 26, 30—56. Mark. 14, 26—52. Luk. 22, 39—53. Joh. 18, 1—11.) Und da die Zünger den Lobgesang gesprochen hatten, ging Zesus hinaus nach seiner Gewohnheit über den Bach Kidron an den Slberg. Es folgten ihm aber seine JZünger nach an denselbigen Ort. Da sprach JZesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir, denn es steht geschrieben: „Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.“ Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahr⸗ lich, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Zünger. Da kam Zesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Geth⸗ semane. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jün⸗ ger. ZJudas aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. And ZJesus sprach zu seinen Züngern: Setzet euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, die zwei Söhne des Zebedäus, und fing an zu trauern, zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Die Leiden Seele ist bett mit. Betet, a Und Jesus nieder auf se möglich wäre mein Vater, Kelchs; doch erschien ihm Und er ho und sprach z nicht eine Stt ihr nicht in! Fleisch ist sch. und sprach:! von mir gehe Und es bam, Es ward abe die Erde. Un vot Traurigh wußten nicht, abermal hin! Worte. Und! mal zu seinef nun schlafen do, daß des wortet wird. derrät, ist nal Und glsbal Zwölfe einer, der Hohenpti Lampen, mit vor ihnen her yollte, ginge die wwort ihen: ch b wichen sie zur Wun suchet schichte schrieben was von en aber: zu ihnen: —59. len, ging 9 Kidron nach an ser Nacht schrieben: er Herde will ich tete und so will : Wohr⸗ zweimal her sprach Uic dich et. 1ß Geih⸗ eine Jün⸗ uch: denn un. Und öoß ich Jabobus ng an z Meine Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 11⁷ Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir. Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Und Jesus riß sich von ihnen einen Steinwurf weit, fiel nieder auf sein Angesicht auf die Erde und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles möglich; überhebe mich dieses Kelchs; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde mit mir zu wachenꝰ Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er ham wieder und fand sie abermal schlafend vor Traurigkeit; denn ihre Augen waren voll Schlafs und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie und ging abermal hin und betete zum drittenmal und redete dieselbigen Worte. Und er stand auf von dem Gebet und kam zum dritten⸗ mal zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhn? Es ist genug. Siehe, die Stunde ist da, daß des Menschen Sohn in der Sünder Hände überant⸗ wortet wird. Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe. Und alsbald, da er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwölfe einer, welcher hatte zu sich genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisäer Diener mit Fackeln und mit Lampen, mit Schwertern und mit Stangen. Und Judas ging vor ihnen her. Wie nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihrꝰ Sie antworteten ihm: Zesum von Razareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's. Als nun Zesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zurüch und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth. 57⁷ 118 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte Jesus antwortete: Ich habe es euch gesagt, daß ich's sei. Sucht ihr denn mich, so lasset diese gehen.(Auf daß dos Wort er⸗ füllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast.) Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn sicher. Und alsbald trat er zu Zesu und sprach: Ge⸗ grüßet seist du, Rabbi! und hüßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Judas, verrätst du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Da traten sie hinzu und legten die Hände an Jesum und griffen ihn. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert drein⸗ schlagen? Und siehe, Simon Petrus hatte ein Schwert, und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so ferner machen. Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn und sprach zu Petrus: Steche dein Schwert in die Scheide. Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zu⸗ schichte mehr denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinͤken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen. Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen und zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn gekommen waren: Ihr seid ausgegangen als zu einem Mörder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehrt im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. And das ist alles geschehen, daß erfüllt würden die Schriften der Pro⸗ pheten. Da verließen ihn alle Zünger und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand belhleidet auf der bloßen Haut; und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren und floh bloß von ihnen. Die Leidens 4 — Matth. 25 5 Die Schar e Zuden nahmei erste zu Hann des Jahts Ho —ð)ͤ Juden tiet, e für das Volh. Aber der 5 um seine Lehr lich geredet vo und in dem T. nichts im ver Frage die bat habe; siehe, d solches redete, einen Bachenst also antworte beweise es, de schlägst du mi Hohenpriester Hahehpriester, De Hohenp suchten falsh und fanden he ihr Zeugnis f falsche Rugen I will den! und in drei X gemacht ist. 2 der Hoheptief ihm: Antwor zeugen? Aher „ da fragte beschwöte d sprach mit zu⸗ den Kelch ie würde zu den Alkssten, Mals zu fangen, Rehtt in aber dies dabs i her Pro⸗ wat ein bebleidet Er aber Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 4. Zesus vor dem Hohen Rat Lied: 44. 42. (Matth. 26, 57—75. 27, 1. Mark. 14, 53—72. 15, 1. Cuk. 22, 54—71. Joh. 18, 12—27.) Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn und führten ihn aufs erste zu Hannas, der war des Kaiphas Schwiegervater, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wäre gut, daß ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei öffent⸗ lich geredet vor der Welt; ich habe allezeit gelehrt in der Schule und in dem Tempel, da alle Zuden zusammenkommen, und habe nichts im verborgenen geredet. Was fragst du mich darum? Frage die darum, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabei standen, Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Zesus antwortete: Habe ich übel geredet, so beweise es, daß es böse sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin zusammengekommen waren alle Hohenpriester, Altesten und Schriftgelehrten. Die Hohenpriester aber und Altesten und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis wider Zesum, auf daß sie ihn töteten, und fanden keins. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht überein. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen und sprachen: Wir haben gehört, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen und in drei Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Aber ihr Zeugnis stimmte noch nicht überein. Und der Hohepriester stand auf, trat mitten unter sie und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Aber Zesus schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, 12⁰ Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte ob du seist Christus“), der Sohn Gottes, des Hochgelobten? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es, ich bin's. Doch sage ich euch: Von nun an wird's geschehen, daß ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert, was bedürfen wir weiter Zeugnisses? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Was dünkt euch? Sie aber verdammten ihn alle und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Die Männer aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und etliche fingen an, ihn zu verspeien und zu verdecken sein An⸗ gesicht, und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's. der dich schlug? Und viele andere Lästerungen sagten sie wider ihn. Simon Petrus aber folgte Jesu nach von ferne und ein anderer Jünger. Derselbige Jünger war dem Hohenpriester be⸗ kannt und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein. Es standen aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlenfeuer gemacht mitten im Hof, denn es war kalt, und wärmten sich. Petrus aber setzte sich unter sie, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. Da kam des Hohenpriesters Mägde eine, die Türhüterin; und da sie sah Petrus sitzen bei dem Licht und sich wärmen, schaute sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit dem Zesu von Galiläa. Bist du nicht auch dieses Menschen Jünger einer? Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Weib, ich bin's nicht: ich kenne ihn nicht, weiß auch nicht, was du sagest. Und über eine kleine Weile ging Petrus hinaus in den Vorhof; und der Hahn hrähte. Als Petrus aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da⸗ bei standen: Dieser war auch mit dem Zesu von Nazareth. Und er leugnete abermal und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht. And über eine Weile, bei einer Stunde, be⸗ kräftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich, dieser war auch *) Christus d. i. der Messias. Die Leidene nit ihn. Do Pettus: Wah ein Galiläer,! hriestes Knel Ohr abgehaue Oa verleugne zu schwören u ich henne den zum andern 7 an. Da gedao Ehe der Hah eugnen. Und Des Morg Altesten des 2 führten ihn Christus?'*) euch, so glaul nicht und laßt des Menschen Da sprachen zu ihnen: Ih bedürfen wir aus seinem 9 eschichte Helobtenꝰ sage ich erdet des ommen in ester seine ürsen wit Slsterung alle und wer ist's, sagten sie und ein tiester be⸗ 5 Palast. er andere und redete nden aber 1 gemacht 9. Pettus us wollte. ürhüterin, wärmen, mit dem n Jünget 9 Wiib was du us in den zut Tit „die bo⸗ Nazarthh nne den mnde, be war auch Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 12¹ mit ihm. Da traten hinzu, die da standen, und sprachen zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von denen, denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verrät dich. Spricht des Hohen⸗ priesters Knechte einer, ein Gefreundter“) des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihmꝰ Da verleugnete Petrus abermal, fing an sich zu verfluchen und zu schwören und sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest, ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn zum andern Male. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort, das Zesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal ver⸗ leugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. Des Morgens aber, als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten und führten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus?“**) sage es uns. Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht und laßt mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugnisses? Wir haben's selbst gehört aus seinem Munde. 5. Jesus vor Pilatus Lied: 38. 39. (Matth. 27, 1—26. Mark. 15, 1—19. Luh. 23, 1—25. Joh. 18, 28—40. 19, 1—15.) Da stand der ganze Haufe auf und banden Jesum und führten ihn hin vor das Richthaus und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus, und es war frühe. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn und brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Gefreundter- Verwandter. *) Der Messias. 12² Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging hin und erhängte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und hauften den Töpfersacher darum zum Begräbnis der Pilger. Daher ist derselbige Acher genannt der Blutacher bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Zere⸗ mias, da er spricht:„Sie haben genommen dreißig Silber⸗ linge, damit bezahlt war der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben um den Töp⸗ fersacker, wie mir der Herr befohlen hat.“ Die Zuden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr für Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter, wir hätten ihn dir nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Zuden zu ihm: Wir dürfen niemand töten.(Auf daß er⸗ füllt würde das Wort Zesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde.) Jesus aber stand vor dem Landpfleger. Und sie fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volh abwendet und verbietet, den Schoß*) dem Kaiser zu geben, und spricht, er sei Christus““), ein König. Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesum, fragte ihn und sprach zu ihm: Bist du der Juden König? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst oder haben's dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Boll und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du getan? ZJesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, daß ich den Juden nicht überant⸗ wortet würde, aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Zesus *) Schoß S Steuern. ) Der Messias. 222*FK ι⁰⁰nvaFUmei Die Leidel antwortete: horen undi zeugen soll Stimme. S da et das sprach zu d Schuld an Und die:s ihnen und Pilatus ab wortest du du nicht?! daß sich aut Die Hohl das Volhe ganzen jid hierher. De Galiläa wä Obrigheit ge selbigen Ta Da aber hätte ihn l gehött und et fragte ih Hohenpriest ihn hart. A vetspottete vieder zu) Freunde m Pilatus das Volh Renschen; siehe,ich h der Sachen nicht; denn nichts auf ich ihn zu 0 Ho schichte en habe. zu. Und erhüngte inge und en legen, hauften daher ist heutigen len Zere⸗ ö Silber⸗ hauften en Töp⸗ f daß sie Da ging iht für sprachen ihn dir nehmet sprachen daß er⸗ k deutete, vor dem sprachen: berbietet, er sel ef Asum, 9 Nüuz ir andere de? Oin ntworket. ist nicht It Meie Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 12³ antwortete: Du sagst's, ich bin ein König. Ich bin dazu ge⸗ boren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu den Hohenpriestern und zum Volh: Zch finde keine Schuld an diesem Menschen. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Und da er von ihnen und den Altesten verklagt ward, antwortete er nichts. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach zu ihm: Ant⸗ wortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verhlagen, hörest du nicht? Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Die Hohenpriester aber hielten an und sprachen: Er hat das Volk erreget damit, daß er gelehrt hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hierher. Da aber Pilatus Galiläa hörete, fragte er, ob er aus Galiläa wäre. Und als er vernahm, daß er unter des Herodes Obrigheit gehörte, übersandte er ihn zu Herodes, welcher in den⸗ selbigen Tagen auch zu Zerusalem war. Da aber Herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehört und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten standen und verhlagten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinden) verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Kleid an und sandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde miteinander, denn zuvor waren sie einander feind. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende; und siehe, ich habe ihn vor euch verhöret und finde an dem Menschen der Sachen keine, deren ihr ihn beschuldigt; Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes wert sei. Darum will ich ihn züchtigen und loslassen. ) Hofgesinde— Gefolge. 12⁴ Die Leidens- und Auferstehungsgeschichte Auf das Osterfest aber hatte der Landpfleger die Gewohn⸗ heit, dem Vollh einen Gefangenen loszugeben, welchen sie be⸗ gehrten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er täte, wie er pflegte. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor anderen, der hieß Barabbas, welcher war um eines Aufruhrs und Mords willen ins Gefängnis geworfen. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe. Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbas oder Jesum, von dem gesagt wird, er sei Christus“), der Juden König? Denn er wußte wohl, daß die Hohenpriester ihn aus Neid über⸗ antwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten, ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und Altesten überredeten und reizten das Volk, daß sie viel lieber um Ba⸗ rabbas bitten sollten und Jesum umbrächten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe? Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und gib uns Barabbas los! Da rief Pilatus abermals zu ihnen und wollte Jesum loslassen und sprach: Was soll ich denn machen mit Zesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie riefen aber, schrien und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Der Landpfleger aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat er denn Übels getan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem Geschrei und schrien noch viel mehr: Kreuzige ihn! Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand. Da nahm Pilatus Zesum und ließ ihn geißeln. Die Kriegs⸗ knechte des Landpflegers aber führten Jesum hinein in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenhrone und setzten sie ihm auf sein Haupt und legten ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und beteten ihn an und fingen an, ihn zu grüßen, verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! und „ Her Messias. Die Leiden spiten ihn ar Haupt und g Oa ging? ich fühte ihn Schuld an il Dornenhrone Sehet, welch Diener saher Pilatus spric denn ich fin ihm: Wit ha denn er hat Da Pilati und ging wi Von wannen Da sprach P nicht, daß ich dich loszugel über mich, w datum, der m Von dem Juden abet dnu des Kaise der ist wider er Jesum he Stätte, die d er spricht zu abet: Weg, ihnen: Soll worteten: W Da aber vil größer! tun, und urt wusch die g. an dem Blut ganze Volt! Kinder! Da willen war wber Zeun eschichte Gewohn⸗ n sie be⸗ läte, wie len, einen war um heworfen. nen: Ihr losgebe. er Jesum, Königꝰ leid über⸗ 5 schichte nichts zu litten im Altesten um Ba⸗ ntwortete wollt ihr yollt ihr, chrie der gib uns d wollte ichen mit fen aber, ndpfleger un Übels rum will Wan mit ige ihnt d. Kriegs⸗ in das nd zogen flochten d legten vot ihn spottelen i0l und Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 12⁵ spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt und gaben ihm Backenstreiche. Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Zesus heraus und trug eine Dornenkrone und ein Purpurhleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr und ging wieder hinein in das Richthaus und sprach zu Jesu: Von wannen bist du? Aber Zesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du hättest kheine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat's größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Zuden aber schrien und sprachen: Läßt du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Könige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf Hebräisch Gabbatha. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König! Sie schrien aber: Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester ant⸗ worteten: Wir haben keinen König denn den Kaiser! Da aber Pilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, gedachte er dem Volh genug zu tun, und urteilte, daß ihre Bitte geschähe, nahm Wasser und wusch die Hände vor dem Vollh und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen den los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefängnis geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum übergab er ihrem Willen, daß er gehreuzigt würde. 126 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 6. Die Kreuzigung Lied: 45. 46. (Matth. 27, 31—50. Mark. 15, 20—38. Luk. 23, 26—46. Joh. 19, 16—-30.) Da nahmen die Kriegsknechte Zesum, zogen ihm den Pur⸗ purmantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an, nahmen ihn und führten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinausgingen, fan⸗ den sie einen Menschen, der vorüberging, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Felde kam(der ein Vater war des Alexander und Rufus), den ergriffen sie und legten das Kreuz auf ihn und zwangen ihn, daß er's Jesu nachtrüge. Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die beklagten und beweinten ihn. Zesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure Kin⸗ der. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäugt haben! Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hügeln: Dechet uns! Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zwei andere Übeltäter, daß sie mit ihm abgetan würden. And da sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schädelstätte, gaben sie ihm Myrrhe im Wein zu trinken; und da er's schmechte, wollte er es nicht trinken. Daselbst kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei Übeltäter zu beiden Seiten, einen zur Rechten und einen zur Linken, Jesum aber mitteninne. Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt: „Er ist unter die Abeltäter gerechnet.“ Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Pilatus aber schrieb eine Überschrift, was man ihm Schuld gab, die Ursache seines Todes, und setzte sie auf das Kreuz zu Die Leidet seinen Häu der Zuden die Stätte! Und es wa nischer Spt Pilatus: S Hesagt habe Was ich gef Die Kti nahmen seit Kriegsbnech ungenäht, v sie unterein losen, wes die da sagt: haben über die Kriegsh das Volh ft Die aber Köpfe und Tempel Go selber; bist Hleichen aue samt den S hat er geht Christus), steige er um Gott vertra er hat gesag die Kriegzl Christus:), die da e Christis'). strafte ihn Hott, der d sind billig snd: dieser Der M. schichte 25—46. en Pur⸗ nahmen jen, an⸗ Simon war des 5 Kreuz Weiber, sich um net nicht ue Kin⸗ jer man iber, die haben! Fallet nan das wurden mit ihm tha, das m Wein trinhen. zäter zu „ Teun da sagt um die Batet, as sit ö Sculd dreuz zu Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 127 seinen Häupten; und war geschrieben: Zesus von Nazareth, der Zuden König. Diese Überschrift lasen viele Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuzigt ward. And es war geschrieben in hebräischer, griechischer und latei⸗ nischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Zuden zu Pilatus: Schreib nicht: Der Zuden König, sondern, daß er gesagt habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknechte ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenäht, von oben an gewirkt durch und durch. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soll. Auf daß erfüllt würde die Schrift, die da sagt:„Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über meinen Rock das Los geworfen.“ Solches taten die Kriegsknechte, und sie saßen allda und hüteten sein, und das Volk stand und sah zu. Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Pfui über dich, wie fein zerbrichst du den Tempel Gottes und baust ihn in drei Tagen! Hilf dir nun selber; bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz! Des⸗ gleichen auch die Hohenpriester spotteten sein untereinander, samt den Schriftgelehrten und Altesten, und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er Christus“), der Auserwählte Gottes, der König in Israel, so steige er nun vom Kreuze, daß wir sehen und glauben. Er hat Gott vertraut, der erlöse ihn nun, hat er Lust zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und sprachen: Bist du Christus“), so hilf dir selber. Aber der Übeltäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus), so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte ihn und sprach: And du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Berdammnis bist? Und zwar wir sind billig darin, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind: dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan. Und sprach zu ) Der Messias. 128 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Zesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: heute wirst du mit mir im Paradies sein. Es stand aber bei dem Kreuze Zesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, Kleophas Weib, und Maria Mag⸗ dalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohnl Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Zünger zu sich. And von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis über das ganze Land bis zu der neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. And um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani, d. i. verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und etliche, die dabei standen, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruft dem Elias. Darnach, da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig; und alsbald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und stechte ihn auf ein Rohr und hielt es ihm dar zum Munde und tränkte ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elias komme und ihm helfe. Da nun Zesus den Essig ge⸗ nommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!l Und Jesus schrie abermal laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Händel Und als er das gesagt, neigte er das Haupt und verschied. 7. Die Grablegung Lied: 43. 51. (Matth. 27, 51—66. Mark. 15, 38—47. Lu 23, 47—56. Zoh. 10, 31—42.) Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus. And die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und Die Leid standen au aus den 6 heilige St dabei stan wahrten 2 beben und seht; und dieser Me wesen! Un was da ge um. Es st Weiber, d ihm gedien dalena un Joses, und biele andet Die Jul Leichname Sabbats 2 gebrochen knechte un der mit ih sie sahen, Beine nich mit einem Und der d ist waht; daß auch i erfüllt win mal spricht sie gesoche md si ist der Be der Stadt herr, wel stommer schicht Kommst. dit;: in. d seiner 0 Mag⸗ er dabei Veib, zu dem nd von lis über Sonne e Nsus imetscht: mich höreten, ht war, et. Da t ihnen, stechte de und hen, ob sig ge⸗ d Jesus fehle er das 55. N zwei erbebte, 5 u Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 129 standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und hamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Der Hauptmann aber, der dabei stand ihm gegenüber, und die bei ihm waren und be⸗ wahrten Zesum, da sie sahen, was da geschah, und das Erd⸗ beben und daß er mit solchem Geschrei verschied, erschraken sie sehr; und der Hauptmann pries Gott und sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn ge⸗ wesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sich an ihre Brust und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Bekannten von ferne und viele Weiber, die da Jesu waren nachgefolgt aus Galiläa und hatten ihm gedient, und sahen das alles; unter welchen war Maria Mag⸗ dalena und Maria, die Mutter des jüngeren Jakobus und Joses, und Salome, die Mutter der Söhne des Zebedäus, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Zerusalem gegangen waren. Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbat über(denn desselbigen Sabbats Tag war groß), baten sie Pilatus, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegs⸗ knechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und derselbige weiß, daß er die Wahrheit sagt, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllt würde:„Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.“ Und aber⸗ mal spricht eine andere Schrift:„Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.“ Und siehe, am Abend, dieweil es der Rüsttag war, welches ist der Vor⸗Sabbat, da kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Juden, mit Namen Joseph, ein ehrbarer Rats⸗ herr, welcher auch auf das Reich Gottes wartete, ein guter, frommer Mann, der nicht gewilligt hatte in ihren Rat und 130⁰ Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte Handel und welcher auch ein Zünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Zuden. Der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam Zesu, daß er ihn möchte abnehmen. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er längst gestorben wäre. Und als er es erkundet von dem Hauptmann, erlaubte er es und befahl, man solle den Leichnam dem Joseph geben. Und Joseph kaufte eine reine Leinwand, kam und nahm den Leib Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vor⸗ mals bei der Nacht zu Jesu gekommen war, und brachte Myrrhen und Aloe untereinander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und wickelten ihn in leinene Tücher mit Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuzigt ward, ein Garten und im Garten ein neues Grab, welches Joseph hatte lassen in einen Fels hauen, sein eigenes Grab, darin niemand je ge⸗ legen hatte. Dahinein legten sie Jesum um des Rüsttags willen der Juden, dieweil das Grab nahe war und der Sabbat anbrach. Es war aber allda Maria Magdalena und Maria, des Joses Mutter, und die Weiber, die mit ihm gekommen waren aus Galiläa, die setzten sich gegen das Grab und schauten zu, wo und wie sein Leib gelegt ward. Und Joseph wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Die Weiber aber kehrten um und bereiteten Spezerei und Salben. Und den Sabbat über waren sie still nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttag, kamen die Hohenpriester und Pharisäer sämtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen. Dar⸗ um befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Zünger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten; und werde der letzte Betrug ärger, denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; geht hin und verwahrt es, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein. ⏑⁵²½π⁰⁰n⁵¹⁰%euuuui Und da dalena und auf daß si einander:2 sie sahen d war; denn rechten Han sie entlehte Ihr sucht? erstanden u hinlegten.( Pettus, daf ihr ihn seh heraus und und Entset sie fürchtete An dem früh, da es Stein vom Simon Pet halte, und men aus det haben. D⁰ ging zum Grabe. Znger iif zum Grabe, blr niht! hinein in do . das 8 hichte eimlich nein zu möchte hon tot lüngst tmann, Joseph d nohm her vor⸗ brachte en. Da leinene ben. Es ten und assen in Ne ge⸗ Hüsttags Sabbat Maria, Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 131 II. Auferstehungsgeschichte 1. Ostermorgen Lied: 59. 63. (Marh. 16, 1—8. Joh. 20, 1—8. 11—18.) Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Mag⸗ dalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen und salbten ihn. Und sie sprachen unter⸗ einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Ihr sucht ZJesum von RNazareth, den Gehreuzigten; er ist auf⸗ erstanden und ist nicht hier. Siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt es seinen Jüngern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galiläag; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe, denn es war sie Zittern und Entsetzen angekommen, und sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich. An dem ersten Tage der Woche hommt Maria Magdalena früh, da es noch finster war, zum Grabe und sieht, daß der Stein vom Grabe hinweg war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Zünger, welchen Zesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenom⸗ men aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grabe. Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jünger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam am ersten zum Grabe, guckt hinein und sieht die Leinen gelegt; er ging aber nicht hinein. Da ham Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinen gelegt und das Schweiß⸗ tuch, das Jesu um das Haupt gebunden war, nicht zu den 58 132 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte Leinen gelegt, sondern beiseits, zusammengewickelt, an einem besonderen Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und sah und glaubte es. Maria aber stand vor dem Grabe und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu den Häupten und den andern zu den Füßen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. And diese sprachen zu ihr: Weib, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück und sieht Jesum stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni! das heißt Meister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. 2. Osterabend Lied: 67. 62. (Cuk. 24, 13—35. Joh. 20, 19—29.) Zwei von den Jüngern gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Zerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und be⸗ fragten sich miteinander, nahte Zesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer, mit Namen Kleophas, und sprach zu ihm: Bist „ÆL.öĩfĩ eQx,ͤ.; Die Leide du allein u was in di ihnen: We von Razal und Worte hriester und Zodes und Und über schehen ist. sern; die sit nicht gefunt Engel gesel gingen hin sagten, aber Toten und Propheten und zu seine allen Proph ihm gesagt: hingingen, u sie nötigten Ahend werd bei ihnen zu saß, nahm e wurden ihre berschwand licht unser Und als seine Seitt tten. Und ie spricht ich weiß , wandte . daß es u? Wen zu ihm: st du ihn Marial das heift denn ich aber hin meinem zu eurem Jüngern: ir gesagt. in einen weit des von alle und be⸗ wandall ihn nich 2 Reden, nig? du ihn: Bif Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 133 du allein unter den Fremdlingen zu Zerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Taten und Worten, vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohen⸗ priester und Obersten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuzigt. Wir aber hofften, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches ge⸗ schehen ist. Auch haben uns erschrecht etliche Weiber der Un⸗ sern; die sind frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten, aber ihn sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trägen Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben; mußte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen, und er stellte sich, als wollte er fürder gehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. And es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie er⸗ zählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brot brach. Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Zesus und trat mittenein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn 58* 134 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte sahen. Da sprach Zesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. And da er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden er⸗ lasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwölfe einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Zesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mittenein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht un⸗ gläubig, sondern gläubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht JZesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. 3. Ostertage in Galiläa Lied: 60. 64. (Soh. 21, 1—19.) Danach offenbarte sich Jesus abermal den Jüngern an dem Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also. Es woren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heißt Zwilling, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Ze⸗ bedäus und andere zwei seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald, und in derselben Racht fingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen war, stand Jesus am Afer; aber die Jünger wußten nicht, daß es Zesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Die Leid Rein. Er des Schiff nicht mehr Zünger, w Da Simon Hemd um Die andere nicht fern zogen das Land, sahe Spricht de jeht gefan⸗ Netz auf da Und wiewe Spricht Jes aber unter denn sie wi nimmt das Das ist nun Jüngern, u. Da sie Simon Pet diese haben dich liebeh Spricht er! du mich lie dich lieb ha er zum drit Pettus wan Hast du m Dunge, dur Waͤde neit ünger ware wolltest, w strechen, un nicht hinwi Ode er 6 zu ihm: F0 V Simon, ͤchichte hit euch! ich. Und lihnen: den ek⸗ behalte, ng, war inger zu ihnen: nale und Hand in e waren Kommt nittenein Thomas: id reiche licht un⸗ zu ihm: Dieweil sind, die an dem 5 Waren des J⸗ Petrus ihm: S0 raten in je nichtz. abet die esus ten ihn. Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 135⁵ Nein. Er aber sprach zu ihnen. Werfet das Netz zur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, welchen Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr. Da Simon Petrus hörte, daß es der Herr war, gürtete er das Hemd um sich(denn er war nackt) und warf sich ins Meer. Die anderen Jünger aber kamen auf dem Schiff(denn sie waren nicht fern vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun austraten auf das Land, sahen sie Kohlen gelegt und Fische darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll großer Fische, hundertunddreiundfünfzig. And wiewohl ihrer so viel waren, zerriß doch das Netz nicht. Spricht Zesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl. Niemand aber unter den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? denn sie wußten, daß es der Herr war. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch die Fische. Das ist nun das drittemal, daß ZJesus offenbart ward seinen Jüngern, nachdem er von den Toten auferstanden war. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona*), hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er wieder zum andernmal zu ihm: Simon Jona“), hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Zona“), hast du mich liebꝰ Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: da du jünger warest, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wo du hin⸗ wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände aus⸗ strechen, und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst. Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen würde. Und da er das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach! *) Simon, Sohn des Johannes. 136 Die Leidens⸗ und Auferstehungsgeschichte 4. Himmelfahrt Lied: 70. 71. (Matth. 28, 16—20. Mark. 16, 14—20.) Die elf Zünger gingen nach Galiläa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Zesus trat zu ihnen. redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Bölker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes; und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe*). Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Zuletzt, da die Elf zu Tische saßen, offenbarte er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird ver⸗ dammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen und behräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. *) Genaue Übersetzung: Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und sie halten lehret alles usw. Di Ich bin Wir se trauen. Du sol Gottes, Hert w Wit st Namen ni sondern de danhen. hichte V* Der kleine Katechismus * 1. Dr. Martin Luthers 305 Das erste Hauptstüch alt im et alle Die zehn Gebote Sohnes 2.— Das erste Gebot Toge Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht ch und andre Götter haben neben mir. „n Was ist das 2 1 äi Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und ver⸗ t witdbd, trauen. d ver⸗ Das zweite Gebot 0. Du sollst den Namen des Herrn, deines 1. und Gottes, nicht unnützlich führen; denn der 5— ů Herr wird den nicht ungestraft lassen, der s seinen Namen mißbraucht. Was ist das? vard er Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem es St Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, Wi sondern denselben in allen Röten anrufen, beten, loben und olgen danhen. Das dritte Gebot e Bölher, und des Du sollst den Feiertag heiligen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen. 138 Der kleine Katechismus Das vierte Gebot Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben. Das fünfte Gebot Du sollst nicht töten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Näch⸗ sten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und fördern in allen Leibesnöten. Das sechste Gebot Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. Das siebente Gebot Du sollst nicht stehlen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Näch⸗ sten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das achte Gebot Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Rächsten. ARE*E Her kleit Wir s Rächsten! Leumund ihm teden Du st Wit se Nächsten n mit einem dasselbe z Dunso Weih Wir s Nächsten dringen o sie bleiben Was Ic de die, 0 I Kindern! lieben und Gott d Darum so solche Gel lllen, die lleben und ismus utter lange Eltern Ehren ů NRäch⸗ sondern sch und her sein 5 Näch⸗ are odet Nahtung idet Der kleine Katechismus 139 Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden oder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren. Dasneunte Gebot Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen noch mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienstlich sein. Das zehnte Gebot Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, ab⸗ dringen oder abwendig machen, sondern dieselben anhalten, daß sie bleiben und tun, was sie schuldig sind. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen? Er sagt also: Ich, der Herr dein Gott, bin ein eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl in tausend Glied. Was ist das? Gott dräuet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten. Darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Geböte tun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen, die solche te halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten. 14⁰ Der hleine Katechismus Das zweite Hauptstück Der Glaube Der erste Artikel Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott den Vater, den Allmäch⸗ tigen, Schöpfer Himmels und der Erde. Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat samt allen Krea⸗ turen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit aller Notdurft und Nahrung dieses Leibes und Lebens reichlich und täglich ver⸗ sorget, wider alle Fährlichkeit beschirmet und vor allem Ubel behütet und bewahret; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit ohne all mein Verdienst und Würdigkeit; des alles ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Der zweite Artihel Von der Erlösung. And an Jesum Christum, seinen eingebore⸗ nen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom heiligen Geist, geboren von der ZJung⸗ frau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, nieder⸗ gefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kom⸗ men wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Der kle 30 0l Vater in der Jung lornen u wonnen v Teufels; teuren B. auf doß und ihm! gleichwie Ewigheit. Ich gla lige(a meine bung d Ich gl an Zesun men hann gelium b. ben gehei auf Erde Christo e. heit er n vergibt wechen u ewiges o smus mäch⸗ de. Krea⸗ lieder, dazu Weib st und h ver⸗ Abel licher, edienst en und as ist oke⸗ nist ung⸗ ato, eder⸗ edet hren de⸗ on⸗ hdie Der kleine Katechismus 14¹1 Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich ver⸗ lornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, ge⸗ wonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; auf daß ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligleit; gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewiglheit. Das ist gewißlich wahr. Der dritte Artihel Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geist, eine hei⸗ lige(allgemeine) christliche Kirche, die Ge⸗ meine(Gemeinschaft) der Heiligen, Verge⸗ bung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kom⸗ men kann; sondern der heilige Geist hat mich durch das Evan⸗ gelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glau⸗ ben geheiliget und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammelt, erleuchtet, heiliget und bei Jesu Christo erhält im rechten einigen Glauben; in welcher Christen⸗ heit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am jüngsten Tage mich und alle Toten aufer⸗ wechen wird und mir samt allen Gläubigen in Christo ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. 14² Der kleine Katechismus Das dritte Hauptstüch Das Vaterunser Vater unser, der du bist im Himmel. Was ist das? Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater. Die erste Bitte Geheiliget werde dein Name. Was ist das? Gottes Name ist zwar an ihm selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns heilig werde. Wie geschieht das? Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird und wir auch heilig als die Kinder Gottes danach leben; das hilf uns, lieber Bater im Himmel. Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der entheiliget unter uns den Namen Gottes; davor behüte uns, himmlischer Vater. Die zweite Bitte Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns khomme. Wie geschieht das? Wenn der himmlische Vater uns seinen heiligen Geist gibt, daß wir seinem heiligen Worte durch seine Gnade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Oer hle Dein Gottes Gebetz al geschehe. Wenne uns de kommen unsers Fl seinem W guädiger, Un Gott g bösen Me erhennen Brot. Ales, Esen, Tri Hut, from und treue undheit, esgleichg Und U Smus er sei aß wir lieben bitten rd und 0s hilf et und ler uns selbt; aomme. gih en und Der kleine Katechismus 143 Die dritte Bitte Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Was ist dasꝰ Gottes guter, gnädiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. Wie geschieht das? Wenn Gott allen bösen Rat und Willen bricht und hindert, so uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille, sondern stärket und behält uns fest in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende; das ist sein gnädiger, guter Wille. Die vierte Bitte Anser täglich Brot gib uns heute. Was ist das? Gott gibt täglich Brot auch wohl ohne unsere Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er's uns erkennen lasse und mit Danksagung empfangen unser täglich Brot. Was heißt denn täglich Brot?ꝰ Alles, was zur Leibes Rahrung und Notdurft gehört, als Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und treue Oberherren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Ge⸗ sundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. Die fünfte Bitte Und vergib uns unsere Schuld, wie wir ver⸗ geben unsern Schuldigern. 144 Der kleine Katechismus Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünden und um derselben willen solche Bitten nicht versagen; denn wir sind der heines wert, das wir bitten, haben's auch nicht verdienet; sondern er wolle es uns alles aus Gnaden geben, denn wir täglich viel sündigen und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohltun denen, die sich an uns ver⸗ sündigen. Die sechste Bitte Und führe uns nicht in Versuchung. Was ist das? Gott versucht zwar niemand; aber wir bitten in diesem Gebet, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Mißglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten. Die siebente Bitte Sondern erlöse uns von dem Abel. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet als in der Summa, daß uns der Bater im Himmel von allerlei Übel Leibes und der Seele, Gutes und Ehre erlöse und zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere und mit Gnaden von diesem Jammertal zu sich nehme in den Himmel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigheit. Amen. Was heißt Amen? Daß ich soll gewiß sein, solche Bitten sind dem Vater im Himmel angenehm und erhöret. Denn er selbst hat uns ge⸗ boten, also zu beten, und verheißen, daß er uns will erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll also geschehen. Der klein Die Tau Wasser in bunden. Wel Da un Gehetehe und tau des e W Sie witl Teufel und die Worte Welche Dal Wer da selig ve Vie han Wasser mit und be Gottes im Wusse scl Hottes istz Lebens un wie Sanht ismus Himmel willen es wert, et wolle sündigen um auch uns ver⸗ daß uns r Seele, tündlein diesem t und f. Bater im uns ge⸗ erhören. n. Der kleine Katechismus 145 Das vierte Hauptstücch Das Sahrament der heiligen Taufe Zum ersten Was ist die Taufe? Die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasset und mit Gottes Wort ver⸗ bunden. Welches ist denn solch Wort Gottes? Da unser Herr Christus spricht Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Welt, lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Zum andern Was gibt oder nützet die Taufe? Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöset vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten. Welches sind solche Worte und Verheißung Gottes? Da unser Herr Christus spricht Marei am letzten: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, dee wird verdammet werden. Zum dritten Wie kann Wasser solche großen Dinge tun? Wasser tut's freilich nicht, sondern das Wort Gottes, so mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, so solchem Worte Gottes im Wasser trauet; denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist's eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geist; wie Sankt Paulus sagt zu Tito im dritten Kapitel: 146 Der hleine Katechismus Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. Zum vierten Was bedeutet denn solch Wassertaufen? Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäufet werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinig⸗ keit vor Gott ewiglich lebe. Wo stehet das geschrieben? Sankt Paulus zu den Römern am sechsten spricht: Wir sind samt Christo durch die Taufe be⸗ graben in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwechet durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. Das fünfte Hauptstück Das Sahrament des Altars oder das heilige Abendmahl Was ist das Sakrament des Altars? Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Zesu Christi, unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken von Christo selbst eingesetzt. Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evangelisten Matthäus, Markus, Luhas und Sankt Paulus: Oer klei Unset etvett. und bre sprach: Leib, de zu nein Dessel nach den den und dataus, in meine zut Vet oft ihr“s Was nu Das zeig Fur nümlich do und Seligke gebung der Wie hann Essen und so du sehe Füt weche Wort 15 Das n laubt, der fen? che Reue Sünden men und Reinig⸗ t: se be⸗ ichwie durch an auch In. ilige ö 52 chifi. trinben Narbus. Der kleine Katechismus 14⁷ Unser Herr Jesus Christus er verraten ward, nahm er d und brach's und gab's sprach: Nehmet hin und Leib, der für euch gegebe zu meinem Gedächtnis. Desselbigengleichen nahm er au nach dem Abendmahl, dankte und den und sprach: Nehmet hin und tr daraus; dieser Kelch i in meinem Blut, das zur Vergebung der Sünden; solches t oft ihr's trinhet, zu „in der Nacht, da as Brot, dankte seinen Jüngern und esset; das i st mein nwird; solches tut ch den Kelch gab ihnen ut, so neinem Gedächtnis. Was nützet denn solch Essen und Trinhen? Das zeigen uns diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden; nämlich, daß uns im Salrament Vergebung der Sünden, Leben und Selighelt durch solche Worte gegeben wird; denn wo Ver⸗ gebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligleit. Wie kann leiblich Essen und T große Dinge tun? Essen und Trin rinken solche ken tut's freilich nicht, sondern die Worte, so da stehen: Für euch gegeben un d vergossen zur Vergebung der Sünden, welche Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken als das Hauptstüch im Salrament. Und wer denselben Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich: Vergebung der Sünden. 59 148 Der kleine Katechismus Wer empfängt denn solch Sabrament würdiglich? Fasten und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine äußer⸗ liche Zucht; aber der ist recht würdig und wohl geschicht, wer den Glauben hat an diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden. Wer aber diesen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort: Für euch fordert eitel gläubige Herzen. Das allgemeine Beichtgebet Allmächtiger Gott, barmherziger Bater! Ich armer, elender, sündiger Mensch behenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werhen, damit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner grundlosen Barm⸗ herzigkeit und um des unschuldigen, bittern Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Zesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen. Aus Luthers Haustafel Den Eltern Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, daß sie nicht scheu werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ver⸗ mahnung zu dem Herrn.(Ephes. 6.) Aus L Ihr das ist b das Ver lebest au De Ihr K Jurcht u selbst, ni fallen, so Gottes tu daß ihr was ein fangen, e elender, Lissetat, „damit ewiglich d reuen Barm⸗ s und wollest Zig sein, zesserung l sie nicht ind Der⸗ Aus Luthers Haustafel 149 Den Kindern Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter. Das ist das erste Gebot, das Verheißung hat, nämlich daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden.(Ephes. 6.) Den Knechten, Mägden, Tagelöhnern und Arbeitern Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern in Einfältigkeit eures Herzens als Christo selbst, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu ge⸗ fallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen. Lasset euch dünken, daß ihr dem Herrn und nicht den Menschen dienet, und wisset, was ein jeglicher Gutes tut, das wird er von dem Herrn emp⸗ fangen, er sei Knecht oder frei.(Ephes. 6.) Den Hausherren und Hausfrauen Ihr Herren, tut auch dasselbige gegen sie und laßt euer Drohen und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt, und ist bei ihm kein Ansehen der Person. oloss. 3, Ephes. 6.) Der ZJugend insgemein Ihr Jungen, seid den Alten untertan und beweiset darin die Demut; denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. (I. Petrus 5, 5.) Der Gemeinde Liebe deinen Nächsten als dich selbst. In dem Wort sind alle Gebote verfasset.(Röm. 13.) Und haltet an mit Beten für alle Menschen.(Ephes. 6, 18.) Ein jeder lern sein Letion, So wirdes wohl im Hause stohn! 59* 15⁰ Aus dem Heidelberger Katechismus Was ist dein einiger Trost im Leben und im Sterben? Daß ich mit Leib und Seele, beides im Leben und im Sterben, nicht mein, sondern meines getreuen Heilandes Jesu Christi eigen bin, der mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlet und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöset hat und also bewahret, daß ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupte kann fallen, ja auch mir alles zu meiner Seligheit dienen muß. Darum er mich auch durch seinen heiligen Geist des ewigen Lebens versichert und ihm forthin zu leben von Herzen willig und bereit macht. Was ist wahrer Glaube? Es ist nicht allein eine gewisse Erkenntnis, dadurch ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort hat offenbart, sondern auch ein herzliches Vertrauen, welches der heilige Geist durchs Evangelium in mir wirket, daß nicht allein anderen, sondern auch mir Vergebung der Sünden, ewige Gerechtigheit und Seligkeit von Gott geschenkt sei, aus lauter Gnaden, allein um des Verdienstes Christi willen. Macht aber diese Lehre nicht sorglose und verruchte Leute? Nein, denn es ist unmöglich, daß die, so Christo durch wahren Glauben sind eingepflanzet, sollten bringen. nicht Frucht der Danbbarheit K für Die N Am I. A! Röm. 13,1 Matth. 2l, Hebr. 10,1 Luk. I,68- derem. dl, Am 2. Ab Röm. 15,4 Lut. l,25 2. Petr. I, Lub. 17, 20. Raleachi z Am 3. Ad nd im 5 Desu meine alt des Willen Haupte nmuß. ewigen willig ich alles ffenbart, 9e Geist anderen, hfibeit n, Allein ose wahten bbarkeit Kirchliche Schriftlesungen für die Sonn⸗ und Feiertage (Die Nummern hinter den Bibelstellen weisen dazu geeignete Lieder dieses Gesangbuches nach) Am 1. Advent Röm. 13, 11—14 Matth.* Hebr. 10, 19-25 Am 2. Advent Röm. 15, 41 Luk. 21, 25—36 2. Petr. 1, 3—11 Huk. 47, 20.30. 5 Am 3. Advent 1. Kor. 4, 1—5 Matth. 11, 2—10 2. Tim. 4, 5—8 Datth. 3, I 5 Zes. 40,-8... 15 Am 1. Weihnachtstage Tie, 11„ Am Sonntage nach Weihnachten Zahresschluß (Silvester) Röm. 8, 31—-30—q.ϖoͤ” Enk. 12, 0 Pialm 193.. Am Neujahrstage al. 3, 23 29 Luk. 2, 21 e, L Am Sonntage nach Neujahr . Pelr. 4, 12 19 Matth. 2, 13—23 Il., La// Wratth. 1, Psalm 73, 23—28. Zes. 2, 2—5 152 Am 2. Sonntage nach Ey. Röm. 12, 7-ilö; Nr Zoh. 2, 1-11.... 25 1. Kor. 2, 6-1ii1ö.N. oh. 1,—1I1.„ ZJes⸗ 51, 166 22 Am 3. Sonntage nach Ep. Röm. 12, 17-21 Matth. 3, 1-1333—ĩ⅔. Röm. 1, 13—20 Joh. 4, 5-ĩ1=I.r.˖r:r.˖.˖. 5 2. Kön. 5, 1-1ä2ͤ* Am 4. Sonntage nach Ep. Röm. 13, 1(89) lL 1 Matth. 8, 23—27 7 Nöm. 7, 7— 111a¹o»Wbw 75 Joh. 4, 31—42 5 Pialm zͤsͤs 5 Am 5. Sonntage nach Ep. Kol 5, 1217.. Matth. 13, 24-30—⁸í-m 5 Nöm. 8, 19 75 Matth. 7, 24-29„ Heseh. 33, 10—16* Am 6. Sonntage nach Ep. 2. Petr. 1, 16—21J.„ Matth. 17, 19...„ 2. Kor. 3, 12—-iiI6s 4 Zoh. 5, 3947 2. Mose 3, 1—%¾múU 50 Am Sonntage Septuagesima 1. Kor. 9, 24-272— 25 Matth. 20, 1—11—uřt„ Phil. 1, 272,. E§E—ç2ͤ 2 Luk. 10, 38—-4ĩöz 55 Jerem. 9, 23 u. 2ĩꝛ4. 75 Am Sonntage Sexagesimä 2. Kor. 12, 1-11ùòöboæh. 2 Luh. 8, 4- ii1minn 55 Phil. 1, 1222 Soh. 11, 20—2 35 Kirchliche Schriftlesungen Am Sonntage Estomihi Am Sonntage Invocavit 2. Kor. 6, 1iilb 17 Matth. 4, 1-111 I Hebr. 4, 15 qu. 10. 7 Matth. 16, 21—2Wö6ö6öͤ 7 (Quk. 22, 39—4600• 1. Mos. 22, 1 tlk 55 Am Sonntage Neminiseere 1. Thess. 4, 11i2* Matth. 15, 21—28. 77 1. Joh. 2, 12-1i7⸗ßi 15 Luk. 10, 17-20 7 Luk. 22, 54-62) 75 2. Mose 33, 17-2-z* Am Sonntage Oeuli Eph. 5, 1-)... 27 Luk. 11, 14—22222 57 1. Petr. 1, 13—110 11 Luk. 9, 51—55. 15 (Quk. 22, 63—71 Zerem. 26, 1—15 Am Sonntage Lätare Röm. 5, 1—-11I1. + Joh. 6, 1—15151ʒʒö 7 2. Kor. 7, 4-1iiiiùòA¼ 15 Zoh. 6, 47—-57. 8 + (Matth. 27, 15—315. 7 Ses. 52,7-1111udbb 75 Am Sonntage Judiea Hebr. 9, 11—155. 5 Joh. 8, 46—-5Lꝰs 1 1. Petr. 1, 17225 57 Joh. 13, 31—35„ (Quk. 23, 27—34a 1 4. Mos. 21, 4-ʃ9. 5 Palmarum Phil. 2,5-II. i Matth. 21, 1—⁸¹rNd. +* (Soh. 12, 12—18. 10 Hebr. 12, 1fw. 2* qoh. 12, 1- 8 55 Sacharja 9, 8 112. 7 1. Kor. 112133 Nr. 201 Luk. 18, 31—439W””92Jͤ. 1„ 50 1. Kor. 1, 21—31111„ 3062 Mark. 10, 35—-4”.„ 164 (Soh. 11, 47-57)) 1„ 37 Jer. 8, 4a˙»5—s 5„„ö0 Kirchl Am Gr I. Kor. I Joh. 13, I. Kor. I Lub. 2, Psalm Il Am Kar Jesaja 53 Die Leide 2. Kor. 5, Lub. 23, Psalm 22, Am 1. Of 1. Kor. 5,7 Mark. I, I. Kor. 15. Matth. 25, Pfalm 1.8 Am 2. Of Apg. 10,34 Luk. 24, 13 K.„ I. Kor. 15, Joh. 20,Il- Pfalm ib,d Am 2. Ostertage Apg. 10, 34—41 Luk. 24, 13—35 Am Sonntage Quasimodogeniti Am Sonntage Misericordias Domini Joh. 12, 20—26 Zes. 40, 26—31 Am Sonntage Cantate 153 Am Sonntage Rogate Zak. 1, 22—277. Nr. 404 Joh. 16, 23b-3333—u::ͤ.„ 170 im. 2, 00 5„ 192 Aun,,„I„ 159 Zes. 55, 6— iII„ 213 Am Himmelfahrtstage „ 7 Mark. 16, 14—20„ 69 l.„ 7. 32³ Luk. 24, 50—53. 74 Soh. 17, 11—26) + 72 Pfalit 110, 1.4. I„ 377 Am Sonntage Exaudi I. Petr. 4, 8111.„ 108 Joh. 15,,.„ 104 D 5„ 132 Joh. 7, 3339—.„ 355 älna„ 381 Am 1. Pfingsttage Apg. 2, 1—1ꝛ2ꝛß:„ 75 200. 14, 2311.„ 76 Eh., 22..„ 4 300. 14, 15—21I11. 715% Heseh. 36, 22—-2ẽ8 2„10 Am 2. Pfingsttage Apg. 10, 42—4jͥ-ucAia&A&...„ 480 Joh., 16—IIl.„148 55.½ 1—190Ü..„ 380 Soh. 15, 9—1iiIII᷑„ 383 Jes. 44, ·6„ 379 Am Trinitatisfest Röm. 11, 33—36„ 245 H„ 384 Eph. I, 314. 87/ E. Kor. 13, 11—13)„-86 Matth. 28, 16-20.„ 385 %, 85 (4. Mos. 6, 2227 75 Am 1. Sonntage nach Trin. I. ZJoh. 4, 16—-2111.„ 02 S-„ 3ʃ0 Apg. 4, 3.—35˙n„ 107 Matth. 5„ 395 5. Mos. 6, 4-1188. S/ Am 2. Sonntag nach Trin. I. Soh. 3, 13—11iI̊I„ 198 Luk. 14, 16-2 5, 113 Röm. 10, 1—15„ 112 Matth. 9, 9—13 I•147 Spr. Sal. 9, I 154 Am 3. Sonntage nach Trin. 1. Petr. 5, 5b-111 Ni. Luk. 15, 111i11ùòbö0ov0 Apg. 3, 11111ù—ͤ.ͤ.: Luk. 15, 11—-32ÿẽ22i Ses. 122 Am 4. Sonntage nach Trin. Röm. 8, 18-2“˙**—ͤ— Luk. 6, 36—4waa«aia. Apg. 4, 1—111112 Matth. 5, 13—11Wwö0ö—* Jes. 65, 17—19 u. 24—-22— Am 5. Sonntage nach Trin. 1. Petr. 3, 8—15 4— Suh. 5, 1-iIiI1Il Klagel. Jer. 3,22—32 Am 6. Sonntage nach Trin. Röm. 6, 3—-111 Matth. 5, 20—2wᷓ. Apg. 8, 26—-38szʒ2 Matthy. 21, 28-333 Psaimmm 4 Am 7. Sonntage nach Trin. Röm. 6, 19-23 uwᷣ ʃW.ꝛü⸗ Matth. 9, 35—-3˙s 1 Tin. 6,6 Mark. 4, 26—29 Jes. 62, 6—-11 Am 8. Sonntage nach Trin. Röm. 8, 12— 17 Matth. 7, 13—-2ů2 Apg. 16, 16—32si Matth. 12, 46-50§. Jerem. 23, 16—209-ss Am 9. Sonntage nach Trin. Matth. 13,44—4..uJ. Sprüche Sal. 16,1-. Kirchliche Schriftlesungen Am 10. Sonntage nach Trin. Luh. 19, 41—4ꝓʒ. Apg. 20, 17-3m••s. Matth. 23, 34—-399;9«.•.•1—öU.. Jerem. 7, 1iIliIlsl Am 11. Sonntage nach Trin. 1. Kor. 15, 1—-1i1Wòb0ö00. Luh. 18,9-iiIi᷑iill Nöm. 8, 33—399˙˙˙«—²« ¹•ͤ Luh. 7, 36-50ö§ Dan. 9, 15—-iIissss Am 12. Sonntage nach Trin. Am 13. Sonntage nach Trin. Röm. 3, 21—255—00——–2 Suh. 10, 23—-3)7ʒ. 1. Petr. 2, 1—10—u Marh. 12, 41-4j1aaiꝛiit Sach. 7, 4- i1wöùö0! Am 14. Sonntage nach Trin. Gal. 5, 16—-2ĩ.́ Luk. 17, 11—19 1. Tim. 1, 12—17 Joh. 5, 111iiͤlll Psalm 50, 14—2—w6wi. Am 15. Sonntage nach Trin. Gal. 5, 25—6, 10 Matth. 6, 2431 2. Thess. 3, 6—133 Joh. 11, 1—11 1. Kön. 17, 8 1ibob Am 16. Sonntage nach Trin. Eph. 3, 13—21 Luk. 7, 11—17 Hebr. 12, 18-244. Matth. 11, 25—-30. Hiob 5, 17—26 3 1. Kor. 12, 1-iIiIl Nr. Kirchl Am 17.ꝛ nach 2 Eph. 4, I. Lub. 14, Hebr. 40 Matth. 1 Psalm 75 Am 18.“ nach& I. Kor. I, Matth. 22 Jab. 2, Ih. Marb. 10, 2. Chron. Am 19.6 nach T Eph. 4, 2 Matth. 9, Jab. 5, 13 Joh. 9,24 Psalm 32 Am 20. S nach Ti Eph. 5, 15⸗ Ratth. 2s Röm. 14, Zoh. 15,l Spr. Sal. Am 22.6 nach T Phil. 7,3. 9ah. 18 Hehr 3 ö Kirchliche Schriftlesungen Am 17. Sonntage nach Trin. h., 6 Nr. 387 Luh. 14, 1 75„. 22³ br. 2„,„ 409 Wiatth. 13, 1-„125 Pfalm 75, 8 795 Am 18. Sonntage nach Trin. Jal. 2, 10—-17 Marh. 10, 17-27 2. Chron. 1, 7—12 Am 19. Sonntage nach Trin. Euh. 4, 22—-32.„ 290 Datty. 2, 1„ 151 Zal., 10 0.. 7„ 192 Yh. 5, 5„ 16/ Palm 32,..„ 143 Am 20. Sonntage nach Trin. Sph o, 27 257 Dientt9. 2, II„ 394 A, d„ 449 Zoh. 5, 1u-W“ W:m„ 208 Spr. Sal. 2, 18...„ 210 Am 21. Sonntage nach Trin. . 1017„ 437 Zoh. 4, 47.5lũ—)]! I21/ %„ 294 Mark. 10, 1311—0—t:.x 5„ 131 2. Sam. 7, 17-2o9999. 5„ 25⁵58 Am 22. Sonntage nach Trin. Wi„ 2⁵² Matth. 18, 21—35—I.:i.. 15„ 243 250„ 160 Enk. 9, 57—0„ 443 Spr. Sal. 24, 14—20—.„ 452 Am 23. Sonntage nach Trin. M,„ 175 Matth. 22, 15—22.mk„ 209 4. Zimi. 4, 4.„ 100 Matth. 10, 24-32+m:u‛ͤ.„ 84 Am 24. Sonntage nach Trin. Kol. 1, 9—14 Am 25. Sonntage nach Trin. I. Shesf. 4, 13.18..„ 308 Matth. 24, 152.„ 0 ebr. 10, 32—3ʃ?dů::::: 1 231 3h. 5, 1—20—ö—ʒ⸗Š-l„ 309 Hiob 14, 5.„ 324 Am 26. Sonntage nach Trin. Thess⸗,„ 518 Matth. 25, 3146.„ 527 Dfr. 350.2, II„ 218 Zuk⸗ 19,1 277 7 512 Bsialm 1206 ĩ5„ 3109 Am 27. Sonntage nach Trin. Totensonntag . Peir., H„ 520 Matth. 25, 1— 1—.—-—.DF„ 311 Dfi. 39h, 9 1.. 5„ 832 Out. 12, 354399..„ 334 Zoh. A,„ 327 .5,0 317 Am Erntedankfest Psalm 145, 15—21„ 506 Luk. 12, 15 21„ 325 2. Kor. 9, 6—11„ 256 30h. 6, 290„ 508 Psalm 34, 2„ 254 Bei spärlicher Ernte 1. Tim. 6, 6— 10 239 Matth. 7, 7 ꝛꝛꝛꝛꝛ3n!u„ 221 Am Neformationsfest (311., E...„ 149 Matthy. 5, 11122„ 389 E„ 148 Soh.,. 17.„½5 Walm 90 Am Buß⸗ und Bettage Zrim, 1II„144 1 30⁵ Her⸗Le, A„145 Matth. 11, 16-2ͤ.ðuę—f„ 509 Verzeichnis der Lieder in Buchstabenfolge Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. Ach bleib mit deiner Gnade. Ach Gott, gib du uns deine Gnad Ach Gott und Herr, wie groß Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, vom Himmel sieh darein Ach Gott, wie manches Herzeleid. Ach Herre, du gerechter Gott. Ach Herr, nimm hin mein Lebensgut Ach komm wie zu der Väter Zeit Ach lieber Herre Zesu Christ. Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein Ach mein Herr Jesu, wenn ich. Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ach wundergroßer Siegesheld. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. Alle Jahre wieder Alle Menschen müssen sterben— Alles ist an Gottes Segen Allgenugsam Wesen Als Jesus von seiner Mutter ging. Amen, Lob, Preis und Herrlichkeit An dein Bluten und Erbleichen. Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Herz, mit Freuden Auf, bleibet treu und haltet fest. Auf Christi Himmelfahrt allein. Verzei Auf den Auf dit Auf die Auferste Auf Go Auf hir Auf, ihr Auf ihr Auf, laf Auf mei Auf, Se Aus der Aus Gr Aus itd Aus me Mas tief Bedenke Befiehl Bei dit, Bescher: Betgeme Bis hier Brich an Brich he Brunn Christ, d Christe ehriste. hriten Verzeichnis der Lieder Auf den Nebel folgt die Sonn. Auf dich seh ich, mit dir geh ich. Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn Auf Gott und nicht auf meinen Rat. Auf, hinauf zu deiner Freude. Auf, ihr Christen, Christi Glieder. Auf, ihr Streiter— Auf, laßt uns Zion bauen Auf meinen lieben Gott. Auf, Seele, auf und säume nicht. Aus dem Himmel ferne. Aus Gnaden soll ich selig werden Aus irdischem Getümmel. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not B Bedenke, Mensch, das Ende. Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben. Bescher uns, Herr, das täglich Brot. Betgemeinde, heilge dich. Bis hierher hat mich Gott gebracht Brich an, du schönes Morgenlicht. Brich herein, süßer Schein Brunn alles Heils. C Christ, der du bist der helle Tag Christe, du Beistand deiner arenaenene Christe, du Lamm Gottes Christen, seid ihr Christi Glieder. 386 15⁷ Nr. 4⁵⁵ 443 69 338 239 449 437 438 398 217 354 585 156 356 263 1⁴4⁰ 527 218 208 47 192 25² 21 583 481 101 36 4⁴46 158 Verzeichnis der Lieder Nr. Christe, wahres Seelenlicht 47⁵ Christ fuhr gen Himmel 68 Christi Blut und Gerechtigkeit. 15⁴4 Christ ist erstanden 2 56 Christ lag in Todesbanden. 57 Christus, der ist mein Leben 314 D Da die Tage so voll Not. 46⁷ Dank sei Gott in der Höhe. 473 Das alte Jahr vergangen ist. 22 Das Jahr geht still zu Ende. 26 Das ist eine selge Stunde 1²27⁷ Das ist ein teuer wertes Wort 431 Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen. 4²2⁵ Das walte Gott, der helfen kann 293 Das walt Gott Vater und Gott Sohn. 264 Dein König kommt in niedern Hüllen 9 Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen 10⁵ Dein Wort, o Herr, ist milder Tau 409 Dennoch bleib ich stets an dir. 462 Der am Kreuz ist meine Liebe 358 Der beste Freund ist in dem Himmel. 586 Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast. 40 Der du in Todesnächten 394 Der du noch in der letzten Nacht. 390 Der du zum Heil erschienen 11² Der heilge Christ ist kommen. 20 Der Herr, der aller Enden 45⁵6 Der lieben Sonne Licht und Pracht 281 Der Mond ist aufgegangen 568 Der Morgen schreitet hell daher. 514 Der Sabbat ist vergangen. 286 Der schöne Tag bricht ͤan. 474 Der Tag ist hin; mein Geist und Sinn 486 Verzeic Der Tag Des Jal Des Köt Des Mo Die best. Die Chri Die Ern Die Gna Die güld Die helle Die Hert Die Rac Die Rac Die Sall Dies itae Dies ist Dies ist! Dies Kin Die Son Die wir Dir, dir, Du bist Du hast Du hann Du läßt! Du lieber Du müch Du mein Du reich Ein hn Eine Her Einen S. ieder 4·⁰ 154 Verzeichnis der Lieder Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe. Des Jahres schöner Schmuck entweicht. Des Königs Fahnen ziehn vorauf Des Morgens, wenn ich früh aufsteh. Die beste Zeit im Jahr ist mein. Die Christen gehn von Ort zu Ort. Die Ernt ist nun zu Ende Die Gnade sei mit allen. Die güldne Sonne voll Freud. Die helle Sonn leucht't jetzt herfür Die Herrlichkeit der Erden Die Nacht ist kommen. Die Nacht vergeht, der Tag bricht a an Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ. Dies irae, dies illa(siehe: Tag des Zornes) Dies ist der Tag, den Gott gemacht. Dies ist die Nacht, da mir erschienen. Dies Kindlein, Jesu, ist nun dein. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz. Die wir uns allhier beisammen finden Dir, dir, Jehova, will ich singen. Du bist zwar mein und bleibest mein. Du hast mein Leben so reich gemacht. Du kannst's nicht böse meinen. Du läßt dich wieder sehen. Du lieber, heilger, frommer Christ. Du mächtger Freund der Trauernden. Du meine Seele, singe Du reicher Trost der Armen. E Ein Christ kann ohne Kreuz nicht 100 Eine Herde und ein Hirt. Einen Strahl von deinem Glanze. 159 Nr. 283 507 357⁷ 47¹ 572 336 503 237 267 26²2 32⁵ 277 534 5⁴47 518 19 18 419 482 54 170⁰0 322 565 463 303 542 4⁵2 248 504 45⁷ 110 42¹ 160⁰ Verzeichnis der Lieder Nr. Einer ist König, Immanuel sieget 106 Einer ist's, an dem wir hangen. 113 Einer nur ist ewig wert I8. 451 Eines wünsch ich mir vor allem andern 55 Ein feste Burg ist unser Gott. 90 Ein Kindelein so löbelich 348 Ein Lämmlein geht 4⁴ Ein neuer Tag, ein neues Leben 476 Ein neues Lied wir heben an. 388 Ein reines Herz, Herr, schaff in mir. 166 Eins ist not! Ach Herr. 171 Ein Wetter steiget auf. 501 Endlich bricht der heiße Tiegel. 34⁴⁰ Ergrünt, ihr Siegespalmen 377 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 91 Ermuntert euch, ihr Frommen. 334 Erneure mich, du ewges Licht. 18² Erschienen ist der herrlich Tag. 59 Es glänzet der Christen inwendiges Leben 176 Es ist das Heil uns kommen her. 149 Es ist ein Reis entsprungen. 536 Es ist genug! So nimm 329 Es ist gewißlich an der Zeit 52⁰0 Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein 17⁸ Es ist noch eine Ruh vorhanden. 337 Es ist so still geworden. 571 Es kennt der Herr die Seinen 441 Es kommt ein Schiff, geladen. 531 Es kostet viel, ein Christ zu sein 17⁷ Es wolle Gott uns gnädig sein 92 F Fahre fort, fahre fort. 10³3 Fang dein Werk mit Zesu an. 272 Fortgekämpft und fortgerungen 193 —— Vetzei Freu di Freuet Freuet Fröhlich Früh ar Frühmo Fünf B Für all Geh aus Geh hir Geht hin Geht nu Geist des Gelobet Gelobet Gelobt! Gen Hin Heschlof Gib dich Gott, de Gott des Oottes e Gottes 6 Gott, gi Hott ist Gott ist Gott ist Gott ist Hott leh Gott o Gott Lo! ieder Nr. 100 3 4651 0⁵ 5400 48 4 47⁰0 300 160 171 501 340 „37⁷ 991 334 12 „ 60 1706 „I0 530 3²0 5²⁰ 677 „3³⁷ 7⁰ 441 l 17⁷ 02 I03 2. 105 Verzeichnis der Lieder Freu dich sehr, o meine Seele Freuet euch der schönen Erde. Freuet euch, ihr Christen alle. Fröhlich soll mein Herze springen. Früh am Morgen Zesus gehet. Frühmorgens, da die Sonn 95960 Fünf Brünnlein sind— Für alle Güte sei gepreist. G Geh aus, mein Herz, und suche Freud. Geh hin nach Gottes Willen Geht hin, ihr gläubigen Gedanken. Geht nun hin und grabt mein Grab. Geist des Glaubens, Geist der Stärke. Gelobet sei der Herr, mein Gott. Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Thron Gen Himmel aufgefahren ist. Geschlossen ist nun unser Bund. Gib dich zufrieden und sei stille. Gott, deine Güte reicht so weit. Gott des Himmels und der Erden. Gottes Sohn ist kommen Gottes Stadt steht fest gegründet Gott, gib einen milden Regen. Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu. Gott ist mein Lied. Gott ist und bleibt getreu. Gott lebet noch!. Gott Lob, der Sonntag Rommt. Gott Lob, der Tag ist nun dahin 483 161 Nr. 316 574 14 1⁵ 477 61 359 487 500 440 1⁵⁵ 341 83 87 10⁰ 58 37⁴ 49⁵ 219 46⁴4 266 343 396 381 123 238 259 459 458 11⁷ 162 Verzeichnis der Lieder Nr. Gott Lob, die Stund ist kommen 52² Gott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit 352 Gott Lob, nun ist erschollen. 299 Gott sei Dank durch alle Welt. 7 Gott sei gelobet und gebenedeiet 133 Gott Vater, sende deinen Geist 380 Gott will's machen, daß die Sachen 234 Großer Gott von alten Zeiten 12¹ Großer Gott, wir loben dich. 409 Großer Mittler, der zur Rechten 73 9 Halleluja! Jauchzt, ihr Chöre. 371 Halleluja! Lob, Preis und Ehr. 385 Halleluja! Schöner Morgen 12⁵ Halt im Gedächtnis Jesum Wn 430 Harre, meine Seele. 559 Heilge Einfalt, Gnadenwunder 191 Heilger Geist, du Tröster mein 379 Heilger Zesu, Heilgungsquelle 587 Herbei, o ihr Gläubigen 543 Herr, dein Name sei gepriesen. 505 Herr, dein Wort, die edle Gabe. 12⁴ Herr, der du mir das Leben ů 289 Herr, der du vormals hast dein Land 302 Herr, die Erde ist gesegnet. 506 Herr, du hast uns reich gesegnet 399 Herr, du regierst mit Gnadenhänden 515 Herr, es ist von meinem Leben. 48⁵5 Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir 242 Herr Gott, dich loben wir; regier. 300 Herr Gott, uns ist so bange. 516 470 Herr Gott, Vater im Himmelreich —.—.8 Verzeit Hert, h Hert Je Hert de Herr Je Herr Jde Hert J6 Hert Je Hert Je Herr de Herr de Hert Je Herr, ni Herr, öf Hert, stä Hert, un Herr, wi Herzlich Herzlich Herzlieb Herjog Herz un Heut tt Hier let Hier lie Hier sie Hilf, 9 Hilf, Hilf,. Hilf un Hummel Himmel Hundure Rnunte Hte k 35⁵ 1³ 60 5⁵0 U 0 5⁷ 503 505 0 0² 0 900 555 65⁵ 2 510 0 Verzeichnis der Lieder Herr, höre, Herr, erhöre 2 Herr Jesu Christ, dein teures Blut. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 2* Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,... sieh Herr Zesu Christ, du höchstes Gut,... wir Herr Jesu Christ, mein Licht und Leben. Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott Herr Jesu, deine Angst und Pein. Herr Jesu, dir sei Preis und Dank Herr Jesu, Gnadensonne. Herr Jesu, Licht der Heiden Herr, nun selbst den Wagen halt. Herr, öffne mir die Herzenstür. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenen Herr, unser Gott, laß nicht zuschanden werden. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Herzlich tut mich verlangen. Herzliebster Zesu, was hast du berhrochen ö Herzog unsrer Seligkeiten. R Herz und Herz vereint zusammen. Heut triumphieret Gottes Sohn. Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. Hier liegt vor deiner Majestät. Hier stehen wir von nah und fern Hilf, Helfer, hilf... Hilf, Herr Gott, hilf. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Himmelan geht unsre Bahn. Himmelan, nur himmelan. Hindurch, hindurch mit Freuden. Hinunter ist der Sonne Schein. Hirte deiner Schassts 164 Verzeichnis der Lieder Nr. Höchster Gott, dir danken wir 4»404 Höchster Tröster, komm hernieder 383 Hosianna! Davids Sohn kommt 8 Hüter, wird die Nacht der Sünden. 18⁰ 8 Ich bete an die Macht der Liebe. 18⁸ Ich bin durch die Welt gegangen. 551 Ich bin ein Gäst auf Erden 323 Ich bin getauft auf deinen Namen. 131 Ich bin ja, Herr, in deiner Macht 318 Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 47² Ich gebe mich in deine Hände 42⁰ Ich geh zu deinem Grabe. 6⁵ Ich grüße dich am Kreuzesstamm. 52 Ich habe nun den Grund gefunden. 151 Ich hab in Gottes Herz und Sinn 22⁰ Ich hab in guten Stunden. 240 Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 310 Ich hab mich Gott ergeben. 31⁵ Ich hab von ferne, Herr, deinen Thron 339 Ich heb mein Augen sehnlich auf 490 Ich homme, Herr, und suche dich 13⁷ Ich homm jetzt als ein armer Gast. 42³3 Ich laß dich nicht, du mußt mein Jesus bleiben 461 Ich ruf zu dir, Herr Zesu Christ 160 Ich singe dir mit Herz und Mund 2⁴9 Ich steh an deiner Krippe hier 350 Ich steh in meines Herren Hand. 241 Ich und mein Haus, wir sind bereit 29⁵ Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. 372 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun 291 Ich weiß, woran ich glaube. 1I58 Ich will dich erheben. 557 Vetzei Ich will Ich will Ich wol Ihr arm Ihr Kin Im Hin Im Sch In alle In Chr In dich In die In dit In Got In Seg Ist Got Jauchze Je größ Jehova, Jerusal- Jesu, d. Zesu, 0 Jesu, d. Nüu, ge desu, gr Zesu, Zesu,“ Jesu, Isu, u Nesus 0 Jesus( Zesus Zesu, Verzeichnis der Lieder Ich will dich lieben, meine Stärke. Ich will streben nach dem Leben. Ich wollt, daß ich daheime wär. Ihr armen Sünder, kommt zuhauf. Ihr Kinderlein, kommet Im Himmel und auf Erden. Im Schatten deiner Flügel. In allen meinen Taten In Christi Wunden schlaf ich ein ö In dich hab ich gehoffet, Herr. In die Ferne möcht ich ziehen. In dir ist Freude. In Gottes Namen fahren wir. In Segen standen überall. Ist Gott für mich, so trete 8 Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket Je größer Kreuz, je näher Himmel. Zehova, Herr und König. Jerusalem, du hochgebaute Stadt Jesu, deine Passion Zesu, deine tiefen Wunden Zesu, der du bist alleine. Jesu, geh voran Jesu, großer Wunderstern. Zesu, hilf siegen Jesu, Jesu, Brunn des Lebens Zesu, meine Freude Jesu, meines Lebens Leben. Jesus allein Jesus Christus herrscht als König ö Jesus Christus, unser Heiland. Jesu, Seelenfreund der Deinen. 16⁵5 Nr. 200 590 519 428 539 517 566 223 320 209 579 447 489 508 1⁵⁰ 351 233 511 31⁷ 49 39 10⁷ 20⁵ 32 17² 40⁷ 198 42 591 19⁰ 366 408 60² 166 Verzeichnis der Lieder Nr. Jesa, sieh uns nahn 418 Zesus ist kommen, Grund ewiger Freude 33 Jesus lebt, mit ihm auch ich. 6² Jesus, meine Zuversicht. 32⁷7 Jesus nimmt die Sünder an. 14⁷ Zesus soll die Losung sein. 25 Jetzt, da die Zeit sich nähert. 365 K Kehre wieder, kehre wieder. 549 Keiner wird zuschanden. 550 Komm, du wertes Lösegeld. 346 Kommet, ihr Hirten 537 Komm, heiliger Geist, Herre Gott. 75 Komm, mein Herz, in Jesu Leiden. 138 Komm, o komm, du Geist des Lebens. 81 Kommst du, kommst du, Licht der Heiden 2 Kommt her, des Königs Aufgebot. 402 Kommt her, ihr seid geladen. 139 Kommt, Kinder, laßt uns gehen. 189 Kommt und laßt uns Christum ehren. 16 König, dem kein König gleichet. 186 König Zesu, streite, siege. 376 L Laß dich, Herr Zesu Christ. 491 Lasset uns mit Jesu ziehen. 164 Laß fahren deine Sorgen. 560 Laß mich dein sein und bleiben. 161 Laß mich, o Herr, in allen Dingen. 439 Laß, o Jesu, mir auf Erden. 433 Laßt mich gehn. 581 Licht, das in die Welt gekommen 400 Licht vom Licht, erleuchte mich. 40⁵ Verzei Liebe, d Liebster Liebster Liebster Lobe de Lobe del Lobe dei Lobet de Lob Got Lobt Ge Mache d Nach's! Nacht he Nan lob Meinen Verzeichnis der Lieder Liebe, die du mich zum Bilde. Liebster Heiland, nahe dich. Liebster ZJesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Zesu, wir sind hier, dich und dein Wort Lobe den Herren, den mächtigen König Lobe den Herren, o Christgemeinde. Lobe den Herren, o meine Seelen. Lobet den Herren alle, die ihn ehren. Lob Gott getrost mit Singen. Lobt Gott, ihr Christen allzugleich M Mache dich, mein Geist, bereit— Mach's mit mir, Gott, nach deiner Gu.. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Man lobt dich in der Stille Meinen Jesum laß ich nicht. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank Meine Seele senket sich. Meine Seel ist stille. Meine Sorgen, Angst und Plagen Mein Freund ist mein. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe ö Mein Gott, wie bist du so verborgen. Mein Leben ist ein Pilgrimstand. Mein schönste Zier und Kleinod bist Mein Schöpfer, steh mir bei. Mir ist Erbarmung widerfahren Mir nach, spricht Christus, unser Held Mit dem Herrn fang alles an. Mit dir, Allmächtger, fahr ich an. Mit Ernst, o Menschenkinde Mit Fried und Freud ich fahr 2550 Mitten wir im Leben sind. 168 Verzeichnis der Lieder Nr. Morgenglanz der Ewigheit. 270 Müde bin ich, geh zur Ruh. 570 N Nimm von uns, Herr, du treuer Gott. 144 Nun aufwärts froh den Blich gewandt. 4⁴⁵ Nun bitten wir den heilgen Geist. 76 Nun danket alle Gott.— 2⁴⁵ Nun danket all und bringet Ehr 250 Nun freut euch, lieben Christen gmein 148 Nun geht ein Freuen durch die Welt. 535 Nun geh uns auf, du Morgenstern 413 Nun ist in tiefem Frieden 488 Nun jauchzet, all ihr Frommen. 3 Nun kommt das neue Kirchenjahr. 345⁵ Nun lasset uns den Leib begrabn 306 Nun laßt uns gehn und treten. 2⁴ Nun laßt uns Gott, dem Herren. 244 Nun legt den Hammer nieder. 41⁴4 Nun lob, mein Seel, den Herren 3— 2⁴3 Nun preiset alle Gottes 5.0 246 Nun ruhen alle Wälder. 280 Nun schlaf in kühler Erde 582 Nun schreib ins Buch des Lebens 41⁷ Nun sich der Tag geendet hat 282 Nun sich der Tag geendet, mein Herz. 288 Nun singet und seid froh. 349 Nur frisch hinein 43⁵ O O Atem erster Frühe. 567 O auferstandner Siegesfürst. 594 O daß doch bald dein Feuer brennte. 109 O daß ich tausend Zungen hätte. 25⁵⁰ Verzei O du 0 duf O du L O du m O Durch O Ewig O Ewig O fromn O Gott, O Gott, O Gotte O Gott, O Gott, O Haupt O Heilan O heilger O heilige O heilige Verzeichnis der Lieder O du allersüßte Freude O du fröhliche, o du selige O du Liebe meiner Liebe. O du mein Trost O Durchbrecher aller Bande O Ewigkheit, du Donnerwort. O Ewigkheit, du Freudenwort O frommer und getreuer Gott O Gott, der du das Firmament. O Gott, du frommer Gott O Gottes Geist und Christi Geist. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens O Gott, von dem wir alles haben. O Haupt voll Blut und Wunden O Heiland, hüte meine Kinder. O heilger Geist, kehr bei uns ein O heilige Dreifaltigheit. O heiliger Geist, o heiliger Gott O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit. O hilf, Christe, Gottes Sohn O Jesu Christe, wahres Licht.. O Jesu Christ, meins Lebens Licht O Zesu, Herr der Herrlichkeit. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn O Jesu, meine Wonne. O Jesu, süßes Licht. O komm, du Geist der Wahrheit. O König aller Ehren. O Lamm Gottes, unschuldig. O mein Herz, gib dich zufrieden. O selges Licht, Dreifaltigkeit. O selig Haus, wo man dich aufgenommen Ostern, Ostern, Frühlingswehen O Tod, wo ist dein Stachel nun 169 Nr. 78 540 50 532 169 321 328 42⁷ 499 290 384 382 297 4⁵ 497 77 265⁵ 80 369 35 29 521 391 19⁵ 134 271 466 48⁰ 494 54⁵5 17⁰ Verzeichnis der Lieder Nr. O Traurigheit, o Herzeleid. 43 O Ursprung des Lebens 35⁵ O Vaterherz, o Licht, o Leben 18⁵ O Welt, ich muß dich lassen 307 O Welt, sieh hier dein Leben. 46 O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen 319 P Preis dir, Herr Jesu, du hast uns erworben. 403 R Rausche, flute, Strom der Gnade 546 Reich des Herrn 11 392 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 173 Rüstet euch, ihr Christenleute 18¹ S Schaffet, schaffet, Menschenkinder 168 Schmücke dich, o liebe Seele. 13⁵ Schmückt das Fest mit Maien. 82 Schon rötet sich des Tages Pracht. 470 Schönster Herr Jesu 554 Schwing dich auf zu deinem Gott 221 Seele, geh auf Golgatha. 360 Seelenbräutigam 202 Seele, was ermüdst du dich 184 Segnet uns zu guter Letzt. 353 Segne und behüte. 410 Sei fröhlich alles weit und breit 368 Sei Gott getreu, halt seinen Bund. 129 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut 253 Sei mir tausendmal gegrüßet. 47 Seine Flügel breite 562 Vetzeic Siegesfil Sieh, hie Sieh un⸗ 80 führf So hab So ist d Sollt es Sollt ich So nimn Sonne g Sotge d So ruhe So ruhe So wah Speis u Statk ist Stille h Slille N Such, w Tag de— Teures Tochter Treuer“ Treuer Treuer Triump Tut mi Und W. Unsern ieder Nr. 10 „09 „185 00⁰⁷ 4»0 10 403 6460 02 17³ 181 0 1⁵ 5 0 551 ü2 3⁰⁰ 300 4⁰ 3³ 12 *. bbe Verzeichnis der Lieder Siegesfürst und Ehrenkönig. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. Sieh uns fertig, gegenwärtig So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen So hab ich nun vollendet So ist die Woche nun geschlossen. Sollt es gleich bisweilen scheinen. Sollt ich meinem Gott nicht singen So nimm denn meine Hände. Sonne glänzt auf deinen Fluren Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Rhahh So ruhe wohl! Gott hat an dich gedacht. So wahr ich lebe, spricht mein Gott Speis uns, Vater, deine Kinder Stark ist meines Jesu Hand. Stille halten deinem Walten Stille Racht, heilige Nacht Such, wer da will, ein ander Ziel — Tag des Zornes(Dies irae) Teures Wort aus Gottes Munde Tochter Zion, freue dich Treuer Gott, zu dir allein. Treuer Jesu, wache du. Treuer Wächter Israel.* Triumph, Triumph, es siegt der Held. Tut mir auf die schöne Pforte. u Und wollte alles wanken. Unsern Ausgang segne Gott 171 Nr. 74 165⁵ 41² 230 526 28⁵5 22⁵ 251 561 553 492 51 529 14⁵ 27⁵ 1⁵5⁷ 46⁵ 541 196 518 406 533 530 48⁴4 99 373 12² 468 12⁰ 172 Verzeichnis der Lieder Nr. Unter Lilien jener Freuden. 578 Unumschränkte Liebe 15² V Valet will ich dir geben 31² Vater unser im Himmelreich. 159 Verleih uns Frieden gnädiglich. 298 Verzage nicht, du Häuflein klein 9⁷ Vom Himmel hoch da komm ich her. 11 Vom Himmel kam der Engel Schar. 12 Von des Himmels Thron.* 416 Von ferne dräuet schon die Nacht. 548 Von Gott will ich nicht lassen. 21³ Wĩ Wach auf, du Geist der ersten Zeugen. 10⁴4 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin. 6⁴ Wach auf, mein Herz, und singe 269 Wach auf, wach auf, du deutsches Land. 509 Wachet auf, erhebt die Bliche 397 Wachet auf, ruft uns die Stimme 311 Wacht auf und rauscht durchs Tal. 57⁵ Walte, walte nah und fern 111 Wär Gott nicht mit uns 93 Warum sollt ich mich denn grämen. 22² Warum willst du draußen stehen. 344 Was freut mich noch, wenn du's nicht bist. 387 Was Gott tut, das ist wohlgetan. 2²⁷ Was Gott zusammenfügt. 493 Was macht ihr, daß ihr weinet. 296 Was mein Gott will, das gscheh allzeit 21⁰ Was wär ich ohne dich gewesen. 207 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel. 432² Weil ich Jesu Schäflein bin. 555⁵ Weiß ich den Weg auch nicht. 564 Verzei⸗ Weit di Wenn d Wenn ic Wenn ic Wenn i⸗ Wenn h Wennen Wenn m Wenn un Wenn w Werdel Werden Wer G0 Wer ist Wer ist Wer nur Wer sind Wer wei ieder Rr. 57⁸ 152 2 I50 M 6 11 „16 548 23 104 64 „RAa 500 30⁰⁷ II 57⁵ 11 0 222 344 3⁷ „ 2²⁷ 403 200 20. 432 555 „öbl Verzeichnis der Lieder Weit durch die Lande Wenn der Herr ein Kreuze schickt. Wenn ich ihn nur habe. Wenn ich in Todesnöten bin. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben. Wenn meine Sünd mich kränken. Wenn mein Stündlein vorhanden ist. Wenn uns die Feinde kränken. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Werde licht, du Stadt der Heiden. Werde munter, mein Gemüte. Wer Gott vertraut, hat e Wer ist ein Mannꝰ Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben Gott laßt walten Wer sind die vor Gottes Throne. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Wie dank ich's, Heiland, deiner Liebe. Wie fleugt dahin der Menschen Zeit. Wie Gott mich führt, so will ich gehn. Wie groß ist des Allmächtgen Güte. Wie herrlich ist die neue Welt Wie könnt ich ruhig schlafen. Wie mit grimmgem Unverstand. Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ Wie schön leuchtet der Morgenstern Wie soll ich dich empfangen. Wie stand die Flur im Segen. Wie wird uns sein, wenn endlich Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. Willkommen, Held im Streite Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß—* jür uns Wir danken dir, Herr Zesu Christ, daß du gen Himmel 174 Verzeichnis der Lieder Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod Wir danken Gott für seine Gabn. Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Wir glauben all an einen Gott, Vater. Wir liegen hier zu deinen Füßen. Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir pflügen, und wir streuen. Wir sind in Not Wir singen dir, Immanuel Wir treten zum Beten Wir warten dein, o Gottes Sohn Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang. Wohl einem Haus, da Zesus Christ Wollt ihr wissen, was mein Preis Womit soll ich dich wohl loben. Wo soll ich fliehen hin Wo willst du hin, weil's Abend ist Wunderanfang, herrlich Ende Wunderbarer König 3 Zeige dich uns ohne Hülle. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn Zeuch ein zu deinen Toren. Zeuch hin, mein Kind Zeuch uns nach diir Zieht in Frieden eure Pfade. Zion, gib dich nur zufrieden. Zions Stille soll sich breiten. Zu Bethlehem geboren Zu deinen Füßen liege ich.— Zum Himmel bist du eingegangen. Zween der Jünger gehn mit Sehnen Nr. 60 274 85 88 429 11⁵ 573 502 17 510 347 595⁵5 9⁵ 342 294 362 25⁷ 146 284 226 25⁵ 126 401 79 333 7²2 114 10² 12⁸ 538 42⁴ 378 37⁰ dieses Die Namen der Urheber dieses Gesangbuches sind zur Eintragung in die Eintragsrolle zu Leipzig nach dem Urheberrechtsgesetz vom 19. ZJuni 1901 Reichsgesetzblatt Seite 227) angemeldet Satz und Druck: Trowitzsch& Sohn, Franhfurt/ Oder und Berlin S¹0Ur& Grey OTH1O SHart Cyan Oreen Vollov/ Red Grey 2 Srey 3 GS.rey 4